ADAC Urlaub September-Ausgabe 2016, Westfalen
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Inspiration. Tipps. Angebote.<br />
<strong>Urlaub</strong><br />
www.adac-reisebuero.de · <strong>Ausgabe</strong> 5/ <strong>2016</strong><br />
Das Magazin der <strong>ADAC</strong> Reisebüros<br />
Amerikas wilder Süden<br />
Von San Francisco nach New York<br />
– eine Camper-Reise in XXL<br />
Unter weißen Segeln<br />
Mit dem Klipper in der Karibik:<br />
Das empfiehlt der Pirat seiner Crew<br />
Zum Weinen schön<br />
Panoramawanderungen an<br />
Main und Rhein, Neckar und Mosel<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
Willkommen!<br />
Thüringen<br />
Geheimtipp: Deutschlands kulturelle und grüne Mitte<br />
kann deutlich mehr als nur Bratwurst
Editorial<br />
Eine Karte. All inclusive!<br />
Die <strong>ADAC</strong> Kreditkarte GOLD.<br />
Entspannt: Wertvolle Reise-Rücktrittskosten-Versicherung inklusive!<br />
Praktisch: Weltweit zahlen und Bargeld abheben!<br />
Günstig: 5 % Tank-Rabatt weltweit!<br />
Jetzt informieren und beantragen:<br />
überall beim <strong>ADAC</strong>, telefonisch unter (0 89) 76 76 17 05<br />
oder auf www.adac.de/urlaubskarte<br />
„Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.“<br />
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), deutscher Dichter<br />
Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />
schwupps – schon ist er jetzt, Anfang <strong>September</strong>, vermutlich wieder vorbei:<br />
Ihr <strong>Urlaub</strong>. Zumindest, sofern Sie auf Reisen in den Sommerferien<br />
angewiesen sind. Das Gute daran: Ab jetzt können Sie sich auf den nächsten<br />
freuen. Ideen dafür bieten wir Ihnen etwa für das wunderbare, oft unbekannte<br />
Thüringen (Seite 14), eine Camper-Tour quer durch die USA (Seite 24) oder<br />
zu weinseligen Panorama-Routen (Seite 34).<br />
Bei aller Vorfreude sollte man bedenken: In der griechischen Mythologie gab<br />
es drei Götter für die Zeit. Einen für den Tag. Einen für die Zeit an sich, Chronos.<br />
Und dann war da Kairos, Gott für die günstige Gelegenheit. Vermutlich<br />
hätte er heute mehr denn je zu tun, denn die Tourismusbranche wandelt sich<br />
rapide. Ein Stichwort nur: dynamic pricing. Natürlich gab es das Prinzip sich<br />
verändernder Preise schon früher, etwa bei Last-Minute-Angeboten. Durch<br />
die Digitalisierung mit ihren steuernden Algorithmen aber hat sich viel verändert:<br />
Preise im Internet unterscheiden sich danach, ob Sie vor einem PC<br />
oder Mac sitzen, am Mittwoch oder Donnerstag buchen oder jene Cookies<br />
löschen, welche die Zahl Ihrer Website-Aufrufe abspeichern.<br />
Ebertswiese in Floh-Seligenthal, Thüringen<br />
Ich war …<br />
Matthias Frings<br />
Journalist & Autor<br />
… in Thüringen<br />
Der Berliner liebt Architektur, Design<br />
und Kultur – erlebte in Deutschlands<br />
Mitte also die Formenvielfalt.<br />
Beruhigendes Grün kam en masse<br />
dazu. Sein Bericht: Seite 14<br />
Liisi Mölder<br />
Regisseurin<br />
<strong>ADAC</strong> Finanzdienste GmbH<br />
TITELFOTO: GREGOR LENGLER; FOTOS DIESE SEITE: GREGOR LENGLER, PRIVAT (3)<br />
Vielleicht ist in einer solchen Zeit der Besuch im Reisebüro genau das Richtige.<br />
Sie werden von ausgebildeten Experten persönlich und individuell beraten,<br />
die Ihre Wunschziele ebenso kennen wie die seriösen Veranstalter. Es ist<br />
zudem vergleichsweise bequem, unkompliziert und zeitsparend. Ein weiteres<br />
wichtiges, oft unbekanntes Argument: Die Preise sind absolut vergleichbar,<br />
denn natürlich erhalten auch Internet-Verkäufer Provision. Im Reisebüro<br />
sind die Preise transparent, ohne plötzlich aufpoppende Zuschläge. Und<br />
Schnäppchen findet man dort natürlich auch und erst Recht. In diesem Sinne:<br />
Gute Reisen,<br />
Ihre Redaktion <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong><br />
Schreiben Sie uns: redaktion@adac-urlaub.net<br />
… in den USA<br />
Zusammen mit ihrem Lebensgefährten,<br />
dem Fotografen Fabian Weiss, reiste<br />
sie durch die USA, um das Land und<br />
die Spannung vor den Präsidentschaftswahlen<br />
zu erleben. Seite 24<br />
Christofer Knaak<br />
Reise-Redakteur<br />
… in der Karibik<br />
Der Kreuzfahrt-Experte des Branchenblattes<br />
„Touristik aktuell“ reiste auf<br />
altmodische Art – nämlich unter<br />
knatternden Segeln. Was er mit der<br />
Nase im Wind erlebte: Seite 34<br />
5 / <strong>2016</strong> 3
Jetzt<br />
am Kiosk:<br />
outdoor mit<br />
Skandinavien-<br />
Special<br />
<strong>Urlaub</strong><br />
Inhalt<br />
5 /<strong>2016</strong><br />
14 Thüringen<br />
24 USA<br />
34 Karibik 42 Weinwanderungen<br />
Die neue outdoor-Welt – mehr als nur Wandern:<br />
2 Monate GRATIS testen:<br />
www.outdoor-magazin.com/adac<br />
Auch als E-Paper erhältlich.<br />
Ob Alpentrekking oder Dschungeltrip, ob Wanderung im Schwarzwald oder<br />
Traumtour ans Ende der Welt, ob zu Fuß, per Boot oder Rad: outdoor zeigt<br />
Ihnen die schönsten Touren auf dem Globus sowie das beste Equipment<br />
dafür, von der Funktionsjacke bis zum Trekkingschuh, vom Schlafsack bis<br />
zum Rucksack, von der Stirnlampe bis zum GPS-Gerät. Wer die Natur liebt<br />
und draußen aktiv sein will, der muss outdoor haben.<br />
FOTOS: FABIAN WEISS, GREGOR LENGLER, ISTOCK, THINKSTOCK, DEUTSCHES WEININSTITUT<br />
6 Postkarte aus New England<br />
Wo der Herbst mit Blättern<br />
eine Farborgie feiert<br />
8 Panorama<br />
Neuigkeiten aus aller Welt<br />
14 Thüringen<br />
Deutschlands grüne Mitte<br />
und historische Hochburg<br />
22 Fünf Mal … London<br />
Was Sie in der swingenden<br />
Kapitale erleben sollten<br />
24 USA<br />
Mit dem Camper von San<br />
Francisco nach New York<br />
32 Mein Lieblingsland: Thailand<br />
<strong>ADAC</strong> Reise-Experten stellen<br />
ihre Traumziele vor<br />
34 Karibik<br />
Ein traumhafter Segeltörn<br />
durch ein traumhaftes Revier<br />
40 Fragen & Antworten<br />
<strong>ADAC</strong> Reise-Experten erklären, was<br />
für Reisende wirklich wichtig ist<br />
42 Weinwanderungen<br />
Auf Schusters Rappen zu Reben,<br />
Rhein und rustikalen Restaurants<br />
49 Mein Reisebüro<br />
Ihr Kontakt zu allen <strong>ADAC</strong><br />
Reisebüros in Ihrer Umgebung<br />
49 Impressum<br />
50 Vorschau<br />
Das bringt die nächste<br />
<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong><br />
22<br />
London<br />
Digital<br />
Bilder, Karten, Kontakte<br />
und Videos: Mit <strong>ADAC</strong><br />
<strong>Urlaub</strong> und der LAYAR-<br />
App erweitern Sie das<br />
Magazin um eine neue<br />
Dimension. Mehr Infos<br />
zur LAYAR-App auf<br />
Seite 10. Des Weiteren<br />
finden Sie im Heft Bitly-Kurzlinks, diese<br />
können Sie einfach in Ihren Internet-<br />
Browser eingeben und Sie werden zur<br />
entsprechenden Website weitergeleitet.<br />
Legende<br />
Weblink<br />
Video<br />
Information<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
E-Mail<br />
Kontakt<br />
Ort<br />
5 / <strong>2016</strong> 5
Postkarte<br />
NEUENGLAND, USA<br />
Altweibersommer in XXL<br />
Kennen Sie Hannes Wader? „Heute hier, morgen dort“ ist wohl das bekannteste Lied des<br />
Sängers, mit dem er seit 1972 fast jedes Konzert eröffnet. Was nur wenige wissen: Im Original<br />
stammt der Song von Gary Bolstad und heißt „Indian Summer“. Und er ist nur eine von<br />
vielen musikalischen Huldigungen jenes ungewöhnlich trockenen und warmen Hochdruckgebietes<br />
im frühen Herbst, das vor allem im Mittleren Westen der USA, in Neuengland und<br />
Kanada auftritt. Seine Folge: unendliche Naturschönheit, ein Kaleidoskop der Farben an<br />
den Laubbäumen. Vor allem die Blätter des in Neuengland weit verbreiteten Zucker-Ahorns<br />
wechseln dann vom satten Grün in ein goldenes Gelb, in ein fruchtiges Orange, in ein<br />
kupfergleiches Rot und schließlich in verschiedene Brauntöne. Seine Verbreitung sorgt in<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
Weißer Prachtbau<br />
Das Town House in Strafford, Vermont von 1799<br />
FOTO: GETTY IMAGES<br />
den Wäldern auch für das einzigartig leuchtende Purpurrot, ein Farbspektrum, das in dieser<br />
Vielfalt und Leuchtkraft sonst nicht zu finden ist. Der „Indian Summer“ ist somit eine perfekte<br />
Zeit für Wander-, Trekking- und Kanu-Touren. Vor Ort wird dann angesichts des Zuckers für<br />
die Netzhaut nur der Titel von Hannes Wader leicht variiert: Heute dort, morgen auch.<br />
Schicken Sie uns Ihre Postkarte an: postkarte@adac-urlaub.net<br />
6 5 / <strong>2016</strong><br />
5 / <strong>2016</strong> 7
Panorama Regional<br />
<strong>Urlaub</strong><br />
Panorama<br />
Reisetipps präsentiert von Ihrem <strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong><br />
Portugal<br />
Mit der „MS Magellan“<br />
durch das Tal des Douro<br />
Die „MS Magellan“ ist etwas Besonderes: Das Flusskreuzfahrtschiff<br />
wurde extra für die Passage durch<br />
das Douro-Tal entwickelt. Dabei wurden Breite und<br />
Tiefe des drittlängsten Stroms der iberischen Halbinsel<br />
sowie die jeweiligen Schleusenhöhen berücksichtigt. Trotzdem<br />
muss der Kapitän in engen Flussschleifen und in den<br />
fünf Schleusen dieser Kreuzfahrt besonders exakt navigieren,<br />
denn viel Platz rechts und links vom Bug bleibt nicht.<br />
Eine der Schleusen gehört dabei mit mehr als 30 Metern<br />
Höhenunterschied zu den höchsten Europas – für die Passagiere<br />
ein Erlebnis. Das Schauspiel können sie auf dem geräumigen<br />
Sonnendeck mit ausreichend Platz für Liegen und<br />
Stühle bestaunen. Hier gibt es auch reichlich Schatten, um an<br />
der Reling das Flusspanorama ausgiebig genießen zu können.<br />
Denn das lohnt sich: Spätestens beim Anblick ansteigender<br />
Weinberge, enger Schluchten und steiler Granitfelsen<br />
sind viele Gäste so entschleunigt, dass jeder Alltagsstress<br />
von ihnen abfällt. In Porto – Ausgangs- und Endpunkt der<br />
Flusskreuzfahrt – können sie Landausflüge in die wunderschöne<br />
Altstadt buchen.<br />
Besonders stimmungsvoll ist der nächtliche Trip in<br />
die Metropole oder die Weinprobe bei Vila Nova de Gaia.<br />
Auch der Mateus-Palast in der Nähe von Vila Real beeindruckt<br />
mit seinem Park und der Barockkapelle. Das spanische<br />
Wahrer<br />
Genuss<br />
Echter Portwein<br />
stammt<br />
aus dem<br />
nordportugiesischen<br />
Douro-Tal<br />
Kontaktieren<br />
Sie uns, wir<br />
beraten Sie<br />
gern. Alle<br />
Reisebüros<br />
finden Sie<br />
auf Seite 49<br />
Salamanca mit seinem Muschelhaus und der belebten Plaza<br />
Mayor hinterlässt bei allen Reisenden bleibende Eindrücke.<br />
Nach den Landausflügen können sie sich am kleinen Pool<br />
an Deck der „MS Magellan“ entspannen und die Flusslandschaften<br />
an sich vorbeiziehen lassen.<br />
Experten-Tipp<br />
Carmen Schmahl-Garcia vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in<br />
Siegen über die richtige Kabine. Tel.: (02 71) 33 10 02,<br />
E-Mail: rb.siegen@wfa.adac.de<br />
Insgesamt ist die „MS Magellan“<br />
ein rundum gemütliches<br />
Schiff, bei dem ich wirklich keinen<br />
Plan brauchte, um meine<br />
Kabine zu finden. Alle Kabinen<br />
bieten ausreichend Platz, vor<br />
allem nachdem die großen<br />
Koffer unter den Betten verstaut<br />
sind. Besonders gut<br />
gefallen haben mir die vielen<br />
Ablageflächen und das große<br />
Panoramafenster. Da die „MS<br />
Magellan“ bei Nacht anlegt,<br />
sind oft andere Boote fest mit<br />
ihr vertäut. Das bedeutet: Die<br />
Kabinenfenster des Nachbarschiffs<br />
sind keinen halben<br />
Meter entfernt und nehmen<br />
die Sicht auf den Fluss. Ein<br />
kleiner Tipp: eine gerade Kabinennummer<br />
wählen, dann ist<br />
dies seltener der Fall.<br />
FOTOS: CROISIEUROPE, ISTOCK, PRIVAT<br />
Niedersachsen<br />
Vespas auf Sichtbeton<br />
Museen, die Kraftfahrzeugen huldigen, gibt es einige. Museen, wo Vespas<br />
im Treppenhaus hängen oder Straßenszenen für einzelne Dekaden nachgebaut<br />
wurden, sind dagegen schon seltener. Museen, an die ein Hotel<br />
angeschlossen ist, in dem der Wein in Öl-Kanistern gekühlt wird, sich neben<br />
dem Kamin ein funktionierendes Garagentor befindet<br />
und der Kaffeeautomat auf einer BMW Isetta,<br />
das gibt es nur in Einbeck. Zu dem 2015 eröffneten<br />
PS.Speicher ist nun ein beeindruckender<br />
Batzen an Pferdestärken<br />
dazugekommen: Seit wenigen<br />
Wochen werden jahrzehntealte<br />
Zugmaschinen, Kipper,<br />
Busse, Feuerwehrautos<br />
und andere historische<br />
Nutzfahrzeuge gezeigt.<br />
Wie schrieb die „Süddeutsche<br />
Zeitung“:<br />
„Menschen, die<br />
ihren Autos Namen<br />
geben, sollten mal<br />
nach Einbeck<br />
kommen.“<br />
bit.ly/<br />
29QtCz2<br />
0,94%<br />
bleiben pro Flugticket als Gewinn<br />
bei der Airline. Kostet das Ticket<br />
100 Euro sind es somit 94 Cent.<br />
QUELLE: BUNDESVERBAND DER LUFTVERKEHRSWIRTSCHAFT<br />
Ostsee / Schleswig-Holstein<br />
Schlafen im Strandkorb<br />
Kaum etwas ist beruhigender,<br />
als mit dem Rauschen<br />
der Wellen sanft zu<br />
entschlummern. In sechs<br />
Orten entlang der Ostseeküste<br />
Schleswig-Holsteins<br />
– darunter Fehmarn, Travemünde<br />
und Timmendorfer<br />
Strand – stehen jetzt acht<br />
Strandkörbe, in denen man<br />
am Strand schlafen kann.<br />
Vor Wind und Regen schützt<br />
eine Persenning, Fenster<br />
garantieren Rundum-Blick<br />
auf Meer, Strand und Sterne.<br />
Meldungen Panorama<br />
IN KÜRZE<br />
Österreich<br />
Tiefwärts<br />
2010 wurde die Area 47 eröffnet,<br />
ein Outdoorspielplatz am Eingang<br />
des Tiroler Ötztals. Seither<br />
haben die Macher nicht geruht:<br />
Im Sommer <strong>2016</strong> kommt zu den<br />
Rafting-, Canyoning-,<br />
Kletter- und<br />
Mountainbiking-<br />
Möglichkeiten ein<br />
zusätzlicher See<br />
für Wakeboarder<br />
hinzu sowie eine<br />
Slip’n’Slide-Rutsche – eine<br />
PVC-Plane, auf der Wasser<br />
hinunterläuft und die man<br />
sitzend, liegend oder kniend<br />
rund 17 Meter hinuntersaust,<br />
um dann über den Schanzentisch<br />
ins Wasser zu springen.<br />
Neues aus<br />
dem Reiserecht<br />
Abu Dhabi<br />
Eine neue Hotelabgabe beträgt<br />
vier Prozent der jeweiligen<br />
Rechnung plus umgerechnet<br />
rund 3,60 € pro Nacht.<br />
Hongkong<br />
Seit August zahlen Passagiere<br />
– auch Transitreisende – vom<br />
Chek Lap Kok Airport eine<br />
construction fee. Die Höhe hängt<br />
von der Strecke und Ticketklasse<br />
ab, bei einem Economy-Flug<br />
nach Europa fallen etwa 18 € an.<br />
Norwegen<br />
Neue Flugsteuer für Passagiere:<br />
Pro Person und Abflug kassiert<br />
der Staat 8,50 €.<br />
Rail & Fly<br />
Lufthansa erhöht die Kosten für<br />
die Bahnanreise zum Flughafen<br />
um 4 € pro Strecke auf 33 € für<br />
die einfache Fahrt in der zweiten<br />
und 59 € in der ersten Klasse.<br />
Tansania<br />
Der ostafrikanische Staat plant<br />
die Einführung von 18 Prozent<br />
Mehrwertsteuer auf alle touristischen<br />
Dienstleistungen, Touren,<br />
Safaris und Eintritte.<br />
8 5 / <strong>2016</strong><br />
5 / <strong>2016</strong> 9
Panorama Meldungen<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
<strong>Urlaub</strong><br />
digital erleben<br />
Achten Sie auf<br />
dieses Zeichen<br />
Nutzen Sie die kostenlose<br />
App „Layar“, um mithilfe<br />
von Smartphone oder Tablet<br />
das Magazin zu überraschend<br />
neuem Leben zu erwecken.<br />
Auf Ihrem Bildschirm erscheinen<br />
Videos, Karten,<br />
Bildergalerien, Kontaktdaten und viele<br />
weitere interaktive Inhalte. Viel Spaß!<br />
1 Herunterladen der App<br />
Laden Sie die „Layar“-App<br />
kostenlos herunter.<br />
für iPhone und iPad<br />
für Android-Geräte<br />
2 Aktivieren<br />
Öffnen Sie die „Layar“-App und<br />
drücken Sie auf „Scannen“.<br />
3 Scannen & los!<br />
Scannen Sie mithilfe von Smartphone<br />
oder Tablet die gesamte Heftseite,<br />
und die virtuelle Reise beginnt! Einmal<br />
abgerufen, können Sie die Inhalte<br />
anschauen, wo und wann immer Sie<br />
möchten.<br />
352<br />
deutsche Gemeinden<br />
mindestens erheben<br />
Kurtaxe. Die Höhe<br />
unterscheidet sich:<br />
Zwei Wochen Juist<br />
belasten die Reisekasse<br />
einer Familie<br />
mit zwei Kindern ab<br />
14 Jahren und Hund<br />
mit 182 Euro. In der<br />
Müritzregion in und<br />
um Plau am See sind<br />
es 26 Euro.<br />
Kärnten<br />
Weg der Liebe<br />
Jordanien<br />
Petra plus<br />
Knapp hundert Jahre lang wurde das Bauwerk übersehen,<br />
obwohl es knapp 3000 Quadratmeter groß ist. Nun wurde<br />
das Monument in der Felsenstadt Petra entdeckt, das<br />
keine bekannten Parallelen zu anderen Strukturen in Petra<br />
aufweist. Die einst zweistufige Plattform samt Monumentaltreppe<br />
und Säulenreihe diente vermutlich religiösen<br />
Zeremonien des um 550 v. Chr. eingewanderten Nomadenstammes<br />
der Nabatäer.<br />
Das UNESCO-Weltkulturerbe Petra kann täglich von<br />
6 bis 18 Uhr (im Sommer) und von 6 bis 16 Uhr (Winter)<br />
besichtigt werden. Der Eintritt für einen Tagesbesuch kostet<br />
50 Jordanische Dinar (rund 63 €); ein Zwei- bzw. Dreitagesticket<br />
kann für 55 bzw. 60 Jordanische Dinar erworben werden.<br />
