25.08.2016 Aufrufe

ADAC Urlaub März-Ausgabe 2016, Westfalen

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Inspiration. Tipps. Angebote.<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

www.adac-reisebuero.de · <strong>Ausgabe</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

Das Magazin der <strong>ADAC</strong> Reisebüros<br />

Argentinien<br />

Unterwegs auf der<br />

legendären Ruta 40<br />

Golf<br />

Die schönsten und die<br />

wildesten Plätze der Welt<br />

Flusskreuzfahrt<br />

Nil? Mekong? Oder die Oder?<br />

Welcher Strom zu Ihnen passt<br />

Seite<br />

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erfahren<br />

Ti amo<br />

Rom<br />

Dreitausend Jahre in nur drei Tagen:<br />

die Metropole als geheime Zeitmaschine


Editorial<br />

„Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf.“<br />

Oscar Wilde (1854 –1900)<br />

Eine Karte. All inclusive!<br />

Die <strong>ADAC</strong> Kreditkarte GOLD.<br />

Entspannt: Wertvolle Reise-Rücktrittskosten-Versicherung inklusive!<br />

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Jetzt informieren und beantragen:<br />

überall beim <strong>ADAC</strong>, telefonisch unter (0 89) 76 76 17 05<br />

oder auf www.adac.de/urlaubskarte<br />

Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />

spätestens jetzt geht sie wohl bei den meisten Menschen in die<br />

Zielgerade, die aktuelle <strong>Urlaub</strong>splanung. Denn der Trend, der schon<br />

für das Rekordreisejahr 2015 zu beobachten war, wird sich Analysten<br />

zufolge weiter fortsetzen: Ihren <strong>Urlaub</strong> lassen sich die Deutschen, allen<br />

Veränderungen auf der Welt zum Trotz, nicht nehmen.<br />

Dabei werden vor allem zwei unterschiedliche Segmente immer<br />

beliebter. Zum einen sind es kurze Städtereisen, häufig als verlängertes<br />

Wochenende. Für die Titelgeschichte von <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> hat unser<br />

Reporter genau solch eine Reise nach Rom unternommen: Drei Tage<br />

war er in der Stadt, die europäische Geschichte und gehobene Lebensart<br />

repräsentiert – fast 3000 Jahre im Schnelldurchlauf. Zum anderen<br />

boomen Fernreisen, gern länger, gern aufwendig, gern überraschend.<br />

Auch hier präsentieren wir Ihnen eine Story der besonderen Art: Unsere<br />

Autorin fuhr auf der legendären Ruta 40 durch Argentinien, von Norden<br />

nach Süden, durch Mondlandschaften und Weinanbaugebiete, über<br />

Asphalt, Schotter, Sand und Eis. Ein echtes Abenteuer.<br />

Ich war ...<br />

Forum Romanum, Rom<br />

Helmut Ziegler<br />

Redaktionsleiter<br />

... in Rom<br />

Kurz vor dem Start ins Heilige<br />

Jahr <strong>2016</strong>, dem Jubiläum der<br />

Barmherzigkeit, pilgerte Agnostiker<br />

Helmut Ziegler in die Ewige Stadt.<br />

Und erlebte eine Zeitreise. Seite 14<br />

Karen Naundorf<br />

Korrespondentin<br />

Es gibt einen dritten Trend, der uns persönlich sehr freut. Nachdem<br />

die Stiftung Warentest schon Anfang 2015 den Reiseberatern professionelle<br />

und fachkundige Unterstützung von <strong>Urlaub</strong>ern bescheinigte,<br />

zeigte sich Ende 2015, dass die Renaissance des Reisebüros anhält.<br />

Fast 100 neue Verkaufslokale entstanden 2015, so viele wie schon im<br />

Jahr zuvor – natürlich auch vom <strong>ADAC</strong>. „Aufgrund der garantierten<br />

Leistungen“, so erklärte sich die „Süddeutsche Zeitung“ den Erfolg,<br />

„haben Pauschalurlauber noch ein bisschen mehr Sicherheit.“ Wie<br />

gesagt, wir freuen uns – und bedanken uns für Ihr Vertrauen.<br />

... auf der Ruta 40<br />

Die Reporterin Karen Naundorf lebt<br />

in Buenos Aires und berichtet für<br />

Print, Radio und TV vor allem aus<br />

Argentinien. Ihr Traum: 40 Tage freie<br />

Zeit für die Ruta 40 – in einem Stück.<br />

Seite 24<br />

Gute Reisen,<br />

Ihre Redaktion <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong><br />

Bettina Hennies<br />

Reisejournalistin<br />

<strong>ADAC</strong> Finanzdienste GmbH<br />

FOTO: DIDDO RAMM, PRIVAT (3)<br />

P. S.: In der letzten <strong>Ausgabe</strong> schrieben wir, dass sich das Skigebiet Amadé in der Steiermark<br />

befindet. Es liegt aber in Salzburg wie in der Steiermark. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.<br />

Schreiben Sie uns: redaktion@adac-urlaub.net<br />

... Golf spielen<br />

Sie kennt fast alle Grüns dieser<br />

Erde. Dienstlich – als Autorin. Aber<br />

auch privat – als Gattin des „Golf<br />

Magazin“- Vize-Chefs. Ihr Handicap<br />

bleibt jedoch ihr Geheimnis. Seite 34<br />

2 / <strong>2016</strong> 3


PRODUKTIONEN VON STAGE ENTERTAINMENT<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

Inhalt<br />

2/<strong>2016</strong><br />

REISEZEIT IST MUSICALZEIT<br />

Planen Sie jetzt Ihre Musical-Städte-Reise <strong>2016</strong><br />

14 Rom<br />

Hamburg PDO2-HH_15018 / SE • 30.6.15 • EF • Icon • DU:<br />

30.6.15 • AF: 40 x 40 mm // Einsatz von 21 mm bis<br />

40 mm • 4c • F39 • Step 2<br />

Berlin<br />

Oberhausen<br />

24 Argentinien<br />

34 Golfreisen 42 Flusskreuzfahrten<br />

Bis August <strong>2016</strong><br />

Bis April <strong>2016</strong> Ab April <strong>2016</strong><br />

Bis August <strong>2016</strong><br />

Stuttgart<br />

On Tour<br />

Tickets gleich in Ihrem Reisebüro buchen und mitnehmen!<br />

TITELFOTO: GETTY IMAGES<br />

FOTO DIESE SEITE: GETTY IMAGES (5), SHUTTERSTOCK<br />

6 Postkarte aus Kopenhagen<br />

Die coolste Stadt in ganz<br />

Skandinavien – und die herzlichste<br />

8 Panorama<br />

Neuigkeiten aus aller Welt<br />

14 Rom<br />

Vom Kolosseum bis zum Chaos:<br />

Zeitreise durch die Ewige Stadt<br />

22 Fünf Mal … Konstanz<br />

Was Sie in der Bodensee-Region<br />

unbedingt erleben sollten<br />

24 Argentinien<br />

5000 Kilometer, eine Straße:<br />

Fahrt auf der legendären Ruta 40<br />

32 Mein Lieblingsland: Irland<br />

<strong>ADAC</strong> Reise-Experten stellen<br />

ihre Traumziele vor<br />

34 Golf-Reisen<br />

18 Löcher, die man lieben muss:<br />

die besten Greens dieser Erde<br />

40 Fragen & Antworten<br />

<strong>ADAC</strong> Reise-Experten erklären, was<br />

für Reisende wirklich wichtig ist<br />

42 Flusskreuzfahrten<br />

Der große Test, welches Land<br />

man vom Wasser aus erleben muss<br />

49 Mein Reisebüro<br />

Ihr Kontakt zu allen <strong>ADAC</strong><br />

Reisebüros in Ihrer Umgebung<br />

49 Impressum<br />

50 Vorschau<br />

Das bringt die nächste<br />

<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong><br />

– ein Ausblick<br />

22 Konstanz<br />

Digital<br />

Bilder, Karten, Kontakte<br />

und Videos: Mit <strong>ADAC</strong><br />

<strong>Urlaub</strong> und der LAYAR-<br />

App erweitern Sie das<br />

Magazin um eine neue<br />

Dimension. Mehr Infos<br />

zur LAYAR-App auf<br />

Seite 10. Des Weiteren<br />

finden Sie im Heft Bitly-Kurzlinks, diese<br />

können Sie einfach in Ihren Internet-<br />

Browser eingeben und Sie werden zur<br />

entsprechenden Website weitergeleitet.<br />

Legende<br />

Weblink<br />

Video<br />

Information<br />

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E-Mail<br />

Kontakt<br />

Ort<br />

2 / <strong>2016</strong> 5


Postkarte<br />

KOPENHAGEN<br />

Dänemark<br />

DK- 760<br />

10.08.2014<br />

Seite<br />

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FOTO: GETTY IMAGES<br />

KOPENHAGEN, DÄNEMARK Nordisch natürlich<br />

Die Stadt ist – sagt das Magazin „Monocle“, das jährlich die weltweit „lebenswerteste Stadt“ kürt – nicht mehr Nummer eins<br />

wie noch 2013 und 2014. Aber es gibt kaum etwas, was noch unwichtiger wäre. Auf weiß lasierten Böden und hinter schönen<br />

Fassaden vibriert nach wie vor nordische Lässigkeit: Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kultur, stets friedlich und<br />

freundlich, essen Smørrebrød, fahren Fahrrad, erfreuen sich an Kunst und Design, lachen mit Hippies in Christiana wie mit<br />

Hipstern in Østerbro und hängen am Nyhavn ab, dem „Neuen Hafen“. Die Sprache verstärkt eine gewisse Putzigkeit, selbst<br />

„Panserglas“ klingt dort weich. Ausgleich dafür ist die radikal realistische TV-Serie „Die Brücke“, deren bisher drei Staffeln<br />

auf der Öresundbrücke zwischen Kopenhagen und dem schwedischen Malmö spielen. Insgesamt also eine Stadt, über die<br />

man sich nur freuen und nie aufregen kann. Abgesehen von Facebook: Das Netzwerk sperrte ein Foto, das ein Däne gemacht<br />

hatte, wegen zu viel nackter Haut. Es zeigte die Statue der kleinen Meerjungfrau, Kopenhagens Wahrzeichen.<br />

Schicken Sie uns Ihre Postkarte an: postkarte@adac-urlaub.net<br />

6 2 / <strong>2016</strong><br />

2 / <strong>2016</strong> 7


Panorama Regional<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

Panorama<br />

Reisetipps präsentiert von Ihrem <strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong><br />

Lissabon<br />

Stadt der „goldenen Blicke“<br />

Für ein langes Wochenende nach Lissabon? Das<br />

kommt kaum in Frage, denn dort gibt es jede Menge<br />

zu entdecken. Herrlich entspannen kann man auch.<br />

Und feiern, vor allem im Juni, wenn das Klima angenehm<br />

und die ganze Stadt ein einziges Fest ist.<br />

Zu Ehren ihres Schutzpatrons, des Heiligen Antonius,<br />

herrscht Ausnahmezustand. Alle Stadtviertel, die bairros,<br />

präsentieren sich bei der großen Parade auf der Avenida<br />

da Liberdade. Überall duftet es nach gegrillten Sardinen,<br />

Menschen schieben sich durch geschmückte Gassen und<br />

tanzen bis spät in die Nacht. Besonders intensiv erlebt man<br />

das Fest in der Alfama, dem Altstadtviertel unter der Burg<br />

Castelo de São Jorge.<br />

Für den groben Überblick ist aber der Fahrstuhl Elevador<br />

Santa Justa erste Wahl. Von einem Schüler Eiffels erbaut, bietet<br />

er einen Panorama-Ausblick. Kein Geheimtipp mehr, aber<br />

eine Variante der Stadterkundung ist die Fahrt mit der Tram<br />

No. 28. Die Wagen ruckeln mühsam durch die hügelige Stadtlandschaft<br />

und liefern Ausblicke auf die Burg, den glänzenden<br />

Tejo und das bunte Treiben in den Kopfsteinpflastergassen.<br />

Teilweise schmiegt sich die Bahn so dicht an Häuserfassaden,<br />

dass man den Mietern die Hand schütteln könnte.<br />

Und das ist erst der Anfang. Die Stadtviertel Bairro Alto<br />

und Baixa laden zum Stöbern ein. Am Campo de Santa<br />

Clara befindet sich eine der schönsten Kirchen der Stadt, die<br />

Wandschmuck<br />

Fliesen sind<br />

eine Kultur<br />

in Portugal,<br />

in 1001er<br />

Variation<br />

zieren sie<br />

die Häuser<br />

auch in<br />

Lissabon<br />

Kontaktieren<br />

Sie uns, wir<br />

beraten Sie<br />

gern. Alle<br />

Reisebüros<br />

finden Sie<br />

auf Seite 49<br />

Experten-Tipp<br />

Ein Aufenthalt in Lissabon ist<br />

nicht perfekt ohne einen Ausflug<br />

an einen der herrlichen<br />

Atlantikstrände. Sie erreicht<br />

man bequem in 30 Minuten<br />

mit dem Zug vom Cais do<br />

Sodré, dem Verkehrsknotenpunkt<br />

am Ufer des Tejo. Die<br />

mondänen Badeorte Estoril<br />

und Cascais verbindet eine<br />

Das Altstadtviertel Alfama<br />

Igreja e Mosteiro de São Vicente de Fora, sowie dienstags<br />

und samstags ein quirliger Flohmarkt. Dann ist da Belém mit<br />

zwei UNESCO-Weltkulturerben, zahlreichen Museen und<br />

seinem Blätterteiggebäck, den mit Vanillepudding gefüllten<br />

Pastéis de Belém. Oder das Hafenviertel Alcântara mit rauem<br />

Charme, in das mit Designern neues Leben einzog …<br />

Nur für ein langes Wochenende nach Lissabon?<br />

Das kommt nicht in Frage.<br />

Heike Ellermann vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Dortmund<br />

über den perfekten Atlantikausflug<br />

drei Kilometer lange Promenade.<br />

Wer nicht den ganzen<br />

Tag mit Sonnenbaden verbringen<br />

möchte, kann mit<br />

dem Fahrrad entlang der<br />

Küste radeln oder das Surfer-<br />

Eldorado Guincho Beach mit<br />

schroffen Klippen, breiten<br />

Dünen und hippen Strandcafés<br />

besuchen.<br />

FOTO: GETTY IMAGES, SHUTTERSTOCK, PR<br />

Mit der<br />

Bitte um<br />

Rückruf<br />

Der Musiker<br />

und Alpinist<br />

Christian<br />

Zehnder<br />

sammelt<br />

Echo-Orte in<br />

der Schweiz.<br />

Inzwischen<br />

ist aus seiner<br />

akustischen<br />

Begeisterung<br />

ein<br />

Schall-<br />

Archiv mit<br />

Rückruf-<br />

Karte geworden,<br />

eine<br />

Internet-<br />

Plattform<br />

und Smartphone-App<br />

(iOS, Android).<br />

Die<br />

Alpen als<br />

Klangraum<br />

mit bis zu<br />

siebenfachem<br />

Hall –<br />

yeaaaahaa!<br />

bit.ly/<br />

1NODsr1<br />

verbringt ein deutscher <strong>Urlaub</strong>er, der seinen<br />

<strong>Urlaub</strong> digital bucht, vor seiner Reise im<br />

Schnitt bei der Informationssuche im Netz.<br />

Auf Nummer sicher<br />

Bordkarten aufbewahren<br />

Breslau<br />

Kulturhauptstadt <strong>2016</strong><br />

Die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien mit zwölf<br />

Inseln und mehr als 100 Brücken ist neben Spaniens<br />

San Sebastian Europas Kulturhauptstadt<br />

<strong>2016</strong>. Die Stadt an der Oder erzählt eine<br />

bewegte Geschichte: Heute High-<br />

Tech-Boomtown und multikulturelle<br />

Studentenstadt, wurde<br />

nach dem Zweiten Weltkrieg<br />

fast die ganze Bevölkerung<br />

Breslaus ausgetauscht.<br />

Diese Vielfalt zeigt das<br />

Stadtbild: Prachtvolle<br />

Bürgerhäuser kuscheln<br />

mit sozialistischen<br />

Bausünden,<br />

marode Klassiker<br />

lehnen gegen<br />

gläserne Architekturexperimente.<br />

bit.ly/<br />

1mawbM3<br />

9 Stunden<br />

Vintage-Poster<br />

Wer seine Bordkarte achtlos<br />

behandelt, begibt sich<br />

unnötig in Gefahr: Profis<br />

können den Strichcode<br />

auslesen und in Kombination<br />

mit dem Namen bei<br />

vielen Airlines noch nicht<br />

angetretene Flüge umbuchen<br />

oder annullieren und<br />

erhalten sogar Zugang zu<br />

Vielfliegerkonten.<br />

Meldungen Panorama<br />

IN KÜRZE<br />

Après-Ski<br />

Jedes Jahr, wenn<br />

die Ski-Saison ausklingt,<br />

versteigert<br />

das britische Auktionshaus<br />

Christie’s<br />

historische Wintersport-Poster,<br />

meist<br />

aus dem frühen 20.<br />

Jahrhundert, dem<br />

„goldenen Zeitalter<br />

des Reisens“. Liebhaber<br />

zahlen für die mondänen<br />

Motive schon mal horrende Summen.<br />

Bei manchen kein Wunder,<br />

schließlich gab es damals bei<br />

Olympischen Winterspielen auch<br />

Kunstwettbewerbe. Der Schweizer<br />

Alex Walter Diggelmann gewann<br />

dort bereits drei Medaillen,<br />

und auch <strong>2016</strong> war er posthum<br />

erfolgreich: Sein Bild „Gstaad“<br />

ging zum Rekordpreis von<br />

76.900 britischen Pfund (knapp<br />

102.000 Euro) an den Meistbietenden.<br />

Insgesamt wurden<br />

614.900 britische Pfund erzielt,<br />

also mehr als 800.00 Euro.<br />

Top 10<br />

Europäische<br />

Hot-Spots <strong>2016</strong><br />

1. Porto, Portugal<br />

2. Moskau, Russland<br />

3. Brighton, England<br />

4. Liverpool, England<br />

5. Granada, Spanien<br />

6. Funchal, Portugal<br />

7. Oia, Griechenland<br />

8. Krakau, Polen<br />

9. Valencia, Spanien<br />

10. Köln, Deutschland<br />

Ermittelt durch TripAdvisor. Ausschlaggebend<br />

war das wachsende<br />

Interesse und positive Feedback<br />

im Vergleich zum Vorjahr.<br />

8 2 / <strong>2016</strong><br />

2 / <strong>2016</strong> 9


Panorama Meldungen<br />

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<strong>Urlaub</strong><br />

digital erleben<br />

Achten Sie auf<br />

dieses Zeichen<br />

Nutzen Sie die kostenlose<br />

App „Layar“, um mit Hilfe<br />

von Smartphone oder Tablet<br />

das Magazin zu überraschend<br />

neuem Leben zu erwecken.<br />

Auf Ihrem Bildschirm erscheinen<br />

Videos, Karten,<br />

Bildergalerien, Kontaktdaten und viele<br />

weitere interaktive Inhalte. Viel Spaß!<br />

1 Herunterladen der App<br />

Laden Sie die „Layar“-App<br />

kostenlos herunter.<br />

für iPhone und iPad<br />

für Android-Geräte<br />

2 Aktivieren<br />

Öffnen Sie die „Layar“-App und<br />

drücken Sie auf „Scannen“.<br />

3 Scannen & los!<br />

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Smartphone oder Tablet<br />

die gesamte Heftseite und<br />

die virtuelle Reise beginnt!<br />

Vulcan<br />

Logisch, Mr. Spock!<br />

Es war mal eine<br />

kanadische Kleinstadt,<br />

etwa eine<br />

Autostunde von<br />

Calgary entfernt. Bis<br />

vor 50 Jahren hatte<br />

der Ort im flachen Land<br />

wenig zu bieten. Dann<br />

startete die TV-Serie<br />

„Star Trek“ – und Vulcan<br />

war mehr als nur ein Fleck<br />

auf der Landkarte. Heute<br />

inszeniert sich der Ort als Heimat<br />

von Mr. Spock – mit einer „Trek<br />

Station“, einer Raumschiff-Enterprise-<br />

Statue, einer Spock-Büste, Wörterbüchern<br />

(„Klingonisch–Englisch“) und dem „Trekcetera“-Museum.<br />

Das „Star Trek“-Jubiläum, offiziell<br />

der 8. September, beginnt mit einer Trekkie-Party bereits am 8. und<br />

9. Juli und soll den rund 2000 Bewohnern neue Galaxien eröffnen.<br />

Österreich<br />

Maut im Museum<br />

Das Timmelsjoch ist Österreichs<br />

höchstgelegener Straßengrenzübergang<br />

und, da dort keine<br />

Lkw fahren dürfen, vor allem<br />

bei Motorradfahrern beliebt.<br />

Auf 2175 Meter Seehöhe kommt<br />

für sie ab April <strong>2016</strong> ein eigenes<br />

Museum hinzu. „Top Mountain<br />

Motorcycle Museum“ heißt<br />

das fast ganz aus Holz in Form<br />

Knesebeck,<br />

112 Seiten,<br />

14,95 €<br />

einer Schneewechte erbaute<br />

Zweirad-Zentrum. Es enthält<br />

eine Sammlung von rund<br />

170 Klassikern: Motoguzzi,<br />

MV Augusta, Ducati, BMW,<br />

NSU, DKW, Zündapp, Triumph,<br />

Norton, Brough Superior,<br />

Indian, Harley-Davidson – alles<br />

dabei. Auch die Mautstation<br />

ist integriert.<br />

bit.ly/<br />

1nD1P5T<br />

Tipp<br />

Zum<br />

Blättern<br />

Die Berliner<br />

Fotografin<br />

Eva Häberle<br />

saß in<br />

Cornwall<br />

und wartete<br />

auf den Bus.<br />

Aus Langeweile<br />

schob<br />

sie Laub hin<br />

und her. Aus<br />

dem Laub<br />

wurde eine<br />

Eule. Und<br />

aus der Eule<br />

eine umfangreiche<br />

Tierserie.<br />

In Brandenburg,<br />

am<br />

Bodensee,<br />

auf La Gomera<br />

oder<br />

in Südafrika<br />

entstanden<br />

weitere zarte<br />

Gebilde<br />

grüner<br />

Kunst, etwa<br />

ein Puste-<br />

blumen-<br />

Pudel, eine<br />

Seerosen-<br />

Ente oder<br />

ein Wirsing-<br />

Elefant.<br />

„Der Mensch wird in der<br />

Digitalisierung immer wertvoller“<br />

Matthias Rotter, Geschäftsführer DER Touristik Frankfurt (Dertour, <strong>ADAC</strong> Reisen, Meier’s<br />

