27.06.2016 Aufrufe

MQ Sommer 16

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

informieren.entdecken.erleben

+

02

Juli / August / September 2016

Das Artland-Magazin.

www.artland-magazin.tv

Themen:

Startrompeter

Hans Bode bläst

den Text mit

Open Air-

Musiksommer

Festivals im osnabrücker

Nordkreis

Mit der

Nordwestbahn...

...von Osnabrück bis zur

Küste - Teil 2

AusFlugstipps

für den Sommer!

AusflUgsZiele

in der Region

Asendorf und

Bruchhausen-Vilsen

Café

Brinkmann

Konditorfamilie

mit Leidenschaft


Täglich

frische

Ware!

Pflanzen

Sommerzeit IST

Stauden- & Gräserzeit

im Blumenoutlet Landwehr!

figuren

Keramik

direktverkauf

Gräser

im 3-Liter-Topf

ab

Stauden

im 1-Liter-Topf

Stauden

im 3-Liter-Topf

Stauden

im 5-Liter-Topf

Duo-

Stauden

ab

Buxus

6.- 1. 80 5.- 8.- 2. 50 -.89

ab

Hindenburgstraße

Bahnhofstraße

Prof.-von-Klitzing-Str-

St. Antoniort

Blumen-Landwehr

Blumenoutlet

Niedersachsenstraße

Badberger Str.

Hier finden Sie uns!

Freuen Sie

sich auf

tolle

Preise!

Blumenoutlet

Blumen-Landwehr

Öffnungszeiten: Mo - Fr von 8:00 - 18:00 · Sa von 8:30 - 16:00 Uhr

Quakenbrück · Professor-von-Klitzing-Str. 18 · Tel.: 05431 - 4070


Das ist ja interessant...

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Genießen Sie mit uns „Open Air“!

Raus aus den vier Wänden - rein

in den Sommer. Erleben Sie mit

uns die schönste Jahreszeit unter

freiem Himmel. Wie, wann und wo

in unserer Region Open-Air-Events

stattfinden, lesen Sie in dieser

Ausgabe.

Doch zunächst geht’s mit dem

Zug los. Und zwar am Bramscher

Bahnhof. Unsere Reihe „Mit der

Nordwestbahn bis zur Küste“

setzt sich in dieser Ausgabe fort.

Wir fahren bis Bersenbrück und

machen Station im Tuchmachermuseum

und natürlich in Bersenbrück,

wo im Juli das Reggae Jam

stattfindet. Wir haben „Sheriff“

und Festivalgründer Bernd Lagemann

interviewt und Interessantes

über seine Leidenschaften und das

Reggae Jam erfahren.

Neben diesem Mega-Event gibt es

noch viele weitere tolle Veranstaltungen

in diesem Sommer. Wir

präsentieren einen Überblick über

Open-Air-Events von Osnabrück bis

Fürstenau. Und als genussvolle Zugabe

dürfen sich „Zuhausebleiber“

und „Sommergenießer“ auf tolle

regionale Ausflugstipps freuen.

Eine wichtige Nachricht in eigener

Sache! Auch wir sind jetzt auf

Facebook zu finden. Unter www.

facebook.com/MQDasArtlandMagazin

erhalten Sie von uns aktuelle

News, Videos und interessante

Beiträge als kurzweilige Unterhaltung

zwischen den Printausgaben

unseres Magazins. Besuchen Sie uns

auf unserer Seite – wir freuen uns

auf Ihre „Gefällt mir“ und Empfehlungen.

Und als Leckerbissen

verlosen wir in den nächsten Tagen

auf Facebook Eintrittskarten für die

Festivals. Also klicken , dabei sein

und gewinnen!

Wir wünschen Ihnen einen wunderbaren

Sommer und viel Spaß beim

Lesen und Surfen!

Ihre Redaktion

www.artland-magazin.TV

DRUCKSACHEN AUS DER REGION

OELKERS, DRUCKHAUS IM ARTLAND | HINDENBURGSTR. 48 | 49610 QUAKENBRÜCK

FON 05431-941001 | FAX 05431-941050

Titelfoto: Detlef Bülow

Sonne

umweltfreundlich - dank solar!

Mit

gedruckt

Alle 14 Tage neu!

In diesem Magazin

©Fotolia/aletia2011

Die Lokalzeitung für den nördlichen

Landkreis Osnabrück, Südoldenburg und

einen (kleinen) Teil des Emslandes

Redaktion und Anzeigenannahme:

Kreuzstr. 1 · 49610 Quakenbrück · Tel. (05431) 90 48 51

info@lokalzeitung-volltreffer.de

4-7 Startrompeter Hans Bode

8-11 Teufelskrallen an St. Sylvester

16/17 Young Dragons bei Top 4

18-25 Ausflugsziele in der Region

26-29 Café Brinkmann

30-32 Hofladen Diers in Essen

33 Ankumer Bratpfannenturnier

34/35 Neuer Edeka-Markt

38/39 Kunst im Stadtmuseum

40/41 Artland-Töpferei in Herbergen

42-47 Mit der NWB unterwegs...

43-45 Tuchmachermuseum

48-52 Musikfestivals in der Nähe

54/55 Sommerkirmes in Dinklage

56/57 Netzausbau CLP - Merzen

59 Wolfcenter in Dörverden

60/61 Buchtipps

62/63 Kinotipps

64/65 Veranstaltungskalender

66 Impressum


Das Artland-Magazin.

„Der bläst den Text mit!“

Erinnerungen an den Startrompeter Hans Bode aus Quakenbrück

von Heiko Bockstiegel

Mit Stolz kann sich

die Burgmannstadt

Quakenbrück rühmen,

zahlreiche namhafte

Persönlichkeiten hervorgebracht

zu haben, und das auf den

unterschiedlichsten Gebieten. Als am 29.

Juli 1951, vor fast genau 65 Jahren also,

die ersten Bayreuther Festspiele nach

dem Zweiten Weltkrieg mit Beethovens

9. Symphonie unter der Leitung von Wilhelm

Furtwängler eröffnet wurden, war

auch ein Quakenbrücker im Festspielorchester

mit von der Partie: Hans Bode.

Für den berühmten Dirigenten Erich

Kleiber galt er als „Trompeter-König“ mit

einer bedeutenden musikalischen Karriere,

und darum sollte er nicht vergessen

werden.

Dabei war es „Hänschen“ keineswegs in

die Wiege gesungen worden, dereinst ein

großer Musiker zu werden. Am 4. April

1895 in der damaligen Großen Mühlenstraße

(heute Alençoner Straße) geboren,

besuchte Johannes (Hans) Bode die Evangelische

Volksschule, wo unter anderen

Wilhelm Justus und Hugo Heyser seine

Lehrer waren. Zu seinen Jugendfreunden

zählte der spätere Maurermeister und

Bauunternehmer Wilhelm Magnus. Wie

er schließlich zur Musik kam, war dann

aber wohl doch eher zufällig. Jedenfalls

fiel bei seinem Eintritt in die Musikschule

Lindhorst, damals noch an der Farwicker

Straße ansässig, seine enorme Strebsamkeit

auf, und Hans roch schließlich

„Lunte“: Er wollte partout Pistonbläser

werden – ein Instrument also, das auch

als Kornett bekannt und eng mit der

Trompete verwandt ist. Diese erlernte

er übrigens auch in der Musikschule,

die einen solch guten Ruf genoss, dass

aus ihr sogar der gebürtige Osnabrücker

Karl Blume hervorging, Komponist des

weltbekannten Löns-Liedes „Grün ist die

Heide“.

Hans Bode fand seine Berufung endgültig

in der Musik. Und er wurde so

gut, dass er schon mit 16 Jahren als

Solo-Trompeter bei einem Konzert der

Stadtkapelle Lindhorst am 5. November

1911 auf dem Schützenhof auftrat. Das

von ihm dargebotene Opus „Mei Dirndl

is harb auf mi“, ein altbayerisches Tanzlied,

hierzulande eher in Vergessenheit

geraten, ist in den süddeutschen Breitengraden

dagegen noch heute populär.

Hans Bode um 1930 als Mitglied

des Berliner Staatsopernorchesters

Die Deutsche Staatsoper Berlin - von

1922 bis 1950 Wirkungsstätte von

Hans Bode

4 | mq Ausgabe Sommer 2016


LITERATUR

Beim RIAS-Symphonie-Orchester Berlin (um 1950)

Seine Sporen verdiente Hans Bode in der Quakenbrücker Stadtkapelle Lindhorst (5. von rechts mit Piston)

Über Sondershausen, das Musikkorps der

Zweiten Matrosen-Division Wilhelmshaven

unter dem „Kaiserlichen Musikdirektor“

Friedrich Wöhlbier und die Orchesterzugehörigkeit

zum Dampfer „Baden“

kam Bode schließlich nach Berlin, das

zum Zentrum seines musikalischen

Wirkens werden sollte. Nach dem Studium

an der Staatlichen akademischen

Hochschule für Musik und gleichzeitiger,

wenn auch kurzer Tätigkeit an der

Städtischen Oper Berlin-Charlottenburg

(heute Deutsche Oper Berlin) wurde er

am 1. Dezember 1922 als Kammermusiker

(1. Trompeter) an die berühmte Deutsche

Staatsoper Berlin Unter den Linden

berufen, ein Haus mit internationaler

Bedeutung: Hier ging unter anderem

1925 die Uraufführung von Alban Bergs

„Wozzeck“ „über die Bühne“.

Hans Bode hatte damit den „großen

Sprung“ getan. Dem Staatsopernorchester

gehörte er bis 1950 an, und zwar

unter so legendären Dirigenten wie Erich

Kleiber, Bruno Walter, Otto Klemperer

oder Leo Blech. Wie unverwechselbar

strahlend schon damals sein Trompetenklang

war, das beweist ein historisches

Filmdokument von 1930 mit dem Walzer

„An der schönen blauen Donau“, wo er

inmitten des Staatsopernorchesters unter

Erich Kleiber in einer Nahaufnahme

zu bewundern ist.

Von Berlin aus spielte er in aller Welt

unter den namhaftesten Dirigenten und

wirkte auch im Kammerquintett des bedeutenden

Pianisten Edwin Fischer mit.

Natürlich wurde dann auch die Schallplattenindustrie

auf Bode aufmerksam,

und so blieben viele Aufnahmen auf der

guten alten Schellackplatte mit dem

„Piston-Virtuosen“ erhalten (unter anderem

„Die Post im Walde“, „An der Weser“,

„Der Trompeter von Säckingen“, „Still

wie die Nacht“ oder „Der Alte Dessauer“).

Auch im Berliner Rundfunk hieß es

regelmäßig „Hans Bode bläst!“

Im Bayreuther Festspielhaus wirkte

Hans Bode von 1931 bis 1967

Mehrfach war der Piston-Solist Hans Bode

in seiner Heimatstadt Quakenbrück zu Gast

(Programm um 1930)

Ausgabe Sommer 2016 mq | 5


Das Artland-Magazin.

Dann riefen die Bayreuther Richard-

Wagner-Festspiele, sein zweites musikalisches

„Zuhause“ für mehr als drei

Jahrzehnte. Seit 1931 gehörte Bode dem

Festspielorchester an, das ja bekanntlich

im verdeckten Orchestergraben wirkt

und sich für die Zuschauer folglich nur

akustisch äußert und bis heute aus den

besten Orchestermusikern aus ganz

Deutschland zusammengestellt wird.

Eine zeitgenössische Kritik bezeichnete

das Bayreuther Festspielorchester schon

damals als einen „Apparat von höchster

Präzision und einheitlicher Klangwirkung“.

Hier, im sogenannten „mystischen Abgrund“,

wirkte Bode zunächst bis zu den

letzten „Kriegsfestspielen“ 1944 als

einer der bewährtesten und erfahrensten

Musiker, die vom Wagner-

Clan auf den „Grünen Hügel“

berufen wurden, und das

unter Dirigenten wie Wilhelm

Furtwängler, Richard

Strauss und Arturo Toscanini.

Bei der Wiedereröffnung

der Bayreuther Festspiele

1951 präsentierte sich ein

152 Musiker starkes, international

gerühmtes Orchester,

in dem Hans Bode in den

Jahren bis 1954 und dann von

1957 bis einschließlich 1967 als

1. Trompeter dabei war. Bode gehörte

damals zu den Musikern, die

sich nicht für das Festspielorchester bewerben

mussten, sondern vielmehr aufgrund

ihrer großen Erfahrung aufgefordert

wurden, nach Bayreuth zu kommen.

Welch eine Auszeichnung!

Die Dirigenten hießen nun Herbert von

Karajan, Hans Knappertsbusch, Karl

Böhm, Joseph Keilberth, Lorin Maazel

oder Wolfgang Sawallisch. Die äußerste

Präzision und Markanz von Bodes

Trompetenton ist auf vielen Bayreuther

Mitschnitten renommierter Plattenfirmen

wie EMI, Decca und Philips noch

immer nachvollziehbar. So hieß es bei

der „Parsifal“-Premiere 1951 unter Hans

Knappertsbusch, dieser stehe „an der

Spitze eines Prachtorchesters.“

Die Karriere Bodes erreichte dann 1950

ihren dritten Höhepunkt, und zwar mit

seiner Berufung als 1. Trompeter in das

damalige RIAS-Symphonie-Orchester, das

unter der Leitung des unvergessenen Ferenc

Fricsay stand und seit 1956 „Radio-

Symphonie-Orchester Berlin“ hieß (heute

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin).

Der „Rundfunk im amerikanischen

Sektor“, kurz RIAS, war einer jener Sender,

denen im Informationskampf des Kalten

Krieges die Aufgabe zukam, Hörer im

anderen Teil Deutschlands, also der DDR,

mit Informationen und auch Musik zu

versorgen, die diese in ihren eigenen Medien

nicht oder nur „gefärbt“ erhielten.

Als das RIAS-Symphonie-Orchester 1946

gegründet wurde, verfügte der neue

Sender über kein eigenes Archiv, und so

bestand ein ungeheurer Produktionsbedarf

an ernster und auch leichter Musik.

Nachdem Ferenc Fricsay Chefdirigent

geworden war, galt es, für das Orchester

neue und zusätzliche Musiker zu

gewinnen. Den künftigen Kern bildeten

erstklassige Mitglieder des (Ost-)Berliner

Rundfunk-Sinfonie-Orchesters und der

Staatsoper, die Fricsay mit besonderer

Vorliebe als Solisen einsetzte – wie eben

Hans Bode. Viele von ihnen bildeten

später an der Berliner Hochschule für

Musik ganze Generationen von Musikern

aus, und ein Großteil stellte über einen

langen Zeitraum den Grundstock für das

Orchester der Bayreuther Festspiele.

Bis 1963 gehörte Bode diesem Weltklasse-Klangkörper

an, von dem ungezählte

Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen

unter seiner Mitwirkung überliefert

sind – unter Dirigenten wie Georg Solti

oder Lorin Maazel und natürlich vor

allem seinem Chef Ferenc Fricsay. Im

Repertoire, im Klangideal und in der

Medienpräsenz, etwa im aufkommenden

Fernsehen, setzte Fricsay Maßstäbe.

Transparenz, strukturelle Prägnanz und

Plastizität zeichneten das Orchester aus,

bei dem von Anfang an auch die Musik

des 20. Jahrhunderts eine feste Größe

war. So wirkte Hans Bode 1950 als Solist

in der Uraufführung des Konzertes für

Trompete, Fagott und Streichorchester

von Paul Hindemith.

Bei allem Ruhm – für Hans Bode gab

es keine Starallüren. Vielmehr kam er

immer wieder in seine Heimatstadt Quakenbrück

und wohnte hier bei seinem

Schwager, dem Bauunternehmer Fritz

Bröcker an der Bremer Straße. Bei

seinen „heimatlichen“ Konzerten

vor allem auf dem Schützenhof

sowie in den Sälen Gösling

und Sander, die er auf

das Artland ausweitete,

erbrachte Bode jedes Mal

den Beweis, dass er den

Ruf, zu den weltbesten

Trompetern zu gehören,

zurecht trug. Sein

Jugendfreund Willy

Lindhorst drückte es

humorvoll so aus: „Du

musst das mal richtig

verstehen: Der bläst sogar

den Text mit!“

Hans Bode, seines Zeichens

„Staatstrompeter“, unterrichtete

neben seiner regelmäßigen Orchestertätigkeit

auch in der Meisterklasse

der Berliner Staatlichen Hochschule für

Musik in Charlottenburg. Im Juni 1950

war die Auszeichnung zum „Professor

für Musik“ natürlich eine besonders große

Ehre für ihn. Professor Hans Bode ist

am 19. Mai 1980 in Oldenburg verstorben

und auf dem Evangelischen Friedhof in

Quakenbrück beigesetzt worden.

Übrigens:

Seine Tochter, die Sopranistin Hannelore

Bode-Feldhoff, ererbte das musikalische

Blut ihres Vaters und wurde eine

weltweit gefeierte Kammersängerin, vor

allem – wie könnte es anders sein – in

Wagner-Partien an der New Yorker MET,

an der Wiener Staatsoper und natürlich

bei den Bayreuther Festspielen. Und sie

hat die gleichen menschlichen Eigenschaften,

nämlich Liebenswürdigkeit,

verbindliche Bescheidenheit und ein

gewinnendes Wesen.

6 | mq Ausgabe Sommer 2016


Berühmte QuakeNBRücker

Hannelore Bode erbte das

musikalische Talent ihres

Vaters und wurde eine bedeutende

Kammersängerin

Ausgabe Sommer 2016 mq | 7


Das Artland-Magazin.

Einem aufmerksamen

Besucher Quakenbrücks

fällt sicherlich das

wunderschöne Gemäuer

der St. Sylvester-Kirche

auf. Dass die Steine nun schon fast

seit 800 Jahren Wind und Wetter

trotzen, hat Ihnen nichts von ihrer

Leuchtkraft genommen. Besonders

in den Abendstunden, wenn die Sonne

flach am Horizont steht, scheint

die Kirche regelrecht zu Glühen.

Tritt man näher, fallen tiefe Rillen an

einigen Stellen im Mauerwerk auf.

Einmal entdeckt, sieht man immer

mehr davon. Besonders tief sind

diese am Seiteneingang in Richtung

Kindergarten. Mehrere Hundert

Rillen sind es wohl. Vandalismus?

Geologische Besonderheiten des

Sandsteines? Woher stammen diese

Zeichen an der St. Silvester-Kirche?

Sie können beruhigt sein, die Kirche

8 | mq Ausgabe Sommer 2016


Geschichte voN St. Sylvester

Was will der Teufel

in Sankt Sylvester? oder

Einmal Ägypten, Gotland, Quakenbrück

Alexander Eidner ist von Beruf Völkerkundler,

lebt seit einigen Jahren in Quakenbrück und

betätigt sich ehrenamtlich als Stadtführer

wird sich wohl nicht auflösen

und da sind auch keine Vandalen

am Werk gewesen. Es sind

Teufelskrallen... und die sind was

Besonderes!

Teufelskrallen

Als Teufelskrallen bezeichnet

man Rillen an meist mitteralterlichen

Kirchen. Früher erzählte

man sich über deren Herkunft

folgendes: Der Teufel versuche

Nachts in die Kirchen einzudringen,

um dort die Hostien, den

Leib Christi aus dem Tabernakel

zu stehlen. Die Rillen seien die

Spuren dieser erfolglosen Versuche,

verursacht von abrutschenden

Krallen.

Mit solchen Erklärungen geben

wir uns heute natürlich nicht

zufrieden. Also woher stammen

diese Rillen? Mögliche Deutungen

können die Begriffe Wetzoder

Pestrillen geben. Diese

werden alternativ für solche

Phänomene an mittelalterlichen

Kirchen verwendet.

Wetzrillen

Überall in Europa findet man

Steine mit ganz ähnlichen

Rillen wie an St. Sylvester. An

einigen Stellen fand man bei

Ausgrabungen in deren Nähe

alte Rasiermesser. Da liegt der

Gedanke nahe, dass hier eine

vorgeschichtliche Manufaktur

bestand. Für unsere Kirche ist

diese Erklärung aber weniger

befriedigend. Man stelle sich

einmal vor, Generationen von

Messerschleifern hätten ihr

Handwerk an St. Sylvester ausgeübt.

Sicher würden wir heute

davon wissen! Eine ähnliche

Deutung ist das Wetzen von Degen

und Dolchen am Gemäuer

der Kirche. Während man heute

eher selten Hieb- und Stichwaffen

beim Stadtbummel trägt,

gehörte dies im Mittelalter zum

guten Ton. Zeigte man damit

doch, dass man einen gewissen

Stand in der Gesellschaft inne

hat. Als Zeichen den Kirchfrieden

zu wahren, wetzte man vor

dem Betreten einer Kirche die

Klinge stumpf. So erzählt es jedenfalls

die Überlieferung. Doch

man bedenke, solch eine Waffe

war ein kostbares Gut für seinen

Träger und die Frequenz des

Kirchbesuches höher als heute.

So wird mit regelmäßigem

Kirchmauernwetzen sicher bald

nur noch ein trauriger Stummel

von dem ehemals prächtigem

Dolch übrig geblieben sein.

Wahrscheinlicher ist da schon

eher die Praxis des Gottesdienstes

selbst als mögliche Ursache

der Rillen. Im Mittelalter und

bis hinein in das 19. Jahrhundert

wurde Feuer mittels von

Schlageisen erzeugten Funken

entfacht.

Nun vermuten einige Kundige,

dass man ein solches Eisen an

den Mauern benutzte um den

Funken überspringen zu lassen.

Kerzen werden ja schließlich

auch heute noch fleißig in Kirchen

entzündet.

Doch sollte man dann nicht die

Rillen im Innenraum von St. Sylvester

selbst erwarten? Zumal

auch ohne Klimaveränderung

in Quakenbrück sicher oft ein

bisschen Wind geweht haben

dürfte?!


Ausgabe Sommer 2016 mq | 9


Das Artland-Magazin.

Was will der Teufel in Sankt Sylvester?

Pestrillen

Die Bezeichnung Pestrillen

verweist auf einen weiteren

Deutungsansatz unserer rätselhaften

Rillen. Der Schwarze Tod

suchte die Bewohner Europas in

vielen Wellen heim. Da man damals

noch nichts von Bakterien

und Antibiotika wusste, war man

überzeugt, dass diese Heimsuchung

eine Gottesstrafe für das

sündhafte Leben auf Erden, und

Buße die einzige Rettung sei.

Folglich tat man alles um sein

Seelenheil zu sichern. Die einen

verbrannten Hexen, die anderen

kauften Ablässe, doch alle gingen

in die Kirche.

Besonders Wallfahrtskirchen waren

ein beliebtes Ziel, so auch St.

Sylvester. Die Herbeigeströmten

gingen oftmals nicht ohne ein

Souvenir nach Hause. Heimlich

und im Stillen wurde ein wenig

des Gemäuers angeritzt und

das so gewonnene Steinpulver

in einem kleinen Säckchen als

Talisman um den Hals getragen.

Ob dieses Mittel gegen Pest

geholfen hat, ist allerdings nicht

überliefert. In ganz Europa wurden

deshalb Kirchen angeritzt

und es ist wahrscheinlich, dass

so auch viele der Rillen hier bei

uns entstanden sind.

Noch heute werden im katholischen

Polen fleißig Kirchen zur

Talismanproduktion geritzt. In

einigen Kirchen kann man sogar

extra geweihten Sand mitnehmen.

Eine clevere Praxis um

das Gemäuer zu schützen!

Diese vorgestellten Deutungsmöglichkeiten

geben dem

Interessierten eine Palette von

Erkenntnissen um sich selbst

vorzustellen wie die Rillen an

die St. Sylvester-Kirche gekommen

sein könnten. Wir waren

alle nicht dabei und können

nur vermuten.

Doch was macht diese Rillen

so besonders, wo sie doch auch

an anderen Orten vorkommen?

Die Überschrift dieses kleinen

Artikels verrät es schon.

Die Rillen stehen, wie wohl alle

Erscheinungen kulturellen und

religiösen Lebens und Erlebens

in einem größerem Zusammenhang.

Der Autor möchte

neugierig machen und zwar auf

eine Fortsetzung dieses Artikels.

Gehen Sie mit auf eine Spurensuche

über tausende Jahre die

uns von Ägypten, nach Gotland

über die Hase in die besondere

Geschichte des Artlandes und

von St. Sylvester, direkt zu den

Rillen an der ehrwürdigen Kirche

führen wird.

