DMG-informiert 4/2016

dmginterpersonal

Spannende und bewegende Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen. Thema dieser Ausgabe: In der Tiefe Gott erlebt

informiert

Berichte aus der weltweiten Mission Nr. 4/2016

IN DER TIEFE

Gott erlebt


THEMA

IN DER TIEFE

Gott erlebt

Sei mir gnädig, o Gott,

sei mir gnädig! Denn bei dir ist

meine Seele geborgen, im Schatten

deiner Flügel will ich mich bergen,

bis die tödliche Gefahr vorüber ist.

Ich rufe zu Gott, dem Höchsten,

zu dem Gott, der alles für mich zu

einem guten Ende bringt …

Aus Psalm 57 (NGÜ)

Tränen laufen ihre Wangen hinab.

Mit hängenden Schultern sitzt sie

vor mir. Nach Jahren eines aufopfernden

Missionsdienstes ist noch keine Person in

ihrem Einsatzland durch sie zum Glauben

an Jesus Christus gekommen. Enttäuscht

und innerlich zerbrochen seufzt sie: „Es

war wohl alles umsonst …“

Beim Bibellesen heute in Apostelgeschichte

zwölf wurde ich wieder an das

Gespräch und diese Thematik erinnert:

Warum hat Gott zugelassen, dass Jakobus,

der Bruder des Johannes, so früh

sterben musste? Johannes selbst dagegen

durfte noch viele Jahre verkündigen. Warum

mutet Jesus seinen Nachfolgern Leid,

schmerzliche Erfahrungen und Zerbruch

zu? Wahrlich kein leichtes Thema! Lieber

würde ich von den großen Taten unseres

allmächtigen Gottes und von Glaubenshelden

schreiben, wie in Hebräer 11.

Doch die Bibel berichtet auch ehrlich von

den „Anderen“ (Hebr 11,36), die Gott

vertraut haben und dennoch Leid und

Entbehrungen ertragen mussten.

Manche unserer Missionare erleben

Schweres und zerbrechen fast an der

eigenen Begrenztheit und dem Leid anderer

Menschen. Als Personalbetreuer höre

ich viel von Enttäuschungen und wie alles

anders kam. Gott handelt nicht immer,

wie wir uns das vorstellen und konkret

dafür beten. Auf dem Krankenbett

schleicht sich der Gedanke ein: „Herr, so

viele Jahre war ich für dich unterwegs,

warum diese Krankheit?“ Oder eine Mut­

ter, die um ihre Tochter trauert: „Sie hat

alles aufgegeben und als Ärztin hunderten

Menschen geholfen; warum musste sie

an Malaria sterben?“ Auf viele Fragen

finden wir keine Antwort. Dennoch hat

Gott Gedanken des Friedens über uns. Er

handelt souverän. Und wir dürfen immer

mehr lernen, ihm zu vertrauen.

Woran können Missionare zerbrechen:

AN FREMDEN

LEBENSBEDINGUNGEN

Im Stress des Alltags können sich

schon kleinste Tierchen zum Problem

entwickeln. Läuse, die sich die Kinder

bei Nachbarn einfangen. Wanzen in der

nagelneuen Matratze. Eine giftige Schlange,

die plötzlich vor dem Kinderbett der

Zweijährigen auftaucht. Eine Fahrt von A

nach B auf der Schotterpiste im Himalaya

wird zum Überlebenskampf. Das schöne

Wochenende am Strand verliert im chaotischen

Straßenverkehr Thailands schnell

seinen Erholungswert.

AN BEZIEHUNGEN

Missionare lassen Verwandte, Freunde

und die vertraute Umwelt zurück und

bauen neue Beziehungen auf. Das erfordert

Zeit, Aufwand und Kraft. Dazu die

fremde Sprache und Kultur der Einheimischen

und Mitmissionare aus anderen

Ländern. Im Team gibt es ein ständiges

Kommen und Gehen von Kollegen;

nach wenigen Jahren ist man bereits der

Dienstälteste. Immer wieder ist Neuorientierung

und Beziehungsaufbau angesagt.

Ermüdung macht sich bemerkbar.

Die Auswahl an neuen Freunden und Kollegen

ist begrenzt. Das kann frustrieren.

AN KRANKHEITEN

Der langersehnte Urlaub steht vor der

Tür. Bis ins letzte Detail ist alles mit der

Gemeinde abgesprochen, damit während

der Abwesenheit der Missionare nichts

anbrennt. Ermüdet fällt das Ehepaar ins

Bett, es reicht gerade noch für ein Dankgebet.

Doch am nächsten Tag auf der

Fahrt in den Urlaub werden die Kinder

krank. Fieber, Durchfall, Erbrechen. Statt

am Strand liegen die Kinder tagelang im

Bett …

AN VERLUSTEN ALLER ART

Der neunjährige Matthias verfängt

sich in der Hängematte und erstickt.

Sein Vater findet ihn mit der Schlinge

um den Hals. Wiederbelebungsversuche

helfen nicht mehr. Gott hat Matthias (der

Name bedeutet „Geschenk Gottes“)

zurückgenommen. Oder Missionare

erleben einen Unfall, ein Zerwürfnis. Eine

Missionarsehefrau empfindet die ersten

vier Jahre im Ausland als die einsamsten

ihres Lebens, weil ihr Mann sich nur auf

sein Projekt konzentriert hat. Warum,

Herr? Mit Betroffenheit höre ich von vielen

Missionarsfrauen, wie sie angestarrt

und begrabscht werden. Wohlmeinende

Freunde versuchen ständig, eine Single-

Missionarin zu verkuppeln.

Auch Sie, liebe Leser, können von

ähnlichen Erfahrungen berichten. Von

einem Augenblick zum andern ist nichts

mehr wie vorher. Alles, was wir als Glück

und Segen wahrgenommen haben, ist

plötzlich weg. Ein Leben wie im Nebel.

Und Gott? Hat er weggeschaut? Zeigt

er uns noch einmal seine Güte? Wann?

Schicksale von lieben Menschen bewegen

uns alle. Was sie an Not erfahren, scheint

oft so viel wirklicher als die Erfahrung der

Nähe Gottes. Kann er nicht helfen und

bewahren? Warum – wozu?

Der himmlische Vater ist souverän und

mutet uns in seiner Liebe auch schwere

Zeiten zu. Gottes Geist will uns helfen,

die Spannung auszuhalten. Zeiten des

Zerbruchs und der Tiefe gehören unvermeidlich

zum Mensch- und Christsein.

Wir leben in einer Welt, die von Sünde

geprägt ist. Doch solche Erfahrungen

sind nicht immer Folge eigenen Fehlver­

2 DMG-informiert | 4 | 2016


haltens. Nicht Strafe des Herrn, um uns

auf den rechten Weg zurückzubringen.

Unser Umgang damit hängt eng mit

unserem Bibelverständnis und Gottesbild

zusammen. Zerbruch treibt uns ins

Gebet und zur Bibel. Beispielsweise zu

Psalm 57:

König Saul hat den jungen David nicht

nur vom königlichen Hof verjagt. Saul

hat Angst um seine Macht und lässt

David mit der Armee verfolgen. Er will

ihn umbringen, David fürchtet um sein

Leben. Ähnlich erging es kürzlich acht

iranischen Christen in einem Asylheim

unserer Region. Extreme Muslime

schlugen mit Stöcken auf sie ein, bis die

Polizei sie schließlich gerettet hat. David

fand in einer Höhle Zuflucht. Von seiner

Einstellung können wir lernen:

1. DU BIST MEINE ZUFLUCHT

(PSALM 57,2–4)

„Sei mir gnädig und erbarme dich über

mich!“ David weiß, er ist nicht allein.

Gott ist immer bei ihm. In der Not stellt

David sich Gottes Wesen vor Augen (V.

3): „Ich rufe zu Gott“ (zu Elohim). Hier

bezeichnet er Gott als den Schöpfer aller

Dinge, als „El Elyon“, den Allerhöchsten.

In Vers 10 spricht David ihn als „Adonai“,

als Herrn, an. Die Souveränität

und Erhabenheit Gottes bietet David

Geborgenheit und ermutigt ihn. Deshalb

sagt er zuversichtlich: „… der es für mich

vollendet“ (ELB / vgl. Phil 1,6).

2. ICH DARF EHRLICH SEIN

(V. 5–7)

David spricht vor Gott offen seine

Gefühle und Ängste aus. Die „Löwen“

und „Speere“ sind starke Bilder der

Bedrohung (5). Plötzlich, mitten im

Klagen, beginnt David Gott zu loben

(6). Das erscheint paradox und ist doch

möglich. Denken wir an Paulus und Silas

im Gefängnis und ihren Lobgesang um

Mitternacht (Apg 16,25).

Bemerkenswert bei David wie Paulus

ist, dass die Lebensbedrohung nicht durch

den Lobpreis weichgespült und minimiert

wird. In Vers 7 beschreibt David mit

„Netz“ und „Grube“, dass seine Feinde

ihm immer noch nachstellen. In der Gegenwart

des lebendigen Herrn dürfen wir

ehrlich sein und zugeben, dass es gerade

echt schwer ist. Wie bei Bonhoeffer, der

in einer lebensbedrohlichen Situation

das bekannte Lied dichtete: „Von guten

Mächten wunderbar geborgen.“

3. ICH WILL DICH LOBEN …

(V. 8–12)

David sitzt immer noch in der Höhle,

im Dunkeln, mit dem Rücken zur Wand.

Hin- und hergerissen zwischen Zweifeln,

Resignation und Hoffnung. Draußen

warten Saul und seine Mannen, die ihm

nach dem Leben trachten. Könnte Gott

nicht endlich eingreifen?! Lange noch hat

Saul David verfolgt. Gott schafft Davids

Problem nicht sofort aus der Welt.

Dennoch sucht David Gottes Gegenwart.

Sein Blickwechsel ist in erster Linie ein

Schritt des Glaubens – nicht der sofortigen

Befreiung.

Als David zu singen beginnt, kommt

kein Engel in strahlender Kleidung in die

Höhle und verkündigt: „Hab keine Angst,

alles wird gut.“ Aber der Anbetende sieht

weg von den kalten Wänden und hebt

seine Augen auf zu Gott, zur geistlichen

Wirklichkeit. Selbst wenn ihm Saul nach

dem Leben trachtet, Gottes Gerechtigkeit

reicht weiter. Selbst wenn Saul ihn

bis ans Ende der Welt verfolgt, Gottes

Gnade und Allmacht sind größer. Im

vollen Bewusstsein von Not und Gefahr

wechselt der Blick hin zum „Allerhöchsten,

zu Gott, der meine Sache zum guten

Ende führt“ (V. 3). Weil David auf Gott

schaut, wird er ruhig und entschlossen.

Lobpreis bricht hervor: „Ich habe

wieder neuen Mut bekommen, o Gott

(Elohim), ja, mein Herz ist zuversichtlich“

(V. 8 NGÜ). Aus Davids Worten lerne

ich, dass ich mich nicht auf die Situation

und begrenzten Möglichkeiten konzentrieren

muss. Wie David kann ich die

Atmosphäre selbst bestimmen – und bin

nicht Opfer der Umstände! David hat

die vielen Segnungen seines Herrn nicht

vergessen. Seine Dankbarkeit bringt er

mit lauten Worten zum Ausdruck (V. 9).

Noch befindet er sich in der Höhle, die

Gefahr ist nicht gebannt. Doch David will

Gott vertrauen und ihn anbeten.

Wir alle werden angefochten und zuweilen

schwere Wege geführt, die wir uns

nicht aussuchen würden. Ebenso wenig

die zerbrochene Missionarin, die ich im

einleitenden Beispiel erwähnt habe. War

alles umsonst? Gemeinsam schauten wir

auf ihre Jahre im Ausland zurück und

stellten fest, dass durch ihre Musik und

Bibelarbeiten viele Christen im Glauben

gestärkt wurden.

Gottes Wort ermutigt uns, von Davids

Einstellung zu lernen: „Denn deine Gnade

ist so groß und weit wie der Himmel, und

deine Treue reicht bis zu den Wolken

(V. 11, NGÜ). Gott ist immer für uns da,

jederzeit an jedem Ort! Der anbetende

David hat nicht nur seine persönliche

Rettung vor Augen. Das ehrliche Reden

mit Gott öffnet seinen Blick: weg von

sich selbst, hin zu Gott und dem Nächsten.

Bis hin zu den Völkern: „Zeige dich,

o Gott, in deiner Macht, lass sie den

Himmel überstrahlen, auf der ganzen

Erde lass deine Herrlichkeit sichtbar werden“

(V. 12). Ob Sie auch diese Worte

nachsprechen können? Das wünsche ich

Ihnen!

Hartmut Peters

Personalleiter Asien

Hartmut Peters

mit Ehefrau Gabi

DMG-informiert | 4 | 2016

3


EUROPA

Folge der DMG

DEUTSCHLAND

Peter und Gabriele

Künftig finden Sie uns mit Nachrichten,

Fotos, Veranstaltungstipps und

Informationen über Mission und unsere

Einsätze und Projekte weltweit in folgenden

Sozialen Netzen:

DMG-App

fürs Smartphone

App.DMGint.de

#

#DMGint

ist unser offizieller

Hashtag

facebook.com/

DMGint

Suchbegriff:

DMGint

DMGint.

tumblr.com

Stichwort:

DMGint

4

11

12

14

19

20

INHALT

EUROPA

ASIEN

AFRIKA

AMERIKA

Veranstaltungen

Offene Stellen

Suchwort:

DMG interpersonal

pinterest.com/

DMGint

youtube.com/

DMGweltweit

twitter.com/

DMGint

Werden Sie Teil der großen DMG-Community,

informieren Sie sich über unsere

weltweite Arbeit und teilen Sie Ihre Bilder

von DMG-Projekten, Veranstaltungen und

Missionaren mit uns und der Welt.

„Jesus ist keine LSD-Pille“

Der „Dreesch“ ist ein

sozialer Brennpunkt in

Schwerin, der Hauptstadt von

Mecklenburg-Vorpommern, und

wir sind mitten drin. Die soziale

und seelische Not der Menschen

geht ans Herz: Ein Teenager

kommt mit seinen Zwillingen

– seine Kinder, nicht etwa die

Geschwister – und möchte in

der Kindertafel mittagessen.

Die Mitarbeiterin fragt ihn:

„Bist du nicht zu alt?“ Es dürfen

nur unter 18-Jährige kommen,

für ältere ist die Suppenküche

zuständig. Er durfte noch!

Bei unseren christlichen Treffs

helfen auch Außenstehende mit:

in der Küche, der Band, bei Spielen

und mehr. Diesmal kommen

sieben Kinder mit verschiedenen

Familiennamen aus einer

Patchworkfamilie.

Sagt der

Mann: „Ich bin

jetzt wieder

mit meiner

vorherigen

Partnerin zusammen.“

So

haben einige

der Kinder ihre leibliche Mutter

verloren, während die anderen

ihre wieder zurückbekamen.

Dazu kommt noch eine neue

Schwangerschaft ...

„Wenn alles zerbricht – Jesus

ist da!“ war das Thema unseres

Kindernachmittags kürzlich.

Wir erzählten aus der Bibel,

Wir erzählten aus der

Bibel, wie Jesus den Petrus

und seine Kumpels

zum Fischen schickte. Erst

zweifelte Petrus, doch

dann ruderte er los.

wie Jesus den Petrus und seine

Kumpels zum Fischen schickte.

Erst zweifelte Petrus, doch dann

ruderte er los. Der große Fang

wurde zur Nebensache. Wichtiger

war, dass Petrus erkannte:

„Jesus ist und kann alles ...“ Dazu

gab es ein Anspiel, wie man Jesus

erfahren kann: Zwei von unserem

Team spielten einen Streit,

anschließend stand jeder in seiner

Ecke. Der Erzähler ermutigte:

Was würde passieren, wenn man

nun mit Jesus redet?

Jesus geht zu jedem hin! Das

tat er auch in unserem Anspiel.

Ein Satz blieb hängen: „Jesus ist

keine LSD-Pille.“ Er macht nicht

immer alles, was wir wünschen,

sodass die Beziehung Mann-Frau

oder Eltern-Kind sofort wieder

heil sind. Doch Jesus macht

Mut, wieder

miteinander

ins Gespräch

zu kommen.

Nicht so wie

hier auf dem

Dreesch, dass

man einfach

so tut, als sei

nichts gewesen. Sondern dass

man den großen Schritt wagt und

vor Gott und Menschen bekennt:

„Ich hab Mist gebaut …“

Bitte beten Sie mit, dass Jesus

auf dem Dreesch Gesprächsthema

wird und Menschen verändert.

4 DMG-informiert | 4 | 2016


DEUTSCHLAND

Christine und Bernd Müller

Abgründe im

reichen Deutschland

Seit einem Jahr betreue ich Elvira

(Name geändert). Als wir uns

kennenlernten, ahnte ich nicht, in welchen

Abgründen Menschen mitten im

reichen Deutschland leben können.

Elvira ist in den 60er-Jahren zur Welt

gekommen, ein unerwünschtes Kind, was

ihre Mutter sie von Anfang an spüren

ließ. Sie bekam Schläge für Dinge, die ihr

Bruder getan hat. Sie war zierlich und das

Essen schmeckte ihr nie besonders. Ihre

Mutter ließ sie nicht mit am Tisch sitzen,

weil sie ihren Anblick nicht ertrug. Elvira

gewöhnte sich daran und aß mit den

Tieren. So verlor sie die Freude am Essen

und hörte mehr und mehr damit auf. Später

wurde sie 15 Jahre künstlich ernährt,

sie hatte Darmverschlüsse, war oft nicht

in der Lage aufzustehen und versuchte

sich umzubringen.

In der Pubertät fing ihr Vater an, sie sexuell

zu missbrauchen. Manchmal schickten

sie auch andere Männer aus dem

Bekanntenkreis zu ihr. Damit es zu keiner

Schwangerschaft kam, ließ ihre Mutter

sie sterilisieren. Elvira liebt Kinder, doch

den Eingriff konnte sie nicht abwehren.

Ihre Mutter war sehr angesehen, man

kannte sie als höflich und

respektvoll – alles eine

Maske.

Elvira musste auf

Befehle sofort reagieren,

sonst setzte es Prügel.

Sie durfte ihre Freunde

nicht selbst aussuchen

und musste ihrem Vater,

der trank, immer zur

Verfügung stehen. Nie lernte sie, mit

Menschen umzugehen. Die Bedeutung

der harten Worte ihrer Mutter verstand

sie nicht. Sie dachte, das wäre normal.

Früh begann sie, sich für die Misshandlungen

selbst zu bestrafen. Sie fügte sich

Schmerzen zu, um ihren Schmerz zu

unterdrücken.

Eines Tages suchte sie Anschluss an

eine Gemeinde. Dort wurde ihr nicht

wirklich geholfen, keiner nahm sich Zeit.

Als ich sie kennenlernte, stand sie vor

dem Scherbenhaufen eines nicht gelebten

Lebens. Ein Häufchen

Mensch mit tiefen

seelischen und körperlichen

Wunden.

Es dauerte Monate,

bis sie begann, sich

und ihr Umfeld richtig

zu sehen. Sie musste

lernen, sich von einer

Gruppe zu distanzieren,

in der sie gemobbt wurde. Mit der

Zeit fand sie die Kraft, polizeiliche Schritte

gegen ihre Mutter zu unternehmen. Es

gab viele Dinge für sie anzugehen. Noch

fühlt sie sich wie ein Mensch, der aus dem

Käfig in die Freiheit kommt und einfach

nicht weiß, wie man lebt. Doch Jesus

Christus hat etwas mit ihr angefangen, ER

wird es auch zum Ziel führen.

Elvira musste auf

Befehle sofort reagieren,

sonst setzte es Prügel.

Sie musste ihrem Vater,

der trank, immer zur

Verfügung stehen.

Trauer um

Horst Pietzsch

* 30.06.1955 † 28.06.2016

Am Morgen des 28. Juni, zwei

Tage vor seinem 61. Geburtstag,

hat die 13-monatige schwere Krankheits-

und Leidenszeit unseres geschätzten

Mitarbeiters Horst Pietzsch

ein Ende gefunden.

Der 1955 in Namibia geborene Horst

Pietzsch war seit 1990 als Missionar der

DMG in Südafrika im Einsatz und seit

2010 in Deutschland unter Migranten. In

seiner Aufgabe

als „Referent

für Migration

und Integration

der Deutschen

Evangelischen

Allianz“ war

ihm wichtig,

Christen und

Gemeinden für

die Menschen

anderer Kulturen, Sprachen und Hautfarbe

zu sensibilisieren, zur Liebe in

Aktion in Wort und Tat zu ermutigen

und die interkulturelle Zusammenarbeit

in Deutschland zu fördern. Seine reichen

Erfahrungen aus Namibia und der Regenbogennation

Südafrika dienten ihm dabei

als Grundlage. Horst Pietzsch zeichnete

ein weites Herz für Muslime aus.

Er hat wesentlich dazu beigetragen,

dass sich an vielen Orten in Deutschland

Christen zu Kreisen für Migration und

Integration zusammenfanden. Seine

Arbeit im Rahmen von AMIN (Ev. Allianz)

hat wertvolle Grundlagen geschaffen, die

sich in den Flüchtlingswellen im vergangenen

Jahr bewährt haben, als zahlreiche

Gemeinden und Christen in Deutschland

begannen, sich für Flüchtlinge und deren

Integration einzusetzen. Dafür gilt Horst

Pietzsch besondere Anerkennung.

Nach menschlichen Maßstäben wurde

er viel zu früh aus seinem aktiven Leben

der Mission herausgerissen, angesichts

der immensen Flüchtlingsströme wären

seine Impulse heute nötiger denn je.

In großer Dankbarkeit schauen wir auf

seinen Dienst zurück und erbitten Gottes

Trost für seine Frau Monika und ihre drei

erwachsenen Kinder.

Dr. Detlef Blöcher

Missionsleiter

DMG-informiert | 4 | 2016

5


EUROPA

DEUTSCHLAND

Horst und Karin

DEUTSCHLAND

Von einer DMG-Mitarbeiterin

Wenn Gott dir

eine Frage stellt …

as darf doch nicht wahr sein!

„D30 Jahre lebe ich nun schon

mit dir, Jesus. Und jetzt erst diese

Frage?! Das kannst du mir nicht antun?!“

Enttäuscht und wütend betete

ich (Horst). Bei einem Seelsorge-Seminar

hatten wir dem Heiligen Geist

die Möglichkeit gegeben, persönlich

in unser Leben hineinzusprechen.

Ein Eindruck aus der Gruppe für

mich war: „Was ist der Sinn deines

Lebens? Diese Frage ist noch nicht

geklärt.“ Ich war überrascht und

frustriert.

Mit 19 hatte ich Jesus angenommen,

danach die theologische Ausbildung

absolviert. Als Ehepaar waren

wir im Gemeindedienst und seit 17

Jahren mit der DMG

im Einsatz – und dann

dieses Wort: „Die

Frage nach dem Sinn

deines Lebens ist noch

nicht geklärt?!“ Was

hatte ich falsch verstanden?

War der Sinn

des Lebens nicht, an Jesus zu glauben

und ihm zu folgen? Verunsichert

nahm ich die Worte mit nach Hause,

um sie zu prüfen.

Damals fühlte ich mich wie in einer

Sackgasse. Ich wusste, so kann es

nicht weitergehen. Ich hörte auf mit

Gewohntem, sogar mit der Fürbitte.

„Hat eh keinen Sinn“, dachte ich.

Dennoch suchte ich Gottes Gegenwart

in meiner tiefen Krise.

In der Seelsorge begann ich, einen

Bereich wahrzunehmen, der mir

bis dahin kaum bewußt war: das

Reden meiner Seele. Vieles, was ich

verkündigt hatte, war wahr und entsprach

dem Evangelium; aber hatte

es auch mein eigenes Herz erreicht?

Ich redete viel von Gott als dem

himmlischen Vater, der vertrauenswürdig

ist. Aber tief in der eigenen

Seele misstraute ich ihm, verursacht

wahrscheinlich durch ein traumatisches

Ereignis vor meiner Geburt.

Ich erwartete immer das Schlimmste

und war von Sorgen und Ängsten

geprägt.

Bisher hatte ich meine Identität

(Wer bin ich? Was macht mich aus?)

Christus hat uns

befreit; er will,

dass wir jetzt

auch frei bleiben.

Galater 5,1

Designed by Freepik

aus dem eigenen Tun heraus gewonnen.

Klar wusste mein Kopf, was

theologisch richtig ist. Doch meine

Seele glaubte: Du bist, was du tust.

