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aerokurier 09/2016

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9/<strong>2016</strong> Deutschland € 5,50 / Schweiz sfr 10 / Österreich € 6,30 / Benelux € 6,40 / Finnland € 8,30 www.<strong>aerokurier</strong>.de / 60. Jahrgang<br />

<strong>aerokurier</strong><br />

DAS MAGAZIN FÜR PILOTEN<br />

plus 24 Seiten<br />

Helikopter<br />

Special<br />

Flugausbildung<br />

Verkehrspilot<br />

mit Bachelor<br />

ALS VOLUNTEER<br />

IN OSHKOSH<br />

Bahamas<br />

VON INSEL<br />

ZU INSEL<br />

10 Jahre Quax-Verein<br />

Typen und Typen<br />

Doppelsitzerklasse<br />

Ohne Index in<br />

die Zukunft?<br />

Restauration Foka 4<br />

Zweifaches<br />

Do-it-Yourself


Das neue Magazin über das<br />

älteste Getränk der Welt.<br />

www.bier-magazin.de


[ EDITORIAL September ]<br />

Segelflieger in einem<br />

„Boot“ – auch wennn es<br />

auf den ersten Blick gar<br />

nicht so aussieht.<br />

ZERSPLITTERT?<br />

Seit vergangenen Herbst gibt es einen weiteren deutschen Verband, der<br />

Luftsportinteressen vertritt: den Deutschen Segelflugverband. Vom DAeC<br />

wird er zurzeit heftig befehdet.<br />

Gerhard Marzinzik,<br />

Stellvertr. Chefredakteur <strong>aerokurier</strong><br />

Der Deutsche Aero Club vereinigt den deutschen Luftsport unter einem Dach. Viele Luftsportler sind<br />

hier indirekt Mitglied – über ihre Vereine und deren Organisation in den DAeC-Landesverbänden.<br />

Viele andere sind Mitglied über Sportfachverbände: die Ballonfahrer, die Drachen- und Gleitschirmflieger,<br />

die Fallschirmspringer.<br />

In einem eigenen Fachverband schlagkräftiger die Interessen des Segelflugs vertreten zu können,<br />

das war auch die Intention der Gründer des DSV. Im DAeC hatten sie sich integrieren wollen und<br />

wollen es wohl immer noch. Der eigene Verband sollte aber die Möglichkeit der unabhängigen Vertretung<br />

nach außen und der eigenständigen finanziellen Verwaltung einräumen. Als Galionsfigur<br />

wirbt jetzt Spitzensportler Bruno Gantenbrink für diese Idee.<br />

Im DAeC hat man sich damit nicht anfreunden können. DAeC-Präsident Wolfgang Müther hatte mit<br />

einem offenen Brief gleich heftig gegen den DSV geschossen. Man sieht mit der Ausgründung des<br />

DSV den Dachverband geschwächt. Aber ist das wirklich so?<br />

Um den Erhalt des Luftraums für den Sport treten jetzt zwei Verbände bei der Deutschen Flugsicherung<br />

und dem Verkehrsministerium auf: der Arbeitskreis Unterer Luftraum Segelflug – im Wesentlichen<br />

in der Zusammensetzung des bisherigen AUL – und ein neuer Bundes-AUL des Deutschen Aero<br />

Clubs, in dem verschiedene Luftsportsparten vertreten sind. Der AUL-S vertritt die Interessen von<br />

28 000 deutschen Segelfliegern. Für den Segelflug in Deutschland kann das ein Segen sein. Denn der<br />

Segelflug ist wohl der Luftsport mit den weitestgehenden Ansprüchen an Luftraumfreiheit. Wo ein<br />

Motor-, UL-Pilot oder Modellflieger mit einem Luftraumangebot schon zufrieden ist, kann ein Segelflieger<br />

das noch lange nicht sein.<br />

Getrenntes Vorgehen kann durchaus von Nutzen sein für alle. Geschwächt muss sich da der Dachverband<br />

keineswegs sehen. Sich intern zu befehden ist aber keine Lösung.<br />

Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns über eine E-Mail (redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de), ein Fax (+49 711 182-1781)<br />

oder einen Brief (Redaktion <strong>aerokurier</strong>, Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart) für unser Leserforum. Bitte vergessen<br />

Sie nicht, Ihre Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen anzugeben.<br />

Fotos: Marzinzik, Weitzel<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 3


24<br />

Cessna-Treffen<br />

Fly-in der Cessna-<br />

Liebhaber in Jena-<br />

Schöngleina<br />

Motorfliegen<br />

6 Reportage: Bahamas<br />

Wasserfliegen in der fantastischen<br />

Inselwelt der Karibik<br />

16 AirVenture <strong>2016</strong><br />

Oshkosh ist mit nichts zu vergleichen.<br />

So richtig erlebt man das<br />

Mega-Ereignis erst als Volunteer<br />

24 Cessna-Treffen<br />

Mit Alt und Neu zum Erfahrungsaustausch<br />

nach Jena<br />

34 Zehn Jahre Quaxe<br />

Der <strong>aerokurier</strong> blickt zurück,<br />

wie alles begann, und lässt<br />

die Oldtimerfans über ihre<br />

Lieblingsflugzeuge berichten<br />

Titelthemen<br />

im Abo<br />

Coupons auf S. 115 und Special S. 24<br />

Magazin<br />

29 Pilot mit Bachelor<br />

Immer mehr Flugschulen bieten<br />

eine Ausbildung mit Studium an<br />

32 Rotax mit Hybridantrieb<br />

Ein elektrischer Zusatzantrieb<br />

von Axter Aerospace<br />

46 Kolumne<br />

Dr. Spornrad sinniert über Sinn<br />

und Unsinn von Fliegeruhren<br />

Business Aviation<br />

42 Die Embraer-Jets<br />

Die junge Familie der Embraer-<br />

Business-Jets im Überblick<br />

Inhalt Nr. 9 <br />

September <strong>2016</strong> I 60. Jahrgang<br />

16<br />

4 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong><br />

<strong>aerokurier</strong> gibt es auch als E-Paper.<br />

Mehr Infos: www.<strong>aerokurier</strong>.de/epaper


Praxis<br />

71 Vertraut machen<br />

Was Piloten bei neuen Mustern<br />

beachten müssen<br />

74 Produkte für Piloten<br />

Nützliches und Schönes<br />

75 Expertentipp<br />

Umgang mit Propellerschäden<br />

76 Avioniktest<br />

Garmin aera 660 mit dem GDL 39<br />

– das mobile Glascockpit<br />

Segelfliegen<br />

78 SZD-24 Foka 4<br />

Flieger neu, Anhänger neu:<br />

eine doppelte Restauration<br />

83 Rendezvous der AS-Piloten<br />

Das etwas andere Fluglager für<br />

Schleicher-Fans<br />

84 Doppelsitzerklasse<br />

Die Wettbewerbsklasse in der<br />

Diskussion – ein Kommentar<br />

86 WSPA-Seminar<br />

Theorie- und Praxistraining (fast)<br />

nur für Frauen<br />

87 Segelfliegen News<br />

88 Meteo-Rückblick<br />

Launischer Sommer<br />

90 Unfallanalyse<br />

Beim ersten Alleinflug stürzt eine<br />

Flugschülerin tödlich ab<br />

93 Organisierter Segelflug<br />

Der DAeC im Wettstreit mit dem<br />

Deutschen Segelflugverband<br />

UL/LSA<br />

112 Porträt Jörg Hannemann<br />

Der Werkspilot von Comco<br />

Ikarus erklärt seinen Job<br />

Rubriken<br />

3 Editorial<br />

23 Leserforum<br />

94 <strong>aerokurier</strong>-Markt<br />

104 Jobbörse<br />

111 Termine<br />

111 Impressum<br />

114 Vorschau<br />

42<br />

32<br />

71<br />

Helikopter-Special<br />

3 lntro/Inhalt<br />

4 Die Erfolgsgeschichte der Bo 105<br />

Technik und Geschichte des ersten Hubschraubers<br />

der jungen deutschen Luftfahrtindustrie<br />

10 Technikreport: Robinson R66 Turbine<br />

Was das Topmodell von Robinson kann<br />

14 Frank Robinson<br />

Der Mann hinter R22, R44 und R66<br />

16 Konner K2 aus Italien<br />

Turbinenhubschrauber der Ein-Tonnen-Klasse<br />

18 Branchenguide <strong>2016</strong>/2017<br />

Helikopterbetreiber in Deutschland, Österreich,<br />

der Schweiz und Liechtenstein<br />

Titelfotos: Adam, MPS Quax, Reinhold<br />

Fotos: Embraer, Martini, Marzinzik (2), Prinzing, Robinson Helicopter<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 5


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Inselhopping auf den Bahamas<br />

ISLANDS<br />

Unter den Tragflächen leuchtet das Wasser in allen Blau- und<br />

Türkisnuancen, die man sich vorstellen kann, nur unterbrochen<br />

vom Weiß der Strände sowie dem intensiven Grün der<br />

Insel vegetation. Mit dem eigenen Flugzeug auf die Bahamas<br />

zu fliegen ist ein Traum, sich diesen Traum jedoch mit<br />

einem Amphibium zu verwirklichen, ist nicht zu toppen.<br />

AUTOREN: Sam Browne, Jörg Adam<br />

FOTOS: Jörg Adam<br />

6 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


IN THE SUN<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 7


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 4 ]<br />

8 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


[ 2 ]<br />

[ 1 ] Vollgas, gleiten und abheben: Mit einer 172er auf Floats lassen sich die Bahamas<br />

unkonventionell erkunden. [ 2 ] Nicht nur Menschen fühlen sich im Inselparadies<br />

sauwohl. Wie die Schweine nach Big Major Cay kamen, ist ungewiss, in jedem Fall<br />

leben sie hier den Traum vom ewigen Strandurlaub. [ 3 ] Das Meer um die Inseln<br />

schimmert in unzähligen Blautönen. [ 4 ] Frei parken: Wenn die Cessna wassert und<br />

die Robinson am Strand landet, beginnt für die Crews das Sightseeing am Boden.<br />

[ 3 ]<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 9


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Von den rund 700<br />

Inseln, die zu den<br />

Bahamas gehören,<br />

sind nur 30 bewohnt.<br />

10 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Warum nicht das Angenehme<br />

mit dem Nützlichen<br />

verbinden, dachten<br />

Andreas, Fritz, Denis<br />

und Bernd, als sie Anfang des<br />

Jahres berufsbedingt zur weltgrößten<br />

Hubschraubermesse in die USA<br />

reisen mussten. Gesagt, getan. Die<br />

Abreise zur Heli-Expo wurde um ein<br />

paar Tage vorgezogen, um vor der<br />

Messe einen Abstecher auf die Bahamas<br />

zu machen.<br />

Andreas hat das Privileg, auf die<br />

172er Float-Cessna eines Freundes<br />

zugreifen zu können. Er kommt mit<br />

der 1977 gebauten Einmot aus Fort<br />

Myers zum Miami Opa Locka Executive<br />

Airport, wo er mich, der mit der<br />

Linie angereist ist, aufsammelt. Den<br />

beim Chartern in einer Flugschule<br />

fälligen Checkflug benötigt Andreas<br />

nicht, denn dieses Flugzeug hat er<br />

sich nicht zum ersten Mal geliehen.<br />

Fritz und Denis nutzen den USA-<br />

Aufenthalt, um ein paar Helikopterstunden<br />

zu sammeln. Auch sie können<br />

sich die Robinson R44 von einem<br />

befreundeten Piloten für das Inselhopping<br />

borgen.<br />

Am FBO in Opa Locka fühle ich<br />

mich in einer Einmot zwischen den<br />

ganzen Business Jets fast fehl am<br />

Platz. Andreas bereitet den Weiterflug<br />

vor, übermittelt den Flugplan und<br />

erledigt den notwendigen Papierkram<br />

für die Ausreise. Normalerweise sollte<br />

der Flug nach North Eleuthera,<br />

unserem ersten Flugplatz auf den<br />

Bahamas, gerade einmal zwei Stunden<br />

in Anspruch nehmen. Doch der<br />

Die Floats haben kaum<br />

Tiefgang, so kommt die<br />

172 in Buchten, die selbst<br />

Yachten nicht erreichen.<br />

Das Flugwetter auf den<br />

Bahamas ist fast immer<br />

nahezu perfekt, die<br />

Sichten reichen weit.<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 11


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Vom Schwimmer direkt<br />

ins warme Nass – beim<br />

Inselhopping auf den<br />

Bahamas kein Problem.<br />

Ordnung muss sein,<br />

Spaß aber auch: Polizeibeamte<br />

posieren auf<br />

Eleuthera für ein Foto.<br />

Falsches Element: Wie ein<br />

Pinguin an Land nimmt sich<br />

die Cessna mit ihren Floats<br />

auf der Asphaltpiste aus.<br />

12 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Das maritime Flair wird<br />

noch verstärkt durch die zahl -<br />

reichen Genüsse, die das<br />

Meer den Besuchern bietet.<br />

Wind weht aus Osten und wird unsere<br />

Flugzeit etwas verlängern.<br />

Um 11 Uhr local starten wir in Opa<br />

Locka und überqueren kurze Zeit nach<br />

dem Start schon den Strand von<br />

Miami Beach. In Reiseflughöhe ist es<br />

ungewöhnlich bockig, und die Ground<br />

Speed sinkt auf 80 Knoten. Das Meer<br />

ist tiefblau, nach einiger Zeit ist kein<br />

Land mehr zu sehen. Auch die Dunstglocke<br />

über Miami ist hinter uns<br />

hinter dem Horizont verschwunden.<br />

Die Insel Eleuthera ist 170 Kilometer<br />

lang, misst an der breitesten Stelle<br />

aber nur fünf Kilometer. Dank der<br />

guten Sicht heute erkennen wir sie<br />

als dünnen Strich im Wasser schon<br />

auf große Distanz.<br />

Nach zwei Stunden und 20 Minuten<br />

ist der Flugplatz North Eleuthera,<br />

unser „Port of Entry“, auf den Bahamas<br />

erreicht, und wir erledigen die<br />

Einreiseformalitäten. Vom Customs<br />

Department erhalten wir ein Dokument,<br />

das wir bei der Ausreise wieder<br />

abgeben müssen. Außer unserer<br />

rot-weißen N59XP steht nur noch ein<br />

zweistrahliger Leichtjet auf dem<br />

überschaubaren Vorfeld. Ein Tankwagen<br />

kommt vorgefahren und befüllt<br />

die beiden Flächentanks unserer 172<br />

mit Avgas. Wir wollen heute noch<br />

weiter nach Süden fliegen, unser<br />

Tagesziel ist der Flugplatz Staniel<br />

Cay. Auf dem einstündigen Flug dorthin<br />

leuchtet das Wasser unter den<br />

Tragflächen der Cessna in allen nur<br />

denkbaren Blau- und Grüntönen. Die<br />

Landebahn in Staniel Cay hat eine<br />

Nord-Süd-Ausrichtung, sodass wir<br />

mit sattem Seitenwind landen. Kurz<br />

vor Sunset stößt auch die R44 zu uns.<br />

Ein Golfcart vom Yacht Club bringt<br />

uns vom Flugplatz zum Hotel. Jetzt<br />

sind wir auch mental auf den Bahamas<br />

angekommen. Denn hier im Yacht<br />

Club empfängt uns karibisches Flair:<br />

Statt Gästezimmern stehen Bungalows<br />

am Strand für uns bereit, überall spielt<br />

Musik und im leichten Wellengang<br />

wiegen sich die Boote der Gäste.<br />

Am nächsten Morgen frühstücken<br />

wir unter wolkenlosem Himmel bei<br />

angenehm warmen Temperaturen<br />

auf der Terrasse. Das Freizeitangebot<br />

ist groß: Kajaks, Stand-up Boards und<br />

andere Wassersportgeräte stehen den<br />

Gästen kostenfrei zur Verfügung. Der<br />

Yacht Club hält sich ein paar „Haustiere“<br />

in Gestalt von Ammenhaien<br />

und Stachelrochen. Sie werden regelmäßig<br />

mit Küchenabfällen gefüttert<br />

und sind für die Hotelgäste völlig<br />

harmlos, versichert man uns.<br />

Doch wir wollen noch ein wenig<br />

fliegen. Andreas kennt sich aus und<br />

will uns einige seiner Lieblingsplätze<br />

zeigen. Hier in Big Major Cay leben<br />

die berühmten Wasserschweine der<br />

Bahamas, denen wir uns allerdings<br />

nicht per Flugzeug, sondern per Boot<br />

nähern. Sie sind eine echte Attraktion.<br />

Es handelt sich um ausgewilderte<br />

Hausschweine, die sich über<br />

mehrere Generationen ihrer Umwelt<br />

angepasst haben. Zehn, vielleicht 15<br />

dieser Tiere nähern sich dem Boot<br />

und wollen gefüttert werden. Melonenschalen<br />

sind ihre bevorzugte<br />

Speise. Sie an Land zu füttern wäre<br />

keine gute Idee, klärt uns die Bootsbesitzerin<br />

auf, denn dann würden die<br />

Schweine ihre gute Kinderstube vergessen<br />

und sich ohne große Rücksicht<br />

und mit einigem Nachdruck über die<br />

Futtervorräte hermachen.<br />

Nachmittags steigen wir in die<br />

Cessna und wollen das Wasserfliegen<br />

auf den Bahamas in vollen Zügen<br />

genießen. Andreas hat seine Favoriten<br />

im GPS gespeichert, die R44 wird<br />

uns begleiten und schöne Air-to-air-<br />

Fotos ermöglichen. Wir dürfen wassern,<br />

wo wir wollen, der Tiefgang der<br />

Floats ist minimal, und so bekommen<br />

wir Zugang zu Buchten, die selbst<br />

Als Flugbetriebsendbier<br />

bietet sich das landeigene<br />

Kalik bestens an.<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 13


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Einfach unkompliziert<br />

fliegen: Auf den Bahamas<br />

ist das mit ein bisschen<br />

Vorbereitung kein Problem.<br />

Spezialitäten werden von<br />

Einheimischen auf<br />

Wunsch frisch zubereitet.<br />

vielen Yachten verschlossen bleiben.<br />

Allerdings muss man dabei gut vorbereitet<br />

sein und die Tidenzeiten<br />

kennen. Dann eröffnen sich wahrhaft<br />

märchenhafte Perspektiven: Wir wassern<br />

direkt vor einer Sandbank, steigen<br />

aus dem Flugzeug, verankern die<br />

172er und baden in den warmen<br />

Fluten. Wir fliegen in der nahen Umgebung<br />

verschiedene Punkte an und<br />

ankern vor traumhaften Kulissen: Mal<br />

ist der Strand roséfarben, mal haben<br />

ihn ausgeblichene Korallen- und Muschelreste<br />

strahlend weiß gefärbt.<br />

Allen Stränden ist gemeinsam: Wir<br />

treffen kaum andere Menschen. Während<br />

wir wassern, kann die Robinson<br />

am Strand landen und ihre Besatzung<br />

ebenfalls das Wasser genießen. An<br />

unserem zweiten Tag des Aufenthalts<br />

schließen wir nach vier Stunden in<br />

der Luft das Flugbuch.<br />

Am nächsten Tag müssen wir zum<br />

Nassau International Airport fliegen,<br />

weil wir tanken wollen. Fritz muss<br />

heute schon zurück zum Festland<br />

und nutzt einen Linienflieger in Rich-<br />

tung Florida. Für uns geht es aber<br />

weiter zur Insel Norman’s Cay. Dort<br />

liegt im seichten Küstenwasser das<br />

Wrack einer Curtiss C-46 Commando.<br />

Das Flugzeug soll einem Drogenbaron<br />

gehört haben und in den frühen<br />

80er Jahren bei einem Flug, der in<br />

die USA führen sollte, unfreiwillig<br />

gewassert sein. Früher ragte noch<br />

das Leitwerk aus dem Meer, heute<br />

sieht man dem Wrack deutlich an,<br />

wie der Zahn der Zeit an ihm nagt.<br />

Selbst die Rumpfoberschale ist in<br />

Teilen schon dem Wellenschlag zum<br />

Opfer gefallen. Wir steuern noch<br />

mehrere Inseln an, kehren dann wieder<br />

nach Staniel Cay zurück und<br />

lassen den Tag ausklingen.<br />

Am letzten Tag wollen wir uns<br />

noch ein paar weitere Inseln anschauen,<br />

bevor wir uns auf den Rückweg<br />

machen. Andreas bringt die Cessna<br />

172 mit ihren Floats noch einmal vor<br />

einem unbeschreiblich schönen Strand<br />

herunter. Handtücher raus – und ab<br />

ins Nass. Es wäre eine Schande, die<br />

Gelegenheit zu einem letzten Bad im<br />

warmen Meer verstreichen zu lassen.<br />

Dann geht’s zurück.<br />

North Eleuthera, unser Port of<br />

Entry zu den Bahamas, wird auch<br />

unser Ausflugpunkt sein. Wir erledigen<br />

hier die Ausreise- und Zollformalitäten,<br />

geben unser Flugformular<br />

wieder ab und tanken auf, bevor wir<br />

von der 2000 Meter langen Asphaltbahn<br />

abheben und auf Kurs West<br />

gehen.<br />

Dieses Mal schiebt uns der Wind<br />

mit 110 Knoten in Richtung Miami.<br />

Erst bleiben wir noch auf 1000 Fuß<br />

Höhe, dann steigen wir auf Reiseflughöhe.<br />

Der Conti IO-360 schnurrt<br />

wie eine Katze auf dem Schoß, und<br />

die Luft ist ruhig. Bald kommt die<br />

Küste Floridas in Sicht, dann landen<br />

wir schon in Opa Locka. Ich fliege<br />

mit der Linie zurück nach Deutschland,<br />

Andreas bringt die N59XP wieder auf<br />

ihren Heimatplatz und sich auf zur<br />

Messe. Die drei Tage Miniurlaub im<br />

Inselparadies sind schnell verflogen,<br />

die Eindrücke aber werden noch lange<br />

bleiben.<br />

ae<br />

14 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Der Staniel Cay Yacht<br />

Club bietet Bungalows in<br />

exquisiter Lage.<br />

Bevor es weitergeht, heißt<br />

es, unnötiges Ballastwasser<br />

aus den Schwimmern<br />

zu pumpen.<br />

Wohin als nächstes?<br />

Die Karte gibt Aufschluss<br />

über mögliche Ziele.<br />

Ein seltener Anblick: die<br />

172er Schwimmer-Cessna<br />

aus der Perspektive von<br />

Haien und Rochen.<br />

Tipps für Nachahmer<br />

Fliegen zu und auf den Bahamas<br />

ist einfacher, als viele denken. Als<br />

Startpunkt für einen solchen Trip<br />

bietet sich der US-Bundesstaat<br />

Florida geradezu an. Dort sind<br />

etliche Flugschulen beheimatet,<br />

die Flugzeuge an Gastpiloten verchartern.<br />

Deren Fluglehrer können<br />

in den meisten Fällen auch<br />

Tipps für den Flug geben. Bei der<br />

Ein- und Ausreise in die USA sind<br />

einige Punkte in Bezug auf Zollund<br />

Einreisevorschriften zu beachten.<br />

Der jährlich neu erscheinende<br />

„Bahamas & Caribbean<br />

Pilot’s Guide“ ist die beste Informationsquelle<br />

für Piloten, die auf<br />

die Bahamas fliegen wollen. Das<br />

Werk gibt es als gedruckte Ausgabe<br />

und als Download-Version<br />

auf www.pilotpub.com.<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 15


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Mittendrin statt nur dabei sein, als Volunteer in der ersten Reihe<br />

stehen – erst dann lässt sich das große Happening der Luftfahrt,<br />

das AirVenture der Experimental Association of America (EAA) in<br />

Oshkosh, so richtig erleben. Ein Blick hinter die Kulissen.<br />

AUTOR: Thomas Schüttoff<br />

FOTOS: EAA, Florian Morasch, Philipp Prinzing<br />

ANOTHER WEEK<br />

16 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


IN PARADISE<strong>aerokurier</strong><br />

EAA AirVenture Oshkosh <strong>2016</strong><br />

9/<strong>2016</strong> 17


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

[ 4 ]<br />

[ 5 ]<br />

Nein, dies ist nicht der<br />

Bericht eines gehetzten<br />

Reporters, der von einer<br />

Ecke zur anderen rast, um<br />

die Nachrichten über Neuerfindungen<br />

der westlichen Hemisphäre für<br />

die Allgemeine Luftfahrt nach Europa<br />

zu bringen. Es ist ein Bericht aus<br />

dem innersten Zentrum des größten<br />

Luftfahrthappenings, das dieser Planet<br />

zu bieten hat.<br />

Oshkosh ist nicht einfach eine<br />

Messe, ein Treffen oder eine Luftfahrtveranstaltung.<br />

Nicht ohne Grund<br />

ist der offizielle Name des Ereignisses<br />

AirVenture. Um seinen Geist so richtig<br />

zu spüren, muss man früher aufstehen,<br />

früher da sein, länger wach<br />

bleiben und einfach ein Teil davon<br />

sein. Nirgendwo geht das besser als<br />

an der vordersten Linie, der Flightline,<br />

und das als freiwilliger Helfer,<br />

sprich Volunteer. Es ist bereits mein<br />

fünfter Einsatz als Helfer, und vielleicht<br />

animieren meine Zeilen ja auch dazu,<br />

einzusteigen in den Spirit of Oshkosh.<br />

Generell herrscht der Grundsatz,<br />

zuerst für die Sicherheit und dann<br />

für Fun, sprich Freude, zu arbeiten.<br />

Dabei gibt es keinerlei Zeitvorgaben<br />

oder Druck von irgendwoher. Jeder<br />

packt mit an, sei es Tische aufzustellen,<br />

aufzuräumen oder Ausrüstung<br />

zu schleppen. Gemeinsam klappt das<br />

einfach schnell, und man lernt dabei<br />

auch noch jede Menge Leute kennen.<br />

Und die kommen von überall her und<br />

entstammen allen Berufs- und Altersgruppen.<br />

Als Oldtimerliebhaber habe ich<br />

mich wieder bei den Vintage-Leuten<br />

und da für den Einsatz in der Flightline<br />

gemeldet. Zuvor gibt es eine<br />

zweistündige Einweisung. Egal wie


[ 2 ]<br />

[ 1 ] Präzision mit der North<br />

American AT-6: das AeroShell<br />

Aerobatic Team. [ 2 ] Diese Stinson<br />

Gullwing hatte drei Tage vor der<br />

Anreise nach Oshkosh ihren<br />

Erstflug nach Totalrestauration.<br />

[ 3 ] In Knickerbockern auf dem<br />

Scooter: Unser Autor fühlt sich<br />

wohl. [ 4 ] Nicht weniger als elf<br />

DC-3 oder C-47 wurden dieses<br />

Jahr gezählt. Im Vordergrund eine<br />

Champ. [ 5 ] Die Sonex, ein<br />

Low-Budget-Homebuilt, begeistert<br />

Amateurbauer seit Jahren.<br />

[ 3 ]<br />

[ 1 ]<br />

oft man das gemacht hat, es wird neu<br />

eingewiesen und dokumentiert. Es<br />

geht dabei um den Umgang mit den<br />

Flugzeugen und – noch viel wichtiger<br />

– mit den Menschen. Ein „Welcome<br />

to Oshkosh!“ gehört für den Piloten,<br />

der eben seine Maschine abgestellt<br />

hat, genauso zum Briefing wie freundliche<br />

Ansprachen an die Zuschauer<br />

an der Flightline. Nicht zu vergessen<br />

das professionelle Handling für den<br />

Fall eines Unfalls. Patty „Flash“ Dorlac<br />

ist eine der Chefeinweiserinnen,<br />

die das zu festen Terminen mehrmals<br />

täglich macht. Am Ende der Woche<br />

haben sie und ihre Helfer mehrere<br />

hundert Personen gebrieft.<br />

Viele feste Helfer aus unserer<br />

Gruppe reisen bereits ein bis zwei<br />

Wochen vorher an. Oft geht dafür der<br />

Jahresurlaub drauf. Ich bin ebenfalls<br />

eine knappe Woche vorher da. Dies<br />

hat mehrere Gründe: Zum einen ist<br />

es das tolle Gefühl, Teil der Veranstaltung<br />

zu sein. Zum anderen natürlich<br />

auch, um zu sehen, wie „Oshkosh“<br />

stündlich mehr zu dem wird, was es<br />

sein soll. So kommen viele der Maschinen<br />

und ihre Besatzungen bereits<br />

am Wochenende vorher an. In dieser<br />

Zeit kann man noch tolle Gespräche<br />

führen, neue Leute kennenlernen oder<br />

einfach nur Flugzeuge bestaunen. Es<br />

ist erstaunlich, wie viel Hausrat in<br />

VIELE HELFER KOMMEN IMMER WIEDER UND<br />

VERBRINGEN HIER IHREN JAHRESURLAUB<br />

manch ein Flugzeug passt. Ganze<br />

Küchenzeilen nebst Gasgrill und<br />

Kühlbox stehen plötzlich hinter und<br />

unter den Flügeln. Die Stimmung ist<br />

fantastisch. Jeder ist nett und hilfsbereit.<br />

Ich fühle mich wie im Paradies.<br />

In unserer Flightline-Truppe ist<br />

das ebenso. Farmer Bernhard Brunsgaard<br />

kommt aus Dänemark. Wir<br />

kennen uns seit zwei Jahren, und ich<br />

bewundere seinen Tatendrang. Frühmorgens<br />

der Erste und abends der<br />

Letzte. Dieses Jahr hat er bereits über<br />

120 Stunden geholfen, und die EAA<br />

hat sich unangekündigt mit einem<br />

Freiflugticket für die Ford-Trimotor<br />

bei ihm bedankt. Niemand erwartet<br />

etwas, aber Lob<br />

gibt es von überall<br />

her, und so macht<br />

die Arbeit eben<br />

noch mehr Spaß.<br />

Gene Soucy überzeugte<br />

bei der Nacht-Airshow mit<br />

Aerobatik und effektvoller<br />

Pyrotechnik.<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 19


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

[ 1 ] Die WACO YKC, eine der frühen Kabinen-Wacos des einst<br />

weltgrößten Flugzeugherstellers aus dem Jahr 1934. [ 2 ] Die<br />

kanadischen Snowbirds überzeugten durch präzisen Formationsflug.<br />

[ 3 ] Auch moderneres Gerät flog ein. [ 4 ] Acht Spartan<br />

Executives waren dieses Jahr zu Gast. Der Fünfsitzer zählt zu<br />

den seltensten Oldtimern der späten 1930er Jahre. [ 5 ] Patty<br />

„Flash“ Dorlac bei einer Einweisung der freiwilligen Helfer.<br />

[ 1 ]<br />

[ 4 ]<br />

[ 5 ]<br />

Die „Operation Thrust“ trägt dazu<br />

bei. In einem alten Chevy-Van<br />

sitzen Ehrenamtliche, die unermüdlich<br />

für frische Getränke und Snacks<br />

sorgen. Von selbst gemachter Limonade<br />

bis zur Dosencola und von frischen<br />

Gemüsesnacks bis zur Chipstüte<br />

ist für jeden Geschmack etwas<br />

dabei. Ich bleibe meine zehn Tage<br />

wie gewohnt in meinem Zelt 100<br />

Meter neben der Flightline.<br />

Um 4:30 Uhr klingelt der Wecker,<br />

ab zur Dusche. Den ersten Kaffee<br />

genieße ich eine Stunde später, um<br />

pünktlich um sechs mit großen Augen<br />

und Ohren die ersten sechs Mustangs<br />

an mir vorbeirauschen zu sehen. Zwischen<br />

sechs Uhr und der Ankunft der<br />

ersten Welle Zuschauer gegen zehn<br />

Uhr habe ich schon meine erste Airshow<br />

erlebt. Ich patrouilliere auf<br />

meinem Scooter vor den Zuschauern<br />

und helfe den ankommenden Oldtimern<br />

beim Ein- oder Ausparken. Die<br />

Zeit vergeht wie im Fluge. Nach zehn<br />

Uhr nutze ich manchmal die Zeit für<br />

den Gang durch die Messehallen und<br />

das Static Display. Ehrlich gesagt,<br />

dieses Jahr enttäuschend langweilig<br />

und wenig innovativ. Wo früher noch<br />

Kleinhersteller aus allen Bereichen<br />

der Luftfahrt für ihre Produkte warben,<br />

finden sich heute zahlungskräftigere<br />

Standmieter meist völlig luftfahrtfremder<br />

Produkte. So gibt es neben<br />

Klimbim wie auf einem türkischen<br />

Basar auch Boxspringbetten und<br />

Haushaltszubehör. Eine merkwürdige<br />

Stimmung und von der Qualität<br />

her überhaupt kein Vergleich zur<br />

AERO in Friedrichshafen.<br />

Innovationen <strong>2016</strong>? Also entweder<br />

habe ich Fettbemmen vor den Augen<br />

oder ich finde sie einfach nicht. Bekannte<br />

Hersteller sind wie gewohnt<br />

mit den altbekannten Typen vor Ort.<br />

Neue Hersteller mit zündenden neuen<br />

Ideen finden sich kaum. Vielleicht<br />

erwähnenswert, dass es jetzt die<br />

Lancair Evolution als „Piston“ mit<br />

einem Kolbentriebwerk anstelle einer<br />

Turbine gibt. Schön – nur immer noch<br />

weit weg von einem GA-tauglichen<br />

Viersitzer.<br />

Richtig viel los ist abseits der großen<br />

Hallen und des zentralen Ausstellungsbereichs<br />

bei den Homebuildern.<br />

Eine unübersehbare Menge von<br />

RVs, Glasairs, kurzum Kitplanes aller<br />

Hersteller sind auf dem gesamten<br />

Gelände verteilt, Lackierungsvarianten,<br />

die man auch als kreativer Mensch


[ 2 ] [ 3 ]<br />

die grundsätzliche Begeisterung für<br />

die Fliegerei.<br />

Woran liegt es, dass das bei uns<br />

immer mehr verschwindet? Was machen<br />

unsere Verbände? Wo gibt es<br />

heute noch Lobbyisten für die GA?<br />

Ich fühle mich ausgeliefert an Verwaltungsbeamte,<br />

wenig geradlinige<br />

Politiker, die nur nach Stimmen haschen,<br />

und eine Luftfahrtverwaltung,<br />

die in jedem Bundesland<br />

das tut,<br />

nicht erwartet hätte, fantastische<br />

Detaillösungen und natürlich jede<br />

Menge stolzer Flugzeugbesitzer.<br />

Die vergleichsweise einfache Bauund<br />

Zulassungsmöglichkeit sowie die<br />

anstehende Medical-Reform würden<br />

aus meiner Sicht der GA in Europa<br />

auch einen gehörigen Schub nach<br />

vorne verpassen. Zwischen all den<br />

Maschinen entdecke ich dann doch<br />

noch das eine oder andere Neue. Für<br />

mich jedoch das Auffälligste: Die<br />

Menschen fliegen und tauschen sich was der aktuelle<br />

aus auf dem größten Fliegertreffen Behördenleiter mal<br />

der Welt. Man spürt an allen Ecken eben gerade vor-<br />

7606585-11-1.QXD_Layout 1 25.07.16 15:40 Seite 1<br />

gibt. Anders in Amerika: klare Regeln,<br />

klare Verbandsarbeit seitens EAA<br />

und AOPA.<br />

Dass der Amerikaner damit umgehen<br />

kann, beweist er allen Ortes.<br />

So geht das selbst im Kleinen schon<br />

los mit der „Brandline“, einer virtuellen<br />

Sicherheitslinie als Absperrung<br />

zum Flugfeld. Ein in den Boden gebrannter<br />

Streifen zeigt an: bis hierher<br />

4:30 UHR AUFSTEHEN, DUSCHE, KAFFEE.<br />

DANN GEHT ES AB ZUR FLIGHTLINE.<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 21


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 1 ] Die RV’s von Van’s Aircraft<br />

waren wahrscheinlich am<br />

zahlreichsten vertreten – vielleicht<br />

sogar noch vor Cessnas<br />

172er. [ 2 ] Klare An- und<br />

Einweisungen gehören ebenso<br />

dazu wie der freundliche Ton.<br />

[ 3 ] Die Martin Mars, das<br />

weltgrößte flugfähige Flugboot,<br />

steht nebst Flugbetrieb zum<br />

Verkauf. Sie war Debütantin in<br />

Oshkosh und galt als Zugpferd<br />

für die diesjährige Veranstaltung.<br />

Gut 27 000 Liter Wasser kann<br />

sie zur Brandbekämpfung in<br />

Sekunden abladen.<br />

[ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

Copiloten müssen<br />

nicht immer menschlich<br />

sein – können<br />

aber laut Warnschild<br />

bissig werden.<br />

40 STUNDEN EHRENAMTLICHE ARBEIT,<br />

UND DER EINTRITT FÜR 2017 IST FREI.<br />

und nicht weiter. Ich fahre mit meinem<br />

Roller die Linie entlang und habe<br />

keine Beanstandungen. Während der<br />

Airshow laufe ich hier ab und an –<br />

keine Beanstandungen. Der Amerikaner<br />

hält sich an die Vorgabe. Der<br />

deutsche Verwalter verlangt natürlich<br />

schon wieder einen Metallzaun, möglichst<br />

ICAO-gerecht, und dies auch<br />

von kleinen Vereinen. Flatterleinen<br />

dürfen es schon gar nicht sein. Na ja<br />

– nein, mein Bericht soll motivieren<br />

und vielleicht auch etwas Ansatz für<br />

ein Umdenken bei uns sein.<br />

Die Airshow findet täglich von 14<br />

bis 18 Uhr statt. Mittwochs und freitags<br />

gibt es zusätzlich noch die Nacht-<br />

Airshow. Dabei unterschieden sich<br />

die täglichen Vorführungen deutlich,<br />

und so ist jeder Tag auf seine Art<br />

sehenswert. Beeindruckend dabei<br />

die Professionalität und die Vielfalt:<br />

von einer Bücker Jungmeister bis zur<br />

düsenunterstützten Waco, vom Sonax-<br />

Jet bis zum Stealth Fighter, vom Segelflugzeug<br />

bis zum Homebuilt. Das<br />

Ganze unterlegt mit guter Moderation<br />

und einem klasse Drehbuch. Dieses<br />

Jahr gilt die große Aufmerksamkeit<br />

einem viermotorigen Supermonster,<br />

dem Feuerlösch-Flugboot Martin<br />

Mars. Sonor zieht dieser Flugsaurier<br />

seine Runden, ehe er der zuvor gezündeten<br />

Pyrotechnik mittels mehrerer<br />

Tonnen Wasser den Garaus<br />

macht. Eine Vorführung zur echten<br />

Ergötzung des Publikums.<br />

Zurück zu den Volunteers. Es macht<br />

Spaß, ein Teil des großen Ganzen zu<br />

sein. So man mindestens 40 Stunden<br />

schafft, ist der Eintritt für das Folgejahr<br />

passé. Sind es mehr als 60 Stunden,<br />

dann entfällt auch die Campinggebühr.<br />

Darüber wird täglich Buch<br />

geführt. Man kommt, lässt sich erfassen,<br />

geht wann man will und loggt<br />

sich aus, und niemand ist böse, wenn<br />

man mal etwas weniger macht. Eine<br />

herrliche Atmosphäre, ganz ohne<br />

Vereinsarbeitsstundenwahn.<br />

So macht jeder seinen Job. Jim,<br />

zum Beispiel, sperrt zuverlässig die<br />

Main Road, wenn ein Flugzeug kreuzt.<br />

Dabei findet er immer das passende<br />

Wort für Passanten<br />

und hat stets ein<br />

Lächeln im Gesicht.<br />

Oder James, der<br />

mit einem Buggy Helfer von A nach<br />

B und wieder zurück chauffiert. Als<br />

Dankeschön gibt es für die ganze<br />

Truppe fast jeden Abend ein kleines<br />

Happening. Frische Maiskolben serviert<br />

mit Butter und Gummikäse oder<br />

– zum Erstaunen – fränkische Bratwürste<br />

mit Sauerkraut und warmem<br />

Kartoffelsalat. Soll noch mal einer<br />

sagen, die Amis, die spinnen!<br />

Am Donnerstag ist Bergkirchweih,<br />

die Hälfte ist geschafft, und es gibt<br />

ein großes Helferfest mit allerlei<br />

Klamauk. Ehrungen, Fotos, Spaß,<br />

Musik – die EAA lässt sich was einfallen.<br />

Doch auch die Besucher bekommen<br />

fast 24 Stunden Programm.<br />

Freiluftkino, Liveauftritte von weltbekannten<br />

Bands, Workshops, Tupperware-Happenings<br />

für fluguninteressierte<br />

Hausfrauen oder die bekannten<br />

After-Show-Partys diverser Hersteller<br />

– Oshkosh bietet wirklich für<br />

jeden etwas.<br />

Glückselig lege ich mich abends<br />

kurz vor Mitternacht in mein Zelt und<br />

zwicke mich in die Nase – nicht dass<br />

ich das alles nur träume! Aber nein,<br />

es ist real, und ich schlafe zufrieden<br />

ein und freue mich auf den nächsten<br />

Tag im Paradies.<br />

ae<br />

22 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Leserforum<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong><br />

Special Avionik: Umstellung<br />

auf das 8,33-kHz-Raster<br />

Praxisuntaugliche<br />

Funktionen<br />

Mit der Anpassung an das engere<br />

Kanalraster sehen die Hersteller eine<br />

Chance, weitere Innovationen einzubringen,<br />

insbesondere einfachere Bedienung.<br />

Besonders hervorgehoben wird das Sayagain-Feature<br />

im Gerät AIR-COM von airavionics.<br />

Gepriesen mit der Möglichkeit,<br />

eine nicht gleich verstandene Lotsenansage<br />

mit QNH und Transpondercode sich<br />

per Knopfdruck vom Funkgerät wiederholen<br />

zu lassen, denn es speichert bis zu<br />

20 Sekunden der eingehenden Kommunikation.<br />

Man spare sich damit den Rückruf,<br />

das klingt nett, ist aber völlig realitätsfremd.<br />

Kein Lotse wird auf die Empfangsbestätigung<br />

so lange warten, bis ich die<br />

Ansage abgehört und dann hoffentlich<br />

verstanden habe, vielmehr wird er sich<br />

nach zehn Sekunden Stille im Äther nach<br />

meinem Wohlbefinden erkundigen. Bei<br />

starkem Traffic und IFR-Betrieb reduzieren<br />

sich die zehn Sekunden Responsezeit<br />

auf höchstens fünf Sekunden. Die Sayagain-Funktion<br />

ist in der Praxis deshalb<br />

kaum anwendbar.<br />

Manfred Müller, Niedernhausen<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />

Premiere für die E-robatic<br />

Realitätsferne<br />

Elektroeuphorie<br />

Anlässlich des Erstfluges der Extra 330<br />

LE verkündet der mit dem Radialflussmotor<br />

beteiligte Siemens Entwicklungschef<br />

vollmundig, dass es Ziel ist, bis 2030 ein<br />

100-sitziges Verkehrsflugzeug mit Elektroantrieb<br />

und einer Reichweite von 1000 km<br />

verfügbar zu haben. Auch er scheint von<br />

der Elektroeuphorie befallen zu sein, jenseits<br />

der physikalischen Realitäten. Die<br />

derzeit erreichbare Energiedichte einer<br />

Lithium-Schwefelbatterie liegt bei 0,349<br />

kWh/kg, während Kerosin mit 11,911<br />

kWh/kg eine um das 34-Fache höhere<br />

Energiedichte aufweist. Wenn man ein<br />

Midsize-Flugzeug wie die Bombardier<br />

CRJ1000 mit GE Aviation CF34 Triebwerk<br />

zum Vergleich heranzieht, so verbraucht<br />

dieser auf 1000 km rund 3,1 t Kerosin,<br />

was einem Energieinhalt von 37 200 kWh<br />

entspricht. Dafür wären dann Lithium-<br />

Schwefelbatterien mit dem Gewicht von<br />

105,4 t notwendig, was sich natürlich ad<br />

absurdum führt.<br />

Selbst wenn es gelänge, bis 2030 die<br />

spezifische Batteriespeicherfähigkeit um<br />

Faktor zehn zu erhöhen, so würde der<br />

„elektrische Kraftstoff“ mit seinem Gewicht<br />

immer noch dreifach höher zu Buche schlagen.<br />

In der Grundlagenforschung zeichnet<br />

sich bei der Batterie-Speicherdichte ein<br />

Sprung mit Faktor zehn überhaupt nicht<br />

ab. Es ist nun mal fundamental, dass die<br />

molekulare Energiespeicherdichte im<br />

Kraftstoff nicht durch chemische Reaktionen<br />

in einer Batterie annähernd erreicht<br />

werden kann. Und eines hat der Siemens-<br />

Chef wohl völlig übersehen, diese Elektro-<br />

Verkehrsflugzeuge wären Propeller angetrieben<br />

mit der Konsequenz erheblich längerer<br />

Flugzeiten im subsonischen Bereich<br />

und im wetteraktiven low Level.<br />

Manfred Müller, Niedernhausen<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />

Flugzeugreport: Maule M-7-235C<br />

Nachteil: Empfindlich<br />

gegen Seitenwind<br />

In dem Bericht wurde leider nichts<br />

über die Seitenwindempfindlichkeit geschrieben.<br />

Die halte ich, nach rund 400<br />

Starts und rund 60 Stunden mit der Maule,<br />

Gerne veröffentlichen<br />

wir Ihre Meinung. Schicken<br />

Sie uns Ihren Leserbrief<br />

(für Rückfragen bitte<br />

unbedingt mit Adresse<br />

und Telefonnummer) an<br />

E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Fax: +49 711 182-1781<br />

für den schwerwiegendsten Nachteil der<br />

Maschine. Sie ist ein anspruchsvolles<br />

Flugzeug. Für Segelflugvereine, die ein<br />

viersitziges, starkes Schleppflugzeug benötigen,<br />

ist die Maule aber eine preiswerte<br />

Alternative zu anderen Maschinen.<br />

Manfred Gante, Attendorn<br />

<strong>aerokurier</strong> 8/<strong>2016</strong><br />

Unfall: Nicht ohne Startcheck<br />

Hat der Pilot<br />

gar nicht gebremst?<br />

Sehr gut, dass man sich vor dem Start<br />

mal austauscht. Leichte Schlepper steigen<br />

schneller weg. Aber dann komme ich<br />

nicht mehr mit: Das Segelflugzeug hatte<br />

beim Abheben 100 km/h und gleich ausgeklinkt.<br />

Nach 200 m Rollstrecke sind<br />

beim beabsichtigten Ringelpiez noch 90<br />

km/h vorhanden. Das zeigt meines Erachtens,<br />

dass gar nicht gebremst wurde. Das<br />

Foto zeigt die linke Hand am Hebel, der<br />

Griff ist offenbar auch gezogen, aber zu<br />

spät? War hier die Angst zu groß, den<br />

Bug aufsetzen zu lassen? Egal, wie auch<br />

immer. Die Tatsache, dass dieser Vorfall<br />

einem erfahrenen Flieger passiert ist,<br />

zeigt wieder einmal, wie wenig über<br />

Startabbruch nachgedacht wird.<br />

W. Schulte, Bornheim<br />

Schreiben lohnt sich!<br />

Unter allen Leserbrief-Autoren des vergangenen Monats<br />

hat die Redaktion das Buch „Typenkompass Cessna –<br />

Flugzeuge seit 1927“ von Horst W. Laumanns verlost.<br />

Als Gewinner wurde Manfred Gante gezogen.<br />

Die in Leserbriefen geäußerte Meinung muss nicht mit der Redaktionsmeinung<br />

übereinstimmen. Wir behalten uns die Kürzung von Leserbriefen<br />

aus redaktionellen Gründen vor.<br />

Foto: Motorbuch Verlag<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 23


[ MOTORFLIEGEN Treffen ]<br />

3. Internationales Cessna-Treffen<br />

ALLER GUTEN<br />

DINGE …<br />

… sind bekanntlich drei. Das trifft auch auf das<br />

Cessna-Treffen in Jena-Schöngleina zu, das im Juli<br />

zum dritten Mal stattgefunden hat und sich zu einer<br />

Institution der Szene entwickelt.<br />

TEXT UND FOTOS: Frank Martini<br />

24 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Gut besucht: Auf der Wiese gegenüber dem Tower tummelten sich die Besucherflugzeuge<br />

dicht an dicht. Wenige Fremdfabrikate wie eine Bo 2<strong>09</strong> mischten sich unter die Cessnas.<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 25


[ MOTORFLIEGEN Treffen ]<br />

[ 1 ]<br />

Bestens vorbereitet: Die<br />

Piloten beim Studium der<br />

Briefingunterlagen für<br />

ihren Flug nach Leipzig.<br />

Als er im April 2013 als Geschäftsführer<br />

der Verkehrslandeplatz<br />

Jena GmbH<br />

angetreten war, hatte sich<br />

der Berufspilot Wolfgang Kuhnert ein<br />

Ziel für seinen neuen Job gesetzt:<br />

seinen Flugplatz so schnell wie möglich<br />

so bekannt wie möglich zu machen<br />

– am besten so, dass jeder GA-<br />

Pilot in Deutschland zumindest schon<br />

mal etwas von EDBJ gehört hätte.<br />

Das scheint immer besser zu gelingen.<br />

Vor einer Wiederholung des ersten<br />

Treffens im Juli 2014 hatte Kuhnert<br />

Ende Juni vergangenen Jahres<br />

zunächst das 32. Piper-Cub-Treffen<br />

ausgerichtet, ehe die Cessnas wiederkamen.<br />

Zwischen dem 8. und 10.<br />

Juli flogen sie zum dritten Mal in Jena-Schöngleina<br />

ein, und zwar mit<br />

deutlich besserer Beteiligung als noch<br />

zur Premiere. Hatten seinerzeit immerhin<br />

37 Cessnas den Flug nach Jena<br />

angetreten und im Vorjahr schon<br />

55, kamen in diesem Jahr mehr als<br />

60 Flugzeuge zusammen – wenn auch<br />

das eine oder andere Fremdfabrikat<br />

dabei war.<br />

Gut die Hälfte der Piloten hatte<br />

ihre Teilnahme angemeldet, die anderen<br />

kamen am Samstag spontan<br />

als Tagesgäste. Der wachsende Erfolg<br />

der Veranstaltung dürfte der guten<br />

Organisation und dem Programm<br />

geschuldet sein, das sich der Geschäftsführer<br />

mit einem Stab flugbegeisterter<br />

Mitstreiter auch dieses Mal<br />

wieder hatte einfallen lassen.<br />

Wer sich als Pilot für 20 oder als<br />

Begleiter für 10 Euro angemeldet<br />

hatte, konnte sich einen Platz für den<br />

jährlichen Ausflug sichern. Außerdem<br />

sind damit die Lande- und Campinggebühren<br />

am Platz beglichen – nicht<br />

wenige Piloten sah man am Freitagabend<br />

Zelte unter ihren Tragflächen<br />

aufbauen. Wer dagegen eine Unterkunft<br />

aus der auf der Internetseite<br />

des Flugplatzes veröffentlichten<br />

Liste ausgesucht hatte, musste sich<br />

über den Weg dorthin auch keine<br />

Sorgen machen. Denn Wolfgang Kuhnert<br />

hatte mit seinen Mitstreitern<br />

einen Shuttleservice eingerichtet, der<br />

die Gäste für ein kleines Fahrertrinkgeld<br />

hin- und herchauffierte. Ein<br />

Rundum-Sorglos-Paket also, bei dem<br />

mit moderaten vier Euro lediglich das<br />

üppige Frühstücksbuffet im Hangar<br />

aufpreispflichtig war und natürlich<br />

die Riesenbratwürste vom Grill oder<br />

Selbstgebackenes. „Fliegen ist schon<br />

teuer genug“, findet Kuhnert, „da<br />

muss man den Leuten nicht auch noch<br />

Geld für Kaffee und Kuchen aus der<br />

Tasche ziehen.“<br />

Möglich ist die Veranstaltung auch<br />

durch die Sponsoren, die Kuhnert<br />

anwirbt und mit deren Auftritten er<br />

seinen Gästen meist noch einen Mehrwert<br />

schaffen kann. Cessna beispielsweise<br />

war im vergangenen Jahr mit<br />

einer TTx vertreten. Wer sich zeitig<br />

angemeldet hatte, konnte den Renner<br />

aus Wichita sogar kostenlos Probe<br />

fliegen! Das kam nicht nur bei den<br />

Teilnehmern so gut an, dass viele von<br />

ihnen inzwischen Wiederholungstäter<br />

sind, auch Cessna schien damit<br />

sehr zufrieden. In diesem Jahr bot<br />

der Hersteller eine Grand Caravan<br />

EX auf – nicht nur für entsprechend<br />

lizenzierte Piloten als Vorführflugzeug,<br />

sondern auch als Presseshuttle für<br />

den geplanten Ausflug.<br />

Der ging in diesem Jahr zum wohl<br />

ungewöhnlichsten Sponsor, den man<br />

sich für ein Cessna-Treffen denken<br />

kann: zur DHL. Das Logistikunternehmen<br />

betreibt das europaweit<br />

größte Luftfrachtdrehkreuz, eines von<br />

drei DHL-Hubs weltweit, am Flughafen<br />

Leipzig. Der ist nur gute 15<br />

26 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


[ 1 ] Gleich zwei Cessna 195 flogen das Treffen in Jena an. [ 2 ] Zeitweilig starker Crosswind<br />

machte am Samstag das Landen in Jena für Spornradpiloten ziemlich spannend. [ 3 ] Viele<br />

Piloten hatten bereits am Freitag ihre Zelte am Platz aufgeschlagen. [ 4 ] Bei bestem Wetter<br />

ließen die Cessna-Fans es sich am Samstagnachmittag gut gehen. [ 5 ] Am Freitagabend<br />

hatten noch derbe Gewitterwolken den Himmel über Jena verdunkelt.<br />

[ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 4 ]<br />

[ 5 ]<br />

76116<strong>09</strong>-3-1.QXD_Layout 1 07.04.16 <strong>09</strong>:51 Seite 1<br />

INKLUSIVE: EIN BESUCH DES<br />

DHL-LUFTFRACHTHUBS<br />

Flugminuten von Jenaer Platz entfernt.<br />

Die Tore zu dem riesigen Frachtumschlagplatz<br />

hatte der Konzern nun<br />

erstmals für Außenstehende geöffnet!<br />

So kamen die Cessna-Piloten in den<br />

exklusiven Genuss einer Busrundfahrt<br />

über das rund 200 Hektar große Gelände<br />

mit dem Riesenhangar, der<br />

allein schon drei Hektar für die Flugzeugwartung<br />

bereitstellt und mit<br />

Deutschlands größter Fußbodenheizung<br />

ausgestattet ist, damit auch bei<br />

Minusgraden an den Triebwerken<br />

der Flugzeuge gearbeitet werden<br />

kann, wie DHL-Tour-Guide Sara Bieder<br />

den Piloten stolz erklärte. Im<br />

Anschluss an die Rundfahrt konnten<br />

die Gäste Cockpit und Laderaum von<br />

zwei der 65 in Leipzig stationierten<br />

Frachtflugzeuge – einem Airbus A300<br />

und einer Boeing 757 – inspizieren,<br />

hinter deren Steuerhörnern Platz<br />

nehmen und sich mit den Frachtpiloten<br />

austauschen.<br />

Für dieses Highlight musste der<br />

Jenaer Flugplatzchef ordentlich Klimmzüge<br />

machen. Unzählige Male sei er<br />

im vorangegangenen Dreivierteljahr<br />

zu Gesprächen mit der Airportleitung<br />

und dem Logistiker in Leipzig gewesen,<br />

um für sein Vorhaben zu werben<br />

und die Bedingungen zu verhandeln.<br />

Denn die Gastgeber waren von der<br />

Vorstellung, einen Haufen Freizeitpiloten<br />

möglicherweise noch wild<br />

fotografierend und unkontrolliert im<br />

Hochsicherheitsbereich herumlaufen<br />

zu haben, zunächst wohl wenig angetan.<br />

Aber Kuhnerts Verhandlungsgeschick,<br />

gute Vorbereitungen und<br />

schließlich auch das disziplinierte<br />

Verhalten seiner<br />

Gäste ließen<br />

den Besuch<br />

gelingen.<br />

Der dürfte<br />

auch das Interesse bei den überregionalen<br />

Medien gesteigert haben.<br />

Jedenfalls war die als Presseshuttle<br />

eingesetzte Grand Caravan bis auf<br />

den letzten Platz belegt. Aufnahmen<br />

vom Flug und dem Treffen waren<br />

nicht nur bei JenaTV, sondern auch<br />

im MDR zu sehen. In der Tagespresse<br />

erschienen Beiträge in der Bild,<br />

der Ostthüringer Zeitung und der<br />

Leipziger Volkszeitung. Ein positives


[ MOTORFLIEGEN Treffen ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] Vor dem Hangar Gästebetreuung, drinnen laufende Wartungen. Gut 27 000 Quadrat meter<br />

stehen DHL dafür zur Verfügung. [ 2 ] 65 solcher Frachtmaschinen fertigt der Logistikkonzern<br />

täglich in Leipzig ab. [ 3 ] Abstellplatz satt: Parken war auch in Jena kein Problem.<br />

[ 3 ]<br />

Ungewohnte Dimensionen<br />

für Cessna-Piloten: ein<br />

riesiger Hubwagen zur<br />

Beladung der Boeing<br />

757-200.<br />

Medienecho löst naturgemäß Besucherinteresse<br />

aus, und ein hoher<br />

regionaler Freizeitwert muss auch im<br />

Interesse des Flugplatzbetreibers<br />

liegen. Hinter dem, der Verkehrslandeplatz<br />

Jena GmbH, stehen je zur<br />

Hälfte der Saale-Holzland-Kreis und<br />

die Stadtwerke Jena. Sie tragen zwar<br />

die Kosten des Betriebes, Geld darf<br />

dessen Geschäftsführer aber trotzdem<br />

nicht verbrennen – und so macht<br />

Kuhnert sich einen Kopf darüber und<br />

Arbeit damit, den Flugbetrieb möglichst<br />

zu beleben und zu fördern. Durch<br />

die Cessna-Treffen eben oder auch<br />

mal eines für Gyrokopter. Um Ideen<br />

NUR EINE C120 FEHLTE BEI<br />

DEN KLASSIKERN IN JENA<br />

ist der Chef jedenfalls nicht verlegen,<br />

und seine Crew scheint mitzuziehen.<br />

Das merkte man auch an diesem<br />

Wochenende: Die zahllosen, freundlichen<br />

Helfer waren jederzeit ansprechbar.<br />

Wer nicht auf der AERO in Friedrichshafen<br />

gewesen war, konnte sich<br />

im Hangar Garmins Messeneuheiten<br />

ansehen und sich im Gespräch mit<br />

Florian Kienzle zum Beispiel über die<br />

Möglichkeiten bei der Umstellung auf<br />

das 8,33-kHz-Funkraster informieren.<br />

Oder sich von Markus Marth Tipps<br />

und Kniffe für seine JeppView-App<br />

holen. Auch fürs nächste Jahr hat sich<br />

der Platzchef etwas ausgedacht: Neben<br />

einer Wiederholung des DHL-<br />

Besuchs denkt er darüber nach, über<br />

weitere Programmpunkte auf der<br />

Website des Platzes abstimmen zu<br />

lassen. Eine Besichtigung des Walpersberges<br />

bei Kahla in Thüringen<br />

käme in Frage, wo Deutschland 1944<br />

in einem Stollensystem versuchen<br />

wollte, mit der unterirdischen Serienproduktion<br />

der Me 262 die Lufthoheit<br />

wieder zu erreichen. Oder ins<br />

nahe Erfurt? „Vielleicht<br />

wird‘s aber<br />

auch eine Floßtour<br />

auf der Saale“,<br />

lacht Kuhnert zuversichtlich.<br />

Ihm fällt schon etwas<br />

ein, noch mehr Flugzeuge nach Jena<br />

zu locken.<br />

Die sind schließlich das Wichtigste<br />

bei diesem Treffen. Pilotenschnack<br />

und Flugzeuge gucken gehören einfach<br />

zusammen. Gerade, wenn wie<br />

hier auch Vertreter älterer Baureihen<br />

in einem exzellenten Erhaltungs- und<br />

Pflegezustand zusammenkommen.<br />

Zum Beispiel die Cessna 170B D-EMAG<br />

von 1955, die bisher kein einziges Mal<br />

fehlte. Oder die 1952 gebaute Cessna<br />

195A mit dem amerikanischen<br />

Callsign N1567D aus Bremgarten.<br />

Unter den Oldies fehlte nur eine 120er,<br />

die zwar angemeldet, aber leider nicht<br />

erschienen war. Dafür vervollständigten<br />

Piloten anderer Cessnas die<br />

Sammlung als spontane Gäste – unter<br />

ihnen eine 140, noch in der Ausführung<br />

mit V-Struts und bespannten<br />

Flächen.<br />

Auch eine der seltenen Spornradumbauten<br />

der 150 oder die ebenfalls<br />

nicht allzu häufig anzutreffende<br />

177RG waren vertreten. Die 195A,<br />

die nach dem Ausflug nach Leipzig<br />

bald wieder Richtung Süden abhob,<br />

wurde am Samstag von einer zweiten<br />

195er aus dem Jahr 1949 abgelöst,<br />

der „Idaho Lady“. Das in hochglanzpoliertem<br />

Aluminium erstrahlende<br />

Flugzeug ist nach dem Bundesstaat<br />

benannt, in dessen Dienste es vor<br />

mehr als 60 Jahren mit dem Callsign<br />

N3898V gestellt worden war. Das<br />

trägt es seither unverändert und nun<br />

auch in Deutschland. Uwe Förster<br />

hat die „Lady“ erst vor wenigen<br />

Wochen in seine Sammlung geholt<br />

und sich für ihren bestmöglichen<br />

Erhalt etwas Besonderes überlegt.<br />

Aber das ist wieder eine andere Geschichte.<br />

ae<br />

28 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


[ MAGAZIN ]<br />

Studium zum Pilotenschein<br />

Fliegender<br />

Bachelor<br />

Pilot ist ein Ausbildungsberuf. Richtig.<br />

Doch immer mehr Flugschulen bieten<br />

zusätzlich zum reinen Scheinerwerb<br />

ein integriertes Studium mit Bachelor-<br />

Abschluss an.<br />

Fotos: Maximilian Kühnl, AeroBeta<br />

Nach zwei Jahren Ausbildung<br />

könnte die Situation<br />

für Flugschulabsolventen<br />

derzeit kaum schlechter sein: Die<br />

begehrten Arbeitsplätze im Cockpit<br />

sind selten, und die Arbeitsbedingungen<br />

bei vielen Günstigfliegern<br />

längst nicht mehr so gut wie<br />

erhofft. Auf viele fertig ausgebildete<br />

Verkehrspiloten wartet daher<br />

nach der anspruchsvollen und vor<br />

allem teuren Ausbildung häufig<br />

die Arbeitslosigkeit. Denn eine abgeschlossene<br />

Pilotenausbildung<br />

taugt zu nicht viel mehr als dem<br />

Fliegen eines Flugzeuges. Das haben<br />

auch die Flugschulen erkannt.<br />

Immer mehr bieten aus diesem<br />

Grund auch Lehrgänge mit einem<br />

integrierten Studium an. So haben<br />

die Absolventen nach etwa drei<br />

Jahren zwei Standbeine: einerseits<br />

ein Hochschulstudium mit einem<br />

Bachelor-Abschluss und auf der<br />

anderen Seite eine Lizenz zum Fliegen<br />

von Verkehrsflugzeugen – dem<br />

Traum der meisten Absolventen.<br />

Die Verkehrsfliegerschule Aero<br />

Beta mit Sitz am Flughafen Stuttgart<br />

bietet gleich zwei Studiengänge<br />

an, um die angehenden<br />

Piloten auf eine breitere Basis zu<br />

stellen. Gesellschafter Hannes<br />

Braitmaier, selbst Flugkapitän, ist<br />

Sowohl im Simulator als auch im Klassenzimmer ist büffeln angesagt.<br />

sich trotz der momentanen, schwierigen<br />

Situation auf dem Arbeitsmarkt<br />

sicher: „Von unseren Absolventen,<br />

die zusätzlich ein Studium<br />

haben, wird definitiv keiner<br />

arbeitslos werden.“<br />

Vor drei Jahren wurde der<br />

Bachelor-Studiengang Maschinenbau<br />

und Mechatronik mit der Vertiefung<br />

Aeronautical Engineering<br />

aus der Taufe gehoben. Er findet<br />

an der öffentlichen Hochschule in<br />

Karlsruhe statt, auf die Teilnehmer<br />

kommen studienseitig daher nur<br />

die normalen Studien- und Semesterbeiträge<br />

zu. Die ersten drei<br />

Semester bilden das Grundlagenstudium,<br />

ab dem vierten finden die<br />

luftfahrtspezifischen Vorlesungen<br />

statt, darunter Fächer wie Flugzeugsysteme,<br />

Avionik, Triebwerke<br />

und Meteorologie. Das fünfte<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 29


[ MAGAZIN ]<br />

Zahlreiche Messungen und Experimente stehen während<br />

des Fluglabors auf dem Programm der Studenten.<br />

Semester zeichnet diesen Studiengang<br />

aus, denn hier haben die<br />

Studierenden die Wahl: Im Rahmen<br />

des Praxissemesters können sie<br />

entweder klassisch ein Praktikum<br />

in einem Unternehmen absolvieren<br />

oder in den Genuss der umfangreichen<br />

Theorie für die Pilotenlizenz<br />

kommen.<br />

Der ATPL-Unterricht findet in<br />

dem halben Jahr bei Aero-Beta in<br />

Stuttgart statt. Anschließend steht<br />

es den Aspiranten offen, ob sie<br />

sich den Theorieblock nur für die<br />

Vertiefung anrechnen lassen oder<br />

zusätzlich noch die Theorieprüfung<br />

beim Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig<br />

absolvieren möchten.<br />

Damit ist der Weg zur Lizenz geebnet,<br />

denn dann fehlt nur noch<br />

die praktische Ausbildung.<br />

Während des Praxissemesters<br />

fliegen lernen<br />

Doch zunächst folgen auf das<br />

fünfte Semester noch zwei an der<br />

Hochschule, in denen eine Projektarbeit<br />

und der Bachelor-Abschluss<br />

auf dem Programm stehen. Im<br />

Anschluss daran können die Schüler<br />

mit absolvierter Theorieprüfung<br />

ihre praktische Flugausbildung bei<br />

Aero-Beta absolvieren. Diese dauert<br />

in der Regel ein knappes Jahr.<br />

Insgesamt stellt die Stuttgarter<br />

Flugschule ihren Absolventen für<br />

die Frozen-ATPL-Lizenz 66 000<br />

Euro in Rechnung. Mit der Lizenz<br />

können die Jungpiloten auf Jobsuche<br />

als Copilot bei den Airlines<br />

gehen. Auf der anderen Seite qualifiziert<br />

das Studium mit dem Bachelor<br />

of Engineering für Ingenieursaufgaben.<br />

Die Maschinenbauer<br />

sind befähigt, in die Konstruktion<br />

oder Produktion der Hersteller<br />

einzusteigen. Im Idealfall verbinden<br />

sich beide Ausbildungsbereiche,<br />

und die Absolventen können als<br />

Flugversuchsingenieure arbeiten.<br />

Einen anderen Ansatz verfolgt<br />

der sechssemestrige Studiengang<br />

Aviation Management and Piloting<br />

der FH Worms. Hier ist Aero-Beta<br />

lediglich Dienstleister für die Praxisausbildung.<br />

Koordiniert wird<br />

dieses Ausbildungsprogramm vom<br />

European Institute of Aviation and<br />

Business (EIAB). Die Studieninhalte<br />

werden in Worms im Fachbereich<br />

Touristik der Hochschule vermittelt.<br />

Dabei stehen betriebswirtschaftliche<br />

und luftfahrtspezifische Vorlesungen<br />

auf dem Programm. Die<br />

praktische Sichtflugausbildung<br />

findet während des dritten Semesters<br />

im Florida Flight Training<br />

Center in den USA statt. Die Theorie<br />

für die ATPL-Lizenz lernen die<br />

Hier wird der Standschub einer Piper gemessen.<br />

Flugschüler in einem Fernlehrgang<br />

über Civil Aviation Training (CAT).<br />

Die Flugstunden für die Instrumentenflugberechtigung<br />

finden in den<br />

letzten drei Semestern in den vorlesungsfreien<br />

Zeiten bei Aero-<br />

Beta an den Standorten in Mannheim<br />

und Worms statt. Das MCC-<br />

Training, das die Zusammenarbeit<br />

mehrköpfiger Besatzungen optimiert,<br />

führt die TFC in Essen durch.<br />

Für die gesamte Ausbildung haben<br />

die angehenden Piloten einen Vertrag<br />

mit der EIAB, an die auch der<br />

Pauschalpreis von 76 500 Euro<br />

bezahlt wird. Den Abschluss bilden<br />

ein Bachelor of Science sowie die<br />

Verkehrspilotenlizenz. Felix Geissler,<br />

der den Studiengang im vergangenen<br />

Herbst begonnen hat,<br />

sieht sich nach der Ausbildung gut<br />

aufgestellt: „Wenn ich keinen Platz<br />

im Cockpit finde, kann ich bei einer<br />

Airline, einem Flughafen oder einem<br />

Reiseunternehmen arbeiten.“<br />

Aus wirtschaftlicher Sicht ist der<br />

18-Jährige gut gerüstet – und sieht<br />

seinen Traum vom Fliegen gut<br />

abgesichert.<br />

Auch der Branchenprimus Lufthansa<br />

stattet einen Teil seiner<br />

Pilotenanwärter noch mit einem<br />

Studium aus: Diese studieren an<br />

der Hochschule Bremen Internationale<br />

Luftfahrtsystemtechnik und<br />

-management und absolvieren<br />

parallel dazu im vierten und fünften<br />

Semester ihre fliegerische<br />

Ausbildung an der Verkehrsfliegerschule<br />

der Lufthansa. Auch sie<br />

30 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


haben anschließend einen Hochschulabschluss<br />

und eine Pilotenlizenz<br />

– allerdings einen MPL, der<br />

sie zunächst nur dazu berechtigt,<br />

bei Lufthansa zu fliegen. Auf der<br />

anderen Seite müssen sie keine<br />

Ausbildungskosten vorschießen<br />

– bis zuletzt hat Lufthansa ihnen<br />

die Ausbildung vorfinanziert, und<br />

die Rückzahlung wird erst bei einer<br />

Festanstellung fällig. Wie es<br />

allgemein an der Flugschule der<br />

Lufthansa weitergeht, ist aufgrund<br />

des geringen Personalbedarfs derzeit<br />

noch fraglich. Der ILST-Studiengang<br />

steht auch Flugschülern<br />

von anderen Flugschulen offen:<br />

So sitzen in den Vorlesungen Flugschüler<br />

der Flugschulen RWL aus<br />

Mönchengladbach oder InterCockpit<br />

in Frankfurt.<br />

Für diese Zielgruppe ist auch<br />

die Flugschule TFC Käufer aus<br />

Essen interessant: Am 1. März<br />

startete an der privaten Hochschule<br />

FOM zum ersten Mal der Studiengang<br />

Business Administration<br />

mit der Vertiefungsrichtung Aviation<br />

Management. Hier lernen die<br />

Studierenden neben betriebswirtschaftlichen<br />

Grundlagen auch<br />

flugbetriebliche Abläufe, Flugrecht<br />

und logistische Prozesse. Die Vertiefungen<br />

finden jeweils an der<br />

Flugschule statt. Da die FOM keine<br />

öffentliche Flugschule ist, werden<br />

alleine für das Studium gut<br />

13 000 Euro an Studiengebühren<br />

fällig. Das Studium kann, wie auch<br />

bei Aero-Beta, alleine aufgenommen<br />

oder mit der Pilotenausbildung an<br />

der TFC kombiniert werden – wofür<br />

weitere knapp 70 000 Euro<br />

fällig werden.<br />

Eines ist allen Ausbildungsangeboten<br />

gemein: Sie kosten mehr<br />

Fleiß als eine reine Pilotenausbildung<br />

– wer sie beendet hat, steht<br />

auf einer breiteren Basis und kann<br />

die momentane Flaute im Cockpitarbeitsmarkt<br />

überbrücken. ae<br />

Maximilian Kühnl<br />

Eine Woche lang können sich die Studierenden von der<br />

reinen Theorie der Praxis zuwenden.<br />

Fotos: Hochschule Karlsruhe<br />

... SIND DIE PERFEKTEN ELEKTRONISCHEN<br />

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VFRiManual für Apple iPad/iPad Mini:<br />

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[ MAGAZIN ]<br />

Axter Hybrid AX-40S<br />

Zusatzleistung beim<br />

Start und bei Ausfall<br />

des Kolbentriebwerks<br />

einen rein elektrischen<br />

Betrieb – das verspricht<br />

Axter Aerospace<br />

für den Hybridantrieb<br />

AX-40S.<br />

Mehr Power, mehr Sicherheit<br />

Komplettlösung:<br />

Hybridträger,<br />

Kupplung und<br />

Elektromotor.<br />

Auf der Straße gehören Hybridantriebe<br />

heute zum Alltag.<br />

In Ballungsgebieten<br />

schonen damit angetriebene Pkw<br />

die Umwelt vor Feinstaub und Kohlendioxyd.<br />

Aber welchen Nutzen<br />

hat ein Hybridantrieb in der Luftfahrt?<br />

Feinstaub und Kohlendioxyd<br />

sind hier keine Ausschlussgrößen.<br />

Für das spanische Start-up Axter<br />

Aerospace war das Plus an<br />

Sicherheit, das ein zusätzlicher<br />

Elektroantrieb bieten kann, das<br />

ausschlaggebende Argument, einen<br />

Hybridantrieb für die Luftfahrt<br />

zu entwickeln. Im ersten Modell,<br />

dem AX-40S, mit einem 30 Kilowatt<br />

(40 PS) starken E-Motor für die<br />

Rotax-Motoren 912 und 914 gewinnt<br />

der Erprobungsträger, das Light<br />

Sport Aircraft Tecnam P92J, aus<br />

dem Lithium-Akku die Option für<br />

sieben Minuten reinen Elektroflug.<br />

In einer bereits für einen Kunden<br />

realisierten Version in einer Tecnam<br />

P2004 mit Verstellpropeller sind<br />

es zwölf Minuten, die der Pilot bei<br />

einem Ausfall des Kolbentriebwerks<br />

an E-Power gewinnt.<br />

Was das bringt? Die beiden<br />

Axter-Gründer Miguel Suárez und<br />

Daniel Christóbal haben tief in die<br />

Unfallstatistiken geschaut, bevor<br />

sie sich nach acht Berufsjahren,<br />

Fotos: Maria Alperi, Gerhard Marzinzik<br />

Daniel Cristóbal (li.) und Miguel Suárez mit ihrem Start-up Axter<br />

Aerospace sind die Väter des Hybridss AX-40S für Rotax-Motoren.<br />

Die Anzeige- und Bedieneinheit für das AX-40S im Cockpit der P92. Mit dem<br />

Drehknopf links wird die Leistung des Elektroantriebs reguliert.<br />

32 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


die sie mit Airbus-Projekten zugebracht<br />

haben, in das Wagnis Hybridantrieb<br />

stürzten. Der Luftfahrtingenieur<br />

Suárez und der Elektronikingenieur<br />

Cristóbal wollen mit<br />

ihrer Entwicklung der traurigen<br />

Jahresbilanz für Europa und USA<br />

von durchschnittlich 71 Toten allein<br />

aufgrund von Motorausfall im Flug<br />

begegnen. Derzeit verschafft der<br />

Hybrid den Piloten jedenfalls eine<br />

Verschnaufpause von dem Schreck<br />

nach einem Triebwerksausfall für<br />

stressfreies, überlegtes Handeln.<br />

Die spanische Regierung fand<br />

das Projekt förderungswürdig und<br />

steuerte eine Anschubfinanzierung<br />

bei. Die CT Engineering Group in<br />

Madrid-Getafe, die mit Ingenieur-<br />

Dienstleistungen für Airbus, Dassault<br />

und ATR ein starkes Standbein<br />

in der Luftfahrt hat, stieg als strategischer<br />

Partner ein. Jesus Prieto,<br />

der luftfahrtaffine Chef des 1500<br />

Mitarbeiter starken Unternehmens,<br />

sorgt damit dafür, dass Axter mit<br />

Finite-Elemente-Rechnungen (FEM)<br />

und Strukturanalysen unterstützt<br />

wird. Beim Entwurf der Leistungselektronik<br />

kam Hochschul-Knowhow<br />

der Madrider Universität<br />

Carlos III hinzu.<br />

Grundstein für<br />

eine Hybridfamilie<br />

Das inzwischen patentierte<br />

Hybridsystem von Axter ist der<br />

erste Schritt zu weiteren und leistungsfähigeren<br />

Systemen bis hin<br />

zum reinen Elektroantrieb. Angestrebt<br />

werden Zulassungen für<br />

Experimentals, Light Sport Aircraft<br />

(LSA) und Very Light Aircraft (VLA)<br />

bis hin zu Flugzeugen der Zulassungskategorie<br />

CS-23 und CS-25.<br />

VLA, die bis zu 750 Kilogramm<br />

maximaler Abflugmasse zugelassen<br />

werden können, sollten kein<br />

Problem mit der Zusatzmasse für<br />

das Hybridsystem haben.<br />

Das AX-40S wurde als die vom<br />

Aufwand her noch überschaubare<br />

Einstiegsvariante für die Anwendung<br />

im LSA- und Experimental-Bereich<br />

und den dort stark<br />

vertretenen Rotax-Motoren verwirklicht.<br />

Es ist inzwischen von<br />

der spanischen Luftfahrtbehörde<br />

zugelassen.<br />

Das System lässt sich an vier<br />

Punkten am Rotax 912/914 montieren.<br />

Der Träger gehört zum System.<br />

Die Kurbelwelle mündet in<br />

eine automatisch arbeitende Kupplung<br />

zum Elektromotor, den Endrax<br />

in Slowenien speziell für Axter<br />

fertigt. Der E-Motor kann nach<br />

Belieben zugeschaltet werden und<br />

arbeitet bei einem Motorschaden<br />

entkoppelt vom Kolbentriebwerk.<br />

Im Reiseflug allein mit dem Verbrenner<br />

können die Akkus wieder<br />

aufgeladen werden, sofern der E-<br />

Antrieb für den Start und den Anfangssteigflug<br />

mitgenutzt wurde.<br />

In Casarrubios del Monte, einem<br />

stark frequentierten Platz der Allgemeinen<br />

Luftfahrt südwestlich<br />

von Madrid mit 950 Meter langer<br />

Asphaltpiste, demonstriert Miguel<br />

Suárez den Einsatz des AX-40S.<br />

Vergleichsstarts auf dem 2050 Fuß<br />

hoch gelegenen Gelände bei 35<br />

Grad Celsius ohne und mit Unterstützung<br />

des Hybrids überzeugen.<br />

Unter Standardbedingungen<br />

verkürzt der Hybrid die Startrollstrecke<br />

der Tecnam P92J mit der<br />

maximal zulässigen Abflugmasse<br />

von 600 Kilogramm von 200 auf<br />

145 Meter. In der großen Dichtehöhe<br />

von Casarrubios fällt der<br />

Unterschied spürbar größer aus.<br />

Anders als das Kolbentriebwerk<br />

verliert der E-Motor mit zunehmender<br />

Dichtehöhe ja nicht an<br />

Leistung.<br />

Im reinen Elektromodus steigt<br />

die Hybrid-P92J bei 135 km/h noch<br />

mit 200 ft/min. Zum Beweis schaltet<br />

Miguel Suárez den Rotax aus.<br />

Das Leistungsplus des Hybrids bei<br />

Start und Steigflug zählt vor allem<br />

unter Hot-and-High-Bedingungen<br />

beziehungsweise auf kurzen Plätzen<br />

(mit höherem Gras, ansteigender<br />

Piste, …). Auf der anderen<br />

Seite kann der E-Antrieb unter<br />

Normalbedingungen genutzt werden,<br />

um die Leistung des Kolbentriebwerks<br />

zu reduzieren und<br />

damit den Lärm. Für den Hybridantrieb<br />

könnten somit Flugplätze<br />

mit zeitlichen Beschränkungen zur<br />

Lärmreduzierung wieder voll nutzbar<br />

werden.<br />

Sicherheit, wo kein<br />

Rettungssystem hilft<br />

Beim Anflug auf die Piste 26<br />

von Casarrubios arbeitet der Rotax<br />

wieder mit. Das wild zerklüftete<br />

Gelände im Endanflugbereich beeindruckt.<br />

Sollte gerade hier der<br />

Kolbenmotor ausfallen, kann der<br />

E-Antrieb das Flugzeug noch sicher<br />

bis zur Piste schleppen – für den<br />

Einsatz des Gesamtrettungssystems<br />

wäre man in dieser Situation vermutlich<br />

schon zu tief.<br />

Das Ein- und Zuschalten des<br />

Elektroantriebs erfordert an der<br />

Bedien- und Steuereinheit im Instrumentenpanel<br />

nur einen Dreh<br />

am Leistungssteller, einem Drehknopf,<br />

– wenn der Hauptschalter<br />

bereits auf EIN steht. Das Display<br />

informiert über die wichtigsten<br />

Leistungsparameter. Für den Alarm<br />

bei Fehlfunktionen gibt es im Instrument<br />

diverse LEDs.<br />

Größere Änderungen an der P92<br />

waren bei der Ausrüstung mit dem<br />

Hybrid nicht notwendig. Die Zusatzmasse<br />

von Träger (0,9 kg),<br />

Kupplung (5 kg) und E-Motor (12<br />

kg) ergeben mit dem Ausgleich<br />

durch Controller (6 kg) und Akkus<br />

(20 kg), die hinter den Sitzen Platz<br />

gefunden haben, keine Schwerpunktverschiebung.<br />

Auch der jetzt<br />

weiter vorn sitzende Propeller fiel<br />

in den unterschiedlichsten Flugkonfigurationen<br />

nicht durch negativen<br />

Einfluss auf. Während 200<br />

Flugstunden hat sich das Axter-<br />

System AX-40S inzwischen schon<br />

bei Testflügen für die Zulassung<br />

bewiesen.<br />

Für den Einsatz in Flugschulen<br />

haben die Axter-Ingenieure mit<br />

dem Einsatz des Hybrids nicht zu<br />

ignorierende Kostenvorteile errechnet<br />

– mittels Einsparungen<br />

beim Spritverbrauch und reduziertem<br />

Wartungsaufwand dank geringerer<br />

Nutzung des Rotax auch<br />

beim Rollen. Der Elektroantrieb<br />

und die Kupplung sind wartungsfrei.<br />

Auch mit einem verringerten<br />

CO 2 -Ausstoß kann das Hybridsystem<br />

punkten.<br />

Für das in Getafe gefertigte<br />

Gesamtpaket, das eine einfache<br />

Montage erlaubt, müssen derzeit<br />

18700 Euro plus Steuern und Versand<br />

aufgebracht werden. Miguel<br />

Suárez erklärt, dass es sich hierbei<br />

nur um die reinen Fertigungskosten<br />

handelt.<br />

Ein zweites Kundenflugzeug<br />

wird derzeit ausgestattet. Zwei<br />

Einheiten gehen dann an die<br />

Cranfield University für deren<br />

Drohnenforschung.<br />

ae<br />

Gerhard Marzinzik<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 33


[ MOTORFLIEGEN Flying ]<br />

Zehn Jahre Quaxe<br />

TYPEN<br />

UND<br />

TYPEN<br />

AUTOREN: Philipp Prinzing, Lars Reinhold,<br />

Thomas Schüttoff<br />

34 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Seit zehn Jahren sorgen die Quaxe mit<br />

ihrem Verein zur Förderung von historischem<br />

Fluggerät für eine artgerechte<br />

Haltung alten Geflügels. Heißt: Die Oldtimer<br />

enden nicht als Schaustücke, sondern<br />

werden geflogen. Zum Geburtstag<br />

verraten die Typen im Cockpit, welcher<br />

Typ es ihnen besonders angetan hat.<br />

Foto: jfhp – Fotolia, Quax/MPS<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 35


[ MOTORFLIEGEN Flying ]<br />

„Die Chipmunk war für mich Liebe auf den<br />

ersten Blick. Das enge Cockpit, der<br />

Geruch nach ÖL, die Vergangenheit beim<br />

Militär. Beim ersten Flug haben mich die<br />

gutmütigen Flugeigenschaften und die<br />

sehr direkten Ruder begeistert. Für mich<br />

das geilste Flugzeug auf der Welt!“<br />

Thomas Koch, Quax seit 2011<br />

de Havilland Canada DHC-1 Chipmunk<br />

Die Tiger Moth war eigentlich schon zum Zeitpunkt<br />

ihrer Einführung als Grundschulflugzeug<br />

bei der Royal Air Force veraltet – speziell<br />

verglichen mit Konstruktionen, die zur gleichen<br />

Zeit in Deutschland entwickelt wurden.<br />

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war es also<br />

höchste Zeit, der RAF ein neues Flugzeug zur<br />

Anfängerausbildung zu verschaffen. Am 22. Mai<br />

1946 verließ die erste Chipmunk den Erdboden.<br />

Angetrieben wurde das Ganzmetallflugzeug von<br />

einem knapp 150 PS starken Gipsy Major mit<br />

hängenden Zylindern. Der Motor war nur geringfügig<br />

modifiziert gegenüber dem Vorgängermodell<br />

in der Tiger Moth. Die Flächen waren teilweise<br />

bespannt, Gleiches gilt für die Ruder. Das<br />

Flugzeug überzeugte von Anfang an und wurde<br />

noch bis weit in die 1970er Jahre bei der RAF<br />

eingesetzt. Viele der Maschinen haben überlebt<br />

und werden auch heute noch gerne geflogen. Es<br />

gibt verschiedene Umbauten auf Boxermotoren –<br />

vor allem in Amerika. Der Verein hat gegenwärtig<br />

mehrere Chipmunks im Bestand. Der jüngste<br />

Zugang wird dabei von einem Sechszylinder-<br />

Franklin-Motor angetrieben. Spornradeinweisungen<br />

auf der Chipmunk sind besonders beliebt,<br />

passen doch Flugverhalten und Landeverhalten<br />

in das Schema, das sich ein Jung-Spornradflieger<br />

so wünscht, um nicht auf der Titelseite<br />

eines Sensationsblattes zu landen.<br />

Klemm 35<br />

Zu Zeiten, als in Deutschland aufgrund des<br />

Versailler Vertrages nur Leichtflugzeuge gebaut<br />

werden durften, machte sich Hans Klemm<br />

mit seinen Modellen Klemm L 18, L 20 und<br />

L 25 einen Namen. Elly Beinhorn, Freiherr<br />

von König-Warthausen oder Marga von Etzdorf<br />

flogen „mit 18 PS und Leuchtpistole“ um die<br />

ganze Welt. Die Erfahrungen mit diesen<br />

Flugzeugen verhalfen Klemm zu seinem nächsten<br />

großen Wurf, der Klemm 35. Ihr Debüt<br />

gab sie anlässlich einer Luftfahrtschau in<br />

Mailand im Jahr 1935. Der in Gemischtbauweise<br />

hergestellte, freitragende Tiefdecker<br />

besticht nicht nur durch seine schöne Form,<br />

sondern vor allem durch sein außergewöhnliches<br />

Flugverhalten. Die Vereins-Klemm flog<br />

bei der schwedischen Luftwaffe, in den<br />

USA und in England und gelangte durch eine<br />

große Spendenaktion wieder in ihre Heimat.<br />

„Ich erinnere mich genau an den ersten<br />

Flug mit unserer Klemm. Jungmann<br />

und auch die Stampe waren schon<br />

super geil, die Klemm 35 übertraf<br />

jedoch alles. Die Ruderabstimmung,<br />

das Handling, das Ausschweben am<br />

Boden – einfach klasse!“<br />

Matthias Erbse, Quax seit 2008<br />

36 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


„Ich liebe es, mit unserer offenen<br />

Jungmann über das Havelland zu knattern,<br />

weil man dabei den Duft von<br />

Feldern, Seen und Wäldern mitbekommt<br />

und manchmal sogar zusammen mit<br />

Störchen und Kranichen fliegt.“<br />

Heico Lorenz, Quax seit 2015<br />

Bücker 131 Jungmann<br />

Ein Schwede Namens Anderson war Carl Clemens<br />

Bückers Chefkonstrukteur. Ihm gelang es im<br />

Jahr 1935, ein Flugzeug so zu konstruieren,<br />

dass es vom Reißbrett weg direkt und ohne bauliche<br />

Veränderungen in die Serienproduktion<br />

gehen konnte. Die Bücker 131 Jungmann und ihre<br />

kleine einsitzige Schwester Bücker 133 Jungmeister<br />

zählen bis heute zu den wohl besten<br />

Doppeldeckern auf diesem Planeten. Zu Zeiten,<br />

wo in England und Amerika noch mit einfachen<br />

Querrudern geflogen wurde, waren die vier Querruder<br />

in Verbindung mit Flügelanordnung und<br />

Profil innovativ und ihrer Zeit um mindestens<br />

20 Jahre voraus. Das Flugzeug ist, was Landungen<br />

angeht, sehr anspruchsvoll, vor allem auf<br />

befestigten Pisten. Die tollen<br />

Flugeigenschaften und der Mythos Bücker haben<br />

dafür gesorgt, dass es bis heute immer wieder<br />

Kleinserien der Jungmann im Nachbau gibt. Die<br />

Quax-Bücker hat spanische Wurzeln. Sie wurde<br />

bei CASA in Lizenz unter der Typenbezeichnung<br />

1.131 gebaut.<br />

„Ich besaß vorher eine Klemm<br />

107c mit dem breiten Fahrwerk<br />

und bin damit viel geflogen. Da<br />

war es für mich kein Problem,<br />

dass ich bei der Einweisung auf<br />

die schmale Klemm 107b Crosswind<br />

mit 25 Knoten hatte.“<br />

Ralf Sprenger, Quax seit 2006<br />

Klemm 107<br />

Die Erfahrung mit dem Werkstoff Holz<br />

brachte Hans Klemm dazu, mit der Klemm 105<br />

die Halbschalenbauweise in die Serienfertigung<br />

zu bringen. Enteignung und Krieg<br />

ließen das Projekt lange ruhen, erst die<br />

Zusammenarbeit mit Ludwig Bölkow im Jahr<br />

1954 machte die Holzkonstruktion wieder<br />

bühnenreif. Obwohl ausgewogen im Flugverhalten<br />

und für Kunstflug und F-Schlepp<br />

zugelassen, hatte sie zur Blütezeit der<br />

Ganzmetallflugzeuge keine Zukunft mehr.<br />

Die Vereinsmaschine der Quaxe kam aus privater<br />

Hand und wurde vom vorherigen Eigentümer<br />

in hervorragenden Zustand versetzt.<br />

Es handelt sich dabei um eine Klemm 107B,<br />

Baujahr 1958 mit einem O-320 Motor mit 150<br />

Pferdestärken. Der Spornradklassiker wird<br />

von einer immer größer werdenden Fangemeinde<br />

gerne geflogen und hat auch keine<br />

Starallüren, wenn es um Landungen auf<br />

Hartbahnen geht.<br />

Fotos: jfhp – Fotolia, Quax/MPS, Constantin Vormfeld, Quax<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 37