Alexander Eidner

entwurf eines Weihnachtstellers

St. Sylvester

von reinhard bultmann,

Patenkind von Dietrich bonhoeffer

ev. Alten- und Pflegeheim

(ausstellung vom 27. 9. bis ???, St. Petrus-kirche)

gemeinnützige GmbH

Grüne Straße 24 · 49610 Quakenbrück

Internet: www.sylvesterstift.de

Alten- und Pflegeheim

Kurzzeitpflege · Betreutes Wohnen

Tagespflege · Seniorenmittagstisch

50

Jahre

St. PetruS

in Quakenbrück

50

Geschützter

Wohnbereich Jahre für

ST. PeTrUS

Menschen QUakenbrück mit Demenz

Kontaktaufnahme: Dirk Tschritter, Pflegedienstleiter

Telefon: (0 54 31) 900-0 · Telefax: (0 54 31) 900-150

E-Mail: info@sylvesterstift.de

So., 21.8.2016

Sommerfest

/

Programm

14:00 Uhr Gottesdienst mit „carmen pia“

des Festjahres

Im Gemeindehaus Kaffeetrinken, Flohmarkt, Petrus-Quiz,

Trachtentanzgruppe, Foto-Ausstellung:

„Vor 50 Jahren in der Neustadt“ mit Bericht über

die Bedeutung von Bethanien (Lieselotte Ulmer).

Spielangebote für Kinder und Luftballonaktion; Getränkewagen,

Fischstand und Grillen.

Wir freuen uns auf Sie!

10 | mq Ausgabe Sommer 2016


Geschichte voN St. SylveSTer

Foto: Marcel Brockschmitt

ARTLAND-UMZÜGE

& LOGISTIK

KA Artland Umzüge UG (haftungsbeschränkt) · Finkenweg 3 · 49610 Quakenbrück · Tel. 05431 - 9263115

www.artland-umzuege.de

Ausgabe Sommer 2016 mq | 11


Ha

Das Artland-Magazin.

Netzausbau

Cloppenburg-Merzen

Erhöhung der Übertragungskapazität

aus dem nordwestlichen Niedersachsen

in den Osnabrücker Raum

zur Sicherstellung der Stromversorgung

des südlichen Deutschlands

nach Badbergen/

Quakenbrück

Freiweg

Hase

Bahnhof

straße

Bah

Begründung im Netzentwicklungsplan

2014:

„Aufgrund des prognostizierten

starken Anstiegs der Windenergieleistung

im nordwestlichen Niedersachsen

ist die vorhandene Netzstruktur in Richtung

Süden nicht mehr ausreichend, um

die überschüssige Leistung abtransportieren

zu können.

Darüber hinaus ist die neue Schaltanlage

in Cloppenburg/Ost im Offshore-Netzentwicklungsplan

als Netzverknüpfungspunkt

vorgesehen.“

nach Lingen

nach Bersenbrück

Hase

B 214

nach Bersenbrück,

Osnabrück

L 107

Am Schlagbaum

R Ü S

37

Kornstr.

38

Bersenbrücker Straße

Warmstraße

G E H

Vogelpohl ––

Kornstra

Boll

Kai

34

L33

Schnüc

Hastrup

12 | mq Ausgabe Sommer 2016

Quelle: NETZENTWICKLUNGSPLAN STROM 2014, ZWEITER ENTWURF


Felleckenweg

Netzentwicklungsplan

„Macht hoch die Tür‘, die Tor‘ macht weit…“

Oder, wenn wir uns nicht wehren, können wir 2020 direkt vor unserer

Haustür 70 Meter hohe Strommasten kilometerweit sehen!

Vor allem aufgrund des absehbaren

Zubaus an regenativen

Erzeugunseinheiten an Land in

Niedersachsen und Schleswig-

Holstein sowie der stetigen

Erweiterung der Windparks in

der Nord- und Ostsee, müssen

nach Meinung der Übertragungsnetzbetreiber

(ÜNB) , die

Höchstspannungsleitungen in

Richtung Süddeutschland ausgebaut

werden! Dies wurde im

Netzentwicklungsplan 2014 von

den ÜNB Tenne T und Amprion

bei der Bundesnetzagentur beantragt

und bereits bewilligt!

Weil wir aber zu viel Strom

produzieren, müssen immer

öfter auch in unserer Region

Windräder und Photovoltaikanlagen

zwangsweise vom Netz

getrennt werden, was man

„Re-Dispatch“ nennt. Damit

wird eine Überlastung und drohender

Stromausfall verhindert!

Also müssen stärkere Leitungen

her, die dafür Sorge tragen, dass

der Strom nach Süddeutschland

übertragen werden kann. Auch

der Export von Strom nach Norwegen,

Dänemark und Schweden

soll hierdurch sichergestellt

werden.

Aber sind es wirklich wir in

Norddeutschland, die zu viel

Strom produzieren? Nein! Die

Betreiber der großen Windparks

in der Nordsee sind nicht wir,

dass sind Stadtwerke wie zum

Beispiel aus Bayern oder Baden-

Württemberg, dessen Windräder

sich in der Nordsee drehen!

Was aber, wenn keine Sonne

scheint und kein Wind weht?

Was helfen dann Strommasten

mit 70 Meter Höhe und 30

Meter Breite?

Lohnt es sich nicht, über Alternativen

nachzudenken, die

unsere Kulturlandschaft/Natur

schützt und die über Jahrhunderte

sowie durch eine Vielzahl

von Generationen geschaffenen

Werte bewahrt?

nach Wehdel

Bruchweg

serevitalisierung

Hase

Feldteileweg

felder Straße

Thes

Feldteileweg

Majorsweg

Bokhorstweg

15

Möllwiesenbach

Feldhausweg

eg

Breendstraße

Brokweg

Strodtsweg

nach nach Diepholz

nach Holdorf, zur

A1 AS Holdorf

ße

nhofstraße

13 10

12 9

11

8

7 6

5

16

4 17

3

22

18

21

20

19

2

1

40

39

14

Kornstr.

Bokhorstweg

Eschweg

F O R T

serort

Kaiserort

Fasanenstr.

Alter Zuschlag

Badberger Straße

Eschweg

Billenkamp

Bersenbrücker Str.

Lange Str.

Majorsweg

Wübbelmanns Weg

Lindenstr.

K 136

Wehdeler Straße

Fürsten

Allee

Holdorfer Straße

Blumenhalle

e

Feldstraße

lweg g

Wallweg

B 214

Lorser Str.

Heller Weg

Auf

dem

Hülse

Ort

busch

Holdorfer Straße

Alte Bundesstraße

Merlager Weg

weg

Feldstraße

Breendstraße

–– Kruppwinkel

Heller Kasten

Am

Heller Kasten

Fladderlohauser l Str.

B 214

H E L L E

Kalberhage

Fladderloha

Fladderlo

Fladderlohausen

Fladderl

nach

Gehrder

Weg

R D E

K 140

23

35

36

24 25 26

32

Ort

Schnücks

ks Ort

Baumweg

Heide

Glupen

straße

Warm

Heide

Schevenriede

Meybeswall

Im Moore

Heidbrink

Warmstraße

Am Höfken

Moore

ImMoore

Neuenkirchener Straße

Peukenburg

Königsort

Pfarrlager

Kiekutsweg

Kalvelager Weg

Wittenberger Weg

Weg

Butter

Kuhlenbruch

Im Gehrsken

weg

G R O S S

D R E H L E

Forststraße

Pfarrlager Weg

Wittenberger Weg

Gresding

Forststraße

nach Nellinghoff

Heide

31

30

Breite Riede

Drehler

Straße

29

28

27

Eichenstr.

Klein Drehler Weg

K L E I N

D R E H L E

Windpark

er Damm

Butterweg

Neuenkirchener

Möllwiesenbach

Straße

Landsherrenweg

Holtheider Weg

nach Neuenkirchen

zur A1, AS Neuenkirchen/Vörden

zur A1, AS Neuenkirche

Ausgabe Sommer 2016 mq | 13


Das Artland-Magazin.

Was bedeutet es eigentlich, wenn

diese Masten in unmittelbarer

Nähe zum Haus stehen?

- Dies bedeutet, dass Grund und

Boden sowie das Haus an Wert

verlieren, denn wer kauft ein

Haus, aus dessen Garten man auf

einen 70 Meter hohen Masten

schaut? Ganz abgesehen von

einer eventuellen Gefährdung

durch elektromagnetische

Strahlung!

- Für eine laufende Hausfinanzierung

kann dies ein

Wertverlust und evtl. auch

Zusatzkosten bedeuten, denn

in den meisten Darlehensverträgen

steht geschrieben,

das der Darlehensnehmer/in

die finanzierende Bank über

„wertbeeinflussende Faktoren“

zu unterrichten hat!

- Für Gastronomie und Tourismus

kann dies bedeuten, dass

eine Abnahme von Übernachtungseinheiten

unausweichlich

kommen wird, sollte die

Leitung kommen!

Aber sind es nicht gerade diese

Betriebe, die in den letzten Jahren

viel Geld investiert haben,

um unser Artland für Touristen

attraktiver zu machen?

So viel Herzblut wurde in die

Sache investiert um Erholungsoasen

für Touristen im

Artland zu schaffen! Landwirte

eröffneten Heuhotels/

Veranstaltungsräume und

Gärten wurden zu Oasen für

Radtouristen umfunktioniert!

Die Eigentümer von Restaurants

und Hotels investierten

in den Ausbau von

Übernachtungsplätzen und

die Gemeinden vernetzten

sich mit Draisinenstrecken

und Radrouten und vielem

mehr! Vereine schafften in

ehrenamtlicher Arbeit viele

Attraktionen wie Wetterschutzhütten

für Radtouristen!

Sollte das nun alles für

die Katz sein?

Soll so nun nachhaltige Energiewende

aussehen oder gibt

es lohnenswerte, das Artland

schützende Alternativen?

Dazu mehr in nächsten Heft

Verfasser Gerhard Ellerkamp

Quelle:

Amt für regionale Landesentwicklung Weser/Ems,

Oldenburg

kaufe ich am besten

PFLANZEN

Na klar, beim

Ihr Spezialist für Gartenpflanzen

Im Zwischenmersch/Baumschulenweg · Quakenbrück

Telefon 05431/2458 · Telefax 05431/904353

E-Mail: info@pflanzenhof-online.de

www.pflanzenhof-online.de

Nadine Brackmann

Am Bahnhof 1 · Quakenbrück

9-18 Uhr

Mo-Fr

Tel. 0 54 31 - 908 90 88

E-Mail: info@reisecenter-Artland.de

Sa 9-13 Uhr

Für die Schützenfest-Saison: POKALE & SCHÜTZENORDEN I M P R O G R A M M !

14 | mq Ausgabe Sommer 2016


Eine Gemeinschaft

zum Wohlfühlen.

Netzentwicklungsplan

Unternehmen der

Übersicht

über die

möglichen

Terrassenkorridore

und

die im Umfeld

vorhandenen

Siedlungen

Umfassende Pflege-, Betreuungs- und Versorgungsangebote unter einem Dach.

Haus Bethanien

Lötzener Str. 14 · Quakenbrück · Tel. 05431/9434-00 · www.bethanien.net

Altenpflegeheim

Haus Bethanien

Tel. 05431/9434-193

info@bethanien.net

Solitäre

Kurzzeitpflege

• kompl. einger. Zimmer mit TV und Tel.

• Förderung durch den Landkreis Osnabrück,

daher kostengünstig

Tel.: 05431/9434-684

NEU

gGmbH

Tagespflege

Bethanien

Tel. 05431/9089947

tagespflege@bethanien.net

Lötzener Str. 14 · Qua. - Koppelstr. 1 · Essen

Tel. 05431/908857

Ausgabe Sommer 2016 mq | 15


Das Artland-Magazin.

Gemeinsam

schwere Wege gehen

Steimelager Weg 2

49610 Quakenbrück

Tel. 05431 / 35 41

Soforthilfe im Trauerfall

info@ortland-bestattungen.de

www.ortland-bestattungen.de

16 | mq Ausgabe Sommer 2016


FussballjugeND

GroSSes Kinder- und Jugendcamp in Badbergen lockt

Eine Woche Fußball, Sport und Spaß – OLB mit Scheck-Spende

„Wir haben viele Kinder in der

Region, die sozial nicht so gut

aufgestellt sind“, sagt Hendrik

Winklhofer. „Die sollen auch

die Möglichkeit haben, an solch

einem Camp teilzunehmen.“

Gemeint ist das „Trainingslager“

vom 20. – 24. Juli, das er zusammen

mit 18 Helfern organisiert

– in Badbergen, auf dem ideal

geeigneten Gelände des TuS. Für

die Veranstaltung überreichte

die OLB in ihrer Filiale Quakenbrück

einen Scheck über 750

Euro.

Bei einem eher zufälligen

Treffen mit dem Initiator habe

er spontan einen Zuschuss für

diese gute Sache signalisiert,

den die OLB-Stiftung dann auch

genehmigt habe, erzählt Filialleiter

Matthias Wallschlag: „Eine

gewisse Vorlaufzeit brauchte

es schon, aber für Jugend, Sport

und Vereine haben wir immer

ein offenes Ohr. Schließlich ist

das eine gelebte Form der Integration.“

An dem Camp, das für alle

offen, aber leider schon seit November

ausgebucht ist, werden

rund 100 Kinder aus den Jahrgängen

der F-, G- und E-Jugend

teilnehmen. 33 – 40 gehören zu

einer Gruppe. Von den Eltern

morgens um 10 Uhr gebracht,

sind für sie bis mittags Trainingseinheiten

vorgesehen, ehe

ein gemeinsames – gesundes

– warmes Essen eingenommen

wird, alles auf dem Vereinsgelände

des TuS Badbergen.

Getrunken wird selbst gemixter

Vitaminsaft oder Apfelschorle,

jedoch keine Süßgetränke wie

Cola.

Ab 15 Uhr folgen Spiele,

organisiert wie große Meisterschaften,

aber ohne übertriebenen

Ehrgeiz. Von der „DM“ über

die „EM“ bis zur „WM“ ist alles

dabei, und der Spaß kommt

nicht zu kurz. „Die Kinder wollen

Spiele, wollen Ergebnisse“, sagt

Winklhofer, der das Ganze zusammen

mit Marco Bräutigam

aufgezogen hat. „Die Initiative

ist aus unserem Betreuerstamm

entstanden; wir haben viele

17-jährige,

die ihre Freizeit opfern. “

Es gibt zwar Preise für die

Siegerteams, aber Pokale und

Urkunden bekommen alle

teilnehmenden Spieler, dafür

ist gesorgt. Am Freitag, 23. Juli,

fährt die gesamte Truppe zum

Soccer Center nach Osnabrück,

Am Wulfter Turm – ein Höhepunkt

der Veranstaltung.

Samtgemeindeübergreifend

ist die Unterstützung, viele

private Sponsoren stoßen dazu,

das Essen wird günstig geliefert.

„Jedes Kind zahlt nur 60 Euro;

dafür gibt es Verpflegung, Trinkflasche,

Obst und Eis, außerdem

Trikot und Hose sowie einen

Ball. „Durch die Spende der OLB,

für die wir sehr dankbar sind,

können wir sogar Bälle besorgen,

die ein paar Euro mehr

kosten“, freut sich Winklhofer.

Am Sonntag sind dann alle

eingeladen zum großen Show

Down: Kinder, Sponsoren,

Betreuer. Es gibt Kaffee und Kuchen

– kostenlos, versteht sich.

Hendrik Winklhofer freut sich

wieder mal auf diese Sportwoche,

das spürt man im Gespräch.

In diesem Jahr konnten sogar

fünf Flüchtlingskinder dazugeholt

werden. „Das ist manchmal

schwierig, aber über den Sport

kriegt man sie schnell rein“, ist

seine Erfahrung.

Text/Foto. Bernd Middendorf

Zimmerei · Energieberatung

GmbH & Co.KG

Bernd Bäker

Badberger Str. 18

Dipl.-Ing. · Zimmermeister

49610 Quakenbrück

Martin Hugenberg

Telefon (0 54 31) 66 42/35 54

Energieberater · Zimmermeister

Werkstatt (0 54 31) 40 21

Internet: www.zimmerei-baeker.de · E-mail: info@zimmerei-baeker.de

Ausgabe Sommer 2016 mq | 17


A U T O H A U S

„Eine Idee weiter“

49632 Essen/Oldb.

Tel.: 05434 / 9434-0

www.fordanneken.de

Weitere Annahmestellen bei

Freese in Essen & Badbergen

Frisst Ihr Drucker auch Ihr Geld?

Qualitätstoner und Patronen

Lange Str. 15 _ 49413 Dinklage _ Telefon: 04443-5049432

www.Tintenhaus-Dinklage.de _ e-mail: tintenhaus-dinklage@ewetel.net

Tinte Drucker Toner Papier

18 | mq Ausgabe Sommer 2016

Sparen

Sie bis

70%

Young Dragons

im DM-Halbfinale

gegen ALBA-Riesen

machtlos

TOP4-Qualifikation

für Hartensteins NBBL-Team

trotzdem ein toller Erfolg

REW Regenis GmbH

Finkenstraße 2 · 49610 Quakenbrück

Fon 05431 969580

Fax 05431 964737

info@regenis.de

www.regenis.de

Regenis ist Erzeugung

von Dünger, Biokohle & Energie

GärrestTrockner Regenis GT


Jubiläum

Das U19-Team der Young

Dragons in der Nachwuchs-Bundesliga

(NBBL), TOP4-Teilnehmer

2016, mit Erfolgstrainer Florian

Hartenstein (links) und NBBL-

Koordinator Gerd Meinecke

(rechts)

Foto: Artland Dragons/Blueprint

Text. Bernd Middendorf

„Erhobenen Hauptes: Young

Dragons scheiden im Halbfinale

aus“ – die Meldung auf der

Drachen-Homepage war ein

Kompliment an das U19-Team

von Florian Hartenstein, das sich

in Ulm gegen ALBA Berlin eine

Halbzeit lang teuer verkaufte,

ehe die Riesen aus der Hauptstadt

bei ihrem 81:53-(34:29-)Erfolg

ihre erdrückende Dominanz

an den Brettern ausspielten.

„Zusammen mit Ulm Dritter bei

der DM – das ist trotzdem ein

Riesenerfolg“ traf NBBL-Koordinator

Gerd Meinecke den Nagel

auf den Kopf.

Ein ganzer Bus voller Young-

Dragons-Fans feuerte die

Mannschaft in der Kuhberghalle

an, viele hundert Anhänger

dürften den Livestream auf

„nbbl-basketball.de“ verfolgt

haben, als die Quakenbrücker

Talente den ALBA-Hünen über

weite Strecken eine grandiose

Abwehrschlacht lieferten. Kadertiefe

und physische Vorteile

der Berliner (mit sechs Spielern

über 2,00 m) zu kompensieren,

war schon im Startviertel (13:19)

nahezu aussichtslos, aber Philipp

Herkenhoff mit elf Punkten

im zweiten Viertel, Roberts

Blumbergs, Hendrik Prasuhn &

Co. schienen das Unmögliche

wahrzumachen, fanden zunehmend

die Lücken am Korb.

Im Aufbau waren es Thorben

Döding, Karl und Johann

Potratz sowie Malte Stenzel, die

ihr Team vorantrieben – trotz

hautenger 1:1-Deckung durch

Ferdinand Zylka (21/4) oder

Benedict Turudic (17). Als Florian

Hartenstein auf Zonendeckung

umstellte, wurden die gegnerischen

Offensivrebounds immer

mehr verhindert; Albas Schützen

wurden an die Dreierlinie

gezwungen, wo sie zunächst

nur eine klägliche Quote von 19

% ablieferten.

Der Erfolg: Die Young Dragons

verkürzten ihren 18:28-Rückstand

mit einer Energieleistung

auf 29:34 Punkte; Berlin konnte

die Fastbreaks von Jan-Philipp

Seitz & Co. manchmal nur mit

Fouls stoppen. Ein mannschaftlich

stark herausgespielter

Dreier von Philipp Herkenhoff

zum 32:34 war Höhepunkt eines

14:6-Zwischenspurts, der leider

von den Berliner Routiniers jäh

gestoppt wurde. Alba-Hüne Tim

Schneider (16/1) angelte satte 15

Rebounds, die Center schalteten

sich sogar in Konter ein,

Quakenbrück fiel rasch auf 33:45

(25.) zurück.

Zusätzlicher Schock: Die

Verletzung des quirligen Malte

Stenzel, der ins Krankenhaus

musste. Die Albatrosse machten

Dampf, zogen auf 57:41 (30.)

davon. Die Drachen kämpften

weiter, waren aber ohne Isaiah

Hartenstein (2,10 m), der auf der

Bank „machtlos“ mitfieberte,

zuletzt chancenlos.

Florian Hartenstein war dennoch

stolz auf seine Jungs, die

als erstes Quakenbrücker NBBL-

Team das TOP4-Turnier erreichten:

„Wir haben bis zur Halbzeit

auf Augenhöhe gespielt. Gegen

deren lange Garde konnten wir

nicht 40 Minuten Gegenwehr

abliefern, zumal Berlin komplett

durchrotierte und Roberts zu

viele Fouls hatte.“

„Die Bronzemedaille hat sich

jeder einzelne verdient“ lobte

Meinecke in Ulm das Halbfinalteam

mit Thorben Banko

(2), Blumbergs (11, 12 Rebounds),

Döding (3/1), Herkenhoff (19/2,

11 Rebounds), K. Potratz (2), J.

Potratz (5/1), Prasuhn (5), Lukas

Schoppmeyer, Seitz (3), Stenzel

(3), Lukas Knobbe und Jannik

Lokudu.

Ausgabe Sommer Herbst 2015 2016 mq | 19


EXCLUSIV IN QUAKENBRÜCK

SoMMERZEIT = kleiderzeit

Ulla Murek

Lange Str. 58 · Quakenbrück

& 0 54 31 / 92 63 169

www.murek-fashion.com

Öffnungszeiten:

Mo. - Fr. 9:30 - 18:00

Sa. 9:30 - 14:00

Wir machen ihr Auto fit!

Ein gepflegtes Auto macht mehr spaß,

daher gleich zum Profi!

Badberger Straße 23

Tel.: 05431/9289172

Fax: 05431/9289173

info@autopflege-artland.de

www.autopflege-artland.de

20 | mq Ausgabe Sommer 2016


Ihr Opel-Partner

für Stadt und

Land

H. Menslage GmbH & Co.KG

Quakenbrück · Tel. 0 54 31 - 94 44-0

info@opel-menslage.de · www.opel-menslage.de

Ausflugsziele

Oldtimershow und Museumseisenbahn

Bruchhausen-Vilsen

von Detlef Bülow

Ausgabe Sommer 2016 mq | 21


Das Artland-Magazin.

Oldtimer

im Automuseum

Asendorf

Für meine Fotos bin ich immer auf

der Suche nach alten Autos und

dafür fahren meine Frau und ich

auch schon mal in das Automuseum

nach Melle.

An einem sonnigen Wochenende,

wir hatten gerade gefrühstückt, saß

meine Frau an ihrem Laptop und

suchte nach einem neuen Ausflugsziel.

Sie rief mich zu sich und sagte:

„Ich habe was gefunden, wo wir

heute hinfahren können. In Asendorf

ist ein Automuseum und da ist heute

sogar ein Oldtimertreffen!“

Ja, wo liegt denn dieses Asendorf?

Eine ganz berechtigte Frage, denn

auf Deutschlands Landkarte fanden

wir diesen Ortsnamen gleich vier

Mal! Aber hier handelt es sich um

die bäuerlich geprägte, 900-jährige

Ortschaft im Landkreis Diepholz

in Niedersachsen. Als Mitgliedsgemeinde

der Samtgemeinde

22 | mq Ausgabe Sommer 2016


Ausflugsziele im SOMMer

www.roitsch.buerobedarf.de Sie bestellen - wir kümmern uns um den Rest!

Toner, Tinte, Büro- und Schulbedarf

Laminieren, Binden, Drucken, Kopieren

Stempel aus eigener Herstellung

Drucker, Kopierer & Wartung

Computer, Notebooks - Verkauf & Reparatur

Lange Straße 7 · 49610 Quakenbrück · Tel.: 0 54 31 - 90 79 44

Bruchhausen-Vilsen ist Asendorf

an der Bundesstraße 6 mittig

zwischen Nienburg und Bremen

in reizvoller, leicht hügeliger

Geestlandschaft gelegen. Also

machten wir uns auf den Weg.

Schon auf der Bundesstraße B6

begegneten wir so manchem

Klassiker und kurz hinter dem

Ortsschild ging es dann aber

richtig in die Vollen.