Das setzte mich unter Druck: Du tust

nicht genug, du bist faul. Heute lerne

ich, mich einfach mal hinzusetzen

und auf die Stimme meiner Seele zu

hören. Sie überhaupt wahrzunehmen

und nicht mehr zu unterdrücken.

Anfangs fiel mir das schwer, weil ich

dann ja scheinbar nichts Produktives

tat – wieder eine Lebenslüge, an die

ich geglaubt hatte.

Ich nahm meine Seele an die Hand

und half ihr zu erkennen, was wahr

ist. So lernte ich, mich als

einen von Gott geliebten

Menschen zu sehen, als

Papas geliebtes Kind, das aus

seiner Gnade lebt und Fehler

machen darf. Nicht mein

Tun – mein Sein als Kind

Gottes macht mich aus. Das

ist meine wahre Identität. Da liegt

mein Lebenssinn, egal was ich tue.

Gleichzeitig begann ich, mehr auf

Gottes Stimme in meinem Herzen

zu hören. Gott redet durch die Bibel,

durch Verkündigung und andere

Christen zu uns. Aber dass er sich

tatsächlich mir direkt in meinen Alltag

mitteilen möchte, damit hatte ich

nicht gerechnet. Am 22. März 2013

notierte ich folgenden Eindruck in

mein Tagebuch: „Nimm dich an, mein

Kind! Deine Seele, nimm sie an! Sie

fühlt sich von dir abgelehnt. Das soll

nicht mehr so bleiben. Danke für

deine Seele, sie gehört zu dir.“

Heute hilft es mir, mich selbst in

einem Heilungs- und Reifungsprozess

zu sehen, in dem ich Fehler machen

darf. Ich höre auf ermutigende und

aufbauende Worte meines himmlischen

Vaters wie oben beschrieben.

Manchmal ertappe ich mich, wie ich

nach alten Mustern lebe. Aber ich

erkenne es heute eher. So lasse ich

mich immer wieder aus dem alten

Misstrauen herausrufen und übe,

als Gottes geliebtes Kind aus seiner

Gnade heraus zu leben.

Betet für meine

kurdische Freundin

Bei der Betreuung von Migrantenund

Flüchtlingsfrauen komme ich

oft an meine Grenzen. Beispielsweise

wenn ich an meine kurdische Freundin S.

denke.

Auf der Flucht nach Deutschland hat

sie Christen kennengelernt. Diese halfen

ihr sehr und schenkten ihr ein Neues Testament,

was sie heimlich las. Sie spürte,

dass Jesus der einzige Retter ist, das ließ

sie nicht mehr los. Als sie sicher in einem

Flüchtlingsheim ankam, betete sie und

übergab ihr Leben dem Herrn. Zusammen

mit ihrem kleinen Kind bekam sie

bald eine Wohnung. Sie besuchte regelmäßig

den Gottesdienst und bekannte

ihren Glauben an Christus. Erstaunlich

schnell lernte sie Deutsch.

Eines Tages jedoch stand ihr muslimischer

Mann vor der Haustür. Er hatte die

Strapazen der Flucht ebenfalls überlebt.

Bald merkte er, dass seine Frau Christin

geworden war, was ihm gar nicht gefiel.

Er ließ sie nicht mehr aus der Wohnung.

Manchmal konnte ich sie noch besuchen,

dann weinte sie viel und erzählte von ihren

Ängsten und schlaflosen Nächten. Als

sie krank wurde, ließ ihr Mann sie nicht

einmal zum Arzt gehen. Übers Handy

versuchte ich sie zu trösten. Oft fehlten

mir die Worte, aber ich betete.

Das ging einige Wochen so, bis sie

mich eines Nachts anrief: „Ich muss in ein

anderes Land fliehen. Ich bin in Gefahr,

aber Jesus wird mir helfen. Sein Wort

(die Bibel) gibt mir Kraft!“ Dann war ihre

Stimme plötzlich weg.

Bis heute habe ich nichts mehr von ihr

gehört, aber ich bete weiter für sie. „Den

glimmenden Docht wird Gott nicht auslöschen“,

heißt es in Jesaja 42,3. Danke für

Ihre Gebete und alle praktische Mithilfe

in meinem Dienst. Wie tröstlich, dass

wir Gottes Wort in vielen Sprachen

weitergeben können. Freundschaften und

Kontakte entstehen in einigen Asylheimen.

Mögen viele Flüchtlinge Trost und

Hoffnung in Jesus finden. Vielen Dank für

alle Verbundenheit im Dienst für IHN.

6 DMG-informiert | 4 | 2016


DEUTSCHLAND

David und Deborah Born

ÖSTERREICH

Gerhard und Junko Deimel

Wenn Zweifel das

Herz lähmt

hr geht jetzt besser zurück

„Inach Deutschland.“ – Angespannt

rutschten wir an jenem heißen

Septembernachmittag in Malawi

auf dem Sofa hin und her. Geahnt

hatten wir die Worte unseres Teamleiters

ja schon, trotzdem trafen

sie uns wie ein Hammer, der alle

Träume zertrümmerte. Wir sollten

aufhören in Afrika? Ganz? Und das

nur drei Tage bevor David als Lehrer

am Evangelischen Bibelseminar in

Malawi begonnen hätte. Unfassbar!

Was hatten wir als Familie nicht

alles hineingesteckt in diesen Einsatz?

Jahre der Vorbereitung, der Abschied

von zu Hause und

Neuanfang in Afrika.

Von Beginn an hatten

wir Freundschaften

geknüpft und

uns täglich darum

bemüht, die Landessprache

Chichewa

richtig gut zu lernen. Davids Unterrichtsskripte

lagen bereits fertig auf

dem Schreibtisch. Wir befanden uns

in den Startlöchern – und nun sollte

alles zu Ende sein? Doch Deborahs

gesundheitliche Erschöpfung und das

Geschenk einer zweiten Schwangerschaft

geboten uns den Rückzug.

Vier Wochen später war unser

Haushalt aufgelöst und wir fanden

uns müde und fertig im Flieger nach

Frankfurt wieder …

Unsere aufgewühlten Seelen

brauchten wesentlich länger, um mit

der Enttäuschung und dem Schmerz

über die verlorene Perspektive

Das Gefühl, bestraft

zu sein und versagt zu

haben, nahm uns fest in

den Griff, über Wochen

und Monate.

Familie Born

arbeitet momentan

in Deutschland

unter Migranten

abzuschließen. Was blieb von unserer

Berufung übrig? In Davids Herz rissen

Zweifel über seine Fähigkeiten und

persönliche Eignung auf. Hatte sich

Gott selbst unseren Plänen in den

Weg gestellt, weil es eben nicht seine

waren? Das Gefühl, bestraft zu sein

und versagt zu haben, nahm uns

fest in den Griff, über Wochen und

Monate.

Allmählich stießen wir auf tief in

uns verankerter Muster, die unser

(frommes) Leistungsdenken offenbarten.

Wir lernten, ja zu sagen zu

unseren menschlichen Bedürfnissen,

und unsere Grenzen als gute Gaben

Gottes zu sehen, die

uns schützen und von

ihm abhängig halten.

Schwäche zeigen ist

für Missionare keine

Schande, sondern

macht uns glaubwürdig

und nahbar für die

Menschen. Die bedingungslose, ja

„verrückte Liebe“ des himmlischen

Vaters im Gleichnis von den beiden

verlorenen Söhnen, gewann für uns

eine neue, tiefere Bedeutung.

Eineinhalb Jahre nach dem Abbruch

unseres Einsatzes in Malawi stoßen

wir so manches Mal noch wehmütige

Seufzer aus. Aber unser Herz, junge

(internationale) Leute in der Jesus-

Nachfolge zu unterstützen, schlägt

wieder. Nun sind wir offen für neue

Wege in Deutschland. Bitte beten Sie

um Weisheit und mutige Entscheidungen

an Gottes Hand. Vielen Dank für

Ihre Begleitung!

Gemeinde gibt Deutschunterricht

für Flüchtlinge

Im Februar startete die Evangelikale

Gemeinde in Wien-Meidling siebenwöchige

Deutschkurse für Flüchtlinge,

bei denen ich (Gerhard) mitarbeite. Der

Andrang war groß, es meldeten sich

sofort 80 Teilnehmer. Die meisten waren

Asylsuchende, die noch auf ihren Bescheid

warteten. Wir begannen mit sechs

Gruppen, von Alphabetisierung bis A2-

Level, die sich immer donnerstags trafen.

Parallel boten wir Kinderbetreuung an,

damit auch Mütter mitmachen konnten.

Manche kamen zwei Stunden zu Fuß,

um bei uns Deutsch zu lernen, noch dazu

in einer Kirche (der Großteil der Flüchtlinge

sind Muslime). In Österreich haben

nur anerkannte Flüchtlinge Anspruch auf

staatliche Deutschkurse; wie sollten sie

bis dahin zurechtkommen? Eine großartige

Gelegenheit für Gemeinden, ihnen zu

helfen und Freundschaften zu knüpfen.

Wir machten sie mit der Sprache, Kultur

und selbstverständlich auch mit unserem

Glauben vertraut.

In der Pause gab es als Stärkung ein

Buffet mit Obst, Kaffee, Tee und Kuchen,

hier kamen wir ins Gespräch. Flüchtlinge

aus Iran, Irak, Afghanistan und Syrien

ließen sich zu Gemeindeveranstaltungen

einladen. 18 von ihnen kamen, als wir

an Karfreitag den Jesusfilm in Persisch

und Arabisch anboten. Und bei der

Abschlussfeier des ersten Kurses vor

Ostern erklärten wir, was Christen an

diesem Fest feiern.

Mit Schaubildern erklärte ich ihnen die

Bedeutung des Sterbens von Jesus am

Kreuz und seine Auferstehung, dass Jesus

ewiges Leben schenkt. Ein kleiner Chor

aus Mitarbeitern sang Evangeliumslieder

in Englisch, Persisch und Arabisch. Omar

aus dem Irak spielte Geige. Kursteilnehmer

hatten Tränen in den Augen. Manche

öffneten sich und haben Kontakt zu Gemeinden

in Wien aufgenommen, wo sie

das Evangelium in ihrer Muttersprache

kennenlernen.

Es ist spannend, Deutschunterricht

für Flüchtlinge zu geben, doch wir

werden selbst reich

beschenkt dabei.

Wegen des großen

Andrangs haben wir

nach Ostern erneut

einen Deutschkurs

begonnen ...

DMG-informiert | 4 | 2016

7


EUROPA

ITALIEN

Mario und Annegret

Carlomagno

FRANKREICH

Bernard und Nicola Jacopin

Im Gebet die Last abgeben

Wir leben jetzt in Südfrankreich,

in der wunderschönen Provence,

wo Bernard Pastor einer jungen

Gemeinde ist. Eine Frau aus unserem

Umfeld erzählt:

Einer unsere Söhne zog zu Hause aus,

um seine Ausbildung zu beginnen. Leider

kam er unter schlechten Einfluss. Wenn

er uns besuchte, war er oft alkoholisiert,

verschlossen und aggressiv zu seinem

Bruder. Einmal hörte ich, wie er sich

nachts erbrochen hat, und half ihm. Ich

sagte: „Ich liebe dich und zweifle nicht

daran, dass du ein guter Mensch bist.“ Da

entschuldigte er sich, weil ich als Mutter

ihn in diesem Zustand sehen musste. Er

stecke in großen Schwierigkeiten und

werde sich das Leben nehmen, wenn er

nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt

eine Lösung für sein Problem finde.

Ich bot ihm meine Hilfe und sogar

einen Kredit an, falls es um Geld gehe. Er

schluchzte: „Niemand kann mir helfen!“

Als ich ihn auf

Jesus aufmerksam

machen wollte,

unterbrach er

mich: „Rede nicht

mehr von Jesus!“

Die Tage vergingen,

doch sein

Verhalten änderte

sich nicht. Wenigstens

wusste

er, dass ich ihn

liebte und nicht

verurteilte.

Damals betete

ich: „Herr, du

möchtest, dass

wir immer froh

und dankbar sind

(1Thess 5,16).

Wie kann ich das,

wenn ich zusehen muss, wie mein Kind

sich vor meinen Augen selbst zerstört?

