Nr. 14 (II-2016) - Osnabrücker Wissen

kreativkompass

Nr. 14 (II-2016) - Osnabrücker Wissen

Wir beantworten Fragen rund um die Osnabrücker Region. Alle drei Monate als Printausgabe. Kostenlos! Und online unter www.osnabruecker-wissen.de

Nr. 14 · kostenlos · Ausgabe II / 2016

www.osnabruecker-wissen.de

15

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

WIRTSCHAFT & TECHNIK

Wie viel Flow hat Osnabrück?

Was

summt

denn da?

KOSTENLOS!

22

HOCHSCHULE & KARRIERE

Angekommen? Geflüchtete in der Region

33

STADT & LANDGESCHICHTEN

Wer starb bei 52°13’27.96“ 7°58’10.65“?

46

SPORT & GESUNDHEIT

Wie gelingt eine rasche Genesung?


IMPRESSUM

Ein Medienprojekt der

EDITORIAL

Medienagentur KreativKompass GmbH

Geschäftsführer: Stephan Buchholz

Im Hamme 7

49205 Hasbergen

Telefon: +49 5405 / 80 83 216

E-Mail: kontakt@kreativkompass.de

Internet: www.kreativkompass.de

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in Zusammenarbeit mit der

Hochschule Osnabrück

Projektverantwortlich:

Prof. Volker Gehmlich und

Abigail Joseph-Magwood

www.hs-osnabrueck.de

REDAKTION

Chefredakteur:

Dr. Thorsten Stegemann (TS)

Weitere Redaktionsmitglieder

dieser Ausgabe:

Yörn Kreib (YK)

Ebba Ehrnsberger (EE)

Dieter Przygode (DP)

Theresa Möller (TM)

Lea Beisheim (LB)

Lisa Marie Höcker (LMH)

Rebecca Blömer (RB)

Katharina Tasche (KT)

Julia Karrengarn (JK)

Dr. Jessica Stegemann (JS)

Katharina Moormann (KM)

Jonathan Hafkemeyer (JH)

Beiträge der Redaktion (RED)

Gastbeiträge in dieser Ausgabe:

Margret Baumann (MB)

Museum Industriekultur Osnabrück

Marie Meierhofer (MM)

Zoo Osnabrück

Judith Franzen (JF)

Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück

Beatrice le Coutre-Bick (BCB)

Literaturbüro Westniedersachsen / Osnabrück

Lisa Mammitzsch, (LM)

Norbert Niedernostheide (NNi)

Museum am Schölerberg

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

Ein Medienprojekt von:

Mit freundlicher Unterstützung von:

Foto © Paul Stegemann

„Wer seinen Wohlstand vermehren möchte,

der sollte sich an den Bienen ein Beispiel nehmen.

Sie sammeln den Honig,

ohne die Blumen zu zerstören.“

Buddha (563 v. Chr. - 483 v. Chr.)

jetzt im Sommer begegnen wir ihnen auf Schritt und Tritt: Unzählige

Hautflügler bestäuben Kultur- und Wildpflanzen, produzieren fleißig Honig

oder interessieren sich für unsere Obsttorten. Was denken die Osnabrücker

über Bienen, Wespen und Hornissen, wie oft werden Schädlingsbekämpfer

und Beratungsstellen kontaktiert und was will das „Osnabrücker Bienenbündnis“

erreichen? Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt es in

unserem Topthema.

Beats, Dance

& Bodyart

27. Juli bis 11. September 2016

Theresia Thomas (TT)

Inhaberin ImmoSenio

Carina Sander (CS),

Schüler-Forschungs-Zentrum Osnabrück

Heiko Schulze

freier Autor (s.S. 29)

Leitung Vermarktung & Mediengestaltung

Stephan Buchholz

Mediengestaltung

Laura Fromm

Projektmanagement & Vermarktung

Igor Hafner

Projektmanagement & Distribution

Sebastian Buchholz

BILDMATERIAL

Jana Lange · www.jana-fotografiert.de

Oliver Schratz · www.blendeneffekte.de

sowie siehe Bildnachweise.

Titelfoto © olgakok, Fotolia.de

MUSEUM

INDUSTRIEKULTUR

OSNABRÜCK

Auf den Seiten 22 / 23 finden Sie die spannenden Ergebnisse eines Forschungsprojekts,

das wir im Sommersemester 2016 mit der Hochschule Osnabrück

durchgeführt haben. Drei Monate lang beschäftigten sich 16 Studierende

intensiv mit der Situation von Flüchtlingen in der Friedensstadt.

Außerdem wollten wir wissen, welcher Osnabrücker Kobolde im Keller hat,

wann in unserer Stadt ein (nicht wirklich blaublütiger) König geboren wurde,

wer 300 Kilogramm auf 40 Stundenkilometer beschleunigen kann und wie

hoch der Bueraner Bleistift ist.

Nun wünschen wir Ihnen jede Menge Sonne, schöne Urlaubstage – und

natürlich viel Spaß beim Stöbern, Neuentdecken und Wiederfinden!

Tickets

ab 23 Euro,

Schüler und

Studenten

15 Euro

Die Weltpremiere

im GOP!

DRUCK & PRODUKTION

Levien-Druck GmbH

Eduard-Pestel-Straße 16

49080 Osnabrueck

Telefon: +49 5 41 / 9 59 29-0

Internet: www.levien.de

Dr. Thorsten Stegemann

Chefredakteur

Stephan Buchholz

Herausgeber

www.

REDAKTIONSSCHLUSS:

Juni 2016

COPYRIGHT

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Veröffentlichung im

Internet oder Vervielfältigung auf Datenträgern nur nach

vorheriger schriftlicher Genehmigung der Medienagentur

KreativKompass GmbH. Trotz sorgfältiger Prüfung keine

Gewähr für eventuelle Druckfehler. Unsere Redaktion ist

selbstverständlich bemüht, alle Ansprüche im Bereich der

Urheberrechte (insbesondere der Bildrechte) vor Drucklegung

zu klären und zu berücksichtigen. Sollte uns trotzdem einmal ein

unbeabsichtigter Fehler unterlaufen, wenden Sie sich bitte direkt

an: redaktion@osnabruecker-wissen.de, damit wir schnell eine

einvernehmliche Lösung finden.

Jetzt auch online noch mehr Fragen zur Region entdecken!

Einfach „liken“ und regelmäßig weitere spannende Antworten finden:

www.osnabruecker-wissen.de/facebook

3

Im Kurgarten 8 (Navi Morsbachallee)

32545 Bad Oeynhausen

Tickets und Gutscheine:

(0 57 31) 74 48-0 und variete.de


GRUSSWORT

TOPTHEMA

Hallo Wissende,

Sie haben die erste Ausgabe

von „Osnabrücker Wissen“ vor

sich, die (zumindest größtenteils)

im Landkreis Osnabrück

entstanden ist. Seit einigen

Wochen ist die Medienagentur

KreativKompass im Industriegebiet

Gaste angesiedelt. Herzlich

willkommen in Hasbergen!

Ich wünsche zahlreiche kreative

und innovative Momente in unserer

Hüggelgemeinde. Die Entwicklung

des Magazinprojektes

Osnabrücker Wissen“ habe ich

in den letzten Jahren intensiv

beobachtet. Auch wenn die

Medienagentur nun im schönen

Landkreis beheimatet ist - durch

Dr. Thorsten Stegemann und

zahlreiche Redakteure bleibt

das Osnabrücker Lokalkolorit

erhalten. Somit symbolisiert

das Magazin die Stärken und

Vorzüge einer ganzen Region -

und es ist ja auch sein Anspruch,

Themen aus Stadt und Landkreis

gleichermaßen zu bespielen.

So wie Osnabrück mit dem

Dom, dem Theater, der Maiwoche

und natürlich auch dem

VfL viel Wissenswertes zu bieten

hat, so ist auch der Landkreis

reich an Sagen, Geschichten,

Historie, aber auch zukunftsträchtigen

und innovativen

Unternehmen.

In Hasbergen sind wir stolz auf

unsere „Hüggelzwerge“ die die

lange Geschichte des Erzabbaus

im „Hüggel“ symbolisieren,

aber auch auf unsere starken

Mittelständler, die herrliche

Natur, die gute Finanzsituation,

die erstklassigen Krippen und

Kindergärten. Und natürlich

auf Sehenswürdigkeiten wie

den Bödigestein, von dem Sie

später noch lesen werden. Die

Reihe ließe sich fortsetzen -

Osnabrücker Wissen“ werden

die Themen vorerst nicht ausgehen!

Ihnen wünsche ich einen

entspannten Lesegenuss und

einen wissensdurstigen Sommer.

Ihr Holger Elixmann

Bürgermeister

Was

summt

denn da?

INHALT

Welche Fragen zur Osnabrücker Region

beantworten wir in dieser Ausgabe?

TOPTHEMA

Was summt denn da? 5

WIRTSCHAFT & TECHNIK

Wie werden Holzschuhe gefräst? 10

Wie plant ein Kino sein Programm? 11

Wann wird die Immobilie zur Altersvorsorge? 12

Wird unser Spargel bald von Robotern geerntet? 14

Wie viel Flow hat Osnabrück? 15

HINTER DEN KULISSEN

Was tut sich in der OsnabrückHalle? 16

HOCHSCHULE & KARRIERE

Wer baut die erste intelligente Sonnenliege? 18

Was wächst auf den Höfen Havannas? 20

Wer studiert zweimal? 21

Angekommen? Geflüchtete in Stadt & Landkreis Osnabrück 22

Wo können Schüler forschen, entdecken & staunen? 24

STADT- & LANDGESCHICHTEN

Wohin mit den Toten im mittelalterlichen Osnabrück? 26

Warum ist die Dodesheide keine tote Heide? 28

Welche Geheimnisse verbergen Osnabrücker Gärten? 29

MOMENTAUFNAHMEN

Wo baute der Meister von Tübingen? 30

STADT- & LANDGESCHICHTEN

Welcher Osnabrücker hat Kobolde im Keller? 32

Wer starb bei 52°13’27.96“ 7°58’10.65“? 33

Welcher König wurde in Osnabrück geboren? 34

Was hat das „La Vie“ mit Buenos Aires zu tun? 36

Nr.

14

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

DIE BESTEN KÖCHE DER REGION

Was kommt ins Finale eines typischen 39

amerikanischen Barbecues?

LEBEN & GESELLSCHAFT

Wann kam der Bundespräsident zum Deutschen Wandertag? 40

Jetzt schlägt's 13 (Teil 2): Lebenshilfe durch Aberglauben? 42

NATUR & UMWELT

Wer bringt 300 kg auf 40 Stundenkilometer? 44

Biber zurück im Osnabrücker Land? 45

SPORT & GESUNDHEIT

Wie gelingt eine rasche Genesung? 46

Wieso tanzt Osnabrück aus der Reihe? 48

KUNST & KULTUR

Aufstand in der Gartenlaube? 50

Wie gewinnt man junge Leute für's Theater? 52

„Wie hoch ist der Bueraner Bleistift? 53

FAMILIE & SOZIALES

Wer scannt was? 55

SCHÖNE GRÜSSE & GOLDENES BUCH

Hallo, wie geht‘s? 56

Wer trug sich ins Goldene Buch ein? 56

HANDGEZEICHNET

Wer ist heiß auf Süßes? 57

RÄTSELN & GEWINNEN

Wie viel Wissen steckt in Ihnen? 58

Erdhummel © Janina Voskuhl / Insektenhotel © Yörn Kreib / Fahrradexkursion © Stefan Müller / Hintergrund © ivangd, fotolia.de

Böse Wespen als Gegner im Kampf um den Pflaumenkuchen, gute Bienen als

Verbündete im Obstanbau. Hier die sympathische Biene Maja, dort stechende

Monster. Summende Hautflügler - ein Fall für den Naturschutz oder für die

Schädlingsbekämpfung? „Osnabrücker Wissen“ wollte es genauer wissen.

„Hilfe wir haben Wespen im Haus!“ –

Einige Hundertmal pro Jahr landen

solche Hilferufe bei Wolfgang Marks

und seinen 40 ehrenamtlichen Beraterkollegen

der Naturschutzstiftung

des Landkreises Osnabrück.

Seit 1993 bemüht sich das

kompetente Beraternetz

um Aufklärung über

Wespen, Hornissen,

Hummeln und Bienen.

In den meisten Fällen

reiche es aus, die Anrufer

zu informieren

und zu beruhigen, sagt

Marks. „Die Menschen

kennen die Tiere und

ihre Lebensweise nicht und

deshalb sind sie ihnen unheimlich.“

Wann wurden

Sie gestochen?

In 50 Prozent der Fälle sei eine Ortsbesichtigung

notwendig. Marks führt

seine Gespräche häufig in der Nähe

der Nester – verbunden mit der Frage

„Wann sind Sie eigentlich das letzte

Mal gestochen worden?“. Vielen würde

erst in diesem Moment bewusst, dass

sie sich daran gar nicht mehr erinnern

können. „Dank unserer Öffentlichkeitsarbeit

beginnt das Killerimage

von Hornissen

und Wespen zu

bröckeln“, freut sich

Marks.

Auch wenn in 90 Prozent

der Fälle die Nester

hängen bleiben können,

gibt es natürlich

Situationen, in denen sich

die Mitarbeiter von Marks für

eine Umsiedlung entscheiden. Gründe

seien die räumliche Nähe der Nester

zu den Menschen (z.B. in Jalousienkästen,

Dachfenstern). In ganz seltenen

Fällen müssten Völker aber auch sogar

abgetötet werden.

Wann ist

Hautfluglersaison?

„Hautflügler sind Saisonarbeiter. Im

Zeitraum von Juni bis September

dominieren sie das Tagesgeschäft.

Täglich im Durchschnitt vier Stunden

für Wespen, Hornissen und Bienen.

Die Anrufer (Kunden) kommen über

die Feuerwehr oder über Internet und

Weiterempfehlungen“, beschreibt Tim

Baranowski seine Tätigkeit. Baranowski

ist staatlich geprüfter Schädlingsbekämpfer

und Mitarbeiter im Beraternetzwerk

der Naturschutzstiftung.

Ihm gehe es, betont er mit Nachdruck,

zu allererst um eine seriöse, nicht vom

Angstprinzip dominierte Beratung.

Dabei müsse er allerdings auch manchmal

alle Register ziehen, sagt Baranowski.

„In den meisten Fällen ist die Beratung

aber erfolgreich, d.h. die Kunden

sind beruhigt und belassen das Nest

da wo es ist, z.B. das Wespennest

unter dem Dachgiebel in elf Meter

4

5


TOPTHEMA

TOPTHEMA

6

Höhe ohne Fenster in der Nähe. Ein gutes

Argument ist auch der Hinweis auf die

Lebensweise der Wespen. Als Raubinsekten

machen sie u.a. Jagd auf Mücken. Sind die

Wespen weg, kommen die Mücken wieder.“

Marks weist im Rahmen seiner Beratung

auch immer wieder auf die zeitlich sehr

begrenzte Lebensdauer der Tiere hin. „Entdeckt

wird das Nest in aller Regel erst, wenn

es groß, also fertig ist – und damit ist der

Höhepunkt des jeweiligen Volkes auch schon

überschritten. Wespen werden beispielsweise

nur sechs Wochen alt. Nach dem Nestbau

im Mai/Juni erreichen die Völker im

Juli ihren Höhepunkt und damit

beginnt bereits die Auflösung.“

In den meisten Fällen würden

sich die Betroffenen daraufhin

zum Nestverbleib entschließen.

Wer lasst sich

freiwillig stechen?

Kein Umgang mit Hautflüglern

ohne Stiche, berichten alle, die

sich in irgendeiner Form mit diesen Tieren

befassen. Aber sich freiwillig stechen

lassen? Kaum vorstellbar für die meisten

Osnabrücker. Im Artland trifft „Osnabrücker

Wissen“ den Bioland-Imker Fubo Gottwald.

Auch er wird natürlich regelmäßig

von seinen Honigbienen gestochen. „Das

passiert immer mal, wenn ich eine Biene aus

Versehen zu stark drücke.“ Manche Imker

machen allerdings aus der Not eine Tugend,

erzählt er. Sie lassen sich absichtlich stechen,

das sei gut gegen Gicht und Rheuma. So

mancher Hobbyimker aus dem Osnabrücker

Land bestätigt dies. Er habe dies auch bereits

praktiziert, so Gottwald. Einem verspannten

Nacken rücke er schon mal mit einer

Handvoll Bienen zu Leibe. Nachdem er diese

in sein Hemd gesteckt und sich an der

schmerzenden Stelle habe stechen lassen, sei

eine Schmerzlinderung eingetreten.

Werden Bienen im

Osnabrucker Land satt?

1980 kehrten Fubo und seine Frau

Astrid Gottwald der Großstadt Berlin

den Rücken. Sie wollten aufs Land, dass

sie ausgerechnet in Badbergen landeten,

war purer Zufall. Mit ihrer Imkerei

ohne Chemie und Medikamente trat die

Imkerei Honigsüß 1993 dem Anbauverband

Bioland bei. Als Erwerbsimker

muss Gottwald seinen bis zu 100 Bienenvölkern

natürlich ausreichend Nahrung

bieten. Im Landkreis Osnabrück sei dies

jedoch nicht möglich. „Hier gibt es im

Frühjahr die Rapsblüte, anschließend die

Obstblüte (z.B. die Kirschblüte in Hagen

a.TW.) - und dann ist Schluss. Da blüht

nichts mehr“, betont Gottwald. Er muss seine

Völker deshalb auf Reisen schicken, nach

Brandenburg oder Rheinland-Pfalz. Zum

Teil hätten Honigbienen in der Stadt mittlerweile

ein besseres Nahrungsangebot als auf

dem Land.

Davon profitieren sollen auch die seit

kurzem im Hinterhof des Osnabrücker

Sterne-Restaurants „La Vie“ summenden

zwei Bienenvölker. Das Bremer Unternehmen

„Bee-Rent“ hat sie dort stationiert.

In der Küche des „La Vie“ wird der erste

Honig der gemieteten Bienen 2017 erwartet.

Warum machen Bienen

uberhaupt Honig?

Was dem Eichhörnchen die eingegrabenen

Nüsse ist den Honigbienen ihr Honig. Ohne

eine ausreichende Menge dieser im Bienen-

Wespe © Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück e.V. / Niestplätze © Yörn Kreib / Bienenwabe © Magdalena Fröhlich, Bioland e.V.

Hintergrund © ivangd, fotolia.de / Vera staltung Frühblüher © Elisa Riedle / Sandbiene, Weiden-Sandbiene an Weide © Janina Voskuhl / Wespe © Silvia Hahnefeld, fotolia.de

stock produzierten Leckerei kommt kein

Bienenvolk durch den Winter. Wenn der

Imker den Bienen also ihren Wintervorrat

wegnimmt, muss er ihn z.B. durch Zuckerlösung

ersetzen.

Wo fehlt ausreichender

Wohnraum?

Nahrung allein sichert das Überleben

der Hautflügler in der Stadt Osnabrück

jedoch nicht. Verfügbarer Wohnraum muss

vorhanden sein. Und auch der sei in den

letzten Jahren knapp geworden, erzählt

Lisa Beerhues, Leiterin des Lernstandorts

Nackte Mühle in Haste. Früher gab es

überall Totholz in den Gärten, Hauswände

aus Holz, Lehm und Ziegel, die zahlreichen

Insekten Unterschlupf boten. Inzwischen

sind viele Gärten zu ökologischen Notstandsgebieten

geworden und Hauswände

mit einer für Insekten unüberwindbaren

Oberfläche aus Zement, Beton oder anderen

Materialien überzogen.

Fur wen bauten

Schuler ein Hotel?

2012 machten sich deshalb Schüler der Osnabrücker

Herman-Nohl-Schule im Rahmen

eines Bienenprojektes an den Bau eines

Insektenhotels im Garten der

Nackten Mühle an der Nette.

Im Schutz alter Apfel- und Birnenbäume

steht es dort und

weckt das Interesse der Insekten

und Kinder gleichermaßen. Mit

guter Beobachtungsgabe und kriminalistischem

Spürsinn versuchen sie

unter fachkundiger Begleitung den Bewohnern

des Hotels auf die Schliche zu kommen.

Diese haben in aller Regel ihre Hotelzimmertür

für einen längeren Zeitraum hinter

sich verschlossen. Hummeln, Wildbienen,

Schlupf-, Falten-, Grab- und Wegwespen,

Florfliegen, Ohrwürmer – sie alle greifen

gerne auf den von Menschenhand geschaffenen

Ersatzlebensraum zurück.

Auch dieser muss allerdings immer

mal wieder saniert werden. So

hat ein Sturm im vergangenen

Winter dem Insektenhotel

stark zugesetzt. „Jetzt sind

die Kinder begeistert dabei,

Material zu sammeln, Löcher

mit verschiedensten Durchmessern

in Holzstücke

zu bohren, Schilfbündel

zu binden, um

den Insekten so rasch wie

7


TOPTHEMA

TOPTHEMA

WISSEN KOMPAKT

Hautflügler

Bienen, Hummeln, Wespen und

Hornissen gehören zu den Hautflüglern.

Diese Unterordnung der

Insekten verfügt über ein Legerohr,

das zu einem Wehrstachel

umgebildet sein kann. Weiteres

charakteristisches Merkmal sind

die Facettenaugen. Während

Honigbienen, Hummeln, Wespen

und Hornissen Staaten bilden,

leben andere Arten (z.B. Solitärbienen)

allein. Für die Imkerei spielt die

Westliche Honigbiene die größte

Rolle.

Bienen- und

Insektenexperten

in Osnabrück

Osnabrücker Bienenbündnis,

Fachdienst Naturschutz und

Landschaftsplanung

Frank Bludau · Telefon: 05 41 / 3 23 4 31

bludau@osnabrueck.de

www.osnabrueck.de/gruen

Bioland Imkerei Honigsüß

Fuchs-Bodde-Gottwald / Astrid Gottwald,

Telefon: 0 54 33 / 61 63

info@imkerei-honigsuess.de

www.imkerei-honigsuess.de

Naturschutzstiftung des

Landkreises Osnabrück

Wolfgang Marks · Telefon: 05 41 / 50 14 022

marksw@lkos.de · www.lkos.de

Schädlingsbekämpfung

Tim Baranowski · Telefon: 05 41 / 50 61 947

info@baranowski-os.de

www.baranowski-os.de

Nackte Mühle

Lisa Beerhues · Telefon: 05 41 / 61 877

nacktemuehle@lega-s.de · www.lega-s.de

Imkerverein Osnabrück

und Umgebung von 1862 e.V.

www.imkerei-osnabrueckundumgebung.de

Wespe © Silvia Hahnefeld, fotolia.de / Imker in Feld © Budimir Jevtic, fotolia.de / Beraterteam © Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück e.V. / Hintergrund © ivangd, fotolia.de / Imker links © zukovic

Bienen einzelnd © Alekss, fotolia.de / Wespennetst © Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück e.V. / Hummel © rcfotostock, fotolia.de

möglich wieder eine Unterkunft zu

bieten,“ berichtet Beerhues.

Was ist in der

Osnabrucker Mischung?

Der Gemüse- und Obstgarten liefert sowohl

den inzwischen vier an der Nackten Mühle

beheimateten Honigbienenvölkern als auch

den zahlreichen anderen Hautflüglern ein

relativ umfangreiches Nahrungsangebot. Dies

ist aber mit Sicherheit noch ausbaufähig. „Wir

probieren in diesem Jahr die Osnabrücker

Wildblumenmischung aus“, berichtet Beerhues.

Entwickelt wurde diese 28 Krautarten

(keine Gräser) enthaltende Samenmischung

von der Hochschule Osnabrück im Rahmen

des Projekts „ProSaum“. Gesucht wurde nach

Verfahren zur Wiederansiedlung arten- und

blütenreicher Säume und Feldraine mit gebietsheimischem

Wildpflanzensaatgut.

Wer verbundet sich zum

Wohle der Bienen?

Mit der Osnabrücker Samenmischung will

das von Hochschule Osnabrück, Imkerverein

Osnabrück, Bund für Umwelt und Naturschutz,

Stadt Osnabrück, Osnabrücker Servicebetrieb,

Landwirtschaftskammer Osnabrück

und Gemeinde Wallenhorst gegründete

Osnabrücker Bienenbündnis nicht nur der

Honigbiene sondern auch den Wildbienen

bessere Überlebensbedingungen bieten. Denn

neben der Produktion von Honig ist vor allem

das Bestäuben von Kultur- und Wildpflanzen

ein unverzichtbarer Nutzen dieser bedrohten

Tiere. Die ökonomische und ökologische Bedeutung

der Bienen vor Augen hat das Bienenbündnis

anspruchsvolle Ziele formuliert:

Schaffung eines möglichst durchgehenden

Pollen- und Nektarangebots

von März bis

November, Schaffung von

Nisthilfen, Förderung der

Honigbienenhaltung im

Stadtgebiet, Umweltbildung

und Öffentlichkeitsarbeit.

Das Summen der Bienen,

Wespen, Hornissen und Hummeln

wird uns dadurch hoffentlich

auch in Zukunft erhalten bleiben. | YK

Postadresse: Bierstraße 17/18 49074 Osnabrück

Tel. 0541-750 23 40 Fax 0541-20 20 622

zeitseeing@osnanet.de

www.osnabrueck-stadtfuehrungen.d e

Inh. Renate Frankenberg

9


WIRTSCHAFT & TECHNIK

Wie werden Holzschuhe gefräst?

Auch in dieser Ausgabe wirft „Osnabrücker Wissen“ einen Blick

in das umfangreiche, aber kaum bekannte Depot des Museums

Industriekultur. Im Juni geht es um eine Maschine der Firma Albert

Bernhard Jürgens aus Emsdetten. Sie ist – parallel zum Erscheinen

dieser Ausgabe – seit Juni im Museum Industriekultur zu sehen.

Seit dem 12. oder 13. Jahrhundert gab es

fast in jedem Dorf einen Holzschuhmacher,

der diesen Beruf neben der Landwirtschaft

ausübte (vor allem in den Wintermonaten).

Holzschuhe wurden bis in die 1950er Jahre

überwiegend in der Landwirtschaft und

bei bestimmten Arbeiten wie dem Torfstechen

getragen. Auf den Stahlhütten, in

Gießereien und im Bergbau gehörten sie

zur Berufskleidung, wurden aber zunehmend

von Stahlkappenschuhen verdrängt.

Pro Jahr und Träger wurden etwa zwei

Paar Holzschuhe benötigt. In den 1950er

Jahren kostete ein Paar Holzschuhe zwischen

2,00 - und 3,50 DM. Heute werden

sie in den Niederlanden beim Deichbau als

optimale Sicherheitsschuhe genutzt und

in vielen Regionen zieht man sie bei der

Gartenarbeit an.

Für die Herstellung von Holzschuhen

werden Weichhölzer wie Pappel oder

seltener Ahorn verwendet. Historisch

nutzte man auch teureres Weiden- und

Erlenholz. Die ersten Arbeitsgänge sind,

ob man die Holzschuhe mit Maschinen

oder rein manuell herstellt, gleich. Zuerst

wird der Holzstamm in kurze Stücke geschnitten

und entrindet. Dann geviertelt

und in einen

rechteckigen

Block (Vierkantholz) einer bestimmten

Länge (Schuhgröße) geschnitten. Die

folgende Bearbeitung, seit Mitte der

40er Jahre werden dafür Maschinen

eingesetzt, wurde früher von dem Holzschuhmacher

manuell und mit Spezialwerkzeugen

wie Ziehmesser, Löffelbohrer

und Schabeisen durchgeführt.

Die im Museum Industriekultur Osnabrück

gezeigte Maschine stammt von der

Firma Albert Bernhard Jürgens, die 1921

in Emsdetten mit einem kleinen Handelsunternehmen

für Holzschuhe startet. In

der damaligen Zeit finden Jürgens Holzschuhe

regen Absatz im landwirtschaftlich

geprägten Münsterland. Im Zuge der

Industrialisierung fertigt die Firma dann

Fräs- und Kopiermaschinen, mit denen

die Holzschuhe bis heute mechanisch

hergestellt werden.

Die geschnittenen Vierkanthölzer oder

auch Holzschuhrohlinge werden in die

Kopierfräse gespannt. Der Gleiter aus

Metall tastet die äußere Form von einem

Holzschuhmuster oder Model ab und

steuert den Fräskopf, der gleichzeitig

einen rechten und linken Holzschuh fertigt.

Nach diesem Arbeitsgang auf der Fräse

kann man die Schuhe noch nicht anziehen,

denn der Schuh hat erst die äußere

Form. Auf einer Fräsmaschine, wie sie im

Museum gezeigt wird,

werden die

Schuhrohlinge dann ausgehöhlt.

Erst mit groben und dann mit

feinen Fräsköpfen. Auch für die innere

Form wird ein Model verwendet. Dieses

Model sitzt in der Mitte zwischen den beiden

Holzschuhrohlingen und wird von der

Maschine abgetastet. Die beiden seitlichen

Fräsen bearbeiten das Holz solange bis die

Form mit dem Model in der Mitte übereinstimmt.

Der Holzschuh wird von der Maschine

genommen und der Holzschuhmacher

bringt in Handarbeit die flachen Einspannseiten

oben und unten in die richtige

Holzschuhform und schleift an der

Schleifmaschine alle Ecken und Kanten

ab. Die Holzschuhe werden noch einmal

überprüft, damit am Fuß auch nichts

drückt und gegebenenfalls mit der Hand

fein nachgearbeitet und geschliffen. Zum

Schluss werden noch eine Lederlasche und

ein Riemen an den Holzschuh genagelt

oder getackert. Damit sind ein Paar Holzschuhe

fertig und werden je nach Größe

für circa 15 - 30 Euro verkauft. | MB

Fräsmaschine für die Holzschuhherstellung © Maren Kiupel

Bilder Filmpassage © Jana Lange / Kinorolle © Jag_cz, fotolia.de / Scheinwerfer oben © magdal3na, fotolia.de

Jedes Lichtspielhaus hat seine eigene

Zielgruppe – vom Blockbuster-Multiplex

mit allem, was Hollywood zu bieten hat,

über das spezielle Nischenkino mit Hang zu

farbenfrohen Gesangsspektakeln im Stil

von Bollywood bis zum Filmkunsttheater,

welches sich auf Arbeiten europäischer Filmemacher

spezialisiert hat. Ein Kino, das sich

am Markt als sogenannter „Vollsortimenter“

beweisen will, muss aus dem riesigen

Filmangebot des Marktes den richtigen

Mix an Titeln auswählen. Darüber hinaus

sollten die Startzeiten zu den jeweiligen

Filmen, Besuchern und Altersfreigaben

passen.

„Filme für Kinder und Jugendliche platzieren

wir im Mittags- und Nachmittagsbereich,

der Abend gehört dann den

Hollywood-Blockbustern und einer Auswahl

anspruchsvollerer Filmtitel. Die späten

Vorstellungen erreichen vornehmlich

spezielle Kinogäste mit Titeln, die durch

erhöhten Thrill locken“, erklärt Anja Thies,

geschäftsführende Gesellschafterin der

„Filmpassage“, die Programmplanung in der

Johannisstraße. Trotz sorgfältiger, oft monatelanger

Vorbereitung erreichen selbst erfolgreiche

Kinos

immer nur einen

begrenzten

Kundenkreis.

WIRTSCHAFT & TECHNIK

Wie plant ein Kino

sein Programm?

Ein perfekter Kinoabend muss gut geplant sein und viele Details

werden schon abgestimmt, lange bevor die Kinogäste ihren

Wunschfilm in Leinwandatmosphäre erleben können. Hier

spielt die Programmgestaltung und der richtige Film-Mix eine

wichtige Rolle.

Vollsortimenter setzen deshalb

auf einen ausgewogenen Mix an

Titeln und die Tatsache, dass der

Kinomarkt permanent mit neuen

Filmstarts versorgt wird.

Wer bestimmt, wo

welcher Film wie

lange läuft?

Woche für Woche veröffentlichen die

Verleiher neue Filmproduktionen, die an

den attraktiven Standorten Deutschlands

angeboten werden. Filmverleihe und

Kinos definieren gemeinsam die Rahmenbedingungen

für die Abspielzeit eines Titels.

Zunächst wird die Leihgebühr festgelegt,

welche sich aus den prozentualen Ticketverkäufen

ergibt. Während der finalen

Programmplanung geht es dann um die

Anzahl der Vorstellungen pro Tag, die

Mindestspieldauer in Wochen und ggf. auch

um die Saalgröße und Gesamtkapazität. Da

jedes Kino mit seinen speziellen Zielgruppen,

aber auch der Verleih mit seinem

Produkt, dem Film, das bestmögliche

Angebot erreichen möchte, können hier

Interessenskonflikte entstehen. Von Fall

zu Fall muss dann zwischen den Kinos

und den Filmverleihern (nach)verhandelt

werden, um das bestmögliche Ergebnis

für beide Seiten zu erreichen und am Ende

vor allem der Nachfrage der Kinobesucher

optimal gerecht zu werden. Durch die

moderne Digitalprojektion spielt auch

der Faktor 2D- und/oder 3D-Version eine

wichtige Rolle. Untertitel und verschiedene

Sprachversionen können ebenfalls gebucht

werden, denn digitale Filmkopien enthalten

ein „Gesamtpaket“ mit sämtlichen

Features. Verschiedene „Keys“ (Schlüssel)

geben die Filmvarianten frei, und das

Kino kann diese dann abspielen / nutzen.

Doch auch diese zusätzlichen Optionen

müssen mit dem Filmverleih extra abgerechnet

werden. Das Kino entscheidet daher

immer wieder, welche Filmvarianten es

nutzen und buchen will. „Die vielen

Möglichkeiten sollten jedes Mal geschickt

auf die Vorstellungszeiträume verteilt

werden. Zu große zeitliche Überschneidungen

desselben Titels, auch in verschiedenen

Versionen, vermeiden wir, damit das

Programm für die Besucher überschaubar

bleibt und ihnen die Wahl des Filmtitels

erleichtert wird“, verraten Robin Ehlert und

Volker Feldhaus, die montags immer mit der

Erstellung des sogenannten Filmübersichtsplans

der Filmpassage beschäftigt sind.

In Zeiten der analogen Filmkopie stellte

sich diese Frage übrigens gar nicht. Denn

seinerzeit gab es nur ein Exemplar pro Film

und Kino. Erst wenn die eine Vorstellung

beendet war, konnte eine weitere gestartet

bzw. in einem anderen Kinosaal gespielt

werden. Aus dieser Zeit stammt auch noch

die Regelung, dass sich Spielzeiten einer

Digitalkopie nicht überschneiden dürfen.

Sollte dies doch der Fall sein, muss über den

Filmverleih eine zusätzliche Kopie bestellt

und abgerechnet werden. Tatsächlich werden

aber alle Filmversionen über einen Datenträger

bereitgestellt und für alle Vorstellungen

auf die entsprechenden Kinoserver kopiert.

| RED

Filmpassage

Osnabrück

Filmpassage Osnabrück

Johannisstraße 112 - 113

49074 Osnabrück

Telefon: 0 18 05 / 67 62 27 *

www.filmpassage.de

*(0,14€/Min. aus dem deutschen Festnetzt,

Mobilfunk max. 0,42€/Min.)

- Anzeigensonderteil -

10

11


WIRTSCHAFT & TECHNIK

- Anzeigensonderseite -

bekommt, sollte nicht höher sein als

das sogenannte Entgelt für Investitionskosten.

Das ist der Teil des Pflegesatzes, den

Bewohner für die Instandhaltung des

Gebäudes und größere Anschaffungen

zahlen.

„18.000 neue Pflegeheime müssten bis 2050

gebaut werden, um jedem Pflegebedürftigen

einen Platz zu garantieren.“

Handelsblatt, Dr. Tobias Just, 2010

Bei der Auswahl der passenden Pflegeimmobilie

spielen viele Faktoren eine

Rolle. So ist es von großer Bedeutung, dass

die Einrichtung ausschließlich vollstationäre

Pflege anbietet und einen Vertrag

mit dem Sozialamt hat. Sollte das Vermögen

des Bewohners für die Leistungen des

Heims nicht mehr ausreichen, unterstützt

das Sozialamt den Bewohner. Die Miete ist

gewissermaßen von staatlicher Seite

sichergestellt.

Nachdem klassische Produkte wie Kapitallebensversicherungen

oder Sparbücher immer mehr

an Attraktivität verloren haben, nehmen Anleger

zu Recht Immobilien in den Blick. Zu einem der

interessantesten Zukunftsmärkte gehören Pflegeimmobilien. Theresia Thomas hat sich

auf diese Kapitalanlagen spezialisiert und verfügt über eines der größten Angebote an

Pflegeimmobilien in Deutschland. Für „Osnabrücker Wissen“ analysiert die Osnabrücker

Expertin die Lage auf dem Kapital- und Wohnungsmarkt.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr: Deutschland altert und

mit dem Alter kommt in vielen Fällen auch die Pflegebedürftigkeit.

Aktuell ist jeder Fünfte bereits über 65 Jahre alt. Immer

seltener besteht die Möglichkeit einer pflegerischen Versorgung

innerhalb der Familie. Schon jetzt fehlen in vielen Bundesländern

Wann wird die Immobilie

zur Altersvorsorge?

Pflegeplätze und somit nimmt die Anzahl der Wartelisten in

den Pflegeeinrichtungen weiter zu. Nach einer Prognose des

Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2013 wird die Anzahl

der Pflegebedürftigen im Jahr 2020 auf 2,83 Millionen und im

Jahr 2050 auf 4,4 Millionen ansteigen. Die Pflege ist in Deutschland

der letzte große Wachstumsmarkt, was insbesondere

durch den demographischen Wandel zu erklären ist. Da die

Bevölkerung immer älter wird, wächst auch der Bedarf

an Pflegeeinrichtungen in den kommenden Jahren und

Jahrzehnten.

Renditen statt Risiken?

Die Pflegeimmobilie ist eine Geldanlage für jeden, der

an Altersvorsorge oder Kapitalaufbau denkt. Sie vereint

zwei Merkmale, die bei einer Kapitalanlage von großer

Bedeutung sind: Attraktive Renditen und ein vergleichbar

geringes Risiko. Bei der Investition in eine Pflegeimmobilie

sind für den Anleger im Vergleich zu klassischen Immo-

Immobilie © Tiberius Gracchus, fotolia.de / junges Paar © contrastwerkstatt, fotolia.de / älters Paar © WavebreakmediaMicro, fotolia.de / Grafik © Statistisches Bundesamt

bilienanlageformen höhere Renditen zu erzielen.

Es gibt einige nennenswerte Vorteile

einer Pflegeimmobilie im Vergleich zu

einer klassischen Eigentumswohnung:

So muss der Eigentümer sich weder um

die Vermietung oder Instandhaltung seines

Appartements, noch um eine Nebenkostenabrechnung

oder andere administrative

Angelegenheiten kümmern. Dieser

absolut geringe (bis nicht vorhandene)

administrative Aufwand ist meist der

Grund, warum viele junge Menschen,

diese Art der Altersvorsorge für sich

entdecken. Aber nicht nur sie sehen eine

gute Ergänzung zur klassischen Altersvorsorge.

Insbesondere Kunden im mittleren

Alter, die über einige klassische Immobilien

verfügen, möchten endlich nicht mehr

mit den negativen Dingen, die eine

Immobilie durchaus mit sich bringen

kann, konfrontiert werden.

Ganz risikofrei sind Pflegeimmobilien

freilich nicht. Denn auch Betreiber

sind nicht vor Insolvenz gefeit – etwa

wenn zu viele Betten leer bleiben und die

versprochene Miete auf Dauer nicht

erwirtschaftet werden kann. Als Faustregel

für eine solide Kalkulation gilt: Die

Miete, die der Anleger ausbezahlt

Kurzes Erklärvideo

„Das Prinzip Pflegeimmobilie“

Einfach den QR-Code mit dem

Smartphone scannen .

Wodurch zeichnen sich

Pflegeimmobilien aus?

Pflegeimmobilien sind Pflegeappartements

in einer Pflegeeinrichtung, in denen

hilfs- und pflegebedürftige Menschen leben

und 24 Stunden am Tag versorgt werden.

Neben dem klassischen Merkmal wie

Barrierefreiheit werden Pflegeimmobilien

nach neuesten pflegewissenschaftlichen

Kenntnissen gebaut, um den dort lebenden

Bewohnern ein Maximum an Lebensqualität

bieten zu können. Die Pflegeappartements

verfügen über eine moderne und

hochwertige Grundausstattung. Selbstverständlich

können die Bewohner ihre

Appartements selbst einrichten. Die

meisten Pflegeeinrichtungen verfügen

über großzügige und einladende Gemeinschaftsräume,

wie eine Bibliothek oder

einen Clubraum.

„Immobilien? Eine spezielle Form der

Kapitalanlage in 'Betongold' scheint hier

die Bedürfnisse vieler Menschen genau

zu treffen: Rendite und Rentenvorsorge

lassen sich verbinden, wenn man statt

eines Hauses oder einer Eigentumswohnung

einen Anteil an einer Pflegeimmobilie

erwirbt.“

Tagesspiegel 02/2015

So ist neben dem Standort der Immobilie

der Betreiber mit seinem Gesamtkonzept

die Schlüsselfigur zu einem langfristigen

Erfolg einer Kapitalanlage, aber

ebenso auch das Vertragswerk zu jeder

Pflegeimmobilie.

Die Entfernung zum Wohnort des

Anlegers sollte bei der Auswahl der

Pflegeimmobilie keine Rolle spielen. | TT

ImmoSenio

Theresia Thomas

Winkelhausenstraße 8 | 49090 Osnabrück

Fon: 05 41 / 97 05 43 73

theresia.thomas@immosenio.com

www.immosenio.com

Im Alter gut versorgt sein? Jetzt vorsorgen!

12


WIRTSCHAFT & TECHNIK

Wird unser Spargel bald

von Robotern geerntet?

Roboter gehören in jeden guten Science Fiction-

Film. Der rasante technische Fortschritt wirft allerdings

die Frage auf, wie lange es noch dauert, bis

Fiktion zur Realität wird und menschlich aussehende

Roboter auch auf Osnabrücker Feldern Spargel

ernten.

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

(DFKI) betreibt seit 2011 eine Außenstelle mit Sitz im InnovationsCentrum

Osnabrück. Prof. Dr. Hertzberg und sein

fünfköpfiges Team befassen sich hier mit der Sensordatenauswertung

um Software zu entwickeln, die Maschinen

autonom und zielgerichtet handeln lassen. Dies bedeutet,

dass sie, im Gegensatz zu automatischen Maschinen, ihre

Umwelt wahrnehmen und auf diese reagieren können.

Die Schwächen der Roboter sind oft die Stärken des Menschen

– das stellt für das Team von Hertzberg momentan

die wohl größte Herausforderung dar. Während wir Menschen

über ein besonderes Feingefühl verfügen und eine sich

ändernde Umgebung schnell wahrnehmen, liegt die Stärke

der Maschine vor allem in deren Kraft. „Roboter sind

bereits gut in der Wahrnehmung von Dingen. Sie erkennen,

wo etwas ist, jedoch nicht, was es ist“, erklärt Prof. Hertzberg.

Genau deshalb haben Roboter, besser gesagt: autonome

Maschinen den Menschen, etwa beim Spargelernten, noch

nicht ersetzt. Denn hier benötigt man Feingefühl, um zum

Beispiel zu erkennen, wie tief der Spargel sitzt. Um das quasi

intuitiv zu erfassen, braucht die Entwicklung wirklich autonomer

Maschinen laut Hertzberg noch viele Jahre.

Und auch auf die menschliche Form müssen Roboter wohl

noch lange warten. „Meistens ist eine menschliche Form

nicht die ideale für Roboter. Auf unebenem Untergrund sind

Beine flexibler, jedoch energie-ineffizienter als zum Beispiel

Rollen. Und warum sollten Roboter nur zwei Beine zum

Gehen und zwei Arme zum Arbeiten haben und nicht acht?“,

fragt Hertzberg. | JK

2016

Bild Roboter © Prof. Dr. Joachim Hertzberg; Spargel Martin Schlecht © Fotolia.de

Bilder © Stadtteilauto OS GmbH

Wie viel Flow hat Osnabrück?

Dynamisch, spontan, flexibel – das ist flow>k. Doch kaum jemand weiß, wer oder was genau für

den richtigen „flow“ sorgt. Träger dieses Carsharing-Konzepts sind die Stadtwerke Osnabrück

sowie der Verein StattVerkehr e.V. unter dem Namen der gemeinsam gegründeten stadtteilauto

OS GmbH. Ziel ist es, die Mobilität der Osnabrücker zu fördern und neben den öffentlichen ein

noch flexibleres, aber emissionsschonendes Verkehrsmittel zu bieten.

Wie funktioniert das

Carsharing-Konzept?

Die flow>k-Fahrzeuge können im definierten

Geschäftsgebiet überall abgestellt werden,

ohne Stationen. Je nach Abstellgebiet

fallen unterschiedliche Kosten dafür an.

Es gibt jeweils eine 0-, 5- und 10-Euro-

Zone innerhalb des Geschäftsgebietes.

Damit ist eine flexible und spontane

Nutzung möglich. Per Smartphone,

Tablet oder PC können verfügbare

flow>k-Autos einfach lokalisiert werden.

Mit einer individuellen Zugangskarte, die

man beim Check-in erhält, wird das Auto

geöffnet. Fixkosten gibt es nicht, die einmalige

Anmeldegebühr beträgt 29 Euro,

dazu kommen variable Kosten von 0,10

Euro pro Minute sowie 0,29 Euro pro

Kilometer, die Spritkosten, Versicherung

und Kfz-Steuer abdecken. Das

Geschäftsgebiet ist in drei Zonen aufgeteilt:

Je nachdem, wo das flow>k

abgestellt wird, fallen entweder keine,

5 Euro oder 10 Euro Abstellgebühren an.

Auch eine Gutschrift dieser Gebühren

ist möglich, wenn das flow>k beispielsweise

von einer 10-Euro-Zone zurück in

die 0-Euro-Zone gefahren wird. Speziell

für Studenten wurde ein Konzept als

Ergänzung zum Semesterticket entwickelt.

Hier entfällt die Anmeldegebühr und die

Öffnung des flow>k funktioniert nach

einer Validierung im AStA auch mit der

Campus Card. Bezahlt wird unkompliziert

per Einzugsermächtigung.

Gibt es eine Alternative

zum flexiblen flow>k?

Neben dem flow>k existiert auch das

stat>k. Beim stationsgebundenen Carsharing

stat>k können Nutzer die Fahrzeuge

fest buchen und an vorgegebenen

Standorten abholen und abstellen.

Außerdem stehen verschiedene Fahrzeuggrößen

zu Verfügung. Die Tarife

unterscheiden sich je nach Viel- oder

Wenigfahrer in der monatlichen Grundgebühr

sowie in den Zeitpreisen per Stunde

der einzelnen Fahrzeugklassen, Tag oder

Woche und pro Kilometer.

Wie hat sich das

Konzept entwickelt?

In den letzten zwei Jahrzehnten wurde die

Carsharing-Idee immer beliebter. Von 10

Nutzern im Jahr 1994 stieg die Nutzerzahl

auf rund 2.000 Nutzer im Jahr 2016. Etwa

1.250 nutzen sowohl das stat>k als auch

das flow>k Angebot. Auch die Anzahl der

Fahrzeuge stieg deutlich an: Aus anfänglich

einem Auto wurden mittlerweile 54

stat>k- sowie 30 flow>k-Fahrzeuge. | KM

Woher kommt der Name?

Der Name „flow-k“, englisch ausgesprochen

[/flau ka:/], wurde eigens

von einer Werbeagentur entwickelt.

Das „k“ steht stellvertretend

für das Auto als Zentrum des Carsharing.

Da das Auto zeitlich flexibel

und nicht ortsgebunden gemietet

werden kann, ist es freibeweglich

nutzbar. Es erfolgt sozusagen ein

fließender (engl.: „flow“) Übergang

zwischen der Idee, das Auto nutzen

zu wollen und dem tatsächlichen

Fahren des Autos.

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15


HINTER DEN KULISSEN

HINTER DEN KULISSEN

WISSEN KOMPAKT

gangslager, das randvoll gefüllt ist. Jedes

Teil wird von den Kollegen des Technik-

Service unter die Lupe genommen und

für die kommende Saison vorbereitet. Alle

Mitarbeiter sind im Einsatz, denn täglich

müssen neue Veranstaltungen geplant und

eingebucht werden. Sie stehen Veranstaltern

und Besuchern in gewohnter Weise

zur Verfügung. Im Ticket-Service können

Kunden montags bis freitags von 09:00 -

14:00 Uhr weiterhin Karten kaufen. | RED

Ticket-Service

Telefon: 05 41/3490-24

ticketservice@osnabrueckhalle.de

www.osnabrueckhalle.de

Top Acts

Über 60 Konzerte & Shows sind

bereits im Vorverkauf, täglich

kommen neue hinzu. Hier ein

Auszug der Highlights:

Kaya Yanar | 21.10.2016

Steffen Henssler | 08.11.2016

2. OFFLINE electronic

music festival | 25.12.2016

Einstürzende Neubauten |

18.01.2017

Mirja Boes & Band | 19.02.2017

AnnenMayKantereit | 21.02.2017

Sascha Grammel | 04.04.2017

Elvis Musical | 06.04.2017

Was tut sich in der OsnabrückHalle?

1979 wurde sie eröffnet und fungierte jahrzehntelang als

Veranstaltungsort Nr.1 in Osnabrück. Damit das so bleibt und

die Pole-Position noch ausgebaut werden kann, muss die

OsnabrückHalle allerdings umfassend saniert werden.

Derzeit läuft der zweite Bauabschnitt des 20-Millionen-

Euro-Projekts.

Investitionsstaus und veränderte Marktbedingungen

machten eine grundlegende

Sanierung notwendig. Im zweiten Schritt

werden nun seit März 2016 im Erdgeschoss

neue Tagungs-, Catering- und Aufenthaltsräume

im ehemaligen Restaurantund

Küchenbereich errichtet. Im ersten

Obergeschoss bekommen die „alten“-

Tagungsräume, der Niedersachsen-Saal

und das Bistro eine Generalüberholung.

Kellerflächen und Außenfassade werden

ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht.

Zusätzlich entstehen Toilettenanlagen und

eine weitere Theke im 1. OG. Schließlich

wird es im Schlossgarten einen zweiten

Eingang zum Haus geben. Derzeit rotieren

in Spitzenzeiten 70 Personen, um den letzten

Sanierungsabschnitt fertigzustellen.

Bis zum Saisonstart am 25. September hat

auch das Hallen-Team noch jede Menge

zu tun. Nachdem die letzte Veranstaltung

vorbei war, trugen die Mitarbeiter

das komplette Mobiliar, gastronomische

Inventar und technische Equipment vom

Keller bis zum Dachgeschoss zusammen.

Der Europa-Saal dient aktuell als Über-

Bilder © Osnabrücker Veranstaltungs- und Kongress GmbH

Schönen

Feierabend!

Jeden Donnerstag ab 17.30 Uhr

20% auf alle Getränke.

Immer wieder anders! Unsere Mottos an jedem

ersten Donnerstag im Monat!

07.07.2016 – EM-Fieber

04.08.2016 – Barbecue mit Abkühlung

01.09.2016 – Gin-Tasting

06.10.2016 – Zwiebelkuchen & Federweißer

arcona LIVING OSNABRÜCK

Neuer Graben 39 · 49074 Osnabrück

Tel. +49 541 56954-0 · Fax +49 541 56954-100

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Geschäftsanschrift: arcona LIVING Osnabrück GmbH · Steinstraße 9 · 18055 Rostock

BLAUE STUNDE

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17


HOCHSCHULE & KARRIERE

+++ ICO – neues Angebot im ICO: Kostenlose Innovationsberatung

für kleine und mittlere Unternehmen aus der Region Osnabrück.

Mehr Infos: www.ico-innovationsberatung.de +++ mindQ

– bei mindQ wird im Rahmen einer Masterarbeit an der Universität

Osnabrück die Messenger-Plattform "TasteAway" für Food

Trucks entwickelt. Über diese Plattform können sich Food Truck

Kunden automatisch über ihr Smartphone, Laptop oder Desktop-

Rechner benachrichtigen lassen, sobald ihre Lieblings-Anbieter

von Street Food in ihrer Nähe Station beziehen. Gleichzeitig

können Food Truck Anbieter ganz einfach die Standorte Ihrer

Gelassen

ist einfach.

Food Trucks anlegen, Termine verwalten und ihre Kunden informieren.

Die Anbieter-/Kunden Demo Version zu TasteAway

finden Sie unter: http://tasteaway.de/ +++ Kompetenzzentrum

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WER BAUT DIE ERSTE

INTELLIGENTE SONNENLIEGE?

WER KENNT DAS NICHT? DIE PERFEKTE POSITION AUF DER LIEGE IST

ENDLICH GEFUNDEN UND MAN FREUT SICH AUF ENTSPANNTE STUNDEN IM

GARTEN. ES DAUERT NICHT LANGE UND SCHON VERSCHWINDET DIE SONNE HINTER

EINER BAUMKRONE. NUN BEGINNT DAS LÄSTIGE RÜCKEN QUER DURCH DEN

GARTEN, IMMER AUF DER JAGD DIE BEGEHRTEN SONNENSTRAHLEN ZU ERHASCHEN. DIESES

PROBLEM ERKANNTE AUCH MARTIN SCHARFE UND ENTWICKELTE IM JAHR 2014 DIE SELBSTFAHRENDE

LUXUS-GARTENLIEGE SMARTLOUNGER. SIE IST IN DER LAGE, SICH AUTOMATISCH NACH DEM STAND DER

SONNE AUSZURICHTEN ODER IN DEN SCHATTEN ZU FAHREN.

Energie, Science to Business GmbH, Hochschule Osnabrück:

Am 20.09.16 findet das 5. Forum Zukunftsfragen Energie zum

Thema „Energiespeicher und -systeme“ in Osnabrück statt.

Das diesjährige Forum wird vom Kompetenzzentrum Energie

gemeinsam mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen

(KEAN), einer Einrichtung des Landes Niedersachsen,

veranstaltet. Programm und Anmeldung: www.kompetenzzentrum-energie.de

+++ ICO – Die Gewinner der Prototypenparty

vom 26.05.16 sind die Firma feelSpace GmbH. Die junge Firma

präsentierte einen Navigationsgürtel. Im Zusammenspiel mit

der feelSpace-App signalisiert der Gürtel seinem Träger durch

Vibrationselemente auf diskrete und intuitiv verständliche

Weise die Richtung oder Route zu einem Ziel. Seit kurzem hat

feelSpace eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Indiegogo

gestartet, um den Gürtel zur Serienreife weiterentwickeln

zu können. www.feelspace.de und www.prototypenparty.com

+++ Wirtschafts-Senioren Osnabrück e.V. – Die ehemaligen

sparkasse.de

Wenn man Finanzgeschäfte

jederzeit

und überall erledigen

kann.

Mit Online-

Banking.

Wie funktioniert’s?

Der Smartlounger Cube wird von zwei leistungsstarken,

aber völlig geräuschlosen Elektromotoren angetrieben.

Diese ermöglichen über besonders breite Reifen

eine leise, schonende sowie präzise Bewegung der

Liege auf fast allen Untergründen. Die Liege kann

bequem via App gesteuert werden oder automatisch

dem Sonnenlauf folgen. Der Smartlounger erhält seine

Energie aus einem modernen Lithium-Eisenphosphat-Akku, der

eine Fahrtzeit zwischen 1,5 und 3 Stunden (je nach verbautem

Akku) ermöglicht. Geladen wird der Akku entweder über einen

wasserdichten Steckdosenanschluss oder über einen seitlich ansetzbaren

Solartisch.

den Smartlounger konzipiert. Nach seinem dualen Maschinenbau-

Studium und zweijähriger Berufserfahrung gründete er das

Unternehmen marsch-systems, das fernlenkbare Roboterplattformen

entwickelte. Nach dem erfolgreichen Verkauf aller Rechte

von marsch-systems nutzte er das vorhandene Know-how zur Entwicklung

des ersten Smart Furniture und damit zur Gründung der

TRONOS GmbH. Das Ziel von Tronos ist es, Alltagsgegenstände

durch modernste Technik bewegen zu können. | RED

TRONOS GmbH

Albert-Einstein-Straße 1 | 49076 Osnabrück

Fon: 05 41 / 202 80 150

Bilder © TRONOS GmbH

Führungskräfte und Unternehmer aus der Wirtschaft beraten

ehrenamtlich bei der Unternehmensgründung und Unternehmenssicherung.

www.wirtschafts-senioren-os.de

Kontakt

ICO InnovationsCentrum Osnabrück GmbH

Albert-Einstein-Straße 1

49076 Osnabrück

fon +49 541 202 80 - 0

info@innovationscentrum-osnabrueck.de

www.innovationscentrum-osnabrueck.de

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DURCH EDELWACHS- & KERAMIKBESCHICHTUNG

Wer steckt dahinter?

Die TRONOS GmbH ist ein junges Unternehmen aus Osnabrück

und hat seinen Sitz im ICO. Geschäftsführer Martin Scharfe hat

STELLPLATZVERMIETUNG

FÜR PREMIUMAUTOMOBILIE

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HOCHSCHULE & KARRIERE

HOCHSCHULE & KARRIERE

Was wächst auf den

Höfen Havannas?

Havanna, die Hauptstadt Kubas, ist bekannt für Rum,

Zigarren und den langjährigen Regierungschef Fidel Castro.

Nach Beginn der Wirtschaftskrise im Jahr 1990 fand jedoch ein

tiefgreifender Wandel statt. Die „Rolling Stones“ sorgten jüngst

für das größte Rockkonzert der kubanischen Geschichte. Aber

auch die Landwirtschaft erlebte einen Umschwung.

Havanna beherbergt zurzeit rund

2.200.000 Einwohner – das sind etwa 1.000

Einwohner pro Hektar. Wenig Anbaufläche

und traditionelle Formen der Landbewirtschaftung

erfordern ein hohes

Maß an Kreativität. Folglich weicht man

auf innerstädtische Freiräume, Dächer

und Höfe aus, um den Eigenbedarf an

Lebensmitteln anzupflanzen.

Neben dem unmittelbaren Anbau betreiben

die Einwohner hier privat oder mit

Hilfe der kubanischen Regierung Weiterbildung

auf Nachbarschaftsebene. Sie

lernen, wie man Regenwasser speichert,

wie man ganzjährig konserviert oder wie

man am besten Avocados anbaut. Das

kann schon mal heiße Diskussionen entfachen.

Eine der vielen Herausforderungen

besteht darin, eine Verknüpfung zwischen

Freizeit- und Bewegungsnutzungen und

der urbanen Landwirtschaft zu schaffen.

Schließlich will niemand auf schöne Grünflächen

in der Stadt verzichten.

Wie funktioniert Wissensvermittlung

in der Nachbarschaft?

Dirk Manzke, Professor für Städtebau und

Freiraumplanung, lehrt und forscht an der

Hochschule Osnabrück. Sein Thema ist die

Vernetzung von urbanen Atmosphären,

Stadt und Grün. Stadtnahe und städtische

Landwirtschaft ist darin eine wesentliche

Facette. An Havanna begeistert Manzke

die Leichtigkeit und Vitalität der Menschen,

die schon durch viele Krisen gehen

mussten. „Da sind die Gärten und Höfe

der Stadt schöne Treffpunkte, an denen

man sich mit den Nachbarn auch über

Erfahrungen mit der städtischen Landwirtschaft

austauschen und sich gegen-

seitig neues Wissen vermitteln kann“,

berichtet der Stadtforscher.

Im Herbst fliegt Manzke ein weiteres Mal

nach Kuba, um sich von der aktuellen Lage

der krisengezeichneten, aber dennoch

lebensfrohen Stadt ein Bild zu verschaffen.

„Hier ist auch noch einiges für Osnabrück

zu lernen“, meint Manzke, denn der Fokus

seines Besuchs liegt auf der Betrachtung

der unter UNESCO-Schutz stehenden

Altstadt. In der Zukunft sind gemeinsame

Projekte geplant, die einen Austausch von

Studenten aus Havanna und Osnabrück

beinhalten.

Wenn die kubanische Hauptstadt einen

Weg findet, um nachhaltig ausreichend

Nahrungsmittel zu produzieren und die

Arbeitsplätze zu sichern, könnte eine

weitere Krise schon im Vorfeld verhindert

werden. | RB

Bilder Prof. © Rebecca Blömer / Flagge © christophe BOISSON, fotolia.de

Bilder © Jonathan Hafkemeyer / Hochschule Caprivi-Kaserne © Hochscuhle Osnabrück

Wer studiert zweimal?

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich nach dem ersten Studium

weiterzubilden. Die kosten- und zeitintensivste Variante ist aber

sicherlich ein Zweitstudium.

Wenn man nach sechs oder mehr Semestern

die Strapazen des ersten Bachelorstudiengangs

hinter sich gebracht hat,

wünscht sich die innere Stimme nicht

unbedingt eine direkte Wiederholung der

gesamten Prozedur. Trotzdem gibt es einige

Studenten, die diesen Weg beschreiten.

Zwischen drei und fünf Prozent, schätzt Dr.

Carsten Steinert, Professor für Betriebswirtschaftslehre

und Personalmanagement

an der Hochschule Osnabrück. Dieses

„Phänomen“, wie er es nennt, gibt es verstärkt

seit dem Bologna-Prozess 1999.

„Früher war ein Zweitstudium so gut wie

undenkbar“, meint Steinert. „Niemand

wollte sich nach einem mindestens fünfjährigen

Diplom- oder Magisterstudiengang

noch einmal so lange an den Schreibtisch

fesseln lassen.“ Heute ist die akademische

Laufbahn durch kürzere Studienzeiten

deutlich flexibler.

An der Osnabrücker Fakultät für Wirtschaft

und Soziales fallen Ivonne Giglewicz

spontan drei Studenten ein, die sich

für ein Zweitstudium entschieden haben.

„Viel mehr könnten es allerdings auch

gar nicht werden“, weiß die Studiengangskoordinatorin.

„Denn das Bewerbungsverfahren

läuft über eine Sonderquote und

Kohorten, in der sich die Interessenten mit

anderen Bewerbergruppen die wenigen

Studienplätze teilen müssen.“

Eine von ihnen ist Henrike Brockmann

(30), Physiotherapeutin und Mutter von

zwei Kindern. Nach ihrer Ausbildung,

einem Physiotherapie-Studium sowie

einiger Zeit Berufserfahrung ist sie nun

wieder Erstsemester im Studiengang

Betriebswirtschaft und Management an

der Hochschule Osnabrück.

Die Gründe für ein Zweitstudium können

vielseitig sein. Mal fordert das

Berufsziel einen weiteren Studienabschluss,

mal streben die Studierenden in

derselben Fachrichtung einen Universitätsabschluss

an. Oft geht es auch um die Verbesserung

der Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

„Solange der erste Studiengang abgeschlossen

wurde, ist ein Zweitstudium

überhaupt kein Nachteil

für die Betreffenden “, sagt

Prof. Dr. Carsten Steinert. | JH

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20


HOCHSCHULE & KARRIERE

HOCHSCHULE & KARRIERE

Angekommen? Geflüchtete in Stadt und Landkreis Osnabrück

Im Rahmen einer Projektarbeit beschäftigten sich 16 Studierende der Hochschule Osnabrück

im Sommersemester 2016 mit verschiedenen Fragestellungen zum Thema Ankunft und

Integration der Flüchtlinge in Osnabrück. Dabei wurden auch Verbesserungsvorschläge für die

aktuelle Situation erarbeitet.

Durch Interviews mit Organisationen und

Geflüchteten wurde die allgemeine Zufriedenheit

mit der Flüchtlingsarbeit

in Stadt und Land

Osnabrück untersucht. In

vielen Lebensbereichen

bewerteten die befragten

Geflüchteten die Angebote

als sehr gut, hier fielen vor

allem die Sektoren Sport

und Bildung auf. Dies bestätigte

sich auch in Interviews

mit verschiedenen

Bildungseinrichtungen in

Stadt und Landkreis Osnabrück.

Für Geflüchtete werden

Sprachlernklassen angeboten,

um später am Regelunterricht

teilnehmen

können. Zudem bieten die

Schulen auch kulturelle

Programme, an denen Geflüchtete

teilnehmen und

Kontakte knüpfen können.

Auch Sportangebote bieten

eine gute Plattform für Integration, da im

Gegensatz zu vielen anderen Bereichen

22

des Alltags die Sprache hier keine große

Barriere darstellt. Um als Geflüchteter in

Deutschland einer Arbeit nachgehen zu

dürfen, muss entweder sein Asylantrag

angenommen worden sein - oder der Asylantrag

wurde vor drei Monaten gestellt,

aber noch nicht bewilligt.

Grafiken © Lisa Marie Höcker / Gruppenbild © Privat / Flüchtlinge auf Landkarte © Traumbild, fotolia.de

Herausforderung oder Chance

für den Arbeitsmarkt?

Perspektive ist ein Wort, von dem für

viele Geflüchtete die Zukunft abhängt.

Niemand weiß, wann und ob sie in ihr

Heimatland zurückkehren können oder

aber müssen. Die Integration in den

Arbeitsmarkt stellt für sie und auch

für die Region Osnabrück eine große

Herausforderung dar. „Die Sprache, eine

sichere Aufenthaltsdauer sowie ein nachgewiesenes

Herkunftsland sind in den Unternehmen

für die Einstellung von Flüchtlingen

von großer Bedeutung“, erklärt

Sonja Splittstößer von der Industrie- und

Handelskammer Osnabrück - Emsland -

Grafschaft Bentheim.

Durch spezifische Maßnahmen wie beispielsweise

PerF (Perspektive für Flüchtlinge)

versucht die Bundesagentur für

Arbeit zudem, Geflüchteten die Integration

in den Arbeitsmarkt zu erleichtern,

indem berufsbezogene Sprachkenntnisse

und Praktika vermittelt werden. Außerdem

solle Geflüchteten dadurch das duale

Ausbildungssystem näher

gebracht werden. 38 Geflüchtete

haben 2015 eine

Ausbildung in der Region

Osnabrück begonnen und

sich somit erfolgreich in den

Arbeitsmarkt integrieren

können.

Durch Gasthörerprogramme

und Sprachkurse beteiligen

sich auch die Hochschule

und Universität Osnabrück

an der Integration. Sie ermöglichen

Geflüchteten,

Vorlesungen kostenfrei zu

besuchen und unterstützen

sie bei einer gezielten Bewerbung

und auch in anderen Fragen rund

um das Studium. 75% (ca.1.650) der Geflüchteten

in Osnabrück sind arbeitsfähig,

doch auf Grund

der zuvor genannten

Faktoren

konnten

im ersten

Quartal 2016

lediglich 14

Flüchtlinge in

den Arbeitsmarkt

integriert

werden.

Innerhalb

der nächsten

fünf Jahre rechnet man aber damit,

dass sich bereits 40% in den

Arbeitsmarkt integrieren können, langfristig

sogar 70%. Durch gezielte Maßnahmen

der Bundesagentur für Arbeit,

der Hochschule und Universität

Osnabrück sowie der IHK wird die Herausforderung

Integration zu einer Chance für

Unternehmen und Wirtschaft.

Was kann verbessert werden?

Während der Recherche wurde außerdem

deutlich, dass in einigen

Bereichen noch deutliches Verbesserungspotential

besteht. Sowohl

Organisationen als auch Flüchtlinge

kritisierten die unzureichende Koordination

und Kommunikation zwischen den

Beteiligten, die oft zu Doppelstrukturen

und Unklarheiten führt.

Es wurden verschiedene Verbesserungsvorschläge

erarbeitet – von der Bildung

einer zentralen Anlaufstelle bis zur Einrichtung

eines Übersetzungsbüros. Die

Studierenden entwickelten überdies das

Grundkonzept für eine Website, auf der

Geflüchtete sich über die bestehenden

Angebote informieren und austauschen,

Helfer für ehrenamtliche Mithilfe

werben und Organisationen sich für

gemeinsame Projekte zusammenschließen

können. Eine solche Koordinierungsinstanz

würde die Koordination zwischen

den verschiedenen Organisationen, die

Verteilung von Ehrenamtlichen und Dolmetschern

und die Aufklärung der Bürger

verbessern. | RED

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23


HOCHSCHULE & KARRIERE

Ausbildung zum/zur

MEDIEN GESTALTER/IN

Wo können Schüler

forschen, entdecken & staunen?

Robotics, Mobilität, Chemie, Metallwerkstatt, Programmieren, Jugend forscht, Technik für Kids:

Die Liste der Angebote des Schüler-Forschungs-Zentrums (SFZ) Osnabrück ist lang. Gemeinsam

haben alle Angebote, dass sich Schülerinnen und Schüler freiwillig in ihrer Freizeit treffen,

um mit anderen an neuen Themen und Ideen zu arbeiten.

Eigenbau der Schüler/-Innen vom Kurs

Mobilität mit dem Infento-Baukastensystem

Durch die angebotenen Kurse soll das Interesse

an den sogenannten MINT-Themen, das

heißt an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften

und Technik, frühzeitig

geweckt und gefördert werden. Die

Angebote des SFZ sind dabei offen

für Schülerinnen und Schüler jeglicher

Klassenstufen und Schulformen.

Gegründet wurde das SFZ Osnabrück

im Jahr 2008, um den Schülerinnen

und Schülern im Landkreis

und der Stadt Osnabrück durch

die Angebote eine breitere Perspektive

in Bezug auf die spätere

Berufswahl oder die Wahl des

Studienfachs zu ermöglichen.

Die Schülerinnen und Schüler

lernen im SFZ aber viel mehr als

das reine Fachwissen. Durch die Arbeit im

Team werden besonders die sozialen und

kommunikativen Fähigkeiten gefördert. Die

Kinder und Jugendlichen arbeiten selbstständig

im Team, verfolgen eigene Ziele und

Der Chemie-Kurs des Schüler-Forschungs-Zentrums Osnabrück

organisieren sich selber, mit der Unterstützung

durch die für das SFZ tätigen Lehrerinnen

und Lehrer. Das SFZ arbeitet mit der

Hochschule Osnabrück, der Universität

Osnabrück, verschiedenen Schulen in

der Stadt und im Landkreis Osnabrück,

sowie Praxispartnern zusammen. So

werden mit den Schülerinnen und

Schülern auch kleine Exkursionen zu

Unternehmen in der Region unternommen.

Die Schülerinnen und

Schüler sehen hier, wie ihre kleinen

Experimente in der Industrie in

großem Maßstab umgesetzt

werden und erfahren zugleich

etwas über verschiedene Berufe.

Die meisten Angebote des SFZ

sind regelmäßig und finden in

der Schulzeit jede Woche statt. So haben

die Schülerinnen und Schüler jede Woche

„Training“, ähnlich wie beim Fußballverein

oder beim Spielen eines Instrumentes. Dabei

gleicht kein Angebot dem anderen:

Eigenbau der Schüler / Rasberry PI / Roboter © Klaus Brinkmann / Schüler-/Innen arbeiten an Roboter © Danuta Prasse

Lego Fahrzeug © SFZ Osnabrück / Schülerinnen Chemie Kurs © Carina Sander / Kolben © tarasov_vl, fotolia.de

/ gedankenblase © links Danuta Prasse / Gedankenblase mitte © SFZ Osnabrück / Gedankenblase rechts © Carina Sander

Arbeit mit dem Raspberry Pi beim Programmieren-Workshop

Während Robotics und Mobilität eher wettbewerbsorientiert

sind, geht es in der Chemie

und beim Programmieren um das Lernen und

Forschen. Die Schülerinnen und Schüler bringen

eigene Ideen ein und entwickeln sich zu

kleinen Experten, eben zu echten Jungforscherinnen

und Jungforschern. | CS

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01.09.2016

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Informationen unter:

komm-akademie.de

Bei einem Robotics-Workshop gebauter Roboter

24

25

komm-akademie.de


STADT- & LANDGESCHICHTEN

STADT- & LANDGESCHICHTEN

Gemauertes Kopfnischengrab, gefunden bei

Ausgrabungen 1993 am Osnabrücker Dom

Baumsargbestattungen am Dom,

die Sargreste sind noch erkennbar

Glasperlen schmückten ein

Frauengrab am Schölerberg

Wohin mit den Toten

im mittelalterlichen Osnabrück?

Die Auseinandersetzung und der Umgang mit dem Thema Tod waren im Mittelalter allgegenwärtig.

Der Gedanke des „memento mori“ (lat.: „Gedenke des Todes“) führte den Menschen bewusst die

Vergänglichkeit der eigenen Existenz vor Augen. Der Tod galt unwiderruflich für Jedermann, egal

welcher sozialen Gesellschaftsschicht der Sterbende angehörte. Die Furcht vor dem Jüngsten

Gericht und der Glaube an die Wiederauferstehung waren fest im Alltag verankert.

Die Beisetzung der Toten möglichst nahe an

den Kirchen, die das Zentrum eines mittelalterlichen

Dorfes oder einer Stadt bildeten,

war daher von hoher Bedeutung. Angesichts

eines Kirchenneubaus, auch bei Klostergründungen,

war es üblich, einen „Kirchhof“

anzulegen. Dort wurde allerdings nicht

nur bestattet. Sie waren Versammlungsorte

des öffentlichen Lebens und dienten ebenfalls

als Marktplätze. Dieser Umgang war

keineswegs unsensibel, da den Toten auf

diese Weise ein Platz inmitten der Lebenden

erhalten bleiben sollte.

Wie wandelte sich

das Totenbrauchtum?

Bei Ausgrabungen an der Turm- und

Lohstraße wurde das Skelett einer etwa

sechzigjährigen Frau freigelegt. Ihre

Hände sind, wie im Hochmittelalter

üblich, im Beckenbereich gefaltet.

Unter dem Einfluss der einsetzenden christlichen

Missionierung im 8. Jahrhundert

wandelte sich das Totenbrauchtum gravierend.

Waren die Gräber zuvor noch in Nord-

Süd-Richtung angelegt, besaßen sie fortan

eine ost-westliche Ausrichtung, mit Blick der

Toten in Richtung der aufgehenden Sonne.

Sächsische Begräbnisse waren, anders als

christliche Gräber, noch mit zahlreichen Beigaben

ausgestattet. Schmuckstücke, Waffen

und Werkzeuge lassen Rückschlüsse auf die

gesellschaftliche Stellung der Verstorbenen

zu. Die Abkehr von diesen Sitten war ein

Bilder © Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück / Schädel © fakegraphic / Ausgrabung mit Pinsel © lufeethebear, fotolia.de

schleichender Prozess, an althergebrachten

Traditionen wurde längere Zeit festgehalten.

Ein Bespiel für diese Übergangsphase ist das

sächsische Gräberfeld am Schölerberg, das

in die Zeit um 700 datiert. Neben eindeutig

christlich geprägten Fundstücken wurden

auch heidnische Beigaben gefunden. Dies

zeigt, dass die Sachsen im Alltag noch an

einigen heidnischen Glaubensvorstellungen

und Riten festhielten. Typisch für die karolingisch-sächsische

Zeit war das Begräbnis

in ausgehöhlten Baumstammhälften.

Mehr als 100 solcher

Baumsargbestattungen

entdeckten Archäologen

an der Nordseite des Osnabrücker

Doms. Domhof

und Große Domsfreiheit

dienten in weiten Teilen

bis in die Neuzeit hinein als

Friedhof. Das Gräberfeld

gehörte zur ersten Missionskirche

aus den 780er Jahren.

1984/85 wurde der Marktplatz,

während seiner Sanierung, umfassend

archäologisch untersucht. Neben der

Entstehung und Entwicklung der Marktgebäude

konnte auch dort ein Baumsargfriedhof

aus der Zeit um 850 nachgewiesen

werden. Ab dem 10. Jahrhundert wurden

die Baumsärge durch kastenförmige Konstruktionen

aus Holzbohlen oder Steinplatten

ersetzt. Es entstanden sogenannte Kopfnischengräber,

die ebenfalls am Osnabrücker

Dom, an der Marienkirche und auch an der

Johanniskirche freigelegt wurden.

Die Friedhöfe im Mittelalter waren restlos

überfüllt. So kam es nicht selten vor, dass

man die Toten etwas chaotisch, teils ohne

Rücksicht auf ältere Gräber, beerdigte. Erst

im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden die

Friedhöfe an den Stadtrand verlagert, einerseits

aus hygienischen Gründen, andererseits

um das Problem der beengten Bestattungsverhältnisse

zu lösen.

Was verraten DNA Proben

aus dem Mittelalter?

Bei christlichen Bestattungen kann neben

der Sargform auch die Armhaltung der Verstorbenen

für eine chronologische Einordnung

wichtig sein. Im Frühmittelalter lagen

die Arme noch parallel am Körper, im Hochmittelalter

waren die Hände im

Becken gefaltet und später auf

dem Unterleib positioniert.

Mit dem Bau der „Altstadtgarage“

und dem „Haus der

Kirche“ ab 2002 ergaben

sich hervorragende Möglichkeiten,

gut erhaltene

Spuren aus der Umgebung

von Markt und Marienkirche

zu ergründen. Bei den

Ausgrabungen stieß man auch

auf einen kleinen Friedhof. Auf

dem nur knapp 21 m² großen Bereich

endeckten Archäologen Überreste mehrerer

Gräber, von denen 46 bis 59 Individuen anthropologisch

untersucht wurden. Die Anzahl

ist umso erstaunlicher, bedenkt man den

äußerst eng begrenzten Raum. Wann dieser

Friedhof entstand und wer die Bestatteten

waren, kann heute niemand genau sagen.

Einzig ihr Geschlecht und ungefähres Alter

lassen sich bestimmen. Äußere Auffälligkeiten

an den Knochen weisen auf Krankheiten,

Verletzungen oder starke Beanspruchungen

hin. Sie geben auch

Auskunft über Ernährung,

Gesundheitszustand

und medizinische

Versorgung

im Mittelalter. Mittels DNA-Proben lassen

sich Verwandtschaftsverhältnisse unter den

geborgenen Skeletten erkennen. Durch eine

Isotopenanalyse finden Anthropologen heraus,

ob der Mensch ursprünglich aus unserer

Region stammte oder zuwanderte. Kleinste

Reste im Zahnstein geben Aufschluss über

Ernährungsgewohnheiten. Lediglich diese

Basisdaten machen natürlich noch keinen

Menschen aus. Auf die Frage zu ihrer Persönlichkeit,

wie sie arbeiteten und fühlten,

darauf können die Knochen allein keine

Antwort geben. Welches Leben mögen die

Verstorbenen wohl geführt haben? | JF

Spannende Präsentation

Die Ausstellung „drunter & drüber.

Unter dem Parkhaus das Mittelalter“

beleuchtet erstmals die abwechslungsreiche

Geschichte

rund um das Grundstück hinter der

Kirche St. Marien. Auf dem ehemaligen

Friedhofsgelände können Besucher

in die bewegte Osnabrücker

Lebenswelt des 13. / 14. Jahrhunderts

eintauchen.

Die Präsentation ist ein gemeinsames

Projekt der Stadt- und Kreisarchäologie,

des Historischen

Seminars der Universität Osnabrück

und der Stiftung St. Marien -

mit freundlicher Unterstützung

durch die Kirchengemeinde St.

Marien.

19. Juni – 25. September 2016,

Kirche St. Marien / Osnabrück

www.marien-osnabrueck.de

26

27


Orte in Stadt und Land (7)

Warum ist die Dodesheide keine tote Heide?

Schon im Jahre 1512 tauchte der Name Dodesheide im geschichtlichen Ortsverzeichnis des

Fürstbistums Osnabrück auf. Bis heute gibt es zwar mehrere interessante Deutungsvorschläge,

aber bei genauerer Betrachtung ergeben sich fast überall Widersprüche.

Wo liegt eigentlich

die Dodesheide?

Selbst deren Bewohner tun sich schwer

mit der Abgrenzung zu den umgebenden

Stadtteilen. Das liegt auch daran, dass die

Dodesheide erst nach dem Zweiten Weltkrieg

ein eigenständiger Stadtteil Osnabrücks

wurde. Vorher gehörte sie, ebenso

wie Teile von Gartlage, Sonnenhügel und

Widukindland zum Schinkel. Seit der

Gebietsreform von 1972 wird die Dodesheide

im Norden von der Vehrter Landstraße

begrenzt, im Süden von der Bahnlinie

nach Bremen, im Osten von Belm und

im Westen von der Landwehr, einer vorgelagerten

Stadtbefestigung.

Sie bestand aus Wällen, die mit dichtem

Dornengestrüpp bewachsen und Gräben,

die in den Niederungen mit Wasser

gefüllt waren. Heute wird die Landwehr

von hohen Bäumen gesäumt und gilt als

grüner Finger der Stadt Osnabrück.

Woher kommt nun der

Name dieses Stadtteils?

Das Grundwort „heide“ wird im Niederhochdeutschen

als ein mit Strauchwerk

und Dornen bewachsenes Land bezeichnet.

Das Bestimmungswort „dod(es)“ zeigt

an, dass es sich hier um eine Genitivform

handelt, die durch -es- markiert wird.

2004 machte sich eine Klasse der Grundschule

in der Dodesheide auf die Suche

nach dem Ursprung

des Namens. Am

Ende präsentierten

28

die Schüler stolz ihr

Ergebnis. Dodesheide

stamme von

„tote Heide“. Die

Stadtteilhistorikerin

Anni Wächter

hielt das für einen

Trugschluss. Mit

dem Hinweis auf

eine Chronik leitete

sie den Namen

von Bischof Dodo ab. Beide Theorien

halten wissenschaftlichen Nachprüfungen

aber nicht stand.

Die Vermutung, dass Dodesheide mit „tote

Heide“ gleichgesetzt werden könne, lässt

sich schon grammatikalisch widerlegen.

Das Adjektiv -tot-, -dod- steht hier im Dativ.

Ein Zusammenschieben der Worte

-to der doden heide- würde folglich

„Dodenheide“ ergeben. Die Vermutung,

dass Bischof Dodo der

Namenspatron gewesen wäre, ist auch

nicht stimmig, denn in diesem Zusammenhang

müsste es ebenfalls Dodenheide

heißen.

Was noch übrig bleibt ist der Gedanke,

dass die Dodesheide auf einen anderen

Personennamen zurückgeht. Für plausibel

hält die Göttinger Ortsnamenforscherin

Dr. Kirstin Casemir, dass ein gewisser Dod

oder Dodi der Namenspatron sein könnte.

Mit der Genitivform „Dodesheide“ wäre

der Name schlüssig.

Bemerkenswert ist, dass wir denselben

Personennamen auch im nahen Düstrup

finden, das früher als Dodesthorpe bezeichnet

wurde. Vielleicht war es ja ein

Ritter, nach dem sowohl die Dodesheide als

auch Dodesthorpe benannt waren. Schade

ist nur, dass keine historische Figur bekannt

ist, die exakt in dieses Muster passt. | EE

Wie jede karikaturistische Überzeichnung

trifft diese Beschreibung sicher lage, die mit ihrer Pracht vor allem Macht

Sophie anno 1677 als barocke Gartenan-

WAGNERS ANSCHÜBE

einen wahren Kern. In Wahrheit präsen- und Reichtum präsentieren sollte. Nicht

tiert sich die Osnabrücker Park- und wenige Adelige des Osnabrücker Umlands

nahmen sich den Schlossgarten als

die Hügelchen sind mit allen Sorten des chen. (…) Kurz, Ihr gutes Gärtchen, liebe Großmama,

gleicht jetzt einer bezauberten Insel,

Gartenwelt jedoch in einer Vielfalt, deren

schönsten Gesträuches bedeckt, und auf unsern

Wiesen sind keine Blumen, Betrachtung die sich sich nichtlohnt.

worauf man alles findet, was man Vorbild nicht darauf ihrer eigenen Vorzeige-Flächen.

auch in jenen kleinen Tälerchen Der durch befinden. zahlreiche Es suchet, und Publikationen

von dem, was man darauf suchet,

hat dieses meinem Manne bekannte zwar vieles Autor gekostet,

indem er einige tausend Fuder Sand, Stei-

bringen Sie uns doch bitte etwas weißen Kohl

Heiko nichts Schulze findet. (…) ist Wenn den Sie aber Wussten kommen: so Sie, dass Justus Möser

Geheimnissen der Osnabrücker Gärten (1720-1794) ein süffisanter Kritiker

ne und Lehm auf das Kohlstück bringen lassen aus der Stadt mit; denn wir haben hier keinen

müssen, um so etwas Schönes in einem daraus jüngst zu ma-

erschienenen Platz mehr dafür. Buch (…)“ auf 20

den Grund gegangen. Für „Osnabrücker

Wissen“ beantwortet er die spannendsten

Fragen.

Wagners Anschübe

Wussten Sie, dass die Flächen vor den

alten Stadtmauern Osnabrücks als

V

erste Gemeinschaftsgärten dienten? Gemüse mehr zu finden war.

on geradezu pionierhafter Bedeutung für terschiedliche Flächen jenseits der Stadtmauern

bis durch 1843, vielfältige durfte Anpflanzungen zu nutzen

die gärtnerische Gestaltung Jahrhundertelang, Osnabrücks

wurde das Engagement niemand des bereits sein zuvor Haus erwähnten

Senators Gerhard bauen. Friedrich Dafür Wagner teilten bis Dabei zu war acht der Laischaf-

Kaufmann hauptberuflich „Gartenvater“ ei-

besitzt?

und außerhalb diese Praxis der als Wälle vorbildlich Wussten zu propagieren. Sie, dass Osnabrück einen

(1769-1846). Nicht weit hinter den alten Stadtmauern,

direkt vor der Anhöhe des Bürger-

betrieb seit 1805 im eigenen Haus in der

gentlich auf das Tuchgewerbe spezialisiert und

ten die Flächen ringsum unter sich auf Senator Gerhard Friedrich Wagner

parks, gehörte dem Senator und ein bewirtschafteten prächtiger eigener

Garten. Das Gartenwesen waltung entwickelte vorwiegend handlung. als Da Viehweiden,

er Hausbesitzer des war, ersten gehörten Parks „für alle“, des Bürger-

Krahnstraße sie in 30 Selbstver-

eine recht gut (1769-1846) gehende Stoff-

war nicht nur der „Erfinder“

sich zeitlebens zu seiner großen Feld- und Leidenschaft. nicht zuletzt ihm mit – wie Gartenflächen.

anderen Gebäude-Eigentümern

parks. Getragen von der Idee, möglichst

viele Menschen mit gesundem

Immer wieder war Wagner darum bemüht, un-

auch – Anteile an der Herrenteichslaischaft.

DER SCHLOSSGARTEN

Lange Jahre fungierte er als deren Vorsteher

Wussten

und

Sie,

prägte

dass

die Aktivitäten.

der heutige

bereits Schlossgarten aufgrund seines zu Amtes immerhin darum bemüht, 2.000 Obstbäume setzen, die

Als Obst Sprecher zu war ernähren, er ließ er am Klushügel

Der Schlossgarten

deren Flächen im Sinne von Nutzgärten, Feldoder

Forstflächen gedeihlich zu nutzen.

Das barocke Schloss und der angegliederte

Schlossgarten dienten einst als fürst-

Beginn ein ummauertes

jedermann kostenlos abernten durfte.

bischöfliche Residenz von Ernst August I.

Areal für die

(1629-1698), der das Fürstbistum Osnabrück

seit 1662 als erster protestantischer Landesherr

regierte. Sein imposantes Quartier

GÄRTEN FÜR ALLE Obstbäume herrschaftliche

bewohnte

er mit seiner Familie von 1673 bis

für alle Wussten Sie, dass der erste deutsche

1680, wonach das Gebäude in der Folgezeit

Wie Elite kein war? zweiter Osnabrücker Schrebergarten seiner Zeit erkannte

für

eine Form von Spielplatzentwidmung

Bedeutung, die und Kindesenteig-

nur noch als Nebenresidenz diente.

Gärten

Der

alle: der erste

Parks Senator protestantische

Fürstbinung

war?

als die grüne hohe

Die Gemeinsamkeiten Begegnungsräume

sind unverkennbar: in der weiteren Zukunft der Obstbaum haben

Die Schlossgärten von Osnabrück (1691, Abbildung

links) 29 und Herrenhausen (1708, Ausschnitt,

Abbildung unten) sollte. Wagner war der erste, der dessen Pflanzung

systematisch Ernst August in Angriff I. nahm. Denn Entwickelt der erste nach dem Leipziger

30 in zeitgenössischen Ansichten

(das Osnabrücker Motiv wurde zu diesem Zweck

gedreht).

Zwei große Park-Anlagen schof möchten wir an her auch als „Lustgärten“ bezeichnet, allein

dieser Stelle im Rahmen eines gesonderten

Kapitels beleuchten. schuf Vorweg: Auch chen Geschichte als etwas Besonderes. Darum

schon aufgrund ihrer besonders traditionsrei-

hatte sich den die edlen neue Park Disziplin der Mediziner „Obstbaumkunde“

bereits seit der zweiten Hälfte des 18.

Schreber genannte Garten war

Schlossgarten und Bürgerpark reihen sich sei uns nachgesehen, dass die folgenden Ausführungen

bewusst ausführlich gehalten sind.

zweifellos in die Vielfalt städtischer Gärten ein.

Gleichwohl gelten beide Areale, nebst zuweilen frü-

„Chefplanerin“

Gattin Lehrer namens Gesell damit begann, mit den

noch eine Art Kinderspielplatz. Als ein

Jahrhundert. Sie war von solchen aufgeklärten

Fürsten deutscher Einzelstaaten entwickelt

worden, die nicht nur die Funktion Kindern des Obstbaums

zur Ernährung, sondern übernahmen auch dessen noch vor 1870 schnell

erste Pflanzungen vorzunehmen,

Senator Gerhard Friedrich Wagner (1769-1846) wirtschaftlichen Nutzen erkannt hatten. Wag-

Bilder © Ebba Ehrnsberger

Herrenhäuser Schloss © Gemeidegut / restliche Bilder © Stadt Osnabrück

Raum zum Rasten oder Spielen: üppige Rasenflächen mit schattigen Bäumen

22

16

der damals trendigen englischen

Landschaftsgärten war?

Unter dem Pseudonym „Anglomonia

Domen“ spottete er anno 1778 im

Text „Das englische Gärtchen“ über ein

opulent umgestaltetes Anwesen, in dem

viel Landschaft, aber kein Obst oder

STADT- & LANDGESCHICHTEN

Welche Geheimnisse verbergen

Osnabrücker Gärten?

Exakt ausgemessene Grasteppiche, glatt geschnittene

Hecken, symmetrisch angeordnete Zierblumen – und

dazwischen aufdringlich grinsende Gartenzwerge: So oder ähnlich stellen sich kritische

Zeitgenossen Osnabrücks Mustergarten vor.

Jahrzehnte später – man schrieb das Jahr 1875

– schließlich doch daran ging, die alten Visionen

Senator Wagners zu verwirklichen.

Es geschah dann zu Ostern 1876, als der

neue „Bürgerpark“ das Licht der Welt erblickte.

Seither übernahm die Stadt Osnabrück mit ihren

Stadtgärtnern die Pflege und auch Neugestaltung

der Gartenanlagen. Diese blieben

im Grunde bis heute in ihren Wesenszügen unverändert.

Seit 1998 kann der Besucher zusätzlich

das „Wagner-Tor“ am Eingang des Bürger-

die sich im Rahmen der Pflege des Bürgerparks

unverändert in einer Art historischen Verpflichtung

sieht.

Ein Park mit Unterwelt

Die Beschaulichkeit der gewachsenen Parklandschaft,

die Besucher im Bürgerpark erleben,

täuscht ein wenig. Denn viel wichtiger als

die Oberfläche des Gertrudenberges war lange

Zeit sein Inneres. Bereits im Mittelalter wurde

hier für die Bauten der Stadt jener Kalk ab-

parks (Ecke Senator-Wagner-Weg und gebaut, der, angereichert mit Wasser, die andernorts

in Steinbrüchen der Umgebung ge-

Wittkop straße) durchschreiten, das seinerzeit

in Fleißarbeit von den Auszubildenden des wonnenen Bruchsteine zusammen hielt.

städtischen Grünflächenamtes errichtet worden

ist. Bedeutende Mittel dazu (weitere Maßhielt

das Innenleben eine neue Funktion: Die

Nachdem kein Kalk mehr abgebaut wurde, ernahmen

schlossen sich immer wieder an) wurden

von der Herrenteichslaischaft gespendet, derem als begehrte Bierkeller. Diese und

tief eingeschlagenen Stollen dienten unter an-

wei-

33

Gartenvater Gerhard Friedrich Wagner

(oberer Kreis)

Der ummauerte (mittlerer Kreis) und der

heutige (rechter Kreis) Schlossgarten

die Eltern die Regie: Die Kleingärtnervereine

erlebten ihre Geburtsstunde.

Wussten Sie, dass Osnabrücker

Kleingärtner ihre ersten Parzellen russischen

Kriegsgefangenen verdanken?

Im Jahre 1916 richteten die ehemaligen

zaristischen Soldaten unter strenger

militärischer Bewachung das Kern-Areal

des heutigen Vereins „Deutsche Scholle“

her, weshalb die Gärten noch lange Zeit im

Volksmund „Russengärten“ hießen.

Wussten Sie, dass es in Osnabrück

nicht nur Parks, Privat- und Kleingärten

gibt, sondern auch immer mehr

Gemeinschafts- und Themengärten?

Das Spektrum reicht von begehbaren

Künstler- über ökologische und religiöse

Lerngärten bis hin zum Friedensgarten.

Kurzum: Es lohnt sich, im wahrsten

Sinne des Wortes einmal häufiger „über

den Gartenzaun“ zu blicken. | RED

Gartengeschichte

zum Nachlesen

In Heiko Schulzes farbig illustriertem

Buch „Osnabrücker Gärten. Geschichte(n)

und Informationen. Kleingärten

– Themengärten - Gemeinschaftsgärten

– Lustgärten – Künstlergärten“ werden

noch viele weitere Gartengeheimnisse

gelüftet. Es ist für 4 €uro im Osnabrücker

Buchhandel, in den Osnabrücker

Museen, bei der Tourismus-Information

sowie im Osnabrücker Kulturhaus

(Marienstraße 5/6) erhältlich.

29


MOMENTAUFNAHMEN

Wo baute der Meister von Tübingen?

Ende des 15. Jahrhunderts brannte das Wohn- und Wirtschaftsgebäude

der Schelenburg nieder, nur der mächtige Wohnturm blieb von den

Flammen verschont. Hausherr Sweder von Schele beauftragte den aus

Süddeutschland stammenden Jörg Unkair mit der Neugestaltung der

Anlage. Der Architekt errichtete zwischen 1530 und 32 eines der frühesten

und eindrucksvollsten Bauwerke der sogenannten Weserrenaissance

und ging als „Meister von Tübingen“ in die Geschichte ein. Schließlich

verdankt nicht nur die Schelenburg Jörg Unkair ihr unverwechselbares

Aussehen. Er zeichnete auch für den Bau der Schlösser Neuhaus, Stadthagen,

Petershagen oder Detmold verantwortlich. | TS

Foto © Blendeneffekte.de, Oliver Schratz

31


Welcher Osnabrücker

hat Kobolde im Keller?

Menschen horten allerlei Dinge, doch eines der wohl außergewöhnlichsten

Sammelobjekte findet sich bei Matthias Werner in Osnabrück:

Der Staubsauger. Im Keller seiner Oma hat Werner sich ein kleines

Privatmuseum eingerichtet, in dem er 350 Staubsauger (unter anderem auch das Vorwerkmodell

,,Kobold“) und Haushaltsgeräte ausstellt.

Die Ausstellung wechselt regelmäßig, damit

auch die ca. 350 Geräte, die er auf dem

Dachboden lagert, von den Besuchern

bestaunt werden können. Schon als Kind

war der Staubsauger eines seiner Lieblingsspielzeuge.

Als Matthias Werner dann den

ersten eigenen geschenkt bekam, begann

seine Sammelleidenschaft.

In dem kleinen Museum finden sich

Geräte verschiedener Herstellermarken

aus den Jahren 1910 bis 1980, besonders

interessant sind die noch

handbetriebenen Exponate

aus den

10er und 20ern,

denn erst 1927

wurde der

Staubsauger

elektrisch.

Außerdem

gibt es im

Museum eine

funktionsfähige

Küche aus den

32

70ern mit alten Küchengeräten und einen

separaten Waschraum mit alter Waschmaschine.

Ein Lieblingsteil hat der hauptberufliche

Raumausstatter nicht - jedoch

eine Vorliebe für die 50er Jahre. Auch sein

Privatauto stammt aus diesem Jahrzehnt.

Jeder der ausgestellten Staubsauger ist

voll funktionsfähig, denn bevor ein Teil

ins Museum kommt, wird es gesäubert,

poliert und - falls notwendig - aufbereitet

und restauriert. Viele der Geräte sind

Geschenke, einen Großteil der Ausstellung

hat er aber selbst gekauft. Da stellt sich die

Frage, warum man so viel Zeit, Mühe und

Geld in ein Museum steckt, für das man

keinen Eintritt nimmt.

„Ich möchte die faszinierende Technik

erhalten, denn selbst die Herstellerfirmen

besitzen kaum noch antike Geräte aus den

letzten 100 Jahren“, erklärt Werner. Zu

den Besuchern des privaten Staubsaugermuseums

zählen nicht nur Kollegen aus

der Sammlerszene. Ob jung oder alt, Frau

oder Mann, die Besucher in seinem Museum

sind bunt gemischt. Auch Kinder,

die Werners Leidenschaft und Faszination

für Staubsauger teilen, waren schon zu

Besuch. | LB

Museum ohne

Öffnungszeiten?

Wer das Staubsaugermuseum

besuchen möchte, sollte sich vorher

bei Matthias Werner anmelden,

denn Öffnungszeiten gibt es

nicht.

Auf seiner Facebook-Seite

berichtet er regelmäßig über

das Museum und postet Bilder

interessanter Geräte. Es lohnt

sich also, mal einen Blick darauf zu

werfen.

facebook.com/staubsaugermuseum.osnabruck

Bilder © Lea Beisheim / Staubsauger © Ro, fotolia.de

Bilder Stein © Thorsten Stegemann / Bild Bödige © Museum am Schölerberg

Wer starb bei 52°13’27.96“ 7°58’10.65“?

Als der 1859 in Papenburg geborene Nikolaus H. Bödige vor 90 Jahren auf

dem Hüggel umherstreifte, war GPS-Technology noch reinste Utopie. Der

Hobbygeologe, der seit 1897 als Mathematiklehrer am Carolinum ist Osnabrück tätig

war, orientierte sich in den Wäldern von Hasbergen auf ganz klassische Weise.

Neben Wanderbüchern und Schriften

zur Heimatkunde und Denkmalpflege

veröffentlichte er 1906 auch die kurze

Abhandlung: „Hüggel und Silberberg:

Ein historisch-geologischer Beitrag zur

Landeskunde von Osnabrück“. Am 16.

Oktober 1926 erlitt er auf einer seiner

Wanderungen an der oben genannten

Stelle einen Herzschlag. Im darauffolgenden

Jahr errichtete der Verschönerungs-

und Wanderverein von 1835 e. V.

Osnabrück einen Gedenkstein an der

Stelle, an der Bödige starb. Der

Hüggel-Forscher war zu diesem

Zeitpunkt so bekannt, dass die schlichte

Inschrift „Bödige † 16.10.1926“ genügte.

Osnabrück von oben entdecken!

Eine Zeitreise der besonderen Art.

www.swo.de/stadtrundfahrten

Zu seinem 80. Todestag brachte der Kultur-

und Verkehrsverein Hasbergen e.V.

zusätzlich eine Platte an, die seitdem über

das Wirken von Bödige Auskunft gibt.

Heute ist der Bödigestein auch

ganz ohne Smartphone und Co. für

Wanderer leicht zu finden. Vom Parkplatz

„Am Steinbrink“ geht es zunächst ca. 300

m ziemlich steil bergauf und schon ist er

auf einer kleinen Lichtung zu sehen. Von

dort lohnt es sich auf dem Hünenweg noch

ein Stück auf ebenerer Strecke weiterzulaufen

bis zur „Schönen Aussicht“.

Denn dort ist die Aussicht wirklich

spektakulär! | JS

Nikolaus H. Bödige

Lektüretipp

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wird de

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on um O

de. Seine

folgt dem Weg, „… den wir in unserer Überschrift als ,Friesenweg

Er bildet die Ergänzung der im Osnabrücker Wanderbuch,Ausgabe

und 13 aufgeführten Wanderwege …“. 31 Auch der Schlusssatz des B

verklausulierter Anspruch verstanden werden, dass der weitere Aus

ges eigentlich von Osnabrücker Seite erfolgen sollte. „Mit Herzlake

serer Seite das Tor des Hümmlings erreicht, und es ist Sache der ö

weiteren Ausbau des Friesenweges zu fördern, damit die weitergele

302

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Prof. Dr. Nikolaus Bödige (1859–1926)

(Foto: Museum am Schölerberg, Osnabrück)

Josef Grave: Vom Friesenweg

zum Hünenweg – Ein Hauptwanderweg

im Wandel der Zeit.

In: Emsland-Jahrbuch 2009,

S. 291-322.

Online unter:

www.emslaendischerheimatbund.de


STADT- & LANDGESCHICHTEN

WELCHER KÖNIG WURDE IN OSNABRÜCK GEBOREN?

21. Oktober 1870: Mitten in der Nacht ist das Geschrei

eines Babys am Osnabrücker Güterbahnhof zu hören.

Friederike Krone bringt hier ihr viertes Kind zur Welt. Aus Carl

Krone junior wird später der „König des deutschen Circus“.

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Carl Krone mit Frau Ida und Elefanten

Carl Krone kam als zweiter Sohn der

Familie Krone in einem Schaustellerwagon

zur Welt. Die Menagerie zog am

nächsten Tag weiter nach Münster, doch

in seinem Pass stand der Geburtstort

Osnabrück. Carl Krone sen. leitete damals

die „Menagerie Continental“, die

Carl Krone jun. nach dem Tod seines

Vaters am 1. Februar 1900 übernahm.

Durch den Ankauf neuer Tiere und deren

Dressurausbildung wuchs die Menagerie

fortlaufend. 1902 änderte Carl Krone

den Namen „Menagerie Continental“

in „Menagerie Charles“ – nach der „vornehmeren“

französischen Version seines

Vornamens. 1905 wurde daraus der

„Circus Charles“ und acht Jahre später

dann der „Circus Krone“.

„Wir werden uns hier ansiedeln, einen

festen Zirkus bauen für den Winter, im

Sommer können wir rei-sen“, sagte Carl

Krone zu Beginn des Jahres 1919 in München.

Gesagt, getan. Am 10. Mai 1919

eröffnete er das erste feste Stammhaus

auf dem Münchener Marsfeld, welches

durch den Ersten Weltkrieg vollkommen

zerstört worden war. Trotz der widrigen

Umständen begründete Krone hier ein

Unternehmen der Superlative. 1928 weihte

er ein Zelt für 10.000 Besucher ein und

präsentierte ihnen eine Schau mit über

650 Tieren. Die 27 Elefanten führte Carl

Krone persönlich vor. Heute steht auf dem

Marsfeld der dritte Krone-Bau, in dem

der Circus seine Wintervorstellungen

abhält. Nur in der Sommerzeit geht er auf

Tournee.

Im Alter von 72 Jahren verstarb Carl

Krone in Salzburg. Er wurde auf dem

Münchener Waldfriedhof im Familienmausoleum

beigesetzt. Der Erfolg seines

Unternehmens hält bis heute an. Es wird

mittlerweile in dritter Generation geführt

- Christel Sembach-Krone, die

Enkelin von Carl Krone junior, leitet den

größten Circus in ganz Europa. | TM

Weitere Infos unter:

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Bilder © Circus Krone/ Plakat © August Heinrich Kober: Zauberer der Manege. Carl Krone - ein Leben für den Zirkus, Spiegel & Co. Gerolzhofen, 2004

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STADT- & LANDGESCHICHTEN

Postkarte mit dem Motiv des Schiffes MS

Madrid, mit dem Carl Meyer nach

Argentinien gereist ist

... argentinische Rindersteaks, könnte man meinen. Aber nein - es geht um Carl Meyer und

seine deutsch-jüdische Familie. Mitte der 1930er Jahre bewohnten Carl und Clara Meyer mit ihren

Töchtern Helga und Inge kurzzeitig eine Wohnung im Dachgeschoss des Hauses Krahnstraße 1/2

in Osnabrück, in eben jenem Haus, das heute das Gourmet-Restaurant „La Vie“ beherbergt. Carl

Meyer und seine Familie wanderten ebenso wie die Familie seiner Schwester Ida, die mit Ernst Voss

aus Bramsche verheiratet war, später nach Argentinien aus. Ihre bewegten Geschichten werden in

einem neuen Buch dokumentiert.

Carl Meyer, der aus Badbergen stammte,

arbeitete als kaufmännischer Angestellter

bei der renommierten Wild-, Geflügelund

Delikatessengroßhandlung „Julius

Cantor“, deren Produktionsstätte in Eversburg

an der heutigen Atterstraße lag,

während sich das Verkaufsgeschäft in der

Hasestraße befand.

1924 wurde Carl Meyer auf Betreiben des

„Lieber Erwin! Damit Du siehst, womit ich

fahre, sende Dir diese Karte. Dein Onkel Carl“

(Dr. Erwin H. Voss, Buenos Aires)

Was hat das „La Vie“ mit Buenos Aires zu tun?

Fabrikanten Fritz Frömbling sen. aus dem

Osnabrücker Turnverein (dem Vorläufer

des heutigen OSC) herausgedrängt, weil er

Jude war. Carl Meyer hatte maßgeblichen

Anteil daran, dass unmittelbar danach ein

Jüdischer Sportverein gegründet wurde.

Wegen seiner Verdienste um den Verein

wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Als langjährigem Gaujugendvorsitzenden

für den Bezirk Osnabrück wurde

ihm sogar vom Westdeutschen

Spielverband die goldene Ehrennadel

überreicht und das, obwohl

„er hier unter starken

antisemitischen Anfeindungen

zu leiden hatte“, wie das „Israelitische

Familienblatt“ im Juni

1932 berichtete. Nach der Machtübergabe

an Hitlers NSDAP

bekamen auch die Kinder der

Familie Meyer, die zu dieser Zeit

noch in einer städtischen Wohnung

in der Artilleriestraße

wohnte, hautnah zu spüren, was

es bedeutete, Jude zu sein. Sie

mussten die evangelische Schule

Carl Meyer und seine Frau Carla

in Eversburg verlassen und besuchten fortan

die jüdische Schule neben der Synagoge

an der Rolandsmauer. Helga und Inge

Meyer kamen nicht mehr zum Spielen auf

die Straße. Die Familie Meyer musste auch

die städtische Wohnung in der Artilleriestraße

räumen und zog in die Krahnstraße

1/2. Das Haus gehörte damals Otto David,

der ebenfalls Jude war und im Erdgeschoss

das Manufakturwarengeschäft „Samson

David“ führte.

Beim Boykott jüdischer Geschäfte im

April 1933 standen

SA-Posten vor dem

Eingang und fotografierten

Kunden, die

den Laden betreten

wollten. Ein Schild

verkündete: „Wer

beim Juden kauft,

wird öffentlich gebrandmarkt.“

Auch

vor dem Eingang

zum Geschäft von

Julius Cantor standen

SA-Posten.

Buchcover © Verlag Hentrich & Hentrich, Berlin / Carl, Clara und Inge Meyer in Basavilbaso/ Carl Meyer und Frau © Raul Reinberg, Israel /

Restaurant (2012) „La Vie“ © Dieter Przygode, Bramsche / Postkarte, Fahrschein © Dr. Erwin H. Voss, Buenos Aires

Von Bramsche

nach Buenos Aires

Die Umstände der Emigration

nach Argentinien sind in dem kürzlich

erschienen Buch „Von Bramsche

nach Buenos Aires“ ebenso

beschrieben wie der weitere

Lebensweg in Argentinien und

das Schicksal von Familienangehörigen,

die sich nicht mehr retten

konnten. Im Jahre 2011 besuchte

der Autor den Neffen von Carl

Meyer, Dr. Erwin Voss, in Argentinien.

Die dabei gewonnenen

Eindrücke finden als eine Art

Reisetagebuch in dem Buch ihren

Niederschlag.

Im Dezember letzten Jahres war

der inzwischen 86-jährige Dr. Voss

zusammen mit seiner Frau Hebe

bei der emotionalen Buchpräsenttion

im Tuchmachermuseum

seiner Heimatstadt Bramsche

dabei. Bei einem Rundgang durch

Osnabrück stand er auch vor dem

„La Vie“. Leider fehlte die Zeit, um

einen Blick in das Gebäude zu

werfen, in dem sein Onkel Carl vor

fast 80 Jahren gelebt hatte.

Das Buch „Von Bramsche nach

Buenos Aires – Auf den Spuren

der jüdischen Familie Voss“ ist im

Verlag Hentrich & Hentrich

erschienen und für 19,90 EUR im

Buchhandel erhältlich.

Wo

fanden

jüdische Familien

eine neue Heimat?

Julius Cantor, der als gebrochener Mann

aus der sogenannten Schutzhaft zurückkehrte,

sah für sich und seine Familie keine

Zukunft mehr in seiner Heimatstadt. Er

verkaufte sein Geschäft und wanderte

1935 nach Palästina aus. Ein Jahr später

entschied sich auch die Familie Meyer, ihr

Heimatland zu verlassen. Die Wahl fiel

auf Argentinien, das bereit war, jüdische

Flüchtlinge aufzunehmen – außerdem

wurde Buenos Aires als Stadt mit europäischen

Flair in den jüdischen Gazetten

gepriesen. Carl Meyer reiste im Dezember

1936 allein nach Argentinien. Frau und

Kinder fuhren zusammen mit der Familie

seiner Schwester Ida im September 1937

mit dem Schiff von Hamburg nach Buenos

Aires. In einer jüdischen Kolonie in Basavilbaso

über 300 km nördlich von Buenos

Aires lebten die Familien Meyer und Voss

zunächst mehrere Jahre von der Landwirtschaft,

was äußerst beschwerlich war. Mitte

der 1940er Jahre siedelten sie sich in Buenos

Aires an. Carl Meyer starb am 23. Mai

1956 und wurde auf dem jüdischen Friedhof

La Tablada bestattet. Seine Töchter

heirateten und zogen später in den neu

entstandenen Staat Israel. Ebenso seine

Witwe. | DP

Restaurant "La Vie"

36

37


ESSEN & TRINKEN

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Fotos © Geschmackskomplizen / Steakmeisterei Osnabrück

Was kommt ins Finale eines typischen amerikanischen Barbecues?

In der Rubrik „Die besten Köche der Region“ verraten Osnabrücker Profi-

Köche ihre persönlichen Lieblingsrezepte, regionale Geheimtipps sowie ihr

reichhaltiges Expertenwissen. Tobias Neumann ist Koch, Gastgeber und

Geschmackskomplize. Bekannt durch sein mittlerweile in verschiedenen einschlägigen

Restaurantführern bedachtes „Fricke Blöcks“ im Katharinenviertel

ist der kreative Kopf mit ständig neuen Ideen und Projekten ein fester Bestandteil

der Osnabrücker Genussbranche.

In seiner vor zwei Jahren am Heger Tor

eröffneten „Steakmeisterei“ lebt er die

amerikanische Barbecue-Kultur in norddeutscher

Interpretation und zeigt in beiden

Häusern seine Liebe zur heimischen Region:

Fast ausschließlich Produkte aus Osnabrück

und dem näheren Umland kommen zum

Einsatz und auf die Teller. Getreu seinem

Motto „Machen ist wie wollen, nur krasser!“

lädt der 31-Jährige alle Leserinnen und Leser

zum Kochen eines seiner Lieblingsrezepte

ein. Für alle, die ein Pulled Beef Sandwich

lieber einmal direkt in der Steakmeisterei

probieren möchten, hat Neumann unserer

Redaktion drei Gutscheine (inkl. frischen

Pale Ale vom Fass) dagelassen, die wir beim

Gewinnspiel (auf Seite 58) verlosen. | RED

Einkaufsliste (für 4 Personen)

800g Durchwachsenes Rindfleisch von glücklichen

Weiderindern (z.B. Nacken, Hohe Rippe, o.ä.)

Marinade

2 Knoblauchzehen

1 EL Senf

1 TL Tomatenmark

3 EL Apfelessig

2 EL Zuckerrübensirup

1 TL Flüssiges Hickory

Rauchsalz von

King of Salt

Gewürzmischung

1 TL Salz

1 TL Brauner Zucker

1 TL Paprikapulver

1 TL Pimentkörner

1 TL Senfkörner

1 TL Schwarze

Pfefferkörner

Für das Finish

4 Burger-Brötchen

vom Lieblingsbäcker,

Alternativ Fladenbrot,

Baguette, Chiabatta

oder was das Herz so

begehrt

Römersalat,

geriebenen Apfel

Barbecue-Sauce nach

Belieben, am besten

selbst gemacht

Equipment

Smoker, z.B. Monolith

Kerntemperaturfühler

Holzkohle, Räucherholz

oder -pallets

Zubereitung „Pulled Pork“

Das Finale eines amerikanischen Barbecues

Knoblauch schälen, fein schneiden, mit Senf,

Tomatenmark, Apfelessig, Zuckerrübensirup

u. dem flüssigen Rauchsalz verrühren.

Das Fleisch von groben Sehnen befreien und

mit der Marinade einreiben. (Lassen Sie das

Fett ruhig dran: Es dient als Geschmacksträger

und brät beim Garen ohnehin zu einem

großen Teil aus!) Das Fleisch für ca. 24 Std. im

Kühlschrank marinieren.

Für die Gewürzmischung die ganzen Pfeffer-

Piment- und Senfkörner in einer Pfanne leicht

anrösten, in einem Mörser zerstoßen und mit

dem Salz, Zucker und Paprikapulver vermengen.

Das marinierte Fleisch mit der Gewürzmischung

bestreuen, fest in Folie einwickeln

und weitere 24 Std. marinieren.

Den Smoker auf ca. 120°C aufheizen. Das

Fleisch mit dem Kernthermometer spicken

und in den Smoker geben. Stets die Umgebungstemperatur

konstant halten, ggf.

regelmäßig Brennmaterial nachgeben. Die

gesamte Grilldauer richtet sich nach vielen

Faktoren: Größe und Volumen des Fleischstücks,

Temperaturkonstanz, etc. und dürfte

bei dieser Größe ca. 5-6 Stunden betragen.

Fertig ist das Stück, wenn die Kerntemperatur

ca. 95°C erreicht hat.

Das auserkorene Brötchen entsprechend

vorbereiten, leicht anrösten und etwas

Römersalat sowie den geriebenen Apfel

drauf geben. Das Fleisch nach etwa 45 min

Ruhezeit mit 2 Gabeln in seine einzelnen

Fasern zerreißen (pullen) und nach Belieben

mit etwas Barbecue-Sauce vermengen.

Geben Sie nun die gewünschte Portion des

fertigen, wahrscheinlich perfekten Pulled

Beef zwischen Ihr Brötchen und genießen Sie

es zum Beispiel mit einem würzigen Pale Ale

oder einem Cidre!

39


Wann kam der Bundespräsident

zum Deutschen Wandertag?

Mit ihren Bundespräsidenten hätten sie Glück gehabt, meinten die Deutschen - bis zu den vorzeitig

zurückgetretenen Staatsoberhäuptern Köhler und Wulff. Dabei sorgte schon einer ihrer Vorgänger

für viel Aufregung und kontroverse Diskussionen. Im August 1962 reiste Heinrich Lübke nach

Osnabrück, um am Deutschen Wandertrag teilzunehmen. Das Staatsoberhaupt wurde mit Blumen

und Volksliedern begrüßt, doch im Verlauf des Besuchs kam es zu einigen Missstimmungen.

40

Wer war Lübke?

Der 1894 im sauerländischen Enkhausen

geborene Vermessungsingenieur kam

1932 als Mitglied der Zentrumspartei

in den Preußischen Landtag. Nach der

Machtergreifung der Nationalsozialisten

wurde er festgenommen, saß 20 Monate

in Untersuchungshaft und hielt sich

anschließend mit Gelegenheitsarbeiten

über Wasser. Doch 1939 wendete sich

das Blatt. Lübke wurde Bauleiter beim

Architektur- und Ingenieurbüro Walter

Schlempp und später Mitglied im sogenannten

„Jägerstab“, der die Flugzeugproduktion

in unterirdische Fabriken

verlagern sollte. In dieser Funktion war

er auch für den Einsatz von Zwangsarbeitern

und KZ-Häftlingen verantwortlich.

Nach Kriegsende trat Lübke in

die CDU ein, wurde Landwirtschaftsminister

in Nordrhein-Westfalen, dann

Bundestagsabgeordneter und Bundesminister

und 1959 schließlich der zweite

Präsident der noch jungen Republik.

Mitte der 60er Jahre holte ihn die Vergangenheit

ein. Albert Norden, Mitglied im

Nationalen Verteidigungsrat der DDR,

präsentierte in Ost-Berlin Dokumente,

die Lübke als „KZ-Baumeister“ bloßstellen

sollten. Während diese Vorwürfe

zum Teil der Wahrheit entsprachen,

waren andere aus der Luft gegriffen. Dass

Lübke die englische Königin mit dem

Hinweis „equal goes it loose“ (für „Gleich

geht es los!“) irritiert haben soll, erfand

ein Redakteur des „Spiegel“ – und auch

der vermeintliche Begrüßungssatz beim

Staatsbesuch in Liberia („Sehr geehrte

Damen und Herren, liebe Neger“)

ist nicht belegt. 1969 beendete Heinrich

Lübke seine zweite Amtszeit zehn

Wochen vor dem regulären Termin. Sein

Nachfolger wurde Gustav Heinemann

(SPD). Lübke starb am 6. April 1972 in

Bonn.

Wer fehlte auf

der Illoshöhe?

Vom 2. bis 6. August 1962 fand

in Osnabrück der 63. Deutsche

Wandertag statt. Als Bundespräsident

Heinrich Lübke

und seine Frau Wilhelmine

am Vormittag des 5. in den

Osnabrücker Hauptbahnhof

einfuhren, hatten sich

zahlreiche Menschen

versammelt, um

das Staatsoberhaupt zu begrüßen. Die

Stimmung war offenbar gut, wusste die

örtliche Tageszeitung doch von rauschendem

Beifall und begeisterten Vätern zu

berichten, die „Dr. Lübke“ ihre Kinder

über die Absperrung entgegenstreckten.

Nach einem Aufenthalt im Hotel Hohenzollern

nahm der Bundespräsident an

der Hauptkundgebung des Verbandes

deutscher Gebirgs- und Wandervereine

teil. Auf der Illoshöhe plädierte er (rund

zwei Jahrzehnte vor der Gründung der

Grünen) für die Wiederentdeckung der

Natur in einer technisierten Welt: „Wir

wollen, dass der Mensch wieder natürlicher

denkt, natürlicher handelt und damit

auch natürlich lebt!“. Die Wanderer sollten

aber auch einen politischen Auftrag

erfüllen und zur Stärkung

eines lebendigen Heimatgefühls

beitragen.

Gerade die Osnabrücker

hatten nach Einschätzung des

Bundespräsidenten erheblichen

Nachholbedarf in Sachen

patriotischer Gesinnung.

Lübke vermisste in

der Stadt Flaggen

und Deutschland-

Bilder Präsidenten © Wikipedia / Wanderer oben © YariKl, fotolia.de /

Wanderschuhe © Werner Fellner, fotolia.de

„Lübke war sicherlich kein Kriegsverbrecher.

Vor dem Hintergrund seiner Tätigkeit

in Peenemünde und im Jägerstab

erscheint der spätere Bundespräsident

aber als einer der vielen vermeintlich

technokratischen Ingenieure und Verwaltungsfachleute,

die ihre Kenntnisse in

den Dienst des Systems gestellt und dabei

die dehnbare Trennlinie zwischen Mitwisser-

und Mittäterschaft überschritten

haben, ohne selbst überzeugte Nationalsozialisten

gewesen zu sein.“

Jens-Christian Wagner,

Historiker und Geschäftsführer der

Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

fahnen und ärgerte sich über die vielen

leeren Plätze auf der Illoshöhe. Dabei war

das Interesse seiner Gastgeber noch viel

geringer als es den Anschein hatte, denn

von den 10.000 Zuhörern gehörten rund

5.000 zu den nach Osnabrück gereisten

Wanderfreunden.

Der Kommentator des „Tageblatts“ war

offenbar dergleichen Ansicht. Die Schmückung

der Martinistraße, auf der nur alle

hundert Meter ein einsames Fähnchen

gebaumelt habe, sei „nahezu beschämend“

gewesen. „Fast noch beschämender aber

empfanden wir, dass eine große Zahl von

Osnabrückern die Illoshöhe verließ, bevor

das Deutschlandlied erklungen war.“

Auch beim Empfang im Friedenssaal des

Rathauses war die mangelnde Anteilnahme

noch einmal Thema. Heinrich Lübke

trug sich mit seiner Gattin trotzdem in

das Goldene Buch ein (s. S. 56). Anschließend

wurde die Schatzkammer besichtigt.

Um 19.00 Uhr verließ ein Zug den Hauptbahnhof

Richtung Hamm – der nicht

ganz störungsfreie Besuch des Bundespräsidenten

war beendet. | TS

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LEBEN & GESELLSCHAFT

Wandernde

Bundespräsidenten nach

Heinrich Lübke

1985 fand der nächste Deutsche

Wandertag in der Region statt

– ebenfalls in Anwesenheit des

Bundespräsidenten. Richard von

Weizsäcker verlieh dem 1883 gegründeten

Heimat- und Verschönerungsverein

Buer in Melle bei dieser

Gelegenheit die Eichendorff-

Plakette für „besondere Verdienste

um die Pflege und Förderung des

Wanderns, des Heimatgedankens

und des Umweltbewusstseins“.

2011 machte der Wandertag

in Melle Station. Der Bundespräsident

war erneut vor Ort und

warb als Schirmherr der Veranstaltung

für mehr Bewegung.

„Gerade Kindern und Jugendlichen,

die in der Stadt aufwachsen,

die viel vor dem Computer sitzen

und kaum noch ihren Bewegungsdrang

ausleben bzw. ausleben

können, tut Wandern gut“, meinte

Christian Wulff.

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LEBEN & GESELLSCHAFT

Lebenshilfe durch

Aberglauben?

Wir leben in einer hochkomplexen Welt, sind ständig umgeben von Phänomenen, die wir nicht

vollständig verstehen. Schicksalsschläge ereilen uns scheinbar aus dem Nichts. Aberglaube

verspricht nicht nur Halt, sondern auch Erklärung für das Unerwartete. In Ausgabe 13 haben wir

uns mit der Präsenz dieser Zahl im Osnabrücker Leben beschäftigt. Im zweiten Teil steht das

Phänomen Aberglaube im Mittelpunkt.

Wo könnte etwas

dran sein?

Eigentlich gilt Aberglaube

als überholt, meint

Jürgen Schare, Weltanschauungsbeauftragter

der Evangelisch-lutherischen

Landeskirche

Hannover. „Dennoch

glauben viele Menschen

an seine Wirksamkeit.

Dabei ist man

nicht immer konsequent:

Wünschelruten

sind in Ordnung, das

Lesen aus der Hand

Jetzt schlägt's 13 (Teil 2)

wird abgelehnt“, erzählt Schare gegenüber

Osnabrücker Wissen“. Manche sind

überzeugt, es könnte doch etwas dran

sein.

Ludger Plogmann, beim Bistum Osnabrück

für den Bereich Sekten und Weltanschauungen

zuständig, unterscheidet

Aberglauben im engeren und im weiteren

Sinne. „Im engeren Sinn geht es um den

richtigen oder den rechten Glauben. In

diesem Sinn wird heute jedoch nicht mehr

von Aberglaube gesprochen, sondern vielmehr

von unterschiedlichen Glaubenskonzepten.“

Aus christlicher Sicht verlange

christlicher Glaube eine klare Entscheidung

für Gott. Andere, fremde Glaubensinhalte

seien ausgeschlossen. „Insofern

spielt die Frage nach dem Aberglauben für

Religion auch heute noch eine Rolle: Nämlich

als Abgrenzungs- und Definitionsaufgabe“,

betont Plogmann. Im weiteren

Sinn gehe es um Fragen des „Volksaberglaubens“

- z. B. die Zahl 13.

Die 13: Glücksoder

Unglückszahl?

Sabine Meyer vom Erzähltheater

Osnabrück erklärt, warum die 13 vielfach

als Unglückszahl angesehen wird.

„Die Zahl 13 bricht die 12 (= das volle

Dutzend) – von 12 auf 13 geschieht der

Bruch des Glücks zum Unglück.

Sabine Meyer © Max Ciolek / Traumfänger © ruslan1117, fotolia / Tasse © sek1111, fotolia / Pendel © weseetheworld, fotolia / Portait Kuhl und Schnare © Privat / Kartenlegerin © Kzenon, fotolia.de

12 gilt als Glückszahl (12 Monate, ein Tag

besteht aus 2 x 12 Stunden, 12 Sternzeichen).

An der Zahl 13 werde aber auch

deutlich, wie zufällig diese Orientierungen

oft sind, betont Plogmann. „Gilt die 13 in

der westlichen Kultur als Unglückszahl,

so ist sie in der jüdischen Kultur und

auch in östlichen Ländern wie Japan eine

Glückszahl.“

Wo wurzelt der Aberglaube?

„Ursprünglich ist damit eine von der offiziellen

Dogmatik der Kirche abweichende

Glaubensform gemeint. In der Psychologie

werden irrationale, also rational nicht

begründbare, Überzeugungen darunter

verstanden (von vielen naturwissenschaftlich

orientierten Psychologen, z.B. auch

das von C.G. Jung untersuchte kollektive

Unbewusste)“, erläutert Prof. Dr. Julius

Kuhl, Psychologe an der Universität

Osnabrück. Die Wurzeln des Aberglaubens

verortet er auf einer Ebene des Unbewussten.

„Sie enthält eine dem Bewusstsein

nicht zugängliche Form von Erfahrungswissen.

Die elementare Form

des intuitiven Erfahrungswissens ist

Sabine Meyer, Erzähltheater Osnabrück

stark handlungsgebunden, d.h. sie

entsteht durch intuitives Verhalten.

Die intuitive Verhaltenssteuerung

ist zwar nicht

oder nur in engen Grenzen

rational erklärbar

- z.B. intuitive Bewegungssteuerung

beim Paartanz auf

einer dicht besetzten Tanzfläche.

Aber sie ist trotzdem eine

gute Basis für Ahnungen, die uns

zuweilen wie Aberglaube vorkommen.“

Wobei hilft

Aberglaube heute?

„Aberglauben macht eine komplizierte

Welt einfacher. Der Aberglaube suggeriert

uns, wir könnten mit magischen

Mitteln und Methoden Einfluss nehmen

auf das, was mit uns geschieht“, sagt Jürgen

Schare. „Wir erleben immer wieder,

dass das Leben sich nicht berechnen lässt.

Trotz guter Planung geht etwas schief.

Darum möchten wir Sicherheit, möchten

Einfluss nehmen auf das, was mit uns

passiert. Und wir möchten wissen,

warum uns etwas passiert, wer schuld

daran ist.“

Ähnlich sieht das auch Plogmann: „Wir

wissen, dass z.B. an den Mythen um

Freitag den 13. eigentlich nichts dran ist.

Aber es geht darum, unsere Ängste zu beseitigen

oder einzudämmen. Oft stehen

diese Formeln oder Handlungen dann in

einem magischen Zusammenhang. Tue

ich dies, dann passiert das, vermeide ich

dies, passiert das und das andere nicht.

Dabei wird einem die Entscheidungsgewalt

vielfach abgenommen. Es sind

die Sterne, der Zufall, die Energie

oder ähnliche Dinge, die über

unser Leben bestimmen. Aberglaube

kann also im Extremfall

zu einem System der Unfreiheit

werden.“

Welche Möglichkeiten

kann Aberglaube bieten?

Aberglaube kann das Sicherheitsbedürfnis

der Menschen befriedigen,

meint auch Kuhl. „Er kann aber auch

den Geist öffnen, für Dinge, die wir nicht

sofort erklären können: Ahnungen,

Intuitionen ernst nehmen, muss nicht

bedeuten in irrationalen Fundamentalismus

abzugleiten, obwohl das eines der

Risiken ist: Es kann auch öffnen für eine

innere Weite, die den Möglichkeitsraum

der Fantasie erschließt. Der rationale

Verstand, am besten verbunden mit der

rationalen Form der Intuition, kann dann

immer noch einsteigen und abwägen,

bewerten, entscheiden, was von den

Ahnungen und Ideen einer Realitätsprüfung

ausgesetzt wird und was nicht.“

| YK

Bringen Scherben wirklich Glück?

Schützen Traumfänger wirklich vor Albträumen?

42

43


NATUR & UMWELT

Wer bringt 300 kg auf 40 Stundenkilometer?

Wer im Zoo Osnabrück unterwegs ist, darf die zweimal täglich stattfindende Seelöwenfütterung

nicht verpassen – für große wie kleine Zoobesucher ist sie ein absolutes Highlight.

Die vier im Osnabrücker Zoo lebenden Seelöwen Enrico, Donna, Sana und Bella, allesamt

Kalifornische Seelöwen, gleiten pfeilschnell durch das Wasser, springen vom Beckenrand und

lassen ihr charakteristisches Bellen hören. Seelöwen gehören zur Familie der Ohrenrobben. Wer genau hinschaut,

kann die seitlich am schlanken Kopf sitzenden Ohrmuscheln erkennen. Damit beim Tauchen kein Wasser

eindringt, können sie diese durch einen besonderen Muskel verschließen.

Geschichte(n) aus dem

NATUR & UMWELT

Kalifornische Seelöwen haben einen langen,

schlanken Körper und auch der Kopf

mit ausgeprägter Schnauze ist eher länglich.

Erwachsene Männchen haben einen

Stirnhöcker, sodass der Kopf wesentlich

größer wirkt als der der Weibchen. Generell

unterscheiden sich Männchen und

Weibchen in Größe und Gewicht voneinander:

Während die Bullen eine Körpergröße

von bis zu 2,50 Meter erreichen

und bis zu 300 Kilogramm schwer werden

können, werden die Kühe nur bis zu

1,80 Meter groß und bringen bis zu 100

Kilogramm auf die Waage. Trotz ihres

massiven Körpergewichts sind Seelöwen

schnelle und gewandte Schwimmer: Unter

Wasser erreichen sie Geschwindigkeiten

von bis zu 40 Stundenkilometer. Diese

Schnelligkeit verdanken sie ihrem torpedoartigen

Körperbau sowie ihren Flossen.

Aber nicht nur im Wasser kann sich der

kalifornische Seelöwe gut fortbewegen.

An Land schiebt er die Hinterflossen unter

den Körper und kommt so voran – sogar

beim Klettern. Dabei hilft ihm auch sein

ausgeprägter Gleichgewichtssinn.

Was viele nicht wissen: Seelöwen tragen

ein Fell. Nass glänzt es schwarz, deswegen

sind die Haare nicht sofort zu erkennen.

Eigentlich ist das Fell der Kalifonischen

Seelöwen braun, die Kühe

44

sind heller als die Bullen. Das Fell ist sehr

dicht: Pro Quadratzentimeter kommen bis

zu 50.000 Haare zusammen. Im Vergleich

dazu hat ein durchschnittlicher Europäer

nur 226 Haare pro Quadratzentimeter auf

dem Kopf.

Blind auf Beutezug?

Anders als Wale und Delfine orientieren

sich Seelöwen nicht über Echoortung, sondern

nutzen zunächst ihr Sehvermögen.

Unter Wasser können sie sogar noch besser

sehen als darüber. Je tiefer sie jedoch abtauchen

– bis zu 100 Meter – und je dunkler

die Umgebung wird, desto mehr müssen

sie sich auf ihre sensiblen Barthaare

verlassen. Damit können sie selbst kleinste

Wasserbewegungen wahrnehmen. So sind

sie in der Lage, sich zu orientieren und zu

jagen, auch wenn sie nicht sehen können.

Ihre Beutezüge unter Wasser können bis

zu 15 Minuten am Stück dauern, so lange

kann ein Seelöwe tauchen. Auf dem täglichen

Speiseplan der Raubtiere stehen neben

Fischen aller Art auch Muscheln und

Krebse. Davon fressen die Weibchen zwischen

5 bis 6 Kilogramm, die Männchen

sogar die dreifache Menge: bis zu 15 Kilogramm

am Tag.

Wie bekommt man bis zu

25 Frauen unter einen Hut?

Kalifornische Seelöwen sind gesellige

Tiere, die in lockeren Verbänden

in den Gewässern entlang der mexikanischen,

kalifornischen und nordamerikanischen

Küste leben. Zwar verbringen sie

die meiste Zeit im nassen Element, aber

Paarung, Geburt und Aufzucht der Jungen

finden an Land statt.

Dafür treffen sich zuerst die Bullen an den

Paarungsplätzen und erkämpfen dort ihr

Revier. Ein Seelöwen-Harem kann aus bis

zu 25 Weibchen bestehen.

Wer im Zoo Osnabrück zur Fütterungszeit

am Seelöwen-Becken vorbeischaut, kann

das regelmäßige „Targettraining“ von

Enrico, Bella, Sana und Donna live miterleben.

Auf freiwilliger Basis findet das

medizinische Training statt: Die Seelöwen

lernen zum Beispiel stillzuhalten oder ihr

Maul zu öffnen, damit Tierpfleger oder

Tierarzt sie untersuchen können. Auch

medizinische Maßnahmen wie die Blutentnahme

werden geübt. Zur Belohnung

gibt es dann Hering oder Makrele. Für die

Seelöwen ist das Training eine nette Abwechslung.

Dank der guten Versorgung

werden Seelöwen in Zoos über 33 Jahre alt,

in der Wildbahn nur zwischen 25 und 31

Jahre. | MM

Hintergrund © Rainer Fuhrmann, Fotolia.de / Bild angenagter Stamm, Biber in Fotofalle © Biologische Station Haseniederung /

Biber Präparat © Museum am Schölerberg

Biber zurück im Osnabrücker Land?

Mit einer Körperlänge von bis zu 130 cm ist der Biber das größte Nagetier Europas. Seit etwa 150

Jahren galt er in Deutschland als ausgerottet. Die Gründe hierfür liegen vor allem in der gezielten

Jagd und der europaweiten Zerstörung seines natürlichen Lebensraumes.

Seine Verfolgung gründete unter anderem

in der Gewinnung von „Bibergeil“

(Sekret für Parfümherstellung) und

Biberfell. Außerdem galt er als

Nahrungskonkurrent und war in früheren

Zeiten eine begehrte Fastenspeise.

Heute ist der Biber wieder in allen Bundesländern

heimisch. Diese Tatsache

wurde vor allem durch

gezieltes Aussetzen

und direkte

Wanderbewegungen

der

Tiere selbst

erreicht. So

wurden speziell

in Niedersachsen

im

Oktober 1990 im Rahmen eines

Projektes der Universität Osnabrück die

ersten Biber an der Hase, in der Nähe

von Haselünne, wieder angesiedelt.

Dieser anfängliche Bestand hat sich im

Laufe der letzten 20 Jahre von ursprünglich

8 ausgesetzten Tieren auf nunmehr

fast 200 Tiere ausgeweitet. Die Anwesenheit

dieser vor allem nachtaktiven Nager

nachzuweisen ist kein ganz so leichtes

Unterfangen. So kann man frische Fraßspuren

an Bäumen nur während einer

kurzen Zeit im Jahr sehen. Diese stammen

fast ausschließlich von jungen Bibern. Bei

Bibern ist es üblich, dass sich die Jungtiere

etwa ab dem 3. Lebensjahr von ihrer

Familie trennen und sich ein eigenes

Revier suchen. Sie errichten an den

Uferbereichen von Gewässern ihre

„Biberburgen“, deren Eingänge stets

unterhalb der Wasseroberfläche liegen. Um

weitere Nachweise für die Anwesenheit von

Bibern zu erhalten, werden sogenannte

Fotofallen an geeigneten Standorten

installiert. Mithilfe dieser Einrichtung

Museum am Schölerberg

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Planetarium -

Umweltbildungszentrum

Klaus-Strick-Weg 10

49082 Osnabrück

Telefon: 0541 56003-0

Öffnungszeiten:

Montag: geschlossen · Dienstag: 9 bis 20 Uhr

Mittwoch bis Freitag: 9 bis 18 Uhr

Samstag: 14 bis 18 Uhr · Sonntag: 10 bis 18 Uhr

www.museum-am-schoelerberg.de

konnte 2015 der erste Biber im nördlichen

Landkreis Osnabrück gesichtet

werden. Nicht immer sind die Beweise so

eindeutig. So kann es in manchen

Fällen zu Verwechslungen zwischen

Biber und Biberratte, auch Nutria

genannt, kommen. | LM - NNi

WISSEN KOMPAKT

Der Biber ist zurück

Immer mehr Wildtiere erobern sich

ihren ursprünglichen Lebensraum

in Deutschland wieder zurück. Aus

diesem Grund zeigt das Museum

am Schölerberg ein Präparat des

Europäischen Bibers. Es stammt

von einem in Brandenburg bei einem

Verkehrsunfall verunglückten Tier.

Die Biber-Vitrine ist von Juni bis August

im Museum am Schölerberg zu sehen.

45


SPORT & GESUNDHEIT

- Anzeigensonderseite -

Wie gelingt eine rasche Genesung?

Patienten, denen künstliche Knie- und Hüftgelenke eingesetzt werden, müssen

nach ihrer Operation bisweilen mit langwierigen Heilungsprozessen rechnen.

Das „Rapid Recovery“ Programm, das seit knapp zwei Jahren in der Abteilung

für Unfallchirurgie und Orthopädie des Klinikums Osnabrück erprobt wird, mit

dem Ziel einer schnelleren Rückkehr in den Alltag - durch die Mithilfe der

Patienten, die selbst zu einer raschen Genesung (rapid recovery) beitragen!

„Bestmögliche Resultate

sind nur gemeinsam mit

den Patienten möglich“, erläutert

der „Rapid Recovery“-

Beauftragte des Klinikums,

Dr. Erik Scheuer. „Wir streben

eine Rundumversorgung durch

ein interdisziplinäres Behandlungsteam

und einen genau festgelegten

Behandlungsablauf an.

Dabei beginnt die aktive Einbindung

des Patienten schon vor

der Operation in der Patientenschule.“

Was lernt man in

der Patientenschule?

Hier werden Knie- und Hüftgelenkersatzpatienten

bereits eine

Woche vor der Operation auf das

vorbereitet, was sie im Klinikum

erwartet. Sie erfahren an einem

einzigen Informationstag, welche

Untersuchungen auf sie zukommen,

wann sie wieder mobilisiert

werden und wie sie selbst einen

entscheidenden Beitrag leisten

können, um nach der Operation

schnell wieder in den gewohnten

Alltag zurückzukehren.

Bilder © Klinikum Osnabrück / Senioren © Robert Kneschke, fotolia.de / Gelenk © Stasique, fotolia.de / Hüftschmerz © twinsterphoto / Gesundes Ehepaar © Robert Kneschke

Die Betreuung auf einer speziell dafür

eingerichteten Station, annähernd

gleichzeitig operiert zu werden und gemeinsam

im Therapieraum zu trainieren,

fördert den Erfahrungsaustausch

und die Motivation. „Jeder weiß wie

besorgt Patienten vor der Operation

sind. Mit der Patientenschule möchten

wir sie bestmöglich vorbereiten“, sagt

Dr. Erik Scheuer. In der Patientenschule

sind aber auch Vertrauenspersonen

herzlich willkommen. Sie können ihre

Freunde und/oder Verwandten bei allen

Untersuchungen begleiten, sie motivieren

und in vielerlei Hinsicht unterstützen.

„Wenn der Patient, wie beim ´Rapid

Recovery´-Programm, im Mittelpunkt

steht, haben alle Beteiligten einen spürbaren

Nutzen davon“, bilanziert Prof.

Martin Engelhardt, Chefarzt der Klinik

für Orthopädie und Unfall- und Handchirurgie.

Wer plant den Tag

der Entlassung vor der

Aufnahme ins Krankenhaus?

Eine enge Abstimmung zwischen

allen an der Behandlung Beteiligten

des Klinikums des Klinikums und den

niedergelassenen orthopädischen Ärzten

und Reha-Zentren trägt wesentlich zum

Behandlungserfolg bei. Das „Rapid

Recovery“-Programm koordiniert deshalb

sämtliche Abläufe von der Patientenschule

über Voruntersuchungen und

Operation bis hin zur rehabilitativen

Weiterbehandlung. So wird die Entlassung

und die damit verbundene weitere

Anbindung in der Anschlussheilbehandlung

bereits vor der Aufnahme ins

Klinikum geplant!

Was ermöglicht Patienten

eine höhere Lebensqualität?

Die bestmögliche Versorgung wird

durch verbesserte medizinische Behandlungsmethoden

sichergestellt und

die kontinuierliche Weiterentwicklung

der Behandlung gewährleistet am Ende,

dass die einzelnen Behandlungsschritte

aller beteiligten Fachgruppen auf die

Bedürfnisse der Patienten abgestimmt

und transparent werden.

„Es ist unser Ziel, den Patienten

durch unsere Eingriffe eine höhere

Lebensqualität zu ermöglichen“,

betont Prof. Engelhardt. „Durch das

´Rapid Recovery´-Prgramm, die

schonenden Operationstechniken und

unseren ausgeprägten Spezialisierungsgrad

können wir unsere Patienten optimal

behandeln und sind stets auf dem

neuesten Stand.“ | RED

WISSEN KOMPAKT

Wie aktiviert „Rapid Recovery“

nach der Operation?

Nach der Operation sollen die

Patienten schnell zum Aufstehen

motiviert und das neue Gelenk so

früh wie möglich bewegt werden.

Sofern die Schmerzen des Patienten

ein solches Vorgehen zulassen.

Wenn keine Komplikationen auftreten,

führt die frühzeitige Mobilisation

und Beübung dazu, dass

die Patienten rasch wieder in ihr

gewohntes Leben zurückzukehren

können.

Weitere Infos unter:

www.rapid-recovery.de

Klinikum Osnabrück GmbH

Am Finkenhügel 1 · 49076 Osnabrück

Telefon: : 0541 405 0 · Fax: 0541 405 4997

E-Mail: info@klinikum-os.de

www.klinikum-os.de

46 47


SPORT & GESUNDHEIT

SUMMER-SPECIAL:

Fünf, sechs, sieben, acht. Step rechts, Step links. 24 Tänzer fiebern ihrem Auftritt entgegen. Sie

haben lange geübt. Kaum ertönt die Musik, werden alle Energien frei. Jede Bewegung sitzt, die

Hip-Hop-Choreographie passt. Mehrere Hundert Augenpaare in der Sporthalle von Arnsberg

verfolgen das Geschehen. Jeder einzelne Zuschauer merkt: Hier wird Freude pur versprüht.

Axel Kreutzer ist mitten unter den Tänzern.

Er führt seine Tanzpartnerin im

Rollstuhl auf eine neue Position. Wieder

und wieder. So wie die Choreographie

es will. Kreutzers Freude ist groß. Denn

erneut sieht er sich bestätigt: Inklusion

funktioniert – und sie wird durch Tanzen

gefördert, so wie bei dieser integrativen

Deutschen Meisterschaft „Para“ im Sauerland.

Kreutzer ist 2. Vorsitzender der

„Patsy & Michael Hull Foundation“. Die

Stiftung aus Osnabrück engagiert sich seit

mehr als zehn Jahren für Inklusion durch

Tanz und Bewegung. Dr. Axel Kreutzer,

seine Vorstandskollegin Patsy Hull, Foundation-Mitarbeiter

Florian Grätz sowie

mehrere Tänzern erklärten „Osnabrücker

Wissen“ Projekte und Ziele der Stiftung.

48

Die Profi-Tänzer Patsy und Michael Hull

begegneten Menschen mit Behinderungen

schon als Kinder, denn ihre Eltern

setzten sich bereits für diese ein. Für das

Geschwisterpaar war der Umgang ganz

selbstverständlich. Folgerichtig riefen sie

2003 einen Förderverein ins Leben, der

Tanzen und Behinderung zusammenbrachte

und später in eine Stiftung umgewandelt

wurde.

"Es ist etwas Großes entstanden. Wir

haben mehrere Musicals, in denen

Menschen mit und ohne Handicap

mitgewirkt haben, aufgeführt. Von

Mal zu Mal wurde die Resonanz

größer, bei Tänzern wie beim

Publikum."

Schon der Trainingsalltag ist etwas Besonderes.

Behinderte und nicht-behinderte

Tänzer trainieren gemeinsam. Bei den

Sportlern mit Handicap werden ebenfalls

keine Unterschiede gemacht, Art und

Grad der Behinderung spielen keine Rolle.

"Alle sind gleich."

Natürlich stechen Projekte wie das 2015-er

Musical „Grand Hotel Vegas“, Deutschlands

größtes Inklusionsmusical, hervor.

11.000 Besucher sahen es in zehn deutschen

Städten - überall wurden örtliche

Tanzschulen in die Aufführungen eingebunden.

Doch nicht nur die Publikumsresonanz

ist beachtlich. Das Geschehen

hinter der Bühne beeindruckend ebenso.

Hier herrscht großer Teamgeist und unbedingter

Erfolgswille. Jede Herausforderung

wird in Angriff genommen.

Bilder Bühne © Patsy & Michael Hull Foundation

"Es war total anstrengend, aber ich

will beim nächsten Musical auf jeden

Fall wieder dabei sein."

Vor einem Musical findet ein Casting statt.

Hier kann jeder mitmachen, dessen Herz

fürs Tanzen schlägt. An den Musical-Proben

in der Tanzschule von Patsy und Michael

Hull nehmen im Schnitt 100 Tänzer

teil. Rund zwei Jahre wird geplant und

hauptsächlich an den Wochenenden akribisch

geübt.

Zu den Besonderheiten zählt auch der methodische

Ansatz von Patsy Hull. Sie arbeitet

nach dem sogenannten Tandem-Modell:

Jeweils ein Mensch mit Handicap und

einer ohne Behinderung unterstützen sich

im Teamwork bei ihren jeweiligen Rollen.

Dabei sind viele Freundschaften entstanden.

„Jedes Training ist ein Spagat zwischen

Überforderung und Unterforderung“, sagt

Kreutzer. Patsy Hull hat deshalb für jeden

Tänzer einen individuellen Trainingsplan

erarbeitet. Natürlich gibt es auch immer

wieder Aussetzer. Bei Menschen mit

geistiger Behinderung völlig normal. Die

Trainerin sagt dazu: „Wir haben das dann

nicht groß thematisiert. Im Laufe der Zeit

haben die Selbstdisziplin und die Atmosphäre

in der Gruppe dazu geführt, dass

die Zahl solcher Vorfälle geringer wurde.“

"Sie lernen voneinander."

Das Projekt soll international werden.

Denn der Anspruch von Inklusion kennt

keine Grenzen. Beim inklusiven Tanzen

geht es um Persönlichkeitsentwicklung –

sowohl bei Menschen mit als auch ohne

Behinderung.

"Es ist ein Lernen fürs Leben."

Das Selbstwertgefühl soll gesteigert werden.

In den Schulen, sagt Kreutzer, komme

das oft zu kurz. Ein großes Ziel ist zudem,

dass die Menschen voneinander lernen,

dass sie sich so, wie sie sind, annehmen

und akzeptieren. Das dient auch dem Miteinander

im ganz normalen Alltag oder im

Berufsleben. | KT

Osnabrück

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KUNST & KULTUR

KUNST & KULTUR

Aufstand in der

Gartenlaube?

Vergessene Bücher (2): Eugenie Marlitts

Roman „Reichsgräfin Gisela“

Im weißen Schloss gehen die Lichter aus. Der einstige Schlossherr,

der seinem Schurkenleben selbst ein vorzeitiges Ende gesetzt

hat, liegt tot in den Buketten, und die junge Reichsgräfin

Gisela, die den Nachstellungen des Bösewichts gerade noch entkommen

ist, eilt zum nächstgelegenen Pfarrhaus, um sich hier

endgültig zu dekontaminieren.

Kurze Zeit später wird sie an die Brust

ihres Geliebten sinken, der die morsche

Adelsgesellschaft in ihre Grenzen gewiesen

und eindrucksvoll demonstriert hat,

dass Schönheit, Reichtum und moralische

Integrität mittlerweile vornehmlich

im aufstrebenden Bürgertum beheimatet

sind.

Eugenie Marlitt, die sagenhafte Bestsellerautorin,

die von Wissenschaft und

Feuilleton mit Vorliebe unter dem Stichwort

„Trivialliteratur“ oder gleich als „saccharinsüße

Kitschtante“ abgeheftet wird,

hat selbst durchaus ambitionierte Vorstellungen

von dem Wert und der Wirkung

ihrer Arbeit. Jedenfalls in pädagogischer

Hinsicht, die für sie entscheidender ist als

die Frage der ästhetischen Qualität. Auch

wenn der Kollege Theodor Fontane „Personen“

wie Eugenie Marlitt „gar nicht als

Schriftsteller gelten“ lassen will, spiegeln

ihre Romane die großen gesellschaftlichen

Verwerfungen, die Deutschland in

der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

erschüttern: den unaufhaltsamen Vormarsch

der Industrialisierung, die Auseinandersetzungen

zwischen Adel und

Bürgertum, den Glaubwürdigkeitsverlust

von Klerus und Militär und selbstredend

die Emanzipationsbestrebungen

des weiblichen Geschlechts.

Eugenie Marlitt serviert diese komplexen

Themen kleidsam und wohldosiert, und

das Publikum

dankt ihr das Bemühen

um ein

übersichtliches

Weltbild mit

anhänglicher

Liebe und wachsender

Begeisterung.

„Goldelse“

(1866), „Das Geheimnis der alten Mamsell“

(1867), „Das Heideprinzeßchen“

(1871), „Im Hause des Kommerzienrats“

(1877) oder „Die Frau mit den Karfunkelsteinen“

(1885) tragen maßgeblich dazu

bei, dass die Familienzeitschrift „Die

Gartenlaube“ ihre Abonnentenzahl in 20

Jahren vervierfachen kann und um 1885

schließlich die stolze Zahl von 375.000 regelmäßigen

Lesern erreicht.

Die Autorin und ihre Werke sind schließlich

so populär, dass mit ihnen allerorten

Grüße und Nachrichten dekoriert werden:

Allein die von Prof. Dr. S. Giesbrecht angelegte

Sammlung historischer Bildpostkarten

der Universität Osnabrück enthält ein

rundes Dutzend Marlitt-Motive.

Wer verdreht Arbeitern die Köpfe?

Der 1869 erschienene Roman „Reichsgräfin

Gisela“ kann infolge der vielen moralisierenden

Betrachtungen heute sicher nicht

mehr als ungetrübtes Lektürevergnügen

durchgehen. Der dokumentarische Wert

ist dagegen beträchtlich. Denn gerade

wenn die Marlitt holpert und ihre zwischen

überraschendem Esprit und belangloser

Schablone hin- und herwechselnden

Naturbeschreibungen oder Charakterporträts

unterbricht, wird es historisch interessant.

Wie in einem Brennglanz formulieren

sich hier die Machtansprüche

des aufstrebenden Bürgertums, aber auch

fremdenfeindliche Ressentiments und

Rollenklischees, die Deutschland noch

lange zu schaffen machen werden.

Freilich überwiegt der progressive Eindruck.

Klagen über das „waffengesegnete

Jahrhundert“ wechseln mit eindringlichen

Forderungen nach religiöser Toleranz, die

manche Zeitgenossen als offene Provokation

empfinden. In der Allgemeinen Deutschen

Biographie weiß Franz Brümmer zu

berichten, „dass in erzkatholischen Ländern

die Dichtung nach ultramontaner

Anschauung förmlich umgemodelt und

dadurch verballhornisirt“ wird.

Marlitt, Titelseite "Gartenlaube" © wikimedia / Bildpostkarte © Universität Osnabrück / Sammlung Prof. Dr. S. Giesbrecht

Aber die Marlitt schreckt auch vor einer virtuellen

Umgestaltung der Gesellschaft nicht zurück. In

„Reichsgräfin Gisela“ werden den Arbeitern mit

materiellen Leistungen und Bildungsprogrammen

„dergestalt die Köpfe verdreht, dass sie buchstäblich

nicht mehr wissen, was unten und oben ist.“

Wie rächte sich die DDR

an einer bürgerlichen Autorin?

Solche revoluzzerhaften Untertöne sind umso bemerkenswerter,

als die 1825 in Arnstadt geborene

Friederike Henriette Christiane Eugenie John von

klein auf gelernt hat, wie die Gewichte im vordemokratischen

Zusammenleben verteilt werden.

Immerhin verdankt die Kaufmannstochter der

Fürstin Mathilde von Schwarzburg-Sondershausen

nicht nur ihre Ausbildung zur Sängerin, sondern

– nachdem sie die Opernkarriere wegen

eines Gehörleidens aufgeben muss - auch die Anstellung

als hochherrschaftliche Vorleserin und

Gesellschaftsdame. Erst als sich die Fürstin diese

Annehmlichkeit aufgrund eigener finanzieller

Probleme versagen muss, beginnt die Marlitt ihre

seinerzeit beispiellose Karriere, die ihr neben dem

hohen Bekanntheitsgrad so viel Geld beschert,

dass sie sich in ihrer Geburtsstadt die „Villa Marlittsheim“

errichten lassen kann. Die Krönung des

persönlichen Lebensglücks bleibt ihr

gleichwohl versagt. Denn die literarische

Wedding-Planerin wird selbst nie heiraten und

muss die letzten Jahre, an schwerer Arthritis leidend,

im Rollstuhl, verbringen. Sie stirbt 1887 und

sorgt noch posthum für ideologische Auseinandersetzungen.

Den Kulturpolitkern der DDR geht

ihr Klassenbewusstsein nicht weit genug, so dass

ihr Denkmal in Arnstadt 1951 entfernt wird.

Doch zu guter Letzt überlebt die Idee der Gartenlaube

auch noch die Heilsversprechen des real

existierenden Sozialismus. Seit 1992 erinnert der

Gedenkstein nun wieder an „DIE“ Marlitt. | TS

Titelseite der „Gartenlaube“ aus dem Jahr 1869,

in dem "Reichsgräfin Gisela" erschien.

Historische Bildpostkarte der Universität

Osnabrück. Sie zeigt als Motiv eine Szene

aus Marlitts Roman „Im Hause des

Kommerzienrats“.

WISSEN KOMPAKT

Marlitt lesen

Die BestselIer von einst verschwanden

im Laufe der Jahrzehnte aus

den Buchläden. Mittlerweile gibt es

Marlitts Romane wieder in Buchform

oder als (mitunter sogar kostenlose)

eBooks - allerdings oft in stark verkürzten

Fassungen.

Die Universitätsbibliothek Osnabrück

hat mehrere Marlitt-Titel im

Programm, unter anderem auch

„Reichsgräfin Gisela“ in einer Ausgabe

von 1870. Der Text steht als

pdf-Dokument zur Verfügung.

Interessenten erhalten im Web unter

www.nationallizenzen.de einen

kostenlosen Zugriff auf die Datei.

Eugenie Marlitt

50 51


,

KUNST & KULTUR

Wie hoch ist der

Bueraner Bleistift?

KUNST & KULTUR

Wie gewinnt man junge Leute für's Theater?

Um die Lücke zwischen jungen und älteren Theaterbesuchern zu verkleinern, hat sich das

Theater Osnabrück in Kooperation mit Hochschule und Universität ein neues Projekt einfallen

lassen. Seit Anfang des Jahres gibt es die Theaterflatrate, die es Studenten ermöglicht,

nach Vorzeigen ihres Ausweises ein kostenloses Ticket für ein Stück ihrer Wahl zu erhalten.

Gegen Vorlage des Studentenausweises können sich Studierende frühestens zwei Tage vor der

gewünschten Vorstellung eine Eintrittskarte an der Theaterkasse abholen.

„Das Angebot wird von den Studenten

gut angenommen. Besonders beliebt sind

die Sparten Tanz- und Musiktheater", sagt

Nadine Brandhorst, Referentin für Marketing

und Öffentlichkeitsarbeit. Seit Beginn

der Aktion haben sich rund 300 Studenten

eine Karte an der Theaterkasse abgeholt.

Doch die Rekrutierung neuer Theaterinteressenten

beginnt viel früher. Seit zehn

Jahren gibt es das Kinder- und Jugendtheater

OSKAR am Osnabrücker Theater.

Zwei Schauspieler und eine Schauspielerin

bieten ein abwechslungsreiches und altersgerechtes

Programm. OSKAR gibt pro

Jahr nicht nur an die 200 Vorstellungen

in den Theaterräumen – das Projekt funktioniert

auch mobil. Die Produktionen

werden an Schulen, Kindergärten und öffentlichen

Plätzen aufgeführt, sodass möglichst

viele junge Leute erreicht werden.

Aus Sicht des Theaters steht nicht nur die

Unterhaltung von Schülern und Studenten

im Vordergrund, sondern der Bildungsauftrag.

Die Stücke sollen zur Reflektion

und zum Nachdenken anregen.

Aber im Osnabrücker Theater können

junge Menschen nicht nur zuschauen. Das

Angebot „Hautnah“ bietet ihnen die Möglichkeit,

hinter die Kulissen zu blicken

oder Proben zu beobachten. Bei Amateur-Theatergruppen

sowie Workshops

kann man selbst ein Teil des Theaterstücks

werden. | LMH

Kinder- und Jugendtheater OSKAR

Theaterstück "My Fair Lady"

Schon vor gut 1.000 Jahren soll in Buer eine Holzkirche gestanden

haben, die später durch ein steinernes Gotteshaus ersetzt wurde.

Von 1852 bis 55 errichtete der Osnabrücker Stadtbaumeister

Wilhelm Richard hier eine neuromanische Kirchenburg, die dem

Stadtteil von Melle ein weithin sichtbares Wahrzeichen bescherte.

Den 56 Meter hohen Turm, der die historische Kirchhofsburg

und das „Osnabrücker Tor“ überragt, taufte der Volksmund

„Bueraner Bleistift“. Er ist allerdings nicht die einzige Sehenswürdigkeit

der evangelischen St. Martinikirche. Der Innenraum,

der rund 1.000 Besuchern Platz bietet, wird durch

zahlreiche Rundbögen geprägt, mit denen Wilhelm

Richard auch viele Bauten in Osnabrück, etwa das

Königliche Realgymnasium an der Lotter

Straße (heute Altstädter Grundschule),

schmückte.

Neben dem schlichten, aber eindrucksvollen

Altarraum und

einer sieben Meter hohen

Kanzel findet sich in der

Martinikirche eine rund

500 Jahre alte, holzgeschnitzte

Christusfigur,

die aus der Werkstatt

des „Osnabrücker

Meisters“ stammt.

| TS

Theaterstück: My Fair Lady -

Szene aus dem Musical "My Fair Lady"

52

53


FAMILIE & SOZIALES

Der Kinder- und

Jugendbuchtipp wird

präsentiert vom

WER SCANNT WAS?

Für kleine Entdecker

Im Stadtwerke Wimmelbuch streifen Amelie, Paul und ihre

Freunde durch Osnabrück. Das Buch ist erhältlich im

Servicezentrum am Nikolaiort 3/4 und im Mobilitätszentrum

am Neumarkt 10. Kaufpreis: 12 Euro. Davon gehen 2 Euro

Spende an soziale Projekte für Kinder in Osnabrück.

Bild Autor © Fischer-Verlag, Fadi Arouri / Bild oben © sakkmesterke, fotolia.de

Eigentlich hat sich Martin Schäuble als Sachbuchautor zum Thema

Nahostkonflikt einen Namen gemacht. Nun widmet er sich als

Robert M. Sonntag in seinem packenden Science-Fiction-Thriller für

junge Leser einem anderen brisanten und hochaktuellen Thema.

Im Jahr 2035 ist die Welt komplett papierlos

– alles ist digitalisiert und dank der Datenbrille

Mobril für alle zugänglich. Rob, ein

junger Mann, arbeitet gemeinsam mit seinem

Freund Jojo als Scanner für einen Megakonzern:

Er ist ständig auf der Suche nach

Lesern von Büchern, die er ihnen für viel

Geld abkauft. Jedes Buch soll eingescannt

werden, bevor es endgültig vernichtet wird.

Sein Auftraggeber, ein Ultranetz-Konzern,

hat es sich nach eigener Aussage zur Aufgabe

gemacht, kostenlos alle jemals erschienenen

Bücher für jedermann zur Verfügung zu

stellen. Doch die Wirklichkeit sieht anders

aus.

Rob stößt eines Tages auf eine verbotene

Organisation aus arbeitslosen Autoren,

Buchhändlern und Journalisten. Kurz

darauf wird er als Top-Terrorist auf allen

TV-Kanälen gesucht. Plötzlich ist er im

Kampf um Monopolisierung und Macht der

Staatsfeind Nummer eins …

Die ideenreiche Zukunftsvision „Die

Scanner“ ist spannender Thriller und

Plädoyer für einen kritischen Umgang

mit der Abhängigkeit vom Internet und

den Mega-Medienkonzernen zugleich.

Das gedruckte Buch wird hier zum

Träger von Werten aus einer Zeit, in der

das Leben noch nicht technisch kontrollierbar

war. Unterhaltsamer Nervenkitzel

und ein überaus lesenswerter Roman

über Freundschaft in Zeiten globaler

Digitalisierung. | BCB

WISSEN KOMPAKT

Der Autor: Robert M. Sonntag

… alias Martin Schäuble arbeitete

als Journalist, bevor er in Berlin,

Israel und in den Palästinensergebieten

Politikwissenschaften studierte

und in Politik promovierte.

Als Sachbuchautor beschäftigt er

sich vor allem mit dem Spannungsfeld

Politik, Kultur und Religion. Die

auf seinen Recherchen in Krisengebieten

gemachten Erfahrungen

verarbeitet er auch als Romanautor.

Sein im Fischer Verlag erschienener

Roman „Die Scanner“ wurde 2013

mit dem Preis des Wirtschaftsclubs

(Stuttgart) ausgezeichnet.

Der Autor: Robert M. Sonntag

Neue Lesereihe:

„LIT4U – JUGENDLICHE BEGEGNEN

AUTORINNEN UND AUTOREN“

Zum Auftakt der neuen Lesereihe,

die das Literaturbüro Westniedersachsen

gemeinsam mit der Stadtbibliothek

Osnabrück im Herbst 2016

startet, liest Martin Schäuble am

24. Oktober für Schülerinnen und

Schüler des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums

Osnabrück aus seinem Roman

„Die Scanner“. Bei dieser Veranstaltung

haben die jungen Lesefans Gelegenheit,

mit dem Autor ins Gespräch

zu kommen. Drei weitere Lesungen mit

aktuellen Jugendbuchautorinnen und

-autoren runden die neue Literaturwoche

für junge Menschen ab.

Weitere Infos:

Literaturbüro Westniedersachsen

Am Ledenhof 3-5 · 49074 Osnabrück

Telefon: 0541 28692

E-Mail: litos-info@gmx.de

www.osnabrueck.de/kultur/literatur/

literaturbuero-westniedersachsen.html

www.stadtwerke-osnabrueck.de/wimmelbuch

55


SCHÖNE GRÜSSE & GOLDENES BUCH

Wer trug sich ins

Goldene Buch ein?

Teil 14: Heinrich Lübke

Postkarte: Privatarchiv

Hallo, wie geht‘s?“

"

GRÜSSE AUS DER REGION!

1877 bohrte man auf dem Gelände des Meller Schützenhofes

nach Sole und wurde in 360 Fuß Tiefe fündig. Nur ein Jahr

später eröffnete die „Brunnengesellschaft zur Wilhelmsquelle

Leimkuhl & Co.“ ein Badehaus, das schon in den ersten

sechs Monaten über 3.000 Anwendungen verabreichte. Jahrzehntelang

kamen Besucher und Einheimische ins „Solbad

Melle“, um sich (laut zeitgenössischen Prospekten „auf ärztliche

Empfehlung“!) bei Rheumatismus, Gicht, Hämorrhoiden,

Tuberkulose und vielen anderen Leiden behandeln zu lassen.

Diese Postkarte ging 1953 - mit den besten Grüßen und dem

Versprechen, bald einen Brief folgen zu lassen - an Fräulein

König aus Neuenkirchen bei Otterndorf. Ihre Vorderseite

zeigt nicht nur das historische Badehaus (oben links), sondern

auch drei Ansichten des Kurparks, das Rathaus und den

Marktplatz, die Plettenbergerstraße und die St. Matthäus-

Kirche. Natürlich darf auch die Diedrichsburg nicht fehlen.

Heute ist das Solbad Geschichte. „Der Spagat zwischen Kurort

und Gewerbestadt konnte auf Dauer nicht gehalten werden,

wenngleich man sich noch lange an den Solbad-Begriff klammerte“,

erklärt Uwe Plaß, Vorsitzender des Heimatvereins

Melle. Der letzte Kurdirektor amtierte bis 1986, 2011 wurde

das alte Kurmittelhaus verkauft. | TS

Archivfoto © Kurt Löckmann, Presse- und Informationsamt Stadt Osnabrück | Unterschriftenbild © Stadt Osnabrück | Postkarte: Privatarchiv

Karikatur © Olaf Thielsch

Wer ist heiß auf Süßes?

HANDGEZEICHNET

Wespe ist nicht gleich Wespe. Nur die Arbeiterinnen der beiden häufigsten Arten, Deutsche Wespe und

Gewöhnliche Wespe, stürzen sich mit Vorliebe auf Zuckerhaltiges. Unsere Redaktion wünscht allen

Leserinnen und Lesern einen harmonischen und sonnigen Sommer!

Nachdem sich Heinrich Lübke am 5. August 1962 einen Tag lang

über die mangelnde Euphorie der Osnabrücker für den Deutschen

Wandertag und das fehlende Interesse an seiner Person geärgert

hatte (Seite 40/41) verewigte sich der Bundespräsident am frühen

Abend im Goldenen Buch der Stadt. Auch hier wies Lübke noch einmal

darauf hin, dass ein Wandertag und der Besuch des Bundespräsidenten

nicht nur den Oberbürgermeister und den Stadtrat

zu begeistern hätten. Gleichwohl kam es anschließend zu einem

freundlichen Gespräch mit den Gästen, zu denen unter anderem der

niedersächsische Kultusminister, der Regierungspräsident sowie

Landesuperintendent und Generalvikar gehörten. Mit Heinrich

Lübke unterschrieb auch seine Frau Wilhelmine. | TS

Dr. Heinrich Lübke, Bundespräsident, Ehefrau Wilhelmine,

5. August 1962

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58

8

Anderes

Wort für

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Versunkene

Insel

verwendet,

um eine

vertrauliche

Frage einzuleiten

1

Sammelbezeichnung

für feinste

feste Teilchen

Lösungswort:

2

Geografischer

Punkt

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Die Gewinner werden benachrichtigt. Sollten

mehr richtige Antworten eingehen als Preise

zur Verfügung stehen, entscheidet das Los.

Das Redaktionsteam wünscht viel Erfolg!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, keine Auszahlung der Preise in bar.

Mitarbeiter und Angehörige der teilnehmenden Unternehmen sind

von der Verlosung ausgeschlossen.

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

Einleitungswort

für

Begründungen

Bezeichnung

kleinwüchsige

Fabelwesen

Maßnahmen

zur Verhinderung

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Nachname

des

"König des

deutschen

Circus"

bedrückendes

Gefühl

durch ein

Problem

ein aus

Tierkörpern

gebildetes

Mischwesen

Wurfschlinge

Die Gewinner werden von uns benachrichtigt. Bitte Kontaktdaten nicht vergessen ...

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

13

5

9

10

Geräusch

einer Biene

Zweiter

Monat des

Jahres

Weiblicher

Vorname

Schicken Sie uns ganz einfach das

Lösungswort per E-Mail an:

gewinnspiel@osnabruecker-wissen.de

Alternativ auch gerne per Post:

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gewinnen möchten. Nach der Auslosung

versuchen wir, die Preise den Gewinnern

dann möglichst passend zuzuordnen.

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Die nächste Ausgabe von

Osnabrücker Wissen“ erscheint

im September 2016.

Um zukünftig keine Ausgabe mehr zu verpassen,

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und unverbindlich online anmelden unter:

www.os-wissen.de

Redaktions- und Anzeigenschluss:

12. August 2016

redaktion@osnabruecker-wissen.de

Telefon: 05405/8083216

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