Links von der Straße, auf einer

großen Wiese, standen die

Oldtimer aufgereiht dicht an

dicht. Ein Transparent, auf dem

„Automuseum“ stand, hing an

einer Scheune. Daneben noch

eine Wiese mit Autos und dahinter

eine weitere. Wir bogen ab

und wurden auf einen Parkplatz

geleitet. Selbst hier stand der ein

oder andere Oldie. Ich fing sofort

an, die Autos in meiner gewohnten

Art abzulichten. Das Chrom

blitzte im Sonnenlicht und die

Autos standen da, als hätten

ihre Besitzer sie gerade noch

frisch aufpoliert.

Deutsche, britische, aber auch

sehr viele US-Cars standen da,

wie auf einer Perlenschnur

aufgezogen. Die Stars des

frühen 20. Jahrhunderts wie die

Ford-Modelle, die berühmte Tin

Lizzie als erstes Fließband-Auto

der Welt und sein Nachfolger,

das ebenfalls robuste Ford-A-

Modell – und der heute sehr seltene

Citroën 10 hp – B 14 G als

Lieferwagen aus den „Goldenen

Zwanziger Jahren“.

Alle waren da und ich gönnte

dem Verschluss meiner Kamera

keine Pause. Einen zeitlichen

Übergang machte der unverwüstliche

Willys Jeep, original

so, wie ihn damals die amerikanischen

GIs fuhren.

Weitere Fahrzeuge rollten an

uns vorbei, deren Fahrer zeitgemäße

Kleidung zum Baujahr

ihres Fahrzeuges trugen. Es war

einfach klasse.

Schließlich meldete sich bei uns

der kleine Hunger, aber auch

dafür war gesorgt. Vor dem Museum

gab es Erbsensuppe, und

wer lieber eine „Manta-Platte“

haben wollte, konnte auch die

bekommen.

Der gesamte Innenhof des

Museums stand voll mit klassischen

Zweirädern aller Epochen.

Ja, es müssen nicht immer die

ganz großen Technik-Museen

sein, die die Herzen der Motorfreaks

höher schlagen lassen,

nein - es ist immer wieder

schön zu erleben, was private

Oldtimer-Freunde mit Liebe und

Enthusiasmus so auf die Beine

stellen. Und so ist es auch hier

im kleinen Asendorf!

Dann standen wir vor dem

eigentlichen Museums-Eingang.

In einer hell erleuchteten Halle

eine bedeutende Sammlung

seltener, historischer Zweiräder.

Ein weit gespannter Bogen

bekannter Marken und auch

sehr seltener Raritäten sind

hier in zwei Reihen ausgestellt.

Der Eigentümer des Museums

erzählte uns, dass das kleine

Asendorf seinen Besuchern

noch mehr zu bieten habe und

machte uns neugierig.

„Unweit vom kleinen, feinen

Automuseum befindet sich der

Endbahnhof der Museums-

Eisenbahn Bruchhausen-Vilsen-

Asendorf.

Ausgabe Sommer 2016 mq | 23


Hier findet ein lebhafter Verkehr überwiegend mit

Das Artland-Magazin.

historischen Dampflokomotiven statt.“ Diese

Dampfrösser als Zeugen einer vergangenen Kleinbahn-Epoche

sind beim Umsetzen zu beobachten

und waren uns bereits aufgefallen.

„Dann wäre da noch das Erholungsgebiet Heiligenberg, das in

wenigen Fahrminuten zu erreichen ist. Es liegt in einer idyllischen

Geestlandschaft mit ausgedehnten Wäldern. Etwas versteckt gibt

es dort das historische Gebäude-Ensemble der Klostermühle mit

einer Klosterschänke von Heiligenberg.“ Ein Besuch dieses Kleinods

würde sich lohnen, erzählte er weiter.

„Gut vernetzt ist das Automobilmuseum Asendorf auch mit der

Oldtimerszene im acht Kilometer entfernten, idyllisch gelegenen

Luftkurort Bruchhausen-Vilsen. Da hat ein ausgewiesener Borgward-Spezialist

in einer original erhaltenen Gasolin-Tankstelle der

fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts sein Domizil und der alte

Bahnhof mit dem weitläufigen Gelände und mit seinem interessanten

Museumsbetrieb bietet sich als Treffpunkt und Ausflugsziel

für Oldtimer-Fahrer geradezu an. Entsprechend häufig sind da,

besonders an den Wochenenden, alte Motorräder oder Oldtimer-

Automobile anzutreffen.“ Wir bedankten uns für den Tipp und

verabschiedeten uns.

Gute Pflege

ist kein Zufall!

Kukuckstr. 13 · 49610 Quakenbrück

Tel. 05431 | 900432

www.seniocare-artland.de

24 | mq Ausgabe Sommer 2016


Erholung In der NÄHE

ist, vieles möglich zu machen

ist, vieles möglich zu machen

ist, vieles möglich zu machen

VGH Vertretung

VGH Frank Vertretung Kottmann

Frank Höfener-Esch-Str. Kottmann 6, 49626 Berge

VGH Höfener-Esch-Str. Vertretung

Tel. 05435 431 6, 49626 Berge

Frank Tel. Kottmann

Lange 05435 Str. 31, 43149610 Quakenbrück

Höfener-Esch-Str. Lange 31, 49610 6, Quakenbrück

49626 Berge

Tel. 05431 9003851

Tel. 05435 05431 9003851 431

www.vgh-kottmann.de

Lange www.vgh-kottmann.de

Str. 31, 49610 Quakenbrück

Tel. 05431 9003851

www.vgh-kottmann.de

Ausgabe Sommer 2016 mq | 25


Das Artland-Magazin.

In der ersten Museums-Eisenbahn

Deutschlands kann man sich

auch trauen!

Ja, ich war meiner Frau mal wieder sehr dankbar

und wir entschieden uns dafür, dass wir

heute nicht alles anschauen wollen, aber wir

waren uns einig und da Bruchausen-Vilsen

quasi auf dem Rückweg liegt, wollten wir das

noch mitnehmen.

In dem Luftkurort angekommen, sahen wir

auf einem Denkmalsockel vor dem Bahnhof,

mitten im Kreisverkehr, die ausgemusterte,

aber sehr schön anzusehende Lokomotive

„Bruchhausen“ stehen. Wir fuhren durch den

Kreisel und entdeckten besagte Tankstelle.

Man hatte uns nicht zuviel versprochen.

Wir kamen uns vor, als hätten wir in einer

Zeitkapsel gesessen und wären in der Zeit

zurückgereist. Ich sah meine Frau an und

sagte zu ihr: „Schatz, ich habe mich in diese

Tankstelle verliebt!“

Die Szenerie ließ an eine Filmkulisse denken.

Wie auf Knopfdruck wurden wir zurück in

das Jahr 1955 katapultiert: Rot-weiß leuchtende

Zapfsäulen des schon lange nicht

mehr existierenden Mineralölherstellers

Gasolin funkelten

in der Nachmittagssonne.

Zahlreiche Emailleschilder

zierten die Außenfassade sowie

die großen Schaufenster der

1938 errichteten Tankstelle. Vor

einer der Zapfsäulen parkte ein

schwarzes Borgward Isabella

Cabrio und weitere Modelle aus

der Borgwardschmiede standen

daneben. Das erneute Pfeifen

einer gegenüber stehenden

Dampflok riss mich aus meinen

Träumen und wir überquerten

die Straße.

Am Bahnsteig neben dem alten

Bahnhof ging unsere kleine

Zeitreise weiter. Hier verkehrt

seit 1966 die erste Museumseisenbahn

Deutschlands. Einer

der liebevoll zusammengestell-

26 | mq Ausgabe Sommer 2016


Ausflugsziele

Fotos: Detlef Bülow

ten Züge stand abfahrbereit, schwarze

Dampfschwaden wurden aus dem Rauchfang

gestoßen und weißer Wasserdampf

zischte seitlich aus dem Dampfross. Das

Zugpersonal trug die Uniformen klassischer

Epochen und einer der Lokführer

stand mit leicht verrußtem Gesicht neben

der Dampflokomotive. An diesem kleinen

Bahnhof, mit original erhaltenem Empfangsgebäude,

Güter- und Lokschuppen

ist im Laufe der Jahre eine einzigartige

Sammlung mit mehr als 100 historischen

Fahrzeugen der Baujahre 1886 bis 1964

zahlreicher früherer deutscher Kleinbahnen,

bestehend aus Dampflokomotiven,

Triebwagen, Dieselloks, Personen-,

Gepäck- und Güterwagen, Draisinen und

Dienstfahrzeugen, entstanden. Die Schie-

nentrasse von 7,8 km besteht seit 1899 und

verläuft durch den Ort Bruchhausen-Vilsen,

durch das Vilser Holz bis nach Heiligenberg

und dann an der Bundesstraße 6 Richtung

Nienburg/Weser entlang bis Asendorf.

Wir gingen an dem Zug vorbei und betraten

den alten Lokschuppen. Hier wurden wir

gleich freundlich empfangen und bekamen

eine kleine private Führung. Hier stehen

weitere Dampfrösser und jede ist bis hin

zur letzten Schraube poliert. Im hinteren

Teil sind die Waggons. Einige werden hier in

mühevoller Handarbeit wieder aufgebaut

und uns wurde erzählt, dass der eine oder

andere aus einem privaten Garten kommt,

der da vorher als Gartenlaube gedient

hatte. Ich entdeckte einen Personenwagen

mit Hub-Lift, in dem auch Mobilitätseingeschränkte

eine Fahrt genießen können.

Wir wurden vorbei an weiteren Waggons

geführt bis wir vor einem geschmückten

Wagen stehen blieben. Die Türen wurden

uns geöffnet und wir wurden hineingebeten.

„Das ist unserer Hochzeitswagen. Trauungen

im Salonwagen, heiraten und gleich

auf Hochzeitsreise gehen. Los geht‘s am

Bahnhof; die Trauung findet im Salonwagen

des stehenden Zuges im Bahnhof ,Vilsen-

Ort‘ statt. Anschließend geht es dann auf

Hochzeitsreise nach Asendorf und zurück.“

Wir lächelten und fühlten uns geschmeichelt.

Als unsere Führung weiter ging,

flüsterte ich meiner Frau ins Ohr, dass ich

sie in diesem Wagen sofort noch einmal

heiraten würde.

Foto: Archiv Museumseisenbahn Bruchhausen-Vilsen

Ausgabe Sommer 2016 mq | 27


Handwerk hat goldenen Boden

Traditionsbewusste Betriebe aus dem Artland

Weitere Informationen zum Thema Ausbildung erhalten Sie unter:

www.kleintierkrematorium.de/jobangebote.phtmlCafe

Als Jugendlicher habe ich mit meinen

Freunden bereits in den 1970er

Jahren das Café aufgesucht. Es war

einer der Treffpunkte in Quakenbrück.

War das Wetter schlecht, traf man sich

im Café, aber bei Sonnenschein saßen wir

draußen, tranken Kaffee oder eine Cola und

schaute, wer so alles vorbeifuhr. Man könnte

also sagen, wir sind alte Bekannte.

Mit Elisabeth Gliewe, ihrem Ehemann

Manfred und Tochter Martina als Konditormeisterin

in der Backstube ist das Café

Brinkmann seit nunmehr 100 Jahren in Familienhand.

Ich dachte mir, das ist ein Grund,

um das Café in unserer Serie „HANDWERK

HAT GOLDENEN BODEN – Traditionsbewusste

Betriebe aus dem Artland“ etwas genauer

vorzustellen.

Der kleine Familienbetrieb wurde im Jahr

1913 von Franz Brinkmann und seiner Frau

Emma gegründet. Franz war gebürtiger Bersenbrücker,

stammte aus einer Bäckerfamilie,

daher hatte auch er das Bäcker- und Konditorhandwerk

erlernt. Franz erwarb das Gebäude

mit dem Grundstück vom damaligen Bäcker

Trimpe und so zogen beide nach Quakenbrück.

Als 1925 das Gebäude an der Hohen Pforte

nebenan abbrannte, wurde das Grundstück

dazugekauft. 1930 entstand an dieser Stelle

der noch heute bestehende Cafégarten. Die

Originalpläne und Zeichnungen des Gartens

können noch heute im Café eingesehen

werden. Es gab sogar den einen oder anderen

Landschaftsarchitekten, der die Pläne kopieren

wollte, um den Garten andernorts nachzubauen.

Dieser schön angelegte Cafégarten wurde

einer der prächtigsten in ganz Deutschland.

Mit seinen aus Ligusterhecke bestehenden

Separées und Blick auf die Hohe Pforte ist

diese Oase inmitten der Stadt immer noch ein

absoluter Hingucker und wird gerne besucht.

1949 übergab Franz Brinkmann den

Betrieb an seinen Sohn, den Konditormeister

Gerhard Brinkmann und dessen Ehefrau

Margarethe, geborene Högemann. Es

erfolgten Umbauten am Café, Laden und der

Backstube. Sie hatten fünf Kinder, die alle den

Weg des Konditoreiberufes einschlugen. Am

1. Januar 1983 trat dann deren Tochter und

Konditormeisterin Elisabeth in die Fußstapfen

ihres Vaters und führte das Geschäft weiter.

Sie wurde von Anfang an so gut es geht von

ihrem Ehemann Manfred, ihren Geschwistern

und den beiden Kindern Martina und Andreas

28 | mq Ausgabe Sommer 2016


Brinkmann

Fotos: Archiv Brinkmann

unterstützt. Mit über 70 Jahren steht sie noch

heute Tag für Tag im Café und bedient die

Gäste. Damit aber noch nicht genug. Auch in

der Innung hat das Quakenbrücker Familienunternehmen

einen guten Ruf. Elisabeth

Gliewe kann auf zwei Innungssiege und einen

Landessieg zurückblicken und ganz nebenbei

hatte sie auch noch neun Jahre lang einmal in

der Woche in der Berufsschule in Bersenbrück

unterrichtet.

Tochter Martina sichert nun den Fortbestand

des Traditionsunternehmens. Sie hat ihr

Handwerk von Grund auf in Osnabrück gelernt

und es schließlich auf internationalem Parkett

zur Meisterschaft gebracht. Nachdem sie drei

Jahre lang als Pâtissière im Hotel Atlantic in

Hamburg gearbeitet hatte, bestand sie im

Jahre 2000 ihre Prüfung mit hervorragendem

Erfolg. Ein dreiviertel Jahr war sie zudem noch

als Bäckerin und Konditorin an Bord eines

exquisiten Segelschiffes, der Sea Cloud II, die

auf der Route von Lissabon nach St. Petersburg

unterwegs war. Das war für Martina eine

Erfahrung, die sie nicht missen möchte. Denn

auch hier konnte sie sich weiterentwickeln.

Schnell wurde sie zur gefragten Expertin ihres

Handwerks und konnte mit ihren künstlerischen

Kreationen auch internationale Gäste

begeistern.

Im Hause Brinkmann wird bis heute das

Handwerk groß geschrieben. Angeboten

werden: Frühstücksangebote, kleine Speisen,

Canapés, erfrischende Getränke, hausgemachte

Eisspezialitäten und natürlich Kaffee und

Kuchen. Auch die von Martina in mühevoller

Handarbeit hergestellten Pralinen und das

Marzipan sind in dem Haus an der Hohen

Pforte sehr bekannt und verführerisch. Dann

gibt es noch die Petits Fours. Die handlichen

Törtchen sind Kuchen im Mini-Format. Sie

werden mit Mühe und Sorgfalt verziert und so

zu richtigen kleinen Kunstwerken.

Ein Törtchen zum Kaffee gefällig? Martinas

Ideen für Törtchen-Rezepte machen es

möglich. Die Miniaturausgaben der wuchtigen

Sonntagstorte können sich nicht nur sehen

lassen, sie schmecken auch noch fantastisch.

Ihr wahres Können stellt die unermüdliche

Konditormeisterin mit ihren individuell

gefertigten Torten für Anlässe aller Art unter

Beweis. Ein „geht nicht“ kann Martina nicht

akzeptieren und da geht es dann auch schon

mal an die Grenzen des Machbaren. Ja, da

greift sie dann auch schon mal zu einem Bun-

Fotos: Detlef Bülow

Ausgabe Sommer 2016 mq | 29


Das Artland-Magazin.

senbrenner. Bis hin zur zehnstöckigen Hochzeitstorte

wird alles in liebevoller Handarbeit

angefertigt. Das spricht sich natürlich rum,

denn gerade diese Hochzeits- und Thementorten

sind sehr beliebt im Hause Brinkmann und

über die Grenzen der Burgmannstadt bekannt.

Um so ein Unikat erwerben zu können, nehmen

die Kunden auch schon mal eine längere

Anreise in Kauf.

Darüber hinaus gibt es viele weitere

Besonderheiten. Zum Beispiel die berühmten

Burgmannsbrötchen, die zu meinem Bedauern

immer nur zum Burgmannsfest angeboten

werden. Das wiederum ist dann die Baustelle

von Manfred Gliewe. Einen Tag bevor das

Straßenfest anfängt, werden ein Pavillon und

eine Bühne direkt neben der Hohen Pforte aufgebaut.

Hierbei helfen Sohn, Schwiegersohn,

Freunde und Nachbarn. Während des Festes ist

Manfreds Arena dann der Pavillon. Hier steht

dann der 67-jährige am Grill und verkauft

mit Unterstützung von Freunden und Sohn

Andreas die leckeren Burgmannsbrötchen. Das

sind kleine Roggenbrötchen mit gegrilltem

Nackensteak, Zwiebeln und einer besonderen

Gewürzmischung, deren Zusammensetzung

mir Manfred nicht verraten will. Auch diese

Brötchen sind unverkennbar, sehr begehrt und

kommen beim Publikum sehr gut an. Schon

weil Manfred selbst nach vielen Stunden

Arbeit immer einen lockeren Spruch auf Lager

hat. Das Burgmannsfest gibt es bereits seit

1982 und die Brötchen gehören einfach dazu.

Wenn ich in diesem Artikel immer wieder

von „Leckereien“ schwärme, dann liegt es

daran, dass ich weiß, wovon ich spreche, denn

ich habe Martina bei meinen Recherchen

etwas länger über die Schulter sehen dürfen.

Da blieb es nicht aus und – ja, ich konnte auch

nicht widerstehen, ich habe das eine oder

andere probiert. Ich sehe die Produkte jetzt

auch mit anderen Augen, denn ich weiß jetzt,

wieviel Arbeit und Zeit bei der Herstellung

investiert wird. Es wird keine Massenware produziert,

sondern individuelle Handwerkskunst.

Ich habe gesehen, wie Martina aus Zucker,

Schokolade und Marzipan wahre Wunder

zaubert. Sie wird dabei seit August 2015 von

Anna-Marie Boger unterstützt. Die 20-jährige

macht hier ihre Ausbildung zur Konditorin und

ihre Meisterin vermittelt ihr Können und Wissen

mit Leidenschaft. Martina hat mir auch

gesagt, dass es bei großen Veranstaltungen

im Jahr ohne Unterstützung von Verwand-

30 | mq Ausgabe Sommer 2016


TraditionsbeTRIebe

Gemeinnützige GmbH mit:

Sozialstation

Artland

Ambulantes

Gesundheitszentrum

Artland

ten, Freunden und Bekannten

gar nicht zu schaffen sei und

dass sie froh ist, auf diese Hilfe

zurückgreifen zu können.

Langweilig wurde es während

meiner Zeit, die ich in ihrer

Backstube verbringen durfte,

nie und zu Lachen gab es auch

einiges. Ich bewundere diese

Frau, die ganz nebenbei bemerkt

auch noch Mutter eines Sohnes

ist und für die ein 12-Stunden-

Tag keine Seltenheit ist.

Für Martina ist das ganz

normal, sagt sie. „So ist das mit

der Selbstständigkeit. Selbst und

ständig!“

Text/Fotos: Detlef Bülow

Die Kompetenz für Pflege & Gesundheit

• Ambulante Pflege rund um die Uhr

• Pflegeberatung vor Ort

• Hausnotrufsystem

• Essen auf Rädern

• Hilfe im Haushalt

• Vermittlung von Pflegehilfsmitteln

• Ambulante Psychiatrische Pflege

Ansprechpartner:

Herr Rolfes (Pflegedienstleitung)

Frau Hoffmann (Verwaltung)

• Wir sind anerkannter Vertragspartner aller

Kranken- und Pflegekassen.

• Wir bieten Ihnen bedarfsorientierte Hilfe

durch qualifizierte und erfahrene Fachkräfte.

• Für ein unverbindliches Beratungsgespräch

stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Schiphorst 2 · 49610 Quakenbrück

Tel.: 05431/6746 Fax: 05431/92066

www.ambulantes-gesundheitszentrum-artland.de

rolfes@ambulantes-gesundheitszentrum-artland.de

Ausgabe Sommer 2016 mq | 31


Frühlingsluft in Stangen

Hofladen Diers bietet frisches Gemüse der Saison

Ich bin ein spontaner Mensch und als mir

auf dem Weg nach Hause an der Straße das

Schild von Monika Diers Hofladen in Essen/Oldenburg

ins Auge fiel, auf dem Spargel stand,

hatte ich Lust auf Spargel. Mir lief das Wasser

im Munde zusammen, als ich mir das fertige

Abendessen vorstellte. Ich wollte heute für

uns Schweinefilet im Speckmantel, Kartoffeln

und Spargel kochen.

Die Spargelzeit ist fast zu Ende und ich hatte

in diesem Jahr noch nicht viel von dem so

genannten Königlichen Gemüse. Was spricht

also dagegen, dachte ich! Blinker setzen,

abbiegen und kaufen.

Es sollte anders kommen.

Ich halte mit meinem PKW direkt vor dem

kleinen Laden und steige aus. Die sympathische

Frau mit dem frechen Kurzhaarschnitt

steht in ihrem Geschäft, dessen Eingangstür

weit geöffnet ist. Ihre rote Brille trägt sie oben

auf dem Kopf. Als sie mich sieht, kommt sie

auf mich zu und begrüßt mich mit einem

freundlichen Lächeln. Wir kennen uns, denn

ich kaufe öfter und gern bei ihr, und ich mag

es, wenn ich über die Herkunft der Waren, die

ich esse, genau Bescheid weiß. Und wer global

denkt, sollte auch lokal genießen.

Monika ist stolz auf ihren kleinen Hofladen.

Ich erzähle ihr von meinem spontanen Einfall,

ernte ein Lächeln und höre: „Dann bist du ja

mal wieder genau richtig bei mir.“ Der Spargel

ist schnell ausgesucht und ich lasse ihn gleich

schälen. Sie reicht die Tüte nach hinten und

fragt, ob es sonst noch etwas sein darf. Da ich

nicht nur spontan, sondern auch in einer gewissen

Art und Weise neugierig bin, frage ich,

wie lange sie den Laden schon hat und wie

das überhaupt so mit dem Spargel läuft.

„Also wenn du etwas Zeit hast, dann zeige

ich dir mal, wie das mit dem Spargel so läuft“

bekomme ich mit einem leichten Unterton

erwidert, dass sie noch mit einem verschmitzten

Lächeln unterstreicht, welches mir so ein

klein wenig das Gefühl vermittelt, als wolle

sie mich durch den Kakao ziehen. Aber ich

habe Zeit und gehe gerne mit.

„Ich zeige dir mal, wo wir gerade unseren

Spargel ernten!“

Während wir gehen, fängt Monika an zu

erzählen:

„Wichtig ist es für mich selbst, ein gutes

Gefühl bei meinen Waren zu haben. Ich kann

kein Produkt verkaufen, hinter dem ich nicht

selber stehe“, sagt sie. Bereits seit 30 Jahren

vertreibt sie die Produkte ihres Bauernhofs,

aber auch zugekaufte Waren aus der Region

werden hier angeboten. Solche Dorfläden

boomen zurzeit. Produkte aus der Region

direkt vom Erzeuger an den Endkunden ohne

lange Wege, das kommt gut an.

„Botanisch zählt der Spargel zur Familie

der Liliengewächse; zu seinen Verwandten

gehören z.B. Knoblauch und Schnittlauch oder

auch das Maiglöckchen.“ Ich schaue sie etwas

misstrauisch an, denn ich habe das Gefühl, sie

will mich erneut auf den Arm nehmen. Mit

hochgezogenen Augenbrauen frage ich etwas

ironisch noch einmal nach: Spargel ist also

ein Liliengewächs und ist mit Knoblauch und

Maiglöckchen verwandt? Monika kichert und

bejaht das noch einmal, aber ich kann das

noch immer nicht so richtig glauben.

32 | mq Ausgabe Sommer 2016


Rückblick SPARGeLSAISON

„Die Spargelsaison beginnt im März

und endet Ende Juni. Durch die Stürme

im vorigen Jahr wurden an manchen

Stellen Planen von Feldern geweht. Dadurch

gab es innerhalb der Beete große

Unterschiede im Ertrag.“

Trotz aller Umstände laufe es aber gut,

findet Monika.