Die Bibel sagt, wer dir vertraut wird

nicht enttäuscht. Ich werde dir gehorchen

und weiterhin froh und dankbar

sein, aber bitte befreie meinen Sohn aus

dieser Situation!“ Jedes Mal, wenn Angst

mich ergriff, betete ich: „Ich preise dich,

Herr, im Namen von Jesus Christus, dass

du eingreifst und meinen Sohn davor

Denn die Nöte, die wir jetzt

durchmachen, sind nur eine

kleine Last und gehen bald vorüber,

und sie bringen uns etwas,

was von unvergleichlich viel

größerem Gewicht ist: eine unvorstellbare

und alles überragende

Herrlichkeit, die nie vergeht.

Wir richten unseren Blick nämlich

nicht auf das, was wir

sehen, sondern auf das, was jetzt

noch unsichtbar ist. Denn das

Sichtbare ist vergänglich, aber

das Unsichtbare ist ewig.

2. Korinther 4,17 ff.

bewahrst, sich das Leben zu nehmen.

Ich danke dir, dass du ihn von

schlechten Menschen, Drogen und

Alkohol befreist. Ich lobe deinen

Namen, denn du beschützt ihn.“

Ich beschloss, Gott so lange zu

loben und zu danken, bis ich wieder

Frieden und Freude im Herzen hatte.

Meine Not vergleiche ich mit einem

Schlüsselbund: Solange ich ihn in der

Hand halte, spüre ich sein Gewicht,

bis ich ihn abgebe. Angst, die in mir

hochkam, war der Beweis dafür, dass

ich die Last noch selbst getragen und

meinen Sohn nicht in Gottes Hand

abgegeben hatte. Dass er somit

in Gefahr war. Deshalb sprach ich

immer wieder obiges Gebet, bis ich

inneren Frieden hatte.

Monate vergingen, mein Sohn

änderte sich nicht. Doch ich wusste,

wenn ich betend meinen Teil

beitrage, würde Gott auf jeden Fall

seine Versprechen erfüllen. Dieser

Gedanke half mir.

Ich achtete darauf,

dass kein Anflug von

Sorge in meinem

Herzen zurückblieb.

Sechs Monate

später sagte mein

Sohn: „Mama, ich

bitte dich um Vergebung.

Ich weiß,

es hat dir sehr wehgetan,

als ich sagte,

dass ich nichts mehr

von Jesus hören

will. Ich kann dir

nicht erzählen,

was genau passiert

ist, aber Gott hat

eingegriffen. Ich

werde mir nicht das

Leben nehmen.“

Seine Haltung hat sich grundlegend

verändert. Alles, was ich im Gebet

über meinem Sohn ausgerufen

hatte, hat sich erfüllt: Er hat sich von

seinem schlechten Umgang, Drogen,

Alkohol und Zigaretten abgewandt.

Das ist nun 18 Jahre her, und wir

haben bis heute einen liebevollen und

aufmerksamen Sohn. Ehre sei Gott.

Er ist treu und gut!

Von Gutenberg

das Drucken

Dankbar schauen wir aufs

Stadtfest in Faenza, hier

im Nordosten Italiens, zurück.

Die Verwaltung unserer

60.000-Einwohner-Stadt gab

unserer Gemeinde die Möglichkeit,

sich vielfältig einzubringen.

Wir zeigten eine Ausstellung über

den Buchdruck und die Bibel mit

dem Nachbau einer Gutenberg-

Druckerpresse. Zwei Freunde

aus Deutschland brachten uns die

eindrucksvolle Holzkonstruktion

und bauten sie auf. Ich stand als

Erfinder des Buchdrucks, Johannes

Gutenberg, verkleidet an der

8 DMG-informiert | 4 | 2016


ITALIEN

Johannes und Anke Wiegers

Das Aus war

nicht das Ende!

lernen

o viele Jahre seid ihr schon in

„SItalien? … Radio und Medien … was

für Möglichkeiten!“ Das hören wir oft.

Bereits seit 1983 erstellen wir christliche

Radiosendungen, die landesweit über

UKW ausgestrahlt werden. Wir konnten

eine Arbeit weiter ausbauen, die 1957

begonnen worden war. Neben dem eigenen

Lokalsender versorgen wir etliche

christliche Radiostationen mit täglich

frischen Programmen und platzieren

Evangelistisches auf kommerziellen Sendern.

Darüber hinaus betreuen wir eine

aktive Internetpräsenz.

Wir gründeten den Verein CRC als

landesweites Netzwerk

ehrenamtlicher

Mitarbeiter. Vor knapp

20 Jahren stellten wir

die ersten italienischen

Mitarbeiter ein und

bauten nach und nach

ein Team. Mit bis zu vier Angestellten

produzierten wir gute Radioprogramme

rund um die Uhr. Endlich hatten wir einen

Nachfolger gefunden, der die Leitung

übernehmen sollte … doch dann das Aus!

Ende 2015 musste der Verein alle Mitarbeiter

entlassen, weil die Spenden aus

Italien nicht mehr die Ausgaben deckten.

Wir waren verzweifelt – hatten wir versagt?

Ab dem Moment, als wir den Mitarbeitern

erklärt hatten, ihr Arbeitsverhältnis

laufe zum Jahresende aus, erlebten

wir einen unerklärlichen inneren Frieden

Ende 2015 musste der

Verein alle Mitarbeiter

entlassen, weil die Spenden

aus Italien nicht reichten.

– es war erstaunlich. Natürlich tat es uns

weh, das Team zu verlieren; zwei wurden

sogar arbeitslos. Alleine konnten wir die

Radioarbeit unmöglich weiterführen.

Doch Gott ermutigte uns: Vorstand und

entlassene Mitarbeiter (!) entschieden

gemeinsam, dass die Radioarbeit weitergeführt

werden muss, weil wir zahllose

Menschen in ganz Italien erreichten.

Das gab uns Mut, wir begannen die

Umstrukturierung. Unser ehemaliges

Team half intensiv, neue Ehrenamtliche

meldeten sich. Beispielsweise Samuel,

ein junger Werbespezialist. Für diesen

Bereich hatten wir

seit Jahren jemanden

gesucht. Alex wusste

nichts von unserer Notlage,

als er seine Mithilfe

in der Programmtechnik

anbot. Er begann als die

Situation am schlimmsten war.

Momentan können wir alle laufenden

Kosten decken, weil unser Verein von

verschiedenen Seiten Unterstützung erhielt.

So gehen wir trotz aller Schwierigkeiten

fröhlich vorwärts und senden die

gute Nachricht von Jesus Christus in die

säkulare italienische Gesellschaft hinein.

Warum hat Gott das alles zugelassen?

Wir wissen es nicht. Aber ER macht keine

Fehler und verliert nie die Kontrolle.

Das haben wir erlebt.

Presse. Schulklassen kamen und lauschten

aufmerksam meiner Führung über das

Leben von Johannes Gutenberg, die Bibel

und den Glauben.

Dann durften die Zuhörer selbst an

die eindrucksvolle Presse und sich Psalm

23 drucken und mit nach Hause nehmen.

Das machte Freude. Dazu gab es ein

15-Minuten-Video über Gutenberg sowie

kostenlose christliche Literatur. Gerne

haben Kinder wie Erwachsene Bibeln mitgenommen.

Bitte beten Sie, dass Gottes

Wort ihre Herzen verändert. Insgesamt

kamen 450 Besucher. Lehrer baten uns,

die Ausstellung zu wiederholen, sie kam

wirklich gut an.

In der gleichen Woche stellten wir „The

Free Prison“ (das freie Gefängnis, eine

Art Fußballkäfig) auf den Marktplatz auf,

um Jugendliche mit dem Evangelium zu

erreichen. Im Käfig spielten immer zwei

gegen zwei für fünf Minuten Fußball. Eine

andere Gemeinde am Ort half uns, eine

Jugendgruppe aus Norditalien gestaltete

das Rahmenprogramm. Motiviert erzählten

sie, was ihnen Jesus bedeutet. Diese

Aktion hieß „Tu sei importante!“ (du bist

wichtig).

Mitmissionarin Carmen bot christliche

Kinderprogramme in einem öffentlichen

Park an. Es war großartig, wie viele Kinder

mitgebastelt und biblische Geschichten

gehörten haben. Am letzten Tag

waren mehr als 60 Kinder aufmerksam

dabei. Annegret hat als Chefköchin dafür

gesorgt, dass unsere 15 Helfer immer

zu essen hatten. Danke allen, die mit für

uns beten und spenden, damit die Frohe

Botschaft Faenza erreicht.

Sie wollen die Arbeit von Ehepaar

Carlomagno finanziell unterstützen?

Überweisen Sie Ihre Spende bitte mit

Stichwort: P10089 Carlomagno. Unsere

Bankdaten finden Sie auf Seite 19.

DMG-informiert | 4 | 2016

9


EUROPA

ASIEN

UKRAINE

Martin und Anja Teubert

Die

Awaren

Unerreichte Volksgruppe

Von großen und

kleinen Konflikten

Nach mehr als zwei Jahren ist

der Konflikt in der Ukraine

nur noch selten in den Medien. Wir

als Familie leben im Nordosten, rund

400 Kilometer vom Krisengebiet

entfernt. Auch unser Leben läuft erstaunlich

normal ab. Einerseits ist das

gut so, andererseits erschreckend.

Denn es geht uns schon nahe, wenn

wieder ein junger Soldat aus unserer

Stadt beerdigt wird. Oder wenn ein

Junge nach dem anderen aus der

Klasse unserer Ältesten verschwindet,

weil er seine Schulbildung an der

Militärakademie fortsetzt – mit dem

Ziel, später zu kämpfen. Wir beten

um Frieden.

Auch unsere Gemeinde wird bekämpft.

Von einer anderen Gruppe,

die das Grundstück für ihre Zwecke

nutzen will. Dahinter steckt ein ehemaliger

Pastor, der vor Jahren einige

Dinge getan hat, die ihn disqualifizierten.

Er hat sich in Hass hineingesteigert

und will mit allen Mitteln seine

frühere Gemeinde zerstören. Anfang

April ging das so weit, dass maskierte

Männer unser Gemeindehaus verwüsteten.

Seitdem steht es unter Polizeischutz.

Auch da bitten wir um Ihr

Gebet, dass die Gemeinde wieder in

Ruhe ihrem Auftrag nachgehen kann;

Menschen für Jesus zu erreichen.

Mein (Anjas) persönliches kleines

Missionsfeld sind unsere Nachbarskinder.

Bewusst haben wir einen Teil

unseres Grundstückes für Kinder

angelegt: mit Wiese, Schaukel,

Sandkasten, Kletterbäumen und

einem Spielzimmer für Schlechtwetter

über unserer Garage. Nicht viele

hier gestalten ihren Garten so für

Kinder, deshalb kommen die Nachbarskinder

gerne zum Spielen. Eine

bunte Mischung zwischen sechs und

vierzehn Jahren, die meisten sind mit

einem unserer sechs Kinder befreundet.

Manche kommen aus vernachlässigten

Verhältnissen. Ohne unseren

Garten würden einige den ganzen

Tag nach der Schule auf der Straße

verbringen.

Zum Beispiel der elfjährige Rustam,

ein Junge aus Georgien. Seine Mama

ist mittlerweile in Russland verheiratet.

Rustam lebt bei den Großeltern,

die mit ihm völlig überfordert sind.

Oder Matwee, ein Sechsjähriger,

dessen Vater oft betrunken ist – auch

seine Mama scheint dem Alkohol

nicht abgeneigt. Lera ist sieben und

schwerhörig. Erst mit der Einschulung

hat sie die für ihre Eltern viel zu

teuren Hörgeräte bekommen. Ihr

größter Wunsch ist eine eigene Babyborn-Puppe.

Wir freuen uns, dass wir

ihr diesen Wunsch Dank Freunden

aus der Schweiz erfüllen können.

Martin bereitet im Moment die

christlichen Sommerlager für Kinder

vor. Es macht uns Freude, mit ihnen

zu spielen und von Jesus weiterzusagen,

ist aber oft auch anstrengend.

Sie brauchen viel Liebe und Aufmerksamkeit.

Manchmal müssen wir sie

nach Hause schicken, wenn sie sich

nicht an Regeln halten. Letzte Woche

haben sie die Heckscheibe unseres

Autos eingeschlagen, da war die

Geduld am Ende. Sie sehen, wir sind

auf Ihre Gebete angewiesen. Gerne

möchten wir für ukrainische Kinder

da sein, das Nötige dazu kann Gott

uns schenken.

Er ist einer von einer Million Awaren,

einem muslimischen Volk

in Zentralasien und im Kaukasus. Ein

massiver Steinwall bewacht den Pass in

sein Bergtal. Mühsam bearbeitet er den

Ackerboden. Die Krume ist dünn und

viele Steine treten hervor, als er das Feld

für die Saat vorbereitet. Bauer sein ist

hart hier, nur 15 Prozent der Fläche ist

überhaupt geeignet für Landwirtschaft.

Andere Awaren leben als Schafhirten.

Weil er Muslim ist, hat dieser Aware

nie die Bibel gelesen. Er kennt auch nicht

das Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld.

Missionare haben die Awaren schon als

„felsigen Grund“ bezeichnet, wenig offen

für die gute Nachricht über Jesus, den

versprochen Retter. 1864 wurden sie

durch die Russen annektiert, sie misstrauen

Fremden. Das Christentum ist in ihren

Augen die Religion der Eroberer. Deshalb

muss ihnen der Glaube feinfühlig weitergesagt

werden.

Einige Christen haben Awaren durch

humanitäre Arbeit Jesus bezeugt. Leider

hat die Regierung diese Organisationen

aus dem Land gedrängt. Eine Handvoll

treuer Zeugen arbeitet weiter daran, dass

Gemeinden bei den Awaren entstehen.

GEBETSANLIEGEN:

• Bitte beten Sie, dass der Heilige Geist

den felsigen Grund der Awaren in

fruchtbaren Ackerboden für seine gute

Nachricht verwandelt.

• Für die wenigen christlichen Mitarbeiter

bei den Awaren.

• Dass Christen aus anderen mehrheitlich

muslimischen Völkern, beispielsweise

Kasachen, den Awaren von Jesus

weitersagen. Sie haben einen leichteren

Zugang als wir.

• Dass unter Awaren christliche Gemeinden

entstehen.

Von Friedhelm und Jani, ehem.

Zentralasien, heute helfen sie als

DMG-Mitarbeiter Flüchtlingen in Deutschland

10 DMG-informiert | 4 | 2016


NAHER OSTEN

Von unserem Partner SAT-7

Ein offener Brief

aus dem Iran

Gott schuf mich frei

und hat uns Menschen

echte Wahlfreiheit in Sachen

Glauben gegeben. Doch ich

fürchte, dass ich eines Tages

verhaftet werde. Es ist nicht

einfach hier im Iran. Ich habe

keinen Zugang zu christlichen

Büchern oder Christen, die

mich mehr über meinen neuen

Glauben lehren könnten.

Ich möchte in eine Gemeinde

gehen, um gemeinsam mit

anderen zu beten und meiner

Liebe zu Jesus Christus Ausdruck

zu verleihen, ohne mich

fürchten zu müssen. So gerne

würde ich christliche Bücher

lesen. Hier im Iran ist schon

der Besitz einer Bibel ein Verbrechen.

Menschen können

auch nicht einfach so getauft

werden, weil es illegal ist. Und

man braucht einen speziellen

Ausweis, um eine Kirche

betreten zu dürfen. Männer

wie ich, die nicht in eine

christliche Familie hineingeboren

wurden, haben kaum eine

Chance. Und alle Internetseiten

über das Christentum sind

zensiert.

Wohin soll ich gehen? Wo

bin ich sicher? Was soll ich

tun? Ich suche einen ehrlichen

Weg, mich taufen zu lassen.

Ich wäre gerne echter Christ

und würde zu einer Gemeinde

gehören – in einem freien

Land, wo Menschen offen

sagen dürfen, dass sie zu Jesus

gehören …

Von Arvin (Name geändert),

einem Christen aus

dem Iran. Er schrieb diese

Zeilen dem Fernsehsender

SAT-7, einer Partnerorganisation

der DMG, die via Satellit

christliches Fernsehen in den

gesamten Nahen Osten ausstrahlt,

auch in den Iran.

www.DMGint.de/Sat7

Frau Tang ist vor 16

Jahren aus Thailand

auf den Inselstaat Taiwan

eingewandert, um ihr

Einkommen und Englisch

aufzubessern. Anfangs bat

sie die junge Thaigemeinde

in Neili um Hilfe. Die

Begegnung mit den liebevollen,

gläubigen Landsleuten

weckte ihre Neugier. Ein

Jahr später entschied sie sich

für Jesus, gemeinsam mit

zehn weiteren Einwanderern

aus ihrer Heimat. Sie ließ

sich taufen und wurde in die

Gemeinde integriert. Jahrelang

war sie die wichtigste Köchin

fürs Mittagessen sonntags

nach den Gottesdiensten, und

sie begann eine thaisprachige

Bibelgruppe in ihrer kleinen

Wohnung.

Damals waren wir an Projekten

für Einwanderer wie sie

beteiligt. Wir ließen Evangelien

in Thai und Vietnamesisch

drucken, die sich verbreiteten

und durch die Menschen zum

Glauben fanden. 2008 bildeten

wir für eine landesweite

Großevangelisation Thailänder

zu Seelsorgern aus, auch das

zeigte Wirkung. Gleichzeitig fing ein Thai

sprechender Kollege unseres Teams an,

am lutherischen Seminar in Xinchu Altes

Testament zu unterrichten. Frau Tang begann

2008 ihre theologische Ausbildung

per Fernkurs.

In Xinfeng, ganz im Nordwesten von

Taiwan, gibt es zahlreiche thailändische

Gastarbeiter. 2011 mietete das Seminar

unseres Kollegen ein Haus in der Stadt

an, um auch dort eine Thaigemeinde zu

gründen. Sie wollten

Frau Tang als Mitarbeiterin

gewinnen. Doch

sie sah das anders.

Weshalb sollte sie

ihre gesegnete Arbeit

in Neili verlassen? Allerdings

meldete ihr Vermieter plötzlich

Eigenbedarf an. Frau Tang nahm den Verlust

ihrer Wohnung als Fingerzeig Gottes

und entschied sich gemeinsam mit einer

Missionarin für die Gemeindegründung.

Sie waren das ideale Tandem, viele

Thaifrauen fanden durch ihre Haus- und

Gefängnisbesuche zu Jesus. Schon einen

Monat nach dem Umzug feierten sie

ihren ersten Gottesdienst, neun Monate

später wurde Frau Tang als Pastorin

TAIWAN

Dr. Alain und Rita Haudenschild

Migrantin gründet

neue Gemeinde

Sie waren das ideale

Tandem, viele Thaifrauen

fanden durch ihre Haus- und

Gefängnisbesuche zu Jesus.

Frau Tang

eingesetzt. Sie ist zu einer begabten

Seelsorgerin herangereift und hat schon

dutzende ihrer Landsleute zum Glauben

geführt. Herr B., den sie im Gefängnis

betreute, ließ sich taufen, bevor er nach

Thailand abgeschoben wurde. Früher

war er in seinem Dorf als Trunkenbold

bekannt. Als er so von Gottes Liebe verwandelt

in seine Heimat zurückkehrte,

wunderten sich alle. Es kamen Menschen

zum Glauben.

Alles hat angefangen mit einer Frau,

die in einer Gemeinde

Rat suchte. Der Herr

hat ihr aufrichtiges Herz

gesehen und sie ihre Berufung

entdecken lassen.

Frau Tang ist eine von

1.700 Thailändern, die in

Taiwan durch die missionarischen Bemühungen

unseres Teams für Migranten und

Gastarbeiter zu Jesus gefunden haben.

Sie wollen die Arbeit von Ehepaar

Haudenschild unterstützen? Unsere

Bankdaten finden Sie auf Seite 19.

Überweisen Sie Ihre Spende bitte mit

Stichwort: P10210 Haudenschild

DMG-informiert | 4 | 2016

11


AFRIKA

SÜDAFRIKA

Winfried und Dr. Hildegard Steiner

Anstrengung, Mühe, Krankheit und Schmerz

Als Mittzwanziger folgten wir dem

Ruf von Jesus Christus jung, gesund

und mit Hingabe. Hildegard absolvierte

ihr Medizinstudium, ich (Winfried)

begann meine theologische Ausbildung.

Seither sind 32 Jahre im vollzeitlichen

Dienst vergangen. Mit Kollegen der DMG

arbeiteten wir zuerst unter Muslimen in

Südafrika, dann zogen wir nach Malawi

zum unerreichten Volk der Yaos, um

ihnen Jesus nahezubringen. In zwei Jahrzehnten

gründeten wir mehrere Gemeinden

und übersetzten die Bibel.

Der Preis dieser Pionierarbeit war ein

ständiges Kommen und Gehen im Team.

100 Missionare vieler Organisationen

versuchten es. Kaum gewöhnten wir uns

an Kollegen, mussten sie das Feld wieder

verlassen. Unser Team wurde immer wie­

der zerschlagen. Im Nachhinein erkennen

wir dahinter auch den geistlichen Kampf.

Die vielen Wechsel bewirkten auch

Gutes. Mussten doch die wenigen verbleibenden

Mitarbeiter mehr im Hintergrund

arbeiten. So wurden einheimische

Leiter und Mitarbeiter

gefördert – ein Erfolg.

Trotz Entmutigung und

Zerbruch entstanden

einige Gemeinden und

festigten sich.

Das tropische Klima

plagte Missionare und

Einheimische, dazu kamen Krankheiten

wie Malaria, Bilharziose und Krebs. Eine

Person erlitt sogar eine Querschnittslähmung.

Mitarbeiter starben.

Auch der Zerfall unseres eigenen Körpers

(2Kor 4,7–18) macht zu schaffen.

Unseren Dienst in

Malawi beendeten

wir wegen meiner

Krebserkrankung.

Kaum gewöhnten wir uns

an Kollegen, mussten sie

das Feld wieder verlassen.

Unser Team wurde immer

wieder zerschlagen.

Danach fanden wir eine Aufgabe als

Ehepaar in Südafrika: Wir sind für die

Einarbeitung, Schulung und medizinische

Beratung von Missionaren unserer

Partnerorganisation zuständig. Alles

schien gut, bis ich auch noch Parkinson

bekam. Mein Zustand

verschlechterte sich und

der Neurologe riet mir

zum Vorruhestand.

Für mich ist mein

Dienst zerbrochen,

während Hildegard

uneingeschränkt weiterarbeiten

kann. Heute steht sie mehr im

Vordergrund, leitet das Training neuer

Missionare und unterrichtet, während ich

mehr im Hintergrund helfe. Ich halte das

Auto flott, stelle den Projektor auf, bete

und beantworte Fragen im Unterricht.

Danke für Ihre Gebete. Selbst wenn

manches nicht so kam wie erhofft: Jesus

gibt uns, was wir brauchen, und baut

damit sein Reich.

Schulung in Kreativität

fördert innovatives Denken

Ehepaar Steiner

begleitet neue

Missionare bei

ihrem Einleben

in Afrika

12 DMG-informiert | 4 | 2016


ÄTHIOPIEN

Mareike Weber

Außerhalb der Schachtel denken

Hoffnung für die Jugend Afrikas

Afrika ist jung. Die Hälfte der 1,2

Milliarden Einwohner sind unter

17 Jahre alt; anders als in Deutschland,

wo der Altersdurchschnitt bei über

46 liegt. Millionen junge Afrikaner

erarbeiten sich jedes Jahr einen guten

Schulabschluss und studieren an neuen

Universitäten. Sie träumen von einem

besseren Leben, haben jedoch wenig

Chancen auf eine Arbeitsstelle. Aufgrund

von Misswirtschaft, Unruhen,

Korruption, Krieg und Armut können

begabte, gebildete, junge Afrikaner ihr

Potential kaum ausleben. Nur wenige

glauben an eine Zukunft im eigenen

Land. Viele vertrauen sich skrupellosen

Menschenhändlern an und machen

sich auf die gefährliche Überfahrt

nach Europa. Die junge Theologin und

Erzieherin Mareike Weber (DMG)

schildert, wie sie dieser Not in Äthiopien

begegnet:

as hast du da?“ Verwirrt zeigt

„Wmeine Mitbewohnerin Tsion

auf den neuen Mülleimer in meiner Hand.

Der billige Plastikkübel fasziniert sie.

Richtige Abfalleimer sind so teuer hier,

dass Tsion gar keinen besitzt. Ich dagegen

bin einfach in die Stadt gefahren, habe

mir einen billigen Wassereimer gekauft

und diesen umfunktioniert. Tsion staunt.

