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aerokurier 08/2016

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8/<strong>2016</strong> Deutschland € 5,50 / Schweiz sfr 10 / Österreich € 6,30 / Benelux € 6,40 / Finnland € 8,30 www.<strong>aerokurier</strong>.de / 60. Jahrgang<br />

<strong>aerokurier</strong><br />

DAS MAGAZIN FÜR PILOTEN<br />

SCHWEDEN-<br />

AUSFLUG<br />

MIT DER LEGEND<br />

Exklusiver Blick<br />

ins Werk<br />

Mooney<br />

M10<br />

Stearman<br />

Bienenfarm<br />

zum Dritten<br />

Euroglide<br />

In sechs Tagen<br />

durch Europa<br />

Maule M7<br />

STARKER<br />

UNDERDOG<br />

Flying Bulls<br />

Im Trainingslager<br />

Drohnen<br />

Unbemanntes<br />

Fliegen im Fokus<br />

DG-1001 Club WL<br />

Vielseitiger<br />

Trainer


Das neue Magazin über das<br />

älteste Getränk der Welt.<br />

Jetzt im Handel.<br />

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[ EDITORIAL August ]<br />

AKZEPTIEREN UND HELFEN<br />

Drohnen gehören zum Luftverkehr dazu, die Entwicklung der letzten Jahre<br />

wird sich nicht zurückdrehen lassen. Eine vernünftige rechtliche Regelung<br />

tut not – aber auch wir Piloten können etwas zur Sicherheit beitragen.<br />

400 000 Drohnen und Multicopter sollen bereits im Luftraum über Deutschland unterwegs sein, bis<br />

2020 rechnet die Vereinigung Cockpit mit bis zu 1,2 Millionen Unmanned Aircraft Systems (UAS).<br />

Die ferngesteuerten Fluggeräte gehören zum Luftverkehr dazu. Man kann das kritisieren, man kann<br />

darauf schimpfen – ändern wird sich daran aber nichts! Und zugegeben, es ist schon toll, was man<br />

mit den Dingern so alles anstellen kann. Luftaufnahmen von der Familienfeier, Kontrolle der Dachrinne<br />

auf Verstopfung, ohne aufs Dach klettern zu müssen, und viele weitere Spielereien auf der privaten<br />

Seite, professionelle Luftaufnahmen, Vermessungsflüge und Inspektionen auf der kommerziellen<br />

– Letzteres weit kostengünstiger und umweltschonender, als es mit den heute zumeist dafür eingesetzten<br />

Helikoptern möglich ist. Auf den Seiten 34 bis 37 zeigen wir, was sich aktuell bezüglich der<br />

Rechtslage tut und wie die Drohnenszene selbst versucht, sich zu professionalisieren.<br />

Allerdings haben Near-miss-Schlagzeilen– verursacht durch unwissende Drohnenflieger – und nicht<br />

zuletzt der unglückliche Vorstoß des Verkehrsministeriums, dessen Regulierungsideen in einer Höhenbeschränkung<br />

auf 100 Meter für alles Unbemannte und Funkgesteuerte gipfelte, bei Piloten und<br />

Modellfliegern gleichermaßen für Ärger gesorgt. Und das zu Recht. Dennoch: Gefahren dürften in<br />

den seltensten Fällen von Modellfliegern oder professionellen Drohnenpiloten ausgehen. Modellflieger<br />

sind meist in Vereinen groß geworden und von „alten Hasen“ über Regeln im Luftraum aufgeklärt<br />

worden. Die Profis dürften von sich aus an der Einhaltung von geltendem Recht interessiert<br />

sein, um mit der Drohnenfliegerei ihr Geld zu verdienen. Problematisch wird es, wenn sich Laien im<br />

Elektromarkt für 500 oder 1000 Euro einen Multicopter kaufen, einfach drauflosfliegen und dann unwissend<br />

durch den Landeanflug eines Flughafens schüsseln.<br />

Und hier kommen wir Piloten ins Spiel. Wir alle haben in der Flugausbildung gelernt, was Lufträume,<br />

Kontrollzonen und Mindesthöhen sind. Dieses Wissen können und sollten wir weitergeben! Wenn ein<br />

Freund oder Familienmitglied stolz anfängt, mit dem frisch erworbenen „fliegenden Auge“<br />

zu hantieren, sollten wir ihm erklären, dass es Regeln gibt. Regeln, die das Fliegen für alle sicher<br />

machen. Ich bin überzeugt, dass man uns interessiert zuhören wird.<br />

Lars Reinhold,<br />

Redaktionsleiter <strong>aerokurier</strong><br />

Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns über eine E-Mail (redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de), ein Fax (+49 711 182-1781)<br />

oder einen Brief (Redaktion <strong>aerokurier</strong>, Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart) für unser Leserforum. Bitte vergessen<br />

Sie nicht, Ihre Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen anzugeben.<br />

Foto: Yvonne Hertler<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 3


34<br />

Drohnen<br />

Zur Rechtslage und<br />

Professionalisierung<br />

der Szene<br />

Motorfliegen<br />

8 Bullen-Training<br />

Am Anfang jeder Flugsaison<br />

geht es für die Flying Bulls ins<br />

Trainingslager, um wieder richtig<br />

fit zu werden.<br />

18 Maule M-7-235C<br />

Maule-Flugzeuge führen in<br />

Deutschland eher ein Schattendasein.<br />

Zu Recht?<br />

42 Mooney M 10<br />

Wie die neue „kleine“ Mooney<br />

entsteht, erfuhr der <strong>aerokurier</strong><br />

exklusiv im Werk in Chino<br />

Magazin<br />

24 Tipps für Trips: Ostsee<br />

Schloss Gamehl: Teil der „Perlen<br />

mecklenburgischer Herzöge“<br />

27 OUV-Sommertreffen <strong>2016</strong><br />

Das oft maue Flugwetter im Juni<br />

ließ den Verein der Amateurflugzeugbauer<br />

eher unbeeindruckt<br />

30 60 Jahre Becker Avionics<br />

Der Avionik-Traditionshersteller<br />

im Porträt<br />

32 Stearmans in Bienenfarm<br />

Zum dritten Mal hatten die<br />

Quaxe Freunde der Doppeldecker-Ikone<br />

zum Fly-in geladen<br />

34 Drohnen im Aufwind<br />

Aktuelles zur Rechtslage und<br />

Professionalisierung der Szene<br />

38 Kolumne<br />

Dr. Spornrad plädiert für Augenmaß<br />

bei der Drohnenregulierung<br />

40 Extra 330LE Premiere<br />

Der offizielle Erstflug der Extra<br />

mit Siemens-Antrieb zeigt, was<br />

im Elektroflug möglich ist<br />

Inhalt Nr. 8 <br />

August <strong>2016</strong> I 60. Jahrgang<br />

56<br />

4 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />

<strong>aerokurier</strong> gibt es auch als E-Paper.<br />

Mehr Infos: www.<strong>aerokurier</strong>.de/epaper


UL/LSA<br />

48 Schweden-Reise<br />

Mit einer Legend 540 fliegen<br />

Vater und Sohn über die Ostsee<br />

von Berlin nach Stockholm<br />

54 Trike Globetrotter<br />

Mit dem fliegenden Motorrad<br />

über dem Big Apple<br />

Business Aviation<br />

56 Dassault Falcon 8X<br />

Dassaults künftiges Flaggschiff<br />

für Ultralangstrecken hat die<br />

Zulassung pünktlich erhalten<br />

Titelthemen<br />

im Abo<br />

Coupons auf den Seiten 53 und 65<br />

Praxis<br />

76 Unfallanalyse<br />

Unkoordinierter F-Schlepp<br />

61 Zündung im Fokus<br />

endet mit Bruch<br />

Verstehen, wie es<br />

78 Euroglide <strong>2016</strong><br />

richtig funkt<br />

Deutsche Piloten fliegen<br />

64 Expertentipp<br />

in sechs Tagen durch Europa<br />

Was bei Motoren mit<br />

102 Porträt<br />

Luftkühlung zu beachten ist<br />

Wie Elisa Maria Bretterebner<br />

66 Luftrecht<br />

zur Retterin des Blaník wurde<br />

Sind Angebote in Mitflugportalen<br />

gewerblich?<br />

Rubriken<br />

Segelfliegen<br />

68 DG-1001 Club WL<br />

Der neue Trainer von<br />

DG-Flugzeugbau im Test<br />

74 Interview<br />

Christiane Franke ist Flug -<br />

lehrerin aus Leidenschaft<br />

3 Editorial<br />

6 Leserforum<br />

16 News<br />

83 <strong>aerokurier</strong>-Markt<br />

93 Jobbörse<br />

101 Termine<br />

101 Impressum<br />

106 Vorschau<br />

42<br />

48<br />

102<br />

40<br />

Titelfotos: DG-Flugzeugbau, Frank Martini, Uwe Stohrer<br />

Fotos: Dassault, Frank Martini, Mooney, pixone3d - Fotolia, Lars Reinhold, Oliver Schenk<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 5


Leserforum<br />

<strong>aerokurier</strong> 07/<strong>2016</strong><br />

Praxis: Generator und Alternator<br />

Turbinen bleiben<br />

unberücksichtigt<br />

Ihr Autor Mark Juhrig erweckt in<br />

seinem Beitrag über Generator und Alternator<br />

den Eindruck, dass Generatoren<br />

zum alten Eisen gehören. Ich vermisse<br />

den Hinweis, das Turboprops und Strahlturbinen<br />

der unteren Leistungsklassen<br />

durchweg mit Generatoren ausgerüstet<br />

sind, denn nur diese lassen sich auch als<br />

Motor betreiben, was einen zusätzlichen<br />

Anlaßmotor erspart. Flugzeuge und Helicopter<br />

dieser Kategorie sind sicher keine<br />

Old timer.<br />

Fritz Krohm, Sigmaringen<br />

Antwort der Redaktion:<br />

Der Artikel hatte keinesfalls die Intention,<br />

den Generator als „Altmetall“ abzustempeln.<br />

Da Turbinen auch im Leerlauf mit sehr hohen<br />

Drehzahlen betrieben werden, besteht hier<br />

kein Nachteil bei Verwendung eines Generators,<br />

und dessen Gewichtsnachteil wird durch<br />

das Einsparen eines separaten Anlassermotors<br />

wettgemacht. Generatoren haben also<br />

bei Turbinen durchaus ihre Berechtigung.<br />

<strong>aerokurier</strong> 06/<strong>2016</strong><br />

Editorial<br />

Zeit für einen<br />

selbstkritischen Blick<br />

Gut gebrüllt, Löwe Lars, aber die Gewichts-Diskussion<br />

in der UL-Klasse sollte<br />

für den <strong>aerokurier</strong> auch Anlass für einen<br />

selbstkritischen Blick in den Spiegel sein.<br />

Über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg<br />

hat die Redaktion fast jede (Fehl-)Entwicklung<br />

in der M-Klasse bejubelt, Hauptsache<br />

sie hatte Verstellprop, Einziehfahrwerk<br />

und war richtig schön teuer. Das für<br />

jedermann unübersehbare UL-Gewichtsproblem<br />

hat sie verschleiert, beschönigt<br />

und am liebsten ignoriert.<br />

Die Initiative pro Auflastung, die der<br />

DULV-Vorsitzende Jo Konrad gestartet<br />

hat, hätte dem führenden deutschen Luftsportmagazin<br />

gut zu Gesicht gestanden,<br />

und das schon vor zehn oder 15 Jahren.<br />

Schließlich gehört es nicht zu den Aufgaben<br />

von Journalisten, hinter einer Entwicklung<br />

her zu laufen, sondern voran zu<br />

gehen, auch vor Auswüchsen zu warnen –<br />

und dies mit Kompetenz und klaren Worten.<br />

500 Kilogramm UL-Startgewicht<br />

hören sich schon ganz gut an. Jo Konrads<br />

600 Kilo klingen fast zu schön um wahr zu<br />

sein. Wie wär‘s mit einer ehrlichen Zuladung<br />

von 220 kg als Maß aller Dinge?<br />

Einziehfahrwerk, Verstellprop und 130<br />

Knoten Reisegeschwindigkeit sind fesch,<br />

und ich gönne diese Renner jedem, der<br />

sie sich leisten kann. Aber mit der UL-<br />

Idee – einfach, preiswert, fröhlich – haben<br />

sie nach meinem Geschmack nichts mehr<br />

zu tun.<br />

Hartmut Blinten, Rodgau<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong><br />

Segelfliegen: Sicherheit in<br />

Wettbewerben<br />

Verstehen, wie fliegen<br />

und leben funktionieren<br />

Vor einigen Tagen erhielt ich von<br />

einem Freund und Mitglied der Nationalmannschaft<br />

eine E-Mail mit Anlage, verbunden<br />

mit der Bitte, sich den „bewegenden“<br />

Artikel von Karol Staryszak „Sicher<br />

fliegen im Wettbewerb“ einmal durchzulesen.<br />

Der Leser könnte meinen, es handelt<br />

sich gar nicht ausschließlich um einen<br />

Artikel zum Wettbewerbssegelflug,<br />

sondern um einen Lebensratgeber: „Das<br />

Leben ist schön!“ „Man muss … immer<br />

Gerne veröffentlichen<br />

wir Ihre Meinung. Schicken<br />

Sie uns Ihren Leserbrief<br />

(für Rückfragen bitte<br />

unbedingt mit Adresse<br />

und Telefonnummer) an<br />

E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Fax: +49 711 182-1781<br />

einen eigenen Plan haben.“ Viel zu oft leben<br />

wir nicht unsere eigenen Pläne und<br />

treffen halbherzige Entscheidungen. Oft<br />

könnten wir uns bewusst machen, dass<br />

wir unsere „Speed rausnehmen und einen<br />

guten Aufwind bis ganz oben nutzen“<br />

sollten. Hermann Trimmel formuliert oft<br />

so schön: „Fliege wie du lebst!“ Über<br />

diesen Satz nachzudenken erscheint mir<br />

als der erste Ansatz eines Trainings.<br />

Was wollen wir im Segelfliegen und<br />

im Leben darstellen und erreichen? Welcher<br />

Einsatz lohnt sich zum Erreichen<br />

unserer Ziele? Kann es möglicherweise<br />

klug sein, absichtslos, interessiert und<br />

offen in den Tag zu starten – auch offen<br />

dafür, ein gestecktes Ziel nicht erreichen<br />

zu können? Deshalb finde ich Artikel wie<br />

der von Karol so wichtig. Weil sie uns<br />

(hoffentlich) sensibler machen für die<br />

Essenz: Gehe deine eigenen Wege, triff<br />

deine Entscheidungen, hilf, wo du kannst,<br />

habe Spaß am Fliegen, versuche zu verstehen,<br />

wie fliegen – und leben – funktioniert,<br />

vielleicht bis zum meisterlichen<br />

Level. Auf geht’s!<br />

Wolfgang Beyer, Bundestrainer der<br />

Segelflug-Nationalmannschaft<br />

Schreiben lohnt sich!<br />

Unter allen Leserbrief-Autoren des vergangenen<br />

Monats hat die Redaktion das Buch „Die<br />

berühmtesten Segelflugzeuge der Welt“ verlost.<br />

Als Gewinner wurde Fritz Krohm gezogen.<br />

Die in Leserbriefen geäußerte Meinung muss nicht mit der<br />

Redaktionsmeinung übereinstimmen. Wir behalten uns die<br />

Kürzung von Leserbriefen aus redaktionellen Gründen vor.<br />

Foto: Motorbuch Verlag<br />

6 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


100.<br />

Ausgabe<br />

der Luftfahrt<br />

Das Magazin für Luftfahrtgeschichte 6/<strong>2016</strong><br />

LESERWAHL<br />

KLASSIKER DES JAHRES<br />

Tolle Preise zu gewinnen<br />

TOP TEN: Die Stars der Luwaffe<br />

NEUE SERIE: Gefechtsbericht – Packender Lukampf über Deutschland<br />

SENSATION: Restaurierung von acht Fieseler Störchen<br />

Jetzt neu im Handel


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

WIE DIE BUL<br />

TRAINIEREN<br />

8 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Flying Bulls<br />

LEN<br />

Die Salzburger Flying Bulls sind<br />

Top-Piloten auf wunderschönen<br />

Oldies. Vor jeder Airshow-Saison<br />

wird in Slowenien intensiv im<br />

Trainingslager geprobt.<br />

AUTOR: Jürgen Schelling<br />

FOTOGRAF: Uwe Stohrer


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Aller Anfang: Die Chance Vought F4U-4 Corsair,<br />

die einst Sigi Angerer gehörte, war so etwas wie<br />

die Initialzündung für die Flying Bulls.<br />

Blickfang: Nicht nur für die Zuschauer ist die Corsair ein Hingucker,<br />

auch die Profis riskieren hier gerne mal einen Blick.<br />

Spiegelflug: Das auf Hochglanz polierte Blechkleid der B-25 Mitchell<br />

bietet allerlei Möglichkeiten für hübsche Fotomotive.<br />

Der Pilot Flying auf dem linken<br />

Sitz signalisiert seinem<br />

Co, dass er gleich das erste<br />

Triebwerk startet. Schon<br />

beginnt sich der Propeller des gewaltigen<br />

Wright Cyclone R 2600 auf der<br />

Copilotenseite zu drehen. Wenige<br />

Momente später feuert der mächtige<br />

14-Zylinder. Verbranntes Öl hüllt die<br />

Twin ein. Die Maschine auf dem Vorfeld<br />

des Hangar-7 am österreichischen<br />

Flughafen Salzburg zittert, denn der<br />

Doppelsternmotor braucht einige<br />

Sekunden, bis er rundläuft. Jetzt startet<br />

Flugkapitän Frederic Handelmann<br />

auch den Motor auf seiner Seite. Die<br />

hochglanzpolierte North American<br />

B-25J Mitchell der Flying Bulls vibriert<br />

im Takt ihrer zusammen 3400 PS<br />

starken Triebwerke. Einige Minuten<br />

später hebt die schwere Twin mit Ziel<br />

Maribor in Slowenien ab. Dort kommen<br />

sie mit den anderen Piloten der Flying<br />

Bulls zum gemeinsamen Flugtraining<br />

zusammen.<br />

Frederic Handelmann ist Fliegerprofi,<br />

genau wie sein neben ihm sitzender<br />

Copilot Hans Pallaske. Handelmann<br />

steuert im Hauptberuf einen<br />

Airbus A340 der Lufthansa. Pallaske<br />

hingegen fliegt eine Turbinen-Single<br />

als Absetzmaschine für Fallschirmspringer<br />

oder eine seltene Push-Pull-<br />

Cessna vom Typ 337 D Skymaster.<br />

Auch wenn beide also normalerweise<br />

unterschiedliche Flugzeugmuster<br />

bewegen, bilden sie im Cockpit der<br />

Mitchell ein eingespieltes Team. Denn<br />

um bei den Salzburger Flying Bulls<br />

die wertvollen Oldtimer fliegen zu<br />

dürfen, bedarf es nicht nur eines hervorragenden<br />

fliegerischen Backgrounds,<br />

auch die Stimmung in der<br />

Crew sollte entspannt und gleichzeitig<br />

professionell sein.<br />

Handelmann und Helikopter-<br />

Kunstflugass Rainer Wilke sind die<br />

beiden Deutschen unter den Flying<br />

Bulls, deren Piloten aus mehreren<br />

Nationen stammen. Zwar überwiegen<br />

naturgemäß Österreicher, aber auch<br />

ein Schweizer und ein Franzose steuern<br />

die Oldies. Handelmann nennt<br />

drei Grundvoraussetzungen, damit<br />

ein Pilot die Chance bekommt, bei<br />

den Flying Bulls zu fliegen: Er muss<br />

ausgeprägte fliegerische Routine<br />

besitzen und sich vor allem mit den<br />

Sternmotoren der Oldtimer gut auskennen.<br />

Boeing- oder Airbus-Erfahrung<br />

hilft eher wenig. Ein zweites wichtiges<br />

Kriterium ist Verfügbarkeit; die<br />

10 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Stefan Doblhammer fliegt zwar<br />

eigentlich den Alpha Jet, ist aber<br />

auch gern an Bord der B-25.<br />

Flying Bulls sind in der Flugsaison<br />

oft mehrere Wochenenden hintereinander<br />

auf Airshows. Da nützt der<br />

beste Pilot nichts, wenn er nicht einsetzbar<br />

ist. Das dritte und wohl entscheidende<br />

Kriterium ist, dass er ins<br />

Team passt. Die Chemie muss stimmen,<br />

da sich jeder hundertprozentig<br />

auf den anderen verlassen können<br />

muss. Teamfähigkeit ist unabdingbar<br />

für eine gute Stimmung.<br />

Teamfähigkeit ist<br />

Grundvoraussetzung<br />

Raimund Riedmann, „Chefpilot<br />

Fläche“ der Flying Bulls, bringt noch<br />

einen vierten Punkt ins Spiel: Der<br />

Fliegerkollege sollte möglichst auch<br />

Business-Jet-Erfahrung haben. Denn<br />

abseits der Airshow-Teilnahmen fliegen<br />

einige der Piloten die Red-Bull-<br />

Manager oder den Chef Dietrich<br />

Mateschitz in der firmeneigenen<br />

Falcon oder Citation zu Terminen in<br />

der ganzen Welt. Das heißt, sowohl<br />

IFR-Betrieb in Flight Level 400 als<br />

auch Sichtflug in Mindestflughöhe<br />

zählen zum Alltag.<br />

Die Oldtimer sind ohnehin fast<br />

immer VFR unterwegs. Das kann<br />

Früher Arbeitsplatz für den MG-Schützen, heute luftiger<br />

Wintergarten: die Bugkanzel der Mitchell.<br />

Ohne Techniker läuft nichts. Ein Team von Mechanikern begleitet<br />

die Flying Bulls überallhin, wartet und repariert die Maschinen.<br />

allerdings auch mal dazu führen, dass<br />

ein geplanter Auftritt – wie der der<br />

P-38 Lightning in Duxford im Juli 2014<br />

– abgesagt werden muss, weil VFR<br />

kein Durchkommen ist. Auch die B-25<br />

wird bevorzugt in VMC geflogen,<br />

weshalb sie einen Tag verspätet nach<br />

Maribor kam. Zuvor hatte das Wetter<br />

in den Alpen keinen Sichtflug zugelassen.<br />

Die Ausnahme bildet das<br />

viermotorige Flaggschiff, die Douglas<br />

DC-6B. Sie ist IFR-zertifiziert, hat<br />

volle Enteisung und ist somit in der<br />

Lage, wie ein moderner Airliner bei<br />

jedem Wetter zu fliegen.<br />

Das jährliche Flugtraining vor Beginn<br />

der Airshowsaison in Maribor<br />

findet unter den wachsamen Augen<br />

von Bernd Piff statt. Der ehemalige<br />

Saab-Draken- und Eurofighter-Pilot<br />

des österreichischen Bundesheeres<br />

ist Flieger durch und durch und registriert<br />

selbst kleinste Abweichungen<br />

bei der Vorführung, etwa im<br />

Formationsflug oder wenn die Piloten<br />

von der Ideallinie abkommen. Als<br />

mehrfacher Display-Direktor der „Airpower“,<br />

der größten Flugschau Österreichs<br />

in Zeltweg, und Renndirektor<br />

verschiedener Air Races hat<br />

sich der Österreicher auch internatio<strong>aerokurier</strong><br />

8/<strong>2016</strong> 11


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

B-25-Crew: Frederic Handelmann (Mitte) und Co Vito<br />

Wyprächtiger (rechts) steuern die Twin, Teammanager<br />

Hans Hümer beobachtet derweil den Luftraum.<br />

Obwohl die B-25 ein<br />

Bomber ist, fliegt sie sich<br />

fast so agil wie ein Jäger.<br />

Entspannung zwischen<br />

den anstrengenden<br />

Flügen ist wichtig.<br />

nal einen Namen gemacht. Der 52-Jährige<br />

beobachtet als Supervisor jeden<br />

Flug und hört parallel per Headset<br />

auf der Onboardfrequenz mit. So kann<br />

er die Kommandos beim Formationsflug<br />

mitverfolgen und weiß, was als<br />

Nächstes kommt. In einer akribischen<br />

Nachbesprechung nach jeder Vorführung<br />

gibt er seine Analyse, Bewertung<br />

und Hinweise an die Piloten weiter.<br />

Dies ist vor allem deshalb wichtig,<br />

weil fast immer unterschiedliche<br />

Flugzeugmuster zusammen fliegen.<br />

Eric Goujon in der Corsair und Philipp<br />

Haidbauer im Alpha Jet etwa bilden<br />

eine ungewöhnliche Zweierformation.<br />

Sie ist deshalb sehr anspruchsvoll,<br />

da beide Maschinen unterschiedliche<br />

Performancedaten und Manöverradien<br />

aufweisen. So erreicht die<br />

Corsair maximal 400 Knoten, der<br />

zweistrahlige Alpha Jet aber bis zu<br />

550. Damit etwa der Looping in enger<br />

Formation geflogen werden kann,<br />

müssen beide Piloten exakt abschätzen<br />

können, was die Maschine des<br />

jeweils anderen leistet.<br />

Als Neuheit wird in Maribor einstudiert,<br />

dass ein Alpha Jet Rollen<br />

um die Corsair fliegt. Die hat jetzt ein<br />

Smokesystem, was die Vorführung<br />

noch spektakulärer macht. Zudem<br />

werden bereits Elemente für eine<br />

Premiere bei der Airpower im September<br />

geprobt. Dort soll erstmals<br />

die Kubanische Acht in einer gemeinsamen<br />

Formation der Warbirds mit<br />

den Alpha Jets gezeigt werden. Das<br />

Zusammenspiel von Lightning, Corsair<br />

und den Alpha Jets sollte eigentlich<br />

in Slowenien trainiert werden<br />

– ein Motorproblem der P-38 macht<br />

das aber unmöglich.<br />

In der größten Formation fliegt<br />

üblicherweise die B-25 als Führungsmaschine,<br />

dahinter die P-38, gefolgt<br />

von der Corsair, die wiederum von<br />

zwei Alpha Jets flankiert wird. Bei<br />

dieser Konfiguration sind insgesamt<br />

sechs Piloten beteiligt. Sie müssen<br />

exakt wissen, wann welches Manöver<br />

wie zu fliegen ist. Es gibt also<br />

viel zu üben in Maribor. Der slowenische<br />

Flughafen ist dafür perfekt<br />

geeignet. Er ist nur eine Flugstunde<br />

von Salzburg entfernt, verfügt über<br />

eine lange Piste und bietet viel Platz<br />

bei geringem Flugbetrieb. Alle Displays<br />

können parallel zur Runway<br />

geflogen werden, sodass Bernd Piff,<br />

aber auch die jeweils pausierenden<br />

Piloten, hervorragende Sicht aufs<br />

Geschehen haben. Und auch die<br />

Techniker, mitentscheidend für den<br />

erfolgreichen Auftritt der Flying Bulls,<br />

finden in Maribor gute Bedingungen.<br />

Ein großer Hangar steht dort zur Verfügung,<br />

in dem jeden Tag an den<br />

Flugzeugen und Helikoptern geschraubt<br />

wird.<br />

Ob zivil oder militärisch<br />

– präzises Fliegen zählt<br />

Bei den Flying Bulls gibt es Piloten<br />

mit und ohne militärische Formationsflugerfahrung.<br />

Raimund Riedmann,<br />

Frederic Handelmann oder Hans Pallaske<br />

etwa kommen aus der zivilen<br />

Luftfahrt, während Corsair-Bändiger<br />

Eric Goujon sowie die beiden Alpha-<br />

Jet-Piloten bei der Luftwaffe waren<br />

oder sogar nach wie vor dort fliegen.<br />

Jeder der Piloten und jedes Flugzeug<br />

hat individuelle Limits. An einem der<br />

Trainingstage kommt der Crosswind<br />

mit bis zu 30 Knoten genau von der<br />

Seite. Für die beiden Alpha Jets ist<br />

damit ihre maximal zulässige Seitenwindkomponente<br />

von 25 Knoten für<br />

die Landung bereits überschritten.<br />

Eric Goujon nennt die Bedingungen<br />

für die Corsair „gerade noch fliegbar“<br />

und behält sich vor, auf der Graspiste<br />

statt auf dem Asphalt zu landen.<br />

B-25-Captain Handelmann übernimmt<br />

12 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Blick zum Stern: Der Wright Cyclone<br />

R2600 bei der Arbeit. 1700 PS leistet<br />

der 14-Zylinder-Doppelsternmotor.<br />

an diesem Tag beim Start mit starkem<br />

Crosswind als Pilot Flying das Steuer.<br />

Bei weniger widrigen Bedingungen<br />

wäre sein junger Copilot Vito<br />

Wyprächtiger geflogen. Der Schweizer<br />

ist der Fachwelt als Rennpilot und<br />

mehrmaliger Reno-Air-Race-Teilnehmer<br />

wie auch als routinierter Mechaniker<br />

bekannt. Er wird zukünftig als<br />

zweiter Copilot neben Hans Pallaske<br />

auf der B-25 eingesetzt. „Wir wollen<br />

natürlich auch die eigenen Leute<br />

fördern“, betont Raimund Riedmann<br />

angesichts der Tatsache, dass talentierte<br />

Piloten aus den eigenen Reihen<br />

bei Eignung innerhalb der Flotte<br />

aufsteigen können.<br />

Die Flying Bulls legen selbstverständlich<br />

größten Wert auf Sicherheit<br />

– nicht nur mit intensivem Training,<br />

sondern auch durch die Ausrüstung<br />

ihrer Klassiker. Deshalb sind die<br />

schnellen Warbirds jeweils mit einem<br />

Traffic Advisory System (TAS) ausgerüstet.<br />

Dies erkennt Transpondersignale<br />

anderer Luftfahrzeuge. Droht<br />

ein Kollisionskurs, schlägt das System<br />

Alarm. Anders als beim aufwendigeren<br />

TCAS im Airliner gibt das TAS<br />

aber keine Ausweichempfehlung<br />

durch Steigen oder Sinken vor, der<br />

Pilot entscheidet, was er tut.<br />

Die Entfaltung: Damit die Chance Vought F4U-4 Corsair ihre Tragflächen ausklappen kann, muss der<br />

Motor laufen und Druck fürs Hydrauliksystem liefern.<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 13


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Konzentration vor dem Training: Wenn unterschiedliche Muster<br />

wie Alpha Jet und Corsair in enger Formation fliegen, sind die<br />

Piloten besonders gefordert.<br />

Dank der neu installierten Rauchanlage kann die Corsair künftig<br />

noch mehr Show machen.<br />

Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle: Auf eine Flugstunde mit den Warbirds<br />

kommen unzählige Stunden Wartung.<br />

Um den unterschiedlichen Luftfahrzeugen<br />

und ihren Anforderungen<br />

optimal gerecht zu werden, gibt es<br />

bei den Flying Bulls zwei Flugbetriebsleiter:<br />

Siegfried „Blacky“<br />

Schwarz ist Flugbetriebsleiter und<br />

Chefpilot für die Helikopter. Raimund<br />

Riedmann hat diese Funktion für den<br />

Bereich Fläche inne. Für ihn sei mit<br />

dem Fliegen bei den Flying Bulls ein<br />

Traum in Erfüllung gegangen, sagt<br />

er. Sein Architekturstudium beendete<br />

er nach kurzer Zeit zugunsten der<br />

Pilotenkarriere. Der gebürtige Tiroler<br />

machte seinen ATPL und flog einige<br />

Zeit für eine österreichische Bedarfsund<br />

Ambulanzairline. Dort lernte er<br />

Sigi Angerer kennen, den legendären<br />

Gründer der Flying Bulls und bis zu<br />

seinem Ruhestand 2011 ihr Chefpilot.<br />

Angerer konnte zusammen mit<br />

dem flugbegeisterten Red-Bull-Chef<br />

Dietrich Mateschitz, der selbst eine<br />

Pilotenlizenz besitzt, viele außergewöhnliche<br />

Oldtimer für die Flotte<br />

erwerben. Da Riedmann bereits seit<br />

dem Jahr 2000 bei den Flying Bulls<br />

fliegt, wurde er von Sigi Angerer auf<br />

nahezu alle Maschinen der Flotte<br />

eingewiesen. Der 46-Jährige bringt<br />

es bereits auf mehr als 12 000 Flugstunden.<br />

Riedmann fliegt heute die<br />

DC-6B, die B-25 sowie die einmotorigen<br />

Corsair und T-28. Deshalb kann<br />

er quasi auf jeder Position fliegen,<br />

falls einer der anderen Stammpiloten<br />

nicht verfügbar ist. Zudem steuert er<br />

als einziger Pilot die extrem seltene<br />

P-38 Lightning, das Glanzstück der<br />

Sammlung. „Es ist ein Privileg, diese<br />

wunderbaren Maschinen fliegen zu<br />

dürfen“, schwärmt Riedmann von<br />

seinem Beruf, der für ihn Berufung<br />

ist. Die Corsair bewegt er im Wechsel<br />

mit dem französischen Ex-Militärpilot<br />

Eric Goujon.<br />

Und von welchem Flugzeug träumen<br />

Piloten noch, bei denen schon<br />

eine DC-6B, P-38, F4U-4 Corsair und<br />

gleich mehrere Alpha Jets im Hangar<br />

stehen? „Ein Starfighter – und er muss<br />

flugfähig sein!“, meint Raimund Riedmann.<br />

Aber die Lockheed F-104 sei<br />

allein schon wegen der Geräuschkulisse<br />

wohl nicht vermittelbar, fliegende<br />

Exemplare gibt es ohnehin nur<br />

noch eine Handvoll. Aber auch eine<br />

Hawker Sea Fury würde seiner Ansicht<br />

nach bestens ins Portfolio des Hangar-7<br />

in Salzburg passen. Selbst die<br />

Flying Bulls haben also noch unerfüllte<br />

Fliegerträume …<br />

ae<br />

14 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Airshows mit den Flying Bulls<br />

Wer in der diesjährigen Airshowsaison die Flying Bulls einmal live erleben will, hat dazu mehrere<br />

Möglichkeiten. So fliegen sie am 5./6. August in der Schweiz beim Großflugtag „Zigermeet“ in Mollis,<br />

am 14. August über dem Moto-GP-Rennen am Red-Bull-Ring in Spielweg in der Steiermark und<br />

als Saisonhöhepunkt bei der „Airpower16“ mit nahezu allen Maschinen im österreichischen Zeltweg<br />

am 2. und 3. September. Mehr Infos unter www.flyingbulls.at.<br />

Formationsflug mit<br />

verschiedensten<br />

Mustern ist eine<br />

besondere Herausforderung.<br />

Kritik: Supervisor Bernd Piff (2.v.l.), Alpha-Jet-Pilot Philipp Haidbauer<br />

(Mitte) und Chefpilot Raimund Riedmann (r.) beurteilen die Flüge.<br />

Auch wenn es nur ein Training ist: Die Flying Bulls sind immer ein<br />

Publikumsmagnet, ganz egal wo sie auftauchen.<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 15


[ NEWS ]<br />

Pilatus Aircraft<br />

1400. PC-12 AUSGELIEFERT<br />

Jubiläum bei Pilatus Aircraft: Anfang Juli hat der Schweizer Hersteller die 1400. PC-12 ausgeliefert.<br />

Gleichzeitig hat die weltweite PC-12-Flotte 5,6 Millionen Flugstunden erreicht. Davon entfallen eine Million<br />

Flugstunden auf die 630 Flugzeuge der aktuellen Version PC-12 NG, die 20<strong>08</strong> auf den Markt gebracht<br />

wurde. Weitere Neuerungen für die PC-12 NG wurden im vergangenen Jahr bei der National Business<br />

Aviation Association (NBAA) vorgestellt. Die ab diesem Jahr erhältliche PC-12-Version verfügt über einen<br />

Fünfblattpropeller aus Verbundwerkstoff sowie weitere aerodynamische Verbesserungen, mit denen die<br />

maximale Reisegeschwindigkeit auf 285 Knoten (528 km/h) erhöht werden konnte.<br />

Schönhagen (EDAZ) erhält jetzt ein<br />

satellitengeführtes Anflugverfahren.<br />

Augmented Reality: Ein neues<br />

Helmsichtgerät, das eine Forschungsgruppe<br />

der Technischen<br />

Universität München entwickelt<br />

hat, kann Hubschrauberpiloten<br />

künftig helfen, auch bei extrem<br />

schlechter Sicht Hindernisse frühzeitig<br />

wahrzunehmen. Die Informationen<br />

werden in eine Datenbrille<br />

eingespielt. Mit den digitalen<br />

Zusatzinformationen in diesem<br />

Head-Mounted-Display kann der<br />

Pilot auch im dichten Nebel rechtzeitig<br />

Hindernisse erkennen und<br />

sie umfliegen. Das System kombiniert<br />

Geländeinformationen mit<br />

Sensormessungen. Besonders<br />

bewährt hat sich hier Light Detection<br />

and Ranging, kurz LIDAR.<br />

Noch ist die neue Technik der TU<br />

München im Entwicklungsstadium:<br />

Die neue Hubschraubertechnologie<br />

steckt noch in einem Flugsimulator<br />

für das Alpenvorland.<br />

Zurück in Europa<br />

NEUE BESTLEISTUNG MIT DER SOLAR IMPULSE 2<br />

Robinson Helicopter hat von<br />

der amerikanischen Luftfahrtbehörde<br />

FAA die Zulassung für<br />

den Hubschrauber R44 Cadet<br />

erhalten, einen Verschnitt aus<br />

dem Zweisitzer R22 und der<br />

vier sitzigen R44. Zelle und Motor<br />

stammen von der R44 Raven,<br />

allerdings wurde die Leistung<br />

des Lycoming O540-<br />

F1B5 der Raven auf 180 PS<br />

reduziert. Die Cadet ist zweisitzig,<br />

die Rückbank der Raven<br />

hat in der Cadet einem Frachtraum<br />

Platz gemacht.<br />

Gleich drei neue Weltrekorde hat Bertrand Piccard am 23. Juni mit dem Flug mit der Solar Impulse 2 von New York,<br />

USA, nach Sevilla in Spanien erzielt. In der Klasse CS für Solarflugzeuge hat der Schweizer mit dem Atlantikflug<br />

über 5850 Kilometer die größte Distanz entlang eines vorgegebenen Kurses und zugleich mit 71:<strong>08</strong> Stunden den<br />

zeitlich längsten Flug absolviert. Über den Großkreis gerechnet betrug die Distanz New York – Sevilla 5739 Kilometer.<br />

Dies bedeutet einen Rekord in der Klasse C-d VI für elektrisch betriebene Flugzeuge.<br />

16 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Cessna-Erfolgsgeschichte<br />

ERSTE CITATION LATITUDE FÜR NETJETS<br />

Alexander Schleicher Segelflugzeugbau<br />

ASG 32 EL: ERFOLGREICHER ERSTFLUG<br />

Das erste Segelflugzeug von Alexander Schleicher Segelflugzeugbau<br />

mit einem Elektroantrieb, die ASG 32 El, hat im Juni erfolgreich den<br />

Erstflug absolviert. Den Testflug mit dem 20-m-Doppelsitzer mit elektrischer<br />

Heimkehrhilfe absolvierten Konstrukteur Dipl.-Ing. Paul Anklam<br />

und Joschka Schmeisl auf dem Werksflugplatz Huhnrain. Die<br />

beiden Piloten überprüften in ausreichender Höhe alle Funktionen<br />

des Antriebs. Der anschließende Steigflug unter Volllast bestätigte die<br />

an gestrebte Leistung. In 20 Minuten Motorflug wurden 1500 Meter<br />

Höhe gewonnen. Der E-Motor der ASG 32 El liefert 34 PS (25 kW).<br />

125<br />

Jahre Menschenflug werden am<br />

ersten Augustwochenende mit<br />

einem Sternflug für Segelflugzeuge<br />

in Stölln-Rhinow gefeiert. Mit dem<br />

Event erinnert der Deutsche Aero Club daran, dass sich<br />

Flugpionier Otto Lilienthal im Frühjahr 1891 mit seinem<br />

selbst konstruierten Gleitflugzeug zum ersten Mal in die<br />

Luft erhob.<br />

Mit der ersten Cessna Citation Latitude erhielt NetJets die 7000. insgesamt<br />

gefertigte Cessna Citation. Die Citation Latitude wurde erstmals im August<br />

2015 und seitdem an 23 Kunden weltweit ausgeliefert. Bei NetJets wird<br />

die Latitude im Juli in Betrieb genommen. Das Unternehmen kündigte bei<br />

der feierlichen Übergabe im Textron-Hauptquartier in Wichita den Kauf<br />

weiterer 50 Latitudes an. Bestellungen und Optionen von NetJets summieren<br />

sich dann auf 200 Exemplare. Der Dienstleister hatte im Vorfeld mit<br />

großem Erfolg zwei Vorführmaschinen der Latitude in Europa und den<br />

USA im Betrieb, bevor das Flugzeug jetzt offiziell ins Portfolio aufgenommen<br />

und an Kunden verchartert wird. Man hatte festgestellt, dass die<br />

Latitude im Vergleich mit anderen Mustern am stärksten nachgefragt wird.<br />

Die erste Citation lieferte Cessna 1972 aus. Die neueste in der Entwicklung<br />

befindliche Citation ist die Super-Midsize Longitude, die ab diesem<br />

Sommer fliegen soll. Zu ihr gesellt sich die Citation Hemisphere, mit der<br />

Cessna in den Markt der Großkabinenflugzeuge einsteigen will. Ihr Erstflug<br />

ist für 2019 geplant. Insgesamt kommt die weltweite Flotte aller Citation-<br />

Typen auf 35 Millionen Flugstunden.<br />

Feier im<br />

Textron-Hauptquartier<br />

in<br />

Wichita zur<br />

Übergabe der<br />

7000. Cessna<br />

Citation an<br />

NetJets.<br />

In 27 Jahren 1500 Flugzeuge<br />

PIPISTREL BAUT 800. VIRUS<br />

Der UL-Hersteller Pipistrel hat jetzt das 800. Flugzeug der Sinus/Virus-Reihe<br />

gefertigt. Am Firmensitz in Ajdovščina, Slowenien, freute sich Pipistrel-<br />

Chef Ivo Boscarol bei der Übergabe des Flugzeugs: „In einer krisengeschüttelten<br />

Zeit ist es ein Riesenerfolg, von einer Flugzeugfamilie 800<br />

Exemplare gefertigt zu haben. Nach Anfangsjahren mit einer hohen Produktionsrate<br />

werden heute sehr viel kleinere Serien gebaut, aber wir sind<br />

zuversichtlich, in einem Jahr die Werknummer 1000 zu erreichen. Mit<br />

einem entsprechenden Vertrag mit den indischen Streitkräften scheint das<br />

auch machbar.“ In den 27 Jahren seines Bestehens hat Pipistrel insgesamt<br />

1500 Flugzeuge ausgeliefert.<br />

Diamond Aircraft Industries<br />

TRAINIEREN MIT DER DART<br />

Mit der DART-450 hat Diamond Aircraft Industries in Wiener Neustadt<br />

den ersten vollständig in CFK-Bauweise gefertigten Trainer vorgestellt.<br />

Der Tandemsitzer mit Sidestick-Steuerung und Schleudersitzen<br />

absolvierte jetzt seinen Erstflug. Angetrieben wird er von der 500 PS<br />

starken Wellenturbine Iwtschenko Progress / Motor Sich AI-450S.<br />

Der Fünfblattpropeller kommt von MT-Propeller, die Avionikausstattung<br />

von Garmin. Die Höchstgeschwindigkeit des für Belastungen<br />

von + 7 bis - 4 g ausgelegten Akrotrainers soll 250 KTAS betragen.<br />

Fotos: Business Wire, DA Industries, Pilatus, Pipistrel, Robinson, Solar Impulse<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 17


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Maule M-7-235C<br />

STARKER<br />

STEIGER<br />

18 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Maules fristen bei<br />

uns eher ein Schattendasein<br />

und genießen<br />

kein besonderes<br />

Renommée. Zu<br />

Recht? Das wollten<br />

wir von einem Halter<br />

wissen und haben<br />

uns eine neue M-7<br />

angesehen.<br />

TEXT UND FOTOS: Frank Martini<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 19


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Mehr Spurtreue beim Rollen: Die<br />