[ MOTORFLIEGEN Flying ]<br />

„Dr. Spornrad hat mich vor<br />

Jahren regelrecht angefixt. Seit<br />

dem ersten Flug mit der Stearman<br />

kann ich die Finger nicht<br />

mehr davon lassen.“<br />

Eberhard Kölzer<br />

Boeing PT-13 Stearman<br />

Einer der großen „Wichita 4“ war neben Clyde<br />

Cessna, Walter Beech und Jake Moellendick Lloyd<br />

Stearman. Mit seiner später bei Boeing in Lizenz<br />

gebauten PT-13 gelang dem Altvater des Doppeldeckerbaus<br />

noch einmal der große Wurf, als sich<br />

seine Konstruktion bei der Ausschreibung zum<br />

künftigen Primary Trainer der US Air Force gegen<br />

Mitbewerber durchsetzen konnte. Die in Gemischtbauweise<br />

gefertigte Maschine verfügt über ein geräumiges<br />

Cockpit und sehr gutmütige Flugeigenschaften.<br />

Angetrieben zunächst von einem 225 PS<br />

starken Neunzylinder-Lycoming-Sternmotor, setzte<br />

sich später der Siebenzylinder-Stern von Continental<br />

durch. Nachkriegsversionen wurden mit bis<br />

zu 600 PS modifiziert. Bei der Quax-Stearman handelt<br />

es sich um eine Navy-Version der PT-17, eine<br />

N2S. Angetrieben wird das Schmuckstück in „Ganzkörpergelb“<br />

von einem originalen Continental-W-<br />

670-Sternmotor mit 220 PS. Diese Anzahl Pferde<br />

langt, um die maximal 1 230 kg schwere Boeing adäquat<br />

am Himmel zu bewegen. Die Wurst zieht der<br />

„Zerknalltreibling“ dabei nicht vom Brot – aber<br />

eine Harley fährt man ja auch nicht auf der Überholspur<br />

der Autobahn. Gute 50 Maß gönnt sich der<br />

Hubraum im Mischbetrieb. Wartungsintensiv ist die<br />

Stearman im Vergleich zu all den anderen Doppeldeckern<br />

der Quaxe hingegen nicht. Niedrige Drehzahl<br />

und bewährte Technik sowie eine entspannte<br />

Ersatzteilsituation machen die Stearman so alltagstauglich<br />

wie jede gewöhnliche Vereins-Cessna.<br />

Focke-Wulf Fw 44 Stieglitz<br />

Was Messerschmitt in Bayern, war Focke-Wulf<br />

in Bremen. Kein Geringerer als Kurt Tank<br />

zeichnete für die Konstruktion der Fw 44<br />

Stieglitz verantwortlich. Das deutsche<br />

Kunstflugass Gerd Achgelis brachte zur Grundkonstruktion<br />

seine Erfahrung bei der Entwicklung<br />

mit ein. Fortan war die Stieglitz<br />

das Grundausbildungsflugzeug der deutschen<br />

Luftwaffe. Der 160 PS starke Siemens &<br />

Halske-Sternmotor diente neben dem Argus-<br />

Reihenmotor als Antrieb.<br />

„Die Flüge zu den verschiedenen<br />

Airshows mit der Stieglitz waren<br />

die besondere Belohnung für all die<br />

Stunden, die ich bei der Grundüberholung<br />

mitgearbeitet habe.“<br />

Erwin Daniel, Quax seit 2006<br />

38 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


„Ich freu mich schon auf den<br />

nächsten Start bei gutem Wetter<br />

mit viel Sonne.“<br />

Ralf Wiesbrock, Quax seit 2007<br />

Grunau Baby IIb<br />

Der Versailler Vertrag erlaubte den Deutschen<br />

nach dem Ersten Weltkrieg – wenn überhaupt –<br />

nur sehr schwach motorisiert in die Luft zu<br />

gehen. Die Entente wollte so vermeiden, dass<br />

Deutschland wieder bombentragende Kampfmaschinen<br />

baut. Dies war die Geburtsstunde des sogenannten<br />

Rhöngeistes. Um Oskar Ursinus herum<br />

tummelten sich jede Menge Jungkonstrukteure<br />

von Segelflugzeugen, und die Wasserkuppe wurde<br />

fortan bevölkert von einer Herde von Flugenthusiasten<br />

aus Nah und Fern.<br />

Eine der bahnbrechendsten Konstruktionen war<br />

dabei das Grunau Baby von Edmund Schneider.<br />

Dieser hatte sein Konstruktionsbüro in Grunau<br />

im Riesengebirge. 1931 war die erste Version<br />

flügge, und es folgten diverse Variationen.<br />

Viele Babys wurden mangels Flugzeughersteller<br />

Anfang der 1950er Jahre in Vereinsarbeit hergestellt.<br />

Das Baby der Quaxe fliegt seit 2007 unter deren<br />

Flagge und ist ein Typ IIb. Mit nur 160 Kilogramm<br />

Leergewicht ist die Zuladung natürlich<br />

auf mittelschwere Piloten beschränkt. Dennoch<br />

erfreut sich auch dieses Flugzeug großer<br />

Beliebtheit. Mitunter langt es sogar, dessen<br />

Flugbild beim Start, im Flug und bei der Landung<br />

aus der Bodenperspektive zu betrachten.<br />

Stampe SV.4<br />

Belgien – eigentlich mehr bekannt für gute<br />

Schokolade – hatte Anfang der 1930er Jahre<br />

ebenfalls eine Doppeldeckerkonstruktion an<br />

den Start gebracht. Es war die Stampe SV.4<br />

vom Zeichenbrett ihrer Väter Stampe und<br />

Vertongen. Sowohl in Frankreich als auch<br />

in Belgien wurde die Maschine aber erst<br />

nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt und in<br />

Serie gebaut. Hauptabnehmer waren die<br />

französische und belgische Luftwaffe. Der<br />

komplett in Holzbauweise gefertigte, verspannte<br />

Doppeldecker verfügt über sehr<br />

ausgewogene und harmlose Flugeigenschaften.<br />

Die einfache Handhabung und Gutmütigkeit<br />

machen die Stampe zur Ka 8 unter den<br />

Motorflugzeugen. Durch ihren gut 150 PS<br />

starken Reihenvierzylinder-Motor von Renault<br />

verfügt sie über so viel Leistungsüberschuss,<br />

dass auch nach langsamen<br />

Bodenmanövern wieder direkt in den Kunstflug<br />

übergegangen werden kann. Die Vereins-<br />

Stampe kommt aus Privatbesitz und befindet<br />

sich in einem authentischen Zustand.<br />

„Mit der Stampe bin ich 2008 das erste Mal<br />

zu einer Veranstaltung geflogen. Das erste<br />

Mal mit einem Doppeldecker zur damaligen<br />

Quax-Station Tempelhof – mit geliehener<br />

Motorrad-Lederhaube auf dem Kopf. Meine<br />

eigene hatte ich vergessen. Der Anflug über<br />

die Dächer Berlins hatte schon was, und<br />

dass mir beim Slippen das Headset vom Kopf<br />

geblasen wurde, machte diesen Flug zum unvergesslichen<br />

Erlebnis.“<br />

Cyril Duysker, Quax seit 2007<br />

Fotos: jfhp – Fotolia, Quax/MPS, Quax<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 39


[ MOTORFLIEGEN Flying ]<br />

Typen und Typen<br />

Drei Kriterien sind für einen Quaxflieger in spe unabdingbare<br />

Voraussetzung. Erstens: die Leidenschaft für historisches Fluggerät.<br />

Zweitens: die Lust am Anpacken. Drittens: die Fähigkeit,<br />

im Team zu arbeiten. Ein dickes Portemonnaie gehört hingegen<br />

nicht unbedingt dazu. Letzteres verwundert, wenn man sich<br />

anschaut, welche Schätzchen der Verein hegt und pflegt und seinen<br />

Mitgliedern zur artgerechten Haltung anvertraut. Artgerecht<br />

heißt in diesem Fall: zum Fliegen.<br />

Um die Geschichte vollständig zu erzählen, muss man etwa elf<br />

Jahre zurückgehen. Im Sommer 2005 besuchte eine kleine Gruppe<br />

deutscher Luftfahrtenthusiasten die Shuttleworth Collection und<br />

das Jahrestreffen des Moth Club in Woburn Abbey, Großbritannien.<br />

Dort fiel der Blick auf einige Flugzeuge vom Typ de Havilland<br />

Canada DHC-1 Chipmunk. Die Freunde überlegten, wie man sich<br />

selbst einen solchen Trainer leisten könnte.<br />

Wenige Monate später war der Entschluss gefasst, einen Verein<br />

zu gründen – die Quax-Flieger waren geboren.<br />

Gemeinsam wurde die Chipmunk D-EPAK finanziert, und schon damals<br />

träumte man davon, den Verein wachsen zu lassen. „So 30 Mitglieder<br />

und vielleicht noch ein weiterer Klassiker, das wäre doch<br />

was!“, erinnert sich Vereinspräsident Peter Sparding. Die nächsten<br />

Monate zeigten rasch, dass diese Vorstellung kein Wunschdenken<br />

war. Am Ende des Gründungsjahres hatten die Quaxe weit<br />

mehr als 100 Mitglieder, darunter rund 20 aktive Piloten, und<br />

mit Chipmunk, Focke-Wulf Stieglitz, Stampe SV.4 und Bücker<br />

Jungmann sowie zwei Segelflugzeugen eine kleine Flotte beisammen,<br />

die sich sehen lassen konnte.<br />

Dass der Verein so schnell wachsen konnte, dürfte nicht zuletzt<br />

an der Struktur mit mehreren Standorten und unterschiedlichen<br />

Mitgliedschaften liegen. So gibt es fördernde Mitglieder, die<br />

den Verein unterstützen und dafür in den Genuss günstigerer<br />

Konditionen kommen – beispielsweise bei Mitflügen in Vereinsmaschinen.<br />

Dann sind da die Piloten ohne eigenen Oldtimer, die<br />

aber gerne Erfahrungen auf historischem Geflügel sammeln, und<br />

schließlich diejenigen, die ein eigenes Fluggerät besitzen und<br />

von der guten Infrastruktur des Vereins profitieren möchten.<br />

Jeder bringt sich ein – sei es mit seinem Know-how, seiner<br />

Arbeitskraft oder auch finanziell.<br />

Die Flugzeuge des Vereins sind nicht nur am Gründungsort in<br />

Hamm-Lippewiesen beheimatet, sondern werden von verschiedenen<br />

Stationen aus betrieben. Aus den bereits im Sommer 2006 gegründeten<br />

Dependancen in Rheine-Eschendorf und Berlin hat sich<br />

mittlerweile ein Netz aus acht Standorten in ganz Deutschland<br />

entwickelt, an denen regelmäßig geflogen wird. Ein bis zwei Hangarplätze<br />

sind jeweils für die Flugzeuge des Vereins reserviert,<br />

auf dem Flugplatz Bienenfarm westlich von Berlin wird sogar ein<br />

kompletter Hangar inklusive Werkstatt genutzt. Hier finden sich<br />

die Quax-Flieger seit mittlerweile acht Jahren nach dem Osterwochenende<br />

zum „Ausmotten“ ein. Dabei bereiten sich die Piloten<br />

auf die Flugsaison vor und trainieren auf Vereinsfliegern.<br />

Gleichzeitig hat sich das Trainingslager zu einem großen Treffen<br />

der Mitgliederfamilien entwickelt, die nicht selten eine<br />

komplette Woche in Bienenfarm verbringen. So leben die Quaxe<br />

ihr Konzept des „Vereins für jedermann“.<br />

40 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Dem Problem des fehlenden Nachwuchses, das auch Luftfahrtvereine<br />

zu spüren bekommen, treten die Quaxe aktiv entgegen. Die<br />

ganz jungen Flugzeugfans finden bei den Quäxchen ein Zuhause.<br />

Einen Mitgliedsbeitrag gibt es hier nicht, es reicht, wenn ein<br />

(Groß)Elternteil ordentliches Mitglied ist. Wer selbst in die<br />

Luft gehen will, für den haben die Quaxe die „Jungen Adler“<br />

ins Leben gerufen. Mit diesem Förderprogramm wollen die alten<br />

Hasen junge Menschen beim Erwerb der Pilotenlizenz unterstützen.<br />

Voraussetzung ist, dass sich die Nachwuchspiloten und<br />

-schrauber im Verein besonders engagieren und Verantwortung<br />

übernehmen. Zudem verpflichten sie sich, mit dem Einstieg ins<br />

Berufsleben beziehungsweise ab Vollendung des 30. Lebensjahres<br />

einen Teil der erhaltenen Fördersumme in einen Fonds einzuzahlen<br />

– aus dem wiederum „junge Adler“ beim Erwerb der Lizenz<br />

unterstützt werden. „Es ist eine Art Generationenvertrag<br />

zwischen alten und jungen Piloten“, sagt Alexander Stendel und<br />

muss schmunzeln, als er sich selbst als alten Piloten bezeichnet<br />

– ist er doch gerade erst 40. „Diejenigen, die Geld verdienen,<br />

unterstützen jene, die für die Fliegerei brennen, sich<br />

die Lizenz allein aber nicht leisten könnten. Darum geht es.“<br />

Auch die berufliche Zukunft des Nachwuchses ist den Quaxen<br />

wichtig. Am Hauptstandort in Paderborn gibt es neben dem 2010<br />

eingeweihten Vereinshangar für Events und besondere Schmuckstücke<br />

auch Werkstätten. Das ist die Heimat der Quax Technik<br />

GmbH. Derzeit werden hier zwei junge Enthusiasten zu Fluggerätmechanikern<br />

ausgebildet. Der LTB darf Wartungs- und<br />

Reparaturarbeiten an Flugzeugen bis 5,7 Tonnen durchführen.<br />

Mit ihren EASA- und LBA-qualifizierten Prüfern wird der gesamte<br />

Service für diese Luftfahrzeuge abgedeckt. In Kooperation mit<br />

der Oskar Ursinus Vereinigung können sogar die jährlichen<br />

Lufttüchtigkeitsprüfungen für Flieger bis 2730 Kilogramm<br />

vorgenommen werden. Damit bietet der Verein seinen Mitgliedern<br />

die Chance, ihre Klassiker perfekt zu warten – natürlich zu<br />

besonderen Konditionen.<br />

Seit der Eröffnung des Vereinshangars in Paderborn ist hier<br />

das Zentrum des Quax-Universums. Der Airport bietet dank guter<br />

Erreichbarkeit, der Infrastruktur und besonders seiner 2180<br />

Meter langen Hauptbahn perfekte Möglichkeiten für den Verein.<br />

Highlight der Flugzeughalle ist der Präsentationsbereich – ein<br />

gläserner Bau, dessen außen liegende Träger an die Rippen<br />

eines Flügels erinnern. An drei Seiten mit Fenstern versehen,<br />

ermöglicht diese Konstruktion Besuchern immer einen Blick auf<br />

die Schmuckstücke der Sammlung.<br />

Hier kann man derzeit auch den aktuellen Neuzugang bestaunen:<br />

Pünktlich zum zehnten Geburtstag ist es den Quaxen gelungen,<br />

die letzte flugfähige Bücker 180 Student zu erwerben. Damit<br />

konnte der Verein einen weiteren historischen Schatz einflotten.<br />

Neben Focke-Wulf Stieglitz, Klemm 35, Boeing Stearman und<br />

Bücker 131 haben sich die Vereinsmitglieder noch ein weiteres<br />

Geschenk gemacht. Seit Ende 2015 halten sie 50 Prozent an<br />

einem Schweizer Militärtrainer vom Typ Pilatus P-2. Der Ganzmetallflieger<br />

mit Einziehfahrwerk ist mit dem Zwölfzylinder-<br />

Argus-Motor ein Sprung in Sachen Leistung.<br />

So ist der Verein ständig in Bewegung, neue Projekte werden<br />

verwirklicht, neue Ideen ausgeheckt. Vor zehn Jahren hätte<br />

niemand eine solche Entwicklung für möglich gehalten. Doch der<br />

Erfolg ist den Ziehschülern von „Fluglehrer Hansen“ nicht zu<br />

Kopf gestiegen. Noch immer schlafen sie im Zelt unter den<br />

Tragflächen ihrer Doppeldecker, sitzen abends entspannt mit den<br />

Gästen ihrer Veranstaltungen zusammen und sind immer offen für<br />

neue Mitglieder und tolle Ideen.<br />

Fotos: Tanja Gehling, jfhp – Fotolia, Philipp Prinzing<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 41


[ BUSINESS AVIATION Übersicht ]<br />

Embraer<br />

JUNGE FAMILIE<br />

Embraer stieg erst<br />

2005 voll in den Markt<br />

der Business Jets ein.<br />

Im Frühjahr wurde das<br />

1000. Flugzeug der<br />

inzwischen weitgefächerten<br />

Geschäftsreiseflugzeug-Familie<br />

ausgeliefert.<br />

42 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


PHENOM 100<br />

Auch zu Schulungszwecken<br />

wird der Twin eingesetzt:<br />

Die Emirates-Flugschule hat<br />

fünf Exemplare geordert.<br />

Auch für den kleinsten Jet im Portfolio<br />

stehen den Kunden zahlreiche<br />

Kabinenoptionen und Gestaltungsmöglichkeiten<br />

zur Auswahl.<br />

PHENOM 300<br />

Der Bestseller aus Brasilien:<br />

Kein Business Jet wurde in<br />

den vergangenen drei Jahren<br />

so oft ausgeliefert.<br />

Fotos: AAS, Embraer<br />

Die Freude war groß, als<br />

Flexjet am 19. April seine<br />

vierte Legacy 500 übernahm<br />

– gleichzeitig der 1000. von Embraer<br />

gebaute Geschäftsreisejet.<br />

Den Erfolg führt Marco Tulio Pellegrini,<br />

Chef von Embraer Executive<br />

Jets, auf die Fähigkeit zurück,<br />

„auf unsere Kunden zu hören und<br />

sie mit innovativen Lösungen für<br />

verschiedene Anforderungen“ zu<br />

versorgen. Das Portfolio der Brasilianer<br />

reicht mittlerweile vom<br />

Leichtjet bis zum ausgewachsenen<br />

Airliner-Abkömmling.<br />

Phenom 100<br />

Aus dem 2005 angekündigten<br />

Projekt „VLJ“ (Very Light Jet)<br />

wurde die Phenom 100, die Ende<br />

2008 erstmals ausgeliefert wurde.<br />

Sie ist Embraers kleinster Business<br />

Jet und in der Very-Light-Klasse<br />

bis fünf Tonnen angesiedelt. Typischerweise<br />

finden in der 3,35<br />

Meter langen Kabine vier Passagiere<br />

Platz. Ein abtrennbarer Waschraum<br />

mit Toilette ist auf Wunsch<br />

erhältlich. Wird die Toilette verstaut,<br />

kann der Platz bei Start und Lan-<br />

dung auch als Sitz genutzt werden.<br />

Zusammen mit einem optionalen,<br />

quer montierten Einzelsitz anstelle<br />

eines Schranks ergeben sich<br />

zwei zusätzliche Sitzplätze. Damit<br />

tritt die Phenom 100 gegen Cessnas<br />

Citation M2 an, die fast auf<br />

den Zentimeter gleich lang ist,<br />

allerdings nur für vier oder wahlweise<br />

fünf Fluggäste in der Kabine<br />

ausgelegt ist. Diese ist mit 1,45<br />

Metern Innenhöhe fünf Zentimeter<br />

niedriger als bei Embraer. Dafür<br />

büßt das brasilianische Muster bei<br />

der Reichweite ein: 2182 Kilometer<br />

sind knapp 700 Kilometer weniger,<br />

als die Citation M2 erreicht.<br />

Der Listenpreis für ein durchschnittlich<br />

nach EASA-Richtlinien ausgestattetes<br />

Flugzeug beträgt 4,8<br />

Millionen Dollar. 2011 fand ein<br />

kleines Update statt mit neuen<br />

Sitzen, einer erhöhten Trockenmasse<br />

sowie multifunktionalen<br />

Spoilern. Die neu gegründete Flight<br />

Training Academy von Emirates<br />

wird die Phenom 100 ab 2017 als<br />

Schulflugzeug für die Jetausbildung<br />

ihrer Nachwuchs piloten nutzen.<br />

Die Golf-Airline hat fünf Maschinen<br />

des Typs bestellt.


[ BUSINESS AVIATION Übersicht ]<br />

LEGACY 450<br />

Im Cockpit der Legacy 450 und 500<br />

kommt das Pro-Line-Fusion-Paket<br />

von Rockwell Collins zum Einsatz.<br />

Bei knapp 20 Meter Außenlänge finden sieben<br />

Einzelsessel Platz in der 450. Eine Toilette ist<br />

ebenfalls an Bord. Die Steuerung erfolgt über<br />

Fly-by-Wire.<br />

LEGACY 500<br />

Sie basiert auf ihrer kleinen<br />

Schwester, der Legacy 450,<br />

verfügt aber über mehr Platz<br />

in der Kabine.<br />

Fotos: AAS, Embraer<br />

Phenom 300<br />

Die Phenom 300 wurde ebenfalls<br />

20<strong>09</strong> eingeführt und hat denselben<br />

Rumpfdurchmesser wie die Phenom<br />

100. Mit 8,6 Tonnen maximaler<br />

Startmasse wiegt sie dabei fast<br />

doppelt so viel wie ihre kleinere<br />

Schwester. Standardmäßig verfügt<br />

die 300 über sechs Passagiersitze.<br />

Anstelle eines Schranks in der<br />

Kabine sind entweder ein zusätzlicher<br />

Sitz oder ein Sofa für zwei<br />

Personen erhältlich. Die Reichweite<br />

von 3650 Kilometern ermöglicht<br />

Direktflüge von London nach Istanbul.<br />

Wie auch die kleinere Phenom<br />

100 ist die 300 für Single-Pilot-<br />

Betrieb zugelassen. Im Prodigy-<br />

Flight-Deck kommt moderne<br />

Avionik auf Basis des Garmin G1000<br />

mit drei Bildschirmen zum Einsatz.<br />

Darüber hinaus bietet es auch<br />

Touch-Funktionen. Gemäß Liste<br />

kommt eine Phenom 300 auf einen<br />

Preis von 10,4 Millionen Dollar.<br />

Legacy 450/500<br />

Im Jahr 2007 fiel der Startschuss<br />

für ein Doppelprojekt in der Midsize-Klasse:<br />

Die Legacy 450 und<br />

500 wurden gemeinsam von Grund<br />

auf neu entwickelt. Gleich ist die<br />

moderne Cockpitausstattung: So<br />

waren die beiden Legacys die ersten<br />

Jets in dieser Kategorie, die<br />

über eine Fly-by-Wire-Flugsteuerung<br />

mittels Sidestick verfügten.<br />

Die Avionik stammt aus der Pro-<br />

Line-Fusion-Reihe von Rockwell<br />

Collins und beinhaltet auch ein<br />

Head-up-Display sowie wunschweise<br />

ein Enhanced-Vision-System.<br />

Aufgrund der symmetrischen Anordnung<br />

stehen beiden Piloten<br />

dieselben Informationen zur Verfügung,<br />

was einen problemlosen<br />

Zweimannbetrieb ermöglicht. Des<br />

Weiteren kommt erstmals ein elektronisch<br />

geregeltes Brems system<br />

(Brake-by-Wire) zum Einsatz. Beide<br />

Modelle verfügen über einen<br />

vollständig abgetrennten Waschraum.<br />

Die Legacy 450 ist knapp 20<br />

Meter lang und hat in der serienmäßigen<br />

Ausführung Platz für<br />

sieben Einzelsessel in der Kabine.<br />

Diese bietet eine Innenhöhe von<br />

1,83 Metern. Die Reichweite beträgt<br />

typischerweise 5371 Kilometer.<br />

Zertifiziert wurde der Mid-light Jet<br />

im Spätsommer 2015.<br />

Ein Jahr früher kam seine technisch<br />

eng verwandte, gut einen<br />

Meter längere Schwester auf den<br />

Markt. Diese ist mit 17 200 Kilogramm<br />

maximaler Startmasse<br />

etwa eine Tonne schwerer und<br />

bietet neben den aus der 450 bekannten<br />

Features eine geräumigere<br />

Kabine mit einem zusätzlichen<br />

Sessel. Auf Wunsch sind zwei im<br />

Heckbereich längs montierte Sofas<br />

erhältlich. Die Reichweite ihres<br />

Pendants übertrifft die 500 um gut<br />

400 Kilometer, was sie für Direktflüge<br />

von der Ost- zur Westküste<br />

der USA qualifiziert.<br />

44 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


LEGACY 650<br />

Die Verwandtschaft zum<br />

Regionaljet ERJ 135 ist<br />

nicht zu leugnen.<br />

Noch mehr King Air-Performance,<br />

z.B. mit BLR Whisper Props !<br />

So komfortabel geht Business Jet: Die Legacy 650 profitiert von<br />

der großzügigen Kabine und sorgt mit einer Clubanordnung von vier<br />

Einzelsitzen für eine angenehme Atmosphäre.<br />

Unsere Modifikationen:<br />

Propeller:<br />

Module:<br />

Engines:<br />

Licht:<br />

BLR Whisper (5-Blatt) + Hofmann Props,<br />

Raisbeck Swept Blade Props (je 4-Blatt)<br />

Raisbeck EPIC Kits + Einzelkomponenten,<br />

Frakes Exhaust Stacks + BLR Winglets<br />

Blackhawk XP Triebwerke<br />

Beechcraft LED Kit + LoPresti Boom Beam<br />

Legacy 600/650<br />

Bereits zur Jahrtausendwende<br />

begann Embraer mit den Arbeiten<br />

an einer Businessversion<br />

seines Regionalflugzeugs ERJ<br />

135. Die Legacy 600 verfügt über<br />

ein Zweimanncockpit, dessen<br />

enge Verwandtschaft zu dem<br />

seines Basismodells nicht zu<br />

leugnen ist. Nicht nur der Preisunterschied<br />

von etwa zehn Millionen<br />

Dollar zur Legacy 500 macht<br />

deutlich, dass mit dem Airliner-<br />

Abkömmling der Sprung eine<br />

Klasse nach oben erfolgt. Die<br />

Kabine bietet drei Zonen mit Platz<br />

für insgesamt 14 Passagiere. Die<br />

Clubanordnung mit Viererabteilen<br />

ermöglicht großzügige Sitz-<br />

einstellungen bis hin zu Einzelbetten<br />

und einem geräumigen<br />

Waschraum. Mit einer Außenlänge<br />

von über 26 Metern spielt der<br />

Jet dabei in der Klasse einer<br />

Gulfstream G450. Deren Reichweite<br />

von gut 8000 Kilometern<br />

kann die Legacy 600 jedoch nicht<br />

erzielen. Um dieses Manko auszugleichen,<br />

begann Embraer 2008<br />

mit der Entwicklung der Legacy<br />

650. Sie hat dank größeret Tanks<br />

und höheret Abflugmasse eine<br />

um etwa 1000 auf 7200 Kilometer<br />

erhöhte Reichweite. Damit<br />

ist der Twin fit für Transatlantikflüge.<br />

Fast schon bei den Airlinern<br />

ist die Lineage 1000E<br />

einzuordnden.<br />

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[ KOLUMNE ]<br />

Als Dr. Spornrad beleuchtet ein Kenner der Szene exklusiv für den <strong>aerokurier</strong> die großen und kleinen Geheimnisse der GA<br />

Vom Tick mit dem Zeitmesser<br />

Die Fliegeruhr gehört zum Aviateur wie die Sonnenbrille, der Overall und der Pilotenkoffer.<br />

Unser Kolumnist fragt sich, ob das klassische Zeiteisen noch zeitgemäß ist und was man von<br />

der Besser-genauer-teuerer-Politik der Uhrenhersteller halten soll.<br />

Illustrationen: Ralf Athen, Harald Hornig<br />

Kaum einer weiß heute noch, dass die<br />

Armbanduhr eine U(h)r-Erfindung aus<br />

der Luftfahrt ist. Kein Geringerer als<br />

der Uhrenhersteller Cartier hatte seinem besten<br />

Freund, Alberto Santos Dumont, just über<br />

Nacht die zu Zeiten der Belle Époque handelsübliche<br />

Herrentaschenuhr ans Handgelenk<br />

gezaubert. Grund dafür war, dass der Aviateur<br />

die Aufgabe hatte, den Eiffelturm binnen 30<br />

Minuten einmal zu umrunden. Alberto hatte<br />

aber, um die Steuerbarkeit von Luftfahrzeugen<br />

zu demonstrieren, alle Hände voll zu tun.<br />

Er konnte nicht ablassen von den vielen kleinen<br />

Hebelchen, um sein monströses Luftschiff<br />

ordnungsgemäß zu einem 360-Grad-Kreis um<br />

das Wahrzeichen der Weltausstellung<br />

von 1900 zu bewegen.<br />

Die Uhr half, das ausgelobte<br />

Preisgeld zu gewinnen.<br />

Dieses stiftete er<br />

sogleich den Arbeitern<br />

und Bettlern von Paris.<br />

Dumont war dank eines<br />

Milliardenerbes finanziell<br />

unabhängig und<br />

hatte im Gegensatz zu<br />

vielen seiner Mitbewerber<br />

um die Eroberung des<br />

Luftmeeres all sein Wissen<br />

und seine eigenen Patente der<br />

Luftfahrt kostenfrei zur Verfügung<br />

gestellt. Die Uhr „Santos Dumont“ kann<br />

man übrigens auch heute noch bei besagtem<br />

Juwelier für den Preis eines<br />

Mittelklassewagens käuflich erwerben.<br />

Der Mythos Fliegeruhr ist seither<br />

in merkwürdige Richtungen marschiert.<br />

Technologischer Höhepunkt ist heute<br />

wohl der Technische Standard<br />

Fliegeruhren, kurz TESTAF, ein Anforderungskatalog<br />

– entwickelt von<br />

der FH Aachen und Sinn Spezialuhren<br />

–, der altrenommierte Uhrenhersteller<br />

auf den ersten Blick wirklich<br />

alt aussehen lässt. Der andere Höhepunkt,<br />

in diesem Fall an Geschmacklosigkeit,<br />

findet sich an Stellen, wo<br />

schnell mal ein Euro gemacht wird bei<br />

dem Verkauf einer limitierten Sonderauflage<br />

für einen kurz zuvor verunfallten<br />

Fliegerfreund in memoriam. In beiden<br />

Gehäusen findet sich womöglich ein, ich<br />

nenne es mal Kaugummiautomaten-Kaliber<br />

der 1970er Jahre.<br />

OK, ich will eine Automatik, denn Quarz<br />

und Batterie sind schlecht für den ökologischen<br />

Fußabdruck. Das Werk muss natürlich aus der<br />

Schweiz oder – noch besser – der Sächsischen<br />

Schweiz kommen. Oder doch aus China? Oder<br />

aus Hongkong? Die wenigsten etablierten<br />

Markenuhren haben heute noch eigene Kaliber.<br />

Die Masse bedient sich mechanischer Werke<br />

asiatischen Ursprungs. Fakt ist, dass ich ’ne<br />

fette „B“ als Plagiat aus Hongkong schon für<br />

’nen „Fuffi“ bekommen kann. Protz am Fliegerstammtisch<br />

ist Programm.<br />

Nur wenige erkennen den<br />

Unterschied zum Original auf<br />

den ersten Blick. Nur dem<br />

Kenner fällt auf, dass der<br />

Sekundenzeiger, weil elektrisch<br />

betrieben, deutlich<br />

anders rennt als der mechanische.<br />

Dass das Ding<br />

bereits bei Regen oder<br />

nach einem Absturz vom<br />

Nachtkästchen der Liebsten seinen Geist aufgibt,<br />

gesteht niemand offiziell und freiwillig.<br />

Aber wozu in Zeiten hochpräziser GPS-<br />

Navigationsgeräte, Ich-Phones & Co noch in<br />

einen Chrono investieren? Understatement<br />

könnte ein Grund sein, Ästhetik ein weiterer.<br />

Sammelleidenschaft und Geldanlage erscheinen<br />

auch plausibel.<br />

Woher allerdings nehme ich die Gewissheit,<br />

wirklich Qualität zu kaufen? Hinter manch<br />

alter deutscher Marke verbirgt sich nurmehr<br />

die Vermarktungsidee des Namens. Steigt man<br />

tiefer ein, so finden sich auch hier oft nur drittklassige<br />

Uhrwerke unter dem Chassis. Aber<br />

es ist halt eine Branche, die anders tickt als<br />

die von der NASA als einzig weltraumtaugliche<br />

Uhr akzeptierte Omega Speedmaster. By<br />

the way – diese wurde unter hunderten von<br />

Ladenuhren anonym zu dem gemacht, was<br />

sie heute ist. Als Massenprodukt erfüllte sie<br />

einfach alle von der NASA vorab festgelegten<br />

Kriterien.<br />

Aber nochmal zurück zur Notwendigkeit:<br />

Wozu brauche ich als Pilot überhaupt eine<br />

Zeiger-uhr mit Chronograph? In meiner Theorieprüfung,<br />

ich glaube im Jahr 1983, hat der<br />

Prüfungsrat eine Pilotin in spe vor versammelter<br />

Mannschaft bloßgestellt. Originalaussage<br />

an die junge Dame, die eine Digitaluhr trug:<br />

„Wenn Sie zu mir in die theoretische Nachprüfung<br />

im Fach Navigation kommen, dann<br />

fallen Sie garantiert durch!“ Was wollte<br />

der böse Onkel der bajuwarischen Luftfahrtbehörde<br />

damit sagen? Nichts anderes<br />

als: Wenn der Controller sagt,<br />

in ihrer Zehn-Uhr-Position befindet<br />

sich Gegenverkehr und Sie antworten<br />

„Sorry, hab nur `ne digitale Uhr“, dann<br />

kommt das nicht gut an. Aber der<br />

Prüfer hatte damals wohl mehr die<br />

Positionsbestimmung via Sonnenstand<br />

und Stundenzeiger gemeint.<br />

Also wozu dann das Ding am Gelenk?<br />

Ganz einfach: Weil’s toll ausschaut<br />

und dazugehört wie der Pilotenkoffer<br />

und der Fliegeroverall. Und,<br />

nicht zu vergessen, die Sonnenbrille.<br />

Nur so sind wir zeitgemäße Piloten und<br />

als solche auch zu erkennen. Lasst es<br />

weiterticken. Und manchmal zeigt es ja<br />

sogar die richtige Zeit an.<br />

ae<br />

46 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Das Original seit 1988<br />

SPECIAL<br />

in Kooperation mit<br />

Technologie-Vorreiter<br />

Die Erfolgsgeschichte<br />

der Bo 105<br />

Helikopter<br />

Konner K2<br />

Der neue Turbinenhelikopter<br />

aus Italien<br />

Schutzgebühr € 2,60<br />

Technikreport<br />

Das kann die Robinson<br />

R66 Turbine im Einsatz<br />

Der aktuelle Branchenguide <strong>2016</strong>/2017<br />

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[ HELIKOPTER SPECIAL ]<br />

VARIABEL<br />

MODERN<br />

PREISWERT<br />

Die R66 Turbine<br />

hat die R44 als<br />

Robinsons Topmodell<br />

abgelöst.<br />

Fotos: Marzinzik, Robinson Helicopter<br />

Gerhard Marzinzik<br />

Stellvertr. Chefredakteur<br />

<strong>aerokurier</strong><br />

Technik auf dem Stand der Zeit, Kundenorientierung<br />

und Variabilität im Einsatz sind die drei<br />

Säulen für erfolgreiche Hubschrauber.<br />

In diesem Helikopter-Special zeigen wir, wie diese drei Säulen<br />

Robinson-Hubschraubern, von der R22 bis zur R66 Turbine, und<br />

die Bo 105 zu großer Marktakzeptanz verholfen haben.<br />

In den 40 Jahren seines Bestehens hat Robinson Helicopter weltweit<br />

12 000 Hubschrauber verkauft. Der Verkaufspreis für die R22<br />

lag zum Markteintritt bei heute kaum mehr vorstellbaren 40 000<br />

Dollar. Rund 900 000 Dollar kostet jetzt die R66 Turbine, von der<br />

seit 2011 auch schon 720 verkauft wurden.<br />

Eine andere Erfolgsgeschichte hat MBB mit der Bo 105 geschrieben.<br />

55 Jahre nach Entwicklungsbeginn wird der vielseitige Helikopter jetzt bei der Bundes wehr<br />

ausgemustert. Als technologischer Vorreiter mit Rotorblättern in Faserverbundbauweise<br />

und einem gelenklosen Rotorkopf hatte die Bo 105 schnell Karriere gemacht.<br />

Mit der Konner K2 stellen wir den jüngsten Turbinenhubschrauber der Ein-Tonnen-Klasse<br />

vor. Eigentlich hatte der Hersteller allein das Triebwerk entwickeln wollen. Jetzt baut er<br />

den passenden Hubschrauber drumherum.<br />

Inhalt<br />

4 Bo 105<br />

Technik und Geschichte des<br />

ersten Hubschraubers der<br />

jungen deutschen Luftfahrtindustrie<br />

nach dem Krieg<br />

10 R66 Turbine<br />

Was das Topmodell von<br />

Robinson mehr kann als das<br />

Ausgangsmuster R44<br />

14 Robinson<br />

Erfolgsgeschichte eines<br />

Familienbetriebs<br />

16 Konner K2<br />

Ein neuer Hubschrauber der<br />

Ein-Tonnen-Klasse<br />

18 Branchenguide <strong>2016</strong>/2017<br />

Helikopterbetreiber in<br />

Deutschland, Österreich, der<br />

Schweiz und Liechtenstein<br />

22 Impressum<br />

Titelfotos: RBCP/Flavien Duhamel, Robinson Helicopter<br />

Helikopter Special 9/<strong>2016</strong> 3


[ HELIKOPTER SPECIAL ]<br />

4 Helikopter Special 9/<strong>2016</strong>


Messerschmitt-Bölkow-Blohm Bo 105<br />

LADY BO<br />

Die MBB Bo 105 war der erste Hubschrauber der jungen<br />

bundesdeutschen Luftfahrtindustrie. Dank modernster<br />

Technik geriet er gleich zum Erfolgsmodell. 55 Jahre<br />

nach Entwicklungsbeginn wird er bei der Bundeswehr<br />

jetzt ausgemustert.<br />

AUTOR: Toni Ganzmann<br />

Foto: RBCP/Cornelius Braun<br />

Helikopter Special 9/<strong>2016</strong> 5


[ HELIKOPTER SPECIAL ]<br />

[ 1 ]<br />

6 Helikopter Special 9/<strong>2016</strong>


[ 1 ] Looping mit einem Hubschrauber. Das gab es erst mit der für Kunstflug zugelassenen<br />

Bo 105. [ 2 ] Als erster Hubschrauber weltweit erhielt die Bo 105 einen starrem<br />

Rotorkopf ohne Schlag- und Schwenkgelenke als Verbundkonstruktion. Der Rotorkopf<br />

besteht aus einer Titanlegierung mit innenliegenden Elastomerelementen zur Schlagdämpfung.<br />

[ 3 ] Kopfüber: Bei den Flying Bulls führt die Bo 105 dank ihrer Akrotauglichkeit<br />

ein Künstlerdasein.<br />

[ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

Fotos: RBCP/Adam Koch, Toni Ganzmann (2)<br />

Technische Geräte verlieren<br />

in unserer schnelllebigen<br />

Zeit rasch an Interesse. Anders<br />

bei Straßenfahrzeugen.<br />

Sind sie mindestens 30 Jahre alt, so<br />

bezeichnet man sie liebevoll als Oldtimer<br />

und pflegt sie. Bei Luftfahrzeugen<br />

denkt man bei Oldtimern in erster<br />

Linie an Doppeldecker und die<br />

damit verbundenen abenteuerlichen<br />

Geschichten. Und wie sieht es mit<br />

Hubschraubern aus, die in die Jahre<br />

gekommen sind?<br />

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts<br />

hatte Deutschland im Bereich<br />

der Hubschrauberentwicklung<br />

eine führende<br />

Position inne. Aufbauend<br />

auf den Konstruktionen<br />

von Baumgärtl, Hirt, Rüb,<br />

um nur einige deutsche Drehflüglerpioniere<br />

zu nennen, schafften es<br />

schließlich Konstrukteure wie Flettner<br />

und Focke, zuverlässige Senkrechtstarter<br />

zu bauen. Das Flugverbot<br />

der Alliierten nach dem Zweiten<br />

Weltkrieg führte allerdings zu einer<br />

Stagnation, die bis zur Wiederzulassung<br />

des Motorflugs im Mai 1955<br />

anhielt. Dann aber galt es, den Vorsprung<br />

ausländischer Hersteller wie<br />

Sikorski, Kamow, Bell oder Sud Aviation,<br />

aufzuholen. Die Bölkow-Entwicklungen<br />

KG, ein süddeutscher<br />

Luftfahrzeughersteller, sah Anfang<br />

der 1960er Jahre gute Marktchancen<br />

für einen deutschen Hubschrauber,<br />

wenn er sich denn durch folgende<br />

Sicherheitsmerkmale auszeichnete:<br />

Antrieb mit zwei Turbinen, Rotorsystem<br />

ohne Gelenke, Blätter aus Verbundwerkstoff,<br />

hoch liegender Heckrotor,<br />

besondere Langlebigkeit und<br />

Wartungsfreundlichkeit der einzelnen<br />

Komponenten. Der Entwicklungsaufwand<br />

wäre hoch und somit kostenintensiv;<br />

die Bundesregierung aber<br />

signalisierte aus wirtschaftlichen<br />

Gründen Förderwilligkeit und subventionierte<br />

das Projekt mit einem<br />

Darlehen von 60 Prozent, das bei<br />

Markterfolg zurückzuzahlen war. Und<br />

man vereinbarte Risikoteilung mit<br />

Zulieferern, wie zum Beispiel der<br />

Firma ZF Friedrichshafen, die das<br />

Hauptgetriebe auf eigene Kosten<br />

entwickelte.<br />

Im Gegensatz zu allen anderen<br />

Hubschraubern entschied man sich<br />

für ein vierblättriges Rotorsystem,<br />

dessen Kopf aus einem Stück aus<br />

Titan geschmiedet ist und zur Schlagdämpfung<br />

über innenliegende Elastomerelemente<br />

verfügt. Die klassischen<br />

Schlag- und Schwenkgelenke konnten<br />

aufgrund der hohen Elastizität der<br />

aus glasfaserverstärktem Kunststoff<br />

(GFK) gefertigten Blätter entfallen,<br />

und man sparte durch die Verringerung<br />

der Teilezahl im Rotorkopf Kosten.<br />

Im Flug stellte man eine erhöhte<br />

Roll- und Nickdämpfung fest sowie<br />

VON 1407 GEBAUTEN MBB BO 105 SIND<br />

WELTWEIT NOCH 467 EXEMPLARE IM EINSATZ<br />

eine außergewöhnlich gute Manövrierbarkeit.<br />

Als Antrieb sollten die<br />

deutschen MAN-Turbo-5-6022-Turbinen<br />

mit jeweils 375 PS Startleistung<br />

eingesetzt werden. Wegen auftretender<br />

Probleme entschied man sich<br />

bei der Serienfertigung jedoch für<br />

Rolls-Royce/Allison-Wellenturbinen,<br />

die es später in unterschiedlichen<br />

Leistungsstufen ab 390 PS Dauerleistung<br />

gab.<br />

Helikopter Special 9/<strong>2016</strong> 7


[ HELIKOPTER SPECIAL ]<br />

Bei den deutschen und niederländischen Streitkräften fand die<br />

Bo 105 vielfältige Verwendung.<br />

Eine Bo 105 im Rettungseinsatz beim ADAC für den Transport<br />

von Kranken und Verletzten.<br />

Zu ihrem Ausscheiden aus den Streitkräften erhielt diese Bo 105 eine Sonderlackierung.<br />

