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XI. Biennale der Schmiede Kolbermoor - Programmheft 2016

Weitere Informationen zur Schmiede-Biennale in Kolbermoor finden Sie unter www.metall-zentrum.de

Fotos: Archiv HEPHAISTOS

Fotos: Archiv HEPHAISTOS Dabei sein Volker Allexi ist Stammgast in Kolbermoor. Seine Gießvorführungen sind legendär Flüssiges Metall in Form gebracht Sandguß ist die Spezialität des HEPHAISTOS-Reporters und Gießlehrers Volker Allexi. Schon mehrfach ist er bei Biennalen in Kolbermoor in Aktion getreten. Bronze, Messing und Aluminium sind seine Metalle. Er zeigt auf dem Schmiedeplatz live, wie Formen hergestellt werden, wie der Guß vorbereitet wird und wie das flüssige Metall verarbeitet wird. Freitag und Samstag ab 10 Uhr zeigt er auf dem Schmiedeplatz wie Modelle in einen Formsandkasten eingearbeitet werden und wie der Guß vorbereitet wird. Bei diesem Verfahren - eines der ältesten überhaupt - kann immer nur ein Stück gegossen werden. Braucht man mehrt, muss die Form immer wieder neu hergestellt werden. Musik aus der Alpenrepublik Österreich eröffnet die XI. Biennale der Schmiede: Vertreter der Bundesmusikkapelle Erl/Tirol (Foto oben) eröffnen beim Anschmieden mit feierlichen Stücken das Schmiedefest. Stimmung aus der Alpenrepublik: Pepi Hirt und WZH Stimmung pur ist angesagt, wenn das Trio um Pepi Hirt aus Oberösterreich in Kolbermoor für die Besucher aufspielt. Die drei Profi-Musiker brauchen keine Verstärker um die Gäste in Schwung zu bringen. Sie wandern lieber von Tisch zu Tisch und geben ihr Können zum Besten. An der Steirischen Hannes Reisinger, Ein Profi, der auch gesanglich seinen Mann steht. Gitarre und Gesang: Josef Zehetleitner, Musiklehrer, Chorleiter des Männer- und des gemischten Chores in Traun, Träger der silbernen Verdienstmedaille in Traun, Interpret der Bad Ischler Operetten Tage, der Bregenzer Festspiele uvm. Und nicht zuletzt Pepi Hirt mit seinem Dosenbass. Er war einst jüngster Humorist Österreichs, 25 Jahre lang bei den Ennstaler Spitzbuam als Frontmann, 22 Jahre Frontmann und Manager der »Mostis«. 2014 feierte er sein 50jähriges Bühnen-Jubiläum. Sein »Dosenbass« ist legendär. Er hat nur eine Saite und als Klangkörper ein kleines Metallfass - somit ist wieder die Beziehung zum Metall bei der Biennale hergestellt. Die drei Stimmungsmacher spielen an Freitag- und Samstagabend und am Sonntag vor der Versteigerung. 14

Hexengitter-Jungschmiede in Aktion Auf der diesjährigen Schmiede-Biennale in Kolbermoor leitet Helmut Brummer einen Arbeitsgruppe mit dem Ziel, ein Hexengitter herzustellen. Diese Technik wurde schon im Mittelalter für die Vergitterung von Burganlagen angewandt. Dabei sind die Loch durch dringungen bei den Stäben derart angeordnet, dass die Stäbe ohne Aufschneiden der Lochungen nach einem bestimmten System ineinander gesteckt werden. Dieses System gilt es bei diesem Workshop zu entdecken. Die einzelnen Lochungen sind dabei peinlichst maßgenau und sauber auszuführen. Brummer will dabei mit sechs Jungschmieden zusammenarbeiten und erwartet folgende Qualitäten: - Freude an der Gruppenarbeit - kooperierendes, und zielorientiertes Arbeiten - sicheres, sauberes und maßgenaues Schmieden - offenes und repräsentatives Auftreten Das Grundprinzip lautet: »Weniger ist mehr« und »Der Weg ist das Ziel«. Es ist vorgesehen dass die Gruppe am Freitag von 12 bis 16 Uhr im Sonderzelt vor Publikum schmiedet. Eine Fortsetzung ist am Samstag geplant. Helmut Brummer wird den Besuchern dazu gerne Rede und Antwort stehen. Er ist ein Urgestein bei den Organisatoren der Biennale und wird wie immer auch dafür sorgen, dass es dieses Jahr wieder die begehrten Kolbermoor-Taler gibt. Manfred Wirth treibt Biennale-Wappen Manfred Wirth, Stammgast bei der Biennale und einziger Vertreter der »treibenden Kunst« will heuer live vor Publikum das Wappen der Biennale, den Amboss mit Hammer und Kolben in Kupfer treiben. Wirth hat sich vorgenommen, dass allein der Amboss etwa einen Meter Länge hat. Diese schweißtreibende Arbeit, das Wappen soll - so Mitorganisator Johann Reif - in Kolbermoor verbleiben. Helmut Brummer, Gründungsmitglied des Biennale-Teams ist auch nach 20 Jahren noch aktiv Schweiz in voller Aktion Die Schmiedefreunde aus der Schweiz gehören seit vielen Biennalen zu den »schwer arbeitenden Gästen«. Die Gruppe fiel bisher durch kreative Sagendarstellung auf. Am Samstag, 6. August von 9 bis 12 Uhr gibt es an zwei Ambossen und einem Lufthammer eine geschmiedete Überraschung. Hans-Peter Corrodi: »Alle Teile werden im Feuer hergestellt. Was es genau wird, bleibt bis Samstagmittag unter Verschluss«. Dabei sind: Marek Krähenbühl und Leo Benazzi. Von der Schmitte in Bassersdorf kommen Hans-Peter Corrodi und Herbert Dübendorfer. 15