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ADAC Urlaub September-Ausgabe 2016, Westfalen

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Inspiration. Tipps. Angebote.<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

www.adac-reisebuero.de · <strong>Ausgabe</strong> 5/ <strong>2016</strong><br />

Das Magazin der <strong>ADAC</strong> Reisebüros<br />

Amerikas wilder Süden<br />

Von San Francisco nach New York<br />

– eine Camper-Reise in XXL<br />

Unter weißen Segeln<br />

Mit dem Klipper in der Karibik:<br />

Das empfiehlt der Pirat seiner Crew<br />

Zum Weinen schön<br />

Panoramawanderungen an<br />

Main und Rhein, Neckar und Mosel<br />

Seite<br />

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Willkommen!<br />

Thüringen<br />

Geheimtipp: Deutschlands kulturelle und grüne Mitte<br />

kann deutlich mehr als nur Bratwurst


Editorial<br />

Eine Karte. All inclusive!<br />

Die <strong>ADAC</strong> Kreditkarte GOLD.<br />

Entspannt: Wertvolle Reise-Rücktrittskosten-Versicherung inklusive!<br />

Praktisch: Weltweit zahlen und Bargeld abheben!<br />

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überall beim <strong>ADAC</strong>, telefonisch unter (0 89) 76 76 17 05<br />

oder auf www.adac.de/urlaubskarte<br />

„Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.“<br />

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), deutscher Dichter<br />

Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />

schwupps – schon ist er jetzt, Anfang <strong>September</strong>, vermutlich wieder vorbei:<br />

Ihr <strong>Urlaub</strong>. Zumindest, sofern Sie auf Reisen in den Sommerferien<br />

angewiesen sind. Das Gute daran: Ab jetzt können Sie sich auf den nächsten<br />

freuen. Ideen dafür bieten wir Ihnen etwa für das wunderbare, oft unbekannte<br />

Thüringen (Seite 14), eine Camper-Tour quer durch die USA (Seite 24) oder<br />

zu weinseligen Panorama-Routen (Seite 34).<br />

Bei aller Vorfreude sollte man bedenken: In der griechischen Mythologie gab<br />

es drei Götter für die Zeit. Einen für den Tag. Einen für die Zeit an sich, Chronos.<br />

Und dann war da Kairos, Gott für die günstige Gelegenheit. Vermutlich<br />

hätte er heute mehr denn je zu tun, denn die Tourismusbranche wandelt sich<br />

rapide. Ein Stichwort nur: dynamic pricing. Natürlich gab es das Prinzip sich<br />

verändernder Preise schon früher, etwa bei Last-Minute-Angeboten. Durch<br />

die Digitalisierung mit ihren steuernden Algorithmen aber hat sich viel verändert:<br />

Preise im Internet unterscheiden sich danach, ob Sie vor einem PC<br />

oder Mac sitzen, am Mittwoch oder Donnerstag buchen oder jene Cookies<br />

löschen, welche die Zahl Ihrer Website-Aufrufe abspeichern.<br />

Ebertswiese in Floh-Seligenthal, Thüringen<br />

Ich war …<br />

Matthias Frings<br />

Journalist & Autor<br />

… in Thüringen<br />

Der Berliner liebt Architektur, Design<br />

und Kultur – erlebte in Deutschlands<br />

Mitte also die Formenvielfalt.<br />

Beruhigendes Grün kam en masse<br />

dazu. Sein Bericht: Seite 14<br />

Liisi Mölder<br />

Regisseurin<br />

<strong>ADAC</strong> Finanzdienste GmbH<br />

TITELFOTO: GREGOR LENGLER; FOTOS DIESE SEITE: GREGOR LENGLER, PRIVAT (3)<br />

Vielleicht ist in einer solchen Zeit der Besuch im Reisebüro genau das Richtige.<br />

Sie werden von ausgebildeten Experten persönlich und individuell beraten,<br />

die Ihre Wunschziele ebenso kennen wie die seriösen Veranstalter. Es ist<br />

zudem vergleichsweise bequem, unkompliziert und zeitsparend. Ein weiteres<br />

wichtiges, oft unbekanntes Argument: Die Preise sind absolut vergleichbar,<br />

denn natürlich erhalten auch Internet-Verkäufer Provision. Im Reisebüro<br />

sind die Preise transparent, ohne plötzlich aufpoppende Zuschläge. Und<br />

Schnäppchen findet man dort natürlich auch und erst Recht. In diesem Sinne:<br />

Gute Reisen,<br />

Ihre Redaktion <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong><br />

Schreiben Sie uns: redaktion@adac-urlaub.net<br />

… in den USA<br />

Zusammen mit ihrem Lebensgefährten,<br />

dem Fotografen Fabian Weiss, reiste<br />

sie durch die USA, um das Land und<br />

die Spannung vor den Präsidentschaftswahlen<br />

zu erleben. Seite 24<br />

Christofer Knaak<br />

Reise-Redakteur<br />

… in der Karibik<br />

Der Kreuzfahrt-Experte des Branchenblattes<br />

„Touristik aktuell“ reiste auf<br />

altmodische Art – nämlich unter<br />

knatternden Segeln. Was er mit der<br />

Nase im Wind erlebte: Seite 34<br />

5 / <strong>2016</strong> 3


Jetzt<br />

am Kiosk:<br />

outdoor mit<br />

Skandinavien-<br />

Special<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

Inhalt<br />

5 /<strong>2016</strong><br />

14 Thüringen<br />

24 USA<br />

34 Karibik 42 Weinwanderungen<br />

Die neue outdoor-Welt – mehr als nur Wandern:<br />

2 Monate GRATIS testen:<br />

www.outdoor-magazin.com/adac<br />

Auch als E-Paper erhältlich.<br />

Ob Alpentrekking oder Dschungeltrip, ob Wanderung im Schwarzwald oder<br />

Traumtour ans Ende der Welt, ob zu Fuß, per Boot oder Rad: outdoor zeigt<br />

Ihnen die schönsten Touren auf dem Globus sowie das beste Equipment<br />

dafür, von der Funktionsjacke bis zum Trekkingschuh, vom Schlafsack bis<br />

zum Rucksack, von der Stirnlampe bis zum GPS-Gerät. Wer die Natur liebt<br />

und draußen aktiv sein will, der muss outdoor haben.<br />

FOTOS: FABIAN WEISS, GREGOR LENGLER, ISTOCK, THINKSTOCK, DEUTSCHES WEININSTITUT<br />

6 Postkarte aus New England<br />

Wo der Herbst mit Blättern<br />

eine Farborgie feiert<br />

8 Panorama<br />

Neuigkeiten aus aller Welt<br />

14 Thüringen<br />

Deutschlands grüne Mitte<br />

und historische Hochburg<br />

22 Fünf Mal … London<br />

Was Sie in der swingenden<br />

Kapitale erleben sollten<br />

24 USA<br />

Mit dem Camper von San<br />

Francisco nach New York<br />

32 Mein Lieblingsland: Thailand<br />

<strong>ADAC</strong> Reise-Experten stellen<br />

ihre Traumziele vor<br />

34 Karibik<br />

Ein traumhafter Segeltörn<br />

durch ein traumhaftes Revier<br />

40 Fragen & Antworten<br />

<strong>ADAC</strong> Reise-Experten erklären, was<br />

für Reisende wirklich wichtig ist<br />

42 Weinwanderungen<br />

Auf Schusters Rappen zu Reben,<br />

Rhein und rustikalen Restaurants<br />

49 Mein Reisebüro<br />

Ihr Kontakt zu allen <strong>ADAC</strong><br />

Reisebüros in Ihrer Umgebung<br />

49 Impressum<br />

50 Vorschau<br />

Das bringt die nächste<br />

<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong><br />

22<br />

London<br />

Digital<br />

Bilder, Karten, Kontakte<br />

und Videos: Mit <strong>ADAC</strong><br />

<strong>Urlaub</strong> und der LAYAR-<br />

App erweitern Sie das<br />

Magazin um eine neue<br />

Dimension. Mehr Infos<br />

zur LAYAR-App auf<br />

Seite 10. Des Weiteren<br />

finden Sie im Heft Bitly-Kurzlinks, diese<br />

können Sie einfach in Ihren Internet-<br />

Browser eingeben und Sie werden zur<br />

entsprechenden Website weitergeleitet.<br />

Legende<br />

Weblink<br />

Video<br />

Information<br />

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Kontakt<br />

Ort<br />

5 / <strong>2016</strong> 5


Postkarte<br />

NEUENGLAND, USA<br />

Altweibersommer in XXL<br />

Kennen Sie Hannes Wader? „Heute hier, morgen dort“ ist wohl das bekannteste Lied des<br />

Sängers, mit dem er seit 1972 fast jedes Konzert eröffnet. Was nur wenige wissen: Im Original<br />

stammt der Song von Gary Bolstad und heißt „Indian Summer“. Und er ist nur eine von<br />

vielen musikalischen Huldigungen jenes ungewöhnlich trockenen und warmen Hochdruckgebietes<br />

im frühen Herbst, das vor allem im Mittleren Westen der USA, in Neuengland und<br />

Kanada auftritt. Seine Folge: unendliche Naturschönheit, ein Kaleidoskop der Farben an<br />

den Laubbäumen. Vor allem die Blätter des in Neuengland weit verbreiteten Zucker-Ahorns<br />

wechseln dann vom satten Grün in ein goldenes Gelb, in ein fruchtiges Orange, in ein<br />

kupfergleiches Rot und schließlich in verschiedene Brauntöne. Seine Verbreitung sorgt in<br />

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Weißer Prachtbau<br />

Das Town House in Strafford, Vermont von 1799<br />

FOTO: GETTY IMAGES<br />

den Wäldern auch für das einzigartig leuchtende Purpurrot, ein Farbspektrum, das in dieser<br />

Vielfalt und Leuchtkraft sonst nicht zu finden ist. Der „Indian Summer“ ist somit eine perfekte<br />

Zeit für Wander-, Trekking- und Kanu-Touren. Vor Ort wird dann angesichts des Zuckers für<br />

die Netzhaut nur der Titel von Hannes Wader leicht variiert: Heute dort, morgen auch.<br />

Schicken Sie uns Ihre Postkarte an: postkarte@adac-urlaub.net<br />

6 5 / <strong>2016</strong><br />

5 / <strong>2016</strong> 7


Panorama Regional<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

Panorama<br />

Reisetipps präsentiert von Ihrem <strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong><br />

Portugal<br />

Mit der „MS Magellan“<br />

durch das Tal des Douro<br />

Die „MS Magellan“ ist etwas Besonderes: Das Flusskreuzfahrtschiff<br />

wurde extra für die Passage durch<br />

das Douro-Tal entwickelt. Dabei wurden Breite und<br />

Tiefe des drittlängsten Stroms der iberischen Halbinsel<br />

sowie die jeweiligen Schleusenhöhen berücksichtigt. Trotzdem<br />

muss der Kapitän in engen Flussschleifen und in den<br />

fünf Schleusen dieser Kreuzfahrt besonders exakt navigieren,<br />

denn viel Platz rechts und links vom Bug bleibt nicht.<br />

Eine der Schleusen gehört dabei mit mehr als 30 Metern<br />

Höhenunterschied zu den höchsten Europas – für die Passagiere<br />

ein Erlebnis. Das Schauspiel können sie auf dem geräumigen<br />

Sonnendeck mit ausreichend Platz für Liegen und<br />

Stühle bestaunen. Hier gibt es auch reichlich Schatten, um an<br />

der Reling das Flusspanorama ausgiebig genießen zu können.<br />

Denn das lohnt sich: Spätestens beim Anblick ansteigender<br />

Weinberge, enger Schluchten und steiler Granitfelsen<br />

sind viele Gäste so entschleunigt, dass jeder Alltagsstress<br />

von ihnen abfällt. In Porto – Ausgangs- und Endpunkt der<br />

Flusskreuzfahrt – können sie Landausflüge in die wunderschöne<br />

Altstadt buchen.<br />

Besonders stimmungsvoll ist der nächtliche Trip in<br />

die Metropole oder die Weinprobe bei Vila Nova de Gaia.<br />

Auch der Mateus-Palast in der Nähe von Vila Real beeindruckt<br />

mit seinem Park und der Barockkapelle. Das spanische<br />

Wahrer<br />

Genuss<br />

Echter Portwein<br />

stammt<br />

aus dem<br />

nordportugiesischen<br />

Douro-Tal<br />

Kontaktieren<br />

Sie uns, wir<br />

beraten Sie<br />

gern. Alle<br />

Reisebüros<br />

finden Sie<br />

auf Seite 49<br />

Salamanca mit seinem Muschelhaus und der belebten Plaza<br />

Mayor hinterlässt bei allen Reisenden bleibende Eindrücke.<br />

Nach den Landausflügen können sie sich am kleinen Pool<br />

an Deck der „MS Magellan“ entspannen und die Flusslandschaften<br />

an sich vorbeiziehen lassen.<br />

Experten-Tipp<br />

Carmen Schmahl-Garcia vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in<br />

Siegen über die richtige Kabine. Tel.: (02 71) 33 10 02,<br />

E-Mail: rb.siegen@wfa.adac.de<br />

Insgesamt ist die „MS Magellan“<br />

ein rundum gemütliches<br />

Schiff, bei dem ich wirklich keinen<br />

Plan brauchte, um meine<br />

Kabine zu finden. Alle Kabinen<br />

bieten ausreichend Platz, vor<br />

allem nachdem die großen<br />

Koffer unter den Betten verstaut<br />

sind. Besonders gut<br />

gefallen haben mir die vielen<br />

Ablageflächen und das große<br />

Panoramafenster. Da die „MS<br />

Magellan“ bei Nacht anlegt,<br />

sind oft andere Boote fest mit<br />

ihr vertäut. Das bedeutet: Die<br />

Kabinenfenster des Nachbarschiffs<br />

sind keinen halben<br />

Meter entfernt und nehmen<br />

die Sicht auf den Fluss. Ein<br />

kleiner Tipp: eine gerade Kabinennummer<br />

wählen, dann ist<br />

dies seltener der Fall.<br />

FOTOS: CROISIEUROPE, ISTOCK, PRIVAT<br />

Niedersachsen<br />

Vespas auf Sichtbeton<br />

Museen, die Kraftfahrzeugen huldigen, gibt es einige. Museen, wo Vespas<br />

im Treppenhaus hängen oder Straßenszenen für einzelne Dekaden nachgebaut<br />

wurden, sind dagegen schon seltener. Museen, an die ein Hotel<br />

angeschlossen ist, in dem der Wein in Öl-Kanistern gekühlt wird, sich neben<br />

dem Kamin ein funktionierendes Garagentor befindet<br />

und der Kaffeeautomat auf einer BMW Isetta,<br />

das gibt es nur in Einbeck. Zu dem 2015 eröffneten<br />

PS.Speicher ist nun ein beeindruckender<br />

Batzen an Pferdestärken<br />

dazugekommen: Seit wenigen<br />

Wochen werden jahrzehntealte<br />

Zugmaschinen, Kipper,<br />

Busse, Feuerwehrautos<br />

und andere historische<br />

Nutzfahrzeuge gezeigt.<br />

Wie schrieb die „Süddeutsche<br />

Zeitung“:<br />

„Menschen, die<br />

ihren Autos Namen<br />

geben, sollten mal<br />

nach Einbeck<br />

kommen.“<br />

bit.ly/<br />

29QtCz2<br />

0,94%<br />

bleiben pro Flugticket als Gewinn<br />

bei der Airline. Kostet das Ticket<br />

100 Euro sind es somit 94 Cent.<br />

QUELLE: BUNDESVERBAND DER LUFTVERKEHRSWIRTSCHAFT<br />

Ostsee / Schleswig-Holstein<br />

Schlafen im Strandkorb<br />

Kaum etwas ist beruhigender,<br />

als mit dem Rauschen<br />

der Wellen sanft zu<br />

entschlummern. In sechs<br />

Orten entlang der Ostseeküste<br />

Schleswig-Holsteins<br />

– darunter Fehmarn, Travemünde<br />

und Timmendorfer<br />

Strand – stehen jetzt acht<br />

Strandkörbe, in denen man<br />

am Strand schlafen kann.<br />

Vor Wind und Regen schützt<br />

eine Persenning, Fenster<br />

garantieren Rundum-Blick<br />

auf Meer, Strand und Sterne.<br />

Meldungen Panorama<br />

IN KÜRZE<br />

Österreich<br />

Tiefwärts<br />

2010 wurde die Area 47 eröffnet,<br />

ein Outdoorspielplatz am Eingang<br />

des Tiroler Ötztals. Seither<br />

haben die Macher nicht geruht:<br />

Im Sommer <strong>2016</strong> kommt zu den<br />

Rafting-, Canyoning-,<br />

Kletter- und<br />

Mountainbiking-<br />

Möglichkeiten ein<br />

zusätzlicher See<br />

für Wakeboarder<br />

hinzu sowie eine<br />

Slip’n’Slide-Rutsche – eine<br />

PVC-Plane, auf der Wasser<br />

hinunterläuft und die man<br />

sitzend, liegend oder kniend<br />

rund 17 Meter hinuntersaust,<br />

um dann über den Schanzentisch<br />

ins Wasser zu springen.<br />

Neues aus<br />

dem Reiserecht<br />

Abu Dhabi<br />

Eine neue Hotelabgabe beträgt<br />

vier Prozent der jeweiligen<br />

Rechnung plus umgerechnet<br />

rund 3,60 € pro Nacht.<br />

Hongkong<br />

Seit August zahlen Passagiere<br />

– auch Transitreisende – vom<br />

Chek Lap Kok Airport eine<br />

construction fee. Die Höhe hängt<br />

von der Strecke und Ticketklasse<br />

ab, bei einem Economy-Flug<br />

nach Europa fallen etwa 18 € an.<br />

Norwegen<br />

Neue Flugsteuer für Passagiere:<br />

Pro Person und Abflug kassiert<br />

der Staat 8,50 €.<br />

Rail & Fly<br />

Lufthansa erhöht die Kosten für<br />

die Bahnanreise zum Flughafen<br />

um 4 € pro Strecke auf 33 € für<br />

die einfache Fahrt in der zweiten<br />

und 59 € in der ersten Klasse.<br />

Tansania<br />

Der ostafrikanische Staat plant<br />

die Einführung von 18 Prozent<br />

Mehrwertsteuer auf alle touristischen<br />

Dienstleistungen, Touren,<br />

Safaris und Eintritte.<br />

8 5 / <strong>2016</strong><br />

5 / <strong>2016</strong> 9


Panorama Meldungen<br />

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<strong>Urlaub</strong><br />

digital erleben<br />

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Nutzen Sie die kostenlose<br />

App „Layar“, um mithilfe<br />

von Smartphone oder Tablet<br />

das Magazin zu überraschend<br />

neuem Leben zu erwecken.<br />

Auf Ihrem Bildschirm erscheinen<br />

Videos, Karten,<br />

Bildergalerien, Kontaktdaten und viele<br />

weitere interaktive Inhalte. Viel Spaß!<br />

1 Herunterladen der App<br />

Laden Sie die „Layar“-App<br />

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2 Aktivieren<br />

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drücken Sie auf „Scannen“.<br />

