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SOCIETY 369 / 2016

Nr. 369 I Nr. 1 - 2016

Nr. 369 I Nr. 1 - 2016

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WIRTSCHAFT n POLITIK n DIPLOMATIE n WISSENSCHAFT n KULTUR n LEUTE<br />

Nr. <strong>369</strong> | Nr. 1 - <strong>2016</strong> | www.society.at | Preis € 10,-<br />

COVERSTORY<br />

DER EWIGE<br />

KAISER<br />

Kaiser Franz<br />

Joseph I.<br />

1830-1916<br />

P.B.B. GZ 03Z034905M, Erscheinungsort, Verlagspostamt 1140, 2120<br />

THEMENSERIE<br />

ROYAL EMBASSIES<br />

Jordanien,<br />

Niederlande,<br />

Schweden<br />

FOKUS<br />

CHINA<br />

45 Jahre<br />

diplomatischer Partner<br />

Österreichs<br />

LÄNDERPORTRÄT<br />

JORDANIEN<br />

JORDANIEN<br />

SPECIAL<br />

60 Jahre diplomatische<br />

Beziehungen<br />

Österreich-Jordanien


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von 4,5 l/100 km bis 8,5 l/100 km, CO 2 -Emission von 119 g/km bis 197 g/km.<br />

Symbolfoto


<strong>SOCIETY</strong><br />

EDITORIAL<br />

Das Jahr der diplomatischen<br />

Jubiläen •<br />

•<br />

In unseren Specials berichten wir über die<br />

Jahresfeiern der diplomatischen Beziehungen<br />

zu Österreich. China feiert 45 Jahre,<br />

Kasachstan 25 Jahre (wie viele andere Botschaften<br />

auch) und Jordanien 60 Jahre.<br />

Diese drei Länder kommen in unserem<br />

Inhalt fokussiert vor. Ebenso die Übergabe der EU<br />

Präsidentschaft von den Niederlanden an die Slowakei<br />

mit Portraits dieser Botschaften und deren<br />

Vertretern.<br />

•<br />

royal embassies<br />

In unserer Serie über die Botschaften der Monarchien in Wien<br />

berichten wir über die wunderschöne niederländische Botschaft,<br />

die sogenannte Richard Strauss Villa, den Botschafter der Niederlande<br />

Marco Hennig, der Einblicke in seine Tätigkeit bietet und<br />

uns in sein schönes Malatelier führte, wo er von seiner Tätigkeit<br />

in Afghanistan seine beeindruckenden Gemälde zeigte und über<br />

seine Tätigkeit als Protokollchef des Königs berichtete. Über die<br />

schwedische Botschaft berichten wir erstmals seit ihrer Renovierung.<br />

•<br />

Kunst & Kultur<br />

Ein Interview mit der symphatischen Leiterin der Seefestspiele<br />

Mörbisch, eine Reise nach Slowenien und Italien führen uns in<br />

die Welt der Kultur.<br />

•<br />

wirtschaft<br />

Elisabeth Stadler, die Karrierefrau Österreichs und CEO der<br />

Vienna Insurance Group, beeindruckt uns mit ihrem steilen Karriereweg.<br />

Serbien als Wirtschaftsstandort empfiehlt uns Daniel<br />

Gros von der Kanzlei Lansky und Partner. Walter Koren berichtet<br />

über Österreich als Land genialer Innovationen.<br />

•<br />

Diversität und Green Society<br />

Der Diversityball war wieder einmal ein Highlight der diesjährigen<br />

Integrationscommunity. Unsere Gastautoren Simon<br />

Inou und Isa Andric berichten über Diversity in der Wirtschaft<br />

sowie die Bedeutung von einer Kultur des Vertrauens.<br />

Unser Green Society Teil befasst sich unter anderem mit essbaren<br />

Insekten, Neuigkeiten in der Naturkosmetik, Bikinis aus<br />

alten Fischernetzen und vielem mehr.<br />

•<br />

life & style<br />

Beautynews vom Feinsten, das Restaurant<br />

Sole, die Eröffnung der Tagesklinik VIVAMAYR<br />

in Wien, Reisen ins ungarische Bad Heviz und in<br />

den südindischen Bundesstaat Kerala, sowie eine<br />

wunderschöne Modestrecke der Designerin Eva<br />

Krsak von Just Eve sind uns einen ausführlichen<br />

Bericht wert.<br />

•<br />

Jordanien<br />

Bei meinem Besuch in diesem wirklich attraktiven Reiseland,<br />

konnte ich ein Interview mit dem Tourismusminister machen<br />

und mich von der liebenswürdigen Bevölkerung und der<br />

Sicherheit in diesem krisengebeutelten Gebiet überzeugen.<br />

Ein Besuch im größten Flüchtlingslager der Welt überzeugte<br />

mich vom langjährigen Flüchtlingsengagement Jordaniens und<br />

der gelungenen Umsetzung dieses Themas im Lande.<br />

Abseits von der unerfreulichen Tagespolitik, der Flüchtlingskrise<br />

in der EU, die alles zu spalten scheint, einer Präsidentschaftswahl,<br />

die dieses Phänomen zum Höhepunkt trieb,<br />

müssen wir uns in Österreich über jeden Tag erfreuen an dem<br />

wir in unserem friedlichen und prosperierendem Land leben<br />

dürfen und stets an der Bewahrung unserer demokratischen<br />

Grundwerte festhalten.<br />

Es ist ein Glück und Privileg, in unserem sicheren Land Österreich<br />

geboren worden zu sein. Das wird mir im Rahmen meiner<br />

internationalen Tätigkeit immer mehr bewusst.<br />

In Dankbarkeit dafür und der Bereitschaft, für unsere demokratischen<br />

Werte einzustehen<br />

herzlich Ihre<br />

Cover: Kinderbildnis Erzherzog Franz Joseph<br />

© Farblichtdruck (1908) eines Gemäldes von Friedrich von Amerling 1838<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 3


Inhalt<br />

Heft<br />

Nr. <strong>369</strong><br />

<strong>SOCIETY</strong> Eigenevents<br />

8 Great Silk Road<br />

14 Präsentation der neuen Ausgabe<br />

16 First Consular Corps <strong>2016</strong><br />

18 Peace for Tunisia<br />

20 Bristol`s Ambassadors Breakfast<br />

24 New Ambassadors Hotel Imperial<br />

Fokus: Royal Embassies<br />

28 Homestory Schweden<br />

30 Schweden: Interview mit Botschafterin<br />

Helen Eduards<br />

34 Niederlande: Interview mit Botschafter<br />

Marco Hennis<br />

38 Homestory Niederlande<br />

Diplomatie<br />

42 Slowakei: Interview mit<br />

Botschafter Juraj Machác<br />

45 Homestory Slowakei<br />

47 Kasachstan: 25 Jahre Unabhängigkeit<br />

48 Weinritter: Interview mit Consul<br />

Alfred Tombor-Tintera<br />

50 Kommentar: Wechsel der EU-<br />

Ratspräsidentschaft<br />

52 Kommentar: Russlandbesuch<br />

Heinz Fischer<br />

54 Tunesien: Interview mit<br />

Botschafter Ghazi Jomaa<br />

56 China Special: Interview mit<br />

Botschafter Zhao Bin<br />

60 Kommentar: Kindesentführung<br />

62 Welcome to Austria<br />

63 ÖGAVN: Begegnungen in der<br />

Stallburg<br />

64 Ambassadors‘ Caleidoscope<br />

70 Akkreditierungen beim Bundespräsidenten<br />

72 Rangfolgelisten<br />

75 Österreichische Dienststellenleiter<br />

BMEIA<br />

82 Nationalfeiertage<br />

84 Events Diplomatie<br />

89 PaN Events<br />

90 Moldawien: Interview mit Botschafter<br />

Andrei Popov<br />

92 Interview mit Michael<br />

Spindelegger<br />

52<br />

Bundespräsident Heinz Fischer auf Staatsbesuch in Moskau<br />

88<br />

Außenminister Sebastian Kurz beim Diplomatenausflug (im<br />

Bild mit dem ägyptischen Botschafter S.E. Shamaa und Gattin)<br />

133<br />

Gerti Tauchhammer mit Dr. Hannes Androsch bei der<br />

Eröffnung der VIVAMAYR Tagesklinik<br />

Kultur<br />

96 Szent Efrem: ungarischer<br />

Männerchor<br />

97 Slowenien: Kulturreise<br />

99 Italien: Mugelloregion<br />

100 Interview: Dagmar Schellenberger<br />

Seefestspiele Mörbisch<br />

Wirtschaft<br />

102 Interview: Elisabeth Stadler von<br />

der VIG<br />

104 Interview: Walter Koren von der<br />

WKO<br />

106 Kommentar: Wirtschaftsstandort<br />

Serbien<br />

Diversität & Green Society<br />

108 Simon Inou: Wirtschaft und<br />

Diversity<br />

109 Isabella Andric: Eine Kultur des<br />

Vertrauens<br />

110 Diversity Ball<br />

111 Bäume pflanzen<br />

112 Green Beauty<br />

114 Margaret und Hermione<br />

115 Insekten essen<br />

116 Blub: Interview<br />

117 Ein grüner Tag in Wien<br />

Life & Style<br />

94 The Ambassy<br />

118 Ayurvedareise in Kerala<br />

122 Mühlviertler Paradies: Innsholz<br />

123 Sole: Restaurant der Musikstars<br />

124 Juvenis: Ganzheitliche Schönheit<br />

125 1st Beauty Spa<br />

126 Bad Heviz<br />

127 Hotel Almesberger<br />

128 Parkhotel Igls<br />

129 Kolumne: Frisurentrends<br />

130 Events der Gesellschaft<br />

132 VIVAMAYR: Eröffnung der Tagesklinik<br />

in Wien<br />

134 Modestrecke: Just Eve<br />

138 Beautynews<br />

Jordanien Special<br />

150 Interview mit Tourismusminister<br />

Nayef Al Fayez<br />

152 Länderportrait Jordanien<br />

155 Interview mit Botschafter Hussam<br />

Al Husseini<br />

Standards<br />

3 Editorial<br />

6 Gastautoren<br />

142 Coverstory: Der ewige Kaiser,<br />

Franz Joseph I<br />

158 Ex Libris<br />

160 Veranstaltungstipps<br />

161 Impressum<br />

162 Karikatur<br />

Fotos: bmeia, hbf foto peter lechner<br />

4 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


„Meine<br />

Ideen<br />

sind für Sie da.“<br />

Markus Kalchmann, Entwicklung Digitales Banking<br />

Ich gehöre zu den Menschen, die ohne Smartphone nicht aus dem<br />

Haus gehen. In diesem Ding stecken so viele smarte Ideen, so viele<br />

Apps, mit denen wir Vorgänge, die früher noch mühsam waren,<br />

plötzlich ganz einfach gestalten können. Egal, wo man gerade ist.<br />

Das gilt für mich wie für meine Kunden.<br />

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GASTAUTOREN<br />

<strong>SOCIETY</strong><br />

Partner von <strong>SOCIETY</strong><br />

<strong>SOCIETY</strong> präsentiert in jeder Ausgabe zahlreiche Gastautoren,<br />

die sich mit aktuellen Themen aus Politik, Lifestyle, Wirtschaft<br />

und Kultur befassen.<br />

SIMON INOU HERMINE SCHREIBERHUBER INGRID CHLADEK KARL KALTENEGGER ANDREA BREM CHRISTIAN BERLAKOVITS<br />

KARL KALTENEGGER war langjähriger<br />

ORF-Journalist, Manager und Moderator<br />

für Radio Salzburg, Ö3 (u.a. Ö3-Wecker)<br />

und Radio Wien. Mittlerweile ist er als<br />

Reisejournalist aktiv und schreibt für verschiedene<br />

Publikationen. In diesem Heft<br />

stellt er den <strong>SOCIETY</strong>-Lesern die schönsten<br />

Plätze Sloweniens vor.<br />

Isa Andric ist interkulturelle Kommunikationsberaterin.<br />

Als Migrantin der zweiten<br />

Generation kennt sie die Hindernisse<br />

und das Glück einer erfolgreichen kulturellen<br />

Integration. Für die <strong>SOCIETY</strong>-Diversitäts-Rubrik<br />

berichtet sie über die Kultur<br />

des Vertrauens, die bei interkultureller<br />

Zusammenarbeit beachtet werden muss.<br />

Hermine Schreiberhuber war stellvertretende<br />

Ressortleiterin der Außenpolitik<br />

bei der APA. Für die <strong>SOCIETY</strong>-Länderschwerpunkte<br />

verfasst sie regelmäßig<br />

politische Analysen und Hintergrundberichte.<br />

Dieses Mal führte sie ein Interview<br />

mit dem neuen Botschafter von Tunesien<br />

in Wien, S.E. Ghazi Jomaa, über das aktuelle<br />

Weltgeschehen, berichtet über den<br />

Staatsbesuch Heinz Fischers in Moskau<br />

und den Wechsel im EU-Vorsitz.<br />

Andrea Brem ist diplomierte Sozialarbeiterin<br />

und Supervisorin in Wien. Sie arbeitete<br />

viele Jahre im 2. Wiener<br />

Frauenhaus und ist seit 2001<br />

Geschäftsführerin des Vereins<br />

Wiener Frauenhäuser sowie seit<br />

2013 Vorsitzende des Vereins<br />

ZÖF – Zusammenschluss Österreichischer<br />

Frauenhäuser. Sie<br />

ist unter anderem Initiatorin<br />

und Koautorin des Buches „Am<br />

Anfang war ich sehr verliebt“.<br />

Seit 2008 ist sie Mitglied des Österreichischen<br />

Werberates. In dieser Ausgabe berichtet<br />

sie über die Rolle der Botschaften<br />

bei Kindesentführungen.<br />

Ingrid Chladek ist Gesellschafterin der<br />

Dresscode Company und Head von „Dressforsuccess“.<br />

Sie berät in Fragen Business-<br />

Outfits, Image und Styling. In dieser<br />

<strong>SOCIETY</strong>-Ausgabe schreibt sie über die<br />

Bedeutung der Haarpracht.<br />

Christian Berlakovits war fast vierzig<br />

Jahre als Diplomat und Botschafter im österreichischen<br />

Außenministerium tätig.<br />

Er war u. a. in Belgrad, in Madrid und als<br />

Botschafter in Algier und Rom tätig, außerdem<br />

war er Leiter der Rechts- und Konsularabteilung<br />

im Außenministerium in<br />

Wien. Ab Frühjahr 2015 hat er die Position<br />

des stellvertretenden Chefredakteurs von<br />

<strong>SOCIETY</strong> übernommen und stellt mit seiner<br />

Kenntnis des diplomatischen Lebens<br />

eine wertvolle Bereicherung des Magazins<br />

<strong>SOCIETY</strong> dar.<br />

Simon Inou ist Soziologe und Journalist,<br />

z. B. bei Radio Africa International.<br />

Er engagiert sich außerdem beim Verein<br />

M-Media, der journalistische Talente mit<br />

Migrationshintergrund sucht und fördert.<br />

Für seine Arbeit hat er zahlreiche<br />

ISA ANDRIC DANIEL GROS ROLF THALER<br />

Auszeichnungen bekommen. Gemeinsam<br />

mit anderen gibt er das neue Magazin<br />

„fresh“ der schwarzen Bevölkerung Österreichs<br />

heraus, das einen frischen Wind in<br />

die heimische Medienlandschaft bringt.<br />

Diesmal berichtet er über Diversity in der<br />

Wirtschaft.<br />

Rolf Thaler ist Experte für das Gesundheitswesen<br />

und zertifizierter Gesundheitsökonom.<br />

Mehr als zehn Jahre war<br />

er als Key Account Manager für das Gesundheitswesen<br />

beim weltweit führenden<br />

IT-Unternehmen Computer Sciences Corporation<br />

beschäftigt. In seinen Tätigkeitsbereich<br />

fielen die vertriebliche Betreuung<br />

von Krankenanstalten, Alten- und Pflegeheimen<br />

sowie Institutionen des Gesundheitswesens<br />

wie Gesundheitsministerium<br />

oder Ärztekammern hinsichtlich deren<br />

Anforderungen im Bereich IT Dienstleistungen<br />

und Lösungen. Zuvor war er über<br />

zwanzig Jahre bei Siemens Österreich in<br />

unterschiedlichen Funktionen tätig, u.a.<br />

Direktor für die Betreuung von Großkunden<br />

und Marketingleiter des IT-Bereiches.<br />

Daniel Gros ist seit 2010 juristischer Mitarbeiter<br />

bei LANSKY, GANZGER + partner.<br />

Zuvor war er im Business Development bei<br />

der Grimex Holding GmbH und als Projektentwickler<br />

bei Immoinvest Belgrad tätig.<br />

Seit 2007 studiert er Rechtswissenschaften<br />

an der Universität<br />

Wien und hatte studiumsbezogene<br />

Auslandsaufenthalte an<br />

der London School of Economics,<br />

der Universität Haifa in Israel<br />

und der PKU Peking Universität.<br />

In dieser Ausgabe berichtet<br />

er über Serbien als neuen Wirtschaftsstandort.<br />

6 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


Österreichs modernste 8-Farben-Bogenoffsetmaschine der neuesten Technologie<br />

TRADITION TRIFFT<br />

AUF INNOVATION<br />

Nach der Installation einer weiteren 48-Seiten-Rollenoffsetmaschine für den Druck von<br />

hochqualitativen Zeitschriften und Katalogen wurden die Weichen für zusätzliche bedeutende<br />

Investitionen im Bereich Druck und Endfertigung gestellt.<br />

Mit Jahresbeginn <strong>2016</strong> produziert Österreichs<br />

modernste 8-Farben-Bogenoffsetmaschine<br />

der neuesten Technologie bei<br />

Berger. Gleichzeitig wurde in der Endfertigung<br />

eine der modernsten Anlagen Mitteleuropas<br />

für die Zeitschriftenproduktion in<br />

Betrieb genommen.<br />

Mit dieser markanten Investitionsoffensive<br />

und dem Komplettangebot von PrePress,<br />

Digitaldruck, Bogen- und Rollenoffsetdruck<br />

bis hin zu industrieller Endfertigung<br />

präsentiert sich Berger als eine der modernsten<br />

und leistungsfähigsten Druckereien<br />

Österreichs.<br />

Die Geschäftsführer Peter und Ferdinand Berger.<br />

Ferdinand Berger & Söhne GmbH<br />

Zentrale Horn | Wiener Straße 80 | 3580 Horn | +43 (0) 2982 4161 - 0<br />

Verkauf Wien | Pulverturmgasse 3 | 1090 Wien | +43 (0) 1 31 335 - 0<br />

Verkaufsberater | Oberösterreich | Tirol | Steiermark<br />

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<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

GROSSE SEIDENSTRASSE<br />

Die Große S<br />

8 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

GROSSE SEIDENSTRASSE<br />

Die Gäste im<br />

Marmorsaal des<br />

Hotel Imperial<br />

eidenstraße<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 9


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

GROSSE SEIDENSTRASSE<br />

<strong>SOCIETY</strong> rückte bereits zum zweiten Mal<br />

die Länder der historischen Seidenstraße<br />

in den Fokus.<br />

Vor dem Hintergrund<br />

der historischen Räumlichkeiten<br />

des traditionsreichen<br />

Hotel Imperial<br />

repräsentierten<br />

Vertreter der Länder:<br />

China, Afghanistan, Kasachstan, Syrien,<br />

Iran, Irak, Russische Föderation, Aserbaidschan,<br />

Ägypten, Türkei und Usbekistan<br />

auf Ausstellungstischen ihre Nationen.<br />

Nach einer Eröffnungsansprache ergriffen<br />

die Botschaftsvertreter: Chargé d‘<br />

Die Gäste bei der Ansprache<br />

Affaires, Hassan Soroosh Y., Afghanistan;<br />

Botschaftsrat Jafar Zada, Aserbaidschan;<br />

S.E. Khaled Shamaa, Ägypten; S.E. Ebadollah<br />

Molaei, Iran; S.E. Auday Al-Khairalla,<br />

Irak; S.E. Dimitrij Ljubinskij, Russische Föderation;<br />

S.E. Mehmet Gögüs, Türkei und<br />

Chargé d‘ Affaires Rustamdjan Khakimov,<br />

Usbekistan, das Wort, um auf die große<br />

Bedeutung der Seidenstraße für ihre Länder<br />

hinzuweisen. Für die musikalische<br />

Unterhaltung sorgten die aserbaidschanischen<br />

Musiker Farid Feyzullaeyev und<br />

Zhala Rasluva, die Werke des bekannten<br />

aserbaidschanischen Komponisten Gara<br />

Garayev interpretierten. Die russische<br />

Sopranistin Natalia Pavlova begeisterte<br />

das Publikum mit ihrer Darbietung von<br />

„Tatjanas Brief“ aus Tschaikowskys Oper<br />

„Eugene Onegin“, begleitet wurde sie am<br />

Klavier von Anastasia Tsizova. Klaviervirtuose<br />

Ardeshir Enea Monajemi ließ bei<br />

seiner Interpretation von Schumann die<br />

Finger über die Tasten fliegen. Über 300<br />

Gäste ließen sich von der Vielfalt der Länder<br />

der historischen Seidenstraße verzaubern<br />

und genossen irakische Süßspeisen<br />

und die Köstlichkeiten der Küche des Hotel<br />

Imperial.<br />

•<br />

AUSZUG AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

DIPLOMATIE<br />

Chargé d´affaires a.i.<br />

Hassan SOROOSH Y.<br />

(Afghanistan),<br />

Botschaftsrat Herr<br />

Jafar HUSEYN ZADA<br />

(Aserbaidschan),<br />

S.E. Khaled SHAMAA<br />

(Ägypten),<br />

S.E. Tomislav LEKO (<br />

Bosna und Herzegowina),<br />

Attacheé Frau Ruiran<br />

YING (China),<br />

S.E Largaton Gilbert<br />

OUTTARA, (Côte<br />

D´Ivoire)<br />

S.E. Ebadollah MO-<br />

LAEI (Iran)<br />

S.E. Auday AL-KHAI-<br />

RALLA (Irak)<br />

S.E. Hussan Al HUS-<br />

SEINI (Jordanien),<br />

Erster Botschaftssekretär<br />

Rustem<br />

UMIRZAKOV (Kasachstan),<br />

I.E. Ayesha RIYAZ<br />

(Pakistan),<br />

S.E. Dmitry<br />

LYUBINSKIY<br />

(Russische Föderation),<br />

S.E. Christoph Heinrich<br />

BUBB (Schweiz),<br />

S.E. Mehmet Hasan<br />

GÖGÜS (Türkei)<br />

Chargé d´affaires a.i.<br />

Rustamdjan KHAKI-<br />

MOV (Usbekistan).<br />

Botschafter Kire<br />

ILIOSKI (Mazedonien),<br />

S.E. Ali AL-MANSOU-<br />

RI (Katar),<br />

S.E. Andrej RAHTEN<br />

(Slowenien),<br />

Marion PARADAS<br />

(Frankreich)<br />

HONORARKONSULN<br />

UND ANDERE<br />

HK Kurt MACH<br />

(Barbados), HK<br />

Kurt WENINGER<br />

(Bangladesch), HK<br />

Jörg HOFREITER<br />

(Bosnien-Herzegowina),<br />

HK Marie<br />

Jolande DREIHANN-<br />

HOLENIA (Haiti),<br />

KR Dkfm Brigitte<br />

KROLL-THALER<br />

(MBA Marketing und<br />

Consulting), Sandra<br />

SODIC (OMV), Mag.<br />

Dagmar AIGNER<br />

(ORF), Dipl. Ing. Dieter<br />

GALLY (OENB),<br />

Dina LAROT,<br />

Dr. Erich MÜLLER-<br />

TYL (Privatarzt),<br />

Igor BELOV (Sputnik),<br />

Dr. Reinhard<br />

WANEK (Verband<br />

Leitende Krankenhausärzte),<br />

Mag. Dieter<br />

PIETSCHMANN<br />

(Wiener Hafen),<br />

René PRINZ (Wiener<br />

Privatbank), Dr. Walter<br />

KOREN (WKO)<br />

oLam quiae necestruptat volo<br />

moditati<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig, <strong>SOCIETY</strong>/Mikes, hotel imperial<br />

10 | <strong>SOCIETY</strong> 1 _2015


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

GROSSE SEIDENSTRASSE<br />

Mitarbeiter beim Stand<br />

von Afghanistan<br />

Afghanistan<br />

Ägypten<br />

Aserbaidschan<br />

China<br />

Der Stand von Aserbaidschan<br />

rro blaut et as<br />

Der Ausstellungstand<br />

von Ägypten<br />

Malerin Liu Xiuming mit Ruiran<br />

Ying und Mitarbeiterin<br />

der chinesischen Botschaft<br />

Gerti<br />

Tauchhammer<br />

bei der<br />

Eröffnungsansprache<br />

Botschaftsrat<br />

Jafar Huseyn<br />

Zada (Aserbaidschan)<br />

S.E. Khaled<br />

Shamaa<br />

(Ägypten)<br />

S.E. Auday<br />

Al Khairallah<br />

(Irak)<br />

Chargé<br />

d‘Affaires Hassan<br />

Soroosh Y.<br />

(Afghanistan)<br />

S.E. Ebadollah<br />

Molaei (Iran)<br />

S.E. Auday Al<br />

-Khairallah<br />

(Irak)<br />

Moderator<br />

Peter Horak<br />

S.E. Dimitrij<br />

Ljubinskij<br />

(Russische<br />

Föderation)<br />

Antiker persischer<br />

Teppich<br />

von Rahimi &<br />

Rahimi<br />

Dib Reem von<br />

Mondi mit<br />

Kolleginnen<br />

Gerti Tauchhammer<br />

mit Rahmin<br />

Monajemi (Monajemi<br />

Investment)<br />

und Gästen<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_2015 | 11


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

GROSSE SEIDENSTRASSE<br />

Ausstellungstücke<br />

von Kasachstan<br />

Der Ausstellungsstand vom Irak bot<br />

süße Köstlichkeiten an<br />

Malerin Liu Xiuming mit Gemälde<br />

bei dem Stand von China<br />

China<br />

Irak<br />

Kasachstan<br />

Iran<br />

Traditionsreiches Porzellan<br />

beim Stand vom Iran<br />

Chargé d‘Affaires<br />

Rustam Khakimov (Usbekistan)<br />

mit Kollegin<br />

S.E.Hussam<br />

Al Husseini<br />

(Jordanien)<br />

S.E. Tomislav<br />

Leko (Bosnien-<br />

Herzegowina)<br />

Malerin Leyla<br />

Mahat (Kasachstan)<br />

S.E. Hassan<br />

Gösgüs<br />

(Türkei)<br />

Alla Denissova mit traditionellen<br />

russischen Kostümen<br />

S.E. Largaton Outtara<br />

(Cote d‘Ivoire)<br />

Rauf Kamill mit<br />

Safranwodka von<br />

Kamill Spirits<br />

Lorentz Gudenus<br />

S.E. Christian Bubb (Schweiz) mit<br />

Gattin und Gerti Tauchhammer<br />

Die Botschaftsvertreter<br />

nach der<br />

Ansprache<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig, <strong>SOCIETY</strong>/Mikes<br />

12 | <strong>SOCIETY</strong> 1_2015


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

CARNIVAL IN BRAZIL<br />

Kulinarische<br />

Reise nach<br />

Russland beim<br />

russischen Stand<br />

Russland<br />

Türkei<br />

Syrien<br />

Usbekistan<br />

Der Stand von<br />

Syrien stellte<br />

traditionelle<br />

Seife aus<br />

Aleppo vor<br />

Cigdem<br />

Pattaban mit<br />

Kollegen vor<br />

dem Stand der<br />

Türkei<br />

Hermine Schreiberhuber<br />

(<strong>SOCIETY</strong>), Bulat<br />

Khaydarov (Russische<br />

Föderation) und Gast<br />

Helga Welser-Lagler<br />

(<strong>SOCIETY</strong>) mit Gästen<br />

S.E. Khaled Shamaa (Ägypten),<br />

S.E. Tomislav Leko<br />

(Bosnien-Herzegowina),<br />

I.E. Elena Shekerletova<br />

(Bulgarien), I.E. Ayesha<br />

Riyaz (Pakistan), S.E. Andrej<br />

Rahten (Slowenien), Kire<br />

Illori (Mazedonien) und<br />

Cristian Istrate (Rumänien)<br />

Dr. Christian Berlakovits<br />

(<strong>SOCIETY</strong>), Jeanette Nissel<br />

mit Gatte Heinz Nissel<br />

Raimond Andersen (Vienna<br />

Society), Dina Larot mit<br />

Begleitung und Gattin von<br />

Raimond Andersen<br />

Martina und Minister a.D. Werner<br />

Fasslabend, Elena Shekerletova<br />

(Bulgarien) und Ministerin a.D.<br />

Maria Rauch Kallat<br />

Özlem Thaler, Mike Jesch, Rolf<br />

Thaler und Florian Thaler<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 13


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

PARK HYATT<br />

Der Botschafter der<br />

russischen Föderation,<br />

S.E. Dimitrij Ljubinskij<br />

Begrüßung des<br />

russischen Botschafters<br />

Zwei Premieren an einem Tag: Die neue Ausgabe von <strong>SOCIETY</strong><br />

und der neue Vertreter der russischen Föderation wurden im<br />

Park Hyatt vorgestellt.<br />

Monique Dekker, Dr.<br />

Michael Kainz, S.E.<br />

Dimitrij Ljubinskij<br />

Bei einem Empfang zu Ehren<br />

des neuen Botschafters der<br />

russischen Föderation, S.E.<br />

Botschafter Dimitrij Ljubinskij<br />

und seiner Gattin Jelena, sowie der<br />

Präsentation der Herbst/Winterausgabe<br />

von <strong>SOCIETY</strong>, lud Gerti Tauchhammer<br />

in die Räumlichkeiten des Hotels<br />

Park Hyatt. Zu den Gästen zählten<br />

Hoteldirektorin Monique Dekker und<br />

der ärztliche Leiter der Privatklinik<br />

Döbling, Dr. Christian Kainz. Bei ausgezeichnetem<br />

Fingerfood konnten sowohl<br />

die neue <strong>SOCIETY</strong>-Ausgabe, als<br />

auch der neue Botschafter genauer<br />

kennengelernt werden. •<br />

Gerti Tauchhammer bei<br />

der Ansprache<br />

14 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

PARK HYATT<br />

Jelena Ljubinskij , S.E.<br />

Dimitrij Ljubinskij und Begleitung<br />

Gerald Steger (café + co),<br />

Gerti Tauchhammer, Dr. Michael<br />

Kainz (Privatklinik Döbling)<br />

S.E.<br />

Botschafter<br />

Ghazi Jomaa<br />

Robert Krempel<br />

(Wiesenthal), Gulmirza<br />

Javadov (Socar)<br />

Eifrige Leser blättern in der<br />

neuen <strong>SOCIETY</strong> Ausgabe<br />

Tanja Tauchhammer<br />

und Marina Sagl<br />

(VENI CREATRIX)<br />

Bhulat<br />

Khaydarov<br />

(russ. Föd.)<br />

AUSZUG AUS<br />

DER GÄSTELISTE<br />

Diplomatie<br />

S.E. Salahaldin ABDALSHAFI (Palästinensische<br />

Gebiete), S.E. Arman<br />

KIRAKOSSIAN (Armenien), S.E.<br />

Andrej RAHTEN (Slowenien), S.E.<br />

Klahed SHAMAA (Ägypten), S.E. Kairat<br />

SARYBAY(Kasachstan), I.E. Elena<br />

SHEKERLETOVA (Bulgarien), S.E.<br />

Valery VORONETSKY (Belarus), Chargé<br />

d´Affaires Rustamdjan KHAKIMOV (Usbekistan),<br />

Andreas NOTHELLE (OSZE-<br />

Parlamentarische Versammlung)<br />

Wirtschaft<br />

Andreas BRANDSTÄTTER (MOTTO<br />

Club-Restaurant-Bar), Herbert BACK-<br />

HAUSEN (Vienna Fabrics & Design), Maria<br />

GUSAROVA ( RIA Novosti), Michael<br />

HABEL (Wolfgang Denzel Auto AG),<br />

Gerald KARNER (Aventus GmbH), Ing.<br />

Robert KREMPEL (Wiesenthal Handel<br />

und Service GmbH), Ramin MONAJEMI<br />

(Monajemi Financial Services E.U.), Georg<br />

MÜNDL (Post AG), Partrick POPPEL<br />

(Suworow Institut), Isabelle RACAMIER<br />

(Arlys), Mag. Gerald STEGER (café+co<br />

International Holding GmbH)<br />

Dr. Michaela Frigo, Mascha<br />

Derler-Vedernikova, Julia<br />

Mende und Begleitung<br />

I.E. Elena Radkova Shekerletova (Bulgarien)<br />

und S.E. Andrej Rahten (Slowenien)<br />

Hermine<br />

Schreiberhuber<br />

und S.E. Ljubinskij<br />

Fotos: Society/Mikes<br />

Leute<br />

Univ. Prof. Dr. Peter FRIGO (Beauty<br />

Zentrum Palais Augustinerstrasse),<br />

Senator Walter J. GERBAUTZ (PaN<br />

Dachverband), Dr. Alice ALSCH-<br />

HARANT(Parlament), Dr. Reinald<br />

BREZOVSKY (Gesundheitszentrum<br />

Döbling), Dr. Elisabeth HERESCH, Julia<br />

MENDE, Mag. Prof. Rudolf NEKVASIL<br />

(Europäische Weinritterschaft-Senat),<br />

Mag. Hermine SCHREIBERHUBER<br />

S.E. Salahaldin Abadalshafi (Palästinensische<br />

Gebiete), S.E. Khaled Abdelrahman Shamaa<br />

(Ägypten), S.E. Evandro Didonet(Brasilien)<br />

Jelena Ljubinskij,<br />

S.E. Valery Voronetsky<br />

(Belarus) und Gattin<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 15


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

CHINESISCHES NEUJAHR<br />

Die geladenen Konsuln<br />

First Consular<br />

Corps Event <strong>2016</strong><br />

Mit einer Tombola und tollen Preisen wurde das Chinesische<br />

Neujahr im China Restaurant Sichuan gefeiert.<br />

Auf Einladung von Honorarkonsulin<br />

von Tunesien und<br />

Kamerun Mag. Gertrud<br />

Tauchhammer fanden sich<br />

mehr als vierzig hochrangige<br />

Botschafts/- und Konsularvertreter<br />

beim <strong>SOCIETY</strong> Event First Consular<br />

Corps <strong>2016</strong> ein. Bei dem hochkarätigen<br />

Get-Together zelebrierten die internationalen<br />

Gäste das Chinesische Neujahr<br />

mit original chinesischen Speisen im<br />

China Highclass Restaurant „Sichuan“<br />

gleich hinter der Wiener UNO-City.<br />

Highlight war die Tombola mit hochkarätigen<br />

Preisen der Marken Villeroy<br />

and Boch, Schlumberger, Estee Lauder,<br />

zwei Übernachtungen in der der Therme<br />

Loipersdorf und vielen mehr. •<br />

TOMBOLA PREISE<br />

UND GLÜCKLICHE<br />

GEWINNER<br />

1.Preis:<br />

Ein Wochenende Thermengutschein<br />

von VI-Hotels, Hotel Loipersdorf<br />

Gewinner: Herr Yermukhan BAIMU-<br />

RYNOV, übernommen von Frau Ardak<br />

ARYSTANKULOVA (Kasachstan)<br />

2. Preis:<br />

Flasche Sekt von Schlumberger<br />

Gewinnerin: Gungaa BATSCHIMEG<br />

(Mongolei)<br />

3. Preis:<br />

Box exklusiver italienischer Weine von<br />

ilVinoMio, gesponsert von Federico<br />

FERRETTO (ilVinoMio)<br />

Gewinner: Mag. Ricardo de OLIVEIRA<br />

PEREIRA (Brasilien)<br />

Yongjie Ding, Gerti<br />

Tauchhammer,<br />

Viktor Zhong<br />

(China)<br />

16 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


Tanja Tauchhammer, Gerti Tauchhammer,<br />

Batschimeg Gungaa<br />

(Mongolei), Peter Horak, Chunah<br />

Urban-Chao mit ihrem Sohn<br />

Ricardo de Oliveira Pereira<br />

(Brasilen) mit Federico Ferretto<br />

(ilVinoMio)<br />

Maria Yakovenko<br />

mit Begleitung<br />

(Ukraine)<br />

Lourdes Victoria Kruse<br />

( Dominikanische<br />

Republik)<br />

Yu Chol Pak<br />

(Demokratische<br />

Volksrepublik<br />

Korea)<br />

Ulrich Horst<br />

Friedo Fischer<br />

(Deutschland)<br />

mit Begleitung<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

AUSZUG AUS<br />

DER GÄSTELISTE<br />

Yermukhan BAIMURYNOV (Kasachstan),<br />

Gungaa BATSCHIMEG (Mongolei), Alisva<br />

Beatriz Coronel VAZQUEZ (Generalkonsulat<br />

von Ecuador), Ivan CSOBAN-<br />

CI-HORVATH (Ungarn), Ricardo de<br />

OLIVEIRA PEREIRA (Brasilien), Yongjie<br />

DING (China), Farahilda Moquette<br />

EVERTH (Dominikanische Republik),<br />

Alexander FABRITSCHNYKH (Russische<br />

Föderation), Ulrich Horst Friedo<br />

FISCHER (Deutschland), Fernando<br />

FLORES (Generalkonsulat von Ecuador),<br />

Gabriela Michaela FOLFA (Rumänien),<br />

Robert FRANCIS (USA), Arten HANKU<br />

(Albanien), Mutaz HYASSAT (Jordanien),<br />

Aidil KHAIRUNSYAH (Indonesien),<br />

Haenam KIM (Republik Korea), Andrea<br />

Lauren KOSTASHUK (Kanada), Lourdes<br />

VICTORIA-KRUSE (Dominikanische<br />

Republik), Katja KUCEJA (Deutschland),<br />

Dody Sembodo KUSUMONEGORO<br />

(Indonesien), Immer Lladrovci (Kosovo),<br />

Casandra-Maria MARINESCU (Rumänien),<br />

Narine MARTIKYAN (Armenien),<br />

Farahilda MOQUETE (Dominikanische<br />

Republik), Myong Jin und Yu Chol PAK<br />

(Demokratische Volksrepublik Korea),<br />

Brenton Tice PARKER (USA), Nathalie<br />

PETER IRIGOIN (Uruguay), Julian Hipolito<br />

PINTO GALVIS (Kolumbien), Zhong<br />

QI (China), Jigjee SEREEJAV (Mongolei),<br />

Jana STRGAR (Slowenien), Maria<br />

YAKOVENKO (Ukraine), Viktor ZHONG<br />

(China)<br />

Yermukhan<br />

Baimurynov,<br />

(Kasachstan)<br />

Farahilda Moquete<br />

Everth, (Dominikanische<br />

Republik)<br />

Chunah<br />

Urban-Chao<br />

beim Ziehen<br />

der Preise<br />

Gabriela<br />

Michaela<br />

Folfa mit<br />

Begleitung<br />

(Rumänien)<br />

Mutaz Hyassat<br />

(Jordanien)<br />

Myong Jin<br />

Pak, Gerti<br />

Tauchhammer,<br />

Yu Chol<br />

Pak, (Dem.<br />

VR.Korea)<br />

Iván Csobánci-<br />

Horváth,<br />

(Ungarn)<br />

Alexander<br />

Fabritschnyk mit<br />

Gattin (Russland)<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 17


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

PEACE FOR TUNISIA<br />

Die Friedensnobelpreisträger 2015 umringt von den beiden<br />

Gastgebern des Abends S.E. Ghazi Jomaa (Tunesien), Gerti<br />

Tauchhammer, Philip Alexander Nobel und dem Vorstand der<br />

Österreichisch-Tunesischen Gesellschaft<br />

Friedensnobelpreis<br />

für Tunesien 2015<br />

Aus Anlass des Wienbesuches der Friedensnobelpreisträger<br />

2015 luden S. E. Ghazi Jomaa, Botschafter der Republik Tunesien<br />

und Gertrud Tauchhammer, Honorargeneralkonsulin von<br />

Tunesien zu einem Empfang mit Konzert.<br />

Als besondere Ehrengäste<br />

waren die tunesischen<br />

Friedensnobelpreisträger<br />

2015 – Dialog Quartett –<br />

und Dr. Philip Nobel, Vorsitzender<br />

des Hauses Nobel und Präsident<br />

der Nobel International Fraternity Academy<br />

eingeladen. Moderator Peter Horak<br />

führte gekonnt durch den Abend in den<br />

prachtvollen Räumlichkeiten der Österreichischen<br />

Nationalbibliothek. Nach<br />

einem Begrüßungscocktail interpretierte<br />

Opernsängerin Elisabeth Pratscher<br />

sowohl die tunesische, als auch die österreichische<br />

Landeshymne. Tunesische<br />

Musik aus Tradition und Moderne präsentierten<br />

die Musiker Fawzi Chekili, Sängerin<br />

Nesrine Jabeur und Vilolinvirtuose<br />

Bacem Anas Romdhani dem begeisterten<br />

Publikum. Bei einer Führung durch die<br />

barocken Räumlichkeiten des von 1723<br />

bis 1726 von Joseph Emanuel Fischer erbauten<br />

Prunksaals der Österreichischen<br />

Nationalbibliothek, konnten sowohl die<br />

österreichischen, als auch die internationalen<br />

Gäste eine der schönsten Bibliotheken<br />

der Welt mit über 200.000 Bänden<br />

und vier barocken Prunkgloben von Vincenzo<br />

Coronelli sowie Deckenfresken von<br />

Hofmaler Daniel Gran bewundern.<br />

Den abschließenden Rahmen boten ein<br />

reichliches tunesisches Buffet mit Cous-<br />

Cous und tunesischen Weinen, sowie das<br />

qualitativ hochwertige Catering der Firma<br />

Roth‘s Aumann Catering mit italienischen<br />

Tramezzini und süßen Häppchen.<br />

•<br />

Sopranistin<br />

Elisabeth<br />

Pratscher<br />

18 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


Vorstand der Österreichisch-Tunesischen<br />

Gesellschaft mit Botschafter<br />

Ghazi Jomaa und Philip Nobel<br />

Florian Musil, Adrian Hollaender<br />

mit Freundin, Elisabeth<br />

Pratscher und Peter Horak<br />

S.E. Alberto Carnero<br />

Fernàndez (Spanien),<br />

Philip Alexander Nobel<br />

Fröhliche Stimmung<br />

nach dem Konzert<br />

Süße Häppchen von<br />

Michael Roth<br />

René Prinz<br />

(Privatbank) und<br />

Gattin<br />

AUSZUG<br />

AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Mikes, Pobaschnig<br />

ANDERSEN Raimond (Vienna Society),<br />

BELOV Igor (Sputnik Deutschland),<br />

Botschafter BERLAKOVITS Christian,<br />

BRAUNÖCK Herbert (Active Communications),<br />

CASALS Adam (Government<br />

of Catalonia), CHICANAUX Beatrice<br />

(Tunesisches Fremdenverkehrsamt),<br />

DI BENEDETTO Gialunca, DIEM Karl,<br />

DOPPELBAUER Rudolf (Austroducks),<br />

FASSLABEND Martina (Österreichischer<br />

Kinderschutzpreis), Dr. FRIGO Peter,<br />

GERBAUTZ Walter J., GIORDANI Lucien<br />

(ORF), HODECEK Gerald (TU Wien),<br />

S.E. ISRAFILOV Galib (Aserbaidschan),<br />

KÖHN-DURSY Ingrid (BMEIA), KREM-<br />

PEL Robert (Wiesenthal), KUBESCH Erwin<br />

(BMEIA), LÖWE Michaela (cafe+co),<br />

S.E. MARAFI Sadiq (Kuwait), NISSEL<br />

Jeannette (SPC), PACHER Sigurd<br />

(BMEIA), PRINZ Rene, RESCH Thomas<br />

J. (Magistrat Stadt Wien), RIECK Gottfried<br />

(Rieck Railconsult E.U.), RIEDLER<br />

Wolfgang (Wiener Zeitung), RÖSSLER<br />

Christian (HK von Tunesien), SAGL<br />

Marina (Veni Creatrix), SCHREIBERHU-<br />

BER Hermine, SEIDL-POHLROS Michael<br />

(HK von Estland), SLATIN Heinz Peter<br />

(Öster. Rotes Kreuz), STIASTNY Heinz<br />

(Repuls Lichtmedizintechnik GmbH),<br />

THURNER Helga, WAWRA Oskar (Magistrat<br />

Stadt Wien), WELSER Helga,<br />

WENINGER Wolfgang (HK von Bangladesch),<br />

WETZLINGER Heinz (Allgemeines<br />

Krankenhaus Wien), WIMPISSINGER<br />

Heinz (Europan Society Coudenhove-<br />

Kalergi), S.E. ZAFAR Mohammed Abu<br />

(Bangladesh)<br />

Ingrid Köhn-Dursy (BMEIA),<br />

Rolf Thaler und Gast<br />

Günther Pichler<br />

mit Begleitung<br />

Igor Belov und Gattin<br />

Tanja Tauchhammer, Stefan<br />

Tauchhammer (Software ReUse)<br />

und Birgit Griensteidl (Vetmed)<br />

Marco Mercuri<br />

(Parlament), Dr.<br />

Gabriele Herberstein<br />

und Begleitung<br />

Lassina Zerbo (CTBTO)<br />

und Gattin<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 19


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

AMBASSADORS BREAKFAST<br />

Bristol´s Ambassadors<br />

Breakfast<br />

Das Bristol´s Ambassadors Breakfast,<br />

organisiert von Mag. Gertrud Tauchhammer,<br />

war ein Riesenerfolg.<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Mikes<br />

Mehr als 43 Botschafter<br />

und 10 Auslandsgesellschaften<br />

nahmen an<br />

der angeregten Diskussion<br />

zum Thema „Immigration“,<br />

die durch die Gastrednerin<br />

Botschafterin Elisabeth Tichy-Fisslberger<br />

eingeleitet wurde, teil. Die Einladung<br />

fand in Kooperation mit Oskar Wawra,<br />

Direktor der Magistratsdirektion „Europa<br />

und Internationales“ der Stadt Wien und<br />

Präsident des Dachverbands aller Österreichisch-Ausländischen<br />

Gesellschaften PaN,<br />

statt. Botschafter Ernst-Peter Brezovszky,<br />

der seit der ersten Stunde des <strong>SOCIETY</strong><br />

Bristol`s Ambassadors Breakfast dabei ist,<br />

und der diese traditionelle gemeinsame<br />

Veranstaltung moderierte, kam extra aus<br />

Dänemark angereist. Ein Erfolgskonzept<br />

von <strong>SOCIETY</strong> Magazin und Hotel Bristol,<br />

das vor Jahren gemeinsam entwickelt<br />

wurde und an dem die letzten beiden Jahre<br />

Oskar Wawra als Kooperationspartner<br />

dazu geladen kam. Dank an die großzügige<br />

Unterstützung von Hoteldirektorin<br />

Simone Dulies vom Hotel Bristol. •<br />

Botschafter Ernst-Peter<br />

Brezovszky (BMEIA) bei<br />

der Ansprache<br />

20 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

AMBASSADORS BREAKFAST<br />

Die anwesenden Botschafter mit<br />

Botschafterin Elisabeth Tichy-<br />

Fisslberger (BMEIA)<br />

Vorstand und Vertreter des Dachverbandes aller<br />

Österreichisch-Ausländischen Gesellschaften PaN<br />

mit Botschafter Ernst-Peter Brezovszky, Dr. Oskar<br />

Wawra (PaN-Präsident), Walter Gerbautz (PaN-<br />

Generalsekretär), Tanja und Gerti Tauchhammer,<br />

Simone Dulies (CEO Hotel Bristol) und Botschafter<br />

a.D. Christian Berlakovits (<strong>SOCIETY</strong>)<br />

S.E. Salahaldin<br />

Abdalshafi<br />

(Palästinensische<br />

Gebiete)<br />

S.E. Hassan Gögüs<br />

(Türkei)<br />

S.E. Mohammed<br />

Abu Zhafar<br />

(Bangladesch)<br />

Chargé d‘Affaires<br />

Che Andre van<br />

Haastrecht<br />

(Kanada)<br />

Gerti Tauchhammer, Simone<br />

Dulies (CEO Hotel Bristol),<br />

Botschafterin Elisabeth Tichy-<br />

Fisslberger, Botschafter Ernst-<br />

Peter Brezovszky (BMEIA)<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 21


