aerokurier 08/2016
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
8/<strong>2016</strong> Deutschland € 5,50 / Schweiz sfr 10 / Österreich € 6,30 / Benelux € 6,40 / Finnland € 8,30 www.<strong>aerokurier</strong>.de / 60. Jahrgang<br />
<strong>aerokurier</strong><br />
DAS MAGAZIN FÜR PILOTEN<br />
SCHWEDEN-<br />
AUSFLUG<br />
MIT DER LEGEND<br />
Exklusiver Blick<br />
ins Werk<br />
Mooney<br />
M10<br />
Stearman<br />
Bienenfarm<br />
zum Dritten<br />
Euroglide<br />
In sechs Tagen<br />
durch Europa<br />
Maule M7<br />
STARKER<br />
UNDERDOG<br />
Flying Bulls<br />
Im Trainingslager<br />
Drohnen<br />
Unbemanntes<br />
Fliegen im Fokus<br />
DG-1001 Club WL<br />
Vielseitiger<br />
Trainer
Das neue Magazin über das<br />
älteste Getränk der Welt.<br />
Jetzt im Handel.<br />
www.bier-magazin.de
[ EDITORIAL August ]<br />
AKZEPTIEREN UND HELFEN<br />
Drohnen gehören zum Luftverkehr dazu, die Entwicklung der letzten Jahre<br />
wird sich nicht zurückdrehen lassen. Eine vernünftige rechtliche Regelung<br />
tut not – aber auch wir Piloten können etwas zur Sicherheit beitragen.<br />
400 000 Drohnen und Multicopter sollen bereits im Luftraum über Deutschland unterwegs sein, bis<br />
2020 rechnet die Vereinigung Cockpit mit bis zu 1,2 Millionen Unmanned Aircraft Systems (UAS).<br />
Die ferngesteuerten Fluggeräte gehören zum Luftverkehr dazu. Man kann das kritisieren, man kann<br />
darauf schimpfen – ändern wird sich daran aber nichts! Und zugegeben, es ist schon toll, was man<br />
mit den Dingern so alles anstellen kann. Luftaufnahmen von der Familienfeier, Kontrolle der Dachrinne<br />
auf Verstopfung, ohne aufs Dach klettern zu müssen, und viele weitere Spielereien auf der privaten<br />
Seite, professionelle Luftaufnahmen, Vermessungsflüge und Inspektionen auf der kommerziellen<br />
– Letzteres weit kostengünstiger und umweltschonender, als es mit den heute zumeist dafür eingesetzten<br />
Helikoptern möglich ist. Auf den Seiten 34 bis 37 zeigen wir, was sich aktuell bezüglich der<br />
Rechtslage tut und wie die Drohnenszene selbst versucht, sich zu professionalisieren.<br />
Allerdings haben Near-miss-Schlagzeilen– verursacht durch unwissende Drohnenflieger – und nicht<br />
zuletzt der unglückliche Vorstoß des Verkehrsministeriums, dessen Regulierungsideen in einer Höhenbeschränkung<br />
auf 100 Meter für alles Unbemannte und Funkgesteuerte gipfelte, bei Piloten und<br />
Modellfliegern gleichermaßen für Ärger gesorgt. Und das zu Recht. Dennoch: Gefahren dürften in<br />
den seltensten Fällen von Modellfliegern oder professionellen Drohnenpiloten ausgehen. Modellflieger<br />
sind meist in Vereinen groß geworden und von „alten Hasen“ über Regeln im Luftraum aufgeklärt<br />
worden. Die Profis dürften von sich aus an der Einhaltung von geltendem Recht interessiert<br />
sein, um mit der Drohnenfliegerei ihr Geld zu verdienen. Problematisch wird es, wenn sich Laien im<br />
Elektromarkt für 500 oder 1000 Euro einen Multicopter kaufen, einfach drauflosfliegen und dann unwissend<br />
durch den Landeanflug eines Flughafens schüsseln.<br />
Und hier kommen wir Piloten ins Spiel. Wir alle haben in der Flugausbildung gelernt, was Lufträume,<br />
Kontrollzonen und Mindesthöhen sind. Dieses Wissen können und sollten wir weitergeben! Wenn ein<br />
Freund oder Familienmitglied stolz anfängt, mit dem frisch erworbenen „fliegenden Auge“<br />
zu hantieren, sollten wir ihm erklären, dass es Regeln gibt. Regeln, die das Fliegen für alle sicher<br />
machen. Ich bin überzeugt, dass man uns interessiert zuhören wird.<br />
Lars Reinhold,<br />
Redaktionsleiter <strong>aerokurier</strong><br />
Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns über eine E-Mail (redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de), ein Fax (+49 711 182-1781)<br />
oder einen Brief (Redaktion <strong>aerokurier</strong>, Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart) für unser Leserforum. Bitte vergessen<br />
Sie nicht, Ihre Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen anzugeben.<br />
Foto: Yvonne Hertler<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 3
34<br />
Drohnen<br />
Zur Rechtslage und<br />
Professionalisierung<br />
der Szene<br />
Motorfliegen<br />
8 Bullen-Training<br />
Am Anfang jeder Flugsaison<br />
geht es für die Flying Bulls ins<br />
Trainingslager, um wieder richtig<br />
fit zu werden.<br />
18 Maule M-7-235C<br />
Maule-Flugzeuge führen in<br />
Deutschland eher ein Schattendasein.<br />
Zu Recht?<br />
42 Mooney M 10<br />
Wie die neue „kleine“ Mooney<br />
entsteht, erfuhr der <strong>aerokurier</strong><br />
exklusiv im Werk in Chino<br />
Magazin<br />
24 Tipps für Trips: Ostsee<br />
Schloss Gamehl: Teil der „Perlen<br />
mecklenburgischer Herzöge“<br />
27 OUV-Sommertreffen <strong>2016</strong><br />
Das oft maue Flugwetter im Juni<br />
ließ den Verein der Amateurflugzeugbauer<br />
eher unbeeindruckt<br />
30 60 Jahre Becker Avionics<br />
Der Avionik-Traditionshersteller<br />
im Porträt<br />
32 Stearmans in Bienenfarm<br />
Zum dritten Mal hatten die<br />
Quaxe Freunde der Doppeldecker-Ikone<br />
zum Fly-in geladen<br />
34 Drohnen im Aufwind<br />
Aktuelles zur Rechtslage und<br />
Professionalisierung der Szene<br />
38 Kolumne<br />
Dr. Spornrad plädiert für Augenmaß<br />
bei der Drohnenregulierung<br />
40 Extra 330LE Premiere<br />
Der offizielle Erstflug der Extra<br />
mit Siemens-Antrieb zeigt, was<br />
im Elektroflug möglich ist<br />
Inhalt Nr. 8 <br />
August <strong>2016</strong> I 60. Jahrgang<br />
56<br />
4 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />
<strong>aerokurier</strong> gibt es auch als E-Paper.<br />
Mehr Infos: www.<strong>aerokurier</strong>.de/epaper
UL/LSA<br />
48 Schweden-Reise<br />
Mit einer Legend 540 fliegen<br />
Vater und Sohn über die Ostsee<br />
von Berlin nach Stockholm<br />
54 Trike Globetrotter<br />
Mit dem fliegenden Motorrad<br />
über dem Big Apple<br />
Business Aviation<br />
56 Dassault Falcon 8X<br />
Dassaults künftiges Flaggschiff<br />
für Ultralangstrecken hat die<br />
Zulassung pünktlich erhalten<br />
Titelthemen<br />
im Abo<br />
Coupons auf den Seiten 53 und 65<br />
Praxis<br />
76 Unfallanalyse<br />
Unkoordinierter F-Schlepp<br />
61 Zündung im Fokus<br />
endet mit Bruch<br />
Verstehen, wie es<br />
78 Euroglide <strong>2016</strong><br />
richtig funkt<br />
Deutsche Piloten fliegen<br />
64 Expertentipp<br />
in sechs Tagen durch Europa<br />
Was bei Motoren mit<br />
102 Porträt<br />
Luftkühlung zu beachten ist<br />
Wie Elisa Maria Bretterebner<br />
66 Luftrecht<br />
zur Retterin des Blaník wurde<br />
Sind Angebote in Mitflugportalen<br />
gewerblich?<br />
Rubriken<br />
Segelfliegen<br />
68 DG-1001 Club WL<br />
Der neue Trainer von<br />
DG-Flugzeugbau im Test<br />
74 Interview<br />
Christiane Franke ist Flug -<br />
lehrerin aus Leidenschaft<br />
3 Editorial<br />
6 Leserforum<br />
16 News<br />
83 <strong>aerokurier</strong>-Markt<br />
93 Jobbörse<br />
101 Termine<br />
101 Impressum<br />
106 Vorschau<br />
42<br />
48<br />
102<br />
40<br />
Titelfotos: DG-Flugzeugbau, Frank Martini, Uwe Stohrer<br />
Fotos: Dassault, Frank Martini, Mooney, pixone3d - Fotolia, Lars Reinhold, Oliver Schenk<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 5
Leserforum<br />
<strong>aerokurier</strong> 07/<strong>2016</strong><br />
Praxis: Generator und Alternator<br />
Turbinen bleiben<br />
unberücksichtigt<br />
Ihr Autor Mark Juhrig erweckt in<br />
seinem Beitrag über Generator und Alternator<br />
den Eindruck, dass Generatoren<br />
zum alten Eisen gehören. Ich vermisse<br />
den Hinweis, das Turboprops und Strahlturbinen<br />
der unteren Leistungsklassen<br />
durchweg mit Generatoren ausgerüstet<br />
sind, denn nur diese lassen sich auch als<br />
Motor betreiben, was einen zusätzlichen<br />
Anlaßmotor erspart. Flugzeuge und Helicopter<br />
dieser Kategorie sind sicher keine<br />
Old timer.<br />
Fritz Krohm, Sigmaringen<br />
Antwort der Redaktion:<br />
Der Artikel hatte keinesfalls die Intention,<br />
den Generator als „Altmetall“ abzustempeln.<br />
Da Turbinen auch im Leerlauf mit sehr hohen<br />
Drehzahlen betrieben werden, besteht hier<br />
kein Nachteil bei Verwendung eines Generators,<br />
und dessen Gewichtsnachteil wird durch<br />
das Einsparen eines separaten Anlassermotors<br />
wettgemacht. Generatoren haben also<br />
bei Turbinen durchaus ihre Berechtigung.<br />
<strong>aerokurier</strong> 06/<strong>2016</strong><br />
Editorial<br />
Zeit für einen<br />
selbstkritischen Blick<br />
Gut gebrüllt, Löwe Lars, aber die Gewichts-Diskussion<br />
in der UL-Klasse sollte<br />
für den <strong>aerokurier</strong> auch Anlass für einen<br />
selbstkritischen Blick in den Spiegel sein.<br />
Über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg<br />
hat die Redaktion fast jede (Fehl-)Entwicklung<br />
in der M-Klasse bejubelt, Hauptsache<br />
sie hatte Verstellprop, Einziehfahrwerk<br />
und war richtig schön teuer. Das für<br />
jedermann unübersehbare UL-Gewichtsproblem<br />
hat sie verschleiert, beschönigt<br />
und am liebsten ignoriert.<br />
Die Initiative pro Auflastung, die der<br />
DULV-Vorsitzende Jo Konrad gestartet<br />
hat, hätte dem führenden deutschen Luftsportmagazin<br />
gut zu Gesicht gestanden,<br />
und das schon vor zehn oder 15 Jahren.<br />
Schließlich gehört es nicht zu den Aufgaben<br />
von Journalisten, hinter einer Entwicklung<br />
her zu laufen, sondern voran zu<br />
gehen, auch vor Auswüchsen zu warnen –<br />
und dies mit Kompetenz und klaren Worten.<br />
500 Kilogramm UL-Startgewicht<br />
hören sich schon ganz gut an. Jo Konrads<br />
600 Kilo klingen fast zu schön um wahr zu<br />
sein. Wie wär‘s mit einer ehrlichen Zuladung<br />
von 220 kg als Maß aller Dinge?<br />
Einziehfahrwerk, Verstellprop und 130<br />
Knoten Reisegeschwindigkeit sind fesch,<br />
und ich gönne diese Renner jedem, der<br />
sie sich leisten kann. Aber mit der UL-<br />
Idee – einfach, preiswert, fröhlich – haben<br />
sie nach meinem Geschmack nichts mehr<br />
zu tun.<br />
Hartmut Blinten, Rodgau<br />
<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong><br />
Segelfliegen: Sicherheit in<br />
Wettbewerben<br />
Verstehen, wie fliegen<br />
und leben funktionieren<br />
Vor einigen Tagen erhielt ich von<br />
einem Freund und Mitglied der Nationalmannschaft<br />
eine E-Mail mit Anlage, verbunden<br />
mit der Bitte, sich den „bewegenden“<br />
Artikel von Karol Staryszak „Sicher<br />
fliegen im Wettbewerb“ einmal durchzulesen.<br />
Der Leser könnte meinen, es handelt<br />
sich gar nicht ausschließlich um einen<br />
Artikel zum Wettbewerbssegelflug,<br />
sondern um einen Lebensratgeber: „Das<br />
Leben ist schön!“ „Man muss … immer<br />
Gerne veröffentlichen<br />
wir Ihre Meinung. Schicken<br />
Sie uns Ihren Leserbrief<br />
(für Rückfragen bitte<br />
unbedingt mit Adresse<br />
und Telefonnummer) an<br />
E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />
Fax: +49 711 182-1781<br />
einen eigenen Plan haben.“ Viel zu oft leben<br />
wir nicht unsere eigenen Pläne und<br />
treffen halbherzige Entscheidungen. Oft<br />
könnten wir uns bewusst machen, dass<br />
wir unsere „Speed rausnehmen und einen<br />
guten Aufwind bis ganz oben nutzen“<br />
sollten. Hermann Trimmel formuliert oft<br />
so schön: „Fliege wie du lebst!“ Über<br />
diesen Satz nachzudenken erscheint mir<br />
als der erste Ansatz eines Trainings.<br />
Was wollen wir im Segelfliegen und<br />
im Leben darstellen und erreichen? Welcher<br />
Einsatz lohnt sich zum Erreichen<br />
unserer Ziele? Kann es möglicherweise<br />
klug sein, absichtslos, interessiert und<br />
offen in den Tag zu starten – auch offen<br />
dafür, ein gestecktes Ziel nicht erreichen<br />
zu können? Deshalb finde ich Artikel wie<br />
der von Karol so wichtig. Weil sie uns<br />
(hoffentlich) sensibler machen für die<br />
Essenz: Gehe deine eigenen Wege, triff<br />
deine Entscheidungen, hilf, wo du kannst,<br />
habe Spaß am Fliegen, versuche zu verstehen,<br />
wie fliegen – und leben – funktioniert,<br />
vielleicht bis zum meisterlichen<br />
Level. Auf geht’s!<br />
Wolfgang Beyer, Bundestrainer der<br />
Segelflug-Nationalmannschaft<br />
Schreiben lohnt sich!<br />
Unter allen Leserbrief-Autoren des vergangenen<br />
Monats hat die Redaktion das Buch „Die<br />
berühmtesten Segelflugzeuge der Welt“ verlost.<br />
Als Gewinner wurde Fritz Krohm gezogen.<br />
Die in Leserbriefen geäußerte Meinung muss nicht mit der<br />
Redaktionsmeinung übereinstimmen. Wir behalten uns die<br />
Kürzung von Leserbriefen aus redaktionellen Gründen vor.<br />
Foto: Motorbuch Verlag<br />
6 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
100.<br />
Ausgabe<br />
der Luftfahrt<br />
Das Magazin für Luftfahrtgeschichte 6/<strong>2016</strong><br />
LESERWAHL<br />
KLASSIKER DES JAHRES<br />
Tolle Preise zu gewinnen<br />
TOP TEN: Die Stars der Luwaffe<br />
NEUE SERIE: Gefechtsbericht – Packender Lukampf über Deutschland<br />
SENSATION: Restaurierung von acht Fieseler Störchen<br />
Jetzt neu im Handel
[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />
WIE DIE BUL<br />
TRAINIEREN<br />
8 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Flying Bulls<br />
LEN<br />
Die Salzburger Flying Bulls sind<br />
Top-Piloten auf wunderschönen<br />
Oldies. Vor jeder Airshow-Saison<br />
wird in Slowenien intensiv im<br />
Trainingslager geprobt.<br />
AUTOR: Jürgen Schelling<br />
FOTOGRAF: Uwe Stohrer
[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />
Aller Anfang: Die Chance Vought F4U-4 Corsair,<br />
die einst Sigi Angerer gehörte, war so etwas wie<br />
die Initialzündung für die Flying Bulls.<br />
Blickfang: Nicht nur für die Zuschauer ist die Corsair ein Hingucker,<br />
auch die Profis riskieren hier gerne mal einen Blick.<br />
Spiegelflug: Das auf Hochglanz polierte Blechkleid der B-25 Mitchell<br />
bietet allerlei Möglichkeiten für hübsche Fotomotive.<br />
Der Pilot Flying auf dem linken<br />
Sitz signalisiert seinem<br />
Co, dass er gleich das erste<br />
Triebwerk startet. Schon<br />
beginnt sich der Propeller des gewaltigen<br />
Wright Cyclone R 2600 auf der<br />
Copilotenseite zu drehen. Wenige<br />
Momente später feuert der mächtige<br />
14-Zylinder. Verbranntes Öl hüllt die<br />
Twin ein. Die Maschine auf dem Vorfeld<br />
des Hangar-7 am österreichischen<br />
Flughafen Salzburg zittert, denn der<br />
Doppelsternmotor braucht einige<br />
Sekunden, bis er rundläuft. Jetzt startet<br />
Flugkapitän Frederic Handelmann<br />
auch den Motor auf seiner Seite. Die<br />
hochglanzpolierte North American<br />
B-25J Mitchell der Flying Bulls vibriert<br />
im Takt ihrer zusammen 3400 PS<br />
starken Triebwerke. Einige Minuten<br />
später hebt die schwere Twin mit Ziel<br />
Maribor in Slowenien ab. Dort kommen<br />
sie mit den anderen Piloten der Flying<br />
Bulls zum gemeinsamen Flugtraining<br />
zusammen.<br />
Frederic Handelmann ist Fliegerprofi,<br />
genau wie sein neben ihm sitzender<br />
Copilot Hans Pallaske. Handelmann<br />
steuert im Hauptberuf einen<br />
Airbus A340 der Lufthansa. Pallaske<br />
hingegen fliegt eine Turbinen-Single<br />
als Absetzmaschine für Fallschirmspringer<br />
oder eine seltene Push-Pull-<br />
Cessna vom Typ 337 D Skymaster.<br />
Auch wenn beide also normalerweise<br />
unterschiedliche Flugzeugmuster<br />
bewegen, bilden sie im Cockpit der<br />
Mitchell ein eingespieltes Team. Denn<br />
um bei den Salzburger Flying Bulls<br />
die wertvollen Oldtimer fliegen zu<br />
dürfen, bedarf es nicht nur eines hervorragenden<br />
fliegerischen Backgrounds,<br />
auch die Stimmung in der<br />
Crew sollte entspannt und gleichzeitig<br />
professionell sein.<br />
Handelmann und Helikopter-<br />
Kunstflugass Rainer Wilke sind die<br />
beiden Deutschen unter den Flying<br />
Bulls, deren Piloten aus mehreren<br />
Nationen stammen. Zwar überwiegen<br />
naturgemäß Österreicher, aber auch<br />
ein Schweizer und ein Franzose steuern<br />
die Oldies. Handelmann nennt<br />
drei Grundvoraussetzungen, damit<br />
ein Pilot die Chance bekommt, bei<br />
den Flying Bulls zu fliegen: Er muss<br />
ausgeprägte fliegerische Routine<br />
besitzen und sich vor allem mit den<br />
Sternmotoren der Oldtimer gut auskennen.<br />
Boeing- oder Airbus-Erfahrung<br />
hilft eher wenig. Ein zweites wichtiges<br />
Kriterium ist Verfügbarkeit; die<br />
10 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Stefan Doblhammer fliegt zwar<br />
eigentlich den Alpha Jet, ist aber<br />
auch gern an Bord der B-25.<br />
Flying Bulls sind in der Flugsaison<br />
oft mehrere Wochenenden hintereinander<br />
auf Airshows. Da nützt der<br />
beste Pilot nichts, wenn er nicht einsetzbar<br />
ist. Das dritte und wohl entscheidende<br />
Kriterium ist, dass er ins<br />
Team passt. Die Chemie muss stimmen,<br />
da sich jeder hundertprozentig<br />
auf den anderen verlassen können<br />
muss. Teamfähigkeit ist unabdingbar<br />
für eine gute Stimmung.<br />
Teamfähigkeit ist<br />
Grundvoraussetzung<br />
Raimund Riedmann, „Chefpilot<br />
Fläche“ der Flying Bulls, bringt noch<br />
einen vierten Punkt ins Spiel: Der<br />
Fliegerkollege sollte möglichst auch<br />
Business-Jet-Erfahrung haben. Denn<br />
abseits der Airshow-Teilnahmen fliegen<br />
einige der Piloten die Red-Bull-<br />
Manager oder den Chef Dietrich<br />
Mateschitz in der firmeneigenen<br />
Falcon oder Citation zu Terminen in<br />
der ganzen Welt. Das heißt, sowohl<br />
IFR-Betrieb in Flight Level 400 als<br />
auch Sichtflug in Mindestflughöhe<br />
zählen zum Alltag.<br />
Die Oldtimer sind ohnehin fast<br />
immer VFR unterwegs. Das kann<br />
Früher Arbeitsplatz für den MG-Schützen, heute luftiger<br />
Wintergarten: die Bugkanzel der Mitchell.<br />
Ohne Techniker läuft nichts. Ein Team von Mechanikern begleitet<br />
die Flying Bulls überallhin, wartet und repariert die Maschinen.<br />
allerdings auch mal dazu führen, dass<br />
ein geplanter Auftritt – wie der der<br />
P-38 Lightning in Duxford im Juli 2014<br />
– abgesagt werden muss, weil VFR<br />
kein Durchkommen ist. Auch die B-25<br />
wird bevorzugt in VMC geflogen,<br />
weshalb sie einen Tag verspätet nach<br />
Maribor kam. Zuvor hatte das Wetter<br />
in den Alpen keinen Sichtflug zugelassen.<br />
Die Ausnahme bildet das<br />
viermotorige Flaggschiff, die Douglas<br />
DC-6B. Sie ist IFR-zertifiziert, hat<br />
volle Enteisung und ist somit in der<br />
Lage, wie ein moderner Airliner bei<br />
jedem Wetter zu fliegen.<br />
Das jährliche Flugtraining vor Beginn<br />
der Airshowsaison in Maribor<br />
findet unter den wachsamen Augen<br />
von Bernd Piff statt. Der ehemalige<br />
Saab-Draken- und Eurofighter-Pilot<br />
des österreichischen Bundesheeres<br />
ist Flieger durch und durch und registriert<br />
selbst kleinste Abweichungen<br />
bei der Vorführung, etwa im<br />
Formationsflug oder wenn die Piloten<br />
von der Ideallinie abkommen. Als<br />
mehrfacher Display-Direktor der „Airpower“,<br />
der größten Flugschau Österreichs<br />
in Zeltweg, und Renndirektor<br />
verschiedener Air Races hat<br />
sich der Österreicher auch internatio<strong>aerokurier</strong><br />
8/<strong>2016</strong> 11
[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />
B-25-Crew: Frederic Handelmann (Mitte) und Co Vito<br />
Wyprächtiger (rechts) steuern die Twin, Teammanager<br />
Hans Hümer beobachtet derweil den Luftraum.<br />
Obwohl die B-25 ein<br />
Bomber ist, fliegt sie sich<br />
fast so agil wie ein Jäger.<br />
Entspannung zwischen<br />
den anstrengenden<br />
Flügen ist wichtig.<br />
nal einen Namen gemacht. Der 52-Jährige<br />
beobachtet als Supervisor jeden<br />
Flug und hört parallel per Headset<br />
auf der Onboardfrequenz mit. So kann<br />
er die Kommandos beim Formationsflug<br />
mitverfolgen und weiß, was als<br />
Nächstes kommt. In einer akribischen<br />
Nachbesprechung nach jeder Vorführung<br />
gibt er seine Analyse, Bewertung<br />
und Hinweise an die Piloten weiter.<br />
Dies ist vor allem deshalb wichtig,<br />
weil fast immer unterschiedliche<br />
Flugzeugmuster zusammen fliegen.<br />
Eric Goujon in der Corsair und Philipp<br />
Haidbauer im Alpha Jet etwa bilden<br />
eine ungewöhnliche Zweierformation.<br />
Sie ist deshalb sehr anspruchsvoll,<br />
da beide Maschinen unterschiedliche<br />
Performancedaten und Manöverradien<br />
aufweisen. So erreicht die<br />
Corsair maximal 400 Knoten, der<br />
zweistrahlige Alpha Jet aber bis zu<br />
550. Damit etwa der Looping in enger<br />
Formation geflogen werden kann,<br />
müssen beide Piloten exakt abschätzen<br />
können, was die Maschine des<br />
jeweils anderen leistet.<br />
Als Neuheit wird in Maribor einstudiert,<br />
dass ein Alpha Jet Rollen<br />
um die Corsair fliegt. Die hat jetzt ein<br />
Smokesystem, was die Vorführung<br />
noch spektakulärer macht. Zudem<br />
werden bereits Elemente für eine<br />
Premiere bei der Airpower im September<br />
geprobt. Dort soll erstmals<br />
die Kubanische Acht in einer gemeinsamen<br />
Formation der Warbirds mit<br />
den Alpha Jets gezeigt werden. Das<br />
Zusammenspiel von Lightning, Corsair<br />
und den Alpha Jets sollte eigentlich<br />
in Slowenien trainiert werden<br />
– ein Motorproblem der P-38 macht<br />
das aber unmöglich.<br />
In der größten Formation fliegt<br />
üblicherweise die B-25 als Führungsmaschine,<br />
dahinter die P-38, gefolgt<br />
von der Corsair, die wiederum von<br />
zwei Alpha Jets flankiert wird. Bei<br />
dieser Konfiguration sind insgesamt<br />
sechs Piloten beteiligt. Sie müssen<br />
exakt wissen, wann welches Manöver<br />
wie zu fliegen ist. Es gibt also<br />
viel zu üben in Maribor. Der slowenische<br />
Flughafen ist dafür perfekt<br />
geeignet. Er ist nur eine Flugstunde<br />
von Salzburg entfernt, verfügt über<br />
eine lange Piste und bietet viel Platz<br />
bei geringem Flugbetrieb. Alle Displays<br />
können parallel zur Runway<br />
geflogen werden, sodass Bernd Piff,<br />
aber auch die jeweils pausierenden<br />
Piloten, hervorragende Sicht aufs<br />
Geschehen haben. Und auch die<br />
Techniker, mitentscheidend für den<br />
erfolgreichen Auftritt der Flying Bulls,<br />
finden in Maribor gute Bedingungen.<br />
Ein großer Hangar steht dort zur Verfügung,<br />
in dem jeden Tag an den<br />
Flugzeugen und Helikoptern geschraubt<br />
wird.<br />
Ob zivil oder militärisch<br />
– präzises Fliegen zählt<br />
Bei den Flying Bulls gibt es Piloten<br />
mit und ohne militärische Formationsflugerfahrung.<br />
Raimund Riedmann,<br />
Frederic Handelmann oder Hans Pallaske<br />
etwa kommen aus der zivilen<br />
Luftfahrt, während Corsair-Bändiger<br />
Eric Goujon sowie die beiden Alpha-<br />
Jet-Piloten bei der Luftwaffe waren<br />
oder sogar nach wie vor dort fliegen.<br />
Jeder der Piloten und jedes Flugzeug<br />
hat individuelle Limits. An einem der<br />
Trainingstage kommt der Crosswind<br />
mit bis zu 30 Knoten genau von der<br />
Seite. Für die beiden Alpha Jets ist<br />
damit ihre maximal zulässige Seitenwindkomponente<br />
von 25 Knoten für<br />
die Landung bereits überschritten.<br />
Eric Goujon nennt die Bedingungen<br />
für die Corsair „gerade noch fliegbar“<br />
und behält sich vor, auf der Graspiste<br />
statt auf dem Asphalt zu landen.<br />
B-25-Captain Handelmann übernimmt<br />
12 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Blick zum Stern: Der Wright Cyclone<br />
R2600 bei der Arbeit. 1700 PS leistet<br />
der 14-Zylinder-Doppelsternmotor.<br />
an diesem Tag beim Start mit starkem<br />
Crosswind als Pilot Flying das Steuer.<br />
Bei weniger widrigen Bedingungen<br />
wäre sein junger Copilot Vito<br />
Wyprächtiger geflogen. Der Schweizer<br />
ist der Fachwelt als Rennpilot und<br />
mehrmaliger Reno-Air-Race-Teilnehmer<br />
wie auch als routinierter Mechaniker<br />
bekannt. Er wird zukünftig als<br />
zweiter Copilot neben Hans Pallaske<br />
auf der B-25 eingesetzt. „Wir wollen<br />
natürlich auch die eigenen Leute<br />
fördern“, betont Raimund Riedmann<br />
angesichts der Tatsache, dass talentierte<br />
Piloten aus den eigenen Reihen<br />
bei Eignung innerhalb der Flotte<br />
aufsteigen können.<br />
Die Flying Bulls legen selbstverständlich<br />
größten Wert auf Sicherheit<br />
– nicht nur mit intensivem Training,<br />
sondern auch durch die Ausrüstung<br />
ihrer Klassiker. Deshalb sind die<br />
schnellen Warbirds jeweils mit einem<br />
Traffic Advisory System (TAS) ausgerüstet.<br />
Dies erkennt Transpondersignale<br />
anderer Luftfahrzeuge. Droht<br />
ein Kollisionskurs, schlägt das System<br />
Alarm. Anders als beim aufwendigeren<br />
TCAS im Airliner gibt das TAS<br />
aber keine Ausweichempfehlung<br />
durch Steigen oder Sinken vor, der<br />
Pilot entscheidet, was er tut.<br />
Die Entfaltung: Damit die Chance Vought F4U-4 Corsair ihre Tragflächen ausklappen kann, muss der<br />
Motor laufen und Druck fürs Hydrauliksystem liefern.<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 13
[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />
Konzentration vor dem Training: Wenn unterschiedliche Muster<br />
wie Alpha Jet und Corsair in enger Formation fliegen, sind die<br />
Piloten besonders gefordert.<br />
Dank der neu installierten Rauchanlage kann die Corsair künftig<br />
noch mehr Show machen.<br />
Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle: Auf eine Flugstunde mit den Warbirds<br />
kommen unzählige Stunden Wartung.<br />
Um den unterschiedlichen Luftfahrzeugen<br />
und ihren Anforderungen<br />
optimal gerecht zu werden, gibt es<br />
bei den Flying Bulls zwei Flugbetriebsleiter:<br />
Siegfried „Blacky“<br />
Schwarz ist Flugbetriebsleiter und<br />
Chefpilot für die Helikopter. Raimund<br />
Riedmann hat diese Funktion für den<br />
Bereich Fläche inne. Für ihn sei mit<br />
dem Fliegen bei den Flying Bulls ein<br />
Traum in Erfüllung gegangen, sagt<br />
er. Sein Architekturstudium beendete<br />
er nach kurzer Zeit zugunsten der<br />
Pilotenkarriere. Der gebürtige Tiroler<br />
machte seinen ATPL und flog einige<br />
Zeit für eine österreichische Bedarfsund<br />
Ambulanzairline. Dort lernte er<br />
Sigi Angerer kennen, den legendären<br />
Gründer der Flying Bulls und bis zu<br />
seinem Ruhestand 2011 ihr Chefpilot.<br />
Angerer konnte zusammen mit<br />
dem flugbegeisterten Red-Bull-Chef<br />
Dietrich Mateschitz, der selbst eine<br />
Pilotenlizenz besitzt, viele außergewöhnliche<br />
Oldtimer für die Flotte<br />
erwerben. Da Riedmann bereits seit<br />
dem Jahr 2000 bei den Flying Bulls<br />
fliegt, wurde er von Sigi Angerer auf<br />
nahezu alle Maschinen der Flotte<br />
eingewiesen. Der 46-Jährige bringt<br />
es bereits auf mehr als 12 000 Flugstunden.<br />
Riedmann fliegt heute die<br />
DC-6B, die B-25 sowie die einmotorigen<br />
Corsair und T-28. Deshalb kann<br />
er quasi auf jeder Position fliegen,<br />
falls einer der anderen Stammpiloten<br />
nicht verfügbar ist. Zudem steuert er<br />
als einziger Pilot die extrem seltene<br />
P-38 Lightning, das Glanzstück der<br />
Sammlung. „Es ist ein Privileg, diese<br />
wunderbaren Maschinen fliegen zu<br />
dürfen“, schwärmt Riedmann von<br />
seinem Beruf, der für ihn Berufung<br />
ist. Die Corsair bewegt er im Wechsel<br />
mit dem französischen Ex-Militärpilot<br />
Eric Goujon.<br />
Und von welchem Flugzeug träumen<br />
Piloten noch, bei denen schon<br />
eine DC-6B, P-38, F4U-4 Corsair und<br />
gleich mehrere Alpha Jets im Hangar<br />
stehen? „Ein Starfighter – und er muss<br />
flugfähig sein!“, meint Raimund Riedmann.<br />
Aber die Lockheed F-104 sei<br />
allein schon wegen der Geräuschkulisse<br />
wohl nicht vermittelbar, fliegende<br />
Exemplare gibt es ohnehin nur<br />
noch eine Handvoll. Aber auch eine<br />
Hawker Sea Fury würde seiner Ansicht<br />
nach bestens ins Portfolio des Hangar-7<br />
in Salzburg passen. Selbst die<br />
Flying Bulls haben also noch unerfüllte<br />
Fliegerträume …<br />
ae<br />
14 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Airshows mit den Flying Bulls<br />
Wer in der diesjährigen Airshowsaison die Flying Bulls einmal live erleben will, hat dazu mehrere<br />
Möglichkeiten. So fliegen sie am 5./6. August in der Schweiz beim Großflugtag „Zigermeet“ in Mollis,<br />
am 14. August über dem Moto-GP-Rennen am Red-Bull-Ring in Spielweg in der Steiermark und<br />
als Saisonhöhepunkt bei der „Airpower16“ mit nahezu allen Maschinen im österreichischen Zeltweg<br />
am 2. und 3. September. Mehr Infos unter www.flyingbulls.at.<br />
Formationsflug mit<br />
verschiedensten<br />
Mustern ist eine<br />
besondere Herausforderung.<br />
Kritik: Supervisor Bernd Piff (2.v.l.), Alpha-Jet-Pilot Philipp Haidbauer<br />
(Mitte) und Chefpilot Raimund Riedmann (r.) beurteilen die Flüge.<br />
Auch wenn es nur ein Training ist: Die Flying Bulls sind immer ein<br />
Publikumsmagnet, ganz egal wo sie auftauchen.<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 15
[ NEWS ]<br />
Pilatus Aircraft<br />
1400. PC-12 AUSGELIEFERT<br />
Jubiläum bei Pilatus Aircraft: Anfang Juli hat der Schweizer Hersteller die 1400. PC-12 ausgeliefert.<br />
Gleichzeitig hat die weltweite PC-12-Flotte 5,6 Millionen Flugstunden erreicht. Davon entfallen eine Million<br />
Flugstunden auf die 630 Flugzeuge der aktuellen Version PC-12 NG, die 20<strong>08</strong> auf den Markt gebracht<br />
wurde. Weitere Neuerungen für die PC-12 NG wurden im vergangenen Jahr bei der National Business<br />
Aviation Association (NBAA) vorgestellt. Die ab diesem Jahr erhältliche PC-12-Version verfügt über einen<br />
Fünfblattpropeller aus Verbundwerkstoff sowie weitere aerodynamische Verbesserungen, mit denen die<br />
maximale Reisegeschwindigkeit auf 285 Knoten (528 km/h) erhöht werden konnte.<br />
Schönhagen (EDAZ) erhält jetzt ein<br />
satellitengeführtes Anflugverfahren.<br />
Augmented Reality: Ein neues<br />
Helmsichtgerät, das eine Forschungsgruppe<br />
der Technischen<br />
Universität München entwickelt<br />
hat, kann Hubschrauberpiloten<br />
künftig helfen, auch bei extrem<br />
schlechter Sicht Hindernisse frühzeitig<br />
wahrzunehmen. Die Informationen<br />
werden in eine Datenbrille<br />
eingespielt. Mit den digitalen<br />
Zusatzinformationen in diesem<br />
Head-Mounted-Display kann der<br />
Pilot auch im dichten Nebel rechtzeitig<br />
Hindernisse erkennen und<br />
sie umfliegen. Das System kombiniert<br />
Geländeinformationen mit<br />
Sensormessungen. Besonders<br />
bewährt hat sich hier Light Detection<br />
and Ranging, kurz LIDAR.<br />
Noch ist die neue Technik der TU<br />
München im Entwicklungsstadium:<br />
Die neue Hubschraubertechnologie<br />
steckt noch in einem Flugsimulator<br />
für das Alpenvorland.<br />
Zurück in Europa<br />
NEUE BESTLEISTUNG MIT DER SOLAR IMPULSE 2<br />
Robinson Helicopter hat von<br />
der amerikanischen Luftfahrtbehörde<br />
FAA die Zulassung für<br />
den Hubschrauber R44 Cadet<br />
erhalten, einen Verschnitt aus<br />
dem Zweisitzer R22 und der<br />
vier sitzigen R44. Zelle und Motor<br />
stammen von der R44 Raven,<br />
allerdings wurde die Leistung<br />
des Lycoming O540-<br />
F1B5 der Raven auf 180 PS<br />
reduziert. Die Cadet ist zweisitzig,<br />
die Rückbank der Raven<br />
hat in der Cadet einem Frachtraum<br />
Platz gemacht.<br />
Gleich drei neue Weltrekorde hat Bertrand Piccard am 23. Juni mit dem Flug mit der Solar Impulse 2 von New York,<br />
USA, nach Sevilla in Spanien erzielt. In der Klasse CS für Solarflugzeuge hat der Schweizer mit dem Atlantikflug<br />
über 5850 Kilometer die größte Distanz entlang eines vorgegebenen Kurses und zugleich mit 71:<strong>08</strong> Stunden den<br />
zeitlich längsten Flug absolviert. Über den Großkreis gerechnet betrug die Distanz New York – Sevilla 5739 Kilometer.<br />
Dies bedeutet einen Rekord in der Klasse C-d VI für elektrisch betriebene Flugzeuge.<br />
16 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Cessna-Erfolgsgeschichte<br />
ERSTE CITATION LATITUDE FÜR NETJETS<br />
Alexander Schleicher Segelflugzeugbau<br />
ASG 32 EL: ERFOLGREICHER ERSTFLUG<br />
Das erste Segelflugzeug von Alexander Schleicher Segelflugzeugbau<br />
mit einem Elektroantrieb, die ASG 32 El, hat im Juni erfolgreich den<br />
Erstflug absolviert. Den Testflug mit dem 20-m-Doppelsitzer mit elektrischer<br />
Heimkehrhilfe absolvierten Konstrukteur Dipl.-Ing. Paul Anklam<br />
und Joschka Schmeisl auf dem Werksflugplatz Huhnrain. Die<br />
beiden Piloten überprüften in ausreichender Höhe alle Funktionen<br />
des Antriebs. Der anschließende Steigflug unter Volllast bestätigte die<br />
an gestrebte Leistung. In 20 Minuten Motorflug wurden 1500 Meter<br />
Höhe gewonnen. Der E-Motor der ASG 32 El liefert 34 PS (25 kW).<br />
125<br />
Jahre Menschenflug werden am<br />
ersten Augustwochenende mit<br />
einem Sternflug für Segelflugzeuge<br />
in Stölln-Rhinow gefeiert. Mit dem<br />
Event erinnert der Deutsche Aero Club daran, dass sich<br />
Flugpionier Otto Lilienthal im Frühjahr 1891 mit seinem<br />
selbst konstruierten Gleitflugzeug zum ersten Mal in die<br />
Luft erhob.<br />
Mit der ersten Cessna Citation Latitude erhielt NetJets die 7000. insgesamt<br />
gefertigte Cessna Citation. Die Citation Latitude wurde erstmals im August<br />
2015 und seitdem an 23 Kunden weltweit ausgeliefert. Bei NetJets wird<br />
die Latitude im Juli in Betrieb genommen. Das Unternehmen kündigte bei<br />
der feierlichen Übergabe im Textron-Hauptquartier in Wichita den Kauf<br />
weiterer 50 Latitudes an. Bestellungen und Optionen von NetJets summieren<br />
sich dann auf 200 Exemplare. Der Dienstleister hatte im Vorfeld mit<br />
großem Erfolg zwei Vorführmaschinen der Latitude in Europa und den<br />
USA im Betrieb, bevor das Flugzeug jetzt offiziell ins Portfolio aufgenommen<br />
und an Kunden verchartert wird. Man hatte festgestellt, dass die<br />
Latitude im Vergleich mit anderen Mustern am stärksten nachgefragt wird.<br />
Die erste Citation lieferte Cessna 1972 aus. Die neueste in der Entwicklung<br />
befindliche Citation ist die Super-Midsize Longitude, die ab diesem<br />
Sommer fliegen soll. Zu ihr gesellt sich die Citation Hemisphere, mit der<br />
Cessna in den Markt der Großkabinenflugzeuge einsteigen will. Ihr Erstflug<br />
ist für 2019 geplant. Insgesamt kommt die weltweite Flotte aller Citation-<br />
Typen auf 35 Millionen Flugstunden.<br />
Feier im<br />
Textron-Hauptquartier<br />
in<br />
Wichita zur<br />
Übergabe der<br />
7000. Cessna<br />
Citation an<br />
NetJets.<br />
In 27 Jahren 1500 Flugzeuge<br />
PIPISTREL BAUT 800. VIRUS<br />
Der UL-Hersteller Pipistrel hat jetzt das 800. Flugzeug der Sinus/Virus-Reihe<br />
gefertigt. Am Firmensitz in Ajdovščina, Slowenien, freute sich Pipistrel-<br />
Chef Ivo Boscarol bei der Übergabe des Flugzeugs: „In einer krisengeschüttelten<br />
Zeit ist es ein Riesenerfolg, von einer Flugzeugfamilie 800<br />
Exemplare gefertigt zu haben. Nach Anfangsjahren mit einer hohen Produktionsrate<br />
werden heute sehr viel kleinere Serien gebaut, aber wir sind<br />
zuversichtlich, in einem Jahr die Werknummer 1000 zu erreichen. Mit<br />
einem entsprechenden Vertrag mit den indischen Streitkräften scheint das<br />
auch machbar.“ In den 27 Jahren seines Bestehens hat Pipistrel insgesamt<br />
1500 Flugzeuge ausgeliefert.<br />
Diamond Aircraft Industries<br />
TRAINIEREN MIT DER DART<br />
Mit der DART-450 hat Diamond Aircraft Industries in Wiener Neustadt<br />
den ersten vollständig in CFK-Bauweise gefertigten Trainer vorgestellt.<br />
Der Tandemsitzer mit Sidestick-Steuerung und Schleudersitzen<br />
absolvierte jetzt seinen Erstflug. Angetrieben wird er von der 500 PS<br />
starken Wellenturbine Iwtschenko Progress / Motor Sich AI-450S.<br />
Der Fünfblattpropeller kommt von MT-Propeller, die Avionikausstattung<br />
von Garmin. Die Höchstgeschwindigkeit des für Belastungen<br />
von + 7 bis - 4 g ausgelegten Akrotrainers soll 250 KTAS betragen.<br />
Fotos: Business Wire, DA Industries, Pilatus, Pipistrel, Robinson, Solar Impulse<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 17
[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />
Maule M-7-235C<br />
STARKER<br />
STEIGER<br />
18 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Maules fristen bei<br />
uns eher ein Schattendasein<br />
und genießen<br />
kein besonderes<br />
Renommée. Zu<br />
Recht? Das wollten<br />
wir von einem Halter<br />
wissen und haben<br />
uns eine neue M-7<br />
angesehen.<br />
TEXT UND FOTOS: Frank Martini<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 19
[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />
Mehr Spurtreue beim Rollen: Die<br />
C-Versionen verfügen über ein<br />
deutlich verbreitertes Fahrwerk.<br />
Vielseitig: Platz für Gepäck<br />
und Passagiere sowie eine<br />
gute Sicht auch hinten<br />
bietet die variable Kabine.<br />
In nur zwei Minuten ist<br />
die Rückbank ausgebaut<br />
und der Laderaum auf<br />
gute 1,5 Meter verlängert.<br />
Gerade mal 18 Flugzeuge<br />
des Herstellers aus Moultrie<br />
in Georgia, USA, sind<br />
in der deutschen Luftfahrzeugrolle<br />
eingetragen. Einige aus der<br />
M-7-Serie, ein paar aus älteren Serien,<br />
aber keine einzige M-9-260, obgleich<br />
es sie schon seit 2014 auf dem<br />
amerikanischen Markt gibt. Alles in<br />
allem also eher eine Randnotiz. Zu<br />
laut, zu durstig und mies verarbeitet<br />
– der „Fetzendrachen“ hat an Deutschlands<br />
Fliegerstammtischen keinen<br />
leichten Stand. Ein Flugzeug für amerikanische<br />
Erdnussfarmer, aber nix<br />
für einen hiesigen Luftfahrtverein.<br />
„Blödsinn“, findet Fluglehrer Wolfgang<br />
Fuchs. Seit einem Vierteljahrhundert<br />
schult er beim Luftsportclub<br />
im hessischen Babenhausen, die<br />
letzten 15 Jahre auch mit Spornradeinweisungen<br />
auf einer M-6-235B.<br />
Der Vereinspilot outet sich als ausgesprochener<br />
Maule-Fan: „Wir haben<br />
noch eine Piper Arrow, früher waren<br />
es sogar zwei, aber wenn ich mit meiner<br />
Frau irgendwohin geflogen bin,<br />
haben wir immer die Maule bevorzugt.“<br />
Gegenüber der Piper mit dem Einziehfahrwerk<br />
müsse er sich bei dieser<br />
zwar mit 15 Knoten weniger begnügen,<br />
die hohe Zuladung und die fantastischen<br />
Steigeigenschaften wögen<br />
das aber auf. Und sie sei eben ein<br />
extremes STOL: „Mit der komme ich<br />
einfach überall rein und wieder raus.“<br />
Auch die Schleppleistung der M-6 mit<br />
der 235-PS-Vergasermaschine zählt<br />
er zu den für seinen Verein wichtigen<br />
Stärken. Außer der Piper hat der LSC<br />
noch zwei Katanas in seiner Motorflotte.<br />
„Ist halt ein amerikanisches<br />
Flug zeug“, beantwortet er die Frage<br />
nach der Verarbeitung und nennt als<br />
Beispiel den Übergang von der Flächenwurzel<br />
zur Zelle. Die Anschlüsse<br />
sind von einem verschraubten Blechstreifen<br />
umschlossen, der nicht das<br />
Gelbe vom Ei war. Da habe sich bei<br />
älteren Flugzeugen mit vielen Stunden<br />
auf dem Buckel gern mal was losgerappelt.<br />
Bei neueren Modellen sei das<br />
aber besser, der Hersteller habe sich<br />
erkennbar weiterentwickelt.<br />
Fuchs hat seit knapp einem Jahr<br />
den direkten Vergleich. Seit die M-6<br />
in Willy Aders Paderborner LTB steht,<br />
20 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
[ 1 ]<br />
[ 2 ] [ 3 ]<br />
[ 1 ] Zum Uhrenladen mit analoger Motorüberwachung gehören im Standardpanel noch ein Garmin GPS-Map<br />
696, der GTX-330-Transponder sowie ein GTR-255A-Funkgerät mit einem PS-8000B-Audiopanel mit Intercom.<br />
[ 2 ] Späterer Strömungsabriss und eine gute Sicht: Vortex-Generatoren an und ein Dachfenster zwischen den<br />
Tragflächen kennzeichnen die Maule von oben. [ 3 ] Dick bereift: das Spornrad der M-7-235C, D-EDOG.<br />
fliegt der Verein für die Dauer der<br />
Reparatur dessen Bugradversion,<br />
eine MT-7-235 von 2006. Nachdem<br />
eine Jak deutliche Spuren in den<br />
Taildragger gerollt hatte, waren<br />
Wartezeiten fällig – Flächen für ältere<br />
Modelle liegen auch in Moultrie<br />
nicht im Regal. Damit Ader, seit<br />
2002 Maules Europa-<br />
Händler, derweil<br />
nicht ohne Vorführflugzeug<br />
dasteht, hat<br />
er gerade eine frisch<br />
aus Übersee angelieferte,<br />
nagelneue M-7-235C zusammengebaut.<br />
Eine gute Gelegenheit<br />
für uns, einen Eindruck von der in<br />
Deutschland am häufigsten geflogenen<br />
Maule im Neuzustand zu<br />
gewinnen.<br />
Ende Juni haben wir endlich den<br />
gewünschten Termin, zuvor war Ader<br />
im Ausland zur Montage eines Dutzends<br />
verkaufter Maule unterwegs.<br />
Seine Heimat scheint nicht zu den<br />
stärksten Märkten seines Einzugsgebiets<br />
zu gehören. Als wir mit einer<br />
172er hinter der neuen M-7 am Flugplatz<br />
in Lippstadt parken und um die<br />
gelbe D-EDOG herumlaufen, kommt<br />
uns die Vereins-Cessna vergleichsweise<br />
klein vor. Das liegt nicht nur<br />
an den Alaskan Bushweels, die Willy<br />
Ader dem neuen Flieger im 26-Zoll-<br />
Format spendiert hat. Auch die Zelle<br />
der M-7 kommt uns deutlich voluminöser<br />
vor, und dass sie wirklich<br />
mehr Raum bietet, macht ein Blick<br />
hinter die gegenläufig öffnenden Türen<br />
auf der rechten Seite deutlich.<br />
ALS ADER VOR UNS DAS GAS REIN-<br />
SCHIEBT, WÄHNEN WIR UNS IN DER<br />
CESSNA IN EINEM FUSS-STARTER<br />
Nun wollen wir aber erstmal für<br />
ein paar Fotos in die Luft. Als Ader,<br />
der uns beim Turm zum Formationsstart<br />
angemeldet hat, wenige Meter<br />
schräg vor uns das Gas reinschiebt,<br />
wähnen wir uns in der Cessna in<br />
einem Fußstarter. Klar, die 75 PS sind<br />
ein mächtiger Unterschied, aber auch<br />
darüber hinaus senkt der Blick durch<br />
die Frontscheibe nach oben unsere<br />
Unterkiefer: Willy Ader ist weg! Nach<br />
nicht mal 100 Metern war er von der<br />
Bahn und mit der Nase steil in den<br />
Himmel ruckzuck aus unserem Blickfeld<br />
verschwunden. Ein STOL-Flugzeug,<br />
wie es im Buche steht! Nach<br />
Verlassen der Kontrollzone umturnt<br />
uns die D-EDOG spielerisch von allen<br />
Seiten, von unten kann ihr Pilot uns<br />
durch das mit einem Sonnenrollo<br />
verblendbare Dachfenster jederzeit<br />
im Blick behalten.<br />
Wieder am Boden, steige ich neugierig<br />
um. Ein Knopfdruck am Uhrenladen<br />
zeigt: Die 141 Liter fassenden<br />
Zusatztanks sind noch prall-, die<br />
162-Liter-Haupttanks<br />
noch zu mehr als drei<br />
Viertel gefüllt. Beim<br />
Start will Willy Ader<br />
mir nun zeigen, dass<br />
meine 95 Kilo da auch<br />
nicht weiter ins Gewicht fallen. Am<br />
Rollhalt schiebt er das Gas rein, und<br />
noch ehe er das Flugzeug, kaum auf<br />
der Startbahn, längs ausrichten kann,<br />
sind wir in der Luft.<br />
Nach Verlassen der Kontrollzone<br />
übergibt er, und ich mache mich ein<br />
wenig mit der Steuerung vertraut.<br />
Verglichen mit unserer Cessna keine<br />
große Umstellung, allerdings ist alles<br />
bei dem Neuflugzeug nicht nur straffer,<br />
die Maule hängt auch so am Ruderhorn<br />
und den Pedalen. Obschon<br />
sie sehr agil reagiert, liegt sie satt in<br />
der Luft, auch bei stärkeren Ruderausschlägen.<br />
Lediglich als ich sie sehr<br />
arg auf die Seite drehe, muss ich<br />
ordentlich ziehen, um die Nase am<br />
Wie bei anderen Hochdeckern:<br />
ein Brandhahn mit<br />
„Both“-Stellung, bei Maule<br />
vor der linken Cockpittür.<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 21
[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />
[ 1 ]<br />
[ 4 ]<br />
[ 3 ]<br />
[ 2 ]<br />
[ 1 ] Erkennbar voluminöser: die Zelle der M-7 im Vergleich zur C-172.<br />
[ 2 ] Da geht noch mehr: Auch 35-Zoll-Bereifung ist bei dem Taildragger<br />
möglich. [ 3 ] Deutlich verbessert, aber nicht elegant: die Bleche an<br />
den Flächenwurzeln. [ 4 ] Wartungsfreundlich: Handlochdeckel mit<br />
Schnapp verschlüssen unter den Flächen sparen „Schrauberstunden“.<br />
Empfehlenswert: Für etwa<br />
3000 Euro brutto gibt’s<br />
für den O-540 in der<br />
M-7 ein Mogas-STC-Kit<br />
inklusive Einbau.<br />
Horizont zu halten. „Wir haben ja<br />
auch die Klappen auf Null“, kommentiert<br />
Willy Ader meine Feststellung.<br />
Und quittiert meinen fragenden Blick<br />
mit dem Hinweis auf den möglichen<br />
Ausschlag mit sieben Winkelgraden<br />
nach oben. Diese<br />
fünfte Stellung ist<br />
dazu gedacht, im<br />
Reiseflug ohne Mehrleistung<br />
noch ein paar<br />
Knoten herauszukitzeln.<br />
Als sie gerastet ist, versuche<br />
ich es nochmal. Weil ich den Kreisel<br />
des ebenfalls nagelneuen Horizonts<br />