Sie erklärt mir, dass solche Eimer in ganz

Äthiopien nur zum Wassertransport benutzt

werden. Niemand käme je auf die

Idee, sie anderweitig zu

verwenden. Dann meint

sie feierlich: „Deshalb

bist du in Afrika, wir

brauchen deine Kreativität!“

Eine Szene, die mir

zum Symbol geworden

ist. Denn meine

Mitbewohnerin Tsion

ist gebildet, als Anwältin

hat sie einen höheren Abschluss als

ich. Mit Kreativität meinte sie nicht, den

Eimer hübsch zu verzieren. Vielmehr ging

es ihr ums „Thinking outside the box“

(außerhalb der Schachtel denken), um

Innovation und Offenheit für Neues. Die

Förderung dieser Art Kreativität wird in

weiten Teilen Afrikas unterschätzt, oft

sogar unterdrückt.

„Kreative christliche Jugendarbeit ist so

wichtig. Wir sitzen als Nation auf unserem

eigenen Kopf und nutzen unser Potential

nicht“, sagte mir der äthiopische

Leiter unseres christlichen Schulungszentrums

in Addis Abeba. In vielen Ländern

Die Jugend Afrikas

benötigt dringend

Hoffnung, Mut und

Perspektiven – damit sie

sich nicht auf die

gefährliche Flucht nach

Europa macht.

Afrikas gebe es kaum Veränderung, weil

Innovation fehle. Jede Generation folge

der nächsten, ohne zu hinterfragen und

ohne selbst nach kreativen Wegen aus

Armut und Missständen zu suchen. Die

Jugend benötige dringend Hoffnung, Mut

und Perspektiven – damit sie den Weg

aus ihrer Situation nicht nur in der gefährlichen

Flucht nach Europa sucht.

In unseren Schulungskursen gehen wir

von der Kreativität des Schöpfers aus

und ermutigen Jung und Alt, die eigene

Kreativität zu entdecken,

einen Unterschied für ihre

Nachbarschaft, ihre Gemeinde,

ihr Dorf und ihre

Nation zu machen. Das

Zentrum ist von engagierten

Äthiopiern (und eben

nicht von Europäern)

gegründet worden, das

begeistert mich besonders.

Die beste Chance

zur Veränderung der afrikanischen Gesellschaft

liegt in ihrem eigenen Wunsch

nach Veränderung. Diesen Wunsch

wecken wir.

Bei meiner ersten „Kreativ-Werkstatt“

stieß ich auf fragende Gesichter. Kein

Teilnehmer hatte je zuvor gebastelt.

Etwas befangen zeigte ich einem Pastor,

wie man die Schere benutzt. Minuten

später hielt er seine erste selbstgestaltete

Papierkette in der Hand. Wie er strahlte.

Ein kleiner Schritt mit Wirkung: Erfolg,

Stolz, Mut. Ein Gedanke wird zur Idee,

eine Idee zum Plan, ein Plan Realität.

Kreativitätsförderung ist die Ermutigung

zum Verändern von Bestehendem.

Als Erzieherin und freischaffende

Künstlerin passe ich gut in unser Team.

Wir bieten Weiterbildung für Sozialarbeiter,

Pastoren und Lehrer an. Das

Training in Kinder- und Jugendarbeit

beinhaltet seit kurzem den neuen Fokus

„Kreativitätsförderung“. Das große,

bunte Gebäude und riesige Freigelände

lädt Kinder, Jugendliche und Erwachsene

ein, sich kreativ zu betätigen: bei Sport,

Geländespiel, Bastel-, Werkarbeiten,

Kunst und Musik.

Der innovative Ansatz hat auch Auswirkungen

auf die Identität und das Gottesbild

junger Afrikaner. Viele Christen hier

wollen einfach dem Allmächtigen bis ans

Lebensende gehorchen, Punkt. Selten

wird von einer persönlichen Gottesbeziehung

gesprochen, geschweige denn

von Mündigkeit im Glauben, Freiheit in

Christus, Freude und Erfüllung. Wir weiten

den Blick der Studierenden auf den

kreativen Gott: auf den Vater als erfinderischen

Schöpfer, auf Jesus als Anfänger

des neuen Bundes, auf den Heiligen Geist

als Begleiter und Inspiration im Alltag.

In unserem Zentrum erhält die Identität

in Christus mehr Farbe. Teilnehmer

der Kurse erkennen, dass Gott uns

Menschen als phantasievolle, einfallsreiche

Wesen geschaffen hat, als solche

wertschätzt und fördert. Bei uns im

Unterricht fließt so manche Freudenträne,

Entscheidungen für Christus werden

neu besiegelt und Pläne für die Zukunft

geschmiedet …

DMG-informiert | 4 | 2016

13


AFRIKA

AMERIKA

NAMIBIA

Dagmar Henchoz

HAITI

Priscilla und Arne Clemm

Mit Jesus bist

du niemals alleine

Wie sollte ich sie trösten?

Vergangenes Jahr gingen Freunde

von mir durch viel Schmerz,

und sie sind sicher noch nicht durch

damit. Das Ehepaar arbeitete im

Norden Namibias, während ihre

zwei erwachsenen Kinder in der

Hauptstadt Windhoek studierten. Die

Kinder lebten bei Kollegen in einer

Einliegerwohnung und

konnten jederzeit um

Rat und Hilfe fragen.

Eines Sonntags

kam der 18-jährige

junge Mann nicht vom

Spaziergang zurück.

Die Schwester

suchte ihn und rief

bei Freunden an. Er war unauffindbar,

sie war verzweifelt. Montagmorgen

setzte sich die Mutter in den Bus und

machte sich auf den weiten Weg nach

Windhoek. Als sie unterwegs war

wurde der Junge gefunden. Er hatte

sich erhängt. Es gab keinen Abschiedsbrief,

keine Erklärung warum. An der

Uni war er ein guter Student. Es hatte

absolut kein Anzeichen gegeben,

dass er bedrückt oder bekümmert

gewesen wäre.

Als Teamleiterin saß ich mit

anderen Besuchern bei der trauernden

Mutter, während der Vater alles

BUCHTIPP ZUM THEMA:

Sie schaute mir in

die Augen und sagte:

„Ich weiß nicht, warum

das passiert ist. Aber ich

will an Jesus festhalten

und ihm vertrauen.“

Was macht das Stinktier im Kofferraum?

Wie man lacht, auch wenn einem das

Leben gerade gewaltig stinkt.

Brendow Verlag, 2011, für 4,95 Euro bei

www.alpha-buch.de

vorbereitete, um den Leichnam des

Jungen in ihr Heimatland zu überführen.

Wie sollte ich sie trösten? Wir

weinten miteinander und packten die

Sachen für ihre Heimreise. Sie schaute

mir in die Augen und sagte: „Ich weiß

nicht, warum das passiert ist. Aber ich

will weiter an Jesus festhalten und ihm

vertrauen.“

Könnte ich das

auch sagen, wenn

mein Leben aus dem

Ruder läuft? Wenn

Pläne zerschlagen

werden, man

verletzt wird und

miterlebt, wie eine

Gemeinde beinahe zerstört wird

durch mangelnde Vergebungsbereitschaft?

Ich muss immer wieder neu

lernen, Jesus zu vertrauen. Das ist

nicht einfach und geht nicht ohne Fragen

und Zweifel. Jesus vertrauen, das

gilt auch fürs langwierige Warten auf

mein Visum im Moment. Bitte beten

Sie dafür.

Die nächsten Monate bin ich zum

Reisedienst in Deutschland und komme

gerne in Ihre Gemeinde, um aus in

Namibia zu berichten. Bitte laden Sie

mich über die DMG-Adresse ein.

Oktober 2015: Im Augenwinkel

sah Arne etwas

Großes von hinten aufs Auto

zurasen und bremste. Zu spät.

Der Lastwagen krachte mit

voller Wucht in unsere Fahrerseite.

Zwei Monate zuvor war

unser Sohn Vincent zur Welt

gekommen. Wir fuhren gerade

in unser erstes Urlaubswochenende

zum Zelten am Strand,

unseren Pickup voll beladen. Wir

hatten uns so gefreut, besonders

unsere Töchter sprudelten vor

Vorfreude über. Doch kurz vor

der Einfahrt in den Campingplatz

donnerte der Laster von hinten

in unser Auto.

Er verlor die Kontrolle, fuhr in

Schlangenlinien weiter, stürzte einen

Abhang hinunter, überschlug

sich und blieb auf der Seite liegen.

Unser Wagen kam gerade noch

vor einer Felswand zum Stehen.

Wir sind sicher, dass Gott selbst

uns zum Stillstand gebracht hat.

Wir konnten uns befreien. Niemandem

aus unserer Familie ist

an diesem Tag etwas Ernsthaftes

zugestoßen. Selbst unser Hund

hinten auf der Ladefläche blieb

unversehrt. Gott sei Dank!

Es bildete sich eine Menschenmenge.

Der Fahrer des

Lasters hatte die Flucht ergriffen,

vielleicht war er betrunken.

Außer uns hatte er auch einen

Passanten am Wegrand erwischt.

Auf den Krankenwagen warteten

wir vergeblich, der junge Mann

starb noch am Unfallort. Die Polizei

kam erst nach zwei Stunden.

Zum Glück wachte Gott auch

weiterhin über uns und schenkte

uns eine tiefe, innere Ruhe.

Von Phil Callaway. Heitere und berührende

Geschichten aus dem Alltag. Wie man

sich die Fähigkeit zu lachen bewahrt, auch

wenn das Leben alles andere als sonnig

aussieht. Und wie der Glaube trägt, selbst

wenn das Wetter wechselt.

14 DMG-informiert | 4 | 2016

Im Oktober 2015 hatte Familie Clemm

einen schweren Autounfall


Kurz nach dem Unfall kam

ein Freund auf dem Motorrad

vorbei, ein Wunder. Er erkannte

uns, hielt an und eilte zu Hilfe. Er

ließ sich erzählen, was passiert

war und verbrachte die nächsten

Stunden damit, die Menschenmasse

von unserer Unschuld zu

überzeugen und auf Abstand zu

halten. Selbstjustiz ist in Haiti in

solchen Fällen keine Seltenheit,

der Freund bewahrte Arne vor

Schlägen und Schlimmerem. Ein

Kollege kam ebenfalls „zufällig“

vorbei, weil er seinen Koffer am

Flughafen abgeholt hatte. In seinem

Auto fanden wir und unser

Gepäck Zuflucht. Wäre sein

Koffer zuvor nicht verlorengegangen,

hätte unser Mitmissionar

die mehrstündige Autofahrt nie

angetreten.

Gott ist bei uns, selbst in den

schlimmsten Momenten. Wer

ihm vertraut, wird nicht alleingelassen.

Das hat sich an diesem

Tag ganz neu in unsere Herzen

gebrannt. Bei ihm fanden wir

Trost inmitten aller Fragen. Ebenso

standen uns unsere Lieben

daheim, Freunde und Kollegen

in Haiti und die DMG-Familie

weltweit bei. Nach dem Unfall

spielten wir mit dem Gedanken,

unseren Einsatz abzubrechen,

doch Gott hat uns gezeigt, dass

unsere Zeit in Haiti noch nicht zu

Ende ist. Mit seiner Hilfe war es

möglich, den Unfall zu verarbeiten

und dem Fahrer zu vergeben.

Danke, wenn Sie uns im Gebet

unterstützen.

Auf den Krankenwagen

warteten wir vergeblich,

der junge Mann starb noch

am Unfallort. Die Polizei

kam erst nach zwei Stunden.

Zum Glück wachte

Gott über uns.

MEXIKO

Michael und Lisa Schmid

Lebenswasser für durstige Seelen

Wissen Sie, was es bedeutet,

geistlichen Durst zu haben?

Wirklich am Verdursten zu sein? Eine

Person, die dieses Gefühl kennt, ist

José (Name geändert).

José hat Durst nach Liebe. Er ist in

einer kaputten Familie aufgewachsen.

Sein Vater hat die Kinder misshandelt.

Als José älter wird und heiratet, ist seine

Ehe von Gewalt zwischen ihm und seiner

Frau gekennzeichnet. Sie gehen getrennte

Wege. Er findet eine andere, doch auch in

dieser Ehe geht es gewalttätig zu.