3 Scannen & los!<br />

Scannen Sie mithilfe von Smartphone<br />

oder Tablet die gesamte Heftseite,<br />

und die virtuelle Reise beginnt! Einmal<br />

abgerufen, können Sie die Inhalte<br />

anschauen, wo und wann immer Sie<br />

möchten.<br />

352<br />

deutsche Gemeinden<br />

mindestens erheben<br />

Kurtaxe. Die Höhe<br />

unterscheidet sich:<br />

Zwei Wochen Juist<br />

belasten die Reisekasse<br />

einer Familie<br />

mit zwei Kindern ab<br />

14 Jahren und Hund<br />

mit 182 Euro. In der<br />

Müritzregion in und<br />

um Plau am See sind<br />

es 26 Euro.<br />

Kärnten<br />

Weg der Liebe<br />

Jordanien<br />

Petra plus<br />

Knapp hundert Jahre lang wurde das Bauwerk übersehen,<br />

obwohl es knapp 3000 Quadratmeter groß ist. Nun wurde<br />

das Monument in der Felsenstadt Petra entdeckt, das<br />

keine bekannten Parallelen zu anderen Strukturen in Petra<br />

aufweist. Die einst zweistufige Plattform samt Monumentaltreppe<br />

und Säulenreihe diente vermutlich religiösen<br />

Zeremonien des um 550 v. Chr. eingewanderten Nomadenstammes<br />

der Nabatäer.<br />

Das UNESCO-Weltkulturerbe Petra kann täglich von<br />

6 bis 18 Uhr (im Sommer) und von 6 bis 16 Uhr (Winter)<br />

besichtigt werden. Der Eintritt für einen Tagesbesuch kostet<br />

50 Jordanische Dinar (rund 63 €); ein Zwei- bzw. Dreitagesticket<br />

kann für 55 bzw. 60 Jordanische Dinar erworben werden.<br />

Mit der Liebe ist es wie mit dem Wandern: ein beständiges Auf<br />

und Ab. Am Millstädter See nahm man das wörtlich. Der neue Weg<br />

„Sentiero dell’ Amore“ befragt deshalb auf knapp sieben Kilometern<br />

mit 275 Höhenmetern an sieben zentralen Punkten seine<br />

Gäste etwa danach, was ihrer Liebe Kraft gibt. In ausgelegten<br />

Büchern kann man vor Ort lesen, was andere geantwortet haben.<br />

Und als Höhepunkt geht es durch das Granattor, schließlich wird<br />

Granat auch „Feuerstein der Liebe“ genannt und ist in der Region<br />

ein traditioneller Hochzeitsschmuck.<br />

Herr Führer, gibt es als Vorstand<br />

der Worldhotels Gruppe, zu der 450<br />

Hotels in 65 Ländern gehören, sechs<br />

Buchstaben, die Sie erschrecken?<br />

Welche sollten das sein?<br />

Airbnb.<br />

Stimmt, das sind sechs. (lacht) Nein,<br />

da zucke ich nicht.<br />

Die Internet-Plattform Airbnb verändert<br />

mit ihrem Geschäftsmodell,<br />

private Wohnungen als Unterkunft zu<br />

vermitteln, den Hotel-Markt radikal.<br />

Der Wettbewerb verändert sich ständig,<br />

sonst wäre er ja keiner. Und<br />

Airbnb mischt mit, definiert die Grenzen<br />

neu zwischen Lodging, Unterkunft<br />

und Hospitality, Gastfreundschaft.<br />

Ob Airbnb aber diejenigen überzeugt,<br />

die sich eine Woche verwöhnen lassen<br />

wollen? Vermutlich nicht. Schließlich<br />

kann man bei Airbnb auch mal kräftig<br />

danebenliegen, bei Worldhotels hingegen<br />

eher nicht.<br />

Was zeichnet Ihre Häuser aus?<br />

Ihr Charakter, ihre Individualität und<br />

vor allem ihre Story. Und ihr internationaler<br />

Erfolg, mit uns als globalem<br />

Vertriebs- und Marketingpartner.<br />

Was verstehen Sie unter Story?<br />

Sehr viele unserer Hotels haben jüngst<br />

in einem Tagesworkshop ihren „Blueprint“<br />

mit uns definiert. Also genau<br />

das herausgearbeitet, was ihr Hotel<br />

so außergewöhnlich und besonders<br />

macht. Ein Beispiel, der „Schweizer<br />

Hof “ in Zürich. Das Haus verfügt<br />

über einen red butler. Dieser rot uniformierte<br />

Butler kümmert sich einfach<br />

liebevoll um alle Bedürfnisse der Gäste<br />

und spielt in sämtlichen Vertriebs- und<br />

Marketingmaßnahmen eine Hauptrolle.<br />

Ein Erlebnis, das Reisende gerne<br />

„sharen“ und nicht alltäglich ist.<br />

Einer Ihrer Slogans lautet „Defy<br />

Ordinary“, zu Deutsch: Biete dem<br />

INTERVIEW<br />

„Nachahmer sind langweilig“<br />

Dirk Führer, Vorstand der Worldhotels Gruppe, über den Charakter von Hotels,<br />

grüne Reisen und den Markt in Zeiten von Airbnb<br />

Gewöhnlichen die Stirn. Ist es nicht<br />

Mantra der Branche, dass der Kunde<br />

das Gewohnte schätzt?<br />

Das Gewohnte wird nicht vernachlässigt,<br />

im Gegenteil. In unseren Hotels<br />

steht das Erleben im Vordergrund,<br />

der Gast im Mittelpunkt. Individuelle<br />

Charakteristika werden als Alleinstellungsmerkmale<br />

in den Gästeservice<br />

und in operative Vorgänge integriert<br />

und gelebt.<br />

Überprüfen Sie die Qualität<br />

Ihrer Hotels?<br />

Ja, wir haben in einem Leistungskatalog<br />

knapp 1000 Kriterien<br />

definiert, die kontinuierlich<br />

geprüft werden.<br />

Sind Ihre Häuser über <strong>ADAC</strong><br />

Reisebüros buchbar?<br />

Selbstverständlich.<br />

Die Empfehlung aus<br />

Dirk Führer<br />

Vorstand der<br />

Worldhotels<br />

Group<br />

Meldungen Panorama<br />

dem Reisebüro heraus besitzt für uns<br />

einen enormen Stellenwert.<br />

Schaut man sich Ihren neuen Web-<br />

Auftritt an, die Kooperation mit der<br />

Plattform GuestDriven zur Online-<br />

Vermarktung, das Gewinnen junger,<br />

via Smartphone buchender Kunden<br />

könnte man denken, Sie sehen im<br />

Reisebüro ein Auslaufmodell.<br />

Wenn es versucht, alles abzudecken,<br />

ja. Kaum jemand, der jünger als 50 ist,<br />

geht für zwei Wochen Mallorca-Pauschalurlaub<br />

ins Reisebüro. Extrem<br />

wichtig ist gute Beratung jedoch bei<br />

speziellen Reisen. Je spezialisierter<br />

ein Reisebüro ist, desto besser wird es<br />

für die Zukunft gewappnet sein.<br />

Differ or die?<br />

Genau der Punkt. Nachahmer sind<br />

langweilig.<br />

Etwa zehn Prozent Ihrer Häuser<br />

werden als umweltbewusst<br />

angepriesen. Ist<br />

auch das eine Differenzierung?<br />

Und, grundsätzlich,<br />

kann Reisen<br />

nachhaltig sein?<br />

Wir setzen auf Green Hotels,<br />

weil wir wissen, dass<br />

viele Kunden verstärkt Wert<br />

darauf legen. Natürlich ist Reisen<br />

– die Autofahrt, der Flug –<br />

meist notwendiges Übel und<br />

definitiv nicht nachhaltig. Aber<br />

das kann man, wenn man will,<br />

kompensieren. Und wenn man<br />

vor Ort Gutes tut, umso besser.<br />

Letzte Frage: Wohin geht Ihre<br />

nächste Reise?<br />

Mit der Familie erstmals in die<br />

USA, vorher waren die Kinder<br />

zu klein. Jetzt erobern wir gemeinsam<br />

die Ostküste und<br />

lassen es auf den Florida<br />

Keys ausklingen.<br />

10 5 / <strong>2016</strong><br />

5 / <strong>2016</strong> 11


Panorama Meldungen<br />

IN KÜRZE<br />

Australien<br />

Auf Aborigines-Art<br />

Noch bis zum 13. November<br />

können sich Besucher der<br />

Gallery of Modern Art (GoMA)<br />

in Brisbane mit der<br />

Kultur von Australiens<br />

Ureinwohnern<br />

beschäftigen. In<br />

der Ausstellung<br />

„Line + Form“<br />

werden verschiedene<br />

Kunststile der<br />

Aborigines-Künstler<br />

zu einer Sammlung<br />

zusammengeführt:<br />

farbenreiche Acryl-<br />

Malereien, Skulpturen aus Holz,<br />

Metall oder Ton, bunt bemalte<br />

Autowrackteile aus dem Outback<br />

oder geschnitzte Schilder aus<br />

Regenwaldholz. Die GoMA liegt<br />

in Brisbanes Kulturviertel South<br />

Bank und öffnet täglich von<br />

10 bis 17 Uhr, der Eintritt zur<br />

Ausstellung ist kostenfrei.<br />

Internet<br />

Biep-Biep-Biep<br />

Gerade für jüngere Reisende<br />

gehört ein schneller Internetzugang<br />

zum selbstverständlichen<br />

<strong>Urlaub</strong>serlebnis. Wäre<br />

dies das alleinige Kriterium,<br />

die Reise ginge hierhin, wo der<br />

Internetzugang extrem fix ist:<br />

1. Südkorea (mit 20,5 MBPS)<br />

2. Hongkong (15,8 MBPS)<br />

3. Japan (15,0 MBPS)<br />

Wem das komplett egal ist, der<br />

kann auch hierhin reisen, in<br />

die Top 3 der Länder mit dem<br />

langsamsten Internet, das an<br />

56k-Modem-Zeiten erinnert:<br />

1. Ägypten (1,7 MBPS)<br />

2. Nigeria (2,5 MBPS)<br />

3. Indien (2,5 MBPS)<br />

Deutschland (11,5 MBPS)<br />

liegt übrigens auf Platz 7<br />

der Länder mit der<br />

schnellsten Internetverbindung.<br />

Ist Reisen nachhaltig?<br />

Selten. Ist Tourismus für<br />

den Klimawandel verantwortlich?<br />

Auch. Welche<br />

Schlussfolgerungen<br />

zieht man daraus? Die<br />

Ethnologin Jana Steingässer<br />

und ihr Mann Jens, ein<br />

Fotograf, reisten, um zu<br />

begreifen: Sie erklärten ihren vier Kindern den<br />

Klimawandel vor Ort, in der Eisschmelze Ostgrönlands und der Dürre<br />

Südafrikas, im Weizengürtel Westaustraliens oder den Obstplantagen<br />

des Odenwalds. Das Ergebnis: ein nachdenklich stimmendes Buch.<br />

„Die Welt von morgen“, National Geographic, 224 Seiten, 29,99 €<br />

Die Küstenstadt Salem erlangte<br />

traurige Berühmtheit durch<br />

die Hexenprozesse von 1692.<br />

Inzwischen wird aus dieser<br />

Historie ein Spaß, ein Rundgang<br />

mit „richtigen“ Hexen als<br />

Begleitung. Dazu gehören auch<br />

die obligatorische Segnung<br />

im magischen Kreis und ein<br />

magisches Ritual auf einem<br />

Buchtipp<br />

Reisen in<br />

dieWelt<br />

von morgen<br />

Salem, Massachusetts<br />

Mit Grüßen von Stephen King<br />

der ältesten Friedhöfe der<br />

USA. Der Ausflug<br />

vermittelt aber<br />

auch Hintergründe<br />

von<br />

Hexerei<br />

und Hexenwahn.<br />

Kosten:<br />

15 Euro<br />

pro Person.<br />

Biker herzlich<br />

willkommen<br />

Der <strong>ADAC</strong><br />

vergibt<br />

zusammen<br />

mit dem<br />

DEHOGA<br />

das Zertifikat<br />

„Motorradfreundlicher<br />

Hotel- und<br />

Gastronomiebetrieb“.<br />

Die Betriebe<br />

werden von<br />

objektiven<br />

Prüfern auf<br />

ihre Qualität<br />

geprüft<br />

und bieten<br />

u.a. sichere<br />

Stellplätze,<br />

Trockenmöglichkeiten<br />

für Monturen<br />

und<br />

Werkzeug.<br />

bit.ly/<br />

2baKfCr<br />

Rimowa<br />

Elektronischer Kofferanhänger<br />

Vor mehr als 100 Jahren startete das Unternehmen Rimowa,<br />

eine Koffermanufaktur in Köln. Ihr bekanntestes<br />

Produkt: der erste Aluminiumkoffer mit der<br />

parallel gefalzten Struktur, den charakteristischen<br />

Rillen, der seit 1950 zwar einzigartig<br />

und unvergleichbar ist, im Detail<br />

aber immer wieder verbessert<br />

wurde. Jetzt überrascht Rimowa<br />

mit einem elektronischen Tag,<br />

welches das Einchecken<br />

deutlich erleichtert und verkürzt.<br />

Die in ausgewählten<br />

Produkten integrierte<br />

Technologie ermöglicht<br />

es, das Gepäck von<br />

zu Hause per App mit<br />

dem Smartphone zu<br />

identifizieren und am<br />

Flughafen innerhalb<br />

von wenigen Sekunden<br />

aufzugeben.<br />

FOTOS: OTTMAR HEINZE FOTOGRAFIE (2), FRANZ GERDL, MARTIN JOPPEN, NATIONAL GEOGRAPHIC, ISTOCK (10), AREA 47, HOTEL NOT HOTEL, PS SPEICHER/SPIEKER WOSCHEK, RIMOWA<br />

Zürich<br />

Neues Food-Festival<br />

Käsefondue. Raclette. Vielleicht noch Rösti. Danach dürfte<br />

es bei vielen vorbei sein mit den Erzeugnissen der Schweizer<br />

Küche. Das Genießer-Festival „Food Zürich“ bündelt in der<br />

Zeit vom 8. bis zum 16. <strong>September</strong> das kulinarisch Beste<br />

einer sehr eigenen, regional unterschiedlichen Mixtur aus<br />

deutscher, italienischer und französischer Küche. So gibt es<br />

70 Street-Food-Spezialisten auf dem Gelände des früheren<br />

Güterbahnhofs, Wildwuchs-Kochkurse, Meisterklassen<br />

mit Sterneköchen, das Baskenland als Gastregion und in<br />

60 Restaurants zudem Chabis satt, traditionell-urig oder<br />

exotisch-hip. Auf Hochdeutsch ist das übrigens Kohl.<br />

Weitere Informationen:<br />

bit.ly/29WRs9V<br />

Steiermark<br />

Hey, Atlantis!<br />

Hollywood-Beau Ashton Kutcher ist vielen<br />

egal. Nicht aber den Anwohnern der Gemeinde<br />

Tragöß-Sankt Katharein in der Nähe von Graz.<br />

Der Schauspieler postete nämlich auf Twitter<br />

Bilder vom dort liegenden Grünen See. Aus zwei<br />

Gründen: Das Gewässer trocknet im Herbst fast<br />

völlig aus, Wiesen mit Wanderwegen und Sitzbänken<br />

kommen zum Vorschein, die mit Einsetzen<br />

der Schneeschmelze aber wieder absaufen.<br />

Nach Kutchers Tweet war der Ansturm aber derart<br />

groß, dass in diesem Jahr Schwimmen und Tauchen<br />

im See von der Gemeinde verboten wurde.<br />

Camper Special<br />

Reisen mit dem Camper -<br />

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Früh buchen lohnt doppelt:<br />

• Große Auswahl an Wohnmobil-Partnern, dadurch sehr<br />

gute Verfügbarkeit<br />

• Bei All-Inklusive z.B. eingeschlossen: Unbegrenzte<br />

Kilometer, Transfer (teilweise), Camping-Ausstattung,<br />

Bereitstellungsgebühr, Gebühr für alle Fahrer<br />

• Attraktive Specials, z.B. kostenlose Meilen/Kilometerpakete,<br />

Einweggebühren oder Navigationssysteme<br />

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Alles auf eine Karte<br />

Ob auf Sardinien oder in Skandinavien: Europa bietet<br />

viele schöne Plätze für einen entspannten Campingurlaub.<br />

Ebenso grenzenlos sind auch die Vorteile der Camping<br />

Key Europe (CKE). Diese moderne Karte – entwickelt von<br />

Verbraucherschutzorganisationen wie dem <strong>ADAC</strong> und<br />

Campingplatzbetreiberverbänden – dient in Europa<br />

Campingplätzen als Identitätsnachweis, beinhaltet<br />

Haftpflicht- und Unfallversicherung und bietet Rabatte auf<br />

rund 2000 Campingplätzen. Der Preis für ein Jahr: 12 Euro.<br />

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online und telefonisch unter 0800 5 10 11 12<br />

(Mo.-Sa.: 8:00-20:00 Uhr)<br />

12 5 / <strong>2016</strong> 5 / <strong>2016</strong> 13


Thüringen Inspiration<br />

Die deutsche<br />

Einheit<br />

Thüringen zieht vergleichsweise wenig<br />

Besucher an. Dabei gibt es wohl kein Bundesland,<br />

das so viel Natur und Kultur zugleich besitzt.<br />

Eine Reise durch einen Geheimtipp<br />

Text Matthias Frings Fotos Gregor Lengler<br />

Seite<br />

scannen,<br />

mehr<br />

erfahren<br />

Die Königin des Saaletals<br />

Die Leuchtenburg in<br />

Seitenroda, eine<br />

mittelalterliche Anlage<br />

für die heutige Zeit<br />

14 5 / <strong>2016</strong> 5 / <strong>2016</strong> 15


Inspiration Thüringen<br />

Mensch, von hier oben<br />

kannste die Nordsee<br />

sehen!“, ruft<br />

ein Scherzkeks von<br />

der Waterkant seiner<br />

Familie zu. Soo sensationell ist die<br />

Sicht vom Baumkronenpfad Hainich<br />

nicht, aber bei gutem Wetter reicht der<br />

Blick über das Blätterdach des Nationalparks,<br />

der zum UNESCO-Weltkulturerbe<br />

zählt, bis zum Harz.<br />

Langsam sind wir den geschützten<br />

Steg entlang auf 44 Meter Höhe gestiegen,<br />

haben die Stämme der mächtigen<br />

Buchen bewundert, ihre Blüten in die<br />

16 5 / <strong>2016</strong><br />

Hand genommen, sind in den Kronen<br />

verschwunden. Nun stehen wir hoch<br />

über dem majestätischen Grün, eine<br />

Aussicht, wie man sie sonst nie hat:<br />

echter deutscher Urwald. Jahrzehntelang<br />

wurde das Gebiet nicht bewirtschaftet,<br />

es diente als Truppenübungsplatz.<br />

So also sieht ein Wald aus, wenn<br />

man ihn sich selbst überlässt.<br />

Die Kinder des Fischkopps hangeln<br />

sich derweil vergnügt einen alternativen<br />

Steig für Wagemutigere entlang,<br />

eine Art Seilbrücke. Die Familie kommt<br />

schon zum dritten Mal nach Thüringen<br />

– der Natur wegen. Damit sind ziem-<br />

Baumkronenpfad<br />

Hainich<br />

44 Meter über<br />

dem Boden eine<br />

Feier der Fauna<br />

lich genau 50 Prozent der Gründe genannt,<br />

sich für dieses vergleichsweise<br />

unbekannte <strong>Urlaub</strong>sland zu entscheiden.<br />

Die anderen 50 Prozent lassen sich<br />

ebenfalls mit einem Wort bezeichnen:<br />

Kultur. Es gibt jedoch Menschen, die<br />

schlagen zehn Prozent für die legendäre<br />

Rostbratwurst drauf, mindestens.<br />

Wo sich Gegensätze vereinen<br />

Natur und Kultur – meist gelten sie<br />

als Gegensätze. In Thüringen finden<br />

sie beeindruckend zu einer Einheit.<br />

Ist auf der Habenseite der Natur vom<br />

gepflegten Park über sanfte Hügel bis<br />

zum schroffen Gebirge eine große Vielfalt<br />

an Nationalparks und Biosphärenreservaten<br />

vorhanden, 40 Flüsse gibt<br />

es obendrauf, gilt dies erst recht für die<br />

Kultur: Goethe, Schiller, Bach? Thüringen!<br />

Luther, Cranach, Kandinsky?<br />

Thüringen! Liszt, Nietzsche, Gropius?<br />

Thüringen! Wer einem ausländischen<br />

Besucher deutsche Kultur zeigen will,<br />

reist hierher. In Weimar, Eisenach,<br />

Gotha befinden sich Wohnungen und<br />

Schlösser, Gärten und Burgen, Theater<br />

und Kirchen der großen Geister. Aber<br />

auch dunkelste Episoden sind präsent,<br />

etwa in Form des KZs Buchenwald.<br />

Thüringen, das ist Deutschland in<br />

einer Nussschale.<br />

Glücklicherweise muss man sich<br />

nicht zwischen Natur oder Kultur entscheiden.<br />

Alles liegt nah beieinander,<br />

man kann in einer der hübschen Städte<br />

wohnen und von dort aus die Rhön<br />

oder den Thüringer Wald erkunden.<br />

Umgekehrt wird auch ein Schuh draus:<br />

Die größeren Städte liegen netterweise<br />

besucherfreundlich zentral, und<br />

alle vier sind ein Muss.<br />

Los geht’s in Eisenach. Welcher<br />

Junge, klein oder groß, träumt nicht von<br />

Ritterburgen? Spektakulär thront die<br />

Wartburg auf einem bewaldeten Fels.<br />

Eine Burganlage, erhaben und geschichtssatt.<br />

Schauplatz des sagenumwobenen<br />

Sängerkriegs, bot sie später<br />

dem verfolgten Martin Luther Schutz,<br />

als er das Neue Testament ins Deutsche<br />

übersetzte. Unwillkürlich hält man den<br />

Atem an, wenn man seine Stube betritt.<br />

Von diesem Schreibpult aus hat er die<br />

Welt verändert, die Reformation fand<br />

hier ihre Sprache. Das lässt selbst aufgekratzte<br />

Besucher innehalten. Wer<br />

sich mehr für das Rittertum interessiert,<br />

wird ebenfalls begeistert sein: Von<br />

echter Romanik bis zur herrlich verrückten<br />

Romantik des 19. Jahrhunderts<br />

bietet die Wartburg ein Erlebnis zwischen<br />

bedeutender (Kunst-)Geschichte<br />

und packendem Mittelalterflair.<br />

Ähnlich zweigleisig kann man auch<br />

im gut 40 Kilometer entfernten Gotha<br />

fahren. Der Kunstinteressierte freut<br />

sich über das erste deutsche Barockschloss<br />

mit wertvoller Sammlung –<br />

eine schillernde Wunderkammer und<br />

kostbare Cranach-Gemälde sind die<br />

Highlights. Wer es etwas sinnlicher<br />

mag, staunt über den Park mitsamt<br />

Orangerie, die Räume aus Barock und<br />

Rokoko oder besichtigt das im Schloss<br />

befindliche Ekhof-Theater, das bis<br />

heute besonders junge Besucher fasziniert.<br />

Kaum zu glauben, was diese<br />

jahrhundertealte Technik draufhat:<br />

eine funktionsfähige Bühnenmaschinerie,<br />

die in nur acht Sekunden das<br />

gesamte Bühnenbild verändert, Wind<br />

und Donner ertönen lässt, Flugwerke<br />

und Versenkungen bietet. Wen es anschließend<br />

zum Stadtbummel zieht,<br />

dem liegt das idyllische Gotha regelrecht<br />

zu Füßen, mittendrin das leuchtend<br />

rote Renaissance-Rathaus.<br />

Eher Lust auf Action? Dafür sorgt<br />

Axel Müller im Thüringer Wald. „Letztens<br />

sind wir durch China geradelt“,<br />

erzählt er mit leuchtenden Augen,<br />

als hätte er nicht genug Bewegung.<br />

Zusätzlich zu seinen Outdoor-Inns in<br />

Lutherstube in<br />

der Wartburg<br />

in Eisenach<br />

Wo das Neue<br />

Testament ins<br />

Deutsche übersetzt<br />

wurde<br />

Steinach und Sonneberg, die Unterkünfte<br />

für Individualreisende, Großfamilien<br />

und Gruppen bieten, organisiert<br />

er Aktivitäten unter freiem<br />

Himmel – vom Hochseilgarten über<br />

Bogenschießen und GPS-Challenge bis<br />

zum Mountain Skyver. Dabei handelt<br />

es sich um ein Bergsporterlebnis der<br />

besonderen Art: Mit einem zusammenklappbaren<br />

Roller im Rucksack geht es<br />

hinauf. Am Gipfel – im Winter ist dies<br />

eine Skipiste – baut man den Skyver,<br />

der wie ein Mountainbike funktioniert,<br />

mit wenigen Handgriffen zusammen.<br />

Bei der ziemlich rasanten Abfahrt rast<br />

das Herz und der Wind pfeift einem<br />

um die Ohren, aber man kann auch<br />

weniger steile Abfahrtstrecken wählen.<br />

Außerdem gibt es neun Sommerrodelbahnen,<br />

etwa in Ilmenau und Ernstthal.<br />

Deutschland wie im Bilderbuch<br />

Momentan ist aber auch ein traditioneller<br />

Sport wieder im Trend: Wandern.<br />

Oberhalb von Steinach liegt<br />

Schloss Belvedere Üppige Lustschlossanlage als Teil des Ensembles „Klassisches Weimar“<br />

Angebote<br />

Ungezwungen<br />

Hotel Zumnorde am Anger, Erfurt<br />

Zentral inmitten der Altstadt gelegenes<br />

Vier-Sterne-Haus mit privater<br />

Atmosphäre, Restaurant, Weinstube,<br />

überdachtem Biergarten, Sky und einer<br />

Sauna über den Dächern der Stadt.<br />

ab 71 € / pro Nacht und Person im<br />

DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: DERTOUR<br />

Luxuriös<br />

Hotel Elephant, Weimar<br />

Geschichtsträchtiges und mehrfach<br />

preisgekröntes Haus nach dem Goethe-<br />

Motto: „Hier bin ich Mensch, hier darf<br />

ich’s sein.“ Mit Themen-Suiten und<br />

Sterne-Restaurant Anna Amalia.<br />

ab 84 € / pro Nacht und Person<br />

im DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: DERTOUR<br />

Historisch<br />

Hotel Auf der Wartburg, Eisenach<br />

Im Stil der Thüringer Burgen erbautes<br />

Fünf-Sterne-Romantik-Hotel mit zeitgemäßem<br />

Komfort. Hochwertige<br />

Landküche, Kaminzimmer und vielleicht<br />

sogar Blick auf den Thüringer<br />

Wald.<br />

ab 114 € / pro Nacht und Person<br />

im DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: DERTOUR<br />

Änderungen vorbehalten<br />

Beratung und Buchung in Ihrem<br />

<strong>ADAC</strong> Reisebüro siehe S. 49


Inspiration Thüringen<br />

Deutschlands berühmtester Wanderweg,<br />

der Rennsteig. Insgesamt 170 Kilometer<br />

lang, verläuft er als Höhenweg<br />

über den Kamm des Thüringer Waldes:<br />

Meditation pur. Und wie so oft hier ist<br />

der Blick in die Weite unvergesslich:<br />

Die mit dunklen Fichten bewaldeten<br />

Höhen beamen einen geradewegs in<br />

die Märchenwelt der Gebrüder Grimm.<br />

Die Täler rechts und links mit ihren<br />

Dörfern sind noch Geheimtipp, sämtliche<br />

Häuser mit Schiefer verkleidet.<br />

Bekannter sind Attraktionen auf dem<br />

Kamm, in Lauscha etwa. Die Farbglashütte,<br />

eine der letzten Produktionsstätten<br />

Thüringer Glases, bietet<br />

eine Führung mit Ton und Lichteffekten<br />

an, vom 1500 Grad heißen<br />

Ofen bis zur fertigen Glaskugel.<br />

Auch die Besucher dürfen<br />

ein Exemplar herstellen.<br />

Lauschas Anspruch auf<br />

Weltruhm: Hier wurde<br />

die erste gläserne Christbaumkugel<br />

erfunden<br />

und, letztlich vielleicht<br />

wichtiger, das erste echt<br />

wirkende Glasauge.<br />

Der Blick richtet<br />

sich auf die größte<br />

Stadt Thüringens.<br />

Vielleicht beginnt<br />

die Erkundung Erfurts<br />

einmal nicht mit Hochkultur, sondern<br />

mit sinnlichen Genüssen: Bester Ausgangspunkt<br />

dafür ist die mittelalterliche<br />

Krämerbrücke, die längste durchgehend<br />

bebaute Brücke Europas. Im<br />

Erdgeschoss der pittoresken Fachwerkhäuser<br />

befinden sich Spezialitätenläden<br />

für Senf, Wurst, Bier, eine Schokoladenmanufaktur,<br />

ein mechanisches<br />

Theater, wo man dem Kulissenbauer<br />

über die Schulter schauen kann, und<br />

ein Stoffgeschäft, in dem immer Blau<br />

gemacht wird – das berühmte Erfurter<br />

Blau aus der Färberpflanze Waid.<br />

Neuerdings haben in Erfurt Spezialläden<br />

eröffnet, die frische Ideen ausprobieren.<br />

„So viel Alternativen hat<br />

man als junger Mensch hier nicht“,<br />

sagt Christin Ballenberger. „Da sagen<br />

sich viele: Ich versuche selbst was auf<br />

die Beine zu stellen.“ Hat<br />

auch sie gemacht: Das<br />

Ballenberger ist tagsüber<br />

flottes Café, abends<br />

stilvolles Restaurant<br />

mit modern-regionaler<br />

Küche.<br />

Literarisches Duo<br />

Denkmal für<br />

Goethe und<br />

Schiller in Weimar<br />

Rennsteig<br />

Die 170 Kilometer<br />

Kammweg<br />

sind der meist<br />

gewanderte Weg<br />

Deutschlands<br />

Eine andere Moderne findet sich im<br />

farbenprächtigen Egapark, dem DDR-<br />

Äquivalent zu bundesdeutschen Gartenschauen.<br />

Seit 1961 ist das weitläufige<br />

Areal eine Augenweide. Da Gebäude<br />

und Möblierung mit Bänken und<br />

Lampen im Originalzustand erhalten<br />

sind, gibt es DDR-Designmoderne,<br />

Experten-Tipp<br />

Stephan Laue aus dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Gera<br />

präsentiert seine Tipps zu Weimar<br />

Die leckerste Rostbratwurst gibt es am Frauenplan vor<br />

der alteingesessenen Fleischerei Blässe. Eine Stadtrundfahrt<br />

mit dem Belvedere-Express bietet sich auch an,<br />

einem Multimedia-Bus, der allen wichtigen Stationen der<br />

UNESCO-Welterbestätte ansteuert. Mein persönliches<br />

Highlight ist immer der Weimarer Zwiebelmarkt, dieses<br />

Jahr vom 7. bis 9. Oktober: Das schönste und größte<br />

Volksfest Thüringens mit vielen kleinen und fünf großen<br />

Bühnen für circa 500 Künstler verläuft durch die komplette<br />

Innenstadt. Essen, tanzen und das Leben genießen – drei<br />

Tage am Stück.<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu Thüringen:<br />

bit.ly/2a1IffE<br />

Video „Grünes Herz Deutschlands“:<br />

bit.ly/2amnJFs<br />

Seite<br />

scannen,<br />

mehr<br />

erfahren<br />

also industrielle Formgestaltung mit<br />

Retrocharme, zu bestaunen.<br />

Das kulturelle Highlight der Stadt<br />

darf natürlich nicht fehlen: Glanzpunkt<br />

der mittelalterlichen Altstadt<br />

ist das auf dem Domberg thronende<br />

Ensemble von Dom und Severikirche.<br />

Einerseits ist da erlesene gotische Kirchenbaukunst;<br />

Fenster, Chorgestühl<br />

und Kunstausstattung suchen ihresgleichen.<br />

Andererseits gibt es etwas zu<br />

lachen; am Sarkophag des Severus in St.<br />

Severi sollen Tierdarstellungen Kamele<br />

zeigen, da der Künstler keine kannte,<br />

sind Dinosaurier daraus geworden.<br />

Atemberaubende Architektur,<br />

wagemutige Farben<br />

Bevor es in Thüringens kleinste Weltstadt<br />

geht: ein Abstecher nach Kahla<br />

auf die Leuchtenburg. Mit ihren Bauteilen<br />

aus dem 13., 15. und 19. Jahrhundert<br />

wurde das architektonische<br />

Patchwork für die Ausstellung „Porzellanwelten“<br />

mit einem modernen Anbau<br />

fortgesetzt. Atemberaubende zeitgenössische<br />

Architektur, wagemutige Farben,<br />

elektronische Displays, das größte und<br />

kleinste Porzellanobjekt der Welt – und<br />

Wissen für das nächste Quiz: Thüringen<br />

war um 1900 der führende Porzellanhersteller<br />

der Welt. Abschluss des<br />

Rundgangs ist ein Skywalk, von dem<br />

aus man seinen mit einem Wunsch beschrifteten<br />

Porzellanteller in die Tiefen<br />

des Burggrabens donnern kann. „Toll,<br />

großartig!“ ist im Gästebuch immer<br />

wieder zu lesen oder: „Echt krass, ey!“<br />

Und dann das Kronjuwel: Weimar,<br />

Namensgeber einer ganzen Republik.<br />

Man kommt nicht hierher, um ins<br />

Museum zu gehen – man lebt in einem.<br />

Schlösser, Fassaden, Parks, Denkmäler,<br />

es hört nicht auf, man sieht,<br />

atmet, riecht deutsche Klassik. Wie<br />

üppig Park und Schloss Belvedere gestaltet<br />

sind, eine wahre Lustschlossanlage.<br />

Wie grün die Wände in Goethes<br />

Arbeitszimmer, wie eigen sein Kunstgeschmack,<br />

wie schmal sein Bett.<br />

Um die Ecke steht Schillers Wohnhaus,<br />

ein paar Straßen weiter predigte<br />

Herder und legte seinen Pfarrgarten an.<br />

Die Bücher duften in der Herzogin-<br />

Anna-Amalia-Bibliothek. Wem nach<br />

Moderne ist, der gesellt sich zu den<br />

Studenten im Bauhaus, trinkt Bionade<br />

und steigt Oscar Schlemmers<br />

Bauhaustreppe hoch.<br />

Nach der Herzogin ist auch das<br />

seit 13 Jahren sternegekrönte Restaurant<br />

Anna Amalia im Hotel Elephant<br />

benannt. Wer einmal das Lamm mit<br />

Artischocken und Minzkroketten genossen<br />

hat, weiß, dass nicht nur Goethe<br />

Poesie schaffen konnte – Küchenchef<br />

Marcello Fabbri, Wahlthüringer seit<br />

20 Jahren, kann es auch.<br />

Und das Fazit? Thüringen als <strong>Urlaub</strong>sland<br />

mag noch Geheimtipp sein.<br />

Aber nicht mehr lange. Denn es ist<br />

leicht, sich in diese Region zu verlieben.<br />

Krämerbrücke in Erfurt Wo der Handel von heute im Gestern zu Hause ist<br />

Foto: © Fotolia.com<br />

Die <strong>ADAC</strong> Reiseführer<br />

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Inspiration Thüringen<br />

Thüringen Inspiration<br />

Thüringen – alles Wichtige auf einen Blick<br />

Der kleine, aber feine Freistaat<br />

<strong>Urlaub</strong> Experte Stephan Laue vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Gera<br />

Reisezeit<br />

Thüringen geht immer: Im Sommer<br />

Wandern, Outdoorsport, Radeln. Im<br />

Winter Ski und Rodeln. Bei schlechtem<br />

Wetter halten die Städte jede<br />

Menge kulturelle Attraktionen bereit.<br />

Wohnen<br />

Erfurt: Hotel am Kaisersaal<br />

Schnörkellose Unterkunft mit kostenlosem<br />

Frühstücksbuffet, Kinderspielplatz,<br />

Bar und Terrasse. Futterstraße<br />

8, 99084 Erfurt, (0361) 658560<br />

Gotha: Hotel am Schlosspark<br />

4-Sterne-Haus, nur wenige Schritte<br />

von Schloss Friedenstein entfernt und<br />

geräumig im klassischen Stil. Lindenauallee<br />

20, 99867 Gotha, (03621) 4420<br />

www.hotel-am-schlosspark.de<br />

Weimar: Hotel Kaiserin Augusta<br />

Farbenfrohe Zimmer mit Gratis-<br />

WLAN in historischem Gebäude aus<br />

dem 19. Jahrhundert. Carl-August-<br />

Allee 17, 99423 Weimar, (03643) 2340<br />

www.hotel-kaiserin-augusta.de<br />

Essen & Trinken<br />

Das Angebot ist fast ausnahmslos<br />

von sehr guter handwerklicher Qualität:<br />

allenthalben gepflegte bürgerliche<br />

Küche. Vegetarier und Liebhaber<br />

der moderneren Küche kommen allerdings<br />

etwas kurz. Biertrinker dagegen<br />

nicht: Das bekannteste: Köstritzer.<br />

Ansonsten trinkt man Wein – die<br />

Weine aus dem Gebiet Saale-Unstrut<br />

sind bei Kennern stark im Kommen.<br />

Erfurt<br />

Hausgemachte Küche auf Slow-<br />

Food-Niveau: Kromer’s Restaurant<br />

und Gewölbekeller, Kleine Arche 4,<br />

99084 Erfurt.<br />

Modern regional, idyllisch an der<br />

Gera gelegen: Ballenberger, Gotthardstr.<br />

25/26, 99084 Erfurt.<br />

Weimar<br />

Handfest und etwas besser als selbst<br />

bei Muttern: Gasthof Scharfe Ecke,<br />

Eisfeld 2, 99423 Weimar.<br />

Die Räume: geschichtsträchtig. Die<br />

Küche: von heute. Sternerestaurant<br />

Anna Amalia im Hotel Elephant,<br />

Markt 19, 99423 Weimar.<br />

Gotha<br />

Frische regionale Küche und Thüringer<br />

Spezialitäten: Im Romantik-<br />

Restaurant Pagenhaus in Schloss<br />

Friedenstein, 99867 Gotha.<br />

Jena<br />

Im 30. Stock 120 Meter über dem Boden<br />

ein unvergleichlicher Blick: Scala<br />

Jena, Leutragraben 1, 07743 Jena.<br />

Weil es in Thüringen immer auch um<br />

die Wurst geht, zwei Imbiss-Empfehlungen.<br />

Thüringer Rostbratwurst<br />

isst man übrigens mit Senf, Ketchup<br />

ist verboten. In Erfurt: Faust Food<br />

(Waagegasse 1), ein Indoorgrill mit<br />

delikat gewürzter Rostbratwurst.<br />

In Weimar: Teufels Bratwurst, ein<br />

Marktstand vor dem Rathaus mit der<br />

Aufschrift: „Die wahrscheinlich köstlichste<br />

Bratwurst der Welt“. Stimmt<br />

wahrscheinlich sogar.<br />

Und hier noch die nach unserer Einschätzung<br />

beste Bar: Erfurts Modern<br />

Masters, eine klassische Cocktailbar,<br />

in der versierte Barmänner stilvolle<br />

Drinks mixen. Pluspunkt: Man<br />

kann im Sommer draußen in der<br />

historischen Michaelisstraße sitzen,<br />

nicht ohne Grund „Steinerne Stadtchronik“<br />

genannt.<br />

Nicht versäumen<br />

Neben all den bereits im Text erwähnten<br />

Klassikern, vom Baumkronenpfad<br />

im Nationalpark Hainich<br />

1 , der Wartburg in Eisenach<br />

2 , dem Ekhof-Theater in Gotha 3 ,<br />

dem Wanderweg Rennsteig 4 , der<br />

Farbglashütte in Lauscha 5 , dem<br />

Egapark 6 oder der Altstadt Erfurts<br />

7 , der Leuchtenburg in Kahla 8<br />

und natürlich Weimar 9 ein paar<br />

weitere Attraktionen: Dazu gehören<br />

Wandern<br />

Der <strong>ADAC</strong><br />

Wanderführer<br />

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Thüringer Wald“,<br />

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vor allem die verschiedenen Naturparks,<br />

etwa Eichsfeld-Hainich-Werratal<br />

10 , die UNESCO-Biosphärenreservate<br />

Vessertal-Thüringer Wald 11<br />

und Rhön 12 , der Naturpark Thüringer<br />

Wald 13 , Thüringer Schiefergebirge<br />

/ Obere Saale 14 und Südharz<br />

15 . Die beste Aussicht: im Naturpark<br />

Kyffhäuser. Der Sage nach soll Kaiser<br />

Barbarossa hier im Berg schlafen.<br />

Auf den Ruinen seiner Reichsburg<br />

thront das beeindruckend bombastische<br />

Kyffhäuserdenkmal. Noch einmal<br />

250 Stufen höher lässt sich die<br />

Aussicht über das halbe Land nur als<br />

„sagenhaft“ bezeichnen. Das Ensemble<br />

7 um die Erfurter Krämerbrücke<br />

aus Pension Krämerhaus, Eiskrämer<br />

und Schokoladenmanufaktur Goldhelm,<br />

Bistro Mundlang und Restaurant<br />

Mathilda. Die alte Synagoge<br />

Erfurt 7 : Mit 900 Jahren die älteste<br />

bis zum Dach erhaltene Synagoge<br />

Europas, war sie in den letzten 700<br />

Jahren schlicht vergessen. 1998 zufällig<br />

freigelegt, ist sie heute ein Museum<br />

mit viel Atmosphäre und dem<br />

Erfurter Goldschatz als Prunkstück.<br />

Das größte Gemälde der Welt in Bad<br />

Frankenhausen 19 : Die „Sixtina des<br />

Nordens“stammt von Werner Tübke<br />

und thematisiert den Bauernkrieg.<br />

Maße: 14 x 123 Meter, insgesamt<br />

1722 m 2 . Die große Überraschung:<br />

Das Panorama ist nicht einen Hauch<br />

kitschig. Die Feengrotten in Saalfeld<br />

20 : In einem ehemaligen Alaunschieferwerk<br />

haben sich die farbenreichsten<br />

Tropfsteinhöhlen der Welt<br />

gebildet. Stimmungsvolle Führungen<br />

mit Lichtshow und Toneinspielungen.<br />

Davor oder danach empfiehlt<br />

sich eine Fahrt in der offenen Kutsche<br />

durch die Altstadt von Saalfeld<br />

(Kontakt: Herr Bauer, (01 70) 1 80<br />

99 57). Und der Kreis schließt sich:<br />

Neben dem Baumkronenpfad bietet<br />

der Nationalpark Hainich 1 neuerdings<br />

auch einen Blick von unten: Als<br />

Mensch im Miniformat durchschreitet<br />

der Besucher eine Wurzelhöhle<br />

und erfährt multimedial, wie die Unterwelt<br />

lebt. Thiemsburg 1, 99947<br />

Schönstedt. 21 Zu guter letzt, das<br />

FOTOS: GREGOR LENGLER (7), <strong>ADAC</strong> E.V., HOTEL ELEPHANT, ROMANTIK HOTEL AUF DER WARTBURG, HOTEL ZUMNORDE; KARTE: MAPS4NEWS.COM/© HERE<br />