nicht noch einmal anditschen will,<br />
höre ich dieses Mal bei 60 Grad Bank<br />
auf. Nun schraubt sich die Maule<br />
völlig unbeeindruckt in einen Steilkreis,<br />
bei dem sich die Nase ganz<br />
mühelos am Horizont halten lässt.<br />
Wieder im Geradeausflug, zeigt<br />
der Fahrtmesser bei zurückgenommenem<br />
Gas gute 120 Knoten. Wir<br />
drosseln weiter, schließlich will ich<br />
SELTSAME KLAPPENSTELLUNGEN:<br />
VON -7 ÜBER 0 AUF 24, 40 UND<br />
SCHLIESSLICH 48 WINKELGRADE<br />
nun sehen, wie es mit den anderen<br />
Klappenstellungen ist. Die sind ungewöhnlich<br />
abgestuft: Von 24 Winkelgraden<br />
gibt es zunächst einen<br />
Sprung auf 40, die sich mit der letzten<br />
Raste um weitere acht Grad steigern<br />
lassen. Das Gas zurück auf gut 1000<br />
Umdrehungen und den Prop „full<br />
forward“, gleiten wir an den weißen<br />
Bogen auf 86 Knoten heran und ziehen<br />
die Klappen Stufe um Stufe durch.<br />
Schon bei der zweiten mit 40 Grad<br />
rechne ich damit, ordentlich nachdrücken<br />
zu müssen, was sich aber als<br />
unnötig erweist. Selbst in der letzten<br />
Stellung reicht sanftes Nachlassen<br />
aus. Ohne Leistung senkt sich die<br />
Fahrtmessernadel nun allmählich ab.<br />
Am Ende des weißen Bogens bei 43<br />
Knoten geht die rote Lampe am Panel<br />
an und die Krähe beginnt zu krächzen.<br />
Mit hoher Nase gehen wir mit 750<br />
Fuß in einen Sackflug, den die M-7<br />
in ruhiger Luft vollkommen stabil<br />
wegsteckt. Nur die Ruder sind jetzt<br />
etwas schwammiger, aber der Spinner<br />
bleibt zunächst<br />
noch oben. Außer<br />
einem weiteren Höhenverlust<br />
passiert<br />
nichts, das Flugzeug<br />
zeigt keinerlei Abkippneigung.<br />
Weil wir schon tief sind,<br />
versuchen wir, das Durchsacken durch<br />
allmähliches Nachlassen auszuleveln.<br />
Als das Variometer noch 200 Fuß<br />
sparsames Sinken anzeigt, sind wir<br />
nicht nur längst aus dem weißen Bogen<br />
heraus – die Fahrtmessernadel<br />
hat nun in etwas kippeliger Fluglage<br />
das untere Ende der Skala bei 35 Knoten<br />
erreicht.<br />
Vor dem Einflug in die Kontrollzone<br />
holen wir uns mit voller Leistung<br />
Fahrt und Höhe zurück. Bei 2300 Fuß<br />
Steigen ist die Nadel erneut auf 65<br />
Knoten gesunken. Dieser Lastesel ist<br />
ein richtiger Spaßflieger! Gut, 45<br />
l/h sind nun schon durch die Vergaser<br />
gegangen, aber es gibt ja auch noch<br />
die kleinere MX-Version mit 180 PS.<br />
Die soll sich bei 105 Knoten mit einem<br />
22 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Daten Maule M-7-235C<br />
Hersteller: Maule Air Inc., Georgia, USA<br />
Sitzplätze: 4+1 Bauweise: Rohr-Tuch-<br />
Zelle, Alu-Flügel Vertrieb: W. Ader LTB<br />
Äußerst agil: Die M-7<br />
bleibt auch in extremeren<br />
Fluglagen stets gutmütig.<br />
Antrieb<br />
Hersteller<br />
Lycoming Engines<br />
TypO-540-B4B5<br />
maximale Leistung 235 PS/174 kW<br />
Propeller<br />
HerstellerHartzell<br />
Typ78" Scimitar (Dreiblatt)<br />
Abmessungen<br />
Länge<br />
7,16 m<br />
Spannweite<br />
10,21 m<br />
Flügelfläche 15,6 m²<br />
Massen und Mengen<br />
Leermasse<br />
750 kg<br />
Nutzlast<br />
384 kg<br />
Maximalmasse<br />
1134 kg<br />
Tankinhalt 303 l (inkl. Zusatztanks)<br />
Flugleistungen<br />
Startrollstrecke 76 m /183 m über 15 m<br />
Reisegeschwindigkeit<br />
120 KIAS<br />
V NE <br />
158 KIAS<br />
Überziehgeschwindigkeit mit voll ausgefahrenen<br />
Klappen 43 KIAS<br />
Zweiblattprop mit etwa zehn Litern<br />
weniger begnügen. Zum F-Schlepp<br />
reiche das auch noch, sei aber vor<br />
allem für die Schulung sinnvoll, so<br />
Ader. Ein Mogas-STC-Kit gebe es für<br />
beide Versionen. Von Ausgaben für<br />
Nachschalldämpfer rät er dagegen<br />
ab, weil selbst damit die aktuellen<br />
Lärmschutzwerte noch knapp verfehlt<br />
würden. Wer etwas leiser starten und<br />
landen will, favorisiere eben einen<br />
Dreiblattpropeller, aber PS seien nun<br />
mal nur durch PS zu ersetzen.<br />
Das bestätigt auch Wolfgang Fuchs:<br />
„Die Performance des Flugzeugs lässt<br />
sich mit 180 PS nicht ausschöpfen.“<br />
Den höheren Verbrauch der stärkeren<br />
Maschine kompensierten allerdings<br />
ihre bessere Schleppleistungen und<br />
ein geringerer Verschleiß, der aus der<br />
Drosselung des 540er-Lycoming um<br />
fast 25 Prozent in der Maule resultiere.<br />
So ist es bei diesem Flugzeug wohl<br />
wie bei spezielleren Fahrzeugen: Man<br />
muss sie mögen. Ein Land Rover oder<br />
Jeep ist eben kein Pkw, geschwei -<br />
ge denn ein Sportwagen. Und eine<br />
Maule eben weder eine Beech C 36<br />
noch eine Cirrus SR22 oder eine<br />
Mooney Acclaim S.<br />
ae<br />
OPTIMAL VORBEREITET FÜR IHRE AUSLANDSFLÜGE!<br />
Cross Border Information als Nachschlagewerk:<br />
- Ideales Handbuch für Europa-Reisen<br />
- Wichtige Informationen über 22 Länder in Europa<br />
- Ausflugstipps, länderspezifische Besonderheiten<br />
Cross Border<br />
Information:<br />
Cross Border als App:<br />
- Enthält das komplette Nachschlagewerk<br />
- Vollständige Flugplatzliste aller enthaltenen Länder<br />
(Frequenzen, Wetter, NOTAM, Webcams, etc.)<br />
- Such- und Favoritenfunktion<br />
- Bewertungsmöglichkeit für Flugplätze<br />
- und vieles mehr ...<br />
+49 6103 20596 0<br />
www.eisenschmidt.aero<br />
facebook.com/eisenschmidt.aero<br />
customer-support@eisenschmidt.aero
[ MAGAZIN ]<br />
Perlen mecklenburgischer<br />
Herzöge<br />
Mecklenburg-Vorpommern<br />
ist das Land der Schlösser<br />
und Gutshöfe. Viele dieser<br />
Kleinode, die heute meist<br />
als exklusive Hotels betrieben<br />
werden, liegen etwas<br />
versteckt.<br />
Tipps für Trips:<br />
Ostsee<br />
Fotos: Frank Martini<br />
EDCW – Wismar<br />
Lage: etwa 4 km nordöstlich<br />
des Zentrums von Wismar<br />
Info: 123.050 MHz<br />
Pisten: 26/<strong>08</strong>, 640x40 m, Gras<br />
Treibstoff: Avgas 100LL<br />
Öffnungszeiten:<br />
von März bis Oktober und im<br />
Winter nur nach telefonischer<br />
Rücksprache, siehe Hinweis<br />
Telefon: +49 3841 283880<br />
Web: www.flugplatz-wismar.de<br />
Hinweis: Der Platz bemüht<br />
sich seit Jahresanfang um eine<br />
Herabstufung vom Verkehrszum<br />
Sonderlandeplatz. Bis zur<br />
Änderung des Status auf PPR in<br />
der AIP kann es allerdings noch<br />
eine Weile dauern. Es empfiehlt<br />
sich in jedem Fall, geplante<br />
Flüge nach EDCW frühzeitig<br />
telefonisch abzustimmen!<br />
Fangfrisch: die Fischsnacks im Hafen von Kirchdorf auf der Insel Poel.<br />
Ebenso versteckt liegen auch<br />
viele kleine Flugplätze des<br />
Landes. Aber wer diese Verstecke<br />
kennt, wird schnell entdecken,<br />
dass manches Schlosshotel<br />
oder Herrenhaus nicht allzu weit<br />
entfernt ist – und sich dadurch für<br />
einen tollen Kurztrip mit dem Flugzeug<br />
eignet. Eine Reihe dieser Perlen,<br />
die schon abseits der Anreise<br />
durch die Luft als echte Geheimtipps<br />
gelten können, wollen wir<br />
Ihnen in loser Folge in unseren<br />
„Tipps für Trips“ vorstellen.<br />
Eines der schönsten Objekte,<br />
mit dem wir diese kleine Serie<br />
beginnen, ist der Stammsitz derer<br />
von Stralendorff: Schloss Gamehl.<br />
Franz von Stralendorff ließ es 1860<br />
durch den Wismarer Architekten<br />
Hafeneinfahrt und Siedlung „Eiserne Hand“ – ge<br />
Thormann in neogotischem Stil<br />
errichten, nachdem der vormalige<br />
Sitz der Familie mecklenburgischer<br />
Herzöge abgerissen worden war.<br />
Nach der Enteignung 1945 wurde<br />
das Schloss im Jahr 2000 von Dagmar<br />
von Stralendorff-von Wallis<br />
wiedererworben und aufwendig<br />
restauriert. Seit 20<strong>08</strong> ist es als<br />
gepflegtes Hotel mit 19 Zimmern<br />
24 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Blick auf Poel aus nördlicher Richtung. Von Wismar über Boltenhagen vorbei an der Insel fliegt man nur 20 Minuten.<br />
Von Kirchdorf aus geht es auch mit dem Schiff weiter. Die Rundfahrt zum Alten Hafen in Wismar dauert 90 Minuten.<br />
nau östlich der Achse liegt der Platz EDCW.<br />
und zehn Suiten öffentlich zugänglich.<br />
Seinen Namen teilt das Schloss<br />
mit dem Flecken Gamehl, einem<br />
Ortsteil des unweit von Wismar<br />
gelegenen Dorfes Benz. In dessen<br />
Nordosten steigt ein Hügel sanft<br />
an, auf dem Gamehl, vom wendischen<br />
Begriff für Hügel abgeleitet,<br />
errichtet wurde. Und nur einen<br />
Steinwurf westlich von dort liegt<br />
der Flugplatz Wismar-Müggenburg<br />
(EDCW). Nur gute zehn Kilometer<br />
ist die Landebahn vom Schlossportal<br />
entfernt. Sportliche Naturen<br />
könnte das veranlassen, sich beim<br />
freundlichen Platzbetreiber Wilfried<br />
Mielke nach einem Leihfahrrad zu<br />
erkundigen. Leihräder hält aber<br />
auch die Schlossherrin für ihre<br />
Gäste bereit. Um vom Platz aus<br />
zu ihr zu gelangen, bieten sich<br />
also mehrere Möglichkeiten: Wer<br />
seinen Besuch früh genug ankündigt,<br />
kann seine Abholung am<br />
Landeplatz direkt vom Hotel aus<br />
organisieren lassen, oder er funkt<br />
Wilfried Mielke frühzeitig für eine<br />
Taxibestellung an.<br />
Wer indes länger als nur eine<br />
Nacht bleiben will – was sich nicht<br />
nur des Schlosses, sondern auch<br />
der Umgebung wegen dringend<br />
empfiehlt –, sollte einen anderen<br />
Tipp Mielkes beherzigen: einen<br />
Anruf im Wismarer Autohaus Mai.<br />
Der Betrieb ist Sixt-Partner und<br />
versorgt den Platz in Wismar-<br />
Müggenburg mit Leihwagen. Für<br />
nicht mal 18 Euro Lieferpauschale<br />
kann man dann vom Flugzeug<br />
direkt ins „eigene“ Auto umsteigen.<br />
Denn um die lukrativsten Ziele in<br />
unmittelbarer Nähe ausschließlich<br />
mit dem Rad anzusteuern, sollte<br />
man schon ein paar Tage Zeit und<br />
ein bisschen Kondition mitbringen<br />
– oder statt sportlicher Aktivitäten<br />
einfach das Faulenzen planen.<br />
Radwandern zwischen<br />
Rügen und Hamburg<br />
Vom Schloss aus gelangt man<br />
direkt auf den Radwanderweg R6,<br />
der von Hamburg bis auf die Insel<br />
Rügen führt. Doch für einen beschaulichen<br />
Wochenendtrip muss<br />
man sich gar nicht so weit vom<br />
Schloss Gamehl entfernen. Von<br />
Wismar, natürlich immer einen<br />
Besuch wert, ist es bis zur Insel<br />
Poel nur ein Katzensprung. Etwa<br />
20 Radkilometer trennen Gamehl<br />
von Kirchdorf, dem Zentrum der<br />
Insel. Um von dort weiter an die<br />
Strände beispielsweise nach Timmendorf<br />
zu gelangen, ist ein Tag<br />
allerdings etwas knapp bemessen.<br />
Denn Poel – mit 36 Quadratkilometern<br />
die siebtgrößte Insel<br />
Deutschlands – bietet nicht nur 14<br />
Strandkilometer, sondern wartet<br />
auch mit einigen Sehenswürdigkeiten<br />
auf. Von Kirchdorf kann man<br />
sich der Hansestadt Wismar auch<br />
auf ganz anderem Wege nähern:<br />
zu Wasser.<br />
Von morgens halb zehn an kann<br />
man im Kirchdorfer Hafen alle drei<br />
Stunden mit einer Adler-Fähre den<br />
Alten Hafen Wismars ansteuern.<br />
Für die Hin- und Rückfahrt verlangt<br />
der Fähranbieter von Erwachsenen<br />
18,90 Euro, die Wartezeit lässt sich<br />
mit einer bunten Auswahl Fischsnacks<br />
und der Besichtigung der<br />
im 13. Jahrhundert erbauten Inselkirche<br />
gut überbrücken. Aus<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 25
[ MAGAZIN ]<br />
Knapp südlich des Kreisverkehrs<br />
(rot) verlaufen die An- und Abflüge.<br />
Mit Sprit: In einem Container hat Platzhalter Wilfried<br />
Mielke seine Avgas-100LL-Tankstelle untergebracht.<br />
Vom Timmendorfer Anleger blickt man von der Insel<br />
Poel genau auf die Westseite der Wismarer Bucht.<br />
Eindrehen vom Gegen- in den Queranflug auf die „26“ – die grünen Hallen vor der Bahn sind<br />
weithin sichtbar. Besuchermagnet: der Timmendorfer „Lüchttorm“ auf der Insel Poel (rechts).<br />
Fotos: Frank Martini<br />
der Luft gewinnt man seine Eindrücke<br />
natürlich deutlich schneller.<br />
Vom Start in EDCW liegt Poel nur<br />
einen Rundflug entfernt, allerdings<br />
sollte man dazu einen sehr genauen<br />
Blick in die Karte und die AIP<br />
werfen – die Insel wie auch die<br />
gesamte Wismarer Bucht befinden<br />
sich in einem Gebiet mit ganzjährig<br />
luftfahrtrelevantem Vogelvorkommen,<br />
das nördlich gelegene<br />
Salzhaff ist sogar ein ausgewiesenes<br />
Vogelschutzgebiet.<br />
Wer es gemütlicher mag, treibt<br />
sich auf Schusters Rappen, mit dem<br />
Rad oder zu Pferde in unmittelbarer<br />
Umgebung des Schlosses herum.<br />
Naturgenuss und die Chance,<br />
zur richtigen Jahreszeit dort auch<br />
Kraniche, Störche und andere Tiere<br />
zu Gesicht zu bekommen, sind<br />
in der wildreichen Parklandschaft<br />
nicht ungewöhnlich. Im nahen Benz<br />
gibt es einen Pferdehof mit Reitbetrieb,<br />
die etwas weiter nördlich<br />
gelegene Trakehnerzucht des<br />
Landguts Lischow organisiert auf<br />
Wunsch auch Wanderausritte. Vom<br />
örtlichen Kutschunternehmer kann<br />
man sich aber auch zu einem stilgerechten<br />
Picknickausflug im<br />
Kremser am Schloss abholen lassen.<br />
Für solche und andere auswärtige<br />
Aktivitäten bietet die<br />
Schlossküche Lunchpakete an. Im<br />
Schloss selbst finden in unregelmäßigen<br />
Abständen die „Gamehler<br />
Gespräche“ statt – Podien mit<br />
Prominenten aus Politik, Gesellschaft<br />
und Kultur, die von der<br />
Radiopreisträgerin Gisela Steinhauer<br />
moderiert werden und bei<br />
denen auch Bundespräsident<br />
Joachim Gauck schon Rede und<br />
Antwort stand.<br />
Aber auch ohne solche kulturell<br />
und touristisch anspruchsvollen<br />
Zeitvertreibe lässt es sich im Schloss<br />
Gamehl hervorragend aushalten.<br />
Ein kleiner Wellnessbereich mit<br />
Sauna steht den Gästen ebenso<br />
zur Verfügung wie die gemütliche<br />
Bibliothek oder der herrschaftliche<br />
Schlosspark mit Terrasse und einem<br />
eigenen kleinen See. In dessen<br />
Mitte liegt eine baumbestandene<br />
Insel, die über eine hölzerne Brücke<br />
zu erreichen ist.<br />
Wie die Gutsherren<br />
Mecklenburgs relaxen<br />
Mit einem Blick auf die Rückseite<br />
des Gebäudes über den<br />
Schlosspark hinweg lassen sich<br />
warme Tage im Halbschatten dort<br />
auch gut in den bequemen Holzsesseln<br />
„verdösen“.<br />
Jedenfalls sollten einfliegende<br />
Schlossgäste sich gut überlegen,<br />
Ausflüge so zu planen, dass sie<br />
vor einer abendlichen Rückkehr<br />
auswärts essen müssten. Denn die<br />
Küche wartet mit einer Auswahl<br />
exzellenter Speisen und Menüs<br />
auf, die für jeden Geschmack und<br />
jedes Portemonnaie etwas bietet.<br />
Wie auch das Hotel selbst übrigens:<br />
Sowohl das Ambiente des Hauses<br />
als auch die Zimmer und Suiten<br />
lassen deutlich mehr als drei Sterne<br />
vermuten. Die Preise dagegen<br />
nicht: Inklusive Wochenend- und<br />
Feiertagszuschlägen verlangen die<br />
Schlossherren pro Nacht im Doppelzimmer<br />
ab 125 Euro, die Suiten<br />
stehen zu Preisen ab 145 Euro zur<br />
Verfügung – alles wohlbemerkt<br />
inklusive eines herrschaftlichen<br />
Frühstücksbuffets, das keine Wünsche<br />
offen lässt.<br />
Wen das neugierig gemacht hat,<br />
sollte sich den mecklenburgischen<br />
Adelssitz mal genauer im Netz<br />
ansehen. Unter schloss-gamehl.de<br />
finden sich regelmäßig Arrangements<br />
sowie Schnupperangebote.<br />
Und natürlich das Programm der<br />
„Gamehler Gespräche“. ae<br />
Frank Martini<br />
26 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
OUV-Sommertreffen <strong>2016</strong><br />
[ MAGAZIN ]<br />
Feuchtfröhliches<br />
Fest<br />
Zum 40. Mal hatte die<br />
Oskar Ursinus Vereinigung<br />
Ende Juni zu ihrem Sommertreffen<br />
eingeladen – diesmal<br />
ins niedersächsische<br />
Hodenhagen.<br />
Anflug auf Hodenhagen<br />
– mit der Vans am<br />
Möwenschwarm vorbei.<br />
Auch mit Blick auf den einstweilen<br />
wenig erfreulichen<br />
Verlauf der üblicherweise<br />
warmen und trockenen Jahreszeit<br />
war die Location gut gewählt. Denn<br />
wie definieren sich die Niedersachsen<br />
selbst? Wetterfest und erdverwachsen!<br />
Beim Treffen der Oskar<br />
Ursinus Vereinigung – kurz OUV<br />
– in Hodenhagen erwies sich erstere<br />
Eigenschaft als Notwendigkeit,<br />
die die zweite unweigerlich<br />
nach sich zog.<br />
Am meteorologisch noch nicht<br />
ganz so dramatischen Auftakt-<br />
Freitag, dem 24. Juni, hatten zumindest<br />
etwa zehn Amateurflugzeugbauer<br />
den Platz EDVH mit<br />
ihren Maschinen angesteuert. In<br />
der Nacht zum Samstag, dem<br />
Haupttag allerdings regnete es in<br />
Strömen, und das setzte sich, wenn<br />
auch spürbar nachlassend und mit<br />
längeren Unterbrechungen, tagsüber<br />
aus tief hängender Bewölkung<br />
fort. Mit dem Ergebnis, dass die<br />
sonst an diesem Tag umfangreichen<br />
Demoflüge über dem Austragungsort<br />
auf ein absolutes Minimum<br />
zusammenschrumpften.<br />
Zum Nachmittag etwas trockener,<br />
gab es sogar eine Freigabe<br />
für Kunstflugvorführungen, aber<br />
die tiefe Wolkenuntergrenze würgte<br />
jeden Versuch im Ansatz ab.<br />
„Hab von da hinten schon wieder<br />
was Neues heranziehen sehen“,<br />
deutete der neue Vereinsvorsit-<br />
Seilstart: Anlasser wären<br />
an der 85 Kilo leichten<br />
CriCri Schnickschnack.<br />
Fotos: Frank Martini<br />
Eine Regenpause nutzte auch<br />
dieser Rans-S-9-Pilot. Sein Flug<br />
blieb ein kurzes Vergnügen.<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 27
[ MAGAZIN ]<br />
zende, Andreas Konzelmann, Richtung<br />
Südwesten, unmittelbar<br />
nachdem er seiner Rans S-9 entstiegen<br />
war. Seine Vorführung<br />
endete nach einer erweiterten<br />
Platzrunde mit Überflug auf dem<br />
Rücken schon nach wenigen<br />
Minuten.<br />
Schade für die vielen Besucher,<br />
die aber trotzdem noch einiges<br />
geboten bekamen, vor allem am<br />
Sonntag. Und keineswegs machte<br />
das schlechte Wetter die Veranstaltung<br />
sinnlos, nicht einmal aus<br />
Sicht der vielen Mitglieder, die aus<br />
dem gesamten Bundesgebiet mit<br />
dem Auto statt dem Flugzeug nach<br />
Hodenhagen gekommen waren.<br />
Das LBA ist regelmäßig<br />
Gast beim Sommertreff<br />
Denn regelmäßig ist das Luftfahrt-Bundesamt<br />
mit mehreren<br />
Teilnehmern zu Gast. Diesmal,<br />
nicht weit von Braunschweig, waren<br />
es neben dem OUV-Mitglied<br />
Ingo Luz noch zwei Kollegen aus<br />
dem Referat T3 des LBA, jener<br />
Abteilung, in der der gesamte luftfahrttechnische<br />
Sachverstand der<br />
Behörde versammelt ist. „Unterhalt‘<br />
dich mal mit denen“, fordert mich<br />
Andreas mit einem Fingerzeig auf<br />
Dietmar Goldschmidt auf, „das sind<br />
hier ganz gefragte Gesprächspartner<br />
für unsere Mitglieder!“ Denn<br />
wer über Jahre, mitunter mehr als<br />
ein Jahrzehnt, den Traum vom<br />
eigenen Flugzeug durch einen<br />
Eigenbau verwirklicht, kann vor<br />
allem eines überhaupt nicht<br />
gebrauchen: selbst ins Projekt<br />
eingezogene Fallstricke für das<br />
abschließende Zulassungsverfahren.<br />
Durch die Präsenz der Sachkundigen<br />
aus Braunschweig lassen<br />
sich so bereits frühzeitig manche<br />
technischen Detailfragen klären,<br />
die für die schlussendliche Erteilung<br />
einer Verkehrszulassung entscheidend<br />
sein können. Mehr noch: Auch<br />
in diesem Jahr bot zumindest der<br />
Sonntag zwei mit vorläufigen<br />
Verkehrszulassungen angereisten<br />
Teilnehmern die Möglichkeit, ihre<br />
Van‘s-Flugzeuge – eine RV 6 mit<br />
Subaru-Antrieb und eine RV 8 mit<br />
AIEO 360 – nachfliegen zu lassen;<br />
ein wichtiger finaler Schritt vor<br />
dem dritten Gutachten und der<br />
anschließenden endgültigen Zulassung.<br />
Vom sich bessernden Wetter<br />
profitierten auch die Platzbesucher,<br />
die einfach nur zum Flugzeuge-<br />
Gucken den Weg nach Hodenhagen<br />
angetreten hatten. Und da gab es<br />
manch interessantes Gerät zu sehen:<br />
Eine Jodel waren ebenso<br />
vertreten wie eine Stark Turbulent,<br />
sogar eine Bf 1<strong>08</strong> flog über den<br />
Platz, und Dieter Gehling war mit<br />
seiner Pilatus P-2 aus Stadtlohn<br />
zu Besuch.<br />
Andere, die mit ihren Selbstbauten<br />
schon gesetzt waren, hatten<br />
dagegen keine Chance. Der<br />
Im strömenden Regen blieb die<br />
prämierte Klemm hübsch im Hangar.<br />
Trotz Riesen-Nachschalldämpfer: Der<br />
Zweitakter klingt fast wie ein Warbird.<br />
Grau in Grau: Am Samstag<br />
blieben die Piloten in Hodenhagen<br />
lieber am Boden.<br />
Highlight fürs Publikum: ein<br />
wenn auch kurzer Flug der nur<br />
120 Zentimeter hohen CriCri.<br />
Fotos: Frank Martini, Christian Teuber (OUV)<br />
28 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Nicht nur Regen satt – auch<br />
vom Barbecue do Brasil gab<br />
es mehr als genug.<br />
Bloß ordentlich dicht machen.<br />
Nicht, dass die schöne Rans<br />
noch vollläuft.<br />
Wenn nicht geflogen werden<br />
kann, wird gebaut: Flächenmontage<br />
an einer Fairchild.<br />
Vorjahresprämierte Peter Rong<br />
etwa, der mit seiner schnittigen<br />
Toruk kommen wollte, angesichts<br />
der schlechten Wetterbedingungen<br />
aber keine Chance hatte, von Greifswald<br />
aus nach Hodenhagen zu<br />
starten.<br />
Letztlich standen an den ersten<br />
beiden Tagen gerade mal 13 Flugzeuge<br />
auf der Landeliste des OUV.<br />
Und unter den am Sonntag noch<br />
etwa 25 weiteren Maschinen waren<br />
eben auch nicht nur Eigenbauten.<br />
Natürlich wirkte sich das<br />
dünne Teilnehmerfeld auf die<br />
jährliche OUV-Preisvergabe aus<br />
– allerdings nur quantitativ, nicht<br />
aber qualitativ. Prämiert wurden<br />
Gerhard Oertel und Werner Röbbecke<br />
für den Wiederaufbau ihrer<br />
Klemm 107 B, D-EGIX, der unter<br />
fast ausschließlicher Verwendung<br />
von Originalteilen gelang.<br />
Trotz miesen Wetters<br />
kamen viele Besucher<br />
Die Zuschauer kamen während<br />
der Regenpausen aber doch einigermaßen<br />
ins Staunen – etwa ob<br />
der von einem Zweitakter angetriebenen<br />
Rans S-9 D-ESKB, deren<br />
Platzüberflüge trotz ihres gigantischen<br />
Nachschalldämpfers an<br />
den Sound eines klassischen<br />
Warbirds erinnerten. Auch die<br />
Maschine von Ingo Luz ist stets<br />
ein Highlight auf den Flugplatztreffen.<br />
Die D-GLUZ, bereits seit<br />
2005 in der Luft, ist eine CriCri –<br />
das kleinste zweimotorige Flugzeug<br />
der Welt.<br />
Der Eigenbau, nach den Plänen<br />
des französischen Konstrukteurs<br />
Michel Colomban gefertigt, wird<br />
von zwei JPX-Zweitaktern mit<br />
jeweils nur 15 Pferdestärken aus<br />
212 Kubikzentimetern Hubraum<br />
angetrieben und erreicht mit der<br />
augenscheinlich mickrigen Motorisierung<br />
aus der Pariser Maschinenschmiede<br />
aviatorisch Erstaunliches.<br />
Oder kennen Sie etwa ein<br />
Flugzeug aus der Allgemeinen<br />
Luftfahrt, dessen Maximale Abflugmasse<br />
sein Leergewicht um<br />
das Doppelte übersteigt und das<br />
noch dazu über eher winzige 4,9<br />
Meter Spannweite verfügt? Gleichwohl<br />
sind damit gute 100 Knoten<br />
Reise drin! Acht Exemplare der<br />
CriCri sind bundesweit zugelassen,<br />
vier weitere bei der OUV im Bau.<br />
„Die klingt ja, als ob zwei Nachbarn<br />
gleichzeitig Rasen mähen“, meinte<br />
ein staunender Zuschauer, als<br />
Ingo Luz den Motoren seines Winzlings<br />
per Seilstart Leben eingehaucht<br />
hatte.<br />
Dafür, dass die Anreise vieler<br />
Neugieriger trotz eher kurzer Flugvorführungen<br />
lohnte, hatten die<br />
Organisatoren vorgesorgt. War die<br />
Stimmung schon tagsüber recht<br />
fröhlich, wurde sie mit dem Abendprogramm<br />
noch weiter gehoben.<br />
Vor dem Auftritt einer Band konnte<br />
jeder der Besucher von einem<br />
üppigen brasilianischen Büffet mit<br />
fleischgespickten Grillschwertern<br />
zum Ausklang des verregneten<br />
Samstags auf der Party im leergeräumten<br />
Hangar essen, so viel er<br />
mochte.<br />
Dieses exklusive Angebot hat<br />
vielleicht dazu beigetragen, auch<br />
einen Österreicher ohne Eigenbau<br />
anzulocken: Rudolf Eigner vom<br />
Igo-Etrich-Club, dem österreichischen<br />
OUV-Pendant, hatte die 641<br />
Flugkilometer aus dem niederösterreichischen<br />
Krems in einer C-42<br />
absolviert. Zu dieser weitesten<br />
Anreise auf dem Luftweg kam<br />
natürlich noch der Rückflug. Das<br />
zeigt, dass bei hinreichender Passion<br />
selbst im UL knappe 1300<br />
Kilometer – auch an einem ziemlich<br />
verregneten Wochenende – durchaus<br />
zu bewältigen sind.<br />
Mit den erst am Sonntag noch<br />
eingeschwebten Annex-II-Maschinen<br />
war das 40. Jahrestreffen der<br />
OUV dann auch fürs Publikum<br />
vollends gerettet. Für Oldie-Piloten<br />
gibt es aber auch bei suboptimalem<br />
Flugwetter immer gute Gründe,<br />
die OUV-Treffen zu besuchen.<br />
Es ist nicht immer leicht, für die<br />
Jahresnachprüfungen oder die<br />
100-Stunden-Kontrollen der teils<br />
seltenen Muster dieser Kategorie<br />
einen passenden LTB zu finden.<br />
Diese Lücke hat die OUV bereits<br />
vor einigen Jahren erkannt und<br />
geschlossen. Mit der Lizenzierung<br />
seines ortsungebundenen CAMOzugelassenen<br />
Betriebs konnte der<br />
Verein schon manchen Annex-II-<br />
Flieger in der Luft halten. Und das<br />
macht eine Mitgliedschaft in der<br />
Vereinigung zum Jahresbeitrag<br />
von nicht einmal 100 Euro eben<br />
nicht nur für angehende Selbstbauer<br />
interessant.<br />
ae<br />
Frank Martini<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 29
[ MAGAZIN ]<br />
60 Jahre Becker Avionics<br />
Manufaktur<br />
der Moderne<br />
Als Max-Egon Becker Ende der 40er<br />
Jahre seine Radiowerkstatt aufbaut, ist in<br />
Deutschland die Fliegerei noch verboten.<br />
1955 fällt das Verbot der Alliierten, und für<br />
den passionierten Flieger ist der Weg in<br />
die Luft frei. Dank innovativer Avionik<br />
wird der Name Becker weltweit bekannt.<br />
Fotos: Becker Avionics, Lars Reinhold<br />
Was haben die Piloten eines<br />
Eurocopters, einer<br />
King Air, einer Hercules,<br />
einer PC-12 und einer 172er gemeinsam?<br />
Wenn der Lotse fragt:<br />
„How do you read me?“, ist es nicht<br />
unwahrscheinlich, dass alle dasselbe<br />
antworten: „On a Becker.“<br />
Becker Avionics gehört zu den<br />
Global Playern der Avionikbranche.<br />
Seit Gründung des Unternehmens<br />
vor 60 Jahren dreht sich für die<br />
Mitarbeiter alles um Bordkommunikation,<br />
Such- und Rettungssysteme,<br />
Boden-Luft-Kommunikationsgeräte<br />
und Air Traffic Management.<br />
Die Produktpalette reicht<br />
von Bordfunkgeräten und Transpondern<br />
für Segel- und Kleinflugzeuge<br />
über integrierte GPS-Systeme<br />
und komplexe Bordkommunikationsanlagen<br />
für Militär und<br />
kommerzielle Luftfahrt bis hin zu<br />
Bodenfunkanlagen und ADS-B-<br />
PLB-Fertigung: Diese Geräte<br />
gehören nach wie vor zu<br />
Beckers starken Produkten.<br />
Sendern. Sogar Boden-Applikationen,<br />
um Fahrzeuge im Flughafenverkehr<br />
im Blick zu haben,<br />
stehen im Katalog.<br />
Bei der Entwicklung arbeitet<br />
Becker Avionics eng mit vielen<br />
großen Flugzeugherstellern zusammen<br />
und vertreibt seine Produkte<br />
in alle Welt, 70 Prozent des<br />
Gesamtumsatzes stammen aus<br />
dem Export. Die Allgemeine Luftfahrt<br />
ist eher ein Nebengeschäft,<br />
Militäraufträge machen den Löwenanteil<br />
der Becker-Produktion<br />
aus. So ist Becker Avionics Lieferant<br />
der Bundeswehr und anderer<br />
Armeen in den Bereichen VHF/<br />
FM-Truppenfunk, VHF/AM-Flugsicherungsfunksprechgeräte,<br />
Navigationsempfänger,<br />
Aufschalt- und<br />
Interkommunikationsanlagen sowie<br />
Notfunkgeräte für Luftwaffe,<br />
Heer und für die Marine. Allerdings<br />
profitiert die Qualität der Produkte<br />
für die Allgemeine Luftfahrt<br />
deutlich von den hohen Militärstandards.<br />
Bevor die Geräte die<br />
Fertigung verlassen, müssen sie<br />
harte Testreihen über sich ergehen<br />
lassen.<br />
Bei der Gründung 1956 in Baden-<br />
Baden konnte sich die Funkgeräteschmiede<br />
auf den guten Namen<br />
ihrer Schwesterfirma Becker Autoradio<br />
stützen, die in den späten<br />
40ern von Max-Egon Becker gegründet<br />
wurde. Durch eine frühe<br />
Kooperation mit Mercedes-Benz<br />
Mit einer überschaubaren<br />
Belegschaft lebt Becker das<br />
Prinzip der Manufaktur.<br />
hatte er sich bereits einen Namen<br />
gemacht, fuhr selbst Autorennen<br />
und betrieb erfolgreiches Marketing,<br />
indem er zu den großen<br />
Rennen seine neuen Geräte vorstellte.<br />
Als Freizeitpilot und Besitzer<br />
einer Bücker war Becker mit<br />
der Flugpraxis verbunden und<br />
brachte unternehmerische und<br />
fachliche Erfahrung mit. Der Schritt<br />
von der Radio- zur Flugfunktechnik<br />
war daher nicht weit und versprach<br />
zudem wirtschaftlichen Erfolg, da<br />
1955 das Flugverbot durch die<br />
Alliierten aufgehoben wurde.<br />
Nach der Anfangszeit am Flugplatz<br />
Baden-Oos und einem Zwischenspiel<br />
in Rastatt ab 1982 hat<br />
die Firma seit 1994 Stammwerk<br />
und Firmenzentrale am Baden-<br />
Airpark in Rheinmünster, wo derzeit<br />
etwa 90 Mitarbeiter beschäftigt<br />
sind.<br />
Hier werden die Produkte entwickelt<br />
und zum Teil auch endmontiert.<br />
Darüber hinaus hat Becker<br />
heute Produktions- und Entwicklungsstandorte<br />
in Frankreich,<br />
den USA, Brasilien, Polen, China<br />
und Taiwan. „Der Slogan ‚Made<br />
in Germany‘ hat für uns als Qua-<br />
30 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Die Becker-2000er-<br />
Serie setzte in<br />
den 90er Jahren<br />
Maßstäbe im<br />
Hinblick auf<br />
modularen Aufbau,<br />
Kompaktheit und<br />
Robustheit der<br />
Geräte.<br />
Die ACU 6100 ist<br />
in zahlreichen<br />
Flugzeugen und<br />
Helikoptern als<br />
Kommunikationszentrale<br />
eingebaut.<br />
starke Identifikation mit dem Familiennamen<br />
Becker. Roland Becker,<br />
der nach dem Tod seines Vaters<br />
die Leitung übernahm, kommt noch<br />
regelmäßig ins Büro und sieht nach<br />
dem Rechten, mischt aber nicht<br />
mehr im operativen Geschäft mit.<br />
Der Schritt ins Englische, zu Becker<br />
Avionics, war nicht zuletzt Folge<br />
der wachsenden internationalen<br />
Märkte. Internationalisiert hat sich<br />
auch die finanzielle Seite des Unternehmens:<br />
Seit 2012 ist ein Investor<br />
von der Arabischen Halbinsel<br />
Bis 2013 firmierte das Unternehmen<br />
bei Becker „on board“. ae<br />
als 7611609-3-1.QXD_Layout Becker Flugfunkwerk 1 GmbH. 07.04.16 09:51 Seite 1 Oliver Schenk<br />
litätshersteller einen hohen Wert“,<br />
beschreibt Marketingchef Thomas<br />
Knapp das Selbstverständnis der<br />
Firma. Viele der Module kämen aus<br />
Frankreich, die Einzelteile aus der<br />
ganzen Welt, aber die Produkte<br />
würden nach wie vor in Deutschland<br />
zusammengesetzt. „Wir setzen<br />
hochwertige Materialien ein, denn<br />
die Anmutung und Zuverlässigkeit<br />
– insgesamt die Qualität unserer<br />
Produkte – sind uns wichtig.“<br />
Vorsprung durch Einsatz<br />
neuer Technologien<br />
Seinen starken Stand in der<br />
Avionikbranche verdankt Becker<br />
nicht zuletzt zahlreichen Innovationen.<br />
Durch die Nutzung moderner<br />
Bauteile wie Transistoren<br />
anstelle von Röhren und des modularen<br />
Aufbaus der Geräte in den<br />
60er Jahren sicherte sich Becker<br />
einen Vorsprung auf dem von amerikanischen<br />
Firmen dominierten<br />
Markt. Von Anfang an seien alle<br />
Entwicklungsaktivitäten auf Benutzerfreundlichkeit,<br />
geringes<br />
Gewicht, geringe Einbaumaße und<br />
einfache Bedienbarkeit der Gerä-<br />
te ausgerichtet gewesen, heißt es.<br />
Die Zusammenarbeit mit dem Militär<br />
brachte anfangs Sicherheit<br />
– so gewann Becker mit dem Personal<br />
Locator Beacon (PLB) MR 506<br />
eine Ausschreibung für eine Notfunkbake.<br />
Bis heute wurde das<br />
Gerät tausendfach in mehr als 50<br />
Länder verkauft und wird in weiterentwickelter<br />
Form noch heute<br />
als MR510 angeboten.<br />
Ein weiterer Meilenstein war<br />
2006 die erste digitale zertifizierte<br />
Bordkommunikationsanlage für<br />
die Allgemeine Luftfahrt, das<br />
Digital Voice Communication System<br />
DVCS 6100, das sich in vielen<br />
Cockpits als Standardgerät etablieren<br />
konnte. Auch die Funkanlage<br />
für den NH90-Helikopter<br />
der Bundeswehr, die auf Lichtwellenleiter<br />
statt auf Kupferkabel setzt,<br />
ist eine Innovation aus dem Hause<br />
Becker – zu innovativ für den<br />
Zivilmarkt. „Hier gilt eher Reformation<br />
statt Revolution“, so Knapp.<br />
Auch <strong>2016</strong>, 60 Jahre nach Firmengründung<br />
und 35 Jahre nach<br />
dem Tod von Max-Egon Becker<br />
– er verstarb im Alter von 63 Jahren<br />
–, gibt es noch immer eine<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 31
[ MAGAZIN ]<br />
Stearman and Friends<br />
Ein echtes Typentreffen<br />
Die Stearman ist die Doppeldecker-Ikone<br />
schlechthin. Kein Wunder, dass die<br />
Quaxe dem Klassiker ein eigenes Fly-in<br />
widmen. Der <strong>aerokurier</strong> war dabei.<br />
Mein drittes Stearman-Treffen<br />
auf dem Flugplatz<br />
Bienenfarm nordwestlich<br />
von Berlin wird ganz sicher nicht<br />
mein letztes gewesen sein. Viel<br />
mehr noch – es wird erst recht einen<br />
festen Platz in meinem Terminkalender<br />
der nächsten Jahre<br />
bekommen. In vollkommener Harmonie<br />
von Landschaft, Platz, Wetter,<br />
Fliegerkameraden und jeder<br />
Menge Flugspaß ist es Alexander<br />
Stendel als Organisator des Treffens<br />
und den Quaxen gelungen,<br />
eine wohl einzigartige Stimmung<br />
zu schaffen.<br />
Kein Kommerz, sondern eine<br />
Veranstaltung von Piloten für Piloten,<br />
und im Vordergrund steht<br />
das Fliegen. Bis es zu dem gewor-<br />
den ist, was es heute ist und auch<br />
bleiben soll, bedurfte es zweier<br />
Anläufe. Beide waren auch schon<br />
gelungen – wenngleich das Wetter<br />
andere Ideen hatte. 2015 glich<br />
Bienenfarm mehr dem Vorzimmer<br />
der Wüste Gobi. Temperaturen<br />
jenseits der 35 Grad im Schatten<br />
haben in jedem Stearman-Cockpit<br />
über den Einbau einer Klimaanlage<br />
nachdenken lassen. Auch dieses<br />
Jahr war der Wettergott den<br />
Veranstaltern nicht ganz so wohlgesonnen.<br />
Diejenigen, die sich aber<br />
trotz DWD-Panik-Vorhersage auf<br />
den Weg gemacht hatten, wurden<br />
entlohnt mit einem Happening der<br />
besonderen Art.<br />
Alexander Stendel hatte sich<br />
für die Piloten einiges einfallen<br />
lassen. So galt es, einen Ziellandewettbewerb<br />
ohne Motorleistung<br />
zu schaffen. Die Bestleistungen<br />
bei den Spot landings lagen zwischen<br />
zwei und acht Metern! „Oggi“<br />
Stark belegte mit der Vereins-<br />
Stearman den ersten Platz.<br />
Ein kleines Regengebiet am<br />
Samstag verhalf der überdachten<br />
Landebahn von Bienenfarm zu<br />
ihrem Debüt. Überdacht? Ja, und<br />
sie steht auch nicht in der AIP.<br />
Gemeint ist das große Partyzelt,<br />
in dem die Teilnehmer an einem<br />
Papierfliegerweitflugwettbewerb<br />
teilnehmen konnten. Kurzweilig<br />
hatten alle Leute Spaß, und der<br />
Abräumer bei diesem Wettbewerb<br />
war der Leader der niedersächsischen<br />
Stearman-Crew aus Braunschweig,<br />
Wilfried Brauckmann.<br />
Kein Typentreffen findet ohne<br />
den Concours d’elegance statt.<br />
Diesen gewann Pedro Schäffer aus<br />
Berlin. Seine PT-17 erstrahlte nach<br />
sechsjähriger Restauration in<br />
leuchtenden Army-Farben. Die<br />
weiße „53“ war nach einem Misshappening<br />
auf der „Farm“ in die<br />
Hände von Joachim Munkelt gegeben<br />
worden und in vielen hundert<br />
Stunden Arbeit in den Originalzustand<br />
von 1941 gebracht.<br />
Viele Stearmans habe ich in den<br />
letzten Jahren gesehen – hier und<br />
in Amerika, aber diese würde garantiert<br />
sogar in Oshkosh den<br />
ersten Platz belegen.<br />
Bislang klingt alles nach einer<br />
Männerdomäne, dem war aber<br />
nicht so! Mehrere Spornradbienen<br />
waren ebenfalls zugegen, allen<br />
voran Susi Schönfeld, die mit einer<br />
tollen Piper J-3 den zweiten Platz<br />
beim Ziellandewettbewerb, den<br />
ersten Platz beim Einparken und<br />
dann noch den Preis für die weiteste<br />
Anreise mit nach Hause<br />
nehmen konnte.<br />
Eigentlich trifft es die Bezeichnung<br />
„Stearman & Friends“ nicht,<br />
vielmehr müsste das Treffen „US<br />
Plane & Car Meeting“ heißen. Neben<br />
einigen PS-Boliden und An-<br />
32 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
[ 1 ]<br />
[ 3 ]<br />
[ 2 ]<br />
[ 1 ] Beim Einparkwettbewerb kam<br />
es auf exaktes Bremsen an.<br />
[ 2 ] PPL-P: Auch ein Papierflieger<br />
will beherrscht weden. [ 3 ] Neben<br />
aller Fachsimpelei ist reichlich Zeit,<br />
die alten Schätze zu pflegen.<br />
[ 4 ] Lichtspiel: Immer wieder bieten<br />
sich Chancen für tolle Fotomotive.<br />
Fotos: Philipp Prinzing<br />
Menschen und Maschinen:<br />
Die Leidenschaft für<br />
die Stearman eint viele<br />
Quax-Mitglieder.<br />
[ 4 ]<br />
NOCH MEHR FOTOS<br />
finden Sie in der Bildergalerie<br />
auf www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
verwandten von Lloyd Stearmans<br />
Erfindergeist war auch ein Verein<br />
mit amerikanischen Autos und<br />
Motorrädern erstmals im Havelland<br />
– herrlich, die Ami-Schlitten vor<br />
den Stearmans in Pose zu sehen!<br />
Aber was wären US-Flugzeuge und<br />
-Autos ohne Burger, Steak und<br />
Lagerfeuer? Auch daran hatten die<br />
tost_anz_dt_allgemein_215x78_0415_Layout 1 09.04.15 16:15 Seite 1<br />
Organisatoren gedacht, und so<br />
ergab sich abends reichlich Zeit<br />
für Fachsimpeleien für Stearman-<br />
Anfänger und alte Hasen, für<br />
Schrauber und Doppeldecker-<br />
Liebhaber allgemein.<br />
Ganz oben stand natürlich die<br />
Bewegung der alten Primary Trainer.<br />
Durchstartübungen, Formationsflüge,<br />
Fotoflüge, Rundflüge<br />
– kein Problem, denn die Region<br />
um den Platz ist den sonoren Klang<br />
der Sternmotoren schon gewohnt,<br />
und man ist auch stolz auf das,<br />
was sich an einigen Wochenenden<br />
auf Bienenfarm abspielt. Nach<br />
herrlichen drei Tagen führte mich<br />
meine Coast Guard vorbei an Stätten<br />
deutscher Geschichte, über die<br />
Elbe zurück ins Land der Luftfahrtbürokratie,<br />
wo ich am Montagmorgen<br />
meinen Schreibtisch vor mir<br />
fand und auf dem Bildschirm stand:<br />
„Haste alles nur geträumt.“ Nein,<br />
habe ich nicht. Auf zum Stearman-<br />
Fly-in 2017!<br />
ae<br />
Thomas Schüttoff<br />
für mehr Sicherheit<br />
Tost GmbH Flugzeuggerätebau München Thalkirchner Str. 62 D-80337 München<br />
Tel. +49-(0) 89-544 599-0 Fax +49-(0) 89-544 599-70 info@tost.de www.tost.de<br />
Wir fertigen mit EASA-Zulassung:<br />
Flugzeugräder und Bremsen<br />
Neue, leichte Radserien: Penta und Tria<br />
Flugzeugreifen/-schläuche<br />
Sicherheitskupplungen<br />
Schleppseileinziehwinden<br />
Start-/Schleppausrüstung
[ MAGAZIN ]<br />
Drohnen<br />
Regeln für<br />
den Schwarm<br />
Multicopter sind in den letzten Jahren<br />
zum Massenphänomen geworden.<br />
Der Gesetzgeber versucht nun, verbindliche<br />
Regeln zu schaffen. Aber die Szene<br />
professionalisiert sich auch selbst.<br />
Dass sich unbemannte Luftfahrtsysteme<br />
innerhalb der<br />
letzten Jahre vom Freizeitgadget<br />
für Technikfreaks zum Massenphänomen<br />
entwickelt haben,<br />
ist offensichtlich. Rund 400 000<br />
sogenannte Multicopter sind im<br />
deutschen Luftraum unterwegs,<br />
informierte die VC Cockpit auf der<br />
ILA Ende April. Bis 2020 rechnet<br />
die Pilotengewerkschaft mit rund<br />
1,2 Millionen Quadrocoptern von<br />
Privatleuten, die einfach nur fliegen,<br />
oder von professionellen Anwendern,<br />
die vermessen, fotografieren<br />
oder vielleicht sogar Waren<br />
ausliefern wollen. Angesichts von<br />
Meldungen wie „Drohne verfehlt<br />
Skistar Herrscher“, „Lufthansa-<br />
Airbus entgeht Crash mit Drohne“<br />
oder „18-jähriger US-Amerikaner<br />
baut schießende Drohne“ hat sich<br />
in der Öffentlichkeit und nicht<br />
zuletzt unter den Piloten jüngst<br />
immer mehr das Bild vom gewissenlosen<br />
Rowdy mit der Funkfernsteuerung<br />
gebildet, der mangels<br />
angepasster Gesetze und Wissen<br />
rund um den Luftverkehr macht,<br />
was er will, und damit sich selbst<br />
und andere am Boden und in der<br />
Luft gefährdet.<br />
Doch wie sieht es tatsächlich<br />
mit der Rechtslage aus? Was dürfen<br />
Drohnenflieger und was nicht?<br />
Und welche Bestrebungen gibt es<br />
innerhalb der Szene, sich zu professionalisieren?<br />
Dass in Bezug auf die rechtliche<br />
Regulierung unbemannter Luftfahrtsysteme<br />
etwas passieren<br />
muss, ist unbestritten. Wie der<br />
Gesetzgeber jedoch von der Drohnenschwemme<br />
förmlich überrollt<br />
wurde und jetzt hektisch versucht,<br />
den Schwarm einzufangen, zeigte<br />
nicht zuletzt der Vorstoß von<br />
Verkehrsminister Alexander Dobrindt<br />
im November 2015. Der<br />
Minister brachte neben Kennzeichnungspflicht<br />
und Drohnenführerschein<br />
für kommerzielle Anwender<br />
auch eine Flughöhenbegrenzung<br />
von 100 Metern für Flugmodelle<br />
und Drohnen ins Gespräch. Dies<br />
wiederum führte zu einem Aufschrei<br />
der Modellflieger, die um<br />
ihren Sport fürchten, wenn sich<br />
die 100-Meter-Grenze tatsächlich<br />
durchsetzen sollte.<br />
Alle Beteiligten<br />
an einem Tisch<br />
Michael Wieland (l.) und Andreas von Veltheim haben das Faltblatt „Regeln<br />
für unbemanntes Fliegen“ entwickelt. „Weil es nichts Entsprechendes gab.“<br />
Wie auf dem Poster der DFS<br />
wird erklärt, wer wo was darf.<br />
Bei einem Informationstreffen<br />
Ende Mai dieses Jahres auf der<br />
Wasserkuppe saßen schließlich mit<br />
Vertretern des Bundesverkehrsministeriums<br />
(BMVI), der DFS, des<br />
DAeC, der Deutschen Flugsicherung,<br />
der Vereinigung Cockpit und<br />
der FAI die wichtigsten Institutionen<br />
an einem Tisch, um Standpunkte<br />
auszutauschen und Ideen<br />
für eine sinnvolle Regulierung zu<br />
diskutieren. Unstrittig unter allen<br />
Beteiligten war dabei, dass es im<br />
Luftraum keine Gefährdung durch<br />
Drohnen geben darf.<br />
Bereits heute gibt es einige<br />
Regelungen, an die sich Multikop-<br />
34 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Ob Luftaufnahmen oder<br />
Vermessungs- und Kontrollflüge:<br />
Drohnen können das<br />
vielfach schneller und<br />
preiswerter als Helikopter.<br />
Fotos: CopterView, Alexander Kolomietz - Fotolia, Katrin Sdun<br />
ter-Piloten zu halten haben: Im<br />
Umkreis von 1,5 Kilometern um<br />
Flugplätze und Heliports ist ein<br />
Aufstieg nicht erlaubt, innerhalb<br />
von Kontrollzonen dürfen Freizeitflieger<br />
bis maximal 30 Meter, kommerzielle<br />
Nutzer bis 50 Meter<br />
Höhe fliegen. Problematisch wird<br />
es aber bereits bei der Frage, wo<br />
der Freizeitbetrieb aufhört und der<br />
Kommerz anfängt. Aktuelle Rechtsauffassung<br />
ist, dass beispielsweise<br />
ein Multicopter mit Kamera<br />
dann kommerziell fliegt, wenn mit<br />
den Aufnahmen Gewinn erzielt<br />
werden soll. Wie es sich verhält,<br />
wenn Videos zwar nicht verkauft,<br />
aber auf einer kommerziellen Plattform<br />
wie YouTube genutzt werden,<br />
ist unklar. In jedem Fall ist für<br />
kommerzielle Drohnenflüge bereits<br />
jetzt eine Aufstiegsgenehmigung<br />
der zuständigen Behörde einzuholen.<br />
Weiterhin müssen Drohnenprofis<br />
ebenso wie Hobbypiloten<br />
auf die Einhaltung von Persönlichkeits-<br />
und Datenschutzrechten<br />
achten.<br />
Auf <strong>aerokurier</strong>-Nachfrage zur<br />
künftigen Gestaltung des Luftrechts<br />
für unbemannte Luftfahrtsysteme<br />
verwies das BMVI mit Hinweis auf<br />
die laufende Erarbeitung des<br />
Gesetzentwurfs auf seine Internetseite.<br />
Dort heißt es, dass künftig<br />
alle gewerblich und privat<br />
genutzten Geräte ab 0,5 Kilogramm<br />
Gewicht kennzeichnungspflichtig<br />
werden sollen, um bei Missbrauch<br />
oder Unfällen den Verursacher<br />
identifizieren zu können. Weiterhin<br />
sollen private Drohnenflüge in<br />
einer Höhe von mehr als 100 Metern,<br />
außerhalb der Sichtweite des<br />
Steuerers, über bestimmten Objekten<br />
wie Justizvollzugsanstalten,<br />
militärischen Anlagen und Kraftwerken<br />
sowie über Menschenansammlungen,<br />
Unglücksorten<br />
oder Katastrophengebieten sowie<br />
Einsatzorten von Polizei oder anderen<br />
Sicherheitsbehörden verboten<br />
werden.<br />