C-Versionen verfügen über ein<br />

deutlich verbreitertes Fahrwerk.<br />

Vielseitig: Platz für Gepäck<br />

und Passagiere sowie eine<br />

gute Sicht auch hinten<br />

bietet die variable Kabine.<br />

In nur zwei Minuten ist<br />

die Rückbank ausgebaut<br />

und der Laderaum auf<br />

gute 1,5 Meter verlängert.<br />

Gerade mal 18 Flugzeuge<br />

des Herstellers aus Moultrie<br />

in Georgia, USA, sind<br />

in der deutschen Luftfahrzeugrolle<br />

eingetragen. Einige aus der<br />

M-7-Serie, ein paar aus älteren Serien,<br />

aber keine einzige M-9-260, obgleich<br />

es sie schon seit 2014 auf dem<br />

amerikanischen Markt gibt. Alles in<br />

allem also eher eine Randnotiz. Zu<br />

laut, zu durstig und mies verarbeitet<br />

– der „Fetzendrachen“ hat an Deutschlands<br />

Fliegerstammtischen keinen<br />

leichten Stand. Ein Flugzeug für amerikanische<br />

Erdnussfarmer, aber nix<br />

für einen hiesigen Luftfahrtverein.<br />

„Blödsinn“, findet Fluglehrer Wolfgang<br />

Fuchs. Seit einem Vierteljahrhundert<br />

schult er beim Luftsportclub<br />

im hessischen Babenhausen, die<br />

letzten 15 Jahre auch mit Spornradeinweisungen<br />

auf einer M-6-235B.<br />

Der Vereinspilot outet sich als ausgesprochener<br />

Maule-Fan: „Wir haben<br />

noch eine Piper Arrow, früher waren<br />

es sogar zwei, aber wenn ich mit meiner<br />

Frau irgendwohin geflogen bin,<br />

haben wir immer die Maule bevorzugt.“<br />

Gegenüber der Piper mit dem Einziehfahrwerk<br />

müsse er sich bei dieser<br />

zwar mit 15 Knoten weniger begnügen,<br />

die hohe Zuladung und die fantastischen<br />

Steigeigenschaften wögen<br />

das aber auf. Und sie sei eben ein<br />

extremes STOL: „Mit der komme ich<br />

einfach überall rein und wieder raus.“<br />

Auch die Schleppleistung der M-6 mit<br />

der 235-PS-Vergasermaschine zählt<br />

er zu den für seinen Verein wichtigen<br />

Stärken. Außer der Piper hat der LSC<br />

noch zwei Katanas in seiner Motorflotte.<br />

„Ist halt ein amerikanisches<br />

Flug zeug“, beantwortet er die Frage<br />

nach der Verarbeitung und nennt als<br />

Beispiel den Übergang von der Flächenwurzel<br />

zur Zelle. Die Anschlüsse<br />

sind von einem verschraubten Blechstreifen<br />

umschlossen, der nicht das<br />

Gelbe vom Ei war. Da habe sich bei<br />

älteren Flugzeugen mit vielen Stunden<br />

auf dem Buckel gern mal was losgerappelt.<br />

Bei neueren Modellen sei das<br />

aber besser, der Hersteller habe sich<br />

erkennbar weiterentwickelt.<br />

Fuchs hat seit knapp einem Jahr<br />

den direkten Vergleich. Seit die M-6<br />

in Willy Aders Paderborner LTB steht,<br />

20 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


[ 1 ]<br />

[ 2 ] [ 3 ]<br />

[ 1 ] Zum Uhrenladen mit analoger Motorüberwachung gehören im Standardpanel noch ein Garmin GPS-Map<br />

696, der GTX-330-Transponder sowie ein GTR-255A-Funkgerät mit einem PS-8000B-Audiopanel mit Intercom.<br />

[ 2 ] Späterer Strömungsabriss und eine gute Sicht: Vortex-Generatoren an und ein Dachfenster zwischen den<br />

Tragflächen kennzeichnen die Maule von oben. [ 3 ] Dick bereift: das Spornrad der M-7-235C, D-EDOG.<br />

fliegt der Verein für die Dauer der<br />

Reparatur dessen Bugradversion,<br />

eine MT-7-235 von 2006. Nachdem<br />

eine Jak deutliche Spuren in den<br />

Taildragger gerollt hatte, waren<br />

Wartezeiten fällig – Flächen für ältere<br />

Modelle liegen auch in Moultrie<br />

nicht im Regal. Damit Ader, seit<br />

2002 Maules Europa-<br />

Händler, derweil<br />

nicht ohne Vorführflugzeug<br />

dasteht, hat<br />

er gerade eine frisch<br />

aus Übersee angelieferte,<br />

nagelneue M-7-235C zusammengebaut.<br />

Eine gute Gelegenheit<br />

für uns, einen Eindruck von der in<br />

Deutschland am häufigsten geflogenen<br />

Maule im Neuzustand zu<br />

gewinnen.<br />

Ende Juni haben wir endlich den<br />

gewünschten Termin, zuvor war Ader<br />

im Ausland zur Montage eines Dutzends<br />

verkaufter Maule unterwegs.<br />

Seine Heimat scheint nicht zu den<br />

stärksten Märkten seines Einzugsgebiets<br />

zu gehören. Als wir mit einer<br />

172er hinter der neuen M-7 am Flugplatz<br />

in Lippstadt parken und um die<br />

gelbe D-EDOG herumlaufen, kommt<br />

uns die Vereins-Cessna vergleichsweise<br />

klein vor. Das liegt nicht nur<br />

an den Alaskan Bushweels, die Willy<br />

Ader dem neuen Flieger im 26-Zoll-<br />

Format spendiert hat. Auch die Zelle<br />

der M-7 kommt uns deutlich voluminöser<br />

vor, und dass sie wirklich<br />

mehr Raum bietet, macht ein Blick<br />

hinter die gegenläufig öffnenden Türen<br />

auf der rechten Seite deutlich.<br />

ALS ADER VOR UNS DAS GAS REIN-<br />

SCHIEBT, WÄHNEN WIR UNS IN DER<br />

CESSNA IN EINEM FUSS-STARTER<br />

Nun wollen wir aber erstmal für<br />

ein paar Fotos in die Luft. Als Ader,<br />

der uns beim Turm zum Formationsstart<br />

angemeldet hat, wenige Meter<br />

schräg vor uns das Gas reinschiebt,<br />

wähnen wir uns in der Cessna in<br />

einem Fußstarter. Klar, die 75 PS sind<br />

ein mächtiger Unterschied, aber auch<br />

darüber hinaus senkt der Blick durch<br />

die Frontscheibe nach oben unsere<br />

Unterkiefer: Willy Ader ist weg! Nach<br />

nicht mal 100 Metern war er von der<br />

Bahn und mit der Nase steil in den<br />

Himmel ruckzuck aus unserem Blickfeld<br />

verschwunden. Ein STOL-Flugzeug,<br />

wie es im Buche steht! Nach<br />

Verlassen der Kontrollzone umturnt<br />

uns die D-EDOG spielerisch von allen<br />

Seiten, von unten kann ihr Pilot uns<br />

durch das mit einem Sonnenrollo<br />

verblendbare Dachfenster jederzeit<br />

im Blick behalten.<br />

Wieder am Boden, steige ich neugierig<br />

um. Ein Knopfdruck am Uhrenladen<br />

zeigt: Die 141 Liter fassenden<br />

Zusatztanks sind noch prall-, die<br />

162-Liter-Haupttanks<br />

noch zu mehr als drei<br />

Viertel gefüllt. Beim<br />

Start will Willy Ader<br />

mir nun zeigen, dass<br />

meine 95 Kilo da auch<br />

nicht weiter ins Gewicht fallen. Am<br />

Rollhalt schiebt er das Gas rein, und<br />

noch ehe er das Flugzeug, kaum auf<br />

der Startbahn, längs ausrichten kann,<br />

sind wir in der Luft.<br />

Nach Verlassen der Kontrollzone<br />

übergibt er, und ich mache mich ein<br />

wenig mit der Steuerung vertraut.<br />

Verglichen mit unserer Cessna keine<br />

große Umstellung, allerdings ist alles<br />

bei dem Neuflugzeug nicht nur straffer,<br />

die Maule hängt auch so am Ruderhorn<br />

und den Pedalen. Obschon<br />

sie sehr agil reagiert, liegt sie satt in<br />

der Luft, auch bei stärkeren Ruderausschlägen.<br />

Lediglich als ich sie sehr<br />

arg auf die Seite drehe, muss ich<br />

ordentlich ziehen, um die Nase am<br />

Wie bei anderen Hochdeckern:<br />

ein Brandhahn mit<br />

„Both“-Stellung, bei Maule<br />

vor der linken Cockpittür.<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 21


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 4 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] Erkennbar voluminöser: die Zelle der M-7 im Vergleich zur C-172.<br />

[ 2 ] Da geht noch mehr: Auch 35-Zoll-Bereifung ist bei dem Taildragger<br />

möglich. [ 3 ] Deutlich verbessert, aber nicht elegant: die Bleche an<br />

den Flächenwurzeln. [ 4 ] Wartungsfreundlich: Handlochdeckel mit<br />

Schnapp verschlüssen unter den Flächen sparen „Schrauberstunden“.<br />

Empfehlenswert: Für etwa<br />

3000 Euro brutto gibt’s<br />

für den O-540 in der<br />

M-7 ein Mogas-STC-Kit<br />

inklusive Einbau.<br />

Horizont zu halten. „Wir haben ja<br />

auch die Klappen auf Null“, kommentiert<br />

Willy Ader meine Feststellung.<br />

Und quittiert meinen fragenden Blick<br />

mit dem Hinweis auf den möglichen<br />

Ausschlag mit sieben Winkelgraden<br />

nach oben. Diese<br />

fünfte Stellung ist<br />

dazu gedacht, im<br />

Reiseflug ohne Mehrleistung<br />

noch ein paar<br />

Knoten herauszukitzeln.<br />

Als sie gerastet ist, versuche<br />

ich es nochmal. Weil ich den Kreisel<br />

des ebenfalls nagelneuen Horizonts<br />

nicht noch einmal anditschen will,<br />

höre ich dieses Mal bei 60 Grad Bank<br />

auf. Nun schraubt sich die Maule<br />

völlig unbeeindruckt in einen Steilkreis,<br />

bei dem sich die Nase ganz<br />

mühelos am Horizont halten lässt.<br />

Wieder im Geradeausflug, zeigt<br />

der Fahrtmesser bei zurückgenommenem<br />

Gas gute 120 Knoten. Wir<br />

drosseln weiter, schließlich will ich<br />

SELTSAME KLAPPENSTELLUNGEN:<br />

VON -7 ÜBER 0 AUF 24, 40 UND<br />

SCHLIESSLICH 48 WINKELGRADE<br />

nun sehen, wie es mit den anderen<br />

Klappenstellungen ist. Die sind ungewöhnlich<br />

abgestuft: Von 24 Winkelgraden<br />

gibt es zunächst einen<br />

Sprung auf 40, die sich mit der letzten<br />

Raste um weitere acht Grad steigern<br />

lassen. Das Gas zurück auf gut 1000<br />

Umdrehungen und den Prop „full<br />

forward“, gleiten wir an den weißen<br />

Bogen auf 86 Knoten heran und ziehen<br />

die Klappen Stufe um Stufe durch.<br />

Schon bei der zweiten mit 40 Grad<br />

rechne ich damit, ordentlich nachdrücken<br />

zu müssen, was sich aber als<br />

unnötig erweist. Selbst in der letzten<br />

Stellung reicht sanftes Nachlassen<br />

aus. Ohne Leistung senkt sich die<br />

Fahrtmessernadel nun allmählich ab.<br />

Am Ende des weißen Bogens bei 43<br />

Knoten geht die rote Lampe am Panel<br />

an und die Krähe beginnt zu krächzen.<br />

Mit hoher Nase gehen wir mit 750<br />

Fuß in einen Sackflug, den die M-7<br />

in ruhiger Luft vollkommen stabil<br />

wegsteckt. Nur die Ruder sind jetzt<br />

etwas schwammiger, aber der Spinner<br />

bleibt zunächst<br />

noch oben. Außer<br />

einem weiteren Höhenverlust<br />

passiert<br />

nichts, das Flugzeug<br />

zeigt keinerlei Abkippneigung.<br />

Weil wir schon tief sind,<br />

versuchen wir, das Durchsacken durch<br />

allmähliches Nachlassen auszuleveln.<br />

Als das Variometer noch 200 Fuß<br />

sparsames Sinken anzeigt, sind wir<br />

nicht nur längst aus dem weißen Bogen<br />

heraus – die Fahrtmessernadel<br />

hat nun in etwas kippeliger Fluglage<br />

das untere Ende der Skala bei 35 Knoten<br />

erreicht.<br />

Vor dem Einflug in die Kontrollzone<br />

holen wir uns mit voller Leistung<br />

Fahrt und Höhe zurück. Bei 2300 Fuß<br />

Steigen ist die Nadel erneut auf 65<br />

Knoten gesunken. Dieser Lastesel ist<br />

ein richtiger Spaßflieger! Gut, 45<br />

l/h sind nun schon durch die Vergaser<br />

gegangen, aber es gibt ja auch noch<br />

die kleinere MX-Version mit 180 PS.<br />

Die soll sich bei 105 Knoten mit einem<br />

22 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Daten Maule M-7-235C<br />

Hersteller: Maule Air Inc., Georgia, USA<br />

Sitzplätze: 4+1 Bauweise: Rohr-Tuch-<br />

Zelle, Alu-Flügel Vertrieb: W. Ader LTB<br />

Äußerst agil: Die M-7<br />

bleibt auch in extremeren<br />

Fluglagen stets gutmütig.<br />

Antrieb<br />

Hersteller<br />

Lycoming Engines<br />

TypO-540-B4B5<br />

maximale Leistung 235 PS/174 kW<br />

Propeller<br />

HerstellerHartzell<br />

Typ78" Scimitar (Dreiblatt)<br />

Abmessungen<br />

Länge<br />

7,16 m<br />

Spannweite<br />

10,21 m<br />

Flügelfläche 15,6 m²<br />

Massen und Mengen<br />

Leermasse<br />

750 kg<br />

Nutzlast<br />

384 kg<br />

Maximalmasse<br />

1134 kg<br />

Tankinhalt 303 l (inkl. Zusatztanks)<br />

Flugleistungen<br />

Startrollstrecke 76 m /183 m über 15 m<br />

Reisegeschwindigkeit<br />

120 KIAS<br />

V NE <br />

158 KIAS<br />

Überziehgeschwindigkeit mit voll ausgefahrenen<br />

Klappen 43 KIAS<br />

Zweiblattprop mit etwa zehn Litern<br />

weniger begnügen. Zum F-Schlepp<br />

reiche das auch noch, sei aber vor<br />

allem für die Schulung sinnvoll, so<br />

Ader. Ein Mogas-STC-Kit gebe es für<br />

beide Versionen. Von Ausgaben für<br />

Nachschalldämpfer rät er dagegen<br />

ab, weil selbst damit die aktuellen<br />

Lärmschutzwerte noch knapp verfehlt<br />

würden. Wer etwas leiser starten und<br />

landen will, favorisiere eben einen<br />

Dreiblattpropeller, aber PS seien nun<br />

mal nur durch PS zu ersetzen.<br />

Das bestätigt auch Wolfgang Fuchs:<br />

„Die Performance des Flugzeugs lässt<br />

sich mit 180 PS nicht ausschöpfen.“<br />

Den höheren Verbrauch der stärkeren<br />

Maschine kompensierten allerdings<br />

ihre bessere Schleppleistungen und<br />

ein geringerer Verschleiß, der aus der<br />

Drosselung des 540er-Lycoming um<br />

fast 25 Prozent in der Maule resultiere.<br />

So ist es bei diesem Flugzeug wohl<br />

wie bei spezielleren Fahrzeugen: Man<br />

muss sie mögen. Ein Land Rover oder<br />

Jeep ist eben kein Pkw, geschwei -<br />

ge denn ein Sportwagen. Und eine<br />

Maule eben weder eine Beech C 36<br />

noch eine Cirrus SR22 oder eine<br />

Mooney Acclaim S.<br />

ae<br />

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- Enthält das komplette Nachschlagewerk<br />

- Vollständige Flugplatzliste aller enthaltenen Länder<br />

(Frequenzen, Wetter, NOTAM, Webcams, etc.)<br />

- Such- und Favoritenfunktion<br />

- Bewertungsmöglichkeit für Flugplätze<br />

- und vieles mehr ...<br />

+49 6103 20596 0<br />

www.eisenschmidt.aero<br />

facebook.com/eisenschmidt.aero<br />

customer-support@eisenschmidt.aero


[ MAGAZIN ]<br />

Perlen mecklenburgischer<br />

Herzöge<br />

Mecklenburg-Vorpommern<br />

ist das Land der Schlösser<br />

und Gutshöfe. Viele dieser<br />

Kleinode, die heute meist<br />

als exklusive Hotels betrieben<br />

werden, liegen etwas<br />

versteckt.<br />

Tipps für Trips:<br />

Ostsee<br />

Fotos: Frank Martini<br />

EDCW – Wismar<br />

Lage: etwa 4 km nordöstlich<br />

des Zentrums von Wismar<br />

Info: 123.050 MHz<br />

Pisten: 26/<strong>08</strong>, 640x40 m, Gras<br />

Treibstoff: Avgas 100LL<br />

Öffnungszeiten:<br />

von März bis Oktober und im<br />

Winter nur nach telefonischer<br />

Rücksprache, siehe Hinweis<br />

Telefon: +49 3841 283880<br />

Web: www.flugplatz-wismar.de<br />

Hinweis: Der Platz bemüht<br />

sich seit Jahresanfang um eine<br />

Herabstufung vom Verkehrszum<br />

Sonderlandeplatz. Bis zur<br />

Änderung des Status auf PPR in<br />

der AIP kann es allerdings noch<br />

eine Weile dauern. Es empfiehlt<br />

sich in jedem Fall, geplante<br />

Flüge nach EDCW frühzeitig<br />

telefonisch abzustimmen!<br />

Fangfrisch: die Fischsnacks im Hafen von Kirchdorf auf der Insel Poel.<br />

Ebenso versteckt liegen auch<br />

viele kleine Flugplätze des<br />

Landes. Aber wer diese Verstecke<br />

kennt, wird schnell entdecken,<br />

dass manches Schlosshotel<br />

oder Herrenhaus nicht allzu weit<br />

entfernt ist – und sich dadurch für<br />

einen tollen Kurztrip mit dem Flugzeug<br />

eignet. Eine Reihe dieser Perlen,<br />

die schon abseits der Anreise<br />

durch die Luft als echte Geheimtipps<br />

gelten können, wollen wir<br />

Ihnen in loser Folge in unseren<br />

„Tipps für Trips“ vorstellen.<br />

Eines der schönsten Objekte,<br />

mit dem wir diese kleine Serie<br />

beginnen, ist der Stammsitz derer<br />

von Stralendorff: Schloss Gamehl.<br />

Franz von Stralendorff ließ es 1860<br />

durch den Wismarer Architekten<br />

Hafeneinfahrt und Siedlung „Eiserne Hand“ – ge<br />

Thormann in neogotischem Stil<br />

errichten, nachdem der vormalige<br />

Sitz der Familie mecklenburgischer<br />

Herzöge abgerissen worden war.<br />

Nach der Enteignung 1945 wurde<br />

das Schloss im Jahr 2000 von Dagmar<br />

von Stralendorff-von Wallis<br />

wiedererworben und aufwendig<br />

restauriert. Seit 20<strong>08</strong> ist es als<br />

gepflegtes Hotel mit 19 Zimmern<br />

24 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Blick auf Poel aus nördlicher Richtung. Von Wismar über Boltenhagen vorbei an der Insel fliegt man nur 20 Minuten.<br />

Von Kirchdorf aus geht es auch mit dem Schiff weiter. Die Rundfahrt zum Alten Hafen in Wismar dauert 90 Minuten.<br />

nau östlich der Achse liegt der Platz EDCW.<br />

und zehn Suiten öffentlich zugänglich.<br />

Seinen Namen teilt das Schloss<br />

mit dem Flecken Gamehl, einem<br />

Ortsteil des unweit von Wismar<br />

gelegenen Dorfes Benz. In dessen<br />

Nordosten steigt ein Hügel sanft<br />

an, auf dem Gamehl, vom wendischen<br />

Begriff für Hügel abgeleitet,<br />

errichtet wurde. Und nur einen<br />

Steinwurf westlich von dort liegt<br />

der Flugplatz Wismar-Müggenburg<br />

(EDCW). Nur gute zehn Kilometer<br />

ist die Landebahn vom Schlossportal<br />

entfernt. Sportliche Naturen<br />

könnte das veranlassen, sich beim<br />

freundlichen Platzbetreiber Wilfried<br />

Mielke nach einem Leihfahrrad zu<br />

erkundigen. Leihräder hält aber<br />

auch die Schlossherrin für ihre<br />

Gäste bereit. Um vom Platz aus<br />

zu ihr zu gelangen, bieten sich<br />

also mehrere Möglichkeiten: Wer<br />

seinen Besuch früh genug ankündigt,<br />

kann seine Abholung am<br />

Landeplatz direkt vom Hotel aus<br />

organisieren lassen, oder er funkt<br />

Wilfried Mielke frühzeitig für eine<br />

Taxibestellung an.<br />

Wer indes länger als nur eine<br />

Nacht bleiben will – was sich nicht<br />

nur des Schlosses, sondern auch<br />

der Umgebung wegen dringend<br />

empfiehlt –, sollte einen anderen<br />

Tipp Mielkes beherzigen: einen<br />

Anruf im Wismarer Autohaus Mai.<br />

Der Betrieb ist Sixt-Partner und<br />

versorgt den Platz in Wismar-<br />

Müggenburg mit Leihwagen. Für<br />

nicht mal 18 Euro Lieferpauschale<br />

kann man dann vom Flugzeug<br />

direkt ins „eigene“ Auto umsteigen.<br />

Denn um die lukrativsten Ziele in<br />

unmittelbarer Nähe ausschließlich<br />

mit dem Rad anzusteuern, sollte<br />

man schon ein paar Tage Zeit und<br />

ein bisschen Kondition mitbringen<br />

– oder statt sportlicher Aktivitäten<br />

einfach das Faulenzen planen.<br />

Radwandern zwischen<br />

Rügen und Hamburg<br />

Vom Schloss aus gelangt man<br />

direkt auf den Radwanderweg R6,<br />

der von Hamburg bis auf die Insel<br />

Rügen führt. Doch für einen beschaulichen<br />

Wochenendtrip muss<br />

man sich gar nicht so weit vom<br />

Schloss Gamehl entfernen. Von<br />

Wismar, natürlich immer einen<br />

Besuch wert, ist es bis zur Insel<br />

Poel nur ein Katzensprung. Etwa<br />

20 Radkilometer trennen Gamehl<br />

von Kirchdorf, dem Zentrum der<br />

Insel. Um von dort weiter an die<br />

Strände beispielsweise nach Timmendorf<br />

zu gelangen, ist ein Tag<br />

allerdings etwas knapp bemessen.<br />

Denn Poel – mit 36 Quadratkilometern<br />

die siebtgrößte Insel<br />

Deutschlands – bietet nicht nur 14<br />

Strandkilometer, sondern wartet<br />

auch mit einigen Sehenswürdigkeiten<br />

auf. Von Kirchdorf kann man<br />

sich der Hansestadt Wismar auch<br />

auf ganz anderem Wege nähern:<br />

zu Wasser.<br />

Von morgens halb zehn an kann<br />

man im Kirchdorfer Hafen alle drei<br />

Stunden mit einer Adler-Fähre den<br />

Alten Hafen Wismars ansteuern.<br />

Für die Hin- und Rückfahrt verlangt<br />

der Fähranbieter von Erwachsenen<br />

18,90 Euro, die Wartezeit lässt sich<br />

mit einer bunten Auswahl Fischsnacks<br />

und der Besichtigung der<br />

im 13. Jahrhundert erbauten Inselkirche<br />

gut überbrücken. Aus<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 25


[ MAGAZIN ]<br />

Knapp südlich des Kreisverkehrs<br />

(rot) verlaufen die An- und Abflüge.<br />

Mit Sprit: In einem Container hat Platzhalter Wilfried<br />

Mielke seine Avgas-100LL-Tankstelle untergebracht.<br />

Vom Timmendorfer Anleger blickt man von der Insel<br />

Poel genau auf die Westseite der Wismarer Bucht.<br />

Eindrehen vom Gegen- in den Queranflug auf die „26“ – die grünen Hallen vor der Bahn sind<br />

weithin sichtbar. Besuchermagnet: der Timmendorfer „Lüchttorm“ auf der Insel Poel (rechts).<br />

Fotos: Frank Martini<br />

der Luft gewinnt man seine Eindrücke<br />

natürlich deutlich schneller.<br />

Vom Start in EDCW liegt Poel nur<br />

einen Rundflug entfernt, allerdings<br />

sollte man dazu einen sehr genauen<br />

Blick in die Karte und die AIP<br />

werfen – die Insel wie auch die<br />

gesamte Wismarer Bucht befinden<br />

sich in einem Gebiet mit ganzjährig<br />

luftfahrtrelevantem Vogelvorkommen,<br />

das nördlich gelegene<br />

Salzhaff ist sogar ein ausgewiesenes<br />

Vogelschutzgebiet.<br />

Wer es gemütlicher mag, treibt<br />

sich auf Schusters Rappen, mit dem<br />

Rad oder zu Pferde in unmittelbarer<br />

Umgebung des Schlosses herum.<br />

Naturgenuss und die Chance,<br />

zur richtigen Jahreszeit dort auch<br />

Kraniche, Störche und andere Tiere<br />

zu Gesicht zu bekommen, sind<br />

in der wildreichen Parklandschaft<br />

nicht ungewöhnlich. Im nahen Benz<br />

gibt es einen Pferdehof mit Reitbetrieb,<br />

die etwas weiter nördlich<br />

gelegene Trakehnerzucht des<br />

Landguts Lischow organisiert auf<br />

Wunsch auch Wanderausritte. Vom<br />

örtlichen Kutschunternehmer kann<br />

man sich aber auch zu einem stilgerechten<br />

Picknickausflug im<br />

Kremser am Schloss abholen lassen.<br />

Für solche und andere auswärtige<br />

Aktivitäten bietet die<br />

Schlossküche Lunchpakete an. Im<br />

Schloss selbst finden in unregelmäßigen<br />

Abständen die „Gamehler<br />

Gespräche“ statt – Podien mit<br />

Prominenten aus Politik, Gesellschaft<br />

und Kultur, die von der<br />

Radiopreisträgerin Gisela Steinhauer<br />

moderiert werden und bei<br />

denen auch Bundespräsident<br />

Joachim Gauck schon Rede und<br />

Antwort stand.<br />

Aber auch ohne solche kulturell<br />

und touristisch anspruchsvollen<br />

Zeitvertreibe lässt es sich im Schloss<br />

Gamehl hervorragend aushalten.<br />

Ein kleiner Wellnessbereich mit<br />

Sauna steht den Gästen ebenso<br />

zur Verfügung wie die gemütliche<br />

Bibliothek oder der herrschaftliche<br />

Schlosspark mit Terrasse und einem<br />

eigenen kleinen See. In dessen<br />

Mitte liegt eine baumbestandene<br />

Insel, die über eine hölzerne Brücke<br />

zu erreichen ist.<br />

Wie die Gutsherren<br />

Mecklenburgs relaxen<br />

Mit einem Blick auf die Rückseite<br />

des Gebäudes über den<br />

Schlosspark hinweg lassen sich<br />

warme Tage im Halbschatten dort<br />

auch gut in den bequemen Holzsesseln<br />

„verdösen“.<br />

Jedenfalls sollten einfliegende<br />

Schlossgäste sich gut überlegen,<br />

Ausflüge so zu planen, dass sie<br />

vor einer abendlichen Rückkehr<br />

auswärts essen müssten. Denn die<br />

Küche wartet mit einer Auswahl<br />

exzellenter Speisen und Menüs<br />

auf, die für jeden Geschmack und<br />

jedes Portemonnaie etwas bietet.<br />

Wie auch das Hotel selbst übrigens:<br />

Sowohl das Ambiente des Hauses<br />

als auch die Zimmer und Suiten<br />

lassen deutlich mehr als drei Sterne<br />

vermuten. Die Preise dagegen<br />

nicht: Inklusive Wochenend- und<br />

Feiertagszuschlägen verlangen die<br />

Schlossherren pro Nacht im Doppelzimmer<br />

ab 125 Euro, die Suiten<br />

stehen zu Preisen ab 145 Euro zur<br />

Verfügung – alles wohlbemerkt<br />

inklusive eines herrschaftlichen<br />

Frühstücksbuffets, das keine Wünsche<br />

offen lässt.<br />

Wen das neugierig gemacht hat,<br />

sollte sich den mecklenburgischen<br />

Adelssitz mal genauer im Netz<br />

ansehen. Unter schloss-gamehl.de<br />

finden sich regelmäßig Arrangements<br />

sowie Schnupperangebote.<br />

Und natürlich das Programm der<br />

„Gamehler Gespräche“. ae<br />

Frank Martini<br />

26 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


OUV-Sommertreffen <strong>2016</strong><br />

[ MAGAZIN ]<br />

Feuchtfröhliches<br />

Fest<br />

Zum 40. Mal hatte die<br />

Oskar Ursinus Vereinigung<br />

Ende Juni zu ihrem Sommertreffen<br />

eingeladen – diesmal<br />

ins niedersächsische<br />

Hodenhagen.<br />

Anflug auf Hodenhagen<br />

– mit der Vans am<br />

Möwenschwarm vorbei.<br />

Auch mit Blick auf den einstweilen<br />

wenig erfreulichen<br />

Verlauf der üblicherweise<br />

warmen und trockenen Jahreszeit<br />

war die Location gut gewählt. Denn<br />

wie definieren sich die Niedersachsen<br />

selbst? Wetterfest und erdverwachsen!<br />

Beim Treffen der Oskar<br />

Ursinus Vereinigung – kurz OUV<br />

– in Hodenhagen erwies sich erstere<br />

Eigenschaft als Notwendigkeit,<br />

die die zweite unweigerlich<br />

nach sich zog.<br />

Am meteorologisch noch nicht<br />

ganz so dramatischen Auftakt-<br />

Freitag, dem 24. Juni, hatten zumindest<br />

etwa zehn Amateurflugzeugbauer<br />

den Platz EDVH mit<br />

ihren Maschinen angesteuert. In<br />

der Nacht zum Samstag, dem<br />

Haupttag allerdings regnete es in<br />

Strömen, und das setzte sich, wenn<br />

auch spürbar nachlassend und mit<br />

längeren Unterbrechungen, tagsüber<br />

aus tief hängender Bewölkung<br />

fort. Mit dem Ergebnis, dass die<br />

sonst an diesem Tag umfangreichen<br />

Demoflüge über dem Austragungsort<br />

auf ein absolutes Minimum<br />

zusammenschrumpften.<br />

Zum Nachmittag etwas trockener,<br />

gab es sogar eine Freigabe<br />

für Kunstflugvorführungen, aber<br />

die tiefe Wolkenuntergrenze würgte<br />

jeden Versuch im Ansatz ab.<br />

„Hab von da hinten schon wieder<br />

was Neues heranziehen sehen“,<br />

deutete der neue Vereinsvorsit-<br />

Seilstart: Anlasser wären<br />

an der 85 Kilo leichten<br />

CriCri Schnickschnack.<br />

Fotos: Frank Martini<br />

Eine Regenpause nutzte auch<br />

dieser Rans-S-9-Pilot. Sein Flug<br />

blieb ein kurzes Vergnügen.<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 27


[ MAGAZIN ]<br />

zende, Andreas Konzelmann, Richtung<br />

Südwesten, unmittelbar<br />

nachdem er seiner Rans S-9 entstiegen<br />

war. Seine Vorführung<br />

endete nach einer erweiterten<br />

Platzrunde mit Überflug auf dem<br />

Rücken schon nach wenigen<br />

Minuten.<br />

Schade für die vielen Besucher,<br />

die aber trotzdem noch einiges<br />

geboten bekamen, vor allem am<br />

Sonntag. Und keineswegs machte<br />

das schlechte Wetter die Veranstaltung<br />

sinnlos, nicht einmal aus<br />

Sicht der vielen Mitglieder, die aus<br />

dem gesamten Bundesgebiet mit<br />

dem Auto statt dem Flugzeug nach<br />

Hodenhagen gekommen waren.<br />

Das LBA ist regelmäßig<br />

Gast beim Sommertreff<br />

Denn regelmäßig ist das Luftfahrt-Bundesamt<br />

mit mehreren<br />

Teilnehmern zu Gast. Diesmal,<br />

nicht weit von Braunschweig, waren<br />

es neben dem OUV-Mitglied<br />

Ingo Luz noch zwei Kollegen aus<br />

dem Referat T3 des LBA, jener<br />

Abteilung, in der der gesamte luftfahrttechnische<br />

Sachverstand der<br />

Behörde versammelt ist. „Unterhalt‘<br />

dich mal mit denen“, fordert mich<br />

Andreas mit einem Fingerzeig auf<br />

Dietmar Goldschmidt auf, „das sind<br />

hier ganz gefragte Gesprächspartner<br />

für unsere Mitglieder!“ Denn<br />

wer über Jahre, mitunter mehr als<br />

ein Jahrzehnt, den Traum vom<br />

eigenen Flugzeug durch einen<br />

Eigenbau verwirklicht, kann vor<br />

allem eines überhaupt nicht<br />

gebrauchen: selbst ins Projekt<br />

eingezogene Fallstricke für das<br />

abschließende Zulassungsverfahren.<br />

Durch die Präsenz der Sachkundigen<br />

aus Braunschweig lassen<br />

sich so bereits frühzeitig manche<br />

technischen Detailfragen klären,<br />

die für die schlussendliche Erteilung<br />

einer Verkehrszulassung entscheidend<br />

sein können. Mehr noch: Auch<br />

in diesem Jahr bot zumindest der<br />

Sonntag zwei mit vorläufigen<br />

Verkehrszulassungen angereisten<br />

Teilnehmern die Möglichkeit, ihre<br />

Van‘s-Flugzeuge – eine RV 6 mit<br />

Subaru-Antrieb und eine RV 8 mit<br />

AIEO 360 – nachfliegen zu lassen;<br />

ein wichtiger finaler Schritt vor<br />

dem dritten Gutachten und der<br />

anschließenden endgültigen Zulassung.<br />

Vom sich bessernden Wetter<br />

profitierten auch die Platzbesucher,<br />

die einfach nur zum Flugzeuge-<br />

Gucken den Weg nach Hodenhagen<br />

angetreten hatten. Und da gab es<br />

manch interessantes Gerät zu sehen:<br />

Eine Jodel waren ebenso<br />

vertreten wie eine Stark Turbulent,<br />

sogar eine Bf 1<strong>08</strong> flog über den<br />

Platz, und Dieter Gehling war mit<br />

seiner Pilatus P-2 aus Stadtlohn<br />

zu Besuch.<br />

Andere, die mit ihren Selbstbauten<br />

schon gesetzt waren, hatten<br />

dagegen keine Chance. Der<br />

Im strömenden Regen blieb die<br />

prämierte Klemm hübsch im Hangar.<br />

Trotz Riesen-Nachschalldämpfer: Der<br />

Zweitakter klingt fast wie ein Warbird.<br />

Grau in Grau: Am Samstag<br />

blieben die Piloten in Hodenhagen<br />

lieber am Boden.<br />

Highlight fürs Publikum: ein<br />

wenn auch kurzer Flug der nur<br />

120 Zentimeter hohen CriCri.<br />

Fotos: Frank Martini, Christian Teuber (OUV)<br />

28 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Nicht nur Regen satt – auch<br />

vom Barbecue do Brasil gab<br />

es mehr als genug.<br />

Bloß ordentlich dicht machen.<br />

Nicht, dass die schöne Rans<br />

noch vollläuft.<br />

Wenn nicht geflogen werden<br />

kann, wird gebaut: Flächenmontage<br />

an einer Fairchild.<br />

Vorjahresprämierte Peter Rong<br />

etwa, der mit seiner schnittigen<br />

Toruk kommen wollte, angesichts<br />

der schlechten Wetterbedingungen<br />

aber keine Chance hatte, von Greifswald<br />

aus nach Hodenhagen zu<br />

starten.<br />

Letztlich standen an den ersten<br />

beiden Tagen gerade mal 13 Flugzeuge<br />

auf der Landeliste des OUV.<br />

Und unter den am Sonntag noch<br />

etwa 25 weiteren Maschinen waren<br />

eben auch nicht nur Eigenbauten.<br />

Natürlich wirkte sich das<br />

dünne Teilnehmerfeld auf die<br />

jährliche OUV-Preisvergabe aus<br />

– allerdings nur quantitativ, nicht<br />

aber qualitativ. Prämiert wurden<br />

Gerhard Oertel und Werner Röbbecke<br />

für den Wiederaufbau ihrer<br />

Klemm 107 B, D-EGIX, der unter<br />

fast ausschließlicher Verwendung<br />

von Originalteilen gelang.<br />

Trotz miesen Wetters<br />

kamen viele Besucher<br />

Die Zuschauer kamen während<br />

der Regenpausen aber doch einigermaßen<br />

ins Staunen – etwa ob<br />

der von einem Zweitakter angetriebenen<br />

Rans S-9 D-ESKB, deren<br />

Platzüberflüge trotz ihres gigantischen<br />

Nachschalldämpfers an<br />

den Sound eines klassischen<br />

Warbirds erinnerten. Auch die<br />

Maschine von Ingo Luz ist stets<br />

ein Highlight auf den Flugplatztreffen.<br />

Die D-GLUZ, bereits seit<br />

2005 in der Luft, ist eine CriCri –<br />

das kleinste zweimotorige Flugzeug<br />

der Welt.<br />

Der Eigenbau, nach den Plänen<br />

des französischen Konstrukteurs<br />

Michel Colomban gefertigt, wird<br />

von zwei JPX-Zweitaktern mit<br />

jeweils nur 15 Pferdestärken aus<br />

212 Kubikzentimetern Hubraum<br />

angetrieben und erreicht mit der<br />

augenscheinlich mickrigen Motorisierung<br />

aus der Pariser Maschinenschmiede<br />

aviatorisch Erstaunliches.<br />

Oder kennen Sie etwa ein<br />

Flugzeug aus der Allgemeinen<br />

Luftfahrt, dessen Maximale Abflugmasse<br />

sein Leergewicht um<br />

das Doppelte übersteigt und das<br />

noch dazu über eher winzige 4,9<br />

Meter Spannweite verfügt? Gleichwohl<br />

sind damit gute 100 Knoten<br />

Reise drin! Acht Exemplare der<br />

CriCri sind bundesweit zugelassen,<br />

vier weitere bei der OUV im Bau.<br />

„Die klingt ja, als ob zwei Nachbarn<br />

gleichzeitig Rasen mähen“, meinte<br />

ein staunender Zuschauer, als<br />

Ingo Luz den Motoren seines Winzlings<br />

per Seilstart Leben eingehaucht<br />

hatte.<br />

Dafür, dass die Anreise vieler<br />

Neugieriger trotz eher kurzer Flugvorführungen<br />

lohnte, hatten die<br />

Organisatoren vorgesorgt. War die<br />

Stimmung schon tagsüber recht<br />

fröhlich, wurde sie mit dem Abendprogramm<br />

noch weiter gehoben.<br />

Vor dem Auftritt einer Band konnte<br />

jeder der Besucher von einem<br />

üppigen brasilianischen Büffet mit<br />

fleischgespickten Grillschwertern<br />

zum Ausklang des verregneten<br />

Samstags auf der Party im leergeräumten<br />

Hangar essen, so viel er<br />

mochte.<br />

Dieses exklusive Angebot hat<br />

vielleicht dazu beigetragen, auch<br />

einen Österreicher ohne Eigenbau<br />

anzulocken: Rudolf Eigner vom<br />

Igo-Etrich-Club, dem österreichischen<br />

OUV-Pendant, hatte die 641<br />

Flugkilometer aus dem niederösterreichischen<br />

Krems in einer C-42<br />

absolviert. Zu dieser weitesten<br />

Anreise auf dem Luftweg kam<br />

natürlich noch der Rückflug. Das<br />

zeigt, dass bei hinreichender Passion<br />

selbst im UL knappe 1300<br />

Kilometer – auch an einem ziemlich<br />

verregneten Wochenende – durchaus<br />

zu bewältigen sind.<br />

Mit den erst am Sonntag noch<br />

eingeschwebten Annex-II-Maschinen<br />

war das 40. Jahrestreffen der<br />

OUV dann auch fürs Publikum<br />

vollends gerettet. Für Oldie-Piloten<br />

gibt es aber auch bei suboptimalem<br />

Flugwetter immer gute Gründe,<br />

die OUV-Treffen zu besuchen.<br />

Es ist nicht immer leicht, für die<br />

Jahresnachprüfungen oder die<br />

100-Stunden-Kontrollen der teils<br />

seltenen Muster dieser Kategorie<br />

einen passenden LTB zu finden.<br />

Diese Lücke hat die OUV bereits<br />

vor einigen Jahren erkannt und<br />

geschlossen. Mit der Lizenzierung<br />

seines ortsungebundenen CAMOzugelassenen<br />

Betriebs konnte der<br />

Verein schon manchen Annex-II-<br />

Flieger in der Luft halten. Und das<br />

macht eine Mitgliedschaft in der<br />

Vereinigung zum Jahresbeitrag<br />

von nicht einmal 100 Euro eben<br />

nicht nur für angehende Selbstbauer<br />

interessant.<br />

ae<br />

Frank Martini<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 29


[ MAGAZIN ]<br />

60 Jahre Becker Avionics<br />

Manufaktur<br />

der Moderne<br />

Als Max-Egon Becker Ende der 40er<br />

Jahre seine Radiowerkstatt aufbaut, ist in<br />

Deutschland die Fliegerei noch verboten.<br />

1955 fällt das Verbot der Alliierten, und für<br />

den passionierten Flieger ist der Weg in<br />

die Luft frei. Dank innovativer Avionik<br />

wird der Name Becker weltweit bekannt.<br />

Fotos: Becker Avionics, Lars Reinhold<br />

Was haben die Piloten eines<br />

Eurocopters, einer<br />

King Air, einer Hercules,<br />

einer PC-12 und einer 172er gemeinsam?<br />

Wenn der Lotse fragt:<br />

„How do you read me?“, ist es nicht<br />

unwahrscheinlich, dass alle dasselbe<br />

antworten: „On a Becker.“<br />

Becker Avionics gehört zu den<br />

Global Playern der Avionikbranche.<br />

Seit Gründung des Unternehmens<br />

vor 60 Jahren dreht sich für die<br />

Mitarbeiter alles um Bordkommunikation,<br />

Such- und Rettungssysteme,<br />

Boden-Luft-Kommunikationsgeräte<br />

und Air Traffic Management.<br />

Die Produktpalette reicht<br />

von Bordfunkgeräten und Transpondern<br />

für Segel- und Kleinflugzeuge<br />

über integrierte GPS-Systeme<br />

und komplexe Bordkommunikationsanlagen<br />

für Militär und<br />

kommerzielle Luftfahrt bis hin zu<br />

Bodenfunkanlagen und ADS-B-<br />

PLB-Fertigung: Diese Geräte<br />

gehören nach wie vor zu<br />

Beckers starken Produkten.<br />

Sendern. Sogar Boden-Applikationen,<br />

um Fahrzeuge im Flughafenverkehr<br />

im Blick zu haben,<br />

stehen im Katalog.<br />

Bei der Entwicklung arbeitet<br />

Becker Avionics eng mit vielen<br />

großen Flugzeugherstellern zusammen<br />

und vertreibt seine Produkte<br />

in alle Welt, 70 Prozent des<br />

Gesamtumsatzes stammen aus<br />

dem Export. Die Allgemeine Luftfahrt<br />

ist eher ein Nebengeschäft,<br />

Militäraufträge machen den Löwenanteil<br />

der Becker-Produktion<br />

aus. So ist Becker Avionics Lieferant<br />

der Bundeswehr und anderer<br />

Armeen in den Bereichen VHF/<br />

FM-Truppenfunk, VHF/AM-Flugsicherungsfunksprechgeräte,<br />

Navigationsempfänger,<br />

Aufschalt- und<br />

Interkommunikationsanlagen sowie<br />

Notfunkgeräte für Luftwaffe,<br />

Heer und für die Marine. Allerdings<br />

profitiert die Qualität der Produkte<br />

für die Allgemeine Luftfahrt<br />

deutlich von den hohen Militärstandards.<br />

Bevor die Geräte die<br />

Fertigung verlassen, müssen sie<br />

harte Testreihen über sich ergehen<br />

lassen.<br />

Bei der Gründung 1956 in Baden-<br />

Baden konnte sich die Funkgeräteschmiede<br />

auf den guten Namen<br />

ihrer Schwesterfirma Becker Autoradio<br />

stützen, die in den späten<br />

40ern von Max-Egon Becker gegründet<br />

wurde. Durch eine frühe<br />

Kooperation mit Mercedes-Benz<br />

Mit einer überschaubaren<br />

Belegschaft lebt Becker das<br />

Prinzip der Manufaktur.<br />

hatte er sich bereits einen Namen<br />

gemacht, fuhr selbst Autorennen<br />

und betrieb erfolgreiches Marketing,<br />

indem er zu den großen<br />

Rennen seine neuen Geräte vorstellte.<br />

Als Freizeitpilot und Besitzer<br />

einer Bücker war Becker mit<br />

der Flugpraxis verbunden und<br />

brachte unternehmerische und<br />

fachliche Erfahrung mit. Der Schritt<br />

von der Radio- zur Flugfunktechnik<br />

war daher nicht weit und versprach<br />

zudem wirtschaftlichen Erfolg, da<br />

1955 das Flugverbot durch die<br />

Alliierten aufgehoben wurde.<br />

Nach der Anfangszeit am Flugplatz<br />

Baden-Oos und einem Zwischenspiel<br />

in Rastatt ab 1982 hat<br />

die Firma seit 1994 Stammwerk<br />

und Firmenzentrale am Baden-<br />

Airpark in Rheinmünster, wo derzeit<br />

etwa 90 Mitarbeiter beschäftigt<br />

sind.<br />

Hier werden die Produkte entwickelt<br />

und zum Teil auch endmontiert.<br />

Darüber hinaus hat Becker<br />

heute Produktions- und Entwicklungsstandorte<br />

in Frankreich,<br />

den USA, Brasilien, Polen, China<br />

und Taiwan. „Der Slogan ‚Made<br />

in Germany‘ hat für uns als Qua-<br />

30 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Die Becker-2000er-<br />

Serie setzte in<br />

den 90er Jahren<br />

Maßstäbe im<br />

Hinblick auf<br />

modularen Aufbau,<br />

Kompaktheit und<br />

Robustheit der<br />

Geräte.<br />

Die ACU 6100 ist<br />

in zahlreichen<br />

Flugzeugen und<br />

Helikoptern als<br />

Kommunikationszentrale<br />

eingebaut.<br />

starke Identifikation mit dem Familiennamen<br />

Becker. Roland Becker,<br />

der nach dem Tod seines Vaters<br />

die Leitung übernahm, kommt noch<br />

regelmäßig ins Büro und sieht nach<br />

dem Rechten, mischt aber nicht<br />

mehr im operativen Geschäft mit.<br />

Der Schritt ins Englische, zu Becker<br />

Avionics, war nicht zuletzt Folge<br />

der wachsenden internationalen<br />

Märkte. Internationalisiert hat sich<br />

auch die finanzielle Seite des Unternehmens:<br />

Seit 2012 ist ein Investor<br />

von der Arabischen Halbinsel<br />

Bis 2013 firmierte das Unternehmen<br />

bei Becker „on board“. ae<br />

als 7611609-3-1.QXD_Layout Becker Flugfunkwerk 1 GmbH. 07.04.16 09:51 Seite 1 Oliver Schenk<br />

litätshersteller einen hohen Wert“,<br />

beschreibt Marketingchef Thomas<br />

Knapp das Selbstverständnis der<br />

Firma. Viele der Module kämen aus<br />

Frankreich, die Einzelteile aus der<br />

ganzen Welt, aber die Produkte<br />

würden nach wie vor in Deutschland<br />

zusammengesetzt. „Wir setzen<br />

hochwertige Materialien ein, denn<br />

die Anmutung und Zuverlässigkeit<br />

– insgesamt die Qualität unserer<br />

Produkte – sind uns wichtig.“<br />

Vorsprung durch Einsatz<br />

neuer Technologien<br />

Seinen starken Stand in der<br />

Avionikbranche verdankt Becker<br />

nicht zuletzt zahlreichen Innovationen.<br />

Durch die Nutzung moderner<br />

Bauteile wie Transistoren<br />

anstelle von Röhren und des modularen<br />

Aufbaus der Geräte in den<br />

60er Jahren sicherte sich Becker<br />

einen Vorsprung auf dem von amerikanischen<br />

Firmen dominierten<br />

Markt. Von Anfang an seien alle<br />

Entwicklungsaktivitäten auf Benutzerfreundlichkeit,<br />

geringes<br />

Gewicht, geringe Einbaumaße und<br />

einfache Bedienbarkeit der Gerä-<br />

te ausgerichtet gewesen, heißt es.<br />

Die Zusammenarbeit mit dem Militär<br />

brachte anfangs Sicherheit<br />

– so gewann Becker mit dem Personal<br />

Locator Beacon (PLB) MR 506<br />

eine Ausschreibung für eine Notfunkbake.<br />

Bis heute wurde das<br />

Gerät tausendfach in mehr als 50<br />

Länder verkauft und wird in weiterentwickelter<br />

Form noch heute<br />

als MR510 angeboten.<br />

Ein weiterer Meilenstein war<br />

2006 die erste digitale zertifizierte<br />

Bordkommunikationsanlage für<br />

die Allgemeine Luftfahrt, das<br />

Digital Voice Communication System<br />

DVCS 6100, das sich in vielen<br />

Cockpits als Standardgerät etablieren<br />

konnte. Auch die Funkanlage<br />

für den NH90-Helikopter<br />

der Bundeswehr, die auf Lichtwellenleiter<br />

statt auf Kupferkabel setzt,<br />

ist eine Innovation aus dem Hause<br />

Becker – zu innovativ für den<br />

Zivilmarkt. „Hier gilt eher Reformation<br />

statt Revolution“, so Knapp.<br />

Auch <strong>2016</strong>, 60 Jahre nach Firmengründung<br />

und 35 Jahre nach<br />

dem Tod von Max-Egon Becker<br />

– er verstarb im Alter von 63 Jahren<br />

–, gibt es noch immer eine<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 31


[ MAGAZIN ]<br />

Stearman and Friends<br />

Ein echtes Typentreffen<br />

Die Stearman ist die Doppeldecker-Ikone<br />

schlechthin. Kein Wunder, dass die<br />

Quaxe dem Klassiker ein eigenes Fly-in<br />

widmen. Der <strong>aerokurier</strong> war dabei.<br />

Mein drittes Stearman-Treffen<br />

auf dem Flugplatz<br />

Bienenfarm nordwestlich<br />

von Berlin wird ganz sicher nicht<br />

mein letztes gewesen sein. Viel<br />

mehr noch – es wird erst recht einen<br />

festen Platz in meinem Terminkalender<br />

der nächsten Jahre<br />

bekommen. In vollkommener Harmonie<br />

von Landschaft, Platz, Wetter,<br />

Fliegerkameraden und jeder<br />

Menge Flugspaß ist es Alexander<br />

Stendel als Organisator des Treffens<br />

und den Quaxen gelungen,<br />

eine wohl einzigartige Stimmung<br />

zu schaffen.<br />

Kein Kommerz, sondern eine<br />

Veranstaltung von Piloten für Piloten,<br />

und im Vordergrund steht<br />

das Fliegen. Bis es zu dem gewor-<br />

den ist, was es heute ist und auch<br />

bleiben soll, bedurfte es zweier<br />

Anläufe. Beide waren auch schon<br />

gelungen – wenngleich das Wetter<br />

andere Ideen hatte. 2015 glich<br />

Bienenfarm mehr dem Vorzimmer<br />

der Wüste Gobi. Temperaturen<br />

jenseits der 35 Grad im Schatten<br />

haben in jedem Stearman-Cockpit<br />

über den Einbau einer Klimaanlage<br />

nachdenken lassen. Auch dieses<br />

Jahr war der Wettergott den<br />

Veranstaltern nicht ganz so wohlgesonnen.<br />

Diejenigen, die sich aber<br />

trotz DWD-Panik-Vorhersage auf<br />

den Weg gemacht hatten, wurden<br />

entlohnt mit einem Happening der<br />

besonderen Art.<br />

Alexander Stendel hatte sich<br />

für die Piloten einiges einfallen<br />

lassen. So galt es, einen Ziellandewettbewerb<br />

ohne Motorleistung<br />

zu schaffen. Die Bestleistungen<br />

bei den Spot landings lagen zwischen<br />

zwei und acht Metern! „Oggi“<br />

Stark belegte mit der Vereins-<br />

Stearman den ersten Platz.<br />

Ein kleines Regengebiet am<br />

Samstag verhalf der überdachten<br />

Landebahn von Bienenfarm zu<br />

ihrem Debüt. Überdacht? Ja, und<br />

sie steht auch nicht in der AIP.<br />

Gemeint ist das große Partyzelt,<br />

in dem die Teilnehmer an einem<br />

Papierfliegerweitflugwettbewerb<br />

teilnehmen konnten. Kurzweilig<br />

hatten alle Leute Spaß, und der<br />

Abräumer bei diesem Wettbewerb<br />

war der Leader der niedersächsischen<br />

Stearman-Crew aus Braunschweig,<br />

Wilfried Brauckmann.<br />

Kein Typentreffen findet ohne<br />

den Concours d’elegance statt.<br />

Diesen gewann Pedro Schäffer aus<br />

Berlin. Seine PT-17 erstrahlte nach<br />

sechsjähriger Restauration in<br />

leuchtenden Army-Farben. Die<br />

weiße „53“ war nach einem Misshappening<br />

auf der „Farm“ in die<br />

Hände von Joachim Munkelt gegeben<br />

worden und in vielen hundert<br />

Stunden Arbeit in den Originalzustand<br />

von 1941 gebracht.<br />

Viele Stearmans habe ich in den<br />

letzten Jahren gesehen – hier und<br />

in Amerika, aber diese würde garantiert<br />

sogar in Oshkosh den<br />

ersten Platz belegen.<br />

Bislang klingt alles nach einer<br />

Männerdomäne, dem war aber<br />

nicht so! Mehrere Spornradbienen<br />

waren ebenfalls zugegen, allen<br />

voran Susi Schönfeld, die mit einer<br />

tollen Piper J-3 den zweiten Platz<br />

beim Ziellandewettbewerb, den<br />

ersten Platz beim Einparken und<br />

dann noch den Preis für die weiteste<br />

Anreise mit nach Hause<br />

nehmen konnte.<br />

Eigentlich trifft es die Bezeichnung<br />

„Stearman & Friends“ nicht,<br />

vielmehr müsste das Treffen „US<br />

Plane & Car Meeting“ heißen. Neben<br />

einigen PS-Boliden und An-<br />

32 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


[ 1 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] Beim Einparkwettbewerb kam<br />

es auf exaktes Bremsen an.<br />

[ 2 ] PPL-P: Auch ein Papierflieger<br />

will beherrscht weden. [ 3 ] Neben<br />

aller Fachsimpelei ist reichlich Zeit,<br />

die alten Schätze zu pflegen.<br />

[ 4 ] Lichtspiel: Immer wieder bieten<br />

sich Chancen für tolle Fotomotive.<br />

Fotos: Philipp Prinzing<br />

Menschen und Maschinen:<br />

Die Leidenschaft für<br />

die Stearman eint viele<br />

Quax-Mitglieder.<br />

[ 4 ]<br />

NOCH MEHR FOTOS<br />

finden Sie in der Bildergalerie<br />

auf www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

verwandten von Lloyd Stearmans<br />

Erfindergeist war auch ein Verein<br />

mit amerikanischen Autos und<br />

Motorrädern erstmals im Havelland<br />

– herrlich, die Ami-Schlitten vor<br />

den Stearmans in Pose zu sehen!<br />

Aber was wären US-Flugzeuge und<br />

-Autos ohne Burger, Steak und<br />

Lagerfeuer? Auch daran hatten die<br />

tost_anz_dt_allgemein_215x78_0415_Layout 1 09.04.15 16:15 Seite 1<br />

Organisatoren gedacht, und so<br />

ergab sich abends reichlich Zeit<br />

für Fachsimpeleien für Stearman-<br />

Anfänger und alte Hasen, für<br />

Schrauber und Doppeldecker-<br />

Liebhaber allgemein.<br />

Ganz oben stand natürlich die<br />

Bewegung der alten Primary Trainer.<br />

Durchstartübungen, Formationsflüge,<br />

Fotoflüge, Rundflüge<br />

– kein Problem, denn die Region<br />

um den Platz ist den sonoren Klang<br />

der Sternmotoren schon gewohnt,<br />

und man ist auch stolz auf das,<br />

was sich an einigen Wochenenden<br />

auf Bienenfarm abspielt. Nach<br />

herrlichen drei Tagen führte mich<br />

meine Coast Guard vorbei an Stätten<br />

deutscher Geschichte, über die<br />

Elbe zurück ins Land der Luftfahrtbürokratie,<br />

wo ich am Montagmorgen<br />

meinen Schreibtisch vor mir<br />

fand und auf dem Bildschirm stand:<br />

„Haste alles nur geträumt.“ Nein,<br />

habe ich nicht. Auf zum Stearman-<br />

Fly-in 2017!<br />

ae<br />

Thomas Schüttoff<br />

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[ MAGAZIN ]<br />

Drohnen<br />

Regeln für<br />

den Schwarm<br />

Multicopter sind in den letzten Jahren<br />

zum Massenphänomen geworden.<br />

Der Gesetzgeber versucht nun, verbindliche<br />

Regeln zu schaffen. Aber die Szene<br />

professionalisiert sich auch selbst.<br />

Dass sich unbemannte Luftfahrtsysteme<br />

innerhalb der<br />

letzten Jahre vom Freizeitgadget<br />

für Technikfreaks zum Massenphänomen<br />

entwickelt haben,<br />

ist offensichtlich. Rund 400 000<br />

sogenannte Multicopter sind im<br />

deutschen Luftraum unterwegs,<br />

informierte die VC Cockpit auf der<br />

ILA Ende April. Bis 2020 rechnet<br />

die Pilotengewerkschaft mit rund<br />

1,2 Millionen Quadrocoptern von<br />

Privatleuten, die einfach nur fliegen,<br />

oder von professionellen Anwendern,<br />

die vermessen, fotografieren<br />

oder vielleicht sogar Waren<br />

ausliefern wollen. Angesichts von<br />

Meldungen wie „Drohne verfehlt<br />

Skistar Herrscher“, „Lufthansa-<br />

Airbus entgeht Crash mit Drohne“<br />

oder „18-jähriger US-Amerikaner<br />

baut schießende Drohne“ hat sich<br />

in der Öffentlichkeit und nicht<br />

zuletzt unter den Piloten jüngst<br />

immer mehr das Bild vom gewissenlosen<br />

Rowdy mit der Funkfernsteuerung<br />

gebildet, der mangels<br />

angepasster Gesetze und Wissen<br />

rund um den Luftverkehr macht,<br />

was er will, und damit sich selbst<br />

und andere am Boden und in der<br />

Luft gefährdet.<br />

Doch wie sieht es tatsächlich<br />

mit der Rechtslage aus? Was dürfen<br />

Drohnenflieger und was nicht?<br />

Und welche Bestrebungen gibt es<br />

innerhalb der Szene, sich zu professionalisieren?<br />

Dass in Bezug auf die rechtliche<br />

Regulierung unbemannter Luftfahrtsysteme<br />

etwas passieren<br />

muss, ist unbestritten. Wie der<br />

Gesetzgeber jedoch von der Drohnenschwemme<br />

förmlich überrollt<br />

wurde und jetzt hektisch versucht,<br />

den Schwarm einzufangen, zeigte<br />

nicht zuletzt der Vorstoß von<br />

Verkehrsminister Alexander Dobrindt<br />

im November 2015. Der<br />

Minister brachte neben Kennzeichnungspflicht<br />

und Drohnenführerschein<br />

für kommerzielle Anwender<br />

auch eine Flughöhenbegrenzung<br />

von 100 Metern für Flugmodelle<br />

und Drohnen ins Gespräch. Dies<br />

wiederum führte zu einem Aufschrei<br />

der Modellflieger, die um<br />

ihren Sport fürchten, wenn sich<br />

die 100-Meter-Grenze tatsächlich<br />

durchsetzen sollte.<br />

Alle Beteiligten<br />

an einem Tisch<br />

Michael Wieland (l.) und Andreas von Veltheim haben das Faltblatt „Regeln<br />

für unbemanntes Fliegen“ entwickelt. „Weil es nichts Entsprechendes gab.“<br />

Wie auf dem Poster der DFS<br />

wird erklärt, wer wo was darf.<br />

Bei einem Informationstreffen<br />

Ende Mai dieses Jahres auf der<br />

Wasserkuppe saßen schließlich mit<br />

Vertretern des Bundesverkehrsministeriums<br />

(BMVI), der DFS, des<br />

DAeC, der Deutschen Flugsicherung,<br />

der Vereinigung Cockpit und<br />

der FAI die wichtigsten Institutionen<br />

an einem Tisch, um Standpunkte<br />

auszutauschen und Ideen<br />

für eine sinnvolle Regulierung zu<br />

diskutieren. Unstrittig unter allen<br />

Beteiligten war dabei, dass es im<br />

Luftraum keine Gefährdung durch<br />

Drohnen geben darf.<br />

Bereits heute gibt es einige<br />

Regelungen, an die sich Multikop-<br />

34 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Ob Luftaufnahmen oder<br />

Vermessungs- und Kontrollflüge:<br />

Drohnen können das<br />

vielfach schneller und<br />

preiswerter als Helikopter.<br />

Fotos: CopterView, Alexander Kolomietz - Fotolia, Katrin Sdun<br />

ter-Piloten zu halten haben: Im<br />

Umkreis von 1,5 Kilometern um<br />

Flugplätze und Heliports ist ein<br />

Aufstieg nicht erlaubt, innerhalb<br />

von Kontrollzonen dürfen Freizeitflieger<br />

bis maximal 30 Meter, kommerzielle<br />

Nutzer bis 50 Meter<br />

Höhe fliegen. Problematisch wird<br />

es aber bereits bei der Frage, wo<br />

der Freizeitbetrieb aufhört und der<br />

Kommerz anfängt. Aktuelle Rechtsauffassung<br />

ist, dass beispielsweise<br />

ein Multicopter mit Kamera<br />

dann kommerziell fliegt, wenn mit<br />

den Aufnahmen Gewinn erzielt<br />

werden soll. Wie es sich verhält,<br />

wenn Videos zwar nicht verkauft,<br />

aber auf einer kommerziellen Plattform<br />

wie YouTube genutzt werden,<br />

ist unklar. In jedem Fall ist für<br />

kommerzielle Drohnenflüge bereits<br />

jetzt eine Aufstiegsgenehmigung<br />

der zuständigen Behörde einzuholen.<br />

Weiterhin müssen Drohnenprofis<br />

ebenso wie Hobbypiloten<br />

auf die Einhaltung von Persönlichkeits-<br />

und Datenschutzrechten<br />

achten.<br />

Auf <strong>aerokurier</strong>-Nachfrage zur<br />

künftigen Gestaltung des Luftrechts<br />

für unbemannte Luftfahrtsysteme<br />

verwies das BMVI mit Hinweis auf<br />

die laufende Erarbeitung des<br />

Gesetzentwurfs auf seine Internetseite.<br />

Dort heißt es, dass künftig<br />

alle gewerblich und privat<br />

genutzten Geräte ab 0,5 Kilogramm<br />

Gewicht kennzeichnungspflichtig<br />

werden sollen, um bei Missbrauch<br />

oder Unfällen den Verursacher<br />

identifizieren zu können. Weiterhin<br />

sollen private Drohnenflüge in<br />

einer Höhe von mehr als 100 Metern,<br />

außerhalb der Sichtweite des<br />

Steuerers, über bestimmten Objekten<br />

wie Justizvollzugsanstalten,<br />

militärischen Anlagen und Kraftwerken<br />

sowie über Menschenansammlungen,<br />

Unglücksorten<br />

oder Katastrophengebieten sowie<br />

Einsatzorten von Polizei oder anderen<br />

Sicherheitsbehörden verboten<br />

werden.<br />

Der gewerbliche Einsatz werde<br />

laut BMVI dahingehend neu geregelt,<br />

dass unbemannte Luftfahrtsysteme<br />

mit Erlaubnis der Landesbehörden<br />

auch außerhalb der<br />

Sichtweite des Steuerers geflogen<br />

werden dürfen, wenn der sichere<br />

Betrieb nachgewiesen wird. Zudem<br />

werde es für gewerbliche Nutzer<br />

von Drohnen künftig einen Führerschein<br />

geben, für dessen Erteilung<br />

fliegerische und luftrechtliche<br />

Kenntnisse in einer Prüfung<br />

nachzuweisen sind. Die Lizenz<br />

werde durch das Luftfahrt-Bundesamt<br />

erteilt.<br />

Nicht äußern wollte sich das<br />

Ministerium zur Frage, ob private<br />

Multicopter und Flugmodelle gleichgestellt<br />

werden oder ob eine Differenzierung<br />

erfolgt. Zwar sagte<br />

Dobrindt, dass „Modellflieger durch<br />

die notwendige Neuregelung bei<br />

ihrem Hobby oder Sport auf ihren<br />

Flugplätzen nicht eingeschränkt<br />

werden“, wenn die Differenzierung<br />

aber ausbleibt, dann steht diese<br />

Aussage im Widerspruch zur angestrebten<br />

Regelung.<br />

Gesetzentwurf<br />

noch im Herbst<br />

Bei dem Treffen auf der Wasserkuppe<br />

hieß es aus Kreisen des<br />

BMVI, dass ein Gesetzentwurf<br />

im Herbst dieses Jahres zu erwarten<br />

sei. Auch die Ministeriumsvertreter<br />

bekräftigten, dass man<br />

den klassischen Modellflug in<br />

seiner bisherigen Form möglichst<br />

schützen wolle. Der DAeC und die<br />

Modellflugverbände kündigten<br />

an, sich gegen eine Höhenbeschränkung<br />

im Flugmodell sport<br />

einzusetzen.<br />

Während Behörden, Piloten und<br />

Verbände fachsimpeln, was zur<br />

Regulierung der Drohnenschwärme<br />

nötig ist, professionalisiert sich<br />

die Copterszene in der Zwischenzeit<br />

ein Stück weit selbst. „Es gibt<br />

ja bereits Regeln für das unbemannte<br />

Fliegen, nur ist es für den<br />

Fußgänger, der sich eine Drohne<br />

zulegt, nicht einfach, an Informationen<br />

zu kommen“, sagt Michael<br />

Wieland. Gemeinsam mit Andreas<br />

von Veltheim betreibt er den Drohnen-Dienstleister<br />

CopterView, der<br />

professionelle Fotoflüge mit Multicoptern<br />

anbietet. „Wir – beide<br />

PPL(A)-Piloten – haben uns die<br />

Frage gestellt, warum es bei den<br />

Kartenprofis von Jeppesen oder<br />

Eisenschmidt keine Handreichung<br />

für jene Drohnenflieger gibt, die<br />

sich fortbilden und rechtskonform<br />

im Luftraum bewegen wollen.“<br />

Auf der AERO in Friedrichshafen<br />

stellten die beiden ihr Faltblatt<br />

mit dem Titel „Regeln für unbemanntes<br />

Fliegen“ vor, das der<br />

Luftraumübersicht der DFS ähnelt.<br />

CTR, ED-R, RMZ, Hauptwolkenuntergrenze,<br />

Flugsicht – all das wird<br />

in Begleittexten verständlich erklärt<br />

und mit Hinweisen, wer wo wie<br />

hoch fliegen darf, kombiniert. Auch<br />

auf Ausweichregeln und die Wahrung<br />

von Datenschutz und Persönlichkeitsrechten<br />

wird eingegangen,<br />

zudem allen aufgeführten Regeln<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 35


[ MAGAZIN ]<br />

Mit Spielzeugen haben Proficopter<br />

nichts mehr zu tun. In<br />

Flughöhe und Performance<br />

gleichen sie eher Flugzeugen.<br />

die derzeitige Quelle in den entsprechenden<br />

Gesetzestexten und<br />

Verordnungen zugeordnet.<br />

In diesem Zusammenhang ist<br />

auch eine App für Drohnenpiloten<br />

entstanden, die für Freizeitflieger<br />

und kommerzielle Anwender gleichermaßen<br />

interessant ist. „Die<br />

App myFLY.zone verrät dem Piloten<br />

ganz unkompliziert, was er am<br />

jeweiligen Standort mit seinem<br />

Multicopter darf und was nicht“,<br />

sagt Michael Wieland. „Per GPS<br />

wird der genaue Standort ermittelt,<br />

eine Karte zeigt daraufhin Lufträume,<br />

Verbotszonen und Gebäude,<br />

die nicht beflogen werden dürfen.<br />

Außerdem erfährt man, wie hoch<br />

die Drohne in diesem Bereich aufsteigen<br />

darf.“<br />

Die rechtliche Regulierung der<br />

unbemannten Fliegerei hält Wieland<br />

für notwendig, warnt aber<br />

davor, sie als Allheilmittel zu verstehen.<br />

„Ich halte es nicht für<br />

sinnvoll, Drohnen per Gesetz<br />

irgendwo auszusperren. Viel effektiver<br />

wäre es, sie in ganz konkreten<br />

Regionen einzusperren,<br />

nämlich dort, wo sie eingesetzt<br />

werden sollen. Damit meint Wieland<br />

natürlich in erster Linie die kommerziellen<br />

Einsätze. „In diesem<br />

Zusammenhang fällt oft das Stichwort<br />

Geofencing. Das bedeutet,<br />

dass man den Luftraum, in dem<br />

sich eine Drohne bewegen darf,<br />

mit GPS-Koordinaten exakt für den<br />

jeweiligen Einsatz absteckt, sodass<br />

das Gerät gar nicht irgendwo anders<br />

hinfliegen kann.“<br />

Dies könnte beispielsweise so<br />

aussehen, dass ein Drohnenpilot<br />

Fotos: Copter College, seregalsv - Fotolia<br />

Lernen vom Profi: Ralf Spoerer zeigt in seinen Kursen, wie man seine Drohne unter allen<br />

Bedingungen im Griff behält und sie sicher steuert.<br />

Bevor es an die Fernsteuerung geht, müssen die Schüler des<br />

Copter-Colleges Theorie pauken – vor allem Luftrecht.<br />

36 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


ei der zuständigen Behörde seinen<br />

Flug innerhalb bestimmter<br />

Koordinaten anmeldet und die<br />

Drohne dann entsprechend programmiert.<br />

Im gleichen Zug könnte<br />

die Flugsicherung über das<br />

geplante Vorhaben informiert<br />

werden und ein entsprechendes<br />

NOTAM herausgeben.<br />

Tatsächlich bleibt das Problem,<br />

den Drohnenbetrieb für andere<br />

Luftraumnutzer sichtbar zu machen.<br />

Das Prinzip „See and Avoid“ funktioniert<br />

im Kontext der Copter nicht,<br />

sie sind einfach zu klein, um rechtzeitig<br />

erkannt zu werden. Aber<br />

auch der Weg über NOTAMs scheint<br />

problematisch. „Wenn jede Aufstiegsgenehmigung<br />

ein NOTAM<br />

nach sich ziehen würde, dann<br />

hätten wir am Ende eine nahezu<br />

flächendeckende Zone, in der kein<br />

Helikopter mehr sicher operieren<br />

kann“, sagt Thomas Mildenberger,<br />

UAS-Spezialist der VC Cockpit.<br />

Zwar gibt es Lösungsvorschläge<br />

– beispielsweise der Einsatz von<br />

Kollisionswarngeräten wie FLARM<br />

oder Landeautomatiken für den<br />

Fall der Annäherung eines bemannten<br />

Flugzeugs – richtig ausgegoren<br />

ist aber noch keiner davon.<br />

In Kursen von<br />

den Profis lernen<br />

Professionalität durch Arbeitsteilung: Ralf Spoerer steuert im Videoeinsatz<br />

den Copter, Irina Hoffmann bedient die Kamerasysteme.<br />

Bei aller technischen Sicherheit<br />

darf der Faktor Mensch aber nicht<br />

aus dem Blick geraten. Aufklärung<br />

und Professionalisierung lautet die<br />

Devise. So fordert beispielsweise<br />

die Vereinigung Cockpit einen<br />

verpflichtenden Beipackzettel für<br />

Drohnen, in dem der Anwender<br />

über Rechte, Pflichten und Risiken<br />

beim Betrieb von Drohnen aufgeklärt<br />

wird. Allerdings können angehende<br />

Copterpiloten inzwischen<br />

auch auf professionelle Unterstützung<br />

zurückgreifen, wenn sie den<br />

Umgang mit ihrem Spielzeug oder<br />

Arbeitsgerät erlernen wollen. Copterschulen<br />

wie das Copter-College<br />

von Ralf Spoerer aus dem norddeutschen<br />

Wedel nehmen Anfänger<br />

bei den ersten Flügen mit der<br />

Drohne an die Hand.<br />

„Die Nachfrage steigt ständig“,<br />

sagt Spoerer, der viele Jahre als<br />

Journalist Kameras testete und mit<br />

der Drohne für sich das perfekte<br />

Mittel für seine große Leidenschaft<br />

– Luftaufnahmen – fand. „Mit dem<br />

Aufkommen der DJI Inspire, dem<br />

ersten massenkompatiblen Multicopter,<br />

kam die ganze Sache ins<br />

Rollen. Es gab bei den Anwendern<br />

viel Unsicherheit, was man darf<br />

und was nicht. Dazu kam, dass<br />

Schleswig-Holstein sehr zeitig<br />

einen Befähigungsnachweis beim<br />

Antrag für Aufstiegsgenehmigungen<br />

verlangte, es aber niemanden<br />

gab, der Befähigungsnachweise<br />

ausstellen konnte. Also habe ich<br />

recherchiert und ein Kurskonzept<br />

zusammengestellt.“ Die Inhalte<br />

seien in enger Abstimmung mit<br />

der Flugsicherung und den Landesbehörden<br />

ausgewählt worden,<br />

um genau das vermitteln zu können,<br />

was ein Drohnenpilot wissen<br />

muss, so Spoerer.<br />

So gilt es zunächst, Theorie zu<br />

pauken, Luftrecht, Persönlichkeitsrecht,<br />

Datenschutz etc. Weiterhin<br />

spielt die Coptertechnik eine Rolle:<br />

GPS, Kompassmodul, Ausrüstung<br />

wie Kameras. Erst dann kommt<br />

die praktische Fliegerei. Heißt:<br />

zugucken, nachmachen, üben. „Es<br />

geht darum, bei den Teilnehmern<br />

ein Bewusstsein dafür zu entwickeln,<br />

dass in dem Moment, in dem<br />

ihre Drohne abhebt, sie zu Teilnehmern<br />

des Luftverkehrs werden.<br />

Das begreifen viele erst, wenn wir<br />

uns durch die entsprechenden<br />

Paragrafen arbeiten.“<br />

Rund 70 Prozent der Teilnehmer<br />

seien Profis, die ihren Copter kommerziell<br />

nutzen. Vor allem Medienunternehmen,<br />

darunter der<br />

Hessische, der Bayrische und der<br />

Norddeutsche Rundfunk, buchen<br />

Kurse, um ihre Mitarbeiter zu schulen.<br />

„Hobbyflieger sind in der<br />

Minderzahl“, sagt Spoerer und<br />

mutmaßt, dass das auch an den<br />

betriebswirtschaftlich kalkulierten<br />

Kosten für die Kurse liegt. „300<br />

bis 400 Euro pro Teilnehmer sind<br />

das schon. Für Unternehmen wenig,<br />

für Privatleute viel Geld. Kommen<br />

doch Freizeitflieger, seien das<br />

meist Herren im gesetzteren Alter.<br />

„Wenn jemand ein neues Hobby<br />

sucht und das professionell angehen<br />

will, dann nimmt er dafür auch<br />

Geld in die Hand“, sagt Spoerer.<br />

„Er lässt sich dann nicht nur beim<br />

Kauf beraten, sondern auch die<br />

ersten Schritte erklären.“<br />

Angehende Drohnenpiloten –<br />

egal ob sie zu Freizeit- oder Geschäftszwecken<br />

fliegen wollen –<br />

merken spätestens dann, worauf<br />

sie sich einlassen, wenn Spoerer<br />

über mögliche Ordnungswidrigkeiten<br />

und Bußgelder von bis zu<br />

50000 Euro spricht. „Dann schwindet<br />

die Meinung, dass man es nur<br />

mit Spielzeugen zu tun hat.“<br />

Der Profi wartet gespannt darauf,<br />

wie der Gesetzentwurf zur<br />

Drohnenregulierung am Ende ausfällt.<br />

„Es wird Zeit, dass es klare<br />

Regeln gibt. Nur dann können<br />

Ausbildungen standardisiert, Schulen<br />

zertifiziert und richtige Drohnen-<br />

Pilotenscheine ausgestellt werden.<br />

Für uns wäre das endlich ein Schritt<br />

aus der rechtlichen Grauzone hin<br />

zu gleichberechtigten Teilnehmern<br />

des Luftverkehrs.“<br />

ae<br />

<br />

Lars Reinhold<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 37


[ KOLUMNE ]<br />

Als Dr. Spornrad beleuchtet ein Kenner der Szene exklusiv für den <strong>aerokurier</strong> die großen und kleinen Geheimnisse der GA<br />

Augenmaß beim Regulieren!<br />

Gut, dass die Drohnenfliegerei Regeln bekommen soll, findet unser Kolumnist. Allerdings<br />

droht die „Geschäftsleitung“ in Berlin dabei wieder übers Ziel hinauszuschießen.<br />

Illustrationen: Ralf Athen, Harald Hornig<br />

Stellen wir uns vor, dass wir SERA-gerecht<br />

in 500 Fuß MSL, äh, über Grund bei Blue<br />

Sky und Sonnenschein unterwegs sind.<br />

Wir sehen jedes „dynamische“ Luftfahrthindernis,<br />

sprich Windkraftanlagen und Ähnliches,<br />

schon aus der Ferne. Wir fühlen uns<br />

rundum glücklich und wohl auf unserem VFR-<br />

Überlandflug quer durch Europa. Plötzlich ein<br />

lauter Knall! Unmittelbar folgt Sturm im Cockpit,<br />

und in der Windschutzscheibe klafft ein<br />

großer Riss, der mehr Luft zum Atmen hineinlässt<br />

als notwendig. Bei der Inspektion nach<br />

der Landung die Überraschung: kein Blut, keine<br />

Überreste von gefiederten Artgenossen.<br />

Was war denn das? Ein UFO? Autobahnbrücken<br />

sind wir auch nicht unterflogen, es kann<br />

also auch kein Stein irgendeines Spinners gewesen<br />

sein, der Autos bewirft ...<br />

Die Kasko wird sagen: ein Spannungsriss<br />

– wir zahlen nicht. Wir selbst sind erstmal<br />

heilfroh, dass nicht mehr passiert ist.<br />

Schließlich hätte das ja auch noch ganz<br />

anders ausgehen können. Vermutlich<br />

war es ein UAS, eine Drohne,<br />

oder doch ein UFO vom<br />

Mars?<br />

Ist die Geschichte<br />

schon Realität oder nur<br />

Angstvision unserer<br />

regulierungswütigen<br />

Politiker, die gerade mal<br />

wieder die Luftfahrt durch<br />

neue Verbote retten wollen?<br />

Wie eine Dampfwalze überrollt<br />

gerade unser Verkehrsminister<br />

alles, was unbemannt am deutschen<br />

Himmel surrt. Die bizzaresten Ideen sind<br />

in aller Munde. Jedes „Modellflugzeug“ soll<br />

registriert werden, Steuerer sollen „Pilotenscheine“<br />

erwerben, und oberhalb von 100<br />

Metern darf gar nichts Ferngesteuertes mehr<br />

fliegen. Sogar eine Transponderpflicht für UAS<br />

(Unmanned Aircraft Vehicle) wird diskutiert.<br />

Und wenn es denn eine Erlaubnis gibt, dann<br />

natürlich – dem Föderalismus sei Dank – nur<br />

für das jeweilige Bundesland und mit grundsätzlich<br />

unterschiedlichen Auflagen und Beschränkungen.<br />

Wo sind wir denn?!<br />

Aber gut, zurück zur Geschichte. Sie ist<br />

Realität – schon heute. Und passiert ist sie so<br />

oder so ähnlich mit einem Hubschrauber, der<br />

sich gerade im Steigflug befand. Also unterhalb<br />

der 100 Meter. Eine Ausnahme? Nein, denn<br />

in diesem Bereich fliegen auch Polizei, Rettungshubschrauber<br />

und womöglich jemand,<br />

der seinen Höhenmesser „versehentlich“ nicht<br />

richtig eingestellt hat. Also Handlungsbedarf`?<br />

Ich meine ja, aber behutsam. Fakt ist, dass<br />

heute fast jeder Jäger, Immobilienmakler<br />

oder Freizeitspanner eine Drohne<br />

betreibt. Kein „Tatort“ kommt<br />

heute mehr ohne diese Technik<br />

in deutsche Fernsehzimmer.<br />

Und ja, Drohnen<br />

haben enormes Entwicklungspotenzial<br />

in allen<br />

Bereichen des Lebens.<br />

Ich rede dabei nicht von<br />

einem Premiumversand,<br />

der mir den im Supermarkt<br />

vergessenen Sixpack direkt über dem<br />

Garten abwirft, sondern beispielsweise von<br />

bereits in Erprobung befindlichen Drohnen,<br />

die auf Alarmierung einen Defibrillator oder<br />

ein Asthmaspray binnen kürzester Zeit anliefern<br />

können. Oder, wie unlängst gehört, von<br />

einer Umweltüberwachung. Und keine Angst<br />

vor Lärm. Es ist im Zweifelsfall kein Bienenschwarm,<br />

der da plötzlich auf Sie zukommt.<br />

Es sind gleichmäßig laufende Elektromotoren,<br />

die um ein Vielfaches leiser sind als jeder mit<br />

Erdölessenzen betriebene Helikopter.<br />

Dennoch: Etwas Regulierung brauchen wir<br />

schon. Als Luftsportler benutzen wir alle den<br />

Luftraum. Und diese neue Gattung Fluggerät<br />

– egal wie benutzt – wird den Luftraum enger<br />

machen. Die neue Szene selbst schreit nach<br />

Regulierung und unterwirft sich<br />

bereits selbst gemachter Regeln.<br />

Die erste App ist auf<br />

dem Markt, mit der sich<br />

Drohnenbetreiber virtuell<br />

sichtbar machen können.<br />

Tolle Ansätze aus der<br />

Praxis für die Praxis. Leider<br />

hat es den Anschein,<br />

als ob die Politik mal<br />

wieder wie ein losgelassener<br />

Bienenschwarm dem<br />

Honig der profanen Medien<br />

auf den Leim geht und<br />

der Sachverstand aus den Verbänden<br />

erst gar nicht in Berlin<br />

oder Bonn Gehör findet.<br />

Klar muss ich als Pilot eines<br />

Rettungshubschraubers in<br />

jeder Höhe bedenkenlos<br />

meinen Patienten oder Arzt<br />

an den Zielort bringen<br />

können – Tag und Nacht.<br />

Luftraumbeobachtung<br />

ist das oberste Gebot<br />

in der Sichtfliegerei,<br />

aber Drohnen – egal<br />

wie schwer – sind halt<br />

einfach mal nicht so<br />

ohne Weiteres erkennbar.<br />

Die Lösung kann nur<br />

sein, dass sich die Szene<br />

schlau macht und schlau<br />

gemacht wird.<br />

Ich könnte mir vorstellen,<br />

dass es künftig auch ohne Verbote<br />

für den Modellflug geht. Schließlich wird<br />

ja schon heute fast jeder Brutplatz des gemeinen<br />

„Rotmilanstorchadlers“ als Naturschutzgebiet<br />

und Flugverbotszone ausgewiesen.<br />

Also lasst uns alle sichtbar werden – beispielsweise<br />

mit temporären „special activity areas“<br />

wie im Kunstflug. Und künftig vielleicht auch<br />

mit Tiefflugstrecken für UAS wie im militärischen<br />

Nachtflug. Ideen gibt es genug. Ich<br />

denke jedenfalls, dass der Modellflug als Brutstätte<br />

unseres Fliegernachwuchses auch dringend<br />

schutzbedürftig ist.<br />

ae<br />

38 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


digital<br />

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[ MAGAZIN ]<br />

Extra 330 LE<br />

Premiere für die E-robatic<br />

Knapp zehn Wochen nach der AERO war es so weit: Das dort<br />

mit einem neuen Siemens-Elektromotor gezeigte Kunstflugzeug<br />

aus Hünxe startete zu seiner ersten öffentlichen Flugvorführung.<br />

Am Steuerknüppel der 330<br />

EL saß hinter zwei riesigen<br />

Akku-Stacks natürlich Walter<br />

Extra selbst. Der Kunstflug-<br />

Meister und Flugzeugbauer bezeichnete<br />

das Ereignis vor einem<br />

Pulk von Presse- und Fernsehleuten<br />

auf dem Flugplatz Dinslaken<br />

Schwarze Heide als einen Entwicklungsschritt,<br />

der in der eher konservativen<br />

Luftfahrtindustrie höchstens<br />

alle 20 bis 30 Jahre vorkomme.<br />

Der Antrieb seiner Maschine war<br />

ein von Siemens neu entwickelter<br />

Radialflussmotor mit Kupferspulen,<br />

der es bei einem Gewicht von<br />

nur 50 Kilogramm auf eine Dauerleistung<br />

von 260 Kilowatt bringt<br />

– und damit dem sonst in den 330er<br />

Extras verbauten AEIO580 mehr<br />

als ebenbürtig ist.<br />

Der Lycoming-Antrieb bringt<br />

schon „nackig“ das Vierfache des<br />

Siemens SP260D auf die Waage,<br />

mit Pumpen und Aggregaten kommt<br />

er fast auf das Gewicht der beiden<br />

vor und hinter dem Brandschott<br />

eingebauten Akku-Stacks. Die<br />

hatten nach dem zehnminütigen<br />

Elektroflug noch eine Restladung<br />

von 40 Prozent. Stellt man jeweils<br />

die Motormassen und deren erforderliche<br />

„Tankgewichte“ für solche<br />

kürzeren Flüge gegenüber, ist mit<br />

der Flugpremiere am 4. Juli der<br />

Nachweis erbracht, dass der erprobte<br />

Siemens-Motor eine geeignete<br />

Basis darstellt, die Elektrofliegerei<br />

zu der mit Verbrennungsmotoren<br />

aufschließen zu lassen.<br />

Das alternative Aggregat flöge sich<br />

auch wie „ein ganz normaler Benzinmotor“,<br />

so Walter Extra, den<br />

besonders dessen spontane Leistungsentfaltung<br />

begeisterte. Sehr<br />

zufrieden war der Kunstflugpilot<br />

auch mit der Zusammenarbeit mit<br />

Siemens und der EASA. Dass es<br />

zwischen seinem kleinen mittelständischen<br />

Unternehmen und<br />

einem Großkonzern so gut funktioniere,<br />

habe er nicht erwartet. Und<br />

in Richtung der Kölner Agentur<br />

gewandt, bezeichnete er sich als<br />

„überzeugten Europäer“.<br />

Top-Engagement<br />

aller Beteiligten<br />

Die europäische Flugsicherheitsagentur<br />

hatte den Prototyp unkompliziert<br />

eigens für die Vorführung<br />

auch abseits normaler Fluglagen<br />

freigegeben und den Extra-Musterbetreuer<br />

Dr. Maximilian Maas<br />

nach Hünxe entsandt. Auch die<br />

Entwickler von Siemens waren mit<br />

der Premiere – erst wenige Tage<br />

zuvor war Generalprobe –, hochzufrieden.<br />

Das Unternehmen hatte<br />

bereits vorab ein Gemeinschaftsprojekt<br />

mit Airbus im dreistelligen<br />

Millionen-Euro-Umfang<br />

zur Entwicklung hybridelektrisch<br />

betriebener Verkehrsflugzeuge<br />

ver einbart. „Das Ziel ist, 60- bis<br />

100-sitzige Flugzeuge im Jahr 2030<br />

mit Reichweiten von 1000 Kilometern<br />

zu haben“, sagte der Siemens-<br />

Entwicklungschef für elektrische<br />

Flugantriebe, Frank Anton. Dem<br />

sei man, so der promovierte Physiker<br />

mit Pilotenlizenz, nun ein<br />

großes Stück näher gekommen.<br />

40 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Daten D-EPWR:<br />

Flugdauer: max. 20 min<br />

Spannweite: 8,00 m<br />

Flügelfläche: 10,7 qm<br />

Gewicht: ca. 1000 kg<br />

Länge: 7,50 m<br />

Höhe: 2,60 m<br />

Lastvielfache: 4 g (definiert)<br />

Vmax: 180 kts (definiert)<br />

Nicht größer als ein Kochtopf und nur 50 Kilogramm schwer: der flüssigkeitsgekühlte Radialflussmotor SP260D.<br />

