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Wirtschaftszeitung_22082016

Branchen &Betriebe: EMSIS schaut auf die Atome Seite 9 Geld &Geschäft: Junge Sparer haben es nicht einfach Seite 17 Leben &Wissen: Das deutsche Superarchiv Seite 25 Mit Sonderbeilage ABFALLWIRTSCHAFT UND FACILITYMANAGEMENT DIE WIRTSCHAFT Münster |Münsterland Stolze –Dr. Diers – Beermann GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft 2× im Münsterland CW&S Cooperation von Wirtschaftsprüfern &Steuerberatern Aschendorff Verlag GmbH &Co. KG Soester Straße 13, 48155 Münster ZKZ 88690 PVST www.cw-s.de Mitglied im Verbund der agn International Ausgabe 4/16 www.die-wirtschaft-muensterland.de Preis: 2,00 Euro Update fürs Münsterland Die Region errichtet mit NRW-Unterstützung ein Digitales Hub. Start-ups und etablierte Unternehmen gehen auf Tuchfühlung. Der Termin ist gesetzt: Am 1. Oktober wird im Münsterland das neue regionale Zentrum für die digitale Wirtschaft, das sogenannte „Digitale Hub“ (sprich: hap), die Arbeit aufnehmen. Unterstützer und Initiatoren wie Matthias Günnewig sind schon vor dem Start angetan vom Potenzial: „Mittelstand, Industrie und Start-ups werden hier zusammenfinden, um Lösungen für die wachsenden Herausforderungen der Digitalisierung und neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln“,freut sich der Geschäftsleiter der Technologieförderung Münster als einer der Geburtshelfer. Die Hub-Bewegung in Nordrhein-Westfalen ist neu und ein Baustein der Landesstrategie für die digitale Wirtschaft. NRW, sodie Planung, soll –technisch ausgedrückt – ein Update bekommen, um Digitalland Nummer eins in Deutschland zu werden. Stand heuteein ehrgeiziges Ziel, das aber von immer mehr leistungsbereiten Seiten anvisiert wird. Den Beteiligten ist längst klar, dass ohne entsprechende Rahmenbedingungen die Bemühungen keinen Erfolg haben werden. Im März hatte Matthias Günnewig von einem Wettbewerb des Landes Nordrhein-Westfalen erfahren. Gesucht wurden kluge Konzepte für die Gründung und den Betrieb der Digital-Hubs. Und um die Motivation zu erhöhen, versprach das Land den Gewinnern dieses Wettstreits eine ansehnliche finanzielle Förderung. Im Fall des künftigen Kompetenzzentrums für das Münsterland, das Ein 3D-Drucker bei der Arbeit: Das Zukunftsthema Digitalisierung beschäftigt viele Unternehmen. den Namen „münsterLAND.digital“ tragenwird, ist dies ein Millionen-Zuschuss, der in den nächsten drei Jahren fließen wird. Eine gleich hohe Summe kommt aus dem Münsterland selbst. „Regional steht das Vorhaben vor allem auf vier Säulen: Die Foto: dpa Sparkassen, zahlreiche Unternehmen und Mittelständler sowie alle Wirtschaftsförderer der vier Kreise und Münster Marketing tragen es mit“, erläutert Günnewig. Er spricht von einer modernen Crowdfunding-Kampagne, die am Ende dazu führte, dass rund 90 Unterstützer jeweils in einem „Letter of Intend“ ihre Mitwirkung und -hilfe zusagten. „Es ist uns gelungen, Begeisterung für das Projekt zu wecken.“ Mit im Boot sind Universität und Fachhochschule Münster, die Handwerkskammer ebenso wie die IHK. ► Fortsetzung auf Seite 2 OFFEN GESAGT Auf geht‘s! Dass sich das Münsterland ein sogenanntes Digitales Hub als eigenes Kompetenzzentrum leisten wird, ist durchweg positiv. Denn der Wettbewerb, das betonen Experten immer wieder, wird mehr und mehr auf dem Gebiet der Digitalisierung entschieden. Wer hier marktgerecht wirkt und klug kooperiert, wird amEnde mit in der ersten Reihe stehen. „münsterLAND.digital“ –diesen Namen soll der neue Verein tragen. Dass man „Land“ in diesem Fall großschreibt, kommt nicht von ungefähr. Zwar wird das Zentrum der digitalen Drehscheibe im Oberzentrum Münster platziert, ausstrahlen muss das Hub aber in alle vier Münsterlandkreise. Denn schließlich sitzen auch dort sehr viele Unterstützer – von den Unternehmen bis hin zu den regional verankerten Sparkassen. Die Wirtschaftsförderer in der Region haben schnell erkannt, dass das Münsterland auf diesem Gebiet ein Update vertragen kann. Denn digitale Geschäftsmodelle, die heute für nahezu jede Branche wichtig sind, fallen nicht vom Himmel. Gelingt es, die vorhandenen Kompetenzen mit den oft kreativen Ideen der Start-ups zusammenzuführen, profitieren auf Dauer alle. Das Münsterland wird dadurch kein Silicon Valley, aber es bleibt eine Zukunftsregion. Am Anfang vieler Erfolgsmärsche stand der erste Schritt. Deshalb: Auf geht‘s, Hub! wk Westfalens starke Seiten LWL und IHK haben die NRW-Regionen einem Vergleich unterzogen Westfalen-Lippe muss sich im Wettbewerb der Regionen behaupten. Dass die Voraussetzungendafür gut sind, zeigtder „Vergleich von Bevölkerungs- und Wirtschaftsdaten der Regionen in NRW“, den der Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit den regionalen Industrie- und Handelskammern erstellt hat. 4 198869 002009 2 0 0 3 4 LWL-Direktor Löb: „Dabei unterstreichen die Zahlen, dass die mittelstandsgeprägten Wachstumsregionen Westfalens zu Rechtin den Regierungsentwurf des Landesentwicklungsplans aufgenommen worden sind. Münsterland, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen können selbstbewusst in den Wettbewerb mit den Metropolregionen Rheinland und Ruhr gehen.“ Der Zahlenvergleich belegt, dass mittelständische Familienunternehmen in Westfalen-Lippe bedeutender sind als in den Metropolregionen Rheinland oder Ruhr. Zum Beispiel als Arbeitgeber.Sosind in Westfalen-Lippe 71,5 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen tätig (bis 250 Beschäftigte), im Rheinland knapp unter 66,4 Prozent. Im Ruhrgebiet sind es rund 65,8 Prozent. Eine weitere Vergleichszahl ergänzt das Bild als Mittelstandsregion: In Westfalen-Lippe kommen auf 10 000 Einwohner 54 mittelständische Betriebe (10 bis 249 Beschäftigte). Im Rheinland sind es 48, im Ruhrgebiet 41. Ein Markenzeichen für Westfalen-Lippe ist zudem der hohe Industrieanteil. „45 Prozent der nordrhein-westfälischen Industrieunternehmen sind hier zu Hause“, zitiert Hauptgeschäftsführer Schulte-Uebbing (IHK Nord Westfalen) als Projektfederführer der westfälisch-lippischen IHKs aus der Broschüre. Er betont: „Nirgendwo kommen auf 1000 Einwohner mehr Industriebeschäftigte.“ 102 sind es in Westfalen-Lippe, im Ruhrgebiet die Hälfte (51), im Rheinland 59. Die Broschüre steht zum Download bereit unter: www.statistik.lwl.org/ Zahlen/Wachstumsregionen; www.ihk-nordwestfalen.de/statistik. Unsere Handschrift. Ihr Erfolg. Denn Erfolg ist, wenn alles zusammenpasst. Dafür setzen wir uns täglich ein. 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