Der gewerbliche Einsatz werde<br />
laut BMVI dahingehend neu geregelt,<br />
dass unbemannte Luftfahrtsysteme<br />
mit Erlaubnis der Landesbehörden<br />
auch außerhalb der<br />
Sichtweite des Steuerers geflogen<br />
werden dürfen, wenn der sichere<br />
Betrieb nachgewiesen wird. Zudem<br />
werde es für gewerbliche Nutzer<br />
von Drohnen künftig einen Führerschein<br />
geben, für dessen Erteilung<br />
fliegerische und luftrechtliche<br />
Kenntnisse in einer Prüfung<br />
nachzuweisen sind. Die Lizenz<br />
werde durch das Luftfahrt-Bundesamt<br />
erteilt.<br />
Nicht äußern wollte sich das<br />
Ministerium zur Frage, ob private<br />
Multicopter und Flugmodelle gleichgestellt<br />
werden oder ob eine Differenzierung<br />
erfolgt. Zwar sagte<br />
Dobrindt, dass „Modellflieger durch<br />
die notwendige Neuregelung bei<br />
ihrem Hobby oder Sport auf ihren<br />
Flugplätzen nicht eingeschränkt<br />
werden“, wenn die Differenzierung<br />
aber ausbleibt, dann steht diese<br />
Aussage im Widerspruch zur angestrebten<br />
Regelung.<br />
Gesetzentwurf<br />
noch im Herbst<br />
Bei dem Treffen auf der Wasserkuppe<br />
hieß es aus Kreisen des<br />
BMVI, dass ein Gesetzentwurf<br />
im Herbst dieses Jahres zu erwarten<br />
sei. Auch die Ministeriumsvertreter<br />
bekräftigten, dass man<br />
den klassischen Modellflug in<br />
seiner bisherigen Form möglichst<br />
schützen wolle. Der DAeC und die<br />
Modellflugverbände kündigten<br />
an, sich gegen eine Höhenbeschränkung<br />
im Flugmodell sport<br />
einzusetzen.<br />
Während Behörden, Piloten und<br />
Verbände fachsimpeln, was zur<br />
Regulierung der Drohnenschwärme<br />
nötig ist, professionalisiert sich<br />
die Copterszene in der Zwischenzeit<br />
ein Stück weit selbst. „Es gibt<br />
ja bereits Regeln für das unbemannte<br />
Fliegen, nur ist es für den<br />
Fußgänger, der sich eine Drohne<br />
zulegt, nicht einfach, an Informationen<br />
zu kommen“, sagt Michael<br />
Wieland. Gemeinsam mit Andreas<br />
von Veltheim betreibt er den Drohnen-Dienstleister<br />
CopterView, der<br />
professionelle Fotoflüge mit Multicoptern<br />
anbietet. „Wir – beide<br />
PPL(A)-Piloten – haben uns die<br />
Frage gestellt, warum es bei den<br />
Kartenprofis von Jeppesen oder<br />
Eisenschmidt keine Handreichung<br />
für jene Drohnenflieger gibt, die<br />
sich fortbilden und rechtskonform<br />
im Luftraum bewegen wollen.“<br />
Auf der AERO in Friedrichshafen<br />
stellten die beiden ihr Faltblatt<br />
mit dem Titel „Regeln für unbemanntes<br />
Fliegen“ vor, das der<br />
Luftraumübersicht der DFS ähnelt.<br />
CTR, ED-R, RMZ, Hauptwolkenuntergrenze,<br />
Flugsicht – all das wird<br />
in Begleittexten verständlich erklärt<br />
und mit Hinweisen, wer wo wie<br />
hoch fliegen darf, kombiniert. Auch<br />
auf Ausweichregeln und die Wahrung<br />
von Datenschutz und Persönlichkeitsrechten<br />
wird eingegangen,<br />
zudem allen aufgeführten Regeln<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 35
[ MAGAZIN ]<br />
Mit Spielzeugen haben Proficopter<br />
nichts mehr zu tun. In<br />
Flughöhe und Performance<br />
gleichen sie eher Flugzeugen.<br />
die derzeitige Quelle in den entsprechenden<br />
Gesetzestexten und<br />
Verordnungen zugeordnet.<br />
In diesem Zusammenhang ist<br />
auch eine App für Drohnenpiloten<br />
entstanden, die für Freizeitflieger<br />
und kommerzielle Anwender gleichermaßen<br />
interessant ist. „Die<br />
App myFLY.zone verrät dem Piloten<br />
ganz unkompliziert, was er am<br />
jeweiligen Standort mit seinem<br />
Multicopter darf und was nicht“,<br />
sagt Michael Wieland. „Per GPS<br />
wird der genaue Standort ermittelt,<br />
eine Karte zeigt daraufhin Lufträume,<br />
Verbotszonen und Gebäude,<br />
die nicht beflogen werden dürfen.<br />
Außerdem erfährt man, wie hoch<br />
die Drohne in diesem Bereich aufsteigen<br />
darf.“<br />
Die rechtliche Regulierung der<br />
unbemannten Fliegerei hält Wieland<br />
für notwendig, warnt aber<br />
davor, sie als Allheilmittel zu verstehen.<br />
„Ich halte es nicht für<br />
sinnvoll, Drohnen per Gesetz<br />
irgendwo auszusperren. Viel effektiver<br />
wäre es, sie in ganz konkreten<br />
Regionen einzusperren,<br />
nämlich dort, wo sie eingesetzt<br />
werden sollen. Damit meint Wieland<br />
natürlich in erster Linie die kommerziellen<br />
Einsätze. „In diesem<br />
Zusammenhang fällt oft das Stichwort<br />
Geofencing. Das bedeutet,<br />
dass man den Luftraum, in dem<br />
sich eine Drohne bewegen darf,<br />
mit GPS-Koordinaten exakt für den<br />
jeweiligen Einsatz absteckt, sodass<br />
das Gerät gar nicht irgendwo anders<br />
hinfliegen kann.“<br />
Dies könnte beispielsweise so<br />
aussehen, dass ein Drohnenpilot<br />
Fotos: Copter College, seregalsv - Fotolia<br />
Lernen vom Profi: Ralf Spoerer zeigt in seinen Kursen, wie man seine Drohne unter allen<br />
Bedingungen im Griff behält und sie sicher steuert.<br />
Bevor es an die Fernsteuerung geht, müssen die Schüler des<br />
Copter-Colleges Theorie pauken – vor allem Luftrecht.<br />
36 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
ei der zuständigen Behörde seinen<br />
Flug innerhalb bestimmter<br />
Koordinaten anmeldet und die<br />
Drohne dann entsprechend programmiert.<br />
Im gleichen Zug könnte<br />
die Flugsicherung über das<br />
geplante Vorhaben informiert<br />
werden und ein entsprechendes<br />
NOTAM herausgeben.<br />
Tatsächlich bleibt das Problem,<br />
den Drohnenbetrieb für andere<br />
Luftraumnutzer sichtbar zu machen.<br />
Das Prinzip „See and Avoid“ funktioniert<br />
im Kontext der Copter nicht,<br />
sie sind einfach zu klein, um rechtzeitig<br />
erkannt zu werden. Aber<br />
auch der Weg über NOTAMs scheint<br />
problematisch. „Wenn jede Aufstiegsgenehmigung<br />
ein NOTAM<br />
nach sich ziehen würde, dann<br />
hätten wir am Ende eine nahezu<br />
flächendeckende Zone, in der kein<br />
Helikopter mehr sicher operieren<br />
kann“, sagt Thomas Mildenberger,<br />
UAS-Spezialist der VC Cockpit.<br />
Zwar gibt es Lösungsvorschläge<br />
– beispielsweise der Einsatz von<br />
Kollisionswarngeräten wie FLARM<br />
oder Landeautomatiken für den<br />
Fall der Annäherung eines bemannten<br />
Flugzeugs – richtig ausgegoren<br />
ist aber noch keiner davon.<br />
In Kursen von<br />
den Profis lernen<br />
Professionalität durch Arbeitsteilung: Ralf Spoerer steuert im Videoeinsatz<br />
den Copter, Irina Hoffmann bedient die Kamerasysteme.<br />
Bei aller technischen Sicherheit<br />
darf der Faktor Mensch aber nicht<br />
aus dem Blick geraten. Aufklärung<br />
und Professionalisierung lautet die<br />
Devise. So fordert beispielsweise<br />
die Vereinigung Cockpit einen<br />
verpflichtenden Beipackzettel für<br />
Drohnen, in dem der Anwender<br />
über Rechte, Pflichten und Risiken<br />
beim Betrieb von Drohnen aufgeklärt<br />
wird. Allerdings können angehende<br />
Copterpiloten inzwischen<br />
auch auf professionelle Unterstützung<br />
zurückgreifen, wenn sie den<br />
Umgang mit ihrem Spielzeug oder<br />
Arbeitsgerät erlernen wollen. Copterschulen<br />
wie das Copter-College<br />
von Ralf Spoerer aus dem norddeutschen<br />
Wedel nehmen Anfänger<br />
bei den ersten Flügen mit der<br />
Drohne an die Hand.<br />
„Die Nachfrage steigt ständig“,<br />
sagt Spoerer, der viele Jahre als<br />
Journalist Kameras testete und mit<br />
der Drohne für sich das perfekte<br />
Mittel für seine große Leidenschaft<br />
– Luftaufnahmen – fand. „Mit dem<br />
Aufkommen der DJI Inspire, dem<br />
ersten massenkompatiblen Multicopter,<br />
kam die ganze Sache ins<br />
Rollen. Es gab bei den Anwendern<br />
viel Unsicherheit, was man darf<br />
und was nicht. Dazu kam, dass<br />
Schleswig-Holstein sehr zeitig<br />
einen Befähigungsnachweis beim<br />
Antrag für Aufstiegsgenehmigungen<br />
verlangte, es aber niemanden<br />
gab, der Befähigungsnachweise<br />
ausstellen konnte. Also habe ich<br />
recherchiert und ein Kurskonzept<br />
zusammengestellt.“ Die Inhalte<br />
seien in enger Abstimmung mit<br />
der Flugsicherung und den Landesbehörden<br />
ausgewählt worden,<br />
um genau das vermitteln zu können,<br />
was ein Drohnenpilot wissen<br />
muss, so Spoerer.<br />
So gilt es zunächst, Theorie zu<br />
pauken, Luftrecht, Persönlichkeitsrecht,<br />
Datenschutz etc. Weiterhin<br />
spielt die Coptertechnik eine Rolle:<br />
GPS, Kompassmodul, Ausrüstung<br />
wie Kameras. Erst dann kommt<br />
die praktische Fliegerei. Heißt:<br />
zugucken, nachmachen, üben. „Es<br />
geht darum, bei den Teilnehmern<br />
ein Bewusstsein dafür zu entwickeln,<br />
dass in dem Moment, in dem<br />
ihre Drohne abhebt, sie zu Teilnehmern<br />
des Luftverkehrs werden.<br />
Das begreifen viele erst, wenn wir<br />
uns durch die entsprechenden<br />
Paragrafen arbeiten.“<br />
Rund 70 Prozent der Teilnehmer<br />
seien Profis, die ihren Copter kommerziell<br />
nutzen. Vor allem Medienunternehmen,<br />
darunter der<br />
Hessische, der Bayrische und der<br />
Norddeutsche Rundfunk, buchen<br />
Kurse, um ihre Mitarbeiter zu schulen.<br />
„Hobbyflieger sind in der<br />
Minderzahl“, sagt Spoerer und<br />
mutmaßt, dass das auch an den<br />
betriebswirtschaftlich kalkulierten<br />
Kosten für die Kurse liegt. „300<br />
bis 400 Euro pro Teilnehmer sind<br />
das schon. Für Unternehmen wenig,<br />
für Privatleute viel Geld. Kommen<br />
doch Freizeitflieger, seien das<br />
meist Herren im gesetzteren Alter.<br />
„Wenn jemand ein neues Hobby<br />
sucht und das professionell angehen<br />
will, dann nimmt er dafür auch<br />
Geld in die Hand“, sagt Spoerer.<br />
„Er lässt sich dann nicht nur beim<br />
Kauf beraten, sondern auch die<br />
ersten Schritte erklären.“<br />
Angehende Drohnenpiloten –<br />
egal ob sie zu Freizeit- oder Geschäftszwecken<br />
fliegen wollen –<br />
merken spätestens dann, worauf<br />
sie sich einlassen, wenn Spoerer<br />
über mögliche Ordnungswidrigkeiten<br />
und Bußgelder von bis zu<br />
50000 Euro spricht. „Dann schwindet<br />
die Meinung, dass man es nur<br />
mit Spielzeugen zu tun hat.“<br />
Der Profi wartet gespannt darauf,<br />
wie der Gesetzentwurf zur<br />
Drohnenregulierung am Ende ausfällt.<br />
„Es wird Zeit, dass es klare<br />
Regeln gibt. Nur dann können<br />
Ausbildungen standardisiert, Schulen<br />
zertifiziert und richtige Drohnen-<br />
Pilotenscheine ausgestellt werden.<br />
Für uns wäre das endlich ein Schritt<br />
aus der rechtlichen Grauzone hin<br />
zu gleichberechtigten Teilnehmern<br />
des Luftverkehrs.“<br />
ae<br />
<br />
Lars Reinhold<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 37
[ KOLUMNE ]<br />
Als Dr. Spornrad beleuchtet ein Kenner der Szene exklusiv für den <strong>aerokurier</strong> die großen und kleinen Geheimnisse der GA<br />
Augenmaß beim Regulieren!<br />
Gut, dass die Drohnenfliegerei Regeln bekommen soll, findet unser Kolumnist. Allerdings<br />
droht die „Geschäftsleitung“ in Berlin dabei wieder übers Ziel hinauszuschießen.<br />
Illustrationen: Ralf Athen, Harald Hornig<br />
Stellen wir uns vor, dass wir SERA-gerecht<br />
in 500 Fuß MSL, äh, über Grund bei Blue<br />
Sky und Sonnenschein unterwegs sind.<br />
Wir sehen jedes „dynamische“ Luftfahrthindernis,<br />
sprich Windkraftanlagen und Ähnliches,<br />
schon aus der Ferne. Wir fühlen uns<br />
rundum glücklich und wohl auf unserem VFR-<br />
Überlandflug quer durch Europa. Plötzlich ein<br />
lauter Knall! Unmittelbar folgt Sturm im Cockpit,<br />
und in der Windschutzscheibe klafft ein<br />
großer Riss, der mehr Luft zum Atmen hineinlässt<br />
als notwendig. Bei der Inspektion nach<br />
der Landung die Überraschung: kein Blut, keine<br />
Überreste von gefiederten Artgenossen.<br />
Was war denn das? Ein UFO? Autobahnbrücken<br />
sind wir auch nicht unterflogen, es kann<br />
also auch kein Stein irgendeines Spinners gewesen<br />
sein, der Autos bewirft ...<br />
Die Kasko wird sagen: ein Spannungsriss<br />
– wir zahlen nicht. Wir selbst sind erstmal<br />
heilfroh, dass nicht mehr passiert ist.<br />
Schließlich hätte das ja auch noch ganz<br />
anders ausgehen können. Vermutlich<br />
war es ein UAS, eine Drohne,<br />
oder doch ein UFO vom<br />
Mars?<br />
Ist die Geschichte<br />
schon Realität oder nur<br />
Angstvision unserer<br />
regulierungswütigen<br />
Politiker, die gerade mal<br />
wieder die Luftfahrt durch<br />
neue Verbote retten wollen?<br />
Wie eine Dampfwalze überrollt<br />
gerade unser Verkehrsminister<br />
alles, was unbemannt am deutschen<br />
Himmel surrt. Die bizzaresten Ideen sind<br />
in aller Munde. Jedes „Modellflugzeug“ soll<br />
registriert werden, Steuerer sollen „Pilotenscheine“<br />
erwerben, und oberhalb von 100<br />
Metern darf gar nichts Ferngesteuertes mehr<br />
fliegen. Sogar eine Transponderpflicht für UAS<br />
(Unmanned Aircraft Vehicle) wird diskutiert.<br />
Und wenn es denn eine Erlaubnis gibt, dann<br />
natürlich – dem Föderalismus sei Dank – nur<br />
für das jeweilige Bundesland und mit grundsätzlich<br />
unterschiedlichen Auflagen und Beschränkungen.<br />
Wo sind wir denn?!<br />
Aber gut, zurück zur Geschichte. Sie ist<br />
Realität – schon heute. Und passiert ist sie so<br />
oder so ähnlich mit einem Hubschrauber, der<br />
sich gerade im Steigflug befand. Also unterhalb<br />
der 100 Meter. Eine Ausnahme? Nein, denn<br />
in diesem Bereich fliegen auch Polizei, Rettungshubschrauber<br />
und womöglich jemand,<br />
der seinen Höhenmesser „versehentlich“ nicht<br />
richtig eingestellt hat. Also Handlungsbedarf`?<br />
Ich meine ja, aber behutsam. Fakt ist, dass<br />
heute fast jeder Jäger, Immobilienmakler<br />
oder Freizeitspanner eine Drohne<br />
betreibt. Kein „Tatort“ kommt<br />
heute mehr ohne diese Technik<br />
in deutsche Fernsehzimmer.<br />
Und ja, Drohnen<br />
haben enormes Entwicklungspotenzial<br />
in allen<br />
Bereichen des Lebens.<br />
Ich rede dabei nicht von<br />
einem Premiumversand,<br />
der mir den im Supermarkt<br />
vergessenen Sixpack direkt über dem<br />
Garten abwirft, sondern beispielsweise von<br />
bereits in Erprobung befindlichen Drohnen,<br />
die auf Alarmierung einen Defibrillator oder<br />
ein Asthmaspray binnen kürzester Zeit anliefern<br />
können. Oder, wie unlängst gehört, von<br />
einer Umweltüberwachung. Und keine Angst<br />
vor Lärm. Es ist im Zweifelsfall kein Bienenschwarm,<br />
der da plötzlich auf Sie zukommt.<br />
Es sind gleichmäßig laufende Elektromotoren,<br />
die um ein Vielfaches leiser sind als jeder mit<br />
Erdölessenzen betriebene Helikopter.<br />
Dennoch: Etwas Regulierung brauchen wir<br />
schon. Als Luftsportler benutzen wir alle den<br />
Luftraum. Und diese neue Gattung Fluggerät<br />
– egal wie benutzt – wird den Luftraum enger<br />
machen. Die neue Szene selbst schreit nach<br />
Regulierung und unterwirft sich<br />
bereits selbst gemachter Regeln.<br />
Die erste App ist auf<br />
dem Markt, mit der sich<br />
Drohnenbetreiber virtuell<br />
sichtbar machen können.<br />
Tolle Ansätze aus der<br />
Praxis für die Praxis. Leider<br />
hat es den Anschein,<br />
als ob die Politik mal<br />
wieder wie ein losgelassener<br />
Bienenschwarm dem<br />
Honig der profanen Medien<br />
auf den Leim geht und<br />
der Sachverstand aus den Verbänden<br />
erst gar nicht in Berlin<br />
oder Bonn Gehör findet.<br />
Klar muss ich als Pilot eines<br />
Rettungshubschraubers in<br />
jeder Höhe bedenkenlos<br />
meinen Patienten oder Arzt<br />
an den Zielort bringen<br />
können – Tag und Nacht.<br />
Luftraumbeobachtung<br />
ist das oberste Gebot<br />
in der Sichtfliegerei,<br />
aber Drohnen – egal<br />
wie schwer – sind halt<br />
einfach mal nicht so<br />
ohne Weiteres erkennbar.<br />
Die Lösung kann nur<br />
sein, dass sich die Szene<br />
schlau macht und schlau<br />
gemacht wird.<br />
Ich könnte mir vorstellen,<br />
dass es künftig auch ohne Verbote<br />
für den Modellflug geht. Schließlich wird<br />
ja schon heute fast jeder Brutplatz des gemeinen<br />
„Rotmilanstorchadlers“ als Naturschutzgebiet<br />
und Flugverbotszone ausgewiesen.<br />
Also lasst uns alle sichtbar werden – beispielsweise<br />
mit temporären „special activity areas“<br />
wie im Kunstflug. Und künftig vielleicht auch<br />
mit Tiefflugstrecken für UAS wie im militärischen<br />
Nachtflug. Ideen gibt es genug. Ich<br />
denke jedenfalls, dass der Modellflug als Brutstätte<br />
unseres Fliegernachwuchses auch dringend<br />
schutzbedürftig ist.<br />
ae<br />
38 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
digital<br />
Jetzt als<br />
E-Paper im<br />
Kombiabo<br />
99<br />
pro Ausgabe zusätzlich<br />
nur<br />
Cent<br />
<strong>aerokurier</strong> gibt’s jetzt als E-Paper für nur 99 Cent pro Ausgabe im günstigen<br />
Kombiabo Heft & Digital – oder als Digitalabo solo schon ab 11,99 Euro.<br />
Mehr Infos unter:<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de/digital
[ MAGAZIN ]<br />
Extra 330 LE<br />
Premiere für die E-robatic<br />
Knapp zehn Wochen nach der AERO war es so weit: Das dort<br />
mit einem neuen Siemens-Elektromotor gezeigte Kunstflugzeug<br />
aus Hünxe startete zu seiner ersten öffentlichen Flugvorführung.<br />
Am Steuerknüppel der 330<br />
EL saß hinter zwei riesigen<br />
Akku-Stacks natürlich Walter<br />
Extra selbst. Der Kunstflug-<br />
Meister und Flugzeugbauer bezeichnete<br />
das Ereignis vor einem<br />
Pulk von Presse- und Fernsehleuten<br />
auf dem Flugplatz Dinslaken<br />
Schwarze Heide als einen Entwicklungsschritt,<br />
der in der eher konservativen<br />
Luftfahrtindustrie höchstens<br />
alle 20 bis 30 Jahre vorkomme.<br />
Der Antrieb seiner Maschine war<br />
ein von Siemens neu entwickelter<br />
Radialflussmotor mit Kupferspulen,<br />
der es bei einem Gewicht von<br />
nur 50 Kilogramm auf eine Dauerleistung<br />
von 260 Kilowatt bringt<br />
– und damit dem sonst in den 330er<br />
Extras verbauten AEIO580 mehr<br />
als ebenbürtig ist.<br />
Der Lycoming-Antrieb bringt<br />
schon „nackig“ das Vierfache des<br />
Siemens SP260D auf die Waage,<br />
mit Pumpen und Aggregaten kommt<br />
er fast auf das Gewicht der beiden<br />
vor und hinter dem Brandschott<br />
eingebauten Akku-Stacks. Die<br />
hatten nach dem zehnminütigen<br />
Elektroflug noch eine Restladung<br />
von 40 Prozent. Stellt man jeweils<br />
die Motormassen und deren erforderliche<br />
„Tankgewichte“ für solche<br />
kürzeren Flüge gegenüber, ist mit<br />
der Flugpremiere am 4. Juli der<br />
Nachweis erbracht, dass der erprobte<br />
Siemens-Motor eine geeignete<br />
Basis darstellt, die Elektrofliegerei<br />
zu der mit Verbrennungsmotoren<br />
aufschließen zu lassen.<br />
Das alternative Aggregat flöge sich<br />
auch wie „ein ganz normaler Benzinmotor“,<br />
so Walter Extra, den<br />
besonders dessen spontane Leistungsentfaltung<br />
begeisterte. Sehr<br />
zufrieden war der Kunstflugpilot<br />
auch mit der Zusammenarbeit mit<br />
Siemens und der EASA. Dass es<br />
zwischen seinem kleinen mittelständischen<br />
Unternehmen und<br />
einem Großkonzern so gut funktioniere,<br />
habe er nicht erwartet. Und<br />
in Richtung der Kölner Agentur<br />
gewandt, bezeichnete er sich als<br />
„überzeugten Europäer“.<br />
Top-Engagement<br />
aller Beteiligten<br />
Die europäische Flugsicherheitsagentur<br />
hatte den Prototyp unkompliziert<br />
eigens für die Vorführung<br />
auch abseits normaler Fluglagen<br />
freigegeben und den Extra-Musterbetreuer<br />
Dr. Maximilian Maas<br />
nach Hünxe entsandt. Auch die<br />
Entwickler von Siemens waren mit<br />
der Premiere – erst wenige Tage<br />
zuvor war Generalprobe –, hochzufrieden.<br />
Das Unternehmen hatte<br />
bereits vorab ein Gemeinschaftsprojekt<br />
mit Airbus im dreistelligen<br />
Millionen-Euro-Umfang<br />
zur Entwicklung hybridelektrisch<br />
betriebener Verkehrsflugzeuge<br />
ver einbart. „Das Ziel ist, 60- bis<br />
100-sitzige Flugzeuge im Jahr 2030<br />
mit Reichweiten von 1000 Kilometern<br />
zu haben“, sagte der Siemens-<br />
Entwicklungschef für elektrische<br />
Flugantriebe, Frank Anton. Dem<br />
sei man, so der promovierte Physiker<br />
mit Pilotenlizenz, nun ein<br />
großes Stück näher gekommen.<br />
40 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Daten D-EPWR:<br />
Flugdauer: max. 20 min<br />
Spannweite: 8,00 m<br />
Flügelfläche: 10,7 qm<br />
Gewicht: ca. 1000 kg<br />
Länge: 7,50 m<br />
Höhe: 2,60 m<br />
Lastvielfache: 4 g (definiert)<br />
Vmax: 180 kts (definiert)<br />
Nicht größer als ein Kochtopf und nur 50 Kilogramm schwer: der flüssigkeitsgekühlte Radialflussmotor SP260D.<br />
Daten SP260D:<br />
Typ: Radialflussmotor<br />
Dauerleistung: 260 kW<br />
Dauerdrehzahl: 2500 rpm<br />
Dauerdrehmoment: 1000 Nm<br />
Wirkungsgrad: 95 %<br />
Spannung: 580 V<br />
Batterien: Lithium-Polymer-<br />
Akkumulatoren von Pipistrel<br />
Batteriegewicht: 2 x 150 kg<br />
Zwar arbeite man für entsprechende<br />
Antriebe statt mit Kupfer mit<br />
der Supraleitertechnologie, aber<br />
schon der mit der Extra in der Erprobung<br />
befindliche SP260D eigne<br />
sich als Basis, das ganze Spektrum<br />
der CS-23-Flugzeuge abzudecken:<br />
„Wir können diesen Motor problemlos<br />
noch ums Vierfache verlängern,<br />
um auf eine Dauerleistung<br />
von einem Megawatt zu kommen.“<br />
Damit wüchse der „Kochtopf“ auf<br />
eine axiale Tiefe von nur etwas<br />
mehr als einem halben Meter bei<br />
einer Antriebsleistung, die auch<br />
bei mehrmotorigen CS-23-Turboprops<br />
Standard sei. Nur die Speisung<br />
müsse wegen heutiger Batteriegewichte<br />
dann, wie für die bis<br />
2030 geplante Verkehrsfliegerei,<br />
über einen Generator erfolgen.<br />
Der wäre in der Zelle der Flugzeuge<br />
neuer Generationen unterzubringen.<br />
Gut für Fluglärm und<br />
Leistung: Im Rumpf lässt sich ein<br />
Generator, gleich welcher Art,<br />
besser isolieren als außen am Flugzeug.<br />
Und die geringeren Abmessungen<br />
neuer Motoren hinter den<br />
Luftschrauben würden deren Wirkung<br />
weniger stören.<br />
ae<br />
Frank Martini<br />
Großes Medieninteresse: Walter Extra unmittelbar vor dem Premierenstart<br />
im Interview mit Thomas Münten vom ZDF-Landesstudio Düsseldorf.<br />
Fotos: Frank Martini<br />
FINEST LEATHER PILOT BAGS<br />
www.hohenstein-aviation.com
MIT BLICK NAC<br />
[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />
Das kam einer Reanimation gleich:<br />
2014 übernahm ein chinesischer<br />
Investor den Flugzeugbauer Mooney<br />
– und kündigte gleich ein neues<br />
Modell an. <strong>aerokurier</strong>-Autor Markus<br />
Koch hat sich im Werk in Chino die<br />
neue M10 angesehen.<br />
42 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />
Muss man sich vor chinesischen<br />
Investoren<br />
fürchten? Nein, nicht<br />
wenn sie so auftreten<br />
wie Dr. Jerry Chen, Mooneys neuer<br />
CEO. Es ist neben der finanziellen<br />
Mitgift seines Unternehmens vor allem<br />
die eigene Leidenschaft, die er<br />
einbringt. Die Belegschaft im kalifornischen<br />
Chino umfasst rund 70 Personen,<br />
die meisten sind Ingenieure.<br />
Und Jerry ist einer von ihnen. Natürlich<br />
fliegt er auch selbst. Über seinem<br />
Bürostuhl hängt eine lederne Pilotenjacke.<br />
Er kennt alle Mitarbeiter beim<br />
Namen, hat für jeden ein freundliches<br />
Wort. In Chino lebt ein absoluter Startup-Spirit.<br />
Die M10 ist sein Projekt.<br />
Daneben ist er auch noch für den<br />
Standort Kerrville, Texas, sowie für
[ 1 ]<br />
[ 2 ]<br />
Fotos: Markus Koch, Mooney<br />
H VORN<br />
eine Niederlassung in China verantwortlich.<br />
In Kerrville werden die Flugzeuge<br />
der 20er-Serie gebaut. Auch sie<br />
wurden gründlich modernisiert. Die<br />
neue M20 steht kurz vor ihrer Zulassung.<br />
Trotz seiner bisherigen Erfolge<br />
ist Jerry Chen ein bescheidener<br />
Mensch.„Als Ingenieur vielleicht nicht<br />
unbedingt, aber als CEO bin ich noch<br />
ein absoluter Anfänger“, gesteht er.<br />
[ 3 ] [ 4 ]<br />
[ 1 ] Die Steuerungskinematik<br />
entwarf Ingenieur Michael<br />
Simkulet auf dem Papier.<br />
[ 2 ] Eine Mooney erkennt<br />
man am Seitenleitwerk.<br />
[ 3 ] Michael Simkulet gewährt<br />
dem Autor Einblicke in seine<br />
Arbeit. [ 4 ] Eine M10 in der<br />
Montagehalle.<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 43
[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />
Ungewöhnlich für ein<br />
Motorflugzeug: die hohe<br />
Streckung der Tragflächen.<br />
Je nach Ausführung<br />
soll die Mooney 140 bis<br />
160 KTAS schnell sein.<br />
Zurück in Chino. Zwei Mooneys<br />
M10 stehen in der großen Halle. Die<br />
eine, uni weiß lackiert und noch mit<br />
zahlreichen Provisorien versehen, ist<br />
sofort als Prototyp zu erkennen. Die<br />
andere dagegen, in einer roten Metallic-Lackierung,<br />
scheint kurz vor der<br />
Abholung durch den ersten Kunden<br />
zu stehen. Meine Gastgeber grinsen<br />
– „Reingefallen!“ Die rote M10 ist<br />
lediglich eine Attrappe! Aber sie ist<br />
perfekt gemacht und vermag den<br />
Betrachter auf Anhieb für sich zu<br />
gewinnen. Keine Frage, die M10 ist<br />
ein Design, das viele Verehrer haben<br />
wird. Ihre Formen strahlen Selbstbewusstsein<br />
aus, sie erscheint wie ein<br />
Gesicht in der Menge. Mir gefällt sie.<br />
Zunächst interessiert mich jedoch<br />
das Cockpit. Der Einstieg über die<br />
riesige Tür ist komfortabel. Auch die<br />
Ergonomie des Pilotensitzes überzeugt<br />
sofort. Der Sidestick zur Linken und<br />
die Einhebelbedienung des Triebwerks<br />
auf der Mittelkonsole scheinen mich<br />
förmlich erwartet zu haben. Die Kabinenbreite<br />
beträgt 122 Zentimeter,<br />
das gab es bei Mooney noch nie! Die<br />
Sicht nach draußen ist sehr gut, egal<br />
in welche Richtung. Die Anmutung<br />
und Verarbeitung des Mobiliars sind<br />
über alle Zweifel erhaben. Hinten gibt<br />
es nur einen Sitz. Das ist zwar ungewöhnlich,<br />
aber Mooney hat sich etwas<br />
dabei gedacht, dazu später noch.<br />
Jedenfalls macht der Hintensitzende<br />
kein schlechtes Geschäft, hat er doch<br />
am meisten Platz.<br />
Gepfeiltes Seitenruder –<br />
eine funktionelle Tradition<br />
Wir gehen weiter zur echten M10,<br />
der N888CN. Mooney bekennt sich<br />
zu einer alten Tradition: Das Seitenruder<br />
ist um fast zwölf Grad nach<br />
vorne gepfeilt. Nur ein Markenzeichen<br />
mit hohem Wiedererkennungswert?<br />
Das habe ich selbst lange Zeit geglaubt.<br />
Tatsächlich aber schwört man<br />
auf diese Anordnung, um optimale<br />
Sicherheit beim Trudeln zu erlangen.<br />
Im Bezug auf die Trudelachse wird<br />
das Seitenruder am wenigsten vom<br />
Luftstrom abgeschattet, den es zum<br />
Ausleiten benötigt. Mooney plant<br />
auch gar nicht, den Nachweis der<br />
Trudeleigenschaften durch Einbau<br />
eines Gesamtrettungssystems zu<br />
umgehen. Es soll aber als Option<br />
angeboten werden. Die Trimmung<br />
um die Querachse erfolgt – ähnlich<br />
wie bei bisherigen Mooney-Modellen<br />
– durch das Höhenleitwerk als Ganzes.<br />
Eine weitere aerodynamische<br />
Besonderheit: die Tragflügel mit ihrer<br />
hohen Streckung. Diese vermindert<br />
den induzierten Widerstand. Die<br />
Flächenbelastung soll sich durch das<br />
relativ geringe Rüstgewicht dennoch<br />
in Grenzen halten. Hat hier jemand<br />
die Landeklappen ausgefahren? Tatsächlich<br />
könnte man dies bei flüchtigem<br />
Hinsehen vermuten. In Wirklichkeit<br />
handelt es sich jedoch um<br />
eine aerodynamische Finesse: einen<br />
„slotted wing“. Durch einen Spalt<br />
wird Überdruck von der Flügelunterseite<br />
nach oben geleitet. Durch diese<br />
Zufuhr an Energie verzögert sich die<br />
Ablösung der Strömung. Vor allem<br />
die Langsamflugeigenschaften profitieren<br />
davon erheblich. Die eigentlichen<br />
Landeklappen sind Spreizklappen<br />
auf der Flügelunterseite.<br />
Das Flugzeug ist komplett aus<br />
Carbon-Verbundwerkstoff gefertigt.<br />
Für die passive Sicherheit der Insassen<br />
wurde die Kabine durch einen<br />
zusätzlichen CFK-Bügel verstärkt.<br />
Zudem ist auf der gesamten Oberfläche<br />
der M10 ein Netz aus feinstem<br />
Kupferdraht in die Außenhaut einla-<br />
44 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Fotos: Markus Koch<br />
miniert. Blitzeinschläge sollen so<br />
keine Chance haben. Die Mooney<br />
M10T steht auf einem festen Dreibeinfahrwerk.<br />
Erst die folgende Version,<br />
M10J, wird als Topmodell ein Einziehfahrwerk<br />
und eine stärkere Motorisierung<br />
bekommen.<br />
Letztes Thema unseres Rundgangs:<br />
das Triebwerk. Der Continental Turbodiesel<br />
CD-135 bietet eine Startleistung<br />
von 99 Kilowatt (135 PS) und<br />
ein Drehmoment von 410 Newtonmeter.<br />
Der Motor läuft relativ leise<br />
und besticht durch seinen günstigen<br />
Verbrauch im Reiseflug, er kommt mit<br />
15 bis 20 l/h Jetfuel aus. Die Bedienung<br />
ist denkbar einfach: Im Zusammenspiel<br />
mit dem Dreiblatt-Verstellpropeller<br />
von Mühlbauer regelt die<br />
redundante FADEC (Full Authority<br />
Digital Engine Control) alle Triebwerksparameter<br />
automatisch. Einziger<br />
Nachteil: Diesel-Flugmotoren<br />
lassen sich bekanntlich nicht überholen.<br />
Wenn ihr Stundenlimit gekommen<br />
ist, müssen sie ersetzt werden.<br />
Allerdings: Auf der AERO im April<br />
verkündete Continental die Lebensdauerverlängerung<br />
für alle neuen<br />
Motoren der CD-100-Serie von 1500<br />
auf 2100 Betriebsstunden.<br />
Mein Besuch des Entwicklungsbetriebs<br />
in Chino erstreckt sich keinesfalls<br />
nur auf „preselected areas“.<br />
Es gab keinen Raum, den man nicht<br />
für mich geöffnet hätte. Und was noch<br />
viel wertvoller ist: Jerry Chen macht<br />
mich praktisch mit jedem einzelnen<br />
seiner Mitarbeiter bekannt – auffallend<br />
viele junge Leute aus allen Nationen<br />
der Welt.<br />
Großen Stellenwert nimmt das<br />
Thema „structure & stress“ ein, also<br />
die Festigkeit und Stabilität der gesamten<br />
Konstruktion. Sofort kommt<br />
mir Boeings Dreamliner in den Sinn,<br />
wo man damals ja auch erste eigene<br />
Erfahrungen mit Kohlefaser im strukturellen<br />
Bereich sammeln musste. Vor<br />
allem die zerstörungsfreie Materialprüfung<br />
spielt hier eine wichtige<br />
Rolle. Jerry Chen flüstert mir vertraulich<br />
zu, dass er hier ein, zwei Spezialisten<br />
hat, bei denen er froh sein<br />
muss, wenn keine Universität kommt,<br />
um sie ihm für ein Engagement als<br />
Professor abzujagen.<br />
Raffinessen bei der<br />
Steuerungsmechanik<br />
Die einprägsamste Begegnung<br />
unter allen Ingenieuren ist jedoch die<br />
mit Mike Simkulet. Er hat die mechanische<br />
Übertragung der Inputs von<br />
den Sidesticks und Pedalen zu den<br />
Rudern konstruiert. Es gibt nur Stangen,<br />
keine Seile. Der Querruderimpuls<br />
wird durch ein drehbares Rohr übertragen.<br />
Und in diesem schwebt – nahezu<br />
ohne physischen Kontakt – die<br />
Die Verwendung von<br />
Kohlefaser in tragenden<br />
Teilen macht umfangreiche<br />
Versuche und<br />
Messungen notwendig.<br />
Ein junges Team: 70 Mitarbeiter<br />
sind am Standort<br />
in Chino beschäftigt.<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 45
[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />
Moderne Cockpitergo<br />
nomie mit Sidestick;<br />
das G1000 von Garmin<br />
gibt es serienmäßig.<br />
Schubstange, die das Höhenruder<br />
bedient. Erst weiter hinten, am Rumpfboden,<br />
trennen sich ihre Wege. Mike<br />
gilt im Kollegium als Alterspräsident.<br />
Seine Konstruktionen bringt er, wie<br />
es vor Jahrzehnten üblich war, mit<br />
Bleistift und Lineal zu Papier. Digitalisiert<br />
werden sie dann von einem<br />
eigens dafür beauftragten Kollegen.<br />
Schließlich folgt eine „Conclusion“<br />
dieses Tages. Auch Dr. Shan Yang,<br />
die Projektleiterin, nimmt daran Teil,<br />
ferner Chefingenieur Anthony Parker<br />
sowie der Marketingleiter Dirk Vander<br />
Zee, der extra aus Kerrville angereist<br />
ist. Wir unterhalten uns über<br />
die anvisierten Zielgruppen der M10.<br />
Für die M10T sind dies primär Trainingsorganisationen,<br />
die mit hochwertigem<br />
Gerät schulen möchten.<br />
Daher auch die serienmäßige Ausstattung<br />
mit der G1000-Suite von<br />
Garmin und die Idee mit dem dritten<br />
Sitz! Platz nehmen kann dort entweder<br />
der Flugschüler, der erst als<br />
Nächster drankommt, oder eben auch<br />
ein Checker, der seinen Lehrlingen<br />
über die Schulter schauen will.<br />
Zum Schulen und als<br />
flotte Reisemaschine<br />
Die M10T will ein modernes, wirtschaftliches,<br />
aber auch leicht zu beherrschendes<br />
Trainingsflugzeug sein.<br />
Dass sie eine Reisegeschwindigkeit<br />
bis zu 140 KTAS schafft, gereicht ihr<br />
sicherlich nicht zum Nachteil. Hingegen<br />
versteht sich das Modell M10J<br />
eher als schnelles und komfortables<br />
Reiseflugzeug. Der Prospekt verspricht<br />
160 KTAS und 900 nautische Meilen<br />
Reichweite. Das Marketing der M10J<br />
zielt darum besonders auf „emptynester“,<br />
auf gut situierte Paare also,<br />
deren Kinder bereits aus dem Haus<br />
sind. Kein Wunder, dass in unserer<br />
Diskussion sehr schnell vom Schwiegermuttersitz<br />
gesprochen wurde. Man<br />
kann ihn aber auch weglassen und<br />
dafür mehr Gepäck befördern. Die<br />
weiteren Aussichten: Mit der FAA-<br />
Zertifizierung der M10 rechnet Dr.<br />
Chen Ende 2018. Gleich danach strebt<br />
46 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Mooney M10-Serie<br />
Vorläufige technische Angaben des Herstellers<br />
Modellvariante M10T M10J<br />
Allgemein<br />
Konstruktion<br />
Tiefdecker, Carbon-Verbundwerkstoff-Bauweise<br />
Sitzanordnung<br />
2 vorne, 1 hinten<br />
Fahrwerk Dreibeinfahrwerk, fest Dreibeinfahrwerk, einziehbar<br />
Avionik<br />
Garmin G1000<br />
Antrieb<br />
Motor Continental CD-135 Continental CD-155<br />
Leistung 99 kW / 135 PS 114 kW / 155 PS<br />
Propeller<br />
MTV-6-A/190-69<br />
Treibstoff<br />
Jet A, Jet A1, EN590 Diesel<br />
Tankinhalt 83 l 166 l<br />
Performance<br />
Max. Reisegeschwindigkeit ca. 160 KTAS ca. 180 KTAS<br />
Reisegeschwindigkeit b. 75% ca. 140 KTAS ca. 160 KTAS<br />
Reichweite ca. 500 NM ca. 900 NM<br />
Abmessungen<br />
Spannweite<br />
10,12 m<br />
Länge<br />
7,45 m<br />
Kabinenbreite<br />
1,22 m<br />
[ 1 ]<br />
Fotos: Markus Koch, Mooney<br />
er die Zulassung der CAAC (China)<br />
an und schließlich die der EASA. Bis<br />
dahin ist es noch lange hin, und dieser<br />
finanzielle Spannungsbogen<br />
braucht einen langen Atem des hinter<br />
Mooney stehenden Investors.<br />
Gleichzeitig sollten aber auch Verkaufserfolge<br />
der 20er-Serie Geld in<br />
die Kasse bringen. Um dies zu erreichen,<br />
arbeitet die Marketingabteilung<br />
mit Hochdruck am Ausbau<br />
des Vertriebsnetzes. Mitteleuropa,<br />
Skandinavien und natürlich auch<br />
China stehen auf der Liste ganz oben.<br />
Die wirtschaftlichen Ressentiments,<br />
die Mooneys Wiederauferstehung<br />
skeptisch begleiten, sind sicherlich<br />
nicht ganz unbegründet. Andererseits<br />
verdient das Unternehmen für seinen<br />
Mut größte Anerkennung. Schließlich<br />
hat sich Mooney unter den klassischen<br />
amerikanischen Flugzeugbauern jetzt<br />
als einziger vorgewagt, für die weitgehend<br />
in Stagnation verharrende<br />
Echo-Klasse ein wirklich innovatives<br />
Flugzeug vorzustellen. Die bewährte<br />
M20-Serie wird sicherlich ihre Fangemeinde<br />
behalten. Mit der M10<br />
hingegen wird Mooney – gerade auch<br />
bei uns in Europa – viele neue Freunde<br />
gewinnen.<br />
ae<br />
Markus Koch<br />
[ 2 ]<br />
[ 3 ]<br />
[ 1 ] Dr. Jerry Chen mit<br />
einem Windkanalmodell der<br />
M10. [ 2 ] Ob Schwiegermutter<br />
oder Supervisor:<br />
Der Passagier im Fond hat<br />
den meisten Platz. [ 3 ] Der<br />
Erstflug der M10 erfolgte<br />
am 23. Dezember 2015.<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 47
[ UL/LSA Reise ]<br />
Mit der Legend nach Stockholm<br />
MAL DEN SPRUNG<br />
Viele UL-Piloten sind Kirchturmflieger. Oft gibt es Hemmungen, die<br />
nähere Umgebung des Heimatplatzes zu verlassen. Von Ballungsräumen<br />
mit großem Verkehrsaufkommen oder gar ausländischen Lufträumen<br />
halten sich Schönwetterflieger mangels Routine lieber fern. Gerade<br />
eine Städtetour kann aber mit fantastischen Erfahrungen belohnen.<br />
Der Grasplatz Skå-Edeby vor den Toren<br />
Stockholms: günstig und gut angebunden.<br />
48 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Mehrere Stunden sind wir über<br />
offenem Wasser unterwegs.<br />
WAGEN<br />
TEXT + FOTOS: Oliver Schenk<br />
Auch beim Flug über Land hat<br />
man viel Wasser unter sich.<br />
Land in Sicht: Das Kap Arkona an der<br />
Nordspitze Rügens strahlt in karibischem Blau.<br />
Vater Schenk vor der Maschine auf Rügen, gestärkt<br />
mit einem Erdbeerbecher für die letzte Etappe.<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 49
[ UL/LSA Reise ]<br />
[ 1 ]<br />
E -Kiosk<br />
Weitere ausgewählte<br />
Reiseberichte und<br />
Artikel finden Sie<br />
zum Download unter<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
Bist du verrückt? Das kannst<br />
du doch in so einem Luftraum<br />
nicht einfach fragen!“<br />
Klar kann ich, mehr als ein<br />
Nein werde ich schlimmstenfalls nicht<br />
zurückbekommen. Die Bestürzung<br />
meiner Freundin löst sich, als kurz<br />
darauf die nette Dame vom ATC Stockholm<br />
meiner Anfrage stattgibt, den<br />
Hafen und die Altstadt zu überfliegen.<br />
Eine wunderbare Aussicht auf<br />
die Sehenswürdigkeiten der schwedischen<br />
Hauptstadt ist der Lohn für<br />
die lange Reise – und für meine Selbstüberwindung.<br />
Zugegeben: Früher hatte ich<br />
Schwierigkeiten, die Komfortzone<br />
meiner Fliegerbasis Eggersdorf (Gemeinde<br />
Müncheberg bei Berlin) zu<br />
verlassen. Meine Pflichtstrecken habe<br />
ich natürlich absolviert und zeitnah<br />
zum Scheinerwerb auch das Flugfunkzeugnis<br />
in englischer Sprache<br />
(BZF 1) gemacht. Zwar kenne ich das<br />
Gebiet zwischen Oder und Spree wie<br />
meine Westentasche, mir fehlte aber<br />
die Sicherheit für größere Unternehmungen.<br />
Der Gedanke an das Aufgeben<br />
eines Flugplans und die Unterschiede<br />
im Luftrecht anderer<br />
Staaten schauderte mich. Ich könnte<br />
ja etwas übersehen und Fehler begehen.<br />
Meine Angstgegner waren<br />
Verzerrungen und undeutliche Aussprache<br />
im englischen Flugfunk. So<br />
festigte sich die psychische Blockade.<br />
Die Gelegenheit für eine längere<br />
Flugreise bietet sich, als meine Freundin<br />
für ein Semester in Stockholm<br />
forscht. Ich habe in den letzten Jahren<br />
viele Städtereisen gemacht, warum<br />
soll ich nicht mal anders ankommen<br />
als mit blau gefleckten Knien im<br />
easy-Jet? Der Plan wird dadurch<br />
begünstigt, dass im Vorjahr eine Legend<br />
540 des tschechischen Herstellers<br />
Aeropilot Einzug in den väterlichen<br />
Hangar hielt. Wer die Möglichkeiten<br />
einer solchen Reisemaschine mit geräumiger<br />
Kabine, solider Reisegeschwindigkeit<br />
und High-End-Ausstattung<br />
mit erweiterten Platzrunden<br />
verschwendet, ist selber schuld.<br />
Glücklicherweise lässt sich mein<br />
Vater von diesen Argumenten überzeugen.<br />
Er stellt das Flugzeug, ich<br />
übernehme die Planung. Auch für ihn<br />
ist es eine Premiere. Auf dem Hinflug<br />
wollen wir eine Zwischenlandung auf<br />
Gotland machen. Der Heimflug soll<br />
uns über Südschweden führen, das<br />
mit romantischen Erinnerungen an<br />
Astrid Lindgrens Geschichten verbunden<br />
ist. Über die Dächer des<br />
Katthult-Hofs von Michel aus Lönneberga<br />
brausen und wettfliegen mit<br />
Karlsson vom Dach – das wär’s!<br />
Doch zuerst muss der Flug sorgfältig<br />
geplant werden. Im Internet<br />
sind die Luftraum- und Flugplatzkarten<br />
der meisten Länder kostenlos<br />
verfügbar. Ein vollständiger Satz von<br />
ICAO-Papierkarten darf natürlich auch<br />
nicht fehlen. Ich versuche mir das<br />
Layout jedes Platzes einzuprägen,<br />
lerne die Namen der Pflichtmeldepunkte<br />
und Rollwege und schreibe<br />
mir jede Funkfrequenz auf, die ich<br />
mal brauchen könnte.<br />
Für den Flug kommt uns das Fassungsvermögen<br />
der Flächentanks von<br />
je 50 Litern zugute, was uns aber zu<br />
einem sehr vorsichtigen Gewichtsmanagement<br />
nötigt. Denn die maximale<br />
Startmasse liegt bei nur 472,5<br />
Kilogramm, alles inklusive. Der Hersteller<br />
gibt die Reichweite mit 1300<br />
Kilometern oder sieben Flugstunden<br />
an, wir haben also ein ordentliches<br />
Polster. Wir müssen mit zwei leichten<br />
Taschen auskommen und vorschriftsmäßig<br />
Rettungswesten tragen.<br />
Erst am Vorabend fällt die Entscheidung,<br />
doch nicht den City-Airport<br />
Bromma in Stockholm anzufliegen,<br />
da die Preise für Handling und Ab-<br />
50 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
[ 3 ]<br />
[ 2 ]<br />
[ 1 ] Panorama über Stockholm. Links die Altstadt, rechts im Bild der Vergnügungspark<br />
Gröna Lund. Im Hafen läuft eine Regatta mit farbenfrohen Segeln. Links hinten im Bild<br />
der City-Flughafen Bromma. [ 2 ] Hat man sich an das englische Funken und den<br />
fremden Luftraum gewöhnt, kommt bei den tollen Ausblicken im Cockpit Freude auf.<br />
[ 3 ] Auch außerhalb der Stadt gibt es einiges zu sehen, die alte Wikingersiedlung Birka<br />
zum Beispiel. [ 4 ] Unsere brave Legend 540 beim Start in Skå-Edeby.<br />
[ 4 ]<br />
stellen astronomisch sind. Wir entscheiden<br />
uns stattdessen für den<br />
kleinen Grasplatz Skå-Edeby etwa 30<br />
Kilometer nordwestlich der Stadt.<br />
Im ersten Sonnenlicht brechen wir<br />
von Eggersdorf auf. Die Legend liegt<br />
zwar schwer in der Luft, der 100-PS-<br />
Motor von Rotax fühlt sich aber nicht<br />
überfordert an. Bis zur Ostsee dauert<br />
es eine Stunde, genug Zeit, um zu<br />
steigen. Richtung Norden zieht es<br />
sich immer mehr<br />
zu, auf Usedom<br />
liegt die Wolkenuntergrenze<br />
bei<br />
1500 Fuß. Wir müssen<br />
sinken, verlieren<br />
den Funkkontakt zum Fluginformationsdienst,<br />
und ich wechsle auf<br />
die Frequenz von Heringsdorf. Direkt<br />
an der Küste wird das Wetter wesentlich<br />
besser, nun geht es über das<br />
offene Wasser, und wir können wieder<br />
Höhe gewinnen. Ich konnte die<br />
Ostsee als Meer nie richtig ernst<br />
nehmen, aber als ich in keiner Richtung<br />
mehr Land sehen kann, flößt sie<br />
mir doch Respekt ein. Unser erster<br />
Kontrollpunkt und potenzieller Notlandeplatz<br />
ist die dänische Insel<br />
Bornholm, die wir in 6000 Fuß passieren.<br />
Die Luft ist ruhig, die Legend<br />
ES IST FAST MEDITATIV – WIE EINE<br />
NUSSSCHALE AUF DEM MEER TREIBEN<br />
WIR UNSEREM ZIEL ENTGEGEN<br />
fliegt wie auf Schienen. Dank elektrischem<br />
Verstellpropeller schafft sie<br />
eine Geschwindigkeit von über 200<br />
km/h über Grund.<br />
Mit der Zeit werden die Wolken<br />
wieder dichter, darunterzusinken<br />
scheint mir aber wenig sinnvoll. Wenn<br />
ich die Wahl habe, entweder über<br />
einer Fläche von verdampftem oder<br />
flüssigem Wasser zu fliegen, entscheide<br />
ich mich für die Option mit Sonnenlicht<br />
und Höhe. Mit dem Passagierflugzeug<br />
bin ich schon oft über<br />
den Wolken gewesen, aber das war<br />
etwas ganz anderes. Es ist ein Gefühl<br />
wie in einer zeitlosen Blase, niemand<br />
anders ist zu sehen, und das gleichmäßige<br />
Wummern der Luftschraube<br />
macht es fast meditativ. Wie eine<br />
Nussschale auf dem Meer treiben wir<br />
unserem Ziel entgegen.<br />
Wir passieren die Südspitze der<br />
schwedischen Insel Öland, und eine<br />
halbe Stunde vor Visby auf Gotland<br />
müssen wir doch mal unter die Wolken.<br />
Jetzt rächt sich, den Sinkflug so<br />
lange herausgezögert zu haben. Ich<br />
erspähe aber das einzige Loch, nehme<br />
das Gas raus und schlüpfe hindurch.<br />
Zum Glück ist die Wolkenschicht<br />
nicht sehr dick. So dicht über dem<br />
Wasser zu fliegen, macht mir ein<br />
mulmiges Gefühl, meine Berechnungen<br />
ergeben eine Gleitzeit von drei<br />
bis vier Minuten bei Motorausfall.<br />
Unter uns folgen viele Schiffe einer<br />
Handelsroute, das beruhigt. Wir fliegen<br />
nun über drei<br />
Stunden, so lange<br />
am Stück war ich<br />
noch nie in der<br />
Kiste. Mein Körper<br />
macht mir klar,<br />
dass die limitierenden Probleme eher<br />
die Haltekraft der Blase und die Belastbarkeit<br />
des Sitzfleisches sind als<br />
die Kraftstoffreserve. Die Landung in<br />
Visby klappt problemlos, und der<br />
Gegenanflug gewährt schon mal einen<br />
tollen Blick auf die Altstadt.<br />
Wir genießen die Mittagspause in<br />
der alten Hansestadt, der Flugplan<br />
aber drängt uns zum Weiterflug. Bis<br />
Stockholm dauert es nur noch eine<br />
Stunde. Der Grasplatz von Skå-Edeby<br />
ist schwer zu erkennen, und am Funk<br />
antwortet niemand. Da ich das erwartet<br />
habe, setze ich eine Blindmel-<br />
Da wir über das Küstengebiet<br />
hinausfliegen, sind<br />
Rettungswesten Pflicht.<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 51
[ UL/LSA Reise ]<br />
Kultur und Unterhaltung komprimiert:<br />
Gröna Lund, Vasa-Museum, das Nordische<br />
Museum und das Freilichtmuseum Skansen.<br />
Die Reiseroute Auf dem Weg nach Stockholm<br />
Kartenmaterial:<br />
ICAO 1:500 000 von Malmö, Göteborg<br />
und Stockholm, je 21,80 Euro. Leider<br />
sind diese Karten wesentlich weniger<br />
detailliert als die deutschen.<br />
Lande- und Abstellgebühren:<br />
Die größeren Flugplätze in Schweden<br />
werden von der Gesellschaft Swedavia<br />
betrieben. Eine Landung in Visby<br />
(ESSV) kostet 250 SEK (ca. 27 Euro),<br />
ein Wochenpass mit Landeflatrate für<br />
verschiedene Plätze 800 SEK. Ausgenommen<br />
sind kleine Plätze wie Skå-<br />
Edeby (ESSE).<br />
Flugvorbereitung: Für den Einflug<br />
nach Schweden sind keine Vorabfreigaben<br />
erforderlich. Allerdings sind ein<br />
Flugplan für Flüge nach und ab Gotland<br />
sowie Schwimmwesten Pflicht.<br />
Hotel und Verpflegung: Das Mornington<br />
Hotel Bromma liegt zwar nicht<br />
sehr zentral, ist aber gepflegt und<br />
vergleichsweise günstig (ab 350 SEK).<br />
Für gehobene schwedische Küche<br />
lohnt sich das Restaurant Blå Dörren.<br />
dung über meine Landeabsicht ab<br />
und überfliege die kreuzförmige Piste,<br />
um mir über die beste Landerichtung<br />
klar zu werden. Nach der Landung<br />
zeigt sich, dass der Platz doch belebt<br />
ist. Wir werden freundlich begrüßt<br />
und bekommen einen Abstellplatz<br />
für unsere Maschine zugewiesen.<br />
Erleichterung und Stolz stellen sich<br />
ein: Wir haben es bis hierher geschafft!<br />
Vor der Fahrt in die Stadt packen wir<br />
die Legend in ihre Abdeckplane und<br />
verzurren sie mit Haken am Boden.<br />
Kurz vor uns sind zwei ältere deutsche<br />
Herren mit einer Cessna gelandet,<br />
die auf der Reise ans Nordkap<br />
sind. Wir beschließen, uns ein Taxi<br />
ins Zentrum zu teilen. Dort wartet<br />
schon meine Freundin. Die nächsten<br />
drei Tage verbringen wir mit dem<br />
Erkunden der Stadt und Museumsbesuchen.<br />
Besonders das Vasa-Museum<br />
begeistert uns. Es beherbergt<br />
die Galeone Vasa, die 1628 im Hafen<br />
sank und bis zu ihrer Bergung 1961<br />
im Schlick weitgehend erhalten blieb.<br />
Meine Freundin, der Landessprache<br />
mächtig, gibt eine exzellente<br />
Stadtführerin ab. Vor unserem<br />
Abflug belohne ich sie dafür mit einem<br />
Rundflug über die Stadt – mit der<br />
bereits erwähnten Anfrage an ATC<br />
Stockholm.<br />
52 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Piloten landen hier<br />
3 x <strong>aerokurier</strong><br />
mit 35 % Preisvorteil!<br />
Vimmerby in Småland, Südschweden.<br />
Im Bild der Erlebnispark<br />
„Astrid Lindgrens Welt“.<br />
Auf dem Rückflug über das<br />
Inland ist die Aussicht wesentlich<br />
abwechslungsreicher. Bullerbü<br />
muss man nicht suchen, es ist<br />
überall. Rote Holzhäuser, grüne<br />
Wälder und unzählige Seen machen<br />
das Schwedenbild perfekt.<br />
Der Sprung über die Ostsee<br />
zurück nach Deutschland ist wesentlich<br />
kürzer. Die Zwischenlandung<br />
auf Rügen versüßen wir uns<br />
mit einem leckeren Eisbecher auf<br />
der Besucherterrasse. Auf dem<br />
letzten Stück werden wir beim<br />
Blick auf die Tankanzeige unruhig,<br />
schaffen es aber mit üppiger Reserve<br />
nach Eggersdorf. Der Flug<br />
war eine tolle und lehrreiche Erfahrung.<br />
Eine so lange Strecke<br />
verträgt mehr Zwischenlandungen,<br />
die wichtigste Erkenntnis ist aber,<br />
dass es keine nennenswerten<br />
Probleme gab. Ich habe deutlich<br />
an Sicherheit gewonnen und freue<br />
mich schon auf den nächsten Flug<br />
ins Ausland.<br />
ae<br />
Werkzeugbox mit Lampe<br />
Mit 25 nützlichen Teilen:<br />
z.B. Ratsche/Knarre mit Verlängerung,<br />
Präzisionsschraubendreher, Schraubendrehereinsätze,<br />
Stecknüsse und Taschenlampe. In einer schwarzen Kunststoffbox.<br />
Ihre Vorteile im Abo:<br />
Meine persönlichen Angaben: (bitte unbedingt ausfüllen)<br />
Name, Vorname Geburtsdatum<br />
Straße, Nr.<br />
PLZ Wohnort<br />
99<br />
digital<br />
nur ct<br />
pro Ausgabe zusätzlich<br />
• jede Ausgabe pünktlich frei Haus • Online-Kundenservice<br />
• GRATIS-Ausgabe bei Bankeinzug zusätzlich<br />
• exklusiv für Abonnenten: aktuelle Informationen des DAeC<br />
Heftabo einfach digital erweitern: www.<strong>aerokurier</strong>.de/upgrade<br />
Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 70162 Stuttgart. Registergericht Stuttgart HRA 9302. Geschäftsführer: Dr. Volker Breid,<br />
Norbert Lehmann. Vertrieb: Belieferung, Betreuung und Inkasso erfolgen durch DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Nils Oberschelp (Vorsitz),<br />
Christina Dohmann, Dr. Michael Rathje, Am Sandtorkai 74, 20457 Hamburg, als leistender Unternehmer. AG Hamburg, HRB 95752.<br />
Ja, ich möchte <strong>aerokurier</strong> frei Haus im Probeabo testen. Best.-Nr. 1520965<br />
Ich zahle für 3 Ausgaben nur 10,75 € (A: 12,30 €; CH: 19.50 SFr.) statt 16,50 € (D) (A: 18,90 €; CH: 30.00 SFr.)<br />
im Einzelkauf. Mein Geschenk, die Werkzeugbox mit Lampe, erhalte ich nach Zahlungseingang und solange<br />
der Vorrat reicht, Ersatzlieferungen sind vorbehalten. Falls ich nach dem Test keine weiteren Hefte wünsche,<br />
sage ich gleich nach Erhalt der 2. Ausgabe ab. Andernfalls erhalte ich <strong>aerokurier</strong> dann weiterhin, für jährlich<br />
zzt. nur 66,– € (A: 72,90 €; CH: 115.00 SFr.) bei zzt. 12 Ausgaben im Jahr und mit jederzeitigem Kündigungsrecht.<br />
Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und Versand.<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
E-Mail<br />
Telefon<br />
Ja, ich möchte auch von weiteren Inhalten, Vorabnachrichten, Themen und Vorteilen profitieren. Deshalb bin ich damit einverstanden, dass<br />
mich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG und ihr zur Verlagsgruppe gehörendes Unternehmen, Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft<br />
mit ihren Titeln künftig auch per Telefon und E-Mail über weitere interessante Medienangebote informieren. Dieses Einverständnis<br />
kann ich jederzeit per E-Mail an widerruf@dpv.de widerrufen.<br />
Ich bezahle per Bankeinzug und erhalte zusätzlich eine Gratis-Ausgabe.<br />
IBAN<br />
BIC<br />
Geldinstitut<br />
SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Düsternstr. 1-3, 20355 Hamburg, Gläubiger-Identifikationsnummer<br />
DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut<br />
an, die von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Die Mandatsreferenz wird mir<br />
separat mitgeteilt. – Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten<br />
Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.<br />
Ich bezahle per Rechnung.<br />
Widerrufsrecht Sie können die Bestellung binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen formlos widerrufen. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem<br />
Sie die erste bestellte Aus gabe erhalten, nicht jedoch vor Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2<br />
Nr. 1 EGBGB. Zur Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses, die Bestellung zu widerrufen.<br />
Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: <strong>aerokurier</strong> Aboservice, Postfach,<br />
70138 Stuttgart, Telefon: + 49 (0)711 3206-8899, Telefax: +49 (0)711 182-2550, E-Mail: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />
Datum Unterschrift<br />
Die Ferienanlage Prora der NS-Organisation „Kraft durch Freude“<br />
passieren wir auf dem Heimflug nach Eggersdorf.<br />
Coupon ausfüllen und einsenden an: <strong>aerokurier</strong> Aboservice, 70138 Stuttgart<br />
DIREKTBESTELLUNG: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de Bitte Bestell-Nr. angeben<br />
Telefon +49 (0)711 3206-8899 · Telefax +49 (0)711 182-2550<br />
Schneller geht’s online:<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de/abo
[ UL/LSA Reise ]<br />
Mit dem Trike über<br />
dem Hudson River.<br />
Ein unglaubliches<br />
Erlebnis!<br />
Fotos: Andreas Zmuda, Doreen Kröber<br />
Trike Globetrotter<br />
Unterwegs über New York<br />
Seit Juli 2012 sind Andreas Zmuda und Doreen Kröber mit einem Drachenflieger-Trike<br />
auf einer Reise um die Welt. Im <strong>aerokurier</strong> berichten die beiden Abenteurer über ihren<br />
160 000-Kilometer-Trip. Nun sind sie im Big Apple angekommen.<br />
New York City – die riesigen<br />
Wolkenkratzer sind schon<br />
rund 40 Meilen vorher<br />
deutlich zu erkennen. Und je näher<br />
wir kommen, umso dichter wird<br />
der Flugverkehr. Im Umkreis von<br />
50 Kilometern bestimmen nicht<br />
nur die drei riesigen Bravo-Flughäfen<br />
JFK, Newark und LaGuardia<br />
das Geschehen, sondern auch sechs<br />
Charlie-, drei Delta-Flughäfen sowie<br />
endlos viele große Heliports.<br />
Überall schwirren vor, neben<br />
und über uns große und kleine<br />
Flugzeuge und Dutzende von Helikoptern.<br />
Mein ADS-B-Empfänger<br />
meldet derart viel Verkehr um mich<br />
herum, dass ich den elektrischen<br />
Tragflächentrimm ganz hochziehe,<br />
um unsere Reisegeschwindigkeit<br />
von 58 Knoten auf für uns stolze<br />
76 Knoten zu erhöhen. Ich will nur<br />
noch ganz schnell sicheren Boden<br />
unter meinen drei Rädern haben.<br />
Wir haben bisher auf den rund<br />
40 000 Kilometern über 33 Länder<br />
schon viel erlebt, aber das hier ist<br />
die absolute Krönung!<br />
Die Bodenkontrolle auf dem<br />
Morristown Municipal Airport begrüßt<br />
mich auf ihrem „first-class<br />
GA airport“ und leitet mich zum<br />
Signature FBO, einer Privatfirma,<br />
die hier den Flughafen verwaltet.<br />
Der Einweiser winkt uns in die<br />
äußerste Ecke seines Vorfeldes und<br />
lacht. Ich weiß gar nicht, warum.<br />
So etwas wie wir ist hier wohl noch<br />
nie gelandet. Ich klettere aus meinen<br />
Sitz, und wir werden sofort<br />
vom Flughafenmanager Cesar<br />
Rizik und seiner Assistentin Maria<br />
begrüßt.<br />
Als Gäste auf dem<br />
First-Class-Airport<br />
„Ich habe schon von euch gehört.<br />
Eine Woche wollt ihr hierbleiben?<br />
Ja, dann werden wir euren Flieger<br />
besser in unseren Hangar<br />
stellen.“„Das ist super, aber wie<br />
steht es mit den Kosten?“, frage<br />
ich vorsichtig nach. „Ihr zahlt hier<br />
nichts. Ihr seid unsere Gäste“,<br />
antwortet Cesar. Keine Lande- oder<br />
sonstige Gebühren, und das Crew<br />
Car, eine schnittige schwarze Limousine,<br />
steht schon vollgetankt<br />
für uns bereit. Nein, auch das kostet<br />
nichts, und wir können es die<br />
ganze Woche benutzen. Wo wir<br />
schlafen? Auch da hat Cesar gleich<br />
eine Idee. „Wir haben hier einen<br />
Ruheraum für Piloten mit Computer<br />
und gutem Internet, und die<br />
Duschen sind gleich da vorne.“<br />
Das ist nun unser Raum, unser<br />
zu Hause für die nächsten Tage.<br />
Ob er wohl zu allen Piloten so offenherzig<br />
und großzügig ist? Ich<br />
glaube, Cesar hat einen Narren an<br />
uns gefressen, er ist einfach begeistert<br />
von unserem Flugabenteuer.<br />
Nach einem ausgedehnten<br />
Frühstück geht es an die weitere<br />
54 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Empfang mit rotem Teppich in der Dominikanischen Republik.<br />
Unzählige Blautöne bietet das Meer der Karibik.<br />
Hochhäuser, Palmen und Meer in Miami Beach.<br />
Cabriofliegen auf einer reichlich frequentierten Luftstraße.<br />
Planung. „Cesar, wir würden gerne<br />
einmal den Hudson River rauf,<br />
an den Hochhäusern von Manhattan<br />
vorbei und dann im Tiefflug<br />
um die Freiheitsstatue herumfliegen.<br />
Kannst du uns da irgendwie<br />
eine Sondergenehmigung besorgen?“,<br />
will ich wissen.<br />
Zwei Möglichkeiten<br />
für den Hudson-Trip<br />
Cesar lacht, und ich komme mir<br />
vor wie ein kleiner Schuljunge, der<br />
etwas völlig Absurdes gefragt hat.<br />
Natürlich ist die Frage unsinnig.<br />
Nach den Terroranschlägen vom<br />
11. September darf sicherlich kein<br />
Flugzeug so nahe an die Freiheitsstatue<br />
und Manhattan heranfliegen,<br />
beantworte ich mir meine Frage<br />
selbst. „Es gibt keine Sondergenehmigung.<br />
Du fliegst einfach los,<br />
Andreas!“, sagt Cesar. „Wirklich?“,<br />
frage ich überrascht. Ich traue<br />
meinen Ohren nicht. „Es gibt folgende<br />
Möglichkeiten: Entweder<br />
verabschiedest du dich nach dem<br />
Start rund zehn Meilen außerhalb<br />
von unserem Fluglotsen und fliegst<br />
unter 1400 Fuß, um unter allen<br />
kontrollierten Bravo-, Charlie- und<br />
Delta-Lufträumen zu bleiben. Sowie<br />
du den Hudson River erreichst,<br />
biegst du an der Washington-<br />
Brücke ab, fliegst rechts am Ufer<br />
entlang den Fluss runter, vorbei<br />
an Manhattan und der Freiheitsstatue.<br />
Dabei musst du an drei<br />
bestimmten Stellen deine Position<br />
den anderen Piloten durchgeben.<br />
Und auf dem Weg zurück fliegst<br />
du ganz rechts, dann kommst du<br />
wirklich ganz dicht an die Hochhäuser<br />
heran. Das ist die eine<br />
Möglichkeit.“<br />
Mir erscheint das zu gefährlich,<br />
und ich entscheide mich für Möglichkeit<br />
zwei: Ich lasse mich von<br />
einem Fluglotsen zum nächsten<br />
weiterleiten und fliege sicher durch<br />
alle kontrollierten Lufträume. Am<br />
nächsten Morgen sind wir um sechs<br />
Uhr im Hangar und bereiten uns<br />
vor. Keine Wolke am Himmel, absolute<br />
Windstille. Perfektes Wetter!<br />
Nachdem ich ATIS abgehört habe,<br />
leitet mich die Bodenkontrolle zur<br />
Startbahn 23. Vor mir sind zwei<br />
Learjets auf dem Taxiway, und bei<br />
Intersection Foxtrott bitte ich um<br />
Startfreigabe direkt von der Intersection.<br />
Wir brauchen nur rund 200<br />
Meter, um abzuheben, und so<br />
starten wir noch vor den Learjets<br />
in den Morgenhimmel. Kaum sind<br />
wir in der Luft, bittet mich der<br />
Fluglotse, mit seinem Kollegen auf<br />
dem Essex-County-Flughafen unter<br />
119,8 MHz Kontakt aufzunehmen.<br />
Nach nur zehn Meilen werde ich<br />
wieder gebeten, die Funkfrequenz<br />
zu ändern: 119,5 MHz, Teterboro<br />
Airport. Auch bei jenem Fluglotsen<br />
bin ich nicht lange. Er bittet mich,<br />
auf 1500 Fuß zu fliegen, und sobald<br />
ich den Hudson River auf Höhe der<br />
Washington-Brücke erreicht habe,<br />
auf 118,7 MHz, LaGuardia International<br />
Airport, zu wechseln, da<br />
ich mich dann in deren Bravo-<br />
Luftraum befinde.<br />
„N217TG, sind Sie mit den New<br />
York Class B Airspace Hudson<br />
River and East River Exclusion<br />
Special Flight Rules vertraut?“,<br />
fragt mich der Fluglotse. Ja klar,<br />
ich habe mich ja vorbereitet. Ab<br />
geht es, den Hudson River entlang.<br />
Unglaublich, dass ich mit meinem<br />
kleinen Moskito hier fliegen darf.<br />
Und das ohne jegliche Kontrollen.<br />
Wir fliegen auf 1500 Fuß. Unter uns<br />
sehe ich die ersten Helikopter, die<br />
nun im Fünf-Minuten-Abstand auf<br />
1000 Fuß den Hudson herunter zur<br />
Freiheitsstatue sausen.<br />
Frequenzhopping von<br />
Luftraum zu Luftraum<br />
Als wir den Meldepunkt COCH<br />
erreichen und gerade dort sind,<br />
wo bis zum 11. September 2001<br />
die Türme des World Trade Center<br />
standen, werde ich gebeten, auf<br />
127,85 MHz des Bravo-Flughafens<br />
New York-Newark zu wechseln.<br />
Aber der versteht mich nicht.<br />
„N217TG, ich kann Sie nicht klar<br />
verstehen“, sagt er immer wieder,<br />
und das, nachdem er wunderbar<br />
meine Kennung verstanden und<br />
wiederholt hat. „Bitte gehen Sie<br />
auf 1200 Fuß, und wechseln Sie<br />
auf CTAF 123,05. Dort verständigen<br />
Sie sich mit den anderen Piloten.“<br />
Mist – genau da wollte ich ja<br />
eigentlich nicht hin. Ich gehe sehr<br />
langsam runter, 1400, 1300 Fuß.<br />
Und schon meldet sich der Tower<br />
erneut: „N217TG, Sie befinden sich<br />
immer noch in Bravo. Gehen Sie<br />
sofort 100 Fuß weiter runter!“ Mein<br />
Transponder mit Höhenkennung<br />
funktioniert anscheinend einwandfrei,<br />
tricksen gilt nicht ... ae<br />
Andreas Zmuda<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 55
[ BUSINESS AVIATION Flugzeugreport ]<br />
Falcon 8X erhält Zulassung<br />
Flaggschiff auf Welttour<br />
Dassaults neuer Ultralangstreckenjet, die Falcon 8X, hat Ende Juni pünktlich ihre<br />
Muster zulassung erhalten. Zuletzt bewies der Dreistrahler seine operationelle Einsatzfähigkeit<br />
auf einer Tour um die Welt. Die Lieferungen beginnen im vierten Quartal.<br />
Im nordkanadischen<br />
Rankin Inlet wurde die 8X<br />
im Frühjahr tiefgefroren.<br />
56 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Während der Erprobung flog die 8X bis nahe an die Schallmauer: Hier haben<br />
die Testpiloten den Autopiloten auf Mach 0.97 eingestellt.<br />
Für die Kabine stehen 30 Ausstattungs- und Anordnungsvarianten zur<br />
Auswahl. Damit lässt sich die 8X individuell an Kundenwünsche anpassen.<br />
Fotos: Dassault<br />
Es war so etwas wie die abschließende<br />
Härteprüfung<br />
für die Falcon 8X während<br />
der Flugerprobung: Einen Monat<br />
lang flog der Prototyp des Ultralangstreckenjets<br />
mit der Seriennummer<br />
3 um die Welt. Die Tour<br />
sollte die operationelle Einsatzfähigkeit<br />
bei verschiedensten klimatischen<br />
Verhältnissen unter Beweis<br />
stellen. Der Fokus lag dabei auch<br />
auf dem Komfort der Kabine unter<br />
den sich ständig verändernden<br />
Bedingungen.<br />
Die Route führte zu 46 Zielen<br />
in Nord- und Südamerika und zurück<br />
von Europa bis in den Mittleren<br />
Osten, dann weiter nach<br />
China und Südostasien. Auf den<br />
65 Flügen sammelte Dassaults<br />
künftiges Flaggschiff über 100 000<br />
Kilometer Flugstrecke. Der kürzeste<br />
Flug der Welttournee dauerte<br />
gerade einmal 18 Minuten. Ihre<br />
Langstreckenfähigkeiten konnte<br />
die 8X auf drei jeweils 14 Stunden<br />
langen Flügen zeigen: von Singapur<br />
und São Paulo in Brasilien nach<br />
Paris und von New York nach Abu<br />
Dhabi am Persischen Golf.<br />
Die 8X soll der leiseste<br />
Business Jet sein<br />
Den ganzen April über begleiteten<br />
die Welttournee neben den<br />
26 Piloten von Dassault weitere<br />
60 Personen, darunter Ingenieure<br />
aus der Flugtestabteilung, Techniker<br />
sowie Flugbegleiter. Das<br />
Feedback war erfreulich: „Alle<br />
Beteiligten waren mit den Kom-
[ BUSINESS AVIATION Flugzeugreport ]<br />
Fotos: Dassault<br />
Im Cockpit kommt das<br />
Honeywell Primus<br />
System mit vier großen<br />
Monitoren zum Einsatz.<br />
fortmerkmalen wie der Klimatisierung<br />
und vor allem dem Geräuschniveau<br />
sehr zufrieden“, sagt Olivier<br />
Villa, Senior Vice President der<br />
Zivilsparte von Dassault. Man habe<br />
bestätigen können, dass der<br />
Geräuschpegel durch die aufwendige<br />
Dämmung noch einmal zwei<br />
Dezibel unter jenem der Falcon 7X<br />
liegt. „Das macht die 8X zum leisesten<br />
Geschäftsreiseflugzeug“,<br />
fügt Villa hinzu.<br />
Den Zeitplan hielt<br />
Dassault exakt ein<br />
Gleichzeitig war die weltweite<br />
Präsentation des neuen, größten<br />
Geschäftsreiseflugzeuges der Franzosen<br />
der glückliche Abschluss<br />
des Test- und Zulassungsprogramms.<br />
Ein bisschen Stolz konnte<br />
Dassault nicht verheimlichen,<br />
als die Falcon 8X am 24. Juni durch<br />
die EASA zugelassen wurde. Da<br />
sie auf der Grundkonstruktion der<br />
7X basiert, wurde sie als eine Version<br />
ihrer kleineren Schwester in<br />
Daten Dassault Falcon 8X<br />
Hersteller: Dassault Aviation<br />
Sitzplätze: ca. 14 Verwendung:<br />
Geschäftsreiseflugzeug Besatzung: 2<br />
Antrieb<br />
Hersteller Pratt & Whitney Canada<br />
TypPW307D<br />
maximale Leistung 29,9 kN (6722 lbs)<br />
Abmessungen<br />
Länge<br />
24,46 m<br />
Höhe<br />
7,94 m<br />
Spannweite<br />
26,29 m<br />
Innenlänge<br />
13,00 m<br />
Innenhöhe<br />
1,88 m<br />
Innenbreite<br />
2,34 m<br />
Massen und Mengen<br />
Leermasse<br />
16 375 kg<br />
maximale Startmasse 33 113 kg<br />
maximale Landemasse 28 304 kg<br />
Tankinhalt<br />
15 830 kg<br />
Flugleistungen<br />
Startstrecke<br />
1829 m<br />
Landestrecke<br />
656 m<br />
Reisegeschwindigkeit Mach 0.80<br />
Höchstgeschwindigkeit Mach 0.90<br />
Dienstgipfelhöhe 51 000 ft (15 545 m)<br />
Reichweite 6450 NM (11 945 km)<br />
58 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Ihr Spezialist für Verkauf,<br />
Instandhaltung & Reparatur !<br />
Auch eine Dusche fliegt auf Wunsch im großzügigen hinteren Teil<br />
der Kabine mit: Die Waschräume und Küchen lassen sich ebenfalls<br />
individualisieren. So sollen Passagiere nach Ultralangstrecken<br />
entspannt und erfrischt aussteigen können.<br />
Das Layout mit den drei<br />
am Heck angeordneten<br />
Triebwerken ist von der<br />
7X bekannt.<br />
deren Zulassung eingetragen (Modification<br />
M1000). Der Hersteller<br />
hat seinen Zeitplan damit exakt<br />
eingehalten. Die Lieferungen sollen<br />
nun im vierten Quartal beginnen.<br />
Seriennummer 26 ist im Werk<br />
Merignac in der Endmontage, und<br />
ein Dutzend Flugzeuge wird in<br />
Little Rock komplettiert.<br />
Erst auf der Genfer EBACE im<br />
Frühjahr 2014 hatte Dassault das<br />
neue Topmodell angekündigt. In<br />
der Branche führte das durchaus<br />
zu Erstaunen, hatte Dassault doch<br />
die Entwicklung der deutlich kleineren<br />
5X erst wenige Monate<br />
zuvor bekannt gegeben. Mit ihrem<br />
sechsten Modell runden die Franzosen<br />
ihr Business-Jet-Portfolio<br />
nach oben ab.<br />
Was folgte, waren ein pünktlicher<br />
Erstflug im Februar 2015 und<br />
ein reibungsloses Testprogramm<br />
mit den obligatorischen Zulassungskriterien.<br />
Dazu gehören das Erfliegen<br />
des gesamten Flugspektrums,<br />
Strömungsabrisse, Höhen- und<br />
Flattertests. Drei Prototypen der<br />
Top Flugzeuge:<br />
• 1992 Beech King Air C90B XP - TT 3.450 hrs<br />
• 1985 Beech King Air F90-1 - TT 4.400 hrs<br />
• 2010 Beech King Air 350i - TT 1.150 hrs<br />
• 2005 Cessna Citation XLS - TT 3.100 hrs<br />
• 2012 Embraer Phenom 100 - TT 600 hrs<br />
Top Service:<br />
• Instandhaltung, Reparatur & Modifikation<br />
für Beechcraft, Hawker 400XP, Cessna Citation<br />
• Spezialleistungen bei Avionik / Instrumenten<br />
• Unfall-Instandsetzung / -Bergung<br />
• CAMO+ Organisation<br />
• Europas größtes Beechcraft-Ersatzteillager<br />
Sales +49 (0)821-7003 - 141 / *Service - 116<br />
Augsburg Air Service GmbH<br />
Flughafenstr. 5, 86169 Augsburg<br />
aas-augsburg.de<br />
• CAMO+ Organisation<br />
• EASA Part 21J und 145<br />
• FAA Repair Station<br />
Tel. +49 (0)821 - 7003 - 0<br />
Fax +49 (0)821 - 7003 - 153<br />
info@aas-augsburg.de<br />
<br />
Ein Unternehmen der Atlas Air Service AG
[ BUSINESS AVIATION Flugzeugreport ]<br />
Die Sidesticks leiten ihre Steuerbefehle<br />
elektronisch weiter und<br />
sorgen für ein luftiges Cockpit.<br />
In Merignac werden die bereits vorproduzierten<br />
Serienflugzeuge endmontiert.<br />
Fotos: Dassault<br />
8X haben diese Arbeiten absolviert.<br />
Insgesamt spulten sie 833 Flugstunden<br />
bei 406 Flügen ab. Im März<br />
ging es dabei ganz dicht an den<br />
Polarkreis: Im nordkanadischen<br />
Rankin Inlet an der Hudson Bay<br />
musste die Falcon 8X Kältetests<br />
über sich ergehen lassen. Nach<br />
einer Nacht bei minus 33 Grad<br />
Celsius durften weder die Avionik<br />
noch das elektrische System oder<br />
die Hydraulik Auffälligkeiten beim<br />
Hochfahren zeigen. Das taten sie<br />
auch nicht, ebenso wenig wie die<br />
Funktionen in der Kabine.<br />
Die Rumpfkonstruktion ist identisch<br />
mit jener der Falcon 7X, was<br />
eine Stehhöhe von 1,88 Metern und<br />
eine Innenbreite von 2,34 Metern<br />
bedingt. Der Rumpf wurde aber<br />
um einen guten Meter verlängert,<br />
seine Außenlänge misst nun gut<br />
24 Meter.<br />
Dieses Wachstum kommt eins<br />
zu eins der Kabine zugute: Diese<br />
misst von der Cockpittür bis zur<br />
hinteren Wand exakt 13 Meter. Das<br />
ermöglicht reichlich Spielraum für<br />
30 verschiedene Layouts. Von der<br />
Küche über die Dusche bis hin zu<br />
Einzelsitzen, die sich in Betten<br />
umbauen lassen, bleiben kaum<br />
Wünsche offen. Dassaults Standardlayout<br />
verfügt im vorderen<br />
Bereich über zwei Vierersitzgruppen<br />
sowie zwei seitlich dahinter<br />
angeordnete Dreiersofas. Im Heck<br />
befindet sich der Waschraum und<br />
hinter dem Cockpit die Galley, also<br />
die Bordküche. Daraus ergibt<br />
sich eine Kapazität für 14 Passagiere,<br />
was dem Niveau dieser<br />
Klasse entspricht.<br />
Die Technik basiert auf<br />
der kleineren 7X<br />
Die Tragflächen der 8X sind<br />
eine Version jener der 7X. Ihr Design<br />
wurde weiter auf Effizienz im<br />
hohen Geschwindigkeitsbereich<br />
getrimmt. Die Konstruktion aus<br />
Leichtmetall und Verbundwerkstoffen<br />
zeichnet sich durch eine<br />
ausgeprägte Pfeilung aus. Bekannt<br />
von anderen Neuentwicklungen<br />
aus dem Hause Dassault ist das<br />
EASy-Flight-Deck. Es basiert auf<br />
dem Honeywell Primus Epic System<br />
mit vier großen Farbbildschirmen.<br />
Die Flugsteuerung folgt dem Trend<br />
zu Fly-by-Wire mit platzsparenden<br />
Sidesticks, die mithilfe von Steuercomputern<br />
elektrische Steuerinputs<br />
errechnen. Zusätzlich werden<br />
die Piloten vor dem Grenzbereich<br />
des Flugspektrums geschützt.<br />
Ebenfalls bekannt von der 7X<br />
ist das Layout mit den drei am Heck<br />
angeordneten Triebwerken PW307D<br />
von Pratt & Whitney Canada. Dassault<br />
hält bei seinem Jet an dieser<br />
Auslegung fest, da sie uneingeschränkte<br />
Flugrouten über offenem<br />
Wasser ermöglicht. Mit knapp<br />
12 000 Kilometern liegt der Aktionsradius<br />
zwar etwa 1000 Kilometer<br />
über dem der 7X, gegenüber<br />
den Konkurrenzmodellen Gulfstream<br />
G650ER und dem Bombardier-Duo<br />
Global 7000 und 8000<br />
muss der Trijet aber Federn lassen.<br />
Diese Modelle erreichen ihre maximale,<br />
gut 2000 Kilometer größere<br />
Reichweite zudem mit einer<br />
Reisegeschwindigkeit von Mach<br />
0.85, während die 8X auf der Langstrecke<br />
mit Mach 0.80 fliegt.<br />
Zu beachten ist, dass die Konkurrenz<br />
Ugiaecto diesen odis dellautem Vorteil mit is einem<br />
höheren alignist quaspit Treibstoffbedarf posto core erkauft. ium<br />
Deren laut apercipid Startmassen quiam liegen aut autasi mit Werten<br />
um die 47 Tonnen deutlich über<br />
der Startmasse der 8X. Ein Vorteil<br />
der neuen Falcon ist dagegen die<br />
hohe Landemasse, die gerade einmal<br />
fünf Tonnen unter dem möglichen<br />
Startgewicht liegt. Damit<br />
können mehrere Streckenabschnitte<br />
ohne Nachtanken geflogen werden,<br />
was bei lokalen Preisunterschieden<br />
hilft, Kosten zu sparen.<br />
Bei der Top-Speed herrscht im<br />
Marktsegment der Ultralangstrecken-Business-Jets<br />
ein klares Patt:<br />
Schneller oder langsamer als Mach<br />
0.9 fliegt hier keiner. Die Falcon<br />
8X kommt zwar nicht schneller an<br />
die heißen und kalten Orte dieser<br />
Welt, dafür aber leiser und preiswerter.<br />
ae<br />
Max Kühnl<br />
60 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Praxis<br />
Know-how<br />
August <strong>2016</strong><br />
für<br />
Einsteiger und<br />
Fortgeschrittene<br />
Magnetzündsysteme<br />
Damit es richtig funkt<br />
Foto: Heiko Müller<br />
Nahezu alle Benzinmotoren in der Luftfahrt arbeiten mit<br />
Magnetzündsystemen. Der Vorteil dieses Verfahrens, das<br />
Benzin -Luft-Gemisch zu entzünden, besteht in der Sicherheit<br />
durch die Unabhängigkeit von der Bordspannung.<br />
Magnetzündsysteme sind sehr einfach<br />
aufgebaut und erzeugen den Zündfunken<br />
ausschließlich durch magnetische<br />
Induktion. Gesteuert wird der Zündzeitpunkt<br />
durch einen Unterbrecherkontakt.<br />
Im Automobilsektor wurden die wartungsintensiven<br />
Unterbrecherkontakte bereits Anfang<br />
der 70er Jahre durch wartungsfreie Transistoren<br />
ersetzt, lediglich im Trabant und im<br />
Wartburg wurden sie bis zum Ende der Produktion<br />
eingesetzt. Für Flugmotoren hätte<br />
solch eine Transistorisierung den Nachteil,<br />
dass die Zündanlage damit abhängig vom<br />
Stromnetz des Luftfahrzeugs würde. Die Zulassungsvorschriften<br />
schließen ein elektronisches<br />
Zündsystem zwar nicht aus, aber<br />
der Motorhersteller muss dafür nachweisen,<br />
dass die Zündanlage genauso zuverlässig<br />
arbeitet wie zwei unabhängige Magnete. Da<br />
eine solche Zündanlage komplexer würde und<br />
die Zuverlässigkeit nur aufwendig nachzuweisen<br />
wäre, unterscheiden sich auch heutige<br />
Magnetzündungsanlagen kaum von<br />
Modellen aus den 1930er Jahren.<br />
Im Prinzip gleicht eine Magnetzündung einem<br />
permanent erregten Generator mit ein paar<br />
Extras, um die benötigte hohe Zündspannung<br />
zum richtigen Zeitpunkt zu erzeugen. Die<br />
Kurbelwelle des Motors treibt den Rotor mit<br />
den Permanentmagneten an, die einen Strom<br />
in der Primärwicklung der Zündspule induzieren,<br />
abhängig vom Unterbrecherkontakt.<br />
So funktioniert<br />
die Magnetzündung<br />
Im richtigen Moment – dazu später mehr –<br />
öffnet sich der Unterbrecherkontakt, und es<br />
kommt zu einem kurzzeitigen und heftigen<br />
Spannungsanstieg in der Primär- und Sekundärwicklung<br />
der Zündspule. Der Spannungsanstieg<br />
erfolgt, da die Zündspule eine<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 61
[ PRAXIS August <strong>2016</strong> ]<br />
Typischer Aufbau einer Magnetzündanlage für Flugmotoren<br />
Keil zur Sicherung<br />
der Zündspule<br />
Hochspannungsausgang<br />
der Spule mit Schleifer<br />
zum Zündverteiler<br />
Verzahnung des<br />
Zündverteilers<br />
isolierende<br />
Unterlegscheibe<br />
Verteilerfinger<br />
Kontaktfeder für Hochspannungsübertragung<br />
auf Zündkabel<br />
Zündspule<br />
Filzscheibe<br />
Rotor mit Permanentmagnet<br />
abgedichtetes<br />
Kugellager<br />
Filzscheibe<br />
(Ölreservoir)<br />
Antriebswelle der<br />
Magnetzündung<br />
Abdichtung des<br />
Löschkondensators<br />
(O-Ring)<br />
Ölschleuderring<br />
Löschkondensator<br />
mit Anschluss für<br />
Zündschalter/-schloss<br />
Befestigungsschraube<br />
für Lagerflansch<br />
Belüftungsstopfen<br />
Rollenlager<br />
Befestigungsschraube<br />
der Nockenwelle<br />
Nockenwelle für Betätigung des Unterbrecherkontaktes<br />
(Unterbrecherkontakt nicht abgebildet)<br />
Induktivität darstellt. Eine Induktivität hat die<br />
Eigenschaft, einen durch sie fließenden Strom<br />
nach Unterbrechung des Stromkreises weiterfließen<br />
zu lassen, was zum Spannungsanstieg<br />
in der Primärwicklung führt. Der gleiche<br />
Spannungsanstieg erfolgt an der Sekundärwicklung<br />
der Zündspule, nur ist er dort, entsprechend<br />
dem Wicklungsverhältnis der<br />
Zündspule, sehr viel höher und reicht aus, um<br />
an der Zündkerze einen Funken überspringen<br />
zu lassen. Die von der Zündspule erzeugte<br />
Spannung kann bis zu 25 000 Volt betragen.<br />
Der Rotor der Magnetzündung hat genau so<br />
viele magnetische Pole, um mit einer Rotorumdrehung<br />
die Zahl an Zündfunken zu generieren,<br />
wie sie vom Motor benötigt werden. Bei<br />
einem Viertaktmotor mit vier Zylindern sind<br />
es zwei Zündfunken pro Umdrehung und bei<br />
einem Sechszylindermotor sind es drei Funken<br />
pro Umdrehung, da die Zylinder eines Viertaktmotors<br />
nur bei jeder zweiten Kurbelwellenumdrehung<br />
gezündet werden müssen. Über<br />
ein Getriebe wird der Zündverteiler in der<br />
Magnetzündung angetrieben. Er sorgt dafür,<br />
dass die jeweils richtige Zündkerze mit der<br />
Zündspannung versorgt wird.<br />
Auf das richtige Timing<br />
kommt es an<br />
Damit die Magnetzündung die maximale<br />
Zündspannung erzeugen kann und der Zündfunke<br />
zum richtigen Zeitpunkt entsteht, gibt<br />
es einiges zu justieren. Bei der Produktion<br />
und jeder Wartung einer Magnetzündanlage<br />
muss daher das interne Timing von Rotor<br />
und Unterbrecherkontakt eingestellt werden.<br />
Der Unterbrecherkontakt muss an einer ge-<br />
nau definierten Rotorposition öffnen. Diese<br />
Position definiert sich über das sogenannte<br />
E-Gap oder auch Efficiency Gap. Das E-Gap<br />
beschreibt einen Winkel nach der Rotorposition,<br />
bei der der Rotor keinen magnetischen<br />
Fluss in der Zündspule erzeugt. Die Erklärung<br />
der genauen physikalischen Zusammenhänge<br />
würde den Rahmen des Artikels sprengen,<br />
sie sind für das grundsätzliche Verständnis<br />
auch nicht relevant, da die genaue E-Gap-<br />
Position vom Hersteller der Magnetzündung<br />
vorgegeben wird.<br />
Für die gängigen Magnetzündanlagen gibt<br />
es Hilfsmittel, um die Rotorposition für die<br />
Einstellung des Unterbrecherkontakts festzulegen.<br />
Vor der Montage der Zündung muss<br />
die Zündfolge der Magnetzündung mit der<br />
des Motors synchronisiert werden. Hierzu<br />
werden Motor und Zündung auf den Zünd-<br />
62 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
zeitpunkt von Zylinder Nummer eins gebracht.<br />
An der Zündung erfolgt dies entweder durch<br />
eine Markierung am Zündverteiler oder durch<br />
einen Stift, der beim Durchdrehen der Zündung<br />
in eine entsprechende Indexbohrung im Verteiler<br />
rutscht. Nach der Montage der Zündanlage<br />
muss dann noch der genaue Zündzeitpunkt<br />
durch Verdrehen der gesamten Anlage<br />
eingestellt werden. Hierzu gibt es spezielle<br />
Hilfsmittel, die das Öffnen des Unterbrecherkontaktes<br />
optisch und akustisch melden. Der<br />
Zündzeitpunkt wird üblicherweise bei den<br />
50- und 100-Stunden-Kontrollen überprüft. Das<br />
E-Gap wird bei den 500-Stunden-Kontrollen<br />
der Zündung neu eingestellt. Vielfach wird<br />
bei der 500-Stunden-Kontrolle der Magnetzündung<br />
auch der Unterbrecherkontakt getauscht.<br />
Allerdings kann es durchaus sein,<br />
dass sich das interne Timing der Zündung<br />
durch die Abnutzung des Unterbrecherkontaktes<br />
schon vor der 500-Stunden-Kontrolle<br />
so stark verstellt hat, dass der Motor nur noch<br />
unwillig anspringt, da der Zündfunke zu<br />
schwach geworden ist.<br />
Damit der Unterbrecherkontakt nicht unnötig<br />
durch Funkenbildung verschleißt, ist parallel<br />
zum Kontakt ein Löschkondensator angeschlossen.<br />
Dieser verhindert eine Funkenbildung<br />
beim Öffnen des Kontaktes. Der Flugmotor<br />
der Gebrüder Wright hatte übrigens keine<br />
Zündkerzen, sondern in jedem Zylinder war<br />
ein Unterbrecherkontakt montiert, an dem<br />
beim Öffnen des Kontaktes ein Funke entstand.<br />
Natürlich ist diese Art der Zündung sehr wartungsintensiv,<br />
da die Unterbrecherkontakte<br />
aufgrund der Funkenbildung und Hitze im<br />
Brennraum sehr schnell verschleißen.<br />
Federunterstützung<br />
beim Motorstart<br />
Beim Continental IO-550 mit sechs Zylindern sitzt die Zündanlage zentral über dem Boxermotor,<br />
die Zündkabel führen von hier zu den oberen und unteren Zündkerzen.<br />
Eigentlich würde eine Magnetzündanlage bei<br />
der geringen Anlassdrehzahl des Motors überhaupt<br />
keinen oder nur einen sehr schwachen,<br />
Zündfunken erzeugen. Daher ist üblicherweise<br />
einer der beiden Magnete mit einem Federmechanismus<br />
ausgestattet, der den Rotor<br />
bei niedrigen Drehzahlen zusätzlich beschleunigt<br />
und den Zündzeitpunkt verzögert. Die<br />
englische Bezeichnung dieser Vorrichtung ist<br />
Impulse Coupling, im Deutschen wird sie<br />
meist als Schnapper bezeichnet, abgeleitet<br />
vom Schnappgeräusch, das diese Magnetzündungen<br />
erzeugen, wenn die Vorrichtung<br />
auslöst.<br />
Während des Anlassvorgangs wird die Zündung<br />
ohne Impulse Coupling – meist ist dies<br />
der rechte Magnet – abgeschaltet, damit der<br />
Motor nicht zurückschlagen kann, da hier der<br />
Zündzeitpunkt beim Anlassen nicht verzögert<br />
wird. Wenn der Zündschalter auch den Starter<br />
steuert, dann wird beim Anlassen automatisch<br />
die Zündung ohne Impulse Coupling<br />
abgeschaltet. Sind Zündschalter und Starterknopf<br />
getrennt, so muss der Pilot die Zündung<br />
ohne Impulse Coupling manuell deaktivieren.<br />
In der Checkliste sollte dies beschrieben sein.<br />
Der Continental O-200 ist einer der wenigen<br />
Motoren, bei dem beide Magnetzündsysteme<br />
mit Impulse Coupling ausgestattet sind.<br />
Ältere Sternmotoren haben häufig keine solche<br />
Vorrichtung, sondern einen sogenannten<br />
Starting Vibrator. Dieser versorgt die Zündspule<br />
mit einer pulsierenden Spannung, sodass<br />
sie bei geöffnetem Unterbrecherkontakt Zündfunken<br />
in schneller Folge produziert. Sobald<br />
der Motor läuft, werden Anlasser und Starting<br />
Vibrator wieder abgeschaltet, und die Zündspule<br />
wird ausschließlich durch den Rotor<br />
stimuliert.<br />
Für Magnetzündungen mit Impulse Coupling<br />
gibt es einen Ignition Booster der Firma Slick,<br />
der ähnlich arbeitet wie ein Starting Vibrator.<br />
Er sorgt für besonders kräftige Zündfunken<br />
beim Anlassvorgang und erleichtert das Anlassen<br />
des Motors bei ungünstigen Witterungsverhältnissen.<br />
Keine Unterbrecherkontakte<br />
beim Rotax 912<br />
Die Zündung des Rotax 912 funktioniert ebenfalls<br />
völlig eigenständig und benötigt keine<br />
externe Stromversorgung, allerdings kommt<br />
sie ohne Unterbrecherkontakte aus. Die zwei<br />
unabhängigen Zündanlagen des 912er funktionieren<br />
nach dem Prinzip der Thyristorzündung.<br />
Die Lichtmaschine des Motors hat<br />
neben den Wicklungen zur Versorgung des<br />
Bordnetzes noch zwei zusätzliche Wicklungen,<br />
die die Speicherkondensatoren der beiden<br />
Zündungsanlagen auf eine Spannung von<br />
zirka 200 Volt aufladen. Die Kondensatorladung<br />
wird durch einen Thyristor zur Zündspule<br />
geleitet. Gesteuert wird die Zündung<br />
über berührungslose Sensoren am Polrad des<br />
Motors.<br />
Da es für jede Zündkerze eine eigene Zündspule<br />
gibt, erübrigt sich ein Zündverteiler.<br />
Dadurch ist die Rotax-Zündanlage völlig wartungsfrei.<br />
Allerdings muss der Anlasser den<br />
Motor zum Starten mit mindestens 400 Umdrehungen<br />
pro Minute durchdrehen, damit<br />
die Zündung funktioniert. Deshalb eignet sich<br />
der Rotax 912 nicht unbedingt für das Anreißen<br />
von Hand. Grundsätzlich sollte man den<br />
Propeller eines Rotax 912 nur mit äußerster<br />
Vorsicht von Hand drehen, um jegliche Verletzungsgefahr<br />
auszuschließen.<br />
Ganz grundsätzlich sollte man einen Kolbenmotor,<br />
egal welcher Bauart, immer so behandeln,<br />
als wäre die Zündung eingeschaltet – und<br />
entsprechend Vorsicht walten lassen.<br />
[ Autor Mark Juhrig<br />
... fand mit dem Modellflug<br />
den Einstieg in die<br />
Fliegerei. Heute ist er in<br />
Cockpits von Motorflugzeugen<br />
ebenso<br />
zu Hause wie in denen<br />
von Motorseglern und<br />
ULs. Das Interesse<br />
des Elektroingenieurs gilt insbesondere der<br />
Flugzeugtechnik.<br />
Fotos: Mark Juhrig, Grafik: Continental Motors Group<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 63
[ PRAXIS August <strong>2016</strong> ]<br />
Die Luftkühlung ist ein einfaches und leichtes System,<br />
das am Boden aber schnell an seine Grenzen gerät.<br />
DER<br />
EXPERTEN-<br />
TIPP<br />
Vor Beginn des Fluges verlangt der Flugzeughersteller<br />
vom Piloten laut Handbuch einige<br />
Funktionsproben. Dort findet man auch den<br />
Umfang der Checks und die genaue Anweisung,<br />
wie sie durchzuführen sind. Der Check<br />
beinhaltet bei den TCM/Continental- oder<br />
Textron/Lycoming-Motoren, die in unseren<br />
Maschinen der General Aviation häufig verbaut<br />
sind, beispielsweise den Magnetcheck bei<br />
1700 bis 2000 U/min. Außerdem soll bei diesen<br />
Drehzahlen die Propellerverstellung auf korrekte<br />
Funktion geprüft werden. Dabei sind<br />
sämtliche angezeigten Parameter penibel im<br />
Auge zu behalten.<br />
Was im Normalfall nicht gefordert ist, ist ein<br />
kompletter Maintenance-Run-up gemäß Maintenance<br />
Manual. Er ist aber auch nicht eindeutig<br />
verboten. Allerdings gibt es einige<br />
Gründe, die gegen zu ausgiebige Standläufe<br />
vor jedem Flug sprechen. Ein wichtiges Argument<br />
ist dabei die Problematik der Motorkühlung.<br />
Die Mehrheit unserer Flugzeuge bis 2,8 Tonnen<br />
maximaler Abflugmasse wird noch von<br />
den bewährten luftgekühlten Motoren amerikanischer<br />
Herkunft angetrieben. Und darum<br />
geht es – um Luftkühlung. Ein sehr einfaches,<br />
leichtes und unkompliziertes System. Es hat<br />
aber seine Grenzen, besonders unter ungünstigen<br />
Umständen wie hohen Außentemperaturen<br />
– am Boden ab etwa 30 Grad Celsius,<br />
die an einem schönen Sommertag schnell<br />
erreicht sind.<br />
Beim Run-up den Motor<br />
nicht zu hoch drehen<br />
Motorkühlung<br />
Torsten Matz<br />
Da das Flugzeug beim Run-up zumeist keine<br />
oder nur eine sehr geringe Vorwärtsbewegung<br />
beschreibt, wird die Kühlluft durch den Propeller<br />
nur stark verwirbelt und nicht in ausreichender<br />
Menge dem Motorraum zugeführt.<br />
Das reduziert die Kühlwirkung erheblich.<br />
Eine zusätzliche Verringerung der Wärmeabfuhr<br />
aus dem Triebwerksraum kann vorliegen,<br />
wenn die Luftleitbleche an den Zylindern, die<br />
sogenannten Engine Baffles, beschädigt oder<br />
<strong>08</strong><br />
[ 1 ]<br />
[ 2 ]<br />
[ 3 ]<br />
[ 1 ] Die Kühlluft kann oft nur durch kleine<br />
Öffnungen einströmen. [ 2 ] Zylinderkopf- und<br />
Abgastemperatur sollte man beim Run-up im<br />
Auge behalten. [ 3 ] Eine defekte Abdichtung der<br />
Luftleitbleche gehört schnell repariert.<br />
deformiert sind. Die Abdichtung der Leitbleche<br />
erfolgt durch Gummilippen, die Baffle<br />
Seals. Diese sind manchmal gerissen, ausgefranst<br />
oder durch Alterung mit der<br />
Zeit ausgehärtet, dichten also nicht mehr<br />
vollständig ab. Zu beachten ist außerdem,<br />
dass es auch Winterization Kits gibt, welche<br />
die Kühlung an Tagen mit sehr niedrigen Außentemperaturen<br />
absichtlich einschränken.<br />
In der wärmeren Jahreszeit müssen solche<br />
Teile natürlich entfernt oder auf Sommerbetrieb<br />
umgestellt werden.<br />
Aus dem bisher Aufgeführten ergibt sich, dass<br />
der Standlauf vor dem Flug nicht unnütz ausgedehnt<br />
werden sollte. Im Leerlauf ist die<br />
vom Motor abgegebene Wärme zwar geringer,<br />
die Kühlung aber auch sehr stark eingeschränkt.<br />
Bei mittlerer Drehzahl liegt ein besserer Luftstrom<br />
vor, der Motor wird aber auch deutlich<br />
wärmer. Sehr problematisch ist der Testbetrieb<br />
nahe der Maximalleistung. Die abzuführende<br />
Wärmeenergie ist dabei sehr hoch, der Luftstrom<br />
aber noch nicht optimal. Das kann sehr<br />
hohe Temperaturen im Motorraum erzeugen,<br />
was zu Schäden an Gummiteilen und Schläuchen<br />
führen kann. Deutlich spürbar wird diese<br />
Überhitzung, wenn der Motor während des<br />
Run-ups oder nach langem Rollen anfängt,<br />
unrund zu laufen, nach Abkühlung aber<br />
wieder alles normal ist. Die Ursache ist<br />
dann wahrscheinlich Dampfblasenbildung im<br />
Kraftstoffsystem. In diesem überhitzten<br />
Zustand lässt sich der Motor nicht mehr sinnvoll<br />
checken.<br />
Temperatur von Zylinderkopf<br />
und Abgas im Auge behalten!<br />
Im Handbuch von Einmot-Cessnas, -Pipers,und<br />
-Beechs sind meistens nur Checks beim Runup<br />
bis maximal 2000 U/min vorgegeben, beispielsweise<br />
die Magnetprüfung, der Check<br />
der Propellerverstellung und der Instrumente.<br />
Relevante Messwerte für die thermische<br />
Belastung sind die Zylinderkopftemperatur<br />
(CHT) und Abgastemperatur (EGT). Die Werte<br />
für Volllast und die Funktion der Systeme<br />
bei dieser Einstellung können im Stand auf<br />
der Bahn nach Erreichen der Startleistung<br />
geprüft werden. Ist alles okay, geht’s los.<br />
Als Operator eines Flugzeugs sollte man also<br />
den Betrieb des Motors am Boden bei hohen<br />
Drehzahlen so kurz wie möglich halten. Falls<br />