Frühlingszeit ist Spargelzeit. Der unvergleichliche

Genuss, der die deutsche

Küche schon seit mehr als hundert

Jahren bereichert, ist ein kulinarischer

Höhepunkt im Jahresverlauf. Das „essbare

Elfenbein” gilt in Deutschland als

königliches Gemüse und bereichert jede

Speisekarte. Ich erfahre, dass bei Diers

der Spargel auf ungefähr 23 Hektar

angebaut wird und tagesfrisch direkt

vermarktet wird. Mit seiner hohen

Wertschöpfung ist der Spargel eine der

wichtigsten Kulturen im deutschen

Gemüsebau geworden. Im letzten Jahr

wurden in Deutschland rund 100.000

Tonnen Spargel geerntet. Jeder Bundesbürger

verzehrt im Schnitt etwa zwei

Kilogramm Spargel. Ich esse ihn auch

sehr gerne, komme aber mit zwei Kilo

im Jahr nicht aus.

Das Spargelfeld liegt vor uns. Zwischen

den angehäufelten Reihen herrscht ein

reges Treiben. Wir werden auf Polnisch

begrüßt, was mich nicht unbedingt

verwundert. Aber als Monika sich in

einem für mich fließenden Polnisch mit

den Arbeitern unterhält, überrascht

mich das schon. Alle scheinen hier gut

gelaunt zu sein und jeder macht seinen

Job.

„Meine Arbeiter sind sehr zufrieden,

da lege ich viel Wert drauf. Wir gehen

hier freundlich miteinander um.

Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft

zahlen sich früher oder später immer

aus. Außerdem bringt es einem selber

mehr Lebensqualität, wenn man seinen

Mitmenschen positiv begegnet. In

der Saison sind auf meinem Hof 27

Spargelstecher beschäftigt, meine Leute

kommen aus Polen und Rumänien, sie

arbeiten gern hier und viele kommen

schon seit Jahren - einige sogar schon

in der zweiten Generation. Alle die für

mich arbeiten bekommen den vorgeschriebenen

Mindestlohn plus Prämie.

Sie erhalten im Moment statt 180

Euro in ihrer Heimat bei mir 2000 bis

2500 Euro. Viele wissen nicht, dass die

Saisonkräfte ein Nettogehalt beziehen,

sie bekommen das, was Deutsche als

Brutto bekommen. Das finde ich nicht

fair“, betont sie. „Der Mindestlohn ist

für mich kein Problem, der Verwaltungsaufwand

ist nur so ausgeartet. Ein

Zeitmietvertrag für die Werkswohnung,

ein Arbeitsvertrag, eine Unterschrift

des Arbeiters zur Steuerbefreiung und

ein Formular, dass wir das Geld bis zum

Ende für den Arbeiter aufbewahren

dürfen. Das und anderes fesselt mich

oft bis spät in den Abend an meinen

Schreibtisch.“

Die Aufbewahrung des Gehalts sei aus

Sorge vor Diebstahl von einigen so

gewünscht. Den anderen zahlt Monika

ihren Lohn wöchentlich aus.

„Viele meiner Leute wollen ihr Gehalt

am letzten Tag vor der Abreise. Die Alternative

wäre, dass wir für jeden Arbeiter

ein Bankkonto eröffnen müssten“,

sagt sie und schüttelt den Kopf.

Wir stehen mitten auf dem Spargelfeld,

die Sonne scheint, es riecht nach Erde

und ich merke, dass ich mit Monika

einen ganz besonderen Menschen vor

mir habe. Eigentlich sollte das, wie sie

mit ihren Arbeiterinnen und Arbeiter

Ab 01.07.2016:

Köstliche

Pfiffer

linge

Wir bieten Ihnen eine

reichhaltige Pfifferling-Karte

mit leckeren Menü-Variationen!

Denken Sie daran, frühzeitig zu reservieren.

Wir freuen uns auf Sie!

...oder buchen Sie uns für zu Haus!

Genießen Sie unseren hochwertigen Außer-

Haus-Lieferservice für Ihre Familien- oder

Betriebsfeier. Ganz egal, ob am Grill, Menü

oder Buffet – wir bieten einen zuverlässigen

Service für jede Party.

Dorfkrug Essen

Osteressener Straße 37

49632 Essen/Osteressen

Tel.: 0 54 34 / 92 34 50

Ausgabe Sommer 2016 mq | 33


Das Artland-Magazin.

umgeht, ja selbstverständlich sein, denke

ich, aber immer weniger sind noch so wie sie

veranlagt! Leider!

Als wir zurückgehen, zeigt sie mir, wo und

wie ihre Arbeitskräfte während der Saison

wohnen. Für ihr Quartier auf dem Hof zahlen

die Arbeiter momentan zwischen 4 und 5

Euro Miete pro Tag. Jedes Zimmer hat ein

Bad, einen Fernseher und Internet. Es erinnert

mich ein wenig an die Unterbringung

eines amerikanischen Motels.

Dann verblüfft mich Monika erneut. Sie

erzählt mir, dass sie Polnisch gelernt hat, um

sich mit ihren Arbeitskräften besser verständigen

zu können. Und dann setzt sie noch

einen drauf. Sie zeigt auf ein großes weißes

Haus.

„Ich habe unser altes Haupthaus umbauen

lassen. Das habe ich gemacht, um Flüchtlingen

aus Syrien ein neues Zuhause geben zu

können. Da habe ich mir überlegt, wenn ich

ein wenig Arabisch sprechen könnte, wäre

das hilfreich, und habe deshalb im letzten

Jahr einen Sprachkurs besucht. Jetzt spreche

ich auch etwas Arabisch.“

Im Gegensatz zu ihr bin ich sprachlos und

frage mich, wie sie das alles nur schafft. Der

Tag hat doch auch bei ihr nur 24 Stunden.

„Ich finde, heutzutage ist die Gesellschaft

so misstrauisch geworden, dass manche

Leute denken, man hätte dabei irgendwelche

Hintergrundgedanken, wobei man einfach

nur gerne hilft. Gebraucht zu werden und

Dankbarkeit zu erfahren ist ja auch eine Art

Belohnung, genauso wie das Wissen etwas

Gutes getan zu haben. Oder nicht?“

Sie erwartet von mir gar keine Antwort, sie

zeigt auf ihr Wohnhaus und sagt: „Hast Du

noch etwas Zeit, dann trinken wir noch einen

Kaffee.“ Ich lehne dankend ab, nehme meinen

Spargel entgegen, zahle, verabschiede

mich und steige in mein Auto. Jetzt freue ich

mich noch mehr auf unser Abendessen, denke

ich, und dass man so etwas nicht alle Tage

erlebt, wenn man mal kurz Spargel kaufen

will. Ja, das sind halt die Vorteile, wenn man

nicht in einer Großstadt lebt und alles im

Supermarkt kaufen muss.

Text/Fotos: Detlef Bülow

QUAKENBRÜCK

ST. ANNENSTRASSE 12

T EL.05431/3541

34 | mq Ausgabe Sommer 2016


Deutsche Meisterschaften

im Bratpfannen-Teamtennis

Am Samstag, 30. Juli, startet um 11.00 Uhr die mittlerweile 12. Auflage des beliebten

Funsportturniers auf der Tennisanlage am See des TV Ankum e.V.

Mitmachen können alle, die im Besitz einer handelsüblichen Bratpfanne sind. Denn bei

diesem Turnier steht vor allem der Spaß und nicht immer der sportliche Ehrgeiz im Vordergrund

obwohl sich der Sieger am Ende des Tages „Deutscher Meister im Bratpannen-

Team-Tennis“ nennen darf.

12. Ankumer

Bratpfannen

turnier

am 30. Juli 2016

auf der Tennisanlage am See

Aber wie kam es eigentlich zu diesem doch recht kuriosen Turnier?

Im Januar 2005 trafen sich die Spieler der damaligen Ankumer Tennisherrenmannschaft

zum Grünkohlessen. Während des Essens überlegte man, wie man denn den

Tennissport in der Gemeinde Ankum an die breite Öffentlichkeit herantragen könne. Es

sollte ein „Funturnier“ für Stammtische und Clubs werden. Da möglichst viele „Nichttennisspieler“

angesprochen werden sollten, musste man eine Alternative zum Tennisschläger

finden. Die zündende Idee kam, als die Kellnerin Bratkartoffeln in einer Pfanne

servierte.

Am 30. Juli 2005 war es dann endlich soweit und das erste Ankumer Bratpfannenturnier

startete mit durchschlagendem Erfolg. Bereits in der ersten Auflage übertrafen die

Teilnehmerzahlen die Erwartungen der Veranstalter. In den nächsten Jahren wuchs das

Turnier stetig weiter. Durch Mund zu Mundpropaganda meldeten sich erstmals über

100 Teilnehmer an. Mittlerweile erstreckt sich die „Bratpfannengemeinde“ weit über

Ankums Grenzen hinaus über das gesamte Bundesgebiet.

Sichern Sie sich jetzt

Ihre günstige

Anschlussfinanzierung!

Mit dem LVM-Forward-Darlehen

gelassen in die Zukunft blicken!

\ Günstige Zinsen

\ Zinssatzsicherung bis zu 3 Jahre im Voraus

\ Sollzinsbindungen bis zu 20 Jahre möglich

\ Kostenlose Sondertilgung von 5 Prozent p. a.

\ Zinsrabatt ab 3 Prozent anfänglicher Tilgung p. a.

Die Darlehen werden vergeben und geführt von der Augsburger Aktienbank oder einer

anderen Gesellschaft der LVM Versicherung.

Wir beraten Sie gern:

LVM-Versicherungsagentur

Torsten Klemm

St. Antoniort 1

49610 Quakenbrück

Telefon (05431) 9 28 95 72

info@t-klemm.lvm.de

Die ersten deutschen Meister wurden im Jahr 2011 zur siebten Turnierauflage gekürt.

Auch ein sogenannter Bratpfannenaufschlagweltrekord wird jedes Jahr ermittelt. Angelehnt

an den Tennisaufschlagweltrekord kann jeder Teilnehmer seine Aufschlaggeschwindigkeit

mit der Bratpfanne mit einer speziellen Lasermessung erfassen. Der aktuelle

Weltrekord datiert aus dem Jahr 2011 und liegt bei 124 km/h.

Wie bei jedem sportlichen Turnier gibt es auch beim Ankumer Bratpfannenturnier ein

paar Regeln. Allerdings sind diese Regeln ebenfalls so kurios, wie das gesamte Event an

sich. Gespielt wird in 2er bis 4er Teams, die in 5 Gruppen im Modus jeder gegen jeden

antreten. Die erste besondere Regel ist, dass die jeweiligen Sieger den Verlierern ein

Runde ausgeben müssen. Bei der zweiten wichtigen Regel geht es um das Material der

Teilnehmer. In jeder Bratpfanne muss man noch ein Spiegelei braten können und die

Pfannen müssen weitestgehend noch als handelsübliche Pfannen zu erkennen sein. Mit

den Jahren wurden auch die Turnierteilnehmer sehr kreativ und gestalteten ihre Pfannen

so um, dass man einen klaren Wettbewerbsvorteil erreichen konnte.

Während es für die ambitionierten Mannschaften um den „echten“ Bratpfannenwanderpokal

und die deutsche Meisterschaft geht, können sich alle anderen, die in der Regel

nicht so große Chancen auf die Hauptrunde haben in der sogenannten „Trostpfannenrunde“

ebenfalls messen und genauso um einen Pokal und um tolle Preise spielen. Genau

diese vielfältigen Möglichkeiten machen dieses Event interessant für wirklich alle

Bratpfannenbesitzer! Denn mitmachen kann in Ankum jeder, ob jung oder alt!

Wer das besondere Flair und die Kuriositäten dieses Turnier einmal hautnah miterleben

will, kann sich gerne beim Turnierveranstalter Tennisverein Ankum e.V. oder beim Bratpfannenorganisationsteam

melden.

Zuschauer sind ebenfalls immer herzlich willkommen und haben freien Eintritt.

Kontakt: info@tv-ankum.de Betreff: Anmeldung Bratpfannenturnier Ausgabe Sommer 2016 mq | 35


Das Artland-Magazin.

EDEKA Center

ist Vollversorger mit

rund 35.000 Artikeln

Die EDEKA Minden-Hannover, die

größte von bundesweit sieben

EDEKA-Regionalgesellschaften,

mit einem Geschäftsgebiet von

der niederländischen bis an die

polnische Grenze, hat in Quakenbrück

investiert. Nach den Umbaumaßnahmen

an der Hasestraße ist jetzt ein modernes

EDEKA Center entstanden. Neben dem

ansprechenden Ladenbau, den umweltfreundlichen

Kühlmöbeln und der

tageslicht-gesteuerten LED-Beleuchtung

verspricht der Vollsortimenter u.a. mit

breiten Gängen und niedrigen Regalen

„generationenfreundliches Einkaufen“.

35.000 Artikel im Sortiment bieten eine

breite Vielfalt. EDEKA hat knapp 60 Arbeitsplätze

geschaffen, dazu gehört auch

das Team des ehemaligen NP-Marktes

in der Neustadt, der ebenfalls zur EDEKA

Minden-Hannover gehörte und geschlossen

wurde.

Das neue EDEKA Center bietet den

Quakenbrücker Kunden die gesamte

Bandbreite von „GUT&GÜNSTIG“-Artikeln

auf Discountpreisniveau bis hin zu

nationalen und internationalen Marken.

Eine große Auswahl an Fleischspezialitäten

bietet Fleischermeister Dominik Mückenheim.

36 | mq Ausgabe Sommer 2016


Bietet eine tolle Einkaufsatmosphäre:

Das neue EDEKA Center in Quakenbrück.

Aus der GeschäftswELT

Bei Deutschlands Lebensmittelhändler

Nummer eins steht die Auswahl im

vielfältigen Frischebereich im Mittelpunkt.

Dazu gehören die großzügigen,

an diesem Standort neu gestalteten,

erweiterten Bedientheken für Fleisch,

Wurst und Käse.

Zudem finden Kunden ein umfangreiches

Angebot an gluten- und lactosefreien

Lebensmitteln. Marktleiter Nikolai

Werle und sein Team setzen auch auf ein

großes Sortiment für vegane und vegetarische

Artikel sowie Bio-Produkte, frische

Snacks und Convenience-Artikel. Das

Highlight ist die Salatbar: Hier können

sich die Kunden ihre Salate selbst zusammenstellen.

Ein integrierter Getränkemarkt

bietet eine ideale Auswahl für den

schnellen Getränkekauf.

Das neue „Hase Café“ lädt im EDEKA

Center zum Verweilen ein. Die Kunden

können hier sowohl im Markt als

auch im Außencafé Kaffee und Kuchen,

frische Back- und Brotspezialitäten aus

handwerklicher Produktion der EDEKAeigenen

Bäckerei Schäfer‘s sowie leckere

Snacks genießen.

Bei EDEKA steht die große Auswahl

an frischen Produkten im Mittelpunkt.

Der Region verbunden

Ein Schwerpunkt im neuen EDEKA Center

liegt in der großzügigen Auswahl regionaler

Produkte. Diese haben für EDEKA

Minden-Hannover einen besonderen

Stellenwert. Unter dem Motto „Bestes

aus unserer Region“ sind diese Artikel

aus einem Umkreis von 30 Kilometern

auch ein Beitrag zur Stärkung der regionalen

Wirtschaftskraft.

Zeitgemäße Gestaltung

EDEKA hat in eine moderne und übersichtliche

Gestaltung, angenehmes Licht

und dezente Farben investiert. Neben

einer schönen Einkaufsatmosphäre wird

das „generationenfreundliche Einkaufen“

garantiert. Für diese Auszeichnung

des Handelsverbandes HDE muss ein

Markt knapp 60 Prüfkriterien erfüllen.

Aber auch in Sachen Umweltschutz ist

der Vollsortimenter vorbildlich. Beleuchtet

wird zu 100 Prozent über energiesparende

LED-Systeme, die Kühlmöbel

arbeiten der Atmosphäre zuliebe mit

dem natürlichen Kältemittel CO². Für

das bequeme Einkaufen gibt es rund 180

großzügig angelegte, 2,75 Meter breite

Parkplätze direkt am Markt.

Insgesamt ist hier für die Kunden ein

moderner Einkaufsstandort „der kurzen

Wege“ entstanden, dessen Angebot keine

Wünsche offen lässt.

Das EDEKA Center ist von Montag bis

Samstag von 8:00 bis 21:00 Uhr geöffnet,

der Backshop von 7:00 bis 20:00 Uhr.

Freuen sich auf ihre Quakenbrücker Kunden:

(v.li.) Peter Schneider, stellv. Marktleiter und Nikolai Werle (Marktleiter)

EDEKA Minden-Hannover im Profil

EDEKA Minden-Hannover ist mit

einem Umsatz von 7,5 Milliarden

Euro und 66.883 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern einschließlich

des selbstständigen Einzelhandels

die umsatzstärkste Regionalgesellschaft

im genossenschaftlich

organisierten EDEKA-Verbund.

Das Geschäftsgebiet erstreckt sich

von der niederländischen bis an

die polnische Grenze, es umfasst

einen Teil von Ostwestfalen-Lippe,

nahezu vollständig Niedersachsen,

Bremen, Sachsen-Anhalt,

Berlin und Brandenburg. Zwei

Drittel der rund 1.550 Märkte sind

in der Hand von selbstständigen

Einzelhändlern. Außerdem zählen

26 C+C Großmärkte (MIOS), fünf

Backbetriebe (Schäfer’s) sowie

zwei Produktionsbetriebe für

Fleisch- und Wurstwaren (Bauerngut)

zur EDEKA Minden-Hannover.

Die EDEKA Minden eG wurde 1920

als genossenschaftlicher Verbund

von selbstständigen Kaufleuten

gegründet. Heute zählen knapp

650 selbstständige Einzelhändler

zur EDEKA Minden eG.

Ausgabe Sommer 2016 mq | 37


Das Artland-Magazin.

Löninger

Therapiezentrum

auch im

Artland

aktiv

Foto: Indigus

In 24 Jahren haben Manuela

Jürgen Patock ihr Löninger

Therapiezentrum „indigus“

(Interdisziplinäre Dienstleistung

für Gesundheit und Sport) kontinuierlich

weiterentwickelt, so

dass auf 2000 Quadratmetern

ein breites Angebotsspektrum

entstanden ist. Am Vehnweg 2-4

und in den Außenstellen Lindern

und Herzlake arbeiten heute 45

Mitarbeiter mit sehr breit gefächerten

Kompetenzen. Neben

sämtlichen Behandlungen der

Physiotherapie, Logopädie und

Ergotherapie sind Pädagogen

und Erzieher in der Frühförderung

der Landkreise Cloppenburg,

Emsland, Osnabrück und

Vechta unterwegs. Im Löninger

Domizil finden individualisierte,

medizinische Trainigstherapien

und zahlreiche Kurse statt.

Hierher kommen Menschen mit

diversen Indikationen aus dem

Umkreis von 15 Kilometer, um

aktiv etwas für ihren Rücken,

ihren Diabetes, ihren Kreislauf

und ihr Wohlbefinden zu tun.

Das 1995 gebaute Bewegungsbad

hat die differenzierten

Behandlungsmöglichkeiten des

Hauses erweitert und neben

Wassergymnastik, Aquajogging,

Babyschwimmen auch

Kurse für Nichtschwimmer und

Rheumakranke ermöglicht.

Egal ob Gang- und Laufschule,

Bemer-Therapie, Ernährungsberatung,

Leistungsdiagnostik,

Körperfettanalyse, Koordinationstest

oder computergestützte

Rückenvermessung - „indigus“

hat innovative Wege im Bereich

der ganzheitlichen Therapie

beschritten. „Wir nehmen uns

Zeit, unsere Kunden ganz genau

kennenzulernen, damit wir

die bestmögliche Betreuung

und Behandlung innerhalb der

gesetzlichen Rahmenbedingungen

mit ihnen durchführen

können. Unser Team, die von

ANZEIGE:

Freundlichkeit und Respekt

geprägte Atmosphäre und die

konsequente Umsetzung des

Qualitätsmanagements bieten

uns die Grundlage für die

Verwirklichung dieser Zielsetzung“,

unterstreichen Manuela

und Jürgen Pattock in ihrem

Leitbild. Seit 2013 avancierten

sie zum Elithera-Gesundheitszentrum,

weshalb die

„Kunden“ am langfristig ausgelegten

Elithera- 7- Phasen

Programm teilnehmen können.

Sämtliche ergotherapeutische

und logopädische Behandlungen

im stationären Bereich des

Christlichen Krankenhauses

werden von indigus-Mitarbeitern

durchgeführt.

Die Öffnungszeiten sind

Montag bis Donnerstag

8-20 Uhr, Freitag 8-19 Uhr und

Samstag 9-13 Uhr,

sowie nach Vereinbarung.

Weitere Infos unter

Telefon 05432/ 1872

und per Internet unter

www.indigus.com

Text/Fotos:

Alexandra Lüders

38 | mq Ausgabe Frühling 2015


Wellness & Gesundheit

„Kunden hellauf begeistert“ – Kreative Frisuren

Klaus Büsing im neuen Salon

„Es ist schöner hier, einfach

großzügiger, weil wir mehr Platz

haben“, sagt Klaus Büsing, Friseur

aus Leidenschaft, nach dem Umzug

an die Koppelstraße 1.

„Wir sind damals im März 2004

an der Oldenburger Straße sehr

gut aufgenommen worden,

aber wir haben für uns entdeckt,

dass wir einfach etwas Neues

bieten möchten“.

Das ist dem Friseurmeister

wahrlich gelungen, denn die

Räume der ehemaligen

Versicherungsagentur sind

großzügig gestaltet, hell und

freundlich – ein Ambiente zum

Wohlfühlen. Moderne Innenausstattung,

viel Platz bei der

Bedienung, bequeme Sitzmöbel,

wenn man mal ein wenig Wartezeit

überbrücken muss – das

kommt an, schon in den wenigen

Wochen seit der Neueröffnung

am 3. Mai.

„Die Kunden sind hellauf begeistert!“

freut sich Klaus Büsing.

Der Tapetenwechsel habe allen

gutgetan. Viele halten ihm bereits

seit Jahren die Treue – kein

Wunder, denn er hat Berufserfahrung

und Inspiration, nimmt

die Wünsche der Kundschaft auf,

kennt die Trends und kreiert neue

Frisuren. Schließlich ist er nicht

zuletzt auch ein Künstler.

Ebenfalls künstlerisch begabt

ist sein Lebensgefährte Thomas

Meyer. Der Salon, genauso aber

andere Räume im Haus tragen

seine „Handschrift“. Der Wohndesigner

hat seiner Kreativität

freien Lauf gelassen, bezog auch

die Wände in seine Ideen ein,

schuf eine einladende Atmosphäre.

Da möchte man fast

vermuten, dass mancher Kunde

sogar extra früher kommt als

angemeldet – zum Genießen

und Plaudern. Termine kann man

wie bisher unter der Rufnummer

05431/900603 vereinbaren.

Der Friseurmeister besucht

regelmäßig Fortbildungskurse,

bedient Kinder genauso gern wie

Damen und Herren. Er hat stets

Qualitäts-Haarpflegeprodukte

wie die von Wella im Sortiment,

beherrscht aktuelle Techniken

und Schnitte – gut für die

Frisur und damit zugleich für das

Selbstwertgefühl der Kundschaft.

Dass er selber immer guter

Dinge ist, versteht sich, hat er

doch jetzt den kürzesten aller

Dienstwege: Er wohnt am (nein:

im) neuen Standort.

„Es ist einfach netter, wenn man

gleich nach der Arbeit wieder

zu Hause ist“, schmunzelt der

Haarkünstler.

Klaus Büsing in den von Thomas Meyer gestalteten Räumlichkeiten

Text/Fotos: Bernd Middendorf

Neueröffnung

in der Koppelstraße!

Koppelstraße 1 | Quakenbrück | 05431_900603

Ausgabe Sommer 2016 mq | 39


Jac Bossewinkel schwingt in seinem häuslichen

Atelier regelmäßig Zeichenstift und Pinsel an

der Staffelei. Farbintensive Tier- und Jagdmotive

gelingen Bossewinkel naturgetreu.

Löninger Maler stellt im

Stadtmuseum Quakenbrück aus:

„Nicht nur Tulpen“

titelt die aktuelle Sonderausstellung von Jac Bossewinkel, die bis

zum 18. September im Stadtmuseum zu sehen ist.

41 Werke des Künstlers zeigen das breite Motiv-Spektrum des

gebürtigen Niederländers aus Löningen, wo Johannes, Antonius,

Cornelis seit 1964 seine zweite Heimat gefunden hat.