José hat Durst nach Anerkennung. Er

lässt sich durch die schlimmen Kindheitserfahrungen

des Missbrauchs durch

seinen Vater nicht unterkriegen, lernt

Lesen und Schreiben (was nicht viele

seiner Freunde schaffen) und eignet sich

großes Wissen an. Er findet noch mehr

Anerkennung, als er Schamane wird. Er

meint, Gottes Stimme mit seinen Ohren

zu hören, und wird von Kranken aufgesucht,

die geheilt werden wollen. Doch

die übernatürlichen Kräfte haben auch

schwierige Erfahrungen und merkwürdige

Besuche zur Folge …

José hat Durst nach Frieden. Er ist in

seiner Gegend als böser Mensch bekannt.

Wer zu ihm geht, erwartet nichts Gutes.

Viele hassen ihn und gehen ihm aus dem

Weg. Andere greifen ihn an. José hat die

ständige Gewalt satt und sehnt sich so

Michael und Lisa

Schmid sind im

Sprach- und Kulturstudium,

mit dem Ziel, die Bibel in

die Tarahumara-Sprache zu übersetzen

nach Freiheit. Er hat Durst nach Leben

und Gesundheit. Ihn quälen Schmerzen in

der Brust, geschwollene Arme und Beine

sowie Panikattacken. Sich selbst kann er

nicht heilen, und die Ärzte finden keine

Ursache für seine Symptome.

Eines Tages kommt er zu unserem

Team. Früher hat er unsere Nähe aus

Schuld und Scham gemieden. Doch diese

Barriere hat er durchbrochen, wir sind

seine letzte Hoffnung. Nicht nur sein

körperlicher Zustand macht ihm Sorgen,

auch die Angst um seine Seele. Seit

einiger Zeit trifft er sich mit unserem

jungen Kollegen, um von Jesus Christus

zu hören. Die Botschaft der Bibel ist ihm

nicht fremd. Als Kind hat sein Großvater

immer aus einer spanischen Bibel

vorgelesen. Noch heute erinnert er sich

an biblische Geschichten. Jetzt will er den

wahren Gott kennenlernen und Leben

finden.

Als José vom Wasser des Lebens hört,

das Jesus den Menschen anbietet, sagt er:

„Jesus ist wie Leben, nicht wie der Tod.“

Bitte beten Sie mit dafür, dass José und

seine Familie wahre Liebe, Anerkennung,

inneren Frieden und echtes Leben in Jesus

finden. Und für das Volk der Tarahumaras,

dem er angehört: Dass sie die Bibel

bald in ihrer Sprache bekommen, damit

der Durst vieler Seelen gestillt wird.

DMG-informiert | 4 | 2016

15


AMERIKA

MEXIKO

Pia Kaufmann

PERU

Monika und Markus Völker

Achterbahnfahren –

herrlich, oder?

Von Missbrauch und Vergebung

Die 13-jährige Susanna (Name

geändert) ist eines der Mädchen

in unserem Kinderheim El Faro de

Esperanza, Leuchtturm der Hoffnung,

die ich betreue. Sie erinnert sich:

Meine Mutter war nie da für uns. Niemand

hatte Zeit für mich. Unser Stiefvater

schickte mich und meine Geschwister

auf die Straße um Ware zu verkaufen.

Wenn wir nicht genug eingenommen

oder uns vom Erlös etwas zu Essen gekauft

hatten, verdrosch er uns mit einem

Kabel. Wenn Mutter abends nach Hause

kam und wir Kinder nicht die Wäsche

gewaschen hatten, wurden wir ebenfalls

verprügelt. Unser Stiefvater vertrank alle

unsere Einnahmen.

Oft schickte Mutter

uns nachts raus, um

den Betrunkenen zu

suchen. Es war peinlich,

mit ihm gesehen

zu werden.

Zuerst hat der

Stiefvater meine ältere

Schwester vergewaltigt, später auch

mich. Ich wurde übel beschimpft. Ich sei

verflucht und böse, eine Hure, zu nichts

zu gebrauchen. Einmal versuchte Mutter,

mich mit einer Machete zu töten, später

wollte der Stiefvater mich erstechen. Er

hat mich geschüttelt und meinen Kopf gegen

die Wand geschlagen. Da rief ich um

Hilfe, bis jemand kam. Man fragte mich,

ob ich wieder in meine Familie zurück

Vorher war ich voller

Selbstmitleid, andere

waren mir egal, ich dachte

immer nur an mich.

Plötzlich wollte ich leben.

wolle. Auf keinen Fall, ich hasste meine

Eltern. Mit elf kam ich ins Kinderheim.

Christen haben einmal Traktate zu uns

ins Haus gebracht. Die hatte ich unter

meinem Kissen. Nachts habe ich sie umarmt

und mich daran festgehalten. Aber

so richtig von Jesus gehört habe ich erst

im Heim. Ich war froh, dass meine neuen

Eltern Pastoren sind, und wollte gerne

Jesus kennenlernen. Eines Sonntags bat

ich meine neue Mutter, Tammy, mit mir

zu beten. Das hat mich verändert.

Vorher war ich voller Selbstmitleid,

andere waren mir egal, ich dachte immer

nur an mich. Plötzlich wollte ich leben.

Ich fühlte mich ruhiger, sicherer. Tammy

sagte, dass es wichtig ist, meiner Familie

zu vergeben. Schließlich

konnte ich mich dazu

durchringen. Inzwischen

habe ich sogar mit meiner

Familie telefoniert.

Anfangs redete ich noch

ziemlich hässlich mit

ihnen und beschuldigte

sie. Aber am Muttertag

konnte ich meiner Mutter sagen, dass ich

jetzt Christin bin, mich verändert und ihr

vergebe habe. Ich bedankte mich bei ihr,

weil sie mich geboren und aufgezogen

hat.

Ja, Jesus hat mich verändert. Wenn ich

mich heute über jemanden ärgere, segne

ich die Person, dann nimmt Jesus meinen

Zorn weg. Er wandelt meinen Hass in

Liebe um und heilt meine Wunden!

Wir haben drei Teenager

und sind begeistert von

ihnen. Es gibt Tage, an denen ich

staunend und dankbar miterlebe,

wie fröhlich, harmonisch und

wertschätzend es bei uns zugeht.

Aber manchmal ringen wir Eltern

auch um gute Entscheidungen,

was Regeln und Freiheit angeht.

Sie sind so verschieden. Was

beim einen Kind funktioniert,

kann beim anderen einen Emotionsausbruch

und heiße Diskussionen

auslösen.

Wir Eltern lieben es ruhig und

beständig. Wir wählen im Freizeitpark

eher die Bummelbahn,

bei der man gemütlich die Umgebung

wahrnimmt. Unsere Kinder

dagegen suchen das Abenteuer,

sie rasen lieber mit der Achterbahn

durch die Kurven.

Als Missionarskinder sind sie

von klein auf etwas Besonderes:

hier „die Deutschen“, aber in

Deutschland werden sie oft

spaßig als „Peruaner“ bezeichnet.

Anpassen können sich alle drei

sehr gut; und so fühlen sie sich

in beiden Kulturen mal Zuhause

und mal als Fremde. Manchmal

ist ihr Besonderssein ein Vorteil,

dann wieder ein Nachteil.

Das Finden der eigenen

Identität ist eine Riesenherausforderung.

Und das Entdecken,

was der Glaube an Gott ihnen

persönlich bedeutet, ein stetes

Wettstreiten mit vorgegebenen

Strukturen der Familie und

16 DMG-informiert | 4 | 2016


ECUADOR

Marie Piepersberg, Jahreseinsatz

DMG-Mitarbeiter engagieren sich in

der Erdbeben-Nothilfe in Ecuador:

www.DMGint.de/Ecuador

Wir wollen unsere Kinder

zum Glauben ermutigen,

ohne Druck auszuüben. Ein

Balance akt, der uns innerlich

an eine Achterbahnfahrt

erinnert.

Kultur, in der sie aufwachsen. Als

Eltern müssen wir öfter mal in

die Achterbahn mit einsteigen,

um mitzufühlen, was in unseren

Kindern vor sich geht und wie

wir sie am besten begleiten können.

Wir wollen sie zum Glauben

ermutigen, ohne Druck auszuüben.

Ein Balanceakt, der uns

innerlich an eine Achterbahnfahrt

erinnert. Machen wir es richtig?

Was hätten wir anders machen

müssen? Werden unsere Kinder

ihren Weg mit Jesus gehen?

In unserem Schlafzimmer hängt

seit mehr als einem Jahr Philipper

4,6 und 7 an der Wand: „Sorget

nichts, sondern in allen Dingen

lasset eure Bitten im Gebet und

Flehen mit Danksagung vor Gott

kund werden. Und der Friede

Gottes, welcher höher ist als alle

Vernunft, bewahre eure Herzen

und Sinne in Christus Jesus!“

Wir sind am Lernen, diese

Bibelworte zu verinnerlichen

und anzuwenden, denn die

Verheißung des Friedens Gottes

möchten wir nicht missen. So lernen

wir, unsere Bitten um unsere

Kinder bewusst Gott in die Hand

zu legen. Ob es anderen Eltern

geht wie uns? Der Spruch „Kleine

Kinder, kleine Sorgen – große

Kinder, große Sorgen“ scheint

zwar zu stimmen, darf uns aber

nicht schrecken. Denn in der

Bibel steht, dass wir alle Sorgen –

egal wie groß – bei Gott abgeben

dürfen. Das ist Ermutigung pur

und trägt uns durch die Kurven,

wenn unser Leben wieder

einmal Achterbahn

fährt …

Unerschütterlich

och einmal werde ich ein Beben

„Nkommen lassen, aber dann wird

nicht nur die Erde erschüttert werden,

sondern auch der Himmel“, heißt es in

Hebräer 12,26. Bei einem Vortrag zum

„Charakter Gottes“ las Mimi Wilson

diesen Vers und erklärte, wenn die Erde

bebe, sei das ein Zeichen, dass wir uns

nicht am Globus, sondern an seinem

Schöpfer festhalten sollten. Sie ahnte

nicht, wie sehr dieser Vers in mein Leben

sprach:

Einen Monat zuvor

wollte ich samstagabends

mit zwei

Kurzzeitlerinnen von

CFI in Portoviejo einen

Hauskreis besuchen.

Während ich startklar

auf dem Sofa saß, WhatsApp-Nachrichten

nach Quito schickte und sicher war, am

nächsten Tag dorthin zurückzukehren,

begann die Erde zu beben. Ein bisschen,

so wie ich das in der Landeshauptstadt

schon erlebt hatte, aber irgendwie hörte

es diesmal nicht auf.

Immer verkrampfter saß ich da. Alles

wackelte, fiel um, rappelte und knarrte.

Ich hörte Hilferufe von der Straße,

das Licht fiel aus, ich saß im Dunkeln.

Schwamm das Haus davon? Jedenfalls

fühlte es sich an wie auf einem Schiff im

Sturm. Der entsetzliche Krach und das

Gerüttel nahmen kein Ende. Mein Gehirn

setzte aus, sodass ich weder aus dem

Haus noch unter ein sicheres Möbelstück

floh. Ein paarmal stammelte ich:

„Herr Jesus, was ist das? Mach bitte, dass

Langsam begriff ich.

Ich sah die umgestürzte

Blumenvase und den

Riss im Boden, mir war

schwindelig …

es aufhört!“ Da hörte es auf.

Langsam begriff ich. Ich sah die umgestürzte

Blumenvase und den Riss im

Boden und wollte aufräumen. Es klappte

nicht, denn mir war schwindelig und ich

zitterte, mein eigenes kleines Nachbeben.

Inzwischen dämmerte mir, dass es

wahrscheinlich ziemlich gefährlich war, in

der Wohnung herumzuwanken. Mit Bibel

und Handy verkroch ich mich unter den

winzigen Küchentisch und wartete auf

einen Anruf von jemandem, der mir sagen

könnte, was zu tun war. Keine Kontrolle.

Am nächsten Tag ging es erst richtig

los: kein Bus mehr nach

Quito, kein Strom, kein

Wasser, kein Kontakt

nach Deutschland. Ich

konnte Mama und Papa

nicht anrufen. Wir reden

uns ein, wir hätten unser

Leben in der Hand, doch

unsere „Sicherheiten“ können so leicht

erschüttert werden. Schließlich kam der

Strom wieder, und ich konnte mit meiner

Familie skypen und ihnen sagen, dass es

mir gut ging. Eine liebe Missionarin holte

mich am nächsten Flughafen ab und half

mir zurück ins normale Leben.

„Ein Gott der Wege durchs Meer

kennt, findet auch einen Weg nach Quito“,

hatte meine Mutter mir vorher noch

geschrieben. Ja! Er hat die Kontrolle. Hier

auf der Welt wird alles eines Tages fallen,

doch ER fällt nicht.

