Vorsorge-Telegraf

rexfort
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Vorsorge-Telegraf Lösungsbuch für Versicherungen und Finanzen

Stand 07/16

Vorsorge-telegraf

Lösungsbuch für Versicherungen und Finanzen


Kurzvorstellung – Marcus H. Rexfort

Geboren 1970 in Ratingen, gelernter Einzelhandelskauf- und Versicherungsfachmann.

Seit 2003 selbständig in der Assekuranz tätig.

Meine privaten Interessen liegen in der Gestaltung von Reformmodellen

www.reformwunder.de und dem Mitwirken auf kommunalpolitischer Ebene als

parteineutraler und unabhängiger, sachkundiger Bürger.

Mein Lebensmotto lautet:

„… Wer dankbar ist, nie verzagt und stets zufrieden ist auf Erden,

der Gutes tut und selten klagt, der kann dabei sehr glücklich werden ...“

Es muss halt nicht alles immer schneller, teurer und besser sein.

Diese Philosophie lässt mich entspannt arbeiten und gut leben.

Mit dem folgenden e-book versuch ich, in einzelnen Kapiteln komplexe Sachverhalte

kurz und knapp jeweils auf einer Seite verständlich zu erläutern. So soll es Ihnen,

dem interessierten Leser, eine erste und schnelle Orientierungshilfe bieten.

Viel Spaß dabei wünscht Ihnen

Ihr

Marcus Hans Rexfort

Profile im Internet:

Privat:

www.rexfort.info | www.reformwunder.de

Beruflich:

www.rhvk.info | www.vorsorgeoptimierung.info | www.medizinische-forschung.info

Herzlich

Willkommen

bei Ihrem

Rheinischen

Versicherungskontor

Wir untersuchen in Ihrem Auftrag

den Versicherungsmarkt hinsichtlich

des besten Preis-Leistungsverhältnisses

und empfehlen Ihnen den Abschluss

mit einer bestimmten Gesellschaft. Diese

Marktevaluation findet je Versicherungszweig

separat statt, d. h. die Betriebshaftpflichtversicherung

kann mit Versicherer

A, die Sachversicherung mit Versicherer

B und die Personenversicherung mit dem

Versicherer C abgeschlossen werden. Damit

optimieren wir Ihre Prämien und Deckungskonzeptionen.

Dadurch, dass wir nicht an eine bestimmte

Gesellschaft gebunden sind, müssen wir

Ihnen nicht wie der Agenturvertrieb oder

ein Mehrfachagent das zur Verfügung

stehende Produkt verkaufen, sondern wir

suchen die Versicherungsschutzlösung

auf dem Markt, die im Idealfall Ihren Risikogegebenheiten

und Bedürfnissen am

besten entspricht.

Unsere Rechte und Pflichten als Versicherungsmakler

Ihnen gegenüber

regelt der Maklervertrag. Der

Umfang unserer Leistung betrifft regelmäßig

nicht nur die Ermittlung eines ausreichenden

Versicherungsschutzes und

die Vermittlung entsprechender günstiger

Verträge, sondern auch die Verwaltung,

Betreuung und Aktualisierung Ihrer

getätigten Vorsorge.

Ergänzend hierzu können Sie uns durch

eine Maklervollmacht bevollmächtigen

Sie nach außen, z.B. gegenüber den Versicherungsgesellschaften,

als Ihr Sachwalter

zu vertreten. Der Umfang dieser

Vollmacht ist mit Ihnen individuell zu vereinbaren.

Grundsätzlich baut unsere Geschäftsbeziehung

auf Vertrauen. Dieses möchten

wir uns gerne bei Ihnen erarbeiten und

verdienen. Testen Sie uns doch einfach

einmal.


Themenübersicht

Basis-Kodex für Versicherungsvermittler

Compliance- und Verhaltensregeln für Versicherungsmakler

Für die Ausübung meiner Tätigkeit als Versicherungsmakler lege ich die nachfolgenden Regeln zugrunde:

1. Die Tätigkeit als Versicherungsmakler erfolgt auf der Basis von Vertrauen, Integrität und der Bindung an die

Grundsätze eines ehrbaren Kaufmanns bzw. Versicherungsmakler.

2. Kernbestandteil der Vermittlungstätigkeit ist die Beratung des Kunden, die sich an seinen Bedürfnissen

orientiert und regelmäßig aus der Breite des Markts erfolgt. Das berechtigte Interesse des Kunden hat

Vorrang vor dem eigenen Vergütungsinteresse.

3. Die allgemeinen Compliance-Regeln finden Beachtung. Hierzu zählen insbesondere die Einhaltung der

strafrechtlich relevanten Regelungen zu Bestechung und Bestechlichkeit (vgl.§ 299 StGB), der klare Umgang

mit Geschenken, Einladungen und sonstigen Zuwendungen sowie Regeln zur Vermeidung von Kollisionen von

privaten und geschäftlichen Interessen.

4. Beim Umgang mit persönlichen und vertraulichen Daten werden die gesetzlichen Vorschriften beachtet.

Des Weiteren werden die datenschutzrechtlichen und wettbewerbsrechtlichen Vorschriften eingehalten.

5. Die ordnungsgemäße Dokumentation einer gesetzlich vorgeschriebenen Beratung erfolgt mit Sorgfalt.

Es wird dabei beachtet, dass der Gesetzgeber einen Verzicht auf Beratung und/oder Dokumentation nur als

Ausnahme vorgesehen hat.

6. Zu den Grundlagen der Versicherungsmaklertätigkeit gehört die Beratung und Betreuung des Versicherungs-

nehmers auch nach Vertragsschluss während der Dauer des Versicherungsverhältnisses, insbesondere im

Schaden- und Leistungsfall.

7. Bei einer Abwerbung bzw. einer Umdeckung eines Versicherungsvertrages wird stets das Kundeninteresse

beachtet. Der Kunde ist zu bereits bestehenden Versicherungsverträgen zu befragen. Insbesondere im

Lebens- und Krankenversicherungsbereich kann eine Abwerbung von Versicherungsverträgen oft mit erheb-

lichen Nachteilen für den Kunden verbunden sein. Der Kunde ist in jedem Fall über einen eventuell in diesem

Zusammenhang entstehenden Nachteil ausdrücklich aufzuklären. Dies ist Bestandteil der Dokumentation.

8. Die stetige Weiterbildung ist Grundlage der geschäftlichen Tätigkeit als Versicherungsmakler.

Entsprechende Nachweise der Weiterbildung werden stets vorgehalten.

9. Bei Vergütungsregelungen mit Versicherungsunternehmen, insbesondere über Sondervergütungen etc.,

wird beachtet, dass die Unabhängigkeit der Tätigkeit als Versicherungsmakler keine Beeinträchtigung

erfahren darf.

10. Das bewährte Ombudsmannsystem der Versicherungswirtschaft bietet dem Kunden ein unabhängiges,

unbürokratisches System zur Beilegung von Meinungsverschiedenheiten nicht nur mit Versicherungsunter-

nehmen sondern auch mit Versicherungsvermittlern. Der Kunde wird vom Versicherungsmakler auf das

bestehende System in geeigneter Form hingewiesen.

Altersvorsorge – staatliche Fördermöglichkeiten Seite 6

Auszubildende und Studenten Seite 7

Basisrente Seite 8

Bauleistung Seite 9

Berufsunfähigkeit – Beratungsfehler Seite 10

Berufsunfähigkeit – Leistungskriterien Seite 11

Betriebliche Altersvorsorge Seite 12

Betriebliche Krankenversicherung – Mitarbeiterversorgung Seite 13

Bürgerentlastungsgesetz Seite 14

Datenspionage Seite 15

Existenzgründung – betriebliche Risikoabsicherung Seite 16

Garantiezins – Anlageklassen Seite 17

Geschlossene Fonds Seite 18

Gesundheitsfragen Seite 19

Gesundheitsreformen Seite 20

Gruppenunfallversicherung Seite 21

Immobilienfinanzierung Seite 22

Intelligent Investieren Seite 23

Kfz-Versicherung – Leistungsarten Seite 24

Kfz-Versicherung – neue SF Stufen Seite 25

Körperschutzpolicen Seite 26

Krankenversicherung – ein Systemvergleich Seite 27

Krankenversicherung – Dringender Notfall Seite 28/29

Lebensversicherungsreformgesetz Seite 30

Pflege Bahr Seite 31

Rechtsschutz – Prozesshilfe Seite 32

Rentenversicherung – in Zahlen Seite 33

Riestern Seite 34

Stationäre Zusatzversicherung Seite 35

Sterbegeld – Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung Seite 36

Sterbegeld – verwertungssicher und steueroptimiert vererben Seite 37

Sterbetafeln – 120 Monate länger in Rente Seite 38

Steuersparmodell – Immobilie und Denkmalschutz Seite 39

Unfallversicherung Seite 40

Vereins-Veranstaltungshaftpflicht Seite 41

Vermögenswirksame Leistungen Seite 42

Vermögenspolice Seite 43

Vermögenssicherung Seite 44

Vorvertragliche Anzeigenpflichtverletzung Seite 45

Wohngebäude – Hausrat – Haftpflicht Seite 46

Zusatzversicherungen Seite 47

Impressum und Legitimation Seite 49

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Altersvorsorge – staatliche Fördermöglichkeiten

Auszubildende und Studenten

Demographisch bedingte Altersarmut kann – muss aber nicht

sein! Staatliche Anreiz-Systeme und Förderkomponenten

beim individuellen Vermögensaufbau!

Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist

umlagefinanziert. Die aktuellen Beitragszahler

finanzieren die jeweiligen Renten. Was eingezahlt

wird, wird sogleich umgelegt und ausgezahlt. Dies unterscheidet

die GRV von einer privaten Altersvorsorge,

wo das eingezahlte Kapital an den Finanzmärken

über unterschiedliche Anlagezeiträume verzinst und

vermehrt wird, also einer kapitalgeckten personenbezogenen

Altersvorsorge. Während es 2010 noch

51 Mio. Personen im erwerbsfähigen Alter gab, wird

sich diese Zahl innerhalb von 30 Jahren auf 40 Mio.

Personen reduzieren. Gleichzeitig steigt die Zahl der

über 67 jährigen von 15 Mio. auf 22 Mio. Hierdurch ist

die umlagefinanzierte GRV nicht mehr ausfinanziert.

Es wird weniger eingezahlt, als an Renten zukünftig

ausgezahlt werden muss. Altersarmut droht!

Unser Staat bietet vielfältige Förderungsmöglichkeiten

zur Altersvorsorge. Diese werden jedoch von einer

Vielzahl der Menschen nicht genutzt. Einerseits aus

Unkenntnis und anderseits weil Sparen immer mit Konsumverzicht

einhergeht. Unterschätzt wird der Zinseszins-Effekt.

Einem vier Personen-Haushalt mit exemplarisch

45.000 EUR Einkommen bieten sich vielfältige

geförderte Sparformen an.

Die Riester-Rente: Das Ehepaar erhält zusammen 308 EUR

Grundzulagen und insgesamt 600 EUR Kinderzulagen im

Jahr. Der Eigenaufwand beträgt monatlich 75 EUR. Die

staatliche Förderquote beträgt über 50 %. Bei einer Ansparphase

von 35 Jahren erhält das Ehepaar ungefähr

500 EUR Privatrente.

Die betriebliche Altersvorsorge: Bei einer Gehaltsumwandlung

in Höhe von 200 EUR im Monat verzichtet das

Ehepaar lediglich auf 100 EUR Nettoeinkommen durch die

Einsparungen bei den Sozialversicherungen und Steuern.

Bei gleicher Ansparphase erhält das Ehepaar zusätzlich

weitere 600 EUR Privatrente. Beteiligt sich der Arbeitgeber

wie laut Tarifvertrag oftmals üblich mit 20 % in Form eines

Arbeitgeberzuschuss und werden Vermögenswirksame

Leistungen mit investiert, erhöht sich die Altersrente des

Ehepaars auf 900 EUR.

Wird eine Basisrente (Rürup) abgeschlossen, reduziert

sich durch die steuerliche Abzugsfähigkeit der Nettoaufwand

entsprechend der persönlichen Einkommensteuerveranlagung.

Hier würde ein Ehepaar welches monatlich 175 EUR

rund 35 Jahre gut überlegt anlegt zusätzlich

1.400 EUR Rente erhalten. Bei Lohnsteuerklasse III

würden unter 10 % des aktuell verfügbaren Einkommens

zu dieser ergänzenden Altersvorsorge aufgewendet

werden müssen.

Der Staat zahlt hier zusätzlich das Gleiche nochmals in

den jeweiligen Sparvertrag ein. Berücksichtigen wir den

Kaufkraftverlust durch die aktuelle Inflationsrate und die

nachgelagerte Besteuerung dieser Anlageformen bliebe

bei unverändertem Sparverhalten eine Zusatzrente von

400 EUR nach heutiger Kaufkraft in 35 Jahren übrig. Da

aber davon auszugehen ist das dynamisch, entsprechend

der zukünftigen Gehaltsentwicklung gespart wird, würde

die zusätzliche Privatrente wesentlich höher ausfallen

und für einen sehr auskömmlichen Ruhestand sorgen.

Altersarmut muss nicht sein, wenn früh genug mit dem

sparen begonnen wird und die staatlichen Fördermöglichkeiten

sinnvoll genutzt werden.

Quo Vadis ist eine lateinische Phrase und bedeutet

„Wohin gehst Du?“

Diese Frage stellen sich viele Berufsanfänger und

deren Eltern gerade dann, wenn das erste Ausbildungsjahr

begonnen hat.

Eine Antwort hierauf fällt nicht leicht, wobei jedoch das

erfolgreich absolvierte Bewerbungsverfahren, welches

zum Erhalt eines Ausbildungsplatzes führte, den ersten

beruflichen Erfolg darstellt. Welche Gefahren, sei es durch

ein Fehlverhalten oder gesundheitliche Beeinträchtigung

eine junge Existenz gefährden können und welche private

Vorsorge hier sinnvoll zeitnah getroffen werden sollte

beantwortet nachfolgender Beitrag.

Wenn der Azubi einen Arbeitsunfall hat, ist dieser vom

ersten Tag seiner Ausbildung durch die Rentenversicherung,

wenn auch unzureichend versichert. Eine Erwerbsminderung

durch einen Freizeitunfall oder bei Krankheit

darf dem Berufsanfänger erst nach seinem zweiten

Lehrjahr wiederfahren. Ansonsten hat dieser leider Pech

gehabt. Für eine qualitativ hochwertige private Berufsunfähigkeitsabsicherung

bis Endalter 67 mit 800 EUR

Monatsrente müssen 20-jährige je nach angestrebtem

Berufsziel ungefähr 40 EUR monatlich investieren.

Hierbei ist vor allem auf umfangreiche Nachversicherungsgarantien,

den Verzicht auf Beitragsanpassungen,

keine negativen Arztanordnungsklauseln und Leistung

des Versicherers auch bei Pflegebedürftigkeit zu achten.

Wenn sich Kinder noch in der Erstausbildung befindet und

zudem in häuslicher Gemeinschaft mit Ihren Eltern leben,

benötigen diese in der Regel bis zu deren vollendeten

27. Lebensjahr keine eigene Privathaftpflichtversicherung.

Wenn eine der beiden vorgenannten Bedingungen

nicht erfüllt ist, sollte das Kind einen eigenen Vertrag abschließen.

Wichtig wäre hierbei den privaten und den für

den Dienst überlassenen Schlüsselverlust, wie auch eine

Forderungsausfalldeckung mit zu versichern. Die Letztere

leistet, wenn man selbst geschädigt wurde und eine

Schadenersatzforderungen mangels Masse bei dem

Haftpflichtgegner ins Leere läuft. Wenn das Kind nicht

mehr im Elternhaus wohnt, ist die vorhandene Hausratversicherung

auf den Einschluss einer umfänglichen

Außenversicherung zu überprüfen. Erwachsene Kinder

benötigen als Lenker eines Kraftfahrzeugs einen eigenständigen

Fahrerrechtschutz.

Wie muss sich ein Studienanfänger krankenversichern?

Wenn der Student unter 30 Jahre alt ist und nicht über

einen Ehepartner familienversichert wird, kann dieser

sich während seines Studiums kostengünstig privat versichern.

Der entsprechende Befreiungsantrag muss aber

vor Beginn des Studiums bei der gesetzlichen Krankenkasse

gestellt werden.

Junge Leute haben etwas anderes im Sinn, als sich mit

Vorsorge und Versicherungen zu beschäftigen, den Sie

befinden sich auf der linken Überholspur des Lebens. Es

ist umso härter, wenn plötzlich ein so junger Mensch ausgebremst

wird und in Folge auf dem Standstreifen steht.

Eine frühzeitige Beratung bei einem Vorsorgeexperten ist

gut investierte Zeit. Hier sind die Eltern gefordert.

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Basisrente

Bauleistung

Wer profitiert von der Basis „Rürup“ Rente?

Die Öffentlichkeit nahm bisher kaum Notiz von

den Neuerungen des Alterseinkünfte-Gesetzes.

Ein wichtiger Teil dieser Reform betrifft die Besteuerung

von Altersrenten, wie auch die zunehmende

steuerliche Abzugsfähigkeit der „Schicht 1“ Auf-

wendungen. Hinzu kommen die schrittweise Verlängerung

der Lebensarbeitszeit und die sinkenden Freibetragsgrenzen

auf voraussichtlich 934 EUR bis 2040.

Die Basisrente ist ein Steuerverschiebemodell. Der Versicherte

entzieht dem Finanzamt aktuell einen Teil seines

Einkommens und verlagert diese Steuerschuld als Rente

auf einen Zeitpunkt wo er nicht mehr Erwerbstätig ist und

voraussichtlich weniger oder gar keine Steuern zahlen

muss. Demzufolge ist diese Versorgung gerade für Steuerpflichtige

mit einer höheren Steuerbelastung, exemplarisch

Verheiratete mit einem Familieneinkommen von

über 75.000 EUR sehr interessant.

Welche Vorteile bietet eine Basisrente und was unterscheidet

diese von der gesetzlichen Rentenversicherung

(GRV) oder einem berufsständischen Versorgungswerk?

Die Basisrente ist kapitalgedeckt und nicht umlagefinanziert

wie die GRV. Einige renditeschmälernde Leistungen,

wie eine Hinterbliebenenabsicherung oder Berufsunfähigkeitsrente,

können anders als im Versorgungswerk

ausgeschlossen werden. Im Insolvenzfall sind die

eingezahlten Altersvorsorgebeiträge in der Ansparphase

gläubigergeschützt. Das angesparte Kapital ist „Hartz 4“

gesichert und wird bei Bezug von ALG II nicht gegengerechnet.

Dies macht diesen Sparvertrag gerade für

Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer interessant.

- Interessant ist die Basisrente auch für „Familienmanager“,

die sich hierdurch eine eigenständige Altersvorsorge

aufbauen können und somit nicht ausschließlich

von der Hinterbliebenenversorgung des Partners abhängig

sind.

Wie sollte der Vertrag gestaltet werden, welche Leistungen

können vereinbart werden?

Die Rendite der Basisversicherung ist nach Steuern zu betrachten.

Es zählen der Nettoaufwand und der Nettoertrag.

Wie der Name schon sagt, sollte mit diesem Produkt vorrangig

eine Basis- oder Grundversorgung im Alter abgebildet

werden. Fremdleistungen sollten vermieden werden. Wer

planbar eine höhere Steuerschuld bis Renteneintritt bedienen

muss, kann mit laufenden Beiträgen eine Basisversicherung

abschließen. Wer schwankende Einkünfte hat, sollte

eher mit Einmalbeiträgen arbeiten. Die Verrentungspflicht

gilt für alle Leistungsmerkmale des Vertrages, wie eine Beitragsrückgewähr

bei Tod des Versicherten in der Ansparphase,

oder eine Todesfallleistung nach Rentenbeginn.

Worin liegt der Mehrwert zu einer privaten Anlage mit

festverzinslichen Wertpapieren?

Eine 55 jährige verheiratete Frau zahlte in 2011 einmalig

20.000 EUR in eine Basisrente ein. Bei einem persönlichen

EkSt-Satz von 35 % betrug Ihre Nettoinvestition

ca. 15.000 EUR. Nach 10 Jahren steht ein Kapital in Höhe

von 30.000 EUR für eine lebenslange Bruttorente von ca.

150 EUR zur Verfügung. Nur wenn die Alterseinkünfte als

zusammenveranlagte Ehegatten aus der ersten Versorgungsschicht

über 2.260 EUR (perspektivischer Freibetrag

für Alterseinkünfte) betragen, wird diese Rente im Jahre

2021 zu 81 % nachgelagert besteuert, andernfalls nicht.

Die Nettorendite beträgt bei diesem Beispiel mindestens

4,5 % und bis zu 7 %.

Wurden alternativ 15.000 EUR mit „4,5 % Zinsen“ auf 10

Jahre fest angelegt, könnte nach Abzug der Abgeltungssteuer

mit einem Kapital in Höhe von 20.000 EUR ein Entnahmeplan

mit Kapitalverzehr über 240 Monate bedient

werden. Jedoch würde die monatliche Entnahme mit

100 EUR um bis zu 33 % geringer ausfallen als die steuerlich

begünstigte lebenslange Basisrente. Versicherung

schlägt Kapitalanlage!

Schadstoffsanierung – eine Frage der Lebensqualität!

Modernisierung, Renovierung – Lebensleistung schützen!