Geschäftsführer: Ilja Jumanow

robert-bosch-str. 11 · 49610 Quakenbrück

Tel. 0 54 31 / 61 86 · Fax 0 54 31 / 900 39 65

40 | mq Ausgabe Sommer 2016

Fotos: Alexandra Lüders


STADTMUSEUM Quakenbrück

Auch dem Hasetaler Dampfzug

hat Bossewinkel ein Bild

gewidmet.

Text/Fotos:

Alexandra Lüders

Das Museum bietet regionalen

Künstlern seit fast 40 Jahren

in Sonderausstellungen ein

repräsentatives Ambiente,

das als zusätzlicher Publikumsmagnet

Besucher ins Museum lockt.

Hier können Kunstschaffende und ihre

Werke mit neuem Blick gesehen, bewertet

und eingeordnet werden. Auch Jac Bossewinkel

ist Löningern und Artländern schon

lange vertraut. Er wurde 1941 in Oldenzaal

geboren, besuchte dort die Grafische Schule

in Zutphen und entdeckte erst 1980 die

Aquarell- und Ölmalerei für sich.

Auf Studienreisen durch die Niederlande,

Frankreich und Jugoslawien holte er sich

Inspirationen für seine Gemälde. Noch

heute besucht der Maler per Wohnmobil romantische

Küsten in Kroatien, wo er immer

wieder neue Motive findet.

Leichtigkeit und Schwere , Tradition und

Moderne bilden für ihn keine Gegensätze,

sondern beflügeln seine Fantasie. Ob Landschaft,

Heimatmotive oder Blumen – seine

Bilder werden auf den regionalen Ausstellungen

der Menslager Hobbymaler ebenso

bewundert wie seine Buchillustrationen

und Holzkerbschnitzereien.

Gute Pflege

ist kein Zufall!

Kukuckstr. 13 · 49610 Quakenbrück

Tel. 05431 | 900432

www.seniocare-artland.de

Wie der Löninger unterstreicht, hat ihn

die Burgmannsstadt Quakenbrück bereits

1964 nachhaltig beeindruckt.

„Auf der Reise von Oldenzaal nach Löningen

hatte ich eine Stunde Aufenthalt in

Quakenbrück. Diese Stadt ist ein Paradies

für Maler. Ich habe hier sehr viele Motive

gefunden, die ich später gemalt habe“,

schildert Bossewinkel seine erste Begegnung

mit den historischen Stadtansichten,

die in der aktuellen Museums-Ausstellung

ebenfalls zu sehen sind.

Damals habe er in einem Malergeschäft

sein erstes Quakenbrücker Motiv verkauft.

Über eine Kursteilnahme beim Katholischen

Bildungswerk sei er 1980 zum

Malen mit Acryl, Öl und Aquarell gekommen.

In der Folge habe er die Menslager

Hobbymaler kennengelernt und mit ihnen

gemeinsame Ausstellungen in den Quakenbrücker

Banken gestaltet.

Als gebürtiger Niederländer liebe er alle

Blumen, insbesondere aber die Tulpen.

Diese wie auch die roten Damenpumps

tauchen immer wieder auf seinen Bildern

auf. Vor zwei Jahren inspirierte ihn sogar

ein altes Plumpsklo zum Zeichnen.

Auch seine Hühnerporträts bezaubern

durch spielerische Leichtigkeit. In der

oberen Etage des Stadtmuseums finden

seine naturalistischen Wild- und Jagdmotive

zahlreiche Bewunderer. Kleinere, in

Passepartouts gerahmte Blumen-Aquarelle

schmücken hier eine Glasvitrine.

Bossewinkel malt nach eigenen Fotos und

Skizzen, die er in der Natur oder von Personen

angefertigt hat.

„Manchmal besuche ich meine Freundin

Paula Modersohn-Becker auf dem Friedhof

in Worpswede. Dazu habe ich eine

besondere Beziehung, weil ich Christian

Modersohn vor einigen Jahren persönlich

kennengelernt habe. Alle drei Söhne von

Otto Modersohn waren bekannte Maler.

Mein Lieblingsmaler ist der Niederländer

Rien Poortvliet. Er hat mit ein paar Strichen

Leben ins Spiel gebracht und sich auf das

Wesentliche konzentriert. Das spricht mich

ganz besonders an“, schwärmt Bossewinkel

von seinem Vorbild, der als einer der weltweit

besten Tiermaler und berühmteste

Maler der Niederlande in den vergangenen

Jahrzehnten gilt. International bekannt

wurde er ab 1976 durch die Illustration des

Titels „Das große Buch der Heinzelmännchen“

(deutsche Version/1978).

Die Präsentation von Bossewinkels

Bildern kann im Stadtmuseum

donnerstags, samstags und sonntags

von 14 bis 17 Uhr besucht werden.

Ausgabe Sommer 2016 mq | 41


Das Artland-Magazin.

Artland-Töpferei

in Herbergen

Tönerne

Hingucker

Simone Schleicher (47) von

der Artland-Töpferei übt als

Keramikmeisterin ein Jahrtausende

altes Handwerk aus, das

bis heute die kunstvollsten

Produkte für Haus und Garten

hervorgebracht hat.

2007 ist sie ihrem Mann Jörg Breukelgen ins Artland gefolgt

und fühlt sich im Herberger Feld richtig heimisch. Jörg hatte

sie auf der Meisterschule in Landshut kennengelernt und

später mit ihm eine Werkstatt für Baukeramik betrieben. Im

umgebauten Schweinestall des 200 Jahre alten Fachwerkhofes

ihres Schwiegervaters Artur wagte das Paar 2009 einen Neustart mit

ihrem „Artladen“, in dem heute Simones Keramiken ausgestellt und veräußert

werden. Dazu gehören Häuser, Kugeln, Tiere, Schalen, Skulpturen,

Brunnen und Heckengucker für den Garten. Besonders gefragt sind ihre

Schweine, Hühner, Möwen, zufriedene Könige und Eulen. Aktuell hat sie

ein neues Projekt in Angriff genommen: Urnen für Tierbestattungen.

Mit Hilfe einer großen Rotationsstanze entstehen fast alle Gefäße.

42 | mq Ausgabe Sommer 2016 Fotos: Alexandra Lüders


Gemeinde Menslage

Denn der Umgang mit der Töpferscheibe ist

nicht Simone Schleichers Ding. Sie modelliert

lieber mit den klassischen Geräten wie

Lineal, Schwamm, Messer, Gabel, Winkel

und Gipsformen (ect.), mit denen jedes

Unikat einzeln gefertigt wird. Die fertigen

Objekte müssen sehr vorsichtig behandelt

werden, denn der Trocknungs- und Brennvorgang

ist langwierig und birgt immer

wieder Überraschungen. „Natürlich gehört

in erster Linie sehr viel Fachkenntnis dazu.

Die Auswahl der Rohstoffe ist die Basis. In

unserer Tonmischmaschine mischen wir

den Westerwälder Ton in den Farben Rot,

Sand und Weiß selbst. Im Brennofen erfolgt

dann bei 900 Grad der Rohbrand. Gartenkeramik

wird bei höheren Temperaturen

gebrannt, auch wenn niedrigere Temperaturen

ein breiteres Farbspektrum begünstigen.

Beim 1260 Grad heißen Glasurbrand

werden die aufgetragenen Farbpigmente

und Engobe-Malereien zu frostfestem,

harten Material“, erklärt Simone Schleicher.

„Man muß sich von den Sachen verabschieden,

wenn sie in den Ofen gehen“, lacht

Schleicher, die sich gut im Artland eingelebt

hat. Sie experimentiert gern mit Farben

und Formen, weshalb ihr auch der Lehrauftrag

für Plastisches Gestalten (Designpädagogik)

an der Universität Vechta sehr viel

Freude macht. „Das Material Ton ist total

out. Deshalb versuche ich den Studenten

erst einmal zu zeigen, dass man mit diesem

idealen Material spielen und Spaß haben

kann. Es ist richtig schön, wenn 25-jährige

zu Kleinkindern werden. Auch ich selbst

ziehe viele neue Ideen aus dieser Lehrtätigkeit.

Das hätte ich nicht gedacht“, lässt

Schleicher sich gern zu neuen Kreationen

inspirieren, wie man zum Beispiel an einem

Eierkarton sehen kann, der als formgebende

Basis für eine moderne Schale dient.

Auf Anfrage bietet die Keramikerin auch

Simone Schleicher

in ihrem Atelier

Modellierkurse für Erwachsenengruppen

an, welche zu einem bestimmten Thema

arbeiten wollen. Das Haptische, das in

heutiger Zeit vielen Menschen fehlt, ist für

Simone Schleicher ebenso lebenswichtig

wie das kreative Gestalten. „Ich möchte

die Welt ein bisschen bunter machen.

Am liebsten würde ich im ganzen Artland

Figuren in allen Baumlöchern verstecken.

Auch wenn ich sehe, wie Kunden meine

Figuren in ihrem Garten platziert haben,

das ist für mich immer ein tolles Gefühl“,

gesteht Schleicher.

Am 9./10. August wird sie mit ihren kunsthandwerklichen

Produkten bei der Park

ART in Sögel/Clemenswerth vertreten sein.

Zum Tag des Offenen Denkmals soll

übrigens ein „neues Schild mit König“ auf

die Artland-Töpferei hinweisen, hat sich

Simone Schleicher vorgenommen. Wer

Interesse hat, kann sie aber schon vorher

in ihrem Keramikladen vor Ort besuchen.

INFOBOX

Wie verschiedene, archäologische (Grab)-Funde

beweisen, hat es seit 5500 vor Christus „Bandkeramiker“

gegeben, die um 5000 v. Chr. den

Rhein und die Niederlande erreichten.

Ihr Name leitete sich aus der Verzierung ihrer

Gefäße ab, die mit einem Bandmuster aus

spiralförmigen und eckigen Linien geschmückt

waren.

Nicht selten sind auch Zickzacklinien und Punkt-

Rillen-Verzierungen. Typisch für diese Zeit ist die

Vielfalt an Idolen, menschen- und tierartigen

Darstellungen aus Ton. Im 3./4. Jahrtausend

v. Chr. gab es die Trichterbecherkultur, deren

typischen Keramikgefäße mit Trichterrand und

Tiefstichverzierung namensgebend sind. In der

Zeit von 2200 bis 2800 produzierten die Schnurkeramiker

mit Schnüren eingedrückte Gefäße

aus Ton. Keramiken entstehen aus natürlichem,

anorganischem Material (Mineralschichten).

Aufgrund ihrer langen Lebensdauer dienen sie

zur Bestimmung von Kulturfunden. Im Westerwald

(Kannenbeckerland) wird Ton abgebaut,

der in fünf bis sechs Millionen Jahren aus dem

Gebirge abgeschwemmt ist.

Zufriedenen Könige

bringen Freude ins

Gartenbeet

Text/Fotos:

Alexandra Lüders

Ausgabe Sommer 2016 mq | 43


Das Artland-Magazin.

Mit der NWB

von Osnabrück zur Küste - Teil 2

von Detlef Bülow

Foto:: Detlef Bülow

Schon heißt es wieder einsteigen

und Türen schließen. Unsere

Fahrt mit der Nord-West-Bahn

geht weiter.

Wir steigen in Osnabrück-Altstadt

ein und lassen Osnabrück

hinter uns. Der nächste Halt wird Bramsche

sein. Die Strecke führt an zahlreichen

Rapsfeldern vorbei, die mit ihrer gelben

Farbe hervorstechen. Ich frage Swen,

unseren Triebwagenführer, ob es bei der

Nord-West-Bahn etwas Ähnliches wie

einen Fahrschulwagen geben würde, weil

ich auch mal so einen Zug fahren wolle.

Er kann sich sein Lachen nur schwer

verkneifen und verneint kopfschüttelnd

meine Frage. Aber dann erwähnt er, dass

es einen Fahrsimulator in Bremen gäbe

und diese Aussage zeichnet mir dann

schon wieder ein kleines Lächeln in mein

Gesicht. Ich speichere das dann mal unter

„noch zu erledigen“, denn wenn ich schon

mal so nahe dran bin, dann möchte ich

das auch mal ausprobieren.

Wir überqueren den Mittellandkanal

und ich werfe einen kurzen Blick auf den

Hafen von Bramsche. Der erste Ladeplatz

des Hafens in Bramsche entstand 1912

und diente hauptsächlich für den Umschlag

von Baustoffen, Agrarprodukten

und Kohle.

Allerdings war der Kanal zunächst nur

nach Westen hin schiffbar. Ein merklicher

Anstieg der Umschlagsmengen wurde ab

1916 erzielt, als die Durchstiche der Kanäle

nach Hannover im Osten und Osnabrück

im Süden hin erfolgten. In den Folgejahren

konnten diese trotz des Ersten

Weltkrieges und der Weltwirtschaftskrise

weiter gesteigert werden.

1936 kam der Ladeplatz Achmer hinzu,

als der Flugplatz Achmer gebaut wurde.

Dieser hatte während des Zweiten

Weltkrieges ausschließlich militärische

Bedeutung.

Heute bestehen die Häfen Bramsches

aus mehreren Gewerbegebieten, die die

Hafenanlagen mit wichtiger Infrastruktur

ergänzen. Die Umschlagseinrichtungen

sind an den jeweiligen Stellen den Erfordernissen

angepasst. In Achmer werden

heutzutage hauptsächlich große Mengen

von Schrott zum Recycling verschifft. An

der Umschlagstelle Eilers überwiegen

Schüttgüter wie Futter- und Düngemittel,

für die es Lagermöglichkeiten bis zu

16.000 t gibt. Der jährliche Umschlag

erreicht dort 240.000 Tonnen. In Engter

hat man sich auf Baustoffe spezialisiert,

aber auch Agrarerzeugnisse wie Getreide

können umgeschlagen und gelagert

werden.

Für die Freizeit- und Personenschifffahrt

existieren in Bramsche keine gesonderten

Anleger. Aber von Osnabrück aus können

von April bis Oktober Ausflugs- und Rundfahrten

nach Bramsche unternommen

werden.

Schon haben wir den Bahnhof Bramsche

erreicht, wo mich meine Kollegin Alexandra

Lüders erwartet. Sie führt uns heute

durch die Stadt Bramsche.

Hafen in Achmer

Foto:: Detlef Bülow

44 | mq Ausgabe Sommer 2016


Tuc Tuchmacher-MUSEUM BRAMSche

Auf den Spuren des Textilgewerbes

im Tuchmacher Museum Bramsche

von Alexandra Lüders

Vier Jahrhunderte Textilproduktion spiegeln sich im Tuchmacher Museum Bramsche,

das 1997 am Mühlenort 6 eröffnet wurde. Bis heute ein geschichtsträchtiger

Ort, denn an den Gebäuden und am Inventar können Besucher viele Spuren

der Vergangenheit entdecken: Einen Färbergarten, Webstühle, Textilmaschinen,

Berge von Wolle, Tuchsiegel sowie Biografien aus sieben Tuchmacher-Generationen,

die von ihrer Handwerkskunst und ihrem harten Alltag erzählen. Einst

lebten und arbeiteten sie in ihren Fachwerkgebäuden rund um die Manufaktur

der Tuchmachergilde (später Innung), die zusammen mit ihren Meistern und anderen

(ergänzenden) Gewerken das Mühlenortviertel bildeten. Wer an Führungen

und Workshops teilnimmt, kann in eine völlig fremde Welt eintauchen und

am Beispiel der Tuchproduktion die industrielle Revolution der Menschheit nachvollziehen.

Geradezu faszinierend erscheint dabei die Flexibilität der textilen

Branche, welche durch die Jahrhunderte wechselvolle Zeiten überstanden hat,

indem sie sich immer wieder den technischen, wirtschaftlichen und politischen

Veränderungen angepasst hat. Noch bis in die 70er Jahre hinein produzierte

die Tuchmacherinnung am Mühlenort Wollstoffe, bevor der traditionsreichste

Betrieb der Stadt Bramsche endgültig schließen musste. Dank der Stadtverwaltung

und vieler engagierter Bürger, Unternehmen und Institutionen konnte das

Baudenkmal geschützt und wieder mit Leben gefüllt werden.

TUCHMACHER MUSEUM BRAMSCHE

Öffnungszeiten: Di-So 10 bis 17 Uhr,

an Feiertagen gelten gesonderte Regelungen.

Weitere Infos unter Telefon 05461/ 9451-0

und unter www.tuchmachermuseum.de

Text und Fotos von Alexandra Lüders

Quelle: Begleitband „Bramscher Rot und Grüner Rot“ der Aufsatz von Museumsleiterin

Kerstin Schumann und der Pressereferentin Ilka Thörner „ Gleich so tüchtig alß andere

seyn“ – die Bramscher Tuchmacher zwischen Tradition und Moderne.

Veranstaltungstipps:

„Das Passt! Kleiderwahl im Wandel“ Ausstellung

19.06. - 18.09. 2016 – Eröffnung 19.06. 11 Uhr

„Behältnisse aus Lutradur“

Workshop

03.07. 11:30 - 15:30 Uhr

„Anstecker aus Lutratur Kinderworkshop

08.07. 10:30 - 12:00 Uhr

„Bücher aus Lutradur“ Kinderworkshop

10:30 - 12:30 Uhr

Foto: Tuchmacher Museum

Ausgabe Sommer 2016 mq | 45


Das Artland-Magazin.

Geheimes Rezept

Überregionale Berühmtheit erlangte das

„Bramscher Rot“, welches der Thüringer

Schönfärber Andreas Wolff 1771 aus der

Krappwurzel entwickelt hatte. Aus dem

groben, roten Tuch der Heidschnuckenwolle

entstanden Uniformen für die

hannoversche Armee und Alltagskleidung

für die weibliche Landbevölkerung.

Diese Stoffe wurden wegen ihrer hohen

Lichtechtheit und Waschbeständigkeit

geschätzt. Die steigende Nachfrage im

19. Jahrhundert verdrängte die wesentlich

teurere Krappwurzel zugunsten synthetischer

Farben, während Importwollen

(Merino) zunehmend die Schur- und

Haidwolle ersetzten. Gegenwind bekam

die Bramscher Tuchmachergilde ab 1750

zwar mit der Errichtung einer Manufaktur

englischer Stoffe durch Johann Balthasar

Koch. Aber während der französischen

Herrschaft ( 1807- 1813) erlebte

die Tuchproduktion in Bramsche noch

einmal einen Aufschwung. Seit dem 18.

Jahrhundert erwiesen sich Lieferungen

für das Militär generell als umfangreiche

Absatzmöglichkeit für die Tuchmacher.

Immer mehr Industriemaschinen wie der

Reißwolf, der Wollkratzer, die Spinnmaschine

und die Schwefelpresse hatten

Einzug in die Textilfabrikation gehalten,

so dass die Gilde 1848 schließlich die

gesamte Mühlenanlage rund um den

Kolk kaufte.

1857- 1865 folgten die uneingeschränkten

Wasserrechte und die Anschaffung weiterer

Maschinen wie die Dampfmaschine.

Schließlich arbeiteten (1884) 650 Menschen

in Bramscher Textilfabriken. Auch

die in eine Innung umgewandelte Gilde

beschäftigte 15 selbständige Meister

Blick ins Tuchmacher-Viertel

Die Leiterin Kerstin Schumann im Museumsladen

46 | mq Ausgabe Sommer 2016


Tuc TUCHMACHER museum BRAMSCHE

und 55 Arbeiter. Eine Ausbildungsstätte

und die Eisengießerei Bünte gründeten

sich, Betriebe wurden vergrößert und

modernisiert. Mit dem Anschluss an das

Stromnetz (1920) und dem letzten größeren

Umbau des Innungsbetriebes nutzten

die Tuchmacher alle Gebäude für die

eigene Wolltuchproduktion. In den 1950er

Jahren waren nur noch zwölf Meister in

der gemeinschaftlichen Werkstatt der

Tuchmacher-Innung tätig. Sie fertigten

Stoffe für Mäntel, Flanelle, Loden-und Hosenstoffe,

Uniformtuche, Wolldecken und

die bekannten Bramscher Arbeitshosen

für die norddeutschen Landwirte. Doch

das Massensterben der Textilbetriebe in

den 1960-ziger Jahren bedeutete auch für

die letzten sieben verbliebenen Bramscher

Tuchmachermeister das endgültige

Aus im Jahre 1972.

An manchen Tagen kann man noch heute

zwei erfahrenen Museumstechnikern

und einem Tuchmachermeister bei der

Arbeit über die Schulter schauen und ein

Stück Industriegeschichte vom Handwerk

zur industriellen Revolution live erleben.

Ein ganz besonderes Schauspiel bietet

das alle paar Monate stattfindende Ausputzen

der Spinnkrempelmaschine, deren

Walzen wegen eines Farb- und Partiewechsels

gereinigt und wieder zusammen

gesetzt werden müssen. Dabei wird

die Wolle mit Wasser besprüht – in der

dunklen Werkhalle trotz der eingesetzten

Strahler keine leichte Aufgabe für die Senioren.

Außer zur ständigen Ausstellung

sind Interessierte auch zu den Sonderausstellungen

rund um die Technik- und

Stadtgeschichte sowie der Bildenden

Kunst mit dem Schwerpunkt Textilkunst

willkommen. Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen

und Vorträge sind ein

weiterer Baustein, um das Museum für

Besucher attraktiv zu machen. Zu Recht

erhielt es 1998 den Museumspreis der

Niedersächsischen Sparkassenstiftung,

denn es ist in Konzept und Ausführung

eines der schönsten und vielfältigsten

Textilmuseen Deutschlands. Beliebte

Souvenirs, wie rote Wolldecken, Schafe

und andere Mitbringsel kann man im

Museumsladen erstehen. Spannende

Programme für Kindergärten, Schulen

und Kindergeburtstage bringen den

Nachwuchs in Tuchfühlung mit dem Textilgewerbe.

Einen ganz eigenen Charme

umgibt den Mühlenort an der Hase, wo

einst deren Wasser den Antrieb für die

Walkmühle und andere Gewerke lieferte.

Am Mühlenteich verlockt das Museumsrestaurant

„Dat Wüllker Haus“ zum

kulinarischen Verweilen.

Ausgabe Sommer 2016 mq | 47


Das Artland-Magazin.

hoffentlich Allianz

Versicherung Vermögen Vorsorge

Wasserskianlage am Alfsee

Alexandra begleitet mich wieder zurück

zum Bahnhof. Ich komme genau zur

richtigen Zeit an, denn der Zug fährt

gerade ein. Swen schaut aus dem Fenster

des Triebwagens und ich freue mich,

ihn zu sehen. Gemeinsam machen wir

uns auf den Weg nach Bersenbrück. Ich

schaue auf die blühende Landschaft links

und rechts neben den Gleisen und mir

fallen die Fahrten wieder ein, die ich als

Kind mit meinen Eltern unternommen

hatte. Wenn wir damals die Strecke von

Quakenbrück nach Osnabrück gefahren

sind, fuhren wir auch oft mit einem Triebwagen.

Dieser hielt dann an jedem noch

so kleinen Ort und wurde von mir immer

scherzhaft „Bummelbahn“ genannt.

Swen erzählt mir, dass er genau auf dieser

Strecke mal einen Funkspruch erhalten

hatte, der ihn vor Schafen auf den Gleisen

warnte.

„Da habe ich schnell die Geschwindigkeit

verringert und eine Durchsage an unsere

Fahrgäste gemacht. Kurz danach habe ich

die Übeltäter auch schon auf und direkt

neben den Gleisen entdeckt. Ich fuhr mit

Schrittgeschwindigkeit auf die Viecher zu

und betätigte das Warnsignal. Aber das

beeindruckte diese wenig. Die Schafe, die

gerade noch neben den Gleisen liefen,

waren jetzt auch noch auf denselben und

trotteten vor uns her. So wurde ich ganz

nebenbei für einige Zeit zum Schäfer.

Die Fahrgäste regten sich nicht auf, denn

ich hielt sie mit weiteren Durchsagen

auf dem Laufenden, nein sie fanden das

sogar amüsant. Nach zehn Minuten war

der Spuk dann wieder vorbei. Die Schafe

hatten die Gleise wieder verlassen und

wie ich kurz danach erfahren hatte,

wurden sie von der Polizei und dem

Bauern, bei dem sie ausgebüchst waren,

wieder eingefangen und in Gewahrsam

genommen.“

Wir fahren an Alfhausen vorbei und mir

fällt der stillgelegte alte Bahnhof auf.

Schade, dass es diese Haltestelle nicht

mehr gibt, denn hier ist der Alfsee-Ferienpark

und der hat so einiges zu bieten. Ich

fahre hier sehr gerne zum Fotografieren

hin und der 5-Sterne- Ferien- und Erholungspark

ist ein Paradies für Familien.

