hinnerk Hamburg Juli 2016

blumediengruppe

Hamburg Pride 2016 – Alle Infos

Gesellschaft

gleichgeschlechtliche Paare in

Deutschland heiraten dürfen. Die

sogenannte „Homo-Ehe“ gaukelt vor,

dass es eine Gleichstellung mit der

traditionellen Ehe gäbe. Aber es gibt

keine Homo-Ehe, und die wollen wir

auch nicht. Wir möchten das Recht haben,

eine Ehe wie heterosexuelle Paare

schließen zu dürfen. Wir möchten für

die gleiche Liebe auch die gleichen

Rechte.

WIE KANN MAN EUCH UNTERSTÜT-

ZEN?

Alfonso: Wenn selbst Lesben und

Schwule von „Hochzeit“ sprechen,

kann das natürlich verwirren, und so

gehen viele davon aus, dass die eingetragene

Lebenspartnerschaft eine

Ehe ist. Ergo fehlt es dann natürlich

auch an lautstarker Unterstützung

aus der breiten Gesellschaft. Man

kann uns nachhaltig unterstützen,

indem wir Menschen im eigenen Umfeld

immer wieder sagen, dass gleichgeschlechtliche

Paare in Deutschland

NICHT heiraten dürfen. Außerdem

freuen wir uns über jeden Like auf

Facebook und Co. Hier gibt es immer

wieder Informationen zu unseren

geplanten Aktionen, die besucht und

unterstützt werden können. Ob in

persona oder finanziell: Jede Unterstützung

hilft.

KRISTALLKUGELFRAGE: KOMMT DIE

EHE FÜR ALLE VOR DER BUNDESTAGS-

WAHL, UND WIE BEGRÜNDET IHR DIE

ANTWORT?

Annie: Ich habe die Befürchtung, dass

dieses Thema als Spielball in etwaige

Koalitionsverhandlungen geworfen

wird. Dennoch gebe ich die Hoffnung

nicht auf, dass vielleicht doch noch

in dieser Legislaturperiode die EHE

FÜR ALLE gefeiert wird.

Alfonso: Es ist dringend ratsam,

dass die EHE FÜR ALLE noch in

dieser Legislaturperiode kommt. Da

vertraue ich einfach auf die Oppositionsparteien

und tatsächlich auch auf

die SPD, die sich kurz vor der Wahl

nicht mehr von einem eventuellen

Koalitionsbruch beeindrucken lässt.

Nach der Bundestagswahl wird es

sehr schwer werden, die notwendigen

Mehrheiten zu bekommen, weil sich

durch das Erstarken der AfD ganz

andere Mehrheiten bilden können.

•Christian Knuth

www.ehefueralle.de

Kommentar

ORLANDO –

EIN WECKRUF FÜR MODERNE MUSLIME

Die tragischen Ereignisse von Orlando könnten auf lange Sicht einen Wendepunkt

im Umgang der Muslime mit Homosexualität darstellen. Was mit der Arbeit des

schwulen Imam Ludovic-Mohamed Zahed begann, ermuntert viele andere moderne

Muslime, egal ob homo- oder heterosexuell, der menschenverachtenden Homophobie

einiger Gelehrter und politischer Machthaber entgegenzutreten.

Der in Algerien und Frankreich aufgewachsene Zahed hat bereits 2012 in Paris eine

Moschee gegründet, in der Schwule und Lesben willkommen sind. Als promovierter Anthropologe

und Psychologe hält er auch weltweit Vorträge über eine liberalere Auslegung des

Korans. Dieser sei über Jahrhunderte tolerant gegenüber homosexuellen Menschen gewesen.

Der Prophet selber habe weibliche Männer, Mukhannathun, in seinem Haus aufgenommen.

Mittlerweile gibt es bereits zehn schwule Imame weltweit. Einer der ersten war

Mushin Hendricks, der in Südafrika über eine schwulenfreundliche Lehre predigt, in der

Homosexualität nicht im Widerspruch mit einer islamischen Identität steht. Noch mutiger

ist Daayiee Abdullah, der in Washington die „Light of Reform Mosque“ gegründet hat und

dort in den vergangenen 13 Jahren über fünfzig schwule Heiratszeremonien vorgenommen

hat. Sogar das Begräbnis eines HIV-Positiven führte er durch, nachdem jeder andere Imam

sich geweigert hatte. Mittlerweile wurde auch in England ein muslimisches Lesbenpaar

verheiratet. In Deutschland lehrt ein Schwuler, Rahul Eks, in der Sufi-Tradition, einer mystischen

Richtung des Islams. In einem beeindruckenden Fotoprojekt von Samra Habib wird

gezeigt, wie schwule und lesbische Muslime mit ihrer Sexualität in offener und moderner

Weise umgehen. In einem Statement zu der Tat in Orlando weist Habib darauf hin, wie

schwer es für homosexuelle Muslime ist, sich sowohl der Verfolgung durch Islamisten zu

erwehren und gleichzeitig auch Gegenstand einer zunehmenden islamophoben Verfolgung

zu werden. Zugleich würde von ihnen erwartet, sich von Gewalttaten wie der in Orlando zu

distanzieren, wobei die allermeisten Opfer radikaler Islamisten Muslime selber sind. •oa

queermuslimproject.tumblr.com

Come as you are.

Do what you love.

20 Jahre Vielfalt, 20 Jahre Respekt:

20 Jahre GLEAM.

GLEAM ist das LGBT-Netzwerk von Microsoft. Mehr als 2.000

Mitglieder engagieren sich weltweit aktiv in Diskussionsforen, bei

Events und der Unterstützung gemeinnütziger Organisationen.

Diversity am Arbeitsplatz ist fester Bestandteil der Firmenkultur

von Microsoft. Dies feiern wir mit unseren Kolleginnen und

Kollegen am 9. Juli auf der Politparade des CSD in München.

Wir freuen uns auf den Austausch mit der Community am Stand

von PROUT AT WORK.

www.microsoft.com/en-us/diversity/inside-microsoft/glbt

careers.microsoft.com

*Der Text ist zur besseren Lesbarkeit

vereinfacht. Im Original gegendert.

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