SOCIETY 369 / 2016

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Nr. 369 I Nr. 1 - 2016

WIRTSCHAFT n POLITIK n DIPLOMATIE n WISSENSCHAFT n KULTUR n LEUTE

Nr. 369 | Nr. 1 - 2016 | www.society.at | Preis € 10,-

COVERSTORY

DER EWIGE

KAISER

Kaiser Franz

Joseph I.

1830-1916

P.B.B. GZ 03Z034905M, Erscheinungsort, Verlagspostamt 1140, 2120

THEMENSERIE

ROYAL EMBASSIES

Jordanien,

Niederlande,

Schweden

FOKUS

CHINA

45 Jahre

diplomatischer Partner

Österreichs

LÄNDERPORTRÄT

JORDANIEN

JORDANIEN

SPECIAL

60 Jahre diplomatische

Beziehungen

Österreich-Jordanien


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Symbolfoto


SOCIETY

EDITORIAL

Das Jahr der diplomatischen

Jubiläen •


In unseren Specials berichten wir über die

Jahresfeiern der diplomatischen Beziehungen

zu Österreich. China feiert 45 Jahre,

Kasachstan 25 Jahre (wie viele andere Botschaften

auch) und Jordanien 60 Jahre.

Diese drei Länder kommen in unserem

Inhalt fokussiert vor. Ebenso die Übergabe der EU

Präsidentschaft von den Niederlanden an die Slowakei

mit Portraits dieser Botschaften und deren

Vertretern.


royal embassies

In unserer Serie über die Botschaften der Monarchien in Wien

berichten wir über die wunderschöne niederländische Botschaft,

die sogenannte Richard Strauss Villa, den Botschafter der Niederlande

Marco Hennig, der Einblicke in seine Tätigkeit bietet und

uns in sein schönes Malatelier führte, wo er von seiner Tätigkeit

in Afghanistan seine beeindruckenden Gemälde zeigte und über

seine Tätigkeit als Protokollchef des Königs berichtete. Über die

schwedische Botschaft berichten wir erstmals seit ihrer Renovierung.


Kunst & Kultur

Ein Interview mit der symphatischen Leiterin der Seefestspiele

Mörbisch, eine Reise nach Slowenien und Italien führen uns in

die Welt der Kultur.


wirtschaft

Elisabeth Stadler, die Karrierefrau Österreichs und CEO der

Vienna Insurance Group, beeindruckt uns mit ihrem steilen Karriereweg.

Serbien als Wirtschaftsstandort empfiehlt uns Daniel

Gros von der Kanzlei Lansky und Partner. Walter Koren berichtet

über Österreich als Land genialer Innovationen.


Diversität und Green Society

Der Diversityball war wieder einmal ein Highlight der diesjährigen

Integrationscommunity. Unsere Gastautoren Simon

Inou und Isa Andric berichten über Diversity in der Wirtschaft

sowie die Bedeutung von einer Kultur des Vertrauens.

Unser Green Society Teil befasst sich unter anderem mit essbaren

Insekten, Neuigkeiten in der Naturkosmetik, Bikinis aus

alten Fischernetzen und vielem mehr.


life & style

Beautynews vom Feinsten, das Restaurant

Sole, die Eröffnung der Tagesklinik VIVAMAYR

in Wien, Reisen ins ungarische Bad Heviz und in

den südindischen Bundesstaat Kerala, sowie eine

wunderschöne Modestrecke der Designerin Eva

Krsak von Just Eve sind uns einen ausführlichen

Bericht wert.


Jordanien

Bei meinem Besuch in diesem wirklich attraktiven Reiseland,

konnte ich ein Interview mit dem Tourismusminister machen

und mich von der liebenswürdigen Bevölkerung und der

Sicherheit in diesem krisengebeutelten Gebiet überzeugen.

Ein Besuch im größten Flüchtlingslager der Welt überzeugte

mich vom langjährigen Flüchtlingsengagement Jordaniens und

der gelungenen Umsetzung dieses Themas im Lande.

Abseits von der unerfreulichen Tagespolitik, der Flüchtlingskrise

in der EU, die alles zu spalten scheint, einer Präsidentschaftswahl,

die dieses Phänomen zum Höhepunkt trieb,

müssen wir uns in Österreich über jeden Tag erfreuen an dem

wir in unserem friedlichen und prosperierendem Land leben

dürfen und stets an der Bewahrung unserer demokratischen

Grundwerte festhalten.

Es ist ein Glück und Privileg, in unserem sicheren Land Österreich

geboren worden zu sein. Das wird mir im Rahmen meiner

internationalen Tätigkeit immer mehr bewusst.

In Dankbarkeit dafür und der Bereitschaft, für unsere demokratischen

Werte einzustehen

herzlich Ihre

Cover: Kinderbildnis Erzherzog Franz Joseph

© Farblichtdruck (1908) eines Gemäldes von Friedrich von Amerling 1838

SOCIETY 1_2016 | 3


Inhalt

Heft

Nr. 369

SOCIETY Eigenevents

8 Great Silk Road

14 Präsentation der neuen Ausgabe

16 First Consular Corps 2016

18 Peace for Tunisia

20 Bristol`s Ambassadors Breakfast

24 New Ambassadors Hotel Imperial

Fokus: Royal Embassies

28 Homestory Schweden

30 Schweden: Interview mit Botschafterin

Helen Eduards

34 Niederlande: Interview mit Botschafter

Marco Hennis

38 Homestory Niederlande

Diplomatie

42 Slowakei: Interview mit

Botschafter Juraj Machác

45 Homestory Slowakei

47 Kasachstan: 25 Jahre Unabhängigkeit

48 Weinritter: Interview mit Consul

Alfred Tombor-Tintera

50 Kommentar: Wechsel der EU-

Ratspräsidentschaft

52 Kommentar: Russlandbesuch

Heinz Fischer

54 Tunesien: Interview mit

Botschafter Ghazi Jomaa

56 China Special: Interview mit

Botschafter Zhao Bin

60 Kommentar: Kindesentführung

62 Welcome to Austria

63 ÖGAVN: Begegnungen in der

Stallburg

64 Ambassadors‘ Caleidoscope

70 Akkreditierungen beim Bundespräsidenten

72 Rangfolgelisten

75 Österreichische Dienststellenleiter

BMEIA

82 Nationalfeiertage

84 Events Diplomatie

89 PaN Events

90 Moldawien: Interview mit Botschafter

Andrei Popov

92 Interview mit Michael

Spindelegger

52

Bundespräsident Heinz Fischer auf Staatsbesuch in Moskau

88

Außenminister Sebastian Kurz beim Diplomatenausflug (im

Bild mit dem ägyptischen Botschafter S.E. Shamaa und Gattin)

133

Gerti Tauchhammer mit Dr. Hannes Androsch bei der

Eröffnung der VIVAMAYR Tagesklinik

Kultur

96 Szent Efrem: ungarischer

Männerchor

97 Slowenien: Kulturreise

99 Italien: Mugelloregion

100 Interview: Dagmar Schellenberger

Seefestspiele Mörbisch

Wirtschaft

102 Interview: Elisabeth Stadler von

der VIG

104 Interview: Walter Koren von der

WKO

106 Kommentar: Wirtschaftsstandort

Serbien

Diversität & Green Society

108 Simon Inou: Wirtschaft und

Diversity

109 Isabella Andric: Eine Kultur des

Vertrauens

110 Diversity Ball

111 Bäume pflanzen

112 Green Beauty

114 Margaret und Hermione

115 Insekten essen

116 Blub: Interview

117 Ein grüner Tag in Wien

Life & Style

94 The Ambassy

118 Ayurvedareise in Kerala

122 Mühlviertler Paradies: Innsholz

123 Sole: Restaurant der Musikstars

124 Juvenis: Ganzheitliche Schönheit

125 1st Beauty Spa

126 Bad Heviz

127 Hotel Almesberger

128 Parkhotel Igls

129 Kolumne: Frisurentrends

130 Events der Gesellschaft

132 VIVAMAYR: Eröffnung der Tagesklinik

in Wien

134 Modestrecke: Just Eve

138 Beautynews

Jordanien Special

150 Interview mit Tourismusminister

Nayef Al Fayez

152 Länderportrait Jordanien

155 Interview mit Botschafter Hussam

Al Husseini

Standards

3 Editorial

6 Gastautoren

142 Coverstory: Der ewige Kaiser,

Franz Joseph I

158 Ex Libris

160 Veranstaltungstipps

161 Impressum

162 Karikatur

Fotos: bmeia, hbf foto peter lechner

4 | SOCIETY 1_2016


„Meine

Ideen

sind für Sie da.“

Markus Kalchmann, Entwicklung Digitales Banking

Ich gehöre zu den Menschen, die ohne Smartphone nicht aus dem

Haus gehen. In diesem Ding stecken so viele smarte Ideen, so viele

Apps, mit denen wir Vorgänge, die früher noch mühsam waren,

plötzlich ganz einfach gestalten können. Egal, wo man gerade ist.

Das gilt für mich wie für meine Kunden.

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GASTAUTOREN

SOCIETY

Partner von SOCIETY

SOCIETY präsentiert in jeder Ausgabe zahlreiche Gastautoren,

die sich mit aktuellen Themen aus Politik, Lifestyle, Wirtschaft

und Kultur befassen.

SIMON INOU HERMINE SCHREIBERHUBER INGRID CHLADEK KARL KALTENEGGER ANDREA BREM CHRISTIAN BERLAKOVITS

KARL KALTENEGGER war langjähriger

ORF-Journalist, Manager und Moderator

für Radio Salzburg, Ö3 (u.a. Ö3-Wecker)

und Radio Wien. Mittlerweile ist er als

Reisejournalist aktiv und schreibt für verschiedene

Publikationen. In diesem Heft

stellt er den SOCIETY-Lesern die schönsten

Plätze Sloweniens vor.

Isa Andric ist interkulturelle Kommunikationsberaterin.

Als Migrantin der zweiten

Generation kennt sie die Hindernisse

und das Glück einer erfolgreichen kulturellen

Integration. Für die SOCIETY-Diversitäts-Rubrik

berichtet sie über die Kultur

des Vertrauens, die bei interkultureller

Zusammenarbeit beachtet werden muss.

Hermine Schreiberhuber war stellvertretende

Ressortleiterin der Außenpolitik

bei der APA. Für die SOCIETY-Länderschwerpunkte

verfasst sie regelmäßig

politische Analysen und Hintergrundberichte.

Dieses Mal führte sie ein Interview

mit dem neuen Botschafter von Tunesien

in Wien, S.E. Ghazi Jomaa, über das aktuelle

Weltgeschehen, berichtet über den

Staatsbesuch Heinz Fischers in Moskau

und den Wechsel im EU-Vorsitz.

Andrea Brem ist diplomierte Sozialarbeiterin

und Supervisorin in Wien. Sie arbeitete

viele Jahre im 2. Wiener

Frauenhaus und ist seit 2001

Geschäftsführerin des Vereins

Wiener Frauenhäuser sowie seit

2013 Vorsitzende des Vereins

ZÖF – Zusammenschluss Österreichischer

Frauenhäuser. Sie

ist unter anderem Initiatorin

und Koautorin des Buches „Am

Anfang war ich sehr verliebt“.

Seit 2008 ist sie Mitglied des Österreichischen

Werberates. In dieser Ausgabe berichtet

sie über die Rolle der Botschaften

bei Kindesentführungen.

Ingrid Chladek ist Gesellschafterin der

Dresscode Company und Head von „Dressforsuccess“.

Sie berät in Fragen Business-

Outfits, Image und Styling. In dieser

SOCIETY-Ausgabe schreibt sie über die

Bedeutung der Haarpracht.

Christian Berlakovits war fast vierzig

Jahre als Diplomat und Botschafter im österreichischen

Außenministerium tätig.

Er war u. a. in Belgrad, in Madrid und als

Botschafter in Algier und Rom tätig, außerdem

war er Leiter der Rechts- und Konsularabteilung

im Außenministerium in

Wien. Ab Frühjahr 2015 hat er die Position

des stellvertretenden Chefredakteurs von

SOCIETY übernommen und stellt mit seiner

Kenntnis des diplomatischen Lebens

eine wertvolle Bereicherung des Magazins

SOCIETY dar.

Simon Inou ist Soziologe und Journalist,

z. B. bei Radio Africa International.

Er engagiert sich außerdem beim Verein

M-Media, der journalistische Talente mit

Migrationshintergrund sucht und fördert.

Für seine Arbeit hat er zahlreiche

ISA ANDRIC DANIEL GROS ROLF THALER

Auszeichnungen bekommen. Gemeinsam

mit anderen gibt er das neue Magazin

„fresh“ der schwarzen Bevölkerung Österreichs

heraus, das einen frischen Wind in

die heimische Medienlandschaft bringt.

Diesmal berichtet er über Diversity in der

Wirtschaft.

Rolf Thaler ist Experte für das Gesundheitswesen

und zertifizierter Gesundheitsökonom.

Mehr als zehn Jahre war

er als Key Account Manager für das Gesundheitswesen

beim weltweit führenden

IT-Unternehmen Computer Sciences Corporation

beschäftigt. In seinen Tätigkeitsbereich

fielen die vertriebliche Betreuung

von Krankenanstalten, Alten- und Pflegeheimen

sowie Institutionen des Gesundheitswesens

wie Gesundheitsministerium

oder Ärztekammern hinsichtlich deren

Anforderungen im Bereich IT Dienstleistungen

und Lösungen. Zuvor war er über

zwanzig Jahre bei Siemens Österreich in

unterschiedlichen Funktionen tätig, u.a.

Direktor für die Betreuung von Großkunden

und Marketingleiter des IT-Bereiches.

Daniel Gros ist seit 2010 juristischer Mitarbeiter

bei LANSKY, GANZGER + partner.

Zuvor war er im Business Development bei

der Grimex Holding GmbH und als Projektentwickler

bei Immoinvest Belgrad tätig.

Seit 2007 studiert er Rechtswissenschaften

an der Universität

Wien und hatte studiumsbezogene

Auslandsaufenthalte an

der London School of Economics,

der Universität Haifa in Israel

und der PKU Peking Universität.

In dieser Ausgabe berichtet

er über Serbien als neuen Wirtschaftsstandort.

6 | SOCIETY 1_2016


Österreichs modernste 8-Farben-Bogenoffsetmaschine der neuesten Technologie

TRADITION TRIFFT

AUF INNOVATION

Nach der Installation einer weiteren 48-Seiten-Rollenoffsetmaschine für den Druck von

hochqualitativen Zeitschriften und Katalogen wurden die Weichen für zusätzliche bedeutende

Investitionen im Bereich Druck und Endfertigung gestellt.

Mit Jahresbeginn 2016 produziert Österreichs

modernste 8-Farben-Bogenoffsetmaschine

der neuesten Technologie bei

Berger. Gleichzeitig wurde in der Endfertigung

eine der modernsten Anlagen Mitteleuropas

für die Zeitschriftenproduktion in

Betrieb genommen.

Mit dieser markanten Investitionsoffensive

und dem Komplettangebot von PrePress,

Digitaldruck, Bogen- und Rollenoffsetdruck

bis hin zu industrieller Endfertigung

präsentiert sich Berger als eine der modernsten

und leistungsfähigsten Druckereien

Österreichs.

Die Geschäftsführer Peter und Ferdinand Berger.

Ferdinand Berger & Söhne GmbH

Zentrale Horn | Wiener Straße 80 | 3580 Horn | +43 (0) 2982 4161 - 0

Verkauf Wien | Pulverturmgasse 3 | 1090 Wien | +43 (0) 1 31 335 - 0

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www.berger.at


SOCIETY EIGENEVENT

GROSSE SEIDENSTRASSE

Die Große S

8 | SOCIETY 1_2016


SOCIETY EIGENEVENT

GROSSE SEIDENSTRASSE

Die Gäste im

Marmorsaal des

Hotel Imperial

eidenstraße

SOCIETY 1_2016 | 9


SOCIETY EIGENEVENT

GROSSE SEIDENSTRASSE

SOCIETY rückte bereits zum zweiten Mal

die Länder der historischen Seidenstraße

in den Fokus.

Vor dem Hintergrund

der historischen Räumlichkeiten

des traditionsreichen

Hotel Imperial

repräsentierten

Vertreter der Länder:

China, Afghanistan, Kasachstan, Syrien,

Iran, Irak, Russische Föderation, Aserbaidschan,

Ägypten, Türkei und Usbekistan

auf Ausstellungstischen ihre Nationen.

Nach einer Eröffnungsansprache ergriffen

die Botschaftsvertreter: Chargé d‘

Die Gäste bei der Ansprache

Affaires, Hassan Soroosh Y., Afghanistan;

Botschaftsrat Jafar Zada, Aserbaidschan;

S.E. Khaled Shamaa, Ägypten; S.E. Ebadollah

Molaei, Iran; S.E. Auday Al-Khairalla,

Irak; S.E. Dimitrij Ljubinskij, Russische Föderation;

S.E. Mehmet Gögüs, Türkei und

Chargé d‘ Affaires Rustamdjan Khakimov,

Usbekistan, das Wort, um auf die große

Bedeutung der Seidenstraße für ihre Länder

hinzuweisen. Für die musikalische

Unterhaltung sorgten die aserbaidschanischen

Musiker Farid Feyzullaeyev und

Zhala Rasluva, die Werke des bekannten

aserbaidschanischen Komponisten Gara

Garayev interpretierten. Die russische

Sopranistin Natalia Pavlova begeisterte

das Publikum mit ihrer Darbietung von

„Tatjanas Brief“ aus Tschaikowskys Oper

„Eugene Onegin“, begleitet wurde sie am

Klavier von Anastasia Tsizova. Klaviervirtuose

Ardeshir Enea Monajemi ließ bei

seiner Interpretation von Schumann die

Finger über die Tasten fliegen. Über 300

Gäste ließen sich von der Vielfalt der Länder

der historischen Seidenstraße verzaubern

und genossen irakische Süßspeisen

und die Köstlichkeiten der Küche des Hotel

Imperial.


AUSZUG AUS DER

GÄSTELISTE

DIPLOMATIE

Chargé d´affaires a.i.

Hassan SOROOSH Y.

(Afghanistan),

Botschaftsrat Herr

Jafar HUSEYN ZADA

(Aserbaidschan),

S.E. Khaled SHAMAA

(Ägypten),

S.E. Tomislav LEKO (

Bosna und Herzegowina),

Attacheé Frau Ruiran

YING (China),

S.E Largaton Gilbert

OUTTARA, (Côte

D´Ivoire)

S.E. Ebadollah MO-

LAEI (Iran)

S.E. Auday AL-KHAI-

RALLA (Irak)

S.E. Hussan Al HUS-

SEINI (Jordanien),

Erster Botschaftssekretär

Rustem

UMIRZAKOV (Kasachstan),

I.E. Ayesha RIYAZ

(Pakistan),

S.E. Dmitry

LYUBINSKIY

(Russische Föderation),

S.E. Christoph Heinrich

BUBB (Schweiz),

S.E. Mehmet Hasan

GÖGÜS (Türkei)

Chargé d´affaires a.i.

Rustamdjan KHAKI-

MOV (Usbekistan).

Botschafter Kire

ILIOSKI (Mazedonien),

S.E. Ali AL-MANSOU-

RI (Katar),

S.E. Andrej RAHTEN

(Slowenien),

Marion PARADAS

(Frankreich)

HONORARKONSULN

UND ANDERE

HK Kurt MACH

(Barbados), HK

Kurt WENINGER

(Bangladesch), HK

Jörg HOFREITER

(Bosnien-Herzegowina),

HK Marie

Jolande DREIHANN-

HOLENIA (Haiti),

KR Dkfm Brigitte

KROLL-THALER

(MBA Marketing und

Consulting), Sandra

SODIC (OMV), Mag.

Dagmar AIGNER

(ORF), Dipl. Ing. Dieter

GALLY (OENB),

Dina LAROT,

Dr. Erich MÜLLER-

TYL (Privatarzt),

Igor BELOV (Sputnik),

Dr. Reinhard

WANEK (Verband

Leitende Krankenhausärzte),

Mag. Dieter

PIETSCHMANN

(Wiener Hafen),

René PRINZ (Wiener

Privatbank), Dr. Walter

KOREN (WKO)

oLam quiae necestruptat volo

moditati

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig, SOCIETY/Mikes, hotel imperial

10 | SOCIETY 1 _2015


SOCIETY EIGENEVENT

GROSSE SEIDENSTRASSE

Mitarbeiter beim Stand

von Afghanistan

Afghanistan

Ägypten

Aserbaidschan

China

Der Stand von Aserbaidschan

rro blaut et as

Der Ausstellungstand

von Ägypten

Malerin Liu Xiuming mit Ruiran

Ying und Mitarbeiterin

der chinesischen Botschaft

Gerti

Tauchhammer

bei der

Eröffnungsansprache

Botschaftsrat

Jafar Huseyn

Zada (Aserbaidschan)

S.E. Khaled

Shamaa

(Ägypten)

S.E. Auday

Al Khairallah

(Irak)

Chargé

d‘Affaires Hassan

Soroosh Y.

(Afghanistan)

S.E. Ebadollah

Molaei (Iran)

S.E. Auday Al

-Khairallah

(Irak)

Moderator

Peter Horak

S.E. Dimitrij

Ljubinskij

(Russische

Föderation)

Antiker persischer

Teppich

von Rahimi &

Rahimi

Dib Reem von

Mondi mit

Kolleginnen

Gerti Tauchhammer

mit Rahmin

Monajemi (Monajemi

Investment)

und Gästen

SOCIETY 1_2015 | 11


SOCIETY EIGENEVENT

GROSSE SEIDENSTRASSE

Ausstellungstücke

von Kasachstan

Der Ausstellungsstand vom Irak bot

süße Köstlichkeiten an

Malerin Liu Xiuming mit Gemälde

bei dem Stand von China

China

Irak

Kasachstan

Iran

Traditionsreiches Porzellan

beim Stand vom Iran

Chargé d‘Affaires

Rustam Khakimov (Usbekistan)

mit Kollegin

S.E.Hussam

Al Husseini

(Jordanien)

S.E. Tomislav

Leko (Bosnien-

Herzegowina)

Malerin Leyla

Mahat (Kasachstan)

S.E. Hassan

Gösgüs

(Türkei)

Alla Denissova mit traditionellen

russischen Kostümen

S.E. Largaton Outtara

(Cote d‘Ivoire)

Rauf Kamill mit

Safranwodka von

Kamill Spirits

Lorentz Gudenus

S.E. Christian Bubb (Schweiz) mit

Gattin und Gerti Tauchhammer

Die Botschaftsvertreter

nach der

Ansprache

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig, SOCIETY/Mikes

12 | SOCIETY 1_2015


SOCIETY EIGENEVENT

CARNIVAL IN BRAZIL

Kulinarische

Reise nach

Russland beim

russischen Stand

Russland

Türkei

Syrien

Usbekistan

Der Stand von

Syrien stellte

traditionelle

Seife aus

Aleppo vor

Cigdem

Pattaban mit

Kollegen vor

dem Stand der

Türkei

Hermine Schreiberhuber

(SOCIETY), Bulat

Khaydarov (Russische

Föderation) und Gast

Helga Welser-Lagler

(SOCIETY) mit Gästen

S.E. Khaled Shamaa (Ägypten),

S.E. Tomislav Leko

(Bosnien-Herzegowina),

I.E. Elena Shekerletova

(Bulgarien), I.E. Ayesha

Riyaz (Pakistan), S.E. Andrej

Rahten (Slowenien), Kire

Illori (Mazedonien) und

Cristian Istrate (Rumänien)

Dr. Christian Berlakovits

(SOCIETY), Jeanette Nissel

mit Gatte Heinz Nissel

Raimond Andersen (Vienna

Society), Dina Larot mit

Begleitung und Gattin von

Raimond Andersen

Martina und Minister a.D. Werner

Fasslabend, Elena Shekerletova

(Bulgarien) und Ministerin a.D.

Maria Rauch Kallat

Özlem Thaler, Mike Jesch, Rolf

Thaler und Florian Thaler

SOCIETY 1_2016 | 13


SOCIETY EIGENEVENT

PARK HYATT

Der Botschafter der

russischen Föderation,

S.E. Dimitrij Ljubinskij

Begrüßung des

russischen Botschafters

Zwei Premieren an einem Tag: Die neue Ausgabe von SOCIETY

und der neue Vertreter der russischen Föderation wurden im

Park Hyatt vorgestellt.

Monique Dekker, Dr.

Michael Kainz, S.E.

Dimitrij Ljubinskij

Bei einem Empfang zu Ehren

des neuen Botschafters der

russischen Föderation, S.E.

Botschafter Dimitrij Ljubinskij

und seiner Gattin Jelena, sowie der

Präsentation der Herbst/Winterausgabe

von SOCIETY, lud Gerti Tauchhammer

in die Räumlichkeiten des Hotels

Park Hyatt. Zu den Gästen zählten

Hoteldirektorin Monique Dekker und

der ärztliche Leiter der Privatklinik

Döbling, Dr. Christian Kainz. Bei ausgezeichnetem

Fingerfood konnten sowohl

die neue SOCIETY-Ausgabe, als

auch der neue Botschafter genauer

kennengelernt werden. •

Gerti Tauchhammer bei

der Ansprache

14 | SOCIETY 1_2016


SOCIETY EIGENEVENT

PARK HYATT

Jelena Ljubinskij , S.E.

Dimitrij Ljubinskij und Begleitung

Gerald Steger (café + co),

Gerti Tauchhammer, Dr. Michael

Kainz (Privatklinik Döbling)

S.E.

Botschafter

Ghazi Jomaa

Robert Krempel

(Wiesenthal), Gulmirza

Javadov (Socar)

Eifrige Leser blättern in der

neuen SOCIETY Ausgabe

Tanja Tauchhammer

und Marina Sagl

(VENI CREATRIX)

Bhulat

Khaydarov

(russ. Föd.)

AUSZUG AUS

DER GÄSTELISTE

Diplomatie

S.E. Salahaldin ABDALSHAFI (Palästinensische

Gebiete), S.E. Arman

KIRAKOSSIAN (Armenien), S.E.

Andrej RAHTEN (Slowenien), S.E.

Klahed SHAMAA (Ägypten), S.E. Kairat

SARYBAY(Kasachstan), I.E. Elena

SHEKERLETOVA (Bulgarien), S.E.

Valery VORONETSKY (Belarus), Chargé

d´Affaires Rustamdjan KHAKIMOV (Usbekistan),

Andreas NOTHELLE (OSZE-

Parlamentarische Versammlung)

Wirtschaft

Andreas BRANDSTÄTTER (MOTTO

Club-Restaurant-Bar), Herbert BACK-

HAUSEN (Vienna Fabrics & Design), Maria

GUSAROVA ( RIA Novosti), Michael

HABEL (Wolfgang Denzel Auto AG),

Gerald KARNER (Aventus GmbH), Ing.

Robert KREMPEL (Wiesenthal Handel

und Service GmbH), Ramin MONAJEMI

(Monajemi Financial Services E.U.), Georg

MÜNDL (Post AG), Partrick POPPEL

(Suworow Institut), Isabelle RACAMIER

(Arlys), Mag. Gerald STEGER (café+co

International Holding GmbH)

Dr. Michaela Frigo, Mascha

Derler-Vedernikova, Julia

Mende und Begleitung

I.E. Elena Radkova Shekerletova (Bulgarien)

und S.E. Andrej Rahten (Slowenien)

Hermine

Schreiberhuber

und S.E. Ljubinskij

Fotos: Society/Mikes

Leute

Univ. Prof. Dr. Peter FRIGO (Beauty

Zentrum Palais Augustinerstrasse),

Senator Walter J. GERBAUTZ (PaN

Dachverband), Dr. Alice ALSCH-

HARANT(Parlament), Dr. Reinald

BREZOVSKY (Gesundheitszentrum

Döbling), Dr. Elisabeth HERESCH, Julia

MENDE, Mag. Prof. Rudolf NEKVASIL

(Europäische Weinritterschaft-Senat),

Mag. Hermine SCHREIBERHUBER

S.E. Salahaldin Abadalshafi (Palästinensische

Gebiete), S.E. Khaled Abdelrahman Shamaa

(Ägypten), S.E. Evandro Didonet(Brasilien)

Jelena Ljubinskij,

S.E. Valery Voronetsky

(Belarus) und Gattin

SOCIETY 1_2016 | 15


SOCIETY EIGENEVENT

CHINESISCHES NEUJAHR

Die geladenen Konsuln

First Consular

Corps Event 2016

Mit einer Tombola und tollen Preisen wurde das Chinesische

Neujahr im China Restaurant Sichuan gefeiert.

Auf Einladung von Honorarkonsulin

von Tunesien und

Kamerun Mag. Gertrud

Tauchhammer fanden sich

mehr als vierzig hochrangige

Botschafts/- und Konsularvertreter

beim SOCIETY Event First Consular

Corps 2016 ein. Bei dem hochkarätigen

Get-Together zelebrierten die internationalen

Gäste das Chinesische Neujahr

mit original chinesischen Speisen im

China Highclass Restaurant „Sichuan“

gleich hinter der Wiener UNO-City.

Highlight war die Tombola mit hochkarätigen

Preisen der Marken Villeroy

and Boch, Schlumberger, Estee Lauder,

zwei Übernachtungen in der der Therme

Loipersdorf und vielen mehr. •

TOMBOLA PREISE

UND GLÜCKLICHE

GEWINNER

1.Preis:

Ein Wochenende Thermengutschein

von VI-Hotels, Hotel Loipersdorf

Gewinner: Herr Yermukhan BAIMU-

RYNOV, übernommen von Frau Ardak

ARYSTANKULOVA (Kasachstan)

2. Preis:

Flasche Sekt von Schlumberger

Gewinnerin: Gungaa BATSCHIMEG

(Mongolei)

3. Preis:

Box exklusiver italienischer Weine von

ilVinoMio, gesponsert von Federico

FERRETTO (ilVinoMio)

Gewinner: Mag. Ricardo de OLIVEIRA

PEREIRA (Brasilien)

Yongjie Ding, Gerti

Tauchhammer,

Viktor Zhong

(China)

16 | SOCIETY 1_2016


Tanja Tauchhammer, Gerti Tauchhammer,

Batschimeg Gungaa

(Mongolei), Peter Horak, Chunah

Urban-Chao mit ihrem Sohn

Ricardo de Oliveira Pereira

(Brasilen) mit Federico Ferretto

(ilVinoMio)

Maria Yakovenko

mit Begleitung

(Ukraine)

Lourdes Victoria Kruse

( Dominikanische

Republik)

Yu Chol Pak

(Demokratische

Volksrepublik

Korea)

Ulrich Horst

Friedo Fischer

(Deutschland)

mit Begleitung

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

AUSZUG AUS

DER GÄSTELISTE

Yermukhan BAIMURYNOV (Kasachstan),

Gungaa BATSCHIMEG (Mongolei), Alisva

Beatriz Coronel VAZQUEZ (Generalkonsulat

von Ecuador), Ivan CSOBAN-

CI-HORVATH (Ungarn), Ricardo de

OLIVEIRA PEREIRA (Brasilien), Yongjie

DING (China), Farahilda Moquette

EVERTH (Dominikanische Republik),

Alexander FABRITSCHNYKH (Russische

Föderation), Ulrich Horst Friedo

FISCHER (Deutschland), Fernando

FLORES (Generalkonsulat von Ecuador),

Gabriela Michaela FOLFA (Rumänien),

Robert FRANCIS (USA), Arten HANKU

(Albanien), Mutaz HYASSAT (Jordanien),

Aidil KHAIRUNSYAH (Indonesien),

Haenam KIM (Republik Korea), Andrea

Lauren KOSTASHUK (Kanada), Lourdes

VICTORIA-KRUSE (Dominikanische

Republik), Katja KUCEJA (Deutschland),

Dody Sembodo KUSUMONEGORO

(Indonesien), Immer Lladrovci (Kosovo),

Casandra-Maria MARINESCU (Rumänien),

Narine MARTIKYAN (Armenien),

Farahilda MOQUETE (Dominikanische

Republik), Myong Jin und Yu Chol PAK

(Demokratische Volksrepublik Korea),

Brenton Tice PARKER (USA), Nathalie

PETER IRIGOIN (Uruguay), Julian Hipolito

PINTO GALVIS (Kolumbien), Zhong

QI (China), Jigjee SEREEJAV (Mongolei),

Jana STRGAR (Slowenien), Maria

YAKOVENKO (Ukraine), Viktor ZHONG

(China)

Yermukhan

Baimurynov,

(Kasachstan)

Farahilda Moquete

Everth, (Dominikanische

Republik)

Chunah

Urban-Chao

beim Ziehen

der Preise

Gabriela

Michaela

Folfa mit

Begleitung

(Rumänien)

Mutaz Hyassat

(Jordanien)

Myong Jin

Pak, Gerti

Tauchhammer,

Yu Chol

Pak, (Dem.

VR.Korea)

Iván Csobánci-

Horváth,

(Ungarn)

Alexander

Fabritschnyk mit

Gattin (Russland)

SOCIETY 1_2016 | 17


SOCIETY EIGENEVENT

PEACE FOR TUNISIA

Die Friedensnobelpreisträger 2015 umringt von den beiden

Gastgebern des Abends S.E. Ghazi Jomaa (Tunesien), Gerti

Tauchhammer, Philip Alexander Nobel und dem Vorstand der

Österreichisch-Tunesischen Gesellschaft

Friedensnobelpreis

für Tunesien 2015

Aus Anlass des Wienbesuches der Friedensnobelpreisträger

2015 luden S. E. Ghazi Jomaa, Botschafter der Republik Tunesien

und Gertrud Tauchhammer, Honorargeneralkonsulin von

Tunesien zu einem Empfang mit Konzert.

Als besondere Ehrengäste

waren die tunesischen

Friedensnobelpreisträger

2015 – Dialog Quartett –

und Dr. Philip Nobel, Vorsitzender

des Hauses Nobel und Präsident

der Nobel International Fraternity Academy

eingeladen. Moderator Peter Horak

führte gekonnt durch den Abend in den

prachtvollen Räumlichkeiten der Österreichischen

Nationalbibliothek. Nach

einem Begrüßungscocktail interpretierte

Opernsängerin Elisabeth Pratscher

sowohl die tunesische, als auch die österreichische

Landeshymne. Tunesische

Musik aus Tradition und Moderne präsentierten

die Musiker Fawzi Chekili, Sängerin

Nesrine Jabeur und Vilolinvirtuose

Bacem Anas Romdhani dem begeisterten

Publikum. Bei einer Führung durch die

barocken Räumlichkeiten des von 1723

bis 1726 von Joseph Emanuel Fischer erbauten

Prunksaals der Österreichischen

Nationalbibliothek, konnten sowohl die

österreichischen, als auch die internationalen

Gäste eine der schönsten Bibliotheken

der Welt mit über 200.000 Bänden

und vier barocken Prunkgloben von Vincenzo

Coronelli sowie Deckenfresken von

Hofmaler Daniel Gran bewundern.

Den abschließenden Rahmen boten ein

reichliches tunesisches Buffet mit Cous-

Cous und tunesischen Weinen, sowie das

qualitativ hochwertige Catering der Firma

Roth‘s Aumann Catering mit italienischen

Tramezzini und süßen Häppchen.


Sopranistin

Elisabeth

Pratscher

18 | SOCIETY 1_2016


Vorstand der Österreichisch-Tunesischen

Gesellschaft mit Botschafter

Ghazi Jomaa und Philip Nobel

Florian Musil, Adrian Hollaender

mit Freundin, Elisabeth

Pratscher und Peter Horak

S.E. Alberto Carnero

Fernàndez (Spanien),

Philip Alexander Nobel

Fröhliche Stimmung

nach dem Konzert

Süße Häppchen von

Michael Roth

René Prinz

(Privatbank) und

Gattin

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

Fotos: SOCIETY/Mikes, Pobaschnig

ANDERSEN Raimond (Vienna Society),

BELOV Igor (Sputnik Deutschland),

Botschafter BERLAKOVITS Christian,

BRAUNÖCK Herbert (Active Communications),

CASALS Adam (Government

of Catalonia), CHICANAUX Beatrice

(Tunesisches Fremdenverkehrsamt),

DI BENEDETTO Gialunca, DIEM Karl,

DOPPELBAUER Rudolf (Austroducks),

FASSLABEND Martina (Österreichischer

Kinderschutzpreis), Dr. FRIGO Peter,

GERBAUTZ Walter J., GIORDANI Lucien

(ORF), HODECEK Gerald (TU Wien),

S.E. ISRAFILOV Galib (Aserbaidschan),

KÖHN-DURSY Ingrid (BMEIA), KREM-

PEL Robert (Wiesenthal), KUBESCH Erwin

(BMEIA), LÖWE Michaela (cafe+co),

S.E. MARAFI Sadiq (Kuwait), NISSEL

Jeannette (SPC), PACHER Sigurd

(BMEIA), PRINZ Rene, RESCH Thomas

J. (Magistrat Stadt Wien), RIECK Gottfried

(Rieck Railconsult E.U.), RIEDLER

Wolfgang (Wiener Zeitung), RÖSSLER

Christian (HK von Tunesien), SAGL

Marina (Veni Creatrix), SCHREIBERHU-

BER Hermine, SEIDL-POHLROS Michael

(HK von Estland), SLATIN Heinz Peter

(Öster. Rotes Kreuz), STIASTNY Heinz

(Repuls Lichtmedizintechnik GmbH),

THURNER Helga, WAWRA Oskar (Magistrat

Stadt Wien), WELSER Helga,

WENINGER Wolfgang (HK von Bangladesch),

WETZLINGER Heinz (Allgemeines

Krankenhaus Wien), WIMPISSINGER

Heinz (Europan Society Coudenhove-

Kalergi), S.E. ZAFAR Mohammed Abu

(Bangladesh)

Ingrid Köhn-Dursy (BMEIA),

Rolf Thaler und Gast

Günther Pichler

mit Begleitung

Igor Belov und Gattin

Tanja Tauchhammer, Stefan

Tauchhammer (Software ReUse)

und Birgit Griensteidl (Vetmed)

Marco Mercuri

(Parlament), Dr.

Gabriele Herberstein

und Begleitung

Lassina Zerbo (CTBTO)

und Gattin

SOCIETY 1_2016 | 19


SOCIETY EIGENEVENT

AMBASSADORS BREAKFAST

Bristol´s Ambassadors

Breakfast

Das Bristol´s Ambassadors Breakfast,

organisiert von Mag. Gertrud Tauchhammer,

war ein Riesenerfolg.

Fotos: SOCIETY/Mikes

Mehr als 43 Botschafter

und 10 Auslandsgesellschaften

nahmen an

der angeregten Diskussion

zum Thema „Immigration“,

die durch die Gastrednerin

Botschafterin Elisabeth Tichy-Fisslberger

eingeleitet wurde, teil. Die Einladung

fand in Kooperation mit Oskar Wawra,

Direktor der Magistratsdirektion „Europa

und Internationales“ der Stadt Wien und

Präsident des Dachverbands aller Österreichisch-Ausländischen

Gesellschaften PaN,

statt. Botschafter Ernst-Peter Brezovszky,

der seit der ersten Stunde des SOCIETY

Bristol`s Ambassadors Breakfast dabei ist,

und der diese traditionelle gemeinsame

Veranstaltung moderierte, kam extra aus

Dänemark angereist. Ein Erfolgskonzept

von SOCIETY Magazin und Hotel Bristol,

das vor Jahren gemeinsam entwickelt

wurde und an dem die letzten beiden Jahre

Oskar Wawra als Kooperationspartner

dazu geladen kam. Dank an die großzügige

Unterstützung von Hoteldirektorin

Simone Dulies vom Hotel Bristol. •

Botschafter Ernst-Peter

Brezovszky (BMEIA) bei

der Ansprache

20 | SOCIETY 1_2016


SOCIETY EIGENEVENT

AMBASSADORS BREAKFAST

Die anwesenden Botschafter mit

Botschafterin Elisabeth Tichy-

Fisslberger (BMEIA)

Vorstand und Vertreter des Dachverbandes aller

Österreichisch-Ausländischen Gesellschaften PaN

mit Botschafter Ernst-Peter Brezovszky, Dr. Oskar

Wawra (PaN-Präsident), Walter Gerbautz (PaN-

Generalsekretär), Tanja und Gerti Tauchhammer,

Simone Dulies (CEO Hotel Bristol) und Botschafter

a.D. Christian Berlakovits (SOCIETY)

S.E. Salahaldin

Abdalshafi

(Palästinensische

Gebiete)

S.E. Hassan Gögüs

(Türkei)

S.E. Mohammed

Abu Zhafar

(Bangladesch)

Chargé d‘Affaires

Che Andre van

Haastrecht

(Kanada)

Gerti Tauchhammer, Simone

Dulies (CEO Hotel Bristol),

Botschafterin Elisabeth Tichy-

Fisslberger, Botschafter Ernst-

Peter Brezovszky (BMEIA)

SOCIETY 1_2016 | 21


SOCIETY EIGENEVENT

AMBASSADORS BREAKFAST

Die Botschafter

beim Ambassadors

Breakfast

Die Botschafter lauschen

Ernst-Peter Brezovszky

bei der Ansprache

S.E. Abu Zhafar

(Bangladesch), I.E.

Elena Shekerletova

(Bulgarien), S.E. Marios

Ieronymides (Zypern),

Herbert Gutruf, S.E.

Valery Voronetsky

(Belarus)

Angeregte Diskussionen

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

Kathrin Jindra-Geiszler (FVA-Thailand), Gerti Tauchhammer

und Simone Dulies (CEO Hotel Bristol)

S.E. Evandro Didonet

(Brasilien), S.E. Ramon

Andres Quinones Rodriguez

(Dom. Rep.)

Generalleutnant

Franz Reisner, Gerti

Tauchhammer,

Botschafter i.R.

Erwin Kubesch

I.E. Susan Le Jeune

Allegeershecque

(Großbritannien),

Gerti Tauchhammer,

I.E. Vasilka

Poposka-Trenevska

(Mazedonien)

S.E Salahadin ABDALSHAFI (Palästinensische

Gebiete), S.E. Armin ANDEREYA

LATORRE (Chile), Botschafter Christian

BERLAKOVITS, Botschafter Ernst-Peter

BREZOVSZKY, Mag. Bernhard BOUZEK

(Magistrat Wien), S.E. Christoph Heinrich

BUBB (Schweiz), Dr. Anna M. CONVA-

LEXIUS (Convalexius Medicalbeauty

Center), S.E. Evandro DIDONET (Brasilien),

Botschafterin Elisabeth TICHY-

FISSLBERGER (BMEIA), Alexis Fernandéz

GONZÁLES (Runway Vienna), Senator

Walter J. GERBAUTZ (Austrian Emirates

Society), S.E. Mehmet Hasan GÖGÜS

(Türkei), Mag. Josef HÖCHTL (Österreichisch

– Venezolanische Gesellschaft),

S.E. Marios IERONYMIDES (Zypern), S.E.

Galib ISRAFILOV (Aserbaidschan), S.E.

Pero JANKOVIC (Serbien), S.E. Ghazi

JOMAA (Tunesien), S.E. Arman KIRA-

KOSSIAN (Armenien), Botschafter Erwin

KUBESCH (BMEIA), S.E. Ivan MILIC (Montenegro),

S.E. Adnan Bin OTHMAN (Malaysia),

S.E. Largaton Gilbert OUATTARA

(Côte D´Ivoire), KR. Gottfried RIECK

(Rieck Railconsult E.U.),I.E. Vasilka PO-

POSKA TRENEVSKA (Mazedonien), S.E.

Ramon Andres QUINONES RODRIGUEZ

(Dominikanische Rep.), S.E. Jan SECHTER

(Tschechien), DDr Heinz K. SEITINGER

M.A (Österreichisch-Kanadische Gesellschaft),

S.E. Khaled SHAMAA (Ägypten),

I.E. Elena SHEKERLETOVA (Bulgarien),

S.E. Valery VORONETSKY (Belarus), Dr.

Oskar WAWRA (PaN Dachverband), I.E.

Mary WHELAN (Irland), I.E. I.E. Frau Priyanee

WIJESEKERA (Sri Lanka)

Fotos: SOCIETY/Mikes

22 | SOCIETY 1_2016


SOCIETY EIGENEVENT

AMBASSADORS BREAKFAST

S.E. Jan Sechter(Tschechien), S.E. Pero

Jankovic (Serbien), S.E. Tomislav Leko

(Bosnien und Herzegowina)

Die Gäste lauschen angeregt der Rednerin

S.E. Pero Jankovic (Serbien),

S.E. Tomislav Leko (Bosnien und

Herzegowina), S.E. Galib Israfilov

(Aserbaidschan)

S.E. Alberto Carnero

Fernández (Spanien),

Botschafter Helmut Türk

SOCIETY 1_2016 | 23


SOCIETY EIGENEVENT

NEUE BOTSCHAFTER IN ÖSTERREICH

Die neuen Botschafter in Österreich: S.E.

Adnan Bin Othman (Malaysia), S.E. Auday

Al-Khairallah (Irak), S.E. Armin Andereya

Latorre (Chile), S.E. Rein Oidekivi

(Estland), S.E. Tomislav Leko (Bosnien und

Herzegowina), S.E. Ivan Milic (Montenegro),

I.E. Paulina Maria Franchesci Navarro

(Panama), Gerti Tauchhammer, Mario

Habicher (CEO Hotel Imperial), Alfredo

Raúl Chuqihuara Chil (Peru), Bogdan

Mazuru (Rumänien)

Imperiales Willkommen

Zur traditionellen Begrüßung der neuen Botschafter in Österreich lud

SOCIETY ins Hotel Imperial.

Zur traditionellen Begrüßung

der neu in Österreich akkreditierten

Botschafter lud Gertrud

Tauchhammer in die prunkvollen

Räumlichkeiten des Hotels Imperial.

Gemeinsam mit Generaldirektor Mario

Habicher wurden die neuen Botschafter

mit den berühmten Imperialtörtchen in

Wien willkommen geheißen. Das Programmhighlight

war die Darbietung der

anerkannten Opernsängerin Astrik Khanamiryan,

die das internationale Publikum

begeisterte.


Die Gäste im Mamorsaal des Hotel Imperial

24 | SOCIETY 1_2016


SOCIETY EIGENEVENT

NEUE BOTSCHAFTER IN ÖSTERREICH

S.E. Jaime Alberto

Cabal Sanclemente

(Kolumbien), Botschafterin

Eve-Külli

Kala (OSZE-Ständige

Vertretung von

Estland), S.E. Ramon

Andres Quinones

Rodriguez (Dominikanische

Republik), S.E.

Bruno Javier Faraone

Machado (Uruguay)

Marina Sagl (VENI CREATRIX),

Astrik Khanamiryan,

Gerti Tauchhammer, Tanja

Tauchhammer, Ramin Monajemi

(Monajemi Investments)

Helga Welser,

René Prinz

(Wiener

Privatbank)

S.E. Rein Oidekivi mit

seiner Frau (Estland)

Chargé d´Affaires

Hassan Soroosh Y.

(Afghanistan)

Mag. Julia Schandl

(Wolford) und Dorina

Geilenkirchen

(Madame Verlag)

Fotos: SOCIETY/Prochnow

S.E. Roland Bimo

(Albanien)

Auday Mousa

Abdulhadi Al-

Khairallah (Irak)

S.E. Mohammed

Abu Zafar (Bangladesch)

S.E. Tomislav Leko

(Bosnien und

Herzegowina)

I.E. Vasilka Poposka-

Trenevska (Mazedonien)

SOCIETY 1_2016 | 25


SOCIETY EIGENEVENT

NEUE BOTSCHAFTER IN ÖSTERREICH

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

S.E. Alfredo Raúl CHUQUI-

HUARA CHIL (Botschaft von

Peru), Adrian CYRUS (Wiesenthal

Donaustadt), Andre

d´Aron (Hausverwaltung Dr.

A. d´Aron), S.E. Auday Mousa

Abdulhadi AL-KHAIRALLAH

(Botschaft von Irak), S.E. Ali

Khalfan A.K Al-MANSOURI

(Botschaft von Katar), ,

S.E. Jaime Alberto CABAL

SANCLEMENTE (Botschaft

von Kolumbien), S.E. Evandro

DIDONET (Botschaft von

Brasilien), Rudolf DOPPEL-

BAUER (Austroducks), Dr.

Michaela Frigo, Christoph

Maria FRITZEN ( Botschaft

der Malteser Ritterordens),

Gerhard GUTRUF, Nikole

JOKIC (Amadeus International

School Vienna, Eve-Külli

KALA (OSZE-Ständige Vertretung

von Estland), Rustamdjan

KHAKIMOV (Botschaft

von Uzbekistan, Ungarn und

der Slowakei), Andrea KUEF-

STEIN (Publicitas GmbH), S.E.

Armin ANDREYA LATORRE

(Botschaft von Chile), S.E.

Tomislav LEKO (Botschaft von

Bosnien und Herzegowina),

S.E. Bruno Javier FARAONE

MACHADO (Botschaft von

Uruguay), S.E. Bogdan MAZU-

RU (Botschaft von Rumänien),

S.E. Ivan MILIC (Botschaft von

Montenegro), Robert MOYSE

(FAME Investments AG, I.E.

Paulina Maria FRANCESCHI

NAVARRO (Botschaft von

Panama), Clemens NEU-

KOMM (Wiesenthal Handel

und Service GmbH), Jeanette

und Heinz NISSEL, Andreas

NOTHELLE (OSZE Parlamentarische

Versammlung), S.E.

Rein OIDEKIVI (Botschaft

von Estland), S.E. Adnan Bin

OTHMAN (Botschaft von

Malaysia), Ian PIPER, René

PRINZ (Wiener Privatbank),

S.E. Ramon Andres QUINO-

NES RODRIGUEZ (Botschaft

der Dominikanischen Republik),

S.E. Andrej RAHTEN

(Botschaft von Slowenien),

Herbert RIESER (Cafe&Co),

Marina SAGL (Veni Cretirix

– Jewelry Art and Design),

S.E. Jaime Alberto CABAL

SANCLEMENTE (Botschaft

von Kolumbien), Botschafter

Svetoslav SPASSOV

(Vertretung von Bulgarien),

S.E. Arthayudh SRISAMOOT

(Botschaft von Thailand),

Thomas SZÖKE (AH At Home

Destination Services GmbH),

Andrea VERONESE (Publicitas

GmbH), Ron WILLIS (Club

der Handelsräte), S.E. Mohammed

ABU ZAFAR (Botschaft

von Bangladesch)

Die Botschafter beim Gruppenfoto

Chargé d´Affaires a.i.

Rustamdjan Khakimov

(Usbekistan)

S.E. Dr. Andrej Rahten

(Slowenien)

Vedad Bakovic

(Hotel Imperial)

bei seiner Ansprache

S.E. Ali Khalfan

Al-Mansouri (Katar)

Ziaran Mohammad und Robert

Moyse (FAME Investments AG)

Dagmar Schellenberger

(Seefestspiele Mörbisch)

S.E. Khaled Abdelrahman

Shamaa (Ägypten)

Sarah Brenner (Hotel Imperial),

Gerti Tauchhammer, Vedad

Bakovic, Mario Habicher

(Hotel Imperial)

Andre d‘ Aron mit seiner

Frau, Werner Salzmann

S.E. Arman Kirakossian

(Armenien), Jeanette

und Heinz Nissel

26 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

SCHWEDEN

Vom bürgerlichen Wohnpalais

zum Schwedenhaus Wien

Ummittelbar nach seiner Entstehung galt das repräsentative

Haus bereits als Mittelpunkt der liberalen Intellektuellen Wiens.

Auch heute ist das Palais nach wie vor von hoher Bedeutung.

Das Stiegenhaus der Britischen

Residenz

Botschafterin I.E. Helen Eduards in den Räumlichkeiten

des Schwedenhauses

Fotos: SOCIETY/prochnow

30 | SOCIETY 2_2014


DIPLOMATIE

SCHWEDEN

Ansicht auf die

Residenz vom

Garten des

Anwesens

Das Wohnpalais in der

Liechtensteinerstraße 51,

gegenüber dem Liechtensteinischen

Sommerpalais

gelegen, ist in seiner Geschichte

eng mit seinem Bauherrn Moritz

Szeps (1834-1902) verbunden. Der österreichische

Schriftsteller Heimito von Doderer

setzte diesem Stadtteil mit seinem Roman

„Die Strudelhofstiege“ sogar ein literarisches

Denkmal, benannt nach der Jugendstiltreppe,

die unmittelbar neben dem

Schwedenhaus liegt.

Der Architekt Ludwig Tischler vollzog

beim Bau des Hauses einen architektonischen

Übergang von der Renaissance zum

Barock und machte das Palais zu einem

qualitätvollen Baudokument großbürgerlicher

Wohnkultur.

Seither hat das Palais mehrfach seine

Besitzer gewechselt, im Aussehen blieb es

aber fast unverändert; auch nachdem es

1928 vom schwedischen Staat gekauft worden

war. Als Residenz des schwedischen

Botschafters wurde das Palais in den 50er

Jahren ein weiteres Mal zum Forum großer

Politik als der damalige schwedische Botschafter

Sven Allard österreichische Politiker

mit Vertretern der Okkupationsmächte

zusammenbrachte, mit dem Ziel, die Möglichkeiten

für ein freies und unabhängiges

Österreich auszuloten.

Durch den Umbau der schwedischen

Residenz in eine Kanzlei wird der schwedische

Staat die Gründergeschichte des Hauses

140 Jahre später neu beleben, um dort

im Sinne von Moritz Szeps die Völkerverständigung

zu pflegen und fördern. •

Salon mit Polstermöbeln

von dem

austro-schwedischen

Designer

Josef Frank sowie

Blick auf den neu

renovierten Veranstaltungsraum

des

Schwedenhauses

SOCIETY 2_2015 | 31


DIPLOMATIE

SCHWEDEN

First feminist

government

SOCIETY spoke to the new Swedish ambassador, H.E. Helen

Eduards on the first feminist government in the world, the

role of monarchy in Sweden and her work with the UN.

As this is your first post as an

ambassador, how have your experiences

been so far?

It is an honor for me to serve

as an Ambassador to Austria,

Slovenia and Slovakia and to

the UN. I am impressed by Austria’s rich culture,

music, history and heritage in the heart of Central

Europe. The different areas that the Swedish embassy

covers (bilateral, multilateral, regional) are

both important and interesting. We work actively

with the priorities of the Swedish Government in

areas such as environment and climate change,

social issues, gender equality and migration issues.

Handling these well and finding synergies

between the different areas is what comprises the

challenge, but also the stimulating part of the job.

It is particularly important now, as we face common

challenges that we need to address together.

As you mentioned before, a great part of your

work takes place at the United Nations. What are

the key points of your task area there?

We are actively participating in the UN organizations

in Vienna. Certainly, the International

Atomic Energy Agency (IAEA) is important, and

non-proliferation is a key component of our work

there. Also, Sweden has been a strong force internationally

in promoting nuclear disarmament,

and our support to the CTBTO is an example of

this. We are also actively working within the UNO-

DC. One of many key areas is the effort to prevent

drug abuse, where we see a strong need to work

both with prevention and treatment. We see drug

abuse primarily as a public health issue.

Another important organization, which Sweden

supports, is UNIDO. We are one of the few countries

that provides one percent of their GNI in aid and

have quite a few projects through UNIDO in Africa.

We work through the Swedish aid agency SIDA,

providing financial support for industrial development.

UNIDO has undergone a change towards a

stronger integration of sustainability, which we

fully support. Through our own experience we can

share best practices on how to industrialize and

minimize environment consequences.

»Sweden has a

long tradition

of solidarity

and willingness

to provide refuge

for people in

need.

«

Helen

Eduards

Concerning the current crisis in Syria, how

is Sweden dealing with the issue of the waves of

refugees coming to your country?

We do not have an upper limit like Austria

but have taken measures to manage the inflow of

refugees while aiming at respecting the right to

asylum and assisting those in need of protection.

We received 163.000 refugees last year. Many of

those refugees are of Syrian origin, and by providing

refuge, Sweden contributes to alleviating the

effects of the war in Syria. It is also important to

help those that remain in the region, and need

assistance there. Sweden is strongly investing in

humanitarian aid and development assistance in

the Middle East.

Since Sweden has a long experience with migration,

we have routines and systems in place.

However, we have to make sure that we can also

continue receiving refugees in the long run. We

have thus taken certain measures to reduce the

numbers such as ensuring that those who apply

for asylum have valid grounds, ID controls along

our borders, and adjustments to the rules to apply

for asylum, bringing them closer to a European

standard.

Are nationalistic civil groups like Odin’s sons

an issue in Sweden?

There is a right wing party in the Parliament,

the Swedish Democrats, which has an anti-immigration

approach. Notwithstanding that, there

are concerns and also a wide recognition, that

many measures are needed for the integration of

migrants into our society. We need an open debate

to address concerns and find answers, and avoid

polarizing points of view. The majority of the population

does not have an anti-migrant, but rather

a pro-solution, approach. Sweden has a long tradition

of solidarity and willingness to provide help

to people in need.

Sweden has the first feminist government in

the world. What is your view on feminism?

I have been a feminist as long as I remember.

I was brought up by feminist parents and now I

represent a feminist government. Sweden has ➢

30 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

SCHWEDEN

Fotos: SOCIETY/prochnow

SOCIETY 1_2016 | 31


DIPLOMATIE

SCHWEDEN

able to make personal choices irrespective of

whether you are a woman or a man. All girls and

boys and women and men should have equal access

to political and economic opportunities and

resources. Efforts to break down stereotypes and

unequal treatment must start from a very early

age, in kindergarten and school.

You have recently opened the „Schwedenhaus“

in Vienna, what are the future plans for

the cultural programme?

We arrange a lot of cultural activities related

to our overall priorities. For instance, we recently

had a caricature-exhibition on climate change. In

another exhibition, AccessAbility, we wanted to

raise awareness of the situation for people with

physical or mental disabilities. People with disabilities

should have equal access to education,

social opportunities, health care, public space,

infrastructure, etc. This is an important part of

Swedish priorities that we want to share with our

visitors. We also had a poetry evening with two

of Sweden’s most famous female poets and will

soon host the „Swedish Business Award” together

with Business Sweden and the Swedish Chamber

of Commerce. In May, we saw the opening of

the Nordic-Baltic film festival Nordiale with an

award-winning film about Swedish migration to

Norway. We try to cover a broad area in our cultural

activities – from social issues to literature

and film.

CURRICULUM

VITAE

H.E. Helen Eduards was

born on February 4. 1969.

1994 she finished her

University Degree in

Political Science, Social

Anthropology and History

of Economics at University

of Stockholm. In 1996

she joined the Diplomatic

Training Programme,

MFA. 1999-2002, she was

Second Secretary at the

Swedish Mission to the

UN, New York. 2002-03

she served as Desk Officer

at the Department for EU

Affairs. After that, she was

Director and Head of the

Unit for International and

EU Affairs at the Prime

Minister‘s Office. From

2006-07, Eduards had a

special assignment at the

Department for Eastern

Europe and Central Asia.

From 2007-10, she was

Deputy Director General

and Deputy Head of the

African Department. From

2010-15 she was Deputy

Director General and Head

of the Department for

Aid Management. Since

October 2015, she has been

Ambassador to Austria.

the first ever officially proclaimed feminist government

in the world. This proclamation is really

important, in order to raise awareness of what

“feminist engagement in government and policy”

means. It is about recognizing that there are

still structural phenomena everywhere, including

Sweden, that disfavor women. There are major

inequalities for example in income gaps and

earning gaps, the number of hours spent on unpaid

household work etc. Also, a large number of

women still suffer from domestic violence, which,

obviously, is unacceptable.

In Sweden, we have a generous parental leave

system and daycare centers for children that help

women returning to work. For the government,

being feminist means that you look at all separate

political fields from a gender equality perspective.

For example: Why do municipalities often fund

football fields and ice hockey rinks – traditionally

boys activities - rather than horseback riding

or gymnastics, that tend to attract girls? We need

to scrutinize who is gaining from public investments,

how resources are being used and if there

is a possibility to change that. Leaving half of the

population behind, is something society cannot

afford. For example, calculations show that if

more women joined the European labour market,

GDP would increase significantly.

I have two daughters, and would not want

them to be restricted in their life choices by stereotypes

or structures in society. You should be

What is the trade balance between Austria

and Sweden?

It is quite balanced, yet we would like it to increase

from both sides. We are more or less even

when it comes to trade and investments, a bit less

when it comes to tourism. We would like to welcome

more Austrian tourism to Sweden. I hope

that this will change in the future.

How important is the royal family to the

Swedish population?

Our monarchy has always been very important

to us. There is a strong support for the monarchy

and for Crown Princess Victoria as a person.

There are those who believe that the head of state

should be elected and not inherit the position.

But for the majority, the monarchy has a strong

cultural and historical significance. We have been

a monarchy for almost 1000 years. The monarchy

is an important part of Swedish identity for many

people, and many feel that the new generations

of the royal family reflect modern values. During

her studies of UN-affairs, the Crown Princess was

doing an internship at the mission in New York,

while I was serving there. I was very impressed

with the close interest and commitment of the

Crown Princess in global issues. Her Majesty the

Queen, who visited Vienna in early June, is very

engaged in the wellbeing of children. The royal

family can bring across issues that are of interest

to a wider audience.


Fotos: SOCIETY/prochnow

32 | SOCIETY 1_2016


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DIPLOMATIE

NIEDERLANDE

Die Macht der

Kommunikation

SOCIETY traf den Botschafter der Niederlande,

S.E. Marco Hennis um mit ihm über die

auslaufende EU-Präsidentschaft und die

Kunst der Brückenbildung zu sprechen.

Fotos: SOCIETY/pobaschnig

34 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

NIEDERLANDE

SOCIETY 1_2016 | 35


DIPLOMATIE

NIEDERLANDE

Botschafter Marco

Hennis in seinem Atelier,

vormals Komponierzimmer

von Richard Strauss

»Ich vergleiche

die Zusammenarbeit

der

EU gerne mit

dem Zusammenleben

von

Menschen.

«

Marco

Hennis

Sie haben unter anderem Sozial- und

Organisationspsychologie studiert.

Wie hat Ihre Ausbildung Sie für das

Amt des Botschafters und Ständigen

Vertreters vorbereitet?

Ich habe in meiner schulischen

Laufbahn gelernt, systematisch zuzuhören und

das zu kombinieren, was von außen einfließt. Ich

analysiere zuerst und versuche dann, abseits von

Vorurteilen, Objektivität herzustellen. Dies können

natürlich gute Voraussetzungen für meine

Funktion als Botschafter sein. Ich frage mich

ständig wie man etwas aufbauen kann, sei es Vertrauen,

Verständnis oder Bündnisse. Diese Einstellung

strebe ich stets an, bin mir aber vollkommen

bewusst, dass dies manchmal besser, mal

schlechter funktioniert.

Sie waren in Ihrer Laufbahn in vielen Konfliktzonen.

Haben Sie das Gefühl, dass Sie dort

etwas als Diplomat bewirken konnten?

Natürlich ist die Arbeit in Ländern, in denen

politische Unruhe herrscht für einen Diplomaten

sehr spannend, da man in solchen Regionen nicht

nur sehr viel lernt, sondern auch sehr viel bewegen

und helfen kann. Das Pflegen persönlicher Kontakte,

das Erstellen von Brücken und das Stärken von

Menschen ist eine sehr große Notwendigkeit, um

die Rückkehr zu Ruhe und Normalität zu gewährleisten.

Mit viel Erfahrung und einer gewissen

Ruhe im Sturm ist es möglich, einen Mittelweg in

schwierigen Situationen finden zu können.

Ihre Tätigkeit in Wien ist im Vergleich zu

Ihren Aufenthalten in Gebieten wie Kabul und

dem Amt als Großmeister des Hauses Ihrer Majestäten

von Holland ein großer Kontrast. Wie

gefällt Ihnen die Arbeit in Österreich?

Ich genieße es, meine Erfahrungen in einem

neuen Land einzubringen und mich professionell

entwickeln zu können. Ich versuche die

Niederlande dem österreichischen Volk näher zu

bringen, und bilaterale Beziehungen zu stärken

und zu knüpfen. Das klingt nicht heldenhaft, ist

aber die gängige Praxis für mich und meine Kollegen.

Dasselbe galt auch für meine Tätigkeit als

Großmeister des Königshauses. Ich leitete natürlich

eine sehr besondere Organisation und in

dieser leitenden Funktion konnte ich die wichtige

Arbeit unseres Staatsoberhauptes unterstützen.

In unserem Land spielt unsere Monarchie eine

verbindende Rolle und wird als wichtiger Faktor

für Kontinuität und Ruhe gesehen.

Bei der Thronübergabe von I.M. Königin Beatrix

auf S.M. König Willem-Alexander konnte ich einen

wichtigen Beitrag leisten. Dieser Thronwechsel

ist meiner Meinung nach reibungslos geschehen.

Meine Arbeit in Österreich ist naturgemäß etwas

Fotos: SOCIETY/pobaschnig

36 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

NIEDERLANDE

Anderes, weist jedoch in vielen Punkten, wie z.B.

bei der Zusammenarbeit mit der Zielsetzung auf

Erhalt einer guten Beziehung sowie Kommunikation

untereinander, sehr viele Parallelen auf.

Wie sehen Sie die Entwicklung der EU seit ihrer

Gründung?

Ich vergleiche die Zusammenarbeit der Europäischen

Union gerne mit dem Zusammenleben

von Menschen. Je größer eine Gruppe von

Individuen wird, desto schwieriger stellt sich

manchmal die Kommunikation und das Finden

eines Konsens dar. Genauso sehe ich es auch in

der EU. 28 Mitgliedsstaaten bedeuten 28 nationale

Interessen, Meinungen und Erfahrungen. Aus

diesem Grund ist es wichtig, dass man miteinander

spricht und vor allem auch arbeitet, um

gemeinsame Ziele zu verfolgen und zu erreichen.

Es ist keine Kunst zu streiten, aber eine Kunst

miteinander im Gespräch zu bleiben. Meiner

Meinung nach ist die Tatsache, dass die EU nicht

immer volksnah ist und eine andere Sprache zu

sprechen scheint, eine Herausforderung. Unionsbürger

müssen natürlich auch Interesse und Zeit

widmen, um die Entwicklungen und Ambitionen

der EU zu verfolgen. Aber es wäre schön, wenn

Politiker, Beamte etc. und das Volk lernen würden

mehr aufeinander zu hören und infolgedessen

eine gemeinsame Sprache zu entwickeln. Manchmal

ertappe ich mich selbst dabei, dass auch

ich mich einer sehr bürokratischen Sprache bediene,

die ich eigentlich furchtbar finde.

»Das einzige

Opfer eines

Gespräches

sind Worte.

Marco

Hennis

«

CURRICULUM

VITAE

S.E. Marco Hennis wurde

am 1. Februar 1955 in Haarlem,

Niederlande geboren.

Er studierte Sozial- und

Organisationspsychologie

an der Universität Leiden.

1983 trat er seinen Dienst

beim Ministerium für Auswärtige

Angelegenheiten

an und war in Islamabad,

Belgrad, Brüssel (Ständige

Vertretung bei der

NATO) und im Ministerium

(zuständig für die Ausbildung

neuer Diplomaten).

1994 bis 1995 war er Privatsekretär

des Ministers

für Auswärtige Angelegenheiten.

Von 1995 bis 1997

war er zur Weltbank in

Paris detachiert.

1997 bis 2000 war

er Stellvertretender

Botschafter in Sarajevo.

Von 2000 bis 2003 war

er Leiter der Task Force

Erweiterung bei der Direktion

Integration Europa.

2003 bis 2004 diente er

als Chargé d’affaires in

Kabul. 2004 bis 2008 war

er als Generalkonsul in

Istanbul stationiert. Von

2008 bis 2015 war S.E.

Hennis Großmeister des

Hauses Ihrer Majestät der

Königin (bis Mai 2013) und

anschließend Großmeister

des Hauses Seiner Majestät

des Königs. Seit August

2015 ist er Botschafter

des Königreichs der

Niederlande in Österreich.

Welche Meinung haben Sie zur Situation in

der Ukraine und dem holländischen Referendum

über das Assoziierungsabkommen?

Ich denke, dass es mehr Zeit braucht um mit

der Ukraine sowie Brüssel zu verhandeln. Man

muss auch der Tatsache auf den Grund gehen,

die zu einem negativen Referendum in Holland

geführt hat und eine Debatte einleiten. Diese Debatte

ist in meinem Land dringend notwendig.

Das hat uns dieses Referendum deutlich gezeigt.

Wir sind auch davon überzeugt, dass wir diese in

und vor allem mit Europa weiterführen müssen.

Die Rolle der antretenden slowakischen Ratspräsidentschaft

wird es diesbezüglich sein, Türen und

Fenster in alle Richtungen offen zu lassen, um

einen Schritt nach vorne zu gewährleisten.

Die Flüchtlingskrise ist schon seit vielen Jahren

ein Thema. Warum glauben Sie, dass die Situation

in Europa so viel anders ist als in anderen

Regionen?

Europäer und Europäerinnen sind tief verwurzelt

in ihren Traditionen und schätzen ein ruhiges

Zusammenleben. Die derzeit herrschende Migrationswelle

wurde, denke ich, sehr medial und

politisch hochgespielt und hat so die Angst vor Extremismus

und Populismus bei den Menschen geschürt.

Viele europäische Regierungen haben auf

dieses Problem keine Antwort und Sprachlosigkeit

speist natürlich die vorherrschende Angst.

Befinden wir uns derzeit in einem dritten

Weltkrieg?

Das sind viel zu große Worte, die zumindest

mir nicht dabei helfen zu begreifen, was in der

Welt um uns passiert. Natürlich ist die derzeitige

Lage eine globale Herausforderung, doch es

herrscht kein völliger Notzustand und das Leben,

vor allem in Europa, ist immer noch ein relativ

angenehmes. In solchen Situationen ist die Arbeit

der EU, OSZE, NATO, UNO, etc. natürlich absolut

essentiell. Staaten müssen sich an einen Tisch

setzen und gemeinsam eine Lösung finden. Wir

sollten versuchen aus Fehlern zu lernen und das

Augenmerk auf den Prozess und nicht unbedingt

immer auf das Ziel zu richten. Denn das einzige

Opfer eines Gespräches sind Worte. •

SOCIETY 1_2016 | 37


DIPLOMATIE

NIEDERLANDE

Richard

Strauss und

die Niederlande

Seit bereits über

50 Jahren ist die

ehemalige Strauss-

Villa in der

Jacquingasse nun

die Botschafter-

Residenz der

Niederlande in

Wien.

Fotos: SOCIETYpobaschnig

38 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

NIEDERLANDE

Die Residenz der Niederlande war früher das Heim

des berühmten Komponisten Richard Strauss

Der zum Palais Belvedere

gehörende „Kammergarten“

wurde Richard

Strauss, damals frisch

ernannter Direktor der

Wiener Staatsoper, nach

zähen Verhandlungen mit der Stadt Wien

zur Pacht auf 90 Jahre zur Verfügung gestellt.

Er ließ dort von Michael Rosenauer,

einem vielseitigen und internationalen

Architekten, in barockisierender Bauweise

das Richard Strauss-Schlössl errichten,

das zu einem der bekanntesten Werke

des britisch-österreichischen Architekten

zählt. Rosenauer trat durch bedeutende

Bauwerke hervor, die teilweise für die Gemeinde

Wien geplant waren, doch auch

einige private Villen wurden von ihm entworfen.

Die dreigeschössige Villa präsentiert

sich mit konservativer historischer Fassadengestaltung,

Mansardendach und Terrasse.

Seit 1949 – dem Todesjahr von Richard

Strauss – ist sie nun die niederländische Residenz

in Wien und Kanzlei, seit 1969 ausschließlich

Residenz. Von der ursprünglichen

Innenausstattung, wie beispielsweise

dem Kamin im ehemaligen Arbeitszimmer,

ist heute kaum noch etwas erhalten. Der

derzeitige niederländische Botschafter, S.E.

Marco Hennis, welcher auch als Maler tätig

ist, hat die Residenz sehr modern nach

seinem Geschmack umgestaltet und durch

ein Atelier bereichert.


SOCIETY 1_2016 | 39


DIPLOMATIE

NIEDERLANDE

Bild oben links: Empfangsräumlichkeit

der Residenz

Bild oben rechts:

Stiegenaufgang

Bild in der Mitte: Erinnerungsstücke

des Botschafters

Bild unten links:

Der Kamin ist das einzige

original erhaltene Relikt des

Richard Strauss Schlössels

Bild unten rechts: Familienportraits

von S.E. Marco Hennis

40 | SOCIET 1_2016


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DIPLOMATIE

SLOWAKEI

»Da dies die

erste Ratspräsidentschaft

für

die Slowakei

ist, bereiten wir

uns schon seit

Jahren darauf

vor.

«

Juraj

Macháč

Fotos: SOCIETY/mikes

42 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

SLOWAKEI

Debüt für

die Slowakei

S.E. Juraj Macháč im Interview mit

SOCIETY über die anstehende slowakische

Ratspräsidentschaft.

Interview: Gertrud Tauchhammer

Ihre jetzige Funktion ist bereits

Ihr dritter Aufenthalt zur Ausübung

eines Amtes in Wien. Wie

gefällt es Ihnen in Österreich?

Insgesamt bin ich bereits seit

fast 14 Jahren in Österreich, somit

ist Wien mittlerweile zu einer zweiten

Heimat für mich geworden. Ich kenne das

Land sehr gut und habe mich sehr über

das Angebot, slowakischer Botschafter in

Österreich zu werden, gefreut. Ich war von

Anfang an sehr bemüht, die bilateralen

Beziehungen mit neuen Herausforderungen

zu konfrontieren und ich denke, dass

es uns gut gelungen ist. Wir haben bei

meiner Ankunft ein regelmäßiges Treffen

der Botschafter, sowie Technokraten

der Slowakei und Österreich einberufen,

das so genannte Format ‚Zwei Plus Zwei’.

Der Gedanke war, sich an einen Tisch zu

setzen, um sich über aktuelle Themen wie

Migration, wirtschaftliche Zusammenarbeit

und natürlich auch den EU-Ratsvorsitz

auszutauschen. Die ursprüngliche

Idee hat sich durchgesetzt und ist mittlerweile

ein wichtiger Bestandteil von Österreich

und den Nachbarländern.

Die momentane Situation in Syrien,

das Thema Migration, die Eingliederung

der Ukraine in die EU – die politischökonomische

Situation auf der ganzen

Welt ist derzeit sehr schwierig. Wie groß

ist Ihr Respekt vor dieser spannenden

Aufgabe?

Wir wussten, dass wir mit der Ratspräsidentschaft

vor große Herausforderungen

gestellt werden würden. Oftmals

müssen während des gesamten Vorsitzes

vor allem Krisensituationen koordiniert

werden, für die eigenen Prioritäten bleibt

dann nur wenig Zeit und Raum. Trotz

dieser realen Unvorhersehbarkeit hat

sich die Slowakei langfristig gerade mit

Hinblick darauf vorbereitet, dass wir ein

breites Spektrum an Situationen bewältigen

können, auch Überraschungen. Das

bedeutet zwar, dass eine hundertprozentige

Vorbereitung nicht möglich ist, ich

bin aber zuversichtlich, dass wir unsere

Aufgabe auf einem sehr hohen Niveau

erfüllen werden. Gleichzeitig ist es mittlerweile

zur Realität geworden, dass

außenpolitische Themen von EEAS (Europäischer

Auswärtiger Dienst) koordiniert

werden und nicht, wie in der Vergangenheit,

durch die Ratspräsidentschaft.

Dies bedeutet aber nicht, dass wir in

diesen Themen nicht aktiv sein werden.

Beispielsweise im Falle der Migrationsproblematik

handelt es sich um eine

Kombination verschiedener Faktoren,

weshalb dieses Thema auch unsere Präsidentschaft

wesentlich betreffen wird.

Wir bereiten uns sehr seriös darauf vor,

u.a. besuchte unser Außenminister vor

kurzem mit mehreren Kollegen aus anderen

EU-Mitgliedsländern Griechenland

und die Türkei.

In der Slowakei gibt es seit kurzer

Zeit eine neue Koalitionsregierung,

bestehend aus den Parteien SMER, SNS,

MOST-HID, SIET. Wie wird diese Regierung

Ihrer Einschätzung nach bei

der Erfüllung der Aufgaben der EU-Ratspräsidentschaft

vorgehen? Denken Sie,

dass es auf Grund der Zusammenarbeit

von vier Koalitionsparteien zu einigen

Unstimmigkeiten kommt?

Da dies die erste Ratspräsidentschaft

für die Slowakei ist, bereiten wir uns

schon seit längerem sehr intensiv darauf

vor, eigentlich seit ein paar Jahren. Es

handelt sich um einen laufenden Prozess,

einschließlich der Vorbereitung der Experten,

wobei die Bildung der neuen Regierung

keinesfalls die Kontinuität ➢

SOCIETY 1_2016 | 43


DIPLOMATIE

SLOWAKEI

»

Selbstverständlich

sind

wir uns dieser

Herausforderung

bewusst.

«

Juraj

Macháč

CURRICULUM

VITAE

S.E. Juraj Macháč wurde

1966 geboren und

besuchte die Wirtschaftsuniversität

in Bratislava.

Von 1988-1991 war er als

Handelsreferent in der

Hauptstadt der Slowakei

tätig. Bevor er 1993

sein Amt als zweiter

Botschaftssekretär antrat,

arbeitete er als Attaché in

der Handelsabteilung der

Botschaft in Wien. 1998

wurde er als Stellvertreter

des Botschafters in Bonn

bestellt und von 2002 –

2004 Generaldirektor der

multilateralen Sektion des

Außenministeriums. 2005

führte sein Weg nach Wien

als Botschafter und Leiter

der Ständigen Vertretung

bei der UNO und den

internationalen Organisationen.

2009 wurde er zum

Generaldirektor des Personalamtes

und stellvertretenden

Generalsekretär

des Außenministeriums

ernannt. Seit 2012 ist S.E.

Macháč Botschafter der

Slowakischen Republik in

Österreich.


in diesem Bereich verletzt hat. Was die neue

Regierungskoalition betrifft, ist dies eine übliche

Erscheinung in allen bestehenden Demokratien

und ich sehe da keinen Grund, warum es zu einer

Beunruhigung führen sollte.

Was wird oberste Priorität haben, in Anbetracht

der umfassenden Aufgaben, die die Slowakei

im Zuge ihrer Ratspräsidentschaft erfüllen sollte?

Die Vorbereitung des sechsmonatigen Vorsitzes

gewinnt an Intensität. Unsere Regierung hat

bereits die Ausgangspunkte dieses Programms

verabschiedet, seine finale Fassung wird im Juni

veröffentlicht. Unsere Prioritäten waren teilweise

bereits im Programm des Vorsitztrios (NL-SK-MT)

beinhaltet, das die EU im Dezember letzten Jahres

verabschiedet hat und zu dem wir entschlossen

stehen. Das Programm des Trios richtet sich

vor allem auf folgende Themen: nachhaltiger

Wirtschaftsaufschwung und die Schaffung neuer

Arbeitsplätze, das Projekt der Energieunion

und der Klimawandelpolitik und die Lösung der

Migrations- und Flüchtlingskrise, die Sicherheit

– die innere und äußere Dimension. In unserem

Programm haben wir vor, uns auf eine kleinere

Anzahl von Initiativen zu konzentrieren, die aber

positive Folgen für die ganze EU bringen können.

Aus der Agenda, die während der Ratspräsidentschaft

aktuell sein wird, beabsichtigen wir

deswegen unsere Aufmerksamkeit primär auf

Themen wie die Strategie für einen einheitlichen

Digitalmarkt, Vertiefung der Wirtschafts- und

Währungsunion, die Schaffung der Kapitalmarktunion,

die Revision des mehrjährigen Finanzrahmens,

den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit,

Energieunion und eine gemeinsame Außen- und

Sicherheitspolitik zu legen.

Für die zufriedenstellende Erfüllung sämtlicher

mit der Ratspräsidentschaft verbundenen

Aufgaben braucht die Slowakei fachlich geschultes,

kompetentes Personal. Denken Sie, dass die

Slowakei insofern gut vorbereitet ist?

Fachliches Personal ist in der Slowakei von

ganz besonders großer Bedeutung – vom kleinen

Betrieb bis hin zum Team für die Ausübung

der Tätigkeiten einer Ratspräsidentschaft. Zum

Beispiel werden in unserem Land jährlich ca. eine

Million PKWs bei einer Einwohnerzahl von fünf

Millionen produziert. Gerade hier ist es u.a. auch

wichtig Fachkräfte auszubilden, diese für Industriebereiche

zur Verfügung zu stellen und auf den

Arbeitsmarkt zu bringen. Genau so ist es auch bei

der Zusammenstellung des Personals für die Ratspräsidentschaft.

Selbstverständlich sind wir uns dieser Herausforderung

bewusst, da die Ausübung der Ratspräsidentschaft

besondere Anforderungen an das Humankapital

in der öffentlichen Verwaltung stellt.

Unsere Regierung hat bereits im Jänner 2013 das

Nationalprogramm für die Ausbildung der Angestellten

in der öffentlichen Verwaltung bzgl. der

Ratspräsidentschaft verabschiedet. Die Realisation

des Nationalprogramms für die Ausbildung

basiert nicht nur auf dem Bedürfnis einer guten

und rechtzeitigen Vorbereitung der Angestellten,

sondern auch auf den Erfahrungen aus anderen

Mitgliedsländern, die den EU-Ratsvorsitz bereits innehatten.

Das erwähnte Projekt wurde in den Jahren 2014

und 2015 realisiert. Auf diese Weise wurden 1092

Angestellte aus 27 zentralen Organen der öffentlichen

Verwaltung der Slowakischen Republik erfolgreich

geschult. Das ursprüngliche Ziel war es 930

Angestellte auszubilden. Ich bin überzeugt, dass

wir für die slowakische Ratspräsidentschaft ein

sehr gutes Team mit einem entsprechenden fachlichen

Hintergrund bereitgestellt haben und wir

die Aufgaben, die uns gestellt werden, auf einem

hohen Niveau erfüllen werden.


Fotos: SOCIETY/mikes

44 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

SLOWAKEI

Gartenansicht der Villa Gotthilf

Secessionsjuwel mit

Geschichte

Die heutige Residenz der Slowakischen Republik hatte

viele Bewohner – von Theaterübersetzern bis zum

Militärgericht der Nationalsozialisten.

Fotos: SOCIETY/Mikes

Die im Zeilenverband stehende

Villa wurde nach

den Plänen von Ernst von

Gotthilf für den Bernard

Shaw-Übersetzer Siegfried

Trebitsch errichtet. In den Jahren 1907/08

wurde der ursprünglich zweigeschossige

Vorgängerbau durch eine Villa ersetzt,

deren Grundriss mit starker Tendenz zur

Symmetrie von einer mittig angelegten

mehrgeschossigen Halle mit einer Glasdecke

geprägt ist. Die Gestaltung mit Hell-

Dunkel-Kontrasten zeigt einen starken Bezug

zu Spätrenaissance und Manierismus.

Die Villa verfügt über zahlreiche

Räumlichkeiten wie Salon, Bibliothek,

mehrere Schlafzimmer, Garderobe, drei

Badezimmer, Dachgeschoss mit Dienstbotenzimmer,

Küche mit Speis und Wirtschaftsräume.

Die Verzierung am Bau ist

sparsam, ganz im Sinne des späten, strengeren

Secessionsstiles. Die straßenseitige

Fassade des Baus ist durch drei polygonale

Erker im Obergeschoss gezeichnet. Ein

vorgewölbter Wintergarten im Parterre ist

durch eine hoch aufgetragene Attika mit

Vasenaufsetzern versehen.

Ernst von Gotthilf war der Sohn eines

jüdischen Großindustriellen, und kam

im heutigen Rumänien zur Welt. Er


SOCIETY 2_2015 | 45


DIPLOMATIE

SLOWAKEI

absolvierte die Technische Hochschule,

sowie die Akademie der bildenden Künste

in Wien und machte sich schließlich mit

27 Jahren selbstständig.

Die Legende besagt, dass hier einst ein

Haus stand, das durch unterirdische Gänge

mit dem benachbarten Schloss Schönbrunn

verbunden war. Zur NS-Zeit diente

die Villa als Büro des Militärgerichts, die

wertvolle Inneneinrichtung wurde auf einer

Auktion versteigert. Das Haus wurde

1946/47 an die damalige Tschechoslowakische

Republik verkauft und behielt bis

1990 die ursprüngliche Innenraumstruktur,

wurde jedoch danach Änderungen

unterzogen. 1993 wurde es, nach Separation

der Tschechoslowakei, zur Botschaftsresidenz

der Slowakischen Republik in

Österreich und ist es auch heute noch. •

Fotos: SOCIETY/mikes

46 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

KASACHSTAN

Präsident von Kasachstan,

Nursultan Nasarbajew, mit

Bundespräsident Heinz Fischer

Kasachstan und

Österreich – eine

Wirtschaftsbeziehung

Kasachstan, flächenmäßig der neuntgrößte Staat der

Erde, liegt auf einer bedeutenden Kreuzung was die

Entwicklung der Zivilisation und auch die

Handelsrouten betrifft.

Fotos: foto/HBF

Ü

ber viele Jahrhunderte verband die

Seidenstraße den Orient mit dem

Okzident und machte das heutige

Kasachstan zu einem Knotenpunkt

des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen

Austausches zwischen den großen

eurasischen Nationen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion

im Jahr 1991 erklärte Kasachstan am 16.

Dezember 1991 seine Unabhängigkeit. Von da an

begann für die junge Republik eine neue Ära der

Geschichte, indem das Volk seine Souveränität,

Freiheit und Weltoffenheit erklärte. Die neue Republik

findet rasch internationale Anerkennung,

so wird sie im Folgejahr, am 3. März 1992, bereits

Mitglied der Vereinten Nationen. Jetzt kandidiert

die Republik für den nichtständigen Sitz des Sicherheitsrates

der Vereinten Nationen für die Jahre

2017-2018. Die Republik Österreich hat Kasachstan

in dieser Frage vollkommen unterstützt. Der

16. Dezember erinnert an den Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung

der Republik Kasachstan,

die im Jahr 2016 ihr 25-jähriges Bestehen feierte.


25 Jahre diplomatische

Beziehungen mit Österreich

Im Jahr 2017 feiern Österreich und Kasachstan

das 25-jährige Bestehen diplomatischer Beziehungen,

welche am 19. Februar 1992 aufgenommen

wurden. Kasachstan ist nicht nur das erste Land

Zentralasiens, mit dem Österreich diplomatische

Beziehungen aufgenommen hat, es ist auch bislang

das einzige Land in der Region, in dem Österreich

seit 22. November 2007 mit einer Botschaft (in Astana)

und seit 1. Juli 2010 mit einem eigenen Handelsdelegierten

(in Almaty) vertreten ist. Ein kontinuierlicher

bilateraler Austausch findet seitdem

zwischen den beiden Staaten statt und ist seit den

ersten Anfängen bis heute enorm angestiegen. Die

zunehmend intensive Kooperation zeichnet sich

unter anderem in den jährlich steigenden Handelsbilanzen

ab. Österreich nimmt innerhalb der EU-

Staaten Platz vier in Bezug auf den zwischenstaatlichen

Handelsumsatz ein. Kasachstan bildet im

GUS-Raum (nach Russland und der Ukraine) den

drittwichtigsten Handelspartner Österreichs. 2013

betrug der gegenseitige Warenumsatz 1,63 Milliarden

Euro. Auf den Export nach Kasachstan entfielen

dabei rund 300 Millionen Euro und auf den

Import nach Österreich rund 1,3 Milliarden Euro.

Kasachstan ist – gemessen am Import – somit auf

Platz 18 der über 120 Staaten, mit denen Österreich

Handelsbeziehungen unterhält. Im Sommer 2017

wird die Hauptstadt Astana zum Austragungsort

der Expo Weltausstellung. Diese bietet eine weitere

Plattform zur Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen

zwischen Astana und Wien. Trotz einer bewegten

Vergangenheit ist Kasachstan heute ein selbstbewusster

und erfolgreicher Staat, der sein eigenes

Gesicht besitzt.


Khan Shatyr (königliches Zelt)

FACTS

Mit Russland teilt Kasachstan

nicht nur die längste

Landesgrenze der Welt;

Handelsbeziehungen und

ein dichtes

Vertragsnetz verbinden

beide Staaten, aber auch

die 27 Prozent starke russische

Bevölkerungsgruppe

in Kasachstan.

Kasachstan zählt zu den

wichtigsten Erdöllieferanten

Österreichs.

SOCIETY 1_2016 | 47


DIPLOMATIE

INTERVIEW

Herr Consul Alfred

Rákóczi Tombor Tintera,

wie stehen Sie zu

den Grundwerten der

EU?

Für mich ist besonders

ein Zusammenleben im demokratischen

Sinne wichtig. Meine Idee vom

Weltfrieden ist die, dass jeder mit seinem

Nachbar in Frieden leben soll. Andererseits

sind die Voraussetzungen für eine

gelungene Integration die Kenntnis der

Sprache, Respekt gegenüber den existierenden,

christlichen Glaubensgemeinschaften

und Respekt für die europäische

Kultur und Geschichte. Genauso müssen

wir es mit den Anderen halten.

Welche Rolle spielt Wein in der Diplomatie?

Setzen wir den Frieden voraus – der

Wein spielt eine zentrale Rolle in Europa.

Beispielsweise sind all unsere schönen

Werte durch den Wein inspiriert.

Die Basiskultur von Europa ist eben die

Weinkultur, die uns zu diesem hohen

Kulturniveau geführt hat, wie z. B. in der

Baukunst, Malerei, Dichtung und Musik.

Um dies zu demonstrieren, brauchen wir

nur durch Wien oder Bratislava mit offenen

Augen zu gehen, hier zeigt sich dies

offenkundig.

Der Europäische Weinritterorden

ist ein Internationales Netzwerk. Wozu

dient es?

Der Ordo Equestris Vini Europae ist

eine Ordensgemeinschaft, die als vernetztes

Freundschafts- und Friedenswerk

dient. Seine Funktionen sind vielfältig

und reichen von der Bekanntmachung

edler Weine, der Forschung zum Thema

Wein, bis hin zur Vermittlung humaner,

christlicher Werte und der Unterstützung

karitativer und sozialer Initiativen.

Auch geht es um die Erfüllung eines

hohen historischen, gesellschaftlichen,

kulturellen Auftrages, da der Weinritterorden

den habsburgischen St. Georgs- Ritterorden

aus 1468 bzw. 1333 fortsetzt.

Sie sind Honorarkonsul der Slowakei.

Welche sind die bilateralen Schwerpunkte

zwischen Österreich und der

Slowakei?

Sowohl in meiner Tätigkeit als slowakischer

Honorarkonsul, als auch als

Senatsconsul des Weinritterordens war

und bin ich laufend in verschiedenen

slowakischen Regionen. Dabei findet ein

intensiver Gedankenaustausch statt. Als

Honorarkonsul pflege ich vor allem die

Kontakte mit den amtlichen, wirtschaft-

Wein und Kultur

Weinritter und Honorarkonsul der

Slowakei Alfred Rákoczi Tombor

Tintera im Gespräch über die Bedeutung

des Weines in der europäischen Kultur.

Interview: Society

48 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

INTERVIEW

Der Consul in der

Säulenhalle seines

Familiendomizils

sammenhänge bin ich stets bestrebt, den Neid zu

besiegen und somit zum positiven Miteinander,

vor allem auf kulturdiplomatischer Ebene, beizutragen.

Am 22. Oktober 2016 findet zu Ehren 400 Jahre

Erzherzogshut im Stift Klosterneuburg ein

Stiftungsfest statt. Welche Kooperationen mit

der europäischen Weinritterschaft gibt es in

diesem Zusammenhang?

In diesem Zusammenhang ist auf die historische

Tatsache hinzuweisen, dass der Ordo Equestris

Vini Europae die dritte Ordensperiode des

habsburgischen St. Georgs-Ritterorden darstellt

und somit der älteste Hausorden des Erzhauses

Österreich ist. Dies ist uns Verpflichtung, dem

geschichtlichen Symbol Österreichs im Rahmen

unseres internationalen Stiftungsfestes Ehre zu

erweisen. Dies wird unterstrichen durch den Umstand,

dass das Chorherrn-Stift Klosterneuburg

einer der beiden Senatssitze des Europäischen

Weinritterordens ist.

Beschreiben Sie in Kurzform, welche Bedeutung

die europäische Weinritterschaft für Sie

persönlich hat.

Für einen Weinfreund geht die Sonne nicht unter,

weil sie auch im finsteren Keller scheint. Ich

selbst arbeite für alle drei Weinfarben – Rot, Gold,

Grün – vor allem mit den Weinsorten Pinot Noir,

Welschriesling und Grüner Veltliner/Gemischter

Satz. Der Weingenuss ist gelebte Agape – die Weinfreuden

kann man neidlos teilen und so andere

Menschen erfreuen. Das ist der innere Auftrag für

jeden Weinbauer, respektive Weinritter.

Fotos: Archiv OEVE

lichen und kulturellen Stellen des Landes. In

Erfüllung meiner Aufgabe als bilateraler und europäischer

Funktionär ist auch der Kontakt mit

Slowaken im österreichischen Grenzgebiet, wie

beispielsweise in Kittsee, selbstverständlich.

Welchen familiären Zugang haben Sie zu Europa?

Unsere Familienwurzeln sind vor allem in Mittel-

und Südosteuropa verstreut, reichen neben

Österreich nach Ungarn, Slowakei, Serbien und

heute ins rumänische Siebenbürgen. In diesem

Zusammenhang möchte ich noch auf die Weinbauregion

Tokai, mit ihren königlichen Süßweinen,

aber auch nach Nitra und nach Kosice

hinweisen, wo in der Krypta des Domes der berühmteste

Vertreter unserer Familie, Franziskus

II. Rákóczi, beigesetzt ist.

Welche Zielsetzungen und Visionen haben

Sie für Europa?

Ich möchte einen Beitrag zum Wahren, Guten

und Schönen bringen. Das Streben nach mehr,

ohne Solidarität, das ist im westlichen System

das falsche Demokratieverständnis und führt zu

Unzufriedenheit. In Kenntnis dieser Lebenszu-

FACTS

Die Europäische Weinritterschaft

(Europäischer

Weinritterorden), der Ordo

Equestris Vini Europae,

ist ein Verein, der sich als

vernetztes Freundschaftsund

Friedenswerk versteht.

“Wenn wir Freunde sind,

ist dies der sicherste Weg

zum Frieden” verfügt der

Ritterorden der Weinritter

europaweit bereits

über 30 Ritterordensteile.

Die Europäische Weinritterschaft

hat ihren Haupt-,

ihren Senatssitz am Gründungsort

der Weinritter in

der Freistadt Eisenstadt im

Burgenland, Österreich.

Welches sind die Gründe, warum jemand der

Europäischen Weinritterschaft beitreten sollte?

Welche Werte werden vertreten?

Wenn jemandem Werte wie Menschenwürde,

europäische Identität und natürliche europäische

Zusammengehörigkeit ebenso wichtig sind wie

die Weinwürdigung, ist er herzlich eingeladen der

Europäischen Weinritterschaft beizutreten. •

KHonorarkonsul DI Egermann, RO; Senatsconsul Mag. Skala;

Botschaftsrätin SK Frau Heribanova; Proconsul SK DI Kamenar;

HK SK R. Tombor Tintera und Prof. Jenei

SOCIETY 1_2016 | 49


DIPLOMATIE

KOMMENTAR

Führungswechsel

im Haus Europa

Im Haus Europa steht ein Führungswechsel

bevor. Die Niederlande übergeben zur

Jahresmitte das Ruder an den EU-Partner

Slowakei.

Text: Hermine Schreiberhuber

Die EU mache eine Krise

durch, die sogar an die

Möglichkeit einer Desintegration

denken lasse,

warnte unlängst der ehemalige

italienische Ministerpräsident

und EU-Kommissar Mario

Monti in einem Interview. Monti sprach

von einer schweren Vertrauenskrise zwischen

Nord und Süd, Ost und West. Die Finanzkrise,

die einen Wendepunkt in der

europäischen Geschichte darstelle, war

aus seiner Sicht die Ursache des wachsenden

Misstrauens zwischen den Regierungen

der EU-Partner.

Im Zuge der Krisenbewältigung habe

sich das Gewicht zunehmend von der EU-

Kommission auf den Europäischen Rat

verlagert. Monti sieht demnach die EU-

Staaten in der Pflicht. Die EU-Institutionen

dürften nicht für das Fehlen von Antworten

verantwortlich gemacht werden.

Die Flüchtlingskrise liefere ein Beispiel

dafür, dass Europas Staats- und Regierungschefs

ständig in Gipfeln als Krisenfeuerwehr

agieren und nach Lösungen

ringen müssen. Die Finanzkrise führte

nach Ansicht von Experten zu einer wachsenden

Kluft zwischen den politischen

Eliten und den Bürgern. In der Flüchtlingskrise

wiederum sehe und spüre die

Bevölkerung die Auswirkungen direkt.

Der frühere Vizepräsident des Europäischen

Parlaments, Ingo Friedrich, merkte

an, man könne den Eindruck gewinnen,

dass Europa früher Stabilität exportierte,

während es heute Instabilität importiere.


Das „Überleben“ Europas steht

zur Debatte

Am Ukraine-Konflikt habe sich gezeigt:

Wien dürfte nicht die einzige europäische

Hauptstadt sein, in der Experten derzeit

Fotos: wandersman

50 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

KOMMENTAR

über Mittel und Wege diskutieren, wie die EU aus

der Krise geführt werden könnte. Für eine Stärkung

der Regionen plädierte der österreichische

Schriftsteller und bekennende Europäer Robert

Menasse in einer Diskussionsrunde in der deutschen

Botschaft. Das gegenwärtige nationalstaatliche

Handeln einzelner EU-Staaten blockiere die

Union.

Die Leiterin des Brüssel-Büros der deutschen

Bertelsmann-Stiftung, Stefanie Weiss, vertrat

die Ansicht, die EU habe sich zu lange auf Wirtschaftsthemen

und ökonomischen Fortschritt

konzentriert. Es bedürfe vermehrter Anstrengungen

für eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik

der Union. Das notwendige gemeinsame

Instrumentarium wurde ausgehöhlt durch

Ausnahmeregeln, siehe Briten-Rabatt in der Euro-

Zone, kritisierte Menasse.


Niederlande sagten Nein zum

Ukraine-Vertrag

Das nahende Ausstiegsreferendum in Großbritannien,

Ringen um Flüchtlingsquoten in den 28

EU-Partnerstaaten, Rückschläge bei den Verhandlungen

um das Freihandelsabkommen TTIP mit

den USA. Für die Niederlande war das Vorsitz-

Halbjahr in Brüssel wahrlich kein Honiglecken.

Die EU-Stimmung ist in Holland nicht gerade

am Höhepunkt. Einst galten die Niederländer als

europäische Musterschüler, doch das ist Vergangenheit.

Heute wenden sich viele Bürger von der

Europäischen Union ab, sehen sich als Zahlmeister

in Brüssel. Griechische Finanzkrise, Rezession,

Flüchtlingsströme sowie Kürzung sozialer

Leistungen sind Wasser auf die Mühlen von Euroskeptikern

und Populisten.

Ein Signal, das sich an die eigene Regierung

ebenso richtete wie an die EU-Institutionen, war

im April die Ablehnung des Assoziierungsabkommens

mit der Ukraine. Zwar beteiligte sich nur

knapp ein Drittel der Wahlberechtigten an dem

Referendum, aber mit über 60 Prozent „Nein“

war die Botschaft klar. Ein Bekenntnis zu mehr

Europa im EU-Vorsitzland war das nicht. Noch

dazu, wo alle 27 EU-Partner das Ukraine-Abkommen

bereits ratifiziert haben. Provisorisch werden

Teile seit 2014 angewendet.


Das Brexit-Votum steht noch bevor

Das Parlament in Den Haag beschloss dann

auch, das nicht-bindende Votum zu berücksichtigen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker

sei „traurig“, verlautete in Brüssel. EU-Parlamentspräsident

Martin Schulz sprach von einem

Justament-Nein, um die Ukraine sei es den Holländern

gar nicht gegangen. Den Befürwortern eines

„Nexit“ gab es jedenfalls Auftrieb, und ein EU-

Ukraine-Gipfel wurde auf den Herbst verschoben.

Wieweit sich das holländische „Nein“ auf das

EU-Referendum in Großbritannien auswirken

kann, ist offen. Diese Prüfung steht dem Vorsitzland

eine Woche vor der Amtsübergabe an der

EU-Spitze noch bevor. Am 23. Juni wird in der Insel-Monarchie

über Abschied oder Verbleib in der

Union abgestimmt. Ohne die Briten würde sich

das Kräfteverhältnis in der Union verschieben.

Nordische Länder wie Schweden und Dänemark

und auch die Niederlande stimmten oft analog

zu den Briten ab.


Endloses Ringen um

Flüchtlingsquoten

Eine der schwierigsten Aufgaben für eine EU-

Präsidentschaft war und ist die Aufteilung der

Flüchtlinge. Ein Gipfel jagte den anderen, doch

eine Einigung auf verbindliche Quoten kam

nicht in Sicht. Die Umsetzung des Flüchtlings-

Deals mit der Türkei ist in diesem Kontext ein

eigenes Kapitel. Es geht um harte Brocken, wie Visafreiheit

für Türken im EU-Raum. Die Niederländer

würden gerne am Ende ihrer Amtszeit einen

gangbaren Kompromiss in der Flüchtlingsmaterie

präsentieren.

Einen Lichtblick bildet der Ausbau der Grenzschutzagentur

Frontex zu einer europäischen

Küstenwache. Die Joint Operations zwischen

Griechenland und Italien sind auf Schiene, an Rapid

Intervention Teams wird gearbeitet, verlautet

aus der Behörde. Ein „integriertes Grenzmanagement“

ist ebenso geplant wie ein Rapid Reserve

Pool mit Zugriff auf Personalreserven.


Transatlantischer Freihandel

nicht in Sicht

Die Chancen auf ein transatlantisches Freihandelsabkommen

haben sich zuletzt verringert. Die

Rettungsversuche von US-Präsident Barack Obama

in Deutschland schlugen fehl. Zuletzt packte

die Umweltorganisation Greenpeace Dokumente

zu TTIP aus, die die Europäer um ihre ökonomischen

und ökologischen Standards fürchten lassen.

Obama wird sich einen TTIP-Abschluss vor

Verlassen des Weißen Hauses wohl nicht auf die

Fahnen schreiben können. Das kanadische Gegenstück

CETA ist zwar unterschrieben, doch die

Ratifizierung im EU-Parlament steht aus.


Slowakei vor einer schweren

Premiere

Unter diesen Vorzeichen tritt die Slowakei

zum ersten EU-Vorsitz an. Die Herausforderung

könnte nicht größer sein. In den Staaten Mitteleuropas

wuchs die Anti-EU-Stimmung im Zuge

der Flüchtlingskrise, Quoten will man sich nicht

aufzwingen lassen. 2015 protestierten Ungarn

und die Slowakei beim EU-Gerichtshof gegen

einen Beschluss zur Flüchtlingsumverteilung.

Auch Tschechien schließt eine Klage nicht aus. -

Hoffentlich hatte Jean Monnet Recht, als er sagte,

der europäische Einigungsprozess werde sich in

Krisen vollziehen.


»Die EU

konzentrierte

sich zu

lange auf

Wirtschaftsthemen,

sie

braucht mehr

gemeinsame

Außen- und

Sicherheitspolitik.

«

Stefanie

Weiss

Bertelsmann

Stiftung Brüssel

FACTS

EU-Vorsitz

Der Rat der Europäischen

Union wird von dem EU-

Mitglied, geleitet, das für

jeweils sechs Monate den

Ratsvorsitz wahrnimmt. In

der Regel trifft der Europäische

Rat vier Mal jährlich

zu EU-Gipfeln zusammen,

um über die Richtlinien der

Europapolitik zu beraten,

internationale Abkommen

zu schließen und die

politischen Maßnahmen der

EU-Partner zu koordinieren.

Gemeinsam mit dem Europäischen

Parlament fungiert

der Rat als Gesetzgeber. Im

Reformvertrag von Lissabon

wurde zur Sicherung

der Kontinuität ein EU-

Ratspräsident installiert, der

für zweieinhalb Jahre - mit

möglicher Wiederwahl -

gewählt wird. Seit 2014 hat

Donald Tusk das Amt inne.

SOCIETY 1_2016 | 51


Heikle Mission zwischen

Donau und Wolga

Bundespräsident Heinz Fischer hat es sich zum

Abschluss seiner Amtstätigkeit in der Hofburg

nicht leicht gemacht.

Text: Hermine Schreiberhuber

Eine seiner letzten Reisen als höchster

Mann im Staat führte ihn nach Moskau.

Angesichts der EU-Sanktionen infolge

der Krim-Besetzung Russlands war dies

eine sehr heikle Mission.

Von der österreichischen Wirtschaft gewünscht

und geschätzt, von der europäischen Politik mit

Argusaugen beobachtet – der Besuch Fischers bei

Kreml-Chef Wladimir Putin zog größere Aufmerksamkeit

auf sich, als Österreich im Weltgeschehen

gewöhnt ist. Tatsächlich wurde jedes Wort auf die

Waagschale gelegt. Es kam zu Interpretationen, die

für Irritationen sorgten und nachfolgende Klarstellungen

in den Staatskanzleien mit sich brachten.


EU-Sanktionen, doch bilaterale

Kontakte intakt

Der Bundespräsident nannte gute Gründe für

seine Russland-Visite, auf der ihn vier Regierungsmitglieder

begleiteten. Er verwies auf die Bedeutung

Russlands in Regionen, die für Österreich

wichtig sind, wie Mittel- und Osteuropa, Nahost

und Zentralasien. Österreich verfolge eine Politik

der vernünftigen Kooperation und habe auch in

schweren Zeiten die Kontakte zu Russland aufrechterhalten.

In diesem Kontext kam auch Österreichs

OSZE-Vorsitz 2017 in Moskau aufs Tapet.

Außenminister Sebastian Kurz schlug in diesel-

52 | SOCIETY 1_2015


DIPLOMATIE

KOMMENTAR

Fotos: Peter LECHNER / HBF

be Kerbe. Europa und die OSZE litten unter einer

Sicherheitskrise. Der Kampf gegen Terrorismus

und Radikalisierung auch in unseren Breiten werde

einen Schwerpunkt des OSZE-Vorsitzes bilden.

Kurz verwies auch auf das Potenzial des neutralen

Österreichs in Europa „eine Brückenrolle“ einzunehmen.

Der Ukraine-Konflikt und die völkerrechtswidrige

Krim-Annexion dürften die Kontakte

zu Moskau nicht abreißen lassen.

Auf dem Wirtschaftssektor stehen die Signale

in Richtung stärkere Zusammenarbeit. Landwirtschaftsminister

Andrä Rupprechter erinnerte daran,

wie stark Österreichs Agrarexporte von den

EU-Sanktionen betroffen sind – sie sanken um

die Hälfte. Bei einem Ende des Embargos sollen

österreichische Produkte rasch wieder zugelassen

werden, so die Zusage Moskaus. Generell

betrugen die Einbußen rund 40 Prozent. Bei seiner

Moskau-Reise im Februar hatte Wirtschaftsminister

Reinhold Mitterlehner die Sanktionen

kritisiert. Inzwischen ist der bilaterale Gas-Deal

zwischen Gazprom und OMV weit gediehen. Wirtschaftskammer-Präsident

Christoph Leitl, auch

kein Sanktionen-Freund, sieht Chancen, dass Österreich

beim Ausbau der Transsibirischen Eisenbahn

zum Zug kommt.


Österreich: Freundschaft mit

Moskau, Loyalität zur EU

Soweit die Fakten. Dann aber kam es offenbar

zur Überinterpretation der Bezeugungen guten

Willens. Russische Medien berichteten, der

Bundespräsident wolle sich in Brüssel für eine

Aufhebung der EU-Sanktionen einsetzen. Die

Nachrichtenagentur TASS zitierte Fischer aus der

Duma mit den Worten, es sei „wichtig, einen Weg

zu finden, diese Sanktionen aufzuheben und zu

überwinden“. Die Wiener Präsidentschaftskanzlei

stellte klar, ein Weg zur Aufhebung der Sanktionen

könne nur in engster Kooperation zwischen

den EU-Partnern und gemäß dem Minsker Friedensprozess

beschritten werden. Vor dem Treffen

mit Putin habe Fischer betont, Österreich stehe

loyal zu den EU-Beschlüssen.

In einem ORF-Interview nannte der scheidende

Bundespräsident Fischer eine schrittweise Aufhebung

der Sanktionen „überlegenswert“. Österreichs

Stimme werde in Moskau gehört, verteidigte

er seine Visite. Die österreichischen Tageszeitungen

überboten sich in der Kommentierung der diplomatischen

Künste, deren es in Moskau seitens

der Alpenrepublikaner bedurfte. „Gratwanderung

in Moskau“, „Fischers Drahtseilakt“, „Fischer zwischen

Putin und EU-Treue“, lauteten die Schlagzeilen.

Positiv wurde in den Medien die kulturelle

Kooperation der beiden Länder vermerkt.


Russland: Positive Bilanz der

Botschaft in Wien

Die russische Botschaft in Wien zog unterdessen

eine rundum positive Bilanz über die Visite

Heinz Fischers in Moskau. Das jüngste Treffen

im April sei, wie auch die früheren Begegnungen

der beiden amtierenden Staatspräsidenten in den

vergangenen 15 Jahren „sehr ehrlich, konstruktiv

und detailliert“ verlaufen und habe Diskussionen

über einige bilaterale Angelegenheiten beinhaltet.

Trotz eines Rückgangs im bilateralen Handel

um 24,5 Prozent im Jahre 2015 seien beide Länder

nach wie vor wichtige Partner füreinander, hieß

es weiter. „Die Abnahme des Handels ist großteils

das Ergebnis internationaler Krisenentwicklungen

in der Wirtschaft, wie auch des Rückgangs der

weltweiten Energiepreise.“ Maßgeblichen Einfluss

hatten dabei auch die von der EU über Russland

verhängten Sanktionen und die darauf folgenden

Gegenmaßnahmen Russlands.

Die Staatsoberhäupter hätten daher beschlossen,

die Tätigkeit der bilateralen Gemischten Kommission

für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit

zu intensivieren, um aufkommende

Probleme künftig effizienter lösen zu können. Sie

würden ihre Bemühungen fortsetzen, um ein positives

Arbeitsklima zu fördern und die industrielle

und technologische Kooperation zu verbessern.

Ferner solle die Entwicklung und Lancierung gemeinsamer

Projekte in den Bereichen Transport,

Infrastruktur, Flugzeug- und Maschinenbau sowie

Landwirtschaft vorangetrieben werden.

Staatschef Putin wurde mit den Worten zitiert,

dass russische Investoren bereits 22 Milliarden US-

Dollar in die österreichische Wirtschaft investiert

haben. Russland begrüße auch sehr das Interesse

österreichischer Investoren; bisher seien auf dem

russischen Markt etwa 8 Milliarden US-Dollar

angelegt worden. Die Zusammenarbeit auf dem

Energiesektor solle künftig ausgebaut werden,

hieß es mit Blick auf den Gazprom-OMV-Deal.


Österreichs OSZE-Vorsitz 2017:

Anti-Terror-Kooperation

Im internationalen Bereich hielt die russische

Botschaft fest, die Präsidenten hätten das

Terrorismusproblem thematisiert. Die Anschläge

in Brüssel, Paris und auch Lahore „riefen auf

schmerzliche Weise die Wichtigkeit der Ausrichtung

sämtlicher globaler Anstrengungen

gegen den Terrorismus ins Gedächtnis zurück“.

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die

Auseinandersetzung mit dem Extremismus eine

wichtige Voraussetzung für eine stabile politische

Einigung in Syrien sei, aber auch für ein Ende des

Nahost-Flüchtlingsstroms nach Europa.

Im Sinne der europaweiten Sicherheit zähle

Russland auf eine enge Kooperation mit Österreich

im Rahmen von dessen OSZE-Vorsitz 2017,

so die Botschaft. Eine Anmerkung von österreichischer

Seite: Beim Schwerpunkt Terrorbekämpfung

könnten die USA und Russland an einem Strang

ziehen, betonte Außenminister Sebastian Kurz in

Moskau. Dass er dem Moskau-Besuch eine Stipp-

Visite in Washington vorschaltete, war sicher kein

ungeschickter Schachzug.


»Österreich

verfolgt mit

Russland eine

Politik der vernünftigen

Kooperation.

«

Heinz

Fischer

FACTS

Hintergrundinformation

Die Europäische Union

verhängte 2014 als Reaktion

auf die Destabilisierung der

Ukraine und die Annexion

der Halbinsel Krim Sanktionen

gegen Russland. Diese

Sanktionen betreffen vor

allem den Wirtschaftssektor,

konkret den Import und

Export von Waren sowie

Investitionen. Russischen

Staatsbanken werden Kredite

in Europa erschwert.

Exportverbote bestehen

für Schlüsseltechnologien

im Erdölbereich und für

Rüstungsgüter. Russland

reagierte etwa mit Einfuhrsperren

im Agrarbereich.

Die EU-Sanktionen gelten

vorerst bis Juli. Die EU-Spitze

macht eine Lockerung

von Fortschritten in der

Ukraine gemäß Minsker

Abkommen abhängig.

SOCIETY 1_2016 | 53


DIPLOMATIE

TUNESIEN

»Democracy is not

a panacea and the

Tunisian youth is

waiting to reap the

economic benefits

of the revolution.

«

Ghazi Jomaa

Arab region: Amidst various

zones of conflict,

unrest and instability

in the MENA region,

Tunisia seems to offer

a successful example of

progress and democracy following the

Arab revolutions a few years ago.

Would you please outline the main aspects

of the positive developments in

Tunisia?

I think the main success of the Revolution

in Tunisia is bringing a new area of

freedom to the country and the rebirth

of a young and very active civil society.

The main achievement of this new area

was the adoption of a new constitution

of the Second Republic by the National

Constituent Assembly on 26 January

2014. This Constitution, supported by all

After the

revolution

Hermine Schreiberhuber met H.E. Ambassador

Ghazi Jomaa to speak about

Tunisia‘s situation after the revolution.

Interview: Hermine Schreiberhuber

Fotos: stephanie prochnow

54 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

TUNESIEN

the political parties and civil society movements,

was adopted by 200 votes in favor of it, 12 votes

against it and 4 abstentions. This is a clear victory

over dictatorship and a foundation for a new

republic. Experts judged this constitution to be

the most liberal one in the Arab World; it underlines

the civil character of the state and society

and provides equal rights for men and women. It

was a historic moment for the Tunisians and the

foundation of a new and viable democracy in the

country.

However, democracy is not the only goal.

Young Tunisian revolutionaries have been fighting

for freedom and dignity and trust me: There

is no dignity without employment. Our youth is

currently asking for jobs after having obtained

liberty.

Neighbouring countries in the MENA region

are suffering from troubles or even civil wars.

Do these developments influence Tunisia’s domestic

reform efforts and young democracy?

The Situation in the MENA region is quite

complex. The revolutions in the Arab world did

not only give birth to democracy and freedom as

some Western experts had wished for. The region

is very heterogeneous and most of the time we

cannot predict the outcome of these deep and

fast developments. Tunisia is definitely suffering

from the deterioration of the regional environment.

This situation has a really bad impact on

the amount of tourists coming to Tunisia and

raises new security threats. However, this regional

situation will not deter Tunisia from its endeavors

to establish a viable democracy, a model in the

region and a reward for the aspirations of the Tunisian

nation towards freedom and liberty. I also

have to emphasize that democracy alone cannot

feed the people. Tunisia must engage in its economic

reforms and provide growth and welfare

to its population. That’s why investors, locals and

foreigners are very welcome and cooperations

with our partners and friends all over the world,

must be fostered.

In Vienna, representatives of this social partnership

in Tunisia also mentioned some deficits

in the reform process, like for instance the high

unemployment rate among young people. Is this

a reason for radicalization of young humans?

As I have already told you, democracy is not a

panacea and the Tunisian youth is waiting to reap

the economic benefits of the revolution. The tempo

of the economic reforms must be accelerated

and new jobs and opportunities must be offered

to the unemployed youth, especially to graduates

having a higher education. The unemployment

rate in Tunisia reached 15.4 percent within the

first quarter of 2016. Among the people holding

higher degrees, the number is even as high as

31.2 percent. This is tragic for young people and

their families who spent a lot of time and energy

getting those degrees. Unemployment certainly

CURRICULUM

VITAE

H.E. Ghazi Jomaa

was Ambassador to the

United Nations in New York

from 2009-2011. He was

Ambassador to Turkey from

November 2006 to May

2009, and was accredited to

the Republic of Moldova in

March 2007. He was Chargé

de Mission and Director

General for the Americas,

Asia and the Pacific

between January and November

2006, also serving

as Chargé de Mission to the

Minister for Foreign Affairs

from October 2003.

From October 2000 to

September 2003, he was

Ambassador to Argentina,

and was also accredited

to Chile in March 2001 and

Uruguay in April. He served

as Deputy Permanent Representative

to the United

Nations in Geneva from

September 1998 to September

2000.

He was in the Office of the

Foreign Minister from March

1995 to August 1998, having

previously been assigned

to the Permanent Mission

of Tunisia to the United Nations

as First Secretary from

August 1988 to January

1995. He joined the Ministry

of Foreign Affairs in December

1983, where he worked

in the American Affairs Department

until July 1988.

is a factor driving youth radicalization and also

promoting illegal migration to Europe. We need

to provide hope for our young generation to prevent

radicalization and marginalization. Military

and security solutions cannot solve everything.

We need development and prosperity to combat

terrorism and radicalization, but we also have to

recognize that Tunisia is suffering from an external

environment, which is partially responsible

for the slowdown of the economic growth.

How could Europe contribute to the success

of the Tunisian experience? Is Tunisia interested

in having more investments from European

countries?

Of course Europe is able to contribute to the

success of the Tunisian experience. Tunisia mainly

counts on its own resources but knowing how

tremendous the challenges are, these resources

are not sufficient. That’s why Tunisia also counts

on its friends and partners in Europe. The cooperation

with the EU includes several fields, as for

example reforming the present law, improving

the competitiveness of the economy, reforming

the education and vocational system, establishing

twinning programs with several institutions

and administrations. Tunisia is willing to enlarge

this cooperation and include new fields, which is

a win-win situation – Tunisia and the EU are partners

for peace and prosperity in the region. On

the one hand, the revolution in Tunisia brought

new challenges to our bilateral relations with

the EU but on the other hand, it also created new

opportunities and perspectives for these long

standing relations. Tunisia has recently pointed

out that the EU should respond with exceptional

means and procedures to exceptional situations.

We, Tunisia and the member states of the EU,

have to establish a new neighborhood policy to

be able to face these new challenges and opportunities.

Many young men have already left or are currently

leaving the MENA region, heading to Europe.

Morocco signed a repatriation agreement

with Germany. Is there an agreement like this

with Tunisia as well?

Tunisia signed repatriation agreements with

several European countries, for example with

Austria in June 1965, which has been functioning

quite well ever since. There is a full and successful

cooperation between both countries in

the field of migration. However, I believe that the

migration and refugee dilemma from the MENA

region needs more than addressing the issue of

security. We need peace and prosperity in the

MENA region to contain the migration flux. Europe

must do more than just transforming itself

into a castle with high walls because it has a vital

interest and a political advantage in solving problems

of its neighbors. This does not only require

a specific vision and strong will, but also colossal

resources and means.


SOCIETY 1_2016 | 55


DIPLOMATIE

FOKUS CHINA

Feste Zuversicht

für Chinas Zukunft

56 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

FOKUS CHINA

Fotos: SOCIETY/pobaschnig

SOCIETY im Gespräch

mit Chinas Botschafter

Zhao Bin über

Chinas Fünfjahresplan,

die Beziehung

zu Österreich und

Zukunftsperspektiven

Interview: Gertrud Tauchhammer

China hat mit den u.a. angesetzten

6,5 oder mehr Prozent Wachstumsziel

einen sehr ehrgeizigen,

neuen Fünf-Jahres-Plan. Ist dieser

realistisch?

Das im dreizehnten Fünfjahresplan

vorgestellte Wachstumsziel, dass die chinesische

Wirtschaft pro Jahr um 6,5 Prozent oder

mehr wächst, ist geteilt von den meisten chinesischen

und auch ausländischen Forschungsinstituten.

Wir haben feste Zuversicht über die Zukunft

der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas.

Letztes Jahr ist das Bruttoinlandsprodukt Chinas

um 6,9 Prozent gestiegen. Zwar hat sich die chinesische

Wirtschaft verlangsamt, aber sie liegt

immer noch an der Spitze der Welt, und steuert

zum über 25-prozentigen Wirtschaftswachstum

der Welt bei. Im ersten Quartal dieses Jahres hatte

die Wirtschaft Chinas einen guten Start. Sie

verzeichnete weiterhin Fortschritte während der

dauerhaften Stabilität und das BIP hat um 6,7

Prozent zugelegt. Bemerkenswert ist der Dienstleistungssektor,

der um 7,7 Prozent gewachsen

ist. Inzwischen befindet sich China im Prozess

der Industrialisierung und Urbanisierung. Die

langfristige Aussicht der Wirtschaftsentwicklung

Chinas bleibt unverändert positiv.

China hat wirtschaftliche Einbrüche, wie

zum Beispiel Rückgang des Außenhandels, Abwertung

der Währung und steigende Verschuldung

erlitten. Wie wird China solche Schwierigkeiten

überwinden?

Momentan befindet sich die Weltwirtschaft

in einer Phase von tief greifenden Wandelungen

und Anpassungen. Mit vielen ausländischen und

inländischen Herausforderungen ist auch die

chinesische Wirtschaft konfrontiert. Aber man

muss feststellen, dass die Wirtschaft Chinas im

Großen und Ganzen noch stark ist. Das Wirtschaftswachstum

bewegt sich im vernünftigen

Raum, die Situation der Landwirtschaft bleibt

stabil. Konsum, neue Industrienbranchen und

Dienstleistungssektor wachsen relativ schnell.

Im ersten Quartal legte Chinas Außenhandel um

»Als zweitgrößte

Volkswirtschaft

der Welt hat

China aktiv Dialoge

koordiniert.

«

Zhao Bin

CURRICULUM

VITAE

Botschafter Zhao Bin ist

im Februar 1956 geboren.

Er war bereits in den

frühen 1990er Jahren an

der Botschaft in Österreich

tätig. Weitere Posten führten

ihn nach Luxemburg,

die Schweiz und nach

Deutschland. Wiederholt

war er im Außenministerium

der Volksrepublik China

in der Westeuropa-Sektion

tätig, zuletzt als stellvertretender

Referatsleiter. Er

war außerdem stellvertretender

Generaldirektor des

Amts für auswärtige Angelegenheiten

in der Stadt

Shanghai. Seit Herbst

2012 ist er Botschafter der

Volksrepublik China in Österreich.

Er ist verheiratet

und hat einen Sohn.

8,6 Prozent zu, davon ein Zuwachs mit 18,7 Prozent

beim Export. Angesichts der Zunahme der

instabilen und unbestimmten Faktoren der Weltwirtschaft

ist es normal, Schwankungen beim

Außenhandel zu erleben. Ich bin der Meinung,

dass bei Beobachtung der Volkswirtschaft eines

Landes der Schwerpunkt auf die Hauptfaktoren

gelegt werden soll. Unter globalen Handelspartnern

ist China in der Rangliste aufgestiegen,

die Umstrukturierung und Transformation beschleunigen

sich, die Qualität und Effizienz des

Außenhandels werden weiterhin erhöht. Die

internationale Zahlungsbilanz Chinas ist stabil.

China ist in der Lage, Wechselkurs von RMB auf

einem rationalen und ausgewogenen Niveau zu

halten. Die Staatsverschuldung und das Finanzdefizit

bleiben auf relativ niedrigem Niveau im

Vergleich zu anderen großen Wirtschaften.

Inzwischen beträgt die Staatsverschuldung

vierzig Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In

diesem Jahr wird weiter eine aktive Finanzpolitik

durchgeführt.

China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft

der Welt. Wann denken Sie wird der Spitzenreiter

USA überholt?

2015 betrug Chinas Bruttoinlandsprodukt

10,42 Billionen US-Dollar, das von den USA 17,87

Billionen US-Dollar. Im Vergleich beträgt das

chinesische ungefähr sechzig Prozent vom amerikanischen.

Aufgrund des Wachstumstempos

wird sich dieser Abstand verringern. Aber die

Tatsache, dass China noch ein Entwicklungsland

ist, bleibt unverändert, auch wenn China in Bezug

auf die Wirtschaftsleistung die USA überholt.

Letztes Jahr belief sich das BIP pro Kopf Chinas

auf circa 8016 US-Dollar, was eine große Distanz

gegenüber dem Niveau der Industrieländer wie

der USA und Österreich mit über 40000 US-Dollar

bedeutet. China wird weiterhin seine Verantwortung

als ein großes Entwicklungsland übernehmen,

mit allen Ländern die wirtschaftlichen Erfolge

teilen und größere Beiträge zu Weltfrieden

und Entwicklung leisten.

China gehört neben Brasilien, Russland, Indien

und Südafrika, zu den BRICS-Staaten, wie

schätzen Sie den eigenen Standort in dieser

Staatengruppe?

Seit der Errichtung des Mechanismus des

BRICS-Gipfeltreffens haben die BRICS-Staaten

gemeinsam in vielen wichtigen internationalen

und regionalen Fragen Meinungen geäußert, sich

um die Förderung des Weltwirtschaftswachstums,

die Verbesserung der globalen Wirtschaftsgovernance

und die Demokratisierung der internationalen

Beziehungen bemüht und sind zu

einem aktiven Mitgestalter des internationalen

Systems geworden. Als zweitgrößte Volkswirtschaft

der Welt hat China aktiv auf der BRICS-

Platform Dialoge koordiniert und Streitigkeiten

beigelegt, einen besonderen Beitrag zur Errichtung

der Partnerschaft der BRICS-Staaten, der


SOCIETY 1_2016 | 57


DIPLOMATIE

FOKUS CHINA

Attaché Ruiran Ying,

Gertrud Tauchhammer,

Botschafter Zhao Bin

und Presserat Hao Ning

»China und Österreich

stehen

am historischen

Ausgangspunkt.

«

Zhao Bin


Umsetzung deren Zusammenarbeit und der

Gründung von der BRICS-Entwicklungsbank geleistet,

und eine positive Rolle bei der Erhöhung

des Einflusses von den Entwicklungsländern auf

internationale Angelegenheiten gespielt.

China hat großen Rohstoffbedarf. Wie sieht

Chinas weitere Expansion in Afrika und Lateinamerika

geplant aus?

China und die afrikanischen und lateinamerikanischen

Länder pflegen eine gleichberechtigte

und gegenseitig nutzbringende Zusammenarbeit.

Wir sind immer der Meinung, je besser Afrika

und Lateinamerika sich entwickeln, desto

besser entwickeln sich die Welt und China. Die

Freundschaft zwischen China und Afrika kann

auf eine lange Geschichte zurückblicken, und die

chinesischen und die afrikanischen Völker pflegen

enge freundschaftliche Beziehungen. Trotz

der großen geografischen Entfernung trennen

die Gleichgesinnten keine Berge und Meere. China

unterstützt und fördert die Entwicklung der

afrikanischen und lateinamerikanischen Länder.

Wir werden das Potenzial der Zusammenarbeit

ausschöpfen, innovative Kooperationsmodelle

einführen, Zusammenlegung der Interessen

vertiefen, gemeinsame Entwicklung erreichen

und zum Wohlergehen aller Länder beitragen.

China praktiziert eine praktisch sozialistische

Marktwirtschaft mit kapitalistischen Methoden.

Wie wird dies in der Milliarden-Bevölkerung

akzeptiert?

Der Weg des Sozialismus chinesischer Prägung

unter der Führung der Kommunistischen Partei

Chinas, entspricht den grundlegenden chinesischen

Gegebenheiten. Es gilt, den Wirtschaftsaufbau

als Mittelpunkt zu betrachten, an den Vier

Grundprinzipien und an der Reform und Öffnung

festzuhalten, gesellschaftliche Produktivität zu

befreien und entwickeln, den Aufbau der sozialistischen

Marktwirtschaft, der demokratischen

Politik, der fortgeschrittenen Kultur, der harmonischen

Gesellschaft, der ökologischen Zivilisation

voranzutreiben, die umfassende Entwicklung der

Menschen zu fördern, den gemeinsamen Wohlstand

schrittweise zu verwirklichen und ein reiches,

demokratisches, zivilisiertes und harmonisches

sozialistisches Land zu werden. Mit diesem

Weg hat China schnelle Entwicklungen erreicht,

die Unterstützung der Völker und auch mehr Verständnis

und Anerkennung der Welt gewonnen.

Fotos: SOCIETY/pobaschnig

58 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

FOKUS CHINA

Wie in sehr vielen Ländern, wächst die Kluft

zwischen Arm und Reich. Wie hat China diese

demographische und soziale Entwicklung Ihrer

Meinung nach unter Kontrolle?

Die chinesische Regierung schenkt der Aufgabe

von Verringerung der Differenzen zwischen

Armen und Reichen bzw. Förderung der sozialen

Gerechtigkeit große Aufmerksamkeit und gibt

sich Mühe, die zutreffenden Probleme zu lösen.

Im dreizehnten Fünfjahresplan wird festgeschrieben,

dass das Einkommensverteilungssystem gemäß

dem Prinzip des gemeinsamen Genusses verbessert,

den Einkommensunterschied verringert,

und der Anteil der Bevölkerung mit mittleren

Einkommensstufen erhöht werden muss. Wir haben

bereits positive Fortschritte in Bezug auf die

Verringerung der Differenzen zwischen Armen

und Reichen erzielt. Der Gini-Index von China ist

seit sieben Jahren kontinuierlich gesunken. Der

Einkommensunterschied zwischen den Stadtbewohnern

und Landbewohnern hat sich weiterhin

verkleinert. Der Lohn der Bauarbeiter wurde mit

stabilen Fortschritten erhöht. Aus einer subjektiven

Sicht gibt es immerhin einen großen Raum

für Verbesserung in Hinsicht auf die Differenzen

zwischen Armen und Reichen. In Zukunft wird

sich die chinesische Regierung bemühen, durch

die Armutsbekämpfung und die Regulierung der

Einkommensverteilungsordnung, sowie die kontinuierliche

Förderung des Arbeitsmarkts dieses

Problem zu lösen, was auch der langfristigen rosigen

Aussicht der chinesischen Wirtschaft mehr

Möglichkeiten bietet.

Im Bezug auf Menschenrechte und Pressefreiheit

erntet China oft Kritik von westlichen

Staaten. Wie reagiert die Führung in Peking darauf?

Es versteht sich von selbst, dass es aufgrund der

unterschiedlichen Geschichten, Kulturen und

Entwicklungsphasen aller Länder Meinungsunterschiede

gibt, was Menschenrecht anbelangt.

»China wird

weiterhin seine

Verantwortung

als Entwicklungsland

übernehmen.

«

Zhao Bin

Botschafter Zhao Bin im Interview

mit SOCIETY-Herausgeberin

Gertrud Tauchhammer

Es gibt keine beste Lage der Menschenrechte,

sondern nur immer die bessere Lage. Jedes Land

muss den Menschenrechtsschutz weiter intensivieren

und verbessern, um mit der Zeit Schritt

zu halten. China wird den Weg der Entwicklung

der Menschenrechte gehen, der sich den nationalen

Gegebenheiten anpasst. Wir sind bereit, mit

allen Ländern auf der Basis von Gleichheit und

gegenseitigem Respekt Dialoge und Kommunikationen

durchzuführen, um die Verständigung

zu verstärken, den Meinungsunterschied zu

verringern, und die Entwicklung des Menschenrechtswesens

aller Länder besser zu fördern.

Wir sind gegen Druckausübung, Konfrontation,

die Einmischung in inneren Angelegenheiten

mit Menschenrecht als Deckmantel, sowie die

Verwendung des Doppelstandards in Menschenrechtsfragen.

Die chinesische Regierung schützt

die Meinungsfreiheit der Bürger und Pressefreiheit

rechtmäßig. Vor dem Gesetz sind alle gleichberechtigt.

Niemand darf mit irgendeiner Ausrede

gegen das Gesetz verstoßen. Der chinesische

Journalismus entwickelt sich derzeit lebhaft, und

die Erwerbstätigen im Pressebereich haben stets

zugenommen. Die Journalisten in China verfügen

über reichliche Pressefreiheit, deren Rechte

auch unter umfangreichem Schutz stehen.

Dieses Jahr feiert man das 45. Jubiläum der

Aufnahme der diplomatischen Beziehungen

zwischen China und Österreich. Wie schätzen

Sie die bilateralen Beziehungen und Perspektive

ein?

Seit 45 Jahren haben die Beziehungen zwischen

China und Österreich im Großen und

Ganzen die Tendenz beibehalten, sich immer

nach vorne zu entwickeln. Im Jahr 2015 war das

Handelsvolumen etwa dreihundert Mal so groß

wie in der Anfangsperiode der Aufnahme diplomatischer

Beziehungen beider Länder. China gilt

als der fünft größte Handelspartner der Republik

Österreich. Die Zahl der Übernachtungen von

chinesischen Touristen in Österreich hat 700,000

pro Jahr überschritten. In Österreich studieren

derzeit ungefähr 3000 chinesische Studenten.

Bisher sind bereits achtzehn Partnerschaften

zwischen Provinzen, Städten bzw. Gemeinden

etabliert worden. China und Österreich stehen an

einem neuen historischen Ausgangspunkt. Für

die bilateralen Beziehungen gibt es nun wichtige

Angelegenheiten zur weiteren Entwicklung. Die

beiden Seiten sollen mit noch breiteren Perspektiven

und noch offeneren Gedanken die bilateralen

Beziehungen weiter vertiefen, das Potenzial

in den Bereichen Klein- und Mittelunternehmen,

elektronischer Handel, Investitionsförderung, Finanzwesen,

Wintersport und grüne Technologie

ausschöpfen, und die substanzielle Zusammenarbeit

beider Länder durch Schwerpunktbereiche

und Schwerpunktprojekte immer vorwärtsbringen,

damit die Beziehungen zwischen China und

Österreich zum Wohlergehen beider Länder und

Völker besser beitragen.


SOCIETY 1_2016 | 59


DIPLOMATIE

INTERNATIONAL

Herausforderung

Kindesentführung –

und ihre Konsequenzen

Die Arbeit der Frauenhäuser

setzt dort an, wo Partnerschaften

nicht gelingen,

wo Gewalt ausgeübt

wird und es zu einem

Auseinanderbrechen

der Familie kommt. Neben Österreicherinnen

suchen auch viele Migrantinnen

die Wiener Frauenhäuser auf, um dort

vor der Gewalt ihrer Ehemänner oder

Lebensgefährten Schutz zu suchen. Als

Teil dieser Gewalt wird aktuell immer

häufiger der Akt der Kindesentführung

eingesetzt: Der Vater, vor dem Frau und

Kinder ins Frauenhaus geflüchtet sind,

entzieht die Kinder und verbringt diese

ins Ausland, zumeist in sein ursprüngliches

Heimatland.

Unsere globalisierte Welt führt nicht nur

zu weltweiten Wirtschaftskooperationen

und interkulturellem Austausch, sondern

auch zu immer mehr multinationalen

Ehen – und somit zu Familien über

Ländergrenzen hinweg.

Text: Andrea Brem

Fotos: sillilein 74, katrin bruder

60 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

INTERNATIONAL

Damit beginnt eine Vielzahl an Problemen:

Die verbliebene Mutter sieht sich mit einem

hochkomplexen juristischen Gefüge – Haager

Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte

der internationalen Kindesentführung

(HKÜ) und Brüssel II-Verordnung – konfrontiert.

Damit einher geht eine extreme finanzielle Belastung

durch Anwaltskosten sowohl im eigenen

Land als auch im Ausland, Übersetzungskosten,

Kosten für deren Beglaubigungen, Recherchen

zum Aufenthaltsort der Kinder und Reisen in das

Land, in dem Vater und Kind(er) sich (vermutlich)

aufhalten.

Nicht zuletzt bedeutet jeder Fall von Kindesentführung

aber unvorstellbares emotionales

Leid, Trauer und permanente Anspannung. Bei

manchen Müttern kommt es zu einer sekundären

Traumatisierung durch die Angst, ihr Kind

ZUR PERSON

Andrea

Brem ist

diplomierte

Sozialarbeiterin

und

Supervisorin

in

Wien. Sie

arbeitete

viele Jahre im 2. Wiener

Frauenhaus und ist seit

2001 Geschäftsführerin des

Vereins Wiener Frauenhäuser

sowie seit 2013

Vorsitzende des Vereins

ZÖF – Zusammenschluss

Österreichischer Frauenhäuser.

Sie ist unter anderem

Initiatorin und Koautorin

des Buches „Am Anfang

war ich sehr verliebt“ (mit

Karin Berger), der Studie

des Vereins Wiener Frauenhäuser

„Sexualisierte

Gewalt in Paarbeziehungen“

(mit Elfriede Fröschl)

und der Studie „Psychische

Gewalt gegen Frauen“ (mit

Irma Lechner und Beate

Wimmer-Puchinger). Seit

2008 ist sie außerdem Mitglied

des Österreichischen

Werberates.

INFO

VEREIN WIENER

FRAUENHÄUSER

Der Verein Wiener Frauenhäuser

wurde im Jahre

1978 gegründet. Es gibt vier

Frauenhäuser, die misshandelten

und/oder bedrohten

Frauen und ihren Kindern

Schutz und Hilfe bieten.

Insgesamt stehen etwa

175 Plätze für Frauen und

Kinder zur Verfügung.

Für Frauen, die nicht in

einem Frauenhaus wohnen

wollen, aber dennoch Hilfe

und Beratung brauchen,

steht eine ambulante Beratungsstelle

zur Verfügung.

Die Beratungen sind anonym

und kostenlos.

Weiters betreibt der Verein

einen Übergangswohnbereich

mit 54 Wohnplätzen für

Frauen und ihre Kinder, die

den Schutz der Frauenhäuser

nicht mehr brauchen,

jedoch weiterführende

psychosoziale Betreuung

benötigen.

»Die Praxis zeigt, wie wichtig

in Fällen der Kindesentziehung

die Unterstützung

durch Botschaften ist.

«

nie mehr wiederzusehen, die Angst, das Kind an

einen Menschen zu verlieren, der Gewalt ausübt.

Betroffene Mütter sind immer in einer psychischen

Ausnahmesituation; sie kämpfen, fühlen

sich ohnmächtig, im Stich gelassen und fordern

in dieser psychischen Verfassung uns alle, die

wir versuchen ihnen zu helfen, mit Verhaltensweisen,

die unhöflich und auch kontraproduktiv

sind. Wenn wir uns aber vorstellen, was wir

selbst täten, wären unsere Kinder von heute auf

morgen irgendwo weit weg gebracht, würden

auch wir wahrscheinlich Handlungen setzen, die

nicht die Zustimmung aller hätten.

Für die Kinder wiederum bedeutet die Entführung,

dass sie in den meisten Fällen von ihrer

Hauptbezugsperson rücksichtslos weggerissen

werden. Weil sie oft nicht begreifen können, was

passiert ist, fühlen sie sich von ihrer Mutter im

Stich gelassen, was vom Vater oftmals noch bekräftigt

wird, oder hören teilweise sogar, dass

ihre Mutter tot sei.

Im schlimmsten Fall, und das sind leider

keine Einzelfälle, verlässt der Vater die Kinder,

nachdem er sie zu irgendwelchen Verwandten

verbracht hat, und kehrt zurück nach Österreich.

In diesen Fällen müssen die Kinder in einer Umgebung

und mit Menschen leben, die sie nie zuvor

gesehen haben. Sie müssen in einer neuen

Umgebung zurechtkommen und sind manchmal

nicht einmal der dortigen Sprache mächtig. Verlusttraumata

sind quasi vorprogrammiert.

Die Praxis zeigt, wie wichtig in Fällen der Kindesentziehung

die Unterstützung durch Botschaften

ist, denn sie sind weltweit wichtige Player im

Falle von Kindesentführungen, kennen sie doch

die Gesetze vor Ort, haben Kontakte zu „wichtigen“

Menschen, können aber auch mit der Empfehlung

eines/einer guten Rechtsanwaltes/-anwältin weiterhelfen.

Manchmal ist es auch eine Gratwanderung,

einerseits der Mutter zu ihrem Recht zu verhelfen

und andererseits die Gesetze des jeweiligen

Landes zu respektieren. Hier sind viel Diplomatie,

hohe interkulturelle Kompetenz und eine realistische

Einschätzung davon, was im jeweiligen Land

möglich ist, gefragt, um die Fälle vor Ort abzuwickeln.

Die österreichischen Botschaften haben

uns in der Praxis dieses diplomatische Geschick

immer wieder bewiesen und auch die koordinierende

Abteilung des Außenministeriums nimmt

dankenswerterweise ihre wichtige Rolle beim

Thema Kindesentziehung sehr ernst. •

SOCIETY 1_2016 | 61


DIPLOMATIE

WELCOME TO AUSTRIA

WELCOME

TO AUSTRIA

WA “Welcome to Austria”

was founded in 1997 by Dr.

Benita Ferrero-Waldner with

the overriding objective of

introducing foreign diplomats

and international civil servants

assigned to Vienna and their

spouses to the Austrian way

of life. The aims of WA are to

promote the awareness and

understanding of Austria’s

rich heritage of culture and

history past and present. WA

welcomes newly accredited

diplomats and their spouses

gain insight into Austria’s

culture and people.


THE BOARD OF

“WELCOME TO AUSTRIA”

• Dr. Benita Ferrero-Waldner

– Founding President

• Foreign Minister

Sebastian Kurz – President

• Gabrielle Schallenberg –

Honorary President

• Ambassador Dr. Angelika

Saupe – 1 st Vice President

• Aglaë Hagg-Thun – 2 nd Vice

President

• Robert Thum – Treasurer

• Mag. Gertrud

Tauchhammer – Public

Affairs, “Schriftführerin”

• Dr. Elisabeth Wolff – Music

• Dr. Martha Hanreich –

Exhibitons

• Anne Thun-Hohenstein –

History, Art

• Dr. Stefanie Winkelbauer –

Applied Arts

• Veronique Dorda – Cuisine

• Mag. Adelaida Calligaris –

Liaison Officer

• Ellen Spallinger – Liaison

Officer


OFFICE HOURS

Mon-Tue: 1 – 5 p.m.

Wed-Thu-Fri: 10 a.m.- 1 p.m.

Elisabeth Jungreithmair,

Secretary

Hofburg, Stallburg, Reitschulgasse

2, 1010 Vienna

Phone: +43-(0)1-535 88 36

Fax: +43-(0)1-535 88 37

office@welcome-to-austria.org

www.welcome-to-austria.org

Highlights of WA

Welcome to Austria has so far been successful with its

2016 program, offering insights into Austrian culture,

history and architecture.

Text: Aglaë Hagg-Thun

At the Emperor Franz

Joseph Hat Museum

New in the program is a monthly Jour

Fixe Lunch at Café Landtmann, where

diplomats from all four diplomatic

corps and the Austrian spouses organization

CDA meet for exchanges of mind and

opinion.

Families of foreign diplomats, spouses and

children constantly give feedback on the club’s

programs. This leads to a natural dialogue resulting

in new events and get-togethers to exchange

experiences and impressions of the Austrian way

of life. Welcome to Austria is an eye opener for

Austrian culture. The updated website serves well

for new arriving colleagues and our photo gallery

“Recent Activities” is the most visited part of

the site www.welcome-to-austria.org.

The following examples headed by their coordinators

serve to show the quality and joy that is

experienced when members meet:

WA-members at the

International Hans

Gabor Belvedere

Singing Competition

Anne Thun-Hohenstein offered a well-attended

morning at the Maria Treu Basilica (Piaristen) followed

by a visit to the adjoining Emperor Franz Joseph

Hat Museum, which is located in the cellar of

the Piaristen monastery. The members attending

the visit were able to try on the treasures of this

hat collection while sipping a glass of prosecco in

the carnival season.

Elisabeth Wolff, PR manager, invited our members

to the renowned International Hans Gabor

Belvedere Singing Competition where they could

witness the search for young, outstanding new

talents. Its qualifying rounds take place at the Rehearsal

Stage at the Viennese State Opera where

they are selecting participants from all over the

world. The competition’s Finals 2016 will take

place in Cape Town, South Africa at the end of

June with the final night at the Artscape Theatre

Center on July 2, 2016.


Fotos: WA

Bank - Börse - Immobilienmakler - Immobilienverwaltung

www.wienerprivatbank.com

62 | SOCIETY 1_2016

Die Zeiten

ändern sich

Die Banken

auch


Außenpolitische

Hintergründe

Die ÖGAVN laden jede Woche Expertinnen und Experten

in die Stallburg der Wiener Hofburg ein, um ihr

Hintergrundwissen zu aktuellen Themen zu zeigen.

DIPLOMATIE

ÖGAVN

Fotos: ögavn

Im März war die internationale Expertin zum

Nahen und Mittleren Osten, Jana Jabbour,

Professorin in Beirut und an der Science Po

in Paris, zu Gast. Der rasante Aufstieg des IS

kam für sie nicht überraschend und sei das

Ergebnis eines fehlgeschlagenen State-Buildings.

Der IS sei somit lediglich ein Symptom, eine „Rache

der Geschichte“, denn das Sykes-Picot-Abkommen

habe „Staaten ohne Nationen“ bzw. „Nationen

ohne Staaten“ geschaffen. Der IS verfolgt eine klare

Vision, die von Al-Qaida-Ideologen nach 2011 als

„Jihad 2.0“ beschrieben wurde: Demnach müssen

einerseits die externen Feinde, die die autoritären

Regime stützen, angegriffen werden. Besonders

Europa sollte dabei in den Fokus geraten, denn die

muslimischen Gemeinschaften in Europa könnten

dabei manipuliert und für ihre Sache gewonnen

werden. Andererseits sollte der Dschihad weniger

hierarchisch und mehr dezentral ausgetragen werden:

„Lonely Wolves“ sollen unabhängig von lähmenden

Strukturen angreifen können. Bekämpft

werden sollte der IS dabei nicht durch eine westliche

Intervention, die als „Kampf des Westens gegen

den Islam“ instrumentalisiert werden könnte.

Auch das Verhältnis zu Muslimen in Europa sollte

verbessert werden.


Russland verstehen

Sir Malcolm Rifkind, britischer Politiker und

ehemaliger Außenminister, gab bei seinem Vortrag

im April im Rahmen des „International Club“

einen Überblick über seine Gedanken und Ansichten

zu Putins Russland und den Auswirkungen

davon auf Europa. So müsse man, um das heutige

Russland verstehen zu können, insbesondere auf

drei Geschehnisse aus dem Jahr 1991 zurückblicken:

Das Ende der Gefahr eines bevorstehenden

Jana Jabbour bei ihrem

Vortrag über den IS

Dr. Thomas

Mayr-Harting

globalen Nuklearkrieges, das Ende des Wettrennens

zwischen Kommunismus und Kapitalismus

und vor allem das Ende der Sowjetunion. Betont

wurde, dass die Sowjetunion eine andere Art von

Reich, als beispielsweise das Britische Weltreich,

war. Ausschlaggebend war, dass es ein zusammengeschlossenes

Reich war. So drohte dem Vereinigten

Königreich keine Sicherheitsgefahr nach der

schrittweisen Unabhängigkeit seiner Kolonien,

Russland jedoch ist Nachbar seiner ehemaligen

Mitglieder. Man solle trotz Putins aktueller Politik

in Russland in keinem Fall einen Feind sehen.

Russland soll nicht eingefroren, sondern zur verstärkten

Zusammenarbeit in Bereichen wie Antiterror

und Syrien aufgerufen werden, denn alles

andere würde niemandem nutzen.


Rückkehr zu einer Partnerschaft

Russland war im April auch im Fokus des Vortrags

von Bot. Dr. Thomas Mayr-Harting, Managing

Director für Europa und Zentralasien im Europäischen

Auswärtigen Dienst. Es wurde vor allem der

Standpunkt der EU zur Annexion der Krim behandelt.

So wurde ein aufkommendes Staatsbewusstsein

der Ukraine von Moskau nicht wahrgenommen.

Trotz der russischen Mehrheit dort, muss

es bei Grenzverschiebungen, im Sinne des Völkerrechts,

eine internationale Abstimmung zwischen

Russland und der Ukraine geben. Eine Grenzüberschreitung

von unmarkierten Soldaten ist eine

klare Verletzung des Völkerrechts und kann von

der EU nicht unbeantwortet bleiben. Abschließend

betonte Mayr-Harting, dass Russland trotz der letzteren

Geschehnisse nicht als Feind, sondern als

Nachbar und Partner der EU angesehen werden

muss und plädierte für mehr Empathie. •

ÖGAVN-Vizepräsident Bot. i.R. Dr. Gregor

Woschnagg; Bot. i.R. Dr. Albert Rohan; Sir

Malcom Rifkind; ÖGAVN-Präsident BK a.D. Dr.

Wolfgang Schüssel; ÖGAVN-Ehrenpräsident

Bot. i.R. Dr. Wolfgang Schallenberg

MITGLIED-

SCHAFT

Seit 1945

Alle Personen, die am

internationalen Geschehen

interessiert sind und zur

Stärkung der Vereinten

Nationen beitragen wollen,

können ordentliche Mitglieder

der Österreichischen

Gesellschaft für Außenpolitik

und die Vereinten

Nationen (ÖGAVN) werden.

Daneben sind Unternehmen

und andere Institutionen

eingeladen, als unterstützende

Mitglieder beizutreten.

Wenn Sie Interesse an

einer Mitgliedschaft haben,

wenden Sie sich bitte an:

Österreichische Gesellschaft

für Außenpolitik und

die Vereinten Nationen

(ÖGAVN)

Hofburg/Stallburg

Reitschulgasse 2/2. OG

A-1010 Wien

Tel. +43-(0)1-535 46 27

E-Mail: office@oegavn.org

www.oegavn.org

MAGAZIN SOCIETY

Mag. Gertrud Tauchhammer

hat mit dem Magazin

SOCIETY als offizielles

Organ schon seit 1995

fungiert und übt seitdem

mit verschiedensten Aktivitäten

den Brückenschlag

zwischen Österreich und

den Vereinten Nationen aus.

Auf Vorschlag von Altbundeskanzler

Dr. Wolfgang

Schüssel wird die Kooperation

zwischen dem Magazin

SOCIETY und der ÖGAVN

fortgesetzt. SOCIETY ist zu

hundert Prozent im Eigentum

der Tauchhammer KG/

Mag. Gertrud Tauchhammer.

SOCIETY 1_2016 | 63


AMBASSADORS

A TO Z

119 bilateral

Ambassadors

are representing their

countries in Austria.

SOCIETY presents

them with their

name, picture and day

of accreditation in

alphabetical order

of the countries.

Ambassadors'

Caleidoscope

Ambassadors resident in Vienna

Last update: 20.05.2016

ARGENTINA

H.E. Rafael Mariano

Grossi

since 17.09.2013

Goldschmiedgasse 2/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 84 63

embargviena@embargviena.at

BELGIUM

H.E. Willem Van de

Voorde since 02.10.2014

Prinz-Eugen-Straße 8-10

1040 Vienna

Tel. +43 1 502 07 0

vienna@diplobel.fed.be

www.diplomatie.be/vienna

AFGHANISTAN

Chargé d'Affaires

since 05.04.2013

Mahlerstraße 14/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 402 10 06

embassy@afghanistan-vienna.org

www.afghanistan-vienna.org

ARMENIA

H.E. Arman

Kirakossian

since 09.11.2011

Hadikgasse 28

1140 Vienna

Tel. +43 1 522 74 79

armenia@armembassy.at

BELIZE

H.E. Joel Matthew

Nagel

since 14.09.2015

Franz-Josefs-Kai 13/5/16

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 76 63

belizeembassy@utanet.at

ALBANIA

H.E. Roland Bimo

since 14.03.2014

Prinz-Eugen-Straße 18/1/5

1040 Vienna

Tel. +43 1 328 86 56

embassy.vienna@mfa.gov.al

AUSTRALIA

H.E. David Gordon

Stuart

since 12.09.2012

Mattiellistraße 2, 1040 Vienna

Tel. +43 1 506 74 0

austemb@aon.at

www.austria.embassy.gov.au

BOLIVIA

Chargé d’Affaires a.i.

Ricardo Javier

Martinez Covarrubias

Waaggasse 10/8, 1040 Vienna

Tel. +43 1 587 46 75

embolaustria@of-viena.at

ALGERIA

Counsellor

Mr. Ali Drouiche

since 12.09.2011

Rudolfinergasse 18, 1190 Vienna

Tel. +43 1 369 88 53

office@algerische-botschaft.at

www.algerische-botschaft.at

AZERBAIJAN

H.E. Galib Israfilov

since 28.09.2011

Hügelgasse 2

1130 Vienna

Tel. +43 1 403 13 22

vienna@mission.mfa.gov.az

www.azembassy.at

BOSNIA AND HERZEGOVINA

H.E. Tomislav Leko

since 14.09.2015

Tivoligasse 54, 1120 Vienna

Tel. +43 1 811 85 55

bhbotschaft@bhbotschaft.at

www.bhbotschaft.at

ANDORRA

Chargé d’Affaires a.i.

Gemma Cano Berne

Kärntner Ring 2A/13

1010 Vienna

Tel. +43 1 961 09 09

office@ambaixada-andorra.at

BANGLADESH

H.E. Mohammed Abu

Zafar

since 10.12.2014

Hofzeile 4

1190 Vienna

mission.vienna@mofa.gov.bd

BRAZIL

H.E. Evandro Didonet

since 17.10.2012

Pestalozzigasse 4/2

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 06 31

brasemb.viena@itamaraty.gov.br

ANGOLA

H.E. Maria De Jesus

Dos Reis Ferreira

since 09.11.2011

Seilerstätte 15/10, 1010 Vienna

Tel. +43 1 718 74 88

embangola-viena@embangola.at

www.embangola.at

BELARUS

H.E. Valery

Voronetsky

since 09.11.2011

Hüttelbergstraße 6, 1140 Vienna

Tel. +43 1 419 96 30

austria@mfa.gov.by

www.austria.belembassy.org

BULGARIA

H.E. Elena Radkova

Shekerletova

since 28.03.2012

Schwindgasse 8

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 31 13

amboffice@embassybulgaria.at

Fotos: © YuI - Fotolia.com, HBF

64 | SOCIETY 1_2016


AMBASSADORS

A TO Z

BURKINA FASO

H.E. Solange Eveline

Agneketom Bogore

since 17.03.2015

Strohgasse 14c, 1030 Vienna

Tel. +43 1 503 82 64

s.r@abfvienne.at

www.abfvienne.at

CROATIA

H.E. Vesna Cvjetkovic

since 07.10.2015

Rennweg 3

1030 Vienna

Tel. +43 1 485 95 24

croemb.bec@mvep.hr

http://at.mfa.hr

EL SALVADOR

H.E. Carmen María

Gallardo de

Hernández

since 02.10.2014

Prinz-Eugen-Straße 72/2/1

1040 Vienna, Tel. +43 1 505 38 74

elsalvador@embasal.at | www.rree.gob.sv

CANADA

H.E. Mark Bailey

since 11.11.2013

Laurenzerberg 2/III

1010 Vienna

Tel. +43 1 531 38 30

vienn@international.gc.ca

www.kanada.at

CUBA

H.E. Juan Antonio

Fernandez Palacios

since 13.11.2015

Kaiserstraße 84, 1070 Vienna

Tel. +43 1 877 81 98

secembajador@ecuaustria.at

www.cubadiplomatica.cu/austria

ESTONIA

H.E. Rein Oidekivi

since 07.10.2015

Wohllebengasse 9/12

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 77 61

embassy@estwien.at

www.estemb.at

CHILE

H.E. Armin Andereya

Latorre

since 13.11.2015

Lugeck 1/III/10

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 92 08

echile.austria@minrel.gov.cl

CYPRUS

H.E. Marios

Ieronymides

since 13.05.2014

Neulinggasse 37/4

1030 Vienna

Tel. +43 1 513 06 30

office@cyprusembassy.at

FINLAND

H.E. Anu Irene

Laamanen

since 17.10.2013

Gonzagagasse 16, 1010 Vienna

Tel. +43 1 535 03 65

sanomat.wie@formin.fi

www.finnland.at

CHINA

H.E. Zhao Bin

since 12.09.2012

Metternichgasse 4

1030 Vienna

Tel. +43 1 714 31 49

chinaemb_at@mfa.gov.cn

www.chinaembassy.at

CZECH REPUBLIC

H.E. Jan Sechter

since 11.11.2013

Penzinger Straße 11-13

1140 Vienna

Tel. +43 1 899 580

vienna@embassy.mzv.cz

www.mzv.cz/vienna

FRANCE

H.E. Pascal Teixeira da

Silva since 16.09.2014

Technikerstraße 2, 1040 Vienna

Tel. +43 1 502 75 0

secretariat.vienne-amba@

diplomatie.gouv.fr

www.ambafrance-at.org

COLOMBIA

H.E. Jaime Alberto

Cabal Sanclemente

since 13.05.2014

Stadiongasse 6-8/15

1010 Vienna

Tel. +43 1 405 42 49

eaustria@cancilleria.gov.co

DENMARK

H.E. Liselotte K.

Plesner

since 17.09.2013

Führichgasse 6, 1010 Vienna

Tel. +43 1 512 79 04

vieamb@um.dk

www.oestrig.um.dk

GEORGIA

H.E. Konstantine

Zaldastanishvili

since 18.06.2013

Doblhoffgasse 5/5

1010 Vienna

Tel. +43 1 403 98 48

vienna@geomission.at

COSTA RICA

H.E. Pilar Saborió de

Rocafort

since 17.03.2015

Wagramer Straße 23/1/1/2-3

1220 Vienna

Tel. +43 1 263 38 24

embajadaaustria_costa.rica@chello.at

DOMINICAN REPUBLIC

H.E. Ramon Andres

Quinones Rodriguez

since 04.06.2007

Prinz-Eugen-Straße 18

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 85 55

embajada@embrepdom.at

GERMANY

H.E. Johannes Haindl

since 14.09.2014

Gauermanngasse 2-4

1010 Vienna

Tel. +43 1 711 54 0

info@wien.diplo.de

www.wien.diplo.de

CÔTE D’IVOIRE

H.E. Largaton

Gilbert Ouattara

since 09.11.2011

Neulinggasse 29/6/20

1030 Vienna

Tel. +43 1 581 00 76

office@ambaciaut.org

EGYPT

H.E. Khaled Abdelrahman

Shamaa

since 09.11.2011

Hohe Warte 50-54

1190 Vienna, Tel. +43 1 370 81 04

egyptembassyvienna@

egyptembassyvienna.at | www.egyptembassyvienna.at

GREECE

Chargè d´Affaires a.i.

Mr. Nikolaos Sapountzis

since 14.09.2015

Argentinierstraße 14, 1040 Vienna

Tel. +43 1 506 15

gremb@griechischebotschaft.at

www.griechische-botschaft.at

SOCIETY 1_2016 | 65


AMBASSADORS

A TO Z

GUATEMALA

H.E. Antonio Roberto

Castellanos Lopez

since 12.09.2012

Prinz-Eugen-Straße 18/Top7

1040 Vienna, Tel. +43 1 714 35 70

embajada@embaguate.co.at

www.embaguate.co.at

IRAQ

H.E. Dr. Auday M. A.

Al-Khairalla

since 11.01.2016

Johannesgasse 26

1010 Vienna

Tel. +43 1 713 81 95

office@iraqembassy.at

KENYA

H.E. Michael Adipo

Okoth Oyugi

since 05.04.2013

Andromeda Tower, Donau-City-Straße 6

1220 Vienna, Tel. +43 1 712 39 19

kenyarep-vienna@aon.at

www.kenyaembassyvienna.at/de/

HOLY SEE

H.E. Archbishop Dr.

Peter Stephan

Zurbriggen

since 17.04.2009

Theresianumgasse 31, 1040 Vienna

Tel. +43 1 505 13 27

nuntius@nuntiatur.at | www.nuntiatur.at

IRELAND

H.E. Mary Whelan

since 02.10.2014

Rotenturmstraße 16-18

1010 Vienna

Tel. +43 1 715 42 46

vienna@dfa.ie

www.dfa.ie

*)

KOSOVO

S.E. Mag. Sami Ukelli

since 17.03.2015

Goldeggasse 2/14

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 11 77

embassy.austria@ks-gov.net

www.ambasada-ks.net/at/

HUNGARY

H.E. Dr. Janos Perenyi

since 10.12.2014

Bankgasse 4-6

1010 Vienna

Tel. +43 1 537 80 300

mission.vie@mfa.gov.hu

ISRAEL

H.E. Talya Lador-

Fresher

since 13.11.2015

Anton-Frank-Gasse 20, 1180 Vienna

Tel. +43 1 476 46 0

info-sec@vienna.mfa.gov.il

www.vienna.mfa.gov.il

KUWAIT

H.E. Sadiq M. Marafi

since 17.10.2013

Strassergasse 32

1190 Vienna

Tel. +43 1 405 56 46

kuwait.embassy.vienna@speed.at

ICELAND

H.E. Audunn Atlason

since 17.09.2013

Naglergasse 2/8

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 27 71

emb.vienna@mfa.is

www.iceland.is/at

ITALY

H.E. Giorgio Marrapodi

since 17.09.2013

Rennweg 27

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 51 21

ambasciata.vienna@esteri.it

www.ambvienna.esteri.it

KYRGYZSTAN

H.E. Ermek Ibraimov

since 13.05.2014

Invalidenstraße 3/8

1030 Vienna

Tel. +43 1 535 03 79

kyremb@inode.at

www.kyremb.at

INDIA

H.E. Rajiva Misra

since 14.03.2014

Kärntner Ring 2

1015 Vienna

Tel. +43 1 505 86 66

indemb@eoivien.vienna.at

www.indianembassy.at

JAPAN

H.E. Makoto Taketoshi

since 17.10.2013

Heßgasse 6

1010 Vienna

Tel. +43 1 531 92 0

info@wi.mofa.go.jp

www.at.emb-japan.go.jp

LAOS

H.E. Phoukhao

Phommavongsa

since 16.09.2014

Sommerhaidenweg 43

1180 Vienna

Tel. +43 1 890 2319 11

laoembassyvienna@hotmail.com

INDONESIA

H.E. Rachmat Budiman

since 17.10.2012

Gustav-Tschermak-Gasse 5-7

1180 Vienna

Tel. +43 1 476 23 0

unitkom@kbriwina.at

www.kbriwina.at

JORDAN

H.E. Hussam

Al Husseini

since 22.10.2013

Rennweg 17/4, 1030 Vienna

Tel. +43 1 405 10 25

info@jordanembassy.at

www.jordanembassy.at

LATVIA

H.E. Edgars Skuja

since 17.10.2013

Stefan-Esders-Platz 4

1190 Vienna

Tel. +43 1 403 31 12

embassy.austria@mfa.gov.lv

IRAN

H.E. Ebadollah Molaei

since 07.10.2015

Jauresgasse 9

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 26 50

public@iranembassy-wien.at

www.iran.embassy.at

KAZAKHSTAN

H.E. Kairat Sarybay

since 14.03.2014

Wipplingerstraße 35

1010 Vienna

Tel. +43 1 890 800 810

embassy@kazakhstan.at

www.kazakhstan.at

LEBANON

Chargé d'Affaires a.i.

Salim Baddoura

Oppolzergasse 6/3

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 88 21

embassy.lebanon@inode.at

Fotos: HBF

66 | SOCIETY 1_2016


AMBASSADORS

A TO Z

LIBYA

H.E. Dr. Ibrahim Ali

Albesbas

since 11.11.2013

Blaasstraße 33

1190 Vienna

Tel. +43 1 367 76 39

office@libyanembassyvienna.at

MOROCCO

H.E. Dr. Ali El Mhamdi

since 12.01.2012

Hasenauerstraße 57

1180 Vienna

Tel. +43 1 586 66 51

emb-pmissionvienna@morocco.at

NETHERLANDS

H.E. Marco Hennis

since 07.10.2015

Opernring 5, 1010 Vienna

Tel. +43 1 589 39

wen@minbuza.nl

www.mfa.nl/wen

LIECHTENSTEIN

H.H. Maria-Pia

Kothbauer Prinzessin

v.u.z. Liechtenstein,

since 11.12.1997

Löwelstraße 8/7, 1010 Vienna

Tel. +43 1 535 92 11

info@vie.llv.li, www.wien.liechtenstein.li

MEXICO

H.E. Luis Alfonso De

Alba

since 17.09.2013

Operngasse 21

1040 Vienna

Tel. +43 1 310 73 83

embaustria@sre.gob.mx

NEW ZEALAND

H.E.

Deborah Geels

since 05.04.2013

Mattiellistraße 2-4/3, 1040 Vienna

Tel. +43 1 505 3021

nzemb@aon.at

www.nzembassy.com/austria

LITHUANIA

H.E. Loreta

Zakareviciene

since 16.09.2014

Löwengasse 47/4, 1030 Vienna

Tel. +43 1 718 54 67

amb.at@urm.lt

http://at.mfa.lt/

MOLDOVA

Chargé d’Affaires

Vladimir Chirinciuc

since 22.10.2013

Löwengasse 47/10, 1030 Vienna

Tel. +43 1 961 10 30

vienna@moldmission.at

www.austria.mfa.md

NICARAGUA

H.E. Alvaro José

Robelo Gonzáles

since 11.01.2013

Ebendorferstraße 10/3/12

1010 Vienna

Tel. +43 1 403 18 38

embanicviena@chello.at

LUXEMBOURG

H.E. Hubert Wurth

since 09.11.2011

Sternwartestraße 81

1180 Vienna

Tel. +43 1 478 21 42

vienne.amb@mae.etat.lu

www.vienne.mae.lu/ge

MONGOLIA

H.E. Gunaajav

Batjargal

since 05.04.2013

Fasangartengasse 45, 1130 Vienna

Tel. +43 1 535 28 07

vienna@mfa.gov.mn

www.embassymon.at

NIGERIA

H.E. Abel Adelakun

Ayoko

since 16.12.2013

Rennweg 25, 1030 Vienna

Tel. +43 1 712 66 86

info@nigeriaembassyvienna.com

www.nigeriaembassyvienna.com

MACEDONIA

H.E. Vasilka Poposka-

Trenevska

since 03.12.2014

Kinderspitalgasse 5/2

1090 Vienna

Tel. +43 1 524 87 56

botschaft@makedonien.co.at

MONTENEGRO

H.E. Ivan Milic

since 15.06.2015

Nibelungengasse 13

1010 Vienna

Tel. +43 1 715 31 02

austria@mfa.gov.me

NORTH KOREA

H.E. Kwang Sop Kim

since 18.03.1993

Beckmanngasse 10-12

1140 Vienna

Tel. +43 1 894 23 13

d.v.r.korea.botschaft@chello.at

MALAYSIA

H.E. Adnan Bin

Othman

since 15.06.2015

Floridsdorfer Hauptstraße 1-7,

Florido Tower, 1210 Vienna

Tel. +43 1 505 10 42

embassy@embassymalaysia.at

MYANMAR

H.E. San Lwin

since 14.09.2015

Mooslackengasse 17

1190 Vienna

Tel. +43 1 26 69 105

myanmarembassy.vienna@gmail.com

NORWAY

H.E. Bente Angell-

Hansen

since 03.12.2014

Reisnerstraße 55-57, 1030 Vienna

Tel. +43 1 71 660

emb.vienna@mfa.no

www.norwegen.or.at

MALTA

H.E. Keith Azzopardi

since 17.10.2013

Opernring 5/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 586 50 10

maltaembassy.vienna@gov.mt

NAMIBIA

H.E. Simon Madjuma

Maruta

since 11.11.2013

Zuckerkandlgasse 2, 1190 Vienna

Tel. +43 1 402 93 71

nam.emb.vienna@speed.at

www.embnamibia.at

OMAN

H.E. Dr. Badr Mohamed

Zaher Al Hinai

since 11.12.2007

Währinger Straße 2/24-25

1090 Vienna

Tel. +43 1 310 86 43

vienna@omanembassy.at

SOCIETY 1_2016 | 67


AMBASSADORS

A TO Z

ORDER OF MALTA

H.E. Christof Maria

Fritzen

since 11.01.2013

Kärntner Ring 14, 1010 Vienna

Tel. +43 1 505 35 35

botschaft@malteser.at

www.orderofmalta.int

POLAND

H.E. Artur Lorkowski

since 18.06.2013

Hietzinger Hauptstraße 42c

1130 Vienna

Tel. +43 1 870 15 100

wieden.amb.sekretariat@msz.gov.pl

www.wieden.msz.gov.pl

SERBIA

H.E. Pero Jankovic

since 22.10.2013

Ölzeltgasse 3/7

1030 Vienna

Tel. +43 1 713 25 95

embassy.vienna@mfa.rs

www.vienna.mfa.rs

PAKISTAN

H.E. Ayesha Riyaz

since 16.12.2013

Hofzeile 13

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 73 81

parepvienna@gmail.com

www.mofa.gov.pk/austria

PORTUGAL

H.E. Pedro Luís

Baptista Moitinho

de Almeida

since 05.04.2013

Opernring 3, 1010 Vienna

Tel. +43 1 586 75 36

viena@mne.pt

SLOVAKIA

H.E. Juraj Machac

since 28.03.2012

Armbrustergasse 24

1190 Vienna

Tel. +43 1 318 90 55

emb.vieden@mzv.sk

www.vienna.mfa.sk

PALESTINIAN TERRITORIES

H.E. Salahaldin

Abdalshafi

since 22.10.2013

Josefsgasse 5

1080 Vienna

Tel. +43 1 408 82 02

palestine.mission@chello.at

QATAR

H.E. Ali Khalfan

Al-Mansouri

since 11.11.2013

Schottenring 10

1010 Vienna

Tel. +43 1 310 49 50

botschaft@katarbotschaft.at

SLOVENIA

H.E. Dr. Andrej Rahten

since 17.10.2013

Kolingasse 12

1090 Vienna

Tel. +43 1 319 11 60

vdu@gov.si

www.dunaj.veleposlanistvo.si

PANAMA

H.E. Paulina

Franceschi

since 13.11.2015

Goldschmiedgasse 10/403

1010 Vienna

Tel. +43 1 587 23 47

mail@empanvienna.co.at

ROMANIA

H.E. Bogdan Mazuru

since 14.09.2015

Prinz-Eugen-Straße 60

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 32 27

ambromviena@ambrom.at

www.viena.mae.ro

SOUTH AFRICA

H.E. Tebogo Joseph

Seokolo

since 16.01.2014

Sandgasse 33, 1190 Vienna

Tel. +43 1 320 64 93

vienna.bilateral@dirco.gov.za

www.southafrica-embassy.at

PARAGUAY

H.E. Dr. Horacio

Nogues Zubizarreta

since 15.02.2008

Prinz-Eugen-Straße 18/1/3A

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 46 74

embaparviena@chello.at

RUSSIAN FEDERATION

H.E. Dmitry Lyubinskiy

since 07.10.2015

Reisnerstraße 45-47

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 12 29

info@rusemb.at

www.rusemb.at

SOUTH KOREA

H.E. Young Wan Song

since 13.05.2014

Gregor-Mendel-Straße 25

1180 Vienna

Tel. +43 1 478 19 91

mail@koreaemb.at

http://aut.mofat.go.kr

PERU

H.E. Alfredo Raul

Chuquihuara Chil

Since 11.01.2016

Mahlerstraße 7/22

1010 Vienna

Tel. +43 1 713 43 77

embajada@embaperuaustria.at

SAN MARINO

H.E. Dr. Elena

Molaroni Berguido

since 17.09.2008

Prinz-Eugen-Straße 16/1/5A

1040 Vienna

Tel. +43 1 941 59 69

rsmvienna@gmail.com

SPAIN

H.E. Alberto Carnero

Fernández

since 18.06.2013

Argentinierstraße 34

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 57 88

emb.viena@maec.es

PHILIPPINES

H.E. Maria Zeneida

Angara Collinson

since 15.06.2015

SAUDI ARABIA

Chargé d' Affaires

Abdulaziz Al Zaid

since 15.10.2015

SRI LANKA

I.E. Priyanee

Wijesekera

Since 11.01.2016

Laurenzerberg 2/2/ZWG

1010 Vienna, Tel. +43 1 533 24 01

office@philippine-embassy.at

www.philippine-embassy.at

Formanekgasse 38

1190 Vienna

Tel. +43 1 367 25 31

saudiembassy@saudiembassy.at

Weyringergasse 33-35

1040 Vienna, Tel. +43 1 503 79 88

embassy@srilankaembassy.at

www.srilankaembassy.at

Fotos: HBF

68 | SOCIETY 1_2016


AMBASSADORS

A TO Z

SUDAN

H.E. Mohamed Hussein

Zaroug

since 02.10.2014

Reisnerstraße 29/5, 1030 Vienna

Tel. +43 1 710 23 43

sudanivienna@prioritytelecom.biz

www.sudanivienna.at

TURKEY

H.E. Mehmet Hasan

Gögüs

since 16.12.2013

Prinz-Eugen-Straße 40

1040 Vienna, Tel. +43 1 505 73 38

botschaft.wien@mfa.gov.tr

www.vienna.emb.mfa.gov.tr

UZBEKISTAN

Chargé d’Affaires a.i.

Rustamdjan Khakimov

Pötzleinsdorferstraße 49

1180 Vienna

Tel. +43 1 315 39 94

embassy@usbekistan.at

www.usbekistan.at

SWEDEN

H.E. Helen Eduards

since 07.10.2015

Obere Donaustraße 49-51

1020 Vienna

Tel. +43 1 217 53 0

ambassaden.wien@gov.se

www.swedenabroad.com/wien

TURKMENISTAN

H.E. Silapberdi

Nurberdiev

since 28.09.2011

Argentinierstraße 22/II/EG

1040 Vienna, Tel. +43 1 503 64 70

info@botschaft-turkmenistan.at

www.botschaft-turkmenistan.at

VENEZUELA

H.E. Jesse Alonso

Chacón Escamillo

since 23.02.2016

Prinz-Eugen-Straße 72/1/1

1040 Vienna, Tel. +43 1 712 26 38

embajada@austria.gob.ve

www.austria.gob.ve

SWITZERLAND

H.E. Christoph

Heinrich Bubb

since 02.10.2014

Kärntner Ring 12, 1010 Vienna

Tel. +43 1 795 05 0

vie.vertretung@eda.admin.ch

www.schweizerbotschaft.at

UKRAINE

H.E. Olexander

Scherba

since 10.12.2014

Naaffgasse 23, 1180 Vienna

Tel. +43 1 479 71 72 11

info@ukremb.at

www.ukremb.at

VIETNAM

H.E. Viet Anh Vu

since 03.12.2014

Felix-Mottl-Straße 20

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 07 55

office@vietnamembassy.at

www.vietnamembassy-austria.org/vi

SYRIA

H.E. Bassam Sabbagh

since 29.04.2010

Daffingerstraße 4

1030 Vienna

Tel. +43 1 533 46 33

syrianembassyvienna@utanet.at

UNITED ARAB EMIRATES

H.E. Abdelhadi A.

Alkhajah

since 14.03.2014

Chimanistraße 36

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 14 55

vienna@mofa.gov.ae

YEMEN

Chargé d'Affaires a.i.

Samy Mansour Amin Al-Basha

Reisnerstraße 18-20/3-4

1030 Vienna

Tel. +43 1 503 29 30

embassy@yemenembassy.at

TAJIKISTAN

H.E. Ismatullo

Nasredinov

since 17.09.2013

Universitätsstraße 8/1A, 1090 Vienna

Tel. +43 1 409 82 66

info@tajikembassy.at

www.tajikembassy.at

UNITED KINGDOM

H.E. Susan Le Jeune

d’Allegeershecque

since 12.09.2012

Jauresgasse 12, 1030 Vienna

Tel. +43 1 716 13 0

press@britishembassy.at

www.ukinaustria.fco.gov.uk

THAILAND

H.E. Arthayudh

Srisamoot

since 03.12.2014

Cottagegasse 48, 1180 Vienna

Tel. +43 1 478 33 35

embassy@thaivienna.at

www.thaiembassy.at

UNITED STATES

H.E. Alexa Wesner

since 22.10.2013

Boltzmanngasse 16

1090 Vienna

Tel. +43 1 313 39

embassy@usembassy.at

www.usembassy.at

TUNISIA

H.E. Ghazi Jomaa

since 02.10.2014

Sieveringerstraße 187

1190 Vienna

Tel. +43 1 44 02 144

at.vienne@aon.at

www.atunisie-at.org

URUGUAY

H.E. Bruno Javier

Faraone Machado

since 13.05.2014

Palais Esterhazy, Wallnerstraße 4/3/17

1010 Vienna

Tel. +43 1 535 66 36

uruaustria@mrree.gub.uy

SOCIETY 1_2016 | 69


DIPLOMATIE

NEUE BOTSCHAFTER

Diplomatenkarussell | Dezember 2015 bis Mai 2016

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.

IRAK

PERU

SRI LANKA

H.E. Auday Al-

Khairallah

H.E. Alfredo

Raul Chuquihuara

Chil

H.E. Priyanee

Wijesekera

Born on 30 March

1948 in Colombo.

Widowed, 2 children.

EDUCATION

• Bachelor’s degree in Agricultural

Engineering, University of Baghdad

• 1978: Postgraduate Diploma in soil

science, University of Wales 1989:

• 1994: Course of Business Administration

and Marketing, Ottawa

PROFESSIONAL CAREER

• 1986-1987: Director of Oasis Company

for Agricultural Consulting,

Fujairah (United Arabian Emirates)

• 1987-1990: Founder and director of

The Weekend School for the Arab

community, Montreal (Canada)

• 1990-1996: Financial and administrative

director of the pharmacy Orlin,

Ottawa (Canada)

• 2006-2009: General Director of Evaluation

and Examinations Directorate

and Chairman of the Supreme

Committee for Examinations, Iraq

• 2009-2010: Ambassador in the Iraqi

Ministry of Foreign Affairs, Baghdad,

Iraq

EDUCATION

• 1982-1984: Graduate in International

Relations, Diplomatic Academy

of Peru

• 1993-1994: Master in Public Administration,

John F. Kennedy School of

Government Harvard University

PROFESSIONAL CAREER

• 1994-1997 First Secretary, Head of

Planning, Ministry of Foreign Affairs

of Peru

• 2003-2004 Consultant of United Nations

Fund for Population Activities

– UNFPA, New York

• 2003-2004 President of the Commission

on Population and Development

of the United Nations, New

York

• 2004-2006 Chief of Cabinet of the

Peruvian Minister of Foreign Affairs

• 2011-2012 Deputy Permanent Representative

of Peru to the United

Nations, New York.

• 2014-2015 Chairman of the Peruvian

Diplomatic Service Association

(AFSDP).

• 2013-2015 Director of Tourism Promotion

of the Peruvian Ministry of

Foreign Affairs.

EDUCATION

• 1986: LL.M. in Public International

Law (Human Rights and the Law of

the Sea), Colombo

PROFESSIONAL CAREER

• 1974-1984: Legal Office, Bribery Commissioner’s

Department

• 1984-1985: Asst. Secretary, Law Commission

• 1985-1992: Secretary, Law Commission

• 1992: Research Office, Parliament of

Sri Lanka

• 1992-1994: Asst. Secretary – General

of Parliament

• 1994-2002: Deputy Secretary General

of Parliament

• 2002-2008: Secretary General of

Parliament

FOTOS: KARLOVITS, TRIPPOLT/HBF, SOCIETY/POBASCHNIG

70 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

NEUE BOTSCHAFTER

VENEZUELA

BRUNEI

SÜDSUDAN

H.E. Jesse Alonso

Chacón

Escamillo

H.E. Rakiah Hj

Abd Lamit

H.E. Sitona

Abdalla Osman

Born 9 November 1965

(Resident in Berlin)

(Resident in Berlin)

EDUCATION

• Studied Military Art and Sciences at

the Military Academy of Venezuela

PROFESSIONAL CAREER

• 2004-2007: Minister of Interior and

Justice

• 2008: Minister of the Office of the

President

• 2008-2009: Minister of Communications

and Information

• 2009: Minister of Science and Technology

ECUADOR

H.E. Maria Del

Carmen

González Cabal

(Resident in

Budapest)

TSCHAD

H.E. Abdoulaye

Senoussi

Mahamat

(Resident in Berlin)

MALI

H.E. Toumani

Djime Diallo

(Resident in Berlin)

SOCIETY 1_2016 | 71


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

Order of precedence

of the Chiefs

of the diplomatic

missions resident

in Vienna

n Apostolic Nuncio – Holy See

Dr. Peter Stephan ZURBRIGGEN

n Korea – Democratic Peoples’ Republic

H.E. Mr. Kwang Sop KIM, (18.03.1993)

n Liechtenstein

H.H. Ms. Maria-Pia KOTHBAUER, (Prinzessin

v.u.z.Liechtenstein) (11.12.1997)

n Dominican Republic

H.E. Mr. Ramon Andres QUINONES RODRIGUEZ, (04.06.2007)

n Oman

H.E. Mr. Dr. Badr Mohamed Zaher AL HINAI, (11.12.2007)

n Paraguay

H.E. Mr. Dr. Horacio NOGUES ZUBIZARRETA, (15.02.2008)

n San Marino

H.E. Ms. Dr. Elena MOLARONI BERGUIDO, (17.09.2008)

n Syria

H.E. Mr. Bassam SABBAGH, (29.04.2010)

n Turkmenistan

H.E. Mr. Silapberdi NURBERDIEV, (28.09.2011)

n Azerbaijan

H.E. Mr. Galib ISRAFILOV, (28.09.2011)

n Egypt

H.E. Mr. Khaled Abdelrahman Abdellatif SHAMAA,

(09.11.2011)

n Luxemburg

H.E. Mr. Hubert WURTH, (09.11.2011)

n Côte d‘Ivoire

H.E. Mr. Largaton Gilbert OUATTARA, (09.11.2011)

n Angola

H.E. Ms. Maria De Jesus Dos Reis FERREIRA,

(09.11.2011)

n Belarus

H.E. Mr. Valery VORONETSKY, (09.11.2011)

n Armenia

H.E. Mr. Arman KIRAKOSSIAN, (09.11.2011)

n Morocco

H.E. Mr. Dr. Ali EL MHAMDI, (12.01.2012)

n Slovakia

H.E. Mr. Juraj MACHAC, (28.03.2012)

n Bulgaria

H.E. Ms. Elena Radkova SHEKERLETOVA, (28.03.2012)

n Guatemala

H.E. Mr. Antonio Roberto CASTELLANOS LOPEZ, (12.09.2012)

n China

H.E. Mr. Bin ZHAO, (12.09.2012)

n United Kingdom

H.E. Ms. Susan Jane LE JEUNE D‘ALLEGEERSHECQUE, (12.09.2012)

n Australia

H.E. Mr. David Gordon STUART, (12.09.2012)

n Brazil

H.E. Mr. Evandro DE SAMPAIO DIDONET, (17.10.2012)

n Indonesia

H.E. Mr. Rachmat BUDIMAN, (17.10.2012)

n Nicaragua

H.E. Mr. Alvaro Jose ROBELO GONZALES, (11.01.2013)

n Order of Malta

H.E. Mr. Christof Maria FRITZEN, (11.01.2013)

n New Zealand

H.E. Ms. Deborah Mary GEELS, (05.04.2013)

n Kenya

Die versammelten Botschafter

bei einer OSZE-Konferenz

H.E. Mr. Michael Adipo Okoth OYUGI, (05.04.2013)

n Mongolia

H.E. Mr. Batjargal GUNAAJAV, (05.04.2013)

n Portugal

H.E. Mr. Pedro Luis Baptista MOITINHO DE ALMEIDA,

(05.04.2013)

n Spain

H.E. Mr. Alberto CARNERO FERNANDEZ, (18.06.2013)

n Georgia

H.E. Mr. Konstantine ZALDASTANISHVILI, (18.06.2013)

n Poland

H.E. Mr. Artur LORKOWSKI, (18.06.2013)

n Mexico

H.E. Mr. Luis Alfonso DE ALBA, (17.09.2013)

n Argentina

H.E. Mr. Rafael Mariano GROSSI, (17.09.2013)

n Iceland

H.E. Mr. Audunn ATLASON, (17.09.2013)

n Denmark

H.E. Ms. Liselotte K. PLESNER, (17.09.2013)

n Italy

H.E. Mr. Giorgio MARRAPODI, (17.09.2013)

n Tajikistan

H.E. Mr. Ismatullo NASREDINOV, (17.09.2013)

n Latvia

H.E. Mr. Edgars SKUJA, (17.10.2013)

n Finland

H.E. Ms. Anu Irene LAAMANEN, (17.10.2013)

n Malta

H.E. Mr. Keith AZZOPARDI, (17.10.2013)

n Japan

H.E. Mr. Makoto TAKETOSHI, (17.10.2013)

n Slovenia

H.E. Mr. Andrej RAHTEN, (17.10.2013)

n Kuwait

H.E. Mr. Sadiq MARAFI, (17.10.2013)

n United States

H.E. Ms. Alexa WESNER, (22.10.2013)

n Jordan

H.E. Mr. Hussam Abdullah AL HUSSEINI, (22.10.2013)

n Serbia

H.E. Mr. Pero JANKOVIC, (22.10.2013)

n Libya

H.E. Mr. Ibrahim ALBESBAS, (11.11.2013)

n Namibia

H.E. Mr. Simon Madjumo MARUTA, (11.11.2013)

n Qatar

H.E. Mr. Ali Khalfan AL-MANSOURI (11.11.2013)

n Canada

H.E. Mr. Mark BAILEY, (11.11.2013)

n Czech Republic

H.E. Mr. Jan SECHTER, (11.11.2013)

n Pakistan

H.E. Ms. Ayesha RIYAZ, (16.12.2013)

n Nigeria

H.E. Mr. Adelakun Abel AYOKO, (16.12.2013)

n Turkey

H.E. Mr. Mehmet Hasan GÖGÜS, (16.12.2013)

n South Africa

H.E. Mr. Tebogo Joseph SEOKOLO, (16.01.2014)

n Albania

H.E. Mr. Roland BIMO, (14.03.2014)

n Kazakhstan

H.E. Mr. Kairat SARYBAY, (14.03.2014)

n United Arab Emirates

H.E. Mr. Abdelhadi Abdelwahid ALKHAJAH,

(14.03.2014)

n India

72 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

H.E. Mr. Rajiva MISRA, (14.03.2014)

n Colombia

H.E. Mr. Jaime Alberto CABAL SANCLEMENTE, (13.05.2014)

n Korea - Republic

H.E. Mr. Young Wan SONG, (13.05.2014)

n Cyprus

H.E. Mr. Marios IERONYMIDES, (13.05.2014)

n Uruguay

H.E. Mr. Bruno Javier FARAONE MACHADO, (13.05.2014)

n Kirgizstan

H.E. Mr. Ermek IBRAIMOV, (13.05.2014)

n France

H.E. Mr. Pascal TEIXEIRA DA SILVA, (16.09.2014)

n Laos

H.E. Mr. Phoukhao PHOMMAVONGSA, (16.09.2014)

n Lithuania

H.E. Ms. Loreta ZAKAREVICIENE, (16.09.2014)

n Sudan

H.E. Mr. Mohamed Hussein ZAROUG, (02.10.2014)

n Belgium

H.E. Mr. Baron Willem VAN DE VOORDE, (02.10.2014)

n Switzerland

H.E. Mr. Christoph Heinrich BUBB, (02.10.2014)

n Ireland

H.E. Ms. Mary WHELAN, (02.10.2014)

n El Salvador

H.E. Ms. Carmen GALLARDO DE HERNANDEZ, (02.10.2014)

n Tunisia

H.E. Mr. Ghazi JOMAA, (02.10.2014)

n Norway

H.E. Ms. Bente ANGELL-HANSEN, (03.12.2014)

n Macedonia

H.E. Ms. Vasilka POPOSKA TRENEVSKA, (03.12.2014)

n Vietnam

H.E. Mr. Viet Anh VU, (03.12.2014)

n Thailand

H.E. Mr. Arthayudh SRISAMOOT, (03.12.2014)

n Hungary

H.E. Mr. Dr. Janos PERENYI, (10.12.2014)

n Bangladesh

H.E. Mr. Md Abu ZAFAR, (10.12.2014)

n Ukraine

H.E. Mr. Olexander SCHERBA, (10.12.2014)

n Costa Rica

H.E. Ms. Pilar SABORIO DE ROCAFORT, (17.03.2015)

n Kosovo

H.E. Mr. Mag. Sami UKELLI, (17.03.2015)

n Burkina Faso

H.E. Ms. Solange Eveline AGNEKETOM BOGORE, (17.03.2015)

n Malaysia

H.E. Mr. Adnan BIN OTHMAN, (15.06.2015)

n Montenegro

H.E. Mr. Ivan MILIC, (15.06.2015)

n Philippines

H.E. Ms. Maria Zeneida ANGARA COLLINSON, (15.06.2015)

n Bosnia and Herzegovina

H.E. Mr. Tomislav LEKO, (14.09.2015)

n Germany

H.E. Mr. Johannes Konrad HAINDL, (14.09.2015)

n Myanmar

H.E. Mr. San LWIN, (14.09.2015)

n Romania

H.E. Mr. Bogdan MAZURU, (14.09.2015)

n Belize

H.E. Mr. Joel Matthew NAGEL, (14.09.2015)

n Netherlands

H.E. Mr. Marco HENNIS, (07.10.2015)

n Croatia

H.E. Ms. Vesna CVJETKOVIC, (07.10.2015)

n Sweden

H.E. Ms. Helen EDUARDS, (07.10.2015)

n Russian Federation

H.E. Mr. Dmitry LYUBINSKIY, (07.10.2015)

n Estonia

H.E. Mr. Rein OIDEKIVI, (07.10.2015)

n Iran

H.E. Mr. Ebadollah MOLAEI, (07.10.2015)

n Panama

H.E. Ms. Paulina FRANCESCHI, (13.11.2015)

n Israel

H.E. Ms. Talya LADOR-FRESHER, (13.11.2015)

n Cuba

H.E. Mr. Juan Antonio FERNANDEZ PALACIOS, (13.11.2015)

n Chile

H.E. Mr. Armin ANDEREYA LATORRE, (13.11.2015)

n Irak

H.E. Mr. Auday M.A. AL-KHAIRALLA (11.01.2016)

n Peru

H.E. Mr. Alfredo Raul CHUQUIHUARA CHIL (11.01.2016)

n Sri Lanka

H.E. Ms. Priyanee WIJSEKERA (11.01.2016)

n Venezuela

H.E. Mr. Jesse Alonso CHACÓN ESCAMILLO (23.02.2016)

n Afghanistan

Mr. Hassan SOROOCH Y. (02.12.2013) , Chargé d‘Affaires

n Lebanon

Mr. Salim BADDOURA, Counsellor (16.01.2009), Chargé

d‘Affaires

n Bolivia

Mr. Ricardo Javier MARTINEZ COVARRUBIAS, Minister

Counsellor, (11.02.2009), Chargé d’Affaires

n Andorra

Ms. Gemma CANO BERNE, Counsellor (11.01.2012),

Chargé d’Affaires

n Yemen

Mr. Samy Mansour Amin AL-BASHA, Third Secretary

(01.07.2013), Chargé d‘Affaires

n Uzbekistan

Mr. Rustamdjan KHAKIMOV, (29.07.2014), Chargé d‘Affaires

n Saudi Arabia

Mr. Abdullah ALSOLAMY, (14.07.2012), Chargé d‘Affaires

n Greece

Mr. Nikolaus SAPOUNTZIS, (14.09.2015), Chargé d‘Affaires

(a.i.)

n Algeria

Mr. Ali DROUICHE, (12.09.2011), Counsellor

n Moldova

Chargé d‘ Affaires Vladimir CHIRINCIUC, (01.09.2015)

Embassies not

resident in Austria

in alphabetical order

n Antigua and Barbuda

no diplomatic mission to Austria

n Bahamas

no diplomatic mission to Austria

n Bahrain

H.E. Mr. Yusuf Abdulkarim BUCHEERI, (17.03.2015), (Geneva)

n Barbados

Ms. Yvette GODDARD, Counsellor, (17.07.2002), Chargé

d’Affaires (Brussels)

SOCIETY 1_2016 | 73


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

n Benin

H.E. Mr. Séraphin LISSASSI, (29.04.2010)

(Geneva)

n Bhutan

H.E. Mr. Daw PENJO, (11.01.2013)

(Geneva)

n Botswana

H.E. Mr. Mothusi Bruce Rabasha PALAI, (11.01.2013)

(Geneva)

n Brunei Darussalam

H.E. Ms. Rakiah Hj ABD LAMIT, (23.02.2016),

(Berlin)

n Burundi

H.E. Dr. Edouard BIZIMANA, (16.01.2014)

(Berlin)

n Cambodia

H.E. Mr. Chea THIREAK, (13.11.2015)

(Brussels)

n Cameroon

H.E. Mr. Jean-Marc MPAY

(Berlin)

n Cape Verde

H.E. José Luis Barbosa LEAO MONTEIRO

(Geneva)

n Central African Republic

no diplomatic mission to Austria

n Chad

H.E. Abdoulaye Senoussi MAHAMAT (11.01.2016)

(Berlin)

n Comoros

no diplomatic mission to Austria

n Congo (Republic)

H.E. Mr. Jacques Yvon NDOLOU, (16.09.2014)

(Berlin)

n Congo (Democratic Republic)

no diplomatic mission to Austria

n Dominica

no diplomatic mission to Austria

n Djibouti

H.E. Aden Mohamed DILEITA

(Berlin)

n Ecuador

H.E. Maria Del Carmen GONZÁLEZ CABAL, (23.02.2016),

(Budapest)

n Equatorial Guinea

Mr. Alberto MBA BIYOGO OKOMO, Counsellor, Chargé

d‘Affaires

n Eritrea

Mr. Yohannes WOLDU, First Secretary, Chargé d‘Affaires

(Berlin)

n Ethiopia

H.E. Mr. Negash Kebret BOTORA, (14.09.2015)

(Geneva)

n Fiji

no diplomatic mission to Austria

n Gabun

Ms. Nanice TSIGUI, (07.04.2015), Chargé d‘Affaires

(Berlin)

n Gambia

H.E. Ms. Elizabeth Ya Eli HARDING, (14.01.2008)

(London)

n Ghana

H.E. Mr. Sammie Pesky EDDICO, (16.12.2013)

(Bern, CH)

n Grenada

Counsellor Ms. Kasandra Roxie HUTCHINSON, (07.09.2012)

(Brussels)

n Guinea

H.E. Mr. Ibrahima Sory SOW, (11.01.2013)

(Berlin)

n Guinea-Bissau

N.N.

(Berlin)

n Guyana

Ms. Bevon Rodin MC DONALD, First Secretary, (27.06.2006),

Chargé d‘Affaires

(Brussels)

n Haiti

N.N.

(Geneva)

n Honduras

H.E. Mr. Ramon CUSTODIO ESPINOZA, (18.06.2013)

(Berlin)

n Jamaica

H.E. Mr. Wayne McCOOK, (11.01.2013)

(Geneva)

n Kiribati

no diplomatic mission to Austria

n Lesotho

H.E. Ms. Matlotliso Lineo Lydia KHECHANE-NTOANE,

(10.12.2014)

(Berlin)

n Liberia

H.E. Ms. Ethel DAVIS, (19.04.2012)

(Berlin)

n Madagascar

Counsellor, Chargé d’Affaires Ms. Lea RAHOLINIRINA

(Falkensee, D)

n Malawi

Counsellor Chargé d’Affaires Mr. Oliver KUMBAMBE,

(26.04.2009)

(Berlin)

n Maldives

no diplomatic mission to Austria

n Mali

H.E. Mr. Toumani Djime DIALLO, (23.02.2016)

(Berlin)

n Marshall Islands

no diplomatic mission to Austria

n Mauretania

H.E. Mr. Mohamed Mahmoud OULD BRAHIM KHLIL,

(17.03.2015)

(Berlin)

n Mauritius

Ms. Gajjaluxmi MOOTOOSAMY, First Secretary, (04.11.2013),

Chargé d‘Affaires

(Berlin)

n Micronesia

no diplomatic mission to Austria

n Monaco

H.E. Ms. Isabelle BERRO AMADEI, (13.11.2015)

(Berlin)

n Mozambique

H.E. Mr. Amadeu Paulo Samuel DA CONCEICAO,

(02.07.2012)

(Berlin)

n Nauru

no diplomatic mission to Austria

n Nepal

Chargé d’Affaires Mr. Prakash Mani PAUDEL, (16.01.2012)

(Berlin)

n Niger

Mr. Issoufou GARBA, (08.11.2013), Chargé d‘Affaires

(Geneva)

n Palau

no diplomatic mission to Austria

n Papua New Guinea

no diplomatic mission to Austria

n Ruanda

Mr. Benedicto NSHIMIYIMANA, (03.06.2015), Chargé

d‘Affaires (Berlin)

n Samoa

no diplomatic mission to Austria

n São Tomé and Príncipe

no diplomatic mission to Austria

n Senegal

Mr. Chargé d‘Affaires Ibrahima CISSE

(Berlin)

n Seychelles

H.E. Mr. Bernard Francis SHAMLAYE, (16.12.2013)

(Paris)

n Sierra Leone

H.E. Mr. Jongopie Siaka STEVENS, (11.01.2010)

(Berlin)

n Singapore

H.E. Mr. Kok Leng SOO, (16.04.2007)

(Singapore)

n Solomon Islands

no diplomatic mission to Austria

n Somalia

no diplomatic mission to Austria

n St. Kitts and Nevis

no diplomatic mission to Austria

n St. Lucia

no diplomatic mission to Austria

n St. Vincent and the Grenadines

Minister Counsellor Ms. Anne MORRIS, (27.12.2005)

(London)

n South Sudan

H.E. Ms. Sitona Abdalla OSMAN, (23.02.2016)

(Berlin)

n Suriname

no diplomatic mission to Austria

n Swaziland

Counsellor Chargé d‘Affaires Mr. Almon Mahlaba MAMBA

(Geneva)

n Tanzania

H.E. Mr. Philip Sang‘ka MARMO, (03.12.2014)

(Berlin)

n Timor-Leste

no diplomatic mission to Austria

n Togo

H.E. Prof. Kwami Christophe DIKENOU

(Berlin)

n Tonga

no diplomatic mission to Austria

n Trinidad and Tobago

First Secretary Ms. Simone YOUNG, (15.02.2008)

(Geneva)

n Tuvalu

no diplomatic mission to Austria

n Uganda

H.E. Mr. Marcel Robert TIBALEKA, (17.03.2015)

(Berlin)

n Vanuatu

no diplomatic mission to Austria

n Zambia

H.E. Mr. Bwalya Stanley Kasonde CHITI, (16.01.2014)

(Berlin)

n Zimbabwe

no diplomatic mission to Austria

74 | SOCIETY 1_2016


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

Rot-Weiß-Rot in aller Welt

Österreichische bilaterale diplomatische Vertretungen im Ausland

Österreich pflegt diplomatische Beziehungen mit 194 Staaten

und hat Botschaften, Generalkonsulate und Kulturforen in

80 Ländern der Welt. SOCIETY präsentiert exklusiv alle

Leiterinnen und Leiter der im Ausland befindlichen bilateralen

österreichischen Vertretungen.

Redaktion: SOCIETY

ÄGYPTEN • BOTSCHAFT

ARGENTINIEN • BOTSCHAFT

AUSTRALIEN • BOTSCHAFT

Georg Stillfried

Ägypten, Sudan, Eritrea

El Nile Street/Corner 5, Wissa Wassef Street, 5th Floor,

Riyadth-Tower, Giza, 11111 Kairo

Tel. (+20/2) 3570 29 75

kairo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kairo

Karin Proidl

Argentinien, Paraguay, Uruguay

Calle French 3671, 1425 Buenos Aires

Tel. (+54/11) 4809 5800

buenos-aires-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/buenosaires

Helmut Böck

Australien, Fidschi, Kiribati, Marshallinseln,

Mikronesien - Föderierte Staaten

von, Nauru, Neuseeland, Papua-Neuguinea,

Salomonen, Samoa, Tuvalu, Tonga,

Vanuatu

12 Talbot Street, Forrest, ACT 2603

Tel. (+61/2) 6295 1533

canberra-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/canberra

ÄGYPTEN • KULTURFORUM

ARMENIEN • BMEIA

BELARUS • BOTSCHAFT

Ulrike Nguyen

Alois Kraut

Armenien (mit Sitz in Wien)

Bayerl Bernd Alexander

Armenien (mit Sitz in Wien)

El Nile Street/Corner 5, Wissa Wassef Street, 5th Floor,

Riyadth-Tower, Giza, 11111 Kairo

Tel. (+20/2) 3570 29 75

kairo-ob@bmeia.gv.at

www.acfc.cc

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien

Tel. (+43/5) 01150-3324

suedkaukasien@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/armenien

Delegation of the European Union to

Belarus 34A Engelsa Str., 7 th Floor, Minsk

220030, Belarus

Tel. (+375 / 17) 289 94 24

minsk-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/oeb-minsk

ALBANIEN • BOTSCHAFT

ASERBAIDSCHAN • BOTSCHAFT

BELGIEN • BOTSCHAFT

Dr. Johann Sattler

Albanien

Axel Wech

Aserbaidschan, Georgien

Jürgen Meindl

Belgien

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin)

Rruga Xibrakeve 4, Tirana, Albanien

Tel. (+355/4) 22 74 855

tirana-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tirana

ALGERIEN • BOTSCHAFT

Franziska Honsowitz-Friessnigg

Algerien, Niger

17, Chemin Abdel kader Gadouche, 16035

Hydra

Tel. (+213/21) 69 10 86

algier-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/algier

Landmark III, 7. Stock, Nizami Str. 90A,

AZ-1010 Baku

Tel. (+994) 12 465 99 33

baku-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/baku

ÄTHIOPIEN • BOTSCHAFT

Andreas Melan

Äthiopien, Dschibuti, Kongo, Uganda,

Südsudan

N. Silk Lafto Kifle Ketema Kebele 04

H.No. 535, Addis Abeba

Tel. (+251/11) 371 25 80

addis-abeba-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/addisabeba

Place du Champ de Mars 5, bte 5,

B-1050 Brüssel

Tel. (+32/2) 2890-700

bruessel-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bruessel

BELGIEN • KULTURFORUM

Marina Chrystoph

Place du Champ de Mars 5, bte 5, B-1050 Brüssel

Tel. (+32/2) 2890-700

bruessel-kf@bmeia.gv.at

www.austrocult.be

SOCIETY 1_2016 | 75


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

BOSNIEN UND HERZEGOWINA •

BOTSCHAFT

Martin SOCIETY Pammer 2_2015 | 76

Bosnien und Herzegowina

CHINA • GENERALKONSULAT

Silvia Neureiter

ESTLAND • BOTSCHAFT

Doris Danler

Estland

Dzidzikovac 7, BiH-71000 Sarajewo

Tel. (+387/33) 279 400

sarajewo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/sarajewo

Qi Hua Tower, 3rd floor No. 3A, 1375 Huai

Hai Road, Shanghai 200031

Tel. (+86/21) 647 40 268

shanghai-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/shanghaigk

Vambola 6, 5. Stock, EE-10114 Tallinn

Tel. (+372) 627 87 40

tallinn-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tallinn

BRASILIEN • BOTSCHAFT

Marianne Feldmann

Brasilien, Suriname

CHINA • KULTURFORUM

Arnold Obermayr

FINNLAND • BOTSCHAFT

Elisabeth Kehrer

Finnland

SES (Setor de Embaixadas Sul), Av. das

Nacoes, Quadra 811 - Lote 40, 70426-900

Brasilia DF

Tel. (+55/61) 3443 3421

brasilia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/brasilia

BULGARIEN • BOTSCHAFT

Roland Hauser

Bulgarien

Qijiayuan Compound 7-4-33, 100600

Peking

Tel. (+86/10) 653 29 269

peking-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pekingkf

DÄNEMARK • BOTSCHAFT

Ernst-Peter Brezovszky

Dänemark, Island

Unioninkatu 22, 00130 Helsinki

Tel. (+358/9) 68 18 60-0

helsinki-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/helsinki

FRANKREICH • BOTSCHAFT

Ursula Plassnik

Frankreich, Monaco

Boulevard Zar Oswoboditel 13/Ulica

Schipka 4, BG-1000 Sofia

Tel. (+359/2) 932 90 32

sofia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/sofia

CHILE • BOTSCHAFT

Dorothea Auer

Chile

Sölundsvej 1, DK-2100 Kopenhagen

Tel. (+45) 39 29 41 41

kopenhagen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kopenhagen

DEUTSCHLAND • BOTSCHAFT

Nikolaus Marschik

Deutschland

6, Rue Fabert, F-75007 Paris

Tel. (+33/1) 40 63 30-63

paris-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/paris

FRANKREICH •

GENERALKONSULAT

Erika Bernhard

Barros Errazuriz 1968, 3 piso, Santiago

de Chile

Tel. (+56/2) 2223 47 74

santiago-de-chile-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/santiagodechile

CHINA • BOTSCHAFT

Irene Giner-Reichl

China, Mongolei

Stauffenbergstraße 1, D-10785 Berlin

Tel. (+49/30) 202 87-0

berlin-ob@bmeia.gv.at

www.oesterreichische-botschaft.de

DEUTSCHLAND •

GENERALKONSULAT

Helmut Koller

29, Avenue de la Paix, F-67000

Strassburg

Tel. (+33) 388 35 13 94

strassburg-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/strassburggk

FRANKREICH • KULTURFORUM

Mario Vielgrader

Jian Guo Men Wai, Xiu Shui Nan Jie 5,

100600 Peking

Tel. (+86/10) 653 29 869

peking-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/peking

CHINA • GENERALKONSULAT

Claudia Reinprecht

Ismaninger Straße 136, D-81675 München

Tel. (+49/89) 99 815-0

muenchen-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/muenchen

DEUTSCHLAND • KULTURFORUM

Georg Locher

17, avenue de Villars, F-75007 Paris

Tel. (+33/1) 47 05 27 10

paris-kf@bmeia.gv.at

www.fca-fr.com

GRIECHENLAND • BOTSCHAFT

Andrea Ikic-Böhm

Griechenland

2201 Chinachem Tower, 34-37 Connaught

Road, Central Hongkong

Tel. (+852) 2522 80 86

hongkong-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/hongkong

Stauffenbergstraße 1, D-10785 Berlin

Tel. (+49/30) 202 87-0

berlin-kf@bmeia.gv.at

www.kulturforumberlin.at

4, Vass. Sofias, GR-10674 Athen

Tel. (+30/210) 725 72-70

athen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/athen

76 | SOCIETY 1_2016


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

HEILIGER STUHL • BOTSCHAFT

IRLAND • BOTSCHAFT

ITALIEN • KULTURFORUM

Alfons Kloss

Heiliger Stuhl, Malteser Ritterorden,

San Marino

Thomas Nader

Irland

Herbert Jäger

Via Reno 9, I-00198 Rom

Tel. (+39) 06 853 725

vatikan-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/heiligerstuhl

15, Ailesbury Court Apartments, 93, Ailesbury Road, Dublin 4

Tel. (+353/1) 269 45 77

dublin-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/dublin

Piazza del Liberty 8/4, I-20121 Mailand

Tel. (+39) 02 78 37 41

mailand-kf@bmeia.gv.at

www.austriacult.milano.it

INDIEN • BOTSCHAFT

ISRAEL • BOTSCHAFT

JAPAN • BOTSCHAFT

Bernhard Wrabetz

Indien, Bangladesch, Bhutan, Malediven,

Nepal, Sri Lanka

Martin Weiss

Israel

Bernhard Zimburg

Japan

Ep-13, Chandragupta Marg, Chanakyapuri,

New Delhi 110 021

Tel. (+91/11) 24 19 27-00

new-delhi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/newdelhi

Abba Hillel Silver Street 12, Sason Hogi

Tower

Tel. (+972) 3 612 0924

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/telaviv

1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku, Tokyo

106-0046

Tel. (+81/3) 34 51 82 81

tokio-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tokio

INDIEN • KULTURFORUM

ISRAEL • KULTURFORUM

JAPAN • KULTURFORUM

Michael Heinz

Johannes Strasser

Konstantin Saupe

Ep-13, Chandragupta Marg, Chanakyapuri,

New Delhi 110 021

Tel. (+91/11) 24 19 27-00

new-delhi-kf@bmeia.gv.at

www.austrianculture.in

Abba Hillel Silver Street 12,

Sason Hogi Tower

Tel. (+972/3) 612 0924

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/telavivkf

1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku, Tokyo 106-0046

Tel. (+81/3) 34 51 82 81

tokio-ob@bmeia.gv.at

INDONESIEN • BOTSCHAFT

ITALIEN • BOTSCHAFT

JORDANIEN • BOTSCHAFT

Andreas Karabaczek

Indonesien, Singapur, Timor-Leste

René Pollitzer

Italien

Michael Desser

Jordanien, Irak

Jalan Diponegoro 44, Menteng

Tel. (+62/21) 23 55 40 05

jakarta-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/jakarta

Via Pergolesi 3, I-00198 Rom

Tel. (+39) 06 844 014-1

rom-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rom

Mithqal Al-Fayez Street 36, Jabal Amman

Tel. (+962/6) 460 11 01

amman-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/amman

Fotos: Privat, BMEIA, Dolomiten (Italien Mailand), Katsuhiro Ichikawa (Japan)

IRAN • BOTSCHAFT

Friedrich Stift

Iran

Bahonarstr., Moghaddasi Str., Zamani

Str., Mirvali, Nr. 6 und 8, Teheran,

Niavaran, 19796-33755

Tel. (+98/21) 22 75 00 40

teheran-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/teheran

IRAN • KULTURFORUM

Gabriele Juen

Khorramshahr Ave., Arabali Street, 6th

Alley, Nr. 1, 15548-17413 Teheran

Tel. (+98/21) 88 76 48 23

teheran-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/teherankf

ITALIEN • KULTURFORUM

Elke Atzler

Viale Bruno Buozzi 113, I-00197 Rom

Tel. (+39) 06 360837-1

rom-kf@bmeia.gv.at

www.austriacult.roma.it

ITALIEN • GENERALKONSULAT

Wolfgang Spadinger

Piazza del Liberty 8/4, I-20121 Mailand

Tel. (+39) 02 78 37 43

mailand-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/mailandgk

KANADA • BOTSCHAFT

Arno Riedel

Kanada, Jamaika

445 Wilbrod Street, Ottawa, Ontario

K1N 6M7

Tel. (+1/613) 789 14 44

ottawa-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/ottawa

KANADA • KULTURFORUM

Bernhard Faustenhammer

445 Wilbrod Street, Ottawa, Ontario K1N 6M7

Tel. (+1/613) 789 14 44

ottawa-kf@bmeia.gv.at

www.austro.org

SOCIETY 1_2016 | 77


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

KASACHSTAN • BOTSCHAFT

KROATIEN • KULTURFORUM

LIECHTENSTEIN • BMEIA

Wolfgang Banyai

Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan,

Turkmenistan

Susanne Ranetzky

Maria Rotheiser-Scotti

Liechtenstein

Kosmonavtov Strasse 62, 9. Stock, Mikrodistrikt

Chubary, 010000 Astana

Tel. (+7/7172) 97 78 69

astana-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/astana

Gunduliceva 3, HR-10000 Zagreb

Tel. (+385/1) 488 12 50

agram-kf@bmeia.gv.at

www.kulturforum-zagreb.org

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien

KATAR • BOTSCHAFT

Sieglinde Fedele di Catrano

Katar

KUBA • BOTSCHAFT

Gerlinde Paschinger

Kuba

LITAUEN • BOTSCHAFT

Johann Spitzer

Litauen

Palm Tower B, level 33, West Bay, Doha

Tel. (+974) 442 155 41

doha-ob@bmeia.gv.at

Avenida 5ta A No. 6617, esq. a calle 70,

Miramar, Havanna

Tel. (+53/7) 204 28 25

havanna-ob@bmeia.gv.at

Gaono 6, LT-01131 Vilnius

Tel. (+370/5) 266 05 80

wilna-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/wilna

KENIA • BOTSCHAFT

Harald Günther

Kenia, Burundi, Komoren, Kongo -

Demokratische Republik, Ruanda, Seychellen,

Tansania - Vereinigte Republik,

Somalia, Sambia, Malawi

Limuru Road 536, Muthaiga (gegenüber

Muthaiga Mini Market), Nairobi

Tel. (+254/20) 406 00 22

nairobi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/nairobi

KUWAIT • BOTSCHAFT

Ulrich Frank

Kuwait, Bahrain

Daiyah, Area Ahmed Shawki Street,

house Nr. 10, Kuwait

Tel. (+965) 225 52 532

kuwait-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kuwait

LUXEMBURG • BOTSCHAFT

Gregor Schusterschitz

Luxemburg

3, rue des bains, 1212 Luxemburg

Tel. (+352) 47 11 88

luxemburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/luxemburg

KOREA - REPUBLIK • BOTSCHAFT

Elisabeth Bertagnoli

Korea - Republik, Korea - Demokratische

Volksrepublik

LETTLAND • BOTSCHAFT

Arad Benkö

Lettland

MALAYSIA • BOTSCHAFT

Christophe Ceska

Malaysia, Brunei Darussalam

Kyobo Bldg., 21 Floor, Sejongdearo 166

Jongno-gu, Seoul 110-714 Republic of

Korea

Tel. (+82/2) 73 29 071

seoul-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/seoul

Elizabetes iela 15-4°, LV-1010 Riga

Tel. (+37/1) 672 161 25

riga-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/riga

Suite 10.1-2, Level 10, Wisma Goldhill, 67,

Jalan Raja Chulan, 50200 Kuala Lumpur

Tel. (+60/3) 205 700 20

kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kualalumpur

KOSOVO • BOTSCHAFT

LIBANON • BOTSCHAFT

MAROKKO • BOTSCHAFT

Gernot Pfandler

Kosovo

Ursula Fahringer

Libanon

Anton Kozusnik

Marokko, Mauretanien

Ahmet Krasniqi 22, Arberia (Dragodan) I, 10000 Pristina

Tel. (+381/38) 24 92 84

pristina-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pristina

Tabaris 812 Bldg., 8 th floor, Avenue

Charles Malek, Tabaris - Achrafieh, Beirut

2071-1606

Tel. (+961/1) 21 73 60

beirut-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/beirut

2 Zankat Tiddas, Rabat

Tel. (+212/537) 76 40 03

rabat-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rabat

KROATIEN • BOTSCHAFT

LIBYEN • BOTSCHAFT

MAZEDONIEN • BOTSCHAFT

Andreas Wiedenhoff

Kroatien

Ronald Sturm

Libyen

Renate Kobler

Mazedonien

Radnicka cesta 80, 9. Stock, (Zagreb-Tower), HR-10000 Zagreb

Tel. (+385/1) 488 10 50

agram-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/agram

Shara Khalid Ben Walid/Shara Arismondi,

Dahra Area, Garden City, Tripolis

Tel. (+218/21) 44 43 379

tripolis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tripolis

Mile Popjordanov 8, MK-1000 Skopje

Tel. (+389/2) 3083 400

skopje-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/skopje

Fotos: Privat, BMEIA

78 | SOCIETY 1_2016


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

MEXIKO • BOTSCHAFT

PAKISTAN • BOTSCHAFT

RUMÄNIEN • BOTSCHAFT

Eva Hager

Mexiko, Belize, Costa Rica, El Salvador,

Guatemala, Honduras, Nicaragua,

Panama

Brigitta Blaha

Pakistan, Afghanistan

Gerhard Reiweger

Rumänien, Moldau

Sierra Tarahumara 420, Colonia Lomas

de Chapultepec, 11000 Mexico, D.F.

Tel. (+52/55) 52 51 08 06

mexiko-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/mexiko

Haus 7A, Straße 21, F 8/2 Islamabad

Tel. (+92/51) 2818 421

islamabad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/islamabad

Dumbrava Rosie 7, RO-020461 Bukarest

Tel. (+40/21) 201 56 12

bukarest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bukarest

MEXIKO • KULTURFORUM

PERU • BOTSCHAFT

RUMÄNIEN • KULTURFORUM

Susanne Hammer

Andreas Rendl

Peru, Bolivien, Kolumbien, Ecuador

Elisabeth Marinkovic

Sierra Tarahumara 420, Colonia Lomas

de Chapultepec, 11000 Mexico D.F.

Tel. (+52/55) 52 51 08 06

mexiko-kf@bmeia.gv.at

www.foroculturaldeaustria.com.mx

Edificio "De las Naciones", Avenida Republica

de Colombia/ex Avenida Central

643, piso 5, San Isidro, Lima 27

Tel. (+51/1) 442 05 03

lima-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lima

Dumbrava Rosie 7, RO-020461 Bukarest

Tel. (+40/21) 201 56 21

bukarest-kf@bmeia.gv.at

MONTENEGRO • BOTSCHAFT

Johann Fröhlich

Montenegro

PHILIPPINEN • BOTSCHAFT

Josef Müllner

Philippinen, Palau

RUSSISCHE FÖDERATION •

BOTSCHAFT

Emil Brix

Russische Föderation, Belarus

Ulica Svetlane Kane Radevic br 3, MNE-

81000 Podgorica

Tel. (+382/20) 201135

podgorica-ob@bmeia.gv.at

4th Floor, Prince-Building, 117 Thailand

Street (former Rada St.) Legaspi Village,

Makati, Metro Manila

Tel. (+63/2) 817 91 91

manila-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/manila

Starokonjuschennyi Per 1, 119034 Moskau

Tel. (+7/495) 780 60 66

moskau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/moskau

NIEDERLANDE • BOTSCHAFT

Werner Druml

Niederlande

POLEN • BOTSCHAFT

Thomas Buchsbaum

Polen

RUSSISCHE FÖDERATION •

KULTURFORUM

Simon Mraz

van Alkemadelaan 342, 2597 AS Den

Haag

Tel. (+31/70) 324 54 70

den-haag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/denhaag

ul Gagarina 34, 00-748 Warschau

Tel. (+48/22) 841 00 81

warschau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/warschau

Starokonjuschennyi Per 1, 119034 Moskau

Tel. (+7/495) 780 60 66

moskau-kf@bmeia.gv.at

www.akfmo.org

NIGERIA • BOTSCHAFT

POLEN • KULTURFORUM

SAUDI ARABIEN • BOTSCHAFT

Fotos: Privat, BMEIA, Daniel Bachler und Teresa Marenzi (KF Moskau)

Joachim Öppinger

Nigeria, Äquatorialguinea, Kamerun,

Gabun, Tschad, Zentralafrikanische

Republik, São Tomé und Príncipe, Benin,

Togo, Ghana

Plot 9, Usuma Street, Maitama - Abuja

abuja-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/abuja

NORWEGEN • BOTSCHAFT

Thomas Wunderbaldinger

Norwegen

Thomas Heftyes Gate 19 - 21, N-0244

Oslo

Tel. (+47) 22 54 02-00

oslo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/oslo

Martin Meisel

Polen

Ul. Prozna 7-9, 00-107 Warschau

Tel. (+48/22) 526 88-00

warschau-kf@bmeia.gv.at

www.austria.org.pl

PORTUGAL • BOTSCHAFT

Thomas Stelzer

Portugal, Kap Verde

Avenida Infante Santo, Nr. 43/4.Stock,

1399-046 Lissabon

Tel. (+351/21) 394 39-00

lissabon-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lissabon

Gregor Kössler

Saudi Arabien, Oman, Jemen

Diplomatic Quarter Riyadh

Tel. (+966/1) 1 480 12 17

riyadh-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/riyadh

SCHWEDEN • BOTSCHAFT

Arthur Winkler-Hermaden

Schweden

Kommendörsgatan 35/V, S-114 58

Stockholm

Tel. (+46/8) 665 17 70

stockholm-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/stockholm

SOCIETY 1_2016 | 79


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

SCHWEIZ • BOTSCHAFT

SLOWAKEI • KULTURFORUM

SYRIEN • BOTSCHAFT

(derzeit unbesetzt)

Schweiz

Wilhelm Pfeistlinger

Isabel Rauscher

Syrien

Kirchenfeldstrasse 77/79, CH-3005 Bern

Tel. (+41/31) 3565-252

bern-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bern

Hodzovo námestie 1/A, 81106 Bratislava

Tel. (+421/2) 59 30 15-00

pressburg-kf@bmeia.gv.at

www.rakuskekulturneforum.sk

Farabi Street 1, Bld. Mohamed Naim Al-

Deker, Mezzeh, East Villas, Damascus

Tel. (+963/11) 588 056

damaskus-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/damaskus

SCHWEIZ • KULTURFORUM

SLOWENIEN • BOTSCHAFT

THAILAND • BOTSCHAFT

Martina Hermann

Clemens Koja

Slowenien

Enno Drofenik

Thailand, Kambodscha, Laos, Myanmar

bern-ob@bmeia.gv.at

Kirchenfeldstrasse 77/79, CH-3005 Bern

Tel. (+41/31) 3565-252

Presernova cesta 23, SI-1000 Ljubljana

Tel. (+386/1) 479 07 00

laibach-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/laibach

Q House Lumpini Building, Unit 1801,

18th Floor No.1 South Sathorn Road,

Thungmahamek, Sathorn, Bangkok

Tel. (+66/2) 105 67 00

bangkok-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bangkok

SENEGAL • BOTSCHAFT

Caroline Gudenus

Senegal, Gambia, Guinea, Guinea-

Bissau, Mali, Burkina Faso, Côte d'Ivoire,

Liberia, Sierra Leone

SLOWENIEN • KULTURFORUM

Marie-Therese Hermges

TSCHECHISCHE REPUBLIK •

BOTSCHAFT

Alexander Grubmayr

Tschechische Republik

18, rue Emile Zola, Dakar

Tel. (+221) 33 849 40 00

dakar-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/dakar

Presernova cesta 23, SI-1000 Ljubljana

Tel. (+386/1) 479 07 41

laibach-kf@bmeia.gv.at

www.kulturforum-ljubljana.si

Viktora Huga 10, CZ-15115 Prag 5

Tel. (+420) 257 09 05-11

prag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/prag

SERBIEN • BOTSCHAFT

Johannes Eigner

Serbien

SPANIEN • BOTSCHAFT

Peter Huber

TSCHECHISCHE REPUBLIK •

KULTURFORUM

Natascha Grilj

Kneza Sime Markovica 2, SRB-11000

Belgrad

Tel. (+381/11) 333 65-00

belgrad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/belgrad

Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid

Tel. (+34) 91 55 65 315

madrid-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/madrid

Jungmannovo namesti 18, CZ-11000

Prag 1

Tel. (+420) 221 181 7-77

prag-kf@bmeia.gv.at

www.rkfpraha.cz

SERBIEN • KULTURFORUM

SPANIEN • KULTURFORUM

TUNESIEN • BOTSCHAFT

Johannes Irschik

Karin Kosina

Gerhard Weinberger

Tunesien

belgrad-kf@bmeia.gv.at

Kneza Sime Markovica 2, SRB-11000

Belgrad

Tel. (+381/11) 333 65-00

Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid

Tel. (+34) 91 55 65 315

madrid-kf@bmeia.gv.at

www.foroculturaldeaustria.org

16, Rue Ibn Hamdiss El Menzah I, 1004

Tunis

Tel. (+216/71) 23 90 38

tunis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tunis

SLOWAKEI • BOTSCHAFT

SÜDAFRIKA • BOTSCHAFT

TÜRKEI • BOTSCHAFT

Helfried Carl

Slowakei

Hodzovo námestie 1/A, 81106 Bratislava

Tel. (+421/2) 59 30 15-00

pressburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pressburg

Brigitte Öppinger-Walchshofer

Südafrika, Angola, Botsuana, Lesotho,

Madagaskar, Mauritius, Mosambik,

Namibia, Simbabwe, Swasiland

454A Fehrsen Street, Brooklyn,

Pretoria 0181

Tel. (+27/12) 45 29 155

pretoria-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pretoria

Klaus Wölfer

Türkei

Atatürk Bulvari 189, 06680 Ankara

Tel. (+90/312) 405 51 90

ankara-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/ankara

Fotos: Privat, BMEIA

80 | SOCIETY 1_2016


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

TÜRKEI •

GENERALKONSULAT

Christine Wendl

USBEKISTAN • BMEIA

Alois Kraut

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • KULTURFORUM

Christine Moser

Köybasi cad. No. 46, 34464 Yeniköy,

Istanbul

Tel. (+90/212) 363 84 10

istanbul-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/istanbulgk

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien

Tel. (+43/5) 01150-3324

zentralasien-suedkaukasien@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/usbekistan

11 East 52nd Street, New York, N.Y. 10022

Tel. (+1/212) 319 5300

new-york-kf@bmeia.gv.at

www.acfny.org

TÜRKEI • KULTURFORUM

Romana Königsbrun

Köybasi cad. No. 44, 34464 Yeniköy,

Istanbul

Tel. (+90/212) 363 84 15

istanbul-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/istanbulkf

VENEZUELA • BOTSCHAFT

Gerhard Mayer

Venezuela, Antigua und Barbuda, Barbados, Dominica,

Dominikanische Republik, Grenada, Guyana, Haiti, St. Kitts

und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad

und Tobago

Avenida Orinoco (entre Mucuchíes y Perijá), Las Mercedes,

Torre D & D - Piso PT - Oficina PT-N, 1060 Caracas

Tel. (+58/212) 999 12 11

caracas-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/caracas

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • GENERALKONSULAT

Ulrike Ritzinger

11859 Wilshire Boulevard, Suite 501, Los

Angeles, California 90025

Tel. (+1/310) 44 49 310

los-angeles-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/losangeles

UKRAINE • BOTSCHAFT

Hermine Poppeller

Ukraine

VEREINIGTE ARABISCHE

EMIRATE • BOTSCHAFT

Peter Elsner-Mackay

Vereinigte Arabische Emirate

VEREINIGTES KÖNIGREICH •

BOTSCHAFT

Martin Eichtinger

Großbritannien und Nordirland, Kanalinseln,

Isle of Man

Ivana Franka 33, 01030 Kiew

Tel. (+380/44) 277 27 90

kiew-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/kiew

Sky Tower, 5. Stock, Büro Nr. 504, Reem

Island, Abu Dhabi

Tel. (+971/2) 69 44 999

abu-dhabi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/abudhabi

18, Belgrave Mews West, London SW1X

8HU

Tel. (+44/20) 7344 3250

london-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/london

UKRAINE • KULTURFORUM

Stephanie Karner

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • BOTSCHAFT

Wolfgang Waldner

Vereinigte Staaten, Bahamas

VEREINIGTES KÖNIGREICH •

KULTURFORUM

Elisabeth Kögler

Ivana Franka 33, 01030 Kiew

Tel. (+380/44) 277 27 90

kiew-ob@bmeia.gv.at

3524 International Court N.W., Washington

D.C. 20008

Tel. (+1/202) 895 67 00

washington-ob@bmeia.gv.at

www.austria.org

28, Rutland Gate, London SW7 1PQ

Tel. (+44/20) 7225 73-00

london-kf@bmeia.gv.at

www.acflondon.org

UNGARN • BOTSCHAFT

Ralph Scheide

Ungarn

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • KULTURFORUM

Andreas Pawlitschek

VIETNAM • BOTSCHAFT

Thomas Loidl

Vietnam

Benczúr utca 16, 1068 Budapest

Tel. (+36/1) 479 70-10

budapest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/budapest

3524 International Court N.W., Washington

D.C. 20008

Tel. (+1/202) 895 67 00

washington-kf@bmeia.gv.at

www.acfdc.org

c/o "Prime Center", 53, Quang Trung, 8.

Stock, Hai Ba Trung District, Hanoi, VN

Tel. (+84/4) 3943 3050-3

hanoi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/hanoi

UNGARN • KULTURFORUM

Susanne Bachfischer

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • GENERALKONSULAT

Georg Heindl

New York, Bermudas

ZYPERN • BOTSCHAFT

Karl Müller

Zypern

Fotos: Privat, BMEIA

Benczúr utca 16, 1068 Budapest

Tel. (+36/1) 413 35-90

budapest-kf@bmeia.gv.at

www.okfbudapest.hu

31 East 69th Street, New York, N.Y. 10021

Tel. (+1/212) 737 6400

new-york-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/newyorkgk

34, Dimosthenous Severi Avenue, 1st

Floor, Office 101, 1687 Nikosia

Tel. (+357) 22 41 01 51

nicosia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/nikosia

SOCIETY 1_2016 | 81


DIPLOMATIE

NATIONALFEIERTAGE

Nationalfeiertage | Von August bis Okober 2016

der Botschaften mit Amtssitz in Wien

August

1. Schweiz (Schweizerische Eidgenossenschaft)

Bundesfeier (1291)

2. Mazedonien (die ehemalige

jugoslawische Republik Mazedonien

[der

Staat bezeichnet sich selbst als

„Republik Makedonien“])

Nationalfeiertag

6. Bolivien (Plurinationaler Staat

Bolivien)

Jahrestag der Erlangung der

Unabhängigkeit

7. Côte d‘Ivoire (Republik Côte

d‘Ivoire)

Jahrestag der Erlangung der

Unabhängigkeit

15. Indien (Republik Indien)

Tag der Unabhängigkeit

15. Liechtenstein (Fürstentum

Liechtenstein)

Nationalfeiertag

17. Indonesien

(Republik Indonesien)

Jahrestag der Erklärung der

Unabhängigkeit

19. Afghanistan (Islamische

Republik Afghanistan)

Tag der Unabhängigkeit

20. Ungarn (Ungarn)

Jahrestag der Staatsgründung

24. Ukraine (Ukraine)

Nationalfeiertag

25. Uruguay (Republik Östlich des

Uruguay)

Jahrestag der Erlangung der

Unabhängigkeit im Jahre 1825

27. Moldau - Republik (Republik

Moldau)

Jahrestag der Erklärung der

Unabhängigkeit (1991)

31. Kirgisistan (Kirgisische

Republik)

Jahrestag der Erklärung der

Unabhängigkeit (1991)

31. Malaysia (Malaysia)

Jahrestag der Erlangung der

Unabhängigkeit im Jahre 1957

September

1. Slowakei (Slowakische Republik)

Nationalfeiertag: Tag der Verfassung

der Slowakischen Republik

1. Usbekistan (Republik Usbekistan)

Jahrestag der Erklärung der Unabhängigkeit

(1991)

2. Vietnam (Sozialistische Republik

Vietnam)

Jahrestag der Ausrufung der Demokratischen

Republik Vietnam

im Jahre 1945

3. San Marino (Republik San Marino)

Gründung der Republik

7. Brasilien (Föderative Republik

Brasilien)

Jahrestag der Erklärung der Unabhängigkeit

(1822)

8. Andorra (Fürstentum Andorra)

Fest der Landesheiligen Merixtell

8. Mazedonien (die ehemalige

jugoslawische Republik Mazedonien

[der Staat bezeichnet

sich selbst als „Republik Makedonien“])

Unabhängigkeitstag

9. Korea - Demokratische Volksrepublik

(Demokratische Volksrepublik

Korea)

Jahrestag der Gründung im Jahre

1948

9. Tadschikistan (Republik Tadschikistan)

Tag der Unabhängigkeit

15. Costa Rica (Republik Costa

Rica)

Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung

(1821)

15. El Salvador (Republik El Salvador)

Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung

(1821)

15. Guatemala (Republik Guatemala)

Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung

(1821)

16. Mexiko (Vereinigte Mexikanische

Staaten)

Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung

(1810)

17. Angola (Republik Angola)

National Hero Day: Agostinho

Neto‘s Tag

18. Chile (Republik Chile)

Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung

(1810)

21. Armenien (Republik Armenien)

Ausrufung der Unabhängigkeit

21. Belize (Belize)

Nationalfeiertag: Jahrestag der

Unabhängigkeitserklärung – 1981

21. Malta (Republik Malta)

Unabhängigkeitstag (1964)

23. Saudi-Arabien (Königreich

Saudi-Arabien)

Jahrestag der Proklamation des

Königreiches Saudi-Arabien im

Jahre 1932

Oktober

1. China (Volksrepublik China)

Jahrestag der Gründung der

Volksrepublik China (1949)

1. Nigeria (Bundesrepublik Nigeria)

Nationalfeiertag: Jahrestag der

Unabhängigkeit

1. Zypern (Republik Zypern)

Jahrestag der Erklärung der Unabhängigkeit

im Jahre 1960

3. Deutschland (Bundesrepublik

Deutschland)

Tag der Deutschen Einheit

3. Irak (Republik Irak)

Unabhängigkeitstag / Independence

Day

3. Korea - Republik (Republik Korea)

National Foundation Day

12. Spanien (Königreich Spanien)

Gedenktag an die Entdeckung

Amerikas

26. Österreich (Republik Österreich)

Nationalfeiertag

27. Turkmenistan (Turkmenistan)

Tag der Unabhängigkeit: an beiden

Tagen (27. u. 28. Oktober)

28. Griechenland (Hellenische

Republik)

Tag des Widerstandes - OXI Tag

28. Tschechische Republik

(Tschechische Republik)

Unabhängigkeitstag (1918)

29. Türkei (Republik Türkei)

Tag der Republik (1923)

Jahrestag der Erklärung der Unabhängigkeit

(1903)

Nationalfeiertag

82 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

EVENTS

EVENT-HIGHLIGHTS DER DIPLOMATIE

Libanon: Nationalfeiertag

Anlässlich des Nationalfeiertages seines Landes lud Chargé

d‘Affaires a.i. Salim Baddoura zu einem Empfang in die Räumlichkeiten

der Villa Reinheimer in Wien, Währing.

S.E. von Japan Makoto

Taketoshi mit Frau

Hitomi Taketoshi,

Botschafter Mitsuru

Kitano und Frau

Yoshie Kitano

Japan: Geburtstag Seiner

Majestät

Aus Anlass des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers, gaben

sich der Botschafter von Japan Makoto Taketoshi und Frau Hitomi

Taketoshi, sowie der Ständige Vertreter von Japan bei den internationalen

Organisationen Botschafter Mitsuru Kitano und

Frau Yoshie Kitano die Ehre zu einem Empfang in die Residenz

des Botschafters einzuladen.

Chargé d’Affaires Salim Baddoura

mit geschätzter Begleitung

S.E. Arhayudh

Srisramoot bei der

Ansprache

Thailand: Geburtstag des Königs

In die prunkvollen Räumlichkeiten des Kursalon Wien luden

Botschafter S.E. Arthayudh Srisamoot und Gattin Kamoltip anlässlich

des 88. Geburtstags von König Bhumibol Adulyadej. Bei

einem Konzert und original thailändischem Buffet wurde dieses

Jubiläum im Kreise der Mitglieder der internationalen Diplomatie

gefeiert.

H.E. Mehmet Hasan Gögüs,

S.E. Sadiq M. Marafi, S.E.

Abel Adelakun Ayoko,

S.E. Simon Madjuma, S.E.

Hussam Al Husseini

Kuwait: Empfang anlässlich des

55. Jahresfesttages der Unabhängigkeit

und 25. Jahresfesttages

der Befreiung

Anlässlich des 55. Jahresfestes der Unabhängigkeit und 25. Jahresfestes

der Befreiung, lud der Botschafter des Staates Kuwait, S. E.

Sadiq M. Marafi mit seiner Gattin zu einem festlichen Empfang

in das Hotel Imperial. Die zahlreichen Gäste freuten sich dieses

hoch interessante und wichtige Fest des Staates Kuwait mitfeiern

zu dürfen. Das großzügige Buffet und traumhafte Bouquets der

Gärtnerei Doll beeindruckten die prominenten Gäste.

S.E. Arthayudh Srisamoot

mit Gattin

und Botschaftsmitarbeitern

84 | SOCIETY 1_2016

S.E. Ghazi Jomaa, S.E. Ali

Khalfan A.K. Al Mansouri,

Kollege aus der UNO, S.E.

Ali El Mhamdi, Kire Ilioski


DIPLOMATIE

EVENTS

I.E. Frau Priyanee

Wijesekera

S.E. Johannes Konrad Heindl,

S.E. Makoto Taketoshi

Sri Lanka: 68. Nationalfeiertag

Anlässlich des 68. Nationalfeiertages lud Botschafterin I.E. Frau

Priyanee Wijesekera zu einem Empfang in die Botschaft mit anschließendem

Konzert.

Vertreter der Vereinigten

Arabischen Emirate,

Walter Gerbautz

VAE: Nationalfeiertag

Zum 44. Nationalfeiertag luden Botschafter der VEA in Österreich

und Ständiger Vertreter bei der UN und UNIDO, sowie Botschafter

und Ständiger Vertreter der VEA bei IAEA und CTBTO,

zu einem feierlichen Empfang in das Palais Pallavicini.

S.E. Abdelhadi Abdelwahid Alkhajah, S.E.

Hamad Al Kaabi und Kollege

Mag. Gerti Tauchhammer

mit den „Women Ambassadors“

in Wien

Finnland: Women Ambassadors

Die finnische Botschafterin I.E. Anu Laamanen lud zu einem

Brunch der „Women Ambassadors in Wien“ in ihre Residenz.

Ehrengast war Bundesministerin für Gesundheit Dr. Sabine

Oberhauser.

Iran: Nationalfeiertag der

Islamischen Republik Iran

Fotos: Pobaschnig, Pobaschnig, Prochnow, Mikes

S.E. Dr. Ebadollah

Molaei, Dr. Reza Najafi

Aus Anlass des Nationalfeiertages

von Iran luden der

Botschafter, S.E. Dr.

Ebadollah Molaei

und Ständiger Vertreter

bei den Internationalen

Organisationen

in Wien,

Dr. Reza Najafi, zu

einem feierlichen

Empfang in die Residenz

des Botschafters.

Hohe militärische Würdenträger

Gattinen der Diplomaten

SOCIETY 1_2016 | 85


DIPLOMATIE

EVENTS

Hermann Kroiher, S.E. Roland

Bimo , I.E. Loreta Zakareviciene,

Giedrius Cekuolis und Kollege

Litauen: Tag der Unabhängigkeit

Aus Anlass des Tages der Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit,

luden die Botschafterin der Republik Litauen, I.E.

Loreta ZakareviČiene und der Ständige Vertreter der Republik

Litauen bei den Internationalen Organisationen in Wien, Giedrius

Čekuolis, zu einem Empfang in den Festsaal der diplomatischen

Akademie in Wien.

S.E. Pero Janković, S.E. Vuk Žugić mit Gästen in serbischer Tracht

Serbien: Nationalfeiertag der

Republik Serbien

Kire Ilioski mit

Begleitung

Herr Botschafter, S.E.

Pero Janković und Ständiger

Vertreter bei der OSZE

und anderen internationalen

Organisationen in

Wien, S.E. Vuk Žugić luden

zum Nationalfeiertag

der Republik Serbien in

die Diplomatische Akademie

ein.

Rustamdjan Khakimov, S.E.

Ismatullo Nasredinov mit

Gattin,Mag. Gerti Tauchhammer,

S.E. Vladimir Voronkov,

Alexander Kukashevitch

Russland: Tag des

Vaterlandsverteidigers

Die ständigen Vertreter der Russischen Föderation bei den Internationalen

Organisationen in Wien, S.E. Botschafter Vladimir

Voronkov, und bei der OSZE, Botschafter Alexander Lukashevitch,

sowie der Botschafter der Russischen Föderation in

Österreich, S.E. Dimitrij Ljubinskij, luden anlässlich des Tages

des Vaterlandverteidigers zu

Kranzniederlegungen bei den

Grabstätten der gefallenen Soldaten

der Roten Armee auf dem

Zentralfriedhof und beim Denkmal

der für die Befreiung Wiens

gefallenen russischen Soldaten

am Schwarzenbergplatz.

S.E. Dimitrij Ljubinskij, Botschafter

Alexander Lukashevitch,

Botschafter Vladimir Voronkov

Bangladesch: Ein Land der kulturellen

Vielfalt

Der Botschafter und Ständiger Vertreter der Volksrepublik Bangladesch,

S.E. Abu Zafar und Ehefrau Salma Ahmed luden zum

Neujahrsfest ein und erwiesen den Gästen die Ehre, Köstlichkeiten

ihres Landes zu genießen. Bangladesch, ein neues Land mit

alten Traditionen, ist geprägt von der Schönheit der Natur. Kein

anderes Land hat sechs verschiedene Jahreszeiten. Wilde Flüsse

winden sich durch das Land und unzählige Seen sowie Kanäle

verleihen dem Leben der Menschen und dem Land selbst eine

besondere Note. Ein wichtiger Faktor ist auch, dass Menschen

aus verschiedenen Konfessionen und Stämmen die Vielfalt eines

hauptsächlich muslimischen Landes repräsentieren und

Bangladesch somit als Vorzeigebeispiel der funktionierenden

Gesellschaft in der muslimischen Welt gilt.

S.E. Abu Zafar , S.E. Adnan Bin

Othman (Malaysia)

Botschaftsmitarbeiterinnen

in malayischer Tracht

Fotos: Pobaschnig, Prochnow, mikes

86 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

EVENTS

Irland: St. Patrick‘s Day

I.E. Mary Whelan mit Gatten und

Botschaftsmitarbeitern

Zur Feier des St. Patrick’s Day, Irlands Nationalfeiertag, luden

die Botschafterin von Irland, Mary Whelan, und Herr Kevin O’

Malley zu einer Rezeption in die irische Residenz ein.

S.E. Ghazi Jomaa, Dr. Philip

Nobel (†2016) und die Friedensnobelpreisträger

2015: Ouided

Bouchamaoui, Hassine Abbassi,

Abdessatar Ben Moussa,

Nourrddine Allag

Tunesien: Friedensnobelpreisträger

2015 aus Tunesien und

OSZE Konferenz

Anlässlich des Wienbesuches der Friedensnobelpreisträger

2015 aus Tunesien, Ouided Bouchamaoui, Hassine Abbassi, Abdessatar

Ben Moussa, Nourrddine Allag, gab es in der Hofburg

in den Räumlichkeiten der OSZE eine Reihe von anspruchsvollen

Konferenzen.

Dr. Margarete Griessler, I.E.

Loreta Zakareviciene,

I.E. Elena Shekerletova

Dr. Philip Alexander Nobel

(†2016)

Bangladesch: 45. Nationalfeiertag

Zum Gedenken des 45. Jahrestages der Unabhängigkeit und des

Nationalfeiertages der Völkerrepublik Bangladesch, luden S.E.

Mohammed Abu Zafar, Botschafter und Ständiger Vertreter der

Völkerrepublik Bangladesch und seine Gattin Salma Ahmed

Zafar zu Feierlichkeiten in das Hotel Park Hyatt Vienna.

Teilnehmer der

OSZE-Konferenz

S.E. Mohammed Abu Zafar mit

Gattin Salma und Gästen

SOCIETY 1_2016 | 87


DIPLOMATIE

EVENTS

I.E. Ayesha Riyaz mit

internationalen Gästen

Die Friedensnobelpreisträger

mit Mag. Gerti

Tauchhammer

Tunesien: Friedensnobelpreisträger

2015 aus Tunesien beim

Staatsbesuch in der Hofburg

Anlässlich des Wienbesuches der Friedensnobelpreisträger 2015

aus Tunesien, Mrs. Ouided Bouchamaoui, Mr. Hassine Abbassi,

Mr. Abdessatar Ben Moussa, Mr. Nourrddine Allag, lud Bundespräsident

Fischer zu einem Arbeitsempfang in seine Räumlichkeiten,

wo die Anwesenden, auch Philip Alexander Nobel (†),

Vorsitzender des Hauses Nobel und Präsident der Nobel International

Fraternity Academy,

die Möglichkeit

hatten, mit ihm über

die Entstehung der österreichischen

demokratischen

Staatsform

und ihren Strukturen

zu diskutieren. Ein sehr

entspanntes Gespräch

Dr. Philip Nobel (†2016),

Dr. Heinz Fischer, Mag.

Gertrud Tauchhammer

brachte die anwesenden

Nobelpreisträger auf die

Idee, noch einmal für

längere Zeit nach Österreich

zu kommen, um

unsere Umsetzung der

Demokratie näher studieren

zu können.

Pakistan: Nationalfeiertag

Botschafterin und Ständige Vertreterin der Republik Pakistan

bei den internationalen Organisationen in Wien, I.E. Ayesha Riyaz,

lud zum Nationalfeiertagsempfang in das Hotel Intercontinental.

Die Mitglieder des

diplomatischen

Corps vor dem

Schloss Eckartsau

BMEIA: Diplomatenausflug Burgenland

und Niederösterreich

Zu einem Frühlingsausflug lud Außenminister Kurz sämtliche

Leiter der internationalen Organisationen und der OSZE, Leiter

der residenten Ständigen Vertretungen und die residenten

bilateralen Botschafter mit Begleitung ein. Die Höhepunkte

dieser Exkursion waren ein Besuch bei Diamond Aircraft, eine

Bootsfahrt von Illmitz nach Rust entlang des Neusiedler Sees,

gekrönt von Cocktails und Abendessen im Schloss Eckartsau.

Russland: Wodka-Verkostung

Der Ständige Vertreter der Russischen Föderation und der Internationalen Organisationen in Wien, S.E. Vladimir Voronkov, lud seine

Gäste gemeinsam mit den Botschaften von Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Moldau, Mongolei, Polen, Russland, Slowenien,

Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und Herrn Walter Götz, Chavelier du vin, zu einer außergewöhnlichen Wodka-Verkostung

mit regionalen Köstlichkeiten in der Ständigen Vertretung der Russischen Föderation ein.

Zhao Bin (links) und Cheng

Die Jingye Vertreter in der der Receiving unterschiedlichen

Länder bei der

Line

Wodka-Verkostung

Fotos: Prochnow, Mikes, Pobaschnig, bmeia

88 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

EVENTS

HIGHLIGHTS DER VERANSTALTUNGEN DES DACHVERBANDES ALLER ÖSTERREICHISCH-

AUSLÄNDISCHEN GESELLSCHAFTEN PaN – PARTNER ALLER NATIONEN

Dr. Heinz Fischer

mit Senator Walter

Gerbautz und

Dr. Oskar Wawra

Hofburg: PaN-Vorstand

Abschiedsbesuch

beim Bundespräsidenten

Am Ende seiner erfolgreichen

Amtszeit lud BP Dr. Fischer den

gesamten PaN Vorstand in seine Amtsräume

ein.

Bei dieser Gelegenheit dankte auch

PaN - Präsident Dr. Oskar Wawra, im

Namen aller 120 PaN-Freundschaftsgesellschaften

dem Bundespräsidenten

für seine langjährige Unterstützung

und seine lobenden Worte für die Tätigkeit

der PaN-Familie, im Interesse

der bilateralen und multilateralen Beziehungen

und Völkerverständigung.

Beim Botschafterempfang in Eisenstadt

Fotos: Peter Lechner, Amt d. BGLD.-LandReg

Eisenstadt: Diplomatisches Corps im Burgenland

M

Mehr als achtzig Vertreter des Diplomatischen Corps folgten

der Einladung von Landeshauptmann Hans Niessl nach Eisenstadt.

„Ich werte dieses internationale Zusammentreffen als

große Auszeichnung für das Burgenland“, so der Landeshauptmann.

Diese Veranstaltung stehe auch für den Weg der verstärkten

Internationalisierung, den das Burgenland insbesondere in

den Bereichen Wirtschaft und Tourismus eingeschlagen habe.

Der erfolgreiche burgenländische Weg stehe in einem engen

Zusammenhang mit den grenzüberschreitenden und internationalen

Aktivitäten des Landes. Durch die Pflege und den

Ausbau internationaler Beziehungen gelinge es, die heimische

Wirtschaft zu stärken und damit mehr Beschäftigung zu erreichen,

sowie das Tourismusland Burgenland vermehrt in den

internationalen Fokus zu rücken. Niessl: „Diese Internationalisierung

des Landes muss weiter fortgesetzt werden, damit sich

das Burgenland auch in Zukunft erfolgreich entwickeln kann.“

Im Namen der geladenen Exzellenzen bedankte sich Erzbischof

Dr. Peter Stephan Zurbriggen, Apostolischer Nuntius in

Österreich, für die Einladung. In seiner Dankesrede lobte er die

kulturelle Vielfalt des Burgenlands, ebenso wie seinen vorbildhaften

Einsatz in der Flüchtlingskrise: „Bei der Versorgung von

über 300.000 Hilfesuchenden hat sich das Burgenland als Land

der Menschlichkeit erwiesen, das einmal mehr seine Solidarität

gezeigt und sich als große Familie präsentiert hat.“

SOCIETY 1_2016 | 89


DIPLOMATIE

MOLDAWIEN

It was announced, that you are

officially resigning from your duties

as Ambassador of Moldova to

Austria and are returning home

to join politics. How did you

come to this decision?

It did not come overnight. Many

months before my announcement, I had

found myself in an ambiguous situation.

On the one hand, the mandate and duties

as Ambassador required to promote my

country, to focus on the bright side of the

story in order to convince the partners to

invest, trust and support it on the difficult

path of its transition. On the other

hand, I felt increasingly dissatisfied with

the developments and certain actions of

the government over the last period of

time. As a former Deputy Foreign Minister

and Member of Parliament, but also as

part of the executive board of the Democratic

Party, the strongest member of the

governing coalition, I also feel co-responsible

somehow for what is going on. I realized

I could not just passively observe

how the negative trends in the country

are deepening from Vienna.

I am confident Moldova and Moldovans

deserve and could have a much better

life with an efficient government that

effectively fights corruption, ensures

independent justice, establishes rules of

law, has free media, an attractive business

and investment environment. In several

years, Moldova can be turned around

into a successful country which people

no longer want to leave and that will be

trusted again as well as supported by its

partners. Apart from our uniquely fertile

lands, advantageous geographical position

as a potential bridge between the European

Union and Russia, we still have a

rich human potential and educated people

who fluently speak several languages.

I think I can apply my knowledge and

experience, also including what I have

learned during my work and life in Austria,

to contribute to transforming my

country into a place where bright and talented

people would not want to emigrate

from. It is rather simple: I want to live a

normal life at home with my children,

parents and friends. However, we cannot

take this for granted but have to work

for it and get involved. In fact, this was

the main reason and the motivation behind

my decision to end my almost twodecades-long

career in diplomacy, return

home and get involved in politics.

You say that you want to do politics.

At the same time you also resigned from

Resigning Ambassador

Gerti Tauchhammer from SOCIETY spoke

with H.E. Andrei Popov, Ambassador of

Moldova to Austria, about the situation in

his country and his decision to resign in

the middle of his mandate.

the Democratic Party, which is the leading

party in the governing coalition.

Would not it be easier to fulfill your aspirations

by staying in the party and joining

back the government?

This is what I did several months before

making my decision. I tried to influence

the system from within, for example

by writing to my party colleagues, giving

interviews and making commentaries,

constructive but also critical, in the press.

However, at one point I realized that I had

to make a choice: I am either a diplomat

or a politician.

As for the Democratic Party which I

joined seven years ago, I concluded that it

is too late to try to reform it and it became

owned by Moldova’s richest and most influential

man who is now using his position

to advance his business and political

goals, rather than promoting the objectives

stated in the party documents that

I still consider valid and consistent with

the country’s needs.

Usually, people leave their parties

when they are joining the opposition or

losing power. In your case it is different.

You are right. I decided to resign from

the party right after it practically took full

control of the government and the Parliament.

This party was transformed into

a vehicle to ensure the unprecedented

concentration of political, administrative,

financial and media powers. I do not

agree with those who consider this to be

a necessary and acceptable price to maintain

stability. One can often hear the argument,

that this system is the lesser evil

compared to the risk of anti-European

forces coming to power in case of early

elections.

In my opinion, this system has more

and more features of the captured state

Fotos: Foto/HBF

90 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

MOLDAWIEN

of Moldova

and of an oligarchy-type regime. It is both dangerous

and fundamentally detrimental to Moldova’s

national interests. I don’t agree that Moldova’s

European future can be “saved” by undermining

basic European values.

Why did I have to leave the party? I had to do so

because seven years later, my former party became

the key element of the system, the instrument of

eliminating political competition, intimidating

opponents, taking under control many state institutions

and, in essence, advancing the interests of

somebody who thinks he can control and rule the

country like a personal business affair.

More than 80 percent of the citizens do not

approve the direction towards which the country

is currently heading. Some 90 percent do not

trust the person who recently announced that he

wants to be a guarantor of stability and preservation

of Moldova’s European development. He

might now have the necessary means to obtain

the last two missing pieces of the power pyramid

he has been building so far, namely the position

head of government and president in the upcoming

presidential elections set for October 30. He

actually might be successful with both objectives.

However, this will only increase the legitimacy

deficit of the government, raise the population’s

disillusionment and widen the gap between people

and the rulers. “Not in my name”, I said when

I announced my resignation. I do not want to be

part of a process that will make other hundreds

of thousands of my countrymen giving up hope

that anything can be changed for the better in

Moldova. Moreover, I feel the duty to actively oppose

these developments.

CURRICULUM

VITAE

H.E. Andrei Popov, was

born on January 24, 1973

and studied at the Faculty

of Journalism and Communication

Sciences at

Bucharest State University

from 1990-94 and at the

National School of Political

and Administrative Studies

from 1994-96. From 2002-

03, he attended the Geneva

Center for Security Policy.

Regarding his professional

career, he worked as an

Information and Public

Relations officer at the

UN Development Program

in Moldova and as First

Secretary at the Moldovan

Embassy in Washington DC

(1997-2001). Afterwards,

he became Director of the

International Security Department

of the Ministry of

Foreign Affairs in Moldova

and from 2004 to 2009

Executive Director of the

Foreign Policy Association

of Moldova. In 2009, he became

Member of Parliament

of Moldova and Deputy

Minister of Foreign Affairs

and European Integration.

Since 2013 he has been

Ambassador of Moldova to

Austria and Slovakia, and

Permanent Representative

to OSCE and International

Organizations.

Do you think your time as Ambassador to Austria

has helped you to be someone who is able to

change things for the better in Moldova?

My stay in Vienna has taught me a number of

valuable lessons relevant for Moldova. I would

single out five: Austrian identity, neutrality, pragmatic

foreign policy, key role of institutions and

decentralization.

During my work in Austria I have made a great

effort to understand how Austrians actually became

Austrians. For centuries identity was shaped

primarily by the sense of belonging to an empire

and a monarchy. Austrians managed making an

economic recovery, focused on building an independent

country and, finally, became an EU member,

after having disbelief in the sustainability

of an independent Austrian state inbetween the

wars, after the “Anschluss” and seven years of war

as part of the Third Reich followed by another ten

years of occupation. Austria came to terms with

its history and now its people can say – proudly

and without any hesitation – “Yes, we speak German,

but we are Austrians”.

In Moldova, we still have to walk this path towards

building a modern and inclusive civic nation

of Moldovans. Unfortunately, debates about

identity consume too much of our energy and

distract from tackling real issues. As soon as I am

back in Moldova, I will try to contribute to the

process of consolidating our society, irrespective

of people’s ethnic self-identification. This is a sensitive

subject. We should not aim to impose a “correct

ethnic identity” on our people but rather to

promote an understanding that we all can be part

of the Moldovan nation irrespective of whether we

call ourselves ethnic Moldovans or ethnic Romanians,

or whether we call the language we speak

Moldovan or Romanian.

No matter the language’s name, the uncontested

truth is that it is identical with the language

spoken in Romania, which by the way makes Moldova

the only external neighbor of the European

Union that speaks an official language of the EU.

Apart from this, we need to do a better job of promoting

the integration of ethnic minorities of the

country - Ukrainians, Russians, Gagauz (Orthodox

Turks), Bulgarians and the like - that make up almost

25 percent of our population. It will be difficult

to find a lasting settlement to the Transnistrian

conflict that keeps our country divided and

represents a serious impediment for Moldova’s

development, unless all citizens of Moldova will

be comfortably saying “I am Moldovan”.

As for neutrality, it became part of the Austrian

identity and basis for a foreign policy focussed on

pursuing Austria’s national interests and staying

away from geopolitical confrontations. From the

Moldovan perspective, it is important to realize that

Austria’s neutrality neither prevents the country’s

active contributions to various United Nations and

European Union led peacekeeping missions, nor

was it an obstacle for Austria joining the EU. •

SOCIETY 1_2016 | 91


DIPLOMATIE

INTERVIEW

Seit Jahresbeginn sind Sie der

neue Director General des

International Center for Migration

Policy Development.

Was ist Ihre Beziehung zum

Thema Migration?

Im Laufe meiner Berufslaufbahn

durfte ich mich immer wieder mit zwei

großen Aufgaben beschäftigen: Dies war

zum einen das Themenfeld der internationalen

Politik und zum anderen die so

wichtige Aufgabenstellung des Vermittelns.

In meinen Funktionen vom Abgeordneten

zum Europäischen Parlament

über den zweiten Präsidenten des österreichischen

Nationalrats bis zu meiner

fünfjährigen Tätigkeit als Außenminister

der Republik Österreich waren diese

beiden Themen stets bestimmend. Heute

ist es für mich ein großes Privileg, diese

Aufgaben in meiner neuen Funktion als

Director General des International Center

for Migration Policy Development weiterhin

verfolgen zu dürfen.

Worauf konzentrieren sich die Aktivitäten

und Anstrengungen des ICMPD?

Das ICMPD hat sich seit seiner Gründung

auf unterschiedlichsten Ebenen mit

Fragen der Migration beschäftigt. Als es

zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts

gegründet wurde, hatte das mit

Neue Wege der

Vermittlung

SOCIETY traf ICMPD Director General

Michael Spindelegger um mit ihm über

die Herausforderungen von Migration zu

sprechen

Interview: Christian Berlakovits

einer großen Krise zu tun. Die Konflikte

in der Balkan-Region verursachten eine

enorme Migrationswelle. Als eine Reaktion

auf die Krise wurde das ICMPD geschaffen

und damit hat man damals genau das

getan, was es nach einer Krise zu tun gilt:

die Krise zu verstehen, aus ihr zu lernen,

die richtigen Schlüsse zu ziehen, die notwendigen

Maßnahmen zu setzen und dadurch

gestärkt aus ihr hervorzugehen.

Das ICMPD hat sich erfolgreich mit der

Beforschung von unterschiedlichen Fragestellungen

– von Migration bis Diaspora,

von Asyl bis Integration beschäftigt.

Viele Migrations-Dialoge wurden und

werden vom ICMPD unterstützt wie etwa

der Prag-Process oder die EU-Africa Partnership.

Und schließlich unterstützt und

berät das ICMPD nationale und regionale

Organisationen in Migrations-Fragen.

Fotos: David Blacher

92 | SOCIETY 1_2016


DIPLOMATIE

INTERVIEW

»Ich denke es ist hilfreich

für den Dialog

zwischen den betroffenen

Ländern, wenn

es eine solche „Dialog-

und Mediations-

Plattform“ gibt.

«

Was sind die aktuellen Herausforderungen

rund um das Thema Migration?

Im Prinzip sind es insgesamt vier große Themenbereiche,

die in Sachen Migration in der

Gegenwart entscheidend sind: das Wiedererlangen

der Kontrolle über die Flüchtlingsströme,

das Bekämpfen des Schlepperwesens und die

Entwicklung von nachhaltig wirksamen Schutzmechanismen,

die Überprüfung der Richtigkeit

und Funktionalität der Flüchtlingsstatus-Bestimmung

samt entsprechender Aufnahme, wie auch

– wenn notwendig – Rückführungsmodalitäten.

Die Sicherstellung davon, dass jene, die bleiben

werden, auch die Rechte und Möglichkeiten für

ihre Integration und Partizipation erhalten und

dass die Verpflichtungen für beide Seiten – Gesellschaft

und Migranten – klar sind.

Dafür ist eine erfolgreiche Integration im Arbeitsmarkt

und im Ausbildungssystem Voraussetzung;

nur so können wir Radikalisierung und

eine ausgegrenzte Jugend verhindern.

Die Entwicklung eines neuen Migrations-Regimes

mit klaren Vorstellungen von den Zielen und

Wegen, auf denen wir sie erreichen können – in

Solidarität und mit klar verteilten Verantwortlichkeiten.

Und was sind die neuen Akzente, die Sie in Zukunft

mit dem ICMPD setzen wollen?

Ich möchte das ICMPD in Zukunft um zwei zusätzliche

Handlungsfelder und Aufgaben erweitern:

Erstens wissen wir alle, dass es zur Lösung

CURRICULUM

VITAE

Einige Jahre nach seinem

Studium der Rechtswissenschaften

an der Universität

Wien stieg der in der

Hinterbrühl aufgewachsene

und auch heute noch dort

lebende Dr. Michael Spindelegger

nach Vorbild seines

Vaters 1987 in die Politik

ein. Zu seinen wichtigsten

Positionen zählt jene des

Außenministers von 2008

bis 2013, wie auch ab 2011

die des Vizekanzlers und

ÖVP-Bundesparteiobmanns.

Von 2013 bis zu seinem

Rücktritt von sämtlichen

Ämtern im August 2014

war er Finanzminister. Seit

Jänner diesen Jahres ist er

Generaldirektor des Internationalen

Zentrums für

Entwicklung und Migrationspolitik.

Dr. Spindelegger

ist verheiratet und hat zwei

Söhne.

Dr. Michael Spindelegger

mit Sebastian Kurz

der gegenwärtigen Situation einen umfassenden

Ansatz braucht. Es wird nicht ausreichen, nur an

einzelnen Stellrädern anzusetzen. Das würde bedeuten,

die Dimension und die Komplexität der

Situation zu verkennen. Es bedarf einer umfassenden

Lösung, die vom Ursprung des Konfliktes

bis zu den Ankunftsländern reicht.

Nachdem aber jedes Land mit seinen nationalen

Interessen auch „Partei“ ist, braucht es eine

überparteiliche Plattform. Eine Plattform, die

jenseits von nationalen Interessen analysiert,

agieren und vermitteln kann. Für diese Rolle

möchte ich das ICMPD in Zukunft weiterentwickeln

und den verschiedenen Staaten anbieten.

Ich denke es ist hilfreich für den Dialog zwischen

den betroffenen Ländern, wenn es eine solche

„Dialog- und Mediations-Plattform“ gibt!

Zum zweiten müssen wir uns für zukünftige

Entwicklungen besser wappnen. Es muss uns gelingen,

gewisse Entwicklungen vorausschauend

zu erkennen. Wir müssen aus dem ständigen

„Reagieren“ endlich zu einem vorausschauenden

„Agieren“ kommen. Und agieren kann man

nur auf Basis gesicherter Erkenntnisse. Deshalb

kann es nur im Interesse aller sein, wenn wir in

Zukunft noch mehr darauf achten, kommende

Entwicklungen so rechtzeitig wie möglich zu erkennen.

In diesem Sinn wollen wir einen ICMPD-Think

Tank gründen, der sich vor allem mit den zukünftigen

Entwicklungen von Migration beschäftigt.

Dieser Think Tank soll sich mit Fragestellungen

auseinandersetzen, die über einzelne Nationen

und auch über die EU hinausgehen. Es geht um

einen möglichst breiten Blickwinkel, denn nur

so werden sich die großen Migrationsentwicklungen

der Zukunft erkennen lassen.

Das Interview mit dem Generaldirektor von

ICMPD, Vizekanzler a.D. Dr Michael Spindelegger

führte der stellvertretende Chefredakteur, Botschafter

i.R. Dr. Christian Berlakovits. •

SOCIETY 1_2016 | 93


LIFE & STYLE

LEBENSART

Die Wiener Beatrixgasse –

große Namen, neue

Wohn-Hochkultur

Eine geschichtsträchtige Adresse in Wien als Beispiel einer

gelungenen Zeitreise: The Ambassy parkside living steht für

erhabene High-End-Wohnkultur. In der legendenumrankten

Beatrixgasse, ohne die Wien nicht komplett wäre.

94 | SOCIETY 1_2016


LIFE & STYLE

LEBENSART

1916 abgetragenen „Palais Modena“ erklärt. Beatrix

hatte Stil und gehobene Ansprüche. Für die

Musik, die ihre Hochzeitsfeierlichkeiten mit dem

14. Kind von Kaiserin Maria Theresia umrahmte,

wurde Wolfang Amadeus Mozart beauftragt. Beatrix‘

dritter Sohn widmete sich schließlich selbst

das Maximilianpalais an der Adresse Beatrixgasse

27, wo später Ludwig Wittgenstein – der Onkel des

gleichnamigen berühmten Philosophen – fünf

Jahre lang eingemietet gewesen sein soll, und das

bis zum Jahr 1966 bestand.

Die großzügige Lobby

von The Ambassy –

Concierge-Service

inklusive.

Noch Gebäude oder

schon Skulptur? The

Ambassy ist lichtvolles

Wohnen für besonders

gehobene Ansprüche.

Wien. Botschaftsviertel. Sicherheit,

Sauberkeit, luxuriöse

Residenzen. Komponist Ludwig

van Beethoven weilte

hier. Ebenso Adalbert Stifter

und andere Persönlichkeiten längst vergangener

Zeiten. Die Geschichte der neuen Bewohner der

Adresse Beatrixgasse 27 ist indes noch nicht geschrieben:

Hier öffnet in Kürze mit The Ambassy

– parkside living ein ambitioniertes Luxus-Wohnprojekt

die Pforten zu einem neuen Niveau erhabenen

Wohnens.


Der Beatrixgasse muss man nur

richtig zuhören

Früher einmal hieß sie Bockgasse. Benannt

nach dem Wirtshaus „Zum schwarzen Bock“, das

sich im Haus Nummer 1 befand. Auf Beatrixgasse

wurde sie im 18. Jahrhundert getauft. Ihre Namensgeberin?

Die habsburgische Maria Beatrix

von Este-Modena – was auch gleich den Namen

des nahegelegenen Modenaparks und des im Jahr


Wohnen als Statement

Ist eine „Botschaft“ zugleich eine Message? Wir

sagen – ein Statement allemal. Parkside Living,

so der Bände und Bäume sprechende Namenszusatz

von The Ambassy in der Beatrixgasse 27, liegt

dann tatsächlich zwischen dem Stadtpark und

dem Modenapark. Zwischen Strauß-Denkmal und

Bronzegruppe „Scherzo“. Kurzum da, wo Wien

ungeachtet der Zeit sein Flair versprüht und die

Welt noch in Ordnung ist. Auf 40 bis 400 Quadratmetern

in bestausgestatteten, betont hohen

Räumen lässt sich so ein komfort- und genussbetontes

Leben schon unterbringen. Elisabeth Rohr,

vielfach ausgezeichnete Immobilienmaklerin, die

zur Unterstützung beim Verkauf des Projekts gewonnen

werden konnte, erläutert den integrierten

Concierge-Service von The Ambassy: „Voll serviciertes

Wohnen ist in der Metropole Wien noch eine

Seltenheit. Dass dieses Konzept jetzt auch in Wien

Einzug hält, ist für mich das Schließen einer Lücke

in Richtung zeitgemäß-luxuriöser Wohn- und Lebensqualität.“

Es wäre nicht Wien, hätten nicht an jeder Ecke

und bei der Beatrixgasse 27 besonders, historische

Begebenheiten und verzaubernde Legenden Spuren

hinterlassen. Spuren, die imperiale Eleganz

bis in die klaren Linien moderner Architektur tragen.

Das Gefühl von Verwurzelung und Zuhause

wird in den Apartments von The Ambassy, in den

Loggien und sogar Gärten, nicht lange auf sich

warten lassen. Praktisches Hauspersonal erfährt

INFO

hier jetzt ein Revival – nun in Form eines heutigen

professionellen Concierge-Services. •

THE AMBASSY

Lichtdurchflutete Neubauwohnungen


Wohnungsgrößen von 40-

400 Quadratmetern. Jedes

Luxus-Apartment verfügt

über Balkon, Loggia oder

Terrasse. Penthouses mit

großzügigen Terrassen,

Townhouses mit Terrassen

und Eigengärten.

Top-Lage – zentrumsnah,

zwischen Stadtpark und

Modenapark, mitten im

Diplomatenviertel.

XL-Garagenplätze

Concierge-Service

Erstklassiges Sicherheitskonzept

Privatkino

Lounge-Clubräume/

Meetingraum

Exzellente Ausstattung

Exklusiver Vertrieb über:

M&A RealConsult GmbH

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living@theambassy.com

www.theambassy.com

SOCIETY 1_2016 | 95


DIPLOMATIE

KULTUR

Die Mitglieder des

Szent Efrem Männerchors

in Reih und Glied

Szent Efrem Männerchor

Botschafter, S.E. Dr. Janos Perenyi, stellte im Rahmen

eines geistlichen Konzerts in der Ungarischen Botschaft

ein einzigartiges ungarisches Musikensemble,

den 2002 gegründeten „Szent Efrem Männerchor“, vor.

Text: Christian Berlakovits

Die Mitglieder des Szent Efrem

Männerchors in Ravenna

KONTAKT

SZENT EFREM MÄNNER-

CHOR

Tel. +36 (70) 931 62 00

info@szentefrem.hu

www.szentefrem.hu

Der Chor besteht aus 16 professionellen

Sängern. Künstlerischer Leiter

ist der im Jahre 2013 mit dem Liszt-

Preis ausgezeichnete Tamás Bubnó,

Kirchenmusikwissenschaftler und

Komponist. Das Management und organisatorische

Fragen liegen in den Händen von Orsolya

Erdödy.

Im Jahre 2006 gewann der Chor beim Orthodoxen

Chorwettbewerb in Hajnowka (Polen) als einziger

nicht orthodoxer und nicht slawischer Chor

den Wettbeweb in der Kategorie „Professioneller

Kammerchor“. Damit begann seine internationale

Karriere. Durch Auftritte auf vier Kontinenten

hat sich sein Repertoire stark ausgeweitet, von der

Gregorianik bis zur zeitgenössischen Musik, von

der europäischen klassischen Musik bis hin zu

afrikanischen Sutu-Gesängen und indischen Sitar-

Melodien.

Bei der Programmauswahl für das Konzert in

der Ungarischen Botschaft, schöpfte das Ensemble

aus den reichen und vielfältigen musikalischen

Traditionen der Völker Mitteleuropas, Werke

sowohl der traditionellen religiösen Musik der

Klöster entlang der Grenze zwischen dem Osten

und dem Westen Europas als auch Meisterwerke

hervorragender Komponisten. Gesänge der byzantinisch-griechischen

und der Tradition der Länder

des Balkans, Rumäniens und Bulgariens sowie

Werke von Dimitrij Bortnyanskij, einem Zeitgenossen

Mozarts und von Romuald Twardowski,

einem gegenwärtigen polnischen Komponisten.

Zwar besteht der Schwerpunkt des Chores in der

Erforschung, Bearbeitung und Präsentation des

östlich-byzantinischen Musikschaffens, er hält es

aber auch für notwendig, religiöse Musik der westlichen

Kirche Mitteleuropas aufzuführen. Deshalb

enthielt das Programm des Konzertes auch Werke

von Franz Schubert („Heilig“ aus der Deutschen

Messe) und Franz Liszt (Ave maris stella). Den Abschluss

des Konzertes bildeten Werke der namhaften

ungarischen Komponisten Béla Bartók und

Zoltán Kodály, mit dessen „Abendlied“ dieser unvergessliche

Abend ausklang.

„Orientale lumen“- Licht des Ostens, Titel einer

Enzyklika von Papst Johannes Paul II., so heißt die

seit fünf Jahren bestehende Konzertreihe des Chores

in der St. Stephans-Basilika in Budapest. Die

schönsten Konzertstücke werden auf CD aufgenommen,

wobei die letzte CD dieser Serie vom britischen

Magazin „Choir & Organ“ zu den besten

Vokalaufnahmen des vergangenen Jahres gewählt

wurde. Das mit zahlreichen ungarischen und internationalen

Preisen ausgezeichnete Ensemble

hat 2015 auch sämtliche Männerchöre von Béla

Bartók auf CD aufgenommen.


Fotos: Domonkos Orbán

96 | SOCIETY 1_2016


KULTUR

REISE

Sieh, das Gute ist so nah!

Zu Beginn der wahrscheinlich schönste Platz

Sloweniens, der malerische Kurort Bled mit

einer langen Kur-Tradition.

Blick auf den

slowenischen Collio

Goriška Brda

Text: Karl Kaltenegger

Fotos:karl kaltenegger

Vor hundert Jahren gehörte Bled zu

den beliebtesten Fremdenverkehrsorten

der österreichisch-ungarischen

Monarchie. Später unterhielt das jugoslawische

Königshaus dort seine

Sommer-Residenz, danach war Staatschef Tito oft

und gern zu Besuch. Die Insel mit dem Kirchlein,

dessen Geläute einem seine Wünsche erfüllen soll,

der Ort mit den Gründerzeit-Villen, der so malerisch

am See liegt, hoch droben die Burg und rundum

die Berge – das hat schon was. Bled bedeutet

übrigens fahl, blass, und nichts anderes! Unweit

davon liegt der Bohinj (Wocheiner) See. Im Triglav-

Nationalpark, mit dem höchsten Berg Sloweniens

(2864m), ist das Bohinj-Tal wohl das schönste in den

Julischen Alpen. Es ist ein idealer Ausgangspunkt

für Ausflüge, Bergwanderungen und Klettertouren.

Belohnt wird man mit einem atemberaubenden

Bergpanorama, grünen Wäldern, Almen und Bergwiesen.

Im Winter kann man am Vogel herrlich Skifahren,

im Sommer lockt der See zum Schwimmen.

Ein weiterer Anziehungspunkt ist die Postojnska

Jama (Adelsberger Grotte), die zweitgrößte Grotte

der Welt, entdeckt vor 200 Jahren zur Zeit des

österreichischen Kaiserreichs. Um tief hinein zu

gelangen bedarf es keines anstrengenden Fußmarsches,

man fährt bequem

in einem Zug 3,7 km zu

den Kavernen und Gängen

mit den Tropfsteinen.

Dann wird man von einem

der zahlreichen fremdsprachigen

Führer auf einen

90 Minuten Rundgang

durch die unterirdische

Wunderwelt mitgenommen.

Sogar die mystischen

Grottenolme bekommt

man in einem Becken zu

sehen. Eine Idylle erwartet Besucher im slowenischen

Collio, dem Goriška Brda. Die Landschaft ist

gekennzeichnet durch sanfte Hügel. Dort wächst

der beste Wein Sloweniens, auch die Kulinarik

ist vom Feinsten. Zwischen Soča und Idrija liegen

unzählige Weinberge, in denen auf malerischen

Terrassen vollmundige Trauben wachsen. Die Bewohner

der Brda, die sogenannten Brici, keltern

dort ein Viertel des slowenischen Weins, u.a. Spitzenweine

mit bereits tausendjähriger Tradition:

Chardonnay, Sauvignon, Weißburgunder, Grauburgunder,

verschiedene Cabernets, sowie der

autochthone Rebula. Auf den Hügeln der Brda

liegen viele kleine Dörfer voller grüner Wein- und

Obstgärten. Šmartno, (St. Martin), das wie ein Adlernest

auf einem Hügel thront, ist für mich das

schönste Dorf. Die einstmals mittelalterliche Militärfestung

ist frisch renoviert und noch immer

geprägt von einer Schutzmauer mit fünf erhaltenen

Türmen.

Das nahe Soča (Isonzo) Tal lockt in diesen Tagen

viele an Geschichte Interessierte, denn vor 100 Jahren

tobten dort heftige Kämpfe an der Isonzo-Front.

Heute kämpfen nur mehr die Wildwasserpaddler

mit den heftigen Fluten. Besuchenswert ist auch

die Hauptstadt Laibach, geprägt vom slowenischen

Architekten Josef Plecnik,

dessen bemerkenswerte

Bauten des gleichen in

Wien zu finden sind.

Slowenien hat alles

was sich Besucher wünschen:

Alpengipfel, ein

Stück vom Adriatischen

Meer, reizvolle Landschaften,

pulsierende Städte

und lauschige Weinberge.

Aufgang zur Adelsberger Grotte

Viele Gründe also dorthin

zu fahren. •

Die romantischen

Gässchen von Smartno

INFOS

Alle Ziele sind leicht mit

dem Auto aus Österreich

zu erreichen, aber auch

mit dem Zug, wobei die

Wocheiner Bahn von

Jesenice nach Nova Gorica

besondere Aufmerksamkeit

verdient hat.

Slowenien

www.slovenia.info

Bled

www.bled.si

Bohinj

www.bohinj.si

Brda

www.brda.si

Ljubljana

www.visitljubljana.com/de

SOCIETY 1_2016 | 97


25 Jahre KA in Österreich

Die Marke, die Tradition und Zukunft in Farbe, Design & Qualität widerspiegelt.

Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung ist KA International

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Wir möchten unser Jubiläum mit Ihnen gemeinsam feiern und haben exklusiv

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KULTUR

REISE

Blick über die Hügel

von Mogello

Frühstück im

Palazzo Torriani

Fotos: mugello tuscany, palazzo torriani

Die Hügel von Mugello

Atemberaubende Augenblicke in einer wunderschönen

Landschaft vor der Kulisse von Florenz –

das ist der Mugello.

Text: Rolf Thaler

Der Mugello ist ein sattgrünes Tal

mit sanften Hügeln und liegt nördlich

von Florenz an der Südseite des

Apennin. Die Region Mugello ist

die Heimat der Medici, wovon noch

zahlreiche Renaissance Palazzi zeugen, sowie die

Geburtsstätte großer Maler wie Giotto oder Beato

Angelico. Die Gegend ist geprägt von Kunst und

Kultur, aber auch bodenständiges toskanisches Essen

und hervorragender Wein spielen eine große

Rolle. Den Besucher erwartet eine wunderschöne,

intakte Natur und herzliche, gastfreundliche

Menschen.

Zum Wohnen bieten sich historische Palazzi zu

moderaten Preisen an, wie etwa der Palazzo Torriani

in Marradi oder die Villa Gerini in Ronta, in

denen man sich in die Renaissance zurückversetzt

fühlt. Sehr preiswert und authentisch wohnt man

in den zahlreichen Agriturismo Betrieben wie beispielsweise

„Il Vignolino“ oder „Badia della Valle“.

Das sind von den Bauern liebevoll restaurierte alte

Anwesen, in denen auch Mahlzeiten mit hofeigenen

Produkten angeboten werden.

Umfassende Informationen über die vielfältigen

Möglichkeiten dieser einzigartigen Reisedestination

vor der Reise oder vor Ort erhält man von

den kompetenten und engagierten Mitarbeitern

der Tourismus Offices „Mugello & Tuscany“ oder

„Unione Montana dei Comuni del Mugello“. •

INFOS

Palazzo Torriani

I 50032 Marradi,

Via Fabroni 58

Tel. +39 055 8042363

info@palazzotorriani.it

www.palazzotorriani.it

Villa Gerini

I 50032 Ronta,

Via Faentina 18D

Tel. +39 055 846281

villagerinimugello@gmail.

com

www.villagerini.it

Agriturismo IL Vignolino

I 50031 Barberino di

Mugello, Via di Castello 13

Tel. +39 335 428455

info@vignolinobedandbre

akfast.com

www. vignolinobedandbre

akfast.com

Agriturismo Badia della

Valle

I 50034 Marradi, Via Valle

Acerreta

Tel. +39 055 804824

catani.vet@libero.it

www. badiadellavalle.it

Mugello & Tuscany Inocming

Travel Agency

Carmen Badiali

Tel. +39 331 2067654

carmen@mugello-tuscany.

com

www. mugello-tuscany.com

Unione Montana dei

Comuni del Mugello

I 50032 Borgo San Lorenzo,

Via Palmiro Togliatti 45

Tel. +39 055 84527185

turismo@uc-mugello.fi.it

www. mugellotoscana.it

SOCIETY 1_2016 | 99


XXXX

XXXX

Kulturelle

Institution mit

Eventcharakter

Die Intendantin Dagmar Schellenberger im SOCIETY-Interview

über ihre Funktion als Intendantin, die Besonderheit der Seefestspiele

Mörbisch und das diesjährige musikalische Highlight,

Viktoria und ihr Husar.

Sie sind ja nun schon seit einigen

Jahren Intendantin der

Seefestspiele Mörbisch. Was

sind Ihre Hauptaufgaben?

Meine Tätigkeiten sind

im Grunde alles, was mit der

Bühne zu tun hat – also Intendanz und

künstlerische Leitung. Ich bin somit verantwortlich

für die Auswahl des Leading

Teams, der Solisten, des Dirigenten etc.,

aber auch für die PR und das Marketing

der Seefestspiele. Ich wechsle jährlich

mein Team und gebe auch jungen Talenten

die Chance auf der Bühne zu stehen,

um immer wieder neue Ideen und

frischen Wind zu erhalten. Gute Zusammenarbeit

ist natürlich eine Grundvoraussetzung,

um solch eine Bühne erfolgreich

zu meistern. Ich reise von Ort zu

Ort und versuche Menschen zu bewegen

zu uns nach Mörbisch zu kommen, um

ein Teil dieses einzigartigen Ereignisses

zu werden.

In den letzten Jahren wurde einiges

an der Bühne und der Anlage umgebaut.

Auf welche Art und Weise hat diese Investition

die Veranstaltung verbessert?

Es wurde viel investiert, um Menschen

ein noch komfortableres und außergewöhnlicheres

Erlebnis zu bieten.

Wir haben zum Beispiel das Orchester

verlegt, so einen Quantensprung in der

Akustik getätigt und können die Bühne

noch großflächiger nutzen. Des Weiteren

haben wir, im Falle von Schlechtwetter,

einen geschlossenen Zubau mit über

5000 Quadratmetern Fläche errichtet,

der vor Regen schützt. Außerdem gibt

es einen Zusatzbereich mit Gastronomie

und Dachterrasse, mit Restaurants, sowie

Ständen in einer Genussmeile.

Fotos: Emmerich Mädl, Walter F. Pamberg

100 | SOCIETY 1_2016


KULTUR

INTERVIEW

Was macht die Seefestspiele so besonders?

Wir haben jährlich ein Publikum von ungefähr

150.000 Menschen, die teilweise extra

aus Brasilien anreisen, um sich die Seefestspiele

anzusehen. Weltweit haben wir die einzige

Bühne in der Größenordnung, die Operetten

als Aushängeschild hat. Das Angebot reicht von

musikalischen Höhepunkten, zu kulinarischen

Köstlichkeiten, einer atemberaubenden Kulisse

am Neusiedlersee und dem Kennenlernen eines

Teiles der österreichischen Kultur. Uns ist es sehr

wichtig, unsere Gäste zu verwöhnen und für jede

Preisklasse etwas zur Verfügung zu stellen. Wir

bieten auch Backstage-Führungen an, um den

Interessierten den Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen,

auch schon während den Proben. Das

ist natürlich etwas ganz tolles und bringt den Besuchern

die Seefestspiele sehr viel näher. All diese

Dinge und noch vieles mehr, machen das Event

zu etwas ganz Besonderem.

Die Seefestspiele in Mörbisch sind ein großer

Wirtschaftsfaktor für die Region. Inwiefern versuchen

Sie auch das Burgenland zu promoten?

»Wir haben auch

heuer wieder

große Überraschungen.

«

CURRICULUM

VITAE

DAGMAR SCHELLEN-

BERGER, geboren am

8. Juni 1958, erhielt ihre

musikalische Ausbildung an

der Hochschule für Musik

in Dresden. Die deutsche

Opern-, Operetten-, Musical-,

Lied- und Konzertsängerin

in der Stimmlage

Sopran, gewann noch als

Studentin den Internationalen

Dvorak Gesangswettbewerb

in Karlsbad, welcher

gleichzeitig der Startpunkt

für ihre internationale Karriere

war. Ihre erfolgreiche

Tätigkeit als Sängerin führte

sie zu Destinationen auf der

ganzen Welt, bevor sie im

Frühjahr 2011 als designierte

Intendantin der Seefestspiele

Mörbisch ausgewählt

wurde. Dort ist sie nicht nur

hinter den Kulissen, sondern

auch auf der Bühne tätig.

Szene aus „Viktoria

und ihr Husar“

Die Festspiele sind nicht nur ein wichtiger

Wirtschaftsfaktor für die Region rund um den

Neusiedlersee, sondern auch für Niederösterreich,

die Steiermark und Ungarn, da die Menschen auch

dort hinfahren, um zu übernachten oder Urlaub

zu machen. Wir versuchen v.a. die angrenzenden

Orte zu fördern, indem wir Weine und Köstlichkeiten

aus der Region anbieten. Es wirken sogar

Kinder aus der lokalen Volksschule mit, worauf

wir sehr stolz sind. Wir haben auch kürzlich einen

‚Freundesverein‘ gegründet, in dem viele unserer

Stammbesucher Mitglied sind – so auch ein Anrainer

aus Mörbisch, der schon bei den allerersten

Seefestspielen tätig war. In den letzten Jahren haben

wir uns sehr bemüht das Image der Seefestspiele

in eine andere Richtung zu lenken und es

für jedes Alter attraktiv zu machen. Somit ist es

sowohl ein Familienevent, als auch für junge Menschen

und langjährige Operettenfans geeignet –

es ist also für jeden etwas dabei.

Aus welchen Gründen fiel die Wahl der Operette

für das Jahr 2016 auf das Stück „Viktoria

und ihr Husar“?

Ich kenne das Stück schon seit vielen Jahren

und weiß, wie facettenreich es ist. Ich selbst durfte

schon darin mitwirken und habe es sehr genossen.

Diese Operette hat sehr viel amerikanische Einflüsse,

ist spritzig und Abrahams wohl jazzigstes Werk.

Im Gegensatz zu „Eine Nacht in Venedig“ vom letzten

Jahr oder „Anatevka“ im Jahr 2014, ist „Viktoria

und ihr Husar“ eine völlig neue Farbe. Das Stück

bietet den Zuschauern eine flotte Liebesgeschichte

mit atemberaubendem Bühnenbild, wundervollen

Tanznummern, Kostümen im zwanziger Jahre

Stil und natürlich, im Herzen der Operette, ganz

besondere Musik mit unglaublichem Wiedererkennungswert.

Somit glänzt die Operette mit Moderne,

lässt aber genug Raum, um auch das in Österreich

sehr geschätzte Traditionelle in Szene zu

setzen. Wir haben auch heuer wieder große Überraschungen

und Besonderheiten für unser Publikum

und freuen uns schon, in staunende Gesichter

zu blicken. Lassen Sie mich nur so viel verraten: Die

Zuschauer werden Zeuge Viktorias‘ wundervoller-

Reise von Asien bis nach Europa.


SOCIETY 1_2016 | 101


WIRTSCHAFT

INTERVIEW

Das neue Gesicht der VIG

Prof. Elisabeth Stadler ist seit Jänner 2016 Vorstandsvorsitzende

der VIG. Im Interview mit SOCIETY erzählt

sie exklusiv über ihre Erfahrungen als eine der erfolgreichsten

Frauen in Österreichs Wirtschaft.

Interview: SOCIETY

zu machen und mit den eigenen Fähigkeiten positiv

zu punkten. Es ist auch entscheidend, zur

richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Werden Sie in ihrer Führungsrolle oft stereotypisiert

in die Schublade der emotionsgeleiteten,

sicherheitsbedürftigen Frau gesteckt?

Wenn dem so ist, wie gehen Sie mit solch einer

Zuschreibung um?

Mit Schubladisierungen sind Frauen leider

immer wieder konfrontiert. Was allerdings generell

zu beobachten ist: Die Zahl qualifizierter

Frauen in der Arbeitswelt steigt stetig. Dies lässt

den Schluss zu, dass in den nächsten Jahren auch

mehr Managerinnen in die Top-Ebenen der Unternehmenswelt

aufsteigen werden.

Gibt es Ihrer Meinung nach Unterschiede im

Führungsverhalten von Frauen und Männern?

Frauen in Führungspositionen, was ja leider

immer noch eine Ausnahmeerscheinung darstellt,

zeichnen sich vor allem durch emotionale

Intelligenz und soziale Kompetenz aus. Einige

Studien belegen, dass Unternehmen, die von

Frauen geführt werden, generell erfolgreicher

sind als männergeführte Firmen. Im Rahmen

einer amerikanischen Studie etwa wurden fast

22.000 Unternehmen aus 91 Ländern weltweit

untersucht. Forscher haben festgestellt, dass ein

um 30 Prozent höherer Frauenanteil in der Chefetage

mit einem um 15 Prozent höheren Netto-

Umsatz einhergeht. Dennoch: Laut einer Studie

der Arbeiterkammer liegt der Anteil der Frauen

in diesen Firmen bei mageren sieben Prozent.

CURRICULUM

VITAE

Prof. Elisabeth Stadler wurde

in Langenlois geboren,

verheiratet, Studium der

Versicherungsmathematik

an der Technischen Universität

Wien, ausgezeichnet

mit dem Berufstitel ‚Professorin’

für Erwachsenenbildung,

Generaldirektorin der

Donau Versicherung AG

und Vorstandsvorsitzende

der VIG AG.

Seit Anfang diesen Jahres sind Sie nun

als erste Frau Vorstandsvorsitzende

der Vienna Insurance Group AG. Fiel

es Ihnen schwerer sich gegenüber ihren

männlichen Mitbewerbern durchzusetzen

oder hatte die Geschlechterrolle hier

keine allzu große Bedeutung?

Ich habe mir meine heutige Position über viele

Jahre durch viel Ehrgeiz und Engagement erarbeiten

müssen. Karriere betrachte ich als gesteuerten

Zufall. Ich bin der Meinung, dass es allein

nicht reicht, aufzuzeigen, auf sich aufmerksam

Die Versicherungsbranche gilt in Österreich

nicht unbedingt als frauentypisches Arbeitsfeld.

Haben Sie Tipps für Frauen, um in ähnlich

männerdominierten Branchen bis an die Spitze

zu gelangen?

Frauen sollten sich nicht unterkriegen lassen

und selbstbewusst auftreten. Hier ein Beispiel aus

der Realität: Bei einer Ausschreibung für einen

Job erfüllt die einzige Bewerberin alle fünf Kriterien.

Sie hat trotzdem Zweifel, ob sie gut genug

ist. Die Männer schaffen nur zwei von fünf Anforderungen,

treten aber dennoch so überzeugt auf,

als würden sie alle Kriterien locker erfüllen. •

Foto: Sebastian Reich

102 | SOCIETY 1_2016


100

Mehr als

MUSEEN UND

AUSSTELLUNGSHÄUSER

Tausend

befinden sich in der

zeitgenössischen Kunstsammlung

40Kunstwerke

der Stadt Wien

Besucherinnen

und

Besucher

5000

Künstlerinnen und Künstler leben in Wien

Eyes On

Europäischer Monat

der Fotografie

Bezahlte Anzeige | pinkhouse.at

€ 11

Millionen

Kunst

in Wien

für

169

„Kunst im öffentlichen

Raum“-Projekte

132

37

davon temporär

permanent

STADT

140

IN ZAHLEN

KUNST WIEN

Wien.

Die Stadt

fürs Leben.

Wien hat heute eine der besten Kunstszenen Europas. In erster Linie ist es ein Erfolg

der Künstlerinnen und Künstler, die auf Grund ihrer Qualität und Professionalität im

internationalen Kunstgeschehen an vorderster Stelle mitmischen. Aber auch ein Erfolg

jener Einrichtungen, die die Kunstschaffenden auf ihrem Weg begleiten, unterstützen

und motivieren. Dazu zählen Ausbildungsstätten auf höchstem Niveau, Museen und

Ausstellungshäuser mit ihren Vermittlungsprogrammen, kompetente Galerien sowie

kaufkräftige KunstsammlerInnen. Nicht zuletzt trägt auch die öffentliche Hand mit

gezielter Subventionspolitik und einem offenen

Klima zur Marke „Kunststadt Wien“ bei.

www.wien.at/kultur-freizeit


WIRTSCHAFT

INTERVIEW

Dr. Walter Koren mit

Bundespräsident Heinz Fischer

Was sind Ihre Prioritäten

als Leiter

der AUSSEN-

W IRTSCH A F T

AUSTRIA?

Mit gewissem

Stolz erfahre ich immer wieder persönlich

aufs Neue, dass sich unsere Unternehmen

international absolut nicht

verstecken müssen. Ganz im Gegenteil,

denn am globalen Parkett gehören die

Österreicher in puncto Topqualität, Innovationskraft,

Know-How und Kreativität

zur Weltspitze. Zahlreiche österreichische

Welt- und Europameister in Nischenbereichen

belegen diese Wahrnehmung

und auch Tatsache. Sehr oft sind diese

Champions in der breiten Öffentlichkeit

allerdings nicht bekannt, vielmehr in der

jeweiligen Branche oder eben Nische.

Wer weiß schon, dass 50 Prozent aller

Legosteine mit österreichischen Spritzgussmaschinen

produziert werden, oder

dass der längste Tunnel durch die Alpen,

St. Gotthard in der Schweiz, mit österreichischer

Technologie gebaut worden

ist, oder dass das höchste Gebäude der

Welt, der Burj Khalifa in Dubai, und auch

das neue höchste, der Kingdom-Tower in

Jeddah, mit Hilfe österreichischer Schalungstechnik

hochgezogen wird? Derartige

Beispiele sind unzählig.

Erfolgsfaktor

Nische

SOCIETY sprach mit Dr. Walter Koren

über Österreich als Land genialer

Innovationen und die Zukunft der

österreichischen Wirtschaft.

Dazu kommt die unglaubliche Breite

des österreichischen Exportangebotes,

was für uns als AUSSENWIRTSCHAFT

AUSTRIA eine hervorragende Basis für

unsere Motivation, unser Selbstverständnis

und für die gemeinsamen Internationalisierungserfolge

darstellt.

Wir verstehen uns als Partner der österreichischen

Wirtschaft im internationalen

Geschäft. Mit unserem weltweiten

Netz von über 100 Stützpunkten in allen

Kontinenten, 80 Nationalitäten, die 70

Muttersprachen sprechen, sind wir DAS

diverseste, österreichische Dienstleistungsunternehmen

und DIE Internationalisierungsagentur

der österreichischen

Wirtschaft. Unsere Wirtschaftsdelegierten

und deren Teams fungieren als Marktguides

in den unterschiedlichen Weltregionen.

Besonders wichtig ist mir dabei,

dass wir die österreichischen Exporteure

„beim ersten Mal“, d.h. beim Eintritt in

einen neuen Markt, nachhaltig unterstützen

und professionell betreuen.

Es ist grundsätzlich unser Ziel, die

artikulierten Wünsche und Interessen

immer punktgenau und „tailormade“ zu

erfüllen. Wir müssen daher permanent

Fotos:expo austria, fotospeed

104 | SOCIETY 1_2016


WIRTSCHAFT

INTERVIEW

unsere globale Aufstellung, sowie auch unser

umfangreiches Service, optimieren, denn Kundenzufriedenheit

ist unsere oberste Prämisse.

Eine Bestätigung unserer Arbeit durften wir

zweimal hintereinander mit der Kür zur weltbesten

Trade-Promotion-Organisation erfahren. Dies

ist eine Auszeichnung, die vom International

Trade Center (eine gemeinsame Organisation der

WTO und der UN) alle zwei Jahre vergeben wird.

Welche Schwerpunkte haben Sie sich kurzund

langfristig für Ihre berufliche Tätigkeit gesetzt?

Sehr ermutigend ist, dass die österreichischen

Unternehmen für Megatrends und großen Themen

unserer Zeit – wie etwa Klimawandel, Mobilität,

Urbanisierung, gesundes Altern, Produktion

4.0 und Digitalisierung – gute und geeignete

Lösungen anzubieten haben. In den Stärkefeldern

wie Umwelttechnologie, erneuerbare Energie,

Smart Cities, Infrastruktur, automotiver Sektor,

Eisenbahntechnologie, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik,

Life Science, Maschinenbau sowie

Informations- und Kommunikationstechnologie

gehören wir zur Weltspitze.

Oft weiß die Bevölkerung dies aber noch

nicht, denn Österreichs Image ist im Auge des

internationalen Betrachters recht stark von den

Themen Kultur, Natur, Tourismus und Sport geprägt.

Das ist gut, weil es viele Besucher zu uns

bringt, doch andererseits stehen im verschärften,

globalen Wettbewerb gerade kleinere Länder vor

der zunehmenden Herausforderung, wie sie die

Stärken und Vorzüge ihrer gesamten Wirtschaft

besser in‘s globale Rampenlicht rücken können.

Um diese qualitativen Wettbewerbsvorteile in

der weiten Welt noch stärker zu kommunizieren,

haben wir für den internationalen Auftritt das

werbliche Erscheinungsbild der österreichischen

Wirtschaft auf neue Beine gestellt, erfolgreich

ausgerollt und verankert.

Dieses basiert auf einem Dachmarkenkonzept

und spiegelt den Einfallsreichtum, die Genialität

und die Einzigartigkeit österreichischer Unternehmen

und ihrer Produkte eindrucksvoll wider.

Die Marke gibt Orientierung und ist wegweisend;

sie ist ein lebendiges, zukunftsgerichtetes System,

das sich wie unsere Exportwirtschaft ständig weiterentwickelt.

Für viele Menschen außerhalb Österreichs

ist es regelrecht überraschend herauszufinden,

wo Österreich überall involviert ist.

Das Austria A ist dafür ein sichtbares Symbol,

das mit markanten Slogans wie „Surprisingly

Ingenious“, „World Class Partners“, „Obsessive

About Quality“, „Creative Approaches“, “Technology

Wizards” oder “Industry At Its Best” unterstrichen

wird.

Mit finanzieller Hilfe von „go-international“

erweitern wir sukzessive unseren Aktionsradius,

sowohl in Richtung internationale Technologiekooperationen,

Bildungsexport, internationale

Finanzinstitutionen und deren Projekte in den

Emerging Markets, Wirtschaft und Entwicklung,

»Wenn der Wind

des Wandels

weht, fahren die

einen zurück in

den Hafen, die

anderen setzen

die Segel neu.

«

Dr. Walter Koren mit I.K.H.

Prinzessin Djigma Abze aus

Burkina Faso

CSR, als auch bei einem neu aufzusetzenden

Trend- und Innovationsmanagement.

Wir werden 20–25 AußenwirtschaftsCenter zu

InnovationsCentern ausbauen, die Trends in den

verschiedenen Branchen, sowie wegweisende,

teils disruptive, Innovationen aufspüren und den

österreichischen Unternehmen näher bringen

sollen.

Wenn der Wind des Wandels weht, fahren die

einen zurück in den Hafen, die anderen setzen

die Segel neu – das machen wir unseren erfolgreichen

Olympioniken nach.

Können Sie mir ein Paradebeispiel einer Situation

nennen, die Sie beruflich besonders geprägt

hat?

Ende Februar 1994 durfte ich als „kleinstes

Rad am Wagen“ Teil der offiziellen Verhandlungsdelegation

für den österreichischen EU-Beitritt

sein. Es waren 60 höchst spannende Stunden

Verhandlungsmarathon in Brüssel, wo auch die

Uhren angehalten werden mussten, um noch vor

dem 1. März die österreichische Mitgliedschaft –

vorbehaltlich des Referendums – in trockene Tücher

zu bringen.

Als beispielsweise im Streit um die Ökopunkte

über den Brenner die österreichische Delegation

in den Katakomben des Berlaymont zunehmend

der einsetzenden Ermattung erlag, wurde zu später

Stunde der Ruf nach Nahrung laut. Ich durfte

gemeinsam mit dem österreichischen EU-Wirtschaftsdelegierten

als Pizza-Lieferant fungieren,

denn Erfolg geht bekanntlich auch durch den Magen.

Das Verhandlungsergebnis, und damit die

Erfolgsstory der österreichischen EU-Mitgliedschaft,

hält bei allen Ups und Downs weiter an.

Es ist nicht immer nur die Ratio, die gewinnt.

Es sind vor allem die Emotion und Motivation, die

eine entscheidende Rolle spielen – eben auch im

Berufsleben.


SOCIETY 1_2016 | 105


WIRTSCHAFT

RECHT

Das Parlament in Belgrad

DER AUTOR

DANIEL GROS

Head of SEE Desk bei

LANSKY, GANZGER +

partner Rechtsanwälte |

Attorneys at Law

www.lgp-lawyers.com

M: +43 676 885 335830

Ausbildung:

2013 London School of Economics,

Völkerrecht,

seit 2007 Universität Wien,

Studium der Rechtswissenschaften

2010 Universität Haifa, Israel,

rechtswissenschaftliche

Fakultät/

Universität Baltimore, Maryland,

American Case Law

System

2008 PKU Peking Universität,

Politikwissenschaften -

Amerika, Asien und Europa

seit 2010 juristischer

Mitarbeiter bei LANSKY,

GANZGER + partner. 2008 -

2010 Business Development

bei Grimex Holding GmbH,

2008 Projektentwickler bei

der Immoinvest Belgrad.

2005 Praktikant bei LANS-

KY, GANZGER + partner.

Klares Votum für

Fortsetzung der

EU-Integration

Bei den Wahlen am 24. April 2016 hat die

Bevölkerung der Republik Serbien für die

Fortsetzung der EU-Integration gestimmt.

Text: Daniel Gros

INFO

LANSKY,

GANZGER +

PARTNER

Mit 140 Rechtsanwälten und

Mitarbeitern aus mehr als

zwanzig Ländern hat sich

die in Wien ansässige Kanzlei

Lansky, Ganzger + partner

als eine der führenden

Anwaltsfirmen in Österreich

und der Slowakei etabliert.

Die Firma mit Büros in Wien

(Österreich), Bratislava

(Slowakei), Baku (Aserbaidschan)

und Astana (Kasachstan)

hat eine langjährige

und profunde Erfahrung

und bietet ein allumfassendes,

fachübergreifendes

und überregionales Service

auf höchstem Niveau.

Die Fortschrittspartei (SNS) unter

Aleksandar VuČić behält mit 48

Prozent die absolute Mehrheit im

Parlament. Das Land hat bereits

seit dem Jahr 2012 den Status eines

EU-Beitrittskandidaten. Das Screening – die Identifikation

nationaler Rechtsnormen, die vor dem

EU-Beitritt angepasst werden müssen – wurde im

März 2015 abgeschlossen. Serbien hat die beiden

ersten Verhandlungskapitel im Dezember letzten

Jahres eröffnet – Kapitel 32, über die Finanzkontrolle,

und Kapitel 35, über die Normalisierung der

Beziehungen zu Kosovo und Metochien.

Kapitel 32 umfasst im Wesentlichen zwei Bereiche:

einerseits die interne Finanzkontrolle im

öffentlichen Sektor sowie die externe Rechnungsprüfung,

andererseits den Schutz der finanziellen

Interessen der EU sowie den Schutz des Euro gegen

Geldfälschung. Im Fortschrittsbericht 2015

hat die Kommission die Entwicklung in den Bereichen

„externe Rechnungsprüfung“ und „Schutz

der finanziellen Interessen der EU“ positiv hervorgehoben.

Das Finanzministerium Serbiens

hat außerdem weitere Schritte zur Bekämpfung

der Korruption eingeleitet, zum Beispiel wurde

eine nationale Stelle zur Koordination der Betrugsbekämpfung

in Form einer unabhängigen

Einheit eingerichtet. Klar ist: Es handelt sich um

erste Maßnahmen, die Serbien im Rahmen des

Beitrittsverfahrens ergriffen hat. Sie sollen dem

Land zu einer funktionierenden Marktwirtschaft

verhelfen, um Serbien zu einem attraktiven Investitionsstandort

zu machen.

Kapitel 35 enthält insbesondere die Umsetzung

des First agreement of principles governing

the normalization of relations with Kosovo and

Metohija [Erstes Abkommen über die Grundlagen

der Normalisierung der Beziehungen zu Kosovo

und Metochien], das im April 2013 unterzeichnet

wurde. Außerdem beschreibt dieses Kapitel die

Foto: Lansky, Ganzger + partner, Erich Westendarp

106 | SOCIETY 1_2016


WIRTSCHAFT

RECHT

Umsetzung einiger wichtiger Abkommen, die zu

einem späteren Zeitpunkt unterzeichnet wurden,

wie zum Beispiel Telekommunikations-, Zoll- und

Energievereinbarungen sowie das Abkommen

über die Gründung einer Assoziation der serbischen

Mehrheitsgemeinden im Nordkosovo.

Im Juni ist die Eröffnung weiterer zentraler

Kapitel für die EU-Mitgliedschaft vorgesehen. Bei

Kapitel 23 (Justiz und Grundrechte) und Kapitel

24 (Freiheit und Sicherheit) handelt es sich um

entscheidende Verhandlungskapitel – sie werden

wegen ihrer Wichtigkeit und Komplexität normalerweise

zu Beginn der Beitrittsverhandlungen

eröffnet und in der Regel als letzte Kapitel

abgeschlossen. Im September 2015 wurden die

erforderlichen Aktionspläne zur Eröffnung beider

Kapitel erfolgreich fertiggestellt. Der für die

EU-Erweiterung zuständige Kommissar Johannes

Hahn hat im vergangenen Februar, nach einem

Treffen mit der serbischen Ministerin für Europäische

Integration, Jadranka Joksimović, in Aussicht

gestellt, dass in Anbetracht der erzielten Fortschritte

die Kapitel 23 und 24 Mitte dieses Jahres

eröffnet werden könnten.

Hinsichtlich Kapitel 23 hat sich Serbien vor allem

auf die Einhaltung der Menschenrechte sowie

auf die Umsetzung von Reformen des Justiz- und

Strafverfolgungssystems zu konzentrieren. Der

Serbien-Bericht der Europäischen Kommission

hält fest, dass die serbischen Institutionen zur

Korruptionsprävention den internationalen Normen

entsprechen und sich insgesamt gut entwickelt

haben. Der Rat für Korruptionsbekämpfung,

der eine Beraterrolle gegenüber der Regierung

einnimmt, hat Fälle „systematischer Korruption“

aufgezeigt und analysiert. Serbien befindet sich

außerdem in der Umsetzungsphase des National

Judicial Reform Strategy Action Plan [Nationaler

Aktionsplan für die Strategie der Rechtsreform],

die 2018 abgeschlossen sein sollte.

Hauptziele von Kapitel 24 sind die Festlegung

einheitlicher Regeln für Grenzkontrollen, Visa,

externe Migration und Asyl sowie die Kooperation

auf EU-Ebene in Justiz- und Polizeiangelegenheiten;

ferner die Bekämpfung des organisierten Verbrechens

und Terrorismus. In allen zu Kapitel 24

gehörenden Bereichen hat Serbien Fortschritte erzielt,

speziell im Kampf gegen Terrorismus sowie

Drogenmissbrauch und illegalem Handel.

Ein funktionierendes Rechtssystem und die

Bekämpfung von institutioneller Korruption sind

unerlässlich, um ein stabiles und investitionsfreundliches

Umfeld zu schaffen. Serbiens Wirtschaft

befindet sich im Aufwind – gelingt es, das

Land auf Reformkurs zu halten, wird sein Markt

in Zukunft noch interessanter.


KONTAKT

Lansky, Ganzger

+ partner Rechtsanwälte

GmbH

Biberstraße 5

1010 Wien

Tel.: +43-(0)1-533 3330

E-mail: office@lansky.at

www.lansky.at

AUSTRIA CONNECT

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Vernetzen Sie sich auf unseren weltweit stattfindenden Konferenzen

mit Top-Managern und Experten, den Leitern österreichischer

Niederlassungen sowie Österreichern im jeweiligen Exportmarkt!

wko.at/aussenwirtschaft/austriaconnect

SOCIETY 2_2012 | 107


DIVERSITÄT

WIRTSCHAFT

Wirtschaft und Diversity

Seit 2009 leistet die Diversity Abteilung der Wirtschaftskammer

Wien eine Pionier Arbeit für

Wiener UnternehmerInnen zum Thema Vielfalt.

Text: Simon INOU

INFO

Mehr Infos über das Diversity

Referat der Wirtschaftskammer

Wien

www.wko.at/wien/diversity

Seit Jahren ist Migration,

Einwanderung

genauso wie

Auswanderung,

Dauerthema unserer

Gesellschaft. Seit letztem

Juli ist Einwanderung das

meist diskutierte und polarisierende

Thema in den Medien.

Auf der einen Seite sagen

die einen „wir können nicht

die ganze Misere der Welt

bei uns beherbergen. Dafür

haben wir nicht genug Geld

und Ressourcen.“ Die anderen

betonen, dass Österreich

als fünftreichstes Land der

Erde genug Mittel hat, um

sogar noch mehr EinwandererInnen

willkommen zu

heißen. „Außerdem, argumentieren

sie weiter, ÖsterreicherInnen

wandern auch

aus und es ist normal, dass

andere zu uns kommen.“

Beide Lager haben Recht.

So können wir auch in der

politischen Diskussion eine

Kristallisierung dieser Meinungen

in den politischen

Parteien SPÖ, ÖVP, FPÖ, DIE

GRÜNEN und NEOS feststellen.

Das sind Parteien, die

vom Volk gewählt wurden

um im Parlament das Land

zu vertreten, obwohl sie

unterschiedlicher Meinung sind. In einem sind

sich diese Parteien einig: Die Wirtschaft muss

funktionieren, damit die Herausforderungen von

Auswanderung/Einwanderung gemeistert werden

können.

Als Bundeshauptstadt und meist bevölkerte

Stadt Österreichs ist Wien ein globaler Player beim

Thema Vielfalt. Wirtschaftlich wird dieses Thema

seit 2009 in einem eigenen Referat behandelt.

Hier wird Diversity nicht als Defizit wahrgenommen,

sondern als Stärke. Neben Beratungen bis

hin zur Unterstützung von Diversity orientierten

Maßnahmen für große Wiener Unternehmer, leistet

das Diversity Referat der Wirtschaftskammer

Leiterin des Diversity Referats, Melanie Wawra

»

Die Wirtschaft muss

funktionieren, damit

die Herausforderungen

von Auswanderung/

Einwanderung gemeistert

werden können.

«

Melanie Wawra

Wien (WKW) einen historischen

Beitrag zur aktuellen Diskussion

jenseits von Medien Brouhaha

über wie „schlecht die Ausländer

uns wirtschaftlich ausnutzen“.

Melanie Wawra, gebürtige

Oberösterreicherin aus Leonding

und Wahlwienerin seit 2002, leitet

seit 2011 das Diversity Referat

der WKW. Sie hat Sozioökononie

in Wien studiert. Zu den sechs

Kernthemen von Diversity – Alter,

Behinderung, ethnische Zugehörigkeit,

Gender, sexuelle Orientierung

und Weltanschauung –

leistet ihre Abteilung kostenlose

Beratung, gestaltet Netzwerktreffen

und unterstützt das Erlernen

der deutschen Sprache für die,

die es dringendst brauchen um

so schnell wie möglich in Wien

unternehmerisch tätig zu sein.

Die Abteilung mit acht MitarbeiterInnen

hat eine Diversity Quote

von hundert Prozent, sagt Wawra

stolz im Gespräch mit SOCIETY.

Hier fürchtet man sich nicht

vor Themen wie Rassismus oder

Ausschluss-Mechanismen in der

Gesellschaft. Im Gegenteil: „Wir

packen dieses Problem mit unserem

großen Pool an Experten an

und finden immer eine Lösung

für Wiener UnternehmerInnen“,

sagt Wawra.

Außerdem wurde aus der Initiative

der WKW und der Wirtschaftskammer Österreich

im Jahre 2010 die österrechische Charta der

Vielfalt ins Leben gerufen. Von anfänglich elf unterzeichnenden

Unternehmen ist die Charta mittlerweile

auf aktuell über 170 Unterzeichner angewachsen,

zu denen ebenso private Unternehmen

wie Organisationen aus dem öffentlichen Sektor

zählen. Ziel der Charta ist die Bekämpfung von

Diskriminierung in verschiedenen Bereichen wie

Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft, Hautfarbe,

Behinderung, sexuelle Ausrichtung, Religion und

persönliche Werte. Ein klares Statement der Wirtschaftstreibenden

in Richtung gesellschaftliche

Akzeptanz aller, die hier leben.


Fotos: wkw

108 | SOCIETY 1_2016


Eine Kultur des

Vertrauens

DIVERSITÄT

BILDUNG

Kulturspezifische Standards und Normen sollen

die Gestaltung vertrauensvoller internationaler

Beziehungen und Partnerschaften unterstützen.

Um Handlungssicherheit und Vertrauen aufzubauen

reicht das nicht immer.

Text: Isabella Andric

Fotos: Mag. Barbara Vanessa Ederer, daniel stricker

Vertrauen wir einfach darauf, dass wir

es richtig machen.

Im beruflichen Umfeld steht Vertrauen

in direkter Relation zu Effizienz

und Effektivität. Teams, die eine

Kultur des Vertrauens erfolgreich leben, sind schneller

und produktiver. Rollen und Aufgaben, Verpflichtungen

und Erwartungen sind klar geregelt und die

persönliche Verantwortung des Einzelnen nimmt

dabei einen besonderen Stellenwert ein. Gegen eventuelle

Unsicherheiten gibt es zusätzlich in manchen

Situationen schriftliche Vereinbarungen. Die „Sache“

erhält so einen höheren Wert als die persönliche

Beziehung.

Im asiatischen Kulturkreis steht die persönliche

Verantwortung der Beteiligten über schriftlichen

Vereinbarungen und Verträgen. Vertrauen entsteht

durch eine Balance aus Nehmen und Geben. Ziel ist

Harmonie, nach innen und außen. Das Denken und

Tun orientiert sich am großen Ganzen. Der Schlüssel

dazu ist das Konzept des Gesicht-Wahrens. Es ist

die Voraussetzung für den Aufbau von Vertrauen

und bietet einen klar definierten Code of Conduct

für Kooperationen und Partnerschaften.

Aristoteles unterscheidet Partnerschaften, die auf

Wahrhaftigkeit und Wertschätzung in allen Lebenslagen

aufbauen und jenen, die einen Nutzen oder

Unterhaltungswert bieten. Das asiatische Streben

nach Harmonie zielt darauf ab, sämtliche Ebenen

zu integrieren, so dass starke, vertrauenswürdige

und langfristige Beziehungen entstehen, die einen

Mehrwert durch gemeinsame Ziele und Vorteile bieten.

Wichtig sind Wahrhaftigkeit und Integrität –

eine Gegenseitigkeit, die auf Einfühlungsvermögen,

Wertschätzung und Respekt aufbaut.


Brücken aus Vertrauen bauen

Was jedoch, wenn es in internationalen Beziehungen

zu Konflikten und Missverständnissen

kommt und der Versuch eine Brücke zu schlagen

abgewiesen oder überspielt wird? Im asiatischen

Es gilt die Balance

zu halten

Kulturkreis bedeutet das Eingeständnis von Versagen

vor Dritten einen Gesichtsverlust. Schwäche zu

zeigen wäre ein vollkommener Gesichtsverlust. So

werden Fehler verschwiegen oder Ausreden genutzt.

Das Gesicht zu wahren ist wichtiger als die Wahrheit.

Es widerspricht den europäischen Werten der

Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit. Interkulturell ist es

jetzt doppelt herausfordernd eine Brücke zu schlagen.

Ein Clash of Cultures ist vorprogrammiert.

Ein Balanceakt aus Geben und Nehmen. Vertrauen

baut auf Harmonie auf – einer Balance aus Geben

und Nehmen. Nehmen wir die „Ausrede“ des

asiatischen Geschäftspartners an, geben wir Gesicht

und stärken die Vertrauensebene für eine weitere

Zusammenarbeit. Es ist bedeutungslos, was wirklich

geschehen ist. Wichtig sind die Beziehung und das

Vertrauen zueinander – besonders in schwierigen Situationen.

Im Kontext anonymer Großstädte nimmt

die Verpflichtung zu wert-vollem Handeln leider ab.

Der Wert des Vertrauens bleibt trotzdem hoch, denn

es ist die einzige Währung die zählt. •

ZUR PERSON

Isabella Andric, MA, ist

interkulturelle Kommunikationsberaterin

und hat

mehr als 15 Jahre berufliche

Erfahrung, davon über zehn

Jahre als internationale

Projektleiterin, u. a. auch für

österreichische Ministerien

und die Europäische

Kommission. Sie kennt die

Herausforderungen der

internationalen Zusammenarbeit.

Als Migrantin

der zweiten Generation mit

serbischer Herkunft kennt

sie die Hindernisse sowie

das Glück einer erfolgreichen

kulturellen Integration

auf lokaler Ebene. Seit über

zehn Jahren setzt sie sich

mit interkulturellen Theorien,

Modellen und Inhalten

auseinander und entwickelt

innovative Formate und

Konzepte für die interkulturelle

Aus- und Weiterbildung.

2013 hat sie das

Unternehmen ISA.EU.COM

gegründet.

www.isa.eu.com

www.integrationscoach.eu

SOCIETY 1_2016 | 109


DIVERSITÄT

EVENT

Bei dem „Diversity Walk“ von

SUPER MARKET waren Models

mit und ohne Behinderung die

Stars des Catwalks

Michael Schottenberg mit

Monika Haider

Choreograph des „Diversity

Walks“, Alamande Belfor

Kreativkopf Christian

Hase mit Tänzern

Mit Magie gegen

soziale Kälte

In der Walpurgisnacht wurde beim 9. Diversity Ball

wieder die Vielfalt gefeiert.

In der Nacht vom 30. April

stand der Wiener Kursalon

ganz unter dem

Motto „Magie der Sinne“.

Der von dem Verein

equalizent unter der Leitung

von Monika Haider organisierte

Ball setzte damit auch

dieses Jahr wieder ein Zeichen

für gelebte Vielfalt in unserer

Gesellschaft. Über 2000 Gäste

kamen zum einzigen komplett

barrierefreien Großevent Europas. So wurde etwa

das Programm in Gebärdensprache übersetzt und

ein 3D-Modell der Location half, zusammen mit

„Guiding“- und „Communication-Angels“, dass

sich Menschen mit Sehbehinderung besser am Ball

orientieren und gehörlose Menschen mit Hörenden

barrierefrei kommunizieren konnten. Zusätzlich

luden spezielle Stationen in der Erlebniswelt

der Sinne zum Tasten, Schmecken, Riechen, Sehen

und Hören ein.

Ganz im Sinne des Ballmottos konnten die Gäste

am Roulettetisch ihr Glück versuchen oder die Zauberkünste

des Magierduos Christian Christian &

Harry Fox bestaunen. Zu den Programmhighlights

gehörten die Improvisationstanzperfomance „Der

goldene Balkon“ von Christian Hase und der „Diversity

Walk by SUPER MARKET“ – die vielfältigste

Modeschau des Jahres, die von

Models mit und ohne Behinderung

erarbeitet wurde. Souldiva

Doretta Carter begeisterte

das bunte Publikum aus Drag-

Queens, Lederhosen-, und

Smokingträgern und Menschen

mit und ohne Behinderung

mit ihrer kraftvollen Performance.

Die LED-Tanzshow

der „Pro7 Got To Dance“- Finalisten

Dance Industry setzte

ein weiteres Zeichen für gesellschaftliche Vielfalt.

PickUp-Tänzer sorgten dafür, dass auch wirklich jeder

auf der Tanzfläche auf seine Kosten kam, und

ein „Anbandlspiel“ bot die charmante Gelegenheit,

mit Unbekannten ins Gespräch zu kommen.

Als Ballbotschafter fungierten Behindertenanwalt

Erwin Buchinger und die Stadträtin für

Frauen, Bildung und Jugend, Sandra Frauenberger.

Den Ehrenschutz hatte Ex-Minister Rudolf

Hundstorfer übernommen. Ballorganisatorin

Monika Haider brachte das Motto des Abends folgendermaßen

auf den Punkt: „Ich glaube nach

dieser Nacht hatte jeder das Gefühl: die Welt kann

ein besserer Ort für alle sein, ohne Ausgrenzung

und mit Respekt für Andersartigkeit! Wir haben

viel zu viel Angst vor Andersartigkeit, dieser Ball

nimmt die Angst!“


Fotos: Christian Mikes, Moni Fellner, Christine Miess

110 | SOCIETY 1_2016


GREEN SOCIETY

LEBENSART

Zeit zum Bäume pflanzen

Die Starkl’sche Baumschule in Frauenhofen im Tullnerfeld

ist 40 Hektar groß und hat eine lange Geschichte.

Exklusive Bäume vom

Gärtner Starkl verschönern

jeden Garten

Fotos: DI Jutta Fischel, Simone Andress, starkl

1967 wurde das Gartencenter Starkl in

Frauenhofen erbaut und war damals das

erste Pflanzenkaufhaus Österreichs. Mit

über 5.000 Quadratmeter überdachter

Verkaufsfläche und einem riesigen Freigelände,

verfügt es heute neben einem sehenswerten

Schlosspark auch über einen Schaugarten mit

Rosen und Staudenbeeten und einen ‚Baumgarten‘

mit ausgesuchten Solitärbäumen. Wer sich Anregungen

für seinen Garten holen möchte, wird hier

fündig. Anton Starkl führt mit seiner Frau Helga

den Betrieb, zwei seiner Söhne arbeiten mit: Rudolf

leitet die Umsetzung der Gartenplanung und

Martin unterstützt seine Mutter im Gartencenter.

Dass hier Profis zu Hause sind, merkt der Besucher

gleich, wenn er ankommt. Das Bild prägen blühende

Beete und große, alte Bäume.

Im Schlosspark wird den Kunden Erholung und

Anregung zugleich geboten. Die Besonderheiten

der Produktion sind Bäume, die ein stattliches Alter

von bis zu 50 Jahren haben – mehr als ein halbes

Menschenalter. Sowohl im Verkauf als auch in der

Produktion wird Wert auf natürliche Wirkstoffe

gesetzt. Die Pflanzen werden innerhalb kürzester

Zeit, ohne lange Transportwege, zu den Kunden

gebracht.

Baumschulbesitzer Anton Starkl, Gärtner aus

Leidenschaft, lebt seine Liebe zu besonderen Formgehölzen

im eigenen Betrieb aus und greift oft

auch selbst zur Schere, um den skulpturartig formierten

Föhren, Eiben und Hainbuchen den letzten

Schliff zu geben.


Die Familie Starkl: Anton Starkl und

Gattin Dr. Helga Starkl

KONTAKT

Gärtner Starkl

Anton Starkl GmbH

Gärtnerstr. 4

A-3430 Frauenhofen/Tulln

www.starkl.at

SOCIETY 1_2016 | 111


GREEN SOCIETY

PRODUKTTIPPS

Green Beauty

Schönheit kommt aus

den Schätzen der Natur,

Meersalz aus der Bretagne

macht glatte Haut, Rosenstammzellen

revitalisieren

und Brokkoli macht

glänzendes Haar.

1

1GLATTE SACHE

Tautropfen fluidum Sanftes

Körperpeeling mit Meersalz

Aus dem klaren Wasser des Iroise Biosphärenreservats

in der Bretagne stammen die Braunalgen

der Tautropfen fluidum Serie, die mit ihren

Wirkstoffen empfindliche und feuchtigkeitsarme

Haut stärken. Das Körperpeeling

glättet raue

Haut sanft mit Meersalz

und schenkt dem Körper

pure Erholung und

das frische Gefühl wie

nach einem langen Spaziergang

an der bretonischen

Küste.

www.tautropfen.com

2SCHWARZWÄL-

DER SCHÖNHEIT

Annemarie Börlind

sierende Tagescreme

ENERGYNATURE Vitali-

Diese zart nach Rosen duftende, vegane

Tagespflege mit dreifach Wirkung wirkt

schützend, energetisierend und vitalisierend

bei normaler bis trockener Haut.

Der neue Wirkstoff aus den Stammzellen

der „black forest rose“ unterstützt die

Kollagenproduktion und sorgt so für eine

elastische Haut. Außerdem erhöht er den

Wassertransport in den Zellen, wodurch

der Teint besser mit Feuchtigkeit versorgt

wird und stimuliert die Hyaluronsäureproduktion.

www.products.boerlind.com

112 | SOCIETY 1_2016


Fotos: tautropfen, annemarie börlind, rivelles, the organic pharmacy, andreas hofmann, tanja tauchhammer

4GESUND UND

Conditioner

SCHÖN

Rivelles Brokkoli Silky

Brokkoli ist nicht nur gesund,

sondern macht auch sprödes Haar wieder

glänzend. Der vegane Silky Conditioner

versorgt strapazierte Längen nachhaltig

mit Feuchtigkeit und macht sie wieder

kämmbar – und das gänzlich ohne Silikone.

Der im Wienerwald hergestellte Conditioner

enthält Inhaltsstoffe in Bio-Qualität,

die Verpackung ist aus recyceltem

Kunststoff, so verschönert er nicht nur das

Haar, sondern auch die Umwelt.

www.rivelles.com

3SONNENBADEN

OHNE REUE

The Organic Pharmacy

Cellular Protection Sun

Cream

Sonnenschutz ohne hormonaktive Substanzen

– Die Cellular Protection Sun

Cream enthält farbloses Zink, das effektiven

UVA- und UVB-Schutz verleiht ohne

lästige weiße Rückstände auf der Haut zu

hinterlassen. Extrakte aus Karanjabaum,

Perlen, rotem, weißem und grünem Tee

schützen die Haut, Sheabutter und Hagebutte

versorgen sie zusätzlich mit Feuchtigkeit.

Mit verschiedenen SPF erhältlich.

www.greenglam.de

5SCHÖNHEIT AUS

DEM WIENER-

WALD

Rivelles aktiva

Gesichtsöl

Kaum sichtbare Entzündungen können die

Hautalterung beschleunigen, das vegane aktivia

Gesichtsöl wirkt diesen mit Samenölen

in Bio-Qualität aus Himbeeren, Johannisbeeren

und Koriander natürlich entgegen.

Diese wirken entzündungshemmend, zellregenerierend,

erhöhen die Hautelastizität

und stärken die Hautbarriere. Das zart nach

Koriander duftende Gesichtsöl zieht schnell

ein ohne einen Fettfilm zu hinterlassen.

www.rivelles.com

SOCIETY

BEAUTY TIPP

TANJA TAUCHHAMMER

Sea-Salt Spray

für die Haare

Nie sind die Haare so schön

wie im Strandurlaub. Das

liegt vor allem an der

Wirkung des Salzwassers,

das für schön definierte Wellen

sorgt. Den coolen Beach-Waves

Look kann man sich ganz leicht

selber zaubern, ohne ein Ticket in

den Süden zu buchen. In dieser

Anleitung zeige ich, wie’s geht. Sie

brauchen dafür folgende Zutaten:

• 210 g Kamillenwasser

oder destilliertes Wasser

• 1 EL Flohsamen

• 1TL feinkörniges Meersalz

• 1TL Kokosöl

• 10 Tropfen ätherisches Orangenöl

(optional)

In einem

kleinen Topf

erhitzt man

130g des

Kamillenwassers

und gibt

die in einen

Teefilter

gepackten

Flohsamen

dazu. Man

kocht alles

lange

auf kleiner

Flamme, bis das Kamillenwasser

zu einem Gel geworden ist und mit

dem Finger Fäden gezogen werden

können. Dieses Gel gibt man danach

in ein Gefäß mit Schraubdeckel und

fügt den Rest des Kamillenwassers

sowie Salz und das geschmolzene

Kokosöl hinzu. Wer möchte, kann

noch mit ätherischem Öl beduften.

Danach das Gefäß gut verschließen

und durch Schütteln die Inhaltsstoffe

miteinander verbinden. Nun kann

das Sea-Salt Spray in einen Pumpzerstäuber

umgefüllt und verwendet

werden. Sofortiges Strandfeeling!

SOCIETY 1_2016 | 113


LIFE & STYLE

MODE

Bikinis aus

Fischernetzen

Magaret and Hermione denkt Bademode neu und

vereint Nachhaltigkeit und Schönheit gekonnt miteinander.

Die Bademode der Jungdesignerinnen ist

im Netz bereits ein Hit.

Margaret and Hermione. Der Name

eures Labels entspricht den Vornamen

Eurer Großmütter. Wieso

habt Ihr Euch für genau diesen

Markennamen entschieden?

Ehrlich gesagt: Die Namensfindung war eines

der schwierigsten Dinge überhaupt. Das Naheliegendste

wären die eigenen Namen gewesen, aber

unsere Namen klingen leider weniger charmant...

Wir wollten aber keinen Fantasie-Namen kreieren,

sondern den Namen in Verbindung mit uns selbst

setzen. So kamen unsere Omas in’s Spiel.

Das Ausgangsmaterial für die Bikinis und Badeanzüge

sind nicht mehr verwendete Fischernetze,

die im Meer herumtreiben. Jährlich sterben

tausende Meeresbewohner in diesen sogenannten

Geisternetzen. Durch die Verarbeitung der Netze

wirkt man dieser Bedrohung entgegen. Die abgefischten

Netze werden zu einem Garn und in weiterer

Folge zu hochwertigen Bademodestoffen in

Italien verarbeitet. Die Stoffe werden mit den von

uns handgezeichneten Prints bedruckt. Produziert

wird in einer kleinen, auf Bademode spezialisierten

Manufaktur in Kroatien.

Margaret und Hermione Designerinnen

Barbara Gölles und Andrea Kollar

INFO

MARGARET AND

HERMIONE

Seit Ende Februar 2016 ist

nun die erste Kollektion

„Coco Lime and Beasts“

im MARGARET AND

HERMIONE Online-Shop,

wie auch österreichweit

in ausgewählten Shops

erhältlich. Die Gründerinnen

Barbara Gölles, Designerin

des Labels, und Andrea

Kollar, verantwortlich für die

Illustrationen, studierten gemeinsam

an der Universität

für Angewandte Kunst.

www.margarethermione.com

Eure Designs sind frisch, bunt, sommerlich

und dennoch klassisch. Woher schöpft Ihr eure

Inspiration – sowohl für die Schnitte, als auch

für die Illustrationen?

Der Alltag liefert die Inspirationen. Es sind

weniger Dinge, als Momente, die ein Gefühl, eine

Stimmung aufkommen lassen. Daraus entsteht

eine Idee, an der man weiterspinnt und feilt. Die

Schnitte sollen tragbar und unkompliziert sein –

Schnitte, in denen man sich wohl und sexy fühlt.

Die Passform und Verarbeitung sind das A und O.

Bei den Prints hingegen kann es schon mal wild

werden und der Humor darf auf keinen Fall fehlen.

Unsere Bademode soll Spaß machen!

Ein einzigartiges Unterscheidungskriterium

eurer Bikinis und Badeanzüge ist die Tatsache,

dass sie aus Fischernetzen hergestellt werden.

Doch wie genau wird aus einem Fischernetz

trendige Bademode für Frauen?

Die Verwendung von Fischernetzen ist nicht

nur individuell, sondern auch nachhaltig. Warum

ist Euch der Gedanke der Nachhaltigkeit so

wichtig?

Mode ist extrem schnelllebig, ständig wird eine

neue Kollektion auf den Markt gebracht. Uns war

klar: Wenn wir Bademode machen, dann nur in Verbindung

mit Nachhaltigkeit. Wir wollen nicht nur

ein Produkt anbieten, das von außen, sondern auch

von innen schön ist.


Fotos: margaret und hermione

114 | SOCIETY 1_2016


LIFE & STYLE

INTERVIEW

ZUR PERSON

Insekten auf den Speiseplan

„Insekten zum Essen“ ist das österreichweit erste

Start-up im Bereich des Verzehrs von Insekten. Gründer

Christoph Thomann im Gespräch mit SOCIETY.

Christoph Thomann, MA

Geboren in Wien, Bachelor

und Master of Arts in

Business in Gesundheitsmanagement

an der IMC

Fachhochschule Krems,

seit 11.2015 Gründer und

Geschäftsführer „Insekten

zum Essen“

Fotos: Dominik Geider

Der genussvolle Verzehr von Insekten

ist in vielen Ländern Asiens

schon lange fester Bestandteil der

Kultur. Wie schätzen Sie derzeit

die Meinungshaltung der Österreicher

zum Thema Insekten essen ein?

Grundsätzlich erlebe ich großteils sehr positives

Feedback von den Menschen in Österreich.

Einerseits ist es natürlich etwas Neues für die

meisten – oft daher noch mit Spaß, einer Art Mutprobe

verbunden. Dabei werden Fotos geschossen

und gelacht. Allerdings ist das Gute daran, dass es

den Menschen schmeckt, daher trägt die Überzeugungsarbeit

unsererseits langsam Früchte. Viele

haben mittlerweile schon davon gehört, sind offen

zu probieren und sehr interessiert über dieses

Thema mehr zu erfahren. Es ist eine große Freude

diese Einstellung mitbeeinflussen zu können und

die Meinungen vieler diesbezüglich zu wandeln.

Bisher gibt es bundesweit kein vergleichbares

Unternehmen. Was hat Sie dazu gebracht, ihr

Start-up zu gründen?

Langjährig steigende Motivation in diesem Bereich

hat etwas damit zu tun, denn ich beschäftige

mich nun bereits seit vier Jahren mit dem Thema.

Der Ekel, der auch bei mir anfangs vorhanden

war, hat sich bald gelegt. 2014 war ich auf einer

Konferenz in den Niederlanden, wo ich mich weiter

vernetzt und mit vielen Partnern in Europa

ausgetauscht habe. Noch im selben Jahr habe ich

mit zwei Kollegen gemeinsam den Verein Speiseplan

mit dem Ziel, Aufklärungsarbeit zu leisten

und die Bewusstseinsbildung zu fördern, gegründet.

Durch das wachsende, mittlerweile auch mediale,

Interesse erreichte ich letztlich den Punkt,

an dem ich noch mehr machen wollte und mich

somit entschied, selbstständig zu werden. Am Anfang

war die Skepsis groß, doch sie schrumpfte

mit zunehmenden Gesprächen und Veranstaltungen.

Als erster in den Markt einzutreten hat zwar

viele Vorteile, dennoch bedeutet es auch, Pionierarbeit

zu leisten und das Thema komplett aufzubauen;

von der Gesetzgebung, über die richtige

Züchtung und Vermarktung, bis hin zur bereits

erwähnten Aufklärungsarbeit. Dies ist alles mit

sehr viel Arbeit verbunden, jedoch auch mit mindestens

genau so viel Spaß.

Insekten sind weder vegetarisch noch vegan

und bilden daher eine ganz eigene Kategorie.

Wer traut sich, Insekten zu essen?

Sowohl Veganer als auch Vegetarier, Fleischesser

und Nicht-Fleischesser. Die Neugierde überwiegt

oft den Ekel, letztlich „trauen“ sich die

meisten.


WUSSTEN

SIE, DASS...?

... Insekten uns eine große

Menge an qualitativ hochwertigen

Proteinen liefern?

... Insekten weniger Platz,

Futtermittel und Wasser

benötigen als andere Säugetiere

und auch weniger

Treibhausgase verursachen?

... Insekten relativ geschmacksneutral

und daher

vielfältig einsetzbar sind?

INFO

www.insektenessen.at

www.speiseplan.wien

SOCIETY 1_2016 | 115


GREEN SOCIETY

INTERVIEW

Blubbernde Leidenschaft

Handgemachtes Eingelegtes ist wieder im Trend.

SOCIETY sprach mit Saly Wolfger von BLUB über

die Wiederentdeckung dieser Tradition.

BLUB-Gründer Saly und

Ulrich Wolfger an ihrem

Stand am Yppenmarkt

Renner und der Rest ist Geschichte. Besonders

beliebt ist übrigens, neben unserem Kimchi, das

monatlich wechselnde Chutney und unser Apple-

Mustard. Wir lieben es, auf dem Markt zu stehen

und würden es nicht ändern wollen!

CURRICULUM

VITAE

Ulrich Wolfger wurde in

Leoben geboren. Nach einer

Ausbildung zum Koch

verbrachte er viele Jahre in

Michelin Stern Restaurants

in der Schweiz, Deutschland,

Österreich, Australien,

England, Irland und

Kanada, wo er auch seine

Frau Saly kennenlernte.

Hauptberuflich arbeitet er

als Koch im veganen rawfood

Restaurant „Dancing

Shiva“, wo auch die Produkte

für BLUB hergestellt

werden.

Saly Wolfger wurde in

Kuwait als Tochter eines

syrischen Vaters und einer

philippinischen Mutter

geboren und wuchs im kanadischen

Toronto auf. Sie

ist seit ihrem fünfzehnten

Lebensjahr im Restaurantbereich

tätig. Toronto mit

seiner Vielfalt an internationalen

Restaurants

wie karibisch, afrikanisch

und und südostasiatisch

erweiterte ihren Gaumen

für Geschmäcker aus aller

Welt. Reisen und Essen

sind ihre größten Hobbies

und Kochen wird immer

ihre größte Leidenschaft

sein.

Wann habt ihr begonnen, euer

milchsauer eingelegtes Gemüse

zu produzieren?

Für meinen Mann Ulrich

und mich war Einlegen und

Fermentieren immer schon Teil unseres Lebens.

Als Österreicher wuchs Ulrich mit fermentiertem

Gemüse wie Sauerkraut und Essiggurkerl auf, die

ein großer Teil der hiesigen Esskultur sind. Ich habe

syrisch-philippinische Wurzeln: Syrer lieben eingelegtes

Gemüse wie rote Rüben und Karotten – fermentierte

Fischsauce und eingelegte Mangos waren

schon immer meine philippinischen Favoriten. Bald

haben wir begonnen, diese Dinge selbst herzustellen.

Da wir viel auf Reisen sind, erinnern diese Speisen

uns immer an zuhause. Schon bevor wir uns

kennengelernt hatten, haben wir fermentiert und

eingekocht. BLUB ermöglicht uns jetzt, diese Leidenschaft

mit anderen Menschen zu teilen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, so exotische

Produkte wie koreanisches Kimchi auf dem

Markt zu verkaufen?

Wir sind beide gelernte Köche und lieben es,

für Menschen zu kochen und sie mit unseren Kreationen

zu erfreuen. Immer wieder hatten wir

überlegt, ein Restaurant aufzumachen, es war uns

aber wegen der finanziellen Mittel nicht möglich.

Deswegen hatten wir die Idee, einen Marktstand

zu eröffnen. Eines Tages begann Ulrich mit dem

Fermentieren herumzuexperimentieren. Er dachte

dabei an das tolle Kimchi, welches er in Toronto

kennengelernt hatte. Zu dem Zeitpunkt, war in

Wien kein hochwertiges Kimchi zu finden. Das

war für uns die Initialzündung für den Marktstand.

Zuerst hatten wir Angst, dass die Leute

diesen milchsauer-vergorenen, koreanischen Chinakohl

nicht mögen würden und verkauften dazu

noch Sauerkraut, doch unser Kimchi wurde zum

Wofür steht der Name BLUB?

Der Name BLUB steht für das Geräusch, das in

den Tonkrügen während der ersten Wochen der

Fermentation entsteht. Blubb, blubb, blubb.

Ihr verwendet in euren Produkten viel regional

und biologisch angebautes Obst und Gemüse. Was

ist da der Vorteil gegenüber konventioneller Ware?

Wir legen großen Wert auf regionale und biologische

Produkte. Österreich hat in dem Bereich so viel

zu bieten. So wollen wir auch die kleinen Bauern unterstützen,

die so viel Liebe in die Herstellung ihrer

Waren legen. Außerdem bieten diese eine viel größere

Sortenvielfalt: Warum sich für eine entscheiden,

wenn es doch so viele verschiedene gibt? Wir

beziehen einen Großteil unseres Gemüses bei der

Wiener Arche-Noah Gärtnerei Ganger, die Äpfel für

unseren Apple-Mustard stammen von der Familie

Aichinger. Jede Sorte hat ihre speziellen Eigenschaften,

die leider teilweise durch die Uniformisierung

der Agrarindustrie verloren gehen. Wir wollen alte

Varietäten, deswegen kooperieren wir mit Samenschützern

dieser Welt um diese zu erhalten. Hinzu

kommt, dass in den österreichischen Wäldern viele

Pilze und Kräuter zu finden sind, die wir z.B. in unserem

Bärlauchpesto verarbeiten.

Ihr verkauft eure Produkte auf dem Ottakringer

Yppenmarkt und habt inzwischen schon eine

große Fangemeinde aufgebaut. Woher kommt

eurer Meinung nach dieses neue Interesse an

handgemachten Nahrungsmitteln?

Ich glaube die Leute sind gelangweilt von den

immer gleichen Produkten. Wir wollen keine industriell

hergestellte Nahrung, die ist monoton

und alles schmeckt gleich: süß und salzig. Gleichzeitig

wird Qualität wieder wichtig, vor allem, da

die Gesundheit immer mehr zum Thema wird. Internationale

Geschmacksrichtungen haben inzwischen

auch ihren Schrecken verloren. Wir wollen

wieder wissen, wer unsere Nahrung hergestellt

hat. Zurück zu „Mutters Küche“ mit ein bisschen

exotischen Gewürzen, das ist das beste was uns

seit der Industrialisierung passiert ist. Es gibt unseren

Kunden ein gutes Gefühl zu wissen, wer ihre

Nahrung hergestellt hat.


Foto: tanja tauchhammer

116 | SOCIETY 1_2016


GREEN SOCIETY

LEBENSART

In den Tag mit einem

gesunden Frühstück bei

ERICH starten.

Ein grüner Tag in Wien

Das Thema Nachhaltigkeit ist wichtiger denn je.

Mit unseren Empfehlungen lässt sich ein komplett

grüner Tag in der Bundeshauptstadt verbringen.

Fotos: Christof Wagner, Georg Scheu/ Foto Scheu

9.00–10.30 Frühstück im Erich

Das Erich im 7. Bezirk hat zwar erst vor einigen Monaten

eröffnet, lässt jedoch bereits jetzt die Herzen

der Frühstückliebenden höher schlagen. Mit

Bio-Freilandeiern und Gebäck von Joseph Brot können

frisch zubereitete vegetarische, vegane und

fleisch- und fischhaltige Speisen verzehrt werden.

10.30–11.30 Massage in der Stressdeponie

Nur wenige Gehminuten weiter befindet sich die

Stressdeponie gelegen, wo Verspannungen durch

Einsatz von Bio-Aprikosenkernöl der Vergangenheit

angehören. Sämtliche Produkte sind umweltfreundlich

und aus fairem Handel erworben.

11.30–13.30 Citybike Tour

Gesättigt und entspannt geht es nun weiter mit

einer Tour durch die Wiener Innenstadt. Vor der

Stressdeponie befindet sich eine Citybike Station,

bei der Fahrräder ausgeborgt werden können.

13.30–15.30 Mittagessen am Naschmarkt

Nach der sportlichen Betätigung wird es allmählich

Zeit für ein wohlverdientes Mittagessen und

was eignet sich hierfür besser als der Naschmarkt?

Bei ungefähr 170 Verkaufsständen und Geschäften

können unter anderem frisches Obst, Gemüse und

Gewürze gekauft werden. Eine gute Wahl für ein

spätes Mittagessen ist das NENI, das seine Gäste

mit gesundheitsbewussten Speisen aus dem Fernen

Osten begeistert.

15.30–17.00 In‘s Stadtzentrum mit dem

Fahrradtaxi

Mit FAXI, dem ersten Wiener Fahrrad-Rikscha-Taxi,

kann man schnell und ökologisch mit nur einem

Anruf zur Vereinbarung vom Naschmarkt in die

Innenstadt gelangen. Am Stephansplatz angekommen,

empfiehlt es sich dem wenig entfernten Geschäft

Wald & Wiese einen Besuch abzustatten,

wo nachhaltige Honig- und Trüffelspezialitäten

aus naturbelassenen Wiesen und unberührten

Wäldern erstanden werden können. Auf dem Weg

zum Schwedenplatz gibt es noch die Möglichkeit,

ein köstliches Bio-Eis von Eis-Greissler zu probieren,

wo von veganem Apfel-Aronia Eis bis hin zu

der Sorte Zotter-Schokolade für jeden Geschmack

etwas dabei.

17.00-20.00 Spaziergang entlang des Donaukanals

und Ausklang bei Tel Aviv Beach

Ein Spaziergang bei Sonnenuntergang entlang der

stellenweise höchst kreativen Kunstwerke zuseiten

des Donaukanals bildet die letzte Station. Der Zeitpunkt

an dem die Sonne untergeht verleiht dem

einst als „Wiener Wasser“ bekannten Kanal eine

malerische Kulisse. Schafft man es bis zum Schottenring,

so darf ein Einkehren bei Tel Aviv Beach

nicht fehlen. Der dort aufgeschüttete Strand, die

vorzüglichen Cocktails und orientalischen Köstlichkeiten

spenden Urlaubsgefühle mitten in

Wien und eignen sich bestens für den Ausklang

solch eines grünen Tages.


In der Stressdeponie kann

man aus unterschiedlichen

Bio-Massageölen wählen.

SOCIETY 1_2016 | 117


LIFE & STYLE

REISE

118 | SOCIETY 1_2016


LIFE & STYLE

REISE

Yoga bei Sonnenaufgang

im Garten des

Carnoustie Resorts

Urlaub in

„God‘s

own

Country“

Kerala, „God’s own Country“

Indiens, ist ein Paradies für Erholungssuchende.

Von der Ayurvedakur

bis zur Rundreise bietet der tropische

Bundesstaat für jeden etwas.

Seinen Ursprung hat

Ayurveda in Südindien

– im südlichen

Bundestaat Kerala

werden deshalb auch

die besten Behandlungen

für eine sogenannte

„Panchakarma“

Kur angeboten.

Hier wird die jeweilige

Konstitution des

Patienten, „Dosha“, mittels Pulsdiagnose

und gezielten Fragen bestimmt, wonach

sich dann der folgende Behandlungsplan

richtet. Dabei kommen auf die individuelle

Konstitution abgestimmte Medizin,

Yoga und Massagen durch ausgebildete

Therapeutinnen sowie Ernährungsempfehlungen

zum Einsatz. Am besten man

bucht gleich ein Package beim Spezialisten,

wo Flug, Unterkunft und Kur bereits

inkludiert sind, wie es beim Reisebüro

„Ayurveda for Health“ angeboten wird.

Die Inhaberin Andrea Popp geht gezielt

auf individuelle Wünsche ein und stellt

für jeden das passende Paket zusammen.


Somatheeram Health

Eines der ersten Ayurveda Resorts in

Kerala war das Somatheeram Health Resort.

Die tropisch-grüne Anlage liegt an

der malerischen Malabar Küste, ca. 30

Kilometer entfernt von der Hauptstadt

Keralas, Trivandrum. Das Somatheeram

ist ein Ayurveda-Zentrum, das auf einem

ganzheitlichen Konzept basiert und den

Anspruch hat, Ayurveda, Yoga und Medit-

Fotos: somatheeram health resort, carnoustie resort, cgh earth

SOCIETY 1_2016 | 119


LIFE & STYLE

REISE

Shirodara - Behandlung im

Somatheeram Health Resort

INFO

AYURVEDA FOR HEALTH

Andrea Popp

Tel: +43 (0)1 804 00 88 -

Von 9:00 bis 17:00 Uhr

office@ayurvedaforhealth.at

www.ayurvedaforhealth.at

• Marari Beach Resort

• Spice Coast Cruises

• Coconut Lagoon

• Spice Village Resort

• Brunton Boatyard

www.cghearth.com


Marari Beach Resort

Ebenfalls in Mararikulam liegt das Marari

Beach Resort an einem kilometerlangen weißen

Sandstrand, von wo aus die Fischer in ihren Booten

auf Fischfang gehen. Die großzügige Anlage

wurde von dem naheliegenden Dorf inspiriert,

so befindet sich innerhalb des Marari Beach ein

Teich mit Hausenten und Vechur Kühe grasen

friedlich auf dem Rasen. Am Morgen lassen sich

im Schmetterlingsgarten unzählige Schmetteration

in entspannter Umgebung anbieten zu können.

Es gilt als eines der besten Ayurveda Resorts

Indiens und wurde bereits zehn Mal mit dem

Preis „Best Ayurvedic Centre“ ausgezeichnet.

Bei den ayurvedischen Massagen, die immer von

zwei Therapeutinnen ausgeführt werden, kann

man alle Sorgen loslassen. Die teilweise deutsche

Leitung garantiert westliche Standards, so sind

die im traditionellen Kerala-Stil gebauten Hütten

sauber und mit Ventilatoren und Mosquitonetzen

ausgestattet. Auf der Anlage, die an einen tropischen

Park erinnert, wachsen Bio-Gemüse, Kokospalmen,

Papayabäume und Bananenstauden

– deren Früchte werden dem Gast am ausgezeichneten

ayurvedischen Buffet dargeboten. Westliche

Kost wie Croissants zum Frühstück werden

allerdings auch serviert, sodass jeder Gaumen

befriedigt wird.


Niraamaya Retreat

Unweit des Somatheeram Health liegt das luxuriöse

Niraamaya Retreat. Inmitten von Jackfruit

und Mango Bäumen wohnt man hier in traditionellen

Kerala-Style Häusern, die teilweise über

hundert Jahre alt sind und Stein für Stein in dem

Resort wiederaufgebaut wurden. Eine Besonderheit

ist der großzügige Pool der Anlage, er wurde

aus einem Stück Fels herausgemeißelt und bietet

einen spektakulären Blick auf den darunter

liegenden Privatstrand. Das Spa des Niraamaya

bietet neben den klassischen Ayurvedabehandlungen

auch Wellnesspackages wie Detox, Slim

Body oder Anti-Aging an. Erst kürzlich wurde das

Niraamaya Spa mit dem „Best Spa Award“ ausgezeichnet.


Carnoustie Ayurveda und

Wellness Resort

Um Körper, Geist und Seele kümmert sich das

exklusive fünf Sterne Carnoustie Ayurveda und

Wellness Resort, ganz in der Nähe des verschlafenen

Fischerdörfchens Mararikulam. Die Villen

im balinesischen Stil verfügen über großzügig

gestaltete Badezimmer und einen kleinen Außßenpool,

der menschenleere Privatstand verführt

jedoch sehr zum Schwimmen und Relaxen. Das

Carnoustie bietet Ayurveda in einer luxuriösen

Umgebung an – im Ayurveda- und Spacenter

kümmern sich vier Ayurvedaärzte um das Wohl

der Gäste. Auf Wunsch bekommt man im Restaurant

sein typgerechtes Menü serviert. Dr. Ali

bietet mit seiner Marma-Behandlung eine traditionelle

Druckpunktmassage an, die Beschwerden

schnell verschwinden lässt. Der Ursprung dieser

Methode liegt in der Kampfkunst Keralas, Kalarippayat.

Aber auch Wellness-Suchende können

bei holistischen Anwendungen wie Aromamassage,

Kräuterpeeling oder Deep Tissue Massage

Körper und Geist verjüngen.

120 | SOCIETY 1_2016


LIFE & STYLE

REISE

Fotos: somatheeram health resort, carnoustie resort, cgh earth

lingsarten und Libellen bewundern. Das komplette

Resort setzt auf Nachhaltigkeit – so werden

die Küchenabfälle zu Biogas verwertet und das

Abwasser mit einer Kläranlage gereinigt. In der

Farm Kitchen kann man das Gemüse für sein

Abendessen gleich selbst pflücken und bei einem

Kochkurs indisch kochen lernen. Besonders toll

sind auch die Ayurveda-Behandlungen im zum

freien Himmel geöffneten Ayurvedazentrum. Der

großzügige Mineralwasserpool lädt zum Sonnenbaden

und Relaxen ein.


Spice Coast Cruises

Vom Marari Beach ist es nicht weit nach Aleppey,

dem Ausgangspunkt für eine Reise in die Backwaters

von Kerala, einem weitverzweigten System von

Wasserstraßen und Seen. Hausboote aus umgebauten

Reistransportern befahren den größten See

Keralas, Vembanad Lake. Gemächlich zieht die tropische

Wasserlandschaft an einem vorbei, in den

angrenzenden Wäldern trillern Eisvögel und die

Backwaterbewohner fahren auf Snakeboats, langen

Kanus aus dem Holz des Jackfruitbaumes, auf dem

See. Spätestens beim von der Crew zubereitetem

Abendessen steigt eine angenehme Ruhe auf, wie

sie nur der Aufenthalt am Wasser vermittelt.


Coconut Lagoon

Inmitten der Backwaters liegt das Resort Coconut

Lagoon. Es ist nur mit der Fähre erreichbar

und bietet einen spektakulären Blick auf den

Vembanad Lake. Die von Wasserkanälen durchzogene

Anlage verbreitet einen märchenhaften

Zauber. Auch hier wurden die Hütten im traditionellen

Kerala-Stil errichtet, während Vechur

Kühe vor der Türe grasen und Reiher am Himmel

kreisen. Bei einem Bootsausflug kann man ein

Stück vom Leben der Anwohner kennenlernen.

Gäste des Resorts haben jeden Abend die Möglichkeit

mit dem Sunset Cruise Schiff den orange-roten

Sonnenuntergang über dem See bestaunen.


Spice Village

In den Bergen der Western Ghats werden seltene

Gewürze wie Pfeffer und Kardamom, aber auch

Tee angepflanzt. Gleichzeitig beherbergt der anliegende

Periyar Nationalpark ca. 40 der seltenen Bengalischen

Tiger sowie wilde Elefanten und Affen.

Bei einem Ausflug in den Nationalpark kann man

vom Bambusfloß aus die seltenen Tiere beobachten.

Ganz in der Nähe, auf einem früheren Mountainrangerstandpunkt,

befindet sich das Spice Village

Resort. Die weitläufige Parkanlage beherbergt neben

einem Ayurvedazentrum das «50 miles diet»,

ein Restaurant in dem nur Speisen aus maximal 50

Meilen Entfernung serviert werden, diese Maßnahme

soll vor allem die Anwohner der Gegend unterstützen.

Das Spice Village Resort ist der ideale Ausgangspunkt

für Ausflüge in den Nationalpark oder

um frische Gewürze zu erstehen.


Cochi

Die Hafenstadt Cochi mit ihren malerischen

Gässchen und dem Spice Market bietet den idealen

Abschluss einer Kerala-Reise. Das direkt am Hafen

gelegene Brunton Boatyard versetzt seine Gäste

zurück in die Kolonialzeit, von der Terrasse des Hotels

lassen sich mit viel Glück Delfine in der Bucht

sichten. In der Architektur der Stadt ist noch deutlich

der Einfluss der Portugiesen, Holländer und

Engländer spürbar – die St. Francis Kirche ist die

älteste von Europäern gebaute Kirche Indiens. Hier

wurde der Entdecker Vasco da Gama ursprünglich

beigesetzt. In der Altstadt befindet sich neben dem

Gewürzmarkt die älteste Synagoge des Commonwealth

in Jew Town, wo man neben Gewürzen

auch edle Antiquitäten als Reisesouvenir als Erinnerung

für zuhause kaufen kann. •

Die Küche von Kerala bei einem

Kochkurs in der Farm Kitchen des

Marari Beach Hotels kennenlernen

SOCIETY 1_2016 | 121


LIFE & STYLE

HOTEL

Blick auf den beheizten

Außenpool des Hotel Innsholz

Wellness im Wald

Abenteuer im Hochseilgarten

gleich hinter der Anlage

Im verträumten oberösterreichischen Mühlviertel

liegt das Natur- und Vitalhotel Innsholz,

umgeben vom romantischen Böhmerwald.

Chalet Böhmerwald

mit Wellnessbad

KONTAKT

INNSHOLZ NATUR- &

VITALHOTEL

A-4161 Ulrichsberg

Tel. +437288/70600

Fax +437288/70600-33

e-mail: info@innsholz.at

web: www.innsholz.at

Der Familienbetrieb hat sich ganz

dem Element Holz verschrieben, so

fügt sich das Hotel in die umgebende

Landschaft des Böhmerwaldes nahtlos

ein. Die 27 gemütlichen Zimmer

wurden liebevoll mit Holz und Filzelementen

dekoriert. Ein großzügiger Wellnessbereich mit

Dampfbad und beheiztem Outdoorpool sorgt für

restlose Entspannung, im Sommer können Gäste

im Naturbadeteich abkühlen. Exklusiver nächtigt

man in den anliegenden Chalets des Hüttendorfes

Böhmerwald, hier können Gäste zwanglos alle

Leistungen des INNsHOLZ Natur- & Vitalhotel nutzen

und dabei maximale Privatsphäre genießen.

Das „grüne Dach Europas“, so der andere

Name des Böhmerwaldes, bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten

– Wanderwege führen auf 500

Kilometern vom Hotel weg durch die zauberhafte

Landschaft des Mühlviertels. Wer möchte, kann

sich vom Team des INNsHOLZ eine Route zusammenstellen

lassen. Gemütlicher geht es beim Nordic

Walking zu, die relativ ebenen Wanderwege

bieten sich ideal für diese Sportart an. Auch Biker

kommen auf ihre Kosten – entlang des Schwarzenbergischen

Schwemmkanals auf fast tausend

Metern über dem Meeresspiegel können diese in

Ruhe die schöne Aussicht und die Natur genießen.

Kinder freuen sich über eine Wanderung mit

den Alpakas des anliegenden Streichelzoos – hier

können im 1.500 m² großen Freigehege Esel, Ponys

und Ziegen hautnah kennengelernt werden.

Beim Ponyreiten auf den Shetlandponys Balduin

und Soferl schlagen Kinderherzen höher. Kleine

und große Abenteurer können im Hochseilpark

hinter dem INNsHOLZ ihre Fähigkeiten testen.

Verschiedene Kletterparcours mit unterschiedlichem

Schwierigkeitsgrad und einem Flying Fox

Parcours stehen ihnen dafür zur Verfügung. Für

die Sicherheit sorgen ausgebildete Trainer.

Nach einem aufregenden Tag kann man sich in

der Böhmerwald Stube auf das köstliche 4-Gänge

Verwöhnmenü mit Salat- und Käsebuffet freuen.

Das Hotel beheimatet auch das kleinste Restaurant

des Böhmerwaldes, die Holzfällerhütte. Maximal

acht Personen werden hier von einem eigenen Koch

mit gehobener Hausmannskost verwöhnt. •

Fotos:innsholz

122 | SOCIETY 1_2016


LIFE & STYLE

RESTAURANT

Cast von Otello Theater an der

Wien nach Derniere mit John

Osborn, Fulvio Bettini u.a

Speisen unter

Musikstars

In Aki Nuredinis Restaurant „Sole“ wird der

Gaumen sprichwörtlich zum Singen gebracht.

Fotos: Claudia Prieler

Seit mehr als dreißig Jahren gilt das

„Sole“ in der Annagasse im Zentrum

Wiens als Hotspot der Musikszene. Weltberühmte

Bühnenkünstler, Dirigenten,

Komponisten und Opernfreunde aus

der ganzen Welt – sie alle gehören zum Klientel

des in Mazedonien geborenen Gastronomen, der

1983 sein Künstlerlokal eröffnete, mit dem Ziel

alle Opernstars in seinem Restaurant bewirten

zu dürfen. „Wenn ich das geschafft habe, schließe

ich das Lokal!“, waren seiner Zeit die Worte

Nuredinis. Glücklicherweise hielt der Gastronom

sein Versprechen nicht und führt sein Lokal trotz

Besuchen internationaler Legenden der Operngeschichte,

wie beispielsweise Plácido Domingo,

nach wie vor weiter.

In unmittelbarer Nähe des charmanten Restaurants

der Musikstars sind die Staatsoper, der Musikverein

und das Konzerthaus zu finden, womit

es sich ideal für eine köstliche, saisonale Speise

und ein Gläschen Wein nach Opernaufführungen

und Konzerten inmitten Wiens eignet. Die Adresse

ist bei internationalen Kunstschaffenden schon

lange kein Geheimtipp mehr, da das „Sole“ sich in

den drei Jahrzehnten seines Bestehens immer klarer

als Szenetreffpunkt etabliert hat. Doch nicht

nur prominente Künstler und Musiker genießen

gerne die Gastfreundschaft Aki Nuredinis, sondern

auch renommierte Schriftsteller, Journalisten,

Kulturmanager und Diplomaten.

Auch Gesangstars wie Ferruccio Furlanetto oder

Anna Netrebko, die Dirigier-Koriphäen Zubin Mehta,

Christian Thielmann und Franz Welser-Möst

trugen unter zahlreichen anderen zum Schreiben

der Geschichte des historische Gemäuers mit seiner

Fassade aus dem frühen 18. Jahrhundert bei.

Die Liste der weiteren Gastauftritte in dem in der

Annagasse gelegenen Restaurant, lässt sich mittlerweile

nahezu ins Unendliche fortsetzen.

Von Asparagi gratinati con prosciutto San Daniele

bis hin zu Zuppa di pesce versteht das „Sole“

ausgezeichnet, die Geschmacksknospen tanzen

zu lassen.


Aki Nuredini mit Patrick Woodroff

Lichtdesigner von Romeo et

Juliette und den Rolling Stones

Premiere Turandot mit

Gustavo Dudamel, Nicolas

Meyer, Hanna Gumpinger

KONTAKT

RISTORANTE SOLE

Annagasse 8-10, 1010 Wien

Mo – So 11.00 bis 23.30 Uhr

Tel. +43-(0)1-513 40 77

office@trattoria-sole.at

www.ristorante-sole.at

SOCIETY 1_2016 | 123


LIFE & STYLE

BEAUTY

Ästhetisches Interieur bei JUVENIS

»JUVENIS sieht

Schönheit als

ein Ganzes, als

Komposition

aus äußerer

Schönheit, wie

faltenfreie Haut

oder wohlproportionierte

Figur, innerem

Wohlbefinden

und allgemeiner,

physischer

Gesundheit.

«

Dr. Sibylle Wichlas und Prof. Dr.

Tamara Kopp

KONTAKT

JUVENIS MEDICAL CENTER

Trattnerhof 2

1010 Wien

+43 1 236 30 20

empfang@juvenismed.at

www.juvenismed.at

JUVENIS – das

ganzheitliche

Schönheitskonzept

Ein moderner Ansatz für ästhetische Dermatologie

und Schönheit mitten in Wien.

Text: Society

Dr. Sibylle Wichlas und Univ. Prof.

Dr. Tamara Kopp setzen in ihrem

innovativen, ästhetisch medizinischen

Zentrum JUVENIS im Herzen

Wiens auf ganzheitliche Schönheit.

Die JUVENIS Formel: Gesundheit + Ausstrahlung +

Schönheit = Attraktivität.

Bei JUVENIS gehen Botox, Filler und Facelift

Hand in Hand mit Physio- und Psychotherapie und

einer allumfassenden medizinischen Betreuung.

Wahre Schönheit kommt von innen. So abgedroschen

der Satz klingt – das Klischee ist gar

nicht so weit von der Wirklichkeit entfernt. Das

haben amerikanische Forscher der US Universität

Wisconsins jüngst gezeigt: Die Menschen beziehen

in die Bewertung der äußerlichen Attraktivität

auch Charaktereigenschaften der Personen

ein. Demnach wird ein guter Charakter als hübsch

wahrgenommen – ein schlechter als hässlich.

Dr. Sibylle Wichlas und Univ. Prof. Dr. Tamara

Kopp – erfahrene Dermatologinnen und Gründerinnen

des medizinischen Zentrums JUVENIS

– gehen noch einen Schritt weiter. „Es geht nicht

mehr nur primär darum, Falten mit Botox, Fillern

oder dem Skalpell Einhalt zu gebieten. Für uns

steht eine neue Schönheit im Vordergrund. Eine

Schönheit, die man nicht nur sieht, sondern auch

spürt“, sagt Dr. Sibylle Wichlas.


Die JUVENIS Formel: Gesundheit +

Ausstrahlung + Schönheit =

Attraktivität

Das medizinische Konzept von JUVENIS richtet

sich an Frauen und Männer und setzt sich aus den

Bereichen „Äußere Schönheit“, „Ausstrahlung und

Haltung“ sowie „Gesundheit und Vorsorge“ zusammen.

Dementsprechend besteht das JUVENIS Team

aus Spezialisten unterschiedlicher Fachgebiete –

von Allgemeinmedizin, Innerer Medizin und Orthopädie

über Dermatologie, plastische Chirurgie

und Venen – bis hin zur Psychotherapie. So können

sich die Ärzte den unterschiedlichen Bedürfnissen

der Patienten von verschiedenen Seiten nähern.

Am Anfang jeder Behandlung ist das Beratungsgespräch

extrem wichtig. Mit Know-How und

Feingefühl begreifen die Ärzte den Patienten als

Ganzheit. Für viele Patientinnen ist der Gang zum

ästhetischen Dermatologen der Beginn, sich selbst

gegenüber achtsamer zu sein und sich Gutes zu tun.

JUVENIS ist wie ein Begleiter auf dieser persönlichen

Reise. “Oft schlummern unter den Falten

ganz andere Probleme“, sagt Dr. Wichlas. Auch bei

den vielzitierten Sorgenfalten spielt die Seele eine

große Rolle. „Bei JUVENIS geht es nicht in erster Linie

um die Haut, sondern vielmehr um den Menschen,

der in der Haut steckt“, sagt Dr. Wichlas.

„Nur wer gesund und vital ist und sich in seiner

Haut wohlfühlt, der strahlt.“


Im Warteraum

des Instituts

Fotos: juvenis

124 | SOCIETY 1_2016


Revolutionäre Beauty

Behandlungen

Die paramed. Pigmentiererin Claudia Vanicek-Wixinger

ist die führende Permanent Make-up Expertin und bietet

in ihrem Kosmetiksalon 1st Beauty Spa eine Vielzahl an

topaktuellen und wirkungsvollen Behandlungen an.

LIFE & STYLE

BEAUTY

Neben einem perfekt gezeichneten

Lidstrich und sinnlich betonten

Lippen ist es nun auch möglich,

die Augenbrauen mittels Microblading,

der neuesten japanischen

Technik, verschönern zu lassen. Bei dieser Methode

werden feinste Härchen für eine perfekte Form

und ein besonders natürliches Ergebnis zur Verdichtung

in die Braue gezeichnet.

1 st Beauty Spa

Besitzerin Claudia

Vanicek-Wixinger

Fotos: ernst keinersdorfer


Der neue Weg zur Bikini-Figur

Zusätzlich zu den gängigen Behandlungsmöglickeiten,

wie beispielsweise Permanent Make-up,

IPL Haarentfernung, Bodywraps, den neuesten

Hollywood Facials, oder Adonis Facelift Treatments

ist das 1st Beauty Spa der Spezialist was

das Formen des Körpers und die Behandlung von

Cellulite anbelangt. Mit der Apollo Radiofrequenz

Tripollar wurde ein Wundermittel gegen lästige

Speckröllchen und Cellulite entdeckt und im 1st

Beauty Spa erfolgreich angewendet, wodurch der

lang ersehnte Traum den eigenen Körper zu formen

Realität wird. Die Apollo Radiofrequenz Tripollar

Behandlung ermöglicht es, Konturen sehr

gezielt zu bearbeiten und etwaige Problemzonen,

Fettanlagerungen und Cellulite einfach wegzuschmelzen.

Die Methode ist klinisch getestet, risiko-,

schmerz- und nebenwirkungsfrei und erspart

Ihnen operative Eingriffe.

Mittels tripollarer Radiofrequenzen werden

Fettzellen entleert, was dazu führt, dass Fettpölsterchen

schlichtweg verschwinden und der Umfang

des Bauches, der Arme, Hüften oder Oberschenkel

ganz gezielt reduziert werden können.

Ergebnisse sind bereits nach der ersten Behandlung

sichtbar.

Das 1st Beauty Spa ist dafür bekannt, stets die

neuesten und wirkungsvollsten Beauty-Geheimnisse

aus aller Welt nach Österreich zu holen. Die

Liste ist lange und reicht von Katie Holmes‘ und

Ayda Fields Lieblingsprodukten mit Schneckensekret

zur Hautstraffung und Porenverfeinerung,

über Gwyneth Paltrows Schlangencreme gegen

unliebsame Falten, bis hin zu den Favoriten von

»Wir holen die Beauty-

Geheimnisse aus aller Welt

nach Österreich.

«

Kate Middleton und Camilla Parker Bowles mit

Bienengift, die eine verjüngende Wirkung haben.

Auch als besonders empfehlenswert gelten die

Produkte von Bird’s Nest, die im asiatischen Raum

schon seit mehr als 1000 Jahren als Schönheitselixiere

gesehen werden. Überzeugen Sie sich doch

selbst von der fantastischen Wirkung der neuen

Produkte bei einer Kennenlernbehandlung im 1st

Beauty Spa!


INFO

Kosmetiksalon

1st Beauty Spa

Sie können sich unter

01/ 53 23 111

ein kostenloses

Beratungsgespräch im

Salon vereinbaren.

Börsegasse 12/EG1, 1010

Wien, 1st Beauty Spa

www.firstbeautyspa.at

SOCIETY 1_2016 | 125


LIFE & STYLE

HOTEL

Außenansicht auf

den beheizten Pool

des Hotel Európa fit

Schönes Wasser

Das Thermalwasser im ungarischen Kurort Héviz ist

bekannt für seine Heilwirkung. Bei einer

Kur profitiert man am meisten davon.

Im Restaurant Citrus kommen Schätze

der ungarischen Küche auf den Teller

Individuelle Beratung bei

einer der Kurärztinnen

KONTAKT

Hotel Euópa fit

H-8380 Heviz, Jokai Str. 3.

Tel.: +36 83 501 149

sales@europafit.hu

www.europafit.hu/de/hotel

Die besonderen Bestandteile des Hévizer

Thermalwassers sind Schwefel,

Kohlendioxid, Kalzium, Magnesium

und Hydrogenkarbonat und es besitzt

leicht radioaktive Eigenschaften.

Somit trägt es zur Entspannung des Körpers

und damit zum Erfolg bei der Behandlung von

rheumatischen und motorischen Beschwerden

bei. Das Wasser wird bei Magenbeschwerden und

Verdauungsproblemen, aber auch zur Trinkkur

verwendet.

Unweit vom Thermalsee, in dem aufgrund

seiner Temperatur ganzjährig Seerosen blühen,

befindet sich das vier Sterne Superior Hotel Európa

fit. In der Nähe der ruhigen Fußgängerzone

kann man hier entspannen, sich bei Kosmetikanwendungen

und Massagen verwöhnen lassen oder

vom hoteleigenen Vitalium Medical Wellness und

Kurzentrum eine individuelle Behandlung erstellen

lassen. Dabei verbinden sich traditionelle

Anwendungen wie Mineralbad vom Hévízer Heilschlamm

und Schlammwickel, Venenbehandlung

mit Neuigkeiten wie Kryotherapie, Humino Behandlung

oder Kinesio Tape Behandlung.

Wem es mehr nach Wellness zumute ist, der

kann im großen Spa- und Wellnesszentrum des

Hotels im Heilwasserbecken relaxen, im beheizten

Outdoorpool seine Längen schwimmen oder in

der Saunalandschaft mit Herbarium, finnischer

Sauna oder Himalayasalzsauna schwitzen. Für die

Schönheit sorgt das hoteleigene Vitalium-Beauty

Center, wo Gesichts- und Körperpflege, Mesotherapie,

Massagen sowie spezielle kosmetische Körperbehandlungen

angeboten werden.

Bei ausgezeichneten ungarischen Weinen und

gediegener Küche im Restaurant Citrus wird auch

der Gaumen verwöhnt.


Fotos: hotel Europafit

126 | SOCIETY 1_2016


LIFE & STYLE

HOTEL

Romantikzimmer im

Hotel Almesberger

Ein Mühlviertler

Wellnessparadies

In der weitläufigen

Saunalandschaft kann man

wunderbar entspannen.

Eine himmlische Auszeit vom Alltag verspricht das

vier Sterne superior Hotel Almesberger: die

Zutaten dafür sind Wellness, Ruhe, Natur, Sport

und gesundes Schlemmen.

Fotos: hotel almesberger

Zeit zum Entspannen und Genießen gibt

es im 4 Sterne superior Hotel Almesberger

genug. Mitten im idyllischen Mühlviertel

in Oberösterreich gelegen, verwöhnt

das Wellnesshotel Leib und Seele

seiner Gäste mit regionalen Schmankerln und im

über 5.000 Quadratmeter großen SPA-Bereich. Die

liebevoll und detailreich eingerichteten Zimmer

und Suiten laden dazu ein, sich sofort wohlzufühlen

und den Alltag hinter sich zu lassen.

Mehrere Indoor- und Outdoorbecken, Whirlpools,

die beiden großen Sauwelten „Volcano“

und „Aquaris „und großzügige Ruheräume –

mit Wasserbetten, Wellnessliegen und einem

traumhaften Ausblick – laden dazu ein, Körper

und Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Im Ruheraum

„Gradierwerk“ hat die solehaltige Luft eine

wohltuende Wirkung auf die Atemwege und die

Haut, während das besondere Ambiente der mit

Solekristallen geschmückten Schwarzdornreisigzweige

zum Träumen anregt. Ein besonderes Erlebnis

ist ein Bierbottichbad: ein durchblutungsförderndes

und anregendes Hopfenblütenbad im

rustikalen Holzbottich, das von einem Glas selbstgezapften

Bieres des „Almesberger Bräu“ komplet-

tiert wird. Abgesehen von den vielen angebotenen

Bädern gibt es zahlreiche weitere Angebote, die

Körper und Seele schmeicheln: Massagen, Kosmetikanwendungen,

Bodylifting und vieles mehr.

Die Almesberger Genusspension setzt auf frische

und regionale Produkte, die kreativ und

dennoch traditionsbewusst kredenzt werden. Ein

reichhaltiges Frühstück mit Bio-Ecke und sogar

fettreduzierten oder basenreichen Speisen läutet

den Tag ein, während die Teebar mit feinen Teesorten,

Obst und Nüssen für die Vitalität beim

„Wellnessen“ sorgt. Ein köstliches Gourmetdinner

mit Salatbuffet oder ein großes Themenbuffet am

Abend runden den Tag ab.

Körper und Geist werden nicht nur im SPA

angeregt, sondern auch an der frischen Luft: Die

Umgebung des Hotels lädt zum Wandern, Nordic

Walken, Radfahren oder Reiten ein, aber auch

Bogenschießen, Golfen und verschiedene Wassersportarten

sind möglich. Auch bei Schlechtwetter

muss nicht auf Bewegung verzichtet werden, denn

die Tennishalle, das weitläufige Fitnesscenter und

ein abwechslungsreiches Aktivprogramm lassen

keine Wünsche offen. So zeigt sich das Mühlviertel

von seiner schönsten Seite.


KONTAKT

Hotel Almesberger

Marktplatz 4

4160 Aigen-Schlägl

Tel: +43/(0)7281/8713

hotel@almesberger.at

www.almesberger.at

SOCIETY 1_2016 | 127


LIFE & STYLE

GESUNDHEIT

ANGEBOT

„For Golf-Ladies

only!“ im

Parkhotel Igls

1 Greenfee, 1 Vollmassage,

1 Treatment nach Wahl:

Terra-Vit-Wickel, Body-

Wrap, Thalasso-Packung,

Ganzkörper-Peeling oder

alpine Körperpackung;

Bewegungs- und Entspannungstrainings,

tägliches

Kneippen, Benützung von

Schwimmbad, Sauna und

Fitnessraum, Moderne

Mayr-Cuisine nach individuellem

Diätplan, Mineralwasser,

Kräutertee und

Basenbrühe;

Freitag bis Sonntag 755

Euro,

Donnerstag bis Sonntag

mit zusätzlichem Greenfee

und Teilmassage 1.112 Euro

pro Person im Einzelzimmer

Superior

For Golf-Ladies only

Das zentrumseigene

Chipping Green lädt