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

AMBASSADORS BREAKFAST<br />

Die Botschafter<br />

beim Ambassadors<br />

Breakfast<br />

Die Botschafter lauschen<br />

Ernst-Peter Brezovszky<br />

bei der Ansprache<br />

S.E. Abu Zhafar<br />

(Bangladesch), I.E.<br />

Elena Shekerletova<br />

(Bulgarien), S.E. Marios<br />

Ieronymides (Zypern),<br />

Herbert Gutruf, S.E.<br />

Valery Voronetsky<br />

(Belarus)<br />

Angeregte Diskussionen<br />

AUSZUG<br />

AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Kathrin Jindra-Geiszler (FVA-Thailand), Gerti Tauchhammer<br />

und Simone Dulies (CEO Hotel Bristol)<br />

S.E. Evandro Didonet<br />

(Brasilien), S.E. Ramon<br />

Andres Quinones Rodriguez<br />

(Dom. Rep.)<br />

Generalleutnant<br />

Franz Reisner, Gerti<br />

Tauchhammer,<br />

Botschafter i.R.<br />

Erwin Kubesch<br />

I.E. Susan Le Jeune<br />

Allegeershecque<br />

(Großbritannien),<br />

Gerti Tauchhammer,<br />

I.E. Vasilka<br />

Poposka-Trenevska<br />

(Mazedonien)<br />

S.E Salahadin ABDALSHAFI (Palästinensische<br />

Gebiete), S.E. Armin ANDEREYA<br />

LATORRE (Chile), Botschafter Christian<br />

BERLAKOVITS, Botschafter Ernst-Peter<br />

BREZOVSZKY, Mag. Bernhard BOUZEK<br />

(Magistrat Wien), S.E. Christoph Heinrich<br />

BUBB (Schweiz), Dr. Anna M. CONVA-<br />

LEXIUS (Convalexius Medicalbeauty<br />

Center), S.E. Evandro DIDONET (Brasilien),<br />

Botschafterin Elisabeth TICHY-<br />

FISSLBERGER (BMEIA), Alexis Fernandéz<br />

GONZÁLES (Runway Vienna), Senator<br />

Walter J. GERBAUTZ (Austrian Emirates<br />

Society), S.E. Mehmet Hasan GÖGÜS<br />

(Türkei), Mag. Josef HÖCHTL (Österreichisch<br />

– Venezolanische Gesellschaft),<br />

S.E. Marios IERONYMIDES (Zypern), S.E.<br />

Galib ISRAFILOV (Aserbaidschan), S.E.<br />

Pero JANKOVIC (Serbien), S.E. Ghazi<br />

JOMAA (Tunesien), S.E. Arman KIRA-<br />

KOSSIAN (Armenien), Botschafter Erwin<br />

KUBESCH (BMEIA), S.E. Ivan MILIC (Montenegro),<br />

S.E. Adnan Bin OTHMAN (Malaysia),<br />

S.E. Largaton Gilbert OUATTARA<br />

(Côte D´Ivoire), KR. Gottfried RIECK<br />

(Rieck Railconsult E.U.),I.E. Vasilka PO-<br />

POSKA TRENEVSKA (Mazedonien), S.E.<br />

Ramon Andres QUINONES RODRIGUEZ<br />

(Dominikanische Rep.), S.E. Jan SECHTER<br />

(Tschechien), DDr Heinz K. SEITINGER<br />

M.A (Österreichisch-Kanadische Gesellschaft),<br />

S.E. Khaled SHAMAA (Ägypten),<br />

I.E. Elena SHEKERLETOVA (Bulgarien),<br />

S.E. Valery VORONETSKY (Belarus), Dr.<br />

Oskar WAWRA (PaN Dachverband), I.E.<br />

Mary WHELAN (Irland), I.E. I.E. Frau Priyanee<br />

WIJESEKERA (Sri Lanka)<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Mikes<br />

22 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

AMBASSADORS BREAKFAST<br />

S.E. Jan Sechter(Tschechien), S.E. Pero<br />

Jankovic (Serbien), S.E. Tomislav Leko<br />

(Bosnien und Herzegowina)<br />

Die Gäste lauschen angeregt der Rednerin<br />

S.E. Pero Jankovic (Serbien),<br />

S.E. Tomislav Leko (Bosnien und<br />

Herzegowina), S.E. Galib Israfilov<br />

(Aserbaidschan)<br />

S.E. Alberto Carnero<br />

Fernández (Spanien),<br />

Botschafter Helmut Türk<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 23


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

NEUE BOTSCHAFTER IN ÖSTERREICH<br />

Die neuen Botschafter in Österreich: S.E.<br />

Adnan Bin Othman (Malaysia), S.E. Auday<br />

Al-Khairallah (Irak), S.E. Armin Andereya<br />

Latorre (Chile), S.E. Rein Oidekivi<br />

(Estland), S.E. Tomislav Leko (Bosnien und<br />

Herzegowina), S.E. Ivan Milic (Montenegro),<br />

I.E. Paulina Maria Franchesci Navarro<br />

(Panama), Gerti Tauchhammer, Mario<br />

Habicher (CEO Hotel Imperial), Alfredo<br />

Raúl Chuqihuara Chil (Peru), Bogdan<br />

Mazuru (Rumänien)<br />

Imperiales Willkommen<br />

Zur traditionellen Begrüßung der neuen Botschafter in Österreich lud<br />

<strong>SOCIETY</strong> ins Hotel Imperial.<br />

Zur traditionellen Begrüßung<br />

der neu in Österreich akkreditierten<br />

Botschafter lud Gertrud<br />

Tauchhammer in die prunkvollen<br />

Räumlichkeiten des Hotels Imperial.<br />

Gemeinsam mit Generaldirektor Mario<br />

Habicher wurden die neuen Botschafter<br />

mit den berühmten Imperialtörtchen in<br />

Wien willkommen geheißen. Das Programmhighlight<br />

war die Darbietung der<br />

anerkannten Opernsängerin Astrik Khanamiryan,<br />

die das internationale Publikum<br />

begeisterte.<br />

•<br />

Die Gäste im Mamorsaal des Hotel Imperial<br />

24 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

NEUE BOTSCHAFTER IN ÖSTERREICH<br />

S.E. Jaime Alberto<br />

Cabal Sanclemente<br />

(Kolumbien), Botschafterin<br />

Eve-Külli<br />

Kala (OSZE-Ständige<br />

Vertretung von<br />

Estland), S.E. Ramon<br />

Andres Quinones<br />

Rodriguez (Dominikanische<br />

Republik), S.E.<br />

Bruno Javier Faraone<br />

Machado (Uruguay)<br />

Marina Sagl (VENI CREATRIX),<br />

Astrik Khanamiryan,<br />

Gerti Tauchhammer, Tanja<br />

Tauchhammer, Ramin Monajemi<br />

(Monajemi Investments)<br />

Helga Welser,<br />

René Prinz<br />

(Wiener<br />

Privatbank)<br />

S.E. Rein Oidekivi mit<br />

seiner Frau (Estland)<br />

Chargé d´Affaires<br />

Hassan Soroosh Y.<br />

(Afghanistan)<br />

Mag. Julia Schandl<br />

(Wolford) und Dorina<br />

Geilenkirchen<br />

(Madame Verlag)<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Prochnow<br />

S.E. Roland Bimo<br />

(Albanien)<br />

Auday Mousa<br />

Abdulhadi Al-<br />

Khairallah (Irak)<br />

S.E. Mohammed<br />

Abu Zafar (Bangladesch)<br />

S.E. Tomislav Leko<br />

(Bosnien und<br />

Herzegowina)<br />

I.E. Vasilka Poposka-<br />

Trenevska (Mazedonien)<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 25


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

NEUE BOTSCHAFTER IN ÖSTERREICH<br />

AUSZUG<br />

AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

S.E. Alfredo Raúl CHUQUI-<br />

HUARA CHIL (Botschaft von<br />

Peru), Adrian CYRUS (Wiesenthal<br />

Donaustadt), Andre<br />

d´Aron (Hausverwaltung Dr.<br />

A. d´Aron), S.E. Auday Mousa<br />

Abdulhadi AL-KHAIRALLAH<br />

(Botschaft von Irak), S.E. Ali<br />

Khalfan A.K Al-MANSOURI<br />

(Botschaft von Katar), ,<br />

S.E. Jaime Alberto CABAL<br />

SANCLEMENTE (Botschaft<br />

von Kolumbien), S.E. Evandro<br />

DIDONET (Botschaft von<br />

Brasilien), Rudolf DOPPEL-<br />

BAUER (Austroducks), Dr.<br />

Michaela Frigo, Christoph<br />

Maria FRITZEN ( Botschaft<br />

der Malteser Ritterordens),<br />

Gerhard GUTRUF, Nikole<br />

JOKIC (Amadeus International<br />

School Vienna, Eve-Külli<br />

KALA (OSZE-Ständige Vertretung<br />

von Estland), Rustamdjan<br />

KHAKIMOV (Botschaft<br />

von Uzbekistan, Ungarn und<br />

der Slowakei), Andrea KUEF-<br />

STEIN (Publicitas GmbH), S.E.<br />

Armin ANDREYA LATORRE<br />

(Botschaft von Chile), S.E.<br />

Tomislav LEKO (Botschaft von<br />

Bosnien und Herzegowina),<br />

S.E. Bruno Javier FARAONE<br />

MACHADO (Botschaft von<br />

Uruguay), S.E. Bogdan MAZU-<br />

RU (Botschaft von Rumänien),<br />

S.E. Ivan MILIC (Botschaft von<br />

Montenegro), Robert MOYSE<br />

(FAME Investments AG, I.E.<br />

Paulina Maria FRANCESCHI<br />

NAVARRO (Botschaft von<br />

Panama), Clemens NEU-<br />

KOMM (Wiesenthal Handel<br />

und Service GmbH), Jeanette<br />

und Heinz NISSEL, Andreas<br />

NOTHELLE (OSZE Parlamentarische<br />

Versammlung), S.E.<br />

Rein OIDEKIVI (Botschaft<br />

von Estland), S.E. Adnan Bin<br />

OTHMAN (Botschaft von<br />

Malaysia), Ian PIPER, René<br />

PRINZ (Wiener Privatbank),<br />

S.E. Ramon Andres QUINO-<br />

NES RODRIGUEZ (Botschaft<br />

der Dominikanischen Republik),<br />

S.E. Andrej RAHTEN<br />

(Botschaft von Slowenien),<br />

Herbert RIESER (Cafe&Co),<br />

Marina SAGL (Veni Cretirix<br />

– Jewelry Art and Design),<br />

S.E. Jaime Alberto CABAL<br />

SANCLEMENTE (Botschaft<br />

von Kolumbien), Botschafter<br />

Svetoslav SPASSOV<br />

(Vertretung von Bulgarien),<br />

S.E. Arthayudh SRISAMOOT<br />

(Botschaft von Thailand),<br />

Thomas SZÖKE (AH At Home<br />

Destination Services GmbH),<br />

Andrea VERONESE (Publicitas<br />

GmbH), Ron WILLIS (Club<br />

der Handelsräte), S.E. Mohammed<br />

ABU ZAFAR (Botschaft<br />

von Bangladesch)<br />

Die Botschafter beim Gruppenfoto<br />

Chargé d´Affaires a.i.<br />

Rustamdjan Khakimov<br />

(Usbekistan)<br />

S.E. Dr. Andrej Rahten<br />

(Slowenien)<br />

Vedad Bakovic<br />

(Hotel Imperial)<br />

bei seiner Ansprache<br />

S.E. Ali Khalfan<br />

Al-Mansouri (Katar)<br />

Ziaran Mohammad und Robert<br />

Moyse (FAME Investments AG)<br />

Dagmar Schellenberger<br />

(Seefestspiele Mörbisch)<br />

S.E. Khaled Abdelrahman<br />

Shamaa (Ägypten)<br />

Sarah Brenner (Hotel Imperial),<br />

Gerti Tauchhammer, Vedad<br />

Bakovic, Mario Habicher<br />

(Hotel Imperial)<br />

Andre d‘ Aron mit seiner<br />

Frau, Werner Salzmann<br />

S.E. Arman Kirakossian<br />

(Armenien), Jeanette<br />

und Heinz Nissel<br />

26 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

SCHWEDEN<br />

Vom bürgerlichen Wohnpalais<br />

zum Schwedenhaus Wien<br />

Ummittelbar nach seiner Entstehung galt das repräsentative<br />

Haus bereits als Mittelpunkt der liberalen Intellektuellen Wiens.<br />

Auch heute ist das Palais nach wie vor von hoher Bedeutung.<br />

Das Stiegenhaus der Britischen<br />

Residenz<br />

Botschafterin I.E. Helen Eduards in den Räumlichkeiten<br />

des Schwedenhauses<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/prochnow<br />

30 | <strong>SOCIETY</strong> 2_2014


DIPLOMATIE<br />

SCHWEDEN<br />

Ansicht auf die<br />

Residenz vom<br />

Garten des<br />

Anwesens<br />

Das Wohnpalais in der<br />

Liechtensteinerstraße 51,<br />

gegenüber dem Liechtensteinischen<br />

Sommerpalais<br />

gelegen, ist in seiner Geschichte<br />

eng mit seinem Bauherrn Moritz<br />

Szeps (1834-1902) verbunden. Der österreichische<br />

Schriftsteller Heimito von Doderer<br />

setzte diesem Stadtteil mit seinem Roman<br />

„Die Strudelhofstiege“ sogar ein literarisches<br />

Denkmal, benannt nach der Jugendstiltreppe,<br />

die unmittelbar neben dem<br />

Schwedenhaus liegt.<br />

Der Architekt Ludwig Tischler vollzog<br />

beim Bau des Hauses einen architektonischen<br />

Übergang von der Renaissance zum<br />

Barock und machte das Palais zu einem<br />

qualitätvollen Baudokument großbürgerlicher<br />

Wohnkultur.<br />

Seither hat das Palais mehrfach seine<br />

Besitzer gewechselt, im Aussehen blieb es<br />

aber fast unverändert; auch nachdem es<br />

1928 vom schwedischen Staat gekauft worden<br />

war. Als Residenz des schwedischen<br />

Botschafters wurde das Palais in den 50er<br />

Jahren ein weiteres Mal zum Forum großer<br />

Politik als der damalige schwedische Botschafter<br />

Sven Allard österreichische Politiker<br />

mit Vertretern der Okkupationsmächte<br />

zusammenbrachte, mit dem Ziel, die Möglichkeiten<br />

für ein freies und unabhängiges<br />

Österreich auszuloten.<br />

Durch den Umbau der schwedischen<br />

Residenz in eine Kanzlei wird der schwedische<br />

Staat die Gründergeschichte des Hauses<br />

140 Jahre später neu beleben, um dort<br />

im Sinne von Moritz Szeps die Völkerverständigung<br />

zu pflegen und fördern. •<br />

Salon mit Polstermöbeln<br />

von dem<br />

austro-schwedischen<br />

Designer<br />

Josef Frank sowie<br />

Blick auf den neu<br />

renovierten Veranstaltungsraum<br />

des<br />

Schwedenhauses<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_2015 | 31


DIPLOMATIE<br />

SCHWEDEN<br />

First feminist<br />

government<br />

<strong>SOCIETY</strong> spoke to the new Swedish ambassador, H.E. Helen<br />

Eduards on the first feminist government in the world, the<br />

role of monarchy in Sweden and her work with the UN.<br />

As this is your first post as an<br />

ambassador, how have your experiences<br />

been so far?<br />

It is an honor for me to serve<br />

as an Ambassador to Austria,<br />

Slovenia and Slovakia and to<br />

the UN. I am impressed by Austria’s rich culture,<br />

music, history and heritage in the heart of Central<br />

Europe. The different areas that the Swedish embassy<br />

covers (bilateral, multilateral, regional) are<br />

both important and interesting. We work actively<br />

with the priorities of the Swedish Government in<br />

areas such as environment and climate change,<br />

social issues, gender equality and migration issues.<br />

Handling these well and finding synergies<br />

between the different areas is what comprises the<br />

challenge, but also the stimulating part of the job.<br />

It is particularly important now, as we face common<br />

challenges that we need to address together.<br />

As you mentioned before, a great part of your<br />

work takes place at the United Nations. What are<br />

the key points of your task area there?<br />

We are actively participating in the UN organizations<br />

in Vienna. Certainly, the International<br />

Atomic Energy Agency (IAEA) is important, and<br />

non-proliferation is a key component of our work<br />

there. Also, Sweden has been a strong force internationally<br />

in promoting nuclear disarmament,<br />

and our support to the CTBTO is an example of<br />

this. We are also actively working within the UNO-<br />

DC. One of many key areas is the effort to prevent<br />

drug abuse, where we see a strong need to work<br />

both with prevention and treatment. We see drug<br />

abuse primarily as a public health issue.<br />

Another important organization, which Sweden<br />

supports, is UNIDO. We are one of the few countries<br />

that provides one percent of their GNI in aid and<br />

have quite a few projects through UNIDO in Africa.<br />

We work through the Swedish aid agency SIDA,<br />

providing financial support for industrial development.<br />

UNIDO has undergone a change towards a<br />

stronger integration of sustainability, which we<br />

fully support. Through our own experience we can<br />

share best practices on how to industrialize and<br />

minimize environment consequences.<br />

»Sweden has a<br />

long tradition<br />

of solidarity<br />

and willingness<br />

to provide refuge<br />

for people in<br />

need.<br />

«<br />

Helen<br />

Eduards<br />

Concerning the current crisis in Syria, how<br />

is Sweden dealing with the issue of the waves of<br />

refugees coming to your country?<br />

We do not have an upper limit like Austria<br />

but have taken measures to manage the inflow of<br />

refugees while aiming at respecting the right to<br />

asylum and assisting those in need of protection.<br />

We received 163.000 refugees last year. Many of<br />

those refugees are of Syrian origin, and by providing<br />

refuge, Sweden contributes to alleviating the<br />

effects of the war in Syria. It is also important to<br />

help those that remain in the region, and need<br />

assistance there. Sweden is strongly investing in<br />

humanitarian aid and development assistance in<br />

the Middle East.<br />

Since Sweden has a long experience with migration,<br />

we have routines and systems in place.<br />

However, we have to make sure that we can also<br />

continue receiving refugees in the long run. We<br />

have thus taken certain measures to reduce the<br />

numbers such as ensuring that those who apply<br />

for asylum have valid grounds, ID controls along<br />

our borders, and adjustments to the rules to apply<br />

for asylum, bringing them closer to a European<br />

standard.<br />

Are nationalistic civil groups like Odin’s sons<br />

an issue in Sweden?<br />

There is a right wing party in the Parliament,<br />

the Swedish Democrats, which has an anti-immigration<br />

approach. Notwithstanding that, there<br />

are concerns and also a wide recognition, that<br />

many measures are needed for the integration of<br />

migrants into our society. We need an open debate<br />

to address concerns and find answers, and avoid<br />

polarizing points of view. The majority of the population<br />

does not have an anti-migrant, but rather<br />

a pro-solution, approach. Sweden has a long tradition<br />

of solidarity and willingness to provide help<br />

to people in need.<br />

Sweden has the first feminist government in<br />

the world. What is your view on feminism?<br />

I have been a feminist as long as I remember.<br />

I was brought up by feminist parents and now I<br />

represent a feminist government. Sweden has ➢<br />

30 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

SCHWEDEN<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/prochnow<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 31


DIPLOMATIE<br />

SCHWEDEN<br />

able to make personal choices irrespective of<br />

whether you are a woman or a man. All girls and<br />

boys and women and men should have equal access<br />

to political and economic opportunities and<br />

resources. Efforts to break down stereotypes and<br />

unequal treatment must start from a very early<br />

age, in kindergarten and school.<br />

You have recently opened the „Schwedenhaus“<br />

in Vienna, what are the future plans for<br />

the cultural programme?<br />

We arrange a lot of cultural activities related<br />

to our overall priorities. For instance, we recently<br />

had a caricature-exhibition on climate change. In<br />

another exhibition, AccessAbility, we wanted to<br />

raise awareness of the situation for people with<br />

physical or mental disabilities. People with disabilities<br />

should have equal access to education,<br />

social opportunities, health care, public space,<br />

infrastructure, etc. This is an important part of<br />

Swedish priorities that we want to share with our<br />

visitors. We also had a poetry evening with two<br />

of Sweden’s most famous female poets and will<br />

soon host the „Swedish Business Award” together<br />

with Business Sweden and the Swedish Chamber<br />

of Commerce. In May, we saw the opening of<br />

the Nordic-Baltic film festival Nordiale with an<br />

award-winning film about Swedish migration to<br />

Norway. We try to cover a broad area in our cultural<br />

activities – from social issues to literature<br />

and film.<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

H.E. Helen Eduards was<br />

born on February 4. 1969.<br />

1994 she finished her<br />

University Degree in<br />

Political Science, Social<br />

Anthropology and History<br />

of Economics at University<br />

of Stockholm. In 1996<br />

she joined the Diplomatic<br />

Training Programme,<br />

MFA. 1999-2002, she was<br />

Second Secretary at the<br />

Swedish Mission to the<br />

UN, New York. 2002-03<br />

she served as Desk Officer<br />

at the Department for EU<br />

Affairs. After that, she was<br />

Director and Head of the<br />

Unit for International and<br />

EU Affairs at the Prime<br />

Minister‘s Office. From<br />

2006-07, Eduards had a<br />

special assignment at the<br />

Department for Eastern<br />

Europe and Central Asia.<br />

From 2007-10, she was<br />

Deputy Director General<br />

and Deputy Head of the<br />

African Department. From<br />

2010-15 she was Deputy<br />

Director General and Head<br />

of the Department for<br />

Aid Management. Since<br />

October 2015, she has been<br />

Ambassador to Austria.<br />

the first ever officially proclaimed feminist government<br />

in the world. This proclamation is really<br />

important, in order to raise awareness of what<br />

“feminist engagement in government and policy”<br />

means. It is about recognizing that there are<br />

still structural phenomena everywhere, including<br />

Sweden, that disfavor women. There are major<br />

inequalities for example in income gaps and<br />

earning gaps, the number of hours spent on unpaid<br />

household work etc. Also, a large number of<br />

women still suffer from domestic violence, which,<br />

obviously, is unacceptable.<br />

In Sweden, we have a generous parental leave<br />

system and daycare centers for children that help<br />

women returning to work. For the government,<br />

being feminist means that you look at all separate<br />

political fields from a gender equality perspective.<br />

For example: Why do municipalities often fund<br />

football fields and ice hockey rinks – traditionally<br />

boys activities - rather than horseback riding<br />

or gymnastics, that tend to attract girls? We need<br />

to scrutinize who is gaining from public investments,<br />

how resources are being used and if there<br />

is a possibility to change that. Leaving half of the<br />

population behind, is something society cannot<br />

afford. For example, calculations show that if<br />

more women joined the European labour market,<br />

GDP would increase significantly.<br />

I have two daughters, and would not want<br />

them to be restricted in their life choices by stereotypes<br />

or structures in society. You should be<br />

What is the trade balance between Austria<br />

and Sweden?<br />

It is quite balanced, yet we would like it to increase<br />

from both sides. We are more or less even<br />

when it comes to trade and investments, a bit less<br />

when it comes to tourism. We would like to welcome<br />

more Austrian tourism to Sweden. I hope<br />

that this will change in the future.<br />

How important is the royal family to the<br />

Swedish population?<br />

Our monarchy has always been very important<br />

to us. There is a strong support for the monarchy<br />

and for Crown Princess Victoria as a person.<br />

There are those who believe that the head of state<br />

should be elected and not inherit the position.<br />

But for the majority, the monarchy has a strong<br />

cultural and historical significance. We have been<br />

a monarchy for almost 1000 years. The monarchy<br />

is an important part of Swedish identity for many<br />

people, and many feel that the new generations<br />

of the royal family reflect modern values. During<br />

her studies of UN-affairs, the Crown Princess was<br />

doing an internship at the mission in New York,<br />

while I was serving there. I was very impressed<br />

with the close interest and commitment of the<br />

Crown Princess in global issues. Her Majesty the<br />

Queen, who visited Vienna in early June, is very<br />

engaged in the wellbeing of children. The royal<br />

family can bring across issues that are of interest<br />

to a wider audience.<br />

•<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/prochnow<br />

32 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


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DIPLOMATIE<br />

NIEDERLANDE<br />

Die Macht der<br />

Kommunikation<br />

<strong>SOCIETY</strong> traf den Botschafter der Niederlande,<br />

S.E. Marco Hennis um mit ihm über die<br />

auslaufende EU-Präsidentschaft und die<br />

Kunst der Brückenbildung zu sprechen.<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/pobaschnig<br />

34 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

NIEDERLANDE<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 35


DIPLOMATIE<br />

NIEDERLANDE<br />

Botschafter Marco<br />

Hennis in seinem Atelier,<br />

vormals Komponierzimmer<br />

von Richard Strauss<br />

»Ich vergleiche<br />

die Zusammenarbeit<br />

der<br />

EU gerne mit<br />

dem Zusammenleben<br />

von<br />

Menschen.<br />

«<br />

Marco<br />

Hennis<br />

Sie haben unter anderem Sozial- und<br />

Organisationspsychologie studiert.<br />

Wie hat Ihre Ausbildung Sie für das<br />

Amt des Botschafters und Ständigen<br />

Vertreters vorbereitet?<br />

Ich habe in meiner schulischen<br />

Laufbahn gelernt, systematisch zuzuhören und<br />

das zu kombinieren, was von außen einfließt. Ich<br />

analysiere zuerst und versuche dann, abseits von<br />

Vorurteilen, Objektivität herzustellen. Dies können<br />

natürlich gute Voraussetzungen für meine<br />

Funktion als Botschafter sein. Ich frage mich<br />

ständig wie man etwas aufbauen kann, sei es Vertrauen,<br />

Verständnis oder Bündnisse. Diese Einstellung<br />

strebe ich stets an, bin mir aber vollkommen<br />

bewusst, dass dies manchmal besser, mal<br />

schlechter funktioniert.<br />

Sie waren in Ihrer Laufbahn in vielen Konfliktzonen.<br />

Haben Sie das Gefühl, dass Sie dort<br />

etwas als Diplomat bewirken konnten?<br />

Natürlich ist die Arbeit in Ländern, in denen<br />

politische Unruhe herrscht für einen Diplomaten<br />

sehr spannend, da man in solchen Regionen nicht<br />

nur sehr viel lernt, sondern auch sehr viel bewegen<br />

und helfen kann. Das Pflegen persönlicher Kontakte,<br />

das Erstellen von Brücken und das Stärken von<br />

Menschen ist eine sehr große Notwendigkeit, um<br />

die Rückkehr zu Ruhe und Normalität zu gewährleisten.<br />

Mit viel Erfahrung und einer gewissen<br />

Ruhe im Sturm ist es möglich, einen Mittelweg in<br />

schwierigen Situationen finden zu können.<br />

Ihre Tätigkeit in Wien ist im Vergleich zu<br />

Ihren Aufenthalten in Gebieten wie Kabul und<br />

dem Amt als Großmeister des Hauses Ihrer Majestäten<br />

von Holland ein großer Kontrast. Wie<br />

gefällt Ihnen die Arbeit in Österreich?<br />

Ich genieße es, meine Erfahrungen in einem<br />

neuen Land einzubringen und mich professionell<br />

entwickeln zu können. Ich versuche die<br />

Niederlande dem österreichischen Volk näher zu<br />

bringen, und bilaterale Beziehungen zu stärken<br />

und zu knüpfen. Das klingt nicht heldenhaft, ist<br />

aber die gängige Praxis für mich und meine Kollegen.<br />

Dasselbe galt auch für meine Tätigkeit als<br />

Großmeister des Königshauses. Ich leitete natürlich<br />

eine sehr besondere Organisation und in<br />

dieser leitenden Funktion konnte ich die wichtige<br />

Arbeit unseres Staatsoberhauptes unterstützen.<br />

In unserem Land spielt unsere Monarchie eine<br />

verbindende Rolle und wird als wichtiger Faktor<br />

für Kontinuität und Ruhe gesehen.<br />

Bei der Thronübergabe von I.M. Königin Beatrix<br />

auf S.M. König Willem-Alexander konnte ich einen<br />

wichtigen Beitrag leisten. Dieser Thronwechsel<br />

ist meiner Meinung nach reibungslos geschehen.<br />

Meine Arbeit in Österreich ist naturgemäß etwas<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/pobaschnig<br />

36 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

NIEDERLANDE<br />

Anderes, weist jedoch in vielen Punkten, wie z.B.<br />

bei der Zusammenarbeit mit der Zielsetzung auf<br />

Erhalt einer guten Beziehung sowie Kommunikation<br />

untereinander, sehr viele Parallelen auf.<br />

Wie sehen Sie die Entwicklung der EU seit ihrer<br />

Gründung?<br />

Ich vergleiche die Zusammenarbeit der Europäischen<br />

Union gerne mit dem Zusammenleben<br />

von Menschen. Je größer eine Gruppe von<br />

Individuen wird, desto schwieriger stellt sich<br />

manchmal die Kommunikation und das Finden<br />

eines Konsens dar. Genauso sehe ich es auch in<br />

der EU. 28 Mitgliedsstaaten bedeuten 28 nationale<br />

Interessen, Meinungen und Erfahrungen. Aus<br />

diesem Grund ist es wichtig, dass man miteinander<br />

spricht und vor allem auch arbeitet, um<br />

gemeinsame Ziele zu verfolgen und zu erreichen.<br />

Es ist keine Kunst zu streiten, aber eine Kunst<br />

miteinander im Gespräch zu bleiben. Meiner<br />

Meinung nach ist die Tatsache, dass die EU nicht<br />

immer volksnah ist und eine andere Sprache zu<br />

sprechen scheint, eine Herausforderung. Unionsbürger<br />

müssen natürlich auch Interesse und Zeit<br />

widmen, um die Entwicklungen und Ambitionen<br />

der EU zu verfolgen. Aber es wäre schön, wenn<br />

Politiker, Beamte etc. und das Volk lernen würden<br />

mehr aufeinander zu hören und infolgedessen<br />

eine gemeinsame Sprache zu entwickeln. Manchmal<br />

ertappe ich mich selbst dabei, dass auch<br />

ich mich einer sehr bürokratischen Sprache bediene,<br />

die ich eigentlich furchtbar finde.<br />

»Das einzige<br />

Opfer eines<br />

Gespräches<br />

sind Worte.<br />

Marco<br />

Hennis<br />

«<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

S.E. Marco Hennis wurde<br />

am 1. Februar 1955 in Haarlem,<br />

Niederlande geboren.<br />

Er studierte Sozial- und<br />

Organisationspsychologie<br />

an der Universität Leiden.<br />

1983 trat er seinen Dienst<br />

beim Ministerium für Auswärtige<br />

Angelegenheiten<br />

an und war in Islamabad,<br />

Belgrad, Brüssel (Ständige<br />

Vertretung bei der<br />

NATO) und im Ministerium<br />

(zuständig für die Ausbildung<br />

neuer Diplomaten).<br />

1994 bis 1995 war er Privatsekretär<br />

des Ministers<br />

für Auswärtige Angelegenheiten.<br />

Von 1995 bis 1997<br />

war er zur Weltbank in<br />

Paris detachiert.<br />

1997 bis 2000 war<br />

er Stellvertretender<br />

Botschafter in Sarajevo.<br />

Von 2000 bis 2003 war<br />

er Leiter der Task Force<br />

Erweiterung bei der Direktion<br />

Integration Europa.<br />

2003 bis 2004 diente er<br />

als Chargé d’affaires in<br />

Kabul. 2004 bis 2008 war<br />

er als Generalkonsul in<br />

Istanbul stationiert. Von<br />

2008 bis 2015 war S.E.<br />

Hennis Großmeister des<br />

Hauses Ihrer Majestät der<br />

Königin (bis Mai 2013) und<br />

anschließend Großmeister<br />

des Hauses Seiner Majestät<br />

des Königs. Seit August<br />

2015 ist er Botschafter<br />

des Königreichs der<br />

Niederlande in Österreich.<br />

Welche Meinung haben Sie zur Situation in<br />

der Ukraine und dem holländischen Referendum<br />

über das Assoziierungsabkommen?<br />

Ich denke, dass es mehr Zeit braucht um mit<br />

der Ukraine sowie Brüssel zu verhandeln. Man<br />

muss auch der Tatsache auf den Grund gehen,<br />

die zu einem negativen Referendum in Holland<br />

geführt hat und eine Debatte einleiten. Diese Debatte<br />

ist in meinem Land dringend notwendig.<br />

Das hat uns dieses Referendum deutlich gezeigt.<br />

Wir sind auch davon überzeugt, dass wir diese in<br />

und vor allem mit Europa weiterführen müssen.<br />

Die Rolle der antretenden slowakischen Ratspräsidentschaft<br />

wird es diesbezüglich sein, Türen und<br />

Fenster in alle Richtungen offen zu lassen, um<br />

einen Schritt nach vorne zu gewährleisten.<br />

Die Flüchtlingskrise ist schon seit vielen Jahren<br />

ein Thema. Warum glauben Sie, dass die Situation<br />

in Europa so viel anders ist als in anderen<br />

Regionen?<br />

Europäer und Europäerinnen sind tief verwurzelt<br />

in ihren Traditionen und schätzen ein ruhiges<br />

Zusammenleben. Die derzeit herrschende Migrationswelle<br />

wurde, denke ich, sehr medial und<br />

politisch hochgespielt und hat so die Angst vor Extremismus<br />

und Populismus bei den Menschen geschürt.<br />

Viele europäische Regierungen haben auf<br />

dieses Problem keine Antwort und Sprachlosigkeit<br />

speist natürlich die vorherrschende Angst.<br />

Befinden wir uns derzeit in einem dritten<br />

Weltkrieg?<br />

Das sind viel zu große Worte, die zumindest<br />

mir nicht dabei helfen zu begreifen, was in der<br />

Welt um uns passiert. Natürlich ist die derzeitige<br />

Lage eine globale Herausforderung, doch es<br />

herrscht kein völliger Notzustand und das Leben,<br />

vor allem in Europa, ist immer noch ein relativ<br />

angenehmes. In solchen Situationen ist die Arbeit<br />

der EU, OSZE, NATO, UNO, etc. natürlich absolut<br />

essentiell. Staaten müssen sich an einen Tisch<br />

setzen und gemeinsam eine Lösung finden. Wir<br />

sollten versuchen aus Fehlern zu lernen und das<br />

Augenmerk auf den Prozess und nicht unbedingt<br />

immer auf das Ziel zu richten. Denn das einzige<br />

Opfer eines Gespräches sind Worte. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 37


DIPLOMATIE<br />

NIEDERLANDE<br />

Richard<br />

Strauss und<br />

die Niederlande<br />

Seit bereits über<br />

50 Jahren ist die<br />

ehemalige Strauss-<br />

Villa in der<br />

Jacquingasse nun<br />

die Botschafter-<br />

Residenz der<br />

Niederlande in<br />

Wien.<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>pobaschnig<br />

38 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

NIEDERLANDE<br />

Die Residenz der Niederlande war früher das Heim<br />

des berühmten Komponisten Richard Strauss<br />

Der zum Palais Belvedere<br />

gehörende „Kammergarten“<br />

wurde Richard<br />

Strauss, damals frisch<br />

ernannter Direktor der<br />

Wiener Staatsoper, nach<br />

zähen Verhandlungen mit der Stadt Wien<br />

zur Pacht auf 90 Jahre zur Verfügung gestellt.<br />

Er ließ dort von Michael Rosenauer,<br />

einem vielseitigen und internationalen<br />

Architekten, in barockisierender Bauweise<br />

das Richard Strauss-Schlössl errichten,<br />

das zu einem der bekanntesten Werke<br />

des britisch-österreichischen Architekten<br />

zählt. Rosenauer trat durch bedeutende<br />

Bauwerke hervor, die teilweise für die Gemeinde<br />

Wien geplant waren, doch auch<br />

einige private Villen wurden von ihm entworfen.<br />

Die dreigeschössige Villa präsentiert<br />

sich mit konservativer historischer Fassadengestaltung,<br />

Mansardendach und Terrasse.<br />

Seit 1949 – dem Todesjahr von Richard<br />

Strauss – ist sie nun die niederländische Residenz<br />

in Wien und Kanzlei, seit 1969 ausschließlich<br />

Residenz. Von der ursprünglichen<br />

Innenausstattung, wie beispielsweise<br />

dem Kamin im ehemaligen Arbeitszimmer,<br />

ist heute kaum noch etwas erhalten. Der<br />

derzeitige niederländische Botschafter, S.E.<br />

Marco Hennis, welcher auch als Maler tätig<br />

ist, hat die Residenz sehr modern nach<br />

seinem Geschmack umgestaltet und durch<br />

ein Atelier bereichert.<br />

•<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 39


DIPLOMATIE<br />

NIEDERLANDE<br />

Bild oben links: Empfangsräumlichkeit<br />

der Residenz<br />

Bild oben rechts:<br />

Stiegenaufgang<br />

Bild in der Mitte: Erinnerungsstücke<br />

des Botschafters<br />

Bild unten links:<br />

Der Kamin ist das einzige<br />

original erhaltene Relikt des<br />

Richard Strauss Schlössels<br />

Bild unten rechts: Familienportraits<br />

von S.E. Marco Hennis<br />

40 | SOCIET 1_<strong>2016</strong>


Das Gute<br />

liegt so nah.<br />

Ungarn, 9600 Sárvár, Vadkert krt. 5. | +36 95 889 555 | spirithotel.eu


DIPLOMATIE<br />

SLOWAKEI<br />

»Da dies die<br />

erste Ratspräsidentschaft<br />

für<br />

die Slowakei<br />

ist, bereiten wir<br />

uns schon seit<br />

Jahren darauf<br />

vor.<br />

«<br />

Juraj<br />

Macháč<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/mikes<br />

42 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

SLOWAKEI<br />

Debüt für<br />

die Slowakei<br />

S.E. Juraj Macháč im Interview mit<br />

<strong>SOCIETY</strong> über die anstehende slowakische<br />

Ratspräsidentschaft.<br />

Interview: Gertrud Tauchhammer<br />

Ihre jetzige Funktion ist bereits<br />

Ihr dritter Aufenthalt zur Ausübung<br />

eines Amtes in Wien. Wie<br />

gefällt es Ihnen in Österreich?<br />

Insgesamt bin ich bereits seit<br />

fast 14 Jahren in Österreich, somit<br />

ist Wien mittlerweile zu einer zweiten<br />

Heimat für mich geworden. Ich kenne das<br />

Land sehr gut und habe mich sehr über<br />

das Angebot, slowakischer Botschafter in<br />

Österreich zu werden, gefreut. Ich war von<br />

Anfang an sehr bemüht, die bilateralen<br />

Beziehungen mit neuen Herausforderungen<br />

zu konfrontieren und ich denke, dass<br />

es uns gut gelungen ist. Wir haben bei<br />

meiner Ankunft ein regelmäßiges Treffen<br />

der Botschafter, sowie Technokraten<br />

der Slowakei und Österreich einberufen,<br />

das so genannte Format ‚Zwei Plus Zwei’.<br />

Der Gedanke war, sich an einen Tisch zu<br />

setzen, um sich über aktuelle Themen wie<br />

Migration, wirtschaftliche Zusammenarbeit<br />

und natürlich auch den EU-Ratsvorsitz<br />

auszutauschen. Die ursprüngliche<br />

Idee hat sich durchgesetzt und ist mittlerweile<br />

ein wichtiger Bestandteil von Österreich<br />

und den Nachbarländern.<br />

Die momentane Situation in Syrien,<br />

das Thema Migration, die Eingliederung<br />

der Ukraine in die EU – die politischökonomische<br />

Situation auf der ganzen<br />

Welt ist derzeit sehr schwierig. Wie groß<br />

ist Ihr Respekt vor dieser spannenden<br />

Aufgabe?<br />

Wir wussten, dass wir mit der Ratspräsidentschaft<br />

vor große Herausforderungen<br />

gestellt werden würden. Oftmals<br />

müssen während des gesamten Vorsitzes<br />

vor allem Krisensituationen koordiniert<br />

werden, für die eigenen Prioritäten bleibt<br />

dann nur wenig Zeit und Raum. Trotz<br />

dieser realen Unvorhersehbarkeit hat<br />

sich die Slowakei langfristig gerade mit<br />

Hinblick darauf vorbereitet, dass wir ein<br />

breites Spektrum an Situationen bewältigen<br />

können, auch Überraschungen. Das<br />

bedeutet zwar, dass eine hundertprozentige<br />

Vorbereitung nicht möglich ist, ich<br />

bin aber zuversichtlich, dass wir unsere<br />

Aufgabe auf einem sehr hohen Niveau<br />

erfüllen werden. Gleichzeitig ist es mittlerweile<br />

zur Realität geworden, dass<br />

außenpolitische Themen von EEAS (Europäischer<br />

Auswärtiger Dienst) koordiniert<br />

werden und nicht, wie in der Vergangenheit,<br />

durch die Ratspräsidentschaft.<br />

Dies bedeutet aber nicht, dass wir in<br />

diesen Themen nicht aktiv sein werden.<br />

Beispielsweise im Falle der Migrationsproblematik<br />

handelt es sich um eine<br />

Kombination verschiedener Faktoren,<br />

weshalb dieses Thema auch unsere Präsidentschaft<br />

wesentlich betreffen wird.<br />

Wir bereiten uns sehr seriös darauf vor,<br />

u.a. besuchte unser Außenminister vor<br />

kurzem mit mehreren Kollegen aus anderen<br />

EU-Mitgliedsländern Griechenland<br />

und die Türkei.<br />

In der Slowakei gibt es seit kurzer<br />

Zeit eine neue Koalitionsregierung,<br />

bestehend aus den Parteien SMER, SNS,<br />

MOST-HID, SIET. Wie wird diese Regierung<br />

Ihrer Einschätzung nach bei<br />

der Erfüllung der Aufgaben der EU-Ratspräsidentschaft<br />

vorgehen? Denken Sie,<br />

dass es auf Grund der Zusammenarbeit<br />

von vier Koalitionsparteien zu einigen<br />

Unstimmigkeiten kommt?<br />

Da dies die erste Ratspräsidentschaft<br />

für die Slowakei ist, bereiten wir uns<br />

schon seit längerem sehr intensiv darauf<br />

vor, eigentlich seit ein paar Jahren. Es<br />

handelt sich um einen laufenden Prozess,<br />

einschließlich der Vorbereitung der Experten,<br />

wobei die Bildung der neuen Regierung<br />

keinesfalls die Kontinuität ➢<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 43


DIPLOMATIE<br />

SLOWAKEI<br />

»<br />

Selbstverständlich<br />

sind<br />

wir uns dieser<br />

Herausforderung<br />

bewusst.<br />

«<br />

Juraj<br />

Macháč<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

S.E. Juraj Macháč wurde<br />

1966 geboren und<br />

besuchte die Wirtschaftsuniversität<br />

in Bratislava.<br />

Von 1988-1991 war er als<br />

Handelsreferent in der<br />

Hauptstadt der Slowakei<br />

tätig. Bevor er 1993<br />

sein Amt als zweiter<br />

Botschaftssekretär antrat,<br />

arbeitete er als Attaché in<br />

der Handelsabteilung der<br />

Botschaft in Wien. 1998<br />

wurde er als Stellvertreter<br />

des Botschafters in Bonn<br />

bestellt und von 2002 –<br />

2004 Generaldirektor der<br />

multilateralen Sektion des<br />

Außenministeriums. 2005<br />

führte sein Weg nach Wien<br />

als Botschafter und Leiter<br />

der Ständigen Vertretung<br />

bei der UNO und den<br />

internationalen Organisationen.<br />

2009 wurde er zum<br />

Generaldirektor des Personalamtes<br />

und stellvertretenden<br />

Generalsekretär<br />

des Außenministeriums<br />

ernannt. Seit 2012 ist S.E.<br />

Macháč Botschafter der<br />

Slowakischen Republik in<br />

Österreich.<br />

➢<br />

in diesem Bereich verletzt hat. Was die neue<br />

Regierungskoalition betrifft, ist dies eine übliche<br />

Erscheinung in allen bestehenden Demokratien<br />

und ich sehe da keinen Grund, warum es zu einer<br />

Beunruhigung führen sollte.<br />

Was wird oberste Priorität haben, in Anbetracht<br />

der umfassenden Aufgaben, die die Slowakei<br />

im Zuge ihrer Ratspräsidentschaft erfüllen sollte?<br />

Die Vorbereitung des sechsmonatigen Vorsitzes<br />

gewinnt an Intensität. Unsere Regierung hat<br />

bereits die Ausgangspunkte dieses Programms<br />

verabschiedet, seine finale Fassung wird im Juni<br />

veröffentlicht. Unsere Prioritäten waren teilweise<br />

bereits im Programm des Vorsitztrios (NL-SK-MT)<br />

beinhaltet, das die EU im Dezember letzten Jahres<br />

verabschiedet hat und zu dem wir entschlossen<br />

stehen. Das Programm des Trios richtet sich<br />

vor allem auf folgende Themen: nachhaltiger<br />

Wirtschaftsaufschwung und die Schaffung neuer<br />

Arbeitsplätze, das Projekt der Energieunion<br />

und der Klimawandelpolitik und die Lösung der<br />

Migrations- und Flüchtlingskrise, die Sicherheit<br />

– die innere und äußere Dimension. In unserem<br />

Programm haben wir vor, uns auf eine kleinere<br />

Anzahl von Initiativen zu konzentrieren, die aber<br />

positive Folgen für die ganze EU bringen können.<br />

Aus der Agenda, die während der Ratspräsidentschaft<br />

aktuell sein wird, beabsichtigen wir<br />

deswegen unsere Aufmerksamkeit primär auf<br />

Themen wie die Strategie für einen einheitlichen<br />

Digitalmarkt, Vertiefung der Wirtschafts- und<br />

Währungsunion, die Schaffung der Kapitalmarktunion,<br />

die Revision des mehrjährigen Finanzrahmens,<br />

den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit,<br />

Energieunion und eine gemeinsame Außen- und<br />

Sicherheitspolitik zu legen.<br />

Für die zufriedenstellende Erfüllung sämtlicher<br />

mit der Ratspräsidentschaft verbundenen<br />

Aufgaben braucht die Slowakei fachlich geschultes,<br />

kompetentes Personal. Denken Sie, dass die<br />

Slowakei insofern gut vorbereitet ist?<br />

Fachliches Personal ist in der Slowakei von<br />

ganz besonders großer Bedeutung – vom kleinen<br />

Betrieb bis hin zum Team für die Ausübung<br />

der Tätigkeiten einer Ratspräsidentschaft. Zum<br />

Beispiel werden in unserem Land jährlich ca. eine<br />

Million PKWs bei einer Einwohnerzahl von fünf<br />

Millionen produziert. Gerade hier ist es u.a. auch<br />

wichtig Fachkräfte auszubilden, diese für Industriebereiche<br />

zur Verfügung zu stellen und auf den<br />

Arbeitsmarkt zu bringen. Genau so ist es auch bei<br />

der Zusammenstellung des Personals für die Ratspräsidentschaft.<br />

Selbstverständlich sind wir uns dieser Herausforderung<br />

bewusst, da die Ausübung der Ratspräsidentschaft<br />

besondere Anforderungen an das Humankapital<br />

in der öffentlichen Verwaltung stellt.<br />

Unsere Regierung hat bereits im Jänner 2013 das<br />

Nationalprogramm für die Ausbildung der Angestellten<br />

in der öffentlichen Verwaltung bzgl. der<br />

Ratspräsidentschaft verabschiedet. Die Realisation<br />

des Nationalprogramms für die Ausbildung<br />

basiert nicht nur auf dem Bedürfnis einer guten<br />

und rechtzeitigen Vorbereitung der Angestellten,<br />

sondern auch auf den Erfahrungen aus anderen<br />

Mitgliedsländern, die den EU-Ratsvorsitz bereits innehatten.<br />

Das erwähnte Projekt wurde in den Jahren 2014<br />

und 2015 realisiert. Auf diese Weise wurden 1092<br />

Angestellte aus 27 zentralen Organen der öffentlichen<br />

Verwaltung der Slowakischen Republik erfolgreich<br />

geschult. Das ursprüngliche Ziel war es 930<br />

Angestellte auszubilden. Ich bin überzeugt, dass<br />

wir für die slowakische Ratspräsidentschaft ein<br />

sehr gutes Team mit einem entsprechenden fachlichen<br />

Hintergrund bereitgestellt haben und wir<br />

die Aufgaben, die uns gestellt werden, auf einem<br />

hohen Niveau erfüllen werden.<br />

•<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/mikes<br />

44 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

SLOWAKEI<br />

Gartenansicht der Villa Gotthilf<br />

Secessionsjuwel mit<br />

Geschichte<br />

Die heutige Residenz der Slowakischen Republik hatte<br />

viele Bewohner – von Theaterübersetzern bis zum<br />

Militärgericht der Nationalsozialisten.<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Mikes<br />

Die im Zeilenverband stehende<br />

Villa wurde nach<br />

den Plänen von Ernst von<br />

Gotthilf für den Bernard<br />

Shaw-Übersetzer Siegfried<br />

Trebitsch errichtet. In den Jahren 1907/08<br />

wurde der ursprünglich zweigeschossige<br />

Vorgängerbau durch eine Villa ersetzt,<br />

deren Grundriss mit starker Tendenz zur<br />

Symmetrie von einer mittig angelegten<br />

mehrgeschossigen Halle mit einer Glasdecke<br />

geprägt ist. Die Gestaltung mit Hell-<br />

Dunkel-Kontrasten zeigt einen starken Bezug<br />

zu Spätrenaissance und Manierismus.<br />

Die Villa verfügt über zahlreiche<br />

Räumlichkeiten wie Salon, Bibliothek,<br />

mehrere Schlafzimmer, Garderobe, drei<br />

Badezimmer, Dachgeschoss mit Dienstbotenzimmer,<br />

Küche mit Speis und Wirtschaftsräume.<br />

Die Verzierung am Bau ist<br />

sparsam, ganz im Sinne des späten, strengeren<br />

Secessionsstiles. Die straßenseitige<br />

Fassade des Baus ist durch drei polygonale<br />

Erker im Obergeschoss gezeichnet. Ein<br />

vorgewölbter Wintergarten im Parterre ist<br />

durch eine hoch aufgetragene Attika mit<br />

Vasenaufsetzern versehen.<br />

Ernst von Gotthilf war der Sohn eines<br />

jüdischen Großindustriellen, und kam<br />

im heutigen Rumänien zur Welt. Er<br />

➢<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_2015 | 45


DIPLOMATIE<br />

SLOWAKEI<br />

absolvierte die Technische Hochschule,<br />

sowie die Akademie der bildenden Künste<br />

in Wien und machte sich schließlich mit<br />

27 Jahren selbstständig.<br />

Die Legende besagt, dass hier einst ein<br />

Haus stand, das durch unterirdische Gänge<br />

mit dem benachbarten Schloss Schönbrunn<br />

verbunden war. Zur NS-Zeit diente<br />

die Villa als Büro des Militärgerichts, die<br />

wertvolle Inneneinrichtung wurde auf einer<br />

Auktion versteigert. Das Haus wurde<br />

1946/47 an die damalige Tschechoslowakische<br />

Republik verkauft und behielt bis<br />

1990 die ursprüngliche Innenraumstruktur,<br />

wurde jedoch danach Änderungen<br />

unterzogen. 1993 wurde es, nach Separation<br />

der Tschechoslowakei, zur Botschaftsresidenz<br />

der Slowakischen Republik in<br />

Österreich und ist es auch heute noch. •<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/mikes<br />

46 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

KASACHSTAN<br />

Präsident von Kasachstan,<br />

Nursultan Nasarbajew, mit<br />

Bundespräsident Heinz Fischer<br />

Kasachstan und<br />

Österreich – eine<br />

Wirtschaftsbeziehung<br />

Kasachstan, flächenmäßig der neuntgrößte Staat der<br />

Erde, liegt auf einer bedeutenden Kreuzung was die<br />

Entwicklung der Zivilisation und auch die<br />

Handelsrouten betrifft.<br />

Fotos: foto/HBF<br />

Ü<br />

ber viele Jahrhunderte verband die<br />

Seidenstraße den Orient mit dem<br />

Okzident und machte das heutige<br />

Kasachstan zu einem Knotenpunkt<br />

des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen<br />

Austausches zwischen den großen<br />

eurasischen Nationen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion<br />

im Jahr 1991 erklärte Kasachstan am 16.<br />

Dezember 1991 seine Unabhängigkeit. Von da an<br />

begann für die junge Republik eine neue Ära der<br />

Geschichte, indem das Volk seine Souveränität,<br />

Freiheit und Weltoffenheit erklärte. Die neue Republik<br />

findet rasch internationale Anerkennung,<br />

so wird sie im Folgejahr, am 3. März 1992, bereits<br />

Mitglied der Vereinten Nationen. Jetzt kandidiert<br />

die Republik für den nichtständigen Sitz des Sicherheitsrates<br />

der Vereinten Nationen für die Jahre<br />

2017-2018. Die Republik Österreich hat Kasachstan<br />

in dieser Frage vollkommen unterstützt. Der<br />

16. Dezember erinnert an den Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung<br />

der Republik Kasachstan,<br />

die im Jahr <strong>2016</strong> ihr 25-jähriges Bestehen feierte.<br />

•<br />

25 Jahre diplomatische<br />

Beziehungen mit Österreich<br />

Im Jahr 2017 feiern Österreich und Kasachstan<br />

das 25-jährige Bestehen diplomatischer Beziehungen,<br />

welche am 19. Februar 1992 aufgenommen<br />

wurden. Kasachstan ist nicht nur das erste Land<br />

Zentralasiens, mit dem Österreich diplomatische<br />

Beziehungen aufgenommen hat, es ist auch bislang<br />

das einzige Land in der Region, in dem Österreich<br />

seit 22. November 2007 mit einer Botschaft (in Astana)<br />

und seit 1. Juli 2010 mit einem eigenen Handelsdelegierten<br />

(in Almaty) vertreten ist. Ein kontinuierlicher<br />

bilateraler Austausch findet seitdem<br />

zwischen den beiden Staaten statt und ist seit den<br />

ersten Anfängen bis heute enorm angestiegen. Die<br />

zunehmend intensive Kooperation zeichnet sich<br />

unter anderem in den jährlich steigenden Handelsbilanzen<br />

ab. Österreich nimmt innerhalb der EU-<br />

Staaten Platz vier in Bezug auf den zwischenstaatlichen<br />

Handelsumsatz ein. Kasachstan bildet im<br />

GUS-Raum (nach Russland und der Ukraine) den<br />

drittwichtigsten Handelspartner Österreichs. 2013<br />

betrug der gegenseitige Warenumsatz 1,63 Milliarden<br />

Euro. Auf den Export nach Kasachstan entfielen<br />

dabei rund 300 Millionen Euro und auf den<br />

Import nach Österreich rund 1,3 Milliarden Euro.<br />

Kasachstan ist – gemessen am Import – somit auf<br />

Platz 18 der über 120 Staaten, mit denen Österreich<br />

Handelsbeziehungen unterhält. Im Sommer 2017<br />

wird die Hauptstadt Astana zum Austragungsort<br />

der Expo Weltausstellung. Diese bietet eine weitere<br />

Plattform zur Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen<br />

zwischen Astana und Wien. Trotz einer bewegten<br />

Vergangenheit ist Kasachstan heute ein selbstbewusster<br />

und erfolgreicher Staat, der sein eigenes<br />

Gesicht besitzt.<br />

•<br />

Khan Shatyr (königliches Zelt)<br />

FACTS<br />

Mit Russland teilt Kasachstan<br />

nicht nur die längste<br />

Landesgrenze der Welt;<br />

Handelsbeziehungen und<br />

ein dichtes<br />

Vertragsnetz verbinden<br />

beide Staaten, aber auch<br />

die 27 Prozent starke russische<br />

Bevölkerungsgruppe<br />

in Kasachstan.<br />

Kasachstan zählt zu den<br />

wichtigsten Erdöllieferanten<br />

Österreichs.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 47


DIPLOMATIE<br />

INTERVIEW<br />

Herr Consul Alfred<br />

Rákóczi Tombor Tintera,<br />

wie stehen Sie zu<br />

den Grundwerten der<br />

EU?<br />

Für mich ist besonders<br />

ein Zusammenleben im demokratischen<br />

Sinne wichtig. Meine Idee vom<br />

Weltfrieden ist die, dass jeder mit seinem<br />

Nachbar in Frieden leben soll. Andererseits<br />

sind die Voraussetzungen für eine<br />

gelungene Integration die Kenntnis der<br />

Sprache, Respekt gegenüber den existierenden,<br />

christlichen Glaubensgemeinschaften<br />

und Respekt für die europäische<br />

Kultur und Geschichte. Genauso müssen<br />

wir es mit den Anderen halten.<br />

Welche Rolle spielt Wein in der Diplomatie?<br />

Setzen wir den Frieden voraus – der<br />

Wein spielt eine zentrale Rolle in Europa.<br />

Beispielsweise sind all unsere schönen<br />

Werte durch den Wein inspiriert.<br />

Die Basiskultur von Europa ist eben die<br />

Weinkultur, die uns zu diesem hohen<br />

Kulturniveau geführt hat, wie z. B. in der<br />

Baukunst, Malerei, Dichtung und Musik.<br />

Um dies zu demonstrieren, brauchen wir<br />

nur durch Wien oder Bratislava mit offenen<br />

Augen zu gehen, hier zeigt sich dies<br />

offenkundig.<br />

Der Europäische Weinritterorden<br />

ist ein Internationales Netzwerk. Wozu<br />

dient es?<br />

Der Ordo Equestris Vini Europae ist<br />

eine Ordensgemeinschaft, die als vernetztes<br />

Freundschafts- und Friedenswerk<br />

dient. Seine Funktionen sind vielfältig<br />

und reichen von der Bekanntmachung<br />

edler Weine, der Forschung zum Thema<br />

Wein, bis hin zur Vermittlung humaner,<br />

christlicher Werte und der Unterstützung<br />

karitativer und sozialer Initiativen.<br />

Auch geht es um die Erfüllung eines<br />

hohen historischen, gesellschaftlichen,<br />

kulturellen Auftrages, da der Weinritterorden<br />

den habsburgischen St. Georgs- Ritterorden<br />

aus 1468 bzw. 1333 fortsetzt.<br />

Sie sind Honorarkonsul der Slowakei.<br />

Welche sind die bilateralen Schwerpunkte<br />

zwischen Österreich und der<br />

Slowakei?<br />

Sowohl in meiner Tätigkeit als slowakischer<br />

Honorarkonsul, als auch als<br />

Senatsconsul des Weinritterordens war<br />

und bin ich laufend in verschiedenen<br />

slowakischen Regionen. Dabei findet ein<br />

intensiver Gedankenaustausch statt. Als<br />

Honorarkonsul pflege ich vor allem die<br />

Kontakte mit den amtlichen, wirtschaft-<br />

Wein und Kultur<br />

Weinritter und Honorarkonsul der<br />

Slowakei Alfred Rákoczi Tombor<br />

Tintera im Gespräch über die Bedeutung<br />

des Weines in der europäischen Kultur.<br />

Interview: Society<br />

48 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

INTERVIEW<br />

Der Consul in der<br />

Säulenhalle seines<br />

Familiendomizils<br />

sammenhänge bin ich stets bestrebt, den Neid zu<br />

besiegen und somit zum positiven Miteinander,<br />

vor allem auf kulturdiplomatischer Ebene, beizutragen.<br />

Am 22. Oktober <strong>2016</strong> findet zu Ehren 400 Jahre<br />

Erzherzogshut im Stift Klosterneuburg ein<br />

Stiftungsfest statt. Welche Kooperationen mit<br />

der europäischen Weinritterschaft gibt es in<br />

diesem Zusammenhang?<br />

In diesem Zusammenhang ist auf die historische<br />

Tatsache hinzuweisen, dass der Ordo Equestris<br />

Vini Europae die dritte Ordensperiode des<br />

habsburgischen St. Georgs-Ritterorden darstellt<br />

und somit der älteste Hausorden des Erzhauses<br />

Österreich ist. Dies ist uns Verpflichtung, dem<br />

geschichtlichen Symbol Österreichs im Rahmen<br />

unseres internationalen Stiftungsfestes Ehre zu<br />

erweisen. Dies wird unterstrichen durch den Umstand,<br />

dass das Chorherrn-Stift Klosterneuburg<br />

einer der beiden Senatssitze des Europäischen<br />

Weinritterordens ist.<br />

Beschreiben Sie in Kurzform, welche Bedeutung<br />

die europäische Weinritterschaft für Sie<br />

persönlich hat.<br />

Für einen Weinfreund geht die Sonne nicht unter,<br />

weil sie auch im finsteren Keller scheint. Ich<br />

selbst arbeite für alle drei Weinfarben – Rot, Gold,<br />

Grün – vor allem mit den Weinsorten Pinot Noir,<br />

Welschriesling und Grüner Veltliner/Gemischter<br />

Satz. Der Weingenuss ist gelebte Agape – die Weinfreuden<br />

kann man neidlos teilen und so andere<br />

Menschen erfreuen. Das ist der innere Auftrag für<br />

jeden Weinbauer, respektive Weinritter.<br />

Fotos: Archiv OEVE<br />

lichen und kulturellen Stellen des Landes. In<br />

Erfüllung meiner Aufgabe als bilateraler und europäischer<br />

Funktionär ist auch der Kontakt mit<br />

Slowaken im österreichischen Grenzgebiet, wie<br />

beispielsweise in Kittsee, selbstverständlich.<br />

Welchen familiären Zugang haben Sie zu Europa?<br />

Unsere Familienwurzeln sind vor allem in Mittel-<br />

und Südosteuropa verstreut, reichen neben<br />

Österreich nach Ungarn, Slowakei, Serbien und<br />

heute ins rumänische Siebenbürgen. In diesem<br />

Zusammenhang möchte ich noch auf die Weinbauregion<br />

Tokai, mit ihren königlichen Süßweinen,<br />

aber auch nach Nitra und nach Kosice<br />

hinweisen, wo in der Krypta des Domes der berühmteste<br />

Vertreter unserer Familie, Franziskus<br />

II. Rákóczi, beigesetzt ist.<br />

Welche Zielsetzungen und Visionen haben<br />

Sie für Europa?<br />

Ich möchte einen Beitrag zum Wahren, Guten<br />

und Schönen bringen. Das Streben nach mehr,<br />

ohne Solidarität, das ist im westlichen System<br />

das falsche Demokratieverständnis und führt zu<br />

Unzufriedenheit. In Kenntnis dieser Lebenszu-<br />

FACTS<br />

Die Europäische Weinritterschaft<br />

(Europäischer<br />

Weinritterorden), der Ordo<br />

Equestris Vini Europae,<br />

ist ein Verein, der sich als<br />

vernetztes Freundschaftsund<br />

Friedenswerk versteht.<br />

“Wenn wir Freunde sind,<br />

ist dies der sicherste Weg<br />

zum Frieden” verfügt der<br />

Ritterorden der Weinritter<br />

europaweit bereits<br />

über 30 Ritterordensteile.<br />

Die Europäische Weinritterschaft<br />

hat ihren Haupt-,<br />

ihren Senatssitz am Gründungsort<br />

der Weinritter in<br />

der Freistadt Eisenstadt im<br />

Burgenland, Österreich.<br />

Welches sind die Gründe, warum jemand der<br />

Europäischen Weinritterschaft beitreten sollte?<br />

Welche Werte werden vertreten?<br />

Wenn jemandem Werte wie Menschenwürde,<br />

europäische Identität und natürliche europäische<br />

Zusammengehörigkeit ebenso wichtig sind wie<br />

die Weinwürdigung, ist er herzlich eingeladen der<br />

Europäischen Weinritterschaft beizutreten. •<br />

KHonorarkonsul DI Egermann, RO; Senatsconsul Mag. Skala;<br />

Botschaftsrätin SK Frau Heribanova; Proconsul SK DI Kamenar;<br />

HK SK R. Tombor Tintera und Prof. Jenei<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 49


DIPLOMATIE<br />

KOMMENTAR<br />

Führungswechsel<br />

im Haus Europa<br />

Im Haus Europa steht ein Führungswechsel<br />

bevor. Die Niederlande übergeben zur<br />

Jahresmitte das Ruder an den EU-Partner<br />

Slowakei.<br />

Text: Hermine Schreiberhuber<br />

Die EU mache eine Krise<br />

durch, die sogar an die<br />

Möglichkeit einer Desintegration<br />

denken lasse,<br />

warnte unlängst der ehemalige<br />

italienische Ministerpräsident<br />

und EU-Kommissar Mario<br />

Monti in einem Interview. Monti sprach<br />

von einer schweren Vertrauenskrise zwischen<br />

Nord und Süd, Ost und West. Die Finanzkrise,<br />

die einen Wendepunkt in der<br />

europäischen Geschichte darstelle, war<br />

aus seiner Sicht die Ursache des wachsenden<br />

Misstrauens zwischen den Regierungen<br />

der EU-Partner.<br />

Im Zuge der Krisenbewältigung habe<br />

sich das Gewicht zunehmend von der EU-<br />

Kommission auf den Europäischen Rat<br />

verlagert. Monti sieht demnach die EU-<br />

Staaten in der Pflicht. Die EU-Institutionen<br />

dürften nicht für das Fehlen von Antworten<br />

verantwortlich gemacht werden.<br />

Die Flüchtlingskrise liefere ein Beispiel<br />

dafür, dass Europas Staats- und Regierungschefs<br />

ständig in Gipfeln als Krisenfeuerwehr<br />

agieren und nach Lösungen<br />

ringen müssen. Die Finanzkrise führte<br />

nach Ansicht von Experten zu einer wachsenden<br />

Kluft zwischen den politischen<br />

Eliten und den Bürgern. In der Flüchtlingskrise<br />

wiederum sehe und spüre die<br />

Bevölkerung die Auswirkungen direkt.<br />

Der frühere Vizepräsident des Europäischen<br />

Parlaments, Ingo Friedrich, merkte<br />

an, man könne den Eindruck gewinnen,<br />

dass Europa früher Stabilität exportierte,<br />

während es heute Instabilität importiere.<br />

•<br />

Das „Überleben“ Europas steht<br />

zur Debatte<br />

Am Ukraine-Konflikt habe sich gezeigt:<br />

Wien dürfte nicht die einzige europäische<br />

Hauptstadt sein, in der Experten derzeit<br />

Fotos: wandersman<br />

50 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

KOMMENTAR<br />

über Mittel und Wege diskutieren, wie die EU aus<br />

der Krise geführt werden könnte. Für eine Stärkung<br />

der Regionen plädierte der österreichische<br />

Schriftsteller und bekennende Europäer Robert<br />

Menasse in einer Diskussionsrunde in der deutschen<br />

Botschaft. Das gegenwärtige nationalstaatliche<br />

Handeln einzelner EU-Staaten blockiere die<br />

Union.<br />

Die Leiterin des Brüssel-Büros der deutschen<br />

Bertelsmann-Stiftung, Stefanie Weiss, vertrat<br />

die Ansicht, die EU habe sich zu lange auf Wirtschaftsthemen<br />

und ökonomischen Fortschritt<br />

konzentriert. Es bedürfe vermehrter Anstrengungen<br />

für eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik<br />

der Union. Das notwendige gemeinsame<br />

Instrumentarium wurde ausgehöhlt durch<br />

Ausnahmeregeln, siehe Briten-Rabatt in der Euro-<br />

Zone, kritisierte Menasse.<br />

•<br />

Niederlande sagten Nein zum<br />

Ukraine-Vertrag<br />

Das nahende Ausstiegsreferendum in Großbritannien,<br />

Ringen um Flüchtlingsquoten in den 28<br />

EU-Partnerstaaten, Rückschläge bei den Verhandlungen<br />

um das Freihandelsabkommen TTIP mit<br />

den USA. Für die Niederlande war das Vorsitz-<br />

Halbjahr in Brüssel wahrlich kein Honiglecken.<br />

Die EU-Stimmung ist in Holland nicht gerade<br />

am Höhepunkt. Einst galten die Niederländer als<br />

europäische Musterschüler, doch das ist Vergangenheit.<br />

Heute wenden sich viele Bürger von der<br />

Europäischen Union ab, sehen sich als Zahlmeister<br />

in Brüssel. Griechische Finanzkrise, Rezession,<br />

Flüchtlingsströme sowie Kürzung sozialer<br />

Leistungen sind Wasser auf die Mühlen von Euroskeptikern<br />

und Populisten.<br />

Ein Signal, das sich an die eigene Regierung<br />

ebenso richtete wie an die EU-Institutionen, war<br />

im April die Ablehnung des Assoziierungsabkommens<br />

mit der Ukraine. Zwar beteiligte sich nur<br />

knapp ein Drittel der Wahlberechtigten an dem<br />

Referendum, aber mit über 60 Prozent „Nein“<br />

war die Botschaft klar. Ein Bekenntnis zu mehr<br />

Europa im EU-Vorsitzland war das nicht. Noch<br />

dazu, wo alle 27 EU-Partner das Ukraine-Abkommen<br />

bereits ratifiziert haben. Provisorisch werden<br />

Teile seit 2014 angewendet.<br />

•<br />

Das Brexit-Votum steht noch bevor<br />

Das Parlament in Den Haag beschloss dann<br />

auch, das nicht-bindende Votum zu berücksichtigen.<br />

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker<br />

sei „traurig“, verlautete in Brüssel. EU-Parlamentspräsident<br />

Martin Schulz sprach von einem<br />

Justament-Nein, um die Ukraine sei es den Holländern<br />

gar nicht gegangen. Den Befürwortern eines<br />

„Nexit“ gab es jedenfalls Auftrieb, und ein EU-<br />

Ukraine-Gipfel wurde auf den Herbst verschoben.<br />

Wieweit sich das holländische „Nein“ auf das<br />

EU-Referendum in Großbritannien auswirken<br />

kann, ist offen. Diese Prüfung steht dem Vorsitzland<br />

eine Woche vor der Amtsübergabe an der<br />

EU-Spitze noch bevor. Am 23. Juni wird in der Insel-Monarchie<br />

über Abschied oder Verbleib in der<br />

Union abgestimmt. Ohne die Briten würde sich<br />

das Kräfteverhältnis in der Union verschieben.<br />

Nordische Länder wie Schweden und Dänemark<br />

und auch die Niederlande stimmten oft analog<br />

zu den Briten ab.<br />

•<br />

Endloses Ringen um<br />

Flüchtlingsquoten<br />

Eine der schwierigsten Aufgaben für eine EU-<br />

Präsidentschaft war und ist die Aufteilung der<br />

Flüchtlinge. Ein Gipfel jagte den anderen, doch<br />

eine Einigung auf verbindliche Quoten kam<br />

nicht in Sicht. Die Umsetzung des Flüchtlings-<br />

Deals mit der Türkei ist in diesem Kontext ein<br />

eigenes Kapitel. Es geht um harte Brocken, wie Visafreiheit<br />

für Türken im EU-Raum. Die Niederländer<br />

würden gerne am Ende ihrer Amtszeit einen<br />

gangbaren Kompromiss in der Flüchtlingsmaterie<br />

präsentieren.<br />

Einen Lichtblick bildet der Ausbau der Grenzschutzagentur<br />

Frontex zu einer europäischen<br />

Küstenwache. Die Joint Operations zwischen<br />

Griechenland und Italien sind auf Schiene, an Rapid<br />

Intervention Teams wird gearbeitet, verlautet<br />

aus der Behörde. Ein „integriertes Grenzmanagement“<br />

ist ebenso geplant wie ein Rapid Reserve<br />

Pool mit Zugriff auf Personalreserven.<br />

•<br />

Transatlantischer Freihandel<br />

nicht in Sicht<br />

Die Chancen auf ein transatlantisches Freihandelsabkommen<br />

haben sich zuletzt verringert. Die<br />

Rettungsversuche von US-Präsident Barack Obama<br />

in Deutschland schlugen fehl. Zuletzt packte<br />

die Umweltorganisation Greenpeace Dokumente<br />

zu TTIP aus, die die Europäer um ihre ökonomischen<br />

und ökologischen Standards fürchten lassen.<br />

Obama wird sich einen TTIP-Abschluss vor<br />

Verlassen des Weißen Hauses wohl nicht auf die<br />

Fahnen schreiben können. Das kanadische Gegenstück<br />

CETA ist zwar unterschrieben, doch die<br />

Ratifizierung im EU-Parlament steht aus.<br />

•<br />

Slowakei vor einer schweren<br />

Premiere<br />

Unter diesen Vorzeichen tritt die Slowakei<br />

zum ersten EU-Vorsitz an. Die Herausforderung<br />

könnte nicht größer sein. In den Staaten Mitteleuropas<br />

wuchs die Anti-EU-Stimmung im Zuge<br />

der Flüchtlingskrise, Quoten will man sich nicht<br />

aufzwingen lassen. 2015 protestierten Ungarn<br />

und die Slowakei beim EU-Gerichtshof gegen<br />

einen Beschluss zur Flüchtlingsumverteilung.<br />

Auch Tschechien schließt eine Klage nicht aus. -<br />

Hoffentlich hatte Jean Monnet Recht, als er sagte,<br />

der europäische Einigungsprozess werde sich in<br />

Krisen vollziehen.<br />

•<br />

»Die EU<br />

konzentrierte<br />

sich zu<br />

lange auf<br />

Wirtschaftsthemen,<br />

sie<br />

braucht mehr<br />

gemeinsame<br />

Außen- und<br />

Sicherheitspolitik.<br />

«<br />

Stefanie<br />

Weiss<br />

Bertelsmann<br />

Stiftung Brüssel<br />

FACTS<br />

EU-Vorsitz<br />

Der Rat der Europäischen<br />

Union wird von dem EU-<br />

Mitglied, geleitet, das für<br />

jeweils sechs Monate den<br />

Ratsvorsitz wahrnimmt. In<br />

der Regel trifft der Europäische<br />

Rat vier Mal jährlich<br />

zu EU-Gipfeln zusammen,<br />

um über die Richtlinien der<br />

Europapolitik zu beraten,<br />

internationale Abkommen<br />

zu schließen und die<br />

politischen Maßnahmen der<br />

EU-Partner zu koordinieren.<br />

Gemeinsam mit dem Europäischen<br />

Parlament fungiert<br />

der Rat als Gesetzgeber. Im<br />

Reformvertrag von Lissabon<br />

wurde zur Sicherung<br />

der Kontinuität ein EU-<br />

Ratspräsident installiert, der<br />

für zweieinhalb Jahre - mit<br />

möglicher Wiederwahl -<br />

gewählt wird. Seit 2014 hat<br />

Donald Tusk das Amt inne.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 51


Heikle Mission zwischen<br />

Donau und Wolga<br />

Bundespräsident Heinz Fischer hat es sich zum<br />

Abschluss seiner Amtstätigkeit in der Hofburg<br />

nicht leicht gemacht.<br />

Text: Hermine Schreiberhuber<br />

Eine seiner letzten Reisen als höchster<br />

Mann im Staat führte ihn nach Moskau.<br />

Angesichts der EU-Sanktionen infolge<br />

der Krim-Besetzung Russlands war dies<br />

eine sehr heikle Mission.<br />

Von der österreichischen Wirtschaft gewünscht<br />

und geschätzt, von der europäischen Politik mit<br />

Argusaugen beobachtet – der Besuch Fischers bei<br />

Kreml-Chef Wladimir Putin zog größere Aufmerksamkeit<br />

auf sich, als Österreich im Weltgeschehen<br />

gewöhnt ist. Tatsächlich wurde jedes Wort auf die<br />

Waagschale gelegt. Es kam zu Interpretationen, die<br />

für Irritationen sorgten und nachfolgende Klarstellungen<br />

in den Staatskanzleien mit sich brachten.<br />

•<br />

EU-Sanktionen, doch bilaterale<br />

Kontakte intakt<br />

Der Bundespräsident nannte gute Gründe für<br />

seine Russland-Visite, auf der ihn vier Regierungsmitglieder<br />

begleiteten. Er verwies auf die Bedeutung<br />

Russlands in Regionen, die für Österreich<br />

wichtig sind, wie Mittel- und Osteuropa, Nahost<br />

und Zentralasien. Österreich verfolge eine Politik<br />

der vernünftigen Kooperation und habe auch in<br />

schweren Zeiten die Kontakte zu Russland aufrechterhalten.<br />

In diesem Kontext kam auch Österreichs<br />

OSZE-Vorsitz 2017 in Moskau aufs Tapet.<br />

Außenminister Sebastian Kurz schlug in diesel-<br />

52 | <strong>SOCIETY</strong> 1_2015


DIPLOMATIE<br />

KOMMENTAR<br />

Fotos: Peter LECHNER / HBF<br />

be Kerbe. Europa und die OSZE litten unter einer<br />

Sicherheitskrise. Der Kampf gegen Terrorismus<br />

und Radikalisierung auch in unseren Breiten werde<br />

einen Schwerpunkt des OSZE-Vorsitzes bilden.<br />

Kurz verwies auch auf das Potenzial des neutralen<br />

Österreichs in Europa „eine Brückenrolle“ einzunehmen.<br />

Der Ukraine-Konflikt und die völkerrechtswidrige<br />

Krim-Annexion dürften die Kontakte<br />

zu Moskau nicht abreißen lassen.<br />

Auf dem Wirtschaftssektor stehen die Signale<br />

in Richtung stärkere Zusammenarbeit. Landwirtschaftsminister<br />

Andrä Rupprechter erinnerte daran,<br />

wie stark Österreichs Agrarexporte von den<br />

EU-Sanktionen betroffen sind – sie sanken um<br />

die Hälfte. Bei einem Ende des Embargos sollen<br />

österreichische Produkte rasch wieder zugelassen<br />

werden, so die Zusage Moskaus. Generell<br />

betrugen die Einbußen rund 40 Prozent. Bei seiner<br />

Moskau-Reise im Februar hatte Wirtschaftsminister<br />

Reinhold Mitterlehner die Sanktionen<br />

kritisiert. Inzwischen ist der bilaterale Gas-Deal<br />

zwischen Gazprom und OMV weit gediehen. Wirtschaftskammer-Präsident<br />

Christoph Leitl, auch<br />

kein Sanktionen-Freund, sieht Chancen, dass Österreich<br />

beim Ausbau der Transsibirischen Eisenbahn<br />

zum Zug kommt.<br />

•<br />

Österreich: Freundschaft mit<br />

Moskau, Loyalität zur EU<br />

Soweit die Fakten. Dann aber kam es offenbar<br />

zur Überinterpretation der Bezeugungen guten<br />

Willens. Russische Medien berichteten, der<br />

Bundespräsident wolle sich in Brüssel für eine<br />

Aufhebung der EU-Sanktionen einsetzen. Die<br />

Nachrichtenagentur TASS zitierte Fischer aus der<br />

Duma mit den Worten, es sei „wichtig, einen Weg<br />

zu finden, diese Sanktionen aufzuheben und zu<br />

überwinden“. Die Wiener Präsidentschaftskanzlei<br />

stellte klar, ein Weg zur Aufhebung der Sanktionen<br />

könne nur in engster Kooperation zwischen<br />

den EU-Partnern und gemäß dem Minsker Friedensprozess<br />

beschritten werden. Vor dem Treffen<br />

mit Putin habe Fischer betont, Österreich stehe<br />

loyal zu den EU-Beschlüssen.<br />

In einem ORF-Interview nannte der scheidende<br />

Bundespräsident Fischer eine schrittweise Aufhebung<br />

der Sanktionen „überlegenswert“. Österreichs<br />

Stimme werde in Moskau gehört, verteidigte<br />

er seine Visite. Die österreichischen Tageszeitungen<br />

überboten sich in der Kommentierung der diplomatischen<br />

Künste, deren es in Moskau seitens<br />

der Alpenrepublikaner bedurfte. „Gratwanderung<br />

in Moskau“, „Fischers Drahtseilakt“, „Fischer zwischen<br />

Putin und EU-Treue“, lauteten die Schlagzeilen.<br />

Positiv wurde in den Medien die kulturelle<br />

Kooperation der beiden Länder vermerkt.<br />

•<br />

Russland: Positive Bilanz der<br />

Botschaft in Wien<br />

Die russische Botschaft in Wien zog unterdessen<br />

eine rundum positive Bilanz über die Visite<br />

Heinz Fischers in Moskau. Das jüngste Treffen<br />

im April sei, wie auch die früheren Begegnungen<br />

der beiden amtierenden Staatspräsidenten in den<br />

vergangenen 15 Jahren „sehr ehrlich, konstruktiv<br />

und detailliert“ verlaufen und habe Diskussionen<br />

über einige bilaterale Angelegenheiten beinhaltet.<br />

Trotz eines Rückgangs im bilateralen Handel<br />

um 24,5 Prozent im Jahre 2015 seien beide Länder<br />

nach wie vor wichtige Partner füreinander, hieß<br />

es weiter. „Die Abnahme des Handels ist großteils<br />

das Ergebnis internationaler Krisenentwicklungen<br />

in der Wirtschaft, wie auch des Rückgangs der<br />

weltweiten Energiepreise.“ Maßgeblichen Einfluss<br />

hatten dabei auch die von der EU über Russland<br />

verhängten Sanktionen und die darauf folgenden<br />

Gegenmaßnahmen Russlands.<br />

Die Staatsoberhäupter hätten daher beschlossen,<br />

die Tätigkeit der bilateralen Gemischten Kommission<br />

für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit<br />

zu intensivieren, um aufkommende<br />

Probleme künftig effizienter lösen zu können. Sie<br />

würden ihre Bemühungen fortsetzen, um ein positives<br />

Arbeitsklima zu fördern und die industrielle<br />

und technologische Kooperation zu verbessern.<br />

Ferner solle die Entwicklung und Lancierung gemeinsamer<br />

Projekte in den Bereichen Transport,<br />

Infrastruktur, Flugzeug- und Maschinenbau sowie<br />

Landwirtschaft vorangetrieben werden.<br />

Staatschef Putin wurde mit den Worten zitiert,<br />

dass russische Investoren bereits 22 Milliarden US-<br />

Dollar in die österreichische Wirtschaft investiert<br />

haben. Russland begrüße auch sehr das Interesse<br />

österreichischer Investoren; bisher seien auf dem<br />

russischen Markt etwa 8 Milliarden US-Dollar<br />

angelegt worden. Die Zusammenarbeit auf dem<br />

Energiesektor solle künftig ausgebaut werden,<br />

hieß es mit Blick auf den Gazprom-OMV-Deal.<br />

•<br />

Österreichs OSZE-Vorsitz 2017:<br />

Anti-Terror-Kooperation<br />

Im internationalen Bereich hielt die russische<br />

Botschaft fest, die Präsidenten hätten das<br />

Terrorismusproblem thematisiert. Die Anschläge<br />

in Brüssel, Paris und auch Lahore „riefen auf<br />

schmerzliche Weise die Wichtigkeit der Ausrichtung<br />

sämtlicher globaler Anstrengungen<br />

gegen den Terrorismus ins Gedächtnis zurück“.<br />

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die<br />

Auseinandersetzung mit dem Extremismus eine<br />

wichtige Voraussetzung für eine stabile politische<br />

Einigung in Syrien sei, aber auch für ein Ende des<br />

Nahost-Flüchtlingsstroms nach Europa.<br />

Im Sinne der europaweiten Sicherheit zähle<br />

Russland auf eine enge Kooperation mit Österreich<br />

im Rahmen von dessen OSZE-Vorsitz 2017,<br />

so die Botschaft. Eine Anmerkung von österreichischer<br />

Seite: Beim Schwerpunkt Terrorbekämpfung<br />

könnten die USA und Russland an einem Strang<br />

ziehen, betonte Außenminister Sebastian Kurz in<br />

Moskau. Dass er dem Moskau-Besuch eine Stipp-<br />

Visite in Washington vorschaltete, war sicher kein<br />

ungeschickter Schachzug.<br />

•<br />

»Österreich<br />

verfolgt mit<br />

Russland eine<br />

Politik der vernünftigen<br />

Kooperation.<br />

«<br />

Heinz<br />

Fischer<br />

FACTS<br />

Hintergrundinformation<br />

Die Europäische Union<br />

verhängte 2014 als Reaktion<br />

auf die Destabilisierung der<br />

Ukraine und die Annexion<br />

der Halbinsel Krim Sanktionen<br />

gegen Russland. Diese<br />

Sanktionen betreffen vor<br />

allem den Wirtschaftssektor,<br />

konkret den Import und<br />

Export von Waren sowie<br />

Investitionen. Russischen<br />

Staatsbanken werden Kredite<br />

in Europa erschwert.<br />

Exportverbote bestehen<br />

für Schlüsseltechnologien<br />

im Erdölbereich und für<br />

Rüstungsgüter. Russland<br />

reagierte etwa mit Einfuhrsperren<br />

im Agrarbereich.<br />

Die EU-Sanktionen gelten<br />

vorerst bis Juli. Die EU-Spitze<br />

macht eine Lockerung<br />

von Fortschritten in der<br />

Ukraine gemäß Minsker<br />

Abkommen abhängig.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 53


DIPLOMATIE<br />

TUNESIEN<br />

»Democracy is not<br />

a panacea and the<br />

Tunisian youth is<br />

waiting to reap the<br />

economic benefits<br />

of the revolution.<br />

«<br />

Ghazi Jomaa<br />

Arab region: Amidst various<br />

zones of conflict,<br />

unrest and instability<br />

in the MENA region,<br />

Tunisia seems to offer<br />

a successful example of<br />

progress and democracy following the<br />

Arab revolutions a few years ago.<br />

Would you please outline the main aspects<br />

of the positive developments in<br />

Tunisia?<br />

I think the main success of the Revolution<br />

in Tunisia is bringing a new area of<br />

freedom to the country and the rebirth<br />

of a young and very active civil society.<br />

The main achievement of this new area<br />

was the adoption of a new constitution<br />

of the Second Republic by the National<br />

Constituent Assembly on 26 January<br />

2014. This Constitution, supported by all<br />

After the<br />

revolution<br />

Hermine Schreiberhuber met H.E. Ambassador<br />

Ghazi Jomaa to speak about<br />

Tunisia‘s situation after the revolution.<br />

Interview: Hermine Schreiberhuber<br />

Fotos: stephanie prochnow<br />

54 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

TUNESIEN<br />

the political parties and civil society movements,<br />

was adopted by 200 votes in favor of it, 12 votes<br />

against it and 4 abstentions. This is a clear victory<br />

over dictatorship and a foundation for a new<br />

republic. Experts judged this constitution to be<br />

the most liberal one in the Arab World; it underlines<br />

the civil character of the state and society<br />

and provides equal rights for men and women. It<br />

was a historic moment for the Tunisians and the<br />

foundation of a new and viable democracy in the<br />

country.<br />

However, democracy is not the only goal.<br />

Young Tunisian revolutionaries have been fighting<br />

for freedom and dignity and trust me: There<br />

is no dignity without employment. Our youth is<br />

currently asking for jobs after having obtained<br />

liberty.<br />

Neighbouring countries in the MENA region<br />

are suffering from troubles or even civil wars.<br />

Do these developments influence Tunisia’s domestic<br />

reform efforts and young democracy?<br />

The Situation in the MENA region is quite<br />

complex. The revolutions in the Arab world did<br />

not only give birth to democracy and freedom as<br />

some Western experts had wished for. The region<br />

is very heterogeneous and most of the time we<br />

cannot predict the outcome of these deep and<br />

fast developments. Tunisia is definitely suffering<br />

from the deterioration of the regional environment.<br />

This situation has a really bad impact on<br />

the amount of tourists coming to Tunisia and<br />

raises new security threats. However, this regional<br />

situation will not deter Tunisia from its endeavors<br />

to establish a viable democracy, a model in the<br />

region and a reward for the aspirations of the Tunisian<br />

nation towards freedom and liberty. I also<br />

have to emphasize that democracy alone cannot<br />

feed the people. Tunisia must engage in its economic<br />

reforms and provide growth and welfare<br />

to its population. That’s why investors, locals and<br />

foreigners are very welcome and cooperations<br />

with our partners and friends all over the world,<br />

must be fostered.<br />

In Vienna, representatives of this social partnership<br />

in Tunisia also mentioned some deficits<br />

in the reform process, like for instance the high<br />

unemployment rate among young people. Is this<br />

a reason for radicalization of young humans?<br />

As I have already told you, democracy is not a<br />

panacea and the Tunisian youth is waiting to reap<br />

the economic benefits of the revolution. The tempo<br />

of the economic reforms must be accelerated<br />

and new jobs and opportunities must be offered<br />

to the unemployed youth, especially to graduates<br />

having a higher education. The unemployment<br />

rate in Tunisia reached 15.4 percent within the<br />

first quarter of <strong>2016</strong>. Among the people holding<br />

higher degrees, the number is even as high as<br />

31.2 percent. This is tragic for young people and<br />

their families who spent a lot of time and energy<br />

getting those degrees. Unemployment certainly<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

H.E. Ghazi Jomaa<br />

was Ambassador to the<br />

United Nations in New York<br />

from 2009-2011. He was<br />

Ambassador to Turkey from<br />

November 2006 to May<br />

2009, and was accredited to<br />

the Republic of Moldova in<br />

March 2007. He was Chargé<br />

de Mission and Director<br />

General for the Americas,<br />

Asia and the Pacific<br />

between January and November<br />

2006, also serving<br />

as Chargé de Mission to the<br />

Minister for Foreign Affairs<br />

from October 2003.<br />

From October 2000 to<br />

September 2003, he was<br />

Ambassador to Argentina,<br />

and was also accredited<br />

to Chile in March 2001 and<br />

Uruguay in April. He served<br />

as Deputy Permanent Representative<br />

to the United<br />

Nations in Geneva from<br />

September 1998 to September<br />

2000.<br />

He was in the Office of the<br />

Foreign Minister from March<br />

1995 to August 1998, having<br />

previously been assigned<br />

to the Permanent Mission<br />

of Tunisia to the United Nations<br />

as First Secretary from<br />

August 1988 to January<br />

1995. He joined the Ministry<br />

of Foreign Affairs in December<br />

1983, where he worked<br />

in the American Affairs Department<br />

until July 1988.<br />

is a factor driving youth radicalization and also<br />

promoting illegal migration to Europe. We need<br />

to provide hope for our young generation to prevent<br />

radicalization and marginalization. Military<br />

and security solutions cannot solve everything.<br />

We need development and prosperity to combat<br />

terrorism and radicalization, but we also have to<br />

recognize that Tunisia is suffering from an external<br />

environment, which is partially responsible<br />

for the slowdown of the economic growth.<br />

How could Europe contribute to the success<br />

of the Tunisian experience? Is Tunisia interested<br />

in having more investments from European<br />

countries?<br />

Of course Europe is able to contribute to the<br />

success of the Tunisian experience. Tunisia mainly<br />

counts on its own resources but knowing how<br />

tremendous the challenges are, these resources<br />

are not sufficient. That’s why Tunisia also counts<br />

on its friends and partners in Europe. The cooperation<br />

with the EU includes several fields, as for<br />

example reforming the present law, improving<br />

the competitiveness of the economy, reforming<br />

the education and vocational system, establishing<br />

twinning programs with several institutions<br />

and administrations. Tunisia is willing to enlarge<br />

this cooperation and include new fields, which is<br />

a win-win situation – Tunisia and the EU are partners<br />

for peace and prosperity in the region. On<br />

the one hand, the revolution in Tunisia brought<br />

new challenges to our bilateral relations with<br />

the EU but on the other hand, it also created new<br />

opportunities and perspectives for these long<br />

standing relations. Tunisia has recently pointed<br />

out that the EU should respond with exceptional<br />

means and procedures to exceptional situations.<br />

We, Tunisia and the member states of the EU,<br />

have to establish a new neighborhood policy to<br />

be able to face these new challenges and opportunities.<br />

Many young men have already left or are currently<br />

leaving the MENA region, heading to Europe.<br />

Morocco signed a repatriation agreement<br />

with Germany. Is there an agreement like this<br />

with Tunisia as well?<br />

Tunisia signed repatriation agreements with<br />

several European countries, for example with<br />

Austria in June 1965, which has been functioning<br />

quite well ever since. There is a full and successful<br />

cooperation between both countries in<br />

the field of migration. However, I believe that the<br />

migration and refugee dilemma from the MENA<br />

region needs more than addressing the issue of<br />

security. We need peace and prosperity in the<br />

MENA region to contain the migration flux. Europe<br />

must do more than just transforming itself<br />

into a castle with high walls because it has a vital<br />

interest and a political advantage in solving problems<br />

of its neighbors. This does not only require<br />

a specific vision and strong will, but also colossal<br />

resources and means.<br />

•<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 55


DIPLOMATIE<br />

FOKUS CHINA<br />

Feste Zuversicht<br />

für Chinas Zukunft<br />

56 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

FOKUS CHINA<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/pobaschnig<br />

<strong>SOCIETY</strong> im Gespräch<br />

mit Chinas Botschafter<br />

Zhao Bin über<br />

Chinas Fünfjahresplan,<br />

die Beziehung<br />

zu Österreich und<br />

Zukunftsperspektiven<br />

Interview: Gertrud Tauchhammer<br />

China hat mit den u.a. angesetzten<br />

6,5 oder mehr Prozent Wachstumsziel<br />

einen sehr ehrgeizigen,<br />

neuen Fünf-Jahres-Plan. Ist dieser<br />

realistisch?<br />

Das im dreizehnten Fünfjahresplan<br />

vorgestellte Wachstumsziel, dass die chinesische<br />

Wirtschaft pro Jahr um 6,5 Prozent oder<br />

mehr wächst, ist geteilt von den meisten chinesischen<br />

und auch ausländischen Forschungsinstituten.<br />

Wir haben feste Zuversicht über die Zukunft<br />

der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas.<br />

Letztes Jahr ist das Bruttoinlandsprodukt Chinas<br />

um 6,9 Prozent gestiegen. Zwar hat sich die chinesische<br />

Wirtschaft verlangsamt, aber sie liegt<br />

immer noch an der Spitze der Welt, und steuert<br />

zum über 25-prozentigen Wirtschaftswachstum<br />

der Welt bei. Im ersten Quartal dieses Jahres hatte<br />

die Wirtschaft Chinas einen guten Start. Sie<br />

verzeichnete weiterhin Fortschritte während der<br />

dauerhaften Stabilität und das BIP hat um 6,7<br />

Prozent zugelegt. Bemerkenswert ist der Dienstleistungssektor,<br />

der um 7,7 Prozent gewachsen<br />

ist. Inzwischen befindet sich China im Prozess<br />

der Industrialisierung und Urbanisierung. Die<br />

langfristige Aussicht der Wirtschaftsentwicklung<br />

Chinas bleibt unverändert positiv.<br />

China hat wirtschaftliche Einbrüche, wie<br />

zum Beispiel Rückgang des Außenhandels, Abwertung<br />

der Währung und steigende Verschuldung<br />

erlitten. Wie wird China solche Schwierigkeiten<br />

überwinden?<br />

Momentan befindet sich die Weltwirtschaft<br />

in einer Phase von tief greifenden Wandelungen<br />

und Anpassungen. Mit vielen ausländischen und<br />

inländischen Herausforderungen ist auch die<br />

chinesische Wirtschaft konfrontiert. Aber man<br />

muss feststellen, dass die Wirtschaft Chinas im<br />

Großen und Ganzen noch stark ist. Das Wirtschaftswachstum<br />

bewegt sich im vernünftigen<br />

Raum, die Situation der Landwirtschaft bleibt<br />

stabil. Konsum, neue Industrienbranchen und<br />

Dienstleistungssektor wachsen relativ schnell.<br />

Im ersten Quartal legte Chinas Außenhandel um<br />

»Als zweitgrößte<br />

Volkswirtschaft<br />

der Welt hat<br />

China aktiv Dialoge<br />

koordiniert.<br />

«<br />

Zhao Bin<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Botschafter Zhao Bin ist<br />

im Februar 1956 geboren.<br />

Er war bereits in den<br />

frühen 1990er Jahren an<br />

der Botschaft in Österreich<br />

tätig. Weitere Posten führten<br />

ihn nach Luxemburg,<br />

die Schweiz und nach<br />

Deutschland. Wiederholt<br />

war er im Außenministerium<br />

der Volksrepublik China<br />

in der Westeuropa-Sektion<br />

tätig, zuletzt als stellvertretender<br />

Referatsleiter. Er<br />

war außerdem stellvertretender<br />

Generaldirektor des<br />

Amts für auswärtige Angelegenheiten<br />

in der Stadt<br />

Shanghai. Seit Herbst<br />

2012 ist er Botschafter der<br />

Volksrepublik China in Österreich.<br />

Er ist verheiratet<br />

und hat einen Sohn.<br />

8,6 Prozent zu, davon ein Zuwachs mit 18,7 Prozent<br />

beim Export. Angesichts der Zunahme der<br />

instabilen und unbestimmten Faktoren der Weltwirtschaft<br />

ist es normal, Schwankungen beim<br />

Außenhandel zu erleben. Ich bin der Meinung,<br />

dass bei Beobachtung der Volkswirtschaft eines<br />

Landes der Schwerpunkt auf die Hauptfaktoren<br />

gelegt werden soll. Unter globalen Handelspartnern<br />

ist China in der Rangliste aufgestiegen,<br />

die Umstrukturierung und Transformation beschleunigen<br />

sich, die Qualität und Effizienz des<br />

Außenhandels werden weiterhin erhöht. Die<br />

internationale Zahlungsbilanz Chinas ist stabil.<br />

China ist in der Lage, Wechselkurs von RMB auf<br />

einem rationalen und ausgewogenen Niveau zu<br />

halten. Die Staatsverschuldung und das Finanzdefizit<br />

bleiben auf relativ niedrigem Niveau im<br />

Vergleich zu anderen großen Wirtschaften.<br />

Inzwischen beträgt die Staatsverschuldung<br />

vierzig Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In<br />

diesem Jahr wird weiter eine aktive Finanzpolitik<br />

durchgeführt.<br />

China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft<br />

der Welt. Wann denken Sie wird der Spitzenreiter<br />

USA überholt?<br />

2015 betrug Chinas Bruttoinlandsprodukt<br />

10,42 Billionen US-Dollar, das von den USA 17,87<br />

Billionen US-Dollar. Im Vergleich beträgt das<br />

chinesische ungefähr sechzig Prozent vom amerikanischen.<br />

Aufgrund des Wachstumstempos<br />

wird sich dieser Abstand verringern. Aber die<br />

Tatsache, dass China noch ein Entwicklungsland<br />

ist, bleibt unverändert, auch wenn China in Bezug<br />

auf die Wirtschaftsleistung die USA überholt.<br />

Letztes Jahr belief sich das BIP pro Kopf Chinas<br />

auf circa 8016 US-Dollar, was eine große Distanz<br />

gegenüber dem Niveau der Industrieländer wie<br />

der USA und Österreich mit über 40000 US-Dollar<br />

bedeutet. China wird weiterhin seine Verantwortung<br />

als ein großes Entwicklungsland übernehmen,<br />

mit allen Ländern die wirtschaftlichen Erfolge<br />

teilen und größere Beiträge zu Weltfrieden<br />

und Entwicklung leisten.<br />

China gehört neben Brasilien, Russland, Indien<br />

und Südafrika, zu den BRICS-Staaten, wie<br />

schätzen Sie den eigenen Standort in dieser<br />

Staatengruppe?<br />

Seit der Errichtung des Mechanismus des<br />

BRICS-Gipfeltreffens haben die BRICS-Staaten<br />

gemeinsam in vielen wichtigen internationalen<br />

und regionalen Fragen Meinungen geäußert, sich<br />

um die Förderung des Weltwirtschaftswachstums,<br />

die Verbesserung der globalen Wirtschaftsgovernance<br />

und die Demokratisierung der internationalen<br />

Beziehungen bemüht und sind zu<br />

einem aktiven Mitgestalter des internationalen<br />

Systems geworden. Als zweitgrößte Volkswirtschaft<br />

der Welt hat China aktiv auf der BRICS-<br />

Platform Dialoge koordiniert und Streitigkeiten<br />

beigelegt, einen besonderen Beitrag zur Errichtung<br />

der Partnerschaft der BRICS-Staaten, der<br />

➢<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 57


DIPLOMATIE<br />

FOKUS CHINA<br />

Attaché Ruiran Ying,<br />

Gertrud Tauchhammer,<br />

Botschafter Zhao Bin<br />

und Presserat Hao Ning<br />

»China und Österreich<br />

stehen<br />

am historischen<br />

Ausgangspunkt.<br />

«<br />

Zhao Bin<br />

➢<br />

Umsetzung deren Zusammenarbeit und der<br />

Gründung von der BRICS-Entwicklungsbank geleistet,<br />

und eine positive Rolle bei der Erhöhung<br />

des Einflusses von den Entwicklungsländern auf<br />

internationale Angelegenheiten gespielt.<br />

China hat großen Rohstoffbedarf. Wie sieht<br />

Chinas weitere Expansion in Afrika und Lateinamerika<br />

geplant aus?<br />

China und die afrikanischen und lateinamerikanischen<br />

Länder pflegen eine gleichberechtigte<br />

und gegenseitig nutzbringende Zusammenarbeit.<br />

Wir sind immer der Meinung, je besser Afrika<br />

und Lateinamerika sich entwickeln, desto<br />

besser entwickeln sich die Welt und China. Die<br />

Freundschaft zwischen China und Afrika kann<br />

auf eine lange Geschichte zurückblicken, und die<br />

chinesischen und die afrikanischen Völker pflegen<br />

enge freundschaftliche Beziehungen. Trotz<br />

der großen geografischen Entfernung trennen<br />

die Gleichgesinnten keine Berge und Meere. China<br />

unterstützt und fördert die Entwicklung der<br />

afrikanischen und lateinamerikanischen Länder.<br />

Wir werden das Potenzial der Zusammenarbeit<br />

ausschöpfen, innovative Kooperationsmodelle<br />

einführen, Zusammenlegung der Interessen<br />

vertiefen, gemeinsame Entwicklung erreichen<br />

und zum Wohlergehen aller Länder beitragen.<br />

China praktiziert eine praktisch sozialistische<br />

Marktwirtschaft mit kapitalistischen Methoden.<br />

Wie wird dies in der Milliarden-Bevölkerung<br />

akzeptiert?<br />

Der Weg des Sozialismus chinesischer Prägung<br />

unter der Führung der Kommunistischen Partei<br />

Chinas, entspricht den grundlegenden chinesischen<br />

Gegebenheiten. Es gilt, den Wirtschaftsaufbau<br />

als Mittelpunkt zu betrachten, an den Vier<br />

Grundprinzipien und an der Reform und Öffnung<br />

festzuhalten, gesellschaftliche Produktivität zu<br />

befreien und entwickeln, den Aufbau der sozialistischen<br />

Marktwirtschaft, der demokratischen<br />

Politik, der fortgeschrittenen Kultur, der harmonischen<br />

Gesellschaft, der ökologischen Zivilisation<br />

voranzutreiben, die umfassende Entwicklung der<br />

Menschen zu fördern, den gemeinsamen Wohlstand<br />

schrittweise zu verwirklichen und ein reiches,<br />

demokratisches, zivilisiertes und harmonisches<br />

sozialistisches Land zu werden. Mit diesem<br />

Weg hat China schnelle Entwicklungen erreicht,<br />

die Unterstützung der Völker und auch mehr Verständnis<br />

und Anerkennung der Welt gewonnen.<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/pobaschnig<br />

58 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

FOKUS CHINA<br />

Wie in sehr vielen Ländern, wächst die Kluft<br />

zwischen Arm und Reich. Wie hat China diese<br />

demographische und soziale Entwicklung Ihrer<br />

Meinung nach unter Kontrolle?<br />

Die chinesische Regierung schenkt der Aufgabe<br />

von Verringerung der Differenzen zwischen<br />

Armen und Reichen bzw. Förderung der sozialen<br />

Gerechtigkeit große Aufmerksamkeit und gibt<br />

sich Mühe, die zutreffenden Probleme zu lösen.<br />

Im dreizehnten Fünfjahresplan wird festgeschrieben,<br />

dass das Einkommensverteilungssystem gemäß<br />

dem Prinzip des gemeinsamen Genusses verbessert,<br />

den Einkommensunterschied verringert,<br />

und der Anteil der Bevölkerung mit mittleren<br />

Einkommensstufen erhöht werden muss. Wir haben<br />

bereits positive Fortschritte in Bezug auf die<br />

Verringerung der Differenzen zwischen Armen<br />

und Reichen erzielt. Der Gini-Index von China ist<br />

seit sieben Jahren kontinuierlich gesunken. Der<br />

Einkommensunterschied zwischen den Stadtbewohnern<br />

und Landbewohnern hat sich weiterhin<br />

verkleinert. Der Lohn der Bauarbeiter wurde mit<br />

stabilen Fortschritten erhöht. Aus einer subjektiven<br />

Sicht gibt es immerhin einen großen Raum<br />

für Verbesserung in Hinsicht auf die Differenzen<br />

zwischen Armen und Reichen. In Zukunft wird<br />

sich die chinesische Regierung bemühen, durch<br />

die Armutsbekämpfung und die Regulierung der<br />

Einkommensverteilungsordnung, sowie die kontinuierliche<br />

Förderung des Arbeitsmarkts dieses<br />

Problem zu lösen, was auch der langfristigen rosigen<br />

Aussicht der chinesischen Wirtschaft mehr<br />

Möglichkeiten bietet.<br />

Im Bezug auf Menschenrechte und Pressefreiheit<br />

erntet China oft Kritik von westlichen<br />

Staaten. Wie reagiert die Führung in Peking darauf?<br />

Es versteht sich von selbst, dass es aufgrund der<br />

unterschiedlichen Geschichten, Kulturen und<br />

Entwicklungsphasen aller Länder Meinungsunterschiede<br />

gibt, was Menschenrecht anbelangt.<br />

»China wird<br />

weiterhin seine<br />

Verantwortung<br />

als Entwicklungsland<br />

übernehmen.<br />

«<br />

Zhao Bin<br />

Botschafter Zhao Bin im Interview<br />

mit <strong>SOCIETY</strong>-Herausgeberin<br />

Gertrud Tauchhammer<br />

Es gibt keine beste Lage der Menschenrechte,<br />

sondern nur immer die bessere Lage. Jedes Land<br />

muss den Menschenrechtsschutz weiter intensivieren<br />

und verbessern, um mit der Zeit Schritt<br />

zu halten. China wird den Weg der Entwicklung<br />

der Menschenrechte gehen, der sich den nationalen<br />

Gegebenheiten anpasst. Wir sind bereit, mit<br />

allen Ländern auf der Basis von Gleichheit und<br />

gegenseitigem Respekt Dialoge und Kommunikationen<br />

durchzuführen, um die Verständigung<br />

zu verstärken, den Meinungsunterschied zu<br />

verringern, und die Entwicklung des Menschenrechtswesens<br />

aller Länder besser zu fördern.<br />

Wir sind gegen Druckausübung, Konfrontation,<br />

die Einmischung in inneren Angelegenheiten<br />

mit Menschenrecht als Deckmantel, sowie die<br />

Verwendung des Doppelstandards in Menschenrechtsfragen.<br />

Die chinesische Regierung schützt<br />

die Meinungsfreiheit der Bürger und Pressefreiheit<br />

rechtmäßig. Vor dem Gesetz sind alle gleichberechtigt.<br />

Niemand darf mit irgendeiner Ausrede<br />

gegen das Gesetz verstoßen. Der chinesische<br />

Journalismus entwickelt sich derzeit lebhaft, und<br />

die Erwerbstätigen im Pressebereich haben stets<br />

zugenommen. Die Journalisten in China verfügen<br />

über reichliche Pressefreiheit, deren Rechte<br />

auch unter umfangreichem Schutz stehen.<br />

Dieses Jahr feiert man das 45. Jubiläum der<br />

Aufnahme der diplomatischen Beziehungen<br />

zwischen China und Österreich. Wie schätzen<br />

Sie die bilateralen Beziehungen und Perspektive<br />

ein?<br />

Seit 45 Jahren haben die Beziehungen zwischen<br />

China und Österreich im Großen und<br />

Ganzen die Tendenz beibehalten, sich immer<br />

nach vorne zu entwickeln. Im Jahr 2015 war das<br />

Handelsvolumen etwa dreihundert Mal so groß<br />

wie in der Anfangsperiode der Aufnahme diplomatischer<br />

Beziehungen beider Länder. China gilt<br />

als der fünft größte Handelspartner der Republik<br />

Österreich. Die Zahl der Übernachtungen von<br />

chinesischen Touristen in Österreich hat 700,000<br />

pro Jahr überschritten. In Österreich studieren<br />

derzeit ungefähr 3000 chinesische Studenten.<br />

Bisher sind bereits achtzehn Partnerschaften<br />

zwischen Provinzen, Städten bzw. Gemeinden<br />

etabliert worden. China und Österreich stehen an<br />

einem neuen historischen Ausgangspunkt. Für<br />

die bilateralen Beziehungen gibt es nun wichtige<br />

Angelegenheiten zur weiteren Entwicklung. Die<br />

beiden Seiten sollen mit noch breiteren Perspektiven<br />

und noch offeneren Gedanken die bilateralen<br />

Beziehungen weiter vertiefen, das Potenzial<br />

in den Bereichen Klein- und Mittelunternehmen,<br />

elektronischer Handel, Investitionsförderung, Finanzwesen,<br />

Wintersport und grüne Technologie<br />

ausschöpfen, und die substanzielle Zusammenarbeit<br />

beider Länder durch Schwerpunktbereiche<br />

und Schwerpunktprojekte immer vorwärtsbringen,<br />

damit die Beziehungen zwischen China und<br />

Österreich zum Wohlergehen beider Länder und<br />

Völker besser beitragen.<br />

•<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 59


DIPLOMATIE<br />

INTERNATIONAL<br />

Herausforderung<br />

Kindesentführung –<br />

und ihre Konsequenzen<br />

Die Arbeit der Frauenhäuser<br />

setzt dort an, wo Partnerschaften<br />

nicht gelingen,<br />

wo Gewalt ausgeübt<br />

wird und es zu einem<br />

Auseinanderbrechen<br />

der Familie kommt. Neben Österreicherinnen<br />

suchen auch viele Migrantinnen<br />

die Wiener Frauenhäuser auf, um dort<br />

vor der Gewalt ihrer Ehemänner oder<br />

Lebensgefährten Schutz zu suchen. Als<br />

Teil dieser Gewalt wird aktuell immer<br />

häufiger der Akt der Kindesentführung<br />

eingesetzt: Der Vater, vor dem Frau und<br />

Kinder ins Frauenhaus geflüchtet sind,<br />

entzieht die Kinder und verbringt diese<br />

ins Ausland, zumeist in sein ursprüngliches<br />

Heimatland.<br />

Unsere globalisierte Welt führt nicht nur<br />

zu weltweiten Wirtschaftskooperationen<br />

und interkulturellem Austausch, sondern<br />

auch zu immer mehr multinationalen<br />

Ehen – und somit zu Familien über<br />

Ländergrenzen hinweg.<br />

Text: Andrea Brem<br />

Fotos: sillilein 74, katrin bruder<br />

60 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

INTERNATIONAL<br />

Damit beginnt eine Vielzahl an Problemen:<br />

Die verbliebene Mutter sieht sich mit einem<br />

hochkomplexen juristischen Gefüge – Haager<br />

Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte<br />

der internationalen Kindesentführung<br />

(HKÜ) und Brüssel II-Verordnung – konfrontiert.<br />

Damit einher geht eine extreme finanzielle Belastung<br />

durch Anwaltskosten sowohl im eigenen<br />

Land als auch im Ausland, Übersetzungskosten,<br />

Kosten für deren Beglaubigungen, Recherchen<br />

zum Aufenthaltsort der Kinder und Reisen in das<br />

Land, in dem Vater und Kind(er) sich (vermutlich)<br />

aufhalten.<br />

Nicht zuletzt bedeutet jeder Fall von Kindesentführung<br />

aber unvorstellbares emotionales<br />

Leid, Trauer und permanente Anspannung. Bei<br />

manchen Müttern kommt es zu einer sekundären<br />

Traumatisierung durch die Angst, ihr Kind<br />

ZUR PERSON<br />

Andrea<br />

Brem ist<br />

diplomierte<br />

Sozialarbeiterin<br />

und<br />

Supervisorin<br />

in<br />

Wien. Sie<br />

arbeitete<br />

viele Jahre im 2. Wiener<br />

Frauenhaus und ist seit<br />

2001 Geschäftsführerin des<br />

Vereins Wiener Frauenhäuser<br />

sowie seit 2013<br />

Vorsitzende des Vereins<br />

ZÖF – Zusammenschluss<br />

Österreichischer Frauenhäuser.<br />

Sie ist unter anderem<br />

Initiatorin und Koautorin<br />

des Buches „Am Anfang<br />

war ich sehr verliebt“ (mit<br />

Karin Berger), der Studie<br />

des Vereins Wiener Frauenhäuser<br />

„Sexualisierte<br />

Gewalt in Paarbeziehungen“<br />

(mit Elfriede Fröschl)<br />

und der Studie „Psychische<br />

Gewalt gegen Frauen“ (mit<br />

Irma Lechner und Beate<br />

Wimmer-Puchinger). Seit<br />

2008 ist sie außerdem Mitglied<br />

des Österreichischen<br />

Werberates.<br />

INFO<br />

VEREIN WIENER<br />

FRAUENHÄUSER<br />

Der Verein Wiener Frauenhäuser<br />

wurde im Jahre<br />

1978 gegründet. Es gibt vier<br />

Frauenhäuser, die misshandelten<br />

und/oder bedrohten<br />

Frauen und ihren Kindern<br />

Schutz und Hilfe bieten.<br />

Insgesamt stehen etwa<br />

175 Plätze für Frauen und<br />

Kinder zur Verfügung.<br />

Für Frauen, die nicht in<br />

einem Frauenhaus wohnen<br />

wollen, aber dennoch Hilfe<br />

und Beratung brauchen,<br />

steht eine ambulante Beratungsstelle<br />

zur Verfügung.<br />

Die Beratungen sind anonym<br />

und kostenlos.<br />

Weiters betreibt der Verein<br />

einen Übergangswohnbereich<br />

mit 54 Wohnplätzen für<br />

Frauen und ihre Kinder, die<br />

den Schutz der Frauenhäuser<br />

nicht mehr brauchen,<br />

jedoch weiterführende<br />

psychosoziale Betreuung<br />

benötigen.<br />

»Die Praxis zeigt, wie wichtig<br />

in Fällen der Kindesentziehung<br />

die Unterstützung<br />

durch Botschaften ist.<br />

«<br />

nie mehr wiederzusehen, die Angst, das Kind an<br />

einen Menschen zu verlieren, der Gewalt ausübt.<br />

Betroffene Mütter sind immer in einer psychischen<br />

Ausnahmesituation; sie kämpfen, fühlen<br />

sich ohnmächtig, im Stich gelassen und fordern<br />

in dieser psychischen Verfassung uns alle, die<br />

wir versuchen ihnen zu helfen, mit Verhaltensweisen,<br />

die unhöflich und auch kontraproduktiv<br />

sind. Wenn wir uns aber vorstellen, was wir<br />

selbst täten, wären unsere Kinder von heute auf<br />

morgen irgendwo weit weg gebracht, würden<br />

auch wir wahrscheinlich Handlungen setzen, die<br />

nicht die Zustimmung aller hätten.<br />

Für die Kinder wiederum bedeutet die Entführung,<br />

dass sie in den meisten Fällen von ihrer<br />

Hauptbezugsperson rücksichtslos weggerissen<br />

werden. Weil sie oft nicht begreifen können, was<br />

passiert ist, fühlen sie sich von ihrer Mutter im<br />

Stich gelassen, was vom Vater oftmals noch bekräftigt<br />

wird, oder hören teilweise sogar, dass<br />

ihre Mutter tot sei.<br />

Im schlimmsten Fall, und das sind leider<br />

keine Einzelfälle, verlässt der Vater die Kinder,<br />

nachdem er sie zu irgendwelchen Verwandten<br />

verbracht hat, und kehrt zurück nach Österreich.<br />

In diesen Fällen müssen die Kinder in einer Umgebung<br />

und mit Menschen leben, die sie nie zuvor<br />

gesehen haben. Sie müssen in einer neuen<br />

Umgebung zurechtkommen und sind manchmal<br />

nicht einmal der dortigen Sprache mächtig. Verlusttraumata<br />

sind quasi vorprogrammiert.<br />

Die Praxis zeigt, wie wichtig in Fällen der Kindesentziehung<br />

die Unterstützung durch Botschaften<br />

ist, denn sie sind weltweit wichtige Player im<br />

Falle von Kindesentführungen, kennen sie doch<br />

die Gesetze vor Ort, haben Kontakte zu „wichtigen“<br />

Menschen, können aber auch mit der Empfehlung<br />

eines/einer guten Rechtsanwaltes/-anwältin weiterhelfen.<br />

Manchmal ist es auch eine Gratwanderung,<br />

einerseits der Mutter zu ihrem Recht zu verhelfen<br />

und andererseits die Gesetze des jeweiligen<br />

Landes zu respektieren. Hier sind viel Diplomatie,<br />

hohe interkulturelle Kompetenz und eine realistische<br />

Einschätzung davon, was im jeweiligen Land<br />

möglich ist, gefragt, um die Fälle vor Ort abzuwickeln.<br />

Die österreichischen Botschaften haben<br />

uns in der Praxis dieses diplomatische Geschick<br />

immer wieder bewiesen und auch die koordinierende<br />

Abteilung des Außenministeriums nimmt<br />

dankenswerterweise ihre wichtige Rolle beim<br />

Thema Kindesentziehung sehr ernst. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 61


DIPLOMATIE<br />

WELCOME TO AUSTRIA<br />

WELCOME<br />

TO AUSTRIA<br />

WA “Welcome to Austria”<br />

was founded in 1997 by Dr.<br />

Benita Ferrero-Waldner with<br />

the overriding objective of<br />

introducing foreign diplomats<br />

and international civil servants<br />

assigned to Vienna and their<br />

spouses to the Austrian way<br />

of life. The aims of WA are to<br />

promote the awareness and<br />

understanding of Austria’s<br />

rich heritage of culture and<br />

history past and present. WA<br />

welcomes newly accredited<br />

diplomats and their spouses<br />

gain insight into Austria’s<br />

culture and people.<br />

•<br />

THE BOARD OF<br />

“WELCOME TO AUSTRIA”<br />

• Dr. Benita Ferrero-Waldner<br />

– Founding President<br />

• Foreign Minister<br />

Sebastian Kurz – President<br />

• Gabrielle Schallenberg –<br />

Honorary President<br />

• Ambassador Dr. Angelika<br />

Saupe – 1 st Vice President<br />

• Aglaë Hagg-Thun – 2 nd Vice<br />

President<br />

• Robert Thum – Treasurer<br />

• Mag. Gertrud<br />

Tauchhammer – Public<br />

Affairs, “Schriftführerin”<br />

• Dr. Elisabeth Wolff – Music<br />

• Dr. Martha Hanreich –<br />

Exhibitons<br />

• Anne Thun-Hohenstein –<br />

History, Art<br />

• Dr. Stefanie Winkelbauer –<br />

Applied Arts<br />

• Veronique Dorda – Cuisine<br />

• Mag. Adelaida Calligaris –<br />

Liaison Officer<br />

• Ellen Spallinger – Liaison<br />

Officer<br />

•<br />

OFFICE HOURS<br />

Mon-Tue: 1 – 5 p.m.<br />

Wed-Thu-Fri: 10 a.m.- 1 p.m.<br />

Elisabeth Jungreithmair,<br />

Secretary<br />

Hofburg, Stallburg, Reitschulgasse<br />

2, 1010 Vienna<br />

Phone: +43-(0)1-535 88 36<br />

Fax: +43-(0)1-535 88 37<br />

office@welcome-to-austria.org<br />

www.welcome-to-austria.org<br />

Highlights of WA<br />

Welcome to Austria has so far been successful with its<br />

<strong>2016</strong> program, offering insights into Austrian culture,<br />

history and architecture.<br />

Text: Aglaë Hagg-Thun<br />

At the Emperor Franz<br />

Joseph Hat Museum<br />

New in the program is a monthly Jour<br />

Fixe Lunch at Café Landtmann, where<br />

diplomats from all four diplomatic<br />

corps and the Austrian spouses organization<br />

CDA meet for exchanges of mind and<br />

opinion.<br />

Families of foreign diplomats, spouses and<br />

children constantly give feedback on the club’s<br />

programs. This leads to a natural dialogue resulting<br />

in new events and get-togethers to exchange<br />

experiences and impressions of the Austrian way<br />

of life. Welcome to Austria is an eye opener for<br />

Austrian culture. The updated website serves well<br />

for new arriving colleagues and our photo gallery<br />

“Recent Activities” is the most visited part of<br />

the site www.welcome-to-austria.org.<br />

The following examples headed by their coordinators<br />

serve to show the quality and joy that is<br />

experienced when members meet:<br />

WA-members at the<br />

International Hans<br />

Gabor Belvedere<br />

Singing Competition<br />

Anne Thun-Hohenstein offered a well-attended<br />

morning at the Maria Treu Basilica (Piaristen) followed<br />

by a visit to the adjoining Emperor Franz Joseph<br />

Hat Museum, which is located in the cellar of<br />

the Piaristen monastery. The members attending<br />

the visit were able to try on the treasures of this<br />

hat collection while sipping a glass of prosecco in<br />

the carnival season.<br />

Elisabeth Wolff, PR manager, invited our members<br />

to the renowned International Hans Gabor<br />

Belvedere Singing Competition where they could<br />

witness the search for young, outstanding new<br />

talents. Its qualifying rounds take place at the Rehearsal<br />

Stage at the Viennese State Opera where<br />

they are selecting participants from all over the<br />

world. The competition’s Finals <strong>2016</strong> will take<br />

place in Cape Town, South Africa at the end of<br />

June with the final night at the Artscape Theatre<br />

Center on July 2, <strong>2016</strong>.<br />

•<br />

Fotos: WA<br />

Bank - Börse - Immobilienmakler - Immobilienverwaltung<br />

www.wienerprivatbank.com<br />

62 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong><br />

Die Zeiten<br />

ändern sich<br />

Die Banken<br />

auch


Außenpolitische<br />

Hintergründe<br />

Die ÖGAVN laden jede Woche Expertinnen und Experten<br />

in die Stallburg der Wiener Hofburg ein, um ihr<br />

Hintergrundwissen zu aktuellen Themen zu zeigen.<br />

DIPLOMATIE<br />

ÖGAVN<br />

Fotos: ögavn<br />

Im März war die internationale Expertin zum<br />

Nahen und Mittleren Osten, Jana Jabbour,<br />

Professorin in Beirut und an der Science Po<br />

in Paris, zu Gast. Der rasante Aufstieg des IS<br />

kam für sie nicht überraschend und sei das<br />

Ergebnis eines fehlgeschlagenen State-Buildings.<br />

Der IS sei somit lediglich ein Symptom, eine „Rache<br />

der Geschichte“, denn das Sykes-Picot-Abkommen<br />

habe „Staaten ohne Nationen“ bzw. „Nationen<br />

ohne Staaten“ geschaffen. Der IS verfolgt eine klare<br />

Vision, die von Al-Qaida-Ideologen nach 2011 als<br />

„Jihad 2.0“ beschrieben wurde: Demnach müssen<br />

einerseits die externen Feinde, die die autoritären<br />

Regime stützen, angegriffen werden. Besonders<br />

Europa sollte dabei in den Fokus geraten, denn die<br />

muslimischen Gemeinschaften in Europa könnten<br />

dabei manipuliert und für ihre Sache gewonnen<br />

werden. Andererseits sollte der Dschihad weniger<br />

hierarchisch und mehr dezentral ausgetragen werden:<br />

„Lonely Wolves“ sollen unabhängig von lähmenden<br />

Strukturen angreifen können. Bekämpft<br />

werden sollte der IS dabei nicht durch eine westliche<br />

Intervention, die als „Kampf des Westens gegen<br />

den Islam“ instrumentalisiert werden könnte.<br />

Auch das Verhältnis zu Muslimen in Europa sollte<br />

verbessert werden.<br />

•<br />

Russland verstehen<br />

Sir Malcolm Rifkind, britischer Politiker und<br />

ehemaliger Außenminister, gab bei seinem Vortrag<br />

im April im Rahmen des „International Club“<br />

einen Überblick über seine Gedanken und Ansichten<br />

zu Putins Russland und den Auswirkungen<br />

davon auf Europa. So müsse man, um das heutige<br />

Russland verstehen zu können, insbesondere auf<br />

drei Geschehnisse aus dem Jahr 1991 zurückblicken:<br />

Das Ende der Gefahr eines bevorstehenden<br />

Jana Jabbour bei ihrem<br />

Vortrag über den IS<br />

Dr. Thomas<br />

Mayr-Harting<br />

globalen Nuklearkrieges, das Ende des Wettrennens<br />

zwischen Kommunismus und Kapitalismus<br />

und vor allem das Ende der Sowjetunion. Betont<br />

wurde, dass die Sowjetunion eine andere Art von<br />

Reich, als beispielsweise das Britische Weltreich,<br />

war. Ausschlaggebend war, dass es ein zusammengeschlossenes<br />

Reich war. So drohte dem Vereinigten<br />

Königreich keine Sicherheitsgefahr nach der<br />

schrittweisen Unabhängigkeit seiner Kolonien,<br />

Russland jedoch ist Nachbar seiner ehemaligen<br />

Mitglieder. Man solle trotz Putins aktueller Politik<br />

in Russland in keinem Fall einen Feind sehen.<br />

Russland soll nicht eingefroren, sondern zur verstärkten<br />

Zusammenarbeit in Bereichen wie Antiterror<br />

und Syrien aufgerufen werden, denn alles<br />

andere würde niemandem nutzen.<br />

•<br />

Rückkehr zu einer Partnerschaft<br />

Russland war im April auch im Fokus des Vortrags<br />

von Bot. Dr. Thomas Mayr-Harting, Managing<br />

Director für Europa und Zentralasien im Europäischen<br />

Auswärtigen Dienst. Es wurde vor allem der<br />

Standpunkt der EU zur Annexion der Krim behandelt.<br />

So wurde ein aufkommendes Staatsbewusstsein<br />

der Ukraine von Moskau nicht wahrgenommen.<br />

Trotz der russischen Mehrheit dort, muss<br />

es bei Grenzverschiebungen, im Sinne des Völkerrechts,<br />

eine internationale Abstimmung zwischen<br />

Russland und der Ukraine geben. Eine Grenzüberschreitung<br />

von unmarkierten Soldaten ist eine<br />

klare Verletzung des Völkerrechts und kann von<br />

der EU nicht unbeantwortet bleiben. Abschließend<br />

betonte Mayr-Harting, dass Russland trotz der letzteren<br />

Geschehnisse nicht als Feind, sondern als<br />

Nachbar und Partner der EU angesehen werden<br />

muss und plädierte für mehr Empathie. •<br />

ÖGAVN-Vizepräsident Bot. i.R. Dr. Gregor<br />

Woschnagg; Bot. i.R. Dr. Albert Rohan; Sir<br />

Malcom Rifkind; ÖGAVN-Präsident BK a.D. Dr.<br />

Wolfgang Schüssel; ÖGAVN-Ehrenpräsident<br />

Bot. i.R. Dr. Wolfgang Schallenberg<br />

MITGLIED-<br />

SCHAFT<br />

Seit 1945<br />

Alle Personen, die am<br />

internationalen Geschehen<br />

interessiert sind und zur<br />

Stärkung der Vereinten<br />

Nationen beitragen wollen,<br />

können ordentliche Mitglieder<br />

der Österreichischen<br />

Gesellschaft für Außenpolitik<br />

und die Vereinten<br />

Nationen (ÖGAVN) werden.<br />

Daneben sind Unternehmen<br />

und andere Institutionen<br />

eingeladen, als unterstützende<br />

Mitglieder beizutreten.<br />

Wenn Sie Interesse an<br />

einer Mitgliedschaft haben,<br />

wenden Sie sich bitte an:<br />

Österreichische Gesellschaft<br />

für Außenpolitik und<br />

die Vereinten Nationen<br />

(ÖGAVN)<br />

Hofburg/Stallburg<br />

Reitschulgasse 2/2. OG<br />

A-1010 Wien<br />

Tel. +43-(0)1-535 46 27<br />

E-Mail: office@oegavn.org<br />

www.oegavn.org<br />

MAGAZIN <strong>SOCIETY</strong><br />

Mag. Gertrud Tauchhammer<br />

hat mit dem Magazin<br />

<strong>SOCIETY</strong> als offizielles<br />

Organ schon seit 1995<br />

fungiert und übt seitdem<br />

mit verschiedensten Aktivitäten<br />

den Brückenschlag<br />

zwischen Österreich und<br />

den Vereinten Nationen aus.<br />

Auf Vorschlag von Altbundeskanzler<br />

Dr. Wolfgang<br />

Schüssel wird die Kooperation<br />

zwischen dem Magazin<br />

<strong>SOCIETY</strong> und der ÖGAVN<br />

fortgesetzt. <strong>SOCIETY</strong> ist zu<br />

hundert Prozent im Eigentum<br />

der Tauchhammer KG/<br />

Mag. Gertrud Tauchhammer.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 63


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

119 bilateral<br />

Ambassadors<br />

are representing their<br />

countries in Austria.<br />

<strong>SOCIETY</strong> presents<br />

them with their<br />

name, picture and day<br />

of accreditation in<br />

alphabetical order<br />

of the countries.<br />

Ambassadors'<br />

Caleidoscope<br />

Ambassadors resident in Vienna<br />

Last update: 20.05.<strong>2016</strong><br />

ARGENTINA<br />

H.E. Rafael Mariano<br />

Grossi<br />

since 17.09.2013<br />

Goldschmiedgasse 2/1<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 84 63<br />

embargviena@embargviena.at<br />

BELGIUM<br />

H.E. Willem Van de<br />

Voorde since 02.10.2014<br />

Prinz-Eugen-Straße 8-10<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 502 07 0<br />

vienna@diplobel.fed.be<br />

www.diplomatie.be/vienna<br />

AFGHANISTAN<br />

Chargé d'Affaires<br />

since 05.04.2013<br />

Mahlerstraße 14/1<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 402 10 06<br />

embassy@afghanistan-vienna.org<br />

www.afghanistan-vienna.org<br />

ARMENIA<br />

H.E. Arman<br />

Kirakossian<br />

since 09.11.2011<br />

Hadikgasse 28<br />

1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 522 74 79<br />

armenia@armembassy.at<br />

BELIZE<br />

H.E. Joel Matthew<br />

Nagel<br />

since 14.09.2015<br />

Franz-Josefs-Kai 13/5/16<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 76 63<br />

belizeembassy@utanet.at<br />

ALBANIA<br />

H.E. Roland Bimo<br />

since 14.03.2014<br />

Prinz-Eugen-Straße 18/1/5<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 328 86 56<br />

embassy.vienna@mfa.gov.al<br />

AUSTRALIA<br />

H.E. David Gordon<br />

Stuart<br />

since 12.09.2012<br />

Mattiellistraße 2, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 506 74 0<br />

austemb@aon.at<br />

www.austria.embassy.gov.au<br />

BOLIVIA<br />

Chargé d’Affaires a.i.<br />

Ricardo Javier<br />

Martinez Covarrubias<br />

Waaggasse 10/8, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 587 46 75<br />

embolaustria@of-viena.at<br />

ALGERIA<br />

Counsellor<br />

Mr. Ali Drouiche<br />

since 12.09.2011<br />

Rudolfinergasse 18, 1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 <strong>369</strong> 88 53<br />

office@algerische-botschaft.at<br />

www.algerische-botschaft.at<br />

AZERBAIJAN<br />

H.E. Galib Israfilov<br />

since 28.09.2011<br />

Hügelgasse 2<br />

1130 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 13 22<br />

vienna@mission.mfa.gov.az<br />

www.azembassy.at<br />

BOSNIA AND HERZEGOVINA<br />

H.E. Tomislav Leko<br />

since 14.09.2015<br />

Tivoligasse 54, 1120 Vienna<br />

Tel. +43 1 811 85 55<br />

bhbotschaft@bhbotschaft.at<br />

www.bhbotschaft.at<br />

ANDORRA<br />

Chargé d’Affaires a.i.<br />

Gemma Cano Berne<br />

Kärntner Ring 2A/13<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 961 09 09<br />

office@ambaixada-andorra.at<br />

BANGLADESH<br />

H.E. Mohammed Abu<br />

Zafar<br />

since 10.12.2014<br />

Hofzeile 4<br />

1190 Vienna<br />

mission.vienna@mofa.gov.bd<br />

BRAZIL<br />

H.E. Evandro Didonet<br />

since 17.10.2012<br />

Pestalozzigasse 4/2<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 06 31<br />

brasemb.viena@itamaraty.gov.br<br />

ANGOLA<br />

H.E. Maria De Jesus<br />

Dos Reis Ferreira<br />

since 09.11.2011<br />

Seilerstätte 15/10, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 718 74 88<br />

embangola-viena@embangola.at<br />

www.embangola.at<br />

BELARUS<br />

H.E. Valery<br />

Voronetsky<br />

since 09.11.2011<br />

Hüttelbergstraße 6, 1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 419 96 30<br />

austria@mfa.gov.by<br />

www.austria.belembassy.org<br />

BULGARIA<br />

H.E. Elena Radkova<br />

Shekerletova<br />

since 28.03.2012<br />

Schwindgasse 8<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 31 13<br />

amboffice@embassybulgaria.at<br />

Fotos: © YuI - Fotolia.com, HBF<br />

64 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

BURKINA FASO<br />

H.E. Solange Eveline<br />

Agneketom Bogore<br />

since 17.03.2015<br />

Strohgasse 14c, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 82 64<br />

s.r@abfvienne.at<br />

www.abfvienne.at<br />

CROATIA<br />

H.E. Vesna Cvjetkovic<br />

since 07.10.2015<br />

Rennweg 3<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 485 95 24<br />

croemb.bec@mvep.hr<br />

http://at.mfa.hr<br />

EL SALVADOR<br />

H.E. Carmen María<br />

Gallardo de<br />

Hernández<br />

since 02.10.2014<br />

Prinz-Eugen-Straße 72/2/1<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 505 38 74<br />

elsalvador@embasal.at | www.rree.gob.sv<br />

CANADA<br />

H.E. Mark Bailey<br />

since 11.11.2013<br />

Laurenzerberg 2/III<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 531 38 30<br />

vienn@international.gc.ca<br />

www.kanada.at<br />

CUBA<br />

H.E. Juan Antonio<br />

Fernandez Palacios<br />

since 13.11.2015<br />

Kaiserstraße 84, 1070 Vienna<br />

Tel. +43 1 877 81 98<br />

secembajador@ecuaustria.at<br />

www.cubadiplomatica.cu/austria<br />

ESTONIA<br />

H.E. Rein Oidekivi<br />

since 07.10.2015<br />

Wohllebengasse 9/12<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 77 61<br />

embassy@estwien.at<br />

www.estemb.at<br />

CHILE<br />

H.E. Armin Andereya<br />

Latorre<br />

since 13.11.2015<br />

Lugeck 1/III/10<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 92 08<br />

echile.austria@minrel.gov.cl<br />

CYPRUS<br />

H.E. Marios<br />

Ieronymides<br />

since 13.05.2014<br />

Neulinggasse 37/4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 513 06 30<br />

office@cyprusembassy.at<br />

FINLAND<br />

H.E. Anu Irene<br />

Laamanen<br />

since 17.10.2013<br />

Gonzagagasse 16, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 03 65<br />

sanomat.wie@formin.fi<br />

www.finnland.at<br />

CHINA<br />

H.E. Zhao Bin<br />

since 12.09.2012<br />

Metternichgasse 4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 714 31 49<br />

chinaemb_at@mfa.gov.cn<br />

www.chinaembassy.at<br />

CZECH REPUBLIC<br />

H.E. Jan Sechter<br />

since 11.11.2013<br />

Penzinger Straße 11-13<br />

1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 899 580<br />

vienna@embassy.mzv.cz<br />

www.mzv.cz/vienna<br />

FRANCE<br />

H.E. Pascal Teixeira da<br />

Silva since 16.09.2014<br />

Technikerstraße 2, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 502 75 0<br />

secretariat.vienne-amba@<br />

diplomatie.gouv.fr<br />

www.ambafrance-at.org<br />

COLOMBIA<br />

H.E. Jaime Alberto<br />

Cabal Sanclemente<br />

since 13.05.2014<br />

Stadiongasse 6-8/15<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 405 42 49<br />

eaustria@cancilleria.gov.co<br />

DENMARK<br />

H.E. Liselotte K.<br />

Plesner<br />

since 17.09.2013<br />

Führichgasse 6, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 79 04<br />

vieamb@um.dk<br />

www.oestrig.um.dk<br />

GEORGIA<br />

H.E. Konstantine<br />

Zaldastanishvili<br />

since 18.06.2013<br />

Doblhoffgasse 5/5<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 98 48<br />

vienna@geomission.at<br />

COSTA RICA<br />

H.E. Pilar Saborió de<br />

Rocafort<br />

since 17.03.2015<br />

Wagramer Straße 23/1/1/2-3<br />

1220 Vienna<br />

Tel. +43 1 263 38 24<br />

embajadaaustria_costa.rica@chello.at<br />

DOMINICAN REPUBLIC<br />

H.E. Ramon Andres<br />

Quinones Rodriguez<br />

since 04.06.2007<br />

Prinz-Eugen-Straße 18<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 85 55<br />

embajada@embrepdom.at<br />

GERMANY<br />

H.E. Johannes Haindl<br />

since 14.09.2014<br />

Gauermanngasse 2-4<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 711 54 0<br />

info@wien.diplo.de<br />

www.wien.diplo.de<br />

CÔTE D’IVOIRE<br />

H.E. Largaton<br />

Gilbert Ouattara<br />

since 09.11.2011<br />

Neulinggasse 29/6/20<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 581 00 76<br />

office@ambaciaut.org<br />

EGYPT<br />

H.E. Khaled Abdelrahman<br />

Shamaa<br />

since 09.11.2011<br />

Hohe Warte 50-54<br />

1190 Vienna, Tel. +43 1 370 81 04<br />

egyptembassyvienna@<br />

egyptembassyvienna.at | www.egyptembassyvienna.at<br />

GREECE<br />

Chargè d´Affaires a.i.<br />

Mr. Nikolaos Sapountzis<br />

since 14.09.2015<br />

Argentinierstraße 14, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 506 15<br />

gremb@griechischebotschaft.at<br />

www.griechische-botschaft.at<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 65


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

GUATEMALA<br />

H.E. Antonio Roberto<br />

Castellanos Lopez<br />

since 12.09.2012<br />

Prinz-Eugen-Straße 18/Top7<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 714 35 70<br />

embajada@embaguate.co.at<br />

www.embaguate.co.at<br />

IRAQ<br />

H.E. Dr. Auday M. A.<br />

Al-Khairalla<br />

since 11.01.<strong>2016</strong><br />

Johannesgasse 26<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 713 81 95<br />

office@iraqembassy.at<br />

KENYA<br />

H.E. Michael Adipo<br />

Okoth Oyugi<br />

since 05.04.2013<br />

Andromeda Tower, Donau-City-Straße 6<br />

1220 Vienna, Tel. +43 1 712 39 19<br />

kenyarep-vienna@aon.at<br />

www.kenyaembassyvienna.at/de/<br />

HOLY SEE<br />

H.E. Archbishop Dr.<br />

Peter Stephan<br />

Zurbriggen<br />

since 17.04.2009<br />

Theresianumgasse 31, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 13 27<br />

nuntius@nuntiatur.at | www.nuntiatur.at<br />

IRELAND<br />

H.E. Mary Whelan<br />

since 02.10.2014<br />

Rotenturmstraße 16-18<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 715 42 46<br />

vienna@dfa.ie<br />

www.dfa.ie<br />

*)<br />

KOSOVO<br />

S.E. Mag. Sami Ukelli<br />

since 17.03.2015<br />

Goldeggasse 2/14<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 11 77<br />

embassy.austria@ks-gov.net<br />

www.ambasada-ks.net/at/<br />

HUNGARY<br />

H.E. Dr. Janos Perenyi<br />

since 10.12.2014<br />

Bankgasse 4-6<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 537 80 300<br />

mission.vie@mfa.gov.hu<br />

ISRAEL<br />

H.E. Talya Lador-<br />

Fresher<br />

since 13.11.2015<br />

Anton-Frank-Gasse 20, 1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 476 46 0<br />

info-sec@vienna.mfa.gov.il<br />

www.vienna.mfa.gov.il<br />

KUWAIT<br />

H.E. Sadiq M. Marafi<br />

since 17.10.2013<br />

Strassergasse 32<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 405 56 46<br />

kuwait.embassy.vienna@speed.at<br />

ICELAND<br />

H.E. Audunn Atlason<br />

since 17.09.2013<br />

Naglergasse 2/8<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 27 71<br />

emb.vienna@mfa.is<br />

www.iceland.is/at<br />

ITALY<br />

H.E. Giorgio Marrapodi<br />

since 17.09.2013<br />

Rennweg 27<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 51 21<br />

ambasciata.vienna@esteri.it<br />

www.ambvienna.esteri.it<br />

KYRGYZSTAN<br />

H.E. Ermek Ibraimov<br />

since 13.05.2014<br />

Invalidenstraße 3/8<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 03 79<br />

kyremb@inode.at<br />

www.kyremb.at<br />

INDIA<br />

H.E. Rajiva Misra<br />

since 14.03.2014<br />

Kärntner Ring 2<br />

1015 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 86 66<br />

indemb@eoivien.vienna.at<br />

www.indianembassy.at<br />

JAPAN<br />

H.E. Makoto Taketoshi<br />

since 17.10.2013<br />

Heßgasse 6<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 531 92 0<br />

info@wi.mofa.go.jp<br />

www.at.emb-japan.go.jp<br />

LAOS<br />

H.E. Phoukhao<br />

Phommavongsa<br />

since 16.09.2014<br />

Sommerhaidenweg 43<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 890 2319 11<br />

laoembassyvienna@hotmail.com<br />

INDONESIA<br />

H.E. Rachmat Budiman<br />

since 17.10.2012<br />

Gustav-Tschermak-Gasse 5-7<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 476 23 0<br />

unitkom@kbriwina.at<br />

www.kbriwina.at<br />

JORDAN<br />

H.E. Hussam<br />

Al Husseini<br />

since 22.10.2013<br />

Rennweg 17/4, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 405 10 25<br />

info@jordanembassy.at<br />

www.jordanembassy.at<br />

LATVIA<br />

H.E. Edgars Skuja<br />

since 17.10.2013<br />

Stefan-Esders-Platz 4<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 31 12<br />

embassy.austria@mfa.gov.lv<br />

IRAN<br />

H.E. Ebadollah Molaei<br />

since 07.10.2015<br />

Jauresgasse 9<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 26 50<br />

public@iranembassy-wien.at<br />

www.iran.embassy.at<br />

KAZAKHSTAN<br />

H.E. Kairat Sarybay<br />

since 14.03.2014<br />

Wipplingerstraße 35<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 890 800 810<br />

embassy@kazakhstan.at<br />

www.kazakhstan.at<br />

LEBANON<br />

Chargé d'Affaires a.i.<br />

Salim Baddoura<br />

Oppolzergasse 6/3<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 88 21<br />

embassy.lebanon@inode.at<br />

Fotos: HBF<br />

66 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

LIBYA<br />

H.E. Dr. Ibrahim Ali<br />

Albesbas<br />

since 11.11.2013<br />

Blaasstraße 33<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 367 76 39<br />

office@libyanembassyvienna.at<br />

MOROCCO<br />

H.E. Dr. Ali El Mhamdi<br />

since 12.01.2012<br />

Hasenauerstraße 57<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 586 66 51<br />

emb-pmissionvienna@morocco.at<br />

NETHERLANDS<br />

H.E. Marco Hennis<br />

since 07.10.2015<br />

Opernring 5, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 589 39<br />

wen@minbuza.nl<br />

www.mfa.nl/wen<br />

LIECHTENSTEIN<br />

H.H. Maria-Pia<br />

Kothbauer Prinzessin<br />

v.u.z. Liechtenstein,<br />

since 11.12.1997<br />

Löwelstraße 8/7, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 92 11<br />

info@vie.llv.li, www.wien.liechtenstein.li<br />

MEXICO<br />

H.E. Luis Alfonso De<br />

Alba<br />

since 17.09.2013<br />

Operngasse 21<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 310 73 83<br />

embaustria@sre.gob.mx<br />

NEW ZEALAND<br />

H.E.<br />

Deborah Geels<br />

since 05.04.2013<br />

Mattiellistraße 2-4/3, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 3021<br />

nzemb@aon.at<br />

www.nzembassy.com/austria<br />

LITHUANIA<br />

H.E. Loreta<br />

Zakareviciene<br />

since 16.09.2014<br />

Löwengasse 47/4, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 718 54 67<br />

amb.at@urm.lt<br />

http://at.mfa.lt/<br />

MOLDOVA<br />

Chargé d’Affaires<br />

Vladimir Chirinciuc<br />

since 22.10.2013<br />

Löwengasse 47/10, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 961 10 30<br />

vienna@moldmission.at<br />

www.austria.mfa.md<br />

NICARAGUA<br />

H.E. Alvaro José<br />

Robelo Gonzáles<br />

since 11.01.2013<br />

Ebendorferstraße 10/3/12<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 18 38<br />

embanicviena@chello.at<br />

LUXEMBOURG<br />

H.E. Hubert Wurth<br />

since 09.11.2011<br />

Sternwartestraße 81<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 478 21 42<br />

vienne.amb@mae.etat.lu<br />

www.vienne.mae.lu/ge<br />

MONGOLIA<br />

H.E. Gunaajav<br />

Batjargal<br />

since 05.04.2013<br />

Fasangartengasse 45, 1130 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 28 07<br />

vienna@mfa.gov.mn<br />

www.embassymon.at<br />

NIGERIA<br />

H.E. Abel Adelakun<br />

Ayoko<br />

since 16.12.2013<br />

Rennweg 25, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 66 86<br />

info@nigeriaembassyvienna.com<br />

www.nigeriaembassyvienna.com<br />

MACEDONIA<br />

H.E. Vasilka Poposka-<br />

Trenevska<br />

since 03.12.2014<br />

Kinderspitalgasse 5/2<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 524 87 56<br />

botschaft@makedonien.co.at<br />

MONTENEGRO<br />

H.E. Ivan Milic<br />

since 15.06.2015<br />

Nibelungengasse 13<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 715 31 02<br />

austria@mfa.gov.me<br />

NORTH KOREA<br />

H.E. Kwang Sop Kim<br />

since 18.03.1993<br />

Beckmanngasse 10-12<br />

1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 894 23 13<br />

d.v.r.korea.botschaft@chello.at<br />

MALAYSIA<br />

H.E. Adnan Bin<br />

Othman<br />

since 15.06.2015<br />

Floridsdorfer Hauptstraße 1-7,<br />

Florido Tower, 1210 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 10 42<br />

embassy@embassymalaysia.at<br />

MYANMAR<br />

H.E. San Lwin<br />

since 14.09.2015<br />

Mooslackengasse 17<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 26 69 105<br />

myanmarembassy.vienna@gmail.com<br />

NORWAY<br />

H.E. Bente Angell-<br />

Hansen<br />

since 03.12.2014<br />

Reisnerstraße 55-57, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 71 660<br />

emb.vienna@mfa.no<br />

www.norwegen.or.at<br />

MALTA<br />

H.E. Keith Azzopardi<br />

since 17.10.2013<br />

Opernring 5/1<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 586 50 10<br />

maltaembassy.vienna@gov.mt<br />

NAMIBIA<br />

H.E. Simon Madjuma<br />

Maruta<br />

since 11.11.2013<br />

Zuckerkandlgasse 2, 1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 402 93 71<br />

nam.emb.vienna@speed.at<br />

www.embnamibia.at<br />

OMAN<br />

H.E. Dr. Badr Mohamed<br />

Zaher Al Hinai<br />

since 11.12.2007<br />

Währinger Straße 2/24-25<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 310 86 43<br />

vienna@omanembassy.at<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 67


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

ORDER OF MALTA<br />

H.E. Christof Maria<br />

Fritzen<br />

since 11.01.2013<br />

Kärntner Ring 14, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 35 35<br />

botschaft@malteser.at<br />

www.orderofmalta.int<br />

POLAND<br />

H.E. Artur Lorkowski<br />

since 18.06.2013<br />

Hietzinger Hauptstraße 42c<br />

1130 Vienna<br />

Tel. +43 1 870 15 100<br />

wieden.amb.sekretariat@msz.gov.pl<br />

www.wieden.msz.gov.pl<br />

SERBIA<br />

H.E. Pero Jankovic<br />

since 22.10.2013<br />

Ölzeltgasse 3/7<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 713 25 95<br />

embassy.vienna@mfa.rs<br />

www.vienna.mfa.rs<br />

PAKISTAN<br />

H.E. Ayesha Riyaz<br />

since 16.12.2013<br />

Hofzeile 13<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 368 73 81<br />

parepvienna@gmail.com<br />

www.mofa.gov.pk/austria<br />

PORTUGAL<br />

H.E. Pedro Luís<br />

Baptista Moitinho<br />

de Almeida<br />

since 05.04.2013<br />

Opernring 3, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 586 75 36<br />

viena@mne.pt<br />

SLOVAKIA<br />

H.E. Juraj Machac<br />

since 28.03.2012<br />

Armbrustergasse 24<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 318 90 55<br />

emb.vieden@mzv.sk<br />

www.vienna.mfa.sk<br />

PALESTINIAN TERRITORIES<br />

H.E. Salahaldin<br />

Abdalshafi<br />

since 22.10.2013<br />

Josefsgasse 5<br />

1080 Vienna<br />

Tel. +43 1 408 82 02<br />

palestine.mission@chello.at<br />

QATAR<br />

H.E. Ali Khalfan<br />

Al-Mansouri<br />

since 11.11.2013<br />

Schottenring 10<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 310 49 50<br />

botschaft@katarbotschaft.at<br />

SLOVENIA<br />

H.E. Dr. Andrej Rahten<br />

since 17.10.2013<br />

Kolingasse 12<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 319 11 60<br />

vdu@gov.si<br />

www.dunaj.veleposlanistvo.si<br />

PANAMA<br />

H.E. Paulina<br />

Franceschi<br />

since 13.11.2015<br />

Goldschmiedgasse 10/403<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 587 23 47<br />

mail@empanvienna.co.at<br />

ROMANIA<br />

H.E. Bogdan Mazuru<br />

since 14.09.2015<br />

Prinz-Eugen-Straße 60<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 32 27<br />

ambromviena@ambrom.at<br />

www.viena.mae.ro<br />

SOUTH AFRICA<br />

H.E. Tebogo Joseph<br />

Seokolo<br />

since 16.01.2014<br />

Sandgasse 33, 1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 320 64 93<br />

vienna.bilateral@dirco.gov.za<br />

www.southafrica-embassy.at<br />

PARAGUAY<br />

H.E. Dr. Horacio<br />

Nogues Zubizarreta<br />

since 15.02.2008<br />

Prinz-Eugen-Straße 18/1/3A<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 46 74<br />

embaparviena@chello.at<br />

RUSSIAN FEDERATION<br />

H.E. Dmitry Lyubinskiy<br />

since 07.10.2015<br />

Reisnerstraße 45-47<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 12 29<br />

info@rusemb.at<br />

www.rusemb.at<br />

SOUTH KOREA<br />

H.E. Young Wan Song<br />

since 13.05.2014<br />

Gregor-Mendel-Straße 25<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 478 19 91<br />

mail@koreaemb.at<br />

http://aut.mofat.go.kr<br />

PERU<br />

H.E. Alfredo Raul<br />

Chuquihuara Chil<br />

Since 11.01.<strong>2016</strong><br />

Mahlerstraße 7/22<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 713 43 77<br />

embajada@embaperuaustria.at<br />

SAN MARINO<br />

H.E. Dr. Elena<br />

Molaroni Berguido<br />

since 17.09.2008<br />

Prinz-Eugen-Straße 16/1/5A<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 941 59 69<br />

rsmvienna@gmail.com<br />

SPAIN<br />

H.E. Alberto Carnero<br />

Fernández<br />

since 18.06.2013<br />

Argentinierstraße 34<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 57 88<br />

emb.viena@maec.es<br />

PHILIPPINES<br />

H.E. Maria Zeneida<br />

Angara Collinson<br />

since 15.06.2015<br />

SAUDI ARABIA<br />

Chargé d' Affaires<br />

Abdulaziz Al Zaid<br />

since 15.10.2015<br />

SRI LANKA<br />

I.E. Priyanee<br />

Wijesekera<br />

Since 11.01.<strong>2016</strong><br />

Laurenzerberg 2/2/ZWG<br />

1010 Vienna, Tel. +43 1 533 24 01<br />

office@philippine-embassy.at<br />

www.philippine-embassy.at<br />

Formanekgasse 38<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 367 25 31<br />

saudiembassy@saudiembassy.at<br />

Weyringergasse 33-35<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 503 79 88<br />

embassy@srilankaembassy.at<br />

www.srilankaembassy.at<br />

Fotos: HBF<br />

68 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

SUDAN<br />

H.E. Mohamed Hussein<br />

Zaroug<br />

since 02.10.2014<br />

Reisnerstraße 29/5, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 710 23 43<br />

sudanivienna@prioritytelecom.biz<br />

www.sudanivienna.at<br />

TURKEY<br />

H.E. Mehmet Hasan<br />

Gögüs<br />

since 16.12.2013<br />

Prinz-Eugen-Straße 40<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 505 73 38<br />

botschaft.wien@mfa.gov.tr<br />

www.vienna.emb.mfa.gov.tr<br />

UZBEKISTAN<br />

Chargé d’Affaires a.i.<br />

Rustamdjan Khakimov<br />

Pötzleinsdorferstraße 49<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 315 39 94<br />

embassy@usbekistan.at<br />

www.usbekistan.at<br />

SWEDEN<br />

H.E. Helen Eduards<br />

since 07.10.2015<br />

Obere Donaustraße 49-51<br />

1020 Vienna<br />

Tel. +43 1 217 53 0<br />

ambassaden.wien@gov.se<br />

www.swedenabroad.com/wien<br />

TURKMENISTAN<br />

H.E. Silapberdi<br />

Nurberdiev<br />

since 28.09.2011<br />

Argentinierstraße 22/II/EG<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 503 64 70<br />

info@botschaft-turkmenistan.at<br />

www.botschaft-turkmenistan.at<br />

VENEZUELA<br />

H.E. Jesse Alonso<br />

Chacón Escamillo<br />

since 23.02.<strong>2016</strong><br />

Prinz-Eugen-Straße 72/1/1<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 712 26 38<br />

embajada@austria.gob.ve<br />

www.austria.gob.ve<br />

SWITZERLAND<br />

H.E. Christoph<br />

Heinrich Bubb<br />

since 02.10.2014<br />

Kärntner Ring 12, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 795 05 0<br />

vie.vertretung@eda.admin.ch<br />

www.schweizerbotschaft.at<br />

UKRAINE<br />

H.E. Olexander<br />

Scherba<br />

since 10.12.2014<br />

Naaffgasse 23, 1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 479 71 72 11<br />

info@ukremb.at<br />

www.ukremb.at<br />

VIETNAM<br />

H.E. Viet Anh Vu<br />

since 03.12.2014<br />

Felix-Mottl-Straße 20<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 368 07 55<br />

office@vietnamembassy.at<br />

www.vietnamembassy-austria.org/vi<br />

SYRIA<br />

H.E. Bassam Sabbagh<br />

since 29.04.2010<br />

Daffingerstraße 4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 46 33<br />

syrianembassyvienna@utanet.at<br />

UNITED ARAB EMIRATES<br />

H.E. Abdelhadi A.<br />

Alkhajah<br />

since 14.03.2014<br />

Chimanistraße 36<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 368 14 55<br />

vienna@mofa.gov.ae<br />

YEMEN<br />

Chargé d'Affaires a.i.<br />

Samy Mansour Amin Al-Basha<br />

Reisnerstraße 18-20/3-4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 29 30<br />

embassy@yemenembassy.at<br />

TAJIKISTAN<br />

H.E. Ismatullo<br />

Nasredinov<br />

since 17.09.2013<br />

Universitätsstraße 8/1A, 1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 409 82 66<br />

info@tajikembassy.at<br />

www.tajikembassy.at<br />

UNITED KINGDOM<br />

H.E. Susan Le Jeune<br />

d’Allegeershecque<br />

since 12.09.2012<br />

Jauresgasse 12, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 716 13 0<br />

press@britishembassy.at<br />

www.ukinaustria.fco.gov.uk<br />

THAILAND<br />

H.E. Arthayudh<br />

Srisamoot<br />

since 03.12.2014<br />

Cottagegasse 48, 1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 478 33 35<br />

embassy@thaivienna.at<br />

www.thaiembassy.at<br />

UNITED STATES<br />

H.E. Alexa Wesner<br />

since 22.10.2013<br />

Boltzmanngasse 16<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 313 39<br />

embassy@usembassy.at<br />

www.usembassy.at<br />

TUNISIA<br />

H.E. Ghazi Jomaa<br />

since 02.10.2014<br />

Sieveringerstraße 187<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 44 02 144<br />

at.vienne@aon.at<br />

www.atunisie-at.org<br />

URUGUAY<br />

H.E. Bruno Javier<br />

Faraone Machado<br />

since 13.05.2014<br />

Palais Esterhazy, Wallnerstraße 4/3/17<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 66 36<br />

uruaustria@mrree.gub.uy<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 69


DIPLOMATIE<br />

NEUE BOTSCHAFTER<br />

Diplomatenkarussell | Dezember 2015 bis Mai <strong>2016</strong><br />

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.<br />

IRAK<br />

PERU<br />

SRI LANKA<br />

H.E. Auday Al-<br />

Khairallah<br />

H.E. Alfredo<br />

Raul Chuquihuara<br />

Chil<br />

H.E. Priyanee<br />

Wijesekera<br />

Born on 30 March<br />

1948 in Colombo.<br />

Widowed, 2 children.<br />

EDUCATION<br />

• Bachelor’s degree in Agricultural<br />

Engineering, University of Baghdad<br />

• 1978: Postgraduate Diploma in soil<br />

science, University of Wales 1989:<br />

• 1994: Course of Business Administration<br />

and Marketing, Ottawa<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 1986-1987: Director of Oasis Company<br />

for Agricultural Consulting,<br />

Fujairah (United Arabian Emirates)<br />

• 1987-1990: Founder and director of<br />

The Weekend School for the Arab<br />

community, Montreal (Canada)<br />

• 1990-1996: Financial and administrative<br />

director of the pharmacy Orlin,<br />

Ottawa (Canada)<br />

• 2006-2009: General Director of Evaluation<br />

and Examinations Directorate<br />

and Chairman of the Supreme<br />

Committee for Examinations, Iraq<br />

• 2009-2010: Ambassador in the Iraqi<br />

Ministry of Foreign Affairs, Baghdad,<br />

Iraq<br />

EDUCATION<br />

• 1982-1984: Graduate in International<br />

Relations, Diplomatic Academy<br />

of Peru<br />

• 1993-1994: Master in Public Administration,<br />

John F. Kennedy School of<br />

Government Harvard University<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 1994-1997 First Secretary, Head of<br />

Planning, Ministry of Foreign Affairs<br />

of Peru<br />

• 2003-2004 Consultant of United Nations<br />

Fund for Population Activities<br />

– UNFPA, New York<br />

• 2003-2004 President of the Commission<br />

on Population and Development<br />

of the United Nations, New<br />

York<br />

• 2004-2006 Chief of Cabinet of the<br />

Peruvian Minister of Foreign Affairs<br />

• 2011-2012 Deputy Permanent Representative<br />

of Peru to the United<br />

Nations, New York.<br />

• 2014-2015 Chairman of the Peruvian<br />

Diplomatic Service Association<br />

(AFSDP).<br />

• 2013-2015 Director of Tourism Promotion<br />

of the Peruvian Ministry of<br />

Foreign Affairs.<br />

EDUCATION<br />

• 1986: LL.M. in Public International<br />

Law (Human Rights and the Law of<br />

the Sea), Colombo<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 1974-1984: Legal Office, Bribery Commissioner’s<br />

Department<br />

• 1984-1985: Asst. Secretary, Law Commission<br />

• 1985-1992: Secretary, Law Commission<br />

• 1992: Research Office, Parliament of<br />

Sri Lanka<br />

• 1992-1994: Asst. Secretary – General<br />

of Parliament<br />

• 1994-2002: Deputy Secretary General<br />

of Parliament<br />

• 2002-2008: Secretary General of<br />

Parliament<br />

FOTOS: KARLOVITS, TRIPPOLT/HBF, <strong>SOCIETY</strong>/POBASCHNIG<br />

70 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

NEUE BOTSCHAFTER<br />

VENEZUELA<br />

BRUNEI<br />

SÜDSUDAN<br />

H.E. Jesse Alonso<br />

Chacón<br />

Escamillo<br />

H.E. Rakiah Hj<br />

Abd Lamit<br />

H.E. Sitona<br />

Abdalla Osman<br />

Born 9 November 1965<br />

(Resident in Berlin)<br />

(Resident in Berlin)<br />

EDUCATION<br />

• Studied Military Art and Sciences at<br />

the Military Academy of Venezuela<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2004-2007: Minister of Interior and<br />

Justice<br />

• 2008: Minister of the Office of the<br />

President<br />

• 2008-2009: Minister of Communications<br />

and Information<br />

• 2009: Minister of Science and Technology<br />

ECUADOR<br />

H.E. Maria Del<br />

Carmen<br />

González Cabal<br />

(Resident in<br />

Budapest)<br />

TSCHAD<br />

H.E. Abdoulaye<br />

Senoussi<br />

Mahamat<br />

(Resident in Berlin)<br />

MALI<br />

H.E. Toumani<br />

Djime Diallo<br />

(Resident in Berlin)<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 71


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

Order of precedence<br />

of the Chiefs<br />

of the diplomatic<br />

missions resident<br />

in Vienna<br />

n Apostolic Nuncio – Holy See<br />

Dr. Peter Stephan ZURBRIGGEN<br />

n Korea – Democratic Peoples’ Republic<br />

H.E. Mr. Kwang Sop KIM, (18.03.1993)<br />

n Liechtenstein<br />

H.H. Ms. Maria-Pia KOTHBAUER, (Prinzessin<br />

v.u.z.Liechtenstein) (11.12.1997)<br />

n Dominican Republic<br />

H.E. Mr. Ramon Andres QUINONES RODRIGUEZ, (04.06.2007)<br />

n Oman<br />

H.E. Mr. Dr. Badr Mohamed Zaher AL HINAI, (11.12.2007)<br />

n Paraguay<br />

H.E. Mr. Dr. Horacio NOGUES ZUBIZARRETA, (15.02.2008)<br />

n San Marino<br />

H.E. Ms. Dr. Elena MOLARONI BERGUIDO, (17.09.2008)<br />

n Syria<br />

H.E. Mr. Bassam SABBAGH, (29.04.2010)<br />

n Turkmenistan<br />

H.E. Mr. Silapberdi NURBERDIEV, (28.09.2011)<br />

n Azerbaijan<br />

H.E. Mr. Galib ISRAFILOV, (28.09.2011)<br />

n Egypt<br />

H.E. Mr. Khaled Abdelrahman Abdellatif SHAMAA,<br />

(09.11.2011)<br />

n Luxemburg<br />

H.E. Mr. Hubert WURTH, (09.11.2011)<br />

n Côte d‘Ivoire<br />

H.E. Mr. Largaton Gilbert OUATTARA, (09.11.2011)<br />

n Angola<br />

H.E. Ms. Maria De Jesus Dos Reis FERREIRA,<br />

(09.11.2011)<br />

n Belarus<br />

H.E. Mr. Valery VORONETSKY, (09.11.2011)<br />

n Armenia<br />

H.E. Mr. Arman KIRAKOSSIAN, (09.11.2011)<br />

n Morocco<br />

H.E. Mr. Dr. Ali EL MHAMDI, (12.01.2012)<br />

n Slovakia<br />

H.E. Mr. Juraj MACHAC, (28.03.2012)<br />

n Bulgaria<br />

H.E. Ms. Elena Radkova SHEKERLETOVA, (28.03.2012)<br />

n Guatemala<br />

H.E. Mr. Antonio Roberto CASTELLANOS LOPEZ, (12.09.2012)<br />

n China<br />

H.E. Mr. Bin ZHAO, (12.09.2012)<br />

n United Kingdom<br />

H.E. Ms. Susan Jane LE JEUNE D‘ALLEGEERSHECQUE, (12.09.2012)<br />

n Australia<br />

H.E. Mr. David Gordon STUART, (12.09.2012)<br />

n Brazil<br />

H.E. Mr. Evandro DE SAMPAIO DIDONET, (17.10.2012)<br />

n Indonesia<br />

H.E. Mr. Rachmat BUDIMAN, (17.10.2012)<br />

n Nicaragua<br />

H.E. Mr. Alvaro Jose ROBELO GONZALES, (11.01.2013)<br />

n Order of Malta<br />

H.E. Mr. Christof Maria FRITZEN, (11.01.2013)<br />

n New Zealand<br />

H.E. Ms. Deborah Mary GEELS, (05.04.2013)<br />

n Kenya<br />

Die versammelten Botschafter<br />

bei einer OSZE-Konferenz<br />

H.E. Mr. Michael Adipo Okoth OYUGI, (05.04.2013)<br />

n Mongolia<br />

H.E. Mr. Batjargal GUNAAJAV, (05.04.2013)<br />

n Portugal<br />

H.E. Mr. Pedro Luis Baptista MOITINHO DE ALMEIDA,<br />

(05.04.2013)<br />

n Spain<br />

H.E. Mr. Alberto CARNERO FERNANDEZ, (18.06.2013)<br />

n Georgia<br />

H.E. Mr. Konstantine ZALDASTANISHVILI, (18.06.2013)<br />

n Poland<br />

H.E. Mr. Artur LORKOWSKI, (18.06.2013)<br />

n Mexico<br />

H.E. Mr. Luis Alfonso DE ALBA, (17.09.2013)<br />

n Argentina<br />

H.E. Mr. Rafael Mariano GROSSI, (17.09.2013)<br />

n Iceland<br />

H.E. Mr. Audunn ATLASON, (17.09.2013)<br />

n Denmark<br />

H.E. Ms. Liselotte K. PLESNER, (17.09.2013)<br />

n Italy<br />

H.E. Mr. Giorgio MARRAPODI, (17.09.2013)<br />

n Tajikistan<br />

H.E. Mr. Ismatullo NASREDINOV, (17.09.2013)<br />

n Latvia<br />

H.E. Mr. Edgars SKUJA, (17.10.2013)<br />

n Finland<br />

H.E. Ms. Anu Irene LAAMANEN, (17.10.2013)<br />

n Malta<br />

H.E. Mr. Keith AZZOPARDI, (17.10.2013)<br />

n Japan<br />

H.E. Mr. Makoto TAKETOSHI, (17.10.2013)<br />

n Slovenia<br />

H.E. Mr. Andrej RAHTEN, (17.10.2013)<br />

n Kuwait<br />

H.E. Mr. Sadiq MARAFI, (17.10.2013)<br />

n United States<br />

H.E. Ms. Alexa WESNER, (22.10.2013)<br />

n Jordan<br />

H.E. Mr. Hussam Abdullah AL HUSSEINI, (22.10.2013)<br />

n Serbia<br />

H.E. Mr. Pero JANKOVIC, (22.10.2013)<br />

n Libya<br />

H.E. Mr. Ibrahim ALBESBAS, (11.11.2013)<br />

n Namibia<br />

H.E. Mr. Simon Madjumo MARUTA, (11.11.2013)<br />

n Qatar<br />

H.E. Mr. Ali Khalfan AL-MANSOURI (11.11.2013)<br />

n Canada<br />

H.E. Mr. Mark BAILEY, (11.11.2013)<br />

n Czech Republic<br />

H.E. Mr. Jan SECHTER, (11.11.2013)<br />

n Pakistan<br />

H.E. Ms. Ayesha RIYAZ, (16.12.2013)<br />

n Nigeria<br />

H.E. Mr. Adelakun Abel AYOKO, (16.12.2013)<br />

n Turkey<br />

H.E. Mr. Mehmet Hasan GÖGÜS, (16.12.2013)<br />

n South Africa<br />

H.E. Mr. Tebogo Joseph SEOKOLO, (16.01.2014)<br />

n Albania<br />

H.E. Mr. Roland BIMO, (14.03.2014)<br />

n Kazakhstan<br />

H.E. Mr. Kairat SARYBAY, (14.03.2014)<br />

n United Arab Emirates<br />

H.E. Mr. Abdelhadi Abdelwahid ALKHAJAH,<br />

(14.03.2014)<br />

n India<br />

72 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

H.E. Mr. Rajiva MISRA, (14.03.2014)<br />

n Colombia<br />

H.E. Mr. Jaime Alberto CABAL SANCLEMENTE, (13.05.2014)<br />

n Korea - Republic<br />

H.E. Mr. Young Wan SONG, (13.05.2014)<br />

n Cyprus<br />

H.E. Mr. Marios IERONYMIDES, (13.05.2014)<br />

n Uruguay<br />

H.E. Mr. Bruno Javier FARAONE MACHADO, (13.05.2014)<br />

n Kirgizstan<br />

H.E. Mr. Ermek IBRAIMOV, (13.05.2014)<br />

n France<br />

H.E. Mr. Pascal TEIXEIRA DA SILVA, (16.09.2014)<br />

n Laos<br />

H.E. Mr. Phoukhao PHOMMAVONGSA, (16.09.2014)<br />

n Lithuania<br />

H.E. Ms. Loreta ZAKAREVICIENE, (16.09.2014)<br />

n Sudan<br />

H.E. Mr. Mohamed Hussein ZAROUG, (02.10.2014)<br />

n Belgium<br />

H.E. Mr. Baron Willem VAN DE VOORDE, (02.10.2014)<br />

n Switzerland<br />

H.E. Mr. Christoph Heinrich BUBB, (02.10.2014)<br />

n Ireland<br />

H.E. Ms. Mary WHELAN, (02.10.2014)<br />

n El Salvador<br />

H.E. Ms. Carmen GALLARDO DE HERNANDEZ, (02.10.2014)<br />

n Tunisia<br />

H.E. Mr. Ghazi JOMAA, (02.10.2014)<br />

n Norway<br />

H.E. Ms. Bente ANGELL-HANSEN, (03.12.2014)<br />

n Macedonia<br />

H.E. Ms. Vasilka POPOSKA TRENEVSKA, (03.12.2014)<br />

n Vietnam<br />

H.E. Mr. Viet Anh VU, (03.12.2014)<br />

n Thailand<br />

H.E. Mr. Arthayudh SRISAMOOT, (03.12.2014)<br />

n Hungary<br />

H.E. Mr. Dr. Janos PERENYI, (10.12.2014)<br />

n Bangladesh<br />

H.E. Mr. Md Abu ZAFAR, (10.12.2014)<br />

n Ukraine<br />

H.E. Mr. Olexander SCHERBA, (10.12.2014)<br />

n Costa Rica<br />

H.E. Ms. Pilar SABORIO DE ROCAFORT, (17.03.2015)<br />

n Kosovo<br />

H.E. Mr. Mag. Sami UKELLI, (17.03.2015)<br />

n Burkina Faso<br />

H.E. Ms. Solange Eveline AGNEKETOM BOGORE, (17.03.2015)<br />

n Malaysia<br />

H.E. Mr. Adnan BIN OTHMAN, (15.06.2015)<br />

n Montenegro<br />

H.E. Mr. Ivan MILIC, (15.06.2015)<br />

n Philippines<br />

H.E. Ms. Maria Zeneida ANGARA COLLINSON, (15.06.2015)<br />

n Bosnia and Herzegovina<br />

H.E. Mr. Tomislav LEKO, (14.09.2015)<br />

n Germany<br />

H.E. Mr. Johannes Konrad HAINDL, (14.09.2015)<br />

n Myanmar<br />

H.E. Mr. San LWIN, (14.09.2015)<br />

n Romania<br />

H.E. Mr. Bogdan MAZURU, (14.09.2015)<br />

n Belize<br />

H.E. Mr. Joel Matthew NAGEL, (14.09.2015)<br />

n Netherlands<br />

H.E. Mr. Marco HENNIS, (07.10.2015)<br />

n Croatia<br />

H.E. Ms. Vesna CVJETKOVIC, (07.10.2015)<br />

n Sweden<br />

H.E. Ms. Helen EDUARDS, (07.10.2015)<br />

n Russian Federation<br />

H.E. Mr. Dmitry LYUBINSKIY, (07.10.2015)<br />

n Estonia<br />

H.E. Mr. Rein OIDEKIVI, (07.10.2015)<br />

n Iran<br />

H.E. Mr. Ebadollah MOLAEI, (07.10.2015)<br />

n Panama<br />

H.E. Ms. Paulina FRANCESCHI, (13.11.2015)<br />

n Israel<br />

H.E. Ms. Talya LADOR-FRESHER, (13.11.2015)<br />

n Cuba<br />

H.E. Mr. Juan Antonio FERNANDEZ PALACIOS, (13.11.2015)<br />

n Chile<br />

H.E. Mr. Armin ANDEREYA LATORRE, (13.11.2015)<br />

n Irak<br />

H.E. Mr. Auday M.A. AL-KHAIRALLA (11.01.<strong>2016</strong>)<br />

n Peru<br />

H.E. Mr. Alfredo Raul CHUQUIHUARA CHIL (11.01.<strong>2016</strong>)<br />

n Sri Lanka<br />

H.E. Ms. Priyanee WIJSEKERA (11.01.<strong>2016</strong>)<br />

n Venezuela<br />

H.E. Mr. Jesse Alonso CHACÓN ESCAMILLO (23.02.<strong>2016</strong>)<br />

n Afghanistan<br />

Mr. Hassan SOROOCH Y. (02.12.2013) , Chargé d‘Affaires<br />

n Lebanon<br />

Mr. Salim BADDOURA, Counsellor (16.01.2009), Chargé<br />

d‘Affaires<br />

n Bolivia<br />

Mr. Ricardo Javier MARTINEZ COVARRUBIAS, Minister<br />

Counsellor, (11.02.2009), Chargé d’Affaires<br />

n Andorra<br />

Ms. Gemma CANO BERNE, Counsellor (11.01.2012),<br />

Chargé d’Affaires<br />

n Yemen<br />

Mr. Samy Mansour Amin AL-BASHA, Third Secretary<br />

(01.07.2013), Chargé d‘Affaires<br />

n Uzbekistan<br />

Mr. Rustamdjan KHAKIMOV, (29.07.2014), Chargé d‘Affaires<br />

n Saudi Arabia<br />

Mr. Abdullah ALSOLAMY, (14.07.2012), Chargé d‘Affaires<br />

n Greece<br />

Mr. Nikolaus SAPOUNTZIS, (14.09.2015), Chargé d‘Affaires<br />

(a.i.)<br />

n Algeria<br />

Mr. Ali DROUICHE, (12.09.2011), Counsellor<br />

n Moldova<br />

Chargé d‘ Affaires Vladimir CHIRINCIUC, (01.09.2015)<br />

Embassies not<br />

resident in Austria<br />

in alphabetical order<br />

n Antigua and Barbuda<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Bahamas<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Bahrain<br />

H.E. Mr. Yusuf Abdulkarim BUCHEERI, (17.03.2015), (Geneva)<br />

n Barbados<br />

Ms. Yvette GODDARD, Counsellor, (17.07.2002), Chargé<br />

d’Affaires (Brussels)<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 73


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

n Benin<br />

H.E. Mr. Séraphin LISSASSI, (29.04.2010)<br />

(Geneva)<br />

n Bhutan<br />

H.E. Mr. Daw PENJO, (11.01.2013)<br />

(Geneva)<br />

n Botswana<br />

H.E. Mr. Mothusi Bruce Rabasha PALAI, (11.01.2013)<br />

(Geneva)<br />

n Brunei Darussalam<br />

H.E. Ms. Rakiah Hj ABD LAMIT, (23.02.<strong>2016</strong>),<br />

(Berlin)<br />

n Burundi<br />

H.E. Dr. Edouard BIZIMANA, (16.01.2014)<br />

(Berlin)<br />

n Cambodia<br />

H.E. Mr. Chea THIREAK, (13.11.2015)<br />

(Brussels)<br />

n Cameroon<br />

H.E. Mr. Jean-Marc MPAY<br />

(Berlin)<br />

n Cape Verde<br />

H.E. José Luis Barbosa LEAO MONTEIRO<br />

(Geneva)<br />

n Central African Republic<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Chad<br />

H.E. Abdoulaye Senoussi MAHAMAT (11.01.<strong>2016</strong>)<br />

(Berlin)<br />

n Comoros<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Congo (Republic)<br />

H.E. Mr. Jacques Yvon NDOLOU, (16.09.2014)<br />

(Berlin)<br />

n Congo (Democratic Republic)<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Dominica<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Djibouti<br />

H.E. Aden Mohamed DILEITA<br />

(Berlin)<br />

n Ecuador<br />

H.E. Maria Del Carmen GONZÁLEZ CABAL, (23.02.<strong>2016</strong>),<br />

(Budapest)<br />

n Equatorial Guinea<br />

Mr. Alberto MBA BIYOGO OKOMO, Counsellor, Chargé<br />

d‘Affaires<br />

n Eritrea<br />

Mr. Yohannes WOLDU, First Secretary, Chargé d‘Affaires<br />

(Berlin)<br />

n Ethiopia<br />

H.E. Mr. Negash Kebret BOTORA, (14.09.2015)<br />

(Geneva)<br />

n Fiji<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Gabun<br />

Ms. Nanice TSIGUI, (07.04.2015), Chargé d‘Affaires<br />

(Berlin)<br />

n Gambia<br />

H.E. Ms. Elizabeth Ya Eli HARDING, (14.01.2008)<br />

(London)<br />

n Ghana<br />

H.E. Mr. Sammie Pesky EDDICO, (16.12.2013)<br />

(Bern, CH)<br />

n Grenada<br />

Counsellor Ms. Kasandra Roxie HUTCHINSON, (07.09.2012)<br />

(Brussels)<br />

n Guinea<br />

H.E. Mr. Ibrahima Sory SOW, (11.01.2013)<br />

(Berlin)<br />

n Guinea-Bissau<br />

N.N.<br />

(Berlin)<br />

n Guyana<br />

Ms. Bevon Rodin MC DONALD, First Secretary, (27.06.2006),<br />

Chargé d‘Affaires<br />

(Brussels)<br />

n Haiti<br />

N.N.<br />

(Geneva)<br />

n Honduras<br />

H.E. Mr. Ramon CUSTODIO ESPINOZA, (18.06.2013)<br />

(Berlin)<br />

n Jamaica<br />

H.E. Mr. Wayne McCOOK, (11.01.2013)<br />

(Geneva)<br />

n Kiribati<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Lesotho<br />

H.E. Ms. Matlotliso Lineo Lydia KHECHANE-NTOANE,<br />

(10.12.2014)<br />

(Berlin)<br />

n Liberia<br />

H.E. Ms. Ethel DAVIS, (19.04.2012)<br />

(Berlin)<br />

n Madagascar<br />

Counsellor, Chargé d’Affaires Ms. Lea RAHOLINIRINA<br />

(Falkensee, D)<br />

n Malawi<br />

Counsellor Chargé d’Affaires Mr. Oliver KUMBAMBE,<br />

(26.04.2009)<br />

(Berlin)<br />

n Maldives<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Mali<br />

H.E. Mr. Toumani Djime DIALLO, (23.02.<strong>2016</strong>)<br />

(Berlin)<br />

n Marshall Islands<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Mauretania<br />

H.E. Mr. Mohamed Mahmoud OULD BRAHIM KHLIL,<br />

(17.03.2015)<br />

(Berlin)<br />

n Mauritius<br />

Ms. Gajjaluxmi MOOTOOSAMY, First Secretary, (04.11.2013),<br />

Chargé d‘Affaires<br />

(Berlin)<br />

n Micronesia<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Monaco<br />

H.E. Ms. Isabelle BERRO AMADEI, (13.11.2015)<br />

(Berlin)<br />

n Mozambique<br />

H.E. Mr. Amadeu Paulo Samuel DA CONCEICAO,<br />

(02.07.2012)<br />

(Berlin)<br />

n Nauru<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Nepal<br />

Chargé d’Affaires Mr. Prakash Mani PAUDEL, (16.01.2012)<br />

(Berlin)<br />

n Niger<br />

Mr. Issoufou GARBA, (08.11.2013), Chargé d‘Affaires<br />

(Geneva)<br />

n Palau<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Papua New Guinea<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Ruanda<br />

Mr. Benedicto NSHIMIYIMANA, (03.06.2015), Chargé<br />

d‘Affaires (Berlin)<br />

n Samoa<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n São Tomé and Príncipe<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Senegal<br />

Mr. Chargé d‘Affaires Ibrahima CISSE<br />

(Berlin)<br />

n Seychelles<br />

H.E. Mr. Bernard Francis SHAMLAYE, (16.12.2013)<br />

(Paris)<br />

n Sierra Leone<br />

H.E. Mr. Jongopie Siaka STEVENS, (11.01.2010)<br />

(Berlin)<br />

n Singapore<br />

H.E. Mr. Kok Leng SOO, (16.04.2007)<br />

(Singapore)<br />

n Solomon Islands<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Somalia<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n St. Kitts and Nevis<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n St. Lucia<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n St. Vincent and the Grenadines<br />

Minister Counsellor Ms. Anne MORRIS, (27.12.2005)<br />

(London)<br />

n South Sudan<br />

H.E. Ms. Sitona Abdalla OSMAN, (23.02.<strong>2016</strong>)<br />

(Berlin)<br />

n Suriname<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Swaziland<br />

Counsellor Chargé d‘Affaires Mr. Almon Mahlaba MAMBA<br />

(Geneva)<br />

n Tanzania<br />

H.E. Mr. Philip Sang‘ka MARMO, (03.12.2014)<br />

(Berlin)<br />

n Timor-Leste<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Togo<br />

H.E. Prof. Kwami Christophe DIKENOU<br />

(Berlin)<br />

n Tonga<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Trinidad and Tobago<br />

First Secretary Ms. Simone YOUNG, (15.02.2008)<br />

(Geneva)<br />

n Tuvalu<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Uganda<br />

H.E. Mr. Marcel Robert TIBALEKA, (17.03.2015)<br />

(Berlin)<br />

n Vanuatu<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Zambia<br />

H.E. Mr. Bwalya Stanley Kasonde CHITI, (16.01.2014)<br />

(Berlin)<br />

n Zimbabwe<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

74 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

Rot-Weiß-Rot in aller Welt<br />

Österreichische bilaterale diplomatische Vertretungen im Ausland<br />

Österreich pflegt diplomatische Beziehungen mit 194 Staaten<br />

und hat Botschaften, Generalkonsulate und Kulturforen in<br />

80 Ländern der Welt. <strong>SOCIETY</strong> präsentiert exklusiv alle<br />

Leiterinnen und Leiter der im Ausland befindlichen bilateralen<br />

österreichischen Vertretungen.<br />

Redaktion: <strong>SOCIETY</strong><br />

ÄGYPTEN • BOTSCHAFT<br />

ARGENTINIEN • BOTSCHAFT<br />

AUSTRALIEN • BOTSCHAFT<br />

Georg Stillfried<br />

Ägypten, Sudan, Eritrea<br />

El Nile Street/Corner 5, Wissa Wassef Street, 5th Floor,<br />

Riyadth-Tower, Giza, 11111 Kairo<br />

Tel. (+20/2) 3570 29 75<br />

kairo-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/kairo<br />

Karin Proidl<br />

Argentinien, Paraguay, Uruguay<br />

Calle French 3671, 1425 Buenos Aires<br />

Tel. (+54/11) 4809 5800<br />

buenos-aires-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/buenosaires<br />

Helmut Böck<br />

Australien, Fidschi, Kiribati, Marshallinseln,<br />

Mikronesien - Föderierte Staaten<br />

von, Nauru, Neuseeland, Papua-Neuguinea,<br />

Salomonen, Samoa, Tuvalu, Tonga,<br />

Vanuatu<br />

12 Talbot Street, Forrest, ACT 2603<br />

Tel. (+61/2) 6295 1533<br />

canberra-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/canberra<br />

ÄGYPTEN • KULTURFORUM<br />

ARMENIEN • BMEIA<br />

BELARUS • BOTSCHAFT<br />

Ulrike Nguyen<br />

Alois Kraut<br />

Armenien (mit Sitz in Wien)<br />

Bayerl Bernd Alexander<br />

Armenien (mit Sitz in Wien)<br />

El Nile Street/Corner 5, Wissa Wassef Street, 5th Floor,<br />

Riyadth-Tower, Giza, 11111 Kairo<br />

Tel. (+20/2) 3570 29 75<br />

kairo-ob@bmeia.gv.at<br />

www.acfc.cc<br />

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien<br />

Tel. (+43/5) 01150-3324<br />

suedkaukasien@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/armenien<br />

Delegation of the European Union to<br />

Belarus 34A Engelsa Str., 7 th Floor, Minsk<br />

220030, Belarus<br />

Tel. (+375 / 17) 289 94 24<br />

minsk-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/oeb-minsk<br />

ALBANIEN • BOTSCHAFT<br />

ASERBAIDSCHAN • BOTSCHAFT<br />

BELGIEN • BOTSCHAFT<br />

Dr. Johann Sattler<br />

Albanien<br />

Axel Wech<br />

Aserbaidschan, Georgien<br />

Jürgen Meindl<br />

Belgien<br />

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin)<br />

Rruga Xibrakeve 4, Tirana, Albanien<br />

Tel. (+355/4) 22 74 855<br />

tirana-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tirana<br />

ALGERIEN • BOTSCHAFT<br />

Franziska Honsowitz-Friessnigg<br />

Algerien, Niger<br />

17, Chemin Abdel kader Gadouche, 16035<br />

Hydra<br />

Tel. (+213/21) 69 10 86<br />

algier-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/algier<br />

Landmark III, 7. Stock, Nizami Str. 90A,<br />

AZ-1010 Baku<br />

Tel. (+994) 12 465 99 33<br />

baku-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/baku<br />

ÄTHIOPIEN • BOTSCHAFT<br />

Andreas Melan<br />

Äthiopien, Dschibuti, Kongo, Uganda,<br />

Südsudan<br />

N. Silk Lafto Kifle Ketema Kebele 04<br />

H.No. 535, Addis Abeba<br />

Tel. (+251/11) 371 25 80<br />

addis-abeba-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/addisabeba<br />

Place du Champ de Mars 5, bte 5,<br />

B-1050 Brüssel<br />

Tel. (+32/2) 2890-700<br />

bruessel-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/bruessel<br />

BELGIEN • KULTURFORUM<br />

Marina Chrystoph<br />

Place du Champ de Mars 5, bte 5, B-1050 Brüssel<br />

Tel. (+32/2) 2890-700<br />

bruessel-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austrocult.be<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 75


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

BOSNIEN UND HERZEGOWINA •<br />

BOTSCHAFT<br />

Martin <strong>SOCIETY</strong> Pammer 2_2015 | 76<br />

Bosnien und Herzegowina<br />

CHINA • GENERALKONSULAT<br />

Silvia Neureiter<br />

ESTLAND • BOTSCHAFT<br />

Doris Danler<br />

Estland<br />

Dzidzikovac 7, BiH-71000 Sarajewo<br />

Tel. (+387/33) 279 400<br />

sarajewo-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/sarajewo<br />

Qi Hua Tower, 3rd floor No. 3A, 1375 Huai<br />

Hai Road, Shanghai 200031<br />

Tel. (+86/21) 647 40 268<br />

shanghai-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/shanghaigk<br />

Vambola 6, 5. Stock, EE-10114 Tallinn<br />

Tel. (+372) 627 87 40<br />

tallinn-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tallinn<br />

BRASILIEN • BOTSCHAFT<br />

Marianne Feldmann<br />

Brasilien, Suriname<br />

CHINA • KULTURFORUM<br />

Arnold Obermayr<br />

FINNLAND • BOTSCHAFT<br />

Elisabeth Kehrer<br />

Finnland<br />

SES (Setor de Embaixadas Sul), Av. das<br />

Nacoes, Quadra 811 - Lote 40, 70426-900<br />

Brasilia DF<br />

Tel. (+55/61) 3443 3421<br />

brasilia-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/brasilia<br />

BULGARIEN • BOTSCHAFT<br />

Roland Hauser<br />

Bulgarien<br />

Qijiayuan Compound 7-4-33, 100600<br />

Peking<br />

Tel. (+86/10) 653 29 269<br />

peking-kf@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/pekingkf<br />

DÄNEMARK • BOTSCHAFT<br />

Ernst-Peter Brezovszky<br />

Dänemark, Island<br />

Unioninkatu 22, 00130 Helsinki<br />

Tel. (+358/9) 68 18 60-0<br />

helsinki-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/helsinki<br />

FRANKREICH • BOTSCHAFT<br />

Ursula Plassnik<br />

Frankreich, Monaco<br />

Boulevard Zar Oswoboditel 13/Ulica<br />

Schipka 4, BG-1000 Sofia<br />

Tel. (+359/2) 932 90 32<br />

sofia-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/sofia<br />

CHILE • BOTSCHAFT<br />

Dorothea Auer<br />

Chile<br />

Sölundsvej 1, DK-2100 Kopenhagen<br />

Tel. (+45) 39 29 41 41<br />

kopenhagen-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/kopenhagen<br />

DEUTSCHLAND • BOTSCHAFT<br />

Nikolaus Marschik<br />

Deutschland<br />

6, Rue Fabert, F-75007 Paris<br />

Tel. (+33/1) 40 63 30-63<br />

paris-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/paris<br />

FRANKREICH •<br />

GENERALKONSULAT<br />

Erika Bernhard<br />

Barros Errazuriz 1968, 3 piso, Santiago<br />

de Chile<br />

Tel. (+56/2) 2223 47 74<br />

santiago-de-chile-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/santiagodechile<br />

CHINA • BOTSCHAFT<br />

Irene Giner-Reichl<br />

China, Mongolei<br />

Stauffenbergstraße 1, D-10785 Berlin<br />

Tel. (+49/30) 202 87-0<br />

berlin-ob@bmeia.gv.at<br />

www.oesterreichische-botschaft.de<br />

DEUTSCHLAND •<br />

GENERALKONSULAT<br />

Helmut Koller<br />

29, Avenue de la Paix, F-67000<br />

Strassburg<br />

Tel. (+33) 388 35 13 94<br />

strassburg-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/strassburggk<br />

FRANKREICH • KULTURFORUM<br />

Mario Vielgrader<br />

Jian Guo Men Wai, Xiu Shui Nan Jie 5,<br />

100600 Peking<br />

Tel. (+86/10) 653 29 869<br />

peking-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/peking<br />

CHINA • GENERALKONSULAT<br />

Claudia Reinprecht<br />

Ismaninger Straße 136, D-81675 München<br />

Tel. (+49/89) 99 815-0<br />

muenchen-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/muenchen<br />

DEUTSCHLAND • KULTURFORUM<br />

Georg Locher<br />

17, avenue de Villars, F-75007 Paris<br />

Tel. (+33/1) 47 05 27 10<br />

paris-kf@bmeia.gv.at<br />

www.fca-fr.com<br />

GRIECHENLAND • BOTSCHAFT<br />

Andrea Ikic-Böhm<br />

Griechenland<br />

2201 Chinachem Tower, 34-37 Connaught<br />

Road, Central Hongkong<br />

Tel. (+852) 2522 80 86<br />

hongkong-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/hongkong<br />

Stauffenbergstraße 1, D-10785 Berlin<br />

Tel. (+49/30) 202 87-0<br />

berlin-kf@bmeia.gv.at<br />

www.kulturforumberlin.at<br />

4, Vass. Sofias, GR-10674 Athen<br />

Tel. (+30/210) 725 72-70<br />

athen-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/athen<br />

76 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

HEILIGER STUHL • BOTSCHAFT<br />

IRLAND • BOTSCHAFT<br />

ITALIEN • KULTURFORUM<br />

Alfons Kloss<br />

Heiliger Stuhl, Malteser Ritterorden,<br />

San Marino<br />

Thomas Nader<br />

Irland<br />

Herbert Jäger<br />

Via Reno 9, I-00198 Rom<br />

Tel. (+39) 06 853 725<br />

vatikan-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/heiligerstuhl<br />

15, Ailesbury Court Apartments, 93, Ailesbury Road, Dublin 4<br />

Tel. (+353/1) 269 45 77<br />

dublin-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/dublin<br />

Piazza del Liberty 8/4, I-20121 Mailand<br />

Tel. (+39) 02 78 37 41<br />

mailand-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austriacult.milano.it<br />

INDIEN • BOTSCHAFT<br />

ISRAEL • BOTSCHAFT<br />

JAPAN • BOTSCHAFT<br />

Bernhard Wrabetz<br />

Indien, Bangladesch, Bhutan, Malediven,<br />

Nepal, Sri Lanka<br />

Martin Weiss<br />

Israel<br />

Bernhard Zimburg<br />

Japan<br />

Ep-13, Chandragupta Marg, Chanakyapuri,<br />

New Delhi 110 021<br />

Tel. (+91/11) 24 19 27-00<br />

new-delhi-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/newdelhi<br />

Abba Hillel Silver Street 12, Sason Hogi<br />

Tower<br />

Tel. (+972) 3 612 0924<br />

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/telaviv<br />

1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku, Tokyo<br />

106-0046<br />

Tel. (+81/3) 34 51 82 81<br />

tokio-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tokio<br />

INDIEN • KULTURFORUM<br />

ISRAEL • KULTURFORUM<br />

JAPAN • KULTURFORUM<br />

Michael Heinz<br />

Johannes Strasser<br />

Konstantin Saupe<br />

Ep-13, Chandragupta Marg, Chanakyapuri,<br />

New Delhi 110 021<br />

Tel. (+91/11) 24 19 27-00<br />

new-delhi-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austrianculture.in<br />

Abba Hillel Silver Street 12,<br />

Sason Hogi Tower<br />

Tel. (+972/3) 612 0924<br />

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/telavivkf<br />

1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku, Tokyo 106-0046<br />

Tel. (+81/3) 34 51 82 81<br />

tokio-ob@bmeia.gv.at<br />

INDONESIEN • BOTSCHAFT<br />

ITALIEN • BOTSCHAFT<br />

JORDANIEN • BOTSCHAFT<br />

Andreas Karabaczek<br />

Indonesien, Singapur, Timor-Leste<br />

René Pollitzer<br />

Italien<br />

Michael Desser<br />

Jordanien, Irak<br />

Jalan Diponegoro 44, Menteng<br />

Tel. (+62/21) 23 55 40 05<br />

jakarta-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/jakarta<br />

Via Pergolesi 3, I-00198 Rom<br />

Tel. (+39) 06 844 014-1<br />

rom-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/rom<br />

Mithqal Al-Fayez Street 36, Jabal Amman<br />

Tel. (+962/6) 460 11 01<br />

amman-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/amman<br />

Fotos: Privat, BMEIA, Dolomiten (Italien Mailand), Katsuhiro Ichikawa (Japan)<br />

IRAN • BOTSCHAFT<br />

Friedrich Stift<br />

Iran<br />

Bahonarstr., Moghaddasi Str., Zamani<br />

Str., Mirvali, Nr. 6 und 8, Teheran,<br />

Niavaran, 19796-33755<br />

Tel. (+98/21) 22 75 00 40<br />

teheran-ob@bmeia.gv.at<br />

www.bmeia.gv.at/teheran<br />

IRAN • KULTURFORUM<br />

Gabriele Juen<br />

Khorramshahr Ave., Arabali Street, 6th<br />

Alley, Nr. 1, 15548-17413 Teheran<br />

Tel. (+98/21) 88 76 48 23<br />

teheran-kf@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/teherankf<br />

ITALIEN • KULTURFORUM<br />

Elke Atzler<br />

Viale Bruno Buozzi 113, I-00197 Rom<br />

Tel. (+39) 06 360837-1<br />

rom-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austriacult.roma.it<br />

ITALIEN • GENERALKONSULAT<br />

Wolfgang Spadinger<br />

Piazza del Liberty 8/4, I-20121 Mailand<br />

Tel. (+39) 02 78 37 43<br />

mailand-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/mailandgk<br />

KANADA • BOTSCHAFT<br />

Arno Riedel<br />

Kanada, Jamaika<br />

445 Wilbrod Street, Ottawa, Ontario<br />

K1N 6M7<br />

Tel. (+1/613) 789 14 44<br />

ottawa-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/ottawa<br />

KANADA • KULTURFORUM<br />

Bernhard Faustenhammer<br />

445 Wilbrod Street, Ottawa, Ontario K1N 6M7<br />

Tel. (+1/613) 789 14 44<br />

ottawa-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austro.org<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 77


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

KASACHSTAN • BOTSCHAFT<br />

KROATIEN • KULTURFORUM<br />

LIECHTENSTEIN • BMEIA<br />

Wolfgang Banyai<br />

Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan,<br />

Turkmenistan<br />

Susanne Ranetzky<br />

Maria Rotheiser-Scotti<br />

Liechtenstein<br />

Kosmonavtov Strasse 62, 9. Stock, Mikrodistrikt<br />

Chubary, 010000 Astana<br />

Tel. (+7/7172) 97 78 69<br />

astana-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/astana<br />

Gunduliceva 3, HR-10000 Zagreb<br />

Tel. (+385/1) 488 12 50<br />

agram-kf@bmeia.gv.at<br />

www.kulturforum-zagreb.org<br />

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien<br />

KATAR • BOTSCHAFT<br />

Sieglinde Fedele di Catrano<br />

Katar<br />

KUBA • BOTSCHAFT<br />

Gerlinde Paschinger<br />

Kuba<br />

LITAUEN • BOTSCHAFT<br />

Johann Spitzer<br />

Litauen<br />

Palm Tower B, level 33, West Bay, Doha<br />

Tel. (+974) 442 155 41<br />

doha-ob@bmeia.gv.at<br />

Avenida 5ta A No. 6617, esq. a calle 70,<br />

Miramar, Havanna<br />

Tel. (+53/7) 204 28 25<br />

havanna-ob@bmeia.gv.at<br />

Gaono 6, LT-01131 Vilnius<br />

Tel. (+370/5) 266 05 80<br />

wilna-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/wilna<br />

KENIA • BOTSCHAFT<br />

Harald Günther<br />

Kenia, Burundi, Komoren, Kongo -<br />

Demokratische Republik, Ruanda, Seychellen,<br />

Tansania - Vereinigte Republik,<br />

Somalia, Sambia, Malawi<br />

Limuru Road 536, Muthaiga (gegenüber<br />

Muthaiga Mini Market), Nairobi<br />

Tel. (+254/20) 406 00 22<br />

nairobi-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/nairobi<br />

KUWAIT • BOTSCHAFT<br />

Ulrich Frank<br />

Kuwait, Bahrain<br />

Daiyah, Area Ahmed Shawki Street,<br />

house Nr. 10, Kuwait<br />

Tel. (+965) 225 52 532<br />

kuwait-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/kuwait<br />

LUXEMBURG • BOTSCHAFT<br />

Gregor Schusterschitz<br />

Luxemburg<br />

3, rue des bains, 1212 Luxemburg<br />

Tel. (+352) 47 11 88<br />

luxemburg-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/luxemburg<br />

KOREA - REPUBLIK • BOTSCHAFT<br />

Elisabeth Bertagnoli<br />

Korea - Republik, Korea - Demokratische<br />

Volksrepublik<br />

LETTLAND • BOTSCHAFT<br />

Arad Benkö<br />

Lettland<br />

MALAYSIA • BOTSCHAFT<br />

Christophe Ceska<br />

Malaysia, Brunei Darussalam<br />

Kyobo Bldg., 21 Floor, Sejongdearo 166<br />

Jongno-gu, Seoul 110-714 Republic of<br />

Korea<br />

Tel. (+82/2) 73 29 071<br />

seoul-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/seoul<br />

Elizabetes iela 15-4°, LV-1010 Riga<br />

Tel. (+37/1) 672 161 25<br />

riga-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/riga<br />

Suite 10.1-2, Level 10, Wisma Goldhill, 67,<br />

Jalan Raja Chulan, 50200 Kuala Lumpur<br />

Tel. (+60/3) 205 700 20<br />

kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/kualalumpur<br />

KOSOVO • BOTSCHAFT<br />

LIBANON • BOTSCHAFT<br />

MAROKKO • BOTSCHAFT<br />

Gernot Pfandler<br />

Kosovo<br />

Ursula Fahringer<br />

Libanon<br />

Anton Kozusnik<br />

Marokko, Mauretanien<br />

Ahmet Krasniqi 22, Arberia (Dragodan) I, 10000 Pristina<br />

Tel. (+381/38) 24 92 84<br />

pristina-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/pristina<br />

Tabaris 812 Bldg., 8 th floor, Avenue<br />

Charles Malek, Tabaris - Achrafieh, Beirut<br />

2071-1606<br />

Tel. (+961/1) 21 73 60<br />

beirut-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/beirut<br />

2 Zankat Tiddas, Rabat<br />

Tel. (+212/537) 76 40 03<br />

rabat-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/rabat<br />

KROATIEN • BOTSCHAFT<br />

LIBYEN • BOTSCHAFT<br />

MAZEDONIEN • BOTSCHAFT<br />

Andreas Wiedenhoff<br />

Kroatien<br />

Ronald Sturm<br />

Libyen<br />

Renate Kobler<br />

Mazedonien<br />

Radnicka cesta 80, 9. Stock, (Zagreb-Tower), HR-10000 Zagreb<br />

Tel. (+385/1) 488 10 50<br />

agram-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/agram<br />

Shara Khalid Ben Walid/Shara Arismondi,<br />

Dahra Area, Garden City, Tripolis<br />

Tel. (+218/21) 44 43 379<br />

tripolis-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tripolis<br />

Mile Popjordanov 8, MK-1000 Skopje<br />

Tel. (+389/2) 3083 400<br />

skopje-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/skopje<br />

Fotos: Privat, BMEIA<br />

78 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

MEXIKO • BOTSCHAFT<br />

PAKISTAN • BOTSCHAFT<br />

RUMÄNIEN • BOTSCHAFT<br />

Eva Hager<br />

Mexiko, Belize, Costa Rica, El Salvador,<br />

Guatemala, Honduras, Nicaragua,<br />

Panama<br />

Brigitta Blaha<br />

Pakistan, Afghanistan<br />

Gerhard Reiweger<br />

Rumänien, Moldau<br />

Sierra Tarahumara 420, Colonia Lomas<br />

de Chapultepec, 11000 Mexico, D.F.<br />

Tel. (+52/55) 52 51 08 06<br />

mexiko-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/mexiko<br />

Haus 7A, Straße 21, F 8/2 Islamabad<br />

Tel. (+92/51) 2818 421<br />

islamabad-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/islamabad<br />

Dumbrava Rosie 7, RO-020461 Bukarest<br />

Tel. (+40/21) 201 56 12<br />

bukarest-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/bukarest<br />

MEXIKO • KULTURFORUM<br />

PERU • BOTSCHAFT<br />

RUMÄNIEN • KULTURFORUM<br />

Susanne Hammer<br />

Andreas Rendl<br />

Peru, Bolivien, Kolumbien, Ecuador<br />

Elisabeth Marinkovic<br />

Sierra Tarahumara 420, Colonia Lomas<br />

de Chapultepec, 11000 Mexico D.F.<br />

Tel. (+52/55) 52 51 08 06<br />

mexiko-kf@bmeia.gv.at<br />

www.foroculturaldeaustria.com.mx<br />

Edificio "De las Naciones", Avenida Republica<br />

de Colombia/ex Avenida Central<br />

643, piso 5, San Isidro, Lima 27<br />

Tel. (+51/1) 442 05 03<br />

lima-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/lima<br />

Dumbrava Rosie 7, RO-020461 Bukarest<br />

Tel. (+40/21) 201 56 21<br />

bukarest-kf@bmeia.gv.at<br />

MONTENEGRO • BOTSCHAFT<br />

Johann Fröhlich<br />

Montenegro<br />

PHILIPPINEN • BOTSCHAFT<br />

Josef Müllner<br />

Philippinen, Palau<br />

RUSSISCHE FÖDERATION •<br />

BOTSCHAFT<br />

Emil Brix<br />

Russische Föderation, Belarus<br />

Ulica Svetlane Kane Radevic br 3, MNE-<br />

81000 Podgorica<br />

Tel. (+382/20) 201135<br />

podgorica-ob@bmeia.gv.at<br />

4th Floor, Prince-Building, 117 Thailand<br />

Street (former Rada St.) Legaspi Village,<br />

Makati, Metro Manila<br />

Tel. (+63/2) 817 91 91<br />

manila-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/manila<br />

Starokonjuschennyi Per 1, 119034 Moskau<br />

Tel. (+7/495) 780 60 66<br />

moskau-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/moskau<br />

NIEDERLANDE • BOTSCHAFT<br />

Werner Druml<br />

Niederlande<br />

POLEN • BOTSCHAFT<br />

Thomas Buchsbaum<br />

Polen<br />

RUSSISCHE FÖDERATION •<br />

KULTURFORUM<br />

Simon Mraz<br />

van Alkemadelaan 342, 2597 AS Den<br />

Haag<br />

Tel. (+31/70) 324 54 70<br />

den-haag-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/denhaag<br />

ul Gagarina 34, 00-748 Warschau<br />

Tel. (+48/22) 841 00 81<br />

warschau-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/warschau<br />

Starokonjuschennyi Per 1, 119034 Moskau<br />

Tel. (+7/495) 780 60 66<br />

moskau-kf@bmeia.gv.at<br />

www.akfmo.org<br />

NIGERIA • BOTSCHAFT<br />

POLEN • KULTURFORUM<br />

SAUDI ARABIEN • BOTSCHAFT<br />

Fotos: Privat, BMEIA, Daniel Bachler und Teresa Marenzi (KF Moskau)<br />

Joachim Öppinger<br />

Nigeria, Äquatorialguinea, Kamerun,<br />

Gabun, Tschad, Zentralafrikanische<br />

Republik, São Tomé und Príncipe, Benin,<br />

Togo, Ghana<br />

Plot 9, Usuma Street, Maitama - Abuja<br />

abuja-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/abuja<br />

NORWEGEN • BOTSCHAFT<br />

Thomas Wunderbaldinger<br />

Norwegen<br />

Thomas Heftyes Gate 19 - 21, N-0244<br />

Oslo<br />

Tel. (+47) 22 54 02-00<br />

oslo-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/oslo<br />

Martin Meisel<br />

Polen<br />

Ul. Prozna 7-9, 00-107 Warschau<br />

Tel. (+48/22) 526 88-00<br />

warschau-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austria.org.pl<br />

PORTUGAL • BOTSCHAFT<br />

Thomas Stelzer<br />

Portugal, Kap Verde<br />

Avenida Infante Santo, Nr. 43/4.Stock,<br />

1399-046 Lissabon<br />

Tel. (+351/21) 394 39-00<br />

lissabon-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/lissabon<br />

Gregor Kössler<br />

Saudi Arabien, Oman, Jemen<br />

Diplomatic Quarter Riyadh<br />

Tel. (+966/1) 1 480 12 17<br />

riyadh-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/riyadh<br />

SCHWEDEN • BOTSCHAFT<br />

Arthur Winkler-Hermaden<br />

Schweden<br />

Kommendörsgatan 35/V, S-114 58<br />

Stockholm<br />

Tel. (+46/8) 665 17 70<br />

stockholm-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/stockholm<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 79


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

SCHWEIZ • BOTSCHAFT<br />

SLOWAKEI • KULTURFORUM<br />

SYRIEN • BOTSCHAFT<br />

(derzeit unbesetzt)<br />

Schweiz<br />

Wilhelm Pfeistlinger<br />

Isabel Rauscher<br />

Syrien<br />

Kirchenfeldstrasse 77/79, CH-3005 Bern<br />

Tel. (+41/31) 3565-252<br />

bern-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/bern<br />

Hodzovo námestie 1/A, 81106 Bratislava<br />

Tel. (+421/2) 59 30 15-00<br />

pressburg-kf@bmeia.gv.at<br />

www.rakuskekulturneforum.sk<br />

Farabi Street 1, Bld. Mohamed Naim Al-<br />

Deker, Mezzeh, East Villas, Damascus<br />

Tel. (+963/11) 588 056<br />

damaskus-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/damaskus<br />

SCHWEIZ • KULTURFORUM<br />

SLOWENIEN • BOTSCHAFT<br />

THAILAND • BOTSCHAFT<br />

Martina Hermann<br />

Clemens Koja<br />

Slowenien<br />

Enno Drofenik<br />

Thailand, Kambodscha, Laos, Myanmar<br />

bern-ob@bmeia.gv.at<br />

Kirchenfeldstrasse 77/79, CH-3005 Bern<br />

Tel. (+41/31) 3565-252<br />

Presernova cesta 23, SI-1000 Ljubljana<br />

Tel. (+386/1) 479 07 00<br />

laibach-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/laibach<br />

Q House Lumpini Building, Unit 1801,<br />

18th Floor No.1 South Sathorn Road,<br />

Thungmahamek, Sathorn, Bangkok<br />

Tel. (+66/2) 105 67 00<br />

bangkok-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/bangkok<br />

SENEGAL • BOTSCHAFT<br />

Caroline Gudenus<br />

Senegal, Gambia, Guinea, Guinea-<br />

Bissau, Mali, Burkina Faso, Côte d'Ivoire,<br />

Liberia, Sierra Leone<br />

SLOWENIEN • KULTURFORUM<br />

Marie-Therese Hermges<br />

TSCHECHISCHE REPUBLIK •<br />

BOTSCHAFT<br />

Alexander Grubmayr<br />

Tschechische Republik<br />

18, rue Emile Zola, Dakar<br />

Tel. (+221) 33 849 40 00<br />

dakar-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/dakar<br />

Presernova cesta 23, SI-1000 Ljubljana<br />

Tel. (+386/1) 479 07 41<br />

laibach-kf@bmeia.gv.at<br />

www.kulturforum-ljubljana.si<br />

Viktora Huga 10, CZ-15115 Prag 5<br />

Tel. (+420) 257 09 05-11<br />

prag-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/prag<br />

SERBIEN • BOTSCHAFT<br />

Johannes Eigner<br />

Serbien<br />

SPANIEN • BOTSCHAFT<br />

Peter Huber<br />

TSCHECHISCHE REPUBLIK •<br />

KULTURFORUM<br />

Natascha Grilj<br />

Kneza Sime Markovica 2, SRB-11000<br />

Belgrad<br />

Tel. (+381/11) 333 65-00<br />

belgrad-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/belgrad<br />

Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid<br />

Tel. (+34) 91 55 65 315<br />

madrid-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/madrid<br />

Jungmannovo namesti 18, CZ-11000<br />

Prag 1<br />

Tel. (+420) 221 181 7-77<br />

prag-kf@bmeia.gv.at<br />

www.rkfpraha.cz<br />

SERBIEN • KULTURFORUM<br />

SPANIEN • KULTURFORUM<br />

TUNESIEN • BOTSCHAFT<br />

Johannes Irschik<br />

Karin Kosina<br />

Gerhard Weinberger<br />

Tunesien<br />

belgrad-kf@bmeia.gv.at<br />

Kneza Sime Markovica 2, SRB-11000<br />

Belgrad<br />

Tel. (+381/11) 333 65-00<br />

Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid<br />

Tel. (+34) 91 55 65 315<br />

madrid-kf@bmeia.gv.at<br />

www.foroculturaldeaustria.org<br />

16, Rue Ibn Hamdiss El Menzah I, 1004<br />

Tunis<br />

Tel. (+216/71) 23 90 38<br />

tunis-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tunis<br />

SLOWAKEI • BOTSCHAFT<br />

SÜDAFRIKA • BOTSCHAFT<br />

TÜRKEI • BOTSCHAFT<br />

Helfried Carl<br />

Slowakei<br />

Hodzovo námestie 1/A, 81106 Bratislava<br />

Tel. (+421/2) 59 30 15-00<br />

pressburg-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/pressburg<br />

Brigitte Öppinger-Walchshofer<br />

Südafrika, Angola, Botsuana, Lesotho,<br />

Madagaskar, Mauritius, Mosambik,<br />

Namibia, Simbabwe, Swasiland<br />

454A Fehrsen Street, Brooklyn,<br />

Pretoria 0181<br />

Tel. (+27/12) 45 29 155<br />

pretoria-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/pretoria<br />

Klaus Wölfer<br />

Türkei<br />

Atatürk Bulvari 189, 06680 Ankara<br />

Tel. (+90/312) 405 51 90<br />

ankara-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/ankara<br />

Fotos: Privat, BMEIA<br />

80 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

TÜRKEI •<br />

GENERALKONSULAT<br />

Christine Wendl<br />

USBEKISTAN • BMEIA<br />

Alois Kraut<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • KULTURFORUM<br />

Christine Moser<br />

Köybasi cad. No. 46, 34464 Yeniköy,<br />

Istanbul<br />

Tel. (+90/212) 363 84 10<br />

istanbul-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/istanbulgk<br />

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien<br />

Tel. (+43/5) 01150-3324<br />

zentralasien-suedkaukasien@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/usbekistan<br />

11 East 52nd Street, New York, N.Y. 10022<br />

Tel. (+1/212) 319 5300<br />

new-york-kf@bmeia.gv.at<br />

www.acfny.org<br />

TÜRKEI • KULTURFORUM<br />

Romana Königsbrun<br />

Köybasi cad. No. 44, 34464 Yeniköy,<br />

Istanbul<br />

Tel. (+90/212) 363 84 15<br />

istanbul-kf@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/istanbulkf<br />

VENEZUELA • BOTSCHAFT<br />

Gerhard Mayer<br />

Venezuela, Antigua und Barbuda, Barbados, Dominica,<br />

Dominikanische Republik, Grenada, Guyana, Haiti, St. Kitts<br />

und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad<br />

und Tobago<br />

Avenida Orinoco (entre Mucuchíes y Perijá), Las Mercedes,<br />

Torre D & D - Piso PT - Oficina PT-N, 1060 Caracas<br />

Tel. (+58/212) 999 12 11<br />

caracas-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/caracas<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • GENERALKONSULAT<br />

Ulrike Ritzinger<br />

11859 Wilshire Boulevard, Suite 501, Los<br />

Angeles, California 90025<br />

Tel. (+1/310) 44 49 310<br />

los-angeles-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/losangeles<br />

UKRAINE • BOTSCHAFT<br />

Hermine Poppeller<br />

Ukraine<br />

VEREINIGTE ARABISCHE<br />

EMIRATE • BOTSCHAFT<br />

Peter Elsner-Mackay<br />

Vereinigte Arabische Emirate<br />

VEREINIGTES KÖNIGREICH •<br />

BOTSCHAFT<br />

Martin Eichtinger<br />

Großbritannien und Nordirland, Kanalinseln,<br />

Isle of Man<br />

Ivana Franka 33, 01030 Kiew<br />

Tel. (+380/44) 277 27 90<br />

kiew-ob@bmeia.gv.at<br />

www.bmeia.gv.at/kiew<br />

Sky Tower, 5. Stock, Büro Nr. 504, Reem<br />

Island, Abu Dhabi<br />

Tel. (+971/2) 69 44 999<br />

abu-dhabi-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/abudhabi<br />

18, Belgrave Mews West, London SW1X<br />

8HU<br />

Tel. (+44/20) 7344 3250<br />

london-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/london<br />

UKRAINE • KULTURFORUM<br />

Stephanie Karner<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • BOTSCHAFT<br />

Wolfgang Waldner<br />

Vereinigte Staaten, Bahamas<br />

VEREINIGTES KÖNIGREICH •<br />

KULTURFORUM<br />

Elisabeth Kögler<br />

Ivana Franka 33, 01030 Kiew<br />

Tel. (+380/44) 277 27 90<br />

kiew-ob@bmeia.gv.at<br />

3524 International Court N.W., Washington<br />

D.C. 20008<br />

Tel. (+1/202) 895 67 00<br />

washington-ob@bmeia.gv.at<br />

www.austria.org<br />

28, Rutland Gate, London SW7 1PQ<br />

Tel. (+44/20) 7225 73-00<br />

london-kf@bmeia.gv.at<br />

www.acflondon.org<br />

UNGARN • BOTSCHAFT<br />

Ralph Scheide<br />

Ungarn<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • KULTURFORUM<br />

Andreas Pawlitschek<br />

VIETNAM • BOTSCHAFT<br />

Thomas Loidl<br />

Vietnam<br />

Benczúr utca 16, 1068 Budapest<br />

Tel. (+36/1) 479 70-10<br />

budapest-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/budapest<br />

3524 International Court N.W., Washington<br />

D.C. 20008<br />

Tel. (+1/202) 895 67 00<br />

washington-kf@bmeia.gv.at<br />

www.acfdc.org<br />

c/o "Prime Center", 53, Quang Trung, 8.<br />

Stock, Hai Ba Trung District, Hanoi, VN<br />

Tel. (+84/4) 3943 3050-3<br />

hanoi-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/hanoi<br />

UNGARN • KULTURFORUM<br />

Susanne Bachfischer<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • GENERALKONSULAT<br />

Georg Heindl<br />

New York, Bermudas<br />

ZYPERN • BOTSCHAFT<br />

Karl Müller<br />

Zypern<br />

Fotos: Privat, BMEIA<br />

Benczúr utca 16, 1068 Budapest<br />

Tel. (+36/1) 413 35-90<br />

budapest-kf@bmeia.gv.at<br />

www.okfbudapest.hu<br />

31 East 69th Street, New York, N.Y. 10021<br />

Tel. (+1/212) 737 6400<br />

new-york-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/newyorkgk<br />

34, Dimosthenous Severi Avenue, 1st<br />

Floor, Office 101, 1687 Nikosia<br />

Tel. (+357) 22 41 01 51<br />

nicosia-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/nikosia<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 81


DIPLOMATIE<br />

NATIONALFEIERTAGE<br />

Nationalfeiertage | Von August bis Okober <strong>2016</strong><br />

der Botschaften mit Amtssitz in Wien<br />

August<br />

1. Schweiz (Schweizerische Eidgenossenschaft)<br />

Bundesfeier (1291)<br />

2. Mazedonien (die ehemalige<br />

jugoslawische Republik Mazedonien<br />

[der<br />

Staat bezeichnet sich selbst als<br />

„Republik Makedonien“])<br />

Nationalfeiertag<br />

6. Bolivien (Plurinationaler Staat<br />

Bolivien)<br />

Jahrestag der Erlangung der<br />

Unabhängigkeit<br />

7. Côte d‘Ivoire (Republik Côte<br />

d‘Ivoire)<br />

Jahrestag der Erlangung der<br />

Unabhängigkeit<br />

15. Indien (Republik Indien)<br />

Tag der Unabhängigkeit<br />

15. Liechtenstein (Fürstentum<br />

Liechtenstein)<br />

Nationalfeiertag<br />

17. Indonesien<br />

(Republik Indonesien)<br />

Jahrestag der Erklärung der<br />

Unabhängigkeit<br />

19. Afghanistan (Islamische<br />

Republik Afghanistan)<br />

Tag der Unabhängigkeit<br />

20. Ungarn (Ungarn)<br />

Jahrestag der Staatsgründung<br />

24. Ukraine (Ukraine)<br />

Nationalfeiertag<br />

25. Uruguay (Republik Östlich des<br />

Uruguay)<br />

Jahrestag der Erlangung der<br />

Unabhängigkeit im Jahre 1825<br />

27. Moldau - Republik (Republik<br />

Moldau)<br />

Jahrestag der Erklärung der<br />

Unabhängigkeit (1991)<br />

31. Kirgisistan (Kirgisische<br />

Republik)<br />

Jahrestag der Erklärung der<br />

Unabhängigkeit (1991)<br />

31. Malaysia (Malaysia)<br />

Jahrestag der Erlangung der<br />

Unabhängigkeit im Jahre 1957<br />

September<br />

1. Slowakei (Slowakische Republik)<br />

Nationalfeiertag: Tag der Verfassung<br />

der Slowakischen Republik<br />

1. Usbekistan (Republik Usbekistan)<br />

Jahrestag der Erklärung der Unabhängigkeit<br />

(1991)<br />

2. Vietnam (Sozialistische Republik<br />

Vietnam)<br />

Jahrestag der Ausrufung der Demokratischen<br />

Republik Vietnam<br />

im Jahre 1945<br />

3. San Marino (Republik San Marino)<br />

Gründung der Republik<br />

7. Brasilien (Föderative Republik<br />

Brasilien)<br />

Jahrestag der Erklärung der Unabhängigkeit<br />

(1822)<br />

8. Andorra (Fürstentum Andorra)<br />

Fest der Landesheiligen Merixtell<br />

8. Mazedonien (die ehemalige<br />

jugoslawische Republik Mazedonien<br />

[der Staat bezeichnet<br />

sich selbst als „Republik Makedonien“])<br />

Unabhängigkeitstag<br />

9. Korea - Demokratische Volksrepublik<br />

(Demokratische Volksrepublik<br />

Korea)<br />

Jahrestag der Gründung im Jahre<br />

1948<br />

9. Tadschikistan (Republik Tadschikistan)<br />

Tag der Unabhängigkeit<br />

15. Costa Rica (Republik Costa<br />

Rica)<br />

Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung<br />

(1821)<br />

15. El Salvador (Republik El Salvador)<br />

Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung<br />

(1821)<br />

15. Guatemala (Republik Guatemala)<br />

Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung<br />

(1821)<br />

16. Mexiko (Vereinigte Mexikanische<br />

Staaten)<br />

Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung<br />

(1810)<br />

17. Angola (Republik Angola)<br />

National Hero Day: Agostinho<br />

Neto‘s Tag<br />

18. Chile (Republik Chile)<br />

Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung<br />

(1810)<br />

21. Armenien (Republik Armenien)<br />

Ausrufung der Unabhängigkeit<br />

21. Belize (Belize)<br />

Nationalfeiertag: Jahrestag der<br />

Unabhängigkeitserklärung – 1981<br />

21. Malta (Republik Malta)<br />

Unabhängigkeitstag (1964)<br />

23. Saudi-Arabien (Königreich<br />

Saudi-Arabien)<br />

Jahrestag der Proklamation des<br />

Königreiches Saudi-Arabien im<br />

Jahre 1932<br />

Oktober<br />

1. China (Volksrepublik China)<br />

Jahrestag der Gründung der<br />

Volksrepublik China (1949)<br />

1. Nigeria (Bundesrepublik Nigeria)<br />

Nationalfeiertag: Jahrestag der<br />

Unabhängigkeit<br />

1. Zypern (Republik Zypern)<br />

Jahrestag der Erklärung der Unabhängigkeit<br />

im Jahre 1960<br />

3. Deutschland (Bundesrepublik<br />

Deutschland)<br />

Tag der Deutschen Einheit<br />

3. Irak (Republik Irak)<br />

Unabhängigkeitstag / Independence<br />

Day<br />

3. Korea - Republik (Republik Korea)<br />

National Foundation Day<br />

12. Spanien (Königreich Spanien)<br />

Gedenktag an die Entdeckung<br />

Amerikas<br />

26. Österreich (Republik Österreich)<br />

Nationalfeiertag<br />

27. Turkmenistan (Turkmenistan)<br />

Tag der Unabhängigkeit: an beiden<br />

Tagen (27. u. 28. Oktober)<br />

28. Griechenland (Hellenische<br />

Republik)<br />

Tag des Widerstandes - OXI Tag<br />

28. Tschechische Republik<br />

(Tschechische Republik)<br />

Unabhängigkeitstag (1918)<br />

29. Türkei (Republik Türkei)<br />

Tag der Republik (1923)<br />

Jahrestag der Erklärung der Unabhängigkeit<br />

(1903)<br />

Nationalfeiertag<br />

82 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

EVENT-HIGHLIGHTS DER DIPLOMATIE<br />

Libanon: Nationalfeiertag<br />

Anlässlich des Nationalfeiertages seines Landes lud Chargé<br />

d‘Affaires a.i. Salim Baddoura zu einem Empfang in die Räumlichkeiten<br />

der Villa Reinheimer in Wien, Währing.<br />

S.E. von Japan Makoto<br />

Taketoshi mit Frau<br />

Hitomi Taketoshi,<br />

Botschafter Mitsuru<br />

Kitano und Frau<br />

Yoshie Kitano<br />

Japan: Geburtstag Seiner<br />

Majestät<br />

Aus Anlass des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers, gaben<br />

sich der Botschafter von Japan Makoto Taketoshi und Frau Hitomi<br />

Taketoshi, sowie der Ständige Vertreter von Japan bei den internationalen<br />

Organisationen Botschafter Mitsuru Kitano und<br />

Frau Yoshie Kitano die Ehre zu einem Empfang in die Residenz<br />

des Botschafters einzuladen.<br />

Chargé d’Affaires Salim Baddoura<br />

mit geschätzter Begleitung<br />

S.E. Arhayudh<br />

Srisramoot bei der<br />

Ansprache<br />

Thailand: Geburtstag des Königs<br />

In die prunkvollen Räumlichkeiten des Kursalon Wien luden<br />

Botschafter S.E. Arthayudh Srisamoot und Gattin Kamoltip anlässlich<br />

des 88. Geburtstags von König Bhumibol Adulyadej. Bei<br />

einem Konzert und original thailändischem Buffet wurde dieses<br />

Jubiläum im Kreise der Mitglieder der internationalen Diplomatie<br />

gefeiert.<br />

H.E. Mehmet Hasan Gögüs,<br />

S.E. Sadiq M. Marafi, S.E.<br />

Abel Adelakun Ayoko,<br />

S.E. Simon Madjuma, S.E.<br />

Hussam Al Husseini<br />

Kuwait: Empfang anlässlich des<br />

55. Jahresfesttages der Unabhängigkeit<br />

und 25. Jahresfesttages<br />

der Befreiung<br />

Anlässlich des 55. Jahresfestes der Unabhängigkeit und 25. Jahresfestes<br />

der Befreiung, lud der Botschafter des Staates Kuwait, S. E.<br />

Sadiq M. Marafi mit seiner Gattin zu einem festlichen Empfang<br />

in das Hotel Imperial. Die zahlreichen Gäste freuten sich dieses<br />

hoch interessante und wichtige Fest des Staates Kuwait mitfeiern<br />

zu dürfen. Das großzügige Buffet und traumhafte Bouquets der<br />

Gärtnerei Doll beeindruckten die prominenten Gäste.<br />

S.E. Arthayudh Srisamoot<br />

mit Gattin<br />

und Botschaftsmitarbeitern<br />

84 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong><br />

S.E. Ghazi Jomaa, S.E. Ali<br />

Khalfan A.K. Al Mansouri,<br />

Kollege aus der UNO, S.E.<br />

Ali El Mhamdi, Kire Ilioski


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

I.E. Frau Priyanee<br />

Wijesekera<br />

S.E. Johannes Konrad Heindl,<br />

S.E. Makoto Taketoshi<br />

Sri Lanka: 68. Nationalfeiertag<br />

Anlässlich des 68. Nationalfeiertages lud Botschafterin I.E. Frau<br />

Priyanee Wijesekera zu einem Empfang in die Botschaft mit anschließendem<br />

Konzert.<br />

Vertreter der Vereinigten<br />

Arabischen Emirate,<br />

Walter Gerbautz<br />

VAE: Nationalfeiertag<br />

Zum 44. Nationalfeiertag luden Botschafter der VEA in Österreich<br />

und Ständiger Vertreter bei der UN und UNIDO, sowie Botschafter<br />

und Ständiger Vertreter der VEA bei IAEA und CTBTO,<br />

zu einem feierlichen Empfang in das Palais Pallavicini.<br />

S.E. Abdelhadi Abdelwahid Alkhajah, S.E.<br />

Hamad Al Kaabi und Kollege<br />

Mag. Gerti Tauchhammer<br />

mit den „Women Ambassadors“<br />

in Wien<br />

Finnland: Women Ambassadors<br />

Die finnische Botschafterin I.E. Anu Laamanen lud zu einem<br />

Brunch der „Women Ambassadors in Wien“ in ihre Residenz.<br />

Ehrengast war Bundesministerin für Gesundheit Dr. Sabine<br />

Oberhauser.<br />

Iran: Nationalfeiertag der<br />

Islamischen Republik Iran<br />

Fotos: Pobaschnig, Pobaschnig, Prochnow, Mikes<br />

S.E. Dr. Ebadollah<br />

Molaei, Dr. Reza Najafi<br />

Aus Anlass des Nationalfeiertages<br />

von Iran luden der<br />

Botschafter, S.E. Dr.<br />

Ebadollah Molaei<br />

und Ständiger Vertreter<br />

bei den Internationalen<br />

Organisationen<br />

in Wien,<br />

Dr. Reza Najafi, zu<br />

einem feierlichen<br />

Empfang in die Residenz<br />

des Botschafters.<br />

Hohe militärische Würdenträger<br />

Gattinen der Diplomaten<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 85


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

Hermann Kroiher, S.E. Roland<br />

Bimo , I.E. Loreta Zakareviciene,<br />

Giedrius Cekuolis und Kollege<br />

Litauen: Tag der Unabhängigkeit<br />

Aus Anlass des Tages der Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit,<br />

luden die Botschafterin der Republik Litauen, I.E.<br />

Loreta ZakareviČiene und der Ständige Vertreter der Republik<br />

Litauen bei den Internationalen Organisationen in Wien, Giedrius<br />

Čekuolis, zu einem Empfang in den Festsaal der diplomatischen<br />

Akademie in Wien.<br />

S.E. Pero Janković, S.E. Vuk Žugić mit Gästen in serbischer Tracht<br />

Serbien: Nationalfeiertag der<br />

Republik Serbien<br />

Kire Ilioski mit<br />

Begleitung<br />

Herr Botschafter, S.E.<br />

Pero Janković und Ständiger<br />

Vertreter bei der OSZE<br />

und anderen internationalen<br />

Organisationen in<br />

Wien, S.E. Vuk Žugić luden<br />

zum Nationalfeiertag<br />

der Republik Serbien in<br />

die Diplomatische Akademie<br />

ein.<br />

Rustamdjan Khakimov, S.E.<br />

Ismatullo Nasredinov mit<br />

Gattin,Mag. Gerti Tauchhammer,<br />

S.E. Vladimir Voronkov,<br />

Alexander Kukashevitch<br />

Russland: Tag des<br />

Vaterlandsverteidigers<br />

Die ständigen Vertreter der Russischen Föderation bei den Internationalen<br />

Organisationen in Wien, S.E. Botschafter Vladimir<br />

Voronkov, und bei der OSZE, Botschafter Alexander Lukashevitch,<br />

sowie der Botschafter der Russischen Föderation in<br />

Österreich, S.E. Dimitrij Ljubinskij, luden anlässlich des Tages<br />

des Vaterlandverteidigers zu<br />

Kranzniederlegungen bei den<br />

Grabstätten der gefallenen Soldaten<br />

der Roten Armee auf dem<br />

Zentralfriedhof und beim Denkmal<br />

der für die Befreiung Wiens<br />

gefallenen russischen Soldaten<br />

am Schwarzenbergplatz.<br />

S.E. Dimitrij Ljubinskij, Botschafter<br />

Alexander Lukashevitch,<br />

Botschafter Vladimir Voronkov<br />

Bangladesch: Ein Land der kulturellen<br />

Vielfalt<br />

Der Botschafter und Ständiger Vertreter der Volksrepublik Bangladesch,<br />

S.E. Abu Zafar und Ehefrau Salma Ahmed luden zum<br />

Neujahrsfest ein und erwiesen den Gästen die Ehre, Köstlichkeiten<br />

ihres Landes zu genießen. Bangladesch, ein neues Land mit<br />

alten Traditionen, ist geprägt von der Schönheit der Natur. Kein<br />

anderes Land hat sechs verschiedene Jahreszeiten. Wilde Flüsse<br />

winden sich durch das Land und unzählige Seen sowie Kanäle<br />

verleihen dem Leben der Menschen und dem Land selbst eine<br />

besondere Note. Ein wichtiger Faktor ist auch, dass Menschen<br />

aus verschiedenen Konfessionen und Stämmen die Vielfalt eines<br />

hauptsächlich muslimischen Landes repräsentieren und<br />

Bangladesch somit als Vorzeigebeispiel der funktionierenden<br />

Gesellschaft in der muslimischen Welt gilt.<br />

S.E. Abu Zafar , S.E. Adnan Bin<br />

Othman (Malaysia)<br />

Botschaftsmitarbeiterinnen<br />

in malayischer Tracht<br />

Fotos: Pobaschnig, Prochnow, mikes<br />

86 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

Irland: St. Patrick‘s Day<br />

I.E. Mary Whelan mit Gatten und<br />

Botschaftsmitarbeitern<br />

Zur Feier des St. Patrick’s Day, Irlands Nationalfeiertag, luden<br />

die Botschafterin von Irland, Mary Whelan, und Herr Kevin O’<br />

Malley zu einer Rezeption in die irische Residenz ein.<br />

S.E. Ghazi Jomaa, Dr. Philip<br />

Nobel (†<strong>2016</strong>) und die Friedensnobelpreisträger<br />

2015: Ouided<br />

Bouchamaoui, Hassine Abbassi,<br />

Abdessatar Ben Moussa,<br />

Nourrddine Allag<br />

Tunesien: Friedensnobelpreisträger<br />

2015 aus Tunesien und<br />

OSZE Konferenz<br />

Anlässlich des Wienbesuches der Friedensnobelpreisträger<br />

2015 aus Tunesien, Ouided Bouchamaoui, Hassine Abbassi, Abdessatar<br />

Ben Moussa, Nourrddine Allag, gab es in der Hofburg<br />

in den Räumlichkeiten der OSZE eine Reihe von anspruchsvollen<br />

Konferenzen.<br />

Dr. Margarete Griessler, I.E.<br />

Loreta Zakareviciene,<br />

I.E. Elena Shekerletova<br />

Dr. Philip Alexander Nobel<br />

(†<strong>2016</strong>)<br />

Bangladesch: 45. Nationalfeiertag<br />

Zum Gedenken des 45. Jahrestages der Unabhängigkeit und des<br />

Nationalfeiertages der Völkerrepublik Bangladesch, luden S.E.<br />

Mohammed Abu Zafar, Botschafter und Ständiger Vertreter der<br />

Völkerrepublik Bangladesch und seine Gattin Salma Ahmed<br />

Zafar zu Feierlichkeiten in das Hotel Park Hyatt Vienna.<br />

Teilnehmer der<br />

OSZE-Konferenz<br />

S.E. Mohammed Abu Zafar mit<br />

Gattin Salma und Gästen<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 87


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

I.E. Ayesha Riyaz mit<br />

internationalen Gästen<br />

Die Friedensnobelpreisträger<br />

mit Mag. Gerti<br />

Tauchhammer<br />

Tunesien: Friedensnobelpreisträger<br />

2015 aus Tunesien beim<br />

Staatsbesuch in der Hofburg<br />

Anlässlich des Wienbesuches der Friedensnobelpreisträger 2015<br />

aus Tunesien, Mrs. Ouided Bouchamaoui, Mr. Hassine Abbassi,<br />

Mr. Abdessatar Ben Moussa, Mr. Nourrddine Allag, lud Bundespräsident<br />

Fischer zu einem Arbeitsempfang in seine Räumlichkeiten,<br />

wo die Anwesenden, auch Philip Alexander Nobel (†),<br />

Vorsitzender des Hauses Nobel und Präsident der Nobel International<br />

Fraternity Academy,<br />

die Möglichkeit<br />

hatten, mit ihm über<br />

die Entstehung der österreichischen<br />

demokratischen<br />

Staatsform<br />

und ihren Strukturen<br />

zu diskutieren. Ein sehr<br />

entspanntes Gespräch<br />

Dr. Philip Nobel (†<strong>2016</strong>),<br />

Dr. Heinz Fischer, Mag.<br />

Gertrud Tauchhammer<br />

brachte die anwesenden<br />

Nobelpreisträger auf die<br />

Idee, noch einmal für<br />

längere Zeit nach Österreich<br />

zu kommen, um<br />

unsere Umsetzung der<br />

Demokratie näher studieren<br />

zu können.<br />

Pakistan: Nationalfeiertag<br />

Botschafterin und Ständige Vertreterin der Republik Pakistan<br />

bei den internationalen Organisationen in Wien, I.E. Ayesha Riyaz,<br />

lud zum Nationalfeiertagsempfang in das Hotel Intercontinental.<br />

Die Mitglieder des<br />

diplomatischen<br />

Corps vor dem<br />

Schloss Eckartsau<br />

BMEIA: Diplomatenausflug Burgenland<br />

und Niederösterreich<br />

Zu einem Frühlingsausflug lud Außenminister Kurz sämtliche<br />

Leiter der internationalen Organisationen und der OSZE, Leiter<br />

der residenten Ständigen Vertretungen und die residenten<br />

bilateralen Botschafter mit Begleitung ein. Die Höhepunkte<br />

dieser Exkursion waren ein Besuch bei Diamond Aircraft, eine<br />

Bootsfahrt von Illmitz nach Rust entlang des Neusiedler Sees,<br />

gekrönt von Cocktails und Abendessen im Schloss Eckartsau.<br />

Russland: Wodka-Verkostung<br />

Der Ständige Vertreter der Russischen Föderation und der Internationalen Organisationen in Wien, S.E. Vladimir Voronkov, lud seine<br />

Gäste gemeinsam mit den Botschaften von Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Moldau, Mongolei, Polen, Russland, Slowenien,<br />

Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und Herrn Walter Götz, Chavelier du vin, zu einer außergewöhnlichen Wodka-Verkostung<br />

mit regionalen Köstlichkeiten in der Ständigen Vertretung der Russischen Föderation ein.<br />

Zhao Bin (links) und Cheng<br />

Die Jingye Vertreter in der der Receiving unterschiedlichen<br />

Länder bei der<br />

Line<br />

Wodka-Verkostung<br />

Fotos: Prochnow, Mikes, Pobaschnig, bmeia<br />

88 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

HIGHLIGHTS DER VERANSTALTUNGEN DES DACHVERBANDES ALLER ÖSTERREICHISCH-<br />

AUSLÄNDISCHEN GESELLSCHAFTEN PaN – PARTNER ALLER NATIONEN<br />

Dr. Heinz Fischer<br />

mit Senator Walter<br />

Gerbautz und<br />

Dr. Oskar Wawra<br />

Hofburg: PaN-Vorstand<br />

Abschiedsbesuch<br />

beim Bundespräsidenten<br />

Am Ende seiner erfolgreichen<br />

Amtszeit lud BP Dr. Fischer den<br />

gesamten PaN Vorstand in seine Amtsräume<br />

ein.<br />

Bei dieser Gelegenheit dankte auch<br />

PaN - Präsident Dr. Oskar Wawra, im<br />

Namen aller 120 PaN-Freundschaftsgesellschaften<br />

dem Bundespräsidenten<br />

für seine langjährige Unterstützung<br />

und seine lobenden Worte für die Tätigkeit<br />

der PaN-Familie, im Interesse<br />

der bilateralen und multilateralen Beziehungen<br />

und Völkerverständigung.<br />

Beim Botschafterempfang in Eisenstadt<br />

Fotos: Peter Lechner, Amt d. BGLD.-LandReg<br />

Eisenstadt: Diplomatisches Corps im Burgenland<br />

M<br />

Mehr als achtzig Vertreter des Diplomatischen Corps folgten<br />

der Einladung von Landeshauptmann Hans Niessl nach Eisenstadt.<br />

„Ich werte dieses internationale Zusammentreffen als<br />

große Auszeichnung für das Burgenland“, so der Landeshauptmann.<br />

Diese Veranstaltung stehe auch für den Weg der verstärkten<br />

Internationalisierung, den das Burgenland insbesondere in<br />

den Bereichen Wirtschaft und Tourismus eingeschlagen habe.<br />

Der erfolgreiche burgenländische Weg stehe in einem engen<br />

Zusammenhang mit den grenzüberschreitenden und internationalen<br />

Aktivitäten des Landes. Durch die Pflege und den<br />

Ausbau internationaler Beziehungen gelinge es, die heimische<br />

Wirtschaft zu stärken und damit mehr Beschäftigung zu erreichen,<br />

sowie das Tourismusland Burgenland vermehrt in den<br />

internationalen Fokus zu rücken. Niessl: „Diese Internationalisierung<br />

des Landes muss weiter fortgesetzt werden, damit sich<br />

das Burgenland auch in Zukunft erfolgreich entwickeln kann.“<br />

Im Namen der geladenen Exzellenzen bedankte sich Erzbischof<br />

Dr. Peter Stephan Zurbriggen, Apostolischer Nuntius in<br />

Österreich, für die Einladung. In seiner Dankesrede lobte er die<br />

kulturelle Vielfalt des Burgenlands, ebenso wie seinen vorbildhaften<br />

Einsatz in der Flüchtlingskrise: „Bei der Versorgung von<br />

über 300.000 Hilfesuchenden hat sich das Burgenland als Land<br />

der Menschlichkeit erwiesen, das einmal mehr seine Solidarität<br />

gezeigt und sich als große Familie präsentiert hat.“<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 89


DIPLOMATIE<br />

MOLDAWIEN<br />

It was announced, that you are<br />

officially resigning from your duties<br />

as Ambassador of Moldova to<br />

Austria and are returning home<br />

to join politics. How did you<br />

come to this decision?<br />

It did not come overnight. Many<br />

months before my announcement, I had<br />

found myself in an ambiguous situation.<br />

On the one hand, the mandate and duties<br />

as Ambassador required to promote my<br />

country, to focus on the bright side of the<br />

story in order to convince the partners to<br />

invest, trust and support it on the difficult<br />

path of its transition. On the other<br />

hand, I felt increasingly dissatisfied with<br />

the developments and certain actions of<br />

the government over the last period of<br />

time. As a former Deputy Foreign Minister<br />

and Member of Parliament, but also as<br />

part of the executive board of the Democratic<br />

Party, the strongest member of the<br />

governing coalition, I also feel co-responsible<br />

somehow for what is going on. I realized<br />

I could not just passively observe<br />

how the negative trends in the country<br />

are deepening from Vienna.<br />

I am confident Moldova and Moldovans<br />

deserve and could have a much better<br />

life with an efficient government that<br />

effectively fights corruption, ensures<br />

independent justice, establishes rules of<br />

law, has free media, an attractive business<br />

and investment environment. In several<br />

years, Moldova can be turned around<br />

into a successful country which people<br />

no longer want to leave and that will be<br />

trusted again as well as supported by its<br />

partners. Apart from our uniquely fertile<br />

lands, advantageous geographical position<br />

as a potential bridge between the European<br />

Union and Russia, we still have a<br />

rich human potential and educated people<br />

who fluently speak several languages.<br />

I think I can apply my knowledge and<br />

experience, also including what I have<br />

learned during my work and life in Austria,<br />

to contribute to transforming my<br />

country into a place where bright and talented<br />

people would not want to emigrate<br />

from. It is rather simple: I want to live a<br />

normal life at home with my children,<br />

parents and friends. However, we cannot<br />

take this for granted but have to work<br />

for it and get involved. In fact, this was<br />

the main reason and the motivation behind<br />

my decision to end my almost twodecades-long<br />

career in diplomacy, return<br />

home and get involved in politics.<br />

You say that you want to do politics.<br />

At the same time you also resigned from<br />

Resigning Ambassador<br />

Gerti Tauchhammer from <strong>SOCIETY</strong> spoke<br />

with H.E. Andrei Popov, Ambassador of<br />

Moldova to Austria, about the situation in<br />

his country and his decision to resign in<br />

the middle of his mandate.<br />

the Democratic Party, which is the leading<br />

party in the governing coalition.<br />

Would not it be easier to fulfill your aspirations<br />

by staying in the party and joining<br />

back the government?<br />

This is what I did several months before<br />

making my decision. I tried to influence<br />

the system from within, for example<br />

by writing to my party colleagues, giving<br />

interviews and making commentaries,<br />

constructive but also critical, in the press.<br />

However, at one point I realized that I had<br />

to make a choice: I am either a diplomat<br />

or a politician.<br />

As for the Democratic Party which I<br />

joined seven years ago, I concluded that it<br />

is too late to try to reform it and it became<br />

owned by Moldova’s richest and most influential<br />

man who is now using his position<br />

to advance his business and political<br />

goals, rather than promoting the objectives<br />

stated in the party documents that<br />

I still consider valid and consistent with<br />

the country’s needs.<br />

Usually, people leave their parties<br />

when they are joining the opposition or<br />

losing power. In your case it is different.<br />

You are right. I decided to resign from<br />

the party right after it practically took full<br />

control of the government and the Parliament.<br />

This party was transformed into<br />

a vehicle to ensure the unprecedented<br />

concentration of political, administrative,<br />

financial and media powers. I do not<br />

agree with those who consider this to be<br />

a necessary and acceptable price to maintain<br />

stability. One can often hear the argument,<br />

that this system is the lesser evil<br />

compared to the risk of anti-European<br />

forces coming to power in case of early<br />

elections.<br />

In my opinion, this system has more<br />

and more features of the captured state<br />

Fotos: Foto/HBF<br />

90 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

MOLDAWIEN<br />

of Moldova<br />

and of an oligarchy-type regime. It is both dangerous<br />

and fundamentally detrimental to Moldova’s<br />

national interests. I don’t agree that Moldova’s<br />

European future can be “saved” by undermining<br />

basic European values.<br />

Why did I have to leave the party? I had to do so<br />

because seven years later, my former party became<br />

the key element of the system, the instrument of<br />

eliminating political competition, intimidating<br />

opponents, taking under control many state institutions<br />

and, in essence, advancing the interests of<br />

somebody who thinks he can control and rule the<br />

country like a personal business affair.<br />

More than 80 percent of the citizens do not<br />

approve the direction towards which the country<br />

is currently heading. Some 90 percent do not<br />

trust the person who recently announced that he<br />

wants to be a guarantor of stability and preservation<br />

of Moldova’s European development. He<br />

might now have the necessary means to obtain<br />

the last two missing pieces of the power pyramid<br />

he has been building so far, namely the position<br />

head of government and president in the upcoming<br />

presidential elections set for October 30. He<br />

actually might be successful with both objectives.<br />

However, this will only increase the legitimacy<br />

deficit of the government, raise the population’s<br />

disillusionment and widen the gap between people<br />

and the rulers. “Not in my name”, I said when<br />

I announced my resignation. I do not want to be<br />

part of a process that will make other hundreds<br />

of thousands of my countrymen giving up hope<br />

that anything can be changed for the better in<br />

Moldova. Moreover, I feel the duty to actively oppose<br />

these developments.<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

H.E. Andrei Popov, was<br />

born on January 24, 1973<br />

and studied at the Faculty<br />

of Journalism and Communication<br />

Sciences at<br />

Bucharest State University<br />

from 1990-94 and at the<br />

National School of Political<br />

and Administrative Studies<br />

from 1994-96. From 2002-<br />

03, he attended the Geneva<br />

Center for Security Policy.<br />

Regarding his professional<br />

career, he worked as an<br />

Information and Public<br />

Relations officer at the<br />

UN Development Program<br />

in Moldova and as First<br />

Secretary at the Moldovan<br />

Embassy in Washington DC<br />

(1997-2001). Afterwards,<br />

he became Director of the<br />

International Security Department<br />

of the Ministry of<br />

Foreign Affairs in Moldova<br />

and from 2004 to 2009<br />

Executive Director of the<br />

Foreign Policy Association<br />

of Moldova. In 2009, he became<br />

Member of Parliament<br />

of Moldova and Deputy<br />

Minister of Foreign Affairs<br />

and European Integration.<br />

Since 2013 he has been<br />

Ambassador of Moldova to<br />

Austria and Slovakia, and<br />

Permanent Representative<br />

to OSCE and International<br />

Organizations.<br />

Do you think your time as Ambassador to Austria<br />

has helped you to be someone who is able to<br />

change things for the better in Moldova?<br />

My stay in Vienna has taught me a number of<br />

valuable lessons relevant for Moldova. I would<br />

single out five: Austrian identity, neutrality, pragmatic<br />

foreign policy, key role of institutions and<br />

decentralization.<br />

During my work in Austria I have made a great<br />

effort to understand how Austrians actually became<br />

Austrians. For centuries identity was shaped<br />

primarily by the sense of belonging to an empire<br />

and a monarchy. Austrians managed making an<br />

economic recovery, focused on building an independent<br />

country and, finally, became an EU member,<br />

after having disbelief in the sustainability<br />

of an independent Austrian state inbetween the<br />

wars, after the “Anschluss” and seven years of war<br />

as part of the Third Reich followed by another ten<br />

years of occupation. Austria came to terms with<br />

its history and now its people can say – proudly<br />

and without any hesitation – “Yes, we speak German,<br />

but we are Austrians”.<br />

In Moldova, we still have to walk this path towards<br />

building a modern and inclusive civic nation<br />

of Moldovans. Unfortunately, debates about<br />

identity consume too much of our energy and<br />

distract from tackling real issues. As soon as I am<br />

back in Moldova, I will try to contribute to the<br />

process of consolidating our society, irrespective<br />

of people’s ethnic self-identification. This is a sensitive<br />

subject. We should not aim to impose a “correct<br />

ethnic identity” on our people but rather to<br />

promote an understanding that we all can be part<br />

of the Moldovan nation irrespective of whether we<br />

call ourselves ethnic Moldovans or ethnic Romanians,<br />

or whether we call the language we speak<br />

Moldovan or Romanian.<br />

No matter the language’s name, the uncontested<br />

truth is that it is identical with the language<br />

spoken in Romania, which by the way makes Moldova<br />

the only external neighbor of the European<br />

Union that speaks an official language of the EU.<br />

Apart from this, we need to do a better job of promoting<br />

the integration of ethnic minorities of the<br />

country - Ukrainians, Russians, Gagauz (Orthodox<br />

Turks), Bulgarians and the like - that make up almost<br />

25 percent of our population. It will be difficult<br />

to find a lasting settlement to the Transnistrian<br />

conflict that keeps our country divided and<br />

represents a serious impediment for Moldova’s<br />

development, unless all citizens of Moldova will<br />

be comfortably saying “I am Moldovan”.<br />

As for neutrality, it became part of the Austrian<br />

identity and basis for a foreign policy focussed on<br />

pursuing Austria’s national interests and staying<br />

away from geopolitical confrontations. From the<br />

Moldovan perspective, it is important to realize that<br />

Austria’s neutrality neither prevents the country’s<br />

active contributions to various United Nations and<br />

European Union led peacekeeping missions, nor<br />

was it an obstacle for Austria joining the EU. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 91


DIPLOMATIE<br />

INTERVIEW<br />

Seit Jahresbeginn sind Sie der<br />

neue Director General des<br />

International Center for Migration<br />

Policy Development.<br />

Was ist Ihre Beziehung zum<br />

Thema Migration?<br />

Im Laufe meiner Berufslaufbahn<br />

durfte ich mich immer wieder mit zwei<br />

großen Aufgaben beschäftigen: Dies war<br />

zum einen das Themenfeld der internationalen<br />

Politik und zum anderen die so<br />

wichtige Aufgabenstellung des Vermittelns.<br />

In meinen Funktionen vom Abgeordneten<br />

zum Europäischen Parlament<br />

über den zweiten Präsidenten des österreichischen<br />

Nationalrats bis zu meiner<br />

fünfjährigen Tätigkeit als Außenminister<br />

der Republik Österreich waren diese<br />

beiden Themen stets bestimmend. Heute<br />

ist es für mich ein großes Privileg, diese<br />

Aufgaben in meiner neuen Funktion als<br />

Director General des International Center<br />

for Migration Policy Development weiterhin<br />

verfolgen zu dürfen.<br />

Worauf konzentrieren sich die Aktivitäten<br />

und Anstrengungen des ICMPD?<br />

Das ICMPD hat sich seit seiner Gründung<br />

auf unterschiedlichsten Ebenen mit<br />

Fragen der Migration beschäftigt. Als es<br />

zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts<br />

gegründet wurde, hatte das mit<br />

Neue Wege der<br />

Vermittlung<br />

<strong>SOCIETY</strong> traf ICMPD Director General<br />

Michael Spindelegger um mit ihm über<br />

die Herausforderungen von Migration zu<br />

sprechen<br />

Interview: Christian Berlakovits<br />

einer großen Krise zu tun. Die Konflikte<br />

in der Balkan-Region verursachten eine<br />

enorme Migrationswelle. Als eine Reaktion<br />

auf die Krise wurde das ICMPD geschaffen<br />

und damit hat man damals genau das<br />

getan, was es nach einer Krise zu tun gilt:<br />

die Krise zu verstehen, aus ihr zu lernen,<br />

die richtigen Schlüsse zu ziehen, die notwendigen<br />

Maßnahmen zu setzen und dadurch<br />

gestärkt aus ihr hervorzugehen.<br />

Das ICMPD hat sich erfolgreich mit der<br />

Beforschung von unterschiedlichen Fragestellungen<br />

– von Migration bis Diaspora,<br />

von Asyl bis Integration beschäftigt.<br />

Viele Migrations-Dialoge wurden und<br />

werden vom ICMPD unterstützt wie etwa<br />

der Prag-Process oder die EU-Africa Partnership.<br />

Und schließlich unterstützt und<br />

berät das ICMPD nationale und regionale<br />

Organisationen in Migrations-Fragen.<br />

Fotos: David Blacher<br />

92 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


DIPLOMATIE<br />

INTERVIEW<br />

»Ich denke es ist hilfreich<br />

für den Dialog<br />

zwischen den betroffenen<br />

Ländern, wenn<br />

es eine solche „Dialog-<br />

und Mediations-<br />

Plattform“ gibt.<br />

«<br />

Was sind die aktuellen Herausforderungen<br />

rund um das Thema Migration?<br />

Im Prinzip sind es insgesamt vier große Themenbereiche,<br />

die in Sachen Migration in der<br />

Gegenwart entscheidend sind: das Wiedererlangen<br />

der Kontrolle über die Flüchtlingsströme,<br />

das Bekämpfen des Schlepperwesens und die<br />

Entwicklung von nachhaltig wirksamen Schutzmechanismen,<br />

die Überprüfung der Richtigkeit<br />

und Funktionalität der Flüchtlingsstatus-Bestimmung<br />

samt entsprechender Aufnahme, wie auch<br />

– wenn notwendig – Rückführungsmodalitäten.<br />

Die Sicherstellung davon, dass jene, die bleiben<br />

werden, auch die Rechte und Möglichkeiten für<br />

ihre Integration und Partizipation erhalten und<br />

dass die Verpflichtungen für beide Seiten – Gesellschaft<br />

und Migranten – klar sind.<br />

Dafür ist eine erfolgreiche Integration im Arbeitsmarkt<br />

und im Ausbildungssystem Voraussetzung;<br />

nur so können wir Radikalisierung und<br />

eine ausgegrenzte Jugend verhindern.<br />

Die Entwicklung eines neuen Migrations-Regimes<br />

mit klaren Vorstellungen von den Zielen und<br />

Wegen, auf denen wir sie erreichen können – in<br />

Solidarität und mit klar verteilten Verantwortlichkeiten.<br />

Und was sind die neuen Akzente, die Sie in Zukunft<br />

mit dem ICMPD setzen wollen?<br />

Ich möchte das ICMPD in Zukunft um zwei zusätzliche<br />

Handlungsfelder und Aufgaben erweitern:<br />

Erstens wissen wir alle, dass es zur Lösung<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Einige Jahre nach seinem<br />

Studium der Rechtswissenschaften<br />

an der Universität<br />

Wien stieg der in der<br />

Hinterbrühl aufgewachsene<br />

und auch heute noch dort<br />

lebende Dr. Michael Spindelegger<br />

nach Vorbild seines<br />

Vaters 1987 in die Politik<br />

ein. Zu seinen wichtigsten<br />

Positionen zählt jene des<br />

Außenministers von 2008<br />

bis 2013, wie auch ab 2011<br />

die des Vizekanzlers und<br />

ÖVP-Bundesparteiobmanns.<br />

Von 2013 bis zu seinem<br />

Rücktritt von sämtlichen<br />

Ämtern im August 2014<br />

war er Finanzminister. Seit<br />

Jänner diesen Jahres ist er<br />

Generaldirektor des Internationalen<br />

Zentrums für<br />

Entwicklung und Migrationspolitik.<br />

Dr. Spindelegger<br />

ist verheiratet und hat zwei<br />

Söhne.<br />

Dr. Michael Spindelegger<br />

mit Sebastian Kurz<br />

der gegenwärtigen Situation einen umfassenden<br />

Ansatz braucht. Es wird nicht ausreichen, nur an<br />

einzelnen Stellrädern anzusetzen. Das würde bedeuten,<br />

die Dimension und die Komplexität der<br />

Situation zu verkennen. Es bedarf einer umfassenden<br />

Lösung, die vom Ursprung des Konfliktes<br />

bis zu den Ankunftsländern reicht.<br />

Nachdem aber jedes Land mit seinen nationalen<br />

Interessen auch „Partei“ ist, braucht es eine<br />

überparteiliche Plattform. Eine Plattform, die<br />

jenseits von nationalen Interessen analysiert,<br />

agieren und vermitteln kann. Für diese Rolle<br />

möchte ich das ICMPD in Zukunft weiterentwickeln<br />

und den verschiedenen Staaten anbieten.<br />

Ich denke es ist hilfreich für den Dialog zwischen<br />

den betroffenen Ländern, wenn es eine solche<br />

„Dialog- und Mediations-Plattform“ gibt!<br />

Zum zweiten müssen wir uns für zukünftige<br />

Entwicklungen besser wappnen. Es muss uns gelingen,<br />

gewisse Entwicklungen vorausschauend<br />

zu erkennen. Wir müssen aus dem ständigen<br />

„Reagieren“ endlich zu einem vorausschauenden<br />

„Agieren“ kommen. Und agieren kann man<br />

nur auf Basis gesicherter Erkenntnisse. Deshalb<br />

kann es nur im Interesse aller sein, wenn wir in<br />

Zukunft noch mehr darauf achten, kommende<br />

Entwicklungen so rechtzeitig wie möglich zu erkennen.<br />

In diesem Sinn wollen wir einen ICMPD-Think<br />

Tank gründen, der sich vor allem mit den zukünftigen<br />

Entwicklungen von Migration beschäftigt.<br />

Dieser Think Tank soll sich mit Fragestellungen<br />

auseinandersetzen, die über einzelne Nationen<br />

und auch über die EU hinausgehen. Es geht um<br />

einen möglichst breiten Blickwinkel, denn nur<br />

so werden sich die großen Migrationsentwicklungen<br />

der Zukunft erkennen lassen.<br />

Das Interview mit dem Generaldirektor von<br />

ICMPD, Vizekanzler a.D. Dr Michael Spindelegger<br />

führte der stellvertretende Chefredakteur, Botschafter<br />

i.R. Dr. Christian Berlakovits. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 93


LIFE & STYLE<br />

LEBENSART<br />

Die Wiener Beatrixgasse –<br />

große Namen, neue<br />

Wohn-Hochkultur<br />

Eine geschichtsträchtige Adresse in Wien als Beispiel einer<br />

gelungenen Zeitreise: The Ambassy parkside living steht für<br />

erhabene High-End-Wohnkultur. In der legendenumrankten<br />

Beatrixgasse, ohne die Wien nicht komplett wäre.<br />

94 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


LIFE & STYLE<br />

LEBENSART<br />

1916 abgetragenen „Palais Modena“ erklärt. Beatrix<br />

hatte Stil und gehobene Ansprüche. Für die<br />

Musik, die ihre Hochzeitsfeierlichkeiten mit dem<br />

14. Kind von Kaiserin Maria Theresia umrahmte,<br />

wurde Wolfang Amadeus Mozart beauftragt. Beatrix‘<br />

dritter Sohn widmete sich schließlich selbst<br />

das Maximilianpalais an der Adresse Beatrixgasse<br />

27, wo später Ludwig Wittgenstein – der Onkel des<br />

gleichnamigen berühmten Philosophen – fünf<br />

Jahre lang eingemietet gewesen sein soll, und das<br />

bis zum Jahr 1966 bestand.<br />

Die großzügige Lobby<br />

von The Ambassy –<br />

Concierge-Service<br />

inklusive.<br />

Noch Gebäude oder<br />

schon Skulptur? The<br />

Ambassy ist lichtvolles<br />

Wohnen für besonders<br />

gehobene Ansprüche.<br />

Wien. Botschaftsviertel. Sicherheit,<br />

Sauberkeit, luxuriöse<br />

Residenzen. Komponist Ludwig<br />

van Beethoven weilte<br />

hier. Ebenso Adalbert Stifter<br />

und andere Persönlichkeiten längst vergangener<br />

Zeiten. Die Geschichte der neuen Bewohner der<br />

Adresse Beatrixgasse 27 ist indes noch nicht geschrieben:<br />

Hier öffnet in Kürze mit The Ambassy<br />

– parkside living ein ambitioniertes Luxus-Wohnprojekt<br />

die Pforten zu einem neuen Niveau erhabenen<br />

Wohnens.<br />

•<br />

Der Beatrixgasse muss man nur<br />

richtig zuhören<br />

Früher einmal hieß sie Bockgasse. Benannt<br />

nach dem Wirtshaus „Zum schwarzen Bock“, das<br />

sich im Haus Nummer 1 befand. Auf Beatrixgasse<br />

wurde sie im 18. Jahrhundert getauft. Ihre Namensgeberin?<br />

Die habsburgische Maria Beatrix<br />

von Este-Modena – was auch gleich den Namen<br />

des nahegelegenen Modenaparks und des im Jahr<br />

•<br />

Wohnen als Statement<br />

Ist eine „Botschaft“ zugleich eine Message? Wir<br />

sagen – ein Statement allemal. Parkside Living,<br />

so der Bände und Bäume sprechende Namenszusatz<br />

von The Ambassy in der Beatrixgasse 27, liegt<br />

dann tatsächlich zwischen dem Stadtpark und<br />

dem Modenapark. Zwischen Strauß-Denkmal und<br />

Bronzegruppe „Scherzo“. Kurzum da, wo Wien<br />

ungeachtet der Zeit sein Flair versprüht und die<br />

Welt noch in Ordnung ist. Auf 40 bis 400 Quadratmetern<br />

in bestausgestatteten, betont hohen<br />

Räumen lässt sich so ein komfort- und genussbetontes<br />

Leben schon unterbringen. Elisabeth Rohr,<br />

vielfach ausgezeichnete Immobilienmaklerin, die<br />

zur Unterstützung beim Verkauf des Projekts gewonnen<br />

werden konnte, erläutert den integrierten<br />

Concierge-Service von The Ambassy: „Voll serviciertes<br />

Wohnen ist in der Metropole Wien noch eine<br />

Seltenheit. Dass dieses Konzept jetzt auch in Wien<br />

Einzug hält, ist für mich das Schließen einer Lücke<br />

in Richtung zeitgemäß-luxuriöser Wohn- und Lebensqualität.“<br />

Es wäre nicht Wien, hätten nicht an jeder Ecke<br />

und bei der Beatrixgasse 27 besonders, historische<br />

Begebenheiten und verzaubernde Legenden Spuren<br />

hinterlassen. Spuren, die imperiale Eleganz<br />

bis in die klaren Linien moderner Architektur tragen.<br />

Das Gefühl von Verwurzelung und Zuhause<br />

wird in den Apartments von The Ambassy, in den<br />

Loggien und sogar Gärten, nicht lange auf sich<br />

warten lassen. Praktisches Hauspersonal erfährt<br />

INFO<br />

hier jetzt ein Revival – nun in Form eines heutigen<br />

professionellen Concierge-Services. •<br />

THE AMBASSY<br />

Lichtdurchflutete Neubauwohnungen<br />

–<br />

Wohnungsgrößen von 40-<br />

400 Quadratmetern. Jedes<br />

Luxus-Apartment verfügt<br />

über Balkon, Loggia oder<br />

Terrasse. Penthouses mit<br />

großzügigen Terrassen,<br />

Townhouses mit Terrassen<br />

und Eigengärten.<br />

Top-Lage – zentrumsnah,<br />

zwischen Stadtpark und<br />

Modenapark, mitten im<br />

Diplomatenviertel.<br />

XL-Garagenplätze<br />

Concierge-Service<br />

Erstklassiges Sicherheitskonzept<br />

Privatkino<br />

Lounge-Clubräume/<br />

Meetingraum<br />

Exzellente Ausstattung<br />

Exklusiver Vertrieb über:<br />

M&A RealConsult GmbH<br />

Tel. +43 1 53 707<br />

living@theambassy.com<br />

www.theambassy.com<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 95


DIPLOMATIE<br />

KULTUR<br />

Die Mitglieder des<br />

Szent Efrem Männerchors<br />

in Reih und Glied<br />

Szent Efrem Männerchor<br />

Botschafter, S.E. Dr. Janos Perenyi, stellte im Rahmen<br />

eines geistlichen Konzerts in der Ungarischen Botschaft<br />

ein einzigartiges ungarisches Musikensemble,<br />

den 2002 gegründeten „Szent Efrem Männerchor“, vor.<br />

Text: Christian Berlakovits<br />

Die Mitglieder des Szent Efrem<br />

Männerchors in Ravenna<br />

KONTAKT<br />

SZENT EFREM MÄNNER-<br />

CHOR<br />

Tel. +36 (70) 931 62 00<br />

info@szentefrem.hu<br />

www.szentefrem.hu<br />

Der Chor besteht aus 16 professionellen<br />

Sängern. Künstlerischer Leiter<br />

ist der im Jahre 2013 mit dem Liszt-<br />

Preis ausgezeichnete Tamás Bubnó,<br />

Kirchenmusikwissenschaftler und<br />

Komponist. Das Management und organisatorische<br />

Fragen liegen in den Händen von Orsolya<br />

Erdödy.<br />

Im Jahre 2006 gewann der Chor beim Orthodoxen<br />

Chorwettbewerb in Hajnowka (Polen) als einziger<br />

nicht orthodoxer und nicht slawischer Chor<br />

den Wettbeweb in der Kategorie „Professioneller<br />

Kammerchor“. Damit begann seine internationale<br />

Karriere. Durch Auftritte auf vier Kontinenten<br />

hat sich sein Repertoire stark ausgeweitet, von der<br />

Gregorianik bis zur zeitgenössischen Musik, von<br />

der europäischen klassischen Musik bis hin zu<br />

afrikanischen Sutu-Gesängen und indischen Sitar-<br />

Melodien.<br />

Bei der Programmauswahl für das Konzert in<br />

der Ungarischen Botschaft, schöpfte das Ensemble<br />

aus den reichen und vielfältigen musikalischen<br />

Traditionen der Völker Mitteleuropas, Werke<br />

sowohl der traditionellen religiösen Musik der<br />

Klöster entlang der Grenze zwischen dem Osten<br />

und dem Westen Europas als auch Meisterwerke<br />

hervorragender Komponisten. Gesänge der byzantinisch-griechischen<br />

und der Tradition der Länder<br />

des Balkans, Rumäniens und Bulgariens sowie<br />

Werke von Dimitrij Bortnyanskij, einem Zeitgenossen<br />

Mozarts und von Romuald Twardowski,<br />

einem gegenwärtigen polnischen Komponisten.<br />

Zwar besteht der Schwerpunkt des Chores in der<br />

Erforschung, Bearbeitung und Präsentation des<br />

östlich-byzantinischen Musikschaffens, er hält es<br />

aber auch für notwendig, religiöse Musik der westlichen<br />

Kirche Mitteleuropas aufzuführen. Deshalb<br />

enthielt das Programm des Konzertes auch Werke<br />

von Franz Schubert („Heilig“ aus der Deutschen<br />

Messe) und Franz Liszt (Ave maris stella). Den Abschluss<br />

des Konzertes bildeten Werke der namhaften<br />

ungarischen Komponisten Béla Bartók und<br />

Zoltán Kodály, mit dessen „Abendlied“ dieser unvergessliche<br />

Abend ausklang.<br />

„Orientale lumen“- Licht des Ostens, Titel einer<br />

Enzyklika von Papst Johannes Paul II., so heißt die<br />

seit fünf Jahren bestehende Konzertreihe des Chores<br />

in der St. Stephans-Basilika in Budapest. Die<br />

schönsten Konzertstücke werden auf CD aufgenommen,<br />

wobei die letzte CD dieser Serie vom britischen<br />

Magazin „Choir & Organ“ zu den besten<br />

Vokalaufnahmen des vergangenen Jahres gewählt<br />

wurde. Das mit zahlreichen ungarischen und internationalen<br />

Preisen ausgezeichnete Ensemble<br />

hat 2015 auch sämtliche Männerchöre von Béla<br />

Bartók auf CD aufgenommen.<br />

•<br />

Fotos: Domonkos Orbán<br />

96 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


KULTUR<br />

REISE<br />

Sieh, das Gute ist so nah!<br />

Zu Beginn der wahrscheinlich schönste Platz<br />

Sloweniens, der malerische Kurort Bled mit<br />

einer langen Kur-Tradition.<br />

Blick auf den<br />

slowenischen Collio<br />

Goriška Brda<br />

Text: Karl Kaltenegger<br />

Fotos:karl kaltenegger<br />

Vor hundert Jahren gehörte Bled zu<br />

den beliebtesten Fremdenverkehrsorten<br />

der österreichisch-ungarischen<br />

Monarchie. Später unterhielt das jugoslawische<br />

Königshaus dort seine<br />

Sommer-Residenz, danach war Staatschef Tito oft<br />

und gern zu Besuch. Die Insel mit dem Kirchlein,<br />

dessen Geläute einem seine Wünsche erfüllen soll,<br />

der Ort mit den Gründerzeit-Villen, der so malerisch<br />

am See liegt, hoch droben die Burg und rundum<br />

die Berge – das hat schon was. Bled bedeutet<br />

übrigens fahl, blass, und nichts anderes! Unweit<br />

davon liegt der Bohinj (Wocheiner) See. Im Triglav-<br />

Nationalpark, mit dem höchsten Berg Sloweniens<br />

(2864m), ist das Bohinj-Tal wohl das schönste in den<br />

Julischen Alpen. Es ist ein idealer Ausgangspunkt<br />

für Ausflüge, Bergwanderungen und Klettertouren.<br />

Belohnt wird man mit einem atemberaubenden<br />

Bergpanorama, grünen Wäldern, Almen und Bergwiesen.<br />

Im Winter kann man am Vogel herrlich Skifahren,<br />

im Sommer lockt der See zum Schwimmen.<br />

Ein weiterer Anziehungspunkt ist die Postojnska<br />

Jama (Adelsberger Grotte), die zweitgrößte Grotte<br />

der Welt, entdeckt vor 200 Jahren zur Zeit des<br />

österreichischen Kaiserreichs. Um tief hinein zu<br />

gelangen bedarf es keines anstrengenden Fußmarsches,<br />

man fährt bequem<br />

in einem Zug 3,7 km zu<br />

den Kavernen und Gängen<br />

mit den Tropfsteinen.<br />

Dann wird man von einem<br />

der zahlreichen fremdsprachigen<br />

Führer auf einen<br />

90 Minuten Rundgang<br />

durch die unterirdische<br />

Wunderwelt mitgenommen.<br />

Sogar die mystischen<br />

Grottenolme bekommt<br />

man in einem Becken zu<br />

sehen. Eine Idylle erwartet Besucher im slowenischen<br />

Collio, dem Goriška Brda. Die Landschaft ist<br />

gekennzeichnet durch sanfte Hügel. Dort wächst<br />

der beste Wein Sloweniens, auch die Kulinarik<br />

ist vom Feinsten. Zwischen Soča und Idrija liegen<br />

unzählige Weinberge, in denen auf malerischen<br />

Terrassen vollmundige Trauben wachsen. Die Bewohner<br />

der Brda, die sogenannten Brici, keltern<br />

dort ein Viertel des slowenischen Weins, u.a. Spitzenweine<br />

mit bereits tausendjähriger Tradition:<br />

Chardonnay, Sauvignon, Weißburgunder, Grauburgunder,<br />

verschiedene Cabernets, sowie der<br />

autochthone Rebula. Auf den Hügeln der Brda<br />

liegen viele kleine Dörfer voller grüner Wein- und<br />

Obstgärten. Šmartno, (St. Martin), das wie ein Adlernest<br />

auf einem Hügel thront, ist für mich das<br />

schönste Dorf. Die einstmals mittelalterliche Militärfestung<br />

ist frisch renoviert und noch immer<br />

geprägt von einer Schutzmauer mit fünf erhaltenen<br />

Türmen.<br />

Das nahe Soča (Isonzo) Tal lockt in diesen Tagen<br />

viele an Geschichte Interessierte, denn vor 100 Jahren<br />

tobten dort heftige Kämpfe an der Isonzo-Front.<br />

Heute kämpfen nur mehr die Wildwasserpaddler<br />

mit den heftigen Fluten. Besuchenswert ist auch<br />

die Hauptstadt Laibach, geprägt vom slowenischen<br />

Architekten Josef Plecnik,<br />

dessen bemerkenswerte<br />

Bauten des gleichen in<br />

Wien zu finden sind.<br />

Slowenien hat alles<br />

was sich Besucher wünschen:<br />

Alpengipfel, ein<br />

Stück vom Adriatischen<br />

Meer, reizvolle Landschaften,<br />

pulsierende Städte<br />

und lauschige Weinberge.<br />

Aufgang zur Adelsberger Grotte<br />

Viele Gründe also dorthin<br />

zu fahren. •<br />

Die romantischen<br />

Gässchen von Smartno<br />

INFOS<br />

Alle Ziele sind leicht mit<br />

dem Auto aus Österreich<br />

zu erreichen, aber auch<br />

mit dem Zug, wobei die<br />

Wocheiner Bahn von<br />

Jesenice nach Nova Gorica<br />

besondere Aufmerksamkeit<br />

verdient hat.<br />

Slowenien<br />

www.slovenia.info<br />

Bled<br />

www.bled.si<br />

Bohinj<br />

www.bohinj.si<br />

Brda<br />

www.brda.si<br />

Ljubljana<br />

www.visitljubljana.com/de<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 97


25 Jahre KA in Österreich<br />

Die Marke, die Tradition und Zukunft in Farbe, Design & Qualität widerspiegelt.<br />

Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung ist KA International<br />

eine klare Referenz für Kunden und Experten in der Welt der Inneneinrichtung.<br />

Wir möchten unser Jubiläum mit Ihnen gemeinsam feiern und haben exklusiv<br />

für Sie einen Gutschein kreiert.<br />

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Warengutschein<br />

€ 75,-<br />

Der Gutschein gilt nicht auf Aktionen & reduzierte Ware.<br />

Der Wert des Gutscheines kann in den KA Geschäften 1010 Wien, Kitzbühel und im designflagship bis 31. August <strong>2016</strong> eingelöst<br />

werden. Gültig ab einem Einkauf von € 250,-. Pro Person nur ein Gutschein einlösbar. Keine Barablöse möglich.<br />

Einzulösen mit Vorlage des Gutscheines in einem unserer Geschäfte.<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

designflagship / KA International<br />

1010 Wien, Fichtegasse 5<br />

KA International Wien<br />

1010 Wien, Wildpretmarkt 2-4<br />

KA International Kitzbühel<br />

6370 Kitzbühel, Ehrenbachgasse 2<br />

www.ka-international.at | www.designflagship.com


KULTUR<br />

REISE<br />

Blick über die Hügel<br />

von Mogello<br />

Frühstück im<br />

Palazzo Torriani<br />

Fotos: mugello tuscany, palazzo torriani<br />

Die Hügel von Mugello<br />

Atemberaubende Augenblicke in einer wunderschönen<br />

Landschaft vor der Kulisse von Florenz –<br />

das ist der Mugello.<br />

Text: Rolf Thaler<br />

Der Mugello ist ein sattgrünes Tal<br />

mit sanften Hügeln und liegt nördlich<br />

von Florenz an der Südseite des<br />

Apennin. Die Region Mugello ist<br />

die Heimat der Medici, wovon noch<br />

zahlreiche Renaissance Palazzi zeugen, sowie die<br />

Geburtsstätte großer Maler wie Giotto oder Beato<br />

Angelico. Die Gegend ist geprägt von Kunst und<br />

Kultur, aber auch bodenständiges toskanisches Essen<br />

und hervorragender Wein spielen eine große<br />

Rolle. Den Besucher erwartet eine wunderschöne,<br />

intakte Natur und herzliche, gastfreundliche<br />

Menschen.<br />

Zum Wohnen bieten sich historische Palazzi zu<br />

moderaten Preisen an, wie etwa der Palazzo Torriani<br />

in Marradi oder die Villa Gerini in Ronta, in<br />

denen man sich in die Renaissance zurückversetzt<br />

fühlt. Sehr preiswert und authentisch wohnt man<br />

in den zahlreichen Agriturismo Betrieben wie beispielsweise<br />

„Il Vignolino“ oder „Badia della Valle“.<br />

Das sind von den Bauern liebevoll restaurierte alte<br />

Anwesen, in denen auch Mahlzeiten mit hofeigenen<br />

Produkten angeboten werden.<br />

Umfassende Informationen über die vielfältigen<br />

Möglichkeiten dieser einzigartigen Reisedestination<br />

vor der Reise oder vor Ort erhält man von<br />

den kompetenten und engagierten Mitarbeitern<br />

der Tourismus Offices „Mugello & Tuscany“ oder<br />

„Unione Montana dei Comuni del Mugello“. •<br />

INFOS<br />

Palazzo Torriani<br />

I 50032 Marradi,<br />

Via Fabroni 58<br />

Tel. +39 055 8042363<br />

info@palazzotorriani.it<br />

www.palazzotorriani.it<br />

Villa Gerini<br />

I 50032 Ronta,<br />

Via Faentina 18D<br />

Tel. +39 055 846281<br />

villagerinimugello@gmail.<br />

com<br />

www.villagerini.it<br />

Agriturismo IL Vignolino<br />

I 50031 Barberino di<br />

Mugello, Via di Castello 13<br />

Tel. +39 335 428455<br />

info@vignolinobedandbre<br />

akfast.com<br />

www. vignolinobedandbre<br />

akfast.com<br />

Agriturismo Badia della<br />

Valle<br />

I 50034 Marradi, Via Valle<br />

Acerreta<br />

Tel. +39 055 804824<br />

catani.vet@libero.it<br />

www. badiadellavalle.it<br />

Mugello & Tuscany Inocming<br />

Travel Agency<br />

Carmen Badiali<br />

Tel. +39 331 2067654<br />

carmen@mugello-tuscany.<br />

com<br />

www. mugello-tuscany.com<br />

Unione Montana dei<br />

Comuni del Mugello<br />

I 50032 Borgo San Lorenzo,<br />

Via Palmiro Togliatti 45<br />

Tel. +39 055 84527185<br />

turismo@uc-mugello.fi.it<br />

www. mugellotoscana.it<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 99


XXXX<br />

XXXX<br />

Kulturelle<br />

Institution mit<br />

Eventcharakter<br />

Die Intendantin Dagmar Schellenberger im <strong>SOCIETY</strong>-Interview<br />

über ihre Funktion als Intendantin, die Besonderheit der Seefestspiele<br />

Mörbisch und das diesjährige musikalische Highlight,<br />

Viktoria und ihr Husar.<br />

Sie sind ja nun schon seit einigen<br />

Jahren Intendantin der<br />

Seefestspiele Mörbisch. Was<br />

sind Ihre Hauptaufgaben?<br />

Meine Tätigkeiten sind<br />

im Grunde alles, was mit der<br />

Bühne zu tun hat – also Intendanz und<br />

künstlerische Leitung. Ich bin somit verantwortlich<br />

für die Auswahl des Leading<br />

Teams, der Solisten, des Dirigenten etc.,<br />

aber auch für die PR und das Marketing<br />

der Seefestspiele. Ich wechsle jährlich<br />

mein Team und gebe auch jungen Talenten<br />

die Chance auf der Bühne zu stehen,<br />

um immer wieder neue Ideen und<br />

frischen Wind zu erhalten. Gute Zusammenarbeit<br />

ist natürlich eine Grundvoraussetzung,<br />

um solch eine Bühne erfolgreich<br />

zu meistern. Ich reise von Ort zu<br />

Ort und versuche Menschen zu bewegen<br />

zu uns nach Mörbisch zu kommen, um<br />

ein Teil dieses einzigartigen Ereignisses<br />

zu werden.<br />

In den letzten Jahren wurde einiges<br />

an der Bühne und der Anlage umgebaut.<br />

Auf welche Art und Weise hat diese Investition<br />

die Veranstaltung verbessert?<br />

Es wurde viel investiert, um Menschen<br />

ein noch komfortableres und außergewöhnlicheres<br />

Erlebnis zu bieten.<br />

Wir haben zum Beispiel das Orchester<br />

verlegt, so einen Quantensprung in der<br />

Akustik getätigt und können die Bühne<br />

noch großflächiger nutzen. Des Weiteren<br />

haben wir, im Falle von Schlechtwetter,<br />

einen geschlossenen Zubau mit über<br />

5000 Quadratmetern Fläche errichtet,<br />

der vor Regen schützt. Außerdem gibt<br />

es einen Zusatzbereich mit Gastronomie<br />

und Dachterrasse, mit Restaurants, sowie<br />

Ständen in einer Genussmeile.<br />

Fotos: Emmerich Mädl, Walter F. Pamberg<br />

100 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


KULTUR<br />

INTERVIEW<br />

Was macht die Seefestspiele so besonders?<br />

Wir haben jährlich ein Publikum von ungefähr<br />

150.000 Menschen, die teilweise extra<br />

aus Brasilien anreisen, um sich die Seefestspiele<br />

anzusehen. Weltweit haben wir die einzige<br />

Bühne in der Größenordnung, die Operetten<br />

als Aushängeschild hat. Das Angebot reicht von<br />

musikalischen Höhepunkten, zu kulinarischen<br />

Köstlichkeiten, einer atemberaubenden Kulisse<br />

am Neusiedlersee und dem Kennenlernen eines<br />

Teiles der österreichischen Kultur. Uns ist es sehr<br />

wichtig, unsere Gäste zu verwöhnen und für jede<br />

Preisklasse etwas zur Verfügung zu stellen. Wir<br />

bieten auch Backstage-Führungen an, um den<br />

Interessierten den Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen,<br />

auch schon während den Proben. Das<br />

ist natürlich etwas ganz tolles und bringt den Besuchern<br />

die Seefestspiele sehr viel näher. All diese<br />

Dinge und noch vieles mehr, machen das Event<br />

zu etwas ganz Besonderem.<br />

Die Seefestspiele in Mörbisch sind ein großer<br />

Wirtschaftsfaktor für die Region. Inwiefern versuchen<br />

Sie auch das Burgenland zu promoten?<br />

»Wir haben auch<br />

heuer wieder<br />

große Überraschungen.<br />

«<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

DAGMAR SCHELLEN-<br />

BERGER, geboren am<br />

8. Juni 1958, erhielt ihre<br />

musikalische Ausbildung an<br />

der Hochschule für Musik<br />

in Dresden. Die deutsche<br />

Opern-, Operetten-, Musical-,<br />

Lied- und Konzertsängerin<br />

in der Stimmlage<br />

Sopran, gewann noch als<br />

Studentin den Internationalen<br />

Dvorak Gesangswettbewerb<br />

in Karlsbad, welcher<br />

gleichzeitig der Startpunkt<br />

für ihre internationale Karriere<br />

war. Ihre erfolgreiche<br />

Tätigkeit als Sängerin führte<br />

sie zu Destinationen auf der<br />

ganzen Welt, bevor sie im<br />

Frühjahr 2011 als designierte<br />

Intendantin der Seefestspiele<br />

Mörbisch ausgewählt<br />

wurde. Dort ist sie nicht nur<br />

hinter den Kulissen, sondern<br />

auch auf der Bühne tätig.<br />

Szene aus „Viktoria<br />

und ihr Husar“<br />

Die Festspiele sind nicht nur ein wichtiger<br />

Wirtschaftsfaktor für die Region rund um den<br />

Neusiedlersee, sondern auch für Niederösterreich,<br />

die Steiermark und Ungarn, da die Menschen auch<br />

dort hinfahren, um zu übernachten oder Urlaub<br />

zu machen. Wir versuchen v.a. die angrenzenden<br />

Orte zu fördern, indem wir Weine und Köstlichkeiten<br />

aus der Region anbieten. Es wirken sogar<br />

Kinder aus der lokalen Volksschule mit, worauf<br />

wir sehr stolz sind. Wir haben auch kürzlich einen<br />

‚Freundesverein‘ gegründet, in dem viele unserer<br />

Stammbesucher Mitglied sind – so auch ein Anrainer<br />

aus Mörbisch, der schon bei den allerersten<br />

Seefestspielen tätig war. In den letzten Jahren haben<br />

wir uns sehr bemüht das Image der Seefestspiele<br />

in eine andere Richtung zu lenken und es<br />

für jedes Alter attraktiv zu machen. Somit ist es<br />

sowohl ein Familienevent, als auch für junge Menschen<br />

und langjährige Operettenfans geeignet –<br />

es ist also für jeden etwas dabei.<br />

Aus welchen Gründen fiel die Wahl der Operette<br />

für das Jahr <strong>2016</strong> auf das Stück „Viktoria<br />

und ihr Husar“?<br />

Ich kenne das Stück schon seit vielen Jahren<br />

und weiß, wie facettenreich es ist. Ich selbst durfte<br />

schon darin mitwirken und habe es sehr genossen.<br />

Diese Operette hat sehr viel amerikanische Einflüsse,<br />

ist spritzig und Abrahams wohl jazzigstes Werk.<br />

Im Gegensatz zu „Eine Nacht in Venedig“ vom letzten<br />

Jahr oder „Anatevka“ im Jahr 2014, ist „Viktoria<br />

und ihr Husar“ eine völlig neue Farbe. Das Stück<br />

bietet den Zuschauern eine flotte Liebesgeschichte<br />

mit atemberaubendem Bühnenbild, wundervollen<br />

Tanznummern, Kostümen im zwanziger Jahre<br />

Stil und natürlich, im Herzen der Operette, ganz<br />

besondere Musik mit unglaublichem Wiedererkennungswert.<br />

Somit glänzt die Operette mit Moderne,<br />

lässt aber genug Raum, um auch das in Österreich<br />

sehr geschätzte Traditionelle in Szene zu<br />

setzen. Wir haben auch heuer wieder große Überraschungen<br />

und Besonderheiten für unser Publikum<br />

und freuen uns schon, in staunende Gesichter<br />

zu blicken. Lassen Sie mich nur so viel verraten: Die<br />

Zuschauer werden Zeuge Viktorias‘ wundervoller-<br />

Reise von Asien bis nach Europa.<br />

•<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 101


WIRTSCHAFT<br />

INTERVIEW<br />

Das neue Gesicht der VIG<br />

Prof. Elisabeth Stadler ist seit Jänner <strong>2016</strong> Vorstandsvorsitzende<br />

der VIG. Im Interview mit <strong>SOCIETY</strong> erzählt<br />

sie exklusiv über ihre Erfahrungen als eine der erfolgreichsten<br />

Frauen in Österreichs Wirtschaft.<br />

Interview: <strong>SOCIETY</strong><br />

zu machen und mit den eigenen Fähigkeiten positiv<br />

zu punkten. Es ist auch entscheidend, zur<br />

richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.<br />

Werden Sie in ihrer Führungsrolle oft stereotypisiert<br />

in die Schublade der emotionsgeleiteten,<br />

sicherheitsbedürftigen Frau gesteckt?<br />

Wenn dem so ist, wie gehen Sie mit solch einer<br />

Zuschreibung um?<br />

Mit Schubladisierungen sind Frauen leider<br />

immer wieder konfrontiert. Was allerdings generell<br />

zu beobachten ist: Die Zahl qualifizierter<br />

Frauen in der Arbeitswelt steigt stetig. Dies lässt<br />

den Schluss zu, dass in den nächsten Jahren auch<br />

mehr Managerinnen in die Top-Ebenen der Unternehmenswelt<br />

aufsteigen werden.<br />

Gibt es Ihrer Meinung nach Unterschiede im<br />

Führungsverhalten von Frauen und Männern?<br />

Frauen in Führungspositionen, was ja leider<br />

immer noch eine Ausnahmeerscheinung darstellt,<br />

zeichnen sich vor allem durch emotionale<br />

Intelligenz und soziale Kompetenz aus. Einige<br />

Studien belegen, dass Unternehmen, die von<br />

Frauen geführt werden, generell erfolgreicher<br />

sind als männergeführte Firmen. Im Rahmen<br />

einer amerikanischen Studie etwa wurden fast<br />

22.000 Unternehmen aus 91 Ländern weltweit<br />

untersucht. Forscher haben festgestellt, dass ein<br />

um 30 Prozent höherer Frauenanteil in der Chefetage<br />

mit einem um 15 Prozent höheren Netto-<br />

Umsatz einhergeht. Dennoch: Laut einer Studie<br />

der Arbeiterkammer liegt der Anteil der Frauen<br />

in diesen Firmen bei mageren sieben Prozent.<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Prof. Elisabeth Stadler wurde<br />

in Langenlois geboren,<br />

verheiratet, Studium der<br />

Versicherungsmathematik<br />

an der Technischen Universität<br />

Wien, ausgezeichnet<br />

mit dem Berufstitel ‚Professorin’<br />

für Erwachsenenbildung,<br />

Generaldirektorin der<br />

Donau Versicherung AG<br />

und Vorstandsvorsitzende<br />

der VIG AG.<br />

Seit Anfang diesen Jahres sind Sie nun<br />

als erste Frau Vorstandsvorsitzende<br />

der Vienna Insurance Group AG. Fiel<br />

es Ihnen schwerer sich gegenüber ihren<br />

männlichen Mitbewerbern durchzusetzen<br />

oder hatte die Geschlechterrolle hier<br />

keine allzu große Bedeutung?<br />

Ich habe mir meine heutige Position über viele<br />

Jahre durch viel Ehrgeiz und Engagement erarbeiten<br />

müssen. Karriere betrachte ich als gesteuerten<br />

Zufall. Ich bin der Meinung, dass es allein<br />

nicht reicht, aufzuzeigen, auf sich aufmerksam<br />

Die Versicherungsbranche gilt in Österreich<br />

nicht unbedingt als frauentypisches Arbeitsfeld.<br />

Haben Sie Tipps für Frauen, um in ähnlich<br />

männerdominierten Branchen bis an die Spitze<br />

zu gelangen?<br />

Frauen sollten sich nicht unterkriegen lassen<br />

und selbstbewusst auftreten. Hier ein Beispiel aus<br />

der Realität: Bei einer Ausschreibung für einen<br />

Job erfüllt die einzige Bewerberin alle fünf Kriterien.<br />

Sie hat trotzdem Zweifel, ob sie gut genug<br />

ist. Die Männer schaffen nur zwei von fünf Anforderungen,<br />

treten aber dennoch so überzeugt auf,<br />

als würden sie alle Kriterien locker erfüllen. •<br />

Foto: Sebastian Reich<br />

102 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


100<br />

Mehr als<br />

MUSEEN UND<br />

AUSSTELLUNGSHÄUSER<br />

Tausend<br />

befinden sich in der<br />

zeitgenössischen Kunstsammlung<br />

40Kunstwerke<br />

der Stadt Wien<br />

Besucherinnen<br />

und<br />

Besucher<br />

5000<br />

Künstlerinnen und Künstler leben in Wien<br />

Eyes On<br />

Europäischer Monat<br />

der Fotografie<br />

Bezahlte Anzeige | pinkhouse.at<br />

€ 11<br />

Millionen<br />

Kunst<br />

in Wien<br />

für<br />

169<br />

„Kunst im öffentlichen<br />

Raum“-Projekte<br />

132<br />

37<br />

davon temporär<br />

permanent<br />

STADT<br />

140<br />

IN ZAHLEN<br />

KUNST WIEN<br />

Wien.<br />

Die Stadt<br />

fürs Leben.<br />

Wien hat heute eine der besten Kunstszenen Europas. In erster Linie ist es ein Erfolg<br />

der Künstlerinnen und Künstler, die auf Grund ihrer Qualität und Professionalität im<br />

internationalen Kunstgeschehen an vorderster Stelle mitmischen. Aber auch ein Erfolg<br />

jener Einrichtungen, die die Kunstschaffenden auf ihrem Weg begleiten, unterstützen<br />

und motivieren. Dazu zählen Ausbildungsstätten auf höchstem Niveau, Museen und<br />

Ausstellungshäuser mit ihren Vermittlungsprogrammen, kompetente Galerien sowie<br />

kaufkräftige KunstsammlerInnen. Nicht zuletzt trägt auch die öffentliche Hand mit<br />

gezielter Subventionspolitik und einem offenen<br />

Klima zur Marke „Kunststadt Wien“ bei.<br />

www.wien.at/kultur-freizeit


WIRTSCHAFT<br />

INTERVIEW<br />

Dr. Walter Koren mit<br />

Bundespräsident Heinz Fischer<br />

Was sind Ihre Prioritäten<br />

als Leiter<br />

der AUSSEN-<br />

W IRTSCH A F T<br />

AUSTRIA?<br />

Mit gewissem<br />

Stolz erfahre ich immer wieder persönlich<br />

aufs Neue, dass sich unsere Unternehmen<br />

international absolut nicht<br />

verstecken müssen. Ganz im Gegenteil,<br />

denn am globalen Parkett gehören die<br />

Österreicher in puncto Topqualität, Innovationskraft,<br />

Know-How und Kreativität<br />

zur Weltspitze. Zahlreiche österreichische<br />

Welt- und Europameister in Nischenbereichen<br />

belegen diese Wahrnehmung<br />

und auch Tatsache. Sehr oft sind diese<br />

Champions in der breiten Öffentlichkeit<br />

allerdings nicht bekannt, vielmehr in der<br />

jeweiligen Branche oder eben Nische.<br />

Wer weiß schon, dass 50 Prozent aller<br />

Legosteine mit österreichischen Spritzgussmaschinen<br />

produziert werden, oder<br />

dass der längste Tunnel durch die Alpen,<br />

St. Gotthard in der Schweiz, mit österreichischer<br />

Technologie gebaut worden<br />

ist, oder dass das höchste Gebäude der<br />

Welt, der Burj Khalifa in Dubai, und auch<br />

das neue höchste, der Kingdom-Tower in<br />

Jeddah, mit Hilfe österreichischer Schalungstechnik<br />

hochgezogen wird? Derartige<br />

Beispiele sind unzählig.<br />

Erfolgsfaktor<br />

Nische<br />

<strong>SOCIETY</strong> sprach mit Dr. Walter Koren<br />

über Österreich als Land genialer<br />

Innovationen und die Zukunft der<br />

österreichischen Wirtschaft.<br />

Dazu kommt die unglaubliche Breite<br />

des österreichischen Exportangebotes,<br />

was für uns als AUSSENWIRTSCHAFT<br />

AUSTRIA eine hervorragende Basis für<br />

unsere Motivation, unser Selbstverständnis<br />

und für die gemeinsamen Internationalisierungserfolge<br />

darstellt.<br />

Wir verstehen uns als Partner der österreichischen<br />

Wirtschaft im internationalen<br />

Geschäft. Mit unserem weltweiten<br />

Netz von über 100 Stützpunkten in allen<br />

Kontinenten, 80 Nationalitäten, die 70<br />

Muttersprachen sprechen, sind wir DAS<br />

diverseste, österreichische Dienstleistungsunternehmen<br />

und DIE Internationalisierungsagentur<br />

der österreichischen<br />

Wirtschaft. Unsere Wirtschaftsdelegierten<br />

und deren Teams fungieren als Marktguides<br />

in den unterschiedlichen Weltregionen.<br />

Besonders wichtig ist mir dabei,<br />

dass wir die österreichischen Exporteure<br />

„beim ersten Mal“, d.h. beim Eintritt in<br />

einen neuen Markt, nachhaltig unterstützen<br />

und professionell betreuen.<br />

Es ist grundsätzlich unser Ziel, die<br />

artikulierten Wünsche und Interessen<br />

immer punktgenau und „tailormade“ zu<br />

erfüllen. Wir müssen daher permanent<br />

Fotos:expo austria, fotospeed<br />

104 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


WIRTSCHAFT<br />

INTERVIEW<br />

unsere globale Aufstellung, sowie auch unser<br />

umfangreiches Service, optimieren, denn Kundenzufriedenheit<br />

ist unsere oberste Prämisse.<br />

Eine Bestätigung unserer Arbeit durften wir<br />

zweimal hintereinander mit der Kür zur weltbesten<br />

Trade-Promotion-Organisation erfahren. Dies<br />

ist eine Auszeichnung, die vom International<br />

Trade Center (eine gemeinsame Organisation der<br />

WTO und der UN) alle zwei Jahre vergeben wird.<br />

Welche Schwerpunkte haben Sie sich kurzund<br />

langfristig für Ihre berufliche Tätigkeit gesetzt?<br />

Sehr ermutigend ist, dass die österreichischen<br />

Unternehmen für Megatrends und großen Themen<br />

unserer Zeit – wie etwa Klimawandel, Mobilität,<br />

Urbanisierung, gesundes Altern, Produktion<br />

4.0 und Digitalisierung – gute und geeignete<br />

Lösungen anzubieten haben. In den Stärkefeldern<br />

wie Umwelttechnologie, erneuerbare Energie,<br />

Smart Cities, Infrastruktur, automotiver Sektor,<br />

Eisenbahntechnologie, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik,<br />

Life Science, Maschinenbau sowie<br />

Informations- und Kommunikationstechnologie<br />

gehören wir zur Weltspitze.<br />

Oft weiß die Bevölkerung dies aber noch<br />

nicht, denn Österreichs Image ist im Auge des<br />

internationalen Betrachters recht stark von den<br />

Themen Kultur, Natur, Tourismus und Sport geprägt.<br />

Das ist gut, weil es viele Besucher zu uns<br />

bringt, doch andererseits stehen im verschärften,<br />

globalen Wettbewerb gerade kleinere Länder vor<br />

der zunehmenden Herausforderung, wie sie die<br />

Stärken und Vorzüge ihrer gesamten Wirtschaft<br />

besser in‘s globale Rampenlicht rücken können.<br />

Um diese qualitativen Wettbewerbsvorteile in<br />

der weiten Welt noch stärker zu kommunizieren,<br />

haben wir für den internationalen Auftritt das<br />

werbliche Erscheinungsbild der österreichischen<br />

Wirtschaft auf neue Beine gestellt, erfolgreich<br />

ausgerollt und verankert.<br />

Dieses basiert auf einem Dachmarkenkonzept<br />

und spiegelt den Einfallsreichtum, die Genialität<br />

und die Einzigartigkeit österreichischer Unternehmen<br />

und ihrer Produkte eindrucksvoll wider.<br />

Die Marke gibt Orientierung und ist wegweisend;<br />

sie ist ein lebendiges, zukunftsgerichtetes System,<br />

das sich wie unsere Exportwirtschaft ständig weiterentwickelt.<br />

Für viele Menschen außerhalb Österreichs<br />

ist es regelrecht überraschend herauszufinden,<br />

wo Österreich überall involviert ist.<br />

Das Austria A ist dafür ein sichtbares Symbol,<br />

das mit markanten Slogans wie „Surprisingly<br />

Ingenious“, „World Class Partners“, „Obsessive<br />

About Quality“, „Creative Approaches“, “Technology<br />

Wizards” oder “Industry At Its Best” unterstrichen<br />

wird.<br />

Mit finanzieller Hilfe von „go-international“<br />

erweitern wir sukzessive unseren Aktionsradius,<br />

sowohl in Richtung internationale Technologiekooperationen,<br />

Bildungsexport, internationale<br />

Finanzinstitutionen und deren Projekte in den<br />

Emerging Markets, Wirtschaft und Entwicklung,<br />

»Wenn der Wind<br />

des Wandels<br />

weht, fahren die<br />

einen zurück in<br />

den Hafen, die<br />

anderen setzen<br />

die Segel neu.<br />

«<br />

Dr. Walter Koren mit I.K.H.<br />

Prinzessin Djigma Abze aus<br />

Burkina Faso<br />

CSR, als auch bei einem neu aufzusetzenden<br />

Trend- und Innovationsmanagement.<br />

Wir werden 20–25 AußenwirtschaftsCenter zu<br />

InnovationsCentern ausbauen, die Trends in den<br />

verschiedenen Branchen, sowie wegweisende,<br />

teils disruptive, Innovationen aufspüren und den<br />

österreichischen Unternehmen näher bringen<br />

sollen.<br />

Wenn der Wind des Wandels weht, fahren die<br />

einen zurück in den Hafen, die anderen setzen<br />

die Segel neu – das machen wir unseren erfolgreichen<br />

Olympioniken nach.<br />

Können Sie mir ein Paradebeispiel einer Situation<br />

nennen, die Sie beruflich besonders geprägt<br />

hat?<br />

Ende Februar 1994 durfte ich als „kleinstes<br />

Rad am Wagen“ Teil der offiziellen Verhandlungsdelegation<br />

für den österreichischen EU-Beitritt<br />

sein. Es waren 60 höchst spannende Stunden<br />

Verhandlungsmarathon in Brüssel, wo auch die<br />

Uhren angehalten werden mussten, um noch vor<br />

dem 1. März die österreichische Mitgliedschaft –<br />

vorbehaltlich des Referendums – in trockene Tücher<br />

zu bringen.<br />

Als beispielsweise im Streit um die Ökopunkte<br />

über den Brenner die österreichische Delegation<br />

in den Katakomben des Berlaymont zunehmend<br />

der einsetzenden Ermattung erlag, wurde zu später<br />

Stunde der Ruf nach Nahrung laut. Ich durfte<br />

gemeinsam mit dem österreichischen EU-Wirtschaftsdelegierten<br />

als Pizza-Lieferant fungieren,<br />

denn Erfolg geht bekanntlich auch durch den Magen.<br />

Das Verhandlungsergebnis, und damit die<br />

Erfolgsstory der österreichischen EU-Mitgliedschaft,<br />

hält bei allen Ups und Downs weiter an.<br />

Es ist nicht immer nur die Ratio, die gewinnt.<br />

Es sind vor allem die Emotion und Motivation, die<br />

eine entscheidende Rolle spielen – eben auch im<br />

Berufsleben.<br />

•<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 105


WIRTSCHAFT<br />

RECHT<br />

Das Parlament in Belgrad<br />

DER AUTOR<br />

DANIEL GROS<br />

Head of SEE Desk bei<br />

LANSKY, GANZGER +<br />

partner Rechtsanwälte |<br />

Attorneys at Law<br />

www.lgp-lawyers.com<br />

M: +43 676 885 335830<br />

Ausbildung:<br />

2013 London School of Economics,<br />

Völkerrecht,<br />

seit 2007 Universität Wien,<br />

Studium der Rechtswissenschaften<br />

2010 Universität Haifa, Israel,<br />

rechtswissenschaftliche<br />

Fakultät/<br />

Universität Baltimore, Maryland,<br />

American Case Law<br />

System<br />

2008 PKU Peking Universität,<br />

Politikwissenschaften -<br />

Amerika, Asien und Europa<br />

seit 2010 juristischer<br />

Mitarbeiter bei LANSKY,<br />

GANZGER + partner. 2008 -<br />

2010 Business Development<br />

bei Grimex Holding GmbH,<br />

2008 Projektentwickler bei<br />

der Immoinvest Belgrad.<br />

2005 Praktikant bei LANS-<br />

KY, GANZGER + partner.<br />

Klares Votum für<br />

Fortsetzung der<br />

EU-Integration<br />

Bei den Wahlen am 24. April <strong>2016</strong> hat die<br />

Bevölkerung der Republik Serbien für die<br />

Fortsetzung der EU-Integration gestimmt.<br />

Text: Daniel Gros<br />

INFO<br />

LANSKY,<br />

GANZGER +<br />

PARTNER<br />

Mit 140 Rechtsanwälten und<br />

Mitarbeitern aus mehr als<br />

zwanzig Ländern hat sich<br />

die in Wien ansässige Kanzlei<br />

Lansky, Ganzger + partner<br />

als eine der führenden<br />

Anwaltsfirmen in Österreich<br />

und der Slowakei etabliert.<br />

Die Firma mit Büros in Wien<br />

(Österreich), Bratislava<br />

(Slowakei), Baku (Aserbaidschan)<br />

und Astana (Kasachstan)<br />

hat eine langjährige<br />

und profunde Erfahrung<br />

und bietet ein allumfassendes,<br />

fachübergreifendes<br />

und überregionales Service<br />

auf höchstem Niveau.<br />

Die Fortschrittspartei (SNS) unter<br />

Aleksandar VuČić behält mit 48<br />

Prozent die absolute Mehrheit im<br />

Parlament. Das Land hat bereits<br />

seit dem Jahr 2012 den Status eines<br />

EU-Beitrittskandidaten. Das Screening – die Identifikation<br />

nationaler Rechtsnormen, die vor dem<br />

EU-Beitritt angepasst werden müssen – wurde im<br />

März 2015 abgeschlossen. Serbien hat die beiden<br />

ersten Verhandlungskapitel im Dezember letzten<br />

Jahres eröffnet – Kapitel 32, über die Finanzkontrolle,<br />

und Kapitel 35, über die Normalisierung der<br />

Beziehungen zu Kosovo und Metochien.<br />

Kapitel 32 umfasst im Wesentlichen zwei Bereiche:<br />

einerseits die interne Finanzkontrolle im<br />

öffentlichen Sektor sowie die externe Rechnungsprüfung,<br />

andererseits den Schutz der finanziellen<br />

Interessen der EU sowie den Schutz des Euro gegen<br />

Geldfälschung. Im Fortschrittsbericht 2015<br />

hat die Kommission die Entwicklung in den Bereichen<br />

„externe Rechnungsprüfung“ und „Schutz<br />

der finanziellen Interessen der EU“ positiv hervorgehoben.<br />

Das Finanzministerium Serbiens<br />

hat außerdem weitere Schritte zur Bekämpfung<br />

der Korruption eingeleitet, zum Beispiel wurde<br />

eine nationale Stelle zur Koordination der Betrugsbekämpfung<br />

in Form einer unabhängigen<br />

Einheit eingerichtet. Klar ist: Es handelt sich um<br />

erste Maßnahmen, die Serbien im Rahmen des<br />

Beitrittsverfahrens ergriffen hat. Sie sollen dem<br />

Land zu einer funktionierenden Marktwirtschaft<br />

verhelfen, um Serbien zu einem attraktiven Investitionsstandort<br />

zu machen.<br />

Kapitel 35 enthält insbesondere die Umsetzung<br />

des First agreement of principles governing<br />

the normalization of relations with Kosovo and<br />

Metohija [Erstes Abkommen über die Grundlagen<br />

der Normalisierung der Beziehungen zu Kosovo<br />

und Metochien], das im April 2013 unterzeichnet<br />

wurde. Außerdem beschreibt dieses Kapitel die<br />

Foto: Lansky, Ganzger + partner, Erich Westendarp<br />

106 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


WIRTSCHAFT<br />

RECHT<br />

Umsetzung einiger wichtiger Abkommen, die zu<br />

einem späteren Zeitpunkt unterzeichnet wurden,<br />

wie zum Beispiel Telekommunikations-, Zoll- und<br />

Energievereinbarungen sowie das Abkommen<br />

über die Gründung einer Assoziation der serbischen<br />

Mehrheitsgemeinden im Nordkosovo.<br />

Im Juni ist die Eröffnung weiterer zentraler<br />

Kapitel für die EU-Mitgliedschaft vorgesehen. Bei<br />

Kapitel 23 (Justiz und Grundrechte) und Kapitel<br />

24 (Freiheit und Sicherheit) handelt es sich um<br />

entscheidende Verhandlungskapitel – sie werden<br />

wegen ihrer Wichtigkeit und Komplexität normalerweise<br />

zu Beginn der Beitrittsverhandlungen<br />

eröffnet und in der Regel als letzte Kapitel<br />

abgeschlossen. Im September 2015 wurden die<br />

erforderlichen Aktionspläne zur Eröffnung beider<br />

Kapitel erfolgreich fertiggestellt. Der für die<br />

EU-Erweiterung zuständige Kommissar Johannes<br />

Hahn hat im vergangenen Februar, nach einem<br />

Treffen mit der serbischen Ministerin für Europäische<br />

Integration, Jadranka Joksimović, in Aussicht<br />

gestellt, dass in Anbetracht der erzielten Fortschritte<br />

die Kapitel 23 und 24 Mitte dieses Jahres<br />

eröffnet werden könnten.<br />

Hinsichtlich Kapitel 23 hat sich Serbien vor allem<br />

auf die Einhaltung der Menschenrechte sowie<br />

auf die Umsetzung von Reformen des Justiz- und<br />

Strafverfolgungssystems zu konzentrieren. Der<br />

Serbien-Bericht der Europäischen Kommission<br />

hält fest, dass die serbischen Institutionen zur<br />

Korruptionsprävention den internationalen Normen<br />

entsprechen und sich insgesamt gut entwickelt<br />

haben. Der Rat für Korruptionsbekämpfung,<br />

der eine Beraterrolle gegenüber der Regierung<br />

einnimmt, hat Fälle „systematischer Korruption“<br />

aufgezeigt und analysiert. Serbien befindet sich<br />

außerdem in der Umsetzungsphase des National<br />

Judicial Reform Strategy Action Plan [Nationaler<br />

Aktionsplan für die Strategie der Rechtsreform],<br />

die 2018 abgeschlossen sein sollte.<br />

Hauptziele von Kapitel 24 sind die Festlegung<br />

einheitlicher Regeln für Grenzkontrollen, Visa,<br />

externe Migration und Asyl sowie die Kooperation<br />

auf EU-Ebene in Justiz- und Polizeiangelegenheiten;<br />

ferner die Bekämpfung des organisierten Verbrechens<br />

und Terrorismus. In allen zu Kapitel 24<br />

gehörenden Bereichen hat Serbien Fortschritte erzielt,<br />

speziell im Kampf gegen Terrorismus sowie<br />

Drogenmissbrauch und illegalem Handel.<br />

Ein funktionierendes Rechtssystem und die<br />

Bekämpfung von institutioneller Korruption sind<br />

unerlässlich, um ein stabiles und investitionsfreundliches<br />

Umfeld zu schaffen. Serbiens Wirtschaft<br />

befindet sich im Aufwind – gelingt es, das<br />

Land auf Reformkurs zu halten, wird sein Markt<br />

in Zukunft noch interessanter.<br />

•<br />

KONTAKT<br />

Lansky, Ganzger<br />

+ partner Rechtsanwälte<br />

GmbH<br />

Biberstraße 5<br />

1010 Wien<br />

Tel.: +43-(0)1-533 3330<br />

E-mail: office@lansky.at<br />

www.lansky.at<br />

AUSTRIA CONNECT<br />

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mit Top-Managern und Experten, den Leitern österreichischer<br />

Niederlassungen sowie Österreichern im jeweiligen Exportmarkt!<br />

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<strong>SOCIETY</strong> 2_2012 | 107


DIVERSITÄT<br />

WIRTSCHAFT<br />

Wirtschaft und Diversity<br />

Seit 2009 leistet die Diversity Abteilung der Wirtschaftskammer<br />

Wien eine Pionier Arbeit für<br />

Wiener UnternehmerInnen zum Thema Vielfalt.<br />

Text: Simon INOU<br />

INFO<br />

Mehr Infos über das Diversity<br />

Referat der Wirtschaftskammer<br />

Wien<br />

www.wko.at/wien/diversity<br />

Seit Jahren ist Migration,<br />

Einwanderung<br />

genauso wie<br />

Auswanderung,<br />

Dauerthema unserer<br />

Gesellschaft. Seit letztem<br />

Juli ist Einwanderung das<br />

meist diskutierte und polarisierende<br />

Thema in den Medien.<br />

Auf der einen Seite sagen<br />

die einen „wir können nicht<br />

die ganze Misere der Welt<br />

bei uns beherbergen. Dafür<br />

haben wir nicht genug Geld<br />

und Ressourcen.“ Die anderen<br />

betonen, dass Österreich<br />

als fünftreichstes Land der<br />

Erde genug Mittel hat, um<br />

sogar noch mehr EinwandererInnen<br />

willkommen zu<br />

heißen. „Außerdem, argumentieren<br />

sie weiter, ÖsterreicherInnen<br />

wandern auch<br />

aus und es ist normal, dass<br />

andere zu uns kommen.“<br />

Beide Lager haben Recht.<br />

So können wir auch in der<br />

politischen Diskussion eine<br />

Kristallisierung dieser Meinungen<br />

in den politischen<br />

Parteien SPÖ, ÖVP, FPÖ, DIE<br />

GRÜNEN und NEOS feststellen.<br />

Das sind Parteien, die<br />

vom Volk gewählt wurden<br />

um im Parlament das Land<br />

zu vertreten, obwohl sie<br />

unterschiedlicher Meinung sind. In einem sind<br />

sich diese Parteien einig: Die Wirtschaft muss<br />

funktionieren, damit die Herausforderungen von<br />

Auswanderung/Einwanderung gemeistert werden<br />

können.<br />

Als Bundeshauptstadt und meist bevölkerte<br />

Stadt Österreichs ist Wien ein globaler Player beim<br />

Thema Vielfalt. Wirtschaftlich wird dieses Thema<br />

seit 2009 in einem eigenen Referat behandelt.<br />

Hier wird Diversity nicht als Defizit wahrgenommen,<br />

sondern als Stärke. Neben Beratungen bis<br />

hin zur Unterstützung von Diversity orientierten<br />

Maßnahmen für große Wiener Unternehmer, leistet<br />

das Diversity Referat der Wirtschaftskammer<br />

Leiterin des Diversity Referats, Melanie Wawra<br />

»<br />

Die Wirtschaft muss<br />

funktionieren, damit<br />

die Herausforderungen<br />

von Auswanderung/<br />

Einwanderung gemeistert<br />

werden können.<br />

«<br />

Melanie Wawra<br />

Wien (WKW) einen historischen<br />

Beitrag zur aktuellen Diskussion<br />

jenseits von Medien Brouhaha<br />

über wie „schlecht die Ausländer<br />

uns wirtschaftlich ausnutzen“.<br />

Melanie Wawra, gebürtige<br />

Oberösterreicherin aus Leonding<br />

und Wahlwienerin seit 2002, leitet<br />

seit 2011 das Diversity Referat<br />

der WKW. Sie hat Sozioökononie<br />

in Wien studiert. Zu den sechs<br />

Kernthemen von Diversity – Alter,<br />

Behinderung, ethnische Zugehörigkeit,<br />

Gender, sexuelle Orientierung<br />

und Weltanschauung –<br />

leistet ihre Abteilung kostenlose<br />

Beratung, gestaltet Netzwerktreffen<br />

und unterstützt das Erlernen<br />

der deutschen Sprache für die,<br />

die es dringendst brauchen um<br />

so schnell wie möglich in Wien<br />

unternehmerisch tätig zu sein.<br />

Die Abteilung mit acht MitarbeiterInnen<br />

hat eine Diversity Quote<br />

von hundert Prozent, sagt Wawra<br />

stolz im Gespräch mit <strong>SOCIETY</strong>.<br />

Hier fürchtet man sich nicht<br />

vor Themen wie Rassismus oder<br />

Ausschluss-Mechanismen in der<br />

Gesellschaft. Im Gegenteil: „Wir<br />

packen dieses Problem mit unserem<br />

großen Pool an Experten an<br />

und finden immer eine Lösung<br />

für Wiener UnternehmerInnen“,<br />

sagt Wawra.<br />

Außerdem wurde aus der Initiative<br />

der WKW und der Wirtschaftskammer Österreich<br />

im Jahre 2010 die österrechische Charta der<br />

Vielfalt ins Leben gerufen. Von anfänglich elf unterzeichnenden<br />

Unternehmen ist die Charta mittlerweile<br />

auf aktuell über 170 Unterzeichner angewachsen,<br />

zu denen ebenso private Unternehmen<br />

wie Organisationen aus dem öffentlichen Sektor<br />

zählen. Ziel der Charta ist die Bekämpfung von<br />

Diskriminierung in verschiedenen Bereichen wie<br />

Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft, Hautfarbe,<br />

Behinderung, sexuelle Ausrichtung, Religion und<br />

persönliche Werte. Ein klares Statement der Wirtschaftstreibenden<br />

in Richtung gesellschaftliche<br />

Akzeptanz aller, die hier leben.<br />

•<br />

Fotos: wkw<br />

108 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


Eine Kultur des<br />

Vertrauens<br />

DIVERSITÄT<br />

BILDUNG<br />

Kulturspezifische Standards und Normen sollen<br />

die Gestaltung vertrauensvoller internationaler<br />

Beziehungen und Partnerschaften unterstützen.<br />

Um Handlungssicherheit und Vertrauen aufzubauen<br />

reicht das nicht immer.<br />

Text: Isabella Andric<br />

Fotos: Mag. Barbara Vanessa Ederer, daniel stricker<br />

Vertrauen wir einfach darauf, dass wir<br />

es richtig machen.<br />

Im beruflichen Umfeld steht Vertrauen<br />

in direkter Relation zu Effizienz<br />

und Effektivität. Teams, die eine<br />

Kultur des Vertrauens erfolgreich leben, sind schneller<br />

und produktiver. Rollen und Aufgaben, Verpflichtungen<br />

und Erwartungen sind klar geregelt und die<br />

persönliche Verantwortung des Einzelnen nimmt<br />

dabei einen besonderen Stellenwert ein. Gegen eventuelle<br />

Unsicherheiten gibt es zusätzlich in manchen<br />

Situationen schriftliche Vereinbarungen. Die „Sache“<br />

erhält so einen höheren Wert als die persönliche<br />

Beziehung.<br />

Im asiatischen Kulturkreis steht die persönliche<br />

Verantwortung der Beteiligten über schriftlichen<br />

Vereinbarungen und Verträgen. Vertrauen entsteht<br />

durch eine Balance aus Nehmen und Geben. Ziel ist<br />

Harmonie, nach innen und außen. Das Denken und<br />

Tun orientiert sich am großen Ganzen. Der Schlüssel<br />

dazu ist das Konzept des Gesicht-Wahrens. Es ist<br />

die Voraussetzung für den Aufbau von Vertrauen<br />

und bietet einen klar definierten Code of Conduct<br />

für Kooperationen und Partnerschaften.<br />

Aristoteles unterscheidet Partnerschaften, die auf<br />

Wahrhaftigkeit und Wertschätzung in allen Lebenslagen<br />

aufbauen und jenen, die einen Nutzen oder<br />

Unterhaltungswert bieten. Das asiatische Streben<br />

nach Harmonie zielt darauf ab, sämtliche Ebenen<br />

zu integrieren, so dass starke, vertrauenswürdige<br />

und langfristige Beziehungen entstehen, die einen<br />

Mehrwert durch gemeinsame Ziele und Vorteile bieten.<br />

Wichtig sind Wahrhaftigkeit und Integrität –<br />

eine Gegenseitigkeit, die auf Einfühlungsvermögen,<br />

Wertschätzung und Respekt aufbaut.<br />

•<br />

Brücken aus Vertrauen bauen<br />

Was jedoch, wenn es in internationalen Beziehungen<br />

zu Konflikten und Missverständnissen<br />

kommt und der Versuch eine Brücke zu schlagen<br />

abgewiesen oder überspielt wird? Im asiatischen<br />

Es gilt die Balance<br />

zu halten<br />

Kulturkreis bedeutet das Eingeständnis von Versagen<br />

vor Dritten einen Gesichtsverlust. Schwäche zu<br />

zeigen wäre ein vollkommener Gesichtsverlust. So<br />

werden Fehler verschwiegen oder Ausreden genutzt.<br />

Das Gesicht zu wahren ist wichtiger als die Wahrheit.<br />

Es widerspricht den europäischen Werten der<br />

Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit. Interkulturell ist es<br />

jetzt doppelt herausfordernd eine Brücke zu schlagen.<br />

Ein Clash of Cultures ist vorprogrammiert.<br />

Ein Balanceakt aus Geben und Nehmen. Vertrauen<br />

baut auf Harmonie auf – einer Balance aus Geben<br />

und Nehmen. Nehmen wir die „Ausrede“ des<br />

asiatischen Geschäftspartners an, geben wir Gesicht<br />

und stärken die Vertrauensebene für eine weitere<br />

Zusammenarbeit. Es ist bedeutungslos, was wirklich<br />

geschehen ist. Wichtig sind die Beziehung und das<br />

Vertrauen zueinander – besonders in schwierigen Situationen.<br />

Im Kontext anonymer Großstädte nimmt<br />

die Verpflichtung zu wert-vollem Handeln leider ab.<br />

Der Wert des Vertrauens bleibt trotzdem hoch, denn<br />

es ist die einzige Währung die zählt. •<br />

ZUR PERSON<br />

Isabella Andric, MA, ist<br />

interkulturelle Kommunikationsberaterin<br />

und hat<br />

mehr als 15 Jahre berufliche<br />

Erfahrung, davon über zehn<br />

Jahre als internationale<br />

Projektleiterin, u. a. auch für<br />

österreichische Ministerien<br />

und die Europäische<br />

Kommission. Sie kennt die<br />

Herausforderungen der<br />

internationalen Zusammenarbeit.<br />

Als Migrantin<br />

der zweiten Generation mit<br />

serbischer Herkunft kennt<br />

sie die Hindernisse sowie<br />

das Glück einer erfolgreichen<br />

kulturellen Integration<br />

auf lokaler Ebene. Seit über<br />

zehn Jahren setzt sie sich<br />

mit interkulturellen Theorien,<br />

Modellen und Inhalten<br />

auseinander und entwickelt<br />

innovative Formate und<br />

Konzepte für die interkulturelle<br />

Aus- und Weiterbildung.<br />

2013 hat sie das<br />

Unternehmen ISA.EU.COM<br />

gegründet.<br />

www.isa.eu.com<br />

www.integrationscoach.eu<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 109


DIVERSITÄT<br />

EVENT<br />

Bei dem „Diversity Walk“ von<br />

SUPER MARKET waren Models<br />

mit und ohne Behinderung die<br />

Stars des Catwalks<br />

Michael Schottenberg mit<br />

Monika Haider<br />

Choreograph des „Diversity<br />

Walks“, Alamande Belfor<br />

Kreativkopf Christian<br />

Hase mit Tänzern<br />

Mit Magie gegen<br />

soziale Kälte<br />

In der Walpurgisnacht wurde beim 9. Diversity Ball<br />

wieder die Vielfalt gefeiert.<br />

In der Nacht vom 30. April<br />

stand der Wiener Kursalon<br />

ganz unter dem<br />

Motto „Magie der Sinne“.<br />

Der von dem Verein<br />

equalizent unter der Leitung<br />

von Monika Haider organisierte<br />

Ball setzte damit auch<br />

dieses Jahr wieder ein Zeichen<br />

für gelebte Vielfalt in unserer<br />

Gesellschaft. Über 2000 Gäste<br />

kamen zum einzigen komplett<br />

barrierefreien Großevent Europas. So wurde etwa<br />

das Programm in Gebärdensprache übersetzt und<br />

ein 3D-Modell der Location half, zusammen mit<br />

„Guiding“- und „Communication-Angels“, dass<br />

sich Menschen mit Sehbehinderung besser am Ball<br />

orientieren und gehörlose Menschen mit Hörenden<br />

barrierefrei kommunizieren konnten. Zusätzlich<br />

luden spezielle Stationen in der Erlebniswelt<br />

der Sinne zum Tasten, Schmecken, Riechen, Sehen<br />

und Hören ein.<br />

Ganz im Sinne des Ballmottos konnten die Gäste<br />

am Roulettetisch ihr Glück versuchen oder die Zauberkünste<br />

des Magierduos Christian Christian &<br />

Harry Fox bestaunen. Zu den Programmhighlights<br />

gehörten die Improvisationstanzperfomance „Der<br />

goldene Balkon“ von Christian Hase und der „Diversity<br />

Walk by SUPER MARKET“ – die vielfältigste<br />

Modeschau des Jahres, die von<br />

Models mit und ohne Behinderung<br />

erarbeitet wurde. Souldiva<br />

Doretta Carter begeisterte<br />

das bunte Publikum aus Drag-<br />

Queens, Lederhosen-, und<br />

Smokingträgern und Menschen<br />

mit und ohne Behinderung<br />

mit ihrer kraftvollen Performance.<br />

Die LED-Tanzshow<br />

der „Pro7 Got To Dance“- Finalisten<br />

Dance Industry setzte<br />

ein weiteres Zeichen für gesellschaftliche Vielfalt.<br />

PickUp-Tänzer sorgten dafür, dass auch wirklich jeder<br />

auf der Tanzfläche auf seine Kosten kam, und<br />

ein „Anbandlspiel“ bot die charmante Gelegenheit,<br />

mit Unbekannten ins Gespräch zu kommen.<br />

Als Ballbotschafter fungierten Behindertenanwalt<br />

Erwin Buchinger und die Stadträtin für<br />

Frauen, Bildung und Jugend, Sandra Frauenberger.<br />

Den Ehrenschutz hatte Ex-Minister Rudolf<br />

Hundstorfer übernommen. Ballorganisatorin<br />

Monika Haider brachte das Motto des Abends folgendermaßen<br />

auf den Punkt: „Ich glaube nach<br />

dieser Nacht hatte jeder das Gefühl: die Welt kann<br />

ein besserer Ort für alle sein, ohne Ausgrenzung<br />

und mit Respekt für Andersartigkeit! Wir haben<br />

viel zu viel Angst vor Andersartigkeit, dieser Ball<br />

nimmt die Angst!“<br />

•<br />

Fotos: Christian Mikes, Moni Fellner, Christine Miess<br />

110 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


GREEN <strong>SOCIETY</strong><br />

LEBENSART<br />

Zeit zum Bäume pflanzen<br />

Die Starkl’sche Baumschule in Frauenhofen im Tullnerfeld<br />

ist 40 Hektar groß und hat eine lange Geschichte.<br />

Exklusive Bäume vom<br />

Gärtner Starkl verschönern<br />

jeden Garten<br />

Fotos: DI Jutta Fischel, Simone Andress, starkl<br />

1967 wurde das Gartencenter Starkl in<br />

Frauenhofen erbaut und war damals das<br />

erste Pflanzenkaufhaus Österreichs. Mit<br />

über 5.000 Quadratmeter überdachter<br />

Verkaufsfläche und einem riesigen Freigelände,<br />

verfügt es heute neben einem sehenswerten<br />

Schlosspark auch über einen Schaugarten mit<br />

Rosen und Staudenbeeten und einen ‚Baumgarten‘<br />

mit ausgesuchten Solitärbäumen. Wer sich Anregungen<br />

für seinen Garten holen möchte, wird hier<br />

fündig. Anton Starkl führt mit seiner Frau Helga<br />

den Betrieb, zwei seiner Söhne arbeiten mit: Rudolf<br />

leitet die Umsetzung der Gartenplanung und<br />

Martin unterstützt seine Mutter im Gartencenter.<br />

Dass hier Profis zu Hause sind, merkt der Besucher<br />

gleich, wenn er ankommt. Das Bild prägen blühende<br />

Beete und große, alte Bäume.<br />

Im Schlosspark wird den Kunden Erholung und<br />

Anregung zugleich geboten. Die Besonderheiten<br />

der Produktion sind Bäume, die ein stattliches Alter<br />

von bis zu 50 Jahren haben – mehr als ein halbes<br />

Menschenalter. Sowohl im Verkauf als auch in der<br />

Produktion wird Wert auf natürliche Wirkstoffe<br />

gesetzt. Die Pflanzen werden innerhalb kürzester<br />

Zeit, ohne lange Transportwege, zu den Kunden<br />

gebracht.<br />

Baumschulbesitzer Anton Starkl, Gärtner aus<br />

Leidenschaft, lebt seine Liebe zu besonderen Formgehölzen<br />

im eigenen Betrieb aus und greift oft<br />

auch selbst zur Schere, um den skulpturartig formierten<br />

Föhren, Eiben und Hainbuchen den letzten<br />

Schliff zu geben.<br />

•<br />

Die Familie Starkl: Anton Starkl und<br />

Gattin Dr. Helga Starkl<br />

KONTAKT<br />

Gärtner Starkl<br />

Anton Starkl GmbH<br />

Gärtnerstr. 4<br />

A-3430 Frauenhofen/Tulln<br />

www.starkl.at<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 111


GREEN <strong>SOCIETY</strong><br />

PRODUKTTIPPS<br />

Green Beauty<br />

Schönheit kommt aus<br />

den Schätzen der Natur,<br />

Meersalz aus der Bretagne<br />

macht glatte Haut, Rosenstammzellen<br />

revitalisieren<br />

und Brokkoli macht<br />

glänzendes Haar.<br />

1<br />

1GLATTE SACHE<br />

Tautropfen fluidum Sanftes<br />

Körperpeeling mit Meersalz<br />

Aus dem klaren Wasser des Iroise Biosphärenreservats<br />

in der Bretagne stammen die Braunalgen<br />

der Tautropfen fluidum Serie, die mit ihren<br />

Wirkstoffen empfindliche und feuchtigkeitsarme<br />

Haut stärken. Das Körperpeeling<br />

glättet raue<br />

Haut sanft mit Meersalz<br />

und schenkt dem Körper<br />

pure Erholung und<br />

das frische Gefühl wie<br />

nach einem langen Spaziergang<br />

an der bretonischen<br />

Küste.<br />

www.tautropfen.com<br />

2SCHWARZWÄL-<br />

DER SCHÖNHEIT<br />

Annemarie Börlind<br />

sierende Tagescreme<br />

ENERGYNATURE Vitali-<br />

Diese zart nach Rosen duftende, vegane<br />

Tagespflege mit dreifach Wirkung wirkt<br />

schützend, energetisierend und vitalisierend<br />

bei normaler bis trockener Haut.<br />

Der neue Wirkstoff aus den Stammzellen<br />

der „black forest rose“ unterstützt die<br />

Kollagenproduktion und sorgt so für eine<br />

elastische Haut. Außerdem erhöht er den<br />

Wassertransport in den Zellen, wodurch<br />

der Teint besser mit Feuchtigkeit versorgt<br />

wird und stimuliert die Hyaluronsäureproduktion.<br />

www.products.boerlind.com<br />

112 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


Fotos: tautropfen, annemarie börlind, rivelles, the organic pharmacy, andreas hofmann, tanja tauchhammer<br />

4GESUND UND<br />

Conditioner<br />

SCHÖN<br />

Rivelles Brokkoli Silky<br />

Brokkoli ist nicht nur gesund,<br />

sondern macht auch sprödes Haar wieder<br />

glänzend. Der vegane Silky Conditioner<br />

versorgt strapazierte Längen nachhaltig<br />

mit Feuchtigkeit und macht sie wieder<br />

kämmbar – und das gänzlich ohne Silikone.<br />

Der im Wienerwald hergestellte Conditioner<br />

enthält Inhaltsstoffe in Bio-Qualität,<br />

die Verpackung ist aus recyceltem<br />

Kunststoff, so verschönert er nicht nur das<br />

Haar, sondern auch die Umwelt.<br />

www.rivelles.com<br />

3SONNENBADEN<br />

OHNE REUE<br />

The Organic Pharmacy<br />

Cellular Protection Sun<br />

Cream<br />

Sonnenschutz ohne hormonaktive Substanzen<br />

– Die Cellular Protection Sun<br />

Cream enthält farbloses Zink, das effektiven<br />

UVA- und UVB-Schutz verleiht ohne<br />

lästige weiße Rückstände auf der Haut zu<br />

hinterlassen. Extrakte aus Karanjabaum,<br />

Perlen, rotem, weißem und grünem Tee<br />

schützen die Haut, Sheabutter und Hagebutte<br />

versorgen sie zusätzlich mit Feuchtigkeit.<br />

Mit verschiedenen SPF erhältlich.<br />

www.greenglam.de<br />

5SCHÖNHEIT AUS<br />

DEM WIENER-<br />

WALD<br />

Rivelles aktiva<br />

Gesichtsöl<br />

Kaum sichtbare Entzündungen können die<br />

Hautalterung beschleunigen, das vegane aktivia<br />

Gesichtsöl wirkt diesen mit Samenölen<br />

in Bio-Qualität aus Himbeeren, Johannisbeeren<br />

und Koriander natürlich entgegen.<br />

Diese wirken entzündungshemmend, zellregenerierend,<br />

erhöhen die Hautelastizität<br />

und stärken die Hautbarriere. Das zart nach<br />

Koriander duftende Gesichtsöl zieht schnell<br />

ein ohne einen Fettfilm zu hinterlassen.<br />

www.rivelles.com<br />

<strong>SOCIETY</strong><br />

BEAUTY TIPP<br />

TANJA TAUCHHAMMER<br />

Sea-Salt Spray<br />

für die Haare<br />

Nie sind die Haare so schön<br />

wie im Strandurlaub. Das<br />

liegt vor allem an der<br />

Wirkung des Salzwassers,<br />

das für schön definierte Wellen<br />

sorgt. Den coolen Beach-Waves<br />

Look kann man sich ganz leicht<br />

selber zaubern, ohne ein Ticket in<br />

den Süden zu buchen. In dieser<br />

Anleitung zeige ich, wie’s geht. Sie<br />

brauchen dafür folgende Zutaten:<br />

• 210 g Kamillenwasser<br />

oder destilliertes Wasser<br />

• 1 EL Flohsamen<br />

• 1TL feinkörniges Meersalz<br />

• 1TL Kokosöl<br />

• 10 Tropfen ätherisches Orangenöl<br />

(optional)<br />

In einem<br />

kleinen Topf<br />

erhitzt man<br />

130g des<br />

Kamillenwassers<br />

und gibt<br />

die in einen<br />

Teefilter<br />

gepackten<br />

Flohsamen<br />

dazu. Man<br />

kocht alles<br />

lange<br />

auf kleiner<br />

Flamme, bis das Kamillenwasser<br />

zu einem Gel geworden ist und mit<br />

dem Finger Fäden gezogen werden<br />

können. Dieses Gel gibt man danach<br />

in ein Gefäß mit Schraubdeckel und<br />

fügt den Rest des Kamillenwassers<br />

sowie Salz und das geschmolzene<br />

Kokosöl hinzu. Wer möchte, kann<br />

noch mit ätherischem Öl beduften.<br />

Danach das Gefäß gut verschließen<br />

und durch Schütteln die Inhaltsstoffe<br />

miteinander verbinden. Nun kann<br />

das Sea-Salt Spray in einen Pumpzerstäuber<br />

umgefüllt und verwendet<br />

werden. Sofortiges Strandfeeling!<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 113


LIFE & STYLE<br />

MODE<br />

Bikinis aus<br />

Fischernetzen<br />

Magaret and Hermione denkt Bademode neu und<br />

vereint Nachhaltigkeit und Schönheit gekonnt miteinander.<br />

Die Bademode der Jungdesignerinnen ist<br />

im Netz bereits ein Hit.<br />

Margaret and Hermione. Der Name<br />

eures Labels entspricht den Vornamen<br />

Eurer Großmütter. Wieso<br />

habt Ihr Euch für genau diesen<br />

Markennamen entschieden?<br />

Ehrlich gesagt: Die Namensfindung war eines<br />

der schwierigsten Dinge überhaupt. Das Naheliegendste<br />

wären die eigenen Namen gewesen, aber<br />

unsere Namen klingen leider weniger charmant...<br />

Wir wollten aber keinen Fantasie-Namen kreieren,<br />

sondern den Namen in Verbindung mit uns selbst<br />

setzen. So kamen unsere Omas in’s Spiel.<br />

Das Ausgangsmaterial für die Bikinis und Badeanzüge<br />

sind nicht mehr verwendete Fischernetze,<br />

die im Meer herumtreiben. Jährlich sterben<br />

tausende Meeresbewohner in diesen sogenannten<br />

Geisternetzen. Durch die Verarbeitung der Netze<br />

wirkt man dieser Bedrohung entgegen. Die abgefischten<br />

Netze werden zu einem Garn und in weiterer<br />

Folge zu hochwertigen Bademodestoffen in<br />

Italien verarbeitet. Die Stoffe werden mit den von<br />

uns handgezeichneten Prints bedruckt. Produziert<br />

wird in einer kleinen, auf Bademode spezialisierten<br />

Manufaktur in Kroatien.<br />

Margaret und Hermione Designerinnen<br />

Barbara Gölles und Andrea Kollar<br />

INFO<br />

MARGARET AND<br />

HERMIONE<br />

Seit Ende Februar <strong>2016</strong> ist<br />

nun die erste Kollektion<br />

„Coco Lime and Beasts“<br />

im MARGARET AND<br />

HERMIONE Online-Shop,<br />

wie auch österreichweit<br />

in ausgewählten Shops<br />

erhältlich. Die Gründerinnen<br />

Barbara Gölles, Designerin<br />

des Labels, und Andrea<br />

Kollar, verantwortlich für die<br />

Illustrationen, studierten gemeinsam<br />

an der Universität<br />

für Angewandte Kunst.<br />

www.margarethermione.com<br />

Eure Designs sind frisch, bunt, sommerlich<br />

und dennoch klassisch. Woher schöpft Ihr eure<br />

Inspiration – sowohl für die Schnitte, als auch<br />

für die Illustrationen?<br />

Der Alltag liefert die Inspirationen. Es sind<br />

weniger Dinge, als Momente, die ein Gefühl, eine<br />

Stimmung aufkommen lassen. Daraus entsteht<br />

eine Idee, an der man weiterspinnt und feilt. Die<br />

Schnitte sollen tragbar und unkompliziert sein –<br />

Schnitte, in denen man sich wohl und sexy fühlt.<br />

Die Passform und Verarbeitung sind das A und O.<br />

Bei den Prints hingegen kann es schon mal wild<br />

werden und der Humor darf auf keinen Fall fehlen.<br />

Unsere Bademode soll Spaß machen!<br />

Ein einzigartiges Unterscheidungskriterium<br />

eurer Bikinis und Badeanzüge ist die Tatsache,<br />

dass sie aus Fischernetzen hergestellt werden.<br />

Doch wie genau wird aus einem Fischernetz<br />

trendige Bademode für Frauen?<br />

Die Verwendung von Fischernetzen ist nicht<br />

nur individuell, sondern auch nachhaltig. Warum<br />

ist Euch der Gedanke der Nachhaltigkeit so<br />

wichtig?<br />

Mode ist extrem schnelllebig, ständig wird eine<br />

neue Kollektion auf den Markt gebracht. Uns war<br />

klar: Wenn wir Bademode machen, dann nur in Verbindung<br />

mit Nachhaltigkeit. Wir wollen nicht nur<br />

ein Produkt anbieten, das von außen, sondern auch<br />

von innen schön ist.<br />

•<br />

Fotos: margaret und hermione<br />

114 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


LIFE & STYLE<br />

INTERVIEW<br />

ZUR PERSON<br />

Insekten auf den Speiseplan<br />

„Insekten zum Essen“ ist das österreichweit erste<br />

Start-up im Bereich des Verzehrs von Insekten. Gründer<br />

Christoph Thomann im Gespräch mit <strong>SOCIETY</strong>.<br />

Christoph Thomann, MA<br />

Geboren in Wien, Bachelor<br />

und Master of Arts in<br />

Business in Gesundheitsmanagement<br />

an der IMC<br />

Fachhochschule Krems,<br />

seit 11.2015 Gründer und<br />

Geschäftsführer „Insekten<br />

zum Essen“<br />

Fotos: Dominik Geider<br />

Der genussvolle Verzehr von Insekten<br />

ist in vielen Ländern Asiens<br />

schon lange fester Bestandteil der<br />

Kultur. Wie schätzen Sie derzeit<br />

die Meinungshaltung der Österreicher<br />

zum Thema Insekten essen ein?<br />

Grundsätzlich erlebe ich großteils sehr positives<br />

Feedback von den Menschen in Österreich.<br />

Einerseits ist es natürlich etwas Neues für die<br />

meisten – oft daher noch mit Spaß, einer Art Mutprobe<br />

verbunden. Dabei werden Fotos geschossen<br />

und gelacht. Allerdings ist das Gute daran, dass es<br />

den Menschen schmeckt, daher trägt die Überzeugungsarbeit<br />

unsererseits langsam Früchte. Viele<br />

haben mittlerweile schon davon gehört, sind offen<br />

zu probieren und sehr interessiert über dieses<br />

Thema mehr zu erfahren. Es ist eine große Freude<br />

diese Einstellung mitbeeinflussen zu können und<br />

die Meinungen vieler diesbezüglich zu wandeln.<br />

Bisher gibt es bundesweit kein vergleichbares<br />

Unternehmen. Was hat Sie dazu gebracht, ihr<br />

Start-up zu gründen?<br />

Langjährig steigende Motivation in diesem Bereich<br />

hat etwas damit zu tun, denn ich beschäftige<br />

mich nun bereits seit vier Jahren mit dem Thema.<br />

Der Ekel, der auch bei mir anfangs vorhanden<br />

war, hat sich bald gelegt. 2014 war ich auf einer<br />

Konferenz in den Niederlanden, wo ich mich weiter<br />

vernetzt und mit vielen Partnern in Europa<br />

ausgetauscht habe. Noch im selben Jahr habe ich<br />

mit zwei Kollegen gemeinsam den Verein Speiseplan<br />

mit dem Ziel, Aufklärungsarbeit zu leisten<br />

und die Bewusstseinsbildung zu fördern, gegründet.<br />

Durch das wachsende, mittlerweile auch mediale,<br />

Interesse erreichte ich letztlich den Punkt,<br />

an dem ich noch mehr machen wollte und mich<br />

somit entschied, selbstständig zu werden. Am Anfang<br />

war die Skepsis groß, doch sie schrumpfte<br />

mit zunehmenden Gesprächen und Veranstaltungen.<br />

Als erster in den Markt einzutreten hat zwar<br />

viele Vorteile, dennoch bedeutet es auch, Pionierarbeit<br />

zu leisten und das Thema komplett aufzubauen;<br />

von der Gesetzgebung, über die richtige<br />

Züchtung und Vermarktung, bis hin zur bereits<br />

erwähnten Aufklärungsarbeit. Dies ist alles mit<br />

sehr viel Arbeit verbunden, jedoch auch mit mindestens<br />

genau so viel Spaß.<br />

Insekten sind weder vegetarisch noch vegan<br />

und bilden daher eine ganz eigene Kategorie.<br />

Wer traut sich, Insekten zu essen?<br />

Sowohl Veganer als auch Vegetarier, Fleischesser<br />

und Nicht-Fleischesser. Die Neugierde überwiegt<br />

oft den Ekel, letztlich „trauen“ sich die<br />

meisten.<br />

•<br />

WUSSTEN<br />

SIE, DASS...?<br />

... Insekten uns eine große<br />

Menge an qualitativ hochwertigen<br />

Proteinen liefern?<br />

... Insekten weniger Platz,<br />

Futtermittel und Wasser<br />

benötigen als andere Säugetiere<br />

und auch weniger<br />

Treibhausgase verursachen?<br />

... Insekten relativ geschmacksneutral<br />

und daher<br />

vielfältig einsetzbar sind?<br />

INFO<br />

www.insektenessen.at<br />

www.speiseplan.wien<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong> | 115


GREEN <strong>SOCIETY</strong><br />

INTERVIEW<br />

Blubbernde Leidenschaft<br />

Handgemachtes Eingelegtes ist wieder im Trend.<br />

<strong>SOCIETY</strong> sprach mit Saly Wolfger von BLUB über<br />

die Wiederentdeckung dieser Tradition.<br />

BLUB-Gründer Saly und<br />

Ulrich Wolfger an ihrem<br />

Stand am Yppenmarkt<br />

Renner und der Rest ist Geschichte. Besonders<br />

beliebt ist übrigens, neben unserem Kimchi, das<br />

monatlich wechselnde Chutney und unser Apple-<br />

Mustard. Wir lieben es, auf dem Markt zu stehen<br />

und würden es nicht ändern wollen!<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Ulrich Wolfger wurde in<br />

Leoben geboren. Nach einer<br />

Ausbildung zum Koch<br />

verbrachte er viele Jahre in<br />

Michelin Stern Restaurants<br />

in der Schweiz, Deutschland,<br />

Österreich, Australien,<br />

England, Irland und<br />

Kanada, wo er auch seine<br />

Frau Saly kennenlernte.<br />

Hauptberuflich arbeitet er<br />

als Koch im veganen rawfood<br />

Restaurant „Dancing<br />

Shiva“, wo auch die Produkte<br />

für BLUB hergestellt<br />

werden.<br />

Saly Wolfger wurde in<br />

Kuwait als Tochter eines<br />

syrischen Vaters und einer<br />

philippinischen Mutter<br />

geboren und wuchs im kanadischen<br />

Toronto auf. Sie<br />

ist seit ihrem fünfzehnten<br />

Lebensjahr im Restaurantbereich<br />

tätig. Toronto mit<br />

seiner Vielfalt an internationalen<br />

Restaurants<br />

wie karibisch, afrikanisch<br />

und und südostasiatisch<br />

erweiterte ihren Gaumen<br />

für Geschmäcker aus aller<br />

Welt. Reisen und Essen<br />

sind ihre größten Hobbies<br />

und Kochen wird immer<br />

ihre größte Leidenschaft<br />

sein.<br />

Wann habt ihr begonnen, euer<br />

milchsauer eingelegtes Gemüse<br />

zu produzieren?<br />

Für meinen Mann Ulrich<br />

und mich war Einlegen und<br />

Fermentieren immer schon Teil unseres Lebens.<br />

Als Österreicher wuchs Ulrich mit fermentiertem<br />

Gemüse wie Sauerkraut und Essiggurkerl auf, die<br />

ein großer Teil der hiesigen Esskultur sind. Ich habe<br />

syrisch-philippinische Wurzeln: Syrer lieben eingelegtes<br />

Gemüse wie rote Rüben und Karotten – fermentierte<br />

Fischsauce und eingelegte Mangos waren<br />

schon immer meine philippinischen Favoriten. Bald<br />

haben wir begonnen, diese Dinge selbst herzustellen.<br />

Da wir viel auf Reisen sind, erinnern diese Speisen<br />

uns immer an zuhause. Schon bevor wir uns<br />

kennengelernt hatten, haben wir fermentiert und<br />

eingekocht. BLUB ermöglicht uns jetzt, diese Leidenschaft<br />

mit anderen Menschen zu teilen.<br />

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, so exotische<br />

Produkte wie koreanisches Kimchi auf dem<br />

Markt zu verkaufen?<br />

Wir sind beide gelernte Köche und lieben es,<br />

für Menschen zu kochen und sie mit unseren Kreationen<br />

zu erfreuen. Immer wieder hatten wir<br />

überlegt, ein Restaurant aufzumachen, es war uns<br />

aber wegen der finanziellen Mittel nicht möglich.<br />

Deswegen hatten wir die Idee, einen Marktstand<br />

zu eröffnen. Eines Tages begann Ulrich mit dem<br />

Fermentieren herumzuexperimentieren. Er dachte<br />

dabei an das tolle Kimchi, welches er in Toronto<br />

kennengelernt hatte. Zu dem Zeitpunkt, war in<br />

Wien kein hochwertiges Kimchi zu finden. Das<br />

war für uns die Initialzündung für den Marktstand.<br />

Zuerst hatten wir Angst, dass die Leute<br />

diesen milchsauer-vergorenen, koreanischen Chinakohl<br />

nicht mögen würden und verkauften dazu<br />

noch Sauerkraut, doch unser Kimchi wurde zum<br />

Wofür steht der Name BLUB?<br />

Der Name BLUB steht für das Geräusch, das in<br />

den Tonkrügen während der ersten Wochen der<br />

Fermentation entsteht. Blubb, blubb, blubb.<br />

Ihr verwendet in euren Produkten viel regional<br />

und biologisch angebautes Obst und Gemüse. Was<br />

ist da der Vorteil gegenüber konventioneller Ware?<br />

Wir legen großen Wert auf regionale und biologische<br />

Produkte. Österreich hat in dem Bereich so viel<br />

zu bieten. So wollen wir auch die kleinen Bauern unterstützen,<br />

die so viel Liebe in die Herstellung ihrer<br />

Waren legen. Außerdem bieten diese eine viel größere<br />

Sortenvielfalt: Warum sich für eine entscheiden,<br />

wenn es doch so viele verschiedene gibt? Wir<br />

beziehen einen Großteil unseres Gemüses bei der<br />

Wiener Arche-Noah Gärtnerei Ganger, die Äpfel für<br />

unseren Apple-Mustard stammen von der Familie<br />

Aichinger. Jede Sorte hat ihre speziellen Eigenschaften,<br />

die leider teilweise durch die Uniformisierung<br />

der Agrarindustrie verloren gehen. Wir wollen alte<br />

Varietäten, deswegen kooperieren wir mit Samenschützern<br />

dieser Welt um diese zu erhalten. Hinzu<br />

kommt, dass in den österreichischen Wäldern viele<br />

Pilze und Kräuter zu finden sind, die wir z.B. in unserem<br />

Bärlauchpesto verarbeiten.<br />

Ihr verkauft eure Produkte auf dem Ottakringer<br />

Yppenmarkt und habt inzwischen schon eine<br />

große Fangemeinde aufgebaut. Woher kommt<br />

eurer Meinung nach dieses neue Interesse an<br />

handgemachten Nahrungsmitteln?<br />

Ich glaube die Leute sind gelangweilt von den<br />

immer gleichen Produkten. Wir wollen keine industriell<br />

hergestellte Nahrung, die ist monoton<br />

und alles schmeckt gleich: süß und salzig. Gleichzeitig<br />

wird Qualität wieder wichtig, vor allem, da<br />

die Gesundheit immer mehr zum Thema wird. Internationale<br />

Geschmacksrichtungen haben inzwischen<br />

auch ihren Schrecken verloren. Wir wollen<br />

wieder wissen, wer unsere Nahrung hergestellt<br />

hat. Zurück zu „Mutters Küche“ mit ein bisschen<br />

exotischen Gewürzen, das ist das beste was uns<br />

seit der Industrialisierung passiert ist. Es gibt unseren<br />

Kunden ein gutes Gefühl zu wissen, wer ihre<br />

Nahrung hergestellt hat.<br />

•<br />

Foto: tanja tauchhammer<br />

116 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2016</strong>


GREEN <strong>SOCIETY</strong><br />

LEBENSART<br />

In den Tag mit einem<br />

gesunden Frühstück bei<br />

ERICH starten.<br />

Ein grüner Tag in Wien<br />

Das Thema Nachhaltigkeit ist wichtiger denn je.<br />

Mit unseren Empfehlungen lässt sich ein komplett<br />

grüner Tag in der Bundeshauptstadt verbringen.<br />

Fotos: Christof Wagner, Georg Scheu/ Foto Scheu<br />

9.00–10.30 Frühstück im Erich<br />

Das Erich im 7. Bezirk hat zwar erst vor einigen Monaten<br />

eröffnet, lässt jedoch bereits jetzt die Herzen<br />

der Frühstückliebenden höher schlagen. Mit<br />

Bio-Freilandeiern