Gesund in der Region … lebt nicht jeder! Rund 85

Prozent Ihrer Zeit verbringen Mitteleuropäer in

Gebäuden. Schadstoffe finden sich nahezu in allen Immobilien.

Mikrobiologische Probleme entstehen durch

unkontrollierte Wasseraustritte, aber auch durch Farben,

Lacke, Dämmmaterialien oder Kleber. Die Folge

sind oftmals Kopfschmerzen, Übelkeit und Depressionen.

Viele Sanierer entscheiden sich, ihre Häuser

und Wohnungen um- oder auszubauen und hierbei

nachwachsende Rohstoffe bzw. Naturdämmstoffe zu

verwenden. Wer seine Lebens- und Wohnqualität optimieren

möchte, sollte hierbei nicht vergessen, seine

„betonierte“ Lebensleistung während der Baumaßnahme

durch eine passende Vorsorge zu schützen.

Schon vor Baubeginn haftet der Bauherr für Schäden, die

durch das Bauobjekt anderen Personen zugefügt werden.

Eine Bauherren-Haftpflichtversicherung sollte deshalb

vor Beginn der Bauarbeiten abgeschlossen werden. Eine

Wohngebäudeversicherung schließt in der Regel das Risiko,

dass der Rohbau abbrennt, mit ein. Viele Banken geben

ohne diese Versicherung keinen Kredit. Zusammen mit der

Gebäudeversicherung sollten Leistungen bei Glasbruch

vereinbart werden. Durch ein Unwetter kann ein Mauerwerk

einstürzen oder Unbekannte zertrümmern Installationen.

Hier springt die Bauleistungsversicherung ein. Aber

Vorsicht: Hier ist bedingungsgemäß nur alles Neue am Bau

versichert! Werden an der Altbausubstanz ebenfalls Änderungen

vorgenommen, muss dies gesondert mitversichert

werden. Zur Ermittlung der Versicherungsprämie werden

mehrere Versicherungssummen benötigt: 1. die Gesamtkosten

des Projektes, 2. die Umbaukosten, 3. der Neubauwert

des Altbaus und 4. die maximal möglichen Kosten,

falls ein Gebäudeteil während der Baumaßnahme einstürzt

– das Einsturzrisiko! Dabei hilft der beauftragte Architekt.

Freunde und Verwandte, aber auch der Bauherr selbst sollten

sich, wenn Eigenleistungen erbracht werden, über eine

Bauhelfer-Unfallversicherung schützen. Eine Baustelle birgt

immer ein erhöhtes Gefahren- und Unfallpotential.

Der Eigentümer trägt immer die Verantwortung – auch für

das unbebaute Bauland. Ebenso haftet er bei einer Kontamination

des Erdreiches, wenn belastende Schadstoffe

einsickern. Hier schützen zum einen die Gewässerschaden-

und zum anderen die Haftpflichtversicherung für

unbebaute Grundstücke.

Baumaßnahmen werden meist fremdfinanziert. Stirbt

der Hauptverdiener, gerät das komplette Projekt in

Gefahr. Um diesem Risiko vorzubeugen und der Familie

einen Auszug aus dem frisch sanierten Zuhause zu

ersparen, sollte eine Restschuldlebensversicherung abgeschlossen

werden. Vom Bauträger oder Generalunternehmer

empfiehlt sich der Nachweis einer Baufertigstellungsversicherung.

Dieses – auch projektbezogene

– Zertifikat, sichert bei einer möglichen Insolvenz des

Bauunternehmers durch einen Direktanspruch an den

Versicherer die Fertigstellung des Bauvorhabens. Da der

Bauherr in der Regel beruflich nicht im Bauhaupt- oder

Nebengewerbe tätig ist, sollte ein Bausachverständiger,

der idealerweise auch als Baubiologe arbeitet, beauftragt

werden. Dieser nimmt während des Um- oder Anbaus

Teilabnahmen vor und achtet auf die Bauausführung. So

lässt sich Pfusch am Bau verhindern, zumindest jedoch erschweren.

Zudem übernimmt dieser Sachverständige die

Haftung für die Bauabnahme. Somit ist er bei Nachbesserungen,

die gegebenenfalls auch erst viel später erforderlich

werden, ihr erster Ansprechpartner. Als Baubiologe

achtet er zudem auf die so wichtige Verwendung von

nicht schadstoffbelasteten und gesundheitsgefährdenden

Stoffen und Materialien. Zum Sanierungsende oder

nach Fertigstellung des „Traumhauses“ muss der sogenannte

gleitende Neubauwert nach dem „Gebäudewert

1914“ neu ermittelt werden. Daraus leitet sich die neue,

richtige Versicherungssumme ab. Es empfiehlt sich auch,

die leistungsstarke Wohngebäudeversicherung um eine

Elementargefahrendeckung zu erweitern. Das Gebäudealter

sinkt aufgrund der Sanierung, ebenso sinkt prozentual

der Versicherungsbeitrag.

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Berufsunfähigkeit – Beratungsfehler

Berufsunfähigkeit – Leistungskriterien

Tücken: Ist die BU-Rente höher (Nr. 8) als die Altersren-

13 Fehlentscheidungen die Ihre Existenz gefährden Jahr für Jahr erhalten 11.000 Betroffene erstmalig eine Erwerbsunfähigkeitsrente

im Kreis Mettmann! Hauptursache sind

te eines Basisrentenvertrages (Rürup) oder endet die

BU-Rente vor Beginn der Altersrente ( Nr. 9) sind die

Nervenkrankheiten und immobile Bewegungsapparate.

Ungefähr 25 Prozent der Bundesbürger werden

während Ihres Erwerbslebens berufsunfähig. Bei

einer derartig hohen Eintrittswahrscheinlichkeit des

Leistungsfalls muss eine so wichtige Privatvorsorge

funktionieren. Jedoch werden auf Kunden- und Beraterebene

leider oftmals existenzielle Fehlentscheidungen

getroffen, wie die Beschwerdestatistik der BaFin

verdeutlicht.

Den größten Fehler (Nr. 1) begeht zumeist der Kunde selbst,

in dem dieser sich viel zu spät mit dieser existenziellen Vorsorge

beschäftigt. In Folge wird eine adäquate Absicherung

fast unbezahlbar oder aufgrund von Vorerkrankungen

nicht mehr angeboten. Fehler Nr. 2 ist der Abschluss

einer Erwerbsunfähigkeits- oder Grundfähigkeitsversicherung,

diese ersetzen keine echte Berufsunfähigkeitsversicherung

(BU). Fehlerhafte oder falsche Angaben (Nr. 3) bei

den Gesundheitsfragen können zu nachträglich hohen Risikozuschlägen,

Ausschlüssen oder zum Rücktritt des Versicherers

vom Vertrag führen. Die Angabe eines zu allgemein

gehaltenen Berufs (Nr. 4) obwohl dieser zu spezifizieren

wäre, kann zu einer Leistungsverweigerung oder Kürzung

der Versicherungsleistung führen.

(Nr. 5) Wird statt einer eigenständigen BU-Versicherung

diese als Zusatzversicherung (BUZ) an eine Rentenversicherung

angefügt, ist bei einer Beitragsfreistellung wegen

Zahlungsschwierigkeiten hierdurch die Leistung der BU

stark herabgesetzt. Fehler Nr. 6 ist die Wahl einer Überschussrente

statt eine Beitragsverrechnung der laufenden

Überschüsse. Bei sinkenden Überschüssen reicht gegebenenfalls

die BU-Gesamtrente nicht mehr aus. Ist die BU an

eine betriebliche Altersvorsorge gekoppelt (Nr. 7) kann

diese bei einem Arbeitgeberwechsel eventuell nicht übertragen

werden, sodass die BU auch hier auf ein beitragsfreies

und somit unzureichendes Leistungsniveau fällt.

Die steuerfinanzierte BU-Absicherung beinhaltet viele

Folgen die Pfändbarkeit und somit eventuell der Verlust

der Berufsunfähigkeitszusatzversicherung. Wenn bei sinkenden

Überschüssen der Nettobeitrag des BU-Risikos

auf über 50 % des Gesamtbeitrages der „Rürup“-Rente

steigt hat dies zur Folge, dass die steuerlichen Vorteile

verloren gehen und wiederum die BU-Rente pfändbar ist.

Die Steuereffekte (Nr. 10) werden beim Vergleich zwischen

eigenständiger BU und steuerlich berücksichtigungsfähiger

BUZ in einer „Rürup“-Rente oftmals unkorrekt

dargestellt. Die nachgelagerte Besteuerung im Leistungsfall

reduziert die Versorgungshöhe. Dem folgt als Fehler

Nr. 11 eine unzureichende Absicherung des Nettoeinkommens.

Die mangelhafte Analyse von Bedingungen für Tarifvergleiche

(Nr. 12) die zu dem Abschluss eines Standardproduktes

führen, obwohl individuelle Zusatzvereinbarungen erforderlich

sind, können eine große Relevanz beim Kunden

bekommen, wenn beispielsweise während der Kindererziehungszeit

nicht mehr der erlernte Beruf, sondern der eines

Hauswirtschaft ´er versichert ist. Auf Produktratings dürfen

sich hier der Berater und der Kunde nicht verlassen. Eine

unzureichende Aufklärung (Nr. 13) über Leistungsunterschiede

wie die Verweisungsmöglichkeiten auf andere vergleichbare

Berufe, eine Vereinbarung auf den Verzicht von

Arztanordnungen, den Verzicht auf eine Umorganisation

des Arbeitsplatzes bei weisungsgebundenen Mitarbeitern

oder auch die Anerkenntnis des zuletzt ausgeübten Berufs

beim vorrübergehenden Ausscheiden aus dem Beruf,

z.B. wegen Kindererziehungszeiten, können zu bösen

Überraschungen führen.

Ihre finanzielle Absicherung gegen die Folgen einer Berufsunfähigkeit

ist ein anspruchsvoller Beratungsauftrag

der bei der Komplexität der am Markt erhältlichen Versicherungsprodukte

nur von einem echten unabhängigen

Experten durchgeführt werden sollte.

Gesund in der Region … ist nicht jeder Bürger sein

Erwerbsleben lang! In 2012 wurden 178.683 Anträge

auf Erwerbsminderung seitens der Rentenversicherung

(DRV) bewilligt. Insgesamt beziehen fast

1,7 Mio. Deutsche eine Rente wegen verminderter

Erwerbsfähigkeit. Das Zugangsalter beträgt im Mittel

50,7 Jahre (stat. Analyse – Stand 06.2013 DRV.) Für unseren

bevölkerungsreichsten Kreis in Deutschland mit

477.400 Einwohnern sind dies rund 11.000 neue Leistungsempfänger

jedes Jahr wegen verminderter Erwerbsfähigkeit.

Der mittlere Rentenzahlbetrag betrug

2013 gerade einmal 607 EUR.

Ein echter Experte wird zuerst einmal anhand der

BaFin-Statistik prüfen, welche Versicherer in den letzten

10 Jahren regelmäßig eine hohe Anerkennungsquote

von Leistungsanträgen und zudem geringe Prozess- und

Beschwerdequoten nachweisen können. Nach diesem

Filterkriterium bleiben erstaunlich wenige Anbieter übrig.

Hiernach muss geprüft werden, wie sich die Klauseln des

jeweiligen Bedingungswerks im Leistungsfall auswirken?

Neben den üblichen Standards, mit denen alle Versicherer

nach außen werben ist entscheidend, ob die Lebensstellung

der versicherten Person (VP) versichert ist. Nach

aktueller Rechtssprechung ist die aktuelle berufliche Position

nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial und

wertschätzend zu sehen. Eine Verweisungsmöglichkeit

auf eine andere Tätigkeit sollte somit nicht möglich sein.

Ebenfalls sollte auf den Einwurf einer zumutbaren ärztlichen

Anweisung durch eine Arztanordnungsklausel

verzichtet werden. Sehr wichtig ist eine Beitragsstundung

bis zur Entscheidung über die Leistungspflicht. Wer

seinen Versicherungsbeitrag nicht zahlen kann verliert

seinen Versicherungsschutz! Die Leistungsanerkenntnis

sollte grundsätzlich unbefristet erfolgen, da bei einer vorübergehenden

Anerkenntnis eine Umkehr der Beweislast

erfolgt. Der Versicherte muss somit dem Versicherer

nach Fristablauf nachweisen, dass eine Berufsunfähigkeit

weiterhin besteht. Dies kann teuer werden! Bei einem vorrübergehenden

Ausscheiden aus dem Beruf, beispielsweise

wegen Kindererziehungszeiten, sollte der erlernte

Beruf und nicht die Tätigkeit eines Hauswirtschaftlers versichert

sein. Für Selbstständige kann ein nicht vereinbarter

Verzicht auf eine Umorganisation des Arbeitsplatzes

bei weisungsgebundenen Mitarbeitern zu bösen Überraschungen

führen. Damit diese existenzielle Vorsorge auch

ein Leben lang bezahlbar bleibt, ist es wichtig einen Anbieter

zu wählen der auf Beitragsanpassungen oberhalb

des im Antrag festgehaltenen Bruttobeitrages verzichtet.

Andernfalls kann diese Absicherung im Laufe der Zeit

unbezahlbar werden. Gerade die vermeintlich günstigen

Anbieter mit sehr hoher Überschussverrechnung können

dies oftmals nicht leisten. Nachversicherungsoptionen

sollten mit und ohne Ereigniss möglich sein.

Für jeden einzelnen Interessenten muss die Berufsgruppeneinstufung

bei den verbleibenden Qualitätsanbietern

geprüft und gegebenenfalls nachverhandelt werden. Hier

entscheidet sich der Preis für die laufende Versicherung.

Eine Tätigkeitsbeschreibung ermöglicht hier oftmals eine

Besserstellung. Auch sind die Gesundheitsfragen und die

Abfragezeiträume sehr unterschiedlich. Wer nicht mehr

gesund ist, kann durch eine gute Vermittlerleistung seine

Risikozuschläge minimieren und Leistungsausschlüsse vermeiden.

Wer die Gesundheitsfragen nicht erschwernisneutral

beantworten kann oder einen zu hohen BMI hat, sollte

auf jeden Fall eine Risikovorabanfrage initiieren und keinesfalls

einen Versicherungsantrag stellen.

Die BU-Vorsorge sollte frühestmöglich bei Studium- oder

Ausbildungsbeginn beraten und abgeschlossen werden.

Eine zu kleine Versicherungssumme, oder zu kurze Versicherungszeiträume

nützten im Leistungsfall nicht viel. Dynamikregelungen

vor und nach Eintritt eines Leistungsfall sollten

mit vereinbart werden, damit die Qualität der Versorgung

während der Vertragslaufzeit inflationsgesichert ist.

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Betriebliche Altersvorsorge

Betriebliche Krankenversicherung – Mitarbeiterversorgung

Die betriebliche Altersvorsorge – der Königsweg

der Armutsprävention?

Die Rente ist sicher, jedoch nicht auskömmlich.

Wie jedoch für den Ruhestand vorsorgen, wenn

durch Sozialversicherungsbeiträge, Steuern, Miete

und sonstige Kosten des täglichen Lebens wenig am

Monatsende für einen Sparvertrag übrig bleibt?

Die Vorteile einer betrieblichen Altersvorsorge für

Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind die Einsparungen

bei den Sozialabgaben und zum Teil bei dem zu versteuernden

Einkommen. Vermögenswirksame Leistungen

können ebenfalls Brutto gleich Netto mit in einen Altersvorsorgevertrag

einfließen. Welcher Durchführungsweg

zielführend ist und welche biometrischen Zusatzrisiken

abgesichert werden können, ist für viele Interessierte die

Frage?

Ein verheirateter Arbeitnehmer mit zwei Kindern in

Steuerklasse IV, 2.950 EUR Bruttolohn und Anspruch

auf 25 EUR vermögenswirksamen Leistungen (VL) bezieht

ein Nettogehalt in Höhe von 1.787 EUR. Das unver-

änderte Nettogehalt bezieht dieser auch nach Abschluss

einer Direktversicherung in Höhe von 56 EUR unter

Einbezug der VL und einer Entgeldumwandlung in Höhe

von 31 EUR. Dies ist ein Altersvorsorgevertrag zum „Nulltarif!

Bei einer Laufzeit von 35 Jahren, einer durchschnittlichen

Nettoverzinsung von 4,0 % stehen am Ende des

Arbeitslebens rund 50.000 EUR an zusätzlichem Kapital,

oder bis zu 200 EUR Monatsrente ein Leben lang zur Verfügung.

Was passiert, wenn der Sparer arbeitslos oder Hartz 4

Empfänger wird?

Bei einer Direktversicherung, Pensionskasse oder

Pensionsfonds wird der bestehende Vertrag zunächst

auf den Arbeitnehmer persönlich übertragen. In der

Ansparphase sind Leistungen aus der BAV

grundsätzlich nicht anrechenbar auf staatliche

Leistungen.

12 /

Wieviel Bruttolohn sollte sinnvoller Weise umgewandelt

werden?

Die Umwandlung darf maximal 4 % der Beitragsbemessungsgrenze

zur gesetzlichen Rentenversicherung inklusive

Arbeitgeberbeitrag betragen. Zusätzlich können

weitere 150 EUR, diese allerdings ohne Sozialabgabenbefreiung,

umgewandelt werden. Wenn der Arbeitgeber

tarifgebunden ist, sieht der Tarifvertrag oftmals einen zusätzlichen

Arbeitgeberzuschuss vor.

Was passiert bei Insolvenz des Arbeitgebers, oder Arbeitgeberwechsel?

Auch wenn der Arbeitgeber formal der Versicherungsnehmer

ist, beinhaltet eine BAV die aus Entgeldumwandlung

finanziert ist, eine sofortige unverfallbare Anwartschaft

auf Leistung. Dieses kann und sollte mit zusätzlichen Arbeitgeberleistungen

ebenfalls bei Vertragsabschluss vereinbart

werden. Mit dem Ausscheiden aus dem Unternehmen,

wird die Versorgung auf den Arbeitnehmer, oder

einen neuen Arbeitgeber übertragen.“

Ob auch Minijobber von der bAV hiervon profitieren?

Eine geringfügig beschäftigte Mitarbeiter/in arbeitet z.B.

zwei bis drei Wochenstunden länger. Zu dieser Mehrarbeit

hat der Arbeitgeber im Zuge einer BAV eine ca. 30 % hohe

Lohnnebenkostenersparniss, den der Lohn wird nicht ausgezahlt,

sondern auf das Beitragskonto eines Versicherers

eingezahlt. Die Beiträge können jederzeit individuell der aktuellen

Auftragslage angepasst werden und sind zu 100 %

als Betriebsausgaben absetzbar. Der Arbeitgeber senkt seine

durchschnittlichen Arbeitskosten pro Stunde und die

Produktivität steigt. Die bei ihm beschäftigten Minijobber

profitieren ebenfalls. Diese reduzieren Ihre Versorgungslücke

im Alter ohne zusätzliche Kosten. Wenn bei 12 Stunden

Mehrarbeit im Monat 120 EUR in die BAV überführt werden,

senkt der Arbeitgeber seine Kosten um 5 % von 13,07 EUR

auf 12,36 EUR pro Arbeitsstunde. Dies entspricht einer Kosteneinsparung

von 443,04 EUR pro Mitarbeiter/Jahr.

Die betriebliche Gesundheitsvorsorge als ergänzende

Mitarbeiterversorgung – Demografie bedingter Wettbewerb

um erwerbsfähige und hochqualifizierte Mitarbeiter!

EMails im Minutentakt, per Handy schnell erreichbar,

zwischen zwei Sitzungen schnell was essen – die

Wissensarbeit verändert die Belastungen der Menschen.

Zugleich bringt die Demografie einen Wettbewerb um

gute Arbeitskräfte, die eine gesunde Balance von Arbeit

und Leben brauchen und auch immer mehr fordern.

Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit bringt bis zu

sechs Generationen in Arbeit. Diese bis zum Ende Ihres

Erwerbslebens ohne größere krankheitsbedingte Ausfallzeiten

leistungsfähig zu erhalten ist ein wichtiger

Wettbewerbsvorteil. Im Kontext mit den zu erwartenden

Leistungskürzungen bei den gesetzlichen Krankenkassen,

deren Beitragseinnahmen ab 2015 aufgrund der

immer weniger versicherungspflichtig beschäftigten

Arbeitnehmern , als auch den geringeren Beiträgen von

Rentnern kontinuierlich zurückgehen werden, ist eine

ergänzende betriebliche Gesundheitsvorsorge ein wichtiger

und wettbewerbsentscheidender Faktor für den

Erfolg eines Unternemens.

Während es 2010 noch 51,3 Mio. Personen im erwerbsfähigen

Alter gab, wird sich diese Zahl innerhalb von 30

Jahren auf 40 Mio. Personen reduzieren. Gleichzeitig steigt

die Zahl der über 67 jährigen von 15 Mio. auf 22 Mio. an.

Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben der gesetzlichen

Krankenversicherung betragen für einen 30 jährigen

ca. 1000 EUR. Bei den über 75 jährigen sind es hingegen

schon über 5000 EUR. Dieser Zahlen machen deutlich, dass

es hinsichtlich der Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems

keine Entwarnung geben kann. Weitere staatliche

Subventionen verbieten sich alleine schon durch die Schuldenbremse,

die eine Defizitfinanzierung der gesetzlichen

Krankenkassen durch Steuermittel ausschließt.

Wie funktioniert eine betriebliche Krankenversicherung?

Wer profitiert hiervon?