vorhanden, sollten die Kühlklappen gemäß<br />
Flughandbuch eingestellt werden. Hilfreich<br />
für eine gute Kühlung ist auch ein einwandfreier<br />
Zustand der Kühlleitbleche und der<br />
Dichtungen. Die Flugzeugnase dabei in den<br />
Wind zu drehen, verbessert ebenfalls die<br />
Wärmeabfuhr.<br />
[ Autor Torsten Matz ...<br />
... ist Technischer Leiter<br />
beim Porta Air Service<br />
in Porta Westfalica.<br />
Er hat viele Jahre<br />
Er fahrung in der Wartung<br />
von Flugzeugen<br />
der Allgemeinen Luftfahrt<br />
und ist lizenziert<br />
von der EASA (B1) und der amerikanischen<br />
Luftfahrtbehörde FAA als A&P.<br />
64 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />
Fotos: Torsten Matz
Piloten landen hier<br />
Ein Jahr <strong>aerokurier</strong><br />
lesen oder verschenken<br />
und Gratis-Extra sichern!<br />
gratis<br />
zur Wahl<br />
2. Amazon.de Gutschein, Wert: 25 €<br />
Bei Amazon.de finden Sie eine riesige Auswahl<br />
an Produkten. Der Gutschein ist nur in<br />
Deutschland und Österreich bestellbar.<br />
1. US Air Force Pilotentasche<br />
Pilotentasche im US Airforce Retrolook der<br />
50er-Jahre. Hauptfach und Innentasche mit<br />
Reißverschluss, 2 Einschubfächer, Deckel mit<br />
Karabiner und Klettverschluss, Lieferung mit<br />
Trageriemen. Maße: ca. 35 x 27 x 14 cm.<br />
3. LEATHERMAN Multitool „Micra“<br />
Funktionsvielfalt im Pocketformat! Werkzeuge:<br />
Schere mit Federbetätigung, 420HC-Messer,<br />
Kreuzschlitz-, Uhrmacher- und mittlerer<br />
Schraubendreher, Kapselheber, Lineal, Nagelfeile<br />
mit Nagelreiniger und Pinzette. Edelstahlkorpus<br />
und -griffe. Länge (geschlossen): ca. 6,5 cm.<br />
Ihre Vorteile im Abo: • jede Ausgabe pünktlich frei Haus • Online-Kundenservice<br />
• 2 GRATIS-Ausgaben zusätzlich bei Bankeinzug* • exklusiv für Abonnenten: aktuelle Informationen des DAeC<br />
Heftabo einfach digital erweitern: www.<strong>aerokurier</strong>.de/upgrade<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
digital<br />
99<br />
nur ct<br />
pro Ausgabe zusätzlich<br />
Coupon einsenden an:<br />
<strong>aerokurier</strong> Aboservice<br />
70138 Stuttgart<br />
DIREKTBESTELLUNG:<br />
<strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />
Tel. +49 (0)711 3206-8899<br />
Fax +49 (0)711 182-2550<br />
Bitte Bestell-Nr. angeben<br />
Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 70162 Stuttgart.<br />
Registergericht Stuttgart HRA 9302. Geschäftsführer:<br />
Dr. Volker Breid, Norbert Lehmann. Vertrieb: Belieferung, Betreuung<br />
und Inkasso erfolgen durch DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH,<br />
Nils Oberschelp (Vorsitz), Christina Dohmann, Dr. Michael Rathje,<br />
Am Sandtorkai 74, 20457 Hamburg,<br />
als leistender Unternehmer. AG Hamburg, HRB 95752.<br />
Diese und viele weitere<br />
attraktive Aboangebote:<br />
Ja, ich möchte <strong>aerokurier</strong> frei Haus<br />
selbst lesen. Best.-Nr. 1526847 verschenken. Best.-Nr. 1526848<br />
Ich bestelle das Jahresabo (12 Ausgaben) für zzt. nur 66,– € (A: 72,90 €; CH: 115.00 SFr.;<br />
weitere Auslandspreise auf Anfrage) inkl. MwSt. und Versand. Das Gratis-Extra meiner<br />
Wahl erhalte ich nach Zahlungseingang und solange der Vorrat reicht, Ersatzlieferungen<br />
sind vorbehalten. Nach Ablauf des ersten Bezugsjahres kann ich jederzeit kündigen,<br />
Geschenkabos enden automatisch.<br />
Meine persönlichen Angaben: (bitte unbedingt ausfüllen)<br />
Name, Vorname<br />
Straße, Nr.<br />
PLZ<br />
Telefon<br />
Wohnort<br />
E-Mail<br />
Geburtsdatum<br />
Ja, ich möchte auch von weiteren Inhalten, Vorabnachrichten, Themen und Vorteilen profitieren.<br />
Deshalb bin ich damit einverstanden, dass mich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG und ihr zur<br />
Verlagsgruppe gehörendes Unternehmen, Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft<br />
mit ihren Titeln künftig auch per Telefon und E-Mail über weitere interessante Medienangebote informieren.<br />
Dieses Einverständnis kann ich jederzeit per E-Mail an widerruf@dpv.de widerrufen.<br />
Ich bezahle per Bankeinzug und erhalte 2 GRATIS-Ausgaben* zusätzlich:<br />
(*die Gratis-Ausgaben bei Bankeinzug gibt es nur beim Abo zum Selbstlesen dazu)<br />
IBAN<br />
BIC<br />
Geldinstitut<br />
SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Düsternstraße 1-3,<br />
20355 Hamburg, Gläubiger-Identifikationsnummer DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende Zahlungen<br />
von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die<br />
von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.<br />
Die Mandatsreferenz wird mir separat mitgeteilt. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen,<br />
beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten<br />
dabei die mit meinem Kredit institut vereinbarten Bedingungen. Ich bezahle per Rechnung.<br />
Ich verschenke <strong>aerokurier</strong> an: (nur bei Geschenkabo ausfüllen)<br />
Name, Vorname<br />
Straße, Nr.<br />
Geburtsdatum<br />
Die Belieferung soll frühestens beginnen am: (optional)<br />
Als Extra wähle ich: (bitte nur ein Kreuz machen)<br />
1. US Air Force Pilotentasche 3. LEATHERMAN Multitool „Micra“<br />
2. Amazon.de Gutschein, Wert: 25 €<br />
Widerrufsrecht: Sie können die Bestellung binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen formlos widerrufen.<br />
Die Frist beginnt an dem Tag, an dem Sie die erste bestellte Aus gabe erhalten, nicht jedoch vor<br />
Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2 Nr. 1 EGBGB. Zur<br />
Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses,<br />
die Bestellung zu widerrufen. Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a<br />
EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: FLUG REVUE Aboservice, Postfach, 70138 Stuttgart,<br />
Telefon: + 49 (0)711 3206-8899, Telefax: +49 (0)711 182-2550, E-Mail: flugrevue@dpv.de<br />
Datum<br />
Unterschrift<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de/abo<br />
PLZ<br />
Wohnort
[ PRAXIS August <strong>2016</strong> ]<br />
Foto: Katrin Sdun<br />
Flugvermittlung über Mitflugportale<br />
Super Idee oder illegal?<br />
Flüge auf Kostenteilungsbasis sind nicht gewerblich, so weit<br />
sind sich Juristen einig. Was aber, wenn sie öffentlich angeboten<br />
werden? Eine EU-Verordnung stellt Mitflugportale in Frage.<br />
Eine alte Idee wird wiederbelebt: die Mitflugzentrale.<br />
Das gab es alles schon einmal vor<br />
etwa 20 Jahren, als die Mitfahrzentralen auf<br />
den Markt kamen. Schnell kam dann auch die<br />
Idee der Erweiterung auf Mitflugzentralen<br />
auf. Allerdings ist dieses Modell seinerzeit<br />
kläglich gescheitert. Der Grund: Es gab einfach<br />
nicht genügend Flüge, damit sich ein richtiger<br />
Markt entwickeln konnte. Außerdem fehlte<br />
der Informationsfluss. Es musste jemand überhaupt<br />
erst einmal auf die Idee kommen, bei<br />
einer Mitflugzentrale anzurufen, wenn er irgendwohin<br />
wollte. Dann musste ein Pilot<br />
ausgerechnet auch zu dem Zeitpunkt zu dem<br />
Zielort fliegen wollen. Die Wahrscheinlichkeit<br />
eines solchen Zusammentreffens war einfach<br />
zu gering.<br />
Dies ist heute anders. Über das Internet ist<br />
jede Information schnell verfügbar. Es war<br />
also nur eine Frage der Zeit, bis findige Startups<br />
die Idee der Online-Mitfahrportale auch<br />
auf die Fliegerei übertragen. In diesem Jahr<br />
gingen mit Wingly.io und flyt.club gleich zwei<br />
moderne Anbieter an den Start, die Privatpiloten<br />
mit freien Sitzplätzen und potenzielle<br />
Passagiere unkompliziert zueinanderbringen<br />
wollen (siehe Bericht im <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2016</strong>).<br />
Portalbetreiber bekräftigen<br />
Rechtskonformität<br />
Gegenüber dem <strong>aerokurier</strong> haben die Betreiber<br />
der Plattformen die Rechtskonformität<br />
ihrer Angebote bekräftigt. Im Rahmen von<br />
Selbstkostenflügen sei es legal, wenn Privatpiloten<br />
Fluggäste gegen Entgelt mitnehmen,<br />
solange Pilot und Mitflieger zu gleichen Teilen<br />
an den direkten Kosten des Fluges – sprich<br />
Treibstoffkosten, Charter- und Landegebühren<br />
– beteiligt werden. Dennoch bleibt bei<br />
Piloten zumindest eine subtile Unsicherheit<br />
bestehen, ob das Mitnehmen von Fluggästen<br />
und das Schalten entsprechender Inserate<br />
gesetzeskonform sind. Auch stehen Fragen<br />
zur Versicherung im Schadensfall und zu den<br />
Folgen für Pilot, Flugzeughalter und Eigentümer<br />
im Raum.<br />
Grundsätzlich war nach der Verordnung EU<br />
1178/2011, Part FCL.010 Privatpiloten die<br />
Mitnahme von Passagieren gegen Entgelt<br />
verboten. Insofern hat sich die Rechtslage<br />
gegenüber dem früher geltenden § 20 LuftVG<br />
dramatisch verschärft. Dies ist dadurch entschärft<br />
worden, indem mit der VO (EU) 379/2014<br />
eine Ausnahme in die Verordnung (EU) 965/2012<br />
eingefügt worden ist, dass nämlich Flüge auf<br />
Kostenteilungsbasis, bei denen der Pilot den<br />
gleichen Kostenanteil trägt wie seine Mitflieger,<br />
nicht als entgeltlich im Sinne der Verordnung<br />
anzusehen sind.<br />
Das bedeutet in der Konsequenz, dass man<br />
nach Änderung der Verordnung wieder Freunde<br />
und Bekannte mitnehmen und sie an den<br />
Kosten des Fluges beteiligen kann. Hierauf<br />
stützen sich auch die Betreiber der Online-<br />
Mitflugzentralen und die Piloten, die die Angebote<br />
dort einstellen.<br />
66 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Allerdings gibt es nicht nur die vorgenannte<br />
Verordnung, sondern zusätzlich die VO (EG)<br />
Nr. 10<strong>08</strong>/20<strong>08</strong>. Hier heißt es in Artikel 3:<br />
(1) Kein in der Gemeinschaft niedergelassenes<br />
Unternehmen darf Fluggäste, Post und/oder<br />
Fracht im gewerblichen Luftverkehr befördern,<br />
wenn ihm nicht eine entsprechende Betriebsgenehmigung<br />
erteilt worden ist.<br />
Und in Artikel 2 der vorgenannten VO, „Begriffsbestimmungen“,<br />
ist geregelt:<br />
3. „Unternehmen“ ist jede natürliche oder<br />
juristische Person mit oder ohne Gewinnerzielungsabsicht<br />
sowie jede amtliche Einrichtung,<br />
unabhängig davon, ob diese eine<br />
eigene Rechtspersönlichkeit besitzt oder nicht.<br />
Daraus ergibt sich: Niemand darf im gewerblichen<br />
Luftverkehr Fluggäste befördern, außer<br />
er hat ein Luftbetreiberzeugnis. Damit bleibt<br />
nur noch die Frage: Was ist gewerblicher<br />
Luftverkehr? Doch wohl nicht, wenn ich privat<br />
mal Leute mitnehme, oder?<br />
Was ist gewerblicher<br />
Luftverkehr?<br />
Diesbezüglich regelt die Verordnung (EG) Nr.<br />
216/20<strong>08</strong> in Art. 3 Folgendes:<br />
„gewerbliche Tätigkeit“: Betrieb eines Luftfahrzeugs<br />
gegen Entgelt oder sonstige geldwerte<br />
Gegenleistungen, der der Öffentlichkeit<br />
zur Verfügung steht oder der, wenn er nicht<br />
der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, im<br />
Rahmen eines Vertrags zwischen einem Betreiber<br />
und einem Kunden erbracht wird, wobei<br />
der Kunde keine Kontrolle über den<br />
Betreiber ausübt.<br />
Danach ist eine gewerbliche Tätigkeit in jedem<br />
Fall alles, was der Öffentlichkeit zur Verfügung<br />
steht. Dies ist aber gerade der Sinn der Angebote<br />
von Mitflugzentralen. Ähnlich hat es<br />
das Oberlandesgericht Zweibrücken in einem<br />
Urteil vom 15. Januar 1999 zur damaligen<br />
Rechtslage gesehen: Es hat das öffentliche<br />
Bewerben von Ballonfahrten zu Selbstkosten<br />
als gewerblich qualifiziert.<br />
Der Autor hat deshalb das LBA um Stellungnahme<br />
gebeten, und dieses teilt mit, dass es<br />
davon ausgeht, dass es das Werben für Flüge<br />
auf den Portalen als rechtmäßig einschätze.<br />
Allerdings erfolgte diese Mitteilung ohne juristische<br />
Ableitung, d.h. ohne Darstellung,<br />
wieso die vorgenannten Verordnungen nicht<br />
gelten sollen.<br />
Hier zeigt sich, dass die Komplexität der europäischen<br />
Regelungen so groß ist, dass es<br />
selbst Juristen und Behörden schwerfällt, den<br />
Überblick zu behalten. Zudem ist der Begriff<br />
der Gewerblichkeit extrem schwer zu greifen.<br />
Es mag auf Grundlage des Gewerbebegriffs<br />
anders zu beurteilen sein, wenn jemand von<br />
Zeit zu Zeit anbietet, auf einem Flug, den er<br />
ohnehin durchführt, einen Passagier gegen<br />
Kostenteilung mitzunehmen, oder ob jemand<br />
laufend im großen Umfang Flüge anbietet, die<br />
er nur dann durchführt, wenn auch Gäste<br />
buchen. Die Rechtsauffassung des LBA ist<br />
zudem nur eine Seite der Medaille.<br />
Gravierender könnten versicherungsrechtliche<br />
Folgen sein. Der Autor hat für einen Piloten<br />
und einen Flugzeughalter aktuell mehrere<br />
Prozesse geführt, bei denen der Versicherer<br />
jegliche Zahlung unter Berufung auf einen<br />
Risikoausschluss verweigert hat, weil angeblich<br />
ein illegales Entgelt vereinbart worden<br />
wäre. Da bei dem Unfall mehrere Passagiere<br />
verletzt worden sind, waren mehrere Prozesse<br />
mit Schadenersatzforderungen in teilweise<br />
sechsstelliger Höhe die Folge. Solche Szenarien<br />
sind allein wegen der vom Piloten erst<br />
einmal zu zahlenden Prozesskosten regelmäßig<br />
existenzbedrohend.<br />
Versicherer können auf<br />
Risikoausschluss verweisen<br />
Für den Eigentümer des Luftfahrzeugs ist die<br />
Sache deshalb gefährlich, weil der Versicherer,<br />
wenn er sich auf einen Risikoausschluss<br />
beruft, die Kaskosumme nicht auszahlt. Der<br />
Eigner des Luftfahrzeugs erhält dann nichts<br />
und muss den Versicherer verklagen, und das<br />
nur deshalb, weil sein Charterer womöglich<br />
ein illegales Entgelt vereinbart hat.<br />
Insofern geht der dringende Rat dahin, zumindest<br />
peinlichst genau die Kostenteilungsregelung<br />
einzuhalten. Dies ist in Anbetracht<br />
der komplexen Rechtslage aber kein Garant<br />
dafür, in einem Schadensfall nicht in Probleme<br />
zu geraten. Es ist deshalb von höchster Dringlichkeit,<br />
dass die Rechtslage abschließend – am<br />
besten durch eine eindeutige Verordnung –<br />
geklärt wird.<br />
[ Autor Stefan Hinners ...<br />
... ist Fachanwalt für<br />
Versicherungsrecht und<br />
Experte für Luftrechtsfragen.<br />
Er ist aktiver<br />
Berufspilot, Fluglehrer<br />
und anerkannter Flugprüfer<br />
des Luftfahrt-<br />
Bundesamtes.<br />
Praxis-Quiz Testen Sie Ihr Wissen<br />
1. 2. 3.<br />
An welcher Stromquelle ist der<br />
Anlasser eines Motors (auch der des<br />
Motorseglers mit einklappbarem<br />
Triebwerk oder Propeller) angeschlossen?<br />
a) am Zündkreis<br />
b) am Generator<br />
c) am Magnetkreis<br />
d) an der Batterie<br />
Die Lösungen finden Sie auf Seite 92.<br />
Wodurch wird die Zündung der<br />
meisten Motoren (auch die der<br />
Motorsegler mit einklappbarem<br />
Triebwerk oder Propeller) gespeist?<br />
a) durch die Magnete<br />
b) die Batterie<br />
c) den Generator<br />
d) die Batterie und die Magnete<br />
Kann der Motor anspringen,<br />
wenn man den Propeller bei ausgeschalteter<br />
Zündung durchdreht?<br />
a) Nein, der Zündfunke kann nur bei hoher<br />
Drehzahl anspringen.<br />
b) Nein, wenn der Zündschlüssel abgezogen<br />
ist, kann keinesfalls ein Zündfunke<br />
entstehen.<br />
c) Ja, denn es kann beim heißen Motor<br />
zu Glühzündungen kommen. Ebenso kann<br />
der Motor bei defektem Zündschloss<br />
anspringen.<br />
d) Ja, wenn der Hauptschalter an ist.<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 67
[ SEGELFLIEGEN Pilot Report ]<br />
DG-1001 CLUB WL<br />
DER TRAINER<br />
68 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
AUTOR: Gerhard Marzinzik<br />
Mit neuen Flügelenden hat DG-Flugzeugbau das Flugverhalten<br />
der DG-1001 Club noch einmal verbessert.<br />
Die Winglets machen den Trainer zur Einstiegsversion<br />
der DG-Doppelsitzer-Reihe.<br />
Foto: DG-Flugzeugbau<br />
Als Militärtrainer hat die<br />
DG-1001 Club schon richtig<br />
Karriere gemacht. Die<br />
USA unterhalten eine Flotte<br />
von 19 „Club“ für ihre Air Cadets.<br />
Im Wahlfach Segelfliegen können sie<br />
mit ihr das Fliegen erlernen. Auch<br />
Brasilien und Australien orderten den<br />
Trainer, um ihren Kadetten eine<br />
Segelflugausbildung zu ermöglichen.<br />
Eine Sonderstellung in diesem Anwendungsspektrum<br />
nimmt Indonesien<br />
ein. Dort ist die DG-1001 Club<br />
für die angehenden Militärpiloten sogar<br />
das Einstiegsschulflugzeug. Auf<br />
ihr erlernen sie die Grundzüge des<br />
Fliegens, bevor es mit den im Betrieb<br />
sehr viel teureren Turboprop- und<br />
Jettrainern weitergeht.<br />
Im rein sportlich geprägten Segelflug<br />
in Deutschland hat die Club-<br />
Version der DG-1001 dagegen noch<br />
nicht diese Verbreitung und diesen<br />
Bekanntheitsgrad als Trainer erreicht.<br />
Das Bild der DG-1001 wird hier von<br />
den Varianten des Eigenstarters, des<br />
Turbos und des reinen Segelflugzeugs<br />
bestimmt. Mit ihren 20 Metern Spannweite,<br />
den nach oben und hinten sich<br />
in Winglets aufschwingenden Flügelspitzen<br />
und dem großen, weit herausragenden<br />
Hauptrad nimmt sich<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 69
[ SEGELFLIEGEN Pilot Report ]<br />
AUCH MIT WINGLETS LÄSST<br />
SICH MIT DER DG-1001 CLUB<br />
PROBLEMLOS TURNEN.<br />
DG-1001 gegenüber der Club-Version<br />
fast wie ein anderes Muster aus.<br />
Die Club steht standardmäßig sehr<br />
viel tiefer auf einem festen Hauptrad,<br />
wobei ein kleines Bugrad vor Beschädigungen<br />
beim Rollen schützt – ähnlich<br />
wie beim Vorgängermuster DG-<br />
500. Vor allem fehlte der Club mit dem<br />
auf 18 Meter Spannweite gestutzten<br />
Flügel der Pfiff des aufsehenerregenden<br />
Außenflügels der größeren<br />
Schwestermodelle. Die Winglets haben<br />
das nun grundlegend geändert,<br />
mit ihnen hat die Club jetzt ein attraktives<br />
Auftreten gewonnen.<br />
Was elegant aussieht, sollte auch<br />
gut fliegen – dieser Aussage ging die<br />
<strong>aerokurier</strong>-Redaktion Ende Juni auf<br />
den Grund. Bei zwei Testflügen konnte<br />
die DG-1001 Club Winglet ihr Trainerpotenzial<br />
beweisen und zeigen,<br />
wie sie sich mit einfachen Endscheiben<br />
und damit auf 17,4 Meter verkürzter<br />
Spannweite im Kunstflug<br />
verhält.<br />
Die Winglets werden am Innenflügel<br />
dort aufgesteckt, wo normalerweise<br />
die Außenflügel für 20 Meter<br />
Spannweite andocken. Bisher<br />
hatte die Club-Version standardmäßig<br />
ein fest angeharztes Wingtip. Die<br />
Winglet-Version hält der DG-1001<br />
nun alle Ausbauvarianten offen. Mit<br />
dem Kauf einer Club-Variante legt<br />
sich eine Schule oder ein Verein nicht<br />
auf alle Zeit auf diese fest. Zur Schnittstelle<br />
können die großen Außenflügel<br />
nachgekauft werden. Schon vorher<br />
gab es die Möglichkeit zur Nachrüstung<br />
von Wasserballasttanks. Das<br />
Festfahrwerk kann gegen ein einziehbares<br />
getauscht werden. Mit<br />
diesen Umrüstmöglichkeiten gewinnt<br />
die DG-1001 eine hohe Einsatzflexibilität.<br />
Der Wechsel zwischen Schulflugzeug<br />
mit Winglets, Turngerät mit<br />
einfachen Endscheiben und Leistungsflugzeug<br />
mit großen Außenflügeln<br />
für die 20-m-Doppelsitzerklasse<br />
ist in wenigen Minuten vollzogen.<br />
Grundausbildung und Überlandflugeinweisung<br />
bis hin zum ambitionierten<br />
Streckenflugtraining sind<br />
mit ein und demselben Flugzeug<br />
möglich, ohne dass Kompromisse<br />
70 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
[ 2 ]<br />
[ 1 ] [ 3 ]<br />
[ 1 ] Flügelenden<br />
einfach umstecken,<br />
und schon wird aus<br />
der DG-1001 ein<br />
Vollakroflugzeug.<br />
[ 2 ] Die Flügelschnittstelle<br />
nimmt Winglets<br />
und große Außenflügel<br />
auf. [ 3 ] Mit<br />
dem LED-Blitzer in<br />
der Bugspitze ist<br />
die DG-1001 Cub<br />
WL nicht mehr zu<br />
übersehen.<br />
Fotos: DG-Flugzeugbau, Marzinzik<br />
eingegangen werden müssen. Stefan<br />
Göldner vom DG-Vertrieb mochte mir<br />
noch etwas mehr zeigen: Mit dem<br />
Trimmkasten in der Seitenflosse lassen<br />
sich ganz unterschiedliche Beladungen<br />
der Sitzplätze ausgleichen,<br />
die Schwerpunktlage also immer<br />
optimal einstellen. Eine kleine, übersichtliche<br />
Tabelle hilft die richtige<br />
Auswahl an Ausgleichsgewichten<br />
zu finden. Man muss das alles aber<br />
nicht, die DG lässt sich auch mit leerem<br />
Gewichtskasten im Heck gut<br />
fliegen. Wir lassen deshalb den Kasten<br />
für den simulierten Schulflug leer.<br />
Es zeigt sich schnell, dass jene<br />
Piloten, die die Schwerpunktoptimierung<br />
als hinderliche Komplikation im<br />
Handling der Club betrachten, im<br />
Ausbildungsbetrieb auch ganz darauf<br />
verzichten können. Oder man stellt<br />
den Schwerpunkt ein Mal auf einen<br />
durchschnittlichen Schüler ein.<br />
Ein- wie Ausstieg sind dank des<br />
niedrigen Fahrwerks – im Gegensatz<br />
zum hochstehenden Cockpit der<br />
Schwestermodelle – wenig schweißtreibend.<br />
Fluglehrer werden das im<br />
Platzrundenbetrieb zu schätzen wissen.<br />
Die weit zur Seite aufschwenkenden<br />
Hauben werden von Gasdruckfedern<br />
in ihrer Position gehalten.<br />
Starten bei geöffnetem hinteren<br />
Einstieg ist bei geteilten Hauben<br />
immer ein Sicherheitsrisiko. Bei der<br />
DG-1001 warnt ein akustisches Signal,<br />
sollte die vordere Haube vor der<br />
hinteren geschlossen werden. Im<br />
Cockpit findet die DG-1001-Club-Crew<br />
keine Unterschiede zu den großen<br />
Schwestermodellen. Vorn sitzt man<br />
gleichermaßen in der Sitzschale und<br />
kann seine Position über verstellbare<br />
Pedale und Rückenkissen anpassen.<br />
Mit meinen 1,75 Meter Länge<br />
und Rückenfallschirm brauche ich<br />
kein Kissen und habe auch noch<br />
Spielraum bei der Pedalverstellung.<br />
Der hintere Sitz bietet mit einer<br />
Höhenverstellung noch mehr Flexibilität.<br />
Den Instrumentenpilz hat DG dem<br />
Schulbetrieb angemessen bestückt.<br />
Ein FLARM und der optionale LED-<br />
Blitzer, der in der Bugspitze die Einfassung<br />
der F-Schleppkupplung bildet,<br />
sorgen für Sicherheit. Der in der Luft<br />
nicht zu übersehende Blitzer strahlt<br />
nach vorn, zur Seite und leicht nach<br />
hinten, ohne dass sich für den Piloten<br />
Der Club-Demonstrator<br />
ist ganz funktional<br />
wie ein Schulflugzeug<br />
instrumentiert.<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 71
[ SEGELFLIEGEN Pilot Report ]<br />
WAS WINGLETS AUSMACHEN:<br />
DAS DESIGN DER CLUB WIRKT<br />
JETZT WIE AUS EINEM GUSS.<br />
Fazit<br />
• gutmütiges Langsamflugverhalten<br />
• harmonische Ruderabstimmung<br />
• Ausbaumöglichkeiten<br />
• Raumangebot vorn könnte<br />
größer sein<br />
• hinten Sichteinschränkung<br />
eine Blendung ergibt. Er wird von<br />
einer eigenen Batterie gespeist und<br />
soll bei der Steuerung über das FLARM<br />
einen Wochenendbetrieb halten.<br />
Das Wetter zum Kennenlernen der<br />
DG-1001 Club WL passt. Es ist der<br />
erste richtige Sommertag in Bruchsal,<br />
aber einer, der gleich übertreibt:<br />
Schwülheiß ist es, um die 30 Grad<br />
Celsius. Eher erschwerte Bedingungen<br />
für die Schlepp-Morane auf dem<br />
nicht gerade langen Grasplatz.<br />
Nach dem Straffen des Seils wandert<br />
der Bremsklappengriff aus seiner<br />
Position für die Feststellbremse in die<br />
Einfahrarretierung, und das Anrollen<br />
mit voll gezogenem Höhenruder beginnt<br />
ganz komfortabel. Das große,<br />
gut gefederte<br />
Rad glättet im<br />
Startlauf die<br />
groben Unebenheiten,<br />
bis der<br />
Doppelsitzer bei<br />
rund 80 km/h<br />
aus dem Gras<br />
gehoben werden<br />
kann. Schon<br />
im Schlepp fällt<br />
positiv auf, dass<br />
die mit dem Update auf die Version<br />
1001 überarbeitete Abdichtung der<br />
Hauben wirkungsvoll ist. Auch später<br />
im Schnellflug bleibt die Club WL<br />
überzeugend leise, wobei in der<br />
sommerlichen Warmluft alle Lüftungen<br />
geöffnet sind. In rund 1000 Meter<br />
Höhe lässt es sich dabei auch<br />
ohne Wolkenschatten gut aushalten.<br />
Die Lüftungsdüsen in der rechten<br />
Bordwand zielen angenehm Richtung<br />
Oberkörper.<br />
In 600 Metern treibt der erste Bart<br />
die Varionadel an den Anschlag – Zeit,<br />
auszuklinken. Die Wolke zieht für<br />
Warmluft ordentlich, allerdings muss<br />
ich erst auf Umkehrkurs etwas ausholen,<br />
um in den Kern des engen<br />
Schlauchs drehen zu können. Wo’s<br />
richtig steigt, teilt der Flügel gut mit.<br />
In engen Spiralen geht es aufwärts.<br />
Rund 100 km/h Geschwindigkeit verlangt<br />
die Club WL für die große Schräglage.<br />
Es geht auch etwas langsamer,<br />
aber dann macht sich die vordere<br />
Schwerpunktlage bemerkbar. Bei<br />
völlig zurückgezogener Trimmung<br />
muss ich für 90 km/h, die der Schräglage<br />
aber schon nicht mehr angemessen<br />
sind, kräftig ziehen. Weiter oben<br />
kann der Kreis auch aufgeweitet und<br />
dann flacher mit 90 km/h gekurbelt<br />
werden.<br />
Es macht schon Spaß, die Club so<br />
aufdrehen zu lassen. Die Verlagerung<br />
des kräftigen Steigens mit der Höhe<br />
ist gut zu lokalisieren, und mit dosiertem<br />
Nachsteuern mit den harmonisch<br />
abgestimmten, leichtgängigen<br />
Rudern lässt sich dem Kern recht<br />
einfach folgen. Schülern sollte es damit<br />
nicht schwerfallen, ihre ersten<br />
Thermikerfahrungen zu sammeln.<br />
Und wie verhält sich die DG-1001<br />
Club mit den Winglets, wenn sie zu<br />
langsam wird? Unsere vordere Schwerpunktlage<br />
macht sich nicht negativ<br />
bemerkbar, mit ganz zurückgezogenem<br />
Steuerknüppel lässt sich die Club<br />
auch im Kurvenflug völlig aushungern.<br />
Eine hoch über dem Horizont drehende<br />
Nase, weiche Ruder und leichtes<br />
Schütteln signalisieren den überzogenen<br />
Flugzustand, der sich noch mit<br />
leichten Querruderausschlägen kontrollieren<br />
lässt. Nicktendenzen lassen<br />
sich leicht wieder einfangen. Im<br />
Geradeausflug zeigt sich bei rund 70<br />
km/h ein ähnliches Verhalten.<br />
Beim zweiten Flug mit den einfachen<br />
Endscheiben für den Kunstflug<br />
– dementsprechen mit noch kürzerer<br />
Spannweite und einhergehender erhöhter<br />
Flächenbelastung – zeigt sich<br />
ein nicht mehr ganz so gutmütiges<br />
Verhalten. Wir haben jetzt mit gefülltem<br />
Gewichtskasten im Heck auch<br />
eine hintere Schwerpunktlage eingestellt.<br />
Nach stetig verringerter Fahrt<br />
lässt sich die „Club-Akro“ jetzt auch<br />
72 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
[ 1 ]<br />
[ 1 ] Die Ausgleichsgewichte für unterschiedliche Cockpitbeladungen<br />
passen in die Cockpitvorrichtungen und in den Leitwerksschacht.<br />
[ 2 ] Der Leitwerksschacht kann einfach befüllt werden. Das ist im<br />
Flugbetrieb aber nicht ständig erforderlich.<br />
Daten DG-1001 Club WL<br />
Muster: DG-1001 Club WL Hersteller: DG-Flugzeugbau, Bruchsal Besatzung: 1+1<br />
Bauweise: Faserverbund Einsatz: Schulung, Training, Kunstflug Preis: Die Basisausführung<br />
der DG-1001 Club WL gibt es für 83 000 Euro plus MwSt.<br />
Abmessungen<br />
Spannweite <br />
18 m<br />
Flügelfläche 16,72 m 2<br />
Streckung 19,38<br />
Länge<br />
8,57 m<br />
Rumpfhöhe<br />
1,0 m<br />
Rumpfbreite<br />
0,73 m<br />
Massen<br />
max. Masse Kat. U 750 kg<br />
max. Flächenbelastung 44,9 kg/m²<br />
max. Masse Kat. A<br />
630 kg<br />
Rüstmasse<br />
Flächenbelastung<br />
(bei 80 kg Zuladung)<br />
ca. 411 kg<br />
ca. 29,4 kg/m²<br />
Leistung<br />
geringstes Sinken<br />
(einsitzig) bei 84 km/h 0,62 m/s<br />
Überziehgeschwindigkeit<br />
bei 550 kg<br />
67 km/h<br />
beste Gleitzahl<br />
bei 750 kg und 100 km/h ca. 41<br />
Höchstgeschwindigkeit 270 km/h<br />
[ 2]<br />
Fotos: DG-Flugzeugbau, Marzinzik<br />
mit einem kräftigen Seitenruderausschlag<br />
ins Trudeln befördern. Das<br />
Trudeln erfolgt recht steil. Mit Gegenseitenruder<br />
zum Stoppen der<br />
Rotation und nachgelassenem Höhensteuer<br />
ist der Flieger schnell wieder<br />
unter Kontrolle gebracht. Schülern<br />
sollte bei diesem Verhalten das Trudeln<br />
kein unbekanntes Flugmanöver<br />
bleiben.<br />
Trimmen lässt sich die DG-1001<br />
Club WL vom Langsamflug bis in den<br />
hohen Geschwindigkeitsbereich.<br />
Einmal vertrimmt, sind höhere Ruderkräfte<br />
aufzubringen. Auch mit dem<br />
Trainer macht das Vorfliegen von<br />
Wolke zu Wolke Freude. Zwar tragen<br />
hier nicht 20 Meter Spannweite, allzu<br />
drastisch beschneidet das aber die<br />
Leistung nicht. Die nächsten Wolken<br />
werden auch bei 1100 Metern Basis<br />
in Höhen erreicht, die noch keinen<br />
Gedanken ans Außenlanden aufkommen<br />
lassen. Überlandflugeinweisungen<br />
sollten mit dem Trainer kein<br />
Problem darstellen.<br />
Die Sicht vom vorderen Sitz aus<br />
ist ausgezeichnet, hinten ist sie durch<br />
den Haubenrahmen etwas eingeschränkt,<br />
auch wenn mit dem 1001er-<br />
Update die vordere Kopfstütze schon<br />
verkleinert wurde.<br />
Der Landeanflug schließlich ist mit<br />
den wirkungsvollen Bremsklappen<br />
gut zu steuern. Für die letzte Verzögerung<br />
sorgt die Scheibenbremse im<br />
Hauptrad.<br />
Mein Fazit: Mit den neuen Winglets<br />
gewinnt die DG-1001 Club WL bessere<br />
Langsamflugeigenschaften, und<br />
mit den Ausbauoptionen wächst sie<br />
über den Einsatz als bloßes Schulflugzeug<br />
hinaus. Sie lässt sich damit<br />
sehr variabel im Vereinsbetrieb einsetzen.<br />
ae<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 73
[ SEGELFLIEGEN Interview ]<br />
immer gleichbehandelt oder -angesehen<br />
wird. Vor allem auf Wettbewerben<br />
gibt es immer wieder<br />
Unterschiede. Erstaunlicherweise<br />
sind es nicht die älteren Flieger,<br />
bei denen ich das Gefühl habe,<br />
dass sie Frauen im Flugzeug komisch<br />
finden. Ganz im Gegenteil,<br />
die sind alle immer total begeistert,<br />
wenn eine Frau auf dem Flugplatz<br />
auftaucht und so aktiv ist. Nein,<br />
die Sprüche, die ich mitbekommen<br />
habe, habe ich meist auf Juniorenwettbewerben<br />
aufgeschnappt.<br />
„Heute war ein schlechter Tag, ich<br />
bin in der Tageswertung hinter<br />
dem Mädel ...“ oder auch „Wenn<br />
ich am Ende vor der Frau platziert<br />
bin, ist alles in Ordnung ...“, so<br />
oder so ähnlich klingt das manchmal.<br />
Es sind nicht alle so, aber ich<br />
glaube, diese Denkweise ist verbreiteter,<br />
als man sich das als Frau<br />
wünscht.<br />
Das Problem ist, dass man als Frau<br />
auf einem Wettbewerb immer heraussticht.<br />
Man nimmt eine Sonderposition<br />
ein – ob man will oder<br />
nicht. Ich persönlich habe das meist<br />
auch als Leistungsdruck verspürt.<br />
Ich hatte immer das Gefühl, dass<br />
alle wissen, wie ich geflogen bin,<br />
also nicht von vornherein klar, dass<br />
ich wirklich dabei bleibe, und ich<br />
muss zugeben, von alleine wäre<br />
ich in dem Alter wahrscheinlich<br />
nicht darauf gekommen. So aber<br />
verbrachte ich meine Sommerferien<br />
auf dem Flugplatz und bin<br />
danach auch viele Wochenenden<br />
rausgekommen.<br />
So richtig gepackt hat mich das<br />
Flugfieber allerdings erst mit meinem<br />
ersten ordentlichen Thermikflug<br />
mit einer ASK 23. In der Thermik<br />
hochzukommen und zu sehen,<br />
dass das wirklich funktioniert mit<br />
dem Fliegen, hat mich sehr fasziniert.<br />
Woher kommt die Faszination<br />
fürs Fliegen?<br />
Ich glaube zum größten Teil ist es<br />
die Vielfalt der Möglichkeiten, die<br />
sich beim Segelfliegen ergeben,<br />
und die Komplexität. Zum einen<br />
ist es das Thermikfliegen. Dazu<br />
muss man das Wetter analysieren,<br />
was ich sehr spannend finde. Immer<br />
aufmerksam sein und beobachten,<br />
was gerade am Himmel<br />
passiert – es wird nie langweilig.<br />
Auch dass man so viel herumkommt,<br />
gefällt mir. Ich habe schon<br />
Christiane Franke<br />
Fluglehrerin aus<br />
Sie ist jung, studiert und liebt<br />
das Segelfliegen: Flugschein mit<br />
14 Jahren, erste Wettbewerbserfolge<br />
mit 16 und mit 24 Fluglehrerin. Was<br />
Christiane Franke am Fliegen so<br />
begeistert, erzählt sie im Interview.<br />
Christine, du bist auf dem<br />
Flugplatz „Der Ring in Ziegenhain“<br />
groß geworden. Was<br />
bedeutet es für eine junge Frau<br />
in einer doch eher männerdominierten<br />
Sportart, zu fliegen<br />
und auch als Fluglehrerin zu<br />
schulen und auszubilden?<br />
Nun ja, mit meinen 24 Jahren bin<br />
ich zwar nicht richtig alt, aber so<br />
außergewöhnlich jung nun auch<br />
wieder nicht. Beim Schulen habe<br />
ich noch überhaupt keine Unterschiede<br />
zu den Männern gemerkt.<br />
Sowohl bei den Fluglehrerkollegen<br />
als auch bei den Flugschülern habe<br />
ich das Gefühl, akzeptiert und<br />
geachtet zu sein. Da spielt weder<br />
mein Geschlecht noch mein Alter<br />
eine Rolle. Ich glaube, hier sind<br />
die Flugerfahrung und die Routine,<br />
mit der ich meine Platzrunden<br />
fliege, ausschlaggebend. Ich will<br />
aber nicht behaupten, dass man<br />
wenn ich wieder mal auf dem Acker<br />
saß. Das ist einer der Punkte, weshalb<br />
ich nie irgendjemandem hinterherfliege.<br />
Ich will zeigen, dass<br />
Frauen stark und unabhängig sind,<br />
auch in der Fliegerei, und dass,<br />
wenn ich mal etwas richtig mache,<br />
dies tatsächlich eindeutig mein<br />
eigenes Verdienst ist. Wahrscheinlich<br />
war und ist das nicht der kürzeste,<br />
leichteste oder intelligenteste<br />
Weg zum Erfolg, aber er<br />
erscheint mir als der einzig mögliche.<br />
Wann wusstest du, dass du<br />
fliegen willst?<br />
Ich habe mit 14 Jahren angefangen.<br />
Da meine Eltern früher beide geflogen<br />
sind, lag es nahe, dass ich<br />
bei dem jährlichen Sommerkurs<br />
der Akaflieg Frankfurt ausprobiere,<br />
ob ich mich in einem Segelflugzeug<br />
wohlfühle. Bei mir war es<br />
so viel von Deutschland aus der<br />
Luft gesehen, das ist einfach großartig.<br />
Die vielen schönen Momente,<br />
bei denen mir die Spucke weggeblieben<br />
ist, kann ich gar nicht<br />
alle aufzählen. Das Schöne ist, man<br />
kann in fast jede Himmelsrichtung<br />
fliegen und sieht so immer wieder<br />
Neues. Die Wellenfliegerei hat<br />
natürlich ihren ganz eigenen Reiz.<br />
Neben und über den Wolken zu<br />
sein, ist schon etwas Besonderes.<br />
Hinzu kommt bei mir der sportliche<br />
Ehrgeiz. In der Fliegerei kann man<br />
sich immer weiter entwickeln und<br />
so viel Neues lernen, bei jedem<br />
Flug. Dieses Wissen richtig zu<br />
deuten und zu sehen, was andere<br />
anders und besser machen, aber<br />
auch was man selbst alles hinbekommt,<br />
spornt mich immer wieder<br />
an, meine eigenen fliegerischen<br />
Grenzen neu auszuloten. Dass man<br />
dabei auch immer wieder mal auf<br />
74 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
dem Acker landet, erfordert eine<br />
gewisse Frusttoleranz.<br />
Wenn man flugbegeistert ist,<br />
heißt das noch nicht, dass<br />
man auch ausbilden möchte.<br />
Wie kam es zu der Idee zu<br />
schulen? Seit wann bist du<br />
Fluglehrerin?<br />
Nachdem ich schon über einige<br />
Jahre immer wieder darauf angesprochen<br />
wurde, ob ich nicht Fluglehrerin<br />
werden möchte, habe ich<br />
2014 meine Fluglehrerprüfung<br />
abgelegt. Ich selbst habe meine<br />
komplette fliegerische Ausbildung<br />
bei ehrenamtlichen Fluglehrern<br />
erfahren dürfen und glaube, dass<br />
nun die Zeit ist dafür, etwas weiterzugeben.<br />
Schließlich lebt die<br />
Segelfliegerei in den Vereinen<br />
davon, dass sich Menschen engagieren.<br />
Ich hoffe, dass meine Flugschüler<br />
schon bald die gleiche<br />
Faszination für das Fliegen erfahren<br />
wie ich.<br />
Was motiviert dich im Wettbewerbsflug?<br />
Meinen ersten Wettbewerb bin ich<br />
2011 in Grabenstetten mitgeflogen.<br />
Dabei war meine Hauptmotivation<br />
Ich kann da nur mit den Achseln<br />
zucken, denn so wirklich nachvollziehbar<br />
ist das nicht. Schließlich<br />
betreibe ich das Hobby ja mit einer<br />
gewissen Leidenschaft und fühlte<br />
mich auch immer unterstützt und<br />
gefördert und nie ausgegrenzt oder<br />
ähnliches. Ich glaube, dass es für<br />
Mädchen mit 15, 16 Jahren gar<br />
nicht so leicht ist, so ein ungewöhnliches<br />
Hobby zu haben. Man fällt<br />
damit leider immer noch aus der<br />
Frauenrolle.<br />
Als Jugendliche will man erst mal<br />
dazugehören, normal sein. Als<br />
Segelfliegerin schwimmt man gegen<br />
den Strom und passt halt in<br />
keine Schublade so richtig rein. Ich<br />
vermute, mir war das damals egal.<br />
Mit meiner Größe von 1,79 Meter,<br />
dem Interesse an Naturwissenschaften<br />
und dann wiederum dem<br />
Umstand, dass ich 15 Jahre zweimal<br />
die Woche reiten gegangen<br />
bin, hat mich sowieso keiner einordnen<br />
können. Da hat die Fliegerei<br />
auch keinen Unterschied mehr<br />
gemacht. Aber ganz leicht war es<br />
trotzdem nicht immer.<br />
Man sagt Frauen allgemein<br />
nach, dass sie sich nicht für<br />
Technik interessieren, nicht<br />
technisch versiert seien. Ist<br />
Fliegen wirklich zu technisch,<br />
und sind Frauen deshalb weniger<br />
an dieser Sportart interessiert?<br />
Ich glaube, dass die Fliegerei als<br />
sehr technisches Hobby dargestellt<br />
wird, was ich aber so nicht unterschreiben<br />
würde. Ich selbst habe<br />
von Technik keine allzu große Ahnung.<br />
Ja klar, wenn ich einen Platten<br />
habe oder sonst irgendetwas<br />
nicht stimmt, versuche ich erst mal<br />
selber, das Problem zu lösen. Sobald<br />
das allerdings nicht funktioniert,<br />
habe ich keine Scheu, um Hilfe zu<br />
bitten. Reparaturen und das Schrauben<br />
sind für mich ein notwendiges<br />
Übel, aber ganz bestimmt nicht<br />
der Grund, warum ich die Fliegerei<br />
betreibe. Ich habe oft das Gefühl,<br />
wenn ich mich mit anderen Frauen<br />
und Männern über das Hobby<br />
unterhalte, dass genau dieser<br />
Aspekt als sehr groß angesehen<br />
wird. Andererseits verstehe ich<br />
nicht, warum so viele Frauen so<br />
eine Scheu vor allem haben, was<br />
mit Technik oder Naturwissenschaften<br />
auch nur ansatzweise in<br />
Verbindung gebracht wird.<br />
Wie siehst du deine berufliche<br />
und fliegerische Zukunft?<br />
Ich studiere momentan in Tübingen<br />
und mache den Master in Nano-<br />
Science. Zuvor habe ich meinen<br />
Bachelor in Göttingen in Biochemie<br />
beendet. Wie genau ich später<br />
damit mein Geld verdienen werde,<br />
weiß ich noch nicht, ich habe die<br />
Hoffnung, in einem Unternehmen<br />
in der Nanotechnologie einen Job<br />
zu bekommen. Nachdem ich die<br />
letzten Jahre sehr viel geflogen bin<br />
und dabei in diesem Jahr mit mir<br />
und meiner Fliegerei persönlich<br />
nicht so zufrieden war, wird sich<br />
im kommenden Jahr einiges ändern.<br />
Ich bin umgezogen und werde mir<br />
einen neuen Verein suchen. Mich<br />
dort in das Vereinsleben und den<br />
Schul-/Flugbetrieb zu integrieren,<br />
sehe ich als Herausforderung und<br />
hoffe, dass sie mir jede Menge<br />
Freude bringen wird.<br />
Demnächst werde ich mich aber<br />
mehr auf mein Studium konzentrieren<br />
und vielleicht neue Sachen<br />
wie einen Kunstfluglehrgang ausprobieren.<br />
ae<br />
Interview: Heike Knauff-Oliver<br />
Leidenschaft<br />
die Förder-Hornet des Dr.-Angelika-Machinek-Fördervereins<br />
für<br />
Frauensegelflug. Für sie gilt als<br />
Bewerbungskriterium die Teilnahme<br />
an einem Wettbewerb. Dass<br />
ich tatsächlich mal ein Flugzeug<br />
zur Verfügung gestellt bekommen<br />
sollte, davon habe ich zu dem Zeitpunkt<br />
noch nicht richtig zu träumen<br />
gewagt. Doch wenn man nichts<br />
versucht, kommt man auch nicht<br />
weiter.<br />
Bei der Juniorenquali in Grabenstetten<br />
habe ich dann tatsächlich<br />
Blut geleckt. Seitdem bin ich bei<br />
mehreren Juniorenqualis, Deutschen<br />
Meisterschaften der Frauen<br />
und einer Seniorenqualifikation<br />
mitgeflogen.<br />
Warum, glaubst du, gibt es so<br />
wenige Frauen, die Fliegen<br />
lernen wollen und diese Sportart<br />
mit Leidenschaft betreiben?<br />
Erklären und zeigen,<br />
wie das Segelfliegen<br />
funktioniert. Bei<br />
Christiane Franke<br />
färbt auch die<br />
Leidenschaft ab.<br />
Fotos: Heike Knauff-Oliver<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 75
[ SEGELFLIEGEN Unfallanalyse ]<br />
Einfach nur dumm<br />
gelaufen? Diese<br />
Unfallanalyse zeigt,<br />
wie wichtig der<br />
Startcheck und die<br />
Kommunikation von<br />
Schlepp-Pilot und<br />
Segelflieger sind.<br />
Mit einer LS6-b im Schlepp<br />
rollte eine Super Dimona<br />
am 2. Mai 2015 um 13.27<br />
Uhr am Flugplatz Elz zum verhängnisvollen<br />
Flug an. Der Reisemotorsegler<br />
mit Dreibeinfahrwerk, 115<br />
PS starkem Rotax-Motor und hydraulischem<br />
Verstellpropeller war<br />
in Elz das Schleppflugzeug des<br />
Luftsportvereins. Der Segelflieger<br />
war Gast und startete zum ersten<br />
Mal auf diesem Flugplatz. Der Sonderlandeplatz<br />
Elz auf 700 Fuß<br />
Höhe verfügt neben einer längeren<br />
Graspiste über eine 600 Meter<br />
lange und sechs Meter breite Asphaltpiste<br />
mit der Ausrichtung<br />
070/250 Grad. Es herrschten Segelflugbedingungen.<br />
Der umlaufende<br />
Wind war schwach. Die<br />
Tageshöchsttemperatur betrug<br />
rund 17 Grad Celsius und der Luftdruck<br />
1011 hPa (QNH). Es gab drei<br />
Achtel Cumulusbewölkung.<br />
Was sich bei dem Schleppversuch<br />
abspielte, hat der Segelflieger<br />
mit einer im Cockpit montierten<br />
Videokamera vollständig dokumentiert.<br />
Ergänzt wird dieses Videoprotokoll<br />
von zwei Aufnahmen<br />
einer Webcam, die am Flugplatz<br />
installiert ist.<br />
Der Schlepp begann am nordwestlichen<br />
Rand der Piste 07. Die<br />
LS6-b stand nördlich der Bahnverlängerung<br />
schräg zur Asphaltbahn<br />
am äußersten Ende des Platzes.<br />
Mit dem Anziehen rollte die LS6-b<br />
zunächst auf Gras schräg auf den<br />
Beginn der Asphaltpiste 07 zu und<br />
positionierte sich dann auf gerader<br />
Linie hinter der Super Dimona. Kurz<br />
vor der Bahnmitte hob der Motorsegler<br />
ab, drei Sekunden später<br />
die LS6-b. Laut Bordkamera betrug<br />
die Geschwindigkeit des Segelflugzeugs<br />
zum Zeitpunkt des Abhebens<br />
rund 100 km/h.<br />
76 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />
Kurz nach dem Abheben bot<br />
sich dem LS6-b-Piloten diese<br />
Aussicht. Die Super Dimona<br />
hatte schon vorher abgehoben<br />
und befand sich im Steigflug.<br />
Nach dem Abheben hinter der<br />
Bahnmitte klinkte der Segelflieger<br />
aus. Fahrtanzeige: rund<br />
100 km/h. Die Super Dimona<br />
setzte ihren Flug für eine<br />
ver kürzte Platzrunde fort.<br />
Nicht ohne<br />
Gleich nach dem Abheben klinkte<br />
der Segelflieger das Schleppseil<br />
aus. Später erklärte er, er hätte den<br />
Eindruck gehabt, dass „etwas mit<br />
dem Höhenruder nicht stimmen“<br />
würde. Die LS6-b setzte wieder<br />
auf, und der Pilot steuerte sie von<br />
der Asphaltpiste weg, zirka zehn<br />
Grad nach links auf die Graspiste<br />
und leitete nach einer Rollstrecke<br />
von rund 200 Metern durch Ablegen<br />
der rechten Tragfläche auf den<br />
Boden einen Ringelpiez nach rechts<br />
ein. So wollte er das Segelflugzeug<br />
vor dem nahen Platzende zum<br />
Stehen bringen. Die Geschwindigkeit<br />
in dem Moment: noch rund<br />
90 km/h. Mit dem Ablegen der<br />
Tragflächenspitze stiegen die linke<br />
Tragfläche und der Rumpf auf<br />
– die Schräglage betrug rund 45<br />
Grad –, dann schlug das Flugzeug<br />
mit der Rumpfspitze zuerst auf dem<br />
Boden auf. Der Pilot wurde leicht<br />
verletzt, das Segelflugzeug schwer<br />
beschädigt.<br />
Technische Mängel<br />
haben nicht vorgelegen<br />
Wo und in welcher Lage das<br />
Segelflugzeug zum Stillstand kam,<br />
konnten die Unfalluntersucher nicht<br />
mehr genau feststellen. Die Spuren<br />
und Kerben im Erdreich lassen aber<br />
den Schluss zu, dass dies acht<br />
Meter nordöstlich der Schwelle der<br />
Piste 07 war. Die Unfallstelle mit<br />
Spuren im aufgerissenen Erdreich<br />
befand sich am östlichen Ende der<br />
Piste 25 auf einer Rasenfläche<br />
zwischen Piste und Rollweg. Das<br />
Gras stand hier im Mittel fünf Zentimeter<br />
hoch und war stellenweise<br />
mit dichtem Klee durchsetzt.<br />
Technische Mängel, die zu dem<br />
Unfall hätten beitragen können,<br />
konnten nicht festgestellt werden.<br />
Das Flugzeug mit britischer Kennung<br />
befand sich in einer privaten<br />
Halterschaft in Deutschland.
