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XI. Biennale der Schmiede Kolbermoor - Programmheft 2016

Weitere Informationen zur Schmiede-Biennale in Kolbermoor finden Sie unter www.metall-zentrum.de

Partnerort Bad Hall in

Partnerort Bad Hall in Oberösterreich im Ring der Schmiedestädte Durch seine Lage am Rande der oberösterreichischen Waldalpen mit feinen historischen Bauten, dem weitläufigen Kurpark und dem umfassenden Freizeit-, Sport- und Kulturangebot bietet sich Bad Hall als ideales Ausflugsziel an. Der Naturfreund genießt die entspannende Ruhe inmitten des 34 Hektar großen Kurparks, einer der schönsten Parkanlagen Europas. 40 Kilometer Spazier- und Wanderwege führen durch dessen alten, artenreichen Baumbestand und die reizvolle Umgebung. Die Kirche überragt alle Gebäude des Kurortes Bad Hall. Unten: das Museum »Forum Hall« und ein Blick auf das Nachtleben am Hauptplatz Fotos: Stadtgemeinde Bad Hall, Bachofer Die Kolbermoorer Schmiede-Partnerstadt Bad Hall ist seit vielen Jahren einer der beliebtesten Ausstellungsorte für Schmiede und Metallgestalter – wenn nicht sogar der europaweit schönste. Der Kurpark wird immer wieder »umgenutzt« für attraktive Metall-Schauen. Derzeit läuft dort die »Sagenhaft – Phantasien in Metall 2«. Neben der Sonderstellung, die Bad Hall bei den Schmieden Europas einnimmt, ist die Stadt aber auch auf anderen Gebieten bekannt: Die heilende Wirkung der neun Bad Haller Jodquellen ist seit dem frühen Mittelalter genutzt. Heute kann man bei einem Kuraufenthalt in Bad Hall die positiven Auswirkungen des Kurmittels Jod auf den gesamten Organismus erfahren. Die Bad Haller Spezialitäten sind die einzigartige Augenkur und Behandlung auf den Gebieten Herz- Kreislauf, Gelenke-Rheuma und Atemwege-Bronchien. Kultur pur Bad Halls kulturelles Leben bietet dem Gast interessante Höhepunkte: Opern, Operetten und Musicalfestspiele und Theateraufführungen im Kurthea- ter sowie Kurkonzerte, Ausstellungen und Tanzabende im Gästezentrum stehen auf dem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm. Viele dieser Programme organisiert und betreut für die Stadt Hans Peter Holnsteiner, der auch schon bei Kolbermoorer Biennalen als Schmiede und Schauspieler aktiv war und ist. Ein Museum voller Türen 21 Handwerke werden auf 900 Quadratmetern Ausstellungsfläche im Handwerksmuseum »Forum Hall« gezeigt. Dargestellt werden die die Arbeits- und Lebens verhältnisse des Landhandwerks, das Zunftwesen und sein ausgeprägtes Brauchtum. Eine weitere wesentliche Attraktion des Hauses ist am Dachboden zu sehen, eine Sammlung alter und sehenswerter Haustüren und Tore gezeigt wird. Als eine der jüngsten Städte Österreichs wird Bad Hall bezeichnet. Mit der Stadterhebung am 20. August 2001 wurden die wirtschaftlichen und kulturellen Ent wick lungen, die in Bad Hall über Generationen hinweg geleistet 8

Ausstellungsobjekte aus »Sagenhaft - Fantasien in Metall 2« im Kurpark Bad Hall in diesem Jahr wurden, gewürdigt. Neben dem traditionellen Kurort hat sich Bad Hall zum Zielpunkt für Tagestouristen und zu einem kleinen Einkaufszentrum in der Region entwickelt. Neue Impulse für die wirtschaftliche, kulturelle und touristische Entwicklung der jungen Stadt zu setzen, sind die Bestrebungen der Stadtväter. Ein besonderes Anliegen ist daher die Erhaltung unseres Ortsbildes und die Erhaltung unserer Tradition. Leistung und Fortschritt soll auch Leitmotiv für die künftige Entwicklung von Bad Hall sein. Eisen in Bad Hall Bad Hall war früher als Waffenschmiede bekannt auf diese Tradition fußt die Mitgliedschaft im Ring der Europäischen Schmiedestädte e.V. Der Ort war im Mittelalter ein bedeutendes Handwerks- und Handelszentrum und Sitz von sieben redlichen Zünften. Bad Hall gehörte innerhalb der Eisenstraße zum Proviantbezirk der Eisenstadt Steyr. Vor rund 400 Jahren war Bad Hall durch Pankraz Taller die bedeutendste Helebardenschmiede Europas. Er schmiedete gemeinsam mit Peter Schreckseisen im Raume von Hall und Waldneukirchen Tausende von Hellebarden, die heute europaweit von Experten als bedeutende Zeugen mitteleuropäischer Schmiedekunst gelten. Das damalige »Helebardenzentrum« befand sich zweifelsfrei im Haller Raum in den Werkstätten von Taller und Schreckseisen, die viele Großaufträge zu bewältigen hatten. Metall- und Schmiedeausstellungen Bad Hall war Ausstellungsort vieler internationaler Metallgestalterausstellung wie »Wetterhähne, Wetterfahnen«. »Fantasien in Metall 1« und »Tür und Tor« Das Engagement der Kommune und die Fachkompetenz der Ausstellungen ermöglichte Bad Hall 2002 den Beitritt zum »Ring der europäischen Schmiedestätte«. Die Schmiedekunst kehrte somit nach rund 400 Jahren an den Ort der Entstehung zurück. Im letzten Jahr wurde mit Bernhard Ruf ein kulturell aufgeschlossener Bürgermeister in Bad Hall gewählt. Er ist im Ring der Europäischen Schmiedestädte der Stellvertreter des Präsidenten Peter Kloo. Zwei Macher im Ring der Europäischen Schmiedestädte: Vizepräsident Bernhard Ruf (li.) und Präsident Peter Kloo (re.) Blick auf den Hauptplatz von Bad Hall (Foto unten) Bad Hall Man erreicht Bad Hall von Wien oder Linz kommend über die A1 (Westautobahn), Anschlussstelle Traun und weiter über die B 139. Von Salzburg oder Passau kommend über die A1 oder A8, weiter über A9 (Pyhrnautobahn) Anschlussstelle Ried im Traunkreis und weiter über Kremsmünster. Bad Hall verfügt mit 35 Hektar über einen der größten Kurparks Europas, in dem 2005 die oberösterreichische Landesgartenschau mit großer Beteiligung der Metallgestaltung stattfand. Auch dieses Jahr ist dort wieder eine Ausstellung vom Feisten zu sehen. O Einwohner: 5.043 Fläche: 13,3 qkm Bürgermeister: Bernhard Ruf Internet: www.bad-hall.ooe.gv.at Adresse Verwaltung: Hauptplatz 5, A-4540 Bad Hall. Telefon: 0043/7258/7755-0 9