Amsterdam<br />

Luxemburg<br />

Thüringen liegt<br />

in der Mitte<br />

Deutschlands<br />

Berlin<br />

Prag<br />

Wien<br />

10<br />

Bratwurstmuseum Deutschland, kurz<br />

vor Arnstadt.<br />

Besser nicht<br />

Ungeduldig sein. In Thüringen geht<br />

es ein wenig langsamer zu. Entschleunigung<br />

ist angesagt. Das große Plus<br />

im Gegenzug ist die Freundlichkeit:<br />

Die Thüringer sind auf eine zurückhaltende<br />

Weise sehr charmant und<br />

ausgesprochen positiv.<br />

Jubiläum<br />

500 Jahre Reformation: Martin Luther<br />

hat einen Großteil seines Lebens in<br />

4 1<br />

2<br />

12<br />

3<br />

13<br />

11<br />

15<br />

21<br />

19<br />

7<br />

6<br />

14<br />

Thüringen zugebracht. Überall im<br />

Land wird ab November <strong>2016</strong> an authentischen<br />

Orten mit Ausstellungen<br />

und Veranstaltungen daran erinnert,<br />

u. a. auf der Wartburg und in Erfurt.<br />

Souvenirs<br />

Taschentücher mit einem Dekor im<br />

Erfurter Pflanzenblau. Floral für die<br />

Dame, mit dezenten Streifen für den<br />

Herrn. Oder umgekehrt. Schmuckanhänger<br />

in Form eines Ginkgoblattes<br />

nach dem Gedicht von Goethe:<br />

„Dieses Baumes Blatt, der von Osten<br />

/Meinem Garten anvertraut, / Gibt<br />

geheimen Sinn zu kosten, / Wie’s den<br />

Wissenden erbaut.“<br />

5<br />

9<br />

20<br />

8<br />

Literatur<br />

20 km<br />

Thomas Mann: „Lotte in Weimar“.<br />

So viel Hochkultur muss sein, zumal<br />

Manns Goetheporträt in vielen Zügen<br />

auch eine Selbstanalyse ist (Bescheidenheit<br />

ist eine Zier, doch weiter …),<br />

dabei aber sehr heiter daherkommt.<br />

Fischer, 400 S., 9,95 €<br />

i Information<br />

Tourist-Information Thüringen. Bietet<br />

auch viele Apps, Routen und Magazinbeiträge.<br />

Willy-Brandt-Platz 1,<br />

99084 Erfurt (direkt am Bahnhof).<br />

www.thueringen-entdecken.de<br />

20 5 / <strong>2016</strong> 5 / <strong>2016</strong> 21


Inspiration ... Fünf Mal<br />

Fünf Mal ... Inspiration<br />

Menschen<br />

KEEP CALM & CARRY ON<br />

Genuss & Shopping<br />

I TAKE TEA,<br />

MY DEAR<br />

Geschmackvolles London Dass die britische<br />

Küche mehr zu bieten hat als bisslose Sandwiches<br />

und in Essig ertränkte Fish & Chips, geschenkt.<br />

Fast täglich eröffnen neue Restaurants, die Seite<br />

www.hot-dinners.com listet sie alle auf, ebenso<br />

eine allgemeine Top 40. Für das Pub-Äquivalent<br />

besucht man am besten die Seite des Magazins<br />

„Time Out“. Lebensmittel, Tee und viel, viel mehr<br />

gibt es in den klassischen Konsumtempeln wie<br />

Harrods (Brompton Road) und Selfridges (Oxford<br />

Street). Spezialisierte Angebote finden sich in<br />

Straßen wie der Carnaby Street oder Saville Row<br />

und auf gigantischen Märkten, etwa in der Portobello<br />

Road oder auf dem Camden Market.<br />

Rastloses London Sie kamen aus den Kolonien – und bereichern<br />

die Stadt: Inder, Jamaikaner, Pakistani und viele andere. Den<br />

Schmelztiegel erlebt man etwa im Stadtteil Soho (Tube: Leicester<br />

Square), wenn man durch Chinatown oder die Charing Cross<br />

Street flaniert. Wer ein Musical besuchen will, stromert durchs<br />

direkt daneben liegende West End (Tube: Piccadilly Circus oder<br />

Covent Garden). Fein britisch geht es im filmbekannten Notting<br />

Hill zu (Tube: Holland Park), der Notting Hill Carnival am 28. und<br />

29. August – Europas größtes Straßenfest – verändert das allerdings<br />

enorm. Zu Hip-Vierteln haben sich in letzter Zeit Hackney,<br />

Dalston und vor allem Shoreditch (Tube: Old Street) im Osten<br />

der Stadt entwickelt. Weiter draußen, nur mit dem Vorortzug ab<br />

Paddington ist Southall erreichbar, einer der am dichtesten von<br />

Indern besiedelten Orte außerhalb ihrer Heimat. Der Bahnhof<br />

ist zweisprachig in Englisch und Panjabi beschriftet, in manchen<br />

Restaurants kann man gar mit Rupien bezahlen.<br />

5Empfohlen von Eva Feuser aus dem<br />

<strong>ADAC</strong> Reise-Callcenter in Köln<br />

-mal ...<br />

London<br />

Erst swingte die britische<br />

Hauptstadt, dann war sie cool,<br />

heute erfindet sie sich jeden<br />

Tag neu. Wir sagen, was<br />

man nicht verpassen sollte.<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu London:<br />

bit.ly/29U8Fkl<br />

Video „Und der Mensch schuf London“:<br />

bit.ly/29Selfv<br />

Seite<br />

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mehr<br />

erfahren<br />

FOTOS: <strong>ADAC</strong> E.V., GETTY IMAGES, ISTOCK (3), THINKSTOCK<br />

Kultur<br />

TIME TO EXPLORE<br />

Museales London Wer etwas mehr Zeit hat – die Dichte und Qualität der Londoner<br />

Museen und Galerien ist beeindruckend. Für Geschichtsinteressierte empfiehlt sich das<br />

British Museum. Für diejenigen, die sich gern überraschen lassen: Victoria & Albert.<br />

Für die Freunde von Botticelli oder Van Gogh: National Gallery. Für Gegenwartfans:<br />

Tate Modern, deren imposanter Anbau im Juni direkt neben dem alten Kraftwerk eröffnet<br />

wurde. Für Dinosaurier-Liebhaber: National History Museum. Für Form-Fetischisten:<br />

Design Museum. Und wer von der Stadt nicht genug kriegen kann, geht in das Museum<br />

of London. Der Eintritt ist – abgesehen von Sonderausstellungen – fast überall kostenlos.<br />

Wege<br />

ON THE ROAD<br />

Riesiges London Überblick verschafft man sich im Kreisverkehr<br />

des London Eye, mit einer Höhe von 136 Metern<br />

das höchste Riesenrad Europas. Wer geradeaus will,<br />

dem bieten sich drei berühmte Möglichkeiten: der rote<br />

Doppeldeckerbus, die durch Streckennetzplan und die<br />

Ansage „Mind the Gap“ legendär gewordene Tube und<br />

die schwarzen Caps, bei denen Zielangabe und Zahlung<br />

außen am Fahrerfenster erfolgen. Und zu Fuß? Einmal<br />

unter der Themse durch den 370 Meter langen Greenwich-Fußgängertunnel,<br />

einmal über den Beatles-<br />

Zebrastreifen in der Abbey Road.<br />

Ziele<br />

SEE THE<br />

ATTRACTIONS<br />

Historisches London Die Stadt<br />

wurde von den Angelsachsen,<br />

der Pest, großen Bränden und<br />

den Bomben der Nazis zerstört.<br />

Trotzdem finden sich zahlreiche<br />

Höhepunkte wie Big Ben, der<br />

Turm am Westminster Palace,<br />

der rund um die Uhr vier Mechaniker<br />

beschäftigt und dessen<br />

zur vollen Stunde erklingende<br />

Melodie als „Voice of Britain“<br />

gilt. Oder die alte Festung Tower<br />

of London samt Tower Bridge.<br />

Die Barockkirche St Paul’s<br />

Cathedral. Westminster Abbey,<br />

wo britische Monarchen gekrönt<br />

und begraben werden. Natürlich<br />

gibt es auch neue Bauten, etwa<br />

The Shard, mit 310 Metern<br />

Höhe derzeit noch das höchste<br />

Gebäude der EU: Von der<br />

69. Etage hat man einen faszinierenden<br />

360-Grad-Blick. Wem das<br />

an Stein reicht: London ist auch<br />

eine der grünsten Städte der<br />

Welt, zu erleben etwa im Hyde,<br />

Regent’s oder Richmond Park,<br />

wo man auf Rosen,<br />

Redner oder Rehe trifft.<br />

22 5 / <strong>2016</strong>


USA Inspiration<br />

Alles<br />

XXLDie Reise<br />

Fast jeder US-Amerikaner strahlt einen an. Und alles ist<br />

„awesome“, genial. Doch was steckt hinter den Superlativen?<br />

Unsere Autoren erfahren es, in 25 Tagen, auf knapp<br />

10.000 Kilometern, zwischen San Francisco und New York<br />

Text und Fotos Liisi Mölder und Fabian Weiss<br />

Gen Westen<br />

Von Route 1<br />

bis 66, endlose<br />

Strassen mit viel<br />

Ausblick nach<br />

dem Motto<br />

„Zur Sonne,<br />

zur Freiheit“<br />

starten wir in<br />

Kalifornien, im Mekka<br />

der Millennials des Westens:<br />

San Francisco. Das<br />

begehrteste Pflaster der<br />

Vereinigten Staaten, wenn man den<br />

Grundstückspreisen glaubt (siehe<br />

<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> 3/<strong>2016</strong>). Doch wir<br />

brennen auf die Straße und brechen<br />

gleich auf. Erste Station: der Yosemite<br />

National Park. Die Mutter aller Nationalparks<br />

mit fünf verschiedenen<br />

Ökosystemen. In den Abendstunden<br />

halten wir einige Meilen vor dem Park,<br />

auf der Suche nach einem Schlafplatz.<br />

Ranger David rät uns, noch zwei Meilen<br />

nördlich zu fahren: „Aber haltet die<br />

Fenster geschlossen! Bären riechen Essen<br />

über Meilen und lassen sich durch<br />

kleinste Öffnungen mit ihren starken<br />

Klauen gern selbst herein.“<br />

Kein Bär. Dafür am nächsten Tag<br />

ein weiterer Superlativ: Unser nächster<br />

Schlafplatz ist Camp 4, die Wiege<br />

des Boulderns und Slacklining.<br />

Der Geruch von Magnesium liegt in<br />

der Luft, Funktionsbekleidung hängt<br />

überall an Leinen und Ästen. Für die<br />

schlaksigen Kletterer Brandon und<br />

Daniel sind die Granitwände des El<br />

Capitan und Half Dome das Eldorado<br />

des Kletterns schlechthin – auch<br />

wenn keiner der beiden je einen Berg<br />

außerhalb der USA bestiegen hat. Wie<br />

viele US-Teenager sind sie nach dem<br />

College für eine Auszeit gekommen.<br />

Ob Bedienung, Küchenhilfe, Parkwächter,<br />

der Nebenjob ist egal.<br />

Abenden unter freiem Sternenhimmel<br />

folgt ein Abend mit den Stars von<br />

morgen: Auf unserer nächsten Station<br />

Los Angeles besuchen wir die Konzertreihe<br />

„School Night“ im Club Bardot.<br />

Für viele Locals ist es das Geburtshaus<br />

vieler berühmter Künstler und Bands<br />

– hier sollen schon Alt-J oder Tom<br />

Odell erste große Konzerte gespielt<br />

haben. Nicht weit davon entfernt: der<br />

Seite<br />

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mehr<br />

erfahren<br />

24 5 / <strong>2016</strong> 5 / <strong>2016</strong> 25


Inspiration USA<br />

Santa Monica Pier. Er ist das Ende der<br />

Mother Road, der Route 66, Amerikas<br />

berühmtestem Highway. Seit Beginn<br />

der Automobil-Ära haben sich auf<br />

seinem Asphalt Abenteurer und Auswanderer<br />

auf den Weg gemacht. Heute<br />

sind große Teile durch moderne Interstates<br />

ersetzt, die US-amerikanischen<br />

Autobahnen. Auf ihnen kommt man<br />

schnell voran, das schon, aber als spannend<br />

empfinden wir das nicht. Und<br />

meiden sie deshalb, so gut es geht. Die<br />

Ausreise aus L.A. dauert ohne Stau<br />

mehr als eineinhalb Stunden. Gut, dass<br />

man in Großstädten schon ab zwei Personen<br />

die schnellere Carpooling-Spur<br />

für Fahrgemeinschaften benutzen darf.<br />

26 5 / <strong>2016</strong><br />

zu Park – im Winter im Süden, im<br />

Sommer im Norden. Er zeigt auf<br />

sein Wohnmobil: „Wo immer das<br />

ist, ist mein Zuhause.“<br />

Ein Sternenhimmel belohnt die Suche<br />

nach dem Schlafplatz, Kojoten ersetzen<br />

am Morgen den Wecker. In der<br />

Karawane mit anderen Besuchern strömen<br />

wir am nächsten Morgen zweispurig<br />

in Richtung Nationalpark. Mit unvorstellbaren<br />

Ausmaßen gräbt sich der<br />

Colorado River vor uns in die Tiefe,<br />

als wir den Bright Angel Trail hinabsteigen.<br />

Dumpfe Rot- und Ockertöne<br />

wechseln sich spielend ab<br />

und bestimmen die Sicht<br />

bis zum Horizont. Eine<br />

noch schönere Aussicht<br />

gibt es aber bei der Busfahrt<br />

Richtung Hermit’s<br />

Rest – hier kommt man<br />

noch näher an die steischluchten:<br />

den Grand Canyon. Der<br />

Campingplatz Mather ist ausgebucht<br />

bis in den Herbst, Desert View noch bis<br />

übermorgen. Platzwächter Bill sieht ein<br />

wenig aus wie ein in die Wüste geratener<br />

Weihnachtsmann. Mit einem wohlwollenden<br />

Brummen schickt er uns in<br />

den Nationalforst außerhalb des Parks:<br />

Hier darf man umsonst übernachten<br />

– sozusagen das Jedermanns-Recht in<br />

den USA. Fünf andere Gruppen hat Bill<br />

heute schon dorthin geschickt:<br />

„Vielleicht findet<br />

ihr ja Gesellschaft!“ Er<br />

muss es wissen, seit<br />

drei Jahren tingelt<br />

er von Park<br />

Highway-Schild<br />

Der Lone-Star-State<br />

bittet um Rücksicht<br />

Grand Canyon<br />

Picknick an der<br />

Schlucht, die<br />

jedes Gefühl für<br />

Dimensionen<br />

relativiert<br />

Arizona<br />

Manche denken bei diesem Bundesstaat<br />

an den Eistee in bunten Dosen,<br />

die meisten an die größte aller Felslen<br />

und schillernden Felswände.<br />

Wir fahren weiter Richtung Südosten,<br />

in eine nicht enden wollende Leere.<br />

Menschen und Ansiedlungen werden<br />

immer spärlicher. „It will be a nice hot<br />

day, okeeyy“, umsirrt uns ein Sprecher<br />

des Navajo-Radios KWRK in einem<br />

Singsang aus Apachen-Sprache und<br />

Englisch, während wir das Colorado-<br />

Plateau durchqueren. Grillen zirpen im<br />

Takt außerhalb des Autos, während der<br />

Sprecher und die Musik im Radio pausenlos<br />

von Werbung unterbrochen werden.<br />

Schluchten, Tafelberge und Säulen<br />

so weit das Auge reicht. Und natürlich<br />

darf auch hier der Superlativ nicht fehlen:<br />

der erste bestätigte Meteoritenkrater.<br />

„You are at one of the most extraordinary<br />

places on Earth!“, behauptet ein Flyer.<br />

Inmitten des Kraters: eine lebensgroße<br />

Holzstatue eines Astronauten als Erinnerung<br />

an das Training der NASA hier.<br />

New Mexico<br />

Die Luft steht, nur ab und zu bläst uns<br />

eine heiße Windböe ins Gesicht. Auf<br />

dem Weg durch die Prärie halten wir<br />

in Pie Town, benannt nach den Kuchen<br />

eines damaligen Bäckers. Heute<br />

gibt es in dem 186-Seelen-Dorf viele<br />

Cafés, die sich auf runde Schlemmereien<br />

spezialisiert haben. Natürlich<br />

die besten der Welt. Wie wäre es mit<br />

einem Apfelkuchen mit Chili und<br />

Pinienkernen?<br />

Von den Torten ist es nicht weit<br />

zu fliegenden Untertassen. Wir kommen<br />

nach Roswell, der angeblichen<br />

Absturzstelle eines Ufos im Jahr 1947.<br />

Viele der Einwohner halten die Theorie<br />

für Nonsens, gehen von einem<br />

abgestürzten Wetterballon aus. Makayla,<br />

die Besitzerin der Variety Bar,<br />

dagegen ist skeptisch: „Wie können<br />

wir so arrogant glauben, die Einzigen<br />

zu sein?“, fragt sie mit einer tiefen und<br />

leicht heiseren Stimme.<br />

Texas<br />

„Drive Friendly – The Texas Way“,<br />

das Willkommensschild des nächsten<br />

Bundesstaates. Wir sind erstaunt. Das<br />

von Kugeln durchsiebte Schild kommt<br />

unserem Vorurteil vom Land der Cowboys<br />

schon näher. Aber wir sind nicht<br />

die Einzigen: Selbst die Bewohner der<br />

Nordstaaten gehen davon aus, dass<br />

jeder Texaner einen Cowboyhut und<br />

Stiefel mit Sporen besitzt. Im Gegenzug<br />

sind viele Südstaatler davon überzeugt,<br />

dass im Norden der Schulweg das Jahr<br />

über mit Skiern gemeistert wird.<br />

Der weitere Weg führt durch die<br />

Chihuahua-Wüste. Agaven und Yucca-<br />

Straßenprosa Rostiger Truck trifft auf frisch gemalte US-Flagge<br />

Yosemite<br />

Ranger David<br />

sorgt für Ordnung<br />

und hilft<br />

den Besuchern<br />

Palmen ragen aus der endlos scheinenden<br />

Fläche aus Sand und Gestein,<br />

klischeehaft rollen kleine Steppenläufer<br />

durch den Staub. Wir verstehen nun<br />

auch das System Tempomat – denn<br />

bei geraden Straßen bis zum Horizont<br />

mutiert das Gaspedal ohne die Fahrhilfe<br />

schnell zur schweren Fußfessel.<br />

In der Ferne erheben sich die Tafelberge<br />

des Big-Bend-Nationalparks in<br />

den Himmel. Darunter der Rio Grande,<br />

der große Fluss. Doch der Grenzfluss<br />

zwischen Mexiko und den USA ist hier<br />

nicht mehr als ein kleines Rinnsal, auf<br />

dem man gerade noch paddeln kann.<br />

Zu viel Wasser wird ihm auf seinem<br />

Weg durch die Vereinigten Staaten<br />

entnommen, was ihm den Titel „gefährdetster<br />

Fluss der USA“ einbringt<br />

– der Negativrekord auf unserer Liste.<br />

Lousiana<br />

Je weiter wir Richtung Süden kommen,<br />

desto mehr ändert sich die Grundhaltung<br />

der Menschen. Die offene Neugier<br />

weicht latentem Misstrauen. „Can I help<br />

you?“ mutiert von der freundlichen<br />

Begrüßung zur Frage nach dem Grund<br />

der Störung, „Have a good one“ zu<br />

„Be careful“ als Abschiedsfloskel.<br />

Auch die Küche ändert sich – aber<br />

5 / <strong>2016</strong> 27


Inspiration USA<br />

Experten-Tipp<br />

Sina Paulsen aus dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Hamburg-<br />