Beim Ringelpiez<br />
hob die LS6 noch<br />
einmal ab. Die<br />
Bordkamera zeigt<br />
die Situation aus<br />
Pilotensicht.<br />
Startcheck<br />
Der Pilot der HK 36 TTC berichtete<br />
später, dass er im Bereich der<br />
Halbbahnmarkierung das Ausklinken<br />
der LS6-b kurz nach dem<br />
eigenen Abheben durch einen Ruck<br />
bemerkt habe. Er hatte den Start<br />
fortgesetzt, eine verkürzte Platzrunde<br />
geflogen und so dem Segelflugzeug<br />
die restliche Startbahn zum<br />
Abbremsen überlassen.<br />
Der Dimona-Pilot (58) war mit<br />
einer Gesamtflugzeit von 725 Stunden,<br />
davon 52 Stunden auf der HK<br />
36 TTC, erfahren. In den letzten<br />
90 Tagen hatte er 23 Flüge auf der<br />
Super Dimona absolviert, davon<br />
15 Schleppflüge. Am Unfalltag<br />
hatte er schon fünf Schleppflüge<br />
absolviert, die problemlos verlaufen<br />
waren. Auf den 90-Liter-Wasserballast<br />
in der LS6-b, der eine<br />
deutlich höhere Schleppgeschwindigkeit<br />
erforderlich gemacht hätte,<br />
hatte ihn der LS6-Pilot vor dem<br />
Schlepp nicht hingewiesen.<br />
Mit Ballastwasser<br />
höhere Mindestfahrt<br />
Der 35-jährige Pilot der LS6-b<br />
war durchaus kein Anfänger, er<br />
besaß mit der Segelfluglizenz die<br />
Lehr- und Kunstflugberechtigung.<br />
Seine Gesamtflugerfahrung betrug<br />
Beim Aufschlag<br />
nach dem Ringelpiez<br />
zerbrachen<br />
das Cockpit und<br />
der Leitwerkträger<br />
der LS6.<br />
877 Stunden, davon 114 auf der<br />
LS6-b. In den letzten 90 Tagen<br />
hatte er sechs Flüge mit der LS6<br />
absolviert.<br />
Aber hatte er vor dem Start<br />
überhaupt wahrgenommen, dass<br />
er mit einem um 90 Kilogramm<br />
erhöhten Abfluggewicht mit einer<br />
höheren Minimalfahrt rechnen<br />
musste? Mit der deutlich erhöhten<br />
Flächenbelastung zeigen sich die<br />
vom Flugzeug ohne Ballast bekannten<br />
Ruderwirkungen erst bei höheren<br />
Geschwindigkeiten. Ein<br />
Einsitzer, dem man eine Zusatzmasse<br />
eines „zweiten Piloten“<br />
zumutet, reagiert darauf sehr viel<br />
schärfer als Doppelsitzer, deren<br />
Flügelflächen konstruktiv so ausgelegt<br />
wurden, dass sie mit zwei<br />
Piloten geflogen nicht signifikant<br />
andere Geschwindigkeitsgrenzwerte<br />
zeigen.<br />
Ein Schlepp-Pilot, dem die Wasserballastmenge<br />
bekannt ist, wird<br />
in Bodennähe stärker beschleunigen,<br />
erst dann in den Steigflug<br />
übergehen und dabei mit einer<br />
höheren Geschwindigkeit fliegen,<br />
damit der Geschleppte über normale<br />
Ruderwirkungen verfügt.<br />
Eine entsprechende Absprache<br />
zwischen Segelflieger und Schlepp-<br />
Pilot ist deshalb ein Muss.<br />
Die Überlegung zum Verhalten<br />
bei einem Startabbruch gehört<br />
immer zum Startcheck. Sind 90<br />
Kilogramm Wasser an Bord, muss<br />
beachtet werden, dass nicht nur<br />
die Beschleunigung im Startlauf<br />
langsamer erfolgt, also mehr Rollstrecke<br />
benötigt wird, sondern bei<br />
vergleichbaren Geschwindigkeiten<br />
längere Bremsstrecken benötigt<br />
werden, denn es ist eine deutlich<br />
höhere Energie zu vernichten.<br />
Wie lang ist die Bahn, wie sollte<br />
die Beschleunigung verlaufen,<br />
wie sollte sich in Bezug zu Wegmarken<br />
entlang der Startbahn die<br />
Geschwindigkeit aufbauen? Wo<br />
befindet sich der Punkt, der noch<br />
einen sicheren Startabbruch und<br />
ein Ausrollen/Bremsen erlaubt?<br />
An einem unbekannten Flugplatz<br />
muss herausgefunden werden,<br />
woran sich das alles erkennen lässt.<br />
Dann ist auch besser abzuschätzen,<br />
wo welche Notmaßnahmen gegebenenfalls<br />
ergriffen werden müssen,<br />
damit nicht in ein Hindernis<br />
gerollt wird.<br />
Ein Ringelpiez ist ein sicheres<br />
Verfahren, einen Frontalaufprall<br />
auf ein Hindernis zu vermeiden.<br />
Die Rotation nimmt viel Energie<br />
auf, kann aber auch schnell zum<br />
Abscheren des Leitwerksträgers<br />
führen.<br />
Die LS6-b war für einen „normalen“<br />
Ringelpiez wohl noch zu<br />
schnell. Als die abgelegte Fläche<br />
im Gras stark abgebremst wurde,<br />
eilte der äußere Flügel vor und<br />
erzeugte wieder Auftrieb, Flügel<br />
und Rumpf wurden angehoben. In<br />
der Situation war die LS6-b nicht<br />
mehr zu steuern, der folgende<br />
Aufprall unabwendbar. ae<br />
BFU/Marzinzik<br />
Fotos: BFU<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 77
[ SEGELFLIEGEN Wettbewerb ]<br />
Euroglide <strong>2016</strong><br />
SECHS TAGE<br />
AUTOREN: Guido Achleitner, Jona Keimer, Lutz Volker Benner<br />
78 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
RENNEN<br />
Die Euroglide ist schon ein<br />
besonderer Wettbewerb.<br />
Als Wanderflug führt sie quer<br />
durch Europa, dabei ist jeder<br />
Teilnehmer ganz auf sich<br />
gestellt. Ende Juni brachen<br />
in Venlo 72 Teams zu dem<br />
Abenteuer auf.<br />
Foto: Achleitner/Keimer<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 79
[ SEGELFLIEGEN Wettbewerb ]<br />
[ 1 ]<br />
Jona Keimer und Johannes<br />
Achleitner begnügten<br />
sich mit einer Gepäckrolle<br />
für ihr Europa-Abenteuer.<br />
Die einen hatten ihren Rückholer<br />
dabei, der ihnen mit<br />
dem Hänger und umfangreichem<br />
Reisegepäck folgte,<br />
die anderen versuchten es mit<br />
spartanischer Ausrüstung. Die einen<br />
schlüpften abends in ein bequemes<br />
Hotelbett, waren mit allen Annehmlichkeiten<br />
versorgt, während die anderen<br />
bei der Übernachtung den Sternenhimmel<br />
über sich hatten – sofern<br />
es nicht regnete. Eingeteilt waren sie<br />
entsprechend der Leistung ihrer Flugzeuge<br />
in vier Klassen: reine Segelflugzeuge<br />
(14 Teams), Low Turbos<br />
(16), High Turbos (18) und Eigen -<br />
starter (24).<br />
Auf dem Programm standen 2406<br />
Kilometer. Nach dem Start und vor<br />
der Zielankunft in Venlo sollte der<br />
Kontrollpunkt Borkenberge umrundet<br />
werden. Die Wendepunkte lagen weit<br />
im Osten. Plock bei Warschau und<br />
Krosno im südlichen Polen waren zu<br />
umrunden – für die reinen Segler und<br />
Turbos eine wahre Herausforderung!<br />
Penible Planung war angesagt. In<br />
dem weitmaschigen Flugplatznetz<br />
Polens musste Lande- und Startort<br />
ein Gelände mit Flugbetrieb und<br />
möglichst mit F-Schlepp sein. Nur wer<br />
über ein Rückholteam verfügte, konnte<br />
auch eine Ackerlandung in Erwägung<br />
ziehen.<br />
Jona Keimer – von der Himalaja-<br />
Expedition mit Klaus Ohlmann eher<br />
als S10-Pilot bekannt – und Johannes<br />
Achleitner von der FV Aachen wagen<br />
das Abenteuer mit einer ASH 25e und<br />
ganz ohne Verfolger. Sie wissen beim<br />
Start: Sollte ihr Hilfstriebwerk sie im<br />
Stich lassen, droht ihnen eine Außenlandung<br />
mit einer Monsterrückholtour.<br />
Ihre wenigen Reiseutensilien verstauen<br />
sie in einem Rohr, das sie<br />
anstelle der Sauerstoffflasche unterbringen<br />
können. Die Kleidung steckt<br />
in Ziptüten und dient als Sitzkissen.<br />
Mit Energieriegeln wappnen sie sich<br />
für einsame Abende auf polnischen<br />
Flugplätzen. Ihr Hotel ist eine Plane,<br />
die sie über den Innenflügel der ASH<br />
25 spannen.<br />
In einer ganz anderen Komfortklasse<br />
gehen Lutz Volker Benner mit<br />
seiner ASH 31Mi (JOY), Axel Breuer<br />
(ASG 26e), Volker Pohlhaus (ASH 26e),<br />
Mathias Münch (DG-800) und Andy<br />
Kath (ASH 26e) in der Klasse der<br />
Eigenstarter an die Aufgabe. Teilstrecken<br />
fliegen sie im Team. Olaf-<br />
René Hartmann, Verfolger der JOY,<br />
legt 3500 Straßenkilometer zurück!<br />
Der Auftakt ist wenig verheißungsvoll.<br />
Am Starttag, Montag, 20. Juni,<br />
steckt Venlo im Regen, trotzdem verschwinden<br />
immer mehr Flugzeuge<br />
aus dem Grid. Manche starten auch<br />
bei niedriger Basis mit ihrem Motor,<br />
andere rüsten ab und wenden sich<br />
auf der Straße besseren Bedingungen<br />
auf Kurs zu. Jedes Team hat je nach<br />
Leistungsfähigkeit des Flugzeugs ein<br />
Guthaben von rund 250 Kilometer,<br />
die es auf der Straße oder mit Triebwerksunterstützung<br />
zurücklegen darf.<br />
Wer diese Credits gleich zu Beginn<br />
ausreizt, hat es zum Ende hin taktisch<br />
allerdings besonders schwer.<br />
Die deutschen Eigenstarter harren<br />
deshalb bis Mittwoch aus, obgleich<br />
es ganz einsam um sie wird. Für die<br />
Aachener Crew scheidet die Option<br />
Straße ohnehin aus, sie startet am<br />
Dienstag an der Winde und rattelt<br />
bei niedriger Wolkendecke gen Borkenberge.<br />
Jona Keimer:„Die Basis<br />
hatten wir schon im Windenstart<br />
überstiegen, sie lag anfangs bei rund<br />
300 Meter.“ Aber schon in Dinslaken<br />
Schwarze Heide ist die erste Etappe<br />
für sie zu Ende, ein Weiterkommen<br />
unmöglich.<br />
Die Wetteraussichten sind auch<br />
am dritten Tag des Wettbewerbs noch<br />
nicht wirklich gut. Die Aachener starten<br />
bei niedrigster Basis als Erste und<br />
kommen überraschend gut voran. Erst<br />
am Kontrollpunkt Borkenberge beschließen<br />
sie, das Hauptfahrwerk mal<br />
einzufahren. Manchmal erreichen sie<br />
knapp 1000 Meter über Grund. Ihr<br />
80 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
[ 3 ]<br />
[ 2 ]<br />
[ 1 ] An den sechs Tagen Euroglide war alles geboten: gute Wolkenthermik, blauer<br />
Himmel und erschwertes Vorankommen im Hangflug. [ 2 ] Sicher am Boden nach<br />
spannender Landung bei 50 km/h Wind in Jelenia Góra am Fuß des Riesengebirges.<br />
[ 3 ] Kartenstudium: Wo liegen die Flugplätze mit Segelflugbetrieb? Wo sollte nicht<br />
gelandet werden? [ 4 ] Start in Plock, zum ersten Mal in richtig gutes Wetter.<br />
[ 4 ]<br />
Fotos: Achleitner/Keimer<br />
Flug führt sie an Münster, Hildesheim<br />
und dem Harz vorbei bis Reinsdorf,<br />
südlich Berlin. Nach 500 Kilometern<br />
kommt bei Bronkow dann der Motor<br />
zum Einsatz, was ein Mal erlaubt ist.<br />
Mäßiges Steigen hilft danach weiter<br />
bis zu den Kohlekraftwerken Schwarze<br />
Pumpe. Nach dem zweiten Kraftwerk<br />
reicht die Höhe bis an die polnische<br />
Grenze, bis Rothenburg.<br />
Das hatten die zwei in Dinslaken<br />
nicht erwartet, dass sie bis zum Abend<br />
komplett durch Deutschland fliegen<br />
werden. Und die Euroglide-Website<br />
zeigt: Sie liegen ganz vorn!<br />
Für die Eigenstarter, die in Venlo<br />
abfliegen, ist in Finsterwalde schon<br />
Schluss. Über Funk bleibt man in Kontakt.<br />
Lutz Volker Benner zur Kommunikation<br />
der ersten, schwierigen<br />
Etappe: „Ab und zu ein Stöhnen, wenn<br />
wieder einer unter 300 Metern magere<br />
Thermik suchen musste.“<br />
Für den zweiten Flugtag verspricht<br />
die Vorhersage bessere Bedingungen.<br />
Beim Start gibt es sofort gutes Steigen<br />
bis 1000 Meter, aber es ist Blauthermik.<br />
In Flugrichtung zeigen sich nur<br />
ganz in der Ferne Wolken. Im Pulk<br />
arbeiten sich die Eigenstarter von<br />
Finsterwalde aus zur Grenze nach<br />
Polen vor. Große militärische Übungsgebiete<br />
zwingen sie dort zum Umweg<br />
über Zielona Góra und dann durch<br />
ABFLUG IN VENLO: „DIE BASIS IN 300 METERN<br />
ÜBERSTEIGEN WIR SCHON IM WINDENSTART.“<br />
einen schmalen Kanal freien Luftraums.<br />
Bei Blauthermik und der geringen<br />
Arbeitshöhe eine große Herausforderung.<br />
Über der weiten, flachen Landschaft<br />
fast ohne Flugplätze gilt es, zwischen<br />
500 und 1500 Meter heiße, oft schlappe<br />
Blauthermik auszukurbeln. Zum<br />
frühen Nachmittag ermüdet die Warmluft<br />
vollends. 34 Kilometer vor der<br />
Wende Plock nimmt die ASH 31Mi<br />
vor einem großen Wald den Wankel<br />
zu Hilfe. Endpunkt ist Plock.<br />
Der ASH-25-Crew ergeht es nach<br />
ihrem Start in Rothenburg nicht besser.<br />
Ihr erster Bart geht noch auf 1300<br />
Meter hoch. Auf Kurs erwartet sie<br />
enge Blauthermik mit schlechten<br />
Steigwerten – bis auf 800 Meter über<br />
Grund.<br />
Johannes Achleitner: „Was haben<br />
wir geschwitzt! Mindestens drei Mal<br />
waren wir nur wenige Meter über<br />
der Höhe, die wir uns gesetzt hatten,<br />
um den Motor zu starten. Aber dann<br />
ging doch immer noch mal ein Bärtchen<br />
raus.“<br />
Gegen halb fünf sind sie in Endanflug-Reichweite<br />
zu Plock. Den Gedanken,<br />
über die Stadt hinaus zum<br />
nächsten Flugplatz mit Segelflugbetrieb<br />
weiterzufliegen, verwerfen sie<br />
schnell. Bis dahin sind es 200 Kilometer,<br />
und geschätzt nur 100 davon<br />
sind noch im Segelflug zu bewältigen.<br />
Sie landen in Plock, wohl wissend,<br />
dass sie damit ihren 100-km-Vorsprung<br />
auf den Pulk einbüßen.<br />
Wegen des hohen Index der ASH<br />
25 starten sie am anderen Morgen<br />
als letzte. Nach zwei Stunden haben<br />
sie fast alle aus ihrer Klasse eingeholt.<br />
Johannes Achleitner: „Herrliche Wolkenstraßen<br />
ließen es richtig rocken!“<br />
Im Nachhinein resümierte das<br />
Team: „Wir wussten, wie wichtig es<br />
war, rechtzeitig zwischen Vollgas und<br />
vorsichtigem Fliegen umzuschalten.<br />
Leider haben wir genau das dann<br />
nicht gepackt. Gerade als es schlechter<br />
wurde, haben wir uns zu einem<br />
Sperrgebiet navigiert, das entgegen<br />
unserer morgendlichen Information<br />
aktiv war und dann weit umflogen<br />
werden musste.“<br />
Schließlich kommen sie nicht umhin,<br />
den Motor zu Hilfe zu nehmen.<br />
„Wir dachten, das war es jetzt, und<br />
sind ultravorsichtig weitergeflogen.<br />
Irgendwie haben wir dann aber wie-<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 81
[ SEGELFLIEGEN Wettbewerb ]<br />
[ 2 ]<br />
[ 1 ]<br />
[ 1 ] Immer gut drauf und an jedem Landeplatz des Rennens offen für neue Erfahrungen:<br />
die Aachener ASH-25-Crew. [ 2 ] Bei der Euroglide lernt man Europa kennen, hier das<br />
Braunkohle-Abbaugebiet im Osten Deutschlands. [ 3 ] Aufkreisen zum Finale. Von<br />
Hamm sind es nur noch 125 Kilometer ins Ziel.<br />
Erfolgreich im Team:<br />
Volker Pohlhaus, Lutz<br />
Volker Benner, Axel Breuer<br />
und Mathias Münch (v.li.)<br />
der in die Thermik reingefunden.“<br />
Nach der Wende Krosno können sie<br />
sogar noch das 90 Kilometer entfernte<br />
Nowy Sacz anpeilen und haben<br />
Glück. Beim Abflug aus sterbender<br />
Thermik ins Blaue zeigt der Rechner<br />
300 Meter unter Gleitpfad, sie finden<br />
aber noch einen Aufwind, um den<br />
Endanflug abzusichern.<br />
Zu ihrer großen Überraschung<br />
haben es die anderen Teilnehmer<br />
ihrer Klasse auch nicht weiter geschafft.<br />
Auch die deutsche Eigenstarter-Gruppe<br />
strandet in Nowy Sacz.<br />
Lutz Volker Benner: „Die Versuche,<br />
weiterzukommen, scheiterten kläglich.<br />
Die Wolken zerfielen, dazu bauten<br />
sich im Süden Gewitter auf. Aber die<br />
Landschaft mit den wunderschönen<br />
blauen Seen und die grüne Vegetation<br />
waren ein Fest für unsere Augen.“<br />
Auch im Wettbewerb liegen sie nicht<br />
schlecht – aktuell an vierter Stelle.<br />
Vor sich haben sie zwei Nimbus 4DM<br />
und Hermann Rosing aus Borken mit<br />
seinem Ventus 2cM.<br />
Nach zwei Gewittern am Abend<br />
scheint am nächsten Morgen in Nowy<br />
Sacz wieder die Sonne. Aber erst rund<br />
25 Kilometer weiter stehen Cumuli.<br />
Das kostet Credits. Über den höheren<br />
Bergen funktioniert der Einstieg in<br />
die Thermik. Statt stumpf auf Kurs<br />
ins Blaue zu fliegen, biegen Axel<br />
Breuer und Lutz Volker Benner rechtwinklig<br />
nach Süden ab zu den Bergen<br />
der Tatra, die Entwicklung zeigen.<br />
Der weite, tief herunterführende<br />
Gleitflug wird belohnt. Am Fuß des<br />
Gebirges geht es mit starkem Steigen<br />
bis auf 2800 Meter. Lutz Volker Benner:<br />
„Und dann flogen wir plötzlich<br />
über und zwischen sich auftürmenden<br />
Wolken in angenehmer Temperatur.“<br />
Lufträume und die schlechten<br />
Wetteraussichten für den Süden zwingen<br />
sie wieder nach Norden in die<br />
müde Warmluft. Mit immer wieder<br />
langen Gleitflügen kommen sie bis<br />
südlich von Wroclaw voran. Benner:<br />
„Dort lag eine wunderschöne Wolkenbank<br />
vor uns. Allerdings soff ich<br />
darunter gnadenlos ab und musste<br />
aus 1600 Meter kommend in 250<br />
Meter über Grund den Motor starten.“<br />
Axel Breuer befindet sich da noch<br />
im Segelflugmodus, aber das Tagesziel<br />
Görlitz erreicht auch er nicht, ein<br />
Gewitter versperrt den Endanflug.<br />
Er landet in Jelenia Góra. Lutz-Volker<br />
Benner braucht eine Stunde länger,<br />
um bei dem starken Südwind aus dem<br />
Lee des Riesengebirges wieder hochzukommen.<br />
Benner: „Die polnischen<br />
Segelflieger rissen einen Hangar auf,<br />
verschachtelten ihre Flugzeuge in<br />
Windeseile und stellten die ASH 31<br />
in den Hangar, geschützt vor dem<br />
drohenden Wind und Hagel.“<br />
Auch das ASH-25-Team kämpft<br />
sich im Hangflug von Nowy Sacz aus<br />
weiter. In tiefgrauer Suppe landet es<br />
bei 50 km/h Wind in Jelenia Góra.<br />
Am anderen Morgen herrschen<br />
immer noch 40 km/h (Gegen-)Wind,<br />
und die Wolken haben sich in 600<br />
Meter ausgebreitet. Wieder sind erst<br />
einmal Rattelkilometer angesagt.<br />
Jona Keimer: „Ab der Grenze besserte<br />
sich das Wetter, sodass wir<br />
eine gute Stunde sogar richtig racen<br />
konnten. Dann mussten wir zunehmend<br />
schwache Bärte auskurbeln,<br />
die oft schnell ihren Dienst quittierten.“<br />
Schäferstuhl bei Salzgitter ist das<br />
Tagesziel. Dort, das haben Unterstützer<br />
in Aachen per SMS übermittelt,<br />
gibt es am Folgetag eine F-Schlepp-<br />
Möglichkeit. Und es klappt. In der<br />
Wertung liegen sie auf Platz drei.<br />
Tagesziel der Eigenstarter ist Magdeburg.<br />
In der Wertung finden sie<br />
sich hier auf Position acht wieder.<br />
Die zweite Wettbewerbswoche<br />
bricht an und bringt zunächst für die<br />
Magdeburger Thermik bis nordwestlich<br />
des Harzes. Dann stehen riesige<br />
Congesti mit niedriger Basis und<br />
leichtem Regen im Weg. Der Wind<br />
frischt auf 45 km/h auf. Lutz Volker<br />
Benner braucht gefühlt ewig, bis die<br />
Ithwiesen in Sicht kommen. Bis kurz<br />
vor Detmold findet er auch noch unter<br />
der hereinziehenden Abschirmung<br />
82 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
[ 3 ]<br />
Fotos: Achleitner/Keimer, Lutz Volker Benner<br />
EUROGLIDE: WUNDERSCHÖNE LANDSCHAFTEN,<br />
FREUNDLICHE UND HILFSBEREITE MENSCHEN<br />
Thermik und landet als Erster gezielt<br />
in Oerlinghausen. Gerade rechtzeitig:<br />
Eine halbe Stunde später verschwindet<br />
der Teuto im Nebel.<br />
Auch das ASH-25-Team strebt von<br />
Schäferstuhl so weit wie möglich nach<br />
Westen. Früh geht es in den ersten<br />
Aufwind, der auch gleich mit 1,5 m/s<br />
bis an die Basis in 700 Meter zieht.<br />
Danach kommt es gut voran, trotz 25<br />
km/h Gegenwind bei tiefer Basis.<br />
Keimer: „ASH-Wetter eben!“ Über<br />
der Flugschule Oerlinghausen nutzen<br />
sie den letzten ernstzunehmenden<br />
Bart des Tages. Dann folgen 30 Kilometer<br />
Geschwabbel im Grauen. Nach<br />
kurzem Motorflug nimmt Hamm sie<br />
freundlich auf. Achleitner: „Mit zwei<br />
weiteren Doppelsitzern der High-<br />
Turbo-Klasse standen wird dort nach<br />
knapp 2300 geflogenen Kilometern<br />
in den Startlöchern für die letzte Etappe.<br />
Bis Venlo waren es nur noch 125<br />
Kilometer.“<br />
Die Eigenstarter haben es von Oerlinghausen<br />
etwas weiter. Sie kämpfen<br />
sich am Dienstag, 28. Juni, ins<br />
Blaue voran, müssen dann Ausbreitungen<br />
ausweichen, bis westlich des<br />
Rheins der Himmel wieder aufreißt<br />
und sich voraus „wunderschöne“<br />
Cumuli zeigen.<br />
Lutz Volker Benner, nach knappem<br />
Endanflug: „Ein Glücksgefühl überschwemmte<br />
mich nach dieser Anspannung.<br />
Der Himmel strahlte traumhaft!<br />
Olaf begrüßte mich, und wir fielen<br />
uns in die Arme.“ Benner ist der<br />
sechste Eigenstarter, der Venlo erreicht,<br />
in der Gesamtwertung liegt<br />
er auf Platz zehn. Fünf Minuten nach<br />
ihm treffen Axel Beurer, Mathias<br />
Münch und Volker Pohlhaus ein.<br />
Das ASH-25-Team kabbelt sich<br />
noch etwas mit den Arcus-Konkurrenten<br />
und freut sich über den dritten<br />
Platz in der High-Turbo-Klasse. Seine<br />
Bilanz: „Wir sind 2400 Kilometer in<br />
gut einer Woche quer durch Europa<br />
geflogen – und das ohne Rückholer!<br />
Wichtig war uns, dass wir die Sache<br />
jeden Tag ganz locker angegangen<br />
sind. Wir haben uns jeden Morgen<br />
aufs Fliegen gefreut und waren bis<br />
zuletzt flugversessen. Wir haben so<br />
viele tolle Menschen kennengelernt,<br />
die auch so sehr für die Fliegerei<br />
leben wie wir selbst.“<br />
Lutz Volker Benner: „Die positiven<br />
Eindrücke des Wandersegelfluges in<br />
Form eines Rennens haben alle Teilnehmer<br />
in ihren Bann gezogen. Wunderschöne<br />
Landschaften, freundliche<br />
und hilfsbereite Menschen auf den<br />
großen, sehr gepflegten Flugplätzen<br />
in Polen. Erfolgreiches fliegerisches<br />
Handwerk und meteorologische Problemlösungen<br />
waren das Salz und<br />
der Pfeffer bei dieser Euroglide.“ ae<br />
Euroglide <strong>2016</strong> Von Venlo aus über Borkenberge, Plock und Krosno<br />
Etappenorte: Venlo, Dinslaken, Finsterwalde / Rothenburg, Plock, Nowy Sącz,<br />
Jelenia Góra, Salzgitter / Magdeburg, Oerlinghausen / Hamm, Venlo<br />
Borkenberge<br />
Venlo<br />
Nowy Sacz<br />
Plock<br />
Krosno<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 83
Connecting<br />
Business<br />
Markt<br />
Anzeigendisposition: Fax 07 11/1 82-10 27 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />
Jets<br />
■ Kaufe Flugzeuge und Hubi – bitte alles anbieten<br />
■ C-172 N, 6900 TT, 1670 ET, King VFR, 200 h K+JNP April, SID Insp. ok<br />
Checkflug auf C-525 Citation Jet u. C-501, 51, SEP + MEP, VFR + IFR, IRE, Training auf R44 Helicopter<br />
An-/Verkauf u. Vermittlung, Transaction, Tel. +49(0)89/8 54 23 03, WWW.CARLOS-DE-PILAR.DE<br />
Beech KING AIR B 200<br />
2004, Proline 21 integrated Avionics, EU OPS,<br />
Engines on ESP Gold, 2 + 9 Seats, RVSM<br />
1993, 250 Upgrades, Engines & Winglets,<br />
5 blade Propeller, Collins, MFD, UNS<br />
1991, Raisbeck Performance Package,<br />
EU OPS, Collins Proline, UNS 1 L,<br />
2 + 10 Seats, Wing Lockers<br />
Beratung • Verkauf • Vermittlung<br />
Beechcraft 33 Debonair, Standort<br />
EDRZ, Bj. 1968, TT 3500 Std.,<br />
4 Sitzpl., 79.000,– € VB. Bonanza<br />
fliegen für 80,- € Std. BEECH33E<br />
top gepflegt, immer hangariert,<br />
no damage history, D-registriert,<br />
Triebwerk Continental 10-470K<br />
500 Std., Mogas zugelassen<br />
( 1,70 € pro Liter), Garmin 430,<br />
King DME, VHF King KY197A, 2<br />
NAV Narco Crosspointer mit Glideslope,<br />
ADF, Radarhöhenmesser,<br />
Mode S Transponder, Autopilot,<br />
Fuelflowindicator, ARC bis<br />
1.10.16. Tel. 0171/4021059<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664852<br />
Jeden Monat neu am Kiosk!<br />
Winair GmbH & Co. KG<br />
D-66482 Zweibrücken ·· Flughafen Zweibrücken ·· Gebäude 324<br />
Telefon +49 (0) (0) 63 63 32 32 97 97 20-0 ·· Fax +49 (0) (0) 63 63 32 32 97 97 20 20 20 20<br />
e-mail: ak@winair.de e-mail: ak@winair.de • www.winair.eu<br />
Einmotorige Flugzeuge (Kolben)<br />
AQUILA A210, Standort EDKB, Bj.<br />
2010, TT 786 Std., 2 Sitzpl., Preis<br />
VS. NVFR ILS FlYMAP. Alle Wartungen<br />
beim Hersteller, neuw., 1. Hd.,<br />
nur vom Eigentümer geflogen.<br />
Hangar, Preis VS. Tel. 0170/4534701,<br />
e.miesen@t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 661938<br />
Cessna 177 RG, Bj. 1971, TT<br />
4149 Std., 4 Sitzpl., Preis VS. Eng.<br />
TT 291 h, Prop. TT 96 h, JNP<br />
09.<strong>2016</strong>, W/B, Liese, NAV/COM 2x<br />
KX155 w G/S, Audio KA134, DME<br />
KN62a, ADF KR85, MKR MBR01,<br />
XPDR TT31, ENC ALT ACK A30,<br />
ELT AK451. Tel. +49173-7280426<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666611<br />
-Markt<br />
Privat Anzeigen<br />
Fax 0711/182-1783<br />
AQUILA A210, Standort Süddeutschland,<br />
Bj. 2006, TT 550 Std.,<br />
2 Sitzpl., 105.000,– €, sehr gepflegt<br />
und stets im Hangar, nur privat<br />
geflogen, Avionics: Com/NAV KX<br />
125, Transp. KT73 Mode S, GPS<br />
KDM 150-Map, Verkauf wegen<br />
Umstieg auf 4-Sitzer Kontakt:<br />
hannes-petra-mayer@t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666316<br />
Cessna T210M, Standort EDDV,<br />
Bj. 1977, IFR, 6 Sitze, Leder grau,<br />
Active-Noise Headsets, 6-Platz-<br />
Oxygen, Motor 2012 neu, 200 Std.,<br />
Garmin 530, Propeller Deice. Stets<br />
hangariert, Haltegemeinschaft<br />
möglich. email: elzyg@htp-tel.de,<br />
Tel. 0172-5114176<br />
Cessna 177 B Cardinal (EDRK),<br />
ideales wirtschftl. Reiseflugzeug,<br />
perfekt für kurze Graspisten.<br />
Zelle 1295h seit neu (1976). TOP<br />
Zustand, alle Insp. JNP bis 07/16,<br />
Verst.-Prop., Mot.Lycoming O-360<br />
180 PS, 380h s. neu. AUTOPILOT<br />
f. VOR o. Comp. El Ruder Trim/<br />
mech. Pitch Trim. Dig. Fuel-Mgr.<br />
Perf.bei 75%: 5 Std./120 Kts/550<br />
Nm non-stop mit 240 kg Zuladung.<br />
King ILS Avionic 2 COM, 2<br />
NAV, ADF, XPR/S-Mode, Enc.<br />
Altimeter, ELT. Von privat. FP<br />
71.500,- € ohne MwSt.<br />
Mail: h.ruby@rz-online.de<br />
Fax +49(0)2631-356113<br />
mob. +49(0)171-6241100<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665190<br />
84 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de
Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />
Cessna 172 S, Bj. 2001, Standort<br />
Bayern, TT 2100 Std., nur<br />
Privat, 3 Vorbesitzer, kein Unfall,<br />
nur Hangar, Top Zustand, sehr<br />
gepflegt, kein Wartungsstau,<br />
sehr detaillierte Aktenpflege,<br />
viele Extras, SID durchgeführt,<br />
IHP vorh., Autopilot und GPS<br />
MAP, Lycoming IO360 180 PS,<br />
COM/Nav King KX155A, Marker<br />
King KMA28, XPDR King KT73<br />
Mode S, GPS KLN94, ELT Kannad,<br />
Maschine wird zZ noch geflogen,<br />
VB 122.000,- €, Verkauf<br />
nur innerhalb Deutschlands und<br />
nach Österreich. c172s@web.de<br />
Mooney M20J 201 US-IFR,<br />
Standort EDSZ, Bj. 1977, TT<br />
2337Std. Lycoming IO-360-A1B6D,<br />
ETSO 457h, McCauley B2D34C212,<br />
PTT 19h, Aspen PFD mit 3-Achs<br />
AP, GNS430W, GNC250, GTX330,<br />
DME TCR451, WX8, ELT, gepflegt,<br />
nur vom Eigentümer gefl., ständig<br />
hangariert, professionell gewartet.<br />
Gegen Gebot. Tel. 07053/920911,<br />
BerndRobatzek@aol.com<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667341<br />
Fly-In & Gebrauchtfugzeugmesse<br />
am Flugplatz EDGE<br />
Verkaufen oder fnden Sie Ihr Flugzeug auf der<br />
Gebrauchtfugzeugmesse vom 02.-04.09.<strong>2016</strong><br />
am Flugplatz Eisenach/Kindel.<br />
Anmeldung und weitere Infos: www.avieur.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670383<br />
Cessna 182, Standort ETHN, Bj.<br />
1979, TT 418 Std., 4 Sitzpl.,<br />
120.000,– € VB. 740 Land., immer<br />
hangariert, Top Zustand, unfallfrei,<br />
LR Tank, s, zus. Elektr.Horizont.Tel.<br />
07932/8033, helmut.rohn@t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665423<br />
Mooney M20J, Standort LSGE, Bj.<br />
1979, TT 2650 Std., 4 Sitzpl., Motor<br />
650 Std seit TSO, immer hangariert,<br />
Full IFR equ., Preis gegen<br />
Gebot. Tel. 0041/79/3002660,<br />
waltgosteli@bluewin.ch<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 660616<br />
Maule MT-7-235, Standort Paderborn,<br />
Bj. 1999, TT 781 Std., 4<br />
Sitzpl., 89.000,– €. STOL, Startstrecke<br />
150 m, ideal für Graspisten,<br />
Longrange-Tanks, Garmin<br />
430, Autopilot, IFR-Ausrüstung,<br />
Lycoming 235 PS, hangariert,<br />
unfallfrei, von Privat, Auskunft<br />
Willy Ader, Paderborn.<br />
Tel. 0049 (0) 2955/749018 oder<br />
0041/71/2459494<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663967<br />
Piper PA-28 Archer III, 180 PS, Bj.<br />
2003, 1550 Std., mit neuer Jahresabnahme,<br />
bester Zustand, nur privat<br />
geflogen, blau-weiss, GMA 340<br />
Aufschaltanlage, 2 x GNS 430 -<br />
8,33 KHZ/GI -106A Crosspointer,<br />
Transponder GTX 330 - ACS, ELT<br />
Kannad 406 AF-C, Autopilot STEC<br />
- System 55X, erhöhter Schallschutz,<br />
immer hangariert, aus Privatbesitz<br />
zu verkaufen. Preis<br />
135.000,- EUR ab EDLD - MwSt.<br />
frei. Weitere Infos und Fotos über<br />
e-mail: h.mahl@holzland-mahl.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667514<br />
Diamond DA40-TDI, Standort<br />
ehle participatie aan deel in DA40<br />
NG te koop 3 vliegtuigen 1 IFR<br />
2nacht VFR stalling in lelystad<br />
tel0031 653443074 of pulsarxp@<br />
solcon.nl.Tel. 0031653443074,<br />
pulsarxp@solcon.nl<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671354<br />
Diamond DA40-TDI NVFR 2.0S,<br />
Standort EDAZ, Bj. 2005, 4 Sitzpl.,<br />
135.000,– €. TTAF: 1.830h,<br />
new Engine: 40h (155 PS), new<br />
Propeller: 40h, new ARC: bis<br />
<strong>08</strong>/<strong>2016</strong>, Garmin GMA 340, GNS<br />
430 (Com/Nav/GPS/ILS/GS/LOC),<br />
GTX330 (Mode S), ELT 406 MHz.<br />
Tel. 0179/7611875, paolo@<br />
marcolini.org, www.gaviators.com<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664713<br />
Diamond DA40-TDI, Bj. 2005,<br />
TT 1.020 h Std., 4 Sitzpl.,<br />
140.000,– €. Neuer Dieselmotor<br />
135 PS 2.0 (115 h), 1.000h-Insp.<br />
erl., nä. LTU 04/2017. Autopilot<br />
mit Höhenhaltung, Garmin GNS<br />
430, Transp. Mode S, VOR mit<br />
GS, ELT 406 MHz, nur von Halter<br />
geflogen. 0049/1757210023<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670954<br />
Mooney M20K 252TSE, W-N<br />
R.25-1002, total 870 h, Turbo, Intercooler,<br />
2. Speedbr., 7D, Alt Preselect,<br />
Propdeice, 2. Alternator, S-<br />
Transp., 1 X KY 196 B, KLM 90 B,<br />
JNP 11/16.Tel. 0621/792903 od.<br />
Tel. 0173/3634217<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671098<br />
Mooney M20R Ovation, Standort<br />
EDMH, Bj. 1995, TT 1620 Std.,<br />
4 Sitzpl. IFR, JNP05/2017,<br />
TKS, Sauerstoff, stets hangariert<br />
und gepflegt - Ausstattungsliste<br />
anfordern! Preis VB! Mwst ausweisbar!<br />
Tel. +49-1718286802,<br />
claus.knopf@aktiv-cargo.com F<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670955<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />
85
-Markt<br />
Piper PA-18 Super Cub, Standort<br />
EDTX, Bj. 1958, TT 4900 Std., 2<br />
Sitzpl., 78.000,– € VB. 150 PS,<br />
Werk Nr. 6242, 25.500 Starts,<br />
Motor Lycoming O320 150 HP, am<br />
<strong>08</strong>.10.2010 grundüberholt bei<br />
4667 h und 24.213 Starts, Rest<br />
1798 h bis Oktober 2022, erhöhter<br />
Lärmschutz, Seileinzugsvorrich8<br />
tung sowie separate Schleppkupp8<br />
lung, letzte Jahresnachprüfung<br />
19.10.15. Tel. 0160/1500704,<br />
vorstand@sfc-hall.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669519<br />
Columbia 400, Standort Magdeburg,<br />
Bj. 2006, TT 876 Std., 4<br />
Sitzpl., 275.000,– € VB. Der Preis<br />
versteht sich zuzüglich Steuern.<br />
B.T. innovation GmbH, Sudenburger<br />
Wuhne 60, 39116 Magdeburg,<br />
Tel. 0391/735219 F<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670602<br />
Velocity 173 LW RG ELITE -<br />
Sale, Standort EDOP, Bj. 1996,<br />
TT 740 Std., 4 Sitzpl., 110.000,– €<br />
VB. Lyco IO-360 200HP, MT 3-<br />
Blade const. speed prop., 62<br />
TSO, IFR equipped, Garmin 430,<br />
EDM 830 engine-monitor, CEN4<br />
TURY 2000 AP with ALT-HLD &<br />
HDG/NAV/GPS track, Garmin<br />
340 Mode-S XPND, Strike Finder,<br />
LoPresti HID-Light, AEROLEDS<br />
Pulsar Strobe/Navlights, Exterior<br />
new 2012, Interior all new 2011,<br />
new very efficient airflow tuning<br />
for engine 2014, N-reg.<br />
Tel. 0172/1687503,<br />
veloliner@gmail.com<br />
Zlin Z-526F Trener Acrobat,<br />
Standort EDAO, Bj. 1972, TT<br />
2913 Std., 2 Sitzpl., 66.900,– € VB.<br />
Zeit seit GÜ 166 h, doppelsitziger<br />
Acrobat, LTB gewartet, autom.<br />
Verstellprop. V503A, 2 x 35 L Zusatztanks,<br />
Ölvorwärmung, ausgez.<br />
Zust., Motor M137A, 2 x Headset,<br />
gesteppte Lederpolster, 2 x<br />
Schwimmwesten, Aufschaltung für<br />
externes Audiogerät, Steuerknüppel<br />
mit ergon. geformten Griffstücken,<br />
Schleppkupplung vorh., eingetragen,<br />
nicht montiert, keinerlei<br />
Schleppbetrieb.Tel. 0171/6218168,<br />
meicom@t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669109<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 666325<br />
Piper PA-28-140, Bj. 1969, TT<br />
3785 Std., 29.000,– €. S/N:<br />
28-26026, Max. TOW: 976 kg,<br />
Noise Level: 72,2 dB, Avionics:<br />
GNS 430 COM/NAV - 8,33 KHz!,<br />
Mode "S" Transponder TRIG TT 31,<br />
Encoder ACK A 30, ELT KANNAD<br />
406 AF, Piper Autoc. III Autopilot,<br />
Flarm, TTSN: 3785:00 hours as of<br />
30.05.<strong>2016</strong>, LDGS: 6035 as of<br />
30.05.<strong>2016</strong>, Engine: Lycoming<br />
O-320 E2A; OVH due at 3877 airframe<br />
hours or 01.2006 (12 years),<br />
Propeller: Sensenich 74 DM-6-0-58;<br />
OVH due at 5277 airframe hours.<br />
Honest and solid aircraft, good<br />
performer, no damage history,<br />
based Flensburg-Schäferhaus<br />
(EDXF), above average condition<br />
for the age. New leather seats,<br />
Outside 7/10, Inside 8/10.<br />
info@luftsportverein-flensburg.de,<br />
Heiko Harms, Tel. 0160/96836579<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669883<br />
Bölkow Bo.2<strong>08</strong> Junior, Bj. 1966,<br />
TT ca. 2750 Std., 2 Sitzpl. Bo2<strong>08</strong>c<br />
gegen Gebot abzugeben. Tel.<br />
0175/5805947, bo2<strong>08</strong>@gmx.net<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668<strong>08</strong>0<br />
Robin / APEX DR 400/180 Regent,<br />
Standort EDHF Itzehoe, Bj.<br />
1990, TT 1170 Std., 4 Sitzpl.,<br />
125.000,– €. Motor nach GÜ 55<br />
Std. Sehr gepflegter Zustand. Bis<br />
1993 IFR zugelassen, danach nur<br />
VFR geflogen. Stets hangariert und<br />
LTB gewartet. Nächste JNP<br />
04.2017. Nur von 1 Piloten geflo5<br />
gen. Foto Instrumente siehe Online<br />
Anzeige. W. Lübbe, Tel. 04821/9959,<br />
WHLUEBBE@t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668746<br />
Lancair Super ES, Standort<br />
Austria, Bj. 2006, TT 330 Std., 4<br />
Sitzpl., Preis VS. Continental<br />
IO550N (310 PS), Prop. 3-Blatt<br />
Mühlbauer, Garmin Panel GMA340,<br />
2 NAV/COM GNS430 (8,33 kHz),<br />
GTX330, DME KN62A, Slaved<br />
HSI KCS55, 2. Nav Indik. (+GS),<br />
2 x Altimeter, ASI, Horizon, T&B,<br />
VSI, AP STEC 55X (HDG, NAV,<br />
APP, VS, GPSS), 4 x Bose ANR<br />
Headset, Steigleistung ca. 1800<br />
ft/min., Reiseleistung ca. 180<br />
KTAS, Startstr. (50 ft) 500 m, Innenausstattung<br />
Leder/Alcantara,<br />
reduzierter Preis. Alle Details<br />
siehe WEB Page oder E-Mail:<br />
info@lancair-es.de,<br />
www.lancair-es.de<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664706<br />
Bücher und Modelle für Sammler.<br />
Interessant für Sammler: Verkaufe<br />
Bücher aus der Luft- und<br />
Raumfahrt in deutsch, englisch<br />
und französisch sowie Airbus-<br />
Flugzeugmodelle und -Sticker. Diverse<br />
Pins von Luftfahrtausstellungen.<br />
Preis VB. Chiffre 3618247<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668634<br />
Dallach UL-JIH F100 Fascination,<br />
Standort EDMG, Bj. 2011,<br />
TT 5 Std., 2 Sitzpl., 65.000,– €.<br />
absolut neuwertiges UL, als VLA<br />
(VLA 003) aufgebaut. CZ-UL Zul.,<br />
Vollausstattung mit vielen Extras<br />
(NP: 135.000,- €). 0171/4648605,<br />
wm@boom-trikes.com<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669064<br />
Cirrus SR20, Standort LSZF, Bj.<br />
2003, TT 1580 Std., 4 Sitzpl.,<br />
9200,– € VB. 1/11 Halteranteil an<br />
schöner, gepflegter SR20 am<br />
Standort Birrfeld abzugeben.<br />
Avionik erneuert. VB Halteranteil<br />
CHF 10'000, jährliche Fixkosten<br />
CHF 2'900, Flugstunde CHF 270.<br />
stephan.nyfeler@gmx.ch<br />
www.cirrus-club.ch<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666601<br />
Emeraude CP 301 S, Standort<br />
EDRH, Bj. 1960, 2 Sitzpl. Perfekter<br />
Zustand, technisch und optisch<br />
einem Neuflugzeug entsprechend.<br />
Preisnachlass nur<br />
wegen neuem Flugzeug-Projekt,<br />
Verkaufspreis: nur 38.000,- Euro !!!<br />
TT seit GH: ca. 60 Std. Neue<br />
Bespannung, neuer Lack, jede<br />
einzelne Schraube neu, jedes<br />
einzelne Metallteil ausgebaut,<br />
abgebeizt und neu grundiert und<br />
neu lackiert. Neuer Motor: Continental<br />
O-200, neuer Propeller,<br />
neue Avionik, neuer Drehzahl- u.<br />
Höhenmesser. Neue LED Pos. -<br />
Lichter / Beacon. Weitere Angaben:<br />
siehe Online oder einfach<br />
telefonisch erfragen. Tel.<br />
06781/939111 oder 0172/6154178,<br />
kmdewenter@aol.com<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664520<br />
RF6 Sportavia Pützer, Standort<br />
EDGU, Bj. 1974, TT 1440 Std., 4<br />
Sitzpl., Preis VS. Holzbauweise,<br />
bei 1181h generalüberholt, 2485<br />
Starts, kein Vereinsbetrieb. Tel.<br />
06285/322, heinrich.ruppert@gmx.<br />
de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662007<br />
Schöner kleiner rot-weißer Oldtimer,<br />
Morane Saulnier Rally Club<br />
MS 880B, D-ELBH, S/N 1372, 100<br />
PS Rolls-Royce O-200 Sparmotor,<br />
Ganzmetallflieger - kein Rost, JK<br />
bis 11.11.16, TT 1748, Motorverl.<br />
b. JK, Standort EDRS. Leider aus<br />
pers. Gründen gegen Gebot abzu4<br />
geben. Tel. +49 6751 94566 oder<br />
Tel. +49 175 52 94566, Fax +49<br />
6751 94565, romoso@t-online.de<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664528<br />
Breezer B-600 LSA, Standort<br />
EDLS, Bj. 2012, TT 360 Std., 2<br />
Sitzpl., 107.000,– € VB. Rotax<br />
912 ULS mit Verstellprop., EFIS<br />
Dynon Skyview, Autopilot, Traf.<br />
ficsensor mit Flarm, elektr.<br />
Höhen- und Querrudertrim.<br />
mung, WIFI Austausch iPad zu<br />
Glascockpit. a_laudert@mac.com<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664686<br />
86 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de
Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />
Ultraleichte/<br />
LSA<br />
Nice aircraft for spring <strong>2016</strong> !<br />
Standort EDXG, Bj. 1993, TT<br />
1356 Std., 4 Sitzpl., Preis VS. Used<br />
single engine, four seat, cruising<br />
aircraft with 4- blade MT-constant<br />
speed propeller, retractable landing<br />
gear and steer able nose<br />
wheel. Accident free. 05422/46737<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664724<br />
Sportavia Pützer RS 180 Sportsman,<br />
Standort EDLE, Bj. 1981, TT<br />
3270 Std., 4 Sitzpl., Preis VS. Motor<br />
O360, Restlaufzeit 675 h, Prop.<br />
Hoffmann HO 27HM, 160 King<br />
COM NAV, Transponder Mode S,<br />
ELT 406, hangariert, Wartung<br />
durch Werft. Tel. 02<strong>08</strong>/3044609<br />
oder 0172/200<strong>08</strong>12, atc3@arcor.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663405<br />
Morane-Saulnier MS 893 A mit<br />
Schleppkupplung, Standort Bückeburg<br />
bzw. EDXQ, Bj. 1967, TT<br />
4047 Std., 4 Sitzpl., 17.900,– €<br />
VB, Jahres-NP ARC Sept <strong>2016</strong>,<br />
180 PS, leak test 78-77-75-78,<br />
Eng. Lycoming O-360 A2A, Ldg.:<br />
6664, MTM. 1.050 kg, Garmin<br />
SL40 VHF, Mode-S XPDR TT 31,<br />
ACK Tech A30, ELT ME 406, wg.<br />
Wechsel. Tel. 0177-8782355, Fax<br />
0571-8709-1, mhubig@yahoo.com<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 661183<br />
Turbi D5 Experimental, Standort<br />
EDFC, Bj. 2004, TT 270 Std., 2<br />
Sitzpl., Motor: ROTAX 912 A2 80<br />
PS, Spannweite: 8,70 m, Länge:<br />
7,16 m, Leergewicht: 409 kg, Max.<br />
Abfluggewicht: 620 kg, Holzbauweise<br />
mit Bespannung, sehr gepflegter<br />
Zustand, 38.000,- €. Kontakt:<br />
Tel. +49(0)151 70053472,<br />
E-Mail: r-lewe@t-online.de<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665802<br />
Grumman Tiger AG5B, gebaut<br />
von American General Aircraft<br />
1993, Serial-Nr. 10147, 180 PS, TT<br />
890 h, NAV/COM KING, GS, ADF,<br />
XPDR, GPS, Autopilot m. Alt.,<br />
Flarm, Lärmzeugnis, JNP <strong>2016</strong>,<br />
stets LTP gewartet, immer hanga6<br />
riert, extrem gepflegt, unfallfrei, nur<br />
privat geflogen, VB 85.000,- €,<br />
keine MwSt., aus Altersgründen zu<br />
verkaufen. Tel. 09241/4821220,<br />
09241/483583, d.eckert@delta-t.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668433<br />
Zweimotorige<br />
Flugzeuge (Kolben)<br />
Cessna 421 Golden Eagle,<br />
Standort EDGS, Bj. 1981, TT<br />
4265 Std., 2+6 Sitzpl., 270.000,– €.<br />
Preis inkl. neuer JNP. GTSIO 520-<br />
N: L/H 1359h / R/H 252h Mc<br />
Cayley 90UMB-0: L/H 45h / R/H<br />
45h Avionics: King Silver Crown<br />
(XPDR Mode S, 8,33 khz), WX<br />
Color + Storm Scope, Moving<br />
Map. Tel. +49 (0) 173/2643422<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 661403<br />
Cessna 303 Crusader, Standort<br />
Deutschland, Bj. 1982, TT 1250<br />
Std., 6 Sitzpl., 210.000,– €. Tel.<br />
0173/2555160, isibanner@web.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667186<br />
Piper PA23 Apache 160, Standort<br />
Northeim (EDVN), Bj. 1958, 4-5<br />
Sitzpl. 1/2 Halteranteil zu verkaufen.<br />
Gepflegter Zustand, gute<br />
Restlaufzeiten. Sehr günstig im<br />
Unterhalt, gutmütiges Flugverhalten.Tel.<br />
0172-5652533<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670721<br />
Breezer C, Standort EDAW, Bj.<br />
2004, TT 216 Std., Vollausstattung,<br />
GPS, Transp. Strobes, Jabiru 80<br />
PS, JNP 05/16, getönte abschlb.<br />
Haube/Belüftung, Trimm/Landekl.<br />
elektr., Lande LSW, stets hanga0<br />
riert, professionell gewartet, verk.<br />
aus Altersgründen, 43.000,- €. Tel.<br />
0341/86<strong>08</strong>162 oder 0175/3277196,<br />
breezer2004@live.de<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 666702<br />
FK 9 Mark 3, UL, in EDFO, Bj. 2002,<br />
250 Std., JNP 7/16, 1 Pilot, 80 PS,<br />
2 Sitzpl., Zustand sehr gut, weiß,<br />
immer Hangar, Bugrad, Gfk Klapp0<br />
flächen, Rettung, Doppelsteuer,<br />
Funk, hydr. Bremse, Heizung, Edel0<br />
stahl-Auspuff, Bordcomputer, 2 x<br />
Antikollisionslicht, viele Extr., VB<br />
46.000,- €. Tel. 06162/2114<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664635<br />
VON FLIEGERN FÜR FLIEGER:<br />
IHR KOMPETENTER PARTNER<br />
FÜR LUFTFAHRTVERSICHERUNGEN<br />
SEIT ÜBER 50 JAHREN.<br />
Colomban MC15 Cri Cri, Standort<br />
EHLE, Bj. 1994, TT 25 Std., 1 Sitzpl.<br />
Home built, still in very good<br />
condition. Equiped with two JPX<br />
Pul212 engines. Including trailer.<br />
peterterluin@gmail.com<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668065<br />
SIEGFRIED PESCHKE KG<br />
VERSICHERUNGSVERMITTLUNG<br />
7HO<br />
ZZZSHVFKNHPXFGH<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />
87
Anzeigen-Markt<br />
Im Heft & online<br />
Privatanzeigen*<br />
bis zu 5 Zeilen<br />
nur 5,- €*<br />
jede weitere Zeile 1,- €<br />
+ kostenlos und zusätzlich in<br />
5 weiteren Ausgaben im <strong>aerokurier</strong><br />
+ kostenlos und zusätzlich im<br />
Internet: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />
Auf Wunsch veröffentlichen wir Ihre Anzeige auch mit<br />
einem Farbfoto: zzgl. 20,- €<br />
(Foto bitte als jpeg- oder tif-Datei)<br />
✔<br />
✔<br />
✔<br />
www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />
Geben Sie Ihre<br />
Anzeige online auf und<br />
nutzen Sie so alle<br />
zusätzlichen Vorteile<br />
(ohne weitere Kosten!)<br />
Bis zu 6 Fotos einstellbar<br />
Erweiterte bzw. unbegrenzte Detailbeschreibung<br />
Ihres Angebotes<br />
Kennzeichnung Ihrer Anzeige mit<br />
einer Exposé-Nr. hier im Heft.<br />
Dadurch fnden Interessenten schnell<br />
zu Ihrem detaillierten Online-Angebot!<br />
Print ohne Foto<br />
Nur Text: Bis 5 Zeilen 5,- €<br />
(jede weitere Zeile 1,- €)<br />
+ im Internet<br />
Online-Anzeige<br />
Detailansicht der kostenlosen<br />
Online-Anzeige**<br />
bis zu 6 Fotos inklusive<br />
Datensätze 1-10 (gesamt 13) Seiten (gesamt 2)<br />
P Mooney Acclaim<br />
Flugspaß pur für den Sportpiloten von heute. Der Klassiker mit starker Leistung.<br />
Standort Bonn, Bj. 1995, Registrierung D, TT 1230 h, Preis 250 000 €.<br />
Print mit Foto<br />
Mit Farbbild: zzgl. 20,- €<br />
+ im Internet<br />
Rubrik<br />
Unterrubrik<br />
Standort<br />
Preis<br />
Baujahr<br />
TT/Betr.Std.<br />
Registrierung<br />
Sitzplätze<br />
Exposé<br />
Firmierung<br />
Telefon<br />
Telefon alternativ<br />
Telefax<br />
E-Mail<br />
Homepage<br />
Anzeigen-Details<br />
1-Mots<br />
Mooney<br />
Bonn<br />
250 000 €<br />
1995<br />
1230 h<br />
D<br />
4<br />
Nur ein Besitzer, voll-IFR ausgestattet, GPS, Transponder Mode-S,<br />
Stormscope, 2. Horizont, Autopilot, Long Range Tanks, 4 x Intercom,<br />
erhöhter Lärmschutz, Lederinterieur, Lack neu, stets hangariert und<br />
LTB gewartet, technisch und optisch in exzellentem Zustand<br />
Kontaktdaten<br />
Hans Mustermann<br />
0228/9565-115<br />
0228/9565-245<br />
hmustermann@motorpresse.de<br />
Muster<br />
Zurück zur Ergebnisliste »<br />
* Preise nur für private Anzeigen ohne gewerblichen Charakter (keine Charter-, Vermietungs-, Stellen- und Serviceangebote)<br />
** Online-Anzeigen nur in Verbindung mit Anzeige im Heft möglich
Ihre Anzeige erreicht uns via Internet: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />
per E-Mail: anzeigen-<strong>aerokurier</strong>@motorpresse.de / per Fax: 0711/182-1783 / (Foto als jpeg- oder tif-Datei)<br />
Anzeigenschlusstermine<br />
(zum Anzeigenschluss bitte<br />
bis spätestens 16 Uhr)<br />
Ausgabe 9/16.....19.07.<strong>2016</strong><br />
(erscheint am 24.<strong>08</strong>.<strong>2016</strong>)<br />
Ausgabe 10/16.....24.<strong>08</strong>.<strong>2016</strong><br />
(erscheint am 28.09.<strong>2016</strong>)<br />
Anzeigencoupon Privatanzeigen<br />
Bitte für jeden Buchstaben, Wortzwischenraum und jedes Satzzeichen ein Kästchen verwenden und in Druckschrift schreiben (30 Zeichen pro Zeile).<br />
1. Zeile<br />
2. Zeile<br />
3. Zeile<br />
4. Zeile<br />
5. Zeile<br />
6. Zeile<br />
7. Zeile<br />
8. Zeile<br />
9. Zeile<br />
10. Zeile<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/16<br />
Ihre Privatanzeige erscheint in der nächsterreichbaren Ausgabe + kostenlos in 5 weiteren Ausgaben im <strong>aerokurier</strong><br />
als Privatanzeige<br />
nur Text mit Farbfoto (zzgl. € 20,–) unter Chiffre (zzgl. € 10,–)<br />
Bitte senden Sie mir gegen Berechnung ein Exemplar des <strong>aerokurier</strong> zu<br />
(zzgl. € 5,50)<br />
Name, Vorname<br />
Straße, Nr.<br />
PLZ, Ort<br />
Telefon<br />
E-Mail<br />
Mobil<br />
Bitte Anschrift vollständig und deutlich ausfüllen!<br />
Bitte schicken Sie mir eine Rechnung (Zahlung sofort nach Erhalt)<br />
<br />
online MArkt<br />
Bitte gewünschte Rubrik ankreuzen: 1-Mots<br />
Flugzeug-Verkäufe<br />
2-Mots<br />
Avionik<br />
Helikopter<br />
Jets<br />
Ballonsport<br />
Kits<br />
Bekanntschaften<br />
Oldtimer<br />
Chartergesuche<br />
Reise-Motorsegler<br />
Haltergemeinschaften<br />
Segelfugzeuge<br />
Kaufgesuche<br />
Turboprops<br />
Reise/Veranstaltung<br />
Ultraleichte/LSA<br />
Stellengesuche<br />
Wasserfugzeuge<br />
Datum<br />
Unterschrift<br />
Bitte beachten Sie:<br />
Ihre Anzeige im <strong>aerokurier</strong> erscheint 6x hintereinander.<br />
Bei evtl. vorzeitigem Anzeigen-Stopp informieren Sie uns bitte per Mail:<br />
anzeigen-<strong>aerokurier</strong>@motorpresse.de<br />
Teilemarkt<br />
Verschiedenes<br />
Hersteller<br />
Modell
-Markt<br />
Ultraleichte/LSA<br />
FK 12 Comet, Bj. 2009, Standort<br />
EDGT, Rotax 100 PS,TT 160 h, unfallfrei,<br />
1. Hand, 1 Pilot, BRS 6 bis<br />
06/2021, JNP 09/<strong>2016</strong>, viele Extras,<br />
VB 59.000,-€. Kontakt: 06464-8228<br />
od. mannialone@t-online.de<br />
Nesmith Cougar, Standort EDFV-<br />
Worms, Bj. 1956, TT 10 SOH Std.,<br />
2 Sitzpl., Preis VS. Very nice 1956<br />
Nesmith Cougar, MSN 1, rebuilt<br />
with only 10 hrs on airframe and<br />
engine. Please email or call for<br />
further info and more details!<br />
Tel. +49 172 669 4260,<br />
Aero-Mobil@t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666770<br />
Arrow-Copter, Standort LSPG,<br />
Schweiz, Bj. 2015, TT 30 Std., 2<br />
Sitzpl., 167.000,– € VB. Arrow<br />
Copter AC20 (Gyrocopter) mit<br />
Vollausstattung zu verkaufen und<br />
Schweizer Zulassung (Experimental).<br />
Kann problemlos auch<br />
im Ausland wie z. B. Deutschland<br />
geflogen werden. Alternativ wird<br />
ein ArrowCopter Bj. 2012 verkauft<br />
zu 140.000,- €. Nur einer<br />
von beiden wird verkauft.<br />
Tel. 0041/79/6958874,<br />
www.arrow-copter.ch<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669845<br />
Breezer, Standort EDXF, Bj.<br />
2009, TT 590 Std., 2 Sitzpl.,<br />
55.000,– €. Rotax 912 ULS, 100<br />
PS, Rutschkupplung, Öl- u. Wasserthermostat,<br />
Neuform Verstellpropeller,<br />
Constant Speed Filser<br />
Propcon, Tost Schleppkupplung,<br />
BRS Rettungssystem, Schirm u.<br />
Rakete zugel. bis 2021, GPS<br />
Avmap EKP4 Color MovingMap,<br />
COM Funkwerk ATR 500, XPDR<br />
Funkwerk TRT 800, Fuel-Computer,<br />
LED Positionslicht u. Landescheinwerfer,<br />
getönte Haube,<br />
Haubenabdeckung, ** 19% MwSt<br />
ausweisbar **. Tel. 04639/7814999<br />
oder 0160/90398487, manfred.<br />
boettge@gmail.com<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664466<br />
Nur 420h mit in-flight Wetter +<br />
Tracking, Standort EDOI, Bj.<br />
2004, TT 420 Std., 2 Sitzpl.,<br />
52.900,– € VB. Breezer, erstes UL<br />
mit sky[nav]pro in-flight Wetter<br />
und realtime Tracking! stets han0<br />
gariertes und gepflegtes TOP UL,<br />
sicheres, absolut gepflegtes und<br />
technisch gewartetes UL mit 100<br />
PS ROTAX Motor 912 ULS, LTA,<br />
JNP und Wartungen stets beim<br />
Hersteller und up to date, JNP<br />
05/<strong>2016</strong>, BRS Schirm neu ge0<br />
packt (Schirm 04/2022)/Rakete<br />
(04/2028), künstl. Horizont, Trans0<br />
ponder Mode S mit neuem SW-<br />
Update (Februar <strong>2016</strong>), ELT,<br />
elektr. Trimmung, DTI Digital<br />
Trade Indicator, Funk: Dittel FS0<br />
G2T, Std.-Zähler, Kabinenhei0<br />
zung, Haube und Tank abschließ0<br />
bar, Sonnenschutz, neue Rad0<br />
verkleidungen, echte 95 Knoten<br />
Reisegeschwindigkeit + vieles<br />
Mehr. Hier gilt: Einsteigen und mit<br />
Sicherheit losfliegen! Und das<br />
alles für nur 52.900,- EURO, VB!<br />
Mehr Info`s und Bilder unter:<br />
schniekes@gmx.de oder Tel. +49<br />
171 3217566<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668474<br />
Comco Ikarus C 42 B Rotax 100<br />
PS, Bj. 2006, TT 1784 Std.,<br />
32.500,– € VB. Sehr guter Zustand,<br />
Rettung bis 03/21, JNP neu, 288<br />
kg. 0176/20305683.<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671099<br />
Kits<br />
Glasair II-SR/G, Standort EDVM,<br />
Volle Verkehrszulassung "D", ca.<br />
200 Std., Lycoming IO-360 = 200<br />
PS, Preis VS, Inf. z. B. Homepage:<br />
www.Glasair-Pilots.com. Tel. 0049-<br />
172-5149004<br />
Oldtimer<br />
Oldie, Standort Kempten, Bj. 1952,<br />
TT 2180 Std., 2 Sitzpl., 44.500,– €<br />
VB, grundüberholt 2012, Motor 25<br />
Std., Prop 25 Std., Com/Transponder.<br />
wertach@praxis-dr-bruns.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662597<br />
Focke Wulf Fw44J, Standort<br />
EDFE, Bj. 1939, TT 287<br />
SMOH Std., 2 Sitzpl. Dittel FS<br />
G40S with intercom, mobile<br />
Mode S Transponder, ELT,<br />
BRAMO radial engine 30 h<br />
SMOH, 160 PS, aerobatic carburators,<br />
airpressure starter, manual<br />
starter, Prop 0 h SMOH, all<br />
metal covers new painted, new<br />
windshields. fw44@gmx.net<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664079<br />
Segelflug<br />
Gepflegte RS-LS4, Standort<br />
Schweiz-Ticino, Bj. 1985, TT<br />
1480 Std., 1 Sitzpl., 19.500,– €<br />
VB. Standard-Instrumentierung<br />
+ FLARM, mit Komet-Anhänger,<br />
im guten Zustand, nur privat geflogen,<br />
480 Starts.<br />
Tel. 0041/79/3539130,<br />
hb1818@bluewin.ch<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662423<br />
Haubenrohlinge für alle Ka6, K7,<br />
K8, AS-K13, ASK18, Dimona. Weitere<br />
Haubenrohlinge auf Anfrage.<br />
e-mail: w.weber-mettendorf@<br />
t-online.de<br />
90 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de
Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />
Kaufgesuche<br />
DG 600 M Evolution Eigenstarter,<br />
Standort EDFP, Bj. 1991, TT<br />
1<strong>08</strong>5 Std., 1 Sitzpl., 69.000,– €<br />
VB. Wingspan: 15, 17, 18 m, very<br />
good condition, ARC: Nov. <strong>2016</strong>,<br />
Motor 77 hrs, Trailer Cobra.<br />
Tel. 0151/1<strong>2016</strong>588, fsdg600@<br />
googlemail.com<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 667947<br />
ASW20C 1984, unfallfrei, JNP:<br />
09/<strong>2016</strong>, SP- und Bugkupplung,<br />
Cambridge Serie 302, Flarm, St.<br />
776, h 2551, Anschau-Hgr., Fallschirm,<br />
VB 26.900,- Euro. Tel.<br />
07031/878921<br />
Suche alle alten Hefte „Klassiker<br />
der Luftfahrt" von 1999 bis einschl. Nr.<br />
8/2012. Erbitte Angebote per Tel. 0231-281488,<br />
E-Mail: barschfoxi@gmail.com, oder Mobil<br />
0175/6 03 42 61 (ggf. auf Mobilbox sprechen).<br />
Suche Mooney M20J MSE, M20K<br />
252, in gutem Zustand, möglichst<br />
von privat. Tel. 0151/55621933<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 660349<br />
Suche SF 260 oder Glasair III .<br />
Chiffre 3613316<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663403<br />
Suche Bücker 131 Jungmann.<br />
Ich suche eine flugfähige Bücker<br />
131 Jungmann (orig. oder CASA).<br />
Das Flugzeug sollte deutsch registriert<br />
sein. Kontaktaufnahme bitte<br />
über E-Mail: Benjamin.razii@web.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669374<br />
UL ESQUAL 20<strong>08</strong>, 210 B.Std., 6<br />
Zyl., Jabiru 120 PS, 2-Sitz., Carbon,<br />
kompl Ausst., Italien registr.,<br />
Funkmod. S, Transp., eventl. Rettungseinheit<br />
ELT, Neuwert. 45.000,-.<br />
Tel. 0043/664/1534541<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 666098<br />
D-INSP Beechcraft Duke B-60,<br />
mit Sicherheitspilot zu vermieten.<br />
Standort des Flugzeuges ist EDSB.<br />
Auf Wunsch kann es auf jeden anderen<br />
Flugplatz gebracht werden.<br />
Das Flugzeug ist top gewartet, hat<br />
IFR-Zulassung, Known Icing Approved,<br />
Druckkabine, 4 Pax + 2<br />
Piloten. Anfragen bitte telefonisch<br />
unter Tel. 0174/2322800<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667004<br />
Cirrus SR20 G3 IFR<br />
ab Schönhagen EDAZ<br />
Preis auf Anfrage<br />
www.schwertfeger-flugzeugcharter.de<br />
Tel. 030/411 90 420 o. 0172/86 27 541<br />
Alexander Schleicher, Standort<br />
Bad Nenndorf, Bj. 1976, TT<br />
1802 Std., 1 Sitzpl., 17.000,– €.<br />
ASW 17 in sehr gutem Zustand zu<br />
verkaufen. 1802 Std. / 659 Starts,<br />
Cambridge 302 + 303, Clouddan.<br />
cer Allwetterbezüge, Ipad Halte.<br />
rung, Pfeiffer Anhänger. ARC neu.<br />
Tel. 0179/2955583<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665346<br />
Reise-<br />
Motorsegler<br />
BAR-ANKAUF UND VERMITTLUNG von Flugzeugen + Hubschraubern<br />
Tel. +49(0)89/8 54 23 03, Fax +49(0)89/85 31 76, www.carlos-de-pilar.de<br />
Charterangebote<br />
WeFly: Größter DA-42<br />
Operator Deutschlands<br />
Günstige Charter oder Beteiligung<br />
an PA 28 Arrow 4 Turbo,<br />
Standort EDPC, Mot./Prop. seit<br />
Gen.überh. ca. 80 Std., Top Reisemaschine,<br />
VFR/IFR mögl. Ernsth.<br />
Interesse: Tel. 0171/30<strong>08</strong>500<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663855<br />
Piper Arrow IV , N-reg. ab EDLE,<br />
IFR, AP, HSI, Traffic, Stormscope ,<br />
IFR GPS mit VNAV, 130 KTS, 7h<br />
Endurance. Flight Reviews und<br />
ICC. Block- oder Einzelcharter.Tel.<br />
02<strong>08</strong>/460018, hwarnat@yahoo.com,<br />
www.bitcom-services.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664867<br />
Chartergesuche<br />
Scheibe Falke SF25C, Standort<br />
EDRY, Bj. 1979, TT 9630 Std., 2<br />
Sitzpl., 16.500,– € VB. 60 PS, only<br />
300 h, rebuilt in 2005.<br />
Tel. +49 171 3635269<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 666064<br />
Mooney Bravo, N-reg. ab EDLE,<br />
IFR, AP mit VS, ALT preselect, TKS,<br />
Garmin, 2x Alternator, 2x Battery,<br />
2x Horizont, 2x Vacuum, Mode S,<br />
Terrain, Stormscope, Satellite<br />
Weather, Sauerstoff u.v.m. Einzeloder<br />
Blockcharter, ICC und Flight<br />
Review, Safety Pilot available. Tel.<br />
02<strong>08</strong>/460018, hwarnat@yahoo.com,<br />
www.bitcom-services.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662788<br />
www.schwarzwald-flug.de Charter<br />
inklusive Fluglehrer Ikarus<br />
C-42 B (100PS) ab 125,- Euro/h<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665126<br />
SEP IFR für Reiseflüge gesucht<br />
Berufspilot sucht SEP IFR zum<br />
Chartern für private Reiseflüge.<br />
Stationierungsorte: Bonn, Koblenz<br />
bevorzugt. Tel. +49(0)172-6814532,<br />
walterkottmann@aol.com<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664902<br />
Suche Charter nicht ausgelasteter<br />
1-Mot, 2/4-sitzig, auch Spornrad<br />
und UL und von privat, Bodenseeraum<br />
Ost D-A-CH und bis Allgäu.<br />
flugi900@gmail.com<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663617<br />
Wer hat noch eine abgelaufene<br />
RW 3 mit Einziehfahrwerk und Propeller<br />
im Leitwerk in der Scheune,<br />
auf dem Fabrikgelände oder in der<br />
Halle liegen ? Ein Bastler möchte<br />
sie zum Fliegen bringen. Chiffre<br />
AE<strong>08</strong>/1120121<br />
PA 46 Malibu Mirage zu verchartern,<br />
Druckkabine, Full IFR, Engine<br />
Monitoring, Full Deicing, für Geschäfts-<br />
und Urlaubsflüge. Safety<br />
möglich. Standort EDSB, u. U.<br />
Möglichkeit für Fractional Ownership<br />
/ Haltergemeinschaft.<br />
Tel. 0151/53209950<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663115<br />
DA40 IFR -155 PS- ab EDMQ,<br />
Garmin G500, GTN750/650, Autopilot,<br />
Turbo! Rabatt für Vielflieger!<br />
Tel. 0179-6413130, info@<br />
skybavaria.de, www.skybavaria.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669131<br />
IFR 6-Sitzer Charter ges.LOAV/<br />
LOAN/LOWW. Fluglehrer/Examiner<br />
sucht Chartermöglichkeit für<br />
6sitziges IFR-Flugzeug für Flugreisen<br />
mit Familie mit guter Zuladung.<br />
Ideal C206/210, PA32, PA46, P68<br />
im Raum LOAN/LOAV/LOWW.<br />
Tel. 0043/664/33645<strong>08</strong>,<br />
thomas.menzel@sueddruck.at<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668878<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />
91
-Markt<br />
Haltergemeinschaften<br />
Maintenance/Wartung<br />
Suche Haltergemeinschaft oder<br />
Charter. Tel. 0172/45<strong>08</strong><strong>08</strong>0<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662205<br />
HG oder Stundenp. Piper Turbo<br />
Arrow IV, Biete HG oder Std.<br />
Pak. für Piper Turbo Arrow IV<br />
Standort: EDMV (Drehteller, 1st<br />
row); IFR; GNS530; Leder; Preis<br />
VB je nach Nutzungswunsch;<br />
Safety-Pilot für Einweisung vorhanden.Tel.<br />
00491718732307<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671313<br />
1/4 Halteranteil Socata TB10 in<br />
EDKB. Jetzt mit top gepflegter und<br />
gewarteter TB10 in die neue Saison:<br />
Bj. 1987, TT 3280h, Motor<br />
noch 720h, full IFR: Garmin<br />
GNS430 GNC255A GMA340, King<br />
HSI DME, Autopilot S-TEC 50,<br />
Stormscope WX900, Fuel Scan<br />
FS-450, EDM700, Mode S KT73,<br />
ELT, Lederausstattung, stets hangariert,<br />
frisch gewartet. Fotos online.<br />
17.500,- €. Tel. 0163/6669116,<br />
tobago4sale@ok.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665160<br />
Suche Haltergemeinschaft oder<br />
Partner für Flugzeugkauf. Performance<br />
Class: Mooney M20J, Piper<br />
PA28-201 Turbo Arrow IV o. Ä.<br />
Raum EDFE. Tel. 0177/7705025<br />
Markt<br />
Privat Anzeigen<br />
Fax 0711/182-1783<br />
Tel. +49(0)2241-924116 · Fax +49(0)2241-924118<br />
www.wmtonline.eu<br />
Katana DA 20. Biete 50% Halteranteil<br />
an Katana DA 20 in Bayern<br />
Raum Bamberg. Beteiligungssumme<br />
32.000,- €.<br />
Tel. 09502/923157, 0172/8039862,<br />
Fax 09502/923158<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666620<br />
Piper PA46 Malibu, Fractional<br />
Lease oder Fractional Ownership<br />
Standort EDSB. Top gepflegt.<br />
Transfer/Pick up zu anderen Plätzen<br />
möglich. 1 Pilot auch Safety<br />
möglich. Stundenpreis netto EUR<br />
495 trocken. Bei Fractional Lease /<br />
Fractional Ownership anderes<br />
Preismodell. Tel. 0151/53209950<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666595<br />
-Markt<br />
ABO-Service<br />
Hotline<br />
0711/182-2575<br />
1/2 Halteranteil C150, verkaufe<br />
1/2 Halteranteil an Cessna 150,<br />
Standort Worms, Baujahr 1970,<br />
Motor seit GÜ 900 Std., N-registriert,<br />
Preis 8500,- €.Tel. 06206/6405<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662434<br />
Cessna. Biete 50% Anteil an N-<br />
reg. C 172 JNP neu, Motor ca. 1150<br />
h frei, sehr gepflegt und gut gewartet;<br />
Standort EDQH, GPS/DME/2 x<br />
VOR/XPDR Mode S/ELT. Nähere<br />
Informationen: Tel. 09170/7598<br />
oder 0171/6871142, E-Mail: svb.<br />
klaus.peter.weiss@t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 661145<br />
Haltergemeinschaft. Biete 50%<br />
Haltergemeinschaft an N-reg.<br />
Cessna 421C. JNP/200 h-Kon<br />
trolle 05/16, Maschine ist sehr<br />
gepflegt und gut gewartet;<br />
Standort EDGS. Nähere Informa<br />
tionen: Tel. 0173/2643422 oder<br />
E-Mail: mail@btc-consulting.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668023<br />
50 % Anteil an 1991 Slingsby<br />
T67C, halber Anteil = 18.000,- € zu<br />
verkaufen, TT 4010, TTE 120 h (Lycoming<br />
O-320), Standort EDHL<br />
bzw. EDHE. Tel. 040/826573 (neu)<br />
Barfield - Fuel Quantity Test Set<br />
2548H, in hervorragendem Zustand!<br />
Bj. ca. 1983, PN: 101-00420,<br />
4 Adapter - Cessna 210, 337, P337,<br />
310Q, 404, 414, 421, 310R,<br />
310Q601, 340, 402B-0301,<br />
414-0351, 421B, 421C, VB 9000,-<br />
€. wagner.florian@live.de<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665147<br />
FAA A&P IA Pre-Purchase Inspections,<br />
Release to Service for<br />
Annual Inspections, Major Repairs<br />
and Alterations, Export and<br />
Standard C of A for US Registered<br />
Aircraft.Tel. +4915119162265,<br />
jackson_konni@web.de F<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670757<br />
Praxis-Quiz<br />
Lösungen von Seite 67<br />
1.<br />
2.<br />
3.<br />
Frage 1: d) Batterie ist die richtige Antwort,<br />
da nur sie bei stehenden Motor die einzige<br />
Spannungsquelle ist.<br />
Frage 2: a) Die Magnetzündung ist bei Verbrennungsmotoren<br />
eine Methode der Zündung,<br />
die für den Zündvorgang keinen zusätzlichen<br />
elektrischen Energiespeicher benötigt. Deshalb<br />
laufen die Motoren auch bei ausgeschaltetem<br />
Hauptschalter weiter.<br />
Frage 3: c) Deshalb sollte man nach dem<br />
Betrieb des Motors den Propeller nicht bewegen<br />
bis er abgekühlt ist.<br />
92 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de
Zuschriften auf Chiffreanzeigen richten Sie bitte an: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, <strong>aerokurier</strong>markt, Chiffre-Nr..., 70162 Stuttgart<br />
24 Jahre geballte Power: Ready<br />
Entry, mit EASA-frozen ATPL(A) +<br />
Fluglehrerausbildung (PPL-A),<br />
270 Motorflugstunden und 75<br />
Segelflugstunden, sucht einen<br />
Platz im Cockpit. Einsatz in Vollund<br />
Teilzeit, aber auch als Free,<br />
lancer europaweit möglich. So,<br />
fort verfügbar. Rating gern ver,<br />
handelbar. Biete sichere und<br />
professionelle Flüge. Erfahrun,<br />
gen auch in Kundenkontakt und<br />
Werbegestaltung. Ich freue mich<br />
auf Ihre(n) E-Mail/Anruf. frederik.<br />
stockhausen@paderborn.com,<br />
Tel. +49 (0)178 2862183<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666287<br />
Pilot sucht Einsatzmöglichkeit<br />
Anfang 30, EASA CPL(A), MEIR,<br />
ATPL-Theorie, FAA SE IR, aus dem<br />
Raum NRW (CGN/DUS). Suche<br />
Einsatz als Pilot auf Rundflügen<br />
(Erfahrung vorhanden), Bedarfs-,<br />
Charter-, Werksverkehr oder ähnli0<br />
ches. Flexibel, zuverlässig, bo0<br />
denständig. Ansonsten in der IT/0<br />
Versicherung tätig. Freue mich<br />
über Nachricht. squawk0305@<br />
web.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667411<br />
Avionik Experte B2/C, diverse<br />
Mustereinträge, Prüfer Kl. 4 Avionik<br />
sucht für 2017 Teilzeit Tätigkeit<br />
als Prüfer und/oder Avionik<br />
Trainer. Umfangreiches Avionik<br />
Fachwissen und Lehrerfahrung<br />
ist vorhanden. Chiffre 3616439<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666709<br />
Juristin sucht neue berufliche<br />
Herausforderung (D-A-CH) -<br />
gerne im Bereich Luftfahrt und/<br />
oder §§-fern. Berufserfahrung in<br />
der Energiewirtschaft und allg.<br />
Wirtschaftsrecht sowie Kenntnisse<br />
im Datenschutz- und IT-<br />
Recht vorhanden. Bei Bedarf<br />
Anwaltszulassung in Dtl. möglich.<br />
Mail an: notam83@web.de<br />
oder Chiffre 3619337<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669850<br />
Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste des Landes NRW mit Sitz in<br />
Duisburg ist ein Servicezentrum für die Polizeibehörden des Landes in den<br />
Bereichen Technik, Einsatz und Verkehr und übernimmt zudem landesweite<br />
Unterstützungs- und Koordinierungs-/Beratungsaufgaben insbesondere in<br />
Haushalts-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten sowie in<br />
Angelegenheiten der Führung und Steuerung.<br />
Am Dienstort Düsseldorf ist im Dezernat 43 - Polizeifliegerstaffel -, Sachgebiet 43.4 - Technischer Betrieb -, zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle<br />
Certifying Technician / Freigabeberechtigtes Personal<br />
Fachbereich Flugwerk/Triebwerk (Part-66 CAT B1/B1.3)<br />
unbefristet mit einer/m Tarifbeschäftigten zu besetzen. Die Besetzung der vakanten Stelle steht unter dem Vorbehalt zur Verfügung stehender<br />
Haushaltsmittel.<br />
1. Stellenbewertung<br />
Das Arbeitsverhältnis richtet sich nach dem Tarifvertrag für den<br />
öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Bei Erfüllung der tarifrechtlichen<br />
Voraussetzungen ist eine Eingruppierung bis einschließlich<br />
Entgeltgruppe 10 TV-L möglich.<br />
2. Formale Voraussetzungen<br />
• abgeschlossenes Fachhochschulstudium Luftfahrttechnik oder<br />
ingenieurswissenschaftliches Fachhochschulstudium Maschinenbau<br />
oder vergleichbar mit Schwerpunkt Luftfahrttechnik mit<br />
mindestens 5 Jahren praktischer einschlägiger Berufserfahrung<br />
in der Aufrechterhal tung der Lufttüchtigkeit oder<br />
• Staatlich geprüfte/r Techniker/in Luftfahrttechnik, Maschinentechnik<br />
oder vergleichbarer Schwerpunkt mit mindestens<br />
6 Jahren praktischer einschlägiger Berufserfahrung in der<br />
Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit<br />
Es ist in jedem Fall die gültige Lizenz für Freigabeberechtigtes<br />
Personal CAT B1/B1.3 gem. Anhang III VO (EU) 1321/2014 mit Eintrag<br />
eines Luftfahrzeugmusters und o. g. einschlägiger praktischer Berufserfahrung<br />
erforderlich.<br />
3. Aufgaben<br />
Das Sachgebiet 43.4 ist zuständig für die Wartung und Instandhaltung<br />
sowie Führung und Prüfung der Aufrechterhaltung der<br />
Lufttüchtigkeit der landeseigenen Luftfahrzeuge.<br />
Der Aufgabenbereich des Stelleninhabers umfasst insbesondere<br />
folgende Tätigkeitsbereiche:<br />
• Wartung, Instandhaltung und Reparatur an Flugwerk/<br />
Triebwerk der Polizeihubschrauber<br />
• Arbeiten im Rahmen periodischer oder kalenderzeitgemäßer<br />
Inspektionen nach Herstellervorschrift<br />
• Einstellarbeiten an der Triebwerksregelung sowie am<br />
Trag- und Steuerwerk<br />
• Behebung von im laufenden Einsatzflugbetrieb aufkommenden<br />
Beanstandungen/Mängeln<br />
• Durchführung von Prüfflügen<br />
• Führung der Wartung bezogenen technischen Dokumentation<br />
4. Organisatorische Anbindung<br />
Das Sachgebiet 43.4 ist eines von vier Sachgebieten innerhalb des<br />
Dezernats 43. Sie sind der Sachgebietsleitung unterstellt.<br />
5. Erfolgssichernde Kompetenzmerkmale<br />
5.1 Aufgabenbezogene Kompetenzen<br />
• gute Englischkenntnisse, insbesondere im technischen Englisch<br />
• Kenntnisse des Europäischen Luftrechts,<br />
• Organisations- und Planungsfähigkeit,<br />
• PC-Kenntnisse (MS-Office-Produkte)<br />
5.2 Persönliche Kompetenzen<br />
• Sicheres Auftreten, Eigenständigkeit, Eigenverantwortung,<br />
• Lernbereitschaft<br />
5.3 Soziale Kompetenzen<br />
• Teamfähigkeit<br />
• Kommunikationsfähigkeit<br />
Das Land NRW fördert die berufliche Entwicklung von Frauen. Bewerbungen von Frauen werden daher besonders begrüßt. In den Bereichen, in<br />
denen Frauen noch unterrepräsentiert sind, werden sie bei gleicher Eignung, Leistung und Befähigung nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes<br />
bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Der Arbeitsplatz kann auch mit<br />
Teilzeitkräften besetzt werden.<br />
Das Land NRW bemüht sich bevorzugt um die Einstellung schwerbehinderter Menschen und gleichgestellter behinderter Menschen im Sinne des<br />
§ 2 SGB IX; Bewerbungen schwerbehinderter und gleichgestellter behinderter Menschen im Sinne des § 2 SGB IX sind ausdrücklich erwünscht.<br />
Die Ausschreibung wendet sich ausdrücklich auch an Menschen mit Migrationshintergrund.<br />
Für weitere Informationen stehen Ihnen als Ansprechpartner<br />
• Herr PD Ettler (Tel. 0203/4175 - 4300) - Dezernatsleiter - und<br />
• Herr EPHK Miebach (Tel. 0203/4175 - 4340) - Sachgebietsleiter 43.4 - für fachliche Fragen sowie<br />
• Herr RAR Kowollik (Tel. 0203/4175 - 7106) - Personalstelle - für Fragen zum Bewerbungsverfahren gerne zur Verfügung.<br />
Ich freue mich auf Ihre Bewerbung. Richten Sie diese bitte mit aussagekräftigen Unterlagen in deutscher Sprache (insbesondere lückenloser<br />
beruflicher Werdegang, Qualifikationsnachweise, Abschluss- und Arbeitszeugnisse) bis zum 21.<strong>08</strong>.<strong>2016</strong> unter Angabe der Geschäftsnummer<br />
47-16–SG 43.4- an das<br />
Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW | Personalstelle | Schifferstr. 10 | 47059 Duisburg<br />
oder bevorzugt per E-Mail unter Angabe der Geschäftsnummer 47-16–SG 43.4- an: tarifbereich.lzpd@polizei.nrw.de<br />
Bei Bewerbungen auf dem Postweg verzichten Sie bitte auf Bewerbungsmappen, da Ihre Unterlagen nicht zurückgesendet werden.<br />
Kapitän, 45, EASA-ATPL, 8000<br />
Stunden Jet, mit Werkverkehr-,<br />
Businesscharter- und Linienerfahrung.<br />
Biete sichere und professionelle<br />
Flüge. Sofort verfügbar,<br />
suche Festanstellung in Werkverkehr<br />
oder Business-Charter (auch<br />
single hand) Rating gern gegen<br />
Verpflichtung. Tel. 0177/3020444,<br />
jetflieger@arcor.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665242<br />
Markt<br />
Privat Anzeigen<br />
Fax 0711/182-1783<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />
93
JOBBÖRSE<br />
Zuschriften auf Chiffreanzeigen richten Sie bitte an: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, <strong>aerokurier</strong>markt, Chiffre-Nr..., 70162 Stuttgart<br />
Die Helgoland AirService GmbH betreibt den schönen Flugplatz auf Helgoland /<br />
Düne. Wir sind verantwortlich für die Luftaufsicht, den Brandschutz auf der Düne<br />
und die Abfertigung der Flugzeuge von der OFD. Weiterhin betreiben wir mit unserer<br />
Runway 33 eine hochwertige Gastronomie mit Verkaufsshop und Duty Free Laden.<br />
Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen<br />
Beauftragten für Luftaufsicht<br />
möglichst mit abgeschlossenem Lehrgang. Bei entsprechender Eignung wird eine<br />
Führungsposition für die o.a. Bereiche in Aussicht gestellt.<br />
Sie sind an dieser beruflichen Herausforderung interessiert?<br />
Wir freuen uns auf ihre Kontaktaufnahme. Bitte senden Sie Ihre aussagekräftigen<br />
Bewerbungsunterlagen per Mail oder schriftlich an die unten angegebene Adresse.<br />
Reinhold Beekhuis Geschäftsführer HAS GmbH<br />
Sales Manager OFD-Ostfriesischer-Flug-Dienst GmbH, Gorch-Fock-Straße 103,<br />
26721 Emden | Telefon +49 (0) 49 21-89 92-40 | Telefax +49 (0) 49 21-89 92-37,<br />
E-Mail: Reinhold.Beekhuis@fliegofd.de | Internet: www.fliegofd.de<br />
COM, Magneto, Intercom, .. King<br />
KY97A COM incl. rack, € 800,-;<br />
Panel-mounted 4ch Intercom PM<br />
501, € 120,-; Alt-Encoder ACK<br />
A-30 30750ft, € 100,-; Magneto<br />
Slick Mod. 4316, € 400,-. All Units<br />
removed in s/a condition, private<br />
Sale. Tel. 0043/680/1409336,<br />
Robert.Wanek1@gmail.com<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668779<br />
Transponder Garrecht VT-02<br />
funktionsfähig, Einbaurahmen, A30<br />
Encoder, VB 1200,- €.Tel.<br />
07153/925355, info@ing-stief.de<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 661170<br />
MT VisionAir III (Moving Terrain)<br />
mit vielen Modulen inkl. Wetter, IFR<br />
und VFR georeferenziert Zentraleuropa.<br />
Riesen Display, vollwertiger<br />
PC, volle Tastatur. NP 8500,- in<br />
2012 … inkl. Iridium Telefon, Electronic<br />
Flight Bag, Anschlusskit etc.<br />
Preis marktgerecht VHB. Tel.<br />
02<strong>08</strong>/460018, hwarnat@yahoo.com,<br />
www.bitcom-services.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662791<br />
Avionik<br />
Dittel FSG 5, Handfunkgerät FSG<br />
5, Akku neu, incl. Headset und<br />
Ladegerät VB € 500.-.<br />
bernd.mayr@gmx.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668016<br />
Transponder Garmin GTX 328,<br />
Mode S, neuwertig, mit Rack, NP<br />
2800,- €, für 1850,- €. Tel.<br />
0171/3114259<br />
Pilot Headset von TELCOM, Typ<br />
Peltor Optime III, Vector OAS,<br />
Anschluss: PJ 055-068, Dämpfung<br />
passiv: -32 dB, Mikrofondämpfung<br />
aktiv: 8:1, Audiowiedergabe:<br />
Mono, Regelung: Volumenregler<br />
links, Mikrofon: Elektret<br />
Lärmkompensierend, Mikrofonarm:<br />
flexibler Metallschlauch,<br />
Schallwandler: mit 110 dB max.,<br />
Fequenzgang: 2502-6000 Hz,<br />
Gewicht: 376 g unbenutzt, KP<br />
200,- EUR. Tel. 04542/5560,<br />
radio-hartmut@t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 6680<strong>08</strong><br />
Techniker (Luftfahrt), 39 J, Alter<br />
Hase aus dem Strukturflugzeugbau,<br />
ehem. Fluggerätmechaniker,<br />
sucht neue administrative Technikeraufgabe<br />
zw. Freiburg und Offenburg.<br />
Maschinen- und Anlagenbau<br />
ebenso interessant wie Luftfahrt,<br />
es liegt nur an Ihrer Flexibilität.<br />
Bringe PPL-H (510h), UL-Gyro<br />
(100h), AZF, Präsentationsstärke<br />
und spreche fließend Englisch.<br />
Wünschenswert ist eine Tätigkeit<br />
als techn. Trainer, techn. Redakteur<br />
oder in der techn. Dokumentation.<br />
Aviator-77933@t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 67<strong>08</strong>59<br />
Teilemarkt<br />
Socata TB 9 Ersatzteile vorhanden.<br />
Schlachte meine Socata<br />
TB 9 aus, alle Ersatzteile<br />
noch vorhanden. 0157/39593025,<br />
michaelklies@gmail.com<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662668<br />
Motor Lycoming IO-360-A2B. Tel.<br />
01575/3114038<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670776<br />
Ski für Husky, Piper u.a. Typen, top<br />
Zustand, 4500,- €.Tel. 0173/8537513,<br />
Email: p.v.z@t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665749<br />
Tel. +49(0)2241-924116 · Fax +49(0)2241-924118<br />
www.wmtonline.eu<br />
Dornier Do27 Teile, Prop<br />
HC82VX20, gebraucht oder überholt.<br />
Vergaser, Instrumente, Bremsen,<br />
Leitwerke, Türen, Anlasser,<br />
Generatoren, Spinner, Auspuff,<br />
Getriebe für GO480 B1A6 etc.Tel.<br />
0172/5652533<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670730<br />
Jeden Monat neu am Kiosk!<br />
Reise/<br />
Veranstaltungen<br />
Tagesflug mit Oldtimer de Havilland<br />
119 Devon nach Duxford/<br />
England, zu "flying legends", 9/7,<br />
ex Mühlheim/Ruhr, 899,- €, inkl.<br />
Eintritt zur Show. Infos bei Alex<br />
Grimburg, Mail: office@hainke.com<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668655<br />
Fluglehrer PPL, CPL, IR, Kapitän<br />
i. R. B737 sucht Freelance<br />
Tätigkeit bei Flugschule im Süddeutschen/Schweizer<br />
Raum. Stehe<br />
gerne auch als Safety zur Verfügung.<br />
Zuschriften bitte an<br />
Al-kapune@gmx.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666624<br />
Flugleiter / BfL. Langjähriger<br />
Flugleiter, 62, AZF, Erfahrungen<br />
mit RMZ und Betriebsführung<br />
eines VLP, sucht 3-Jahresvertrag,<br />
ggf. längerfristige Urlaubsund<br />
Krankheitsvertretung.<br />
me.atc@t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665138<br />
Bekanntschaften<br />
Aero, Fliegerfrau 63, schlank, mit<br />
PPL (A), ungebunden, möchte<br />
mit Dir in die neue Flugsaison<br />
starten. Sollte ich Dich neugierig<br />
gemacht haben, freue ich mich<br />
über Deine E-Mail mit Foto.<br />
notam@t-online.de<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 666658<br />
Welcher Berufspilot fliegt mit mir<br />
zu den Sternen? Charmante Dozentin<br />
u. Autorin, Ende 40, ledig,<br />
blond, sehr jugendlich und attraktiv,<br />
wünscht eine harmonische Beziehung<br />
mit einem verantwortungsbewussten<br />
Berufspiloten. Gerne<br />
möchte ich meine Freizeit und meine<br />
Hobbies wie Kultur, Fliegen und<br />
Reisen Dir teilen. Wenn Du eine<br />
starke Frau auch mal schwach<br />
werden lassen kannst, freue mich<br />
auf Deine Nachricht mit Bild. Raum<br />
Nürnberg und Frankfurt/Main. Chiffre<br />
AE<strong>08</strong>/1120529<br />
Flugbegeisterte gesucht. pilotin@<br />
ich.ms<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667742<br />
Pilotin gesucht. Pensionär, ungebunden,<br />
hat seinen Industriebetrieb<br />
verkauft, Resident in Monaco<br />
- Monte Carlo, gutaussehend, 1,75<br />
m, möchte Privatflugzeug - einmotorige<br />
Turbinenprop oder VLJ kaufen,<br />
und sucht schlanke, gutaussehende<br />
Pilotin um zusammen zu<br />
reisen. Bitte E-Mail mit Foto an:<br />
priv@monaco.mc<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669896<br />
READY FOR TAKE OFF ? Dann<br />
lass uns gemeinsam auf Wolke<br />
Sieben landen ! Junggebliebene<br />
Anfangfünfzigerin, authentisch,<br />
gebildet, attraktiv, blond, schlank,<br />
sucht äquivalenten, ungebunde<br />
nen, flexiblen Piloten/Co-Piloten<br />
für gemeinsame Ausflüge und<br />
bei Sympathie gerne mehr…<br />
Zuschriften bitte nur mit Bild an:<br />
cumuliseven@gmail.com<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 661451<br />
94 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de
Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />
Lieber Wolke vier mit Dir ......<br />
Attraktive, schlanke Sie, mit PPL<br />
(A), sucht ihren erfahrenen Piloten,<br />
für gemeinsame Flüge ins Glück!<br />
Du bist ungebunden, 48-65 J., ab<br />
1,75, mit EQ+IQ? Dann lass uns<br />
gemeinsam durchstarten! Ich freue<br />
ich mich auf Deinen Funkspruch<br />
unter lieberwolke4@gmail.com<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 661436<br />
Pilotin, attraktiv, gesucht von<br />
Comandante de aeroplano, gutaussehend,<br />
1,73, Pensionär, Kraftsp.,<br />
tägl. Radfahren, Atlantikstrandwandern,<br />
2 Domizile, Eigentum,<br />
viel Zeit u. abrufbereit! Eine Freundin<br />
mit ESPRIT! Chiffre 3612046<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662<strong>08</strong>5<br />
Aufgeschlossene, reisefreudige<br />
Sie (35, CPL/IR) sucht ebensolchen<br />
Ihn (idealerweise zw. 40 und<br />
50) für gemeinsame Unternehmungen<br />
und Reisen. Zusammen ins<br />
Glück fliegen nicht ausgeschlossen.<br />
Zuschriften unter Chiffre<br />
3616915<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667221<br />
Immobilien<br />
Abstellhalle mit Unterkunftsgebäude.<br />
Biete Abstellhalle ca. 600<br />
qm sowie Unterkunftsgebäude mit<br />
mehreren Zimmern, großes Gelände<br />
ca. 1 ha am Flugplatz in Rothenburg/Ol<br />
zum Kauf. Ideal für Vereine,<br />
Clubs, Segelflieger etc.Tel. +49 172<br />
669 4260, Aero-Mobil@t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666771<br />
Komplett renovierte Villa in<br />
Stankov, CZ, Villa ca. 200 m²<br />
Wohnfläche, 6 Zimmer, 2 Bäder,<br />
Garage mit Nebengebäude,<br />
2400 m² Grundstücksfläche einschl.<br />
2 genehm. Bauplätzen, ca.<br />
30 km zur Grenze D. Flugplatz<br />
Stankov LKSA, 660 m lang und<br />
40 m breit, Grasbahn ca. 2 km<br />
entfernt. Preis 278.000,- Euro.<br />
Zitzmann Baustoffe Betonwerk<br />
GmbH, Tel. 0173/3996866 F<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670794<br />
Flugzeughangar zu verkaufen<br />
Moderner Flugzeughangar, geeignet für Helis,<br />
Business-Jet und Twins, Wohnung, Sozialräume,<br />
Büro und Parkplätze dazugehörend. Auch als<br />
Renditeobjekt sehr gut denkbar. Standort Süddeutschland<br />
nahe Schweizer Grenze.<br />
Zuschriften unter Chiffre: aer 4/1119771.<br />
Piloten-Wohnhaus am Flugplatz<br />
Hodenhagen EDVH zu verkaufen.<br />
VB. Ernsthafte Anfragen bitte per<br />
email an: volatus.s@gmail.com.<br />
Hangarplätze EDTD, ab sofort<br />
Hangarplätze frei. Hoch- oder Tiefdecker.<br />
UL bevorzugt. Nähe<br />
Schweiz. Tel. 07755/8432 oder<br />
0172/3503363, juelketreu@me.com,<br />
lsb-donaueschingen.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662568<br />
Vermietung<br />
Produktions-/Flugzeughalle<br />
für alle Branchen im Gewerbegebiet am Flugplatz Dahlemer Binz (EDVK), Kreis Euskirchen<br />
(Eifel), zu vermieten. Hallenvorfeld mit Direktanbindung an Rollweg und S/L-Bahn.<br />
Gute Verkehrsanbindung (über Autobahn A 1 und B 51).<br />
Gesamtfläche bis zu 1.600 qm (auch teilbar). Befahrbar, energetisch überarbeitet und<br />
beheizt. Büro- und Sozialräume, Außenflächen, ausreichend Stellplätze.<br />
Anfragen:<br />
Flugplatzgesellschaft Dahlemer Binz GmbH | Hauptstraße 23 | 53949 Dahlem<br />
Tel. 02447/955542 | Mail: h.etten@dahlem.de | Internet: www.dahlemer-binz.de<br />
Hallenplatz in Lüneburg zu<br />
vergeben, neue sehr gut ausgestattete<br />
Halle mit Anschluss an<br />
sehr netten Fliegerclub.<br />
Tel. 0171-9792349, Rauhbrau@<br />
gmx.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663402<br />
Hier landen Sie richtig:<br />
www.siebert.aero<br />
Verschiedenes<br />
Neues Buch Ulf Rosenow: "Plötzlich<br />
war die Karte zu Ende - Geschichten<br />
am Rande des Fliegens".<br />
Unterhaltsames aus einem langen<br />
Fliegerleben. Bezug über urosenow@<br />