Das Freizeit- und Erlebnisangebot ist

vielseitig und interessant. Sandstrand,

VERSICHERUNGSBÜRO

Thomas Ludmann

Bahnhofstr. 4 · Quakenbrück

Tel. 05431-3324

Wasserski, Indoor Fun Center, Kartbahn,

Kinderautoland, Erlebnis-Land Irrgarten,

Streichelzoo, E-Bike und Fahrrad-Verleih,

Spielplätze und im Alfen Saunaland gibt

es eine sagenhafte Wellness-Welt, in der

man sich verwöhnen lassen kann. Gäste

aller Altersstufen kommen am Alfsee auf

ihre Kosten. Das Restaurant Alfsee Piazza

und das Café Bistro Seeterrassen mit Seeblick

laden zum Verweilen ein. Ob Wandern

oder Radfahren - ausgezeichnete

Strecken und ein mobiles Navigationsgerät

führt zu den Sehenswürdigkeiten im

Osnabrücker Land. Wie zum Beispiel nach

Kalkriese, denn in unmittelbarer Nähe des

Alfsees schlugen die Germanen im Jahre

9 n. Chr. in der berühmten Varusschlacht

das römische Heer. Museum und Park

Kalkriese zeichnen dieses Ereignis nach.

Cafés und Restaurants mit regionaler

Küche laden auf der Route zum Rasten

und Pausieren ein.

Wir halten in Bersenbrück, ich bedanke

mich bei Swen und verabschiede mich.

Als ich aussteige, schaut er wieder aus

dem Fenster und ruft mir lächelnd noch

„Bis zum nächsten Mal!“ hinterher.

Bahnhof Alfhausen Ausweich-Wasserskianlage Alfen Saunaland

48 | mq Ausgabe Sommer 2016


Mit der Nordwestbahn unterwegs

Einfahrt in den Bahnhof Bersenbrück

Fotos: Detlef Bülow

Bersenbrück ist seit 1956 Stadt und die

erste urkundliche Erwähnung auf das

Jahr 1221 datiert. Die Siedlung ist jedoch

vermutlich weitaus älter, da umliegende

Ortschaften bereits um das Jahr 1000

erwähnt wurden. Aus machtpolitischen

Gründen errichtete Otto von Ravensberg

1231 ein Zisterzienserinnen-Kloster. Das

Kloster existierte bis 1787. Wegen der vom

Orden geforderten Abgeschiedenheit der

Klöster siedelten die Bauern in einer Entfernung

von mehreren hundert Metern

vom Kloster an. Nun aber entstanden

die ersten Häuser vor der Klosterpforte,

und die leerstehenden Klostergebäude

dienten zunehmend der Verwaltung und

Gerichtsbarkeit. So entstand langsam

die heutige Stadt Bersenbrück. Viele der

noch heute im Ort lebenden Familien

werden in amtlichen Dokumenten bereits

im 15. Jahrhundert erwähnt. Von 1885 bis

1972 war Bersenbrück Verwaltungssitz

des gleichnamigen Landkreises, der im

Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform

am 1. Juli 1972 aufgelöst und mit

den Landkreisen Wittlage, Melle und

Osnabrück zum Landkreis Osnabrück zusammengefasst

wurde. Das Wahrzeichen

von Bersenbrück ist die im Jahre 1700

errichtete Klosterpforte mit Torhaus des

ehemaligen Zisterzienserinnenklosters,

das direkt am Marktplatz liegt.

Gleich nach Durchqueren der Pforte erblickt

man die auf dem ehemaligen Klostergelände

liegende römisch-katholische

Pfarrkirche St. Vincentius. Sie stammt

aus dem 12. Jahrhundert und wurde in der

Übergangszeit zwischen Romanik und

Gotik errichtet. Das ehemalige Kloster

befindet sich in direkter Nachbarschaft. In

den Räumen sind heute das Amtsgericht

und im Stiftshof ist das Museum des

Landkreises Osnabrück untergebracht,

das 1924 von Landrat Hermann Rothert

gegründet wurde. Dessen Ausstellung

besteht aus historischen Exponaten,

die das Leben der einfachen Landbevölkerung

zeigen. Hier werden aber auch

regelmäßig zeitgenössische Kunstwerke

ausgestellt. Ja und dann ist da noch das

Kulturzentrum „Krabat“ an der Hasemühle,

das 2000 eröffnet und von einem

gemeinnützigen Verein gegründet wurde,

der sich als Nachfolger des art-land-

Kunstvereins konstituierte, nachdem

erstmals 1997 eine Kunstausstellung in

der Mühle stattgefunden hatte. Angegliedert

ist dem Verein eine Kunst- und

Kreativschule, die über ein eigenes

Atelier mit Außengelände verfügt. Aber

Bersenbrück hat noch mehr zu bieten: Am

Samstag, den 18.06.2016, ab 14.00 Uhr

und am Sonntag, den 19.06.2016, ab 10.00

Uhr öffnen sich wieder die Gartenpforten

der GartenkulTour. Man freut sich auf

neue Besucher, aber auch auf diejenigen,

Klosterpforte

die wiederkommen, denn man betritt nie

zweimal denselben Garten. Lassen Sie sich

verzaubern von Farben und Düften, hübschen

Sitzplätzen, Wasser und Gartenkunst,

aber auch von alten Bäumen, die den Rahmen

für Rosen, Fuchsien, Stauden aller Art

bilden. Der Eintritt beträgt in jedem Garten

2 €. Kaffee, Tee, Wasser, Kuchen und Gebäck

gibt es in den meisten Gärten.

Aber in dem Zeitraum vom 29. Juli bis 31. Juli

2016 ist in Bersenbrück Reggae angesagt.

Das jährlich stattfindende Reggae-Festival

ist zwar im Vergleich kleiner als die anderen

großen europäischen Reggae-Festivals, wie

zum Beispiel das Rototom Sunsplash oder

das Summerjam-Festival. Doch in den letzten

Jahren sind die Besucherzahlen stetig

gestiegen und auch die Künstler sind bekannter

als in den früheren Jahren, als das

Reggae Jam hauptsächlich auf einige wenige

Stars und viele, hauptsächlich deutsche,

Newcomer setzte. Das erste Festival dieser

Art fand 1994 statt und mittlerweile wurde

diese Veranstaltung sechsmal nacheinander

als bestes Reggaefestival Deutschlands

auf Platz 1 gewählt. Es lohnt sich also, in

Bersenbrück mal auszusteigen.

St. Vincentius

Ausgabe Sommer 2016 mq | 49


Wir sind, wo Sie sind.

Seit mehr als 20 Jahren!

Die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück

(VOS) und damit ein in Deutschland einzigartiges

Erfolgsmodell feiert Jubiläum.

Am 15. November 1996 wurde die

Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS)

als Nachfolgerin der 1972 gegründeten

VGO (Verkehrsgemeinschaft Osnabrück)

ins Leben gerufen. Die „alte“ VGO

regelte zuvor das gemeinsame Befahren

von Strecken im Stadtgebiet von Osnabrück,

jedoch nicht einen gemeinsamen

Tarif. Bis heute besteht die VOS aus zehn

Busunternehmen aus Stadt und Landkreis

Osnabrück

www.vos.info

Die Festivalsaison

steht

vor der Tür!

50 | mq Ausgabe Frühling 2015


Doch warum weite Wege mit dem Auto auf sich nehmen,

wenn man auch direkt um die Ecke „Festival-Feeling”

der Extraklasse genießen kann?

Musikalisch hat das Osnabrücker Land Einiges zu bieten.

Doch Geschmäcker sind verschieden.

Deshalb haben wir für Euch unsere Festivalfavoriten

hier zusammengefasst, damit jede(r) auf seine Kosten kommt.

Text: Florian Risch | Fotos: Marie Katzer

Ausgabe Frühling 2015 mq | 51


Das Talge Open Air

Reggae Jam Festival

Das TOA ist für viele Artländer und die, die es

mal waren, eine der ersten Festivalerfahrungen

gewesen: Zelten mit Freunden, starke

Livemusik (man denke an “damals” zurück:

2008 - Kilians, Chin Chiller Clan & Duesenjaeger

als Headliner) und das berühmte

Kleinhirnturnier, welches in der Vergabe des

Meterpokals häufig seinen Höhepunkt fand.

Sportlich gab es hier natürlich auch immer

nur Fußball der höchsten Güte zu sehen.

Alles in allem - dank Lage, großartigem

Engagement zahlreicher Helfer, gut gelaunten

Gästen und hochklassigen Bands - ein

sehr gelungenes Festival. Doch das TOA

hatte ein kleines Tief und gehörte für viele

nicht mehr unbedingt auf die Agenda der

“DAMUSSICHHIN”-Veranstaltungen.

Aber - und dafür legen wir unsere fleißigen

Schreibe-Händchen ins Feuer - das ist jetzt

vorbei. Mit dem musikalischen und veranstaltungstechnischen

Fachwissen der Agentur

Zukunftsmusik aus Osnabrück kommt

frischer Wind daher. Bereits seit 2014 gibt

es einen starken Auftrieb in Sachen Line-Up.

Während im letzten Jahr die Truckfighters

für heruntergeklappte Kinnladen sorgten,

geht es in diesem Jahr nicht weniger beeindruckend

mit Bands aus aller Welt und allen

Genres weiter.

alles, was du brauchst. Kalte Getränke zum

schmalen Preis, heiße Snacks und Samstagnachmittag

sogar noch ein Fußballturnier,

wo du zeigen kannst, was du drauf hast. Die

Infos & Möglichkeit zur Anmeldung gibt es

hier: http://www.talge-open-air.de/

Im Endeffekt haben wir hier also das ganz

große Festival für den echt kleinen Geldbeutel.

Wie soll ich nach Hause kommen?

Entweder, du schlägst deine Zelte direkt am

Festivalgelände auf (kurzes Gras, umsäumt

von alten Bäumen) und verbringst gleich

drei Tage am Talger Sportplatz - nur so, das

wissen wir alle, kann man das wahre Festivalfeeling

erleben. Oder aber Möglichkeit 2:

Ihr geht die paar Meter zu Fuß nach Hause

und quartiert Euch bei Freunden oder Mama

und Papa ein. Funktioniert gut, wir sprechen

aus Erfahrung.

Ob Möglichkeit 3 eine Option wird, könnt

ihr online nachschauen: Wenn alles klappt,

könnt ihr nach dem Festivaltag mit einem

Shuttlebus nach Hause düsen und euer eigenes

Bett ansteuern.

Infos unter http://www.talge-open-air.de/

oder bei Facebook.

Den Eingeweihten muss man an dieser Stelle

nichts mehr erzählen. Das Reggae Jam findet

seit 1994 regelmäßig statt und wuchs seitdem

sowohl in der Größe, der Besucherzahl,

als auch in der Bekanntheit des Künstleraufgebots.

Für Viele ist der jährliche Besuch des

Festivals nicht wegzudenken. Und nicht nur

die eingefleischtesten Freunde der guten

Laune schätzen die familiäre Atmosphäre:

Die Reggae-Zeitschrift riddim kührte das

Festival 2015 zum achten (!) Mal in Folge

zum besten Reggae-Festival Deutschlands.

Es wird deshalb nicht unbedingt leichter, das

Line-Up Jahr für Jahr zu toppen. Vielleicht

muss das auch gar nicht (mehr) sein. Aber

auch diejenigen, die wenig mit dem Reggae

anfangen können, werden vielleicht schon

etwas von Patrice gehört haben, der den

typischen Rhythmus mit HipHop vermengt.

Ein Besuch auf www.reggaejam.de zeigt das

ganze Aufgebot – und ja: mit Julian Marley

steht ein Sohn des wohl bekanntesten Reggae-Interpreten

auf der Bühne.

Ist das Reggae Jam

ETWAS für mich?

Die eine Sache bei Reggae ist ja nun, dass

wahrscheinlich jeder mal einen Reggae-

Song im Radio gehört hat. Mit Namen wie

Bob Marley oder Peter Tosh können die Meisten

etwas anfangen. „Aber sollte ich deshalb

gleich auf ein Reggae-Festival gehen?“

Ja, Ja, das solltest du. Denn die andere Sache

beim Reggae ist ihre Zugänglichkeit. Auch

wenn man die verschiedenen Stile des Genres

nicht kennt – etwa Rocksteady, Roots

oder Dancehall –, zählt doch einfach der

Wille, es sich (vielleicht sogar tanzend) gut

gehen zu lassen.

Auf dem Campinggelände ist die Stimmung

ausgelassen, auf dem Platz kann man sich

international verköstigen.

Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, kann übrigens

noch einen Blick in den Bildband „20

Jahre Reggae Jam“ werfen!

Da hätten wir We Were Promised Jetpacks,

die mit ihrem ersten Album in 2011 massenhaft

Menschen in ihren Bann zogen. East

Cameron Folklore aus Austin, Texas. Die dänische

Newcomer-Rockband GoGo Berlin oder

etwas ruhiger, Wood & Valley - zum einfach

davonträumen.

Ist das TOA WAS für mich?

Die Bands, die du hier zu hören bekommst,

spielen zum Teil auf den ganz großen Bühnen.

Ob Hurricane oder Rock am Ring - diese

Namen liest du in letzter Zeit immer öfter

auf großen Plakaten. Das ist ja immer leicht

gesagt - aber hier ist musikalisch wirklich für

jeden etwas dabei! Davon abgesehen, gibt es

52 | mq Ausgabe Sommer 2016

Wir schicken Euch hin: Gewinnt 2x2

Kombitickets für das TalgeOpenAir auf unsere

Facebook-Seite: MQ+ - Das Artland-

Magazin! Viel Glück!

TALGE OPEN AIR

Wann? 8+9. Juli 2016

Wo? Am Talger Sportplatz,

49535 Bersenbrück/Talge

Preis? Kombiticket (beide Tage): 20€;

Tagesticket Fr./Sa.: je 13€

Reggae Jam 2016

Wann? 29.-31. Juli 2016

Wo? Klosterpark Bersenbrück

Preis? EARLY BIRD-WEEKEND-

TICKET 72€ für 3 Tage

incl. Camping


Schlossgarten Open Air

Rock Am Schloss

Als der Rosenhof Osnabrück letztes Jahr zum

ersten Mal in den Schlossgarten rief, fanden

sich tausende Menschen an den zwei Tagen

in Osnabrücks Zentrum ein, um gemeinsam

Revolverheld, Gregor Meyle und die Fantastischen

Vier zu feiern. Auch - mittlerweile

sollte ihn jeder von “Sing meinen Song - das

Tauschkonzert” kennen - Seven entpuppte

sich als großartiger Support am Samstag

und heizte den zahlreichen Zuschauern bei

bestem Wetter zusätzlich ein. Während bei

FANTA4 ein jeder im Schlossgarten auf den

Beinen war, um zu tanzen, wurde bei Gregor

Meyle eher entspannt gelauscht - dafür

bietet sich die riesige Rasenfläche nunmal

auch ideal an. Mit dem Schlossgarten Open

Air ist das Osnabrücker Land um eine hochklassige

Veranstaltung reicher und bietet

den Menschen aus dem Umland eine tolle

Möglichkeit, ein entspanntes, eindrucksvolles

Wochenende zu erleben.

In 2016 wird das LineUp erneut ganz, ganz

groß: Den Freitag eröffnet der Newcomer

Max Giesinger, der gerade mit seiner Single

“80 Millionen” im Radio hoch und runtergespielt

wird.

Ist das Schlossgarten

Open Air WAS für mich?

Stell dir folgenden Tag vor: Du bist mit deinen

Freundinnen unterwegs, die Sonne

scheint und ihr habt Euch grade ein Eis bei

Schleck’s in der Osnabrücker Innenstadt gegönnt.

Ihr geht auf das Veranstaltungsgelände,

bekommt euer Bändchen und holt Euch

an der Weinbar einen eisgekühlten Hugo

mit frischer Minze. Max Giesinger beginnt

einige Zeit später mit seinem Auftritt und ihr

lauscht aus der Ferne den Klängen des jungen

Künstlers - bis es Euch nicht mehr hält

und ihr Euch bis zur Bühne durchschlagt um

dieses Multitalent zu sehen. Bis zum Ende

aller Acts erlebt ihr eine fantastische Show,

tolle Stimmung und holt Euch in den Umbauphasen

noch leckere Snacks, von denen

es hier wirklich eine Menge gibt. Den Abend

lasst ihr dann noch mit einem Glas Wein ausklingen

und fahrt zufrieden (mit Rad oder

Bahn) nach Hause.

Wenn du ein Mann bist, kommst du vorbei,

flippst mit deinen Kumpels vor der Bühne

aus - du weißt ja, wie das läuft. Wir müssen

Dir das nicht erklären.

„Ein Fest mit guter Musik in historischem

Ambiente für kleines Geld.“ Zwar hängte

Frank Elstner seinen Moderatorenjob schon

’98 an den Nagel, trotzdem hätte jeder

Jeopardy!-Kandidat hervorgestoßen: „Was

ist Rock am Schloss?“ In diesem Jahr findet

das Festival in Fürstenau zum zehnten Mal

statt. Wer die Historie der Veranstaltung studiert,

stellt schnell fest, dass im Schatten des

Schlosses schon einige hochkarätige Künstler

und Bands aufgetreten sind, die man mittlerweile

nur auf den ganz großen (und teuren!)

Festivals antreffen kann. Dazu zählen

Jennifer Rostock, Bakkushan, Rantanplan,

Sondaschule, Killerpilze, Itchy Poopzkid oder

auch Tito & Tarantula. Die Liste ließe sich

fortsetzen. Genauso schön ist dabei, dass

auch lokale Bands die Möglichkeit erhalten,

mit jenen überregionalen Bands die Bühne

zu teilen. So konnte man beim Rock am

Schloss schon Auftritte von Taiga, Razz oder

Dampfmaschine bestaunen, die mittlerweile

selbst die Republik betouren.

Das Line-Up ist zwar noch nicht ganz komplett,

dürfte aber schon jetzt überzeugen:

Das Akustik-Pop-Punk-Trio Liedfett aus Hamburg

ist mit von der Partie. Geradlinigen Rock

gibt es mit Massendefekt, zum Tanz lädt die

Ska-Punk-BandTequila and the Sunrise Gang

und aus der Heimat treten KULA an.

Ist das Rock am Schloss

WAS für mich?

Eine der Hauptvoraussetzungen, dieses

Festival zu mögen, besteht darin, Musik zu

mögen. Die Veranstalter geben sich nämlich

größte Mühe, einen bunten Strauß an verschiedenen

Künstlern zu bereiten. Das ist

nicht leicht. Aber die Erfahrung lehrt, dass

eingefahrene Musikgeschmäcker aufgebrochen

werden, wenn man es nur zulässt. Ein

guter Ort hierfür ist der Schlosspark [oder die

Schlossinsel?!] in Fürstenau. Karten erhaltet

ihr bequem über www.rock-am-schloss.com

Die Tickets für das SchloGaOA eignen sich

auch super als Geschenk für den Freund oder

die Freundin. Oder macht es doch mal richtig

cool und ladet eure Eltern ein - bei diesem

OpenAir kommt jeder auf seine Kosten. Da

sich hier pro Tag 12.000 Menschen tummeln,

triffst du bestimmt auch noch das ein oder

andere bekannte Gesicht.

Weiter bekommt ihr hier den sympathischen

Iren Rae Garvey und Mark Forster zu sehen,

die beide musikalisch ganz groß auftrumpfen

werden. Der Samstag “beschränkt” sich

dann auf einen Act, der es aber in sich hat:

Cro “MTV Unplugged” wird mit seinen Songs

den Schlossgarten zum Träumen und Feiern

bringen - das versprechen wir Euch.

SchloGa-Open Air

Wann? 5+6. August 2016

Wo? Im Schlossgarten Osnabrück

Preis? KombiVIPTicket: 189,00 €

Kombiticket: 87,70€;

Tagesticket: 40€ - 42€

zzgl. Gebühren, je nach Tag.

Rock Am Schloss

Wann? 20. August 2016

Wo? Im Schlosspark Fürstenau

Preis? 10€ für die Einzelkarte

oder 40€ für das Fünf-

Freunde-Ticket

Ausgabe Sommer 2016 mq | 53


Feiern in stilvoller Atmosphäre

Entspannen im Bauerngarten

Gut schlafen im Heuhotel

Grillvergnügen auf der Terrasse

oder in der finnischen Kota

Burenstroaten 5 · 49635 Badbergen

Tel. 05433/8823 · Fax 05433/ 8825

email: info@heuhotel-hildebrand.de

www.heuhotel-hildebrand.de

Artland-Hof & Heu Hotel Hildebrand

Rock Für Tibet

Rock für Tibet- unter diesem Motto präsentiert

sich ein in seiner Art einzigartiges

Charity-Event in Quakenbrück. Sei dabei: Am

19. August 2016 startet auf dem Bahnhofsgelände

die vierte Charity-Party des Vereins

QB-Helping-Hands. Auf dich wartet eine einzigartige

Musik-Veranstaltung in familiärer

Atmosphäre. Freue dich auf professionelle

Musikbands wie Cliff Barnes and the Fear of

Winning, Sexto Sol - High Energy Latin Ska,

Rock, Reggae plus andere sowie auf gute

Stimmung und kulinarische Leckereien.

Zur Eröffnung Konzert des Chorforums Quakenbrück.

Das Ziel: Mit Hilfe dieser Party bzw. mit Hilfe

unserer Sponsoren sammeln wir finanzielle

Mittel, um humanitäre Projekte in Tibet zu

unterstützen. Dabei fließt das Geld nicht in

unbekannte Hände. Ganz im Gegenteil. Uns

ist es sehr wichtig, den Empfänger persönlich

zu kennen. So haben wir uns ganz konkret für

die Amitabha-Stiftung in Tibet entschieden.

Deren Gründer S.E. Ayang Rinpoche ist seit

über 40 Jahren mit Ulrich von Auenmüller,

Mitglied unseres Organisationsteams, befreundet.

Wie du helfen kannst bzw. welche Projekte

konkret unterstützt werden, erfährst du auf

www.Rock-fuer-Tibet.de

Ist Rock für TibeT etwas für mich?

Wenn du was Gutes tun und gleichzeitig

großen Spaß haben willst, bist du hier genau

richtig! Zentral gelegen (quasi direkt neben

dem Bahngleis) erwarten dich nicht nur musikalische

Hochgenüsse, nein, selbst die kulinarischen

Leckerbissen sind hier einzigartig.

Und das Ganze ohne den Stress der großen

Festivals. Einfach mit dem Fahrrad oder der

NordWestBahn hin, QB‘s eintauschen (die

Währung auf dem Gelände) und bargeldlos

an allen Ständen genießen. Das familiäre

Ambiente wird dich begeistern und du wirst

dort bestimmt viele deiner Bekannten wiedersehen.

Entspannter kann man nicht feiern

gehen und mit jedem Bier was Gutes tun!

Wir sehen uns!

ROCK FÜR TIBET

Wann? 19. August 2016,

19:00 Uhr

Wo? Bahnhof Quakenbrück,

Am Bahnhof 1

Eintritt? 10€ Spende

54 | mq Ausgabe Sommer 2016


Der Klassiker unter den Lebensträumen:

c

Das Hobby

zum Beruf machen

Manchen gelingt es. Die Meisten aber vertrösten ihre

Ambitionen auf Morgen, wenn sie sich nach Feierabend

auf die Couch fallen lassen. Und dann gibt es Leute,

die schaffen es, gleich mit mehreren Hobbies den

Lebensunterhalt zu bestreiten.

Einer davon dürfte Bernd Lagemann sein.

Bernd Lagemann ist seit ’93

Ingenieur für Maschinenbau

und Fahrzeugtechnik.

In diesem Jahr besteht

sein Kfz-Gutachterbüro

in Bersenbrück seit 20 Jahren. Die Leidenschaft

für das Motorisierte dürfte

mit der ersten Mofa, einer Puch Maxi,

und dem Frisieren einiger Mopeds

entflammt sein. Etwaige Sozialstunden

waren in Kauf zu nehmen. Spätestens

das erste Auto – Mercedes Heckflosse,

Weißwandreifen (was sonst?) – stellte

die Weichen für die Liebe zum Oldtimer.

Nach dem verdingte er sich noch in Sachen

Gutachten und Wartung bei einer

Spezialmaschinen-Firma in Berlin. Diesen

Beruf hatte er noch bis vor einigen

Jahren inne, was viele gefahrene Kilometer

bedeutete. Einen entsprechend

angenehmeren Anfahrtsweg bedeutet

seine Tätigkeit in der Prüfstelle beim

Autohaus Kalmlage in Bersenbrück.

