13.07.2016 Aufrufe

im.Puls_Juli_2016_online

Das Stadtmagazin für Schwäbisch Gmünd, Aalen, Göppingen, Schorndorf und Umgebung.

Das Stadtmagazin für Schwäbisch Gmünd, Aalen, Göppingen, Schorndorf und Umgebung.

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

Ocean Ramsey<br />

Haitauchen auf Hawaii<br />

__________<br />

Olympiasiegerin<br />

Carina Vogt privat<br />

__________<br />

Staufersaga<br />

in Schwäbisch Gmünd<br />

Ihr kostenloses Stadtmagazin<br />

<strong>Juli</strong>.<strong>2016</strong>


Laut AUTO BILD-Kundenumfrage:<br />

In Baden-Württemberg<br />

die Nummer 1!<br />

Ihre WWG Autowelt.<br />

WWG Autowelt GmbH & Co. KG<br />

73527 Schwäbisch Gmünd<br />

Telefon 0 71 71-9 87 10-0<br />

info@wwg-autowelt.de


die Arbeit ist getan und doch hat sie<br />

erst begonnen. Was vor Monaten<br />

mit einer Vision begann, halten Sie in<br />

diesem Augenblick in Ihren Händen:<br />

<strong>im</strong>.puls. Das neue Stadtmagazin für<br />

unsere Region. Und während Sie<br />

sich den ersten Seiten widmen, arbeiten<br />

wir bereits an der folgenden Ausgabe.<br />

Unser Anspruch ist es, Sie ab<br />

sofort Monat für Monat, kurzweilig<br />

und erfrischend zu unterhalten und<br />

zu informieren.<br />

<strong>im</strong>.puls ist gefüllt mit spannenden,<br />

lokalen Themen aus dem Herzen von<br />

Schwäbisch Gmünd, aus Aalen, aus<br />

Schorndorf, aus Göppingen und aus<br />

der ganzen Region. Und wir ergänzen<br />

diese Themen für Sie durch kurzweilige<br />

Berichte aus der ganzen Welt.<br />

Wer sind wir? Hinter <strong>im</strong>.puls steht ein<br />

erfahrenes Team rund um die Bereiche<br />

Redaktion, Mediengestaltung<br />

und Fotografie. Geleitet wird das<br />

Team von den Herausgebern, die mit<br />

<strong>im</strong>.puls Monat für Monat neue Impulse<br />

setzen werden. Ralph F. Wild,<br />

erfahrener Journalist, Redakteur,<br />

Buchautor und Medienexperte.<br />

Oliver Nestola, erfahrener Portraitund<br />

Werbefotograf mit eigenem<br />

Fotostudio. Langjähriger, projektleitender<br />

Redakteur für führende Automobilhersteller.<br />

Doch wir setzen auch auf Sie als Leser,<br />

als Werbepartner! Um <strong>im</strong>.puls<br />

ständig mit neuen spannenden Themen<br />

und Informationen zu füttern,<br />

suchen wir die Nähe zu Ihnen. Bereits<br />

in den ersten Wochen unserer Kreativität<br />

rannten wir durch offene Türen<br />

und wurden durch Zuspruch, Ideen<br />

und neue Partnerschaften beflügelt.<br />

Diese Resonanz wollen wir weiterführen,<br />

um unsere Inhalte für Sie zu<br />

perfektionieren.<br />

Unter mail@<strong>im</strong>puls-gd.de freuen wir<br />

uns auf Ihr Feedback und nehmen<br />

sehr gerne Ihre Anfragen entgegen.<br />

Herzlich Ihre<br />

Oliver Nestola<br />

-Herausgeber<br />

Ralph F. Wild


Olympiasiegerin<br />

Carina Vogt privat<br />

Travel & Style:<br />

Haitauchen auf Hawaii<br />

Travel & Style: Haitauchen auf Hawaii 07<br />

Hannes und der Bürgermeister 13<br />

Zwölf Bilder des Todes<br />

Zwölf Freibadtrends<br />

17<br />

21<br />

Villa Pfander - Villa Nepperberg 25<br />

Boxer Kas<strong>im</strong> Gashi 27<br />

Hotlist: Books 31<br />

Jahrhunderthochwasser in Gmünd 33<br />

"mülleroptik"<br />

Die WWG Autowelt 35<br />

Das Forum 37<br />

in Schwäbisch Gmünd<br />

Entdeckung des Monats: 39<br />

Glückssträhne<br />

Tattoo - kleine Schmerzen… 43<br />

Olympiasiegerin Carina Vogt privat 47


Tattoo, kleine Schmerzen…<br />

Roman von T<strong>im</strong>o Bader 51<br />

Hotlist: Leinwandgeflüster 53<br />

Kolumne: Be pretty but be yourself 59<br />

Nutella für die Seele 61<br />

Essen und Trinken: 63<br />

Mediterrane Scampi-Spaghetti<br />

Cocktail des Monats: Mojito 67<br />

Staufersaga in Schwäbisch Gmünd 71<br />

Kampfsportschule Hurricane 77<br />

Veranstaltungen, Partys und Events<br />

Feedback an die Redaktion<br />

79<br />

82<br />

Staufersaga<br />

in Schwäbisch Gmünd


mit den weißen Haien schw<strong>im</strong>mt…


Ocean Ramsey<br />

zeigt uns Hawaii auf eine ganz andere Art<br />

__________<br />

Sie ist blond, hat ein Strahlen wie ein Star, eine Figur, um<br />

die sie ganz Hawaii beneidet - Ocean Ramsey verkörpert<br />

das, was Männerherzen höher schlagen lässt. Doch ihr<br />

Körper ist stets in Gefahr. Nicht die Kalorien, wie man<br />

meinen könnte, sind es, die ihr zu nahe kommen. Nein,<br />

die bildhübsche Amerikanerin hat sich den Meerestieren<br />

verschrieben. In Abwandlung von Kevin Costners<br />

Kino-Blockbuster: Sie ist die, „die mit den weißen Haien<br />

schw<strong>im</strong>mt…“<br />

Doch Gefahren, so sagt die junge Blondine, gehe sie nicht<br />

ein. Ocean Ramsey ist Fotomodel, sie ist Taucherin und<br />

sie ist eine Meeresaktivisten. Die ganze Welt soll erfahren,<br />

dass die Haie, die Wale, die Schildkröten nur unter<br />

einem leiden: der unsagbar großen Verschmutzung der<br />

Meere durch uns Menschen und durch die Überfischung.<br />

Und deshalb lädt sie auf Hawaii Taucher ein, mit ihr hinaus<br />

zu fahren und zu schw<strong>im</strong>men mit Barrakudas oder<br />

Tigerhaien. Oder aber eben auch mit den anmutigen Riesenschildkröten.<br />

Ocean zeigt uns ihr Hawaii auf eine ganz andere Art. Ja,<br />

sie hat natürlich Respekt, wenn sie in das Wasser steigt.<br />

Je nachdem wie tief es geht und welche Motive anstehen,<br />

ist sie bekleidet mit einem Neoprenanzug oder aber<br />

auch mit einem ultraknappen Bikini. Ocean weiß, dass sie<br />

mit ihrem Körper spielen kann, um die Blicke auf sich zu<br />

ziehen. „Klar, finde ich es schön, wenn ich auf den Fotos<br />

auch sexy aussehe. Aber das ist nicht mein Hauptbestreben.<br />

Ich setze mich für die Tiere in unseren Gewässern<br />

ein - mit jeder Faser meines Körpers.“<br />

Travel and Style: Haitauchen auf Hawaii<br />

. 7


Gemeinsam mit ihrem Team und ihrem Fotografen ist<br />

sie stets auf der Suche nach den Riesen in den Ozeanen<br />

dieser Welt. „Warum soll ich vor einem weißen Hai Angst<br />

haben. Ich begegne ihm mit großem Respekt, aber auch<br />

mit Freude. Auch diese Tiere spüren das.“ Und so hängt<br />

sie sich an die Rückenflosse des als gefährlichstem Meerestier<br />

bekannten Kolosses und lässt sich einige Meter<br />

mitziehen. Frontal schw<strong>im</strong>mt der Hai auf den Fotografen<br />

zu - ein grandioses Motiv.<br />

Oder aber Ramsey taucht <strong>im</strong> riesigen Schatten eines Walhaies,<br />

dem größten Fisch unserer Meere. „Seine grazile<br />

Art sich zu bewegen, seine Anmut - Walhaie sind wunderbare<br />

Tiere“, sagt sie, als sie stolz auf die Fotos blickt. Der<br />

gefleckte Riese mit unfassbar großem Maul, dass er ausschließlich<br />

dafür benützt, um Plankton zu fressen, strahlt<br />

seit jeher eine unendlich große Anziehungskraft auf uns<br />

Menschen aus. Ocean führt ihre Gäste hin zu diesen Riesenfischen<br />

und erläutert dabei, was wir alle dazu beitragen<br />

können, um dieses letzte Stückchen wilder Natur auf<br />

unserem blauen Kontinent zu bewahren.<br />

Und während die meisten Bilder von Haien durch<br />

Blutrünstigkeit und gespielter Gefahr und großem Risiko<br />

leben, so stellt Ocean Ramsey genau das Gegenteil dar.<br />

Sie schlüpft für uns in ein weißes Kleid und taucht damit<br />

ab. Es entstehen diese unvergleichlichen Fotos, die<br />

uns zeigen: Jeder einzelne Hai auf dieser Welt muss geschützt<br />

werden.<br />

Wie gesagt: Es ist ein anderes Hawaii, das wir mit Ocean<br />

Ramsey erleben. Zugegebenermaßen schlägt das Herz<br />

dabei höher, macht Purzelbäume - wegen dieser schönen<br />

Frau, dieser uns über Jahren in den Köpfen verankerten<br />

Gefahren durch die Raubfische und durch diese unhe<strong>im</strong>liche<br />

Unterwasserwelt. Ein Erlebnis par excellence.<br />

Ein ganz anderes Aloha.


Travel and Style: Haitauchen auf Hawaii<br />

. 9


Ocean<br />

Ramsey<br />

Text: Ralph Wild | Fotografie: Juan Oliphant


Reisebüro Reiseland<br />

Hawaii – Eine Inselkette <strong>im</strong> Pazifischen Ozean und 50.Bundesstaat der USA<br />

Hawaii – Eine Inselkette <strong>im</strong> Pazifischen<br />

Ozean und 50.Bundesstaat<br />

der USA. Die vielseitige<br />

Landschaft und ein ganzjährig<br />

warmes Kl<strong>im</strong>a macht es zu einem<br />

beliebten Reiseziel.<br />

Die insgesamt 137 Inseln und<br />

Atolle Hawaiis gehören zum<br />

polynesischen Kulturraum und<br />

werden geographisch auch Polynesien<br />

zugeordnet. Alle Inseln<br />

sind vulkanischen Ursprungs<br />

und auf der größten Insel „Big<br />

Island“ sind der Manuna Loa<br />

und der Kilauea auch noch aktiv.<br />

Das Angebot der Aloha Inseln<br />

ist nahezu unendlich, ob Sie<br />

sich für Kultur interessieren, die<br />

Natur lieben oder sportbegeistert<br />

sind, schon bei der Ankunft<br />

am Flughafen wird Sie das besondere<br />

Lebensgefühl Hawaiis<br />

in den Bann ziehen. Touristisch<br />

gesehen spielen die 6 Hauptinseln<br />

Oahu, Big Island, Kauai,<br />

Maui, Lanai und Molokai die wesentliche<br />

Rolle.<br />

70 % der Bevölkerung lebt auf<br />

Oahu und in der Hauptstadt Honolulu<br />

mit seinem berühmten<br />

Waikiki Strand. Nirgendwo auf<br />

der Welt liegen wohl Wolkenkratzer,<br />

Vulkane und Strand so<br />

nah beieinander.<br />

Oahu ist auch die einzige Insel<br />

mit öffentlichen Verkehrsmittel.<br />

North Shore ist vor allem <strong>im</strong> Winter<br />

der Hotspot für Surfer aus<br />

aller Welt. Geschichte hautnah<br />

erleben kann man hier auf der<br />

Insel am Hafen und Hauptstützpunkt<br />

der Marineflotte der United<br />

Staats Navy „Pearl Harbor“.<br />

Kauai – Natur pur, für mich die<br />

schönste der Inseln mit Wa<strong>im</strong>ea<br />

Canyon und der <strong>im</strong>posanten<br />

Napali Coast. Üppige Vegetation,<br />

Regenwald, Flusstäler, wunderschöne<br />

Gärten und Stände<br />

beherrschen die älteste Insel.<br />

Die Napali Coast ist vor allem<br />

aus Hollywood-Filmen bekannt:<br />

Sie war Kulisse für Avantar,<br />

Fluch der Karibik oder Jurassic<br />

Park. Ein Muss ist eine Flugoder<br />

Boot-Tour entlang der<br />

Kauais North Shore mit Sicht<br />

auf die Schwindel erregenden<br />

Klippen. Wer mehr Zeit hat und<br />

gut zu Fuß ist, sollte unbedingt<br />

eine Wanderung auf den Trails<br />

entlang der Küste unternehmen.<br />

Die Welt auf einer Insel findet<br />

man auf Big Island. Fast allen<br />

Kl<strong>im</strong>azonen sind hier vertreten<br />

und deshalb findet man die unterschiedlichsten<br />

Lebensräume,<br />

wie Regenwälder, vulkanische<br />

Wüsten, schneebedeckte Gipfel<br />

und schwarze Strände. Absolutes<br />

Highlight der Insel die<br />

Vulkane des Hawaii Volcanoes<br />

National Parks. Hier kann man<br />

die glühenden Lavaströme des<br />

Kilauea beobachten wenn sie<br />

auf das Meer treffen. Mein Tipp<br />

– Mit dem Helikopter über den<br />

Nationalpark fliegen, ein unvergessliches<br />

Erlebnis.<br />

Am Ende Ihrer Reise sollte auf<br />

keinen Fall Mauii fehlen. Mit 80<br />

Stränden eignet sie sich perfekt<br />

für ein paar entspannte Tage am<br />

Meer. Aber keinesfalls sollte<br />

man nur faul am Strand liegen<br />

den auch Mauii hat einiges zu<br />

bieten. Ein perfekter Tag könnte<br />

z.B. so aussehen: Fahrt zum<br />

Sonnenaufgang auf den Gipfel<br />

des Haleakala und auf dem<br />

Rückweg den Highway 37 über<br />

Weidelandschaften, Gemüseplantagen<br />

und Eukalyptuswälder<br />

zum Meer wählen. Oder sie<br />

befahren die Straße nach Hana,<br />

eine der schönsten Panoramastraßen<br />

der Welt. Wer zwischen<br />

Dezember und April reist sollte<br />

auf jeden Fall Zeit für eine Walbeobachtung<br />

einplanen. Der<br />

Auau Channel zwischen Mauii,<br />

Lanaii und Molokai ist einer der<br />

besten Orte der Welt um die Riesen<br />

der Meere zu beobachten.<br />

Sie können Hawaii auf eigene<br />

Faust mit dem Mietwagen oder<br />

als geführte Busreise in der<br />

Gruppe erkunden. Auch was die<br />

Unterkünfte betrifft gibt es<br />

Freuen Sie sich auf<br />

den Winter!<br />

Nach dem Urlaub ist vor dem<br />

Urlaub. Buchen Sie schon<br />

jetzt den Winter <strong>2016</strong>/17.<br />

Die schönsten Reiseziele<br />

der Welt erwarten Sie!<br />

Hawaii<br />

Buserlebnisreise<br />

Hawaiian Discovery<br />

ab/Honolulu bis/Maui<br />

10 Nächte Standard Kat.<br />

<strong>im</strong> DZ, OV<br />

p. P. ab 2854 €<br />

Ihren Traumurlaub finden Sie<br />

bei uns <strong>im</strong>:<br />

Reisebüro Reiseland<br />

Postgasse 3<br />

73525 Schwäbisch Gmünd<br />

Tel. 07171 30330<br />

Fax 07171 68780<br />

info@reisebuero-gmuend.de<br />

www.tui-travelstar.de<br />

www.facebook.com/<br />

tuitravelstar<br />

für jeden Geldbeutel das Passende<br />

vom Budget-Hotel bis<br />

zur Luxusklasse. Die Inseln sind<br />

sicher und Sie benötigen auch<br />

keine Impfungen für die Einreise<br />

muss lediglich ein ESTA <strong>online</strong><br />

beantragt werden.<br />

Reisebüro Reiseland<br />

Postgasse 3 . 73525 Schwäbisch Gmünd . Tel. 07171 30330 . Fax 07171 68780<br />

info@reisebuero-gmuend.de . www.tui-travelstar.de . www.facebook.com/tuitravelstar


Die Macher von „Hannes und der<br />

Bürgermeister“ sitzen in Aalen:<br />

Gastspielbüro Aalen<br />

!!!<br />

Das Lachen beginnt schon mit dem Betreten des Saals. Das Publikum<br />

weiß, was es die nächsten zwei Stunden erwartet. Überall ist zu hören:<br />

„Haaaaannneeeees!“ Der Ruf des Bürgermeisters nach seinem Amtsdiener<br />

hat sich eingebrannt in die Köpfe. Doch die wenigsten wissen:<br />

Die Macher von der Tour „Hannes und der Bürgermeister“ sitzen in<br />

Aalen – das Gastspielbüro Aalen.