Mit der Liebe ist es wie mit dem Wandern: ein beständiges Auf<br />
und Ab. Am Millstädter See nahm man das wörtlich. Der neue Weg<br />
„Sentiero dell’ Amore“ befragt deshalb auf knapp sieben Kilometern<br />
mit 275 Höhenmetern an sieben zentralen Punkten seine<br />
Gäste etwa danach, was ihrer Liebe Kraft gibt. In ausgelegten<br />
Büchern kann man vor Ort lesen, was andere geantwortet haben.<br />
Und als Höhepunkt geht es durch das Granattor, schließlich wird<br />
Granat auch „Feuerstein der Liebe“ genannt und ist in der Region<br />
ein traditioneller Hochzeitsschmuck.<br />
Herr Führer, gibt es als Vorstand<br />
der Worldhotels Gruppe, zu der 450<br />
Hotels in 65 Ländern gehören, sechs<br />
Buchstaben, die Sie erschrecken?<br />
Welche sollten das sein?<br />
Airbnb.<br />
Stimmt, das sind sechs. (lacht) Nein,<br />
da zucke ich nicht.<br />
Die Internet-Plattform Airbnb verändert<br />
mit ihrem Geschäftsmodell,<br />
private Wohnungen als Unterkunft zu<br />
vermitteln, den Hotel-Markt radikal.<br />
Der Wettbewerb verändert sich ständig,<br />
sonst wäre er ja keiner. Und<br />
Airbnb mischt mit, definiert die Grenzen<br />
neu zwischen Lodging, Unterkunft<br />
und Hospitality, Gastfreundschaft.<br />
Ob Airbnb aber diejenigen überzeugt,<br />
die sich eine Woche verwöhnen lassen<br />
wollen? Vermutlich nicht. Schließlich<br />
kann man bei Airbnb auch mal kräftig<br />
danebenliegen, bei Worldhotels hingegen<br />
eher nicht.<br />
Was zeichnet Ihre Häuser aus?<br />
Ihr Charakter, ihre Individualität und<br />
vor allem ihre Story. Und ihr internationaler<br />
Erfolg, mit uns als globalem<br />
Vertriebs- und Marketingpartner.<br />
Was verstehen Sie unter Story?<br />
Sehr viele unserer Hotels haben jüngst<br />
in einem Tagesworkshop ihren „Blueprint“<br />
mit uns definiert. Also genau<br />
das herausgearbeitet, was ihr Hotel<br />
so außergewöhnlich und besonders<br />
macht. Ein Beispiel, der „Schweizer<br />
Hof “ in Zürich. Das Haus verfügt<br />
über einen red butler. Dieser rot uniformierte<br />
Butler kümmert sich einfach<br />
liebevoll um alle Bedürfnisse der Gäste<br />
und spielt in sämtlichen Vertriebs- und<br />
Marketingmaßnahmen eine Hauptrolle.<br />
Ein Erlebnis, das Reisende gerne<br />
„sharen“ und nicht alltäglich ist.<br />
Einer Ihrer Slogans lautet „Defy<br />
Ordinary“, zu Deutsch: Biete dem<br />
INTERVIEW<br />
„Nachahmer sind langweilig“<br />
Dirk Führer, Vorstand der Worldhotels Gruppe, über den Charakter von Hotels,<br />
grüne Reisen und den Markt in Zeiten von Airbnb<br />
Gewöhnlichen die Stirn. Ist es nicht<br />
Mantra der Branche, dass der Kunde<br />
das Gewohnte schätzt?<br />
Das Gewohnte wird nicht vernachlässigt,<br />
im Gegenteil. In unseren Hotels<br />
steht das Erleben im Vordergrund,<br />
der Gast im Mittelpunkt. Individuelle<br />
Charakteristika werden als Alleinstellungsmerkmale<br />
in den Gästeservice<br />
und in operative Vorgänge integriert<br />
und gelebt.<br />
Überprüfen Sie die Qualität<br />
Ihrer Hotels?<br />
Ja, wir haben in einem Leistungskatalog<br />
knapp 1000 Kriterien<br />
definiert, die kontinuierlich<br />
geprüft werden.<br />
Sind Ihre Häuser über <strong>ADAC</strong><br />
Reisebüros buchbar?<br />
Selbstverständlich.<br />
Die Empfehlung aus<br />
Dirk Führer<br />
Vorstand der<br />
Worldhotels<br />
Group<br />
Meldungen Panorama<br />
dem Reisebüro heraus besitzt für uns<br />
einen enormen Stellenwert.<br />
Schaut man sich Ihren neuen Web-<br />
Auftritt an, die Kooperation mit der<br />
Plattform GuestDriven zur Online-<br />
Vermarktung, das Gewinnen junger,<br />
via Smartphone buchender Kunden<br />
könnte man denken, Sie sehen im<br />
Reisebüro ein Auslaufmodell.<br />
Wenn es versucht, alles abzudecken,<br />
ja. Kaum jemand, der jünger als 50 ist,<br />
geht für zwei Wochen Mallorca-Pauschalurlaub<br />
ins Reisebüro. Extrem<br />
wichtig ist gute Beratung jedoch bei<br />
speziellen Reisen. Je spezialisierter<br />
ein Reisebüro ist, desto besser wird es<br />
für die Zukunft gewappnet sein.<br />
Differ or die?<br />
Genau der Punkt. Nachahmer sind<br />
langweilig.<br />
Etwa zehn Prozent Ihrer Häuser<br />
werden als umweltbewusst<br />
angepriesen. Ist<br />
auch das eine Differenzierung?<br />
Und, grundsätzlich,<br />
kann Reisen<br />
nachhaltig sein?<br />
Wir setzen auf Green Hotels,<br />
weil wir wissen, dass<br />
viele Kunden verstärkt Wert<br />
darauf legen. Natürlich ist Reisen<br />
– die Autofahrt, der Flug –<br />
meist notwendiges Übel und<br />
definitiv nicht nachhaltig. Aber<br />
das kann man, wenn man will,<br />
kompensieren. Und wenn man<br />
vor Ort Gutes tut, umso besser.<br />
Letzte Frage: Wohin geht Ihre<br />
nächste Reise?<br />
Mit der Familie erstmals in die<br />
USA, vorher waren die Kinder<br />
zu klein. Jetzt erobern wir gemeinsam<br />
die Ostküste und<br />
lassen es auf den Florida<br />
Keys ausklingen.<br />
10 5 / <strong>2016</strong><br />
5 / <strong>2016</strong> 11
Panorama Meldungen<br />
IN KÜRZE<br />
Australien<br />
Auf Aborigines-Art<br />
Noch bis zum 13. November<br />
können sich Besucher der<br />
Gallery of Modern Art (GoMA)<br />
in Brisbane mit der<br />
Kultur von Australiens<br />
Ureinwohnern<br />
beschäftigen. In<br />
der Ausstellung<br />
„Line + Form“<br />
werden verschiedene<br />
Kunststile der<br />
Aborigines-Künstler<br />
zu einer Sammlung<br />
zusammengeführt:<br />
farbenreiche Acryl-<br />
Malereien, Skulpturen aus Holz,<br />
Metall oder Ton, bunt bemalte<br />
Autowrackteile aus dem Outback<br />
oder geschnitzte Schilder aus<br />
Regenwaldholz. Die GoMA liegt<br />
in Brisbanes Kulturviertel South<br />
Bank und öffnet täglich von<br />
10 bis 17 Uhr, der Eintritt zur<br />
Ausstellung ist kostenfrei.<br />
Internet<br />
Biep-Biep-Biep<br />
Gerade für jüngere Reisende<br />
gehört ein schneller Internetzugang<br />
zum selbstverständlichen<br />
<strong>Urlaub</strong>serlebnis. Wäre<br />
dies das alleinige Kriterium,<br />
die Reise ginge hierhin, wo der<br />
Internetzugang extrem fix ist:<br />
1. Südkorea (mit 20,5 MBPS)<br />
2. Hongkong (15,8 MBPS)<br />
3. Japan (15,0 MBPS)<br />
Wem das komplett egal ist, der<br />
kann auch hierhin reisen, in<br />
die Top 3 der Länder mit dem<br />
langsamsten Internet, das an<br />
56k-Modem-Zeiten erinnert:<br />
1. Ägypten (1,7 MBPS)<br />
2. Nigeria (2,5 MBPS)<br />
3. Indien (2,5 MBPS)<br />
Deutschland (11,5 MBPS)<br />
liegt übrigens auf Platz 7<br />
der Länder mit der<br />
schnellsten Internetverbindung.<br />
Ist Reisen nachhaltig?<br />
Selten. Ist Tourismus für<br />
den Klimawandel verantwortlich?<br />
Auch. Welche<br />
Schlussfolgerungen<br />
zieht man daraus? Die<br />
Ethnologin Jana Steingässer<br />
und ihr Mann Jens, ein<br />
Fotograf, reisten, um zu<br />
begreifen: Sie erklärten ihren vier Kindern den<br />
Klimawandel vor Ort, in der Eisschmelze Ostgrönlands und der Dürre<br />
Südafrikas, im Weizengürtel Westaustraliens oder den Obstplantagen<br />
des Odenwalds. Das Ergebnis: ein nachdenklich stimmendes Buch.<br />
„Die Welt von morgen“, National Geographic, 224 Seiten, 29,99 €<br />
Die Küstenstadt Salem erlangte<br />
traurige Berühmtheit durch<br />
die Hexenprozesse von 1692.<br />
Inzwischen wird aus dieser<br />
Historie ein Spaß, ein Rundgang<br />
mit „richtigen“ Hexen als<br />
Begleitung. Dazu gehören auch<br />
die obligatorische Segnung<br />
im magischen Kreis und ein<br />
magisches Ritual auf einem<br />
Buchtipp<br />
Reisen in<br />
dieWelt<br />
von morgen<br />
Salem, Massachusetts<br />
Mit Grüßen von Stephen King<br />
der ältesten Friedhöfe der<br />
USA. Der Ausflug<br />
vermittelt aber<br />
auch Hintergründe<br />
von<br />
Hexerei<br />
und Hexenwahn.<br />
Kosten:<br />
15 Euro<br />
pro Person.<br />
Biker herzlich<br />
willkommen<br />
Der <strong>ADAC</strong><br />
vergibt<br />
zusammen<br />
mit dem<br />
DEHOGA<br />
das Zertifikat<br />
„Motorradfreundlicher<br />
Hotel- und<br />
Gastronomiebetrieb“.<br />
Die Betriebe<br />
werden von<br />
objektiven<br />
Prüfern auf<br />
ihre Qualität<br />
geprüft<br />
und bieten<br />
u.a. sichere<br />
Stellplätze,<br />
Trockenmöglichkeiten<br />
für Monturen<br />
und<br />
Werkzeug.<br />
bit.ly/<br />
2baKfCr<br />
Rimowa<br />
Elektronischer Kofferanhänger<br />
Vor mehr als 100 Jahren startete das Unternehmen Rimowa,<br />
eine Koffermanufaktur in Köln. Ihr bekanntestes<br />
Produkt: der erste Aluminiumkoffer mit der<br />
parallel gefalzten Struktur, den charakteristischen<br />
Rillen, der seit 1950 zwar einzigartig<br />
und unvergleichbar ist, im Detail<br />
aber immer wieder verbessert<br />
wurde. Jetzt überrascht Rimowa<br />
mit einem elektronischen Tag,<br />
welches das Einchecken<br />
deutlich erleichtert und verkürzt.<br />
Die in ausgewählten<br />
Produkten integrierte<br />
Technologie ermöglicht<br />
es, das Gepäck von<br />
zu Hause per App mit<br />
dem Smartphone zu<br />
identifizieren und am<br />
Flughafen innerhalb<br />
von wenigen Sekunden<br />
aufzugeben.<br />
FOTOS: OTTMAR HEINZE FOTOGRAFIE (2), FRANZ GERDL, MARTIN JOPPEN, NATIONAL GEOGRAPHIC, ISTOCK (10), AREA 47, HOTEL NOT HOTEL, PS SPEICHER/SPIEKER WOSCHEK, RIMOWA<br />
Zürich<br />
Neues Food-Festival<br />
Käsefondue. Raclette. Vielleicht noch Rösti. Danach dürfte<br />
es bei vielen vorbei sein mit den Erzeugnissen der Schweizer<br />
Küche. Das Genießer-Festival „Food Zürich“ bündelt in der<br />
Zeit vom 8. bis zum 16. <strong>September</strong> das kulinarisch Beste<br />
einer sehr eigenen, regional unterschiedlichen Mixtur aus<br />
deutscher, italienischer und französischer Küche. So gibt es<br />
70 Street-Food-Spezialisten auf dem Gelände des früheren<br />
Güterbahnhofs, Wildwuchs-Kochkurse, Meisterklassen<br />
mit Sterneköchen, das Baskenland als Gastregion und in<br />
60 Restaurants zudem Chabis satt, traditionell-urig oder<br />
exotisch-hip. Auf Hochdeutsch ist das übrigens Kohl.<br />
Weitere Informationen:<br />
bit.ly/29WRs9V<br />
Steiermark<br />
Hey, Atlantis!<br />
Hollywood-Beau Ashton Kutcher ist vielen<br />
egal. Nicht aber den Anwohnern der Gemeinde<br />
Tragöß-Sankt Katharein in der Nähe von Graz.<br />
Der Schauspieler postete nämlich auf Twitter<br />
Bilder vom dort liegenden Grünen See. Aus zwei<br />
Gründen: Das Gewässer trocknet im Herbst fast<br />
völlig aus, Wiesen mit Wanderwegen und Sitzbänken<br />
kommen zum Vorschein, die mit Einsetzen<br />
der Schneeschmelze aber wieder absaufen.<br />
Nach Kutchers Tweet war der Ansturm aber derart<br />
groß, dass in diesem Jahr Schwimmen und Tauchen<br />
im See von der Gemeinde verboten wurde.<br />
Camper Special<br />
Reisen mit dem Camper -<br />
Früh buchen und sparen!<br />
Buchen Sie bis zum 13.11.<strong>2016</strong> zu Top Konditionen.<br />
Sichern Sie sich jetzt schon einmalige Frühbuchenangebote<br />
mit dem Wohn-/Campingmobil für 2017.<br />
Früh buchen lohnt doppelt:<br />
• Große Auswahl an Wohnmobil-Partnern, dadurch sehr<br />
gute Verfügbarkeit<br />
• Bei All-Inklusive z.B. eingeschlossen: Unbegrenzte<br />
Kilometer, Transfer (teilweise), Camping-Ausstattung,<br />
Bereitstellungsgebühr, Gebühr für alle Fahrer<br />
• Attraktive Specials, z.B. kostenlose Meilen/Kilometerpakete,<br />
Einweggebühren oder Navigationssysteme<br />
Informationen und Buchung in allen <strong>ADAC</strong> Reisebüros<br />
Alles auf eine Karte<br />
Ob auf Sardinien oder in Skandinavien: Europa bietet<br />
viele schöne Plätze für einen entspannten Campingurlaub.<br />
Ebenso grenzenlos sind auch die Vorteile der Camping<br />
Key Europe (CKE). Diese moderne Karte – entwickelt von<br />
Verbraucherschutzorganisationen wie dem <strong>ADAC</strong> und<br />
Campingplatzbetreiberverbänden – dient in Europa<br />
Campingplätzen als Identitätsnachweis, beinhaltet<br />
Haftpflicht- und Unfallversicherung und bietet Rabatte auf<br />
rund 2000 Campingplätzen. Der Preis für ein Jahr: 12 Euro.<br />
Sie erhalten die CKE in allen <strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen,<br />
online und telefonisch unter 0800 5 10 11 12<br />
(Mo.-Sa.: 8:00-20:00 Uhr)<br />
12 5 / <strong>2016</strong> 5 / <strong>2016</strong> 13
Thüringen Inspiration<br />
Die deutsche<br />
Einheit<br />
Thüringen zieht vergleichsweise wenig<br />
Besucher an. Dabei gibt es wohl kein Bundesland,<br />
das so viel Natur und Kultur zugleich besitzt.<br />
Eine Reise durch einen Geheimtipp<br />
Text Matthias Frings Fotos Gregor Lengler<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
Die Königin des Saaletals<br />
Die Leuchtenburg in<br />
Seitenroda, eine<br />
mittelalterliche Anlage<br />
für die heutige Zeit<br />
14 5 / <strong>2016</strong> 5 / <strong>2016</strong> 15
Inspiration Thüringen<br />
Mensch, von hier oben<br />
kannste die Nordsee<br />
sehen!“, ruft<br />
ein Scherzkeks von<br />
der Waterkant seiner<br />
Familie zu. Soo sensationell ist die<br />
Sicht vom Baumkronenpfad Hainich<br />
nicht, aber bei gutem Wetter reicht der<br />
Blick über das Blätterdach des Nationalparks,<br />
der zum UNESCO-Weltkulturerbe<br />
zählt, bis zum Harz.<br />
Langsam sind wir den geschützten<br />
Steg entlang auf 44 Meter Höhe gestiegen,<br />
haben die Stämme der mächtigen<br />
Buchen bewundert, ihre Blüten in die<br />
16 5 / <strong>2016</strong><br />
Hand genommen, sind in den Kronen<br />
verschwunden. Nun stehen wir hoch<br />
über dem majestätischen Grün, eine<br />
Aussicht, wie man sie sonst nie hat:<br />
echter deutscher Urwald. Jahrzehntelang<br />
wurde das Gebiet nicht bewirtschaftet,<br />
es diente als Truppenübungsplatz.<br />
So also sieht ein Wald aus, wenn<br />
man ihn sich selbst überlässt.<br />
Die Kinder des Fischkopps hangeln<br />
sich derweil vergnügt einen alternativen<br />
Steig für Wagemutigere entlang,<br />
eine Art Seilbrücke. Die Familie kommt<br />
schon zum dritten Mal nach Thüringen<br />
– der Natur wegen. Damit sind ziem-<br />
Baumkronenpfad<br />
Hainich<br />
44 Meter über<br />
dem Boden eine<br />
Feier der Fauna<br />
lich genau 50 Prozent der Gründe genannt,<br />
sich für dieses vergleichsweise<br />
unbekannte <strong>Urlaub</strong>sland zu entscheiden.<br />
Die anderen 50 Prozent lassen sich<br />
ebenfalls mit einem Wort bezeichnen:<br />
Kultur. Es gibt jedoch Menschen, die<br />
schlagen zehn Prozent für die legendäre<br />
Rostbratwurst drauf, mindestens.<br />
Wo sich Gegensätze vereinen<br />
Natur und Kultur – meist gelten sie<br />
als Gegensätze. In Thüringen finden<br />
sie beeindruckend zu einer Einheit.<br />
Ist auf der Habenseite der Natur vom<br />
gepflegten Park über sanfte Hügel bis<br />
zum schroffen Gebirge eine große Vielfalt<br />
an Nationalparks und Biosphärenreservaten<br />
vorhanden, 40 Flüsse gibt<br />
es obendrauf, gilt dies erst recht für die<br />
Kultur: Goethe, Schiller, Bach? Thüringen!<br />
Luther, Cranach, Kandinsky?<br />
Thüringen! Liszt, Nietzsche, Gropius?<br />
Thüringen! Wer einem ausländischen<br />
Besucher deutsche Kultur zeigen will,<br />
reist hierher. In Weimar, Eisenach,<br />
Gotha befinden sich Wohnungen und<br />
Schlösser, Gärten und Burgen, Theater<br />
und Kirchen der großen Geister. Aber<br />
auch dunkelste Episoden sind präsent,<br />
etwa in Form des KZs Buchenwald.<br />
Thüringen, das ist Deutschland in<br />
einer Nussschale.<br />
Glücklicherweise muss man sich<br />
nicht zwischen Natur oder Kultur entscheiden.<br />
Alles liegt nah beieinander,<br />
man kann in einer der hübschen Städte<br />
wohnen und von dort aus die Rhön<br />
oder den Thüringer Wald erkunden.<br />
Umgekehrt wird auch ein Schuh draus:<br />
Die größeren Städte liegen netterweise<br />
besucherfreundlich zentral, und<br />
alle vier sind ein Muss.<br />
Los geht’s in Eisenach. Welcher<br />
Junge, klein oder groß, träumt nicht von<br />
Ritterburgen? Spektakulär thront die<br />
Wartburg auf einem bewaldeten Fels.<br />
Eine Burganlage, erhaben und geschichtssatt.<br />
Schauplatz des sagenumwobenen<br />
Sängerkriegs, bot sie später<br />
dem verfolgten Martin Luther Schutz,<br />
als er das Neue Testament ins Deutsche<br />
übersetzte. Unwillkürlich hält man den<br />
Atem an, wenn man seine Stube betritt.<br />
Von diesem Schreibpult aus hat er die<br />
Welt verändert, die Reformation fand<br />
hier ihre Sprache. Das lässt selbst aufgekratzte<br />
Besucher innehalten. Wer<br />
sich mehr für das Rittertum interessiert,<br />
wird ebenfalls begeistert sein: Von<br />
echter Romanik bis zur herrlich verrückten<br />
Romantik des 19. Jahrhunderts<br />
bietet die Wartburg ein Erlebnis zwischen<br />
bedeutender (Kunst-)Geschichte<br />
und packendem Mittelalterflair.<br />
Ähnlich zweigleisig kann man auch<br />
im gut 40 Kilometer entfernten Gotha<br />
fahren. Der Kunstinteressierte freut<br />
sich über das erste deutsche Barockschloss<br />
mit wertvoller Sammlung –<br />
eine schillernde Wunderkammer und<br />
kostbare Cranach-Gemälde sind die<br />
Highlights. Wer es etwas sinnlicher<br />
mag, staunt über den Park mitsamt<br />
Orangerie, die Räume aus Barock und<br />
Rokoko oder besichtigt das im Schloss<br />
befindliche Ekhof-Theater, das bis<br />
heute besonders junge Besucher fasziniert.<br />
Kaum zu glauben, was diese<br />
jahrhundertealte Technik draufhat:<br />