gmail.com, 8,90 € portofrei oder im<br />
Buchhandel<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 662733<br />
AGRO Mod 60, Schleppkuli /<br />
Rangiergerät. Sofort einsatzbereit,<br />
mit Elektrostarter, ca. 17 Jahre<br />
alt, in gutem Zustand, mit Adapter<br />
für die Piper Malibu. Der Adapter<br />
kann ganz einfach gewechselt<br />
werden. Abholung in Saarbrücken<br />
für 800,- Euro. Tel. 0681/814485<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666003<br />
Flugwelt und Flug Revue, 1949<br />
bis 2014, geb., nur komplett abzugeben.<br />
Angebot und Anforderung<br />
Liste weiterer umfangreicher Luftund<br />
Schifffahrtliteratur an: plango@<br />
t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667486<br />
Wer hat Verwendung für einen<br />
61-jährigen Luftfahrtenthusiasten<br />
mit BZF 1, Industrieelektriker,<br />
alle Führerscheine, bundesweit.<br />
Mobil 0171-9703827<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662760<br />
Auflösung meiner Fliegerausrüstung:<br />
wenig benutzte, private<br />
ATPL / PPL Ausrüstung & Lehrmaterial<br />
wegen Aufgabe des Fliegens<br />
zu verkaufen, u. a. Bose und Sennheiser<br />
Headsets, Nav-hilfen, Bücher<br />
/ DVD & Software. Bitte Liste anfordern:<br />
a.stephan@as-systems.com<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664309<br />
Very exclusive Villa Zell am See /<br />
LOWZ, 500 Meters from the airport<br />
LOWZ, 200 Meters from Golf court.<br />
Hangar for Aircraft is available!<br />
Skiing directly into the own garden<br />
possible! Summer skiing on Glacier<br />
4 km away. ~ 300 m² of living-area,<br />
50 m² of wellness-area with sauna,<br />
open fire, whirlpool etc., 4 bedrooms,<br />
3 bathrooms. The whole<br />
villa features a very high standard<br />
throughout. Garage for 3 cars,<br />
carport for another 3 cars. 1.200 m²<br />
of land, big garden, Southside with<br />
mountain view. Price: 1.55 M Euro.<br />
Contact to the owner: traumhauszellamsee@gmx.at<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663514<br />
• 3000 Produkte für Flieger online bestellbar<br />
• Aktuelle News aus der Luftfahrt<br />
• Tagespreise und Schnäppchenangebote<br />
• Neuheiten<br />
• Produktbewertungen<br />
www.siebert.aero<br />
Kontakt: Telefon 0251 92459-3 Fax 0251 92459-59 eMail: info@siebert.aero<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />
95
-Markt<br />
SEP / MEP / King Air / CitationJet - VFR / IFR Check & TRG<br />
G1000, GNS 430/530, FMS, EFIS, PFD, MFD, IPAD (EFB), LNAV / VNAV / LPV<br />
IFR Erneuerung - IFR Training - IFR Check Erwerb: IFR SEP & MEP<br />
Prüfer (TRE, CRE, IRE, FIE) / Instructor (VFR-IFR-MEP-KingAir-JET) / FNPT II<br />
Peter Burghard (München / Valencia) - mobil 0160/80 50 750 - email: pb@mfa.aero<br />
Hallenplätze in Donzdorf zu<br />
vermieten. Sympathische Fliegergruppe<br />
auf der Schwäbischen<br />
Alb bietet ab sofort Hallenplätze<br />
für UL, Tragschrauber und<br />
E-Klasse an. Der Sonderlandeplatz<br />
Donzdorf-Messelberg (EDPM)<br />
liegt in herrlicher Lage an der<br />
Albkante auf 2272 ft MSL, bietet<br />
eine 600x10m Asphaltpiste sowie<br />
eine gemütliche Fliegerkneipe.<br />
Preise zw. 120,- und 150,- € pro<br />
Monat. Nähere Informationen bei<br />
Dennis Sanner, 1. Vorsitzender.<br />
Tel. 0171/6952260, vorstand@<br />
fliegergruppe-donzdorf.de, www.<br />
fliegergruppe-donzdorf.de F<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667704<br />
TO ADVERTISE IN OUR<br />
WEB DIRECTORY SECTION<br />
FLIGHT SCHOOLS | HELICOPTER | MAINTENANCE | BUSINESS AVIATION<br />
PLEASE CONTACT: REINHARD WITTSTAMM +49 711 182 2814 OR<br />
RWITTSTAMM@MOTORPRESSE.DE<br />
Reise und Luftfahrt<br />
www.heller-verlag.de<br />
Besuchern des Deutschen Aero Clubs und des unserem Hotel naheliegenden<br />
Luftfahrtbundesamtes in Braunschweig bieten wir Übernachtungsmöglichkeiten<br />
zu äußerst günstigen Tarifen. Für Tagungen stehen sieben klimatisierte<br />
Tagungsräume mit Tageslicht zur Verfügung.<br />
4-Sterne-Hotel Landhaus Seela<br />
Messeweg 41, 38104 Braunschweig<br />
Telefon: 0531-37001-162 · Fax: 0531-37001-193<br />
Internet: Hotel-Landhaus-Seela.de · E-mail: info@Hotel-Landhaus-Seela.de<br />
ACHTUNG: PPL; CPL; (US-ATPL;<br />
CFI/CFII) . Tel. 0173/9021727 oder<br />
02534/5444<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668490<br />
Antiquariat<br />
<br />
<br />
<br />
Suche Flugzeug/ Helikopter als<br />
Deko. Suche defektes/ flugunfähiges<br />
Flugzeug oder Helikopter als<br />
Deko für meinen Garten sollte<br />
mind. kompletter Body sein, Motor/<br />
Triebwerk muss nicht, kann<br />
auch Unfall oder Brand sein. Tel.<br />
0173/9458801<br />
more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 662349<br />
Fliegerclub Leipzig e.V, Standort<br />
EDAM, bietet Mitgliedschaft mit<br />
den Flugzeugen Z43 für 132,- €,<br />
Z42 für 120,- € und Dimona H36 für<br />
72,- € pro Flugstunde nass. Unsere<br />
Z43 ist ein echter Viersitzer mit<br />
Zusatztanks für Reichweiten über<br />
900 km. Tel. 0171/4737889<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 660672<br />
C525 LPC & OPC on Full Flight<br />
Simulator, C525/PIC/IR SP-OPS<br />
C525/PIC/IR MP-OPS LVTO und<br />
Airporteinweisung EGLC. Checkflüge<br />
on Type auch möglich.<br />
Tel. +49160/96056060,<br />
Fax +492584/934784<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 660589<br />
Sie benötigen für Ihren Flugplatz,<br />
Fliegerclub, Sportfluggruppe oder<br />
Jugendprojekt ein neues Auto?<br />
Habe praktisches Objekt für Sie,<br />
welches ein bisschen Arbeit macht.<br />
PEUGEOT 403 (Columbo läßt grüßen).<br />
Es ist kein Cabrio, sondern ein<br />
Pick-up mit großer Ladefläche. 1,5<br />
L Motor muß überholt werden,<br />
sonst gesundes Blech, hinten<br />
Blattfedern, Bj. 1958, stellen Sie<br />
sich vor: in Flughafenfarbe gelb-/<br />
schwarz-kariert, vielleicht aber in<br />
dunkelblauer französischer Polizeifarbe,<br />
2900,- €.<br />
Chiffre AE<strong>08</strong>/1120036<br />
Ski für Husky, Piper u.a. Typen, top<br />
Zustand, 4500,- €.Tel. 0173/8537513,<br />
Email: p.v.z@t-online.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665750<br />
Chiffre<br />
-Markt<br />
Zuschriften<br />
auf Chiffreanzeigen<br />
richten Sie bitte an:<br />
Motor Presse Stuttgart<br />
GmbH & Co. KG,<br />
<strong>aerokurier</strong>markt,<br />
Chiffre-Nr. ...,<br />
70162 Stuttgart<br />
96 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de
Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />
www.flugversand.de<br />
Online-Shopping rund um die Uhr!<br />
Hohler Weg 6 · 34466 Wolfhagen - Bründersen<br />
T. 0 56 92/23 63 · info@flugversand.de · vertrieb@flugversand.de<br />
<br />
Everything for Pilots and Airplanes!<br />
■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■<br />
400 m² Hangar und/oder 120 m² Bürofläche<br />
(beides teilbar) am Flugplatz Stadtlohn-Vreden (EDLS)<br />
zu vermieten, elektr. Tore, mit PKW direkt erreichbar,<br />
kostenlose Parkplätze, Zoll. Weitere Details:<br />
Tel. +49 (0) 170 / 8 99 50 40<br />
www.flugplatz-stadtlohn.de<br />
■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■<br />
FLUGPLATZ zu verkaufen!<br />
In einer der schönsten Gegenden Deutschlands verkaufen wir einen Flugplatz<br />
mit einzigartiger Einrichtung und Ausstattung. Der Flugplatz liegt in der attraktiven<br />
Umgebung von Korbach-EDGK (Nähe Edersee-Hochsauerland-Kellerwald).<br />
Er bietet für Flugbegeisterte paradiesische Verhältnisse.<br />
• Gras Start- und Landebahn<br />
600 m + 150 m Auslauf<br />
(MTOW 3500 kg, HEL 6000 kg)<br />
• Zusätzliche 300 m Start- und Landebahn<br />
für Ultralight etc.<br />
• Zwei große Hangars/Großer Abstellplatz<br />
• Café-Restaurant und Terrasse<br />
• Kl. Appartement - Sitzungs-/Schulungsraum<br />
• Kinderspielplatz/Großer Auto-Parkplatz<br />
• Erlaubnis für alle Flugarten und<br />
Flugzeugtypen (Motorflieger, Ultralight,<br />
Gleitschirm, Segelflugzeuge, Hubschrauber,<br />
Ballonfahrten, etc.)<br />
• Alle Genehmigungen und Lizenzen<br />
vorhanden<br />
• Komplett zertifizierter Flughafen (ICAO)<br />
DIESES OBJEKT LÄSST SICH IDEAL KOMBINEREN MIT KLASSISCHEN AUTOMOBILEN - EINE EINMALIGE CHANCE.<br />
Eine einzigartige Gelegenheit in völliger Freiheit ein Flieger- und Klassiker-Paradies zu erwerben<br />
Kontakt: H. Martens, E-Mail: hmartens35@live.nl · Tel. +31 (0)655 385 675<br />
www.FABBS.de<br />
Fachbetrieb für<br />
Gasmesstechnik<br />
Gefahr von Kohlenmonoxid<br />
im Cockpit!<br />
CO-Warner<br />
BW GasAlert<br />
Keine Wartungskosten<br />
und<br />
Prüfkosten<br />
während der<br />
24 Monate<br />
Dauerbetrieb!<br />
CO-Warner inkl. 48 Stunden<br />
Austauschservice<br />
– deutschlandweit –<br />
(kostenfrei im Garantiefall)<br />
Angebot:<br />
115 €<br />
LP: 184,45 €<br />
(Preise inkl. MwSt., Angebot bis 31.07.<strong>2016</strong>)<br />
FABBS e.K. (BW GasAlert Service-Werkstatt)<br />
Kirchwegtannen 11 in 63796 Kahl/Main<br />
Tel. 0 61 88 /44 64 73 – Fax 0 61 88 /44 83 96<br />
E-Mail: info@FABBS.de (www.FABBS.de)<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />
97
-Markt<br />
Die Flugschule im<br />
Fliegen ab Kempten-Durach · EDMK<br />
Verbinden Sie Ihre Ausbildungszeit mit<br />
Urlaubsatmosphäre. Eine renommierte<br />
Flugschule bietet 3 Wochen Kurse in<br />
Theorie und Praxis vor der einzigartigen<br />
Kulisse der Allgäuer Alpen.<br />
Schulungen:<br />
Motorflug, Motorsegler, Ultraleicht<br />
Praxis, Ausbildungsbeginn jederzeit<br />
PPL/LAPL/UL Theorie Kompaktkurse<br />
nächster Kurs: 02.<strong>08</strong>. bis 21.<strong>08</strong>.<strong>2016</strong><br />
Sprechfunkzeugnis (BZF) in nur 3 Tagen<br />
NVFR und weitere Umschulungen<br />
Unsere Erfahrung ist Ihr Vorteil<br />
Flugschule Michael Bergmann<br />
Deutscher Alpenflug GmbH<br />
Lizenziertes Luftfahrtunternehmen<br />
87468 Kempten-Durach · Postf. 64<br />
MOTORFLUG +++ KUNSTFLUG +++ ULTRALEICHT<br />
SCHULUNG & CHARTER<br />
Flugplatz<br />
Allgäu!<br />
Charter:<br />
C172P, 2x SF25C Rotax, C42B, 2x DR400, PA18, C150M/Aerobat<br />
Professionelle Alpeneinweisung<br />
Erwerb Klassenberechtigung SEP / TMG<br />
F-Schlepp für Gastsegelflieger, Schleppberechtigung für PPL<br />
Spornradtraining, Einweisung PA18 / 150<br />
Im Winter: Skifliegen auf Motorsegler und PA 18<br />
Rufen Sie uns an – wir beraten Sie gerne!<br />
<strong>08</strong>31/5700-414<br />
Mobil:0171/9542846<br />
info@lu-bergmann.de<br />
www.lu-bergmann.de<br />
Flugschulen<br />
EDMT<br />
Flugschule/ATO: PPL(A), LAPL(A), NVFR, UL, BFR(US), Alpeneinw., BZF, Kunstflug,<br />
Umschulen, Sicherheitstraining, Kompaktkurse Theorie.<br />
Kompaktkurse Theorie: PPL + UL 29.07. – <strong>08</strong>.<strong>08</strong>.<strong>2016</strong>, 28.10. – 07.11.<strong>2016</strong><br />
BZF-Kurs: 23.09. – 25.09.<strong>2016</strong><br />
Für Piloten: Flugsicherheitstraining, Refresher<br />
Experience: Kunstflugausb., Spornradeinw., Spin Training<br />
40 JAHRE EDMT!<br />
GO MATTHIAS – RBAR Lausitzring 03./04.09.<strong>2016</strong>!<br />
Tannheimer Flieger- und Freizeitzentrum GmbH • Tel: <strong>08</strong>395/1244 • Fax: <strong>08</strong>395/93137<br />
88459 Tannheim-Flugplatz • www.flugplatz-tannheim.de • e-mail: info@edmt.de<br />
Wasserfliegen<br />
www.baltic-seaplane.de<br />
Flugschulen und<br />
Sonderverkaufsstellen<br />
Bei diesen Flugschulen bzw. Sonderver kaufs stellen erhalten Sie die jeweils<br />
ak tu elle Ausgabe von <strong>aerokurier</strong> bzw. FLUG REVUE!<br />
Flugplatzgesellschaft<br />
Schönhagen mbH<br />
Am Flugplatz Haus 2<br />
14959 Schönhagen<br />
RWL German Flight<br />
Academy GmbH<br />
Am Flughafen 20<br />
41066 Mönchengladbach<br />
Fahrschule Klippel<br />
Flugplatz Föhren<br />
54343 Föhren<br />
Flugplatz Koblenz-Winningen<br />
GmbH<br />
56333 Winningen<br />
Rhein-Mosel-Flug<br />
GmbH & Co. KG<br />
Flugplatz,<br />
56333 Winningen<br />
Take-Off Model Shop<br />
Alexanderstr. 22,<br />
64653 Lorsch<br />
Friebe Luftfahrt-Bedarf GmbH<br />
Flughafen Neuostheim<br />
68163 Mannheim<br />
Mt-Propeller<br />
Flugplatz, Straubing-Wallmühle,<br />
94348 Atting<br />
Vöslauer Flugbetrieb<br />
Günter Watschinger GmbH,<br />
Flughafen,<br />
A-2540 Vöslau<br />
Möchten Sie auch mit Ihrer Flug schule oder Sonderverkaufs stelle hier aufge nommen sein? Fordern Sie unsere<br />
Fachhandels-Konditionen an bei: dpv Service GmbH, Kundenservice Fachhandel, Tel. 00 49 (0) 40/3 78 45-36 00,<br />
Fax: 00 49 (0) 40/3 78 45 -9 36 00, E-Mail: fachhandel@dpv.de<br />
98 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de
Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />
MFA MUNICH FLIGHT ACADEMY GMBH<br />
DE.ATO 067<br />
D - 302 EG<br />
➪ nächster ATPL Lehrgang ATPL(A) – September <strong>2016</strong><br />
Verkehrsfliegerschule mit FNPT II & Garmin G1000 Glascockpit<br />
Verkehrsfliegerschule - Ausbildungsfinanzierung - Wir bringen Sie ins Cockpit<br />
PPL - CPL - ATPL - FI(A) - IR(A) - MEP - NVFR<br />
BZF I / II – AZF – Checkflüge VFR / IFR – Alpeneinweisung – FNPT II – Airline Training<br />
www. MFA .aero<br />
München: 0 89/64 27 07 61 • Büro Flughafen Augsburg: <strong>08</strong> 21/7 47 24 60 • info@mfa.aero<br />
➪<br />
www.eisenschmidt.aero<br />
BZF/AZF intensiv in Frankfurt<br />
Für Eilige und Leute mit wenig Zeit.<br />
Einzelunterricht oder kleine Gruppen.<br />
Vorbereitung auf den<br />
ICAO-Sprachtest sowie Erst- und<br />
Verlängerungsprüfung Level 4.<br />
Tel. 0 61 03/92 09 00, 01 71/6 90 67 22<br />
info@ellen-kaag.de, www.ellen-kaag.de<br />
Mit SICHERHEIT<br />
ein ABENTEUER<br />
Upset Prevention &<br />
Recovery Training<br />
(UPRT)<br />
Power Acro Camps –<br />
in 1 Woche zum<br />
Kunstflugschein<br />
Schnupperflüge<br />
(Super Dec, Extra 300L)<br />
Trainings in EDMV,<br />
EDAZ und LKHS<br />
Spins & More ATO<br />
www.spinsandmore.at<br />
info@spinsandmore.at<br />
-Markt<br />
ABO-Service<br />
Hotline<br />
0711/182-2575<br />
<br />
EASA Zulassung DE.ATO.005<br />
HAEUSL’AIR<br />
LAPL(A) – PPL(A) – IR(A) – CPL(A) – 2-MOT – ATPL(A) – FI(A) – MCC<br />
✈ Mitglied im Verband der Europäischen Flugschulen ✈ EAAPS member<br />
✈ Langjährige Erfahrung ✈ Airlineorientierte Ausbildung ✈ Europaweite Schulungsflüge<br />
✈ Kleine Gruppen und individuelle Zeitplanung – Persönliche Betreuung auch für VIPs<br />
Ob PPL(A), IFR, CPL oder ATPL(A) - Jede Ausbildung wird für Sie persönlich geplant<br />
✈ 12 eigene Flugzeuge, FNPT ll B737, FNPT ll SENECA lll, eigener Wartungsbetrieb<br />
✈ Zielstrebige, durchgängige Ausbildung aus einer Hand bis zum ATPL<br />
✈ Screeningvorbereitungen für alle Airlines<br />
✈ Lizenzerneuerungen ✈ Umschreibungen ausländischer Lizenzen<br />
✈ Umschreibungen militärischer Lizenzen<br />
✈ Lehreraus- und -weiterbildungen<br />
✈ English Proficiency Check - Level 4<br />
HAEUSL’AIR Flugschule Michael Haeusler<br />
Flugplatzstraße 3 und Flurstraße 42<br />
84034 Landshut 84095 Furth<br />
Tel. 0171 8368894 <strong>08</strong>704 927212<br />
www.flugausbildung.de<br />
Level 4, 5, 6 EP/VP<br />
auch für Vereine und Flugschulen<br />
www.climblevel4.de • AVEO FLIGHT ACADEMY D-LTO-018 Tel. 0172-7122551<br />
Unsere Preise sind ehrlich und knallhart kalkuliert.<br />
Detaillierte Preise und Ausbildungsprogramme<br />
finden Sie unter: www.flugausbildung.de<br />
Termine<br />
Ausbildungsbeginn: JEDERZEIT<br />
EIGENE FERNLEHRGÄNGE PPL(A) – ATPL(A)<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />
99
-Markt<br />
C525 LPC & OPC on Full Flight Simulator FFS<br />
C525/PIC/IR SP-OPS = EUR 1.800,– + Mwst. (2 hrs)<br />
C525/PIC/IR MP/SP-OPS = EUR 1.450,– + Mwst.* (3 hrs)<br />
*MP-Check 2 Pilots min. Price each Pilot.<br />
LVTO - EGLC and System Refresher on Request<br />
For Slots call +49 172/9 67 51 34 or www.hanke-aviation.de<br />
VERBAND DEUTSCHER VERKEHRSFLIEGERSCHULEN E.V.<br />
„50 Jahre Erfahrung – seit 1963“<br />
Die Flugschule für<br />
Hubschrauberführer<br />
Unser Ausbildungsprogramm:<br />
ATPL(H)/VFR, CPL(H), PPL(H), FI(H),<br />
TRI(H), NFQ(H)<br />
Eigene Fernlehrgänge mit der „eAcademy“<br />
Wir verwenden „ProPilots“ als Trainingssoftware<br />
Musterberechtigungen und<br />
Befähigungsüberprüfung auf:<br />
R22, R44, R66, B206, BO105,<br />
MD900/902, EC135, BK117, HU369<br />
ICAO Sprachprüfung Stufe 4, 5 und 6<br />
Autorisierter ROBINSON-Händler<br />
Kontaktieren Sie uns unter schulung@airlloyd.de oder<br />
AIR LLOYD Deutsche Helicopter Flugservice GmbH · www.airlloyd.de<br />
Flugplatz Bonn-Hangelar<br />
Flugplatz Halle-Oppin<br />
53757 St. Augustin/Germany 06188 Oppin/Germany<br />
Tel.: +49(0)2241/2307-0 Tel.: +49(0)34604/309-14<br />
Fax: (0)2241/2307-30 Fax: (0)34604/309-15<br />
Eurofly Aviation GmbH<br />
Rosenheimer Straße 145 e-f<br />
81671 München<br />
Tel: +49 (0) 89-606 <strong>08</strong>9 460<br />
info@eurofly-aviation.de<br />
www.eurofly-aviation.de<br />
Hubschrauberpiloten-<br />
Ausbildung (PPL-H)<br />
Type Rating auf Robinson 22<br />
& Robinson 44<br />
-Markt<br />
Auftragsmanagement<br />
für gewerbl. Anzeigen<br />
Julia Ruprecht<br />
0711/182-1548<br />
Fax: 0711/182-1027<br />
Anzeigenberatung/<br />
Verkauf<br />
Reinhard<br />
Wittstamm<br />
0711/182-2814<br />
100 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de
OO<br />
31. Juli<br />
[ Termine ]<br />
präsentiert<br />
von<br />
60 Jahre Flugplatz Günzburg<br />
Luftsportverein Günzburg, Otto-<br />
Lilienthal-Weg 7, 89312 Günzburg,<br />
Tel.: +49 8221 4336,<br />
E-Mail: info@lsvgz.de, www.lsvgz.de<br />
OO<br />
31. Juli<br />
10. Oldtimertreffen,<br />
Riedlingen / Donau<br />
Fliegergruppe Riedlingen e.V.,<br />
Brühlweg 30, Flugplatz Riedlingen,<br />
88499 Riedlingen,<br />
Tel.: +49 7371 3555, E-Mail:<br />
oldtimer@fliegergruppe-riedlingen.de,<br />
www.oldtimertreffen-riedlingen.de/<br />
OO<br />
13. /14. August<br />
Do-Days <strong>2016</strong>, Friedrichshafen<br />
Dornier Museum, Claude-Dornier-<br />
Platz 1, 88406 Friedrichshafen,<br />
Tel.: +49 7541 4873640,<br />
E-Mail: info@dorniermuseum.de,<br />
www.dorniermuseum.de<br />
OO<br />
13./14. August<br />
18. Zwickauer Flugplatzfest<br />
Flugplatz Zwickau, Reichenbacher<br />
Str. 131, <strong>08</strong>056 Zwickau,<br />
Tel.: +49 375 781183, www.acz.de<br />
OO<br />
14./15. August<br />
Fly-in, Gundelfingen<br />
Modelllandeplatz Gundelfingen<br />
(EDMU), Äußerer Auweg 3,<br />
89423 Gundelfingen, Tel.: +49 171<br />
2323152, www.lsv-gundelfingen.de<br />
OO<br />
21. August<br />
Siegerland Flughafen-Tag<br />
E-Mail: info@siegerland-airport.de,<br />
www.siegerland-airport.de<br />
OO<br />
19. – 21. August<br />
Flugtage und Fly-in,<br />
Soest/Bad Sassendorf<br />
Am Flugplatz 5, 59505 Soest, Tel.:<br />
+49 2927 340, E-Mail: info@flugplatzsoest.de,<br />
www.flugtage-soest.de<br />
OO<br />
26. – 28. August<br />
20. kleines Segelflugzeug-<br />
Oldtimertreffen, Hammelburg<br />
FSG Hammelburg, Hochstraße 10,<br />
97762 Hammelburg,<br />
www.fsg-hammelburg.de<br />
OO<br />
27. August<br />
Hunterfest <strong>2016</strong>,<br />
St. Stephan, Schweiz<br />
Hunterverein Obersimmental, Postfach<br />
23, 3772 St. Stephan, Schweiz,<br />
E-Mail: info@hunterverein.ch,<br />
www.hunterverein.ch<br />
OO<br />
27. / 28. August<br />
Piper-Cub-Fly-in, Langenthal<br />
Flugplatz Langenthal-Bleienbach,<br />
www.pipercubflyin.ch<br />
OO<br />
27./28. August<br />
Airliner Classics,<br />
Flugplatz Speyer<br />
Roland Kern, Tel.: +49 6232 6872929,<br />
Foto: Holger Weitzel<br />
Terminankündigungen<br />
E-Mail: flugleitung@flugplatz-speyer.de,<br />
www.airliner-classics.de<br />
OO<br />
27./28. August<br />
Flugplatzfest,<br />
Albstadt-Degerfeld<br />
Luftsportverein Degerfeld, Volker<br />
Rath, Postfach 562, 72426 Albstadt,<br />
Tel.: +49 7422 9493-17, E-Mail:<br />
volker.rath@schwarzwaelder-bote.de,<br />
www.lsv-degerfeld.de<br />
OO<br />
27./28. August<br />
Flugtagwochenende, Donzdorf<br />
Fliegergruppe Donzdorf,<br />
Sonderlandeplatz Donzdorf-<br />
Messelberg, 73072 Donzdorf,<br />
www.donzdorfer-flugtage.de<br />
OO<br />
28. August<br />
Flugplatzfest, Erbach<br />
LSV Erbach, Burren 7, 89155<br />
Erbach, Tel.: +49 160 5355300,<br />
E-Mail: sayler@autohaus-sayler.de,<br />
www.lsv-erbach.de<br />
Auch Babys dürften dieses Jahr in<br />
Hammelburg dabei sein.<br />
Weitere Termine finden Sie bei uns auf der Website www.<strong>aerokurier</strong>.de.<br />
Bitte schicken Sie Ihre Ankündigungen für den Termin-Service an<br />
redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />
OO<br />
28. August<br />
Flugplatzfest, Müllheim<br />
Markgräfler Luftsportverein e.V.<br />
Müllheim/Baden, Tel.: +49 7631<br />
13824, E-Mail: kontakt@luftsportmuellheim.de,<br />
http://luftsport-muellheim.de/<br />
OO<br />
2. – 4. September<br />
AVIEUR Fly-in, Gebrauchtflugzeugmesse<br />
und Airshow,<br />
Eisenach-Kindel<br />
www.avieur.de<br />
OO<br />
3./4. September<br />
Flugplatzfest, Dierdorf-Wienau<br />
LSV Neuwied, www.lsv-neuwied.de<br />
OO<br />
3./4. September<br />
Flugplatzfest und Fly-in, Elz bei<br />
Limburg/Lahn<br />
Flugsportgruppe Elz, Flugplatz an<br />
der B8, Postfach 112, 65604 Elz,<br />
Tel.: +49 6431 54200,<br />
Vorstand@edfy.de, www.edfy.de/<br />
OO<br />
3./4. September<br />
Fly-in & BBQ,<br />
Montabaur<br />
LSC Westerwald, FlyIn@lscww.de<br />
OO<br />
3./4. September<br />
Flugtag, Pirmasens<br />
Aero-Club Pirmasens, Ostring 18,<br />
66509 Rieschweiler-Mühlbach,<br />
Tel.: +49 6336 6266,<br />
E-Mail: info@aero-club-pirmasens.de,<br />
www.flugtag-pirmasens.de<br />
OO<br />
3./4. September<br />
Nostalgisches Flieger-Picknick<br />
und Classic-Cessna-Meeting,<br />
Wershofen<br />
Segelfluggruppe Wershofen,<br />
Bergstraße 7, 53520 Wershofen,<br />
Tel.: +49 2694 277,<br />
E-Mail: info@sfg-wershofen.de,<br />
www.flugtag-wershofen.de<br />
IMPRESSUM<br />
REDAKTION: Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 711<br />
182-2800, Fax: +49 711 182-1781, E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de,<br />
Internet: www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
Herausgeber: Michael Pfeiffer Redaktionsleitung: Lars Reinhold<br />
(verantw. i. S. d. Presserechts) Stellv. Chefredakteur: Gerhard<br />
Marzinzik Redaktion: Maximilian Kühnl, Oliver Schenk (Praktikant)<br />
Produktionsleitung: Marion Hyna Schlussredaktion: Jutta<br />
Clever Grafische Konzeption: Harald Hornig Grafik und Layout:<br />
MOTORRAD-Grafik, Ralf Athen, Tobias Rall, Katrin Sdun Repro:<br />
MOTORRAD-Medienproduktion, Stefan Widmann (Ltg.), Catherine<br />
Pröschild (i.V.), Iris Heer, Sabine Heilig-Schweikert Sekretariat:<br />
Iris Schaber Ständige freie Mitarbeiter: Bernd Fischer, Toni<br />
Ganzmann, Frank Herzog, Mark Juhrig, Frank Martini, Egon-<br />
Manfred Paech, Holger Weitzel, Helge Zembold<br />
VERLAG: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG Leitung Geschäftsbereich<br />
Motorrad/Luft- und Raumfahrt: Peter-Paul<br />
Pietsch Stellv. Verlagsleitung und Leitung Digitale Medien: Eva-<br />
Maria Gerst Brandmanagement: Natalie Lehn<br />
Anzeigenleitung: Reinhard Wittstamm, Tel.: +49 711 182-2814,<br />
E-Mail: rwittstamm@motorpresse.de Verantwortlich für den<br />
Anzeigenteil: Julia Ruprecht, Tel.: +49 711 182-1548, Fax: -1027,<br />
E-Mail: jruprecht@motorpresse.de Vertrieb/Einzelverkauf:<br />
DPV Deutscher Pressevertrieb Vertriebsleitung: Dirk Geschke<br />
Herstellung: Rainer Jüttner<br />
DRUCK: Neef + Stumme GmbH & Co. KG, 29378 Wittingen.<br />
Printed in Germany.<br />
Fotoservice/Syndication/Lizenzen:<br />
Motor-Presse International, Tel.: +49 711 182-01<br />
ABO-SERVICE, 70138 Stuttgart<br />
Telefon +49 711 320 688 99, Telefax +49 711 182-25 50<br />
E-Mail: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />
ANSCHRIFTEN: Verlag: Motor Presse Stuttg art GmbH & Co. KG,<br />
Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Postfach, 70162 Stuttgart, Telefon:<br />
+49 711 182-01, Fax: +49 711 182-1349 Ideeller Herausgeber:<br />
Deutscher Aero Club e.V., Hermann-Blenk-Str. 28, 381<strong>08</strong><br />
Braunschweig, www.daec.de Offizielles Organ: DAeC, AOPA<br />
Germany, Club der Luftfahrt e.V.<br />
ANZEIGENVERTRETUNGEN IM AUSLAND: USA: International<br />
Aviation Magazine Group, Ed Hirsch, 12901 S.W. 64th Court, Miami,<br />
FL 33156, Tel.: 001 305-666-2055, E-Mail: ed.hirsch@iamgrp.<br />
com Advertising Office USA: Lorrie Balding, Advertising Sales Manager,<br />
Tel.: 001 786-223-1852, E-Mail: lorrie.balding@iamgrp.com<br />
Frankreich: Defense & Communication, Fabio Lancellotti, 48 Boulevard<br />
Jean-Jaurès, F-92110 Clichy, Tel.: +33 1 47307180, E-Mail:<br />
earchambeaud@defcommunication.com Italien: Rosy Pommerschein,<br />
Via Reno 2c, I-00198 Rom, Tel.: +39 06 8554126, E-Mail:<br />
pommerschein@tin.it Polen: Wojciech Luczak, Agencja Lotnicza<br />
Altair, ul. Fabry czna 16-22/23, PL-00-446 Warschau, Tel.: +48 22<br />
6283073, E-Mail: wojciechluczak@wp.pl Tschechien: Ing. Zdenek<br />
Burian, Ke kurtum 379/11, CZ-14200 Prag 4, Tel.: +420 261<br />
911187, E-Mail: motorpresse@email.cz<br />
BEZUGSPREISE: Einzelpreis: € 5,50 Jahresabonnement:<br />
€ 66,– frei Haus, A: € 72,90, CH: sfr 115,–. Übriges Ausland auf Anfrage.<br />
Studenten erhalten gegen Vorlage einer Immatrikulationsbescheinigung<br />
das Abo mit einem Preisvorteil von 40 % gegenüber<br />
dem Kioskkauf zum Preis von € 39,60 (A: € 45,36; CH: sfr<br />
72,– ; weitere Auslandspreise auf Anfrage). Persönliche Mitglieder<br />
der Bundeskommission Motorflug des Deutschen Aero Club e.V.<br />
(DAeC) erhalten den Titel aero kurier im Rahmen eines gesonderten<br />
Mitgliederbezugspreises.<br />
Der <strong>aerokurier</strong> erscheint monatlich (mit den DAeC-Nachrichten<br />
in der Abonnement-Auflage). Es gilt die Anzeigenpreisliste <strong>2016</strong>.<br />
Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdrucks und der<br />
fotomechanischen, elektronischen oder digitalen Wiedergabe<br />
von Teilen der Zeitschrift oder im Ganzen sind<br />
vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte,<br />
Fotos, Zeichnun gen und Datenträger wird keine Haftung<br />
übernommen. (ISSN 0341-1281)<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 101
[ SEGELFLIEGEN Porträt ]<br />
Aus Liebe<br />
zum Blech<br />
Als Mitte 2010 ein LET-13 Blaník abstürzt und zwei<br />
Menschen sterben, scheint das Schicksal des<br />
Musters besiegelt. Elisa Maria Bretterebner will das<br />
nicht akzeptieren und kämpft für ihr Lieblingsflugzeug.<br />
Das Interview führte Lars Reinhold<br />
E<br />
lisa, mit deiner Erfahrung<br />
von knapp 1000 Flugstunden<br />
könntest du wahrscheinlich<br />
jede Superorchidee<br />
fliegen. Was fasziniert<br />
dich an einer alten, tschechischen<br />
Blechdose wie dem Blaník?<br />
Schau ihn dir doch an! Diese Silhouette,<br />
das Flugbild, das ist absolut<br />
einzigartig, so sieht kein anderes<br />
Segelflugzeug aus. Das Geräusch, das<br />
das Metall macht, wenn sich das Flugzeug<br />
in der Luft oder am Boden bewegt.<br />
Man steigt ein und hat immer noch<br />
nicht das Gefühl, in einem Segler zu<br />
sitzen, fühlt sich eher wie der Pilot<br />
einer B-25. Und dann noch die Vielseitigkeit<br />
des Blaník. Ob Anfängerschulung,<br />
Streckenflug, Akroprogramm<br />
– er kann irgendwie alles. Und schließlich<br />
das Landen auf den Punkt, wenn<br />
man die Fowlerklappe voll setzt. Der<br />
LET-13 ist ein richtiger Charakterflieger,<br />
den man einfach mögen muss.<br />
Was ging dir durch den Kopf,<br />
als du vom Unfall in Ferlach<br />
gehört hast?<br />
Wir waren allesamt sprachlos. Zunächst<br />
galt es, weitere Informationen zu bekommen<br />
und herauszufinden, was<br />
passiert war. Wir kamen aber überhaupt<br />
nicht auf die Idee, dass das Flugzeug<br />
strukturelle Schwächen haben könnte.<br />
Denn in unserem Verein, der Flugsportgruppe<br />
Grimming, die damals<br />
vier Blaníks in der Flotte hatte, gibt<br />
es zu diesem Typ eine Art Grundvertrauen,<br />
weil wir mit ihm viel machen<br />
und seine Grenzen auch wirklich ausreizen.<br />
Am Unfalltag herrschte in<br />
Ferlach zudem schwieriges Wetter mit<br />
Föhnwalzen, die Ursache hätte also<br />
auch darin liegen können. Umso mehr<br />
hat uns das Ergebnis der Unfalluntersuchung<br />
– ein Versagen des Tragflächenholms<br />
durch Ermüdungsrisse – und<br />
das Grounding durch die EASA geschockt.<br />
Liebe darf auch mal wehtun,<br />
und sei es nur, um sich die<br />
große Leidenschaft auf den<br />
Fuß stechen zu lassen.<br />
Die Liebe deines Fliegerlebens<br />
war plötzlich im Prinzip ein Haufen<br />
Altmetall ...<br />
Ich hatte in dem Moment tatsächlich<br />
das Vertrauen in das Flugzeug verloren.<br />
Und im Verein war schnell klar,<br />
dass wir den Blaník ohne irgendeine<br />
Modifikation – selbst wenn die EASA<br />
das Go dafür gegeben hätte – nicht<br />
wieder in die Luft bringen wollen. Uns<br />
war klar, wir fliegen nur, wenn es<br />
eine strukturelle Verstärkung gibt und<br />
wir dem Flugzeug wieder hundertprozentig<br />
vertrauen können. Nur eine<br />
102 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
Prüfung allein hätte uns einfach nicht<br />
ausgereicht.<br />
War euch bewusst, dass der<br />
Unfall auch das endgültige Aus<br />
für den Blaník hätte bedeuten<br />
können?<br />
Das war uns relativ schnell bewusst,<br />
zumal der Hersteller LET auf Nachfragen<br />
hin deutlich machte, dass man<br />
aufgrund des Alters des Typs und der<br />
Fokussierung auf andere Geschäftsfelder<br />
wenig Interesse hat, in der<br />
Sache aktiv zu werden. Damit stand<br />
fest: Wenn wir es nicht selber in die<br />
Hand nehmen, ist es vorbei.<br />
Wie ging es weiter?<br />
Nachdem ein paar Monate ins Land<br />
gegangen waren und die Blaníks am<br />
Boden standen, kamen mein bester<br />
Freund Kurt Tippl und ich zu dem<br />
Schluss, dass etwas passieren muss.<br />
Kurt ist Teamleader der „Blanix“ und<br />
liebt den Metallflieger genauso wie<br />
ich. Also beschlossen wir, etwas zu<br />
tun – ohne genau zu wissen, was. Aber<br />
der Blaník sollte wieder fliegen.<br />
Stand euer Verein sofort hinter<br />
euch oder oder musstet ihr Überzeugungsarbeit<br />
leisten?<br />
Da war sogar eine Menge Überzeugungsarbeit<br />
nötig! Unter meinen Kameraden<br />
hat es manchen gegeben,<br />
der meinte, wir sollen es lassen, der<br />
Blaník sei ein Museumsflugzeug und<br />
habe ausgedient. Es gab auch richtige<br />
Pessimisten, die nicht geglaubt<br />
haben, dass wir es schaffen können.<br />
Aber das war natürlich nur noch mehr<br />
Ansporn. In einem Punkt hatten die<br />
Skeptiker aber Recht: Wir wussten<br />
tatsächlich nicht, auf was wir uns da<br />
einließen.<br />
Auf was habt ihr euch denn<br />
eingelassen?<br />
Auf einen Weg mit vielen Höhen und<br />
Tiefen. Das wohl Wichtigste dabei war<br />
das Networking in der Fliegercommunity.<br />
Man überlegt, wen man wegen<br />
eines Problems ansprechen kann, und<br />
es gibt immer wieder einen, der einen<br />
kennt, der einen kennt. Man muss sich<br />
so lange durchfragen, bis man an die<br />
richtigen Leute gerät, die einem helfen<br />
können.<br />
So seid ihr bei Marcus Basien und<br />
seiner Firma Aircraft Design &<br />
Certification gelandet ...<br />
Genau. Nach vielen Absagen war er<br />
derjenige, der sich das Projekt zugetraut<br />
hat. Gleich im ersten Telefonat<br />
hat er uns versprochen, das Ganze<br />
mit uns durchzuziehen.<br />
Kannte Basien den Blaník?<br />
Nicht wirklich. Alles, was er wusste,<br />
stammt aus Erzählungen. Er hat vermutlich<br />
die Verzweiflung in unseren<br />
Stimmen gehört und deshalb zugesagt.<br />
Noch vor Basiens Zusage hatten wir<br />
unsere vier Blaníks zum Instandsetzungsbetrieb<br />
Falcon Aircraft nach<br />
Tschechien gebracht, ohne überhaupt<br />
zu wissen, wie es weitergeht. Marcus<br />
kam schließlich dorthin und hat sich<br />
die Flugzeuge angesehen.<br />
Welchen Weg ging Basien, um<br />
das Problem zu lösen?<br />
Zunächst stand für uns Recherchear-<br />
beit an, denn er brauchte technische<br />
Zeichnungen vom Blaník. Über den<br />
Hersteller war nur mehr wenig zu<br />
bekommen, und letztendlich hat Basien<br />
ein CAD-Modell des Flugzeugs<br />
entwickelt und in Computersimulationen<br />
die Belastung der neuralgischen<br />
Stellen mit allen Kräften und Kraftspitzen<br />
errechnet. Aus Daten der<br />
Unfalluntersuchung war klar, dass die<br />
Konstruktion dort versagt hatte, wo<br />
in die Aluminiumbänder der Tragflächenholme<br />
der Stahlkeil für die Bolzenaufnahme<br />
eingearbeitet war.<br />
Wie konnte es zu dem Versagen<br />
der Konstruktion an dieser Stelle<br />
kommen?<br />
Zusätzlich zu den Ermüdungsrissen<br />
im Holm gab es noch eine kritische<br />
Niet-in-Niet-Verbindung, die den Bruch<br />
wohl auch begünstigt hat. Unter anderem<br />
waren die Nieten, mit denen<br />
der Stahlkeil und die Aluminiumbänder<br />
zusammengefügt sind, aufgebohrt<br />
worden, um die Beplankungsbleche<br />
Mit Lady Violet über<br />
dem Ennstal in Österreich.<br />
Der Blaník ist<br />
ein gutmütiges Flugzeug,<br />
seine Stabilität im<br />
Landeanflug dank<br />
Fowlerklappen legendär.<br />
Eine junge Pilotin<br />
und ihr Flugzeug.<br />
„Der Blaník ist einfach<br />
einzigartig“, sagt Elisa.<br />
Fotos: Lars Reinhold<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 103
Fotos: Andreas Gall, Lars Reinhold, Elisa Bretterebner<br />
Der Verstärkungssatz<br />
stabilisiert den<br />
Flügelholm so weit,<br />
dass der Blaník<br />
wieder seine volle<br />
Stundenzahl – 3750<br />
mit Kunstflug, 5000<br />
ohne – erhält.<br />
In dieser Serie stellt<br />
der <strong>aerokurier</strong><br />
außergewöhnliche<br />
Persönlichkeiten<br />
aus der Luftfahrt<br />
im Interview vor.<br />
Niet-in-Niet aufsetzen zu können. Bei<br />
der Modifikation werden jetzt Bolzen<br />
verwendet, die eine besondere Ermüdungsbeständigkeit<br />
aufweisen.<br />
Und aus all den Simulationen<br />
und Recherchen entstand dann<br />
ein kleines Stück Blech, das den<br />
Blaník wieder flügge machte.<br />
Ganz genau. Als wir Anfang 2011 das<br />
erste Mal gesehen haben, wie klein<br />
die Modifikation letztendlich ausfällt,<br />
war uns klar, dass wir mit Basien genau<br />
den richtigen Ingenieur gefunden<br />
hatten. Mit der Zertifizierung des<br />
Umrüstkits durch die EASA hatte der<br />
Blaník wieder eine Chance.<br />
Wie ging es mit den Blaníks<br />
deines Vereins weiter?<br />
Die Ergebnisse der Wirbelstromprüfung,<br />
die wir kurz vor Weihnachten<br />
2010 bekamen, waren ein Schock. Bei<br />
dreien der vier Flugzeuge waren die<br />
Holme bereits derart geschwächt,<br />
dass eine Modifizierung nicht möglich<br />
war. Da habe ich kurz ans Aufgeben<br />
gedacht. Und ich fühlte mich von dem<br />
Flieger, auf dem ich kurz zuvor meine<br />
Kunstflugausbildung gemacht<br />
hatte, irgendwie im Stich gelassen.<br />
Nur die OE-0758 konnte modifiziert<br />
werden, und das war dann auch der<br />
erste Blaník, der wieder flog.<br />
Ihr hattet also plötzlich drei<br />
Flugzeuge weniger ...<br />
Richtig. Und hier beginnt die Geschichte<br />
von Lady Violet. Während die OE-<br />
0758 modifiziert wurde, sind wir zum<br />
Zeitvertreib auf einen Kaffee zum<br />
Nachbarflugplatz gefahren. In der<br />
letzten Ecke der dunklen Halle habe<br />
ich die Silhouette eines Blaník gesehen.<br />
Unter viel Staub kam die weiß-violette<br />
Lackierung zum Vorschein, daher<br />
der Name. In der Diskussion mit dem<br />
Verein stellte sich heraus, dass der<br />
Flieger nur knapp 900 Stunden ohne<br />
Kunstflug hatte, frisch aus der Generalüberholung<br />
kam und seitdem nicht<br />
wieder geflogen war. Die Werte bei<br />
der Wirbelstromprüfung waren super,<br />
und schließlich haben wir das Flugzeug<br />
gekauft und modifiziert. Seitdem fliegt<br />
er bei uns in Aigen.<br />
Mit einer Prosecco-Dusche habt<br />
ihr im April 2011 in Aigen die<br />
Auferstehung des Blanik gefeiert.<br />
Wie hast du das damals erlebt?<br />
Es war ein unbeschreiblich emotionaler<br />
Moment! Kurt und mir sind Tränen<br />
über die Wangen gelaufen, und<br />
wir waren einfach nur froh, dass es<br />
uns gelungen ist, den Blaník zu retten.<br />
Lady Violet ist ein Vereinsflieger,<br />
kommt irgendwann Elisas persönlicher<br />
Blaník?<br />
Der kommt ganz bestimmt. Und der<br />
bekommt dann entweder eine mattschwarze<br />
Lackierung oder wird auf<br />
Hochglanz poliert. Da bin ich mir noch<br />
nicht so richtig sicher ...<br />
ae<br />
Lautlose Kunst am Himmel<br />
Seit 2002 zeigen die „Blanix“ unter Leitung von Teamchef Kurt Tippl<br />
mit zwei LET-13 anspruchsvollen Kunstflug. In dem perfekt choreografierten<br />
Display demonstrieren Tippl und seine Mitstreiter unter<br />
anderem Manöver im Spiegelflug, bei dem der Flügelmann dem<br />
Führungsflugzeug parallel im Rückenflug folgt – mit nicht einmal einer<br />
halben Spannweite Abstand zueinander. In Verbindung mit Pyrotechnik<br />
und mystischer Musik sind die Blanix der leise, ästhetische<br />
Part bei Flugschauen in ganz Europa. Dabei sind sie nicht an große<br />
Flugplätze gebunden, denn im Gegensatz zu den meisten anderen<br />
Kunstflugstaffeln können die Blanix im F-Schlepp nahezu überall hin<br />
gebracht werden und auch jenseits von Flugplätzen ihr Programm<br />
fliegen. Dank der Kurzlandefähigkeit reicht für die Landung am Ende<br />
des Programms jede Dorfwiese. www.blanix.com<br />
104 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
TIGER OLÉ<br />
Fighter-Staffeln der NATO<br />
üben in Spanien<br />
Foto: Ulrich Metternich<br />
Dieses und viele weitere<br />
spannende Themen aktuell in<br />
FLUG REVUE, Deutschlands<br />
großem Luft- und Raumfahrt-<br />
Magazin.<br />
Auch als E-Paper<br />
Tagesaktuelle<br />
Luftfahrtnachrichten:<br />
www.flugrevue.de<br />
DIE GANZE WELT DER LUFT- UND RAUMFAHRT<br />
JETZT NEU<br />
IM HANDEL<br />
<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong> 105
[ VORSCHAU ]<br />
Das lesen Sie im September<br />
Heft<br />
9<br />
erscheint am<br />
24. August<br />
<strong>2016</strong><br />
... erhältlich auch<br />
als E-Paper<br />
im Abo<br />
Coupons auf den Seiten 53 und 65<br />
3 x <strong>aerokurier</strong><br />
mit 35 % Ersparnis<br />
für nur € 10,75<br />
frei Haus!<br />
Einfach anrufen: +49 711 320 688 99<br />
und Kennziffer 1431625 angeben.<br />
Falls Sie nach dem Test keine weiteren Hefte<br />
wünschen, sagen Sie spätestens 14 Tage nach<br />
Erhalt der 2. Ausgabe ab. Ansonsten erhalten<br />
Sie den <strong>aerokurier</strong> weiter hin monatlich zu<br />
den im Impressum angegebenen Preisen<br />
mit jeder zeitigem Kündigungsrecht.<br />
Helikopter-Special<br />
Abschied von der Bo<br />
Ende <strong>2016</strong> wird die Bo 105 bei der Bundeswehr ausgemustert.<br />
Der <strong>aerokurier</strong> blickt zurück auf die Historie des außergewöhnlichen<br />
Hubschraubers, der als einziger eine Kunstflugzulassung<br />
hat. Außerdem im Special: die Robinson R66, der junge Hersteller<br />
Konner Helicopters und ein ausführlicher Branchenspiegel.<br />
Wir bitten um Verständnis, wenn angekündigte Beiträge aus aktuellen Gründen in eine andere Ausgabe verschoben werden.<br />
Fotos: Jörg Adam, Cornelius Braun/Red Bull Content Pool, Philipp Prinzing, Lars Reinhold<br />
Zehn Jahre Quaxe<br />
Typen und Typen im Porträt<br />
Der Verein zur Förderung von historischem<br />
Luftfahrtgerät feiert Geburtstag. Wir schauen<br />
in den Hangar und stellen die fliegenden<br />
Typen und die am Steuerknüppel vor.<br />
Wasserflug auf den Bahamas<br />
Von Insel zu Insel<br />
Mit einer Cessna 172 auf Schwimmern und<br />
einer R44 geht es zu malerischen Stränden,<br />
schwimmenden Schweinen und manch versunkenem<br />
Geheimnis der Karibik.<br />
Restaurierung Foka 4<br />
Doppeltes Do-it-yourself<br />
David Schneider hat seine Foka 4 richtig<br />
schick gemacht. Auch den Bau eines<br />
passenden Anhängers für den schnittigen<br />
Holzsegler nahm er selbst in die Hand.<br />
106 <strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong>
BUSINESS AVIATION<br />
SPECIAL <strong>2016</strong><br />
Oktober-Ausgabe<br />
November-Ausgabe<br />
Das Heft im Heft bietet<br />
folgende Themen:<br />
■ Pilot Report HondaJet<br />
Wie fliegt sich der<br />
Business-Jet-Newcomer?<br />
■ Eclipse 550<br />
Das Premium-Produkt von<br />
Jet Lounge im Porträt<br />
VORTEIL<br />
Flächendeckende Präsenz<br />
ohne Mehrkosten<br />
➟Bonusauflage<br />
Mit einem Inserat im Business Aviation Special im<br />
<strong>aerokurier</strong> 10/<strong>2016</strong> und der Abo-Auflage der<br />
FLUG REVUE 11/<strong>2016</strong> erreichen Sie Ihre Zielgruppe<br />
im exklusiven Themenfeld.<br />
Es gilt die <strong>aerokurier</strong>-Preisliste <strong>2016</strong>.<br />
■ Operator Guide<br />
Aktuelle Übersicht der<br />
Executive-Charter-Unternehmen<br />
in Deutschland,<br />
Österreich und der Schweiz<br />
Anzeigenschluss<br />
24. August <strong>2016</strong><br />
Verkauf am Kiosk<br />
ab 28. September <strong>2016</strong><br />
Information<br />
Reinhard Wittstamm<br />
Tel.: +49 711 182-2814<br />
rwittstamm@motorpresse.de