Harburg über Tricks und Tücken des Camper-<strong>Urlaub</strong>s<br />

Ein Highlight auf meiner Fahrt mit dem Camper war die<br />

unberührte Landschaft im Death Valley Nationalpark. Die<br />

20 US-Dollar Eintritt für das Fahrzeug waren es wert: Am<br />

Zabriskie Point hat man einen atemberaubenden Ausblick.<br />

Gleichzeitig befindet sich auch der tiefste Punkt Nordamerikas,<br />

die Senke Badwater, mit 85,5 Metern unter dem<br />

Meeresspiegel im Death Valley. Aber: Unbedingt rechtzeitig<br />

tanken und viel Trinkwasser mitnehmen – in den<br />

Sommermonaten kann die Temperatur 45 Grad Celsius<br />

übersteigen. Einige Vermieter verbieten es, zu dieser Zeit<br />

mit dem Camper in dieses Gebiet zu fahren. Und: Die größeren<br />

Camper über 3,5 Tonnen dürfen nur mit dem „alten“<br />

Führerschein bis 7,5 Tonnen gefahren werden. Auch ist es<br />

verboten, ohne Permit einfach an der Straße zu parken.<br />

Und zudem gelten in jedem US-Staat andere Regelungen<br />

– mehr Informationen in Ihrem <strong>ADAC</strong> Reisebüro.<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu den USA:<br />

bit.ly/1p9WqUu<br />

Video „Amerikas stolzer Süden“:<br />

bit.ly/2a2ZboN<br />

New Orleans<br />

Garnelenstand auf dem<br />

Weg in die Hafenstadt<br />

am Mississippi<br />

Seite<br />

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mehr<br />

erfahren<br />

positiv. Auf dem Weg nach New Orleans<br />

häufen sich Garnelen-Stände am<br />

Straßenrand wie die Fliegen auf unserem<br />

Kühlergrill. Dank der eingebauten<br />

Küche könnten wir auch vom Meer in<br />

den Mund leben, lassen uns aber schnell<br />

von der lokalen Küche überzeugen: Hier<br />

stehen Shrimp Po’Boys, eine Art scharfes<br />

Fischbrötchen, Alligatorenfleisch und<br />

kreolische Küche auf dem Menü. Die<br />

Straßenmusiker und Gaukler im French<br />

Quarter verbreiten dazu das Gefühl<br />

eines nicht enden wollenden Karnevals.<br />

Florida<br />

Von der Party an Land zum Paradies für<br />

Wasserratten: Destin heißt das ultimative<br />

Ziel für Strandurlaub in den USA. Von<br />

Jet-Ski über Parasailing bis zu Flyboards<br />

bietet die Ansiedlung auf dem kleinen<br />

Streifen Land für jeden Wasserbegeisterten<br />

etwas. Wenn man Glück hat, kann<br />

man sogar Delfine sehen. Studenten<br />

feiern hier ihren spring break, die<br />

US-amerikanischen Frühlingsferien, die<br />

Älteren kommen wegen des warmen<br />

Klimas, das gut gegen Rheuma hilft.<br />

Tina und Steve reisenschon seit<br />

vier Jahren durchdie Südstaaten. Sie<br />

kommen hierher, um etwas mehr<br />

Privatsphäre zu haben. Oft stehen sie<br />

nämlich mit ihrem Wohnmobil Schnauze<br />

an Schnauze auf Asphalt – und das<br />

freiwillig. Tailgating nennt sich diese<br />

amerikanische Freizeitbeschäftigung.<br />

Hier treffen sich die hartgesottenen<br />

Football-Fans für mehrere Tage auf<br />

dem Parkplatz vor dem Stadion mit viel<br />

Fleisch, Bier und Lokalpatriotismus, um<br />

ihre Mannschaft mental und verbal zu<br />

unterstützen.<br />

Alabama<br />

Ein Footballmatch können wir uns leider<br />

nicht mehr ansehen, aber Alabama<br />

hat unser Interesse geweckt. Nach Alligatoren<br />

und Schildkröten gibt es hier<br />

wieder Wild, vor dem auf der Straße<br />

gewarnt wird. Die Luft ist weniger<br />

schwül, und es riecht nach nassem<br />

Laub. Am Honeycomb Campground,<br />

an einem Seitenarm des Tennessee<br />

River, machen wir Rast für die Nacht.<br />

Auf dem Stellplatz links neben uns: drei<br />

ältere Paare, die sich hier zum Angeln<br />

getroffen haben. Das Outfit: karierte<br />

Hemden und Flecktarn. Die Wohnwagen<br />

säumen einen kleinen Platz, der von<br />

einer über einen Ast geworfenen Glühbirne<br />

erleuchtet wird. Lachend erklärt<br />

man uns, dass das ein redneck chandelier<br />

ist, ein Rotnacken-Kronleuchter. Gut,<br />

dass keine Zeit mehr bleibt, in solche<br />

Florida<br />

Schlafen mit<br />

unverstelltem<br />

Blick auf Palmen<br />

und Meer.<br />

Louisana<br />

Das Truckerpaar<br />

Tina und Steve<br />

reist oft durch<br />

die Südstaaten<br />

Diskussionen einzusteigen. Wir müssen<br />

die letzte Etappe im Sprint erledigen,<br />

um unseren Flug noch zu erwischen.<br />

New York<br />

Nach einer Marathonfahrt durch die<br />

Appalachen kommen wir in strömendem<br />

Regen in New York an. Wehmütig<br />

geben wir unseren Camper etwas<br />

außerhalb der Stadt ab und machen<br />

uns mit der Bahn auf den Weg in die<br />

Stadt. Auf dem längsten Streckennetz<br />

der Welt donnern wir mit einer der<br />

ältesten U-Bahnen in Richtung Manhattan.<br />

Das am längsten aufgeführte<br />

Musical der Welt wäre die Krönung<br />

auf unserer Liste der Superlative, aber<br />

wir entscheiden uns gegen das seit 1988<br />

aufgeführte „Phantom der Oper“.<br />

Lieber sehen wir uns noch ein paar<br />

Stand-up-Comedians im „The Stand“<br />

an, um zu verstehen, worüber die Nation<br />

spricht und lacht.<br />

Angebote<br />

An der Ostküste<br />

Mit Road Bear RV<br />

14 Tage Road Bear RV Wohnmobil Typ C26,<br />

ab/bis New York/Newark, inkl. Transfers,<br />

Gebühren für alle Fahrer, Straßenatlas, 1,7<br />

Mio. € Haftpflicht, VIP-Versicherung ohne SB<br />

ab 182 € / bei Belegung mit 4 Personen<br />

p. P. bei Buchung bis 15.9.16/ 192€ bis<br />

31.10.16/ 203€ bis 13.11.16, jeweiliger<br />

Frühbuchervorteil bereits im Preis inkludiert<br />

Im Hohen Norden I<br />

Mit Go North<br />

14 Tage Go North Wohnmobil Typ MH24<br />

Gold ab/bis Seattle, Transfers vor Ort,<br />

Gebühren für alle Fahrer, Straßenatlas, 1,7<br />

Mio. € Haftpflicht, VIP-Versicherung ohne SB<br />

ab 221 € / bei Belegung mit 4 Personen<br />

p. P. bei Buchung bis 13.11.16 / Saison 1.4. bis<br />

14.6.17, jeweiliger Frühbuchervorteil bereits<br />

im Preis inkludiert.<br />

Im Hohen Norden II<br />

Mit Go North<br />

14 Tage Go North Wohnmobil Typ MH24<br />

Gold von Seattle/nach Anchorage,<br />

Fairbanks oder Whitehorse, Einweggebühr,<br />

Transfers vor Ort, Gebühren für alle Fahrer,<br />

Straßenatlas, 1,7 Mio. € Haftpflicht, VIP-<br />

Versicherung ohne SB<br />

Liisi Mölder und Fabian Weiss<br />

Selfie der Autorin und des<br />

Fotografen, parkend am Steuer<br />

ab 221 € / bei Belegung mit 4 Personen<br />

p. P. bei Buchung bis 13.11.16 / Saison 1.4.17<br />

bis 14.6.17, Fahrzeugrückgabe bis 15.6.17,<br />

jeweiliger Frühbuchervorteil bereits im Preis<br />

inkludiert.<br />

28 5 / <strong>2016</strong><br />

Änderungen vorbehalten<br />

Beratung und Buchung in Ihrem<br />

<strong>ADAC</strong> Reisebüro siehe S. 49


Inspiration USA<br />

USA Inspiration<br />

Camper in den USA – alles Wichtige auf einen Blick<br />

Eine Reise mit riesigen Dimensionen<br />

<strong>Urlaub</strong> Expertin Sina Paulsen vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Hamburg<br />

An- und Abreise<br />

Deutsche können durch das Visa<br />

Waiver Program ESTA ohne Visum in<br />

die USA einreisen und sich dort bis<br />

zu 90 Tage aufhalten, sofern der Reisepass<br />

mit einem Chip ausgestattet<br />

ist. Man muss sich mindestens 72<br />

Stunden vor Einreise online registrieren,<br />

der Antrag kostet 14 Dollar.<br />

http://esta.cbp.dhs.gov.<br />

Reisezeit<br />

Der Norden und höher gelegene Regionen<br />

(Yosemite-, Grand Canyon<br />

National Park) sind bis in den Frühling<br />

schneebedeckt oder relativ kalt.<br />

Im Süden und den Wüstenregionen<br />

(Death Valley, Big Bend National Park)<br />

gibt es nur zwei Jahreszeiten: Sommer<br />

und unerträglichen Sommer.<br />

Temperaturen um 40 Grad Celsius<br />

sind von Juni bis August nicht selten.<br />

Geld<br />

Kreditkarten werden überall als Zahlungsmittel<br />

akzeptiert. Bargeld ist in<br />

entlegenen Regionen sinnvoll.<br />

Automiete<br />

Ein Auto kann man durch den <strong>ADAC</strong><br />

direkt vorab mieten. Bitte unbedingt<br />

vorher klären, ob mit der eigenen<br />

vorhandenen Führerscheinklasse das<br />

gewünschte Fahrzeug (Fahrzeuggröße)<br />

überhaupt genutzt werden darf,<br />

denn man durchfährt verschiedene<br />

US-Bundestaaten, mit unterschiedlichen<br />

Führerschein-Regeln.<br />

Versicherung<br />

Eine gültige Auslandskrankenversicherung<br />

ist mehr als sinnvoll, die<br />

Mitgliedschaft in einem Automobilclub<br />

wegen der Beschaffenheit man-<br />

cher Straßen fast Pflicht. Ebenso<br />

empfiehlt sich bei jeder Automiete,<br />

die maximal mögliche Summe der<br />

Haftpflicht- (SLI) und Kaskoversicherung<br />

(CDW) zu wählen. Achten Sie<br />

darauf, dass Windschutzscheibe und<br />

Reifen mitversichert sind.<br />

Auf der Straße<br />

Die Straßen sind gut ausgeschildert,<br />

in Großstädten lohnt ein GPS-<br />

Gerät. Highways sind oft mit grober<br />

Himmelsrichtung angegeben,<br />

was die Orientierung vereinfacht.<br />

Die meisten Straßen sind kostenlos.<br />

Mautstraßen und -brücken sind<br />

erkennbar beschildert, man kann<br />

bar bezahlen. Einzig bei längeren<br />

Fahrten in Florida lohnt der elektronische<br />

SunPass (www.sunpass.<br />

com). An Kreuzungen stehen fast<br />

immer Stoppschilder, hier muss<br />

angehalten werden – derjenige, der<br />

zuerst einfährt, darf weiterfahren.<br />

Bei roten Ampeln darf man, so nicht<br />

anders angegeben, nach Stopp und<br />

bei freier Straße rechts abbiegen.<br />

Auf Highways und Interstates wird<br />

gern rechts überholt. Benzin wird in<br />

Gallonen verkauft, die Preise variieren<br />

zwischen 1,60 USD (Texas) und<br />

5,00 USD Cent (Wüste). Im Westen ist<br />

es oft billiger, wenn man bar bezahlt.<br />

Aktuelle Preise: www.gasbuddy.com<br />

Essen & Trinken<br />

An jeder Highway-Ausfahrt wartet<br />

ein Ansammlung von Burger-, Sandwich-<br />

oder Waffelketten. Die etwas<br />

besseren: Wendy’s, In-N-Out und<br />

IHop. Hilfreich bei der Suche nach<br />

Alternativen sind Apps wie Zomato,<br />

Yelp!, auch die Internet-Seite www.<br />

roadfood.com. Trinkgeld ist in den<br />

USA üblich. 10 Prozent oder mehr.<br />

Auf der Strecke für gut befunden:<br />

• Codmother Fish & Chips (496<br />

Beach St, San Francisco, CA 94133)<br />

• Lotus of Siam (Las Vegas, 953 E<br />

Neue Auflage<br />

Der <strong>ADAC</strong> Reiseführer<br />

plus<br />

„USA Südwest“,<br />

144 Seiten,<br />

12,99 € im<br />

<strong>ADAC</strong> Shop<br />

bit.ly/29U4SDv<br />

Sahara Ave A5, Nevada, NV 89104)<br />

• Grilled Cheese Parlour (222 W<br />

San Antonio St, Marfa, TX 79843)<br />

• Frank (407 Colorado St, Austin,<br />

TX 78701)<br />

• Evangeline (329 Decatur St,<br />

New Orleans, LA 70130)<br />

Für den Einkauf unterwegs hat Trader<br />

Joe’s das beste Angebot in Sachen<br />

Frische und Öko, Walmart bietet<br />

mehr Camping-Equipment. Alle<br />

Preise werden netto angegeben, je<br />

nach Staat kommt an der Kasse die<br />

Mehrwertsteuer hinzu.<br />

Camping<br />

National und State Parks haben fast<br />

immer öffentliche Campingplätze.<br />

Kostenpunkt: 20 bis 40 Dollar pro<br />

Nacht und Stellplatz. Bei großen<br />

Naturattraktionen im Voraus reservieren<br />

– manchmal ein halbes Jahr.<br />

Alternative Campingplätze verfahren<br />

nach dem Windhundprinzip, etwa<br />

Camp 4 im Yosemite-Park oder Desert<br />

View im Grand-Canyon-Nationalpark.<br />

Mit Wohnmobil oder Camper<br />

darf man in jedem Nationalforst<br />

(nicht aber: Nationalpark) übernachten,<br />

kostenlos mitten unter Sternen<br />

und wilden Tieren. Die Gebiete sind<br />

auf den meisten Karten hellgrün oder<br />

grün gepunktet eingezeichnet.<br />

Gesundheit<br />

Notruf: 911 – ob Polizei, Feuerwehr<br />

oder Krankenwagen. Den Wagen<br />

möglichst in belebten Gegenden<br />

parken, Glassplitter am Boden und<br />

Eisengitter an den Fenstern können<br />

auf unsichere Gegenden hindeuten.<br />

Man sollte nichts offen liegen lassen,<br />

in Bärengebieten auch kein Essen.<br />

Nicht versäumen<br />

Wüstenstraßen fahren. Nationalparks<br />

besuchen, den Jahrespass (www.<br />

FOTOS: FABIAN WEISS UND LIISI MÖLDER (12), ISTOCK, PR (2); KARTE: MAPS4NEWS.COM/© HERE<br />

1<br />

Mexiko Stadt<br />

Ottawa<br />

Washington D.C.<br />

Havanna<br />

Bogota, D.C.<br />

Der Süden der<br />

Vereinigten Staaten<br />

2<br />

3<br />

nps.gov) gibt es für 80 US-Dollar. Autokino<br />

besuchen. Die besten Routen:<br />

1 Big Sur, Kalifornien: Ausblicke auf<br />

die Pazifikküste entlang des Highway 1.<br />

2 Route 120, Kalifornien: vom Meer in<br />

die Berge des Yosemite National Park.<br />

3 Route 66: Die Mutter aller Straßen.<br />

Heute größtenteils überbaut.<br />

Beschreibung der alten Strecke auf:<br />

www.historic66.com.<br />

4 Twentynine Palms – Las Vegas:<br />

großartige Einöde durch das Sheephole<br />

Valley und das Mojave National<br />

Preserve.<br />

5 Route 170, Texas: Aberwitzige<br />

Berge und leere Ebenen entlang des<br />

Rio Grande und der Grenze zu Mexiko.<br />

6 Highway 82/90, Lousiana: von<br />

Port Arthur nach New Orleans –<br />

Marschland, versunkene Wälder und<br />

Warnungen vor Alligatoren.<br />

7 Skyline Drive / Blue Ridge Parkway,<br />

Virginia: die ultimativen Bergstraßen<br />

auf 105 und 469 Meilen.<br />

8 Overseas Highway, Florida: Mehr<br />

Meer unter den Reifen als auf dem südlichsten<br />

Teil des Highway 1 geht nicht.<br />

4<br />

5 6<br />

Besser nicht<br />

Nur auf Interstates fahren: Hier sieht<br />

Amerika immer und überall gleich<br />

aus. Zu viel Weg in zu wenig Zeit<br />

packen. Und: Nur Fastfood essen<br />

– die US-Küche hat mehr zu bieten.<br />

Internet & Apps<br />

Viele Hotels und Restaurants bieten<br />

WLAN an. Google Maps ist die kostenfreie<br />

Nummer eins der Karten.<br />

Apps wie Roadtrippers, Yelp! oder<br />

Tripadvisor helfen, Sehenswürdigkeiten<br />

zu finden, www.hipcamp.com und<br />

www.rvparkreviews.com bei Übernachtungsplätzen.<br />

Suchmaschinen<br />

für Camper: www.motorhomerepublic.com,<br />

www.campertravelusa.com.<br />

Maßeinheiten<br />

1 Inch = 2,54 Zentimeter. 1 Foot = 30,48<br />

Zentimeter. 1 Mile = 1,61 Kilometer.<br />

8<br />

7<br />

600 km<br />

1 Pint = 0,5 Liter. 1 Gallon = 3,79 Liter.<br />

1 Pound (lb) = 453,5 Gramm.<br />

Literatur<br />

National Geographic Road Atlas<br />

Adventure Edition USA.<br />

144 Seiten, 14,95 US-Dollar<br />

! Übrigens<br />

Mit Ihrer <strong>ADAC</strong> Clubkarte erhalten Sie<br />

bei der American Automobile Association<br />

(AAA) Ermäßigungen für Hotels,<br />

Mietwagen, Freizeitparks, Sehenswürdigkeiten<br />

und vieles mehr. Achten Sie<br />

vor Ort auf „Show your card & save“-<br />

Aufkleber, geben Sie auf Anfrage den<br />

<strong>ADAC</strong> Club Code 00383 an und legen<br />

Sie Ihre Clubkarte zusammen mit der<br />

AAA-Discount Card vor. Oft lohnt es sich<br />

auch, die <strong>ADAC</strong> Clubkarte vorzulegen,<br />

auch wenn kein „Show your card &<br />

save“-Aufkleber sichtbar ist. Mehr Informationen<br />

in Ihrer <strong>ADAC</strong> Geschäftsstelle<br />

& Reisebüro oder unter: bit.ly/2a48DYp<br />

30 5 / <strong>2016</strong> 5 / <strong>2016</strong> 31


Experten-Tipp TraumzielTürkei<br />

Mein<br />

Lieblingsland<br />

Thailand<br />

100 BAHT<br />

entsprechen etwa 2,50 Euro.<br />

144<br />

MOBILTELEFONE<br />

kommen auf 100 Einwohner.<br />

Frau Preuß, welche drei Attribute<br />

fallen Ihnen sofort ein, wenn Sie<br />

an Thailand denken?<br />

Erstens: beeindruckend. Zweitens:<br />

vielfältig. Drittens: lebendig.<br />

Warum diese drei?<br />

Mich haben 2015 eigentlich die feinen<br />

Sandstrände und das gute Preis-<br />

Leistungs-Verhältnis gelockt. Dann<br />

entdeckte ich eine fremde Kultur,<br />

einen Schmelztiegel verschiedener<br />

Ideen aus Indien oder China und verschiedener<br />

Religionen wie Buddhismus<br />

und Hinduismus, mit ganz eigenen<br />

Regeln, eigenen Begrüßungen oder<br />

einem Kalender, der dem unseren um<br />

543 Jahre voraus ist. Die wunderschönen<br />

Strände gibt es natürlich trotzdem,<br />

mein Favorit war der Mae Haad<br />

Beach auf Ko Phangan, wegen seiner<br />

entspannten Atmosphäre und der fußläufigen<br />

Verbindung zur Insel Ko Ma.<br />

Thailand gilt als Land des Lächelns,<br />

wie haben Sie das empfunden?<br />

Das stetige Lächeln findet man überall.<br />

Reisende sollten sich aber darüber im<br />

Klaren sein, dass das Lächeln noch andere<br />

soziale Funktionen hat. Thailänder<br />

lächeln auch, um ihr Gesicht, also ihr<br />

Ansehen, nicht zu verlieren. Sie sind<br />

aber auch oft sehr aufgeschlossen,<br />

so wurde ich gefragt, woher ich<br />

komme, wie lange ich bleibe oder<br />

wohin ich noch reisen möchte.<br />

Und, wohin sind Sie gereist?<br />

Beispielsweise auf die kleine<br />

Insel Ko Tao und von dort aus<br />

mit dem Wassertaxi zur Insel Ko<br />

Nang Yuan, wo ich einen herrlichen<br />

Tag im Wasser mit Schnorcheln<br />

verbrachte. Entlang des Mae Hong<br />

Son Loop, einer 800 Kilometer langen<br />

Straße im Norden – vorbei an<br />

vielen Höhlen, Wasserfällen, Tempeln<br />

und mit einem Stopp in dem<br />

kleinen, ursprünglichen Dorf Pai,<br />

dessen Nachtmarkt hervorragendes<br />

Essen anbietet. Es ist zugleich süß und<br />

sauer, scharf und salzig, einfach extrem<br />

lecker. Und natürlich nach Bangkok,<br />

es gibt kaum etwas Schöneres, als<br />

den Abend mit einem Cocktail in der<br />

Sirocco Bar auf dem Lebua State Tower<br />

im 63. Stock ausklingen zu lassen.<br />

Gab es auch etwas, was Sie irritiert<br />

hat?<br />

Eigentlich nicht, ich habe mich stets<br />

sicher gefühlt. Obwohl, der Maeklong<br />

Railway Market war schon bizarr: Er<br />

befindet sich direkt auf Eisenbahn-<br />

Laura Preuß vom<br />

<strong>ADAC</strong> Reisebüro in Göttingen<br />

über Tempel, Tauchen und<br />

die scharf-sauer-salzig-süße<br />

Thai-Küche<br />

Neues erfahren<br />

Einer von<br />

den mehr als<br />

400 Tempeln<br />

Thailands<br />

(oben), das<br />

Tuk-Tuk als<br />

Transportmittel<br />

gleisen, die Händler müssen mehrmals<br />

täglich ihre Waren wegräumen, wenn<br />

ein Zug durchrauscht.<br />

Sind Sie in Thailand Auto gefahren?<br />

Nein, Thailand ist kein klassisches<br />

Selbstfahrerland. Der Verkehr ist<br />

sehr dicht und hektisch, mit ganz<br />

eigenen Regeln. Und es herrscht<br />

Linksverkehr. Ich habe Taxis und<br />

Tuk-Tuks genutzt, die sind im Vergleich<br />

zu Deutschland sehr günstig.<br />

Welches Souvenir sollte man mitnehmen?<br />

Klamotten! Wenn man genügend Zeit<br />

besitzt, sollte man sich unbedingt ein<br />

Kleid oder Anzug schneidern lassen.<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos<br />

Thailand: bit.ly/29O8hCh<br />

Video-Tipp „Bangkok“:<br />

bit.ly/2amtJy9<br />

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FOTOS: <strong>ADAC</strong> E.V., GETTY IMAGES (2), ISTOCK<br />

3219 km KÜSTENLÄNGE<br />

67,7 Mio.<br />

Einwohner<br />

hat die Erbmonarchie, von<br />

denen 94 Prozent Theravada-<br />

Buddhisten sind, die älteste<br />

buddhistische Tradition.<br />

31,9 JAHRE<br />

ist das Durchschnittsalter, die Lebenserwartung<br />

liegt bei knapp 71 (Männer)<br />

bzw. 78 Jahren (Frauen).<br />

6.Jahrhundert<br />

n. Chr.<br />

Die ersten Reiche im Gebiet des heutigen Thailand wurden von Mon-<br />

Völkern gegründet. Als erste Europäer kamen die Portugiesen um 1500.<br />

Ab 1855 wurde das Land offiziell Siam genannt, Ende des 19. Jahrhunderts<br />

wurden auch zahlreiche westliche Errungenschaften wie Schulen oder<br />

ein Steuersystem eingeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte<br />

für kurze Zeit die Demokratie. 2014 putschte zum wiederholten Mal das<br />

Militär, seither übt General Prayut Chan-o-cha die Regierungsgewalt aus.<br />

Staatsoberhaupt ist seit 1946 König Bhumibol Adulyadej, der gleichzeitig<br />

oberster Schirmherr des Buddhismus in Thailand ist.<br />

QUELLEN: ATANANGO.COM, STATISTISCHES BUNDESAMT, WIKIPEDIA<br />

32 5 / <strong>2016</strong>


Inspiration Karibik<br />

Seite<br />

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erfahren<br />

Klar: Schiff<br />

An Bord eines Großseglers zu bunten Kleinoden<br />

der Karibik – und durch den berühmten Panamakanal<br />

Text Christofer Knaak<br />

Lautlos gleitet die „Star Flyer“<br />

durch die Dunkelheit. Kapitän<br />

Müller steuert den<br />

Großsegler behutsam auf die<br />

vor uns liegende Brücke des<br />

Pan-American-Highway zu, die hier<br />

in Balboa unsere Fahrrinne kreuzt. Die<br />

Blicke der Passagiere, die sich hinter<br />

der Schiffsführung auf dem Sonnendeck<br />

versammelt haben, wandern den<br />

Im Klüvernetz<br />

der „Star Flyer“<br />

Frei über den<br />

Meeren schwebend<br />

– ein<br />

Höhepunkt<br />

für mich und<br />

meine Mitreisenden<br />

mehr als 60 Meter hohen Großmast<br />

empor. Ob das gutgeht?<br />

Doch der Zeitpunkt für das abendliche<br />

Manöver ist günstig. Es herrscht<br />

Niedrigwasser. Ich halte den Atem an,<br />

auch um mich herum ist es mucksmäuschenstill.<br />

Der Großmast wird<br />

und wird nicht kleiner, gleich muss es<br />

krachen. Selbst, als wir unter dem stählernen<br />

Koloss hindurchfahren, ungläubig<br />

nach oben starrend, scheint es, als<br />

passe keine Briefmarke zwischen den<br />

höchsten Schiffspunkt und den Highway.<br />

Doch die erste Hürde ist genommen<br />

– vor uns liegen der Panamakanal<br />

und eine Segelreise durch die Karibik.<br />

Am ersten Morgen an Bord sind die<br />

meisten meiner etwa 100 Mitreisenden<br />

früh an Deck. Zum einen, weil die<br />

Einfahrt in den Kanal bevorsteht, zum<br />

34 5 / <strong>2016</strong><br />

5 / <strong>2016</strong> 35


Inspiration Karibik<br />

Experten-Tipp<br />

Cordula Kramer vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Bremen über<br />

die schönsten Karibikinseln unter weißen Segeln<br />

Karibik-Feeling pur erleben Sie mit der „Star Flyer“ im<br />

März 2017. Ziele sind die sagenumwobenen Pirateninseln.<br />

Unvergesslich für mich war der Besuch der British<br />

Virgin Islands: Genießen Sie einen Planter’s Punch<br />

in einer der angesagtesten Strandbars von Tortola, dem<br />

Bomba’s Surfside Shack, und lauschen Sie dem Seemannsgarn<br />

der Weltumsegler. Mein schönstes Stranderlebnis<br />

hatte ich auf Virgin Gorda am The Baths mit<br />

seinen eindrucksvollen Granitformationen. Auf Dominica<br />

können Sie sich nach einer Dschungelwanderung<br />

unter einem der zahlreichen Wasserfälle ausgiebig erfrischen.<br />

Wie wär’s mit einer frischen Muskatnuss oder<br />

Vanilleschote auf der Gewürzinsel Grenada? Weitere<br />

Tipps erhalten Sie in Ihrem <strong>ADAC</strong> Reisebüro.<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu Panama:<br />

bit.ly/29IIp92<br />

Video „Impressionen der Star Flyer“:<br />

bit.ly/29G36XD<br />

andern, weil wir unseren Großsegler<br />

nach der Einschiffung am Vorabend<br />

nun zum ersten Mal bei Tageslicht<br />

erkunden und bestaunen können.<br />

Seine Dimensionen sind beeindruckend:<br />

115 Meter ist die „Star<br />

Flyer“ lang, 15 Meter breit,<br />

vier Masten ragen in<br />

den Himmel. Dazwischen<br />

verflicht<br />

sich ein Gewirr aus<br />

Tauwerk, das über<br />

3000 Quadratmeter<br />

Segelfläche bändigt.<br />

Auf den Holzplanken<br />

sind Taue<br />

zusammengelegt,<br />

Matrosen in blau-weiß gestreiften<br />

Shirts gehen ihrer Arbeit nach. Auf<br />

dem Sonnendeck gibt es Sonnenliegen<br />

und zwei kleine Pools, hinter der<br />

offenen Brücke können die Passagiere<br />

der Schiffsführung über die Schulter<br />

schauen. Auf dem darunterliegenden<br />

Hauptdeck ist die „Tropical Bar“, ihr<br />

gegenüber liegt die Bordbibliothek mit<br />

Kamin und schweren Sesseln, dahinter<br />

geht es in die klimatisierte Lounge und<br />

das unter Deck liegende einladende<br />

Restaurant mit viel Teak und Mahagoni.<br />

Auf demselben Deck und dem<br />

Seite<br />

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mehr<br />

erfahren<br />

untersten, vierten befinden sich die<br />

Kabinen. Sie sind klein, aber gemütlich,<br />

verfügen über ein Doppelbett und<br />

ein Bad – mehr braucht es auch nicht.<br />

Wir steuern auf die erste Schleuse<br />

zu: Miraflores. Vor uns liegt das achte<br />

Weltwunder: der Panamakanal. Die<br />

Verbindung des Pazifischen und des<br />

Atlantischen Ozeans, mehr als 80 Kilometer<br />

lang, eröffnet vor über 100 Jahren<br />

und im Sommer erweitert und<br />

ausgebaut. Ein Lotse kommt an Bord,<br />

ein Ruderboot überbringt Tauenden.<br />

Über sie wird unser Schiff mit vier<br />

Lokomotiven verbunden, die links und<br />

rechts der Schleusenkammer stehen.<br />

Als eine Signalpfeife ertönt, setzen sie<br />

sich in Bewegung – und mit ihr wir.<br />

Als sich das Schleusentor hinter<br />

uns schließt, wird die Kammer geflutet.<br />

Der Viermaster hebt sich, während in<br />

der Kammer nebenan ein volles Containerschiff<br />

abgesenkt wird. Das Tor<br />

vor uns öffnet sich, und wir werden<br />

weitergezogen, um dann aus eigener<br />

Kraft in den Panamakanal einzufahren.<br />

Grüne Ufer ziehen langsam an uns<br />

vorbei, nur ein paar Frachter begegnen<br />

uns. An den beiden nächsten<br />

Hebewerken wiederholt sich<br />

das Schleusen-Schauspiel,<br />

ohne an Faszination einzubüßen:<br />

Wieder stehen<br />

wir beim Kapitän,<br />

staunen,<br />

fotografieren.<br />

Hinter<br />

Gatun, am<br />

Stausee, wird<br />

San Blas<br />

Eines der 365 Eilande<br />

der Inselgruppe<br />

der Kanal breiter: Dickicht, Mangroven<br />

und Krokodile sind am Ufer zu<br />

sehen. Kurze Zeit später sind wir auf<br />

hoher See, die Crew setzt die Segel –<br />

auch wir dürfen mit anpacken. Als der<br />

Wind die Segel füllt, spüren wir die<br />

von der Gischt genässten Holzplanken<br />

unter den nackten Füßen, ertasten<br />

mit den Zehen das sanfte Schaukeln<br />

der Wellen, atmen die frische Brise,<br />

die salzhaltige Meeresluft ein. So<br />

fühlt sich Seefahrt an.<br />

Am folgenden Mittag gehen wir<br />

vor San Blas im gleichnamigen Golf<br />

vor Anker. Die Inselkette hat so viele<br />

Eilande wie das Jahr Tage, zieht<br />

sich bis nach Kolumbien und gilt<br />

als eines der letzten unerforschten<br />

Gebiete der Karibik – die Piraten<br />

wussten schon, wie und wo man sich<br />

bestens versteckt.<br />

Mit einem Boot setzen wir auf eine<br />

Postkarten-Insel über, mit Palmen,<br />

feinem Sandstrand und klarem Wasser.<br />

Taucherbrillen, Schnorchel und<br />

Schwimmflossen sind an Bord. Nach<br />

dem Schwimmen ordern wir in der<br />

Strandbar Kokosnusswasser aus frisch<br />

geschlagenen Früchten.<br />

Zurück an Bord wartet das Abendessen,<br />

die Köche bieten frisch gefangenen<br />

Fisch. Abgerundet wird dieser<br />

Tag mit dem „Cocktail of the Day“.<br />

Am mitternachtsblauen Himmel<br />

funkelt das Sternenmeer, darunter<br />

wiegt sich friedlich der Großmast,<br />

das Großtagsegel knattert leise, Taue<br />

schlagen umher, das gleichmäßige<br />

Knarzen im Gebälk gleicht wohligem<br />

Schnarchen: Das Schiff wiegt uns sanft<br />

in den Schlaf.<br />

Am nächsten Tag sind wir auf See,<br />

Zeit für das Mastklettern. Mit Gurten<br />

und Karabinern gesichert und unter<br />

Aufsicht steige ich auf die Reling, auf<br />

der die Klettertour über eine Leiter aus<br />

Tauen beginnt. Unter mir bricht sich<br />

der Ozean am Rumpf des Schiffes, ein<br />

mulmiges Gefühl. In 15 Meter Höhe<br />

erreiche ich den Ausguck. Der Blick ist<br />

Zucker für die Netzhaut: so weit das<br />

Auge reicht – in sämtliche Himmelsrichtungen<br />

einzig der gewaltige Ozean.<br />

Unten melde ich mich beim wachhabenden<br />

Offizier für ein Sonnenbad<br />

im Klüvernetz, das an der Bugspitze vor<br />

das Schiff gespannt ist, laufe auf den<br />

Tauen über dem Wasser und bin beeindruckt,<br />

wie der Großsegler zu meinen<br />

Füßen das Meer durchschneidet.<br />

Tags darauf liegt die „Star Flyer“ in<br />

Cartagena, der ältesten Stadt Kolumbiens.<br />

Ihre Altstadt ist Zeuge der spanischen<br />

Kolonisation, das Historische<br />

Museum zeigt die Grausamkeiten der<br />

Inquisition. In den Gassen ist es ruhig,<br />

vor farbigen Fassaden bieten einige<br />

Farbenfroh,<br />

lebensfroh<br />

Fruchtverkäuferin<br />

in Cartagena,<br />

Kolumbien<br />

Lieblingsfarbe Bunt<br />

Fischerboote und Häuser<br />

auf Curaçao<br />

fliegende Händler Kunsthandwerk<br />

feil. Am Abend kehren wir in einem<br />

Restaurant am Plaza de San Diego<br />

ein, genießen im Innenhof Mento<br />

und Calypso sowie Meeresfrüchte<br />

aus offener Küche.<br />

Morgens weckt mich eine raue See,<br />

der Passatwind stellt sich uns in den<br />

Weg. Ich frühstücke mittschiffs an<br />

der Reling, weil die Wellen, die das<br />

Schiff ordentlich schaukeln lassen,<br />

hier weniger zu spüren sind. So sei<br />

das Leben, sagt Kapitän Müller, ein<br />

Auf und Ab. Und teilt mit, dass wir<br />

nicht mehr im Zeitplan liegen. Der<br />

geplante Anlauf in Aruba fällt aus,<br />

die Natur hält sich nicht an Fahrpläne.<br />

So nehmen wir nun direkt<br />

Kurs auf unseren Ausschiffungshafen<br />

Willemstad auf Curaçao.<br />

Kapitän Müller entschädigt uns<br />

mit einer Erzählstunde in der Bibliothek,<br />

berichtet von seinen Reisen und<br />

Erlebnissen auf den Weltmeeren. Das<br />

können wir nun auch. Und gehen<br />

in Willemstad mit Erinnerungen von<br />

Bord, wehmütig, aber glücklich.<br />

Autor Christofer Knaak<br />

lässig an Bord der „Star<br />

Flyer“ in der Karibik<br />

Angebote<br />

Auf dem Vier-Master<br />

Durch die Karibik von Balboa<br />

bis St. Maarten<br />

Mit der Vier-Mast-Barkentine „Star<br />

Flyer“ geht es 15 Tage durch die<br />

südliche Karibik. Die Route umfasst<br />

den Panamakanal, Kolumbien,<br />

Curacao, einige der Britischen<br />

Jungferninseln, etwa Jost van Dyke<br />

mit der legendären Soggy Dollar<br />

Bar, sowie St. Barth und St. Maarten.<br />

Im Reisepreis enthalten sind die<br />

Mahlzeiten (bei Spezialitäten sind<br />

Aufschläge denkbar), Kaffee und Tee,<br />

ein Gala-Dinner des Kapitäns sowie<br />

die Nutzung von Segeljollen, Surfbrettern<br />

und der Schnorchelausrüstung,<br />

so dass ausgiebiger Wassersport<br />

möglich ist. Ein spektakulärer Ausblick<br />

aus dem „Krähennest“ rundet die<br />

Reise perfekt ab.<br />

ab 3.925 € / pro Person /<br />

inkl. Flug und VP / Innenkabine<br />

Reisezeitraum: 20.11. - 04.12. <strong>2016</strong><br />

Veranstalter: DERTOUR<br />

36 5 / <strong>2016</strong><br />

Änderungen vorbehalten<br />

Beratung und Buchung in Ihrem<br />

<strong>ADAC</strong> Reisebüro siehe S. 49


Inspiration Karibik<br />

Karibik Inspiration<br />

Segelkreuzfahrten – alles Wichtige auf einen Blick<br />

Entlang traumhafter Küsten<br />

<strong>Urlaub</strong> Expertin Cordula Kramer vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Bremen<br />

Ottawa<br />

An- & Einreise<br />

Abhängig von der Route gelten<br />

unterschiedliche Bedingungen. Allgemeine<br />

Einreisebestimmungen<br />

sowie aktuelle Gesundheits- und<br />

Sicherheitshinweise finden sich<br />

unter www.auswaertiges-amt.de.<br />

Route<br />

Bei der Suche nach der schönsten<br />

Route hilft das Reisebüro. Segelreisen<br />

sind allerdings keine Kreuzfahrten<br />

– Wind und Wellen können kurzerhand<br />

zu Routenänderungen führen.<br />

Schiffe<br />

Zwei namhafte Reedereien kreuzen<br />

mit Großseglern durch die Karibik:<br />

Star Clippers mit der „Star Flyer“<br />

(85 Kabinen) und der „Royal Clipper“,<br />

dem größten Passagiersegler<br />

der Welt (114 Kabinen). Sea Cloud<br />

Cruises mit den luxuriösen Windjammern<br />

„Sea Cloud“ (32 Kabinen) und<br />

„Sea Cloud II“ (47 Kabinen). Hier dürfen<br />

Passagiere nicht ins Klüvernetz.<br />

Essen<br />

Im Restaurant werden Frühstück und<br />

Abendmahl bei freier Platzwahl serviert.<br />

Das Mittagsbüffet mit Meeresfrüchten<br />

und Gegrilltem wird auch<br />

mal an Deck angerichtet.<br />

Gesundheit<br />

Großsegler schaukeln bei starkem<br />

Wellengang. Wer Angst vor Seekrankheit<br />

hat, sollte sich über geeignete<br />

Medikamente informieren.<br />

Wirkungsvoll, aber auch stark, dazu<br />

Kolumbus’<br />

Entdeckung<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseführer<br />

plus<br />

„Karibik“, 192<br />

Seiten, 12,99 €<br />

bit.ly/2a13Wxy<br />

ermüdend und sowieso verschreibungspflichtig<br />

sind Scopolaminhaltige<br />

Pflaster, die hinters Ohr<br />

geklebt werden und ihren Wirkstoff<br />

über die Haut abgeben.<br />

Geld<br />

An Land kommen Karibik-<strong>Urlaub</strong>er<br />

mit US-Dollar und Kreditkarten der<br />

großen Anbieter aus. Auf dem Schiff<br />

wird per Bordkarte bezahlt, die Summe<br />

wird am Ende – oder ab einer<br />

bestimmten Summe – abgebucht.<br />

Kleidung<br />

Strenge Bekleidungsregeln herrschen<br />

nicht, es geht leger zu. Wichtig<br />

ist eine Kopfbedeckung: Zwar gibt<br />

es an Bord schattige Plätze, diese<br />

„wandern“ jedoch – je nach Stand<br />

von Sonne und Segeln.<br />

Vier-Master „Star Flyer“<br />

Die Romantik legendärer<br />

Segelschiffe mit dem<br />

Komfort der Gegenwart<br />

FOTOS: HOLGER LEUE/STAR CLIPPERS, GETTY IMAGES (2), CHRISTOFER KNAAK, ISTOCK (4), PRIVAT, STAR CLIPPERS; KARTE: MAPS4NEWS.COM/© HERE<br />

Colón<br />

100 km<br />

Gatún See<br />

Gatún Schleuse<br />

Unterhaltung<br />

Panama Kanal<br />

Miraflores Schleuse<br />

Balboa<br />

Ein Bordunterhaltungsprogramm wie<br />

auf Kreuzfahrtschiffen gibt es bei<br />

Star Clippers nicht. Mal tritt die Crew<br />

an der Bar auf, mal kommt eine Folkloregruppe<br />

an Bord. Ein Highlight<br />

ist die Erzählstunde des Kapitäns,<br />

der auch mal die Passagiere Segel<br />

setzen lässt.<br />

Panama<br />

-Stadt<br />

Trinkgelder<br />

Auf Kreuzfahrten ist es generell<br />

üblich, sich am Ende der Reise für<br />

den Service der Crew zu bedanken.<br />

Dieses Extrageld ist Teil ihrer Heuer<br />

und wird nach einem Schlüssel unter<br />

allen Abteilungen an Bord verteilt.<br />

Star Clippers empfiehlt: 8 Euro pro<br />

Passagier und Tag.<br />

Internet<br />

Mexiko Stadt<br />

Washington D.C.<br />

Havanna<br />

Bogota, D.C.<br />

Im tropischen Teil des<br />

Atlantischen Ozeans<br />

Die Internet-Verbindung ist wie ein<br />

Segelschiff bei Wellengang: ziemlich<br />

schwankend. Außerhalb der Zwölf-<br />

Meilen-Zone sollte man erst gar<br />

nicht damit rechnen. Für den PC in der<br />

Bibliothek kann man Internet-Karten<br />

kaufen. 30 Minuten kosten 6 Euro,<br />

180 Minuten 20 Euro.<br />

38 5 / <strong>2016</strong><br />

5 / <strong>2016</strong> 39


Experten-Tipp Ratgeber<br />

Fragen<br />

&Antworten<br />

Sie haben Fragen? Die Experten der <strong>ADAC</strong> Reisebüros antworten<br />

Schutzbriefe – für wen sind die<br />

<strong>Urlaub</strong>sklassiker geeignet?<br />

Empfehlenswert sind Kfz-Schutzbriefe natürlich für Reisen<br />

mit dem eigenen Fahrzeug, um im Fall einer Panne Hilfe<br />

zu bekommen. Diese Schutzbriefe werden zum Beispiel<br />

vom <strong>ADAC</strong> angeboten. Andere Versicherungen sind oft<br />

günstig, bieten meist aber nur eine reine Pannen- und<br />

Abschlepphilfe. Eine <strong>ADAC</strong> Mitgliedschaft beinhaltet dazu<br />

noch die Kostenübernahme für die erste Rechtsberatung,<br />

medizinische Informationen und Sparmöglichkeiten, die<br />

<strong>ADAC</strong> Plus-Mitgliedschaft weitet die Leistungen auf Europa<br />

aus und übernimmt beispielsweise anfallende Übernachtungskosten<br />

im Notfall oder den Einsatz von Dolmetschern.<br />

Sollte man mit dem<br />

<strong>Urlaub</strong> gleich ein<br />

Reiseversicherungspaket<br />

buchen?<br />

Verbraucherschützer kritisieren<br />

unnötige Extras, hohe<br />

Kosten und geringe Leistung<br />

der Pakete. Besser<br />

sind eine Jahrespolice<br />

für die Reisekrankenversicherung<br />

sowie ein ganzjähriger<br />

Invaliditätsschutz, die je<br />

nach Bedarf mit Policen für<br />

Reiserücktritt und -abbruch etc.<br />

ergänzt werden. So bietet der <strong>ADAC</strong><br />

interessante Komplettangebote an.<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

Was ist Kombijetting und worin<br />

liegen die Vorteile?<br />

Beim Kombijetting – einer Worterfindung<br />

aus dem Jahr 2005 des<br />

Reiseportals Opodo – bucht ein Passagier<br />

Hin- und Rückflug bei unterschiedlichen<br />

Fluggesellschaften. Insbesondere<br />

für Billig- und Ferienflieger bieten sich<br />

derartige Einzelbuchungen an, da die Preise<br />

nach Route, Tag und Airline stark schwanken<br />

können. Das Kombinieren ist aber auch auf<br />

hochfrequentierten Routen lukrativ, wie etwa<br />

nach Palma de Mallorca. Dadurch lassen sich<br />

leicht 20 bis 30 Prozent beim Ticketkauf sparen.<br />

Solche Angebote sind natürlich auch über die<br />

<strong>ADAC</strong> Reisebüros zu beziehen.<br />

Welche Zusatzkosten werden<br />

bei der Anmietung eines<br />

Mietwagens erhoben?<br />

Je nach Angebot wird eventuell die erste Tankfüllung berechnet<br />

(voll anmieten, leer abgeben). Hier zahlt der Kunde jedoch<br />

meist drauf, da man es nur selten schafft, den Tank tatsächlich<br />

punktgenau leer zu fahren. Somit sollte man immer voll/<br />

voll wählen und kurz vor Abgabe des Wagens volltanken Häufig<br />

sind auch Zusatzgebühren für einen zweiten Fahrer, für<br />

Fahrer unter 20 oder 25 Jahren oder für eine Glas- und Reifenversicherung.<br />

Zusatzkosten entstehen auch, wenn ein Navi, Schneeketten<br />

oder ein Kindersitz hinzugebucht werden sollen.<br />

FOTOS: ISTOCK (8)<br />

Wie kann man Geld bei <strong>Urlaub</strong>saktivitäten<br />

sparen?<br />

Die Sparmöglichkeiten sind vielfältig: Viele Metropolen von<br />

Budapest bis Rom bieten sogenannte City Cards an. Sie enthalten<br />

die Nutzung des öffentlichen<br />

Personennahverkehrs und Eintritt zu<br />

bestimmten Sehenswürdigkeiten.<br />

Zudem gibt es häufig Tage, an<br />

denen der Eintritt zu Museen<br />

kostenlos oder ermäßigt ist.<br />

Musicalveranstalter gewähren<br />

häufig Rabatte beim<br />

Kauf von Last-Minute-<br />

Tickets (bis zu<br />

50 Prozent).<br />

Wie kann man umweltfreundliche<br />

Hotels buchen?<br />

Es gibt eine Reihe seriöser Auszeichnungen<br />

und Zertifikate, die bescheinigen, dass ein Hotel<br />

bestimmte Nachhaltigkeits- bzw. Umweltstandards<br />

einhält. Etwa das EU-Ecolabel oder das Green-Key-<br />

Symbol. Derart ausgezeichnete Hotels kann man bei<br />

führenden Veranstaltern buchen. DERTOUR weist auf<br />

diese Hotels speziell in der Inhaltsangabe<br />

seiner Kataloge hin.<br />

Wie hoch sind die Roaming-<br />

Gebühren innerhalb der EU?<br />

Ratgeber Experten-Tipp<br />

Die Europäische Union hat zum Mai dieses Jahres die Aufschläge<br />

fürs Roaming – die Handynutzung im Ausland – gedeckelt. Derzeit<br />

zahlt man innerhalb der EU den nationalen Tarif plus geringe<br />

Maximalgebühren. Pro abgehenden Anruf<br />

dürfen maximal 0,05 Euro aufgeschlagen<br />

werden, ebenso für jedes MB, das man<br />

herunterlädt. Für ausgehende SMS<br />

fallen maximal 0,02 Euro extra an.<br />

Ab Juni 2017 dürfen überhaupt keine<br />

Roaming-Aufschläge mehr<br />

berechnet werden. Je nach<br />

Anbieter ist es möglich,<br />

für bestimmte Regionen<br />

– EU, Europa, USA<br />

etc. – Zusatzpakete zu<br />

buchen, die Kosten<br />

sparen helfen.<br />

Mehr Informationen<br />

bei Ihrem<br />

Netzanbieter.<br />

Praktische <strong>ADAC</strong> Reisetipps:<br />

bit.ly/1KQM3yT<br />

Schicken Sie uns Ihre Fragen an:<br />

redaktion@adac-urlaub.net<br />

Seite<br />

scannen,<br />

mehr<br />

erfahren<br />

Was ist bei Speisen und Getränken<br />

zu beachten?<br />

Kontaminierte Speisen und Getränke<br />

sind häufig Ursache für<br />

Durchfallerkrankungen, vor allem<br />

bei Fernreisen nach Afrika, Asien<br />

und Südamerika. Reisemediziner<br />

raten daher: nur<br />

essen und trinken, was<br />

gekocht wurde oder<br />

was man schälen<br />

kann. Besonders<br />

vom Genuss von<br />

Speiseeis, Eiswürfeln<br />

und Leitungswasser wird<br />

je nach <strong>Urlaub</strong>sland abgeraten.<br />

Besser ist es,<br />

nur abgepacktes Wasser<br />

zu nutzen, auch für das<br />

Zähneputzen.<br />

40 5 / <strong>2016</strong><br />

5 / <strong>2016</strong> 41


Spezial Weinwanderungen<br />

Moselsteig<br />

Zum<br />

Weinen<br />

schön!<br />

Wenn sich die Blätter färben, ist<br />

es Zeit, dorthin zu gehen, wo der<br />

Wein wächst. Zusammen mit dem<br />

Deutschen Weininstitut präsentiert<br />

<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> sieben ausgesuchte<br />

Panorama- und Genuss-Wanderungen<br />

durch deutsche Reblagen Text Norbert Nolte<br />

Don’t drink and drive“ – eine Selbstverständlichkeit.<br />

Für „Don’t drink and<br />

walk“ gilt das nicht im selben Maße.<br />

Zumindest nicht auf jenen Wanderrouten, die<br />

in Deutschlands Weingebieten liegen. Denn<br />

Genießer-Ecken an Main, Mosel, Neckar oder<br />

Rhein laden geradezu dazu ein, sich bei einer<br />

Jause auch einen Schoppen zu gönnen.<br />

13 große Weinanbaugebiete mit insgesamt<br />

mehr als 100.000 Hektar Ertragsfläche<br />

und ganz unterschiedlichen Klima- und<br />

Bodenbedingungen gibt es. Im Westen und<br />

Südwesten: Ahr, Baden, Franken, die Hessische<br />

Bergstraße, Mittelrhein, Mosel, Nahe,<br />

Pfalz, Rheingau, Rheinhessen und Württemberg.<br />

Im Osten: Saale-Unstrut und Sachsen.<br />

Natürlich werden auch an anderen Orten<br />

Reben gezüchtet, sogar in Hamburg oder<br />

auf der Nordsee-Insel Sylt. Wanderungen<br />

dort wären aber schnell zu Ende.<br />

Wahre Weinwanderungen folgen meist<br />

ausgeschriebenen Routen mit mehreren<br />

Stationen, darunter Wirtschaften und Unterkünfte,<br />

an denen kulinarische Spezialitäten<br />

und regionale Weine verkostet werden<br />

können. Dazu kommen Hintergrundinformationen.<br />

Das Wandern ist so weniger<br />

sportliche Herausforderung, vielmehr steht<br />

das Beisammensein im Vordergrund – gepaart<br />

mit etwas Bewegung an frischer Luft,<br />

malerischen Landschaften und Ausblicken<br />

von den Weinbergen in die Weite.<br />

Wie sagte schon Theodor Storm? „Der<br />

Nebel steigt, es fällt das Laub / Schenk ein<br />

den Wein, den holden! / Wir wollen uns den<br />

grauen Tag / Vergolden, ja vergolden!“<br />

Der weiß-gelb markierte Moselsteig begleitet<br />

den Fluss von Perl an der deutsch-französischluxemburgischen<br />

Grenze bis zur Mündung<br />

am Deutschen Eck in Koblenz. Das heißt:<br />

320 Kilometer, 24 Etappen zwischen 11 und<br />

24 Kilometern, und links und rechts sind<br />

Seitensprünge möglich. Das ist anspruchsvoll,<br />

aber auch immer wieder ein Geschenk:<br />

Man streift durch urige Wälder, Weinberge<br />

sowie 2000 Jahre Geschichte von den Kelten<br />

bis heute. Dazu kann man seltene Tiere, etwa<br />

Apollofalter oder Smaragdeidechse, entdecken<br />

– und den größten wild wachsenden Buchsbaumbestand<br />

nördlich der Alpen. Die anstrengende,<br />

aber liebliche Strecke zwischen<br />

Trittenheim und Minheim (25 Kilometer, 600<br />

Höhenmeter) ist hervorzuheben, hier finden<br />

sich Megalithen und als Teil des – auch entsprechend<br />

beschilderten – Römersteiges natürlich<br />

Funde aus der Römerzeit sowie mittelalterliche<br />

Schieferdächer und diverse Brücken,<br />

welche die Mosel direkt erlebbar machen.<br />

Der schönste Rundblick ergibt sich aus den<br />

Weinbergsteillagen bei Wiltingen, erreichbar<br />

über den Saar-Weinwanderweg. Direkt am<br />

Fuße des Altenbergs liegt übrigens das Weingut<br />

von Othegraven. Besitzer: Günther Jauch.<br />

Mehr erfahren Sie unter:<br />

bit.ly/29FXfl0<br />

Erlebnispfad<br />

„Wein und Stein“<br />

70 Stationen auf knapp sieben Kilometern<br />

der Hessischen Bergstraße – geballte Information.<br />

Im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald<br />

finden Wanderer Wissenswertes zum<br />

Wein, aber auch zu Geologie, Klima und Kultur<br />

dieser Region. Was also ist ein Terroir? Wie<br />

lebt die Reblaus? Wie duften die Aromen des<br />

Weines? Und was hat die menschliche Atmung<br />

mit der Gärung des Weines zu tun? Start und<br />

Ziel der lehrreichen, auch mit Kinderwagen zu<br />

absolvierenden Strecke ist der Winzerbrunnen<br />

am Le-Chesnay-Platz im hessischen Heppenheim.<br />

Der mit dem Logo des Geoparks – grüner<br />

Kreis mit innenliegenden geschwungenen<br />

Linien bzw. Wappen der Bergsträßer Winzer<br />

– gekennzeichnete Weg führt durch Weinlagen<br />

sowie Pfirsich-, Mandel- und Feigenbäume.<br />

Hinzu kommen zwei „Vino-Kinos“ und 14<br />

Kunstwerke, etwa Bildhauerarbeiten in Granit.<br />

Der schönste Blick ist der vom Bensheimer<br />

Paulus, bei dem Weinbergshäuschen die Weinberge<br />

sprenkeln – etwa zehn Kilometer von<br />

Heppenheim entfernt.<br />

Mehr erfahren Sie unter:<br />

bit.ly/29NDPpH<br />

42 5 / <strong>2016</strong><br />

5 / <strong>2016</strong> 43


Spezial Weinwanderungen<br />

Rheinsteig Mittelrhein<br />

Natürlich kann man den wundervollen Rheinsteig<br />

wandern – 320 Kilometer, das blaue<br />

Quadrat mit weiß geschwungener Linie weist<br />

den Weg (oder die Touren-App Rheinland-<br />

Pfalz, kostenlos für Android wie iOS). Die<br />

15. Etappe von St. Goarshausen nach Kaub<br />

aber zählt zu den schönsten Wanderrouten<br />

im Rheintal. Mit 823 Höhenmetern ist es<br />

Wandern mit Niveau und unvergleichlichen<br />

Aussichten auf Höhepunkte des Weltkulturerbes<br />

Mittelrhein. Auf federnden Waldböden<br />

und durch verwilderte Weinberge erlebt<br />

man Burg Katz, die Loreley und einen Abstieg<br />

durch steil terrassierte Weinberge. Wer<br />

danach noch nicht trunken vor Schönheit<br />

ist, Rüdesheim – die deutsche Weinstadt,<br />

wo die 50er Jahre einfach nie zu Ende gehen<br />

– liegt etwa 20 Kilometer entfernt.<br />

Das schönste Panorama bietet sich vom Wingertshäusje<br />

in Leutesdorf, etwa 60 Kilometer<br />

von St. Goarshausen entfernt. Steile Hänge, der<br />

Vulkan Hohe Buche, die Ruine Hammerstein<br />

auf massivem Fels – mehr Rhein geht kaum.<br />

Mehr erfahren Sie unter:<br />

bit.ly/29OUFHX<br />

Auf einen Blick: die Strecken und ihre Längen, Höhenmeter und Gehzeiten<br />

1<br />

3<br />

5<br />

2<br />

7<br />

6<br />

4<br />

1 Moselsteig<br />

24 Tagesetappen, 320 km Streckenlänge,<br />

14.000 Höhenmeter, 130 Stunden Gehzeit<br />

2 Erlebnispfad „Wein und Stein“<br />

1 Tagesetappe, 6,9 km Streckenlänge,<br />

110 Höhenmeter, 4 Stunden Gehzeit<br />

3 Rheinsteig Mittelrhein<br />

1 Tagesetappe, 22,4 km Streckenlänge,<br />

823 Höhenmeter, 6,5 Stunden Gehzeit<br />

4 Fränkischer Rotwein-Wanderweg<br />

6 Tagesetappen, 70 km Streckenlänge,<br />

2800 Höhenmeter, 24 Stunden Gehzeit<br />

5 Pälzer Keschdeweg<br />

4 Tagesetappen, 64 km Streckenlänge,<br />

1500 Höhenmeter, 16 Stunden Gehzeit<br />

6 Stuttgarter Weinwanderweg<br />

1 Tagesetappe, 11 km Streckenlänge,<br />

310 Höhenmeter, 3,75 Stunden Gehzeit<br />

7 Ortenauer Weinpfad<br />

7 Tagesetappen, 100,5 km Streckenlänge,<br />

2950 Höhenmeter, 34 Stunden Gehzeit<br />

Fränkischer Rotwein-Wanderweg<br />

Seit 1990 verbindet der 70 Kilometer lange<br />

Fränkische Rotwein-Wanderweg die Weinlagen<br />

in Churfranken. Er beginnt südlich von<br />

Aschaffenburg in Großwallstadt am Mainufer,<br />

wer stets der Markierung mit dem Rotweinglas<br />

folgt, schließt die Wanderung im Bürgstadter<br />

Centgrafenberg ab. Da dies an einem<br />

Tag ein Gewaltmarsch wäre, gibt es insgesamt<br />

sechs Etappen, die in gut eineinhalb bis gut<br />

sechs Stunden zu bewältigen sind. Neben den<br />

Weinlagen, Fachwerkhäusern, Seen, Wäldern,<br />

Kapellen und Bergschwimmbädern bietet sich<br />

ein Besuch des Kräutergartens auf der ehemaligen<br />

Rebfläche der Stadt Erlenbach am<br />

Main an, wo jene Kräuter wachsen, die dem<br />

Churfranken-Bitter seinen Geschmack geben,<br />

die man dort auch selbst ernten kann. Daneben<br />

befindet sich eine Stahlleiter, die zum<br />

oberen Zugang des Churfrankensteigs führt.<br />

Wer die Ausblicke von dort oben genießen<br />

will, muss jedoch schwindelfrei sowie tritt-,<br />

treppen- und leitersicher sein: Der schmale<br />

Pfad führt wortwörtlich über Stock und Stein.<br />

Die schönste Aussicht in Franken ist jedoch<br />

nicht auf dieser Tour zu finden, sie bietet der<br />

Casteller Schlossberg, der vom gleichnamigen<br />

Schlossplatz aus erreichbar ist.<br />

Mehr erfahren Sie unter:<br />

bit.ly/2a0Xiau<br />

Pälzer Keschdeweg<br />

Der Weg, dessen Markierung nicht ohne Grund<br />

eine Kastanie kennzeichnet, führt durch das<br />

Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald<br />

hinaus ins sonnige Weinland. Und vorbei an<br />

vielen Esskastanien, die im Herbst Früchte<br />

tragen. Die Römer brachten das mediterrane<br />

Gewächs – zusammen mit dem Wein – in die<br />

Pfalz, wo es bis heute „Keschde“ genannt wird<br />

oder gleich „Keschdlichkeit“. Den Weg kennzeichnen<br />

fast durchweg von Weinlaub umrankte<br />

Häuserfassaden, hier mal ein Schlösschen,<br />

dort mal ein Weingut und natürlich<br />

immer wieder die bis zu 700 Jahre alten Bäume.<br />

Zusätzlich angeboten werden auch zwei Variationen,<br />

eine Pfälzerwaldtour von 18 Kilometer<br />

Länge und eine elf Kilometer lange Genusstour.<br />

Der schönste Landstrich findet sich wohl im Blick<br />

auf die Villa Ludwigshöhe, Sommerresidenz des<br />

Bayernkönigs Ludwig I. oberhalb des zauberhaften<br />

Weindorfs Rhodt.<br />

Mehr erfahren Sie unter:<br />

bit.ly/2a9CY8j<br />

Angebote<br />

An der Mosel<br />

Krone Riesling, Trittenheim<br />

Direkt am Moselufer gelegenes und<br />

historisch anmutendes Drei-Sterne-<br />

Haus, das von Weinbergen umgeben<br />

der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge<br />

und Wanderungen ist.<br />

ab 86 € / pro Person für 3 Tage<br />

im DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: Neckermann<br />

Im Spessart<br />

Michel Hotel, Heppenheim<br />

Am Rande der Altstadt angesiedelt,<br />

bietet das Michel Hotel komfortable<br />

Zimmer mit individuell regelbarer<br />

Klimaanlage, Internetzugang und die<br />

rustikale Bar „Nibelungen“.<br />

ab 39 € / pro Nacht und<br />

Person im DZ / Eigenanreise<br />

Veranstalter: TUI<br />

Am Rhein<br />

Weinhotel Landsknecht, St. Goar<br />

Familiär geführtes Haus mit Flair<br />

direkt am Rhein mit romantischem<br />

Garten, Restaurant auf der Rhein-<br />

Terrasse und Vinothek mit Weinen<br />

vom eigenen Gut.<br />

ab 65 € / pro Nacht und Person<br />

im DZ „Rheinseite“ inkl. Frühstück /<br />

Eigenanreise<br />

Veranstalter: DERTOUR<br />

44 5 / <strong>2016</strong><br />

Änderungen vorbehalten<br />

Beratung und Buchung in Ihrem<br />

<strong>ADAC</strong> Reisebüro siehe S. 49


Spezial Weinwanderungen<br />

Fotorätsel Gewinnspiel<br />

Experten-Tipp<br />

Hans-Jürgen Gündra vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro<br />

in Ludwigshafen über die richtige Ausrüstung<br />

beim Wandern<br />

Stuttgarter Weinwanderweg<br />

Direkt am Neckarhafen startet die beeindruckendste<br />

der insgesamt fünf Routen des<br />

Stuttgarter Weinwanderweges. Den Weg von<br />

Obertürkheim über Uhlbach, Rotenberg und<br />

den südlich geöffneten Talkessel nach Untertürkheim<br />

zeigt ein Glas mit davor stilisierten<br />

roten Trauben. Er führt über steile Weinhänge,<br />

vorbei an überragenden Kirchen,<br />

durch das bis Ende November zu besichtigende<br />

Weinbaumuseum mit Exponaten aus<br />

2000 Jahren Weinbaugeschichte zum Rotenberger<br />

Kelter des „Collegiums Wirtemberg“,<br />

wo die Weingärtner nach dem Motto „5 für<br />

5“ anbieten, für 5 Euro fünf Weine eigener<br />

Ortenauer Weinpfad<br />

Blaue Trauben auf roter Raute in weißem<br />

Rechteck mit roten Linien links und rechts<br />

– das Kennzeichen des Ortenauer Weinpfades,<br />

der 120 Kilometer lang von Gernsbach<br />

im Murgtal über die Kurstadt Baden-Baden<br />

und Gengenbach durch die Weinberge am<br />

Westrand des Schwarzwaldes nach Diersburg<br />

südlich von Offenburg führt. Der Pfad ist wie<br />

gewachsen für die Kombination aus körperlicher<br />

Aktivität und genussvollem Entdecken:<br />

Zwischen den Weinbergen thronen Burgen<br />

und Schlösser, Ruinen und Wallfahrtskapellen,<br />

wellige Streuobstwiesen und sportliche<br />

Steigungen wechseln sich ab, zu Hauf gibt<br />

es aber kleine Winzerorte mit malerischen<br />

Fachwerkhäusern, deren Straußwirtschaften<br />

Viertele und Vesper bieten.<br />

Die schönste Sicht gibt es von dem von Meersburg<br />

zu erreichenden Ehrenmal Lerchenberg,<br />

nämlich den Blick auf Bodensee, Konstanz, die<br />

Insel Mainau und die Berggipfel von Vorarlberg.<br />

Vom Ziel des Ortenauer Weinpfades ist es<br />

allerdings gut 150 Kilometer entfernt.<br />

Mehr erfahren Sie unter:<br />

bit.ly/29OJFrK<br />

Wahl zu probieren. Die anspruchsvollen<br />

Anstiege erfordern Kondition, es gibt aber<br />

auch leichtere Ausweichmöglichkeiten. Da<br />

die Strecke überwiegend durch Weinberge<br />

führt, gibt es wenig Schatten.<br />

Über die schönste Rundsicht streiten Experten:<br />

entweder auf dem Weg bei der Grabkapelle auf<br />

dem Württemberg oder von der gut zehn Kilometer<br />

entfernten, mit mehr als 100 Stufen zu erklimmenden<br />

Himmelsleiter, oberhalb von Besigheim<br />

über dem Zusammenfluss von Neckar und Enz.<br />

Mehr erfahren Sie unter:<br />

bit.ly/29OUSei<br />

Beim Wandern ist auf jeden Fall festes Schuhwerk<br />

angesagt. Ob leichtere Trekkingschuhe<br />

oder den Knöchel umschließende Wanderschuhe,<br />

das ist abhängig von der Strecke und<br />

dem Schwierigkeitsgrad der Wanderung. Tourenstöcke<br />

schwingen im flachen Gelände locker<br />

mit, beim Auf- und Abstieg geben sie Halt.<br />

Für eine Tageswanderung genügt ein leichter<br />

Rucksack mit Regenjacke und einem Shirt zum<br />

Wechseln – sogenannte Funktionswäsche ist<br />

ideal. Ich nehme zudem gern 1,5 Liter Wasser<br />

mit und ein paar Knabbereien für unterwegs.<br />

Und nicht vergessen: Sonnenschutz – den<br />

braucht man im Sommer auch bei bedecktem<br />

Himmel! Und natürlich die Wanderkarte …<br />

<strong>ADAC</strong> Wanderführer:<br />

bit.ly/29IErxp<br />

<strong>ADAC</strong> Wanderführer<br />

App: bit.ly/29OUpZy<br />

Seite<br />

scannen,<br />

mehr<br />

erfahren<br />

FOTOS: <strong>ADAC</strong> E.V., DEUTSCHES WEININSTITUT DWI (9), HOTEL KRONE RIESLING, MICHEL HOTEL HEPPENHEIM, WEINHOTEL LANDSKNECHT<br />

FOTOS: <strong>ADAC</strong> E.V., DEUTSCHES WEININSTITUT, MAURITIUS IMAGES, ISTOCK<br />

Gewinnspiel<br />

Irgendwo in Deutschland. Aber wo?<br />

Machen Sie mit! In jeder <strong>Ausgabe</strong> von <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> präsentieren wir einen<br />

markanten Ort aus ungewohnter Perspektive. Wer ihn erkennt, kann gewinnen …<br />

<strong>Urlaub</strong>, das bedeutet für viele Menschen ganz schnell irgendwohin kommen, wo<br />

man dann ausreichend Ruhe findet. Diese Mischung aus Be- und Entschleunigung<br />

kann man aber auch vor der eigenen Haustür finden, etwa in einer Großskulptur<br />

des Hamburger Künstlerduos Heike Mutter und Ulrich Genth. Sieht man sie das erste<br />

Mal aus der Ferne, denkt man automatisch an eine Achterbahn, an schnittige Kurven,<br />

Loopings und Zentrifugalkräfte. Vor Ort wird einem allerdings klar, dass diese<br />

20 Meter hohe Skulptur nur langsam zu Fuß zu erobern ist, über 349 Gitterroste als<br />

Stufen. Sind viele Besucher dort, maximal erlaubt sind 195, kann es gar zum Stillstand<br />

kommen. Belohnt wird man dann mit einem Panoramablick auf eine Region, in der<br />

u. a. Stahl und Zink produziert wurden, weshalb das begehbare Kunstwerk als historische<br />

Reminiszenz aus verzinktem Stahl errichtet wurde. Wo steht es, wie heißt es?<br />

Auflösung Heft 4/<strong>2016</strong><br />

Gesucht war: Pilsumer Leuchtturm, Ostfriesland, Niedersachsen<br />

Die Gewinner der drei umfangreichen <strong>ADAC</strong> Reisepakete wurden von uns<br />

inzwischen per Post benachrichtigt.<br />

Der Turm wurde bundesweit bekannt durch seine Rolle als Wohnung des Fremdenführers<br />

Otto Groß in dem Film „Otto – der Außerfriesische“ aus dem Jahr 1989.<br />

Teilnahmebedingungen Schicken Sie eine Postkarte an: <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> Magazin,<br />

Stichwort: Gewinnspiel – Heft 5/<strong>2016</strong>, Pastorenstraße 16 –18, 20459 Hamburg.<br />

Oder mailen Sie an: gewinnspiel@adac-urlaub.net, Betreff: Gewinnspiel –<br />

Heft 5/<strong>2016</strong>. Einsendeschluss ist der 04.10.<strong>2016</strong>.<br />

Bitte geben Sie Ihre Adresse und die Ihres <strong>ADAC</strong> Reisebüros an. Wenn Sie<br />

gewinnen, wird Ihnen der Gewinn dort ausgehändigt.<br />

+<br />

Gewinnen Sie<br />

1 von 4<br />

Reisepaketen<br />

bestehend aus einem Picknick-Rucksack<br />

des Deutschen Weininstitut & einem<br />

<strong>ADAC</strong> Reisefüher plus<br />

„Thüringen“<br />

Teilnehmen kann jede(r) Volljährige. Mitarbeiter der <strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen und Reisebüros sowie verbundener<br />

Unternehmen und Agenturen können leider nicht teilnehmen. Der Gewinn wird unter allen Teilnehmern<br />

ausgelost, Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Adressdaten werden nur für die Durchführung des<br />

Gewinnspiels verwendet und ansonsten nicht an Dritte weitergegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Eine Barauszahlung sowie ein Umtausch des Gewinns sind nicht möglich. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist<br />

kostenlos und der Rechtsweg ausgeschlossen.<br />

46 5 / <strong>2016</strong><br />

5 / <strong>2016</strong> 47


und Hütchenspielern<br />

kilometerlange Küste<br />

Seite<br />

sca nen,<br />

mehr<br />

erfahren<br />

www.adac-reisebuero.de · <strong>Ausgabe</strong> 3/ <strong>2016</strong><br />

* Guten Appetit!<br />

Reisebüro Regional<br />

Vor Ort Reisebüro<br />

Westküste der USA<br />

Von Hippies, Hollywood<br />

Salam alaikum, Oman<br />

Wo Sindbad zu Hause war:<br />

das märchenhafte Sultanat am Golf<br />

Dänische Ferienhäuser<br />

Eigene vier Wände – plus<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

Inspiration. Tipps. Angebote. Das Magazin der <strong>ADAC</strong> Reisebüros<br />

Impressum<br />

Das Team des <strong>ADAC</strong> ServiceCenters in Siegen<br />

Der <strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong><br />

Willkommen im <strong>ADAC</strong> ServiceCenter Siegen<br />

Der <strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong> ist einer<br />

von 18 Regionalclubs des<br />

<strong>ADAC</strong> e.V.. Gegründet 1904,<br />

feierte er bereits vor 12 Jahren seinen<br />

100. Geburtstag. Insgesamt betreuen<br />

15 <strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen Mitglieder<br />

und Kunden. 13 verfügen auch über<br />

ein Reisebüro, in denen Reisen aller<br />

namhaften Veranstalter gebucht werden<br />

können. Nach und nach stellen sich hier<br />

die Reisebüros und ihre Standorte vor.<br />

Ganz in der Nähe der Ausfahrt zur<br />

Autobahn Siegen-Süd befindet sich das<br />

<strong>ADAC</strong> ServiceCenter Siegen mit seinem<br />

Servicebereich, dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro<br />

und dem Technischen Prüfzentrum.<br />

Sieben Mitarbeiter stehen den Kunden<br />

aus der Region bei allen <strong>ADAC</strong> Leistungen<br />

mit Rat und Tat zur Seite.<br />

Siegen, im Dreiländereck Hessen,<br />

Rheinland-Pfalz und Nordrhein-<br />

<strong>Westfalen</strong> gelegen, bietet selbst<br />

einige touristische Highlights. So<br />

wird der Altstadtkern vom mittelalterlichen<br />

Schloss geprägt, das dauerhaft<br />

neun Gemälde des barocken Malergenies<br />

Peter Paul Rubens ausstellt.<br />

Der Grund: Bis ins 20. Jahrhundert<br />

wetteiferten Antwerpen, Köln und<br />

Siegen um den Titel der „Rubens-<br />

Geburtsstadt“. Ein holländischer<br />

Archivar brachte schließlich die<br />

Wahrheit ans Licht: Der Maler wurde<br />

am 28. Juni 1577 in Siegen geboren.<br />

Unter dem Schlosshof wurde im<br />

Jahr 1938 in 14 Metern Tiefe ein<br />

Schaubergwerk eingerichtet, das in<br />

einem Stollen auf etwa 150 Meter<br />

Blickpunkt <strong>Westfalen</strong> –<br />

Kult, Kultur und Kirmes<br />

Ausflugs- und Freizeittipps<br />

<strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong> e.V.<br />

Freizeit-Service<br />

„Blickpunkt<br />

<strong>Westfalen</strong>“<br />

Kostenlos in<br />

Ihrem <strong>ADAC</strong><br />

ServiceCenter<br />

erhältlich<br />

Länge die originale Ausstattung eines<br />

Siegerländer Erzbergwerks zeigt. Umgeben<br />

ist das Schloss von einer Parkanlage.<br />

Hier finden besonders sonntags<br />

klassische Konzerte oder folkloristische<br />

Veranstaltungen statt.<br />

In der Umgebung der waldreichsten<br />

Stadt Deutschlands gibt es zahlreiche<br />

Wandermöglichkeiten und Ausflugsziele<br />

wie den Rothaarsteig. Eine Besonderheit<br />

sind die Grubenwanderwege.<br />

Hier können Wanderer alte Stollen und<br />

Gruben unmittelbar erleben. Weitere<br />

Tipps zu Themen wie „Berge, Türme<br />

und Halden“ oder „Kult, Kultur und<br />

Kirmes“ finden Reisende in den <strong>ADAC</strong><br />

Broschüren „Blickpunkt <strong>Westfalen</strong>“. Sie<br />

sind kostenlos bei den Mitarbeitern im<br />

<strong>ADAC</strong> ServiceCenter Siegen erhältlich.<br />

FOTO: G. METZ, <strong>ADAC</strong> E.V.<br />

Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern<br />

Reisebüro-Hotline: (02 31) 5 49 91 30 (Mo.–Fr. 8.30 –17.30 Uhr)<br />

<strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen & Reisebüros des <strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong><br />

Arnsberg<br />

Graf-Gottfried-Straße 20,<br />

59755 Arnsberg<br />

(0 29 32) 2 79 79<br />

rb.arnsberg@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr<br />

Bochum<br />

Ferdinandstraße 17,<br />

44789 Bochum<br />

(02 34) 33 70 16<br />

rb.bochum@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 9–12 Uhr<br />

Bottrop<br />

Schützenstraße 3,<br />

46236 Bottrop<br />

(0 20 41) 2 80 32<br />

rb.bottrop@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–13 Uhr / 14–18 Uhr<br />

Dortmund<br />

Freie-Vogel-Straße 393,<br />

44269 Dortmund<br />

(02 31) 5 49 91 35<br />

rb.dortmund@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Dortmund-Süd<br />

Ruhrallee 98,<br />

44139 Dortmund<br />

(02 31) 1 29 78 42<br />

rb.dortmundsued<br />

@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr<br />

Gelsenkirchen<br />

Daimlerstraße 1,<br />

45891 Gelsenkirchen<br />

(02 09) 77 70 31<br />

rb.gelsenkirchen<br />

@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Hagen<br />

Körnerstraße 62,<br />

58095 Hagen<br />

(0 23 31) 2 89 80<br />

rb.hagen@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Hamm<br />

Sternstraße 4,<br />

59065 Hamm<br />

(0 23 81) 1 33 89<br />

rb.hamm@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Lüdenscheid<br />

Knapper Straße 26,<br />

58507 Lüdenscheid<br />

(0 23 51) 2 66 87<br />

rb.luedenscheid<br />

@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Messe „Hund & Pferd“<br />

Einfach tierisch<br />

Die „Hund & Pferd“ bringt auch <strong>2016</strong> die beliebtesten<br />

Freizeitpartner auf einer Messe zusammen:<br />

Pferde- und Hundefreunden wird ein pralles<br />

Programm geboten, etwa die größte Hundeausstellung<br />

Deutschlands. Insgesamt halten rund 370 Pferde und<br />

10.000 Hunde alle mit ihrem Nonstop-Programm in Atem.<br />

Dortmunder <strong>Westfalen</strong>hallen, 14. bis 16. Oktober <strong>2016</strong><br />

<strong>ADAC</strong> Mitglieder erhalten in Geschäftsstellen und Reisebüros<br />

im Vorverkauf Rabatt: Tageskarte Erwachsene 9 €<br />

(statt 13 €), Schüler/Student 8 € (statt 10 €), Kinder 6 bis<br />

12 Jahre 4,50 € (statt 6 €), Hund 1,80 € (statt 3 €). Den<br />

<strong>ADAC</strong> Messestand finden Sie in Halle 5.<br />

Münster<br />

Weseler Straße 539,<br />

48163 Münster<br />

(02 51) 53 10 72<br />

rb.muenster@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Recklinghausen<br />

Martinistraße 11,<br />

45657 Recklinghausen<br />

(0 23 61) 18 13 91<br />

rb.recklinghausen<br />

@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Siegen<br />

Leimbachstraße 189,<br />

57074 Siegen<br />

(02 71) 33 10 02<br />

rb.siegen@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 9–12 Uhr<br />

Soest<br />

Arnsberger Straße 7,<br />

59494 Soest<br />

(0 29 21) 41 16<br />

rb.soest@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Chúc ngon miêng! *<br />

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kostenlos<br />

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aus dem das feinste Essen der Welt stammt<br />

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mit Reportagen,<br />

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vielen Tipps<br />

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Erhältlich in den<br />

<strong>ADAC</strong> Reisebüros<br />

Ihrer Region!<br />

Herausgeber der Regionalseiten:<br />

<strong>ADAC</strong> Berlin-Brandenburg e. V., 10717 Berlin<br />

<strong>ADAC</strong> Hansa e. V., 20097 Hamburg<br />

<strong>ADAC</strong> Hessen-Thüringen e. V., 60528 Frankfurt<br />

<strong>ADAC</strong> Mittelrhein e. V., 56068 Koblenz<br />

<strong>ADAC</strong> Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V.,<br />

30880 Laatzen<br />

<strong>ADAC</strong> Nordbaden e. V., 76135 Karlsruhe<br />

<strong>ADAC</strong> Nordbayern e. V., 90491 Nürnberg<br />

<strong>ADAC</strong> Nordrhein e. V., 50963 Köln<br />

<strong>ADAC</strong> Pfalz e. V., 67433 Neustadt/Weinstraße<br />

<strong>ADAC</strong> Saarland e. V., 66117 Saarbrücken<br />

<strong>ADAC</strong> Sachsen e. V., 01307 Dresden<br />

<strong>ADAC</strong> Schleswig-Holstein e. V., 24114 Kiel<br />

<strong>ADAC</strong> Südbaden e. V., 79098 Freiburg<br />

<strong>ADAC</strong> Südbayern e. V., 80339 München<br />

<strong>ADAC</strong> Weser-Ems e. V., 28207 Bremen<br />

<strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong> e. V., 44269 Dortmund<br />

<strong>ADAC</strong> Württemberg e. V., 70190 Stuttgart<br />

Objektleitung:<br />

Michael Buss<br />

Stellvertretende Objektleitung:<br />

Stephan Baltes<br />

Projektmanagement <strong>ADAC</strong>:<br />

Annika Schön<br />

Verlag und Redaktion:<br />

Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG<br />

Leuschnerstraße 1, 70174 Stuttgart<br />

Verlagsleitung:<br />

Ulli Hartmann<br />

Gültige Anzeigenpreisliste:<br />

Nr. 03 vom 01.01.<strong>2016</strong><br />

Produktionsleitung:<br />

Lukas Kramer (verantwortlich),<br />

Justus von Wedekind<br />

Anzeigenleitung<br />

Lukas Kramer (verantwortlich)<br />

E-Mail: lkramer@blueboxtrade.com<br />

Tel.: +49 (0 40) 87 88 66 110<br />

Chefredaktion:<br />

Diddo Ramm (verantwortlich)<br />

Redaktionsleitung:<br />

Helmut Ziegler<br />

Redaktionelle Mitarbeit:<br />

Matthias Frings, Susanne Hoffs,<br />

Christofer Knaak, Volker Marquardt,<br />

Liisi Mölder, Norbert Nolte, Fabian Weiss<br />

Art Direktion:<br />

Dennis Bock<br />

Bildredaktion:<br />

Olaf Rößler, Vika Yarmilko<br />

E-Mail:<br />

redaktion@adac-urlaub.net<br />

Internet:<br />

www.adac-reisebuero.de<br />

Druck:<br />

Vogel Druck und Medienservice<br />

Leibnizstraße 5, 97204 Höchberg<br />

48 5 / <strong>2016</strong><br />

5 / <strong>2016</strong> 49


Vorschau<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

Die nächste <strong>Ausgabe</strong><br />

erscheint am 27. Oktober <strong>2016</strong><br />

Kreuzfahrt<br />

Traumhochzeit auf hoher See:<br />

Wie zwei Paare auf dem Mittelmeer<br />

in den Hafen der Ehe einliefen<br />

Extra<br />

Gewinnspiel<br />

Trendziele 2017<br />

Auf zu neuen Zielen:<br />

Die Redaktion präsentiert<br />

ihre Favoriten für den <strong>Urlaub</strong><br />

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten<br />

Weitere Themen<br />

Laos<br />

Der Kleinstaat, in dem Asien noch<br />

ursprünglich ist – und Entschleunigung ein<br />

Lebensprinzip, Toleranz ein Charakterzug<br />

Marokko<br />

Von quirligen Souks, arabischen<br />

Mosaiken und geheimnisvollen<br />

Schlangenbeschwörern:<br />

Die faszinierend farbige Seite Nordafrikas<br />

50 5 / <strong>2016</strong><br />

Ski-Special<br />

Alles über die Alpen:<br />

Die besten Tipps für<br />

den großen Schneespaß<br />

Plus: Wie Winterurlaub mit<br />

Kindern unbeschwert gelingt<br />

Venedig<br />

Fünf Gründe, sich in diese<br />

malerische, überfüllte, zerfallende,<br />

Lagunenstadt zu verlieben<br />

FOTOS: ISTOCK (3), TUI CRUISES GMBH<br />

In unserem <strong>ADAC</strong> Reisen Katalog „Frühbucher Wohn- und Campmobile“ Sommer 2017 und Winter 2017/18 finden Sie alle Angebote für<br />

die „Camper-Destinationen“ USA und Kanada. Buchen Sie bis zum 13.11.<strong>2016</strong> zu Top-Konditionen und sichern Sie sich schon jetzt einmalige<br />

Frühbucherangebote für Ihren <strong>Urlaub</strong> mit dem Wohn-/Campmobil in 2017/18.<br />

KANADA · WOHNMOBIL<br />

Fraserway Wohnmobil<br />

14 Tage Fraserway Wohnmobil (Typ MH 29/31-S), ab/bis Vancouver,<br />

1. Hotelübernachtung, 1.000 km, Transfers, Gebühren für alle Fahrer,<br />

Camping-Ausstattung, VIP-Versicherung ohne Selbstbeteiligung im<br />

Schadensfall, Haftpflichtversicherung (CAD 5 Mio. Deckungssumme),<br />

bei Belegung mit 4 Personen<br />

Pro Person (bei Buchung bis 30.9.<strong>2016</strong>) ab € 114<br />

Flug mit Lufthansa pro Person ab € 930<br />

Bei Buchung inklusive<br />

q <strong>ADAC</strong> Plus-Mitgliedschaft erhalten<br />

q Umfangreiches Info- und Kartenmaterial<br />

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USA · WOHNMOBIL<br />

Road Bear RV Wohnmobil<br />

14 Tage Road Bear RV Wohnmobil (Typ C26), ab/bis San Francisco,<br />

Transfers, Gebühren für alle Fahrer, Camping-Tisch, VIP-Versicherung<br />

ohne Selbstbeteiligung im Schadensfall, Haftpflichtversicherung<br />

(EUR 1,7 Mio. Deckungssumme), bei Belegung mit 4 Personen<br />

Pro Person (bei Buchung bis 15.9.<strong>2016</strong>) ab € 182<br />

Flug mit Lufthansa pro Person ab € 946<br />

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<strong>ADAC</strong> Reisen, Veranstalter: DER Touristik Frankfurt GmbH & Co. KG, 60424 Frankfurt · AN-1271-16


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werde: Mit den <strong>ADAC</strong> Reiseversicherungen<br />

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Die <strong>ADAC</strong><br />

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Sarah Pingsmann<br />

<strong>ADAC</strong> Mitglied seit 2003<br />

Wertvolle Sicherheit im Doppelpack:<br />

Schutz bei Reiserücktritt und Krankheit!<br />

<strong>ADAC</strong>-Schutzbrief<br />

Versicherungs-AG

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