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1/2010 deutsch (pdf, 4489 KB) - Schweizer Metallbau

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12�Fokus Fassaden

12�Fokus Fassaden Strom und Wärme liefert die Sonne: Neubau Basler & Hofmann, Esslingen Objekt: Geschäftshaus C, Esslingen Konstruktion: Vorgehängte Stahlfassade mit integrierter Photovoltaik-Anlage Bauherr: Rehalp-Verwaltungs AG Architekt: Stücheli Architekten, Zürich Bauleitung: Eckert Architekten GmbH, Zürich Energiekonzept: Basler & Hofmann, Zürich; Dr. Beat Kegel, Zürich Bauphysik/Fassadenplanung/ HLKSE: Basler & Hofmann, Zürich Besonderheiten: Sonnenwärme wird im Erdreich gespeichert. Das Gebäude kann beinahe energieautark betrieben werden. Das Ingenieur-, Planungs- und Beratungsunternehmen Basler & Hofmann hat in Esslingen einen Neubau realisiert, der mit seinem Energiekonzept einmalig ist in der Schweiz. Im Sommer wird die gewonnene Sonnenenergie ins Erdreich geführt und dort für den Heizbedarf während der Wintermonate gespeichert. Gekühlt wird mit Wasser und den Strom liefert die Fassade mit Photovoltaik-Elementen von Schweizer. Esslingen ist zwar die Endstation der Forchbahn. Doch in Sachen energieeffi zientes Bauen ist der Ort im Zürcher Oberland Ausgangspunkt für ein neues Zeitalter. Im Auftrag der zur Basler & Hofmann AG gehörenden Rehalp- Verwaltungs AG hat das renommierte Zürcher Architekturbüro Stücheli einen wegweisenden Bürobau realisiert: Es ist das zweite Verwaltungsgebäude im Kanton Zürich, das nach dem Standard Minergie-P ® -eco zertifi ziert ist und das erste Bürogebäude der Schweiz mit einem Erdspeicher. Kollektoren auf dem Dach ernten im Sommer die Sonnenenergie und leiten sie über 33 Sonden ins Erdreich, wo sie für den Heizbedarf während des Winters gespeichert wird. Gekühlt wird mit Wasser. Stücheli Architekten haben ein Konzept entwickelt, bei dem sich das komplexe Zusammenspiel von Haustechnik, Energie, Ökologie und Architektur mittels einer Hülle, die sich über das Gebäude faltet, architektonisch ausformuliert. Teil dieser Hülle ist auch eine Photovoltaik-Anlage von Schweizer, die wie folgt konzipiert ist: Der nach Süden orientierten, hoch gedämmten Holzele- mentfassade ist eine zweite Schicht vorgelagert. Diese Energie produzierende Einheit ist mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet und macht das Gebäude zu einem Kraftwerk. Die insgesamt 39 Elemente mit je zwei PV- Modulen und einer Gesamtfl äche von 120 m2 erbringen eine Leistung von 14 kWp. Dies reicht aus, um den Strombedarf für Gebäudetechnik und Beleuchtung abzudecken und war mitunter ausschlaggebend für die Erreichung des Minergie-P ® -Standards. Ästhetik und starke Leistung Igor Kruglov, Projektleiter Fassaden bei Schweizer, zur Ausgangslage: «Schweizer musste den Ansprüchen von zwei Seiten gerecht werden: Die Bauherrschaft wünschte ein möglichst leistungsstarkes Photovoltaik-Modul, während bei den Architekten die Ästhetik im Vordergrund stand. Mit der realisierten Lösung, die bis zur Anordnung der insgesamt 3820 Monokristallinzellen auf dem Glas mit den Architekten abgesprochen wurde, sind nun alle Beteiligten glücklich.»

Sämtliche Photovoltaik-Elemente sind Sondergrössen. Denn jede der drei Ebenen, auf denen sie angebracht sind, hat einen anderen Neigungswinkel – optimal auf die Sonneneinstrahlung ausgerichtet. Gleichzeitig übernehmen die Elemente auch die Funktion der Verschattung. Der «Knick» in der Mitte des Gebäudes stellte eine besondere Herausforderung dar. Die Abstimmung der rechteckigen bis trapezförmigen Photovoltaik-Elemente erforderte im Vorfeld eine millimetergenaue Vermessung und Herstellung. 15 unterschiedliche Formate von Stahlrahmen und Laminaten wurden von Schweizer respektive vom Modullieferanten nach einem exakten Plan gefertigt. Um die Ausdehnung der Laminate bei starker Sonneneinstrahlung aufzufangen, sind die Rahmen so gefertigt, dass zwischen Glas und Stahl ein genügend grosser, nicht abgedichteter Abstand besteht. Ein Winkelprofi l dient zur Befestigung des Laminates. Auch bei der Montage der Photovoltaik-Module sowie der vorgelagerten Absturzsicherung war eine Sonderlösung gefragt. Igor Kruglov: «Normalerweise wird von unten nach oben gearbeitet. Um die aufwendig hergestellten und aufgrund der Massarbeit und der hohen Leistungsfähigkeit auch kostenintensiven Module nicht durch herunterfallende Schrauben zu gefährden, entschieden wir uns für das umgekehrte Vorgehen.» Vier Monteure – zwei auf einem speziellen Montagegerät namens «Skyworker» und zwei auf dem schmalen Servicezugang an der Fassade – und ein Kranführer waren nötig, um die Module mittels eines Vakuumsaugers genau auf die vormontierten Stahlschwerter einzupassen und sie mit Schrauben zu befestigen. Ähnlich gingen die Monteure bei der Befestigung der grossfl ächigen vorgehängten VSG-Gläser vor, die als Absturzsicherung für den Servicesteg dienen. Hightech und Lowtech clever kombiniert Nach dem Prinzip einfache, aber intelligente Lösungen zu entwickeln, ist ein Gebäude entstanden, das fast autark funktioniert. Und das den rund hundert Menschen, die darin arbeiten, nicht nur ein behagliches Klima beschert, sondern auch gesundheitlichen Aspekten, wie beispielsweise optimiertes Tageslicht oder geringe Lärm- und Schadstoffbelastung, Rechnung trägt. Der Neubau von Basler & Hofmann setzt neue Massstäbe in Bezug auf die Energienutzung. Die beteiligten Energieplaner orientierten sich dabei an den Vorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft, so wie sie der Effi zienzpfad Energie des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins SIA anstrebt (lesen Sie dazu auch unseren Artikel auf den Seiten 20 und 21). Fokus Fassaden�13

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