Weltreisen), über Sicherheit im <strong>Urlaub</strong>, Trendziele <strong>2016</strong> und die Zukunft des Reisebüros<br />

Herr Rotter, viele Menschen planen<br />

jetzt ihren Sommerurlaub – zugleich<br />

hat sich die Welt zuletzt stark verändert.<br />

Spüren Sie das, Ihre Verantwortung<br />

betrifft ja auch die Gäste von<br />

<strong>ADAC</strong> Reisen?<br />

Wenn man auf die Welt schaut, könnte<br />

man denken, auf nichts mehr ist Verlass.<br />

Zwischen Januar und <strong>März</strong> ist<br />

normalerweise die Hochbuchungsphase<br />

für den Sommerurlaub, eine<br />

gewisse Zurückhaltung ist noch zu<br />

spüren. Wobei die Menschen nach<br />

wie vor den Drang haben, <strong>Urlaub</strong> zu<br />

machen. Wir merken das an ihrer Recherche<br />

online und in den Reisebüros.<br />

Gibt es Reiseziele, die <strong>2016</strong> besonders<br />

beliebt sind?<br />

Der Trend weist darauf hin, dass es ein<br />

sehr starkes Deutschland-Jahr werden<br />

wird. Und das Bewährte behauptet<br />

sich stark: in Europa Italien, Spanien<br />

und Skandinavien, bei Fernreisen der<br />

Indische Ozean mit Mauritius und Sri<br />

Lanka vorneweg. Und nach dem Ende<br />

der Ebola-Epidemie ist Südafrika zurück<br />

auf der touristischen Landkarte.<br />

Ist Reisen eigentlich sicherer oder<br />

unsicherer geworden?<br />

Ist das Leben sicherer geworden?<br />

Das Reisen an sich definitiv. Reisende<br />

sind heute gut vorbereitet und die<br />

Standards an den Flughäfen extrem<br />

hoch. Auch unser eigenes Warnsystem<br />

ist seit Jahren professionell geschärft.<br />

Wir beobachten die ganze Welt und<br />

informieren unsere Kunden sofort<br />

aktiv, sollte sich die Lage verändern.<br />

Wer sein Mobiltelefon registrieren<br />

lässt, erhält zeitnah alle Informationen<br />

per SMS. Da sind wir ganz vorn.<br />

Das betrifft auch die Mitarbeiter in<br />

den Reisebüros.<br />

Im „Zeit-Magazin“ wurde unlängst<br />

behauptet, wer im Reisebüro bucht,<br />

ist gefühlte 76 Jahre alt. Deckt sich<br />

das mit der Wirklichkeit?<br />

(lacht) Nein, das tut es nicht. Im Gegenteil,<br />

es ist so, dass man heute eine<br />

Zugfahrt klar im Netz bucht. Wenn Sie<br />

jedoch für drei Wochen eine Thailand-<br />

Rundreise buchen, tun Sie das im Reisebüro.<br />

Was nicht heißt, dass man sich<br />

nicht im Vorfeld online informiert.<br />

Was spricht denn für das Reisebüro?<br />

Dreierlei. Unsere Reisen kosten onwie<br />

offline dasselbe. Es kommt eine<br />

kompetente, neutrale Beratung<br />

hinzu, die Orientierung bietet,<br />

den Kunden auch mal korrigiert,<br />

weil sich Mitarbeiter<br />

vor Ort auskennen. Und<br />

schließlich gibt es all jene,<br />

die Bezahlsysteme im Internet<br />

skeptisch betrachten.<br />

Matthias Rotter<br />

Geschäftsführer<br />

DER Touristik<br />

und Amrum-Fan<br />

INTERVIEW<br />

Meldungen Panorama<br />

Würden Sie von einer Renaissance<br />

des Reisebüros sprechen?<br />

Wir sehen, dass immer mehr Menschen<br />

die Beratung im Reisebüro<br />

suchen. Bei selbstständiger Planung<br />

ist es schwierig, das Preis-Leistungs-<br />

Verhältnis einzuschätzen oder zu<br />

wissen, was „zzgl. Steuern“ genau bedeutet.<br />

Viele sagen, diese Detailarbeit<br />

überlasse ich den Experten.<br />

Haben Sie eine Vorstellung, wie das<br />

Reisebüro der Zukunft aussehen<br />

wird?<br />

Entspannter. Es soll eine Lounge-<br />

Atmosphäre zum Wohlfühlen vermitteln.<br />

Zugleich technischer. Noch<br />

mehr Informationen, etwa 360-Grad-<br />

Videos vom Hotelzimmer. Wobei es<br />

da eine Kehrseite gibt: Im echten<br />

Leben wird es nicht immer genau<br />

so sein. Was nicht schlimm ist: Das<br />

Sich-überraschen-lassen macht das<br />

Reisen doch letztlich aus. Und, vielleicht<br />

das Wichtigste: menschlicher.<br />

Mit steigender Digitalisierung und<br />

zunehmender Automatisierung wird<br />

der Mensch immer wertvoller. Weil<br />

er den Kunden kennt und auf<br />

seinen speziellen Charakter<br />

eingehen kann und<br />

weiß, was ihm gefällt.<br />

Was gefällt Ihnen, wo<br />

waren Sie zuletzt im<br />

<strong>Urlaub</strong>?<br />

Auf der Nordseeinsel<br />

Amrum. Wegen des<br />

breiten Sandstrandes,<br />

der Dünen, die manchmal<br />

wie eine Mondlandschaft<br />

wirken, dem<br />

Wald, der friesisch herben<br />

Luft und dem originellen<br />

Minigolf-Platz.<br />

10 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 11


Panorama Meldungen<br />

IN KÜRZE<br />

Neues aus der<br />

Verwaltung<br />

Kanada Ab Mitte <strong>März</strong> müssen<br />

Deutsche, die auf dem Luftweg<br />

nach Kanada reisen, eine elektronische<br />

Einreiseerlaubnis, die<br />

Electronic Travel Authorization<br />

(eTA), nachweisen. Die Registrierung<br />

erfolgt nach dem Vorbild<br />

der USA online und kostet<br />

sieben kanadische Dollar (rund<br />

fünf Euro).<br />

3300<br />

Laptops verschwinden jede<br />

Woche von den acht größten<br />

Flughäfen Europas, insgesamt<br />

175.000 pro Jahr.<br />

Gut<br />

abgeschirmt<br />

Innovativer<br />

Stadtplan<br />

Im Frühjahr<br />

ist Regen auf<br />

vielen Städtereisen<br />

ein<br />

beständiger<br />

Begleiter,<br />

ein Schirm<br />

wiederum<br />

stört oft<br />

die Orientierung.<br />

Kenia Die Eintrittspreise für<br />

die Nationalparks werden von<br />

90 auf 60 US-Dollar gesenkt.<br />

Und Kinder unter 16 Jahren<br />

sind auf absehbare Zeit von der<br />

Visagebühr befreit.<br />

Mallorca Die geplante „Steuer<br />

für nachhaltigen Tourismus“<br />

tritt vermutlich im Juni in Kraft.<br />

Jeder Gast, der älter als 16 Jahre<br />

ist, muss dann in touristischen<br />

Unterkünften bis zu zwei Euro<br />

pro Nacht bezahlen. Ab zehn<br />

Übernachtungen wird’s billiger …<br />

Slowakei Die herkömmliche<br />

Klebevignette hat ausgedient,<br />

die elektronische kommt. Die<br />

neue Maut kann online oder<br />

an Verkaufs- und Tankstellen<br />

erworben werden. Kosten:<br />

zwischen 10 (gültig für zehn<br />

Tage) und 50 Euro (für ein Jahr).<br />

Thailand Ein neues, für sechs<br />

Monate gültiges Visum berechtigt<br />

zur mehrmaligen Einund<br />

Ausreise. Es muss vom<br />

Konsulat ausgestellt sein, kostet<br />

130 Euro und ist gültig, wenn<br />

der Antragsteller das Land alle<br />

60 Tage verlässt.<br />

USA Reisende, die ab <strong>März</strong><br />

2011 den Irak, Syrien oder<br />

andere „problematische“<br />

Regionen besucht haben, sind<br />

weitestgehend vom Visa Waiver<br />

Programm ausgeschlossen<br />

und benötigen ein Visum.<br />

Bereits erteilte elektronische<br />

Reisegenehmigungen (Esta)<br />

verlieren zudem ihre Gültigkeit.<br />

Wartung und Pflege<br />

Feuchtigkeit im Auto – was tun?<br />

Beschlagene Scheiben, Frost<br />

an ihren Innenseiten, muffiger<br />

Geruch: Zu viel Feuchtigkeit<br />

im Wagen kommt<br />

durch nasse Kleidung oder<br />

undichte Stellen in der<br />

kalten Jahreszeit häufig vor<br />

und kann zu Schimmel und<br />

Rost führen. Der <strong>ADAC</strong> empfiehlt:<br />

gut durchlüften und<br />

die Heizung stark aufdrehen.<br />

Die Klimaanlage unterstützt,<br />

solange die Außentemperatur<br />

nicht unter sechs Grad<br />

sinkt. Nasse Fußmatten herausnehmen<br />

und trocknen<br />

lassen. Bei undichten Stellen<br />

bleibt nur der Gang in<br />

die Werkstatt, um Dichtungen<br />

austauschen zu lassen.<br />

Antarktis & Co.<br />

Google Wild View<br />

Die Lösung<br />

für dieses<br />

Problem:<br />

Rainmap,<br />

der Schirm<br />

mit Stadtplan.<br />

Für<br />

alle großen<br />

deutschen<br />

Städte. Preis:<br />

19,90 €.<br />

bit.ly/<br />

1SqkLCp<br />

Manche sind dort, wo man selbst nie hinkäme,<br />

vielleicht nie hinkommen will: frei kletternd<br />

an der härtesten Wand der Welt, der<br />

Dawn Wall im US-amerikanischen<br />

Yosemite-Nationalpark. Oder am<br />

Grab des Antarktis-Forschers<br />

Ernest Shackleton auf der<br />

Inselgruppe Südgeorgien,<br />

einem Brutgebiet des<br />

Königspinguins. Oder bei<br />

Wracks auf dem Meeresgrund.<br />

Neuerdings sind<br />

überall dort aber Profis<br />

mit Spezialkameras<br />

unterwegs, deren<br />

Bilder bei Google zu<br />

360-Grad-Rundum-<br />

Erlebnissen werden.<br />

bit.ly/<br />

1SqkNu2<br />

FOTO: GETTY IMAGES (6), SHUTTERSTOCK (3), DEPOSITPHOTOS, VICTORIA AND ALBERT MUSEUM LONDON (2), CHRISTIE’S<br />

IMAGES LTD. <strong>2016</strong>, ECHOTOPOS, COMPASS CULTURA, ALEXANDER MARIA LOHMANN/ÖTZTAL TOURISMUS, PR (2)<br />

London<br />

Ideale Körper<br />

Das Victoria & Albert Museum gilt als eines der führenden<br />

Museen für Kunst und Design, etwa wegen seiner Ausstellung<br />

zu David Bowie. Ab dem 16. April widmet es sich eher Unsichtbarem:<br />

der Unterwäsche. Mehr als 200 Objekte – dazu Fotos,<br />

Filme, Werbung und Verpackungen – präsentieren eine<br />

Historie des angeblich idealen Körpers von rippenbrechenden<br />

Korsetts bis zu verführerischen Dessous.<br />

Victoria & Albert Museum<br />

Cromwell Rd, London SW7 2RL<br />

Tgl. 10–17.45, Fr bis 22 Uhr, Eintritt: frei<br />

Weitere Informationen: www.vam.ac.uk<br />

Digitales Magazin<br />

„Compass Cultura“<br />

Die Autoren besuchen ihre Großeltern, die Champagner produzieren.<br />

Porträtieren die Betreiber eines Piratensenders in<br />

Griechenland. Oder untersuchen Formenvielfalt und Produktionsbedingungen<br />

des Panamahutes. Das sind keine Geschichten<br />

für die Massen. Aber leidenschaftliche – und lange – Stories,<br />

wie sie das englischsprachige Online-Magazin „Compass Cultura“<br />

veröffentlicht, jeden Monat drei Stück, werbefrei.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.compasscultura.com<br />

Städtetrips für die ganze Familie<br />

Bei <strong>ADAC</strong> Reisen können Sie Spaß und Erholung auch gut mit Kultur und Geschichte<br />

kombinieren, z. B. vor den Toren Roms mit „Campingwelten für Familien”:<br />

ITALIEN · LATIUM, FIANO ROMANO<br />

Camping I Pini Family Park<br />

Ruhe und Erholung nach dem Rom-Besuch im beliebten Ferienpark. Speziell<br />

auf die Bedürfnisse von Familien und Kindern zugeschnitten, Swimmingpool<br />

mit Whirlpool, Kinderbecken und weiterem lagunenförmigen Swimmingpool,<br />

Spielplatz und Animation. 7 Nächte<br />

Pro Premium Mobilheim (für bis zu 5 Personen) ab € 195<br />

Bei Buchung inklusive<br />

q <strong>ADAC</strong> Plus-Mitgliedschaft erhalten<br />

q Kostenfreier PKW-<strong>Urlaub</strong>s-Check<br />

q Umfangreiches Info- und Kartenmaterial<br />

q MY IKONA Fotobuch-Gutschein<br />

Weitere Informationen und Buchung<br />

in Ihrem <strong>ADAC</strong> Reisebüro.<br />

<strong>ADAC</strong> Reisen, Veranstalter: DER Touristik Frankfurt GmbH & Co. KG, 60424 Frankfurt · AN-1087/16<br />

12 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 13<br />

Mit Sicherheit<br />

mehr vom <strong>Urlaub</strong>


Ewig in drei<br />

Was<br />

Tagen<br />

Der Gott Jupiter prophezeite,<br />

Rom würde für immer existieren.<br />

Er könnte Recht behalten.<br />

Denn in der Stadt regiert der<br />

beständige Wandel<br />

Text Helmut Ziegler<br />

Seite<br />

scannen,<br />

mehr<br />

erfahren<br />

Tiber und Petersdom<br />

„Lebenspendende Sonne,<br />

du kannst wohl nichts<br />

Größeres erblicken als<br />

die Stadt Rom“ (Horaz)<br />

Inspiration Rom<br />

Rom ist, ist<br />

schwer, wenn nicht<br />

unmöglich zu sagen.“<br />

Diesen Satz<br />

schrieb der Autor<br />

Herbert Rosendorfer vor rund zehn<br />

Jahren in der Einleitung zu seinem<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseführer. Und bis heute<br />

hat sich daran offenbar nichts Wesentliches<br />

geändert. Denn alle klassischen<br />

Zuschreibungen – Heilige Stadt, Haupt<br />

der Welt, weltgrößte Ansammlung<br />

alter Steine – sind zwar griffig, greifen<br />

aber irgendwie auch zu kurz.<br />

Wer nach Rom reist, ist eventuell<br />

archäologisch interessiert. Religiös<br />

motiviert. Oder möchte das Dolce Vita<br />

erleben. Rom ist vielfältig, deshalb<br />

dürfte jeder zufrieden zurückkehren.<br />

Aber mit Überraschungen im Gepäck,<br />

denn Rom ist auch verwirrend.<br />

So gibt es riesige Papstbilder in Tiefgaragen.<br />

Mit der Schere geschnittene<br />

Banane-Nutella-Pizzen. Opferkerzen<br />

mit Energiesparlampen. Eine majestätische<br />

Pyramide mitten in der Stadt.<br />

Unterirdische Grotten zur Huldigung<br />

eines Lichtgottes. Oder Kalender<br />

mit Pin-up-Bildern junger attraktiver<br />

Priester. Alles entdeckt in drei Tagen.<br />

Zudem rast man, quasi mit dem<br />

Finger auf der Fast-Forward-Taste,<br />

quer durch Roms Geschichte. Denn<br />

was die Metropole in jedem Fall ist:<br />

eine Art Zeitmaschine, die ein beliebiges<br />

Vor- und Zurückbewegen innerhalb<br />

von nahezu 3000 Jahren erlaubt.<br />

Zwischen Gestern, Heute und Morgen.<br />

Die Vergangenheit<br />

Die eine Vergangenheit, dies vorweg,<br />

gibt es dabei so nicht. Geschichte ist<br />

einerseits allgegenwärtig und beim<br />

besten Willen nicht zu übersehen.<br />

Andererseits zersplittert sie in Abermillionen<br />

von Geschichten, Anekdoten<br />

und Kuriositäten.<br />

Schon die Gründung ist ja anzweifelbare<br />

Legende. Die Zwillinge Romulus<br />

und Remus, auf dem Tiber ausgesetzte<br />

Kinder des Kriegsgottes Mars<br />

und der Priesterin Rhea Silvia, wurden<br />

von einer Wölfin gesäugt? Gründeten<br />

die Stadt ausgerechnet dort, wo ihr<br />

Elend begann? Zerstritten sich über<br />

die Höhe der Stadtmauer, woraufhin<br />

14 2 / <strong>2016</strong><br />

2 / <strong>2016</strong> 15


Inspiration Rom<br />

Romulus den spottenden Remus erschlug?<br />

Brudermord als Basis also<br />

und ein Raubtier als Wappen? Das ist<br />

nur der Beginn.<br />

Centro Storico nennen die Römer<br />

ihr Viertel zwischen dem Hauptbahnhof<br />

Termini und dem Vatikan: Auf<br />

einer Strecke von gut vier Kilometern<br />

Luftlinie findet sich mit einigen Schlenkern<br />

beispielsweise das Forum Romanum.<br />

Um 700 v. Chr. Mittelpunkt des<br />

römischen Lebens mit Tempeln und<br />

Statuen eng an eng. Etwa 1200 Jahre<br />

lang immer wieder umgebaut, später<br />

Steinbruch, auch mal verschüttet oder<br />

als Kuhweide genutzt. Inzwischen eine<br />

zentrale grüne Oase der Stadt mit einer<br />

endlosen Zahl an Säulen und Tempeln.<br />

Oder das Pantheon, der um 114 v.<br />

Chr. begonnene Rundtempel mit einer<br />

Öffnung im Zenit der Kuppel, durch<br />

die allein alles Licht – und manchmal<br />

auch Regen – fällt. Stein gewordene<br />

Harmonie des Kreises, gleichermaßen<br />

geschätzt von Mathematikern wie<br />

Mystikern und mit enormem Einfluss<br />

auf die Architektur der Neuzeit.<br />

Auch die Piazza Navona, von<br />

Julius Cäsar 46 v. Chr. als Sportstadion<br />

begonnen, vom Kaiser Domitian<br />

120 Jahre später monumental vollendet.<br />

Immer mal wieder geflutet.<br />

Heute einer der eindrucksvollsten<br />

Plätze der Welt, eine Flaniermeile<br />

samt Obelisk und barocker Mohrenund<br />

Vierströmebrunnen.<br />

Ebenfalls die Pyramide des Cestius,<br />

ein 36 Meter hohes Grabmal an<br />

der früheren Stadtmauer, zwischen<br />

18 und 12 v. Chr. nach ägyptischer<br />

Mode errichtet und in Dan<br />

Browns Thriller „Illuminati“<br />

von dessen Helden Robert<br />

Langdon trotz eigener Metrostation<br />

und Hilfe der lokalen<br />

Polizei übersehen.<br />

Natürlich das Kolosseum.<br />

80 n. Chr. an dem Platz, wo sich zuvor<br />

Kaiser Neros Privatsee befand, als<br />

Amphitheater eingeweiht. Was einst<br />

Ort blutiger Kämpfe war und nach der<br />

Christianisierung ein Wohnhaus, wird<br />

heute dank der Millionen eines Schuhproduzenten<br />

sorgsam restauriert.<br />

Sowie der Campo de’ Fiori, bis ins<br />

Mittelalter Blumenwiese, dann Pferdemarkt,<br />

heute der bekannteste, wenn<br />

auch schrumpfende Handelsplatz<br />

Anita Ekberg in<br />

„La Dolce Vita“<br />

„Ich habe den<br />

allerschönsten<br />

Brunnen<br />

gesehen“<br />

(Filmzitat)<br />

Im Pantheon<br />

„Alle Wege führen nach<br />

Rom“ (Sprichwort)<br />

für – oft vorgeschnittenes – Obst und<br />

Gemüse, wo im Jahr 1600 auf Geheiß<br />

der katholischen Inquisition der Philosoph<br />

Giordano Bruno als Ketzer auf<br />

dem Scheiterhaufen verbrannt wurde<br />

– Papst Johannes Paul II. gab im Jahr<br />

2000 das Unrecht auch aus kirchlicher<br />

Sicht zu.<br />

Ferner die Fontana di Trevi, eher<br />

bombastisches Wasserschauspiel<br />

denn Brunnen, 1751 fertiggestellt<br />

und spätestens 1960 durch die<br />

badende Anita Ekberg im Film<br />

„La Dolce Vita“ zum Kultplatz<br />

geworden. Wer, was verboten<br />

ist, rückwärts über die linke<br />

Schulter eine Münze ins Wasser<br />

wirft, sichert angeblich seine<br />

Rückkehr nach Rom. Immerhin:<br />

Die Caritas dankt.<br />

Dieser Überblick ist dabei mitnichten<br />

vollständig, allein im Centro Storico<br />

finden sich 320 Kirchen. Und auf der<br />

anderen Seite des Tiber ist neben der<br />

Engelsburg – mal Mausoleum, mal<br />

Festung, mal Papst-Wohnsitz, mal<br />

Kerker und heute Museum – noch der<br />

Vatikan, mit 0,44 Quadratkilometern<br />

Größe und rund 840 Einwohnern der<br />

kleinste allgemein anerkannte Staat der<br />

Welt. Dessen Ensemble aus Petersplatz,<br />

Petersdom, Sixtinischer Kapelle und<br />

den Museen ist so prachtvoll und so<br />

einschüchternd, dass man in Betracht<br />

zieht, selbst eine Religion zu gründen.<br />

Die Römer – also<br />

die Nachfahren jener,<br />

die Jesus ans Kreuz<br />

schlugen – nehmen den Staat im Stadtgebiet<br />

dagegen relativ gelassen. SCV,<br />

das Autokennzeichen des Vatikans,<br />

interpretieren sie als se Christo vedesse,<br />

wenn Christus euch sehen könnte …<br />

Im Gegenzug färbt die Stadt aber<br />

auch auf die Priester ab: Sie gehen<br />

ungewöhnlich oft, wohl nur Gott gehorchend,<br />

bei Rot über die Straße.<br />

Die Gegenwart<br />

Das Erste, was massiv auf Besucher zukommt,<br />

ist: Verkehr. „Eigentlich gelten<br />

auf Roms Straßen die Regeln des<br />

Autoscooters“, fasst Birgit Schönau in<br />

ihrer lesenswerten „Gebrauchsanweisung<br />

für Rom“, erschienen im Piper<br />

Verlag, die Lage zusammen. Um problemlos<br />

von A nach B zu kommen,<br />

bedarf es daher erstens Selbstbewusstseins<br />

– wie bei den Fußgänger-Autofahrer-Duellen<br />

in Paris. Zweitens<br />

Selbstaufgabe – wie beim Verschmelzen<br />

im Verkehrsfluss asiatischer<br />

Städte. Drittens, vor allem, stets offener<br />

Augen und Blickkontakt: Zebrastreifen<br />

werden schon mal als Pflastermalerei<br />

eingestuft, durch ausgewiesene Fußgängerzonen<br />

heizen Mopeds, orange<br />

leuchtende Ampelmännchen bedeuten<br />

nicht, dass Autofahrer Rot haben.<br />

Es hilft, die römische<br />

StVO als Vorschlag<br />

zu interpretieren:<br />

Vorschläge kann man ablehnen.<br />

„Wenn es ein Prinzip gibt, das in<br />

Rom gilt, dann das Prinzip Chaos.“<br />

Dies sagt – mit breitem Lächeln –<br />

Giulia Acone, 27-jährige Römerin und<br />

Studentin der Rechtswissenschaften an<br />

der Universität Tor Vergata. Sie meint<br />

damit nicht nur den Verkehr. Auch den<br />

Bürgermeister Ignazio Marino von der<br />

Partito Democratico, der im Oktober<br />

letzten Jahres wegen happiger Spesenrechnungen<br />

zurücktrat – um Wochen<br />

später den Rücktritt vom Rücktritt zu<br />

erklären. Oder jenen Prozess, der der<br />

mafia capitale das Handwerk legen soll,<br />

jenem Geflecht aus Mafia-Clans, das<br />

sich über korrupte Minister, Stadträte,<br />

Richter und Unternehmer Aufträge bei<br />

der Müllentsorgung oder im Straßenbau<br />

sicherte – und erst mal mit einem<br />

Streik der Verteidiger begann. „Dazukommen“,<br />

sagt Acone, „abstruse familiäre<br />

Pflichten, eine irrsinnige Bürokratie,<br />

ein defizitärer Haushalt, immer kurz<br />

vor dem Bankrott, und jede Menge<br />

Pyramide des<br />

Cestius in der<br />

Nähe des Circus<br />

Maximus<br />

„Auch Rom<br />

wurde nicht<br />

an einem Tag<br />

erbaut“<br />

(Sprichwort)<br />

Angebote<br />

Beim Pantheon<br />

Albergo Santa Chiara<br />

Elegant eingerichtetes Drei-Sterne-<br />

Haus mit heller, freundlicher<br />

Atmosphäre direkt im Centro Storico<br />

– diverse Sehenswürdigkeiten sind<br />

in fünf Minuten zu Fuß erreichbar.<br />

ab 188 € / 3 Tage / p. P. im<br />

DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: Thomas Cook<br />

In Parlamentsnähe<br />

Colonna Palace<br />

In einem Haus des 17. Jahrhunderts<br />

befindliches Vier-Sterne-Hotel, direkt<br />

im historischen Zentrum. Alle großen<br />

Touristen-Attraktionen sind schnell<br />

und bequem erreichbar.<br />

ab 297 € / 4 Tage / p. P. im<br />

DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: DER Tour<br />

Am Tiber-Ufer<br />

Indigo Rome St. George<br />

Luxuriöses Fünf-Sterne-Hotel zwischen<br />

Piazza Navona und Vatikan gelegen.<br />

Umfangreiches Spa-Angebot (gegen<br />

Gebühr) und Restaurant mit lokaler<br />

Küche.<br />

ab 492 € / 3 Tage / p. P. im<br />

DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: FTI<br />

16 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 17<br />

Änderungen vorbehalten


Inspiration Rom<br />

Inspiration Rom<br />

Hinterzimmergeschäfte, ob bei Wohnungen<br />

oder Taxilizenzen.“ Sie lacht<br />

wieder: „Rom, eine Übung in Anarchie.“<br />

Von all dem bekommen normale<br />

Besucher natürlich so gut wie nichts<br />

mit. Ihnen wird eher mit ausgesucht<br />

höflicher Gleichgültigkeit begegnet<br />

– schließlich sind sie bald wieder<br />

weg. Rom dagegen ist ewig.<br />

Diese Lässigkeit des Alles-schondagewesen<br />

spürt man selbst in den<br />

verschiedenen Vierteln. Trastevere, das<br />

wohl beliebteste und volkstümlichste,<br />

gleicht eher einem Dorf mit den niedrigen<br />

Gebäuden in allen denkbaren<br />

verwaschenen Ockertönen, den verwinkelten<br />

Gassen, dem malerischen<br />

Kopfsteinpflaster.<br />

Testaccio, entstanden an einem<br />

Hügel aus Scherben antiker Amphoren,<br />

kommt in der Gunst gleich danach.<br />

Es ist eine seltsam harmonische<br />

Mischung: Auf dem besten Markt Roms<br />

wird ausladend gestikuliert, nebenan<br />

Vatikanplatz<br />

„Zwei Dinge<br />

sind im Vatikan<br />

schwer zu<br />

bekommen:<br />

Ehrlichkeit<br />

und eine<br />

Tasse Kaffee“<br />

(Papst Johannes<br />

Paul I)<br />

liegt der Friedhof der Nichtkatholiken,<br />

ein Hort der Stille. Außerdem finden<br />

sich hier hippe Clubs wie das „Alibi“<br />

und moderne Kunst, Testaccio ist aber<br />

zugleich Heimat der Fans des AS Rom<br />

wie alter Werkstätten, in denen noch<br />

Fiat 500 repariert werden.<br />

Relativ neu auf der „In-Karte“ ist<br />

Monti. Der älteste Stadtteil Roms, früher<br />

Arbeiter- und Rotlichtviertel, liegt<br />

in Nähe des Kolosseums. Im Gewirr<br />

schmaler Straßen mit efeuumrankten<br />

Restaurants und Hipster-Barbieren, die<br />

„Machete“ heißen, verläuft das Leben<br />

aber deutlich entspannter. Langsamer.<br />

Letzter Zugang, etwas versteckt<br />

hinter der Station Termini und den<br />

Resten der alten Stadtmauer, ist San<br />

Lorenzo. Das heutige Studenten- und<br />

Künstlerviertel, früher Kampfgebiet<br />

der Eisenbahner gegen die Faschisten,<br />

erwacht erst abends zum Leben.<br />

Tagsüber trifft man hier eher Wallfahrende,<br />

die mehrfach veränderte<br />

Basilika San Lorenzo gehört zu den<br />

sieben Pilgerkirchen Roms.<br />

Dass viele öffentliche Uhren falsch<br />

gehen, passt da. Je nach Interpretation<br />

ist es Zeichen von Zeitlosigkeit – oder<br />

Schlampigkeit. Man kann es aber<br />

auch als Geschenk der Stadt verstehen,<br />

die einem einfach mehr magische<br />

Momente unterjubeln möchte.<br />

Die Zukunft<br />

„Rom steht vor einer Läuterung, einer<br />

Reinigung.“ Dieser Ansicht ist Luca<br />

Cordero di Montezemolo, 68, einst<br />

ein hoher Manager bei Ferrari und<br />

Fiat, dessen Auftrag es nun ist, die<br />

Olympischen Spiele 2024 in die Ewige<br />

Stadt zu holen. Deren Vergabe 2017<br />

begreift er als Motivation: „Erst räumt<br />

man auf, dann geht man zur Feier“,<br />

sagt er. „Aber ohne die Einladung zur<br />

Feier räumt man nie auf.“<br />

In der Tat gibt es Anzeichen, dass<br />

man sich in Rom nicht mehr nur auf<br />

die Strahlkraft als antike Supermacht<br />

verlässt. Kampf gegen die Korruption<br />

und faule Beamte. Erste Fahrpläne für<br />

Buslinien. Ein neuer Sicherheitschef,<br />

der wegen seiner Zähigkeit als culo di<br />

pietra, Steinarsch, bezeichnet wird.<br />

Hinzukommen die 300.000 Studenten<br />

und eine Start-up-Szene, die sich um<br />

Termini konzentriert.<br />

Am deutlichsten erkennbar aber<br />

ist der Wechsel in der Architektur.<br />

So wurde 2003 das Gotteshaus Dio<br />

Padre Misericordioso eingeweiht, ein<br />

stark stilisiertes Schiff mit drei Segeln.<br />

2005 kam eine Zweigstelle<br />

der Kapitolinischen<br />

Museen dazu,<br />

in einem ehemaligen<br />

Elektrizitätswerk, ein<br />

Nebeneinander von<br />

alten Marmorstatuen und ausgedienten<br />

Turbinen. Ein Jahr später war<br />

die Überdachung des Ara Parcis abgeschlossen,<br />

eines am Ufer des Tiber<br />

stehenden Altars aus dem Jahr 13 v.<br />

Chr.: Der asymmetrische Bau aus Glas,<br />

Stahl und Travertin erinnerte Kritiker<br />

an eine zu groß geratene Klimaanlage.<br />

Und seit 2010 ist im Norden der Stadt<br />

das MAXXI zugänglich, ein von dem<br />

Chinesen Hou Hanru geleitetes Museum<br />

für Gegenwartskunst, erbaut von<br />

der aus dem Irak stammenden britischen<br />

Stararchitektin Zaha Hadid.<br />

Das kurvig verknotete, in-, durchund<br />

übereinanderfließende Sichtbeton-Areal<br />

mit hellen Galerien und<br />

freischwebenden schwarzen Treppen<br />

ist zweierlei: erstens der Beweis,<br />

dass die Moderne nicht mehr hintenanstehen<br />

muss. Und zweitens ein klarer<br />

Kommentar zur Stadt.<br />

Colosseo<br />

Quadrato im<br />

Stadtteil EUR,<br />

mit seinen<br />

216 Rundbogenarkaden<br />

„Rom wollte<br />

immer<br />

herrschen“<br />

(Heinrich Heine)<br />

Zum Abschluss:<br />

Wer all diese Orte in chronologischer<br />

Reihenfolge abgehen und die Route<br />

auf einem Stadtplan skizzieren würde,<br />

könnte das Ergebnis vermutlich für<br />

die Sammlung „Die wirrsten Grafiken<br />

der Welt“ einreichen. Wurden eigentlich<br />

schon die Millionen von Stare im<br />

Winter erwähnt? Die Alleen mit ihren<br />

Platanen? Dieses einzigartig weiche,<br />

dabei strenge Licht?<br />

Vielleicht ist das Rom. Vielfältig<br />

verwirrend. Eine<br />

Stadt, die für Millionen<br />

von Toten ebenso<br />

verantwortlich ist<br />

wie für die Zivilisierung<br />

der Welt. Und<br />

deren Name, rückwärts gelesen, für<br />

die Liebe steht.<br />

Experten-Tipp<br />

Anne Schellenberg vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Jena<br />

über den antiken Hafen Roms<br />

Wer die Metro-Station Piramide betritt und nach rechts geht,<br />

findet dort einen putzigen Bahnhof, den Porta San Paolo.<br />

Von dort fährt ein Bummelzug knapp 30 Kilometer zur<br />

Mündung des Tiber – und erreicht eine ungewohnt schöne<br />

Aussicht: Ostia Antica, die frühere Hafenstadt Roms,<br />

heute eine Art zweites Pompeji. Um 800 n. Chr. vergessen,<br />

besticht die Stadt durch gut erhaltene Straßenzüge, die<br />

Neptun-Thermen mit großen Schwarz-Weiß-Mosaiken<br />

und einer Kasernenruine. Fährt man bis zur Station Ostia<br />

Lido Centro, kann man sogar Zeit am In-Strand (samt<br />

FKK-Bereich) von Capocotta verbringen.<br />

www.ostiaantica.beniculturali.it<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu Rom:<br />

bit.ly/23IxWSs<br />

Videotipp zu „Das erste Mal in Rom“:<br />

bit.ly/1nGal44<br />

Seite<br />

scannen,<br />

mehr<br />

erfahren<br />

Haus in<br />

Testaccio<br />

mit Wolfsgemälde<br />

„Kaum hatten<br />

Romulus<br />

und Remus<br />

entschieden,<br />

eine einzige<br />

Stadt zu<br />

erbauen, als<br />

sie schon<br />

wegen des<br />

Ortes in Streit<br />

gerieten“<br />

(Plutarch)<br />

18 2 / <strong>2016</strong><br />

2 / <strong>2016</strong> 19


Inspiration Rom<br />

Inspiration Rom<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

Anreise<br />

Von allen großen deutschen Städten<br />

wird Rom täglich über die Flughäfen<br />

Leonardo da Vinci (auch Fiumicino<br />

genannt) oder Ciampino angeflogen.<br />

Von beiden fahren Busse zum<br />

Hauptbahnhof Termini, von Leonardo<br />

da Vinci auch alle 30 Minuten der<br />

Leonardo-Express (Tickets 14 €, vor<br />

der Abfahrt unbedingt entwerten<br />

lassen). Die Anreise per Bahn über<br />

Nacht ist ab München denkbar.<br />

In Rom unterwegs<br />

Rom verfügt über zwei U-Bahn-<br />

Linien (Metro A, B) und ein dichtes<br />

Tram- und Bus-Netz. Das 24-Stunden-Ticket<br />

kostet 7 €, 48 Stunden<br />

12,50 €, 72 Stunden 18 €.<br />

Der Roma-Pass für 48 Stunden (28 €)<br />

oder 72 Stunden (36 €) lohnt: Neben<br />

dem Nahverkehr ist der Eintritt zur<br />

ersten Ausgrabungsstätte oder zum<br />

ersten Museum enthalten, für weitere<br />

gibt es Ermäßigungen. Zudem<br />

wird man oft vorgelassen. Bei der<br />

Rom – alles Wichtige auf einen Blick<br />

Expertin Anne Schellenberg vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Jena<br />

72-Stunden-Variante verdoppelt sich<br />

die Zahl der Gratis-Eintritte.<br />

Für das Erreichen vieler Sehenswürdigkeiten<br />

empfiehlt sich die Buslinie<br />

64. Für individuelle Stadtrundfahrten<br />

ist die Tram 3 (ggf. erweiterbar mit<br />

der Linie 19) ideal. Und: Nein, Sie<br />

wollen in Rom nicht Auto fahren.<br />

Rom erkundet man zu Fuß.<br />

Schlafen<br />

Der große Teil der Sehenswürdigkeiten<br />

liegt relativ zentral. Nicht alle<br />

Hotels in Bahnhofsnähe sind automatisch<br />

schäbig. Hier schläft es sich<br />

recht gut:<br />

Astoria Garden Schlicht, aber nett.<br />

Zentral, aber ruhig.<br />

DZ inkl. Frühstück ab 65 €, mit Gartenblick<br />

ab 75 €. Via Vittorio Bachelet,<br />

8 (ex Via Varese), Tel. +39 6 446 99<br />

08, www.hotelastoriagarden.it<br />

Retrome Colosseum Garden Im Stil<br />

der 50er und 60er, mit charmanter<br />

Schlampigkeit.<br />

DZ 80 bis 120 €. Via Marco Aurelio<br />

Pizza Pinsere<br />

unweit des<br />

Hauptbahnhofs<br />

Termini<br />

„Der Verstand<br />

sagt: Sport. Das<br />

Herz sagt: Pizza“<br />

(Graffiti)<br />

Piazza della<br />

Rotonda vor<br />

dem Pantheon<br />

„Bei Tisch wird<br />

man nicht alt“<br />

(Sprichwort)<br />

47, Tel. +39 6 70 49 54 71,<br />

www.retrome.net<br />

Campo de’ Fiori Historisch-romantisches<br />

Boutiquehotel mit Dachterrasse.<br />

DZ 90 bis 130 € inkl. Frühstück.<br />

Via del Biscione 6, Tel. +39 6 68 80<br />

68 65, www.hotelcampodefiori.com<br />

Essen und Trinken<br />

Pasta und Pizza gibt es an jeder Ecke,<br />

leider oft in einer Qualität, das man<br />

wünscht, man hätte ein Bund Basilikum<br />

dabei. Drei Restaurants, die<br />

Lust auf mehr machen:<br />

Pinsere Im Street-Food-Stil wechselnd<br />

ausgefallene Mini-Pizzen aus<br />

Bio-Mehl mit fluffig-knusprigem<br />

Boden, die bis zu 4,50 € kosten.<br />

Via Flavia 98,<br />

www.pinsereroma.com<br />

Ivo a Trastevere Seit mehr als 40<br />

Jahren sehr laut, sehr beliebt und<br />

sehr lecker. Penne mit Lachs 9 €,<br />

Pizza zwischen 7,50 und 9 €.<br />

Via di S. Francesco a Ripa 158<br />

Da Franco Ar Vicoletto Verstecktes<br />

Fischrestaurant im In-Viertel San Lorenzo,<br />

in dem man aus gutem Grund<br />

nur die Zahl der Gänge wählen kann.<br />

Drei-Gänge-Menü mit Wein für 20 €.<br />

Via dei Falisci 1/b, Mo. geschlossen<br />

Empfehlenswert sind etwa vier Stunden<br />

lange geführte Touren durch die<br />

Viertel Trastevere oder Testaccio, bei<br />

denen mehr als zehn Speisen und<br />

Weine probiert werden können. Pro<br />

Person 88 €.<br />

www.eatingitalyfoodtours.com<br />

Rom und Gelatti pflegen eine coole<br />

Affäre. Ausgefallene Sorten wie<br />

Schokolade mit Rotwein, Ananas-<br />

Ingwer, Lakritz oder karamellisierte<br />

Birne gibt es bei<br />

Gelateria del Teatro<br />

Via die Cortonari 65/66 (man muss<br />

wie bei einer Behörde Nummern<br />

ziehen)<br />

Fatamorgana<br />

Piazza degli Zingari 5 (und sechs<br />

weitere Filialen im Stadtgebiet)<br />

FOTO: GETTY IMAGES (5), HELMUT ZIEGLER (5), SHUTTERSTOCK, THEFLYINGDUTCHMAN, PR (4); KARTE: MAPS4NEWS.COM/©HERE<br />

Wo Sünden vergeben werden und es Rotwein-Eis gibt<br />

5<br />

7<br />

Rom liegt in etwa<br />

mittig in Italien<br />

Unbedingt machen<br />

Sie waren noch nie in Rom? Sie haben<br />

viel vor. In alphabetischer Reihenfolge:<br />

1 Castel Sant’ Angelo, 2<br />

Forum Romanum, 3 Kolosseum, 4<br />

Pantheon, 5 Petersdom, 6 Piazza<br />

del Populo, 7 Sixtinische Kapelle,<br />

8 Spanische Treppe, den 9 Trevi-<br />

Brunnen, den 10 Park Villa Borghese<br />

und und und …<br />

Sie waren schon einmal in Rom? Sie<br />

können entspannen. Einfach durch<br />

die verwinkelten Gassen hinter der<br />

11 Piazza Navona schlendern, das<br />

Museum MAXXI besuchen, die<br />

perspektivischen Fresken in der 12<br />

Kirche Sant’ Ignatio bestaunen, linksrechts-wieder-links-wieder-rechts<br />

abbiegen<br />

und das Leben anschauen …<br />

Was jeder machen sollte: Postkarten<br />

vom Vatikan aus versenden. Zum<br />

einen ist die Auswahl an schönen Briefmarken<br />

sehr groß, zum zweiten ist der<br />

Versand über die Schweizer Post sehr<br />

zuverlässig. Und wer den Petersdom<br />

aus überraschender Perspektive sehen<br />

möchte: das Schlüsselloch der Kirche<br />

Santa Maria del Priorato auf dem<br />

Hügel Aventin ist einen Blick wert.<br />

1<br />

6<br />

4 11 12<br />

Besser nicht<br />

Ungeduldig werden. Rom hat knapp<br />

drei Millionen Einwohner, aber rund<br />

16 Millionen Touristen jährlich, da<br />

kommt es automatisch zu Warteschlangen.<br />

Sonntags, wenn der<br />

Eintritt zu den Museen des Vatikans<br />

und damit zur Sixtinischen Kapelle<br />

kostenlos ist, können die zwei, drei<br />

Kilometer lang werden.<br />

Sicherheit<br />

Wo viele Touristen sind, sind viele<br />

Taschendiebe. Sie sind nicht gottesfürchtig,<br />

man sollte auch im Vatikan<br />

achtsam sein. Insofern ist Rom mit<br />

Berlin vergleichbar.<br />

Zudem hat der„Islamische Staat“<br />

mehrfach die Eroberung Roms angekündigt.<br />

Wüste Rhetorik? Oder ist<br />

Ost-Rom zu Zeiten Mohammeds gemeint,<br />

also Konstantinopel, das heutige<br />

Istanbul? Die Carabinieri haben<br />

jedenfalls ihre Präsenz an zentralen<br />

Stellen und im Nahverkehr massiv<br />

verstärkt. Insofern ist Rom mit Jerusalem<br />

vergleichbar.<br />

8<br />

9<br />

10<br />

2<br />

3<br />

Protestantischer<br />

Friedhof im<br />

Viertel Testaccio<br />

„Eine Krise<br />

besteht darin,<br />

dass das Alte<br />

stirbt und das<br />

Neue nicht<br />

geboren werden<br />

kann“ (Antonio<br />

Gramsci, dort<br />

begraben)<br />

Internet<br />

Erste Anlaufstelle: die Plattform<br />

„Roma antiqua“ informiert kenntnisreich<br />

und aktuell.<br />

www.roma-antiqua.de<br />

Wer sich für das Zentrum der Historie,<br />

das Forum Romanum, begeistert:<br />

www.digitales-forum-romanum.de.<br />

Literatur<br />

150 m<br />

Helmut Krausser war im November<br />

1998 literarischer Stipendiat in der<br />

Villa Massimo in Rom – und sein<br />

Tagebuch aus dieser Zeit ist wie<br />

die Stadt auch: etwas selbstgefällig,<br />

etwas ausladend, aber immer<br />

großartig und auf den Punkt.<br />

Belleville, 140 Seiten, ca. 7,50 € (antiquarisch)<br />

Robert Harris’ historischer Roman<br />

„Dictator“ dreht sich um Cicero<br />

und Caesar, den Untergang der<br />

Römischen Republik und zeitlose<br />

Themen wie die Frage, ob sich politische<br />

Freiheit gegen Machthunger<br />

und Korruption schützen lässt.<br />

Heyne, 528 Seiten, 22,99 €<br />

20 2 / <strong>2016</strong><br />

2 / <strong>2016</strong> 21


Inspiration Fünf Mal ...<br />

Fünf Mal ... Inspiration<br />

Kultur<br />

KIRCHLICHE KRIMIS<br />

Mein Gott: Römische Eroberer, mittelalterliche<br />

Händler und das Konzil vor 600 Jahren haben<br />

Spuren hinterlassen. Man kann sie sehen: im<br />

gotischen Münster Unserer Lieben Frau, im<br />

Kloster Zoffingen, dem Konzilgebäude oder der<br />

Dreifaltigkeitskirche. Man kann von ihnen auch<br />

lesen: Die in Konstanz lebende Monika Küble hat<br />

mit „In nomine diaboli“ (Gmeiner, 788 Seiten,<br />

12,99 €) einen Krimi veröffentlicht, der von drei<br />

zugleich herrschenden Päpsten erzählt. Diese<br />

Spaltung sollte das Konzil überwinden. Das<br />

Weltereignis lockt den Sekretär des Heiligen<br />

Vaters mit unheiligen Absichten, einen Bäcker<br />

zwischen zwei Frauen – und einen Serienmörder.<br />

Wer historisch noch weiter zurück möchte:<br />

Pfahlbausiedlungen aus der Bronzezeit werden in<br />

Unteruhldingen – per Fähre bequem erreichbar –<br />

wieder lebendig.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.pfahlbauten.de<br />

Wasser marsch!<br />

RHEINFALL<br />

Nassgemacht! Den Bodensee, der auf insgesamt 540 Quadratkilometern<br />

eigentlich aus zwei Seen und dem sie verbindenden<br />

Seerhein besteht, erfährt man am besten per Schiff. Wer das<br />

selbst tun möchte: Auf dem See gilt eine spezielle Schifffahrtsordnung,<br />

die von der deutschen, der österreichischen wie der<br />

Schweizer Seepolizei überwacht wird. Das umfangreiche Liniennetz<br />

der Bodenseeschifffahrt, umgangssprachlich als „Weiße<br />

Flotte“ bezeichnet, endet allerdings in Schaffhausen, denn der<br />

imposante Rheinfall, der größte Wasserfall Europas, bleibt für<br />

alle Schiffe unpassierbar: Über eine Breite von 150 Metern stürzen<br />

locker 250.000 Liter Wasser pro Sekunde hinunter. Am eindrücklichsten<br />

erlebt man die ganze Wucht dieses Schauspiels vom Rheinfallfelsen<br />

aus, auch eine Rundfahrt im Schweizer Becken ist<br />

möglich. Wer im See schwimmen oder tauchen will, sei gewarnt:<br />

Der Bodensee gilt für beide Sportarten als anspruchsvoll.<br />

Weitere Informationen zum Rheinfall:<br />

www.bodensee.de/ausflugsziele/natur/rheinfall-schaffhausen/<br />

5Empfohlen von Oliver Graf<br />

aus dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Ravensburg<br />

-mal ...<br />

Konstanz<br />

Ab diesem Jahr wird die Bodensee-Region<br />

kein „Tatort“ mehr sein. Ein <strong>Urlaub</strong>sort<br />

aber bleibt sie – und was für einer. Schließlich<br />

heißt einer der Stadtteile von Konstanz<br />

gleich mal vorpreschend Paradies …<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu Konstanz:<br />

bit.ly/1PgmkMP<br />

Imagefilm der Stadt Konstanz:<br />

bit.ly/1mcw4j0<br />

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FOTO: GETTY IMAGES (2), SHUTTERSTOCK (4),<br />

THINKSTOCK, ACHIM MENDE, PR<br />

Sightseeing<br />

FLORENTINISCHES FLAIR<br />

Ja, sind wir denn schon in Italien? In Laufweite vom Konstanzer Zentrum liegen Hauptbahnhof und<br />

Hafen. Klingt wenig spektakulär, besticht aber durch südliche Grandezza. Der 1863 im Renaissance-<br />

Stil erbaute Hauptbahnhof möchte mit seinem schlanken, 39 Meter hohen Uhrturm gern dem Palazzo<br />

Vecchio in Florenz Konkurrenz machen. Und am pittoresken Hafen präsentiert sich die verlockend derbe<br />

Betonstatue der „Imperia“, Stellvertreterin all jener Kurtisanen, die sich im Gefolge der Geistlichkeit<br />

während des Konzils hier niedergelassen haben sollen. Ihr huldigen heute die „Seehasen“ der Universitätsstadt,<br />

die abends lässig an der Promenade auflaufen.<br />

Ausflug<br />

INSEL MAINAU<br />

Flower-Power: Auf der tropfenförmigen Insel leben keine<br />

200 Menschen. Aber – verstreut über mehrere Gärten – 250<br />

verschiedene Baum- und Gehölzarten aus aller Welt. Mehr als<br />

700 unterschiedliche Stauden. 20 verschiedene Palmensorten.<br />

Und im <strong>März</strong> jeden Jahres werden etwa 3000 Orchideen präsentiert.<br />

Wie überhaupt im Frühling zahlreiche Schneeglöckchen,<br />

Krokusse, Narzissen, Hyazinthen und Tulpen zu sehen sind, ein<br />

Farbtupfer mitten im Bodensee. Im Herbst hingegen erblüht der<br />

Dahlienhügel mit 12.000 Pflanzen in knalliger Pracht. Ach ja,<br />

andere Bewohner gibt es auch: Im Schmetterlingshaus treffen<br />

Besucher bei 26 Grad und rund 80 Prozent Luftfeuchtigkeit in<br />

tropisch anmutender Umgebung auf 700 bis 1000 bunte Falter.<br />

Ganzjährig von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet.<br />

Eintritt 19 Euro, Schüler ab 13 Jahren und Studenten 11 Euro.<br />

Hoher Genuss<br />

DIE NIEDERBURG<br />

Unterschätztes Viertel: Die Niederburg, die Keimzelle von<br />

Konstanz, blüht ein wenig im Verborgenen, obwohl sie auf jedem<br />

Meter Geschichte atmet. Wer will, findet in dem früheren Arbeiterund<br />

Handwerkerviertel verwinkelte, zum Rhein strebende Gassen,<br />

uralte Häuser mit merkwürdigen Namen und geheimnisvolle<br />

Höfe, aber auch kleine individuelle Geschäfte und Weinstuben.<br />

Ab April: „Gassenfreitage“. Jeden zweiten Freitag<br />

im Monat sind alle Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet.<br />

2 / <strong>2016</strong> 23


Entlang der Endlospiste<br />

Ruta 40 Inspiration<br />

Die legendäre Ruta 40 durchquert Argentinien von Nord nach Süd.<br />

Sie ist mal geteert, mal purer Schotter, hier staubig heiß, dort eisig kalt.<br />

Unsere Autorin fuhr auf der Fernstraße der Abenteuer<br />

Text Karen Naundorf<br />

Strecke machen<br />

Die Ruta 40 ist etwa<br />

5000 Kilometer lang<br />

und kreuzt dabei<br />

30 Breitengrade<br />

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24 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 25


Inspiration Ruta 40<br />

Ruta 40 Inspiration<br />

Welt zwischen Feuer und Eis Der steile Anstieg zur Laguna de los Tres lohnt sich<br />

Tango auf vier Reifen Gebirgspass Abra del Acay<br />

Freilaufende Lamas Im Hochland der Anden leben mehr Kameltiere als Menschen<br />

Diese Wolken, dieses<br />

Weiß der Salzseen, diese<br />

klare Luft“, sagt der<br />

Autovermieter schwärmerisch.<br />

„Ach, es ist<br />

wunderschön da. Nehmt ihr mich<br />

mit?“ Grundsätzlich hätten wir nichts<br />

gegen Gesellschaft. Leider haben wir<br />

keine Zeit den gewünschten Umweg<br />

für den argentinischen Autovermieter<br />

einzugehen. Er würde uns zu weit vom<br />

Weg abbringen. Und so bleibt Pepe<br />

im Tal, in der Provinzhauptstadt Salta,<br />

in Nordwestargentinien.<br />

Und wir fahren in Richtung La Quiaca,<br />

an die bolivianische Grenze. Dort<br />

beginnt die legendäre Ruta 40. Sie führt<br />

bis nach Patagonien: 5000 Kilometer<br />

ohne Grenzkontrollen, eine Strecke weiter<br />

als von Lissabon nach Moskau. Wer<br />

dieser Straße folgt, durchquert 14 Nationalparks,<br />

elf Provinzen, fährt an 13 Skigebieten<br />

vorbei, überquert 236 Brücken.<br />

Die Ruta 40 ist geteerte Straße, sandige<br />

Piste, steiniger Feldweg, sie führt durch<br />

Steppe, Wüste, Berge und Eis, sie zieht<br />

sich ewig gerade, windet sich in engen<br />

Serpentinen, ist mal Idylle, mal endloses<br />

Nichts – je nachdem, in welcher Provinz<br />

man sich gerade befindet.<br />

Die Nationalstraße 40 wurde im<br />

Jahr 1935 abgesteckt, ihre Kilometer<br />

von der Stadt Mendoza aus gezählt:<br />

1551 nach Norden, 3115 nach Süden.<br />

Doch inzwischen haben die Tourismusbehörden<br />

spitzgekriegt, dass die „Straße<br />

gewordene Quälerei“ nicht nur Automobilherstellern<br />

als Teststrecke dient,<br />

sondern auch Abenteuerurlauber anzieht.<br />

Seither wird anders gezählt: Jetzt<br />

liegt Kilometer null werbewirksam in<br />

Cabo Vírgenes in Patagonien – und im<br />

Norden geht die Strecke nicht mehr nur<br />

bis nach Abra Pampa, sondern bis an<br />

die bolivianische Grenze.<br />

Wer dort startet, fährt zunächst<br />

durch eine windgepeitschte Hartgrassteppe,<br />

die Puna. Anschließend<br />

zu Kakteenwäldern und Gesteinsformationen<br />

in tausend Farben. Die<br />

Sie befinden<br />

sich hier<br />

Straßenschild<br />

für die Ruta 40<br />

Legende besagt, dass Gott hier sämtliche<br />

Farbtöne fand, mit denen er später<br />

die Welt kolorierte. Weiter im Süden<br />

führt die Ruta 40 dann zu den Weinanbaugebieten<br />

und Skipisten in Mendoza.<br />

Und schließlich nach Patagonien, zum<br />

Nationalpark Los Glaciares mit dem<br />

kalbenden Perito-Moreno-Gletscher.<br />

Doch bis Patagonien liegen noch<br />

einige Abenteuer vor uns. Zunächst<br />

müssen wir durchs Andenhochland.<br />

Auch wenn wir froh sind, dass Pepe<br />

nicht eingestiegen ist, lieben wir ihn<br />

– und zwar für den Vierradantrieb<br />

seines weißen Pick-ups, der uns nie<br />

im Stich lässt. Auch nicht an Steilhängen<br />

mit Geröll oder in der Einöde<br />

des Hochlandes. In der mehr Lamas<br />

als Menschen wohnen, wo es mehr<br />

mannshohe Kandelaberkakteen gibt<br />

als Bäume. Die Ureinwohner gaben<br />

ihnen den Namen cardones, Wächter.<br />

Auch hier gibt es eine Legende: Jeder<br />

Kaktus soll ein Verstorbener sein, der<br />

über das Hochland wacht. Wenn ihr<br />

Tag gekommen ist, werden die Toten<br />

erwachen und jenes Blutbad rächen,<br />

das die Konquistadoren aus Spanien<br />

hier verbrochen haben.<br />

Die Schotterpiste der Puna ist gut<br />

gepflegt, eine wahre Andenautobahn<br />

– wären da nicht die Lamas, welche<br />

die Straße immer dann überqueren,<br />

wenn wir gerade Fahrt aufgenommen<br />

haben. Drei Millionen Lamas soll es<br />

einst im Norden Argentiniens gegeben<br />

haben. Die Spanier brachten<br />

Esel, Pferde, Kühe und Ziegen mit,<br />

dabei sind Lamas perfekt für steile<br />

Hänge: Ihre schmalen, leichten Hufe<br />

richten keinen Schaden an, und sie<br />

beißen Grasbüschel ab, statt sie auszureißen.<br />

Deshalb geht der Trend wieder<br />

zu den Kameltieren, um die Bodenerosion<br />

zu stoppen. Ihre Wolle ist zudem<br />

weich, das Fleisch gilt als Delikatesse.<br />

Die Lamaherden sind die einzige<br />

Abwechslung auf der windigen Strecke,<br />

abgesehen von Friedhöfen, die meist<br />

auf Hügeln liegen. Die Toten sollen es<br />

nicht weit haben bis in den Himmel.<br />

Die Lebenden in der Puna sind eher<br />

schüchtern, wenn sie ausländischen<br />

Besuchern begegnen. Aber eine Reise<br />

auf einer verlassenen Straße verbindet:<br />

Doña Cecilia und ihren Kindern ist<br />

der Sprit ausgegangen. Sie winken und<br />

wir nehmen den 15-jährigen Pedro mit<br />

nach Abra Pampa, er soll in der mit<br />

10.000 Einwohnern größten Stadt der<br />

Region Benzin besorgen.<br />

Pedro will Anwalt werden. Vor<br />

wenigen Jahren wäre ein Studium<br />

hier noch undenkbar gewesen, doch<br />

seit Kurzem gibt es eine Zweigstelle<br />

der Universität von Buenos Aires in<br />

Abra Pampa. „Jetzt müssen wir nicht<br />

mehr weggehen, um zu lernen“, sagt<br />

der Junge stolz. Als wir ihm gestehen,<br />

dass es in unserer Heimat keine Lamas<br />

gibt, bedauert er uns.<br />

In einem einfachen Hotel in der<br />

Nähe der Salzseen von Salinas Grandes<br />

treffen wir Jorge und Orlando bei einem<br />

Schnitzel mit Pommes. Die beiden<br />

Experten-Tipp<br />

Stephanie Rau vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in München<br />

über Argentiniens Zentrum Buenos Aires<br />

Buenos Aires, der Ort, an dem fast alle ankommen,<br />

wirkt auf den ersten Blick sehr europäisch. Man spricht<br />

spanisch, in der Altstadt sind ganze Straßenzüge denen<br />

in Paris nachgebaut, fast jeder Einwohner hat europäische<br />

Wurzeln. Aber dann blitzt das südamerikanische<br />

Erbe immer wieder durch, bei bunten Kissenbezügen, in<br />

den Empanadas, den gefüllten Teigtaschen, und einfach<br />

in der Lebensfreude der Menschen. Ich empfehle den<br />

prächtigen Friedhof La Recoleta, ein kleines Dorf für<br />

sich. Den vielschichtigen, modernen und toll unübersichtlichen<br />

Stadtteil Palermo. Und – natürlich kein<br />

Geheimtipp, aber ein Muss – San Telmo. Hier lebt die<br />

Jahrhundertwende und der allgegenwärtige Tango.<br />

Darf ich bitten?<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu Argentinien:<br />

bit.ly/1o5nxzZ<br />

Videotipp zur „Ruta 40“:<br />

bit.ly/1o5nmVh<br />

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26 2 / <strong>2016</strong><br />

2 / <strong>2016</strong> 27


Inspiration Ruta 40<br />

gibt keine Dörfer und keine Infrastruktur.<br />

Entweder ist die Payunia über<br />

Schotterpisten mit dem eigenen Wagen<br />

zu durchqueren – oder, in unserem<br />

Fall, im Rahmen einer organisierten<br />

Tour. Leider. Das Zusammentreffen<br />

eines großen Hasens mit dem Kühler<br />

unseres Autos war für beide Seiten sehr<br />

unerfreulich. Und der Kfz-Mechaniker<br />

im nächstgelegenen Ort nicht in<br />

der Lage, schnell genug geeignete<br />

Ersatzteile zu besorgen.<br />

40 Tage für die Ruta 40 so lautet<br />

die Faustregel. Natürlich kann<br />

man hektisch durchheizen, aber viele<br />

der Nationalparks liegen nicht direkt<br />

an der Strecke, man sollte Zeit für Abstecher<br />

im eigenen Zelt mitbringen.<br />

„So viel <strong>Urlaub</strong> habe ich nicht!“,<br />

mag mancher sagen. Vielleicht tröstet<br />

es zu wissen, dass ich die Ruta aus<br />

diesem Grund in Teilstrecken gefahren<br />

bin, das Mosaik über Jahre hinweg<br />

zusammengesetzt habe. Zuerst den<br />

Norden. Dann Catamarca und Cuyo.<br />

Zuletzt Patagonien.<br />

Dort ist der Wind der ständige Begleiter.<br />

Die Monotonie der Landschaft<br />

hat etwas Magisches – wenn man sie<br />

erträgt. Tagelang kaum ein Auto, dafür<br />

viel Staub und ab und zu ein Schild, auf<br />

das geschossen wurde. Mit etwas Glück<br />

sieht man mal ein Guanako, einen<br />

wildlebenden Verwandten der Lamas.<br />

Diese Einsamkeit passte den Bankund<br />

Zugräubern Butch Cassidy und<br />

Nationalgericht<br />

Empanadas<br />

Mit Fleisch,<br />

Fisch oder<br />

Gemüse<br />

gefüllte<br />

Teigtaschen<br />

Sundance Kid gut in den Kram, als<br />

sie sich vor mehr als 100 Jahren in<br />

Cholila niederließen.<br />

Doch nach der Stille kommt der<br />

Schock in El Calafate, kurz vor Ende<br />

der Reise: Die Tourismusmaschinerie<br />

um den Perito-Moreno-Gletscher hat<br />

die Gegend in den letzten 20 Jahren<br />

völlig verändert. Überall Hotels,<br />

Restaurants, Touranbieter. Der<br />

kalbende Gletscher ist trotzdem<br />

Pflichtprogramm: Mit großem<br />

Getöse stürzen alle paar Minuten<br />

Eismassen in den Lago Argentino.<br />

Eine Gletscherwanderung mit Steigeisen<br />

ist eines der großartigsten Erlebnisse<br />

auf der gesamten Reise.<br />

Inzwischen bin ich fast die gesamte<br />

Andenkette auf der cuarenta entlanggefahren,<br />

habe dabei 30 Breitengrade<br />

überquert. Nur der Abra del Acay,<br />

mit 4895 Metern der höchste Pass,<br />

fehlt mir noch. Und der Endpunkt,<br />

Cabo Vírgenes.<br />

Eigentlich könnte ich zufrieden<br />

sein. Aber der Traum ist noch immer<br />

da: einmal die gesamte Strecke fahren.<br />

In Ruhe, am Stück, von Anfang bis<br />

Ende. Meine Freundin aus Hamburg<br />

will mitfahren, sie drängelt schon. Zu<br />

Recht: Leider glauben die Tourismusbehörden<br />

Argentiniens, dass die Ruta<br />

40 für Besucher attraktiver wird, wenn<br />

sie eines Tages durchasphaltiert ist.<br />

Wer noch ein echtes Abenteuer erleben<br />

möchte, sollte sich also beeilen.<br />

Kalbende Gletscher Eismassen vor dem Lago Argentino in Bewegung (l.), Autorin Karen Naundorf<br />

Angebote<br />

Buenos Aires I<br />

Rochester M<br />

Stylish und farbenfroh inszeniertes<br />

Vier-Sterne-Hotel mit Restaurant und<br />

Wellness-Bereich. Vom Hafen etwa<br />

2,5 Kilometer entfernt, zum Museo<br />

Evita sind es fünf Kilometer.<br />

ab 34 € / Übernachtung p. P. im<br />

DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: ITS<br />

Buenos Aires II<br />

Sheraton<br />

Zentral gelegenes, edles Haus mit<br />

Spa, Pool, Tennisplätzen und 24 Stockwerken.<br />

Von oben hat man einen<br />

fantastischen Blick auf Buenos Aires<br />

und den Río de la Plata.<br />

ab 83 € / Übernachtung p. P. im<br />

DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: TUI<br />

Reife Ernte Arbeiterinnen lesen Trauben in Mendoza, dem führenden Weinanbaugebiet Argentiniens<br />

Männer mit von der Sonne gegerbter<br />

Gesichtshaut sind seit Jahrzehnten im<br />

Blaumann für die örtliche Stromfirma<br />

unterwegs. Fällt ein Generator aus,<br />

schlägt ein Blitz in einen Strommast<br />

ein – sie sind zur Stelle. „Es ist herrlich<br />

hier“, sagt Jorge. „Aber es passieren<br />

auch rätselhafte Dinge.“ Er habe es<br />

selbst beobachtet: Es gebe in der Puna<br />

schwarze Löcher. „Da laufen Esel und<br />

Lamas hinein, und man weiß nicht,<br />

ob sie jemals wiederkommen.“ Auch<br />

einen Satelliten habe er schon vom<br />

Himmel fallen sehen: „Er fiel als leuch-<br />

70 Prozent<br />

Fast drei<br />

Viertel des<br />

argentinischen<br />

Weins<br />

stammen aus<br />

Mendoza<br />

tender Punkt und am nächsten Tag kam<br />

die Polizei und sperrte das Gebiet ab.“<br />

In den Valles Calchaquíes ist Cachi<br />

dann nach etwa 800 Kilometern der<br />

perfekte Ort zum Ausspannen. Die<br />

verschneiten Gipfel der Anden sind<br />

in Sichtweite, aber im Tal ist es warm.<br />

Es ist eine Erholung für die Augen, das<br />

frische Grün der Bäume und Felder zu<br />

sehen. Schnell gewinnt man Freunde in<br />

dem Dorf, in dem es eine kleine Kirche<br />

gibt, in der die Zeit stehen geblieben zu<br />

sein scheint: Sie ist mit Kaktusholz ausgekleidet,<br />

der Priester fährt mit Fahrrad<br />

und Megafon durchs Dorf, um den<br />

nächsten Gottesdienst anzukündigen.<br />

Nach weiteren 800 Kilometern, in<br />

Mendoza, ist die Ruta sehr viel besser<br />

ausgebaut, zumeist asphaltiert. Wir<br />

haben die Wahl zwischen regionalen<br />

Weinproben oder Rafting-Touren und<br />

machen natürlich beides.<br />

Im Süden der Provinz lädt dann<br />

La Payunia zu einer Fotosafari ein:<br />

ein Vulkankegel neben dem anderen,<br />

schwarzes Geröll, erkaltete Lava, nichts<br />

bewegt sich – manche nennen die karge,<br />

stille Gegend die Schwarze Wüste. Es<br />

Ruta 40<br />

Große Mietwagentour<br />

Von Nord nach Süd, das volle<br />

Programm: unendliche Weiten,<br />

majestätische Gletscher, heiße<br />

Vulkane, Bootstouren und und und …<br />

und ein Abstecher nach Chile.<br />

ab 2440 € / 13 Tage / p. P. in<br />

Mittelklassehotels inkl. Mietwagen und<br />

Versicherung (mit SB) / Eigenanreise<br />

Veranstalter: Miller<br />

28 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 29<br />

Änderungen vorbehalten


Inspiration Ruta 40<br />

Ruta 40 Inspiration<br />

Argentinien – alles Wichtige auf einen Blick<br />

Ruta 40: Das Beste von Norden nach Süden<br />

<strong>Urlaub</strong> Expertin Stephanie Rau vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in München<br />

Salinas Grandes<br />

30 Zentimeter<br />

dicke Salzschicht<br />

Anreise<br />

Startpunkt für die Ruta 40 ist entweder<br />

der Nordwesten Argentiniens<br />

oder die Südgrenze zu Patagonien.<br />

Am besten fliegt man von Buenos<br />

Aires aus: Im Norden haben San<br />

Salvador de Jujuy und das schönere<br />

Salta Flughäfen, letztere Stadt mit<br />

mehr Mietwagenoptionen. Im Süden<br />

liegt Río Gallegos dem „offiziellen“<br />

Ende der Ruta 40 in Cabo Vírgenes<br />

am nächsten. Wer die Strecke um<br />

Feuerland erweitert, nimmt Ushuaia<br />

als Start- oder Endpunkt.<br />

Zeitplanung<br />

„40 días para la 40“, 40 Tage für die<br />

Ruta 40 – so lautet die Faustregel.<br />

Viele Nationalparks und Naturschönheiten<br />

liegen nicht direkt an der Ruta.<br />

Planen Sie Zeit für Abstecher ein.<br />

Reisezeit<br />

Süden und Mitte des Landes sollte<br />

man zwischen Oktober und <strong>März</strong><br />

durchqueren, der patagonische<br />

Winter ist streng. Für den Norden<br />

Argentiniens ist die Zeit von <strong>März</strong><br />

bis November geeignet: In Sommermonaten<br />

besteht die Gefahr, dass<br />

Teile der Strecke durch Regenfälle<br />

weggeschwemmt werden.<br />

Geld<br />

Verwechslungsgefahr: Der argentinische<br />

Peso wird mit einem $ bezeichnet<br />

– US-Dollar heißen USD oder US$.<br />

Motorisierung<br />

Der Großteil der Strecke ist normal<br />

befahrbar – auf manchen Abschnitten<br />

hat man ohne Vierradantrieb<br />

aber keine Chance. Einwegmieten<br />

sind sehr teuer. Den Wagen vor der<br />

Reise gut checken: Einen Kfz-Mechaniker<br />

zu finden, kommt in einigen<br />

Regionen einem Lottogewinn gleich!<br />

Zudem sollte man immer im Blick<br />

haben, wo die nächste Tankstelle<br />

ist. Vor Ort sollte man eine aktuelle<br />

Straßenkarte kaufen, z. B. die „Guía<br />

YPF“, um offline informiert zu sein.<br />

Der Abra del Acay mit 4895 Metern<br />

Höhe zwischen La Poma und San<br />

Antonio de los Cobres ist einer der<br />

höchsten befahrbaren Pässe der<br />

Welt – hier vor Abfahrt erkundigen,<br />

ob die Überquerung möglich ist.<br />

Hotel-Tipps<br />

Cachi Das El Cortijo ist ein stilecht<br />

renovierter Altbau mit schönem<br />

Hinterhof. Die Zimmer sind klein,<br />

aber historisch eingerichtet, am<br />

besten ist die „Master Suite“.<br />

Kompakte<br />

Information<br />

Baedecker zu<br />

Argentinien von<br />

„<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong>“-<br />

Autorin Karen<br />

Naundorf: 570<br />

Seiten, 27,99 €<br />

Im <strong>ADAC</strong> Shop<br />

erhältlich<br />

bit.ly/2062mtt<br />

DZ 70 bis 95 € je nach Zimmertyp.<br />

Calle Automóvil Club s/n, Tel. +54 38<br />

68 - 49 10 34, www.elcortijohotel.com<br />

Pino Hachado Ein kleines familiäres<br />

Paradies ist das Horses & Huskys mit<br />

Holzhütten, Pferden und umgeben<br />

von Araukarien. Nicht direkt an der<br />

Ruta, aber ein lohnender Abstecher.<br />

Kleine Hütte ab 75 €.<br />

Tel. +54 9 29 42 -15 50 68 27,<br />

www.pasopinohachado.com.ar<br />

Villa la Angostura Im La Escondida<br />

fühlt es sich an, als gäbe es keine<br />

Nachbarn: Alle Zimmer bieten Blick<br />

auf den See Nahuel Huapi. Beheiztes<br />

Schwimmbad im Garten und Gourmet-Restaurant<br />

– ein bisschen Luxus.<br />

DZ um 200 € inkl. Sauna.<br />

Puerto Manzano, Tel. +54 29 44 82 61 10,<br />

www.hosterialaescondida.com.ar<br />

Gut zu wissen<br />

Es gibt verschiedene Steckdosentypen<br />

im Land. Am besten ist immer<br />

ein Adapter zur Hand zu haben.<br />

Bergtouren<br />

El Chaltén ist die Trekking-Hauptstadt<br />

Argentiniens. Möglich sind kurze<br />

und längere Touren zum Fitz-Roy-<br />

Massiv (Besteigung nur für Profis).<br />

Am Perito-Moreno-Gletscher kann<br />

man tonnenschwere Eisbrocken in<br />

den Lago Argentino stürzen sehen.<br />

Internet<br />

www.ruta40.gob.ar<br />

Website zur Vorbereitung mit groben<br />

Karten. Bei „Get Info“ klicken – dann<br />

werden Allradempfehlung, Nationalparks<br />

oder Tankstellen angezeigt.<br />

www.vialidad.gov.ar<br />

Informationen über den Straßenzustand,<br />

allerdings auf Spanisch.<br />

Auf „Partes de Ruta“ klicken, dann<br />

Region und Nummer der gesuchten<br />

Straße (RN 40) auswählen.<br />

FOTO: STOCKSY (4), GETTY IMAGES (5), SHUTTERSTOCK (2), STEPHANIE FUESSENICH, PR (5); KARTE: MAPS4NEWS.COM/©HERE<br />

9<br />

10<br />

8<br />

1<br />

2<br />

4<br />

6<br />

5<br />

7<br />

3<br />

Argentinien liegt im<br />

äußersten Süden<br />

von Südamerika<br />

Ruta 40<br />

200 km<br />

Literatur-Tipp<br />

Don’t cry for<br />

me, Argentina<br />

– Biografie der<br />

Legende Eva<br />

Perón von<br />

Ursula Prutsch,<br />

C. H. Beck<br />

251 Seiten,<br />

16,95 €<br />

Nicht versäumen<br />

1 Salinas Grandes Bei Susques auf<br />

die RN 52 abbiegen. Ein Abstecher<br />

zum farbigen Berg Cerro de los Siete<br />

Colores und zur Schlucht Quebrada<br />

de Humahuaca lohnt sich.<br />

2 Viadukt La Polvorilla Wer bei San<br />

Antonio de los Cobres den „Zug zu<br />

den Wolken“ auf dem 67 Meter hohen<br />

Viadukt sieht, dem wird schwindlig.<br />

3 Quebrada de las Flechas Bei der<br />

Fahrt durch die außerirdisch wirkende<br />

Tälerkette Valles Calchaquíes<br />

überraschen die Gesteinsformationen<br />

der Quebrada de las Flechas.<br />

4 Quilmes-Ruinen Ein magischer<br />

und trauriger Ort: 130 Jahre lang leisteten<br />

Quilmes-Indianer spanischen<br />

Konquistadoren Widerstand. Am<br />

Ende überlebten nur 400 Bewohner.<br />

Übernachtung am besten in Amaicha.<br />

5 Nationalpark Ischigualasto Eine<br />

einzigartige Mondlandschaft bei Villa<br />

Unión. Für die Touren werden Autokarawanen<br />

gebildet, besonders eindrucksvoll<br />

bei Vollmond. Formationen<br />

wie das „U-Boot“ oder die „Verlassene<br />

Kirche“ entstanden durch Erosion.<br />

6 Nationalpark Talampaya Markante<br />

Gesteinsformationen, die man am<br />

besten auf einer gebuchten Trekkingtour<br />

erlebt. Allein darf man nicht in<br />

den Park, die Touren im Kleinbus sind<br />

lieblos. Ebenfalls Nähe Villa Unión.<br />

7 Weinanbaugebiete in Mendoza<br />

Weingüter besuchen, Malbec probieren!<br />

70 Prozent aller argentinischen<br />

Weine stammen von hier.<br />

8 La Payunia Hier gibt es auf<br />

450.000 Hektar so viele Vulkankegel<br />

wie sonst nirgendwo.<br />

9 Nationalpark Lanín Der 3776<br />

Meter hohe Vulkan Lanín sieht aus<br />

wie eine schneebedeckte Pyramide<br />

und ist wohl der schönste Berg<br />

Argentiniens.<br />

10 Cueva de las Manos Die circa<br />

9000 Jahre alten Höhlenzeichnungen<br />

zählen zu den ältesten der Welt –<br />

und geben bis heute Rätsel auf.<br />

30 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 31


Experten-Tipp TraumzielTürkei<br />

Herr Schulte, Sie sind in Cork<br />

geboren. Welche Farbe symbolisiert<br />

Irland für Sie?<br />

Das Klischee der Hügel oder des<br />

Kleeblattes verlangt eigentlich Grün.<br />

Die Flagge eindringliches Orange.<br />

Guinness-Bier wiederum Schwarz. Es<br />

gibt aber auch grau-braune Felslandschaften,<br />

gelben Ginster oder Küsten<br />

mit türkisblauem Meer. Irland ist also<br />

überraschend bunt. Wobei, grüne<br />

Hügel, knuffige Schafe und waagerechten<br />

Regen gibt es natürlich auch.<br />

Wofür steht Irland bei Ihnen, jenseits<br />

des Familienbezugs?<br />

Rauskommen. Runterkommen. Ein<br />

Stück Befreiung. Obwohl es ja nicht<br />

weit weg ist, habe ich nie das Gefühl,<br />

noch in Europa zu sein, weil es so<br />

andersartig ist.<br />

Und wie ist der Ire an sich?<br />

Oft denkt man an ausgefallene Charaktere,<br />

an den Autor Oscar Wilde, die<br />

Sängerin Sinéad O’Connor, den Schauspieler<br />

Peter O’Toole … Wobei die<br />

meisten Iren eher dafür bekannt sind,<br />

was sie getan haben, nicht woher sie<br />

stammen. Muhammad Ali, Che Guevara,<br />

John F. Kennedy – sie alle haben<br />

irische Vorfahren. Generell kann<br />

man sagen, dass die Iren ein eigenes,<br />

sehr emotionales Volk sind.<br />

Wenn sie fröhlich sind, neigen<br />

sie zum Überschwang, wenn sie<br />

traurig sind, zur Melancholie.<br />

Versteht man die Iren eigentlich?<br />

Problemlos. Englisch ist Amtssprache.<br />

Außerdem können viele Iren etwas<br />

Deutsch, in der Schule ist es zweite<br />

Fremdsprache. Und sie sind sehr offen,<br />

sehr herzlich, mit Händen und Füßen<br />

kommt man immer klar.<br />

Was sollte man tun, wenn man noch<br />

nie in Irland war?<br />

Dublin ist schön, keine Frage, aber<br />

schon sehr europäisch. Ich empfehle<br />

lieber den Südwesten zwischen der<br />

Universitätsstadt Galway und der<br />

heimlichen Hauptstadt Cork. Ungestüme<br />

Landschaften wie Burren,<br />

putzige Dörfer wie Adare – dort ist<br />

es sehr unterschiedlich, also sehr<br />

irisch. Ansonsten ist natürlich ein<br />

Pub-Besuch Pflicht. Wobei Guinness<br />

schon stark ist. Wer es leichter<br />

mag: Bulmer’s Cider ist ein irisches<br />

Apfelbier, ein Pint davon eine wahre<br />

Erfrischung.<br />

Mein<br />

Lieblingsland<br />

Irland<br />

Eugene Schulte vom <strong>ADAC</strong><br />

Reisebüro in Bremen über<br />

die Vielfalt des Landes, die<br />

Kommunikation durch Küsse<br />

sowie grünes Bier<br />

Nationalheiliger<br />

Abbildung des<br />

Heiligen St.<br />

Patrick und<br />

Straßenszene<br />

mit Pubs (o. r.)<br />

Und wenn man Irland schon kennt?<br />

Vielleicht den Stein der Eloquenz küssen.<br />

Äh, bitte was?<br />

Der Legende nach erlangt derjenige,<br />

der einen bestimmten Stein auf Blarney<br />

Castle im Süden küsst, die Gabe<br />

des freien Sprechens. Dazu wird man<br />

von zwei Männern festgehalten und<br />

kopfüber über die Brüstung gehangen.<br />

Wissen Sie schon, wann Sie das<br />

nächste Mal in Irland sein werden?<br />

Vermutlich am 17. <strong>März</strong>, zum St.<br />

Patrick’s Day, dem Nationalfeiertag, dem<br />

Ausnahmezustand. Ich habe mal wieder<br />

Lust auf ein grün gefärbtes Bier …<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos Irland:<br />

bit.ly/1RZNg9j<br />

Video-Tipp zum<br />

St. Patrick’s Day:<br />

bit.ly/1o5o30I<br />

Seite<br />

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mehr<br />

erfahren<br />

FOTO: OLAF ROESSLER, GETTY IMAGES (2), PUBLIC DOMAIN<br />

84.421 km 2 GESAMTFLÄCHE<br />

5631 km KÜSTENLÄNGE<br />

84,2 %<br />

Religion<br />

der Bevölkerung Irlands bekennen sich<br />

zum römisch-katholischen Glauben.<br />

17.<br />

MÄRZ<br />

ist St. Patrick’s Day, der Nationalfeiertag.<br />

Der christliche Missionar<br />

Patrick brachte im 5. Jahrhundert<br />

den Glauben und – wichtiger – die<br />

Bildung nach Irland. Außerdem<br />

soll er Schlangen von der Insel<br />

verbannt haben.<br />

65 % LANDWIRT-<br />

SCHAFTLICH<br />

GENUTZTE FLÄCHE<br />

4.612.000<br />

Bevölkerung<br />

8000 v. Chr.<br />

ist die Zeit, aus der erste Siedlungen belegt sind.<br />

Später prägten keltisch sprechende Einwanderer<br />

die Geschichte. Nach der Christianisierung im<br />

5. Jahrhundert kamen Angelsachsen, im 8. Jh. die<br />

Wikinger, im 12. Jh. die Normannen. Militärische<br />

Eingriffe Englands führten 1801 zur Einverleibung<br />

ins Vereinigte Königreich. Als Folge des Unabhängigkeitskrieges<br />

existiert seit 1922 die Republik Irland.<br />

QUELLEN: IRLANDFAN.DE, STAT. BUNDESAMT, WIKIPEDIA<br />

32 2 / <strong>2016</strong>


Inspiration Golfreisen<br />

Mission Hills<br />

Shenzen, China<br />

Kleiner, aber für Spieler<br />

unfeiner Ausschnitt aus der<br />

weltgrößten Golfplatzanlage<br />

Seite<br />

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mehr<br />

erfahren<br />

Old Course<br />

St. Andrews, Schottland<br />

Der älteste königliche<br />

Golfclub der Welt<br />

Alles im grünen Bereich<br />

Einst edler Traditionssport, ist Golf heute für fast jedermann zu spielen.<br />

Und dies auf der ganzen Welt. Eine Einführung zu jenen Plätzen, auf denen sich<br />

eine neue Generation Golf trifft Text Bettina Hennies<br />

Lykia Links<br />

Antalya, Türkei<br />

Direkt am Meer und gegenüber des<br />

mächtigen Taurus-Gebirges gelegen<br />

34 <strong>ADAC</strong> URLAUB 2 / <strong>2016</strong><br />

Onyria Palmares<br />

Algarve, Portugal<br />

Putten in der Nähe von Sand und<br />

Meer im Südwesten Europas<br />

2 / <strong>2016</strong> <strong>ADAC</strong> URLAUB 35


Inspiration Golfreisen<br />

Golfreisen Inspiration<br />

Aller Anfang ist schwer,<br />

klar. Aber auch – da es<br />

um Golf geht – kurz.<br />

Denn das ist bei den<br />

meisten Einsteigern die<br />

ehrliche Antwort, wenn sie gefragt<br />

werden, wie weit ihre Bälle fliegen.<br />

Kurz eben. Wenn sie sie denn treffen.<br />

Kurz ist bei Novizen jedoch auch die<br />

Phase, in der sie sich so intensiv mit<br />

den Tücken des Anfangs beschäftigen,<br />

dass kein Auge für die schönen Aspekte<br />

des Spiels bleibt. Die stundenlange<br />

Bewegung an frischer Luft.<br />

Der Einsatz von mehr als 200 verschiedenen<br />

Muskeln bei jedem Schwung.<br />

Oder die erhöhte Hirnaktivität beim<br />

Suchen und Finden der richtigen<br />

Puttlinie. Zu Beginn, wenn man den<br />

Schläger nicht richtig hält oder sein<br />

Gewicht falsch verlagert, ist natürlich<br />

auch die Natur nur im Weg. Die eigene<br />

eh – aber auch das wellige Gras, der<br />

knorrige Baum, der blöde kleine See.<br />

Spätestens aber, wenn die Bälle das<br />

Fliegen gelernt haben, starten Golfer<br />

gern zu ersten Expeditionen. Es ist ein<br />

Saisongeschäft. Zwischen Spätfrühling<br />

und Frühherbst bleiben Golfer im<br />

Lande, testen Nachbarclubs und spielen<br />

anschließend deutsche Anlagen,<br />

die man mal gesehen haben sollte.<br />

Golfer werden da schnell zu sportlichen<br />

Greifvögeln – auf der Jagd nach<br />

den schönsten Stücken. Welche Plätze<br />

dazugehören, entscheiden Fachmedien<br />

wie das „Golf Magazin“, das alle zwei<br />

Jahre die 50 besten Golfplätze Deutschlands<br />

kürt. Die aktuelle Nummer eins<br />

übrigens: der Links-Kurs im mecklenburgischen<br />

Winston Golf Resort.<br />

Allein: Von den weltweit mehr als<br />

35.000 Golfplätzen liegen gerade mal<br />

gut 700 in Deutschland. Ein Riesenangebot<br />

jenseits der Grenzen, das<br />

erkundet werden kann. Und wird!<br />

Wenn bei uns Wetter und Laune<br />

schlechter werden, beginnt die große<br />

Zeit der Golfreisen.<br />

Organisiert bieten sie einige Vorteile.<br />

Oft ist die Greenfee im Preis<br />

enthalten, es gibt meist feste Startzeiten,<br />

keine Handicap-Begrenzungen,<br />

manchmal auch Referate zu Theorie<br />

und Strategie sowie begleitende<br />

Trainer, die Schwungprobleme schnell<br />

lösen. Kontakte zu Gleichgesinnten<br />

ergeben sich dabei fast wie von selbst.<br />

Die klassischen Ziele sind schnell<br />

benannt: Andalusien, die Balearen und<br />

die Kanarischen Inseln in Spanien, die<br />

Algarve im Süden Portugals sowie das<br />

noch immer wachsende Golfzentrum<br />

zwischen Antalya und Belek an der<br />

türkischen Riviera. Der afrikanische<br />

Norden entwickelt sich unterschiedlich:<br />

Marokko sehr gut, dort sind allein<br />

in und um Marrakesch einige richtig<br />

Richtiger<br />

Schläger<br />

Maximal 14<br />

verschiedene<br />

Typen sind bei<br />

den wichtigen<br />

Spielen<br />

erlaubt<br />

Winston Golf Resort<br />

Gneven, Deutschland<br />

Der Links-Kurs ist laut „Golf Magazin“<br />

momentan die Nummer eins in<br />

Deutschland<br />

gute Plätze und Hotels entstanden.<br />

Dagegen leidet Tunesien mit seiner<br />

gewachsenen Golf-Infrastruktur unter<br />

der unberechenbaren Sicherheitslage.<br />

Eines der stärksten Argumente, um<br />

mit Golf anzufangen: Man kann es an<br />

den schönsten Ecken dieser Welt ausüben.<br />

Auf Sylt? Gibt es vier verschiedene<br />

Plätze. In den österreichischen<br />

Alpen? Alles da, von der verblüffend<br />

ebenen Anlage in Seefeld bis zum<br />

Kurs in Radstadt, wo es im Verlauf der<br />

18 Bahnen so steil hoch geht, dass<br />

man mit einer Gondel hinauffahren<br />

kann. Auf Hawaii oder am Indischen<br />

Ozean in Südafrika? Ebenfalls, auch<br />

wenn man ab und an von springenden<br />

Walen oder Delfinen direkt vor der<br />

Küste abgelenkt wird. China? Na klar,<br />

in Shenzen entstand mit dem Mission<br />

Hills Golf Club vor ein paar Jahren<br />

die größte Spielwiese der Welt. Zwölf<br />

Plätze berühmter Golf-Architekten wie<br />

Jack Nicklaus oder Nick Faldo befriedigen<br />

eine rasant steigende Nachfrage<br />

– obwohl die Kommunistische Partei<br />

ihren Mitgliedern die Mitgliedschaft<br />

in Golfclubs gerade untersagt hat. Von<br />

einem Spielverbot war allerdings nicht<br />

die Rede …<br />

Dabei gehören die Chinesen zu<br />

jenen Völkern, die behaupten, die<br />

Urform des Spiels schon um das Jahr<br />

1000 erfunden zu haben. Urform<br />

FOTO: GETTY IMAGES (12), ONYRIA PALMARES, GARY LISBON GOLF PHOTOGRAPHY AND GOLFSELECT, ISLANTILLA GOLF RESORT, STEFAN<br />

VON STENGEL, STEFAN KRISTOLA/GOLFINORR.SE, FANCOURT HOTEL & MANOR HOUSE, SCHLOSS BASTHORST, WINSTONGOLF, PR<br />

bedeutet, einen Gegenstand (Stein)<br />

mit einem Werkzeug (Knüppel) in<br />

ein Ziel (Loch im Boden) zu bewegen.<br />

Für Fachleute steht allerdings fest: Die<br />

Spielart, die heute als Golf bezeichnet<br />

wird, stammt aus Schottland. Erstmals<br />

schriftlich erwähnt wurde sie dort<br />

1457, als König James II. seinen Soldaten<br />

das Spielen verbot, damit sie<br />

sich mehr auf das Bogenschießen<br />

und ihre englischen Feinde konzentrieren.<br />

Mit dem Friedensschluss 1502<br />

wurde das Verbot obsolet.<br />

Heute regiert der berühmteste Golfclub<br />

der Welt aus einem Universitätsstädtchen<br />

nördlich von Edinburgh.<br />

Natürlich ein königlicher: der Royal<br />

& Ancient Golf Club of St. Andrews.<br />

Vor seinen Granitmauern liegt der<br />

Old Course. Er führt durch mächtige<br />

Dünen am Rande der Nordsee und ist<br />

geprägt von riesigen Grüns und zahlreichen<br />

Bunkern. Der Hell Bunker ist<br />

dabei fast so groß wie ein Fußballplatz<br />

und so tief, dass man ohne Leiter nicht<br />

wieder herauskommt. Sonntags aber<br />

sieht man dort fast nur glückliche<br />

asiatische Gesichter. Am siebten Tag<br />

der Woche nämlich darf auf dem Old<br />

Course nicht gespielt werden, der Platz<br />

Experten-Tipp<br />

Wie jeder Sport besitzt auch Golf eine eigene Sprache.<br />

Zu den wichtigen Begriffen auf den 18 Bahnen gehören:<br />

Greenfee, die Spielgebühr. Green steht für das<br />

kurze Gras rund ums Loch, Rough ist das höhere seitlich<br />

der Fairways, der eigentlichen Spielbahnen. Tee<br />

ist der Abschlag bzw. das Holzstöckchen unter dem<br />

Ball beim Abschlag. Par die Anzahl der Schläge, die<br />

der Architekt vom Abschlag bis ins Loch geplant hat.<br />

Als Albatross, Eagle und Birdie bezeichnet man drei,<br />

zwei oder einen Schlag unter Par, als Bogey, Double<br />

oder Triple Bogey einen, zwei oder drei Schläge über<br />

Par. Ein Ass ist ein direkter Treffer, Sandhindernisse<br />

heißen Bunker, ein Rabbit ist ein Anfänger. Und nun<br />

viel Spaß beim Einlochen, äh, Putten.<br />

Das ABC des Golfs schnell erklärt:<br />

bit.ly/1mcyjTt<br />

„Die 10 schönsten Abschläge“:<br />

bit.ly/1NPxo1I<br />

It’s tee time<br />

Golfball<br />

vor dem<br />

Abschlag<br />

auf dem Tee<br />

genannten<br />

Holzstöckchen<br />

Eva Gläser vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Heidelberg führt<br />

in das richtige Golf-Vokabular ein<br />

Seite<br />

scannen,<br />

mehr<br />

erfahren<br />

liegt auf öffentlichem Grund und ist<br />

dann zugänglich für jedermann. Ob<br />

Golfer oder nicht, steigen Chinesen<br />

und Japaner dann samt Selfie-Stick in<br />

den Road-Hole-Bunker und fotografieren,<br />

was ihr Handyspeicher hergibt.<br />

Obwohl in deutschen Golfclubs<br />

inzwischen Jahresmitgliedschaften<br />

für 200 Euro zu haben sind – wer<br />

den Old Course spielen möchte,<br />

braucht viel Geld, um eines der<br />

wenigen verfügbaren Angebote mit<br />

Hotelübernachtung und Greenfee<br />

zu buchen. Oder Glück, denn jeden<br />

Abend werden die wenigen freien<br />

Plätze des nächsten Tages ausgelost.<br />

Die Zeit in St. Andrews bekommt<br />

man aber auch sonst gut rum. Neben<br />

weiteren famosen Golfplätzen gibt es<br />

ein modernes Golfmuseum und jede<br />

Menge Pubs, in denen über nichts so<br />

gern parliert wird wie über Golf.<br />

Die Briten führten das Spiel in die<br />

Welt, besonders in ihre Kolonien.<br />

So kommt es, dass es in Indien oder<br />

Australien Golfplätze gibt, die schon<br />

im 19. Jahrhundert angelegt wurden<br />

und bis heute überlebt haben. Immer,<br />

wenn dort ein „Royal“ im Clubnamen<br />

auftaucht, kann man davon ausgehen,<br />

dass es sich um einen etablierten, über<br />

Jahrzehnte eingewachsenen und damit<br />

anspruchsvollen Golfplatz handelt. In<br />

allen Ländern des Vereinigten Königreiches<br />

dürfen sich Clubs übrigens nur<br />

mit Genehmigung des Königshauses<br />

mit diesem Zusatz schmücken.<br />

Wem das alles zu steif oder stickig<br />

erscheint, für den gibt es inzwischen<br />

deutlich rustikalere Varianten. Beim<br />

Crossgolf spielt man mitten in der<br />

Stadt, über Fabrik- und Hafengelände,<br />

oder in wilder Natur, etwa durch<br />

Wälder. Beim Swingolf gilt es, einen<br />

Hartschaumball mit einem Universalschläger<br />

in ein Ziel zu spielen. Footgolf<br />

dagegen ist die Kombination<br />

aus Golf und Fußball, der Ball muss<br />

mit dem Fuß in entsprechend große<br />

Löcher gekickt werden. Und dann wäre<br />

da natürlich noch Minigolf, von der<br />

urbanen Hipsterschar wiederentdeckt<br />

und inzwischen häufig um originelle<br />

Bahnen wie etwa mit einem aufgeschnittenen<br />

Autoreifen als Looping<br />

ergänzt. Auch da ist aller Anfang wohl<br />

eher kurz als schwer …<br />

Angebote<br />

Mecklenburg<br />

Schloss Basthorst<br />

Luxuriöse Anlage am Ufer des Glambecksees<br />

in der Nähe von Schwerin mit<br />

20 Prozent Greenfee-Ermäßigung auf<br />

den acht Kilometer entfernten Golfplatz.<br />

ab 48 € / p. P. im DZ inkl. Frühstück /<br />

Eigenanreise<br />

Veranstalter: <strong>ADAC</strong> Reisen<br />

Spanien<br />

Islantilla Golf, Costa de la Luz<br />

Der Traum für passionierte Golfer:<br />

Inmitten eines 27-Loch-Platzes gelegenes<br />

Haus im Pinienwald über dem<br />

Atlantik. Shuttle-Service zum hoteleigenen<br />

Beachclub.<br />

ab 784 € / 10 Tage / p. P. im DZ<br />

inkl. Flug ab Frankfurt/Main und<br />

Halbpension<br />

Veranstalter: Olimar<br />

Südafrika<br />

Fancourt Hotel & Manor House<br />

Drei der besten Golfplätze, darunter<br />

der prestigeträchtige „The Links“,<br />

umgeben dieses 5-Sterne-Hotel in den<br />

majestätischen Outeniqua Mountains.<br />

Shuttle-Service zum Platz.<br />

ab 110 € / p. P. im DZ inkl.<br />

Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: Airtours<br />

36 <strong>ADAC</strong> URLAUB 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> <strong>ADAC</strong> URLAUB 37<br />

Änderungen vorbehalten


Inspiration Golfreisen<br />

5<br />

1<br />

2<br />

4<br />

7 8 9<br />

Die 10 skurrilsten Golfplätze der Welt<br />

Elitär, gefährlich, überirdisch<br />

3<br />

6<br />

<strong>Urlaub</strong> Expertin Eva Gläser vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Heidelberg<br />

Der Schwierigste<br />

1 Oahu’s Ko’olau Golf Club, Honolulu, Hawaii<br />

Die obere Grenze auf der Schwierigkeitsskala<br />

liegt eigentlich bei 155. Dieser Platz, umgeben<br />

von einem imposanten Regenwald, erreichte<br />

einst 172. Danach wurde der Parcour vereinfacht<br />

– ein bisschen. Er verfügt zudem<br />

über eine Kirche, in der man heiraten kann.<br />

Der Tierischste<br />

6 Lost City Golf Course, Sun City, Südafrika<br />

Wunderschön, sehr lang, allerdings sollte<br />

man an Loch 13 nicht unbedingt nach<br />

fehlgegangenen Bällen suchen: Links vom<br />

Grün ist nämlich ein Tümpel, in dem sich bis<br />

zu zwei Meter große Alligatoren räkeln.<br />

Der Hellste<br />

7 Faldo Course, Emirates Golf Club, Dubai<br />

Designt von Golfstar und -architekt Nick Faldo<br />

und mit sehr brauchbarem Flutlicht auf allen<br />

18 Bahnen ausgestattet, so dass auch tief in<br />

der Nacht gespielt werden kann.<br />

Der Exklusivste<br />

2 Augusta National Golf Club, Georgia, USA<br />

Es gibt lediglich zwei Wege, in diesem Elite-Club zwischen<br />

150 Jahre alten Magnolien spielen zu können. Der eine: Man<br />

wird von einem der Mitglieder eingeladen, etwa von seinem<br />

guten alten Kumpel Bill Gates. Oder man spielt so gut, dass<br />

man zum alljährlichen US-Masters im April gerufen wird.<br />

Der Beste in Deutschland<br />

4 Golfclub Falkenstein, Hamburg-Blankenese<br />

Nicht nur landschaftlich so wunderschön,<br />

dass er wiederholt zur deutschen Nummer eins<br />

gewählt wurde, sondern darüber hinaus auch<br />

noch sportlich. Einmal im Jahr spielt man dort<br />

„Hulopo“ – ein 100-Löcher-Pokalturnier, das<br />

von fast 5 Uhr morgens bis zirka 22 Uhr dauert.<br />

Der Höchste<br />

3 La Paz Golf Club, Bolivien<br />

Ein wahrhaft atemberaubendes<br />

Spiel findet auf rauhem Grund<br />

und mehr als 3200 Metern über<br />

dem Meeresspiegel statt. Ein<br />

Trost für alle Atemlosen: In der<br />

dünnen Luft fliegen die Bälle<br />

allerdings auch deutlich weiter.<br />

Der Unentdeckte<br />

9 Lost Farm, Tasmanien, Australien<br />

Tasmanien wurde von Golf-<br />

Veranstaltern zum „unentdeckten<br />

Golfziel <strong>2016</strong>“ gewählt. Direkt an<br />

der wilden Inselküste gelegener<br />

Platz im Zeichen des Teufels.<br />

Der Außerirdische<br />

Der Gefährlichste<br />

8 Kabul Golf Club, Afghanistan<br />

Liegt am Rande der Stadt<br />

Kabul in einem Gebiet, in dem<br />

einst unzählige Landminen<br />

gesetzt wurden. Gespielt wird<br />

auf festgelegten Wegen im<br />

Sand, die Grüns sind jedoch<br />

mit Motoröl getränkt, um sie<br />

glatt zu bekommen.<br />

Der Zeitlose<br />

5 Green Zone Golf Club, Finnland/Schweden<br />

Angesiedelt im Grenzgebiet der nordischen Nachbarländer<br />

Finnland und Schweden. Durch den Zeitunterschied landet<br />

der Ball beim Spiel von Finnland aus nach Schweden gut eine<br />

Stunde früher, als er abgeschlagen wurde. Und umgekehrt.<br />

Fra-Mauro-Hochland, Luna<br />

Im Februar 1971 nahm Alan<br />

Shepard ein Eisen 6 mit an<br />

Bord von Apollo 14 und<br />

spielte auf dem Mond zwei<br />

Bälle. Der zweite flog<br />

dank deutlich geringerer<br />

Gravitation mehrere<br />

Hundert Meter – und<br />

liegt heute noch da.<br />

38 <strong>ADAC</strong> URLAUB 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> <strong>ADAC</strong> URLAUB 39


Experten-Tipp Ratgeber<br />

Fragen<br />

Was bedeutet Premium<br />

Economy Class und wo kann<br />

ich in dieser Klasse fliegen?<br />

Hierbei handelt<br />

es sich um eine<br />

Zwischenklasse,<br />

angesiedelt zwischen<br />

Economy und Business<br />

Class. Sie bietet<br />

in der Regel mehr<br />

Beinfreiheit, breitere<br />

Sitze und Annehmlichkeiten<br />

wie mehr<br />

Freigepäck als in der<br />

Economy Class. Sie<br />

ist aber natürlich<br />

auch teurer. Buchbar<br />

ist diese Klasse bei<br />

Linienflügen (Lufthansa,<br />

Air France)<br />

wie bei Ferienfliegern<br />

(Condor).<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

&Antworten<br />

Sie haben Fragen? Die Experten der <strong>ADAC</strong> Reisebüros antworten<br />

Bieten Fluglinien<br />

Kinderermäßigungen an?<br />

Derartige Ermäßigungen gibt es. Allerdings wurden<br />

die Rabatte in den letzten Jahren erheblich<br />

gesenkt bzw. eingeschränkt. Die Höhe der Ermäßigung<br />

richtet sich nach dem Alter des Kindes (bis<br />

zwei Jahre bzw. zwei bis 12 Jahre) und ist<br />

abhängig von der Strecke. Bei Air Berlin,<br />

Eurowings oder Sun Express beträgt<br />

die Ermäßigung beispielsweise zwischen<br />

15 und 25 Prozent.<br />

Kann man Roaming-<br />

Gebühren vermeiden<br />

oder verringern?<br />

Wer keine internationale Flat abgeschlossen hat,<br />

sollte das mobile Netz nur aktivieren, wenn man<br />

es unbedingt benötigt. Einige mobile Browser<br />

sind besonders „datensparend“, wie UC Browser<br />

Mini (Android, Blackberry) oder Opera (iOS,<br />

Android). Für eine Navigations-App, die<br />

offline funktioniert, können auch Karten<br />

vor der Reise geladen werden. Dass<br />

man datenintensive Funktionen nur<br />

im Bereich kostenloser Hotspots<br />

nutzt, ist einerseits logisch, andererseits<br />

nicht immer sicher. Deshalb<br />

dort so kurz wie möglich<br />

einloggen und auf die Eingabe<br />

von Passwörtern oder gar PIN-<br />

Codes verzichten.<br />

Was ist bei „Tankregelungen“<br />

zu beachten?<br />

Sie legen fest, mit welchem Füllstand des Tanks der Mietwagen<br />

zurückgegeben werden muss. Am fairsten ist „voll<br />

übernehmen, voll abgeben“ (dann aber wirklich voll abgeben,<br />

sonst darf der Vermieter zu relativ hohen Literpreisen<br />

nachtanken). Immer öfter soll aber die erste Tankfüllung<br />

bezahlt und der Wagen leer abgegeben werden. Das kann<br />

sich für den Vermieter lohnen: Bei kurzer Mietdauer oder<br />

auf kleinen Inseln ist es schließlich nicht immer möglich,<br />

den Tank leer zu fahren. Oft kann die Tankregelung allerdings<br />

bei der Buchung gewählt werden.<br />

Praktische <strong>ADAC</strong> Reisetipps:<br />

bit.ly/1KQM3yT<br />

Schicken Sie uns Ihre Fragen an:<br />

redaktion@adac-urlaub.net<br />

Ratgeber Experten-Tipp<br />

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erfahren<br />

Was ist eigentlich ein<br />

Sicherungsschein?<br />

Diese Urkunde ist der Nachweis, dass der Reiseveranstalter die<br />

Zahlungen der Kunden versichert hat. Im Falle der Insolvenz des<br />

Veranstalters erhalten Kunden somit bereits geleistete Zahlungen<br />

zurück, und allen in <strong>Urlaub</strong> befindlichen Kunden werden die<br />

Kosten der Heimreise erstattet. Der Sicherungsschein muss dem<br />

Kunden vor der ersten Zahlung ausgehändigt werden.<br />

Zahlen Krankenkassen für<br />

Impfungen und Prophylaxe?<br />

Viele Krankenkassen erstatten Kosten für Impfungen,<br />

etwa gegen Cholera oder Gelbfieber. Weniger spendabel<br />

sind sie bei einer notwendigen Malariaprophylaxe,<br />

diese Kosten übernehmen nur wenige Kassen. Die Praxis<br />

der Kostenübernahme ist jedoch völlig uneinheitlich<br />

geregelt, wer es genauer wissen will, muss direkt bei<br />

seiner Kasse nachfragen.<br />

FOTO: GETTY IMAGES (7), THINKSTOCK<br />

Kann ich<br />

im <strong>Urlaub</strong><br />

steuerfrei<br />

einkaufen?<br />

Auf Antrag erstatten einige <strong>Urlaub</strong>sländer<br />

außerhalb der EU bei Ausreise die Mehrwertsteuer.<br />

Am einfachsten funktioniert<br />

es mit dem Anbieter „Global Blue“.<br />

Man kauft in Geschäften mit Global-Blue-<br />

Logo ein und erhält dort für jeden Kauf<br />

gleich die notwendigen Formulare, die<br />

sonst evtl. aufwendig ausgefüllt werden<br />

müssen. Die Rückerstattung erfolgt gegen<br />

Vorlage von Waren und Formularen<br />

am Flughafen.<br />

Ich will einen Mietwagen<br />

am Flughafen anmieten.<br />

Auf was muss ich achten?<br />

„Abholung am Flughafen“<br />

heißt eventuell<br />

nur, dass es einen<br />

Shuttle vom Flughafen<br />

zur Anmietstation gibt.<br />

Ist nicht ersichtlich, ob<br />

die Station direkt im<br />

Terminal liegt, fragt<br />

man am besten nach.<br />

Zudem verlangen einige<br />

Mietwagenfirmen<br />

Zusatzgebühren bei<br />

Anmietungen am Flughafen.<br />

Nicht immer sind<br />

diese Gebühren bereits<br />

im Preis enthalten.<br />

40 2 / <strong>2016</strong><br />

2 / <strong>2016</strong> 41


Spezial Flusskreuzfahrten<br />

Die Welt der Wellen<br />

Alles im Fluss<br />

Lieben Sie das Wasser? Schätzen Sie Entdeckungen? Benötigen<br />

Sie Erholung? Dann beantworten Sie elf weitere Fragen – und<br />

schon wissen Sie, welcher Strom für Sie der Richtige ist …<br />

Text Susanne Hoffs<br />

Sonnenuntergang<br />

über dem Mekong<br />

Farbenfroh,<br />

faszinierend und<br />

fremdartig<br />

11 Fragen<br />

1 Na, im Stress?<br />

A Ja. (2)<br />

B Nie. (5)<br />

C Ach, Leben eben. (1)<br />

D Könnten wir das, bitte, nächste<br />

Woche besprechen? (3)<br />

2 Ist der Weg das Ziel?<br />

A Was sonst? (1)<br />

B Das Gras wächst ja nicht schneller,<br />

wenn man daran zieht. (4)<br />

C So viel Geduld habe ich nicht. (3)<br />

D Von wegen, das Ziel ist das Ziel. (5)<br />

3 Woher stammt Ihre Jeans?<br />

A Von Kik. (1)<br />

B Von Carhartt. (2)<br />

C Von Fjällräven. Mit schmaler<br />

Beintasche. (3)<br />

D Jeans? Ich bitte Sie! (5)<br />

4 Mahlzeit. Was bestellen Sie?<br />

A Ceviche. (4)<br />

B Pho Bo. (1)<br />

C Spaghetti alla puttanesca. (3)<br />

D Fleisch (viel) mit Beilagen<br />

(eher egal). (2)<br />

5 Wie lautet Ihr Lebensmotto?<br />

A Akzeptiere – oder verändere! (3)<br />

B Think big! (5)<br />

C Sowohl als auch! (1)<br />

D Eine Hand allein schnürt kein Bündel! (1)<br />

6 Sie sind vier Wochen weg.<br />

Wie viel wiegt Ihr Koffer?<br />

A Äh, was soll ich mit einem Koffer? (1)<br />

B 12,5 Kilogramm. (3)<br />

C 18 Kilogramm. Der Rest ist Reserve für<br />

Souvenirs. (2)<br />

D Ich fliege First Class. (5)<br />

7 Grenzen. Gut wofür?<br />

A) Um die Kontrolle zu behalten. (2)<br />

B) Um Gemeinsamkeiten zu bezeichnen. (1)<br />

C) Um Unterschiede deutlich zu machen. (3)<br />

D) Um sie zu überschreiten. (5)<br />

8 Wen oder was möchten Sie mal live<br />

erleben?<br />

A) Die Ausnahmeviolinistin Anne-Sophie<br />

Mutter. (2)<br />

B) Nachtaktive Tiere. (5)<br />

C) Wellen, Wellen, Wellen. (3)<br />

D) Das Gehen meiner Gedanken. (1)<br />

9 Größter Vorteil einer Kreuzfahrt?<br />

A) Man ist versorgt. (2)<br />

B) Man erlebt Abenteuer. (5)<br />

C) Man kommt rum. (1)<br />

D) Man trifft Gleichgesinnte. (3)<br />

10 Was tragen Sie, während das Mitternachtsdinner<br />

stattfindet?<br />

A) Miet-Smoking. (5)<br />

B) Sakko, Jeans, T-Shirt.<br />

Alles schwarz. (3)<br />

C) Schlafanzug. (2)<br />

D) Tom Ford. (1)<br />

11 Nach der Reise finden sich Ihre Bilder …?<br />

A) … auf Instagram. Aber wieso „nach“? (5)<br />

B) … auf meinem Rechner. (3)<br />

C) … im selbstdesignten und<br />

-getexteten Fotobuch. (2)<br />

D) … in meinem Herzen. (1)<br />

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42 2 / <strong>2016</strong><br />

2 / <strong>2016</strong> 43


Spezial Flusskreuzfahrten<br />

Ergebnisse<br />

1 – 15 Punkte<br />

Widersprüche sind für Sie offenbar keine<br />

Widersprüche, sondern Anregungen.<br />

Wenn jemand von Achtsamkeit spricht,<br />

laufen Sie nicht kreischend weg. Darüber<br />

hinaus bevorzugen Sie eher das<br />

Leichte, das Vielfältige, das Schwebende.<br />

Und gesunde Kost. Ab und zu<br />

sagt man Ihnen, dass Sie einen Tick zu<br />

harmonisch wirken. Dann lächeln Sie.<br />

Wir empfehlen: Asien<br />

16 – 22 Punkte<br />

Sind Sie der Typ, der schon zehn Minuten<br />

wartet, bevor der Speisesaal öffnet?<br />

Hupt, wenn es bei Grün an der Ampel zu<br />

lange dauert? Dann sind Sie halt robust,<br />

um Ordnung bemüht, verlässlich eben.<br />

Sie wollen aber auch, dass es anderen<br />

so gut geht wie Ihnen. Und Sie haben<br />

nicht einmal etwas gegen Männer in<br />

fleischfarbenen Socken und Sandalen.<br />

Wir empfehlen: Deutschland<br />

23 – 30 Punkte<br />

Auch die größte Reise beginnt mit dem<br />

ersten Schritt. Sie wissen um die Unwägbarkeiten<br />

des Lebens und bewegen<br />

sich in vertrauten Grenzen, wo nicht<br />

jeder Schritt, jede Mahlzeit lebensgefährlich<br />

ist. Auf den Mount Everest<br />

ohne Sauerstoffmaske oder mit dem Kajak<br />

über die Toketee-Wasserfälle? Nichts<br />

für Sie. Für uns übrigens auch nicht.<br />

Wir empfehlen: Europa<br />

31 – 42 Punkte<br />

Das Exotische, das schätzen Sie schon<br />

sehr, nicht wahr? Jedenfalls ist Ihre Fotoausrüstung<br />

sehr hochwertig. Da wollen<br />

Sie schon intensive Farben sehen,<br />

spektakuläre Landschaften, fremde Kulturen<br />

und Tiere in freier Wildbahn. Andererseits,<br />

jeden Morgen erst mal die<br />

Schuhe ausschütteln, weil Schlangen<br />

drin sein könnten – nicht so Ihr Ding.<br />

Wir empfehlen: Afrika<br />

43 – 49 Punkte<br />

Ihnen schwebt Großes vor: mein T-Bone-<br />

Steak, mein Premium-Schiff, mein Allinclusive-<strong>Urlaub</strong><br />

zu traumhaften Gestaden.<br />

Gleichzeitig wissen Sie, dass<br />

Kleider keine Leute machen, denken,<br />

dass schon alles geht, und plaudern<br />

sich lässig durchs Leben. Ein Hinweis<br />

nur: Vielleicht sollten Sie anderen dabei<br />

nicht so kräftig auf die Schultern klopfen.<br />

Wir empfehlen: Nordamerika<br />

Angebote<br />

1 – 15 Punkte<br />

Der Mekong<br />

Wie lang der Mekong genau<br />

ist, weiß wohl niemand:<br />

Irgendwas zwischen 4500<br />

und 4900 Kilometern. Wie es ist, auf<br />

ihm zu reisen, das lässt sich erfahren:<br />

farbenfroh, faszinierend und fremdartig.<br />

Sieben Tage lang auf der ikonischen<br />

Lebensader Südostasiens in einem luxuriösen<br />

Boutiquehotelschiff mit maximal<br />

zwölf Kabinen währt beispielsweise eine<br />

Reise, die Sie durch Kambodscha und<br />

Vietnam führt – ohne dass jedes Mal die<br />

Koffer gepackt werden müssen.<br />

Zu den Höhepunkten gehören Tempelbesuche<br />

in der Metropole Phnom<br />

Penh. Oder der Tonle-Sap-Fluss, der in<br />

den gleichnamigen See führt, Südostasiens<br />

größten Süßwassersee, dessen enormer<br />

Artenreichtum von Fischen über<br />

Wasservögel, Schildkröten und Ottern<br />

bis zu Krokodilen reicht. Das Mekong-<br />

Delta mit seinen schwimmenden Märkten<br />

und die quirlige, an Sehenswürdigkeiten<br />

reiche Ho-Chi-Minh-Stadt bilden<br />

den Abschluss der Reise, auf der Sie<br />

zudem Mönche und eine Krokodilfarm<br />

besucht haben werden.<br />

Aber natürlich ist der Mekong nicht<br />

die einzige Option. Für erfahrene Asien-<br />

Touristen bietet sich als Alternative etwa<br />

Bagan und Myanmar an, wenn sie Neuland<br />

entdecken möchten.<br />

Ho-Chi-Minh-Stadt<br />

Auf dem<br />

Mekong<br />

Ohne großes<br />

Kofferpacken<br />

16 – 22 Punkte<br />

Die Oder<br />

Deutschland hat bekanntlich<br />

viele Flüsse zu bieten, da fällt<br />

die Auswahl schwer. Den Rhein<br />

gibt es mit seinen vielen Nebenströmen,<br />

die Donau, die Mosel, die Elbe.<br />

Oder die Oder. Nicht so bekannt ist<br />

vielleicht eine Tour, die man von Berlin<br />

oder Stralsund, also umweltfreundlich<br />

vom Bahnhof aus, starten kann: eine<br />

Oder-Havel-Tour auf der „MS Mona<br />

Lisa“. Das 2010 grundrenovierte Schiff<br />

verfügt über 49 Kabinen und fährt in<br />

sechs Nächten von Berlin-Spandau nach<br />

Stralsund. Zu den Besichtigungen zählen<br />

beispielsweise das Schiffshebewerk<br />

Niederfinow, der älteste noch arbeitende<br />

„Schiffsfahrstuhl“, ein geschütztes<br />

Industriedenkmal, das einen Höhenunterschied<br />

von 36 Metern überwindet.<br />

Hinzukommen das Kloster Chorin, eine<br />

Panorama-Kreuzfahrt durch das Stettiner<br />

Haff, ein Ausflug auf Deutschlands<br />

größter Insel Rügen sowie die Backsteingotik<br />

von Stralsund.<br />

Wer es etwas sportlicher mag, für<br />

den bietet sich in ähnlicher Region eine<br />

Radkreuzfahrt von Berlin nach Stralsund<br />

an, mit täglichen Touren zwischen<br />

zwölf und 50 Kilometern.<br />

Rosenbeck<br />

Berlin Friedrichsthal<br />

23 – 30 Punkte<br />

Die Donau<br />

Regensburg<br />

Zugegeben, der erste Schritt beginnt<br />

in Deutschland. Aber die<br />

Donau fließt eben auch durch<br />

Österreich, Ungarn, Kroatien, die Ukraine<br />

und fünf weitere Länder Europas.<br />

In 14 Nächten geht es von Passau<br />

bis ans Schwarze Meer. Das Schiff,<br />

die „MS Select Explorer“, bietet neben<br />

den täglich wechselnden spektakulären<br />

Kulissen viergängige Mittagsund<br />

Abendmenüs, und das zusätzlich<br />

buchbare Rahmenprogramm umfasst<br />

– auszugsweise – eine Stadtrundfahrt in<br />

Wien und Belgrad. Einen Ausflug zum<br />

Benediktinerkloster Stift Melk, einer<br />

Wien<br />

Budapest<br />

Auf der Donau<br />

Langeweile<br />

kann gar nicht<br />

aufkommen<br />

Belgrad<br />

Perle des Barock. In die Puszta oder<br />

nach Budapest bei Nacht, in die faszinierende<br />

Welt der „Ruin Pubs“. Die<br />

Passage durch das Eiserne Tor, den riesigen<br />

Stausee im rumänisch-serbischen<br />

Grenzgebiet, ist obligatorisch, ebenso<br />

der Ganztagesausflug ans Schwarze<br />

Meer. Langeweile kann also eigentlich<br />

nicht aufkommen.<br />

Wer es richtig russisch mag, dem sei<br />

eine Wolga-Tour zwischen Moskau und<br />

St. Petersburg ans Herz gelegt. Weniger<br />

ostlastige Flussreisen gibt es natürlich<br />

auch, sei es auf der Seine durch Frankreich<br />

oder dem Douro in Portugal.<br />

Auf Havel und Oder<br />

„MS Mona Lisa“<br />

Von der Metropole Berlin über Rügen<br />

und Hiddensee zur Backsteingotik in<br />

Stralsund – eine Panorama-Tour mit<br />

sieben Ausflügen.<br />

Ab 1398 € / p. P. / 6 Nächte in<br />

2er-Kabine / VP<br />

Veranstalter: <strong>ADAC</strong> Reisen<br />

Auf Wolga, Swir & Newa<br />

„MS Strawinski“<br />

Die Route auf der Wasserstraße<br />

der Zaren führt von Moskau nach<br />

St. Petersburg. Kreml-Rundgang,<br />

zwei Binnenseen und Bernsteinzimmer<br />

inklusive.<br />

Ab 1720 € / p. P. / 10 Nächte in<br />

2er-Kabine / inkl. Flug / VP<br />

Veranstalter: <strong>ADAC</strong> Reisen<br />

Auf dem Ayeyarwady<br />

„RV Kindat Pandaw“<br />

Das 2014 im Kolonialstil gebaute Boutiquehotelschiff<br />

kreuzt von Bagan über<br />

Katha nach Mandalay durch Myanmar<br />

und besucht u. a. buddhistische Kloster<br />

und Pagoden.<br />

Ab 2765 € / p. P. / 10 Nächte in<br />

2er-Kabine / VP<br />

Veranstalter: <strong>ADAC</strong> Reisen<br />

44 2 / <strong>2016</strong><br />

Auf der Oder<br />

Nachhaltiges Reisen<br />

2 / <strong>2016</strong> 45<br />

Änderungen vorbehalten


Spezial Flusskreuzfahrten<br />

Kairo<br />

Auf dem Nil<br />

Zu den Quellen<br />

der Geschichte<br />

Fotorätsel Gewinnspiel<br />

Experten-Tipp<br />

Gesa Jochheim vom <strong>ADAC</strong> Reise-Callcenter in Köln<br />

über das Bordleben auf dem Fluss<br />

Flusskreuzfahrten sind nur etwas für ältere Reisende?<br />

Dieses Vorurteil hat sich längst erledigt! Die modernen und<br />

komfortablen Schiffe sprechen inzwischen alle Altersgruppen<br />

an. Ein Vorteil gegenüber den traditionellen Kreuzfahrten:<br />

Sie haben auf dem Fluss – egal auf welchem<br />

Kontinent Sie unterwegs sind – in der Regel kleinere,<br />

überschaubare Schiffe. Die Atmosphäre ist fast familiär,<br />

mit einem ausgezeichneten Verhältnis zum Bordpersonal.<br />

Und: Es werden vor allem Außenkabinen angeboten. Ein<br />

weiterer Vorteil ist, dass man sich auf Flusskreuzfahrt-<br />

Schiffen am Abend sportlich-leger kleiden kann. Wer ein<br />

kleines Schwarzes hat und es zeigen möchte – das ist<br />

natürlich auch erlaubt. In diesem Sinne: Ahoi!<br />

31 – 42 Punkte<br />

Der Nil<br />

<strong>ADAC</strong> Reisen zu Flusskreuzfahrten:<br />

bit.ly/1P5NV5E<br />

Doku: „Auf der Donau“:<br />

bit.ly/1UJjiV9<br />

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erfahren<br />

Wer den Wurzeln abendländischer<br />

Zivilisation auf die<br />

Spur kommen möchte, den<br />

führt kein Weg an Ägypten mit seiner<br />

5000-jährigen Geschichte vorbei. Und<br />

der ist damit quasi automatisch auf<br />

dem Nil, an dessen Ufern eine der<br />

frühesten Hochkulturen entstand.<br />

Eine Premium-Reise über sieben<br />

Nächte auf der „MY Iti Alyssa“ gefällig?<br />

Das Design-Schiff ist mit Panorama-<br />

Lounge im afrikanischen Stil sowie – als<br />

Ausgleich zu den üppigen landestypischen<br />

Speisen – mit einem Spa- und Fit-<br />

Auf dem Mississippi<br />

Großes Landschaftskino<br />

ness-Zentrum – großzügig ausgestattet.<br />

Es führt auf der Route zwischen Luxor<br />

und Assuan bei angenehmen Brisen zu<br />

den Zeugnissen pharaonischer Macht.<br />

Zu Tempelanlagen, die von ptolemäischen<br />

Baumeistern zu Ehren des<br />

Krokodilgottes Sobek und des falkenköpfigen<br />

Haroëris geschaffen wurden.<br />

Oder zu den gigantischen Felsentempeln<br />

von Ramses II. und seiner Frau<br />

Nefertari mit riesigen Steinfiguren und<br />

filigranen Hieroglyphen. Ausflugskamele<br />

und Nilkrokodile, -gänse oder<br />

-pferde dürften Sie ebenfalls begleiten.<br />

43 – 49 Punkte<br />

Der Mississippi<br />

Im Land der immer noch unbegrenzten<br />

Möglichkeiten begeistert<br />

das Wechselspiel zwischen großem<br />

Landschaftskino und modernen Weltstädten<br />

in Kombination mit tiefen<br />

Einblicken in die nordamerikanische<br />

Geschichte. Besonders auf dem „Ol’<br />

Man River“, dem Mississippi. Diesen<br />

tief in der amerikanischen Literatur und<br />

Musik verwurzelten Strom befährt die<br />

„American Queen“, der größte und<br />

luxuriöseste Schaufelraddampfer der<br />

Welt. Zeitgemäßer Komfort in gediegener<br />

Eleganz des viktorianischen Ein-<br />

Gut verwurzelt<br />

Der „Ol’ Man<br />

River“, Amerikas<br />

kulturelle Ader<br />

Minneapolis<br />

Memphis<br />

St. Louis<br />

richtungsstils aus dem 19. Jahrhundert<br />

sorgt in acht Nächten zwischen New<br />

Orleans und Memphis für eine gelungene<br />

Zeitreise. Sie beinhaltet historische<br />

Baumwollplantagen, imposante Herrenhäuser<br />

oder den riesigen Vicksburg<br />

National Military Park, der an eine der<br />

entscheidenden Schlachten des USamerikanischen<br />

Bürgerkriegs erinnert.<br />

Stadtbesichtigungen auf eigene Faust,<br />

etwa eine Elvis-Tour samt Graceland<br />

in Memphis, runden das Programm ab.<br />

Oh, one more thing: Wer den Mississippi<br />

schon kennt, mag vielleicht<br />

lieber den Amazonas erkunden. Der mit<br />

Abstand wasserreichste Fluss der Erde<br />

punktet mit tropischem Regenwald,<br />

Lagunen und indigenen Volksstämmen.<br />

FOTO: GETTY IMAGES (4), SHUTTERSTOCK (5), VOLLWERTBIT<br />

FOTO: CHRISTIAN MÜLLER, GLOW IMAGES, PR<br />

Gewinnspiel<br />

Irgendwo in Deutschland. Aber wo?<br />

Machen Sie mit! In jeder <strong>Ausgabe</strong> von <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> präsentieren wir einen<br />

markanten Ort aus ungewohnter Perspektive. Wer ihn erkennt, kann gewinnen …<br />

Krabbenkutter. Lederhose. Weinkönigin. Bei jedem dieser Worte blitzt vermutlich ein<br />

Bild von Deutschland, wenn auch ein recht unterschiedliches, vor den eigenen Augen<br />

auf. Es gibt aber auch Bilder von Deutschland, bei denen man denkt: Wo bin ich denn<br />

hier gelandet? Obiges beispielsweise. Ist das in einer brasilianischen Hochebene der<br />

Serra do Caparaó? In den Nebelwäldern von Ruanda? Mitnichten. Es handelt sich<br />

um den Teil einer Felsformation aus Buntsandstein, eines Ensembles aus mehreren<br />

durch Erosion entstandenen Türmen, die so schöne Namen tragen wie Bockturm<br />

oder Himmelsleiter. Der höchste von ihnen kommt auf etwa 61 Meter. Die Region<br />

ist bei Kletterern wie bei brütenden Wanderfalken beliebt – und angeblich auch bei<br />

den Elwetritschen, einer mythischen Kreuzung aus Federvieh und Waldkobold.<br />

Um welche Felsen handelt es sich?<br />

Auflösung Heft 1/<strong>2016</strong><br />

Gesucht war: Der Sprinkenhof in Hamburg<br />

Den Reisegutschein im Wert von 500 Euro hat Christine Huge aus Schauenburg<br />

gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!<br />

Viele Einsender tippten übrigens auf das Chilehaus in Hamburg – und lagen damit<br />

nur wenige Meter daneben. Beide Backstein-Bauwerke stehen im Kontorhausviertel.<br />

Teilnahmebedingungen Schicken Sie eine Postkarte an: <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> Magazin,<br />

Stichwort: Gewinnspiel – Heft 2/<strong>2016</strong>, Pastorenstraße 16–18, 20459 Hamburg.<br />

Oder mailen Sie an: gewinnspiel@adac-urlaub.net, Betreff: Gewinnspiel –<br />

Heft 2/<strong>2016</strong>. Einsendeschluss ist der 11.04.<strong>2016</strong>.<br />

Bitte geben Sie Ihre Adresse und die Ihres <strong>ADAC</strong> Reisebüros an.<br />

Wenn Sie gewinnen, wird Ihnen der Gewinn dort ausgehändigt.<br />

Gewinnen<br />

Sie einen<br />

1von10<br />

<strong>ADAC</strong><br />

Reiseführer<br />

plus „Rom“<br />

Teilnehmen kann jede(r) Volljährige. Mitarbeiter der <strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen und Reisebüros sowie verbundener<br />

Unternehmen und Agenturen können leider nicht teilnehmen. Der Gewinn wird unter allen Teilnehmern<br />

ausgelost, Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Adressdaten werden nur für die Durchführung des<br />

Gewinnspiels verwendet und ansonsten nicht an Dritte weitergegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Eine Barauszahlung sowie ein Umtausch des Gewinns sind nicht möglich. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist<br />

kostenlos und der Rechtsweg ausgeschlossen.<br />

46 2 / <strong>2016</strong><br />

New Orleans<br />

2 / <strong>2016</strong> 47


www.adac-reisebuero.de · <strong>Ausgabe</strong> 1/ <strong>2016</strong><br />

www.adac-reisebuero.de · <strong>Ausgabe</strong> 4 / <strong>2016</strong><br />

Reisebüro Regional<br />

Vor Ort Reisebüro<br />

Service<br />

Bei Anruf: <strong>Urlaub</strong>!<br />

Impressum<br />

Sie planen Ihre nächste Reise?<br />

Leider ist Ihre Zeit knapp, daher<br />

möchten Sie ungern längere<br />

Wege oder Wartezeiten im Stau<br />

in Kauf nehmen? Aber es ist gar nicht<br />

nötig, direkt ins Reisebüro zu kommen.<br />

Unser Telefonisches Reisebüro<br />

vermittelt Ihnen, wenn Sie es wollen,<br />

Ihre Traumreise direkt am Telefon.<br />

Dort können Sie Ihren Wunschkatalog<br />

bestellen. Ihre Wünsche<br />

durchgeben. Und natürlich auch Ihre<br />

Reise buchen. Genauso einfach wie<br />

über das Internet – nur mit dem Bonus<br />

einer fachkundigen Beratung und der<br />

Sicherheit, einen Ansprechpartner zu<br />

erreichen, keinen Sprachcomputer.<br />

Celle<br />

von Sonja Eschweiler<br />

Das Telefonische Reisebüro vermittelt<br />

Ihnen dabei Reisen aller Art in alle<br />

Welt. Und selbstverständlich können<br />

Sie einen Rückruf vereinbaren – unsere<br />

Mitarbeiterinnen Sonja Eschweiler<br />

und Petra Thiel sind gern für Sie da.<br />

Beide sind aber auch mal woanders.<br />

Eine Alternative zum Alltag ist<br />

nämlich der Besuch einer interessanten<br />

Stadt. Schon die Anreise kann<br />

zum Highlight werden, etwa mit<br />

einer Bahnreise 1. Klasse. Dieses Angebot<br />

findet man oftmals kombiniert<br />

mit dem Aufenthalt in einem 4- bis<br />

5-Sterne-Hotel plus Frühstücksbuffet.<br />

Daher zwei Tipps von Sonja Eschweiler<br />

und Petra Thiel:<br />

Die schöne Residenzstadt bezaubert mit einer historischen<br />

Altstadt, die durch ihr Renaissance-Rathaus und<br />

zahlreiche denkmalgeschützte Fachwerkhäuser besticht<br />

– das größte zusammenhängende Fachwerkensemble Europas.<br />

Besonders gefallen haben mir das barocke Herzogschloss und<br />

die französischen Gärten. Wer noch mehr Flora möchte, sollte<br />

das Orchideenzentrum besuchen. Zu empfehlen ist auch ein<br />

Abstecher zum Kloster Wienhausen aus dem 13. Jahrhundert,<br />

gut zehn Kilometer von Celle entfernt. Dieses heutige Frauen-<br />

Kloster wird von 13 Konventualinnen und einer Äbtissin<br />

bewohnt, die Sie durch das Kloster und die Geschichte führen.<br />

Besonders erwähnenswert sind die wertvollen Kunstschätze<br />

aus dem Mittelalter, ein ausgemalter Nonnenchor und eine<br />

Sammlung der ältesten Brillen der Welt.<br />

Hoteltipp: Celler Hof ***, Stechbahn 11, 29221 Celle, Tel.:<br />

(0 51 41) 9 11 96-0, info@cellerhof.de, DZ/ÜF p. P. ab 57 €<br />

Reisebüro-<br />

Hotline:<br />

Tel. (02 31)<br />

5 49 91 30<br />

(Mo.– Sa.<br />

8.30 –17.30<br />

Uhr)<br />

Petra Thiel und Sonja Eschweiler (v. l. n. r.)<br />

von Petra Thiel<br />

Brüssel<br />

Die belgische Hauptstadt, Hauptsitz der EU, ist ein<br />

wunderbares Ziel für zwei Übernachtungen, gut zu<br />

erreichen und mit viel Sehenswertem ausgestattet. Ihr<br />

historisches Zentrum ist der Grote Markt, 300 Meter weiter<br />

steht das Manneken Pis. Dazu kommen Kathedralen und der<br />

riesige Wald Forêt des Soignes. Mein Highlight als Schokoholic<br />

war aber der Besuch der Chocolaterie Zaabär, wo ich einen<br />

60-minütigen Workshop gebucht hatte – und verblüffende<br />

Geschmackserlebnisse erlebte. Aber nicht nur Fans von Süßem<br />

kommen auf ihre Kosten. Bei einer Bierprobe in einer der Bars<br />

kann man erleben, wie Bier mit zehn Prozent Alkoholgehalt<br />

oder Kirsch-Aromen angereichert schmeckt. Dazu gehören<br />

dann belgische „Frittes“, handgeschnitten und einmalig!<br />

Hoteltipp: Radisson Blu Royal, Rue du Fosse-aux-Loups 47,<br />

1000 Brüssel, +32 (2) 2 19 28 28, reservations.brussels@radissonblu.com,<br />

DZ circa 190 € (zwei Nächte Mindestaufenthalt)<br />

FOTO: THINKSTOCK (2), <strong>ADAC</strong> (4)<br />

Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern<br />

Reisebüro-Hotline: (02 31) 5 49 91 30 (Mo.–Sa. 8.30 –17.30 Uhr)<br />

<strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen & Reisebüros des <strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong><br />

Arnsberg<br />

Graf-Gottfried-Str. 20,<br />

59755 Arnsberg<br />

(0 29 32) 2 79 79<br />

rb.arnsberg@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr<br />

Bochum<br />

Ferdinandstr. 17,<br />

44789 Bochum<br />

(02 34) 33 70 16<br />

rb.bochum@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 9–12 Uhr<br />

Bottrop<br />

Schützenstr. 3,<br />

46236 Bottrop<br />

(0 20 41) 2 80 32<br />

rb.bottrop@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–13 Uhr / 14–18 Uhr<br />

Dortmund<br />

Freie-Vogel-Str. 393,<br />

44269 Dortmund<br />

(02 31) 5 49 91 35<br />

rb.dortmund@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Dortmund-Süd<br />

Ruhrallee 98,<br />

44139 Dortmund<br />

(02 31) 1 29 78 42<br />

rb.dortmundsued<br />

@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Kostenlos im Abo<br />

<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong><br />

Alle zwei Monate erscheint<br />

<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong>, das kostenlose<br />

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als 50 Seiten prallvoll mit Reportagen,<br />

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von welterfahrenen Reise-Experten.<br />

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natürlich in allen <strong>ADAC</strong> Centern<br />

und Reisebüros.<br />

Gelsenkirchen<br />

Daimlerstr. 1,<br />

45891 Gelsenkirchen<br />

(02 09) 77 70 31<br />

rb.gelsenkirchen<br />

@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Hagen<br />

Körnerstr. 62,<br />

58095 Hagen<br />

(0 23 31) 2 89 80<br />

rb.hagen@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Hamm<br />

Sternstr. 4,<br />

59065 Hamm<br />

(0 23 81) 1 33 89<br />

rb.hamm@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Lüdenscheid<br />

Knapper Str. 26,<br />

58507 Lüdenscheid<br />

(0 23 51) 2 66 87<br />

rb.luedenscheid<br />

@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Toskana<br />

Eine Liebeserklärung<br />

an die sanften Hügel<br />

Tauchen<br />

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Anfänger und Profis<br />

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vom Traum zur Wirklichkeit<br />

Münster<br />

Weseler Str. 539,<br />

48163 Münster<br />

(02 51) 53 10 72<br />

rb.muenster@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Recklinghausen<br />

Martinistr. 11,<br />

45657 Recklinghausen<br />

(0 23 61) 18 13 91<br />

rb.recklinghausen<br />

@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

Siegen<br />

Leimbachstr. 189,<br />

57074 Siegen<br />

(02 71) 33 10 02<br />

rb.siegen@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 9–12 Uhr<br />

Soest<br />

Arnsberger Str. 7,<br />

59494 Soest<br />

(0 29 21) 41 16<br />

rb.soest@wfa.adac.de<br />

Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />

Sa. 10–13 Uhr<br />

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Herausgeber der Regionalseiten:<br />

<strong>ADAC</strong> Berlin und Brandenburg e.V., 10717 Berlin<br />

<strong>ADAC</strong> Hansa e.V., 20097 Hamburg<br />

<strong>ADAC</strong> Hessen-Thüringen e.V., 60528 Frankfurt<br />

<strong>ADAC</strong> Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V.,<br />

30880 Laatzen<br />

<strong>ADAC</strong> Nordbaden e.V., 76135 Karlsruhe<br />

<strong>ADAC</strong> Nordbayern e.V., 90491 Nürnberg<br />

<strong>ADAC</strong> Nordrhein e.V., 50963 Köln<br />

<strong>ADAC</strong> Mittelrhein e.V., 56068 Koblenz<br />

<strong>ADAC</strong> Pfalz e.V., 67433 Neustadt/Weinstraße<br />

<strong>ADAC</strong> Saarland e.V., 66117 Saarbrücken<br />

<strong>ADAC</strong> Sachsen e.V., 01307 Dresden<br />

<strong>ADAC</strong> Schleswig-Holstein e.V., 24114 Kiel<br />

<strong>ADAC</strong> Südbaden e.V., 79098 Freiburg<br />

<strong>ADAC</strong> Südbayern e.V., 80339 München<br />

<strong>ADAC</strong> Weser-Ems e.V., 28207 Bremen<br />

<strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong> e.V., 44269 Dortmund<br />

<strong>ADAC</strong> Württemberg e.V., 70190 Stuttgart<br />

Objektleitung:<br />

Michael Buss<br />

Stellvertretende Objektleitung:<br />

Stephan Baltes<br />

Projektmanagement <strong>ADAC</strong>:<br />

Annika Schön<br />

Verlag und Redaktion:<br />

Motor Presse Stuttgart Corporate Media<br />

Leuschnerstraße 1, 70174 Stuttgart<br />

Verlagsleitung:<br />

Ulli Hartmann<br />

Gültige Anzeigenpreisliste:<br />

Nr. 02 vom 01.01.<strong>2016</strong><br />

Produktions- und Anzeigenleitung:<br />

Lukas Kramer (verantwortlich)<br />

E-Mail: lkramer@blueboxtrade.com<br />

Tel.: +49 (0)40 87 88 66 110<br />

Redaktionsleitung:<br />

Helmut Ziegler<br />

Redaktionelle Mitarbeit:<br />

Bettina Hennies, Susanne Hoffs, Volker<br />

Marquardt, Karen Naundorf, Dominik Peter<br />

Kreativ-Direktor:<br />

Diddo Ramm (verantwortlich)<br />

Layout:<br />

Dennis Bock<br />

Bildredaktion:<br />

Olaf Rößler, Vika Yarmilko<br />

E-Mail:<br />

redaktion@adac-urlaub.net<br />

Internet:<br />

www.adac-reisebuero.de<br />

Druck:<br />

Vogel Druck und Medienservice<br />

Leibnizstr. 5, 97204 Höchberg<br />

Titelbild:<br />

Getty Images<br />

48 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 49


Vorschau<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

Die nächste <strong>Ausgabe</strong><br />

erscheint am 28. April <strong>2016</strong><br />

Oman<br />

Reise in ein Update<br />

der Märchen aus<br />

Tausendundeiner Nacht<br />

Extra<br />

Gewinnspiel<br />

Kochen in Hoi An<br />

Die vietnamesische Küche<br />

gilt als die feinste der Welt.<br />

Wir prüften dies vor Ort<br />

Die Westküste der USA<br />

Los Angeles, San Francisco, Las<br />

Vegas: ein Road-Trip zu Glamour,<br />

Flower-Power und zum Glück<br />

Europa entdecken<br />

Weitere Themen<br />

Ferienhäuser<br />

Ein Bahnwaggon? Oder doch lieber ein<br />

Baumhaus? Ein Streifzug durch Europas<br />

glanzvollste Mietunterkünfte<br />

Portugal<br />

Warum die frühere Weltmacht heute<br />

Staunen macht: über die Heimat von<br />

Fado, Korkeiche und Lebenslust<br />

Leipzig<br />

Ist die Stadt nun rechts? Oder doch<br />

eher cool und das neue Berlin? Fünf<br />

Antworten aus „Hypezig“<br />

50 2 / <strong>2016</strong><br />

Sylt<br />

Wie sich die nordfriesische<br />

Insel auf den kommenden<br />

Ansturm vorbereitet<br />

FOTO: GETTY IMAGES (4)<br />

OBERÖSTERREICH · BAD ISCHL<br />

Hotel Stadt Salzburg 777<br />

Kaiserlicher Genuss: 2 Nächte inkl. Frühstück, 1 x Kaiserschmarrn<br />

und Kännchen Kaffee im Café Sissy, geführter Rundgang durch die Kaiserstadt<br />

Bad Ischl, Salzkammergut Erlebniscard, Erinnerungspräsent<br />

Pro Person im DZ ab € 149<br />

ITALIEN · OBERE ADRIA, BIBIONE-LIDO DEL SOLE<br />

Feriendorf Villaggio I Girasoli 7777<br />

Beliebte, komfortable Ferienanlage mit modern eingerichteten<br />

2-Zimmer-Wohnungen auf 2 Etagen. Swimmingpool mit Liegen<br />

und Sonnenschirmen. Zum Sandstrand ca. 600 bis 800 m. 7 Nächte<br />

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q Kostenfreier PKW-<strong>Urlaub</strong>s-Check<br />

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<strong>ADAC</strong> Mitglied seit 2003<br />

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