Von 1978 bis Ende 2014 stand sie bei der Bundeswehr im Dienst.<br />

Bo 105 im Einsatz für<br />

den Truppentransport.<br />

Am 17. Februar 1967 führte Chefpilot<br />

Baron Wilfried von Engelhardt<br />

einen 18 Minuten langen Erstflug mit<br />

einem Prototyp der Bo 105 durch.<br />

Bereits drei Jahre später, die Messerschmitt<br />

AG hatte mittlerweile<br />

Bölkow übernommen und durch Fusion<br />

mit einem Tochterunternehmen<br />

der Schiffswerft Blohm & Voss die<br />

Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH<br />

(MBB) gegründet, erhielt der Hubschrauber<br />

die Musterzulassung vom<br />

Luftfahrt-Bundesamt.<br />

Genau in diese Zeit fiel der Aufbau<br />

eines deutschen Luftrettungswesens,<br />

und ein moderner<br />

Hubschrauber aus<br />

dem eigenen Land war<br />

natürlich sehr willkommen.<br />

So bestellte das Bundesministerium<br />

des Innern (BMI) für ein<br />

flächendeckendes System 18 Bo 105.<br />

Gleichzeitig zeigten einige Länderpolizeien<br />

und die deutschen und<br />

niederländischen Streitkräfte Interesse<br />

an diesem Mehrzweckhubschrauber,<br />

für den bald auch individuelle<br />

Sonderausrüstungen zur Verfügung<br />

standen. Seitens dieser Bedarfsträger<br />

wurden für die Erprobung<br />

kleinere Stückzahlen in Auftrag gegeben.<br />

Zeitgleich erhielt die Bo 105<br />

die Verkehrszulassung in den USA<br />

und Großbritannien, wo sie, mit der<br />

405 PS starken Allison-C20-Turbinen-<br />

Baureihe ausgestattet, hauptsächlich<br />

im Offshore-Bereich eingesetzt werden<br />

sollte.<br />

Um die zivile Bo 105 CB auch im<br />

militärischen Bereich vermarkten zu<br />

können, musste sie den „taktischen<br />

Forderungen“ angepasst werden.<br />

Dazu war die Zellenstruktur zu verstärken,<br />

die Leistungsfähigkeit von<br />

Hauptgetriebe und Heckrotor zu erhöhen<br />

und ein bruchsicheres Kraftstoffsystem<br />

einzubauen. 1974 bestellte<br />

die Königlich Niederländische<br />

Luftwaffe 30 Hubschrauber. Zwei<br />

Jahre später genehmigte der deutsche<br />

Verteidigungsausschuss die Beschaffung<br />

von Bo 105 in der Version als<br />

Aufklärungs- und Verbindungshubschrauber<br />

(VBH). Die Zuverlässigkeit<br />

und konkurrenzlose Manövrierbarkeit<br />

dieses Drehflüglers – er gilt als der<br />

erste, der kontrollierte Loopings fliegen<br />

konnte – prädestinierten ihn<br />

schließlich nach weiteren technischen<br />

Veränderungen als bewaffneten Panzerabwehrhubschrauber<br />

(PAH). Insgesamt<br />

flogen 100 Bo 105 als VBH<br />

und 212 in den PAH-Regimentern.<br />

Über 30 Jahre lang standen diese<br />

problemlosen Hubschrauber im militärischen<br />

Dienst, bis Nachfolgemuster<br />

sie schließlich sukzessive ersetzten.<br />

Ende <strong>2016</strong> stellt die Bundeswehr<br />

FÜR DEN OFFSHORE-EINSATZ IN DEN USA<br />

UND GROSSBRITANNIEN ERHIELT DIE BO 105<br />

EINE 405 PS STARKE ALLISON-TURBINE<br />

ihre letzten Bo 105, die noch zu Ausbildungszwecken<br />

fliegen, endgültig<br />

außer Dienst.<br />

Seit Markteinführung zeigte MBB<br />

potenziellen Großkunden gegenüber<br />

immer wieder hohe Flexibilität und<br />

entwickelte bedarfsträgergerechte<br />

Modellvarianten. So gab es Unterschiede<br />

in der Zellenlänge, Turbinenleistung<br />

und Nutzlast, und es wurden kom-<br />

8 Helikopter Special 9/<strong>2016</strong>


Daten MBB Bo-105-Varianten<br />

Bo 105 C Bo 105 CBS Bo 105 LS Bo 105 M/P<br />

Rumpf (LxBxH cm) 830x158x300 881x158x300 855x158x300 972x158x300<br />

Triebwerk Allison 250- C20 C20B C28C C20BIII<br />

Start-/Dauerleistung (PS) 405/390 425/405 557/507 420/420<br />

Leermasse (kg) 1194 1261 1382 1430/1690<br />

Zuladung (kg) 1106 1039 1018 870/810<br />

max. Abfluggewicht (kg) 2300 2500 2600 2300/2500<br />

Hauptrotor<br />

Vierblatt, GFK, D = 98,4 cm, Blatttiefe 27 cm<br />

Heckrotor<br />

Zweiblatt, halbstarr, D = 192 cm, Blatttiefe 18 cm<br />

Flugleistungen robinson_r44_cadet_new_gen_ad_<strong>aerokurier</strong>__july_issue.pdf V max 270 km/h, best. Steigen senkr. 1 5/23/<strong>2016</strong> ca.3 m/s, 1:35:47 Flugzeit PM2,5<br />

h<br />

Fotos: ADAC, Bundeswehr, Bundeswehr/Sebastian Wilke (2), RBCP/Flavien Duhamel<br />

plette Innenausstattungen für diverse<br />

Anwendungsbereiche angeboten.<br />

Im Rahmen eines Hochgeschwindigkeitsprojektes<br />

erreichte eine Bo 105<br />

sogar die Marke von 400 km/h.<br />

C<br />

Obwohl alle Nutzer mit diesem<br />

M<br />

Mehrzweckhubschrauber überaus<br />

Y<br />

zufrieden waren, erfüllte er im neuen<br />

Jahrtausend bald nicht mehr die ge-Csamten<br />

überarbeiteten europäischen<br />

MY<br />

Betriebsvorschriften für den gewerblichen<br />

Verkehr und durfte im Rettungs-<br />

CY<br />

CMY<br />

dienst nicht mehr eingesetzt werden.<br />

Dennoch sind von 1407 gebauten Bo<br />

K<br />

105 weltweit immer noch 467 im Betrieb.<br />

Sie werden, je nach Restlaufzeit,<br />

heute noch mit mindestens 450000<br />

Euro gehandelt und kosten um die<br />

2000 Euro pro Flugstunde.<br />

Auch solch ein erfolgreicher Hubschrauber<br />

wie die Bo 105, übrigens<br />

der einzige Hubschrauber mit Kunstflugzulassung,<br />

geht den Lauf aller<br />

Dinge: Er wird von neuen Mustern<br />

abgelöst, die stärker und leiser sind,<br />

weniger Treibstoff verbrauchen und<br />

eine bessere Performance bieten. Im<br />

Hubschraubermuseum Bückeburg<br />

wird die Bo 105 aber dauerhaft zu<br />

bewundern sein.<br />

ae<br />

The new R44 Cadet combines the performance and<br />

comfort of the proven R44 Raven I with the economy<br />

and utility of the R22.<br />

• 2 Plus Cargo<br />

• 2400-Hour TBO<br />

• Optional Air Conditioning<br />

• Improved Performance at High Altitudes<br />

• Glass Avionics and SAS / Autopilot Options<br />

$339,000<br />

Introductory Price<br />

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Helikopter Special 9/<strong>2016</strong> 9


[ HELIKOPTER SPECIAL ]<br />

Robin R66<br />

ROBINSON<br />

AUTOR: Toni Ganzmann<br />

Lange hat es gedauert, bis die R66<br />

Turbine die EASA-Zertifizierung erhalten<br />

hat. Was die R66 dem Piloten abfordert,<br />

hat sich Toni Ganzmann angesehen.<br />

Flugplatz Bonn/Hangelar. Zwei<br />

knallrote Robinson-Hubschrauber<br />

glänzen im Sonnenlicht<br />

vor den Hallentoren<br />

der Firma Air Lloyd. Zwei R44, denke<br />

ich zuerst, bis mir Unterschiede<br />

im Heckbereich der Zellen und in der<br />

Beschriftung auffallen: Einer der beiden<br />

ist die neue, fünfsitzige R66 Turbine!<br />

Ein Anruf bei Air Lloyd genügt,<br />

und Frau Lorenz, die oberste Qualitätsmanagerin<br />

des Unternehmens,<br />

vermittelt sofort ein Gespräch mit<br />

dem Geschäftsführer Dieter Klein.<br />

Schon wenige Tage später steht die<br />

rote R66 für einen Flug bereit. Mir<br />

wird Helmut Appelfeller, der Flugbetriebs-<br />

und Ausbildungsleiter der<br />

Firma, zur Seite gestellt, und ich bekomme<br />

während der Vorflugkontrolle<br />

von ihm eine Druckbetankung mit<br />

Fakten und Details. „Im Vergleich zur<br />

R44 ist dieser Hubschrauber rund 20<br />

10 Helikopter Special 9/<strong>2016</strong>


MIT TURBINE<br />

Zentimeter breiter und höher“, erklärt<br />

er. Und weiter: „Das Rotorsystem ist<br />

identisch, nur die Blatttiefe ist um<br />

vier Zentimeter gewachsen.“<br />

Um den Rotorkopf zu überprüfen,<br />

bedarf es keiner Leiter, denn es gibt<br />

Klappen, deren Rahmen als Trittstufen<br />

verstärkt sind. Ebenfalls genial<br />

durchdacht: Wird der Tankdeckel<br />

nicht richtig verschlossen, geht die<br />

Abdeckklappe nicht zu, und diese<br />

wird elektrisch überwacht. Das gilt<br />

auch für die Gepäckraumtüre. Hilfreich<br />

beim Check ist auch die Beleuchtung<br />

der Ölschaugläser im Getrieberaum.<br />

Bei abgenommener Cowling liegt das<br />

Triebwerk RR-300 völlig frei und lässt<br />

erkennen, dass es eigentlich eine<br />

Turbine der Allison-250-Familie ist.<br />

Die Firma Rolls-Royce, die die amerikanische<br />

Allison Engine Company<br />

übernommen hat, veränderte im Wesentlichen<br />

an dem bewährten Basismuster<br />

lediglich den Kompressorbe-<br />

Foto: Toni Ganzmann<br />

Helikopter Special 9/<strong>2016</strong> 11


[ HELIKOPTER SPECIAL ]<br />

[ 1 ]<br />

Auch die R66 Turbine<br />

fliegt mit Zweiblattrotor.<br />

reich. Sie schuf ein nur 91 Kilogramm<br />

wiegendes Aggregat, das für Robinson<br />

auf 224 PS Dauerleistung reduziert<br />

wurde, um in keiner Situation<br />

an die Leistungsgrenze zu stoßen.<br />

Der Verbrauch im Normalbetrieb liegt<br />

bei 80 Litern Kerosin je Stunde. Zur<br />

Verfügung stehen 279 Liter.<br />

Im Innenraum der Zelle hat der<br />

amerikanische Hersteller keine gravierenden<br />

Neuerungen eingeführt,<br />

nur die hintere Sitzreihe erhielt einen<br />

dritten Platz. Dieser macht allerdings<br />

keinen vollwertigen Eindruck, sondern<br />

gleicht eher einem Notsitz. Da die<br />

R66 auch einen passablen Gepäckraum<br />

hat, der mit 136 Kilogramm beladen<br />

werden darf, muss der Pilot genau<br />

kalkulieren, wie er bei vollem Tank<br />

die mögliche Zuladung von 379 Kilogramm<br />

verteilt.<br />

General Control Unit<br />

statt FADEC-Computer<br />

Bei einem Turbinenhubschrauber<br />

älterer Bauart muss der Anlassvorgang<br />

des Triebwerks immer genau verfolgt<br />

werden, um die richtigen Arbeitsschritte<br />

zum richtigen Zeitpunkt<br />

durchzuführen. Eine erhebliche Vereinfachung<br />

brachte die Entwicklung<br />

des FADEC (Full Authority Digital<br />

Engine Control). Hier übernimmt ein<br />

Bordcomputer die Überwachung und<br />

Steuerung der Turbine. Frank Robinson,<br />

kein Freund komplexer Elektronik,<br />

hat einen anderen, aber für<br />

den Piloten ebenfalls einfachen Weg<br />

gefunden: die GCU (Generator Control<br />

Unit). Durch einmaliges Drücken<br />

des Starterknopfs dreht der elektrische<br />

Anlasser die Turbine hoch. Steht die<br />

Kompressordrehzahl N1 bei 15 Prozent,<br />

muss die Kraftstoffzufuhr manuell<br />

mittels eines Zugknopfs am Panel<br />

geöffnet werden. Automatisch erfolgt<br />

dann die Zündung und bei Erreichen<br />

von 58 Prozent die Abschaltung des<br />

Anlassers.<br />

Eine Elektronikeinheit gibt es aber<br />

doch: die EMU (Engine Monitoring<br />

Unit). Sie zeichnet permanent die<br />

Parameter Drehmoment, Abgastemperatur,<br />

N1- und N2-Drehzahl auf und<br />

zeigt mit Blinksignalen an, wenn<br />

Grenzwerte überschritten werden<br />

oder wenn ein Sensorausfall vorliegt.<br />

Mittels eines Auslesegerätes können<br />

am Boden alle Details abgerufen<br />

werden.<br />

Die R66 ist bereits seit 2011 auf<br />

dem Weltmarkt, nur in Europa kam<br />

sie erst später ins Angebot. Der Grund:<br />

Die EASA verlangte für die Steuerhydraulik<br />

des Hubschraubers ein Ersatzsystem.<br />

Das Fliegen ist aber auch<br />

ohne hydraulische Unterstützung noch<br />

möglich. Das in die Zertifizierung<br />

einzubringen, dauerte bis Mai 2015.<br />

Wilbert Schmitz, Geschäftsführer<br />

der Firma Helitec in Kassel, dem einzigen<br />

Service Center in Deutschland,<br />

das sowohl von Robinson, als auch<br />

von Rolls-Royce autorisiert ist und<br />

zusätzlich Fachtechniker ausbilden<br />

darf, erklärt, dass nach 100 Betriebsstunden<br />

hauptsächlich Sichtkontrollen<br />

der Steuerorgane und der Struk-<br />

12 Helikopter Special 9/<strong>2016</strong>


[ 1 ] Die Robinson R66 Turbine in den USA im Einsatz bei der Polizei. Von dem Muster<br />

hat Robinson Helicopter seit der Markteinführung 2011 bereits 720 Exemplare verkauft.<br />

[ 2 ] Blick über das Panel der R66. Statt einer FADEC-kontrollierten Turbine wird dem<br />

Piloten hier der Startvorgang des Triebwerks mit einer Generator Control Unit erleichtert.<br />

Die Engine Monitoring Unit überwacht Drehmoment, Abgastemperatur, N1- und<br />

N2-Drehzahl und zeichnet die Daten auf.<br />

[ 2 ]<br />

Fotos: Toni Ganzmann, Robinson Helicopter<br />

tur durchgeführt werden und bei der<br />

200er- und 400er-Kontrolle im Wesentlichen<br />

das Triebwerk gewartet<br />

wird. Für diese Arbeiten werden<br />

jeweils drei bis vier Tage veranschlagt<br />

und zwischen 2000 und 3000 Euro<br />

berechnet.<br />

Sicher dank des sehr<br />

wirksamen Heckrotors<br />

Wo liegen nun die Vorteile der<br />

Turbinen-Robinson? Im Klassenvergleich<br />

ist dieser Hubschrauber derzeit<br />

der jüngste. Obwohl er nicht der<br />

größte ist, bietet er eine relativ hohe<br />

Zuladung und einen großen, gut<br />

beladbaren Gepäckraum. Ein besonders<br />

wichtiges Sicherheitsmerkmal<br />

ist die außergewöhnlich hohe Wirksamkeit<br />

des Heckrotors, der nur minimale<br />

Pedaleingaben fordert und<br />

selbst bei starkem Seitenwind im<br />

Bodenbereich nicht an seine Grenzen<br />

gerät.<br />

Der Basispreis von ungefähr 900 000<br />

Euro für die Standardausführung liegt<br />

im unteren Preissegment vergleichbarer<br />

Modelle. Als Zusatzausstattung<br />

können Pop-out-Floats, Klimaanlage,<br />

Autopilot und IFR-Instrumentierung<br />

mitbestellt werden.<br />

ae<br />

Daten Robinson R66<br />

Hersteller: Robinson Helicopter Company Triebwerk:<br />

Rolls-Royce RR300 mit 270 PS Startleistung<br />

Rotoren<br />

Hauptrotor-Durchmesser<br />

Heckrotor-Durchmesser<br />

Abmessungen<br />

Länge<br />

Höhe<br />

Massen und Mengen<br />

maximale Startmasse<br />

Leermasse<br />

Tank (ausfliegbar) <br />

Flugleistungen<br />

V max <br />

V Reise <br />

Reichweite<br />

10,06 m<br />

1,52 m<br />

11,65 m<br />

3,48 m<br />

1225 kg<br />

581 kg<br />

279 l<br />

260 km/h<br />

225 km/h<br />

600 km


[ HELIKOPTER SPECIAL ]<br />

Die Robinson R66 mit Sonderausstattung,<br />

Kameras und<br />

Scheinwerfer, für Polizeiaufgaben.<br />

Fotos: Robinson Helicopter<br />

Firmengründer Frank<br />

Robinson (85) hat<br />

inzwischen die Geschäfte<br />

Sohn Kurt übertragen.<br />

Der Robinson-Club<br />

Fast 40 Jahre ist es her, dass Frank Robinson<br />

seine Firma gründete, um die Idee des kostengünstigen<br />

Hubschraubers zu realisieren.<br />

Kennen Sie Robinson-Hubschrauber?“<br />

„Klar“, werden Sie jetzt<br />

antworten, „das sind doch die<br />

kleinen Dinger, die man so häufig<br />

sieht.“ Und das ist richtig, denn das<br />

Unternehmen hat weltweit über 12 000<br />

Hubschrauber verkauft – und eine<br />

langjährige Erfolgsstory geschrieben.<br />

Klein angefangen<br />

„Ich hatte immer eure Volkswagen<br />

als Vorbild“, erzählte mir Frank Robinson,<br />

als ich ihn vor neun Jahren<br />

einmal in Torrance, Kalifornien, ganz<br />

privat besuchen durfte. Er hatte sich<br />

einen leichten, zweisitzigen Hubschrauber<br />

vorgestellt, der den Farmern<br />

in den USA und in Australien die<br />

Arbeit auf ihren weitläufigen Arealen<br />

erleichtern sollte. So konzipierte er<br />

schon während seines Studiums der<br />

Luft- und Raumfahrttechnik einen<br />

einfachen Hubschrauber und realisierte<br />

die Entwürfe auf dem buchstäblichen<br />

Garagenhinterhof. „Ich<br />

habe bei Cessna, bei Kaman und bei<br />

Hughes in den Entwicklungsabteilungen<br />

gearbeitet und alle meine<br />

Prototypen vorgeflogen“, berichtete<br />

Frank Robinson weiter. „Aber alle<br />

wollten nur an die Großaufträge der<br />

Regierung kommen und glaubten<br />

nicht an die Marktchance eines kleinen<br />

kostengünstigen Hubschraubers.“<br />

So gründete er 1979 sein eigenes<br />

Unternehmen und bekam für die mit<br />

einem 160 PS starken Lycoming-<br />

Kolbenmotor angetriebene R22 die<br />

Verkehrszulassung der FAA. Bereits<br />

im Gründungsjahr konnte Robinson<br />

acht Hubschrauber, 1980 schon 78<br />

und im Jahr darauf 176 Stück verkaufen.<br />

Der Verkaufspreis lag bei<br />

40 000 Dollar. „Weil das Geschäft so<br />

gut lief“, erinnerte er sich, „konnten<br />

wir auch auf Kundenwünsche eingehen<br />

und die R22 mit einem stärkeren<br />

Motor, umfangreicher Avionik<br />

und Floats anbieten.“ In Vollausstattung<br />

wurden dann zirka 100 000 Dollar<br />

für die R22 fällig. Das Rekordjahr<br />

war 1991: Robinson verkaufte über<br />

400 Hubschrauber – mehr als alle<br />

etablierten Konkurrenten zusammen!<br />

Die R22 zeichnete sich durch Robustheit,<br />

Zuverlässigkeit und niedrige<br />

Wartungskosten aus und wird<br />

noch heute, hauptsächlich für den<br />

landwirtschaftlichen Einsatz in Australien,<br />

produziert.<br />

Der große Bruder<br />

Mitte der 80er Jahre, Frank Robinson<br />

wollte nicht wie alle anderen<br />

Mitbewerber am Rüstungsgeschäft<br />

teilnehmen, konzentrierte sich die<br />

Entwicklungsabteilung seines mittlerweile<br />

über 400 Mann starken Unternehmens<br />

auf eine größere Version<br />

der R22. „Von staatlichen Organisationen<br />

und in der Tourismusbranche<br />

wurde überwiegend der 600 000 Dollar<br />

teure Jet Ranger von Bell geflogen.<br />

Wenn wir da leistungsmäßig mithalten,<br />

aber preislich deutlich darunter<br />

liegen, dann steigen viele zu uns um“,<br />

spekulierte Robinson damals. 1993<br />

kam die viersitzige R44 mit einem<br />

225 PS starken Lycoming-Kolbenmotor<br />

für weniger als 300 000 Dollar auf<br />

den Markt. Wie bereits bei der kleinen<br />

Schwester gab es bald auch für die<br />

R44 technische Varianten und Spezialausstattungen<br />

für unterschiedliche<br />

Bedarfsträger. Mit 6400 verkauften<br />

Geräten wurde auch dieser Typ<br />

zum meistverkauften zivilen Leichthubschrauber<br />

der Welt.<br />

Der starke Bruder<br />

Mein Nachmittag mit Frank Robinson<br />

gipfelte damals ganz unvorhergesehen<br />

in einem Besuch seiner<br />

14 Helikopter Special 9/<strong>2016</strong>


Mit der R22 gelang<br />

Robinson Hellicopter ein<br />

Verkaufsschlager.<br />

Entwicklungsabteilung, in der ein<br />

Prototyp der noch geheimen R66 stand.<br />

Natürlich durfte ich keine Details darüber<br />

berichten, aber ich konnte mich<br />

reinsetzen und mir alles ganz genau<br />

ansehen und erklären lassen. „Alle<br />

wollen heutzutage Turbinen. Also<br />

wird es auch einen Robinson mit Turbine<br />

geben“, stellte Frank Robinson<br />

klar. Die Basis war mit der R44 ja<br />

vorhanden. Die Zelle wurde etwas<br />

vergrößert, fünf Sitzplätze, ein großer<br />

Gepäckraum geschaffen und eine<br />

Rolls-Royce-RR300-Turbine mit fast<br />

300 PS Leistung eingebaut. 2010 erhielt<br />

die R66 die amerikanische Verkehrszulassung<br />

und 2014 die europäische.<br />

Rund 900 000 Dollar (ca. 804 000 Euro)<br />

kostet der Hubschrauber, von dem<br />

bisher 720 verkauft worden sind.<br />

Auch die R66 errang weltweit die<br />

Führungsposition unter den zivilen<br />

Leichthubschraubern mit Turbine.<br />

Mit Markteinführung der R66 vor<br />

sechs Jahren übergab Frank Robinson<br />

die Geschäfte an seinen Sohn<br />

Kurt und schied im Alter von 80 Jahren<br />

aus dem aktiven Geschäftsleben<br />

aus. Da Robinson Helicopter ein Familienbetrieb<br />

geblieben ist, steht zu<br />

erwarten, dass die überaus erfolgreiche<br />

Geschäftsphilosophie fortgeführt<br />

wird.<br />

ae<br />

Die Serienproduktion der<br />

R66 Turbine lief 2011 an.<br />

Verkauft wurden bislang<br />

bereits 720 Exemplare.<br />

28•29<br />

September<br />

<strong>2016</strong><br />

BA106<br />

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ADS SHOW est cofinancé par l’Union<br />

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Aquitaine avec les Fonds européen<br />

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sera fixé par décret en conseil d’État avant le<br />

1 er octobre <strong>2016</strong> suite à l’avis du Conseil régional.<br />

Territoires&co<br />

Communication des Entreprises et des Institutions<br />

TERRITOIRES&CO – RCS 389 820 382B – Juillet <strong>2016</strong> – Crédits photos : Manuel Pédousseau / ADS SHOW 2014


[ HELIKOPTER SPECIAL ]<br />

Konner K2<br />

Helikopter<br />

vom Turbinenmacher<br />

Im Gegensatz zur Automobilindustrie ist es bei Luftfahrzeugherstellern<br />

üblich, die Antriebsaggregate nicht selbst zu entwickeln, sondern diese<br />

dazuzukaufen. Konner macht die Ausnahme.<br />

Sergio Bortoluz, Inhaber des<br />

Unternehmens Konner im<br />

oberitalienischen Amaro, baut<br />

und wartet eigentlich Wasser- und<br />

Windkraftturbinen zur Stromerzeugung.<br />

Vor fast 15 Jahren erweiterte<br />

er seinen Arbeitsbereich und<br />

befasste sich fortan auch mit Gasturbinen.<br />

„Da gibt es ja nur große<br />

leistungsstarke Turbinen“, sagt er.<br />

„Für leichte Hubschrauber und<br />

Flugzeuge braucht man aber nicht<br />

mehr als 250 PS.“ Also setzte er<br />

sich zum Ziel, eine moderne Turbine<br />

mit gutem Leistungsgewicht<br />

zu entwickeln. Herausgekommen<br />

ist die TK-250, ein ausgesprochenes<br />

Leichtgewicht von nur 53 Kilogramm,<br />

inklusive Öl, Filter und<br />

Batterie. Die mit einer Ringbrennkammer<br />

und neun Einspritzdüsen<br />

arbeitende Turbine kann über 250<br />

PS Leistung erzeugen und verbraucht<br />

zwischen 50 und 60 Liter<br />

Treibstoff je Stunde. „Unsere Turbine<br />

erbringt diese Leistung mit<br />

handelsüblichem Dieselkraftstoff“,<br />

erklärt Sergio stolz, „das hat Vorteile<br />

dank der weltweiten Verfügbarkeit<br />

und bei Unfällen wegen<br />

der explosionsfreien Abbrennung.“<br />

Geringe Nachfrage nach<br />

der Turbine TK-250<br />

Obwohl die EASA-konforme<br />

TK-250 ihre Einsatztauglichkeit in<br />

über 7000 Flugstunden in eigens<br />

dafür umgerüsteten Hubschraubern<br />

nachgewiesen hat, ist es der Firma<br />

Konner nicht gelungen, ihr Triebwerk<br />

in größeren Stückzahlen an<br />

Luftfahrzeughersteller zu verkaufen.<br />

Daher baute man 2011 um die<br />

Turbine herum einen zweisitzigen<br />

Hubschrauber, der K1. Dieser hat<br />

sich zwar bisher über zwanzig Mal<br />

in den asiatischen und australischen<br />

Raum verkaufen lassen, bot aber<br />

für die speziellen Anwendungen<br />

interessierter Großkunden nicht<br />

ausreichend Platz. „Also vergrößerten<br />

wir einfach die Zelle um<br />

eine zweite Sitzreihe – Leistung<br />

haben wir ja mehr als genug“,<br />

erläutert der Firmenchef lächelnd.<br />

Die K2 war geboren.<br />

Die K2 erhielt nicht nur weitere<br />

Sitze. Der gesamte Hubschrauber,<br />

einschließlich Heckrotorwelle,<br />

besteht nunmehr aus Carbonwerkstoff,<br />

wodurch er, ganz im Gegensatz<br />

zu den Mitbewerbern, salzwasserresistent<br />

geworden ist. Die<br />

Rotorblätter mit optimiertem Profil<br />

sind auf 7,80 Meter Länge gewachsen<br />

und laufen mit fast zehn<br />

Prozent niedrigerer Drehzahl.<br />

Das Einsteigen gestaltete sich<br />

noch etwas mühsam, wird sich<br />

aber verbessern, wenn die Vordersitze<br />

weiter zurückversetzt sind.<br />

Einmal Platz genommen, stelle ich<br />

fest, wie viel mehr Raum im Cockpit<br />

der K2 im Vergleich zur K1 zur<br />

Verfügung steht. Alle Bedienungselemente<br />

sind gut erreichbar und<br />

stören weder optisch noch physisch.<br />

Die Rundumsicht ist hervorragend<br />

und wird noch mal verbessert,<br />

wenn die Fensterelemente im Fußbereich<br />

realisiert sind.<br />

Das Anlassen der Turbine ist<br />

denkbar einfach: Ich lege einen<br />

Kipphebel am Panel von OFF auf<br />

IDLE um, und nach ein paar Sekunden<br />

Ruhe beginnt der elektrische<br />

Anlassermotor geräuschvoll<br />

zu laufen und dreht auch gleich<br />

das Rotorsystem mit. Während bei<br />

anderen Herstellern in diesem<br />

Moment sofort die volle Stromstärke<br />

von über 300 Ampere durchgeschaltet<br />

wird, sorgt hier die<br />

Elektronik dafür, dass erst einmal<br />

schonende sechs Ampere fließen<br />

16 Helikopter Special 9/<strong>2016</strong>


<strong>aerokurier</strong>-Autor Toni<br />

Ganzmann (li.) mit Konner-<br />

Chef Sergio Bortoluz nach<br />

dem Testflug mit der K2.<br />

Zur Konner-Turbine TK-250<br />

gibt es jetzt mit der K2 einen<br />

Hubschrauber mit wahlweise<br />

vier Sitzen oder Ladefläche.<br />

Gerät zu bekommen. Dann nehme<br />

ich Fahrt auf und folge einem breiten<br />

Flussbett. Jetzt ist Platz genug<br />

für Steilkurven, Quick stops und<br />

Zielanflüge. Dabei stelle ich fest,<br />

dass die Pedalwirkung noch nicht<br />

optimal ist. Trotzdem lässt sich der<br />

Hubschrauber schon gut und sicher<br />

steuern. Er nimmt verzugslos Fahrt<br />

auf und bleibt auch bei heftigem<br />

Ziehen am Kollektiv leicht beherrschbar.<br />

Im Geradeausflug<br />

treten ab rund 80 Knoten Vibrationen<br />

auf, die mit der Einstellung<br />

der großen Finne am Heckausleger<br />

zusammenhängen. Trotzdem ist<br />

das Handling für ein so junges<br />

Fluggerät erstaunlich gut.<br />

Fotos: Toni Ganzmann<br />

und langsam immer mehr. Bei 100<br />

U/min am Getriebeausgang schaltet<br />

das FADEC (Full Authority<br />

Digital Engine Control) die Treibstoff-einspritzung<br />

zu und zündet,<br />

bis 400 U/min anliegen. Bei 1000<br />

Umdrehungen wird automatisch<br />

der Anlassermotor zum Generator<br />

umgeschaltet und lädt die Batterie.<br />

Mit 1800 U/min, entsprechend<br />

78 Prozent Leistung, hat das Triebwerk<br />

seine Leerlaufdrehzahl erreicht<br />

und wird über zwei Einspritzdüsen<br />

am Leben erhalten.<br />

Ich warte, bis die grüne LED<br />

aufleuchtet und mir „Start frei“<br />

signalisiert – jetzt kann ich den<br />

Hebel auf FLY umlegen.<br />

Das alles dauert eine knappe<br />

Minute, und es steht nun die volle<br />

Turbinenleistung zur Verfügung.<br />

Ich ziehe langsam am Kollektiv und<br />

gebe, weil das Rotorsystem rechtsdrehend<br />

ist, vorsorglich schon<br />

etwas rechtes Pedal und warte,<br />

bis der Hubschrauber mit ungefähr<br />

800 Kilogramm Gesamtgewicht<br />

weich wird. In zwei Metern Höhe,<br />

also noch im Bodeneffekt, kann ich<br />

die K2 ruhig im Schwebeflug hal-<br />

ten, obwohl die Windverhältnisse<br />

auf dem Hof des Betriebes jetzt<br />

ziemlich unruhig sind. Ich ziehe<br />

stärker und steige über das Hausdach<br />

hinaus. Hier, immer noch über<br />

der Landeplatte, übe ich einige<br />

Drehungen, um Gefühl für das<br />

Daten Konner K2<br />

Hersteller: Konner Srl., Amaro, Italien,<br />

Sitzplätze: 2 + 2,<br />

Bauweise: Faserverbund<br />

Antrieb<br />

HerstellerKonner<br />

Typ <br />

TK-250<br />

Leistung<br />

184 kW / 250 PS<br />

Treibstoff Diesel, Biodiesel, Kerosin F1, F4<br />

Rotor (cm) 780, Dreiblatt, Carbon<br />

Abmessungen<br />

L x B x H 7,25 x 1,80 x 2,75 m<br />

Heckrotordurchmesser 1,38 m<br />

Massen und Mengen<br />

Leermasse<br />

290 kg<br />

max. Abflugmasse<br />

1050 kg<br />

Tankvolumen<br />

220 l<br />

Flugleistungen<br />

VReise<br />

130 kts<br />

VNE<br />

150 kts<br />

max. Steigen<br />

2000 ft/min<br />

Ansprechende Leistung<br />

bei 60 l/h Verbrauch<br />

Nach dem Flug liest Erich Dario,<br />

der verantwortliche Projektleiter,<br />

alle im Sekundentakt aufgezeichneten<br />

Messwerte aus und<br />

zeigt mir am Rechner, wie sich die<br />

Abgastemperatur im Verhältnis zu<br />

Torque, Pitch und Geschwindigkeit<br />

verändert hat und wie der Kraftstoffverbrauch<br />

damit zusammenhängt.<br />

Interessant finde ich die<br />

Feststellung, dass bei 80 Knoten<br />

Reisefluggeschwindigkeit nur 100<br />

PS und im voll beladenen Schwebeflugzustand<br />

185 PS benötigt<br />

werden. Je nach Flugmanöver<br />

nimmt sich die Turbine zwischen<br />

0,8 und 1,2 Liter Diesel pro Minute.<br />

Durchschnittlich also 60 Liter<br />

pro Stunde, und das für über 200<br />

PS Dauerleistung!<br />

Die K2 ist ein Hubschrauber in<br />

der Eintonnenklasse. Ausgestattet<br />

mit moderner Sonarelektronik,<br />

wäre eine Einsatzmöglichkeit die<br />

Stationierung auf industriellen<br />

Fischtrawlern. Ihre außergewöhnlichen<br />

Leistungsreserven, die Unempfindlichkeit<br />

gegenüber salzhaltiger<br />

Luft und die Verwendung<br />

von Dieselkraftstoff, der auf Schiffen<br />

ohne zusätzliche Sicherheitsvorkehrung<br />

mitgeführt werden<br />

kann, prädestinieren ihn für diesen<br />

Arbeitsbereich auf dem Meer.<br />

Fast schon ein Alleinstellungsmerkmal<br />

ist der angestrebte Preis<br />

von 420000 Euro. Im Rahmen der<br />

TBO von 2000 Stunden bietet das<br />

Unternehmen auch eine weltweite<br />

Ersatzteilgarantie für 37,50<br />

Euro je Flugstunde.<br />

ae<br />

Toni Ganzmann


[ HELIKOPTER SPECIAL ]<br />

Geschäftsführer<br />

Denis Link von AMS<br />

Mannheim bei<br />

der Wartung eines<br />

Heckrotors.<br />

Die diesjährige, aktualisierte<br />

Auflage der<br />

Branchenübersicht<br />

umfasst Unternehmen<br />

aus dem gesamten<br />

zivilen Einsatzspektrum<br />

des Helikopters.<br />

Dazu zählen Schulung,<br />

Personentransport<br />

und diverse<br />

Formen der Luftarbeit,<br />

darunter Lastflüge<br />

und Luft rettung.<br />

Ergänzt wird die Liste<br />

durch Werften und<br />

Instandhaltungsbetriebe.<br />

BRANCHENGUIDE <br />

in Deutschland, Helikopterunternehmen<br />

Österreich, der<br />

<strong>2016</strong>/2017<br />

Schweiz und Liechtenstein<br />

PLZ 0<br />

Deutschland<br />

OOAeroheli International<br />

GmbH & Co. KG<br />

Flugschule, Rundflüge, Luftarbeit,<br />

Kontrolle von Öl- und Gasleitungen,<br />

Personentransport<br />

Am Flugplatz 3,<br />

03058 Neuhausen/Spree<br />

Tel.: +49 (0)35605 429800<br />

E-Mail: info@aeroheli.de<br />

www.aeroheli.de<br />

OOAir Lloyd<br />

Flugschulung, Taxiflüge, Foto- und<br />

Filmflüge, Überwachungsflüge,<br />

Transportflüge<br />

Helikopterbasis:<br />

Flugplatz Halle/Oppin<br />

06188 Oppin<br />

Tel.: +49 (0)34604 3<strong>09</strong>14<br />

E-Mail: info@airlloyd.de<br />

www.airlloyd.de<br />

PLZ 1<br />

OODHD Heliservice GmbH<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Flugschulung, Werft<br />

Am Bahnhof, 14550 Groß Kreutz<br />

Tel.: +49 (0)33207 32457<br />

E-Mail: DHD-Heliservice@t-online.de<br />

www.dhd-heliservice.de<br />

OOSky Heli<br />

Personentransport, Luftarbeit, Leitungskontrollflüge,<br />

Vermessungsflüge,<br />

Frachttransport, Ambulanzflüge,<br />

Offshore-Einsätze, Flugschulung,<br />

Forschungs- und Entwicklungsbetrieb<br />

Flugplatz, Haus 3,<br />

14959 Trebbin<br />

Tel.: +49 (0)33731 70299-0<br />

E-Mail: info@skyheli.de<br />

www.skyheli.de<br />

OOHFD<br />

Flugschulung, Rundflüge<br />

Am Flugplatz,<br />

14959 Trebbin<br />

Tel.: +49 (0)33731 14055<br />

E-Mail: hfdgmbh@t-online.de<br />

www.flugschulung.de<br />

OOFJS-Helicopter<br />

Lufttransport<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Luftarbeit, Ambulanzflüge<br />

Helikopterbasis:<br />

FJS Neubrandenburg<br />

Flughafenstraße 1A<br />

17039 Trollenhagen<br />

Tel: +49 (0)359 4691984<br />

E-Mail: info@fjs-helicopter.de<br />

www.fjs-helicopter.de<br />

OOFJS-Helicopter<br />

Lufttransport<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Luftarbeit, Ambulanzflüge<br />

Helikopterbasis:<br />

FJS Schwerin<br />

Am Flugplatz 1<br />

19065 Pinnow<br />

Tel: +49 (0)3860 6404<br />

E-Mail: info@fjs-helicopter.de<br />

www.fjs-helicopter.de<br />

PLZ 2<br />

OOOne Two Aviation<br />

Flugschulung, Personen- und<br />

Materialtransport, Film- und Fotoflüge,<br />

CAMO<br />

• Willhoop 1, 22453 Hamburg<br />

Tel.: +49 (0)40 67958270<br />

• Flugplatz, 25492 Heist<br />

Tel.: +49 (0)32 213222000<br />

E-Mail: hamburg@onetwo-aviation.de<br />

www.onetwo-aviation.de<br />

OOKMN koopmann<br />

helicopter gmbh<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Vermessungsflüge, Filmflüge,<br />

Luftarbeit, Offshore-Flüge, Werft<br />

Kamerland 14,<br />

25358 Sommerland<br />

Tel.: +49 (0)4126 38903<br />

E-Mail: mail@kmn-helicopter.de<br />

www.kmn-helicopter.de<br />

Foto: AMS Mannheim<br />

18 Helikopter Special 9/<strong>2016</strong>


OONordcopters<br />

Rundflüge, Flugschule, Charter<br />

Bültenkoppel,<br />

Flugplatz Uetersen/Heist<br />

25492 Heist<br />

Tel.: +49 (0)4122 976178<br />

E-Mail: Info@Nordcopters.com<br />

www.nordcopters.de<br />

OOWIKING<br />

Helikopter Service GmbH<br />

Personentransport, Offshore-Flüge<br />

JadeWeserAirport,<br />

26452 Sande-Mariensiel<br />

Tel.: +49 (0)4421 2990<br />

E-Mail: carsten.michels@wikinghelikopter.de<br />

www.wiking-helikopter.de<br />

OONorthern Helicopter<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Ambulanzflüge, Offshore-Flüge<br />

Gorch-Fock-Str. 103,<br />

26721 Emden<br />

Tel.: +49 (0)4921 937440<br />

E-Mail: info@northernhelicopter.de<br />

www.northernhelicopter.de<br />

OOHeli Service International<br />

Luftarbeit, Werft, CAMO<br />

Gorch-Fock-Straße 105,<br />

26721 Emden<br />

Tel.: +49 (0)4921 3680110<br />

E-Mail: info@heliservice.de<br />

www.heliservice.de<br />

OOHTM Helicopter Travel<br />

Munich<br />

Personen- und Frachttransporte,<br />

Film- und Fotoflüge, Flugschulung,<br />

Rettungsflüge<br />

Helikopterbasis Emden:<br />

Gorch-Fock-Straße 107<br />

26725 Emden<br />

Tel.: +49 (0)4921 586826<br />

E-Mail: office-emden@helitravel.de<br />

Helikopterbasis Borkum:<br />

Goedeke-Michel-Straße 11<br />

26757 Borkum<br />

Tel.: +49 (0)172 8297519<br />

E-Mail: office-borkum@helitravel.de<br />

Helikopterbasis Helgoland:<br />

Rickmer-Bock-Wai 1230<br />

27498 Helgoland<br />

E-Mail: office-helgoland@helitravel.de<br />

www.helitravel.de<br />

OODL Helicopter Technik<br />

GmbH<br />

Flugschulung, Werft, CAMO<br />

Walter-Carstens-Straße 1<br />

27639 Wurster Nordseeküste<br />

Tel.: +49 (0)474 981880<br />

E-Mail: dl@dlhelicopter.com<br />

www.dlhelicopter.com<br />

Flugplatzstraße, 34379 Calden<br />

Tel.: +49 (0)5674 701-0<br />

E-Mail: zfl.marketing@zf.com<br />

www.zf.com/luftfahrt<br />

PLZ 4<br />

OOHeliJet Charter<br />

Geschäftsreisen, Luftwerbung,<br />

Offshore-Flüge<br />

Flugplatz 21, 44319 Dortmund<br />

Tel.: +49 (0)231 6106210<br />

E-Mail: info@helijet-charter.de<br />

www.helijet-charter.de<br />

OOAveo Air Service<br />

Rundflüge, Charter, Flugschulung,<br />

Eventflüge<br />

Brunshofstr. 3,<br />

45470 Mülheim a. d. Ruhr<br />

Tel.: +49 (0)208 59436673<br />

E-Mail: info@aveoair.com<br />

www.aveoair.com<br />

OOFJS-Helicopter<br />

Lufttransport<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Luftarbeit, Ambulanzflüge<br />

Benediktstr. 17, 49401 Damme<br />

Tel.: +49 (0)5491 1049<br />

E-Mail: info@fjs-helicopter.de<br />

www.fjs-helicopter.de<br />

PLZ 5<br />

OOS.P. Helicopter Service/<br />

S.P. Luftbild<br />

Agrarflug, Kontrolle von<br />

Hochspannungsleitungen<br />

Auf der Hohl 2, 53547 Dattenberg<br />

Tel.: +49 (0)2644 56080<br />

E-Mail: info@helicopter-service.de<br />

www.helicopter-service.de<br />

E-Mail: info@sp-luftbild.de<br />

www.sp-luftbild.de<br />

R66 Turbine<br />

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Flugschulung, Luftarbeit<br />

Richthofenstr. 132,<br />

53757 Sankt Augustin<br />

Tel.: +49 (0)221 291963-60<br />

E-Mail: operations@lifeflight.de<br />

www.lifeflight.de<br />

OOADAC Luftfahrt Technik<br />

Werft<br />

Richthofenstr. 126,<br />

53757 St. Augustin<br />

Tel.: +49 (0)2241 92790<br />

E-Mail: info@alt-heliservice.de<br />

www.alt-heliservice.de<br />

OOAir Lloyd<br />

Flugschulung, Taxiflüge, Foto- und<br />

Filmflüge, Überwachungsflüge,<br />

Transportflüge<br />

Richthofenstr. 124,<br />

53757 Sankt Augustin<br />

Tel.: +49 (0)2241 23070<br />

E-Mail: info@airlloyd.de<br />

www.airlloyd.de<br />

OOkayfly<br />

Personentransport, Flugschulung<br />

Flughafenstraße 8,<br />

57299 Burbach<br />

Tel.: +49 (0)173 9277722<br />

E-Mail: fliegen@kayfly.aero<br />

http://www.helicopter-schule.de<br />

OOAgrarflug Helilift<br />

GmbH & Co. KG<br />

Charter, Instandhaltung, Lackierarbeiten,<br />

Luftarbeit, Personen- und<br />

Materialtransporte, Flugschulung,<br />

CAMO<br />

Warendorfer Straße 190,<br />

59227 Ahlen<br />

Tel.: +49 (0)2382 82082<br />

E-Mail: info@agrarflug-helilift.com<br />

www.agrarflug-helilift.com<br />

PLZ 6<br />

OOHeli-Flight<br />

OOLifeFlight GmbH & Co. KG Pipelineüberwachungsflüge, Rundflüge<br />

und Eventflüge, Ambulanzflug-<br />

Personen- und Materialtransporte,<br />

8660174-22-1.QXD_Layout 1 29.06.16 14:34 Seite 1<br />

dienst, Instandhaltung, Flugschulung<br />

Am Flugplatz, 61203 Reichelsheim<br />

Tel.: +49 (0)6035 91000<br />

E-Mail: info@heli-flight.de<br />

www.heli-flight.de<br />

OORotorflug<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Pipelinekontrolle, Hochspannungskontrolle,<br />

