ADAC Urlaub März-Ausgabe 2016, Westfalen
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Inspiration. Tipps. Angebote.<br />
<strong>Urlaub</strong><br />
www.adac-reisebuero.de · <strong>Ausgabe</strong> 2/<strong>2016</strong><br />
Das Magazin der <strong>ADAC</strong> Reisebüros<br />
Argentinien<br />
Unterwegs auf der<br />
legendären Ruta 40<br />
Golf<br />
Die schönsten und die<br />
wildesten Plätze der Welt<br />
Flusskreuzfahrt<br />
Nil? Mekong? Oder die Oder?<br />
Welcher Strom zu Ihnen passt<br />
Seite<br />
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erfahren<br />
Ti amo<br />
Rom<br />
Dreitausend Jahre in nur drei Tagen:<br />
die Metropole als geheime Zeitmaschine
Editorial<br />
„Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf.“<br />
Oscar Wilde (1854 –1900)<br />
Eine Karte. All inclusive!<br />
Die <strong>ADAC</strong> Kreditkarte GOLD.<br />
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überall beim <strong>ADAC</strong>, telefonisch unter (0 89) 76 76 17 05<br />
oder auf www.adac.de/urlaubskarte<br />
Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />
spätestens jetzt geht sie wohl bei den meisten Menschen in die<br />
Zielgerade, die aktuelle <strong>Urlaub</strong>splanung. Denn der Trend, der schon<br />
für das Rekordreisejahr 2015 zu beobachten war, wird sich Analysten<br />
zufolge weiter fortsetzen: Ihren <strong>Urlaub</strong> lassen sich die Deutschen, allen<br />
Veränderungen auf der Welt zum Trotz, nicht nehmen.<br />
Dabei werden vor allem zwei unterschiedliche Segmente immer<br />
beliebter. Zum einen sind es kurze Städtereisen, häufig als verlängertes<br />
Wochenende. Für die Titelgeschichte von <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> hat unser<br />
Reporter genau solch eine Reise nach Rom unternommen: Drei Tage<br />
war er in der Stadt, die europäische Geschichte und gehobene Lebensart<br />
repräsentiert – fast 3000 Jahre im Schnelldurchlauf. Zum anderen<br />
boomen Fernreisen, gern länger, gern aufwendig, gern überraschend.<br />
Auch hier präsentieren wir Ihnen eine Story der besonderen Art: Unsere<br />
Autorin fuhr auf der legendären Ruta 40 durch Argentinien, von Norden<br />
nach Süden, durch Mondlandschaften und Weinanbaugebiete, über<br />
Asphalt, Schotter, Sand und Eis. Ein echtes Abenteuer.<br />
Ich war ...<br />
Forum Romanum, Rom<br />
Helmut Ziegler<br />
Redaktionsleiter<br />
... in Rom<br />
Kurz vor dem Start ins Heilige<br />
Jahr <strong>2016</strong>, dem Jubiläum der<br />
Barmherzigkeit, pilgerte Agnostiker<br />
Helmut Ziegler in die Ewige Stadt.<br />
Und erlebte eine Zeitreise. Seite 14<br />
Karen Naundorf<br />
Korrespondentin<br />
Es gibt einen dritten Trend, der uns persönlich sehr freut. Nachdem<br />
die Stiftung Warentest schon Anfang 2015 den Reiseberatern professionelle<br />
und fachkundige Unterstützung von <strong>Urlaub</strong>ern bescheinigte,<br />
zeigte sich Ende 2015, dass die Renaissance des Reisebüros anhält.<br />
Fast 100 neue Verkaufslokale entstanden 2015, so viele wie schon im<br />
Jahr zuvor – natürlich auch vom <strong>ADAC</strong>. „Aufgrund der garantierten<br />
Leistungen“, so erklärte sich die „Süddeutsche Zeitung“ den Erfolg,<br />
„haben Pauschalurlauber noch ein bisschen mehr Sicherheit.“ Wie<br />
gesagt, wir freuen uns – und bedanken uns für Ihr Vertrauen.<br />
... auf der Ruta 40<br />
Die Reporterin Karen Naundorf lebt<br />
in Buenos Aires und berichtet für<br />
Print, Radio und TV vor allem aus<br />
Argentinien. Ihr Traum: 40 Tage freie<br />
Zeit für die Ruta 40 – in einem Stück.<br />
Seite 24<br />
Gute Reisen,<br />
Ihre Redaktion <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong><br />
Bettina Hennies<br />
Reisejournalistin<br />
<strong>ADAC</strong> Finanzdienste GmbH<br />
FOTO: DIDDO RAMM, PRIVAT (3)<br />
P. S.: In der letzten <strong>Ausgabe</strong> schrieben wir, dass sich das Skigebiet Amadé in der Steiermark<br />
befindet. Es liegt aber in Salzburg wie in der Steiermark. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.<br />
Schreiben Sie uns: redaktion@adac-urlaub.net<br />
... Golf spielen<br />
Sie kennt fast alle Grüns dieser<br />
Erde. Dienstlich – als Autorin. Aber<br />
auch privat – als Gattin des „Golf<br />
Magazin“- Vize-Chefs. Ihr Handicap<br />
bleibt jedoch ihr Geheimnis. Seite 34<br />
2 / <strong>2016</strong> 3
PRODUKTIONEN VON STAGE ENTERTAINMENT<br />
<strong>Urlaub</strong><br />
Inhalt<br />
2/<strong>2016</strong><br />
REISEZEIT IST MUSICALZEIT<br />
Planen Sie jetzt Ihre Musical-Städte-Reise <strong>2016</strong><br />
14 Rom<br />
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30.6.15 • AF: 40 x 40 mm // Einsatz von 21 mm bis<br />
40 mm • 4c • F39 • Step 2<br />
Berlin<br />
Oberhausen<br />
24 Argentinien<br />
34 Golfreisen 42 Flusskreuzfahrten<br />
Bis August <strong>2016</strong><br />
Bis April <strong>2016</strong> Ab April <strong>2016</strong><br />
Bis August <strong>2016</strong><br />
Stuttgart<br />
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TITELFOTO: GETTY IMAGES<br />
FOTO DIESE SEITE: GETTY IMAGES (5), SHUTTERSTOCK<br />
6 Postkarte aus Kopenhagen<br />
Die coolste Stadt in ganz<br />
Skandinavien – und die herzlichste<br />
8 Panorama<br />
Neuigkeiten aus aller Welt<br />
14 Rom<br />
Vom Kolosseum bis zum Chaos:<br />
Zeitreise durch die Ewige Stadt<br />
22 Fünf Mal … Konstanz<br />
Was Sie in der Bodensee-Region<br />
unbedingt erleben sollten<br />
24 Argentinien<br />
5000 Kilometer, eine Straße:<br />
Fahrt auf der legendären Ruta 40<br />
32 Mein Lieblingsland: Irland<br />
<strong>ADAC</strong> Reise-Experten stellen<br />
ihre Traumziele vor<br />
34 Golf-Reisen<br />
18 Löcher, die man lieben muss:<br />
die besten Greens dieser Erde<br />
40 Fragen & Antworten<br />
<strong>ADAC</strong> Reise-Experten erklären, was<br />
für Reisende wirklich wichtig ist<br />
42 Flusskreuzfahrten<br />
Der große Test, welches Land<br />
man vom Wasser aus erleben muss<br />
49 Mein Reisebüro<br />
Ihr Kontakt zu allen <strong>ADAC</strong><br />
Reisebüros in Ihrer Umgebung<br />
49 Impressum<br />
50 Vorschau<br />
Das bringt die nächste<br />
<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong><br />
– ein Ausblick<br />
22 Konstanz<br />
Digital<br />
Bilder, Karten, Kontakte<br />
und Videos: Mit <strong>ADAC</strong><br />
<strong>Urlaub</strong> und der LAYAR-<br />
App erweitern Sie das<br />
Magazin um eine neue<br />
Dimension. Mehr Infos<br />
zur LAYAR-App auf<br />
Seite 10. Des Weiteren<br />
finden Sie im Heft Bitly-Kurzlinks, diese<br />
können Sie einfach in Ihren Internet-<br />
Browser eingeben und Sie werden zur<br />
entsprechenden Website weitergeleitet.<br />
Legende<br />
Weblink<br />
Video<br />
Information<br />
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E-Mail<br />
Kontakt<br />
Ort<br />
2 / <strong>2016</strong> 5
Postkarte<br />
KOPENHAGEN<br />
Dänemark<br />
DK- 760<br />
10.08.2014<br />
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FOTO: GETTY IMAGES<br />
KOPENHAGEN, DÄNEMARK Nordisch natürlich<br />
Die Stadt ist – sagt das Magazin „Monocle“, das jährlich die weltweit „lebenswerteste Stadt“ kürt – nicht mehr Nummer eins<br />
wie noch 2013 und 2014. Aber es gibt kaum etwas, was noch unwichtiger wäre. Auf weiß lasierten Böden und hinter schönen<br />
Fassaden vibriert nach wie vor nordische Lässigkeit: Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kultur, stets friedlich und<br />
freundlich, essen Smørrebrød, fahren Fahrrad, erfreuen sich an Kunst und Design, lachen mit Hippies in Christiana wie mit<br />
Hipstern in Østerbro und hängen am Nyhavn ab, dem „Neuen Hafen“. Die Sprache verstärkt eine gewisse Putzigkeit, selbst<br />
„Panserglas“ klingt dort weich. Ausgleich dafür ist die radikal realistische TV-Serie „Die Brücke“, deren bisher drei Staffeln<br />
auf der Öresundbrücke zwischen Kopenhagen und dem schwedischen Malmö spielen. Insgesamt also eine Stadt, über die<br />
man sich nur freuen und nie aufregen kann. Abgesehen von Facebook: Das Netzwerk sperrte ein Foto, das ein Däne gemacht<br />
hatte, wegen zu viel nackter Haut. Es zeigte die Statue der kleinen Meerjungfrau, Kopenhagens Wahrzeichen.<br />
Schicken Sie uns Ihre Postkarte an: postkarte@adac-urlaub.net<br />
6 2 / <strong>2016</strong><br />
2 / <strong>2016</strong> 7
Panorama Regional<br />
<strong>Urlaub</strong><br />
Panorama<br />
Reisetipps präsentiert von Ihrem <strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong><br />
Lissabon<br />
Stadt der „goldenen Blicke“<br />
Für ein langes Wochenende nach Lissabon? Das<br />
kommt kaum in Frage, denn dort gibt es jede Menge<br />
zu entdecken. Herrlich entspannen kann man auch.<br />
Und feiern, vor allem im Juni, wenn das Klima angenehm<br />
und die ganze Stadt ein einziges Fest ist.<br />
Zu Ehren ihres Schutzpatrons, des Heiligen Antonius,<br />
herrscht Ausnahmezustand. Alle Stadtviertel, die bairros,<br />
präsentieren sich bei der großen Parade auf der Avenida<br />
da Liberdade. Überall duftet es nach gegrillten Sardinen,<br />
Menschen schieben sich durch geschmückte Gassen und<br />
tanzen bis spät in die Nacht. Besonders intensiv erlebt man<br />
das Fest in der Alfama, dem Altstadtviertel unter der Burg<br />
Castelo de São Jorge.<br />
Für den groben Überblick ist aber der Fahrstuhl Elevador<br />
Santa Justa erste Wahl. Von einem Schüler Eiffels erbaut, bietet<br />
er einen Panorama-Ausblick. Kein Geheimtipp mehr, aber<br />
eine Variante der Stadterkundung ist die Fahrt mit der Tram<br />
No. 28. Die Wagen ruckeln mühsam durch die hügelige Stadtlandschaft<br />
und liefern Ausblicke auf die Burg, den glänzenden<br />
Tejo und das bunte Treiben in den Kopfsteinpflastergassen.<br />
Teilweise schmiegt sich die Bahn so dicht an Häuserfassaden,<br />
dass man den Mietern die Hand schütteln könnte.<br />
Und das ist erst der Anfang. Die Stadtviertel Bairro Alto<br />
und Baixa laden zum Stöbern ein. Am Campo de Santa<br />
Clara befindet sich eine der schönsten Kirchen der Stadt, die<br />
Wandschmuck<br />
Fliesen sind<br />
eine Kultur<br />
in Portugal,<br />
in 1001er<br />
Variation<br />
zieren sie<br />
die Häuser<br />
auch in<br />
Lissabon<br />
Kontaktieren<br />
Sie uns, wir<br />
beraten Sie<br />
gern. Alle<br />
Reisebüros<br />
finden Sie<br />
auf Seite 49<br />
Experten-Tipp<br />
Ein Aufenthalt in Lissabon ist<br />
nicht perfekt ohne einen Ausflug<br />
an einen der herrlichen<br />
Atlantikstrände. Sie erreicht<br />
man bequem in 30 Minuten<br />
mit dem Zug vom Cais do<br />
Sodré, dem Verkehrsknotenpunkt<br />
am Ufer des Tejo. Die<br />
mondänen Badeorte Estoril<br />
und Cascais verbindet eine<br />
Das Altstadtviertel Alfama<br />
Igreja e Mosteiro de São Vicente de Fora, sowie dienstags<br />
und samstags ein quirliger Flohmarkt. Dann ist da Belém mit<br />
zwei UNESCO-Weltkulturerben, zahlreichen Museen und<br />
seinem Blätterteiggebäck, den mit Vanillepudding gefüllten<br />
Pastéis de Belém. Oder das Hafenviertel Alcântara mit rauem<br />
Charme, in das mit Designern neues Leben einzog …<br />
Nur für ein langes Wochenende nach Lissabon?<br />
Das kommt nicht in Frage.<br />
Heike Ellermann vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Dortmund<br />
über den perfekten Atlantikausflug<br />
drei Kilometer lange Promenade.<br />
Wer nicht den ganzen<br />
Tag mit Sonnenbaden verbringen<br />
möchte, kann mit<br />
dem Fahrrad entlang der<br />
Küste radeln oder das Surfer-<br />
Eldorado Guincho Beach mit<br />
schroffen Klippen, breiten<br />
Dünen und hippen Strandcafés<br />
besuchen.<br />
FOTO: GETTY IMAGES, SHUTTERSTOCK, PR<br />
Mit der<br />
Bitte um<br />
Rückruf<br />
Der Musiker<br />
und Alpinist<br />
Christian<br />
Zehnder<br />
sammelt<br />
Echo-Orte in<br />
der Schweiz.<br />
Inzwischen<br />
ist aus seiner<br />
akustischen<br />
Begeisterung<br />
ein<br />
Schall-<br />
Archiv mit<br />
Rückruf-<br />
Karte geworden,<br />
eine<br />
Internet-<br />
Plattform<br />
und Smartphone-App<br />
(iOS, Android).<br />
Die<br />
Alpen als<br />
Klangraum<br />
mit bis zu<br />
siebenfachem<br />
Hall –<br />
yeaaaahaa!<br />
bit.ly/<br />
1NODsr1<br />
verbringt ein deutscher <strong>Urlaub</strong>er, der seinen<br />
<strong>Urlaub</strong> digital bucht, vor seiner Reise im<br />
Schnitt bei der Informationssuche im Netz.<br />
Auf Nummer sicher<br />
Bordkarten aufbewahren<br />
Breslau<br />
Kulturhauptstadt <strong>2016</strong><br />
Die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien mit zwölf<br />
Inseln und mehr als 100 Brücken ist neben Spaniens<br />
San Sebastian Europas Kulturhauptstadt<br />
<strong>2016</strong>. Die Stadt an der Oder erzählt eine<br />
bewegte Geschichte: Heute High-<br />
Tech-Boomtown und multikulturelle<br />
Studentenstadt, wurde<br />
nach dem Zweiten Weltkrieg<br />
fast die ganze Bevölkerung<br />
Breslaus ausgetauscht.<br />
Diese Vielfalt zeigt das<br />
Stadtbild: Prachtvolle<br />
Bürgerhäuser kuscheln<br />
mit sozialistischen<br />
Bausünden,<br />
marode Klassiker<br />
lehnen gegen<br />
gläserne Architekturexperimente.<br />
bit.ly/<br />
1mawbM3<br />
9 Stunden<br />
Vintage-Poster<br />
Wer seine Bordkarte achtlos<br />
behandelt, begibt sich<br />
unnötig in Gefahr: Profis<br />
können den Strichcode<br />
auslesen und in Kombination<br />
mit dem Namen bei<br />
vielen Airlines noch nicht<br />
angetretene Flüge umbuchen<br />
oder annullieren und<br />
erhalten sogar Zugang zu<br />
Vielfliegerkonten.<br />
Meldungen Panorama<br />
IN KÜRZE<br />
Après-Ski<br />
Jedes Jahr, wenn<br />
die Ski-Saison ausklingt,<br />
versteigert<br />
das britische Auktionshaus<br />
Christie’s<br />
historische Wintersport-Poster,<br />
meist<br />
aus dem frühen 20.<br />
Jahrhundert, dem<br />
„goldenen Zeitalter<br />
des Reisens“. Liebhaber<br />
zahlen für die mondänen<br />
Motive schon mal horrende Summen.<br />
Bei manchen kein Wunder,<br />
schließlich gab es damals bei<br />
Olympischen Winterspielen auch<br />
Kunstwettbewerbe. Der Schweizer<br />
Alex Walter Diggelmann gewann<br />
dort bereits drei Medaillen,<br />
und auch <strong>2016</strong> war er posthum<br />
erfolgreich: Sein Bild „Gstaad“<br />
ging zum Rekordpreis von<br />
76.900 britischen Pfund (knapp<br />
102.000 Euro) an den Meistbietenden.<br />
Insgesamt wurden<br />
614.900 britische Pfund erzielt,<br />
also mehr als 800.00 Euro.<br />
Top 10<br />
Europäische<br />
Hot-Spots <strong>2016</strong><br />
1. Porto, Portugal<br />
2. Moskau, Russland<br />
3. Brighton, England<br />
4. Liverpool, England<br />
5. Granada, Spanien<br />
6. Funchal, Portugal<br />
7. Oia, Griechenland<br />
8. Krakau, Polen<br />
9. Valencia, Spanien<br />
10. Köln, Deutschland<br />
Ermittelt durch TripAdvisor. Ausschlaggebend<br />
war das wachsende<br />
Interesse und positive Feedback<br />
im Vergleich zum Vorjahr.<br />
8 2 / <strong>2016</strong><br />
2 / <strong>2016</strong> 9
Panorama Meldungen<br />
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<strong>Urlaub</strong><br />
digital erleben<br />
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dieses Zeichen<br />
Nutzen Sie die kostenlose<br />
App „Layar“, um mit Hilfe<br />
von Smartphone oder Tablet<br />
das Magazin zu überraschend<br />
neuem Leben zu erwecken.<br />
Auf Ihrem Bildschirm erscheinen<br />
Videos, Karten,<br />
Bildergalerien, Kontaktdaten und viele<br />
weitere interaktive Inhalte. Viel Spaß!<br />
1 Herunterladen der App<br />
Laden Sie die „Layar“-App<br />
kostenlos herunter.<br />
für iPhone und iPad<br />
für Android-Geräte<br />
2 Aktivieren<br />
Öffnen Sie die „Layar“-App und<br />
drücken Sie auf „Scannen“.<br />
3 Scannen & los!<br />
Scannen Sie mit Hilfe von<br />
Smartphone oder Tablet<br />
die gesamte Heftseite und<br />
die virtuelle Reise beginnt!<br />
Vulcan<br />
Logisch, Mr. Spock!<br />
Es war mal eine<br />
kanadische Kleinstadt,<br />
etwa eine<br />
Autostunde von<br />
Calgary entfernt. Bis<br />
vor 50 Jahren hatte<br />
der Ort im flachen Land<br />
wenig zu bieten. Dann<br />
startete die TV-Serie<br />
„Star Trek“ – und Vulcan<br />
war mehr als nur ein Fleck<br />
auf der Landkarte. Heute<br />
inszeniert sich der Ort als Heimat<br />
von Mr. Spock – mit einer „Trek<br />
Station“, einer Raumschiff-Enterprise-<br />
Statue, einer Spock-Büste, Wörterbüchern<br />
(„Klingonisch–Englisch“) und dem „Trekcetera“-Museum.<br />
Das „Star Trek“-Jubiläum, offiziell<br />
der 8. September, beginnt mit einer Trekkie-Party bereits am 8. und<br />
9. Juli und soll den rund 2000 Bewohnern neue Galaxien eröffnen.<br />
Österreich<br />
Maut im Museum<br />
Das Timmelsjoch ist Österreichs<br />
höchstgelegener Straßengrenzübergang<br />
und, da dort keine<br />
Lkw fahren dürfen, vor allem<br />
bei Motorradfahrern beliebt.<br />
Auf 2175 Meter Seehöhe kommt<br />
für sie ab April <strong>2016</strong> ein eigenes<br />
Museum hinzu. „Top Mountain<br />
Motorcycle Museum“ heißt<br />
das fast ganz aus Holz in Form<br />
Knesebeck,<br />
112 Seiten,<br />
14,95 €<br />
einer Schneewechte erbaute<br />
Zweirad-Zentrum. Es enthält<br />
eine Sammlung von rund<br />
170 Klassikern: Motoguzzi,<br />
MV Augusta, Ducati, BMW,<br />
NSU, DKW, Zündapp, Triumph,<br />
Norton, Brough Superior,<br />
Indian, Harley-Davidson – alles<br />
dabei. Auch die Mautstation<br />
ist integriert.<br />
bit.ly/<br />
1nD1P5T<br />
Tipp<br />
Zum<br />
Blättern<br />
Die Berliner<br />
Fotografin<br />
Eva Häberle<br />
saß in<br />
Cornwall<br />
und wartete<br />
auf den Bus.<br />
Aus Langeweile<br />
schob<br />
sie Laub hin<br />
und her. Aus<br />
dem Laub<br />
wurde eine<br />
Eule. Und<br />
aus der Eule<br />
eine umfangreiche<br />
Tierserie.<br />
In Brandenburg,<br />
am<br />
Bodensee,<br />
auf La Gomera<br />
oder<br />
in Südafrika<br />
entstanden<br />
weitere zarte<br />
Gebilde<br />
grüner<br />
Kunst, etwa<br />
ein Puste-<br />
blumen-<br />
Pudel, eine<br />
Seerosen-<br />
Ente oder<br />
ein Wirsing-<br />
Elefant.<br />
„Der Mensch wird in der<br />
Digitalisierung immer wertvoller“<br />
Matthias Rotter, Geschäftsführer DER Touristik Frankfurt (Dertour, <strong>ADAC</strong> Reisen, Meier’s<br />
Weltreisen), über Sicherheit im <strong>Urlaub</strong>, Trendziele <strong>2016</strong> und die Zukunft des Reisebüros<br />
Herr Rotter, viele Menschen planen<br />
jetzt ihren Sommerurlaub – zugleich<br />
hat sich die Welt zuletzt stark verändert.<br />
Spüren Sie das, Ihre Verantwortung<br />
betrifft ja auch die Gäste von<br />
<strong>ADAC</strong> Reisen?<br />
Wenn man auf die Welt schaut, könnte<br />
man denken, auf nichts mehr ist Verlass.<br />
Zwischen Januar und <strong>März</strong> ist<br />
normalerweise die Hochbuchungsphase<br />
für den Sommerurlaub, eine<br />
gewisse Zurückhaltung ist noch zu<br />
spüren. Wobei die Menschen nach<br />
wie vor den Drang haben, <strong>Urlaub</strong> zu<br />
machen. Wir merken das an ihrer Recherche<br />
online und in den Reisebüros.<br />
Gibt es Reiseziele, die <strong>2016</strong> besonders<br />
beliebt sind?<br />
Der Trend weist darauf hin, dass es ein<br />
sehr starkes Deutschland-Jahr werden<br />
wird. Und das Bewährte behauptet<br />
sich stark: in Europa Italien, Spanien<br />
und Skandinavien, bei Fernreisen der<br />
Indische Ozean mit Mauritius und Sri<br />
Lanka vorneweg. Und nach dem Ende<br />
der Ebola-Epidemie ist Südafrika zurück<br />
auf der touristischen Landkarte.<br />
Ist Reisen eigentlich sicherer oder<br />
unsicherer geworden?<br />
Ist das Leben sicherer geworden?<br />
Das Reisen an sich definitiv. Reisende<br />
sind heute gut vorbereitet und die<br />
Standards an den Flughäfen extrem<br />
hoch. Auch unser eigenes Warnsystem<br />
ist seit Jahren professionell geschärft.<br />
Wir beobachten die ganze Welt und<br />
informieren unsere Kunden sofort<br />
aktiv, sollte sich die Lage verändern.<br />
Wer sein Mobiltelefon registrieren<br />
lässt, erhält zeitnah alle Informationen<br />
per SMS. Da sind wir ganz vorn.<br />
Das betrifft auch die Mitarbeiter in<br />
den Reisebüros.<br />
Im „Zeit-Magazin“ wurde unlängst<br />
behauptet, wer im Reisebüro bucht,<br />
ist gefühlte 76 Jahre alt. Deckt sich<br />
das mit der Wirklichkeit?<br />
(lacht) Nein, das tut es nicht. Im Gegenteil,<br />
es ist so, dass man heute eine<br />
Zugfahrt klar im Netz bucht. Wenn Sie<br />
jedoch für drei Wochen eine Thailand-<br />
Rundreise buchen, tun Sie das im Reisebüro.<br />
Was nicht heißt, dass man sich<br />
nicht im Vorfeld online informiert.<br />
Was spricht denn für das Reisebüro?<br />
Dreierlei. Unsere Reisen kosten onwie<br />
offline dasselbe. Es kommt eine<br />
kompetente, neutrale Beratung<br />
hinzu, die Orientierung bietet,<br />
den Kunden auch mal korrigiert,<br />
weil sich Mitarbeiter<br />
vor Ort auskennen. Und<br />
schließlich gibt es all jene,<br />
die Bezahlsysteme im Internet<br />
skeptisch betrachten.<br />
Matthias Rotter<br />
Geschäftsführer<br />
DER Touristik<br />
und Amrum-Fan<br />
INTERVIEW<br />
Meldungen Panorama<br />
Würden Sie von einer Renaissance<br />
des Reisebüros sprechen?<br />
Wir sehen, dass immer mehr Menschen<br />
die Beratung im Reisebüro<br />
suchen. Bei selbstständiger Planung<br />
ist es schwierig, das Preis-Leistungs-<br />
Verhältnis einzuschätzen oder zu<br />
wissen, was „zzgl. Steuern“ genau bedeutet.<br />
Viele sagen, diese Detailarbeit<br />
überlasse ich den Experten.<br />
Haben Sie eine Vorstellung, wie das<br />
Reisebüro der Zukunft aussehen<br />
wird?<br />
Entspannter. Es soll eine Lounge-<br />
Atmosphäre zum Wohlfühlen vermitteln.<br />
Zugleich technischer. Noch<br />
mehr Informationen, etwa 360-Grad-<br />
Videos vom Hotelzimmer. Wobei es<br />
da eine Kehrseite gibt: Im echten<br />
Leben wird es nicht immer genau<br />
so sein. Was nicht schlimm ist: Das<br />
Sich-überraschen-lassen macht das<br />
Reisen doch letztlich aus. Und, vielleicht<br />
das Wichtigste: menschlicher.<br />
Mit steigender Digitalisierung und<br />
zunehmender Automatisierung wird<br />
der Mensch immer wertvoller. Weil<br />
er den Kunden kennt und auf<br />
seinen speziellen Charakter<br />
eingehen kann und<br />
weiß, was ihm gefällt.<br />
Was gefällt Ihnen, wo<br />
waren Sie zuletzt im<br />
<strong>Urlaub</strong>?<br />
Auf der Nordseeinsel<br />
Amrum. Wegen des<br />
breiten Sandstrandes,<br />
der Dünen, die manchmal<br />
wie eine Mondlandschaft<br />
wirken, dem<br />
Wald, der friesisch herben<br />
Luft und dem originellen<br />
Minigolf-Platz.<br />
10 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 11
Panorama Meldungen<br />
IN KÜRZE<br />
Neues aus der<br />
Verwaltung<br />
Kanada Ab Mitte <strong>März</strong> müssen<br />
Deutsche, die auf dem Luftweg<br />
nach Kanada reisen, eine elektronische<br />
Einreiseerlaubnis, die<br />
Electronic Travel Authorization<br />
(eTA), nachweisen. Die Registrierung<br />
erfolgt nach dem Vorbild<br />
der USA online und kostet<br />
sieben kanadische Dollar (rund<br />
fünf Euro).<br />
3300<br />
Laptops verschwinden jede<br />
Woche von den acht größten<br />
Flughäfen Europas, insgesamt<br />
175.000 pro Jahr.<br />
Gut<br />
abgeschirmt<br />
Innovativer<br />
Stadtplan<br />
Im Frühjahr<br />
ist Regen auf<br />
vielen Städtereisen<br />
ein<br />
beständiger<br />
Begleiter,<br />
ein Schirm<br />
wiederum<br />
stört oft<br />
die Orientierung.<br />
Kenia Die Eintrittspreise für<br />
die Nationalparks werden von<br />
90 auf 60 US-Dollar gesenkt.<br />
Und Kinder unter 16 Jahren<br />
sind auf absehbare Zeit von der<br />
Visagebühr befreit.<br />
Mallorca Die geplante „Steuer<br />
für nachhaltigen Tourismus“<br />
tritt vermutlich im Juni in Kraft.<br />
Jeder Gast, der älter als 16 Jahre<br />
ist, muss dann in touristischen<br />
Unterkünften bis zu zwei Euro<br />
pro Nacht bezahlen. Ab zehn<br />
Übernachtungen wird’s billiger …<br />
Slowakei Die herkömmliche<br />
Klebevignette hat ausgedient,<br />
die elektronische kommt. Die<br />
neue Maut kann online oder<br />
an Verkaufs- und Tankstellen<br />
erworben werden. Kosten:<br />
zwischen 10 (gültig für zehn<br />
Tage) und 50 Euro (für ein Jahr).<br />
Thailand Ein neues, für sechs<br />
Monate gültiges Visum berechtigt<br />
zur mehrmaligen Einund<br />
Ausreise. Es muss vom<br />
Konsulat ausgestellt sein, kostet<br />
130 Euro und ist gültig, wenn<br />
der Antragsteller das Land alle<br />
60 Tage verlässt.<br />
USA Reisende, die ab <strong>März</strong><br />
2011 den Irak, Syrien oder<br />
andere „problematische“<br />
Regionen besucht haben, sind<br />
weitestgehend vom Visa Waiver<br />
Programm ausgeschlossen<br />
und benötigen ein Visum.<br />
Bereits erteilte elektronische<br />
Reisegenehmigungen (Esta)<br />
verlieren zudem ihre Gültigkeit.<br />
Wartung und Pflege<br />
Feuchtigkeit im Auto – was tun?<br />
Beschlagene Scheiben, Frost<br />
an ihren Innenseiten, muffiger<br />
Geruch: Zu viel Feuchtigkeit<br />
im Wagen kommt<br />
durch nasse Kleidung oder<br />
undichte Stellen in der<br />
kalten Jahreszeit häufig vor<br />
und kann zu Schimmel und<br />
Rost führen. Der <strong>ADAC</strong> empfiehlt:<br />
gut durchlüften und<br />
die Heizung stark aufdrehen.<br />
Die Klimaanlage unterstützt,<br />
solange die Außentemperatur<br />
nicht unter sechs Grad<br />
sinkt. Nasse Fußmatten herausnehmen<br />
und trocknen<br />
lassen. Bei undichten Stellen<br />
bleibt nur der Gang in<br />
die Werkstatt, um Dichtungen<br />
austauschen zu lassen.<br />
Antarktis & Co.<br />
Google Wild View<br />
Die Lösung<br />
für dieses<br />
Problem:<br />
Rainmap,<br />
der Schirm<br />
mit Stadtplan.<br />
Für<br />
alle großen<br />
deutschen<br />
Städte. Preis:<br />
19,90 €.<br />
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1SqkLCp<br />
Manche sind dort, wo man selbst nie hinkäme,<br />
vielleicht nie hinkommen will: frei kletternd<br />
an der härtesten Wand der Welt, der<br />
Dawn Wall im US-amerikanischen<br />
Yosemite-Nationalpark. Oder am<br />
Grab des Antarktis-Forschers<br />
Ernest Shackleton auf der<br />
Inselgruppe Südgeorgien,<br />
einem Brutgebiet des<br />
Königspinguins. Oder bei<br />
Wracks auf dem Meeresgrund.<br />
Neuerdings sind<br />
überall dort aber Profis<br />
mit Spezialkameras<br />
unterwegs, deren<br />
Bilder bei Google zu<br />
360-Grad-Rundum-<br />
Erlebnissen werden.<br />
bit.ly/<br />
1SqkNu2<br />
FOTO: GETTY IMAGES (6), SHUTTERSTOCK (3), DEPOSITPHOTOS, VICTORIA AND ALBERT MUSEUM LONDON (2), CHRISTIE’S<br />
IMAGES LTD. <strong>2016</strong>, ECHOTOPOS, COMPASS CULTURA, ALEXANDER MARIA LOHMANN/ÖTZTAL TOURISMUS, PR (2)<br />
London<br />
Ideale Körper<br />
Das Victoria & Albert Museum gilt als eines der führenden<br />
Museen für Kunst und Design, etwa wegen seiner Ausstellung<br />
zu David Bowie. Ab dem 16. April widmet es sich eher Unsichtbarem:<br />
der Unterwäsche. Mehr als 200 Objekte – dazu Fotos,<br />
Filme, Werbung und Verpackungen – präsentieren eine<br />
Historie des angeblich idealen Körpers von rippenbrechenden<br />
Korsetts bis zu verführerischen Dessous.<br />
Victoria & Albert Museum<br />
Cromwell Rd, London SW7 2RL<br />
Tgl. 10–17.45, Fr bis 22 Uhr, Eintritt: frei<br />
Weitere Informationen: www.vam.ac.uk<br />
Digitales Magazin<br />
„Compass Cultura“<br />
Die Autoren besuchen ihre Großeltern, die Champagner produzieren.<br />
Porträtieren die Betreiber eines Piratensenders in<br />
Griechenland. Oder untersuchen Formenvielfalt und Produktionsbedingungen<br />
des Panamahutes. Das sind keine Geschichten<br />
für die Massen. Aber leidenschaftliche – und lange – Stories,<br />
wie sie das englischsprachige Online-Magazin „Compass Cultura“<br />
veröffentlicht, jeden Monat drei Stück, werbefrei.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.compasscultura.com<br />
Städtetrips für die ganze Familie<br />
Bei <strong>ADAC</strong> Reisen können Sie Spaß und Erholung auch gut mit Kultur und Geschichte<br />
kombinieren, z. B. vor den Toren Roms mit „Campingwelten für Familien”:<br />
ITALIEN · LATIUM, FIANO ROMANO<br />
Camping I Pini Family Park<br />
Ruhe und Erholung nach dem Rom-Besuch im beliebten Ferienpark. Speziell<br />
auf die Bedürfnisse von Familien und Kindern zugeschnitten, Swimmingpool<br />
mit Whirlpool, Kinderbecken und weiterem lagunenförmigen Swimmingpool,<br />
Spielplatz und Animation. 7 Nächte<br />
Pro Premium Mobilheim (für bis zu 5 Personen) ab € 195<br />
Bei Buchung inklusive<br />
q <strong>ADAC</strong> Plus-Mitgliedschaft erhalten<br />
q Kostenfreier PKW-<strong>Urlaub</strong>s-Check<br />
q Umfangreiches Info- und Kartenmaterial<br />
q MY IKONA Fotobuch-Gutschein<br />
Weitere Informationen und Buchung<br />
in Ihrem <strong>ADAC</strong> Reisebüro.<br />
<strong>ADAC</strong> Reisen, Veranstalter: DER Touristik Frankfurt GmbH & Co. KG, 60424 Frankfurt · AN-1087/16<br />
12 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 13<br />
Mit Sicherheit<br />
mehr vom <strong>Urlaub</strong>
Ewig in drei<br />
Was<br />
Tagen<br />
Der Gott Jupiter prophezeite,<br />
Rom würde für immer existieren.<br />
Er könnte Recht behalten.<br />
Denn in der Stadt regiert der<br />
beständige Wandel<br />
Text Helmut Ziegler<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
Tiber und Petersdom<br />
„Lebenspendende Sonne,<br />
du kannst wohl nichts<br />
Größeres erblicken als<br />
die Stadt Rom“ (Horaz)<br />
Inspiration Rom<br />
Rom ist, ist<br />
schwer, wenn nicht<br />
unmöglich zu sagen.“<br />
Diesen Satz<br />
schrieb der Autor<br />
Herbert Rosendorfer vor rund zehn<br />
Jahren in der Einleitung zu seinem<br />
<strong>ADAC</strong> Reiseführer. Und bis heute<br />
hat sich daran offenbar nichts Wesentliches<br />
geändert. Denn alle klassischen<br />
Zuschreibungen – Heilige Stadt, Haupt<br />
der Welt, weltgrößte Ansammlung<br />
alter Steine – sind zwar griffig, greifen<br />
aber irgendwie auch zu kurz.<br />
Wer nach Rom reist, ist eventuell<br />
archäologisch interessiert. Religiös<br />
motiviert. Oder möchte das Dolce Vita<br />
erleben. Rom ist vielfältig, deshalb<br />
dürfte jeder zufrieden zurückkehren.<br />
Aber mit Überraschungen im Gepäck,<br />
denn Rom ist auch verwirrend.<br />
So gibt es riesige Papstbilder in Tiefgaragen.<br />
Mit der Schere geschnittene<br />
Banane-Nutella-Pizzen. Opferkerzen<br />
mit Energiesparlampen. Eine majestätische<br />
Pyramide mitten in der Stadt.<br />
Unterirdische Grotten zur Huldigung<br />
eines Lichtgottes. Oder Kalender<br />
mit Pin-up-Bildern junger attraktiver<br />
Priester. Alles entdeckt in drei Tagen.<br />
Zudem rast man, quasi mit dem<br />
Finger auf der Fast-Forward-Taste,<br />
quer durch Roms Geschichte. Denn<br />
was die Metropole in jedem Fall ist:<br />
eine Art Zeitmaschine, die ein beliebiges<br />
Vor- und Zurückbewegen innerhalb<br />
von nahezu 3000 Jahren erlaubt.<br />
Zwischen Gestern, Heute und Morgen.<br />
Die Vergangenheit<br />
Die eine Vergangenheit, dies vorweg,<br />
gibt es dabei so nicht. Geschichte ist<br />
einerseits allgegenwärtig und beim<br />
besten Willen nicht zu übersehen.<br />
Andererseits zersplittert sie in Abermillionen<br />
von Geschichten, Anekdoten<br />
und Kuriositäten.<br />
Schon die Gründung ist ja anzweifelbare<br />
Legende. Die Zwillinge Romulus<br />
und Remus, auf dem Tiber ausgesetzte<br />
Kinder des Kriegsgottes Mars<br />
und der Priesterin Rhea Silvia, wurden<br />
von einer Wölfin gesäugt? Gründeten<br />
die Stadt ausgerechnet dort, wo ihr<br />
Elend begann? Zerstritten sich über<br />
die Höhe der Stadtmauer, woraufhin<br />
14 2 / <strong>2016</strong><br />
2 / <strong>2016</strong> 15
Inspiration Rom<br />
Romulus den spottenden Remus erschlug?<br />
Brudermord als Basis also<br />
und ein Raubtier als Wappen? Das ist<br />
nur der Beginn.<br />
Centro Storico nennen die Römer<br />
ihr Viertel zwischen dem Hauptbahnhof<br />
Termini und dem Vatikan: Auf<br />
einer Strecke von gut vier Kilometern<br />
Luftlinie findet sich mit einigen Schlenkern<br />
beispielsweise das Forum Romanum.<br />
Um 700 v. Chr. Mittelpunkt des<br />
römischen Lebens mit Tempeln und<br />
Statuen eng an eng. Etwa 1200 Jahre<br />
lang immer wieder umgebaut, später<br />
Steinbruch, auch mal verschüttet oder<br />
als Kuhweide genutzt. Inzwischen eine<br />
zentrale grüne Oase der Stadt mit einer<br />
endlosen Zahl an Säulen und Tempeln.<br />
Oder das Pantheon, der um 114 v.<br />
Chr. begonnene Rundtempel mit einer<br />
Öffnung im Zenit der Kuppel, durch<br />
die allein alles Licht – und manchmal<br />
auch Regen – fällt. Stein gewordene<br />
Harmonie des Kreises, gleichermaßen<br />
geschätzt von Mathematikern wie<br />
Mystikern und mit enormem Einfluss<br />
auf die Architektur der Neuzeit.<br />
Auch die Piazza Navona, von<br />
Julius Cäsar 46 v. Chr. als Sportstadion<br />
begonnen, vom Kaiser Domitian<br />
120 Jahre später monumental vollendet.<br />
Immer mal wieder geflutet.<br />
Heute einer der eindrucksvollsten<br />
Plätze der Welt, eine Flaniermeile<br />
samt Obelisk und barocker Mohrenund<br />
Vierströmebrunnen.<br />
Ebenfalls die Pyramide des Cestius,<br />
ein 36 Meter hohes Grabmal an<br />
der früheren Stadtmauer, zwischen<br />
18 und 12 v. Chr. nach ägyptischer<br />
Mode errichtet und in Dan<br />
Browns Thriller „Illuminati“<br />
von dessen Helden Robert<br />
Langdon trotz eigener Metrostation<br />
und Hilfe der lokalen<br />
Polizei übersehen.<br />
Natürlich das Kolosseum.<br />
80 n. Chr. an dem Platz, wo sich zuvor<br />
Kaiser Neros Privatsee befand, als<br />
Amphitheater eingeweiht. Was einst<br />
Ort blutiger Kämpfe war und nach der<br />
Christianisierung ein Wohnhaus, wird<br />
heute dank der Millionen eines Schuhproduzenten<br />
sorgsam restauriert.<br />
Sowie der Campo de’ Fiori, bis ins<br />
Mittelalter Blumenwiese, dann Pferdemarkt,<br />
heute der bekannteste, wenn<br />
auch schrumpfende Handelsplatz<br />
Anita Ekberg in<br />
„La Dolce Vita“<br />
„Ich habe den<br />
allerschönsten<br />
Brunnen<br />
gesehen“<br />
(Filmzitat)<br />
Im Pantheon<br />
„Alle Wege führen nach<br />
Rom“ (Sprichwort)<br />
für – oft vorgeschnittenes – Obst und<br />
Gemüse, wo im Jahr 1600 auf Geheiß<br />
der katholischen Inquisition der Philosoph<br />
Giordano Bruno als Ketzer auf<br />
dem Scheiterhaufen verbrannt wurde<br />
– Papst Johannes Paul II. gab im Jahr<br />
2000 das Unrecht auch aus kirchlicher<br />
Sicht zu.<br />
Ferner die Fontana di Trevi, eher<br />
bombastisches Wasserschauspiel<br />
denn Brunnen, 1751 fertiggestellt<br />
und spätestens 1960 durch die<br />
badende Anita Ekberg im Film<br />
„La Dolce Vita“ zum Kultplatz<br />
geworden. Wer, was verboten<br />
ist, rückwärts über die linke<br />
Schulter eine Münze ins Wasser<br />
wirft, sichert angeblich seine<br />
Rückkehr nach Rom. Immerhin:<br />
Die Caritas dankt.<br />
Dieser Überblick ist dabei mitnichten<br />
vollständig, allein im Centro Storico<br />
finden sich 320 Kirchen. Und auf der<br />
anderen Seite des Tiber ist neben der<br />
Engelsburg – mal Mausoleum, mal<br />
Festung, mal Papst-Wohnsitz, mal<br />
Kerker und heute Museum – noch der<br />
Vatikan, mit 0,44 Quadratkilometern<br />
Größe und rund 840 Einwohnern der<br />
kleinste allgemein anerkannte Staat der<br />
Welt. Dessen Ensemble aus Petersplatz,<br />
Petersdom, Sixtinischer Kapelle und<br />
den Museen ist so prachtvoll und so<br />
einschüchternd, dass man in Betracht<br />
zieht, selbst eine Religion zu gründen.<br />
Die Römer – also<br />
die Nachfahren jener,<br />
die Jesus ans Kreuz<br />
schlugen – nehmen den Staat im Stadtgebiet<br />
dagegen relativ gelassen. SCV,<br />
das Autokennzeichen des Vatikans,<br />
interpretieren sie als se Christo vedesse,<br />
wenn Christus euch sehen könnte …<br />
Im Gegenzug färbt die Stadt aber<br />
auch auf die Priester ab: Sie gehen<br />
ungewöhnlich oft, wohl nur Gott gehorchend,<br />
bei Rot über die Straße.<br />
Die Gegenwart<br />
Das Erste, was massiv auf Besucher zukommt,<br />
ist: Verkehr. „Eigentlich gelten<br />
auf Roms Straßen die Regeln des<br />
Autoscooters“, fasst Birgit Schönau in<br />
ihrer lesenswerten „Gebrauchsanweisung<br />
für Rom“, erschienen im Piper<br />
Verlag, die Lage zusammen. Um problemlos<br />
von A nach B zu kommen,<br />
bedarf es daher erstens Selbstbewusstseins<br />
– wie bei den Fußgänger-Autofahrer-Duellen<br />
in Paris. Zweitens<br />
Selbstaufgabe – wie beim Verschmelzen<br />
im Verkehrsfluss asiatischer<br />
Städte. Drittens, vor allem, stets offener<br />
Augen und Blickkontakt: Zebrastreifen<br />
werden schon mal als Pflastermalerei<br />
eingestuft, durch ausgewiesene Fußgängerzonen<br />
heizen Mopeds, orange<br />
leuchtende Ampelmännchen bedeuten<br />
nicht, dass Autofahrer Rot haben.<br />
Es hilft, die römische<br />
StVO als Vorschlag<br />
zu interpretieren:<br />
Vorschläge kann man ablehnen.<br />
„Wenn es ein Prinzip gibt, das in<br />
Rom gilt, dann das Prinzip Chaos.“<br />
Dies sagt – mit breitem Lächeln –<br />
Giulia Acone, 27-jährige Römerin und<br />
Studentin der Rechtswissenschaften an<br />
der Universität Tor Vergata. Sie meint<br />
damit nicht nur den Verkehr. Auch den<br />
Bürgermeister Ignazio Marino von der<br />
Partito Democratico, der im Oktober<br />
letzten Jahres wegen happiger Spesenrechnungen<br />
zurücktrat – um Wochen<br />
später den Rücktritt vom Rücktritt zu<br />
erklären. Oder jenen Prozess, der der<br />
mafia capitale das Handwerk legen soll,<br />
jenem Geflecht aus Mafia-Clans, das<br />
sich über korrupte Minister, Stadträte,<br />
Richter und Unternehmer Aufträge bei<br />
der Müllentsorgung oder im Straßenbau<br />
sicherte – und erst mal mit einem<br />
Streik der Verteidiger begann. „Dazukommen“,<br />
sagt Acone, „abstruse familiäre<br />
Pflichten, eine irrsinnige Bürokratie,<br />
ein defizitärer Haushalt, immer kurz<br />
vor dem Bankrott, und jede Menge<br />
Pyramide des<br />
Cestius in der<br />
Nähe des Circus<br />
Maximus<br />
„Auch Rom<br />
wurde nicht<br />
an einem Tag<br />
erbaut“<br />
(Sprichwort)<br />
Angebote<br />
Beim Pantheon<br />
Albergo Santa Chiara<br />
Elegant eingerichtetes Drei-Sterne-<br />
Haus mit heller, freundlicher<br />
Atmosphäre direkt im Centro Storico<br />
– diverse Sehenswürdigkeiten sind<br />
in fünf Minuten zu Fuß erreichbar.<br />
ab 188 € / 3 Tage / p. P. im<br />
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Veranstalter: Thomas Cook<br />
In Parlamentsnähe<br />
Colonna Palace<br />
In einem Haus des 17. Jahrhunderts<br />
befindliches Vier-Sterne-Hotel, direkt<br />
im historischen Zentrum. Alle großen<br />
Touristen-Attraktionen sind schnell<br />
und bequem erreichbar.<br />
ab 297 € / 4 Tage / p. P. im<br />
DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />
Veranstalter: DER Tour<br />
Am Tiber-Ufer<br />
Indigo Rome St. George<br />
Luxuriöses Fünf-Sterne-Hotel zwischen<br />
Piazza Navona und Vatikan gelegen.<br />
Umfangreiches Spa-Angebot (gegen<br />
Gebühr) und Restaurant mit lokaler<br />
Küche.<br />
ab 492 € / 3 Tage / p. P. im<br />
DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />
Veranstalter: FTI<br />
16 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 17<br />
Änderungen vorbehalten
Inspiration Rom<br />
Inspiration Rom<br />
Hinterzimmergeschäfte, ob bei Wohnungen<br />
oder Taxilizenzen.“ Sie lacht<br />
wieder: „Rom, eine Übung in Anarchie.“<br />
Von all dem bekommen normale<br />
Besucher natürlich so gut wie nichts<br />
mit. Ihnen wird eher mit ausgesucht<br />
höflicher Gleichgültigkeit begegnet<br />
– schließlich sind sie bald wieder<br />
weg. Rom dagegen ist ewig.<br />
Diese Lässigkeit des Alles-schondagewesen<br />
spürt man selbst in den<br />
verschiedenen Vierteln. Trastevere, das<br />
wohl beliebteste und volkstümlichste,<br />
gleicht eher einem Dorf mit den niedrigen<br />
Gebäuden in allen denkbaren<br />
verwaschenen Ockertönen, den verwinkelten<br />
Gassen, dem malerischen<br />
Kopfsteinpflaster.<br />
Testaccio, entstanden an einem<br />
Hügel aus Scherben antiker Amphoren,<br />
kommt in der Gunst gleich danach.<br />
Es ist eine seltsam harmonische<br />
Mischung: Auf dem besten Markt Roms<br />
wird ausladend gestikuliert, nebenan<br />
Vatikanplatz<br />
„Zwei Dinge<br />
sind im Vatikan<br />
schwer zu<br />
bekommen:<br />
Ehrlichkeit<br />
und eine<br />
Tasse Kaffee“<br />
(Papst Johannes<br />
Paul I)<br />
liegt der Friedhof der Nichtkatholiken,<br />
ein Hort der Stille. Außerdem finden<br />
sich hier hippe Clubs wie das „Alibi“<br />
und moderne Kunst, Testaccio ist aber<br />
zugleich Heimat der Fans des AS Rom<br />
wie alter Werkstätten, in denen noch<br />
Fiat 500 repariert werden.<br />
Relativ neu auf der „In-Karte“ ist<br />
Monti. Der älteste Stadtteil Roms, früher<br />
Arbeiter- und Rotlichtviertel, liegt<br />
in Nähe des Kolosseums. Im Gewirr<br />
schmaler Straßen mit efeuumrankten<br />
Restaurants und Hipster-Barbieren, die<br />
„Machete“ heißen, verläuft das Leben<br />
aber deutlich entspannter. Langsamer.<br />
Letzter Zugang, etwas versteckt<br />
hinter der Station Termini und den<br />
Resten der alten Stadtmauer, ist San<br />
Lorenzo. Das heutige Studenten- und<br />
Künstlerviertel, früher Kampfgebiet<br />
der Eisenbahner gegen die Faschisten,<br />
erwacht erst abends zum Leben.<br />
Tagsüber trifft man hier eher Wallfahrende,<br />
die mehrfach veränderte<br />
Basilika San Lorenzo gehört zu den<br />
sieben Pilgerkirchen Roms.<br />
Dass viele öffentliche Uhren falsch<br />
gehen, passt da. Je nach Interpretation<br />
ist es Zeichen von Zeitlosigkeit – oder<br />
Schlampigkeit. Man kann es aber<br />
auch als Geschenk der Stadt verstehen,<br />
die einem einfach mehr magische<br />
Momente unterjubeln möchte.<br />
Die Zukunft<br />
„Rom steht vor einer Läuterung, einer<br />
Reinigung.“ Dieser Ansicht ist Luca<br />
Cordero di Montezemolo, 68, einst<br />
ein hoher Manager bei Ferrari und<br />
Fiat, dessen Auftrag es nun ist, die<br />
Olympischen Spiele 2024 in die Ewige<br />
Stadt zu holen. Deren Vergabe 2017<br />
begreift er als Motivation: „Erst räumt<br />
man auf, dann geht man zur Feier“,<br />
sagt er. „Aber ohne die Einladung zur<br />
Feier räumt man nie auf.“<br />
In der Tat gibt es Anzeichen, dass<br />
man sich in Rom nicht mehr nur auf<br />
die Strahlkraft als antike Supermacht<br />
verlässt. Kampf gegen die Korruption<br />
und faule Beamte. Erste Fahrpläne für<br />
Buslinien. Ein neuer Sicherheitschef,<br />
der wegen seiner Zähigkeit als culo di<br />
pietra, Steinarsch, bezeichnet wird.<br />
Hinzukommen die 300.000 Studenten<br />
und eine Start-up-Szene, die sich um<br />
Termini konzentriert.<br />
Am deutlichsten erkennbar aber<br />
ist der Wechsel in der Architektur.<br />
So wurde 2003 das Gotteshaus Dio<br />
Padre Misericordioso eingeweiht, ein<br />
stark stilisiertes Schiff mit drei Segeln.<br />
2005 kam eine Zweigstelle<br />
der Kapitolinischen<br />
Museen dazu,<br />
in einem ehemaligen<br />
Elektrizitätswerk, ein<br />
Nebeneinander von<br />
alten Marmorstatuen und ausgedienten<br />
Turbinen. Ein Jahr später war<br />
die Überdachung des Ara Parcis abgeschlossen,<br />
eines am Ufer des Tiber<br />
stehenden Altars aus dem Jahr 13 v.<br />
Chr.: Der asymmetrische Bau aus Glas,<br />
Stahl und Travertin erinnerte Kritiker<br />
an eine zu groß geratene Klimaanlage.<br />
Und seit 2010 ist im Norden der Stadt<br />
das MAXXI zugänglich, ein von dem<br />
Chinesen Hou Hanru geleitetes Museum<br />
für Gegenwartskunst, erbaut von<br />
der aus dem Irak stammenden britischen<br />
Stararchitektin Zaha Hadid.<br />
Das kurvig verknotete, in-, durchund<br />
übereinanderfließende Sichtbeton-Areal<br />
mit hellen Galerien und<br />
freischwebenden schwarzen Treppen<br />
ist zweierlei: erstens der Beweis,<br />
dass die Moderne nicht mehr hintenanstehen<br />
muss. Und zweitens ein klarer<br />
Kommentar zur Stadt.<br />
Colosseo<br />
Quadrato im<br />
Stadtteil EUR,<br />
mit seinen<br />
216 Rundbogenarkaden<br />
„Rom wollte<br />
immer<br />
herrschen“<br />
(Heinrich Heine)<br />
Zum Abschluss:<br />
Wer all diese Orte in chronologischer<br />
Reihenfolge abgehen und die Route<br />
auf einem Stadtplan skizzieren würde,<br />
könnte das Ergebnis vermutlich für<br />
die Sammlung „Die wirrsten Grafiken<br />
der Welt“ einreichen. Wurden eigentlich<br />
schon die Millionen von Stare im<br />
Winter erwähnt? Die Alleen mit ihren<br />
Platanen? Dieses einzigartig weiche,<br />
dabei strenge Licht?<br />
Vielleicht ist das Rom. Vielfältig<br />
verwirrend. Eine<br />
Stadt, die für Millionen<br />
von Toten ebenso<br />
verantwortlich ist<br />
wie für die Zivilisierung<br />
der Welt. Und<br />
deren Name, rückwärts gelesen, für<br />
die Liebe steht.<br />
Experten-Tipp<br />
Anne Schellenberg vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Jena<br />
über den antiken Hafen Roms<br />
Wer die Metro-Station Piramide betritt und nach rechts geht,<br />
findet dort einen putzigen Bahnhof, den Porta San Paolo.<br />
Von dort fährt ein Bummelzug knapp 30 Kilometer zur<br />
Mündung des Tiber – und erreicht eine ungewohnt schöne<br />
Aussicht: Ostia Antica, die frühere Hafenstadt Roms,<br />
heute eine Art zweites Pompeji. Um 800 n. Chr. vergessen,<br />
besticht die Stadt durch gut erhaltene Straßenzüge, die<br />
Neptun-Thermen mit großen Schwarz-Weiß-Mosaiken<br />
und einer Kasernenruine. Fährt man bis zur Station Ostia<br />
Lido Centro, kann man sogar Zeit am In-Strand (samt<br />
FKK-Bereich) von Capocotta verbringen.<br />
www.ostiaantica.beniculturali.it<br />
<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu Rom:<br />
bit.ly/23IxWSs<br />
Videotipp zu „Das erste Mal in Rom“:<br />
bit.ly/1nGal44<br />
Seite<br />
scannen,<br />
mehr<br />
erfahren<br />
Haus in<br />
Testaccio<br />
mit Wolfsgemälde<br />
„Kaum hatten<br />
Romulus<br />
und Remus<br />
entschieden,<br />
eine einzige<br />
Stadt zu<br />
erbauen, als<br />
sie schon<br />
wegen des<br />
Ortes in Streit<br />
gerieten“<br />
(Plutarch)<br />
18 2 / <strong>2016</strong><br />
2 / <strong>2016</strong> 19
Inspiration Rom<br />
Inspiration Rom<br />
<strong>Urlaub</strong><br />
Anreise<br />
Von allen großen deutschen Städten<br />
wird Rom täglich über die Flughäfen<br />
Leonardo da Vinci (auch Fiumicino<br />
genannt) oder Ciampino angeflogen.<br />
Von beiden fahren Busse zum<br />
Hauptbahnhof Termini, von Leonardo<br />
da Vinci auch alle 30 Minuten der<br />
Leonardo-Express (Tickets 14 €, vor<br />
der Abfahrt unbedingt entwerten<br />
lassen). Die Anreise per Bahn über<br />
Nacht ist ab München denkbar.<br />
In Rom unterwegs<br />
Rom verfügt über zwei U-Bahn-<br />
Linien (Metro A, B) und ein dichtes<br />
Tram- und Bus-Netz. Das 24-Stunden-Ticket<br />
kostet 7 €, 48 Stunden<br />
12,50 €, 72 Stunden 18 €.<br />
Der Roma-Pass für 48 Stunden (28 €)<br />
oder 72 Stunden (36 €) lohnt: Neben<br />
dem Nahverkehr ist der Eintritt zur<br />
ersten Ausgrabungsstätte oder zum<br />
ersten Museum enthalten, für weitere<br />
gibt es Ermäßigungen. Zudem<br />
wird man oft vorgelassen. Bei der<br />
Rom – alles Wichtige auf einen Blick<br />
Expertin Anne Schellenberg vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Jena<br />
72-Stunden-Variante verdoppelt sich<br />
die Zahl der Gratis-Eintritte.<br />
Für das Erreichen vieler Sehenswürdigkeiten<br />
empfiehlt sich die Buslinie<br />
64. Für individuelle Stadtrundfahrten<br />
ist die Tram 3 (ggf. erweiterbar mit<br />
der Linie 19) ideal. Und: Nein, Sie<br />
wollen in Rom nicht Auto fahren.<br />
Rom erkundet man zu Fuß.<br />
Schlafen<br />
Der große Teil der Sehenswürdigkeiten<br />
liegt relativ zentral. Nicht alle<br />
Hotels in Bahnhofsnähe sind automatisch<br />
schäbig. Hier schläft es sich<br />
recht gut:<br />
Astoria Garden Schlicht, aber nett.<br />
Zentral, aber ruhig.<br />
DZ inkl. Frühstück ab 65 €, mit Gartenblick<br />
ab 75 €. Via Vittorio Bachelet,<br />
8 (ex Via Varese), Tel. +39 6 446 99<br />
08, www.hotelastoriagarden.it<br />
Retrome Colosseum Garden Im Stil<br />
der 50er und 60er, mit charmanter<br />
Schlampigkeit.<br />
DZ 80 bis 120 €. Via Marco Aurelio<br />
Pizza Pinsere<br />
unweit des<br />
Hauptbahnhofs<br />
Termini<br />
„Der Verstand<br />
sagt: Sport. Das<br />
Herz sagt: Pizza“<br />
(Graffiti)<br />
Piazza della<br />
Rotonda vor<br />
dem Pantheon<br />
„Bei Tisch wird<br />
man nicht alt“<br />
(Sprichwort)<br />
47, Tel. +39 6 70 49 54 71,<br />
www.retrome.net<br />
Campo de’ Fiori Historisch-romantisches<br />
Boutiquehotel mit Dachterrasse.<br />
DZ 90 bis 130 € inkl. Frühstück.<br />
Via del Biscione 6, Tel. +39 6 68 80<br />
68 65, www.hotelcampodefiori.com<br />
Essen und Trinken<br />
Pasta und Pizza gibt es an jeder Ecke,<br />
leider oft in einer Qualität, das man<br />
wünscht, man hätte ein Bund Basilikum<br />
dabei. Drei Restaurants, die<br />
Lust auf mehr machen:<br />
Pinsere Im Street-Food-Stil wechselnd<br />
ausgefallene Mini-Pizzen aus<br />
Bio-Mehl mit fluffig-knusprigem<br />
Boden, die bis zu 4,50 € kosten.<br />
Via Flavia 98,<br />
www.pinsereroma.com<br />
Ivo a Trastevere Seit mehr als 40<br />
Jahren sehr laut, sehr beliebt und<br />
sehr lecker. Penne mit Lachs 9 €,<br />
Pizza zwischen 7,50 und 9 €.<br />
Via di S. Francesco a Ripa 158<br />
Da Franco Ar Vicoletto Verstecktes<br />
Fischrestaurant im In-Viertel San Lorenzo,<br />
in dem man aus gutem Grund<br />
nur die Zahl der Gänge wählen kann.<br />
Drei-Gänge-Menü mit Wein für 20 €.<br />
Via dei Falisci 1/b, Mo. geschlossen<br />
Empfehlenswert sind etwa vier Stunden<br />
lange geführte Touren durch die<br />
Viertel Trastevere oder Testaccio, bei<br />
denen mehr als zehn Speisen und<br />
Weine probiert werden können. Pro<br />
Person 88 €.<br />
www.eatingitalyfoodtours.com<br />
Rom und Gelatti pflegen eine coole<br />
Affäre. Ausgefallene Sorten wie<br />
Schokolade mit Rotwein, Ananas-<br />
Ingwer, Lakritz oder karamellisierte<br />
Birne gibt es bei<br />
Gelateria del Teatro<br />
Via die Cortonari 65/66 (man muss<br />
wie bei einer Behörde Nummern<br />
ziehen)<br />
Fatamorgana<br />
Piazza degli Zingari 5 (und sechs<br />
weitere Filialen im Stadtgebiet)<br />
FOTO: GETTY IMAGES (5), HELMUT ZIEGLER (5), SHUTTERSTOCK, THEFLYINGDUTCHMAN, PR (4); KARTE: MAPS4NEWS.COM/©HERE<br />
Wo Sünden vergeben werden und es Rotwein-Eis gibt<br />
5<br />
7<br />
Rom liegt in etwa<br />
mittig in Italien<br />
Unbedingt machen<br />
Sie waren noch nie in Rom? Sie haben<br />
viel vor. In alphabetischer Reihenfolge:<br />
1 Castel Sant’ Angelo, 2<br />
Forum Romanum, 3 Kolosseum, 4<br />
Pantheon, 5 Petersdom, 6 Piazza<br />
del Populo, 7 Sixtinische Kapelle,<br />
8 Spanische Treppe, den 9 Trevi-<br />
Brunnen, den 10 Park Villa Borghese<br />
und und und …<br />
Sie waren schon einmal in Rom? Sie<br />
können entspannen. Einfach durch<br />
die verwinkelten Gassen hinter der<br />
11 Piazza Navona schlendern, das<br />
Museum MAXXI besuchen, die<br />
perspektivischen Fresken in der 12<br />
Kirche Sant’ Ignatio bestaunen, linksrechts-wieder-links-wieder-rechts<br />
abbiegen<br />
und das Leben anschauen …<br />
Was jeder machen sollte: Postkarten<br />
vom Vatikan aus versenden. Zum<br />
einen ist die Auswahl an schönen Briefmarken<br />
sehr groß, zum zweiten ist der<br />
Versand über die Schweizer Post sehr<br />
zuverlässig. Und wer den Petersdom<br />
aus überraschender Perspektive sehen<br />
möchte: das Schlüsselloch der Kirche<br />
Santa Maria del Priorato auf dem<br />
Hügel Aventin ist einen Blick wert.<br />
1<br />
6<br />
4 11 12<br />
Besser nicht<br />
Ungeduldig werden. Rom hat knapp<br />
drei Millionen Einwohner, aber rund<br />
16 Millionen Touristen jährlich, da<br />
kommt es automatisch zu Warteschlangen.<br />
Sonntags, wenn der<br />
Eintritt zu den Museen des Vatikans<br />
und damit zur Sixtinischen Kapelle<br />
kostenlos ist, können die zwei, drei<br />
Kilometer lang werden.<br />
Sicherheit<br />
Wo viele Touristen sind, sind viele<br />
Taschendiebe. Sie sind nicht gottesfürchtig,<br />
man sollte auch im Vatikan<br />
achtsam sein. Insofern ist Rom mit<br />
Berlin vergleichbar.<br />
Zudem hat der„Islamische Staat“<br />
mehrfach die Eroberung Roms angekündigt.<br />
Wüste Rhetorik? Oder ist<br />
Ost-Rom zu Zeiten Mohammeds gemeint,<br />
also Konstantinopel, das heutige<br />
Istanbul? Die Carabinieri haben<br />
jedenfalls ihre Präsenz an zentralen<br />
Stellen und im Nahverkehr massiv<br />
verstärkt. Insofern ist Rom mit Jerusalem<br />
vergleichbar.<br />
8<br />
9<br />
10<br />
2<br />
3<br />
Protestantischer<br />
Friedhof im<br />
Viertel Testaccio<br />
„Eine Krise<br />
besteht darin,<br />
dass das Alte<br />
stirbt und das<br />
Neue nicht<br />
geboren werden<br />
kann“ (Antonio<br />
Gramsci, dort<br />
begraben)<br />
Internet<br />
Erste Anlaufstelle: die Plattform<br />
„Roma antiqua“ informiert kenntnisreich<br />
und aktuell.<br />
www.roma-antiqua.de<br />
Wer sich für das Zentrum der Historie,<br />
das Forum Romanum, begeistert:<br />
www.digitales-forum-romanum.de.<br />
Literatur<br />
150 m<br />
Helmut Krausser war im November<br />
1998 literarischer Stipendiat in der<br />
Villa Massimo in Rom – und sein<br />
Tagebuch aus dieser Zeit ist wie<br />
die Stadt auch: etwas selbstgefällig,<br />
etwas ausladend, aber immer<br />
großartig und auf den Punkt.<br />
Belleville, 140 Seiten, ca. 7,50 € (antiquarisch)<br />
Robert Harris’ historischer Roman<br />
„Dictator“ dreht sich um Cicero<br />
und Caesar, den Untergang der<br />
Römischen Republik und zeitlose<br />
Themen wie die Frage, ob sich politische<br />
Freiheit gegen Machthunger<br />
und Korruption schützen lässt.<br />
Heyne, 528 Seiten, 22,99 €<br />
20 2 / <strong>2016</strong><br />
2 / <strong>2016</strong> 21
Inspiration Fünf Mal ...<br />
Fünf Mal ... Inspiration<br />
Kultur<br />
KIRCHLICHE KRIMIS<br />
Mein Gott: Römische Eroberer, mittelalterliche<br />
Händler und das Konzil vor 600 Jahren haben<br />
Spuren hinterlassen. Man kann sie sehen: im<br />
gotischen Münster Unserer Lieben Frau, im<br />
Kloster Zoffingen, dem Konzilgebäude oder der<br />
Dreifaltigkeitskirche. Man kann von ihnen auch<br />
lesen: Die in Konstanz lebende Monika Küble hat<br />
mit „In nomine diaboli“ (Gmeiner, 788 Seiten,<br />
12,99 €) einen Krimi veröffentlicht, der von drei<br />
zugleich herrschenden Päpsten erzählt. Diese<br />
Spaltung sollte das Konzil überwinden. Das<br />
Weltereignis lockt den Sekretär des Heiligen<br />
Vaters mit unheiligen Absichten, einen Bäcker<br />
zwischen zwei Frauen – und einen Serienmörder.<br />
Wer historisch noch weiter zurück möchte:<br />
Pfahlbausiedlungen aus der Bronzezeit werden in<br />
Unteruhldingen – per Fähre bequem erreichbar –<br />
wieder lebendig.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.pfahlbauten.de<br />
Wasser marsch!<br />
RHEINFALL<br />
Nassgemacht! Den Bodensee, der auf insgesamt 540 Quadratkilometern<br />
eigentlich aus zwei Seen und dem sie verbindenden<br />
Seerhein besteht, erfährt man am besten per Schiff. Wer das<br />
selbst tun möchte: Auf dem See gilt eine spezielle Schifffahrtsordnung,<br />
die von der deutschen, der österreichischen wie der<br />
Schweizer Seepolizei überwacht wird. Das umfangreiche Liniennetz<br />
der Bodenseeschifffahrt, umgangssprachlich als „Weiße<br />
Flotte“ bezeichnet, endet allerdings in Schaffhausen, denn der<br />
imposante Rheinfall, der größte Wasserfall Europas, bleibt für<br />
alle Schiffe unpassierbar: Über eine Breite von 150 Metern stürzen<br />
locker 250.000 Liter Wasser pro Sekunde hinunter. Am eindrücklichsten<br />
erlebt man die ganze Wucht dieses Schauspiels vom Rheinfallfelsen<br />
aus, auch eine Rundfahrt im Schweizer Becken ist<br />
möglich. Wer im See schwimmen oder tauchen will, sei gewarnt:<br />
Der Bodensee gilt für beide Sportarten als anspruchsvoll.<br />
Weitere Informationen zum Rheinfall:<br />
www.bodensee.de/ausflugsziele/natur/rheinfall-schaffhausen/<br />
5Empfohlen von Oliver Graf<br />
aus dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Ravensburg<br />
-mal ...<br />
Konstanz<br />
Ab diesem Jahr wird die Bodensee-Region<br />
kein „Tatort“ mehr sein. Ein <strong>Urlaub</strong>sort<br />
aber bleibt sie – und was für einer. Schließlich<br />
heißt einer der Stadtteile von Konstanz<br />
gleich mal vorpreschend Paradies …<br />
<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu Konstanz:<br />
bit.ly/1PgmkMP<br />
Imagefilm der Stadt Konstanz:<br />
bit.ly/1mcw4j0<br />
Seite<br />
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FOTO: GETTY IMAGES (2), SHUTTERSTOCK (4),<br />
THINKSTOCK, ACHIM MENDE, PR<br />
Sightseeing<br />
FLORENTINISCHES FLAIR<br />
Ja, sind wir denn schon in Italien? In Laufweite vom Konstanzer Zentrum liegen Hauptbahnhof und<br />
Hafen. Klingt wenig spektakulär, besticht aber durch südliche Grandezza. Der 1863 im Renaissance-<br />
Stil erbaute Hauptbahnhof möchte mit seinem schlanken, 39 Meter hohen Uhrturm gern dem Palazzo<br />
Vecchio in Florenz Konkurrenz machen. Und am pittoresken Hafen präsentiert sich die verlockend derbe<br />
Betonstatue der „Imperia“, Stellvertreterin all jener Kurtisanen, die sich im Gefolge der Geistlichkeit<br />
während des Konzils hier niedergelassen haben sollen. Ihr huldigen heute die „Seehasen“ der Universitätsstadt,<br />
die abends lässig an der Promenade auflaufen.<br />
Ausflug<br />
INSEL MAINAU<br />
Flower-Power: Auf der tropfenförmigen Insel leben keine<br />
200 Menschen. Aber – verstreut über mehrere Gärten – 250<br />
verschiedene Baum- und Gehölzarten aus aller Welt. Mehr als<br />
700 unterschiedliche Stauden. 20 verschiedene Palmensorten.<br />
Und im <strong>März</strong> jeden Jahres werden etwa 3000 Orchideen präsentiert.<br />
Wie überhaupt im Frühling zahlreiche Schneeglöckchen,<br />
Krokusse, Narzissen, Hyazinthen und Tulpen zu sehen sind, ein<br />
Farbtupfer mitten im Bodensee. Im Herbst hingegen erblüht der<br />
Dahlienhügel mit 12.000 Pflanzen in knalliger Pracht. Ach ja,<br />
andere Bewohner gibt es auch: Im Schmetterlingshaus treffen<br />
Besucher bei 26 Grad und rund 80 Prozent Luftfeuchtigkeit in<br />
tropisch anmutender Umgebung auf 700 bis 1000 bunte Falter.<br />
Ganzjährig von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet.<br />
Eintritt 19 Euro, Schüler ab 13 Jahren und Studenten 11 Euro.<br />
Hoher Genuss<br />
DIE NIEDERBURG<br />
Unterschätztes Viertel: Die Niederburg, die Keimzelle von<br />
Konstanz, blüht ein wenig im Verborgenen, obwohl sie auf jedem<br />
Meter Geschichte atmet. Wer will, findet in dem früheren Arbeiterund<br />
Handwerkerviertel verwinkelte, zum Rhein strebende Gassen,<br />
uralte Häuser mit merkwürdigen Namen und geheimnisvolle<br />
Höfe, aber auch kleine individuelle Geschäfte und Weinstuben.<br />
Ab April: „Gassenfreitage“. Jeden zweiten Freitag<br />
im Monat sind alle Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet.<br />
2 / <strong>2016</strong> 23
Entlang der Endlospiste<br />
Ruta 40 Inspiration<br />
Die legendäre Ruta 40 durchquert Argentinien von Nord nach Süd.<br />
Sie ist mal geteert, mal purer Schotter, hier staubig heiß, dort eisig kalt.<br />
Unsere Autorin fuhr auf der Fernstraße der Abenteuer<br />
Text Karen Naundorf<br />
Strecke machen<br />
Die Ruta 40 ist etwa<br />
5000 Kilometer lang<br />
und kreuzt dabei<br />
30 Breitengrade<br />
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24 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 25
Inspiration Ruta 40<br />
Ruta 40 Inspiration<br />
Welt zwischen Feuer und Eis Der steile Anstieg zur Laguna de los Tres lohnt sich<br />
Tango auf vier Reifen Gebirgspass Abra del Acay<br />
Freilaufende Lamas Im Hochland der Anden leben mehr Kameltiere als Menschen<br />
Diese Wolken, dieses<br />
Weiß der Salzseen, diese<br />
klare Luft“, sagt der<br />
Autovermieter schwärmerisch.<br />
„Ach, es ist<br />
wunderschön da. Nehmt ihr mich<br />
mit?“ Grundsätzlich hätten wir nichts<br />
gegen Gesellschaft. Leider haben wir<br />
keine Zeit den gewünschten Umweg<br />
für den argentinischen Autovermieter<br />
einzugehen. Er würde uns zu weit vom<br />
Weg abbringen. Und so bleibt Pepe<br />
im Tal, in der Provinzhauptstadt Salta,<br />
in Nordwestargentinien.<br />
Und wir fahren in Richtung La Quiaca,<br />
an die bolivianische Grenze. Dort<br />
beginnt die legendäre Ruta 40. Sie führt<br />
bis nach Patagonien: 5000 Kilometer<br />
ohne Grenzkontrollen, eine Strecke weiter<br />
als von Lissabon nach Moskau. Wer<br />
dieser Straße folgt, durchquert 14 Nationalparks,<br />
elf Provinzen, fährt an 13 Skigebieten<br />
vorbei, überquert 236 Brücken.<br />
Die Ruta 40 ist geteerte Straße, sandige<br />
Piste, steiniger Feldweg, sie führt durch<br />
Steppe, Wüste, Berge und Eis, sie zieht<br />
sich ewig gerade, windet sich in engen<br />
Serpentinen, ist mal Idylle, mal endloses<br />
Nichts – je nachdem, in welcher Provinz<br />
man sich gerade befindet.<br />
Die Nationalstraße 40 wurde im<br />
Jahr 1935 abgesteckt, ihre Kilometer<br />
von der Stadt Mendoza aus gezählt:<br />
1551 nach Norden, 3115 nach Süden.<br />
Doch inzwischen haben die Tourismusbehörden<br />
spitzgekriegt, dass die „Straße<br />
gewordene Quälerei“ nicht nur Automobilherstellern<br />
als Teststrecke dient,<br />
sondern auch Abenteuerurlauber anzieht.<br />
Seither wird anders gezählt: Jetzt<br />
liegt Kilometer null werbewirksam in<br />
Cabo Vírgenes in Patagonien – und im<br />
Norden geht die Strecke nicht mehr nur<br />
bis nach Abra Pampa, sondern bis an<br />
die bolivianische Grenze.<br />
Wer dort startet, fährt zunächst<br />
durch eine windgepeitschte Hartgrassteppe,<br />
die Puna. Anschließend<br />
zu Kakteenwäldern und Gesteinsformationen<br />
in tausend Farben. Die<br />
Sie befinden<br />
sich hier<br />
Straßenschild<br />
für die Ruta 40<br />
Legende besagt, dass Gott hier sämtliche<br />
Farbtöne fand, mit denen er später<br />
die Welt kolorierte. Weiter im Süden<br />
führt die Ruta 40 dann zu den Weinanbaugebieten<br />
und Skipisten in Mendoza.<br />
Und schließlich nach Patagonien, zum<br />
Nationalpark Los Glaciares mit dem<br />
kalbenden Perito-Moreno-Gletscher.<br />
Doch bis Patagonien liegen noch<br />
einige Abenteuer vor uns. Zunächst<br />
müssen wir durchs Andenhochland.<br />
Auch wenn wir froh sind, dass Pepe<br />
nicht eingestiegen ist, lieben wir ihn<br />
– und zwar für den Vierradantrieb<br />
seines weißen Pick-ups, der uns nie<br />
im Stich lässt. Auch nicht an Steilhängen<br />
mit Geröll oder in der Einöde<br />
des Hochlandes. In der mehr Lamas<br />
als Menschen wohnen, wo es mehr<br />
mannshohe Kandelaberkakteen gibt<br />
als Bäume. Die Ureinwohner gaben<br />
ihnen den Namen cardones, Wächter.<br />
Auch hier gibt es eine Legende: Jeder<br />
Kaktus soll ein Verstorbener sein, der<br />
über das Hochland wacht. Wenn ihr<br />
Tag gekommen ist, werden die Toten<br />
erwachen und jenes Blutbad rächen,<br />
das die Konquistadoren aus Spanien<br />
hier verbrochen haben.<br />
Die Schotterpiste der Puna ist gut<br />
gepflegt, eine wahre Andenautobahn<br />
– wären da nicht die Lamas, welche<br />
die Straße immer dann überqueren,<br />
wenn wir gerade Fahrt aufgenommen<br />
haben. Drei Millionen Lamas soll es<br />
einst im Norden Argentiniens gegeben<br />
haben. Die Spanier brachten<br />
Esel, Pferde, Kühe und Ziegen mit,<br />
dabei sind Lamas perfekt für steile<br />
Hänge: Ihre schmalen, leichten Hufe<br />
richten keinen Schaden an, und sie<br />
beißen Grasbüschel ab, statt sie auszureißen.<br />
Deshalb geht der Trend wieder<br />
zu den Kameltieren, um die Bodenerosion<br />
zu stoppen. Ihre Wolle ist zudem<br />
weich, das Fleisch gilt als Delikatesse.<br />
Die Lamaherden sind die einzige<br />
Abwechslung auf der windigen Strecke,<br />
abgesehen von Friedhöfen, die meist<br />
auf Hügeln liegen. Die Toten sollen es<br />
nicht weit haben bis in den Himmel.<br />
Die Lebenden in der Puna sind eher<br />
schüchtern, wenn sie ausländischen<br />
Besuchern begegnen. Aber eine Reise<br />
auf einer verlassenen Straße verbindet:<br />
Doña Cecilia und ihren Kindern ist<br />
der Sprit ausgegangen. Sie winken und<br />
wir nehmen den 15-jährigen Pedro mit<br />
nach Abra Pampa, er soll in der mit<br />
10.000 Einwohnern größten Stadt der<br />
Region Benzin besorgen.<br />
Pedro will Anwalt werden. Vor<br />
wenigen Jahren wäre ein Studium<br />
hier noch undenkbar gewesen, doch<br />
seit Kurzem gibt es eine Zweigstelle<br />
der Universität von Buenos Aires in<br />
Abra Pampa. „Jetzt müssen wir nicht<br />
mehr weggehen, um zu lernen“, sagt<br />
der Junge stolz. Als wir ihm gestehen,<br />
dass es in unserer Heimat keine Lamas<br />
gibt, bedauert er uns.<br />
In einem einfachen Hotel in der<br />
Nähe der Salzseen von Salinas Grandes<br />
treffen wir Jorge und Orlando bei einem<br />
Schnitzel mit Pommes. Die beiden<br />
Experten-Tipp<br />
Stephanie Rau vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in München<br />
über Argentiniens Zentrum Buenos Aires<br />
Buenos Aires, der Ort, an dem fast alle ankommen,<br />
wirkt auf den ersten Blick sehr europäisch. Man spricht<br />
spanisch, in der Altstadt sind ganze Straßenzüge denen<br />
in Paris nachgebaut, fast jeder Einwohner hat europäische<br />
Wurzeln. Aber dann blitzt das südamerikanische<br />
Erbe immer wieder durch, bei bunten Kissenbezügen, in<br />
den Empanadas, den gefüllten Teigtaschen, und einfach<br />
in der Lebensfreude der Menschen. Ich empfehle den<br />
prächtigen Friedhof La Recoleta, ein kleines Dorf für<br />
sich. Den vielschichtigen, modernen und toll unübersichtlichen<br />
Stadtteil Palermo. Und – natürlich kein<br />
Geheimtipp, aber ein Muss – San Telmo. Hier lebt die<br />
Jahrhundertwende und der allgegenwärtige Tango.<br />
Darf ich bitten?<br />
<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu Argentinien:<br />
bit.ly/1o5nxzZ<br />
Videotipp zur „Ruta 40“:<br />
bit.ly/1o5nmVh<br />
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26 2 / <strong>2016</strong><br />
2 / <strong>2016</strong> 27
Inspiration Ruta 40<br />
gibt keine Dörfer und keine Infrastruktur.<br />
Entweder ist die Payunia über<br />
Schotterpisten mit dem eigenen Wagen<br />
zu durchqueren – oder, in unserem<br />
Fall, im Rahmen einer organisierten<br />
Tour. Leider. Das Zusammentreffen<br />
eines großen Hasens mit dem Kühler<br />
unseres Autos war für beide Seiten sehr<br />
unerfreulich. Und der Kfz-Mechaniker<br />
im nächstgelegenen Ort nicht in<br />
der Lage, schnell genug geeignete<br />
Ersatzteile zu besorgen.<br />
40 Tage für die Ruta 40 so lautet<br />
die Faustregel. Natürlich kann<br />
man hektisch durchheizen, aber viele<br />
der Nationalparks liegen nicht direkt<br />
an der Strecke, man sollte Zeit für Abstecher<br />
im eigenen Zelt mitbringen.<br />
„So viel <strong>Urlaub</strong> habe ich nicht!“,<br />
mag mancher sagen. Vielleicht tröstet<br />
es zu wissen, dass ich die Ruta aus<br />
diesem Grund in Teilstrecken gefahren<br />
bin, das Mosaik über Jahre hinweg<br />
zusammengesetzt habe. Zuerst den<br />
Norden. Dann Catamarca und Cuyo.<br />
Zuletzt Patagonien.<br />
Dort ist der Wind der ständige Begleiter.<br />
Die Monotonie der Landschaft<br />
hat etwas Magisches – wenn man sie<br />
erträgt. Tagelang kaum ein Auto, dafür<br />
viel Staub und ab und zu ein Schild, auf<br />
das geschossen wurde. Mit etwas Glück<br />
sieht man mal ein Guanako, einen<br />
wildlebenden Verwandten der Lamas.<br />
Diese Einsamkeit passte den Bankund<br />
Zugräubern Butch Cassidy und<br />
Nationalgericht<br />
Empanadas<br />
Mit Fleisch,<br />
Fisch oder<br />
Gemüse<br />
gefüllte<br />
Teigtaschen<br />
Sundance Kid gut in den Kram, als<br />
sie sich vor mehr als 100 Jahren in<br />
Cholila niederließen.<br />
Doch nach der Stille kommt der<br />
Schock in El Calafate, kurz vor Ende<br />
der Reise: Die Tourismusmaschinerie<br />
um den Perito-Moreno-Gletscher hat<br />
die Gegend in den letzten 20 Jahren<br />
völlig verändert. Überall Hotels,<br />
Restaurants, Touranbieter. Der<br />
kalbende Gletscher ist trotzdem<br />
Pflichtprogramm: Mit großem<br />
Getöse stürzen alle paar Minuten<br />
Eismassen in den Lago Argentino.<br />
Eine Gletscherwanderung mit Steigeisen<br />
ist eines der großartigsten Erlebnisse<br />
auf der gesamten Reise.<br />
Inzwischen bin ich fast die gesamte<br />
Andenkette auf der cuarenta entlanggefahren,<br />
habe dabei 30 Breitengrade<br />
überquert. Nur der Abra del Acay,<br />
mit 4895 Metern der höchste Pass,<br />
fehlt mir noch. Und der Endpunkt,<br />
Cabo Vírgenes.<br />
Eigentlich könnte ich zufrieden<br />
sein. Aber der Traum ist noch immer<br />
da: einmal die gesamte Strecke fahren.<br />
In Ruhe, am Stück, von Anfang bis<br />
Ende. Meine Freundin aus Hamburg<br />
will mitfahren, sie drängelt schon. Zu<br />
Recht: Leider glauben die Tourismusbehörden<br />
Argentiniens, dass die Ruta<br />
40 für Besucher attraktiver wird, wenn<br />
sie eines Tages durchasphaltiert ist.<br />
Wer noch ein echtes Abenteuer erleben<br />
möchte, sollte sich also beeilen.<br />
Kalbende Gletscher Eismassen vor dem Lago Argentino in Bewegung (l.), Autorin Karen Naundorf<br />
Angebote<br />
Buenos Aires I<br />
Rochester M<br />
Stylish und farbenfroh inszeniertes<br />
Vier-Sterne-Hotel mit Restaurant und<br />
Wellness-Bereich. Vom Hafen etwa<br />
2,5 Kilometer entfernt, zum Museo<br />
Evita sind es fünf Kilometer.<br />
ab 34 € / Übernachtung p. P. im<br />
DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />
Veranstalter: ITS<br />
Buenos Aires II<br />
Sheraton<br />
Zentral gelegenes, edles Haus mit<br />
Spa, Pool, Tennisplätzen und 24 Stockwerken.<br />
Von oben hat man einen<br />
fantastischen Blick auf Buenos Aires<br />
und den Río de la Plata.<br />
ab 83 € / Übernachtung p. P. im<br />
DZ inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />
Veranstalter: TUI<br />
Reife Ernte Arbeiterinnen lesen Trauben in Mendoza, dem führenden Weinanbaugebiet Argentiniens<br />
Männer mit von der Sonne gegerbter<br />
Gesichtshaut sind seit Jahrzehnten im<br />
Blaumann für die örtliche Stromfirma<br />
unterwegs. Fällt ein Generator aus,<br />
schlägt ein Blitz in einen Strommast<br />
ein – sie sind zur Stelle. „Es ist herrlich<br />
hier“, sagt Jorge. „Aber es passieren<br />
auch rätselhafte Dinge.“ Er habe es<br />
selbst beobachtet: Es gebe in der Puna<br />
schwarze Löcher. „Da laufen Esel und<br />
Lamas hinein, und man weiß nicht,<br />
ob sie jemals wiederkommen.“ Auch<br />
einen Satelliten habe er schon vom<br />
Himmel fallen sehen: „Er fiel als leuch-<br />
70 Prozent<br />
Fast drei<br />
Viertel des<br />
argentinischen<br />
Weins<br />
stammen aus<br />
Mendoza<br />
tender Punkt und am nächsten Tag kam<br />
die Polizei und sperrte das Gebiet ab.“<br />
In den Valles Calchaquíes ist Cachi<br />
dann nach etwa 800 Kilometern der<br />
perfekte Ort zum Ausspannen. Die<br />
verschneiten Gipfel der Anden sind<br />
in Sichtweite, aber im Tal ist es warm.<br />
Es ist eine Erholung für die Augen, das<br />
frische Grün der Bäume und Felder zu<br />
sehen. Schnell gewinnt man Freunde in<br />
dem Dorf, in dem es eine kleine Kirche<br />
gibt, in der die Zeit stehen geblieben zu<br />
sein scheint: Sie ist mit Kaktusholz ausgekleidet,<br />
der Priester fährt mit Fahrrad<br />
und Megafon durchs Dorf, um den<br />
nächsten Gottesdienst anzukündigen.<br />
Nach weiteren 800 Kilometern, in<br />
Mendoza, ist die Ruta sehr viel besser<br />
ausgebaut, zumeist asphaltiert. Wir<br />
haben die Wahl zwischen regionalen<br />
Weinproben oder Rafting-Touren und<br />
machen natürlich beides.<br />
Im Süden der Provinz lädt dann<br />
La Payunia zu einer Fotosafari ein:<br />
ein Vulkankegel neben dem anderen,<br />
schwarzes Geröll, erkaltete Lava, nichts<br />
bewegt sich – manche nennen die karge,<br />
stille Gegend die Schwarze Wüste. Es<br />
Ruta 40<br />
Große Mietwagentour<br />
Von Nord nach Süd, das volle<br />
Programm: unendliche Weiten,<br />
majestätische Gletscher, heiße<br />
Vulkane, Bootstouren und und und …<br />
und ein Abstecher nach Chile.<br />
ab 2440 € / 13 Tage / p. P. in<br />
Mittelklassehotels inkl. Mietwagen und<br />
Versicherung (mit SB) / Eigenanreise<br />
Veranstalter: Miller<br />
28 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 29<br />
Änderungen vorbehalten
Inspiration Ruta 40<br />
Ruta 40 Inspiration<br />
Argentinien – alles Wichtige auf einen Blick<br />
Ruta 40: Das Beste von Norden nach Süden<br />
<strong>Urlaub</strong> Expertin Stephanie Rau vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in München<br />
Salinas Grandes<br />
30 Zentimeter<br />
dicke Salzschicht<br />
Anreise<br />
Startpunkt für die Ruta 40 ist entweder<br />
der Nordwesten Argentiniens<br />
oder die Südgrenze zu Patagonien.<br />
Am besten fliegt man von Buenos<br />
Aires aus: Im Norden haben San<br />
Salvador de Jujuy und das schönere<br />
Salta Flughäfen, letztere Stadt mit<br />
mehr Mietwagenoptionen. Im Süden<br />
liegt Río Gallegos dem „offiziellen“<br />
Ende der Ruta 40 in Cabo Vírgenes<br />
am nächsten. Wer die Strecke um<br />
Feuerland erweitert, nimmt Ushuaia<br />
als Start- oder Endpunkt.<br />
Zeitplanung<br />
„40 días para la 40“, 40 Tage für die<br />
Ruta 40 – so lautet die Faustregel.<br />
Viele Nationalparks und Naturschönheiten<br />
liegen nicht direkt an der Ruta.<br />
Planen Sie Zeit für Abstecher ein.<br />
Reisezeit<br />
Süden und Mitte des Landes sollte<br />
man zwischen Oktober und <strong>März</strong><br />
durchqueren, der patagonische<br />
Winter ist streng. Für den Norden<br />
Argentiniens ist die Zeit von <strong>März</strong><br />
bis November geeignet: In Sommermonaten<br />
besteht die Gefahr, dass<br />
Teile der Strecke durch Regenfälle<br />
weggeschwemmt werden.<br />
Geld<br />
Verwechslungsgefahr: Der argentinische<br />
Peso wird mit einem $ bezeichnet<br />
– US-Dollar heißen USD oder US$.<br />
Motorisierung<br />
Der Großteil der Strecke ist normal<br />
befahrbar – auf manchen Abschnitten<br />
hat man ohne Vierradantrieb<br />
aber keine Chance. Einwegmieten<br />
sind sehr teuer. Den Wagen vor der<br />
Reise gut checken: Einen Kfz-Mechaniker<br />
zu finden, kommt in einigen<br />
Regionen einem Lottogewinn gleich!<br />
Zudem sollte man immer im Blick<br />
haben, wo die nächste Tankstelle<br />
ist. Vor Ort sollte man eine aktuelle<br />
Straßenkarte kaufen, z. B. die „Guía<br />
YPF“, um offline informiert zu sein.<br />
Der Abra del Acay mit 4895 Metern<br />
Höhe zwischen La Poma und San<br />
Antonio de los Cobres ist einer der<br />
höchsten befahrbaren Pässe der<br />
Welt – hier vor Abfahrt erkundigen,<br />
ob die Überquerung möglich ist.<br />
Hotel-Tipps<br />
Cachi Das El Cortijo ist ein stilecht<br />
renovierter Altbau mit schönem<br />
Hinterhof. Die Zimmer sind klein,<br />
aber historisch eingerichtet, am<br />
besten ist die „Master Suite“.<br />
Kompakte<br />
Information<br />
Baedecker zu<br />
Argentinien von<br />
„<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong>“-<br />
Autorin Karen<br />
Naundorf: 570<br />
Seiten, 27,99 €<br />
Im <strong>ADAC</strong> Shop<br />
erhältlich<br />
bit.ly/2062mtt<br />
DZ 70 bis 95 € je nach Zimmertyp.<br />
Calle Automóvil Club s/n, Tel. +54 38<br />
68 - 49 10 34, www.elcortijohotel.com<br />
Pino Hachado Ein kleines familiäres<br />
Paradies ist das Horses & Huskys mit<br />
Holzhütten, Pferden und umgeben<br />
von Araukarien. Nicht direkt an der<br />
Ruta, aber ein lohnender Abstecher.<br />
Kleine Hütte ab 75 €.<br />
Tel. +54 9 29 42 -15 50 68 27,<br />
www.pasopinohachado.com.ar<br />
Villa la Angostura Im La Escondida<br />
fühlt es sich an, als gäbe es keine<br />
Nachbarn: Alle Zimmer bieten Blick<br />
auf den See Nahuel Huapi. Beheiztes<br />
Schwimmbad im Garten und Gourmet-Restaurant<br />
– ein bisschen Luxus.<br />
DZ um 200 € inkl. Sauna.<br />
Puerto Manzano, Tel. +54 29 44 82 61 10,<br />
www.hosterialaescondida.com.ar<br />
Gut zu wissen<br />
Es gibt verschiedene Steckdosentypen<br />
im Land. Am besten ist immer<br />
ein Adapter zur Hand zu haben.<br />
Bergtouren<br />
El Chaltén ist die Trekking-Hauptstadt<br />
Argentiniens. Möglich sind kurze<br />
und längere Touren zum Fitz-Roy-<br />
Massiv (Besteigung nur für Profis).<br />
Am Perito-Moreno-Gletscher kann<br />
man tonnenschwere Eisbrocken in<br />
den Lago Argentino stürzen sehen.<br />
Internet<br />
www.ruta40.gob.ar<br />
Website zur Vorbereitung mit groben<br />
Karten. Bei „Get Info“ klicken – dann<br />
werden Allradempfehlung, Nationalparks<br />
oder Tankstellen angezeigt.<br />
www.vialidad.gov.ar<br />
Informationen über den Straßenzustand,<br />
allerdings auf Spanisch.<br />
Auf „Partes de Ruta“ klicken, dann<br />
Region und Nummer der gesuchten<br />
Straße (RN 40) auswählen.<br />
FOTO: STOCKSY (4), GETTY IMAGES (5), SHUTTERSTOCK (2), STEPHANIE FUESSENICH, PR (5); KARTE: MAPS4NEWS.COM/©HERE<br />
9<br />
10<br />
8<br />
1<br />
2<br />
4<br />
6<br />
5<br />
7<br />
3<br />
Argentinien liegt im<br />
äußersten Süden<br />
von Südamerika<br />
Ruta 40<br />
200 km<br />
Literatur-Tipp<br />
Don’t cry for<br />
me, Argentina<br />
– Biografie der<br />
Legende Eva<br />
Perón von<br />
Ursula Prutsch,<br />
C. H. Beck<br />
251 Seiten,<br />
16,95 €<br />
Nicht versäumen<br />
1 Salinas Grandes Bei Susques auf<br />
die RN 52 abbiegen. Ein Abstecher<br />
zum farbigen Berg Cerro de los Siete<br />
Colores und zur Schlucht Quebrada<br />
de Humahuaca lohnt sich.<br />
2 Viadukt La Polvorilla Wer bei San<br />
Antonio de los Cobres den „Zug zu<br />
den Wolken“ auf dem 67 Meter hohen<br />
Viadukt sieht, dem wird schwindlig.<br />
3 Quebrada de las Flechas Bei der<br />
Fahrt durch die außerirdisch wirkende<br />
Tälerkette Valles Calchaquíes<br />
überraschen die Gesteinsformationen<br />
der Quebrada de las Flechas.<br />
4 Quilmes-Ruinen Ein magischer<br />
und trauriger Ort: 130 Jahre lang leisteten<br />
Quilmes-Indianer spanischen<br />
Konquistadoren Widerstand. Am<br />
Ende überlebten nur 400 Bewohner.<br />
Übernachtung am besten in Amaicha.<br />
5 Nationalpark Ischigualasto Eine<br />
einzigartige Mondlandschaft bei Villa<br />
Unión. Für die Touren werden Autokarawanen<br />
gebildet, besonders eindrucksvoll<br />
bei Vollmond. Formationen<br />
wie das „U-Boot“ oder die „Verlassene<br />
Kirche“ entstanden durch Erosion.<br />
6 Nationalpark Talampaya Markante<br />
Gesteinsformationen, die man am<br />
besten auf einer gebuchten Trekkingtour<br />
erlebt. Allein darf man nicht in<br />
den Park, die Touren im Kleinbus sind<br />
lieblos. Ebenfalls Nähe Villa Unión.<br />
7 Weinanbaugebiete in Mendoza<br />
Weingüter besuchen, Malbec probieren!<br />
70 Prozent aller argentinischen<br />
Weine stammen von hier.<br />
8 La Payunia Hier gibt es auf<br />
450.000 Hektar so viele Vulkankegel<br />
wie sonst nirgendwo.<br />
9 Nationalpark Lanín Der 3776<br />
Meter hohe Vulkan Lanín sieht aus<br />
wie eine schneebedeckte Pyramide<br />
und ist wohl der schönste Berg<br />
Argentiniens.<br />
10 Cueva de las Manos Die circa<br />
9000 Jahre alten Höhlenzeichnungen<br />
zählen zu den ältesten der Welt –<br />
und geben bis heute Rätsel auf.<br />
30 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 31
Experten-Tipp TraumzielTürkei<br />
Herr Schulte, Sie sind in Cork<br />
geboren. Welche Farbe symbolisiert<br />
Irland für Sie?<br />
Das Klischee der Hügel oder des<br />
Kleeblattes verlangt eigentlich Grün.<br />
Die Flagge eindringliches Orange.<br />
Guinness-Bier wiederum Schwarz. Es<br />
gibt aber auch grau-braune Felslandschaften,<br />
gelben Ginster oder Küsten<br />
mit türkisblauem Meer. Irland ist also<br />
überraschend bunt. Wobei, grüne<br />
Hügel, knuffige Schafe und waagerechten<br />
Regen gibt es natürlich auch.<br />
Wofür steht Irland bei Ihnen, jenseits<br />
des Familienbezugs?<br />
Rauskommen. Runterkommen. Ein<br />
Stück Befreiung. Obwohl es ja nicht<br />
weit weg ist, habe ich nie das Gefühl,<br />
noch in Europa zu sein, weil es so<br />
andersartig ist.<br />
Und wie ist der Ire an sich?<br />
Oft denkt man an ausgefallene Charaktere,<br />
an den Autor Oscar Wilde, die<br />
Sängerin Sinéad O’Connor, den Schauspieler<br />
Peter O’Toole … Wobei die<br />
meisten Iren eher dafür bekannt sind,<br />
was sie getan haben, nicht woher sie<br />
stammen. Muhammad Ali, Che Guevara,<br />
John F. Kennedy – sie alle haben<br />
irische Vorfahren. Generell kann<br />
man sagen, dass die Iren ein eigenes,<br />
sehr emotionales Volk sind.<br />
Wenn sie fröhlich sind, neigen<br />
sie zum Überschwang, wenn sie<br />
traurig sind, zur Melancholie.<br />
Versteht man die Iren eigentlich?<br />
Problemlos. Englisch ist Amtssprache.<br />
Außerdem können viele Iren etwas<br />
Deutsch, in der Schule ist es zweite<br />
Fremdsprache. Und sie sind sehr offen,<br />
sehr herzlich, mit Händen und Füßen<br />
kommt man immer klar.<br />
Was sollte man tun, wenn man noch<br />
nie in Irland war?<br />
Dublin ist schön, keine Frage, aber<br />
schon sehr europäisch. Ich empfehle<br />
lieber den Südwesten zwischen der<br />
Universitätsstadt Galway und der<br />
heimlichen Hauptstadt Cork. Ungestüme<br />
Landschaften wie Burren,<br />
putzige Dörfer wie Adare – dort ist<br />
es sehr unterschiedlich, also sehr<br />
irisch. Ansonsten ist natürlich ein<br />
Pub-Besuch Pflicht. Wobei Guinness<br />
schon stark ist. Wer es leichter<br />
mag: Bulmer’s Cider ist ein irisches<br />
Apfelbier, ein Pint davon eine wahre<br />
Erfrischung.<br />
Mein<br />
Lieblingsland<br />
Irland<br />
Eugene Schulte vom <strong>ADAC</strong><br />
Reisebüro in Bremen über<br />
die Vielfalt des Landes, die<br />
Kommunikation durch Küsse<br />
sowie grünes Bier<br />
Nationalheiliger<br />
Abbildung des<br />
Heiligen St.<br />
Patrick und<br />
Straßenszene<br />
mit Pubs (o. r.)<br />
Und wenn man Irland schon kennt?<br />
Vielleicht den Stein der Eloquenz küssen.<br />
Äh, bitte was?<br />
Der Legende nach erlangt derjenige,<br />
der einen bestimmten Stein auf Blarney<br />
Castle im Süden küsst, die Gabe<br />
des freien Sprechens. Dazu wird man<br />
von zwei Männern festgehalten und<br />
kopfüber über die Brüstung gehangen.<br />
Wissen Sie schon, wann Sie das<br />
nächste Mal in Irland sein werden?<br />
Vermutlich am 17. <strong>März</strong>, zum St.<br />
Patrick’s Day, dem Nationalfeiertag, dem<br />
Ausnahmezustand. Ich habe mal wieder<br />
Lust auf ein grün gefärbtes Bier …<br />
<strong>ADAC</strong> Reiseinfos Irland:<br />
bit.ly/1RZNg9j<br />
Video-Tipp zum<br />
St. Patrick’s Day:<br />
bit.ly/1o5o30I<br />
Seite<br />
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erfahren<br />
FOTO: OLAF ROESSLER, GETTY IMAGES (2), PUBLIC DOMAIN<br />
84.421 km 2 GESAMTFLÄCHE<br />
5631 km KÜSTENLÄNGE<br />
84,2 %<br />
Religion<br />
der Bevölkerung Irlands bekennen sich<br />
zum römisch-katholischen Glauben.<br />
17.<br />
MÄRZ<br />
ist St. Patrick’s Day, der Nationalfeiertag.<br />
Der christliche Missionar<br />
Patrick brachte im 5. Jahrhundert<br />
den Glauben und – wichtiger – die<br />
Bildung nach Irland. Außerdem<br />
soll er Schlangen von der Insel<br />
verbannt haben.<br />
65 % LANDWIRT-<br />
SCHAFTLICH<br />
GENUTZTE FLÄCHE<br />
4.612.000<br />
Bevölkerung<br />
8000 v. Chr.<br />
ist die Zeit, aus der erste Siedlungen belegt sind.<br />
Später prägten keltisch sprechende Einwanderer<br />
die Geschichte. Nach der Christianisierung im<br />
5. Jahrhundert kamen Angelsachsen, im 8. Jh. die<br />
Wikinger, im 12. Jh. die Normannen. Militärische<br />
Eingriffe Englands führten 1801 zur Einverleibung<br />
ins Vereinigte Königreich. Als Folge des Unabhängigkeitskrieges<br />
existiert seit 1922 die Republik Irland.<br />
QUELLEN: IRLANDFAN.DE, STAT. BUNDESAMT, WIKIPEDIA<br />
32 2 / <strong>2016</strong>
Inspiration Golfreisen<br />
Mission Hills<br />
Shenzen, China<br />
Kleiner, aber für Spieler<br />
unfeiner Ausschnitt aus der<br />
weltgrößten Golfplatzanlage<br />
Seite<br />
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mehr<br />
erfahren<br />
Old Course<br />
St. Andrews, Schottland<br />
Der älteste königliche<br />
Golfclub der Welt<br />
Alles im grünen Bereich<br />
Einst edler Traditionssport, ist Golf heute für fast jedermann zu spielen.<br />
Und dies auf der ganzen Welt. Eine Einführung zu jenen Plätzen, auf denen sich<br />
eine neue Generation Golf trifft Text Bettina Hennies<br />
Lykia Links<br />
Antalya, Türkei<br />
Direkt am Meer und gegenüber des<br />
mächtigen Taurus-Gebirges gelegen<br />
34 <strong>ADAC</strong> URLAUB 2 / <strong>2016</strong><br />
Onyria Palmares<br />
Algarve, Portugal<br />
Putten in der Nähe von Sand und<br />
Meer im Südwesten Europas<br />
2 / <strong>2016</strong> <strong>ADAC</strong> URLAUB 35
Inspiration Golfreisen<br />
Golfreisen Inspiration<br />
Aller Anfang ist schwer,<br />
klar. Aber auch – da es<br />
um Golf geht – kurz.<br />
Denn das ist bei den<br />
meisten Einsteigern die<br />
ehrliche Antwort, wenn sie gefragt<br />
werden, wie weit ihre Bälle fliegen.<br />
Kurz eben. Wenn sie sie denn treffen.<br />
Kurz ist bei Novizen jedoch auch die<br />
Phase, in der sie sich so intensiv mit<br />
den Tücken des Anfangs beschäftigen,<br />
dass kein Auge für die schönen Aspekte<br />
des Spiels bleibt. Die stundenlange<br />
Bewegung an frischer Luft.<br />
Der Einsatz von mehr als 200 verschiedenen<br />
Muskeln bei jedem Schwung.<br />
Oder die erhöhte Hirnaktivität beim<br />
Suchen und Finden der richtigen<br />
Puttlinie. Zu Beginn, wenn man den<br />
Schläger nicht richtig hält oder sein<br />
Gewicht falsch verlagert, ist natürlich<br />
auch die Natur nur im Weg. Die eigene<br />
eh – aber auch das wellige Gras, der<br />
knorrige Baum, der blöde kleine See.<br />
Spätestens aber, wenn die Bälle das<br />
Fliegen gelernt haben, starten Golfer<br />
gern zu ersten Expeditionen. Es ist ein<br />
Saisongeschäft. Zwischen Spätfrühling<br />
und Frühherbst bleiben Golfer im<br />
Lande, testen Nachbarclubs und spielen<br />
anschließend deutsche Anlagen,<br />
die man mal gesehen haben sollte.<br />
Golfer werden da schnell zu sportlichen<br />
Greifvögeln – auf der Jagd nach<br />
den schönsten Stücken. Welche Plätze<br />
dazugehören, entscheiden Fachmedien<br />
wie das „Golf Magazin“, das alle zwei<br />
Jahre die 50 besten Golfplätze Deutschlands<br />
kürt. Die aktuelle Nummer eins<br />
übrigens: der Links-Kurs im mecklenburgischen<br />
Winston Golf Resort.<br />
Allein: Von den weltweit mehr als<br />
35.000 Golfplätzen liegen gerade mal<br />
gut 700 in Deutschland. Ein Riesenangebot<br />
jenseits der Grenzen, das<br />
erkundet werden kann. Und wird!<br />
Wenn bei uns Wetter und Laune<br />
schlechter werden, beginnt die große<br />
Zeit der Golfreisen.<br />
Organisiert bieten sie einige Vorteile.<br />
Oft ist die Greenfee im Preis<br />
enthalten, es gibt meist feste Startzeiten,<br />
keine Handicap-Begrenzungen,<br />
manchmal auch Referate zu Theorie<br />
und Strategie sowie begleitende<br />
Trainer, die Schwungprobleme schnell<br />
lösen. Kontakte zu Gleichgesinnten<br />
ergeben sich dabei fast wie von selbst.<br />
Die klassischen Ziele sind schnell<br />
benannt: Andalusien, die Balearen und<br />
die Kanarischen Inseln in Spanien, die<br />
Algarve im Süden Portugals sowie das<br />
noch immer wachsende Golfzentrum<br />
zwischen Antalya und Belek an der<br />
türkischen Riviera. Der afrikanische<br />
Norden entwickelt sich unterschiedlich:<br />
Marokko sehr gut, dort sind allein<br />
in und um Marrakesch einige richtig<br />
Richtiger<br />
Schläger<br />
Maximal 14<br />
verschiedene<br />
Typen sind bei<br />
den wichtigen<br />
Spielen<br />
erlaubt<br />
Winston Golf Resort<br />
Gneven, Deutschland<br />
Der Links-Kurs ist laut „Golf Magazin“<br />
momentan die Nummer eins in<br />
Deutschland<br />
gute Plätze und Hotels entstanden.<br />
Dagegen leidet Tunesien mit seiner<br />
gewachsenen Golf-Infrastruktur unter<br />
der unberechenbaren Sicherheitslage.<br />
Eines der stärksten Argumente, um<br />
mit Golf anzufangen: Man kann es an<br />
den schönsten Ecken dieser Welt ausüben.<br />
Auf Sylt? Gibt es vier verschiedene<br />
Plätze. In den österreichischen<br />
Alpen? Alles da, von der verblüffend<br />
ebenen Anlage in Seefeld bis zum<br />
Kurs in Radstadt, wo es im Verlauf der<br />
18 Bahnen so steil hoch geht, dass<br />
man mit einer Gondel hinauffahren<br />
kann. Auf Hawaii oder am Indischen<br />
Ozean in Südafrika? Ebenfalls, auch<br />
wenn man ab und an von springenden<br />
Walen oder Delfinen direkt vor der<br />
Küste abgelenkt wird. China? Na klar,<br />
in Shenzen entstand mit dem Mission<br />
Hills Golf Club vor ein paar Jahren<br />
die größte Spielwiese der Welt. Zwölf<br />
Plätze berühmter Golf-Architekten wie<br />
Jack Nicklaus oder Nick Faldo befriedigen<br />
eine rasant steigende Nachfrage<br />
– obwohl die Kommunistische Partei<br />
ihren Mitgliedern die Mitgliedschaft<br />
in Golfclubs gerade untersagt hat. Von<br />
einem Spielverbot war allerdings nicht<br />
die Rede …<br />
Dabei gehören die Chinesen zu<br />
jenen Völkern, die behaupten, die<br />
Urform des Spiels schon um das Jahr<br />
1000 erfunden zu haben. Urform<br />
FOTO: GETTY IMAGES (12), ONYRIA PALMARES, GARY LISBON GOLF PHOTOGRAPHY AND GOLFSELECT, ISLANTILLA GOLF RESORT, STEFAN<br />
VON STENGEL, STEFAN KRISTOLA/GOLFINORR.SE, FANCOURT HOTEL & MANOR HOUSE, SCHLOSS BASTHORST, WINSTONGOLF, PR<br />
bedeutet, einen Gegenstand (Stein)<br />
mit einem Werkzeug (Knüppel) in<br />
ein Ziel (Loch im Boden) zu bewegen.<br />
Für Fachleute steht allerdings fest: Die<br />
Spielart, die heute als Golf bezeichnet<br />
wird, stammt aus Schottland. Erstmals<br />
schriftlich erwähnt wurde sie dort<br />
1457, als König James II. seinen Soldaten<br />
das Spielen verbot, damit sie<br />
sich mehr auf das Bogenschießen<br />
und ihre englischen Feinde konzentrieren.<br />
Mit dem Friedensschluss 1502<br />
wurde das Verbot obsolet.<br />
Heute regiert der berühmteste Golfclub<br />
der Welt aus einem Universitätsstädtchen<br />
nördlich von Edinburgh.<br />
Natürlich ein königlicher: der Royal<br />
& Ancient Golf Club of St. Andrews.<br />
Vor seinen Granitmauern liegt der<br />
Old Course. Er führt durch mächtige<br />
Dünen am Rande der Nordsee und ist<br />
geprägt von riesigen Grüns und zahlreichen<br />
Bunkern. Der Hell Bunker ist<br />
dabei fast so groß wie ein Fußballplatz<br />
und so tief, dass man ohne Leiter nicht<br />
wieder herauskommt. Sonntags aber<br />
sieht man dort fast nur glückliche<br />
asiatische Gesichter. Am siebten Tag<br />
der Woche nämlich darf auf dem Old<br />
Course nicht gespielt werden, der Platz<br />
Experten-Tipp<br />
Wie jeder Sport besitzt auch Golf eine eigene Sprache.<br />
Zu den wichtigen Begriffen auf den 18 Bahnen gehören:<br />
Greenfee, die Spielgebühr. Green steht für das<br />
kurze Gras rund ums Loch, Rough ist das höhere seitlich<br />
der Fairways, der eigentlichen Spielbahnen. Tee<br />
ist der Abschlag bzw. das Holzstöckchen unter dem<br />
Ball beim Abschlag. Par die Anzahl der Schläge, die<br />
der Architekt vom Abschlag bis ins Loch geplant hat.<br />
Als Albatross, Eagle und Birdie bezeichnet man drei,<br />
zwei oder einen Schlag unter Par, als Bogey, Double<br />
oder Triple Bogey einen, zwei oder drei Schläge über<br />
Par. Ein Ass ist ein direkter Treffer, Sandhindernisse<br />
heißen Bunker, ein Rabbit ist ein Anfänger. Und nun<br />
viel Spaß beim Einlochen, äh, Putten.<br />
Das ABC des Golfs schnell erklärt:<br />
bit.ly/1mcyjTt<br />
„Die 10 schönsten Abschläge“:<br />
bit.ly/1NPxo1I<br />
It’s tee time<br />
Golfball<br />
vor dem<br />
Abschlag<br />
auf dem Tee<br />
genannten<br />
Holzstöckchen<br />
Eva Gläser vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Heidelberg führt<br />
in das richtige Golf-Vokabular ein<br />
Seite<br />
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mehr<br />
erfahren<br />
liegt auf öffentlichem Grund und ist<br />
dann zugänglich für jedermann. Ob<br />
Golfer oder nicht, steigen Chinesen<br />
und Japaner dann samt Selfie-Stick in<br />
den Road-Hole-Bunker und fotografieren,<br />
was ihr Handyspeicher hergibt.<br />
Obwohl in deutschen Golfclubs<br />
inzwischen Jahresmitgliedschaften<br />
für 200 Euro zu haben sind – wer<br />
den Old Course spielen möchte,<br />
braucht viel Geld, um eines der<br />
wenigen verfügbaren Angebote mit<br />
Hotelübernachtung und Greenfee<br />
zu buchen. Oder Glück, denn jeden<br />
Abend werden die wenigen freien<br />
Plätze des nächsten Tages ausgelost.<br />
Die Zeit in St. Andrews bekommt<br />
man aber auch sonst gut rum. Neben<br />
weiteren famosen Golfplätzen gibt es<br />
ein modernes Golfmuseum und jede<br />
Menge Pubs, in denen über nichts so<br />
gern parliert wird wie über Golf.<br />
Die Briten führten das Spiel in die<br />
Welt, besonders in ihre Kolonien.<br />
So kommt es, dass es in Indien oder<br />
Australien Golfplätze gibt, die schon<br />
im 19. Jahrhundert angelegt wurden<br />
und bis heute überlebt haben. Immer,<br />
wenn dort ein „Royal“ im Clubnamen<br />
auftaucht, kann man davon ausgehen,<br />
dass es sich um einen etablierten, über<br />
Jahrzehnte eingewachsenen und damit<br />
anspruchsvollen Golfplatz handelt. In<br />
allen Ländern des Vereinigten Königreiches<br />
dürfen sich Clubs übrigens nur<br />
mit Genehmigung des Königshauses<br />
mit diesem Zusatz schmücken.<br />
Wem das alles zu steif oder stickig<br />
erscheint, für den gibt es inzwischen<br />
deutlich rustikalere Varianten. Beim<br />
Crossgolf spielt man mitten in der<br />
Stadt, über Fabrik- und Hafengelände,<br />
oder in wilder Natur, etwa durch<br />
Wälder. Beim Swingolf gilt es, einen<br />
Hartschaumball mit einem Universalschläger<br />
in ein Ziel zu spielen. Footgolf<br />
dagegen ist die Kombination<br />
aus Golf und Fußball, der Ball muss<br />
mit dem Fuß in entsprechend große<br />
Löcher gekickt werden. Und dann wäre<br />
da natürlich noch Minigolf, von der<br />
urbanen Hipsterschar wiederentdeckt<br />
und inzwischen häufig um originelle<br />
Bahnen wie etwa mit einem aufgeschnittenen<br />
Autoreifen als Looping<br />
ergänzt. Auch da ist aller Anfang wohl<br />
eher kurz als schwer …<br />
Angebote<br />
Mecklenburg<br />
Schloss Basthorst<br />
Luxuriöse Anlage am Ufer des Glambecksees<br />
in der Nähe von Schwerin mit<br />
20 Prozent Greenfee-Ermäßigung auf<br />
den acht Kilometer entfernten Golfplatz.<br />
ab 48 € / p. P. im DZ inkl. Frühstück /<br />
Eigenanreise<br />
Veranstalter: <strong>ADAC</strong> Reisen<br />
Spanien<br />
Islantilla Golf, Costa de la Luz<br />
Der Traum für passionierte Golfer:<br />
Inmitten eines 27-Loch-Platzes gelegenes<br />
Haus im Pinienwald über dem<br />
Atlantik. Shuttle-Service zum hoteleigenen<br />
Beachclub.<br />
ab 784 € / 10 Tage / p. P. im DZ<br />
inkl. Flug ab Frankfurt/Main und<br />
Halbpension<br />
Veranstalter: Olimar<br />
Südafrika<br />
Fancourt Hotel & Manor House<br />
Drei der besten Golfplätze, darunter<br />
der prestigeträchtige „The Links“,<br />
umgeben dieses 5-Sterne-Hotel in den<br />
majestätischen Outeniqua Mountains.<br />
Shuttle-Service zum Platz.<br />
ab 110 € / p. P. im DZ inkl.<br />
Frühstück / Eigenanreise<br />
Veranstalter: Airtours<br />
36 <strong>ADAC</strong> URLAUB 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> <strong>ADAC</strong> URLAUB 37<br />
Änderungen vorbehalten
Inspiration Golfreisen<br />
5<br />
1<br />
2<br />
4<br />
7 8 9<br />
Die 10 skurrilsten Golfplätze der Welt<br />
Elitär, gefährlich, überirdisch<br />
3<br />
6<br />
<strong>Urlaub</strong> Expertin Eva Gläser vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Heidelberg<br />
Der Schwierigste<br />
1 Oahu’s Ko’olau Golf Club, Honolulu, Hawaii<br />
Die obere Grenze auf der Schwierigkeitsskala<br />
liegt eigentlich bei 155. Dieser Platz, umgeben<br />
von einem imposanten Regenwald, erreichte<br />
einst 172. Danach wurde der Parcour vereinfacht<br />
– ein bisschen. Er verfügt zudem<br />
über eine Kirche, in der man heiraten kann.<br />
Der Tierischste<br />
6 Lost City Golf Course, Sun City, Südafrika<br />
Wunderschön, sehr lang, allerdings sollte<br />
man an Loch 13 nicht unbedingt nach<br />
fehlgegangenen Bällen suchen: Links vom<br />
Grün ist nämlich ein Tümpel, in dem sich bis<br />
zu zwei Meter große Alligatoren räkeln.<br />
Der Hellste<br />
7 Faldo Course, Emirates Golf Club, Dubai<br />
Designt von Golfstar und -architekt Nick Faldo<br />
und mit sehr brauchbarem Flutlicht auf allen<br />
18 Bahnen ausgestattet, so dass auch tief in<br />
der Nacht gespielt werden kann.<br />
Der Exklusivste<br />
2 Augusta National Golf Club, Georgia, USA<br />
Es gibt lediglich zwei Wege, in diesem Elite-Club zwischen<br />
150 Jahre alten Magnolien spielen zu können. Der eine: Man<br />
wird von einem der Mitglieder eingeladen, etwa von seinem<br />
guten alten Kumpel Bill Gates. Oder man spielt so gut, dass<br />
man zum alljährlichen US-Masters im April gerufen wird.<br />
Der Beste in Deutschland<br />
4 Golfclub Falkenstein, Hamburg-Blankenese<br />
Nicht nur landschaftlich so wunderschön,<br />
dass er wiederholt zur deutschen Nummer eins<br />
gewählt wurde, sondern darüber hinaus auch<br />
noch sportlich. Einmal im Jahr spielt man dort<br />
„Hulopo“ – ein 100-Löcher-Pokalturnier, das<br />
von fast 5 Uhr morgens bis zirka 22 Uhr dauert.<br />
Der Höchste<br />
3 La Paz Golf Club, Bolivien<br />
Ein wahrhaft atemberaubendes<br />
Spiel findet auf rauhem Grund<br />
und mehr als 3200 Metern über<br />
dem Meeresspiegel statt. Ein<br />
Trost für alle Atemlosen: In der<br />
dünnen Luft fliegen die Bälle<br />
allerdings auch deutlich weiter.<br />
Der Unentdeckte<br />
9 Lost Farm, Tasmanien, Australien<br />
Tasmanien wurde von Golf-<br />
Veranstaltern zum „unentdeckten<br />
Golfziel <strong>2016</strong>“ gewählt. Direkt an<br />
der wilden Inselküste gelegener<br />
Platz im Zeichen des Teufels.<br />
Der Außerirdische<br />
Der Gefährlichste<br />
8 Kabul Golf Club, Afghanistan<br />
Liegt am Rande der Stadt<br />
Kabul in einem Gebiet, in dem<br />
einst unzählige Landminen<br />
gesetzt wurden. Gespielt wird<br />
auf festgelegten Wegen im<br />
Sand, die Grüns sind jedoch<br />
mit Motoröl getränkt, um sie<br />
glatt zu bekommen.<br />
Der Zeitlose<br />
5 Green Zone Golf Club, Finnland/Schweden<br />
Angesiedelt im Grenzgebiet der nordischen Nachbarländer<br />
Finnland und Schweden. Durch den Zeitunterschied landet<br />
der Ball beim Spiel von Finnland aus nach Schweden gut eine<br />
Stunde früher, als er abgeschlagen wurde. Und umgekehrt.<br />
Fra-Mauro-Hochland, Luna<br />
Im Februar 1971 nahm Alan<br />
Shepard ein Eisen 6 mit an<br />
Bord von Apollo 14 und<br />
spielte auf dem Mond zwei<br />
Bälle. Der zweite flog<br />
dank deutlich geringerer<br />
Gravitation mehrere<br />
Hundert Meter – und<br />
liegt heute noch da.<br />
38 <strong>ADAC</strong> URLAUB 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> <strong>ADAC</strong> URLAUB 39
Experten-Tipp Ratgeber<br />
Fragen<br />
Was bedeutet Premium<br />
Economy Class und wo kann<br />
ich in dieser Klasse fliegen?<br />
Hierbei handelt<br />
es sich um eine<br />
Zwischenklasse,<br />
angesiedelt zwischen<br />
Economy und Business<br />
Class. Sie bietet<br />
in der Regel mehr<br />
Beinfreiheit, breitere<br />
Sitze und Annehmlichkeiten<br />
wie mehr<br />
Freigepäck als in der<br />
Economy Class. Sie<br />
ist aber natürlich<br />
auch teurer. Buchbar<br />
ist diese Klasse bei<br />
Linienflügen (Lufthansa,<br />
Air France)<br />
wie bei Ferienfliegern<br />
(Condor).<br />
<strong>Urlaub</strong><br />
&Antworten<br />
Sie haben Fragen? Die Experten der <strong>ADAC</strong> Reisebüros antworten<br />
Bieten Fluglinien<br />
Kinderermäßigungen an?<br />
Derartige Ermäßigungen gibt es. Allerdings wurden<br />
die Rabatte in den letzten Jahren erheblich<br />
gesenkt bzw. eingeschränkt. Die Höhe der Ermäßigung<br />
richtet sich nach dem Alter des Kindes (bis<br />
zwei Jahre bzw. zwei bis 12 Jahre) und ist<br />
abhängig von der Strecke. Bei Air Berlin,<br />
Eurowings oder Sun Express beträgt<br />
die Ermäßigung beispielsweise zwischen<br />
15 und 25 Prozent.<br />
Kann man Roaming-<br />
Gebühren vermeiden<br />
oder verringern?<br />
Wer keine internationale Flat abgeschlossen hat,<br />
sollte das mobile Netz nur aktivieren, wenn man<br />
es unbedingt benötigt. Einige mobile Browser<br />
sind besonders „datensparend“, wie UC Browser<br />
Mini (Android, Blackberry) oder Opera (iOS,<br />
Android). Für eine Navigations-App, die<br />
offline funktioniert, können auch Karten<br />
vor der Reise geladen werden. Dass<br />
man datenintensive Funktionen nur<br />
im Bereich kostenloser Hotspots<br />
nutzt, ist einerseits logisch, andererseits<br />
nicht immer sicher. Deshalb<br />
dort so kurz wie möglich<br />
einloggen und auf die Eingabe<br />
von Passwörtern oder gar PIN-<br />
Codes verzichten.<br />
Was ist bei „Tankregelungen“<br />
zu beachten?<br />
Sie legen fest, mit welchem Füllstand des Tanks der Mietwagen<br />
zurückgegeben werden muss. Am fairsten ist „voll<br />
übernehmen, voll abgeben“ (dann aber wirklich voll abgeben,<br />
sonst darf der Vermieter zu relativ hohen Literpreisen<br />
nachtanken). Immer öfter soll aber die erste Tankfüllung<br />
bezahlt und der Wagen leer abgegeben werden. Das kann<br />
sich für den Vermieter lohnen: Bei kurzer Mietdauer oder<br />
auf kleinen Inseln ist es schließlich nicht immer möglich,<br />
den Tank leer zu fahren. Oft kann die Tankregelung allerdings<br />
bei der Buchung gewählt werden.<br />
Praktische <strong>ADAC</strong> Reisetipps:<br />
bit.ly/1KQM3yT<br />
Schicken Sie uns Ihre Fragen an:<br />
redaktion@adac-urlaub.net<br />
Ratgeber Experten-Tipp<br />
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erfahren<br />
Was ist eigentlich ein<br />
Sicherungsschein?<br />
Diese Urkunde ist der Nachweis, dass der Reiseveranstalter die<br />
Zahlungen der Kunden versichert hat. Im Falle der Insolvenz des<br />
Veranstalters erhalten Kunden somit bereits geleistete Zahlungen<br />
zurück, und allen in <strong>Urlaub</strong> befindlichen Kunden werden die<br />
Kosten der Heimreise erstattet. Der Sicherungsschein muss dem<br />
Kunden vor der ersten Zahlung ausgehändigt werden.<br />
Zahlen Krankenkassen für<br />
Impfungen und Prophylaxe?<br />
Viele Krankenkassen erstatten Kosten für Impfungen,<br />
etwa gegen Cholera oder Gelbfieber. Weniger spendabel<br />
sind sie bei einer notwendigen Malariaprophylaxe,<br />
diese Kosten übernehmen nur wenige Kassen. Die Praxis<br />
der Kostenübernahme ist jedoch völlig uneinheitlich<br />
geregelt, wer es genauer wissen will, muss direkt bei<br />
seiner Kasse nachfragen.<br />
FOTO: GETTY IMAGES (7), THINKSTOCK<br />
Kann ich<br />
im <strong>Urlaub</strong><br />
steuerfrei<br />
einkaufen?<br />
Auf Antrag erstatten einige <strong>Urlaub</strong>sländer<br />
außerhalb der EU bei Ausreise die Mehrwertsteuer.<br />
Am einfachsten funktioniert<br />
es mit dem Anbieter „Global Blue“.<br />
Man kauft in Geschäften mit Global-Blue-<br />
Logo ein und erhält dort für jeden Kauf<br />
gleich die notwendigen Formulare, die<br />
sonst evtl. aufwendig ausgefüllt werden<br />
müssen. Die Rückerstattung erfolgt gegen<br />
Vorlage von Waren und Formularen<br />
am Flughafen.<br />
Ich will einen Mietwagen<br />
am Flughafen anmieten.<br />
Auf was muss ich achten?<br />
„Abholung am Flughafen“<br />
heißt eventuell<br />
nur, dass es einen<br />
Shuttle vom Flughafen<br />
zur Anmietstation gibt.<br />
Ist nicht ersichtlich, ob<br />
die Station direkt im<br />
Terminal liegt, fragt<br />
man am besten nach.<br />
Zudem verlangen einige<br />
Mietwagenfirmen<br />
Zusatzgebühren bei<br />
Anmietungen am Flughafen.<br />
Nicht immer sind<br />
diese Gebühren bereits<br />
im Preis enthalten.<br />
40 2 / <strong>2016</strong><br />
2 / <strong>2016</strong> 41
Spezial Flusskreuzfahrten<br />
Die Welt der Wellen<br />
Alles im Fluss<br />
Lieben Sie das Wasser? Schätzen Sie Entdeckungen? Benötigen<br />
Sie Erholung? Dann beantworten Sie elf weitere Fragen – und<br />
schon wissen Sie, welcher Strom für Sie der Richtige ist …<br />
Text Susanne Hoffs<br />
Sonnenuntergang<br />
über dem Mekong<br />
Farbenfroh,<br />
faszinierend und<br />
fremdartig<br />
11 Fragen<br />
1 Na, im Stress?<br />
A Ja. (2)<br />
B Nie. (5)<br />
C Ach, Leben eben. (1)<br />
D Könnten wir das, bitte, nächste<br />
Woche besprechen? (3)<br />
2 Ist der Weg das Ziel?<br />
A Was sonst? (1)<br />
B Das Gras wächst ja nicht schneller,<br />
wenn man daran zieht. (4)<br />
C So viel Geduld habe ich nicht. (3)<br />
D Von wegen, das Ziel ist das Ziel. (5)<br />
3 Woher stammt Ihre Jeans?<br />
A Von Kik. (1)<br />
B Von Carhartt. (2)<br />
C Von Fjällräven. Mit schmaler<br />
Beintasche. (3)<br />
D Jeans? Ich bitte Sie! (5)<br />
4 Mahlzeit. Was bestellen Sie?<br />
A Ceviche. (4)<br />
B Pho Bo. (1)<br />
C Spaghetti alla puttanesca. (3)<br />
D Fleisch (viel) mit Beilagen<br />
(eher egal). (2)<br />
5 Wie lautet Ihr Lebensmotto?<br />
A Akzeptiere – oder verändere! (3)<br />
B Think big! (5)<br />
C Sowohl als auch! (1)<br />
D Eine Hand allein schnürt kein Bündel! (1)<br />
6 Sie sind vier Wochen weg.<br />
Wie viel wiegt Ihr Koffer?<br />
A Äh, was soll ich mit einem Koffer? (1)<br />
B 12,5 Kilogramm. (3)<br />
C 18 Kilogramm. Der Rest ist Reserve für<br />
Souvenirs. (2)<br />
D Ich fliege First Class. (5)<br />
7 Grenzen. Gut wofür?<br />
A) Um die Kontrolle zu behalten. (2)<br />
B) Um Gemeinsamkeiten zu bezeichnen. (1)<br />
C) Um Unterschiede deutlich zu machen. (3)<br />
D) Um sie zu überschreiten. (5)<br />
8 Wen oder was möchten Sie mal live<br />
erleben?<br />
A) Die Ausnahmeviolinistin Anne-Sophie<br />
Mutter. (2)<br />
B) Nachtaktive Tiere. (5)<br />
C) Wellen, Wellen, Wellen. (3)<br />
D) Das Gehen meiner Gedanken. (1)<br />
9 Größter Vorteil einer Kreuzfahrt?<br />
A) Man ist versorgt. (2)<br />
B) Man erlebt Abenteuer. (5)<br />
C) Man kommt rum. (1)<br />
D) Man trifft Gleichgesinnte. (3)<br />
10 Was tragen Sie, während das Mitternachtsdinner<br />
stattfindet?<br />
A) Miet-Smoking. (5)<br />
B) Sakko, Jeans, T-Shirt.<br />
Alles schwarz. (3)<br />
C) Schlafanzug. (2)<br />
D) Tom Ford. (1)<br />
11 Nach der Reise finden sich Ihre Bilder …?<br />
A) … auf Instagram. Aber wieso „nach“? (5)<br />
B) … auf meinem Rechner. (3)<br />
C) … im selbstdesignten und<br />
-getexteten Fotobuch. (2)<br />
D) … in meinem Herzen. (1)<br />
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42 2 / <strong>2016</strong><br />
2 / <strong>2016</strong> 43
Spezial Flusskreuzfahrten<br />
Ergebnisse<br />
1 – 15 Punkte<br />
Widersprüche sind für Sie offenbar keine<br />
Widersprüche, sondern Anregungen.<br />
Wenn jemand von Achtsamkeit spricht,<br />
laufen Sie nicht kreischend weg. Darüber<br />
hinaus bevorzugen Sie eher das<br />
Leichte, das Vielfältige, das Schwebende.<br />
Und gesunde Kost. Ab und zu<br />
sagt man Ihnen, dass Sie einen Tick zu<br />
harmonisch wirken. Dann lächeln Sie.<br />
Wir empfehlen: Asien<br />
16 – 22 Punkte<br />
Sind Sie der Typ, der schon zehn Minuten<br />
wartet, bevor der Speisesaal öffnet?<br />
Hupt, wenn es bei Grün an der Ampel zu<br />
lange dauert? Dann sind Sie halt robust,<br />
um Ordnung bemüht, verlässlich eben.<br />
Sie wollen aber auch, dass es anderen<br />
so gut geht wie Ihnen. Und Sie haben<br />
nicht einmal etwas gegen Männer in<br />
fleischfarbenen Socken und Sandalen.<br />
Wir empfehlen: Deutschland<br />
23 – 30 Punkte<br />
Auch die größte Reise beginnt mit dem<br />
ersten Schritt. Sie wissen um die Unwägbarkeiten<br />
des Lebens und bewegen<br />
sich in vertrauten Grenzen, wo nicht<br />
jeder Schritt, jede Mahlzeit lebensgefährlich<br />
ist. Auf den Mount Everest<br />
ohne Sauerstoffmaske oder mit dem Kajak<br />
über die Toketee-Wasserfälle? Nichts<br />
für Sie. Für uns übrigens auch nicht.<br />
Wir empfehlen: Europa<br />
31 – 42 Punkte<br />
Das Exotische, das schätzen Sie schon<br />
sehr, nicht wahr? Jedenfalls ist Ihre Fotoausrüstung<br />
sehr hochwertig. Da wollen<br />
Sie schon intensive Farben sehen,<br />
spektakuläre Landschaften, fremde Kulturen<br />
und Tiere in freier Wildbahn. Andererseits,<br />
jeden Morgen erst mal die<br />
Schuhe ausschütteln, weil Schlangen<br />
drin sein könnten – nicht so Ihr Ding.<br />
Wir empfehlen: Afrika<br />
43 – 49 Punkte<br />
Ihnen schwebt Großes vor: mein T-Bone-<br />
Steak, mein Premium-Schiff, mein Allinclusive-<strong>Urlaub</strong><br />
zu traumhaften Gestaden.<br />
Gleichzeitig wissen Sie, dass<br />
Kleider keine Leute machen, denken,<br />
dass schon alles geht, und plaudern<br />
sich lässig durchs Leben. Ein Hinweis<br />
nur: Vielleicht sollten Sie anderen dabei<br />
nicht so kräftig auf die Schultern klopfen.<br />
Wir empfehlen: Nordamerika<br />
Angebote<br />
1 – 15 Punkte<br />
Der Mekong<br />
Wie lang der Mekong genau<br />
ist, weiß wohl niemand:<br />
Irgendwas zwischen 4500<br />
und 4900 Kilometern. Wie es ist, auf<br />
ihm zu reisen, das lässt sich erfahren:<br />
farbenfroh, faszinierend und fremdartig.<br />
Sieben Tage lang auf der ikonischen<br />
Lebensader Südostasiens in einem luxuriösen<br />
Boutiquehotelschiff mit maximal<br />
zwölf Kabinen währt beispielsweise eine<br />
Reise, die Sie durch Kambodscha und<br />
Vietnam führt – ohne dass jedes Mal die<br />
Koffer gepackt werden müssen.<br />
Zu den Höhepunkten gehören Tempelbesuche<br />
in der Metropole Phnom<br />
Penh. Oder der Tonle-Sap-Fluss, der in<br />
den gleichnamigen See führt, Südostasiens<br />
größten Süßwassersee, dessen enormer<br />
Artenreichtum von Fischen über<br />
Wasservögel, Schildkröten und Ottern<br />
bis zu Krokodilen reicht. Das Mekong-<br />
Delta mit seinen schwimmenden Märkten<br />
und die quirlige, an Sehenswürdigkeiten<br />
reiche Ho-Chi-Minh-Stadt bilden<br />
den Abschluss der Reise, auf der Sie<br />
zudem Mönche und eine Krokodilfarm<br />
besucht haben werden.<br />
Aber natürlich ist der Mekong nicht<br />
die einzige Option. Für erfahrene Asien-<br />
Touristen bietet sich als Alternative etwa<br />
Bagan und Myanmar an, wenn sie Neuland<br />
entdecken möchten.<br />
Ho-Chi-Minh-Stadt<br />
Auf dem<br />
Mekong<br />
Ohne großes<br />
Kofferpacken<br />
16 – 22 Punkte<br />
Die Oder<br />
Deutschland hat bekanntlich<br />
viele Flüsse zu bieten, da fällt<br />
die Auswahl schwer. Den Rhein<br />
gibt es mit seinen vielen Nebenströmen,<br />
die Donau, die Mosel, die Elbe.<br />
Oder die Oder. Nicht so bekannt ist<br />
vielleicht eine Tour, die man von Berlin<br />
oder Stralsund, also umweltfreundlich<br />
vom Bahnhof aus, starten kann: eine<br />
Oder-Havel-Tour auf der „MS Mona<br />
Lisa“. Das 2010 grundrenovierte Schiff<br />
verfügt über 49 Kabinen und fährt in<br />
sechs Nächten von Berlin-Spandau nach<br />
Stralsund. Zu den Besichtigungen zählen<br />
beispielsweise das Schiffshebewerk<br />
Niederfinow, der älteste noch arbeitende<br />
„Schiffsfahrstuhl“, ein geschütztes<br />
Industriedenkmal, das einen Höhenunterschied<br />
von 36 Metern überwindet.<br />
Hinzukommen das Kloster Chorin, eine<br />
Panorama-Kreuzfahrt durch das Stettiner<br />
Haff, ein Ausflug auf Deutschlands<br />
größter Insel Rügen sowie die Backsteingotik<br />
von Stralsund.<br />
Wer es etwas sportlicher mag, für<br />
den bietet sich in ähnlicher Region eine<br />
Radkreuzfahrt von Berlin nach Stralsund<br />
an, mit täglichen Touren zwischen<br />
zwölf und 50 Kilometern.<br />
Rosenbeck<br />
Berlin Friedrichsthal<br />
23 – 30 Punkte<br />
Die Donau<br />
Regensburg<br />
Zugegeben, der erste Schritt beginnt<br />
in Deutschland. Aber die<br />
Donau fließt eben auch durch<br />
Österreich, Ungarn, Kroatien, die Ukraine<br />
und fünf weitere Länder Europas.<br />
In 14 Nächten geht es von Passau<br />
bis ans Schwarze Meer. Das Schiff,<br />
die „MS Select Explorer“, bietet neben<br />
den täglich wechselnden spektakulären<br />
Kulissen viergängige Mittagsund<br />
Abendmenüs, und das zusätzlich<br />
buchbare Rahmenprogramm umfasst<br />
– auszugsweise – eine Stadtrundfahrt in<br />
Wien und Belgrad. Einen Ausflug zum<br />
Benediktinerkloster Stift Melk, einer<br />
Wien<br />
Budapest<br />
Auf der Donau<br />
Langeweile<br />
kann gar nicht<br />
aufkommen<br />
Belgrad<br />
Perle des Barock. In die Puszta oder<br />
nach Budapest bei Nacht, in die faszinierende<br />
Welt der „Ruin Pubs“. Die<br />
Passage durch das Eiserne Tor, den riesigen<br />
Stausee im rumänisch-serbischen<br />
Grenzgebiet, ist obligatorisch, ebenso<br />
der Ganztagesausflug ans Schwarze<br />
Meer. Langeweile kann also eigentlich<br />
nicht aufkommen.<br />
Wer es richtig russisch mag, dem sei<br />
eine Wolga-Tour zwischen Moskau und<br />
St. Petersburg ans Herz gelegt. Weniger<br />
ostlastige Flussreisen gibt es natürlich<br />
auch, sei es auf der Seine durch Frankreich<br />
oder dem Douro in Portugal.<br />
Auf Havel und Oder<br />
„MS Mona Lisa“<br />
Von der Metropole Berlin über Rügen<br />
und Hiddensee zur Backsteingotik in<br />
Stralsund – eine Panorama-Tour mit<br />
sieben Ausflügen.<br />
Ab 1398 € / p. P. / 6 Nächte in<br />
2er-Kabine / VP<br />
Veranstalter: <strong>ADAC</strong> Reisen<br />
Auf Wolga, Swir & Newa<br />
„MS Strawinski“<br />
Die Route auf der Wasserstraße<br />
der Zaren führt von Moskau nach<br />
St. Petersburg. Kreml-Rundgang,<br />
zwei Binnenseen und Bernsteinzimmer<br />
inklusive.<br />
Ab 1720 € / p. P. / 10 Nächte in<br />
2er-Kabine / inkl. Flug / VP<br />
Veranstalter: <strong>ADAC</strong> Reisen<br />
Auf dem Ayeyarwady<br />
„RV Kindat Pandaw“<br />
Das 2014 im Kolonialstil gebaute Boutiquehotelschiff<br />
kreuzt von Bagan über<br />
Katha nach Mandalay durch Myanmar<br />
und besucht u. a. buddhistische Kloster<br />
und Pagoden.<br />
Ab 2765 € / p. P. / 10 Nächte in<br />
2er-Kabine / VP<br />
Veranstalter: <strong>ADAC</strong> Reisen<br />
44 2 / <strong>2016</strong><br />
Auf der Oder<br />
Nachhaltiges Reisen<br />
2 / <strong>2016</strong> 45<br />
Änderungen vorbehalten
Spezial Flusskreuzfahrten<br />
Kairo<br />
Auf dem Nil<br />
Zu den Quellen<br />
der Geschichte<br />
Fotorätsel Gewinnspiel<br />
Experten-Tipp<br />
Gesa Jochheim vom <strong>ADAC</strong> Reise-Callcenter in Köln<br />
über das Bordleben auf dem Fluss<br />
Flusskreuzfahrten sind nur etwas für ältere Reisende?<br />
Dieses Vorurteil hat sich längst erledigt! Die modernen und<br />
komfortablen Schiffe sprechen inzwischen alle Altersgruppen<br />
an. Ein Vorteil gegenüber den traditionellen Kreuzfahrten:<br />
Sie haben auf dem Fluss – egal auf welchem<br />
Kontinent Sie unterwegs sind – in der Regel kleinere,<br />
überschaubare Schiffe. Die Atmosphäre ist fast familiär,<br />
mit einem ausgezeichneten Verhältnis zum Bordpersonal.<br />
Und: Es werden vor allem Außenkabinen angeboten. Ein<br />
weiterer Vorteil ist, dass man sich auf Flusskreuzfahrt-<br />
Schiffen am Abend sportlich-leger kleiden kann. Wer ein<br />
kleines Schwarzes hat und es zeigen möchte – das ist<br />
natürlich auch erlaubt. In diesem Sinne: Ahoi!<br />
31 – 42 Punkte<br />
Der Nil<br />
<strong>ADAC</strong> Reisen zu Flusskreuzfahrten:<br />
bit.ly/1P5NV5E<br />
Doku: „Auf der Donau“:<br />
bit.ly/1UJjiV9<br />
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mehr<br />
erfahren<br />
Wer den Wurzeln abendländischer<br />
Zivilisation auf die<br />
Spur kommen möchte, den<br />
führt kein Weg an Ägypten mit seiner<br />
5000-jährigen Geschichte vorbei. Und<br />
der ist damit quasi automatisch auf<br />
dem Nil, an dessen Ufern eine der<br />
frühesten Hochkulturen entstand.<br />
Eine Premium-Reise über sieben<br />
Nächte auf der „MY Iti Alyssa“ gefällig?<br />
Das Design-Schiff ist mit Panorama-<br />
Lounge im afrikanischen Stil sowie – als<br />
Ausgleich zu den üppigen landestypischen<br />
Speisen – mit einem Spa- und Fit-<br />
Auf dem Mississippi<br />
Großes Landschaftskino<br />
ness-Zentrum – großzügig ausgestattet.<br />
Es führt auf der Route zwischen Luxor<br />
und Assuan bei angenehmen Brisen zu<br />
den Zeugnissen pharaonischer Macht.<br />
Zu Tempelanlagen, die von ptolemäischen<br />
Baumeistern zu Ehren des<br />
Krokodilgottes Sobek und des falkenköpfigen<br />
Haroëris geschaffen wurden.<br />
Oder zu den gigantischen Felsentempeln<br />
von Ramses II. und seiner Frau<br />
Nefertari mit riesigen Steinfiguren und<br />
filigranen Hieroglyphen. Ausflugskamele<br />
und Nilkrokodile, -gänse oder<br />
-pferde dürften Sie ebenfalls begleiten.<br />
43 – 49 Punkte<br />
Der Mississippi<br />
Im Land der immer noch unbegrenzten<br />
Möglichkeiten begeistert<br />
das Wechselspiel zwischen großem<br />
Landschaftskino und modernen Weltstädten<br />
in Kombination mit tiefen<br />
Einblicken in die nordamerikanische<br />
Geschichte. Besonders auf dem „Ol’<br />
Man River“, dem Mississippi. Diesen<br />
tief in der amerikanischen Literatur und<br />
Musik verwurzelten Strom befährt die<br />
„American Queen“, der größte und<br />
luxuriöseste Schaufelraddampfer der<br />
Welt. Zeitgemäßer Komfort in gediegener<br />
Eleganz des viktorianischen Ein-<br />
Gut verwurzelt<br />
Der „Ol’ Man<br />
River“, Amerikas<br />
kulturelle Ader<br />
Minneapolis<br />
Memphis<br />
St. Louis<br />
richtungsstils aus dem 19. Jahrhundert<br />
sorgt in acht Nächten zwischen New<br />
Orleans und Memphis für eine gelungene<br />
Zeitreise. Sie beinhaltet historische<br />
Baumwollplantagen, imposante Herrenhäuser<br />
oder den riesigen Vicksburg<br />
National Military Park, der an eine der<br />
entscheidenden Schlachten des USamerikanischen<br />
Bürgerkriegs erinnert.<br />
Stadtbesichtigungen auf eigene Faust,<br />
etwa eine Elvis-Tour samt Graceland<br />
in Memphis, runden das Programm ab.<br />
Oh, one more thing: Wer den Mississippi<br />
schon kennt, mag vielleicht<br />
lieber den Amazonas erkunden. Der mit<br />
Abstand wasserreichste Fluss der Erde<br />
punktet mit tropischem Regenwald,<br />
Lagunen und indigenen Volksstämmen.<br />
FOTO: GETTY IMAGES (4), SHUTTERSTOCK (5), VOLLWERTBIT<br />
FOTO: CHRISTIAN MÜLLER, GLOW IMAGES, PR<br />
Gewinnspiel<br />
Irgendwo in Deutschland. Aber wo?<br />
Machen Sie mit! In jeder <strong>Ausgabe</strong> von <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> präsentieren wir einen<br />
markanten Ort aus ungewohnter Perspektive. Wer ihn erkennt, kann gewinnen …<br />
Krabbenkutter. Lederhose. Weinkönigin. Bei jedem dieser Worte blitzt vermutlich ein<br />
Bild von Deutschland, wenn auch ein recht unterschiedliches, vor den eigenen Augen<br />
auf. Es gibt aber auch Bilder von Deutschland, bei denen man denkt: Wo bin ich denn<br />
hier gelandet? Obiges beispielsweise. Ist das in einer brasilianischen Hochebene der<br />
Serra do Caparaó? In den Nebelwäldern von Ruanda? Mitnichten. Es handelt sich<br />
um den Teil einer Felsformation aus Buntsandstein, eines Ensembles aus mehreren<br />
durch Erosion entstandenen Türmen, die so schöne Namen tragen wie Bockturm<br />
oder Himmelsleiter. Der höchste von ihnen kommt auf etwa 61 Meter. Die Region<br />
ist bei Kletterern wie bei brütenden Wanderfalken beliebt – und angeblich auch bei<br />
den Elwetritschen, einer mythischen Kreuzung aus Federvieh und Waldkobold.<br />
Um welche Felsen handelt es sich?<br />
Auflösung Heft 1/<strong>2016</strong><br />
Gesucht war: Der Sprinkenhof in Hamburg<br />
Den Reisegutschein im Wert von 500 Euro hat Christine Huge aus Schauenburg<br />
gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!<br />
Viele Einsender tippten übrigens auf das Chilehaus in Hamburg – und lagen damit<br />
nur wenige Meter daneben. Beide Backstein-Bauwerke stehen im Kontorhausviertel.<br />
Teilnahmebedingungen Schicken Sie eine Postkarte an: <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> Magazin,<br />
Stichwort: Gewinnspiel – Heft 2/<strong>2016</strong>, Pastorenstraße 16–18, 20459 Hamburg.<br />
Oder mailen Sie an: gewinnspiel@adac-urlaub.net, Betreff: Gewinnspiel –<br />
Heft 2/<strong>2016</strong>. Einsendeschluss ist der 11.04.<strong>2016</strong>.<br />
Bitte geben Sie Ihre Adresse und die Ihres <strong>ADAC</strong> Reisebüros an.<br />
Wenn Sie gewinnen, wird Ihnen der Gewinn dort ausgehändigt.<br />
Gewinnen<br />
Sie einen<br />
1von10<br />
<strong>ADAC</strong><br />
Reiseführer<br />
plus „Rom“<br />
Teilnehmen kann jede(r) Volljährige. Mitarbeiter der <strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen und Reisebüros sowie verbundener<br />
Unternehmen und Agenturen können leider nicht teilnehmen. Der Gewinn wird unter allen Teilnehmern<br />
ausgelost, Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Adressdaten werden nur für die Durchführung des<br />
Gewinnspiels verwendet und ansonsten nicht an Dritte weitergegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />
Eine Barauszahlung sowie ein Umtausch des Gewinns sind nicht möglich. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist<br />
kostenlos und der Rechtsweg ausgeschlossen.<br />
46 2 / <strong>2016</strong><br />
New Orleans<br />
2 / <strong>2016</strong> 47
www.adac-reisebuero.de · <strong>Ausgabe</strong> 1/ <strong>2016</strong><br />
www.adac-reisebuero.de · <strong>Ausgabe</strong> 4 / <strong>2016</strong><br />
Reisebüro Regional<br />
Vor Ort Reisebüro<br />
Service<br />
Bei Anruf: <strong>Urlaub</strong>!<br />
Impressum<br />
Sie planen Ihre nächste Reise?<br />
Leider ist Ihre Zeit knapp, daher<br />
möchten Sie ungern längere<br />
Wege oder Wartezeiten im Stau<br />
in Kauf nehmen? Aber es ist gar nicht<br />
nötig, direkt ins Reisebüro zu kommen.<br />
Unser Telefonisches Reisebüro<br />
vermittelt Ihnen, wenn Sie es wollen,<br />
Ihre Traumreise direkt am Telefon.<br />
Dort können Sie Ihren Wunschkatalog<br />
bestellen. Ihre Wünsche<br />
durchgeben. Und natürlich auch Ihre<br />
Reise buchen. Genauso einfach wie<br />
über das Internet – nur mit dem Bonus<br />
einer fachkundigen Beratung und der<br />
Sicherheit, einen Ansprechpartner zu<br />
erreichen, keinen Sprachcomputer.<br />
Celle<br />
von Sonja Eschweiler<br />
Das Telefonische Reisebüro vermittelt<br />
Ihnen dabei Reisen aller Art in alle<br />
Welt. Und selbstverständlich können<br />
Sie einen Rückruf vereinbaren – unsere<br />
Mitarbeiterinnen Sonja Eschweiler<br />
und Petra Thiel sind gern für Sie da.<br />
Beide sind aber auch mal woanders.<br />
Eine Alternative zum Alltag ist<br />
nämlich der Besuch einer interessanten<br />
Stadt. Schon die Anreise kann<br />
zum Highlight werden, etwa mit<br />
einer Bahnreise 1. Klasse. Dieses Angebot<br />
findet man oftmals kombiniert<br />
mit dem Aufenthalt in einem 4- bis<br />
5-Sterne-Hotel plus Frühstücksbuffet.<br />
Daher zwei Tipps von Sonja Eschweiler<br />
und Petra Thiel:<br />
Die schöne Residenzstadt bezaubert mit einer historischen<br />
Altstadt, die durch ihr Renaissance-Rathaus und<br />
zahlreiche denkmalgeschützte Fachwerkhäuser besticht<br />
– das größte zusammenhängende Fachwerkensemble Europas.<br />
Besonders gefallen haben mir das barocke Herzogschloss und<br />
die französischen Gärten. Wer noch mehr Flora möchte, sollte<br />
das Orchideenzentrum besuchen. Zu empfehlen ist auch ein<br />
Abstecher zum Kloster Wienhausen aus dem 13. Jahrhundert,<br />
gut zehn Kilometer von Celle entfernt. Dieses heutige Frauen-<br />
Kloster wird von 13 Konventualinnen und einer Äbtissin<br />
bewohnt, die Sie durch das Kloster und die Geschichte führen.<br />
Besonders erwähnenswert sind die wertvollen Kunstschätze<br />
aus dem Mittelalter, ein ausgemalter Nonnenchor und eine<br />
Sammlung der ältesten Brillen der Welt.<br />
Hoteltipp: Celler Hof ***, Stechbahn 11, 29221 Celle, Tel.:<br />
(0 51 41) 9 11 96-0, info@cellerhof.de, DZ/ÜF p. P. ab 57 €<br />
Reisebüro-<br />
Hotline:<br />
Tel. (02 31)<br />
5 49 91 30<br />
(Mo.– Sa.<br />
8.30 –17.30<br />
Uhr)<br />
Petra Thiel und Sonja Eschweiler (v. l. n. r.)<br />
von Petra Thiel<br />
Brüssel<br />
Die belgische Hauptstadt, Hauptsitz der EU, ist ein<br />
wunderbares Ziel für zwei Übernachtungen, gut zu<br />
erreichen und mit viel Sehenswertem ausgestattet. Ihr<br />
historisches Zentrum ist der Grote Markt, 300 Meter weiter<br />
steht das Manneken Pis. Dazu kommen Kathedralen und der<br />
riesige Wald Forêt des Soignes. Mein Highlight als Schokoholic<br />
war aber der Besuch der Chocolaterie Zaabär, wo ich einen<br />
60-minütigen Workshop gebucht hatte – und verblüffende<br />
Geschmackserlebnisse erlebte. Aber nicht nur Fans von Süßem<br />
kommen auf ihre Kosten. Bei einer Bierprobe in einer der Bars<br />
kann man erleben, wie Bier mit zehn Prozent Alkoholgehalt<br />
oder Kirsch-Aromen angereichert schmeckt. Dazu gehören<br />
dann belgische „Frittes“, handgeschnitten und einmalig!<br />
Hoteltipp: Radisson Blu Royal, Rue du Fosse-aux-Loups 47,<br />
1000 Brüssel, +32 (2) 2 19 28 28, reservations.brussels@radissonblu.com,<br />
DZ circa 190 € (zwei Nächte Mindestaufenthalt)<br />
FOTO: THINKSTOCK (2), <strong>ADAC</strong> (4)<br />
Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern<br />
Reisebüro-Hotline: (02 31) 5 49 91 30 (Mo.–Sa. 8.30 –17.30 Uhr)<br />
<strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen & Reisebüros des <strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong><br />
Arnsberg<br />
Graf-Gottfried-Str. 20,<br />
59755 Arnsberg<br />
(0 29 32) 2 79 79<br />
rb.arnsberg@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr<br />
Bochum<br />
Ferdinandstr. 17,<br />
44789 Bochum<br />
(02 34) 33 70 16<br />
rb.bochum@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 9–12 Uhr<br />
Bottrop<br />
Schützenstr. 3,<br />
46236 Bottrop<br />
(0 20 41) 2 80 32<br />
rb.bottrop@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–13 Uhr / 14–18 Uhr<br />
Dortmund<br />
Freie-Vogel-Str. 393,<br />
44269 Dortmund<br />
(02 31) 5 49 91 35<br />
rb.dortmund@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Dortmund-Süd<br />
Ruhrallee 98,<br />
44139 Dortmund<br />
(02 31) 1 29 78 42<br />
rb.dortmundsued<br />
@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
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Gelsenkirchen<br />
Daimlerstr. 1,<br />
45891 Gelsenkirchen<br />
(02 09) 77 70 31<br />
rb.gelsenkirchen<br />
@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Hagen<br />
Körnerstr. 62,<br />
58095 Hagen<br />
(0 23 31) 2 89 80<br />
rb.hagen@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Hamm<br />
Sternstr. 4,<br />
59065 Hamm<br />
(0 23 81) 1 33 89<br />
rb.hamm@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Lüdenscheid<br />
Knapper Str. 26,<br />
58507 Lüdenscheid<br />
(0 23 51) 2 66 87<br />
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48163 Münster<br />
(02 51) 53 10 72<br />
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Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Recklinghausen<br />
Martinistr. 11,<br />
45657 Recklinghausen<br />
(0 23 61) 18 13 91<br />
rb.recklinghausen<br />
@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 10–13 Uhr<br />
Siegen<br />
Leimbachstr. 189,<br />
57074 Siegen<br />
(02 71) 33 10 02<br />
rb.siegen@wfa.adac.de<br />
Mo.–Fr. 9–18 Uhr,<br />
Sa. 9–12 Uhr<br />
Soest<br />
Arnsberger Str. 7,<br />
59494 Soest<br />
(0 29 21) 41 16<br />
rb.soest@wfa.adac.de<br />
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Herausgeber der Regionalseiten:<br />
<strong>ADAC</strong> Berlin und Brandenburg e.V., 10717 Berlin<br />
<strong>ADAC</strong> Hansa e.V., 20097 Hamburg<br />
<strong>ADAC</strong> Hessen-Thüringen e.V., 60528 Frankfurt<br />
<strong>ADAC</strong> Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V.,<br />
30880 Laatzen<br />
<strong>ADAC</strong> Nordbaden e.V., 76135 Karlsruhe<br />
<strong>ADAC</strong> Nordbayern e.V., 90491 Nürnberg<br />
<strong>ADAC</strong> Nordrhein e.V., 50963 Köln<br />
<strong>ADAC</strong> Mittelrhein e.V., 56068 Koblenz<br />
<strong>ADAC</strong> Pfalz e.V., 67433 Neustadt/Weinstraße<br />
<strong>ADAC</strong> Saarland e.V., 66117 Saarbrücken<br />
<strong>ADAC</strong> Sachsen e.V., 01307 Dresden<br />
<strong>ADAC</strong> Schleswig-Holstein e.V., 24114 Kiel<br />
<strong>ADAC</strong> Südbaden e.V., 79098 Freiburg<br />
<strong>ADAC</strong> Südbayern e.V., 80339 München<br />
<strong>ADAC</strong> Weser-Ems e.V., 28207 Bremen<br />
<strong>ADAC</strong> <strong>Westfalen</strong> e.V., 44269 Dortmund<br />
<strong>ADAC</strong> Württemberg e.V., 70190 Stuttgart<br />
Objektleitung:<br />
Michael Buss<br />
Stellvertretende Objektleitung:<br />
Stephan Baltes<br />
Projektmanagement <strong>ADAC</strong>:<br />
Annika Schön<br />
Verlag und Redaktion:<br />
Motor Presse Stuttgart Corporate Media<br />
Leuschnerstraße 1, 70174 Stuttgart<br />
Verlagsleitung:<br />
Ulli Hartmann<br />
Gültige Anzeigenpreisliste:<br />
Nr. 02 vom 01.01.<strong>2016</strong><br />
Produktions- und Anzeigenleitung:<br />
Lukas Kramer (verantwortlich)<br />
E-Mail: lkramer@blueboxtrade.com<br />
Tel.: +49 (0)40 87 88 66 110<br />
Redaktionsleitung:<br />
Helmut Ziegler<br />
Redaktionelle Mitarbeit:<br />
Bettina Hennies, Susanne Hoffs, Volker<br />
Marquardt, Karen Naundorf, Dominik Peter<br />
Kreativ-Direktor:<br />
Diddo Ramm (verantwortlich)<br />
Layout:<br />
Dennis Bock<br />
Bildredaktion:<br />
Olaf Rößler, Vika Yarmilko<br />
E-Mail:<br />
redaktion@adac-urlaub.net<br />
Internet:<br />
www.adac-reisebuero.de<br />
Druck:<br />
Vogel Druck und Medienservice<br />
Leibnizstr. 5, 97204 Höchberg<br />
Titelbild:<br />
Getty Images<br />
48 2 / <strong>2016</strong> 2 / <strong>2016</strong> 49
Vorschau<br />
<strong>Urlaub</strong><br />
Die nächste <strong>Ausgabe</strong><br />
erscheint am 28. April <strong>2016</strong><br />
Oman<br />
Reise in ein Update<br />
der Märchen aus<br />
Tausendundeiner Nacht<br />
Extra<br />
Gewinnspiel<br />
Kochen in Hoi An<br />
Die vietnamesische Küche<br />
gilt als die feinste der Welt.<br />
Wir prüften dies vor Ort<br />
Die Westküste der USA<br />
Los Angeles, San Francisco, Las<br />
Vegas: ein Road-Trip zu Glamour,<br />
Flower-Power und zum Glück<br />
Europa entdecken<br />
Weitere Themen<br />
Ferienhäuser<br />
Ein Bahnwaggon? Oder doch lieber ein<br />
Baumhaus? Ein Streifzug durch Europas<br />
glanzvollste Mietunterkünfte<br />
Portugal<br />
Warum die frühere Weltmacht heute<br />
Staunen macht: über die Heimat von<br />
Fado, Korkeiche und Lebenslust<br />
Leipzig<br />
Ist die Stadt nun rechts? Oder doch<br />
eher cool und das neue Berlin? Fünf<br />
Antworten aus „Hypezig“<br />
50 2 / <strong>2016</strong><br />
Sylt<br />
Wie sich die nordfriesische<br />
Insel auf den kommenden<br />
Ansturm vorbereitet<br />
FOTO: GETTY IMAGES (4)<br />
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