Jedes Unternehmen mit mindestens 2 Mitarbeitern kann

von einer bKV profitieren. Je nach Unternehmensgröße

und Anzahl der versicherten Personen kann auf die übliche

Gesundheitsprüfung verzichtet werden. Es muss

ebenfalls differenziert werden, ob das Unternehmen lediglich

einen Zugang in Form eines Rahmenvertrages ermöglicht,

oder ob es sogar einen Teil der Leistungen für

seine Mitarbeiter bezahlt. Wenn Letzteres der Fall ist, können

laufende Behandlungen und optional Hochrisikodiagnosen

sofort mitversichert werden. Selbstverständlich

profitieren auch die direkten Angehörigen des Mitarbeiters,

oder der Unternehmer selbst von diesen Mehrwerten.

Ein weiterer Vorteil ist natürlich der sehr günstige Versicherungsbeitrag,

der bis zu 70 % günstiger sein kann als

im normalen Einzeltarif.

Wie sieht den die steuerliche Behandlung dieser Sozialleistung

aus?

Wenn der Arbeitgeber die Zusatzversicherungen finanziert

gilt eine Freigrenze für Sachbezüge nach § 8 Abs. 2 Satz 9

EstG von bis zu 44 EUR pro Monat. Hierfür bieten einige Anbieter

schon einen Top-Schutz für stationäre Leistungen,

Sehhilfen, Naturheilverfahren und hochwertigen Zahnersatz

inkl. Prophylaxe an. Die Kalkulation ist geschlechtsneutral

und für Erwerbsfähige in der Regel zwischen 21 und 65

Jahren einheitlich festgelegt. Die Beiträge sind somit für

einen 30- oder 60- jährigen Versicherten gleich hoch.

Was passiert wenn der Mitarbeiter aus dem Unternehmen

ausscheidet?

Wenn die Altersgrenze erreicht wird, profitiert der Versicherte

auch weiterhin unverändert von diesen Mehrwerten.

Steht ein Unternehmenswechsel an, entfällt die

Rabattierung und die Lösung kann zu den marktüblichen

Konditionen fortgeführt werden. Sollte es eine kooperierende

gesetzliche Krankenkasse geben, ist ein Wechsel in

deren Tarifwelt möglich. Natürlich muss die Beitragszahlung

hiernach durch den Versicherten erfolgen.

Ein Arbeitgeber bindet seine Mitarbeiter durch diese attraktiven

Sozialleistungen an sein Unternehmen. Der Verwaltungsaufwand

ist äußerst gering. Der optionale Entfall

der Gesundheitsprüfung und die Mitversicherung von

Hochrisikodiagnosen sind an sich unbezahlbar.

/ 13


Bürgerentlastungsgesetz

Datenspionage

Das Bürgerentlastungsgesetz aus 2010 –

Zeit die Gesundheitsvorsorge gegebenfalls neu zu regeln!

Das Bundesverfassungsgericht hat den Gesetzgeber

mit Beschluss vom 13.02.2008 verpflichtet

in 2010 eine Neuregelung zur steuerlichen Anerkennung

der Aufwendungen zur Basiskranken- und Pflegepflicht-

Versicherung zu treffen.

Die Bundesregierung hat den Bürger dabei so wenig wie

möglich entlastet. Trotzdem wird gerade bei den privat

Krankenversicherten eine erhebliche Steuerentlastung

gegeben sein. Vertragsleistungen in Art und Umfang des

GKV vergleichbaren Basisschutzes können bei Vorsorgeaufwendungen

angesetzt werden. Ambulante Heilpraktikerleistungen,

Chefarztbehandlung, Einbettzimmer,

implantologische und kieferorthopädische Leistungen

führen zu einem Abzug des ansetzbaren Beitrages. Im

Regelfall werden die PKV-Versicherten bei Einzeltarifen

ca. 75 % und bei Kompakttarifen rund 80 % der gesamten

Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge steuermindernd

ansetzten können.

Wie wirkt sich dies im Systemvergleich bei einer dreiköpfigen

Familie auswirken?

Wir müssen hier noch zwischen Angestellten und Selbstständigen

differenzieren, da bei Nicht-selbstständigen

der AG-Anteil zur Krankenversicherung voll umfänglich

in Abzug gebracht wird. Der GKV-Versicherte Selbstständige

mit 40.000 EUR Einkommen zahlt jährlich ca.

6.740 EUR an die GKV (ohne Zusatzbeitrag) und vielleicht

nochmals 1.200 EUR an Zusatzversicherungen für seine

Familie. Sein durchschnittlicher Steuersatz (Splittingtabelle)

beträgt 15 %, sodass er durch die Neuregelung um

ca. 1010 EUR entlastet wird. Der gleiche Steuerzahler als

PKV-Versicherter mit rund 8400 EUR Krankenversiche-

14 /

rungsbeiträgen wird rund 1260 EUR an Steuern sparen.

Die Differenz GKV-Versicherter mit Zusatzversicherung

zum Privatversicherten beträgt brutto 460 EUR, nach der

steuerlichen Betrachtung jedoch nur noch 210 EUR. Wenn

Sie jetzt noch die Praxisgebühr, Medikamentenzuzahlungen

und sonstige übliche Minderleistungen der GKV berücksichtigen,

ist die privatversicherte Familie günstiger

und wertiger – vor allem demographiesicherer abgesichert.

Wie verhält es sich in der PKV mit Selbstbeteiligungen

(SB) und Beitragsrückerstattungen (BRE)?

Es wird für viele Versicherte interessanter sein Ihre SB zu

reduzieren, da der Mehraufwand nachsteuerlich betrachtet

wesentlich geringer ausfällt. Bei der dann in Folge höheren

BRE gilt das Zuflussprinzip. In dem Jahr in dem diese

ausgezahlt wird reduzieren sich entsprechend anteilig

die ansetzbaren Vorsorgeaufwendungen.

Es wird zurzeit die ELSTAM (Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale)

Datenbank ausgebaut. Hier werden

die Arbeitgeber und Finanzämter die relevanten Prämien

zu den einzelnen versicherten Personen dank der

Steuer-Identifikationsnummer abrufen und zuordnen

können. Durch eine Erhöhung der Vorsorgepauschale ist

diese Entlastung bereits seit dem 1. Januar 2010 bei dem

Bürger angekommen Natürlich können auch Selbstständige

hier Ihre Vorauszahlungen entsprechend kürzen,

sodass alle Bürger direkt mehr Netto ab Januar zur Verfügung

haben. Wobei hier noch angemerkt sei, dass in

der Regel durch diese Neuordnung der Vorsorgeaufwendungen

andere Sonderausgaben nicht mehr Berücksichtigung

finden.

Datenrechtsverletzung durch „Hacker-Angriffe“ Absicherung

immaterieller Schäden und Folgekosten!

Beinahe schon seit der allgemeinen Etablierung des

Internet in den 1990er Jahren und der zunehmenden

Elektronisierung weiter Felder des öffentlichen

Lebens, vor allem auch auf wirtschaftlichem Gebiet liefern

sich Kriminelle und Sicherheitsexperten ein Haseund

Igel-Duell auf den unterschiedlichsten Feldern, das

bislang meist mit einem „positiven Patt“ für die Sicherheit

ausging. In jüngster Zeit werden die Methoden der

Cyberverbrecher zusehends raffinierter und elaborierter,

was auch für viele Virenprogrammierer gilt, deren

Produkte unterdessen ein erstaunliches, im Einzelfall

beängstigendes technisches Niveau erreicht haben.

Datenrechtsverletzungen durch Dritte können enorme Schäden

mit sich bringen. Durch das Abhanden- kommen von

Datenträgern, die personenbezogene Daten enthalten, können

hohe Kosten entstehen. Entsteht einem Dritten durch

Ihre betrieblichen Tätigkeiten im Rahmen einer Datenrechtsverletzung

ein Vermögensschaden und nimmt er Sie dafür in

Anspruch, sind folgende Kosten mittlerweile versicherbar:

Ablauf eines Angriffs:

• Immaterielle Schäden: Versicherungsschutz besteht für

Vermögensschäden – inklusive eines etwaigen immateriellen

Schadens – wegen einer vom Versicherungsnehmer

zu verantwortenden Datenrechts-Verletzung. Dies gilt

auch für alle elektronischen oder nicht elektronischen

Störungen wie Phishing oder Social Engineering sowie

Schäden durch Übertragung von Schadprogrammen.

• Verteidigungskosten: Untersuchungen durch Regulierungsbehörden

sowie Schadenersatzforderungen sind

sehr kostspielig. Versichert sind die Kosten für Ihre Verteidigung

ohne Deckelung der Stundensätze.

• Forensische Untersuchungen: Abgesichert sind die

Kosten für die nötigen Untersuchungen, um genau zu

validieren, was vorgefallen ist und wessen Daten in

Gefahr sind.

• Öffentlichkeitsarbeit: Benötigen Sie Hilfe in der Öffentlichkeitsarbeit

und Wiederherstellung Ihrer Reputation, wird eine

darauf spezialisierte Agentur vom Versicherer beauftragt.

• Hacker-Protection: Fügt ein Hacker Ihren elektronischen

Daten Schaden zu oder werden Daten von Ihnen

gestohlen, sind jegliche Kosten für Reparatur, Ersatz oder

Wiederherstellung versichert.

• Cyber-Business-Interruption: Wird durch einen

Hacker-Angriff der Zugang zu Ihrem Intranet, Ihrem

Computersystem, Ihren Programmen oder Ihren elektronisch

aufbewahrten Daten elektronisch blockiert

und dadurch Ihr Geschäftsbetrieb unterbrochen ist ein

Ertragsausfallschaden kostenrückgedeckt.

Aus dem Internet wird ermittelt, welche Software

in welcher Version auf dem Zielrechner installiert

und aus dem Internet erreichbar ist. Es folgt der

Einsatz von Werkzeugen zum Mitlesen ungeschützter

Kommunikation. Auf Basis der Informationen welche

Software installiert ist, nutzt der Angreifer spezifische

Schwachstellen der Software aus. Dadurch sorgt

der Angreifer für andauernde Zugriffsmöglichkeiten

(PC-Fernsteuerung). Systemschwachstellen werden ausgenutzt,

um Administratorrechte zu erlangen. Hacker

folgt seiner Motivation … Spionage, Sabotage, Manipulation.

/ 15


Existenzgründung – betriebliche Risikoabsicherung

Garantiezins – Anlageklassen

Vermögenssicherung von Existenzgründern

und Selbstständigen

Der Garantiezins sinkt auf ein Rekordtief. Wie attraktiv sind

hiernach Rentenversicherungen?

Innerhalb von 15 Jahren sank der Höchstrechnungszins

von 4 auf 1,25 Prozent. Grund hierfür ist die

andauernde Niedrigzinsphase. Wie sinnvoll Versicherungsverträge

für die Altersvorsorge sind ist die Frage?

Ungefähr 25 Prozent der Bundesbürger werden vorab der

vorgegebenen Lebensarbeitszeit berufsunfähig und fast

ebenso viele werden überdurchschnittlich alt. Somit wird

jeder Vierte, der Ihnen in der Fußgängerzone entgegenkommt

von einem dieser „Risiken“ betroffen sein. Die reale

Gefahr erwerbsunfähig zu werden, jedoch eine Prämienbefreiung

für die Kapitalbildung vereinbaren zu können

und das erfreuliche Risiko der Langlebigkeit mit einer lebenslangen

Altersversorgung zu begegnen, sprechen nach

wie vor für die Versicherungslösung.

cenreichen fondshinterlegten „Riester Vertrag“ verzichtet,

hat in der Ansparphase die Vorteile einer kostengünstigen

Beitragssicherung und im Rentenbezug nur den Ertragsanteil

zu versteuern. Dies ist eine echte Alternative zur privaten

Fondspolice und interessant für kinderlose Erwerbstätige

mit mittlerem Einkommen. Die Basisrente ist ein Steuerverschiebemodell.

Hier kann durch die Verlagerung des Besteuerungszeitpunktes

eine Zusatzrendite erwirtschaftet

werden. Wichtig ist immer eine individuelle Altersvorsorgestrategie!

Hierbei sollte auf eine höchstmögliche Diversifikation,

also Verteilung auf unterschiedliche Sparformen

und verschiedene Produktanbieter Wert gelegt werden.

Die Rente ist sicher! Warum und wie viel sollte für den Ruhestand

gespart werden?

Existenzgründungen verzeichnete

2010 das sta-

417.600

tistische Bundesamt. 384.200 Betriebe wurden abgewickelt.

Eine unzureichende private und betriebliche

Risikovorsorge ist häufig die Ursache einer Insolvenz.

Zu einem unternehmerischen Konzept gehören nicht nur die

Planzahlen des Geschäftsbetriebs, sondern auch die private

und betriebliche Risikovorsorge. Beides wird zumeist unzureichend

bewertet.

Die Inhaltsversicherung sichert Waren, Einrichtung und Vorräte

gegen Feuer, Leitungswasser, Diebstahl-Vandalismus,

Sturm und Hagel, wie auch Elementargefahren. Zusätzlich

leistet eine Elektronikversicherung bei Bedienungsfehler,

Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit, Überspannung, Feuchtigkeit,

oder Vandalismus. Datenwiederherstellungskosten können

optional mitversichert werden.

Eine Betriebsunterbrechung leistet, wenn der Geschäftsbetrieb

wegen einer der vorgenannten Gefahren ruht. Wird

der Betrieb aufgrund behördlicher Veranlassung vorrübergehend

geschlossen, wird der hieraus resultierende materielle

Schaden durch die Betriebsschließungsversicherung

abgesichert. Eine Betriebskostenabsicherung sichert

den Inhaber und/oder die Führungskräfte bei Krankheit ab.

Während die Tagegeldversicherung das Privateinkommen

absichert, werden hier die weiterlaufenden Geschäftskosten

rückgedeckt. Die Betriebs- und Umwelthaftflicht leistet für

Schäden die durch den Betrieb als solches resultieren und

somit einen Dritten (Vermieter, Besucher, Kunde) schädigen.

Liquidität gefährdende Forderungsausfälle können mit einer

Warenkreditversicherung rückversichert werden. Die originäre

Rechtsschutzversicherung sichert die notwendige

„Waffengleichheit“ mit dem Prozessgegner bei Streit im Vertrags-,

Arbeit-, Verkehrs-, Versicherungsvertrag-, oder Sozialgerichtsrecht.

Wenn das Vermögen einer haftungsbegrenzten GmbH den

Gläubigern nicht ausreicht, wird oftmals durch den Insolvenzverwalter

der Geschäftsführer wegen Managementfehler

in die Haftung mit einbezogen. Dieser haftet vollumfänglich

mit seinem kompletten Privatvermögen. Hiervor schütz eine

D&O Versicherung. Die hohen finanziellen Schäden durch

Unterschlagung, Sabotage, oder Veruntreuung durch Mitarbeiter

können mit einer Vertrauensschadenversicherung

abgesichert werden.

Wenn die Inflationsrate höher ist als der garantierte Zins

verliert der Sparer an Kaufkraft!

Interessant ist letztlich wie hoch der Gesamtzins ausfällt

und welches Kapital für eine lebenslange Rente am Ende

der Ansparphase zur Verfügung steht. Garantien gehen

immer auf Kosten der Rendite, sei es durch externe Garantiegeber

oder durch das Deckungsstockverfahren bei klassischen

Rentenversicherungen. Wenn die Kostenquote des

Produktes zu hoch ist, nützt auch eine gute Rendite bei der

gewählten Anlageform wenig. Viel entscheidender ist zumeist

die Auswahl der richtigen Anlageschicht.

Die steuerliche Betrachtung und staatliche Förderung ist

wichtiger als das Anlageprodukt?

Diese sind enorm wichtig! Wer heute die angebotene staatliche

Förderung für seine Altersvorsorge nicht nutzt, muss

mehr Eigenleistung aus seinem Nettoeinkommen erbringen.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge sparen Sie nicht

nur Steuern, sondern auch Sozialabgaben. Ausgehend von

dem effektiven Liquiditätsverzicht auf Ihrer Gehaltsabrechnung

haben Sie zumeist eine Nettorendite von mehr als 6

Prozent. Wer auf die staatliche Förderung bei einem chan-

Wir leben in einem friedlichen Europa, wo es sich vergleichsweise

luxuriös leben lässt. Unser Konsumverhalten

orientiert sich stark an den Freizeitwert unserer Region.

Ein Rentner hat viel freie Zeit. Der aktuelle „Eckrentner“

verdiente im Westen zuletzt durchschnittlich ca. 2.750 EUR

Brutto. Er bezieht erstmalig mit ungefähr 64 Jahren eine

Altersrente in Höhe von 730 EUR und ist somit auf einen

Zusatzverdienst oder staatliche Hilfe, wie 16,5 % aller

Neurentner angewiesen (Quelle: Dt. Rentenversicherung

– Rentenbestand 2014) Seltsamerweise werden diese unerfreulichen

Fakten von der Bevölkerung immer wieder

ausgeblendet. Altersvorsorge bedeutet zumeist Konsumverzicht.

Hierzu scheinen jedoch die meisten Erwerbstätigen

nicht bereit zu sein und finden sich mit der sicheren

Altersarmut ab. Eine ungefähre Richtgröße des finanziellen

Eigenbeitrags für einen auskömmlichen Ruhestand ist

für einen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in

etwa drei Fünftel der jeweils zu zahlenden Kaltmiete, vorausgesetzt

die Ansparphase wird 45 Jahre durchgehalten.

Eine exakte Versorgungsbilanz sollte sich jeder Leser von

einem seriösen und unabhängigen Berater erstellen lassen.

Dieser Service ist zumeist kostenlos. Die Zeit arbeitet

für oder gegen Sie. Hier sollte zeitnah gehandelt werden.

Früher an Später denken!

16 /

/ 17


Geschlossene Fonds

Gesundheitsfragen

Die unternehmerische Beteiligung als „Stabilitätsanker“

in Sachwerte und kleines „Wirtschaftswunder“

Bei geschlossenen Fonds wird in einem fest definierten

Platzierungszeitraum ein Anteil, in der

Regel als Kommanditist, mit entsprechenden Risiken

und Chancen erworben. Für geschlossene Fonds gibt es

keinen Einlagensicherungsfonds. Kommt es zum Totalausfall

haftet die Gesellschaft lediglich mit dem eingesetzten

Eigenkapital. Entsprechend wichtig ist es, sich

im Vorfeld über die Erfahrung des Emissionshauses,

das Investment und dem Risiko-Chancen-Profil dieser

Beteiligung einen konkreten Überblick zu schaffen.

Die Zinsen für Bankenkredite zehren an der Gewinnmarge

der Eigentümer „Eigenkapitalrendite schlägt Fremdkapitalrendite“.

Eine Grundregel die von vielen Investoren

nicht beachtet wird. Gerade deshalb kann der Einstieg eines

geschlossenen Schiffsfonds in laufende oder sich in

der Sanierung befindliche Schiffe interessant sein. Hier sind

die Kreditgeber oftmals schon weitesgehenst ausgezahlt.

Wer ausgewogen in eine Flotte von Bulk Carrier, Tankern

und Containerschiffen investiert ist, verteilt seine Risikound

Ertragschancen. Wichtig für die Anlageentscheidung

sind die Laufzeiten und Ausgestaltung der Charterverträge,

die Taktung als Indikator der Umschlagskapazität einer Linie

und der wirtschaftlichen Betriebskosten. Je mehr Schiffe

eine Linie befahren, umso besser kann diese Taktung sich

bei langsameren Fahrt- und den Liegezeiten auswirken.

Bei geschlossenen Immobilienfonds wird selten über die

vielen Erfolgsgeschichten berichtet. Was für den privaten

Bauherren entscheidend ist, gilt für einen Anleger in Betongold

allemal: Lage – Lage – Lage! Die Nutzung des Objektes,

die Mieter und deren Bonität wie auch die Dauer eines

inflationsindexierten Mietvertrages sind die wichtigsten Argumente

für oder gegen eine Beteiligung. Liegt das Objekt

im Ausland kann durch das Doppelbesteuerungsabkommen

eine wesentlich geringere Steuerbelastung erreicht werden.

Wind, Sonne, Wasserkraft und wo diese am Besten anzutreffen

sind, ist entscheidend für den Ertrag bei geschlossenen

Öko- und Energiefonds. Sind diese Energie-Parks schon

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im Betrieb können deren Einspeisevergütungen verifiziert

werden. Die Sonnenscheindauer, die durchschnittlichen

Wind- und Strömungsgeschwindigkeiten sind im mediterranen

Raum, an der Atlantikküste und in Skandinavien am

höchsten. Durch die Energiewende und die überalterte bestehende

europäische Kraftwerksflotte besteht ein erhöhter

Investitionsbedarf und somit Potenzial für privates Kapital.

Die national dauerhaft festgeschriebenen Vergütungen für

eingespeiste Energie wie auch die technischen Standards

der Stromerzeuger sind neben der unabhängigen Überprüfung

durch externe Gutachter anlageentscheidend.

Eine Firmenbeteiligung muss nicht ausschließlich durch den

Erwerb von Aktien abgebildet werden. Beim „Private Equity“

beteiligen Sie sich mit Eigenkapital an Firmen die nicht börsennotiert

und zudem Inhabergeführt sind. Um das Ausfallrisiko

zu minimieren empfiehlt sich eine Anlagestrategie über einen

Dachfonds, der indirekt an mehreren hundert unterschiedlichen

Unternehmen beteiligt ist. Hierdurch findet gleichzeitig

eine Diversifikation bei den jeweiligen Unternehmensphasen

statt. Während ein Unternehmen als Start Up begonnen hat,

befindet sich ein weiteres in der Konsolidierungs- oder Wachstumsphase

und ein drittes kurz vor der Rekapitalisierung

durch einen Börsengang. Da die „Märkte“ nur indirekt Einfluss

auf inhabergeführte Unternehmen nehmen, sind diese auch

in einem negativen Marktumfeld in der Lage positive Überrenditen

zu erzielen, wie eine Studie des HEC in Paris belegt.

Emissionshäuser die eine Hurdle Rate mit ihren Anlegern vereinbaren

sind zu bevorzugen. Hier erhält das Portfolio-Management

erst dann eine Vergütung, wenn die Gesellschaft

einen Gewinn erwirtschaftet und mindestens die im Vorfeld

vereinbarte Rendite an Ihre Anleger ausgeschüttet hat.

Bei geschlossenen Fonds sind Sie mittel- und langfristig in

produktive Sachwerte investiert. Jedoch ist das eingesetzte

Kapital illiquide. Die anteilige Rückzahlung des eingesetzten

Kapitals findet vorab der Auszahlungsphase statt. Der Verkaufsprospekt

einer Beteiligung stellt lediglich eine Prognose

dar. Die prognostizierten Erträge und Auszahlungen stellen

sich in der Praxis verändert aber zumeist sehr positiv dar.

Gesundheitsfragen interessieren solange nicht, wie man gesund

ist! Jede Diagnose und Therapie erschwert den Zugang zur privaten

Risikovorsorge.

Gesund in der Region … bleibt nicht jeder sein

Leben lang! Die ICD-Diagnoseauskunft (Diagnoseklassifikationssystem

der Weltgesundheitsorganisation)

kennt mittlerweile mehr als 10.000 unterschiedliche

Erkrankungen. In den kommenden 20 Jahren wird

laut Prognose des Epidemiologischen Krebsregisters

jeder elfte Bundesbürger an Krebs erkranken – Tendenz

steigend. Die Chance, sein Leben lang gesund zu

bleiben ist für jeden Einzelnen also eher gering. Eine

zeitnahe Risikovorsorge wird von vielen Lesern trotzallem

immer wieder aufgeschoben.

Anders, als etwa bei der gesetzlichen Kranken- oder Rentenversicherung,

ist eine einfache Willenserklärung für die Aufnahme

in ein privatwirtschaftliches Versichertenkollektiv nicht

ausreichend. Ob es sich um eine Berufsunfähigkeitsrente, eine

ergänzende Gesundheitsvorsorge, die Hinterbliebenen- oder

die Pflegekostenabsicherung handelt – eine Gesundheitsprüfung

ist immer obligatorisch. Die qualitativ hochwertigen

Versicherer kommen früh in die Verpflichtung, Leistungen auszuzahlen.

Gleichzeitig sind diese Gesellschaften aber auch in

der Pflicht, ihre bereits versicherten Kunden vor erkennbaren

Risiken zu schützen, damit deren Beiträge bezahlbar bleiben.

Entsprechend gründlich fällt die Prüfung neuer Kunden bzw.

„Risiken“ vor Vertragsabschluss aus.

Eine optimierte Annahmeentscheidung muss nicht immer

erschwernisneutral ausfallen. Bei vielen Kunden prüfen wir

zuerst die Versicherbarkeit bei den einzelnen Anbietern und

hiernach erst die Wertigkeit der vermittelbaren Versicherungslösungen.

Entscheidend bei der Risikovorabanfrage

sind je nach Gesellschaft der Umfang, die Art und der zeitliche

Bezug der Gesundheitsfragen. Je nach Erfahrung und Schadensverlauf

des Versicherers werden Vorerkrankungen unterschiedlich

bewertet. So kann ein saisonaler Heuschnupfen bei

Anbieter A zum Leistungsausschluss für Allergien und deren

Folgen führen, während Anbieter B hier eine erschwernisneutrale

Policierung anbietet. Ein versierter Makler sollte gegebenenfalls

Vertriebsaktionen, oder spezielle Rahmenverträge

mit Firmen und Verbände prüfen um einen optimierten Zugang

durch eine stark vereinfachte Gesundheitserklärung zu

vermitteln.

Verbraucherschützer empfehlen vor Antragstellung eine

anonyme Risikovorprüfung.

Davor kann ich nur warnen! Solch ein Votum hat keinen Personenbezug

und ist somit nicht bindend. Ein anderer Sachbearbeiter

kann bei der Prüfung des tatsächlichen Antrags

vielleicht zu einem abweichenden Ergebnis kommen. Einen

Eintrag im Hinweis- und InformationsSystem der Versicherungswirtschaft

gilt es aber immer zu vermeiden. Dies kann

durch eine anonyme Vorabanfrage nicht gewährleistet werden.

Worauf sollte bei bestehenden Vorerkrankungen noch geachtet

werden?

Ganz konkret: Versicherer, deren Gesundheitsfragen mit

KO-Kriterien, wie bspw. Fragen nach einer chronischen Erkrankung

oder pauschal nur nach erfolgten „Untersuchungen und

Behandlungen“ versehen sind, sollten gemieden werden. Allgemein:

Die Zeit ist für unsere Kunden ein wesentlicher Faktor!

Mit jedem neuen Lebensjahr steigt nicht nur das Risiko von

Erkrankungen, sondern der Versicherungsschutz wird teurer.

Ein seriöser Makler wird aber nie zeitlichen Druck auf seinen

Kunden ausüben.

Wer früh genug, also in jungen Jahren vorsorgt, zahlt weniger

Beitrag und bekommt in der Regel das gewünschte Vorsorgeprodukt

problemlos vermittelt. Alle Anderen müssen sich

einem ergebnisoffenen und intensiven Beratungsprozess

stellen.

/ 19


Gesundheitsreformen

Gruppenunfallversicherung

Die Diagnose ist bekannt, während der Therapie verdienen alle,

das Gesundheitssystem ist ein Pflegefall.

Eine dreiköpfige Familie ohne gesundheitliche

Beschwerden hat als Kassenversicherte regelmäßig

Eigenleistungen in Höhe von über 2.000 EUR

im Jahr zu tragen. Zum aktuellen Krankenkassen-

beitrag kommen weitere Zusatzbeiträge. Wer krank

wird zahlt mehr.

Der eigentliche Patient ist unser Gesundheitssystem. Nicht

innovative Medikamente werden mit Preisvorgaben der Pharmaindustrie

lanciert. Eine 08/15 Diagnostik wird mehrfach am

Patienten immer wieder erneut angewendet, wobei der Versicherte

unwissend ist, welche Kosten hierbei entstehen.

Wie ist die aktuelle Gesundheitsreform zu bewerten?

Auf Versichertenseite wird wohl jeder KV-Kunde einen Festbetrag

entrichten. Hinzu kommen einkommensabhängige

Beiträge. Wer wirtschaftlich nicht in der Lage ist, den Festbeitrag

zu bezahlen wird einen Kostenzuschuss aus Steuermitteln

bekommen. Das ist nicht wirklich neu, nur fairer an die Sozialschwachen

verteilt.

Nach der Gesundheitsreform ist vor der Gesundheitsform.

Was kommt in Zukunft?

Die zukunftsweisende Glaskugel haben wir alle nicht. Da jedoch

Politik nie wirklich innovativ ist, werden wir wohl zukünftig

folgende Neuerungen bis spätestens 2025 erleben: Den

Gesundheitsriester, die betriebliche Gesundheitsvorsorge

durch z.B. Entgeldumwandlung und nicht zuletzt den Solidarbeitrag

zwecks Erfüllung des Generationenvertrag. Spannend

wird die Umsetzung bei den privat Versicherten werden, die

in Folge Teile Ihrer kapitalgedeckten Vorsorge als Entgeldumwandlung

oder mit einer Riesterförderung ausfinanzieren

werden.

Was spricht für dieses Szenario?

Durch die privaten Vorsorgebausteine wird die GKV in

Teilen kapitalrückgedeckt. Der Leistungsbereich der im

Festbeitrag definiert sein wird, wird immer kleiner werden.

Entsprechend kleiner wird sukzessive der Systemunterschied

zwischen GKV und PKV werden. Das Duale

System wird schrittweise abgebaut und in Zukunft nicht

mehr existent sein. Ein freier Wettbewerb mit hoher Eigenverantwortlichkeit

wird die Qualität unserer Gesundheitsvorsorge

bestimmen. Die kommenden Jahre werden

von sozialer Ungerechtigkeit geprägt sein, bis der Wechsel

zu einem einheitlichen Gesundheitssystem vollzogen

sein wird. Wer es sich dank seines beruflichen Status leisten

kann sich privat zu versichern, sollte dies zeitnah umsetzten.

Die kommenden Gesundheitsreformen beinhalten steigende

Eigenleistungen der Versicherten. Wer glaubt, dass bei immer

weniger Erwerbstätigen und immer mehr Leistungsbeziehern

eine umfängliche staatliche Vorsorge a la steuerfinanzierter

Bürgerversicherung möglich ist, hat sich von den Realitäten

weit entfernt.

Rabattierte Invaliditätsvorsorge – eine Frage der Lebensqualität!

Einkommensverluste mindern, Umschulungen und den

Berufswechsel finanzieren.

Gesund in der Region … lebt sich besser! Leider

können Unfallereignisse nicht vorher gesagt

werden – unerwartet und plötzlich ändert sich für

die Betroffenen alles. Ein ganzes Lebenshaus kann

einstürzen, wenn dauernde Beeinträchtigungen der

körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit verbleiben.

Eigentlich erleben wir jeden Tag, dass wir gerade nochmals

Glück gehabt haben! Mir geht es jedenfalls so, wenn

ich auf der A3 täglich im Stau wegen eines Auffahrunfalls

stehe. Meine Freunde von der Feuerwehr erzählen

oftmals, dass sie wieder einmal ein Auto aufschneiden

mussten, um die eingeklemmten Insassen zu bergen. Damit,

zusätzlich zum persönlichen Leid, es nicht auch noch

zur finanziellen Katastrophe kommt, kümmern sich viele

Leser um eine private Unfallversicherung. Die bietet im

Schadensfall Sicherheit durch eine Kapitalleistung bzw.

eine Unfallrente. Wie bei vielen Versicherungen üblich: es

gibt eine ganze Reihe sehr interessante Gestaltungsmöglichkeiten

– und etliche Möglichkeiten, etwas falsch zu

machen.

Bieten Gruppenversicherungen nicht gleiche Leistungen

zu günstigeren Beiträgen an?

Wenn ein Verband oder sonstige Institutionen einen

Rahmenvertrag abschließen, oder der Arbeitgeber

freiwillig einen Gruppenunfallversicherung

(GUV) abbildet, profitieren meist alle Beteiligten

von einem Preisvorteil von bis zu 75 %.

Gerade der Arbeitgeber selbst hat einen erhöhten Bedarf

an solch einer Vorsorge. Fährt der Unternehmer vor dem

Baum, fährt sein Unternehmen als Beifahrer oftmals direkt

mit. Bei der Ausgestaltung des GUV-Vertrages sind jedoch

viele Details zu beachten: So ist individuell zu prüfen, ob

ein Direktanspruch des Versicherten sinnvoll ist. Beim Unternehmer

ist dies immer sinnvoll, da sich sonst im worst

case der Insolvenzverwalter an der Kapitalleistung bedienen

kann. Freiwillige Beiträge zu einer GUV sind Betriebsausgaben

und können der Pauschalversteuerung unterliegen,

wenn der Durchschnittsbeitrag nicht höher als

aktuell 62 EUR Netto beträgt. Ein Beispiel: Der Apotheker

sorgt mit 200 TEUR Invaliditätsleistung (200 EUR Jahresbeitrag)

für sich selbst vor, seine 12 Mitarbeiter erhalten im

Leistungsfall 50 TEUR (50 EUR Jahresbeitrag). In Summe

sind 800 EUR zu zahlen. Dies sind pro versicherte Person

im Mittel 61,54 EUR. Der Beitrag läuft als Betriebsausgabe

und ist nach § 40 b Abs. 3 EStG lediglich mit 20 %, zzgl. 5,5

Solidaritätsbeitrag und evtl. Kirchensteuer belegt. Würde

dieser Apotheker einen normalen Einzelunfallvertrag

abschließend wäre sein Aufwand gleich hoch oder sogar

höher. So versichert er sein Team zum gleichen Aufwand

direkt mit.

Der fürsorgliche, mittelständische Arbeitgeber

bietet demzufolge seinen Mitarbeitern einen versicherungsförmigen

Mehrwert und spart optional,

weil er seine Privatvorsorge in eine Betriebsausgabe

umwandelt?

Im besten Fall ist dies so. Das notwendige Prozedere

ist hier jedoch sehr vereinfacht dargestellt. Eine

Beratung bei einem kompetenten Versicherungsmakler

und dem betreuenden Steuerberater ist obligatorisch.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten der Ausgestaltung

eines solchen Gruppenvertrags. Einige Berufsverbände

halten entsprechende Rahmenvertragslösungen vor.

Immer, wenn sich eine Solidargemeinschaft findet,

können vorteilhafte versicherungsförmige Mehrwerte

für die Mitglieder abbildet werden. Dies wird leider nur

viel zu wenig gelebt.

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Immobilienfinanzierung

Intelligent Investieren

Finanzieren und Umschulden – der Weg zur eigenen Immobilie!

Die letzte Finanzmarktkrise führte zu einer Renaissance

der „Häuslebauer“ da Sachwerte wieder

sehr gefragt sind. Schon lange war Baugeld nicht mehr

so günstig. Bei einem Beleihungswert von 80 Prozent

und 20 Jahren Zinsfestschreibung sind gerade einmal

ca. 4 % Effektivzins anzusetzen. Die Inflationssteigerungen

verbilligen perspektivisch dieses Darlehen.

Der Finanzierungsklassiker ist das Annuitätendarlehen.

Hier fließt die Tilgung direkt in das Darlehen und

reduziert im Finanzierungsverlauf

die Zinsbelastung.

Alternativ

kann eine Tilgungsaussetzung

vereinbart

werden. Hier werden

nur die vereinbarten

Zinsen gezahlt.

Die Rückzahlung des

Darlehens erfolgt am

Ende üblicherweise

durch ein Tilgungssurrogat,

beispielsweise

eine abgetretene kapitalbildende

Lebensversicherung.

Eine weitere Option bieten Bausparverträge. Bei

einer Niedrigzinsphase ist das klassische Annuitätendarlehen

eher zu empfehlen, weil ein Bausparvertrag nicht wesentlich

durch günstigere Konditionen punkten kann und Lebensoder

Rentenversicherungen aktuell eine reduzierte Rendite

bieten.

Welche Probleme können während einer Eigenheimfinanzierung

auftreten?

Sinkt beispielsweise der Immobilienwert bezüglich des ursprünglichen

Beleihungswertes ist die Absicherung des

Darlehens nicht mehr gegeben. Ist dieser Beleihungswert

geringer als die Restschuld kann der Kreditgeber zum Ablauf

der Zinsbindung zusätzliche Sicherheiten fordern. Ebenfalls

können Zahlungsausfälle bedingt durch Krankheit, Berufsunfähigkeit,

Tod oder Arbeitslosigkeit zu einer Kreditkündigung

führen. Eine Kreditkündigung ist bei einem Zahlungsrückstand

von 2,5 % der Darlehenssumme möglich.

Worauf sollten die „Häuslebauer“ im Vorfeld einer Immobilienfinanzierung

achten?

Eigenkapital. Eigenkapital, Eigenkapital! Mit mehr als

80 % sollten Sie Ihre Immobilie nicht beleihen. Die finanziellen

Folgen durch

Krankheit, Berufsunfähigkeit

und Tod sollten

durch eine adäquate

Risikovorsorge abgesichert

werden. Andernfalls

setzt sehr

schnell ein Immobilienverwertungsprozess

ein.

Bevor Sie selbst verschiedene

Banken

nach deren Konditionen

befragen, wenden

Sie sich an einen Experten der Ihnen eine Finanzierungsplattform

mit Clearingstelle bietet. Jede Kreditanfrage führt

zu einer Absenkung Ihrer Bonität und Ihrer Kreditwürdigkeit,

was zu immer schlechteren Konditionen führen kann. Eine

Clearingstelle sucht Ihnen am Markt das Ihren Bedürfnissen

entsprechende Angebot z.B. mit Einbezug von KfW-Fördermittel,

Sondertilgungsoptionen, etc. aus. Eine Kreditanfrage

erfolgt erst bei Annahme eines selektierten Angebots. Ein

Abtretungsverbot garantiert Ihnen, dass Ihre Kredite nicht

weiterverkauft werden. Dies sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit

sein, ist es aber nicht immer. Wer sein Darlehen

kündigen kann, sollte sich zeitnah Angebote zwecks Umschuldung

einholen. Dies kann sich aktuell richtig lohnen.

Mit Sicherheit eine positive Rendite erwirtschaften war gestern

In Zeiten des Niedrigzinses ist es noch wichtiger geworden

sich mit einer Strategie zur auskömmlichen

Altersvorsorge zu beschäftigen. Heute gilt es intelligent

zu investieren, statt wild zu spekulieren.

Wer sein Geld dem Staat anvertraut, muss bei Bundesanleihen

einen Anlagehorizont von über acht Jahren mitbringen,

um nicht noch Geld für diese Anlageform an den

Staat zu bezahlen. Wo keine Rendite ist, können klassische

Lebensversicherungsprodukte, welche gezwungen

sind in sichere Anleihen zu investieren, auch keine für Ihre

Kunden bereitstellen. Die Markthistorie jedoch belegt,

dass die Finanzmärke schon immer funktioniert – und die

Investoren eine positive Rendite für Ihr Anlagekapital erhalten

haben.

Für jeden Einzelnen gilt es sich Klarheit über seine persönliche

Anlagestrategie zu verschaffen. Wer eine Wette z.B.

auf steigende Rohstoffpreise, dem Internetboom oder die

Expansion von Schwellenländern abschließt spekuliert.

Das verbietet sich an sich bei der Altersvorsorge.

Banken und Versicherer empfehlen den Kunden Produkte

mit einer Fondsanlage. Diese bieten höhere Renditechancen

– allerdings zu Lasten der Sicherheit/Garantien. Hierfür

gibt es Fonds, die aktiv verwaltet werden und Fonds,

die passiv gemanagt werden und einfach einen Index

nachbilden (z.B. den Deutschen Aktienindex – DAX).

Das Problem vieler aktiv gemanagter (und damit auch

kostenintensiver) Fonds ist es, das diese Ihre „Wette“ verlieren

und somit unterhalb der jeweiligen Benchmark

performen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass ein

passiv gemanagter Fonds, der einen Index, also einen

Markt nachbildet, besser sein kann und zudem wesentlich

kostengünstiger läuft. Es gilt die Kosten einer Anlage so

gering wie möglich zu halten, damit diese die erwirtschaftete

Rendite nicht wieder aufzehren.

Wer also in passiv verwaltete „ETF´s“ (Exchange Trades

Funds) investiert, hat schon mal die Kosten gut im Griff. Besser

ist es jedoch auch hier, wenn eine Überrendite erzielt

wird. Dies kann durch Diversifikation – also die Aufteilung in

verschiedenen Anlagen mit unterschiedlicher Gewichtung

erfolgen. Wir bewegen uns somit in einen aktiv gemanagten

„Passivfonds“, was in diesem Fall kein Wiederspruch ist.

Wer seine Altersvorsorge in einer Fondspolice eines Versicherers

anspart, sollte natürlich bei Vertragsabschluss

ein professionelles Ablaufmanagement vor Rentenbeginn

mit vereinbaren. Hierdurch werden Anlagegelder

rechtzeitig vor Rentenbeginn in sichere, dafür weniger

ertragreiche Anlagen umgeschichtet. So kann ein Börsencrash

kurz vor Renteneintritt wenig Schaden anrichten.

Wozu wird bei dieser Anlageform überhaupt noch

eine Versicherung benötigt?

Der Versicherungsmantel bietet viele Vorteile. Zum Einen

sind Fondswechsel hier kostenfrei möglich. Zum Anderen

werden die Gewinne thesaurierend angesammelt und es

gilt die vorteilhafte Ertragsanteilbesteuerung. Zusätzlich

kann eine Beitragsbefreiung für den Fall einer Berufsunfähigkeit

mit vereinbart werden, sodass der Sparprozess

vom Versicherer für den Kunden fortgeführt wird. Der

wichtigste Grund ist jedoch der lebenslange Zufluss an

liquiden Mitteln in Form einer Rente.

Warum interessieren sich Fondsgesellschaften und

Emissionshäuser für Versicherungskunden?

Der Versicherungskunde ist in der Regel sehr lange und wenig

emotional investiert. Er weiß um die Vorteile eines durchgängigen

Ansparprozesses. Er gewinnt ein Mehr an Anteilen

bei Kursverlusten und freut sich über den Mehrwert dieser

Anteile bei Kursgewinnen. Er will nicht spekulieren, sondern

einfach eine auskömmliche Rente im Alter erhalten. Was ihm

fehlt, ist eine wissenschaftliche Anlagestrategie. Aber da

kann ein aufgeklärter Berater sicherlich helfen.

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Kfz-Versicherung – Leistungsarten

Kfz-Versicherung – neue SF Stufen

Die Marketingschlacht um Ihre Autoversicherung

beginnt im September!

Wer dieses Jahr einen Schaden hatte, wird wissen

ob er günstig und leistungsstark versichert gewesen

ist.

Die Kfz-Police ist eine der komplexesten Multirisikoprodukte.

Damit Sie im Leistungsfall den Schaden fair ersetzt

bekommen, sollten Sie auf einige Produktmerkmale

achten.“

Bei einem Rabattretter hat der Kunde einen Schaden

frei. Gibt es hier Besonderheiten?

Es gibt den echten und unechten Rabattretter. Bei

Letzterem funktioniert dieser nur solange, wie Sie der

aktuellen Gesellschaft treu bleiben. Achten Sie darauf

ob der Rabattretter in Ihrer SF-Stufe überhaupt greift.

Wichtig vor Vertragsabschluss ist ein Blick auf die Rückstufungstabelle.

Gerade die vermeintlich günstigen Anbieter

stufen Sie oftmals in eine SF-Klasse zurück, in der

Sie besser einen Schaden zurück kaufen, also selbst bezahlen.

Welche Vorteile bieten Kaufwert- und Neuwertentschädigungen?

Wer ein neues (altes) Fahrzeug erwirbt bekommt über

einen bis zu 24 Monate langen Zeitraum den Wiederbeschaffungswert

ersetzt. Gerade ein Neuwagen verliert

in den ersten beiden Jahren erheblich an Wert.

Wenn, wie üblich nur der Zeitwert ersetzt würde,

bestände bei einem Totalschaden eine große Deckungslücke.

In diesem Kontext ist auch auf einen Verzicht für

den Abzug „neu für alt“ bei Ersatzteilen zu achten. Wer

sein Fahrzeug least, sollte auf eine hohe GAP-Deckung

achten. Diese reduziert bei einem Totalschaden die

Differenz zwischen dem Restleasing und dem Wiederbeschaffungswert.

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Wie sind die Nachlassmöglichkeiten durch eine Werkstattbindung

zu bewerten?

Dieser Baustein kommt für ein älteres Fahrzeug in Betracht.

Wer sein Fahrzeug least, eine Mobilität- oder sonstige

Garantie auf sein Fahrzeug hat, muss in der Regel

zum Vertragshändler um notwendige Reparaturen durchzuführen.

Ein Leasinggeber kann bei Missachtung den

Leasingvertrag umgehend kündigen. Den Anspruch einen

Gutachter zur Wertbestimmung des Schadens auszuwählen,

wird dem Versicherungsnehmer hier billigst mit

10 bis 15 Prozent Prämiennachlass abgekauft.

Welche Klauseln bieten sinnvolle Mehrwerte?

Eine Allgefahrendeckung ersetzt beispielsweise einen

zerstochenen Reifen. Auch auf den Einwurf grober Fahrlässigkeit

verzichten einige Anbieter (außer beim Alkoholtatbestand.)

Bei Entwendung der Fahrzeugsschlüssel

(Garderobendiebstahl) wird der Austausch der Tür- und

Zündschlösser ersetzt. Bei einem im Ausland verursachten

unverschuldeten Schaden wird dieser nach hiesigem

Recht, wie ein Vollkaskoschaden abgewickelt. Eine

Kuh, ein Pferd oder ein Hund ist kein Haarwild sondern

ein Nutztier. Unfälle mit Nutztieren können mit Haarwildschäden

gleichgesetzt werden. Wer grenzüberschreitend

oder auf dem Land sein Fahrzeug nutzt, sollte auf diese

Klauseln achten.

Wie umfänglich sollte Ihrer Meinung nach ein Deckungskonzept

sein?

Eine individuelle Bedarfsanalyse ist wichtig, wird von den

meisten Kunden jedoch nicht gewünscht. Ob der Sicherheitsbrief,

die Insassenunfallversicherung und sonstige

Bausteine richtig sind, hängt von der jeweiligen Fahrzeugnutzung

ab. Eines ist jedoch sicher, die „Geiz ist Geil“ Kunden

zahlen im Schadensfall ordentlich drauf.

Neue SF-Systeme in der Autoversicherung!

Bedingt durch die hohen Schadenaufkommen der

vergangenen Winter sind die Prämien in den aktuellen

Kfz-Tarifen zum Teil erheblich gestiegen, was

einen Versichererwechsel für den Kunden eher ungünstig

erscheinen lässt. Es ist festzustellen, dass die

Rabattschlachten der vergangenen Jahre aufgrund

der hohen Schadensquoten vorbei sind. Um trotzdem

das Neugeschäft zu beleben haben einige Versicherer

ein neues Schadensfreiheits (SF) System entwickel.

Die neue SF-Staffel ist von SF 25 auf SF 35 verlängert worden.

Die hinterlegten Beitragssätze reichen vereinzelt bis

zu 20 %. Im Gegenzug ist die Grundprämie erheblich erhöht

worden und der Rabattretter entfallen, womit eine

deutlichere SF-Rückstufung im Schadensfall einhergeht.“

Wer profitiert von der neuen SF-Struktur und wer

zahlt drauf?

In der neuen SF-Struktur profitieren insbesondere

Verträge in der Schadens/Malus-Klasse bis SF-Stufe 4.

Die „Zeche“ in der neuen SF-Struktur zahlen

insbesondere die Kunden mit Verträgen in den

SF-Stufen 5 bis 35, für diese wird es tendenziell teurer.

In diesen SF-Klassen tummelt sich übrigens die

Mehrzahl der Pkw-Fahrer – etwa 65 %! Die „kleinen“

SF-Klassen machen hiergegen gerade einmal etwa 10 %

aus.

Die neue SF-Struktur wird sich sukzessive am Markt

durchsetzen, da die Versicherer die Mehreinnahmen

für ein kostendeckendes Ergebnis in der Kfz-Sparte

dringend benötigen. Wer als Kunde noch einen Alt-Tarif

hat, sollte es sich gut überlegen, ob er seinen Anbieter

verlassen möchte, um vermeintliche und sehr kurzfristige

Beitragsvorteile zu vereinnahmen. Im Leistungsfall wird

es teurer.

SF-Klasse Alte Staffel ( %) Neue Staffel ( %) SF-Klasse Alte Staffel ( %) Neue Staffel ( %)

M 245 120 17 35 34

0 230 100 18 35 34

S 155 80 19 35 33

1/2 140 70 20 35 33

1 100 60 21 35 32

2 85 55 22 30 32

3 70 50 23 30 31

4 60 48 24 30 31

5 55 46 25 30 30

6 55 44 26 30 30

7 50 43 27 30 29

8 50 42 28 30 29

9 45 41 29 30 28

10 45 40 30 30 28

11 45 39 31 30 27

12 40 38 32 30 27

13 40 37 33 30 26

14 40 36 34 30 26

15 40 35 35 30 25

16 35 35

(Exemplarischer Vergleich zwischen alten und neuen Schadensfreiheitsklassen/Stufen)

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Körperschutzpolicen

Krankenversicherung – im Alter

MultiRente – Vorsorgeplus einer Mehrwertrente!

Sie haben Defizite beim sehen, hören, sprechen,

dem Gleichgewichtssinn und Minderleistungen

beim Gebrauch der Gliedmaße? In diesem Fall haben

Sie körperliche Grundfähigkeiten verloren. Eine MultiRente

leistet aber auch bei Pflegebedürftigkeit, oder

Organfehlfunktionen.

Hauptzielgruppe dieser MultiRente sind Kinder und Berufstätige

die eine Ergänzung zu Ihrer Berufsunfähigkeitsvorsorge

anstreben oder eine solche bislang nicht

absichern konnten. Die MultiRente beinhaltet auch Leistungen

bei Schwersterkrankungen oder aufgrund Invalidität

in Folge eines Unfalls. Das Besondere: Ein Kräfteverfall

kann zur Zahlung einer lebenslangen Rente führen!

Worauf sollte bei den versicherten Renten und Leistungen

geachtet werden?

Bei der Unfallrente ist auf den Einschluss und Mitversicherung

von Zeckenbissen und Röntgenstrahlen zu achten.

Die Eigen- Mitwirkungsanteile einer Vorerkrankung oder

eines dem Unfall vorangehenden Herzinfarktes oder

Schlaganfalls sollten keinen Einfluss auf die Rentenzahlung

haben. Auch psychische Unfallreaktionen und deren

Folgen sind wichtige Leistungsbausteine.

Relativ einheitlich sind die versicherten Krankheitsbilder

im Rahmen der Organrente. Wird beispielsweise aufgrund

Nierenversagens eine Dialyse benötigt, besteht Anspruch

auf Rentenzahlung. Größere Unterschiede bestehen bei

den mitversicherten Krebserkrankungen. Generell wird

zwischen Blutkrebs, Lymphknotenkrebs und sonstigen

Krebsarten unterschieden.

Die Leistungen der Pflegerente werden in der Regel auf

eine Pflegeeinstufung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB)

abgestellt. Bei einer Alzheimer- oder Demenzerkrankung

überschneiden sich die versicherten Leistungsarten. Zum

Einen besteht die Pflegestufe 0 und zum Anderen ist die

Grundfähigkeit der eigenständigen Orientierung verloren

gegangenen.

Wer nicht eigenständig eine Jacke an- oder ausziehen,

einen Schreibstift führen oder einen Schraubverschluss

öffnen kann erhält eine Grundfähigkeitenrente. Gleiches

gilt für denjenigen der einen 5 kg schweren Gegenstand

nicht vom Tisch heben und 5 Meter weit tragen kann. Der

Entzug der Fahrerlaubnis aus gesundheitlichen Gründen,

oder das Treppensteigen von 12 Stufen ohne Pause sind

Minderleistungen laut dem zugrunde liegenden Grundfähigkeitenkatalog.

Welche Produktlösung möchten Sie unseren Lesern

besonders empfehlen?

Inwieweit das Versicherungsunternehmen regelmäßig

den Gesundheitszustand des Rentenempfängers nachprüfen

kann und ob es neben der Rente auch eine einmalige

zusätzliche Kapitalleistung gibt sind wichtige Unterscheidungsmerkmale.

Gerade für Schüler und Studenten

sind Umwandlungs- und Nachversicherungsgarantien

sehr wichtig. So ermöglichen nur wenige Anbieter bei

Beginn eines Studiums oder einer Berufstätigkeit die Umwandlung

einer MultiRente oder „Existenzschutzpolice“

in eine bedarfsgerechte Berufsunfähigkeitsabsicherung

ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Ja nach Alter der zu versichernden Person ist eine Gewichtung

der verschiedenartigen Leistungen vorzunehmen.

Eine Existenzschutzversicherung (MultiRente) ist kein Ersatz

zu einer Unfall-, Pflege-, oder Berufsunfähigkeitsversicherung,

aber die führende Vorsorgelösung gerade für

Kinder und Jugendliche. Als Kinderpolice bietet sich hier

die Lösung mit garantierter Beitragsrückgewähr an. Eine

reine Risikoversicherung mit 1.000 EUR Rente kostet für

ein fünfjähriges Kind gerade einmal 15 EUR.

Gesundheitskosten im Alter … ein Systemvergleich.

Es gibt drei verschiedene Formen der Krankenversicherung

im Alter. In der gesetzlichen Krankenkasse

(GKV) wird im Rentenbezug zwischen pflicht- und

freiwillig versicherten Mitgliedern unterschieden.

Wer als Rentner keine Altersrente aus der gesetzlichen

Rentenversicherung (GRV) bezieht, wird in der

gesetzlichen Krankenkasse automatisch zum freiwillig

versicherten Mitglied. Jene bezahlen auf alle Einkunftsarten

ihren Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeitrag.

Die Privatversicherten zahlen ihren

individuellen Tarifbeitrag.

Besteht ein Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung

(GRV) wird tagesgenau geprüft, ob der Versicherte

in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens mindestens

zu 90% in der GKV versichert war. Das Mitglied wird freiwillig

weiterversichert, wenn es weniger als 90 % dieser

Zeit in der GKV versichert gewesen ist. Durch das Bürgerentlastungsgesetz

sind Aufwendungen zur Gesundheitsund

Pflegevorsorge seit 2010 steuerlich anrechenbar.

Vertragsleistungen, die in Art und Umfang mit dem Basisschutzes

der GKV vergleichbar sind, können bei den Vorsorgeaufwendungen

steuerlich angesetzt werden. Ambulante

Heilpraktikerleistungen, Chefarzt-behandlungen,

Einbettzimmer, implantologische und kieferorthopädische

Leistungen führen zu einem Abzug des ansetzbaren

Beitrages. Im Regelfall werden die PKV-Versicherten bei

Einzeltarifen ca. 75% und bei Kompakttarifen rund 80%

der gesamten Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge

steuermindernd ansetzten können.

Zu einem Beitragsvergleich gehört selbstredend auch

ein Leistungsvergleich, weshalb dem Personen-Kreis der

GKV-Versicherten eine adäquate Zusatzversicherung zuzurechnen

ist.

Entsprechend dem Wirtschaftlichkeitsgebot nach § 12

SGB V müssen die Leistungen der GKV „[…] ausreichend,

zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß

des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die

nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können

Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer

nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.“

Wer nicht nur zweckmäßig und kostengünstig,

sondern bestmöglich behandelt werden möchte, muss

also privat vorsorgen.

Hierdurch erhöhen sich die in Summe aufzuwenden Beiträge

für die Gesundheitsvorsorge beim pflichtversicherten

GKV Mitglied. Es wird deutlich, dass weder die umlagefinanzierte

gesetzliche Krankenkasse noch die private

Krankenversicherung sich bei der Beitragshöhe als Rentenbezieher

deutlich unterscheiden.

Jedoch bieten sich dem PKV-Versicherten erhebliche Vorteile

bei der Ausgestaltung seines steuerlichen Sonderausgabenabzugs

sowie bei der zweckgebundenen Finanzierung

seiner Krankenversicherung im Alter. Die PKV-Beiträge

können in Höhe der GKV-Grundsicherung als Sonderausgaben

geltend gemacht werden. Im Normalfall ist damit

der Höchstbetrag (1.900 € bei Angestellten, 2.800 EUR bei

Selbstständigen) für andere Vorsorgeaufwendungen ausgeschöpft.

Das EkStG erlaubt jedoch bis zu 2,5 Jahresbeiträge

in einem Jahr geltend zu machen. Wer von dieser

Option Gebrauch macht, kann in den Folgejahren o. g.

Höchstbeträge der Sonderausgaben für andere Vorsorgeaufwendungen

geltend machen. Einige PKV-Unternehmen

gewähren hierbei bis zu 3 % Nachlass auf die Tarifprämie.

Wer bei einem KV-Monatsbeitrag in Höhe von 500,- €

für das Folgejahr demzufolge 5.820,- € (statt 6.000 €) im

Dezember an den Krankenversicherer überweist, erzielt

im ersten Schritt ca. 180,- € Sondernachlass durch den

Versicherer. Die im Folgejahr nunmehr absetzbaren Vorsorgeaufwendungen

in Höhe von bis zu 1.900,- €/2.800 €

bescheren im zweiten Schritt bei einem Spitzen-Einkommenssteuersatz

eine Steuerrückerstattung in Höhe von

ca. 800,- €/1.100,- €. In Summe kann so jedes 2. Jahr eine

zweistellige „KV-Sonderrendite“ erzielt werden. Dieses

Geld kann wiederum zur Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge

im Alter verwendet werden. Hierzu bieten

sich vorrangig Beitragsentlastungstarife an.

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Krankenversicherung – Dringender Notfall

Krankenversicherung – Dringender Notfall

Dringender Notfall – in der Krankenversicherung muss nicht sein!

Zwei steuerlich geförderte Sparvarianten im Vergleich

(185 EUR Monatsbeitrag)

1. Variante Beitragsentlastungstarif

2. Variante Rürup-Rente

(KV mit Unisextarif): Wenn ein 40-jähriger PKV-Versi-

Zahlt der 40-jährige Privatversicherte stattdessen

cherter während seiner Erwerbstätigkeit eine persönli-

monatlich 185 EUR in eine staatlich geförderte Basis

che Einkommenssteuerbelastung von 40 % trägt und

(Rürup) Rente, erhält er bei einem guten Anbieter ab

sich diese ab Rentenbeginn auf 25 % reduziert, dann

Rentenbeginn mit 67 eine garantierte Monatsrente in

beträgt hier der Nettoaufwand bei Ausschöpfung ei-

Höhe von ca. 200 EUR plus Überschuss – bestenfalls

nes Arbeitgeberzuschusses laufzeitbezogen bis zum

ca. 400 EUR. Durch die steuerliche Geltendmachung

vollendeten 87. Lebensjahr ca. 55.000 EUR. Würde der

reduziert sich auch hier laufzeitbezogen der Gesamt-

Arbeitgeberzuschuss zur PKV schon voll ausgeschöpft

aufwand auf durchschnittlich 95 EUR/Monat – kumu-

sein und dieser somit im Beitragsentlastungstarif nicht

liert ca. 32.000 EUR. Da in diesem Beispiel die Renten-

entlastend wirken, wären es ca. 75.000 EUR. Im Bezugs-

leistung zu 100 % der Besteuerung unterliegt, reduziert

zeitraum zwischen dem 65. und 87. Lebensjahr steht

sich die garantierte Monatsrente auf ca. 150 EUR – mit

Oftmals liest man von „unzumutbaren Belastungen“

bei der Finanzierung der privaten Gesundheitsvorsorge.

Die damit einhergehende Fragestel-

Finanzierung der eigenen privaten Krankenversicherung

verwendet.

der Investition eine kumulierte und garantierte Beitragssenkung

der PKV um ca. 132.000 EUR entgegen.

Überschuss auf ca. 300 EUR. Bis zum vollendeten 87. Lebensjahr

sind dies summiert garantiert 36.000 EUR bzw.

mit Überschuss 72.000 EUR Rentenleistung.

lung einer rentablen Gegenfinanzierung kann durch

einen steuerlich geförderten Beitragsentlastungstarif

beantwortet werden.

Beitragsentlastende Tarife dienen der Reduzierung des

Krankenversicherungsbeitrages und sind Bestandteil

einer privaten KV. Da die Versicherer verpflichtet sind,

die Kundengelder mit mindestens 2,75% zu verzinsen,

ist diese Anlage attraktiver als die klassische Rentenversicherung

mit aktuell 1,25% Garantiezins. Im Kontext

des Bürgerentlastungsgesetzes wurde bestimmt, dass

Beiträge für Beitragsentlastungstarife in Höhe der gesetzlichen

Basisleistungen bei Vorsorgeaufwendungen

Beispiel: Ein 40-jähriger PKV-Versicherter zahlt bei Neuabschluss

in 2016 für 500,- € monatliche Beitragsentlastung

seiner KV ab dem 65. Lebensjahr ca. 185 € Monatsbeitrag

für eine KV im Unisextarif. Es wären lediglich 140 €

bei einer KV im Bisextarif. Sollte ein Arbeitgeberzuschuss

noch nicht ausgeschöpft sein, beteiligt sich der Arbeitgeber

mit 50 % an diesem Beitrag bis zum Höchstbeitragszuschuss.

Der Nettoeigenaufwand reduziert sich so deutlich:

Je höher sich die persönliche Einkommensteuerbelastung

darstellt, umso attraktiver wird die persönliche Rendite.

Würde der Zugang auch noch mit 64 Jahren möglich sein

und der Bruttobeitrag genauso hoch wie die Beitragsent-

(KV mit Bisextarif): Würde der Beitragsentlastungstarif

an einer KV im Bisextarif angefügt, reduziert sich bei

gleichen Tarifleistungen der Monatsbeitrag von

ca. 185,00 EUR auf ca. 140,00 EUR. Laufzeitbezogen

reduziert sich in diesem Beispiel der Nettoaufwand

ohne Arbeitgeberzuschuss auf ungefähr

60.000 EUR. Diesen Beitragsvorteil

haben alle Versicherten, die vor dem 21.12.2012 einen

Krankenversicherungsvertrag abgeschlossen haben.

Die Mehrzahl der PKV-Kunden wird aktuell einen geschlechterspezifisch

(bisex) kalkulierten Krankenversicherungsvertrag

vorhalten.

als Sonderausgaben abgesetzt werden können. Zudem

lastung würde der Versicherte durch die steuerliche Anre-

sind diese Tarife arbeitgeberzuschussfähig. Während

chenbarkeit immer noch sparen.

klassische Rentenversicherungen nachgelagert oder

zumindest mit dem Ertragsanteil besteuert werden,

Wer auf diese Weise vorsorgt, sollte nicht in die Verlegen-

fließen dem Versicherten über diesen Sparvertrag die

heit geraten, die Qualität seiner Gesundheitsvorsorge

Erträge steuerfrei zu. Das gebildete Kapital kommt

gerade dann reduzieren zu müssen, wenn sie dringend

nicht zur Auszahlung, sondern wird zweckgebunden zur

benötigt wird.

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Lebensversicherungsreformgesetz

Pflege Bahr

Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) –

Risikoüberschüsse, Ausschüttungssperre, Bewertungsreserven

Gesund in der Region … spätestens zum Jahreswechsel

treten einige weitere gesetzliche Änderungen

in Kraft, die Auswirkungen auf die Lebensversicherungen

haben.

Ab sofort müssen Risikoüberschüsse den Kunden mit

mindestens mit 90 Prozent statt – wie bisher – mit 75 Prozent

gutgeschrieben werden. Gleichzeitig hat der Gesetzgeber

dafür gesorgt, dass die Abschlusskosten maximal

mit 25 Promille der laufzeitbezogenen Beitragssumme in

der Bilanz berücksichtigt werden dürfen. Diese „Begrenzung

der Höchstzillmerung“ führt zukünftig gerade in

den ersten Versicherungsjahren zu höheren Rückkaufswerten

und damit zu einem verbesserten Zinseszinseffekt

bei Langzeitspareren.

Ebenso beinhaltet das „LVRG“-Gesetz eine Ausschüttungssperre

des Lebensversicherungsunternehmens an

seine Aktionäre, wenn der Sicherungsbedarf für die eingegangenen

Verpflichtungen größer ist, als der Gewinn.

Hier wird erstmalig der Kunde vorrangig und nicht der

Aktionär oder der Finanzinvestor bedient.

Die Bewertungsreserven werden wieder fairer zwischen

den vorzeitig ausscheidenden und den verbleibenden

Kunden in der Lebensversicherung verteilt. Wer vorzeitig

seinen Altersvorsorgevertrag kündigt, muss in Zukunft

auf den Zufluss dieser anteiligen Bewertungsreserven

(großteils temporäre Buchungsgewinne) verzichten.

Dies sichert den Kunden mit länger laufenden Verträgen

eine höhere Schlussüberschussbeteiligung zum

Vertragsende und hierdurch eine beispielsweise höhere

Rente.

Lebensversicherer müssen Kundengelder nach strengen

gesetzlichen Vorlagen sicher und damit oftmals

mit Niedrigzins anlegen um Ihren vertraglich eingegangenen

Verpflichtungen nachkommen zu können.

Trotz aller Veränderungen sind die langzeitsparenden

Lebensversicherungskunden in Deutschland die eigentlichen

Reformgewinner. Durch die aktuelle Gesetzgebung

steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Versicherten

mehr als nur Ihre garantierten Leistungen,

auch in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld erhalten.

Diese werden stärker an den Risikoüberschüssen

beteiligt und profitieren von tendenziell sinkenden Abschlusskosten.

Die Effektivkosten des Lebensversicherungsvertrages

müssen zukünftig komplett ausgewiesen

werden. Es gibt somit viele gute Gründe aktiv zu werden

und seine Privatvorsorge zu regeln, oder auch nur zu

aktualisieren.

Die Neuerungen des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz

und der staatlich geförderte „Pflege-Bahr“

Laut Geschäftsstatistik der sozialen und privaten

Pflege-Pflichtversicherung waren zum Jahresende

2010 insgesamt 2,43 Mio. Personen pflegebedürftig.

Hiervon wurden 1,68 Mio. Personen häuslich und 0,75

Mio. Personen stationär versorgt. 65 % der Pflegebedürftigen

sind Frauen.

Das PNG bringt einige Neuerungen mit sich. Dabei geht

es im Wesentlichen um:

1. Höhere Leistungen in den Pflegestufen I und II.

2. Die Entlastung von pflegenden Angehörigen.

3. Mehr Wahlmöglichkeiten bei den Pflegeleistungen,

sowie eine bessere medizinische Versorgung in den

Pflegeheimen.

4. Einen individuelleren Service für Pflegebedürftige,

die einen Antrag auf Feststellung der Pflegebedürftigkeit

stellen.

5. Bildung ambulanter Wohngruppen durch

Pflegebedürftige.

6. Wegfall von Eigenbeteiligungen für individuelle,

das Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen und

7. die Förderung privater Pflegezusatzversicherungen

durch einen Staatszuschuss (Pflege-Bahr).

Welche Vor- und Nachteile bietet die staatlich geförderte

Pflegeversicherung?

Beim „Pflege-Bahr“ wird eine Pflegetage-, Monatsgeldversicherung

mit 5 EUR pro Monat vom Staat bezuschusst.

Der Mindestbeitrag beträgt 15 EUR – für den Verbraucher

somit 10 EUR. Das Pflegegeld beträgt in Pflegestufe III

mindestens 600 EUR. Geleistet wird prozentual je nach

Pflegestufe. In III zu 100 %, in II zu 60 %, in I zu 30 % und

in 0 zu 10 %. Gesundheitsfragen werden nicht gestellt,

sodass sich jeder der nicht schon pflegebedürftig oder

schwerbehindert ist versichern kann. Die Wartezeiten betragen

insgesamt 5 Jahre. Wer in diesem Zeitraum pflegebedürftig

wird, erhält keine Leistung.

In Pflegestufe II werden somit gerade einmal 360 EUR

an Pflegekosten monatlich rückgedeckt. Ein Heimplatz

im Mehrbettzimmer kostet jedoch im Mittel

3.500 EUR, wovon gerade einmal 1.250 EUR durch die

Pflegepflichtversicherung gegenfinanziert sind.

Der „Pflege-Bahr“ bietet lediglich eine ergänzende Kostenrückdeckung,

die maximal 30 % des Versorgungsdeltas

schließt. Bei vergleichbaren Leistungen ist die staatlich geförderte

Pflege trotz Kostenzuschuss vom Staat tendenziell

etwas teuer als eine private ungeförderte Pflegetagegeldversicherung.

Der Mehrbeitrag des „Pflege-Bahr“ liegt

in der Regel zwischen 5 % und 13 %. Interessant kann das

Produkt für ältere und an sich nicht versicherbare Personen

sein, die somit zumindest einen kleinen Teil Ihrer Versorgungslücke

schließen. Wer älter als 70 Jahre ist, sollte aufgrund

der langen Wartezeit von 5 Jahren eventuell von

diesem Produkt Abstand nehmen. Die Wahrscheinlichkeit

in diesem Zeitraum pflegebedürftig zu werden ist relativ

hoch, zudem stehen Leistungen und Versicherungsbeitrag

in keinen sozialverträglichen Verhältniss zueinander.

Pflege ist ein gesellschaftspolitisches Problem. Durch

die immer älter werdende Gesellschaft nimmt die Zahl

der Pflegebedürftigen kontinuierlich zu. Bei den 85- bis

90-Jährigen sind dies nahezu 40 %. Betroffene Ehepaare

zahlen immer das Doppelte. Die Heimunterbringung von

Ehepaaren kommt immer häufiger vor. Wer seine Lebensleistung

schützen und innerhalb der Familie weitergeben

möchte, seine Unabhängigkeit wahren und eine menschenwürdige

Versorgung absichern will, sorgt deshalb

zeitnah mit einer privaten Pflegeergänzungsversicherung

vor. Ein unabhängiger Berater kann Ihnen die optimale,

bedarfsgerechte Lösung erarbeiten und vorstellen.

30 /

/ 31


Rechtsschutz – Prozesshilfe

Rentenversicherung – In Zahlen

Recht haben und Recht bekommen!

Wie sich am besten und effizient streiten?

Nur jeder vierte Haushalt hält eine umfassende

Rechtschutzversicherung mit Privat-, Berufsund

Verkehrsrechtsschutz vor. Gerade die „sanften

Lämmer“ müssen sich jedoch häufig ihr gutes Recht

erstreiten. Ob und inwieweit hier die Prozesskostenhilfe

(PKH) oder eine Prozessfinanzierung sinnvolle

Alternativen darstellen, klärt nachfolgender Textbeitrag.

Die PKH steht einkommensschwachen Personen zu und

muss beim jeweils zuständigen Gericht gegen entsprechende

Gebühr beantragt werden. Die Gebühr entfällt,

sollte die PKH genehmigt werden. Im Vorfeld muss der

Kläger oder Beklagte eine Erklärung über seine persönlichen

und wirtschaftlichen Verhältnisse abgeben. Neben

der Bedürftigkeit wird auch der Streitfall einer Vorprüfung

unterzogen. Bei mangelnden Erfolgsaussichten wird die

PKH nicht bewilligt. Wird der Prozess verloren, müssen die

gegnerischen Anwaltskosten übernommen werden. Die

PKH ist somit keine allumfassende Absicherung.

Versicherer sind solvente Zahler und somit Anwalts Liebling.

Wer umfassend abgesichert sein möchte, muss jedoch

entsprechende Leistungsarten abgeschlossen haben.

Eine Basisversorgung ist hier zumeist unzureichend.

Versicherungsvertragsrecht oder Patientenrecht sind bei-

32 /

spielsweise keine Standards. Ein schwelender Streit kann

nicht mehr abgesichert werden. Ein weiterer „Stolperstein“

kann die obligatorische Wartezeit von drei Monaten

sein. Alles Neue am Bau, Familien und Erbstreitigkeiten

sind nicht versicherbar. Hier hat sich jedoch das oftmals

bewährte Mediationsverfahren bewährt, das einige Versicherer

gewähren.

Forderungen aus einem Erbfall, vertragliche Ansprüche,

Schadenersatz oder Ansprüche aus Geldleistungen können

bei entsprechend hohem Streitwert über einen Prozessfinanzierer

gegebenenfalls durchgesetzt werden.

Dieser übernimmt bei guten Erfolgsaussichten das komplette

Kostenrisiko für die jeweilige Instanz gegen eine

entsprechende Beteiligungsquote, also einem im Vorfeld

vertraglich vereinbarten Prozentsatz des erstrittenen

Werts. Ein Hauptgeschäftsfeld dieser Dienstleister sind

Sammelklagen, wobei die Ansprüche vieler Geschädigter

hierbei zusammengefasst werden.

Eine umfassende und leistungsstarke Rechtschutzversicherung

ist für Nichtselbstständige schon für unter

200 EUR im Jahr erhältlich. Wer sich wirtschaftlich auf Augenhöhe

mit seinem Gegner bewegen möchte muss diese

Investition in guten Zeiten tätigen. Gutes Recht kostet

zumeist auch gutes und recht viel Geld.

Die gesetzliche Rente in Zahlen! Die Zahl der Erwerbsfähigen

sinkt – die Zahl der Rentenbezieher steigt – Quo Vadis Rente?

Gesund (leben) in der Region, aber bitte mit einem

auskömmlichen Alterseinkommen! Die Entwicklung

der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) zeigt

die angefügte Tabelle auf.

In 2010 waren noch 51 Mio. Menschen im erwerbsfähigen

Alter (20 bis 66 Jahre). Laut statistischen Bundesamt werden

im Jahr 2040 nur noch 40 Mio. Erwerbsfähige dann 22 Mio.

Rentenbeziehern gegenüberstehen. Wie zwei Beitragszahler

die Altersrente für einen Rentenbezieher erwirtschaften sollen

ist seitens der Politik bislang unbeantwortet geblieben.

Schon heute stellt sich die gesetzliche Rente für den

Eckrentner als nicht auskömmlich dar, wie die angefügte

Tabelle verdeutlicht. Hier ist die Entwicklung von 2008

bis 2013 in Zahlen einmal ausgewiesen. Der Kaufkraftverlust

durch Inflation betrug in diesem Zeitraum 9,6 Prozent

(Ø 1,6 % p. Anno). Aus 100 EUR wurden somit fiktiv

91,40 EUR. Entsprechend teurer wurden Waren, Güter und

Dienstleistungen. Diese Teuerungsrate haben die letztjährigen

Rentenanpassungen nicht auffangen können.

Gleiches gilt für die Gehälter (s. Tabelle: Bezugsgröße), welche

ebenfalls trotz höherer Werte einen Kaufkraftverlust

ausweisen. (Exkurs: Die Bezugsgröße ist ein Wert der Sozialversicherung,

welcher das durchschnittliche Arbeitseinkommen

aller sozialversicherungspflichtigen Menschen

des Vorjahrs ausweist.) Das komplette Zahlenmaterial der

aktuellen GRV-Statistik, differenziert nach Ost/West und

Männern/Frauen ist in der Rubrik „Aktuelles“ auf der Internetseite

www.rhvk.info zur Ansicht eingestellt.

Für die zurzeit Besserverdienenden verbleibt zukünftig

auch weniger Alters-Netto, da der Altersentlastungsbetrag

(Steuerfreibetrag) stufenweise abgebaut wird. Die

den Freibetrag übersteigende Leibrenten werden nachgelagert

besteuert. Der Besteuerungsanteil steigt stufenweise

auf 100 Prozent.

Sparen fürs Alter lohnt sich durch die aktuelle Niedrigzinsphase

doch nicht?

Ob nun gut oder schlecht verzinst! Wer nicht zeitnah Gelder

zur Seite legt, wird in einer immer länger währenden Rentenbezugsdauer

(s. Tabelle: Wegfallalter) verarmen. Wer auf

Erbschaft oder Schenkung setzt, vergisst häufig das hohe

Pflegerisiko, welches schnell auch größere Vermögenswerte

aufzehren kann und somit die Lebensleistung der

Elterngeneration verbraucht. Mit welcher Strategie sinnvoll

Altersvorsorgekapital angesammelt werden kann erläutert

Ihnen ein kompetenter Versicherungsmakler.

Indikatoren 2008 2013

Bezugsgröße West – Ø Einkommen AN/Vorjahr 30.240 EUR 33.180 EUR

Bezugsgröße Ost – Ø Einkommen AN/Vorjahr 25.620 EUR 28.140 EUR

Ø Fernere Lebenserwartung 65-Jähriger 18,7 Jahre 19,1 Jahre

Rentenbestand 20.316.830 20.617.043

Ø Zugangsalter in Jahren Altersrenten 63,2 Jahre 64,1 Jahre

Ø Versichertenrente Altersrenten insgesamt 674 EUR 737 EUR

Ø Rentenbezugsdauer 18,0 Jahre 19,3 Jahre

Ø Zugangsalter in Jahren Erwerbsminderungsrenten 50,1 Jahre 51,0 Jahre

Ø Versichertenrente wegen Erwerbsminderung 599 EUR 613 EUR

Ø Wegfallalter 77,2 Jahre 79,0 Jahre

Altersentlastungsbetrag (Freibetrag) 1.672 EUR 1.292 EUR

Besteuerung von Leibrenten 56 Prozent 66 Prozent

(Quelle: Deutsche Rentenversicherung – Statistische Analysen 2009 – 2014 / BMF)

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Riestern

Stationäre Zusatzversicherung

Armut macht krank! Jeder sechste Bundesbürger ist armutsgefährdet.

Gesundheit kostet Geld. Immer mehr Rentner

rutschen unter die Armutsgrenze. (Caritas)

Lohnt sie sich, oder lohnt sie sich nicht? Ob der

Abschluss einer Riester-Rente sinnvoll ist, wird

zwischen Experten und Medienvertretern kontrovers

diskutiert. Warum die Riester-Rente für Sparer ein Balanceakt

ist und worauf generell bei diesem Sparvertrag

zu achten ist erläutert folgender Fachbeitrag

Beim Riester-Vertrag sind die eingezahlten Beiträge

immer gesichert. Diese Beitragsgarantie, welche eine

risikobehaftete aber chancenreiche Fondspolice sehr interessant

werden lässt, führt zu Kostensteigerungen. Zusätzlich

entstehen höhere Verwaltungsgebühren, da dieses

Produkt von zwei Beitragszahlern volatil bedient wird.

Diese sind das Finanzamt und der Versicherungsnehmer.

Die Kosten des „Riester“ wirken sich renditeschmälernd

aus.

Im Rentenbezug ist ein Riester-Vertrag 100 % zu versteuern.

Deshalb muss genau geschaut werden, mit welcher

Förderquote der Vertrag in der Ansparphase aktuell bedient

wird. Liegt die Förderquote unterhalb von 45 % ist

der Riester-Vertrag besser auf den Sockeljahresbeitrag in

Höhe von 60 EUR zu reduzieren. Erhöht sich die Förderung

beispielsweise durch die Geburt eines Kindes und

sinken die Einkünfte aufgrund von Teilzeitarbeit während

der Kindererziehung kann die Förderquote wieder über

45 % liegen. Hier wäre ein „ruhender“ Riester-Vertrag zu

aktivieren.

Demzufolge muss je nach Lebens- und Erwerbsbiographie

der Riester-Vertrag aktiv gemanagt werden.

Entfallen Kinderzulagen und ist kein Sonderausgabenabzug

möglich, ist der Vertrag besser auf den Sockelbeitrag

zu reduzieren.

Deutlich wird dies durch ein Beispiel. Ein Ehepaar, er ist

selbstständig und sie arbeitet als Angestellte, mit einem

in 2008 geboren Kind hatten in 2012 ein Familieneinkommen

von 85.000 EUR. Hiervon aus nichtselbstständiger

Tätigkeit 35.000 EUR. In 2013 wird ein weiteres Kind geboren,

die Mutter kann nur teilzeitarbeiten. Das Einkommen

der Ehefrau reduziert sich auf 20.000 EUR.

2013. Die Ehefrau mit 35.000 EUR Vorjahreseinkommen

und einem Kind: In den Vertrag der Ehefrau müssten

1.246 EUR (792 EUR Eigenbeitrag, zuzüglich 154 EUR

Grundzulage und 300 EUR Kinderzulage vom Staat) eingezahlt

werden. In den Vertrag des Ehemann fließen 214

EUR (60 EUR Eigenbeitrag und 154 EUR Grundzulage vom

Staat). Die gemeinsame Förderquote betrüge 41,6 %.

2014. Die Ehefrau mit 20.000 EUR Vorjahreseinkommen

und zwei Kindern: In den Vertrag der Ehefrau fließen 814

EUR (60 EUR Sockelbeitrag, zusätzlich 154 EUR Grundzulage

und 600 EUR Kinderzulagen vom Staat). Beim Ehemann

ändert sich nichts. Hier beträgt die Förderquote

88,3 %.

In 2013 würden die Riester-Verträge wegen der zu geringen

Förderquote besser nur mit den Sockelbeitrag

angespart werden.

Da der Riester-Altersvorsorgeaufbau nicht gleichmäßig

rentabel verläuft, ist ein Riester-Vertrag kein geeignetes

Produkt um kontinuierlich für den Ruhestand vorzusorgen.

Zudem ist die Berechnung der Förderquote äußerst

komplex. Als ergänzende Altersvorsorge ist dieser Sparvertrag

zu empfehlen. „Riestern“ – wenn die Förderquote

stimmt!

Was eine gesetzliche Krankenkasse nicht leistet

erlebt der Versicherte wenn es zu spät ist!

Entsprechend dem Wirtschaftlichkeitsgebot nach §

12 SGB V müssen die Leistungen der gesetzlichen

Krankenkassen „…ausreichend, zweckmäßig und

wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen

nicht überschreiten.“ Wer also nicht nur zweckmäßig,

sondern bestmöglich behandelt werden möchte

sollte privat vorsorgen.

Viele Kunden reduzieren diese wichtige Privatvorsorge

auf die Fragen nach dem „Hotelstandards“ der Unterbringung

und die privatärztliche Chefarztbehandlung.

Dass ein Top-Spezialist in dem in Frage kommenden

Fachgebiet entsprechend vergütet werden - und somit

eine Kostenerstattung oberhalb der Höchstsätze der Gebührenordnung

für Ärzte (GOÄ) abrechnen möchte, wird

oftmals nicht berücksichtigt. Zu einer genauen Diagnose

und abschließenden Therapie gehören Aufnahme- und

Abschlussuntersuchungen, die ebenfalls bestmöglich

unter Einsatz aller vorhandenden med.-techn. Einrichtungen

stattfinden und abrechenbar sein sollten. Ambulante

Operationen werden immer öfter empfohlen. Hier sollte

ebenfalls eine Privatliquidation möglich sein.

Wer in einem anschließenden Reha- oder Kuraufenthalt

wie ein privatversicherter Patient versorgt und behandelt

werden möchte kann dies ebenfalls versichern. Bietet

ein Krankenhaus diese ergänzenden Leistungen an,

handelt es sich hierbei um eine gemischte Heilanstalt.

Laut Beschwerdestatistik entfallen 33 % aller Patientenbeschwerden

auf Abrechnungsproblemen mit diesen

Einrichtungen, da viele Tarife diese Heilanstalten nicht

mitversichern und für den Laien der Unterschied hier

kaum erkennbar ist. Bei psychosomatischen Erkrankungen

wandelt sich seelischer Schmerz in körperliche Symptome.

Leistungen für eine stationäre Psychotherapie

sollten bei dieser Volkskrankheit vollumfänglich mitversichert

sein.

Das ein ordentliches Kündigungsrecht des Ver-

sicherers ausgeschlossen sein sollte, ist leider immer

noch nicht Standard. Bei der Tarifkalkulation sollte

darauf geachtet werden, dass Alterungsrückstellungen

gebildet werden. Im Alter, wenn diese Vorsorge eher

benötigt wird, sollte diese auch bezahlbar geblieben

sein.

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Sterbegeld – Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung

Sterbegeld – verwertungssicher und steueroptimiert vererben

Gelassener in die Zukunft schauen – weil alles geregelt ist!

Patientenverfügung, Betreuungs-, Vorsorge- und Bankvollmacht,

Sterbegeld

Gesund in der Region beschäftigt sich zum Jahresanfang

mit guten Vorsätzen. Dazu gehört für

viele Leser auch, die Themen Patientenverfügung, Betreuungs-,

Bank- oder sogar Generalvollmacht in Angriff

zu nehmen. In diesem Zusammenhang verdienen

die Themen Pflegebedürftigkeit und Todesfall sowie

deren finanzielle Folgen Beachtung.

Fast 80 % der Deutschen regeln ihren Pflege- und Todesfall

nicht. Das ist keine gute Perspektive für den letzten

Lebensabschnitt. Wer sich mit dem Thema Pflegekosten

beschäftigt, sollte gleichzeitig auch die Weichen für eine

Kostendeckung im Todesfall stellen, damit Angehörigen

finanzielle Belastungen erspart bleiben. Viele Menschen

möchten sich eine würdevolle Beerdigung und ein ehrendes

Andenken mit einer Sterbegeldversicherung wahren.

Mit welchen durchschnittlichen Kosten muss bei einer

Bestattung gerechnet werden und was gilt es für unsere

Leser zu beachten?

Bestattungen sind heute auf vielfältige Art und Weise

möglich. Bei einer klassischen Erdbestattung können

schnell bis zu 7.500 EUR in Rechnung gestellt werden. Jeweils

ca. 2.500 EUR für den Bestatter, den Grabstein und

kommunale Gebühren. Ein Versicherer sollte neben der

gut verzinsten Einlage auch Versicherungsschutz im Ausland

inkl. der Überführungskosten leisten. Wenn möglich

sollte der Vertrag mit Gesundheitsprüfung abgeschlossen

werden. Wer dies nicht möchte, muss sich eine Wartezeit

nach dem Versicherungsbeginn zurechnen lassen. Hier

sollte jedoch wenigstens bei Unfalltod auf die Karenzzeit

verzichtet werden. Einige Spezialversicherer bieten zusätzlich

eine Verdoppelung der Auszahlung bei Unfalltod

und eine kostenlose Kindermitversicherung an.

Wie sollte der Vertrag ausgestaltet werden und wie

verhält sich das Finanzamt?

Die Auszahlung des Sterbegeldes bleibt steuerfrei, wenn sie

zur Deckung der Bestattungskosten und Grabpflege genutzt

wird. Zudem zählt die Sterbegeldversicherung zum sozialhilferechtlichten

Schonvermögen, das – etwa bei Arbeitslosigkeit

– nicht in die Vermögensberechnung mit einbezogen

wird. Noch besser ist es jedoch, wenn Kinder den Vertrag auf

das Leben Ihrer Eltern mit einem Einmalbeitrag abschließen.

Den Kindern fließt die Versicherungsfallleistung steuerfrei

zu. Sie hinterlassen in diesem Fall keinen Nachlass, sondern

es wird bei dieser Vertragskonstellation eine steuerfreie Versicherungsleistung

ausgezahlt. Hier kann steuerunschädlich

auch ein höherer Vermögenswert an die Folgegeneration

übertragen werden. Deshalb wird bei dieser Verwendungsart

die Sterbegeldversicherung zur Erbschutzversicherung.

Wer sich informieren möchte, kann dies unter

www.todesfall-vorsorge.de umfassend tun. Hier stehen

Vorlagen zu Patientenverfügung, Betreuungs- und Vorsorgevollmacht

zur Verfügung. Ebenfalls kann direkt eine

Sterbegeldversicherung online abgeschlossen werden.

Letztlich empfiehlt sich das Gespräch im Kreis der Familie,

bei einem unabhängigen Berater und natürlich bei höheren

Vermögenswerten der Gang zum Notar.

Bestattungsvorsorge verwertungssicher regeln und

Vermögenswerte steueroptimiert vererben

Viele, gerade ältere Mitbürger möchten sich

eine würdevolle Beerdigung und ein ehrendes

Andenken mit einer Sterbegeldversicherung

wahren. Jedoch wird jeder vierte Sparvertrag

vorzeitig durch ein Sozialamt verwertet, da bei

Eintritt einer Pflegebedürftigkeit lediglich rund

2.000 EUR pfändungssicher beim Betroffenen verbleiben

dürfen.

Wenn eine Pflegebedürftigkeit, wie bei fast jeden

vierten Bürger im Alter eintritt und die laufenden

Einnahmen für die anfallenden Pflegekosten nicht

ausreichen, werden die vorhandenen Vermögens-

werte vom zuständigen Sozialamt verwertet.

Hierzu zählt auch der Rückkaufwert einer

Sterbegeldversicherung. Hiernach werden ihre

Kinder herangezogen. Alle laufenden Einkünfte

oberhalb von ca. 1.400 EUR müssen gegebenen-

falls zur Rückdeckung der Elternpflege abgetreten

werden.

Gibt es eine Lösung, wie trotzdem das eigentliche Versorgungsziel

erreicht werden kann?

An sich lässt man es am Besten gar nicht soweit kommen

und sorgt mit einer privaten Pflegeergänzung vor. Für diejenigen

die dies versäumt haben gibt es eine charmante

Lösung mit Mehrwerten. Sie lassen als Versicherungsnehmer

einfach Ihre Kindern auf sie als versicherte Person die

Sterbegeldversicherung mit Einmalbeitrag abschließen

und erhöhen die Versicherungssumme auf beispielsweise

20.000 EUR.

Tritt das Sozialamt an Sie heran, befindet sich dieser Vertrag

nicht in Ihrer Vermögensmasse. Da auch keine laufende

Beitragszahlung bei Ihren Kindern festzustellen ist,

wird dieser Vermögenswert nicht erfasst. Tritt der Versicherungsfall

ein, erhalten Ihre Kinder als Versicherungsnehmer

steuerfrei die vereinbarte Leistung. Hiervon kann

die verabredete Beerdigung finanziert werden. Der hierüber

unverbrauchte Teil ist nicht Bestandteil eines Erbes

und kann so steuerunschädlich „mit warmer Hand“ an die

Kinder weiter gegeben werden.

Gibt es „Fallstricke“ die noch zu beachten wären?

Ein Wechsel der Versicherungsnehmereigenschaft, wie

jetzt einige Leser vielleicht meinen reicht nicht aus,

da dieser Wechsel den Charakter einer Schenkung hätte.

Natürlich muss der zu leistende Einmalbeitrag für die

Sterbegeldversicherung vom Konto Ihres Kindes abgebucht

werden können. Sie sollten auch bei den besonderen

Vereinbarungen eine vorzeitige Kündigung

ausschließen, damit bei einer finanziellen Schieflage

Ihres Kindes, auch hier das Sozialamt keinen Zugriff auf

„ihr“ Vermögen hat. Je nach Anbieter gibt es unterschiedliche

Höchstbeiträge bei den Einmalbeiträgen

und Begrenzungen beim Höchsteintrittalter der zu versichernden

Person.“

Mit dieser sich verzinsenden Lösung können Sie

einerseits einen Teil Ihrer Lebensleistung steuerungsschädlich

an Ihre Kinder weitergeben und anderseits

schon zu Lebzeiten Ihren Kindern die finanzielle Last

einer Bestattung abnehmen.

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Sterbetafeln – 120 Monate länger in Rente

Steuersparmodell – Immobilie und Denkmalschutz

Neue Sterbetafeln – 120 Monate längere

Rentenbezugsdauer seit 1970

Gesamtbevölkerung: Lebenserwartung von Männern

und Frauen nach den jeweiligen Sterbetafeln.

Bei Geburt im Jahreszeitraum … betrug die durchschnittliche

Lebenserwartung … Jahre.

Nach der Sterbetafel 2006/2008 des Statistischen Bundesamtes

beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung

für einen neugeborenen Jungen 77,2 Jahre und für ein

Mädchen 82,4 Jahre. In der vorhergehenden Sterbetafel

2005/2007 waren es 76,9 Jahre bzw. 82,3 Jahre. Ein neugeborenes

Mädchen hat nach der Sterbetafel 2006/2008

eine um 5,2 Jahre höhere durchschnittliche Lebenserwartung

als ein neugeborener Junge. Der Abstand in der Lebenserwartung

bei Geburt zwischen den Geschlechtern

nach aktueller Sterbetafel hat sich gegenüber der Sterbetafel

2005/2007 um 0,2 Jahre verringert.

Die steigende Lebenserwartung kann auf einen langfristigen

Trend zurückblicken. Bei der Veröffentlichung

1871/1881

1901/1910

1949/1951

1970/1972

1980/1982

1990/1992

2001/2003

2006/2008

35,6

38,5

47,4

50,7

der ersten allgemeinen Sterbetafel 1871/1881 betrug im

Deutschen Reich die durchschnittliche Lebenserwartung

für einen neugeborenen Jungen 35,6 Jahre und für ein

neugeborenes Mädchen 38,5 Jahre. Somit hat sich bis

heute die Lebenserwartung der Neugeborenen mehr als

verdoppelt.

Die aktuelle Sterbetafel 2006/2008 für Deutschland beruht

auf den Angaben über die Gestorbenen und die

Bevölkerung der letzten drei Jahre. Die durchschnittliche

Lebenserwartung gibt somit die Zahl der weiteren Lebensjahre

an, die eine Person in einem bestimmten Alter

nach den gegenwärtigen Sterblichkeitsverhältnissen voraussichtlich

noch lebt. Dabei wird – im Gegensatz etwa

zu den DAV-Sterbetafeln – eine mögliche Veränderung in

den kommenden Jahren nicht berücksichtigt.

Seit 1970 hat die Lebenserwartung um fast 120 Monate

(10 Jahre) zugenommen. Diesem Mehr-Erleben muss in

allen Versorgungsbereichen Rechnung getragen werden.

64,6

68,5

67,4

73,8

70,2

76,9

72,9

79,3

75,6

81,3

77,2

82,4

Männer

Frauen

Denkmalgeschütze Immobilien als Steuersparmodell – Kauf und

Sanierung von Altbauten sind beliebte Steuersparmodelle.

Denkmalgeschütze Immobilien werden vom Staat

besonders gefördert. Nach Paragraf 7i Einkommensteuergesetz

können bei vermieteten Denkmalschutz-Immobilien

die gesamten Sanierungskosten

binnen zwölf Jahren steuerlich gegen andere Einkünfte

verrechnet werden. Sogar bei selbst bewohnten Immobilien

können über zehn Jahre hinweg jeweils neun

Prozent der Modernisierungskosten – insgesamt 90

Prozent – abgeschrieben werden (§ 10f).

Denkmalschutz-Immobilien sind eine der letzten Investitionsbastionen,

die auch nach den umfangreichen Reformen

der Großen Koalition auf dem Wirtschafts- und

Steuersektor Bestand haben. Neben dem Charme eines

historischen Gebäudes und dem daraus resultierenden,

einzigartigen Lebens- und Wohngefühl, offerieren Denkmalschutzimmobilien

ihren Investoren eine Vielzahl an

Vorzügen: beträchtliche Wert- und Renditesteigerungen

sowie gute Vermietungsmöglichkeiten und nicht zuletzt

umfassende Steuervorteile machen eine Investition in

Immobilien unter Denkmalschutz zu der mit Abstand

attraktivsten Investitionsmöglichkeit zum Einsparen von

Steuern in Deutschland.

• Modernisierungskosten können zu 100 % auf

12 Jahre verteilt abgeschrieben werden.

(8 Jahre mit 9 % und 4 weitere Jahre mit 7 %)

• Anschaffungskosten für die Altbausubstanz können

ebenfalls steuerlich abgesetzt werden (40 Jahre lang

2,5 % bis Baujahr 1924, Gebäude ab 1925 50 Jahre

lang mit 2,0 %). Grundstücksanteile sind nicht

steuerwirksam.

Besonders Gebäude mit geringen Anschaffungskosten,

aber hohen Modernisierungskosten sind für Anleger wegen

der üppigen Abschreibungsmöglichkeit besonders

interessant. Unabdingbare Voraussetzung dabei ist, dass

die Immobilie vor der Sanierung erworben wird.

Lage, Lage, Lage

Alte Häuser sind beliebt und strahlen Charme aus. Altbauten

stehen meistens in wunderschön gewachsenen

attraktiven Innenstadtlagen und vermitteln durch Ihre

hohen Räume und dicken Mauern ein luxuriös-behagliches

Wohngefühl. Das ganze Umfeld ist nicht kahl, wie in

Neubaugebieten, sondern grün und eingewachsen. Die

ganze Nachbarschaft hat eine eigene Geschichte, und

diese Atmosphäre lieben die meisten von uns.

Finanzierung

Jeder Kapitalanleger will so wenig wie möglich Eigenkapital

in eine vermietete Immobilie investieren und

finanziell auch flexibel zu bleiben. Wenn Standort und

Qualität der Sanierung stimmen und gute Bonität vorhanden

ist, finanzieren unsere Bankpartner bis zu 110 % incl.

der Nebenkosten. Zu empfehlen ist jedoch einen kleinen

Teil als Eigenkapital einzubringen. Die immer noch historisch

niedrigen Zinsen bringen weitere Vorteile für Ihre

Rendite.

Fazit

Denkmalsanierte Immobilien sind das mit Abstand attraktivste

Steuersparmodell. Spitzenlagen mit steigenden

Mieten haben ein gutes Wertsteigerungspotential. Desweiteren

sind Immobilien währungsunabhängig, krisenfest

und inflationssicher.

Gerne helfen wir Ihnen bei der Finanzierung eines lukrativen

Anlageobjekts, das Wertsteigerung und Steuereinsparungen

miteinander verbindet.

30 40 50 60

Jahre

70 80 90

Quelle: Statisches Bundesamt (2006): Periodensterbetafeln für Deutschland – Allgemeine und abgekürzte Sterbetafeln

von 1871/1881 bis 2003/2005; Aktualisierung 2009 (Sterbetafel Deutschland 2006/2008) auf der Website des Statischen

Bundesamtes (http://www.destatis.de)

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Unfallversicherung

Vereins-Veranstaltungshaftpflicht

Invaliditätsvorsorge –

bei 8 Millionen Unfallverletzten im Jahr unabdingbar!

Es war glatt, die Straße war vereist und schneller als

Sie denken konnten wirkte plötzlich von außen

und unfreiwillig auf Ihren Körper ein Ereignis mit Gesundheitsstörungen

ein; und zwar der Straßenasphalt!

Genauso definiert sich der Unfallbegriff. Wann und wieviel

leisten nun die Berufsgenossenschaften als Träger

der gesetzlichen Unfallversicherung und wie sinnvoll sind

die sehr unterschiedlichen Leistungen einer privaten Unfallversicherung?

Kinder sind spielend aktiv, oftmals unaufmerksam und

unbedacht, zudem leider in der Freizeit nicht gegen

die finanziellen Folgen eines Unfalls abgesichert.

Hier sollte eine lebenslange Unfallrente, eine Invaliditätsabsicherung

und optional auch kosmetische

Operationen abgesichert werden. Die Unfallrente ist

sinnvoll, da das Kind später vielleicht aufgrund einer

Invalidität nicht die regulären beruflichen Chancen bekommt;

– hier wird ein finanzieller Ausgleich geschaffen.

Wenn hierbei eine Kapitalbildung mit verbunden wird,

sinkt die Versicherungssteuer von 19 % auf 3,8 %, sodass

sich die eigentliche Risikoabsicherung verbilligt. Der Garantiezins

der Kapitalanlage liegt üblicherweise 0,5 %

über der Norm. Das gebildete Kapital wird zum vereinbarten

Termin entweder komplett oder ratierlich ausgezahlt.

So kann zum Beispiel ein Studium (Studiengebühren,

Bude, Sprit) über 8 – 10 Semester gegenfinanziert werden.

Bei kosmetischen Operationen könnte es sich beispielweise

um den Kostenersatz eines ausgeschlagenen

Schneide- oder Eckzahns handeln. Die kapitalbildende

Unfallversicherung ist ein schönes Geschenk zur Kommunion,

welches ein Enkelkind spätestens in 10 Jahren während

der Ausbildung Monat für Monat dankbar auf dem

Konto registrieren wird.

Wie definiert sich eine sinnvolle Unfallversicherung?

Die Police sollte eine angemessene Invaliditätsgrundsumme,

eine Unfallrente oder Alternativ eine

Sonderzahlung ab 50 % Invalidität beinhalten. Der

Zeckenbiss und der Oberschenkelhalsbruch sollten

dem Unfallbegriff gleichgesetzt sein. Eine Todesfallleistung

brauchen Kunden ab 60 Jahren wahrscheinlich

nicht mehr absichern. Der Vertrag sollte

nicht automatisch mit 70 oder 75 Jahren enden,

sondern solange währen, wie der Versicherungsnehmer

dies für sinnvoll erachtet. Viele Anbieter haben

Assistance-Leistungen im Angebot. Hier lohnt sich

ein genauer Vergleich der Services, wie Fahrdienste,

warme Küche, Behördengänge, Reha-Management oder

die Haustierbetreuung.

Warum eine Unfallversicherung abschließen, wenn es

doch auch eine Berufsunfähigkeit gibt?

Ein Verletzter hat unfallbedingt das Augenlicht eines Auges

verloren. „Mit dem Zweiten sieht man besser“ – oder

auch nicht! Jedoch ist hier der Versicherte nicht als berufsunfähig

einzustufen, da dieser weiterhin sehen kann.

Wenn in diesem Beispiel eine Unfallrente versichert wäre,

bekäme der Verletzte nicht nur bis zum Ende seiner Erwerbstätigkeit

– sondern ein Leben lang die existenzielle

Unfallrente. Diese Beiden Versicherungsleistungen stehen

nicht im Wettbewerb sondern ergänzen sich hervorragend.

Selbstständige Personen können sich zusätzlich bei

der Berufsgenossenschaft (BG) absichern.

Der sogenannte Beitragsfuß der BG ist bei

einigen Berufsgruppen sehr hoch. Bei der BG bekommen

Versicherte bei einem Arbeitsunfall ab dem

22. Tag ein Verletztengeld, das auch anteilig nach

deren aktuellen gesundheitlichen Einschränkung

ausgezahlt wird, überwiesen. Hier wird eine private

Tagegeldversicherung oftmals nicht leisten. Zudem

wird die Heilbehandlung zur Wiederherstellung der

Arbeitskraft über die BG abgerechnet. Dies schont

optional eine Selbstbeteiligung in einer privaten

Krankenversicherung.

Ein professionelles Vereinsmanagement

beinhaltet die Enthaftung der Mitglieder

Auf den Internetseiten der Stadt Ratingen sind 395

Vereine und Verbände aufgelistet. Das Vereinsleben

bereichert in hohem Maß das gesellschaftliche Leben

in unserer Stadt.

Wir müssen zwischen ideellen, geselligen und wirtschaftlich

orientierten Vereinen unterscheiden. Ideelle und gesellige

Vereine, sind solche, deren Zweck nicht auf einen

wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist und bei

denen daher keine Gewinnerzielungsabsicht (§ 15 EStG)

besteht. Entfällt die Gemeinnützigkeit rückwirkend, zum

Beispiel weil der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb nicht

mehr im Einklang mit dem Satzungszweck steht oder

einen unverhältnismäßigen Umfang angenommen hat,

so haften nicht nur die Vorstände, sondern sämtliche

Mitglieder des Vereins für dessen Verbindlichkeiten mit

ihrem Privatvermögen. Vorstände haften für Steuerschulden,

fehlerhafte Spendenbescheinigungen, eine mangelhafte

Rechtsvertretung der Mitglieder oder auch für den

Fehldruck einer verbandseigenen Zeitung. Die Aufgabe

der Vereinshaftpflichtversicherung ist es, den Verein

und dessen Mitglieder vor diesen finanziellen Forderungen

und ebenso Schadenersatzansprüchen zu schützen.

Der Vertrag muss auf alle Mitglieder des Vereins

abgeschlossen werden. Arbeitet der Verein wirtschaftlich

orientiert benötigt der geschäftsführende Vorstand

zusätzlich eine D&O Absicherung gegen Managementfehlentscheidungen.“

Leistet die Vereinshaftpflicht auch für Leistungsfälle

durch Veranstaltungen, Feste oder Umzüge?

Nein. Hierfür benötigen Sie zusätzlich eine Veranstaltungshaftpflicht.

Diese leistet für einen Personen-,

Sach- oder Vermögensschaden aufgrund eines Schadensereignisses.

Solche können Mietsachschäden, das

Abhandenkommen fremder Sachen, der unkorrekter

Einsatz von Internet-Technologie oder ein Personenschaden

durch ein Unfallereigniss sein. Mitversichert

sind Repräsentanten und ehrenamtliche Helfer, wie auch

Beauftragte und engagierte Personen. Wichtig hierbei

ist, dass die Versicherungssumme adäquat zur Besucherzahl

definiert wird.

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Vermögenswirksame Leistungen

Vermögenspolice

Wohin mit den vermögenswirksamen Leistungen?

In Ratingen befinden sich 36.250 Menschen in einem

Anstellungsverhältnis. Viele Arbeitnehmer haben

Anspruch auf Vermögenswirksame Leistungen (VL) in

Höhe von bis zu 480 EUR im Jahr. Zusätzlich erhalten

VL-Sparer je nach Einkommen weitere staatliche Förderungen.

Bausparen:

Je nach Einkommen erhält der Sparer eine Arbeitnehmersparzulage

(max. 43 EUR – 17.900 EUR Einkommen)

und eine Wohnungsbauprämie (max. 45 EUR –

25.600 EUR Einkommen.) Letztere aber nur, wenn

der VL-Sparer bei Vertragsschluss noch nicht

älter als 25 Jahre war, bzw. das Guthaben

ausschließlich für wohnwirtschaftliche Zwecke genutzt

wird. Die Angemessenheit der Bausparsumme ist

immer zu prüfen.

Tilgung eines Baukredits:

Fließen monatlich 40 EUR zusätzlich auf das Kreditkonto,

verringert sich die Restschuld bei einem effektiven

Zinssatz von 4,5 % nach zehn Jahren um mindestens

6.000 EUR. Lukrativ allemal! Leider akzeptieren nicht alle

Finanzinstitute diese Art der Sondertilgung.

Banksparplan:

Der Staat fördert diese Anlage nicht. Ein Verlustrisiko ist

ausgeschlossen, anderseits ist der Marktzins variabel. Da

der Sparerfreibetrag auf 750 EUR (Singles) – 1.500 EUR

(Paare) herabgesenkt wurde, kann der übliche Schlussbonus

für einige Anleger problematisch werden, sodass

optional Steuern fällig werden.

Aktienfondssparplan:

„Die vakante Einkommensgrenze steigt auf 20 TEUR

für die Arbeitnehmersparzulage. Diese steigt auf

max. 80 EUR. Dies sind 20 % auf maximal 400 EUR

originären VL-Beitrag und somit nur lohnend für

Bezieher von höheren VL-Leistungen. Ein Verlustrisiko ist

gegeben, sodass eine Anlagedauer von mindestens 10

Jahre zu empfehlen ist.

Lebensversicherung:

Ein Vorteil ist die frühzeitige Auszahlung ab 62,

vorausgesetzt der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit

von 12 Jahren. Nachteilig ist die schlechte Rendite,

wegen der Kosten für das versicherte Risiko

„Leben“ und die Besteuerung nach dem Halbeinkünfteverfahren.

Riester:

Der Eigenbeitrag kann um die Höhe der VL reduziert

werden. Jedoch ist hierdurch die Rentenleistung nicht

mehr sozialversicherungsfrei.

Betriebliche Altersvorsorge (bAV):

Interessant für alle Sparer, die keine staatliche Förderung

erhalten, da hier Steuern und Sozialabgaben eingespart

werden. Statt einer siebenjährigen Sperrfrist muss der

VL-Sparer bis zu seinem Renteneintritt auf sein Geld warten.

Wenn die Höhe der VL nicht die Mindestanlagesumme

des jeweiligen VL-Produkt erreicht und zusätzliches

Kapital benötigt wird, ist die bAV die rentabelste Anlageform.

Verschenken Sie auf keinen Fall diese freiwilligen

Arbeitgeber- oder Tarifleistungen. Für jeden individuellen

Bedarf gibt es eine Produktlösung.

Ehepaare erhalten teilweise die doppelten Zulagen

und haben höhere Einkommensgrenzen. Wenden

Sie sich an einen kompetenten und unabhängigen

Berater der Ihnen alle diese Lösungen darstellen

kann. Es findet sich Ihre optimale Anlage für dieses

Geschenk.

Vermögenspolice – die Vorteile einer

generationenübergreifenden Kapitalanlage!

Fast 80 % der Deutschen regeln Ihren Nachlass nicht.

Das ist keine gute Perspektive für ein Vermögen!

Nachdem Sie dank Ihrer Lebensleistung ein Vermögen

aufgebaut haben, denken viele Leser jetzt darüber

nach, die finanziellen Weichen neu zu stellen. Was ist

Ihnen hierbei besonders wichtig? Keine Frage: Ihr Kapital

soll eine attraktive Rendite erwirtschaften, und bei

Bedarf möchten Sie darauf zugreifen können.

Eine VermögensPolice bietet Ihnen die Vorteile einer lebenslangen

Risikoversicherung und dazu vielfältige Möglichkeiten

einer renditestarken Vorsorge – für Sie und Ihre

Familie. Sie ist einfach, flexibel, bietet Steuervorteile und

lässt sich ganz nach Wunsch sicherheits- oder renditeorientiert

ausrichten. Sie lässt sich ohne unnötige Einbußen

an die nächste Generation weitergeben. Bei der

VermögensPolice handelt es sich um eine lebenslange

klassische oder Investment gestützte Risiko-Lebensversicherung

mit wachsendem Garantiekapital bei Tod!

Welche Argumente sprechen für einen Abschluss?

Die VermögensPolice bietet eine rentable und steuergünstige

Gestaltung der Versorgungssituation um „freies

Kapital“, um dieses auf die nächste Generation zu übertragen.

Das Geld bleibt beim Versicherungsnehmer und

wird nicht vorzeitig aus der Hand gegeben. Der oder die

Begünstigten können frei gewählt und jederzeit neu bestimmt

werden. Während der Vertragsdauer entfällt die

Ertragsbesteuerung. Die Ausschöpfung der Schenkungssteuerfreibeträge

ist alle 10 Jahre möglich. Erträge sind

nur bei Entnahmen und Rückkauf mit der Abgeltungsteuer

zu versteuern. Der Kunde behält volle Flexibilität – dank

Zuzahlungs- und Entnahme-Möglichkeiten. Die Todesfallleistung

unterliegt nur der Erbschaftsteuer – die Kapitalertragsteuer

entfällt. Entscheidet sich der Kunde für eine

Investmentpolice kann er Kostenlos die Anlagestrategien

und Einzelfonds wechseln. Es ist keine Risikoprüfung erforderlich.

Für den Tod des Vertragsinhabers sind demzufolge

Nachfolgeregelungen zu treffen?

Ein Testament oder einen Erbvertrag sollte jeder

Bürger vorausschauend regeln. Die Vermögenspolice

ist ein Lenkungsinstrument mit Kontrollfunktion um

Vermögenswerte steueroptimiert an die nachfolgenden

Generationen zu übertragen – alternativ seinen Nachlass

außerhalb der Erbfolge durch Bezugsrecht zu regeln.

Die schon einmal versteuerte Lebensleistung wird

nicht nochmals komplett versteuert. Die Todesfallleistung

fließt den Begünstigten als Versicherungsleistung steuerfrei

zu. Für Kapitalentnahmen gilt nicht die 12/60 bzw.

12/62-Regelung, stattdessen sind 25 % Kapitalertragsteuer

abzuführen.

Wer sollte sich hier angesprochen fühlen?

Alle Vermögenden bis zum vollendeten 80. Lebensjahr die

zwischen 50 TEUR und bis zu 2,5 Mio. EUR rentabel anlegen

möchten. Alternativ sind laufende Beitragszahlungen

oder Zuzahlungen möglich. Für größere Vermögen sind

auch Stiftungsmodelle interessant. Es gilt vorausschauend

zu planen und rentabel zu handeln!

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Vermögenssicherung

Vorvertragliche Anzeigenpflichtverletzung

Staatsbankrott und Inflation! Sind unsere Lebensleistung und

unser Geld in Gefahr?

In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung besteht

aktuell ein Nettogeldvermögen. Die privaten

Haushalte sind im plus und die Staatshaushalte befinden

sich im Minus. Jedoch besteht eine Diskrepanz

zwischen Geldmenge und gekoppelten Sachwerten.

Trotzdem werden zusätzliche Milliarden in Umlauf gebracht.

Dies schürt Ängste vor einer Geldentwertung

– Inflation.

Es zeigt sich, dass der Handel mit Geldwerten keine Substanz

hat. Selbst Staatsanleihen sind nicht mehr mündelsicher.

Deshalb flüchten viele Anleger und Investoren in

Sachwerte, wie z.B. Immobilien, Gold, Rohstoffe oder Firmenbeteiligungen.

Wie sind diese einzelnen Anlageklassen zu bewerten

und welche Perspektiven haben die Anleger?

Viele Menschen investieren in Immobilien, weil diese vermeintlich

einen bleibenden Wert darstellen. Aktuell leben

in Deutschland 81,7 Mio. Menschen. Im Jahr 2050 werden

dies nur noch 68,9 Mio. sein. Dies ist ein Bevölkerungsschwund

von 15,7 %. Soviel zur Wertentwicklung Ihrer

Immobilie!

Weltweit gibt es ca. 160.000 Tonnen Gold, dies sind ungefähr

5,6 Mrd. Feinunzen welche aktuell einen Geldwert

von 5,6 Billionen EURO entsprechen. Um diesen Betrag

besser einschätzen zu können hier ein Vergleich: Wir Deutsche

haben bei den Privathaushalten ein Geldvermögen

von 4,6 Billionen EURO angespart. Der Goldpreis ist sehr

volatil, also der Nachfrage entsprechend schwankend.

1970 kostete eine Feinunze Gold rund 25 EUR, aktuell zahlen

Sie hierfür bei einem historischen Höchststand über

1000 EUR. Dies ist somit ein denkbar schlechter Zeitpunkt

um hier einzusteigen.

Rohstoffe sind Gebrauchswerte die konsumiert oder

weiterverarbeitet und über die Börse gehandelt

werden. Aufgrund spekulativer Investments und

Termingeschäften, also dem Kauf oder Verkauf zu

einem verabredeten Zeitpunkt, können Sie hier entweder

sehr viel gewinnen oder verlieren. Dies

funktioniert wie am Roulette Tisch, nur das der

Croupier Eigeninteressen verfolgt.

Was bleibt ist die Investition in Produktivkapital.

Im Handwerk und im produzierenden Gewerbe findet

die eigentliche Wertschöpfung statt. Sie können am

Quell dieser Wertschöpfung in Form einer Firmenbeteiligung

partizipieren und sind an Sachwerten beteiligt.

Stellen Aktien eine sichere Anlage dar?

Eine Firmenbeteiligung ist langfristig sicherlich sinnvoll,

diese muss jedoch nicht ausschließlich durch den Erwerb

von Aktien abgebildet werden. Hier sind wir im Public

Equity und somit an der Börse, wo wiederum Hedgefonds

und andere Spekulanten oft und gerne Aktienkurse

manipulieren. Beim Private Equity beteiligen Sie sich

mit Eigenkapital an Firmen die nicht börsennotiert und

zudem Inhabergeführt sind. Um das Ausfallrisiko zu

minimieren empfiehlt sich eine Anlagestrategie über einen

Dachfonds der indirekt an mehreren hundert unterschiedlichen

Unternehmen regional oder global beteiligt

ist. Sie sind somit mittelfristig in produktive Sachwerte investiert

und partizipieren von den Unternehmensmehrwerten.

Die beste Strategie fahren Sie mit Diversifikation, also der

breiten Auffächerung und Verteilung Ihres Vermögens in

mehrere Anlageklassen. Wer für das Alter spart, was bei

den kommenden Sozialabbau immer wichtiger wird, sollte

ebenfalls in Sachwerte investiert sein. Dies geht auch

über eine Versicherungslösung. Ihr Hauptziel sollte der

Werterhalt der zurückgelegten und gesparten Kaufkraft

sein.

Ursachen für Anfechtung und Rücktritt im Leistungsfall

Warum Sie Antragsfragen mit Ihrer Gesundheitsakte

abgleichen sollten! Gut wenn zeitig

vorgesorgt wurde. Trotzdem kommt es ab und an zu

Problemen beim Leistungsantrag.

Alle VN deren Vertrag älter als 10 Jahre ist, können sich

entspannen. Sie haben keinen Vorwurf einer vorvertraglichen

Anzeigepflichtverletzung zu befürchten, da diese

verfristet ist. Alle Anderen sollten Ihren Antrag nochmals

aufschlagen.

Viele Versicherte schätzen Erkrankungen nicht richtig ein,

sodass der Vorwurf einer arglistigen Täuschung des Versicherers

im Raum steht. Hier kommt es zur Anfechtung oder zum

Rücktritt vom Vertrag. Es kann aber auch der behandelnde

Arzt verantwortlich sein. Eine Fehldiagnose, die fehlerhafte

Eingabe des Diagnoseschlüssels, oder ein Abrechnungsfehler

bekommt ein Kassenpatient nicht mit. Hier ist im Vorfeld

der Antragsstellung eine Kopie der Krankenakte bei der Krankenkasse

abzurufen. Eine Korrektur im Nachgang eines Leistungsantrags

ist oftmals schwer oder nicht mehr möglich.

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Wohngebäude – Hausrat – Haftpflicht

Zusatzversicherungen

Orkan- und Sturmtiefs schlagen Schneisen der Verwüstungen.

Schadensregulierung ja oder nein? Dies hängt vom

jeweiligen Deckungskonzept ab! Auf welche Kosten

können Hausbesitzer nach einem Sturm oder Orkan

am ehesten sitzen bleiben?

Ein umgefallener Baum muss fachmännisch beseitigt werden

und die Wiederbepflanzung kostet auch Geld! Ist der

Baum vom Grundstück auf die Straße gefallen, ist dies ein

Fall für die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht, wie auch

die abgerissene Markise, die sich nunmehr in der Frontscheibe

eines geparkten PKW befindet. Verkehrssicherungsmaßnahmen

der Feuerwehr bedingt durch losgerissenen

Gebäudebestandteil sind oftmals ebenfalls nicht

Bestandteil der Standarddeckung.

Was viele Kunden vergessen – Leistung kostet Geld! Verständlicher

wird dies durch einige weitere Praxisfälle, die

nicht Bestandteil einer „günstigen“ Basisdeckung sind. Ein

Kunde hatte sein hochwertiges Schlauchboot in der Garage

gelagert. Dies ist ein echter Leckerbissen für Ratten,

die sich sogleich ein behagliches Winternest dort hineingefressen

haben. Hier leistete die Hausratversicherung,

da eine Deckung für „unbenannte Gefahren“ eingeschlossen

war. In einem anderen Fall war ein im Gebäude verlegtes

Regenwasserrohr geborsten, dies führte zu einem

Feuchtigkeitsschaden am Wohngebäude. Der Versicherer

leistete, weil hier das Regenwasser dem Leitungswasser

gleichgestellt war. Der Unterschied zwischen diesen

Rohrsysthemen ist, dass Leitungswasser in einem geschlossen

System zu- und abgeleitet wird, was bei Regenwasserrohren

nicht der Fall ist.

Rohrbruchschäden sind die häufigsten und kostenintensivsten

Schäden. Lassen sich Rohre im Haus, auf

und außerhalb des Grundstücks versichern?

Achten Sie bitte immer darauf, dass die Zu- und Ableitenden

Rohre bis zum Kanalanschluss versichert sind.

Die Schäden treten zumeist außerhalb des eigentlichen

Grundstücks auf. Hier hat beispielweise Ihre Kommune

die Anliegerstraße begrünt. Das Wurzelwerk der Bäume

bohrt sich im Lauf der Zeit in Ihr Abwasserrohr. Die Beweisführung

des eigentlichen Schadensverursachers ist

kaum möglich und Sie haben einen Leistungsfall.

Auf welche zusätzlichen Extra-Leistungen sollten unsere

Leser insbesondere Wert legen?

Beliebt ist der Einwurf der groben Fahrlässigkeit bei den

Versicheren um nicht leisten zu müssen, einige verzichten

jedoch hierauf. Bei der Hausrat sollten zusätzlich

folgende Klauseln vereinbart und somit versichert sein:

Schäden durch Erpressung, Vermögensschäden durch

Onlinebetrug (Phishing), Kosten für Wasserverlust, Umzugskosten,

optional eine Studentenwohnung in der

Außenversicherung. Beim Wohngebäude sind folgende

Leistungseinschlüsse wichtig: Rauch und Rußschäden,

Rohrverstopfungen, Mehrkosten durch technischen Fortschritt,

Verkehrsicherungsmaßnahmen und optional der

Einschluss von Photovoltaik Anlagen. Bei beiden Sparten

sollten Ihre eigenen Gutachterkosten ab 10TEUR abgesichert

sein.

Wie ist das Risiko der Elementgefahren und der hieraus

resultierenden Schäden zu bewerten?

Sie erinnern sich vielleicht an den sinkenden Pegel am

blauen See in Folge des Erdbebens im Jahr 1992? Genauso

gut hätte der Grundwasserpegel steigen können und

Ihren Keller unter Wasser setzen können. Durch den Klimawandel

kommt es zu Tornados, wie 2004 in Duisburg

geschehen. Wer seine Lebensleistung zu einem guten Teil

in sein Hab und Gut, also ins Wohngebäude und in den

Hausrat investiert hat, sollte diesen geringen Mehrbeitrag

nicht scheuen. Elementarschäden werden uns zukünftig

häufiger treffen.

Zusatzversicherungen - Qualitätskriterien und Standards einer

ergänzenden Gesundheitsvorsorge! Zielführende Diagnostik

und Kostenübernahme für optimale Therapieleistungen.

Wer nicht nur „… ausreichend, zweckmäßig und

wirtschaftlich, das Maß des Notwendigen nicht

überschreiten…“ versichert sein möchte (Wirtschaftlichkeitsgebot

nach § 12 SGB V), muss privat vorsorgen

um Zugang zum medizinisch-technischen Fortschritt

zu erhalten oder um teure „Reparaturleistungen“ überhaupt

durchführen zu können.

Wer erhebliche Beitragssteigerungen im Alter vermeiden

möchte und somit die Finanzierbarkeit seiner ergänzenden

Gesundheitsvorsorge im Ruhestand nicht gefährdet

sehen will, wählt statt einem reinen Risikotarif eine Tariflösung

mit einkalkulierten Alterungsrückstellungen.

Alternativ kann ein separater Sparvertrag abgeschlossen

werden, der zweckgebunden für die Finanzierung der Gesundheitsvorsorge

im Alter verwendet wird.

Im zahnmedizinischen und stationären Bereich sollten

Kosten oberhalb der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ

und GOZ) erstattungsfähig sein, da rund ein Drittel aller

erbrachten Leistungen oberhalb der Höchstsätze (3,5

fach) der jeweiligen Gebührenordnung in Rechnung gestellt

werden.

Je kleinteiliger der Tarifbaukasten des Versicherers sich

darstellt, umso besser kann die individuelle auf den persönlichen

Bedarf abgestimmte Versorgung abgebildet

werden. Bei dem Krankenversicherer sollte es sich um

einen Vollsortimenter handeln, damit bei wechselnder

Erwerbsbiographie und einhergehendem Statuswechsel

die Versorgung entsprechend auf- oder abgewertet werden

kann. Ein Qualitätsmerkmal stellen hierbei Tarife die

das Kostenerstattungsprinzip bei der GKV bedingen

dar. Der Versicherte wird zum Privatpatient, obwohl er

eine vorleistende gesetzliche Krankenkasse in der Grundversorgung

vorhält.

Unternehmenskennzahlen geben Indizien für die

wirtschaflichte Tragfähigkeit des Anbieters und die

Beitragsstabilität der Tarifwelten. Die Versicherungsbedingungen

sind zwischenzeitlich sehr deutlich

strukturiert und übersichtlich gestaltet. Das vorgeschaltete

Verzeichnis hilft dem Verbraucher sich

schnell zu Recht zu finden.

Mehrwerte zu den eigentlichen „Reparaturleistungen“

stellen mitversicherte Leistungen wie ambulante Operationen

in medizinischen Versorgungszentren, professionelle

Zahnreinigungen (PZR) als ergänzende

Mundhygiene, altersunabhängige und aufgewertete Vorsorgeuntersuchungen

zwecks Prävention, Naturheilverfahren

nach dem Hufeland-Verzeichnis, stationäre

Leistungen in gemischten Anstalten (Kliniken und Kureinrichtungen)

oder Tagegelder mit Karenzzeitentfall bei

stationärer Unterbringung dar.

Neben den üblichen Wartezeiten ist auf Summenbegrenzungen

bei den versicherten Leistungen zu achten.

Einige Tarife deckeln ihre Versorgungsleistung oder

limitieren Dieselbigen in verschiedene Zeiträume. Die

Abfragezeiträume bei den Gesundheitsfragen und

deren Umfang, wie auch die Art der Fragestellung

weichen stark je nach Anbieter voneinander ab. Vorteilhaft

sind Versicherer, wo die Risikoprüfung nicht durch

eine Software (Aktuarmed) sondern durch qualifizierte

Sachbearbeiter erfolgt, da hier auch vorteilhafte individuelle

Annahmeentscheidungen verhandelt werden

können.

Ein unabhängiger Versicherungsmakler und Spezialist

kann die hier aufgeführten Leistungs- und Qualitätskriterien

bewerten und somit eine optimale Preis-Leistungs-Lösung

herbeiführen.

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Impressum und Legitimation

Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 55 Abs. 2 RStV:

Marcus Hans Rexfort

RhVk – Rheinisches Versicherungskontor e.K.

Finanz- und Versicherungsmakler

Tel.: (02102) 70 90 77 | Fax: (02102) 70 90 76

mail@rhvk.info | www.rhvk.info

Briefanschrift: Postfach 10 11 10 | 40831 Ratingen

Büroanschrift: Josef-Schappe-Str. 21 | 40882 Ratingen

Registergericht Düsseldorf, HRA 20044

Erlaubnis nach § 34 d Abs. 1 GewO, erteilt durch die IHK Düsseldorf

Erlaubnis nach § 34 c GewO, erteilt durch die Kreisverwaltung Mettmann

Verantwortlicher i. S. d. Presserechts und § 5 TMG, 55 RStV: Marcus Hans Rexfort, Adresse wie vorstehend.

Berufsbezeichnung: Versicherungsmakler – Statusangabe

wie im Versicherungsvermittlerregister eingetragen – Bundesrepublik Deutschland. Berufliche Regelung:

§ 34c/§34d Gewerbeordnung-, §§ 59–68 Versicherungsvertrag, Versicherungsvermittlungsverordnung.

Die berufsrechtlichen Regelungen können über die vom Bundesministerium der Justiz und von der juris GmbH

betriebenen Homepage: www.gesetze-im-internet.de eingesehen und abgerufen werden.

Gemeinsame Registerstelle Deutscher

Industrie- und Handelskammertag (DIHK) e.V.

Breite Str. 29, 10178 Berlin.

Tel.: 0180/500 585-0

(14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz, höchstens 42 Cent/Min aus Mobilfunknetzen)

Internet: www.vermittlerregister.info

Registrierungsnummer: D-MY3N-RQ681-57 (Versicherungen)

Beschwerdestellen/Schlichtungsstellen:

Versicherungsombudsmann e.V.,

Postfach 08 06 32, 10006 Berlin.

Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung,

Postfach 06 02 22, 10052 Berlin.

Ombudsstelle Geschlossene Fonds e.V.,

Postfach 64 02 22, 10048 Berlin.

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