Und der Reggae? Was ’94 als kleine

Party in Talge begann, zieht mittlerweile

12.000 Leute in den Schlosspark nach

Bersenbrück: „Sowohl für die Besucher,

als auch für mich, die Traumlocation.“

Nicht nur, dass das Reggae Jam das

einzige Festival dieser Größe ist, das

ausschließlich Spielarten des Reggae

bedient. Ein Festival diesen Maßstabs,

direkt in der Stadt, ist nicht die Regel.

Dass es bereits zum achten Mal vom

wichtigsten Szene-Magazin als bestes

Festival prämiert wurde, liegt aus Sicht

des „Sheriffs“ an eben jener Traumlocation

im Schlosspark. Das Ambiente,

direkt an der Hase, passt einfach. Die

Gastfreundschaft der Bersenbrücker

tut ihr Übriges.

Die gleiche Gastfreundschaft wird den

Künstlern entgegengebracht. Diese

Behandlung ist in der Musikbranche

mithin nicht an der Tagesordnung,

weshalb einige von ihnen gleich das

ganze Wochenende bleiben. Bei der

Auswahl der Künstler muss Kenntnis

über die Szene bewiesen werden, denn

auch junge und (in Europa) unbekannte

Künstler sollen ihre Chance bekommen.

Der Reggaemusiker Chronixx beispielsweise

absolvierte sein erstes Europakonzert

in Bersenbrück. Heute zählt er

zu den wichtigsten jungen Künstlern

des Genres.

Überraschend ist, dass sich auch durch

diese professionelle Auseinandersetzung

mit der Musik die Liebe zu

selbiger nicht grundlegend verändert

hat. Zwar ist der Blick hinter die Kulissen

des ‚Musikbusiness‘ nicht immer

angenehm. Aber beim Gang über das

Festivalgelände, im Kontakt mit dem

Publikum und beim Betrachten der

Konzerte zahlt sich die Mühe allemal

aus; man darf sogar ein bisschen Stolz

sein. Das heißt also, solange es nur

geht: Weitermachen!

Wer Bernd gerne im noch in bewegten

Bildern sehen möchte, der sollte auf unserem

YouTube-Kanal vorbeischauen!

Text: Florian Risch | Fotos: Marie Katzer

Ausgabe Sommer 2016 mq | 55


Somm

Das Artland-Magazin.

Trödel- und Flohmarkt, Party am Abend

sowie Autoschau und verkaufsoffener Sonntag

Ab Mitte Juli: Maislabyrinth

TelEFON: 0 44 43 / 49 53

www.bussjans-hof.de

Schweger Str. 17 · 49413 Dinklage

Am ersten Juli-Wochenende verwandelt sich die Dinklager

Innenstadt in eine Kirmesmeile. Neben Fahrgeschäften

und Vergnügungsbuden locken vor allem der Flohmarkt

für die Kinder am Samstag sowie der Trödelmarkt

am Samstag und Sonntag. Ihre neuesten Modelle zeigen

die Dinklager Autohäuser auf der Autoschau am Sonntag.

An diesem Tag haben auch die Geschäfte in der Innenstadt

geöffnet.

56 | mq Ausgabe Sommer 2016


erkirmes

Veranstaltungen in der NÄHE

2.-4. Juli

in Dinklage!

Und was wäre

eine richtige

Kirmessause

ohne Tanz?

Zur Kirmes wieder tolle Angebote!

Für perfekte Feststimmung

sorgen

die Kirmesparties

am Samstag- und

Montagabend.

Alle sind herzlich

eingeladen, auf

der Kirmesmeile

nach Herzenslust

zu bummeln, zu

genießen und zu

feiern.

Tolle Floristik

und stilvolle Möbel…

…auf über 600 m² Ausstellungsfläche

– mitten im Dinklager Ortskern!

Für Sie haben wir auch am Kirmessonntag

geöffnet – herzlich willkommen!

Entdecken Sie unsere große Auswahl

an Möbeln und Wohnaccessoire

der Marke Lambert.

Lange Straße 13 | 49413 Dinklage | Tel.: 04443 1811 | info@blumen-dinklage.de | www.blumen-dinklage.de

Ausgabe Sommer 2016 mq | 57


Das Artland-Magazin.

Tierschau &

Bauernmarkt

in Grafeld

Zahlreiche Aussteller & Tiere

Ende August auf dem Hof

Triphaus erwartet

Foto:: Detlef Bülow

Die Vorbereitungen für die diesjährige

Tierschau Osnabrück am 28. August

2016 sind bereits in vollem Gang.

Organisiert von der OHG (Osnabrücker

Herdbuch) in Melle zählt die Veranstaltung

jährlich zu den Höhepunkten

im Eventkalender des Landkreises Osnabrück.

In diesem Jahr ist Berge-Grafeld

im Altkreis Bersenbrück Schauplatz

des Spektakels. Das Hofgelände der

Familie Stefan Triphaus in Berge-Grafeld

bietet perfekte Voraussetzungen für die

Tierschau mit Bauernmarkt, Maschinenund

Gewerbeschau. Eröffnet werden die

Feierlichkeiten am Vormittag mit einem

ökumenischen Gottesdienst. Auf dem

Bauernmarkt und der Maschinen- und

Gewerbeschau stellen regionale Unternehmen

ihre Produkte vor. Zahlreiche

Stände laden zum Genießen, Entdecken

und Verweilen ein. Als Höhepunkte gelten

die Wettbewerbe der verschiedenen

Tierarten. Neben mehr als 200 Kühen

werden rund 30 Schafe von Experten

beurteilt und rangiert. Es gibt einen

Jungzüchtervorführwettbewerb für

Kinder und Jugendliche verschiedener

Altersklassen und ein abwechslungsreiches

Rahmenprogramm, an dem

weitere verschiedene Tierarten beteiligt

sind.

Interessierte Aussteller für Bauernmarkt,

Tierschau oder Maschinen- und Gewerbeschau

werden gebeten, sich frühzeitig

bei Ferdinand Hartmann zu melden.

Email: fhartmann@ohg-genetic.de

Tel.: 05422/987-225

Leo

KOMMT

zurück !

Alte

Kameraden,

der letzte

Artlandkrimi

der Hobbyfilmer

Ralph Hanheide

u. Paul Bergfeld,

steht vor der

Fortsetzung.

u Innenausbau

u Türen

u Möbelbau

Auf Drängen der mitwirkenden

Darsteller des Kriminalsfilmes

und der überaus positiven Resonanz

der zahlreichen Zuschauer

auf den Krimi, hat sich das Filmteam

entschlossen die Geschichte

fortzusetzen.

Wie in dem letzten Kriminalfilm

zu sehen war hatte sich Leo, der

frustrierte Polizist und Kopf des

Räubertrios, mit dem geraubten

Geld nach Mallorca abgesetzt.

Für seine beiden Komplizen endeten

die Banküberfälle im Gefängnis,

bzw. im Krankenhaus.

Nach einem schicksalhaften

Ereignis, bei dem Leo nahezu die

gesamte Beute verliert, kehrt er

zurück nach Quakenbrück. Er will

die vermeintliche Ungerechtigkeit,

die seinen alten Kameraden

widerfahren ist und für die er sich

persönlich verantwortlich fühlt,

wieder gut machen. Nach Vorbild

eines spektakulären Verbrechens,

das sich in einer spanischen

Kleinstadt abgespielt hat plant

er den ganz großen Coup, die

u Fenster

u Sonnenschutz

u Insektenschutz

Entführung einer angesehenen

Persönlichkeit in Quakenbrück.

Bei der Ausführung des Menschenraubes

wird er unterstützt von

seinen alten Freunden Hermann,

der erst vor kurzem aus dem Gefängnis

entlassen wurde und Kurt,

nach einem Schlaganfall an den

Rollstuhl gefesselt . Auch Elfriede

die Witwe seines Skatbruders

Ernst, der sich seinerzeit auf dramatische

Weise in einem See das

Leben genommen hatte, spielt bei

der Vorbereitung und Ausführung

der Entführung eine gewichtige

Rolle.

Das Drehbuch für „Uralte Kameraden“,

so der Titel des neuen

Streifens aus der Feder des

Autors Paul Bergfeld ist bereits

fertiggestellt. Im Mai begannen

die Dreharbeiten zu der neuen

Hanheide/Bergfeld Produktion und

wir waren für euch dabei.

Man darf also gespannt sein wenn

es in den Mauern der Burgmannsstadt

wieder heißt:

„Kamera läuft und Action!“

St. Annenstraße 11 | 49610 Quakenbrück | Tel. 0 54 31 / 36 09

Fax 0 54 31 / 74 92 | Mobil 01732174564 | E-Mail: wristok@online.de

u Küchenumbau

u Rolläden

u Schlüsseldienst

u Kundendienst

58 | mq Ausgabe Sommer 2016


Natur & UMWELT

Der mit

den Wölfen lebt

Frank Fass leitet

Wolfcenter in Dörverden

Frank Fass hat diesen Wolfswelpen mit der Flasche aufgezogen.

Foto: PR-Wolfcenter

von Alexandra Lüders

Foto: W. Rolfes (Deutscher Jagdverband)

Seit 1996 ist der europäische Grauwolf in Deutschland

wieder heimisch geworden. Während einer Rundreise

durch Kanada begegnete Frank Fass frei lebenden Wölfen.

Danach gründete der diplomierte Ingenieur für

Luft- und Raumfahrttechnik 2010 sein Wolfcenter in

Dörverden (bei Bremen). Sein Ziel: Er möchte Besucher

über diese Raubtiere informieren, um Konflikte und Lösungswege

im menschlichen Umfeld aufzuzeigen. Pro

Jahr kommen über 40 000 Menschen aus dem Umfeld

und der gesamten Bundesrepublik sowie Touristen aus

vielen Ländern hierher. Wie Fass in einem persönlichen

Interview informiert, soll das fünf Hektar große Gelände

langfristig auf 20 Hektar anwachsen, weil er noch andere

hundeartige Wildtiere wie Füchse, Schakale oder

Marderhunde zeigen will. Das Interesse daran sei groß,

denn es gebe unter den 450 Zoos und Wildparks nur 70

Gehege mit Wölfen, weiß Fass. In seiner Anlage leben elf

europäische Grauwölfe und Hudson-Bay-Wölfe (kanadische

Form). In die zentraleuropäische Flachland-Population

habe die Ausrottung in der Vergangenheit große

Lücken in den Bestand der Grauwölfe geschlagen. Hier

gebe es abhängig von dem jeweiligen Land verschiedene

Unterarten und spezielle Färbungen (wie bei anderen

Wildtieren auch). In 1996 habe sich in Deutschland der

Grauwolf wieder angesiedelt und sei in 20 Jahren etwa

auf 350 Individuen ( 33 Rudel mit 165 Welpen/45 Territorien)

angewachsen. In Niedersachsen seien derzeit

rund 80 Wölfe heimisch. 1000 Tiere würden laut Wolfsmanagement

als günstiger, bundesweiter Erhaltungszustand

angesehen, um ein erneutes Aussterben und

Inzucht (wie in Schweden) zu vermeiden. Erst dann könne

man über die Regulierung durch den Menschen nachdenken.

Im Frühjahr (Ende April/Mai) sei ein Wolfsrudel

am stärksten. Trächtige Tiere legten sich unterirdische

Bauten für die Geburt und die ersten Wochen danach

an. Da die Wölfe hochreproduktiv seien, würden sie im

Extremfall einmal pro Jahr bis zu elf Welpen zur Welt

bringen. Nach ein bis zwei Jahren wandere der erwachsene

Nachwuchs in eigene, 250 bis 300 Quadratkilometer

große Territorien ab. Bis zu diesem Zeitpunkt bildeten

die Eltern mit ihren Jungen ein Rudel von zehn Wölfen.

Die Raubtiere seien als Generalisten extrem anpassungsfähig

und ließen sich auch durch eine hohe Besiedlungsdichte

nicht stören. Sie ernährten sich in der Hauptsache

von Schalenwild (Rehe, Wildschweine ect.), erbeuteten aber von

der Maus bis zum Elch so ziemlich alles. Beobachte man ihr Jagdverhalten,

fiele auf, dass sie vor allem schwache und kranke Tiere

in großen Herden herausfiltern und erjagen. Denn Wölfe könnten

nicht nur über viele Kilometer (abhängig von der Windrichtung)

gut hören und riechen. Als gute Seher seien sie auch in der Lage,

Bewegungsmuster ihrer Beutetiere gut zu analysieren.

Verhaltensregeln in der freien Natur

Herr Fass, wie soll man sich verhalten, falls man einem Wolf im Wald

oder auf dem Feld begegnet?

Frank Fass: Jede Begegnung ist eine andere. Es kommt auch

darauf an, ob ich einen Hund dabei habe. Wenn der Wolf von

vorn auf mich zukommt, klatsche ich in die Hände und reiße

die Arme hoch, um auf mich aufmerksam zu machen. Vielleicht

hat er mich aufgrund der Wind- und Lichtverhältnisse

noch gar nicht bemerkt. Normalerweise wechselt ein Wolf

dann einfach den Weg. Wenn er aber zu großes Interesse

zeigt, sollte dieses unnatürliche Verhalten dem regionalen

Wolfsberater (Arndt Eggelmeyer/0171 9034 426) gemeldet

werden.

Wie können Nutztierhalter ihre Tiere am besten vor Wolfsattacken

schützen?

Frank Fass: Ich empfehle den Einsatz 90 Zentimeter hoher

Elektronetzzäune, wobei die Abstände der Litzen nur 20 Zentimeter

betragen dürfen. Koppelzäune sollten 1,20 Zentimeter

hoch und in die Erde eingelassen sein. Diese kann ein Wolf

zwar überwinden, aber normalerweise akzeptiert er den

Zaun. Die Goldenstedter Wölfin (ohne Nachwuchs) hat diese

sichtbare Grenze schon öfter überschritten. Ihr Verhalten haben

wir bereits Ende Januar analysiert. Das 60-seitige Ergebnis

kann auf unserer Homepage heruntergeladen werden.

Frank Fass hat in Zusammenarbeit mit Dr. Britta Habbe von der

Landesjägerschaft über 100 ehrenamtliche Wolfsberater ausgebildet.

Er engagiert sich in der Weiterentwicklung des niedersächsischen

Wolfsmanagements und fungiert selbst als ehrenamtlicher

Wolfsberater in seiner Region. In seinem Wolfcenter kann man

Wölfen in der Außenanlage begegnen und Vieles über diese Wildtiere

in Ausstellungsräumen und Seminaren erfahren. Es gibt

außerdem noch andere Attraktionen, für die sich eine Fahrt nach

Dörverden lohnt. Weitere Infos unter www.wolfcenter.de

NACHHILFE

für alle Klassen und Schulformen

im Einzelunterricht

Mal- und Zeichenkurse

Mappenvorbereitung für

gestalterische Studiengänge

Sprachkurse

Almut Oing-Arlinghaus

Hauptstr. 17

49637 Menslage

Telefon: 05437/94 74 40

Ausgabe Sommer 2016 mq | 59


Das Artland-Magazin.

Mein liebster Vorschulblock, Zahlen und Buchstaben

(Motiv Schloss)

Kartoniert

Illustration: Skowronek, Yvonne. 196 S. m. zahlr. Illustr., 21 cm,

Keine Zeit für´s Autowaschen?

Wir machen das für Sie.

562 g, geblockt Vorschulalter, in deutscher Sprache. Best.-Nr.

100S01G

2015 Stark

ISBN 3-86668-641-2

5.00 EUR

Sorgfältiger Waschund

Pflegeservice mit

Hol- und Bringdienst

Früh übt sich, wer ein

Meister werden will!

Spielerische Vorbereitung auf die Schule

Die Zahlen von 1 bis 10 werden eingeführt und geschrieben.

Die wichtigsten 12 Buchstaben werden einführt und geschrieben.

Viele konzentrationsfördernde Übungen motivieren zum Lernen.

Die Feinmotorik der Hand wird trainiert.

Mit Lösungen auf der Rückseite.

Michael Pigge

Badberger Str. 21 · Quakenbrück

Tel. 0175/4674567 · Fax 05431/9003832

Buchgalerie

Artland

H. Korte

vormals Janssen

Kl. Mühlenstr. 7 · 49610 Quakenbrück

Tel. (05431) 3522

Rainer Maria SchieSSler

Himmel - Herrgott - Sakrament

Gebunden

Auftreten statt austreten. 3. Aufl., 256 S.

215 mm, 454 g, in deutscher Sprache.

2016 Kösel

ISBN 3-466-37147-3

19.99 EUR

LEE CHILD

Der Anhalter

Ein Jack-Reacher-Roman. Übersetzung:

Bergner, Wulf. Originaltitel: A Wanted

Man (17 Reacher) 448 S., 215 mm, 628 g,

in deutscher Sprache.

2015 Blanvalet

ISBN 3-7645-0541-9

19.99 EUR

Reacher ermittelt

BILL BRYSON

It‘s teatime, my dear!

Gebunden, Übersetzung: Bauer, Thomas.

Originaltitel: The Road to Little Dribbling

1. Aufl. 479 S. m. Illustr. 22 cm, 650g.

2016 Goldmann

ISBN 3-442-31397-X

19.99 EUR

It‘s british!

...immer eine

Reise wert!

Cornelia Hübler

ADAC Reiseführer Mallorca

SONDEREDITION Kartoniert

Strände, Städte, Dörfer, Shopping, Ausflüge,

Museen, Nachtleben, Hotels, Restaurants.

ADAC Reiseführer Lim. neubearb.

Aufl. 143 S. m. zahlr. farb. Fotos, Ktn. u.

Pln. 220 mm 222 g, in deutscher Sprache.

2015 Travel House Media ADAC Verlag

ISBN 3-95689-171-6

5,00 EUR

Die Sonderedition des ADAC Reiseführers

begleitet Sie zu den absoluten Höhepunkten

Mallorcas. Wer mag, erkundet

mit dem ADAC Reiseführer die archäologischen

Stätten von Alcúdia oder besucht

die Orangenplantagen von Sóller. Auch

Wander- und Radtouren vorbei an duftender

Macchia und schattigen Steineichenwäldern

beschreibt der Reiseführer

ausführlich. Einfach nur faulenzen darf

natürlich jeder an den vielen kleinen und

größeren Stränden der Insel.

Alternativ

mit Wirkung!

„Auftreten statt austreten“ - lautet der

Appell von Rainer Maria Schießler. In einer

Zeit, in der so viele Menschen wie nie

die katholische Kirche verlassen, gelingt

es dem bundesweit bekannten Münchner

Stadtpfarrer, dass seine Gemeinde wächst

und sich für den Gottesdienst begeistert.

Sein Rezept heißt Klartext. Er pflegt eben

einen ganz eigenen Stil: im Frühjahr segnet

der leidenschaftliche Motorradfahrer

in der Gemeinde die Maschinen der Väter

und die Bobby-cars der Kleinsten, an Heiligabend

lässt er einen DJ auflegen und

schenkt Sekt aus - schließlich wird der

Geburtstag Jesu gefeiert.

Jack Reacher bemühte sich, harmlos

auszusehen, was ihm mit seiner großen,

massigen Gestalt und der gebrochenen

Nase nicht leicht fiel. Umso dankbarer

war er, als endlich ein Auto hielt, um ihn

mitzunehmen. Die Frau und die beiden

Männer im Wagen waren offensichtlich

Kollegen, zumindest schloss Reacher

das aus ihrer einheitlichen Kleidung. Er

wusste nichts von ihrer Verwicklung in

den Mord, der nicht weit entfernt verübt

worden war. Für die Insassen des Wagens

war Reacher nur eine Möglichkeit, die

Polizei von sich abzulenken.

Ein alter Hase, was die Eigentümlichkeiten

der Engländer betrifft, entdeckt Bill

Bryson dennoch immer wieder Neues,

was ihn fasziniert und amüsiert. Von

Bognor Regis bis Cape Wrath, vom englischen

Teehaus bis zum schottischen

Pub, von der kleinsten Absteige bis zum

noblen Hotel, Bryson lässt nichts aus und

beantwortet zahlreiche Fragen. Wie heißt

der Big Ben eigentlich wirklich? Wer war

Mr. Everest? Warum verstehen sich Amerikaner

und Engländer nur bedingt? Bill

Bryson will wissen, was dieses Land so

liebenswert macht, und begibt sich auf

den Weg.

PETER WOHLLEBEN

Das Seelenleben der Tiere

Gebunden

240 S. 200 mm, in deutscher Sprache.

2016 Ludwig, München

ISBN 3-453-28082-2

Nach den Bäumen

die Tiere!

19.99 EUR

Fürsorgliche Eichhörnchen, mitfühlende

Waldmäuse und trauernde Hirschkühe

- sind das nicht Gefühle, die allein dem

Menschen vorbehalten sind? Der passionierte

Förster und Bestsellerautor Peter

Wohlleben lehrt uns das Staunen über die

ungeahnte Gefühlswelt der Tiere. Anhand

neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse

und anschaulicher Geschichten nimmt er

uns mit in eine kaum ergründete Welt:

die komplexen Verhaltensweisen der

Tiere im Wald und auf dem Hof, ihr emotionales

und bewusstes Leben. Und wir

begreifen: Tiere sind uns näher, als wir je

gedacht hätten.

Brandneue

Frisuren

60 | mq Ausgabe Sommer 2016

WAS WIR BIETEN

· professionelle Beratung

· ausgeprägtes Trendbewusstsein

· moderne einrichtung

· hochwertige Pflegemittel

ÖFFNUNGSZEITEN

di. - do. 08.30 –18.00 uhr

Fr. 08.00 –18.00 uhr

sa. 08.00 –14.00 uhr

Tel.: 054 31 - 2512 · Fax 05431- 8963

WeB: WWW.Friseur-Brand.de


Bücherwelt

S W I N - G O L F · S P E I C H E R

K U L T U R & F E I E R N

...die machen das!

Öl-/Gas-Brennwertkessel + Badsanierung

Wärmepumpen + Pelletkessel

Stückholz- + Hackgutkessel

Junkers Wärmepartner

Am Tempelskamp 7 · 49626 Berge · Telefon 05435 9328 · www.koste-berge.de

F reizeit "Vehr"schönern!

K u l t u r s c h a t z A r t l a n d

RAL 5005

MACal 9839-11 Vivid Blue

MACal 9849-13 Apple Green

www.boelo.de

tel . 05431

62 45

Wilhelmstrasse 37

(am Netto-markt)

49610 QuakeNbrück

Frischfleisch und Fleischprodukte

Direktverkauf ab Werk

Jede Woche attraktive Angebote:

• Frischfleisch zum Kochen und Braten

• Wurstwaren, Konserven, Salate und

moderne Fingerfood-Snacks

Unsere Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag, 8.30 bis 17.30 Uhr

• tiefgekühlte Fleischprodukte

• Spezialitäten zur Grill- und

Spargelzeit

Artland | Bahnhofstraße 134 | 49635 Badbergen

Vorbestellungen unter Tel.: 05433 69 255

Gerne senden wir Ihnen unsere Angebote regelmäßig per E-Mail

Anmeldung unter: Artland@Lutz-Fleischwaren.de

Café und Bistro

„Der Speicher”

• selbstgebackener Kuchen

und herzhafte Speisen

• Planen Sie mit uns Familienfeiern

und Ausflüge

• Tagungen mit sportlichem

Rahmenprogramm

• 18 Loch Swin-Golf Anlage

- für jedermann leicht erlernbar -

Öffnungszeiten

Fr - So 10:00 Uhr bis Dämmerung

Mo - Do nach Vereinbarung

Termine für Gruppen nach Vereinbarung auch gerne

außerhalb der Öffnungszeiten.

Constance & Hans-Wilhelm Welker

Gut Vehr · 49610 Quakenbrück

Tel.: 0 54 31 - 96 95 80 · Fax: 0 54 31 - 90 47 37

Mail: info@gutvehr.de · www.gut-vehr.de


Das Artland-Magazin.

KINO-TIPPS:

Ab 30.06.2016

Ice Age

Kollision Voraus! - in 3D

Im Juli

Ein ganzes halbes Jahr

Ab 14.07.2016

Independence Day

Wiederkehr - in 3D

Ab 21.07.2016

Star Trek

Beyond - in 3D

Ab 28.07.2016

PETs –

in 3D

Scrat stößt bei seiner endlosen Jagd nach

der unerreichbaren Nuss in neue Dimensionen

vor.

Er wird ins Universum katapultiert, wo

er versehentlich kosmische Kettenreaktionen

auslöst, in deren Folge die Gefahr

besteht, dass sich die Ice Age-Welt verändert

oder gar zerstört wird.

Sid, Manny, Diego und der Rest der Herde

verlassen notgedrungen ihre Heimat und

begeben sich auf eine Reise voller Spaß

und Abenteuer.

Dabei durchqueren sie exotische Länder

und begegnen einer Vielzahl von neuen

schillernden Charakteren.

Louisa Clark (Emilia Clarke), die von allen

nur Lou genannt wird, ist eine quirlige

junge Dame, die viel Lebensfreude versprüht.

Nachdem ihr der Job in einem

Café gekündigt wird, muss sie auf Drängen

ihrer Familie zum Jobcenter. Ohne

viele Qualifikationen im Gepäck findet

sie dort jedoch eine Anzeige des querschnittsgelähmten

Will Traynor (Sam

Claflin). Dieser verlor zwei Jahre zuvor

nach einem Motorradunfall die Fähigkeit

zu Laufen und schließlich auch die Freude

am Leben. Auf dem pompösen Anwesen

der Traynors macht sie nun Bekanntschaft

mit ihren Pflegefall in spe und kann durch

ihre lebensbejahende Art schnell seine

Mutter Camilla (Janet McTeer) sowie

den kühlen Vater Steven (Charles Dance)

von sich überzeugen. Während Will ihr

anfangs noch kühl und distanziert gegenüber

steht, kann er sich schnell an

ihrer positiven Art erfreuen. Obwohl die

Lebensansichten der beiden unterschiedlicher

nicht sein können, verlieben sie sich

im Laufe der Zeit ineinander.

Wir wussten immer, dass sie zurückkehren

werden!

Nachdem INDEPENDENCE DAY den Begriff

Eventkino neu definiert hat, entführt das

nächste epische Kapitel die Zuschauer in

eine globale Katastrophe von unvorstellbarem

Ausmaß.

Mit Hilfe der Alien-Technologie haben die

Nationen der Welt gemeinsam ein gigantisches

Abwehrprogramm entwickelt, um

die Erde zu schützen. Aber nichts kann

uns vor der hochentwickelten und nie dagewesenen

Stärke der Aliens bewahren.

Lediglich durch den Einfallsreichtum einiger

mutiger Männern und Frauen kann

unsere Welt vor der Zerstörung gerettet

werden.

Regisseur Roland Emmerich konnte ein

hochkarätiges Star-Ensemble für seinen

Film gewinnen: es spielen Liam Hemsworth,

Jeff Goldblum, Bill Pullman, Judd

Hirsch, Vivica A. Fox, Brent Spiner, Charlotte

Gainsbourg, Jessie Usher...

Captain Kirk (Chris Pine) macht in „Star

Trek Beyond“ die Enterprise startklar,

um mit seiner loyalen Crew einmal mehr

fremde Planeten zu erforschen.

Gleich für mehrere Jahre soll sie ihre neue

Mission in die Weiten des Weltalls führen.

Nicht alle außerirdischen Lebensformen,

denen sie begegnen, werden Kirk,

seinem Ersten Offizier Spock (Zachary

Quinto), Nyota Uhura (Zoe Saldana), Dr.

Leonard McCoy (Karl Urban), Pavel Chekov

(Anton Yelchin) und dem gewitzten

Chefingenieur Scotty (Simon Pegg)

freundlich gesinnt sein.

Die ganze Wahrheit über das aufregende

Eigenleben unserer tierischen Mitbewohner

beantwortet der 3D-Animationsfilm

PETS (3D).

Denn wer hat sich noch nicht die Frage

gestellt:

Was machen eigentlich unsere Haustiere,

während wir den ganzen Tag auf der Arbeit

oder in der Schule sind?

Taxi- und Mietwagenfahrten

sowie:

• Kranken- und Behindertenfahrten auch für rollstuhlgebundene

Menschen mit Begleitung bis hinter die Haustüre

• Begleitservice bei Arztbesuchen

• Flughafentransfer und Kurierdienste

Abrechnung

über die

Krankenkassen!

Die beste Zeit

für bestes Sehen

Entspannt sehen, erleben und genießen.

• Brandheißer Tipp:

Quakenbrück

Goldstraße 25 – 27

Telefon 0 54 31/21 17

62 | mq Ausgabe Frühling 2015


KINOWELT

Kulturschatz Artland

Im August

Frühstück bei Monsieur Henri

Ab 11.08.2016

Jason Bourne

Demeter-Hof Brunswinkel-Röh

Bergfelder Ort 1 · Badbergen

Telefon 05433/9148533

Geöffnet:

Mo.-Fr. 9-18 Uhr

Sa. 9-13 Uhr

Monsieur Henri ist ein mürrischer alter

Herr und stolz darauf. Er lebt allein mit

einer Schildkröte in einer viel zu großen

Pariser Altbauwohnung und ärgert sich

– über die Ehefrau seines Sohnes, die

jungen Leute von heute oder was sonst

so anfällt. Doch weil Henris Gesundheit

letzthin etwas nachgelassen hat,

beschließt sein Sohn Paul, dass es Zeit

wird für eine Mitbewohnerin. Mit der

chronisch abgebrannten Studentin Constance

kommt ihm eine junge Dame ins

Haus, die all das hat, was Henri auf den

Tod nicht leiden kann.... eine wunderbare

WG-Komödie aus Frankreich.

Jason Bourne (Matt Damon) ist zurück.

Nachdem er endlich herausfand, warum

er einst im Mittelmeer ohne jegliche Erinnerung

an seine Identität wach wurde,

liegt es nun an ihm, mit seinen neu gewonnen

Erkenntnisstand ordentlich aufzuräumen.

Der Komplott der ihn damals

quer durch Europa und die USA führte,

war nicht etwa von zwielichtigen Handlangern

bewerkstelligt worden, sondern

zieht seine Kreise bis in die obersten Ränge

der CIA. Mit neuer Identität und alten

Verbündeten wie Nicky Parsons liegt es

erneut an Jason Bourne mit der Vergangenheit

endlich ins Reine zu kommen.

Badberger Straße 31

49610 Quakenbrück

Fon: 0 54 31 / 90 04 56

Fax : 0 54 31 / 90 04 57

info@mzb-computer.de

Ihr Ansprechpartner:

Uwe Meyer zu Brickwedde

EDV-Vernetzung

Handy-Reparatur

PC Reparaturen

Hardware

Software

TV Video

RESTAURANT

Heimatstube

Ab 04.08.2016

Ghostbusters - in 3D

Dreißig Jahre nachdem das Original die

Welt im Sturm erobert hat, kommen die

GHOSTBUSTERS zurück auf die große

Leinwand - Machen Sie sich bereit und

schauen Sie den GHOSTBUSTERS dabei

zu, wie sie diesen Sommer die Welt retten:

Abby Yates ist die Expertin wenn

es um paranormale Ereignisse geht.

Zusammen mit Erin Gilbert, die sich als

Professorin für Teilchenphysik an der Columbia

Universität einen Namen macht,

veröffentlichte sie bereits ein Buch, dass

Geister tatsächlich existieren. Die Frauen

müssen sich schon bald auf Geisterjagd

in New York begeben – ausgestattet mit

den ikonischen Protonenstrahlern, ECTO-

1 und dem reizenden Rezeptionisten

Kevin (Chris Hemsworth) an ihrer Seite.

Ab 18.08.2016

Conni & Co

Verfilmung der gleichnamigen, erfolgreichen

Kinderbuchreihe um die Abenteuer

des Mädchens Conni.

Genießen Sie bei gutem Wetter

auf unserer INNENHOF-TERRASSE

holländischen Matjes

und frische Pfifferlinge!

Mi - So ab 12 Uhr - abends ab 17:30 Uhr

Mo/Di geschlossen

Alençoner Str. 8 · 49610 Quakenbrück · Tel. 0 54 31 / 66 76

www.restaurant-heimatstube.de

Ausgabe Sommer 2016 mq | 63


Foto: Detlef Bülow

Veranstaltungen im Artland

AlternAtive DJ-night

www.kulturverein-lift.de

Samstag

10.9. restrup

einlass: 21 Uhr

Quelle: www.artland.de

07 JULI

01.07.2016, 13:00 Uhr

Ferienspaß: Fahrt zum Kletterwald

Nord (Schützenverein Herbergen)

Ort: Schützenhalle am Rüskenbrink,

Am Rüskenbrink, 49637 Menslage

02.07.2016, 12:00 Uhr (wö.)

Öffentliche Stadtführung

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland

Ort: Marktplatz Quakenbrück, Markt 1,

49610 Quakenbrück

03.07.2016, 10:00 Uhr

Fahrradtour (Heimat- u. Naturfreunde

Bottorfer Klönecke)

Ort: Dorfgemeinschaftsplatz Menslage,

49637 Menslage

09.07.2016 - 11.07.2016

Schützenfest

des Schützenverein Hahlen

Ort: Schützenhalle Hahlen,

49637 Menslage

10.07.2016

Fohlenbesichtigung des Reit- und

Fahrvereins Menslage e.V.

Ort: Reithalle Menslage, Berger Str. 3,

49637 Menslage

11.07.2016, 19:00 Uhr

Arbeitsgruppe „Heimatgeschichte“

in der Heimatstube Menslage

Ort: Heimatstube Menslage,

Kirchwinkel 12, 49637 Menslage

12.07.2016, 15:00 Uhr

Vortrag „Garten ab 60“

des Landfrauenvereins

Menslage/Nortrup

Ort: Gaststätte Harbecke, Hahnenmoorstraße

27, 49637 Menslage

13.07.2016, 16:00 Uhr

Stadtrundfahrt mit dem Rad

durch Quakenbrück

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland

Ort: Marktplatz Quakenbrück, Markt 1,

49610 Quakenbrück

16.07.2016 - 18.07.2016

Schützenfest Schützenverein

Old Quokenbrügge

Ort: Schützenhalle Unter den Eichen,

Plückmannstraße 27,

49610 Quakenbrück

17.07.2016

Trödelmarkt in Quakenbrück

Veranstalter: Siebrecht,

49661 Cloppenburg

Ort: Edeka Gelände Quakenbrück,

Hasestraße 13, 49610 Quakenbrück

25.07.2016

Ferienspaß, Fahrt nach Thüle des

DRK Ortsverein Menslage

27.07.2016, 15:00 Uhr

Rathausführung

durch das 200-jährige Rathaus

Veranst.: Tourismus-Information Artland

Ort: Rathaustreppe, Markt 1,

49610 Quakenbrück

28.07.2016, 17:00 Uhr

Ferienspaß: Wir grillen

Veranstalter: Landfrauenverein

Menslage/Nortrup

Ort: Grundschule Menslage,

Hauptstr. 31, 49637 Menslage

29.07.2016, 10:00 - 12:00 Uhr

Ökumenischer Marktstand der ACK

im Artland

Ort: Quakenbrück Marktplatz, Marktplatz,

49610 Quakenbrück

29.07.2016 - 31.07.2016,

Kinderzelten mit dem Reit- und

Fahrverein Menslage e.V.

Ort: Reithalle Menslage, Berger Str. 3,

49637 Menslage

30.07.2016, 13:30 Uhr

Ferienspaß: Angeln mit der AWO

Menslage und dem Fischereiverein

Renslage

Ort: Fischteich Dalvers

08 AUGUST

05.08.2016, 20:00 Uhr

Session des Musikerforums Artland

Ort: Theaterwerkstatt e.V., Bahnhofstr.

35, 49610 Quakenbrück

06.08.2016, 13:00 Uhr

Familientour mit Kalbschießen des

Veer Burskupper Schützenbund e. V.

06.08.2016 - 07.08.2016, 14:00 Uhr

Schützenfest des Schützenverein

Menslage e.V.

Ort: Schützenhalle am Rüskenbrink,

Am Rüskenbrink, 49637 Menslage

06.08.2016, 19:00 Uhr

Waldfest der Heimat-u.

Naturfreunde Bottorfer Klönecke

Ort: Dorfgemeinschaftsplatz Menslage,

49637 Menslage

06.08.2016 - 08.08.2016,

Schützenfest

Neustädter Schützenbund e.V.

Ort: Schützenhalle Neustadt, Danziger

Straße, 49610 Quakenbrück

07.08.2016, 09:30 Uhr

St. Sylvester-Pfarrhaus

feiert 200. Geburtstag

Gottesdienst im Pfarrgarten Alenconer

Str. 11, anschließend Musik, Begegnung,

Mitbring-Buffet

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

49610 Quakenbrück

07.08.2016, 10:30 Uhr

Frühschoppen der Heimat-u. Naturfreunde

Bottorfer Klönecke

Ort: Dorfgemeinschaftsplatz Menslage,

49637 Menslage

07.08.2016

Fahrertag

Veranstalter: Reit- und Fahrverein

Nortrup, Feildorfer Str. 64,

49593 Bersenbrück

Ort: Reithalle Nortrup, Hardelager Str. 1a,

49638 Nortrup

07.08.2016

Trödelmarkt in Quakenbrück

Veranstalter: Nordmann, 49191 Belm

Ort: Postenbörse, Friedrichstraße 26,

49610 Quakenbrück

12.08.2016, 21:00 Uhr

Open-Air-Kino in der Reihe

Sommerflimmern“

Der Landschaftsverband Osnabrück führt

auch im Sommer 2016 wieder das Sommerflimmern

durch. Dieses Open Air Kino

auf dem Lande, bzw. auf Höfen kommt

zum ersten Mal auch zu uns. Bei Regen

findet die Vorführung unter Dach statt.

Ort: Gut Vehr, Gut Vehr 4,

49610 Quakenbrück

19.08.2016, 18:00 Uhr

Rock für Tibet

Veranstalter: qb-Helping Hands e.V.

Ort: Bahnhof Quakenbrück, Am Bahnhof

1, 49610 Quakenbrück

20.08.2016, 17:00 Uhr

Dämmerschoppen

in der Herberger Hütte

Ort: Herberger Hütte, Menslage

21.08.2016, 14:00 Uhr

50 Jahre St. Petrus - Gottesdienst

„carmen pia“

Ort: St. Petruskirche, Artlandstr. 14,

49610 Quakenbrück

21.08.2016, 15:00 Uhr

Seniorennachmittag der Heimat-u.

Naturfreunde Bottorfer Klönecke

Ort: Dorfgemeinschaftsplatz Menslage,

49637 Menslage

25.08.2016, 17:00 Uhr

Archivarbeiten in der Heimatstube

Veranstalter: Heimatverein Menslage

e.V., Spiekstr. 17, 49637 Menslage

Ort: Heimatstube Menslage, Kirchwinkel

12, 49637 Menslage

26.08.2016

2. Badberger Mannschaftstriathlon

27.08.2016 - 28.08.2016, 17:00 Uhr

Sommerfest des Vereins ehemaliger

Quakenbrücker Schülerinnen und

Schüler e. V.

Programm: 27.08.2016, 17 Uhr:

Generalversammlung im Vereinslokal

Thöle

27.08.2016, 20 Uhr:

Wiedersehenstreffen im Heuhotel

Hildebrand

28.08.2016, 11 Uhr:

Familienfrühschoppen auf dem AGQ-

Schulhof mit musikalischer Umrahmung

durch die Burgmannskapelle Quakenbrück

Ort: Artland Gymnasium, Am Deich 20,

49610 Quakenbrück

27.08.2016

Kreiskinder- und Familiensportfest

Ort: Vereinsheim TuS Badbergen,

Matschenstraße, 49635 Badbergen

29.08.2016, 19:00 Uhr

Stadionparty Quakenbrücker SC

von 1999 e.V. mit DJ

Ort: Artland Stadion, 49610 Quakenbrück

30.08.2016 - 31.08.2016

Holterhus-Cup 2016 für A-, B- und

C-Jugend

Ort: Artland Stadion, 49610 Quakenbrück

09 September

02.09.2016, 19:00 Uhr

Vergleichsschießen Bevern-Hahlen-

Hengelage

Ort: Schützenhalle Hengelage,

49610 Quakenbrück

02.09.2016

Kirchspielpokalschießen des Schützenverein

Herbergen

Ort: Schützenhalle am Rüskenbrink,

Am Rüskenbrink, 49637 Menslage

02.09.2016 - 03.09.2016

Vereinsmeisterschaften

SV Old Quokenbrügge

Ort: Schützenhalle Unter den Eichen,

Plückmannstraße 27,

49610 Quakenbrück

03.09.2016, 14:00 Uhr

Kalbschießen

des SV Old Quokenbrügge

Ort: Schützenhalle Unter den Eichen,

Plückmannstraße 27,

49610 Quakenbrück

04.09.2016, 12:15 Uhr

Quakenbrücker Pferderennen

6 Trabrennen, 5 Galopprennen,

1 Jagdrennen, 1 Seejagdrennen,

1 Halbblutrennen, Wetten am Totalisator,

Kutschenparade und Verlosung

Eintrittspreis 7 € inkl. Programmheft.

Für Kinder und Jugendliche unter 16

Jahren ist der Eintritt frei!

Ein kostenloser Shuttlebus fährt zwischen

Bahnhof und Rennplatz.

Mehr Infos unter: www.artlaenderrennverein.de

Ort: Rennplatz Hasepark, Dinklager

Straße 20, 49610 Quakenbrück

04.09.2016, 17:00 Uhr

Konzert in der Arche

Benefiz-Klavierkonzert des Hospizvereins

Quakenbrück

Ort: Christliches Krankenhaus, Danziger

Straße 2, 49610 Quakenbrück

64 | mq Ausgabe Sommer 2016


STEGWAREN

...auf in die ferien!

Herren-

Shorts

versch. Modelle, ab

mit Druck

16. 95 9. 95 7. 95

Herren-

T-Shirts

Kinder-

Jersey-

Shorts nur

Damen-

Blusen-

Top nur

06.09.2016

Busfahrt / Tagestour mit dem

Heimatverein Menslage e.V.

08.09.2016, 19:00 Uhr

Vortrag „Erlebnisbericht Freiwilliges

Soziales Jahr in Johannesburg

Ort: Gemeindehaus Menslage, Hauptstraße

14, Menslage

10.09.2016, 15:00 Uhr

Kalbschießen des

SV Hengelage-Brokstreek

Ort: Schützenhalle Hengelage,

49610 Quakenbrück

10.09.2016, 17:00 Uhr

Konzert in der Arche

Rüdiger Zieroth - Gesprächskonzert mit

Gitarren: Stücke aus 5 Jahrhunderten

Ort: Christliches Krankenhaus,

Danziger Straße 2, 49610 Quakenbrück

Damen-

Kinder-

9. 95 7/8-

29. 90 T-Shirts

5. 95

Hosen nur

nur

...und vieles mehr!

Damen | Kinder | Herren | Wäsche

Sport- und Jagdbekleidung | Berufsbekleidung

Veranstaltungen im Artland

11.09.2016, 08:00 Uhr

Kommunalwahlen

Ort: Samtgemeinde Artland

11.09.2016, 14:30 Uhr

Turmbesteigung der St.-Sylvesterkirche

am „Tag des offenen

Denkmals“

Am „Tag des offenen Denkmals“ bietet

die St.-Sylvester-Kirchengemeinde drei

geführte Turmbesteigungen an.

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

49610 Quakenbrück

17.09.2016 - 18.09.2016, 10:00 Uhr

Büchermarkt im Stadtmuseum

Ort: Stadtmuseum Quakenbrück,

Markt 7, 49610 Quakenbrück

17.09.2016, 14:00 Uhr

Kreisheimattag

Veranstalter: Heimatverein Menslage

e.V., Spiekstr. 17, 49637 Menslage

Ort: Badbergen, 49635 Badbergen

17.09.2016 - 19.09.2016

Reitturnier des Reit- und

Fahrverein Menslage e.V.

Ort: Reithalle Menslage, Berger Str. 3,

49637 Menslage

18.09.2016, 11:00 Uhr

Medienflohmarkt

der Samtgemeindebücherei

Ort: Samtgemeinde Bücherei,

Markt 5, 49610 Quakenbrück

23.09.2016, 19:00 Uhr

Hubert-Greten-

Wanderpokalschießen

Ort: Schützenhalle Neustadt,

Danziger Straße, 49610 Quakenbrück

24.09.2016, 14:00 Uhr

Kalbschießen und

Ortspokalschießen (Schützenverein

Borg-Bottorf-Wassenhausen)

Ort: Schützenhalle, Quakenbrücker

Landstr. 19a, 49637 Menslage

24.09.2016, 14:00 - 17:00 Uhr

Ökumenische Grenzland-Tour

Abfahrt: Quakenbrücker Marktplatz um

14:00 Uhr

Ort: Quakenbrück Marktplatz,

Marktplatz, 49610 Quakenbrück

24.09.2016, 15:30 Uhr

Kalbschießen des Schützenvereins

Menslage e.V.

Ort: Schützenhalle am Rüskenbrink,

Am Rüskenbrink, 49637 Menslage

25.09.2016, 09:30 Uhr

Kleine Radtour mit dem

Heimatverein Menslage e.V.

25.09.2016, 11:15 Uhr

Ausstellungseröffnung

„Kind und Spiel“

Ort: Stadtmuseum Quakenbrück,

Markt 7, 49610 Quakenbrück

10.09.2016 - 11.09.2016,

Kulturschatz Artland „live“ und Tag

des offenen Denkmals

Hat Sie schon immer interessiert, wie ein

echtes Artländer Bauernfachwerkhaus von

innen aussieht oder wie eine alte Windmühle

funktioniert? Sie sind neugierig

auf die Technik alter landwirtschaftlicher

Maschinen und Fahrzeuge oder würden

gerne wissen, wie man im Artland Kamele

und Alpakas züchtet?

Ort: Artländer Höfe, 49610 Quakenbrück

16.09.2016 - 18.09.2016, 10:00 Uhr

Burgmannsfest in Quakenbrück

Mit dem „Einläuten“ mit einem zünftigen

„Burgmann“ beginnt das große Fest

am Freitagabend um 18.30 Uhr von der

Rathaustreppe mit einer mittelalterlichen

Spruchformel und ausgelassener Feierlaune

anschließend rund um die OGM-Bühne

und auf der großen Showbühne auf dem

Marktplatz.

Ort: Quakenbrück Marktplatz,

Marktplatz, 49610 Quakenbrück

19.09.2016

Blutspende

(DRK Ortsverein Menslage)

Ort: Grundschule Menslage,

Hauptstraße 31, Menslage

23.09.2016, 18:00 Uhr

Abendsportfest des TuS

Badbergen von 1902 e. V.

Ort: Vereinsheim TuS Badbergen,

Matschenstraße,

49635 Badbergen

Eilerskamp 9 ∙ 49610 Quakenbrück ∙ 05431/8885 ∙ info@kfz-wilgen.de

Reparaturen aller Fabrikate

HU/AU

Inspektion

Glas-/ Reifen-Service

Unfallinstandsetzung

KFZ-Meisterbetrieb der Innung

Ausgabe Sommer 2016 mq | 65


Das Artland-Magazin.

IMPRESSUM

Herausgeber

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

Hindenburgstraße 48 | 49610 Quakenbrück

Gesamtherstellung

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

Redaktion

Hans-Wilhelm Oelkers (V.i.S.d.P.),

Ruth Keck, Alexandra Lüders,

Marie Katzer, Florian Risch, Detlef Bülow,

Heiko Bockstiegel, Bernd Middendorf,

Alexander Eidner sowie Vereine, Firmen,

Personen, Gruppen und Institutionen, die

uns freundlicherweise Texte und Fotos zur

Verfügung stellen.

Verantwortlich für den Inhalt der redaktionellen

Texte sind die jeweiligen Vereine,

Firmen, Personen, Gruppen und Institutionen.

Anzeigen- u. RedaktionsAdresse

Oelkers, Druckhaus im Artland

Hindenburgstraße 48

49610 Quakenbrück

fon 0 54 31 - 94 10 01

fax 0 54 31 - 94 10 50

hawe.oelkers@gmail.com

info@keck-kommunikation.de

Das MQ+ erscheint in einer Auflage von

15.000 Stück in der Stadt Quakenbrück,

in den Gemeinden Badbergen, Menslage,

Nortrup und punktuell in den angrenzenden

Ortschaften.

Es gelten die Anzeigenpreise gem. Mediadaten

MQ+, Stand Mai 2013.

Fenster- und Türentechnik

LAGER GMBH

Inh. Jens Huslage

Holz- und Kunststoffverarbeitung

Kunststoff-Fenster und -Türen

Rolläden

Badberger Str. 15 · 49610 Quakenbrück

Tel. 0 54 31 / 9 22 77 · Fax 0 54 31 / 9 22 78

info@fensterbau-lager.de

Badberger Str. 15 · 49610 Quakenbrück

Tel. 0 54 31/9 22 77 · Fax 0 54 31/9 22 78

Taxi- und Mietwagenfahrten

sowie:

• Kranken- und Behindertenfahrten auch für rollstuhlgebundene

Menschen mit Begleitung bis hinter die Haustüre

• Begleitservice bei Arztbesuchen

• Flughafentransfer und Kurierdienste

Abrechnung

über die

Krankenkassen!

66 | mq Ausgabe Sommer 2016

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!