Vorsorge-Telegraf

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Vorsorge-Telegraf Lösungsbuch für Versicherungen und Finanzen

Bürgerentlastungsgesetz Datenspionage Das Bürgerentlastungsgesetz aus 2010 – Zeit die Gesundheitsvorsorge gegebenfalls neu zu regeln! Das Bundesverfassungsgericht hat den Gesetzgeber mit Beschluss vom 13.02.2008 verpflichtet in 2010 eine Neuregelung zur steuerlichen Anerkennung der Aufwendungen zur Basiskranken- und Pflegepflicht- Versicherung zu treffen. Die Bundesregierung hat den Bürger dabei so wenig wie möglich entlastet. Trotzdem wird gerade bei den privat Krankenversicherten eine erhebliche Steuerentlastung gegeben sein. Vertragsleistungen in Art und Umfang des GKV vergleichbaren Basisschutzes können bei Vorsorgeaufwendungen angesetzt werden. Ambulante Heilpraktikerleistungen, Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, implantologische und kieferorthopädische Leistungen führen zu einem Abzug des ansetzbaren Beitrages. Im Regelfall werden die PKV-Versicherten bei Einzeltarifen ca. 75 % und bei Kompakttarifen rund 80 % der gesamten Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge steuermindernd ansetzten können. Wie wirkt sich dies im Systemvergleich bei einer dreiköpfigen Familie auswirken? Wir müssen hier noch zwischen Angestellten und Selbstständigen differenzieren, da bei Nicht-selbstständigen der AG-Anteil zur Krankenversicherung voll umfänglich in Abzug gebracht wird. Der GKV-Versicherte Selbstständige mit 40.000 EUR Einkommen zahlt jährlich ca. 6.740 EUR an die GKV (ohne Zusatzbeitrag) und vielleicht nochmals 1.200 EUR an Zusatzversicherungen für seine Familie. Sein durchschnittlicher Steuersatz (Splittingtabelle) beträgt 15 %, sodass er durch die Neuregelung um ca. 1010 EUR entlastet wird. Der gleiche Steuerzahler als PKV-Versicherter mit rund 8400 EUR Krankenversiche- 14 / rungsbeiträgen wird rund 1260 EUR an Steuern sparen. Die Differenz GKV-Versicherter mit Zusatzversicherung zum Privatversicherten beträgt brutto 460 EUR, nach der steuerlichen Betrachtung jedoch nur noch 210 EUR. Wenn Sie jetzt noch die Praxisgebühr, Medikamentenzuzahlungen und sonstige übliche Minderleistungen der GKV berücksichtigen, ist die privatversicherte Familie günstiger und wertiger – vor allem demographiesicherer abgesichert. Wie verhält es sich in der PKV mit Selbstbeteiligungen (SB) und Beitragsrückerstattungen (BRE)? Es wird für viele Versicherte interessanter sein Ihre SB zu reduzieren, da der Mehraufwand nachsteuerlich betrachtet wesentlich geringer ausfällt. Bei der dann in Folge höheren BRE gilt das Zuflussprinzip. In dem Jahr in dem diese ausgezahlt wird reduzieren sich entsprechend anteilig die ansetzbaren Vorsorgeaufwendungen. Es wird zurzeit die ELSTAM (Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) Datenbank ausgebaut. Hier werden die Arbeitgeber und Finanzämter die relevanten Prämien zu den einzelnen versicherten Personen dank der Steuer-Identifikationsnummer abrufen und zuordnen können. Durch eine Erhöhung der Vorsorgepauschale ist diese Entlastung bereits seit dem 1. Januar 2010 bei dem Bürger angekommen Natürlich können auch Selbstständige hier Ihre Vorauszahlungen entsprechend kürzen, sodass alle Bürger direkt mehr Netto ab Januar zur Verfügung haben. Wobei hier noch angemerkt sei, dass in der Regel durch diese Neuordnung der Vorsorgeaufwendungen andere Sonderausgaben nicht mehr Berücksichtigung finden. Datenrechtsverletzung durch „Hacker-Angriffe“ Absicherung immaterieller Schäden und Folgekosten! Beinahe schon seit der allgemeinen Etablierung des Internet in den 1990er Jahren und der zunehmenden Elektronisierung weiter Felder des öffentlichen Lebens, vor allem auch auf wirtschaftlichem Gebiet liefern sich Kriminelle und Sicherheitsexperten ein Haseund Igel-Duell auf den unterschiedlichsten Feldern, das bislang meist mit einem „positiven Patt“ für die Sicherheit ausging. In jüngster Zeit werden die Methoden der Cyberverbrecher zusehends raffinierter und elaborierter, was auch für viele Virenprogrammierer gilt, deren Produkte unterdessen ein erstaunliches, im Einzelfall beängstigendes technisches Niveau erreicht haben. Datenrechtsverletzungen durch Dritte können enorme Schäden mit sich bringen. Durch das Abhanden- kommen von Datenträgern, die personenbezogene Daten enthalten, können hohe Kosten entstehen. Entsteht einem Dritten durch Ihre betrieblichen Tätigkeiten im Rahmen einer Datenrechtsverletzung ein Vermögensschaden und nimmt er Sie dafür in Anspruch, sind folgende Kosten mittlerweile versicherbar: Ablauf eines Angriffs: • Immaterielle Schäden: Versicherungsschutz besteht für Vermögensschäden – inklusive eines etwaigen immateriellen Schadens – wegen einer vom Versicherungsnehmer zu verantwortenden Datenrechts-Verletzung. Dies gilt auch für alle elektronischen oder nicht elektronischen Störungen wie Phishing oder Social Engineering sowie Schäden durch Übertragung von Schadprogrammen. • Verteidigungskosten: Untersuchungen durch Regulierungsbehörden sowie Schadenersatzforderungen sind sehr kostspielig. Versichert sind die Kosten für Ihre Verteidigung ohne Deckelung der Stundensätze. • Forensische Untersuchungen: Abgesichert sind die Kosten für die nötigen Untersuchungen, um genau zu validieren, was vorgefallen ist und wessen Daten in Gefahr sind. • Öffentlichkeitsarbeit: Benötigen Sie Hilfe in der Öffentlichkeitsarbeit und Wiederherstellung Ihrer Reputation, wird eine darauf spezialisierte Agentur vom Versicherer beauftragt. • Hacker-Protection: Fügt ein Hacker Ihren elektronischen Daten Schaden zu oder werden Daten von Ihnen gestohlen, sind jegliche Kosten für Reparatur, Ersatz oder Wiederherstellung versichert. • Cyber-Business-Interruption: Wird durch einen Hacker-Angriff der Zugang zu Ihrem Intranet, Ihrem Computersystem, Ihren Programmen oder Ihren elektronisch aufbewahrten Daten elektronisch blockiert und dadurch Ihr Geschäftsbetrieb unterbrochen ist ein Ertragsausfallschaden kostenrückgedeckt. Aus dem Internet wird ermittelt, welche Software in welcher Version auf dem Zielrechner installiert und aus dem Internet erreichbar ist. Es folgt der Einsatz von Werkzeugen zum Mitlesen ungeschützter Kommunikation. Auf Basis der Informationen welche Software installiert ist, nutzt der Angreifer spezifische Schwachstellen der Software aus. Dadurch sorgt der Angreifer für andauernde Zugriffsmöglichkeiten (PC-Fernsteuerung). Systemschwachstellen werden ausgenutzt, um Administratorrechte zu erlangen. Hacker folgt seiner Motivation … Spionage, Sabotage, Manipulation. / 15

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