eine funktionsfähige Bühnenmaschinerie,<br />
die in nur acht Sekunden das<br />
gesamte Bühnenbild verändert, Wind<br />
und Donner ertönen lässt, Flugwerke<br />
und Versenkungen bietet. Wen es anschließend<br />
zum Stadtbummel zieht,<br />
dem liegt das idyllische Gotha regelrecht<br />
zu Füßen, mittendrin das leuchtend<br />
rote Renaissance-Rathaus.<br />
Eher Lust auf Action? Dafür sorgt<br />
Axel Müller im Thüringer Wald. „Letztens<br />
sind wir durch China geradelt“,<br />
erzählt er mit leuchtenden Augen,<br />
als hätte er nicht genug Bewegung.<br />
Zusätzlich zu seinen Outdoor-Inns in<br />
Lutherstube in<br />
der Wartburg<br />
in Eisenach<br />
Wo das Neue<br />
Testament ins<br />
Deutsche übersetzt<br />
wurde<br />
Steinach und Sonneberg, die Unterkünfte<br />
für Individualreisende, Großfamilien<br />
und Gruppen bieten, organisiert<br />
er Aktivitäten unter freiem<br />
Himmel – vom Hochseilgarten über<br />
Bogenschießen und GPS-Challenge bis<br />
zum Mountain Skyver. Dabei handelt<br />
es sich um ein Bergsporterlebnis der<br />
besonderen Art: Mit einem zusammenklappbaren<br />
Roller im Rucksack geht es<br />
hinauf. Am Gipfel – im Winter ist dies<br />
eine Skipiste – baut man den Skyver,<br />
der wie ein Mountainbike funktioniert,<br />
mit wenigen Handgriffen zusammen.<br />
Bei der ziemlich rasanten Abfahrt rast<br />
das Herz und der Wind pfeift einem<br />
um die Ohren, aber man kann auch<br />
weniger steile Abfahrtstrecken wählen.<br />
Außerdem gibt es neun Sommerrodelbahnen,<br />
etwa in Ilmenau und Ernstthal.<br />
Deutschland wie im Bilderbuch<br />
Momentan ist aber auch ein traditioneller<br />
Sport wieder im Trend: Wandern.<br />
Oberhalb von Steinach liegt<br />
Schloss Belvedere Üppige Lustschlossanlage als Teil des Ensembles „Klassisches Weimar“<br />
Angebote<br />
Ungezwungen<br />
Hotel Zumnorde am Anger, Erfurt<br />
Zentral inmitten der Altstadt gelegenes<br />
Vier-Sterne-Haus mit privater<br />
Atmosphäre, Restaurant, Weinstube,<br />
überdachtem Biergarten, Sky und einer<br />
Sauna über den Dächern der Stadt.<br />
ab 71 € / pro Nacht und Person im<br />
DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />
Veranstalter: DERTOUR<br />
Luxuriös<br />
Hotel Elephant, Weimar<br />
Geschichtsträchtiges und mehrfach<br />
preisgekröntes Haus nach dem Goethe-<br />
Motto: „Hier bin ich Mensch, hier darf<br />
ich’s sein.“ Mit Themen-Suiten und<br />
Sterne-Restaurant Anna Amalia.<br />
ab 84 € / pro Nacht und Person<br />
im DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />
Veranstalter: DERTOUR<br />
Historisch<br />
Hotel Auf der Wartburg, Eisenach<br />
Im Stil der Thüringer Burgen erbautes<br />
Fünf-Sterne-Romantik-Hotel mit zeitgemäßem<br />
Komfort. Hochwertige<br />
Landküche, Kaminzimmer und vielleicht<br />
sogar Blick auf den Thüringer<br />
Wald.<br />
ab 114 € / pro Nacht und Person<br />
im DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />
Veranstalter: DERTOUR<br />
Änderungen vorbehalten<br />
Beratung und Buchung in Ihrem<br />
<strong>ADAC</strong> Reisebüro siehe S. 49
Inspiration Thüringen<br />
Deutschlands berühmtester Wanderweg,<br />
der Rennsteig. Insgesamt 170 Kilometer<br />
lang, verläuft er als Höhenweg<br />
über den Kamm des Thüringer Waldes:<br />
Meditation pur. Und wie so oft hier ist<br />
der Blick in die Weite unvergesslich:<br />
Die mit dunklen Fichten bewaldeten<br />
Höhen beamen einen geradewegs in<br />
die Märchenwelt der Gebrüder Grimm.<br />
Die Täler rechts und links mit ihren<br />
Dörfern sind noch Geheimtipp, sämtliche<br />
Häuser mit Schiefer verkleidet.<br />
Bekannter sind Attraktionen auf dem<br />
Kamm, in Lauscha etwa. Die Farbglashütte,<br />
eine der letzten Produktionsstätten<br />
Thüringer Glases, bietet<br />
eine Führung mit Ton und Lichteffekten<br />
an, vom 1500 Grad heißen<br />
Ofen bis zur fertigen Glaskugel.<br />
Auch die Besucher dürfen<br />
ein Exemplar herstellen.<br />
Lauschas Anspruch auf<br />
Weltruhm: Hier wurde<br />
die erste gläserne Christbaumkugel<br />
erfunden<br />
und, letztlich vielleicht<br />
wichtiger, das erste echt<br />
wirkende Glasauge.<br />
Der Blick richtet<br />
sich auf die größte<br />
Stadt Thüringens.<br />
Vielleicht beginnt<br />
die Erkundung Erfurts<br />
einmal nicht mit Hochkultur, sondern<br />
mit sinnlichen Genüssen: Bester Ausgangspunkt<br />
dafür ist die mittelalterliche<br />
Krämerbrücke, die längste durchgehend<br />
bebaute Brücke Europas. Im<br />
Erdgeschoss der pittoresken Fachwerkhäuser<br />
befinden sich Spezialitätenläden<br />
für Senf, Wurst, Bier, eine Schokoladenmanufaktur,<br />
ein mechanisches<br />
Theater, wo man dem Kulissenbauer<br />
über die Schulter schauen kann, und<br />
ein Stoffgeschäft, in dem immer Blau<br />
gemacht wird – das berühmte Erfurter<br />
Blau aus der Färberpflanze Waid.<br />
Neuerdings haben in Erfurt Spezialläden<br />
eröffnet, die frische Ideen ausprobieren.<br />
„So viel Alternativen hat<br />
man als junger Mensch hier nicht“,<br />
sagt Christin Ballenberger. „Da sagen<br />
sich viele: Ich versuche selbst was auf<br />
die Beine zu stellen.“ Hat<br />
auch sie gemacht: Das<br />
Ballenberger ist tagsüber<br />
flottes Café, abends<br />
stilvolles Restaurant<br />
mit modern-regionaler<br />
Küche.<br />
Literarisches Duo<br />
Denkmal für<br />
Goethe und<br />
Schiller in Weimar<br />
Rennsteig<br />
Die 170 Kilometer<br />
Kammweg<br />
sind der meist<br />
gewanderte Weg<br />
Deutschlands<br />
Eine andere Moderne findet sich im<br />
farbenprächtigen Egapark, dem DDR-<br />
Äquivalent zu bundesdeutschen Gartenschauen.<br />
Seit 1961 ist das weitläufige<br />
Areal eine Augenweide. Da Gebäude<br />
und Möblierung mit Bänken und<br />
Lampen im Originalzustand erhalten<br />
sind, gibt es DDR-Designmoderne,<br />
Experten-Tipp<br />
Stephan Laue aus dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Gera<br />
präsentiert seine Tipps zu Weimar<br />
Die leckerste Rostbratwurst gibt es am Frauenplan vor<br />
der alteingesessenen Fleischerei Blässe. Eine Stadtrundfahrt<br />
mit dem Belvedere-Express bietet sich auch an,<br />
einem Multimedia-Bus, der allen wichtigen Stationen der<br />
UNESCO-Welterbestätte ansteuert. Mein persönliches<br />
Highlight ist immer der Weimarer Zwiebelmarkt, dieses<br />
Jahr vom 7. bis 9. Oktober: Das schönste und größte<br />
Volksfest Thüringens mit vielen kleinen und fünf großen<br />
Bühnen für circa 500 Künstler verläuft durch die komplette<br />
Innenstadt. Essen, tanzen und das Leben genießen – drei<br />
Tage am Stück.<br />
<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu Thüringen:<br />
bit.ly/2a1IffE<br />
Video „Grünes Herz Deutschlands“:<br />
bit.ly/2amnJFs<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
also industrielle Formgestaltung mit<br />
Retrocharme, zu bestaunen.<br />
Das kulturelle Highlight der Stadt<br />
darf natürlich nicht fehlen: Glanzpunkt<br />
der mittelalterlichen Altstadt<br />
ist das auf dem Domberg thronende<br />
Ensemble von Dom und Severikirche.<br />
Einerseits ist da erlesene gotische Kirchenbaukunst;<br />
Fenster, Chorgestühl<br />
und Kunstausstattung suchen ihresgleichen.<br />
Andererseits gibt es etwas zu<br />
lachen; am Sarkophag des Severus in St.<br />
Severi sollen Tierdarstellungen Kamele<br />
zeigen, da der Künstler keine kannte,<br />
sind Dinosaurier daraus geworden.<br />
Atemberaubende Architektur,<br />
wagemutige Farben<br />
Bevor es in Thüringens kleinste Weltstadt<br />
geht: ein Abstecher nach Kahla<br />
auf die Leuchtenburg. Mit ihren Bauteilen<br />
aus dem 13., 15. und 19. Jahrhundert<br />
wurde das architektonische<br />
Patchwork für die Ausstellung „Porzellanwelten“<br />
mit einem modernen Anbau<br />
fortgesetzt. Atemberaubende zeitgenössische<br />
Architektur, wagemutige Farben,<br />
elektronische Displays, das größte und<br />
kleinste Porzellanobjekt der Welt – und<br />
Wissen für das nächste Quiz: Thüringen<br />
war um 1900 der führende Porzellanhersteller<br />
der Welt. Abschluss des<br />
Rundgangs ist ein Skywalk, von dem<br />
aus man seinen mit einem Wunsch beschrifteten<br />
Porzellanteller in die Tiefen<br />
des Burggrabens donnern kann. „Toll,<br />
großartig!“ ist im Gästebuch immer<br />
wieder zu lesen oder: „Echt krass, ey!“<br />
Und dann das Kronjuwel: Weimar,<br />
Namensgeber einer ganzen Republik.<br />
Man kommt nicht hierher, um ins<br />
Museum zu gehen – man lebt in einem.<br />
Schlösser, Fassaden, Parks, Denkmäler,<br />
es hört nicht auf, man sieht,<br />
atmet, riecht deutsche Klassik. Wie<br />
üppig Park und Schloss Belvedere gestaltet<br />
sind, eine wahre Lustschlossanlage.<br />
Wie grün die Wände in Goethes<br />
Arbeitszimmer, wie eigen sein Kunstgeschmack,<br />
wie schmal sein Bett.<br />
Um die Ecke steht Schillers Wohnhaus,<br />
ein paar Straßen weiter predigte<br />
Herder und legte seinen Pfarrgarten an.<br />
Die Bücher duften in der Herzogin-<br />
Anna-Amalia-Bibliothek. Wem nach<br />
Moderne ist, der gesellt sich zu den<br />
Studenten im Bauhaus, trinkt Bionade<br />
und steigt Oscar Schlemmers<br />
Bauhaustreppe hoch.<br />
Nach der Herzogin ist auch das<br />
seit 13 Jahren sternegekrönte Restaurant<br />
Anna Amalia im Hotel Elephant<br />
benannt. Wer einmal das Lamm mit<br />
Artischocken und Minzkroketten genossen<br />
hat, weiß, dass nicht nur Goethe<br />
Poesie schaffen konnte – Küchenchef<br />
Marcello Fabbri, Wahlthüringer seit<br />
20 Jahren, kann es auch.<br />
Und das Fazit? Thüringen als <strong>Urlaub</strong>sland<br />
mag noch Geheimtipp sein.<br />
Aber nicht mehr lange. Denn es ist<br />
leicht, sich in diese Region zu verlieben.<br />
Krämerbrücke in Erfurt Wo der Handel von heute im Gestern zu Hause ist<br />
Foto: © Fotolia.com<br />
Die <strong>ADAC</strong> Reiseführer<br />
Sonderedition –<br />
perfekt für Ihren<br />
<strong>Urlaub</strong>!<br />
Nur solange der Vorrat reicht!<br />
Ab sofort in<br />
den <strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen<br />
und im Buchhandel<br />
erhältlich.<br />
18 5 / <strong>2016</strong><br />
www.adac.de/reisefuehrer
Inspiration Thüringen<br />
Thüringen Inspiration<br />
Thüringen – alles Wichtige auf einen Blick<br />
Der kleine, aber feine Freistaat<br />
<strong>Urlaub</strong> Experte Stephan Laue vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Gera<br />
Reisezeit<br />
Thüringen geht immer: Im Sommer<br />
Wandern, Outdoorsport, Radeln. Im<br />
Winter Ski und Rodeln. Bei schlechtem<br />
Wetter halten die Städte jede<br />
Menge kulturelle Attraktionen bereit.<br />
Wohnen<br />
Erfurt: Hotel am Kaisersaal<br />
Schnörkellose Unterkunft mit kostenlosem<br />
Frühstücksbuffet, Kinderspielplatz,<br />
Bar und Terrasse. Futterstraße<br />
8, 99084 Erfurt, (0361) 658560<br />
Gotha: Hotel am Schlosspark<br />
4-Sterne-Haus, nur wenige Schritte<br />
von Schloss Friedenstein entfernt und<br />
geräumig im klassischen Stil. Lindenauallee<br />
20, 99867 Gotha, (03621) 4420<br />
www.hotel-am-schlosspark.de<br />
Weimar: Hotel Kaiserin Augusta<br />
Farbenfrohe Zimmer mit Gratis-<br />
WLAN in historischem Gebäude aus<br />
dem 19. Jahrhundert. Carl-August-<br />
Allee 17, 99423 Weimar, (03643) 2340<br />
www.hotel-kaiserin-augusta.de<br />
Essen & Trinken<br />
Das Angebot ist fast ausnahmslos<br />
von sehr guter handwerklicher Qualität:<br />
allenthalben gepflegte bürgerliche<br />
Küche. Vegetarier und Liebhaber<br />
der moderneren Küche kommen allerdings<br />
etwas kurz. Biertrinker dagegen<br />
nicht: Das bekannteste: Köstritzer.<br />
Ansonsten trinkt man Wein – die<br />
Weine aus dem Gebiet Saale-Unstrut<br />
sind bei Kennern stark im Kommen.<br />
Erfurt<br />
Hausgemachte Küche auf Slow-<br />
Food-Niveau: Kromer’s Restaurant<br />
und Gewölbekeller, Kleine Arche 4,<br />
99084 Erfurt.<br />
Modern regional, idyllisch an der<br />
Gera gelegen: Ballenberger, Gotthardstr.<br />
25/26, 99084 Erfurt.<br />
Weimar<br />
Handfest und etwas besser als selbst<br />
bei Muttern: Gasthof Scharfe Ecke,<br />
Eisfeld 2, 99423 Weimar.<br />
Die Räume: geschichtsträchtig. Die<br />
Küche: von heute. Sternerestaurant<br />
Anna Amalia im Hotel Elephant,<br />
Markt 19, 99423 Weimar.<br />
Gotha<br />
Frische regionale Küche und Thüringer<br />
Spezialitäten: Im Romantik-<br />
Restaurant Pagenhaus in Schloss<br />
Friedenstein, 99867 Gotha.<br />
Jena<br />
Im 30. Stock 120 Meter über dem Boden<br />
ein unvergleichlicher Blick: Scala<br />
Jena, Leutragraben 1, 07743 Jena.<br />
Weil es in Thüringen immer auch um<br />
die Wurst geht, zwei Imbiss-Empfehlungen.<br />
Thüringer Rostbratwurst<br />
isst man übrigens mit Senf, Ketchup<br />
ist verboten. In Erfurt: Faust Food<br />
(Waagegasse 1), ein Indoorgrill mit<br />
delikat gewürzter Rostbratwurst.<br />
In Weimar: Teufels Bratwurst, ein<br />
Marktstand vor dem Rathaus mit der<br />
Aufschrift: „Die wahrscheinlich köstlichste<br />
Bratwurst der Welt“. Stimmt<br />
wahrscheinlich sogar.<br />
Und hier noch die nach unserer Einschätzung<br />
beste Bar: Erfurts Modern<br />
Masters, eine klassische Cocktailbar,<br />
in der versierte Barmänner stilvolle<br />
Drinks mixen. Pluspunkt: Man<br />
kann im Sommer draußen in der<br />
historischen Michaelisstraße sitzen,<br />
nicht ohne Grund „Steinerne Stadtchronik“<br />
genannt.<br />
Nicht versäumen<br />
Neben all den bereits im Text erwähnten<br />
Klassikern, vom Baumkronenpfad<br />
im Nationalpark Hainich<br />
1 , der Wartburg in Eisenach<br />
2 , dem Ekhof-Theater in Gotha 3 ,<br />
dem Wanderweg Rennsteig 4 , der<br />
Farbglashütte in Lauscha 5 , dem<br />
Egapark 6 oder der Altstadt Erfurts<br />
7 , der Leuchtenburg in Kahla 8<br />
und natürlich Weimar 9 ein paar<br />
weitere Attraktionen: Dazu gehören<br />
Wandern<br />
Der <strong>ADAC</strong><br />
Wanderführer<br />
„Rennsteig &<br />
Thüringer Wald“,<br />
176 Seiten,<br />
12,99 € im<br />
<strong>ADAC</strong> Shop<br />
bit.ly/2agX8sr<br />
Entdecken<br />
Der <strong>ADAC</strong><br />
Reiseführer plus<br />
„Thüringen“,<br />
144 Seiten,<br />
12,99 € im<br />
<strong>ADAC</strong> Shop<br />
bit.ly/2a9ELdu<br />
vor allem die verschiedenen Naturparks,<br />
etwa Eichsfeld-Hainich-Werratal<br />
10 , die UNESCO-Biosphärenreservate<br />
Vessertal-Thüringer Wald 11<br />
und Rhön 12 , der Naturpark Thüringer<br />
Wald 13 , Thüringer Schiefergebirge<br />
/ Obere Saale 14 und Südharz<br />
15 . Die beste Aussicht: im Naturpark<br />
Kyffhäuser. Der Sage nach soll Kaiser<br />
Barbarossa hier im Berg schlafen.<br />
Auf den Ruinen seiner Reichsburg<br />
thront das beeindruckend bombastische<br />
Kyffhäuserdenkmal. Noch einmal<br />
250 Stufen höher lässt sich die<br />
Aussicht über das halbe Land nur als<br />
„sagenhaft“ bezeichnen. Das Ensemble<br />
7 um die Erfurter Krämerbrücke<br />
aus Pension Krämerhaus, Eiskrämer<br />
und Schokoladenmanufaktur Goldhelm,<br />
Bistro Mundlang und Restaurant<br />
Mathilda. Die alte Synagoge<br />
Erfurt 7 : Mit 900 Jahren die älteste<br />
bis zum Dach erhaltene Synagoge<br />
Europas, war sie in den letzten 700<br />
Jahren schlicht vergessen. 1998 zufällig<br />
freigelegt, ist sie heute ein Museum<br />
mit viel Atmosphäre und dem<br />
Erfurter Goldschatz als Prunkstück.<br />
Das größte Gemälde der Welt in Bad<br />
Frankenhausen 19 : Die „Sixtina des<br />
Nordens“stammt von Werner Tübke<br />
und thematisiert den Bauernkrieg.<br />
Maße: 14 x 123 Meter, insgesamt<br />
1722 m 2 . Die große Überraschung:<br />
Das Panorama ist nicht einen Hauch<br />
kitschig. Die Feengrotten in Saalfeld<br />
20 : In einem ehemaligen Alaunschieferwerk<br />
haben sich die farbenreichsten<br />
Tropfsteinhöhlen der Welt<br />
gebildet. Stimmungsvolle Führungen<br />
mit Lichtshow und Toneinspielungen.<br />
Davor oder danach empfiehlt<br />
sich eine Fahrt in der offenen Kutsche<br />
durch die Altstadt von Saalfeld<br />
(Kontakt: Herr Bauer, (01 70) 1 80<br />
99 57). Und der Kreis schließt sich:<br />
Neben dem Baumkronenpfad bietet<br />
der Nationalpark Hainich 1 neuerdings<br />
auch einen Blick von unten: Als<br />
Mensch im Miniformat durchschreitet<br />
der Besucher eine Wurzelhöhle<br />
und erfährt multimedial, wie die Unterwelt<br />
lebt. Thiemsburg 1, 99947<br />
Schönstedt. 21 Zu guter letzt, das<br />
FOTOS: GREGOR LENGLER (7), <strong>ADAC</strong> E.V., HOTEL ELEPHANT, ROMANTIK HOTEL AUF DER WARTBURG, HOTEL ZUMNORDE; KARTE: MAPS4NEWS.COM/© HERE<br />
Amsterdam<br />
Luxemburg<br />
Thüringen liegt<br />
in der Mitte<br />
Deutschlands<br />
Berlin<br />
Prag<br />
Wien<br />
10<br />
Bratwurstmuseum Deutschland, kurz<br />
vor Arnstadt.<br />
Besser nicht<br />
Ungeduldig sein. In Thüringen geht<br />
es ein wenig langsamer zu. Entschleunigung<br />
ist angesagt. Das große Plus<br />
im Gegenzug ist die Freundlichkeit:<br />
Die Thüringer sind auf eine zurückhaltende<br />
Weise sehr charmant und<br />
ausgesprochen positiv.<br />
Jubiläum<br />
500 Jahre Reformation: Martin Luther<br />
hat einen Großteil seines Lebens in<br />
4 1<br />
2<br />
12<br />
3<br />
13<br />
11<br />
15<br />
21<br />
19<br />
7<br />
6<br />
14<br />
Thüringen zugebracht. Überall im<br />
Land wird ab November <strong>2016</strong> an authentischen<br />
Orten mit Ausstellungen<br />
und Veranstaltungen daran erinnert,<br />
u. a. auf der Wartburg und in Erfurt.<br />
Souvenirs<br />
Taschentücher mit einem Dekor im<br />
Erfurter Pflanzenblau. Floral für die<br />
Dame, mit dezenten Streifen für den<br />
Herrn. Oder umgekehrt. Schmuckanhänger<br />
in Form eines Ginkgoblattes<br />
nach dem Gedicht von Goethe:<br />
„Dieses Baumes Blatt, der von Osten<br />
/Meinem Garten anvertraut, / Gibt<br />
geheimen Sinn zu kosten, / Wie’s den<br />
Wissenden erbaut.“<br />
5<br />
9<br />
20<br />
8<br />
Literatur<br />
20 km<br />
Thomas Mann: „Lotte in Weimar“.<br />
So viel Hochkultur muss sein, zumal<br />
Manns Goetheporträt in vielen Zügen<br />
auch eine Selbstanalyse ist (Bescheidenheit<br />
ist eine Zier, doch weiter …),<br />
dabei aber sehr heiter daherkommt.<br />
Fischer, 400 S., 9,95 €<br />
i Information<br />
Tourist-Information Thüringen. Bietet<br />
auch viele Apps, Routen und Magazinbeiträge.<br />
Willy-Brandt-Platz 1,<br />
99084 Erfurt (direkt am Bahnhof).<br />
www.thueringen-entdecken.de<br />
20 5 / <strong>2016</strong> 5 / <strong>2016</strong> 21
Inspiration ... Fünf Mal<br />
Fünf Mal ... Inspiration<br />
Menschen<br />
KEEP CALM & CARRY ON<br />
Genuss & Shopping<br />
I TAKE TEA,<br />
MY DEAR<br />
Geschmackvolles London Dass die britische<br />
Küche mehr zu bieten hat als bisslose Sandwiches<br />
und in Essig ertränkte Fish & Chips, geschenkt.<br />
Fast täglich eröffnen neue Restaurants, die Seite<br />
www.hot-dinners.com listet sie alle auf, ebenso<br />
eine allgemeine Top 40. Für das Pub-Äquivalent<br />
besucht man am besten die Seite des Magazins<br />
„Time Out“. Lebensmittel, Tee und viel, viel mehr<br />
gibt es in den klassischen Konsumtempeln wie<br />
Harrods (Brompton Road) und Selfridges (Oxford<br />
Street). Spezialisierte Angebote finden sich in<br />
Straßen wie der Carnaby Street oder Saville Row<br />
und auf gigantischen Märkten, etwa in der Portobello<br />
Road oder auf dem Camden Market.<br />
Rastloses London Sie kamen aus den Kolonien – und bereichern<br />
die Stadt: Inder, Jamaikaner, Pakistani und viele andere. Den<br />
Schmelztiegel erlebt man etwa im Stadtteil Soho (Tube: Leicester<br />
Square), wenn man durch Chinatown oder die Charing Cross<br />
Street flaniert. Wer ein Musical besuchen will, stromert durchs<br />
direkt daneben liegende West End (Tube: Piccadilly Circus oder<br />
Covent Garden). Fein britisch geht es im filmbekannten Notting<br />
Hill zu (Tube: Holland Park), der Notting Hill Carnival am 28. und<br />
29. August – Europas größtes Straßenfest – verändert das allerdings<br />
enorm. Zu Hip-Vierteln haben sich in letzter Zeit Hackney,<br />
Dalston und vor allem Shoreditch (Tube: Old Street) im Osten<br />
der Stadt entwickelt. Weiter draußen, nur mit dem Vorortzug ab<br />
Paddington ist Southall erreichbar, einer der am dichtesten von<br />
Indern besiedelten Orte außerhalb ihrer Heimat. Der Bahnhof<br />
ist zweisprachig in Englisch und Panjabi beschriftet, in manchen<br />
Restaurants kann man gar mit Rupien bezahlen.<br />
5Empfohlen von Eva Feuser aus dem<br />
<strong>ADAC</strong> Reise-Callcenter in Köln<br />
-mal ...<br />
London<br />
Erst swingte die britische<br />
Hauptstadt, dann war sie cool,<br />
heute erfindet sie sich jeden<br />
Tag neu. Wir sagen, was<br />
man nicht verpassen sollte.<br />
<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu London:<br />
bit.ly/29U8Fkl<br />
Video „Und der Mensch schuf London“:<br />
bit.ly/29Selfv<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
FOTOS: <strong>ADAC</strong> E.V., GETTY IMAGES, ISTOCK (3), THINKSTOCK<br />
Kultur<br />
TIME TO EXPLORE<br />
Museales London Wer etwas mehr Zeit hat – die Dichte und Qualität der Londoner<br />
Museen und Galerien ist beeindruckend. Für Geschichtsinteressierte empfiehlt sich das<br />
British Museum. Für diejenigen, die sich gern überraschen lassen: Victoria & Albert.<br />
Für die Freunde von Botticelli oder Van Gogh: National Gallery. Für Gegenwartfans:<br />
Tate Modern, deren imposanter Anbau im Juni direkt neben dem alten Kraftwerk eröffnet<br />
wurde. Für Dinosaurier-Liebhaber: National History Museum. Für Form-Fetischisten:<br />
Design Museum. Und wer von der Stadt nicht genug kriegen kann, geht in das Museum<br />
of London. Der Eintritt ist – abgesehen von Sonderausstellungen – fast überall kostenlos.<br />
Wege<br />
ON THE ROAD<br />
Riesiges London Überblick verschafft man sich im Kreisverkehr<br />
des London Eye, mit einer Höhe von 136 Metern<br />
das höchste Riesenrad Europas. Wer geradeaus will,<br />
dem bieten sich drei berühmte Möglichkeiten: der rote<br />
Doppeldeckerbus, die durch Streckennetzplan und die<br />
Ansage „Mind the Gap“ legendär gewordene Tube und<br />
die schwarzen Caps, bei denen Zielangabe und Zahlung<br />
außen am Fahrerfenster erfolgen. Und zu Fuß? Einmal<br />
unter der Themse durch den 370 Meter langen Greenwich-Fußgängertunnel,<br />
einmal über den Beatles-<br />
Zebrastreifen in der Abbey Road.<br />
Ziele<br />
SEE THE<br />
ATTRACTIONS<br />
Historisches London Die Stadt<br />
wurde von den Angelsachsen,<br />
der Pest, großen Bränden und<br />
den Bomben der Nazis zerstört.<br />
Trotzdem finden sich zahlreiche<br />
Höhepunkte wie Big Ben, der<br />
Turm am Westminster Palace,<br />
der rund um die Uhr vier Mechaniker<br />
beschäftigt und dessen<br />
zur vollen Stunde erklingende<br />
Melodie als „Voice of Britain“<br />
gilt. Oder die alte Festung Tower<br />
of London samt Tower Bridge.<br />
Die Barockkirche St Paul’s<br />
Cathedral. Westminster Abbey,<br />
wo britische Monarchen gekrönt<br />
und begraben werden. Natürlich<br />
gibt es auch neue Bauten, etwa<br />
The Shard, mit 310 Metern<br />
Höhe derzeit noch das höchste<br />
Gebäude der EU: Von der<br />
69. Etage hat man einen faszinierenden<br />
360-Grad-Blick. Wem das<br />
an Stein reicht: London ist auch<br />
eine der grünsten Städte der<br />
Welt, zu erleben etwa im Hyde,<br />
Regent’s oder Richmond Park,<br />
wo man auf Rosen,<br />
Redner oder Rehe trifft.<br />
22 5 / <strong>2016</strong>
USA Inspiration<br />
Alles<br />
XXLDie Reise<br />
Fast jeder US-Amerikaner strahlt einen an. Und alles ist<br />
„awesome“, genial. Doch was steckt hinter den Superlativen?<br />
Unsere Autoren erfahren es, in 25 Tagen, auf knapp<br />
10.000 Kilometern, zwischen San Francisco und New York<br />
Text und Fotos Liisi Mölder und Fabian Weiss<br />
Gen Westen<br />
Von Route 1<br />
bis 66, endlose<br />
Strassen mit viel<br />
Ausblick nach<br />
dem Motto<br />
„Zur Sonne,<br />
zur Freiheit“<br />
starten wir in<br />
Kalifornien, im Mekka<br />
der Millennials des Westens:<br />
San Francisco. Das<br />
begehrteste Pflaster der<br />
Vereinigten Staaten, wenn man den<br />
Grundstückspreisen glaubt (siehe<br />
<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> 3/<strong>2016</strong>). Doch wir<br />
brennen auf die Straße und brechen<br />
gleich auf. Erste Station: der Yosemite<br />
National Park. Die Mutter aller Nationalparks<br />
mit fünf verschiedenen<br />
Ökosystemen. In den Abendstunden<br />
halten wir einige Meilen vor dem Park,<br />
auf der Suche nach einem Schlafplatz.<br />
Ranger David rät uns, noch zwei Meilen<br />
nördlich zu fahren: „Aber haltet die<br />
Fenster geschlossen! Bären riechen Essen<br />
über Meilen und lassen sich durch<br />
kleinste Öffnungen mit ihren starken<br />
Klauen gern selbst herein.“<br />
Kein Bär. Dafür am nächsten Tag<br />
ein weiterer Superlativ: Unser nächster<br />
Schlafplatz ist Camp 4, die Wiege<br />
des Boulderns und Slacklining.<br />
Der Geruch von Magnesium liegt in<br />
der Luft, Funktionsbekleidung hängt<br />
überall an Leinen und Ästen. Für die<br />
schlaksigen Kletterer Brandon und<br />
Daniel sind die Granitwände des El<br />
Capitan und Half Dome das Eldorado<br />
des Kletterns schlechthin – auch<br />
wenn keiner der beiden je einen Berg<br />
außerhalb der USA bestiegen hat. Wie<br />
viele US-Teenager sind sie nach dem<br />
College für eine Auszeit gekommen.<br />
Ob Bedienung, Küchenhilfe, Parkwächter,<br />
der Nebenjob ist egal.<br />
Abenden unter freiem Sternenhimmel<br />
folgt ein Abend mit den Stars von<br />
morgen: Auf unserer nächsten Station<br />
Los Angeles besuchen wir die Konzertreihe<br />
„School Night“ im Club Bardot.<br />
Für viele Locals ist es das Geburtshaus<br />
vieler berühmter Künstler und Bands<br />
– hier sollen schon Alt-J oder Tom<br />
Odell erste große Konzerte gespielt<br />
haben. Nicht weit davon entfernt: der<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
24 5 / <strong>2016</strong> 5 / <strong>2016</strong> 25
Inspiration USA<br />
Santa Monica Pier. Er ist das Ende der<br />
Mother Road, der Route 66, Amerikas<br />
berühmtestem Highway. Seit Beginn<br />
der Automobil-Ära haben sich auf<br />
seinem Asphalt Abenteurer und Auswanderer<br />
auf den Weg gemacht. Heute<br />
sind große Teile durch moderne Interstates<br />
ersetzt, die US-amerikanischen<br />
Autobahnen. Auf ihnen kommt man<br />
schnell voran, das schon, aber als spannend<br />
empfinden wir das nicht. Und<br />
meiden sie deshalb, so gut es geht. Die<br />
Ausreise aus L.A. dauert ohne Stau<br />
mehr als eineinhalb Stunden. Gut, dass<br />
man in Großstädten schon ab zwei Personen<br />
die schnellere Carpooling-Spur<br />
für Fahrgemeinschaften benutzen darf.<br />
26 5 / <strong>2016</strong><br />
zu Park – im Winter im Süden, im<br />
Sommer im Norden. Er zeigt auf<br />
sein Wohnmobil: „Wo immer das<br />
ist, ist mein Zuhause.“<br />
Ein Sternenhimmel belohnt die Suche<br />
nach dem Schlafplatz, Kojoten ersetzen<br />
am Morgen den Wecker. In der<br />
Karawane mit anderen Besuchern strömen<br />
wir am nächsten Morgen zweispurig<br />
in Richtung Nationalpark. Mit unvorstellbaren<br />
Ausmaßen gräbt sich der<br />
Colorado River vor uns in die Tiefe,<br />
als wir den Bright Angel Trail hinabsteigen.<br />
Dumpfe Rot- und Ockertöne<br />
wechseln sich spielend ab<br />
und bestimmen die Sicht<br />
bis zum Horizont. Eine<br />
noch schönere Aussicht<br />
gibt es aber bei der Busfahrt<br />
Richtung Hermit’s<br />
Rest – hier kommt man<br />
noch näher an die steischluchten:<br />
den Grand Canyon. Der<br />
Campingplatz Mather ist ausgebucht<br />
bis in den Herbst, Desert View noch bis<br />
übermorgen. Platzwächter Bill sieht ein<br />
wenig aus wie ein in die Wüste geratener<br />
Weihnachtsmann. Mit einem wohlwollenden<br />
Brummen schickt er uns in<br />
den Nationalforst außerhalb des Parks:<br />
Hier darf man umsonst übernachten<br />
– sozusagen das Jedermanns-Recht in<br />
den USA. Fünf andere Gruppen hat Bill<br />
heute schon dorthin geschickt:<br />
„Vielleicht findet<br />
ihr ja Gesellschaft!“ Er<br />
muss es wissen, seit<br />
drei Jahren tingelt<br />
er von Park<br />
Highway-Schild<br />
Der Lone-Star-State<br />
bittet um Rücksicht<br />
Grand Canyon<br />
Picknick an der<br />
Schlucht, die<br />
jedes Gefühl für<br />
Dimensionen<br />
relativiert<br />
Arizona<br />
Manche denken bei diesem Bundesstaat<br />
an den Eistee in bunten Dosen,<br />
die meisten an die größte aller Felslen<br />
und schillernden Felswände.<br />
Wir fahren weiter Richtung Südosten,<br />
in eine nicht enden wollende Leere.<br />
Menschen und Ansiedlungen werden<br />
immer spärlicher. „It will be a nice hot<br />
day, okeeyy“, umsirrt uns ein Sprecher<br />
des Navajo-Radios KWRK in einem<br />
Singsang aus Apachen-Sprache und<br />
Englisch, während wir das Colorado-<br />
Plateau durchqueren. Grillen zirpen im<br />
Takt außerhalb des Autos, während der<br />
Sprecher und die Musik im Radio pausenlos<br />
von Werbung unterbrochen werden.<br />
Schluchten, Tafelberge und Säulen<br />
so weit das Auge reicht. Und natürlich<br />
darf auch hier der Superlativ nicht fehlen:<br />
der erste bestätigte Meteoritenkrater.<br />
„You are at one of the most extraordinary<br />
places on Earth!“, behauptet ein Flyer.<br />
Inmitten des Kraters: eine lebensgroße<br />
Holzstatue eines Astronauten als Erinnerung<br />
an das Training der NASA hier.<br />
New Mexico<br />
Die Luft steht, nur ab und zu bläst uns<br />
eine heiße Windböe ins Gesicht. Auf<br />
dem Weg durch die Prärie halten wir<br />
in Pie Town, benannt nach den Kuchen<br />
eines damaligen Bäckers. Heute<br />
gibt es in dem 186-Seelen-Dorf viele<br />
Cafés, die sich auf runde Schlemmereien<br />
spezialisiert haben. Natürlich<br />
die besten der Welt. Wie wäre es mit<br />
einem Apfelkuchen mit Chili und<br />
Pinienkernen?<br />
Von den Torten ist es nicht weit<br />
zu fliegenden Untertassen. Wir kommen<br />
nach Roswell, der angeblichen<br />
Absturzstelle eines Ufos im Jahr 1947.<br />
Viele der Einwohner halten die Theorie<br />
für Nonsens, gehen von einem<br />
abgestürzten Wetterballon aus. Makayla,<br />
die Besitzerin der Variety Bar,<br />
dagegen ist skeptisch: „Wie können<br />
wir so arrogant glauben, die Einzigen<br />
zu sein?“, fragt sie mit einer tiefen und<br />
leicht heiseren Stimme.<br />
Texas<br />
„Drive Friendly – The Texas Way“,<br />
das Willkommensschild des nächsten<br />
Bundesstaates. Wir sind erstaunt. Das<br />
von Kugeln durchsiebte Schild kommt<br />
unserem Vorurteil vom Land der Cowboys<br />
schon näher. Aber wir sind nicht<br />
die Einzigen: Selbst die Bewohner der<br />
Nordstaaten gehen davon aus, dass<br />
jeder Texaner einen Cowboyhut und<br />
Stiefel mit Sporen besitzt. Im Gegenzug<br />
sind viele Südstaatler davon überzeugt,<br />
dass im Norden der Schulweg das Jahr<br />
über mit Skiern gemeistert wird.<br />
Der weitere Weg führt durch die<br />
Chihuahua-Wüste. Agaven und Yucca-<br />
Straßenprosa Rostiger Truck trifft auf frisch gemalte US-Flagge<br />
Yosemite<br />
Ranger David<br />
sorgt für Ordnung<br />
und hilft<br />
den Besuchern<br />
Palmen ragen aus der endlos scheinenden<br />
Fläche aus Sand und Gestein,<br />
klischeehaft rollen kleine Steppenläufer<br />
durch den Staub. Wir verstehen nun<br />
auch das System Tempomat – denn<br />
bei geraden Straßen bis zum Horizont<br />
mutiert das Gaspedal ohne die Fahrhilfe<br />
schnell zur schweren Fußfessel.<br />
In der Ferne erheben sich die Tafelberge<br />
des Big-Bend-Nationalparks in<br />
den Himmel. Darunter der Rio Grande,<br />
der große Fluss. Doch der Grenzfluss<br />
zwischen Mexiko und den USA ist hier<br />
nicht mehr als ein kleines Rinnsal, auf<br />
dem man gerade noch paddeln kann.<br />
Zu viel Wasser wird ihm auf seinem<br />
Weg durch die Vereinigten Staaten<br />
entnommen, was ihm den Titel „gefährdetster<br />
Fluss der USA“ einbringt<br />
– der Negativrekord auf unserer Liste.<br />
Lousiana<br />
Je weiter wir Richtung Süden kommen,<br />
desto mehr ändert sich die Grundhaltung<br />
der Menschen. Die offene Neugier<br />
weicht latentem Misstrauen. „Can I help<br />
you?“ mutiert von der freundlichen<br />
Begrüßung zur Frage nach dem Grund<br />
der Störung, „Have a good one“ zu<br />
„Be careful“ als Abschiedsfloskel.<br />
Auch die Küche ändert sich – aber<br />
5 / <strong>2016</strong> 27
Inspiration USA<br />
Experten-Tipp<br />
Sina Paulsen aus dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Hamburg-<br />
Harburg über Tricks und Tücken des Camper-<strong>Urlaub</strong>s<br />
Ein Highlight auf meiner Fahrt mit dem Camper war die<br />
unberührte Landschaft im Death Valley Nationalpark. Die<br />
20 US-Dollar Eintritt für das Fahrzeug waren es wert: Am<br />
Zabriskie Point hat man einen atemberaubenden Ausblick.<br />
Gleichzeitig befindet sich auch der tiefste Punkt Nordamerikas,<br />
die Senke Badwater, mit 85,5 Metern unter dem<br />
Meeresspiegel im Death Valley. Aber: Unbedingt rechtzeitig<br />
tanken und viel Trinkwasser mitnehmen – in den<br />
Sommermonaten kann die Temperatur 45 Grad Celsius<br />
übersteigen. Einige Vermieter verbieten es, zu dieser Zeit<br />
mit dem Camper in dieses Gebiet zu fahren. Und: Die größeren<br />
Camper über 3,5 Tonnen dürfen nur mit dem „alten“<br />
Führerschein bis 7,5 Tonnen gefahren werden. Auch ist es<br />
verboten, ohne Permit einfach an der Straße zu parken.<br />
Und zudem gelten in jedem US-Staat andere Regelungen<br />
– mehr Informationen in Ihrem <strong>ADAC</strong> Reisebüro.<br />
<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu den USA:<br />
bit.ly/1p9WqUu<br />
Video „Amerikas stolzer Süden“:<br />
bit.ly/2a2ZboN<br />
New Orleans<br />
Garnelenstand auf dem<br />
Weg in die Hafenstadt<br />
am Mississippi<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
positiv. Auf dem Weg nach New Orleans<br />
häufen sich Garnelen-Stände am<br />
Straßenrand wie die Fliegen auf unserem<br />
Kühlergrill. Dank der eingebauten<br />
Küche könnten wir auch vom Meer in<br />
den Mund leben, lassen uns aber schnell<br />
von der lokalen Küche überzeugen: Hier<br />
stehen Shrimp Po’Boys, eine Art scharfes<br />
Fischbrötchen, Alligatorenfleisch und<br />
kreolische Küche auf dem Menü. Die<br />
Straßenmusiker und Gaukler im French<br />
Quarter verbreiten dazu das Gefühl<br />
eines nicht enden wollenden Karnevals.<br />
Florida<br />
Von der Party an Land zum Paradies für<br />
Wasserratten: Destin heißt das ultimative<br />
Ziel für Strandurlaub in den USA. Von<br />
Jet-Ski über Parasailing bis zu Flyboards<br />
bietet die Ansiedlung auf dem kleinen<br />
Streifen Land für jeden Wasserbegeisterten<br />
etwas. Wenn man Glück hat, kann<br />
man sogar Delfine sehen. Studenten<br />
feiern hier ihren spring break, die<br />
US-amerikanischen Frühlingsferien, die<br />
Älteren kommen wegen des warmen<br />
Klimas, das gut gegen Rheuma hilft.<br />
Tina und Steve reisenschon seit<br />
vier Jahren durchdie Südstaaten. Sie<br />
kommen hierher, um etwas mehr<br />
Privatsphäre zu haben. Oft stehen sie<br />
nämlich mit ihrem Wohnmobil Schnauze<br />
an Schnauze auf Asphalt – und das<br />
freiwillig. Tailgating nennt sich diese<br />
amerikanische Freizeitbeschäftigung.<br />
Hier treffen sich die hartgesottenen<br />
Football-Fans für mehrere Tage auf<br />
dem Parkplatz vor dem Stadion mit viel<br />
Fleisch, Bier und Lokalpatriotismus, um<br />
ihre Mannschaft mental und verbal zu<br />
unterstützen.<br />
Alabama<br />
Ein Footballmatch können wir uns leider<br />
nicht mehr ansehen, aber Alabama<br />
hat unser Interesse geweckt. Nach Alligatoren<br />
und Schildkröten gibt es hier<br />
wieder Wild, vor dem auf der Straße<br />
gewarnt wird. Die Luft ist weniger<br />
schwül, und es riecht nach nassem<br />
Laub. Am Honeycomb Campground,<br />
an einem Seitenarm des Tennessee<br />
River, machen wir Rast für die Nacht.<br />
Auf dem Stellplatz links neben uns: drei<br />
ältere Paare, die sich hier zum Angeln<br />
getroffen haben. Das Outfit: karierte<br />
Hemden und Flecktarn. Die Wohnwagen<br />
säumen einen kleinen Platz, der von<br />
einer über einen Ast geworfenen Glühbirne<br />
erleuchtet wird. Lachend erklärt<br />
man uns, dass das ein redneck chandelier<br />
ist, ein Rotnacken-Kronleuchter. Gut,<br />
dass keine Zeit mehr bleibt, in solche<br />
Florida<br />
Schlafen mit<br />
unverstelltem<br />
Blick auf Palmen<br />
und Meer.<br />
Louisana<br />
Das Truckerpaar<br />
Tina und Steve<br />
reist oft durch<br />
die Südstaaten<br />
Diskussionen einzusteigen. Wir müssen<br />
die letzte Etappe im Sprint erledigen,<br />
um unseren Flug noch zu erwischen.<br />
New York<br />
Nach einer Marathonfahrt durch die<br />
Appalachen kommen wir in strömendem<br />
Regen in New York an. Wehmütig<br />
geben wir unseren Camper etwas<br />
außerhalb der Stadt ab und machen<br />
uns mit der Bahn auf den Weg in die<br />
Stadt. Auf dem längsten Streckennetz<br />
der Welt donnern wir mit einer der<br />
ältesten U-Bahnen in Richtung Manhattan.<br />
Das am längsten aufgeführte<br />
Musical der Welt wäre die Krönung<br />
auf unserer Liste der Superlative, aber<br />
wir entscheiden uns gegen das seit 1988<br />
aufgeführte „Phantom der Oper“.<br />
Lieber sehen wir uns noch ein paar<br />
Stand-up-Comedians im „The Stand“<br />
an, um zu verstehen, worüber die Nation<br />
spricht und lacht.<br />
Angebote<br />
An der Ostküste<br />
Mit Road Bear RV<br />
14 Tage Road Bear RV Wohnmobil Typ C26,<br />
ab/bis New York/Newark, inkl. Transfers,<br />
Gebühren für alle Fahrer, Straßenatlas, 1,7<br />
Mio. € Haftpflicht, VIP-Versicherung ohne SB<br />
ab 182 € / bei Belegung mit 4 Personen<br />
p. P. bei Buchung bis 15.9.16/ 192€ bis<br />
31.10.16/ 203€ bis 13.11.16, jeweiliger<br />
Frühbuchervorteil bereits im Preis inkludiert<br />
Im Hohen Norden I<br />
Mit Go North<br />
14 Tage Go North Wohnmobil Typ MH24<br />
Gold ab/bis Seattle, Transfers vor Ort,<br />
Gebühren für alle Fahrer, Straßenatlas, 1,7<br />
Mio. € Haftpflicht, VIP-Versicherung ohne SB<br />
ab 221 € / bei Belegung mit 4 Personen<br />
p. P. bei Buchung bis 13.11.16 / Saison 1.4. bis<br />
14.6.17, jeweiliger Frühbuchervorteil bereits<br />
im Preis inkludiert.<br />
Im Hohen Norden II<br />
Mit Go North<br />
14 Tage Go North Wohnmobil Typ MH24<br />
Gold von Seattle/nach Anchorage,<br />
Fairbanks oder Whitehorse, Einweggebühr,<br />
Transfers vor Ort, Gebühren für alle Fahrer,<br />
Straßenatlas, 1,7 Mio. € Haftpflicht, VIP-<br />
Versicherung ohne SB<br />
Liisi Mölder und Fabian Weiss<br />
Selfie der Autorin und des<br />
Fotografen, parkend am Steuer<br />
ab 221 € / bei Belegung mit 4 Personen<br />
p. P. bei Buchung bis 13.11.16 / Saison 1.4.17<br />
bis 14.6.17, Fahrzeugrückgabe bis 15.6.17,<br />
jeweiliger Frühbuchervorteil bereits im Preis<br />
inkludiert.<br />
28 5 / <strong>2016</strong><br />
Änderungen vorbehalten<br />
Beratung und Buchung in Ihrem<br />
<strong>ADAC</strong> Reisebüro siehe S. 49
Inspiration USA<br />
USA Inspiration<br />
Camper in den USA – alles Wichtige auf einen Blick<br />
Eine Reise mit riesigen Dimensionen<br />
<strong>Urlaub</strong> Expertin Sina Paulsen vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Hamburg<br />
An- und Abreise<br />
Deutsche können durch das Visa<br />
Waiver Program ESTA ohne Visum in<br />
die USA einreisen und sich dort bis<br />
zu 90 Tage aufhalten, sofern der Reisepass<br />
mit einem Chip ausgestattet<br />
ist. Man muss sich mindestens 72<br />
Stunden vor Einreise online registrieren,<br />
der Antrag kostet 14 Dollar.<br />
http://esta.cbp.dhs.gov.<br />
Reisezeit<br />
Der Norden und höher gelegene Regionen<br />
(Yosemite-, Grand Canyon<br />
National Park) sind bis in den Frühling<br />
schneebedeckt oder relativ kalt.<br />
Im Süden und den Wüstenregionen<br />
(Death Valley, Big Bend National Park)<br />
gibt es nur zwei Jahreszeiten: Sommer<br />
und unerträglichen Sommer.<br />
Temperaturen um 40 Grad Celsius<br />
sind von Juni bis August nicht selten.<br />
Geld<br />
Kreditkarten werden überall als Zahlungsmittel<br />
akzeptiert. Bargeld ist in<br />
entlegenen Regionen sinnvoll.<br />
Automiete<br />
Ein Auto kann man durch den <strong>ADAC</strong><br />
direkt vorab mieten. Bitte unbedingt<br />
vorher klären, ob mit der eigenen<br />
vorhandenen Führerscheinklasse das<br />
gewünschte Fahrzeug (Fahrzeuggröße)<br />
überhaupt genutzt werden darf,<br />
denn man durchfährt verschiedene<br />
US-Bundestaaten, mit unterschiedlichen<br />
Führerschein-Regeln.<br />
Versicherung<br />
Eine gültige Auslandskrankenversicherung<br />
ist mehr als sinnvoll, die<br />
Mitgliedschaft in einem Automobilclub<br />
wegen der Beschaffenheit man-<br />
cher Straßen fast Pflicht. Ebenso<br />
empfiehlt sich bei jeder Automiete,<br />
die maximal mögliche Summe der<br />
Haftpflicht- (SLI) und Kaskoversicherung<br />
(CDW) zu wählen. Achten Sie<br />
darauf, dass Windschutzscheibe und<br />
Reifen mitversichert sind.<br />
Auf der Straße<br />
Die Straßen sind gut ausgeschildert,<br />
in Großstädten lohnt ein GPS-<br />
Gerät. Highways sind oft mit grober<br />
Himmelsrichtung angegeben,<br />
was die Orientierung vereinfacht.<br />
Die meisten Straßen sind kostenlos.<br />
Mautstraßen und -brücken sind<br />
erkennbar beschildert, man kann<br />
bar bezahlen. Einzig bei längeren<br />
Fahrten in Florida lohnt der elektronische<br />
SunPass (www.sunpass.<br />
com). An Kreuzungen stehen fast<br />
immer Stoppschilder, hier muss<br />
angehalten werden – derjenige, der<br />
zuerst einfährt, darf weiterfahren.<br />
Bei roten Ampeln darf man, so nicht<br />
anders angegeben, nach Stopp und<br />
bei freier Straße rechts abbiegen.<br />
Auf Highways und Interstates wird<br />
gern rechts überholt. Benzin wird in<br />
Gallonen verkauft, die Preise variieren<br />
zwischen 1,60 USD (Texas) und<br />
5,00 USD Cent (Wüste). Im Westen ist<br />
es oft billiger, wenn man bar bezahlt.<br />
Aktuelle Preise: www.gasbuddy.com<br />
Essen & Trinken<br />
An jeder Highway-Ausfahrt wartet<br />
ein Ansammlung von Burger-, Sandwich-<br />
oder Waffelketten. Die etwas<br />
besseren: Wendy’s, In-N-Out und<br />
IHop. Hilfreich bei der Suche nach<br />
Alternativen sind Apps wie Zomato,<br />
Yelp!, auch die Internet-Seite www.<br />
roadfood.com. Trinkgeld ist in den<br />
USA üblich. 10 Prozent oder mehr.<br />
Auf der Strecke für gut befunden:<br />
• Codmother Fish & Chips (496<br />
Beach St, San Francisco, CA 94133)<br />
• Lotus of Siam (Las Vegas, 953 E<br />
Neue Auflage<br />
Der <strong>ADAC</strong> Reiseführer<br />
plus<br />
„USA Südwest“,<br />
144 Seiten,<br />
12,99 € im<br />
<strong>ADAC</strong> Shop<br />
bit.ly/29U4SDv<br />
Sahara Ave A5, Nevada, NV 89104)<br />
• Grilled Cheese Parlour (222 W<br />
San Antonio St, Marfa, TX 79843)<br />
• Frank (407 Colorado St, Austin,<br />
TX 78701)<br />
• Evangeline (329 Decatur St,<br />
New Orleans, LA 70130)<br />
Für den Einkauf unterwegs hat Trader<br />
Joe’s das beste Angebot in Sachen<br />
Frische und Öko, Walmart bietet<br />
mehr Camping-Equipment. Alle<br />
Preise werden netto angegeben, je<br />
nach Staat kommt an der Kasse die<br />
Mehrwertsteuer hinzu.<br />
Camping<br />
National und State Parks haben fast<br />
immer öffentliche Campingplätze.<br />
Kostenpunkt: 20 bis 40 Dollar pro<br />
Nacht und Stellplatz. Bei großen<br />
Naturattraktionen im Voraus reservieren<br />
– manchmal ein halbes Jahr.<br />
Alternative Campingplätze verfahren<br />
nach dem Windhundprinzip, etwa<br />
Camp 4 im Yosemite-Park oder Desert<br />
View im Grand-Canyon-Nationalpark.<br />
Mit Wohnmobil oder Camper<br />
darf man in jedem Nationalforst<br />
(nicht aber: Nationalpark) übernachten,<br />
kostenlos mitten unter Sternen<br />
und wilden Tieren. Die Gebiete sind<br />
auf den meisten Karten hellgrün oder<br />
grün gepunktet eingezeichnet.<br />
Gesundheit<br />
Notruf: 911 – ob Polizei, Feuerwehr<br />
oder Krankenwagen. Den Wagen<br />
möglichst in belebten Gegenden<br />
parken, Glassplitter am Boden und<br />
Eisengitter an den Fenstern können<br />
auf unsichere Gegenden hindeuten.<br />
Man sollte nichts offen liegen lassen,<br />
in Bärengebieten auch kein Essen.<br />
Nicht versäumen<br />
Wüstenstraßen fahren. Nationalparks<br />
besuchen, den Jahrespass (www.<br />
FOTOS: FABIAN WEISS UND LIISI MÖLDER (12), ISTOCK, PR (2); KARTE: MAPS4NEWS.COM/© HERE<br />
1<br />
Mexiko Stadt<br />
Ottawa<br />
Washington D.C.<br />
Havanna<br />
Bogota, D.C.<br />
Der Süden der<br />
Vereinigten Staaten<br />
2<br />
3<br />
nps.gov) gibt es für 80 US-Dollar. Autokino<br />
besuchen. Die besten Routen:<br />
1 Big Sur, Kalifornien: Ausblicke auf<br />
die Pazifikküste entlang des Highway 1.<br />
2 Route 120, Kalifornien: vom Meer in<br />
die Berge des Yosemite National Park.<br />
3 Route 66: Die Mutter aller Straßen.<br />
Heute größtenteils überbaut.<br />
Beschreibung der alten Strecke auf:<br />
www.historic66.com.<br />
4 Twentynine Palms – Las Vegas:<br />
großartige Einöde durch das Sheephole<br />
Valley und das Mojave National<br />
Preserve.<br />
5 Route 170, Texas: Aberwitzige<br />
Berge und leere Ebenen entlang des<br />
Rio Grande und der Grenze zu Mexiko.<br />
6 Highway 82/90, Lousiana: von<br />
Port Arthur nach New Orleans –<br />
Marschland, versunkene Wälder und<br />
Warnungen vor Alligatoren.<br />
7 Skyline Drive / Blue Ridge Parkway,<br />
Virginia: die ultimativen Bergstraßen<br />
auf 105 und 469 Meilen.<br />
8 Overseas Highway, Florida: Mehr<br />
Meer unter den Reifen als auf dem südlichsten<br />
Teil des Highway 1 geht nicht.<br />
4<br />
5 6<br />
Besser nicht<br />
Nur auf Interstates fahren: Hier sieht<br />
Amerika immer und überall gleich<br />
aus. Zu viel Weg in zu wenig Zeit<br />
packen. Und: Nur Fastfood essen<br />
– die US-Küche hat mehr zu bieten.<br />
Internet & Apps<br />
Viele Hotels und Restaurants bieten<br />
WLAN an. Google Maps ist die kostenfreie<br />
Nummer eins der Karten.<br />
Apps wie Roadtrippers, Yelp! oder<br />
Tripadvisor helfen, Sehenswürdigkeiten<br />
zu finden, www.hipcamp.com und<br />
www.rvparkreviews.com bei Übernachtungsplätzen.<br />
Suchmaschinen<br />
für Camper: www.motorhomerepublic.com,<br />
www.campertravelusa.com.<br />
Maßeinheiten<br />
1 Inch = 2,54 Zentimeter. 1 Foot = 30,48<br />
Zentimeter. 1 Mile = 1,61 Kilometer.<br />
8<br />
7<br />
600 km<br />
1 Pint = 0,5 Liter. 1 Gallon = 3,79 Liter.<br />
1 Pound (lb) = 453,5 Gramm.<br />
Literatur<br />
National Geographic Road Atlas<br />
Adventure Edition USA.<br />
144 Seiten, 14,95 US-Dollar<br />
! Übrigens<br />
Mit Ihrer <strong>ADAC</strong> Clubkarte erhalten Sie<br />
bei der American Automobile Association<br />
(AAA) Ermäßigungen für Hotels,<br />
Mietwagen, Freizeitparks, Sehenswürdigkeiten<br />
und vieles mehr. Achten Sie<br />
vor Ort auf „Show your card & save“-<br />
Aufkleber, geben Sie auf Anfrage den<br />
<strong>ADAC</strong> Club Code 00383 an und legen<br />
Sie Ihre Clubkarte zusammen mit der<br />
AAA-Discount Card vor. Oft lohnt es sich<br />
auch, die <strong>ADAC</strong> Clubkarte vorzulegen,<br />
auch wenn kein „Show your card &<br />
save“-Aufkleber sichtbar ist. Mehr Informationen<br />
in Ihrer <strong>ADAC</strong> Geschäftsstelle<br />
& Reisebüro oder unter: bit.ly/2a48DYp<br />
30 5 / <strong>2016</strong> 5 / <strong>2016</strong> 31
Experten-Tipp TraumzielTürkei<br />
Mein<br />
Lieblingsland<br />
Thailand<br />
100 BAHT<br />
entsprechen etwa 2,50 Euro.<br />
144<br />
MOBILTELEFONE<br />
kommen auf 100 Einwohner.<br />
Frau Preuß, welche drei Attribute<br />
fallen Ihnen sofort ein, wenn Sie<br />
an Thailand denken?<br />
Erstens: beeindruckend. Zweitens:<br />
vielfältig. Drittens: lebendig.<br />
Warum diese drei?<br />
Mich haben 2015 eigentlich die feinen<br />
Sandstrände und das gute Preis-<br />
Leistungs-Verhältnis gelockt. Dann<br />
entdeckte ich eine fremde Kultur,<br />
einen Schmelztiegel verschiedener<br />
Ideen aus Indien oder China und verschiedener<br />
Religionen wie Buddhismus<br />
und Hinduismus, mit ganz eigenen<br />
Regeln, eigenen Begrüßungen oder<br />
einem Kalender, der dem unseren um<br />
543 Jahre voraus ist. Die wunderschönen<br />
Strände gibt es natürlich trotzdem,<br />
mein Favorit war der Mae Haad<br />
Beach auf Ko Phangan, wegen seiner<br />
entspannten Atmosphäre und der fußläufigen<br />
Verbindung zur Insel Ko Ma.<br />
Thailand gilt als Land des Lächelns,<br />
wie haben Sie das empfunden?<br />
Das stetige Lächeln findet man überall.<br />
Reisende sollten sich aber darüber im<br />
Klaren sein, dass das Lächeln noch andere<br />
soziale Funktionen hat. Thailänder<br />
lächeln auch, um ihr Gesicht, also ihr<br />
Ansehen, nicht zu verlieren. Sie sind<br />
aber auch oft sehr aufgeschlossen,<br />
so wurde ich gefragt, woher ich<br />
komme, wie lange ich bleibe oder<br />
wohin ich noch reisen möchte.<br />
Und, wohin sind Sie gereist?<br />
Beispielsweise auf die kleine<br />
Insel Ko Tao und von dort aus<br />
mit dem Wassertaxi zur Insel Ko<br />
Nang Yuan, wo ich einen herrlichen<br />
Tag im Wasser mit Schnorcheln<br />
verbrachte. Entlang des Mae Hong<br />
Son Loop, einer 800 Kilometer langen<br />
Straße im Norden – vorbei an<br />
vielen Höhlen, Wasserfällen, Tempeln<br />
und mit einem Stopp in dem<br />
kleinen, ursprünglichen Dorf Pai,<br />
dessen Nachtmarkt hervorragendes<br />
Essen anbietet. Es ist zugleich süß und<br />
sauer, scharf und salzig, einfach extrem<br />
lecker. Und natürlich nach Bangkok,<br />
es gibt kaum etwas Schöneres, als<br />
den Abend mit einem Cocktail in der<br />
Sirocco Bar auf dem Lebua State Tower<br />
im 63. Stock ausklingen zu lassen.<br />
Gab es auch etwas, was Sie irritiert<br />
hat?<br />
Eigentlich nicht, ich habe mich stets<br />
sicher gefühlt. Obwohl, der Maeklong<br />
Railway Market war schon bizarr: Er<br />
befindet sich direkt auf Eisenbahn-<br />
Laura Preuß vom<br />
<strong>ADAC</strong> Reisebüro in Göttingen<br />
über Tempel, Tauchen und<br />
die scharf-sauer-salzig-süße<br />
Thai-Küche<br />
Neues erfahren<br />
Einer von<br />
den mehr als<br />
400 Tempeln<br />
Thailands<br />
(oben), das<br />
Tuk-Tuk als<br />
Transportmittel<br />
gleisen, die Händler müssen mehrmals<br />
täglich ihre Waren wegräumen, wenn<br />
ein Zug durchrauscht.<br />
Sind Sie in Thailand Auto gefahren?<br />
Nein, Thailand ist kein klassisches<br />
Selbstfahrerland. Der Verkehr ist<br />
sehr dicht und hektisch, mit ganz<br />
eigenen Regeln. Und es herrscht<br />
Linksverkehr. Ich habe Taxis und<br />
Tuk-Tuks genutzt, die sind im Vergleich<br />
zu Deutschland sehr günstig.<br />
Welches Souvenir sollte man mitnehmen?<br />
Klamotten! Wenn man genügend Zeit<br />
besitzt, sollte man sich unbedingt ein<br />
Kleid oder Anzug schneidern lassen.<br />
<strong>ADAC</strong> Reiseinfos<br />
Thailand: bit.ly/29O8hCh<br />
Video-Tipp „Bangkok“:<br />
bit.ly/2amtJy9<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
FOTOS: <strong>ADAC</strong> E.V., GETTY IMAGES (2), ISTOCK<br />
3219 km KÜSTENLÄNGE<br />
67,7 Mio.<br />
Einwohner<br />
hat die Erbmonarchie, von<br />
denen 94 Prozent Theravada-<br />
Buddhisten sind, die älteste<br />
buddhistische Tradition.<br />
31,9 JAHRE<br />
ist das Durchschnittsalter, die Lebenserwartung<br />
liegt bei knapp 71 (Männer)<br />
bzw. 78 Jahren (Frauen).<br />
6.Jahrhundert<br />
n. Chr.<br />
Die ersten Reiche im Gebiet des heutigen Thailand wurden von Mon-<br />
Völkern gegründet. Als erste Europäer kamen die Portugiesen um 1500.<br />
Ab 1855 wurde das Land offiziell Siam genannt, Ende des 19. Jahrhunderts<br />
wurden auch zahlreiche westliche Errungenschaften wie Schulen oder<br />
ein Steuersystem eingeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte<br />
für kurze Zeit die Demokratie. 2014 putschte zum wiederholten Mal das<br />
Militär, seither übt General Prayut Chan-o-cha die Regierungsgewalt aus.<br />
Staatsoberhaupt ist seit 1946 König Bhumibol Adulyadej, der gleichzeitig<br />
oberster Schirmherr des Buddhismus in Thailand ist.<br />
QUELLEN: ATANANGO.COM, STATISTISCHES BUNDESAMT, WIKIPEDIA<br />
32 5 / <strong>2016</strong>
Inspiration Karibik<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
Klar: Schiff<br />
An Bord eines Großseglers zu bunten Kleinoden<br />
der Karibik – und durch den berühmten Panamakanal<br />
Text Christofer Knaak<br />
Lautlos gleitet die „Star Flyer“<br />
durch die Dunkelheit. Kapitän<br />
Müller steuert den<br />
Großsegler behutsam auf die<br />
vor uns liegende Brücke des<br />
Pan-American-Highway zu, die hier<br />
in Balboa unsere Fahrrinne kreuzt. Die<br />
Blicke der Passagiere, die sich hinter<br />
der Schiffsführung auf dem Sonnendeck<br />
versammelt haben, wandern den<br />
Im Klüvernetz<br />
der „Star Flyer“<br />
Frei über den<br />
Meeren schwebend<br />
– ein<br />
Höhepunkt<br />
für mich und<br />
meine Mitreisenden<br />
mehr als 60 Meter hohen Großmast<br />
empor. Ob das gutgeht?<br />
Doch der Zeitpunkt für das abendliche<br />
Manöver ist günstig. Es herrscht<br />
Niedrigwasser. Ich halte den Atem an,<br />
auch um mich herum ist es mucksmäuschenstill.<br />
Der Großmast wird<br />
und wird nicht kleiner, gleich muss es<br />
krachen. Selbst, als wir unter dem stählernen<br />
Koloss hindurchfahren, ungläubig<br />
nach oben starrend, scheint es, als<br />
passe keine Briefmarke zwischen den<br />
höchsten Schiffspunkt und den Highway.<br />
Doch die erste Hürde ist genommen<br />
– vor uns liegen der Panamakanal<br />
und eine Segelreise durch die Karibik.<br />
Am ersten Morgen an Bord sind die<br />
meisten meiner etwa 100 Mitreisenden<br />
früh an Deck. Zum einen, weil die<br />
Einfahrt in den Kanal bevorsteht, zum<br />
34 5 / <strong>2016</strong><br />
5 / <strong>2016</strong> 35
Inspiration Karibik<br />
Experten-Tipp<br />
Cordula Kramer vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Bremen über<br />
die schönsten Karibikinseln unter weißen Segeln<br />
Karibik-Feeling pur erleben Sie mit der „Star Flyer“ im<br />
März 2017. Ziele sind die sagenumwobenen Pirateninseln.<br />
Unvergesslich für mich war der Besuch der British<br />
Virgin Islands: Genießen Sie einen Planter’s Punch<br />
in einer der angesagtesten Strandbars von Tortola, dem<br />
Bomba’s Surfside Shack, und lauschen Sie dem Seemannsgarn<br />
der Weltumsegler. Mein schönstes Stranderlebnis<br />
hatte ich auf Virgin Gorda am The Baths mit<br />
seinen eindrucksvollen Granitformationen. Auf Dominica<br />
können Sie sich nach einer Dschungelwanderung<br />
unter einem der zahlreichen Wasserfälle ausgiebig erfrischen.<br />
Wie wär’s mit einer frischen Muskatnuss oder<br />
Vanilleschote auf der Gewürzinsel Grenada? Weitere<br />
Tipps erhalten Sie in Ihrem <strong>ADAC</strong> Reisebüro.<br />
<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu Panama:<br />
bit.ly/29IIp92<br />
Video „Impressionen der Star Flyer“:<br />
bit.ly/29G36XD<br />
andern, weil wir unseren Großsegler<br />
nach der Einschiffung am Vorabend<br />
nun zum ersten Mal bei Tageslicht<br />
erkunden und bestaunen können.<br />
Seine Dimensionen sind beeindruckend:<br />
115 Meter ist die „Star<br />
Flyer“ lang, 15 Meter breit,<br />
vier Masten ragen in<br />
den Himmel. Dazwischen<br />
verflicht<br />
sich ein Gewirr aus<br />
Tauwerk, das über<br />
3000 Quadratmeter<br />
Segelfläche bändigt.<br />
Auf den Holzplanken<br />
sind Taue<br />
zusammengelegt,<br />
Matrosen in blau-weiß gestreiften<br />
Shirts gehen ihrer Arbeit nach. Auf<br />
dem Sonnendeck gibt es Sonnenliegen<br />
und zwei kleine Pools, hinter der<br />
offenen Brücke können die Passagiere<br />
der Schiffsführung über die Schulter<br />
schauen. Auf dem darunterliegenden<br />
Hauptdeck ist die „Tropical Bar“, ihr<br />
gegenüber liegt die Bordbibliothek mit<br />
Kamin und schweren Sesseln, dahinter<br />
geht es in die klimatisierte Lounge und<br />
das unter Deck liegende einladende<br />
Restaurant mit viel Teak und Mahagoni.<br />
Auf demselben Deck und dem<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
untersten, vierten befinden sich die<br />
Kabinen. Sie sind klein, aber gemütlich,<br />
verfügen über ein Doppelbett und<br />
ein Bad – mehr braucht es auch nicht.<br />
Wir steuern auf die erste Schleuse<br />
zu: Miraflores. Vor uns liegt das achte<br />
Weltwunder: der Panamakanal. Die<br />
Verbindung des Pazifischen und des<br />
Atlantischen Ozeans, mehr als 80 Kilometer<br />
lang, eröffnet vor über 100 Jahren<br />
und im Sommer erweitert und<br />
ausgebaut. Ein Lotse kommt an Bord,<br />
ein Ruderboot überbringt Tauenden.<br />
Über sie wird unser Schiff mit vier<br />
Lokomotiven verbunden, die links und<br />
rechts der Schleusenkammer stehen.<br />
Als eine Signalpfeife ertönt, setzen sie<br />
sich in Bewegung – und mit ihr wir.<br />
Als sich das Schleusentor hinter<br />
uns schließt, wird die Kammer geflutet.<br />
Der Viermaster hebt sich, während in<br />
der Kammer nebenan ein volles Containerschiff<br />
abgesenkt wird. Das Tor<br />
vor uns öffnet sich, und wir werden<br />
weitergezogen, um dann aus eigener<br />
Kraft in den Panamakanal einzufahren.<br />
Grüne Ufer ziehen langsam an uns<br />
vorbei, nur ein paar Frachter begegnen<br />
uns. An den beiden nächsten<br />
Hebewerken wiederholt sich<br />
das Schleusen-Schauspiel,<br />
ohne an Faszination einzubüßen:<br />
Wieder stehen<br />
wir beim Kapitän,<br />
staunen,<br />
fotografieren.<br />
Hinter<br />
Gatun, am<br />
Stausee, wird<br />
San Blas<br />
Eines der 365 Eilande<br />
der Inselgruppe<br />
der Kanal breiter: Dickicht, Mangroven<br />
und Krokodile sind am Ufer zu<br />
sehen. Kurze Zeit später sind wir auf<br />
hoher See, die Crew setzt die Segel –<br />
auch wir dürfen mit anpacken. Als der<br />
Wind die Segel füllt, spüren wir die<br />
von der Gischt genässten Holzplanken<br />
unter den nackten Füßen, ertasten<br />
mit den Zehen das sanfte Schaukeln<br />
der Wellen, atmen die frische Brise,<br />
die salzhaltige Meeresluft ein. So<br />
fühlt sich Seefahrt an.<br />
Am folgenden Mittag gehen wir<br />
vor San Blas im gleichnamigen Golf<br />
vor Anker. Die Inselkette hat so viele<br />
Eilande wie das Jahr Tage, zieht<br />
sich bis nach Kolumbien und gilt<br />
als eines der letzten unerforschten<br />
Gebiete der Karibik – die Piraten<br />
wussten schon, wie und wo man sich<br />
bestens versteckt.<br />
Mit einem Boot setzen wir auf eine<br />
Postkarten-Insel über, mit Palmen,<br />
feinem Sandstrand und klarem Wasser.<br />
Taucherbrillen, Schnorchel und<br />
Schwimmflossen sind an Bord. Nach<br />
dem Schwimmen ordern wir in der<br />
Strandbar Kokosnusswasser aus frisch<br />
geschlagenen Früchten.<br />
Zurück an Bord wartet das Abendessen,<br />
die Köche bieten frisch gefangenen<br />
Fisch. Abgerundet wird dieser<br />
Tag mit dem „Cocktail of the Day“.<br />
Am mitternachtsblauen Himmel<br />
funkelt das Sternenmeer, darunter<br />
wiegt sich friedlich der Großmast,<br />
das Großtagsegel knattert leise, Taue<br />
schlagen umher, das gleichmäßige<br />
Knarzen im Gebälk gleicht wohligem<br />
Schnarchen: Das Schiff wiegt uns sanft<br />
in den Schlaf.<br />
Am nächsten Tag sind wir auf See,<br />
Zeit für das Mastklettern. Mit Gurten<br />
und Karabinern gesichert und unter<br />
Aufsicht steige ich auf die Reling, auf<br />
der die Klettertour über eine Leiter aus<br />
Tauen beginnt. Unter mir bricht sich<br />
der Ozean am Rumpf des Schiffes, ein<br />
mulmiges Gefühl. In 15 Meter Höhe<br />
erreiche ich den Ausguck. Der Blick ist<br />
Zucker für die Netzhaut: so weit das<br />
Auge reicht – in sämtliche Himmelsrichtungen<br />
einzig der gewaltige Ozean.<br />
Unten melde ich mich beim wachhabenden<br />
Offizier für ein Sonnenbad<br />
im Klüvernetz, das an der Bugspitze vor<br />
das Schiff gespannt ist, laufe auf den<br />
Tauen über dem Wasser und bin beeindruckt,<br />
wie der Großsegler zu meinen<br />
Füßen das Meer durchschneidet.<br />
Tags darauf liegt die „Star Flyer“ in<br />
Cartagena, der ältesten Stadt Kolumbiens.<br />
Ihre Altstadt ist Zeuge der spanischen<br />
Kolonisation, das Historische<br />
Museum zeigt die Grausamkeiten der<br />
Inquisition. In den Gassen ist es ruhig,<br />
vor farbigen Fassaden bieten einige<br />
Farbenfroh,<br />
lebensfroh<br />
Fruchtverkäuferin<br />
in Cartagena,<br />
Kolumbien<br />
Lieblingsfarbe Bunt<br />
Fischerboote und Häuser<br />
auf Curaçao<br />
fliegende Händler Kunsthandwerk<br />
feil. Am Abend kehren wir in einem<br />
Restaurant am Plaza de San Diego<br />
ein, genießen im Innenhof Mento<br />
und Calypso sowie Meeresfrüchte<br />
aus offener Küche.<br />
Morgens weckt mich eine raue See,<br />
der Passatwind stellt sich uns in den<br />
Weg. Ich frühstücke mittschiffs an<br />
der Reling, weil die Wellen, die das<br />
Schiff ordentlich schaukeln lassen,<br />
hier weniger zu spüren sind. So sei<br />
das Leben, sagt Kapitän Müller, ein<br />
Auf und Ab. Und teilt mit, dass wir<br />
nicht mehr im Zeitplan liegen. Der<br />
geplante Anlauf in Aruba fällt aus,<br />
die Natur hält sich nicht an Fahrpläne.<br />
So nehmen wir nun direkt<br />
Kurs auf unseren Ausschiffungshafen<br />
Willemstad auf Curaçao.<br />
Kapitän Müller entschädigt uns<br />
mit einer Erzählstunde in der Bibliothek,<br />
berichtet von seinen Reisen und<br />
Erlebnissen auf den Weltmeeren. Das<br />
können wir nun auch. Und gehen<br />
in Willemstad mit Erinnerungen von<br />
Bord, wehmütig, aber glücklich.<br />
Autor Christofer Knaak<br />
lässig an Bord der „Star<br />
Flyer“ in der Karibik<br />
Angebote<br />
Auf dem Vier-Master<br />
Durch die Karibik von Balboa<br />
bis St. Maarten<br />
Mit der Vier-Mast-Barkentine „Star<br />
Flyer“ geht es 15 Tage durch die<br />
südliche Karibik. Die Route umfasst<br />
den Panamakanal, Kolumbien,<br />
Curacao, einige der Britischen<br />
Jungferninseln, etwa Jost van Dyke<br />
mit der legendären Soggy Dollar<br />
Bar, sowie St. Barth und St. Maarten.<br />
Im Reisepreis enthalten sind die<br />
Mahlzeiten (bei Spezialitäten sind<br />
Aufschläge denkbar), Kaffee und Tee,<br />
ein Gala-Dinner des Kapitäns sowie<br />
die Nutzung von Segeljollen, Surfbrettern<br />
und der Schnorchelausrüstung,<br />
so dass ausgiebiger Wassersport<br />
möglich ist. Ein spektakulärer Ausblick<br />
aus dem „Krähennest“ rundet die<br />
Reise perfekt ab.<br />
ab 3.925 € / pro Person /<br />
inkl. Flug und VP / Innenkabine<br />
Reisezeitraum: 20.11. - 04.12. <strong>2016</strong><br />
Veranstalter: DERTOUR<br />
36 5 / <strong>2016</strong><br />
Änderungen vorbehalten<br />
Beratung und Buchung in Ihrem<br />
<strong>ADAC</strong> Reisebüro siehe S. 49
Inspiration Karibik<br />
Karibik Inspiration<br />
Segelkreuzfahrten – alles Wichtige auf einen Blick<br />
Entlang traumhafter Küsten<br />
<strong>Urlaub</strong> Expertin Cordula Kramer vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Bremen<br />
Ottawa<br />
An- & Einreise<br />
Abhängig von der Route gelten<br />
unterschiedliche Bedingungen. Allgemeine<br />
Einreisebestimmungen<br />
sowie aktuelle Gesundheits- und<br />
Sicherheitshinweise finden sich<br />
unter www.auswaertiges-amt.de.<br />
Route<br />
Bei der Suche nach der schönsten<br />
Route hilft das Reisebüro. Segelreisen<br />
sind allerdings keine Kreuzfahrten<br />
– Wind und Wellen können kurzerhand<br />
zu Routenänderungen führen.<br />
Schiffe<br />
Zwei namhafte Reedereien kreuzen<br />
mit Großseglern durch die Karibik:<br />
Star Clippers mit der „Star Flyer“<br />
(85 Kabinen) und der „Royal Clipper“,<br />
dem größten Passagiersegler<br />
der Welt (114 Kabinen). Sea Cloud<br />
Cruises mit den luxuriösen Windjammern<br />
„Sea Cloud“ (32 Kabinen) und<br />
„Sea Cloud II“ (47 Kabinen). Hier dürfen<br />
Passagiere nicht ins Klüvernetz.<br />
Essen<br />
Im Restaurant werden Frühstück und<br />
Abendmahl bei freier Platzwahl serviert.<br />
Das Mittagsbüffet mit Meeresfrüchten<br />
und Gegrilltem wird auch<br />
mal an Deck angerichtet.<br />
Gesundheit<br />
Großsegler schaukeln bei starkem<br />
Wellengang. Wer Angst vor Seekrankheit<br />
hat, sollte sich über geeignete<br />
Medikamente informieren.<br />
Wirkungsvoll, aber auch stark, dazu<br />
Kolumbus’<br />
Entdeckung<br />
<strong>ADAC</strong> Reiseführer<br />
plus<br />
„Karibik“, 192<br />
Seiten, 12,99 €<br />
bit.ly/2a13Wxy<br />
ermüdend und sowieso verschreibungspflichtig<br />
sind Scopolaminhaltige<br />
Pflaster, die hinters Ohr<br />
geklebt werden und ihren Wirkstoff<br />
über die Haut abgeben.<br />
Geld<br />
An Land kommen Karibik-<strong>Urlaub</strong>er<br />
mit US-Dollar und Kreditkarten der<br />
großen Anbieter aus. Auf dem Schiff<br />
wird per Bordkarte bezahlt, die Summe<br />
wird am Ende – oder ab einer<br />
bestimmten Summe – abgebucht.<br />
Kleidung<br />
Strenge Bekleidungsregeln herrschen<br />
nicht, es geht leger zu. Wichtig<br />
ist eine Kopfbedeckung: Zwar gibt<br />
es an Bord schattige Plätze, diese<br />
„wandern“ jedoch – je nach Stand<br />
von Sonne und Segeln.<br />
Vier-Master „Star Flyer“<br />
Die Romantik legendärer<br />
Segelschiffe mit dem<br />
Komfort der Gegenwart<br />
FOTOS: HOLGER LEUE/STAR CLIPPERS, GETTY IMAGES (2), CHRISTOFER KNAAK, ISTOCK (4), PRIVAT, STAR CLIPPERS; KARTE: MAPS4NEWS.COM/© HERE<br />
Colón<br />
100 km<br />
Gatún See<br />
Gatún Schleuse<br />
Unterhaltung<br />
Panama Kanal<br />
Miraflores Schleuse<br />
Balboa<br />
Ein Bordunterhaltungsprogramm wie<br />
auf Kreuzfahrtschiffen gibt es bei<br />
Star Clippers nicht. Mal tritt die Crew<br />
an der Bar auf, mal kommt eine Folkloregruppe<br />
an Bord. Ein Highlight<br />
ist die Erzählstunde des Kapitäns,<br />
der auch mal die Passagiere Segel<br />
setzen lässt.<br />
Panama<br />
-Stadt<br />
Trinkgelder<br />
Auf Kreuzfahrten ist es generell<br />
üblich, sich am Ende der Reise für<br />
den Service der Crew zu bedanken.<br />
Dieses Extrageld ist Teil ihrer Heuer<br />
und wird nach einem Schlüssel unter<br />
allen Abteilungen an Bord verteilt.<br />
Star Clippers empfiehlt: 8 Euro pro<br />
Passagier und Tag.<br />
Internet<br />
Mexiko Stadt<br />
Washington D.C.<br />
Havanna<br />
Bogota, D.C.<br />
Im tropischen Teil des<br />
Atlantischen Ozeans<br />
Die Internet-Verbindung ist wie ein<br />
Segelschiff bei Wellengang: ziemlich<br />
schwankend. Außerhalb der Zwölf-<br />
Meilen-Zone sollte man erst gar<br />
nicht damit rechnen. Für den PC in der<br />
Bibliothek kann man Internet-Karten<br />
kaufen. 30 Minuten kosten 6 Euro,<br />
180 Minuten 20 Euro.<br />
38 5 / <strong>2016</strong><br />
5 / <strong>2016</strong> 39
Experten-Tipp Ratgeber<br />
Fragen<br />
&Antworten<br />
Sie haben Fragen? Die Experten der <strong>ADAC</strong> Reisebüros antworten<br />
Schutzbriefe – für wen sind die<br />
<strong>Urlaub</strong>sklassiker geeignet?<br />
Empfehlenswert sind Kfz-Schutzbriefe natürlich für Reisen<br />
mit dem eigenen Fahrzeug, um im Fall einer Panne Hilfe<br />
zu bekommen. Diese Schutzbriefe werden zum Beispiel<br />
vom <strong>ADAC</strong> angeboten. Andere Versicherungen sind oft<br />
günstig, bieten meist aber nur eine reine Pannen- und<br />
Abschlepphilfe. Eine <strong>ADAC</strong> Mitgliedschaft beinhaltet dazu<br />
noch die Kostenübernahme für die erste Rechtsberatung,<br />
medizinische Informationen und Sparmöglichkeiten, die<br />
<strong>ADAC</strong> Plus-Mitgliedschaft weitet die Leistungen auf Europa<br />
aus und übernimmt beispielsweise anfallende Übernachtungskosten<br />
im Notfall oder den Einsatz von Dolmetschern.<br />
Sollte man mit dem<br />
<strong>Urlaub</strong> gleich ein<br />
Reiseversicherungspaket<br />
buchen?<br />
Verbraucherschützer kritisieren<br />
unnötige Extras, hohe<br />
Kosten und geringe Leistung<br />
der Pakete. Besser<br />
sind eine Jahrespolice<br />
für die Reisekrankenversicherung<br />
sowie ein ganzjähriger<br />
Invaliditätsschutz, die je<br />
nach Bedarf mit Policen für<br />
Reiserücktritt und -abbruch etc.<br />
ergänzt werden. So bietet der <strong>ADAC</strong><br />
interessante Komplettangebote an.<br />
<strong>Urlaub</strong><br />
Was ist Kombijetting und worin<br />
liegen die Vorteile?<br />
Beim Kombijetting – einer Worterfindung<br />
aus dem Jahr 2005 des<br />
Reiseportals Opodo – bucht ein Passagier<br />
Hin- und Rückflug bei unterschiedlichen<br />
Fluggesellschaften. Insbesondere<br />
für Billig- und Ferienflieger bieten sich<br />
derartige Einzelbuchungen an, da die Preise<br />
nach Route, Tag und Airline stark schwanken<br />
können. Das Kombinieren ist aber auch auf<br />
hochfrequentierten Routen lukrativ, wie etwa<br />
nach Palma de Mallorca. Dadurch lassen sich<br />
leicht 20 bis 30 Prozent beim Ticketkauf sparen.<br />
Solche Angebote sind natürlich auch über die<br />
<strong>ADAC</strong> Reisebüros zu beziehen.<br />
Welche Zusatzkosten werden<br />
bei der Anmietung eines<br />
Mietwagens erhoben?<br />
Je nach Angebot wird eventuell die erste Tankfüllung berechnet<br />
(voll anmieten, leer abgeben). Hier zahlt der Kunde jedoch<br />
meist drauf, da man es nur selten schafft, den Tank tatsächlich<br />
punktgenau leer zu fahren. Somit sollte man immer voll/<br />
voll wählen und kurz vor Abgabe des Wagens volltanken Häufig<br />
sind auch Zusatzgebühren für einen zweiten Fahrer, für<br />
Fahrer unter 20 oder 25 Jahren oder für eine Glas- und Reifenversicherung.<br />
Zusatzkosten entstehen auch, wenn ein Navi, Schneeketten<br />
oder ein Kindersitz hinzugebucht werden sollen.<br />
FOTOS: ISTOCK (8)<br />
Wie kann man Geld bei <strong>Urlaub</strong>saktivitäten<br />
sparen?<br />
Die Sparmöglichkeiten sind vielfältig: Viele Metropolen von<br />
Budapest bis Rom bieten sogenannte City Cards an. Sie enthalten<br />
die Nutzung des öffentlichen<br />
Personennahverkehrs und Eintritt zu<br />
bestimmten Sehenswürdigkeiten.<br />
Zudem gibt es häufig Tage, an<br />
denen der Eintritt zu Museen<br />
kostenlos oder ermäßigt ist.<br />
Musicalveranstalter gewähren<br />
häufig Rabatte beim<br />
Kauf von Last-Minute-<br />
Tickets (bis zu<br />
50 Prozent).<br />
Wie kann man umweltfreundliche<br />
Hotels buchen?<br />
Es gibt eine Reihe seriöser Auszeichnungen<br />
und Zertifikate, die bescheinigen, dass ein Hotel<br />
bestimmte Nachhaltigkeits- bzw. Umweltstandards<br />
einhält. Etwa das EU-Ecolabel oder das Green-Key-<br />
Symbol. Derart ausgezeichnete Hotels kann man bei<br />
führenden Veranstaltern buchen. DERTOUR weist auf<br />
diese Hotels speziell in der Inhaltsangabe<br />
seiner Kataloge hin.<br />
Wie hoch sind die Roaming-<br />
Gebühren innerhalb der EU?<br />
Ratgeber Experten-Tipp<br />
Die Europäische Union hat zum Mai dieses Jahres die Aufschläge<br />
fürs Roaming – die Handynutzung im Ausland – gedeckelt. Derzeit<br />
zahlt man innerhalb der EU den nationalen Tarif plus geringe<br />
Maximalgebühren. Pro abgehenden Anruf<br />
dürfen maximal 0,05 Euro aufgeschlagen<br />
werden, ebenso für jedes MB, das man<br />
herunterlädt. Für ausgehende SMS<br />
fallen maximal 0,02 Euro extra an.<br />
Ab Juni 2017 dürfen überhaupt keine<br />
Roaming-Aufschläge mehr<br />
berechnet werden. Je nach<br />
Anbieter ist es möglich,<br />
für bestimmte Regionen<br />
– EU, Europa, USA<br />
etc. – Zusatzpakete zu<br />
buchen, die Kosten<br />
sparen helfen.<br />
Mehr Informationen<br />
bei Ihrem<br />
Netzanbieter.<br />
Praktische <strong>ADAC</strong> Reisetipps:<br />
bit.ly/1KQM3yT<br />
Schicken Sie uns Ihre Fragen an:<br />
redaktion@adac-urlaub.net<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
Was ist bei Speisen und Getränken<br />
zu beachten?<br />
Kontaminierte Speisen und Getränke<br />
sind häufig Ursache für<br />
Durchfallerkrankungen, vor allem<br />
bei Fernreisen nach Afrika, Asien<br />
und Südamerika. Reisemediziner<br />
raten daher: nur<br />
essen und trinken, was<br />
gekocht wurde oder<br />
was man schälen<br />
kann. Besonders<br />
vom Genuss von<br />
Speiseeis, Eiswürfeln<br />
und Leitungswasser wird<br />
je nach <strong>Urlaub</strong>sland abgeraten.<br />
Besser ist es,<br />
nur abgepacktes Wasser<br />
zu nutzen, auch für das<br />
Zähneputzen.<br />
40 5 / <strong>2016</strong><br />
5 / <strong>2016</strong> 41
Spezial Weinwanderungen<br />
Moselsteig<br />
Zum<br />
Weinen<br />
schön!<br />
Wenn sich die Blätter färben, ist<br />
es Zeit, dorthin zu gehen, wo der<br />
Wein wächst. Zusammen mit dem<br />
Deutschen Weininstitut präsentiert<br />
<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> sieben ausgesuchte<br />
Panorama- und Genuss-Wanderungen<br />
durch deutsche Reblagen Text Norbert Nolte<br />
Don’t drink and drive“ – eine Selbstverständlichkeit.<br />
Für „Don’t drink and<br />
walk“ gilt das nicht im selben Maße.<br />
Zumindest nicht auf jenen Wanderrouten, die<br />
in Deutschlands Weingebieten liegen. Denn<br />
Genießer-Ecken an Main, Mosel, Neckar oder<br />
Rhein laden geradezu dazu ein, sich bei einer<br />
Jause auch einen Schoppen zu gönnen.<br />
13 große Weinanbaugebiete mit insgesamt<br />
mehr als 100.000 Hektar Ertragsfläche<br />
und ganz unterschiedlichen Klima- und<br />
Bodenbedingungen gibt es. Im Westen und<br />
Südwesten: Ahr, Baden, Franken, die Hessische<br />
Bergstraße, Mittelrhein, Mosel, Nahe,<br />
Pfalz, Rheingau, Rheinhessen und Württemberg.<br />
Im Osten: Saale-Unstrut und Sachsen.<br />
Natürlich werden auch an anderen Orten<br />
Reben gezüchtet, sogar in Hamburg oder<br />
auf der Nordsee-Insel Sylt. Wanderungen<br />
dort wären aber schnell zu Ende.<br />
Wahre Weinwanderungen folgen meist<br />
ausgeschriebenen Routen mit mehreren<br />
Stationen, darunter Wirtschaften und Unterkünfte,<br />
an denen kulinarische Spezialitäten<br />
und regionale Weine verkostet werden<br />
können. Dazu kommen Hintergrundinformationen.<br />
Das Wandern ist so weniger<br />
sportliche Herausforderung, vielmehr steht<br />
das Beisammensein im Vordergrund – gepaart<br />
mit etwas Bewegung an frischer Luft,<br />
malerischen Landschaften und Ausblicken<br />
von den Weinbergen in die Weite.<br />
Wie sagte schon Theodor Storm? „Der<br />
Nebel steigt, es fällt das Laub / Schenk ein<br />
den Wein, den holden! / Wir wollen uns den<br />
grauen Tag / Vergolden, ja vergolden!“<br />
Der weiß-gelb markierte Moselsteig begleitet<br />
den Fluss von Perl an der deutsch-französischluxemburgischen<br />
Grenze bis zur Mündung<br />
am Deutschen Eck in Koblenz. Das heißt:<br />
320 Kilometer, 24 Etappen zwischen 11 und<br />
24 Kilometern, und links und rechts sind<br />
Seitensprünge möglich. Das ist anspruchsvoll,<br />
aber auch immer wieder ein Geschenk:<br />
Man streift durch urige Wälder, Weinberge<br />
sowie 2000 Jahre Geschichte von den Kelten<br />
bis heute. Dazu kann man seltene Tiere, etwa<br />
Apollofalter oder Smaragdeidechse, entdecken<br />
– und den größten wild wachsenden Buchsbaumbestand<br />
nördlich der Alpen. Die anstrengende,<br />
aber liebliche Strecke zwischen<br />
Trittenheim und Minheim (25 Kilometer, 600<br />
Höhenmeter) ist hervorzuheben, hier finden<br />
sich Megalithen und als Teil des – auch entsprechend<br />
beschilderten – Römersteiges natürlich<br />
Funde aus der Römerzeit sowie mittelalterliche<br />
Schieferdächer und diverse Brücken,<br />
welche die Mosel direkt erlebbar machen.<br />
Der schönste Rundblick ergibt sich aus den<br />
Weinbergsteillagen bei Wiltingen, erreichbar<br />
über den Saar-Weinwanderweg. Direkt am<br />
Fuße des Altenbergs liegt übrigens das Weingut<br />
von Othegraven. Besitzer: Günther Jauch.<br />
Mehr erfahren Sie unter:<br />
bit.ly/29FXfl0<br />
Erlebnispfad<br />
„Wein und Stein“<br />
70 Stationen auf knapp sieben Kilometern<br />
der Hessischen Bergstraße – geballte Information.<br />
Im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald<br />
finden Wanderer Wissenswertes zum<br />
Wein, aber auch zu Geologie, Klima und Kultur<br />
dieser Region. Was also ist ein Terroir? Wie<br />
lebt die Reblaus? Wie duften die Aromen des<br />
Weines? Und was hat die menschliche Atmung<br />
mit der Gärung des Weines zu tun? Start und<br />
Ziel der lehrreichen, auch mit Kinderwagen zu<br />
absolvierenden Strecke ist der Winzerbrunnen<br />
am Le-Chesnay-Platz im hessischen Heppenheim.<br />
Der mit dem Logo des Geoparks – grüner<br />
Kreis mit innenliegenden geschwungenen<br />
Linien bzw. Wappen der Bergsträßer Winzer<br />
– gekennzeichnete Weg führt durch Weinlagen<br />
sowie Pfirsich-, Mandel- und Feigenbäume.<br />
Hinzu kommen zwei „Vino-Kinos“ und 14<br />
Kunstwerke, etwa Bildhauerarbeiten in Granit.<br />
Der schönste Blick ist der vom Bensheimer<br />
Paulus, bei dem Weinbergshäuschen die Weinberge<br />
sprenkeln – etwa zehn Kilometer von<br />
Heppenheim entfernt.<br />
Mehr erfahren Sie unter:<br />
bit.ly/29NDPpH<br />
42 5 / <strong>2016</strong><br />
5 / <strong>2016</strong> 43
Spezial Weinwanderungen<br />
Rheinsteig Mittelrhein<br />
Natürlich kann man den wundervollen Rheinsteig<br />
wandern – 320 Kilometer, das blaue<br />
Quadrat mit weiß geschwungener Linie weist<br />
den Weg (oder die Touren-App Rheinland-<br />
Pfalz, kostenlos für Android wie iOS). Die<br />
15. Etappe von St. Goarshausen nach Kaub<br />
aber zählt zu den schönsten Wanderrouten<br />
im Rheintal. Mit 823 Höhenmetern ist es<br />
Wandern mit Niveau und unvergleichlichen<br />
Aussichten auf Höhepunkte des Weltkulturerbes<br />
Mittelrhein. Auf federnden Waldböden<br />
und durch verwilderte Weinberge erlebt<br />
man Burg Katz, die Loreley und einen Abstieg<br />
durch steil terrassierte Weinberge. Wer<br />
danach noch nicht trunken vor Schönheit<br />
ist, Rüdesheim – die deutsche Weinstadt,<br />
wo die 50er Jahre einfach nie zu Ende gehen<br />
– liegt etwa 20 Kilometer entfernt.<br />
Das schönste Panorama bietet sich vom Wingertshäusje<br />
in Leutesdorf, etwa 60 Kilometer<br />
von St. Goarshausen entfernt. Steile Hänge, der<br />
Vulkan Hohe Buche, die Ruine Hammerstein<br />
auf massivem Fels – mehr Rhein geht kaum.<br />
Mehr erfahren Sie unter:<br />
bit.ly/29OUFHX<br />
Auf einen Blick: die Strecken und ihre Längen, Höhenmeter und Gehzeiten<br />
1<br />
3<br />
5<br />
2<br />
7<br />
6<br />
4<br />
1 Moselsteig<br />
24 Tagesetappen, 320 km Streckenlänge,<br />
14.000 Höhenmeter, 130 Stunden Gehzeit<br />
2 Erlebnispfad „Wein und Stein“<br />
1 Tagesetappe, 6,9 km Streckenlänge,<br />
110 Höhenmeter, 4 Stunden Gehzeit<br />
3 Rheinsteig Mittelrhein<br />
1 Tagesetappe, 22,4 km Streckenlänge,<br />
823 Höhenmeter, 6,5 Stunden Gehzeit<br />
4 Fränkischer Rotwein-Wanderweg<br />
6 Tagesetappen, 70 km Streckenlänge,<br />
2800 Höhenmeter, 24 Stunden Gehzeit<br />
5 Pälzer Keschdeweg<br />
4 Tagesetappen, 64 km Streckenlänge,<br />
1500 Höhenmeter, 16 Stunden Gehzeit<br />
6 Stuttgarter Weinwanderweg<br />
1 Tagesetappe, 11 km Streckenlänge,<br />
310 Höhenmeter, 3,75 Stunden Gehzeit<br />
7 Ortenauer Weinpfad<br />
7 Tagesetappen, 100,5 km Streckenlänge,<br />
2950 Höhenmeter, 34 Stunden Gehzeit<br />
Fränkischer Rotwein-Wanderweg<br />
Seit 1990 verbindet der 70 Kilometer lange<br />
Fränkische Rotwein-Wanderweg die Weinlagen<br />
in Churfranken. Er beginnt südlich von<br />
Aschaffenburg in Großwallstadt am Mainufer,<br />
wer stets der Markierung mit dem Rotweinglas<br />
folgt, schließt die Wanderung im Bürgstadter<br />
Centgrafenberg ab. Da dies an einem<br />
Tag ein Gewaltmarsch wäre, gibt es insgesamt<br />
sechs Etappen, die in gut eineinhalb bis gut<br />
sechs Stunden zu bewältigen sind. Neben den<br />
Weinlagen, Fachwerkhäusern, Seen, Wäldern,<br />
Kapellen und Bergschwimmbädern bietet sich<br />
ein Besuch des Kräutergartens auf der ehemaligen<br />
Rebfläche der Stadt Erlenbach am<br />
Main an, wo jene Kräuter wachsen, die dem<br />
Churfranken-Bitter seinen Geschmack geben,<br />
die man dort auch selbst ernten kann. Daneben<br />
befindet sich eine Stahlleiter, die zum<br />
oberen Zugang des Churfrankensteigs führt.<br />
Wer die Ausblicke von dort oben genießen<br />
will, muss jedoch schwindelfrei sowie tritt-,<br />
treppen- und leitersicher sein: Der schmale<br />
Pfad führt wortwörtlich über Stock und Stein.<br />
Die schönste Aussicht in Franken ist jedoch<br />
nicht auf dieser Tour zu finden, sie bietet der<br />
Casteller Schlossberg, der vom gleichnamigen<br />
Schlossplatz aus erreichbar ist.<br />
Mehr erfahren Sie unter:<br />
bit.ly/2a0Xiau<br />
Pälzer Keschdeweg<br />
Der Weg, dessen Markierung nicht ohne Grund<br />
eine Kastanie kennzeichnet, führt durch das<br />
Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald<br />
hinaus ins sonnige Weinland. Und vorbei an<br />
vielen Esskastanien, die im Herbst Früchte<br />
tragen. Die Römer brachten das mediterrane<br />
Gewächs – zusammen mit dem Wein – in die<br />
Pfalz, wo es bis heute „Keschde“ genannt wird<br />
oder gleich „Keschdlichkeit“. Den Weg kennzeichnen<br />
fast durchweg von Weinlaub umrankte<br />
Häuserfassaden, hier mal ein Schlösschen,<br />
dort mal ein Weingut und natürlich<br />
immer wieder die bis zu 700 Jahre alten Bäume.<br />
Zusätzlich angeboten werden auch zwei Variationen,<br />
eine Pfälzerwaldtour von 18 Kilometer<br />
Länge und eine elf Kilometer lange Genusstour.<br />
Der schönste Landstrich findet sich wohl im Blick<br />
auf die Villa Ludwigshöhe, Sommerresidenz des<br />
Bayernkönigs Ludwig I. oberhalb des zauberhaften<br />
Weindorfs Rhodt.<br />
Mehr erfahren Sie unter:<br />
bit.ly/2a9CY8j<br />
Angebote<br />
An der Mosel<br />
Krone Riesling, Trittenheim<br />
Direkt am Moselufer gelegenes und<br />
historisch anmutendes Drei-Sterne-<br />
Haus, das von Weinbergen umgeben<br />
der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge<br />
und Wanderungen ist.<br />
ab 86 € / pro Person für 3 Tage<br />
im DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />
Veranstalter: Neckermann<br />
Im Spessart<br />
Michel Hotel, Heppenheim<br />
Am Rande der Altstadt angesiedelt,<br />
bietet das Michel Hotel komfortable<br />
Zimmer mit individuell regelbarer<br />
Klimaanlage, Internetzugang und die<br />
rustikale Bar „Nibelungen“.<br />
ab 39 € / pro Nacht und<br />
Person im DZ / Eigenanreise<br />
Veranstalter: TUI<br />
Am Rhein<br />
Weinhotel Landsknecht, St. Goar<br />
Familiär geführtes Haus mit Flair<br />
direkt am Rhein mit romantischem<br />
Garten, Restaurant auf der Rhein-<br />
Terrasse und Vinothek mit Weinen<br />
vom eigenen Gut.<br />
ab 65 € / pro Nacht und Person<br />
im DZ „Rheinseite“ inkl. Frühstück /<br />
Eigenanreise<br />
Veranstalter: DERTOUR<br />
44 5 / <strong>2016</strong><br />
Änderungen vorbehalten<br />
Beratung und Buchung in Ihrem<br />
<strong>ADAC</strong> Reisebüro siehe S. 49
Spezial Weinwanderungen<br />
Fotorätsel Gewinnspiel<br />
Experten-Tipp<br />
Hans-Jürgen Gündra vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro<br />
in Ludwigshafen über die richtige Ausrüstung<br />
beim Wandern<br />
Stuttgarter Weinwanderweg<br />
Direkt am Neckarhafen startet die beeindruckendste<br />
der insgesamt fünf Routen des<br />
Stuttgarter Weinwanderweges. Den Weg von<br />
Obertürkheim über Uhlbach, Rotenberg und<br />
den südlich geöffneten Talkessel nach Untertürkheim<br />
zeigt ein Glas mit davor stilisierten<br />
roten Trauben. Er führt über steile Weinhänge,<br />
vorbei an überragenden Kirchen,<br />
durch das bis Ende November zu besichtigende<br />
Weinbaumuseum mit Exponaten aus<br />
2000 Jahren Weinbaugeschichte zum Rotenberger<br />
Kelter des „Collegiums Wirtemberg“,<br />
wo die Weingärtner nach dem Motto „5 für<br />
5“ anbieten, für 5 Euro fünf Weine eigener<br />
Ortenauer Weinpfad<br />
Blaue Trauben auf roter Raute in weißem<br />
Rechteck mit roten Linien links und rechts<br />
– das Kennzeichen des Ortenauer Weinpfades,<br />
der 120 Kilometer lang von Gernsbach<br />
im Murgtal über die Kurstadt Baden-Baden<br />
und Gengenbach durch die Weinberge am<br />
Westrand des Schwarzwaldes nach Diersburg<br />
südlich von Offenburg führt. Der Pfad ist wie<br />
gewachsen für die Kombination aus körperlicher<br />
Aktivität und genussvollem Entdecken:<br />
Zwischen den Weinbergen thronen Burgen<br />
und Schlösser, Ruinen und Wallfahrtskapellen,<br />
wellige Streuobstwiesen und sportliche<br />
Steigungen wechseln sich ab, zu Hauf gibt<br />
es aber kleine Winzerorte mit malerischen<br />
Fachwerkhäusern, deren Straußwirtschaften<br />
Viertele und Vesper bieten.<br />
Die schönste Sicht gibt es von dem von Meersburg<br />
zu erreichenden Ehrenmal Lerchenberg,<br />
nämlich den Blick auf Bodensee, Konstanz, die<br />
Insel Mainau und die Berggipfel von Vorarlberg.<br />
Vom Ziel des Ortenauer Weinpfades ist es<br />
allerdings gut 150 Kilometer entfernt.<br />
Mehr erfahren Sie unter:<br />
bit.ly/29OJFrK<br />
Wahl zu probieren. Die anspruchsvollen<br />
Anstiege erfordern Kondition, es gibt aber<br />
auch leichtere Ausweichmöglichkeiten. Da<br />
die Strecke überwiegend durch Weinberge<br />
führt, gibt es wenig Schatten.<br />
Über die schönste Rundsicht streiten Experten:<br />
entweder auf dem Weg bei der Grabkapelle auf<br />
dem Württemberg oder von der gut zehn Kilometer<br />
entfernten, mit mehr als 100 Stufen zu erklimmenden<br />
Himmelsleiter, oberhalb von Besigheim<br />
über dem Zusammenfluss von Neckar und Enz.<br />
Mehr erfahren Sie unter:<br />
bit.ly/29OUSei<br />
Beim Wandern ist auf jeden Fall festes Schuhwerk<br />
angesagt. Ob leichtere Trekkingschuhe<br />
oder den Knöchel umschließende Wanderschuhe,<br />
das ist abhängig von der Strecke und<br />
dem Schwierigkeitsgrad der Wanderung. Tourenstöcke<br />
schwingen im flachen Gelände locker<br />
mit, beim Auf- und Abstieg geben sie Halt.<br />
Für eine Tageswanderung genügt ein leichter<br />
Rucksack mit Regenjacke und einem Shirt zum<br />
Wechseln – sogenannte Funktionswäsche ist<br />
ideal. Ich nehme zudem gern 1,5 Liter Wasser<br />
mit und ein paar Knabbereien für unterwegs.<br />
Und nicht vergessen: Sonnenschutz – den<br />
braucht man im Sommer auch bei bedecktem<br />
Himmel! Und natürlich die Wanderkarte …<br />
<strong>ADAC</strong> Wanderführer:<br />
bit.ly/29IErxp<br />
<strong>ADAC</strong> Wanderführer<br />
App: bit.ly/29OUpZy<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
FOTOS: <strong>ADAC</strong> E.V., DEUTSCHES WEININSTITUT DWI (9), HOTEL KRONE RIESLING, MICHEL HOTEL HEPPENHEIM, WEINHOTEL LANDSKNECHT<br />
FOTOS: <strong>ADAC</strong> E.V., DEUTSCHES WEININSTITUT, MAURITIUS IMAGES, ISTOCK<br />
Gewinnspiel<br />
Irgendwo in Deutschland. Aber wo?<br />
Machen Sie mit! In jeder <strong>Ausgabe</strong> von <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> präsentieren wir einen<br />
markanten Ort aus ungewohnter Perspektive. Wer ihn erkennt, kann gewinnen …<br />
<strong>Urlaub</strong>, das bedeutet für viele Menschen ganz schnell irgendwohin kommen, wo<br />
man dann ausreichend Ruhe findet. Diese Mischung aus Be- und Entschleunigung<br />
kann man aber auch vor der eigenen Haustür finden, etwa in einer Großskulptur<br />
des Hamburger Künstlerduos Heike Mutter und Ulrich Genth. Sieht man sie das erste<br />
Mal aus der Ferne, denkt man automatisch an eine Achterbahn, an schnittige Kurven,<br />
Loopings und Zentrifugalkräfte. Vor Ort wird einem allerdings klar, dass diese<br />
20 Meter hohe Skulptur nur langsam zu Fuß zu erobern ist, über 349 Gitterroste als<br />
Stufen. Sind viele Besucher dort, maximal erlaubt sind 195, kann es gar zum Stillstand<br />
kommen. Belohnt wird man dann mit einem Panoramablick auf eine Region, in der<br />
u. a. Stahl und Zink produziert wurden, weshalb das begehbare Kunstwerk als historische<br />
Reminiszenz aus verzinktem Stahl errichtet wurde. Wo steht es, wie heißt es?<br />
Auflösung Heft 4/<strong>2016</strong><br />
Gesucht war: Pilsumer Leuchtturm, Ostfriesland, Niedersachsen<br />
Die Gewinner der drei umfangreichen <strong>ADAC</strong> Reisepakete wurden von uns<br />
inzwischen per Post benachrichtigt.<br />
Der Turm wurde bundesweit bekannt durch seine Rolle als Wohnung des Fremdenführers<br />
Otto Groß in dem Film „Otto – der Außerfriesische“ aus dem Jahr 1989.<br />
Teilnahmebedingungen Schicken Sie eine Postkarte an: <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> Magazin,<br />
Stichwort: Gewinnspiel – Heft 5/<strong>2016</strong>, Pastorenstraße 16 –18, 20459 Hamburg.<br />
Oder mailen Sie an: gewinnspiel@adac-urlaub.net, Betreff: Gewinnspiel –<br />
Heft 5/<strong>2016</strong>. Einsendeschluss ist der 04.10.<strong>2016</strong>.<br />
Bitte geben Sie Ihre Adresse und die Ihres <strong>ADAC</strong> Reisebüros an. Wenn Sie<br />
gewinnen, wird Ihnen der Gewinn dort ausgehändigt.<br />
+<br />
Gewinnen Sie<br />
1 von 4<br />
Reisepaketen<br />
bestehend aus einem Picknick-Rucksack<br />
des Deutschen Weininstitut & einem<br />
<strong>ADAC</strong> Reisefüher plus<br />
„Thüringen“<br />
Teilnehmen kann jede(r) Volljährige. Mitarbeiter der <strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen und Reisebüros sowie verbundener<br />
Unternehmen und Agenturen können leider nicht teilnehmen. Der Gewinn wird unter allen Teilnehmern<br />
ausgelost, Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Adressdaten werden nur für die Durchführung des<br />
Gewinnspiels verwendet und ansonsten nicht an Dritte weitergegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />
Eine Barauszahlung sowie ein Umtausch des Gewinns sind nicht möglich. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist<br />
kostenlos und der Rechtsweg ausgeschlossen.<br />
46 5 / <strong>2016</strong><br />
5 / <strong>2016</strong> 47
und Hütchenspielern<br />
kilometerlange Küste<br />
Seite<br />
sca nen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
www.adac-reisebuero.de · <strong>Ausgabe</strong> 3/ <strong>2016</strong><br />
* Guten Appetit!<br />
Reisebüro Regional<br />
Vor Ort Reisebüro<br />
Westküste der USA<br />
Von Hippies, Hollywood<br />
Salam alaikum, Oman<br />
Wo Sindbad zu Hause war:<br />
das märchenhafte Sultanat am Golf<br />
Dänische Ferienhäuser<br />
Eigene vier Wände – plus<br />
<strong>Urlaub</strong><br />
Inspiration. Tipps. Angebote. Das Magazin der <strong>ADAC</strong> Reisebüros<br />
Impressum<br />
Das Team des <strong>ADAC</strong> ServiceCenters in Siegen<br />
Der <strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong><br />
Willkommen im <strong>ADAC</strong> ServiceCenter Siegen<br />
Der <strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong> ist einer<br />
von 18 Regionalclubs des<br />
<strong>ADAC</strong> e.V.. Gegründet 1904,<br />
feierte er bereits vor 12 Jahren seinen<br />
100. Geburtstag. Insgesamt betreuen<br />
15 <strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen Mitglieder<br />
und Kunden. 13 verfügen auch über<br />
ein Reisebüro, in denen Reisen aller<br />
namhaften Veranstalter gebucht werden<br />
können. Nach und nach stellen sich hier<br />
die Reisebüros und ihre Standorte vor.<br />
Ganz in der Nähe der Ausfahrt zur<br />
Autobahn Siegen-Süd befindet sich das<br />
<strong>ADAC</strong> ServiceCenter Siegen mit seinem<br />
Servicebereich, dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro<br />
und dem Technischen Prüfzentrum.<br />
Sieben Mitarbeiter stehen den Kunden<br />
aus der Region bei allen <strong>ADAC</strong> Leistungen<br />
mit Rat und Tat zur Seite.<br />
Siegen, im Dreiländereck Hessen,<br />
Rheinland-Pfalz und Nordrhein-<br />
<strong>Westfalen</strong> gelegen, bietet selbst<br />
einige touristische Highlights. So<br />
wird der Altstadtkern vom mittelalterlichen<br />
Schloss geprägt, das dauerhaft<br />
neun Gemälde des barocken Malergenies<br />
Peter Paul Rubens ausstellt.<br />
Der Grund: Bis ins 20. Jahrhundert<br />
wetteiferten Antwerpen, Köln und<br />
Siegen um den Titel der „Rubens-<br />
Geburtsstadt“. Ein holländischer<br />
Archivar brachte schließlich die<br />
Wahrheit ans Licht: Der Maler wurde<br />
am 28. Juni 1577 in Siegen geboren.<br />
Unter dem Schlosshof wurde im<br />
Jahr 1938 in 14 Metern Tiefe ein<br />
Schaubergwerk eingerichtet, das in<br />
einem Stollen auf etwa 150 Meter<br />
Blickpunkt <strong>Westfalen</strong> –<br />
Kult, Kultur und Kirmes<br />
Ausflugs- und Freizeittipps<br />
<strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong> e.V.<br />
Freizeit-Service<br />
„Blickpunkt<br />
<strong>Westfalen</strong>“<br />
Kostenlos in<br />
Ihrem <strong>ADAC</strong><br />
ServiceCenter<br />
erhältlich<br />
Länge die originale Ausstattung eines<br />
Siegerländer Erzbergwerks zeigt. Umgeben<br />
ist das Schloss von einer Parkanlage.<br />
Hier finden besonders sonntags<br />
klassische Konzerte oder folkloristische<br />
Veranstaltungen statt.<br />
In der Umgebung der waldreichsten<br />
Stadt Deutschlands gibt es zahlreiche<br />
Wandermöglichkeiten und Ausflugsziele<br />
wie den Rothaarsteig. Eine Besonderheit<br />
sind die Grubenwanderwege.<br />
Hier können Wanderer alte Stollen und<br />
Gruben unmittelbar erleben. Weitere<br />
Tipps zu Themen wie „Berge, Türme<br />
und Halden“ oder „Kult, Kultur und<br />
Kirmes“ finden Reisende in den <strong>ADAC</strong><br />
Broschüren „Blickpunkt <strong>Westfalen</strong>“. Sie<br />
sind kostenlos bei den Mitarbeitern im<br />
<strong>ADAC</strong> ServiceCenter Siegen erhältlich.<br />
FOTO: G. METZ, <strong>ADAC</strong> E.V.<br />
Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern<br />
Reisebüro-Hotline: (02 31) 5 49 91 30 (Mo.–Fr. 8.30 –17.30 Uhr)<br />
<strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen & Reisebüros des <strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong><br />
Arnsberg<br />
Graf-Gottfried-Straße 20,<br />
59755 Arnsberg<br />
(0 29 32) 2 79 79<br />
rb.arnsberg@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr<br />
Bochum<br />
Ferdinandstraße 17,<br />
44789 Bochum<br />
(02 34) 33 70 16<br />
rb.bochum@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 9–12 Uhr<br />
Bottrop<br />
Schützenstraße 3,<br />
46236 Bottrop<br />
(0 20 41) 2 80 32<br />
rb.bottrop@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–13 Uhr / 14–18 Uhr<br />
Dortmund<br />
Freie-Vogel-Straße 393,<br />
44269 Dortmund<br />
(02 31) 5 49 91 35<br />
rb.dortmund@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Dortmund-Süd<br />
Ruhrallee 98,<br />
44139 Dortmund<br />
(02 31) 1 29 78 42<br />
rb.dortmundsued<br />
@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr<br />
Gelsenkirchen<br />
Daimlerstraße 1,<br />
45891 Gelsenkirchen<br />
(02 09) 77 70 31<br />
rb.gelsenkirchen<br />
@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Hagen<br />
Körnerstraße 62,<br />
58095 Hagen<br />
(0 23 31) 2 89 80<br />
rb.hagen@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Hamm<br />
Sternstraße 4,<br />
59065 Hamm<br />
(0 23 81) 1 33 89<br />
rb.hamm@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Lüdenscheid<br />
Knapper Straße 26,<br />
58507 Lüdenscheid<br />
(0 23 51) 2 66 87<br />
rb.luedenscheid<br />
@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Messe „Hund & Pferd“<br />
Einfach tierisch<br />
Die „Hund & Pferd“ bringt auch <strong>2016</strong> die beliebtesten<br />
Freizeitpartner auf einer Messe zusammen:<br />
Pferde- und Hundefreunden wird ein pralles<br />
Programm geboten, etwa die größte Hundeausstellung<br />
Deutschlands. Insgesamt halten rund 370 Pferde und<br />
10.000 Hunde alle mit ihrem Nonstop-Programm in Atem.<br />
Dortmunder <strong>Westfalen</strong>hallen, 14. bis 16. Oktober <strong>2016</strong><br />
<strong>ADAC</strong> Mitglieder erhalten in Geschäftsstellen und Reisebüros<br />
im Vorverkauf Rabatt: Tageskarte Erwachsene 9 €<br />
(statt 13 €), Schüler/Student 8 € (statt 10 €), Kinder 6 bis<br />
12 Jahre 4,50 € (statt 6 €), Hund 1,80 € (statt 3 €). Den<br />
<strong>ADAC</strong> Messestand finden Sie in Halle 5.<br />
Münster<br />
Weseler Straße 539,<br />
48163 Münster<br />
(02 51) 53 10 72<br />
rb.muenster@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Recklinghausen<br />
Martinistraße 11,<br />
45657 Recklinghausen<br />
(0 23 61) 18 13 91<br />
rb.recklinghausen<br />
@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Siegen<br />
Leimbachstraße 189,<br />
57074 Siegen<br />
(02 71) 33 10 02<br />
rb.siegen@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 9–12 Uhr<br />
Soest<br />
Arnsberger Straße 7,<br />
59494 Soest<br />
(0 29 21) 41 16<br />
rb.soest@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Chúc ngon miêng! *<br />
Vietnam<br />
URLAUB<br />
kostenlos<br />
•<br />
Das wokt: Ein Kochkurs in dem Land,<br />
aus dem das feinste Essen der Welt stammt<br />
Alle zwei Monate<br />
erscheint<br />
<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong>,<br />
das kostenlose<br />
Reisemagazin:<br />
mehr als 50<br />
Seiten prallvoll<br />
mit Reportagen,<br />
inspirierenden<br />
Fotos sowie<br />
vielen Tipps<br />
und Trends,<br />
gesammelt von<br />
welterfahrenen<br />
Reise-Experten.<br />
Erhältlich in den<br />
<strong>ADAC</strong> Reisebüros<br />
Ihrer Region!<br />
Herausgeber der Regionalseiten:<br />
<strong>ADAC</strong> Berlin-Brandenburg e. V., 10717 Berlin<br />
<strong>ADAC</strong> Hansa e. V., 20097 Hamburg<br />
<strong>ADAC</strong> Hessen-Thüringen e. V., 60528 Frankfurt<br />
<strong>ADAC</strong> Mittelrhein e. V., 56068 Koblenz<br />
<strong>ADAC</strong> Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V.,<br />
30880 Laatzen<br />
<strong>ADAC</strong> Nordbaden e. V., 76135 Karlsruhe<br />
<strong>ADAC</strong> Nordbayern e. V., 90491 Nürnberg<br />
<strong>ADAC</strong> Nordrhein e. V., 50963 Köln<br />
<strong>ADAC</strong> Pfalz e. V., 67433 Neustadt/Weinstraße<br />
<strong>ADAC</strong> Saarland e. V., 66117 Saarbrücken<br />
<strong>ADAC</strong> Sachsen e. V., 01307 Dresden<br />
<strong>ADAC</strong> Schleswig-Holstein e. V., 24114 Kiel<br />
<strong>ADAC</strong> Südbaden e. V., 79098 Freiburg<br />
<strong>ADAC</strong> Südbayern e. V., 80339 München<br />
<strong>ADAC</strong> Weser-Ems e. V., 28207 Bremen<br />
<strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong> e. V., 44269 Dortmund<br />
<strong>ADAC</strong> Württemberg e. V., 70190 Stuttgart<br />
Objektleitung:<br />
Michael Buss<br />
Stellvertretende Objektleitung:<br />
Stephan Baltes<br />
Projektmanagement <strong>ADAC</strong>:<br />
Annika Schön<br />
Verlag und Redaktion:<br />
Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG<br />
Leuschnerstraße 1, 70174 Stuttgart<br />
Verlagsleitung:<br />
Ulli Hartmann<br />
Gültige Anzeigenpreisliste:<br />
Nr. 03 vom 01.01.<strong>2016</strong><br />
Produktionsleitung:<br />
Lukas Kramer (verantwortlich),<br />
Justus von Wedekind<br />
Anzeigenleitung<br />
Lukas Kramer (verantwortlich)<br />
E-Mail: lkramer@blueboxtrade.com<br />
Tel.: +49 (0 40) 87 88 66 110<br />
Chefredaktion:<br />
Diddo Ramm (verantwortlich)<br />
Redaktionsleitung:<br />
Helmut Ziegler<br />
Redaktionelle Mitarbeit:<br />
Matthias Frings, Susanne Hoffs,<br />
Christofer Knaak, Volker Marquardt,<br />
Liisi Mölder, Norbert Nolte, Fabian Weiss<br />
Art Direktion:<br />
Dennis Bock<br />
Bildredaktion:<br />
Olaf Rößler, Vika Yarmilko<br />
E-Mail:<br />
redaktion@adac-urlaub.net<br />
Internet:<br />
www.adac-reisebuero.de<br />
Druck:<br />
Vogel Druck und Medienservice<br />
Leibnizstraße 5, 97204 Höchberg<br />
48 5 / <strong>2016</strong><br />
5 / <strong>2016</strong> 49
Vorschau<br />
<strong>Urlaub</strong><br />
Die nächste <strong>Ausgabe</strong><br />
erscheint am 27. Oktober <strong>2016</strong><br />
Kreuzfahrt<br />
Traumhochzeit auf hoher See:<br />
Wie zwei Paare auf dem Mittelmeer<br />
in den Hafen der Ehe einliefen<br />
Extra<br />
Gewinnspiel<br />
Trendziele 2017<br />
Auf zu neuen Zielen:<br />
Die Redaktion präsentiert<br />
ihre Favoriten für den <strong>Urlaub</strong><br />
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten<br />
Weitere Themen<br />
Laos<br />
Der Kleinstaat, in dem Asien noch<br />
ursprünglich ist – und Entschleunigung ein<br />
Lebensprinzip, Toleranz ein Charakterzug<br />
Marokko<br />
Von quirligen Souks, arabischen<br />
Mosaiken und geheimnisvollen<br />
Schlangenbeschwörern:<br />
Die faszinierend farbige Seite Nordafrikas<br />
50 5 / <strong>2016</strong><br />
Ski-Special<br />
Alles über die Alpen:<br />
Die besten Tipps für<br />
den großen Schneespaß<br />
Plus: Wie Winterurlaub mit<br />
Kindern unbeschwert gelingt<br />
Venedig<br />
Fünf Gründe, sich in diese<br />
malerische, überfüllte, zerfallende,<br />
Lagunenstadt zu verlieben<br />
FOTOS: ISTOCK (3), TUI CRUISES GMBH<br />
In unserem <strong>ADAC</strong> Reisen Katalog „Frühbucher Wohn- und Campmobile“ Sommer 2017 und Winter 2017/18 finden Sie alle Angebote für<br />
die „Camper-Destinationen“ USA und Kanada. Buchen Sie bis zum 13.11.<strong>2016</strong> zu Top-Konditionen und sichern Sie sich schon jetzt einmalige<br />
Frühbucherangebote für Ihren <strong>Urlaub</strong> mit dem Wohn-/Campmobil in 2017/18.<br />
KANADA · WOHNMOBIL<br />
Fraserway Wohnmobil<br />
14 Tage Fraserway Wohnmobil (Typ MH 29/31-S), ab/bis Vancouver,<br />
1. Hotelübernachtung, 1.000 km, Transfers, Gebühren für alle Fahrer,<br />
Camping-Ausstattung, VIP-Versicherung ohne Selbstbeteiligung im<br />
Schadensfall, Haftpflichtversicherung (CAD 5 Mio. Deckungssumme),<br />
bei Belegung mit 4 Personen<br />
Pro Person (bei Buchung bis 30.9.<strong>2016</strong>) ab € 114<br />
Flug mit Lufthansa pro Person ab € 930<br />
Bei Buchung inklusive<br />
q <strong>ADAC</strong> Plus-Mitgliedschaft erhalten<br />
q Umfangreiches Info- und Kartenmaterial<br />
q MY IKONA Fotobuch-Gutschein<br />
Weitere Informationen und Buchung in Ihrem <strong>ADAC</strong> Reisebüro<br />
USA · WOHNMOBIL<br />
Road Bear RV Wohnmobil<br />
14 Tage Road Bear RV Wohnmobil (Typ C26), ab/bis San Francisco,<br />
Transfers, Gebühren für alle Fahrer, Camping-Tisch, VIP-Versicherung<br />
ohne Selbstbeteiligung im Schadensfall, Haftpflichtversicherung<br />
(EUR 1,7 Mio. Deckungssumme), bei Belegung mit 4 Personen<br />
Pro Person (bei Buchung bis 15.9.<strong>2016</strong>) ab € 182<br />
Flug mit Lufthansa pro Person ab € 946<br />
Mit Sicherheit<br />
mehr vom <strong>Urlaub</strong><br />
<strong>ADAC</strong> Reisen, Veranstalter: DER Touristik Frankfurt GmbH & Co. KG, 60424 Frankfurt · AN-1271-16
Damit Sie Ihre zerplatzten <strong>Urlaub</strong>sträume nicht auch noch<br />
teuer bezahlen müssen: <strong>ADAC</strong> Auslands-Krankenschutz und<br />
<strong>ADAC</strong> Reiserücktritts-Versicherung.<br />
Jetzt abschließen: in jeder <strong>ADAC</strong> Geschäfts stelle,<br />
auf www.adac.de/reiseversicherungen<br />
oder telefonisch unter 0 800 33 100 44 50<br />
(Mo.– Sa.: 8:00 – 20:00 Uhr)<br />
„ Egal, ob ich meinen <strong>Urlaub</strong> stornieren oder<br />
abbrechen muss – oder im Ausland krank<br />
werde: Mit den <strong>ADAC</strong> Reiseversicherungen<br />
habe ich den wichtigsten Schutz dabei.“<br />
Die <strong>ADAC</strong><br />
Reiseversicherungen.<br />
Sarah Pingsmann<br />
<strong>ADAC</strong> Mitglied seit 2003<br />
Wertvolle Sicherheit im Doppelpack:<br />
Schutz bei Reiserücktritt und Krankheit!<br />
<strong>ADAC</strong>-Schutzbrief<br />
Versicherungs-AG