Sägearbeiten, Film-/Fotoflüge,<br />

Vermessungsflüge, HEMS/<br />

Intensivtransport, Flugschulung,<br />

Werft, CAMO<br />

Peter-Geibel-Straße 24,<br />

61381 Friedrichsdorf<br />

Tel.: +49 (0)6007 91410<br />

E-Mail: info@rotorflug.de<br />

www.rotorflug.de<br />

OOHeli Transair European<br />

Air Services GmbH<br />

Personentransport, Materialtransport,<br />

Fotoflüge, Rundflüge, Flugschule,<br />

Simulator, Werft<br />

Flugplatz, 63329 Egelsbach<br />

Tel.: +49 (0)6103 94150<br />

E-Mail: info@helitransair.com<br />

www.helitransair.com<br />

OOOne Two Aviation<br />

Flugschulung, Personen- und<br />

Materialtransport, Film- und Fotoflüge,<br />

CAMO<br />

Hans-Fleißner-Str 80,<br />

63329 Egelsbach<br />

Tel. +49 (0)6103 30<strong>09</strong>60<br />

E-Mail: Frankfurt@onetwo-aviation.de<br />

www.onetwo-aviation.de<br />

OOHeidelberg Helicopters<br />

Flugservice<br />

Personentransport, Luftarbeit<br />

Anton-Dengler-Str. 2a,<br />

Flugplatz Speyer, 67346 Speyer<br />

Tel.: +49 (0)6232 649496<br />

E-Mail: info@heidelberg-helicopters.de<br />

www.heidelberg-helicopters.de<br />

OOViaHeli GmbH<br />

Personen- und Frachttransporte,<br />

Foto- und Filmflug, Luftarbeit,<br />

PLZ 3<br />

OOHelitec Helicopter Technik<br />

Werft<br />

Flughafen, 34379 Calden<br />

Tel.: +49 (0)5674 7224<br />

E-Mail: info@helitec.de<br />

www.helitec.de<br />

OOZF Luftfahrttechnik<br />

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Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 70162 Stuttgart. Registergericht Stuttgart HRA 9302. Geschäftsführer: Dr. Volker Breid,<br />

Norbert Lehmann. Vertrieb: Belieferung, Betreuung und Inkasso erfolgen durch DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Nils Oberschelp (Vorsitz),<br />

Christina Dohmann, Dr. Michael Rathje, Am Sandtorkai 74, 20457 Hamburg, als leistender Unternehmer. AG Hamburg, HRB 95752.<br />

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sage ich gleich nach Erhalt der 2. Ausgabe ab. Andernfalls erhalte ich <strong>aerokurier</strong> dann weiterhin, für jährlich<br />

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Name, Vorname Geburtsdatum<br />

Straße, Nr.<br />

PLZ Wohnort<br />

E-Mail<br />

Telefon<br />

Ja, ich möchte auch von weiteren Inhalten, Vorabnachrichten, Themen und Vorteilen profitieren. Deshalb bin ich damit einverstanden, dass<br />

mich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG und ihr zur Verlagsgruppe gehörendes Unternehmen, Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft<br />

mit ihren Titeln künftig auch per Telefon und E-Mail über weitere interessante Medienangebote informieren. Dieses Einverständnis<br />

kann ich jederzeit per E-Mail an widerruf@dpv.de widerrufen.<br />

Ich bezahle per Bankeinzug und erhalte zusätzlich eine Gratis-Ausgabe.<br />

IBAN<br />

BIC<br />

Geldinstitut<br />

SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Düsternstr. 1-3, 20355 Hamburg, Gläubiger-Identifikationsnummer<br />

DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut<br />

an, die von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Die Mandatsreferenz wird mir<br />

separat mitgeteilt. – Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten<br />

Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.<br />

Ich bezahle per Rechnung.<br />

Widerrufsrecht Sie können die Bestellung binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen formlos widerrufen. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem<br />

Sie die erste bestellte Aus gabe erhalten, nicht jedoch vor Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2<br />

Nr. 1 EGBGB. Zur Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses, die Bestellung zu widerrufen.<br />

Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: <strong>aerokurier</strong> Aboservice, Postfach,<br />

70138 Stuttgart, Telefon: + 49 (0)711 3206-8899, Telefax: +49 (0)711 182-2550, E-Mail: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />

Datum Unterschrift<br />

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66996 Erfweiler<br />

Tel.: +49 (0)639 4<strong>09</strong>4717<br />

E-Mail: info@viaheli.aero<br />

www.viaheli.aero<br />

OOAMS GmbH & Co. KG<br />

Werft<br />

Seckenheimer Landstraße 170,<br />

68163 Mannheim<br />

Tel.: +49 (0)621 73628888<br />

E-Mail: info@ams-mannheim.de<br />

www.ams-mannheim.de<br />

OOHeliSeven<br />

Personen- und Frachttransporte,<br />

Foto- und Filmflug, Luftarbeit,<br />

Flugschule<br />

Seckenheimer Landstraße 172,<br />

68163 Mannheim<br />

Tel.: +49 (0)621 79944698<br />

E-Mail: info@HeliSeven.de<br />

www.heliseven.de<br />

PLZ 7<br />

OOHeliSeven<br />

Personen- und Frachttransporte,<br />

Foto- und Filmflug, Luftarbeit,<br />

Flugschule<br />

General Aviation Terminal,<br />

70629 Stuttgart<br />

Tel.: +49 (0)711 7944777<br />

E-Mail: info@HeliSeven.de<br />

www.heliseven.de<br />

OODC Aviation GmbH<br />

Charter, Instandhaltung<br />

Flughafen Stuttgart,<br />

70629 Stuttgart<br />

Tel. +49 (0)711 933060<br />

sales@dc-aviation.com<br />

www.dc-aviation.com<br />

OODRF Luftrettung<br />

Laval Avenue E,<br />

77836 Rheinmünster<br />

Tel.: +49 (0)711 70070<br />

E-Mail: info@drf-luftrettung.de<br />

www.drf-luftrettung.de<br />

OOMeravo-Luftreederei<br />

Fluggesellschaft mbH<br />

Personen- und Materialtransport, Luft -<br />

arbeit, Agrarflug, Brandbekämpfung<br />

Flugplatz, Im Hirschfeld,<br />

74229 Oedheim<br />

Tel.: +49 (0)7136 6051<br />

E-Mail: info@meravo.de<br />

www.meravo.de<br />

OOHelix Fluggesellschaft<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Rundflüge<br />

Öhringer Str. 12, 74632 Neuenstein<br />

Tel.: +49 (0)7942 4481<br />

E-Mail: info@helixcopter.de<br />

www.helixcopter.de<br />

OOMotorflug Baden-Baden<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Flugschulung, Werft<br />

Baden-Airpark,<br />

Summersite Ave. C-312,<br />

77836 Rheinmünster<br />

Tel.: +49 (0)7229 30140<br />

E-Mail: info@motorflug.de<br />

www.motorflug.com<br />

OOReibel Air Service GmbH<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Flugschulung, Luftarbeit<br />

Airport Boulevard B216,<br />

77836 Rheinmünster<br />

Tel.: +49 (0)7229 699000<br />

E-Mail: heli@reibelair.de<br />

www.reibelair.de<br />

OOSchwarzwald Helikopter<br />

Personentransport, Luftarbeit<br />

Am Glöckelshof 1,<br />

77887 Sasbachwalden-Brandmatt<br />

Tel.: +49 (0)176 22372348<br />

E-Mail: info@schwarzwaldhelikopter.de<br />

www.schwarzwald-helikopter.de<br />

OOHTC Helikopter Charter<br />

Personen- und Frachttransport,<br />

Flugschulung<br />

Dürrheimer Str. 80c,<br />

78166 Donaueschingen<br />

Tel.: +49 (0)771 162474<br />

E-Mail: info@htc-helicopter.de<br />

www.htc-helicopter.de<br />

OOHeli Transair European Air<br />

Services GmbH<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Fotoflüge, Rundflüge, Flugschule,<br />

Simulator, Werft<br />

Take-Off Gewerbepark,<br />

Flugplatz Haus Nr. 4,<br />

78579 Neuhausen ob Eck<br />

Tel.: +49 (0)7467 9105075<br />

E-Mail: info@helitransair.com<br />

www.helitransair.com<br />

PLZ 8<br />

OOADAC Luftrettung<br />

Hansastr. 19, 80686 München<br />

Tel.: +49 (0)89 76760<br />

E-Mail: luftrettung@adac.de<br />

www.adac.de/luftrettung<br />

OOMHS Aviation<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Ambulanzflüge<br />

Raiffeisenallee 5,<br />

82041 Oberhaching<br />

Tel.: +49 (0)89 9733333<br />

E-Mail: sales@mhs-aviation.com<br />

www.mhs-aviation.com<br />

OOHeliteam Süd<br />

Geschäftsflüge, Reiseflüge,<br />

Rundflüge, VIP-Flüge, Überwachungsflüge,<br />

Cargoflüge,<br />

Fotoflüge, Flugschulung<br />

Bürgermeister-Graf-Ring 10,<br />

82538 Geretsried-Gelting<br />

Tel.: +49 (0)8171 41990<br />

E-Mail: info@heliteam.de<br />

www.heliteam.de<br />

OOHTM Helicopter Travel<br />

Munich<br />

Personen- und Frachttransporte,<br />

Film- und Fotoflüge, Flugschulung,<br />

Rettungsflüge<br />

Willy-Messerschmitt-Str. 1,<br />

82024 Taufkirchen<br />

Tel.: +49 (0)89 60733350<br />

www.helitravel.de<br />

E-Mail: office-muenchen@helitravel.de


OOIntercopter<br />

Werft<br />

Willy-Messerschmitt-Str. 1,<br />

82024Taufkirchen<br />

+49 (0)89 60733393<br />

E-Mail: office@intercopter.de<br />

www.intercopter.de<br />

OOGlobal Helicopter Service<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Ambulanzflüge, Einsätze für<br />

humanitäre Hilfe, Betreuung von Öl-,<br />

Gas- und Minenanlagen sowie Windparks,<br />

On- und Offshore-Flüge<br />

Industriestr. 4<br />

83404 Ainring-Mitterfelden<br />

Tel.: +49 (0)865 47700270<br />

E-Mail: info@g-h-service.com<br />

www.global-helicopter-service.com<br />

OOHeli Aviation<br />

Flugschulung, humanitäre Hilfseinsätze,<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Luftarbeit, Hubschrauberinstandhaltung,<br />

Ambulanzflüge,<br />

Offshore-Flüge, Luftrettung, Fotound<br />

Filmflüge<br />

Flughafenstr. 19, 86169 Augsburg<br />

Tel.: +49 (0)821 7479650<br />

E-Mail: info@heli-aviation.de<br />

www.heli-aviation.de<br />

OOBHF Bodensee-Helicopter<br />

Personen- und Frachttransporte ,<br />

Flugschulung, Film- und Fotoflüge,<br />

Rundflüge, Luftarbeit<br />

Am Flugplatz 64,<br />

88046 Friedrichshafen<br />

Tel.: +49 (0)7541 304985<br />

E-Mail: info@bodensee-helicopter.de<br />

www.bodensee-helicopter.de<br />

PLZ 9<br />

OOEuroheli Helicopterdienste<br />

Personen- und Frachttransporte ,<br />

Flugschulung, Film- und Fotoflüge,<br />

Rundflüge, Luftarbeit<br />

In der Alting 7, Flughafen<br />

Nürnberg, 90596 Schwanstetten<br />

Tel.: +49 (0)9170 972500<br />

E-Mail: info@euroheli.de<br />

www.euroheli.de<br />

OOHelicopter Service<br />

Thüringen<br />

Personen- und Frachttransporte ,<br />

Flugschulung, Film- und Fotoflüge,<br />

Rundflüge, Charter<br />

Buttstädter Str. 207a,<br />

99610 Großbrembach<br />

Tel.: +49 (0)36451 669966<br />

E-Mail: info@heli-thueringen.de<br />

www.heli-thueringen.de<br />

OOEuro Flight Helicopter<br />

Services<br />

Personen- und Materialtransport,<br />

Luftarbeit, Flugschulung<br />

Hermann-Gebauer-Str. 22a,<br />

1220 Wien<br />

Tel.: +43 1 25038-110<br />

E-Mail: pm@euro-flight.at<br />

www.euro-flight.at<br />

PLZ 2<br />

OOReidinger Helicopter<br />

GmbH<br />

Flugschulung, Simulator, Personenund<br />

Taxiflüge, Film- und Fotoflüge<br />

Diepolz 45, 2034 Diepolz<br />

Tel.: +43 (0)2526 7381<br />

E-Mail: office@aerial.at<br />

www.aerial.at<br />

OOHubi-Fly<br />

Helicopterschule GmbH<br />

Personen- und Materialtransport, Vermessungsflüge,<br />

Foto- und Filmflüge,<br />

Brandbekämpfung, Flugschulung<br />

Flugfeldstrasse / Flugplatz,<br />

2540 Bad Vöslau<br />

Tel.: +43 (0)2252 73555<br />

E-Mail: office@hubifly.at<br />

www.hubifly.at<br />

OOHelikopter Air Transport<br />

Wartung und Instandhaltung<br />

Flugplatz Ost, Viktor-Lang-Straße<br />

4, 2700 Wiener Neustadt<br />

Tel.: +43 (0)512 288880<br />

E-Mail: office@heliair.eu<br />

www.heliair.eu/<br />

PLZ 3<br />

OOHeli Line Hubschraubertransporte<br />

GmbH/<br />

P&B Helitrade GmbH<br />

Luftarbeit, Flugschulung, Personenund<br />

Materialtransport<br />

In der Lehen 2, 3233 Kilb<br />

Tel.: +43 (0)2748 7806<br />

E-Mail: office@heliline.at,<br />

www.heliline.at, www.helitrade.at<br />

PLZ 4<br />

OOHubschraub-air True<br />

Colors GmbH & Co KG<br />

Personen- und Materialtransport, Luft -<br />

arbeit, Fallschirmspringen, Fotoflüge<br />

Orionstraße 35, 4030 Linz<br />

Tel.: +43 (0)732 771080<br />

E-Mail: office@hubschraub-air.at<br />

www.Hubschraub-air.at<br />

OOHeli Line Hubschraubertransporte<br />

GmbH/<br />

P&B Helitrade GmbH<br />

Luftarbeit, Flugschulung, Personenund<br />

Materialtransport<br />

Flughafenstraße , 4063 Hörsching<br />

Tel.: +43 (0)2748 7806<br />

E-Mail: office@heliline.at,<br />

office@helitrade.at<br />

www.heliline.at, www.helitrade.at<br />

OOHeli Salzkammergut<br />

Luftarbeit, Personen- und Materialtransport,<br />

Vermessungs- und<br />

Kontrollflüge, Brandbekämpfung<br />

Traxleckerweg 35<br />

4820 Bad Ischl<br />

Tel.: +43 (0)6132 25200<br />

E-Mail: info@heli-salzkammergut.at<br />

www.heli-salzkammergut.at<br />

PLZ 5<br />

OOHTM Helicopter Travel<br />

Munich<br />

Personen- und Frachttransporte,<br />

Film- und Fotoflüge, Flugschulung,<br />

Rettungsflüge<br />

Helikopterbasis Salzburg:<br />

Kröbenfeldstraße 12 G,<br />

Gebäude K2, 5020 Salzburg<br />

www.helitravel.de<br />

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VIP- und Taxiflüge, Hüttenversorgung,<br />

Lawinensprengungen, Kontrollflüge,<br />

Feuerbekämpfung, Luftrettung<br />

Heliport,<br />

5600 St. Johann/Pongau<br />

Tel.: +43 (0)6462 4200<br />

E-Mail: fly@heli-austria.at<br />

www.heli-austria.at<br />

OOWucher<br />

Helicopter GmbH<br />

Transportflüge, Helikoptersäge,<br />

Holzbringung, Film- und Fotoflüge,<br />

Flugrettung, Rundflüge, Gourmetflüge,<br />

VIP-Flüge, Heliskiing, Flugschulung<br />

(PPL-H, CPL-H), Wartungsbetrieb,<br />

Paintshop<br />

5700 Zell am See, Flugplatz,<br />

Kaprunerstr. 13<br />

Tel.: +43 (0)6542 53883<br />

E-Mail: Helicopter@wucher.at<br />

www.wucher.at<br />

PLZ 6<br />

OOHelikopter Air Transport<br />

Wartung und Instandhaltung<br />

Fürstenweg 199,<br />

6020 Innsbruck<br />

Tel.: +43 (0)512 288880<br />

E-Mail: office@heliair.eu<br />

www.heliair.eu/<br />

OOWucher<br />

Helicopter GmbH<br />

Transportflüge, Helikoptersäge,<br />

Holzbringung, Film- und Fotoflüge,<br />

Flugrettung, Rundflüge, Gourmetflüge,<br />

VIP-Flüge, Heliskiing, Flugschulung<br />

(PPL-H, CPL-H), Wartungsbetrieb,<br />

Paintshop<br />

6020 Innsbruck, Flughafen,<br />

Fürstenweg 180<br />

Tel.: +43 (0)512 585841<br />

E-Mail: Helicopter@wucher.at<br />

www.wucher.at<br />

PLZ 1<br />

Österreich<br />

OOÖAMTC Flugrettung<br />

Schubertring 1-3, 1010 Wien<br />

Tel.: +43 1 711990<br />

E-Mail: flugrettung@oeamtc.at<br />

www.oeamtc.at/flugrettung<br />

Wir suchen:<br />

Fluglehrer (m/w)<br />

Theorielehrer (m/w)<br />

Schulung und<br />

Typerating<br />

info@hubschrauber-akademie.de<br />

www.hubschrauber-akademie.de<br />

Helikopter Special 9/<strong>2016</strong> 21


[ HELIKOPTER SPECIAL ]<br />

OOSHS Helicopter<br />

Transporte/ Schider<br />

Helicopter-Service<br />

Luftrettung<br />

Unterwasser 59, 6384 Waidring<br />

Tel.: +43 (0)5353 6302<br />

E-Mail: schider.helicopter@aon.at<br />

www.notarzthelicopter.at<br />

OOHeli Tirol GmbH<br />

Montageflüge, Film- und Fotoflüge,<br />

VIP- und Taxiflüge, Hüttenversorgung,<br />

Lawinensprengungen, Kontrollflüge,<br />

Feuerbekämpfung, Luftrettung<br />

Tiroler Bundesstraße 1,<br />

6462 Karres<br />

Tel.: +43 (0)5412 61421<br />

E-Mail: fly@heli-tirol.at<br />

www.heli-austria.at<br />

OOWucher Helicopter GmbH<br />

Transportflüge, Helikoptersäge,<br />

Holzbringung, Film- und Fotoflüge,<br />

Flugrettung, Rundflüge, Gourmetflüge,<br />

VIP-Flüge, Heliskiing, Flugschulung<br />

(PPL-H, CPL-H), Wartungsbetrieb,<br />

Paintshop<br />

• Verwallweg 15<br />

6580 St. Anton am Arlberg<br />

Tel.: +43 (0)5446 2732<br />

• Hans-Wucher-Platz 1,<br />

6713 Ludesch<br />

Tel.: +43 (0)5550 38800<br />

• Heliport Zürs Nr. 428,<br />

6763 Zürs am Arlberg,<br />

Tel.: +43 (0)5583 2950<br />

E-Mail: Helicopter@wucher.at<br />

www.wucher.at<br />

OOSchenk Air<br />

Luftrettung, Ambulanzflüge<br />

Montafonerstr. 29,<br />

6780 Schruns<br />

Tel.: +43 (0)5556 74000<br />

E-Mail: office@schenkair.at<br />

www.schenkair.com<br />

PLZ 8<br />

OOHeli Line Hubschraubertransporte<br />

GmbH/<br />

P&B Helitrade GmbH<br />

Luftarbeit, Flugschulung, Personenund<br />

Materialtransport<br />

IMPRESSUM<br />

Das Helikopter Special ist eine Sonderpublikation von <strong>aerokurier</strong> und FLUG REVUE. Es liegt der<br />

<strong>aerokurier</strong>-Gesamtauflage 9/<strong>2016</strong> sowie der Abo-Auflage der FLUG REVUE 10/<strong>2016</strong> bei.<br />

REDAKTION: Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 (0)711 182-2800, Fax: +49 (0)711 182-1781,<br />

E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de, Internet: www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Herausgeber: Michael Pfeiffer Redaktionsleitung (verantw. i. S. d. Presserechts): Lars Reinhold<br />

Stellv. Chefredakteur: Gerhard Marzinzik Redaktion: Maximilian Kühnl, Oliver Schenk (Praktikant)<br />

Produktionsleitung: Marion Hyna Schlussredaktion: Jutta Clever Grafische Konzeption:<br />

Harald Hornig Grafik und Layout: MOTORRAD-Grafik, Ralf Athen, Tobias Rall, Katrin Sdun Repro:<br />

MOTORRAD-Medienproduktion, Stefan Widmann (Ltg.), Catherine Pröschild (i.V.), Iris Heer, Sabine<br />

Heilig-Schweikert Herstellung: Rainer Jüttner<br />

VERLAG: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG Leitung Geschäftsbereich Luft- und Raumfahrt:<br />

Peter-Paul Pietsch Stellvertretende Verlagsleitung: Eva-Maria Gerst Brandmanagement:<br />

Natalie Lehn<br />

ANZEIGEN: Anzeigenleitung: Reinhard Wittstamm Verantwortlich für den Anzeigenteil: Julia<br />

Ruprecht<br />

DRUCK: Neef + Stumme GmbH & Co. KG, 29378 Wittingen<br />

Flugschulweg 1,<br />

8073 Feldkirchen/Graz<br />

Tel.: +43 (0)2748 7806<br />

E-Mail: office@heliline.at,<br />

office@helitrade.at<br />

www.heliline.at, www.helitrade.at<br />

PLZ 9<br />

OOARA Flugrettung<br />

Grete-Bittner-Str. 9,<br />

9020 Klagenfurt<br />

Tel: +43 (0)4265 2<strong>09</strong>00<br />

E-Mail: info@airrescue.at<br />

www.airrescue.at<br />

PLZ 1<br />

Schweiz<br />

OOHeli-Lausanne S.A.<br />

Flugschulung, Personen- und<br />

Materialtransport<br />

Aéroport de Lausanne-Blécherette<br />

Avenue du Grey 119,<br />

1018 Lausanne<br />

Tel.: +41 (0)21 6363535<br />

E-Mail: info@heli-lausanne.ch<br />

www.heli-lausanne.ch<br />

OOSwift Copters<br />

Flugschulung, Personentransport<br />

Aéroport 15, Case postale 168,<br />

1215 Genf<br />

Tel.: +41 (0)22 7178383<br />

E-Mail: info@swiftcopters.ch<br />

www.swiftcopters.net<br />

OOAir Glaciers<br />

Flugschulung, Personen- und<br />

Materialtransport, Luftrettung<br />

Rte de l’Aéroport 60, 1950 Sion<br />

Tel.: +41 (0)27 3291415<br />

E-Mail: info@air-glaciers.ch<br />

www.air-glaciers.ch<br />

OOHéli-Alpes SA<br />

Personentransport, Materialtransport,<br />

Luftarbeit, Flugschulung,<br />

Werft, Ambulanzflüge, Luftrettung,<br />

Forschungsflug<br />

Aéroport Civil, 1950 Sion<br />

Tel.: +41 (0)27 4524000<br />

Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdrucks und der fotomechanischen, elektronischen<br />

oder digitalen Wiedergabe von Teilen dieser Publikation oder im Ganzen, sind vorbehalten.<br />

E-Mail: info@helialps.ch<br />

www.helialps.ch<br />

OOEagle Valais<br />

Chemin Lambien 6, Flughafen Sion,<br />

1950 Sion<br />

Tel.: +41 (0)27 3273060<br />

E-Mail: ops@eaglevalais.ch<br />

http://www.eaglevalais.ch<br />

PLZ 3<br />

OOMountain Flyers 80 Ltd.<br />

Flugschulung, Rundflüge, Film- und<br />

Fotoflüge, Taxiflüge<br />

Flugplatz, Hangar 7, 3123 Belp<br />

Tel.: +41 (0)31 8196030<br />

E-Mail: info@mountainflyers.ch<br />

www.mountainflyers.ch<br />

OOAir Zermatt<br />

Rundflüge, Heliskiing, Taxiflüge<br />

Basis Zermatt:<br />

Heliport Zermatt, 3920 Zermatt<br />

Tel.: +41 (0)27 9668686<br />

Basis Raron:<br />

Heliport Raron, 3942 Raron<br />

Tel.: +41 (0)27 9358686<br />

E-Mail: zermatt@air-zermatt.ch<br />

www.air-zermatt.ch<br />

PLZ 4<br />

OOHelitrans AG<br />

Flugschulung, Personentransport,<br />

Materialtransport, Luftarbeit,<br />

Eventflüge<br />

Postfach, 4030 Basel<br />

Tel.: +41 (0)61 3253933<br />

E-Mail: info@helitrans.ch<br />

www.helitrans.ch<br />

OOAirport Helicopter AHB<br />

Flugschulung, Rundflüge<br />

Flughafenstrasse<br />

Basel-Flughafen, 4030 Schweiz<br />

Tel.: +41 (0)61 3254888<br />

E-Mail: basel@airportheli.ch<br />

www.airportheli.ch<br />

PLZ 5<br />

OORose Helicopter<br />

Flugschulung, Charterflüge,<br />

Rundflüge<br />

Bändlistr. 6, 5043 Holziken<br />

Tel.: +41 (0)62 7214444<br />

E-Mail: info@roseheli.ch<br />

www.roseheli.ch<br />

OOFlugschule Eichenberger<br />

Flugschulung, Personentransport,<br />

Wartung<br />

Flugplatz, 5632 Buttwil<br />

Tel.: +41 (0)56 6755050<br />

E-Mail: info@flugschule-eichenberger.ch<br />

www.flugschule-eichenberger.ch<br />

OOCHS Central Helicopter<br />

Services AG<br />

Personentransport, Lastenflüge,<br />

Flugschulung<br />

Flugplatz Buttwil,<br />

5632 Buttwil/AG<br />

Tel.: +41 (0)41 3780051<br />

E-Mail: mail@centralheli.ch<br />

www.centralheli.ch<br />

PLZ 6<br />

OOAirport Helicopter AHB<br />

Flugschulung, Rundflüge<br />

Moos 3, 6025 Neudorf<br />

Tel.: +41 (0)41 9300140<br />

E-Mail: bero@airportheli.ch<br />

www.airportheli.ch<br />

OOCHS Central Helicopter<br />

Services AG<br />

Personentransport, Lastenflüge,<br />

Flugschulung<br />

Sentibühlstr. 63, 6045 Meggen<br />

Tel.: +41 (0)41 3780051<br />

E-Mail: mail@centralheli.ch<br />

www.centralheli.ch<br />

OOAlpinlift Helikopter<br />

Flugschulung, Personen- und<br />

Materialtransport, Flugschule<br />

Baumgarten 3, 6374 Buochs<br />

Tel.: +41 (0)41 6204949<br />

E-Mail: info@alpinlift.ch<br />

www.alpinlift.ch<br />

OOHeliswiss International<br />

Luftarbeit, Personentransport<br />

Haltikon 32,<br />

6403 Küssnacht am Rigi<br />

Tel.: +41 (0)41 8543223<br />

E-Mail: info@heliswiss.com<br />

www.heliswissinternational.com<br />

OOHeli-TV<br />

Transportflüge, Montage, Brandbekämpfung,<br />

Taxiflüge, Film- und<br />

Fotoflüge<br />

6527 Lodrino<br />

Tel.: +41 (0)91 8734040<br />

E-Mail: info@heli-tv.ch<br />

www.heli-tv.ch<br />

OOKaren<br />

Flugschulung, Werft, Personentransport<br />

Flugplatz Locarno,<br />

6596 Gordola<br />

Tel.: +41 (0)91 745<strong>09</strong>18<br />

Werft: Flugplatz Lodrino<br />

c/o RUAG Aerospace Hangar<br />

6527 Lodrino<br />

E-Mail: info@karen-sa.com<br />

www.karen-sa.com<br />

OOHeli Rezia<br />

Personen- und Materialtransport<br />

c.p. 144, 6533 Lumino<br />

Tel.: +41 (0)91 8736666<br />

E-Mail: info@helirezia.ch<br />

www.helirezia.ch<br />

OOTarmac Aviation<br />

Transportflüge<br />

Flughafen Lugano, Via Aeroporto,<br />

6982 Agno<br />

Tel: +41 (0)91 6053077<br />

E-Mail: info@tarmac-aviation.ch<br />

www.tarmac-aviation.ch<br />

PLZ 7<br />

OOSwiss Helicopter<br />

Personen- und Transportflüge,<br />

Flugschule, Instandhaltung<br />

Hartbertstr. 11, 7000 Chur<br />

Tel.: +41 (0)81 2526344<br />

E-Mail: chur@swisshelicopter.ch<br />

www.swisshelicopter.ch<br />

22 Helikopter Special 9/<strong>2016</strong>


OOHeli Bernina<br />

Flugschulung, Personen- und<br />

Materialtransport<br />

Engadin Airport,<br />

7503 Samedan<br />

Tel.: +41 (0)81 8511818<br />

E-Mail: info@helibernina.ch<br />

www.helibernina.ch<br />

PLZ 8<br />

OORega Schweizerische<br />

Rettungsflugwacht<br />

Ambulanzflüge, Luftrettung<br />

Postfach 1414, 8058 Zürich<br />

Tel.: +41 (0)44 6543311<br />

E-Mail: info@rega.ch<br />

www.rega.ch<br />

OOskymedia<br />

Verkehrsüberwachung, Personenund<br />

Materialtransport, Flugschulung,<br />

Film- und Fotoflüge<br />

Postfach 233, 8058 Zürich<br />

Tel.: +41 (0)44 8288888<br />

E-Mail: info@skymedia.ch<br />

www.skymedia.ch<br />

OOSwiss Jet<br />

Personentransport<br />

Postfach 303, 8058 Zürich<br />

Tel.: +41 (0)44 8169000<br />

E-Mail: operation@swiss-jet.ch<br />

www.swiss-jet.ch<br />

OOAirport Helicopter AHB<br />

Flugschulung, Rundflüge<br />

P.O. Box 172, Zürich-Flughafen,<br />

8058 Schweiz<br />

Tel.: +41 (0)41 9300140<br />

E-Mail: zuerich@airportheli.ch<br />

www.airportheli.ch<br />

OODC Aviation<br />

Switzerland AG<br />

Charter, Instandhaltung<br />

Flughofstr. 54, 8152 Glattbrugg<br />

Tel.: +41 (0)44 5554420<br />

E-Mail: sales@dc-aviation.ch<br />

www.dc-aviation.ch<br />

OOBB Heli AG<br />

Personentransport, Fotoflüge,<br />

Flugschulung<br />

General Aviation Center, Zürich<br />

Flughafen, 8058 Zürich<br />

Tel.: +41 (0)44 8140014<br />

E-Mail: info@bbheli.ch<br />

www.bbheli.ch<br />

OOHeli Partner<br />

Personen- und Transportflüge,<br />

Flugschule<br />

Flugplatz, 8589 Sitterdorf<br />

Tel.: +41 (0)71 9694938<br />

E-Mail: info@helipartner.ch<br />

www.helipartner.ch<br />

OOHeli Sitterdorf<br />

Personentransport, Flugschule<br />

Flugplatz, 8589 Sitterdorf<br />

Tel.: +41 (0)71 4226000<br />

E-Mail: info@helisitterdorf.ch<br />

www.helisitterdorf.ch<br />

OOValair AG<br />

Personentransport, Luftarbeit, Flugschulung,<br />

Forschungsflug, Werft<br />

Flugplatz, 8589 Sitterdorf<br />

Tel.: +41 (0)71 4222020<br />

E-Mail: info@valair.ch<br />

www.valair.ch<br />

OOLinth Air Service<br />

Flugschulung, Taxiflüge, Rundflüge<br />

Flugplatz 2, 8753 Mollis<br />

Tel.: +41 (0)55 6453333<br />

E-Mail: linthairservice@bluewin.ch<br />

www.linthairservice.com<br />

OORobert Fuchs Helikopter<br />

Personentransport, Flugschulung,<br />

Luftarbeit, Werft<br />

Friesischwand 1,<br />

8834 Schindellegi<br />

Tel.: +41 (0)44 7870505<br />

E-Mail: heli@fuchs.ch<br />

www.fuchshelikopter.ch<br />

PLZ 9<br />

OOHelialpin AG<br />

Flugschulung, Taxiflüge, Werkflüge,<br />

Überwachung, Foto- und Filmflüge,<br />

Rundflüge<br />

Flugplatz St. Gallen/Altenrhein,<br />

Rütiweg 1340, 9423 Altenrhein<br />

Tel.: +41 (0)71 4225050<br />

E-Mail: info@helialpin.ch<br />

www.helialpin.ch<br />

OOHelikopter-Service<br />

Triet AG<br />

Foto - und Filmflüge, Ambulanzflüge,<br />

Taxiflüge, Rundflüge, Materialtransporte<br />

Flugplatz St. Gallen/Altenrhein,<br />

Rietlistrasse 8, 9422 Staad<br />

Tel.: +41 (0)71 8557010<br />

E-Mail: info@heli-service-triet.ch<br />

www.heli-service-triet.ch<br />

OORotortec AG<br />

Werft<br />

Flugplatz St. Gallen/Altenrhein,<br />

Rütiweg 2558, 9423 Altenrhein<br />

Tel.: +41 (0)71 8551667<br />

E-Mail: info@rotortec.ch<br />

www.rotortec.ch<br />

Liechtenstein<br />

O O Rotex Helicopter<br />

Materialtransporte, Feuerbekämpfung,<br />

Humanitäre Hilfe, Luftarbeit<br />

Schifflände 2, 9496 Balzers<br />

Tel.: +423 (0)384/3535<br />

E-Mail: mail@rotex-helicopter.ch<br />

www.rotex-helicopter.ch


digital<br />

Jetzt als<br />

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Kombiabo<br />

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www.<strong>aerokurier</strong>.de/digital


Praxis<br />

September <strong>2016</strong><br />

Know-how für<br />

Einsteiger und<br />

Fortgeschrittene<br />

Typenpalette erweitern<br />

Zum Kennenlernen eines<br />

neuen Musters gehört<br />

auch das Erfliegen der<br />

Grenzbereiche.<br />

Vertraut<br />

machen!<br />

Foto: Gerhard Marzinzik<br />

Für viele Piloten ist der Umstieg auf ein neues Flugzeugmuster<br />

ein wichtiger Schritt auf der fliegerischen Karriereleiter. Doch nur<br />

wenn das Kennenlernen des neuen Geräts in geordneten Bahnen<br />

verläuft, wird man das Flugzeug tatsächlich beherrschen.<br />

Die Gesetzgebung unterscheidet beim<br />

Wechsel auf ein anderes Flugzeugmuster<br />

innerhalb derselben Klassenberechtigung<br />

zunächst zwischen Vertrautmachen<br />

und Unterschiedsschulung. Der Begriff lässt<br />

es bereits erahnen: Das Vertrautmachen erfolgt<br />

auf eigene Verantwortung, die Unterschiedsschulung<br />

muss mit einem Fluglehrer (FI oder<br />

CRI) erfolgen und wird auch als Schulung zum<br />

Beispiel im Flugbuch dokumentiert. Eine Ausnahme<br />

gilt für LAPL(A)-Piloten (siehe Kasten).<br />

Prinzipiell genügt beim Umstieg auf ein anderes<br />

Muster oder eine andere Baureihe innerhalb<br />

derselben Klassenberechtigung das<br />

Vertrautmachen, sofern der neue Flieger keine<br />

grundlegend unterschiedlichen Merkmale<br />

aufweist. Welche Merkmale eine Unterschiedsschulung<br />

notwendig machen, ist in der EASA<br />

Type Rating and Endorsement List aufgeführt.<br />

Hier hat die Behörde ganz klar definiert, dass<br />

innerhalb der Klassenberechtigung SEP land<br />

beispielsweise für den Umstieg von Fest- auf<br />

Einziehfahrwerk oder von Fest- auf Verstellpropeller<br />

eine Unterschiedsschulung mit einem<br />

Fluglehrer notwendig ist. Für den Umfang der<br />

Schulung gibt es keine Vorschriften, die Schulung<br />

muss aber hinterher vom Fluglehrer<br />

bestätigt werden.<br />

Unabhängig davon bleibt es natürlich jedem<br />

Halter (vor allem Vereinen) vorbehalten, den<br />

Umstieg auf ein neues Muster durch einen<br />

Fluglehrer begleiten zu lassen, eine Mindestflugerfahrung<br />

vorzuschreiben oder gar einen<br />

schriftlichen Wissenstest einzufordern.<br />

Auch wenn kein Fluglehrer vorgeschrieben<br />

ist – die Chance, sich von einem erfahrenen<br />

Piloten ein neues Muster erklären zu lassen,<br />

sollte sich niemand entgehen lassen, denn<br />

nur so lernt man die Macken oder Besonderheiten<br />

eines Flugzeugs kennen, die in keinem<br />

Handbuch stehen. Dabei sollte man allerdings<br />

geschultem Lehrpersonal schon im Hinblick<br />

auf das professionelle Vermitteln von Inhalten<br />

und dem Erkennen und Beheben von Verständnisproblemen<br />

den Vorzug geben, vor<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 71


[ PRAXIS September <strong>2016</strong> ]<br />

Kennenlernen in Schritten<br />

1. Theorie<br />

• Studium des Flughandbuchs,<br />

Fragen notieren<br />

• Betriebsgrenzen und Verfahren<br />

verinnerlichen<br />

• das Flugzeug als Anschauungsobjekt<br />

nutzen<br />

2. Praxis<br />

• das Wissen eines Fluglehrers nutzen<br />

• Sitzprobe bei geschlossener Haube<br />

• Anordnung der Instrumente und<br />

Bedienelemente studieren<br />

• Trockenübungen zu den Normal- und<br />

Notverfahren<br />

• Handgriffe üben, die in Fleisch und<br />

Blut übergehen müssen (z. B. Ausklinken<br />

im Schleppflug, Motorausfall)<br />

3. Die ersten Flüge<br />

• in einem ruhigen Luftraum in aus reichender<br />

Höhe das Flugzeug erfliegen<br />

• Airwork hilft, das Flugzeug in allen<br />

Zuständen kennenzulernen<br />

• Triebwerksausfall simulieren<br />

• Konzentration auf das Wesentliche,<br />

nicht auf GPS & Co<br />

• Für die ersten Anflüge: Flugplatz mit<br />

ausreichender Pistenlänge wählen<br />

• Anflüge mit verschiedenen Klappenstellungen<br />

und Durchstartverfahren<br />

trainieren<br />

allem bei Vereinsgerät. Egal ob mit oder ohne<br />

Fluglehrer: Wer ein neues Flugzeug kennenlernen<br />

will, muss sich gewissenhaft vorbereiten.<br />

Obligatorisch zum ersten Start sind<br />

die Kenntnis der Betriebsgrenzen und Flugleistungen,<br />

der Normal- und Notverfahren, der<br />

Mindest- und Maximalzuladung und der Flugzeugsysteme.<br />

Letzteres gilt besonders, wenn<br />

eine Vorrichtung für den Anwärter neu ist,<br />

beispielsweise das Einziehfahrwerk oder der<br />

Verstellpropeller.<br />

Dann die erste Tuchfühlung: der Vorflugcheck.<br />

Spätestens hier sollte ein erfahrener Begleiter<br />

zur Stelle sein und auf die kleinen und größeren<br />

Macken hinweisen, die jedes Flugzeug<br />

mit sich bringt. Oft beschreibt das Handbuch<br />

den Ablauf der äußeren Sichtkontrolle; es<br />

schadet also nicht, es dabei zu haben.<br />

Dann geht es an die Trockenübungen. Zuerst<br />

die Sitzprobe: Kann ich alle Bedienelemente<br />

gut erreichen, Steuerhorn oder Knüppel voll<br />

ausschlagen und über das Instrumentenbrett<br />

Vor dem ersten Flug muss das Cockpitlayout verinnerlicht werden. Fluglehrer helfen gern dabei.<br />

Außencheck: Bei einem Rundgang kommt<br />

man dem neuen Muster näher.<br />

schauen? Es folgt das Griffeklopfen: Wer nach<br />

langer Zeit auf einem Muster auf ein neues<br />

wechselt, wird sich zwangsläufig wiederkehrende<br />

Handgriffe oder Blickmuster angewöhnt<br />

haben. Wenn sich nun aber die Bedienelemente<br />

oder Instrumente an anderer Position<br />

befinden, hilft das Trockentraining, sich<br />

umzugewöhnen. Zum Beispiel haben fast<br />

alle älteren Muster von Beechcraft den Klappen-<br />

und Fahrwerksschalter genau andersherum<br />

angeordnet als die meisten anderen<br />

Hersteller.<br />

Bediengriffe sicher finden,<br />

ohne hinschauen zu müssen<br />

Das Trockentraining ist besonders wichtig für<br />

Situationen, in denen es schnell gehen muss:<br />

Wo ist der Brandhahn, wo ist im Schleppbetrieb<br />

der Ausklinkknopf? Hat man die essenziellen<br />

Handgriffe bereits am Boden geübt, ist die<br />

Wahrscheinlichkeit von Verwechslungen bei<br />

Stresssituationen in der Luft geringer. In der<br />

Regel wird sich bei einem anderen Flugzeug<br />

auch die Instrumentierung ändern. Doch gerade<br />

für die technisch kompliziertere Ausrüstung<br />

gilt, dass man ihr während der ersten<br />

Flüge nur so viel Aufmerksamkeit wie nötig<br />

widmet – im Vordergrund muss immer das<br />

Fliegen stehen und nicht etwa die Bedienung<br />

von Garmin & Co.<br />

Wer in jeder Phase am Boden und in der Luft<br />

Checklisten nutzt, schafft von vornherein Sicherheit.<br />

Gerade auf den ersten Flügen ist<br />

die Gefahr groß, Dinge zu vergessen – eine<br />

Klarliste sorgt für Entspannung. Dabei ist es<br />

zunächst völlig unerheblich, ob man die Liste<br />

als „read and do“ Punkt für Punkt abarbeitet<br />

oder alle Handgriffe aus dem Kopf durchführt<br />

und sie später per Checkliste verifiziert<br />

– Hauptsache, es findet ein Check statt.<br />

Bei manchen Flugzeugen ist schon das Anlassen<br />

eine Kunst. Wer hier falsch vorgeht,<br />

riskiert unter Umständen langfristige Schäden<br />

des Antriebs. Das nötige Fingerspitzengefühl<br />

wird sich erst nach einigen weiteren Startversuchen<br />

einstellen, also empfehlen sich der<br />

Blick ins Handbuch und die Beratung durch<br />

einen Fluglehrer.<br />

Dass das Rollen mit einem Spornradflieger<br />

komplizierter ist als mit einem Dreibeinfahrwerk,<br />

leuchtet ein. Auch ansonsten völlig<br />

gleiche Muster können am Boden eine gänzlich<br />

andere Handhabung verlangen. Die DR400<br />

etwa gibt es mit Hand- oder Fußspitzenbremse.<br />

Wer bislang die Fußbremse gewohnt war,<br />

wird sich anfangs extrem darauf konzentrieren<br />

müssen, fortan die Füße stillzuhalten und<br />

per Handgriff zu bremsen. Bereits hier zahlt<br />

sich eine gründliche Auseinandersetzung mit<br />

dem Flugzeug aus.<br />

Nun aber in die Luft: Nach dem Start sucht<br />

man sich ein Fleckchen Luftraum ohne Verkehr<br />

und sonstige Einschränkungen, um sich das<br />

Fotos: Lars Reinhold, Helge Zembold<br />

72 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Besonderheiten für<br />

LAPL(A)-Piloten<br />

Das Studium des Handbuchs ist die Basis für den Umstieg auf ein neues Flugzeugmuster.<br />

Inhaber eines LAPL(A) sind gemäß<br />

FCL.135.A der EU-Verordnung<br />

1178/2011 nach der praktischen Prüfung<br />

zunächst auf die Flugzeugbaureihe beschränkt,<br />

auf der die Prüfung absolviert<br />

wurde. Für den Wechsel auf eine<br />

andere Baureihe muss der Pilot eine<br />

Unterschiedsschulung und ein Vertrautmachen<br />

absolvieren. Die Unterschiedsschulung<br />

muss im Flugbuch des<br />

Piloten vom Lehrberechtigten unterzeichnet<br />

werden.<br />

Flugzeug mit ausreichend Luft unter dem<br />

Rumpf zu erfliegen. Zunächst der Geradeausflug:<br />

Trimmungswirksamkeit, Leistungseinstellungen<br />

sowie die Stabilität des Flugzeugs<br />

lassen sich hier erleben. Im Kurvenflug zeigt<br />

sich, ob es nach mehr Leistung verlangt und<br />

wie hoch die Rollrate ist. Dies ist auch der<br />

Übergang zu den bekannten Airwork-Manövern:<br />

Steilkurven, Langsamflug, Annäherung<br />

an den Strömungsabriss. Hier lernt man die<br />

Maschine in den Geschwindigkeitsbereichen<br />

und Konfigurationen kennen, in denen man<br />

sonst meist bodennah unterwegs ist. Gleichzeitig<br />

erhält man einen Eindruck, welchen<br />

Aufbäumeffekt man beim Klappenfahren zu<br />

erwarten hat und wie viel mehr Leistung ein<br />

ausgefahrenes Fahrwerk beansprucht.<br />

Zu jeglicher Art des Vertrautmachens gehört<br />

bei Motorflugzeugen auch der simulierte<br />

Triebwerksausfall (Sicherheitsmindesthöhe<br />

beachten), bestenfalls gleich mit dem simulierten<br />

Abhandeln des entsprechenden Verfahrens.<br />

Trudeln sollte man ein neues Flugzeug<br />

nur mit langjähriger, einschlägiger Erfahrung<br />

oder unter Aufsicht eines erfahrenen Fluglehrers.<br />

Für die erste Landung wählt man nicht unbedingt<br />

den Heimatplatz mit 400 Meter langer,<br />

abfallender Graspiste. Eine Piste, die ein längeres<br />

Ausschweben und vielleicht auch ein<br />

hartes Aufsetzen verzeiht, ist auf jeden Fall<br />

vorzuziehen. Mehrere Anflüge mit verschiedenen<br />

Klappenstellungen sind für das Vertrautwerden<br />

ebenso Pflicht wie Durchstartübungen.<br />

Beherrschen wird man ein Flugzeug nach<br />

dem ersten Einweisungsflug natürlich nicht;<br />

möglicherweise reicht der Kenntnisstand<br />

jedoch, um weitere Starts ohne Fluglehrer<br />

absolvieren zu können. Auf aufwendige Flüge<br />

oder die Mitnahme von Passagieren sollte<br />

man deshalb so lange verzichten, bis man<br />

sich auf dem neuen Flugzeugmuster rundum<br />

wohlfühlt.<br />

[ Autor Helge Zembold<br />

Helge Zembold fliegt<br />

als Copilot im Airbus<br />

A320 durch Europa.<br />

In seiner Freizeit ist er<br />

meist als Segelflieger<br />

oder im Schleppflugzeug<br />

unterwegs.<br />

Er ist zudem Autor<br />

des Buches „IFR-<br />

Sprechfunk“.<br />

Praxis-Quiz Testen Sie Ihr Wissen<br />

1. 2. 3.<br />

Bei der Beurteilung der Startstrecke<br />

sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:<br />

a) Startrollstrecke, bester Steigwinkel, Bewuchs,<br />

Eigengeschwindigkeit, Luftdruck<br />

sowie Wind nach Richtung und Stärke<br />

b) Startstrecke aus dem Flughandbuch<br />

unter Berücksichtigung der Druckhöhe<br />

und Temperatur, Bahnneigung und<br />

Oberflächenzustand<br />

c) Länge der Startbahn, Temperatur,<br />

Abflugmasse und Startleistung<br />

Der Pilot möchte ein Gebiet lärm -<br />

arm umfliegen. Wie reduziert sich<br />

bei Verdoppelung des seitlichen<br />

Abstands der Lärm auf einen Beobachter<br />

am Boden?<br />

a) Es ergibt sich durch die sogenannte<br />

Schrägbeschallung keine nennenswerte<br />

Reduzierung.<br />

b) 70 % Reduzierung (10 dB(A))<br />

c) 50 % Reduzierung (6 dB(A))<br />

d) 30 % Reduzierung (10 dB(A))<br />

Welche Landeklappenstellung ist bei<br />

den meisten Leichtflugzeugen für<br />

den Start auf einer aufgeweichten<br />

Startbahn zu wählen?<br />

a) vollständig ausgefahren<br />

b) Stellung entsprechend der Angabe<br />

im Flughandbuch<br />

c) vollständig eingefahren<br />

d) bis zur ersten Stufe ausgefahren<br />

Die Lösungen finden Sie auf Seite 110.<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 73


[ PRAXIS September <strong>2016</strong> ]<br />

Nicht nur<br />

für Piloten<br />

Welche Dinge gibt es, die<br />

einfach nur Spaß machen<br />

oder sich im Cockpit als sehr<br />

nützlich erweisen können?<br />

Der <strong>aerokurier</strong> hat sich umgesehen,<br />

wofür man als Pilot<br />

Geld ausgeben kann.<br />

1<br />

3 Was auf die Ohren<br />

Haben Sie Langeweile auf langen Strecken,<br />

wünschen Sie sich Unterhaltung beim Fliegen?<br />

Selbst konservierte Musik vom Handy oder<br />

MP3-Player? Mit dem Handy-Headset-Adapter<br />

PA-86A lässt sie sich per Bluetooth auf die<br />

Kopfhörer bringen. Der Adapter schaltet Handys<br />

oder MP3-Player auf Intercom und Headsets.<br />

Eine sichere Kommunikation bleibt gewährleistet.<br />

Funk kann nicht überhört werden,<br />

dafür sorgt eine automatische Vorrangschaltung.<br />

Zum PA-86A gehören zwei verschiedene<br />

Eingangs-Audioanschlusskabel. Die Stromversorgung<br />

erfolgt über eine 9-Volt-Blockbatterie.<br />

Das PA-86A gibt es mit Tragetasche beim<br />

Büscher Flugversand ab 108 Euro.<br />

www.flugversand.de<br />

Fotos: Aero Optik, Büscher, Heimann, Milvus, Schleicher<br />

1 Walter Eichhorn<br />

Auch mit 80 Jahren frönt Walter Eichhorn<br />

noch unverdrossen und ungebremst seiner<br />

Leidenschaft, dem Fliegen. Das Leben dieser<br />

Fliegerlegende mit Sohn Toni, ihre Abenteuer,<br />

die Anekdoten und Rekorde, hat Michael<br />

Linke zwischen zwei Buchdeckel gepackt. Ein<br />

ereignisreiches, bewegtes Fliegerleben, verdichtet<br />

auf 172 Seiten – Lektüre nicht nur für<br />

Piloten. Das mit vielen seltenen Originalfotos<br />

und Grafiken illustrierte, durchgehend farbige<br />

Druckwerk kostet 12,95 Euro plus 1,65 Euro<br />

Versand.<br />

www.flyaholic.de<br />

2 Zeitzeichen<br />

Immer im Blick, aus welch edlem Stoff das<br />

(eigene) Hightech-Segelflugzeug aufgebaut<br />

ist: Der rote Sekundenzeiger der „AS“-Fliegeruhr<br />

dreht über einem fein strukturierten<br />

Carbon-Ziffernblatt. Dezent zeichnet sich im<br />

unteren Bereich die Silhouette eines modernen<br />

Seglers mit Winglets ab, im oberen das<br />

Firmenlogo von Alexander Schleicher Segelflugzeugbau.<br />

Die Uhr für alle Flieger-ASse gibt<br />

es für 348 Euro.<br />

www.alexander-schleicher.de<br />

2<br />

3<br />

5<br />

4<br />

4 Gut gekleidet<br />

Jacken fürs Cockpit, speziell für die moderner<br />

Segelflugzeuge mit ihren eher schon Liegesesseln<br />

ähnelnden Pilotenplätzen, erfordern<br />

zweckorientierte Schnitte. Solche ergonomisch<br />

optimierte Kleidung bietet Milvus. Bei<br />

der hochfunktionellen Softschelljacke Delta<br />

sind auch alle Taschen und Lüftungsreißverschlüsse<br />

ergonomisch angeordnet, damit sie<br />

im Flugzeug unter den Gurten zugänglich sind.<br />

Der Schnitt bietet genügend Platz, damit noch<br />

eine Fleecejacke darunterpasst. Die Jacken in<br />

atmungsaktivem Softshell-Stretchstoff gibt es<br />

in den Größen XS bis XL und in Schwarzblau<br />

oder Graublau. Anzulegen sind dafür 249<br />

Euro.<br />

www.milvus.aero<br />

5 Für Durchblicker<br />

Die Fliegersonnenbrille Light Flight kommt<br />

ganz leicht daher, ihre 14 Gramm wird man<br />

kaum auf der Nase spüren. Eine leichtere<br />

Pilotenbrille gibt es nicht. Sie bietet perfekte<br />

Rundumsicht und mit den kontraststeigernden<br />

Carl Zeiss Vision Skylet Gläsern einen optimierten<br />

Durchblick. Für alle, die korrigierende<br />

Gläser brauchen, gibt es die Brille mit individuellen<br />

Sehstärken als Fern-, Gleitsicht- oder<br />

Bifokal-Brille, damit beim Blick aufs Panel und<br />

darüber hinaus nichts übersehen wird. Die<br />

kontraststeigernden Skylet-Gläser sollten<br />

jeden Segelflieger erfreuen, Kondensen und<br />

Luftbewegungen werden sichtbar. Aero Optik<br />

verlangt dafür 269 Euro plus Versand.<br />

www.aero-optik.de<br />

74 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Eines der wichtigsten Teile an unseren Kolbenmotorflugzeugen<br />

ist der Propeller. Er ist unglaublichen<br />

Belastungen ausgesetzt.<br />

DER<br />

EXPERTEN-<br />

TIPP<br />

Propeller<br />

<strong>09</strong><br />

Torsten Matz<br />

Propellerschäden:<br />

[ 1 ] Die verformte Blattspitze erfordert eine<br />

Shock Loading Inspection für den Motor.<br />

[ 2 ] Kerbe an der Hinterkante. [ 3 ] Risse am<br />

Blattfuß. [ 4 ] Geschmirgelte Vorderkante.<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 4 ]<br />

Man sollte sich mal vorstellen, dass<br />

am Blattfuß eines Propellers die Zentrifugalkraft<br />

mehrere zehntausend<br />

Newton betragen kann. Als Beispiel sei ein<br />

Dreiblatt-Komposit/Holzpropeller an einem<br />

300-PS-Motor angeführt, bei dem je nach Drehzahl<br />

eine maximale Zentrifugalkraft von 80 000<br />

Newton entstehen kann. Dazu kommen außerdem<br />

noch große Kräfte aus der Luftströmung<br />

und Schwingungen vom Motor. Das Thema<br />

„Kräfte am Propeller“ wird in der PPL-Ausbildung<br />

auch eingehend behandelt.<br />

Bei der Betrachtung des Propellers darf die<br />

Bauweise nicht unberücksichtigt bleiben.<br />

Unsere General-Aviation-Propeller bestehen<br />

meistens aus Aluminium, Verbundwerkstoff<br />

oder Holz und sind entweder Fest- oder Verstellpropeller.<br />

Der Propeller bewegt sich mit relativ hoher<br />

Geschwindigkeit in oftmals nicht allzu großem<br />

Abstand zum Boden. Durch aufgewirbelte<br />

Teilchen kann Erosion entstehen, sichtbar an<br />

rauen Eintrittskanten, an denen der Lack wie<br />

weggestrahlt wurde. Diese Eintrittskanten<br />

können an Metallpropellern oft gemäß Herstelleranweisungen<br />

mit einer speziellen Feile<br />

oder Ähnlichem geglättet werden. Das<br />

Gleiche gilt für kleine Steinschläge, die man<br />

innerhalb vorgegebener Limits ausarbeitet.<br />

Das sind Arbeiten für zertifizierte Mechaniker,<br />

denn der mögliche Schaden bei Fehlbehandlungen<br />

ist recht groß.<br />

Propeller an Oldtimern werden wegen der<br />

schöneren Optik öfter poliert. Dafür gibt es<br />

manchmal vom Hersteller eine Anweisung.<br />

Die Firma Sensenich schreibt zum Beispiel<br />

sinngemäß: Beginne mit 80er-Schleifpapier<br />

…, dann weiter mit 150er,… Am Ende wird<br />

gefordert, dass ein Balancing durchgeführt,<br />

also ausgewuchtet wird. Auch ein Job für<br />

Profis mit dem richtigen Werkzeug. Fehler<br />

hierbei können sich als Vibrationen bei bestimmten<br />

Drehzahlen auswirken. Eine Besonderheit<br />

bei Komposit- und Holzpropellern ist<br />

die Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit.<br />

Das bedeutet, dass kleine Beschädigungen<br />

im Lack, wie die durch Steinschläge, möglichst<br />

schnell geschlossen werden sollten. Als Hausmittel<br />

hat sich dafür die Verwendung von<br />

Nagellack bewährt und wird von einigen<br />

Herstellern auch nicht verneint. Ein kleiner<br />

Tropfen in das Loch im Lack reicht dabei für<br />

einige Zeit.<br />

Handelt es sich um einen Verstellpropeller,<br />

sollte man ihn bei der Vorflugkontrolle auch<br />

auf Undichtigkeiten prüfen. Es kann Fett am<br />

Blattfuß aus der Nabe treten oder Öl am Kurbelwellenflansch.<br />

Die Propellerhersteller betonen übrigens, dass<br />

das Schieben und Drücken am Propeller beim<br />

Rangieren tunlichst vermieden werden sollte.<br />

Größere Beschädigungen sollten auf alle Fälle<br />

von Sachkundigen bewertet werden. So<br />

können bei Holzpropellern Risse im Lack entlang<br />

der Faserrichtung noch zulässig sein. Ein<br />

ähnliches Anzeichen beim Metallpropeller<br />

würde wahrscheinlich das Aus für dieses Teil<br />

bedeuten. Jegliche Deformation sollte unbedingt<br />

genau untersucht werden. Es können<br />

sich daraus Risse entwickeln, die das Bauteil<br />

versagen lassen.<br />

Es gibt sehr genaue Anweisungen von den<br />

Propeller- und Motorenherstellern dafür, wie<br />

man mit Beschädigungen am Propeller umgeht!<br />

Bei Textron Lycoming heißt es sinngemäß,<br />

dass der Motor ausgebaut werden muss<br />

und eine Shock Loading Inspection ansteht,<br />

wenn eine Beschädigung am Propeller repariert<br />

werden muss. Und das gilt auch dann,<br />

wenn der Propeller in Wasser eingetaucht ist<br />

oder Gras berührt hat und ein Drehzahlabfall<br />

festgestellt wurde, auch wenn es dabei nicht<br />

zu einer Beschädigung gekommen ist. Die<br />

Shock Loading Inspection fordert Lycoming<br />

sogar dann, wenn der Propeller im Moment<br />

der Beschädigung stand und seine Reparatur<br />

nötig wurde.<br />

[<br />

Autor Torsten Matz<br />

... ist Technischer Leiter<br />

beim Porta Air Service<br />

in Porta Westfalica.<br />

Er hat viele Jahre<br />

Er fahrung in der Wartung<br />

von Flugzeugen<br />

der Allgemeinen Luftfahrt<br />

und ist lizenziert<br />

von der EASA (B1) und der amerikanischen<br />

Luftfahrtbehörde FAA als A&P.<br />

Fotos: Torsten Matz, Porta Air Service<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 75


[ PRAXIS September <strong>2016</strong> ]<br />

Garmin aera 660 mit GDL 39 3D<br />

Mobiles Glascockpit<br />

Moderne Avionik gibt es von vielen Herstellern, und alle verwirklichen<br />

die eigene Bedienphilosophie. Für Charterer, die sich dann<br />

oft umstellen müssen, ist das ärgerlich – sicher ist es auch nicht.<br />

dere Geräte mit unterschiedlichen Bedienkonzepten<br />

umstellen müssen. Gut, wenn man für<br />

solche Fälle die eigene mobile Ausrüstung<br />

nutzen kann, mit der man vertraut ist.<br />

Geradezu ein Komplettpaket eines mobilen<br />

Glascockpits bietet hier Garmin mit dem neuen<br />

aera 660 in Kombination mit dem WAAS/<br />

EGNOS- und ADS-B-fähigen GDL 39 3D. Das<br />

GDL kann auf der Panelabdeckung unter der<br />

Frontscheibe platziert und das kompakte aera<br />

660 mit der mitgelieferten Halterung am<br />

Steuerhorn befestigt oder auf dem Kniebrett<br />

abgelegt werden. Die Geräte kommunizieren<br />

ohne lästige Kabelei per Bluetooth.<br />

Privathalter sind fein raus, sie können<br />

sich ihr Cockpit ganz nach eigenem<br />

Gusto ausstatten und finden dann immer<br />

wieder ein vertrautes Panel vor. In Vereinsflotten<br />

und Charterflugzeugen unterscheidet<br />

sich die Instrumentierung, was die Ausstattung<br />

mit GPS-basierten Navigationsgeräten angeht,<br />

häufig sehr stark von Flugzeug zu Flugzeug.<br />

Dumm ist das für die Piloten, die sich mit einem<br />

Flugzeugwechsel immer wieder auf an-<br />

Lithium-Ionen-Akkus<br />

garantieren lange Betriebszeiten<br />

Mit ihren Akkus sind beide für Flüge über<br />

mindestens vier Stunden funktionsfähig.<br />

Längere Betriebszeiten werden mit Anschluss<br />

ans Bordnetz (USB-Kabel und Adapter für<br />

den Zigarettenanzünder) möglich. Das aera<br />

660 mit den handlichen Abmessungen von<br />

14,1 x 8,7 x 2,1 Zentimeter, integrierter GPS-<br />

Startbildschirm Hauptmenü. Von hier geht es<br />

über die Icons zu den Navigationsfunktionen.<br />

aera-660-Display im Kartenmodus. Die<br />

Basiskarte deckt ganz Europa ab.<br />

Luftlagebild: Mit Anbindung an das GDL 39 3D<br />

erscheint der umgebende ADS-B-Verkehr.<br />

76 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Antenne und einem brillanten Fünf-Zoll-<br />

Touchscreen lehnt sich an das Garmin-eigene<br />

Be-dienkonzept des großen GTN 750, das<br />

erste Einbausystem mit Touchscreen, an.<br />

Dank der klar gegliederten Menüführung<br />

lässt sich das aera intuitiv bedienen. Vom<br />

Hauptmenü aus werden die wichtigen Funktionen<br />

über die sich selbst erklärenden Icons<br />

direkt erreicht.<br />

Der „Direct to“-Button ist als Rettungsanker<br />

auf fast jedem Bildschirmbild dabei. Die „3D-<br />

Vision“- und „Traffic“-Funktionen stehen allerdings<br />

erst in Verbindung mit dem GDL 39<br />

3D zur Verfügung. „Weather“ und „Terminal“<br />

werden in Europa bislang nicht unterstützt.<br />

Mit dem Einschalten des aera 660 ist der GPS/<br />

GLONASS-Satellitenempfang schnell hergestellt.<br />

Die detaillierte, interaktive Europakarte,<br />

die sich beliebig zoomen lässt, zeigt die<br />

in den Einstellungen gewählten Lufträume<br />

und erübrigt die optional speicherbare ICAO-<br />

Karte. In den Bildschirmecken lassen sich die<br />

Datenfelder beliebig belegen, zum Beispiel<br />

mit der Geschwindigkeit über Grund, Distanz<br />

zum nächsten Wegpunkt und voraussichtlicher<br />

Ankunftszeit, sodass neben der eigenen Position<br />

in der Moving Map auch die wichtigsten<br />

Flugparameter angezeigt werden. Per<br />

Fingertipp auf die Karte können die Beschreibungen<br />

der Lufträume mit ihren Limits aufgerufen<br />

werden. Flugrouten können in der<br />

Karte oder durch Eingabe der Wegpunktnamen<br />

geplant und abgespeichert werden. Einmal<br />

erstellte Pläne lassen sich schnell aufrufen<br />

und aktivieren.<br />

Zur Basiskarte für Europa gehören ein Flugplatzverzeichnis<br />

(AC-U KWIK – International<br />

Airport Directory) mit allen wichtigen Landeplatzinformationen,<br />

die dazugehörigen „Safe<br />

Taxi“-Karten von Garmin und eine Datenbank<br />

für Gelände- und Hinderniswarnungen.<br />

In seiner Funktionsvielfalt ist das aera 660<br />

kaum mehr zu übertreffen. Zu den Features<br />

gehört, dass die Leistungs- und Verbrauchseckdaten<br />

des genutzten Flugzeugs für die<br />

wichtigsten Navigationsrechnungen recht<br />

einfach eingespeichert werden können. Weight<br />

& Balance-Kontrollen sind schnell vollzogen.<br />

Mobiles Primary Flight Display mit 3D-Vision:<br />

das Garmin GDL 39 3D (oben) in Bluetooth-<br />

Verbindung mit dem Garmin aera 660.<br />

Das aera 660 führt zudem automatisch das<br />

Flugbuch. Auch die Flugwege werden aufgezeichnet<br />

und können später noch einmal<br />

angesehen werden.<br />

Zum vollwertigen Primary Flight Display wird<br />

das aera 660 in Verbindung mit dem GDL 39<br />

3D, das mit dem integrierten AHRS (Attitude<br />

Heading Reference System) einen künstlichen<br />

Horizont und dazu die 3D-Vision-Darstellung<br />

liefert. Die Anzeigen für Attitude, Kurs, Bearing,<br />

Geschwindigkeit über Grund und Höhe<br />

werden mit einem dreidimensionalen Landschaftsbild<br />

(synthetic vision view) hinterlegt.<br />

Im Display erscheinen mit der 3D-Landschaft<br />

voraus die Hindernisse und bei Anflügen der<br />

Flugplatz mit Landebahn.<br />

Vertrauenswürdig<br />

nur mit fester Montage<br />

Vertrauenswürdig wird der künstliche Horizont<br />

allerdings erst, wenn das GDL 39 3D fest montiert<br />

wird. Einfaches Abstellen auf der Instrumentenabdeckung<br />

führt leicht zum Verrutschen,<br />

was auf dem Bildschirm des aera<br />

als eine Lageänderung des Flugzeugs erscheint.<br />

Ein Muss ist die Befestigung der mitgelieferten<br />

Aufnahmeschale, wenn das aera 660 auf<br />

Flügen nach Instrumentenflugregeln als Backup<br />

dienen soll.<br />

Das GDL 39 3D bietet zugleich ADS-B-IN-<br />

Funktionalität. ADS-B-Verkehr wird damit in<br />

Relation zur eigenen Position erfasst und im<br />

aera dargestellt. Zeichnen sich Gefahrensituationen<br />

ab, warnt das aera 660 optisch und<br />

akustisch. Zur Darstellung kommen hier alle<br />

Flugzeuge, die über ihren Mode-S-Transponder<br />

die GPS-Positions-, Kurs- und Geschwindigkeitsdaten<br />

aussenden. Der gesamte Verkehr<br />

wird damit zwar nicht erfasst, die erhaltenen<br />

Informationen können aber wesentlich zum<br />

Überblick über die Verkehrssituation und damit<br />

zur eigenen Sicherheit beitragen. Der<br />

hochgenaue, SBAS-fähige GPS-Empfänger im<br />

GDL berechnet Position und Geschwindigkeit<br />

in Richtung und Größe fünfmal pro Sekunde.<br />

Das aera 660 kann den lästigen Kauf von<br />

Luftfahrtkarten ersparen. Um aber auf Papierkarten<br />

verzichten zu können, ohne Sicherheitsrisiken<br />

einzugehen, ist es wichtig, die<br />

Luftraum- und Navigationsdaten immer aktuell<br />

zu halten. Solch verlässlichen Einsatz<br />

des GPS-Navigators ermöglicht Garmin mit<br />

seinem Angebot für regelmäßige Updates. Das<br />

aera 660 macht sie mit dem integrierten WiFi<br />

besonders einfach. Die Updates können damit<br />

ohne Umweg über einen PC direkt aus einem<br />

WLAN abgerufen werden. Voraussetzung ist<br />

das Abonnement dieses Dienstes. Für den<br />

Einsatz auf IFR-Flügen können auch die<br />

Jeppesen-Anflugkarten aufs Gerät geladen<br />

werden.<br />

In der Basisausstattung müssen für das aera<br />

660 und das GDL 39 3D jeweils 998 Euro angelegt<br />

werden.<br />

[<br />

Autor Gerhard Marzinzik<br />

Gerhard Marzinzik, stellvertretender<br />

Chefredakteur<br />

<strong>aerokurier</strong>, mit PPL(A)<br />

und IFR-Berechtigung,<br />

legt Wert auf gute Avionik,<br />

um im Flug im Bild zu<br />

sein über Luftraum und<br />

Luftverkehr.<br />

Fotos: Marzinzik<br />

„Direct to“ ist fast aus jedem Menü erreichbar,<br />

und die Ziele sind aus vielen Listen abrufbar.<br />

Flugplatzinformationen stehen aus einer großen<br />

Landeplatz-Datenbank zur Verfügung.<br />

Definitiv zu tief: das aera 660 mit Hinderniswarnungen<br />

im „Terrain“-Modus.<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 77


[ SEGELFLIEGEN Reportage ]<br />

SZD 24 Foka 4<br />

ELEGANZ<br />

IN HOLZ<br />

Fotos: Mario Schauf, Lars Reinhold<br />

AUTOR: Lars Reinhold<br />

78 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Vom Flugplatz Neumagen-Dhron<br />

aus ist man ruck, zuck über den<br />

Weinhängen an der Mosel.<br />

Etwas Exotisches<br />

sollte es sein, als<br />

David Schneider<br />

auf die Suche nach<br />

einem Flugzeug<br />

ging. Ein 15-Meter-<br />

Holzsegler, der einst<br />

die WM der Offenen<br />

Klasse gewann,<br />

schien genau richtig.<br />

Wenn man eine Liste der<br />

elegantesten Segelflugzeuge<br />

aufstellte, dann<br />

müsste die Foka 4 sich<br />

ganz weit oben wiederfinden. Der<br />

schlanke Rumpf, die hoch angesetzten,<br />

trapezförmigen Flächen und das<br />

schnittig nach hinten geschwungene<br />

Seitenleitwerk machen die Silhouette<br />

des 1960 konstruierten Holzfliegers<br />

so unverwechselbar. Der Eindruck<br />

von Dynamik wird noch durch<br />

das weit hinten angesetzte Höhenleitwerk<br />

verstärkt, dem die Foka förmlich<br />

davonzufliegen scheint. Ein absoluter<br />

Hingucker!<br />

„Ich wollte immer was Exotisches<br />

haben“, sagt David Schneider. „Als<br />

ich im Spätsommer 2014 den Entschluss<br />

fasste, mir ein Flugzeug zu<br />

kaufen, hatte ich zunächst eine SB-5<br />

im Sinn. Aber die Foka hat auch irgendwie<br />

im Hinterkopf geschlum-<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 79


[ SEGELFLIEGEN Reportage ]<br />

[ 1 ]<br />

DER FOKA-PILOT KENNT DAS: TRITT<br />

INS PEDAL, GEDENKSEKUNDE, DREHUNG<br />

David in seiner Foka.<br />

Rund 25 Stunden hat er<br />

inzwischen in ihrem<br />

Cockpit verbracht.<br />

mert.“ Der Zufall wollte es, dass<br />

gerade zu diesem Zeitpunkt eine<br />

Foka 4 in Kyritz zum Verkauf stand.<br />

„Ich bin aus Rheinland-Pfalz dahin<br />

gefahren, ohne dass ich das Flugzeug<br />

vorher gesehen hatte. Bei Leipzig<br />

kamen erste Fotos per Mail, und ich<br />

war mir nicht mehr so sicher, ob ich<br />

weiterfahren sollte. Uralt-Lackierung<br />

wie zu DDR-Zeiten, da war mir klar,<br />

das bedeutet Arbeit.“<br />

In Kyritz angekommen, fällt die<br />

Entscheidung schnell. „Die Substanz<br />

des Flugzeuges war gut, und so viele<br />

Stunden hatte sie auch noch nicht“,<br />

erinnert sich David. „Und noch ein<br />

Argument sprach für den Flieger: Er<br />

war bei der Gesellschaft für Sport und<br />

Technik der DDR (GST) geflogen und<br />

die Dokumentation seiner Geschichte<br />

und aller durchgeführten Arbeiten<br />

militärisch vorbildlich.“ Aber es gibt<br />

Baustellen. „Der rot lackierte I-Pilz<br />

passte mir nicht, das Cockpitinterieur<br />

verdiente eine Aufwertung, und die<br />

TEK-Düse sollte vom Rumpfrücken<br />

ins Seitenleitwerk wandern.“ Für<br />

David Schneider kein Problem. Bei<br />

Schempp-Hirth hat<br />

er den Beruf des<br />

Leichtflugzeugbauers<br />

erlernt, war<br />

anschließend bei Lange Aviation am<br />

Bau der Antares beteiligt und schraubt<br />

heute für einen großen Maintenance-<br />

Dienstleister an Boeing-Frachtern.<br />

In der Flugplatzwerkstatt geht es<br />

an die Arbeit. „Den Pilz hatte ich erst<br />

selbst lackiert, das sah aber nicht so<br />

gut aus. Also hat es ein Profi mit Nextel<br />

gemacht. Die Instrumente kamen<br />

alle neu, neben 80er-Höhen- und<br />

Fahrtmesser sowie Vario von Winter<br />

habe ich ein V3-Vario von LX Avionik<br />

und ein FlarmView57 installiert.“ Das<br />

FLARM selbst verbaut David im Kasten<br />

vor den Pedalen, die Antenne sitzt<br />

obendrauf und verschwindet bei zugeschobener<br />

Haube unter der Bugspitze.<br />

Mit grauem Lack bekommt<br />

das Cockpit eine dezente Anmutung,<br />

ein Sattler fertigt Seitentaschen neu<br />

und bezieht die Kopfstütze. Ein professioneller<br />

Batteriekasten aus Leichtmetall<br />

beherbergt den Akku, allein<br />

der Life-Jacket-Aufkleber ist wohl<br />

nicht so ganz ernst zu nehmen. „Tribut<br />

an den Berufsalltag“, sagt David<br />

und grinst. Am Exterieur sollte eigentlich<br />

gar nicht so viel passieren.<br />

„Aber beim Verschleifen der Öffnung<br />

im Seitenleitwerk, die ich fräsen musste,<br />

um die Aufnahme für die TEK-<br />

Düse einzubauen, habe ich gemerkt,<br />

dass der Lack gut abgeht. Und dann<br />

habe ich halt gleich den ganzen Rumpf<br />

geschliffen zwecks Neulackierung.“<br />

Die Idee fürs neue Farbkleid stammt<br />

aus einem Modellbauforum. „Die<br />

Jungs haben mir wertvolle Tipps<br />

gegeben. Die Foka 5 war häufiger mit<br />

einem Zierstreifen in kräftigem Blau<br />

lackiert, das hat mir gefallen. Die<br />

Lackierung kam in weißem Lack, der<br />

normalerweise für Boeings genutzt<br />

wird, aber ein paar Wochen überlagert<br />

war – und weg musste.“ Wieder grinst<br />

David.<br />

Am Ostersonntag 2015 ist es so<br />

weit. Alle Prüfungen sind abgenommen,<br />

die Foka darf fliegen. „Ich hatte<br />

inzwischen rund 1500 Flugstunden<br />

auf etwa 150 Motor- und Segelflugzeugtypen<br />

– aber keinerlei Erfahrung<br />

auf der Foka. Ich wusste nur aus<br />

Erzählungen, dass sie sich schön und<br />

ausgewogen fliegen soll.“ Zum Selbstbriefing<br />

blieb nur, das Handbuch<br />

durchzuarbeiten. Dann der Sprung<br />

ins kalte Wasser – das so kalt gar<br />

nicht war. „Es hat von Anfang an<br />

alles gepasst, das Flugzeug hat es<br />

80 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


[ 2 ]<br />

[ 1 ] In Quer- und Höhenruder ist die Foka 4 agil, das kleine Seitenruder benötigt eine<br />

Gedenksekunde. [ 2 ] Ein gutes halbes Jahr hat David Schneider an seiner Foka 4<br />

gearbeitet. Die Lackierung der Tragflächen steht noch aus. [ 3 ] Uhrenlädchen: Drei<br />

80er-Instrumente plus E-Vario, FlarmView und Funk reichen. Als Bonus gibt‘s zwei<br />

12-V-Stromquellen unten im Pilz. [ 4 ] Die Foka im Schliff. Eigentlich war eine komplette<br />

Neulackierung gar nicht geplant. „Aber der Lack ging sehr gut ab ...“, sagt David.<br />

[ 3 ]<br />

mir nicht schwer gemacht. Aber ich<br />

bin polnische Flugzeuge wie den<br />

Bocian und den Pirat sowieso immer<br />

gerne geflogen, und auch die Foka<br />

steht ganz in der Tradition dieser<br />

tollen Segler.“ Inzwischen hat David<br />

auf seiner Foka rund 25 Flugstunden<br />

gesammelt, größere Streckenflüge<br />

stehen noch aus.<br />

Ein Stück weit ist die Platzfliegerei<br />

der Tatsache geschuldet, dass ein<br />

ordentlicher Anhänger für das Flugzeug<br />

fehlt. „Der, den es dazu gab,<br />

war so ein riesiger DDR-Transall, in<br />

der mit passenden Einbauten Pirat,<br />

Foka und andere Einsitzer transportiert<br />

werden konnten. Aber der war<br />

nicht alltagstauglich.“ Schrottig sah<br />

auch der Anhänger aus, den David<br />

auf einem Flugplatz fand und für einen<br />

Obolus entführen durfte. „Voll-<br />

GFK-Deckel, gute Substanz, aber<br />

ansonsten total vergammelt“, erinnert<br />

er sich. Doch einen handwerklich<br />

Begabten schreckt so was natürlich<br />

nicht. Nach einer Komplettreinigung<br />

[ 5 ] Der Rumpf wurde mit original Boeing-Lack, der ein paar Wochen überlagert war,<br />

versehen. [ 6 ] Die typischen SZD-Handlochdeckel bekamen ebenfalls eine neue Farbe.<br />

Dank der Deckel sind die vielen Kontrollstellen gut zugänglich. [ 7 ] Die Aufnahme für<br />

die TEK-Düse war zunächst auf dem Rumpfrücken und wanderte von dort ins Seitenleitwerk.<br />

Hier nahmen auch die Schleifarbeiten ihren Anfang.<br />

[ 4 ]<br />

[ 7 ]<br />

[ 6 ]<br />

[ 5 ]<br />

Fotos: Mario Schauf, Lars Reinhold, David Schneider<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 81


[ SEGELFLIEGEN Reportage ]<br />

Die schnittige<br />

Silhouette macht die<br />

Foka 4 absolut<br />

unverwechselbar.<br />

E -Kiosk<br />

Weitere ausgewählte<br />

Artikel finden Sie<br />

zum Download unter<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

sägt David den Deckel ab, legt ihn<br />

mit Holzprofilen rund 30 Zentimeter<br />

höher – ein Tribut an die tiefen Flächen<br />

der Foka – und verschließt den Spalt<br />

ganz klassisch mit GFK-Laminat. „Ich<br />

sag nur: 20 Meter Gewebe und 25<br />

Kilo Harz.“ Auch die Einbauten und<br />

die Elektrik überholt er, fertigt manches<br />

neu und verpasst dem Gefährt eine<br />

neue Deichsel und schließlich neuen<br />

Lack. Als Krönung kommen große<br />

SZD-Aufkleber auf den Deckel. Understatement<br />

eben. „Ein Anhänger,<br />

in dem das Flugzeug sicher steht,<br />

genug Platz für Zubehör ist und der<br />

eine Tempo-100-Plakette auf dem<br />

Heckdeckel hat. Ziel erreicht!“ Doch<br />

dabei bleibt es freilich nicht. Die nächsten<br />

Ziele sind schon gesteckt – oder<br />

besser: liegen in der Werkstatt. „Zwei<br />

Club-Libellen mit Bruch, die habe ich<br />

günstig erworben. Und die sollen<br />

natürlich beide wieder fliegen.“ ae<br />

Flugbericht: SZD-24 Foka 4<br />

Gedenksekunde für das Seitenruder<br />

Wer es einmal ins Cockpit der Foka 4 geschafft und sich den Flieger „angezogen“<br />

hat, der dürfte in der Luft damit überhaupt keine Probleme<br />

haben. Die Kupplungen liegen nur leicht aus der Längsachse versetzt links<br />

und rechts der Kufe, sodass sich der Start unkompliziert steuern lässt.<br />

Beim F-Schlepp muss man den Knüppel direkt an den Bauch nehmen,<br />

damit der Segler von der Kufe aufs Rad geht und die Motormaschine<br />

Tempo aufholen kann, um abzuheben. Sobald genug Strömung anliegt, ist<br />

die Foka im Querruder sehr agil. Das kleine Seitenruder hingegen braucht<br />

nach dem Tritt ins Pedal eine Gedenksekunde, bevor es eine Drehung um<br />

die Hochachse einleitet. Knüppel vor und zurück wird prompt umgesetzt,<br />

„nose down“ nimmt die Foka rasch Fahrt auf. Dennoch bleibt es im Cockpit<br />

überraschend leise. Überhaupt merkt man im Flug von der Enge des<br />

Cockpits kaum noch etwas, und wenn man die Sitzposition einmal passend<br />

eingestellt hat, dann kann man mit der Foka mit Sicherheit auch<br />

längere Strecken entspannt zurücklegen. Dank wirkungsvoller Klappen<br />

gelingt der Landeanflug trotz normaler Anfluggeschwindigkeit recht steil,<br />

beim Abfangen und Ausschweben verhält sich die Foka tadellos.<br />

Fazit: Ein Standard-Klasse-Oldtimer mit unverwechselbarer Silhouette, der<br />

auch heute noch gut zu fliegen ist – und der 1965 Segelfluggeschichte<br />

schrieb, als Jan Wroblewski damit die WM der Offenen Klasse gewann.<br />

Fotos: Mario Schauf, David Schneider<br />

Das Corpus Delicti vor dem Arbeitseinsatz:<br />

schmutzig, rostig, unansehnlich.<br />

Der Deckel wird mit Profilen höhergelegt, der<br />

Spalt mit Sperrholz und Laminat geschlossen.<br />

Die Flächen der Foka sind an der Wurzel recht<br />

tief, das bedingt einen hohen Hängeraufbau.<br />

82 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Rendezvous der AS-Piloten<br />

Fluglager einmal anders<br />

Was als ASH-26-Treffen vor 19 Jahren begann, hat sich inzwischen<br />

zu einem Fluglager für AS-Fans entwickelt. Und weil<br />

es so schön ist, treffen sie sich inzwischen zweimal pro Jahr.<br />

Fluglager im Verein: Windenfahrer,<br />

Schlepp-Pilot, Fliegerkameraden,<br />

die schieben,<br />

anhängen, bei Bedarf rückholen.<br />

Eigenstarter bringen ihre Flieger<br />

an den Start, steigen ein – und<br />

fliegen los. Außenlandungen beschränken<br />

sich auf ein Minimum,<br />

gebraucht wird eigentlich niemand.<br />

Segelflieger sitzen zwar oft allein<br />

im Flugzeug, Einzelkämpfer sind<br />

die meisten aber nicht. Gemeinsam<br />

Strecken aussuchen, sie teilweise<br />

auch gemeinsam fliegen, und alles<br />

ohne die strenge Disziplin eines<br />

Wettbewerbs – das gefällt vielen.<br />

Bei schlechterem Wetter gemeinsam<br />

die Gegend anschauen, das<br />

ist auch etwas für die mitfahrenden<br />

Partner und Partnerinnen.<br />

Mit dem Gedanken eines lockeren<br />

Vergleichsfliegens hatte Stefan<br />

Koller 1997 begonnen, ASH-26-Treffen<br />

in Rothenburg ob der Tauber<br />

auszurichten, immer um Christi<br />

Himmelfahrt herum für eine Woche.<br />

Dank seiner Lage nördlich der<br />

Schwäbischen Alb bietet Rothenburg<br />

gute Streckenflugbedingungen<br />

und genügend Abwechslung,<br />

um auch Schlechtwetterperioden<br />

gut gelaunt zu überstehen. Mit der<br />

Zeit kannte das Fahrrad das Taubertal<br />

aus der Westentasche, alle<br />

Museen in Rothenburg und Umgebung<br />

waren abgegrast. Mit dem<br />

Locker zusammensitzen und fliegen ist das Motto des AS-Rendezvous.<br />

Verkauf von Stefan Kollers ASH 26<br />

ging die Organisation des Treffens<br />

an Paul Schmitt über, und mehr<br />

und mehr Piloten kauften andere<br />

Flugzeuge: Mehrere ASH 31 und<br />

eine ASH 30 gesellten sich dazu,<br />

und das Treffen zog direkt auf die<br />

Alb nach Aalen/Elchingen.<br />

Zwölf Flugzeuge waren es <strong>2016</strong>,<br />

das Fluglager dauerte zwei Wochen.<br />

Den Piloten und Pilotinnen stand<br />

es frei, zwischendurch auch einmal<br />

etwas anderes zu machen. Spontan<br />

tun sich auch Teilnehmer zusammen,<br />

um in eine Therme zu gehen<br />

oder ein Kunstmuseum zu besuchen,<br />

wenn das Wetter nicht so<br />

ganz mitspielt. Die meisten campieren<br />

mit einem Wohnmobil am<br />

Platz, gerade in Aalen bieten Flugplatzgaststätte<br />

und Umgebung<br />

gute und günstige Übernachtungsmöglichkeiten.<br />

Ein bis zwei Teilnehmer<br />

übernehmen die Wetteranalyse<br />

und Streckenempfehlung,<br />

geflogen wird im lockeren Verbund.<br />

Und wenn das Wetter es erlaubt,<br />

kommt abends der Grill zum Einsatz,<br />

wo dann auch schon einmal<br />

mehr als 20 Personen gemeinsam<br />

essen können.<br />

So viel Spaß haben die Teilnehmer<br />

daran gefunden, dass man sich<br />

[ SEGELFLIEGEN Treffen ]<br />

zum Teil auch zweimal pro Jahr<br />

trifft: 2015 in Lüsse, in diesem Jahr<br />

in der letzten Juli- und ersten Augustwoche<br />

in Stahringen am Bodensee.<br />

Der Platz hat eine lange<br />

Tradition als Austragungsort des<br />

Eigenstarter-Vergleichsfliegens,<br />

aus der Taufe gehoben vom ehemaligen,<br />

früh verstorbenen Vorsitzenden<br />

des FSV Radolfzell,<br />

Hubert Lehr. Nun ist die Gegend<br />

westlich des Bodensees nicht gerade<br />

berühmt als Ausgangsort für<br />

große Strecken, für Eigenstarter<br />

ist jedoch der Abflugpunkt Neuhausen<br />

durchaus nicht ungünstig.<br />

Kleinod Radolfzell<br />

Flüge um den Bodensee, in die<br />

Alpen und ins Schweizer Jura sind<br />

schon gelungen, und eins hat Stahringen<br />

vielen anderen Plätzen<br />

voraus: Würde man das Bodenpersonal<br />

den schönsten Platz wählen<br />

lassen, wäre Stahringen sicherlich<br />

auf einem der ersten Ränge. Im<br />

Naturschutzgebiet östlich des Hegau<br />

liegt der Grasplatz, der erst<br />

vor wenigen Jahren den Status des<br />

Sonderlandeplatzes erhielt. Das<br />

Strandbad in Bodmann liegt in<br />

Fahrradentfernung, Konstanz, Radolfzell,<br />

die Schweiz sind schnell<br />

erreichbar.<br />

Obwohl sich inzwischen ein<br />

harter Kern aus fünf bis sechs<br />

Teilnehmern gebildet hat, sind<br />

neue Pilotinnen und Piloten mit<br />

AS-Mustern immer willkommen<br />

und schnell integriert.<br />

ae<br />

Andrea Abt<br />

AS-Treffen: Nadja Eisenmenger<br />

hat gleich mehrere Kolleginnen<br />

mit einer ASH 26e.<br />

Fotos: Andrea Abt<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 83


[ SEGELFLIEGEN Kommentar ]<br />

Wettbewerbsklasse im Regelungswust<br />

Quo vadis,<br />

Doppelsitzerklasse?<br />

Neue Regelungen für die Wettbewerbsklasse 20-m-Doppelsitzer<br />

stellen vieles infrage, was bisher das Fliegen im Team<br />

ausgemacht hat. Ein Kommentar dazu von Markus Geisen.<br />

Die heutige Doppelsitzerklasse<br />

hat ihren geschichtlichen<br />

Ursprung als eine Wettbewerbsklasse,<br />

die Wettbewerbsanfängern<br />

den Einstieg erleichtern<br />

sollte. Durch das Zwei-Personen-<br />

Cockpit sollte ein schneller Wissenstransfer<br />

gegeben sein.<br />

Auf drei Weltmeisterschaften<br />

(1952, 1954 und 1956) war die<br />

Klasse vertreten – allerdings noch<br />

nicht in der heutigen Konfiguration<br />

als 20-m-Klasse. Im Folgenden<br />

war die Klasse nur noch national<br />

anerkannt, und die hohe Diversität<br />

der Flugzeuge (Ka 7, SB 10) führte<br />

zur Einführung einer Indexwertung.<br />

Beginnend mit dem Janus und<br />

gefolgt von Duo Discus, DG-1000,<br />

Arcus und ASG 32 hat sich die<br />

Klasse nun zu einer Hochleistungsklasse<br />

entwickelt, deren Hauptunterscheidungsmerkmal<br />

zu den<br />

anderen Klassen das Zwei-Piloten-<br />

Cockpit ist. Zum ersten Mal haben<br />

vor zwei Jahren wieder Weltmeisterschaften<br />

in Finnland stattgefunden,<br />

und dieses Jahr ist Litauen<br />

der Ausrichter. Zeit also, sich<br />

ein paar Gedanken über diese sehr<br />

populäre Klasse zu machen.<br />

Dieses Frühjahr hat die IGC auf<br />

einem Treffen in Luxemburg entschieden,<br />

die maximale Abflugmasse<br />

für Doppelsitzer auf Wettbewerben<br />

von 750 auf 800 Kilogramm<br />

zu erhöhen. Diese Entscheidung<br />

wurde von vielen Piloten in<br />

der Klasse erwartet und begrüßt.<br />

Ist der gewichtsbasierte<br />

Index sinnvoll?<br />

Warum hat sich die IGC zur<br />

Anhebung der maximalen Flugmasse<br />

entschlossen? Da gibt es<br />

die konstruktiven Erwägungen:<br />

• Alle nach modernen Bauvorschriften<br />

gebauten Segelflugzeuge sind<br />

recht schwer, erfüllen aber die<br />

rigiden Sicherheitsanforderungen.<br />

• Immer mehr Piloten entscheiden<br />

sich für einen Antrieb, sei es einen<br />

Eigenstarter oder eine Heimkehrhilfe.<br />

Die bisher maximal zulässige<br />

Abflugmasse von 750 Kilogramm<br />

wird dann schon mit durchschnittlichen<br />

Pilotengewichten erreicht.<br />

Eine höhere Cockpitzuladung kann<br />

den Ausbau des Triebwerks erforderlich<br />

machen.<br />

• Alle modernen Profile liefern viel<br />

Auftrieb bei vergleichbar geringer<br />

Flügelfläche. Die Flächenbelastungen<br />

in der Klasse liegen maximal<br />

bei knapp über 50 kg/m 2 , und viele<br />

Piloten neigen dazu, auf langen<br />

Streckenflügen möglichst nahe der<br />

maximal erlaubten Masse zu fliegen.<br />

Anders sieht die Sache in<br />

Wettbewerben aus – hier bevorzugen<br />

die Piloten wegen des gewichtsbasierten<br />

Index eine möglichst<br />

geringe maximale Wettbewerbsmasse,<br />

da dieser Index<br />

unabhängig von der aktuellen<br />

Masse (und Flächenbelastung) für<br />

den ganzen Wettbewerb gilt.<br />

Wie gehen wir also in Deutschland,<br />

dem Land mit den meisten<br />

Piloten und Flugzeugen in der<br />

Doppelsitzerklasse mit den neuen<br />

Regularien um?<br />

Aus Gründen der Gerechtigkeit<br />

im Breitensport vertritt der DAeC<br />

die Meinung, dass Qualifikationsmeisterschaften<br />

für die Doppelsitzerklasse<br />

mit Index geflogen wer-<br />

84 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Mehr Spaß und geteilte<br />

Cockpitarbeit: zu zweit im<br />

Doppelsitzer auf Streckenflug.<br />

den sollen. Die Deutschen Meisterschaften<br />

und die Weltmeisterschaften<br />

werden zurzeit jedoch<br />

ohne Index geflogen.<br />

Viele Piloten in der Klasse verstehen<br />

nicht, warum ein Index<br />

überhaupt erforderlich ist, da die<br />

heutige Doppelsitzerklasse von<br />

modernen Flugzeugen geprägt und<br />

daher mit den anderen indexfreien<br />

Klassen vergleichbar ist. Die<br />

Piloten verstehen sich als Spitzensportler<br />

und bevorzugen selbst zu<br />

wählen, mit welchem Sportgerät<br />

sie sich die besten Chancen ausrechnen.<br />

Als Resultat waren auf<br />

der letzten Deutschen Meisterschaft<br />

auch fast nur Flugzeuge vom Typ<br />

Arcus oder ASG 32 vertreten. Von<br />

diesen Erwägungen abgesehen,<br />

dürfte es für die technologische<br />

Entwicklung eher hinderlich für<br />

die Klasse sein, wenn mit Index<br />

geflogen wird.<br />

Der kürzlich eingeführte gewichtsbasierte<br />

Index in der Klasse<br />

ist umstritten. Bisher wurden<br />

reine Segelflugzeuge entsprechend<br />

der grundsätzlichen Zulassungsvorschriften<br />

für eine MTOM von<br />

750 Kilogramm ausgelegt, sie sind<br />

bei dieser Indexwertung auf einen<br />

Index festgelegt. Die ASG 32 ist<br />

dagegen für eine MTOM von 850<br />

Kilogramm zugelassen, ihre Piloten<br />

könnten sich eine genehme maximale<br />

Wettbewerbsmasse und<br />

damit einen komfortablen Index<br />

wählen. Auch für viele motorisierte<br />

Doppelsitzer gäbe es die Index-<br />

Wahlmöglichkeit. Entscheidend<br />

für die Flugleistung ist allerdings<br />

die Flächenbelastung, die sich nicht<br />

unbedingt aus einer hohen Maximalmasse<br />

ergibt. Richtigerweise<br />

sollten Flugzeuge mit höherer<br />

maximaler Flächenbelastung auch<br />

einen höheren Index erhalten.<br />

Große Irritation hat bei den Piloten<br />

in der Klasse in Deutschland<br />

die vor Kurzem eingeführte Regeländerung<br />

der Wettbewerbsordnung<br />

ausgelöst. Bisher war es üblich,<br />

dass Piloten, die sich auf den Qualifikationswettbewerben<br />

für mehr<br />

als eine Deutsche Meisterschaft<br />

qualifizieren, eine Wahl treffen<br />

mussten, in welcher Klasse sie bei<br />

den Deutschen Meisterschaften<br />

antreten. Vermutlich wurde auch<br />

dies aus Fairness-Erwägungen<br />

heraus festgelegt: Warum sollte<br />

jemand, der die Zeit und das Geld<br />

hat, in allen Klassen anzutreten,<br />

mehr Chancen haben als ein Mitstreiter?<br />

Dieses Argument wurde<br />

nun auch auf die Copiloten in der<br />

Doppelsitzerklasse ausgedehnt,<br />

und das hat bedeutende Auswirkungen!<br />

Jetzt soll gelten: Pilot und<br />

Copilot dürfen nur noch eine Deutsche<br />

Meisterschaft fliegen. Das<br />

heißt, der Copilot darf keine weitere<br />

Deutsche Meisterschaft fliegen.<br />

Es dürfen bis zu drei Copiloten für<br />

eine Deutsche Meisterschaft gemeldet<br />

werden, die dann aber<br />

keine andere DM mehr fliegen<br />

dürfen.<br />

Die Doppelsitzer-Crew<br />

wird zum festen Team<br />

Jetzt müssen die Teams also<br />

im Fall einer Qualifikation eine<br />

Wahl treffen. Entweder nimmt der<br />

Copilot und Teampartner an der<br />

Deutschen Meisterschaft in einer<br />

anderen Klasse teil – und der Pilot<br />

muss sich einen neuen Teampartner<br />

suchen – oder der Copilot vergibt<br />

seine Qualifikation in einer<br />

anderen Klasse.<br />

Das scheint mir absurd – wenn<br />

man Spitzensport betrachtet, geht<br />

es doch nur darum, erfolgreich an<br />

einer Meisterschaft teilzunehmen.<br />

Selbstverständlich darf ein Sportler<br />

der international für 100-m-<br />

Hürden qualifiziert ist, auch an den<br />

100-m-Läufen teilnehmen, wenn<br />

die Bedingungen erfüllt sind!<br />

Hier wurde, so scheint es, eine<br />

Regel geschaffen, die verhindern<br />

soll, dass sich ein mittelmäßiger<br />

Pilot mit einem sehr guten Copiloten<br />

für die Deutschen Meisterschaften<br />

und darüber hinaus qualifiziert.<br />

Abgesehen davon, dass<br />

das so gut wie nicht passiert,<br />

wurde diese Diskussion auch schon<br />

vor 20 Jahren in der Offenen Klasse<br />

geführt, als die ersten doppelsitzigen<br />

Flugzeuge aufkamen.<br />

Der Unterschied zu anderen<br />

Wettbewerbsklassen ist schon in<br />

der Klassenbezeichnung enthalten:<br />

Wir fliegen mit zwei Piloten.<br />

Zwangsläufig. Und diese – eigentlich<br />

einfache Unterscheidung –<br />

sollte deutlich machen, dass Erfolg<br />

in der Klasse nur durch eine Teamleistung<br />

möglich ist.<br />

Wie könnten also Maßnahmen<br />

aussehen, um die Klasse national<br />

und international noch attraktiver<br />

zu gestalten?<br />

• Die Doppelsitzerklasse sollte als<br />

Teamklasse anerkannt werden.<br />

• Beide Piloten qualifizieren sich<br />

ab den Quali-Meisterschaften als<br />

Team. Das bedeutet auch, dass bei<br />

Ausfall eines Piloten für den nächsthöheren<br />

Wettbewerb das nächstqualifizierte<br />

Team nominiert wird.<br />

• Ranglistenpunkte sollten für<br />

beide Piloten vergeben werden.<br />

• Keine Beschränkungen für Piloten,<br />

an nationalen und internationalen<br />

Wettbewerben teilzunehmen.<br />

Sollte es allerdings Terminkollisionen<br />

geben, wird das nächstqualifizierte<br />

Team nominiert.<br />

• Kein Index in der Klasse außer<br />

dem Gewichtsindex, der beibehalten<br />

werden sollte.<br />

• Der DAeC sollte dafür plädieren,<br />

dass eine Teilnahme von mehr als<br />

einem Team auf internationalen<br />

Wettbewerben erlaubt wird (aktuell<br />

darf nur ein Team pro Nation<br />

teilnehmen).<br />

• Das Erdenken einer Lösung der<br />

Problematik der Wettbewerbsklasse<br />

sollte auch eine Teamleistung<br />

sein und die Sportler miteinbeziehen.<br />

Mir geht es beim Fliegen in<br />

dieser Klasse um das Team und<br />

die Teamleistung im Cockpit – das<br />

macht die Besonderheit dieser<br />

Klasse schließlich aus!<br />

ae<br />

IN DER DOPPELSITZERKLASSE VERSCHMELZEN<br />

PILOT UND CO ZUM FESTEN TEAM<br />

Fotos: Markus Geisen, Holger Weitzel<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 85


[ SEGELFLIEGEN Training ]<br />

39. WSPA-Seminar in Varese<br />

Für jede(n) etwas dabei<br />

Fünf Tage Segelfliegen in Theorie und Praxis für Anfängerinnen bis zu ambitionierten<br />

Streckenflugpilotinnen – das bot die amerikanische Women Soaring Pilots Association<br />

(WSPA) ihren Mitgliedern Ende Juni in Calcinate del Pesce in der Nähe von Varese.<br />

Dabei waren 26 Pilotinnen<br />

aus acht Nationen, teilweise<br />

von ihren Partnern begleitet,<br />

die gerne an den Vorträgen<br />

teilnahmen und ihr eigenes Flugzeugen<br />

mit hatten.<br />

Zum 39. Mal traf sich die WSPA,<br />

aber es war erst das dritte Treffen<br />

außerhalb der USA und erst das<br />

zweite in Europa. Die Seminare<br />

dauern fünf Tage und bieten gleichermaßen<br />

Theorie und Praxis.<br />

Mission der 1986 gegründeten<br />

Vereinigung mit inzwischen mehr<br />

als 240 Mitgliedern ist die Förderung<br />

des Frauensegelflugs. Jede<br />

Pilotin gleich welchen Ausbildungsstands<br />

ist bei den jährlichen Seminaren<br />

willkommen, eingeschlossen<br />

Begleiter und nichtfliegende<br />

Mitglieder.<br />

Die meisten Teilnehmerinnen<br />

kamen aus den USA, einzelne aus<br />

Kanada, Italien, Deutschland, Israel,<br />

Australien, Frankreich und<br />

der Schweiz. Konzentrierte sich<br />

die WSPA über viele Jahre vor allem<br />

auf die USA, so öffnet sie sich<br />

zunehmend in Richtung Kanada<br />

und Europa. Die wenigen europäischen<br />

Mitglieder sind jedoch entweder<br />

eher zufällig, durch Freunde<br />

oder einen Aufenthalt in den<br />

USA dazugekommen.<br />

Nach Europa und<br />

gleich in die Alpen<br />

Andrea Schippers zum Beispiel<br />

hat die WSPA vor 15 Jahren über<br />

den Segelflug-Chat entdeckt und<br />

seither an vielen Seminaren teilgenommen.<br />

Elke Fuglsang-Petersen,<br />

im Board of Directors der WSPA<br />

für die Internationalisierung zuständig,<br />

hat mit ihrer Familie drei<br />

Jahre in Colorado gelebt und dort<br />

das herzliche, enge Miteinander<br />

der Pilotinnen schätzen gelernt.<br />

Nach Calcinate geholt hatte das<br />

Seminar die Italienerin Margherita<br />

„Margot“ Acquaderni Caraffini,<br />

Rekord-Segelfliegerin und seit 2013<br />

Präsidentin des Aero-Clubs Adele<br />

und Giorgio Orsi (ACAO). Mit über<br />

250 Mitgliedern ist die ACAO der<br />

größte italienische Club. Er stellt<br />

die meisten Mitglieder der italienischen<br />

Segelflug-Nationalmannschaft.<br />

Bis heute gehört das Ge-<br />

Premiere für Varese: So viele Segelfliegerinnen flogen hier noch nicht.<br />

86 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


lände der Familie Orsi, die sich den<br />

Zielen von Adele und Giorgio mehr<br />

denn je verbunden fühlt. Wie eingebunden<br />

der Club in die lokale<br />

Gesellschaft ist, zeigte sich bereits<br />

am ersten Abend, als alle Seminarteilnehmer<br />

vom Präsidenten der<br />

Handelskammer und dem Bürgermeister<br />

von Varese im Kongresszentrum<br />

Ville Ponti empfangen wurden.<br />

Trainieren mit<br />

den Champions<br />

„So viele Segelfliegerinnen auf<br />

einmal haben wir hier noch nie<br />

gesehen“, schmunzelte Margot,<br />

und über mangelnde Aufmerksamkeit<br />

und Gastfreundschaft konnte<br />

man sich in der Tat nicht beklagen.<br />

Auf der Agenda in Varese standen<br />

Themen rund um den Gebirgssegelflug.<br />

Unter den Referenten<br />

fanden sich bekannte Streckenflugpiloten<br />

wie Alberto Sironi<br />

ebenso wie Gianfranco Caroppo,<br />

der Verantwortliche für Sicherheit<br />

im Club, ehemaliger Militärpilot<br />

und Trainer für Crew Coordination<br />

bei Alitalia.<br />

Jeweils vormittags fanden die<br />

Vorträge statt, nach dem Mittagessen<br />

flogen die Teilnehmerinnen<br />

in den Club-Doppelsitzern ASK 21<br />

und Duo Discus sowie privaten<br />

Arcus T oder M beziehungsweise<br />

einer ASG 32. Wer wollte und ein<br />

eigenes Flugzeug dabei hatte, flog<br />

auch solo. Besonders für die amerikanischen<br />

Teilnehmerinnen waren<br />

es teilweise die ersten Flüge<br />

auf den jeweiligen Mustern.<br />

Piloten wie Alberto Sironi oder<br />

Peter Hartmann, Gewinner des<br />

Qualifying Grand Prix <strong>2016</strong> in Varese<br />

und damit auch schon fast<br />

ein Local flogen in den Doppelsitzern<br />

und nahmen auch schon einmal<br />

den einen oder anderen ins<br />

Schlepptau. 200 Stunden und 100<br />

F-Schlepps kamen von Montag bis<br />

Freitag zusammen. Dazu kamen<br />

noch so manche Stunden im Segelflugsimulator.<br />

Nun ist Ende Juni ja nicht gerade<br />

die beste Wetterperiode, um<br />

in Norditalien segelzufliegen. Die<br />

Po-Ebene ist in der Regel stabil,<br />

und in diesem Jahr gesellte sich<br />

ab Wochenmitte zu Temperaturen<br />

über 30 Grad Celsius noch eine<br />

hohe Luftfeuchtigkeit, sodass jede<br />

Bewegung zur Anstrengung wurde.<br />

An den ersten beiden Tagen<br />

erlaubten die Bedingungen noch<br />

vereinzelte Flüge in die Berge bei<br />

im Übrigen traumhaften Sichten.<br />

Danach ging es in feuchter Luft<br />

bei schlechter Sicht kaum einmal<br />

über 1400 bis 1500 Meter am Fuß<br />

der Berge.<br />

Geflogen wurde mit einer Ausnahme<br />

an allen Tagen, teilweise<br />

nur bis zum Centovalli oder bis<br />

Locarno, an anderen Tagen am Fuß<br />

der Berge entlang bis zum Lago<br />

d’Iseo, wo gerade Fußgänger auf<br />

Christos Brücke über den See marschierten.<br />

Ausweichprogramm für<br />

den einen Schlechtwettertag war<br />

ein Ausflug in die Umgebung, unter<br />

anderem mit Besichtigung der<br />

Eremitage Santa Caterina del Sasso<br />

am Lago Maggiore.<br />

Im nächsten Jahr findet das<br />

Seminar in Chilhowee, Tennessee,<br />

an den Appalachen statt. ae<br />

Andrea Abt<br />

Letzte Tipps vor dem Start von einem erfahrenen Gebirgsflieger.<br />

Fotos: Irit Abramovich, Andrea Abt (2), Kiripotib, Manfred Münch, Egon-Manfred Paech<br />

[ NEWS ]<br />

Typentreffen<br />

MIT GRUNAU BABYS NACH GRUNAU<br />

Das 37. Baby-Treffen nahe seiner Geburtsstätte in Grunau (heute<br />

Jeżów Sudecki) geriet trotz Kälte, Regen und Sturmböen – die Eisheiligen<br />

grüßten – zum bisher bestbesuchten. Zum ersten Mal war<br />

eine Gruppe aus Österreich mit einem farbenfrohen Baby III dabei.<br />

Aus Tschechien kam die bekannte Stammgruppe um Jeri Lenik mit<br />

einem sehr gut restaurierten Zlin Z-24 Krajanek, ein in der Tschechoslowakei<br />

weiterentwickeltes Baby IIb. Insgesamt waren zwölf Babys<br />

der Ver sionen IIb und III am Start.<br />

Segelfliegen in Namibia<br />

KIRIPOTIB MIT NEUER FÜHRUNG<br />

Das Segelflugzentrum Kiripotib startet mit einem neuen Management<br />

in die Saison <strong>2016</strong>/17. Markus Lewandowski und Aurel Hallbrucker,<br />

die im europäischen Sommer in Innsbruck die Gebirgsflugschule<br />

Mountain Soaring Enterprise betreiben, werden den Segelflugbetrieb<br />

führen. Ein „Flying with the Champions“ wird es mit Renta-Glider<br />

auch wieder geben, hier arbeiten Ludwig Starkl und<br />

Wolfgang Janowitsch in der Organisation.<br />

Genau 4708 Kilometer hat der norwegische Vertreter von Alexander<br />

Schleicher Segelflugzeugbau, Øyvind Moe, im Streckensegelflug zurückgelegt<br />

für einen Besuch des Herstellerswerks in Poppenhausen<br />

unter der Wasserkuppe. Die zehn Tage dauernde Reise bewältigte<br />

er mit seiner ASH<br />

31Mi. Für den<br />

Hin flug wählte<br />

Moe die Route<br />

über Schweden,<br />

Finnland, die baltischen<br />

Staaten<br />

und Polen. Zurück<br />

flog er die kürzere<br />

Distanz über<br />

Dänemark.<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 87


[ SEGELFLIEGEN Meteo ]<br />

Bernd Goretzki<br />

plante sein 1000er<br />

am 11. Juni mit der<br />

TopMeteo-Vorhersage<br />

in SeeYou und<br />

lag goldrichtig mit<br />

der Routenwahl.<br />

Streckenwetter im Juni und Juli<br />

Launische Sommertage<br />

Der Juni und der Juli gaben sich launisch wie der April<br />

und ohne eine anhaltend gute Wetterlage. Die Streckenflüge<br />

mussten in enge Wetterfenster gezirkelt werden.<br />

Nur rund rund 5 000 Flüge<br />

wurden im Juni im OLC<br />

gemeldet. Im Vorjahr waren<br />

es noch mehr als 9000, 2014 sogar<br />

mehr als 12 000! Der Nordosten<br />

kam allerdings gar nicht so schlecht<br />

weg: Zählt man die Flüge in Brandenburg,<br />

so kommt man auf über<br />

700 an immerhin 24 Tagen, was<br />

gegenüber den Vorjahren eine<br />

Steigerung bedeutet.<br />

Dass es ein deutliches Nordost-<br />

Südwest-Gefälle gab, lässt sich<br />

auch an den Klimawerten festmachen:<br />

Mehr als 120 Prozent der<br />

üblichen Sonnenstunden gab es<br />

nahe der Ostsee, kaum mehr als<br />

60 Prozent an der Saar. Dafür wurde<br />

das Regen-Soll im Süden und<br />

in NRW um mehr als das Doppelte<br />

übertroffen. Die regengetränkten<br />

Böden taten sich dann entsprechend<br />

schwer, anständige Thermik zu<br />

produzieren.<br />

Der Juni begann, wie der Mai<br />

endete: mit labiler Warmluft. Eine<br />

erste gute Periode gab es im Nordosten<br />

zwischen dem 3. und 5. Ju-<br />

ni. Diese Tage reichten schon fast<br />

für ein 1000er. Interessant war der<br />

10. Juni. An den zwei Tagen vorher<br />

hatte es in den Regionen Neckar,<br />

Donau und Alpen inhomogen<br />

verteilt Regenmengen von mehr<br />

als 60 l/m 2 gegeben. Diese Mengen<br />

können nicht innerhalb weniger<br />

Stunden durch den Boden abgeführt<br />

werden. Selbst die eingeflossene<br />

gute Kaltluft konnte deren Einfluss<br />

nicht kompensieren. Das zeigt, wie<br />

intensiv man bei der Planung auch<br />

die Vorgeschichte des Bodens mitberücksichtigen<br />

sollte.<br />

Schauen, wo es<br />

viel geregnet hat<br />

Bamberg, außerhalb der Niederschläge<br />

gelegen, war der ideale<br />

Ausgangspunkt für jenen<br />

Freitag. Maximilan Dorsch (LS4)<br />

brachten 840 Kilometer und ein<br />

eingebettetes 750er-FAI-Dreieck<br />

die meisten Punkte. Michael<br />

Schlaich (9<strong>09</strong> km) und Horst Singer<br />

(1007 km) flogen noch weiter. Interessant<br />

sind auch viele Kommentare<br />

zu den Flügen, in denen immer<br />

wieder von schwierigen und unverstandenen<br />

Bedingungen die<br />

Rede ist. Die Schuldfrage ist in<br />

meinen Augen klar: Es lag nicht<br />

an der Luftmasse, es lag am nassen<br />

Boden.<br />

Der Tag danach mit einem nur<br />

regionalen Wetterfenster brachte<br />

die meisten OLC-Flüge, nämlich<br />

627. Die Bedingungen waren als<br />

lange stabil vorhergesagt.<br />

Die Karte der potenziellen Flugdistanz<br />

und das Satellitenbild<br />

lassen keine Zweifel, weshalb die<br />

1000er fast in Reihe geflogen wurden.<br />

Michael Ebel – er flog 1185<br />

Kilometer mit einem 1080-km-FAI-<br />

Dreieck in der Kaltluft – bezeichnete<br />

den Tag als „einen der besten<br />

ever“.<br />

Wie gut man solche Strecken<br />

auch mit einem Vorlauf von ein,<br />

zwei Tagen planen kann, bewies<br />

Bernd Goretzki. Seinen Flug über<br />

1<strong>09</strong>5 Kilometer (1000-km-FAI-Dreieck)<br />

zeigen die Grafiken zu Planung<br />

und Durchführung. Mit Integration<br />

der TopMeteo-Daten in SeeYou<br />

legte er die exakten Zeitmarken<br />

fest, die für eine erfolgreiche Durchführung<br />

erreicht werden mussten.<br />

Hier nimmt See-You einem das<br />

Abschätzen der Einflüsse von Rückenwind<br />

und Tagesgang der<br />

Thermik ab. Unter Einbeziehung<br />

des Pilotenfaktors und der Startzeit<br />

lassen sich die Zwischenzeiten gut<br />

prognostizieren.<br />

Planen mit<br />

TopMeteo und SeeYou<br />

Bernd Goretzki: „An der zweiten<br />

Wende in Polen wollte ich<br />

spätestens um 13:15 Uhr sein. Das<br />

hat mit 13:21 Uhr auch fast geklappt.<br />

Die letzte Wende wollte ich<br />

um 17:15 Uhr spätestens umrunden,<br />

und auch das hat sehr gut gepasst.“<br />

Die Einschätzung, dass die Thermik<br />

meist noch ein wenig länger<br />

geht als vorhergesagt, hat den<br />

1000er-Plan zum Erfolg werden<br />

lassen.<br />

Im Anschluss brach die Wetterlage<br />

fast komplett zusammen.<br />

Zwar waren am 16. Juni in den<br />

Alpen rund 900 Kilometer (Roland<br />

Henz) drin, aber großräumigere<br />

Bedingungen bot erst der 20. Juni<br />

wieder, bevor erneut Fronten aufzogen.<br />

Zumindest die bislang nicht<br />

verwöhnte Alpenregion war nun<br />

im Vorteil: Am 23. und 24. Juni<br />

profitierte man hier von Hochdruck<br />

88 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Ungerechtes Wetter: Am 11. Juni purzeln im Nordosten die 1000er, im<br />

Rest Deutschlands geht wenig.<br />

Flugspur von Bernd Goretzkis 1000er am 11. Juni – ganz so, wie in<br />

SeeYou (linke Seite) geplant.<br />

und trockener Luft. Nicht herausragend<br />

gut, aber immer wieder mit<br />

thermischem Potenzial, ging dieser<br />

Juni in den Juli über.<br />

Was die Anzahl der Flüge angeht,<br />

lag der Juli im Soll. Verglichen<br />

mit den beiden Vorjahren war er<br />

sogar besser: Am Ende standen<br />

knapp 9500 Flüge in den Listen<br />

und damit rund 2000 mehr als 2014<br />

oder 2015. Auch hier waren diese<br />

nicht flächendeckend verteilt, was<br />

unter anderem zwei Gründe hat:<br />

Es war die Zeit der Fliegerlager<br />

und Wettbewerbe. Und da sich das<br />

Wetter nun auch im Süden von der<br />

guten Seite zeigte, waren Startplätze<br />

auf der Alb und im Schwarzwald<br />

deutlich häufiger in den OLC-<br />

Meldungen vertreten. Einfach<br />

waren die Wetterlagen nicht.<br />

Eine anhaltend gute Periode<br />

gab es im Juli nicht. Klimatisch<br />

war er eigentlich unauffällig, etwas<br />

zu warm, meist etwas zu trocken,<br />

lokal – konvektiv bedingt – auch<br />

zu nass. Der Sonnenscheindauer<br />

nach war der Süden die bevorzugte<br />

Region. Legt man aber die Möglichkeit<br />

für Strecken über 750 oder<br />

gar 800 Kilometer als Maßstab an,<br />

dann kam der Nordosten am besten<br />

weg.<br />

An zwei Julitagen wurde die<br />

1000er-Marke geknackt, an acht<br />

Tagen wurden mehr als 800 Kilometer<br />

geflogen. Gleich am 3. Juli<br />

waren es Martin Werner und Oliver<br />

Maas, die von Witts Berlinchen<br />

aus bei Schauerwetter knapp über<br />

800 Kilometer erreichten. Am 6.<br />

und 7. Juli folgte eine Lage aus<br />

einfließender Kaltluft und nachrückendem<br />

Hochkeil. Von Westen<br />

aufbauend, konnte die Luftmasse<br />

schon am 6. Juli genutzt werden:<br />

Markus Barrois flog von Marpingen<br />

aus 801 Kilometer.<br />

Während am 7. Juli im Westen<br />

schon die Warmluft einsickerte,<br />

war die kühle Luftmasse im Nordosten<br />

der Garant für einen Flug<br />

von mehr als 900 Kilometer (Bernd<br />

Goretzki). Den punkthöchsten Flug<br />

schaffte mit 744 Kilometer (727-km-<br />

FAI-Dreieck) Robert Schymala vom<br />

Stillberghof aus.<br />

Mitte Juli über die<br />

Rennstrecken im Süden<br />

Bis es wieder in diese Größenordnungen<br />

ging, dauerte es bis zur<br />

Monatsmitte. Zwischen dem 16.<br />

und 20. Juli gab es eine halbwegs<br />

stabile, gute Periode. Verantwortlich<br />

dafür war ein Hochdruckgebiet,<br />

das sich allmählich von Südwesten<br />

her aufbaute und dann langsam<br />

in Richtung Ostsee zog. Auch wenn<br />

schon wieder Warmluft im Spiel<br />

war, funktionierten die Rennstrecken<br />

im Süden immer noch.<br />

Michael Schlaich zeigte das am<br />

16. Juli eindrucksvoll mit einem<br />

kombinierten Flug: Für die Bundesliga<br />

flog er zuerst schnelle<br />

Schenkel über dem Schwarzwald,<br />

dann mit einem langen Schlag die<br />

Alb entlang, um die Strecke auf<br />

1022 Kilometer hochzuschrauben.<br />

Zwei Tage später lag das Hoch<br />

weiterhin über dem Westen. Weit<br />

ausladend und nicht zu kräftig<br />

entwickelten sich trotz Nähe zum<br />

Kern vor allem über dem Westen<br />

und der Mitte immer noch Cumuli.<br />

Diese nutzten aus der Eifel beziehungsweise<br />

dem Rheintal heraus<br />

Wilfried Großkinsky (907 km)<br />

und Peter Fischer (854 km).<br />

Der 19. Juli war der Tag für den<br />

Südosten: Christian Mäx, Philipp<br />

Keller und Horst Singer nutzten<br />

von ihren jeweiligen bayerischen<br />

Plätzen aus die Mittelgebirge im<br />

Süden und Südosten für Flüge über<br />

1000 Kilometer. Und selbst am<br />

folgenden Tag taugte das schwächelnde<br />

Hoch noch für ein 900er<br />

von Andreas Hüttlinger in den<br />

Alpen.<br />

Nur der 24. Juli erlaubte noch<br />

einmal einen 900-km-Flug. Enge<br />

Wetterfenster im Südwesten wurden<br />

dann konsequent für schnelle<br />

Bundesliga-Flüge genutzt. ae<br />

Bernd Fischer<br />

Vorhersage der potenziellen Flugstrecke für ein Flugzeug der 18-m-Klasse<br />

am 11. Juni. Die Superbedingungen im Nordosten wurden gut genutzt.<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 89<br />

Abbildungen: SeeYou, TopMeteo (3)


[ SEGELFLIEGEN Flugsicherheit ]<br />

Fotos: BFU, dpa/B. Berinkmann, E. Parton<br />

Unfallanalyse<br />

Flug in den Tod<br />

Für die 17-jährige Flugschülerin sollte der erste Alleinflug am<br />

letzten Tag des Fluglagers den krönenden Abschluss bilden.<br />

Der Flug endete mit einem tödlichen Absturz.<br />

Am Abend des 4. August<br />

2012 sollte es so weit sein:<br />

Um 19:13 Uhr startete die<br />

Flugschülerin mit der ASK 13, mit<br />

der sie die Ausbildung absolviert<br />

hatte, zum ersten Mal ohne ihren<br />

Fluglehrer. Die Wetterbedingungen<br />

auf dem Flugplatz Quakenbrück<br />

waren gut und schränkten den<br />

ersten Alleinflug nicht ein.<br />

Den Flugverlauf beschrieben<br />

Zeugen später übereinstimmend<br />

mit den im Kollisionswarnsystem<br />

FLARM gespeicherten Flugdaten.<br />

Der Windenstart erfolgte ohne<br />

Auffälligkeiten bis auf rund 300<br />

Meter Höhe. Der Querabflug verlief<br />

normal. Auffällig war nur die relativ<br />

geringe Fluggeschwindigkeit<br />

nach dem Ausklinken im Bereich<br />

von 61 bis 76 km/h über Grund.<br />

Für die Geschwindigkeit gegenüber<br />

Luft wäre noch ein schwacher Wind<br />

90 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong><br />

zu berücksichtigen. Die Unfalluntersucher<br />

vermuten eine nicht<br />

angepasste Trimmeinstellung als<br />

Ursache.<br />

Im Gegenanflug nahm die ASK<br />

13 dann eine oszillierende Flugbahn<br />

ein. Der Fluglehrer gab der Flugschülerin<br />

über Funk Anweisungen,<br />

den Schwingungen gegenzusteuern<br />

beziehungsweise diese zu<br />

stabilisieren, wobei von einer<br />

funktionierenden Funkverbindung<br />

auszugehen ist. Infrage steht aber,<br />

ob die Flugschülerin diese verbalen<br />

Anweisungen noch aufgenommen<br />

hat. Sprachvermögen und die<br />

Aufnahme von Anweisungen per<br />

Audio werden, das zeigt die Erfahrung,<br />

bereits in einem frühen<br />

Stadium blockiert.<br />

Die anfangs nur geringen Änderungen<br />

der Flugbahn wurden<br />

immer größer. Zuletzt stieg die ASK<br />

13 aus geringer Höhe nahezu senkrecht<br />

auf und kippte dann über die<br />

Tragfläche ab. Sie schlug zwischen<br />

den Häusern einer Wohnsiedlung<br />

auf. Die Flugschülerin wurde tödlich<br />

verletzt, das Segelflugzeug<br />

zerstört.<br />

Das macht fassungslos. Für<br />

erfahrene Fluglehrer ist der Unfall<br />

auch rational nicht zu erklären,<br />

beherrschen Flugschüler das Halten<br />

des Horizontbildes doch schon<br />

beim zweiten, dritten Flug. Und<br />

die 17-Jährige verfügte über eine<br />

übliche Flugpraxis für den ersten<br />

Alleinflug. Sie hatte an den 14 Tagen<br />

des Ausbildungslehrgangs 67<br />

Starts am Doppelsteuer mit einer<br />

Gesamtflugzeit von 8:56 Stunden<br />

absolviert.<br />

Die Untersuchung der ASK 13<br />

ergab keinen Hinweis auf eine<br />

mögliche technische Ursache für<br />

den Unfall. Beladung und Schwerpunkt<br />

waren im zulässigen Bereich.<br />

Verlauf des Unfallflugs nach der FLARM-Aufzeichnung. Die Oszillationen<br />

führten bis in geringe Höhe und dort zum Absturz.


Auch aus der Obduktion der Flugschülerin<br />

ergab sich kein Hinweis<br />

auf eine gesundheitliche Beeinträchtigung<br />

oder Handlungsunfähigkeit<br />

zum Unfallzeitpunkt. Ein<br />

Jahre zuvor festgestelltes Belastungsasthma<br />

soll der Flugschülerin<br />

zuletzt keine Beschwerden mehr<br />

gemacht haben.<br />

Der Bericht der Bundesstelle<br />

für Flugunfalluntersuchung (BFU)<br />

stellt darauf aufbauend lapidar<br />

fest: „Der Flugverlauf zeigt, dass<br />

die Flugschülerin noch nicht die<br />

nötige Reife für den ersten Alleinflug<br />

hatte.“ Was aber nur dann<br />

richtig sein kann, wenn die Flugschülerin<br />

die Steuereingaben im<br />

vollen Bewusstsein gemacht oder<br />

nicht gemacht hat. Explizit heißt<br />

es im BFU-Bericht: „Bedingt durch<br />

die ungenügenden Fähigkeiten,<br />

die folgerichtigen Entscheidungen<br />

und Handlungen zu treffen, manövrierte<br />

sich die Schülerin in<br />

eine für sie unlösbare Situation.<br />

Durch die nicht der Situation angepassten<br />

Steuerbewegungen<br />

wurde das Aufbäumen und Abtauchen<br />

des Segelflugzeuges verstärkt.<br />

Es ist nicht auszuschließen,<br />

dass sie ab einem bestimmten<br />

Zeitpunkt den Steuerknüppel in<br />

voll gezogener Stellung beließ. In<br />

der Endphase des Fluges führte<br />

dieses zu dem Abkippen des Segelflugzeuges.“<br />

Das Verletzungsbild<br />

der rechten Hand der Flugschülerin<br />

zeigte, dass sich diese<br />

bis zum Aufprall am Steuerknüppel<br />

befand.<br />

Einen Grund dafür, dass der<br />

erste Alleinflug verfrüht angesetzt<br />

worden sei, vermutet der BFU-<br />

Bericht auch im Erfolgsdruck, unter<br />

dem Schülerin und Fluglehrer<br />

gegen Ende des Ausbildungslehrgangs<br />

standen. Die Flugschülerin<br />

hatte sich als einzige Lehrgangsteilnehmerin<br />

noch nicht freigeflogen,<br />

die Eltern waren zu dem<br />

anstehenden Abschlussfest und<br />

dem angekündigten ersten Alleinflug<br />

zum Flugplatz gekommen. Das<br />

bleibt aber auch der einzige psychologische<br />

Aspekt in dem Bericht.<br />

Auch stellt der BFU-Bericht die<br />

Leistungsfähigkeit der 17-Jährigen<br />

infrage – nach dem zweiwöchigen<br />

Lehrgang mit Flugbetrieb von<br />

morgens bis abends bei sommerlichen<br />

Temperaturen. Am Unfalltag<br />

hatte die Flugschüle rin bereits<br />

fünf Starts am Doppel steuer absolviert.<br />

Hatte das zu einer so<br />

hohen Belastung geführt, dass dies<br />

einen Alleinflug ausgeschlossen<br />

hätte?<br />

Das BFU-Urteil „Die Flugschülerin<br />

hatte noch nicht die nötige<br />

Reife für den ersten Alleinflug“<br />

und seine Begründung ignorieren<br />

völlig, dass möglicherweise weitere<br />

psychologische Aspekte eine<br />

Rolle gespielt haben, vielleicht<br />

sogar entscheidende. Die BFU<br />

suchte dagegen die Gründe vor<br />

allem bei den organisatorischen<br />

Mängeln im Ausbildungsbetrieb.<br />

Dass die Flugschülerin im Gegenanflug<br />

nicht mehr ansprechbar<br />

war – die Anweisungen des Fluglehrers<br />

setzte sie jedenfalls nicht<br />

um –, deutet jedenfalls auf ein<br />

psychologisches Problem hin. So<br />

gibt es einige Zwischenfälle, bei<br />

denen Flugschüler und auch Piloten<br />

vom Situationsstress völlig<br />

paralysiert wurden und das Fliegen<br />

vergaßen, obgleich sie von<br />

ihren Fähigkeiten her durchaus<br />

die Situation hätten meistern können.<br />

Könnte sich bei diesem Unfall<br />

Ähnliches zugetragen haben?<br />

Hier ein paar Beispiele von Unfällen,<br />

bei denen die Piloten oder<br />

Pilotinnen zuvor nicht mehr ansprechbar<br />

gewesen waren, und<br />

deren Ursache völlig unerklärlich<br />

erscheinen. Da landet eine vergleichsweise<br />

erfahrene Flugschülerin<br />

mit einer ASW 24 in der<br />

Platzrunde absolut unnötig in einem<br />

Baum. Eine andere lässt nach einem<br />

Seilriss beim Anschleppen alles<br />

los und überlässt sich, vom Schreck<br />

völlig paralysiert, dem stabil ausgleitenden<br />

Segler. Ein Wettbewerbspilot<br />

verschließt sich in seiner<br />

Wahrnehmung bei einem sehr<br />

knappen Endanflug derart, dass<br />

er keine Ratschläge vom Boden<br />

mehr aufnimmt, auch nicht selbst<br />

erkennt, dass eine Rückenwindlandung<br />

völlig sicher ist. Stattdessen<br />

crasht er am Ende des Platzes<br />

in einer bodennahen Kehrtkurve.<br />

Dass auch bei dem tragischen<br />

ersten Alleinflug ein psychologischer<br />

Mechanismus gegriffen hat wie<br />

wahrscheinlich in den beschriebenen<br />

Fällen, steht stark zu vermuten.<br />

Mitunter braucht es nur eines kleinen<br />

Stressmoments, einer überraschenden<br />

Situation, die zum Erschrecken<br />

und zur Schockstarre<br />

führt. Lässt sich die Neigung zu<br />

solch einem Verhalten in der Ausbildung<br />

erkennen? Mit dem Fluglehrer<br />

oder einem vertrauten Piloten<br />

im Rücken zeigen solche Personen<br />

durchweg ein sicheres, situationsgerechtes<br />

Verhalten.<br />

„Die Heranführung an ungewöhnliche<br />

Flugsituationen, wie<br />

Windenstartunterbrechungen,<br />

Anflüge aus ungewohnter Position<br />

sowie Trudeln und Heranführung<br />

an Grenzflugzustände, war unzureichend<br />

erfolgt“, stellt der BFU-<br />

Bericht fest. Das Abkippen aus dem<br />

Langsamflug, nicht nur das Beherrschen<br />

des Flugzeugs im Grenzbereich,<br />

und das Trudeln können<br />

vielleicht zeigen, ob ein Schüler<br />

zu Panikreaktionen neigt. Die Demonstration<br />

von Trudeln und Steilspirale<br />

war laut Fluglehrer auch<br />

nicht durchgeführt worden.<br />

Welche Erfahrung<br />

hatte der Fluglehrer?<br />

Keinen Bezug nimmt der Bericht<br />

der BFU auf die Erfahrung des<br />

freigebenden Fluglehrers (51),<br />

außer der, dass er seit 23 Jahren<br />

die Segelfluglizenz besaß und viele<br />

Berechtigungen. Wie viele Schüler<br />

hatte er schon zur Alleinflugreife<br />

geführt? Auf Basis welcher<br />

Erfahrungen mit geistig und psychisch<br />

ganz unterschiedlich aufgestellten<br />

Flugschülern vor ihrem<br />

ersten Alleinflug hatte er die junge<br />

Frau eingeschätzt?<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 91


Fotos: BFU<br />

[ SEGELFLIEGEN Flugsicherheit ]<br />

Den Ausbildungsnachweis<br />

führte nur<br />

die Schülerin, keine<br />

Übung wurde als<br />

beherrscht von einem<br />

Fluglehrer bestätigt.<br />

plans entspricht, verstärkte die<br />

Unsicherheit über den zu lehrenden<br />

Unterrichtsstoff.<br />

Die Einführung von Part-FCL<br />

und die damit verbundene Anerkennung<br />

der Approved Training<br />

Organisation LVN hat in dieser<br />

Frage nicht weitergeholfen. In dem<br />

für die theoretische Ausbildung<br />

jetzt gültigen Syllabus (Approved<br />

Means of Compliance / AMC und<br />

Guided Material / GM zum Part-<br />

FCL) gibt es keine Gliederung mehr<br />

nach den Ausbildungsabschnitten<br />

A, B und C. Damit ist ein Zusammenhang<br />

zwischen den Ausbildungsabschnitten<br />

der fliegerischen<br />

Ausbildung und den dazugehörigen<br />

theoretischen Prüfungen nicht<br />

mehr nachvollziehbar.<br />

Eine schriftliche Bestätigung<br />

der Alleinflugreife von einem zweiten<br />

Fluglehrer gab es nicht. Mit<br />

einem Check hätte dieser die Tagesform<br />

der Flugschülerin in die<br />

Entscheidung zum ersten Alleinflug<br />

mit einbeziehen können. Aber<br />

abnormale Flugzustände werden<br />

bei der Absicherung der Alleinflugreife<br />

durch den zweiten Fluglehrer<br />

wohl auch in den seltensten<br />

Fällen erflogen, um einen Aufschluss<br />

über das Verhalten in<br />

Stresssituationen zu erlangen.<br />

Im Schulbetrieb lag organisatorisch<br />

viel im Argen, und darauf<br />

hebt der BFU-Bericht vor allem ab.<br />

Der Ausbildungsnachweis war von<br />

der Flugschülerin geführt worden,<br />

Bestätigungen seitens des Fluglehrers<br />

gab es keine. Die Flugübungen<br />

für den Ausbildungsabschnitt<br />

bis zur A, zum ersten Alleinflug,<br />

waren darin nur als begonnen<br />

aufgeführt. Keine Übung war als<br />

beherrscht gekennzeichnet.<br />

Der Verein bildete innerhalb der<br />

Globalausbildungsgenehmigung<br />

des DAeC-Landesverbandes Niedersachsen<br />

(LVN) aus. Es gab zwar<br />

kein Organisationshandbuch, aber<br />

sogenannte „Grundlagen“ und die<br />

Methodik der Segelflugausbildung<br />

des LVN. Von der darin geforderten<br />

Abfolge der einzelnen Flugübungen<br />

wurde aber abgewichen.<br />

Das geforderte theoretische Wissen<br />

wurde nur zum Teil gelehrt. Außer<br />

den übungsbegleitend vermittelten<br />

theoretischen Kenntnissen<br />

stellte die BFU in ihrem Bericht<br />

heraus, hätte tiefergreifendes Wissen<br />

zu den Themen Luftrecht und<br />

Verbandsregelungen, Aerodynamik,<br />

Allgemeine Luftfahrzeugkunde,<br />

Technik und Verhalten in besonderen<br />

Fällen vermittelt werden<br />

sollen – und das in einem speziellen<br />

Theorieunterricht. Neben der<br />

dokumentierten theoretischen<br />

Einweisung am ersten Tag des<br />

Lehrganges hatte aber nur an einem<br />

weiteren Vormittag ein theoretischer<br />

Unterricht stattgefunden.<br />

Die Ausbildung verlief<br />

nicht standardisiert<br />

Dass die Ausbildung nicht standardisiert<br />

verlief, ist auf ein langes<br />

Organversagen zurückzuführen.<br />

Die Luftfahrtbehörde und der Landesverband<br />

hatten in den Vorjahren<br />

ihre Aufsichtsfunktion nicht<br />

aufgabengerecht wahrgenommen,<br />

Abweichungen von den Grundlagen<br />

und der Methodik wurden nicht<br />

aufgedeckt und infolgedessen nicht<br />

abgestellt. So waren in der Globalausbildungsgenehmigung<br />

und den<br />

Verfahren des DAeC-Landesverbandes<br />

Niedersachsen keinerlei<br />

Festlegungen getroffen worden,<br />

wie die Überwachung der Ausbildung<br />

in den Mitgliedsvereinen zu<br />

erfolgen hat. Eine Überwachung<br />

wurde auch nicht wahrgenommen,<br />

der verantwortliche Landesausbildungsleiter<br />

hatte in den zurückliegenden<br />

dreieinhalb Jahren an<br />

keiner Aufsichtsprüfung teilgenommen.<br />

Auch die beim LVN durchgeführten<br />

Audits sowie die nur als<br />

Stichproben durchgeführten Kontrollen<br />

der Landesluftfahrtbehörde<br />

haben das unzureichende Kontrollsystem<br />

des LVN nicht aufgedeckt.<br />

Die Abstellung von Missständen<br />

wurde von Behördenseite zudem<br />

nicht konsequent verfolgt. Die Erstellung<br />

eines Organisationshandbuchs<br />

wurde über drei Jahre immer<br />

wieder nur angemahnt.<br />

Abweichungen von der Organisation<br />

einer den Ausbildungsstufen<br />

gerechten Schulung konnten<br />

sich wohl auch einschleichen,<br />

weil die Methodik zur Segelflugausbildung<br />

viel Interpretationsspielraum<br />

zuließ. Bis zum Unfalljahr<br />

war in den Regelungen des DAeC<br />

und des LVN nicht eindeutig festgehalten,<br />

wann und in welchem<br />

Umfang die theoretische A-Prüfung<br />

abzulegen ist. Die Methodik gab<br />

nur eine sehr vage Hilfestellung<br />

für die Ausbilder: „Sinnvolle Flugausbildung<br />

setzt voraus, dass die<br />

erforderliche Flugtheorie vor dem<br />

Beginn der jeweiligen Übung besprochen<br />

worden ist.“ Das führte<br />

im Verein zu der Ansicht, dass es<br />

ausreichend sei, die Kenntnisse<br />

für den ersten Alleinflug nur begleitend<br />

zu den Flugübungen zu<br />

vermitteln.<br />

Auch machte der 2012 gültige<br />

Stoffplan für die Ausbildung zum<br />

Segelflugzeugführer keine Vorgaben,<br />

welche Inhalte in welchem<br />

Umfang vor dem ersten Alleinflug<br />

zu lehren sind. Die ungeklärte<br />

Frage, wie weit die Aufteilung der<br />

in der Methodik der Segelflugausbildung<br />

aufgeführten drei Abschnitte<br />

den drei Abschnitten des Stoff-<br />

Klare Anweisungen<br />

sind notwendig<br />

Die Methodik der Segelflugausbildung<br />

des DAeC muss deshalb,<br />

fordert die BFU, bezüglich eines<br />

Mindestumfanges an theoretischer<br />

Ausbildung für die einzelnen Ausbildungsabschnitte,<br />

insbesondere<br />

vor dem ersten Alleinflug, präzisiert<br />

werden. Dabei sollten die einzelnen<br />

Themen des Syllabus dem jeweiligen<br />

Ausbildungsabschnitt verbindlich<br />

zugeordnet und der Umfang<br />

der Prüfung festgelegt werden.<br />

Auch muss die Zustimmung zum<br />

ersten Alleinflug durch den zweiten<br />

Fluglehrer in geeigneter Form<br />

beschrieben werden. Eine Zustimmung<br />

darf erst nach Ende des<br />

ersten Ausbildungsabschnittes<br />

erfolgen.<br />

Eine Reihe der von der BFU<br />

geforderten Maßnahmen, insbesondere<br />

was die Organisation und<br />

Überwachung des Ausbildungsbetriebs<br />

durch die Landesbehörde<br />

und den LVN angeht, wurde inzwischen<br />

umgesetzt.<br />

Es bleiben aber viele Fragen:<br />

Erfasst die so erschütternde wie<br />

lapidare Feststellung, die Flugschülerin<br />

habe nicht über die Alleinflugreife<br />

verfügt, wirklich den<br />

Sachverhalt? Hätte eine bessere<br />

theoretische Ausbildung den Unfall<br />

verhindert? Die schlecht bis<br />

nicht dokumentierte Ausbildung<br />

könnte das nahelegen. Der Check<br />

durch einen zweiten Fluglehrer am<br />

Tag des Alleinflugs hätte es vielleicht<br />

abklären können. ae<br />

BFU/Marzinzik<br />

92 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


[ SEGELFLIEGEN Verbände ]<br />

Foto: Holger Weitzel<br />

Die Programmpunkte für die<br />

außerordentliche Mitgliederversammlung<br />

der Bundeskommission<br />

Segelflug im Deutschen<br />

Aero Club Ende Juli in<br />

Kassel waren unmissverständlich:<br />

Hier handelte es sich um eine Krisensitzung.<br />

Ganz oben auf der<br />

Tagesordnung stand das Thema<br />

„Entwicklung des Deutschen Segelflugverbands<br />

und unsere Reaktionen<br />

darauf“. Über die Ergebnisse<br />

der DAeC-Krisensitzung<br />

Ende Juni in Hamburg sollte beraten<br />

und das dort erstellte Strategiepapier<br />

für alle Vereine und<br />

Funktionsträger vorgestellt werden.<br />

Die „zehn guten Gründe für einen<br />

starken DAeC“ wurden zwischenzeitlich<br />

auf www.daec.de veröffentlicht.<br />

Was war geschehen? Der schon<br />

im vergangenen Jahr im Wesentlichen<br />

von dem damaligen Vorstand<br />

der DAeC-Bundeskommission<br />

Segelflug gegründete Deutsche<br />

Segelflugverband (DSV) war nicht<br />

– wie auf dem Segelfliegertag <strong>2016</strong><br />

Ob Rüstplatz oder Interessenvertretung:<br />

Das Nebeneinander ist<br />

nicht einfach, muss aber gelingen.<br />

DAeC-Segelflug<br />

Im Konkurrenzkampf<br />

Fast machte es den Anschein, als befände sich der<br />

DAeC-Segelflug im Existenzkampf. Die Tagesordnung der<br />

Mitgliederversammlung Segelflug stimmte düster.<br />

in Freudenstadt vom DAeC-Vorstand<br />

und den Landesverbänden<br />

erhofft – in der Versenkung verschwunden,<br />

sondern hatte sich im<br />

Frühjahr mit einer gut gemachten<br />

Website (www.dsv.aero) einen<br />

professionellen Auftritt verschafft.<br />

Als Galionsfigur erklärt dort Spitzensportler<br />

Bruno Gantenbrink:<br />

„Ich unterstütze den DSV, weil ich<br />

überzeugt bin, dass er er für die<br />

Zukunft des deutschen Segelflugs<br />

von eminent wichtiger Bedeutung<br />

sein wird.“<br />

Der DSV mischt<br />

schon kräftig mit<br />

Auch institutionell hat sich der<br />

DSV etabliert. Eine Umstrukturierung<br />

des Ausschusses Unterer<br />

Luftraum (AUL) im DAeC, der zuletzt<br />

allein vom Segelflug unterhalten<br />

wurde, hatte die bisherigen<br />

Mitglieder nahezu komplett zum<br />

DSV getrieben, wo sie sich als AUL<br />

Segelflug neu aufgestellt haben.<br />

Im DAeC wurde der Bundes-AUL<br />

gegründet, in dem nun auch Vertreter<br />

anderer Sportsparten eingezogen<br />

sind und der dem DAeC-<br />

Präsidenten unterstellt wurde.<br />

Gerade mit dieser neuen Struktur<br />

hatten sich die bisherigen AUL-<br />

Mitglieder nicht anfreunden wollen.<br />

Bei der Versammlung in Kassel<br />

wurde dann unisono bedauert,<br />

dass mit den bisherigen AUL-<br />

Mitarbeitern viel Sachverstand<br />

verloren gegangen sei, wenngleich<br />

für den neuen B-AUL festgehalten<br />

wurde, dass für ihn viele sachverständige<br />

Mitglieder gefunden<br />

seien und er bald voll funktionsfähig<br />

sei.<br />

Als gar nicht gut eingeschätzt<br />

wird aber, dass in Luftraumfragen<br />

nun zwei Institutionen bei Verkehrsministerium<br />

und Deutscher<br />

Flugsicherung auftreten.<br />

Einfach parallel nebeneinanderher<br />

agieren will man nicht. Es soll<br />

jetzt zu Gesprächen aufeinander<br />

zugegangen werden. Einfach ist<br />

das nicht, da die Fronten verhärtet<br />

sind und gerade zwischen den<br />

handelnden Personen in der BuKo<br />

Segelflug und dem DSV-Vorstand<br />

viel zerbrochen ist. Gesucht wird<br />

nun ein Mediator für die beabsichtigten<br />

Gespräche.<br />

Was soll bei den Gesprächen<br />

herauskommen? Dass der DSV sich<br />

auflöst oder nur noch gemeinsam<br />

mit der BuKo Segelflug agiert?<br />

Thomas Kuhn, stellvertretender<br />

Vorsitzender der Bundeskommission<br />

Segelflug, vertrat die progressive<br />

Haltung, dass Konkurrenz in<br />

der Vertretung der Interessen des<br />

Segelflugs nicht schaden könne.<br />

Sie könne vielmehr dazu beitragen,<br />

dass manche Institutionen im DAeC<br />

ihre Anstrengungen zugunsten<br />

des Segelflugs verbessern. Sein<br />

Appell: alles gelassener angehen!<br />

Funktioniert der<br />

friedliche Wettstreit?<br />

Im DAeC-Landesverband Niedersachsen<br />

ist das bereits Alltag,<br />

berichtete Andreas Wenzeck,<br />

stellvertretender Segelflugreferent<br />

dort: Man habe einen Weg gefunden,<br />

mit der Lage umzugehen.<br />

Schließ-lich ist Meike Müller Vorsitzende<br />

des DSV und zugleich<br />

Präsidentin des DAeC-Landesverbandes<br />

Niedersachsen. Auch mit<br />

dem DAeC-Landesverband hat der<br />

DSV konstruktive Gespräche geführt,<br />

berichtete Günther Forneck<br />

in Kassel.<br />

Tatsächlich wäre es für die Interessen<br />

des Segelflugs gut, wenn<br />

zusammengearbeitet wird und<br />

nicht Ressourcen in bloßer Konfrontation<br />

vergeudet werden.<br />

Walter Eisele, Vorsitzender der<br />

Bundeskommission Segelflug, befand<br />

denn auch zur Geschäftsführung:<br />

Wir müssen viel professioneller<br />

werden. Dafür wird ein<br />

weiterer hauptamtlicher Mitarbeiter<br />

gesucht, der mit viel Know-how<br />

die Interessen des Segelflugs in<br />

Luftraumfragen, bei der EASA, der<br />

European Gliding Union und<br />

Europe Air Sports vertreten soll.<br />

Auch für die Überarbeitung des<br />

Fragenkatalogs für Prüfungen zu<br />

Pilotenlizenzen, den der DAeC<br />

herausgibt, werden unbedingt<br />

Helfer im Hauptamt benötigt. ae<br />

Gerhard Marzinzik<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 93


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<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong><br />

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1993, Serial-Nr. 10147, 180 PS, TT<br />

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XPDR, GPS, Autopilot m. Alt.,<br />

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1962, TT 1971 Std., 2 Sitzpl.,<br />

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Transponder GTX 330 - ACS, ELT<br />

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Deutschland, Bj. 2011, TT<br />

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Standort EDLE, Bj. 1981, TT<br />

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Sportavia Pützer RF4D, Standort<br />

Segelflg Hornberg, Bj. 1967,<br />

TT 1461 Std., 1 Sitzpl. Gü 20<strong>09</strong><br />

Std seit GÜ 79:15 Motor Rectimo4AR1200<br />

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Breezer B-600 LSA, Standort<br />

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Breezer C, Standort EDAW, Bj.<br />

2004, TT 216 Std., Vollausstattung,<br />

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Breezer, Standort EDXF, Bj.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663855<br />

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Flugplatz gebracht werden.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667004<br />

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GTN 750 (neu), ADL 120 weather data link inkl. iPad, alle Instrumente doppelt, O² Anlage,<br />

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an anderen Flugplätzen nach Absprache.<br />

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Kontakt: Scott Kottwitz | gs.kottwitz@akrus.de | 0171 3521298<br />

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<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong><br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 672293<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664867<br />

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C-42 B (100PS) ab 125,- Euro/h<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665126<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669131<br />

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Monitoring, Full Deicing, für Geschäfts-<br />

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Möglichkeit für Fractional Ownership<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663115<br />

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Tel. 0043/664/3364508,<br />

thomas.menzel@sueddruck.at<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668878<br />

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Berufspilot sucht SEP IFR zum<br />

Chartern für private Reiseflüge.<br />

Stationierungsorte: Bonn, Koblenz<br />

bevorzugt. Tel. +49(0)172-6814532,<br />

walterkottmann@aol.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664902<br />

Suche Charter nicht ausgelasteter<br />

1-Mot, 2/4-sitzig, auch Spornrad<br />

und UL und von privat, Bodenseeraum<br />

Ost D-A-CH und bis Allgäu.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663617<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665160<br />

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Transfer/Pick up zu anderen Plätzen<br />

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möglich. Stundenpreis netto EUR<br />

495 trocken. Bei Fractional Lease /<br />

Fractional Ownership anderes<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666595<br />

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Fax <strong>09</strong>502/923158<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666620<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 671313<br />

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PA28-201 Turbo Arrow IV o. ä.<br />

Raum EDFE. Tel. 0177/7705025<br />

Haltergemeinschaft. Biete 50%<br />

Haltergemeinschaft an N-reg.<br />

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Standort EDGS. Nähere Informa<br />

tionen: Tel. 0173/2643422 oder<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668023<br />

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✈ Umschreibungen militärischer Lizenzen<br />

✈ Lehreraus- und -weiterbildungen<br />

✈ English Proficiency Check - Level 4<br />

HAEUSL’AIR Flugschule Michael Haeusler<br />

Flugplatzstraße 3 und Flurstraße 42<br />

84034 Landshut 84<strong>09</strong>5 Furth<br />

Tel. 0171 8368894 08704 927212<br />

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Unsere Preise sind ehrlich und knallhart kalkuliert.<br />

Detaillierte Preise und Ausbildungsprogramme<br />

finden Sie unter: www.flugausbildung.de<br />

Termine<br />

Ausbildungsbeginn: JEDERZEIT<br />

EIGENE FERNLEHRGÄNGE PPL(A) – ATPL(A)<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong><br />

1<strong>09</strong>


Von Piloten 1994 ins Leben gerufen und geleitet, unterstützt die „Stiftung Mayday“ in<br />

Not geratene Luftfahrer und deren Angehörige. So betreut sie Flugbesatzungen aller<br />

Luftfahrtbereiche nach kritischen und belastenden Vorfällen, um stressbedingten<br />

Folgeerkrankungen entgegenzuwirken. Ziel aller Hilfsmaßnahmen ist Anregung und<br />

Unterstützung zur Selbsthilfe.<br />

In ihrem Namen trägt sie bewusst den Notruf der internationalen Luftfahrt: Mayday.<br />

Helfen Sie mit, dass auf diesen Notruf stets rasche Hilfe erfolgen kann.<br />

Schirmherr ist Dr. Thomas Enders, CEO Airbus Group.<br />

Hugenottenallee 171a, 63263 Neu-Isenburg<br />

Telefon: 0700 – 7700 7701<br />

Fax: 0700 – 7700 7702<br />

E-Mail: info@Stiftung-Mayday.de<br />

Internet: www.Stiftung-Mayday.de<br />

Spenden: Frankfurter Sparkasse<br />

IBAN: DE36 5005 0201 0000 0044 40<br />

BIC.: HELADEF1822<br />

VERBAND DEUTSCHER VERKEHRSFLIEGERSCHULEN E.V.<br />

Unser Ausbildungsprogramm:<br />

ATPL(H)/VFR, CPL(H), PPL(H), FI(H),<br />

TRI(H), NFQ(H)<br />

Helikopterschulen<br />

„50 Jahre Erfahrung – seit 1963“<br />

Die Flugschule für<br />

Hubschrauberführer<br />

Eigene Fernlehrgänge mit der „eAcademy“<br />

Wir verwenden „ProPilots“ als Trainingssoftware<br />

Musterberechtigungen und<br />

Befähigungsüberprüfung auf:<br />

R22, R44, R66, B206, BO105,<br />

MD900/902, EC135, BK117, HU369<br />

ICAO Sprachprüfung Stufe 4, 5 und 6<br />

Autorisierter ROBINSON-Händler<br />

Kontaktieren Sie uns unter schulung@airlloyd.de oder<br />

AIR LLOYD Deutsche Helicopter Flugservice GmbH · www.airlloyd.de<br />

Flugplatz Bonn-Hangelar<br />

Flugplatz Halle-Oppin<br />

53757 St. Augustin/Germany 06188 Oppin/Germany<br />

Tel.: +49(0)2241/2307-0 Tel.: +49(0)34604/3<strong>09</strong>-14<br />

Fax: (0)2241/2307-30 Fax: (0)34604/3<strong>09</strong>-15<br />

Praxis-Quiz<br />

Lösungen von Seite 73<br />

1.<br />

2.<br />

Frage 1: b) Basis für die Startstreckenberechnung<br />

sind die Angaben im Flughandbuch für die<br />

aktuellen Werte von Druckhöhe und Temperatur.<br />

Darüber hinaus haben Bahnneigung und Oberfächenzustand<br />

Einfuss.<br />

Frage 2: c) Mit einer Verdoppelung des seitlichen<br />

Abstands reduziert sich der Lärm tatsächlich<br />

drastisch. Eine Reduktion um 6 dB(A)<br />

bedeutet nur noch den halben Lärm!<br />

Anzeigenberatung/Verkauf<br />

Reinhard Wittstamm 0711/182-2814<br />

3.<br />

Frage 3: b) Für das Setzen der Klappen für<br />

den Start gelten grundsätzlich die Angaben im<br />

Flughandbuch.<br />

110 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


[ Termine ]<br />

präsentiert<br />

von<br />

OO<br />

27. August<br />

Hunterfest <strong>2016</strong>,<br />

St. Stephan, Schweiz<br />

Hunterverein Obersimmental, Postfach<br />

23, 3772 St. Stephan, Schweiz,<br />

E-Mail: info@hunterverein.ch,<br />

www.hunterverein.ch<br />

OO<br />

27. / 28. August<br />

Piper-Cub-Fly-in, Langenthal<br />

Flugplatz Langenthal-Bleienbach,<br />

www.pipercubflyin.ch<br />

OO<br />

27. / 28. August<br />

Airliner Classics,<br />

Flugplatz Speyer<br />

Tel.: +49 6232 6872929,<br />

Roland Kern, E-Mail: flugleitung@<br />

flugplatz-speyer.de,<br />

www.airliner-classics.de<br />

OO<br />

27. / 28. August<br />

Flugplatzfest, Albstadt-<br />

Degerfeld<br />

Luftsportverein Degerfeld,<br />

Volker Rath, Postfach 562, 72426<br />

Albstadt, Tel.: +49 7422 9493-17,<br />

E-Mail: volker.rath@schwarzwaelderbote.de,<br />

www.lsv-degerfeld.de<br />

OO<br />

27. / 28. August<br />

Flugtagwochenende Donzdorf<br />

Fliegergruppe Donzdorf, Sonderlandeplatz<br />

Donzdorf-Messelberg,<br />

73072 Donzdorf,<br />

www.donzdorfer-flugtage.de<br />

OO<br />

28. August<br />

Flugplatzfest, Erbach<br />

LSV Erbach, Burren 7, 89155<br />

Erbach, Tel.: +49 160 5355300,<br />

E-Mail: sayler@autohaus-sayler.de,<br />

www.lsv-erbach.de<br />

OO<br />

28. August<br />

Flugplatzfest,<br />

Segelfluggelände Müllheim<br />

Markgräfler Luftsportverein e.V. Müllheim/Baden,<br />

Tel.: +49 7631 13824<br />

E-Mail: kontakt@luftsport-muellheim.de<br />

http://luftsport-muellheim.de/<br />

OO<br />

2. - 4. September<br />

AVIEUR Fly-in, Gebrauchtflugzeugmesse<br />

und Airshow,<br />

Eisenach-Kindel<br />

www.avieur.de<br />

OO<br />

2. – 4. September <strong>2016</strong><br />

Fly-in zum Red Bull Air Race,<br />

Schwarzheide/Schipkau<br />

Aero-Club Schwarzheide e.V.,<br />

Tel.: +49 35752 80670,<br />

E-Mail: info@flugplatz-edbz.de<br />

www.aecschwarzheide.de<br />

OO<br />

3. / 4. September<br />

Flugplatzfest, Dierdorf-Wienau<br />

LSV Neuwied, lsv-neuwied. de<br />

OO<br />

3. / 4. September<br />

Flugplatzfest und Fly-in,<br />

Elz bei Limburg/Lahn<br />

Flugsportgruppe Elz, Flugplatz an<br />

der B8, Postfach 112, 65604 Elz,<br />

Tel.: +49 6431 54200,<br />

Vorstand@edfy.de, www.edfy.de/<br />

OO<br />

3. / 4. September<br />

Fly-in & BBQ,<br />

Montabaur<br />

LSC Westerwald, FlyIn@lscww.de<br />

OO<br />

3. / 4. September<br />

Flugtag, Pirmasens<br />

Aero-Club Pirmasens, Ostring 18,<br />

665<strong>09</strong> Rieschweiler-Mühlbach,<br />

Tel.: +49 6336 6266, E-Mail:<br />

info@aero-club-pirmasens.de,<br />

www.flugtag-pirmasens.de<br />

OO<br />

3. / 4. September<br />

Nostalgisches Flieger-Picknick<br />

und Classic-Cessna-Meeting,<br />

Wershofen<br />

Segelfluggruppe Wershofen, Bergstraße<br />

7, 53520 Wershofen, Tel.: +49<br />

2694 277, E-Mail: info@sfg-wershofen.de,<br />

www.flugtag-wershofen.de<br />

OO<br />

9. – 11. September<br />

18. Oldtimer-Fliegertreffen<br />

auf der Hahnweide<br />

Fliegergruppe Wolf Hirth, Klaus-Holighaus-Straße<br />

59, 73230 Kirchheim/<br />

Teck, Tel.: +49 7021 81602,<br />

E-Mail: oldtimer@wolf-hirth.de,<br />

www.oldtimer-hahnweide.de<br />

OO<br />

10. / 11. September<br />

Flugtag, Sinsheim<br />

Flugsportring Kraichgau, Lilienthalstr.<br />

15, 74889 Sinsheim, Tel.: +49 7261<br />

3005, E-Mail: flugsportring-kraichgau<br />

@gmx.de, www.flugtag-sinsheim.de<br />

OO<br />

10. / 11. September <strong>2016</strong><br />

Flugplatzfest, Neumünster<br />

Flugsport-Club Neumünster,<br />

Gerwin Dienger, Tel.: +49 4055<br />

599280,<br />

E-Mail: GJDienger@t-online.de<br />

OO<br />

11. September<br />

Terminankündigungen<br />

Flugplatzfest, Laichingen<br />

Flugsportverein Laichingen,<br />

Postfach 1107, 89150 Laichingen,<br />

Tel.: +49 7333 4401, E-Mail:<br />

vorstand@edpj.de, www.edpj.de<br />

OO<br />

10. / 11. September<br />

Flugplatzfest, Leverkusen<br />

Flugplatz Leverkusen, Kurtekottenweg,<br />

51373 Leverkusen, Tel.: +49<br />

214 833222, www.edkl.de<br />

OO<br />

15. – 18. September<br />

EBS Fly-out Roulette<br />

European Bonanza Society, E-Mail:<br />

Uwe.Lutz@beech-bonanza.org<br />

OO<br />

17. / 18. September<br />

Quax-Geburtstags-Fly-in,<br />

Paderborn/Lippstadt<br />

Flugplatz Paderborn/Lippstadt,<br />

Quax-Flieger, Heessener Dorfstraße<br />

46, 59073 Hamm, Tel.: +49 (2381)<br />

488842,<br />

E-Mail: info@Quax-flieger.de,<br />

www.quax-flieger.de<br />

OO<br />

18. September<br />

Flugplatzfest, Schweighofen<br />

Aero-Club Schweighofen-Wissembourg<br />

e.V., Flugplatzstraße, 76889<br />

Schweighofen, Tel.: +49 6342 7248,<br />

E-Mail: verein@edro.de, www.edro.de<br />

OO<br />

3. Oktober<br />

19. Oldtimertreffen, Jesenwang<br />

Pro Luftfahrt e.V., Am Flugplatz,<br />

82287 Jesenwang,<br />

Tel.: +49 (8146) 1444, Veranstaltung@proluftfahrt-jesenwang.de,<br />

www.proluftfahrt-jesenwang.de<br />

Weitere Termine finden Sie bei uns auf der Website<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de. Bitte schicken Sie Ihre Ankündigungen für<br />

den Termin-Service an redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

IMPRESSUM<br />

REDAKTION: Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 711<br />

182-2800, Fax: +49 711 182-1781, E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de,<br />

Internet: www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Herausgeber: Michael Pfeiffer Redaktionsleitung: Lars Reinhold<br />

(verantw. i. S. d. Presserechts) Stellv. Chefredakteur: Gerhard<br />

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Clever Grafische Konzeption: Harald Hornig Grafik und Layout:<br />

MOTORRAD-Grafik, Ralf Athen, Anette Frey, Tobias Rall, Katrin<br />

Sdun Repro: MOTORRAD-Medienproduktion, Stefan Widmann<br />

(Ltg.), Catherine Pröschild (i.V.), Iris Heer, Sabine Heilig-Schweikert<br />

Sekretariat: Iris Schaber Ständige freie Mitarbeiter: Jörg Adam,<br />

Bernd Fischer, Toni Ganzmann, Frank Herzog, Mark Juhrig, Frank<br />

Martini, Egon-Manfred Paech, Holger Weitzel, Helge Zembold<br />

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Motorrad/Luft- und Raumfahrt: Peter-Paul<br />

Pietsch Stellv. Verlagsleitung und Leitung Digitale Medien: Eva-<br />

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DPV Deutscher Pressevertrieb Vertriebsleitung: Dirk Geschke<br />

Herstellung: Rainer Jüttner<br />

DRUCK: Neef + Stumme GmbH & Co. KG, 29378 Wittingen.<br />

Printed in Germany.<br />

Fotoservice/Syndication/Lizenzen:<br />

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Braunschweig, www.daec.de Offizielles Organ: DAeC, AOPA<br />

Germany, Club der Luftfahrt e.V.<br />

ANZEIGENVERTRETUNGEN IM AUSLAND: USA: International<br />

Aviation Magazine Group, Ed Hirsch, 12901 S.W. 64th Court, Miami,<br />

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com Advertising Office USA: Lorrie Balding, Advertising Sales Manager,<br />

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Jean-Jaurès, F-92110 Clichy, Tel.: +33 1 47307180, E-Mail:<br />

earchambeaud@defcommunication.com Italien: Rosy Pommerschein,<br />

Via Reno 2c, I-00198 Rom, Tel.: +39 06 8554126, E-Mail:<br />

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Altair, ul. Fabry czna 16-22/23, PL-00-446 Warschau, Tel.: +48 22<br />

6283073, E-Mail: wojciechluczak@wp.pl Tschechien: Ing. Zdenek<br />

Burian, Ke kurtum 379/11, CZ-14200 Prag 4, Tel.: +420 261<br />

911187, E-Mail: motorpresse@email.cz<br />

BEZUGSPREISE: Einzelpreis: € 5,50 Jahresabonnement:<br />

€ 66,– frei Haus, A: € 72,90, CH: sfr 115,–. Übriges Ausland auf Anfrage.<br />

Studenten erhalten gegen Vorlage einer Immatrikulationsbescheinigung<br />

das Abo mit einem Preisvorteil von 40 % gegenüber<br />

dem Kioskkauf zum Preis von € 39,60 (A: € 45,36; CH: sfr<br />

72,– ; weitere Auslandspreise auf Anfrage). Persönliche Mitglieder<br />

der Bundeskommission Motorflug des Deutschen Aero Club e.V.<br />

(DAeC) erhalten den Titel aero kurier im Rahmen eines gesonderten<br />

Mitgliederbezugspreises.<br />

Der <strong>aerokurier</strong> erscheint monatlich (mit den DAeC-Nachrichten<br />

in der Abonnement-Auflage). Es gilt die Anzeigenpreisliste <strong>2016</strong>.<br />

Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdrucks und der<br />

fotomechanischen, elektronischen oder digitalen Wiedergabe<br />

von Teilen der Zeitschrift oder im Ganzen sind<br />

vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte,<br />

Fotos, Zeichnun gen und Datenträger wird keine Haftung<br />

übernommen. (ISSN 0341-1281)<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 111


[ UL/LSA Porträt ]<br />

Mentor<br />

der C42<br />

Seit 25 Jahren ist Jörg Hannemann Testpilot und<br />

Entwickler bei Comco Ikarus und mitverantwortlich<br />

für den großen Erfolg der C42.<br />

Im Leichtflugzeugbau gilt er als Institution.<br />

Das Interview führte Oliver Schenk<br />

Herr Hannemann, sie sind<br />

untrennbar mit Deutschlands<br />

erfolgreichstem<br />

Ultraleichtflugzeug verbunden.<br />

Wie war denn Ihr fliegerischer<br />

Werdegang?<br />

Als Kind habe ich mich schon mit<br />

Modellbau beschäftigt. Ich erlernte<br />

das Segelfliegen 1971 auf dem Militärflugplatz<br />

Eggersdorf bei Berlin. Bei<br />

der Gesellschaft für Sport und Technik<br />

kostete der Monatsbeitrag nur<br />

50 Pfennig. An meiner West-Verwandtschaft<br />

scheiterte eine Karriere als<br />

Jagdpilot, dafür wurde ich Wartungsingenieur<br />

im Fachgebiet Triebwerk/<br />

Zelle und machte dazu eine Facharbeiterausbildung<br />

zum Industriemechaniker.<br />

Später war ich wissenschaftlicher<br />

Assistent am Lehrstuhl<br />

für Aerodynamik und Flugmechanik.<br />

Es war aber abzusehen, dass es im<br />

gesamtdeutschen Militär für mich<br />

keinen Platz geben würde, da das<br />

DDR-Offizierskorps viel zu groß war.<br />

Es gab dort übrigens noch einen anderen<br />

Jörg Hannemann im Range<br />

eines Majors, mit dem ich später<br />

häufiger verwechselt wurde. Da kam<br />

mir sehr gelegen, dass Comco Ikarus<br />

einen Werkstattleiter suchte. Der<br />

Kontakt kam über meine Wettkampffliegerei<br />

zustande. Da konnte ich in<br />

meinem Fachgebiet bleiben.<br />

Wie sind Sie bei Comco Ikarus<br />

unentbehrlich geworden?<br />

Mein Job sind nach wie vor die Endabnahme<br />

und die Qualitätssicherung.<br />

Ich nehme jedes Flugzeug persönlich<br />

ab. Bis heute treibt mich mein Perfektionismus<br />

an, unsere Maschinen<br />

stetig weiterzuentwickeln. Das analytische,<br />

technische Fliegen ist meine<br />

große Stärke. Dabei habe ich gar<br />

keine Testpilotenausbildung, ich<br />

habe nur mal ein paar Lehrgänge<br />

gemacht. Es mag bessere Flieger und<br />

bessere Entwickler als mich geben,<br />

aber wenige bringen beides so gut<br />

zusammen.<br />

Fotos: Jörg Hannemann, Oliver Schenk (3)<br />

Wie sieht die Arbeit als Werkspilot<br />

hinsichtlich Entwicklung<br />

und Herstellung aus?<br />

Die anfängliche Flugzeugentwicklung<br />

ist mit „trial & error“ am besten zu<br />

beschreiben, das war schon abenteuerlich.<br />

Teilweise flog man tief über<br />

die Bahn und schaute dann, was am<br />

Flugzeug noch dran war. Vom Ausprobieren<br />

kam ich dann auf die<br />

Modifikationen unseres Rohrbausystems.<br />

Meine Aufgabe ist es, dem<br />

112 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Flugzeug die gutmütigen Flugeigenschaften<br />

beizubringen, die wir haben<br />

wollen. Das Flugzeug soll vor allem<br />

unkompliziert sein, das ist unser<br />

Hauptaspekt. Meine Erfahrungen sind<br />

auch bei anderen Herstellern gefragt.<br />

Sie haben 3700 Stunden auf der<br />

C42, die als Brot- und Butter-<br />

Flugzeug der UL-Szene gilt. Mit<br />

welchen Gefühlen steigen Sie<br />

heute in diesen UL-Klassiker ein?<br />

Die C42 ist für mich gar kein Klassiker,<br />

da sie immer noch in der Weiterentwicklung<br />

ist. Aus dem Prototyp<br />

C52 ist die CS hervorgegangen, die<br />

sich viel agiler fliegt und zum Turnen<br />

verleitet. Daher macht mir die C42<br />

immer noch Spaß. Oft das gleiche<br />

Flugzeug zu fliegen macht zudem<br />

sensibler, zum Beispiel für Geräusche.<br />

Sind Sie bei einem Abnahmeflug<br />

schon mal wirklich ins Schwitzen<br />

gekommen, weil es Probleme<br />

gab?<br />

Bei der Abnahme ist noch nichts<br />

Schlimmes passiert. Anders sieht es<br />

da bei der Flugerprobung aus. Ich<br />

bin schon ohne Höhenruder gelandet,<br />

nur mit der Trimmung. Das kam dem<br />

Lernprozess bei der Produktion zugute.<br />

Ans Eingemachte ging es bei<br />

der Trudel- und Flattererprobung.<br />

Warum hatte die C42 das Zeug<br />

zum Verkaufsschlager?<br />

Unsere Produktion ist vor allem wirtschaftlich,<br />

was sonst kaum ein Hersteller<br />

schafft. Das kommt auch beim<br />

Kunden an. Und er kauft bei uns<br />

neben dem Flugzeug das Vertriebsund<br />

Partnernetz mit.<br />

mäßig auseinandernehmen? Verbogenes<br />

Metall ist dagegen leicht zu<br />

erkennen. Als Ingenieur bin ich fasziniert<br />

von der Herausforderung,<br />

aerodynamisch und materialtechnisch<br />

möglichst viel aus einem Flugzeug<br />

herauszuholen. Allerdings ist nicht<br />

alles Mögliche auch sinnvoll.<br />

Welche Perspektiven hat die<br />

Konstruktion angesichts der<br />

diskutierten Erhöhung der maximalen<br />

Abflugmasse auf 600<br />

Kilogramm für ULs?<br />

Was die C42 betrifft, wird die Bauweise<br />

gleich bleiben. Außerdem<br />

existiert mit der C42E schon ein Flugzeug<br />

mit einer maximalen Startmasse<br />

von 540 Kilogramm. Entscheidend<br />

ist ohnehin die Zuladung, nicht schwerere<br />

Flugzeuge. Zudem werden die<br />

Flugleistungen bei mehr Gewicht<br />

Die Firma<br />

Wie sehen Sie Ihre Zukunft angesichts<br />

des Trends zu Hightech-ULs<br />

mit EFIS und Einziehfahrwerk?<br />

Auch die Herstellung der C42 ist<br />

Hightech, beispielsweise die Qualität<br />

der Bespannung und die Herstellung<br />

des Rohrrahmens. Hinsichtlich der<br />

CFK-Flieger schlagen zwei Seelen in<br />

meiner Brust: Zum einen sehe ich die<br />

Idee des Ultraleichtfliegens auf den<br />

Kopf gestellt. Ich glaube, dass 80<br />

Prozent der Piloten fliegerisch mit<br />

solchen Geräten überfordert sind.<br />

Zum anderen ist CFK kein so ehrliches<br />

Material wie Blech oder auch GFK,<br />

da man eine Vorschädigung kaum<br />

erkennt. Einen Weißbruch erkennt<br />

auch ein Prüfer von außen nicht, und<br />

wer lässt schon sein Flugzeug regelschlechter.<br />

Nicht nur die Mindestfahrt<br />

erhöht sich, bei schlechterer Steigleistung<br />

steigt auch die Lärmemission.<br />

Wir von Comco sind vorbereitet<br />

auf schwerere Flugzeuge, aber nicht<br />

im Bereich LSA. Die damit steigenden<br />

Anforderungen sind für kleine Betriebe<br />

kaum zu erfüllen.<br />

Gibt es ein bestimmtes Flugzeug,<br />

das Sie gerne mal selber fliegen<br />

würden?<br />

Ich baue mir derzeit eine WD3 Sunwheel,<br />

einen Doppeldecker. Seit zwei<br />

Jahren bin ich dran, nächstes Jahr<br />

wird sie hoffentlich fliegen. Die Aero<br />

L-39 Albatros interessiert mich<br />

auch, weil sie mich an meine Dienstzeit<br />

erinnert. Davon gibt es jetzt eine<br />

UL-Version, die UL-39 Albi, aber ich<br />

denke, das wird ein Experimental<br />

bleiben.<br />

ae<br />

Comco Ikarus stellt seit 1970 Leichtflugzeuge her, anfangs die<br />

C22. Seit 1996 ist die C42 im Programm, die auf einer Metallrohrkonstruktion<br />

mit Bespannung aufbaut. Sie führte wiederholt<br />

die Tabelle der Jahresneuzulassungen in Deutschland an und<br />

wird auch exportiert. Bisher wurden mehr als 1500 Maschinen<br />

in 40 Länder ausgeliefert, darunter auch beschussfeste Militär ‐<br />

versionen und Agrarflugzeuge. Die C42 ist auch wegen ihrer<br />

gutmütigen Flugeigenschaften ein beliebtes Schulflugzeug.<br />

Sie wird komplett in Deutschland produziert.<br />

Bei Jörg Hannemann<br />

geht es auch nach der<br />

Arbeit mit dem Flugzeugbau<br />

weiter. Hier steht er<br />

vor dem Rohbau seines<br />

nostalgischen Doppeldeckers<br />

WD3 Sunwheel.<br />

Heimspiel an Hannemanns<br />

Arbeitsplatz,<br />

dem C42-Cockpit.<br />

Am Steuerknüppel<br />

zeigt er, was er kann.<br />

In dieser Serie stellt<br />

der <strong>aerokurier</strong><br />

außergewöhnliche<br />

Persönlichkeiten<br />

aus der Luftfahrt<br />

im Interview vor.<br />

<strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> 113


[ VORSCHAU ]<br />

Das lesen Sie im Oktober<br />

... erhältlich auch<br />

als E-Paper<br />

Heft<br />

10<br />

erscheint am<br />

28. September<br />

<strong>2016</strong><br />

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und Kennziffer 1431625 angeben.<br />

Falls Sie nach dem Test keine weiteren Hefte<br />

wünschen, sagen Sie spätestens 14 Tage nach<br />

Erhalt der 2. Ausgabe ab. Ansonsten erhalten<br />

Sie den <strong>aerokurier</strong> weiter hin monatlich zu<br />

den im Impressum angegebenen Preisen<br />

mit jeder zeitigem Kündigungsrecht.<br />

Business Aviation Special<br />

Wie fliegt sich der Newcomer?<br />

<strong>aerokurier</strong>-Autor und DLR-Testpilot Steffen Gemsa fühlt<br />

dem HondaJet auf den Zahn. Außerdem stellen wir den ONE-<br />

Aviation-Vertrieb Jet Lounge und sein Premiumprodukt, die<br />

Eclipse 500 vor. Ein Blick in die aktuelle Triebwerkstechnik und<br />

der Branchenspiegel runden das Business Aviation Special ab.<br />

Wir bitten um Verständnis, wenn angekündigte Beiträge aus aktuellen Gründen in eine andere Ausgabe verschoben werden.<br />

Fotos: Gerlach, Honda Aircraft, Innocent/Abt, Christoph Kappenstein<br />

Reisebericht<br />

Im Cabrio nach Venedig<br />

Dagmar Mohr und Christoph Kappenstein<br />

fliegen mit einer Ryan PT-22 nach Italien<br />

und berichten aus Piloten- und Mitfliegerperspektive<br />

über das Alpen-Abenteuer.<br />

Von Fayence aus ins Gebirge<br />

Stage „Grands Vols“<br />

Mitmachen empfohlen: Langstreckenspezialist<br />

Baptiste Innocent zeigt in Trainingskursen,<br />

wie im Gebirge erfolgreich<br />

große Strecken geflogen werden.<br />

Richtig tanken<br />

Zapfsäule oder Kanister?<br />

Bevor es auf Tour geht, müssen die Kraftstofftanks<br />

ausreichend gefüllt sein. Der<br />

<strong>aerokurier</strong> erklärt, was beim Tanken aus<br />

Kanister oder Zapfsäule zu beachten ist.<br />

114 <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong>


Piloten landen hier<br />

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Deutschland und Österreich bestellbar.<br />

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Pilotentasche im US Airforce Retrolook der<br />

50er-Jahre. Hauptfach und Innentasche mit<br />

Reißverschluss, 2 Einschubfächer, Deckel mit<br />

Karabiner und Klettverschluss, Lieferung mit<br />

Trageriemen. Maße: ca. 35 x 27 x 14 cm.<br />

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Funktionsvielfalt im Pocketformat! Werkzeuge:<br />

Schere mit Federbetätigung, 420HC-Messer,<br />

Kreuzschlitz-, Uhrmacher- und mittlerer<br />

Schraubendreher, Kapselheber, Lineal, Nagelfeile<br />

mit Nagelreiniger und Pinzette. Edelstahlkorpus<br />

und -griffe. Länge (geschlossen): ca. 6,5 cm.<br />

Ihre Vorteile im Abo: • jede Ausgabe pünktlich frei Haus • Online-Kundenservice<br />

• 2 GRATIS-Ausgaben zusätzlich bei Bankeinzug* • exklusiv für Abonnenten: aktuelle Informationen des DAeC<br />

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Registergericht Stuttgart HRA 9302. Geschäftsführer:<br />

Dr. Volker Breid, Norbert Lehmann. Vertrieb: Belieferung, Betreuung<br />

und Inkasso erfolgen durch DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH,<br />

Nils Oberschelp (Vorsitz), Christina Dohmann, Dr. Michael Rathje,<br />

Am Sandtorkai 74, 20457 Hamburg,<br />

als leistender Unternehmer. AG Hamburg, HRB 95752.<br />

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Wahl erhalte ich nach Zahlungseingang und solange der Vorrat reicht, Ersatzlieferungen<br />

sind vorbehalten. Nach Ablauf des ersten Bezugsjahres kann ich jederzeit kündigen,<br />

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Deshalb bin ich damit einverstanden, dass mich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG und ihr zur<br />

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mit ihren Titeln künftig auch per Telefon und E-Mail über weitere interessante Medienangebote informieren.<br />

Dieses Einverständnis kann ich jederzeit per E-Mail an widerruf@dpv.de widerrufen.<br />

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von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die<br />

von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.<br />

Die Mandatsreferenz wird mir separat mitgeteilt. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen,<br />

beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten<br />

dabei die mit meinem Kredit institut vereinbarten Bedingungen. Ich bezahle per Rechnung.<br />

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Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2 Nr. 1 EGBGB. Zur<br />

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die Bestellung zu widerrufen. Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a<br />

EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: FLUG REVUE Aboservice, Postfach, 70138 Stuttgart,<br />

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