Auch sie selbst füllen große Säle und<br />

Hallen: Bei „Hannes und der Bürgermeister“<br />

sind „Herrn Stumpfes<br />

Zieh- & Zupf Kapelle“ stets dabei<br />

und bereichern das Programm mit<br />

ihrer schwäbischen Mundart-Comedy-Pop-und-Blasmusik.<br />

Randnotizen?<br />

Bei weitem nicht. Die Vier<br />

sind also nicht nur dabei, sondern<br />

mittendrin! Im Impressum ihrer<br />

Website sind sie zu finden. Dort<br />

stehen ihre wahren Namen als die<br />

Gesellschafter der Spion GbR.<br />

Doch kennen tut man sie unter ihren<br />

Spitznamen – denn das sind<br />

„dr Benny, dr Flex, dr Manne und<br />

dr Selle“. Über 150 Mal sind sie <strong>im</strong><br />

Jahr selbst auf der Bühne. In ganz<br />

Süddeutschland bis in die Schweiz.<br />

Doch sie ziehen auch die Strippen<br />

für die beiden so erfolgreichen<br />

Schauspieler.<br />

Unvorstellbar voll ist der Terminkalender<br />

von HSZZK und „Hannes<br />

und der Bürgermeister“. Albin<br />

Braig und Karlheinz Hartmann<br />

stecken hinter den beiden, die Millionen<br />

vor den Fernseher locken. Seit<br />

Jahren und Jahrzehnten. Legendär,<br />

wenn der dicke Bürgermeister seinen<br />

Amtsdiener hereinruft: „Dr<br />

Haannnneeeesss soll reikomma!“,<br />

mit ihm während den Dienstzeiten<br />

Hannes und der Bürgermeister<br />

. 13


Text: Ralph Wild | Fotografie: Stumpfes<br />

die Flasche Schnaps leert (und lehrt)<br />

und sich am Telefon mit seiner Frau<br />

hadert. Und jeder weiß: Der wahre<br />

Chef <strong>im</strong> Rathaus, das ist eben der<br />

„Hannes!“. Der leitet vieles am Bürgermeister<br />

vorbei, schlüpft am Telefon<br />

kurz in dessen Rolle und lässt<br />

keine Sekunde aus, um dem Bürgermeister<br />

zu zeigen, wie es in schwäbischen<br />

Gemeinden wirklich zu geht.<br />

Und so sind die Auftritte der beiden<br />

meist ausverkauft, muss man<br />

sich sputen, will man Karten für das<br />

berühmte schwäbische Mundarttheater<br />

„Mäulesmühle“ in Siebenmühlental<br />

schnappen, oder auch<br />

für die Tour von „Hannes und der<br />

Bürgermeister“ durchs Ländle. Sind<br />

sie einfach da - und auch das Publikum<br />

ist da. Und zwar: Jung wie<br />

alt! Nur alter Schmäh? Schmarrn.<br />

Wer dabei ist, freut sich kaiserlich.<br />

Das bestätigt auch die Macherin <strong>im</strong><br />

Hintergrund der Tour Gaby König.<br />

„Ich habe unsere Jungs schon<br />

so häufig gesehen und ich schmeiß<br />

mich jedes Mal wieder weg.“<br />

Und so ist das Lachen nach der<br />

Show noch viel größer. Und manch<br />

einer weckt seinen Partner in der<br />

Nacht darauf unsanft aus dem<br />

Schlaf. Mit einem „Dr Haaaaaannnees<br />

soll reikomma!“…<br />

Mehr unter www.stumpfes.de – Tourdaten


12<br />

B I L D E R<br />

D E S<br />

T O D E S<br />

Roman von Ralph F. Wild<br />

. 17


P R O L O G<br />

Sie schob mit den Zehen langsam die Decke<br />

nach unten, die sie über sie gelegt hatten. Sie?<br />

Wer waren sie? Wo war sie? Warum war sie<br />

hier?<br />

Dann fielen ihr die Morde ein, von denen die<br />

Polizei gesprochen hatte. Panik stieg in ihr auf<br />

und sie spürte, wie sie den Drang, sich zu bepinkeln<br />

kaum noch widerstehen konnte. In ihrem<br />

Mund machte sich ein aschfahler Geschmack<br />

breit. Eine Mischung aus Metall und ranzigem<br />

Fett. Sie wollte ausspucken, hatte aber Angst,<br />

sich selbst anzuspucken. Ellen schluckte den<br />

schle<strong>im</strong>igen, eitrigen Speichel hinunter, würgte<br />

ihn durch ihre Speiseröhre und war froh, als sie<br />

aus ihrem Magen nicht den sofortigen Widerspruch<br />

spürte.<br />

Wer war das? Wer hatte sie hierher gebracht?<br />

Ellen versuchte eindringlich, die wenigen Gedanken,<br />

die sie sortieren konnte, in Einklang zu<br />

bringen. Niemand hatte sie von der Messe abgehen<br />

sehen. War sie überhaupt aus dem Gebäude<br />

gegangen? Sie konnte sich nicht mehr<br />

erinnern. Umso mehr sie darüber nachdachte,<br />

desto weniger wurden die reellen Erinnerungen.<br />

Eine Sekunde nach der anderen schien ihr<br />

Hirn mehr zu kapitulieren vor den Anstrengungen,<br />

denen sie es aussetzte. Oder war sie nicht<br />

RALPH F. WILD SCHREIBT DIESEN<br />

NEUEN ROMAN MIT EURER UNTERSTÜTZUNG.<br />

SCHICKT UNS EURE IDEEN – schreibt die nächsten<br />

Zeilen, die nächsten Seiten. Oder aber nur Eure<br />

Gedanken, Stichworte. Alles, was Ihr wollt. Unser<br />

Autor wird Eure Impulse nutzen, um diesen Fortsetzungsroman<br />

weiter zu schreiben.<br />

Und von Ausgabe zu Ausgabe von Eurem neuen Magazin<br />

„<br />

“ wird ein grandioses Machwerk<br />

zwischen Schriftsteller und Leser entstehen.<br />

WIR FREUEN UNS AUF EURE IDEEN!<br />

RW@IMPULS-GD.DE<br />

mehr Herr ihrer Sinne? Hatten sie Regie über<br />

sie übernommen? Ja. Das musste die Lösung<br />

sein. Nein. Sie war nicht diese Ellen. Wer war<br />

sie überhaupt?<br />

Und wieder dieser Geschmack in ihrem Mund.<br />

Doch jetzt kamen die Schmerzen hinzu. Sie<br />

wandelten ihren Rachen entlang und machten<br />

sich breit wie ein in Aufruhr gebrachter Ameisenhaufen.<br />

Schnell, wendig, unbesiegbar. Überall<br />

begannen die Schmerzen einzusetzen und<br />

zu wandern. Ellen verlor den Verstand. Das war<br />

das einzige, worüber sie sich in diesen Sekunden<br />

klar war.<br />

Ihre rechte Hand tastete an der kargen Wand<br />

entlang und folgte den Rillen und Ritzen. Der<br />

Beton war kalt, ja strahlte sogar Feuchtigkeit<br />

ab. Ellen wollte sich konzentrieren. Auf ihre<br />

Fingerspitzen, die die Wege des einst weichen,<br />

jetzt steinharten Geflechts absuchten.<br />

Waren ihre Augen wach? Musste sie nicht vielmehr<br />

noch schlafen? Ihr schoss das Wort Alptraum<br />

in den Sinn. Ja. Das war die Antwort. Sie<br />

schlief. Niemand hatte sie geweckt. Und der Alkohol<br />

des Vorabends trieb sie in diesen Wahn.<br />

Eine Spinne krabbelte über ihre Hand. Fett.<br />

Schwarz. Widerlich. Sie riss die Hand zu ihrem<br />

Körper zurück und beobachtete, wie sich<br />

das Tier abseilte und verschwand. Sie war<br />

real gewesen. Ein Produkt aus Gottes Hand.<br />

Widerlich. Fett. Schwarz. So gar nicht schön.<br />

Aber real. Sie lebte. Und Ellen schlief nicht. Niemals<br />

mehr würde sie schlafen. Sie wähnte ihre<br />

Finger sich von den Berührungen der Spinne<br />

krümmen, sich in eine Art des Krampfes zu biegen<br />

und zu beugen. Sie wollte schreien. Schlief<br />

sie? War sie wach? Musste sie sterben? Ja.<br />

Das war die Antwort. Sie töteten sie. Wer? Sie<br />

wusste es nicht? Der Wahn? Die Spinne! Sie?<br />

Sie glitt hinüber in das Jenseits. In die Hölle.<br />

Sie war tot. Sie schloss die Augen. Und riss sie<br />

wieder auf. Sie spürte die Spinne. An ihren Beinen.<br />

Sie schrie. Aus ihrem Mund flog der eitrige<br />

Speichel und klatschte gegen die Wand, bildete<br />

ein Rinnsal. Ellen verschluckte sich, würgte,<br />

hustete. Sie konnte sie nicht entfernen. Sie war<br />

da. Fett, widerlich, schwarz.<br />

Text: Ralph Wild | Fotografie: Oliver Nestola


t<strong>im</strong>eoutmedvital- Ihr Partner, wenn Sie eine kompetente Betreuung<br />

in Sachen Physiotherapie benötigen. Denn es geht<br />

um Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden!<br />

In unserer topmodern und ansprechend eingerichteten<br />

Praxis bieten wir Ihnen Therapieformen mit „Evidenz-based-practice“.<br />

Wie Manuelle Therapie, Sportphysiotherapie,<br />

Taping oder Flossing mit Thomas Metzger einem Physiotherapeuten<br />

des Deutschen Olympischen Sport Bundes<br />

(DOSB) und seinem Team.<br />

t<strong>im</strong>eoutmedvital GmbH<br />

Lindenfirststr. 1 · 73525 Schwäbisch Gmünd · Telefon: +49(0)7171 - 66866 oder 181526 · Fax: +49(0)7171 - 66755<br />

www.t<strong>im</strong>eoutmedvital.de · infot<strong>im</strong>eoutmedvital(at)<strong>online</strong>.de


Zwölf Dinge…<br />

…die dich <strong>im</strong> Freibad<br />

zum Hingucker machen!<br />

Sonne! Was haben wir alle gewartet.<br />

Die kalten Monate, bei<br />

uns leider deutlich mehr als die<br />

heißen, haben uns alle leiden lassen.<br />

Ihr freut euch auf die Stunden<br />

<strong>im</strong> Freibad? Mit Freunden in<br />

der Sonne aalen, ins kalte Wasser<br />

springen, nur das nötigste Stück<br />

Stoff am Körper? 12 Dinge, die<br />

ihr nicht vergessen oder beachten<br />

solltet, damit ihr <strong>im</strong> Freibad zum<br />

Hingucker werdet.


Eins __________<br />

Plötzlich ist der Sommer da. Jetzt<br />

heißt es: Raus aus den langen Sachen<br />

und rein in den Bikini. Ihr seid mit eurer<br />

Bikini-Figur (noch) nicht zufrieden?<br />

Probiert doch mal einen Monokini! Hinten<br />

sexy geschnitten wie ein Bikini, vorne<br />

verdeckt ein schmaler Streifen Stoff<br />

ein kleines Bäuchlein. Der raffinierte<br />

Schnitt lenkt die Aufmerksamkeit weg<br />

von kleinen Makeln. Schöne Modelle<br />

findet ihr z.B. bei Amazon, Zalando<br />

oder Victorias Secret.<br />

Drei __________<br />

Pommes und Eis vom Freibad-Kiosk?<br />

Je nachdem, wie oft ihr ins Freibad<br />

geht, lasst ihr schnell mal hunderte Euro<br />

pro Saison liegen. Zudem sind die meist<br />

süßen und fettigen Versuchungen nicht<br />

gerade förderlich für eure Figur. Bereitet<br />

euch doch zuhause gesunde und leckere<br />

Snacks zu. Zum Beispiel selbstgemachten<br />

Eistee, Obst und Salat. Diese<br />

könnt ihr in einer stylischen Kühltasche<br />

transportieren und damit gut aussehen.<br />

Kühltaschen gibt es mittlerweile in allen<br />

Formen und Farben und für jeden Geldbeutel<br />

z.B. <strong>im</strong> Einzelhandel oder <strong>online</strong>.<br />

Zwei __________<br />

Der Beginn des Sommers muss aber<br />

längst nicht das Ende sein. Sport, vor<br />

allem wenn ihr ihn regelmäßig macht<br />

und nicht locker lasst, wird euren Körper<br />

formen. Schneller, als ihr denkt.<br />

Bewegt euch, wann <strong>im</strong>mer sich eine<br />

Gelegenheit bietet. Im Freibad könnt<br />

ihr euch z.B. bei Wasserball, Tischtennis<br />

oder Volleyball vergnügen – und<br />

nebenbei easy neue Kontakte knüpfen.<br />

Vier __________<br />

Musik darf an einem heißen Sommertag<br />

nicht fehlen! Im Freibad eignen<br />

sich dafür am besten die handlichen<br />

Bluetooth-Lautsprecher fürs Handy.<br />

Ob <strong>im</strong> Retro-Design, verspielt in zarten<br />

Pastell-Tönen oder als wasserdichte,<br />

schw<strong>im</strong>mende Kugel. Bei der Auswahl<br />

eines geeigneten Lautsprechers<br />

empfehlen wir euch, Test- und Erfahrungsberichte<br />

zu lesen, um euch Ärger<br />

mit schlecht produzierten Geräten zu<br />

ersparen.<br />

. 21


Fünf __________<br />

DIE Entdeckung für Retro-Fans: Die<br />

„Fydelity Le Boom Box Coolio“-Kühltasche<br />

mit integrierten Lautsprechern!<br />

Eine 2in1-Umhängetasche <strong>im</strong> Gettoblaster-Design<br />

zum Kühlen deiner<br />

Snacks und Getränke und zum Musik<br />

hören. Damit seid ihr auf jeden Fall<br />

die Attraktion <strong>im</strong> Freibad! Erhältlich in<br />

schwarz oder pink, ca. 60 Euro <strong>im</strong> Onlinehandel.<br />

Sechs __________<br />

Flechtfrisuren sind nur etwas für kleine<br />

Mädchen? Irrtum! Mit etwas Übung<br />

lassen sich ganz leicht wunderschöne<br />

Zöpfe kreieren, die ganz und gar nicht<br />

kindy wirken. Und gerade an heißen<br />

Tagen sind französische Zöpfe, Boxer<br />

Braids und Co. super praktisch, damit<br />

die Haare nicht <strong>im</strong> Gesicht kleben.<br />

Wenn ihr mit nassen Haaren aus dem<br />

Wasser kommt, müsst ihr euch keine<br />

Sorgen um Knoten in den Haaren machen.<br />

Und die Zöpfe haben einen weiteren<br />

Vorteil: Lasst ihr sie nach dem<br />

Duschen an der Luft trockenen und<br />

öffnet sie dann, ist eure Frisur für den<br />

Abend schon fertig: Ihr habt wunderschöne<br />

Locken! Das Flechten lernen<br />

könnt ihr über viele YouTube- und Instagram-Videos.<br />

Oder fragt bei eurem<br />

nächsten Frisör-Besuch doch mal eure<br />

Lieblings-Friseuse, ob sie es euch zeigen<br />

kann.<br />

Sieben __________<br />

Sonnencreme – für die meisten ein notwendiges<br />

Übel zum Zweck. Und doch<br />

ist sie unverzichtbar – warum wisst<br />

ihr selbst. Klar, ihr seid auf jeden Fall<br />

ein Hingucker, wenn ihr <strong>im</strong> Freibad mit<br />

krebsrotem Gesicht oder Rücken herumlauft,<br />

allerdings dient ihr dann eher<br />

der Belustigung. Natürlich dauert es mit<br />

Sonnenschutz länger, bis ihr knackig<br />

braun seid, die Bräune ist dafür aber<br />

deutlich gesünder. Wenn ihr einen Sonnenbrand<br />

bekommt und sich danach<br />

die oberste Hautschicht abschält, habt<br />

ihr nichts gewonnen.<br />

Acht __________<br />

Ihr wollt gut riechen, um euch wohl zu<br />

fühlen? Verzichtet besser auf Parfüm.<br />

Durch die Sonneneinstrahlung können<br />

an den Stellen, an denen ihr Parfüm aufgetragen<br />

habt, unschöne Flecken (Pigmentstörungen)<br />

auf der Haut entstehen,<br />

da durch best<strong>im</strong>mte Inhaltsstoffe <strong>im</strong><br />

Parfüm die Haut lichtempfindlicher wird.<br />

Greift deshalb lieber zu einem duftenden<br />

Bodyspray. Bodysprays gibt es z.B.<br />

von Treaclemoon in den Duftrichtungen<br />

H<strong>im</strong>beere, Vanille, Zitrone, Ingwer, Orange<br />

oder Rose für knapp drei Euro. Tipp: Für<br />

einen erfrischenden Gute Laune-Duft bewahrt<br />

das Spray in eurer Kühltasche auf.<br />

Text: <strong>Juli</strong>a Wamsler | Fotografie: Fotolia | Grafiken: Designed by Freepik.com


Zehn __________<br />

Neun __________<br />

Bademode ist etwas, was vor allem<br />

Frauen lieben. Seien wir ehrlich, wir haben<br />

eher fünf Bikinis zu viel <strong>im</strong> Schrank<br />

als einen zu wenig, eben für jede Gelegenheit<br />

den richtigen. Und trotzdem<br />

müssen wir, wenn wir bei H&M, Zalando,<br />

Victorias Secret und Co. dieses<br />

absolute Traum-Teil entdeckt haben,<br />

einfach zuschlagen. Auch in die Trends<br />

<strong>2016</strong> haben wir uns schon verliebt: Ob<br />

klassische Triangel- oder Bandeau-Bikinis,<br />

Monokinis, sportliche Bikinis mit<br />

High Neck- Oberteil (die locker auch<br />

einem Sprung vom Zehn Meter-Brett<br />

standhalten), Bikinis mit Ethno-Prints<br />

oder Paisley-Muster oder romantische<br />

Rüschen-/Volant-Bikinis – hier ist für<br />

jeden Geschmack und jede Figur das<br />

Passende dabei.<br />

Vorsicht mit Alkohol an heißen Tagen.<br />

Sonne verstärkt die Wirkung. Beginnend<br />

mit sinkendem Blutdruck kann<br />

es zu Kreislaufzusammenbrüchen bis<br />

zur Bewusstlosigkeit kommen. Achtet<br />

auf euren Körper und fragt euch, ob<br />

ihr wirklich noch ein Bier oder ein Glas<br />

Wein vertragt. Wenn ihr betrunken<br />

durchs Freibad torkelt, werdet ihr nicht<br />

nur zum Hingucker für andere Gäste<br />

und zur Zielscheibe ihres Spotts, ihr<br />

erregt auch die Aufmerksamkeit der<br />

Bademeister, die euch freundlich zum<br />

Ausgang geleiten werden.<br />

Zwölf __________<br />

Elf __________<br />

Sonnenbrillen sind ein Relikt. Sie gelten<br />

als eines der wichtigsten Accessoires,<br />

besonders natürlich <strong>im</strong> Sommer. Auch<br />

hier gibt es jedes Jahr neue Trends zu<br />

entdecken – denen ihr aber nicht unbedingt<br />

folgen müsst. Es gilt: Erlaubt<br />

ist, was gefällt. Der Trend <strong>2016</strong>: überd<strong>im</strong>ensional<br />

groß und auffällig. Glitzernde<br />

Rahmen, bunte oder verspiegelte<br />

Gläser oder Gläser in Herz- und Sternform<br />

(Chanel, Ralph Lauren, Giambattista).<br />

Damit fallt ihr auf jeden Fall auf!<br />

Pediküre! Schaut euch eure Füße genau<br />

an, bevor ihr sie anderen in Sandalen, Flip<br />

Flops oder barfuß präsentiert. Im Winter<br />

vernachlässigen wir unsere Füße ganz<br />

(un)schön. Und das, obwohl sie uns Tag<br />

für Tag durchs Leben tragen. Gönnt euren<br />

Füßen vor dem Freibadbesuch eine<br />

ausgiebige Pflege. Nehmt ein Fußbad,<br />

entfernt die Hornhaut, kürzt die Nägel<br />

und cremt sie ein. Oder leistet euch einen<br />

Termin <strong>im</strong> Kosmetik-Studio und lasst es<br />

euch und euren Füßen dort gut gehen.<br />

Gepflegte Füße sind das A und O für einen<br />

gelungenen Auftritt <strong>im</strong> Freibad.<br />

. 23


Alles aus einer Hand<br />

<strong>im</strong> Herzen von Gmünd<br />

Die bisherige „Villa Pfander“ wird zur „Villa Nepperberg“<br />

- He<strong>im</strong>at von zwei Agenturen mit einem Komplettangebot<br />

__________<br />

Anke Franz schaut vom Balkon ihres<br />

künftigen Schlafz<strong>im</strong>mers hinunter auf<br />

Schwäbisch Gmünd. Der Ausblick lässt<br />

sie schwärmen. Die Inhaberin der Hostessen-Agentur<br />

EPMS freut sich auf ihr<br />

neues Zuhause. Ihr Lebensgefährte Dieter<br />

Seger, der die Villa Pfander gekauft hat<br />

und mit Anke Franz dort gerade einzieht,<br />

ebenso. Gemeinsam werden sie dort<br />

eine Eventagentur gründen - und haben<br />

mit Ralph F. Wild, einer der Herausgeber<br />

von „<strong>im</strong>.puls“ noch einen Spezialisten für<br />

Öffentlichkeitsarbeit mit <strong>im</strong> Boot. Auch<br />

dessen PR-Büro rawiMEDIA wird ab sofort<br />

in der Villa zu finden sein.<br />

Anke Franz macht keinen Hehl daraus,<br />

dass sie sich schon <strong>im</strong>mer einen<br />

Standort für ihre Agentur in Schwäbisch<br />

Gmünd gewünscht hat. Bisher war sie<br />

mit ihrem Unternehmen in Alfdorf zuhause.<br />

Wir sprachen mit ihr über die Ziele der<br />

Agentur(en) sowie über die Zukunft des<br />

Gebäudes, das ab sofort Villa auf dem<br />

Nepperberg heißt.<br />

<strong>im</strong>.puls: „Anke Franz, zunächst einmal<br />

herzlichen Glückwunsch zum Kauf einer<br />

der schönsten Immobilien in Schwäbisch<br />

Gmünd. Haben Sie sich bereits an<br />

den wunderbaren Ausblick hinunter auf<br />

die Stadt gewöhnt?“<br />

Anke Franz: „Gewöhnen möchte ich<br />

mich daran ehrlich gesagt nie. Jedes<br />

Mal ist der Blick hinunter ein Genuss.<br />

Wenn ich auf dem Balkon unseres<br />

Schlafz<strong>im</strong>mers stehe und auf die gesamte<br />

Stauferstadt hinunterblicke - das<br />

hat schon was. Aber jetzt müssen wir<br />

erst die Schäden, die das Hochwasser<br />

hinterlassen hat, beseitigen. In den Gärten<br />

wurde viel zerstört, durchs Dach<br />

drang ebenso eine Menge Wasser. Das<br />

macht es mühsam <strong>im</strong> Moment.“<br />

<strong>im</strong>.puls: „Ihr Lebensgefährte Dieter Seger<br />

hat die Villa gekauft. Was hat für Sie<br />

beide den Reiz ausgemacht, sich dort<br />

oben, oberhalb von Gmünd, direkt neben<br />

der St.-Salvator-Kirche niederzulassen?“<br />

Anke Franz: „Natürlich ist der Standort<br />

an sich schon unschlagbar. So unschlagbar,<br />

wie wir in Zukunft auch mit unserer<br />

Eventagentur sein möchten. Die Villa<br />

Nepperberg hat ein unhe<strong>im</strong>liches Flair.<br />

Unvergleichlich mit allem, was es sonst<br />

noch Gmünd gibt. Das liegt am Gebäude<br />

selbst ebenso wie an den Höhlen, der<br />

kleinen Burg, dem Gelände. Das Ganze<br />

ist wie gemacht für Veranstaltungen.“<br />

<strong>im</strong>.puls: „Das heißt, sie wollen die Räume<br />

und den Garten für Veranstaltungen<br />

nutzen?“<br />

Anke Franz: „Natürlich. Aber unsere<br />

Eventagentur wird nicht nur bei uns in<br />

der Villa aktiv sein. Wir gehen auch weit<br />

darüber hinaus. Wr werden externe Veranstaltungen,<br />

vor allem für Firmen, ebenso<br />

organisieren wie Konzerte, Lesungen<br />

usw. in unseren eigenen Räumen. Hier<br />

wird das Motto unter anderem lauten:<br />

Kunst trifft Kulinarisches. Lassen Sie<br />

sich überraschen.“<br />

<strong>im</strong>.puls: „Und außerhalb der Villa?“<br />

Anke Franz: „Wir decken künftig ein<br />

großes Portfolio ab. Wir werden eine<br />

Eventagentur sein, die alles unter einem<br />

Dach vereinigt. Neben der Organisation<br />

und der Durchführung von Veranstaltungen<br />

auch die Öffentlichkeitsarbeit. So<br />

wird auch die PR-Agentur rawiMEDIA in<br />

Zukunft ihr Büro bei uns <strong>im</strong> Hause haben<br />

und mit uns eng kooperieren.“<br />

<strong>im</strong>.puls: „Weiterhin werden Sie aber<br />

auch ihre Hostessen-Agentur EPMS betreiben?“<br />

Anke Franz: „Ja, natürlich. Das ist unser<br />

Ursprung. Wir haben, meinen Dieter mit<br />

hinzugerechnet, <strong>im</strong> Moment vier Mitarbeiter.<br />

Zudem noch Kräfte auf 450-Euro-<br />

Basis. Wir bestücken viele Landes- und<br />

Bundesmessen mit Hostessen. Dabei


können wir in unserer Kartei auf rund<br />

15.000 Mädchen zugreifen.“<br />

<strong>im</strong>.puls: „Sie haben Ihre Arbeit bereits<br />

der Stadt Gmünd vorgestellt…“<br />

Anke Franz: „Ja, und sie hat uns große<br />

Unterstützung zugesagt, was wir bereits<br />

spüren. Wir werden mit der Stadt in engem<br />

Kontakt stehen.“<br />

Anke Franz: „Wir haben <strong>im</strong> Mai die Villa<br />

übernommen. Es gibt eine Menge zu<br />

renovieren und umzugestalten - aber<br />

wir geben Gas. Die Schreibtische sind<br />

bestellt… Jedoch hat uns das Wasser<br />

natürlich getroffen. Das bringt einiges<br />

an Arbeit mit sich. Und dabei meine ich<br />

nicht nur die Reparaturen. Das ist jetzt<br />

auch ein bürokratischer Akt. Aber mehr<br />

will ich dazu nicht sagen.“<br />

<strong>im</strong>.puls: „Wann geht es los?“<br />

Text und Fotografie: Ralph Wild<br />

Villa Pfander - Villa Nepperberg<br />

. 25


Text: Ralph Wild | Fotografie: Gashi


„Ich werde<br />

niemals<br />

nachlassen!“<br />

Kas<strong>im</strong> Gashi muss noch warten -<br />

doch die Chance auf die WM ist greifbar<br />

__________<br />

Der 9. <strong>Juli</strong> <strong>2016</strong> hätte der große Tag<br />

werden sollen. Kas<strong>im</strong> Gashi, Boxer<br />

aus Heubach und Deutscher Meister<br />

des Boxverbandes GBC, wollte in<br />

Berlin Weltmeister werden. Die Jahresplanung,<br />

die Trainingseinheiten der<br />

vergangenen Monate, die Ernährung,<br />

der Tagesrhythmus - alles war darauf<br />

ausgelegt, um an diesem Tag in Berlin<br />

den WM-Gürtel umzuschnallen. Doch<br />

dann kniff sein Gegner, der amtierende<br />

GBC-Weltmeister Robert Maess.<br />

Das aber ficht Gashi nicht an: „Ich<br />

werde nicht nachlassen! Bis ich den<br />

Titel habe“, sagt der Heubacher.<br />

Die Enttäuschung nach Bekanntgabe<br />

seines Gegners, nicht anzutreten, saß<br />

tief: „Ich wollte ihn unbedingt boxen!“<br />

Warum Maess nicht antritt, ist schnell<br />

erklärt. Gashis Kontrahent bekam<br />

eine Ranking-Nominierung des Boxverbandes<br />

IBF, einem der fünf ganz<br />

großen Boxverbände der Welt. Aber<br />

nur unter einer Bedingung: Eine Niederlage<br />

gegen Gashi durfte er sich<br />

nicht leisten. „Da hat er lieber gekniffen<br />

und den WM-Titel des GBC freiwillig<br />

abgegeben.“<br />

Die GBC reagierte prompt und wollte<br />

dem Heubacher den Titel kampflos<br />

zuerkennen. Das aber lehnte Kas<strong>im</strong><br />

Gashi ab. Und so ruht der Weltmeisterschaftsgürtel<br />

jetzt bei der GBC, der<br />

Titel ist vakant. Aber nicht mehr lange.<br />

Denn der „Heubacher Goldjunge“,<br />

der sich landauf, landab längst einen<br />

Namen als Boxer gemacht hat, hat<br />

seinen Verband aufgefordert, ihm<br />

noch in diesem Jahr einen Titelkampf<br />

zu bieten. „Das ist man mir schuldig“,<br />

sagt er unumwunden. Und schon<br />

längst glühen <strong>im</strong> Hintergrund die Telefonleitungen.<br />

„Ein Gegner kristallisiert<br />

sich langsam heraus“, kam Gashi zu<br />

Ohren. Vorgabe des Verbandes an<br />

ihn ist, dass der erste WM-Kampf auf<br />

neutralem Boden stattfindet. „Der Vertrag<br />

wird aber auch einen Rückkampf,<br />

eine Revanche beinhalten. Sollte ich<br />

gewinnen, kann ich den Austragungs-<br />

ort selbst wählen. Ich hoffe also, dass<br />

ich meinen Fans <strong>im</strong> kommenden<br />

Jahr einen Weltmeisterschaftsfight in<br />

Gmünd bieten kann!“<br />

Der erste Kampf wird <strong>im</strong> Herbst diesen<br />

Jahres über die Bühne gehen.<br />

Daher war es für ihn extrem wichtig,<br />

dass er am 9. <strong>Juli</strong> - trotz der WM-Absage<br />

- in den Ring steigen kann. „Ich<br />

hätte auf den WM-Fight klagen können.<br />

Davon habe ich aber abgesehen.<br />

Der Verband hat mir dafür einen<br />

Wunsch erfüllt.“ Und so wird der Heubacher<br />

an diesem 9. <strong>Juli</strong> doch in Berlin<br />

kämpfen. Gegen einen Gegner, der<br />

ihn <strong>im</strong> vergangenen Jahr gemieden<br />

hat: Als Gashi in Heubach Deutscher<br />

Meister wurde, hätte sein Kontrahent<br />

Jonny Ibramov heißen sollen. Der<br />

aber zog einen Tag vor dem Kampf<br />

zurück, Gashi bekam einen neuen<br />

Gegner und wurde Meister. Und dennoch<br />

sagt er: „Ich habe mit ihm noch<br />

eine Rechnung offen.“ Und dann ist er<br />

bereit für den WM-Fight.<br />

Boxer Kas<strong>im</strong> Gashi<br />

. 27


60 Jahre einhorn-Verlag<br />

<strong>im</strong> en<br />

von Gmünd<br />

Was Sie vielleicht noch nicht über Einhörner wussten ...<br />

... Einhörner sind Fabelwesen<br />

... Einhörner haben magische Kräfte<br />

... Einhörner gestalten mit Leidenschaft<br />

... Einhörner machen tolle Magazine<br />

... Einhörner stellen die schönsten Bücher her<br />

... Einhörner sind auch nach 60 Jahren bester<br />

Arbeit frisch wie am ersten Tag<br />

60 Jahre kulturelle Bereicherung<br />

in und um Gmünd!<br />

60 Jahre Zuverlässigkeit und Ideenreichtum!<br />

60 Jahre Erfahrung und Weiterentwicklung!<br />

Wir gestalten Ihre Drucksachen mit<br />

modernster Technik,<br />

auch Ihr Web-Auftritt ist bei uns in<br />

besten Händen!<br />

Mit uns sind Sie <strong>im</strong>mer auf der<br />

richtigen Seite!<br />

Wir freuen uns auf Sie!<br />

Telefon 0 71 71/ 9 27 80-0<br />

kontakt@einhornverlag.de<br />

einhornverlag.de<br />

einhorn<br />

Anzeige Wild_NEU.indd 1 24.06.16 08:47


08:47


„...dann fehlten<br />

2,2 Kilogramm<br />

Hirnmasse!“<br />

Der NSU-Prozess und die Morde waren Ansporn für Wolfgang Schorlaus<br />

achten Dengler-Fall „Die schützende Hand“<br />

__________<br />

Die Morde beschäftigen die Republik.<br />

Sie hinterlassen Spuren und werden<br />

durch einen grotesken Gerichtstermin<br />

nach dem anderem, dem sogenannten<br />

NSU-Prozess, ad absurdum geführt. Ein<br />

gefundenes Fressen für Georg Dengler.<br />

Der Ermittler aus der Schriftsteller-Feder<br />

Wolfgang Schorlaus stellt seine Thesen<br />

auf <strong>im</strong> neuesten Kr<strong>im</strong>i „Die schützende<br />

Hand“ – und bescherte dem Stuttgarter<br />

Autor einen Auftritt <strong>im</strong> Untersuchungsausschuss<br />

des Bundestags.<br />

Und da sitzt der <strong>im</strong> Moment wohl erfolgreichste<br />

baden-württembergische<br />

Autor in der Schwäbisch Gmünder<br />

Buchhandlung Herwig und lässt die<br />

Räumlichkeiten schier zum Platzen<br />

bringen. Mehr als 100 Zuhörer lockt er<br />

an einem Donnerstagabend – und die<br />

sind begeistert und entsetzt zugleich.<br />

Denn der Stuttgarter hat es sich, in<br />

Persona seines Ermittlers zu eigen<br />

gemacht, sich großen Skandalen anzunehmen.<br />

„Es tut mir sehr leid, dass viele<br />

zuhause kein Putenfleisch mehr anrühren<br />

seit meinem letzten Buch – aber<br />

es ist die Wahrheit.“ Er schmunzelt.<br />

Manch einem <strong>im</strong> Publikum bleibt der<br />

Gedanke an das Mittagessen <strong>im</strong> Hals<br />

stecken: „War das Putenfleisch, das ich<br />

heute gegessen habe?“<br />

Der Wahrheit ist Schorlau in seinem<br />

neuen Roman ebenso auf der Spur. Und<br />

er zeigt in „Die schützende Hand“ auf,<br />

wie den Nazi-Verbrechern der jüngsten,<br />

dunklen deutschen Geschichte nicht<br />

das Handwerke gelegt wurde. Sondern<br />

wie sie vielmehr geschützt wurden.<br />

Er referiert in seinen Lesungen ausführlich<br />

darüber, wie die beiden Neonazis<br />

Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt<br />

in einem Wohnmobil gefunden wurden.<br />

Offizielle Variante: nach ihrem<br />

Selbstmord. „Damit dieses Szenario<br />

tatsächlich der Wahrheit entsprechen<br />

würde, hätte man in dem Wohnwagen<br />

unhe<strong>im</strong>lich viele Spuren finden müssen.<br />

Doch man fand... nichts!“ Mundlos<br />

habe, so die Ermittler, zunächst<br />

Böhnhardt erschossen, dann Feuer<br />

gelegt und schließlich sich die Waffe,<br />

eine „Pumpgun“, in den Mund geschoben<br />

und sich dann selbst gerichtet. „In<br />

10 bis 14 Sekunden? Unmöglich!“, so<br />

Schorlau. Zudem seien, so ist es auch<br />

in den Akten zu finden, die Köpfe der<br />

beiden Toten fast vollkommen durch<br />

die Schüsse zerstört worden. „Doch wo<br />

blieben 2,2 Kilogramm Hirnmasse von<br />

Mundlos´ weggesprengtem Kopf?“<br />

Das alles an<strong>im</strong>ierte den Stuttgarter zu<br />

seinem Roman „Die schützende Hand“.<br />

Und der Schriftsteller hat beste Verbindungen.<br />

Er bekam, nicht ganz offiziell,<br />

Akteneinsicht. Und das bescherte ihm<br />

schließlich gar einen Auftritt vor dem<br />

Untersuchungsausschuss des Bundestages.<br />

„Nein, geschmeichelt hat mir<br />

das nicht, dass ich dort geladen wurde“,<br />

sagt Schorlau. Ob jemals die tatsächliche<br />

Wahrheit ans Licht kommen werde?<br />

„Schauen Sie sich den Prozess an<br />

– das sagt doch schon alles.<br />

Und Ermittler Dengler? Er sollte <strong>im</strong><br />

Prinzip schon vor der „Die schützende<br />

Hand“ in den Ruhestand gehen. Doch<br />

jetzt hat ihn Schorlau weiter ermitteln<br />

und Geld verdienen lassen. „Dengler?<br />

Der denkt schon wieder über was Neues<br />

nach.“ An Skandalen fehlt es keinesfalls.


Text: Ralph Wild | Quelle: Amazon<br />

Hotlist: Books<br />

. 31


Das Wasser<br />

wird die Tradition nicht in die<br />

Knie zwingen<br />

Jahrhunderthochwasser in Gmünd:<br />

Aufräumarbeiten bei „mülleroptik“ in der Bocksgasse<br />

__________<br />

Noch fünf Jahre, dann kann die Schwäbisch Gmünder „mülleroptik“ auf eine 100-jährige Tradition<br />

zurückblicken. „Wir wollten in dem Jahr ,95 Jahre’ feiern“, sagt Inhaberin Monika Frey.<br />

Doch dann kam der 29. Mai - und mit ihm das Wasser. Ein Jahrhunderthochwasser. Die unteren<br />

Räume wurden überflutet, der Schaden war und ist <strong>im</strong>mens. Doch Monika Frey ist keine, die<br />

den Kopf hängen lässt. Ganz nach dem Motto: Das Wasser wird die Tradition nicht in die Knie<br />

zwingen. Schon wenige Tage nach der Flut gab sie das Kommando: „Jetzt erstrecht!“ Sie wolle,<br />

nachdem der erste Schock verdaut war, nicht lamentieren, nicht jammern. Dabei hatte es den<br />

Optiker mehr als heftig getroffen.<br />

Jetzt ist Aufräumen angesagt. Denn Monika Frey tut das längst nicht nur für sich: „Wir haben<br />

eine Verantwortung für uns selbst, aber genau so für unsere Mitarbeiter und ihre Familien, aber<br />

natürlich auch für unsere Kunden. Es geht weiter!“, sagt sie. Monika Frey st die Urenkelin des<br />

Firmengründers Josef Müller, der vor 95 Jahren den Optikerbetrieb ins Leben rief.<br />

Im Gegensatz zu manch anderen hatte „mülleroptik“ vorgebaut gegen Wasserschäden. Doch<br />

die strapazierten Nerven und die verlorene Zeit… „Wenn die Arbeit der Trocknungsgeräte getan<br />

ist, wird die neue Messtechnik und das neue Inventar geliefert“, blickt sie voraus. Bis dahin<br />

aber lief und läuft der Betrieb nahezu normal weiter. „Wir konnten recht schnell ausweichen in<br />

unsere oberen Räume, die ansonsten als Büro und als Werkstatt dienen, haben alles innerhalb<br />

kürzester Zeit umorganisiert. Und dabei zurückgegriffen auf die frühere Art und Weise unseres<br />

Arbeitens. Alles funktioniert.“ Sie findet dabei ihr Lachen wieder. „Was bleibt uns anderes übrig,<br />

als jetzt vorauszuschauen? Dabei hat uns sehr geholfen, dass wir von allen Seiten unterstützt<br />

wurden. Wir fühlten uns nicht alleine gelassen, obwohl es so viele in Gmünd getroffen hat. Und<br />

das Verständnis unserer Kunden ist riesengroß.“<br />

Wie gesagt: Zeit zum Jammern und Lamentieren bleibt nicht. Die 95 Jahre bei „mülleroptik“<br />

werden vom Wasser nicht in die Knie gezwungen werden. „Es ist eben wie bei Monopoly - wir<br />

stehen jetzt wieder am Anfang, auf Start. Und spielen ein Ereigniskärtchen aus“, so die Inhaberin.<br />

Und sie ergänzt: „Wir haben bald ein wieder neu aufgebautes Untergeschoss.“ Monika Frey


Text: Ralph Wild | Fotografie: Müller Optik<br />

lacht. Es ist ein Lachen, das Kraft kostet. Aber es ist auch ein Lachen für die Zukunft -<br />

das Wasser hat den Optiker nicht klein gekriegt. „Dieser Schaden ist gleichzeitig auch<br />

die Chance, die gewohnten Strukturen aufzubrechen und umzudenken. Wir wollen<br />

vieles durch neue Technik opt<strong>im</strong>ieren, so dass letztendlich auch unsere Kunden von<br />

dem Ereignis profitieren werden.“ So wird es in Zukunft die neueste 3D-Sehtest-Technik<br />

bei „mülleroptik“ geben. Bis alles soweit ist, zeugen zwei friedliche Kerlchen davon,<br />

dass der Optiker die Zukunft fest <strong>im</strong> Visier hat: die beiden Quietscheentchen, die<br />

eine Kundin als Trostspender vorbei gebracht hat.<br />

Jahrhunderthochwasser in Gmünd "mülleroptik"<br />

. 33


Text: Ralph Wild | Fotografie: Oliver Nestola


„Eine Auszeichnung, die direkt<br />

von unseren Kunden kommt“<br />

Die WWG Autowelt wurde ausgezeichnet – AUTOBILD sagt:<br />

„Die Nummer 1 in Baden-Württemberg“<br />

__________<br />

Das Prädikat trägt die WWG Autowelt<br />

mit Stolz inzwischen in allen Werbemaßnahmen.<br />

Jürgen Eberle, Verkaufsleiter<br />

des Gmünder Audi-Partners,<br />

freut sich seit Monaten jedes<br />

Mal, wenn er das eigene Autohaus<br />

betritt: „Dieses Emblem hat für uns<br />

nochmals einen großen Schub bedeutet!“<br />

Und so sieht er inzwischen<br />

mit viel mehr Gelassenheit dem<br />

Umbau entgegen, der vor wenigen<br />

Tagen in der WWG begonnen hat.<br />

Denn: Die Leser der AUTOBILD haben<br />

das große Audi-Haus zum Besten in<br />

Baden-Württemberg gewählt unter<br />

allen Audi-exklusive-Partnern. Im<br />

bundesweiten Ranking ist die WWG<br />

auf Platz fünf zu finden. Und auf der<br />

Ostalb gibt es überhaupt kein Autohaus<br />

(egal welcher Marke), das mit<br />

der WWG konkurrieren kann.<br />

Eberle weiß noch genau, als er vor<br />

Monaten zum ersten Mal von der<br />

Bewertung durch AUTOBILD erfuhr,<br />

wie er nicht nur innerlich gestrahlt<br />

hat: „Wir haben uns das Prädikat verdient,<br />

weil wir einfach nahe an unseren<br />

Kunden sind. Und genau deshalb<br />

sind wir so stolz darauf: Das Ergebnis<br />

führt auf eine Befragung unserer<br />

Kundschaft zurück und nicht auf eine<br />

Jury oder eine Bewertungskommission.<br />

Es ist aus dem tatsächlichen<br />

Leben gegriffen. Das macht es unhe<strong>im</strong>lich<br />

wertvoll.“<br />

Aus den Händen von Moderatorlegende<br />

Werner Hansch konnte der<br />

Verkaufsleiter die Urkunde der AU-<br />

TOBILD entgegennehmen. „Ein ganz<br />

besonderer Tag für unsere WWG. Ein<br />

solches Prädikat bekommt man ja<br />

nicht ständig und <strong>im</strong>mer.“ Eberle geht<br />

sogar soweit, dass er sagt: „Ich glaube,<br />

eine solch hohe Auszeichnung<br />

haben wir noch nie bekommen.“<br />

Für sein Team, und da zählt er ganz<br />

bewusst auch den Service und die<br />

Werkstatt hinzu, bricht er eine Lanze:<br />

„Wir sind deshalb stark, weil alle an<br />

einem Strang ziehen. Deshalb kann<br />

diese Auszeichnung auch nicht nur<br />

einer Abteilung zugeordnet werden.<br />

Dahinter steckt die WWG als Großes<br />

und Ganzes.“ Und auch der Serviceleiter<br />

Dieter Schulzki freut sich mächtig:<br />

„Einfach klasse. Wir haben hier<br />

den richtigen Teamspirit – und das<br />

haben uns unsere Kunden nun durch<br />

den ersten Platz in Baden-Württemberg<br />

bestätigt.“ Kein Wunder, dass<br />

Eberle und Schulzki die gesamte Belegschaft<br />

zu einer außerordentlichen<br />

Betriebsversammlung zusammen<br />

riefen, als die Ausgabe der AUTOBILD<br />

mit den Ergebnissen vorlag. Und die<br />

WWG gibt jetzt noch mehr Gas: Der<br />

Umbau wird das Autohaus, das eh<br />

schon zu den schönsten in Gmünd<br />

gehörte, nochmals in ganz tollem<br />

Licht erstrahlen lassen. Eberle: „<strong>2016</strong><br />

wird spannend - und am Ende wieder<br />

sehr, sehr erfolgreich. Da bin ich mir<br />

sicher.“<br />

Die WWG Autowelt<br />

. 35


Geöffnet ist das „Forum“ täglich von<br />

9 Uhr bis spät Abends, so lange ein<br />

Sitzen auf der Sonnenterrasse möglich<br />

ist.<br />

Adresse:<br />

Ledergasse 54, 73525 Schwäbisch<br />

Gmünd; Website: www.forum-gd.de;<br />

Email: info@forum-gd.de<br />

Text: Ralph Wild | Fotografie: GS


Strandgefühle<br />

integriert<br />

Das FORUM in Gmünd: Die Terrasse mit dem schönsten Blick<br />

__________<br />

Mit der Landesgartenschau zog das FORUM Gold und<br />

Silber in die Stadt Schwäbisch Gmünd. Ein spektakuläres<br />

Gebäude mit inzwischen netten Spitznamen: „Sponge<br />

Bob“ oder auch „Käsewürfel“ wird es liebevoll genannt.<br />

Und ein wunderschönes Restaurant und Café wurde<br />

inkludiert. Seit 2014 betreibt die GS Gastronomie das<br />

„Forum“. Während <strong>im</strong> Inneren spielerisch die alte Stadtmaurer<br />

sich hindurchzieht und die Tradition zeigt, ist das<br />

Restaurant modern. Mit wunderbarer Küche. Und mit einer<br />

Terrasse, die in Gmünd ihresgleichen nicht sucht: Es<br />

gibt schlichtweg keine vergleichbare.<br />

Und so haben die Inhaber auch längst das große Potenzial<br />

erkannt: Wie <strong>im</strong> vergangenen Jahr so werden<br />

die Sommerurlaub-Süchtigen mit einer tollen Strandbar<br />

überrascht. Sand und Strandstühle inklusive. Hier wird<br />

bedient aus einer kleinen Bar heraus – und der Blick wandert<br />

hinüber zum Remsstrand und zur benachbarten Villa<br />

Hirzel, die ebenfalls der GS Gastronomie gehört.<br />

Die Küche <strong>im</strong> Forum ist vielschichtig: Schwäbisch-deutsche<br />

Spezialitäten werden verbunden mit italienischen<br />

Klassikern wie Pasta und Pizza. Längst haben sich Koch<br />

und Küche einen Namen gemacht in der Stauferstadt.<br />

Und das auch durch den Mittagstisch, der Tag für Tag<br />

Bestes zum überschaubaren Preis bietet. Und: Das GS-<br />

Team setzt auf Kontinuität. Die „Mannschaft“ an Kellnerinnen<br />

und Kellnern hat nun schon seit Jahren Bestand.<br />

Und spricht ebenso für tolle Qualität. Das gilt selbstverständlich<br />

auch für die Spezials wie den Brunch oder auch<br />

die frei buchbaren Feiern.<br />

Das Forum in Schwäbisch Gmünd<br />

. 37


Text: Claudia Nestola | Fotografie: Oliver Nestola | Grafiken: Designed by Freepik.com


Glückssträhne<br />

– der außergewöhnliche Friseur in Schwäbisch Gmünd<br />

__________<br />

Puh, endlich bin ich wieder be<strong>im</strong> Friseur.<br />

Nach Monaten des Herauswachsenlassens<br />

habe ich nun einen ganz<br />

schönen Ansatz - 5 cm. Und obwohl<br />

meine Naturhaarfarbe blond ist sieht<br />

es jetzt zu meinen blondierten Spitzen<br />

mittlerweile wirklich schrecklich aus.<br />

Jetzt freue ich mich, das erste Mal<br />

in Melis neuem Laden als Kundin zu<br />

sein. Denn ich war zwar während der<br />

Bauphase schon einmal da, aber fertig<br />

ist der Laden nochmal um einiges<br />

schöner geworden. Ein toller Mix aus<br />

Nostalgie und modern, Holz - natur<br />

und lackiert, hell und dunkel, verspielt<br />

und clean. Genauso außergewöhnlich,<br />

prägnant und modern wie sie selbst,<br />

das erkennt man bereits auf den ersten<br />

Blick, wenn man sie trifft.<br />

Von ihrer Haut strahlen mir ihre bunten<br />

Tattoos entgegen. Ihre blonden Locken<br />

sch<strong>im</strong>mern in einem Pink-Ton, der jedoch<br />

trotzdem nicht zu aufdringlich ist.<br />

Meli empfängt mich, wie jeden ihrer<br />

Kunden, mit offenen Armen und offenem<br />

Herzen. Wir quatschen über<br />

die Zeit, in der wir uns nicht gesehen<br />

haben und ich hole mir ein paar Tipps<br />

zum Laden, die ich in meinem eigenen<br />

bald umsetzen kann. Dann geht’s ans<br />

Haarefärben.<br />

Lange habe ich überlegt ob ich wieder<br />

blondieren oder doch lieber auf Strähnen<br />

umsteigen soll. Die Entscheidung<br />

fällt, nach ausführlicher und fachkundiger<br />

Beratung, auf Strähnen und zwar in<br />

der Balayage-Technik. Zugegeben, ich<br />

habe davor diesen Begriff noch nicht<br />

gehört, lerne aber dass ich damit nicht<br />

alle 4 Wochen zum Nachfärben muss.<br />

Das gefällt mir gut. Letztlich werden<br />

die Strähnen fein und in unregelmäßigen<br />

Abständen zueinander und zum<br />

Ansatz gesetzt, so entsteht ein natürlicher,<br />

sonnengeküsster Look, bei dem<br />

es nicht auffällt, wenn er rauswächst.<br />

Perfekt!<br />

Meli erzählt während der Behandlung,<br />

wie sehr sie sich auf ihren Laden gefreut<br />

hat. Sie und ihr Mann haben viel<br />

Herzblut und Mühe investiert und das<br />

merkt man. Jedes Detail ist mit Liebe<br />

ausgesucht und man fühlt, dass<br />

sie sich wohlfühlt und man fühlt sich<br />

selbst dadurch wohl. Und genauso viel<br />

Herzblut und Liebe steckt sie auch in<br />

meine modernen Balayage-Strähnen.<br />

Wer also einen perfekten, trendigen<br />

Schnitt will oder exper<strong>im</strong>entierfreudig<br />

mit seiner Haarfarbe ist und offen für<br />

Neues ist, ist bei Meli genau richtig.<br />

Aber nicht nur wir Frauen dürfen uns<br />

getrost in ihre Hände begeben. Der<br />

rechte Bereich ist mit einem Barbier-Stuhl<br />

den Herren vorbehalten. Hier<br />

bietet sie - ganz neu - auch Grooming<br />

an, also Bartschnitt und -pflege bis hin<br />

zur Nassrasur. Eyecatcher ist hier aber<br />

die Tapete, die mich sofort in eine Seitenstraße<br />

nach New York versetzt.<br />

„Ich wollte einfach einen Laden in dem<br />

ich mich wohlfühle, damit sich auch<br />

meine Kundinnen und Kunden wohlfühlen.<br />

Meinen eigenen Stil einbringen –<br />

ergänzt durch moderne Elemente und<br />

hochwertige Produkte. Denn nicht erst<br />

nach einem Schicksalsschlag letztes<br />

Jahr wurde mir klar wie wichtig es ist,<br />

seinen Traum zu leben – und zwar heute,<br />

hier und jetzt und nicht erst, wenn ich<br />

in Rente bin - und wie schnell das Leben<br />

vorbei sein kann.“<br />

Wahre Worte die in mir nachhallen. Ich<br />

wünsche ihr auf jeden Fall, dass ihre<br />

Glückssträhne weiterhin anhält.<br />

Entdeckung des Monats: Glückssträhne<br />

. 39


The Gentleman Fox<br />

Tattoo<br />

Bold.Clean.Solid.<br />

Vordere Schmiedgasse 16, Schw. Gmünd<br />

Per Whatsapp 0172 9904781<br />

Make-up-Kurse - Brautstyling - Abend-Make-up<br />

Termine nach Vereinbarung<br />

0175 1653885<br />

Samstags Walk-in!s ohne Termin<br />

First come, first serve--


leine Schmerzen<br />

gehören<br />

Bild<br />

zum großen<br />

Ein Klicken. Dann beginnt die Nadel in der Tattoo-Maschine laut<br />

ihre Arbeit. Wer sich schon einmal tätowieren lassen hat kennt<br />

das Geräusch. Ohrenbetäubend und doch süß. Das Magnetfeld,<br />

das die Spulen erzeugen, lassen die Nadel auf und nieder<br />

schnellen, in einer Geschwindigkeit, dass man die Bewegung<br />

nur bei genauem Betrachten noch ausmachen kann. Dann geht<br />

es los. Dies Spitze wird in die Farbe getaucht und der erste Stich<br />

lässt die junge Frau zusammen zucken.“Aber man gewöhnt<br />

sich schnell an den Schmerz, es ist ein wenig wie Epilieren, es<br />

tut zwar weh, aber die Vibration macht es erträglich. Und wenn<br />

man dann sieht, wie langsam das Motiv auf der Haut entsteht,<br />

ist der Schmerz danach auch schnell vergessen.“ sagt sie.


Tattoo, kleine Schmerzen… . 43


__________<br />

Die Maschine erscheint in der riesigen<br />

Hand des noch viel riesigeren<br />

Tätowierers erstaunlich fragil. Aber<br />

Jörg Röske weiß was er tut. Jahrzehnte<br />

lange Erfahrung hat er – genauso<br />

wie die nötige Leidenschaft.<br />

Ein Meister der Farben und auch der<br />

Schmerzen. Sein erstes Studio war<br />

in der Klösterlestraße, bis er größere<br />

Räume brauchte und in einen Neubau<br />

in der Buchstraße umzog. Jedoch,<br />

ein größerer Laden und mehr<br />

Personal bringt auch mehr Administration<br />

und weniger Zeit, selbst<br />

zu tätowieren, mit sich. Und so hat<br />

Jörg seit 2015 sein Studio radikal<br />

verkleinert und ein Homestudio bei<br />

sich zu Hause eingerichtet. Denn:,<br />

„Für mich steht das Tätowieren <strong>im</strong><br />

Vordergrund.<br />

Heutzutage wollen viele das Tätowieren<br />

aus den falschen Beweggründen<br />

lernen.“, fährt er fort. „Von den Medien<br />

wird ihnen vorgegaukelt, dass sie<br />

mit diesem Job unsagbar reich werden<br />

können. Aber auch be<strong>im</strong> Tätowieren<br />

ist es so, wie in vielen anderen<br />

Berufen. Es gibt sicherlich den einen<br />

oder anderen, der damit ne Menge<br />

Geld machen kann. Aber die Menge<br />

liegt hier wohl bei unter 1%.“<br />

Solange wir uns unterhalten folgt<br />

die Nadel unbeirrt ihrer Mission und<br />

es entsteht langsam aber stetig ein<br />

wunderschönes Bild. Ein Realistic<br />

Portrait und Rosen in Schwarz-Grau<br />

auf der Wade. „Gibt es eigentlich Tabus,<br />

wo oder was du nicht tätowieren<br />

würdest?“, wollen wir wissen.<br />

„Ja - es gibt Körperstellen, die ich<br />

nicht tätowiere. Zum einen den Int<strong>im</strong>bereich,<br />

egal ob bei Männlein,<br />

oder Weiblein. Und dann noch das<br />

Gesicht. Ausnahme be<strong>im</strong> Gesicht nur<br />

dann, wenn der oder die Kunde/in bereits<br />

den restlichen Körper schon fast<br />

"voll" hat. Aber das ist selbst bei einem<br />

Vollzeit- und Vollblut-Tätowierer<br />

wie Jörg nicht an der Tagesordnung.<br />

Auch Minderjährige müssen sich gedulden<br />

bis sie bei Jörg einen Termin<br />

bekommen. „Ich tätowiere prinzipiell<br />

niemanden unter 18 Jahren. Auch<br />

nicht mit Erlaubnis der Eltern. Das ist<br />

eine rechtliche Grauzone, da es sich<br />

be<strong>im</strong> Tätowieren genau genommen<br />

um Körperverletzung handelt.“ „Und<br />

nach oben, gibt es da eine Altersgrenze?“,<br />

wollen wir wissen. „Wie alt<br />

war dein ältester Kunde?“ Jörg ist<br />

charmant. „Auf alle Fälle ein Rentner.<br />

Aber es gäbe ja auch Frührentner.“<br />

ergänzt er gleich – doch er zwinkert.<br />

Einen Unterschied macht es für ihn<br />

nicht, wie alt sein Kunde, seine Kundin<br />

ist. Manchmal sei es einfacher,<br />

eine glatte Haut zu tätowieren. „Aber<br />

umso schöner sei es auch, dass ältere<br />

Menschen Spaß daran haben,<br />

ihren Körper zu verzieren.“ Auch die<br />

Frage nach seinem Stil und seiner<br />

Philosophie beantwortet der Hüne<br />

bereitwillig - ohne sich von seinem<br />

Kunstwerk ablenken zu lassen.<br />

„Hmm....also was meinen Stil angeht,<br />

so hab ich versucht, mich keinem Stil<br />

zu sehr zu verschreiben. Ich mache<br />

so ziemlich jeden Stil. Klassisches<br />

Blackwork, Black&Grey, Farbe usw.<br />

usw. Black&Grey fällt mir relativ<br />

leicht. Vorallem "düstere" Motive.<br />

Aber genauso gern mach ich auch<br />

farbige Tattoos.<br />

Eigentlich ist es mir fast egal, was<br />

ich tätowiere, solange ich tätowieren<br />

kann.“ Aufgeräumt und sauber und<br />

gut organisiert ist es hier, fällt uns<br />

auf. Zu viel hat man in letzter Zeit<br />

in den Medien gesehen und gelesen,<br />

von schwarzen Schafen, die für<br />

schnelles Geld zuhause tätowieren.<br />

Deshalb sollte man sich gut informieren<br />

bevor man sich und seine Haut<br />

jemandem anvertraut.<br />

„Das Tätowieren ist ein Kunsthandwerk.<br />

Vielen Kunden ist das nicht<br />

klar.“, sinniert Jörg weiter. „Sie wollen<br />

sich aus Trends heraus tätowieren<br />

lassen. Doch man lässt sich nicht<br />

aus einem Trend heraus tätowieren.<br />

Jeder, der mit dem Gedanken spielt<br />

sich tätowieren zu lassen, sollte sich<br />

genaue Gedanken darüber machen,<br />

ob er das wirklich will. Denn mit dem<br />

Motiv wird er sein Leben lang herumlaufen.<br />

Also lieber 1 Jahr länger überlegt, als<br />

1 Tag eine Entscheidung bereuen.“<br />

schließt er während er die letzten Stiche<br />

setzt und die Farbe damit unabänderlich<br />

unter die Haut bringt.


Text: Ralph Wild | Fotografie: Oliver Nestola<br />

Tattoo, kleine Schmerzen…<br />

. 45


Eine junge Frau wird Olympiasiegerin und Weltmeisterin, doch:<br />

ZUHAUSE IST<br />

CARINA VOGT<br />

WEIT MEHR<br />

Die 24-Jährige hat sich an die Öffentlichkeit gewöhnt – und will noch häufig Titel nach Waldstetten holen.


Da sitzt eine junge Frau und muss nicht lange überlegen,<br />

was sie auf Fragen antwortet. Denn oft sind es<br />

die gleichen, die ihr gestellt werden. Gefragt wird sie<br />

überall und <strong>im</strong>mer. Sie ist gefragt. Denn Carina Vogt<br />

ist Olympiasiegerin. Und Weltmeisterin. Und hat so<br />

manchen Weltcup-Wettbewerb gewonnen. Doch eines<br />

wird oft verkannt – von den Medien und von ihren<br />

vielen Fans. Sie ist auch eine zarte Pflanze. Ein Mädchen,<br />

das durch ihre Titel in die Öffentlichkeit gespült<br />

wurde. Von einer Sekunde auf die andere.<br />

Die Chance, sich langsam an ein Leben als Star zu<br />

gewöhnen, bekam Carina Vogt nicht. Skispringen war<br />

und ist ihre Leidenschaft. Sie ist die Beste darin. Landesweit,<br />

bundesweit, weltweit. Ihre Titelsammlung<br />

kann keine andere vorweisen. Sie wird auch für <strong>im</strong>mer<br />

<strong>im</strong> Guinnessbuch der Rekorde erscheinen. Als erste<br />

Olympiasiegerin <strong>im</strong> Skispringen. Zuvor gab es diesen<br />

begehrten Titel noch nicht.<br />

Blenden wir zurück: Carina Vogt steht <strong>im</strong> Zielraum<br />

von Sotschi, der russischen Olympia-Trabantenstadt.<br />

Sie wartet. Und mit ihr warten die Fans <strong>im</strong> Stadion.<br />

Und die Reporter, die Fernsehmoderatoren. Und Millionen,<br />

vor allem Deutsche, an den Bildschirmen. Ihre<br />

Konkurrentin Iraschko aus Österreich ist so eben über<br />

den Bakken der Schanze gegangen. Ausharren, warten,<br />

zittern. Vielleicht sogar beten. Dann der erlösende<br />

Moment. Carina Vogt aus Waldstetten ist Olympiasiegerin.<br />

Sie sackt zusammen, lässt sich in den Schnee<br />

fallen. Als sie wieder aufsteht, ist alles anders. Sie ist<br />

Olympiasiegerin.<br />

Doch was sie in dieser Sekunde noch nicht weiß, ist,<br />

was es bedeutet, von einer Sekunde auf die andere <strong>im</strong><br />

Rampenlicht zu stehen. Ab dieser Sekunde war Carina<br />

Vogt öffentlich.<br />

Heute blickt sie lächelnd auf diesen Sieg und auf die<br />

Zeit danach zurück: „Ich wurde herumgereicht. Von einem<br />

Termin zum anderen. Von einem Interview zum<br />

nächsten.“ Empfänge überall. Doch der Genuss daran<br />

konnte freilich nicht aufkommen. Ihr Körper und ihr<br />

Geist fordern eine Pause. Verarbeiten? Sich dem Titel<br />

Olympiasieg bewusst werden? Sie bekommt die Chance<br />

nicht.<br />

Eine schwierige Zeit. Eine schöne Zeit. Eine schön<br />

schwierige Zeit. Denkt sie zurück, sagt sie: „Vielleicht<br />

wäre es besser gewesen, wenn ich zuerst Weltmeisterin<br />

geworden wäre. Aber das kann man sich ja nicht<br />

raussuchen.“ In Falun holt sie zwei Titel. Im Mixed.<br />

Olympiasiegerin Carina Vogt privat<br />

. 47


Und <strong>im</strong> Einzel. Mit an der Seite ist ihr Freund,<br />

mit dem sie seit langem und bis heute zusammen<br />

ist. „Sonst säße er ja jetzt nicht hier“,<br />

sagt sie und lächelt ihn an. Doch die Zeiten<br />

waren für das junge Paar nicht einfach.<br />

„Unter solchen Titeln und allem, was dann<br />

folgt, leidet auch eine Beziehung.“ Das lasse<br />

sich gar nicht verhindern. Die großen Belastungen<br />

mussten beide erst einmal gewöhnt<br />

werden.<br />

Was die junge Waldstetterin am meisten störte?<br />

„Ich war plötzlich überall bekannt. Da wurde<br />

mit dem Finger auf mich gezeigt. Ich mochte<br />

schon gar nicht mehr in die Stadt gehen. Und<br />

dann diese Nähe, die alle plötzlich suchten. Du<br />

wirst <strong>im</strong>mer angefasst. Ständig.“ Heute aber<br />

geht sie souverän damit um, zeigt ganz klar,<br />

wo die Grenzen sind. Und so kehrt(e) wieder<br />

etwas mehr Ruhe in ihr Leben ein.<br />

den Sommer. Und dann will und werde ich wieder<br />

angreifen.“ Schließlich hat sie noch so ungefähr<br />

zehn Jahre vor sich <strong>im</strong> Skisprungzirkus.<br />

Um Millionärin zu werden? Carina lacht. „Ja, ja<br />

– das ist in Deutschland die Denkweise. Jeder<br />

Sportler, der Erfolge in seinem Sport feiert, verdient<br />

mindestens 500 000 Euro <strong>im</strong> Jahr.“ Doch<br />

davon kann bei ihr keine Rede sein. „Wir sind<br />

eine Randsportart. Ich verdiene mein ganz<br />

normales Gehalt als Bundespolizistin. Und<br />

ein paar Euro nebenher durch Sieggelder und<br />

durch Sponsoren. Aber reich werden? Nein,<br />

das kann man als Skispringerin nicht!“<br />

Was sie genießt ist es, dass sie ihre Ausbildung<br />

bei der Polizei jetzt hinter sich hat. Und<br />

nun vollends, solange sie erfolgreich springt,<br />

für ihren Sport freigestellt ist. „Das ist das Privileg,<br />

das ich genieße als Mitglied des Kaders.“<br />

Und dass sie ein wunderschönes Auto fahren<br />

darf. Der Marke Audi.<br />

Doch plötzlich wollte es auf den Schanzen<br />

nicht mehr so laufen. Die vergangene Saison<br />

will sie schnell abhaken. Obwohl... „Wir konnten<br />

viel testen. Vielleicht schon zu viel. Und<br />

dann blieben die guten Plätze aus.“ Sie sprang<br />

ohne Konstanz, geschuldet dem <strong>im</strong>mer wieder<br />

wechselnden Material. Andere Bindung,<br />

andere Schuhe. Und die Medien bauten Druck<br />

auf sie auf. „Wenn du die Olympiasiegerin und<br />

Weltmeisterin bist, dann ist ein siebter oder<br />

ein zehnter Platz plötzlich gar nichts mehr<br />

wert.“ Klar, möchte auch sie <strong>im</strong>mer ganz oben<br />

auf dem Podest stehen. Aber die Weltspitze<br />

bei den Frauen ist eben auch sehr, sehr eng<br />

beisammen.<br />

Die nächsten Monate werde sie nutzen, um<br />

die Tests abzuschließen. „Wir ziehen vieles vor,<br />

was wir früher <strong>im</strong> Herbst gemacht haben, auf<br />

„ICH MÖCHTE NOCHMALS<br />

OLYMPIASIEGERIN WERDEN“<br />

Geschwindigkeit kann sie mit ihrem Audi A7<br />

auf alle Fälle aufnehmen. Und die wird sie<br />

auch wieder von den Schanzen tragen, wenn<br />

sie wieder in ihrem dünnen Anzug steckt. Hinunter<br />

zu den nächsten Triumphen. „Ich möchte<br />

nochmals Olympiasiegerin werden“, sagt<br />

sie keck. Und dann weiß sie, was auf sie zukommt.<br />

Und kann viel leichter damit umgehen<br />

als be<strong>im</strong> ersten Mal.<br />

Und davon wird sie irgendwann ihren Kindern<br />

erzählen, denn die will sie auf alle Fälle haben.<br />

Noch nicht heute und auch nicht morgen.<br />

Aber die Familie ist ihr wichtig. Das sind Genussmomente<br />

außerhalb der Öffentlichkeit.<br />

Hier ist sie nur eines: das junge Mädchen, die<br />

Waldstetterin. Olympia? Hier ist es nur ein Titel,<br />

nur eine Medaille.<br />

Text: Ralph Wild | Fotografie: Oliver Nestola


mit allen Sinnen genießen<br />

www.weinhaus-rieg.de<br />

Weinhaus Rieg<br />

Stauferstraße 40<br />

73529 Bargau<br />

Öffnungszeiten & Kontakt<br />

Do & Fr 15.30 bis 19.30 Uhr<br />

Sa 10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Weinhaus 07173 710 48 79<br />

Büro 07173 710 46 15<br />

Mobil 0172 621 46 07<br />

Weingut des Monats<br />

Weingut<br />

Schmitges<br />

Mosel<br />

10% Rabatt<br />

auf ausgesuchte Weine<br />

Große Auswahl an Weinen,<br />

Spirituosen und Feinkost.<br />

Individuelle und fachkundige Beratung, Lieferservice für Gastronomie,<br />

Weinpräsente für Privat- und Firmenkunden.


Text: Ralph Wild | Fotografie: Einhornverlag, T<strong>im</strong>o Bader


Trilogie<br />

vollendet<br />

T<strong>im</strong>o Baders „Das Vermächtnis der Staufer“ <strong>im</strong> einhorn-Verlag erschienen<br />

__________<br />

Mit seinem ersten Band „Im Bann der<br />

Staufer“ landete der Autor T<strong>im</strong>o Bader<br />

bereits einen Riesenerfolg. Der historische<br />

Roman wurde anlässlich des<br />

Jubiläums 850 Jahre Schwäbisch<br />

Gmünd von der Stadt in Auftrag gegeben<br />

und war schon nach kürzester<br />

Zeit ausverkauft. Aufgrund der großen<br />

Nachfrage stand schnell fest, dass<br />

weitere Teile folgen würden, und so<br />

legte er 2014 mit „Die Chronistin der<br />

Staufer“ noch einmal nach. Dieses<br />

Jahr erscheint nun endlich der lang ersehnte<br />

dritte Teil „Das Vermächtnis der<br />

Staufer“, der die große Historien-Trilogie<br />

vollendet und ab Mai <strong>2016</strong> erhältlich<br />

sein wird.<br />

Viele Leserinnen und Leser verfolgen<br />

seit der ersten Auflage fasziniert den<br />

Ursprung der Staufer und der Stadt<br />

Schwäbisch Gmünd in Baders packenden<br />

Erzählungen. Der Autor erweckt<br />

in seinen Romanen die drei großen<br />

Staufer wieder zum Leben und lässt<br />

die Leser zusammen mit Friedrich II.,<br />

Barbarossa und Konradin die Gmünder<br />

Geschichte noch einmal durchleben.<br />

Dass hinter den Romanen eine<br />

umfassende Recherche steht, merkt<br />

man be<strong>im</strong> Lesen kaum – geschickt<br />

werden historische Fakten mit dem<br />

Handlungsverlauf verwoben, sodass<br />

man das ein oder andere lernt, ohne es<br />

zu merken. Ganz nach dem Motto: So<br />

spannend wie möglich, aber auch so<br />

authentisch wie nötig!<br />

Ein besonderes Merkmal teilen sich<br />

alle drei Bände: Zwei parallel zueinander<br />

laufende Erzählstränge sorgen<br />

durchgehend für Spannung.<br />

„Das Vermächtnis der Staufer“ widmet<br />

sich Konradin, dem dritten großen<br />

Staufer. Er ist zwar der letzte männliche<br />

Erbe der Dynastie seines Geschlechts,<br />

besitzt aber nur wenig Einfluss. Denn<br />

nur zwei Jahre nach seiner Geburt<br />

starb sein Vater, und Konradin wurde<br />

der Vormundschaft seiner beiden Onkel<br />

unterstellt. Derweil verbreitet sein<br />

Onkel Manfred in Italien Gerüchte über<br />

Konradins Tod und lässt sich selbst<br />

zum König von Sizilien krönen. Selbst<br />

der Papst ist gegen ihn und fordert alle<br />

Lehensleute und Adligen auf, sich von<br />

dem jungen Staufer loszusagen. Doch<br />

Konradin ist bereit, alles zu riskieren,<br />

um das Vermächtnis seiner Familie zu<br />

retten. Entschlossen geht er gefährliche<br />

Bündnisse ein und zieht in einen<br />

aussichtslosen Krieg.<br />

In einem zweiten Erzählstrang gewährt<br />

die Geschichte des berühmten Baumeisters<br />

Heinrich Parler und seiner<br />

Frau Anna Parler einen Blick ins Schwäbisch<br />

Gmünd achtzig Jahre nach dem<br />

Ende der Staufer: Heinrich Parler will<br />

an der Stelle der Heilig-Kreuz-Kirche<br />

in Gmünd eine der ersten großen Hallenkirchen<br />

Süddeutschlands errichten<br />

– das Heilig-Kreuz-Münster. Doch die<br />

einflussreichen Gmünder Adelsfamilien<br />

nutzen ihre Macht, um den Bau zu<br />

verhindern; darüber hinaus leidet Heinrich<br />

an einer tödlichen Krankheit. Und<br />

so wird die Fertigstellung der Kirche<br />

zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Da<br />

beschließt Anna ihrem Mann zu helfen<br />

und greift dabei zu <strong>im</strong>mer teuflischeren<br />

Mitteln…<br />

Die Staufer und die Parler – zwei große<br />

europäische Geschlechter, die in der ältesten<br />

Stauferstadt Gmünd verwurzelt<br />

sind – werden in Baders historischem<br />

Roman auf virtuose Weise miteinander<br />

verknüpft.<br />

Der Autor setzt mit „Das Vermächtnis<br />

der Staufer“ Konradin, dem letzten Erben<br />

der Staufer-Dynastie, ein literarisches<br />

Denkmal.<br />

Roman von T<strong>im</strong>o Bader<br />

. 51


Vor ihren Augen<br />

__________<br />

Die beiden ehrgeizigen FBI-Ermittler<br />

Ray und Jess sind ein eingespieltes<br />

Team und arbeiten eng mit der für<br />

sie zuständigen Staatsanwältin Claire<br />

zusammen. Eines Tages wird Jess‘<br />

Tochter auf brutale Weise und scheinbar<br />

ohne Motiv ermordet. Als sie meinen,<br />

den Mörder gefunden zu haben,<br />

müssen sie ihn aus Mangel an Beweisen<br />

laufen lassen. Nach 13-jähriger<br />

Suche stößt Ray auf eine neue Spur.<br />

Er ist sich sicher, den Fall endlich lösen<br />

zu können. Doch niemand ist auf das<br />

schockierende Gehe<strong>im</strong>nis vorbereitet,<br />

das die Ermittler erwartet.<br />

Originaltitel: The Secret In Their Eyes; USA<br />

<strong>2016</strong>; Regie: Billy Ray; Darsteller: Nicole<br />

Kidman, <strong>Juli</strong>a Roberts, Chiwetel Ejiofor<br />

Länge: 112 Min. FSK: ab 12 J.<br />

www.Vor-Ihren-Augen.de<br />

Originaltitel: Ma Ma E/F 2015 Regie: <strong>Juli</strong>o<br />

Medem; Darsteller: Penélope Cruz, Luis<br />

Tosar, Asier Etxeandia, Alex Brendemühl<br />

Länge: 122 Min. FSK: ab 12 J.<br />

Ma Ma -<br />

Der Ursprung<br />

der Liebe<br />

__________<br />

Magda (Penélope Cruz), die Mutter eines<br />

kleinen Sohnes, verliert nach der<br />

Krebsdiagnose zwar eine Brust, doch<br />

sie findet dafür etwas anderes: Eine<br />

neue Liebe. Sie stürzt sich in ein neues<br />

Leben und vermag es dabei, allen,<br />

die ihr auf ihrem Weg begegnen, Hoffnung<br />

und Freude zu schenken. Eine<br />

Geschichte über die Schönheit des<br />

Lebens und die unermessliche Liebe<br />

für die eigenen Kinder, die bis und über<br />

den Tod hinaus geht.


Hotlist: Leinwandgeflüster . 53


Ice Age<br />

Kollision voraus!<br />

__________<br />

Scrat stößt bei seiner endlosen Jagd<br />

nach der unerreichbaren Nuss in neue<br />

D<strong>im</strong>ensionen vor. Er wird ins Universum<br />

katapultiert, wo er versehentlich<br />

kosmische Kettenreaktionen auslöst,<br />

in deren Folge die Gefahr besteht, dass<br />

sich die Ice Age-Welt verändert oder<br />

gar zerstört wird. Sid, Manny, Diego<br />

und der Rest der Herde verlassen notgedrungen<br />

ihre He<strong>im</strong>at und begeben<br />

sich auf eine Reise voller Spaß und<br />

Abenteuer. Dabei durchqueren sie<br />

exotische Länder und begegnen einer<br />

Vielzahl von neuen schillernden Charakteren.<br />

Originaltitel: Our Kind of Traitor GB <strong>2016</strong><br />

Regie: Susanna White; Darsteller: Ewan<br />

McGregor, Stellan Skarsgård, Damian Lewis,<br />

Naomie Harris Länge: 108 Min. FSK:<br />

ab 16 J<br />

Originaltitel: Ice Age: Collision Course USA<br />

<strong>2016</strong> Regie: Michael J. Wilson An<strong>im</strong>ationsfilm<br />

Länge: noch nicht bekannt FSK:<br />

noch nicht bekannt www.IceAge-Filme.de<br />

Verräter wie wir<br />

__________<br />

Spionagethriller nach dem Weltbestseller<br />

von John le Carré. Der Oxford-Dozent<br />

Perry (Ewan McGregor)<br />

verbringt mit seiner Frau, der Anwältin<br />

Gail (Naomie Harris), einen romantischen<br />

Urlaub unter Palmen in Marrakesch.<br />

Dort lernen die beiden den<br />

zwielichtigen Russen D<strong>im</strong>a (Stellan<br />

Skarsgård) kennen. Nach einer wilden<br />

Party offenbart D<strong>im</strong>a seinem neuen<br />

Freund Perry ein ernsthaftes Problem:<br />

Als Geldwäscher der russischen Mafia<br />

trachten ihm Killer nach dem Leben.<br />

D<strong>im</strong>a will nach England überlaufen –<br />

und der unauffällige Perry ist dafür die<br />

perfekte Tarnung. Als der britische Gehe<strong>im</strong>agent<br />

Hector (Damian Lewis) auf<br />

den Plan tritt, geraten Gail und Perry<br />

zwischen die Fronten – und in eine<br />

Hetzjagd über Paris und London bis in<br />

die Schweizer Alpen, bei der am Ende<br />

niemand mehr dem anderen trauen<br />

kann.<br />

Hotlist: Leinwandgeflüster<br />

. 55


t<br />

7<br />

T<br />

in<br />

w<br />

Sky -<br />

der H<strong>im</strong>mel in mir<br />

__________<br />

Während ihres Urlaubs in den USA verlässt<br />

Romy nach einem heftigen Streit<br />

ihren Mann und lässt ihr abgesichertes<br />

Leben hinter sich. Sie reist allein durchs<br />

Land, trampt durch Nevada und strandet<br />

schließlich in Las Vegas. Dort trifft<br />

sie auf den einzelgängerischen Ranger<br />

Diego. Sie folgt ihm aufs Land und beginnt<br />

hier in der Abgeschiedenheit ein<br />

neues Leben. Doch auch Diego hat ein<br />

Gehe<strong>im</strong>nis, welches ihre Liebe auf eine<br />

harte Probe stellt.<br />

Originaltitel: Sky F/D 2015 Regie: Fabienne<br />

Berthaud; Darsteller: Diane Kruger, Norman<br />

Reedus, Lena Dunham Länge: 100<br />

Min. FSK: noch nicht bekannt<br />

www.sky-derh<strong>im</strong>melinmir.de<br />

Präsentiert vom<br />

Schwäbisch Gmünd<br />

Quelle: Turmtheater Schwäbisch Gmünd | Grafiken: Designed by Freepik.com<br />

*<br />

ni<br />

F<br />

M<br />

sc<br />

di<br />

sc<br />

w<br />


SChLANK?<br />

FIT uNd gESuNd?<br />

SChmErzFrEI?<br />

dEFINIErT?<br />

SIE hAbEN EIN zIEL?<br />

WIr hAbEN<br />

dEN PLAN dAFÜr!<br />

* gültig für alle über 18jährigen, die uns noch nicht kennen.<br />

nicht mit anderen Aktionen kombinierbar. gültig bis 31.12.<strong>2016</strong>.<br />

FITNESS<br />

Modernste elektronische<br />

Trainingsgeräte,<br />

die einfach, sicher und<br />

schnell fit machen. In<br />

weniger als 45 Minuten.<br />

Für alle geeignet.<br />

FIgur<br />

Mit speziellen, einfachen<br />

Programmen gesund<br />

und sicher zur Wunschfigur.<br />

Ohne Hungern,<br />

ohne Diät.<br />

KurSE<br />

In der Gruppe macht<br />

Training noch mehr<br />

Spaß. Ob Gesundheits-,<br />

Kräftigungs oder<br />

Ausdauerkurse, unser<br />

Angebot ist riesig.<br />

FuNCTIONAL<br />

Funktionales Training<br />

– der schnellste Weg<br />

zu mehr Fitness, mehr<br />

Körperstabilität, mehr<br />

Sicherheit <strong>im</strong> Alltag.<br />

rÜCKEN<br />

Unser Rücken- und<br />

Gelenkkonzept macht<br />

Ihren Rücken schnell<br />

beschwerdefrei. Und<br />

die Beweglichkeit<br />

verbessert sich.<br />

WELLNESS<br />

Einmalige Entspannungsmöglichkeiten<br />

mit Sauna, Sanarium,<br />

Dampfbad und Wassermassage<br />

über den<br />

Dächern Gmünds.<br />

Die richtige ADresse, wenn es um ihre Fitness & gesunDheit geht.<br />

testen sie uns unD überzeugen sie sich selbst.<br />

taubentalstr. 8<br />

73525 schwäbisch gmünd<br />

Tel. 0 71 71 / 66 1 43<br />

info@relex-aktiv.de<br />

www.relex-aktiv<br />

gültig für zwei<br />

Personen!*<br />

gutschein für 2 Wochen<br />

grATIS-TrAININg<br />

<strong>im</strong> relex.


Be pretty<br />

but<br />

be yourself<br />

Ein Spruch, den ich so oder so ähnlich<br />

neulich bei Facebook aufgeschnappt<br />

habe. Und der mich zum Nachdenken<br />

gebracht hat weil er irgendwie genau<br />

das ausdrückt, was sich in mir schon<br />

seit längerem <strong>im</strong>mer weiter <strong>im</strong> Kopf<br />

gedreht und gewendet hat.<br />

Egal wohin man schaut, Facebook, Instagram<br />

oder Pinterest – übrigens einem<br />

meiner Lieblingstools, aber dazu<br />

ein anderes mal mehr – überall prangen<br />

mir fette, aufgemalte Augenbrauen<br />

entgegen. Übermalte Lippenkonturen<br />

werden zu einer Schnute verzerrt<br />

in die Kamera gestreckt. Nach Contouring<br />

ist nun Strobing in der breiten<br />

Masse schon fast überall angekommen<br />

und am besten wird noch beides<br />

kombiniert. Dunkle Striche unter den<br />

Wangenknochen und grelle Highlights<br />

auf ihnen. Versteht mich nicht falsch,<br />

ich finde es es ja toll, wenn wir Mädels<br />

uns hübsch machen und Trends<br />

aufgreifen und für uns entdecken und<br />

umsetzen. Aber in den meisten Fällen<br />

ist es einfach zu viel. Zu fett. Zu übertrieben.<br />

Eine Maske.


__________<br />

Und statt ein hübsches Mädchen,<br />

das seine ganz individuellen Vorzüge<br />

kennt und hervorhebt, sich akzeptiert<br />

wie es ist – auch mit kleinen Makeln,<br />

die es doch so unverwechselbar einzigartig<br />

und liebenswert machen, an<br />

die man sich erinnert und in die Mann<br />

sich verliebt verschwindet es lieber<br />

in der uniformierten Masse dieser<br />

Masken. Versteckt sich hinter seinen<br />

breiten Augenbrauen wie sie zu tausenden<br />

zu finden sind. Wie kann es<br />

auch anders sein, werden doch oft<br />

Schablonen zum Schminken benutzt.<br />

Kein Wunder dass sie dann eben zu<br />

tausenden gleich aussehen.<br />

Da werden Wangen modelliert bis hin<br />

zu eingefallenen Backen und glänzend<br />

hervortretenden Wangenknochen, die<br />

schon fast an Totenköpfe erinnern.<br />

Und so kommt es mir auch oft vor. Tot<br />

- <strong>im</strong> Sinne von ohne Eigenleben. Ohne<br />

eigene Ideen eifern sie sogenannten<br />

Vorbildern wie K<strong>im</strong> Kardashian und<br />

Co nach. Schl<strong>im</strong>mer noch, wenn diese<br />

Modeerscheinungen dann auch noch<br />

per Permanent-Make-up dauerhaft<br />

auf bzw. unter die Haut gebracht werden.<br />

Ein Tattoo kann man überdecken<br />

oder <strong>im</strong> schl<strong>im</strong>msten Fall weglasern.<br />

Aber <strong>im</strong> Gesicht? Schwierig. Und gewisse<br />

TV-Sternchen mit Augenbrauen<br />

auf der Stirn sollten da nicht als Vorbild<br />

gelten. Genauso wenig wie wir<br />

heute noch die dünnen Striche als Augenbrauen<br />

der 90er wollen – genauso<br />

wenig wollen wir in wenigen Jahren<br />

diese Balken, die heute zum Trend geworden<br />

sind. Aber Trends ändern sich,<br />

wir ändern uns. Vergesst das nie.<br />

Ich appelliere heute an euch, liebe wanna-be-pretty<br />

It-Girls. Macht euch eurer<br />

Leben und eure Schönheit wieder zu<br />

eigen. Schaut euch ohne übergestülpte<br />

„Mode-Brille“ aus dem Internet <strong>im</strong> Spiegel<br />

an – nackt, ohne Make-up. Erkennt<br />

euch selbst wieder – <strong>im</strong> wahrsten Sinne<br />

dieses Wortes. Erkennt eure Schönheit<br />

und eure Individualität und seid ihr<br />

selbst. Ihr habt es doch nicht nötig, diesen<br />

uniformen Trends nachzueifern.<br />

Ihr seid schön! So wie die Natur euch<br />

geschaffen hat – liebt und betont diese<br />

eure Einzigartigkeit!<br />

Ihr habt eure eigene Meinung dazu,<br />

wollt mir widersprechen oder mir<br />

beipflichten? Werdet eure Meinung<br />

hier los und schreibt mir an<br />

mail@claudianestola.de<br />

Text: Claudia Nestola<br />

Über die Autorin<br />

Claudia Nestola lebt seit Jahren ihre Leidenschaft.<br />

Und das ist die Schönheit. Die Schönheit jedes einzelnen<br />

von uns. 2013 hat sie dies zu ihrer Profession<br />

gemacht und eine Ausbildung zur Visagistin bei Carola<br />

Hickl, einer national und international bekannten<br />

Visagistin und Make-up Artist in Nürnberg absolviert.<br />

Seit dem arbeitet sie erfolgreich für Privat- und Gewerbekunden.<br />

Make-up und Hairstyling für Bräute sowie<br />

für Fotoshootings bilden dabei ihre Kernkompetenz.<br />

Kolumne: Be pretty but be yourself<br />

. 59


Zuckerbrot<br />

und keine<br />

Peitsche!


Nutella für die Seele ‒ oder:<br />

Wie werde ich schlechte Laune los?<br />

Der Griff in den Brotkasten? Verlockend für jeden<br />

von uns mehrmals täglich. Geht es euch nicht auch<br />

so? Ihr wollt euch etwas Gutes tun, obwohl ihr für<br />

euren Körper gerade das Gegenteil damit erreicht?<br />

Sch… drauf.<br />

__________<br />

Text: Ralph Wild | Fotografie: Oliver Nestola<br />

Schließt einfach einmal die Augen<br />

und malt euch Folgendes in eurem<br />

Kopf aus: Ihr habt eine ganz frische<br />

Scheibe Weißbrot. Am besten so ein<br />

großes, frisch vom Bäcker, von dem<br />

ihr selbst abschneiden müsst (kein<br />

vorgeschnittenes, kein abgepacktes).<br />

Die Scheibe darf ruhig zwei Zent<strong>im</strong>eter<br />

dick sein. Dann nehmt ihr (auch<br />

wenn das manche von euch jetzt für<br />

pervers halten werden) frische Butter,<br />

die ihr zuvor ein wenig früher aus<br />

dem Kühlschrank genommen habt.<br />

So eben, dass ihr sie auf das Brot<br />

schmieren könnt, ohne dieses zu zerreißen.<br />

Und jetzt kommt das Highlight<br />

on top: Nutella. Der leckerste<br />

Gute-Laune-Spender auf dem Erdboden.<br />

Und fangt jetzt nicht zu geizen<br />

an nach dem Motto: Oh, das werden<br />

aber jetzt zu viele Kalorien. Nein!<br />

Es sind eh schon zu viele. Deshalb<br />

kommt es darauf ganz gewiss nicht<br />

mehr an. Also: Die Nutella-Schicht<br />

verbindet sich zu einer megaleckeren<br />

Paste mit der Butter. Nehmt einen<br />

nicht zu kleinen Teller und legt das<br />

fertige Brot in die Mitte und stellt es<br />

auf den Tisch <strong>im</strong> Wohnz<strong>im</strong>mer – mit<br />

bestem Blick auf den Fernseher. Bevor<br />

ihr aber mit dem Schlemmen beginnt,<br />

benötigt ihr auf alle Fälle noch<br />

das richtige Getränk dazu. Und das<br />

kann nur heißen: Kakao! Also: Milch<br />

aus dem Kühlschrank (nicht die fettarme!)<br />

und in die Tasse füllen. Darin<br />

verrührt ihr zwei Esslöffel Kakao-Pulver.<br />

Und jetzt noch eine schöne<br />

Ami-Schnulze <strong>im</strong> Fernsehen.<br />

Bei uns hat es gewirkt. Die schlechte<br />

Laune war schneller weg, als sie gekommen<br />

war. Übrigens könnt ihr das<br />

Nutella-Gute-Laune-Programm auch<br />

gemeinsam mit eurem Freund oder<br />

eurer Freundin machen. Dann habt<br />

ihr danach noch den Kuschel-Faktor.<br />

Und dann seid ihr bestens gerüstet<br />

für den ganzen Tag, Abend oder aber<br />

die ganze Nacht. Nutella sei dank.<br />

Kleiner Tipp: Gönnt euch das nur einmal<br />

<strong>im</strong> Monat, sonst plagt euch zu<br />

sehr das schlechte Gewissen und die<br />

Waage tut ihr Übriges am Tag darauf,<br />

dass ihr wieder schlechte Laune bekommt.<br />

Deshalb gibt es auch noch<br />

andere Methoden gegen schechte<br />

Laune: Sport – nur so als Beispiel.<br />

Nutella für die Seele<br />

. 61


Pure Sommer-Verführung<br />

Ihr denkt „Puh, kochen, sowas Ödes.“<br />

Oder „Kann ich nicht.“? Dann lest das!<br />

__________<br />

Kochen ist nicht einfach irgendwas<br />

in die Mikrowelle schieben was euren<br />

Hunger stillt. Kochen bedeutet Leidenschaft,<br />

Gefühl, Geschmack, Liebe und<br />

ist sexy – haben wir nicht alle schon<br />

mal verführerisch einen Löffel abgeleckt<br />

und unserem Liebsten dabei tief<br />

in die Augen geschaut?<br />

Und Kochen ist kreativ. Ihr erschafft<br />

jedes mal ein kleines Kunstwerk - ganz<br />

individuell und jedes mal ein wenig<br />

anders – mit euren eigene Händen.<br />

Improvisiert! Traut euch, neues auszuprobieren,<br />

es gibt zwar Regeln, aber<br />

die können auch gekonnt gebrochen<br />

werden. Genießt mit all euren Sinnen,<br />

schmeckt, riecht, tastet, setzt all eure<br />

Sinne bewusst ein und erlebt wie etwas<br />

entsteht. Macht ein wahres Erlebnis daraus<br />

– gerne auch in Gesellschaft.<br />

Kochen ist für mich aber auch Meditation.<br />

Be<strong>im</strong> Kochen kann ich super gut abschalten.<br />

Ich vergesse den Stress des<br />

Tages wenn ich abends in der Küche<br />

bin und mich nur auf die Zutaten, was<br />

gerade noch so <strong>im</strong> Haus ist, und die<br />

Zubereitung, was ich daraus zaubern<br />

kann, konzentriere. Probiert es aus.<br />

Jetzt aber zum Rezept dieser Ausgabe.<br />

Kennt ihr das auch? Dieser Duft...! Es<br />

gibt meiner Meinung nach nichts genialeres<br />

als den Duft von Knoblauch, den<br />

man in Olivenöl anschwitzt.<br />

Dieser Duft versetzt mich sofort in Urlaubsst<strong>im</strong>mung<br />

– wahrscheinlich, weil<br />

er mich an unzählig viele Stunden von<br />

hemmungsloser Völlerei <strong>im</strong> Süden Italiens<br />

erinnert. Dort wo ich schon so viele<br />

wundervolle Urlaube be<strong>im</strong> italienischen<br />

Teil der Familie verbracht habe. Urlaube,<br />

die vollgepackt waren mit karibisch<br />

anmutenden Stränden, heißen engen<br />

Gassen in mittelalterlichen Altstädten,<br />

Berge frischer Feigen und Kaktusfrüchte,<br />

trubeligen Märkten und vor allem unglaublich<br />

leckerem einfachen und doch<br />

so genial guten ursprünglichen italienischen<br />

Gerichten. Aber ich schweife ab.<br />

Jedenfalls gibt es ein Gericht, das mich<br />

sofort in diese St<strong>im</strong>mung versetzt. Das<br />

Original-Rezept ist von Jamie Oliver,<br />

ich habe es aber etwas nach meinem<br />

Geschmack abgewandelt. Lasst euch<br />

von der ungewöhnlichen Frische überraschen<br />

und ich garantiere nicht mehr<br />

für eure Bikini-Figur.


Für 4 Portionen braucht ihr:<br />

2kg frische, sonnengereifte<br />

Eier- oder Strauchtomaten<br />

2 Zehen Knoblauch<br />

50-100ml gutes natives Olivenöl Extra<br />

20 Riesengarnelen, ungekocht und<br />

roh, küchenfertig<br />

1 unbehandelte Zitrone<br />

einen Schuss Vecchia Romana oder alten Rum<br />

(z.B. Havana Club 5 Anejo, Ron Zacapa, KEIN<br />

Jamaica- oder Stroh-Rum!)<br />

lange Streichhölzer<br />

0,5-1 Becher Sahne, nach Geschmack<br />

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer,<br />

nach Geschmack<br />

½ TL frisch geriebener Ingwer<br />

2 Prisen Salz<br />

½ Bund glatte Petersilie<br />

800g Spaghetti oder Linguine<br />

Essen und Trinken: Mediterrane Scampi-Spaghetti<br />

. 63


Text: Claudia Nestola | Fotografie: Oliver Nestola | Grafiken: Designed by Freepik.com


__________<br />

Wie bei allen Gerichten <strong>im</strong> Allgemeinen<br />

und den italienischen Gerichten <strong>im</strong><br />

Speziellen, hängt das Ergebnis hauptsächlich<br />

von der Qualität der verwendeten<br />

Zutaten ab. Schaut also, dass ihr<br />

alles frisch und in sehr guter Qualität<br />

da habt. Es macht wirklich einen riesengroßen<br />

Unterschied.<br />

Fangt mit den Tomaten an. Diese müssen<br />

gehäutet werden um einem ungestörten<br />

Essgenuss ohne lästige Haut<br />

frönen zu können. Dazu setzt ihr einen<br />

großen Topf mit Wasser auf. Dann<br />

schneidet ihr die Tomaten am unteren,<br />

runden Ende kreuzweise leicht ein.<br />

Vorsicht, nicht zu tief. Wenn das Wasser<br />

kocht gebt ihr die Tomaten in den<br />

Topf und lasst sie ca. 20-30 Sekunden<br />

<strong>im</strong> heißen Wasser ziehen bis ihr seht,<br />

dass sich die Haut am Einschnitt leicht<br />

aufwölbt. Dann die Tomaten mit der<br />

Schaumkelle herausholen. Das Wasser<br />

könnt ihr zum Kochen der Nudeln<br />

verwenden. Setzt es wieder auf, gebt<br />

Salz dazu und kocht die Nudeln bissfest.<br />

Vorsicht, es gibt nichts Schl<strong>im</strong>mers<br />

als verkochte, schwammige<br />

Nudeln und nicht nur in italienischen<br />

Ehen können zu weiche Nudeln zu einer<br />

ernsten Krise führen.<br />

Benutzt am besten Handschuhe, denn<br />

nun müsst ihr die Haut der heißen Tomaten<br />

mit einem kleinen Messer abziehen.<br />

Wenn ihr das erledigt habt fängt<br />

der spaßige Teil an.<br />

Schneidet die Tomaten in 1-2cm große<br />

Würfel und achtet darauf, dass ihr den<br />

Strunk entfernt. Sammelt alles in einer<br />

Schüssel.<br />

Setzt eine große Pfanne auf, gebt das<br />

Olivenöl hinein und schaltet es auf<br />

mittlerer Hitze an. Dann würfelt ihr den<br />

Knoblauch. Wenn das Öl in der Pfanne<br />

Schlieren zieht gebt ihr den Knoblauch<br />

hinein und lasst ihn leicht anschwitzen.<br />

Vorsicht, er darf nicht braun werden,<br />

sonst wird er bitter. Schält, falls<br />

notwendig, die Garnelen, behaltet den<br />

Knoblauch aber <strong>im</strong> Auge.<br />

Wenn sich nun dieser unglaublich<br />

köstlichen Duft verbreitet, gebt ihr die<br />

Garnelen dazu. Nicht zu viel umrühren<br />

und wenden, habt etwas Geduld.<br />

Kochen erfordert Geduld. Wie schon<br />

gesagt, ihr müsst all eure Sinne einsetzen.<br />

Riecht, fühlt und schmeckt,<br />

verlasst euch auf euer Bauchgefühl,<br />

probiert aus und zelebriert. Haltet nun<br />

die langen Streichhölzer bereit.<br />

Wenn die Garnelen rundherum angebraten<br />

und rosa-weiß geworden sind<br />

übergießt ihr alles mit einem großzügigen<br />

Schuss Vecchia Romana und<br />

entzündet den Alkohol sofort mit den<br />

Streichhölzern.<br />

Vorsicht, es kann eine Stichflamme<br />

geben. Wenn der Alkohol brennt keine<br />

Angst, es hört gleich von allein auf.<br />

Nach dem Flambieren nehmt ihr die<br />

Garnelen wieder heraus und stellt sie<br />

beiseite.<br />

Nun kommen die Tomatenstücke und<br />

die Sahne dazu. Schaltet die Herdplatte<br />

auf eine höhere Temperatur. Die<br />

Tomaten sollen köcheln aber nicht zu<br />

sehr kochen. Würzt mit Salz und Pfeffer<br />

nach Geschmack. Reibt nun die<br />

Haut der Zitrone (nur das Gelbe) ab<br />

und gebt diese ebenfalls dazu. Halbiert<br />

die Zitrone und presst eine Hälfte aus.<br />

Zupft die Blätter der Petersilie von den<br />

Stielen und hackt sie. Gebt die Hälfte<br />

davon ebenfalls zur Soße.<br />

Was machen die Nudeln? Probiert regelmäßig,<br />

wenn ihr euch unsicher seid<br />

und gießt sie lieber 30 Sekunden zu<br />

früh als zu spät ab.<br />

Wenn die Tomatenstücke weich geworden<br />

sind und sich alles zu einer homogenen<br />

Soße verbunden hat gebt die<br />

Garnelen wieder dazu und lasst alles<br />

nochmal 5 Minuten durchziehen. Sollte<br />

die Soße zu dickflüssig sein, könnt ihr<br />

eine halbe Schöpfkelle des Nudelwassers<br />

dazugeben. Schaltet den Herd ab.<br />

Schmeckt die Soße mit dem Zitronensaft<br />

ab. Die Soße darf dann nicht mehr<br />

kochen. Ihr werdet euch wundern wie<br />

gut das passt. Das Gute am Kochen ist<br />

auch, dass man zwischendurch ständig<br />

probieren kann.<br />

Dann gebt ihr die Nudeln in die Soße<br />

und schwenkt alles kräftig durch. Verteilt<br />

die Pasta gleichmäßig auf 4 Teller,<br />

dekoriert mit der restlichen Petersilie<br />

und gebt noch eine Umdrehung<br />

schwarzen Pfeffer darüber.<br />

Serviert die Pasta sofort und genießt!<br />

Dazu passt ein leichter, fruchtiger<br />

Weißwein, z.B. Arca Nova, Vinho Verde.<br />

Essen und Trinken: Mediterrane Scampi-Spaghetti<br />

. 65


Der Mojito<br />

ist ein Glücksfall für den Cocktail<br />

__________<br />

In den Siebziger und Achtziger Jahren<br />

waren Cocktails klinisch tot – keiner<br />

hatte das Know How, noch die<br />

Motivation der richtigen Zubereitung.<br />

Es wurde übersüßt, oft auch gepfuscht.<br />

Dadurch geriet der Cocktail<br />

zusehends in Verruf und wurde verschmäht.<br />

Das hat sich Gott sei Dank geändert<br />

und einen nicht unerheblichen Anteil<br />

an dieser Renaissance der Cocktails<br />

hat der Mojito, der mittlerweile von<br />

Vielen nicht nur getrunken sondern<br />

auch wieder geliebt wird. Die Wiege<br />

dieses einzigartigen Klassikers liegt<br />

in Kuba, genau gesagt <strong>im</strong> La Bodegita<br />

del Medio wo er während der amerikanischen<br />

Prohibition kreiert worden<br />

sein soll. Beschäftigen wir uns<br />

nun mit den Zutaten: Minze, weisser<br />

Rum, frisch gepresster L<strong>im</strong>ettensaft,<br />

Zuckersirup und crushed Ice. So einfach?<br />

Nicht ganz… Minze ist nicht<br />

gleich Minze. Für das Original empfiehlt<br />

sich Mentha Nemerosa auch<br />

Hemingway Minze genannt. Klar geht<br />

auch andere aber n<strong>im</strong>m niemals Minze<br />

welche ein Anteil an ätherischen<br />

Ölen hat sonst wird dein Mojito ungenießbar.<br />

Als zweites muss genügend<br />

weisser Rum, und zwar der aus<br />

Havanna mit eben diesem Namen,<br />

zugeführt werden. Damit du das<br />

opt<strong>im</strong>ale Ergebnis erzielst, müssen<br />

L<strong>im</strong>etten ausgepresst werden, L<strong>im</strong>ettenstückchen<br />

haben in einem Mojito<br />

nichts zu suchen. Ist ja schließlich<br />

kein Caipirinha. Genauso wenig wie<br />

brauner Zucker was in einem originalen<br />

Mojito verloren hat! Es muss der<br />

Zuckersirup sein. Zu guter Letzt noch<br />

zum Glas: Es soll ein „Highball Glas“<br />

sein welches gerne auch Retro angehaucht<br />

sein darf, da wir uns mit diesem<br />

Cocktail in den 20er Jahre befinden,<br />

wo er seine erste große Blütezeit<br />

hatte. Opt<strong>im</strong>ale Füllmenge um die<br />

350cl, bei größeren Gläsern ist sonst<br />

ein Verwässern möglich und das Ding<br />

soll ja noch nach Rum schmecken.<br />

Es darf an dieser Stelle noch diskutiert<br />

werden, ob der Spritzer Soda notwendig<br />

ist oder ob nur der Barmann<br />

hier mit seinem wunderschönen<br />

Soda Siphon Eindruck schinden will?


Hier nun mein ult<strong>im</strong>atives<br />

Rezept für den Mojito:<br />

Text: Dietrich Schell | Fotografie: Oliver Nestola | Grafiken: Designed by Freepik.com<br />

In ein Highball Glas (35ml Flm.) ca.<br />

15 bis 25 Minze Blätter (Mentha<br />

Nemerosa) geben. 4cl frisch gepressten<br />

L<strong>im</strong>ettensaft und 2cl Rohrzuckersirup<br />

darüber schütten und mit dem<br />

Mörser nur leicht andrücken nicht<br />

zerquetschen. Glas mit crushed Ice<br />

füllen und 6-8cl weissen Havana Club<br />

Rum dazu geben. Vorsichtig verrühren.<br />

Bei Bedarf einen Schluck Sodawasser<br />

einfüllen. Strohhalm rein, nochmal eine<br />

schöne Eis Haube und einen dekorativen<br />

Minze Zweig obendrauf – schon fertig<br />

und zum Wohl.<br />

Übrigens hat ein Mojito mit 6cl Rum<br />

nicht mehr Alkoholgehalt wie eine Halbe<br />

Bier! Sie glauben es nicht? Ist aber so.<br />

Cocktail des Monats: Mojito<br />

. 67


Für Druckfehler keine Haftung.<br />

73525 Schwäbisch Gmünd<br />

Ledergasse 44<br />

Wir sind ab sofort<br />

von 7 bis 24 Uhr<br />

für Sie da!<br />

www.rewe.de


Staufersaga in<br />

Schwäbisch Gmünd:<br />

Geschichte einer Stadt<br />

lebendig gemacht<br />

__________<br />

Fotografiert von:<br />

Staufersaga in Schwäbisch Gmünd<br />

. 71


Barbarossa vor der<br />

Auferstehung<br />

__________


Der Schwäbisch Gmünder Tunnel ist kein Relikt aus der Vergangenheit.<br />

Er ist jüngste Gmünder Geschichte. Modernität. Wie zum Beispiel auch<br />

das Forum Gold und Silber. Doch Schwäbisch Gmünd ist mehr – die<br />

Stadt ist die älteste unter den Stauferstädten. Und: Hier wird Geschichte<br />

greif- und erlebbar gemacht.<br />

Zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren marschieren sie in der großen<br />

Arena auf dem Johannisplatz auf – Barbarossa führt sie an, die über<br />

1000 Schauspielerinnen und Schauspieler, die in Schwäbisch Gmünd in<br />

den nächsten Tagen die Staufersaga aufführen. Ausverkauft! Melden die<br />

Veranstalter. Die 2500 Plätze auf den riesigen Tribünen waren schnellstens<br />

vergriffen. Da hätte der Staufer-Kaiser schon sein schnellstes Pferd<br />

gebraucht, um selbst noch eine Karte zu bekommen.<br />

Regisseur und Autor der Saga ist der <strong>im</strong> Dezember 2012 verstorbene<br />

Stephan Kirchenbauer-Arnold. Mit den Fotos auf diesen Seiten gedenken<br />

wir ihm. Doch wir blicken auch voraus auf das, was die vielen Zuschauer<br />

in der Arena in diesen Tagen erwartet. Oliver Nestola, Herausgeber und<br />

Fotograf von „<strong>im</strong>.puls“, sind bei den Aufführungen 2012 herausragende<br />

Aufnahmen gelungen – diese wollen wir Ihnen <strong>im</strong> Jahr der zweiten Aufführung<br />

der Staufersaga nicht vorenthalten.<br />

Staufersaga in Schwäbisch Gmünd<br />

. 73


Text: Ralph Wild | Fotografie: Oliver Nestola | Grafiken: Designed by Freepik.com


Staufersaga in Schwäbisch Gmünd . 75


Sie folgen dem Meister in<br />

eine „salonfähige“ Zukunft<br />

Der Weg der Kampfsportschule Hurricane zeigt:<br />

Die Zeiten haben sich längst geändert<br />

__________<br />

Die Raketen flogen in die Menschenmasse.<br />

Fragile Bilder einer tollen<br />

Fete. Die Rede war von einer Feier<br />

ohne Vorkommnisse. Doch eineinhalb<br />

Tage später wurde deutlich:<br />

Die Silvesternacht von Köln und<br />

Hamburg und Stuttgart war eine<br />

der schl<strong>im</strong>msten und widerwärtigsten<br />

der deutschen Geschichte. Eine<br />

Nacht <strong>im</strong> tiefsten Dunkel. Doch sie<br />

war auch so etwas wie ein Aufbruch.<br />

Salvatore Granieri, Großmeister der<br />

Gmünder Kampfsportschule Hurricane,<br />

blickt zurück auf die Wochen<br />

danach: „Wir hatten einen großen Zulauf.<br />

Viele Frauen haben den Weg zu<br />

uns gesucht, um sich verteidigen zu<br />

lernen.“ Und das wird auch, wenn die<br />

schl<strong>im</strong>msten Hochwasserschäden<br />

endgültig der Vergangenheit angehören,<br />

weiter so sein.<br />

Kampfsport ist weit mehr als nur ein<br />

Sport, bei dem die Fäuste und die Beine<br />

fliegen. „Bei der Verteidigung des<br />

eigenen Lebens, dem Schutz des eigenen<br />

Körpers in einer Extremsituation<br />

gelten viele Aspekte, die wir lehren.<br />

An allererster Stelle steht der Glaube<br />

an sich selbst.“ Granieri, mehrfacher<br />

Weltmeister <strong>im</strong> Kickboxen und Großmeister,<br />

erläutert den Frauen das,<br />

was er in den Selbstverteidigungskursen<br />

<strong>im</strong>mer tut: „Ihr müsst lernen,<br />

Euer Auftreten zu ändern. Beweist<br />

Mut, zeigt eine aufrechte Körperhaltung<br />

und traut Euch einfach auch Mal<br />

zu fragen: ,Hey, verfolgen Sie mich?’<br />

- so könnt ihr überraschen, Stärke zeigen.<br />

Aus einer Gruppe werden solche<br />

Verbrecher <strong>im</strong>mer das schwächste<br />

Glied herausgreifen.“ Die Frauen, die<br />

Granieri jetzt zu den 180 Mitgliedern<br />

seiner Schule zählt, haben diese Rolle<br />

abgelegt.<br />

Und die neu Hinzugekommenen treffen<br />

<strong>im</strong> „Hurricane“ längst nicht nur auf<br />

etablierte Erwachsene. Kinder- und<br />

Jugendarbeit ist eines der wichtigsten<br />

Standbeine, die Granieri verfolgt. Der<br />

kleinste Athlet ist gerade einmal drei<br />

Jahre alt. Die Schwellenängste der Eltern<br />

vor einer Kampfsportschule sind<br />

längst passé. „Kampfsport ist auf dem<br />

Weg, salonfähig zu werden“, sagt Granieri.<br />

Größtes Vertrauen genießen die<br />

Kinder. Dafür schafft der Weltmeister<br />

Regeln. „Regeln bedeuten Sicherheit.<br />

Disziplin bedeutet Konzentration. Und<br />

zu allem kommt der Spaß hinzu.“<br />

Und in der Kombination führt dies zu<br />

dem, was Granieri vor vielen Jahren,<br />

als er die Kampfsportschule gegründet<br />

hat, als Wunsch und Ziel verfolgte:<br />

die Beste in Deutschland zu werden.<br />

Einen Titel, den er mehrfach verliehen<br />

bekam.<br />

Seine Sportler danken es ihm. Mit zwölf<br />

Kickboxerinnen und Kickboxern reiste<br />

Granieri zu den Weltmeisterschaften in<br />

den Sindelfinger Glaspalast in diesem<br />

Jahr. Und jetzt geht es <strong>im</strong> <strong>Juli</strong> zu den US<br />

Open, dem Highlight für jeden einzelnen.<br />

Darauf hat Granieri hart trainieren<br />

lassen und selbst hart trainiert. Denn<br />

er wird selbst nochmals antreten. „Das<br />

war mein großer Traum. Unser großer<br />

Traum.“ Den Sportlern, die ihn begleiten<br />

werden, hat er den Flug gezahlt. Und<br />

den Aufenthalt. Die gesamte Schule hat<br />

es ihm aber längst bewiesen, dass jeder<br />

Cent bestens angelegt ist: „Wir haben<br />

zwischenzeitlich vier Sponsoren gefunden,<br />

die uns dauerhaft unterstützen.<br />

Wie gesagt: Kickboxen ist auf dem besten<br />

Wege in eine salonfähige Zukunft.“<br />

Ein kleiner Sportler tritt an ihn heran,<br />

verneigt sich und sagt: „Tschüss Meister!“<br />

Seine Augen strahlen. Granieri verabschiedet<br />

ihn. Und er weiß, der Kleine<br />

wird wiederkommen. So schnell es nur<br />

geht. Denn der Nachwuchs fühlt sich<br />

unhe<strong>im</strong>lich wohl <strong>im</strong> „Hurricane“. Der<br />

Teamgedanke zieht sich durch alle Generationen.


Text und Fotografie: Ralph Wild<br />

Kampfsportschule Hurricane<br />

. 77


<strong>Juli</strong><br />

Veranstaltungen, Partys und Events aus der Region __________<br />

01. Mai - 03.Oktober Schwäbische Waldbahn, Rudersberg<br />

02. Mai - 30.Okt. Die Welt der Gärten.<br />

Kostbarkeiten für alle Sinne<br />

05. Mai - 25.Sept. Ausstellung: 50 Zigarren für das Licht<br />

der Zukunft, Abtsgmünd<br />

08. - 17. <strong>Juli</strong> Jazzopen Stuttgart<br />

09. - 10. <strong>Juli</strong> Internationales Festival Aalen<br />

12. - 17. <strong>Juli</strong> Sommerfestival der Kulturen<br />

15. <strong>Juli</strong> - 30.Okt. Weinfest Fellbach<br />

15. - 19. <strong>Juli</strong> Schorndorfer Woche<br />

16. - 17. <strong>Juli</strong> Stadtfest Lauterstein<br />

21. - 25. <strong>Juli</strong> 54. Plüderhauser Festtage<br />

22. - 31. <strong>Juli</strong> Christopher Street Day<br />

23. - 31. <strong>Juli</strong> Musik auf Schloss Filseck<br />

30. - 31. <strong>Juli</strong> Traditionelles Hahnenwettkrähen


Mi. 06. <strong>Juli</strong><br />

Krämermarkt<br />

Uhr: 8.00 – 18.00<br />

Ort: Donzdorf<br />

__________<br />

Fr. 08. <strong>Juli</strong><br />

Weltcafe – der Treffpunkt für<br />

Einhe<strong>im</strong>ische und Flüchtlinge<br />

Uhr: 14.30 – 17.00<br />

Ort: Franziskaner<br />

Sundowner am Kappelberg<br />

Uhr: 19.30 – 22.30<br />

Ort: Kleine Kelter, Fellbach<br />

Jazzopen<br />

(8. – 17. <strong>Juli</strong>)<br />

Ort: Stuttgart<br />

www.jazzopen.com<br />

__________<br />

Sa. 09. <strong>Juli</strong><br />

Göppinger FEZ<br />

Uhr: 11.00 – 18.00<br />

Ort: Innenstadt Göppingen<br />

Internationales Festival Aalen<br />

(09. – 10. <strong>Juli</strong>)<br />

Ort: Innenstadt Aalen<br />

Volkswagen Lichterfest Stuttgart<br />

Uhr: 16.00 – 1.00<br />

Ort: Höhenpark Killesberg<br />

DIE NEUE 107.7<br />

Lichterfestparty<br />

Uhr: 16.00<br />

Ort: Höhenpark Killesberg<br />

__________<br />

So. 10. <strong>Juli</strong><br />

KreideZeit <strong>2016</strong><br />

Uhr: 10.00 – 18.00<br />

Ort: Ortsmitte Rechberghausen<br />

__________<br />

Di. 12. <strong>Juli</strong><br />

Sommerfestival der Kulturen<br />

(12.- 17. <strong>Juli</strong>)<br />

Ort: Marktplatz Stuttgart<br />

__________<br />

Mi. 13. <strong>Juli</strong><br />

Lachtreff in Gmünd<br />

Uhr: 17.30 – 18.30<br />

Ort: Spitalmühle, Mehrzweckund<br />

Gymnastikraum<br />

__________<br />

Fr. 15. <strong>Juli</strong><br />

Schorndorfer Woche<br />

(15.-19. <strong>Juli</strong>)<br />

Uhr: 16.00 – 0.30<br />

Ort: Innenstadt Schorndorf<br />

__________<br />

Sa. 16. <strong>Juli</strong><br />

Flohmarkt <strong>im</strong> Schießtal<br />

Uhr: 6.00 – 14.00<br />

Ort: Schießtalplatz Schwäbisch Gmünd<br />

„The Magic Hat“ präsentiert<br />

von Karren Foster Academy<br />

Uhr: 16.00 – 17.00<br />

Ort: Remspark-Bühne<br />

Stadtfest Lauterstein<br />

(16. – 17. <strong>Juli</strong>)<br />

Uhr: 16.30<br />

Ort: Lauterstein<br />

Summer Beach Festival<br />

Uhr: 19.00<br />

Ort: Bud Spencer Bad,<br />

Schwäbisch Gmünd<br />

__________<br />

So. 17. <strong>Juli</strong><br />

Zeitreise ins Rokoko<br />

Uhr: 13.00 – 18.00<br />

Ort: Östlicher Remspark<br />

One Night Only<br />

Uhr: 18.30 (bei gutem Wetter)<br />

19.00 (bei schlechtem Wetter)<br />

Ort: Kloster Adelberg (bei gutem Wetter)<br />

Stadthalle Göppingen (bei schlechtem<br />

Wetter)<br />

__________<br />

Mo. 18. <strong>Juli</strong><br />

Schwörmontag<br />

(18. – 19. <strong>Juli</strong>)<br />

Ort: Ulm<br />

__________<br />

Mi. 20. <strong>Juli</strong><br />

Vollmondklettern <strong>im</strong> Skypark<br />

Uhr: 20.00 – 22.00<br />

Ort: Skypark, Wetzgau<br />

__________<br />

Do. 21. <strong>Juli</strong><br />

54. Plüderhauser Festtage<br />

(21.-25. <strong>Juli</strong>)<br />

Uhr: 18.00<br />

Ort: Festplatz Gänswasen<br />

__________<br />

. 79


Fr. 22. <strong>Juli</strong><br />

Christopher Street Day<br />

(22. – 31. <strong>Juli</strong>)<br />

Uhr: 11.00 – 22.00<br />

Ort: Berger Festplatz, Stuttgart<br />

__________<br />

Sa. 23. <strong>Juli</strong><br />

Flohmarkt in der Innenstadt /<br />

Ledergasse<br />

Uhr: 6.00 – 16.00<br />

Ort: Ledergasse<br />

Fräuleinwunder<br />

Uhr: 12.00<br />

Ort: Schwerzerhalle,<br />

Schwäbisch Gmünd<br />

The Beach - Black Edition<br />

Uhr: 17.00<br />

Ort: Bucher Stausee<br />

Musik auf Schloss Filseck<br />

(23.-31. <strong>Juli</strong>)<br />

Uhr: 20.30<br />

Ort: Schlosshof, Schloss Filseck<br />

Gmünder Türmer-Führung<br />

Uhr: 21.00<br />

Ort: Innenstadt Schwäbisch Gmünd<br />

__________<br />

Fr. 29. <strong>Juli</strong><br />

Kletterabenteuer <strong>im</strong> Taubental<br />

Uhr: 10.00 – 13.00<br />

Ort: Wanderparkplatz <strong>im</strong> Taubental<br />

CCS Party Night<br />

Uhr: 19.00<br />

Ort: Remspark<br />

Gmünder Partynight<br />

Uhr: 20.00<br />

Ort: Schwäbisch Gmünd<br />

__________<br />

Sa. 30. <strong>Juli</strong><br />

WET Open Air Festival<br />

Uhr: 10.00<br />

Ort: Freibad Gärtringen<br />

Ice Cream Festival<br />

Uhr: 14.00<br />

Ort: Stuttgart<br />

90er Festival<br />

Uhr: 18.00<br />

Ort: RadioTon Bühne H<strong>im</strong>melsgarten<br />

Traditionelles Hahnenwettkrähen<br />

mit Gartenfest<br />

(30. – 31. <strong>Juli</strong>)<br />

Uhr: Samstag 18.00 / Sonntag 9.30<br />

Ort: Zuchtanlage Hussenhofen<br />

__________<br />

Quelle: schwaebisch-gmuend.de, .veranstaltungen-baden-wuerttemberg.de, facebook.de | Grafiken: Designed by Freepik.com


Ihr Gebrauchtwagen-Händler in Hussenhofen,<br />

<strong>im</strong>mer große Auswahl an Gebrauchten aller<br />

Marken. Schauen Sie vorbei, es lohnt sich!


Stoppen Sie teure<br />

Baufinanzierungen!<br />

__________<br />

Herausgeber<br />

Oliver Nestola<br />

Ralph F. Wild<br />

Büro<br />

Leinweg 24<br />

73527 Schwäbisch Gmünd<br />

Kontakt<br />

mail@<strong>im</strong>puls-gd.de<br />

Festnetz 07171 90 88 620<br />

Jetzt Finanzierungs-<br />

Check machen!<br />

Redaktion und Anzeigen<br />

Ralph F. Wild<br />

rw@<strong>im</strong>puls-gd.de<br />

mobil 0170 48 38 084<br />

Redaktionelle Mitarbeit<br />

Claudia Nestola<br />

<strong>Juli</strong>a Wamsler<br />

Bildredaktion und Anzeigen<br />

Oliver Nestola<br />

on@<strong>im</strong>puls-gd.de<br />

mobil 0171 74 67 673<br />

Jetzt günstige Zinssätze sowie flexible<br />

Tilgungs möglichkeiten sichern!<br />

Unsere Empfehlung:<br />

Eine Hypothek der Württembergischen<br />

Lebensversicherung AG – Ein Spitzenprodukt,<br />

das Ihre Wünsche wahr macht!<br />

Layout und Design<br />

südflügel gmbh werbeagentur<br />

suedfluegel.com<br />

Cover<br />

OLIVER NESTOLA FOTOGRAFIE<br />

Auflage<br />

8.000<br />

<strong>im</strong>.puls erscheint monatlich.<br />

Alle Angaben ohne Gewähr.<br />

Generalagentur Gelika Ripberger<br />

Pfeifergäßle 6 · 73525 Schwäbisch Gmünd<br />

Telefon 07171 181791<br />

gelika.ripberger@wuerttembergische.de


Verstehen<br />

ist einfach.<br />

Wenn man einen Finanzpartner<br />

hat, der die Region<br />

und ihre Menschen kennt.<br />

Sprechen Sie mit uns.<br />

Wenn’s um Geld geht<br />

ksk-ostalb.de<br />

S Kreissparkasse<br />

Ostalb


Wir schmücken Sie für jeden Anlass und<br />

lassen Sie nicht <strong>im</strong> Regen stehen.<br />

Buhlgässle 8<br />

D-73525 Schwäbisch Gmünd<br />

Tel +49(0)7171.99759-11<br />

Fax +49(0)7171.99759-12<br />

info@soeren-luehrs.com<br />

www.soeren-luehrs.com

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!