Daten SP260D:<br />

Typ: Radialflussmotor<br />

Dauerleistung: 260 kW<br />

Dauerdrehzahl: 2500 rpm<br />

Dauerdrehmoment: 1000 Nm<br />

Wirkungsgrad: 95 %<br />

Spannung: 580 V<br />

Batterien: Lithium-Polymer-<br />

Akkumulatoren von Pipistrel<br />

Batteriegewicht: 2 x 150 kg<br />

Zwar arbeite man für entsprechende<br />

Antriebe statt mit Kupfer mit<br />

der Supraleitertechnologie, aber<br />

schon der mit der Extra in der Erprobung<br />

befindliche SP260D eigne<br />

sich als Basis, das ganze Spektrum<br />

der CS-23-Flugzeuge abzudecken:<br />

„Wir können diesen Motor problemlos<br />

noch ums Vierfache verlängern,<br />

um auf eine Dauerleistung<br />

von einem Megawatt zu kommen.“<br />

Damit wüchse der „Kochtopf“ auf<br />

eine axiale Tiefe von nur etwas<br />

mehr als einem halben Meter bei<br />

einer Antriebsleistung, die auch<br />

bei mehrmotorigen CS-23-Turboprops<br />

Standard sei. Nur die Speisung<br />

müsse wegen heutiger Batteriegewichte<br />

dann, wie für die bis<br />

2030 geplante Verkehrsfliegerei,<br />

über einen Generator erfolgen.<br />

Der wäre in der Zelle der Flugzeuge<br />

neuer Generationen unterzubringen.<br />

Gut für Fluglärm und<br />

Leistung: Im Rumpf lässt sich ein<br />

Generator, gleich welcher Art,<br />

besser isolieren als außen am Flugzeug.<br />

Und die geringeren Abmessungen<br />

neuer Motoren hinter den<br />

Luftschrauben würden deren Wirkung<br />

weniger stören.<br />

ae<br />

Frank Martini<br />

Großes Medieninteresse: Walter Extra unmittelbar vor dem Premierenstart<br />

im Interview mit Thomas Münten vom ZDF-Landesstudio Düsseldorf.<br />

Fotos: Frank Martini<br />

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www.hohenstein-aviation.com


MIT BLICK NAC<br />

[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Das kam einer Reanimation gleich:<br />

2014 übernahm ein chinesischer<br />

Investor den Flugzeugbauer Mooney<br />

– und kündigte gleich ein neues<br />

Modell an. <strong>aerokurier</strong>-Autor Markus<br />

Koch hat sich im Werk in Chino die<br />

neue M10 angesehen.<br />

42 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />

Muss man sich vor chinesischen<br />

Investoren<br />

fürchten? Nein, nicht<br />

wenn sie so auftreten<br />

wie Dr. Jerry Chen, Mooneys neuer<br />

CEO. Es ist neben der finanziellen<br />

Mitgift seines Unternehmens vor allem<br />

die eigene Leidenschaft, die er<br />

einbringt. Die Belegschaft im kalifornischen<br />

Chino umfasst rund 70 Personen,<br />

die meisten sind Ingenieure.<br />

Und Jerry ist einer von ihnen. Natürlich<br />

fliegt er auch selbst. Über seinem<br />

Bürostuhl hängt eine lederne Pilotenjacke.<br />

Er kennt alle Mitarbeiter beim<br />

Namen, hat für jeden ein freundliches<br />

Wort. In Chino lebt ein absoluter Startup-Spirit.<br />

Die M10 ist sein Projekt.<br />

Daneben ist er auch noch für den<br />

Standort Kerrville, Texas, sowie für


[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

Fotos: Markus Koch, Mooney<br />

H VORN<br />

eine Niederlassung in China verantwortlich.<br />

In Kerrville werden die Flugzeuge<br />

der 20er-Serie gebaut. Auch sie<br />

wurden gründlich modernisiert. Die<br />

neue M20 steht kurz vor ihrer Zulassung.<br />

Trotz seiner bisherigen Erfolge<br />

ist Jerry Chen ein bescheidener<br />

Mensch.„Als Ingenieur vielleicht nicht<br />

unbedingt, aber als CEO bin ich noch<br />

ein absoluter Anfänger“, gesteht er.<br />

[ 3 ] [ 4 ]<br />

[ 1 ] Die Steuerungskinematik<br />

entwarf Ingenieur Michael<br />

Simkulet auf dem Papier.<br />

[ 2 ] Eine Mooney erkennt<br />

man am Seitenleitwerk.<br />

[ 3 ] Michael Simkulet gewährt<br />

dem Autor Einblicke in seine<br />

Arbeit. [ 4 ] Eine M10 in der<br />

Montagehalle.<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 43


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Ungewöhnlich für ein<br />

Motorflugzeug: die hohe<br />

Streckung der Tragflächen.<br />

Je nach Ausführung<br />

soll die Mooney 140 bis<br />

160 KTAS schnell sein.<br />

Zurück in Chino. Zwei Mooneys<br />

M10 stehen in der großen Halle. Die<br />

eine, uni weiß lackiert und noch mit<br />

zahlreichen Provisorien versehen, ist<br />

sofort als Prototyp zu erkennen. Die<br />

andere dagegen, in einer roten Metallic-Lackierung,<br />

scheint kurz vor der<br />

Abholung durch den ersten Kunden<br />

zu stehen. Meine Gastgeber grinsen<br />

– „Reingefallen!“ Die rote M10 ist<br />

lediglich eine Attrappe! Aber sie ist<br />

perfekt gemacht und vermag den<br />

Betrachter auf Anhieb für sich zu<br />

gewinnen. Keine Frage, die M10 ist<br />

ein Design, das viele Verehrer haben<br />

wird. Ihre Formen strahlen Selbstbewusstsein<br />

aus, sie erscheint wie ein<br />

Gesicht in der Menge. Mir gefällt sie.<br />

Zunächst interessiert mich jedoch<br />

das Cockpit. Der Einstieg über die<br />

riesige Tür ist komfortabel. Auch die<br />

Ergonomie des Pilotensitzes überzeugt<br />

sofort. Der Sidestick zur Linken und<br />

die Einhebelbedienung des Triebwerks<br />

auf der Mittelkonsole scheinen mich<br />

förmlich erwartet zu haben. Die Kabinenbreite<br />

beträgt 122 Zentimeter,<br />

das gab es bei Mooney noch nie! Die<br />

Sicht nach draußen ist sehr gut, egal<br />

in welche Richtung. Die Anmutung<br />

und Verarbeitung des Mobiliars sind<br />

über alle Zweifel erhaben. Hinten gibt<br />

es nur einen Sitz. Das ist zwar ungewöhnlich,<br />

aber Mooney hat sich etwas<br />

dabei gedacht, dazu später noch.<br />

Jedenfalls macht der Hintensitzende<br />

kein schlechtes Geschäft, hat er doch<br />

am meisten Platz.<br />

Gepfeiltes Seitenruder –<br />

eine funktionelle Tradition<br />

Wir gehen weiter zur echten M10,<br />

der N888CN. Mooney bekennt sich<br />

zu einer alten Tradition: Das Seitenruder<br />

ist um fast zwölf Grad nach<br />

vorne gepfeilt. Nur ein Markenzeichen<br />

mit hohem Wiedererkennungswert?<br />

Das habe ich selbst lange Zeit geglaubt.<br />

Tatsächlich aber schwört man<br />

auf diese Anordnung, um optimale<br />

Sicherheit beim Trudeln zu erlangen.<br />

Im Bezug auf die Trudelachse wird<br />

das Seitenruder am wenigsten vom<br />

Luftstrom abgeschattet, den es zum<br />

Ausleiten benötigt. Mooney plant<br />

auch gar nicht, den Nachweis der<br />

Trudeleigenschaften durch Einbau<br />

eines Gesamtrettungssystems zu<br />

umgehen. Es soll aber als Option<br />

angeboten werden. Die Trimmung<br />

um die Querachse erfolgt – ähnlich<br />

wie bei bisherigen Mooney-Modellen<br />

– durch das Höhenleitwerk als Ganzes.<br />

Eine weitere aerodynamische<br />

Besonderheit: die Tragflügel mit ihrer<br />

hohen Streckung. Diese vermindert<br />

den induzierten Widerstand. Die<br />

Flächenbelastung soll sich durch das<br />

relativ geringe Rüstgewicht dennoch<br />

in Grenzen halten. Hat hier jemand<br />

die Landeklappen ausgefahren? Tatsächlich<br />

könnte man dies bei flüchtigem<br />

Hinsehen vermuten. In Wirklichkeit<br />

handelt es sich jedoch um<br />

eine aerodynamische Finesse: einen<br />

„slotted wing“. Durch einen Spalt<br />

wird Überdruck von der Flügelunterseite<br />

nach oben geleitet. Durch diese<br />

Zufuhr an Energie verzögert sich die<br />

Ablösung der Strömung. Vor allem<br />

die Langsamflugeigenschaften profitieren<br />

davon erheblich. Die eigentlichen<br />

Landeklappen sind Spreizklappen<br />

auf der Flügelunterseite.<br />

Das Flugzeug ist komplett aus<br />

Carbon-Verbundwerkstoff gefertigt.<br />

Für die passive Sicherheit der Insassen<br />

wurde die Kabine durch einen<br />

zusätzlichen CFK-Bügel verstärkt.<br />

Zudem ist auf der gesamten Oberfläche<br />

der M10 ein Netz aus feinstem<br />

Kupferdraht in die Außenhaut einla-<br />

44 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Fotos: Markus Koch<br />

miniert. Blitzeinschläge sollen so<br />

keine Chance haben. Die Mooney<br />

M10T steht auf einem festen Dreibeinfahrwerk.<br />

Erst die folgende Version,<br />

M10J, wird als Topmodell ein Einziehfahrwerk<br />

und eine stärkere Motorisierung<br />

bekommen.<br />

Letztes Thema unseres Rundgangs:<br />

das Triebwerk. Der Continental Turbodiesel<br />

CD-135 bietet eine Startleistung<br />

von 99 Kilowatt (135 PS) und<br />

ein Drehmoment von 410 Newtonmeter.<br />

Der Motor läuft relativ leise<br />

und besticht durch seinen günstigen<br />

Verbrauch im Reiseflug, er kommt mit<br />

15 bis 20 l/h Jetfuel aus. Die Bedienung<br />

ist denkbar einfach: Im Zusammenspiel<br />

mit dem Dreiblatt-Verstellpropeller<br />

von Mühlbauer regelt die<br />

redundante FADEC (Full Authority<br />

Digital Engine Control) alle Triebwerksparameter<br />

automatisch. Einziger<br />

Nachteil: Diesel-Flugmotoren<br />

lassen sich bekanntlich nicht überholen.<br />

Wenn ihr Stundenlimit gekommen<br />

ist, müssen sie ersetzt werden.<br />

Allerdings: Auf der AERO im April<br />

verkündete Continental die Lebensdauerverlängerung<br />

für alle neuen<br />

Motoren der CD-100-Serie von 1500<br />

auf 2100 Betriebsstunden.<br />

Mein Besuch des Entwicklungsbetriebs<br />

in Chino erstreckt sich keinesfalls<br />

nur auf „preselected areas“.<br />

Es gab keinen Raum, den man nicht<br />

für mich geöffnet hätte. Und was noch<br />

viel wertvoller ist: Jerry Chen macht<br />

mich praktisch mit jedem einzelnen<br />

seiner Mitarbeiter bekannt – auffallend<br />

viele junge Leute aus allen Nationen<br />

der Welt.<br />

Großen Stellenwert nimmt das<br />

Thema „structure & stress“ ein, also<br />

die Festigkeit und Stabilität der gesamten<br />

Konstruktion. Sofort kommt<br />

mir Boeings Dreamliner in den Sinn,<br />

wo man damals ja auch erste eigene<br />

Erfahrungen mit Kohlefaser im strukturellen<br />

Bereich sammeln musste. Vor<br />

allem die zerstörungsfreie Materialprüfung<br />

spielt hier eine wichtige<br />

Rolle. Jerry Chen flüstert mir vertraulich<br />

zu, dass er hier ein, zwei Spezialisten<br />

hat, bei denen er froh sein<br />

muss, wenn keine Universität kommt,<br />

um sie ihm für ein Engagement als<br />

Professor abzujagen.<br />

Raffinessen bei der<br />

Steuerungsmechanik<br />

Die einprägsamste Begegnung<br />

unter allen Ingenieuren ist jedoch die<br />

mit Mike Simkulet. Er hat die mechanische<br />

Übertragung der Inputs von<br />

den Sidesticks und Pedalen zu den<br />

Rudern konstruiert. Es gibt nur Stangen,<br />

keine Seile. Der Querruderimpuls<br />

wird durch ein drehbares Rohr übertragen.<br />

Und in diesem schwebt – nahezu<br />

ohne physischen Kontakt – die<br />

Die Verwendung von<br />

Kohlefaser in tragenden<br />

Teilen macht umfangreiche<br />

Versuche und<br />

Messungen notwendig.<br />

Ein junges Team: 70 Mitarbeiter<br />

sind am Standort<br />

in Chino beschäftigt.<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 45


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Moderne Cockpitergo<br />

nomie mit Sidestick;<br />

das G1000 von Garmin<br />

gibt es serienmäßig.<br />

Schubstange, die das Höhenruder<br />

bedient. Erst weiter hinten, am Rumpfboden,<br />

trennen sich ihre Wege. Mike<br />

gilt im Kollegium als Alterspräsident.<br />

Seine Konstruktionen bringt er, wie<br />

es vor Jahrzehnten üblich war, mit<br />

Bleistift und Lineal zu Papier. Digitalisiert<br />

werden sie dann von einem<br />

eigens dafür beauftragten Kollegen.<br />

Schließlich folgt eine „Conclusion“<br />

dieses Tages. Auch Dr. Shan Yang,<br />

die Projektleiterin, nimmt daran Teil,<br />

ferner Chefingenieur Anthony Parker<br />

sowie der Marketingleiter Dirk Vander<br />

Zee, der extra aus Kerrville angereist<br />

ist. Wir unterhalten uns über<br />

die anvisierten Zielgruppen der M10.<br />

Für die M10T sind dies primär Trainingsorganisationen,<br />

die mit hochwertigem<br />

Gerät schulen möchten.<br />

Daher auch die serienmäßige Ausstattung<br />

mit der G1000-Suite von<br />

Garmin und die Idee mit dem dritten<br />

Sitz! Platz nehmen kann dort entweder<br />

der Flugschüler, der erst als<br />

Nächster drankommt, oder eben auch<br />

ein Checker, der seinen Lehrlingen<br />

über die Schulter schauen will.<br />

Zum Schulen und als<br />

flotte Reisemaschine<br />

Die M10T will ein modernes, wirtschaftliches,<br />

aber auch leicht zu beherrschendes<br />

Trainingsflugzeug sein.<br />

Dass sie eine Reisegeschwindigkeit<br />

bis zu 140 KTAS schafft, gereicht ihr<br />

sicherlich nicht zum Nachteil. Hingegen<br />

versteht sich das Modell M10J<br />

eher als schnelles und komfortables<br />

Reiseflugzeug. Der Prospekt verspricht<br />

160 KTAS und 900 nautische Meilen<br />

Reichweite. Das Marketing der M10J<br />

zielt darum besonders auf „emptynester“,<br />

auf gut situierte Paare also,<br />

deren Kinder bereits aus dem Haus<br />

sind. Kein Wunder, dass in unserer<br />

Diskussion sehr schnell vom Schwiegermuttersitz<br />

gesprochen wurde. Man<br />

kann ihn aber auch weglassen und<br />

dafür mehr Gepäck befördern. Die<br />

weiteren Aussichten: Mit der FAA-<br />

Zertifizierung der M10 rechnet Dr.<br />

Chen Ende 2018. Gleich danach strebt<br />

46 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Mooney M10-Serie<br />

Vorläufige technische Angaben des Herstellers<br />

Modellvariante M10T M10J<br />

Allgemein<br />

Konstruktion<br />

Tiefdecker, Carbon-Verbundwerkstoff-Bauweise<br />

Sitzanordnung<br />

2 vorne, 1 hinten<br />

Fahrwerk Dreibeinfahrwerk, fest Dreibeinfahrwerk, einziehbar<br />

Avionik<br />

Garmin G1000<br />

Antrieb<br />

Motor Continental CD-135 Continental CD-155<br />

Leistung 99 kW / 135 PS 114 kW / 155 PS<br />

Propeller<br />

MTV-6-A/190-69<br />

Treibstoff<br />

Jet A, Jet A1, EN590 Diesel<br />

Tankinhalt 83 l 166 l<br />

Performance<br />

Max. Reisegeschwindigkeit ca. 160 KTAS ca. 180 KTAS<br />

Reisegeschwindigkeit b. 75% ca. 140 KTAS ca. 160 KTAS<br />

Reichweite ca. 500 NM ca. 900 NM<br />

Abmessungen<br />

Spannweite<br />

10,12 m<br />

Länge<br />

7,45 m<br />

Kabinenbreite<br />

1,22 m<br />

[ 1 ]<br />

Fotos: Markus Koch, Mooney<br />

er die Zulassung der CAAC (China)<br />

an und schließlich die der EASA. Bis<br />

dahin ist es noch lange hin, und dieser<br />

finanzielle Spannungsbogen<br />

braucht einen langen Atem des hinter<br />

Mooney stehenden Investors.<br />

Gleichzeitig sollten aber auch Verkaufserfolge<br />

der 20er-Serie Geld in<br />

die Kasse bringen. Um dies zu erreichen,<br />

arbeitet die Marketingabteilung<br />

mit Hochdruck am Ausbau<br />

des Vertriebsnetzes. Mitteleuropa,<br />

Skandinavien und natürlich auch<br />

China stehen auf der Liste ganz oben.<br />

Die wirtschaftlichen Ressentiments,<br />

die Mooneys Wiederauferstehung<br />

skeptisch begleiten, sind sicherlich<br />

nicht ganz unbegründet. Andererseits<br />

verdient das Unternehmen für seinen<br />

Mut größte Anerkennung. Schließlich<br />

hat sich Mooney unter den klassischen<br />

amerikanischen Flugzeugbauern jetzt<br />

als einziger vorgewagt, für die weitgehend<br />

in Stagnation verharrende<br />

Echo-Klasse ein wirklich innovatives<br />

Flugzeug vorzustellen. Die bewährte<br />

M20-Serie wird sicherlich ihre Fangemeinde<br />

behalten. Mit der M10<br />

hingegen wird Mooney – gerade auch<br />

bei uns in Europa – viele neue Freunde<br />

gewinnen.<br />

ae<br />

Markus Koch<br />

[ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 1 ] Dr. Jerry Chen mit<br />

einem Windkanalmodell der<br />

M10. [ 2 ] Ob Schwiegermutter<br />

oder Supervisor:<br />

Der Passagier im Fond hat<br />

den meisten Platz. [ 3 ] Der<br />

Erstflug der M10 erfolgte<br />

am 23. Dezember 2015.<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 47


[ UL/LSA Reise ]<br />

Mit der Legend nach Stockholm<br />

MAL DEN SPRUNG<br />

Viele UL-Piloten sind Kirchturmflieger. Oft gibt es Hemmungen, die<br />

nähere Umgebung des Heimatplatzes zu verlassen. Von Ballungsräumen<br />

mit großem Verkehrsaufkommen oder gar ausländischen Lufträumen<br />

halten sich Schönwetterflieger mangels Routine lieber fern. Gerade<br />

eine Städtetour kann aber mit fantastischen Erfahrungen belohnen.<br />

Der Grasplatz Skå-Edeby vor den Toren<br />

Stockholms: günstig und gut angebunden.<br />

48 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Mehrere Stunden sind wir über<br />

offenem Wasser unterwegs.<br />

WAGEN<br />

TEXT + FOTOS: Oliver Schenk<br />

Auch beim Flug über Land hat<br />

man viel Wasser unter sich.<br />

Land in Sicht: Das Kap Arkona an der<br />

Nordspitze Rügens strahlt in karibischem Blau.<br />

Vater Schenk vor der Maschine auf Rügen, gestärkt<br />

mit einem Erdbeerbecher für die letzte Etappe.<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 49


[ UL/LSA Reise ]<br />

[ 1 ]<br />

E -Kiosk<br />

Weitere ausgewählte<br />

Reiseberichte und<br />

Artikel finden Sie<br />

zum Download unter<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Bist du verrückt? Das kannst<br />

du doch in so einem Luftraum<br />

nicht einfach fragen!“<br />

Klar kann ich, mehr als ein<br />

Nein werde ich schlimmstenfalls nicht<br />

zurückbekommen. Die Bestürzung<br />

meiner Freundin löst sich, als kurz<br />

darauf die nette Dame vom ATC Stockholm<br />

meiner Anfrage stattgibt, den<br />

Hafen und die Altstadt zu überfliegen.<br />

Eine wunderbare Aussicht auf<br />

die Sehenswürdigkeiten der schwedischen<br />

Hauptstadt ist der Lohn für<br />

die lange Reise – und für meine Selbstüberwindung.<br />

Zugegeben: Früher hatte ich<br />

Schwierigkeiten, die Komfortzone<br />

meiner Fliegerbasis Eggersdorf (Gemeinde<br />

Müncheberg bei Berlin) zu<br />

verlassen. Meine Pflichtstrecken habe<br />

ich natürlich absolviert und zeitnah<br />

zum Scheinerwerb auch das Flugfunkzeugnis<br />

in englischer Sprache<br />

(BZF 1) gemacht. Zwar kenne ich das<br />

Gebiet zwischen Oder und Spree wie<br />

meine Westentasche, mir fehlte aber<br />

die Sicherheit für größere Unternehmungen.<br />

Der Gedanke an das Aufgeben<br />

eines Flugplans und die Unterschiede<br />

im Luftrecht anderer<br />

Staaten schauderte mich. Ich könnte<br />

ja etwas übersehen und Fehler begehen.<br />

Meine Angstgegner waren<br />

Verzerrungen und undeutliche Aussprache<br />

im englischen Flugfunk. So<br />

festigte sich die psychische Blockade.<br />

Die Gelegenheit für eine längere<br />

Flugreise bietet sich, als meine Freundin<br />

für ein Semester in Stockholm<br />

forscht. Ich habe in den letzten Jahren<br />

viele Städtereisen gemacht, warum<br />

soll ich nicht mal anders ankommen<br />

als mit blau gefleckten Knien im<br />

easy-Jet? Der Plan wird dadurch<br />

begünstigt, dass im Vorjahr eine Legend<br />

540 des tschechischen Herstellers<br />

Aeropilot Einzug in den väterlichen<br />

Hangar hielt. Wer die Möglichkeiten<br />

einer solchen Reisemaschine mit geräumiger<br />

Kabine, solider Reisegeschwindigkeit<br />

und High-End-Ausstattung<br />

mit erweiterten Platzrunden<br />

verschwendet, ist selber schuld.<br />

Glücklicherweise lässt sich mein<br />

Vater von diesen Argumenten überzeugen.<br />

Er stellt das Flugzeug, ich<br />

übernehme die Planung. Auch für ihn<br />

ist es eine Premiere. Auf dem Hinflug<br />

wollen wir eine Zwischenlandung auf<br />

Gotland machen. Der Heimflug soll<br />

uns über Südschweden führen, das<br />

mit romantischen Erinnerungen an<br />

Astrid Lindgrens Geschichten verbunden<br />

ist. Über die Dächer des<br />

Katthult-Hofs von Michel aus Lönneberga<br />

brausen und wettfliegen mit<br />

Karlsson vom Dach – das wär’s!<br />

Doch zuerst muss der Flug sorgfältig<br />

geplant werden. Im Internet<br />

sind die Luftraum- und Flugplatzkarten<br />

der meisten Länder kostenlos<br />

verfügbar. Ein vollständiger Satz von<br />

ICAO-Papierkarten darf natürlich auch<br />

nicht fehlen. Ich versuche mir das<br />

Layout jedes Platzes einzuprägen,<br />

lerne die Namen der Pflichtmeldepunkte<br />

und Rollwege und schreibe<br />

mir jede Funkfrequenz auf, die ich<br />

mal brauchen könnte.<br />

Für den Flug kommt uns das Fassungsvermögen<br />

der Flächentanks von<br />

je 50 Litern zugute, was uns aber zu<br />

einem sehr vorsichtigen Gewichtsmanagement<br />

nötigt. Denn die maximale<br />

Startmasse liegt bei nur 472,5<br />

Kilogramm, alles inklusive. Der Hersteller<br />

gibt die Reichweite mit 1300<br />

Kilometern oder sieben Flugstunden<br />

an, wir haben also ein ordentliches<br />

Polster. Wir müssen mit zwei leichten<br />

Taschen auskommen und vorschriftsmäßig<br />

Rettungswesten tragen.<br />

Erst am Vorabend fällt die Entscheidung,<br />

doch nicht den City-Airport<br />

Bromma in Stockholm anzufliegen,<br />

da die Preise für Handling und Ab-<br />

50 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


[ 3 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] Panorama über Stockholm. Links die Altstadt, rechts im Bild der Vergnügungspark<br />

Gröna Lund. Im Hafen läuft eine Regatta mit farbenfrohen Segeln. Links hinten im Bild<br />

der City-Flughafen Bromma. [ 2 ] Hat man sich an das englische Funken und den<br />

fremden Luftraum gewöhnt, kommt bei den tollen Ausblicken im Cockpit Freude auf.<br />

[ 3 ] Auch außerhalb der Stadt gibt es einiges zu sehen, die alte Wikingersiedlung Birka<br />

zum Beispiel. [ 4 ] Unsere brave Legend 540 beim Start in Skå-Edeby.<br />

[ 4 ]<br />

stellen astronomisch sind. Wir entscheiden<br />

uns stattdessen für den<br />

kleinen Grasplatz Skå-Edeby etwa 30<br />

Kilometer nordwestlich der Stadt.<br />

Im ersten Sonnenlicht brechen wir<br />

von Eggersdorf auf. Die Legend liegt<br />

zwar schwer in der Luft, der 100-PS-<br />

Motor von Rotax fühlt sich aber nicht<br />

überfordert an. Bis zur Ostsee dauert<br />

es eine Stunde, genug Zeit, um zu<br />

steigen. Richtung Norden zieht es<br />

sich immer mehr<br />

zu, auf Usedom<br />

liegt die Wolkenuntergrenze<br />

bei<br />

1500 Fuß. Wir müssen<br />

sinken, verlieren<br />

den Funkkontakt zum Fluginformationsdienst,<br />

und ich wechsle auf<br />

die Frequenz von Heringsdorf. Direkt<br />

an der Küste wird das Wetter wesentlich<br />

besser, nun geht es über das<br />

offene Wasser, und wir können wieder<br />

Höhe gewinnen. Ich konnte die<br />

Ostsee als Meer nie richtig ernst<br />

nehmen, aber als ich in keiner Richtung<br />

mehr Land sehen kann, flößt sie<br />

mir doch Respekt ein. Unser erster<br />

Kontrollpunkt und potenzieller Notlandeplatz<br />

ist die dänische Insel<br />

Bornholm, die wir in 6000 Fuß passieren.<br />

Die Luft ist ruhig, die Legend<br />

ES IST FAST MEDITATIV – WIE EINE<br />

NUSSSCHALE AUF DEM MEER TREIBEN<br />

WIR UNSEREM ZIEL ENTGEGEN<br />

fliegt wie auf Schienen. Dank elektrischem<br />

Verstellpropeller schafft sie<br />

eine Geschwindigkeit von über 200<br />

km/h über Grund.<br />

Mit der Zeit werden die Wolken<br />

wieder dichter, darunterzusinken<br />

scheint mir aber wenig sinnvoll. Wenn<br />

ich die Wahl habe, entweder über<br />

einer Fläche von verdampftem oder<br />

flüssigem Wasser zu fliegen, entscheide<br />

ich mich für die Option mit Sonnenlicht<br />

und Höhe. Mit dem Passagierflugzeug<br />

bin ich schon oft über<br />

den Wolken gewesen, aber das war<br />

etwas ganz anderes. Es ist ein Gefühl<br />

wie in einer zeitlosen Blase, niemand<br />

anders ist zu sehen, und das gleichmäßige<br />

Wummern der Luftschraube<br />

macht es fast meditativ. Wie eine<br />

Nussschale auf dem Meer treiben wir<br />

unserem Ziel entgegen.<br />

Wir passieren die Südspitze der<br />

schwedischen Insel Öland, und eine<br />

halbe Stunde vor Visby auf Gotland<br />

müssen wir doch mal unter die Wolken.<br />

Jetzt rächt sich, den Sinkflug so<br />

lange herausgezögert zu haben. Ich<br />

erspähe aber das einzige Loch, nehme<br />

das Gas raus und schlüpfe hindurch.<br />

Zum Glück ist die Wolkenschicht<br />

nicht sehr dick. So dicht über dem<br />

Wasser zu fliegen, macht mir ein<br />

mulmiges Gefühl, meine Berechnungen<br />

ergeben eine Gleitzeit von drei<br />

bis vier Minuten bei Motorausfall.<br />

Unter uns folgen viele Schiffe einer<br />

Handelsroute, das beruhigt. Wir fliegen<br />

nun über drei<br />

Stunden, so lange<br />

am Stück war ich<br />

noch nie in der<br />

Kiste. Mein Körper<br />

macht mir klar,<br />

dass die limitierenden Probleme eher<br />

die Haltekraft der Blase und die Belastbarkeit<br />

des Sitzfleisches sind als<br />

die Kraftstoffreserve. Die Landung in<br />

Visby klappt problemlos, und der<br />

Gegenanflug gewährt schon mal einen<br />

tollen Blick auf die Altstadt.<br />

Wir genießen die Mittagspause in<br />

der alten Hansestadt, der Flugplan<br />

aber drängt uns zum Weiterflug. Bis<br />

Stockholm dauert es nur noch eine<br />

Stunde. Der Grasplatz von Skå-Edeby<br />

ist schwer zu erkennen, und am Funk<br />

antwortet niemand. Da ich das erwartet<br />

habe, setze ich eine Blindmel-<br />

Da wir über das Küstengebiet<br />

hinausfliegen, sind<br />

Rettungswesten Pflicht.<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 51


[ UL/LSA Reise ]<br />

Kultur und Unterhaltung komprimiert:<br />

Gröna Lund, Vasa-Museum, das Nordische<br />

Museum und das Freilichtmuseum Skansen.<br />

Die Reiseroute Auf dem Weg nach Stockholm<br />

Kartenmaterial:<br />

ICAO 1:500 000 von Malmö, Göteborg<br />

und Stockholm, je 21,80 Euro. Leider<br />

sind diese Karten wesentlich weniger<br />

detailliert als die deutschen.<br />

Lande- und Abstellgebühren:<br />

Die größeren Flugplätze in Schweden<br />

werden von der Gesellschaft Swedavia<br />

betrieben. Eine Landung in Visby<br />

(ESSV) kostet 250 SEK (ca. 27 Euro),<br />

ein Wochenpass mit Landeflatrate für<br />

verschiedene Plätze 800 SEK. Ausgenommen<br />

sind kleine Plätze wie Skå-<br />

Edeby (ESSE).<br />

Flugvorbereitung: Für den Einflug<br />

nach Schweden sind keine Vorabfreigaben<br />

erforderlich. Allerdings sind ein<br />

Flugplan für Flüge nach und ab Gotland<br />

sowie Schwimmwesten Pflicht.<br />

Hotel und Verpflegung: Das Mornington<br />

Hotel Bromma liegt zwar nicht<br />

sehr zentral, ist aber gepflegt und<br />

vergleichsweise günstig (ab 350 SEK).<br />

Für gehobene schwedische Küche<br />

lohnt sich das Restaurant Blå Dörren.<br />

dung über meine Landeabsicht ab<br />

und überfliege die kreuzförmige Piste,<br />

um mir über die beste Landerichtung<br />

klar zu werden. Nach der Landung<br />

zeigt sich, dass der Platz doch belebt<br />

ist. Wir werden freundlich begrüßt<br />

und bekommen einen Abstellplatz<br />

für unsere Maschine zugewiesen.<br />

Erleichterung und Stolz stellen sich<br />

ein: Wir haben es bis hierher geschafft!<br />

Vor der Fahrt in die Stadt packen wir<br />

die Legend in ihre Abdeckplane und<br />

verzurren sie mit Haken am Boden.<br />

Kurz vor uns sind zwei ältere deutsche<br />

Herren mit einer Cessna gelandet,<br />

die auf der Reise ans Nordkap<br />

sind. Wir beschließen, uns ein Taxi<br />

ins Zentrum zu teilen. Dort wartet<br />

schon meine Freundin. Die nächsten<br />

drei Tage verbringen wir mit dem<br />

Erkunden der Stadt und Museumsbesuchen.<br />

Besonders das Vasa-Museum<br />

begeistert uns. Es beherbergt<br />

die Galeone Vasa, die 1628 im Hafen<br />

sank und bis zu ihrer Bergung 1961<br />

im Schlick weitgehend erhalten blieb.<br />

Meine Freundin, der Landessprache<br />

mächtig, gibt eine exzellente<br />

Stadtführerin ab. Vor unserem<br />

Abflug belohne ich sie dafür mit einem<br />

Rundflug über die Stadt – mit der<br />

bereits erwähnten Anfrage an ATC<br />

Stockholm.<br />

52 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Piloten landen hier<br />

3 x <strong>aerokurier</strong><br />

mit 35 % Preisvorteil!<br />

Vimmerby in Småland, Südschweden.<br />

Im Bild der Erlebnispark<br />

„Astrid Lindgrens Welt“.<br />

Auf dem Rückflug über das<br />

Inland ist die Aussicht wesentlich<br />

abwechslungsreicher. Bullerbü<br />

muss man nicht suchen, es ist<br />

überall. Rote Holzhäuser, grüne<br />

Wälder und unzählige Seen machen<br />

das Schwedenbild perfekt.<br />

Der Sprung über die Ostsee<br />

zurück nach Deutschland ist wesentlich<br />

kürzer. Die Zwischenlandung<br />

auf Rügen versüßen wir uns<br />

mit einem leckeren Eisbecher auf<br />

der Besucherterrasse. Auf dem<br />

letzten Stück werden wir beim<br />

Blick auf die Tankanzeige unruhig,<br />

schaffen es aber mit üppiger Reserve<br />

nach Eggersdorf. Der Flug<br />

war eine tolle und lehrreiche Erfahrung.<br />

Eine so lange Strecke<br />

verträgt mehr Zwischenlandungen,<br />

die wichtigste Erkenntnis ist aber,<br />

dass es keine nennenswerten<br />

Probleme gab. Ich habe deutlich<br />

an Sicherheit gewonnen und freue<br />

mich schon auf den nächsten Flug<br />

ins Ausland.<br />

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Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 70162 Stuttgart. Registergericht Stuttgart HRA 9302. Geschäftsführer: Dr. Volker Breid,<br />

Norbert Lehmann. Vertrieb: Belieferung, Betreuung und Inkasso erfolgen durch DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Nils Oberschelp (Vorsitz),<br />

Christina Dohmann, Dr. Michael Rathje, Am Sandtorkai 74, 20457 Hamburg, als leistender Unternehmer. AG Hamburg, HRB 95752.<br />

Ja, ich möchte <strong>aerokurier</strong> frei Haus im Probeabo testen. Best.-Nr. 1520965<br />

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im Einzelkauf. Mein Geschenk, die Werkzeugbox mit Lampe, erhalte ich nach Zahlungseingang und solange<br />

der Vorrat reicht, Ersatzlieferungen sind vorbehalten. Falls ich nach dem Test keine weiteren Hefte wünsche,<br />

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Ja, ich möchte auch von weiteren Inhalten, Vorabnachrichten, Themen und Vorteilen profitieren. Deshalb bin ich damit einverstanden, dass<br />

mich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG und ihr zur Verlagsgruppe gehörendes Unternehmen, Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft<br />

mit ihren Titeln künftig auch per Telefon und E-Mail über weitere interessante Medienangebote informieren. Dieses Einverständnis<br />

kann ich jederzeit per E-Mail an widerruf@dpv.de widerrufen.<br />

Ich bezahle per Bankeinzug und erhalte zusätzlich eine Gratis-Ausgabe.<br />

IBAN<br />

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SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Düsternstr. 1-3, 20355 Hamburg, Gläubiger-Identifikationsnummer<br />

DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut<br />

an, die von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Die Mandatsreferenz wird mir<br />

separat mitgeteilt. – Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten<br />

Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.<br />

Ich bezahle per Rechnung.<br />

Widerrufsrecht Sie können die Bestellung binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen formlos widerrufen. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem<br />

Sie die erste bestellte Aus gabe erhalten, nicht jedoch vor Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2<br />

Nr. 1 EGBGB. Zur Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses, die Bestellung zu widerrufen.<br />

Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: <strong>aerokurier</strong> Aboservice, Postfach,<br />

70138 Stuttgart, Telefon: + 49 (0)711 3206-8899, Telefax: +49 (0)711 182-2550, E-Mail: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />

Datum Unterschrift<br />

Die Ferienanlage Prora der NS-Organisation „Kraft durch Freude“<br />

passieren wir auf dem Heimflug nach Eggersdorf.<br />

Coupon ausfüllen und einsenden an: <strong>aerokurier</strong> Aboservice, 70138 Stuttgart<br />

DIREKTBESTELLUNG: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de Bitte Bestell-Nr. angeben<br />

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[ UL/LSA Reise ]<br />

Mit dem Trike über<br />

dem Hudson River.<br />

Ein unglaubliches<br />

Erlebnis!<br />

Fotos: Andreas Zmuda, Doreen Kröber<br />

Trike Globetrotter<br />

Unterwegs über New York<br />

Seit Juli 2012 sind Andreas Zmuda und Doreen Kröber mit einem Drachenflieger-Trike<br />

auf einer Reise um die Welt. Im <strong>aerokurier</strong> berichten die beiden Abenteurer über ihren<br />

160 000-Kilometer-Trip. Nun sind sie im Big Apple angekommen.<br />

New York City – die riesigen<br />

Wolkenkratzer sind schon<br />

rund 40 Meilen vorher<br />

deutlich zu erkennen. Und je näher<br />

wir kommen, umso dichter wird<br />

der Flugverkehr. Im Umkreis von<br />

50 Kilometern bestimmen nicht<br />

nur die drei riesigen Bravo-Flughäfen<br />

JFK, Newark und LaGuardia<br />

das Geschehen, sondern auch sechs<br />

Charlie-, drei Delta-Flughäfen sowie<br />

endlos viele große Heliports.<br />

Überall schwirren vor, neben<br />

und über uns große und kleine<br />

Flugzeuge und Dutzende von Helikoptern.<br />

Mein ADS-B-Empfänger<br />

meldet derart viel Verkehr um mich<br />

herum, dass ich den elektrischen<br />

Tragflächentrimm ganz hochziehe,<br />

um unsere Reisegeschwindigkeit<br />

von 58 Knoten auf für uns stolze<br />

76 Knoten zu erhöhen. Ich will nur<br />

noch ganz schnell sicheren Boden<br />

unter meinen drei Rädern haben.<br />

Wir haben bisher auf den rund<br />

40 000 Kilometern über 33 Länder<br />

schon viel erlebt, aber das hier ist<br />

die absolute Krönung!<br />

Die Bodenkontrolle auf dem<br />

Morristown Municipal Airport begrüßt<br />

mich auf ihrem „first-class<br />

GA airport“ und leitet mich zum<br />

Signature FBO, einer Privatfirma,<br />

die hier den Flughafen verwaltet.<br />

Der Einweiser winkt uns in die<br />

äußerste Ecke seines Vorfeldes und<br />

lacht. Ich weiß gar nicht, warum.<br />

So etwas wie wir ist hier wohl noch<br />

nie gelandet. Ich klettere aus meinen<br />

Sitz, und wir werden sofort<br />

vom Flughafenmanager Cesar<br />

Rizik und seiner Assistentin Maria<br />

begrüßt.<br />

Als Gäste auf dem<br />

First-Class-Airport<br />

„Ich habe schon von euch gehört.<br />

Eine Woche wollt ihr hierbleiben?<br />

Ja, dann werden wir euren Flieger<br />

besser in unseren Hangar<br />

stellen.“„Das ist super, aber wie<br />

steht es mit den Kosten?“, frage<br />

ich vorsichtig nach. „Ihr zahlt hier<br />

nichts. Ihr seid unsere Gäste“,<br />

antwortet Cesar. Keine Lande- oder<br />

sonstige Gebühren, und das Crew<br />

Car, eine schnittige schwarze Limousine,<br />

steht schon vollgetankt<br />

für uns bereit. Nein, auch das kostet<br />

nichts, und wir können es die<br />

ganze Woche benutzen. Wo wir<br />

schlafen? Auch da hat Cesar gleich<br />

eine Idee. „Wir haben hier einen<br />

Ruheraum für Piloten mit Computer<br />

und gutem Internet, und die<br />

Duschen sind gleich da vorne.“<br />

Das ist nun unser Raum, unser<br />

zu Hause für die nächsten Tage.<br />

Ob er wohl zu allen Piloten so offenherzig<br />

und großzügig ist? Ich<br />

glaube, Cesar hat einen Narren an<br />

uns gefressen, er ist einfach begeistert<br />

von unserem Flugabenteuer.<br />

Nach einem ausgedehnten<br />

Frühstück geht es an die weitere<br />

54 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Empfang mit rotem Teppich in der Dominikanischen Republik.<br />

Unzählige Blautöne bietet das Meer der Karibik.<br />

Hochhäuser, Palmen und Meer in Miami Beach.<br />

Cabriofliegen auf einer reichlich frequentierten Luftstraße.<br />

Planung. „Cesar, wir würden gerne<br />

einmal den Hudson River rauf,<br />

an den Hochhäusern von Manhattan<br />

vorbei und dann im Tiefflug<br />

um die Freiheitsstatue herumfliegen.<br />

Kannst du uns da irgendwie<br />

eine Sondergenehmigung besorgen?“,<br />

will ich wissen.<br />

Zwei Möglichkeiten<br />

für den Hudson-Trip<br />

Cesar lacht, und ich komme mir<br />

vor wie ein kleiner Schuljunge, der<br />

etwas völlig Absurdes gefragt hat.<br />

Natürlich ist die Frage unsinnig.<br />

Nach den Terroranschlägen vom<br />

11. September darf sicherlich kein<br />

Flugzeug so nahe an die Freiheitsstatue<br />

und Manhattan heranfliegen,<br />

beantworte ich mir meine Frage<br />

selbst. „Es gibt keine Sondergenehmigung.<br />

Du fliegst einfach los,<br />

Andreas!“, sagt Cesar. „Wirklich?“,<br />

frage ich überrascht. Ich traue<br />

meinen Ohren nicht. „Es gibt folgende<br />

Möglichkeiten: Entweder<br />

verabschiedest du dich nach dem<br />

Start rund zehn Meilen außerhalb<br />

von unserem Fluglotsen und fliegst<br />

unter 1400 Fuß, um unter allen<br />

kontrollierten Bravo-, Charlie- und<br />

Delta-Lufträumen zu bleiben. Sowie<br />

du den Hudson River erreichst,<br />

biegst du an der Washington-<br />

Brücke ab, fliegst rechts am Ufer<br />

entlang den Fluss runter, vorbei<br />

an Manhattan und der Freiheitsstatue.<br />

Dabei musst du an drei<br />

bestimmten Stellen deine Position<br />

den anderen Piloten durchgeben.<br />

Und auf dem Weg zurück fliegst<br />

du ganz rechts, dann kommst du<br />

wirklich ganz dicht an die Hochhäuser<br />

heran. Das ist die eine<br />

Möglichkeit.“<br />

Mir erscheint das zu gefährlich,<br />

und ich entscheide mich für Möglichkeit<br />

zwei: Ich lasse mich von<br />

einem Fluglotsen zum nächsten<br />

weiterleiten und fliege sicher durch<br />

alle kontrollierten Lufträume. Am<br />

nächsten Morgen sind wir um sechs<br />

Uhr im Hangar und bereiten uns<br />

vor. Keine Wolke am Himmel, absolute<br />

Windstille. Perfektes Wetter!<br />

Nachdem ich ATIS abgehört habe,<br />

leitet mich die Bodenkontrolle zur<br />

Startbahn 23. Vor mir sind zwei<br />

Learjets auf dem Taxiway, und bei<br />

Intersection Foxtrott bitte ich um<br />

Startfreigabe direkt von der Intersection.<br />

Wir brauchen nur rund 200<br />

Meter, um abzuheben, und so<br />

starten wir noch vor den Learjets<br />

in den Morgenhimmel. Kaum sind<br />

wir in der Luft, bittet mich der<br />

Fluglotse, mit seinem Kollegen auf<br />

dem Essex-County-Flughafen unter<br />

119,8 MHz Kontakt aufzunehmen.<br />

Nach nur zehn Meilen werde ich<br />

wieder gebeten, die Funkfrequenz<br />

zu ändern: 119,5 MHz, Teterboro<br />

Airport. Auch bei jenem Fluglotsen<br />

bin ich nicht lange. Er bittet mich,<br />

auf 1500 Fuß zu fliegen, und sobald<br />

ich den Hudson River auf Höhe der<br />

Washington-Brücke erreicht habe,<br />

auf 118,7 MHz, LaGuardia International<br />

Airport, zu wechseln, da<br />

ich mich dann in deren Bravo-<br />

Luftraum befinde.<br />

„N217TG, sind Sie mit den New<br />

York Class B Airspace Hudson<br />

River and East River Exclusion<br />

Special Flight Rules vertraut?“,<br />

fragt mich der Fluglotse. Ja klar,<br />

ich habe mich ja vorbereitet. Ab<br />

geht es, den Hudson River entlang.<br />

Unglaublich, dass ich mit meinem<br />

kleinen Moskito hier fliegen darf.<br />

Und das ohne jegliche Kontrollen.<br />

Wir fliegen auf 1500 Fuß. Unter uns<br />

sehe ich die ersten Helikopter, die<br />

nun im Fünf-Minuten-Abstand auf<br />

1000 Fuß den Hudson herunter zur<br />

Freiheitsstatue sausen.<br />

Frequenzhopping von<br />

Luftraum zu Luftraum<br />

Als wir den Meldepunkt COCH<br />

erreichen und gerade dort sind,<br />

wo bis zum 11. September 2001<br />

die Türme des World Trade Center<br />

standen, werde ich gebeten, auf<br />

127,85 MHz des Bravo-Flughafens<br />

New York-Newark zu wechseln.<br />

Aber der versteht mich nicht.<br />

„N217TG, ich kann Sie nicht klar<br />

verstehen“, sagt er immer wieder,<br />

und das, nachdem er wunderbar<br />

meine Kennung verstanden und<br />

wiederholt hat. „Bitte gehen Sie<br />

auf 1200 Fuß, und wechseln Sie<br />

auf CTAF 123,05. Dort verständigen<br />

Sie sich mit den anderen Piloten.“<br />

Mist – genau da wollte ich ja<br />

eigentlich nicht hin. Ich gehe sehr<br />

langsam runter, 1400, 1300 Fuß.<br />

Und schon meldet sich der Tower<br />

erneut: „N217TG, Sie befinden sich<br />

immer noch in Bravo. Gehen Sie<br />

sofort 100 Fuß weiter runter!“ Mein<br />

Transponder mit Höhenkennung<br />

funktioniert anscheinend einwandfrei,<br />

tricksen gilt nicht ... ae<br />

Andreas Zmuda<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 55


[ BUSINESS AVIATION Flugzeugreport ]<br />

Falcon 8X erhält Zulassung<br />

Flaggschiff auf Welttour<br />

Dassaults neuer Ultralangstreckenjet, die Falcon 8X, hat Ende Juni pünktlich ihre<br />

Muster zulassung erhalten. Zuletzt bewies der Dreistrahler seine operationelle Einsatzfähigkeit<br />

auf einer Tour um die Welt. Die Lieferungen beginnen im vierten Quartal.<br />

Im nordkanadischen<br />

Rankin Inlet wurde die 8X<br />

im Frühjahr tiefgefroren.<br />

56 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Während der Erprobung flog die 8X bis nahe an die Schallmauer: Hier haben<br />

die Testpiloten den Autopiloten auf Mach 0.97 eingestellt.<br />

Für die Kabine stehen 30 Ausstattungs- und Anordnungsvarianten zur<br />

Auswahl. Damit lässt sich die 8X individuell an Kundenwünsche anpassen.<br />

Fotos: Dassault<br />

Es war so etwas wie die abschließende<br />

Härteprüfung<br />

für die Falcon 8X während<br />

der Flugerprobung: Einen Monat<br />

lang flog der Prototyp des Ultralangstreckenjets<br />

mit der Seriennummer<br />

3 um die Welt. Die Tour<br />

sollte die operationelle Einsatzfähigkeit<br />

bei verschiedensten klimatischen<br />

Verhältnissen unter Beweis<br />

stellen. Der Fokus lag dabei auch<br />

auf dem Komfort der Kabine unter<br />

den sich ständig verändernden<br />

Bedingungen.<br />

Die Route führte zu 46 Zielen<br />

in Nord- und Südamerika und zurück<br />

von Europa bis in den Mittleren<br />

Osten, dann weiter nach<br />

China und Südostasien. Auf den<br />

65 Flügen sammelte Dassaults<br />

künftiges Flaggschiff über 100 000<br />

Kilometer Flugstrecke. Der kürzeste<br />

Flug der Welttournee dauerte<br />

gerade einmal 18 Minuten. Ihre<br />

Langstreckenfähigkeiten konnte<br />

die 8X auf drei jeweils 14 Stunden<br />

langen Flügen zeigen: von Singapur<br />

und São Paulo in Brasilien nach<br />

Paris und von New York nach Abu<br />

Dhabi am Persischen Golf.<br />

Die 8X soll der leiseste<br />

Business Jet sein<br />

Den ganzen April über begleiteten<br />

die Welttournee neben den<br />

26 Piloten von Dassault weitere<br />

60 Personen, darunter Ingenieure<br />

aus der Flugtestabteilung, Techniker<br />

sowie Flugbegleiter. Das<br />

Feedback war erfreulich: „Alle<br />

Beteiligten waren mit den Kom-


[ BUSINESS AVIATION Flugzeugreport ]<br />

Fotos: Dassault<br />

Im Cockpit kommt das<br />

Honeywell Primus<br />

System mit vier großen<br />

Monitoren zum Einsatz.<br />

fortmerkmalen wie der Klimatisierung<br />

und vor allem dem Geräuschniveau<br />

sehr zufrieden“, sagt Olivier<br />

Villa, Senior Vice President der<br />

Zivilsparte von Dassault. Man habe<br />

bestätigen können, dass der<br />

Geräuschpegel durch die aufwendige<br />

Dämmung noch einmal zwei<br />

Dezibel unter jenem der Falcon 7X<br />

liegt. „Das macht die 8X zum leisesten<br />

Geschäftsreiseflugzeug“,<br />

fügt Villa hinzu.<br />

Den Zeitplan hielt<br />

Dassault exakt ein<br />

Gleichzeitig war die weltweite<br />

Präsentation des neuen, größten<br />

Geschäftsreiseflugzeuges der Franzosen<br />

der glückliche Abschluss<br />

des Test- und Zulassungsprogramms.<br />

Ein bisschen Stolz konnte<br />

Dassault nicht verheimlichen,<br />

als die Falcon 8X am 24. Juni durch<br />

die EASA zugelassen wurde. Da<br />

sie auf der Grundkonstruktion der<br />

7X basiert, wurde sie als eine Version<br />

ihrer kleineren Schwester in<br />

Daten Dassault Falcon 8X<br />

Hersteller: Dassault Aviation<br />

Sitzplätze: ca. 14 Verwendung:<br />

Geschäftsreiseflugzeug Besatzung: 2<br />

Antrieb<br />

Hersteller Pratt & Whitney Canada<br />

TypPW307D<br />

maximale Leistung 29,9 kN (6722 lbs)<br />

Abmessungen<br />

Länge<br />

24,46 m<br />

Höhe<br />

7,94 m<br />

Spannweite<br />

26,29 m<br />

Innenlänge<br />

13,00 m<br />

Innenhöhe<br />

1,88 m<br />

Innenbreite<br />

2,34 m<br />

Massen und Mengen<br />

Leermasse<br />

16 375 kg<br />

maximale Startmasse 33 113 kg<br />

maximale Landemasse 28 304 kg<br />

Tankinhalt<br />

15 830 kg<br />

Flugleistungen<br />

Startstrecke<br />

1829 m<br />

Landestrecke<br />

656 m<br />

Reisegeschwindigkeit Mach 0.80<br />

Höchstgeschwindigkeit Mach 0.90<br />

Dienstgipfelhöhe 51 000 ft (15 545 m)<br />

Reichweite 6450 NM (11 945 km)<br />

58 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Ihr Spezialist für Verkauf,<br />

Instandhaltung & Reparatur !<br />

Auch eine Dusche fliegt auf Wunsch im großzügigen hinteren Teil<br />

der Kabine mit: Die Waschräume und Küchen lassen sich ebenfalls<br />

individualisieren. So sollen Passagiere nach Ultralangstrecken<br />

entspannt und erfrischt aussteigen können.<br />

Das Layout mit den drei<br />

am Heck angeordneten<br />

Triebwerken ist von der<br />

7X bekannt.<br />

deren Zulassung eingetragen (Modification<br />

M1000). Der Hersteller<br />

hat seinen Zeitplan damit exakt<br />

eingehalten. Die Lieferungen sollen<br />

nun im vierten Quartal beginnen.<br />

Seriennummer 26 ist im Werk<br />

Merignac in der Endmontage, und<br />

ein Dutzend Flugzeuge wird in<br />

Little Rock komplettiert.<br />

Erst auf der Genfer EBACE im<br />

Frühjahr 2014 hatte Dassault das<br />

neue Topmodell angekündigt. In<br />

der Branche führte das durchaus<br />

zu Erstaunen, hatte Dassault doch<br />

die Entwicklung der deutlich kleineren<br />

5X erst wenige Monate<br />

zuvor bekannt gegeben. Mit ihrem<br />

sechsten Modell runden die Franzosen<br />

ihr Business-Jet-Portfolio<br />

nach oben ab.<br />

Was folgte, waren ein pünktlicher<br />

Erstflug im Februar 2015 und<br />

ein reibungsloses Testprogramm<br />

mit den obligatorischen Zulassungskriterien.<br />

Dazu gehören das Erfliegen<br />

des gesamten Flugspektrums,<br />

Strömungsabrisse, Höhen- und<br />

Flattertests. Drei Prototypen der<br />

Top Flugzeuge:<br />

• 1992 Beech King Air C90B XP - TT 3.450 hrs<br />

• 1985 Beech King Air F90-1 - TT 4.400 hrs<br />

• 2010 Beech King Air 350i - TT 1.150 hrs<br />

• 2005 Cessna Citation XLS - TT 3.100 hrs<br />

• 2012 Embraer Phenom 100 - TT 600 hrs<br />

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[ BUSINESS AVIATION Flugzeugreport ]<br />

Die Sidesticks leiten ihre Steuerbefehle<br />

elektronisch weiter und<br />

sorgen für ein luftiges Cockpit.<br />

In Merignac werden die bereits vorproduzierten<br />

Serienflugzeuge endmontiert.<br />

Fotos: Dassault<br />

8X haben diese Arbeiten absolviert.<br />

Insgesamt spulten sie 833 Flugstunden<br />

bei 406 Flügen ab. Im März<br />

ging es dabei ganz dicht an den<br />

Polarkreis: Im nordkanadischen<br />

Rankin Inlet an der Hudson Bay<br />

musste die Falcon 8X Kältetests<br />

über sich ergehen lassen. Nach<br />

einer Nacht bei minus 33 Grad<br />

Celsius durften weder die Avionik<br />

noch das elektrische System oder<br />

die Hydraulik Auffälligkeiten beim<br />

Hochfahren zeigen. Das taten sie<br />

auch nicht, ebenso wenig wie die<br />

Funktionen in der Kabine.<br />

Die Rumpfkonstruktion ist identisch<br />

mit jener der Falcon 7X, was<br />

eine Stehhöhe von 1,88 Metern und<br />

eine Innenbreite von 2,34 Metern<br />

bedingt. Der Rumpf wurde aber<br />

um einen guten Meter verlängert,<br />

seine Außenlänge misst nun gut<br />

24 Meter.<br />

Dieses Wachstum kommt eins<br />

zu eins der Kabine zugute: Diese<br />

misst von der Cockpittür bis zur<br />

hinteren Wand exakt 13 Meter. Das<br />

ermöglicht reichlich Spielraum für<br />

30 verschiedene Layouts. Von der<br />

Küche über die Dusche bis hin zu<br />

Einzelsitzen, die sich in Betten<br />

umbauen lassen, bleiben kaum<br />

Wünsche offen. Dassaults Standardlayout<br />

verfügt im vorderen<br />

Bereich über zwei Vierersitzgruppen<br />

sowie zwei seitlich dahinter<br />

angeordnete Dreiersofas. Im Heck<br />

befindet sich der Waschraum und<br />

hinter dem Cockpit die Galley, also<br />

die Bordküche. Daraus ergibt<br />

sich eine Kapazität für 14 Passagiere,<br />

was dem Niveau dieser<br />

Klasse entspricht.<br />

Die Technik basiert auf<br />

der kleineren 7X<br />

Die Tragflächen der 8X sind<br />

eine Version jener der 7X. Ihr Design<br />

wurde weiter auf Effizienz im<br />

hohen Geschwindigkeitsbereich<br />

getrimmt. Die Konstruktion aus<br />

Leichtmetall und Verbundwerkstoffen<br />

zeichnet sich durch eine<br />

ausgeprägte Pfeilung aus. Bekannt<br />

von anderen Neuentwicklungen<br />

aus dem Hause Dassault ist das<br />

EASy-Flight-Deck. Es basiert auf<br />

dem Honeywell Primus Epic System<br />

mit vier großen Farbbildschirmen.<br />

Die Flugsteuerung folgt dem Trend<br />

zu Fly-by-Wire mit platzsparenden<br />

Sidesticks, die mithilfe von Steuercomputern<br />

elektrische Steuerinputs<br />

errechnen. Zusätzlich werden<br />

die Piloten vor dem Grenzbereich<br />

des Flugspektrums geschützt.<br />

Ebenfalls bekannt von der 7X<br />

ist das Layout mit den drei am Heck<br />

angeordneten Triebwerken PW307D<br />

von Pratt & Whitney Canada. Dassault<br />

hält bei seinem Jet an dieser<br />

Auslegung fest, da sie uneingeschränkte<br />

Flugrouten über offenem<br />

Wasser ermöglicht. Mit knapp<br />

12 000 Kilometern liegt der Aktionsradius<br />

zwar etwa 1000 Kilometer<br />

über dem der 7X, gegenüber<br />

den Konkurrenzmodellen Gulfstream<br />

G650ER und dem Bombardier-Duo<br />

Global 7000 und 8000<br />

muss der Trijet aber Federn lassen.<br />

Diese Modelle erreichen ihre maximale,<br />

gut 2000 Kilometer größere<br />

Reichweite zudem mit einer<br />

Reisegeschwindigkeit von Mach<br />

0.85, während die 8X auf der Langstrecke<br />

mit Mach 0.80 fliegt.<br />

Zu beachten ist, dass die Konkurrenz<br />

Ugiaecto diesen odis dellautem Vorteil mit is einem<br />

höheren alignist quaspit Treibstoffbedarf posto core erkauft. ium<br />

Deren laut apercipid Startmassen quiam liegen aut autasi mit Werten<br />

um die 47 Tonnen deutlich über<br />

der Startmasse der 8X. Ein Vorteil<br />

der neuen Falcon ist dagegen die<br />

hohe Landemasse, die gerade einmal<br />

fünf Tonnen unter dem möglichen<br />

Startgewicht liegt. Damit<br />

können mehrere Streckenabschnitte<br />

ohne Nachtanken geflogen werden,<br />

was bei lokalen Preisunterschieden<br />

hilft, Kosten zu sparen.<br />

Bei der Top-Speed herrscht im<br />

Marktsegment der Ultralangstrecken-Business-Jets<br />

ein klares Patt:<br />

Schneller oder langsamer als Mach<br />

0.9 fliegt hier keiner. Die Falcon<br />

8X kommt zwar nicht schneller an<br />

die heißen und kalten Orte dieser<br />

Welt, dafür aber leiser und preiswerter.<br />

ae<br />

Max Kühnl<br />

60 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Praxis<br />

Know-how<br />

August <strong>2016</strong><br />

für<br />

Einsteiger und<br />

Fortgeschrittene<br />

Magnetzündsysteme<br />

Damit es richtig funkt<br />

Foto: Heiko Müller<br />

Nahezu alle Benzinmotoren in der Luftfahrt arbeiten mit<br />

Magnetzündsystemen. Der Vorteil dieses Verfahrens, das<br />

Benzin -Luft-Gemisch zu entzünden, besteht in der Sicherheit<br />

durch die Unabhängigkeit von der Bordspannung.<br />

Magnetzündsysteme sind sehr einfach<br />

aufgebaut und erzeugen den Zündfunken<br />

ausschließlich durch magnetische<br />

Induktion. Gesteuert wird der Zündzeitpunkt<br />

durch einen Unterbrecherkontakt.<br />

Im Automobilsektor wurden die wartungsintensiven<br />

Unterbrecherkontakte bereits Anfang<br />

der 70er Jahre durch wartungsfreie Transistoren<br />

ersetzt, lediglich im Trabant und im<br />

Wartburg wurden sie bis zum Ende der Produktion<br />

eingesetzt. Für Flugmotoren hätte<br />

solch eine Transistorisierung den Nachteil,<br />

dass die Zündanlage damit abhängig vom<br />

Stromnetz des Luftfahrzeugs würde. Die Zulassungsvorschriften<br />

schließen ein elektronisches<br />

Zündsystem zwar nicht aus, aber<br />

der Motorhersteller muss dafür nachweisen,<br />

dass die Zündanlage genauso zuverlässig<br />

arbeitet wie zwei unabhängige Magnete. Da<br />

eine solche Zündanlage komplexer würde und<br />

die Zuverlässigkeit nur aufwendig nachzuweisen<br />

wäre, unterscheiden sich auch heutige<br />

Magnetzündungsanlagen kaum von<br />

Modellen aus den 1930er Jahren.<br />

Im Prinzip gleicht eine Magnetzündung einem<br />

permanent erregten Generator mit ein paar<br />

Extras, um die benötigte hohe Zündspannung<br />

zum richtigen Zeitpunkt zu erzeugen. Die<br />

Kurbelwelle des Motors treibt den Rotor mit<br />

den Permanentmagneten an, die einen Strom<br />

in der Primärwicklung der Zündspule induzieren,<br />

abhängig vom Unterbrecherkontakt.<br />

So funktioniert<br />

die Magnetzündung<br />

Im richtigen Moment – dazu später mehr –<br />

öffnet sich der Unterbrecherkontakt, und es<br />

kommt zu einem kurzzeitigen und heftigen<br />

Spannungsanstieg in der Primär- und Sekundärwicklung<br />

der Zündspule. Der Spannungsanstieg<br />

erfolgt, da die Zündspule eine<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 61


[ PRAXIS August <strong>2016</strong> ]<br />

Typischer Aufbau einer Magnetzündanlage für Flugmotoren<br />

Keil zur Sicherung<br />

der Zündspule<br />

Hochspannungsausgang<br />

der Spule mit Schleifer<br />

zum Zündverteiler<br />

Verzahnung des<br />

Zündverteilers<br />

isolierende<br />

Unterlegscheibe<br />

Verteilerfinger<br />

Kontaktfeder für Hochspannungsübertragung<br />

auf Zündkabel<br />

Zündspule<br />

Filzscheibe<br />

Rotor mit Permanentmagnet<br />

abgedichtetes<br />

Kugellager<br />

Filzscheibe<br />

(Ölreservoir)<br />

Antriebswelle der<br />

Magnetzündung<br />

Abdichtung des<br />

Löschkondensators<br />

(O-Ring)<br />

Ölschleuderring<br />

Löschkondensator<br />

mit Anschluss für<br />

Zündschalter/-schloss<br />

Befestigungsschraube<br />

für Lagerflansch<br />

Belüftungsstopfen<br />

Rollenlager<br />

Befestigungsschraube<br />

der Nockenwelle<br />

Nockenwelle für Betätigung des Unterbrecherkontaktes<br />

(Unterbrecherkontakt nicht abgebildet)<br />

Induktivität darstellt. Eine Induktivität hat die<br />

Eigenschaft, einen durch sie fließenden Strom<br />

nach Unterbrechung des Stromkreises weiterfließen<br />

zu lassen, was zum Spannungsanstieg<br />

in der Primärwicklung führt. Der gleiche<br />

Spannungsanstieg erfolgt an der Sekundärwicklung<br />

der Zündspule, nur ist er dort, entsprechend<br />

dem Wicklungsverhältnis der<br />

Zündspule, sehr viel höher und reicht aus, um<br />

an der Zündkerze einen Funken überspringen<br />

zu lassen. Die von der Zündspule erzeugte<br />

Spannung kann bis zu 25 000 Volt betragen.<br />

Der Rotor der Magnetzündung hat genau so<br />

viele magnetische Pole, um mit einer Rotorumdrehung<br />

die Zahl an Zündfunken zu generieren,<br />

wie sie vom Motor benötigt werden. Bei<br />

einem Viertaktmotor mit vier Zylindern sind<br />

es zwei Zündfunken pro Umdrehung und bei<br />

einem Sechszylindermotor sind es drei Funken<br />

pro Umdrehung, da die Zylinder eines Viertaktmotors<br />

nur bei jeder zweiten Kurbelwellenumdrehung<br />

gezündet werden müssen. Über<br />

ein Getriebe wird der Zündverteiler in der<br />

Magnetzündung angetrieben. Er sorgt dafür,<br />

dass die jeweils richtige Zündkerze mit der<br />

Zündspannung versorgt wird.<br />

Auf das richtige Timing<br />

kommt es an<br />

Damit die Magnetzündung die maximale<br />

Zündspannung erzeugen kann und der Zündfunke<br />

zum richtigen Zeitpunkt entsteht, gibt<br />

es einiges zu justieren. Bei der Produktion<br />

und jeder Wartung einer Magnetzündanlage<br />

muss daher das interne Timing von Rotor<br />

und Unterbrecherkontakt eingestellt werden.<br />

Der Unterbrecherkontakt muss an einer ge-<br />

nau definierten Rotorposition öffnen. Diese<br />

Position definiert sich über das sogenannte<br />

E-Gap oder auch Efficiency Gap. Das E-Gap<br />

beschreibt einen Winkel nach der Rotorposition,<br />

bei der der Rotor keinen magnetischen<br />

Fluss in der Zündspule erzeugt. Die Erklärung<br />

der genauen physikalischen Zusammenhänge<br />

würde den Rahmen des Artikels sprengen,<br />

sie sind für das grundsätzliche Verständnis<br />

auch nicht relevant, da die genaue E-Gap-<br />

Position vom Hersteller der Magnetzündung<br />

vorgegeben wird.<br />

Für die gängigen Magnetzündanlagen gibt<br />

es Hilfsmittel, um die Rotorposition für die<br />

Einstellung des Unterbrecherkontakts festzulegen.<br />

Vor der Montage der Zündung muss<br />

die Zündfolge der Magnetzündung mit der<br />

des Motors synchronisiert werden. Hierzu<br />

werden Motor und Zündung auf den Zünd-<br />

62 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


zeitpunkt von Zylinder Nummer eins gebracht.<br />

An der Zündung erfolgt dies entweder durch<br />

eine Markierung am Zündverteiler oder durch<br />

einen Stift, der beim Durchdrehen der Zündung<br />

in eine entsprechende Indexbohrung im Verteiler<br />

rutscht. Nach der Montage der Zündanlage<br />

muss dann noch der genaue Zündzeitpunkt<br />

durch Verdrehen der gesamten Anlage<br />

eingestellt werden. Hierzu gibt es spezielle<br />

Hilfsmittel, die das Öffnen des Unterbrecherkontaktes<br />

optisch und akustisch melden. Der<br />

Zündzeitpunkt wird üblicherweise bei den<br />

50- und 100-Stunden-Kontrollen überprüft. Das<br />

E-Gap wird bei den 500-Stunden-Kontrollen<br />

der Zündung neu eingestellt. Vielfach wird<br />

bei der 500-Stunden-Kontrolle der Magnetzündung<br />

auch der Unterbrecherkontakt getauscht.<br />

Allerdings kann es durchaus sein,<br />

dass sich das interne Timing der Zündung<br />

durch die Abnutzung des Unterbrecherkontaktes<br />

schon vor der 500-Stunden-Kontrolle<br />

so stark verstellt hat, dass der Motor nur noch<br />

unwillig anspringt, da der Zündfunke zu<br />

schwach geworden ist.<br />

Damit der Unterbrecherkontakt nicht unnötig<br />

durch Funkenbildung verschleißt, ist parallel<br />

zum Kontakt ein Löschkondensator angeschlossen.<br />

Dieser verhindert eine Funkenbildung<br />

beim Öffnen des Kontaktes. Der Flugmotor<br />

der Gebrüder Wright hatte übrigens keine<br />

Zündkerzen, sondern in jedem Zylinder war<br />

ein Unterbrecherkontakt montiert, an dem<br />

beim Öffnen des Kontaktes ein Funke entstand.<br />

Natürlich ist diese Art der Zündung sehr wartungsintensiv,<br />

da die Unterbrecherkontakte<br />

aufgrund der Funkenbildung und Hitze im<br />

Brennraum sehr schnell verschleißen.<br />

Federunterstützung<br />

beim Motorstart<br />

Beim Continental IO-550 mit sechs Zylindern sitzt die Zündanlage zentral über dem Boxermotor,<br />

die Zündkabel führen von hier zu den oberen und unteren Zündkerzen.<br />

Eigentlich würde eine Magnetzündanlage bei<br />

der geringen Anlassdrehzahl des Motors überhaupt<br />

keinen oder nur einen sehr schwachen,<br />

Zündfunken erzeugen. Daher ist üblicherweise<br />

einer der beiden Magnete mit einem Federmechanismus<br />

ausgestattet, der den Rotor<br />

bei niedrigen Drehzahlen zusätzlich beschleunigt<br />

und den Zündzeitpunkt verzögert. Die<br />

englische Bezeichnung dieser Vorrichtung ist<br />

Impulse Coupling, im Deutschen wird sie<br />

meist als Schnapper bezeichnet, abgeleitet<br />

vom Schnappgeräusch, das diese Magnetzündungen<br />

erzeugen, wenn die Vorrichtung<br />

auslöst.<br />

Während des Anlassvorgangs wird die Zündung<br />

ohne Impulse Coupling – meist ist dies<br />

der rechte Magnet – abgeschaltet, damit der<br />

Motor nicht zurückschlagen kann, da hier der<br />

Zündzeitpunkt beim Anlassen nicht verzögert<br />

wird. Wenn der Zündschalter auch den Starter<br />

steuert, dann wird beim Anlassen automatisch<br />

die Zündung ohne Impulse Coupling<br />

abgeschaltet. Sind Zündschalter und Starterknopf<br />

getrennt, so muss der Pilot die Zündung<br />

ohne Impulse Coupling manuell deaktivieren.<br />

In der Checkliste sollte dies beschrieben sein.<br />

Der Continental O-200 ist einer der wenigen<br />

Motoren, bei dem beide Magnetzündsysteme<br />

mit Impulse Coupling ausgestattet sind.<br />

Ältere Sternmotoren haben häufig keine solche<br />

Vorrichtung, sondern einen sogenannten<br />

Starting Vibrator. Dieser versorgt die Zündspule<br />

mit einer pulsierenden Spannung, sodass<br />

sie bei geöffnetem Unterbrecherkontakt Zündfunken<br />

in schneller Folge produziert. Sobald<br />

der Motor läuft, werden Anlasser und Starting<br />

Vibrator wieder abgeschaltet, und die Zündspule<br />

wird ausschließlich durch den Rotor<br />

stimuliert.<br />

Für Magnetzündungen mit Impulse Coupling<br />

gibt es einen Ignition Booster der Firma Slick,<br />

der ähnlich arbeitet wie ein Starting Vibrator.<br />

Er sorgt für besonders kräftige Zündfunken<br />

beim Anlassvorgang und erleichtert das Anlassen<br />

des Motors bei ungünstigen Witterungsverhältnissen.<br />

Keine Unterbrecherkontakte<br />

beim Rotax 912<br />

Die Zündung des Rotax 912 funktioniert ebenfalls<br />

völlig eigenständig und benötigt keine<br />

externe Stromversorgung, allerdings kommt<br />

sie ohne Unterbrecherkontakte aus. Die zwei<br />

unabhängigen Zündanlagen des 912er funktionieren<br />

nach dem Prinzip der Thyristorzündung.<br />

Die Lichtmaschine des Motors hat<br />

neben den Wicklungen zur Versorgung des<br />

Bordnetzes noch zwei zusätzliche Wicklungen,<br />

die die Speicherkondensatoren der beiden<br />

Zündungsanlagen auf eine Spannung von<br />

zirka 200 Volt aufladen. Die Kondensatorladung<br />

wird durch einen Thyristor zur Zündspule<br />

geleitet. Gesteuert wird die Zündung<br />

über berührungslose Sensoren am Polrad des<br />

Motors.<br />

Da es für jede Zündkerze eine eigene Zündspule<br />

gibt, erübrigt sich ein Zündverteiler.<br />

Dadurch ist die Rotax-Zündanlage völlig wartungsfrei.<br />

Allerdings muss der Anlasser den<br />

Motor zum Starten mit mindestens 400 Umdrehungen<br />

pro Minute durchdrehen, damit<br />

die Zündung funktioniert. Deshalb eignet sich<br />

der Rotax 912 nicht unbedingt für das Anreißen<br />

von Hand. Grundsätzlich sollte man den<br />

Propeller eines Rotax 912 nur mit äußerster<br />

Vorsicht von Hand drehen, um jegliche Verletzungsgefahr<br />

auszuschließen.<br />

Ganz grundsätzlich sollte man einen Kolbenmotor,<br />

egal welcher Bauart, immer so behandeln,<br />

als wäre die Zündung eingeschaltet – und<br />

entsprechend Vorsicht walten lassen.<br />

[ Autor Mark Juhrig<br />

... fand mit dem Modellflug<br />

den Einstieg in die<br />

Fliegerei. Heute ist er in<br />

Cockpits von Motorflugzeugen<br />

ebenso<br />

zu Hause wie in denen<br />

von Motorseglern und<br />

ULs. Das Interesse<br />

des Elektroingenieurs gilt insbesondere der<br />

Flugzeugtechnik.<br />

Fotos: Mark Juhrig, Grafik: Continental Motors Group<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 63


[ PRAXIS August <strong>2016</strong> ]<br />

Die Luftkühlung ist ein einfaches und leichtes System,<br />

das am Boden aber schnell an seine Grenzen gerät.<br />

DER<br />

EXPERTEN-<br />

TIPP<br />

Vor Beginn des Fluges verlangt der Flugzeughersteller<br />

vom Piloten laut Handbuch einige<br />

Funktionsproben. Dort findet man auch den<br />

Umfang der Checks und die genaue Anweisung,<br />

wie sie durchzuführen sind. Der Check<br />

beinhaltet bei den TCM/Continental- oder<br />

Textron/Lycoming-Motoren, die in unseren<br />

Maschinen der General Aviation häufig verbaut<br />

sind, beispielsweise den Magnetcheck bei<br />

1700 bis 2000 U/min. Außerdem soll bei diesen<br />

Drehzahlen die Propellerverstellung auf korrekte<br />

Funktion geprüft werden. Dabei sind<br />

sämtliche angezeigten Parameter penibel im<br />

Auge zu behalten.<br />

Was im Normalfall nicht gefordert ist, ist ein<br />

kompletter Maintenance-Run-up gemäß Maintenance<br />

Manual. Er ist aber auch nicht eindeutig<br />

verboten. Allerdings gibt es einige<br />

Gründe, die gegen zu ausgiebige Standläufe<br />

vor jedem Flug sprechen. Ein wichtiges Argument<br />

ist dabei die Problematik der Motorkühlung.<br />

Die Mehrheit unserer Flugzeuge bis 2,8 Tonnen<br />

maximaler Abflugmasse wird noch von<br />

den bewährten luftgekühlten Motoren amerikanischer<br />

Herkunft angetrieben. Und darum<br />

geht es – um Luftkühlung. Ein sehr einfaches,<br />

leichtes und unkompliziertes System. Es hat<br />

aber seine Grenzen, besonders unter ungünstigen<br />

Umständen wie hohen Außentemperaturen<br />

– am Boden ab etwa 30 Grad Celsius,<br />

die an einem schönen Sommertag schnell<br />

erreicht sind.<br />

Beim Run-up den Motor<br />

nicht zu hoch drehen<br />

Motorkühlung<br />

Torsten Matz<br />

Da das Flugzeug beim Run-up zumeist keine<br />

oder nur eine sehr geringe Vorwärtsbewegung<br />

beschreibt, wird die Kühlluft durch den Propeller<br />

nur stark verwirbelt und nicht in ausreichender<br />

Menge dem Motorraum zugeführt.<br />

Das reduziert die Kühlwirkung erheblich.<br />

Eine zusätzliche Verringerung der Wärmeabfuhr<br />

aus dem Triebwerksraum kann vorliegen,<br />

wenn die Luftleitbleche an den Zylindern, die<br />

sogenannten Engine Baffles, beschädigt oder<br />

<strong>08</strong><br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 1 ] Die Kühlluft kann oft nur durch kleine<br />

Öffnungen einströmen. [ 2 ] Zylinderkopf- und<br />

Abgastemperatur sollte man beim Run-up im<br />

Auge behalten. [ 3 ] Eine defekte Abdichtung der<br />

Luftleitbleche gehört schnell repariert.<br />

deformiert sind. Die Abdichtung der Leitbleche<br />

erfolgt durch Gummilippen, die Baffle<br />

Seals. Diese sind manchmal gerissen, ausgefranst<br />

oder durch Alterung mit der<br />

Zeit ausgehärtet, dichten also nicht mehr<br />

vollständig ab. Zu beachten ist außerdem,<br />

dass es auch Winterization Kits gibt, welche<br />

die Kühlung an Tagen mit sehr niedrigen Außentemperaturen<br />

absichtlich einschränken.<br />

In der wärmeren Jahreszeit müssen solche<br />

Teile natürlich entfernt oder auf Sommerbetrieb<br />

umgestellt werden.<br />

Aus dem bisher Aufgeführten ergibt sich, dass<br />

der Standlauf vor dem Flug nicht unnütz ausgedehnt<br />

werden sollte. Im Leerlauf ist die<br />

vom Motor abgegebene Wärme zwar geringer,<br />

die Kühlung aber auch sehr stark eingeschränkt.<br />

Bei mittlerer Drehzahl liegt ein besserer Luftstrom<br />

vor, der Motor wird aber auch deutlich<br />

wärmer. Sehr problematisch ist der Testbetrieb<br />

nahe der Maximalleistung. Die abzuführende<br />

Wärmeenergie ist dabei sehr hoch, der Luftstrom<br />

aber noch nicht optimal. Das kann sehr<br />

hohe Temperaturen im Motorraum erzeugen,<br />

was zu Schäden an Gummiteilen und Schläuchen<br />

führen kann. Deutlich spürbar wird diese<br />

Überhitzung, wenn der Motor während des<br />

Run-ups oder nach langem Rollen anfängt,<br />

unrund zu laufen, nach Abkühlung aber<br />

wieder alles normal ist. Die Ursache ist<br />

dann wahrscheinlich Dampfblasenbildung im<br />

Kraftstoffsystem. In diesem überhitzten<br />

Zustand lässt sich der Motor nicht mehr sinnvoll<br />

checken.<br />

Temperatur von Zylinderkopf<br />

und Abgas im Auge behalten!<br />

Im Handbuch von Einmot-Cessnas, -Pipers,und<br />

-Beechs sind meistens nur Checks beim Runup<br />

bis maximal 2000 U/min vorgegeben, beispielsweise<br />

die Magnetprüfung, der Check<br />

der Propellerverstellung und der Instrumente.<br />

Relevante Messwerte für die thermische<br />

Belastung sind die Zylinderkopftemperatur<br />

(CHT) und Abgastemperatur (EGT). Die Werte<br />

für Volllast und die Funktion der Systeme<br />

bei dieser Einstellung können im Stand auf<br />

der Bahn nach Erreichen der Startleistung<br />

geprüft werden. Ist alles okay, geht’s los.<br />

Als Operator eines Flugzeugs sollte man also<br />

den Betrieb des Motors am Boden bei hohen<br />

Drehzahlen so kurz wie möglich halten. Falls<br />

vorhanden, sollten die Kühlklappen gemäß<br />

Flughandbuch eingestellt werden. Hilfreich<br />

für eine gute Kühlung ist auch ein einwandfreier<br />

Zustand der Kühlleitbleche und der<br />

Dichtungen. Die Flugzeugnase dabei in den<br />

Wind zu drehen, verbessert ebenfalls die<br />

Wärmeabfuhr.<br />

[ Autor Torsten Matz ...<br />

... ist Technischer Leiter<br />

beim Porta Air Service<br />

in Porta Westfalica.<br />

Er hat viele Jahre<br />

Er fahrung in der Wartung<br />

von Flugzeugen<br />

der Allgemeinen Luftfahrt<br />

und ist lizenziert<br />

von der EASA (B1) und der amerikanischen<br />

Luftfahrtbehörde FAA als A&P.<br />

64 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />

Fotos: Torsten Matz


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[ PRAXIS August <strong>2016</strong> ]<br />

Foto: Katrin Sdun<br />

Flugvermittlung über Mitflugportale<br />

Super Idee oder illegal?<br />

Flüge auf Kostenteilungsbasis sind nicht gewerblich, so weit<br />

sind sich Juristen einig. Was aber, wenn sie öffentlich angeboten<br />

werden? Eine EU-Verordnung stellt Mitflugportale in Frage.<br />

Eine alte Idee wird wiederbelebt: die Mitflugzentrale.<br />

Das gab es alles schon einmal vor<br />

etwa 20 Jahren, als die Mitfahrzentralen auf<br />

den Markt kamen. Schnell kam dann auch die<br />

Idee der Erweiterung auf Mitflugzentralen<br />

auf. Allerdings ist dieses Modell seinerzeit<br />

kläglich gescheitert. Der Grund: Es gab einfach<br />

nicht genügend Flüge, damit sich ein richtiger<br />

Markt entwickeln konnte. Außerdem fehlte<br />

der Informationsfluss. Es musste jemand überhaupt<br />

erst einmal auf die Idee kommen, bei<br />

einer Mitflugzentrale anzurufen, wenn er irgendwohin<br />

wollte. Dann musste ein Pilot<br />

ausgerechnet auch zu dem Zeitpunkt zu dem<br />

Zielort fliegen wollen. Die Wahrscheinlichkeit<br />

eines solchen Zusammentreffens war einfach<br />

zu gering.<br />

Dies ist heute anders. Über das Internet ist<br />

jede Information schnell verfügbar. Es war<br />

also nur eine Frage der Zeit, bis findige Startups<br />

die Idee der Online-Mitfahrportale auch<br />

auf die Fliegerei übertragen. In diesem Jahr<br />

gingen mit Wingly.io und flyt.club gleich zwei<br />

moderne Anbieter an den Start, die Privatpiloten<br />

mit freien Sitzplätzen und potenzielle<br />

Passagiere unkompliziert zueinanderbringen<br />

wollen (siehe Bericht im <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2016</strong>).<br />

Portalbetreiber bekräftigen<br />

Rechtskonformität<br />

Gegenüber dem <strong>aerokurier</strong> haben die Betreiber<br />

der Plattformen die Rechtskonformität<br />

ihrer Angebote bekräftigt. Im Rahmen von<br />

Selbstkostenflügen sei es legal, wenn Privatpiloten<br />

Fluggäste gegen Entgelt mitnehmen,<br />

solange Pilot und Mitflieger zu gleichen Teilen<br />

an den direkten Kosten des Fluges – sprich<br />

Treibstoffkosten, Charter- und Landegebühren<br />

– beteiligt werden. Dennoch bleibt bei<br />

Piloten zumindest eine subtile Unsicherheit<br />

bestehen, ob das Mitnehmen von Fluggästen<br />

und das Schalten entsprechender Inserate<br />

gesetzeskonform sind. Auch stehen Fragen<br />

zur Versicherung im Schadensfall und zu den<br />

Folgen für Pilot, Flugzeughalter und Eigentümer<br />

im Raum.<br />

Grundsätzlich war nach der Verordnung EU<br />

1178/2011, Part FCL.010 Privatpiloten die<br />

Mitnahme von Passagieren gegen Entgelt<br />

verboten. Insofern hat sich die Rechtslage<br />

gegenüber dem früher geltenden § 20 LuftVG<br />

dramatisch verschärft. Dies ist dadurch entschärft<br />

worden, indem mit der VO (EU) 379/2014<br />

eine Ausnahme in die Verordnung (EU) 965/2012<br />

eingefügt worden ist, dass nämlich Flüge auf<br />

Kostenteilungsbasis, bei denen der Pilot den<br />

gleichen Kostenanteil trägt wie seine Mitflieger,<br />

nicht als entgeltlich im Sinne der Verordnung<br />

anzusehen sind.<br />

Das bedeutet in der Konsequenz, dass man<br />

nach Änderung der Verordnung wieder Freunde<br />

und Bekannte mitnehmen und sie an den<br />

Kosten des Fluges beteiligen kann. Hierauf<br />

stützen sich auch die Betreiber der Online-<br />

Mitflugzentralen und die Piloten, die die Angebote<br />

dort einstellen.<br />

66 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Allerdings gibt es nicht nur die vorgenannte<br />

Verordnung, sondern zusätzlich die VO (EG)<br />

Nr. 10<strong>08</strong>/20<strong>08</strong>. Hier heißt es in Artikel 3:<br />

(1) Kein in der Gemeinschaft niedergelassenes<br />

Unternehmen darf Fluggäste, Post und/oder<br />

Fracht im gewerblichen Luftverkehr befördern,<br />

wenn ihm nicht eine entsprechende Betriebsgenehmigung<br />

erteilt worden ist.<br />

Und in Artikel 2 der vorgenannten VO, „Begriffsbestimmungen“,<br />

ist geregelt:<br />

3. „Unternehmen“ ist jede natürliche oder<br />

juristische Person mit oder ohne Gewinnerzielungsabsicht<br />

sowie jede amtliche Einrichtung,<br />

unabhängig davon, ob diese eine<br />

eigene Rechtspersönlichkeit besitzt oder nicht.<br />

Daraus ergibt sich: Niemand darf im gewerblichen<br />

Luftverkehr Fluggäste befördern, außer<br />

er hat ein Luftbetreiberzeugnis. Damit bleibt<br />

nur noch die Frage: Was ist gewerblicher<br />

Luftverkehr? Doch wohl nicht, wenn ich privat<br />

mal Leute mitnehme, oder?<br />

Was ist gewerblicher<br />

Luftverkehr?<br />

Diesbezüglich regelt die Verordnung (EG) Nr.<br />

216/20<strong>08</strong> in Art. 3 Folgendes:<br />

„gewerbliche Tätigkeit“: Betrieb eines Luftfahrzeugs<br />

gegen Entgelt oder sonstige geldwerte<br />

Gegenleistungen, der der Öffentlichkeit<br />

zur Verfügung steht oder der, wenn er nicht<br />

der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, im<br />

Rahmen eines Vertrags zwischen einem Betreiber<br />

und einem Kunden erbracht wird, wobei<br />

der Kunde keine Kontrolle über den<br />

Betreiber ausübt.<br />

Danach ist eine gewerbliche Tätigkeit in jedem<br />

Fall alles, was der Öffentlichkeit zur Verfügung<br />

steht. Dies ist aber gerade der Sinn der Angebote<br />

von Mitflugzentralen. Ähnlich hat es<br />

das Oberlandesgericht Zweibrücken in einem<br />

Urteil vom 15. Januar 1999 zur damaligen<br />

Rechtslage gesehen: Es hat das öffentliche<br />

Bewerben von Ballonfahrten zu Selbstkosten<br />

als gewerblich qualifiziert.<br />

Der Autor hat deshalb das LBA um Stellungnahme<br />

gebeten, und dieses teilt mit, dass es<br />

davon ausgeht, dass es das Werben für Flüge<br />

auf den Portalen als rechtmäßig einschätze.<br />

Allerdings erfolgte diese Mitteilung ohne juristische<br />

Ableitung, d.h. ohne Darstellung,<br />

wieso die vorgenannten Verordnungen nicht<br />

gelten sollen.<br />

Hier zeigt sich, dass die Komplexität der europäischen<br />

Regelungen so groß ist, dass es<br />

selbst Juristen und Behörden schwerfällt, den<br />

Überblick zu behalten. Zudem ist der Begriff<br />

der Gewerblichkeit extrem schwer zu greifen.<br />

Es mag auf Grundlage des Gewerbebegriffs<br />

anders zu beurteilen sein, wenn jemand von<br />

Zeit zu Zeit anbietet, auf einem Flug, den er<br />

ohnehin durchführt, einen Passagier gegen<br />

Kostenteilung mitzunehmen, oder ob jemand<br />

laufend im großen Umfang Flüge anbietet, die<br />

er nur dann durchführt, wenn auch Gäste<br />

buchen. Die Rechtsauffassung des LBA ist<br />

zudem nur eine Seite der Medaille.<br />

Gravierender könnten versicherungsrechtliche<br />

Folgen sein. Der Autor hat für einen Piloten<br />

und einen Flugzeughalter aktuell mehrere<br />

Prozesse geführt, bei denen der Versicherer<br />

jegliche Zahlung unter Berufung auf einen<br />

Risikoausschluss verweigert hat, weil angeblich<br />

ein illegales Entgelt vereinbart worden<br />

wäre. Da bei dem Unfall mehrere Passagiere<br />

verletzt worden sind, waren mehrere Prozesse<br />

mit Schadenersatzforderungen in teilweise<br />

sechsstelliger Höhe die Folge. Solche Szenarien<br />

sind allein wegen der vom Piloten erst<br />

einmal zu zahlenden Prozesskosten regelmäßig<br />

existenzbedrohend.<br />

Versicherer können auf<br />

Risikoausschluss verweisen<br />

Für den Eigentümer des Luftfahrzeugs ist die<br />

Sache deshalb gefährlich, weil der Versicherer,<br />

wenn er sich auf einen Risikoausschluss<br />

beruft, die Kaskosumme nicht auszahlt. Der<br />

Eigner des Luftfahrzeugs erhält dann nichts<br />

und muss den Versicherer verklagen, und das<br />

nur deshalb, weil sein Charterer womöglich<br />

ein illegales Entgelt vereinbart hat.<br />

Insofern geht der dringende Rat dahin, zumindest<br />

peinlichst genau die Kostenteilungsregelung<br />

einzuhalten. Dies ist in Anbetracht<br />

der komplexen Rechtslage aber kein Garant<br />

dafür, in einem Schadensfall nicht in Probleme<br />

zu geraten. Es ist deshalb von höchster Dringlichkeit,<br />

dass die Rechtslage abschließend – am<br />

besten durch eine eindeutige Verordnung –<br />

geklärt wird.<br />

[ Autor Stefan Hinners ...<br />

... ist Fachanwalt für<br />

Versicherungsrecht und<br />

Experte für Luftrechtsfragen.<br />

Er ist aktiver<br />

Berufspilot, Fluglehrer<br />

und anerkannter Flugprüfer<br />

des Luftfahrt-<br />

Bundesamtes.<br />

Praxis-Quiz Testen Sie Ihr Wissen<br />

1. 2. 3.<br />

An welcher Stromquelle ist der<br />

Anlasser eines Motors (auch der des<br />

Motorseglers mit einklappbarem<br />

Triebwerk oder Propeller) angeschlossen?<br />

a) am Zündkreis<br />

b) am Generator<br />

c) am Magnetkreis<br />

d) an der Batterie<br />

Die Lösungen finden Sie auf Seite 92.<br />

Wodurch wird die Zündung der<br />

meisten Motoren (auch die der<br />

Motorsegler mit einklappbarem<br />

Triebwerk oder Propeller) gespeist?<br />

a) durch die Magnete<br />

b) die Batterie<br />

c) den Generator<br />

d) die Batterie und die Magnete<br />

Kann der Motor anspringen,<br />

wenn man den Propeller bei ausgeschalteter<br />

Zündung durchdreht?<br />

a) Nein, der Zündfunke kann nur bei hoher<br />

Drehzahl anspringen.<br />

b) Nein, wenn der Zündschlüssel abgezogen<br />

ist, kann keinesfalls ein Zündfunke<br />

entstehen.<br />

c) Ja, denn es kann beim heißen Motor<br />

zu Glühzündungen kommen. Ebenso kann<br />

der Motor bei defektem Zündschloss<br />

anspringen.<br />

d) Ja, wenn der Hauptschalter an ist.<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 67


[ SEGELFLIEGEN Pilot Report ]<br />

DG-1001 CLUB WL<br />

DER TRAINER<br />

68 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


AUTOR: Gerhard Marzinzik<br />

Mit neuen Flügelenden hat DG-Flugzeugbau das Flugverhalten<br />

der DG-1001 Club noch einmal verbessert.<br />

Die Winglets machen den Trainer zur Einstiegsversion<br />

der DG-Doppelsitzer-Reihe.<br />

Foto: DG-Flugzeugbau<br />

Als Militärtrainer hat die<br />

DG-1001 Club schon richtig<br />

Karriere gemacht. Die<br />

USA unterhalten eine Flotte<br />

von 19 „Club“ für ihre Air Cadets.<br />

Im Wahlfach Segelfliegen können sie<br />

mit ihr das Fliegen erlernen. Auch<br />

Brasilien und Australien orderten den<br />

Trainer, um ihren Kadetten eine<br />

Segelflugausbildung zu ermöglichen.<br />

Eine Sonderstellung in diesem Anwendungsspektrum<br />

nimmt Indonesien<br />

ein. Dort ist die DG-1001 Club<br />

für die angehenden Militärpiloten sogar<br />

das Einstiegsschulflugzeug. Auf<br />

ihr erlernen sie die Grundzüge des<br />

Fliegens, bevor es mit den im Betrieb<br />

sehr viel teureren Turboprop- und<br />

Jettrainern weitergeht.<br />

Im rein sportlich geprägten Segelflug<br />

in Deutschland hat die Club-<br />

Version der DG-1001 dagegen noch<br />

nicht diese Verbreitung und diesen<br />

Bekanntheitsgrad als Trainer erreicht.<br />

Das Bild der DG-1001 wird hier von<br />

den Varianten des Eigenstarters, des<br />

Turbos und des reinen Segelflugzeugs<br />

bestimmt. Mit ihren 20 Metern Spannweite,<br />

den nach oben und hinten sich<br />

in Winglets aufschwingenden Flügelspitzen<br />

und dem großen, weit herausragenden<br />

Hauptrad nimmt sich<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 69


[ SEGELFLIEGEN Pilot Report ]<br />

AUCH MIT WINGLETS LÄSST<br />

SICH MIT DER DG-1001 CLUB<br />

PROBLEMLOS TURNEN.<br />

DG-1001 gegenüber der Club-Version<br />

fast wie ein anderes Muster aus.<br />

Die Club steht standardmäßig sehr<br />

viel tiefer auf einem festen Hauptrad,<br />

wobei ein kleines Bugrad vor Beschädigungen<br />

beim Rollen schützt – ähnlich<br />

wie beim Vorgängermuster DG-<br />

500. Vor allem fehlte der Club mit dem<br />

auf 18 Meter Spannweite gestutzten<br />

Flügel der Pfiff des aufsehenerregenden<br />

Außenflügels der größeren<br />

Schwestermodelle. Die Winglets haben<br />

das nun grundlegend geändert,<br />

mit ihnen hat die Club jetzt ein attraktives<br />

Auftreten gewonnen.<br />

Was elegant aussieht, sollte auch<br />

gut fliegen – dieser Aussage ging die<br />

<strong>aerokurier</strong>-Redaktion Ende Juni auf<br />

den Grund. Bei zwei Testflügen konnte<br />

die DG-1001 Club Winglet ihr Trainerpotenzial<br />

beweisen und zeigen,<br />

wie sie sich mit einfachen Endscheiben<br />

und damit auf 17,4 Meter verkürzter<br />

Spannweite im Kunstflug<br />

verhält.<br />

Die Winglets werden am Innenflügel<br />

dort aufgesteckt, wo normalerweise<br />

die Außenflügel für 20 Meter<br />

Spannweite andocken. Bisher<br />

hatte die Club-Version standardmäßig<br />

ein fest angeharztes Wingtip. Die<br />

Winglet-Version hält der DG-1001<br />

nun alle Ausbauvarianten offen. Mit<br />

dem Kauf einer Club-Variante legt<br />

sich eine Schule oder ein Verein nicht<br />

auf alle Zeit auf diese fest. Zur Schnittstelle<br />

können die großen Außenflügel<br />

nachgekauft werden. Schon vorher<br />

gab es die Möglichkeit zur Nachrüstung<br />

von Wasserballasttanks. Das<br />

Festfahrwerk kann gegen ein einziehbares<br />

getauscht werden. Mit<br />

diesen Umrüstmöglichkeiten gewinnt<br />

die DG-1001 eine hohe Einsatzflexibilität.<br />

Der Wechsel zwischen Schulflugzeug<br />

mit Winglets, Turngerät mit<br />

einfachen Endscheiben und Leistungsflugzeug<br />

mit großen Außenflügeln<br />

für die 20-m-Doppelsitzerklasse<br />

ist in wenigen Minuten vollzogen.<br />

Grundausbildung und Überlandflugeinweisung<br />

bis hin zum ambitionierten<br />

Streckenflugtraining sind<br />

mit ein und demselben Flugzeug<br />

möglich, ohne dass Kompromisse<br />

70 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


[ 2 ]<br />

[ 1 ] [ 3 ]<br />

[ 1 ] Flügelenden<br />

einfach umstecken,<br />

und schon wird aus<br />

der DG-1001 ein<br />

Vollakroflugzeug.<br />

[ 2 ] Die Flügelschnittstelle<br />

nimmt Winglets<br />

und große Außenflügel<br />

auf. [ 3 ] Mit<br />

dem LED-Blitzer in<br />

der Bugspitze ist<br />

die DG-1001 Cub<br />

WL nicht mehr zu<br />

übersehen.<br />

Fotos: DG-Flugzeugbau, Marzinzik<br />

eingegangen werden müssen. Stefan<br />

Göldner vom DG-Vertrieb mochte mir<br />

noch etwas mehr zeigen: Mit dem<br />

Trimmkasten in der Seitenflosse lassen<br />

sich ganz unterschiedliche Beladungen<br />

der Sitzplätze ausgleichen,<br />

die Schwerpunktlage also immer<br />

optimal einstellen. Eine kleine, übersichtliche<br />

Tabelle hilft die richtige<br />

Auswahl an Ausgleichsgewichten<br />

zu finden. Man muss das alles aber<br />

nicht, die DG lässt sich auch mit leerem<br />

Gewichtskasten im Heck gut<br />

fliegen. Wir lassen deshalb den Kasten<br />

für den simulierten Schulflug leer.<br />

Es zeigt sich schnell, dass jene<br />

Piloten, die die Schwerpunktoptimierung<br />

als hinderliche Komplikation im<br />

Handling der Club betrachten, im<br />

Ausbildungsbetrieb auch ganz darauf<br />

verzichten können. Oder man stellt<br />

den Schwerpunkt ein Mal auf einen<br />

durchschnittlichen Schüler ein.<br />

Ein- wie Ausstieg sind dank des<br />

niedrigen Fahrwerks – im Gegensatz<br />

zum hochstehenden Cockpit der<br />

Schwestermodelle – wenig schweißtreibend.<br />

Fluglehrer werden das im<br />

Platzrundenbetrieb zu schätzen wissen.<br />

Die weit zur Seite aufschwenkenden<br />

Hauben werden von Gasdruckfedern<br />

in ihrer Position gehalten.<br />

Starten bei geöffnetem hinteren<br />

Einstieg ist bei geteilten Hauben<br />

immer ein Sicherheitsrisiko. Bei der<br />

DG-1001 warnt ein akustisches Signal,<br />

sollte die vordere Haube vor der<br />

hinteren geschlossen werden. Im<br />

Cockpit findet die DG-1001-Club-Crew<br />

keine Unterschiede zu den großen<br />

Schwestermodellen. Vorn sitzt man<br />

gleichermaßen in der Sitzschale und<br />

kann seine Position über verstellbare<br />

Pedale und Rückenkissen anpassen.<br />

Mit meinen 1,75 Meter Länge<br />

und Rückenfallschirm brauche ich<br />

kein Kissen und habe auch noch<br />

Spielraum bei der Pedalverstellung.<br />

Der hintere Sitz bietet mit einer<br />

Höhenverstellung noch mehr Flexibilität.<br />

Den Instrumentenpilz hat DG dem<br />

Schulbetrieb angemessen bestückt.<br />

Ein FLARM und der optionale LED-<br />

Blitzer, der in der Bugspitze die Einfassung<br />

der F-Schleppkupplung bildet,<br />

sorgen für Sicherheit. Der in der Luft<br />

nicht zu übersehende Blitzer strahlt<br />

nach vorn, zur Seite und leicht nach<br />

hinten, ohne dass sich für den Piloten<br />

Der Club-Demonstrator<br />

ist ganz funktional<br />

wie ein Schulflugzeug<br />

instrumentiert.<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 71


[ SEGELFLIEGEN Pilot Report ]<br />

WAS WINGLETS AUSMACHEN:<br />

DAS DESIGN DER CLUB WIRKT<br />

JETZT WIE AUS EINEM GUSS.<br />

Fazit<br />

• gutmütiges Langsamflugverhalten<br />

• harmonische Ruderabstimmung<br />

• Ausbaumöglichkeiten<br />

• Raumangebot vorn könnte<br />

größer sein<br />

• hinten Sichteinschränkung<br />

eine Blendung ergibt. Er wird von<br />

einer eigenen Batterie gespeist und<br />

soll bei der Steuerung über das FLARM<br />

einen Wochenendbetrieb halten.<br />

Das Wetter zum Kennenlernen der<br />

DG-1001 Club WL passt. Es ist der<br />

erste richtige Sommertag in Bruchsal,<br />

aber einer, der gleich übertreibt:<br />

Schwülheiß ist es, um die 30 Grad<br />

Celsius. Eher erschwerte Bedingungen<br />

für die Schlepp-Morane auf dem<br />

nicht gerade langen Grasplatz.<br />

Nach dem Straffen des Seils wandert<br />

der Bremsklappengriff aus seiner<br />

Position für die Feststellbremse in die<br />

Einfahrarretierung, und das Anrollen<br />

mit voll gezogenem Höhenruder beginnt<br />

ganz komfortabel. Das große,<br />

gut gefederte<br />

Rad glättet im<br />

Startlauf die<br />

groben Unebenheiten,<br />

bis der<br />

Doppelsitzer bei<br />

rund 80 km/h<br />

aus dem Gras<br />

gehoben werden<br />

kann. Schon<br />

im Schlepp fällt<br />

positiv auf, dass<br />

die mit dem Update auf die Version<br />

1001 überarbeitete Abdichtung der<br />

Hauben wirkungsvoll ist. Auch später<br />

im Schnellflug bleibt die Club WL<br />

überzeugend leise, wobei in der<br />

sommerlichen Warmluft alle Lüftungen<br />

geöffnet sind. In rund 1000 Meter<br />

Höhe lässt es sich dabei auch<br />

ohne Wolkenschatten gut aushalten.<br />

Die Lüftungsdüsen in der rechten<br />

Bordwand zielen angenehm Richtung<br />

Oberkörper.<br />

In 600 Metern treibt der erste Bart<br />

die Varionadel an den Anschlag – Zeit,<br />

auszuklinken. Die Wolke zieht für<br />

Warmluft ordentlich, allerdings muss<br />

ich erst auf Umkehrkurs etwas ausholen,<br />

um in den Kern des engen<br />

Schlauchs drehen zu können. Wo’s<br />

richtig steigt, teilt der Flügel gut mit.<br />

In engen Spiralen geht es aufwärts.<br />

Rund 100 km/h Geschwindigkeit verlangt<br />

die Club WL für die große Schräglage.<br />

Es geht auch etwas langsamer,<br />

aber dann macht sich die vordere<br />

Schwerpunktlage bemerkbar. Bei<br />

völlig zurückgezogener Trimmung<br />

muss ich für 90 km/h, die der Schräglage<br />

aber schon nicht mehr angemessen<br />

sind, kräftig ziehen. Weiter oben<br />

kann der Kreis auch aufgeweitet und<br />

dann flacher mit 90 km/h gekurbelt<br />

werden.<br />

Es macht schon Spaß, die Club so<br />

aufdrehen zu lassen. Die Verlagerung<br />

des kräftigen Steigens mit der Höhe<br />

ist gut zu lokalisieren, und mit dosiertem<br />

Nachsteuern mit den harmonisch<br />

abgestimmten, leichtgängigen<br />

Rudern lässt sich dem Kern recht<br />

einfach folgen. Schülern sollte es damit<br />

nicht schwerfallen, ihre ersten<br />

Thermikerfahrungen zu sammeln.<br />

Und wie verhält sich die DG-1001<br />

Club mit den Winglets, wenn sie zu<br />

langsam wird? Unsere vordere Schwerpunktlage<br />

macht sich nicht negativ<br />

bemerkbar, mit ganz zurückgezogenem<br />

Steuerknüppel lässt sich die Club<br />

auch im Kurvenflug völlig aushungern.<br />

Eine hoch über dem Horizont drehende<br />

Nase, weiche Ruder und leichtes<br />

Schütteln signalisieren den überzogenen<br />

Flugzustand, der sich noch mit<br />

leichten Querruderausschlägen kontrollieren<br />

lässt. Nicktendenzen lassen<br />

sich leicht wieder einfangen. Im<br />

Geradeausflug zeigt sich bei rund 70<br />

km/h ein ähnliches Verhalten.<br />

Beim zweiten Flug mit den einfachen<br />

Endscheiben für den Kunstflug<br />

– dementsprechen mit noch kürzerer<br />

Spannweite und einhergehender erhöhter<br />

Flächenbelastung – zeigt sich<br />

ein nicht mehr ganz so gutmütiges<br />

Verhalten. Wir haben jetzt mit gefülltem<br />

Gewichtskasten im Heck auch<br />

eine hintere Schwerpunktlage eingestellt.<br />

Nach stetig verringerter Fahrt<br />

lässt sich die „Club-Akro“ jetzt auch<br />

72 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


[ 1 ]<br />

[ 1 ] Die Ausgleichsgewichte für unterschiedliche Cockpitbeladungen<br />

passen in die Cockpitvorrichtungen und in den Leitwerksschacht.<br />

[ 2 ] Der Leitwerksschacht kann einfach befüllt werden. Das ist im<br />

Flugbetrieb aber nicht ständig erforderlich.<br />

Daten DG-1001 Club WL<br />

Muster: DG-1001 Club WL Hersteller: DG-Flugzeugbau, Bruchsal Besatzung: 1+1<br />

Bauweise: Faserverbund Einsatz: Schulung, Training, Kunstflug Preis: Die Basisausführung<br />

der DG-1001 Club WL gibt es für 83 000 Euro plus MwSt.<br />

Abmessungen<br />

Spannweite <br />

18 m<br />

Flügelfläche 16,72 m 2<br />

Streckung 19,38<br />

Länge<br />

8,57 m<br />

Rumpfhöhe<br />

1,0 m<br />

Rumpfbreite<br />

0,73 m<br />

Massen<br />

max. Masse Kat. U 750 kg<br />

max. Flächenbelastung 44,9 kg/m²<br />

max. Masse Kat. A<br />

630 kg<br />

Rüstmasse<br />

Flächenbelastung<br />

(bei 80 kg Zuladung)<br />

ca. 411 kg<br />

ca. 29,4 kg/m²<br />

Leistung<br />

geringstes Sinken<br />

(einsitzig) bei 84 km/h 0,62 m/s<br />

Überziehgeschwindigkeit<br />

bei 550 kg<br />

67 km/h<br />

beste Gleitzahl<br />

bei 750 kg und 100 km/h ca. 41<br />

Höchstgeschwindigkeit 270 km/h<br />

[ 2]<br />

Fotos: DG-Flugzeugbau, Marzinzik<br />

mit einem kräftigen Seitenruderausschlag<br />

ins Trudeln befördern. Das<br />

Trudeln erfolgt recht steil. Mit Gegenseitenruder<br />

zum Stoppen der<br />

Rotation und nachgelassenem Höhensteuer<br />

ist der Flieger schnell wieder<br />

unter Kontrolle gebracht. Schülern<br />

sollte bei diesem Verhalten das Trudeln<br />

kein unbekanntes Flugmanöver<br />

bleiben.<br />

Trimmen lässt sich die DG-1001<br />

Club WL vom Langsamflug bis in den<br />

hohen Geschwindigkeitsbereich.<br />

Einmal vertrimmt, sind höhere Ruderkräfte<br />

aufzubringen. Auch mit dem<br />

Trainer macht das Vorfliegen von<br />

Wolke zu Wolke Freude. Zwar tragen<br />

hier nicht 20 Meter Spannweite, allzu<br />

drastisch beschneidet das aber die<br />

Leistung nicht. Die nächsten Wolken<br />

werden auch bei 1100 Metern Basis<br />

in Höhen erreicht, die noch keinen<br />

Gedanken ans Außenlanden aufkommen<br />

lassen. Überlandflugeinweisungen<br />

sollten mit dem Trainer kein<br />

Problem darstellen.<br />

Die Sicht vom vorderen Sitz aus<br />

ist ausgezeichnet, hinten ist sie durch<br />

den Haubenrahmen etwas eingeschränkt,<br />

auch wenn mit dem 1001er-<br />

Update die vordere Kopfstütze schon<br />

verkleinert wurde.<br />

Der Landeanflug schließlich ist mit<br />

den wirkungsvollen Bremsklappen<br />

gut zu steuern. Für die letzte Verzögerung<br />

sorgt die Scheibenbremse im<br />

Hauptrad.<br />

Mein Fazit: Mit den neuen Winglets<br />

gewinnt die DG-1001 Club WL bessere<br />

Langsamflugeigenschaften, und<br />

mit den Ausbauoptionen wächst sie<br />

über den Einsatz als bloßes Schulflugzeug<br />

hinaus. Sie lässt sich damit<br />

sehr variabel im Vereinsbetrieb einsetzen.<br />

ae<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 73


[ SEGELFLIEGEN Interview ]<br />

immer gleichbehandelt oder -angesehen<br />

wird. Vor allem auf Wettbewerben<br />

gibt es immer wieder<br />

Unterschiede. Erstaunlicherweise<br />

sind es nicht die älteren Flieger,<br />

bei denen ich das Gefühl habe,<br />

dass sie Frauen im Flugzeug komisch<br />

finden. Ganz im Gegenteil,<br />

die sind alle immer total begeistert,<br />

wenn eine Frau auf dem Flugplatz<br />

auftaucht und so aktiv ist. Nein,<br />

die Sprüche, die ich mitbekommen<br />

habe, habe ich meist auf Juniorenwettbewerben<br />

aufgeschnappt.<br />

„Heute war ein schlechter Tag, ich<br />

bin in der Tageswertung hinter<br />

dem Mädel ...“ oder auch „Wenn<br />

ich am Ende vor der Frau platziert<br />

bin, ist alles in Ordnung ...“, so<br />

oder so ähnlich klingt das manchmal.<br />

Es sind nicht alle so, aber ich<br />

glaube, diese Denkweise ist verbreiteter,<br />

als man sich das als Frau<br />

wünscht.<br />

Das Problem ist, dass man als Frau<br />

auf einem Wettbewerb immer heraussticht.<br />

Man nimmt eine Sonderposition<br />

ein – ob man will oder<br />

nicht. Ich persönlich habe das meist<br />

auch als Leistungsdruck verspürt.<br />

Ich hatte immer das Gefühl, dass<br />

alle wissen, wie ich geflogen bin,<br />

also nicht von vornherein klar, dass<br />

ich wirklich dabei bleibe, und ich<br />

muss zugeben, von alleine wäre<br />

ich in dem Alter wahrscheinlich<br />

nicht darauf gekommen. So aber<br />

verbrachte ich meine Sommerferien<br />

auf dem Flugplatz und bin<br />

danach auch viele Wochenenden<br />

rausgekommen.<br />

So richtig gepackt hat mich das<br />

Flugfieber allerdings erst mit meinem<br />

ersten ordentlichen Thermikflug<br />

mit einer ASK 23. In der Thermik<br />

hochzukommen und zu sehen,<br />

dass das wirklich funktioniert mit<br />

dem Fliegen, hat mich sehr fasziniert.<br />

Woher kommt die Faszination<br />

fürs Fliegen?<br />

Ich glaube zum größten Teil ist es<br />

die Vielfalt der Möglichkeiten, die<br />

sich beim Segelfliegen ergeben,<br />

und die Komplexität. Zum einen<br />

ist es das Thermikfliegen. Dazu<br />

muss man das Wetter analysieren,<br />

was ich sehr spannend finde. Immer<br />

aufmerksam sein und beobachten,<br />

was gerade am Himmel<br />

passiert – es wird nie langweilig.<br />

Auch dass man so viel herumkommt,<br />

gefällt mir. Ich habe schon<br />

Christiane Franke<br />

Fluglehrerin aus<br />

Sie ist jung, studiert und liebt<br />

das Segelfliegen: Flugschein mit<br />

14 Jahren, erste Wettbewerbserfolge<br />

mit 16 und mit 24 Fluglehrerin. Was<br />

Christiane Franke am Fliegen so<br />

begeistert, erzählt sie im Interview.<br />

Christine, du bist auf dem<br />

Flugplatz „Der Ring in Ziegenhain“<br />

groß geworden. Was<br />

bedeutet es für eine junge Frau<br />

in einer doch eher männerdominierten<br />

Sportart, zu fliegen<br />

und auch als Fluglehrerin zu<br />

schulen und auszubilden?<br />

Nun ja, mit meinen 24 Jahren bin<br />

ich zwar nicht richtig alt, aber so<br />

außergewöhnlich jung nun auch<br />

wieder nicht. Beim Schulen habe<br />

ich noch überhaupt keine Unterschiede<br />

zu den Männern gemerkt.<br />

Sowohl bei den Fluglehrerkollegen<br />

als auch bei den Flugschülern habe<br />

ich das Gefühl, akzeptiert und<br />

geachtet zu sein. Da spielt weder<br />

mein Geschlecht noch mein Alter<br />

eine Rolle. Ich glaube, hier sind<br />

die Flugerfahrung und die Routine,<br />

mit der ich meine Platzrunden<br />

fliege, ausschlaggebend. Ich will<br />

aber nicht behaupten, dass man<br />

wenn ich wieder mal auf dem Acker<br />

saß. Das ist einer der Punkte, weshalb<br />

ich nie irgendjemandem hinterherfliege.<br />

Ich will zeigen, dass<br />

Frauen stark und unabhängig sind,<br />

auch in der Fliegerei, und dass,<br />

wenn ich mal etwas richtig mache,<br />

dies tatsächlich eindeutig mein<br />

eigenes Verdienst ist. Wahrscheinlich<br />

war und ist das nicht der kürzeste,<br />

leichteste oder intelligenteste<br />

Weg zum Erfolg, aber er<br />

erscheint mir als der einzig mögliche.<br />

Wann wusstest du, dass du<br />

fliegen willst?<br />

Ich habe mit 14 Jahren angefangen.<br />

Da meine Eltern früher beide geflogen<br />

sind, lag es nahe, dass ich<br />

bei dem jährlichen Sommerkurs<br />

der Akaflieg Frankfurt ausprobiere,<br />

ob ich mich in einem Segelflugzeug<br />

wohlfühle. Bei mir war es<br />

so viel von Deutschland aus der<br />

Luft gesehen, das ist einfach großartig.<br />

Die vielen schönen Momente,<br />

bei denen mir die Spucke weggeblieben<br />

ist, kann ich gar nicht<br />

alle aufzählen. Das Schöne ist, man<br />

kann in fast jede Himmelsrichtung<br />

fliegen und sieht so immer wieder<br />

Neues. Die Wellenfliegerei hat<br />

natürlich ihren ganz eigenen Reiz.<br />

Neben und über den Wolken zu<br />

sein, ist schon etwas Besonderes.<br />

Hinzu kommt bei mir der sportliche<br />

Ehrgeiz. In der Fliegerei kann man<br />

sich immer weiter entwickeln und<br />

so viel Neues lernen, bei jedem<br />

Flug. Dieses Wissen richtig zu<br />

deuten und zu sehen, was andere<br />

anders und besser machen, aber<br />

auch was man selbst alles hinbekommt,<br />

spornt mich immer wieder<br />

an, meine eigenen fliegerischen<br />

Grenzen neu auszuloten. Dass man<br />

dabei auch immer wieder mal auf<br />

74 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


dem Acker landet, erfordert eine<br />

gewisse Frusttoleranz.<br />

Wenn man flugbegeistert ist,<br />

heißt das noch nicht, dass<br />

man auch ausbilden möchte.<br />

Wie kam es zu der Idee zu<br />

schulen? Seit wann bist du<br />

Fluglehrerin?<br />

Nachdem ich schon über einige<br />

Jahre immer wieder darauf angesprochen<br />

wurde, ob ich nicht Fluglehrerin<br />

werden möchte, habe ich<br />

2014 meine Fluglehrerprüfung<br />

abgelegt. Ich selbst habe meine<br />

komplette fliegerische Ausbildung<br />

bei ehrenamtlichen Fluglehrern<br />

erfahren dürfen und glaube, dass<br />

nun die Zeit ist dafür, etwas weiterzugeben.<br />

Schließlich lebt die<br />

Segelfliegerei in den Vereinen<br />

davon, dass sich Menschen engagieren.<br />

Ich hoffe, dass meine Flugschüler<br />

schon bald die gleiche<br />

Faszination für das Fliegen erfahren<br />

wie ich.<br />

Was motiviert dich im Wettbewerbsflug?<br />

Meinen ersten Wettbewerb bin ich<br />

2011 in Grabenstetten mitgeflogen.<br />

Dabei war meine Hauptmotivation<br />

Ich kann da nur mit den Achseln<br />

zucken, denn so wirklich nachvollziehbar<br />

ist das nicht. Schließlich<br />

betreibe ich das Hobby ja mit einer<br />

gewissen Leidenschaft und fühlte<br />

mich auch immer unterstützt und<br />

gefördert und nie ausgegrenzt oder<br />

ähnliches. Ich glaube, dass es für<br />

Mädchen mit 15, 16 Jahren gar<br />

nicht so leicht ist, so ein ungewöhnliches<br />

Hobby zu haben. Man fällt<br />

damit leider immer noch aus der<br />

Frauenrolle.<br />

Als Jugendliche will man erst mal<br />

dazugehören, normal sein. Als<br />

Segelfliegerin schwimmt man gegen<br />

den Strom und passt halt in<br />

keine Schublade so richtig rein. Ich<br />

vermute, mir war das damals egal.<br />

Mit meiner Größe von 1,79 Meter,<br />

dem Interesse an Naturwissenschaften<br />

und dann wiederum dem<br />

Umstand, dass ich 15 Jahre zweimal<br />

die Woche reiten gegangen<br />

bin, hat mich sowieso keiner einordnen<br />

können. Da hat die Fliegerei<br />

auch keinen Unterschied mehr<br />

gemacht. Aber ganz leicht war es<br />

trotzdem nicht immer.<br />

Man sagt Frauen allgemein<br />

nach, dass sie sich nicht für<br />

Technik interessieren, nicht<br />

technisch versiert seien. Ist<br />

Fliegen wirklich zu technisch,<br />

und sind Frauen deshalb weniger<br />

an dieser Sportart interessiert?<br />

Ich glaube, dass die Fliegerei als<br />

sehr technisches Hobby dargestellt<br />

wird, was ich aber so nicht unterschreiben<br />

würde. Ich selbst habe<br />

von Technik keine allzu große Ahnung.<br />

Ja klar, wenn ich einen Platten<br />

habe oder sonst irgendetwas<br />

nicht stimmt, versuche ich erst mal<br />

selber, das Problem zu lösen. Sobald<br />

das allerdings nicht funktioniert,<br />

habe ich keine Scheu, um Hilfe zu<br />

bitten. Reparaturen und das Schrauben<br />

sind für mich ein notwendiges<br />

Übel, aber ganz bestimmt nicht<br />

der Grund, warum ich die Fliegerei<br />

betreibe. Ich habe oft das Gefühl,<br />

wenn ich mich mit anderen Frauen<br />

und Männern über das Hobby<br />

unterhalte, dass genau dieser<br />

Aspekt als sehr groß angesehen<br />

wird. Andererseits verstehe ich<br />

nicht, warum so viele Frauen so<br />

eine Scheu vor allem haben, was<br />

mit Technik oder Naturwissenschaften<br />

auch nur ansatzweise in<br />

Verbindung gebracht wird.<br />

Wie siehst du deine berufliche<br />

und fliegerische Zukunft?<br />

Ich studiere momentan in Tübingen<br />

und mache den Master in Nano-<br />

Science. Zuvor habe ich meinen<br />

Bachelor in Göttingen in Biochemie<br />

beendet. Wie genau ich später<br />

damit mein Geld verdienen werde,<br />

weiß ich noch nicht, ich habe die<br />

Hoffnung, in einem Unternehmen<br />

in der Nanotechnologie einen Job<br />

zu bekommen. Nachdem ich die<br />

letzten Jahre sehr viel geflogen bin<br />

und dabei in diesem Jahr mit mir<br />

und meiner Fliegerei persönlich<br />

nicht so zufrieden war, wird sich<br />

im kommenden Jahr einiges ändern.<br />

Ich bin umgezogen und werde mir<br />

einen neuen Verein suchen. Mich<br />

dort in das Vereinsleben und den<br />

Schul-/Flugbetrieb zu integrieren,<br />

sehe ich als Herausforderung und<br />

hoffe, dass sie mir jede Menge<br />

Freude bringen wird.<br />

Demnächst werde ich mich aber<br />

mehr auf mein Studium konzentrieren<br />

und vielleicht neue Sachen<br />

wie einen Kunstfluglehrgang ausprobieren.<br />

ae<br />

Interview: Heike Knauff-Oliver<br />

Leidenschaft<br />

die Förder-Hornet des Dr.-Angelika-Machinek-Fördervereins<br />

für<br />

Frauensegelflug. Für sie gilt als<br />

Bewerbungskriterium die Teilnahme<br />

an einem Wettbewerb. Dass<br />

ich tatsächlich mal ein Flugzeug<br />

zur Verfügung gestellt bekommen<br />

sollte, davon habe ich zu dem Zeitpunkt<br />

noch nicht richtig zu träumen<br />

gewagt. Doch wenn man nichts<br />

versucht, kommt man auch nicht<br />

weiter.<br />

Bei der Juniorenquali in Grabenstetten<br />

habe ich dann tatsächlich<br />

Blut geleckt. Seitdem bin ich bei<br />

mehreren Juniorenqualis, Deutschen<br />

Meisterschaften der Frauen<br />

und einer Seniorenqualifikation<br />

mitgeflogen.<br />

Warum, glaubst du, gibt es so<br />

wenige Frauen, die Fliegen<br />

lernen wollen und diese Sportart<br />

mit Leidenschaft betreiben?<br />

Erklären und zeigen,<br />

wie das Segelfliegen<br />

funktioniert. Bei<br />

Christiane Franke<br />

färbt auch die<br />

Leidenschaft ab.<br />

Fotos: Heike Knauff-Oliver<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 75


[ SEGELFLIEGEN Unfallanalyse ]<br />

Einfach nur dumm<br />

gelaufen? Diese<br />

Unfallanalyse zeigt,<br />

wie wichtig der<br />

Startcheck und die<br />

Kommunikation von<br />

Schlepp-Pilot und<br />

Segelflieger sind.<br />

Mit einer LS6-b im Schlepp<br />

rollte eine Super Dimona<br />

am 2. Mai 2015 um 13.27<br />

Uhr am Flugplatz Elz zum verhängnisvollen<br />

Flug an. Der Reisemotorsegler<br />

mit Dreibeinfahrwerk, 115<br />

PS starkem Rotax-Motor und hydraulischem<br />

Verstellpropeller war<br />

in Elz das Schleppflugzeug des<br />

Luftsportvereins. Der Segelflieger<br />

war Gast und startete zum ersten<br />

Mal auf diesem Flugplatz. Der Sonderlandeplatz<br />

Elz auf 700 Fuß<br />

Höhe verfügt neben einer längeren<br />

Graspiste über eine 600 Meter<br />

lange und sechs Meter breite Asphaltpiste<br />

mit der Ausrichtung<br />

070/250 Grad. Es herrschten Segelflugbedingungen.<br />

Der umlaufende<br />

Wind war schwach. Die<br />

Tageshöchsttemperatur betrug<br />

rund 17 Grad Celsius und der Luftdruck<br />

1011 hPa (QNH). Es gab drei<br />

Achtel Cumulusbewölkung.<br />

Was sich bei dem Schleppversuch<br />

abspielte, hat der Segelflieger<br />

mit einer im Cockpit montierten<br />

Videokamera vollständig dokumentiert.<br />

Ergänzt wird dieses Videoprotokoll<br />

von zwei Aufnahmen<br />

einer Webcam, die am Flugplatz<br />

installiert ist.<br />

Der Schlepp begann am nordwestlichen<br />

Rand der Piste 07. Die<br />

LS6-b stand nördlich der Bahnverlängerung<br />

schräg zur Asphaltbahn<br />

am äußersten Ende des Platzes.<br />

Mit dem Anziehen rollte die LS6-b<br />

zunächst auf Gras schräg auf den<br />

Beginn der Asphaltpiste 07 zu und<br />

positionierte sich dann auf gerader<br />

Linie hinter der Super Dimona. Kurz<br />

vor der Bahnmitte hob der Motorsegler<br />

ab, drei Sekunden später<br />

die LS6-b. Laut Bordkamera betrug<br />

die Geschwindigkeit des Segelflugzeugs<br />

zum Zeitpunkt des Abhebens<br />

rund 100 km/h.<br />

76 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />

Kurz nach dem Abheben bot<br />

sich dem LS6-b-Piloten diese<br />

Aussicht. Die Super Dimona<br />

hatte schon vorher abgehoben<br />

und befand sich im Steigflug.<br />

Nach dem Abheben hinter der<br />

Bahnmitte klinkte der Segelflieger<br />

aus. Fahrtanzeige: rund<br />

100 km/h. Die Super Dimona<br />

setzte ihren Flug für eine<br />

ver kürzte Platzrunde fort.<br />

Nicht ohne<br />

Gleich nach dem Abheben klinkte<br />

der Segelflieger das Schleppseil<br />

aus. Später erklärte er, er hätte den<br />

Eindruck gehabt, dass „etwas mit<br />

dem Höhenruder nicht stimmen“<br />

würde. Die LS6-b setzte wieder<br />

auf, und der Pilot steuerte sie von<br />

der Asphaltpiste weg, zirka zehn<br />

Grad nach links auf die Graspiste<br />

und leitete nach einer Rollstrecke<br />

von rund 200 Metern durch Ablegen<br />

der rechten Tragfläche auf den<br />

Boden einen Ringelpiez nach rechts<br />

ein. So wollte er das Segelflugzeug<br />

vor dem nahen Platzende zum<br />

Stehen bringen. Die Geschwindigkeit<br />

in dem Moment: noch rund<br />

90 km/h. Mit dem Ablegen der<br />

Tragflächenspitze stiegen die linke<br />

Tragfläche und der Rumpf auf<br />

– die Schräglage betrug rund 45<br />

Grad –, dann schlug das Flugzeug<br />

mit der Rumpfspitze zuerst auf dem<br />

Boden auf. Der Pilot wurde leicht<br />

verletzt, das Segelflugzeug schwer<br />

beschädigt.<br />

Technische Mängel<br />

haben nicht vorgelegen<br />

Wo und in welcher Lage das<br />

Segelflugzeug zum Stillstand kam,<br />

konnten die Unfalluntersucher nicht<br />

mehr genau feststellen. Die Spuren<br />

und Kerben im Erdreich lassen aber<br />

den Schluss zu, dass dies acht<br />

Meter nordöstlich der Schwelle der<br />

Piste 07 war. Die Unfallstelle mit<br />

Spuren im aufgerissenen Erdreich<br />

befand sich am östlichen Ende der<br />

Piste 25 auf einer Rasenfläche<br />

zwischen Piste und Rollweg. Das<br />

Gras stand hier im Mittel fünf Zentimeter<br />

hoch und war stellenweise<br />

mit dichtem Klee durchsetzt.<br />

Technische Mängel, die zu dem<br />

Unfall hätten beitragen können,<br />

konnten nicht festgestellt werden.<br />

Das Flugzeug mit britischer Kennung<br />

befand sich in einer privaten<br />

Halterschaft in Deutschland.


Beim Ringelpiez<br />

hob die LS6 noch<br />

einmal ab. Die<br />

Bordkamera zeigt<br />

die Situation aus<br />

Pilotensicht.<br />

Startcheck<br />

Der Pilot der HK 36 TTC berichtete<br />

später, dass er im Bereich der<br />

Halbbahnmarkierung das Ausklinken<br />

der LS6-b kurz nach dem<br />

eigenen Abheben durch einen Ruck<br />

bemerkt habe. Er hatte den Start<br />

fortgesetzt, eine verkürzte Platzrunde<br />

geflogen und so dem Segelflugzeug<br />

die restliche Startbahn zum<br />

Abbremsen überlassen.<br />

Der Dimona-Pilot (58) war mit<br />

einer Gesamtflugzeit von 725 Stunden,<br />

davon 52 Stunden auf der HK<br />

36 TTC, erfahren. In den letzten<br />

90 Tagen hatte er 23 Flüge auf der<br />

Super Dimona absolviert, davon<br />

15 Schleppflüge. Am Unfalltag<br />

hatte er schon fünf Schleppflüge<br />

absolviert, die problemlos verlaufen<br />

waren. Auf den 90-Liter-Wasserballast<br />

in der LS6-b, der eine<br />

deutlich höhere Schleppgeschwindigkeit<br />

erforderlich gemacht hätte,<br />

hatte ihn der LS6-Pilot vor dem<br />

Schlepp nicht hingewiesen.<br />

Mit Ballastwasser<br />

höhere Mindestfahrt<br />

Der 35-jährige Pilot der LS6-b<br />

war durchaus kein Anfänger, er<br />

besaß mit der Segelfluglizenz die<br />

Lehr- und Kunstflugberechtigung.<br />

Seine Gesamtflugerfahrung betrug<br />

Beim Aufschlag<br />

nach dem Ringelpiez<br />

zerbrachen<br />

das Cockpit und<br />

der Leitwerkträger<br />

der LS6.<br />

877 Stunden, davon 114 auf der<br />

LS6-b. In den letzten 90 Tagen<br />

hatte er sechs Flüge mit der LS6<br />

absolviert.<br />

Aber hatte er vor dem Start<br />

überhaupt wahrgenommen, dass<br />

er mit einem um 90 Kilogramm<br />

erhöhten Abfluggewicht mit einer<br />

höheren Minimalfahrt rechnen<br />

musste? Mit der deutlich erhöhten<br />

Flächenbelastung zeigen sich die<br />

vom Flugzeug ohne Ballast bekannten<br />

Ruderwirkungen erst bei höheren<br />

Geschwindigkeiten. Ein<br />

Einsitzer, dem man eine Zusatzmasse<br />

eines „zweiten Piloten“<br />

zumutet, reagiert darauf sehr viel<br />

schärfer als Doppelsitzer, deren<br />

Flügelflächen konstruktiv so ausgelegt<br />

wurden, dass sie mit zwei<br />

Piloten geflogen nicht signifikant<br />

andere Geschwindigkeitsgrenzwerte<br />

zeigen.<br />

Ein Schlepp-Pilot, dem die Wasserballastmenge<br />

bekannt ist, wird<br />

in Bodennähe stärker beschleunigen,<br />

erst dann in den Steigflug<br />

übergehen und dabei mit einer<br />

höheren Geschwindigkeit fliegen,<br />

damit der Geschleppte über normale<br />

Ruderwirkungen verfügt.<br />

Eine entsprechende Absprache<br />

zwischen Segelflieger und Schlepp-<br />

Pilot ist deshalb ein Muss.<br />

Die Überlegung zum Verhalten<br />

bei einem Startabbruch gehört<br />

immer zum Startcheck. Sind 90<br />

Kilogramm Wasser an Bord, muss<br />

beachtet werden, dass nicht nur<br />

die Beschleunigung im Startlauf<br />

langsamer erfolgt, also mehr Rollstrecke<br />

benötigt wird, sondern bei<br />

vergleichbaren Geschwindigkeiten<br />

längere Bremsstrecken benötigt<br />

werden, denn es ist eine deutlich<br />

höhere Energie zu vernichten.<br />

Wie lang ist die Bahn, wie sollte<br />

die Beschleunigung verlaufen,<br />

wie sollte sich in Bezug zu Wegmarken<br />

entlang der Startbahn die<br />

Geschwindigkeit aufbauen? Wo<br />

befindet sich der Punkt, der noch<br />

einen sicheren Startabbruch und<br />

ein Ausrollen/Bremsen erlaubt?<br />

An einem unbekannten Flugplatz<br />

muss herausgefunden werden,<br />

woran sich das alles erkennen lässt.<br />

Dann ist auch besser abzuschätzen,<br />

wo welche Notmaßnahmen gegebenenfalls<br />

ergriffen werden müssen,<br />

damit nicht in ein Hindernis<br />

gerollt wird.<br />

Ein Ringelpiez ist ein sicheres<br />

Verfahren, einen Frontalaufprall<br />

auf ein Hindernis zu vermeiden.<br />

Die Rotation nimmt viel Energie<br />

auf, kann aber auch schnell zum<br />

Abscheren des Leitwerksträgers<br />

führen.<br />

Die LS6-b war für einen „normalen“<br />

Ringelpiez wohl noch zu<br />

schnell. Als die abgelegte Fläche<br />

im Gras stark abgebremst wurde,<br />

eilte der äußere Flügel vor und<br />

erzeugte wieder Auftrieb, Flügel<br />

und Rumpf wurden angehoben. In<br />

der Situation war die LS6-b nicht<br />

mehr zu steuern, der folgende<br />

Aufprall unabwendbar. ae<br />

BFU/Marzinzik<br />

Fotos: BFU<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 77


[ SEGELFLIEGEN Wettbewerb ]<br />

Euroglide <strong>2016</strong><br />

SECHS TAGE<br />

AUTOREN: Guido Achleitner, Jona Keimer, Lutz Volker Benner<br />

78 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


RENNEN<br />

Die Euroglide ist schon ein<br />

besonderer Wettbewerb.<br />

Als Wanderflug führt sie quer<br />

durch Europa, dabei ist jeder<br />

Teilnehmer ganz auf sich<br />

gestellt. Ende Juni brachen<br />

in Venlo 72 Teams zu dem<br />

Abenteuer auf.<br />

Foto: Achleitner/Keimer<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 79


[ SEGELFLIEGEN Wettbewerb ]<br />

[ 1 ]<br />

Jona Keimer und Johannes<br />

Achleitner begnügten<br />

sich mit einer Gepäckrolle<br />

für ihr Europa-Abenteuer.<br />

Die einen hatten ihren Rückholer<br />

dabei, der ihnen mit<br />

dem Hänger und umfangreichem<br />

Reisegepäck folgte,<br />

die anderen versuchten es mit<br />

spartanischer Ausrüstung. Die einen<br />

schlüpften abends in ein bequemes<br />

Hotelbett, waren mit allen Annehmlichkeiten<br />

versorgt, während die anderen<br />

bei der Übernachtung den Sternenhimmel<br />

über sich hatten – sofern<br />

es nicht regnete. Eingeteilt waren sie<br />

entsprechend der Leistung ihrer Flugzeuge<br />

in vier Klassen: reine Segelflugzeuge<br />

(14 Teams), Low Turbos<br />

(16), High Turbos (18) und Eigen -<br />

starter (24).<br />

Auf dem Programm standen 2406<br />

Kilometer. Nach dem Start und vor<br />

der Zielankunft in Venlo sollte der<br />

Kontrollpunkt Borkenberge umrundet<br />

werden. Die Wendepunkte lagen weit<br />

im Osten. Plock bei Warschau und<br />

Krosno im südlichen Polen waren zu<br />

umrunden – für die reinen Segler und<br />

Turbos eine wahre Herausforderung!<br />

Penible Planung war angesagt. In<br />

dem weitmaschigen Flugplatznetz<br />

Polens musste Lande- und Startort<br />

ein Gelände mit Flugbetrieb und<br />

möglichst mit F-Schlepp sein. Nur wer<br />

über ein Rückholteam verfügte, konnte<br />

auch eine Ackerlandung in Erwägung<br />

ziehen.<br />

Jona Keimer – von der Himalaja-<br />

Expedition mit Klaus Ohlmann eher<br />

als S10-Pilot bekannt – und Johannes<br />

Achleitner von der FV Aachen wagen<br />

das Abenteuer mit einer ASH 25e und<br />

ganz ohne Verfolger. Sie wissen beim<br />

Start: Sollte ihr Hilfstriebwerk sie im<br />

Stich lassen, droht ihnen eine Außenlandung<br />

mit einer Monsterrückholtour.<br />

Ihre wenigen Reiseutensilien verstauen<br />

sie in einem Rohr, das sie<br />

anstelle der Sauerstoffflasche unterbringen<br />

können. Die Kleidung steckt<br />

in Ziptüten und dient als Sitzkissen.<br />

Mit Energieriegeln wappnen sie sich<br />

für einsame Abende auf polnischen<br />

Flugplätzen. Ihr Hotel ist eine Plane,<br />

die sie über den Innenflügel der ASH<br />

25 spannen.<br />

In einer ganz anderen Komfortklasse<br />

gehen Lutz Volker Benner mit<br />

seiner ASH 31Mi (JOY), Axel Breuer<br />

(ASG 26e), Volker Pohlhaus (ASH 26e),<br />

Mathias Münch (DG-800) und Andy<br />

Kath (ASH 26e) in der Klasse der<br />

Eigenstarter an die Aufgabe. Teilstrecken<br />

fliegen sie im Team. Olaf-<br />

René Hartmann, Verfolger der JOY,<br />

legt 3500 Straßenkilometer zurück!<br />

Der Auftakt ist wenig verheißungsvoll.<br />

Am Starttag, Montag, 20. Juni,<br />

steckt Venlo im Regen, trotzdem verschwinden<br />

immer mehr Flugzeuge<br />

aus dem Grid. Manche starten auch<br />

bei niedriger Basis mit ihrem Motor,<br />

andere rüsten ab und wenden sich<br />

auf der Straße besseren Bedingungen<br />

auf Kurs zu. Jedes Team hat je nach<br />

Leistungsfähigkeit des Flugzeugs ein<br />

Guthaben von rund 250 Kilometer,<br />

die es auf der Straße oder mit Triebwerksunterstützung<br />

zurücklegen darf.<br />

Wer diese Credits gleich zu Beginn<br />

ausreizt, hat es zum Ende hin taktisch<br />

allerdings besonders schwer.<br />

Die deutschen Eigenstarter harren<br />

deshalb bis Mittwoch aus, obgleich<br />

es ganz einsam um sie wird. Für die<br />

Aachener Crew scheidet die Option<br />

Straße ohnehin aus, sie startet am<br />

Dienstag an der Winde und rattelt<br />

bei niedriger Wolkendecke gen Borkenberge.<br />

Jona Keimer:„Die Basis<br />

hatten wir schon im Windenstart<br />

überstiegen, sie lag anfangs bei rund<br />

300 Meter.“ Aber schon in Dinslaken<br />

Schwarze Heide ist die erste Etappe<br />

für sie zu Ende, ein Weiterkommen<br />

unmöglich.<br />

Die Wetteraussichten sind auch<br />

am dritten Tag des Wettbewerbs noch<br />

nicht wirklich gut. Die Aachener starten<br />

bei niedrigster Basis als Erste und<br />

kommen überraschend gut voran. Erst<br />

am Kontrollpunkt Borkenberge beschließen<br />

sie, das Hauptfahrwerk mal<br />

einzufahren. Manchmal erreichen sie<br />

knapp 1000 Meter über Grund. Ihr<br />

80 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


[ 3 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] An den sechs Tagen Euroglide war alles geboten: gute Wolkenthermik, blauer<br />

Himmel und erschwertes Vorankommen im Hangflug. [ 2 ] Sicher am Boden nach<br />

spannender Landung bei 50 km/h Wind in Jelenia Góra am Fuß des Riesengebirges.<br />

[ 3 ] Kartenstudium: Wo liegen die Flugplätze mit Segelflugbetrieb? Wo sollte nicht<br />

gelandet werden? [ 4 ] Start in Plock, zum ersten Mal in richtig gutes Wetter.<br />

[ 4 ]<br />

Fotos: Achleitner/Keimer<br />

Flug führt sie an Münster, Hildesheim<br />

und dem Harz vorbei bis Reinsdorf,<br />

südlich Berlin. Nach 500 Kilometern<br />

kommt bei Bronkow dann der Motor<br />

zum Einsatz, was ein Mal erlaubt ist.<br />

Mäßiges Steigen hilft danach weiter<br />

bis zu den Kohlekraftwerken Schwarze<br />

Pumpe. Nach dem zweiten Kraftwerk<br />

reicht die Höhe bis an die polnische<br />

Grenze, bis Rothenburg.<br />

Das hatten die zwei in Dinslaken<br />

nicht erwartet, dass sie bis zum Abend<br />

komplett durch Deutschland fliegen<br />

werden. Und die Euroglide-Website<br />

zeigt: Sie liegen ganz vorn!<br />

Für die Eigenstarter, die in Venlo<br />

abfliegen, ist in Finsterwalde schon<br />

Schluss. Über Funk bleibt man in Kontakt.<br />

Lutz Volker Benner zur Kommunikation<br />

der ersten, schwierigen<br />

Etappe: „Ab und zu ein Stöhnen, wenn<br />

wieder einer unter 300 Metern magere<br />

Thermik suchen musste.“<br />

Für den zweiten Flugtag verspricht<br />

die Vorhersage bessere Bedingungen.<br />

Beim Start gibt es sofort gutes Steigen<br />

bis 1000 Meter, aber es ist Blauthermik.<br />

In Flugrichtung zeigen sich nur<br />

ganz in der Ferne Wolken. Im Pulk<br />

arbeiten sich die Eigenstarter von<br />

Finsterwalde aus zur Grenze nach<br />

Polen vor. Große militärische Übungsgebiete<br />

zwingen sie dort zum Umweg<br />

über Zielona Góra und dann durch<br />

ABFLUG IN VENLO: „DIE BASIS IN 300 METERN<br />

ÜBERSTEIGEN WIR SCHON IM WINDENSTART.“<br />

einen schmalen Kanal freien Luftraums.<br />

Bei Blauthermik und der geringen<br />

Arbeitshöhe eine große Herausforderung.<br />

Über der weiten, flachen Landschaft<br />

fast ohne Flugplätze gilt es, zwischen<br />

500 und 1500 Meter heiße, oft schlappe<br />

Blauthermik auszukurbeln. Zum<br />

frühen Nachmittag ermüdet die Warmluft<br />

vollends. 34 Kilometer vor der<br />

Wende Plock nimmt die ASH 31Mi<br />

vor einem großen Wald den Wankel<br />

zu Hilfe. Endpunkt ist Plock.<br />

Der ASH-25-Crew ergeht es nach<br />

ihrem Start in Rothenburg nicht besser.<br />

Ihr erster Bart geht noch auf 1300<br />

Meter hoch. Auf Kurs erwartet sie<br />

enge Blauthermik mit schlechten<br />

Steigwerten – bis auf 800 Meter über<br />

Grund.<br />

Johannes Achleitner: „Was haben<br />

wir geschwitzt! Mindestens drei Mal<br />

waren wir nur wenige Meter über<br />

der Höhe, die wir uns gesetzt hatten,<br />

um den Motor zu starten. Aber dann<br />

ging doch immer noch mal ein Bärtchen<br />

raus.“<br />

Gegen halb fünf sind sie in Endanflug-Reichweite<br />

zu Plock. Den Gedanken,<br />

über die Stadt hinaus zum<br />

nächsten Flugplatz mit Segelflugbetrieb<br />

weiterzufliegen, verwerfen sie<br />

schnell. Bis dahin sind es 200 Kilometer,<br />

und geschätzt nur 100 davon<br />

sind noch im Segelflug zu bewältigen.<br />

Sie landen in Plock, wohl wissend,<br />

dass sie damit ihren 100-km-Vorsprung<br />

auf den Pulk einbüßen.<br />

Wegen des hohen Index der ASH<br />

25 starten sie am anderen Morgen<br />

als letzte. Nach zwei Stunden haben<br />

sie fast alle aus ihrer Klasse eingeholt.<br />

Johannes Achleitner: „Herrliche Wolkenstraßen<br />

ließen es richtig rocken!“<br />

Im Nachhinein resümierte das<br />

Team: „Wir wussten, wie wichtig es<br />

war, rechtzeitig zwischen Vollgas und<br />

vorsichtigem Fliegen umzuschalten.<br />

Leider haben wir genau das dann<br />

nicht gepackt. Gerade als es schlechter<br />

wurde, haben wir uns zu einem<br />

Sperrgebiet navigiert, das entgegen<br />

unserer morgendlichen Information<br />

aktiv war und dann weit umflogen<br />

werden musste.“<br />

Schließlich kommen sie nicht umhin,<br />

den Motor zu Hilfe zu nehmen.<br />

„Wir dachten, das war es jetzt, und<br />

sind ultravorsichtig weitergeflogen.<br />

Irgendwie haben wir dann aber wie-<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 81


[ SEGELFLIEGEN Wettbewerb ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 1 ] Immer gut drauf und an jedem Landeplatz des Rennens offen für neue Erfahrungen:<br />

die Aachener ASH-25-Crew. [ 2 ] Bei der Euroglide lernt man Europa kennen, hier das<br />

Braunkohle-Abbaugebiet im Osten Deutschlands. [ 3 ] Aufkreisen zum Finale. Von<br />

Hamm sind es nur noch 125 Kilometer ins Ziel.<br />

Erfolgreich im Team:<br />

Volker Pohlhaus, Lutz<br />

Volker Benner, Axel Breuer<br />

und Mathias Münch (v.li.)<br />

der in die Thermik reingefunden.“<br />

Nach der Wende Krosno können sie<br />

sogar noch das 90 Kilometer entfernte<br />

Nowy Sacz anpeilen und haben<br />

Glück. Beim Abflug aus sterbender<br />

Thermik ins Blaue zeigt der Rechner<br />

300 Meter unter Gleitpfad, sie finden<br />

aber noch einen Aufwind, um den<br />

Endanflug abzusichern.<br />

Zu ihrer großen Überraschung<br />

haben es die anderen Teilnehmer<br />

ihrer Klasse auch nicht weiter geschafft.<br />

Auch die deutsche Eigenstarter-Gruppe<br />

strandet in Nowy Sacz.<br />

Lutz Volker Benner: „Die Versuche,<br />

weiterzukommen, scheiterten kläglich.<br />

Die Wolken zerfielen, dazu bauten<br />

sich im Süden Gewitter auf. Aber die<br />

Landschaft mit den wunderschönen<br />

blauen Seen und die grüne Vegetation<br />

waren ein Fest für unsere Augen.“<br />

Auch im Wettbewerb liegen sie nicht<br />

schlecht – aktuell an vierter Stelle.<br />

Vor sich haben sie zwei Nimbus 4DM<br />

und Hermann Rosing aus Borken mit<br />

seinem Ventus 2cM.<br />

Nach zwei Gewittern am Abend<br />

scheint am nächsten Morgen in Nowy<br />

Sacz wieder die Sonne. Aber erst rund<br />

25 Kilometer weiter stehen Cumuli.<br />

Das kostet Credits. Über den höheren<br />

Bergen funktioniert der Einstieg in<br />

die Thermik. Statt stumpf auf Kurs<br />

ins Blaue zu fliegen, biegen Axel<br />

Breuer und Lutz Volker Benner rechtwinklig<br />

nach Süden ab zu den Bergen<br />

der Tatra, die Entwicklung zeigen.<br />

Der weite, tief herunterführende<br />

Gleitflug wird belohnt. Am Fuß des<br />

Gebirges geht es mit starkem Steigen<br />

bis auf 2800 Meter. Lutz Volker Benner:<br />

„Und dann flogen wir plötzlich<br />

über und zwischen sich auftürmenden<br />

Wolken in angenehmer Temperatur.“<br />

Lufträume und die schlechten<br />

Wetteraussichten für den Süden zwingen<br />

sie wieder nach Norden in die<br />

müde Warmluft. Mit immer wieder<br />

langen Gleitflügen kommen sie bis<br />

südlich von Wroclaw voran. Benner:<br />

„Dort lag eine wunderschöne Wolkenbank<br />

vor uns. Allerdings soff ich<br />

darunter gnadenlos ab und musste<br />

aus 1600 Meter kommend in 250<br />

Meter über Grund den Motor starten.“<br />

Axel Breuer befindet sich da noch<br />

im Segelflugmodus, aber das Tagesziel<br />

Görlitz erreicht auch er nicht, ein<br />

Gewitter versperrt den Endanflug.<br />

Er landet in Jelenia Góra. Lutz-Volker<br />

Benner braucht eine Stunde länger,<br />

um bei dem starken Südwind aus dem<br />

Lee des Riesengebirges wieder hochzukommen.<br />

Benner: „Die polnischen<br />

Segelflieger rissen einen Hangar auf,<br />

verschachtelten ihre Flugzeuge in<br />

Windeseile und stellten die ASH 31<br />

in den Hangar, geschützt vor dem<br />

drohenden Wind und Hagel.“<br />

Auch das ASH-25-Team kämpft<br />

sich im Hangflug von Nowy Sacz aus<br />

weiter. In tiefgrauer Suppe landet es<br />

bei 50 km/h Wind in Jelenia Góra.<br />

Am anderen Morgen herrschen<br />

immer noch 40 km/h (Gegen-)Wind,<br />

und die Wolken haben sich in 600<br />

Meter ausgebreitet. Wieder sind erst<br />

einmal Rattelkilometer angesagt.<br />

Jona Keimer: „Ab der Grenze besserte<br />

sich das Wetter, sodass wir<br />

eine gute Stunde sogar richtig racen<br />

konnten. Dann mussten wir zunehmend<br />

schwache Bärte auskurbeln,<br />

die oft schnell ihren Dienst quittierten.“<br />

Schäferstuhl bei Salzgitter ist das<br />

Tagesziel. Dort, das haben Unterstützer<br />

in Aachen per SMS übermittelt,<br />

gibt es am Folgetag eine F-Schlepp-<br />

Möglichkeit. Und es klappt. In der<br />

Wertung liegen sie auf Platz drei.<br />

Tagesziel der Eigenstarter ist Magdeburg.<br />

In der Wertung finden sie<br />

sich hier auf Position acht wieder.<br />

Die zweite Wettbewerbswoche<br />

bricht an und bringt zunächst für die<br />

Magdeburger Thermik bis nordwestlich<br />

des Harzes. Dann stehen riesige<br />

Congesti mit niedriger Basis und<br />

leichtem Regen im Weg. Der Wind<br />

frischt auf 45 km/h auf. Lutz Volker<br />

Benner braucht gefühlt ewig, bis die<br />

Ithwiesen in Sicht kommen. Bis kurz<br />

vor Detmold findet er auch noch unter<br />

der hereinziehenden Abschirmung<br />

82 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


[ 3 ]<br />

Fotos: Achleitner/Keimer, Lutz Volker Benner<br />

EUROGLIDE: WUNDERSCHÖNE LANDSCHAFTEN,<br />

FREUNDLICHE UND HILFSBEREITE MENSCHEN<br />

Thermik und landet als Erster gezielt<br />

in Oerlinghausen. Gerade rechtzeitig:<br />

Eine halbe Stunde später verschwindet<br />

der Teuto im Nebel.<br />

Auch das ASH-25-Team strebt von<br />

Schäferstuhl so weit wie möglich nach<br />

Westen. Früh geht es in den ersten<br />

Aufwind, der auch gleich mit 1,5 m/s<br />

bis an die Basis in 700 Meter zieht.<br />

Danach kommt es gut voran, trotz 25<br />

km/h Gegenwind bei tiefer Basis.<br />

Keimer: „ASH-Wetter eben!“ Über<br />

der Flugschule Oerlinghausen nutzen<br />

sie den letzten ernstzunehmenden<br />

Bart des Tages. Dann folgen 30 Kilometer<br />

Geschwabbel im Grauen. Nach<br />

kurzem Motorflug nimmt Hamm sie<br />

freundlich auf. Achleitner: „Mit zwei<br />

weiteren Doppelsitzern der High-<br />

Turbo-Klasse standen wird dort nach<br />

knapp 2300 geflogenen Kilometern<br />

in den Startlöchern für die letzte Etappe.<br />

Bis Venlo waren es nur noch 125<br />

Kilometer.“<br />

Die Eigenstarter haben es von Oerlinghausen<br />

etwas weiter. Sie kämpfen<br />

sich am Dienstag, 28. Juni, ins<br />

Blaue voran, müssen dann Ausbreitungen<br />

ausweichen, bis westlich des<br />

Rheins der Himmel wieder aufreißt<br />

und sich voraus „wunderschöne“<br />

Cumuli zeigen.<br />

Lutz Volker Benner, nach knappem<br />

Endanflug: „Ein Glücksgefühl überschwemmte<br />

mich nach dieser Anspannung.<br />

Der Himmel strahlte traumhaft!<br />

Olaf begrüßte mich, und wir fielen<br />

uns in die Arme.“ Benner ist der<br />

sechste Eigenstarter, der Venlo erreicht,<br />

in der Gesamtwertung liegt<br />

er auf Platz zehn. Fünf Minuten nach<br />

ihm treffen Axel Beurer, Mathias<br />

Münch und Volker Pohlhaus ein.<br />

Das ASH-25-Team kabbelt sich<br />

noch etwas mit den Arcus-Konkurrenten<br />

und freut sich über den dritten<br />

Platz in der High-Turbo-Klasse. Seine<br />

Bilanz: „Wir sind 2400 Kilometer in<br />

gut einer Woche quer durch Europa<br />

geflogen – und das ohne Rückholer!<br />

Wichtig war uns, dass wir die Sache<br />

jeden Tag ganz locker angegangen<br />

sind. Wir haben uns jeden Morgen<br />

aufs Fliegen gefreut und waren bis<br />

zuletzt flugversessen. Wir haben so<br />

viele tolle Menschen kennengelernt,<br />

die auch so sehr für die Fliegerei<br />

leben wie wir selbst.“<br />

Lutz Volker Benner: „Die positiven<br />

Eindrücke des Wandersegelfluges in<br />

Form eines Rennens haben alle Teilnehmer<br />

in ihren Bann gezogen. Wunderschöne<br />

Landschaften, freundliche<br />

und hilfsbereite Menschen auf den<br />

großen, sehr gepflegten Flugplätzen<br />

in Polen. Erfolgreiches fliegerisches<br />

Handwerk und meteorologische Problemlösungen<br />

waren das Salz und<br />

der Pfeffer bei dieser Euroglide.“ ae<br />

Euroglide <strong>2016</strong> Von Venlo aus über Borkenberge, Plock und Krosno<br />

Etappenorte: Venlo, Dinslaken, Finsterwalde / Rothenburg, Plock, Nowy Sącz,<br />

Jelenia Góra, Salzgitter / Magdeburg, Oerlinghausen / Hamm, Venlo<br />

Borkenberge<br />

Venlo<br />

Nowy Sacz<br />

Plock<br />

Krosno<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 83


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TT 291 h, Prop. TT 96 h, JNP<br />

09.<strong>2016</strong>, W/B, Liese, NAV/COM 2x<br />

KX155 w G/S, Audio KA134, DME<br />

KN62a, ADF KR85, MKR MBR01,<br />

XPDR TT31, ENC ALT ACK A30,<br />

ELT AK451. Tel. +49173-7280426<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666611<br />

-Markt<br />

Privat Anzeigen<br />

Fax 0711/182-1783<br />

AQUILA A210, Standort Süddeutschland,<br />

Bj. 2006, TT 550 Std.,<br />

2 Sitzpl., 105.000,– €, sehr gepflegt<br />

und stets im Hangar, nur privat<br />

geflogen, Avionics: Com/NAV KX<br />

125, Transp. KT73 Mode S, GPS<br />

KDM 150-Map, Verkauf wegen<br />

Umstieg auf 4-Sitzer Kontakt:<br />

hannes-petra-mayer@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666316<br />

Cessna T210M, Standort EDDV,<br />

Bj. 1977, IFR, 6 Sitze, Leder grau,<br />

Active-Noise Headsets, 6-Platz-<br />

Oxygen, Motor 2012 neu, 200 Std.,<br />

Garmin 530, Propeller Deice. Stets<br />

hangariert, Haltegemeinschaft<br />

möglich. email: elzyg@htp-tel.de,<br />

Tel. 0172-5114176<br />

Cessna 177 B Cardinal (EDRK),<br />

ideales wirtschftl. Reiseflugzeug,<br />

perfekt für kurze Graspisten.<br />

Zelle 1295h seit neu (1976). TOP<br />

Zustand, alle Insp. JNP bis 07/16,<br />

Verst.-Prop., Mot.Lycoming O-360<br />

180 PS, 380h s. neu. AUTOPILOT<br />

f. VOR o. Comp. El Ruder Trim/<br />

mech. Pitch Trim. Dig. Fuel-Mgr.<br />

Perf.bei 75%: 5 Std./120 Kts/550<br />

Nm non-stop mit 240 kg Zuladung.<br />

King ILS Avionic 2 COM, 2<br />

NAV, ADF, XPR/S-Mode, Enc.<br />

Altimeter, ELT. Von privat. FP<br />

71.500,- € ohne MwSt.<br />

Mail: h.ruby@rz-online.de<br />

Fax +49(0)2631-356113<br />

mob. +49(0)171-6241100<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665190<br />

84 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

Cessna 172 S, Bj. 2001, Standort<br />

Bayern, TT 2100 Std., nur<br />

Privat, 3 Vorbesitzer, kein Unfall,<br />

nur Hangar, Top Zustand, sehr<br />

gepflegt, kein Wartungsstau,<br />

sehr detaillierte Aktenpflege,<br />

viele Extras, SID durchgeführt,<br />

IHP vorh., Autopilot und GPS<br />

MAP, Lycoming IO360 180 PS,<br />

COM/Nav King KX155A, Marker<br />

King KMA28, XPDR King KT73<br />

Mode S, GPS KLN94, ELT Kannad,<br />

Maschine wird zZ noch geflogen,<br />

VB 122.000,- €, Verkauf<br />

nur innerhalb Deutschlands und<br />

nach Österreich. c172s@web.de<br />

Mooney M20J 201 US-IFR,<br />

Standort EDSZ, Bj. 1977, TT<br />

2337Std. Lycoming IO-360-A1B6D,<br />

ETSO 457h, McCauley B2D34C212,<br />

PTT 19h, Aspen PFD mit 3-Achs<br />

AP, GNS430W, GNC250, GTX330,<br />

DME TCR451, WX8, ELT, gepflegt,<br />

nur vom Eigentümer gefl., ständig<br />

hangariert, professionell gewartet.<br />

Gegen Gebot. Tel. 07053/920911,<br />

BerndRobatzek@aol.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667341<br />

Fly-In & Gebrauchtfugzeugmesse<br />

am Flugplatz EDGE<br />

Verkaufen oder fnden Sie Ihr Flugzeug auf der<br />

Gebrauchtfugzeugmesse vom 02.-04.09.<strong>2016</strong><br />

am Flugplatz Eisenach/Kindel.<br />

Anmeldung und weitere Infos: www.avieur.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670383<br />

Cessna 182, Standort ETHN, Bj.<br />

1979, TT 418 Std., 4 Sitzpl.,<br />

120.000,– € VB. 740 Land., immer<br />

hangariert, Top Zustand, unfallfrei,<br />

LR Tank, s, zus. Elektr.Horizont.Tel.<br />

07932/8033, helmut.rohn@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665423<br />

Mooney M20J, Standort LSGE, Bj.<br />

1979, TT 2650 Std., 4 Sitzpl., Motor<br />

650 Std seit TSO, immer hangariert,<br />

Full IFR equ., Preis gegen<br />

Gebot. Tel. 0041/79/3002660,<br />

waltgosteli@bluewin.ch<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 660616<br />

Maule MT-7-235, Standort Paderborn,<br />

Bj. 1999, TT 781 Std., 4<br />

Sitzpl., 89.000,– €. STOL, Startstrecke<br />

150 m, ideal für Graspisten,<br />

Longrange-Tanks, Garmin<br />

430, Autopilot, IFR-Ausrüstung,<br />

Lycoming 235 PS, hangariert,<br />

unfallfrei, von Privat, Auskunft<br />

Willy Ader, Paderborn.<br />

Tel. 0049 (0) 2955/749018 oder<br />

0041/71/2459494<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663967<br />

Piper PA-28 Archer III, 180 PS, Bj.<br />

2003, 1550 Std., mit neuer Jahresabnahme,<br />

bester Zustand, nur privat<br />

geflogen, blau-weiss, GMA 340<br />

Aufschaltanlage, 2 x GNS 430 -<br />

8,33 KHZ/GI -106A Crosspointer,<br />

Transponder GTX 330 - ACS, ELT<br />

Kannad 406 AF-C, Autopilot STEC<br />

- System 55X, erhöhter Schallschutz,<br />

immer hangariert, aus Privatbesitz<br />

zu verkaufen. Preis<br />

135.000,- EUR ab EDLD - MwSt.<br />

frei. Weitere Infos und Fotos über<br />

e-mail: h.mahl@holzland-mahl.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667514<br />

Diamond DA40-TDI, Standort<br />

ehle participatie aan deel in DA40<br />

NG te koop 3 vliegtuigen 1 IFR<br />

2nacht VFR stalling in lelystad<br />

tel0031 653443074 of pulsarxp@<br />

solcon.nl.Tel. 0031653443074,<br />

pulsarxp@solcon.nl<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671354<br />

Diamond DA40-TDI NVFR 2.0S,<br />

Standort EDAZ, Bj. 2005, 4 Sitzpl.,<br />

135.000,– €. TTAF: 1.830h,<br />

new Engine: 40h (155 PS), new<br />

Propeller: 40h, new ARC: bis<br />

<strong>08</strong>/<strong>2016</strong>, Garmin GMA 340, GNS<br />

430 (Com/Nav/GPS/ILS/GS/LOC),<br />

GTX330 (Mode S), ELT 406 MHz.<br />

Tel. 0179/7611875, paolo@<br />

marcolini.org, www.gaviators.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664713<br />

Diamond DA40-TDI, Bj. 2005,<br />

TT 1.020 h Std., 4 Sitzpl.,<br />

140.000,– €. Neuer Dieselmotor<br />

135 PS 2.0 (115 h), 1.000h-Insp.<br />

erl., nä. LTU 04/2017. Autopilot<br />

mit Höhenhaltung, Garmin GNS<br />

430, Transp. Mode S, VOR mit<br />

GS, ELT 406 MHz, nur von Halter<br />

geflogen. 0049/1757210023<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670954<br />

Mooney M20K 252TSE, W-N­<br />

R.25-1002, total 870 h, Turbo, Intercooler,<br />

2. Speedbr., 7D, Alt Preselect,<br />

Propdeice, 2. Alternator, S-<br />

Transp., 1 X KY 196 B, KLM 90 B,<br />

JNP 11/16.Tel. 0621/792903 od.<br />

Tel. 0173/3634217<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671098<br />

Mooney M20R Ovation, Standort<br />

EDMH, Bj. 1995, TT 1620 Std.,<br />

4 Sitzpl. IFR, JNP05/2017,<br />

TKS, Sauerstoff, stets hangariert<br />

und gepflegt - Ausstattungsliste<br />

anfordern! Preis VB! Mwst ausweisbar!<br />

Tel. +49-1718286802,<br />

claus.knopf@aktiv-cargo.com F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670955<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />

85


-Markt<br />

Piper PA-18 Super Cub, Standort<br />

EDTX, Bj. 1958, TT 4900 Std., 2<br />

Sitzpl., 78.000,– € VB. 150 PS,<br />

Werk Nr. 6242, 25.500 Starts,<br />

Motor Lycoming O320 150 HP, am<br />

<strong>08</strong>.10.2010 grundüberholt bei<br />

4667 h und 24.213 Starts, Rest<br />

1798 h bis Oktober 2022, erhöhter<br />

Lärmschutz, Seileinzugsvorrich8<br />

tung sowie separate Schleppkupp8<br />

lung, letzte Jahresnachprüfung<br />

19.10.15. Tel. 0160/1500704,<br />

vorstand@sfc-hall.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669519<br />

Columbia 400, Standort Magdeburg,<br />

Bj. 2006, TT 876 Std., 4<br />

Sitzpl., 275.000,– € VB. Der Preis<br />

versteht sich zuzüglich Steuern.<br />

B.T. innovation GmbH, Sudenburger<br />

Wuhne 60, 39116 Magdeburg,<br />

Tel. 0391/735219 F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670602<br />

Velocity 173 LW RG ELITE -<br />

Sale, Standort EDOP, Bj. 1996,<br />

TT 740 Std., 4 Sitzpl., 110.000,– €<br />

VB. Lyco IO-360 200HP, MT 3-<br />

Blade const. speed prop., 62<br />

TSO, IFR equipped, Garmin 430,<br />

EDM 830 engine-monitor, CEN4<br />

TURY 2000 AP with ALT-HLD &<br />

HDG/NAV/GPS track, Garmin<br />

340 Mode-S XPND, Strike Finder,<br />

LoPresti HID-Light, AEROLEDS<br />

Pulsar Strobe/Navlights, Exterior<br />

new 2012, Interior all new 2011,<br />

new very efficient airflow tuning<br />

for engine 2014, N-reg.<br />

Tel. 0172/1687503,<br />

veloliner@gmail.com<br />

Zlin Z-526F Trener Acrobat,<br />

Standort EDAO, Bj. 1972, TT<br />

2913 Std., 2 Sitzpl., 66.900,– € VB.<br />

Zeit seit GÜ 166 h, doppelsitziger<br />

Acrobat, LTB gewartet, autom.<br />

Verstellprop. V503A, 2 x 35 L Zusatztanks,<br />

Ölvorwärmung, ausgez.<br />

Zust., Motor M137A, 2 x Headset,<br />

gesteppte Lederpolster, 2 x<br />

Schwimmwesten, Aufschaltung für<br />

externes Audiogerät, Steuerknüppel<br />

mit ergon. geformten Griffstücken,<br />

Schleppkupplung vorh., eingetragen,<br />

nicht montiert, keinerlei<br />

Schleppbetrieb.Tel. 0171/6218168,<br />

meicom@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669109<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 666325<br />

Piper PA-28-140, Bj. 1969, TT<br />

3785 Std., 29.000,– €. S/N:<br />

28-26026, Max. TOW: 976 kg,<br />

Noise Level: 72,2 dB, Avionics:<br />

GNS 430 COM/NAV - 8,33 KHz!,<br />

Mode "S" Transponder TRIG TT 31,<br />

Encoder ACK A 30, ELT KANNAD<br />

406 AF, Piper Autoc. III Autopilot,<br />

Flarm, TTSN: 3785:00 hours as of<br />

30.05.<strong>2016</strong>, LDGS: 6035 as of<br />

30.05.<strong>2016</strong>, Engine: Lycoming<br />

O-320 E2A; OVH due at 3877 airframe<br />

hours or 01.2006 (12 years),<br />

Propeller: Sensenich 74 DM-6-0-58;<br />

OVH due at 5277 airframe hours.<br />

Honest and solid aircraft, good<br />

performer, no damage history,<br />

based Flensburg-Schäferhaus<br />

(EDXF), above average condition<br />

for the age. New leather seats,<br />

Outside 7/10, Inside 8/10.<br />

info@luftsportverein-flensburg.de,<br />

Heiko Harms, Tel. 0160/96836579<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669883<br />

Bölkow Bo.2<strong>08</strong> Junior, Bj. 1966,<br />

TT ca. 2750 Std., 2 Sitzpl. Bo2<strong>08</strong>c<br />

gegen Gebot abzugeben. Tel.<br />

0175/5805947, bo2<strong>08</strong>@gmx.net<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668<strong>08</strong>0<br />

Robin / APEX DR 400/180 Regent,<br />

Standort EDHF Itzehoe, Bj.<br />

1990, TT 1170 Std., 4 Sitzpl.,<br />

125.000,– €. Motor nach GÜ 55<br />

Std. Sehr gepflegter Zustand. Bis<br />

1993 IFR zugelassen, danach nur<br />

VFR geflogen. Stets hangariert und<br />

LTB gewartet. Nächste JNP<br />

04.2017. Nur von 1 Piloten geflo5<br />

gen. Foto Instrumente siehe Online<br />

Anzeige. W. Lübbe, Tel. 04821/9959,<br />

WHLUEBBE@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668746<br />

Lancair Super ES, Standort<br />

Austria, Bj. 2006, TT 330 Std., 4<br />

Sitzpl., Preis VS. Continental<br />

IO550N (310 PS), Prop. 3-Blatt<br />

Mühlbauer, Garmin Panel GMA340,<br />

2 NAV/COM GNS430 (8,33 kHz),<br />

GTX330, DME KN62A, Slaved<br />

HSI KCS55, 2. Nav Indik. (+GS),<br />

2 x Altimeter, ASI, Horizon, T&B,<br />

VSI, AP STEC 55X (HDG, NAV,<br />

APP, VS, GPSS), 4 x Bose ANR<br />

Headset, Steigleistung ca. 1800<br />

ft/min., Reiseleistung ca. 180<br />

KTAS, Startstr. (50 ft) 500 m, Innenausstattung<br />

Leder/Alcantara,<br />

reduzierter Preis. Alle Details<br />

siehe WEB Page oder E-Mail:<br />

info@lancair-es.de,<br />

www.lancair-es.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664706<br />

Bücher und Modelle für Sammler.<br />

Interessant für Sammler: Verkaufe<br />

Bücher aus der Luft- und<br />

Raumfahrt in deutsch, englisch<br />

und französisch sowie Airbus-<br />

Flugzeugmodelle und -Sticker. Diverse<br />

Pins von Luftfahrtausstellungen.<br />

Preis VB. Chiffre 3618247<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668634<br />

Dallach UL-JIH F100 Fascination,<br />

Standort EDMG, Bj. 2011,<br />

TT 5 Std., 2 Sitzpl., 65.000,– €.<br />

absolut neuwertiges UL, als VLA<br />

(VLA 003) aufgebaut. CZ-UL Zul.,<br />

Vollausstattung mit vielen Extras<br />

(NP: 135.000,- €). 0171/4648605,<br />

wm@boom-trikes.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669064<br />

Cirrus SR20, Standort LSZF, Bj.<br />

2003, TT 1580 Std., 4 Sitzpl.,<br />

9200,– € VB. 1/11 Halteranteil an<br />

schöner, gepflegter SR20 am<br />

Standort Birrfeld abzugeben.<br />

Avionik erneuert. VB Halteranteil<br />

CHF 10'000, jährliche Fixkosten<br />

CHF 2'900, Flugstunde CHF 270.<br />

stephan.nyfeler@gmx.ch<br />

www.cirrus-club.ch<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666601<br />

Emeraude CP 301 S, Standort<br />

EDRH, Bj. 1960, 2 Sitzpl. Perfekter<br />

Zustand, technisch und optisch<br />

einem Neuflugzeug entsprechend.<br />

Preisnachlass nur<br />

wegen neuem Flugzeug-Projekt,<br />

Verkaufspreis: nur 38.000,- Euro !!!<br />

TT seit GH: ca. 60 Std. Neue<br />

Bespannung, neuer Lack, jede<br />

einzelne Schraube neu, jedes<br />

einzelne Metallteil ausgebaut,<br />

abgebeizt und neu grundiert und<br />

neu lackiert. Neuer Motor: Continental<br />

O-200, neuer Propeller,<br />

neue Avionik, neuer Drehzahl- u.<br />

Höhenmesser. Neue LED Pos. -<br />

Lichter / Beacon. Weitere Angaben:<br />

siehe Online oder einfach<br />

telefonisch erfragen. Tel.<br />

06781/939111 oder 0172/6154178,<br />

kmdewenter@aol.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664520<br />

RF6 Sportavia Pützer, Standort<br />

EDGU, Bj. 1974, TT 1440 Std., 4<br />

Sitzpl., Preis VS. Holzbauweise,<br />

bei 1181h generalüberholt, 2485<br />

Starts, kein Vereinsbetrieb. Tel.<br />

06285/322, heinrich.ruppert@gmx.<br />

de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662007<br />

Schöner kleiner rot-weißer Oldtimer,<br />

Morane Saulnier Rally Club<br />

MS 880B, D-ELBH, S/N 1372, 100<br />

PS Rolls-Royce O-200 Sparmotor,<br />

Ganzmetallflieger - kein Rost, JK<br />

bis 11.11.16, TT 1748, Motorverl.<br />

b. JK, Standort EDRS. Leider aus<br />

pers. Gründen gegen Gebot abzu4<br />

geben. Tel. +49 6751 94566 oder<br />

Tel. +49 175 52 94566, Fax +49<br />

6751 94565, romoso@t-online.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664528<br />

Breezer B-600 LSA, Standort<br />

EDLS, Bj. 2012, TT 360 Std., 2<br />

Sitzpl., 107.000,– € VB. Rotax<br />

912 ULS mit Verstellprop., EFIS<br />

Dynon Skyview, Autopilot, Traf.<br />

ficsensor mit Flarm, elektr.<br />

Höhen- und Querrudertrim.<br />

mung, WIFI Austausch iPad zu<br />

Glascockpit. a_laudert@mac.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664686<br />

86 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

Ultraleichte/<br />

LSA<br />

Nice aircraft for spring <strong>2016</strong> !<br />

Standort EDXG, Bj. 1993, TT<br />

1356 Std., 4 Sitzpl., Preis VS. Used<br />

single engine, four seat, cruising<br />

aircraft with 4- blade MT-constant<br />

speed propeller, retractable landing<br />

gear and steer able nose<br />

wheel. Accident free. 05422/46737<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664724<br />

Sportavia Pützer RS 180 Sportsman,<br />

Standort EDLE, Bj. 1981, TT<br />

3270 Std., 4 Sitzpl., Preis VS. Motor<br />

O360, Restlaufzeit 675 h, Prop.<br />

Hoffmann HO 27HM, 160 King<br />

COM NAV, Transponder Mode S,<br />

ELT 406, hangariert, Wartung<br />

durch Werft. Tel. 02<strong>08</strong>/3044609<br />

oder 0172/200<strong>08</strong>12, atc3@arcor.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663405<br />

Morane-Saulnier MS 893 A mit<br />

Schleppkupplung, Standort Bückeburg<br />

bzw. EDXQ, Bj. 1967, TT<br />

4047 Std., 4 Sitzpl., 17.900,– €<br />

VB, Jahres-NP ARC Sept <strong>2016</strong>,<br />

180 PS, leak test 78-77-75-78,<br />

Eng. Lycoming O-360 A2A, Ldg.:<br />

6664, MTM. 1.050 kg, Garmin<br />

SL40 VHF, Mode-S XPDR TT 31,<br />

ACK Tech A30, ELT ME 406, wg.<br />

Wechsel. Tel. 0177-8782355, Fax<br />

0571-8709-1, mhubig@yahoo.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 661183<br />

Turbi D5 Experimental, Standort<br />

EDFC, Bj. 2004, TT 270 Std., 2<br />

Sitzpl., Motor: ROTAX 912 A2 80<br />

PS, Spannweite: 8,70 m, Länge:<br />

7,16 m, Leergewicht: 409 kg, Max.<br />

Abfluggewicht: 620 kg, Holzbauweise<br />

mit Bespannung, sehr gepflegter<br />

Zustand, 38.000,- €. Kontakt:<br />

Tel. +49(0)151 70053472,<br />

E-Mail: r-lewe@t-online.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665802<br />

Grumman Tiger AG5B, gebaut<br />

von American General Aircraft<br />

1993, Serial-Nr. 10147, 180 PS, TT<br />

890 h, NAV/COM KING, GS, ADF,<br />

XPDR, GPS, Autopilot m. Alt.,<br />

Flarm, Lärmzeugnis, JNP <strong>2016</strong>,<br />

stets LTP gewartet, immer hanga6<br />

riert, extrem gepflegt, unfallfrei, nur<br />

privat geflogen, VB 85.000,- €,<br />

keine MwSt., aus Altersgründen zu<br />

verkaufen. Tel. 09241/4821220,<br />

09241/483583, d.eckert@delta-t.de<br />

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Deutschland, Bj. 1982, TT 1250<br />

Std., 6 Sitzpl., 210.000,– €. Tel.<br />

0173/2555160, isibanner@web.de<br />

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Focke Wulf Fw44J, Standort<br />

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SMOH Std., 2 Sitzpl. Dittel FS­<br />

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Schweiz-Ticino, Bj. 1985, TT<br />

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K8, AS-K13, ASK18, Dimona. Weitere<br />

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131 Jungmann (orig. oder CASA).<br />

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sein. Kontaktaufnahme bitte<br />

über E-Mail: Benjamin.razii@web.de<br />

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Zyl., Jabiru 120 PS, 2-Sitz., Carbon,<br />

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Tel. 0043/664/1534541<br />

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Tel. 0043/664/33645<strong>08</strong>,<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668878<br />

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<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />

91


-Markt<br />

Haltergemeinschaften<br />

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17.500,- €. Tel. 0163/6669116,<br />

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Raum EDFE. Tel. 0177/7705025<br />

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Tel. 09502/923157, 0172/8039862,<br />

Fax 09502/923158<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666620<br />

Piper PA46 Malibu, Fractional<br />

Lease oder Fractional Ownership<br />

Standort EDSB. Top gepflegt.<br />

Transfer/Pick up zu anderen Plätzen<br />

möglich. 1 Pilot auch Safety<br />

möglich. Stundenpreis netto EUR<br />

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Fractional Ownership anderes<br />

Preismodell. Tel. 0151/53209950<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666595<br />

-Markt<br />

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0711/182-2575<br />

1/2 Halteranteil C150, verkaufe<br />

1/2 Halteranteil an Cessna 150,<br />

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Motor seit GÜ 900 Std., N-registriert,<br />

Preis 8500,- €.Tel. 06206/6405<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662434<br />

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Standort EDQH, GPS/DME/2 x<br />

VOR/XPDR Mode S/ELT. Nähere<br />

Informationen: Tel. 09170/7598<br />

oder 0171/6871142, E-Mail: svb.<br />

klaus.peter.weiss@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 661145<br />

Haltergemeinschaft. Biete 50%<br />

Haltergemeinschaft an N-reg.<br />

Cessna 421C. JNP/200 h-Kon<br />

trolle 05/16, Maschine ist sehr<br />

gepflegt und gut gewartet;<br />

Standort EDGS. Nähere Informa<br />

tionen: Tel. 0173/2643422 oder<br />

E-Mail: mail@btc-consulting.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668023<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665147<br />

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and Alterations, Export and<br />

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Praxis-Quiz<br />

Lösungen von Seite 67<br />

1.<br />

2.<br />

3.<br />

Frage 1: d) Batterie ist die richtige Antwort,<br />

da nur sie bei stehenden Motor die einzige<br />

Spannungsquelle ist.<br />

Frage 2: a) Die Magnetzündung ist bei Verbrennungsmotoren<br />

eine Methode der Zündung,<br />

die für den Zündvorgang keinen zusätzlichen<br />

elektrischen Energiespeicher benötigt. Deshalb<br />

laufen die Motoren auch bei ausgeschaltetem<br />

Hauptschalter weiter.<br />

Frage 3: c) Deshalb sollte man nach dem<br />

Betrieb des Motors den Propeller nicht bewegen<br />

bis er abgekühlt ist.<br />

92 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Zuschriften auf Chiffreanzeigen richten Sie bitte an: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, <strong>aerokurier</strong>markt, Chiffre-Nr..., 70162 Stuttgart<br />

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Mustereinträge, Prüfer Kl. 4 Avionik<br />

sucht für 2017 Teilzeit Tätigkeit<br />

als Prüfer und/oder Avionik<br />

Trainer. Umfangreiches Avionik<br />

Fachwissen und Lehrerfahrung<br />

ist vorhanden. Chiffre 3616439<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666709<br />

Juristin sucht neue berufliche<br />

Herausforderung (D-A-CH) -<br />

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oder Chiffre 3619337<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669850<br />

Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste des Landes NRW mit Sitz in<br />

Duisburg ist ein Servicezentrum für die Polizeibehörden des Landes in den<br />

Bereichen Technik, Einsatz und Verkehr und übernimmt zudem landesweite<br />

Unterstützungs- und Koordinierungs-/Beratungsaufgaben insbesondere in<br />

Haushalts-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten sowie in<br />

Angelegenheiten der Führung und Steuerung.<br />

Am Dienstort Düsseldorf ist im Dezernat 43 - Polizeifliegerstaffel -, Sachgebiet 43.4 - Technischer Betrieb -, zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle<br />

Certifying Technician / Freigabeberechtigtes Personal<br />

Fachbereich Flugwerk/Triebwerk (Part-66 CAT B1/B1.3)<br />

unbefristet mit einer/m Tarifbeschäftigten zu besetzen. Die Besetzung der vakanten Stelle steht unter dem Vorbehalt zur Verfügung stehender<br />

Haushaltsmittel.<br />

1. Stellenbewertung<br />

Das Arbeitsverhältnis richtet sich nach dem Tarifvertrag für den<br />

öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Bei Erfüllung der tarifrechtlichen<br />

Voraussetzungen ist eine Eingruppierung bis einschließlich<br />

Entgeltgruppe 10 TV-L möglich.<br />

2. Formale Voraussetzungen<br />

• abgeschlossenes Fachhochschulstudium Luftfahrttechnik oder<br />

ingenieurswissenschaftliches Fachhochschulstudium Maschinenbau<br />

oder vergleichbar mit Schwerpunkt Luftfahrttechnik mit<br />

mindestens 5 Jahren praktischer einschlägiger Berufserfahrung<br />

in der Aufrechterhal tung der Lufttüchtigkeit oder<br />

• Staatlich geprüfte/r Techniker/in Luftfahrttechnik, Maschinentechnik<br />

oder vergleichbarer Schwerpunkt mit mindestens<br />

6 Jahren praktischer einschlägiger Berufserfahrung in der<br />

Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit<br />

Es ist in jedem Fall die gültige Lizenz für Freigabeberechtigtes<br />

Personal CAT B1/B1.3 gem. Anhang III VO (EU) 1321/2014 mit Eintrag<br />

eines Luftfahrzeugmusters und o. g. einschlägiger praktischer Berufserfahrung<br />

erforderlich.<br />

3. Aufgaben<br />

Das Sachgebiet 43.4 ist zuständig für die Wartung und Instandhaltung<br />

sowie Führung und Prüfung der Aufrechterhaltung der<br />

Lufttüchtigkeit der landeseigenen Luftfahrzeuge.<br />

Der Aufgabenbereich des Stelleninhabers umfasst insbesondere<br />

folgende Tätigkeitsbereiche:<br />

• Wartung, Instandhaltung und Reparatur an Flugwerk/<br />

Triebwerk der Polizeihubschrauber<br />

• Arbeiten im Rahmen periodischer oder kalenderzeitgemäßer<br />

Inspektionen nach Herstellervorschrift<br />

• Einstellarbeiten an der Triebwerksregelung sowie am<br />

Trag- und Steuerwerk<br />

• Behebung von im laufenden Einsatzflugbetrieb aufkommenden<br />

Beanstandungen/Mängeln<br />

• Durchführung von Prüfflügen<br />

• Führung der Wartung bezogenen technischen Dokumentation<br />

4. Organisatorische Anbindung<br />

Das Sachgebiet 43.4 ist eines von vier Sachgebieten innerhalb des<br />

Dezernats 43. Sie sind der Sachgebietsleitung unterstellt.<br />

5. Erfolgssichernde Kompetenzmerkmale<br />

5.1 Aufgabenbezogene Kompetenzen<br />

• gute Englischkenntnisse, insbesondere im technischen Englisch<br />

• Kenntnisse des Europäischen Luftrechts,<br />

• Organisations- und Planungsfähigkeit,<br />

• PC-Kenntnisse (MS-Office-Produkte)<br />

5.2 Persönliche Kompetenzen<br />

• Sicheres Auftreten, Eigenständigkeit, Eigenverantwortung,<br />

• Lernbereitschaft<br />

5.3 Soziale Kompetenzen<br />

• Teamfähigkeit<br />

• Kommunikationsfähigkeit<br />

Das Land NRW fördert die berufliche Entwicklung von Frauen. Bewerbungen von Frauen werden daher besonders begrüßt. In den Bereichen, in<br />

denen Frauen noch unterrepräsentiert sind, werden sie bei gleicher Eignung, Leistung und Befähigung nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes<br />

bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Der Arbeitsplatz kann auch mit<br />

Teilzeitkräften besetzt werden.<br />

Das Land NRW bemüht sich bevorzugt um die Einstellung schwerbehinderter Menschen und gleichgestellter behinderter Menschen im Sinne des<br />

§ 2 SGB IX; Bewerbungen schwerbehinderter und gleichgestellter behinderter Menschen im Sinne des § 2 SGB IX sind ausdrücklich erwünscht.<br />

Die Ausschreibung wendet sich ausdrücklich auch an Menschen mit Migrationshintergrund.<br />

Für weitere Informationen stehen Ihnen als Ansprechpartner<br />

• Herr PD Ettler (Tel. 0203/4175 - 4300) - Dezernatsleiter - und<br />

• Herr EPHK Miebach (Tel. 0203/4175 - 4340) - Sachgebietsleiter 43.4 - für fachliche Fragen sowie<br />

• Herr RAR Kowollik (Tel. 0203/4175 - 7106) - Personalstelle - für Fragen zum Bewerbungsverfahren gerne zur Verfügung.<br />

Ich freue mich auf Ihre Bewerbung. Richten Sie diese bitte mit aussagekräftigen Unterlagen in deutscher Sprache (insbesondere lückenloser<br />

beruflicher Werdegang, Qualifikationsnachweise, Abschluss- und Arbeitszeugnisse) bis zum 21.<strong>08</strong>.<strong>2016</strong> unter Angabe der Geschäftsnummer<br />

47-16–SG 43.4- an das<br />

Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW | Personalstelle | Schifferstr. 10 | 47059 Duisburg<br />

oder bevorzugt per E-Mail unter Angabe der Geschäftsnummer 47-16–SG 43.4- an: tarifbereich.lzpd@polizei.nrw.de<br />

Bei Bewerbungen auf dem Postweg verzichten Sie bitte auf Bewerbungsmappen, da Ihre Unterlagen nicht zurückgesendet werden.<br />

Kapitän, 45, EASA-ATPL, 8000<br />

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Verpflichtung. Tel. 0177/3020444,<br />

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Markt<br />

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<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />

93


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Die Helgoland AirService GmbH betreibt den schönen Flugplatz auf Helgoland /<br />

Düne. Wir sind verantwortlich für die Luftaufsicht, den Brandschutz auf der Düne<br />

und die Abfertigung der Flugzeuge von der OFD. Weiterhin betreiben wir mit unserer<br />

Runway 33 eine hochwertige Gastronomie mit Verkaufsshop und Duty Free Laden.<br />

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen<br />

Beauftragten für Luftaufsicht<br />

möglichst mit abgeschlossenem Lehrgang. Bei entsprechender Eignung wird eine<br />

Führungsposition für die o.a. Bereiche in Aussicht gestellt.<br />

Sie sind an dieser beruflichen Herausforderung interessiert?<br />

Wir freuen uns auf ihre Kontaktaufnahme. Bitte senden Sie Ihre aussagekräftigen<br />

Bewerbungsunterlagen per Mail oder schriftlich an die unten angegebene Adresse.<br />

Reinhold Beekhuis Geschäftsführer HAS GmbH<br />

Sales Manager OFD-Ostfriesischer-Flug-Dienst GmbH, Gorch-Fock-Straße 103,<br />

26721 Emden | Telefon +49 (0) 49 21-89 92-40 | Telefax +49 (0) 49 21-89 92-37,<br />

E-Mail: Reinhold.Beekhuis@fliegofd.de | Internet: www.fliegofd.de<br />

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Slick Mod. 4316, € 400,-. All Units<br />

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Robert.Wanek1@gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668779<br />

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funktionsfähig, Einbaurahmen, A30<br />

Encoder, VB 1200,- €.Tel.<br />

07153/925355, info@ing-stief.de<br />

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Wünschenswert ist eine Tätigkeit<br />

als techn. Trainer, techn. Redakteur<br />

oder in der techn. Dokumentation.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666624<br />

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ggf. längerfristige Urlaubsund<br />

Krankheitsvertretung.<br />

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Clubs, Segelflieger etc.Tel. +49 172<br />

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30 km zur Grenze D. Flugplatz<br />

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40 m breit, Grasbahn ca. 2 km<br />

entfernt. Preis 278.000,- Euro.­<br />

Zitzmann Baustoffe Betonwerk<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670794<br />

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Moderner Flugzeughangar, geeignet für Helis,<br />

Business-Jet und Twins, Wohnung, Sozialräume,<br />

Büro und Parkplätze dazugehörend. Auch als<br />

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nahe Schweizer Grenze.<br />

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email an: volatus.s@gmail.com.<br />

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Hangarplätze frei. Hoch- oder Tiefdecker.<br />

UL bevorzugt. Nähe<br />

Schweiz. Tel. 07755/8432 oder<br />

0172/3503363, juelketreu@me.com,<br />

lsb-donaueschingen.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662568<br />

Vermietung<br />

Produktions-/Flugzeughalle<br />

für alle Branchen im Gewerbegebiet am Flugplatz Dahlemer Binz (EDVK), Kreis Euskirchen<br />

(Eifel), zu vermieten. Hallenvorfeld mit Direktanbindung an Rollweg und S/L-Bahn.<br />

Gute Verkehrsanbindung (über Autobahn A 1 und B 51).<br />

Gesamtfläche bis zu 1.600 qm (auch teilbar). Befahrbar, energetisch überarbeitet und<br />

beheizt. Büro- und Sozialräume, Außenflächen, ausreichend Stellplätze.<br />

Anfragen:<br />

Flugplatzgesellschaft Dahlemer Binz GmbH | Hauptstraße 23 | 53949 Dahlem<br />

Tel. 02447/955542 | Mail: h.etten@dahlem.de | Internet: www.dahlemer-binz.de<br />

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sehr netten Fliegerclub.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663402<br />

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bis 2014, geb., nur komplett abzugeben.<br />

Angebot und Anforderung<br />

Liste weiterer umfangreicher Luftund<br />

Schifffahrtliteratur an: plango@<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667486<br />

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mit BZF 1, Industrieelektriker,<br />

alle Führerscheine, bundesweit.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662760<br />

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<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />

95


-Markt<br />

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Telefon: 0531-37001-162 · Fax: 0531-37001-193<br />

Internet: Hotel-Landhaus-Seela.de · E-mail: info@Hotel-Landhaus-Seela.de<br />

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CFI/CFII) . Tel. 0173/9021727 oder<br />

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Zusatztanks für Reichweiten über<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 660672<br />

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C525/PIC/IR MP-OPS LVTO und<br />

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Fax +492584/934784<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 660589<br />

Sie benötigen für Ihren Flugplatz,<br />

Fliegerclub, Sportfluggruppe oder<br />

Jugendprojekt ein neues Auto?<br />

Habe praktisches Objekt für Sie,<br />

welches ein bisschen Arbeit macht.<br />

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Es ist kein Cabrio, sondern ein<br />

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Email: p.v.z@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665750<br />

Chiffre<br />

-Markt<br />

Zuschriften<br />

auf Chiffreanzeigen<br />

richten Sie bitte an:<br />

Motor Presse Stuttgart<br />

GmbH & Co. KG,<br />

<strong>aerokurier</strong>markt,<br />

Chiffre-Nr. ...,<br />

70162 Stuttgart<br />

96 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

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• Erlaubnis für alle Flugarten und<br />

Flugzeugtypen (Motorflieger, Ultralight,<br />

Gleitschirm, Segelflugzeuge, Hubschrauber,<br />

Ballonfahrten, etc.)<br />

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<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />

97


-Markt<br />

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Mobil:0171/9542846<br />

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Umschulen, Sicherheitstraining, Kompaktkurse Theorie.<br />

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BZF-Kurs: 23.09. – 25.09.<strong>2016</strong><br />

Für Piloten: Flugsicherheitstraining, Refresher<br />

Experience: Kunstflugausb., Spornradeinw., Spin Training<br />

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88459 Tannheim-Flugplatz • www.flugplatz-tannheim.de • e-mail: info@edmt.de<br />

Wasserfliegen<br />

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Bei diesen Flugschulen bzw. Sonderver kaufs stellen erhalten Sie die jeweils<br />

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Flugplatzgesellschaft<br />

Schönhagen mbH<br />

Am Flugplatz Haus 2<br />

14959 Schönhagen<br />

RWL German Flight<br />

Academy GmbH<br />

Am Flughafen 20<br />

41066 Mönchengladbach<br />

Fahrschule Klippel<br />

Flugplatz Föhren<br />

54343 Föhren<br />

Flugplatz Koblenz-Winningen<br />

GmbH<br />

56333 Winningen<br />

Rhein-Mosel-Flug<br />

GmbH & Co. KG<br />

Flugplatz,<br />

56333 Winningen<br />

Take-Off Model Shop<br />

Alexanderstr. 22,<br />

64653 Lorsch<br />

Friebe Luftfahrt-Bedarf GmbH<br />

Flughafen Neuostheim<br />

68163 Mannheim<br />

Mt-Propeller<br />

Flugplatz, Straubing-Wallmühle,<br />

94348 Atting<br />

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Günter Watschinger GmbH,<br />

Flughafen,<br />

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98 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />

99


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Die Flugschule für<br />

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TRI(H), NFQ(H)<br />

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Wir verwenden „ProPilots“ als Trainingssoftware<br />

Musterberechtigungen und<br />

Befähigungsüberprüfung auf:<br />

R22, R44, R66, B206, BO105,<br />

MD900/902, EC135, BK117, HU369<br />

ICAO Sprachprüfung Stufe 4, 5 und 6<br />

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Flugplatz Halle-Oppin<br />

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OO<br />

31. Juli<br />

[ Termine ]<br />

präsentiert<br />

von<br />

60 Jahre Flugplatz Günzburg<br />

Luftsportverein Günzburg, Otto-<br />

Lilienthal-Weg 7, 89312 Günzburg,<br />

Tel.: +49 8221 4336,<br />

E-Mail: info@lsvgz.de, www.lsvgz.de<br />

OO<br />

31. Juli<br />

10. Oldtimertreffen,<br />

Riedlingen / Donau<br />

Fliegergruppe Riedlingen e.V.,<br />

Brühlweg 30, Flugplatz Riedlingen,<br />

88499 Riedlingen,<br />

Tel.: +49 7371 3555, E-Mail:<br />

oldtimer@flieger­gruppe-riedlingen.de,<br />

www.oldtimertreffen-riedlingen.de/<br />

OO<br />

13. /14. August<br />

Do-Days <strong>2016</strong>, Friedrichshafen<br />

Dornier Museum, Claude-Dornier-<br />

Platz 1, 88406 Friedrichshafen,<br />

Tel.: +49 7541 4873640,<br />

E-Mail: info@dorniermuseum.de,<br />

www.dorniermuseum.de<br />

OO<br />

13./14. August<br />

18. Zwickauer Flugplatzfest<br />

Flugplatz Zwickau, Reichenbacher<br />

Str. 131, <strong>08</strong>056 Zwickau,<br />

Tel.: +49 375 781183, www.acz.de<br />

OO<br />

14./15. August<br />

Fly-in, Gundelfingen<br />

Modelllandeplatz Gundelfingen<br />

(EDMU), Äußerer Auweg 3,<br />

89423 Gundelfingen, Tel.: +49 171<br />

2323152, www.lsv-gundelfingen.de<br />

OO<br />

21. August<br />

Siegerland Flughafen-Tag<br />

E-Mail: info@siegerland-airport.de,<br />

www.siegerland-airport.de<br />

OO<br />

19. – 21. August<br />

Flugtage und Fly-in,<br />

Soest/Bad Sassendorf<br />

Am Flugplatz 5, 59505 Soest, Tel.:<br />

+49 2927 340, E-Mail: info@flugplatzsoest.de,<br />

www.flugtage-soest.de<br />

OO<br />

26. – 28. August<br />

20. kleines Segelflugzeug-<br />

Oldtimertreffen, Hammelburg<br />

FSG Hammelburg, Hochstraße 10,<br />

97762 Hammelburg,<br />

www.fsg-hammelburg.de<br />

OO<br />

27. August<br />

Hunterfest <strong>2016</strong>,<br />

St. Stephan, Schweiz<br />

Hunterverein Obersimmental, Postfach<br />

23, 3772 St. Stephan, Schweiz,<br />

E-Mail: info@hunterverein.ch,<br />

www.hunterverein.ch<br />

OO<br />

27. / 28. August<br />

Piper-Cub-Fly-in, Langenthal<br />

Flugplatz Langenthal-Bleienbach,<br />

www.pipercubflyin.ch<br />

OO<br />

27./28. August<br />

Airliner Classics,<br />

Flugplatz Speyer<br />

Roland Kern, Tel.: +49 6232 6872929,<br />

Foto: Holger Weitzel<br />

Terminankündigungen<br />

E-Mail: flugleitung@flugplatz-speyer.de,<br />

www.airliner-classics.de<br />

OO<br />

27./28. August<br />

Flugplatzfest,<br />

Albstadt-Degerfeld<br />

Luftsportverein Degerfeld, Volker<br />

Rath, Postfach 562, 72426 Albstadt,<br />

Tel.: +49 7422 9493-17, E-Mail:<br />

volker.rath@schwarzwaelder-bote.de,<br />

www.lsv-degerfeld.de<br />

OO<br />

27./28. August<br />

Flugtagwochenende, Donzdorf<br />

Fliegergruppe Donzdorf,<br />

Sonderlandeplatz Donzdorf-<br />

Messelberg, 73072 Donzdorf,<br />

www.donzdorfer-flugtage.de<br />

OO<br />

28. August<br />

Flugplatzfest, Erbach<br />

LSV Erbach, Burren 7, 89155<br />

Erbach, Tel.: +49 160 5355300,<br />

E-Mail: sayler@autohaus-sayler.de,<br />

www.lsv-erbach.de<br />

Auch Babys dürften dieses Jahr in<br />

Hammelburg dabei sein.<br />

Weitere Termine finden Sie bei uns auf der Website www.<strong>aerokurier</strong>.de.<br />

Bitte schicken Sie Ihre Ankündigungen für den Termin-Service an<br />

redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

OO<br />

28. August<br />

Flugplatzfest, Müllheim<br />

Markgräfler Luftsportverein e.V.<br />

Müllheim/Baden, Tel.: +49 7631<br />

13824, E-Mail: kontakt@luftsportmuellheim.de,<br />

http://luftsport-muellheim.de/<br />

OO<br />

2. – 4. September<br />

AVIEUR Fly-in, Gebrauchtflugzeugmesse<br />

und Airshow,<br />

Eisenach-Kindel<br />

www.avieur.de<br />

OO<br />

3./4. September<br />

Flugplatzfest, Dierdorf-Wienau<br />

LSV Neuwied, www.lsv-neuwied.de<br />

OO<br />

3./4. September<br />

Flugplatzfest und Fly-in, Elz bei<br />

Limburg/Lahn<br />

Flugsportgruppe Elz, Flugplatz an<br />

der B8, Postfach 112, 65604 Elz,<br />

Tel.: +49 6431 54200,<br />

Vorstand@edfy.de, www.edfy.de/<br />

OO<br />

3./4. September<br />

Fly-in & BBQ,<br />

Montabaur<br />

LSC Westerwald, FlyIn@lscww.de<br />

OO<br />

3./4. September<br />

Flugtag, Pirmasens<br />

Aero-Club Pirmasens, Ostring 18,<br />

66509 Rieschweiler-Mühlbach,<br />

Tel.: +49 6336 6266,<br />

E-Mail: info@aero-club-pirmasens.de,<br />

www.flugtag-pirmasens.de<br />

OO<br />

3./4. September<br />

Nostalgisches Flieger-Picknick<br />

und Classic-Cessna-Meeting,<br />

Wershofen<br />

Segelfluggruppe Wershofen,<br />

Bergstraße 7, 53520 Wershofen,<br />

Tel.: +49 2694 277,<br />

E-Mail: info@sfg-wershofen.de,<br />

www.flugtag-wershofen.de<br />

IMPRESSUM<br />

REDAKTION: Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 711<br />

182-2800, Fax: +49 711 182-1781, E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de,<br />

Internet: www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Herausgeber: Michael Pfeiffer Redaktionsleitung: Lars Reinhold<br />

(verantw. i. S. d. Presserechts) Stellv. Chefredakteur: Gerhard<br />

Marzinzik Redaktion: Maximilian Kühnl, Oliver Schenk (Praktikant)<br />

Produktionsleitung: Marion Hyna Schlussredaktion: Jutta<br />

Clever Grafische Konzeption: Harald Hornig Grafik und Layout:<br />

MOTORRAD-Grafik, Ralf Athen, Tobias Rall, Katrin Sdun Repro:<br />

MOTORRAD-Medienproduktion, Stefan Widmann (Ltg.), Catherine<br />

Pröschild (i.V.), Iris Heer, Sabine Heilig-Schweikert Sekretariat:<br />

Iris Schaber Ständige freie Mitarbeiter: Bernd Fischer, Toni<br />

Ganzmann, Frank Herzog, Mark Juhrig, Frank Martini, Egon-<br />

Manfred Paech, Holger Weitzel, Helge Zembold<br />

VERLAG: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG Leitung Geschäftsbereich<br />

Motorrad/Luft- und Raumfahrt: Peter-Paul<br />

Pietsch Stellv. Verlagsleitung und Leitung Digitale Medien: Eva-<br />

Maria Gerst Brandmanagement: Natalie Lehn<br />

Anzeigenleitung: Reinhard Wittstamm, Tel.: +49 711 182-2814,<br />

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Anzeigenteil: Julia Ruprecht, Tel.: +49 711 182-1548, Fax: -1027,<br />

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DPV Deutscher Pressevertrieb Vertriebsleitung: Dirk Geschke<br />

Herstellung: Rainer Jüttner<br />

DRUCK: Neef + Stumme GmbH & Co. KG, 29378 Wittingen.<br />

Printed in Germany.<br />

Fotoservice/Syndication/Lizenzen:<br />

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Deutscher Aero Club e.V., Hermann-Blenk-Str. 28, 381<strong>08</strong><br />

Braunschweig, www.daec.de Offizielles Organ: DAeC, AOPA<br />

Germany, Club der Luftfahrt e.V.<br />

ANZEIGENVERTRETUNGEN IM AUSLAND: USA: International<br />

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911187, E-Mail: motorpresse@email.cz<br />

BEZUGSPREISE: Einzelpreis: € 5,50 Jahresabonnement:<br />

€ 66,– frei Haus, A: € 72,90, CH: sfr 115,–. Übriges Ausland auf Anfrage.<br />

Studenten erhalten gegen Vorlage einer Immatrikulationsbescheinigung<br />

das Abo mit einem Preisvorteil von 40 % gegenüber<br />

dem Kioskkauf zum Preis von € 39,60 (A: € 45,36; CH: sfr<br />

72,– ; weitere Auslandspreise auf Anfrage). Persönliche Mitglieder<br />

der Bundeskommission Motorflug des Deutschen Aero Club e.V.<br />

(DAeC) erhalten den Titel aero kurier im Rahmen eines gesonderten<br />

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Der <strong>aerokurier</strong> erscheint monatlich (mit den DAeC-Nachrichten<br />

in der Abonnement-Auflage). Es gilt die Anzeigenpreisliste <strong>2016</strong>.<br />

Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdrucks und der<br />

fotomechanischen, elektronischen oder digitalen Wiedergabe<br />

von Teilen der Zeitschrift oder im Ganzen sind<br />

vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte,<br />

Fotos, Zeichnun gen und Datenträger wird keine Haftung<br />

übernommen. (ISSN 0341-1281)<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 101


[ SEGELFLIEGEN Porträt ]<br />

Aus Liebe<br />

zum Blech<br />

Als Mitte 2010 ein LET-13 Blaník abstürzt und zwei<br />

Menschen sterben, scheint das Schicksal des<br />

Musters besiegelt. Elisa Maria Bretterebner will das<br />

nicht akzeptieren und kämpft für ihr Lieblingsflugzeug.<br />

Das Interview führte Lars Reinhold<br />

E<br />

lisa, mit deiner Erfahrung<br />

von knapp 1000 Flugstunden<br />

könntest du wahrscheinlich<br />

jede Superorchidee<br />

fliegen. Was fasziniert<br />

dich an einer alten, tschechischen<br />

Blechdose wie dem Blaník?<br />

Schau ihn dir doch an! Diese Silhouette,<br />

das Flugbild, das ist absolut<br />

einzigartig, so sieht kein anderes<br />

Segelflugzeug aus. Das Geräusch, das<br />

das Metall macht, wenn sich das Flugzeug<br />

in der Luft oder am Boden bewegt.<br />

Man steigt ein und hat immer noch<br />

nicht das Gefühl, in einem Segler zu<br />

sitzen, fühlt sich eher wie der Pilot<br />

einer B-25. Und dann noch die Vielseitigkeit<br />

des Blaník. Ob Anfängerschulung,<br />

Streckenflug, Akroprogramm<br />

– er kann irgendwie alles. Und schließlich<br />

das Landen auf den Punkt, wenn<br />

man die Fowlerklappe voll setzt. Der<br />

LET-13 ist ein richtiger Charakterflieger,<br />

den man einfach mögen muss.<br />

Was ging dir durch den Kopf,<br />

als du vom Unfall in Ferlach<br />

gehört hast?<br />

Wir waren allesamt sprachlos. Zunächst<br />

galt es, weitere Informationen zu bekommen<br />

und herauszufinden, was<br />

passiert war. Wir kamen aber überhaupt<br />

nicht auf die Idee, dass das Flugzeug<br />

strukturelle Schwächen haben könnte.<br />

Denn in unserem Verein, der Flugsportgruppe<br />

Grimming, die damals<br />

vier Blaníks in der Flotte hatte, gibt<br />

es zu diesem Typ eine Art Grundvertrauen,<br />

weil wir mit ihm viel machen<br />

und seine Grenzen auch wirklich ausreizen.<br />

Am Unfalltag herrschte in<br />

Ferlach zudem schwieriges Wetter mit<br />

Föhnwalzen, die Ursache hätte also<br />

auch darin liegen können. Umso mehr<br />

hat uns das Ergebnis der Unfalluntersuchung<br />

– ein Versagen des Tragflächenholms<br />

durch Ermüdungsrisse – und<br />

das Grounding durch die EASA geschockt.<br />

Liebe darf auch mal wehtun,<br />

und sei es nur, um sich die<br />

große Leidenschaft auf den<br />

Fuß stechen zu lassen.<br />

Die Liebe deines Fliegerlebens<br />

war plötzlich im Prinzip ein Haufen<br />

Altmetall ...<br />

Ich hatte in dem Moment tatsächlich<br />

das Vertrauen in das Flugzeug verloren.<br />

Und im Verein war schnell klar,<br />

dass wir den Blaník ohne irgendeine<br />

Modifikation – selbst wenn die EASA<br />

das Go dafür gegeben hätte – nicht<br />

wieder in die Luft bringen wollen. Uns<br />

war klar, wir fliegen nur, wenn es<br />

eine strukturelle Verstärkung gibt und<br />

wir dem Flugzeug wieder hundertprozentig<br />

vertrauen können. Nur eine<br />

102 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


Prüfung allein hätte uns einfach nicht<br />

ausgereicht.<br />

War euch bewusst, dass der<br />

Unfall auch das endgültige Aus<br />

für den Blaník hätte bedeuten<br />

können?<br />

Das war uns relativ schnell bewusst,<br />

zumal der Hersteller LET auf Nachfragen<br />

hin deutlich machte, dass man<br />

aufgrund des Alters des Typs und der<br />

Fokussierung auf andere Geschäftsfelder<br />

wenig Interesse hat, in der<br />

Sache aktiv zu werden. Damit stand<br />

fest: Wenn wir es nicht selber in die<br />

Hand nehmen, ist es vorbei.<br />

Wie ging es weiter?<br />

Nachdem ein paar Monate ins Land<br />

gegangen waren und die Blaníks am<br />

Boden standen, kamen mein bester<br />

Freund Kurt Tippl und ich zu dem<br />

Schluss, dass etwas passieren muss.<br />

Kurt ist Teamleader der „Blanix“ und<br />

liebt den Metallflieger genauso wie<br />

ich. Also beschlossen wir, etwas zu<br />

tun – ohne genau zu wissen, was. Aber<br />

der Blaník sollte wieder fliegen.<br />

Stand euer Verein sofort hinter<br />

euch oder oder musstet ihr Überzeugungsarbeit<br />

leisten?<br />

Da war sogar eine Menge Überzeugungsarbeit<br />

nötig! Unter meinen Kameraden<br />

hat es manchen gegeben,<br />

der meinte, wir sollen es lassen, der<br />

Blaník sei ein Museumsflugzeug und<br />

habe ausgedient. Es gab auch richtige<br />

Pessimisten, die nicht geglaubt<br />

haben, dass wir es schaffen können.<br />

Aber das war natürlich nur noch mehr<br />

Ansporn. In einem Punkt hatten die<br />

Skeptiker aber Recht: Wir wussten<br />

tatsächlich nicht, auf was wir uns da<br />

einließen.<br />

Auf was habt ihr euch denn<br />

eingelassen?<br />

Auf einen Weg mit vielen Höhen und<br />

Tiefen. Das wohl Wichtigste dabei war<br />

das Networking in der Fliegercommunity.<br />

Man überlegt, wen man wegen<br />

eines Problems ansprechen kann, und<br />

es gibt immer wieder einen, der einen<br />

kennt, der einen kennt. Man muss sich<br />

so lange durchfragen, bis man an die<br />

richtigen Leute gerät, die einem helfen<br />

können.<br />

So seid ihr bei Marcus Basien und<br />

seiner Firma Aircraft Design &<br />

Certification gelandet ...<br />

Genau. Nach vielen Absagen war er<br />

derjenige, der sich das Projekt zugetraut<br />

hat. Gleich im ersten Telefonat<br />

hat er uns versprochen, das Ganze<br />

mit uns durchzuziehen.<br />

Kannte Basien den Blaník?<br />

Nicht wirklich. Alles, was er wusste,<br />

stammt aus Erzählungen. Er hat vermutlich<br />

die Verzweiflung in unseren<br />

Stimmen gehört und deshalb zugesagt.<br />

Noch vor Basiens Zusage hatten wir<br />

unsere vier Blaníks zum Instandsetzungsbetrieb<br />

Falcon Aircraft nach<br />

Tschechien gebracht, ohne überhaupt<br />

zu wissen, wie es weitergeht. Marcus<br />

kam schließlich dorthin und hat sich<br />

die Flugzeuge angesehen.<br />

Welchen Weg ging Basien, um<br />

das Problem zu lösen?<br />

Zunächst stand für uns Recherchear-<br />

beit an, denn er brauchte technische<br />

Zeichnungen vom Blaník. Über den<br />

Hersteller war nur mehr wenig zu<br />

bekommen, und letztendlich hat Basien<br />

ein CAD-Modell des Flugzeugs<br />

entwickelt und in Computersimulationen<br />

die Belastung der neuralgischen<br />

Stellen mit allen Kräften und Kraftspitzen<br />

errechnet. Aus Daten der<br />

Unfalluntersuchung war klar, dass die<br />

Konstruktion dort versagt hatte, wo<br />

in die Aluminiumbänder der Tragflächenholme<br />

der Stahlkeil für die Bolzenaufnahme<br />

eingearbeitet war.<br />

Wie konnte es zu dem Versagen<br />

der Konstruktion an dieser Stelle<br />

kommen?<br />

Zusätzlich zu den Ermüdungsrissen<br />

im Holm gab es noch eine kritische<br />

Niet-in-Niet-Verbindung, die den Bruch<br />

wohl auch begünstigt hat. Unter anderem<br />

waren die Nieten, mit denen<br />

der Stahlkeil und die Aluminiumbänder<br />

zusammengefügt sind, aufgebohrt<br />

worden, um die Beplankungsbleche<br />

Mit Lady Violet über<br />

dem Ennstal in Österreich.<br />

Der Blaník ist<br />

ein gutmütiges Flugzeug,<br />

seine Stabilität im<br />

Landeanflug dank<br />

Fowlerklappen legendär.<br />

Eine junge Pilotin<br />

und ihr Flugzeug.<br />

„Der Blaník ist einfach<br />

einzigartig“, sagt Elisa.<br />

Fotos: Lars Reinhold<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 103


Fotos: Andreas Gall, Lars Reinhold, Elisa Bretterebner<br />

Der Verstärkungssatz<br />

stabilisiert den<br />

Flügelholm so weit,<br />

dass der Blaník<br />

wieder seine volle<br />

Stundenzahl – 3750<br />

mit Kunstflug, 5000<br />

ohne – erhält.<br />

In dieser Serie stellt<br />

der <strong>aerokurier</strong><br />

außergewöhnliche<br />

Persönlichkeiten<br />

aus der Luftfahrt<br />

im Interview vor.<br />

Niet-in-Niet aufsetzen zu können. Bei<br />

der Modifikation werden jetzt Bolzen<br />

verwendet, die eine besondere Ermüdungsbeständigkeit<br />

aufweisen.<br />

Und aus all den Simulationen<br />

und Recherchen entstand dann<br />

ein kleines Stück Blech, das den<br />

Blaník wieder flügge machte.<br />

Ganz genau. Als wir Anfang 2011 das<br />

erste Mal gesehen haben, wie klein<br />

die Modifikation letztendlich ausfällt,<br />

war uns klar, dass wir mit Basien genau<br />

den richtigen Ingenieur gefunden<br />

hatten. Mit der Zertifizierung des<br />

Umrüstkits durch die EASA hatte der<br />

Blaník wieder eine Chance.<br />

Wie ging es mit den Blaníks<br />

deines Vereins weiter?<br />

Die Ergebnisse der Wirbelstromprüfung,<br />

die wir kurz vor Weihnachten<br />

2010 bekamen, waren ein Schock. Bei<br />

dreien der vier Flugzeuge waren die<br />

Holme bereits derart geschwächt,<br />

dass eine Modifizierung nicht möglich<br />

war. Da habe ich kurz ans Aufgeben<br />

gedacht. Und ich fühlte mich von dem<br />

Flieger, auf dem ich kurz zuvor meine<br />

Kunstflugausbildung gemacht<br />

hatte, irgendwie im Stich gelassen.<br />

Nur die OE-0758 konnte modifiziert<br />

werden, und das war dann auch der<br />

erste Blaník, der wieder flog.<br />

Ihr hattet also plötzlich drei<br />

Flugzeuge weniger ...<br />

Richtig. Und hier beginnt die Geschichte<br />

von Lady Violet. Während die OE-<br />

0758 modifiziert wurde, sind wir zum<br />

Zeitvertreib auf einen Kaffee zum<br />

Nachbarflugplatz gefahren. In der<br />

letzten Ecke der dunklen Halle habe<br />

ich die Silhouette eines Blaník gesehen.<br />

Unter viel Staub kam die weiß-violette<br />

Lackierung zum Vorschein, daher<br />

der Name. In der Diskussion mit dem<br />

Verein stellte sich heraus, dass der<br />

Flieger nur knapp 900 Stunden ohne<br />

Kunstflug hatte, frisch aus der Generalüberholung<br />

kam und seitdem nicht<br />

wieder geflogen war. Die Werte bei<br />

der Wirbelstromprüfung waren super,<br />

und schließlich haben wir das Flugzeug<br />

gekauft und modifiziert. Seitdem fliegt<br />

er bei uns in Aigen.<br />

Mit einer Prosecco-Dusche habt<br />

ihr im April 2011 in Aigen die<br />

Auferstehung des Blanik gefeiert.<br />

Wie hast du das damals erlebt?<br />

Es war ein unbeschreiblich emotionaler<br />

Moment! Kurt und mir sind Tränen<br />

über die Wangen gelaufen, und<br />

wir waren einfach nur froh, dass es<br />

uns gelungen ist, den Blaník zu retten.<br />

Lady Violet ist ein Vereinsflieger,<br />

kommt irgendwann Elisas persönlicher<br />

Blaník?<br />

Der kommt ganz bestimmt. Und der<br />

bekommt dann entweder eine mattschwarze<br />

Lackierung oder wird auf<br />

Hochglanz poliert. Da bin ich mir noch<br />

nicht so richtig sicher ...<br />

ae<br />

Lautlose Kunst am Himmel<br />

Seit 2002 zeigen die „Blanix“ unter Leitung von Teamchef Kurt Tippl<br />

mit zwei LET-13 anspruchsvollen Kunstflug. In dem perfekt choreografierten<br />

Display demonstrieren Tippl und seine Mitstreiter unter<br />

anderem Manöver im Spiegelflug, bei dem der Flügelmann dem<br />

Führungsflugzeug parallel im Rückenflug folgt – mit nicht einmal einer<br />

halben Spannweite Abstand zueinander. In Verbindung mit Pyrotechnik<br />

und mystischer Musik sind die Blanix der leise, ästhetische<br />

Part bei Flugschauen in ganz Europa. Dabei sind sie nicht an große<br />

Flugplätze gebunden, denn im Gegensatz zu den meisten anderen<br />

Kunstflugstaffeln können die Blanix im F-Schlepp nahezu überall hin<br />

gebracht werden und auch jenseits von Flugplätzen ihr Programm<br />

fliegen. Dank der Kurzlandefähigkeit reicht für die Landung am Ende<br />

des Programms jede Dorfwiese. www.blanix.com<br />

104 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


TIGER OLÉ<br />

Fighter-Staffeln der NATO<br />

üben in Spanien<br />

Foto: Ulrich Metternich<br />

Dieses und viele weitere<br />

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IM HANDEL<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 105


[ VORSCHAU ]<br />

Das lesen Sie im September<br />

Heft<br />

9<br />

erscheint am<br />

24. August<br />

<strong>2016</strong><br />

... erhältlich auch<br />

als E-Paper<br />

im Abo<br />

Coupons auf den Seiten 53 und 65<br />

3 x <strong>aerokurier</strong><br />

mit 35 % Ersparnis<br />

für nur € 10,75<br />

frei Haus!<br />

Einfach anrufen: +49 711 320 688 99<br />

und Kennziffer 1431625 angeben.<br />

Falls Sie nach dem Test keine weiteren Hefte<br />

wünschen, sagen Sie spätestens 14 Tage nach<br />

Erhalt der 2. Ausgabe ab. Ansonsten erhalten<br />

Sie den <strong>aerokurier</strong> weiter hin monatlich zu<br />

den im Impressum angegebenen Preisen<br />

mit jeder zeitigem Kündigungsrecht.<br />

Helikopter-Special<br />

Abschied von der Bo<br />

Ende <strong>2016</strong> wird die Bo 105 bei der Bundeswehr ausgemustert.<br />

Der <strong>aerokurier</strong> blickt zurück auf die Historie des außergewöhnlichen<br />

Hubschraubers, der als einziger eine Kunstflugzulassung<br />

hat. Außerdem im Special: die Robinson R66, der junge Hersteller<br />

Konner Helicopters und ein ausführlicher Branchenspiegel.<br />

Wir bitten um Verständnis, wenn angekündigte Beiträge aus aktuellen Gründen in eine andere Ausgabe verschoben werden.<br />

Fotos: Jörg Adam, Cornelius Braun/Red Bull Content Pool, Philipp Prinzing, Lars Reinhold<br />

Zehn Jahre Quaxe<br />

Typen und Typen im Porträt<br />

Der Verein zur Förderung von historischem<br />

Luftfahrtgerät feiert Geburtstag. Wir schauen<br />

in den Hangar und stellen die fliegenden<br />

Typen und die am Steuerknüppel vor.<br />

Wasserflug auf den Bahamas<br />

Von Insel zu Insel<br />

Mit einer Cessna 172 auf Schwimmern und<br />

einer R44 geht es zu malerischen Stränden,<br />

schwimmenden Schweinen und manch versunkenem<br />

Geheimnis der Karibik.<br />

Restaurierung Foka 4<br />

Doppeltes Do-it-yourself<br />

David Schneider hat seine Foka 4 richtig<br />

schick gemacht. Auch den Bau eines<br />

passenden Anhängers für den schnittigen<br />

Holzsegler nahm er selbst in die Hand.<br />

106 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>


BUSINESS AVIATION<br />

SPECIAL <strong>2016</strong><br />

Oktober-Ausgabe<br />

November-Ausgabe<br />

Das Heft im Heft bietet<br />

folgende Themen:<br />

■ Pilot Report HondaJet<br />

Wie fliegt sich der<br />

Business-Jet-Newcomer?<br />

■ Eclipse 550<br />

Das Premium-Produkt von<br />

Jet Lounge im Porträt<br />

VORTEIL<br />

Flächendeckende Präsenz<br />

ohne Mehrkosten<br />

➟Bonusauflage<br />

Mit einem Inserat im Business Aviation Special im<br />

<strong>aerokurier</strong> 10/<strong>2016</strong> und der Abo-Auflage der<br />

FLUG REVUE 11/<strong>2016</strong> erreichen Sie Ihre Zielgruppe<br />

im exklusiven Themenfeld.<br />

Es gilt die <strong>aerokurier</strong>-Preisliste <strong>2016</strong>.<br />

■ Operator Guide<br />

Aktuelle Übersicht der<br />

Executive-Charter-Unternehmen<br />

in Deutschland,<br />

Österreich und der Schweiz<br />

Anzeigenschluss<br />

24. August <strong>2016</strong><br />

Verkauf am Kiosk<br />

ab 28. September <strong>2016</strong><br />

Information<br />

Reinhard Wittstamm<br />

Tel.: +49 711 182-2814<br />

rwittstamm@motorpresse.de

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