Designed by Freepik

DMG-informiert | 4 | 2016

17


AMERIKA

ECUADOR

Dr. Eckehart und Dr. Klaudia Wolff

BRASILIEN

Andreas und Gebriela Fuchs

Hunde + Motorrad =

Unfall + Bibel

Kraft aus der Bibel

Vor drei Jahren bekamen wir

im Gebet ein Bibelwort von

Gott (2Kön 29ff), das er einst König

Hiskia in einer völlig aussichtslosen

Situation gab. Damals vor 2.700

Jahren hatte das Großreich Assyrien

den gesamten Vorderen Orient

erobert, nur noch die Stadt Jerusalem

war frei. Doch der Herr machte

Hiskia Mut zum Durchhalten. Es

werde kein Pfeil in die Stadt fliegen.

Doch würden sie erst im dritten Jahr

wieder von dem essen können, was

sie angebaut hatten, so groß war

die Verwüstung

rundum.

Am selben Tag

erreichte uns die

Nachricht, dass

unser Missionshospital

in Shell

geschlossen

werde. Die kleine

Klinik liegt ganz

im Osten des Landes am Rande des

Regenwaldes im Indianergebiet. Die

Bevölkerung braucht unsere medizinische

Versorgung. Wir wussten,

dass es unsere Aufgabe war, sie

wiederzueröffnen. In einer Zeit der

wirtschaftlichen Blüte Ecuadors,

als die sozialistische Regierung den

Gesundheitsdienst kostenfrei stellte,

schien das ein Wahnsinn.

Wir haben uns auf den steinigen

Weg gemacht, unter wöchentlichem

Gebet mit Fasten. Wir bauten eine

eigene Stiftung auf, ein einheimisches

Team wuchs. Es gab mehr

Enttäuschung als Hoffnung auf dem

Alles war vertraglich

gesichert, nichts klappte.

Wir haben in diesem

Prozess Geld verloren und

sind zum Gespött geworden,

alles zerbrach.

Das Krankenhaus in Shell

langen Weg. Firmen hatten uns Land

versprochen und wollten einen Neubau

finanzieren. Alles war vertraglich

gesichert, nichts klappte. Wir haben

in diesem Prozess Geld verloren und

sind zum Gespött geworden, alles

zerbrach.

Doch dann die Wende. Ein Team

von Ärzten und ehemaligen Mitarbeitern

eröffnete im Oktober 2015 eine

Sprechstunde, bei der die Arbeitsverträge

legalisiert wurden. Noch fünf

Monate gab es für sie keinen Lohn.

Daraus ging eine leidensbereite,

betende Gruppe

hervor, die ihre

Erfahrungen im

Glauben weitergeben

möchte.

Nach fast genau

drei Jahren mieteten

wir nun unser altes

Krankenhaus wieder

an. Wir sind neun

Ärzte, Krankenschwestern und weitere

Mitarbeiter. Das Labor ist wieder

eröffnet. Wir zahlen wenig Miete

und dürfen Stück um Stück das alte

Gebäude renovieren und wieder mit

Leben füllen. Kranke kommen, fast

alle bezahlen die Behandlung. Seit wenigen

Monate erhalten die Mitarbeiter

wieder einen bescheidenen Lohn. Es

ist ein Missionarsteam gewachsen, das

in schweren Zeiten zusammenhält.

Gibt es Schöneres, als mit Freunden

zusammen aufzubauen? Im Rückblick

staunen wir, welche Bedeutung ein

Wort aus der Bibel haben kann.

Es war glühend heiß, als Aurisa auf

ihrem Motorrad mittags vom Einkaufen

zurückfuhr. Ihr Haus war nur noch

300 Meter entfernt. Plötzlich rannten ihr

zwei wilde Hunde direkt ins Motorrad.

Sie stürzte und rutschte über den Asphalt.

Ein Auto kam quietschend gerade

noch vor ihr zum Stehen. Männer sprangen

heraus und leisteten Hilfe. Im ersten

Moment spürte sie keine Schmerzen und

bat darum, sie in ihr Haus zu bringen.

Eine Stunde später jedoch spürte sie

einen Knochensplitter unter der Haut an

ihrem Knie. Sie war ernsthafter verletzt

als gedacht! Aurisa wusste, dass ihr im

ärmlichen Krankenhaus der Kleinstadt

mitten im Regenwald kaum geholfen

werden konnte. Also nahm sie Kontakt

zu uns in der Hauptstadt Brasilia auf und

erzählte von ihrem Unfall.

Aurisa ist Missionarin unserer Partnerorganisation

in einem Indianervolk. Wir

fragten, ob sie zur Behandlung zu uns

nach Brasilia kommen könne. Doch sie

war zu schwer verletzt. Also schickten

wir eine Teamkollegin los, um sie abzuholen.

Nach vier Tagen kamen beide in

Brasilia an. Aurisa hatte drei gebrochene

Rippen. Ihr Bein wies zehn Brüche auf,

die operiert werden mussten. Es begann

ein langer, schmerzhafter Klinikaufenthalt

für sie.

Inzwischen sind zwei Jahre vergangen.

Ich (Gaby) sitze neben ihr im Wartezimmer.

Viele Stunden haben wir hier

verbracht und manche Tränen geweint.

Doch nun meint Aurisa: „Ich bin Gott so

dankbar, dass ich den Unfall hatte! Weißt

du, ich arbeite nun 40 Jahre als Missionarin

im Indianerstamm und hatte nie

die Zeit, mich auf die Übersetzung des

Neuen Testamentes in ihre Sprache zu

konzentrieren. Jetzt hat Gott mich aufs

Abstellgleis gestellt, damit ich mich ganz

um die Übersetzung kümmern kann!“ Ich

staune.

Es ist wahr, Aurisa arbeitet unermüdlich

und effizient an der Bibelübersetzung.

Auch die Jahre davor waren nicht

umsonst. Sie genießt hohes Ansehen und

das Vertrauen der Indianer. Dank moderner

Technik ist die Übersetzung der

besten Nachricht der Welt in Indianersprachen

heute auch auf Entfernung über

Skype und Whatsapp möglich.

18 DMG-informiert | 4 | 2016


TERMINE

HERZLICHE EINLADUNG

Veranstaltungen:

Freizeiten:

13.–20.08.2016 (verlängerbar bis 21.08.)

Auszeit mit Inhalt auf dem Buchenauerhof

Thema: „Mit Muslimen Freundschaft schließen“

Tel. 07135 963713, www.auszeit-mit-inhalt.de

23.–24.07.2016: JuMi – das Jugendmissionsevent

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

(siehe Rückseite)

21.08.2016: Gebetssonntag Europa

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

04.09.2016: Missionstag Buchenau

35232 Dautphetal-Buchenau,

Tel. 06466 339

14.–15.09.2016: 24-Stunden-Gebet

(8 bis 8 Uhr) Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

17.–18.09.2016: Missionstage Wolfsburg

38444 Wolfsburg, Tel. 05362 62621

25.09.2016: Herbstmissionsfest

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

(siehe Rückseite)

Begegnen Sie uns beim:

Gebetstreffen und Missionstag des Deutschen Frauen-

Missions-Gebets-Bundes (DFMGB) und MännerGebetsBundes

(MGB) am 01.08.2016, 07422 Bad Blankenburg

Impressum

Herausgeber:

DMG interpersonal e.V.

Buchenauerhof 2, D-74889 Sinsheim

Tel.: 07265 959-0, Fax: 07265 959-109

Kontakt@DMGint.de • www.DMGint.de

Bei Adressänderungen: Tel. 07265 959-128, Adressen@DMGint.de

Schriftleitung: Dr. Detlef Blöcher

Redaktion: Theo Volland (Redaktion@DMGint.de)

Layout: David Spieth

Erscheinung: Sechsmal jährlich

Titelfoto: © skracht – stock.adobe.com

Spendenkonten:

Volksbank Kraichgau, DMG

IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04

BIC: GENODE61WIE

Schweiz: Swiss Post, SMG

Vermerk: DMG

IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3

BIC: POFICHBEXXX

Die Arbeit der DMG ist als steuerbegünstigt anerkannt. Spenden werden

im Rahmen der Satzung entsprechend der Zweckbestimmung für

missionarische oder mildtätige Zwecke eingesetzt. Stehen für ein Projekt

ausreichend Mittel zur Verfügung, wird die Spende für einen ähnlichen

satzungsgemäßen Zweck verwendet.

30.09.–03.10.2016 (auch für Familien)

Missionsfreizeit im Henhöferheim

76332 Bad Herrenalb-Neusatz

Tel. 07083 2385, www.henhoeferheim.de

18.–25.10.2016 (verlängerbar bis 01.11.)

Israel-Reise

zum Jubiläum des „Beit Al Liqa“ (Haus der Begegnung)

der DMG-Mitarbeiter Johnny und

Marlene Shahwan in Beit Jala bei

Bethlehem. Ab 1.295 Euro pro

Person (bei Verl. ab +965 Euro pro

Person). Meldeschluss: 15.08.2016

Information und Anmeldung:

Gerd Sigrist, Tel. 07265 8610,

gerd.sigrist@gmx.net

Bitte geben Sie im Überweisungsträger das Stichwort, den Namen

eines Missionars, „DMG“ oder „Wo am nötigsten“ an. Herzlichen Dank!

Datum Datum Unterschrift(en)

IBAN IBAN

06 06

Angaben Kontoinhaber: zum Kontoinhaber: Name, Vorname/Firma, Name, Vorname/Firma, Ort Ort (max. 27 Stellen, keine Straßen- oder Postfachangaben

PLZ Freundesnummer Straße Spenders: (falls bekannt) (max. 27 Stellen) PLZ und Straße des Spenders

Spenden-/Mitgliedsnummer Missionarsnummer/Projektnummer oder Name des Stichwort Spenders bzw. - (max. Name 27 Stellen) des Missionars

ggf. Stichwort

Betrag: Euro, Euro, Cent Cent

G E N O D E 6 1 W I E

Danke!

BIC BIC des des Kreditinstituts (8 oder 11 Stellen)

SPENDE

SPENDE

D E 0 2 6 7 2 9 2 2 0 0 0 0 0 0 2 6 9 2 0 4

IBAN IBAN

D M G 7 4 8 8 9 S i n s h e i m

Angaben zum zum Zahlungsempfänger: Name, Name, Vorname/Firma (max. 27 Stellen, bei maschineller Beschriftung max. 35 Stellen)

Name Name und und Sitz Sitz des des Überweisenden Kreditinstituts BIC BIC

Staaten in in Euro. Euro.

SEPA-Überweisung/Zahlschein

Für Für Überweisungen

in in Deutschland und und

in in andere EU-/EWR-

-


STELLENANGEBOTE

Mission

= Ihre Berufung?

Dann bewerben Sie sich für eine der

folgenden offenen Stellen in unserer

Zentrale in Sinsheim:

Küchenleitung (m/w)

Lecker kochen, Speiseplan erstellen, Lebensmittel

kaufen und lagern, FSJ- und BFD-Mitarbeiter

fachlich betreuen, im Housekeeping

unterstützen

Jugendevent mit Festivalcharakter:

DMG und TSA Präsentieren:

Das Jugend-Missions-Event

23. und 24. Juli 2016

Mit Tobias Kley und SRS

Die welt liegt dir zu füssen

Alle Infos auf: www.Jumi.online

Bestellen Sie kostenlos Einladungen:

Tobias

Kley

IT-Administrator (m/w)

Ohne EDV geht nicht mal das Telefon: Administrieren

Sie unser Netzwerk, Server, Clientsysteme,

Virtualisierung, Datensicherung,

TK-Anlage, First- bis Third-Level-Support

Fachinformatiker (m/w)

Durchwursteln reicht nicht mehr, wir brauchen

Fachwissen. Administrieren Sie unsere

Datenbankanwendungen, entwickeln Sie das

Intranet und unterstützende EDV-Systeme

Ausführliche Stellenausschreibung:

www.DMGint.de/Stellenangebot

Gemeinden und

Missionswerk sind eng

miteinander verbunden,

das wird beim DMG-

Herbstmissionsfest im

Fokus stehen.

Herbstmissionsfest

25. September 2016 ab 10 Uhr

Buchenauerhof, 74889 Sinsheim

Parallel:

TeenTREFF

Infos:

www.DMGint.de/hmf

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine