Wirtschaftskraft-Juni-2016

livingbox

Juni 2016

Das Magazin der

nordwestdeutschen

Unternehmen

STARKE

UNTERNEHMEN

UND DIE

MENSCHEN,

DIE SIE

PRÄGEN

Eine starke Kombination für

einen starken Wirtschaftsraum

Mit der Wirtschaftskombi auf direktem Weg

zu Ihrer Zielgruppe in Nordwestdeutschland.

SCHLESWIG-

HOLSTEIN

Mit einer

Auflagenzahl

von über

120.000

Exemplaren.

HAMBURG

LÜBECK

OLDENBURG

BREMEN

NIEDERSACHSEN

OSNABRÜCK

HANNOVER

Foto: Starke

MÜNSTER

NORDRHEIN-

WESTFALEN

BIELEFELD

Ohne Streuverluste. Überregional, vorteilhafte Konditionen.

TRADITION ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE MARKTFÜHRER

Beratung und Buchung:

Helena Bernardt

Telefon: 0511/518-2104

h.bernardt@madsack.de


2

JUNI 2016

www.jansensystembau.com

WIRTSCHAFTSKRAFT

Industrielle

Raumsysteme

Nach individuellen technischen und optischen Anforderungen.

Planung,Fertigung und Montage aus einer Hand.

Hallenbüros

Lärm- &Schallschutzlösungen

Mobile Raumsysteme

Trennwandsysteme

Wann liefern wir Ihnen mehr Raum?

www.jansensystembau.com

Jansen Systembau GmbH&Co. KG

26871 Papenburg-Aschendorf, Emsstraße 4

Tel. +49(0) 49 62 /996 99 -0,Fax +49(0) 49 62 /996 99 - 69

info@jansensystembau.com


WIRTSCHAFTSKRAFT JUNI 2016

3

EDITORIAL

INHALT

W

STEFAN WINTER ist

Leitender Redakteur

Wirtschaft beim

RedaktionsNetzwerk

Deutschland (RND).

as macht Wirtschaft aus? Es werden Doktorarbeiten

darüber geschrieben, aber am Ende läuft viel auf

einen einfachen Begriff hinaus: Kraft. Unternehmen

brauchen sie, um wettbewerbsfähig zu sein. Und

Unternehmen geben sie ihrem Umfeld – den

Mitarbeitern, den Partnern, der Region.

Aber woher kommt sie, diese Wirtschaftskraft?

Sie braucht starke Wurzeln. Die nötigen

Qualifikationen, ein bestimmtes Denken, eine

Philosophie über den Tag hinaus sind auch dann

noch Kompass, wenn rundum die Welt aus den

Fugen ist. Und sie braucht Ehrgeiz und Mut. Denn

wer etwas unternimmt, will nun einmal nach vorn.

Wer seine Ziele zu bescheiden setzt, wird nicht

wachsen. Und schließlich braucht die Wirtschaft

besondere Menschen. Das kann jeder sein – solange

er oder sie im richtigen Umfeld die richtige Aufgabe

hat und sein Potenzial nutzen kann.

Auf den nächsten Seiten stellen sich kraftvolle

Unternehmen vor, und wir zeigen einige Quellen

ihrer Kraft: „Tradition“, „Marktführend“ und

„Attraktiv für Führungskräfte“ – so haben wir die

Abschnitte überschrieben, in denen Unternehmen

ihre besondere Stärke zeigen. Aber nicht nur das:

Jedes Kapitel wird von einem Menschen eröffnet, der

seinen ganz eigenen Zugang zum jeweiligen Thema

hat. Und ein paar Seitenblicke leisten wir uns. Die

Bremer Eiswette hat nichts mit Wirtschaft zu tun,

der VfL Osnabrück oder ein Roboterforscher nichts

mit Unternehmertum? Oh doch – denn

wirtschaftlicher Erfolg wächst nicht isoliert hinter

der Glasfassade einer Unternehmenszentrale. Er

braucht ein Umfeld, Atmosphäre, Inspiration. Auf

den folgenden Seiten werden Sie das finden.

Erhalten egen und erneuern .....................................4

Die Norder Theelacht ...................................................................6

Von Henrich Focke bis ins Weltall ...............................8

Helau und Alaaf ...................................................................................9

Neue Meister aus Paderborn .........................................10

Wirtschaftsfaktor Hengst .....................................................12

Ein Stück Osnabrück .................................................................16

Die Königin der Hanse.............................................................20

Wie wichtig ist Tradition?......................................................23

ATTRAKTIV FÜR

FÜHRUNGSKRÄFTE

TRADITIONSREICH

Auf dem Weg zur Olympiade ...........................................24

Ein Nest für Neues ........................................................................26

Fliegende Händler .........................................................................27

Der Harz ist wachgeküsst ...................................................28

Weltkulturerbe an der Weser .........................................32

Erst Eiswette, dann Schaffermahlzeit ................34

Plötzlich Chef ........................................................................................36

Hoher Freizeitwert .........................................................................38

Wie locken Firmen Führungskräfte an? ..........42

MARKTFÜHRER

Lernen, engagieren und loslassen .........................44

Kölns kreative Kraft ....................................................................46

Aufbruch in die Zukunft .........................................................47

Die Kunstwelt kommt nach Westfalen ..............48

Nordwesten im Kleinformat .............................................50

Von Fishtown zur Klimastadt ..........................................52

Roboter lernen fühlen ..............................................................53

Das Tor zur Welt ................................................................................56

Wie wird eine Firma Marktführer? ..........................58

IMPRESSUM

WIRTSCHAFTSKRAFT

HERAUSGEBER:

Verlagsgesellschaft Madsack

GmbH & Co. KG

August-Madsack-Straße 1

30559 Hannover

VERANTWORTLICH

FÜR ANZEIGEN:

Günter Evert

KONZEPTION & REALISATION:

Madsack Medienagentur

GmbH & Co. KG

August-Madsack-Straße 1

30559 Hannover

05 11 / 5 18 30 01

www.madsack-agentur.de

REDAKTION:

Ann-Katrin Paske,

Wiebke Ramm

ART DIRECTION & GESTALTUNG:

Florian Knabe

LAYOUT & PRODUKTION:

Tomaso Donati, Stefan Räuschel

LITHOGRAFIE:

Amparo Llorens Garcia

DRUCK:

WE-Druck GmbH & Co. KG

Wilhelmshavener

Heerstraße 270

26125 Oldenburg


TRADITIONSREICH

Erhalten, pflegen

und erneuern

ALEXANDER FÜRST ZU SCHAUMBURG-LIPPE entwickelt

immer neue Konzepte, um das Bückeburger Schloss zu

fi nanzieren. So ist die andartie entstanden.

Von Bert Strebe

Er hat eine neue Lebensgefährtin. Sie heißt

Bellini und ist schwarz. Sie stürmt in den

Raum, schaut in die Runde. Ein Wirbelwind. Er

kommt hinterher, ein bisschen aus der Puste. Sie

hält ihn auf Trab. Sie ist sehr jung.

Nein, der Beziehungsstatus von Alexander

Fürst zu Schaumburg-Lippe ist an diesem Vormittag

nicht das Thema. Klatschgeschichten,

Trennungen, Scheidungen interessieren hier

nicht. Am Konferenztisch im Arbeitszimmer des

Fürsten geht es um Ökonomisches und um Traditionen

und darum, wie man in der heutigen

Zeit beides verbindet. An der Wand hängt, rein

zufällig, das Symbol für die Materie, ein mit Swarovski-Kristallen

besetzter Hirschschädel.

Nun ja: Ein bisschen geht es schon auch um

die neue Begleitung des Fürsten. Am Rande. Das

ist nicht zu vermeiden: Sie beansprucht Aufmerksamkeit.

Eine Labrador-Hündin, keine drei Monate

alt. Sehr verspielt. Sehr eigensinnig. Sehr klug.

Schaumburg-Lippe war, bis zum Ende der

Monarchie im Jahr 1918, das zweitkleinste Fürstentum

in Deutschland. Jetzt ist es ein Wirtschaftsbetrieb.

Der Chef kann noch so adlig

sein, er muss Geld verdienen. Am Konferenztisch

erzählt er die Geschichte von einer Person,

durchaus zu den Stützen der Gesellschaft gehörend,

die gemeint hatte, er und seine Frau Lilly

(das war die erste Ehe, die zweite ist noch nicht

geschieden) müssten doch nicht arbeiten. Er

lacht, es klingt eine Spur bitter: „Wer glaubt, dass

Besitzer großer Häuser automatisch reich sind,

ist mit dem Hammer gepudert.“ Zahlen sind

ihm nicht zu entlocken, aber er macht deutlich,

Labrador-Hündin Bellini ist der ständige Begleiter des Fürsten – auch auf seinem Anwesen.

FOTOS: KUTTER


WIRTSCHAFTSKRAFT

TRADITIONSREICH

JUNI 2016

5

Persönliches

Wohnort

Ausbildung

Beruf

Lebensmotto

Hobbys

Ziele

ZUR PERSON

Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe

Geboren am 25. Dezember 1958

in Düsseldorf

Bückeburg

Studium der Politik- und der Musikwissenschaft

in München, Jura-

Studium in Göttingen

Unternehmer, Land- und Forstwirt

„Vorsprung durch Technik.“

Jazz, Politik (FDP), Schreiben

Wohlergehen von Familie und Kindern,

Erhalt der wirtschaftlichen Stabilität

der fürstlichen Betriebe, Implantierung

von Bückeburg als Musikschwerpunkt

auf der kulturellen Weltkarte.

Alexander nicht ohne Stolz. „Bundesweit.“ Zur

„Landpartie“ kommen regelmäßig 30 000 Besucher,

zum „Weihnachtszauber“ sogar 70 000.

Trotz dieser Erfolge ist das Geschäft mühsam

– weil auf der anderen Seite immer gern die

Kosten durch die Renaissance- und Barockdecken

gehen. Der mittelalterliche Teil des Schlosses

steht auf Holzpfosten. Das Grundwasser

sinkt, es kommt Luft an die Pfeiler, sie faulen.

„Tja“, sagt der Fürst. Oder die

Schlosskapelle. Beim Bau waren

Schlauderbalken

eingezogen

worden (das sind Stabilisierungsträger,

die

die Wände halten).

In der Kapelle waren die Balken geborsten. Sie

mussten durch Edelstahl ersetzt werden. Teure

Angelegenheit. Und die Gelddruckmaschine,

sagt Fürst Alexander trocken, sei ihm leider

nicht mitvererbt worden.

Er klagt nicht. Er ist nicht Not leidend. Aber

prunkvoll ist sein Leben auch nicht. Und er

muss immer auf dem Quivive sein. Zuletzt hat

er sich entschlossen, die Gastronomieangebote

seines Hauses nicht mehr zu verpachten, sondern

in Eigenregie zu führen – so ist das beliebte

Park-Café mit Biergarten, das er eingeführt

hatte, zu einer Runderneuerung und dem Namen

„Lilly’s“ gekommen, nach seiner in Bückburg

(und erkennbar auch bei ihm) nach wie

vor sehr geschätzten Exfrau.

Wer das Lilly’s frequentiert, kann dann auch

schon mal in den Genuss kommen, den Fürsten

am Piano zu erleben. Politikstudium? Jura?

Wirtschaft? Seine Begeisterung gilt offensichtlich

am meisten der Musik. Er liebt Jazz, und

wenn er davon redet, bekommen seine Augen

einen speziellen Glanz. Und wenn er dann in

die Tasten greift, scheint ziemlich viel um ihn

herum aus der Welt zu verschwinden. Im Moment

erwägt er, diesen Musikaspekt deutlich

auszubauen, mit bekannten Größen aus dem

Musikgeschäft, die er kennt und nach Bückeburg

holen möchte.

Auch das steht unter einem Grundgedanken:

erhalten, was ist, pflegen, erneuern, ausbauen.

„Nachhaltigkeit“, sagt Fürst Alexander knapp.

Und er fügt, mit einer Kopfbewegung, die vielleicht

eine Winzigkeit kokett ist, hinzu: „Die

Nachhaltigkeit haben wir ja vor mehreren 100

Jahren erfunden.“ Und nach einer Pause, nach

einem Blick auf Bellini, die unter dem Tisch

schläft: „Man denkt eben immer an die Enkelgeneration.“

Das klingt nicht kokett. Es

klingt eine Spur besorgt. Und sehr ernsthaft.

Aber auch entschlossen.

dass er sich von dem Geld, das er zum Erhalt

des Bückeburger Schlosses und der übrigen

schaumburg-lippischen Besitztümer aufbringen

muss, leicht ein komfortables Einfamilienhaus

kaufen könnte. Und zwar jedes Jahr. Für

wen tut er das? Für die Familie, na klar. Aber

die Öffentlichkeit ist ihm genauso wichtig.

Um so viel Geld zu verdienen, bedarf es der

Fantasie. Alexander zu Schaumburg-Lippe ist

kein Ökonom, er hat Politik- und Musikwissenschaft

studiert, später Jura. Aber er kann sich

Rat holen und frühzeitig Trends aufnehmen

und daraus dann eigene Konzepte entwickeln.

So sind zwei Veranstaltungen entstanden, die

den Bückeburgern inzwischen lieb und teuer

sind und weit über die Region hinaus ausstrahlen,

buchstäblich: die „Landpartie“ und

der „Weihnachtszauber“.

Es gibt jeweils was zu schauen, zu genießen,

zu kaufen. Es gibt Musik und

Mode, Spiel und Spaß, Lustiges und Lehrreiches,

für die ganze Familie. Seine Durchlaucht

selbst eröffnet den Reigen. „Wir sind

damit Marktführer geworden“, sagt Fürst

Musikbegeistert: Im Lilly’s

ist Alexander zu Schaumburg-Lippe

am Piano zu

erleben.


6

JUNI 2016

TRADITIONSREICH

WIRTSCHAFTSKRAFT

Die Norder

Theelacht

Sie ist die wohl älteste

Genossenschaft der Welt:

DIE THEELACHT führt

ihre Gründung auf eine

siegreiche Schlacht gegen

die Normannen im Jahr 884

zurück. Bis heute werden

auf Versammlungen die

Erträge aus dem

gemeinsamen Besitz verteilt

– gemäß einer uralten

Rechtsordnung.

K

Von Peter Ringel

Kein Zutritt für Unberechtigte“, warnt die

handgemalte Schrift an der Holztür. Dahinter

lärmen Stimmen auf Platt. Man tritt in einen

Dunst aus Pfeifenqualm, Starkbier und Petroleumfunzeln.

Knapp 50 ältere Männer drängen

sich an zwei langen Tischreihen, am Kopfende

thronen vier Weißhaarige auf hohen Stühlen.

Die alten Herren sind Chefs einer exklusiven

Männerrunde in Norden in Ostfriesland: Die

Theelacht, niederdeutsch für „Anteilsaufsicht“,

N

97 JAHRE ERFAHRUNG

+ 100 % ENGAGEMENT

= 197 % IMMOBILIEN

Wohnen

Seit 1919 beraten wir mit einem heute über 60-köpfigen Team Bestandshalter,

Investoren – und hier sehr stark Stiftungen, Unternehmerhaushalte sowie institutionelle

Anleger.

In unseren fast 100 Jahren Unternehmensgeschichte ist eines dabei stets unverändert

geblieben – den höchsten Anspruch sowie eine höchstmögliche Diskretion

unseren Kunden zu jedem Zeitpunkt zu gewähren. Als inhabergeführtes, mittelständisches

Unternehmen mit Aktivitäten im gesamten norddeutschen Raum

wissen wir, Partnerschaftlichkeit und eine vertrauensvolle, auf Nachhaltigkeit

ausgerichtete Zusammenarbeit zu schätzen.

Büro

Logistik / Industrie

Handel

Ob Logistik/Industrie, Handelsimmobilien oder Büro- und Wohnwirtschaftliche

Objekte – unsere Spezialisten stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Gerne beraten

wir Sie bei Grundstücksentwicklungen und einer diesbezüglichen Wertschöpfung

– auch im Rahmen eines bestmöglichen, zukünftigen Abverkaufes. Unser

Team aus Immobilienökonomen, Ingenieuren und Stadtplanern begleitet Sie

langfristig bei Beratung, Vermietung und Verkauf – wir freuen uns auf ein Kennenlernen

und unser persönliches Gespräch.

Robert C. Spies Gewerbe und Investment GmbH & Co. KG.

Domshof 21

28195 Bremen

Caffamacherreihe 8

20355 Hamburg

T 0421 / 173 93 - 62

E m.zunken@robertcspies.de

www.robertcspies.de


WIRTSCHAFTSKRAFT

TRADITIONSREICH

JUNI 2016

7

Knapp 50 Herren gehören zur exklusiven Männerrunde. Heiko Campen (Bild links) ist Syndikus der Theelacht. Zum Starkbier wird aus langstieligen

Tonpfeifen geschmaucht, jede trägt den Namen ihres Besitzers. Frauen ist die Aufnahme in den Club seit jeher verwehrt. FOTOS: RINGEL

gilt als älteste Genossenschaft Europas, wenn

nicht der ganzen Welt. Die Gemeinschaft gründete

sich vor mehr als 1100 Jahren.

Nordmänner, die bei Duisburg überwintert

hatten, ruderten auf ihren Drachenbooten zur

Nordsee, um zu plündern und zu brandschatzen.

Doch im Jahr 884 wurden die Wikinger

nahe dem ostfriesischen Norden so vernichtend

geschlagen, dass „sie nicht wieder zu ihrer vorigen

Macht gekommen seien“, wie Bremer Kirchenbücher

verzeichnen. Nicht weniger als

10 377 Wikinger seien „nieder geleget und erschlaget“

worden. „Die Zahl ist wohl eher symbolisch

gemeint“, räumt Heiko Campen ein.

Was der Syndikus der Theelacht für erwiesen

hält: Nach der Schlacht kamen weite Ländereien

in den Besitz der Genossenschaft.

Zunächst bewirtschafteten die Bauern den

fetten Kleiboden selbst, später wurde das Land

verpachtet. Bis heute sind rund 200 Hektar abgabepflichtig.

Zweimal im Jahr werden die Anteilseigner

im Alten Norder Rathaus, dem zentralen

Verwaltungssitz der Theelacht, ausgezahlt.

Frauen dürfen bis heute nicht dabei sein.

Einst war die Theelacht wohlhabend. Doch über

die Jahrzehnte ging viel Landbesitz verloren,

und das Vermögen schmolz dahin. Vor 100 Jahren

wurde noch ein Stück Gold gezahlt, heute

gibt es nur einen Euro pro Anteil. Immerhin ist

das Starkbier umsonst. Das Bier wurde ehedem

eigens gebraut, doch inzwischen schwappt eine

handelsübliche Marke im Holzfass. „Schmeckt

aber fast genauso wie früher“, versichert Heiko

Campen.

Das Bier wird in Zinnkrügen gewärmt und in

Holzbecher mit Kupferumreifung geschenkt.

Dazu schmauchen die Herren aus langstieligen

Tonpfeifen, in die der Name des Besitzers geprägt

ist.

Um die Zukunft der Theelacht ist den Männern

ums offene Feuer nicht bang. Als Ausgleich

fürs verlorene Land kauft der Syndikus

Äcker und Weiden. Und bei jeder Auszahlung

ist die Theelkammer voll. Auch viele Jüngere

betteln um Aufnahme in den illustren Club –

fast immer vergebens.

„Kein Zutritt für Unberechtigte“: Sitz der

Theelacht in der Theelachtskammer des

Alten Rathauses am Norder Marktplatz.

Heizen mit System.

Darauf können Sie vertrauen.

broetje.de

Weitere Infos auf broetje.de


8

JUNI 2016

TRADITIONSREICH

WIRTSCHAFTSKRAFT

Von

Henrich Focke

bis ins Weltall

Bremen greift nach den Sternen. Seit 110 Jahren

ist die ansestadt an hengen beteiligt. Am

LUFT- UND RAUMFAHRTSTANDORT BREMEN

werden die Oberstufe der Ariane-Rakete,

Airbus-Flügel und das Satellitennavigationssystem

Galileo entwickelt und gebaut.

Von Kerstin Loran

Als Henrich Focke vor 110 Jahren auf dem

Neuenlander Feld, heute besser bekannt

als Airportstadt, begann, den Luftraum über

Bremen mit einfachen Gleitern und ersten Motorflugzeugen

zu erobern, legte er den Grundstein

einer bis heute andauernden Erfolgsgeschichte.

Bremen entwickelte sich im Laufe der Zeit zu

einem der wichtigsten Standorte in der Luftund

Raumfahrttechnik und bietet heute etwa

Die Luft- und Raumfahrt ist ohne Bremer Beteiligung nicht denkbar. Wenn die Ariane-Trägerrakete

ins Weltall startet, um Satelliten in die Erdumlaufbahn zu bringen, ist Technik

aus Bremen mit an Bord.

FOTOS: AIRBUS

12 000 Menschen Arbeit in diesem Bereich.

Rund um den Flughafen haben sich 140 Firmen

und 20 wissenschaftliche Institute angesiedelt.

Dazu zählen sowohl internationale Konzerne

als auch innovative mittelständische Unternehmen.

Zusammen generieren sie dort einen Jahresumsatz

von 4 Milliarden Euro.

Ohne Fockes Pionierarbeit wäre diese Entwicklung

undenkbar gewesen. Im Jahre 1923

gründete Focke zusammen mit Georg Wulf die

Focke-Wulf Flugzeugbau AG. Bis zum Jahr 1933

entstanden dort knapp 30 verschiedene Flugzeugmuster,

von denen etwa 140 Flugzeuge gebaut

wurden. Aus der Aktiengesellschaft gingen

im Laufe der Jahrzehnte durch diverse Übernahmen,

durch Unternehmensfusionen und

Ausgründungen Airbus, Astrium und OHB

hervor.

Am Luft- und Raumfahrtstandort Bremen

werden aktuell unter anderem die Flügel der

Airbusflugzeuge, die Oberstufe der Ariane-Trägerrakete

und das europäische Satellitennavigations-

und Zeitgebungssystem Galileo entwickelt

und gebaut.

Darüber hinaus wurde in diesem Frühjahr

der Grundstein für ein zukunftsweisendes Kooperationsprojekt

gelegt: Im künftigen Forschungs-

und Entwicklungszentrum Ecomat,

dem Center for Eco-efficient Materials & Technologies.

In der Airportstadt sollen nach Fertigstellung

im Jahr 2018 neue Technologien für den Leichtbau

entwickelt werden. Neben Airbus und dem

Faserinstitut Bremen als Hauptmietern sind als

Partner unter anderem Daimler und wissenschaftliche

Einrichtungen wie das Fraunhofer-Institut

für Fertigungstechnik und Angewandte

Materialforschung und das Deutsche

Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit dabei.

Luft- und Raumfahrt ist ohne Bremer Beteiligung

nicht denkbar. Das galt vor 110 Jahren, es

gilt noch heute.


WIRTSCHAFTSKRAFT

TRADITIONSREICH

JUNI 2016

9

Helau und Alaaf

Düsseldorf, Köln und Mainz sind die Karnevalshochburgen in

Deutschland. WAGENBAUER JACQUES TILLY macht mit seinen

Motiven einen Rosenmontagsumzug zu einem ganz besonderen.

Über das Rheinland sprechen heißt, über den

Karneval sprechen. Düsseldorf zählt neben

Köln und Mainz zu den närrischen Hochburgen

in Deutschland. Aber auch jede kleinere Stadt hat

ihre eigenen Umzüge und Karnevalsvereine. Was

einst als Protest gegen die französische Besatzung

groß wurde, ist heute ein Millionenevent.

Rosenmontag ist im Rheinland Brauchtumstag.

Schulen, Geschäfte und auch viele Unternehmen

haben geschlossen. Zu einem Hingucker wird

der Düsseldorfer Rosenmontagszug vor allem

mit den großen Mottowagen, die der Wagenbauer

Jacques Tilly gestaltet. Mit seinen politisch bissigen,

oft erst kurz vor Start fertigen Pappmaschee-Bauten

ist der Düsseldorfer „Zoch“ besonders

attraktiv. 2016 sorgte er mit seinem kritischen

Erdo gan-Wagen für Schlagzeilen bis in die

Türkei. Polen gefiel seine Satire auf Jaroslaw Kaczynski

nicht. Dass Satire alles darf, hat sich noch

nicht überall herumgesprochen. Unternehmen

laden Geschäftspartner auf die Tribünen am Zug

oder zu Karnevalssitzungen ein. Die gibt es als

klassische Prunksitzung mit Prinzengarden und

Büttenreden oder alternativ wie mit der Kölner

„Stunksitzung“. Es gibt eigene Kaufhäuser nur

für den Verkauf von Karnevalskostümen. Und

am Aschermittwoch ist alles vorbei. RP

Satire kann man nicht töten: Der Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins „Charlie

Hebdo“ im Januar 2015 in Paris ist auch Thema beim Karneval. Islamistische Terroristen

hatten damals zwölf Menschen erschossen.

FOTOS: RIAHI

Putins wirtschaftliche und militärische

Stärke nimmt dieser Mottowagen auf dem

Rosenmontagszug 2015 aufs Korn.


10

JUNI 2016

TRADITIONSREICH

WIRTSCHAFTSKRAFT

Neue Meister

aus Paderborn

DOMSTADT wird neben München Ausbildungsort für Denkmalpflege und Kirchenmalerei

IST

UNSERE

Wir drucken Ihre Kunden- oder Mitarbeiterzeitung von

DIN A4 bis 350 x 510 mm bereits ab 8.000 Exemplaren

und bieten ein einzigartiges Produkt-Portfolio, das

man von einer Zeitungsdruckerei nicht erwartet.

Gerne werden wir auch Ihr Partner.

Unsere gesamte Produktpalette finden Sie unter:

www.rheinisch-bergische-druckerei.de

Für alle weiteren Drucksachen wie

z.B. Flyer, Broschüren, Plakate und

Figurenaufsteller schauen Sie in

unserem Partner-Shop vorbei:

www.rbd-onlineshop.de

auf Ihre Bestellung unter

www.rbd-onlineshop.de

– gültig bis 31.12.2016

Sprechen Sie uns an ! · Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH · Zülpicher Str. 10 · 40549 Düsseldorf · Telefon 0211 505-2543

verkauf@rbd-duesseldorf.de · www.rheinisch-bergische-druckerei.de


WIRTSCHAFTSKRAFT

TRADITIONSREICH

JUNI 2016

11

Von Kerstin Loran

ge- und Kirchenmaler-Meister, freut sich Axel

Schröder, technischer Leiter des tbz. Eines Tages

Ostwestfalen-Lippe ist reich an historischen könnten auch Gesellen ausgebildet werden. „Als

Gebäuden, Bildstöcken und Kirchen. Sie zu wir vor Jahresfrist in München waren, um uns zu

erhalten ist eine Mammutaufgabe. Wer hier neben

einer echten Berufung für Geschichte und uns geschaut und uns prophezeit, der Aufbau ei-

erkundigen, hat man schon etwas von oben auf

Fingerfertigkeit eine gute Zukunftsperspektive nes solchen Ausbildungsganges würde Jahre,

im Handwerk sieht, kann jetzt auch in Paderborn wenn nicht Jahrzehnte dauern. Jetzt haben wir

seine meisterliche Zusatzqualifikation ablegen. die ersten Absolventen und sind stolz darauf.“

Fünf schon gestandene Meister des Maler- und Robin Hoppe ist einer von ihnen. „Ich habe

Lackiererhandwerks haben als Erste einen sechsmonatigen

Fortbildungskursus zum Meister der und aus Freude am Beruf und am Erhalt histori-

meinen Maler- und Lackierermeister gemacht

Fachrichtung Denkmalpflege und Kirchenmaler scher Dinge diese Qualifikation gleich angehängt.“

Der 22-Jährige hofft nun darauf, schon

absolviert und mit durchweg guten Ergebnissen

ihre Prüfungen vor einer Kommission abgelegt – bald entsprechende Aufträge zu bekommen und

nach 480 Stunden Theorie und 520 Stunden sein Können zu zeigen.

praktischer Ausbildung. Und die wird in den Auftraggeber sind keineswegs nur Kirchen

meisten Fällen auch gebraucht, um als Partner im und Behörden, sondern in der Mehrzahl Privatleute,

sagt Ausbildungsleiter Stefan Vaterl. Der

Team von Restauratoren und Denkmalpflegern

arbeiten zu können. Ob Madonnenfiguren, Engel,

das Vergolden von Steinmetzarbeiten oder ben seinen Schülern etwas von dieser Begeiste-

54-Jährige möchte aus seinem reichen Berufsle-

das Ausmalen von Kirchen: Die Fülle der Arbeitsmöglichkeiten

ist schier grenzenlos.

auf die Leistungen: „Handwerker haben die Kirrung

zurückgeben. Ein bisschen stolz ist er auch

Bislang konnten Auszubildende und angehende

Meister dieser Fachrichtung ausschließlich in hauen und Gebäude für die Ewigkeit gebaut. Die

chen gebaut und bemalt, die Wappen in Stein ge-

München lernen. Jetzt gibt es mit dem „tbz Paderborn“

unter dem Dach der Kreishandwerker-

spöttischem Lächeln.

Restauratoren kamen viel später“, sagt er mit

schaft Paderborn einen noch kleinen, aber aufstrebenden

AnzGleichber-187x140_Layout Ausbildungsort für die 1 Denkmalpfle-

04.05.16 10:55 die Seite Meisterschüler 1 an echten Objekten, wie

Die Grundlagen für die Ausbildung holen sich

dem

Heraldikwappen der Kluskapelle von Erzbischof

Ferdinand von Fürstenberg anno 1621. Gearbeitet

wird dann exakt nach Vorlage auf Papier oder

Holz, um die farblichen, technischen und rechnerischen

Grundlagen für die eigentliche Arbeit,

der Auftragsvorlage für die Denkmalpflege, zu

erarbeiten. Alles exakt nach Vorbild. Die fünf

Teilnehmer wissen schon, was als Prüfungsthema

auf sie zukommt: ein Teil der Friedhofskapelle

in Langenohl.

Meisterschüler Robin Hoppe (rechts)

und Ausbildungsleiter Stefan Vaterl

bei Bearbeiten einer adonnengur u

Üben aus Gips. Jetzt werden Interessenten

für den zweiten Kursus in Paderborn

gesucht.

FOTOS: HANNEMANN

Westfälische Revolution

PUMPERNICKEL UND

MÄNNEREMANZIPATION

DIE GLEICHSTELLUNGSAKTIONEN

seit 2001

sozialer

Stifter

www.mestemacher.de/

soziale Projekte

www.mestemacher.de

MESTEMACHER PREIS

MANAGERIN DES JAHRES

Mestemacher GmbH · 33254 Gütersloh · Telefon + 49 (0) 5241/8709-0 · www.mestemacher.de

„Wir fördern die traditionelle westfälische Brotkultur

und die Modernisierung der Geschlechterrollen.“

Prof. Dr. Ulrike Detmers

Mitglied der Geschäftsführung und

Gesellschafterin der Mestemacher-Gruppe


12

JUNI 2016

TRADITIONSREICH

WIRTSCHAFTSKRAFT

Wirtschaftsfaktor Hengst

Professionell und zielorientiert, effektiv und straff organisiert geht es zu auf

dem NIEDERSÄCHSISCHEN LANDGESTÜT CELLE. Seit 1735 erfüllt es seine

Aufgabe, gute Zuchthengste bereitzustellen.

ANZEIGENSPEZIAL

Starke Gruppe

etabliert sich am Markt

MENSCHING HOLDING GMBH zieht positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2015.

Die Mensching Holding GmbH kann für das

Geschäftsjahr 2015 auf eine positive Bilanz

zurückblicken. Der Gruppenumsatz beläuft sich

auf rund 357 Mio. Euro und liegt damit deutlich

über dem des Vorjahres. Das Ergebnis der

Gruppe beträgt 26 Mio. Euro.

„Die Zahlen sprechen für sich“, bekräftigt

Andreas Klaß, Generalbevollmächtigter der

Die Parade

der Hengste

zeigt, dass

es im Gestüt

nicht nur um

Samenspende

geht.

Von Stefan Winter

b

a

Als es losging, war das Pferd noch Ar-beitstier.

Die Landwirte brauchten Deck-hengste

für ihre Stuten, und die Kavallerie k

wollte ihr Transportmittel nicht W

länger aus England importieren. w

Es ging sozusagen um Qualitätssi-cherung.

Wer heute durch die his-torischen

Anlagen des Niedersächsischen

Landgestüts Celle spa-ziert,

spürt schnell: Etwas von die-sem

Geist hat sich erhalten. Pro-fessionell

und zielorientiert geht es m

zu, effektiv und straff organisiert, g

manchmal fast noch militärisch – ü

ein Landgestüt ist kein Ponyhof. h

Seit 1735 erfüllt das Landgestüt seine Aufga-be,

und die heißt bis heute: gute Zuchthengstef

Z

a

s

H

h

s

m

d

m

t

d

i

3

r

Mensching Holding GmbH. „Wir sind nach wiet

vor auf Erfolgskurs. Mit einer frei verfügbaren s

Liquidität von rund 150 Mio. Euro sowie keinerlei

Bankverbindlichkeiten, sind wir bestens auf-gestellt

und können so neue Geschäftsfelder er-schließen,

um weiter zu expandieren.“ E

Der Grund für den Erfolg: In der MenschingI

Holding GmbH vereinen sich vielfältige ge-schäftliche

Aktivitäten rund um den Bau vonZ

Wohnimmobilien. Zur Unternehmensgruppet

gehören eine Vertriebs-, eine Planungs-, eine d

Verwaltungs- sowie eine Bau- und eine Logis-tikgesellschaft.

Die Holding bündelt und koor-diniert

alle Akteure und Prozesse, steuert die

strategischen Geschäftsfelder und optimiert sief

fortwährend im Sinne der Kunden und Gesell-schafter.

In der Mensching Holding GmbH

vereinen sich vielfältige geschäftliche

Aktivitäten rund um den

Bau von Wohnimmobilien.

s

G

p

A

G

r


WIRTSCHAFTSKRAFT

TRADITIONSREICH

JUNI 2016

13

bereitstellen. Georg II. ordnete die Gründung

an, und der war nicht nur Kurfürst von Hannover,

sondern auch König von England. Also

startete man mit Know-how von der Insel und

kaufte englische Vollblüter, um die schweren

Warmblüter aus der niedersächsischen Landwirtschaft

zu veredeln. Es folgten Jahrhunderte

voller Höhen und Tiefen, aber nie wurde der

Betrieb völlig eingestellt.

Als das Pferd in den Fünfzigerjahren aufhörte,

Arbeitstier zu sein, und das Landgestüt seine

Bestimmung zu verlieren

schien, da wusste man immerhin:

Den Siebenjährigen

Krieg haben wir auch

überstanden. Die anste-

Prächtige Hengste,

funkelnde Geschirre

und historische

Uniformen machen die

Celler Hengstparaden

seit mehr als

100 Jahren zu etwas

Besonderem.

hende Herausforderung

war nicht viel kleiner,

führte aber in ein neues

Zeitalter. Die Zucht wurde

auf Sportpferde umgestellt,

die große Zeit der

Hannoveraner begann.

Die Gemäuer mögen

historisch sein, die Kutschen

in der Stellmacherei

museal wirken, die Pferde

das Landeswappen schmücken – das Gestüt

musste trotzdem immer auch als Wirtschaftsbetrieb

funktionieren. In den besten Zeiten standen

560 Hengste – „Landbeschäler“ genannt –

in Celle und anderen Ställen des Gestüts, die

34 000 Stuten deckten. Heute werden im Gestüt

rund 120 Hengste versorgt. Rund 100 Mitarbeiter

kümmern sich um den wertvollen Tierbestand

und seine Vermarktung.

Wer das Celler Erbgut für den Nachwuchs

seiner Stute sichern will, studiert erst einmal die

Preisliste: Zwischen gut 200 und mehr als 2000

Euro werden für die Dienste der Hengste fällig.

Immerhin gibt es in einigen Fällen die Garantie,

dass der jeweilige Hengst nur eine bestimmte

Zahl von Nachkommen pro Jahr zeugt – limitierte

Auflage sozusagen, gegen Aufpreis. Auf

das Erbgut aus Celle setzen nicht nur Züchter in

ganz Deutschland, sondern auch in den USA

und Russland.

In Niedersachsen ist das Gestüt ohnehin eine

feste Größe, was man auch an der Mitgliederliste

der Gesellschaft der Freunde des Niedersächsischen

Landgestüts ablesen kann. Unter den

Gründungsmitgliedern findet sich Sparkassenpräsident

Thomas Mang genauso wie Stefan

Aust, Ex-„Spiegel“-Chef und Pferdezüchter.

Doch die Zucht allein sichert nicht mehr die

Geschäftsgrundlage des Landgestüts. Hengstparaden

und Gartenfestivals, Weihnachtsmarkt

FOTOS: LANDGESTÜT CELLE

und Handwerkstage locken regelmäßig Tausende

Besucher auf das 20 Hektar große Gelände.

Vor allem bei den Hengstparaden können die

Tiere zeigen, dass es im Gestüt nicht nur um Samenspende

geht. In einem vierstündigen Programm

wird dann Dressur ebenso gezeigt wie

die wilde Fahrt im Römerwagen.

„Wir öffnen uns den Wünschen unseres Publikums“,

sagt Gestütsleiter – oder korrekt: Landstallmeister

– Axel Brockmann. Gerade werden

die Veranstaltungen wieder überarbeitet, vor allem

das Konzept der vor mehr als 100 Jahren ins

Leben gerufenen Hengstparaden wird modernisiert.

Es wird also weiter viel zu sehen geben

von den Hengsten – die nicht mehr Arbeitstier,

aber immer noch Wirtschaftsfaktor sind.

Die Gemäuer sind historisch,

die Kutschen wirken museal –

das Gestüt muss trotzdem als

Wirtschaftsbetrieb funktionieren.


14

JUNI 2016

TRADITIONSREICH

WIRTSCHAFTSKRAFT

ANZEIGENSPEZIAL

unden stärken

nnovationskraft

lobaler Wettbewerb, neue Technologien und gesättigte Absatzmärkte stellen hohe

nforderungen an neue eschäftsmodelle. en nnoation heit das onzet

it dem die SOLECON GMBH Unternehmen dabei hilft, sich den Herausforderungen

u stellen. Der Weg zum Erfolg führt über die Öffnung nach außen.

nnovationskraft ist ein zentraler Faktor, um

als Unternehmen langfristig am Markt besteen

zu können. Neue Technologien, gesättigte

bsatzmärkte und weltweiter Wettbewerb eröhen

die Anforderungen an neue Produkte,

ienstleistungen und Geschäftsmodelle. Viele

nternehmen stoßen hier an ihre Grenzen. Neen

finanziellen Ressourcen fehlen auch Knowow

und kreative Köpfe.

Abhilfe verspricht das Konzept der „Open

nnovation“, der offenen Innovation. Die Öffung

des Innovationsprozesses über Unternehensgrenzen

hinaus erschließt zusätzliches

issen und kreative Impulse. Innovationsanätze

entstehen im Verbund mit externen Partern

wie Lieferanten, anderen Unternehmen

der Universitäten und Forschungseinrichtunen.

Die wichtigste Informationsquelle für die

ntwicklung neuer Produkte und Dienstleisungen

bilden jedoch die Kunden. Ihre aktive

inbindung in den Innovationsprozess erchließt

deren Bedürfnisse und Wünsche geielter

als klassische Maßnahmen der Marktnd

Trendforschung. Verbraucher besitzen oft

eine hohe Expertise für die Produkte, die sie benutzen.

Gleichzeitig sind durch die sozialen

Medien die Kommunikationsschwellen stark

gesunken. Nie zuvor war es so leicht, Nutzer

und potenzielle Kunden direkt anzusprechen.

Wie aber kann die Integration der Kunden in

Ideenfindung und Innovation gelingen? Welche

Erfolgsfaktoren gilt es in der Praxis zu berücksichtigen?

Auswahl der richtigen Kunden

Vielfach wird empfohlen, besonders visionäre

und kreative Kunden zu wählen. Repräsentieren

diese Kunden aber nicht den Zielmarkt,

besteht die Gefahr, Ideen für einen Nischenmarkt

zu entwickeln. Die breite Integration von

Kunden ermöglicht die Generierung vieler Ideen;

zur Lösung spezieller Fragestellungen ist die

Einbeziehung einzelner Experten sinnvoll.

Interne Innovationsimpulse

Neue Produkte und Dienstleistungen basieren

in der Regel nicht auf einer einzelnen Innovation.

Sie entstehen im Zusammenspiel neuer

Ideen, Technologien und Abläufe. Prozessinnovationen

erfordern zumeist unternehmensspezifische

Kenntnisse, über die Kunden naturgemäß

nicht verfügen. Hier sind interne Vorschläge

aus Forschung und Entwicklung, aber

auch aus dem eigenen Mitarbeiterkreis gefragt.

Überdies kann eine zu intensive Ausrichtung

auf externe Impulse die eigene Innovationsfähigkeit

schwächen und – gerade bei Schlüsselkunden

– Abhängigkeiten schaffen.

Schutz des Wissens

Offene Innovationsprozesse gewähren der

Konkurrenz Einblick, an welchen Themen gearbeitet

wird. Die Gefahr der Informationsweitergabe

durch Kunden ist nicht auszuschließen,

aber reduzierbar. Eine Option bildet die Auswahl

vertrauenswürdiger Kunden. Alternativ

kann die Integration von Kunden auf Entwicklungsphasen

beschränkt werden, in denen weniger

strategisch relevantes Wissen ausgetauscht

wird.

Auch die Frage, wem gemeinsam erarbeitete

Ideen und Wissen gehören, ist zu klären. Bei

exklusiven Entwicklungen für Einzelkunden ist

die Klärung in der Regel einfach. Sind breite

Neue Produkte und Dienstleistungen entstehen im Zusammenspiel neuer Ideen, Technologien und Abläufe.


WIRTSCHAFTSKRAFT

TRADITIONSREICH

JUNI 2016

15

Kundenkreise einbezogen, sollte die Eigentumsfrage

eindeutig geregelt und kommuniziert

werden.

Offenheit des Unternehmens

Um erfolgreich die Ideen und Wünsche der

Kunden zu nutzen, muss das Unternehmen

vorbereitet sein. Die Einbeziehung von Kunden

setzt veränderte Innovationsprozesse und eine

angepasste Unternehmensorganisation voraus.

Kommunikationswege müssen aufgebaut, externe

Anregungen bewertet und in Innovationsprozesse

überführt werden. In der Praxis

bewährt haben sich funktionsübergreifende

Projektteams, die für eine umfassende Integration

und gleichzeitig für die notwendige Akzeptanz

im Unternehmen sorgen.

Interne Vorbehalte und Widerstände sind

nicht zu unterschätzen. Open Innovation erfordert

die Bereitschaft, internes Wissen – wenn

auch in Grenzen – offenzulegen und externen

Input als Chance zu erkennen. Um die Potenziale

auszuschöpfen, bedarf es einer gelebten

Lern- und Innovationskultur.

Mehr ist nicht besser

Open Innovation ist kein Allheilmittel. Eine

zunehmende Öffnung der Innovationsprozesse

geht nicht unbegrenzt mit mehr Innovationskraft

einher. Empirische Studien zeigen, dass

der positive Effekt mit der Anzahl externer

Quellen zunächst steigt, dann jedoch stagniert

und sich sogar umkehrt. Das Unternehmen ist

damit überfordert, Ideen aufzunehmen und

umzusetzen.

Letztlich gilt es, das richtige Maß an Offenheit

zu finden.

Sonja Maria

Lehmann

Gründerin der

Innovationsberatung SOLECON GmbH

SOLECON GmbH

Schillerstraße 18

31061 Alfeld

mail@solecon.de

Tel. 01 73 / 2 32 88 74

roessinnovationen erordern unternehensspeische enntnisse


16

JUNI 2016

TRADITIONSREICH

WIRTSCHAFTSKRAFT

Ein Stück Osnabrück

Der fußballerische Erfolg könnte größer sein: Die Fans des

VFL OSNABRÜCK lieben ihren Verein trotzdem – und helfen

ihm auch schon mal fi nanziell aus der atsche.

Von Lothar Hausfeld

Der VfL Osnabrück bewegt als Traditionsfußballverein

seit 1899 die Menschen in

und um Osnabrück. Auch wenn die Erfolge der

in lila-weiß gekleideten Fußballer

in den vergangenen Jahren

eher von überschaubarer Natur

waren – der VfL pendelt zwischen

der zweiten und der dritten

Liga –, hat es das aktuelle Präsidium

doch geschafft, den Verein

wieder auf solide finanzielle Beine

zu stellen. Es hat die bedrückende

Schuldenlast der vergangenen

Jahrzehnte so abbauen

können, dass trotz ausbleibender

sportlicher Erfolge der Fortbestand des Vereins

gesichert ist und sich Sponsoren aus der Regi-

„Wir sind alle

ein Stück VfL

Osnabrück“,

heißt es in der

Hymne des

Vereins.

Mit Anlagenverfügbarkeit

meinen wir nicht nur non-stop,

sondern optimiert.

Instandhaltungsservice

Wartung &Reparatur

Technische Analyse

Prozessoptimierung

Ersatzteilmanagement

Tel +49 25 52 /93330

uhlenrocorg


WIRTSCHAFTSKRAFT

TRADITIONSREICH

JUNI 2016

17

Mehr als 500 000 Euro haben Anhänger und Gönner dem Traditionsverein 2014 als Darlehen zur Verfügung gestellt. FOTOS: GRÜNDEL, IMAGO/WOMBATI

n engagieren. Und das war in der Vergangeneit

nicht immer so.

Mit der Ausgliederung der Profiabteilung

des VfL Osnabrück in eine GmbH & Co. KGaA

wurde die Basis für eine bessere Zukunft geschaffen.

Der in der Vergangenheit häufig amateurhaft

geführte Verein konnte in professionalisierte

Strukturen überführt werden. Mit Jürgen

Wehlend gibt es einen kompetenten Geschäftsführer

an der Spitze. Ein Beirat, in dem

neben den drei ordentlich gewählten Präsidiumsmitgliedern

auch ein Fanvertreter und ein

Vertreter der Stadt sitzen, gibt dem Verein die

Möglichkeit, auf die Entscheidungen der Geschäftsführung

Einfluss zu nehmen.

Um die im Profifußball übliche wirtschaftliche

Prüfung durch die Verbände zu überstehen

und die Spiellizenz zu erhalten – unter anderem

muss der Verein eine Liquiditätsreserve

nachweisen, die das Aufrechterhalten des

Spielbetriebs über die gesamte Spielzeit garantieren

soll –, entschied man sich im Frühsommer

2014 zu einer spektakulären Aktion. Über

eine Crowdfunding-Aktion wurden Privatgelder

gesammelt. 400 000 Euro wurden benötigt,

am Ende wurden es mehr als 500 000 Euro, die

dem Verein als Darlehen zur Verfügung standen.

Es ist ein beispielloser Erfolg, der zeigt,

welchen Stellenwert der Verein bei seinen Anhängern

und Gönnern besitzt. Und auch ein

Jahr später, als der Verein die Geldgeber bat,

das Darlehen um ein weiteres Jahr zu verlängern,

entschieden sich mehr als 90 Prozent dafür,

sich das Geld nicht auszahlen zu lassen,

sondern dem Verein ein weiteres Jahr als Darlehensgeber

zu helfen. „Wir sind alle ein Stück

VfL Osnabrück“ heißt es in der Vereinshymne

– und dies scheint tatsächlich gelebter Alltag

zu sein.

Wo Innovationen

Tradition haben

ANZEIGENSPEZIAL

Vom ersten Heftgerät aus dem Jahr 1945 zu

Hightech-Klimasystemen, edler Badausstattung,

recycelbaren Eingangsmatten, funktioneller

Bürotechnik und fortschrittlichen

Elektrorollern: Die emco Group aus Lingen hat

sich in 70 Jahren Unternehmensgeschichte mit

Innovationsgeist und sicherem Marktgespür

stetig neue Geschäftsfelder erschlossen.

Die Entwicklung von Innovationen überlässt

emco nicht dem Zufall. Das Forschungsund

Entwicklungszentrum in Lingen bietet

modernste Infrastruktur für die Zukunftsfelder

Energieeffizienz, Luftqualität, Ergonomie

und Ressourcenschonung. Davon profitiert die

gesamte Holding, die in den drei Geschäftsfeldern

Architecture, Worklife und Mobility breit

aufgestellt ist. Längst werden die Produkte des

Unternehmens in über 100 Ländern vertrieben.

Dafür sorgen mehr als 1200 Mitarbeiter

an an vier Produktionsstätten und rund 20

Vertriebsstandorten weltweit.

www.emco-group.de

Die emco Group investiert in ein innovationsfreundliches Klima: Im Jahr 2012 wurde das

Forschungs- und Entwicklungszentrum in Lingen eingeweiht.

Christian Gnaß,

Geschäftsführender

Gesellschafter der

emco Group.


18

JUNI 2016

TRADITIONSREICH

WIRTSCHAFTSKRAFT

ANZEIGENSPEZIAL

lles aus einer Hand

Die NEUENHAUSER UNTERNEHMENSGRUPPE und die WESSLING GRUPPE

agieren in verschiedenen Industriebereichen der Maschinenbaubranche. In den

Geschäftsfeldern Systemkomponenten, Nutzfahrzeuge und Landmaschinen sorgen

drei Unternehmen in der Region Osnabrück für die reibungslose Abwicklung der

Aufträge.

04

Lasern, Stanzen,

Pressen, Schweißen

Montage Komplettbaugruppen

& „Lean“ - Liefersysteme

01

Kunde

er Firmensitz der Glüpker Blechtechnologie

GmbH befindet sich in Neuenhaus. Die

lüpker Blechtechnologie GmbH ist Ihr Partner

ür Blechbearbeitung im Bereich Lasern, Kanten,

ressen und Schweißen. Hier bieten CNC-geteuerte

Maschinen in Verbindung mit modernser

Logistik hohen Kundennutzen.

Die Lohnfertigung der Neuenhauser Maschienbau

GmbH in Neuenhaus bietet seinen Kunen

einen modernen Maschinenpark, mit dem

uch komplexeste Kundenanforderungen im Beeich

der Zerspanung von Klein- und Großteilen

n Einzel- und Serienfertigung realisiert werden

önnen.

Der Firmensitz der WOB-Wessling Oberflächenveredelung

GmbH befindet sich in Geeste-

Dalum. Das Unternehmen verfügt über die größte

Lohnbeschichtungsanlage in Europa. In 16

Meter langen Tauchbecken können Produktgruppen

und Einzelstücke mit einem Gewicht

von bis zu fünf Tonnen – in Ausnahmefällen

sogar bis zu 6,9 Tonnen – beschichtet werden.

Neben der kathodischen Tauchlackierung (KTL)

für Nutzfahrzeuge veredelt die WOB-Wessling

Oberflächenveredelung GmbH außerdem Landmaschinen,

Automotive- Bauteile und Maschinenbaukomponenten

für seine Kunden.

Im Neuenhauser Werk in Geeste-Dalum

(NCAS) können Kunden ihre Auslastungsspitzen

in Fertigung und Montage abfedern oder

er unde protiert von den nergien der euenhauser nternehensgruppe as hrt

zu kürzesten Lieferzeiten und maximaler Flexibilität.

03

CNC - Zerspanung

02

KTL - & Pulverbeschichtungen

Abgestimmte Prozesse und kurze Wege

führen zu einem reibungslosen Ablauf.

ihre Outsourcingstrategie kompetent umsetzen.

Es werden Produkte und Anlagen montiert.Von

dieser Gruppensynergie profitieren vor allem die

Kunden. Sie bekommen alles aus einer Hand.

Verarbeitungsfähige Baugruppen werden direkt

in Ihre Produktion geliefert und kürzeste Lieferzeiten

durch sequenzgesteuerte Fertigung (JIS)

ermöglichen maximale Flexibilität und Verlässlichkeit.

Kunden sparen auf diesem Weg eigene

Lagerflächen ein und werden sicher mit hochwertigen

Produkten zu stabilen Preisen in der geforderten

Qualität versorgt.

Glüpker Blechtechnologie GmbH

Rudolf-Diesel-Str. 10

49828 Neuenhaus

Tel. 0 59 41 / 6 07 – 0

E-Mail webmaster@gluepkerblechtechnologie.de

Neuenhauser Maschinenbau GmbH –

Lohnfertigung

Hans-Voshaar-Straße 5

49828 Neuenhaus

Tel. 0 59 41 / 6 04 – 0

E-Mail info@neuenhauser.de

WOB-Wessling Oberflächenveredelung

GmbH

Postfach 1229

49744 Geeste-Dalum

Tel. 0 59 37 / 98 00 – 0

E-Mail info@ktl-wob.de

Neuenhauser Maschinenbau GmbH – NCAS

Elwerathstraße 9

49744 Geeste – Dalum

Tel. 0 59 37 / 98 02 - 0

E-Mail NCAS@neuenhauser.de


WIRTSCHAFTSKRAFT

TRADITIONSREICH

JUNI 2016

19

ANZEIGENSPEZIAL

Wenn’s ein

bisschen mehr

sein darf

55 Unternehmen haben sich im NIEDERSACHSENPARK schon angesiedelt.

Durch seinen starken Standortvorteil ist Niedersachsens größter Industrieund

Gewerbepark zur Heimat gleich mehrerer Weltunternehmen geworden.

Der Niedersachsenpark befindet sich in vielerlei

Hinsicht an einem strategischen

Verkehrsknotenpunkt. Er liegt direkt an der

Autobahn 1, von der aus die deutschen Seehäfen

ebenso leicht zu erreichen sind wie die Metropolregion

Rhein-Ruhr. Südlich in 20 Kilometer

Entfernung verläuft die Autobahn 30 in

Ost-West-Richtung, sodass auch die Metropolregion

Hannover–Braunschweig–Göttingen–

Wolfsburg und Berlin sowie die Niederlande,

unter anderem die niederländischen Nordseehäfen,

angebunden sind. Das alles macht den

Niedersachsenpark auch für international operierende

Unternehmen zu einem attraktiven

Standort.

Der Niedersachsenpark versteht sich als

überregionaler Industrie- und Gewerbestandort

im ländlichen Raum. Dadurch kann er eine

Vielfalt an Möglichkeiten bieten. Die „größten

Stücke“ liegen bereit: Für Ansiedlungen stehen

bis zu 20 Hektar zusammenhängende Flächen

zur Verfügung.

Zudem gibt es hier das bundesweit eher selten

anzutreffende Optionsflächenmodell: Das

beinhaltet, dass der Niedersachsenpark Neuansiedlern

kostenlos Flächen für die weitere Entwicklung

reserviert. So können sie nachhaltig

und langfristig vor Ort wachsen. Möglich ist

das Optionsflächenmodell, weil der Niedersachsenpark

noch rund 112 Hektar im Eigentum

hat. Aber nicht nur die Optionsflächen

sind eine Besonderheit.

Der Niedersachsenpark hat sich eine größtmögliche

Flexibilität bei der Erschließung und

im Grundstückszuschnitt zum Kernziel gesetzt.

Davon profitieren Unternehmen, die oft

kurzfristige Lösungen benötigen.

Der Niedersachsenpark besticht durch eindrucksvolle

Zahlen: Die 55 Betriebe beschäftigen

rund 2000 Menschen. Insgesamt hat der

Park eine Fläche von bis zu 412 Hektar. 350

Millionen Euro wurden bisher von den Unternehmen

im Park investiert.

Größter Industrie- und Gewerbepark

Niedersachsens

Angesiedelte Unternehmen: adidas,

PSA Peugeot-Citroën, Grimme, Würth

und andere

Homepage: www.niedersachsenpark.de

Kontakt: Uwe Schumacher

Viel Platz zum Wachsen:

Mit der Bereitstellung

von Optionsflächen erhalten

Unternehmen im Niedersachsenpark

die Chance, spontan zu expandieren.


20

JUNI 2016

TRADITIONSREICH

WIRTSCHAFTSKRAFT

Die Königin der Hanse

DIE HANSE ist in der globalen Wirtschaftsgeschichte eine einmalige Erscheinung.

Doch vor allem ist sie für die Entwicklung Lübecks von einzigartiger Bedeutung.

Lübeck war das Tor Westund

Mitteleuropas zum Ostseehandel,

nach Skandinavien

und zum Baltikum.

Lübeck war wichtige Keimzelle

der Hanse, der in ihrer

Blütezeit fast 200 See- und

Binnenstädte angehörten.

FOTO: WIKIPEDIA COMMONS

Zur Blütezeit gehörten der Hanse fast 200

See- und Binnenstädte an. Der Städtebund

bot den Mitgliedern Schutz im Ausland, vertrat

ihre Interessen gegenüber fremden Machthabern,

verschaffte Handelsprivilegien und entschied

Streitigkeiten in den Niederlassungen im

Ausland durch eigene Gerichtsbarkeit.

Entstanden war der Städtebund aus der Zusammenarbeit

von Kaufleuten, die ihr Auslandsgeschäft

fördern wollten. Das Territorium,

in dem die zugehörigen Städte lagen, war immens:

Es reichte von der heute niederländischen

Zuidersee im Westen bis Estland im Osten

und vom schwedischen Visby im Norden bis

zu einer Linie Köln–Erfurt–Breslau–Krakau im

Süden. Noch viel weiter reichte aber der Einfluss

der Hanse bereits im 16. Jahrhundert: von

Portugal bis Russland und von den skandinavischen

Ländern bis nach Italien.

Zentrale Umschlagsplätze des Handels waren

bald die Kontore der Hanse in Nowgorod, Bergen,

Brügge und London. Daneben unterhielt

der Verbund von Russland bis nach Portugal

über halb Europa verteilt eine Reihe kleinerer

Niederlassungen, die sogenannten Faktoreien.

Wichtige Keimzelle des Verbunds war Lübeck.

So gehörten schon der „Genossenschaft

der Gotland ansteuernden deutschen Kaufleute“,

die wesentlich an der Gründung der Hanse

beteiligt war, viele Kaufleute aus Lübeck an. Der

erste Vertrag zwischen Lübeck und Hamburg

wurde im Jahr 1241 geschlossenen. Lübeck, das

Tor West- und Mitteleuropas zum Ostseehandel,

nach Skandinavien und zum Baltikum,

blühte rasch auf und wurde zum Haupt der

ANZEIGENSPEZIAL

Aus Tradition werden Zukunftsvisionen –

Roder Kunststofftechnik denkt voraus

Wer meint, dass Kunststoffspritzgussteile

ein kleines Nischenprodukt sind, der irrt.

Es hat wohl jeder schon mal im Alltag ein Produkt

des Lübecker Traditionsunternehmens Roder

verwendet: Ob Verpackungen, beim Telefon

im Büro oder an der Tankstelle – die in der Hansestadt

gefertigten Kunststoffteile sind weit über

die Grenzen Deutschlands hinaus als Produktbestandteile

an allen möglichen Orten zu finden.

Der Spezialist für Serien- und Spezialartikel aus

Kunststoff fertigt seit nahezu 70 Jahren am Lübecker

Standort. Heute sind das unter anderem

Massenartikel für die Konsumgüterindustrie:

Prell-, Schnapp- oder Drehverschlüsse für Kosmetik-

oder Lebensmittelverpackungen sind nur

einige Beispiele. Im Packaging zeichnet Roder

sich durch die Produktion von Großserien aus.

Weiteres Standbein ist die Herstellung technischer

Teile, die individualisiert für Branchen wie

Telekommunikation, Tankstellentechnik oder

auch Luft- und Raumfahrttechnik produziert

werden. Alle Farben, alle Formen, passgenaue

Lösungen sowie kleine und große Auflagen sind

die Regel im Leistungsspektrum des Unternehmens.

Neben Standardkunststoffen verarbeitet

Roder High-Tech-Materialien, bietet 2-Komponenten-Spritzguss

an und macht sterile Arbeiten

im unternehmenseigenen Reinraum Klasse 7

möglich. Die Veredlung und das automatisierte

Abpacken von Teilen runden das Portfolio ab.

Roder bleibt der Zukunft verpflichtet: Um den

ständig wachsenden Anforderungen des Marktes

gerecht zu werden, zählt der stark wachsende

Maschinenpark mittlerweile 44 hochmoderne

und effiziente Spritzgiessmaschinen mit Schließkräften

von 200 bis 7 000 kN für Teile von 0,02 g

bis 2,5 kg. Und auch beim Personal setzen die

Lübecker auf die Kombination aus Erfahrung

und frischem Wind: Das etablierte Team bildet

bis zu sechs Auszubildende pro Jahr für den eigenen

Bedarf aus. Mit der FH Lübeck besteht auf

mehreren Gebieten ein enger Austausch. Nicht

nur dual Studierende (StudiLe) werden in Zusammenarbeit

ausgebildet, auch unterstützt Roder

finanziell eine Stiftungsprofessur an der FH

und sichert so eine zukunftsgerichtete Ausbildung

von Fachkräften. Über das Kunststoffkompetenzzentrum

(KUK) besteht ebenfalls mit der

FH Lübeck eine enge Zusammenarbeit im wissenschaftlichen

Bereich, um durch gemeinsame

Forschung & Entwicklung weiterhin marktgerechte

Produkte zu entwickeln.

Mehr Informationen zu Roder finden sich unter

www.roder.de.

Roder Kunststofftechnik GmbH

Taschenmacherstraße 5

23556 Lübeck

Tel. 04 51 / 4 80 70

info@roder.de


WIRTSCHAFTSKRAFT

TRADITIONSREICH

JUNI 2016

21

Hanse. Unter anderem aufgrund seiner günstigen

Lage zwischen Nord- und Ostsee und der

wirtschaftlichen Bedeutung behielt es seine

führende Stellung.

Und das bis zum Ende des Bundes. Zwar verzeichnete

der hanseatische Handel bis ins 16.

und frühe 17. Jahrhundert noch enorme Zuwächse,

doch der Verbund war jetzt deutlich

wachsendem Druck durch erstarkende nationale

und territoriale Ökonomien ausgesetzt. Vor

diesem Hintergrund fand 1669 in Lübeck der

letzte Hansetag der historischen Hanse statt.

1937 verlor die Hansestadt Lübeck nach über

700 Jahren ihre Selbstständigkeit durch das von

den Nazis erlassene sogenannte Großhamburggesetz

und wurde in die preußische Provinz

Schleswig-Holstein eingegliedert. Bestrebungen,

Lübeck nach dem Kriege die Selbstständigkeit

zurückzugeben – ähnlich wie Hamburg

und Bremen, die Bundesländer wurden – blieben

erfolglos.

Diese Geschichte hat die Entwicklung der

„Königin der Hanse“ geprägt, das Wachstum

und den Wohlstand der Stadt hervorgebracht.

Noch heute ist Lübeck größter Ostseehafen, das

deutsche Tor ins Baltikum. Neben wirtschaftlichen

Verbindungen werden vor allem im Bereich

Wissenschaft und Forschung Kooperationen

mit den baltischen Nachbarn gepflegt.

„Lisa von Lübeck“ ist die Rekonstruktion eines sogenannten Kraweels aus dem 15. Jahrhundert.

Der Museumshafen Lübeck ist ihr Heimathafen.

FOTO: MAXWITAT

Historisches

Yachtzentrum

in Kiel

Rund 3000 historische Yachten gibt es an

Deutschlands Küsten. Für diese Armada

soll jetzt ein neues Zentrum mit „Gläserner

Werft“, eigenem Hafen und Veranstaltungsräumen

in Kiel entstehen. Initiatoren sind Wilfried

Horns und Nico von Bosse vom 1994 gegründeten

„Freundeskreis Klassische Yachten“ (1900

Mitglieder). „Wir wollen die schönsten, geschichtlich

interessantesten Yachten Deutschlands

in Kiel präsentieren“, so Wilfried Horns.

Im April 2017 wird ein besonders attraktiver

Standort dafür frei – der „British Kiel Yacht

Club“ räumt sein 1,5 Hektar großes Gelände.

Und so sieht das attraktive Konzept des „Freundeskreises“

aus:

Im Bootshafen, in dem historisch wertvolle

Yachten präsentiert werden sollen, werden

Mitsegelgelegenheiten und Gastliegeplätze sowie

Regattaveranstaltungen angeboten. Im zentralen

Clubgebäude sollen neben einer anspruchsvollen

Gastronomie auch Räume für

Vorträge und Veranstaltungen sowie eine Fachbibliothek

geboten werden.

In einem weiteren geplanten Gebäude soll

das „Zeithaus“ residieren, in dem Ausstellungen

SPEZIAL

zum Thema „Meilensteine des Segelsports“, die

Fahrten berühmter Segler und Leistungen der

besten Konstrukteure gezeigt werden.

Im „Bootshaus“ gleich nebenan wird das

Wissenszentrum für traditionellen Yachtbau

seinen Platz finden. Dort sollen alte Bootsbautechniken

und Restaurierungsmethoden demonstriert

werden – dies auch in Kooperation

mit benachbarten Werften und Bootsbaubetrieben.

Horns: „Diese Werft kann man auch als

Angebot für Ausbildungs- oder Jugendprojekte

in Zusammenarbeit mit Trägern der Jugendarbeit

nutzen.“

Darüber hinaus werden Kooperationen mit

maritimen Unternehmen angestrebt. So soll

zum Beispiel die Kieler Muschelfarm einen Anlandeplatz

mit Verarbeitungsmöglichkeiten erhalten.


22

JUNI 2016

TRADITIONSREICH

WIRTSCHAFTSKRAFT

ANZEIGENSPEZIAL

0 Jahre Erfahrung im Spezialmaschinenbau

ie DRUCKGUSS SERVICE DEUTSCHLAND GMBH bietet Komplettlösungen an.

Was vor 30 Jahren als notwendige Spezialisierung

im Servicebereich des Druckgusses

begann, zeigt sich heute als eines der Standbeine

der Druckguss Service Deutschland

GmbH. Die DSD-GmbH ist ein weltweit ausgerichtetes

Unternehmen des Spezialmaschinenbaus

in Lübeck, sie bietet modernste Fertigungstechnik

in ausgezeichneter Qualität an

und entwickelt stetig weitere Betätigungsfelder.

DSD versorgt seine Kunden mit Ersatzteilen

in OEM Qualität. Weitere Entwicklungen, zum

Beispiel Schaltanlagen für Druckgießmaschinen

und Druckgießzellen sowie deren Peripherien

für die Automobilindustrie und andere Industriezweige,

folgten. Weitere Spezialisierungsfelder

sind die Entwicklung und die Konstruktion

in der Elektrotechnik sowie die Fehlersuche

in Maschinen und Anlagen in den Werken der

Kunden.

Von DSD hergestellte Schaltschränke werden

von den Mitarbeitern installiert und vor Ort

verkabelt und dokumentiert. Die anschließende

Inbetriebnahme und die Schulung der Kunden

auf die eigens entwickelte Visualisierung schließen

das einzelne Projekt ab.

Durch neue Produktanforderungen ändern

sich oft auch die Anforderungen an die Maschinen

und somit Elektroanlagen. Die Erhöhung

des Automatisierungsgrades sowie Mess- und

Regelungstechnik sind einige dieser Themen.

Auch hier steht DSD seinen Kunden mit Rat

und Tat zur Seite.

Im Bereich der Elektrotechnik setzt DSD die

Software EPLAN zur Synchronisierung der Engineering

Prozesse (Konstruktion, Herstellung,

Dokumentation) ein. Eine Vielzahl von Produktentwicklungen,

wie zum Beispiel Werkzeuge

und Hilfsmittel im elektro-hydraulischen

Bereich, runden das Portfolio ab.

DSD sieht sich als Hersteller und stellt sich

der Herausforderung, seine Produkte selbst zu

zertifizieren. Eine eigene Abteilung sorgt dafür,

dass die notwendigen Schritte zum

CE-Zeichen beziehungsweise zur Einhaltung

der Maschinenrichtlinie nicht als notwendiges

Übel, sondern als konstruktionsbegleitende

Aufgabe verstanden werden. Normen und

Richtlinien schreiben heute jedem Arbeitgeber

eine Reihe von zyklisch notwendigen

Nachweisen vor. Als Beispiel sei die DGUV

Vorschrift 3 genannt.

Nicht jeder Betrieb ist in der Lage, dies allein

durchzuführen. So übernimmt die DSD

auch diese Dienstleistungen für ihre Kunden.

Druckguss Service Deutschland Gmbh

Wesloer Str. 112 – Lübeck

www.dgs-hl.de

Alles unter einem Dach

In keinem anderen Serviceunternehmen

der Branche

finden Sie derartige Kernkompetenzen

unter einem

Dach vereint! Wir bieten

einen ganzheitlichen Service

nicht nur für Druckgießanlagen

aller Hersteller

und Größen mit einer

Fertigungstiefe von über

90%. Aufgrund eigener

mechanischer Fertigung,

Elektro- und Hydraulikabteilung,

legen wir selbst die

Prioritäten fest und sind

weitestgehend nicht auf

Zulieferer und andere

Dienstleister angewiesen.

Mit der Kombination aus

Innovation und 30 Jahren

Erfahrung bieten wir

Ihnen nutzbringende Lösungen.

Fordern Sie uns

mit Ihrer Anfrage heraus!

Elektrotechnik Schweißtechnik Hydraulik Mechanik

Schaltschrankbau

Regelungstechnik

Programmierung SPS

Überprüfungen, wie

Messung nach BGV A3

Reparaturschweißen

Plattieren und Panzern

Schweißkonstruktionen

Maritimer Stahlbau

Zertifizierter Stahlbau

Service

Anlagenoptimierung

Zylinderbau/-reparatur

Aggregatbau

Pumpenumbauten

Mobile Druckpüfung

Drehen bis 14.000mm

Fräsen bis 130t Stückgewichte

Honen

Lohnfertigung

Service vor Ort

Mobil Fräsen/Spindeln

UVV - Prüfungen, Service Check

Vermessungstechnik (Laser)

Vorbeugende Instandhaltung

Fehlersuche in Elektrohydraulischen Systemen und deren Behebung!

Wir verbinden 30 Jahre Erfahrung mit dem Servicegedanken unseres Firmengründers!

Kontakt: www.dgs-hl.de E-Mail: info@dgs-hl.de Tel.: 0451 / 61 999-0


WIRTSCHAFTSKRAFT

TRADITIONSREICH

JUNI 2016

23

Welchen Vorteil hat es für ein Unternehmen,

auf Tradition zurückblicken zu können?

Aus Tradition wird Zuversicht, wenn sich Führungskräfte

und Mitarbeiter dabei bewusst werden,

welche enormen Fähigkeiten zur ständigen

Veränderung in ihnen stecken. Continental hat diese

in 145 Jahren vielfach erfolgreich bewiesen –

die Basis für Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit

im digitalen eitalter.

ELMAR DEGENHART

Vorstandsvorsitzender Continental, Hannover

Tradition ist die Schlüsselkategorie. Sich über

Jahrzehnte, in wenigen Fällen sogar über

Jahrhunderte im Markt behauptet, Krisen

überwunden und die Herausforderungen von Wandel

und technischem Fortschritt gemeistert zu haben,

prägt die Tradition des Unternehmens. Sie strahlt

aus auf Kunden und Mitarbeiter, auf Region und

Standort.

DIETER LEUTHOLD

Unternehmenshistoriker, Bremen

Niederegger ist ein leistungsstarkes

Familienunternehmen mit

langer Tradition. Wir konzentrieren

uns auf die Stärkung unserer Marke,

unter der wir weltweit das beste

Marzipan anbieten. Unser hoher

Ansruch ird durch ualifi zierte

Führungskräfte mit großer Eigenverantwortlichkeit

in einem attraktiven

Arbeitsumfeld gesichert.

HOLGER STRAIT

Geschäftsführer Niederegger,

Lübeck


ATTRAKTIV FÜR

FÜHRUNGSKRÄFTE

Auf dem Weg

zur Olympiade

Gold bei den

Olympischen Spielen

wäre die Erfüllung

ihres Lebenstraums:

Kanutin SABRINA HERING

aus Hemmingen ist ihrem

größten Triumph ganz nah.

Von Christoph Dannowski

Eine Wasserratte ist sie schon immer gewesen.

Im Alter von drei Jahren Schwimmkurs,

mit fünf ins Becken beim SV Arnum, einem

kleinen Verein vor den Toren Hannovers.

„Ich habe ganz gerne meine Bahnen gezogen,

aber es war auch ganz schön langweilig“, erinnert

sich Sabrina Hering an Kindertage, „und

die Schwimmhalle roch miefig, den Geruch

habe ich heute noch in der Nase.“ Mit Papa Ralf

kam sie zum Hannoverschen Kanu Club. Erst

mal nur als Begleitung, der Vater stieg mit

Freunden in ein Drachenboot. „Auf einer Bank

auf dem Clubgelände saßen immer Rentner“,

erzählt Sabrina, „die haben meinem Vater gesagt:

,Setz die Kleine doch mal ins Kanu. Die hat

Talent, das sieht man.‘“

So setzte sich die heute 24-Jährige mit elf Jahren

zum ersten Mal in ein kippeliges Kanu. Es

war der Beginn einer Karriere, die ihren Höhepunkt

mit ziemlicher Sicherheit bei den Olympischen

Sommerspielen von Rio erleben wird.

„Mir hat das gleich total Spaß gemacht im Boot“,

sagt Hering und strahlt. „Sie hatten mir beim

ersten Wettkampf nach ein paar Wochen extra

einen Mann namens Pierre mit aufs Wasser geschickt,

der direkt neben mir paddelte, weil alle

Angst hatten, dass ich kentere und reinfalle.“

Hering fiel aber nicht rein bei den Landesmeisterschaften

in Limmer über die 200 Meter der

Junioren, sie gewann, äußerst überlegen.

Von da an richtete die 1,67 Meter große und

67 Kilogramm schwere Athletin ihr Leben in

Richtung Kanu-Rennsport aus. Besuchte mit

der KGS Hemmingen eine Sportförderschule,

auf der zuvor die Fußballnationalspieler Per

Mertesacker und Sebastian Kehl ihr Abi gebaut

hatten und die sie für Wettkämpfe wie Lehrgänge

großzügig freistellte („die Klausuren musste

ich natürlich alle nachschreiben“). Sie trainierte

sechsmal die Woche jeweils zwei Stunden auf

dem Wasser plus zwei bis drei Einheiten im

Kraftraum. Jedes Wochenende Wettkämpfe

oder Trainingslager. Der Lohn für ihren Fleiß:

fünf deutsche Meistertitel, Berufung in die Junioren-Nationalmannschaft.

„Ich hatte wohl die

richtige Mischung aus Talent, Ehrgeiz, Wille

und Lockerheit“, so Hering: „Ich halte selbst

größten Druck aus. Manchmal stellen meine

Zweier-Partnerin Steffi und ich direkt vorm

Rennen eine Musikbox auf und tanzen vergnügt

drumherum. Hinterher gewinnen wir meistens.“

Mit 15 Jahren wurde Hering Junioren-Europameisterin

im K2 über 500 Meter. „Zum ersten

Mal wurde für mich die Nationalhymne gespielt.

Ich stand da auf dem Podest und habe geheult

vor Glück. Wenn du das einmal erlebt

hast, willst du es immer wieder haben.“ Hering

steigerte das Training auf wöchentlich sechsmal

vier Stunden. Nebenbei absolvierte sie eine Ausbildung

zur Kauffrau für Bürokommunikation

und fand mit dem Arbeitgeber VW einen Förderer,

der sie fürs Olympiajahr komplett

freistellte. „Dass ich mich voll auf den Sport


WIRTSCHAFTSKRAFT JUNI 2016 25

ZUR PERSON

Persönliches

Ausbildung

Sportliches

Lebensmotto

Hobbys

Ziele

Sabrina Hering

Geboren am 16. Februar 1992

in Gehrden, aufgewachsen in Arnum

Realschulabschluss an der

KGS Hemmingen

Ausbildung zur Kauffrau für

Bürokommunikation bei Volkswagen

in Hannover-Stöcken, Abschluss 2013

Vierfache deutsche Juniorenmeisterin,

dreifache deutsche

Meisterin, Jugend- und Junioren-

Europameisterin, U23-Weltmeisterin,

2015 Weltmeisterin und WM-Bronze.

„Gewinnen beginnt im Kopf.“

shoppen, reisen, Musik, viel schlafen

Medaille im K2 über 500 Meter

bei den Olympischen Sommerspielen

von Rio 2016; später: zweifache Mama

mit eigenem Häuschen.

konzentrieren kann und den Arbeitsplatz

trotzdem sicher habe, ist einfach fantastisch.

Firmen wie VW machen internationale

Erfolge erst möglich“, sagt Hering, die

spätestens seit ihrem WM-Titel im vergangenen

Jahr in Mailand eine Große und eine

Größe in ihrem Sport ist. Sie wurde zu „Han-

novers Sportlerin des Jahres“ und „Niedersachsens

Sportlerin des Jahres“ gewählt und hat

das Olympia-Ticket schon fast in der Tasche. Im

Vierer über 500 Meter wird sie wohl landen, das

Boot gilt als Medaillenkandidat.

Ein bisschen träumt sie schon vom olympischen

Edelmetall. „Der Traum meines Lebens

ginge damit in Erfüllung. Wenn du das erreichst,

weißt du, wofür du seit Jahren ackerst

und kämpfst.“ Nicht nur Freund Paul (seit fast

zehn Jahren an ihrer Seite) wird ihr in Brasilien

die Daumen drücken. Eine ganze Nation wird

mitfiebern mit der Frau aus Hemmingen bei

Hannover, die 13 Jahre nach ihrem ersten delschlag nach Gold

Pad-

greift.

„Setz die Kleine doch mal

ins Kanu. Die hat Talent,

das sieht man“: Sabrina

Hering erinnert sich an die

Worte, gerichtet an ihren

Vater, mit denen ihre

Karriere begann.

FOTOS: IMAGO, TREBLIN


26

JUNI 2016

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

WIRTSCHAFTSKRAFT

Ein Nest

für Neues

Damit Geschäftsideen Flügel bekommen können:

DAS INNOVATIONSCENTRUM OSNABRÜCK bietet

Start-ups und Gründern alles, was sie brauchen,

um erfolgreich wachsen zu können.

C

FOTO: LINDEMANN

Immissionsschutz

Bauphysik

LANGJÄHRIGE ERFAHRUNG, MODERNE

LÖSUNGEN:UNSEREINGENIEUR-TEAMS.

WWW.ZECHGMBH.DE

Von Lothar Hausfeld

Wenn eine Adresse Hinweise

auf das liefert, was dort

hinter der kubistischen Fassade

passiert, dann darf man große

Dinge erwarten: Das Innovationscentrum

Osnabrück (ICO) residiert

als Technologie- und

Gründerzen trum in einer ehemaligen

britischen Kaserne an der

Albert-Einstein-Straße 1.

Nun ist es allerdings nicht das

Kerngebiet des ICO, eines Tages

einen neuen Relativitätstheoretiker

hervorzubringen,

sondern Innovationstreiber

in der

Region zu halten,

zu etablieren und

ihnen in einem geschützten

Raum die

!

Startphase zu erleichtern. 10 Millionen

Euro haben die Europäische

Union, die Stadt und der

Landkreis Osnabrück, die Stadtwerke

und die Sparkasse Osnabrück

2015 in die Hand genommen,

um für die Region Osnabrück

ein Nest zu schaffen, in

dem Start-ups und technologisch

orientierte Gründer vom Netzwerk

der benachbarten Hochschule

und der Universität Osnabrück

profitieren können.

„Ideen begegnen“, lautet das

Motto des ICO. Kontakte und Erfahrungsaustausch

untereinander,

die Begegnung mit anderen jungen

Unternehmen, der

Wissenschafts transfer von Hochschule

und Uni, die Nutzung von

Tagungsräumen – das Innovationscentrum

bietet erheblich mehr

als die Bereitstellung von günstigen

Büroräumen. So können die

eigenen Geschäftsideen reifen

und Netzwerke erfolgreich aufgebaut

werden.

Um ins ICO einziehen zu können,

bedarf es

nicht nur eines

plausibel klingenden

Businessplans,

sondern vor allem

einer innovativen

Idee. So versuchen

derzeit vom Entwickler

für Reise-Stromadapter

über Bewegtbildproduktionsfirmen

und Mikroalgen-Vertriebsunternehmen

bis hin zum Datenmanager für

Agrartechnik höchst unterschiedliche

Innovatoren, wirtschaftlichen

Fuß zu fassen.

Acht Jahre lang kann das ICO

den Start-ups und Gründern eine

Heimat sein. Anschließend muss

die Idee so weit funktionieren,

dass das Unternehmen auf eigenen

Füßen stehen und das Nest

für Nachfolger frei machen kann.

„Ideen begegnen“, lautet

das Motto des ICO. So

können die eigenen

Geschäftsideen reifen

und Netzwerke

erfolgreich aufgebaut

werden.


WIRTSCHAFTSKRAFT

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

JUNI 2016

27

Fliegende Händler

Mit Kiepe und Wanderstab trugen sie die Waren durch die Lande:

Die TRADITIONSREICHEN KIEPENKERLE IM MÜNSTERLAND sind noch

heute präsent – in der Folklore, im Tourismus, als Denkmal. Doch ihre

Aufgaben haben andere übernommen, ohne Kiepe und ohne Wanderstab.

C ontainer statt Kiepe, Flugzeug statt eigener

Füße – die Rolle des Kiepenkerls mit Wanderstab,

blauem Hemd, rotem Halstuch und der

Kiepe, einer Rückentrage aus Holz und Korbgeflecht,

die den Kerlen ihren Namen gab, haben

heute Schiffe, Lastwagen und Flugzeuge übernommen.

Sie bringen die Produkte aus dem

Münsterland in die Welt hinaus. Technischer

Fortschritt und Globalisierung haben Märkte

und Möglichkeiten erweitert. Wurden einst Waren

und Nachrichten von umherziehenden

Händlern in die Region getragen, übernehmen

diese Aufgaben heute Logistiker und Unternehmen.

So hat sich die Rolle der traditionsreichen

Kiepenkerle im Münsterland über die Zeit gewandelt.

Die Erinnerung an sie aber lebt weiter

– vor allem in der Folklore und im Tourismus,

etwa als Stadt- und Museumsführer.

Gewandelt hat sich auch die Struktur der

Wirtschaft im Münsterland.

Die Region ist terhin traditionell ländlich

und landwirtschaftlich

geprägt, doch

die Zahl der Beschäftigten

ist in diesem Bereich

stark zurückgegangen. Die

Strukturkrisen der vergangenen

Jahrzehnte, etwa in der

Textilindustrie und beim Kohlebergbau,

hat es gut verkraftet

– sicherlich auch ein Verdienst

der mittelständisch geprägten

Wirtschaftsstruktur mit einer

Vielzahl von Unternehmen in unterschiedlichsten

Branchen. Die

Mehrheit der knapp 530 000 sozialversicherungspflichtigen

Beschäftigten

arbeitet heute bei Betrieben

im Maschinenbau, in der

Chemie- und Textilbranche sowie in

der Lebensmittelherstellung. Groß wei-

ist

die

Zahl der kleinen Unternehmen. Doch auch

Marktführer sind im Münsterland zu Hause.

Dabei hat sich das Münsterland zu einem der

wichtigsten Maschinenbaucluster in Deutschland

entwickelt. Es setzt erfolgreich Waren und

Dienstleistungen in der ganzen Welt ab.

Seit 1980 hat sich der Export verfünffacht.

Rund 38 Prozent des Gesamtumsatzes

der Unternehmen im Kammerbezirk der

IHK Nordwestfalen werden im Ausland

erwirtschaftet. Das Münsterland bleibt

damit der Tradition der Kiepenkerle

treu, als sie es waren, die hochwertige

Waren und Erzeugnisse in die Welt hinaustrugen.

Den Kiepenkerlen wurde

im Zentrum Münsters sogar

ein Denkmal gesetzt.

FOTOS: PRESSEAMT MÜNSTER/

ANGELIKA KLAUSER


28

JUNI 2016

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

WIRTSCHAFTSKRAFT

Der Harz ist wachgeküsst

Baumwipfelpfad, Esel-Trekking, Survivaltouren – SPORT IM HARZ bedeutet

heute längst nicht mehr nur Skifahren, Rodeln und Wandern.

Von Stefan Winter

Manchmal will man einfach nur weg. Die

Überstunden haben wieder mal überhand

genommen, das E-Mail-Postfach quillt

über und gegessen wird eilig nebenbei im Stehen.

Zeit zum Abschalten, Ausruhen, Krafttanken!

Im Harz ist der ganze Stress sehr schnell

sehr weit weg. Sehr schnell, weil die Region in

der Mitte Deutschlands aus jeder Richtung

schnell erreicht ist – selbst die Niederländer haben

den Harz inzwischen als ihre Alpen entdeckt.

Sehr weit weg, weil dort Wälder den

Stadtdschungel ersetzen und die Sonne am Horizont

und nicht hinter Häusern untergeht.

Wer beim Harz bloß an Wanderstock und

Schmalspurbahn denkt, ist nicht mehr ganz auf

der Höhe der Zeit. Nicht, dass es das nicht mehr

gäbe – natürlich ist das Mittelgebirge immer

noch perfektes Wandergebiet, und die Schmalspurbahn

dampft wie eh und je den Brocken hinauf.

Aber es hat sich viel getan in den vergangenen

Jahren. Man kann den Harz inzwischen

auch ganz anders erleben, großspurig geradezu.

In die Hotels wurde investiert, Skigebiete wurden

mit Schneekanonen auf die Höhe der Zeit

gebracht und völlig neue Angebote geschaffen.

Wellnessoasen findet man dort jetzt ebenso wie

actionreiche Sportmöglichkeiten. Und weil es

dem hartnäckigen Ruf der Gegend so schön widerspricht,

hat sich ein neuer Anbieter schlicht

„Harzdrenalin“ genannt. Die Botschaft ist klar:

Die jungen Wilden sind da.

Wer mag, kann also – ja: angeleint – Talsperrenmauern

senkrecht hinablaufen oder eingeklinkt

an einer Seilbahn übers Wasser fliegen.

Mehrere Bike-Parks fordern die Mountainbiker

heraus, allein am Wurmberg stehen ihnen insgesamt

18 Kilometer Strecke zur Verfügung.

Ein Spaziergang muss

nicht immer ebenerdig

erfolgen. Eine Wanderung

in den Wipfeln der Bäume

wird auch Kinder begeistern.

Der nächste Winter

zum Schlittenfahren

beginnt früh genug.

FOTOS: HARZINFO

Wer es etwas dezenter mag, rollt auf dem Segway

oder Monsterrollern – mit Namen gebender

Reifengröße – durch die Gegend. Ballonfahren

oder Gleitschirmfliegen? Geht. Survivaltouren?

Ja, auch. Esel-Trekking im Sommer, Hundeschlittenfahrt

im Winter? Natürlich. Mit den

Kindern über den Baumwipfelpfad? Kein Problem.

Ein Wochenende umsorgtes Nichtstun?

Unbedingt!

Die lange Zeit etwas verschlafene Freizeitregion

Harz wird wachgeküsst, und das zeigt Wirkung.

Die Gästezahl in der gesamten Region

wächst wieder überdurchschnittlich, in Goslar

stieg die Zahl der Übernachtungen sogar um

10 Prozent auf den Rekordstand 403 000. Und

der neue Baumwipfelpfad zog im ersten Jahr

mehr als 230 000 Gäste an – mehr als doppelt so

viele wie erwartet.

uhe nden äste

nach wie vor im

Harz. Wer es

aufregender mag,

der könnte im

Winter statt mit

der Schmalspurbahn

zum Beispiel

mit einem

Hundeschlitten

fahren.


Expertentipp

Der neue Unionszollkodex (UZK) – Wichtige Änderungen für Einkauf, Logistik

und Vertrieb

Eine weitere wichtige Neuerung

betrifft die Ermittlung des Zollwertes

anhand der Anmeldung

von Preisen aus Vorerwerbergeschäften.

Es muss berücksichtigt

werden, dass nach Ablauf einer

Übergangsfrist Vorerwerberpreise

nicht mehr als Transaktionswert

angemeldet werden können.

Dies wird sich grundsätzlich abgabenerhöhend

auswirken. Zudem

kommt es bei der Berechnung

des Zollwertes zu einer

Ausweitung der Hinzurechnung

von Lizenzgebühren. Diese sind

zu reflektieren und ggf. in die

Kalkulation miteinzubeziehen.

Anke Brinkhus LL.M. (Wirtschaftsstrafrecht)

Fachanwältin für Steuerrecht

Die Zollabwicklung spielt beim

Im- und Export eine maßgebliche

Rolle. Zoll- und außenwirtschaftliche

Expertise ist gefragt. Der

UZK startete zum 1. Mai 2016 als

neuer Rechtsrahmen.

Die besonderen Zollverfahren betreffend

Zolllager, Freizonen,

Endverwendung sowie aktive und

passive Veredelung sind zum Teil

vereinfacht und rationalisiert

worden. Wird eine Nichtunionsware

bei der Einfuhr noch nicht

in ein Zollverfahren überführt, ist

jetzt eine Lagerdauer in der vorübergehenden

Verwahrung bis zu

90 Tagen möglich. Hierfür sind

aber eine Bewilligung und eine

Sicherheitsleistung erforderlich.

Grundsätzlich werden die verschiedenen

bestehenden Bewilligungen

der Unternehmen von

den Hauptzollämtern neu bewertet.

Das bedeutet, es wird geprüft,

ob die Bewilligungen auch nach

den neuen, zum Teil verschärften

Voraussetzungen gewährt werden

können. Es gelten neue Kriterien

für die Bewilligung als „Zugelassener

Wirtschaftsbeteiligter“

(Authorized Economic Operator,

AEO) An den AEO-Status sind

viele Zollvereinfachungen geknüpft

und es bestehen nach dem

UZK neue Vorteile. Bei bestimmten

Vereinfachungen (u. a. der

zentralen Zollabwicklung, der Befreiung

von der Gestellungspflicht

im Anschreibeverfahren

und der Eigenkontrolle) ist jetzt

das Vorliegen des AEO-Status

notwendig. Da Unternehmen, die

Inhaber einer zollrechtlichen Bewilligung

sind, nunmehr in ähnlicher

Weise überwacht und kontrolliert

werden wie ein AEO,

sollte überlegt werden, gleich den

AEO-Status zu beantragen, um

sämtliche Vorteile und Vereinfachungen

in Anspruch nehmen zu

können.

Verbindliche Zolltarifauskünfte

sind nunmehr anstelle von drei

sechs Jahre lang gültig und haben

eine erweiterte Bindungswirkung.

Allerdings ändert sich zum 1. Januar

2017 das Harmonierte System

zur Bezeichnung und Codierung

der Waren. Sollte eine

verwendete Zolltarifnummer

hierbei geändert werden, werden

die betroffenen verbindlichen

Zolltarifauskünfte aus diesem

Grund ungültig. Es ist dann ein

neuer Antrag auf Erteilung einer

verbindlichen Zolltarifauskunft

beim Hauptzollamt Hannover zu

stellen. Dies sollte frühzeitig geprüft

werden.

Insgesamt ist festzuhalten, dass

Unternehmern die Nutzung und

ggf. die Beantragung der mit dem

UZK eingeführten neuen Möglichkeiten

prüfen sowie Verträge

(z.B. Lizenzvereinbarungen) an

die neuen Regeln anpassen sollten.

Schindhelm

Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

30159 Hannover,

Aegidientorplatz 2 B

Tel: (0511) 53460-2 21

Fax: (0511) 53460-2 60

anke.brinkhus@schindhelm.com

www.schindhelm.com


30

JUNI 2016

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

WIRTSCHAFTSKRAFT

ANZEIGENSPEZIAL

Innovativ

aus Tradition –

Viebrockhaus

n einem Viebrockhaus verbinden sich solides

I Handwerk und modernste Technik zu einem

wohnlichen und zukunftsfähigen Zuhause. 1954

von Maurermeister Gustav Viebrock in Harsefeld

gegründet, ist aus dem Unternehmen unter

der Führung seines Sohnes Andreas Viebrock

seit 1984 einer der größten Massivhaushersteller

Deutschlands geworden. Seit September 2014

leitet dessen Sohn Dirk Viebrock das Unternehmen.

Rund 29 000 Bauherren haben bereits mit

Viebrockhaus ihren Traum von den eigenen

Wänden verwirklicht.

In der Erfolgsgeschichte von Viebrockhaus

spielen die kompromisslose Bauqualität der

Stein auf Stein gebauten Häuser, intelligente

Bautechnik und innovative Haustechnik zentrale

Rollen. In der Regel drei Monate Bauzeit für

ein Einfamilienhaus, zehn Jahre Garantie und

zahlreiche Sicherheitspakete geben den Bauherren

ein gutes Gefühl, schnell und sicher in ihr

eigenes Haus zu kommen.

Für Viebrockhaus hat die zukunftsfähige

Energieversorgung der Häuser einen hohen

Stellenwert. Schon seit den Neunzigerjahren

kommen energiesparende Wärmepumpensysteme

zum Einsatz, die ausschließlich auf erneuerbare

Ressourcen setzen. Seit September 2015

werden Viebrockhäuser nur noch in den besten

KfW-Effizienzhaus-Standards 40 und 40 Plus

angeboten.

Viebrockhäuser im KfW-Effizienzhaus-Standard

40 verfügen über eine hocheffiziente Photovoltaikanlage

(seit 2015 für alle Häuser serienmäßig,

außer V-Serie), Häuser im KfW-Effizienzhaus-Standard

40 Plus zusätzlich über eine

Tesla-Powerwall-Hausbatterie. Hier kann nicht

nur Strom selbst produziert und gleich verbraucht,

sondern auch gespeichert und bei Bedarf

abgerufen werden. Damit erhalten die Bewohner

Unabhängigkeit von Stromanbietern

und Versorgungssicherheit. Die besten KfW-Effizienzhaus-Standards

bedeuten für die Kunden

neben geringsten Energieverbräuchen und

niedrigsten Nebenkosten auch eine hohe Zukunftssicherheit

und Wertbeständigkeit für ihr

neues Zuhause.

Massivhauspark Bad Fallingbostel

Hartemer Weg 13

29683 Bad Fallingbostel

www.viebrockhaus.de

Tel. 0 51 62 / 9 75 80

Stein auf Stein: Gustav Viebrock gründete

1954 das Unternehmen.


WIRTSCHAFTSKRAFT

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

JUNI 2016

31

ANZEIGENSPEZIAL

Willenbrock Fördertechnik –

Regionaler Partner für Intralogistik

Die Willenbrock Fördertechnik mit Sitz in

Bremen ist Rundum-Dienstleister in der

Intralogistik und bietet innovative und individuelle

Komplettlösungen für den innerbetrieblichen

Transport. Zum Kerngeschäft des Unternehmens,

das Vertragshändler von Linde Material

Handling ist, zählen der Verkauf und die

Vermietung neuer und gebrauchter Flurförderzeuge.

Ergänzt wird das Produktportfolio

durch eine umfassende Dienstleistungspalette,

die von der Logistikberatung über Fahrerausbildung,

Ersatzteilversorgung bis zum Kundendienst

reicht. Willenbrock steht für kompetente

Beratung und professionellen Service. In ganz

Norddeutschland sind 240 Servicetechniker

rund um die Uhr im Einsatz und übernehmen

für ihre Kunden Wartungs- und Servicearbeiten.

Die Willenbrock-Gruppe beschäftigt 500

Mitarbeiter und unterhält Standorte in Bremen,

Hannover und Braunschweig. Willenbrock

ist ein mehrfach ausgezeichneter Arbeitgeber,

trägt das Zertifikat „beruf & familie“, den

CSR Jobs Award und wurde mit TOP JOB bereits

dreimal als einer der besten 100 mittelständischen

Arbeitgeber Deutschlands prämiert.


32

JUNI 2016

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

WIRTSCHAFTSKRAFT

Weltkulturerbe

an der Weser

Außen schlicht und wehrhaft, innen

erhaben und würdevoll: Das Westwerk des

KLOSTERS CORVEY ist weltweit einzigartig.

SICHTBAR

ERFOLGREICH!

Die Bielefelder Wirtschaft zeigt sich.

Vielfältig und konsequent erfolgreich, so

präsentiert sich die Bielefelder Wirtschaft.

Zu entdecken auf dem einzigartigen

Portal www.das-kommt-aus-bielefeld.de

Klicken. Lesen. Staunen

Wirtschaftsförderung in Bielefeld

Das Westwerk der

frühmittelalterlichen

Klosterkirche

von Corvey im heutigen

Stadtgebiet von

Höxter in Nordrhein-Westfalen

gehört

seit 2014 zum

Weltkulturerbe der

Unesco. Es bildet zusammen

mit der barocken Fassade

des angrenzenden Schlosses einen

atemberaubenden Anblick.

Zum Weltkulturerbe gehören

ferner die Überreste der mittelalterlichen

Civitas Corvey. Die einstige

Konkurrentin des mächtigen

Paderborn wurde 1265 zerstört

und soll zwecks touristischer Präsentation

archäologisch ergraben

werden – noch deckt der grüne

Rasen die Siedlung.

Die ehemalige Benediktinerabtei

Corvey, 815/816 gegründet und

822 ans Westufer der Weser knapp

nördlich des kleinen Weserbogens

verlegt, war eine der bedeutendsten

Klostergründungen im mittelalterlichen

Deutschland. Das Ensemble

präsentiert sich heute als

Barockschloss im Besitz des Herzogs

von Ratibor, Fürst von Corvey,

und dem romanischen Westwerk,

dem besterhaltenen Gebäude

seiner Art nördlich der Alpen.

Eine besondere Sehenswürdigkeit

ist die Fürstliche Bibliothek

(75 000 Bände in 15 Sälen des

Spätklassizismus und des Biedermeiers),

in der einst Hoffmann

von Fallersleben arbeitete. Der

Dichter des Deutschlandlieds liegt

Im Jahr

2014 hat

die Unesco

das Kloster

Corvey im

westfälischen

Höxter zum

Weltkulturerbe

ernannt.

auf dem angrenzenden

Friedhof begraben.

Die einzige Weltkulturerbestätte

in Ostwestfalen-Lippe,

zu

der auch ein sehenswertes

Museum gehört,

hat sich zum

Touristenmagneten

entwickelt. Hinter

den ehemaligen Klostermauern

Corveys befinden sich eine Anlegestelle

der „Flotte Weser“ sowie

ein Kanuanleger.

Corvey ist nicht nur ein berühmtes

Baudenkmal, sondern

auch lebendiger Veranstaltungsort.

Die Örtlichkeit taucht regelmäßig

im Programm des Literatur-

und Musikfests „Wege durch

das Land“ auf, einem kulturellen

Leuchtturm in Ostwestfalen-Lippe.

Gut besucht sind stets die von

klassischer Musik geprägten Corveyer

Musikwochen. Schon seit

1954 locken alljährlich im Mai

und Juni Ensem bles und Solisten

aus dem In- und Ausland zahllose

Besucher in den Kaisersaal und in

die Corveyer Abteikirche mit ihrer

hervorragenden Akustik.

Die Schlossanlage Corvey ist

von April bis Oktober täglich

von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Öffentliche Führung gibt es

von 11 Uhr und von 15 Uhr an.

Tel. 0 52 71 / 69 40 10

www.schloss-corvey.de

FOTO: ROBRECHT


Hallo, wer

hat Ihnen denn diese tolle Beilage

auf den Tisch gelegt? Ihr Nachbar, die Kollegin

oder der Sohn? Keine Ahnung? Macht nichts. Auf jeden Fall

mussten Sie Ihr Exemplar nicht persönlich bei der Druckerei abholen.

Das haben andere für Sie übernommen. Herzlichen Glückwunsch! Aber eigentlich

hat das gar nichts mit Glück zu tun, sondern mit Logistik. Die Logistiker haben

übrigens auch schon das Papier, die Druckfarbe und sogar vorher die Druckmaschine

transportiert. Und so etwas machen die ohne Beschränkung über 7, über 75 und sogar über

7.500 Kilometer Entfernung. Manchmal bauen sie die Maschinen, die sie transportiert haben, auch

auf – oder vor dem Transport ab. Und das nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt. Diese

Logistiker machen einfach alles: Sie statten unsere EM-Mannschaft mit den Trikots und den Bällen aus,

ziehen Reifen auf, lagern Ersatzteile, räumen die Regale im Supermarkt ein, sortieren Glühlampen, transportieren

Ihre Internet-Einkäufe usw. Wenn die Produzenten von Gütern und Dienstleistungen anfangen, über Märkte

wie China, Indien oder Iran nachzudenken, sind die Logistiker häufig schon einige Jahre vor Ort. Diese Veränderung

in den Absatz- und Beschaffungsmärkten eröffnet den Logistikdienstleistern fantastische Expansionsmöglichkeiten,

stellt aber gleichzeitig auch ganz neue Anforderungen an weiträumige Transportleistungen, Lieferbereitschaft, Qualität

und Pünktlichkeit. Logistik passiert nicht zum Selbstzweck. Die Taktzahl bestimmen immer die Konsumenten. Um

das alles zu schaffen, setzen die Logistiker stark auf die Digitalisierung. Da werden z. B. nach Ladenschluss automatisch

die Verkaufszahlen an die Logistiker gefunkt, die daraus eine Bedarfsprognose berechnen und den Shop genau im richtigen

Augenblick mit der richtigen Menge an Handys, Pullovern oder Wein ausstatten. So bekommen Sie immer alles,

was Sie brauchen. Egal, ob Sie in Ostwestfalen, in Lübeck oder im Oldenburger Land leben. Und Sie wissen, wo

Ihre Sendung gerade ist – und bei Bedarf sogar, wie es ihr geht. Das nennt man dann Sendungsverfolgung in Echtzeit.

Pakete werden getrackt, Standorte über RFID-Chips bestimmt, die Maut automatisch abgerechnet und gleichzeitig

das Lieferfahrzeug per Satellit überwacht. Manchmal gibt es die Lieferung auch „Same Day“ oder in den Metropolen

sogar innerhalb der nächsten Stunde. Das Zustellzeitfenster können Sie meistens sogar selbst bestimmen.

Dabei verursachen die Logistiker immer weniger Emissionen und verbrauchen weniger Treibstoff. Genauso

spannend wie die Geschichten hinter den Logistikprozessen sind die Logistiker selbst. Die Logistik ist

in Deutschland der größte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Rund

3 Millionen Menschen arbeiten in der Logistikwirtschaft. Dabei ist Logistik viel mehr als nur der

reine Gütertransport. Rund 240 Milliarden Euro Umsatz wurden im Jahr 2015 branchenübergreifend

erwirtschaftet. Im Segment der logistischen Dienstleistungen agieren ca.

60.000 Unternehmen, die ganz überwiegend mittelständisch geprägt sind.

Tja, eine Menge Informationen über eine wichtige Branche, die hilft, unseren

Wohlstand zu sichern. Sie haben immer noch nicht genug? Dann

finden Sie hier noch mehr Logistik-Geschichten:

www.dvz.de/wir-sind-logistik


34

JUNI 2016

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

WIRTSCHAFTSKRAFT

Erst Eiswette,

dann Schaffermahlzeit

TRADITION IN BREMEN lebt:

Die Eiswette ist festes Ritual im Januar

und das Schaffermahl eines

der bedeutendsten gesellschaftlichen

Ereignisse Deutschlands.

Schlag 12 Uhr am 6. Januar

geht es in Bremen um die Eiswette,

of de Werser geiht or

steiht (ob die Weser geht oder

steht), sie also zugefroren ist

oder nicht.

FOTO: KOCH

Von Kerstin Loran

An den Dreikönigstag denken am 6. Januar

in Bremen die wenigsten. Denn an diesem

Tag wird seit 1829 mit festgelegtem Zeremoniell

vom Bremer Eiswettverein geprüft, „of de Werser

geiht or steiht“, ob sie also zugefroren ist oder

nicht. Doch das seit 1928 aufgeführte Schauspiel

mit Schneider, Heiligen Drei Königen, Präsidium

und Novizen ist nur der erste Teil der Traditionsveranstaltung.

Beim Stiftungsfest des Eiswettvereins

nehmen neben dem Präsidium bis

zu 800 Gäste aus Politik und Wirtschaft teil und

knüpfen bei Kohl und Pinkel Kontakte. Die dabei

gesammelten Spenden kommen der Gesellschaft

zur Rettung Schiffbrüchiger zugute.

Deutlich ernsthafter geht es seit 1545 beim ältesten

Brudermahl der Welt, dem Schaffermahl

in der oberen Rathaushalle, zu. Entstanden aus

der Tradition der Bremer Kaufmannschaft und

der Reeder, die Kapitäne der Handelsflotte mit

einem Essen zu verabschieden, nehmen heute

als Gäste der jeweils 100 kaufmännischen und

seemännischen Schaffer 100 meist prominente

Manager und Politiker teil. Eine Einladung zu

Erst Eiswette, dann Kohl und Pinkel beim

altehrwürdigen Schaffermahl. FOTO: DPA

dieser Veranstaltung kommt einem gesellschaftlichen

Ritterschlag gleich. Mit den eingeworbenen

Spenden unterstützt die ausrichtende Stiftung

Haus Seefahrt aktuell nicht nur alte, bedürftige

seemännische Mitglieder und deren

Frauen und Witwen, sondern auch bedürftige

Nautikstudenten in Kapitänsausbildung. 2007

hat Angela Merkel als erste Frau in der Geschichte

der Schaffermahlzeit an der Veranstaltung

teilgenommen und als Ehrengast eine Rede

gehalten. Nach hartnäckigem Protest und der

Gründung eines Schafferinnenmahls, das seit

1975 in der bremischen Bürgerschaft stattfindet,

werden seit 2015 offiziell auch Frauen zum Schaffermahl

eingeladen.

Kontakte lassen sich auch bei der Januargesellschaft

oder der Schmeckemahlzeit im Haus

Schütting, dem Stiftungsfest des Ostasiatischen

Vereins und beim Tabak-Collegium knüpfen.


WIRTSCHAFTSKRAFT

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

JUNI 2016

35

Professionelle Planung

von Lackieranlagen

Die Experten der AB ANLAGENPLANUNG GMBH sind

Spezialisten für hochwertige Beschichtungsverfahren.

ANZEIGENSPEZIAL

Strahl- und Beschichtungsprozesse sind in

der Windkraftenergie von Bedeutung.

Fast jedes industriell produzierte Teil ist mit

einer Beschichtung versehen, die dem

Schutz oder der Schönheit dient oder die Funktion

verbessert. Die gängigen industriellen Beschichtungsverfahren

wie Nass- oder Pulverlackieren

sind komplex, und der Anwender kann

vieles falsch machen – bei der Vorbehandlung,

beim Lackauftrag, beim Trocknen.

Der Anlagenbetreiber kann aber auch alles

richtig machen und mit großer Effizienz die gewünschte

hochwertige Oberfläche erzeugen.

Wenn er dieses Ziel verfolgt und eine neue Anlage

plant oder eine vorhandene optimieren

möchte, sollte er die Zusammenarbeit mit der

AB Anlagenplanung GmbH in Achim suchen.

Deren Experten planen seit 27 Jahren maßgeschneiderte

Lackieranlagen, die höchste Anforderungen

erfüllen und kostensparend arbeiten.

Zu den Referenzen gehören führende Produktionsunternehmen

in verschiedensten Branchen

– weltweit.

www.ab-gruppe.de

Die Experten für

Oberflächentechnik

AB Anlagenplanung GmbH

Individuelle Planung und Optimierung für

Ihre Oberflächenanlagen.

MARKTFÜHRER

Die AB Anlagenplanung GmbH spürt aktuelle Trends

und Herausforderungen im Bereich der Oberflächentechnik

auf und entwickelt erfolgreiche Lösungen für

Betriebe, in denen die Wettbewerbsfähigkeit gesichert

und zukunftsorientiert produziert werden soll.

Die Experten der AB Anlagenplanung GmbH führen

Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen durch, optimieren

Prozessabläufe und erarbeiten ökologisch

sinnvolle Konzepte. Sie sind kompetente Ansprechpartner

vor, während und nach Abschluss der Planungs-

bzw. Bauphase – unabhängig davon, ob

eine komplette Anlage entwickelt oder einzelne Teilbereiche

erneuert werden sollen.

• Verfahrensvorschläge

und -vergleiche

• Materialflusslösungen

und -optimierungen

• Ökologische Lösungen

und Verbesserungen

• Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen

• Konzept- und Detailplanungen

• Ausschreibungen

• Behördengespräche

• Baubegleitung

• F u. E Projekte

AB Anlagenplanung GmbH Im Finigen 6 Telefon info@ab-gruppe.de

28832 Achim +49 4202 70029 www.ab-gruppe.de


W

36

JUNI 2016

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

WIRTSCHAFTSKRAFT

Plötzlich Chef

Nicht jeder bringt von Natur aus Führungsstärke mit. Der STUDIENGANG

BUSINESS ADMINISTRATION AN DER UNI OLDENBURG macht Angestellte fit

für einen Job an der Spitze – berufsbegleitend.

Von Peter Ringel

Ein Ingenieur wechselt in eine Leitungsposition

bei einem Mittelständler – in der Praxis

ist das keine seltene Konstellation. Doch neben

Fachwissen braucht es in der neuen Stellung

auch unternehmerisches Denken, betriebswirtschaftliches

Know-how und Führungsqualitäten.

Für solche Fälle bietet die

Universität Oldenburg einen passenden Studiengang

an: Der Bachelor Business Administration

in mittelständischen Unternehmen qualifiziert

etablierte und angehende Führungskräfte

Digitaler W

andel einmal kurz zusammengef asst:

A lles b leib t

anders?

Erfinden Sie sich neu, bevor es andere tun. Als eines der führenden IT- C o nsulting-

U nternehmen in D eutschland unterstütz en w ir S ie dabei – mit über 8 5 0 M itarbeitern vo r

O rt in O ldenburg. M it der exp ertise aus za hlreichen Transfo rmatio ns- P ro j ekten in den

Branchen energie, Industrie, Handel und im Ö ffentlichen S ekto r.

ir verstehen Kundenw ünsche: individueller zuschnitt der P ro dukte, schnelle L ieferung,

transp arente Ko mmunikatio n – so entstehen L ö sungen in bester S ervice- M anier.

Interessiert? vertrieb@btc-ag.com

Menschen beraten. w w w .btc- ag.co m


WIRTSCHAFTSKRAFT

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

JUNI 2016

37

berufsbegleitend. „Man muss der Typ dafür

sein“, sagt Jasmin Rothenhäuser: „Das Studium

neben dem Beruf verlangt viel Disziplin und

Engagement.“ Die Groß- und Außenhandelskauffrau

schätzt, dass Theorie und Praxis eng

verbunden werden. So konnte sie etwa im Themenbereich

Risikomanagement behandeln,

was für ihren Arbeitgeber, das Handelsunternehmen

Bünting E-Commerce, relevant ist:

Was bedeutet der Einstieg von Onlinegiganten

wie Amazon in den Lebensmittelhandel für

den eigenen Onlineshop?

Mit 23 Jahren zählt Rothenhäuser zu den

Jüngsten im Studiengang. Sie hofft darauf, bald

eine Führungsrolle einzunehmen. Zu den Absolventen

zählen auch Ingenieure, Chefärzte

und Geodäten in leitenden Positionen, die sich

von dem Universitätsabschluss einen Karriereschub

versprechen. „Unsere Studierenden sind

äußerst heterogen“, sagt der wissenschaftliche

Leiter, Professor Thomas Breisig. Die meisten

arbeiten bei mittelständischen Firmen aus der

Region. Entsprechend sind die Inhalte aufbereitet,

anders als im klassischen Betriebswirtschaftsstudium,

das sich laut Breisig oft an

Großbetrieben ausrichte.

Neben obligatorischen Grundlagen wie Bilanzierung,

Arbeitsrecht und Strategischem

Management wählen die Studierenden passen-

Absolventen

erhoffen sich von dem

Abschluss

einen Karriereschub.

FOTOS: UNI OLDENBURG

de Schwerpunkte. Das können etwa Controlling,

Finanzierung, Personalwesen oder

Führungstechniken sein. Die Regelstudienzeit

beträgt acht Semester. Eine Onlineplattform

dient als virtueller Seminarraum, in dem Dozenten,

Mentoren und Kommilitonen kontaktiert

werden. Die wenigen Präsenzphasen sind

aufs Wochenende beschränkt.

Wer keine Zeit für ein komplettes Studium

findet, kann sich auch in einzelnen Bereichen

wie etwa Rechnungswesen oder Marketing

weiterbilden.

150 000 Fahrräder

und 2000 Whiskyfässer

Reichlich Platz für fast jede Branche bietet der ecopark.

Ob Logistikzentrum oder Fasslager, ob

Firmenzentrale oder Fahrzeugbau – der

ecopark an der Hansalinie A1 im Oldenburger

Münsterland ist das ideale Umfeld für

gute Arbeit. Das neue Zentrallager von

Deutschlands umsatzstärkstem Fahrradhersteller

Derby Cycle ist mit einer Hallenfläche

von 25 000 Quadratmetern der räumlich

größte Betrieb am Standort. Es bietet Platz

für bis zu 150 000 Fahrräder. Vom ecopark

aus werden weltweit gut 5000 Fachhändler in

mehr als 60 Ländern beliefert.

ANZEIGENSPEZIAL

Schon als die Whiskybrennerei „The Lübbehusen

Malt Distillery“ 2014 im ecopark eröffnet

wurde, war klar, dass sie bald erweitert

werden muss – um ein Lager für 2000 Fässer.

Wie gut, dass allen Interessenten im 300 Hektar

großen ecopark angeboten wird, die künftige

Nachbarfläche kostenlos zu reservieren.

So ist Wachstum für Unternehmen jeder Größe

problemlos möglich.

Hellmann Worldwide Logistics betreibt im ecopark das Zentrallager des Fahrradherstellers

Derby Cycle.

FOTO: JAZZPER MACLOUIS


38

JUNI 2016

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

WIRTSCHAFTSKRAFT

Hoher Freizeitwert

MÜNSTERLAND bietet abwechslungsreichen Rahmen

für vielfältige Aktivitäten.

Das Münsterland

macht

seinem Ruf

als Pferderegion

auch

mit vielen gut

ausgeschilderten

Reitwegen

alle

Ehre.

FOTO: MÜNSTER-

LAND E. V.

Das Münsterland ist die Heimat vieler Unternehmen

von Weltrang, bietet zugleich

aber als vom Mittelstand geprägter „wirtschaftlicher

Tausendfüßler“ eine grundsolide und

vielfältige Wirtschaftsstruktur. Darüber hinaus

hat sich die Region dank ihres sehr hohen Freizeitwertes

einen guten Namen gemacht. Zum

einen für Feriengäste, ganz besonders aber für

die Menschen, die hier leben. Denn nirgends im

Münsterland ist es weit bis ins Grüne. Mit Flüssen,

Feldern, Wäldern und den Hängen des

Teutoburger Waldes bietet die Parklandschaft

zudem einen abwechslungsreichen Rahmen für

vielfältige Aktivitäten unter blauem Himmel.

(Stahl-)Rössern kommt dabei die wichtigste

Rolle bei der Freizeitgestaltung zu. Denn das

Münsterland ist ein Radfahr- und Reitparadies.

Auf mehr als 4500 Kilometer bestens ausge-

ANZEIGENSPEZIAL

„Wir sind immer noch hungrig“

Zum 14. Mal in Folge konnte der Hamburger

Versicherungskonzern HanseMerkur mit

seinen 1289 Mitarbeitern ein überdurchschnittliches

Wachstum und nun auch den höchsten

Gewinn in der Geschichte des Unternehmens

vermelden. Wir sprachen mit dem Vorstandsvorsitzenden

Eberhard Sautter über die Erfolgsgeschichte

des Hamburger Versicherers.

Vor einem Jahr sagten Sie, dass Sie für die

HanseMerkur keine Wachstumsgrenzen sehen.

Bleiben Sie dabei?

Sautter: „Ja, klar! Wir haben im vergangenen

Jahr das zweitbeste Unternehmensergebnis aller

Zeiten erreicht. Nach Steuern war es mit 62,4

Millionen Euro sogar das beste.“

Sie haben das Überschreiten der Zwei-Milliarden-Beitragsmarke

für das Jahr 2017 in Aussicht

gestellt. Werden Sie das schaffen?

Sautter: „Das haben wir schon in diesem Jahr

geschafft, und damit deutlich schneller, als wir

es erwartet haben. Wir haben die CSS in Vaduz

übernommen und unter dem Namen Advigon

repositioniert. Das war natürlich ein Sondereffekt.

Außerdem haben wir zweistellige Wachstumsraten

in allen unseren Sparten erreicht.“

Wie erklären Sie dieses ungewöhnliche Wachstum?

Sautter: „Wir wachsen stärker als der Markt:

In der Krankenversicherung haben wir uns seit

über zehn Jahren einen sehr guten Ruf erarbeitet

und dadurch auch einen hohen Marktanteil

erreicht. In der Reiseversicherung haben wir

ebenfalls unseren Marktanteil seit Jahren weiter

ausgebaut. Wir konnten neue Partnerschaften

abschließen – zum Beispiel mit Air Berlin – und

alte Partnerschaften halten. Im Bereich Sachkomposit

– das sind zum Beispiel Hausrat-, Unfall-

oder Haftpflichtversicherungen – wollen

wir die 100-Millionen-Beitragsmarke erreichen.“

Wie konnten Sie Ihren Kundenbestand in nur

einem Jahr um 500.000 auf 9,2 Millionen steigern?

Sautter: „Einerseits aus der Übernahme mit

130 000 Verträgen. Dann die Brillenversicherungen

mit Fielmann und das Wachstum im

Reisemarkt. Wir wollen uns konsequent weiterentwickeln.

Wir sind immer noch hungrig!“

Die HanseMerkur weist ein Eigenkapital von

fast 350 Millionen Euro aus. Wie werden Sie

dieses Kapital einsetzen?

Sautter: „In Zeiten von Solvency II kann man

überhaupt nicht genug Eigenkapital ausweisen.

Das bedeutet für uns mehr unternehmerische

Freiheit.“

Die Fragen stellte Stefan Lipsky

HanseMerkur

Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit

Siegfried-Wedells-Platz 1, 20354 Hamburg

Tel. 040 / 41 19 – 0

info@hansemerkur.de

www.hansemerkur.de


WIRTSCHAFTSKRAFT

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

JUNI 2016

39

Auf zahlreichen Reitrouten lässt sich das

Münsterland erkunden. FOTO: KREIS WARENDORF

schilderten Radwegen lassen sich die Region individuell

mit dem Rad erkunden, und dabei

auch die schönsten Sehenswürdigkeiten entdecken.

Nicht nur auf den Wiesen und Höfen gibt

es heute immer mehr Pferde zu sehen. Denn

mit mehr als 100 000 Tieren und rund 1000

Pferdehöfen ist das Münsterland aktuell eine

der pferdereichsten Regionen Europas. Und mit

einem ebenfalls bestens ausgeschilderten Netz

an Reitwanderwegen lässt sich auch im Sattel

die Landschaft genießen. Etwa auf der 1000 Kilometer

langen Münsterland-Reitroute oder in

kleinen Etappen mit unterschiedlichen Längen.

Zahlreiche Veranstaltungen und Institutionen

runden die vielfältigen Angebote für Pferdefreunde

ab.

Gelegenheit zum Abschlagen und Ausspannen

bieten über 20 Golfplätze in der Region. Da

lässt sich vor Schloss-Kulisse das Handicap verbessern

oder im Schnupperkurs das Talent zum

Spiel mit dem kleinen Ball testen. Die ebene

Landschaft wie auch das hügelige Tecklenburger

Land sind ideal für Wanderungen, Nordic-

Walking-Parks für sportliche Herausforderungen.

Die großen Flüssen des Münsterlandes wie

Berkel, Bocholter Aa, Ems oder Werse bilden

zudem die Bühne für ereignisreiche Kanutouren.

Und für einen ansprechenden kulinarischen

Rahmen sorgen zahlreiche Gasthöfe und

Restaurants mit vielfältigem Angebot.

Gut ausgeschildert sind die Reitrouten im

Münsterland.

FOTO: IMKAMP

TAGEN SIE IM NORDEN.

Ob regionale Tagung oder internationaler

Kongress, wir bieten 15 Tagungs- und

Seminarräume für 10 bis 2000 Personen.

Musik- und Kongresshalle Lübeck

Willy-Brandt-Allee 10 . 23554 Lübeck

0451 / 7904 - 400 . kontakt@muk.de

www.muk.de

Musik- und Kongresshalle Lübeck


40

JUNI 2016

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

WIRTSCHAFTSKRAFT

ANZEIGENSPEZIAL

Norderstedt –

Blickrichtung Hamburg

Keine andere Stadt in der Metropolregion nutzt so geschickt

die Nähe zur Hansestadt wie NORDERSTEDT.

Die Stadt in Schleswig-Holstein ist Heimat von tesa,

CASIO und weiteren 5000 Unternehmen.

Lage, Lage, Lage lautet das Motto der Immobilienbranche.

Da wundert es nicht, dass

Norderstedt sich dies seit 1970 zunutze macht.

Die junge Stadt ist seitdem auf 78 000 Einwohner

gewachsen und zum stärksten Wirtschaftsstandort

am Rand der Hansestadt Hamburg geworden.

Große und bekannte Unternehmen,

die weltweit agieren, haben dort ihre Europazentralen

errichtet oder gleich die Produktion

verlagert. Jüngstes Beispiel ist der Schweizer

Luftbefeuchtungsspezialist Condair. Der Weltmarktführer

für Luftbefeuchtung und Verdunstungskühlung

hatte gerade Grundsteinlegung

und bezieht im Frühjahr 2017 ein neues Logistik-

und Produktionswerk sowie Vertriebsbüro

im Norderstedter Gewerbestandort Nordport.

Norderstedt heißt Fremde willkommen

Norderstedt lockt bewusst nicht mit Fördergeldern,

sondern überzeugt mit Standortfaktoren.

Aus diesem Grund hat sich auch Condair

unter 20 möglichen Standorten für Norderstedt

entschieden. „Weil hier unsere Anforderungen

an den neuen Standort erfüllt werden“,

sagt Geschäftsführer Oliver Zimmermann.

„Deutschland ist unser größter Absatzmarkt

in Europa. Wir werden damit näher an

unseren Hauptabsatzmärkten und Kunden

sein. Außerdem minimieren wir Wechselkursrisiken“,

sagt Zimmermann. Er ergänzt,

was Lage und Zahlen und Fakten allein nicht

widerspiegeln: „Norderstedt hat sich aber auch

durchgesetzt, weil wir gespürt haben, dass wir

hier willkommen sind. Sowohl das Land

Schleswig-Holstein als auch die Stadt Norderstedt

haben sich ehrlich um uns bemüht.“

Marc-Mario Bertermann, Geschäftsführer der

EGNO ergänzt: „Wahrscheinlich liegt es wirklich

in der DNA Norderstedts, Fremde mit offenen

Armen zu empfangen. So wurde Norderstedt

erst 1970, nicht zuletzt als Folge des


WIRTSCHAFTSKRAFT

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

JUNI 2016

41

UNTERNEHMER:

91 % EMPFEHLEN NORDERSTEDT

starken Bevölkerungswachstums durch den

Zuzug von Flüchtlingen nach dem Zweiten

Weltkrieg gegründet.“

Offen und ehrlich, zugleich nachhaltig und

wirtschaftsfreundlich zeigen sich Stadtverwaltung,

Politik und die städtische Entwicklungsgesellschaft

EGNO. Norderstedt optimal zu

positionieren, seine Stärken als Tor zur Metropolregion

Hamburg auszubauen und die Voraussetzungen

für ein gesundes und nachhaltiges

Wirtschaftswachstum zu schaffen, so versteht

die EGNO moderne Wirtschaftsförderung.

Und neben der Lage spielt der Stadt noch

etwas anderes in die Karten: Norderstedt hat

Fläche für Unternehmensansiedlungen.

www.norderstedt.de

www.egno.de

Die Norderstedter Unternehmer fühlen sich „ihrem Standort“

sehr verbunden und scheuen sich zu über 90 % nicht,

einem Freund oder guten Geschäftspartner die Stadt als

Unternehmensstandort zu empfehlen.

Dies ist ein Ergebnis einer Befragung durch die CIMA im

Jahr 2010 unter Unternehmern Norderstedts und in der Metropolregion

Hamburg. Konkret äußerten darüber hinaus

rund 80 der befragten regionalen Unternehmen ein grundsätzliches

Interesse am Standort Norderstedt (26 %). Das

sind nach Auffassung der CIMA gerade vor dem Hintergrund

des regionalen Wettbewerbs in der wirtschaftsstarken

Metropolregion Hamburg ausgesprochen gute Ergebnisse,

die in der Regel nur von Oberzentren im ländlichen

Raum mit einem großen Einzugsgebiet übertroffen werden.

www.cima.de


42

JUNI 2016

ATTRAKTIV FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

WIRTSCHAFTSKRAFT

Wie macht sich ein Unternehmen fit,

um attraktiv für Führungskräfte zu sein?

Die Menschen im Rheinland sind sehr offen und

zugänglich, das macht es auf geschäftlicher wie auf

privater Ebene einfach, Ideen und Innovationen

auszutauschen und gemeinsam an neuen Produkten

und ärkten zu arbeiten. ranchensezifische Netzwerkplattformen

bieten hier den idealen Nährboden,

getreu dem otto ork local think global made

in sseldorf.

STEPHAN SCHNEIDER

Vorstandsvorsitzender

Digitale Stadt Düsseldorf e.V

Attraktiv macht,

was glücklich macht.

Gerade weil sich der

Kampf um gute

Arbeitsplätze zu einem

Ringen um die klügsten

Köpfe wandelt, ist

die Zufriedenheit am

Arbeitsplatz zu einem

zentralen Faktor

geworden. Dabei ist

neben einem guten

Gehalt die persönliche

Entfaltungsperspektive

magebend.

Ein Unternehmen muss

eine eigene Identität jenseits

des reinen rofitstrebens

haben – und diese sowohl

nach innen als auch nach

auen ermitteln knnen.

DR. RALF WALDSCHMIDT

Intendant des Theaters

Osnabrück

DR. CARSTEN LINNENMANN

Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der

CDU/CSU und CDU-Bundestagsabgeordneter für den Kreis Paderborn


Eine starke Kombination für

einen starken Wirtschaftsraum

Puttgarden

179.000 Exemplare

Gesamtauflage

SCHLESWIG-

HOLSTEIN

Wangerooge

LÜBECK

BREMERHAVEN

HAMBURG

OLDENBURG BREMEN

Papenburg

Delmenhorst

Meppen

Verden

NIEDERSACHSEN

Lingen

Rheine

Tecklenburg

MÜNSTER

Coesfeld

OSNABRÜCK

Minden

BIELEFELD

HANNOVER

Hameln

WOLFSBURG

BRAUNSCHWEIG

Bocholt

NORDRHEIN-

WESTFALEN

Einbeck

GÖTTINGEN

DÜSSELDORF

KÖLN

Mit der Wirtschaftskombi auf

direktem Weg zu Ihrer Zielgruppe

in Nordwestdeutschland

Ohne Streuverluste · Überregional · Vorteilhafte Konditionen


44

JUNI 2016

MARKTFÜHRER

MARKTFÜHRER

WIRTSCHAFTSKRAFT

Lernen, engagieren

und loslassen

Wie man erfolgreich wird: Der Herzchirurg AXEL HAVERICH

schwört auf Wissbegierde, Ehrgeiz und Teamarbeit.

Von Bert Strebe

In der Dorfbücherei waren sie sauer auf ihn.

Man durfte zwei Bücher pro Woche ausleihen.

Er wollte vier. Immer. Und er redete immer so

lange, bis er vier mitnehmen durfte.

Das sei einer der Gründe dafür, wieso er so geworden

sei, wie er geworden sei, sagt Axel Haverich:

Wissbegierde. Und die treibe ihn bis heute

um. Er lese selbst dann, wenn er eigentlich keine

Zeit dafür habe. Nicht bloß Medizinisches –

auch Geschichte oder Philosophie oder Astronomie.

Und wenn Medizinisches, dann nicht nur

sein Fachgebiet, sondern auch Bücher über Neurologie

oder Innere Medizin.

So also wird man einer der berühmtesten

deutschen Herzchirurgen mit einer endlosen

Liste von wissenschaftlichen Erfolgen, Veröffentlichungen,

Mitgliedschaften und Ehrungen. Indem

man Ende der Fünfziger-, Anfang der Sechzigerjahre

in Humfeld, einem westfälischen

600-Seelen-Dorf, die Dame hinter dem Tresen

der Dorfbücherei nervt. Axel Haverich, der 1953

geborene Chef der Klinik für Herz-, Thorax-,

Transplantations- und Gefäßchirurgie an der

Medizinischen Hochschule Hannover, ging in

Humfeld zur Grundschule. Sieben Kilometer

weit weg in die eine Richtung wohnte Gerhard

Schröder, der spätere Bundeskanzler, sieben Kilometer

in die andere Richtung Frank-Walter

Steinmeier, der spätere Außenminister. „Wenn

wir nicht in Gummistiefeln aufgewachsen wären“,

hat Steinmeier mal gesagt, „wären wir Fußballprofis

geworden.“

Gut für die Welt, dass sie es nicht geworden

sind. Haverich ging in dem Örtchen Barntrup

aufs Gymnasium, spielte immerhin Handball in

Lemgo. „Sportlicher Ehrgeiz schadet auch nicht“,

sagt er. Vor allem aber wollte er immer wissen,

was neu war, was spannend war, was gut war,

und wurde Dauergast in der lippischen Landesbibliothek.

Mit einem Stipendium der Studienstiftung des

deutschen Volkes begann Haverich das Medizinstudium

an der MHH. 1978 hatte er seine Approbation,

1979 wurde er promoviert. Sein damaliger

Chef, der Chirurg Rudolf Pichlmayr, schrieb

in einem Gutachten, Haverich werde einmal einer

der hervorragenden Vertreter des Fachs werden.

Haverich dachte, es sei jemand anderes gemeint.


WIRTSCHAFTSKRAFT JUNI 2016 45

Persönliches

Ausbildung

Beruf

Lebensmotto

Hobbys

Ziele

ZUR PERSON

Axel Haverich

Geboren am 9. März 1953

in Lemgo

Medizinstudium an der Medizinischen

Hochschule Hannover

Herzchirurg

„Geht nicht, gibt’s nicht.“

Wandern, Schwimmen, Paddeln

„Vielen Menschen helfen, und dafür

die nächste Generation von Chirurgen

ausbilden.“

hat, Operationen, bei denen man den Erfolg

nicht berechnen konnte – aber die Patienten

wünschten sich den Eingriff,

um zu überleben.

Nach seiner ersten Herztransplantation

fuhr Haverich völlig

erschöpft nach Hause, schlief

zwei Stunden, wurde wieder

wach, sagte seiner Frau, es habe

keinen Zweck, und fuhr zurück

in die Klinik. Wo er in einem

Raum neben dem Krankenzimmer

des Patienten schlief. Der

eigene emotionale Einsatz sei

unverzichtbar, sagt er. Die Arbeit, die Menschen,

das alles müsse einem selbst am – natürlich –

Herzen liegen. Haverich weiß immer noch die

Volle Kanne bis

zum Schluss,

und dann

nicht mehr

einmischen.

Namen seiner ersten Herzpatienten und auch die

zahlreicher späterer Schützlinge. Abschalten sei

aber genauso wichtig, sagt er. Es habe Phasen gegeben,

in denen er 16 Stunden am Tag zumindest

mit dem Kopf in der Klinik gewesen sei. Inzwischen

ist ihm der Urlaub mit der Familie besonders

wichtig. Wandern in Norwegen, Paddeln.

Und was ist mit Niederlagen? Wie geht ein berühmter

Arzt mit Misserfolgen um? „Wandern

im Harz“, sagt Axel Haverich. „Mit dem Zelt.

Und ich komme erst wieder, wenn das verdaut

ist.“

1995 bekam er den Leibniz-Förderpreis von

der Deutschen Forschungsgesellschaft. 3 Millionen

Mark, die er investieren konnte, wo er wollte.

Er entschied sich für die regenerative Medizin.

Und daraus entstand dann die mitwachsende

Herzklappe, die Patienten im Kindesalter

ständige Operationen erspart. Auch das Exzellenzcluster

„Rebirth“, das auf Haverichs Initiative

zurückgeht, widmet sich dem Thema. Inzwischen

erforscht das Team den Ersatz unter anderem

von Herzmuskelgewebe. Apropos Team:

„Ich habe nie was allein gemacht“, sagt Haverich.

„Immer im Team. Immer auf

Augenhöhe.“

Er ist jetzt 63. Wie sieht es

mit dem Loslassen aus? Sein

früherer Vorgesetzter Hans

Georg Borst, erzählt Haverich,

habe ihm vor 20 Jahren

den Büroschlüssel überreicht

und sei dann aus der Stadt

weggezogen. So ähnlich habe

er das auch vor: „Volle Kanne

bis zum Schluss, und dann

nicht mehr einmischen.“ Nur wegziehen will er

nicht. „Na ja“, sagt er, „vielleicht ein bisschen

weiter aufs Land.“

Die Namen seiner

ersten Herzpatienten

weiß Axel Haverich

immer noch, auch die

zahlreicher späterer

Schützlinge.

FOTOS: VON DITFURTH

1983 ging er als Forschungsassistent an die

Stanford University in den USA. Die Zeit dort

habe ihm sehr genützt, erzählt er. Er lernte nicht

nur noch eine Menge über das wissenschaftliche

Arbeiten, er lernte auch, seine Ergebnisse zu präsentieren.

Ein Erfolg nützt nur die Hälfte, wenn

niemand davon erfährt. „Ohne das Jahr in den

USA wäre ich nicht so weit gekommen“, sagt

Axel Haverich.

Mit 32 Jahren wurde er Oberarzt der Herzchirurgie

der MHH, und nach einer dreijährigen

Zwischenstation in Kiel (schon als Professor)

kehrte er 1996 als Klinikdirektor nach Hannover

zurück. Wo er jetzt in weißer Arzthose und im

grünen Pulli in seinem Büro sitzt und erzählt,

wie er damals mit Lungentransplantationen angefangen

hat. Dass er auch riskante OPs gemacht

Gruppenbild: Axel Haverich, Thorsten Wahlers, Kwabena Frimpong-Boateng,

Professor Hans Georg Borst und Hans-Jochen Schaefers (von links).


46

JUNI 2016

MARKTFÜHRER

WIRTSCHAFTSKRAFT

Kölns kreative Kraft

Nicht nur die Großen der Branche sind in der Rheinmetropole vertreten, auch viele kleine

roduktionsfirmen und freie Studios machen KÖLN ALS MEDIENSTADT erfolgreich. Die

Stadt ist Wachstumsmotor für die Kultur- und Kreativwirtschaft in ganz NRW.

Köln ist eine Medienstadt, wenn nicht gar

die Medienhauptstadt der Republik. Denn

nicht nur Fernseh- und Radiosender sind hier

zu Hause, auch zahllose Produktionsfirmen haben

sich im Umfeld angesiedelt, die mit kreativem

und handwerklichem Know-how die Basis

für erfolgreiche Produktionen auf vielen Kanälen

schaffen. So hat neben dem WDR, der größten

öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt Deutschlands,

auch die RTL Group mit Deutschlands

erfolgreichstem Privatsender RTL sowie VOX

und n-tv in Köln ihre Zentrale. Auch mehrere

kleinere Spartensender fühlen sich in diesem

Umfeld wohl.

Viele erfolgreiche Produktionen kommen

nicht nur aus den Sendehäusern der Anstalten,

sondern werden auch in freien Studios produziert.

Rund 40 Sendungen werden regelmäßig

in der Medienstadt Köln aufgezeichnet. Sie sind

Magnet für eine Vielzahl an Zuschauern, die

Die WDR-Sendung

„Zimmer frei“

mit Christine

Westermann

und Götz Alsmann

hat längst

Kultstatus

erreicht, hier

mit Nina Hagen

(Mitte) als Gast.

FOTO: WDR/HAJO HOHL

den Aufzeichnungen und Liveshows beiwohnen.

Doch nicht nur im Bereich Fernsehen und

Radio ist die Wirtschaftsregion Köln stark aufgestellt.

Ob Film oder Fernsehen, ICT oder Games,

ob Großunternehmen oder kleine Ideenschmieden:

Die Kölner Medienakteure sind offen

für Herausforderungen, arbeiten branchenübergreifend

an neuen Entwicklungen und sind

auf vielen Gebieten marktführend – manchmal

sogar weltweit.

Etablierte Unternehmen finden sich dort

ebenso wie vielversprechende Start-ups. Weil

ihre Konzentration auf einen Standort Synergieeffekte

auch auf andere Branchen ermöglicht,

können Medienschaffende in Köln besonders

gut die Chancen nutzen, die ihnen die Medienkonvergenz

eröffnet. In Köln werden Inhalte

geschaffen und verbreitet, aber auch Gegenwart

und Zukunft der Medienbranche aktiv

mitgestaltet. Zudem ist die Domstadt Schauplatz

wichtiger Messen, Kongresse und Festivals

und damit auch Zentrum für die Akteure aus

unterschiedlichen Medien- und Kulturbranchen.

Die Rheinmetropole ist mit diesem Angebot

zugleich ein Wachstumsmotor für die Kulturund

Kreativwirtschaft in Nordrhein-Westfalen

und hat sich erfolgreich vom Landes- und Bundestrend

abgekoppelt, so das Ergebnis einer aktuellen

Analyse der IHK Köln.

Gebäude-Service

Bergstr. 24-26, 33803 Steinhagen

Tel.: 05204-91470

Stoll Gebäude-Service bietet Dienstleistungen rund

um das Gebäude von der Reinigung bis zu Sicherheitsund

Pförtnerdiensten sowie weiteren infrastrukturellen Aufgaben.

Geschulte Mitarbeiter arbeiten deutschlandweit

dafür, dass Gebäude nicht nur sauber bleiben,

sondern auch ihren Wert behalten.

www.stoll-gebaeudeservice.de


WIRTSCHAFTSKRAFT

MARKTFÜHRER

JUNI 2016

47

Aufbruch in die Zukunft

Der CAMPUS HANDWERK ist einzigartig in Deutschland. In Bielefeld werden erstmals

Verwaltung, Ehrenamt und Werkstätten unter einem Dach verbunden. Der Knüller ist

das Kompetenzzentrum für Intelligente Gebäudetechnologie.

Von Michael Diekmann

Der Campus Handwerk ist ein Hingucker.

Für Durchreisende im ICE ebenso wie für

die Vielzahl der Besucher, die seit Oktober 2015

die Adresse unmittelbar am Hauptbahnhof von

Bielefeld aufgesucht haben. Der Campus ist das

Vorzeigeprojekt für 63,4 Millionen Euro im

Neuen Bahnhofsviertel und gut erreichbar.

Schließlich werden hier bundesweit Fachkräfte

und Firmen geschult.

Der Besuch auf dem Campus verdeutlicht die

Dimensionen und die Bedeutung, die dem neuen

Kompetenzzentrum innerhalb des bundesweit

einmaligen Campus-Projekts zukommt. Es

ist, wie die projektverantwortlichen Hauptgeschäftsführer

Michael Heesing, Präsidentin

Lena Strothmann und Projektleiterin Dr. Maribel

Illig sagen, die logische Verbindung bereits

erfolgreicher Einzelgewerke.

Chef des Vorzeigezentrums ist Roland Willrich.

Der Elektrotechniker weiß um die Bedeutung

moderner Gebäudetechnik. Gebäudemanagement

der Zukunft geht nur in einer starken

Gemeinschaft, der Verbindung aus Tradition

und Moderne.

Ein Hingucker: Der Campus Handwerk ist

2015 in Bielefeld als Kompetenzzentrum

gegründet worden. FOTOS: SCHWABE, STARKE

Das Zentrum ist Teil der Intelligenten Gebäudetechnologien

mit den Fachbereichen Elektrotechnik,

Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

und Metalltechnik. Inklusive des öffentlich geförderten

Kompetenzzentrums werden hier unter

dem Dach des Campus allein 21 Mitarbeiter

tätig sein. Es gibt im Campus 35 Fachräume, davon

21 für Gebäudetechnologie und neun allein

für Elektrotechnik.

Das beste Beispiel für die Notwendigkeit des

modernen Gebäudemanagements ist der Campus

selbst. Die Menge der Technik beeindruckt.

Klimatechnik, ein eigenes Blockheizkraftwerk,

feinste elektrische Bus-Technologie machen das

Millionenprojekt zum Spiegelbild dessen, was

aktuell in Gebäudemanagement möglich ist

und wo die Reise hingeht. Und das gilt für Kliniken,

Bürohäuser, Industrie, Schulen – für einfach

alle Objekte. Schließlich fallen 80 Prozent

der gesamten Lebenszykluskosten als Betriebskosten

während der Nutzungsphase an. Willrich:

„Hier bekommt die Vernetzung eine besondere

Bedeutung.“

Die Auftragsbücher des neuen Bildungszentrums

sind gut gefüllt. Meister, Techniker und

Ingenieure werden geschult in den technischen

Einzeldisziplinen. Kommt das Kompetenzzentrum

dazu: Das Angebot umfasst Seminare,

Lehrgänge für bundesweit agierende Unternehmen

wie Hammer, Hörmann, Hermes oder Essmann.

Roland Willrich: „Wir qualifizieren Mitarbeiter

im Dienstleistungsbereich gezielt in

Einzelaufgaben wie Elektrotechnik.“ Dabei kooperiert

die OWL-Kammer mit Einrichtungen

in Oldenburg und Erfurt, ist in ihrem eigentlichen

Aufgabenbereich aber bundesweit exklusiv.


48

JUNI 2016

MARKTFÜHRER

WIRTSCHAFTSKRAFT

die Skulptur Projekte 1977. Sie sollten

einem breiten Publikum eine alltägliche

Auseinandersetzung mit moderner

Skulpturenkunst ermöglichen.

Der Streit und seine Konsequenzen

erwiesen sich als Glücksfall für Münster.

Die Skulptur Projekte sind heute

weltweit einzigartig: Alle zehn Jahre untersuchen

internationale Künstlerinnen

und Künstler die Beziehung von Kunst,

öffentlichem Raum und urbanem Umfeld

und entwickeln ortsspezifische

neue Arbeiten. Für rund 100 Tage verwandelt sich

Münster dann in ein internationales Kunstzentrum,

gibt es auf Straßen und Plätzen eine große

Vielfalt an moderner Kunst zu entdecken.

Zum fünften Mal wird mit den Skulptur Projekten

vom 10. Juni bis 1. Oktober 2017 nicht nur

die Kunstwelt nach Westfalen geholt. Zu einer inie

Kunstwelt

ommt nach Westfalen

Die Stadt Münster hat eine einzigartige Tradition der Kunst im öffentlichen

Raum. SKULPTUR PROJEKTE machen Münster zum internationalen

Kunstzentrum – alle zehn Jahre, 100 Tage lang. 2017 ist es wieder so weit.

Thomas Schüttes

„Kirschensäule“

steht mitten im

urbanen Raum.

Ein ungewohnter

Anblick, der den

Münsteranern Kunst

näherbringen soll.

Am Anfang stand ein Streit. George Rickeys

Skulptur „Drei rotierende Quadrate“ sorgte

in Münster für heftige Aufregung. Klaus Bußmann,

damaliger Kustos und späterer Direktor

des Westfälischen Landesmuseums, initiierte daraufhin

gemeinsam mit Kasper König

WIN |WIN

EchtePartnerschaft im Mittelstand. .

Bauprojektemit höchster Qualität,Transparenzund Kostensicherheitvon Anfang an.Das funktioniert nurineiner

echten Partnerschaft.Erfahren Siemehrüberdas volltransparenteRuP Partnerschaftsmodell.

Rücken &Partner Gruppe |Ingenieurleistungen undBauausführungsdienstleistungen

Industriestr. 26a|49716 Meppen |T+49 (0) 5931 9989-200 | www.rup-gruppe.de


WIRTSCHAFTSKRAFT

MARKTFÜHRER

JUNI 2016

49

Nicht die Menschen

müssen ins

Museum kommen,

sondern die Kunst

kommt zu den

Menschen. Dies ist

eine der Ideen der

Skulptur Projekte der

Stadt Münster.

FOTO: LWL-MUSEUM FÜR KUNST

UND KULTUR/

ROMAN MENSING

ternationalen Schau, die „vergleichbar ist mit der

Documenta in Kassel“, wie Matthias Löb, Direktor

des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe

(LWL), betont. Er trägt gemeinsam mit der Stadt

Münster die Veranstaltung. Mit dem Neubau des

LWL-Museums für Kunst und Kultur erhalten die

Projekte zudem ein neues „Basislager“ als Ausgangspunkt

für die Touren zu den Kunstwerken

und für Veranstaltungen. Für die Skulptur Projekte

entwickeln die beteiligten Künstler ortsbezogene

Arbeiten in unterschiedlichen Medien –

Materialien der klassischen Bildhauerei genauso

wie temporäre Installationen und Performances

–, mit denen sie sich in die baulichen, historischen

und gesellschaftlichen Kontexte der Stadt

Münster einschreiben. Gleichzeitig weisen die

Projekte weit über den konkreten Ort hinaus:

Themen der globalen Gegenwart und Reflexionen

über zeitgenössische Begriffe von Skulptur

fließen in die künstlerischen Auseinandersetzungen

genauso mit ein wie aktuell Fragen zum Verhältnis

von öffentlichem und privatem Raum in

Zeiten zunehmender Digitalisierung.

www.skulptur-projekte.de

Alle zehn Jahre verwandelt sich die

Stadt Münster in ein internationales

Kunstzentrum.

FOTOS: LWL-MUSEUM FÜR KUNST UND KULTUR/

RUDOLF WAKONNIGG

Hölscher Wasserbau

unterwegs in Europas Großstädten

ANZEIGENSPEZIAL

Mit 490 Mitarbeitern an acht deutschen

Standorten ist die Harener Hölscher

Wasserbau GmbH bei vielen internationalen

Großprojekten ein verlässlicher und gefragter

Partner in den Bereichen Wasserhaltung, Umwelttechnik,

Brunnenbau und Grundwassermanagement.

Im Bereich des Grundwassermanagements

hat das Unternehmen namhafte Projekte in europäischen

Großstädten abgewickelt. Zu den

Projekten gehören der Autobahntunnel A2

Maastricht, der Metroring Kopenhagen und das

Bahnprojekt „Stuttgart 21“. Dort waren die Ingenieure

unter anderem für die Baugrundsicherung,

den Brunnen- und Rohrleitungsbau sowie

die Wasseraufbereitungsanlagen zuständig.

Internationale Standorte von Hölscher Wasserbau

befinden sich in Polen, den Niederlanden,

Rumänien, Österreich, Dänemark, Großbritannien

und Katar.

Hölscher Wasserbau GmbH

Hinterm Busch 23

D-49733 Haren

www.hoelscher-wasserbau.de


50

JUNI 2016

MARKTFÜHRER

WIRTSCHAFTSKRAFT

Nordwesten

im Kleinformat

Im MINIATURLAND IN LEER lässt sich Ostfriesland im

Kleinformat bestaunen. Seit fünf Jahren läuft die

Ausstellung mit großem Erfolg. Jetzt wird sie ausgebaut –

damit sie irgendwann die größte Modellanlage der Welt ist.

Von Peter Ringel

Blaulicht huscht über den Deich. Aus dem

umgekippten Tanklaster schwappt Öl

über den Asphalt. Doch halb so schlimm – die

Feuerwehr sprüht schon Watteschaum auf die

zähe Masse, die im Maßstab 1:87 auf der Straße

klebt. Die kleine Welt im Leeraner Miniaturland

bleibt unversehrt.

Halb Ostfriesland haben die Modellbauer

auf etwa 600 überdachte Quadratmeter gestaucht.

Derzeit basteln sie daran, nach und

nach den gesamten Nordwesten detailgetreu

nachzubilden. Der Oldenburger Jugendstil-Bahnhof

und die Karussells auf dem Kramermarkt

sind schon fertig. Ende August soll

die neue Halle öffnen. Dann wird die Anlage

laut Initiator Wolfgang Teske die größte Miniaturwelt

Deutschlands sein, in den kommenden

Jahren soll sie die weltweit größte werden.

Beratung mit Gehalt

Die Status-Potenzialanalyse

Entscheiden Sie auf Basis klarer

Fakten über die intelligente Nutzung

Ihres Personalbudgets. Wappnen

Sie sich so in einem schwierigen

demografischen Umfeld gegen fehlende

Fachkräfte. Um Unternehmen

eine sichere Grundlage zu geben,

bieten wir die Status-Potenzialanalyse.

Dort finden Sie fundierte Angaben

zu Altersstruktur, bestehender betrieblicher

Altersversorgung (bAV)

und weiteren Zusatzleistungen. So

ist die bAV integraler Bestandteil

einer intelligenten Vergütung, steht

aber wiederholt in der Kritik: Bei

niedrigen Zinsen lohne Sparen nicht.

Diese Behauptung trifft nicht den

Kern. Die Rendite der bAV resultiert

auch aus Steuer- und Sozialversicherungsvorteilen.

Der Nettoaufwand kann zu einem

verdoppelten Beitrag führen. Das bietet

keine andere sichere Sparform.

Halten Sie Ihre Positionen gut besetzt!

Nutzen Sie daher die bAV im Unternehmen

zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit

und –bindung und

analysieren Sie Ihre Mannschaft mit

uns!

www.status-beratung.de

0441.3404910


WIRTSCHAFTSKRAFT

MARKTFÜHRER

JUNI 2016

51

ehr als 2 Millionen Euro hat der Softwarenternehmer

bereits investiert, weitere

,5 Mil lionen Euro kostet der Ausbau.

Typisches aus der Region lässt sich im Miniformat

wiederfinden: ein Fest unterm Maibaum,

Torfstiche, Backsteinbauten. Historische

Mühlen drehen sich neben modernen

Turbinen. Nach einem festen Rhythmus wird

es wieder Tag in Klein-Ostfriesland. Ebbe und

Flut fehlen zwar, dafür gleitet alle zweieinhalb

Stunden ein Kreuzfahrtschiff über die Plastik-Ems

gen Nordsee.

Hat sich Teske mit der Kunstwelt einen

Kindheitstraum verwirklicht? „Mit Modellbau

hatte ich vorher nichts zu tun“, stellt er nüchtern

klar. „Die Anlage ist eine Investition in

ein touristisches Konzept. Das muss sich irgendwann

rechnen.“ Die Chancen dafür stehen

gut. Seit dem Start vor fünf Jahren kommen

rund 80 000 Besucher pro Jahr.

„Fertig ist man hier nie“, sagt Modellbauer Oliver Hatting (BIld links). Mehr als 70 000 Figuren

tummeln sich in der Miniaturwelt. Auch eine Plastik-Ems gibt es.

FOTOS: RINGEL

Modellbauer Oliver Hatting hat im Plastikland

auch ein paar Gags versteckt: ein Schaf

mit Irokesenschnitt oder den Sensenmann

vorm Außenklosett. Etwas künstlerische Freiheit

ist bei aller Authentizität erlaubt. „Auch

bei den Proportionen muss man ein bisschen

tricksen“, bekennt Hatting. Mehr als 70 000 Figuren

tummeln sich in der Zwergwelt, auf sieben

Kilometer Straßen und Schienen kurven

Hunderte Züge, Busse und Lastwagen. Hatting

holt einen Wagen von der Böschung, tauscht

den Akku und seufzt: „Fertig ist man hier nie.“

Das ideale

Umfeld.

Unternehmer im ecopark wissen:

Wo Mitarbeiter sich wohlfühlen, da

leisten sie gute Arbeit. Investieren

auch Sie in ein gutes Umfeld – für Ihre

Mitarbeiter und für Ihr Unternehmen.

Im ecopark an der Hansalinie A1.

ecopark – der Qualitätsstandort.


52

JUNI 2016

MARKTFÜHRER

WIRTSCHAFTSKRAFT

Von Fishtown

zur Klimastadt

Es ist ein ehrgeiziges Ziel: BREMERHAVEN will bis zum Jahr 2020

seinen CO 2 -Ausstoß radikal reduzieren. Es ist nicht das einzige

klimafreundliche Projekt der Stadt.

Ein Klimahaus

hat Bremerhaven

schon.

Dort kann

Klima hautnah

erlebt werden.

FOTO: KLIMAHAUS

Informieren Sie sich jetzt

unter: www.bwsag.de

seriös * sicher * diskret

Banken unabhängige Wertschließfächer

Sichern Sie jetzt

Ihre wertvollsten Dinge.

Geld, Gold, Wertpapiere, Dokumente

Domshof 8-12, 28195 Bremen

Tel.: 0421-68805886 - info@bwsag.de

Von Kerstin Loran

Bremerhaven wandelt sich. Im

Fahrwasser von Windenergieunternehmen,

Forschungseinrichtungen

und dem Klimahaus

Bremerhaven hat die Stadt

sich zur Klimastadt ernannt. Das

vorhandene Know-how soll im

Projekt „Kurs Klimastadt Bremerhaven“

gebündelt werden. Mithilfe

von Bürgern und Wirtschaft soll

bis zum Jahr 2020

!

der CO 2-Ausstoß

um 40 Prozent gegenüber

1990 gesenkt

werden.

Wegbereiter dieser

Strategie ist das

1980 in Bremerhaven

gegründete

Alfred-Wegener-Institut

für Polar- und

Meeresforschung. Mit Forschungsschiffen,

Polarstationen,

Observatorien und in Laboren

werden seit 36 Jahren die kalten

und gemäßigten Zonen der Erde

erforscht. Wissenschaftler verschiedener

Disziplinen arbeiten

gemeinsam an der Erforschung

von Klima-, Bio- und Geosystemen.

Entscheidungsträgern aus

Politik und Wirtschaft werden valide

Daten über diese rohstoffreichen

wie sensiblen Regionen zur

Verfügung gestellt.

Seit 2009 verfügt Bremerhaven

über einen weiteren Klima-

Leuchtturm, das Klimahaus. In

der Wissens- und Erlebniswelt zu

den Themen Klima, Klimawandel

und Wetter gehen jährlich etwa

600 000 Besucher auf eine Reise

entlang des achten Längengrades.

Sie wandern durch die unterschiedlichen

Klimazonen und

Landschaften von den Alpen über

die Sahelzone, die Antarktis bis in

die Südsee. Sie

Ziel der Ausstellung

ist es, den Besuchern

die Zusammenhänge

von Wetter und Klima

näherzubringen und zu

vermitteln, was jeder

Einzelne zum Klimaschutz

beitragen kann.

erleben das jeweilige

Klima hautnah.

Ziel der Ausstellung

ist es, den

Besuchern die

Zusammenhänge

von Wetter und

Klima näherzubringen

und zu

vermitteln, was

jeder Einzelne zum Klimaschutz

beitragen kann.

Das Gebäude selbst ist nicht

nur architektonisch ein Highlight

am Alten Hafen. Es verfügt auch

über ein klimaschonendes Energiekonzept

mit Photovoltaikanlagen,

Kraft-Wärme-Kopplung,

Wärmerückgewinnung, Geothermie

und einer speziellen Raumlufttechnik.

Es trägt so seinerseits

dazu bei, dass die Klimastadt Bremerhaven

ihr ehrgeiziges Klimaziel

im Jahre 2020 erreicht.


WIRTSCHAFTSKRAFT

MARKTFÜHRER

JUNI 2016

53

Roboter lernen fühlen

Forscher entwickeln derzeit eine NEUE ROBOTERGENERATION AN DER

LEIBNIZ UNIVERSITÄT HANNOVER. Die mechanischen Helfer sollen

zu einem echten Partner des Menschen werden.

Prof. Sami Haddadin

bringt Robotern

Sanftmut bei. Taktile

Sensorik heißt das,

was sie lernen müssen.

FOTOS: WALLMÜLLER

Von Stefan Winter

und Rüdiger Meise

Roboter kennen wir als eher grobe Gesellen.

In Fabrikhallen führen sie ein sonderbar

starres Ballett auf, umgeben vom Funkenregen

ihrer Schweißgeräte. Sami Haddadin sieht Roboter

anders. Der Professor bringt ihnen Sanftmut

bei, will sie als Haushaltshilfe und als Unterstützung

von Pflegekräften einsetzen, überträgt

ihr Prinzip zum Beispiel auf Armprothesen.

„Der Roboter kann zu einem echten Partner

für den Menschen werden“, sagt der

Forscher, der es als Mittdreißiger schon zum

Leiter des Instituts für Regelungstechnik an der

Leibniz Universität Hannover gebracht hat, wo

Biomedizin und Biomedizintechnik ein Profilschwerpunkt

sind.

Die Voraussetzung für partnerschaftliche

Umgangsformen ist „taktile Sensorik“: Der Roboter

muss „fühlen“ können, was er tut. Bisher

arbeiten die mechanischen Helfer starr ihr Programm

ab, was sie für Menschen manchmal zur

Gefahr statt zum Partner macht. In Fabriken

kommen sie deshalb meist nur eingezäunt zum

Einsatz, an Arbeit „Hand in Hand“ war bisher

nicht zu denken. Wenn jetzt überall von Industrie

4.0 gesprochen wird, hat das auch etwas mit

einer neuen Generation von Robotern zu tun –

einer, die auf ihre Umgebung reagieren kann.

Haddadin demonstriert das an einer Tafel,

die von einem Roboterarm mit genau dosierter

Kraft gewischt wird – bis er seinen Arm vor die

Tafel hält. Der Roboter berührt ihn, zuckt zurück

und fährt langsam wieder in seine Aus-

gangsstellung. „Gängige Roboter erkennen

die Fläche, die sie bearbeiten, gar nicht“,

sagt Haddadin: „Sie würden an der gleichen

Stelle weiter wischen, wenn man

die Tafel entfernt.“

Die dritte Robotergeneration ist

keine Zukunftsmusik mehr, die

Technologie steht kurz vor der Serienreife.

„Wir sind an einem Punkt, an

dem wir in der realen Welt sehr viel

bewirken können“, sagt Haddadin.

Genau deshalb hat er sich gegen

die Grundlagenforschung und

für die Anwendungsorientierung

entschieden.

Die Fortschritte registriert

nicht nur ein kleiner Forscher-

kreis. Großkonzerne interessieren sich für

die Technologie, und im vergangenen Jahr wurde

die Arbeit von Haddadins Team mit dem Alfried-Krupp-Förderpreis

für junge Hochschullehrer

ausgezeichnet: Für fünf Jahre werden

Forschung und Lehre mit insgesamt einer Million

unterstützt.

Das Geld soll vor allem für die Forschung an

der Neuroprothetik eingesetzt werden. Denn

den Wissenschaftler hat nicht die Automobilindustrie

nach Hannover gelockt, sondern – neben

familiären Wurzeln – die Medizinische

Hochschule. Am Institut wird gerade eine elektronisch

gesteuerte Armprothese entwickelt,

die über Hirnströme gesteuert wird –

sozusagen mit der Kraft der Gedanken.

Die macht sich allerdings noch nicht der

Roboter, sondern immer noch der Mensch.


54

JUNI 2016

MARKTFÜHRER

WIRTSCHAFTSKRAFT

ANZEIGENSPEZIAL

AVE: Bild-, Licht- und

Sounderlebnis vom Feinsten

Spektakuläre Medientechnik ist das Markenzeichen der

AUDIO VISUAL EQUIPMENT VERHENGSTEN GMBH & CO.

Ihre Experten machen aus einem Event ein unvergessliches Erlebnis.

Die jährliche Silvesterparty am Brandenburger

Tor ist ein Höhepunkt für die Mannschaft

von AVE: Wenn Weltstars das Riesenpublikum

begeistern, sorgen die Spezialisten des

Medientechnikunternehmens für den aufregenden

Rahmen. Bild, Licht und Ton, dazu Servertechnik

und Software hat das Team von Geschäftsführer

Klemens Jakob fest im Griff.

„Ausgefeilte, spektakuläre Medientechnik ist

unser Markenzeichen. Egal ob es sich um temporäre

Lösungen für Großveranstaltungen wie

am Brandenburger Tor handelt, um Messeshows

und Aktionärsversammlungen oder

um Festinstallationen in Hallen und Gebäuden“,

sagt der 62-jährige Techniker, dessen Team aber

auch viele kleinere Veranstaltungen realisiert.

„Hauptsache, es läuft und der Kunde ist glücklich“,

sagt Jakob und lächelt.

Wie im Falle der Geschäftsführung eines Automobilherstellers,

für die AVE die Medientechnik

der Besprechungsräume plante und installierte.

„Das sollte alles vom Feinsten sein, aber

nicht sichtbar“, sagt Jakob. So entwickelte das

Unternehmen eine bestechende Lösung: Ein

Wisch übers Tablet – und ein verborgener Projektor

wirft gestochen scharfe Bilder und Videos

auf die eben noch simple weiße Wand.

Diese Fähigkeit, mit den Kunden aus Industrie,

Mittelstand, Institutionen und Verbänden

individuelle Lösungen zu finden, die technisch

und gestalterisch höchstes Niveau erreichen,

macht AVE zu einem der führenden deutschen

Medientechnikunternehmen.

Für eine Unternehmenspräsentation entwickelte

das Team eine Lösung, bei der acht Tonnen

Projektionstechnik Boden und Wände bespielten.

Und zur Feier eines Finanzdienstleisters

bauten die AVE-Techniker im Hafen von

Malta acht Türme, von denen aus 40 Projektoren

die Hafenszenerie in faszinierende Farbspiele

tauchten.

„Solche Projekte sind nur möglich, weil wir

sie mit dem Kunden und den anderen Gewerken

gemeinsam entwickeln und umsetzen. Das

ist das Geheimnis unseres Erfolgs“, sagt Jakob,

unter dessen Ägide das Unternehmen von neun

auf 57 Mitarbeiter gewachsen ist.

Gegründet wurde AVE 1973 in Bergisch-Gladbach

bei Köln. Die Niederlassungen in Niedersachsens

Landeshauptstadt, in Berlin, München,

Mailand und Schanghai kamen erst später

hinzu. „Aber Hannover“, sagt Jakob, der selbst

aus der Stadt stammt, „ist ein so starker Industriestandort,

dass wir hier am stärksten gewachsen

sind. Mit unseren Kunden.“

AVE Audio Visual Equipment

Verhengsten GmbH & Co.

Völgerstraße 15

30519 Hannover

Tel. 05 11 /41 04 46 – 0

www.avepro.net

jakob@avepro.net


Der Unterschied zwischen

Zufriedenheit und Begeisterung

• Videotechnik

• Tontechnik

• Lichttechnik

• Steuerungstechnik

Unser Full-Service umfasst die Planung, Ausstattung und Durchführung von

Installationen jeder Größenordnung und Art – an fast jedem Ort. Unsere Liebe zum

Detail bei der Konzeption und Planung bis hin zur Organisation und Realisierung

macht dabei den Unterschied zwischen Event und Erlebnis. Unser Mietangebot für

Shows, Messeauftritte, Produktpräsentationen, Seminare und Tagungen deckt die

gesamte Bandbreite ab – von der einfachen Installation bis hin zur anspruchsvollen

Komplettlösung. Unsere Produkte entsprechen nicht nur dem neuesten Stand der

Technik, sie stammen außerdem ausschließlich von weltweit führenden Herstellern.

Wir sind für Sie da.

AVE – Köln

AVE Audio Visual Equipment

Verhengsten GmbH & Co.

De-Gasperl-Straße 3

51469 Bergisch Gladbach

Tel.: 0 22 02/96 97-0

Fax: 0 22 02/96 97-555

AVE – Berlin

AVE Audio Visual Equipment

Verhengsten GmbH & Co.

Köpenicker Straße 9

10997 Berlin

Tel.: 030/49 87 89-0

Fax: 030/49 87 89-49

AVE – Hannover

AVE Audio Visual Equipment

Verhengsten GmbH & Co.

Völgerstraße 15

30519 Hannover

Tel.: 05 11/410 446-0

Fax: 05 11/410 446-46

AVE – München

AVE Audio Visual Equipment

Verhengsten GmbH & Co.

Salzstraße 8

85622 Feldkirchen

Tel.: 089/90 93 93-0

Fax: 089/90 93 93-93

IHR PARTNER FÜR PROFESSIONELLE MEDIENTECHNIK


56

JUNI 2016

MARKTFÜHRER

WIRTSCHAFTSKRAFT

Das Tor zur Welt

7200 Hektar groß ist der HAMBURGER HAFEN.

Eine Viertelmillion Arbeitsplätze in ganz

Deutschland sind abhängig von ihm.

Der dänische Weg im Private Banking!

Die Jyske Bank ist die zweitgrößte unabhängige

dänische Bank und setzt seit mehr als 40 Jahren

auf das Unternehmensfeld der privaten Anlageund

Vermögensberatung.

„Die dänische Mentalität ist fantastisch. Die

Dänen sind generell sehr ausgeglichen und setzen

in ihren Entscheidungen auch auf den gesunden

Menschenverstand“, strahlt Thies Reimers, der in

Hamburg als Senior Wealth Management Adviser

der Jyske Bank tätig ist. Kein Wunder, dass sich die

Jyske Bank mit den Worten „Persönlich. Ehrlich.

Nah.“ beschreibt.

„Als dänische Bank haben wir naturgemäß eine

enge Bindung zu Skandinavien. Mit mehr als

40 Jahren Erfahrung im Private Banking wissen

unsere Berater aber vor allem, welche Wege in der

Direkter Zugang zum

skandinavischen Markt

nordischen Wirtschaft zu gehen sind. Mit unserem

einzigartigen ökonomischen Know-how eröffnen

wir unseren Kunden den direkten Zugang zum

skandinavischen Markt“, erklärt Reimers. Aus

gutem Grund, denn der Markt Skandinaviens ist seit

mehreren Jahren überdurchschnittlich gewachsen.

Mit mehr als vier Jahrzehnten Sachkenntnis,

Praxis und Kompetenz in der privaten Anlage-

In Hamburg trifft sich das Team der Jyske Bank (v.l.):

Kirsten Hansen, Gudrun Krüger und Thies Reimers

und Vermögensberatung eröffnet die Jyske

Bank ihren Kunden völlig neue Chancen und

Anlagemöglichkeiten für ihr Kapital. Vor knapp

5 Jahren beschloss die Jyske Bank seinen

deutschsprachigen Kunden von Hamburg aus

den Zugang zum Private Banking in Kopenhagen

zu ermöglichen, wo die Kundenverhältnisse

geführt werden. Heute ist Thies Reimers mit

seiner dänischen Kollegin Kirsten Hansen erster

Ansprechpartner für die potenziellen Neukunden

aus Hamburg und Umgebung.

Der Einstieg in das Private Banking mit seiner

individuellen Anlageberatung erfolgt bei der

Jyske Bank bereits ab einer Summe von 150.000

Euro. Wie das eingesetzte Kapital angelegt wird,

entscheidet sich in den individuellen Beratungen.

„Private Banking ist absolute Vertrauenssache, bei

der sich unsere Kunden wohlfühlen sollen und in die

Entscheidungen einbezogen werden. Wir nehmen

uns die Zeit, um mit den Kunden und Interessenten

die bestmögliche Anlagestrategie zu entwickeln“

lässt Reimers wissen.

Die Jyske Bank überzeugt mit ihrer offenen Art

der Beratung und ist erfrischend anders. Das

mag auch damit zusammenhängen, dass sie eine

konsequente Non- Bonuspolitik verfolgt, die sich

vom Berater bis zur Geschäftsführung durchzieht.

Durch diese Bankpolitik schafft die Jyske Bank die

Voraussetzung einer objektiven Kundenberatung,

da keiner der Mitarbeiter aus Eigeninteresse handeln

kann. Diese Politik hat sich herumgesprochen,

Keine Bonuszahlungen

so dass die Berater aus Kopenhagen mittlerweile

bundesweit unterwegs sind, um ihre Kunden direkt

vor Ort zu treffen – eben ganz getreu dem Leitmotiv

„Persönlich. Ehrlich. Nah.“

Persönlich. Ehrlich. Nah.

jbpb.de

Jyske Bank Private Banking

Ballindamm 13 • 20095 Hamburg

Tel.: 040 /3095 10-28 • E-Mail:

privatebanking@jyskebank.de

Jyske Bank Private Banking ist eine

Geschäftseinheit der Jyske Bank A/S,

Vestergade 8-16, DK-8600 Silkeborg,

CVR-Nr. 17616617. Die Bank wird

von der dänischen Finanzaufsicht

beaufsichtigt.

AnzeIGe


WIRTSCHAFTSKRAFT

MARKTFÜHRER

JUNI 2016

57

Von Kerstin von Stürmer

Der Hamburger Hafen ist das Herz der

Stadt. Ganz sicher emotional – hier am

Tor zur Welt beginnen die Träume von Seefahrt

und Fernweh. Viel wichtiger ist jedoch,

dass hier an der Elbe das wirtschaftliche

Herz der Millionenstadt schlägt – auf 7200

Hektar entlang des Flusses. Rechnerisch ist

das ein Zehntel der Gesamtfläche der Stadt.

Hamburg ist der zweitstärkste Schifffahrtstandort

der Welt, trotz Dauerkrise und

trotz der Tatsache, dass die Umschlagszahlen

seit Beginn der Krise 2009 rückläufig sind.

Die Wertschöpfung der Branche summierte

sich nach Angaben der aktuellen Schifffahrtsstudie

des Beratungsunternehmens

Ernst & Young und des Fraunhofer Centers

für Maritime Logistik auf jährlich 4,1 Milliarden

Euro.

Insgesamt sind in Deutschland mehr als

eine Viertelmillion Arbeitsplätze abhängig

vom Hamburger Hafen – ob direkt in der Hafenwirtschaft,

in Seehäfen-Betrieben und Logistikunternehmen

oder bei Finanzdienstleistungsunternehmen,

in der öffentlichen Verwaltung

oder in der Hafenindustrie. Und:

Nicht nur Hamburg, auch Schleswig-Holstein

und Niedersachsen profitieren entscheidend

vom Hafen in der Hansestadt, denn etwa ein

Drittel der Beschäftigten kommt aus den Nachbar-Bundesländern.

Die Arbeitsplätze haben sich im Lauf der vergangenen

Jahrzehnte verändert: Heute sind es

vor allem qualifizierte Spezialisten, die beispielsweise

die komplexen Abläufe des Containerumschlags

per Datenkommunikation

steuern. Die Wachstumsbranche IT ist deshalb

besonders wichtig für den Hafen. Intelligente

Lösungen für die Hafen-Logistik machen den

Standort effizienter und zukunftssicher. Dabei

geht es um Steuerung des Lkw-Verkehrs über

Straßen und Terminals ebenso wie um die

schnellere Abfertigung der Schiffe an den Container-Terminals.

Vernetzte Verkehrsströme auf

Schiene und Straße machen Abfertigung und

Abtransport der Waren schneller und noch verlässlicher.

Unter dem Stichwort „Smart Port“

hat sich Hamburg in den vergangenen fünf Jahren

zu einem der modernsten Häfen der Welt

entwickelt.

Hoch mit Containern beladene Schiffe sind im Hamburger Hafen täglich zu sehen.

FOTOS: DPA, ISTOCKPHOTO.COM/INGA NIELSEN

Geschäftsbeziehungen

im digitalen Zeitalter

ANZEIGENSPEZIAL

Aktuell steckt der Handel in seiner größten

Umwälzung seit der industriellen Revolution

– der digitalen Transformation. Die Betriebe

sind gezwungen, alles und jedes zu überdenken

und auf den Prüfstand zu stellen. Was sind persönliche

Kontakte heute noch wert?

Jedes Unternehmen kann durch eine kluge, individuelle

digitale Strategie seinen Kundenstamm

erreichen und ausweiten. Ob Geschäftsanbahnung

oder Kundenbetreuung – die

Möglichkeiten sind vielfältig und hilfreich. Soziale

Netzwerke, Newsletter oder Direktmailing,

digitale Kataloge und Webshops, vernetzte Auftragssysteme

– jeder sollte alle Möglichkeiten

spezifisch für den eigenen Betrieb prüfen und

nutzen.

Doch eines wird auf Dauer nicht zu ersetzen

sein: Vertrauen. Vertrauen entsteht, Vertrauen

besteht zwischen Menschen, zwischen Partnern.

Das gehört zu jedem Geschäft, gerade wenn es

größere Dimensionen annimmt.

Für folgende Grundsätze beim Aufbau von digitalen

Geschäftsbeziehungen möchte ich werben.

Meiner Ansicht nach sollten Unternehmen

auf Massenmailings mit einer undifferenzierten

Ansprache verzichten, sondern lieber gezielt auf

potenzielle Kunden digital zugehen. Auch in der

digitalen Welt heißt es, den Kunden zu verstehen.

Dr. Hans Fabian Kruse ist Präsident des

AGA Unternehmensverbandes.

Die Frequenz von Mailings sollte gut überdacht

werden. Wenn ein Unternehmen einen unverwechselbaren

Stil und ein Gespür für die richtige

Dosierung der digitalen Kommunikation erreicht

hat, sind die Chancen auf neue Geschäfte

gut. Bei einer Geschäftsbeziehung kommt es auf

das Timing und auf den Reifegrad an: Ein Erstkontakt

kann gut in der digitalen Welt stattfinden.

Soll der Kontakt vertieft werden und daraus

ein Geschäft entstehen, ist der persönliche Austausch

unerlässlich. Digitale Kommunikationsmittel

können grundsätzlich zur Unterstützung

eingesetzt werden – das ist effizient und praktisch

für beide Seiten.

Dr. Hans Fabian Kruse

Der AGA Unternehmensverband

vertritt die Interessen von 3 500

überwiegend mittelständischen

Mitgliedsunternehmen in Bremen,

Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern,

Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

In diesen Unternehmen sind

rund 150 000 Mitarbeiter beschäftigt.

Mit einem Jahresumsatz von

482 Milliarden Euro sind der gesamte

Groß- und Außenhandel sowie der

unternehmensnahe Dienstleistungssektor

Schlüsselbranchen in Norddeutschland.


58

JUNI 2016

MARKTFÜHRER

WIRTSCHAFTSKRAFT

Welche Stärken braucht ein Unternehmen, das

eine Führungsrolle in seiner Branche anstrebt

oder erreicht hat?

In jeder Branche ist es

wichtig, Marktführer zu haben,

die Ziele und Qualität vorgeben

und international aufgestellt

sind. Durch die Zugkraft eines

arktfhrers rofitiert die

ganze Region, da auch das Umfeld

in die Optik einer ganzen

Branche gerät. Nicht zu vergessen

sind auch die vielen Zulieferanten,

die ein Marktführer

benötigt, um am Markt erfolgreich

zu sein.

JAN-DIETER BRUNS

eschätshrer von Bruns flanen

Deutschlands größter Baumschule

in Bad Zwischenahn

Starke und gesunde Unternehmen sind Anziehungspunkte

in ihrer Region. Sie schaffen wirtschaftliche

Anerkennung über die Grenzen ihres

inussgebietes hinaus sind attrakti fr enschen

und Innovationstreiber. So drücken diese

Unternehmen ihrer Region einen positiven Stempel

auf.

Marktführer haben durch ihre

Erfolge eine Leitfunktion für die

Wirtschaftsregion, gleichzeitig unterstreichen

sie die Attraktivität des

Standortes. Das hat auch unser ‚Tag

der Weltmarktführer‘ – veranstaltet

von der Stadt Köln und der Wirtschaftswoche

– Mitte Mai deutlich

gemacht.

UTE BERG

Dezernentin für Wirtschaft und

Liegenschaften der Stadt Köln

DR. HANS FABIAN KRUSE

Präsident des AGA Unternehmensverbands,

Hamburg


MU NNICH

Hotel - Restaurant

Ga

s

tl

ic

h

k

e

it

s

e

it

9

1

1

3

DAS Tagungshotel im Münsterland

Hotel-Restaurant Münnich

Heeremansweg 13 · 48167 Münster

Telefon (02 51) 61 87-0

E-Mail: info@hotelmuennich.de

www.hotelmuennich.de


VON A NACH

BUSINESS.

Sichern Sie sich exklusive Vorteile mit

unserem Firmenprogramm Dynamic Flex.

Bereits ab 15.000 € Jahresumsatz.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine