März 2014

Prenzlberger

Kiezzeitung seit 1992 I 263. Ausgabe I März 2014

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Prenzlberger Ansichten I 21. Jg. I Marz 2014

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Kiezzeitung seit 1992 I 263. Ausgabe I Marz 2014

Gefälltes Stadtgrün

Mauerpark: Neue Grenzen

Thälmannpark unter Denkmalschutz

Unbekannte Ecken: das Steuerhaus

Europasportpark Landsberger Allee, Foto: Bernd Kähne













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NACHRICHTEN

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Prenzlberger Ansichten I 21. Jg. I Marz 2014

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THÄLMANNPARK

Die Platten sind Denkmal

Eine Nachricht mit Sprengkraft: Der Thälmannpark

wird unter Denkmalschutz gestellt.

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Prenzlauer Berg wächst und wächst

Er wächst und wächst, schneller als erwartet:

Nahezu 3000 Einwohner und

Einwohnerinnen mehr als im Jahr zuvor

hatte Prenzlauer Berg am 31.12.2013.

Laut Erhebungen des Amtes für Statistik

waren an diesem Stichtag genau

154.574 Menschen zwischen Bötzowkiez

und Bornholmer beheimatet. Damit ist

der Ortsteil die am stärksten wachsende

Region in ganz Berlin. Am größten

ist der Zuwachs in der Gruppe der 45-

bis 55jährigen, gefolgt von den 6- bis

12jährigen.

Charlotte van der Meer zum 95.

Ein Prenzlberger Urgestein feierte Jubiläum:

Exakte 95 Jahre wurde Charlotte

van der Meer am 28. Februar. Seit nahezu

70 Jahren lebt die frühere Lehrerin

in Prenzlauer Berg, sesshaft ist sie

im Arnimkiez.

1945 zog sie hierher und zog allein drei

Kinder groß. Aktiv für die Bürgerbelange

in ihrem Bezirk ist Frau van der Meer

seit vielen Jahren. Heute engagiert sie

sich vor allem in der Begegnungsstätte

in der Paul-Robeson-Straße. Sie ist Beiratsvorsitzende,

leitet verschiedene Zirkel

und schreibt für das Seniorenblatt

„Die Brücke“.

Zu ihrer Geburtstagsfeier kamen denn




Abfalleimer

in vielen

Frühlingsfarben

Die Landesdenkmalbehörde erachtet

das gesamte Areal plus

mit vielen

Sonderangeboten

das Thälmann-Denkmal als

& Rabatt-Würfeln

schützenswert. Für die dortige Anwohnerinitiative

ist die Nachricht ein Grund

zur Freude. Könnte die Unterschutzstellung

doch bedeuten, dass geplante Bauvorhaben

ebenso wie kostensteigernde

Sanierungen der Plattenbauten nicht

Bötzowstr.29 44737670

Mo-Fr 10-19 Uhr Sa 10-18 Uhr

oder nur sehr eingeschränkt stattfin-

Anz. PA 01 20.02.2014 16:48 Uhr Se

den dürfen: „Wir sind sehr froh darüber.

Wir betrachten den Denkmal-Status des

Thälmannpark-Areals auch als einen Erfolg

unserer Bemühungen in diese Richtung

und freuen uns auf eine hoffentlich

spannende und sachliche Debatte in

den kommenden Wochen und Monaten“,

heißt es von der Initiative.

Die Nachricht kam in den letzten Februartagen

völlig überraschend. Auch

das Bezirksamt wusste von dem Vorhaben

nichts. Inwieweit der Denkmalstatus

Einfluss auf die Ausweisung des Areals

als Sanierungsgebiet hat, ist noch nicht

klar. Doch könnten dadurch Fördergelder

aus Denkmaltöpfen in das Gebiet fließen

– was dringend nötigen Sanierungen

etwa an der WABE und dem Kulturhaus

zugute kommen kann.

Die Unterschutzstellung der Plattenbau-Oase

entbehrt indes nicht einer gewissen

Ironie. Ausgerechnet der Thälmannpark,

letztes Vorzeige-Projekt der

untergehenden DDR-Regierung, genießt

nun Sonder-Status. „Er bringt in hohem

Maß die städtebauliche, architektonische

und politische Dimension des Wohnungsbaus

der 1980er Jahre in Übereinstimmung

und besitzt dank seines

bauzeitlichen Erhaltungszustandes eine

inzwischen einzigartige Aussagekraft

über die Wohnbedingungen in

einer sozialistischen Mustersiedlung der

späten DDR.“, begründet die Denkmalbehörde

ihre Entscheidung.

✒ -al-

auch unzählige Freunde, Bekannten,

MitstreiterInnen und früheren Schüler.

Die „Prenzlberger Ansichten“ schließen

sich der Gratulantenschar an und wünschen

Charlotte van der Meer weiterhin

viel Kraft, Gesundheit und Engagement

für ihren Kiez!

Gasometer: zeithistorisches

Material gesucht

Nach 30 Jahren der Sprengung der Gasometer

des „Gaswerkes Dimitroffstraße“

findet vom 28. Juli bis 30. August 2014

eine Ausstellung in der WABE, Danziger

Str. 101, statt.

Für diese Ausstellung sucht das Kunstund

Kulturzentrum Brotfabrik zeithistorisches

Material über die Gasometer und

deren Sprengung, wie z. B. Fotografien,

Filme, Skizzen, Grafiken etc., Dokumente,

Tagebuch-Eintragungen, Gedichte,

literarische Texte oder Erinnerungsstücke

jeder Art.

Selbstverständlich sind auch persönliche

Erinnerungen, mündlich oder schriftlich,

von Interesse für die Ausstellungsmacher.

Kontakt: Brotfabrik, Jörg Fügmann

030/471 40 02 oder jf@brotfabrik-berlin.de

Praktikum bei PowerShift e.V.

Zum Themenfeld „Rohstoffpolitik“ bietet

Max Werk

seit 1919







der Verein „PowerShift – Verein für eine

ökologisch-solidarische Energie- & Weltwirtschaft

e.V.“ in seinem Büro in Berlin

(Haus der Demokratie; Greifswalder Str.

4) einen spannenden Praktikumsplatz.

Zeitraum: Ab dem 1. April (oder eher)

bis Ende Juni; Bewerbungs-Deadline ist

der 7. März 2014! www.power-shift.de

Besuch im Archiv der DDR-Opposition

Am 14. Februar haben Siegmund Ehrmann

(SPD), Vorsitzender des Ausschusses

für Kultur und Medien im Deutschen

Bundestag und Hiltrud Lotze (SPD), Mitglied

desselben Ausschusses, das Archiv

der DDR-Opposition besucht. Im

anschließenden Gespräch mit dem Geschäftsführer

der Robert-Havemann-Gesellschaft,

Dr. Olaf Weißbach, sowie mit

Projektleiter Tom Sello ging es besonders

um die Zukunftssicherung des Archivs.

Rebschnitt 2014

Wie jedes Jahr lädt der Förderverein

zum Rebschnitt in den Weingarten am

Volkspark Prenzlauer Berg ein. Termin

ist Samstag, der 1. März, von 11 bis 14

Uhr. Ort: Syringenplatz/Ecke Sigridstraße

(Fußweg durch die Kleingartenanlage).

Interessierte Weingärtner können sich

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Stylische Inspiration auf dem Modemarktplatz

K Ü C H E N

wieder beraten lassen und auch praktisch

betätigen. Bitte eine Gartenschere

mitbringen.

Pankower Frauenmärz 2014

Es bedarf häufig aufwendiger und mühseliger

Recherchearbeit, um in der

männlich dominierten Geschichtsschreibung

die Biografien namhafter Frauen

und ihre Leistungen sichtbar zu machen.

Dieser Aufgabe stellt sich die AG

SpurenSuche des Pankower Frauenbeirates

gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten

des Bezirksamtes Pankow.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum

Pankower Frauenmärz werden die Biografien

einiger Frauen vorgestellt. Die

Veranstaltung findet am Dienstag, dem

11. März, um 19 Uhr im EWA-Frauenzentrum,

Prenzlauer Allee 6 statt. Der Eintritt

ist frei.

Infoabend: „Sanktionspraxis

bei Hartz IV“

Die Jobcenter sanktionieren millionenfach

und treiben die Betroffenen

in schwere Existenznöte. Dagegen regt

sich Widerstand. Mehrere Kritiker dieses

Vorgehens und Aktivisten berichten

an diesem Abend über ihre Erfahrungen.

Termin: Freitag, 14. März, 19 Uhr

im FAU-Lokal, Lottumstr. 11.

Stylische Inspiration beim Berliner

Modemarktplatz fashion exchange

am 9. März

Der Berliner Fashion Marktplatz startet

in diesem Jahr unter dem Motto dress to

inspire – denn kaum eine andere Stadt

bietet eine so lebendige und inspirierende

Modeszene wie Berlin. Einen Einblick

in die kreative Szene der Stadt bietet

fashion exchange am Sonntag, den 9.

März 2014 im Postbahnhof am Ostbahnhof.

Mit Spannung werden rund 200 Designer,

Boutiquen und Vintage-Aussteller

erwartet. Auf zwei Etagen darf von

11 bis 18 Uhr geshoppt werden. Die Besucher

können sich auf eine große Auswahl

an Fashion-Kreationen, aufregenden

Desig- nerstücken, handgemachtem

Schmuck und hochwertiger Vintagekleidung

freuen.

Zum ersten Mal dabei ist Suzanne Schulz

mit Ihrem Label III Monkeys. Bei ihr geben

sich Mode und Illustration kunstvoll

die Hand. Premiere feiert auch Philippe

Werhahn. Unter dem Label TingDing

„upcycled“ er Textilien und kreiert zeitlose

Damenbekleidung in nachhaltigem

Stil.

Der Eintritt für Frauen: 3,-.

Kinder bis 14 Jahre und

Männer: kostenlos.

Anmeldungen für Verkaufsstände

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Prenzlberger Ansichten I 21. Jg. I Marz 2014

TITELTHEMA

Seite 3

GEFÄLLTES STADTGRÜN

Die Bäume und ihre Bürger

Da fielen sie, die Bäume in Prenzlauer

Berg. Reihenweise. An der Kastanienallee,

an der Belforter Straße, an der Ostseestraße,

auf dem Falkplatz. Das Grün muss für

Bauvorhaben weichen, vor allem im Winter.

Hochsaison fürs Baumsterben.

Stadtbäume sind Natur pur, machen

Straßen und Plätze für

die Menschen lebens- und liebenswerter.

Viele Menschen in Prenzlauer

Berg danken es mit Fürsorge. „Ich

wünschte mir, dass die Leute etwas sensibilisiert

wären für das Grün in der

Stadt und es nicht einfach wegfällen“.

Teresita C. lebt auf der Kastanienallee

und erlebte im Februar mit, wie auf dem

Grundstück Nr. 97-99 die großen Bäume

gefällt wurden. „Das macht mich traurig“,

sagt die junge Frau, die die Polizei

rief, weil die Bagger sich gar zu überraschend

ans Werk machten. Mit Teresita

C. sorgten sich auch andere Anwohner

um die Bäume. Für einige Tage machten

sie ihren Protest mit Transparenten

und Kunstaktionen öffentlich. Vergeblich.

Die Bäume fielen, mussten für das

lange geplante Bauvorhaben auf dem

einstigen Parkplatz weichen. Ab dem

Frühjahr entsteht hier die sogenannte

Blockrandbebauung, mit Einzelhandelsflächen,

Büros und Wohnungen und einem

Durchgang zur Schönhauser Allee.

Kein Ort mehr für die Bäume. Ob auf dem

geplanten Innenhof des Komplexes neue

gepflanzt werden?

Laut Berliner Baumschutzverordnung

muss jeder solcherart vernichtete Baum

ersetzt werden, je nach Alter und Größe

mit bis zu fünf jungen Bäumchen pro

gefälltem Exemplar. Bleibt vor Ort nicht

genügend Fläche, dann andernorts. Viele

fällende Grundstückseigentümer wählen

hingegen die zweite Möglichkeit:

Sie zahlen fürs Baumsterben. Die Ausgleichszahlungen

gehen ans Bezirksamt.

Das pflanzt und pflegt dann neu, etwa

1200 Euro kostet ein neues Bäumchen.

Platz für Neubau und Tiefgarage mussten

auch die Bäume auf der Belforter/

Ecke Straßburger Straße machen. Die

Grünflächen zwischen den Wohnblocks

aus den 60er Jahren, geziert von rund

40 schönen alten Bäumen, liegen jetzt

Hier stand mal ein schöner alter Baum. Wegen des Bauvorhabens wurden er

und seine grünen Nachbarn auf der Kastanienallee Nr. 97-99 gefällt.

öde und leer. Da, wo sich Robinien und

Ahorn zu idyllischen Bauminseln vereinten,

ragen nur noch ein paar Stümpfe

aus der Brache. Auch hier protestierten

die Anwohner. Ihre Sorge um die Bäume

vereinte sich mit der Sorge um den eigenen

Wohnort, denn auch ein Teil-Abriss

der Häuser steht an. Der Investor

will die Häuserzeilen mit einem Neubau

verriegeln, Teile der Altbauten werden

dafür abgerissen. Im Mai nächsten Jahres

soll Baubeginn sein. Jetzt stürzten

schonmal die Bäume.

Es war gerade die Zeit. Wer beschneiden,

fällen oder roden will, der kann das

nur in den Wintermonaten. Die Baumschutzverordnung

erlaubt Fällungen in

der Zeit von Oktober bis Ende Februar

– wenn keine Vegetationsphase ist und

keine Vögel in den Bäumen nisten. Kettensägen

und Bagger rücken den Bäumen

dann geballt an den Stamm.

Der zuständige Bezirksstadtrat Jens-Holger

Kirchner teilt die Sorge der Bürger

um ihre Bäume durchaus. Denn nicht

nur auf Privatgelände infolge von Baumaßnahmen,

auch an öffentlichen Straßen

und Wegen mussten sie wieder fallen:

Vier Riesen auf dem Falkplatz, 13 an

der Ostseestraße, 15 im Thälmannpark.

Sie wurden nicht gefällt, damit an ihrer

Stelle gebaut werden kann. Sie waren

krank, morsch, umsturzgefährdet.

Keine Einzelfälle. Jens-Holger-Kirchner

blickt in das Pankower Baumkastaster:

Die meisten der dort verzeichneten

rund 44.000 Straßenbäume schwächeln.

„Der Zustand der Bäume, auf einer Skala

von eins bis zehn, liegt im Durchschnitt

bei vier. Das ist ganz schlecht“,

sagt der Grüne Politiker den „Prenzlberger

Ansichten“. Die Bäume sind zu alt,

Hier gab es die Bäume noch: Und den

vergeblichen Protest der Anwohner der

Kastanienallee gegen die Bauarbeiten.

zu stark belastet durch parkende Autos

und Abgase, Klimawandel und Co. Tiefbauarbeiten

machen ihren Wurzeln zu

schaffen, erschüttern ihre Standfestigkeit.

Die in Prenzlauer Berg weit verbreitete

Traubenkirsche leidet an Wurzelfäule,

auch den Pappeln gehts nicht

gut. Gesunde Bäume müssen immer wieder

beschnitten werden, damit sie nicht

in die Oberleitungen wachsen. Kirchner:

Weithin Ödnis, wo früher Baumgruppen die Höfe zierten. Auf dem Gelände Belforter/

Straßburger Straße fielen die Bäume im Vorfeld von Neubauvorhaben. Fotos (2): al

„Drei Viertel unseres gesamten Etats für

Grünflächen gehen drauf für die Baumpflege“.

Da bleibt kaum Geld für dringend nötige

Neupflanzungen. Ein Grund, warum seit

einigen Jahren die Bürger zu Baumpatenschaften

gebeten werden. Wer spendet,

bekommt einen Baum gesetzt. Ein

Verfahren, mit dem sich ganz Berlin begrünen

will. Denn 10.000 Bäume fehlen

stadtweit, mindestens 500 davon in

Pankow.

Das Baumsterben, es wird auch die Pappelallee

ereilen. Wenn in den nächsten

Wochen die Umbaumaßnahmen starten,

müssen irgendwann auch Bäume

weichen. Weil sie im Weg sind, weil sie

krank sind. Dagegen protestierten Anwohner

schon im Vorfeld und rangen

dem Bezirk ein gemeinsames Vorgehen

ab: Ein Baumgutachten für jeden

Etwa 44.000 Straßenbäume

stehen in Pankow und

55.000 Bäume in Grünanlagen

und auf öffentlichen

Flächen. Jährlich

pflanzt der Bezirk etwa

200 bis 250 neue Bäume,

doch die Neupflanzungen

wiegen die Fällungen

nicht auf.

So wurden allein in diesem

Winter rund 100

Bäume allein in Prenz-

Baum wurde erstellt, mittels Umfrage

bestimmten die Bewohner die Arten der

neuen Bäume.

So werden es am Ende sogar mehr Bäume

als derzeit. Etwa 140 Bäume sollen

die Pappelallee dann links und rechts

säumen. Die Fürsorge der Bürger für

ihre Bäume reicht weit in die Zukunft:

Sie wollen Sitzbänke um die Stämme errichten,

die Baumscheiben mit weiterem

Grün bepflanzen, Schutzgitter sollen

gleichzeitig als Fahrradständer dienen.

Engagement der Bürger für ihre Bäume

lohnt sich manchmal doch. Möglicherweise

ein kleiner Trost

für Teresita und die Bewohner

der Kastanienallee,

die ihre Bäume

nicht retten konnten.

✒ Katharina Fial

Die Bäume in Zahlen

lauer Berg gefällt. Dem

Gesamtbezirk fehlen

mindestens 500 Bäume.

Wer einen neuen Baum

pflanzen lassen möchte,

kann dies mit einer

Spende tun. Rund 1200

Euro kostet ein komplettes

Bäumchen samt Aufwachs-Pflege.

Eine gute Gelegenheit

dafür ist der 25. April. An

diesem Tag wird deutschlandweit

der Tag des

Baumes begangen. Infos

über Baumpatenschaften

gibt es hier: www.berlin.

de/ba-pankow/verwaltung/aun/100_baeume_

fuer_pankow.html

Weitere Informationen

zum Baumschutz: berlin.

nabu.de/themen/baumschutz/

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Aus der Tierarztpraxis an den Allee-Arcaden

Tierärztin Anne Gamalski rät:

CVBD – Schützen Sie ihren Hund!

CVBD ist die Abkürzung für den englischen

Begriff Canine Vector-Borne Disease.

Tierärzte fassen unter diesem Begriff

Krankheiten zusammen, die durch

blutsaugende Insekten, die sogenannten

Vektoren, auf Ihren Hund übertragen

werden.

Einige dieser Erkrankungen waren früher

reine Reisemitbringsel, wie z.B. die Babesiose.

Inzwischen treten sie auch bei

Tieren in Deutschland auf, die das Land

nie verlassen haben.

Der beste Schutz gegen diese Erkrankungen

besteht aus einer Kombination

von unterschiedlichen Maßnahmen.

Zum einen kann man den Stichen und

Bissen der Insekten durch entsprechendes

Verhalten vorbeugen, z.B. Hunde an

Urlaubsorten, an denen es Sandmücken

gibt, nur tagsüber ins Freie lassen, also

zwischen einer Stunde nach Sonnenaufgang

und einer Stunde vor Sonnenuntergang.

Die Aufenthaltsräume des Hundes

können durch engmaschige Insektengitter

geschützt werden. Meiden Sie die

Brutplätze der Insekten, etwa Tümpel,

Stallungen und Keller. Vorsorglich sollten

Sie in den entsprechenden Gebieten

Ihr Tier täglich nach Zecken absuchen.

Diese Verhaltensmaßnahmen können

Sie durch Präparate ergänzen, die Mücken

und Zecken von Ihrem Tier abhalten

oder diese bei Stich bzw. Biss töten.

Das kann ein Halsband oder ein Spoton

sein.

Einige Erreger können durch die Einnahme

von Medikamenten im Tier abgetötet

werden, so dass die Tiere nicht erkranken,

falls es trotz aller Vorsicht zu einer

Infektion gekommen ist. Wichtig ist dabei

der rechtzeitige Beginn der Behandlung,

die konsequente Verabreichung

während des Aufenthalts am Urlaubsort

und die Weiterführung nach der Rückkehr.

Diese Möglichkeit besteht aber nur

bei einigen Erregern und ist somit von

Ihrem Reiseziel abhängig.

Auch Impfungen können Ihr Tier vor

CVBD schützen. Ob diese für Ihr Tier nötig

und sinnvoll sind hängt ebenfalls

vom Reiseziel ab. Innerhalb Deutschlands

sollten Sie Ihren Hund vor Flöhen

und Zecken schützen – dazu empfehle

ich die Borreliose-Impfung. Bei Reisen

ins Ausland hängt es ebenfalls vom Reiseziel

ab, und dazu berate ich Sie gerne

in meiner Praxis.

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STRASSEN-UMFRAGE · NACHRICHTEN

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Prenzlberger Ansichten I 21. Jg. I Marz 2014

STRASSEN-UMFRAGE

Warum gibt es keinen Frieden für alle Zeiten?

Die Umfrage: War mal wieder sehr lebhaft. Von Neugier und

Interesse begleitet. Und da die Schönhauser Allee (kurz zuvor

erst) von Schnee und Eis befreit war, machte es allen gleich

noch mehr Spaß.

Weil jeder immer bei Null

anfängt und wir als Menschen

noch nicht so weit sind. Aber

das kommt schon noch!

Fabian aus Prenzlauer Berg

Knifflige Frage … Ich denke,

die Menschen sind einfach nicht

so weit. Da wird derzeit in der

Bildung zu wenig getan. Da

müssen wohl noch einige Jahre

an Bildungsarbeit ins Land

gehen.

Alex aus Pankow

Ich weiß nicht! Das ist

eine gute Frage. Ich denke,

weil die Leute immer

unzufrieden sind. Und da

können sie auch keinen

inneren Frieden finden.

Kristine aus der Schweiz

Fragen-Designer & Fotos: Bernd Kähne

Fragende: Rolf Gänsrich & Dirk Wanner

Dazu sage ich nur eines:

weil die Menschen zu viel

Langeweile haben!

Nadir aus Prenzlauer Berg

Vielleicht weil der Mensch von

Grund auf schlecht ist?

Linda aus Friedrichshain

Warum gibt es an sich

Krieg?

Ronald aus Greifswald,

lebt jetzt in

Lichtenberg

+ + + N a c h r i c h t e n + + + N a c h r i c h t e n + + + N a c h r i c h t e n + + +

Frauenkreise:

Neue Veranstaltungsreihe

„Her Stories. Präsentationen und Positionen

gegen Rassismus“, eine 5-teilige

Veranstaltungsreihe des Projekts Frauenkreise,

stellt bis 12. Juni Werke, Wirken

und Positionierungen Afrodeutscher,

Schwarzer und Asiatisch-deutscher Frauen

vor. In Ausstellungen, Lesungen, Filmen

und Vorträgen schildern sie ihre Erfahrungen

und die ihrer Communities

mit Ausgrenzung, Diskriminierung und

Rassismus. Die nächste Veranstaltung

der Reihe bildet die Lesung „Mutter wie

I M P R E S S U M

Herausgeber:

Michael Steinbach (V.i.S.d.P.), Dirk Wanner

Büroanschrift:

Prenzlberger Ansichten

c/o Michael Steinbach, Nordufer 6

13353 Berlin, Tel. 44731909

Mobil 0177-7389860

redaktion@prenzlberger-ansichten.de

Erscheinung: seit 1992 mit z.Zt. 15.000 Exemplaren

am Anfang jeden Monats

Nächste Ausgabe: ab 28. März 2014

Redaktionsschluss: 15. März 2014

Kulturtipps an: dirk.wanner@gmx.de

Anzeigen-Hotline:

Michael Steinbach: 0177 - 738 98 60

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erhältlich in über 250 Cafés, Super märkten,

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Gesund heits zen tren und öffentlichen Einrich

tungen ausschl. in Prenz lauer Berg

Druck: Union Druckerei Berlin GmbH

Storkower Straße 127 A, 10407 Berlin

Mediadaten: prenzlberger-ansichten.de

facebook: ansichten prenzlberger

Gestaltung: Michael Steinbach

weit ist Vietnam?“ der Filmwissenschaftlerin

und Journalistin Angelika Nguyen

am 13. März um 19 Uhr bei Frauenkreise,

Choriner Str. 10. Der Eintritt ist frei,

Männer sind herzlich willkommen.

Kopfverletzungen nach useinandersetzung

Mit schweren Kopfverletzungen musste

ein 53-Jähriger am 21. Februar stationär

in einem Krankenhaus aufgenommen

werden. Nach bisherigen Erkenntnissen

war es gegen 22.30 Uhr in einer Wohnung

in der Bornholmer Straße zu einer

besser.bewusst.leben.

Richtig durchstarten

mit den neuen Modellen von Brooks,

New Balance, Mizuno und Saucony

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Auseinandersetzung zwischen ihm und

einem 32-Jährigen gekommen.

Spätkauf überfallen

Zwei Unbekannte raubten am 22. Februar

Geld und Zigaretten. Die Männer hatten

das Geschäft in der Pappelallee gegen

19.10 Uhr betreten und vorgegeben,

etwas kaufen zu wollen. Anschließend

bedrohten sie den 19-jährigen Angestellten

mit einer angedeuteten Schusswaffe.

Der 19-Jährige blieb unverletzt.

Quelle: Pressemeldungen /

Polizeiticker

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WERNER´S ECKE

Prenzlberg, mein Prenzlberg

Als alter Prenzlberger, hier geboren und

immer gewohnt, liebe ich meinen Prenzlauer

Berg.

So sehe ich mir auch leidenschaftlich

gern, die Fassaden der

Häuser an. Einst gab es abfällige

Äußerungen darüber, besonders wegen

des Zustandes der Altbauten, aber die

renovierten Fassaden wirken auf mich

wunderbar. Die der Hinterhäuser etwas

weniger, doch die Straßenfronten haben

auf mich immer wieder eine herrliche

Wirkung – viele Häuser entstanden

zum Ende des 19. und am Beginn des

20. Jahrhunderts. Die großartige Gestaltung

spricht mich sehr an. Die Höfe wurden

zum Teil grün gestaltet. Die Bauten

aus jener Zeit werden freilich übertroffen

von den „Alt-Neubauten“ aus den

20er und 30er-Jahren mit ihren hellen

Fassaden, wie sie sich besonders im Norden

des Prenzlbergs befinden, mit grünen

Vorgärten oder Höfen. Schon als

Kind liebte ich diese Häuser, fühlte mich

von ihnen sehr angesprochen und gehe

auch jetzt dort gern durch diese Kieze,

betrachte sie und freue mich für die Bewohner.

Hinzu kommen die wirkungsvollen

Neubauten der 60er und 70er-Jahre,

auch solche, die anstelle von Bomben

zerstörten errichtet wurden. Ebenso die

auf anderen Flächen errichteten – sogar

eindrucksvolle Hochhäuser – wie zum

Beispiel am Thälmannpark. Auch in den

90er-Jahren entstanden architektonische

Schönheiten, und einen Höhepunkt

entdeckte ich neulich an der Grenze

zum Wedding in der Schwedter Straße,

nahe der Bernauer und der Eberswalder

Straße: weiße Bauten mit fantastischen

Ideen des Architekten. Sie bezauberten

mich. Und sehe ich die Fassaden

von Häusern, so denke ich an das Leben

dahinter, bei den alten Häusern an vergangene

Generationen, auch das Leid,

das die beiden furchtbaren Weltkriege

über sie brachten. Doch auch an glückliche,

freudvolle Tage. Prenzlberg, mein

Prenzlberg!

✒ Werner Klopsteg


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Prenzlberger Ansichten I 21. Jg. I Marz 2014

NEWS · KIEZSPAZIERGANG

Seite 5

MAUERPARK

Die neue Grenze zwischen Nord und Süd

Dauerbaustelle Mauerpark: Während im

Norden die Bagger fürs Bauen räumen,

entstehen für den Süden grüne Ideen auf

Papier. Wie wird das südliche Grün gestaltet

und wer managt künftig einen vereinten

Mauerpark? Ein Zwischenbericht.

Grün gegen Beton: Die Brachflächen rund um den Flohmarkt sollen Park werden.

Wenn der Nordteil des Mauerparks bebaut wird. Foto: al

Das Paradox, es nimmt Gestalt

an: Dem Mauerpark, ihm droht

eine neue Grenze. Sie verläuft

nicht, wie einst die Mauer samt Todesstreifen,

zwischen West und Ost, sie verläuft

zwischen Nord und Süd, entlang

der Gleimstraße. Nördlich droht die Bebauung

mit einem Luxusquartier, südlich

rund um das Flohmarktgelände

blüht größeres Grün. Das eine wird nicht

ohne das andere kommen. Das machte

Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner

jüngst noch einmal vor Bürgerinitiativen

und Anwohnern deutlich. Nur, wenn im

Norden gebaut werden darf, gibts vom

Grundstückseigentümer den Süden zur

Parkerweiterung zurück.

Zur Frage steht eigentlich nur noch, was

und wie gebaut wird. Im Norden ließ

Bauherr Klaus Groth bereits das Gelände

roden, obwohl von einer Baugenehmigung

noch nicht die Rede sein kann.

Die Initiativen und Anwohner, die sich

um den Mauerpark sorgen, haben derzeit

also zwei Baustellen zu bearbeiten: Sie

sammeln Einwände gegen die Nordbebauung,

deren Pläne demnächst öffentlich

zum Einspruch ausgelegt werden.

Und sie diskutieren Visionen für den Süden.

Konkretere Pläne, wie dieses Areal

zwischen Bernauer, Wolliner und Gleimstraße

gestaltet werden könnte, hat inzwischen

die Bürgerwerkstatt. Die aktuellen

Vorhaben des von der Grün Berlin

beauftragten Architekten Prof. Lange

sehen einen Platanenhain vor, als Ort

zum Verweilen nördlich des Flohmarkts.

Daran grenzt eine Ruhewiese an. Ein

versammlungsartiger Platz erweitert den

Parkweg der Lortzingstraße. Der Zaun

zwischen den beiden Mauerparkteilen in

West und Ost soll einer „Linie der ungleichen

Dinge“ weichen. Diese soll einerseits

ein Ort der Erinnerung an die

Mauer sein, andererseits z.B. Plätze zum

Grillen und Picknick beherbergen.

Diese Pläne haben allerdings noch Leerstellen:

Wie wird das Flohmarktgelände

in der Woche genutzt, wenn keine Märkte

stattfinden? Was wird mit dem Gemeinschaftsgarten,

den engagierte Anwohner

seit einigen Monaten nahe der

Gleimstraße betreiben – ein Ort für alle,

die pflanzen, gärtnern, ernten wollen?

Und: Wie sind laut und leise, Konzerte,

Live-Events und Entspannungsbedürfnis

innerhalb des Areals zu strukturieren?

Nicht zuletzt: Wo wird es öffentliche

Toiletten geben? Eine Frage, die

angesichts von 45.000 Besuchern an

den Sommerwochenenden ebenso dringlich

ist wie ein Müllkonzept.

Auch deswegen plädieren die Initiativen

für ein einheitliches Parkmanagement,

damit der erweiterte Park nicht in alter

„Schmuddelteil“ Pankow-Ost und neuer

gepflegter Teil Mitte-West zerbricht. Auf

der Verwaltungsebene der beiden Bezirke

wird derzeit über die Management-

Frage verhandelt. Pankow will es machen.

Aus Kostengründen und, weil mit

den Park-Aktiven der „Freunde des Mauerparks“,

der Stiftung Weltbürgerpark

und der Polizei inzwischen auf Augenhöhe

zusammen gearbeitet wird – ganz

im Gegensatz zur Mitte-Politik.

Der erweiterte Mauerpark und seine Nutzung.

Noch ist vieles Zukunftsmusik.

Nicht vor 2015 soll mit der Gestaltung

begonnen werden. Vorausgesetzt, die

Baufrage im Norden ist bis dahin geklä

rt.

✒ -al-

UNBEKANNTE ECKEN IN PRENZLAUER BERG (5)

Hinterm Steuerhaus

Noch bis in die Mitte der 1970er-Jahre hinein

stand Landsberger Allee (damals Leninallee)

Ecke Oderbruchstraße stadteinwärts

rechts und somit auf dem Gebiet

des Prenzlauer Berg, ein kleines, verfallenes

Häuschen, das größer als eine Gartenlaube

war, allein schon deshalb, weil es

zweite Etage hatte, aber dennoch von der

Grundfläche her eher winzig wirkte. Gemauert

war es aus weißen Ziegeln.

Für mich, als jemand, der in Hohenschönhausen

an der Konrad-

Wolff-Straße (damals Berliner

Straße) aufwuchs, begannen als Heranwachsendem

alle Wegerklärungen von

Muttern mit den Worten „Du fährst mit

der Linie 63 bis hinters Steuerhaus ...“

„Am Steuerhaus“ gabelte sich stadtauswärts

die Landsberger Allee. Nach rechts

in die Karl-Lade-Straße ging es mit der

Straßenbahn (Linie 69) nach Lichtenberg.

Nach links quietschte die Straßenbahn

(Linie 63 und 64) nach Hohenschönhausen.

Geradeaus fuhr auf der

Landsberger Allee, die damals ab dieser

Gabelung nur eine kleine Chaussee

mit nur einer Fahrspur pro Richtung und

rechts und links von riesigen Kleingartenanlagen

gesäumt war, nach Marzahn

bis Ende 1972 der O-Bus der Linie O 30

= Ostring 30. Mit dem Aufbau der Wohngebiete

in Lichtenberg wurde ab Mitte

der 70er-Jahre die Landsberger Allee auf

den heutigen Stand ausgebaut und der

O-Bus-Verkehr eingestellt.

Das „Steuerhaus“ markierte bis zur Gründung

von Groß-Berlin am 1. Oktober

1920, bei der Berlin sich seine Vororte

eingemeindete, die Zoll- und Stadtgrenze

der Reichshauptstadt. Beim Ausbau

der Landsberger Allee verschwand dieses

Steuerhaus.

Bis zum Umbau der Landsberger Allee

in den 70ern sah auch der gleichnamige

S-Bahnhof noch vollkommen anders

aus. Die Straßenbahn hielt direkt auf der

Brücke, der Zugang dorthin erfolgte über

einen breiten Zebrastreifen. Rechts im

Zugang zum Bahnhof waren kleine Geschäfte

und eine Bockwurstbude untergebracht.

Als Bahnhofsgebäude kenne

ich noch das alte aus gelbem Backstein

aus dem Jahr 1894/95 und auch das neu

aufgebaute aus Beton und Glas aus dem

Jahr 1968. Der Bahnhof besitzt seit Mitte

der 70er-Jahre leider kein Empfangsgebäude

mehr. Im Kultfilm „Die Legende

von Paul und Paula“, DEFA 1973, kann

man, wenn man es weiß, diese alte Stra-

ßenbahnhaltestelle mit dem Bahnhof

„hinterm Steuerhaus“ sehen.

✒ Rolf Gänsrich

Meine Führungen: Jeden Sa., außer

15.3., Treffpunkt

14 Uhr Pappelallee /

Schönhauser Allee /

Meldestelle – es geht

über Kastanienallee,

Oderberger und Bernau-

er Str. bis zum Nordbahnhof.

15.3. Treffp. 14 Uhr am Ende der Fußgängerbrücke

am S-Bhf. Storkower Straße

– Ausgang Hermann-Blankenstein-Str. –

geht es über den ehemaligen Zentralviehhof,

am Steuerhaus vorbei bis zur Landsberger

Allee. Jeden So. ab 14 Uhr ab

Knaackstr. / Danziger Str. (Simla) geht

es in den Kollwitzkiez.

www.rolfgaensrich.wordpress.com

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Doppelausstellung im Druckgraphik-Atelier

und der Galerie Vinogradov

Das Druckgraphik-Atelier stellt – in Kooperation

mit der Galerie Vinogradov –

vom 8. März bis 8. April 2014 unter dem

Titel „Aus dem Feld der Druckgraphik“ –

Lithographien, Radierungen und Monotypien/Serigraphien

der international

anerkannten russischen KünstlerInnen

Nikolai Krachchin, Boris Zabirochin und

Anastasia Zykina, aus. Werke aller drei

Künstler sind in zahlreichen staatlichen

Museen und Privatsammlungen vertreten.

Im gleichen Zeitraum werden unter

demselben Ausstellungstitel in der Galerie

Vinogradov Lithographien, Radierungen

und Holzdrucke von Elli Graetz,

Eberhard Hartwig und Ralf Hentrich gezeigt.

Beide Galerien präsentieren in dieser

Doppelausstellung jeweils KünstlerInnen

der Partnergalerie und organisieren

gemeinsame Veranstaltungen, die es

den Besuchern erlauben, die Welt so zu

sehen, wie sie von ihren Nachbarn gesehen

wird. Bei der gemeinsamen Ausstellung

geht es den Initiatoren und

KünstlerInnen um den inhaltlichen Austausch;

Menschen treffen auf Menschen,

sprechen miteinander, entwickeln neue

Ideen.

Eröffnung im Druckgraphik-Atelier: 8.

März, 17 Uhr. Das Künstler-Gespräch und

die Druckvorführung mit Anastasia Zykina

findet am Do., dem 14. März, um

19.30 Uhr, statt.

Druckgraphik-Atelier, Dietrich-Bonhoeffer-Str.

3, 10407 Berlin, Tel. 4404

3421, Mo. 16-18.30, Di. 18-22 Uhr,

www.druckgraphik-atelier.de

Eröffnung in der Galerie Vinogradov:

8. März, 19 Uhr.

Galerie Vinogradov, Chodowieckistr.

25, 10405 Berlin, Tel. 86 43 04 10

Mi.-Fr. 15-19, Sa. 11-15 Uhr,

www.eurusart.com

Eberhard Hartwig, BAUMWIESE II, 97/2007, 4-Farb-Radierung, 29 x 39 cm


Seite 6

KINDERSEITE

..

Prenzlberger Ansichten I 21. Jg. I Marz 2014

KINDERKIEZKRIMI (1)

Die drei Detektive von der Marie

Ein echter, erfundener Fall: Schlaue und

mutige Kinder sorgen in Prenzlauer Berg

dafür, dass Verbrecher keine Chance haben.

Die Geschichte der Detektive Rosalinchen

und Rufus und ihres Spürhundes Sabafax

erfanden Grundschüler im Rahmen

eines künstlerischen Schulprojekts. Erster

Teil: Das gestohlene Portemonnaie.

Eigentlich ist alles wie immer.

Rosalinchen und Rufus treffen

sich am Nachmittag auf ihrem

Lieblingsplatz zu ihrer Lieblingsbeschäftigung.

Das tun sie jeden Nachmittag

nach der Schule. Rosalinchen heißt eigentlich

Anna. Weil sie so gern rosa T-

Shirts trägt, nennt Rufus sie Rosalinchen.

Das gefällt ihr. Rufus heißt nur

Rufus.

Der Lieblingsplatz von Rosalinchen und

Rufus ist der Spielplatz an der Marie, ein

schöner grüner Platz mitten im Winsviertel.

Mit Wiese, Bänken, Klettergerüsten

und einer kleinen Rennstrecke.

Hier sitzen die beiden und spinnen.

Das ist ihre Lieblingsbeschäftigung. Sie

spinnen davon, dass sie die berühmtesten

Detektive aller Zeiten sind. Alle

Verbrecher zittern vor Angst vor ihnen,

denn keiner kommt davon. Alle Polizisten

sind neidisch auf sie, weil sie so mutig

und schlau sind und jeden Fall lösen.

Rosalinchen spinnt gerade, wie sie einen

gefährlichen Mörder jagen, da schreit

Rufus plötzlich: „Blut! Rosalinchen! Hier

ist frisches Blut!“ Tatsächlich. Auf einem

welken Efeublatt klebt ein roter

Klecks. Die beiden holen ihre erstklassigen

Detektiv-Lupen hervor und untersuchen

den Klecks. Unter den Lupen wird

er zu einer großen, ekligen Blutpfütze.

Klarer Fall. Hier ist ein Verbrechen geschehen.

„Unser erster richtiger Fall!“

Rosalinchen springt auf. „Wo ist der

Mörder? Los, Sabafax, such!“ Sabafax

ist Rosalinchens Hund – ein echter Detektiv-Spürhund.

Schon läuft er los und

verschwindet hinter einem Gebüsch. Er

bellt und bellt und hört nicht mehr auf

zu bellen.

Rosalinchen und Rufus folgen Sabafax

hinter das Gebüsch. Auf einer Bank

sitzt ein kleines Mädchen. Es weint ganz

schrecklich und hält sich die Hand.

Das Mädchen schluchzt und schluchzt.

„Mir... hat ... ein Mann ...... mein Portemonnaie

gestohlen. Mein schönes Portemonnaie

... mit dem Nikolauskopf. ...Er

hat mich mit dem ...M...M...Messer gestochen...“

„So ein Verbrecher!“ Rosalinchen

verarztet das Mädchen mit einem

Pflaster aus ihrem Detektiv-Erste-Hilfe-

Koffer. Zum Glück ist es nur ein Kratzer.

Er tut auch kaum noch weh und blutet

nicht mehr. „Wir helfen dir“, sagt Rufus.

„Wir sind die berühmtesten Detektive aller

Zeiten“. „Wirklich?“ das kleine Mädchen

hört auf zu weinen.

Rufus sucht den Boden mit seiner Lupe

nach Verbrecher-Spuren ab. Rosalinchen

Eine verdächtige Blutspur und der erste Fall für die Kinder-Detektive. Bild: Emely (7)

und das kleine Mädchen folgen ihm bis

zu einem Zaun. „Ha!“ Rufus hält triumphierend

etwas hoch. „Mein Portemonnaie“.

Das kleine Mädchen lächelt glücklich.

Und sogar das Geld ist noch drin.

Rufus und Rosalinchen machen komische

Gesichter. „Ich kombiniere“, sagt

Rosalinchen. „Was machst du?“ „Nun,

ich kombiniere. Das sagen Detektive,

wenn sie denken.“ „Achso“, sagt Rufus,

„der Verbrecher ist über den Zaun gesprungen

und hat dabei das Portemonnaie

verloren.“ „Ja“, sagt Rosalinchen,

„das habe ich auch gerade kombiniert“.

„Wir sind eben ein tolles Team.“ Rosalinchen

zieht eine Grimasse. Das macht

sie immer, wenn sie sich über Rufus ärgert.

Rufus kennt das schon und zieht

eine Gegengrimasse. „Los, weiter jetzt,

so lange die Spur noch frisch ist.“, sagt

er dann. Das kleine Mädchen verabschiedet

sich. Es will nach all der Aufregung

lieber nach Hause.

Rosalinchen macht einen mutigen Detektivsprung

über den Zaun. „Genauso

muss es der Verbrecher gemacht haaaa...

„ Rosalinchen landet in einer Pfütze...

„IIIh! Ah!“ Schon wieder eine Spur!

Eine nasse große Fußspur verläuft in

Richtung Prenzlauer Allee, dann hört

sie plötzlich auf. „Ich kombiniere... Der

Verbrecher hat sich in Luft aufgelöst...

Er hat sich die Schuhe ausgezogen... Er

könnte auch...“

„Moment mal.“ Rufus unterbricht den

Redefluss von Rosalinchen: „Ein Verbrecher

muss sich nach einem Verbrechen

verstecken. Es könnte ihn ja jemand erkannt

haben. Wo ist hier in der Nähe ein

gutes Versteck, also das Super-Verbrecher-Versteck?“

Er grinst und gibt sich

die Antwort selbst.

Kurz vor dem Super-Verbrecher-Versteck

liegt ein Stück Berliner Stadtplan. Es

zeigt die Höfe der Knopffabrik auf der

Prenzlauer Allee. An einer Stelle ist ein

Loch. Neben dem Stadtplan findet Rosalinchen

einen BVG-Fahrschein. „Abgestempelt

vor zweieinhalb Stunden am

Brandenburger Tor. Der muss von unserem

Verbrecher stammen.“ „Rosalinchen,

wir sind ihm auf der Spur.“

(Fortsetzung folgt)

✒ Aufgeschrieben von Katharina Fial

+ + + S H O R T K I D S + + +

Verrückte Zirkuswelt

Puppenspiel im Zirkus: Die beiden Artistinnen

Maria und Maria laden in ihre

kleine, bunte, verrückte Zirkuswelt ein.

Hier gibt es ziemlich viel zu sehen: Die

magische Esmeralda aus Montepulciano,

die Schlangenfrau Mascha Majakowski,

das kleinste Pferd der Welt, die

fünf französischen Froschartisten, zwei

Clowns mit großen Zylindern... Die größte

Attraktion jedoch ist der Elefant und

die Geschichte, wie er mit Hilfe eines

kleinen Jungen seine Freiheit findet.

Wie der Elefant die Freiheit fand. Objektund

Schattenspiel für Kinder ab 3 Jahren

am 16., 22. und 23. März, je 16:00 Uhr.

Theater o.N., Kollwitzstr. 53, Tel. 440 92

14, email: info@theater-on.com

Schnelle Stifte, Schneidermeister

Comic-Zeichner, Jungs, die schneidern

wollen und Radier-Künstler finden im

März bei „Jugend im Museum“ tolle Kurse

in der Werkstatt Hufelandstraße 35.

Los geht’s am 8. und 9. März mit schnellen

Stiften. Die braucht Ihr, wenn Ihr

Eure eigenen Comics auf Papier bringen

wollt. Kursleiterin Doro Petersen zeigt,

wie es geht und führt durch die Comic-

Ausstellung. Dauer: jeweils von 12 bis

17 Uhr.

Nur an Jungs richtet sich der Schneiderkurs

am 8. und 9. März von 10.30 bis

15.30 Uhr. Ihr erlernt die Grundlagen

der Nähkunst und habt am Ende eine

selbstgeschneiderte Agententasche mit

Geheimfach. Die Erforschung anderer

Maschinen, die stricken, flechten und

weben, gehört zum Kurs dazu.

Mit der kalten Nadel radiert Ihr eigene

Kunstwerke in Druckplatten im Kurs

am 29. und 30. März, jeweils von 13 bis

17 Uhr. Die Kunstwerke werden in kleiner

Auflage gedruckt. Dieser Kurs findet

im Druckgraphik-Atelier in der Dietrich-

Bonhoeffer-Straße 3 statt.

Kreativkurse für Kinder von 8 bis 12 Jahren.

Infos und Anmeldungen bei Jugend

im Museum e.V., Genthiner Str. 38, 10785

Berlin Tel. 266 42 2242, email: info@

jugend-im-museum.de

Abenteuercamps mit Papa

Schon jetzt an den Sommer mit Papa

denken: Das Väterzentrum nimmt Euch

ab Ende Mai mit zu verschiedenen Abenteuercamps

in die wilde, freie Natur. Bei

den zwei- bis dreitägigen Reisen könnt

Ihr mit Papa zum Beispiel Indianer spielen

oder ganz groß im Zirkus auftreten.

Für ältere Jungs samt Vätern gibt es

auch in diesem Sommer das Camp: „Walking

Young Man“.

Abenteuercamps mit dem Väterzentrum,

Marienburger Straße 28, Tel. 28389861,

email: info@vaterzentrum-berlin.de

Orgel und Osterküken

Kuschelige Küken schlüpfen ab dem 28.

März im MACHmit-Museum in der Senefelder

Straße. Dann eröffnet die Ausstellung

„Das GELBE vom Ei“, in der sich alles

rund um gackernde Hühner, ovale

Eier und eben vorösterliche Küken dreht.

Wer lieber die hauseigene Orgel bestaunen

und hören will, der kann am 22.

März ab 15 Uhr zu Orgel-Anfassen und

Pfeifenwerkstatt kommen. Ab 18.15 Uhr

gibt es dann das Orgelkonzert „Von Flötenuhr

und Feuersturm“ am Lieblingsort.

Ausstellung und Konzert im MACHmit!-

Museum, Senefelder Straße 5/6, Tel.

74778200, email: info@machmitmuseum.de

Kinderflohmarkt

Wenn Ihr Eure gebrauchten Klamotten,

Euer ausgemustertes Spielzeug und andere

nützliche Dinge auf dem Flohmarkt

anbieten wollt, müsst Ihr Euch ganz

schnell anmelden: Am 3. März für den

Flohmarkt, der am Sonntag, 30. März auf

dem Helmholtzplatz am Cafe Kiezkind

stattfindet. Mehr Zeit habt Ihr für die

Anmeldung zum nächsten Kinderflohmarkt

am Sonntag, 4. Mai. Dafür meldet

Ihr Euch am 31. März an. Denkt dran,

zum Flohmarkt selbst einen Tisch bzw.

eine Decke für Eure Waren mitzubringen.

Kinderflohmärkte auf dem Helmholtzplatz,

Anmeldung am 3.3. bzw. 31.3.

von 10 bis 12 Uhr nur telefonisch unter

Tel. 747 78 200.

Theater für Kinder

Winter, ein alter Bauernhof, alle schlafen,

alle außer einem: Tomte Tummetott.

Keiner hat ihn jemals gesehen

aber alle wissen, dass er dort wohnt und

über den Hof wacht - über Mensch und

Tier: er schaut nach den Kühen, dem

Pferd und den Schafen, nach Katze,

Hund und den Hühnern. Leise schleicht

jemand umher, es ist Mickel der Fuchs:

„Nehmt euch in acht, ihr Hühner, jetzt

komme ich“ … aber Tomte passt gut

auf, dass niemandem etwas passiert in

der Nacht und doch auch keiner hungrig

bleiben muss.

Ein Theater mit Musik für Menschen ab 3

Jahren. 19.3., 9.30 und 11 Uhr im Theater

unterm Dach, Danziger Straße 101

Rattenkönig Theodor möchte zu seiner Rattenkönigin Esmaralda.

Treffpunkt ist mitten auf dem Arnimplatz. Dummerweise lauert dort

gerade der staatlich geprüfte Rattenfänger Paul. Doch zum Glück

hat sich das Mädel gut versteckt. Seht ihr wo?





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Licht

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Tel. 44 35 59 33

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..

Prenzlberger Ansichten I 21. Jg. I Marz 2014

ENTSPANNUNG & WELLNESS

Seite 7

WOHLFÜHLEN IN PRENZLAUER BERG

Ausgleich, innere Einkehr, Agilität

Es ist die Zeit des Jahres, da Körper, Seele

und Geist nach Frische und nach Farbe

suchen, Kraft tanken wollen – dem Neustart

des beginnenden Frühlings gleich.

Möglichkeiten dafür gibt es viele – von

Meditation bis Fastenkur, von Massage

bis Fitnessprogramm. Eine Anleitung zum

Wohlfühlen.

Warum sollten wir überhaupt

nach Ausgleich zum Alltag

suchen? Weil in der Entspannung

und inneren Einkehr der Schlüssel

für das eigene Wohlergehen, Gesundheit,

Kreativität und Erfolg liegt

– könnte eine Antwort lauten. Weil Ausgeglichenheit

und Fitness helfen, Stress

und Streit, Belastung und Zeitdruck

leichter zu bewältigen - eine andere.

Weil nach den langen dunklen Wintertagen

Körper, Seele und Geist nach Agilität

verlangen, wäre dann die dritte Antwort.

Die kleine Auszeit vom Alltag, die

für dessen Anforderungen stärkt – jeder

Mensch findet sie, je nach Vorlieben und

Mentalität, auf seine Weise. Tipps dafür:

Ruhe für den Geist: Meditation.

„Sofort nun wende dich nach innen. Das

Zentrum findest Du da drinnen.“ gab

etwa Geheimrat und Dichterfürst Goethe

Zur Vernetzung und für den aktiven Austausch

von schwarz-weißen Familien

gibt es donnerstags, 14tägig, 15.00-

18.00 Uhr, den Anlaufpunkt im Kieztreff

Gleimviertel, Kopenhagener Straße

50. Neben Beratung und praxisnahen

Rat neu ab 2014: Fördermittelseminare

(wie z.B. BKJ, „Kultur macht stark“)

und Projekte entwickeln; vor allem für

Pankower MigrantInnen, die eigene Ideen

umsetzen und KünstlerInnen, die interkulturelle

kreativ-Konzepte in KiTas

und Schulen (Kulturelle Bildung) anbieten

möchten.

Projekte für afro-deutsche Kinder und Jugendliche

unter www.afro-deutsche-spielgruppe-berlin.de.

Kontakt: Ulrike Düregger,

0175-3273104,

info@afro-deutsche-spielgruppe-berlin.

de. Das Angebot wird vom BA Pankow,

Integration, gefördert.

seinen Zeitgenossen mit auf den Weg.

Die Methoden, die er dabei im Sinne

hatte, sind uralt. Meditationstechniken

kommen in nahezu allen Weltreligionen

vor und erleben in der Postmoderne ihre

Renaissance. Auf simple Art und Weise

verhilft die Meditation dem Kopf zur

Ruhe, dem ganzen Menschen zur Ausgeglichenheit.

Durch Achtsamkeits- oder

Konzentrationsübungen beruhigt sich

der Geist, sammeln und ordnen sich die

Gedanken.

Meditieren lässt sich allein oder in der

Gruppe. Unterschiedliche Meditationszentren

und -gruppen bieten ihre speziellen

Techniken an. Wer es lieber aktiv

mag, wählt Methoden, die mit körperlicher

Bewegung und lautem Rezitieren

einher gehen. Wer lieber in der Ruhe zu

Hause ist, meditiert still im Sitzen, zumeist

mit Hilfe eines Mantras.

Schon zehn Minuten Meditation täglich,

wissen etwa die Buddhisten, verhelfen

zur inneren Ausgeglichenheit und stärken

gegen Krankheiten. Damit ist Meditation

eine Entspannungsmethode, die

sich problemlos in den Alltag integrieren

lässt. Ein schöner Nebeneffekt des

Meditierens: Wer ausgeglichen und mit

einem stillen Lächeln durch den Alltag

geht, kann mit dieser Ruhe auch sein

Gegenüber anstecken.

Entspannung für den

Körper: Massagen.

Zur Ruhe kommen und

Entspannung

finden

können

ausgepowerte

und gestresste Menschen

auch auf körperliche

Weise, etwa durch

Massagen. Längst dienen

diese nicht mehr

nur der Behandlung

von schmerzhaften Verspannungen.

Massagen

werden als Rundum-Wohlfühl-Rituale

in

freundlich ausgestatte-

ten Studios zelebriert.

Schon die alten Römer kannten

Massagen als Rehabilitationsmaßnahmen

für ihre Gladi-

BINATIONALE FAMILIEN

Afro-Deutsches Familienbüro: Fördermittel

gungs-

r i t u a l e

eingesetzt,

die man reatoren,

ursprünglich entstammen diese gelmäßig vornehmen lassen sollte. Die

Heilanwendungen vorchristlichen Zeiten

in Afrika und Asien. Im Verbund

mit ätherischen Ölen und Kräuteressenzen

entspannen Massagen die Muskulatur,

steigern die Durchblutung, lindern

Schmerz und Stress. Mit dem Körper

kommt damit auch die Psyche zur Ruhe.

Manche Massagearten werden als Reini-

Zahl der Angebote ist riesig: Ganzkörper-

oder Fußmassagen, Thai-Massagen,

Kristall-Massagen oder Massagen mit

heißen Steinen sind nur einige davon.

Das Ausprobieren in den Wohlfühl-Oasen

von Prenzlauer Berg lohnt sich. Die kleine

Auszeit vom Alltag beginnt hier oft

schon beim Hereinkommen: Wenn der

Duft aromatischer Öle, leise Entspannungsmusiken

und farbige Kerzen die

gestressten Besucher empfangen.

Fitness durch Schwitzen: Sauna und

Baderituale.

Auf passiv-körperliche Art und Weise

verhilft Saunieren zum Wohlbefinden.

Schwitzen und anschließendes Abkühlen

regen Kreislauf und Stoffwechsel

an, senken den Blutdruck und entspannen

die Muskulatur. Saunieren oder auch

exotische Baderrituale, etwa aus Japan,

eignen sich zudem als geselliges Ereignis.

Man sitzt oder liegt gemeinsam in

heißer, wohlriechender Luft auf Holzbänken

oder teilt ein gemeinsames Bad

mit Blütenessenzen. So macht man sich

mit Freunden oder mit Arbeitskollegen

fit und stärkt neben dem individuellen

Wohlbefinden auch die soziale Zusammengehörigkeit.

Wichtig: Wer schwitzt, braucht ausreichend

Flüssigkeitszufuhr. Das reinigt

Körper, Seele und Geist zusätzlich. Viele

Spa-Anbieter reichen frische alkohol-

freie Cocktails oder Fruchtsaft-Schorlen.

Die gute alte

Apfelsaftschorle gilt indes als

Geheimrezept: Sie enthält genau

die Mineralien, die für die

körperliche Gesundheit wichtig

sind: Vor allem Magnesium

und Kalzium.

Ausgleich durch Bewegung:

Fitness und Sport.

Entspannt und ausgeglichen

durch Bewegung – vor allem

körperlich aktive Menschen

können mit Sport vom Alltags-

Einerlei abschalten. Es muss

nicht die große tägliche Jogging-Runde

sein oder das Walking

oder Skaten auf den Lauf- und Fahrstrecken

im Bezirk. Schwimmen etwa ist

eine Sportart, die den ganzen Körper

stählt und kräftigt, als Fitness-Start in

den Tag oder als wohltuender Ausklang

an dessen Ende.

Gezielte Fitness lässt sich in den Fitness-Studios

erlangen. Ob Ausdaueroder

Muskeltraining - hier kann man sich

sein individuelles Sportprogramm erstellen

lassen. Kurse gibt es für den Rücken

oder für die berühmten Problemzonen

Bauch, Beine, Po; in kleinen Trainingseinheiten

an Geräten oder in Gruppenübungen.

Kurse wie Pilates oder Areobic

sorgen für gemeinschaftliche Fitness.

Viele dieser Kurse beginnen jetzt in der

Frühlingszeit.

Wer neben der kleinen Auszeit vom Alltag

in Sport und Entspannung noch einen

weiteren Frühjahrs-Kick braucht,

dem sei das Fasten empfohlen. Diese

uralte Methode, die viele Welt-Kulturen

kennen, dient nicht nur dem Abnehmen.

Durch gezielte Nahrungsreduktion,

verbunden mit Entspannungstechniken

oder Yoga, werden Körper, Seele und

Geist entschlackt. Leichtigkeit stellt

sich ein.

Solcherart motiviert, gestärkt und ausgeglichen,

macht der beginnende Frühling

mit seinen Alltagsanforderungen

noch mehr Vergnügen.

✒ -al-

Zeichnung: martcreazion@yahoo.com

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Weltwassertag im WASSERKONTOR

Das Wasserkontor hat es sich seit seiner

Gründung vor 12 Jahren zur Aufgabe gemacht,

die Besonderheiten der verschiedenen

Trinkwasser-Filtersysteme deutlich

zu machen. Denn nicht jeder Filter

entfernt jeden beliebigen Stoff. Damit

Kunden nach dem Kauf einer Anlage keine

Überraschung mit dem Geschmack

des Filterwassers erleben, werden die

Systeme direkt vorgeführt. Viele sind

auch davon überrascht, dass das Verwirbeln

von Wasser einen starken Einfluss

auf den Geschmack hat.

Den ökologischen Zusammenhang stets

im Blick zu haben, hat im Wasserkontor

absolute Priorität. Denn unser Trinkwasser

ist nur belastet, weil es durch unbedachtes

Handeln verunreinigt wurde.

Aus diesem Ansatz ergibt sich das breite

Spektrum der im Wasserkontor angebotenen

Produkte. Dieses reicht von

Komposttoiletten für den Kleingarten

über umweltverträgliche Reinigungsmittel

und Kosmetika bis hin zu Natursalzen,

Algen und Basenprodukten. Dazu

kommt ein umfangreiches Sortiment von

Trinkflaschen aus Kunststoff, Glas oder

Edelstahl sowie Karaffen, Wassersteinen

und Energieprodukten. Für die fachliche

Kompetenz sorgen neben Frau Dipl.-Ing.

Ulrike Sachse die ausgebildeten Heilpraktiker

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Das Wohnzimmer vom Winskiez

Sie schreiben Kiezgeschichte und Kiezgeschichten:

Die Menschen und die Orte, an

denen sie leben oder arbeiten. Diese Geschichten

können so vieles sein: Absurd

oder liebenswert, voll Dramatik oder ganz

alltäglich. Wie das Leben eben.

Eine dieser Kiezgeschichten spielt sich

seit zehn Jahren in der Winsstraße ab, im

Projekt Intergenerationelle Begegnungen

„La Boheme“.

Der Name ist eine schöne Erfindung

und bringt das Konzept

auf den Punkt: „Projekt Intergenerationelle

Begegnungen“. Weil diese

schöne Erfindung jedoch auch etwas

sperrig klingt und auch nicht so leicht

auszusprechen ist, behelfen sich die MacherInnen

mit den Initialen: PIB. Manche

der Besucher und Besucherinnen sagen

auch einfach „La Boheme“. So steht

es schon seit 20 Jahren über dem Eingang

des PIB in der Winsstraße 12.

Vor 20 Jahren war das „La Boheme“ eine

Boutique. Jetzt ist es Cafe, Spielzimmer,

Theater und Galerie, Treffpunkt von

Menschen jeden Alters, aus der Nachbarschaft

und darüberhinaus. Der Name ist

dem Ort geblieben, die Initiatorin auch.

Ursula Kriese gab vor zehn Jahren ihre

Boutique auf und gründete gemeinsam

mit ihrer einstigen Schulfreundin Waltraud

Endrulat das PIB. Der Gedanke

lag nahe. Denn ein Ort zum Reinkommen,

Bleiben und Treffen war die Boutique

auch schon, weit mehr als ein Ort

des Verkaufs. Nun kamen noch Kunst,

Kultur und Kaffee und das generationenübergreifende

Konzept dazu.

„Wir sind eben vor allem ein gemütliches

Wohnzimmer“, sagt Ursula Kriese,

„die Leute fühlen sich hier wohl“. Große

Worte um das eigene Werk zu machen,

das liegt ihr nicht. Das gemütliche

Wohnzimmer besteht eigentlich aus zwei

Räumen: Im vorderen Raum stehen der

Tresen und ein Klavier, Cafe-Tische, tiefe

Sessel und ein Sofa. Auf den Tischen

Kerzen und kleine Blumensträuße, Bilder

an den Wänden. Ein volles Bücherregal,

Scheinwerfer. Im hinteren Raum gesellen

sich Kinderspielzeug und Kindermöbel

zu Sesseln, Tischen und Stehlampen.

Ein Wohnzimmer mit Spielbereich.

Da hinten spielen Kinder. Je länger der

Nach mittag dauert, umso mehr Kinder

werden es. Daneben sitzen deren Mütter

und Großmütter in den tiefen Sesseln,

plaudern, trinken Kaffee. Eben hat Ursula

Kriese den Kindern in der kleinen Küche

Würstchen mit Salat gemacht, jetzt

sitzt sie mit dem Terminkalender im

vorderen Zimmer. Das nächste Monatsprogramm

muss geplant werden – kleine

Konzerte, Lesungen, Puppentheater.

Eigentlich auch die Geburtstagsfeier.

Das Cafe ist auch eine Galerie: Derzeit

stellt die Berliner Malerin Bettina Friedrich

ihre Bilder „Argentinien und zurück“

aus. Fotos (3): al

Schon im Februar war das zehnjährige

Jubiläum, das Fest selbst soll im April

stattfinden. Doch vorher müssen die

neuen Mitarbeiter eingearbeitet werden.

Es sind Menschen, die in Arbeitsmaßnahmen

des Job-Centers beschäftigt

sind. Ohne diese MAE-Arbeiter wäre der

tägliche Betrieb des „La Boheme“ nicht

aufrechtzuerhalten, sagt Ursula Kriese.

Vier ehemalige Arbeitslose arbeiten derzeit

im PIB, vorn im Cafe-Betrieb und

hinter den Kulissen.

Ursula Kriese ist eine gebürtige Prenzlauer

Bergerin, die noch heute „um die

Ecke“ vom „La Boheme“ wohnt. Möglicherweise

ist es ihr und ihrer Mitstreiterin

Waltraud Endrulat deshalb so wichtig,

mit dem Cafe einen Ort zu haben,

an dem Nachbarschaft ganz unspektakulär

praktiziert wird. So will es

das Konzept, das die beiden Frauen

gemeinsam ausgeklügelt haben

und für das sie den Pankower

Ehrenamts-Preis erhielten:

Das PIB ist ein Ort, an dem

Miteinander gelebt wird

statt anonymen Großstadt-

Nebeneinanders.

Ursprünglich sollte das

„La Boheme“ vor allem

ein Cafe für Alleinerziehende

mit ihren

Kindern sein. Jetzt

kommen alle Generationen

hierher

– Familien, Singles,

von Säuglingen

bis zu

R e n t n e r n ,

„so, wie sie

TRAM M2

14

10

St. Marien- und

Nicolaigemeinde

Prenzlauer Allee

Immanuelkirchstr.

Raabestr.

Heinrich-Roller-Str.

eben sind“, sagt Uschi. Sie kommen teils

von weither. Für seine älteren Besucher,

die inzwischen nicht mehr im Kiez wohnen,

hat das PIB einen Shuttle zu den

Veranstaltungen eingerichtet.

Die Nachbarn und ehemaligen Nachbarn

kommen auf einen Kaffee, einen Plausch

oder zum Spielen. Sie kommen zu den

regelmäßigen Kursen – dem Chor, den

Handarbeiten und zum Gedächtnistraining.

Sie veranstalten Flohmärkte und

Spielenachmittage. Selbsthilfegruppen

und Vereine können die Räume ebenso

für Versammlungen mieten, auch Geburtstagsparties

fanden im schon statt.

4

7

Marienburger Str.

St. Georgen-gemeinde

12

Tram M10

Chodowieckistr.

Jablonskistr.

Christburger Str.

13

1 2

15

5

3

Treff der Generationen im Winskiez: Das „La Boheme“.

Winsstr.

16

9

11

Greifswalder Str.

6

Das „La Boheme“ ist auch ein Ort, den

Berliner Künstler gern nutzen, um ihre

Programme vorzustellen: Lesungen und

Konzerte gibt es, regelmäßige Ausstellungen

und Theater für Kinder. Die

Künstler verzichten auf üppige Gagen,

die der Treff ihnen ohnehin nicht zahlen

könnte. Sie nutzen ihre öffentlichen

Auftritte als Proben oder weil sie

das kulturelle Generationen-Projekt unterstützen

wollen. Prominente und noch

unentdeckte Schauspieler und Musiker

treten hier auf. Insofern ist der alte

Boutique-Name „La Boheme“ auch auf

diese Weise noch ein Stück Programm.

TRAM M4

Danziger Str.

15

Fortsetzung auf Seite 9

8

Prenzlauer Berg

Prenzlauer Allee 42, Tel 47 37 89 49

Mo.-Fr. 11-20 Uhr, Sa. 11-16 Uhr

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4

5

St. Nicolaigemeinde

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Greifswalder Str. 205

Tel. 442 61 83

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7






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Prenzlauer Allee 46 in 10405 Berlin

Di-Fr 11-19, Sa 11-16 Uhr, Fon: 030-66408157

Comicnews und Rezensionen unter www.bluetoons.de


..

Prenzlberger Ansichten I 21. Jg. I Marz 2014

KIEZE VORGESTELLT

Seite 9

+ + + Winskiez + + + Kieznews + + + Kiezgeschichte +++

Fortsetzung von Seite 8

Getragen wird der kulturelle Nachbarschaftstreff

von einem Verein, dem

Freundeskreis „Tina Modotti“. Er finanziert

sich über Einnahmen und Spenden,

Förderung der öffentlichen Hand gibt es

nicht. Nach ihren Wünschen zum zehnjährigen

Jubiläum befragt, sagt Ursula

Kriese denn auch, dass eine Förderung

schön wäre, „damit die Geldsorgen mal

aufhören“.

Die Beliebtheit des Cafes hört nicht auf.

Ganz im Gegenteil. Immer mehr Menschen

kommen auf einen Kaffee herein

und bleiben länger. Das liegt an der

Mund-zu-Mund-Propaganda der Besucher

und Stammgäste.

„Wir sind ein gemütliches Wohnzimmer“. Ursula Kriese, eine der Initiatorinnen.

Es liegt auch an Knut Elstermann. Seitdem

der Journalist in seinem Buch „Meine

Winsstraße“ über das „La Boheme“

schrieb, hat die Zahl der Neugierigen zugenommen.

Es sind vor allem Menschen, die erst seit

kurzem im Kiez wohnen. Ursula Kriese:

„Sie kommen rein und sagen: Früher

sind wir vorbeigelaufen und haben uns

nicht reingetraut.“

✒ -al-

Projekt Intergenerationelle Begegnungen

„La Boheme“, Winsstraße 12,

geöffnet Montag bis Freitag von 11 bis

19 Uhr und zu Veranstaltungen.

Mehr Infos auf: www.pib-berlin.de

Prenzlauer Allee 229

Tel.: 030 - 3644 6181

Mo.-Fr. 9-20 Uhr, Sa. 9-18 Uhr

14

Kennen Sie sich aus

In Ihrem Kiez?

Verraten Sie uns, wo das nebenstehende Foto entstanden ist

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Schönhauser Allee 127a, nahe Ecke Gaudystraße. Café und Blumenladen in

einem ... Tel. Café: 447 34 226, Blumenladen: 447 34 227 (Mit Lieferservice!)

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zwischen 12 und 12.30 Uhr an und verraten uns, wo das Foto ent standen

ist. Der Gewinner wird aus allen Anrufern ausgelost!

Tel. 42 357 29

Das Foto in der Februar-Ausgabe entstand am Spielplatz Marienburger

Straße. Herzlichen Glückwunsch in die Danziger Straße!

13

+ + + news + + + news + + + news + + + news + + + news + + + news + + +

Die Staatsgalerie präsentiert ...

Frank Siewert „Helden & Hämatome“,

(Malerei und Zeichnung aus 25 Jahren).

Ausstellungseröffnung ist am 13. März,

von 19 bis 22 Uhr in der STAATSGALE-

RIE Prenzlauer Berg. Die Rede zur Eröffnung

wird Uwe Warnke (Autor, Herausgeber)

führen. Ausstellungsdauer: 13.3.

bis 12.4., Di.-Fr., 14-19 Uhr, Sa., 13-18

Uhr.

Greifswalder Str. 218

Väterzentrum sucht Praktikant

Und zwar ab 1. September oder 1. Oktober

2014. Das Väterzentrum Berlin ist

im präventiven Bereich der Familienförderung

tätig (Geburtsvorbereitungskurse

für Väter, Vater/Kind Reisen, Väter in Elternzeit

etc.) und bietet psychosozialeund

Rechtsberatung an.

Marienburger Str. 28

Im Artshop der Galerie finden

Sie immer etwas Schönes:

Druckgraphik, Zeichnungen,

Malerei sowie Skulpturen aus

Bronze und Keramik etablierter

Künstler. Für sich oder als

niveauvolles Geschenk.

Öffnungszeiten:

Mi-Fr 15:00 - 19:00

Sa 11:00 - 15:00

und nach Vereinbarung

Monatlich wechselnde Ausstellungen

von Künstlern

aus St.Petersburg und Berlin

Chodowieckistr. 25

Tel.: 030-86430410 | galerie@vinogradov.org | www.eurusart.com

16

8

Immanuelgemeinde: Bunter Montag

Am 3. März geht es um generationsübergreifende

Traumatisierung durch Flucht,

Krieg, Emigration. Beginn ist um 20 Uhr,

im 2. Stock des Gemeindehauses. Die

Gottesdienste in Immanuel finden bis

Oktober in der Immanuelkirche statt, ab

November im Gemeindesaal.

Immanuelkirchstr. 1a

Sozialer Bücherladen

Der Laden verfügt über eine umfangreiche

Auswahl gespendeter Bücher aller

Genres. Die Bücher werden gegen eine

Spende, des eigenen Ermessens, weitergegeben.

Zudem finden regelmäßig Veranstaltungen,

wie Konzerte und Lesungen

statt.

Winsstr. 30

Konditorei für ausgefallene Wünsche

In „Ralf´s Torten Atelier“ werden individuell

gestaltete Torten zu allen

möglichen Anlässen, mit einer

großen Portion Kreativität angefertigt.

Alles ist handwerkliche

Fertigung aus Meisterhand,

ohne jegliche Zusätze von Industrieprodukten.

Immanuelkirchstr. 33

Alles da, für Comic-Fans

Comics sind heute artenreich

und vielfältig wie nie zuvor. Nahezu

alle Genres, die man aus

Literatur und Film kennt, findet man

auch in Comics wieder. „Comics & Graphics“

ist ein Ort zum Stöbern, Probelesen,

Beraten lassen und um gute Bücher

zu erwerben. Im Sortiment finden sich

Comics aller Art, von franko-belgischen

Alben über Graphic Novels und Superhelden

bis zu Mangas.

Prenzlauer Allee 46

Flechtwerk und Kunst

Korb- und Stuhlflechten ist in der Familie

Jacob schon seit 1918 Tradition. Seit

1984 gibt es die Korbwerkstatt in der

Winsstraße, wo sie noch heute existiert.

Neben den handwerklichen Flechtarbeiten

wie Reparaturen und Korbarbeiten

hat sich Fred Jacob auch einen Namen

als Flechtkünstler gemacht: Korb-Kunst

von ihm findet man in ganz Europa oder

z.B. beim internationalen Design Festival

in Berlin.

Winsstr. 52

9

Fleischerei Erchinger

Schon seit Jahren hat sich die Fleischerei

Erchinger der artgerechten Tierzucht

verschrieben: mit Neuland-Produkten

bietet sie qualitativ hochwertiges

Fleisch und Wurst aus eigener Herstellung

an.

Zusätzlich zur Fleischerei in der Greifswalder

Straße findet man Erchinger auf

dem Bötzowmarkt (Sa. 9-15 Uhr), Kollwitzplatz

(Sa. 9- 16 Uhr), Helmholtzplatz

(Sa. 9-15 Uhr) und Hausvoigteiplatz

Mi.+Fr. 9-16 Uhr

Greifswalder Str. 205

Remise an der Marie

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Seite 10

MENSCHLICHES, ALLZUMENSCHLICHES

..

Prenzlberger Ansichten I 21. Jg. I Marz 2014

FAMILIENSCHICKSAL

Nichts Menschliches ist mir fremd

Ein Familienschicksal aus den frühen Jahren

des zweigeteilten Deutschlands, das

bis in die heutigen Tage nichts an seiner

Tragik verloren hat. Nicht die damaligen

politischen Verhältnisse haben daran einen

direkten Anteil. Es waren eher Unwägbarkeiten,

die im Wesen der menschlichen

Natur liegen.

Elvira war, als sie die Schulbank

der 8. Klasse drückte, mit Abstand

das größte Mädchen in

ihrer Klasse, und dass obwohl ihre Mutter

und ihr angeblicher Vater bedeutend

kleiner waren als sie. Zu ihrer Mutter

hat sie nie den so wichtigen emotionalen

Zugang gefunden, der dem Mädchen

nachhaltig mentale Verhaltensmuster

und Denkweisen weder im sprachlicher

noch in nonverbaler Hinsicht hätte vermitteln

können.

Von ihrer Mutter konnte sie nichts annehmen;

nicht einmal die alltäglichen

mütterlichen Zärtlichkeiten. Schon als

Kind wehrte sich Elvira dagegen. Später

als junges Mädchen kam es vor, dass

sie die Mutter von sich stieß. Als sie

dann verheiratet war und die Familie

ihres Mannes kennenlernte machte sie

sich schon Gedanken über ihre Aversion

gegen ihre Mutter; einen Anhaltspunkt

fand sie jedoch nicht. Erst als sie geschieden

war und ihre Mutter sie öfters

besuchen wollte und ihr deswegen irgendwann

nur noch fadenscheinige Ausreden

einfielen, geriet sie in einen beunruhigenden

Gewissenskonflikt. Diese

Gemütsverfassung wandelte sich in dem

Moment in eine Art von Ekel, als ihre

Mutter bei einem nicht zu vermeidenden

Besuch sie bat, bei ihr in einem Bett

zu schlafen.

Zu ihrem Vater, der nach sechs Jahren

ihre Mutter verlassen hatte und wieder

nach Görlitz zurück gegangen war, hatte

Elvira eine für sie sehr liebevolle Bindung,

bis er kurz vor dem Mauerbau nach

Aachen zu seinem Eltern zog.

Eine besondere Beziehung bestand zu

ihrem Großvater, dem Vater ihrer Mutter.

Dieser hochgewachsene und sehr

vitale Mann, angesehener Bürgermeister

einer nicht unbedeutenden

Gemeinde in der Niederlausitz

wurde von seiner Enkeltochter

verehrt als wäre er die Verkörperung

des unfehlbaren Mannes und

in der Tat alles, was er anfasste –

so sah das jedenfalls das von ihrer

Mutter unverstandene Kind – gelang

diesem narzisstischen Egomanen.

Auch ihre Mutter verehrte

ihn. Aber ganz anders als sie.

Ihre Mutter und ihre Oma wachten

stets argwöhnisch darüber, das Elvira

sich nicht zu oft und zulange

bei ihrem Angebeteten aufhielt.

Beide Frauen taten das aus

völlig unterschiedlichen Gründen.

Bei der einen war es einesteils verborgene

und anderseits unverhohlene

Eifersucht – bei der anderen

Angst. Angst davor, dass sich etwas

wiederholen könnte, was lange

zurücklag und von dem nur

drei Menschen etwas wussten und

einer etwas geahnt und deswegen

diese Familie verlassen hatte.

Elviras Oma umgab etwas Düsteres. Sehr

schweigsam und immer sehr ernst –

trotzdem fühlte sich Elvira zu ihr hingezogen,

gleichwohl sie wusste, dass

die Oma kaum mit ihr reden wollte und

wenn, dann ohne sie dabei anzusehen.

Als Elvira später selbst zwei Kinder hatte

und mit ihnen dann in R ... zu Besuch

waren, fielen den beiden Mädchen wiederum

dieses merkwürdige Verhalten ihrer

Urgroßeltern auf.

Erst nach der Wende kam Licht in das

Dunkel. Die beiden Mädchen waren

längst erwachsen und hatten selbst Kinder

aber die Väter dazu kümmerten sich

nicht um ihren Nachwuchs. Das kannten

sie selbst zu genau und hatten sich dem

angepasst. Beide ohne jegliche Berufsausbildung

lebten vom Sozialamt. Bevor

sie ihre Kinder bekamen, die Jüngere

war 11 die ältere fast 13 wurden

sie mehrere Male vergewaltigt, ohne

dass ihre Mutter davon erfahren hatte.

Sie getrauten sich nicht, jemanden davon

etwas zu erzählen. Ihre Kinder

aus irgendwann eingegangenen

Beziehungen, falls man

überhaupt in solchen Fällen davon

sprechen kann, wurden bzw.

konnten nur, diesen Umständen

entsprechend im alkoholisierten

Zustand gezeugt werden.

Elviras Oma überlebte ihren Mann

und auch ihre Tochter. Warum

diese Frau zu ihren Urenkelinnen

eine Beziehung aufbauen konnte,

als wären es ihre eigenen geliebten

Kinder, liegt wohl daran,

dass sie Mitleid für sie empfand,

weil sie meinte, dass Ihre Mutter

sich nicht genügend um sie gekümmert

hätte. Oft saßen die drei

zusammen und plauderten über

nichtige Dinge.

Irgendwann sind die beiden Mädchen

ohne ihre Mutter zu ihrer Uroma

gefahren.

Sie musste die alte Dame nicht

lange bebetteln um von ihr das

düs tere Geheimnis ihrer Familie

zu erfahren, dass die beiden nicht

mal erahnen konnten. „Euer Urgroßvater“,

begann sie, „hat sich um mich

kaum gekümmert aber um seine schöne

Tochter. Schon als kleines Mädchen lag

sie oft in seinen Armen. Auch nahm er

sie überall mit. Sogar in sein Büro und

auf den Flugplatz der damaligen sowjetischen

Fliegerstaffel. Er verwöhnte sie,

sorgte aber auch dafür, dass sie gut in

der Schule war. Als sie sich dann einen

Mann aussuchte, den sie auch geheiratet

hatte, war er derart erbost darüber,

dass er nicht an der Heirat teilnehmen

wollte. Eure Mutter beschmuste ihn im

wahrsten Sinne des Wortes, sodass es

seinen Groll vergessen ließ. Ich sah alles,

ohne dass man mich je gesehen hat.

Einige Male sah ich, wie er eure Mutter

mit beiden Händen an die Brüste fasste.

Sie wehrte sich nicht. Im Gegenteil. Sie

fasste ihn zwischen die Beine. Im März

19 ... sah ich, wie beide sich anziehend

aus unserem Schlafzimmer kamen. Im

Dezember selben Jahres ist eure Mutter

geboren. Ihr Mann hat lange nichts gemerkt.

Aber als er die frappierende Ähnlichkeit

mit seinem Schwiegervater sah

und wie sie mit ihm umging, muss er

wohl den Entschluss gefasst haben. Er

hat nicht viel gefragt, wen sollte er auch

befragen. Diese Peinlichkeit hat er uns

allen erspart. Nur zu mir sagte er, dass

ich schon früher ihn hätte,

was sagen können.

✒ Bernd Kähne

Der Autor war 30 Jahre

als Schöffe tätig. Hier beschreibt

er Geschich- ten, die

sich tatsächlich zutrugen.

+ + + S z e n e & E v e n t s + + + S z e n e & E v e n t s + + + S z e n e & E v e n t s + + + S z e n e & E v e n t s + + + S z e n e & E v e n t s + + +

1. SAMSTAG

Planetarium Transparent –

ein Blick hinter die Kulissen I 20 Uhr im Zeiss-Großplanetarium

Ammo Nite Gig Vol. 46

Eine Improvisations-Serie von und mit Yuko Kaseki und

Gästen. 20.30 Uhr im DOCK 11 (SAAL 1)

2. SONNTAG

Filmreihe „Zurück auf Anfang“ Klaus Stanjek:

Christiania (D 1976, 25 min, Regie, Kamera, Ton,

Montage, Produktion: Klaus Stanjek, Roland Oettl,

Burkhard Lorenz) + Die Wasserherren (Ein Film über

die Vorboten kommenden Mangels. D 1984, 56 min,

Regie: Klaus Stanjek, Kamera: Heiner Stadler, Ton: Helfried

Spitra). 20 Uhr im Lichtblick-Kino, in Anwesenheit

des Regisseurs

3. MONTAG

Lyrik Konzert

„Ich werde meine Rosen“ - Klara Li - Gedichte, Gesang,

Wassergläsermusik. 19.30 Uhr im Studio K.Li (Honoration

in den Hut)

Film: kurz gesehen:

The Oscar Nominated Shortfi lms 2014 (OmeU). Bis

Mittwoch, 5.3., jeweils 22 Uhr im Lichtblick-Kino

VERANSTALTUNGSORTE

Atopia Kaffeehaus, Prenzlauer Allee 191

Prenzlauer Allee 187 Haus der Sinne, Ystader

BLAUE STUNDE Galerie, Str. 10

Liselotte-Herrmann- Kiezladen Zusammenhalt,

Str. 36

Blumencafé,

Dunckerstr. 14

Schönhauser Allee 127a Kino Krokodil,

„Café Lyrik“, Greifenhagener Str. 32

Kollwitzstr. 97 Kulturbrauerei, Knaackstr.

97

danziger50,

Danziger Str. 50 Lichtblick-Kino, Kastanienallee

77

DOCK 11,

Kastanienallee 9 Museum Pankow,

Druckgraphik-Atelier,

Dietrich-Bonhoef-

Pavillon am Milchhof,

Prenzlauer 227/228

fer-Str. 3

Schwedter 232

EWA Frauenzentrum, Pfefferberg, Schönhauser

175/176

Prenzlauer Allee 6

FAU-Lokal, Lottumstr. Reisebüro Global,

11

Immanuelkirchstr. 29

Frauenkreise, Choriner SCHAUBUDE BERLIN,

Str. 10

Greifswalder Str. 81-84

Galerie F92, Fehrbelliner

Str. 92

hagener 28

Sonntags-Club, Greifen-

Galerie Helga Maria Staatsgalerie Prenzlauer

Berg, Greifswalder

Bischoff,

Kollwitzstr. 74 Str. 218

Galerieladen kunst-abunt,

Wörther Str. 39 Str. 12

Studio K.Li, Oderberger

Galerie Kurt im Hirsch, Theater unterm Dach,

Kastanienallee 12 Danziger Str. 101

Galerie Parterre, Danziger

101

101

„WABE“, Danziger Str.

Galerie Vinogradov, Zeiss-Großplanetarium,

Chodowieckistr. 25 Prenzlauer Allee 80

GRUSIGNAC,

6. DONNERSTAG

Im Planetarium: Meta Meteo

Meta Meteo, concerts and compositions around motions

atmosphere forecast by the position of the stars I

20 Uhr im Zeiss-Großplanetarium

8. SAMSTAG

Im Planetarium: Afrika

Das Programm „Rätsel um Sirius“ erzählt die interessante

Geschichte der Erforschung des Sternes Sirius

und vom west-afrikanischen Volk der Dogon, das den

Sirius verehrt. Ihre verblüff enden astronomischen

Kenntnisse werden unserem heutigen Wissen gegenübergestellt.

Authentische Bilder und Musik, die für

dieses Programm entstanden, geben der Geschichte

einen ganz besonderen Reiz. Im Musikprogramm „Planet

Afrika“ hört man die weite Spanne afrikanischer

Musik, dem Sternhimmel Afrikas untermalt, mit zahlreichen

stimmungsvollen Bildern an der Planetariumskuppel.

20 Uhr im Zeiss-Großplanetarium

11. DIENSTAG

Marianne Birthler liest

Halbes Land. Ganzes Land. Ganzes Leben – Erinnerungen.

Moderation: Wolfgang Thierse. 20 Uhr im Maschinenhaus

in der Kulturbrauerei (präsentiert vom Georg

Büchner Buchladen)

13. DONNERSTAG

Chanson / Jazz Konzert

Rufnummern Rathaus

Zentrale: Tel.: 030 90295-0

Ordnungsamt: Tel.: 90295-5130

Bürgeramt:

buergeramt@ba-pankow.verwalt-berlin.de

Bezirksbürgermeister und Abt. Finanzen,

Personal, Wirtschaft

Matthias Köhne

Tel.: 90295-2301, Tel.: 90295-2519

Abt. Stadtentwicklung

Jens-Holger Kirchner

Tel.: 90295-8520

Abt. Jugend und Facility Management

Christine Keil

Tel.: 90295-7300

Abt. Soziales, Gesundheit, Schule Sport

Lioba Zürn-Kasztantowiecz

Tel.: 90295-5300

Abt. Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt

und Bürgerservice

Dr. Torsten Kühne

Tel.: 90295-6301

„Les Cigales Caramels - Bunte Balladen, lustiger Jazz

und ernsthafte Improvisation“ Gesang: Etoile Chaville,

Gitarre: Julian Datta, 19.30 Uhr im „Café Lyrik“

TanzPerformance

META HORSE + Move like you have purpose + To carry

on conversation ein Solo von Ivo Serra & zwei Stücke

von Ellinor Ljungkvist. Weitere Vorstellungen 14., 15.

und 16.3., jeweils 20.30 Uhr im DOCK 11

14. FREITAG

Zigeunerlieder. Natascha Osterkorn

Konzert mit Weinverkostung. 19 Uhr, Ort: Weinhaus &

Kunstgalerie GRUSIGNAC. Eintritt für das Konzert inkl.

Weinverkostung: 15 €, Anmeldung erbeten.

Astronomie Aktuell

20 Uhr im Zeiss-Großplanetarium

15. SAMSTAG

Orpheus in der Unterwelt

... spritzig inszeniertes Puppenspiel mit der Musik von

J. Off enbach … 20 Uhr im Puppentheater Felicio

Finde wieder zu Dir!

Wenn Du jemanden brauchst,

der Dir hilft, aus Deinen Konflikten,

aus Deinen Problemen mit Dir selbst

herauszukommen, um wieder zu

Dir zu finden, wieder das zu sein, was

Du wirklich bist, nämlich Du selbst,

ruf Bernd unter Tel. 444 62 03 an.

Übrigens ist diese

Persönlichkeitsberatung kostenlos.

19. MITTWOCH

TOMTE TUMMETOTT von Astrid Lindgren

(HOR-Künstlerkollektiv) Ein Theater mit Musik für

Menschen ab 3 Jahren. 9.30 und 11 Uhr im Theater

unterm Dach

Chanson Konzert „Tribute to Serge Gainsbourg“

Das akustische Duo präsentiert Chansons aus dem

Repertoire von Serge Gainsbourg, in einer Pop-Jazz

Atmosphäre neu durchdacht. Abgerundet wird das

Programm durch eigene Chansons von Benjamin Durand.

Gesang, Gitarre: Benjamin Durand, Gesang: Doris

Abéla, 19.30 Uhr im „Café Lyrik“

TanzPerformance: This Boy

Ein Tanzstück von Morgan Nardi I GASTSPIEL I Weitere

Vorstellungen: 20., 21 und 22.3., jeweils 20.30 Uhr im

DOCK 11

20. DONNERSTAG

Film: In Sarmatien

D 2013, 122 min, OmdU, Regie: Volker Koepp. „Volker

Koepp ist ein Reisender, ein Menschenbeobachter, ein

Chronist und ein Geschichtenerzähler.“ Start heute im

Kino Krokodil

Film: Die Moskauer Prozesse

D 2013, 89 min, Regie: Milo Rau. „Seit 10 Jahren fi n-

den in Russland Schauprozesse gegen Künstler und

Dissidenten statt. Im Rahmen des Projektes Die Moskauer

Prozesse wird im Moskauer Sacharow-Zentrum

ein Gerichtssaal aufgebaut, und in einem dreitägigen

Prozess-Spektakel treten die Exponenten des russischen

Kulturkampfs gegeneinander an. Start heute im

Kino Krokodil

Konzert: Théodore, Paul & Gabriel

Please Her Please Him Tour 2014 I 20 Uhr Maschinenhaus

in der Kulturbrauerei

21. FREITAG

Vortrag: GAIA – „Die Vermessung ...

... der Milchstraße“ – es spricht Priv.-Doz. Dr. Stefan

Jordan. 20 Uhr im Zeiss-Großplanetarium


..

Prenzlberger Ansichten I 21. Jg. I Marz 2014

ASTROLOGIE

Seite 11

ASTROLOGIE

Der kosmische Waffenstillstand

Der astrologische Mars symbolisiert handelnde

Durchsetzungskraft, tatkräftige

Willenskraft bzw. Engagement.

Seit Uranus 2011 den Herrschaftsbereich

des Mars (Widder) betreten

hat, spüren wir kollektiv

eine starke Marsenergie, was sich in

verstärkten Unruhen u.a. zeigt. Vom 2.

März bis 3. Mai ist etwas Beruhigung an

den Fronten möglich, denn Mars wird in

der Waage rückläufig.

Nun will Mars Überlegung und Zurücknahme

im Handeln in jeder

Beziehung. Er kann auch

körperlich als Verletzung

oder Entzündung erlebt werden,

die einen in den Rückzug

zwingt. Konflikte jeder

Art, die in die Rückläufigkeit

mit hinein getragen werden,

könnten sich zu nicht enden

wollenden „Kriegen“ ausweiten,

wie z.B. in Syrien (rückl.

Mars in Jungfrau 2011)

Da Krieg zumeist etwas

Männliches ist, hoffe ich auf

die reflektierende Wirkung

des rückläufigen Mars. Gerade Männer

werden in ihrer Rolle jetzt „rückläufig“;

Beispielsweise könnten sie zurücktreten,

wo es vorher niemand erwartete,

oder sich schwer tun mit Entscheidungen

zum Partner oder zur Liebesbeziehung.

Entsprechend können Frauen sich

gerade stärker fühlen oder sich mit ihren

Idealen von „Mann“ auseinandersetzen.

Besonders für Menschen mit Aszendent

(AC)-Widder oder -Fische ist diese Konstellation

nicht so geeignet für Hochzeitstermine.

Es ist wahrscheinlich, dass

die Veranstaltung oder sogar die Verbindung

dann einen unerwarteten Verlauf

nimmt.

AC-Stier: Sie erreichen jetzt gar nichts,

wenn Sie Kollegen zum eigenen Vorteil

auflaufen lassen, sondern verlieren dadurch

Ihr Territorium. Seien Sie außerdem

aufmerksam mit Lebensmitteln, die

für Ihren Körper anstrengend sind.

AC-Zwillinge: Gerangel unter Engvertrauten?

Darüber klären Sie jetzt ihre eigene

Rolle im „Rudel“. Fechten Sie keine

Kämpfe mit Ihren Kindern oder Ihnen

anvertrauten Schülern aus. Es führt zu

nichts.

AC-Krebs: Wollen Sie Ihre Wohnung

neu einrichten? Pläne können Sie machen,

deren Ausführung lieber Ende

Mai. Sonst könnte ihnen die Einrichtung

dann plötzlich gar nicht mehr gefallen

oder sich als instabil erweisen. Meiden

Sie Streit mit der Familie, dem Vermieter

oder Nachbarn. Er könnte zum Krieg

führen.

AC-Löwe: Sie erleben den rückläufigen

Mars bei Ihren täglichen Kontakten und

im Bewegungsbereich. Beenden Sie gerade

ein Studium/Ausbildung stellen Sie

sich die Frage, ob das Gelernte dem entspricht,

was Sie weiter voran bringt. Im

Sport ist Langsamkeit jetzt sicherer.

AC-Jungfrau: Kümmern Sie sich um Ihre

Habe. Egal, ob materieller oder geistiger

Natur, wollen diese jetzt verteidigt

und mit Bedacht mit sicheren Partnern

in Gewinn bringende

Bahnen gelenkt werden.

Sport tut gut.

AC-Waage: Kämpfen

jetzt direkt für persönliche

Interessen, ohne

sich andauernd nach

den Partnern und anderen

Projektionsebenen

zu richten. Erkennen

Sie Ihr eigenes

Handlungs- und Aggressionspotential.

Sie dürfen auch mal

schreien.

AC-Skorpion: Suchen Sie Ihre Feinde

nicht mehr im Außen. Jetzt können Sie

Ihre inneren Feinde erforschen und bearbeiten,

um sich zu erneuern.

AC-Schütze: Sind die Freunde um Sie

wirklich Ihre Freunde? Unterstützen Sie

sich gegenseitig, wenn es darum geht,

Ihre Ideale zu facettieren oder Ihre Visionen

real werden zu lassen. Sind Sie gut

vernetzt oder zu viel?

AC-Steinbock: Haben Sie beruflich den

Zenith erreicht? Entspricht Ihre Arbeit

überhaupt Ihrer inneren Berufung? Werden

Sie aktiv aber mit Verantwortung

und Herz. Sind Sie älter als 40, bringt

Sie das Delegieren von Verantwortung

als auch mehr Gelassenheit Ihrem vorgegebenen

Ziel am nächsten.

AC-Wassermann: Prüfen Sie Ihre Horizonte

und Möglichkeiten, verfallen Sie

gerade einer missionarischen Überaktivität

oder bereiten sich auf eine lange

Reise vor? Dann ist Genauigkeit Mars

Vorgabe. Was bringt Sie weiter? Handeln

Sie zu recht? Stimmt Ihr Handeln mit Ihrer

Überzeugung überein? Ist der Koffer

für Indien gut gepackt?

AC-Fische: Vielleicht stecken Sie in einer

Kurzkrise oder in einem unübersehbaren

Ehe- oder Rechtsstreit. Lösung ist möglich,

wenn Sie sich fragen: „Will ich das

wirklich, stimmt das, was ich tue, mit

dem kosmischen Willen überein?“

Mars‘ Rückläufigkeit passiert nicht, um

Sie zu ärgern, sondern um Ihren eigenen

Aktionradius zu erweitern, zu verbessern

oder zu erneuern. Er lässt Sie innehalten

und über Ihr Handeln nachdenken.

Sie werden von ihm gespiegelt, um die

besten Voraussetzungen für die Außeinandersetzung

mit Anderen, mit Ihren

Partnern, Liebhabern, Teamkollegen und

engen Freunden zu schaffen.

In diesem Sinne wünsche

ich Ihnen alles

Gute, Ihre Haus- und

Hofastrologin,

✒ Dorothea E. Fiedler

www.stelladanza.de

Workshops & Kurse

Vera Bernstein, Coaching, Astrologische

Beratungen, Tel. 843 137 79

Kinesiologie und Muskeltest

kennenlernen

Workshop 7. März ab 16:30 Uhr

www.gaca-coaching.de

Selbstverteidigung für Frauen

8. März, www.chohwa.de

Ballettkurs am Vormittag

Staatl. gepr. Ballettpädagogin mit 20

J. Erf. bietet Ballett; individuell abgestimmtes

Training in Mini-Gruppe oder

in Einzelstunden für alle Levels (Aufbautraining,

Einstudierungen etc.) nach Vereinbarung

oder für Anf. m. Vork.: Montag:

11.00-12.30 im First Floor Studio, Prenzlauer

Prom. 189. Info: www.stelladanza.

de/Tanz, Anmeldung: 0162 – 162 81 21,

stelladanza66@yahoo.de

Astrologic playground

Every 2nd and 3rd monday in month

the Astrosalon Stargarden invites to

the international monthly AstroDrama-Scene,

means generic stage of

the own horoscope archetype performed

by Mrs. D. E. Fiedler. Next

meeting(italian and english): 03-17-

2014, (german): 03-24-2014, h 20.15,

stelladanza66@yahoo.de, 030 - 42 800

550 (Mo, Wed, Fr, 10-14),

www.stelladanza.de/AstroDrama

+ + + S z e n e & E v e n t s + + + S z e n e & E v e n t s + + + S z e n e & E v e n t s + + + S z e n e & E v e n t s + + +

22. SAMSTAG

UNTERTAN – Wir sind Dein Volk

nach dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann.

Regie: Anja Gronau, 20 Uhr im Theater unterm Dach

26. MITTWOCH

Tango Konzert: „Trio La Berlinga -

Tango Musik Aus Buenos Aires“ Gitarre: Gabriel Battaglia,

Bandoneon: Tato Martin Viña, Kontrabass: Masataka

Koduka, 19.30 Uhr im „Café Lyrik“

Schliemannstr. 40

Tel. 443 92 83

www.doctor-wood.de

27. DONNERSTAG

DER BAU von Franz Kafka

(okapi-productions) Regie / Animation/Video: Ingrun

Aran, mit: Iljá Pletner, Musik: Iljá Pletner. Weitere Aufführung:

28.3., jeweils 20 Uhr im Theater unterm Dach




28. FREITAG

Theater: „Woyzecks Buechner oder ...

… Why the fuck did HE kill Marie?“ Ein tragikomisches

Musiktheater von kulturschlund. Weitere Vorstellung:

29.3., jeweils 19 Uhr im ZENTRUM danziger50

Lesung im Kiezladen Zusammenhalt

Von Bernd Kebelmann und Heinrich von der Haar im

Kiezladen Zusammenhalt, 20 Uhr (Dunckerstr. 14).

Begleitet werden sie von einer Saxophonspielerin. Der

Eintritt ist frei.

Klavierkonzert: „Die Reise ...

… zu den Sternen“ – mit Alexanter Raytchev. 20 Uhr

im Zeiss-Großplanetarium

NUR FRAUEN

Lesung: Zu Wort gekommen –

mit Andrea Lauer. So., 2.3., 20 Uhr im Sonntags-Club.

Eintritt frei

Vernissage im EWA

„Io ballo sola“- ich tanze alleine“ Malereien der Künstlerin

Debora Fede. Vernissage: Do., 6.3., 19 Uhr in der

Galerie im EWA Frauenzentrum

SINGKREIS für Frauen:Thema diesmal: LIEBESLIE-

DER VOM MITTELALTER BIS POP. Do., 6.3. ab 19.30 Uhr

bei Frauenkreise. Singerfahrung und Notenkenntnisse

sind NICHT erforderlich!

Einladung anlässlich des Frauentages

Gemeinsam mit der neuen Mitarbeiterin Iris Rajanayagam

und der Projektleiterin Gabi Zekina wir ein

rassismus/kritischer Blick auf Geschichte und Traditionen

des Internationalen Frauen/Kampf/Tages gewagt.

Sekt und Häppchen inklusive. Männer sind herzlich

willkommen. Fr., 7.3., 19 Uhr, Ort: Frauenkreise

Lesung und Gespräch:

„Mutter, wie weit ist Vietnam?“ von und mit Angelika

Nguyen über beiläufi gen und expliziten Rassismus in

deutschen Kinderzimmern. In der Reihe: Her Stories.

Präsentationen und Positionen gegen Rassismus. Do.,

13.3., 19 Uhr, Ort: Frauenkreise

Lesung und Buchpräsentation:

Stadtspaziergänge „Mein Berlin“. Ein Rückblick auf

sieben Stadtspaziergänge, die von Juni bis November

2013 stattgefunden haben. Die Autorinnen, die unsere

Spaziergänge begleitet haben, werden ihre Werke präsentieren.

Mit Ausblick auf neue Spaziergänge in 2014.

Die Spaziergänge sind nur für Frauen, bei der Lesung

und Buchpräsentation sind Männer herzlich willkommen.

Fr., 14.3., 19.30 Uhr, Ort: Frauenkreise

SINGEN & FILM -

FÜR FRAUEN: (neue Reihe!) Thema: Lieder über die Elemente

„ERDE, WASSER, LUFT & FEUER“ + FILM: „RIVERS

AND TIDES“ (Dokumentarfi lm über den Künstler Andy

Goldsworthy, der aussschließlich in und mit den Elementen

der Natur arbeitet). 2-tägiger Sing-Workshop:

Sa., 15.3. + So., 16.3., jeweils 14-18 Uhr bei Frauenkreise,

Anmeldung erbeten: 42803696 o. 2806185


Film: „Bandite“, Italien 2009

Der Film „Bandite“ der Regisseurin Alessia Proietti

behandelt die Rolle der Frau in der italienischen Resistenza

während des zweiten Weltkrieges. Mo., 17.3., 20

Uhr im EWA Frauenzentrum

Lesung: „Die Befragung der Zeit“

Von und mit der Schweizer Schriftstellerin Verena Stefan.

Di., 18.3., 20 Uhr im EWA Frauenzentrum

Dokumentarfi lm von Antonia Lerch:

„Grete Stern, Fotografi n, geboren 1904“ Anschließend

Gespräch mit der Regisseurin Antonia Lerch. Männer

sind herzlich willkommen. Do., 20.3., 19.30 Uhr, Ort:

Frauenkreise, Eintritt: 3 €

Fremd – Liederabend mit ...

… Christiane Cellarius und Schirin Azzaui. Sa., 22.3.,

20 Uhr. Eintritt frei

Kammermusik im

Elias-Kuppelsaal

Der Marakra-Zyklus mit dem

Ensemble Polysono

Christine Simolka, Sopran,

Ursula Seiler Kombaratov, Flöte,

Igor Kombaratov, Klarinette,

Markus Stolz, Violoncello,

René Wohlhauser, Bariton, Klavier und Leitung

Uraufführung des gesamten Marakra-

Zyklus von René Wohlhauser

Sa, 8.3.2014, 19.00 Uhr

Göhrener Str. 11 (Helmholtzplatz)

www.elias-kuppelsaal.de

SPECIALS

Homophobie in Russland

Talk mit Bild- und Filmmaterial. Von und mit: Andreas

Strohfeldt. So., 16.3., 20 Uhr im Sonntags-Club Eintritt

frei

„Abschiedswochenende“ im Planetarium

Sonderprogramm vor den Anfang April beginnenden

umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen.

29. und 30.3. im Zeiss-Großplanetarium,

Eintritt frei!

Crazy Words -

die halboff ene Kleinkunstbühne - So., 23.3., 16-18 Uhr

in der Abbaubar des ZENTRUMs danziger50 und auf

rockradio.de

Ping Pong oder …

… chinesisch Rundlauf for fun, donnerstags im Atopia

Kaff eehaus

FUNKWELLEN

„OKbeat – das Original“

jeden Donnerstag ab 13 Uhr bei alex-radio - Gespräche

mit Gästen aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik.

„Schlag 8“, der „kleine Bruder des OKbeat“ am 5.3. ab

20.30 Uhr auf Pi-Radio. „OKbeat-FM“ jeden Dienstag

ab ca. 20 Uhr auf blood-moon-music.de

AUSSTELLUNGEN

Aus dem Feld der Druckgraphik

Doppelausstellung: Das Druckgraphik-Atelier (Eröff -

nung: 8.3., 17 Uhr) stellt – in Kooperation mit der

Galerie Vinogradov – vom 8.3.-8.4. Lithographien,

Radierungen und Monotypien/Serigraphien der international

anerkannten russischen KünstlerInnen Nikolai

Krachchin, Boris Zabirochin und Anastasia Zykina,

aus. Im gleichen Zeitraum werden unter demselben

Ausstellungstitel in der Galerie Vinogradov (Eröff-

nung: 8.3., 19 Uhr) Lithographien, Radierungen und

Holzdrucke von Elli Graetz, Eberhard Hartwig und Ralf

Hentrich gezeigt.

W E T T E R F E S T

WEATHERPROOFLi von Klara Li (bis 13.4., jeweils sonntags

13-17 Uhr)

Robert Niesse

„a journey into light, color and space“ I 1.3.-24.4. I Eröff

nung: Fr., 28.2., 19 Uhr, in Anwesenheit des Künstlers

in der BLAUE STUNDE Galerie, Di.-Do., 16-19 Uhr

Mathias Wild

VERTIGO der Blicke Fleck I Bilder und Zeichnungen. Bis

16.3. in der Galerie Parterre (Mi.-So., 13-21, Do., 10-22

Uhr) I Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:

Do., 6.3., 20 Uhr: „Wenn ich am Bild arbeite, habe ich

grundsätzlich zwei Möglichkeiten: entweder Flecken

zu setzen, oder Linien zu ziehen“ Mathias Wild und

Kolja Reichert im Gespräch I Do., 13.3., 20 Uhr: „Nichts

lässt sich so lange gedankenlos anschauen wie die Alhambra“

Ralph Hammerthaler liest aus seinem unveröff

entlichten Roman Komplizen. Anschließend „Patience“

(After Sebald) GB 2011, R/K: Grant Gee, 82’, OmU

Auftakt des Salon-Projekts …

… „x + friends“ das die Galerie F92 im ganzen Jahr

2014 mit verschiedenen Jungen Künstlern als Kuratoren

durchführt. Fotoausstellung von Franziska Hauser

und Fred Hüninger: POESIE UND SIE I 28.2.-12.4. in der

Galerie F92 I Do.-Sa., 15-19 Uhr

Frank Siewert „Helden & Hämatome“

(Malerei und Zeichnung aus 25 Jahren) I Eröff nung:

13.3., 19-22 Uhr in der Staatsgalerie Prenzlauer Berg I

Rede zur Eröff nung: Uwe Warnke (Autor, Herausgeber)

I Ausstellung bis 12.4.

„Der Geschmack der Farben“

Elke Kunze - Malerei. Bis 26.3. im Reisebüro Global

Tippi Tillvind „Metabolic Investigations“

(Collage / Decollage). Bis 8.3. in der Staatsgalerie

Prenzlauer Berg. Di.-Fr., 14-19, Sa. 13-18 Uhr

Andrey Pozdeev (1926 - 1998) – Linolschnitte

Andrey Gennadjevitch Pozdeev war ein russisches

urwüchsiges Talent der malerischen und graphischen

Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bis

31.3., Ort: Weinhaus & Kunstgalerie GRUSIGNAC

Bilder vom Prenzlauer Berg XIV

Stadt- und Weltansichten. Grafi k und Malerei I Ausstellung

vom 8.3.-30.4. im Galerieladen kunst-a-bunt am

Kollwitzplatz

Kulturtipps an: dirk.wanner@gmx.de








Inh. S. Wesolowski









ANZEIGENHOTLINE

Michael Steinbach: 0177 - 7389860

Dirk Wanner: 0176 - 36153110


Für Sie selbstverständlich? Für uns natürlich auch! tel 030 444 15 15 info@kiezpflege-johanna.de Johanna - Menschliche Nähe, Liebe zum Kiez

Seite 12

NATUR

..

Prenzlberger Ansichten I 21. Jg. I Marz 2014

SCHULE

Spende für Wilhelm-von-Humboldt Gemeinschaftsschule

Mit einer außergewöhnlichen

Aktion wandte sich die engagierte

Schulleitung der Wilhelm-von-Humboldt

Gemeinschaftsschule

in Prenzlauer Berg kürzlich an die

Wirtschaft: BIETEN ZUKUNFT – SUCHEN

UNTERSTÜTZER – Erfolgreiches junges,

modernes (öffentliches) Schulunternehmen

im Berliner Norden sucht dringend

Unterstützer für den Ausbau seiner Bildungswerkstatt.

„Wir bieten ein engagiertes

Team mit kreativen Köpfen, eine

unerschöpfliche Quelle an talentiertem

Nachwuchs und eine sichere und hervorragende

Renditeaussicht“, erklärt Gabriela

Anders-Neufang, die Initiatorin,

Gründerin und Leiterin der Schule.

Neben dem dringenden Raumbedarf zum

Ausbau der Sekundarstufe II ist die IT-

Ausstattung an der Schule in einem problematischen

Zustand. „Vernünftige und

zeitgemäße Arbeit am Rechner ist in

vielen Lerngruppenräumen, aber vor allem

im renovierten Computerraum nicht

möglich, da dort schlichtweg die gesamte

Technik fehlt. Die meisten Schüler

und Schülerinnen, insbesondere die älteren,

recherchieren zu Hause“, so Frau

Anders-Neufang.

Der Geschäftsführer der INNIUS GTD

ALLTAG – AUS DER BAHN (3/12)

Der unersättliche Orion

Ich steige an der Schönhauser Allee in die

S2. Mir gegenüber sitzt eine dicke Mutti.

Sie what‘s app‘t.

Jede neue Nachricht kündigt sich

mit einem hellen Kinderlachen

an. Das ist deshalb besonders

irritierend, weil der Junge, zu dem das

Lachen gehört, vor ihr im Kinderwagen

sitzt. Er lacht nicht. Stattdessen versucht

er sich Stücke des Brötchens in

den Mund zu stecken, das seine Mutter

ihm während ihrer virtuellen Konversation

achtlos in die Hand drückte. Dabei

vergaß sie, ihm den Nuckel aus den

Mund zu nehmen. Wie sich denn jetzt

mitteilen? Der Junge beginnt erst, sich

Brotkrümel in Augen, Ohren und Nasenlöcher

zu stecken. Die aufmerksamen

Blicke der Mitfahrer animieren ihn anschließend

dazu, die Krümel wild durch

die Bahn zu werfen. Dabei lacht er fast

so smart wie Mamas Telefon.

Als die Mutter die Krümelsauerei bemerkt,

entzieht sie dem Armen das

Brötchen, sagt „alle, alle“ und erklärt

auf die Nachfrage „Äh? Äh?“ ihres Kindes:

„Das hat der Hund gefressen. Der ist

schon weggegangen!“ Der Junge schaut

sich nach dem Hund um und dann seine

Mutter äußerst skeptisch an. Ich

fühle mit ihm, als er völlig unerwartet

GmbH, Dr.-Ing. Jörg Pauls, ließ sich von

den lernbegeisterten Schülern schnell

überzeugen. „Unsere Ingenieure, Konstrukteure

und Unternehmen brauchen

Bildung und Kreativität, den schier unerschöpflichen

Reichtum der Schüler an

Ideen, freiem Denken und Lust an aktiver

Mitgestaltung in allen Lebensbereichen.

Gerne tragen wir mit unserer

Spende an den Förderverein der Schule

dazu bei, dass die notwendige Hardware

vorhanden ist, um den Forscherdrang

der Schüler weiter zu beflügeln.“

Die feierliche Scheckübergabe mit Schülern

und Schülerinnen der Jahrgänge 6.,

7. und 8., der Schulleitung, Vertretern

des Fördervereins, der Gesamtelternvertretung

sowie den beiden Geschäftsführen

fand am 13. Februar 2014 statt.

Über die Wilhelm-von-Humboldt Gemeinschaftsschule:

Nach dem Motto „Eine neue Schule –

jetzt!“ startete die Wilhelm-von-Humboldt

Gemeinschaftsschule im September

2008 in Berlin-Pankow. Sie war die

erste neu gegründete Gemeinschaftsschule

des gleichnamigen Berliner Pilotprojektes.

Inzwischen ist die Schule

bei Eltern, Wirtschaft, Hochschulen und

Politik hoch anerkannt und findet durch

Lehrer- und Studentenbesuche aus dem

In-und Ausland sehr positive Beachtung.

Zu Beginn des Schuljahres 2013/14 wurde

sie mit einem exzellenten Schulinspektionsergebnis

ausgezeichnet. Bereits

in 2012 wurde die Schule als eine der 50

besten Schulen Deutschlands durch die

Jury des Deutschen Schulpreises, ausgelobt

von der Bosch-Stiftung, ausgewählt.

Seit der Gründung arbeitet das

Team der Schule daran, ihre gemeinsamen

Visionen von einer Schule für alle,

einer Schule des langen gemeinsamen

Lernens, mit einer Kultur der Anerkennung,

Motivation, Wertschätzung und

des Respekts voreinander in die Tat umzusetzen.

Das Lernen findet jahrgangsübergreifend

und fächerverbindend

statt. Dabei steht das individuelle Lernen

der Kinder ebenso wie das kooperative

Lernen im Mittelpunkt. Im Unterricht

und in Gruppenprojekten mit

praktischem Bezug zum Alltag lernen

die Kinder Verantwortung zu übernehmen

und entwickeln dadurch ihre individuellen

Fähigkeiten und Anlagen.

✒ Carola Ehrlich-Cypra

www.wvh-gemeinschaftsschule.de

hinter seinem Rücken ein zweites Brötchen

hervorzaubert und das Spiel weiter

treibt. Er hält das Brötchen wie eine Trophäe

in die Höhe. Ich klatsche leise in

mich hinein. An der Friedrichstraße steige

ich aus.

Der Bahnhof trägt ein neues Kleid. Bayrischer

Leberkäse ist jetzt da, wo neulich

noch Damisch war und Ditsch kaufte den

doppelt so großen Laden gegenüber. Der

Schmuckladen hat geschlossen. Der Blumenladen

existiert seit Ewigkeiten, ändert

alle paar Jahre seinen Namen aber

überlebt. Ebenso der Friseur im Zwischendeck.

Wer lässt sich dort die Haare

schneiden, neben Orion?

In dem Moment kommt mir eine Szene

aus dem vorletzten Frühherbst in den

Sinn. Auf dem Weg in ein nächtliches

Abenteuer zeigte J. in den Himmel und

rief: „Schau‘, da ist der Gürtel des Orion!

– Und der ist nicht aus Leder!“ Wir feierten

bis elf Uhr vormittags und verschliefen

den dritten Oktober.

Die fleißigen Ameisen huschen an mir

vorbei wie an einem Straßenpoller. In

manche Augenblicke

muss man sich hineinbeißen.

✒ Johanna Sailer

primatberlin.wordpress.

com

Workshops & Kurse

Yoga & Meditation

Kundalini-Yoga: donnerstags 19-20.30

Uhr, Einstieg jederzeit möglich und

Vipanassa-Meditation: samstags 18 Uhr.

Tel. 4849 5780,

ayurveda-wellnesszentrum.de

Kräuterwerkstatt

„Kräuterbäder, Badesalz und Körperpfl e-

ge“. Bei einer Tasse Tee stellen wir unsere

eigenen heilkräftigen Pfl egeprodukte

her. 18.3., 18-20 Uhr, Heilpraxis Malmöer

Str., 030/683 21 638,

www.kräuterführung.de

Start in den Frühling

Wieder Neu! Funktionales Ganzkörpertraining

in der schön sanierten Halle

Kollwitzstr. 8, jed. Mi. ab 19.30 Uhr.

Frauen jeden Alters sind willkommen!

Gaby Beyer, gabriele.beyer@web.de

Tel. 0173433 83 89

StellaDanza – Dance for body,

mind and soul

Bewegung, Lebendigkeit, Herz, Vitalität,

die inneren Archetypen tanzen, die intensive

Beziehung mit dem Leben erleben,

der spirituelle Selbstausdruck.

All das sind Elemente von StellaDanza.

Tanz und Bewegung für jedermann/

frau, der/die sich selbst erleben, erkennen

und entwickeln möchte von und mit

der Tanzpädagogin und Astrologin, Dorothea

E. Fiedler.

So, 02.03.14: 11.30-17.30, StellaDanza-Tagesworkshop

im First Floor Studio;

Info, Adressen und Anmeldung: www.

stella-danza.jimdo.com, stelladanza66@

yahoo.de, D. E. Fiedler, 0162 - 162 81 21

R E D A K T I O N

Tel. 4473 1909 (Mo.-Fr. 10-15 Uhr)

Mobil: 0177-7389860

Post: Prenzlberger Ansichten

c/o Michael Steinbach

Nordufer 6, 13353 Berlin

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