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NEUE MOBILITÄT 05

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www.bem-ev.de | 8,50 €<br />

ISSN 2191-5636<br />

Herbstausgabe 2011<br />

<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong><br />

Das Magazin vom Bundesverband eMobilität<br />

OKTOBER 2011<br />

BEM eMobile Ticker<br />

Jetzt im App Store.<br />

BEM-Gemeinschaftsstand auf der eCarTec<br />

Messe München // Stand 607 in Halle A6<br />

Schweiz Special<br />

Projekte & Initiativen<br />

eMobilität & Politik<br />

BEM-Fördermodell im<br />

offenen Diskurs<br />

Status Quo<br />

Herausforderungen und<br />

Chancen einer Zukunftsbranche<br />

Erste Flotten<br />

Leasing von eAutos im<br />

Flottenmanagement<br />

Neue Mobilität<br />

1


Shine baby shine!<br />

gruSSwort<br />

» Solarenergie ist das Öl des<br />

21. Jahrhunderts – nur sauber.<br />

Mit SolarWorld mache ich<br />

meinen eigenen Strom.* «<br />

BEM-Präsident Kurt Sigl<br />

Innovative Netzwerke<br />

Grusswort<br />

Kurt SIgl + Foto<br />

Mit Öl hat Larry Hagman nichts mehr am Hut. Schon gar nicht beim<br />

Tanken. Er setzt auf die cleveren Solarstromlösungen von SolarWorld<br />

und produziert seinen Strom selbst. Mit dem<br />

haben Sie ein<br />

leistungsstarkes Solarkraftwerk direkt vor Ihrer Haustür. Er dient als<br />

Witterungsschutz und gleichzeitig als saubere Solar-Tankstelle für<br />

Elektro- und Hybridfahrzeuge. Informieren Sie sich: www.solarworld.de<br />

Nach nunmehr über zwei Jahren aktivem Engagement für<br />

eine Neue Mobilität, antworte ich auf die Frage nach der<br />

Kernarbeit im Bundesverband eMobilität, wofür wir uns einsetzen<br />

und was uns von anderen Verbänden unterscheidet,<br />

sehr gern: Wir vernetzen, kommunizieren und agieren mit<br />

und für unsere Mitglieder, um eMobilität als realistische<br />

Mobilitätsalternative in der Gesellschaft zu verankern. Die<br />

Arbeit dahinter ist allerdings sehr viel komplexer, als die<br />

knappe Antwort vielleicht vermuten lässt.<br />

Die Basis unserer täglichen Bemühungen liegt in der erfolgreichen<br />

Vernetzung unserer Mitglieder und Partner, um<br />

nachhaltig erfolgreiche Geschäftsmodelle im Bereich der<br />

Neuen Mobilität zu generieren und starke Netzwerke zur<br />

Durchsetzung wirtschaftspolitischer Forderungen zu etablieren.<br />

Diese aktive Verbandszusammenarbeit ist natürlich nur<br />

dann zielführend, wenn auch unsere Mitgliedsunternehmen<br />

ihr Engagement für eine Neue Mobilität mit einbringen.<br />

Auf dem Wachstumsmarkt der Neuen Mobilität agieren<br />

Unternehmen aus sehr unterschiedlichen Branchen, die bis<br />

dato keine oder nur sehr wenige gemeinsame Anknüpfungspunkte<br />

haben und deshalb unsere Hilfestellung bei der Initiierung<br />

gemeinsamer Projekte gern annehmen. Unsere<br />

Aufgabe besteht darin, branchenübergreifende Synergien zu<br />

identifizieren und die entsprechenden Player auch langfristig<br />

als kompetenter Ansprechpartner zu begleiten.<br />

Lassen Sie mich beispielhaft demonstrieren, welche unterschiedlichen<br />

Dimensionen dabei berücksichtigt werden<br />

müssen. Im Kontext einer zukunftsfähigen eMobilität auf<br />

Basis Erneuerbaren Energien werden unter anderem intelligente<br />

Netze eine immer wichtigere Rolle spielen. Um hierfür<br />

nachhaltige Lösung zu finden, bedarf es geeigneter Akteure<br />

aus verschiedenen Branchen. In den Reihen unserer Mitglieder<br />

haben sich diese Protagonisten bereits erfolgreich gefunden.<br />

Telekom Deutschland, IPM SYSTEM und Veloform<br />

verdeutlichen auf dem Cover beispielhaft eine dieser zukunftsweisenden,<br />

branchenübergreifenden Kooperationen.<br />

Ideale Voraussetzungen zur Vernetzung finden Sie auf der<br />

eCarTec. Drei Tage lang bietet die Leitmesse uns und unseren<br />

Mitgliedern die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen<br />

und innovative Projekte anzustoßen. Auf dem BEM-Gemeinschaftsstand<br />

präsentieren wir in diesem Jahr die Deutschlandpremiere<br />

des Elektro-CARGO ARNOLD2012. Außerdem<br />

planen wir politische Messerundgänge mit EU-Kommissar<br />

Günther Oettinger und Bundesminister a.D. Wolfgang Tiefensee<br />

sowie die offizielle Vorstellung unserer Kooperation<br />

mit der Allianz Versicherungs AG. In diesem Sinne freue ich<br />

mich auf eine erfolgreiche Messe mit vielen interessanten<br />

Gesprächen und spannenden neuen Ideen.<br />

Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität e.V.<br />

* Schauspieler Larry Hagman, Ölbaron aus der weltbekannten 80er-Jahre-Serie<br />

„Dallas“, besitzt eine der größten, privaten Solarstromanlagen der USA.<br />

Neue Mobilität<br />

3


INHALTS-<br />

ANGABE<br />

Cover: IPM SYSTEM, Telekom,<br />

BEM & eVelotaxi von Veloform<br />

<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong> »<br />

DAS MAGAZIN VOM BUNDESVERBAND e<strong>MOBILITÄT</strong><br />

ausgabe Oktober 2011<br />

Politik &<br />

eMobilität<br />

eCarTEc<br />

Die leitmesse<br />

Status Quo<br />

eMobilität<br />

Erste<br />

Flotten<br />

16 Energie-Infrastrukturen<br />

Günther H. Oettinger<br />

18 Die politik ist gefragt<br />

20 BEM-Fördermodell im<br />

Offenen diskurs<br />

24 Berlin elektrisiert<br />

Gernot Lobenberg<br />

26 fRühstück bei tiefensee<br />

30 Ladeinfrastruktur für<br />

Elektrofahrzeuge<br />

Silke Wilhelm<br />

Christian A. Mayer<br />

BEM<br />

3 GruSSwort<br />

Kurt Sigl, BEM-Präsident<br />

6 On y va..?<br />

Editorial, Christian heep<br />

12 BEM 2.0<br />

14 BEM 2.0 Kooperation<br />

23 Parlamentarischer<br />

Beirat<br />

28 Wir elektromobilisieren<br />

DEN Bundestag<br />

134 eJobs<br />

136 Buchvorstellungen<br />

138 vorschau<br />

139 BEM-Kalenderformular<br />

140 BEM-Mitgliedschaft<br />

142 Firmenverzeichnis<br />

145 ABO neue mobilität<br />

146 Impressum<br />

BEM-Landes-<br />

VERTRETUNG<br />

64 LV Mitteldeutschland<br />

34 Join the eMobility<br />

Revolution!<br />

Interview Robert Metzger<br />

36 EINLEITUNG<br />

38 Opel Ampera zu Gast<br />

BEI juwi<br />

Sven Gerber<br />

40 Nachhaltiger ansatz<br />

für efahrzeuge<br />

interview Sven Schulz<br />

42 Das ebike mit ökostrom<br />

enBw<br />

42 Smart Charging<br />

Carmedialab<br />

43 ARNOLD KOMMT<br />

NAch münchen<br />

SFL-cetra e-mobility<br />

44 eMobility als<br />

Mitarbeitermotivation<br />

Barkawi<br />

45 eMobilität -<br />

MEHR als ein Auto<br />

The mobility house<br />

46 ELEktrobus zeus<br />

midea omnibusvertrieb<br />

47 eFahrzeuge laden per SMS<br />

SMS & CHArge<br />

48 Zentrum zum Test<br />

von Hochvolt-Batterien<br />

tüv süd<br />

50 Ladesäulen am Bordstein<br />

Energieparken<br />

52 xBob und Elmoto<br />

Veloform media<br />

54 wie ich‘s will<br />

q:charge<br />

56 Dänemark will eMobilität<br />

HØj // Insero E-Mobility<br />

60 Was darf emobilität kosten?<br />

Dr.-Ing. Jan Traenckner<br />

62 eMobilität braucht neue<br />

Vertriebsmodelle<br />

Matthias Bentenrieder<br />

Dr. Daniel Kronenwett<br />

65 Energiecity leipzig<br />

Prof. Dr. Hans-Jochen Schneider<br />

67 Es geht nicht nur<br />

UM Reichweite<br />

Dr. Christian Buric<br />

68 Wir investieren in eMobilität<br />

Jörg duske<br />

70 <strong>NEUE</strong> WEGE GEHEN<br />

Dr. Mark Walcher<br />

72 Wertschöpfungskette<br />

VON morgen<br />

Kai Wittek<br />

74 Seltene Erden<br />

Dr. Gregory Flinn<br />

Nico Windecker<br />

Dr. Thomas Leiber<br />

76 Produktidee bis vermarktung<br />

reinhard stück<br />

Ralph strobel<br />

78 Bezahlbare<br />

Ladeinfrastruktur<br />

Rainer Volck<br />

80 emobilität am Markt<br />

Prof. Dr. Uwe Götze<br />

Marco Rehme<br />

82 Elektromobilität in<br />

Ballungszentren<br />

Arne Leichsenring<br />

84 Alltagstaugliche eMobilität<br />

Martin Jendrischik<br />

86 eMobilität mit Sonnenkraft<br />

Mario Haas<br />

88 Gebündelte Power<br />

telekom deutschland gmbh<br />

90 eMobile talk<br />

Markus emmert<br />

92 Spurwechsel<br />

Susanne WeiSS<br />

93 Allianz macht<br />

eMobilität alltagstauglich<br />

German e-cars<br />

94 STAATLIche Hilfe?<br />

Matthias Groher<br />

PROF. DR. ROBERT PELZEL<br />

95 Grüner Teppich<br />

Clean Tech Media Award 2011<br />

96 <strong>NEUE</strong>R IMPULS FÜR DIE<br />

ENERGIEWENDE<br />

Markus emmert<br />

Messen &<br />

EVents<br />

8 e-miglia 2011<br />

10 Lebenswelt<br />

Elektromobilität<br />

11 IKT Für Elektromobilität II<br />

100 eAutos im flottenmanagement<br />

102 ganzheitliche Lösung<br />

m+p gruppe<br />

103 Ja zum Elektroauto<br />

Athlon Car Lease<br />

104 legal corner<br />

K&L Gates LLP<br />

106 Grünes Licht für eMobilität<br />

e8energy<br />

108 DUT Racing<br />

DUT Racing Team<br />

109 SKF unterstützt<br />

SKF<br />

110 Mobilität braucht Flexibilität<br />

RWTH Aachen<br />

112 Angebote aus einer Hand<br />

aretanaSolar<br />

113 Elektromobilität erfahren<br />

guy kirschten<br />

114 E-MOBiLiTY<br />

E-Collection<br />

116 Elektromobilität im Alltag<br />

Dr. Günther Portenlänger<br />

118 eSportwagen<br />

Rimac Automobili<br />

Viel Vergnügen beim Lesen der »Neuen Mobilität.<br />

Wir freuen uns, Ihnen mit 16 Seiten mehr Inhalt auf insgesamt<br />

148 Seiten die fünfte Ausgabe der <strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong><br />

vorstellen zu können. Vielen Dank für die zahlreichen Fachbeiträge,<br />

Ihre Unterstützung in Form von Anzeigenschaltungen<br />

und den allgemein großen Zuspruch, den wir für unsere<br />

Arbeit erfahren.<br />

Auf unserem Cover sehen Sie Markus Emmert, Geschäftsführer<br />

IPM SYSTEM und BEM-Beirat, Dr. Lothar Müller, Leiter<br />

Vertriebsentwicklung M2M der Telekom Deutschland und<br />

BEM-Präsident Kurt Sigl im eVelotaxi von Veloform Media.<br />

119 E-RA Elektroauto<br />

Helsinki Metropolia University<br />

120 dritte runde<br />

new mobility forum<br />

Schweiz<br />

Special<br />

124 Schweizer Konzeptschmiede<br />

Rinspeed<br />

126 Stromlinienförmig<br />

Spiegel institut<br />

128 Lampo3 & home charge device<br />

protoscar<br />

129 Energieeffizienz<br />

UND eMobilität<br />

stadt basel<br />

130 Schweizerischer<br />

Unternehmergeist<br />

Mobility academy<br />

132 eCarsharing<br />

m-way<br />

133 Entkarbonisierung der<br />

Mobilität<br />

ETH Zürich<br />

Mehr Informationen zum Thema vernetzte Mobilität, Smart<br />

Grid und SGready finden Sie in dieser Ausgabe. Im eCarTec-<br />

Sonderteil erfahren Sie außerdem mehr über den BEM-<br />

Gemeinschaftsstand, seine innovativen Aussteller und die<br />

aktuellen Entwicklungen der Branche. Außerdem diskutieren<br />

wir den Themenschwerpunkt Flottenmanagement und<br />

stellen Ihnen aktuelle eLeasingmodelle vor. Daneben beleuchten<br />

wir im Schweiz-Special die emobilen Entwicklungen<br />

in unserem Nachbarland. Viel Spass beim Lesen..!<br />

Juliane Girke, Redaktionsleitung<br />

66 LV Baden-Württemberg


Editorial - Christian Heep<br />

Editorial - Christian Heep<br />

On y va..?<br />

Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im<br />

Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der <strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong><br />

Los geht´s. Kommst Du..? Die französische Redewendung<br />

lädt ein, fordert auf und zeigt eindringlich, dass wir jetzt<br />

endlich aufbrechen müssen. Im Grunde geht es schon ein<br />

bisschen um ein Hinterherlaufen. Zum Beispiel hinter den<br />

Franzosen, die derzeit auf einem guten Weg in Richtung Erstmarkt<br />

sind. Aber wir sind locker und lassen uns nicht aus der<br />

Ruhe bringen. Oder den Norwegern, die ebenfalls mit ihrem<br />

ambitionierten Fördermodell an der Elektromobilität ziehen.<br />

Bei den Asiaten müssen wir inzwischen schon einen Spurt<br />

einlegen. Im Klartext heisst das, wir müssen endlich anfangen<br />

sichtbar, intelligent und nachhaltig einen Gang hoch zu<br />

schalten auf dem Weg in eine Neue Mobilität.<br />

Wir können natürlich auch noch 2 oder 3 Jahre warten. Einigen<br />

Medienberichten zufolge heisst es, dass eMobilität erst ab<br />

2018 oder gar 2021 relevant wird. Wer diesem abdankenden<br />

Protektorat vertrauen möchte, bleibt in der Tat gelassen und<br />

voller Zuversicht vor der grünen Ampel stehen. Es kommt bestimmt<br />

die nächste grüne Welle. Einem unbeteiligten Beobachter<br />

erklären Sie das mal. Was antworten Sie ihm auf die<br />

Frage, warum er den ganzen Verkehr hinter sich aufhält..?<br />

Natürlich erkenne ich bei aller Polemik auch ganz deutlich,<br />

wie sich große Teile der Bevölkerung, der Politik und auch<br />

der Zulieferer- und Automobilindustrie auf den Weg machen.<br />

Derzeit formiert und erfindet sich eine ganze Branche neu.<br />

Das ist in der Tat nicht mal eben so, von heute auf morgen zu<br />

machen. Es ist aber geboten - und zwar mit einem kritischen<br />

Blick auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft<br />

unseres Landes, sich dabei wirklich sichtbar, ambitioniert<br />

und mit weit grösseren Schritten vorwärts zu bewegen.<br />

Seit über 2 Jahren bemühen wir uns nun als Bundesverband<br />

eMobilität gemeinsam mit unseren Mitgliedern um eine<br />

erfolgreiche Renaissance der eMobilität auf Basis Erneuerbarer<br />

Energien. Unser aller Vorstellung von einer nachhaltigen<br />

Neuen Mobilität sind dabei relativ deckungsgleich - insbesondere<br />

wenn es um die Projektion dieser Technologie in eine<br />

mehr oder weniger zukünftige Phase der Mobilität geht.<br />

Natürlich kündigen sich erste Serien wirklich innovativer<br />

Konzepte und marktfähiger Elektroautos verstärkt an - aber<br />

eben auch mit einer gewissen Kontinuität alle 2 Jahre auf‘s<br />

neue für das nächste oder übernächste Jahr. Wenn man nicht<br />

aufpasst.. merkt man das gar nicht.<br />

Wir sind aber bereits heute fähig und in der Lage hochqualitative<br />

Elektroautos auf den Markt zu bringen. Bitte entschuldigen<br />

Sie, dass ich als Lobbyist für eine Neue Mobilität<br />

natürlich unentwegt an der Automobilbranche ziehen muss<br />

und mich gleichzeitig natürlich über jeden Erfolg, jede Markteinführung<br />

und jedes elektromobile Statement freue.<br />

Bestes Mittel zur sichtbaren Beschleunigung dieser Prozesskette<br />

ist und bleibt die Politik mit der herausfordernden Aufgabe<br />

entsprechend sinnvolle und konsensfähige Rahmenbedingungen<br />

zu schaffen. Auch hier ist sicherlich schon<br />

einiges auf den Weg gebracht..<br />

Deutschland hat allerdings einen ambitionierten Leitmarktanspruch<br />

definiert, manche sehen darin auch nur den Anspruch<br />

Leitanbieter werden zu wollen - was in der Tat ein<br />

großer Unterschied ist - vergessen dabei aber die Tatsache,<br />

dass wir derzeit noch nicht einmal in der Lage sind, einen<br />

Erstmarkt für eMobilität auch nur im Ansatz darzustellen. Dabei<br />

sollte genau das eine Grundvoraussetzung sein, um auf<br />

europäischem und internationalen Parkett eine wahrnehmbare<br />

und wirtschaftlich zukunftsfähige Rolle zu spielen.<br />

Um nun den Anschluss an einen gigantischen Wachstumsmarkt<br />

und eine technologische Führungsposition nicht zu<br />

verlieren, sowie Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern, benötigen<br />

wir einen Hebel, ein Instrument, das dazu führt, dass<br />

gewisse Prozesse beschleunigt werden. Aus unserer Sicht<br />

gehört dazu zum Beispiel eine Dienstwagenbesteuerung<br />

i.H.v. 0%. Das wäre ein echter Marktanreiz und führt direkt zu<br />

sichtbaren Ersten Flotten besonders in grossen Fuhrparks.<br />

Da es die aber zur Zeit auf dem Markt gar nicht gibt - bitte<br />

fragen Sie jetzt nicht woran das liegt - haben wir unsere Förderforderung<br />

als klassischen Kaufanreiz i.H.v. jeweils 5.000<br />

Euro für Käufer und Hersteller der ersten 250.000 Elektrofahrzeuge<br />

formuliert. 2,5 Mrd. Euro als Initial für eine bessere<br />

Zukunft. Eine vermeintlich hohe Summe, die derzeit in den<br />

politischen Lagern auch nicht überall auf Gegenliebe stößt.<br />

Aber überlegen Sie mal was passiert, wenn Sie die Summe<br />

von der F&E-Förderung quasi abziehen oder zumindest teilweise<br />

kompensieren. Dann geht ein Teil der Summe anfänglich<br />

an unseren deutschen OEMs vorbei und Sie haben Ihren<br />

Beschleunigungshebel gefunden. Dazu kommt, dass so ein<br />

Beschluss ja nicht über Nacht umgesetzt werden kann und<br />

allein die Ankündigung konkreter Überlegungen eigendynamische<br />

Effekte entfaltet.<br />

Dann haben wir viel erreicht: Einen sich entwickelnden echten<br />

Erstmarkt, internationale Sichtbarkeit, eine zunehmend<br />

begeisterte Bevölkerung, Klimaschutz.. und in der Folge mit<br />

grosser Wahrscheinlichkeit auch einen Leitmarkt und damit<br />

dann automatisch auch eine Stellung als Leitanbieter in<br />

Europa und Übersee. Geben Sie mir an dieser Stelle dann<br />

recht, wenn ich prognostiziere, dass sich das Invest mehrfach<br />

in Form von Wertschöpfungspotenzialen, neuen und<br />

gesicherten Arbeitsplätzen, aktivem Klimaschutz und einem<br />

unglaublichen Marktvolumen rechnen wird..? On y va..?<br />

Christian Heep<br />

christian.heep@bem-ev.de<br />

6 Neue Mobilität Neue Mobilität 7


e-miglia - Rückblick<br />

E-MIGLIA 2011: AUF DEM WEG VON BOZEN NACH ST. MORITZ<br />

e-miglia 2011<br />

Wir reden nicht nur von Elektromobilität, wir setzen sie auch um<br />

Zum zweiten Mal holen sich Titelverteidiger und BEM-Beirat<br />

Tim Ruhoff und Stephan Willemsen vom TEAM ENERGIE-<br />

BAU/NextGenerationMobility den Pokal der internationalen<br />

Elektro-Rallye e-miglia! »Wir sind sehr stolz, dass erneut<br />

eines unserer Mitglieder gewonnen hat. Die beiden haben<br />

das ganz phantastisch gemacht und sich optimal im Vorfeld<br />

der Rallye vorbereitet«, so BEM-Präsident Kurt Sigl während<br />

der Siegerehrung in St. Moritz. Er selbst ist gemeinsam mit<br />

seinem Sohn Max in einem Tesla vom BEM-Mitgliedsunternehmen<br />

juwi an den Start gegangen.<br />

»Wir sind dieses Jahr das einzige Team, dass 100% rein<br />

elektrisch an der e-miglia teilgenommen hat. Wir sind sowohl<br />

mit dem Teilnehmerfahrzeug als auch mit dem Servicefahrzeug<br />

elektrisch aus Berlin angereist«, betonte Sigl. Ganz<br />

ohne Anhänger oder konventionellem Servicefahrzeug hat<br />

das BEM-Team damit deutlich gezeigt, dass Elektromobilität<br />

nicht nur im Rallyesport Zeichen setzen kann sondern auch<br />

im Alltag problemlos einsetzbar ist.<br />

»Wir reden nicht nur theoretisch von Elektromobilität, wir<br />

setzen sie auch aktiv um«, erklärte Sigl. »Das Konzept und<br />

die Bedeutung der e-miglia für die eMobilität ist klasse,<br />

auch wenn es hier und da noch einige Verbesserungsmöglichkeiten<br />

im organisatorischen Bereich gibt«, betonte Sigl<br />

kritisch und macht gleichzeitig deutlich, dass eine weitere<br />

Zusammenarbeit im kommenden Jahr angestrebt wird. »Gern<br />

setzen wir uns gemeinsam mit den beteiligten Sponsoren<br />

und Verantwortlichen zusammen, um die Veranstaltung im<br />

nächsten Jahr noch erfolgreicher zu machen«, so Sigl abschließend.<br />

Der BEM unterstützt die e-miglia bereits im zweiten Jahr in<br />

Folge aktiv als Kooperations- und Medienpartner und gratuliert<br />

den BEM-Mitgliedern Energiebau, Next Generation Mobility,<br />

German E-Cars, TÜV SÜD, Frosys, Schletter und Tesla<br />

zur erfolgreichen Rallye-Teilnahme.<br />

www.e-miglia.com<br />

8 Neue Mobilität


Lebenswelt Elektromobilität<br />

IKT für Elektromobilität II<br />

IKT für Elektromobilität II<br />

Smart Car - Smart Grid - Smart Traffic<br />

BEM-Präsident Kurt Sigl ist Jurymitglied<br />

Lebenswelt Elektromobilität<br />

Kongress für Fahrzeug, Energie, Mobilität und Informations- und<br />

Kommunikationstechnologien<br />

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) will mit dem Technologiewettbewerb »IKT für Elektromobilität<br />

II« ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie Piloterprobungen zur beschleunigten Entwicklung<br />

und breitenwirksamen Nutzung ganzheitlicher, auf Informations- und Kommunikationstechnologien gestützter Konzepte<br />

der Elektromobilität fördern. Der Technologiewettbewerb ist ganzheitlich angelegt und fokussiert dabei die Förderung von<br />

Forschung und Entwicklung auf das Dreieck »Smart Car«, »Smart Grid« und »Smart Traffic«.<br />

Photograf: Sven Bratulic<br />

Im September 2011 stand die Metropolregion Rhein-Neckar<br />

ganz im Zeichen des Zukunftsthemas Elektromobilität.<br />

Der Kongress »Lebenswelt Elektromobilität« griff unter den<br />

Schirmherrschaften des Bundesministeriums für Wirtschaft<br />

und Technologie (BMWi) und des Bundesministeriums für<br />

Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die zentralen<br />

Fragestellungen an den Schnittstellen von Energie,<br />

Fahrzeug, Mobilität und Informations- und Kommunikationstechnologien<br />

(IKT) auf.<br />

Rund 1.500 Kongressteilnehmer aus Industrie und Wirtschaft,<br />

Forschung und Entwicklung, Hochschule und Bildung sowie<br />

politische Vertreter und Mandatsträger aus den Kommunen,<br />

den Bundesländern, des Bundes und der Europäischen Union<br />

nutzten den Kongress als Diskussionsplattform.<br />

Namhafte Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft<br />

beleuchteten aus verschiedenen Perspektiven Herausforderungen<br />

und mögliche Lösungen auf dem Weg zu einem<br />

intelligenten Gesamtsystem der Elektromobilität. Der Bundesverband<br />

eMobilität unterstützte den Kongress als ideeller<br />

Partner. BEM-Präsident Kurt Sigl übernahm in diesem<br />

Rahmen die Moderation der Arbeitsgruppe ST1 »Elektrofahrzeuge<br />

im Flottenbetrieb«.<br />

»Der Kongress war hervorragend organisiert. Mein Kompliment<br />

an alle Beteiligten. Leider saßen aber wieder die selben<br />

Experten zusammen, um sich über bereits bekannte Themen<br />

auszutauschen. Unter dem Motto Lebenswelt hätte ich mir<br />

eine größere Einbindung der Öffentlichkeit gewünscht. Nur<br />

wenn wir Elektromobilität jetzt innerhalb der Gesellschaft<br />

sichtbar machen, können wir die Menschen langfristig für die<br />

neue Form der Mobilität begeistern. Wir müssen den Elfenbeinturm<br />

endlich verlassen und raus auf die Straße«, so Sigl<br />

im Nachgang zu der Veranstaltung.<br />

Im Fokus standen nach zweieinhalb Jahren intensiver Forschung<br />

die Ergebnisse der sieben Modellprojekte »IKT für<br />

Elektromobilität«. Rund 50 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft<br />

waren an der Entwicklung und Erprobung IKT-basierter<br />

Schlüsseltechnologien und Dienste für den Aufbau<br />

einer Elektromobilitätsinfrastruktur beteiligt. Zusammen mit<br />

der vom BMWi beauftragten Begleitforschung unter Konsortialleitung<br />

von B.A.U.M. Consult haben die Modellprojekte<br />

zum Abschluss ihrer Projektlaufzeit auf der Kongressbühne<br />

ihre aktuellen Projektergebnisse öffentlich präsentiert und<br />

wichtige Impulse für die Diskussion während des Mannheimer<br />

Kongresses geliefert.<br />

www.lebenswelt-elektromobilitaet.de<br />

Der Technologiewettbewerb greift die Empfehlungen der<br />

NPE auf und setzt sich dabei folgende strategische Ziele:<br />

Ausbau des Technologie- und Industriestandortes<br />

Deutschland soll als Leitmarkt für Elektromobilität einen<br />

neuen systemübergreifenden Innovationsschub bringen,<br />

wobei die IKT-Branche eine tragende Rolle spielt.<br />

Integration der Fahrzeuge in das Stromnetz<br />

Batteriebetriebene Fahrzeuge tragen mit Hilfe der IKT zur<br />

Verbesserung der Effizienz der Netze bei und fördern den<br />

Ausbau der Erneuerbaren Energien.<br />

Schaffung einer neuen IKT-basierten Mobilität<br />

Elektrofahrzeuge können ein Baustein für intelligente und<br />

multimodale Mobilitätskonzepte der Zukunft sein.<br />

BEM-Präsident Kurt Sigl ist Teil der Fachjury, die am 30. Juni<br />

die erfolgreichsten Konsortien zur Präsentation aufgefordert<br />

hat. »Erneuerbare Energien und Elektromobilität sind die<br />

idealen Partner künftiger Mobilitätskonzepte. Hier spielen<br />

insbesondere IKT-Technologien eine ausschlaggebende Rolle.<br />

Ich freue mich sehr, Teil der hochkarätigen Jury zu sein.<br />

Bis jetzt wurden eine Reihe toller Konzepte vorgestellt, die<br />

es lohnt, auch langfristig zu unterstützen. Ich bin gespannt,<br />

wer mich in Runde 2 begeistern kann «, so Kurt Sigl.<br />

Zuständig für die Durchführung des Wettbewerbs und die<br />

im Anschluss stattfindenden Antrags- und Förderschritte ist<br />

das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR).<br />

Die Förderung wird als Ideenwettbewerb in zwei Runden<br />

durchgeführt.<br />

Runde 1: Bis zum 31. Mai 2011 eingegangene Skizzen wurden<br />

durch eine unabhängige Jury bis Ende Juni 2011 bewertet.<br />

Anschließend sollen die für eine Förderung ausgewählten<br />

Konsortien zur Antragsstellung aufgefordert werden.<br />

Die Förderung erfolgt nach Bewilligung voraussichtlich ab<br />

Januar 2012.<br />

Runde 2: Projektvorschläge der Runde 2 können noch bis 31.<br />

Oktober 2011 eingereicht werden. Die Bewertung der aussichtsreichsten<br />

Projektvorschläge durch eine unabhängige<br />

Jury erfolgt voraussichtlich bis Ende November 2011. Die für<br />

eine Förderung ausgewählten Konsortien werden 2012 bewilligt<br />

und in die Förderphase überführt.<br />

Projektvorschläge müssen Online eingereicht werden. Die<br />

für eine Beteiligung am Technologiewettbewerb benötigten<br />

Informationen sind auf der Webseite des Bundesministeriums<br />

für Wirtschaft und Technologie unter www.bmwi.de/<br />

go/ikt-em-ausschreibung abrufbar.<br />

10 Neue Mobilität Neue Mobilität 11


Bundesverband eMobilität - BEM 2.0<br />

BEM eMobile Ticker<br />

Jetzt im App Store.<br />

peugeot.de<br />

Gruppe <strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong><br />

Der BEM diskutiert auf der Online-Plattform XING aktuelle<br />

Fragestellungen zum Status Quo der Elektromobilität. Treffen<br />

Sie die interessanten Köpfe der Branche und unterstützen<br />

Sie uns gleichzeitig mit Ihrem Engagement und Ihren Ideen<br />

auf dem Weg in die postfossile Phase unserer Gesellschaft.<br />

»Wir haben mit der XING-Gruppe ein interaktives Forum<br />

für eMobilität geschaffen und freuen uns auch weiterhin<br />

auf Ihre Beiträge und Kommentare. Stellen wir uns gemeinsam<br />

den vielfältigen Herausforderungen, um Elektromobilität<br />

serienfähig, nachhaltig und zunehmend erneuerbar<br />

auf die Straße zu bringen«, betont Christian Heep,<br />

BEM-Vorstand Marketing, der gemeinsam mit Juliane Girke<br />

und Sandrine Frideres die Gruppe moderiert. »Bereits über<br />

1.700 Mitglieder haben in den ersten Monaten den hohen<br />

Stellenwert der Elektromobilität und ein deutliches Interesse<br />

an Kommunikation und Austausch gezeigt. Insbesondere<br />

die Branchenvielfalt und Unternehmensherkunft<br />

der Mitglieder zeichnet eine vielversprechende Landkarte<br />

der elektromobilen Entwicklung in Deutschland.«<br />

www.xing.com/group-61578.616d2f<br />

BEM eMobile Ticker<br />

Der BEM eMobile Ticker bringt alle relevanten Neuigkeiten<br />

aus dem Bereich Elektromobilität einfach und bequem via<br />

Blog, abonnierbarem RSS-Feed, Twitter sowie via iPhone<br />

App auf Ihr mobiles Endgerät: aufs Wesentliche reduziert,<br />

schnell zu erfassen und stets up to date.<br />

Der innovative eMobile Ticker beleuchtet aktuelle Entwicklungen<br />

auf dem Markt und im Technologiebereich, stellt die<br />

Köpfe der Branche vor und informiert über heute bereits<br />

erhältliche eFahrzeuge. Eine regelmäßig aktualisierte Link-<br />

Liste führt überdies wichtige Informationsquellen zur vertiefenden<br />

Recherche auf.<br />

www.eMobileTicker.de und www.bem-ev.de<br />

Die Energielandkarte ehoche - Das Online-Branchenbuch<br />

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CleanEnergy Exhibition - Virtuelle Fachmesse für Erneuerbare<br />

Energien, Cleantech und Nachhaltigkeit<br />

www.cleanenergy-exhibition.de<br />

Handbuch - Elektromobilität verstehen<br />

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine große Tageszeitung<br />

oder ein Fachmagazin über das Thema Elektromobilität<br />

berichtet. Die Vielfalt der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge<br />

ist enorm. Das Tempo der Entwicklung ist atemberaubend.<br />

Die Vielzahl der Technologien und Fahrzeuge macht es nicht<br />

leicht, den Überblick zu behalten - nützliche Empfehlungen<br />

sind schwer zu finden. Damit ist jetzt Schluss.<br />

Das Handbuch zur Elektromobilität verschafft nicht nur einen<br />

Überblick über die verschiedensten Fahrzeugarten, Hersteller<br />

und Technologien, sondern hilft auch mit konkreten<br />

Tests Ihren persönlichen Mobilitätsbedarf zu analysieren.<br />

Randvoll mit gesammeltem Insiderwissen auf dem neuesten<br />

Stand, ist es ein idealer Begleiter auf Ihrem Weg hin zu einer<br />

neuen Mobilität unabhängig von endlichen Ressourcen.<br />

Im September 2011 konnte der Bundesverband eMobilität<br />

als starker Kooperationspartner gewonnen werden. »Das<br />

Handbuch liefert auf einen Blick genau die Informationen,<br />

die sich die Endkunden wünschen und zeigt, dass Elektromobilität<br />

bereits jetzt alltagstauglich ist«, so Christian Heep,<br />

Vorstand Marketing beim BEM.<br />

1. Preisträger des ersten<br />

Öko-Awards für Autos<br />

in der Kategorie<br />

Elektro- und Hybridantrieb<br />

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100 % ELEKTRISCH. 100 % REAL.<br />

Ausgezeichnet<br />

mit dem<br />

Grünen Lenkrad<br />

2010 von<br />

Bild am Sonntag<br />

und Auto Bild<br />

eCar Tec Award 2010 –<br />

bayerischer Staatspreis<br />

für Elektromobilität<br />

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12 Neue Mobilität<br />

PEUGEOT iOn


Bundesverband eMobilität - BEM 2.0<br />

BEM eMobile Ticker<br />

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POLITIK<br />

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news aktuell ist ein Tochterunternehmen der Deutschen<br />

Presse-Agentur (dpa). Seit 1989 bietet news aktuell ein weitreichendes<br />

Nachrichtennetzwerk für Presseinformationen in<br />

Deutschland und weltweit. Nationale und internationale Unternehmen<br />

aller Branchen, Parteien, Verbände, Agenturen,<br />

öffentliche Institutionen sowie Non-Profit Organisationen<br />

gehören zu den Kunden und Partnern - seit 2011 auch der<br />

Bundesverband eMobilität. Im Rahmen der Kooperation<br />

erhalten BEM-Mitglieder exklusive Sonderkonditionen bei<br />

der Presseaussendung. Bitte kontaktieren Sie dafür die<br />

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Ihre Presseinformationen in Text, Bild, Ton und Video werden<br />

zeitgleich an die maßgeblichen Nachrichtenagenturen, Fachredakteure,<br />

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Das Webmonitoring-Tool na media sonar durchsucht Social<br />

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In der Rubrik eJOBS auf S.134 bis 135 erfahren Sie mehr zur Kooperation mit etecmo.<br />

„Wir sind die Spezialisten, wenn es um die<br />

Vermittlung von Fach- und Führungskräften<br />

im Bereich Elektromobilität geht.“<br />

Sibylle Lingner, Geschäftsführung<br />

bem-fördermodell. schaufensterbewerbung.<br />

Neue Mobilität<br />

15


Politik & Elektromobilität - GÜNTHER H. OETTINGER<br />

Politik & Elektromobilität - GÜNTHER H. OETTINGER<br />

»Wir brauchen eine europäische Vision<br />

und eine langfristige Strategie.«<br />

Energie-Infrastrukturen<br />

EU-Energiekommissar Günther H. Oettinger<br />

Günther H. Oettinger,<br />

EU-Kommissar für Energie<br />

Offshore an der Küste Deutschlands, Sonnenenergie vom eigenen<br />

Hausdach - in kaum einem anderen Energiebereich wird<br />

derzeit soviel investiert wie in Erneuerbare Energien. Allein<br />

in 2009, entfielen 60% der neuen zusätzlichen Stromerzeugung<br />

in Europa auf Erneuerbare Energien. Und das zu recht:<br />

Wenn wir unsere Energie- und Klimaziele erreichen und darüber<br />

hinaus unsere Technologieführerschaft behalten wollen,<br />

dann müssen wir massiv investieren. Denn nach dem<br />

unabhängigen Index für Erneuerbare Energie sind schon andere<br />

ganz vorn dabei:<br />

Nicht Europa ist derzeit der beste Investitionsstandort für<br />

die Erneuerbaren, sondern China und die USA.<br />

Investitionen in Windparks, Wasserkraft oder Sonnenenergie<br />

allein werden aber nicht genügen: Der Strom, der durch<br />

Windenergie in der Nordsee oder durch Sonnenenergie in<br />

Spanien erzeugt wird, muss auch den Weg zum Verbraucher<br />

finden. Wir brauchen neue Stromverbindungen, zwischen<br />

dem Süden und dem Norden, dem Osten und dem Westen.<br />

Denn wirtschaftlich ist es allemal interessanter, im sonnigen<br />

Spanien, das doppelt so viele Sonnenstunden hat wie<br />

Deutschland, Sonnenenergie zu erzeugen und Windenergie<br />

in der Nordsee als anderswo - und den Strom über die Leitungen<br />

dorthin zu bringen, wo auch am meisten verbraucht wird,<br />

etwa in die Ballungszentren und Großstädte wie London,<br />

Paris oder Hamburg. Nur wenn wir diese geographischen<br />

Vorteile optimal nutzen und in der Produktion eine gewisse<br />

Größe erreichen, können wir die Kosten deutlich reduzieren.<br />

Darüber hinaus benötigen wir Speicherkapazitäten sowie intelligente<br />

Stromzähler, die Angebot und Nachfrage so optimieren<br />

lassen, dass der Verbraucher dabei spart, etwa durch<br />

günstigen Nachtstrom.<br />

Aber auch bei den Gasleitungen ist der Investitionsbedarf<br />

enorm, vor allem um die Sicherheit der Gasversorgung zu gewährleisten.<br />

Wir brauchen auch hier einen echten Binnenmarkt<br />

und eine weitere Diversifizierung der europäischen Gasversorgung<br />

über neue Versorgungswege im kaspischen Raum.<br />

Wenn jedes Mitgliedsland für sich plant, werden wir aber<br />

kaum einen gemeinsamen Energie-Binnenmarkt schaffen<br />

können. Wir brauchen eine europäische Vision und eine langfristige<br />

Strategie, wie die Energie-Infrastruktur der nächsten<br />

Jahrzehnte, zumindest der nächsten 20 Jahre aussehen soll.<br />

Bereits in den nächsten Monaten wird die EU-Kommission<br />

dazu einen Infrastrukturplan vorlegen. Das Ziel: zu definieren,<br />

was wir an Energie-Infrastruktur brauchen, damit wir<br />

eine saubere und sichere Energie haben und darüber hinaus<br />

auch in diesem Bereich wettbewerbsfähig sind. Wir werden<br />

daher Projekte von europäischer Bedeutung nennen und<br />

analysieren, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen,<br />

damit wir die Projekte auch realisieren können.<br />

Dazu gehört beispielsweise ein vereinfachtes Planungs- und<br />

Genehmigungsverfahren, so wie es in Deutschland nach der<br />

Wende beschlossen wurde um Bauvorhaben in den neuen<br />

Bundesländern voran zu bringen. Wir als EU können dies nur<br />

anregen, nicht vorschreiben. Wir sehen aber beispielsweise<br />

in den Niederlanden, dass es Projektentwicklern die Sache<br />

schon sehr erleichtert, wenn sie eine zentrale Anlaufstelle<br />

haben, die alle Genehmigungsverfahren rund um ihr Projekt<br />

koordinieren. Umwelt- und Bürgerinteressen wird dabei aber<br />

voll Rechnung getragen. Effizientere Verfahren bedeuten in<br />

keinster Weise, dass Mitspracherechte beschnitten werden.<br />

Dazu kommt noch die Frage der Finanzierung. Schätzungen<br />

gehen davon aus, dass sich der Investititionsbedarf bei<br />

Strom und Gas in den kommenden zehn Jahren auf rund 200<br />

Mrd. Euro beläuft. Kann der Markt das alleine regeln? Klar<br />

ist, dass diese Investitionen in erster Linie von den Unternehmen<br />

getätigt werden müssen. Es wird aber Fälle geben,<br />

wo es sich für Firmen einfach nicht rechnet die Netze auszubauen,<br />

weil der Markt schlichtweg zu klein ist. Die baltischen<br />

Länder sind so ein Fall, oder Malta. Wir werden daher auch<br />

diskutieren müssen, ob bei solchen Fällen die EU finanzielle<br />

Mittel für die Verbindungsleistungen bereitstellt.<br />

Mein Ziel ist es, Europa näher an die von jeher gemeinsame<br />

Vision heranzuführen: eine europäische Energiepolitik, die<br />

auf ein gutes Netz aufbaut. Netze sind die Arterien unseres<br />

Energiesystems. Wenn wir in sie investieren, investieren wir<br />

in die Wirtschaft und helfen dem Verbraucher.<br />

Elektromobilität ist einer der großen Zukunftsmärkte in<br />

Europa. Das nächste Jahrzehnt wird noch von Benzin- und<br />

Dieselfahrzeugen geprägt sein, aber ab 2021 wird es flächendeckend<br />

mit Strom betriebene Fahrzeuge geben. Das<br />

wird zu grundlegenden Veränderungen entlang der gesamten<br />

Wertschöpfungskette führen und weltweit neue Player<br />

im Bereich der Fahrzeugindustrie hervorbringen.<br />

Genau hier muss jetzt die Politik ansetzen, denn der soziale<br />

Wohlstand in Deutschland und Europa wird auch in Zukunft<br />

eng mit dem Thema Mobilität verbunden sein. Um diese Herausforderungen<br />

bewältigen zu können, benötigen wir einen<br />

EU-Masterplan für Elektromobilität.<br />

Günther H. Oettinger, EU-Kommissar für Energie<br />

16 Neue Mobilität Neue Mobilität 17


Die politik ist gefragt<br />

Der Bundesverband eMobilität stellt sein Fördermodell vor<br />

4 Gründe, warum wir Elektromobilität fördern sollten<br />

Zu den Aufgaben des BEM gehört die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Neuen Mobilität<br />

als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept und die Durchsetzung einer Chancengleichheit bei der Umstellung<br />

auf Elektromobilität. Das BEM-Fördermodell setzt genau an diesem Punkt an.<br />

Wir müssen jetzt aufhören zu analysieren und zu diskutieren und anfangen zu handeln, wenn wir im Bereich der Elektromobilität<br />

wettbewerbsfähig werden wollen. Das bedeutet nicht, unseren Anspruch auf Qualität und Perfektionismus aus den<br />

Augen zu verlieren, vielmehr können wir aus Praxiserfahrungen wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung unserer<br />

eFahrzeuge, Mobilitätskonzepte und Infrastrukturlösungen gewinnen.<br />

Um Deutschland, wie angestrebt, als Leitmarkt für Elektromobilität zu etablieren, benötigen wir jetzt Planungs-, Handlungsund<br />

Finanzierungssicherheit in Form konkreter Gesetzgebung und innovativer Initiativen auf Bundes- und Landesebene.<br />

Nationale Nullrunde Elektromobilität<br />

Nach der Übergabe des zweiten Berichts der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) ist leider eine erneute Nullrunde für<br />

die Elektromobilität in Deutschland zu befürchten. Zwar soll weiterhin im Bereich Forschung und Entwicklung gefördert werden<br />

und Steuererleichterungen sollen die nötigen Kaufanreize schaffen. Doch damit allein ist es nicht getan. Die deutsche<br />

Förderablehnung passt überhaupt nicht zu dem Anspruch Leitmarkt für Elektromobilität bis 2020 zu werden, insbesondere<br />

da der Wettlauf um marktbeherrschende Positionen im europäischen und internationalen Ausland bereits auf Hochtouren<br />

läuft. Viele Automobilhersteller sehen daher ihren Erstmarkt gar nicht in Deutschland. Aber gerade dieser Erstmarkt sollte<br />

eine Grundvoraussetzung für einen Leitmarkt- und Leitanbieteranspruch darstellen.<br />

»Natürlich begrüßen wir den Umstand, dass in Regierungskreisen parallel zu den Ausbauzielen<br />

Erneuerbarer Energien auch intensiv über eine aktive Förderung der Elektromobilität diskutiert<br />

wird. Aber Empfehlungen allein werden nicht ausreichen, um das Ziel der Bundesregierung zu<br />

realisieren. Wir laufen aktuell Gefahr am Ziel vorbei zu diskutieren. Den Berichten und Studien<br />

müssen nun konkrete Maßnahmen folgen. Hier sehe ich nicht nur die Bundesregierung in der<br />

Pflicht, sondern auch die Industrie, die Länder und Kommunen«, betont BEM-Präsident Kurt Sigl.<br />

Heterogene Förderinitiative<br />

Der Systemwechsel von der fossilen zur postfossilen Phase der Mobilität kann durch eine gezielte und intelligente Förderung<br />

sowie durch sinnvolle Anreize beschleunigt werden. Deshalb schlagen wir ein heterogenes Fördermodell vor, welches<br />

die initiative Förderung der ersten 250.000 verkauften Elektrofahrzeuge in Höhe von je 10.000 Euro vorsieht. Diese Summe<br />

soll zu je 50 % sowohl den Elektrofahrzeug-Herstellern als auch den Käufern zu Gute kommen. Ein Marktanreizprogramm,<br />

das auch die mittelständischen Unternehmen berücksichtigt, die in der Regel von den großen Fördersummen nicht profitieren,<br />

aber erstaunlicherweise gerade die ersten Fahrzeuge auf den Markt bringen.<br />

Insbesondere bei innovativen Produkteinführungen und Technologiesprüngen - wir sprechen hier von einem Systemwechsel<br />

- kann und muss die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Mit einem etablierten und international<br />

sichtbaren Erstmarkt schaffen wir die Grundvoraussetzungen für strategische Standortentscheidungen, Investments und<br />

dauerhafte Marktnachfrage unter anderem durch tatsächlich verfügbare Elektrofahrzeuge. Das, und nur das ermöglicht aus<br />

Sicht des BEM überhaupt erst einen Leitanbieter- und Leitmarkt. weitere Informationen dazu siehe Editorial auf Seite 6 und 7<br />

1Ein Leitmarkt findet derzeit in Deutschland nicht<br />

statt. Die Markteinführungen finden aktuell in anderen<br />

Ländern statt, die bereits jetzt initial fördern.<br />

Zu einem realistischen Leitmarktanspruch gehört<br />

aber auch die Sichtbarkeit und das allgemeine<br />

Votum für eine nachhaltige Neue Mobilität. Insbesondere<br />

bei Produkteinführungen und Technologiesprüngen<br />

- wir sprechen hier von einem Systemwechsel<br />

- muss die Politik die entsprechenden<br />

Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gibt es einige<br />

erfolgreiche Beispiele (Verkehrsinfrastruktur, Kommunikation,<br />

EEG, etc.).<br />

2<br />

3<br />

4<br />

Die Schlüsseltechnologie ermöglicht enorme Exportchancen,<br />

Arbeitsplätze werden erhalten bzw.<br />

gänzlich neu geschaffen und Wertschöpfungspotenziale<br />

werden mit starkem Fokus auf den heimischen<br />

Markt ausgebaut. Marktanteile, die wir jetzt<br />

verlieren sind nur schwer wieder zurückzuholen.<br />

Deshalb sind insbesondere die Automobilkonzerne<br />

gefragt, sich noch mehr für die Neue Mobilität zu<br />

engagieren. Ein erfolgreiches Instrument kann dabei<br />

die initiale Förderung sein.<br />

Im Rahmen einer nachhaltigen Neue Mobilität auf<br />

Basis Erneuerbarer Energien werden Klima- und<br />

Umweltschutzpotentiale im Verkehr weltweit effektiv<br />

nutzbar gemacht, unsere Städte werden<br />

leiser und sauberer, die Ressourcen unserer Welt<br />

werden geschont und durch den weiteren Ausbau<br />

zusätzlicher Erneuerbarer Energien werden wir zunehmend<br />

unabhängiger von Rohstoff-Importen aus<br />

zumeist instabilen Regionen der Erde.<br />

Als Exportnation Nr. 1 sollte Deutschland auch<br />

auf europäischer und internationaler Ebene als<br />

respektabler Vorreiter für Elektromobilität wahrgenommen<br />

werden. Nur wenn auch nach außen<br />

über einen sichtbaren Erstmarkt ein aktives Signal<br />

gesendet wird, kann sich Deutschland auf dem Zukunftsmarkt<br />

Elektromobilität erfolgreich als Leitanbieter<br />

etablieren.<br />

0%-Regelung bei der Dienstwagenbesteuerung<br />

Wenn die Bundesregierung schon keine monetäre Förderung<br />

der Elektromobilität vorsehen möchte, dann<br />

hätte sie zumindest bei der Dienstwagenbesteuerung<br />

einen echten Anreiz schaffen können. Das Korrektiv<br />

allein ist von einem Leitmarktanspruch genauso weit<br />

entfernt, wie die deutsche Förderablehnung von einer<br />

realistischen, nachhaltigen und wirtschaftlichen<br />

Zukunftsperspektive. Solange Elektroautos in der Anschaffung<br />

teurer sind als konventionelle Fahrzeuge,<br />

wäre mit der Einführung der 0%-Regelung für elektrische<br />

Dienstwagen ein temporärer Wettbewerbsvorteil<br />

geschaffen - ein echter Marktanreiz für Erste Flotten<br />

ganz im Sinne einer mittelfristigen Marktfähigkeit<br />

der Neuen Mobilität. Daher fordern wir zumindest in<br />

diesem Punkt eine sofortige Aufhebung der Dienstwagenbesteuerung<br />

bis 2020. Das führt beim Elektrofahrzeugnutzer<br />

zu einem echten Vorteil und einem initialen<br />

Votum für eine Neue Mobilität.<br />

18 Neue Mobilität Neue Mobilität 19


Politik & Elektromobilität - BEM-Fördermodell zur Diskussion<br />

BEM-Fördermodell<br />

Ein Meister<br />

der Lüfte erobert<br />

das Wasser.<br />

im offenen Diskurs<br />

MdL Markus Rinderspacher, SPD und Parlamentarischer<br />

Beirat im Bundesverband eMobilität<br />

Die ursprüngliche Euphorie, die Förderung der Elektromobilität<br />

als Schlüsseltechnologie der Zukunft zu forcieren, ist in<br />

Deutschland und besonders im Autoland Bayern offensichtlich<br />

wieder deutlich verflogen. Geht es um die industrielle<br />

Modernisierung unseres Landes um eine Brücke für die<br />

Automobilindustrie zu schlagen und Ansätze zur Netzwerkbildung<br />

im Bereich der Elektromobilität, drohen Bayern und<br />

Deutschland ihre Marktführerschaft im Bereich innovativer<br />

Mobilität und alternativer Anbieter an Länder wie China,<br />

Frankreich, Japan u. a. zu verlieren.<br />

Damit kein Stillstand bei der Entwicklung und Produktion<br />

eintritt und wir tatsächlich »Leitmarkt für Elektromobilität«<br />

und »Leitanbieter für alternative Antriebstechniken« werden<br />

können, sind zusätzliche Anreize, die Elektromobilität<br />

in Bayern und Deutschland marktreif zu machen, dringend<br />

notwendig.<br />

Deshalb unterstütze ich die Elemente des Fördermodells<br />

vom Bundesverband eMobilität: eine konkrete und zielführende<br />

Gesetzgebung, die Bereitschaft zu mehr direkter<br />

Förderung, bei gleichzeitig hohen Investitionen der großen<br />

Hersteller, eine heterogene Förderinitiative und -verteilung,<br />

um Herstellern und Käufern limitierte Anreize zu bieten und<br />

um die KMU entsprechend zu berücksichtigen und eine<br />

nachhaltige Korrektur der Dienstwagenbesteuerung zur<br />

erfolgreichen Marktdurchdringung und Elektrifizierung betrieblicher<br />

Fahrzeugflotten. Alle diese Maßnahmen helfen<br />

den notwendigen Strukturwandel in der Automobilindustrie<br />

anzukurbeln und führen insgesamt zu einer Neuen Mobilität.<br />

Als Mitglied im parlamentarischen Beirat des BEM will ich<br />

auf allen politischen Ebenen dazu beitragen, die Förderung<br />

der Elektromobilität zu unterstützen. Als Schlüsseltechnologie<br />

braucht dieser Investitionssektor ein breites Bündnis für<br />

zukünftige Generationen.<br />

MdB Werner Simmling, FDP und Parlamentarischer Beirat<br />

im Bundesverband eMobilität<br />

Die Förderung der Elektromobilität muss breit aufgestellt<br />

sein: Forschung und Entwicklung sind ein elementarer Bestandteil,<br />

aber auch Demonstration und Nutzeranreize leisten<br />

ihren Beitrag für mehr alternative Antriebe auf deutschen<br />

Straßen. Der Ausbau unserer technologischen Kompetenz<br />

auf dem Feld der Speichertechnologie ist erklärtes Ziel der<br />

Regierungskoalition. Die Forschungsförderung wird daher in<br />

den kommenden Jahren von der Bundesregierung stärker im<br />

Bundeshaushalt berücksichtigt werden.<br />

Aber auch nicht-monetäre Nutzeranreize - meist im Straßenverkehrsrecht<br />

- tragen zu einer größeren Akzeptanz von<br />

eFahrzeugen bei. Vorstellbar sind z. B. Sonderparkplätze<br />

für Elektrofahrzeuge. Ein neues Verkehrszeichen wurde bereits<br />

eingeführt. Ein weiterer Anreiz könnte aber auch die<br />

Aufhebung von Zufahrtsverboten für eFahrzeuge sein, um<br />

den sauberen Lieferverkehr in den Städten zu fördern. Um<br />

Erkenntnisse über mögliche Nutzungskonflikte zu sammeln,<br />

werden wir diese Anreize zunächst in den Schaufenstern einführen<br />

und erproben.<br />

Trotz aller nicht-monetären Anreize ist der Ruf nach Kaufprämien,<br />

wie sie in einigen europäischen Nachbarländern gezahlt<br />

werden, immer wieder evident - Kaufanreize halte ich<br />

aber für nicht zielführend. Viel entscheidender als Subventionen<br />

sind für die Unternehmen Lösungen im Bereich der<br />

Normung und Standardisierung sowie der Zugang zu Rohstoffen.<br />

Hier muss Deutschland seine nationalen Aktivitäten<br />

auf europäischer und internationaler Ebene verstärken, um<br />

Benchmarks zu setzen. Dennoch sind in den kommenden<br />

Jahren auch Fragen nach der Verlängerung der bisher auf fünf<br />

Jahre befristeten Kfz-Steuerbefreiung für eAutos oder die<br />

der Modifizierung der Dienstwagenbesteuerung zu lösen.<br />

Dienstwagen können die Vorteile der Elektromobilität aufzeigen<br />

und zu einer Neugier bzw. größeren Akzeptanz führen.<br />

Dr. Ingo Friedrich, Präsident Europäischer Wirtschaftssenat<br />

und BEM-Repräsentant in Brüssel<br />

Mit dem heterogenen Förderansatz vom Bundesverband<br />

eMobilität könnte die Bundesregierung ein aktives Zeichen<br />

für Elektromobilität setzen und dazu beitragen, dass<br />

Deutschland tatsächlich zum Leitmarkt- bzw. Leitanbieter<br />

wird. Die Herausforderungen in Zusammenhang mit dem<br />

Systemwechsel hin zu einer Neuen Mobilität sind jedoch<br />

langfristig nur auf gesamteuropäischer Ebene zu bewältigen.<br />

Deshalb brauchen wir jetzt auf EU-Ebene geeignete<br />

Instrumente zur initialen Förderung der Neuen Mobilität.<br />

Tim Ruhoff, Geschäftsführer Next Generation Mobility<br />

und Beirat im Bundesverband eMobilität<br />

Das sinnvollste Einsatzfeld für Elektrofahrzeuge sind aktuell<br />

die Fahrzeugflotten von Unternehmen, Städten und<br />

Kommunen. Dabei eignet sich vor allem der großflächige<br />

Einsatz von Pool-Fahrzeugen. Damit können auf der einen<br />

Seite Kosten eingespart werden und auf der anderen<br />

Seite auf einen Schlag viele Bürger mit wenigen Fahrzeugen<br />

erreicht werden. Vor diesem Hintergrund kann jede<br />

Institution, die jetzt Elektrofahrzeuge für ihren Fuhrpark<br />

anschafft, als eine Art Leuchtturm-Projekt für Elektromobilität<br />

gesehen werden - unabhängig von Modellregionen<br />

und bundesweiten Projekten. Dieses aktive Zeichen<br />

für eine Neue Mobilität sollte deshalb auch gezielt gefördert<br />

und auch im BEM-Fördermodell integriert werden.<br />

Das würde gesellschaftsübergreifend zu einem echten<br />

Anreiz für Elektromobilität führen.<br />

Markus Emmert, Geschäftsführer IPM SYSTEM und Beirat<br />

im Bundesverband eMobilität<br />

Um dem Leitmarkt- und Leitanbieteranspruch für Elektromobilität<br />

gerecht zu werden, benötigen wir zügig einen<br />

sichtbaren Erstmarkt. Die Umsetzung der BEM-Fördervorschläge<br />

würde die Bereitschaft aller relevanten Player für<br />

eine Neue Mobilität konsequent unterstreichen.<br />

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®<br />

Die Wahl der Ingenieure<br />

20 Neue Mobilität


Politik & Elektromobilität - BEM-Fördermodell zur Diskussion<br />

Parlamentarischer Beirat - Andreas Jung<br />

Der Parlamentarische Beirat<br />

BEM-Fördermodell zur Diskussion<br />

Andreas Jung stellt sich vor<br />

MdB Dr. Reinhard Brandl, CSU und Parlamentarischer Beirat<br />

im Bundesverband eMobilität<br />

Unser übergeordnetes politisches Ziel bei der Förderung<br />

ist es, Deutschland bis 2020 zum Leitmarkt und -anbieter<br />

der eMobilität zu machen. Gerade deswegen investieren<br />

wir trotz knapper Kassen eine weitere Milliarde in die Forschung.<br />

Einfach gesagt: Bevor wir das beste Elektrofahrzeug<br />

anbieten können, müssen wir erst einmal das beste Fahrzeug<br />

entwickeln. Konsequenterweise wird das Forschungsministerium<br />

im Regierungsprogramm mit den meisten Mitteln<br />

ausgestattet. Wir sind stolz darauf, diese Summe über<br />

den Energie- und Klimafonds bestreiten zu können. Dabei<br />

müssen wir neben der Grundlagenforschung, z.B. für die<br />

Post-Lithium-Ionen-Technik, auch auf die anwendungsnahe<br />

Forschung achten. Als Paradebeispiel sehe ich hier die Ulmer<br />

Pilotanlage zur Produktion von Lithium-Ionen-Zellen, die wir<br />

fördern, und die von einem breiten Konsortium aus Industrie<br />

und Forschungsgesellschaften getragen wird.<br />

Das Problem der höheren Nutzerkosten von Elektroautos<br />

ist uns bewusst. Neben der Reichweitenangst ist dies das<br />

Hauptproblem, mit dem Elektroautos bei der Markteinführung<br />

zu kämpfen haben. Auch wir wollen deshalb zum<br />

Marktstart einen Ausgleich schaffen. Dazu sehen wir eine<br />

deutliche Verbesserung der Steuersituation bei Dienstwagen<br />

und der Kfz-Steuer vor. Hinzu kommen für viele Fahrer<br />

Versicherungsvorteile durch das Wechselkennzeichen.<br />

Auch die geplanten nicht-monetären Vorteile schaffen Studien<br />

zufolge starke Anreize. Stolz sind wir auf die von uns<br />

eingeführte Entlohnung des Elektroautofahrers für die von<br />

ihm geleisteten Netzdienstleistungen im neuen Energiewirtschaftsgesetz<br />

(§14 a EnWG). Dieser energiewirtschaftliche<br />

Förderansatz wird viel zu wenig diskutiert, obwohl er zielgerichtet<br />

dem Gesamtsystem eMobilität gerecht wird. Weitere<br />

Hilfen in der Richtung diskutieren wir gerade im Austausch<br />

mit den Akteuren. Ein direkter monetärer Kaufanreiz steht<br />

bei uns dagegen derzeit nicht auf der Tagesordnung. Das<br />

liegt daran, dass wir die Gefahr der Einpreisung durch die<br />

Hersteller als durchaus real werten.<br />

MdB Andreas Jung, CDU und Parlamentarischer Beirat im<br />

Bundesverband eMobilität<br />

Dienstwagen spielen nach allen Prognosen eine wichtige<br />

Rolle bei der Marktdurchdringung. Die Fachpolitiker in der<br />

Unionsfraktion haben sehr stark auf die Anpassung der<br />

Dienstwagenversteuerung gedrängt. Unsere Korrektur bei<br />

der Versteuerung des privaten Nutzervorteils sorgt für einen<br />

fairen Wettbewerb auf Augenhöhe zwischen elektrischem<br />

und konventionellem Fahrzeug auf dem Dienstwagenmarkt.<br />

Indem sich die Versteuerung des privaten Nutzervorteils am<br />

konventionellen Referenzfahrzeug orientiert, verschwindet<br />

der Steuervorteil automatisch, wenn sich die Preise von<br />

Elektroauto und konventionellem Fahrzeug im Massenmarkt<br />

annähern - und darauf setzen wir alle. Die Förderung ist<br />

damit selbstregulierend. Das ist gute Förderpraxis und unterscheidet<br />

sich positiv von potentiell »ewigen« staatlichen<br />

Förderinstrumenten, die nur schwer zu korrigieren sind,<br />

wenn der Grund für sie einmal weggefallen ist.<br />

Und wir glauben fest an eine baldige Wettbewerbsfähigkeit<br />

der Elektrofahrzeuge. Eine Totalabschaffung der »Ein-Prozent-Regel«<br />

wäre in unseren Augen eine unnötige Marktsubvention,<br />

die nur schwer rückgängig zu machen wäre. Zuletzt<br />

hat der Privatnutzer des elektrischen Dienstwagens ja schon<br />

einen großen Vorteil vor dem Fahrer des konventionellen<br />

Autos - er spart viel beim »Tanken«.<br />

Auch wir halten die Sichtbarkeit für einen zentralen Treiber<br />

für die Akzeptanz in der Bevölkerung. Unsere Lösung folgt<br />

mit dem Schaufensterkonzept den Vorschlägen der NPE.<br />

Dabei werden wir sehr deutlich: Die Bundesregierung wird<br />

in die Schaufenster im Anschluss an die Konjunkturpakete<br />

noch einmal 180 Millionen Euro investieren. Das entsprechende<br />

Ausschreibungsverfahren wird im Oktober eröffnet.<br />

Die besten Schaufenster bekommen nach dem Jahreswechsel<br />

ihren Zuschlag, schon im Frühjahr können die Regionen<br />

loslegen. Auch unser Beschaffungsprogramm für Behörden<br />

und der Pakt mit den Kommunen wird für eine gute Sichtbarkeit<br />

der Fahrzeuge sorgen und den Erstabsatz ankurbeln.<br />

Elektromobilität ist das politische Querschnittsthema par<br />

excellence. Kein mir bekanntes politisches Thema vereint so<br />

viele unterschiedliche Akteure und Fachgebiete. Elektromobilität<br />

bringt das Windrad in die Verkehrspolitik, und schon<br />

macht sich die chemische Industrie Gedanken über Parkgebühren.<br />

Wieder einmal verschwinden alte Widersprüche,<br />

Umwelt- und Wirtschaftspolitik ziehen an einem Strang.<br />

Für die Politik bedeutet dies, dass sie vor allem in ihrer koordinierenden<br />

Funktion gefragt ist. Und genau dies möchte<br />

ich leisten. Als Beauftragter für Elektromobilität meiner<br />

Fraktion koordiniere ich die politische Facharbeit der Union<br />

im Bundestag.<br />

Mit von der Partie sind unsere vier Berichterstatter aus den<br />

Ausschüssen, meine Bundestagskollegen Steffen Bilger, Dr.<br />

Reinhard Brandl, Christian Hirte und Franz Obermeier.<br />

Zusammen formulieren wir unsere politischen Positionen<br />

zur Elektromobilität und begleiten die Arbeit der Ministerien.<br />

Das tun wir wo nötig auch in kritischer, antreibender Funktion.<br />

Dazu stehen wir in äußerst regem Kontakt mit gesellschaftlichen<br />

Akteuren:<br />

Allein im letzten Jahr haben wir dutzende Veranstaltungen<br />

und Koordinierungskreise mit Umweltverbänden, Forschungseinrichtungen,<br />

Industrievertretern aller Bereiche<br />

und Umsatzgrößen, Rechts- und Marktexperten sowie Verkehrsexperten<br />

abgehalten. So manchen Aspekt des Regierungsprogramms<br />

Elektromobilität vom 18. Mai schreiben wir<br />

uns auf die Fahne, und wir werden weiter auf seine zügige<br />

Umsetzung achten!<br />

Als Umweltpolitiker ist mir vor allem die Verknüpfung mit<br />

Erneuerbaren Energien wichtig: Ökostrom muss das Benzin<br />

der Zukunft werden! Und wenn dabei noch hunderttausende<br />

deutsche Arbeitsplätze entstehen können, dann ist dies sicher<br />

den Schweiß der Edlen wert. Nicht zuletzt deshalb freue<br />

ich mich auf die weitere intensive Zusammenarbeit mit dem<br />

Bundesverband eMobilität.<br />

Andreas Jung, CDU, MdB<br />

Politische Fachkompetenz für die Neue Mobilität - der Parlamentarische BEM-Beirat<br />

Bundesverkehrsminister a.D.<br />

Wolfgang Tiefensee<br />

SPD<br />

Markus Rinderspacher<br />

SPD<br />

Dr. Reinhard Brandl<br />

CSU<br />

Werner Simmling<br />

FDP<br />

Volker Ratzmann<br />

Bündnis 90<br />

Die Grünen<br />

22 Neue Mobilität Neue Mobilität 23


Politik & Elektromobilität - Gernot Lobenberg<br />

Politik & Elektromobilität - Gernot Lobenberg<br />

Berlin elektrisiert<br />

Elektromobilität als Wachstumschance<br />

Berlin als europäische Leitmetropole der Elektromobilität<br />

Photos Copyright: Berlin Partner GmbH / Dirk Lässig<br />

Herr Lobenberg, Berlin hat gute Chancen eines der nationalen<br />

Schaufenster der Elektromobilität zu werden. Warum?<br />

In Berlin laufen bereits heute mehr Praxisprojekte rund<br />

um das Thema Elektromobilität als in jeder anderen Stadt<br />

Deutschlands. Berlin genießt als Hauptstadt und attraktive<br />

Weltmetropole internationale Aufmerksamkeit, ist bewährtes<br />

Labor für technische Innovationen und besticht durch<br />

eine einmalige Dichte universitärer und außeruniversitärer<br />

Einrichtungen, gerade im Bereich der Mobilitätsforschung.<br />

Zudem weist Berlin eine relativ geringe Motorisierung auf,<br />

statistisch gesehen besitzen nur etwas mehr als ein Drittel<br />

der Einwohner ein Auto. Das macht die Berliner sehr aufgeschlossen<br />

für neue und innovative Mobilitätskonzepte und<br />

-produkte. Das wollen wir nutzen.<br />

Unser langfristiges Ziel ist es, Berlin als Leitmetropole der<br />

Elektromobilität in Europa zu etablieren. Die komplette<br />

Wertschöpfungskette - von Forschung und Entwicklung über<br />

Produktion bis zur Erprobung und Anwendung - für alle<br />

Elektrofahrzeuge soll in Berlin zu finden sein.<br />

Wann können die interessierten Unternehmen mit den konkreten<br />

Ausschreibungsbedingungen rechnen?<br />

Der Bewerbungsprozess wird im Herbst volle Fahrt aufnehmen.<br />

Dann fangen wir aber nicht erst an. Wir sind ja schon<br />

mittendrin und erarbeiten derzeit auf der Grundlage unseres<br />

im März vorgestellten »Aktionsprogramms eMobilität<br />

Berlin 2020« einen Maßnahmenplan mit konkreten Projekten<br />

und flankierenden Maßnahmen. Dort sind bereits viele<br />

Unternehmen und Institutionen eingebunden. Wir sind aber<br />

auch offen für weitere interessierte Unternehmen, die gute<br />

Ideen haben, die sie in Berlin-Brandenburg umsetzen wollen.<br />

Im Übrigen treiben wir Projekte zum Thema Elektromobilität<br />

auch ganz unabhängig von der Schaufensterbewerbung voran,<br />

da Berlin ein idealer Standort für eMobilität ist.<br />

Gehen wir einmal davon aus, dass Berlin tatsächlich zum<br />

Schaufenster wird. Wie wird sich das innerhalb der Stadt<br />

bemerkbar machen?<br />

In jedem Fall wäre eine erfolgreiche Schaufensterbewerbung<br />

eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit. Es würde uns<br />

signalisieren, dass wir hier in der Hauptstadtregion auf dem<br />

richtigen Weg sind. Die Rolle als Schaufenster wäre zudem<br />

ein wichtiger Katalysator, das Thema Elektromobilität noch<br />

stärker in den Fokus der nationalen und internationalen Öffentlichkeit<br />

zu rücken, da die Projekte und Fahrzeuge hier<br />

stärker sichtbar werden - und das ist ja auch das Ziel der<br />

Schaufensterprojekte. Und natürlich kämen wir damit unserem<br />

Ziel wieder einen Schritt näher, noch mehr Aktivitäten<br />

und auch Investitionen nach Berlin-Brandenburg zu ziehen.<br />

Stichwort: Wertschöpfung und Arbeitsplätze.<br />

Elektromobilität wird derzeit oft nur in Form von zeitlich<br />

begrenzten Forschungsprojekten und oftmals weit weg von<br />

der breiten Öffentlichkeit realisiert. Wie sehen die Pläne<br />

diesbezüglich in Berlin aus?<br />

In Berlin laufen bereits heute eine Vielzahl von Projekten,<br />

die ganz bewusst die Öffentlichkeit mit einbeziehen. Denn<br />

nur durch Praxistests können wir Erfahrungen sammeln, die<br />

uns zeigen, wie sich Elektromobilität im Alltag bewährt. So<br />

gibt es beispielsweise bereits die Kooperation Mini E Berlin<br />

powered by Vattenfall, um Erfahrungen mit Elektroautos im<br />

Individual- und Flottenbetrieb zu sammeln. Und das Projekt<br />

BeMobility erprobt im Praxistest die intelligente Vernetzung<br />

von Elektrofahrzeugen und Öffentlichem Personenverkehr.<br />

Im Wirtschaftsverkehr erproben wir elektrische Lieferfahrzeuge<br />

und auch große Nutzfahrzeuge, die durch den Elektroantrieb<br />

viel leiser sind. All diese Testversuche liefern uns<br />

wertvolle Hinweise. Zum einen zeigen sie uns, wie alltagstauglich<br />

Elektromobilität bereits heute ist und machen natürlich<br />

gleichzeitig deutlich, woran wir noch arbeiten müssen.<br />

Insbesondere in Flotten von Kommunen und Unternehmen<br />

ist der Einsatz von eFahrzeugen bereits jetzt sinnvoll. Werden<br />

auch diese Aspekte in Berlin eine Rolle spielen?<br />

Der Einsatz von Elektrofahrzeugen in der Berliner Verwaltung<br />

und in Landesunternehmen wird heute bereits getestet. Gerade<br />

das Thema Flotteneinsatz spielt hier im Hinblick auf das<br />

Bestreben, Fuhrparks modern und umweltfreundlich zu betreiben,<br />

eine wichtige Rolle. So testet die Senatsverwaltung<br />

für Wirtschaft, Technologie und Frauen aktuell den Einsatz<br />

von umweltfreundlichen Fahrzeugen mit Brennstoffzellenund<br />

Batterieantrieb als personengebundene Dienstfahrzeuge.<br />

Auch die Mitarbeiter von Berlin Partner und die Berliner<br />

Agentur für Elektromobilität selbst nutzen drei Elektrofahrzeuge<br />

als Dienstwagen. Drei smart fortwo electric drive sind<br />

auch bei der BSR im Einsatz, die zudem auch das weltweit<br />

erste Müllfahrzeug mit Brennstoffzelle in der Praxis testet.<br />

Und auf dem Rollfeld des Flughafens in Berlin-Schönefeld<br />

weisen Elektrofahrzeuge als Follow-Me-Autos den Flugzeugen<br />

den Weg. Auch das Landesamt für Mess- und Eichwesen<br />

Berlin-Brandenburg hat einen smart fortwo electric drive in<br />

den Fuhrpark aufgenommen, um Elektrofahrzeuge im Wirtschaftsverkehr<br />

zu testen. Das ist nur eine kleine Auswahl an<br />

bereits existierenden Projekten. Wir werden die Erprobung<br />

deutlich ausbauen.<br />

Gernot Lobenberg<br />

Leiter Berliner Agentur für Elektromobilität eMO<br />

www.emo-berlin.de<br />

24 Neue Mobilität Neue Mobilität 25


Politik & Elektromobilität - Frühstück bei Tiefensee<br />

von links: Christian Heep, BEM-Vorstand Marketing; Dr. Anselm Franz, Veloform Media GmbH; Sabine Groner-Weber, Leipziger<br />

Verkehrsbetriebe LVB GmbH; Kurt Sigl, BEM-Präsident; Wolfgang Tiefensee, MdB, Bundesminister a.D. und Christian Grötsch,<br />

BEM-Landesvertretung Mitteldeutschland<br />

Bis zu 20 % Ihres Strom-Eigenbedarfs<br />

selbst erzeugen, speichern und anwenden<br />

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Frühstück bei Tiefensee<br />

BEM diskutiert die Rolle Mitteldeutschlands als elektromobiles Schaufenster<br />

Am 26. September 2011 kamen auf Einladung des BEM sowie<br />

von Wolfgang Tiefensee, MdB, Bundesminister a.D. und<br />

parlamentarischer Beirat beim BEM, Vertreter aus Politik,<br />

Wirtschaft und Verbänden zum »Frühstück bei Tiefensee« in<br />

Leipzig zusammen. Die Teilnehmer diskutierten über Chancen<br />

und Möglichkeiten der Entwicklung Leipzigs, Sachsens<br />

und Mitteldeutschlands zur Modellregion Elektromobilität.<br />

Vor diesem Hintergrund wurde außerdem die BEM-Landesvertretung<br />

Mitteldeutschland vorgestellt und über die<br />

Bewerbung der Region als elektromobiles Schaufenster diskutiert.<br />

Die offene Gesprächsrunde soll in Kürze mit weiteren<br />

Partnern fortgesetzt werden, um die Vorhaben in Mitteldeutschland<br />

konstruktiv umzusetzen.<br />

»Die Weichen für den Weg in eine moderne und nachhaltige<br />

Verkehrswirtschaft und -politik werden jetzt gestellt. Für die<br />

Automobilnation Deutschland ist es von entscheidender Bedeutung,<br />

die Kompetenzen unserer Industrien und Dienstleistungsgewerbe<br />

in den Bereichen eMobilität und elektromobiler<br />

Infrastruktur zu bündeln. Gerade Leipzig kann mit den<br />

hier versammelten Akteuren Vorbild sein«, erklärte Wolfgang<br />

Tiefensee. »Für eine schlagkräftige, hochqualitative Bewerbung<br />

als Schaufensterregion brauchen wir alle Kräfte. Ich<br />

rufe daher die Akteure in Mitteldeutschland auf, die Kompetenzen<br />

rasch zu bündeln, um beim Wettbewerb um Fördergelder<br />

im Schaufenster-Wettbewerb erfolgreich zu sein.«<br />

26 Neue Mobilität<br />

»Sachsen ist eine von acht Modellregionen für eMobilität.<br />

In einer gemeinsamen Initiative der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt<br />

und Thüringen soll ein wirtschaftliches und politisches<br />

Bündnis entstehen, um die Region im Wettbewerb<br />

der deutschen Schaufenster erfolgreich zu positionieren«,<br />

so Christian Grötsch von der BEM-Landesvertretung.<br />

Für BEM-Präsident Kurt Sigl steht fest: »Ich sehe gerade im<br />

ländlichen Raum großes Potenzial in Mitteldeutschland.<br />

Insbesondere Pendler und Zweitwagen-Besitzer mit eigener<br />

Garage sind aktuell für den Einsatz von Elektrofahrzeugen<br />

prädestiniert. Im urbanen Raum kann Leipzig ein Leuchtturm<br />

innerhalb eines mitteldeutschen Schaufensters werden.<br />

In einer gemeinsamen Initiative von Politik, Wirtschaft<br />

und Verbänden steht der Vision einer elektromobilen Stadt<br />

nichts im Weg.«<br />

»Die Zusammenführung von eFahrzeugen mit visionären<br />

Stadtentwicklungskonzepten soll die Qualität eines Schaufensters<br />

für Mitteldeutschland prägen«, erklärte Grötsch<br />

und machte damit deutlich, in welche Richtung die künftigen<br />

Anstrengungen der BEM-Landesvertretung gehen werden.<br />

BEM-Landesvertretung für Mitteldeutschland<br />

Georgiring 1-3 // 04103 Leipzig<br />

Fon 0341/60 45 30 24<br />

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wir elektromobilisieren den bundestag<br />

wir elektromobilisieren den bundestag<br />

SPD-Bundestagsfraktion<br />

wird elektromobilisiert<br />

Die Arbeitsgruppe Energie informiert sich über den Status Quo der eMobilität<br />

unabhängiger von fossilen Brennstoffen. Darüber hinaus<br />

können Elektrofahrzeuge als Stromspeicher einen Beitrag<br />

dazu leisten, in einem von Erneuerbaren Energien getragenem<br />

Energiesystem das Angebot und die Nachfrage besser<br />

aufeinander abzustimmen«, so Rolf Hempelmann, MdB und<br />

Energiepolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.<br />

Die Aktion zeigt: eMobilität ist bereits jetzt im Alltag einsetzbar.<br />

»Die Autos sind angenehm zu fahren, der Ampera ist<br />

absolut alltagstauglich«, fasste Waltraud Wolff ihre Erfahrung<br />

zusammen. Neben neuen Antriebstechniken sind aber<br />

auch neue, intelligente Mobilitätskonzepte gefragt. »Es<br />

muss sich auch in den Köpfen etwas ändern«, stellte Wolff<br />

fest. »Mobil zu sein ist wichtig, nicht wichtig ist selbst ein<br />

Auto zu besitzen. Für die meisten Strecken reicht ein Elektroauto<br />

aus. Wir kaufen aber unsere Autos so, dass sie für unsere<br />

Urlaubsreise groß genug sind. Und weil wir das Auto<br />

nun schon mal haben, nutzen wir es auch.«<br />

»Die intelligente Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel,<br />

sowie die Akzeptanz und Bereitschaft in der Bevölkerung ist<br />

die Herausforderung der Zukunft, um möglichst effizient und<br />

nachhaltig von A nach B zu gelangen«, so Christian Heep im<br />

Gespräch mit den Bundestagsabgeordneten. »Neben dem<br />

Einsatz in fortschrittlichen CarSharing-Flotten eignen sich<br />

bereits jetzt insbesondere kommunale Fuhrparks, Taxiflotten<br />

sowie Fahrzeugflotten kommunalnaher Unternehmen, deren<br />

tägliche Wegstrecken vorhersehbar sind, für den großflächigen<br />

Einsatz von Elektrofahrzeugen, um innerhalb der Gesellschaft<br />

deutliche Zeichen für die Neue Mobilität zu setzen«,<br />

so Heep abschließend.<br />

Opel Ampera bei der BEM-Veranstaltungsreihe<br />

»Wir elektromobilisieren den Bundestag..!«<br />

Mitglieder der Arbeitsgruppe Energie der SPD-Bundestagsfraktion zur Probefahrt im Regierungsviertel<br />

Gerade die politischen Entscheidungsträger können eine signifikante Vorreiterrolle einnehmen.<br />

Wir freuen uns auf weitere Gäste aus dem Bundestag. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an Klaus<br />

Bergerfurth in der BEM-Hauptgeschäftsstelle.<br />

Der Systemwechsel hin zu einer emissionsfreien und Ressourcen<br />

schonenden Neuen Mobilität auf Basis Erneuerbarer<br />

Energien betrifft branchen- und parteienübergreifend die<br />

gesamte Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesverband<br />

eMobilität die Veranstaltungsreihe »Wir elektromobilisieren<br />

den Bundestag..!« initiiert. Der BEM will damit<br />

die Bundestagsabgeordneten nicht nur informieren, sondern<br />

insbesondere auch animieren, endlich aktiv ein Zeichen für<br />

Elektromobilität zu setzen.<br />

So kamen im Juli auf Einladung des BEM gleich mehrere Mitglieder<br />

der Arbeitsgruppe Energie der SPD-Bundestagsfraktion<br />

zur Probefahrt im Regierungsviertel zusammen, um sich<br />

mit BEM-Marketingvorstand Christian Heep über den Status<br />

Quo der Elektromobilität auszutauschen. Neben verschiedenen<br />

eBikes konnten die Politiker selbst auch einen Tesla<br />

Roadster, mehrere Opel Ampera und einen Mitsubishi iMiEV<br />

fahren.<br />

»Elektroautos sind alltagstauglich, sie werden einen wichtigen<br />

Beitrag zum Klimaschutz leisten«, ist sich Waltraud<br />

Wolff, MdB, nach ihrer Testfahrt im Elektroauto sicher. »Ziel<br />

ist, dass wir 95% weniger Treibhausgase ausstoßen«, stellt<br />

Wolff das Ziel der SPD-Bundestagsfraktion dar. »Und das bedeutet,<br />

dass wir klimaneutrale Mobilität organisieren müssen.<br />

Und bezahlbar soll sie auch sein. Ohne Elektroautos ist<br />

dies nicht zu schaffen.«<br />

»Leise, schnell und eine gute Kurvenlage dank gewichtiger<br />

Batterie. Ein gutes Fahrgefühl«, so der SPD-Bundestagsabgeordnete<br />

Michael Groß nach der Probefahrt mit dem Elektroauto<br />

vor den Bundestagsgebäuden. »Generell ist es eine<br />

überzeugende Sache. Die Elektroautos verringern gleichzeitig<br />

die Lärmprobleme unserer Zeit. Das leise Schnurren<br />

der Fahrzeuge ist nicht zu vergleichen mit herkömmlichen<br />

Motorengeräuschen. Hier wird sich einiges in Zukunft verändern«,<br />

so Groß weiter.<br />

»Die Elektromobilität kann der zentrale Baustein auf dem<br />

Weg zu einer klimafreundlichen und energieeffizienten Mobilität<br />

sein. Bei einem steigenden Anteil Erneuerbarer Energien<br />

im Strommix wird hierdurch auch der Individualverkehr<br />

Sie wollen die Energie der Sonne nutzen?<br />

Gerne bieten wir Ihnen eine Photovoltaikanlage an. Angefangen mit der Bestandsaufnahme<br />

vor Ort, begleiten unsere Techniker Ihr komplettes Projekt bis zur Inbetriebnahme.<br />

Dabei beraten wir Sie auf Wunsch auch zu Finanzierungskonzepten.<br />

Sie sind gerne mit dem Auto unterwegs?<br />

Auch hier bieten wir Ihnen regenerative Lösungen an. Unsere Elektrofahrzeuge<br />

bieten den gewohnten Komfort moderner Autos kombiniert mit innovativer Tech-<br />

freundlich.<br />

Das genügt Ihnen nicht?<br />

<br />

gehören ebenso die Bereiche Solarthermie, Windkraft, Biomasse, Umwelttechnik,<br />

Wasserkraft und LED-Technik.<br />

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir dazu beitragen, die Ressourcen unseres Planeten<br />

zu schützen: we renew the world. come and join us.<br />

Mola Solar Systems GmbH <br />

<br />

28 Neue Mobilität


Politik & Elektromobilität - Silke Wilhelm & Christian A. Mayer<br />

Politik & Elektromobilität - Silke Wilhelm & CHristian A. Mayer<br />

Ladeinfrastruktur für<br />

Elektrofahrzeuge<br />

Ein Praxisleitfaden zur Errichtung und Betrieb<br />

»Ziel des Leitfadens ist, das Thema aus den Modellregionen<br />

hinaus zu tragen und zur Errichtung von Ladeinfrastruktur<br />

zu ermutigen.«<br />

Elektromobilität ist ein wichtiges Element einer klimagerechten<br />

Energie- und Verkehrspolitik. Die Zukunftstechnologie<br />

unterstützt außerdem die Bundesrepublik Deutschland<br />

dabei, weiterhin mit innovativen, weltweit gefragten<br />

Produkten und Systemen als moderne Industriegesellschaft<br />

am Markt zu bestehen. Durch die Verwendung von Strom<br />

als Energieträger können auch erneuerbare Energiequellen<br />

für die Mobilität genutzt werden, was eine nahezu CO2-freie<br />

Fortbewegung ermöglicht. Zur Erreichung dieser Ziele fördert<br />

die Bundesregierung bereits seit mehreren Jahren die<br />

Entwicklung von Elektromobilität.<br />

Im Regierungsprogramm Elektromobilität hat die Bundesregierung<br />

darauf hingewiesen, dass die Ladeinfrastruktur eine<br />

wichtige Voraussetzung für die Ausbreitung von Elektromobilität<br />

ist. Dabei wurde jedoch auch festgestellt, dass insbesondere<br />

der Aufbau einer öffentlich zugänglichen Infrastruktur<br />

eine Herausforderung darstellt. Eine öffentlich zugängliche<br />

Ladeinfrastruktur ist jedoch für die Nutzung von<br />

Elektrofahrzeugen erforderlich.<br />

Zum Einen stehen besonders in den Innenstädten privaten<br />

Nutzern oft keine eigenen Stellplätze zur Verfügung und zum<br />

Anderen wird der Ausbau von öffentlich zugänglicher Infrastruktur<br />

wegen einer zunehmenden Vernetzung der Städte<br />

und dem Anschluss des ländlichen Raums an die Ballungsgebiete<br />

wichtig.<br />

Beim Aufbau der Ladeinfrastruktur sieht die Bundesregierung<br />

sowohl die Kommunen als auch die Privatwirtschaft<br />

in der Pflicht. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur soll jedoch<br />

grundsätzlich Aufgabe der Privatwirtschaft sein. Die wichtige<br />

Rolle der Kommunen ist es aber, die notwendigen Rahmenbedingungen<br />

zu setzen und somit den Aufbau und Ausbau<br />

vor Ort beispielsweise mittels Satzungen und Konzessionsverträgen<br />

zu regeln.<br />

Um diesen beiden beteiligten Gruppen eine Hilfestellung zu<br />

geben, hat die Plattform »Infrastruktur und ordnungsrechtlicher<br />

Rahmen«, welche im Programm »Elektromobilität in<br />

Modellregionen« des Bundesministeriums für Verkehr, Bau<br />

und Stadtentwicklung implementiert ist, einen Praxisleitfaden<br />

für Genehmigungsbehörden und Antragsteller zum<br />

Aufbau einer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur erstellt.<br />

In den Praxisleitfaden sind die Erfahrungen der Projektbeteiligten<br />

in den Modellregionen eingeflossen sowie<br />

die Erkenntnisse, die bei der Behandlung einzelner Themen<br />

innerhalb der Plattformen gewonnen wurden. Die Modellregionen<br />

und die Plattformen werden, wie auch die Erstellung<br />

des Praxisleitfadens selbst, von der Nationalen Organisation<br />

Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, NOW GmbH,<br />

koordiniert.<br />

Der Leitfaden behandelt zahlreiche Fragen im Zusammenhang<br />

mit der Planung, Genehmigung und technischen Umsetzung<br />

von Ladeinfrastruktur. Die zu beachtenden Aspekte<br />

werden sowohl aus Sicht der Behörden als auch aus Sicht<br />

der Antragsteller dargestellt. Der Leitfaden gliedert sich in<br />

die Kapitel Planung, Genehmigung und Technische Umsetzung.<br />

Neben der Abhandlung der zu beachtenden Aspekte<br />

im Einzelnen verweist der Praxisleitfaden an vielen Stellen<br />

auf »Best-Practice-Beispiele« aus den Modellregionen. Hierbei<br />

handelt es sich um konkrete Umsetzungsbeispiele aus<br />

den beteiligten Modellregionen, die sich besonders bewährt<br />

haben bzw. eine gute Lösung zur jeweils aufgeworfenen<br />

Fragestellung darstellen. Durch die beigefügten Beispiele<br />

erhalten die Leser des Leitfadens unmittelbare praktische<br />

Hilfe zu einzelnen Fragen.<br />

Im Kapitel Planung steht die Standortwahl besonders im<br />

Fokus. Neben der Auflistung wichtiger Kriterien, die bei der<br />

Auswahl für einen optimalen Standort zu berücksichtigen<br />

sind, wird hier (unter anderem) als »Best Practice-Beispiel«<br />

die in der Modellregion Hamburg entwickelte Bewertungsmatrix<br />

zur Beurteilung potentieller Standorte vorgestellt. Im<br />

Kapitel Genehmigung wird der Ablauf des Genehmigungsverfahrens<br />

dargestellt, die wesentlichen Ansprechpartner im<br />

Genehmigungsprozess aufgeführt sowie die wesentlichen<br />

zu beachtenden Rechtsfragen erläutert. Auch hier geben<br />

»Best-Practice-Beispiele« wertvolle Hinweise zu einzelnen<br />

Aspekten im Zusammenhang mit dem Genehmigungsverfahren.<br />

Im Kapitel Technische Umsetzung schließlich wird<br />

besonders auf die Verknüpfung zu einer existierenden Infrastruktur<br />

und anderen Mobilitätsangeboten eingegangen,<br />

um hier die Möglichkeiten einer intermodalen Verknüpfung<br />

aufzuzeigen. Zudem ist dem Praxisleitfaden eine Übersicht<br />

über alle Hersteller und Betreiber von Ladeinfrastruktur in<br />

den Modellregionen sowie ein umfangreiches Glossar, insbesondere<br />

zu den technischen Begriffen, beigefügt.<br />

Ziel des Leitfadens ist es, neben einer Verschriftlichung der<br />

Ergebnisse und Erfahrungen der Modellregionen und Plattformen,<br />

zum einen das Thema aus den Modellregionen<br />

hinauszutragen und zum anderen die von der Bundesregierung<br />

angesprochene Privatwirtschaft und die Kommunen<br />

zur Errichtung von Ladeinfrastruktur zu ermutigen. Durch<br />

die umfassende Darstellung zur Planung, Genehmigung, Errichtung<br />

und zum Betrieb von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur<br />

sollen Hemmnisse abgebaut werden, aber auch<br />

ein Problembewusstsein geschaffen werden. So ist es beispielsweise<br />

ratsam, dass die Kommunen ihre Antrags- und<br />

Verwaltungspraxis vereinheitlichen, um das Genehmigungsverfahren<br />

zu erleichtern und hierdurch die Aufstellung von<br />

Ladeinfrastruktur zu begünstigen.<br />

Idealerweise sollten Städte und Kommunen die Elektromobilität<br />

bereits heute als Bestandteil ihrer Mobilitäts- und<br />

Stadtentwicklungskonzepte verstehen und in diese integrieren.<br />

Damit wird die Grundlage geschaffen, die Elektromobilität<br />

als Baustein und somit als Chance für eine systemische<br />

Mobilitätsstrategie zu implementieren.<br />

Der nächste Schritt ist anzugehen. Die Elektromobilität<br />

muss sich von der Anwendung in Modellregionen zum Alltag<br />

in allen Kommunen hin entwickeln. Einen Beitrag hierzu<br />

will der nun vorliegende Praxisleitfaden liefern.<br />

Der Praxisleitfaden wird voraussichtlich im Oktober 2011<br />

veröffentlicht und steht dann auf der Homepage der NOW<br />

GmbH (www.now-gmbh.de) zum Download zur Verfügung.<br />

Silke Wilhelm<br />

NOW GmbH<br />

Programmassistenz Elektromobilität<br />

Nationale Programmkoordination BMVBS Elektromobilität<br />

Christian A. Mayer<br />

Rechtsanwalt Noerr LLP<br />

christian.mayer@noerr.com<br />

30 Neue Mobilität Neue Mobilität 31


WIR PRODUZIEREN KOMMUNIKATION 2.0<br />

eKIOSK-Systeme<br />

DIGITAL-SIGNAGE<br />

Beispiel rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg<br />

eKiosk-System mit integr. Touchscreen<br />

Bluetoothdownloadstation für mp3-Klingeltöne<br />

im Retrolook<br />

eCarTec<br />

DIE<br />

LEITMESSE<br />

DER<br />

BRANCHE<br />

Messe München 18. - 20. Oktober 2011<br />

BEM-Gemeinschaftsstand auf der eCarTec<br />

Messe München // Stand 607 in Halle A6<br />

Die Leitmesse der Elektromobilität. BEM-Gemeinschaftsstand.<br />

Neue Mobilität<br />

33


eCarTec - Robert Metzger<br />

eCarTec - Robert Metzger<br />

»Deutschland ist heute weltweit Marktführer bei konventionellen<br />

Motoren. Wir dürfen uns natürlich bei alternativen<br />

Antrieben nicht abhängen lassen.«<br />

Join the eMobility<br />

Revolution!<br />

eCarTec 2011 - 3. Internationale Leitmesse für Elektromobilität<br />

Elektromobilität in seiner gesamten Bandbreite auf der eCarTec 2011<br />

Die eCarTec findet vom 18. bis 20. Oktober 2011 auf dem Gelände<br />

der Neuen Messe München statt und zeigt Elektrofahrzeuge,<br />

Speichertechnologien, Antriebs- und Motorentechnik<br />

und beschäftigt sich zusätzlich mit den Themen Energie, Infrastruktur<br />

und Finanzierung. Ein Testgelände, auf dem Endverbraucher<br />

die neuesten Elektrofahrzeuge testen und sich<br />

mit der Technologie vertraut machen können, ist ebenfalls<br />

integriert. Angesprochen werden sollen Entwickler, Konstrukteure,<br />

Designer, Manager, Händler, Fuhrpark-Verantwortliche,<br />

private Fahrzeugkäufer sowie Entscheider aus Politik<br />

und öffentlicher Hand. Ein Fachkongress zum Thema Elektromobilität<br />

rundet die Veranstaltung ab. Parallel zur eCarTec<br />

findet zudem die Leitmesse für Materialanwendungen, die<br />

MATERIALICA - 14. Internationale Fachmesse für Werkstoffanwendungen,<br />

Oberflächen und Product Engineering - sowie<br />

die sMove360° - 1. Internationale Fachmesse für Smart Car<br />

Communications - statt.<br />

Herr Metzger, warum veranstalten Sie mit der sMove360°<br />

eine weitere Messe parallel zur eCarTec und MATERIALICA?<br />

Die Kombination dieser drei Messen ist einzigartig in der<br />

deutschen Messelandschaft und generiert interessante wie<br />

nutzbringende Synergien für alle beteiligten Aussteller und<br />

Besucher.<br />

Der Wandel vom Benzin- hin zum Elektroauto schafft viele<br />

neue Anwendungsbereiche. Schwerpunkte der sMove360°<br />

sind Positioning/Standards, Car Communications, M2M-<br />

Communications, Drive Monitoring Systems, In-Vehicle Infotainment,<br />

Satellites und Hardware sowie Services. Gerade<br />

Elektroautos sind auf Echtzeitinformationen angewiesen, wie<br />

etwa über den Verkehr oder über die nächste freie Ladestation.<br />

Cloud Computing spielt dabei eine genauso große Rolle<br />

wie ausgefeilte Telematiklösungen und integrierte Car-IT.<br />

Was bedeutet »Vernetztes Fahrzeug« für Sie?<br />

Es gibt allein in Europa ca. 300 Millionen Autos und 50 Millionen<br />

LKW. Das sind 350 Millionen Fahrzeuge. Stellen Sie<br />

sich nun vor, diese Fahrzeuge würden alle untereinander<br />

kommunizieren. Ich denke da vor allem an das Thema Sicherheit.<br />

Viele Unfälle können in Zukunft dadurch vermieden<br />

werden. Ein anderer wichtiger Aspekt ist die Bedienung von<br />

Kommunikationsmedien während der Fahrt. Wie viele Autofahrer<br />

sehen wir täglich neben oder hinter uns, die, statt auf<br />

die Straße zu schauen, auf dem Handy herumtippen oder<br />

in die Bedienung ihres Navisystems vertieft sind? Studien<br />

zeigen, dass das Unfallrisiko um das 23-fache steigt, wenn<br />

man während der Fahrt eine SMS schreibt. Die permanente<br />

Verbindung zur Außenwelt ist aber besonders für viele junge<br />

Fahrer wichtiger als PS-Stärke, Alufelgen oder Ledersitze.<br />

Die Autohersteller werden sich also in Zukunft mehr über<br />

Funktionalität differenzieren und sich der Herausforderung<br />

stellen müssen, das Internet ins Auto zu bringen.<br />

Sie haben das Konzept der MATERIALICA in diesem Jahr<br />

etwas geändert. Was ist neu?<br />

Die MATERIALICA ist die etablierte Internationale Fachmesse<br />

für Werkstoffabwendungen, Oberflächen und Product<br />

Engineering. Sie erfährt in dieser Konstellation erstmals in<br />

ihrer Geschichte eine klare Fokussierung auf die zukunftsweisenden<br />

Wachstumsbranchen der Gegenwart:<br />

Mobilität und Energie. Daher auch der MATERIALICA-Messetitel<br />

»Lightweight Design for new Mobility«. Autos müssen<br />

in Zukunft noch leichter werden, um energieeffizienter über<br />

unsere Straßen zu rollen.<br />

Wie wichtig ist das Thema Elektromobilität für die Automobilbranche?<br />

Es ist das zentrale Zukunftsthema der Branche. In der<br />

Welt des 21. Jahrhunderts gilt der Grundsatz: Es siegen<br />

nicht die Großen gegen die Kleinen, sondern die Schnellen<br />

gegen die Langsamen. Wer in Zukunftstechnologien<br />

schneller ist als der andere, der sichert sich die künftigen<br />

umsatzstarken Märkte.<br />

Worauf kommt es an, um hier erfolgreich zu sein?<br />

Es kommt vor allem auf die Automobilindustrie und deren<br />

Partner aus der Chemie, dem Maschinenbau, der Elektrotechnik<br />

und der Energiewirtschaft an. Alle müssen da an einem<br />

Strang ziehen, ein gemeinsames Ziel vor Augen haben.<br />

Deutschland ist heute weltweit Marktführer bei konventionellen<br />

Motoren, und wir dürfen uns natürlich bei alternativen<br />

Antrieben nicht abhängen lassen.<br />

Das heißt, bei der eCarTec steht nicht nur das Auto im Fokus?<br />

Die Technologie steht eindeutig im Vordergrund. Mehr als<br />

80% der Aussteller sind Technologieanbieter: Sei es im<br />

Energieinfrastrukturbereich, sei es bei den Elektromotoren,<br />

den Batterien, dem Engineering oder der elektronischen<br />

Steuerung. Wir wollen aber auch den Endverbraucher für<br />

Elektroautos begeistern. Mit der eCarLiveDrive erweitern wir<br />

unsere Elektrofahrzeug-Teststrecke deutlich. Im letzten Jahr<br />

haben wir schon knapp 3.000 Testfahrten durchgeführt. Das<br />

ist sehr gut angekommen. In diesem Jahr werden wir rund<br />

100 Elektrofahrzeuge vor Ort bereitstellen können.<br />

Robert Metzger<br />

Veranstalter aller drei Messen<br />

www.ecartec.de, www.materialica.de, www.smove360.de<br />

34 Neue Mobilität Neue Mobilität 35


eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand<br />

eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand<br />

BEM-Gemeinschaftsstand<br />

auf der eCarTec 2011<br />

Lesen Sie auf den nächsten Seiten mehr zum BEM-Gemeinschaftsstand,<br />

seinen Ausstellern und ihren innovativen Produkten,<br />

Konzepten und Projekten im Bereich eMobilität.<br />

Die Leitmesse der emobilen Branche bringt vom 18. bis 20.<br />

Oktober 2011 zum dritten Mal umfassend alle aktuellen Entwicklungen<br />

und Technologie-Angebote auf einer Fachmesse<br />

zusammen. Neben der Präsentation der neuesten Innovationen,<br />

bietet der Fachkongress zur Elektromobilität eine ideale<br />

Kommunikationsplattform für Energieversorger, Batteriehersteller,<br />

Hersteller und Entwickler von Elektrofahrzeugen,<br />

Systemzulieferer, Forschungseinrichtungen, Verbände und<br />

die Politik.<br />

Der Bundesverband eMobilität ist wie im Vorjahr gemeinsam<br />

mit seinen Mitgliedern und Partnern auf der eCarTec<br />

präsent. »Nach der erfolgreichen Messe-Präsenz 2010 und<br />

durchweg begeisterten Mitausstellern wollen wir in diesem<br />

Jahr mit Hilfe unserer Partner noch mehr Besucher auf unserem<br />

Stand begrüßen. Presserundgänge, eine Deutschlandpremiere<br />

und zahlreiche geladene Gäste sorgen für die<br />

entsprechende Aufmerksamkeit und mediale Präsenz«, so<br />

BEM-Marketingvorstand Christian Heep.<br />

»Neben unseren innovativen Ausstellern und ihren Produkten<br />

finden Sie auf dem BEM-Gemeinschaftsstand selbstverständlich<br />

auch wieder eine Kaffee-Bar, an der sich in<br />

angenehmem Ambiente zahlreiche neue Geschäftskontakte<br />

knüpfen lassen«, erklärt Heep und macht damit deutlich,<br />

dass vor allem die Vernetzung der einzelnen eMobilitäts-<br />

Player im Mittelpunkt steht. »Unsere Aufgabe ist es, die relevanten<br />

Player aus verschiedenen Branchen mit einander zu<br />

vernetzten. Nur so können wir auch nachhaltig erfolgreiche<br />

Geschäftsmodelle im Bereich der Neuen Mobilität generieren«,<br />

so Michael Hofmann, Vorstand Finanzen beim BEM.<br />

Gemeinsam mit seinen Mitausstellern und Sponsoren CarMedialab,<br />

EnBW, SLF-CETRA, EnergieParken, juwi, Q:CHARGE,<br />

Next Generation Mobility, Barkawi Management Consultants,<br />

The Mobility House, Midea, TÜV SÜD, Telekom Deutschland,<br />

Veloform Media und IPM SYSTEM bespielt der BEM in diesem<br />

Jahr eine Fläche von 450qm. »Ich freue mich sehr, dass wir<br />

- analog zu unserer breiten Mitgliederstruktur - so branchenübergreifend<br />

aufgestellt sind. Gemeinsam können wir jetzt<br />

aktiv ein Zeichen für Elektromobilität setzen«, betonte Heep<br />

im Vorfeld der Messe.<br />

Auf dem BEM-Gemeinschaftsstand präsentiert der BEM in<br />

diesem Jahr unter anderem die Deutschlandpremiere des<br />

Elektro-CARGO ARNOLD2012. Außerdem sind politische Messerundgänge<br />

mit EU-Kommissar Günther Oettinger und Bundesminister<br />

a.D. Wolfgang Tiefensee sowie die offizielle Vorstellung<br />

der Kooperationen mit der Allianz Versicherungs AG<br />

geplant. »In diesem Jahr begrüßen wir eine Reihe interessanter<br />

Gäste auf unserem Stand. Lassen Sie sich überraschen..«,<br />

so Hofmann abschließend.<br />

Wir danken unseren Ausstellern und Sponsorpartnern für ihre Unterstützung auf dem BEM-Gemeinschaftsstand<br />

IPM SYSTEM<br />

Effizienz durch Intelligenz<br />

36 Neue Mobilität Neue Mobilität 37


eCarTec - juwi<br />

Opel Ampera zu Gast bei juwi<br />

Fachjournalisten informierten sich bei juwi, wie man Erneuerbare Energien auf die<br />

Straße bringen kann<br />

Der Opel Ampera unter dem Solarcarport von juwi<br />

Mobil mit<br />

sauberem<br />

Strom<br />

Gestalten Sie schon heute die Mobilität der<br />

Zukunft – mit Solarcarports, Ladesäulen und<br />

Elektrofahrzeugen<br />

Saubere Energie aus erneuerbaren Quellen wird auch für<br />

das Verkehrssystem zunehmend wichtiger. Am 26. September<br />

2011 machte die Opel Ampera City2City Tour Halt<br />

in Wörrstadt. Im Rahmen der Roadshow besuchten ausgesuchte<br />

Fachjournalisten die juwi-Gruppe, einer der führenden<br />

Spezialisten im Bereich der Erneuerbaren Energien.<br />

Im juwi-Firmensitz in Wörrstadt fand eine Pressekonferenz<br />

zur Einführung des Ampera statt. Die Veranstaltung wurde<br />

im Rahmen der Kooperation zwischen juwi und OPEL realisiert.<br />

juwi beschäftigt sich mit der Etablierung und Eingliederung<br />

von Elektroautos in den Alltag. Hierzu wendet die juwi-<br />

Gruppe ihr Know-how aus Forschungsprojekten an und<br />

realisiert für Kommunen und Unternehmen die Umstellung<br />

von Fuhrparks, die Installation von Solarcarports sowie die<br />

Einrichtung von Ladeinfrastrukturen. Dabei bietet das Unternehmen<br />

ein Rundum-Paket - von der Beratung und Planung<br />

bis zur schlüsselfertigen Realisierung.<br />

In seinem Vortrag stellte Dr. Ronald Große, Leiter der Abteilung<br />

Elektromobilität bei der juwi R&D, das Produktportfolio<br />

im Bereich Elektromobilität vor. Eines dieser<br />

Produkte ist das Starterkit E-Mobility, bestehend aus den<br />

Komponenten: Solarcarport, Ladesäule, Fahrzeug, Marketing/Kommunikation<br />

und Zusatz-Paketen wie z.B. einer<br />

Fahrprofil-Analyse oder einem Testfahrzeug. juwi stellt<br />

dabei ein Paket hochwertiger Komponenten verschiedener<br />

Hersteller zusammen, die sich in Praxistests bewährt und<br />

als zuverlässig erwiesen haben. Kunden können so erste<br />

Erfahrungen mit »sauberer Mobilität« sammeln und Schritt<br />

für Schritt ausbauen.<br />

Hier kann der Opel Ampera in Zukunft eine wichtige Rolle<br />

spielen. Christoph Hofner, Teamleiter Sales & Business<br />

Development Elektromobilität sagte dazu: »Wir von juwi<br />

bringen Erneuerbare Energien auf die Straße und der Opel<br />

Ampera hilft uns dabei. «Derzeit fahren 10% aller Fahrzeuge<br />

bei juwi elektrisch und mindestens ein Opel Ampera wird<br />

noch in diesem Jahr dazukommen.<br />

Auch Matthias Willenbacher, Vorstand und Gründer der<br />

juwi-Gruppe, ist vom Konzept des Opel Ampera überzeugt:<br />

»Wir möchten unseren Fuhrpark komplett auf Elektromobilität<br />

umstellen. Bei längeren Strecken müssen unsere<br />

Mitarbeiter jedoch auf konventionelle Autos mit Verbrennungsmotor<br />

zurückgreifen. Der Opel Ampera löst dieses<br />

Problem, da nach Erreichen der elektrischen Reichweite<br />

der Reichweitenverlängerer anspringt.«<br />

Sven Gerber<br />

juwi R&D<br />

www.juwi.de/elektromobilitaet<br />

Wir bringen erneuerbare Energien auf die Straße<br />

Saubere Energie aus erneuerbaren Quellen wird für das Verkehrssystem zunehmend<br />

wichtiger. Schon heute können Unternehmen und Kommunen die Chancen der Elektromobilität<br />

nutzen und in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnehmen. juwi unterstützt<br />

Sie mit attraktiven, maßgeschneiderten Einstiegsangeboten.<br />

Erweitern Sie Ihre bisherigen Umwelt-Aktivitäten konsequent<br />

· Weniger Lärm durch Elektrofahrzeuge<br />

· 72% weniger Feinstaubemissionen<br />

· Kein CO 2<br />

-Ausstoß beim Betrieb mit erneuerbaren Energien<br />

<br />

· Positive Imagewirkung durch hohe Visibilität von Elektrofahrzeugen<br />

·<br />

· Saubere Stromerzeugung durch Solarcarports<br />

Besuchen Sie uns auf der<br />

<br />

vom 18.-20.10.2011 in<br />

Halle A6 Stand 607.<br />

juwi R & D Research &<br />

Development GmbH & Co. KG<br />

Energie-Allee 1<br />

55286 Wörrstadt<br />

Tel. +49. (0)6732. 96 57- 0<br />

mobility@juwi.de<br />

www.juwi.de/elektromobilitaet<br />

38 Neue Mobilität


eCarTec - Akasol<br />

Ein nachhaltiger Ansatz für<br />

Elektrofahrzeuge<br />

Interview mit Sven Schulz, Geschäftsführer der Akasol Engineering GmbH<br />

Gemeinsam mit Continental arbeiten Sie an einer neuen Generation<br />

Lithium-Ionen-Batterie. Braucht Elektromobilität<br />

solche branchenübergreifenden Kooperationen?<br />

Mit Continental haben wir zur Zeit eine strategische Kunden-/Lieferantenkooperation,<br />

sowie eine Entwicklungspartnerschaft<br />

vereinbart. Continental ist einer der weltweit größten<br />

Automobilzulieferer für Sicherheits-, Powertrain- und<br />

Interieursysteme, sowie Chassis und natürlich Reifen. Wir<br />

arbeiten mit der Division Powertrain zusammen, die bereits<br />

heute auf einen großen Produkt- und Erfahrungsschatz bei<br />

elektrischen Antrieben zurückgreifen kann. Akasol Engineering<br />

kann dieses Portfolio mit seinen Produkten sowie der<br />

Erfahrung und Kompetenz im Bereich Elektromobilität und<br />

leistungsstarker Lithium-Ionen-Batteriesysteme sehr gut<br />

ergänzen. Wir können in unseren Kundenprojekten mit den<br />

Entwicklern und Ingenieuren von Continental kooperieren,<br />

um Kundenwünsche in Bezug auf unsere Batteriesysteme<br />

schnell und professionell umzusetzen, wovon beide Unternehmen<br />

profitieren.<br />

Wodurch zeichnet sich die neue Batterie-Generation aus?<br />

Bei der neuen Batterie-Generation sprechen wir von hochintegrierten<br />

Li-Ionen-Batteriemodulen. Die eingesetzten Li-<br />

Ionen-Pouchzellen bestechen durch einen sehr kompakten<br />

Bauraum und werden durch ein stabiles Aluminiumgehäuse<br />

mit einer hocheffizienten Wasserkühlung gekühlt (oder<br />

im Winter gewärmt), sowie vor äußeren Beschädigung geschützt.<br />

Jede Zelle wird durch ein Batteriemanagementsystem<br />

kontinuierlich in Bezug auf Spannung, Temperatur,<br />

Innenwiderstand und Ladezustand überwacht, so dass die<br />

Batterie im Falle eines Fehlers sofort in einen sicheren Zustand<br />

versetzt werden kann.<br />

Darüber hinaus haben wir sehr viel Wert auf die Skalierbarkeit<br />

des Systems gelegt. Weil sich bisher noch kein Standard<br />

bezgl. Batteriechemie und Batteriezellformate etabliert hat,<br />

haben wir die neue Batterie-Generation so entwickelt, dass<br />

sich unterschiedliche Zellarten in das Modul und System<br />

integrieren lassen ohne die Funktionalität zu beeinflussen.<br />

Somit sind wir auch in der Lage Kunden zu bedienen, die<br />

sich für einen bestimmten Zelllieferanten entschieden haben,<br />

jedoch noch kein passendes System dazu entwickeln<br />

konnten.<br />

Sie entwickeln und produzieren Systeme für stationäre und<br />

mobile Energiespeicher. Wie schätzen Sie die Rolle von<br />

Elektrofahrzeugen im Smart Grid ein?<br />

In ferner Zukunft wird das Elektrofahrzeug seine Rolle im<br />

Smart Grid haben. Aber wir denken da eher in Jahrzehnten<br />

als in Jahren. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen<br />

fehlt noch die technische Infrastruktur und zum anderen<br />

werden in den Diskussionen oftmals banale Bedürfnisse<br />

ausgeblendet, wie z.B. die uneingeschränkte Mobilität zu jeder<br />

Tages- und Nachtzeit oder das Sorgfaltsprinzip der Autofahrer<br />

in Bezug auf ihr Fahrzeug. Wir können uns nur schwer<br />

vorstellen, dass es die Mehrheit der Elektroautofahrer ohne<br />

weiteres akzeptieren würde, wenn das Smart Grid bei Bedarf<br />

auf die Fahrzeugbatterie zugreift und sie als Quelle oder<br />

Senke nutzt und damit die Mobilität des Fahrzeughalters<br />

stark einschränken kann - selbst wenn es nur nachts sein<br />

sollte. Hinzu kommt, dass auch die Lebensdauer der Batterie<br />

aufgrund der begrenzten Zyklenzahlen beeinträchtigt<br />

werden würde - spätestens davor würde wahrscheinlich ein<br />

Großteil der Halter zurückschrecken.<br />

Wir bieten mit dem AReBAM daher eine stationäre Speicherlösung<br />

an, die sogar emissionsfreie Mobilität möglich<br />

macht. Die Sonnenenergie, die tagsüber, wenn das Fahrzeug<br />

in der Regel nicht zu Hause steht, produziert wird, kann im<br />

AReBAM gespeichert werden. Abends, wenn der Fahrzeughalter<br />

von der Arbeit nach Hause kommt, kann er diese Energie<br />

dann in sein Elektrofahrzeug speichern. Das wäre der<br />

nachhaltigste Ansatz für die Elektromobilität in Form eines<br />

dezentralen Mikro Smart Grids.<br />

Sven Schulz<br />

Geschäftsführer Schulz Group GmbH & Akasol Engineering<br />

GmbH<br />

sven.schulz@akasol-engineering.com<br />

40 Neue Mobilität


Ideen für das Energie-Musterland:<br />

Sauber! Das E-Bike mit Ökostrom.<br />

www.enbw.com/e-bike


eCarTec - Barkawi<br />

eCarTec - The Mobility House<br />

eMobility als<br />

Mitarbeitermotivation<br />

eMobilität - mehr als ein Auto<br />

Unternehmen, die heute in Elektromobilität investieren,<br />

können durch geeignete Maßnahmen einen Vorteil erzielen,<br />

der die Mehrkosten weit übersteigt: Durch ein CarSharing-<br />

Konzept steigt die Auslastung der Fahrzeuge und ein integriertes<br />

Marketing-Konzept (<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong> 04) macht am<br />

Markt deutlich, dass ein Unternehmen nicht nur nachhaltig,<br />

sondern auch innovativ ist. Mitarbeitermotivation ist ein<br />

weiterer Effekt, der dabei nicht zu unterschätzen ist.<br />

Die Next Generation Mobility KG führte in diesem Sommer<br />

ein MobilitySharing-Konzept bei Barkawi Management<br />

Consultants ein. Bei der Registrierung gaben über 50% der<br />

Mitarbeiter an, die Fahrzeuge ein bis zwei mal pro Woche<br />

nutzen zu wollen. Ein Vertriebsmitarbeiter berichtete, dass<br />

ihm bei seiner ersten Dienstfahrt ein Kunde den Roller unmittelbar<br />

abkaufen wollte. Andere Mitarbeiter berichteten,<br />

dass sie Freunde für Ausflüge einluden und die gesamte<br />

Nachbarschaft schon Interesse an Testfahrten angemeldet<br />

hat. Dass solche Eindrücke positiv auf den Arbeitgeber zurückfallen,<br />

liegt auf der Hand. Durch das individuelle Design<br />

der Fahrzeuge entsprechend der Corporate Identity, werden<br />

Mitarbeiter aktiv und passiv zu Kommunikatoren für das Unternehmen.<br />

Der Betreiber eines eMobilitySharing-Projekts kann auf diese<br />

Weise nicht nur im Markt zeigen, dass er neue Wege geht,<br />

sondern auch seine Mitarbeiter mit der Neuen Mobilität faszinieren.<br />

Mit einer eigens entwickelten Software, lassen sich<br />

nicht nur reibungslose Sharing-Konzepte für eFahrzeuge<br />

verwirklichen, sondern auch Marketing- und Motivations-<br />

Kampagnen einführen. Die Next Generation Mobility KG unterstützt<br />

Firmen, Städte und Kommunen bei der Planung und<br />

Umsetzung schlüsselfertiger Konzepte.<br />

Tim Ruhoff // BEM Beirat<br />

Next Generation Mobility<br />

www.nextgm.com<br />

Individueles Design entsprechend der Corporate Identity<br />

Sichere und nachhaltige Stromversorgung<br />

Experten aus der Automobilindustrie und Energiewirtschaft<br />

sind sich einig, dass eine große Herausforderung in der sicheren<br />

und nachhaltigen Stromversorgung der Fahrzeuge<br />

liegt. Entsprechende Lösungen umfassen dabei die Überprüfung<br />

und ggf. Anpassung der Hausinstallation, die Lieferung<br />

und Montage einer Ladestation sowie die Bereitstellung von<br />

Ökostrom. Sie sind neben der Fahrzeug- und Batterietechnologie<br />

zentrale Bausteine für eine erfolgreiche Einführung von<br />

Elektromobilität.<br />

»One-Stop-Shopping« für die Automobilindustrie<br />

Führende Automobilhersteller vertrauen schon heute auf<br />

das Energiepaket von The Mobility House (TMH). Europaweit<br />

bietet TMH Automobilherstellern die Installation und<br />

den Betrieb von Ladestationen, passende Ökostrom-Produkte,<br />

Smartphone Applikationen sowie Zusatzdienstleistungen<br />

in den Bereichen Händlerschulung, Kundenservice<br />

und Qualitätssicherung. Diese Dienstleistungen basieren<br />

auf standardisierten Prozessen und eigens dafür entwickelten<br />

Software-Lösungen. Die Autokunden erhalten damit aus<br />

einer Hand Elektroauto und Energiepaket.<br />

Stufenweiser Markteinstieg für Energieversorger<br />

Mit überschaubaren Investitionen können lokale Energieversorger<br />

schnell in den Markt für Elektromobilität eintreten.<br />

Heutige Kernkompetenzen ermöglichen ein überregionales<br />

Angebot. Für Energieversorger eröffnen sich somit neue Vertriebskanäle<br />

direkt über Autohändler und Leasingfirmen.<br />

Kunden werden durch innovative Elektromobilitätslösungen<br />

über die Region hinaus gebunden. Weitere Erlösquellen ergeben<br />

sich zukünftig über das gesteuerte Laden sowie die<br />

Nutzung der Elektroautos als Stromspeicher.<br />

The Mobility House<br />

Als einer der führenden Anbieter von Elektromobilitätsdienstleistungen<br />

in Europa bündelt The Mobility House auf<br />

der Grundlage starker Partnerschaften alle notwendigen<br />

Kompetenzen - von Automobil- und Infrastrukturherstellern<br />

sowie Energieversorgern und ergänzenden Dienstleistern.<br />

Gemeinsames Ziel: nachhaltige Mobilität in einer smarten<br />

Energiewelt sichern.<br />

Endkundenmarke von TMH ist Electrodrive Europe.<br />

www.mobilityhouse.com // www.electrodrive-europe.com<br />

Das Energiepaket<br />

von The Mobility House<br />

Installation<br />

Check und Upgrade<br />

Ladestation<br />

Privat und öffentlich<br />

Besuchen Sie uns auf der eCarTec<br />

vom 18. – 20. Oktober in München<br />

Stand: 607 / Halle: A6 auf dem<br />

Gemeinschaftsstand vom<br />

Bundesverband eMobilität e.V.<br />

Ökostrom<br />

Tarif und Zertifikate


Der Elektrobus<br />

eCarTec - SMS&CHArge<br />

›Die Zukunft<br />

hat schon<br />

eFahrzeuge laden per SMS<br />

BMWi-gefördertes Projekt sms&charge gestartet<br />

begonnen.‹<br />

Vom 18. – 20. Oktober 2011 können Sie sich auf der<br />

eCarTec davon überzeugen.<br />

Wir von midea sind dort vertreten und präsentieren<br />

unser aktuelles Erfolgsmodell, den Elektrobus ZEUS.<br />

Gebaut dort, wo man traditionell und aktuell<br />

großartige Autos baut. In Italien bei Breda Menarini.<br />

Besuchen Sie uns in München. Wir präsentieren dort<br />

ein interessantes Bus-Modell mit allen zeitgemäßen<br />

Vorteilen auf dem neuesten Stand der Technik:<br />

leistungsstark, niedrigste CO 2<br />

-Abgaswerte, leise,<br />

kompakt und komfortabel – kurz umweltfreundlich.<br />

Die ideale Bus-Entscheidung für umweltbewusste<br />

Kommunen und Kurorte.<br />

Nehmen Sie Maß. Nehmen Sie Platz. Testen Sie ZEUS,<br />

den Elektrobus von Breda Menarini.<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.<br />

Sie finden uns in Halle A6 / Stand 607<br />

BEM Gemeinschaftsstand<br />

<br />

Omnibusvertrieb<br />

Hiebeler Straße 17 . 87629 Füssen<br />

Telefon 08362 929943 . Telefax 08362 93<strong>05</strong>48<br />

www.midea-omnibusse.de<br />

Das Aufladen eines Elektrofahrzeuges außerhalb der eigenen<br />

Garage kann bislang sehr mühsam sein. Um den Prozess<br />

spontaner und wirtschaftlicher zu gestalten, fiel nun der<br />

Startschuss für das vom Bundesministerium für Wirtschaft<br />

und Technologie (BMWi) geförderte Forschungsprojekt für<br />

ein zeitabhängiges Abrechnen von Ladevorgängen über die<br />

Mobilfunkrechnung. Ziel des Projekts mit dem Namen ZALM<br />

(sms&charge) ist die Entwicklung eines innovativen Systems<br />

zum Aufladen von Elektroautos mithilfe von SMS.<br />

Bisherige Ladesysteme sind noch regionale Insellösungen in<br />

Form von geschlossenen Autorisierungs- und Abrechnungssystemen.<br />

Während zu Hause die Abrechnung denkbar einfach<br />

über die eigene Stromrechnung funktioniert, müssen<br />

sich Fahrer an fremden Ladestationen oftmals aufwändig<br />

registrieren. Spontane Ladevorgänge werden dadurch unmöglich,<br />

was die tatsächliche Mobilität von Elektroautos<br />

stark einschränkt. Für Betreiber ist zum einen die Entwicklung<br />

eigener Systeme zur Rechnungsstellung und Bezahlung<br />

äußerst kostenintensiv. Die Erfüllung der eichrechtlichen<br />

Anforderungen bedingt zum anderen bei einer Abrechnung<br />

nach Menge einen erheblichen technischen Aufwand.<br />

Im Gegensatz dazu entwickelt sms&charge eine Abrechnung<br />

der Ladekosten über das Handy, bei dem der Faktor Zeit in<br />

Rechnung gestellt wird. Eine mühsame Vorregistrierung der<br />

Kunden entfällt. Wer sein eFahrzeug an den neu entwickelten<br />

Säulen laden möchte, benötigt also lediglich ein Mobiltelefon.<br />

Eine SMS, die an eine auf der Ladestation angegebene<br />

Nummer geschickt wird, gibt den Ladeprozess frei.<br />

Ein wesentlicher Vorteil des sms&charge-Konzepts ist seine<br />

uneingeschränkte Verfügbarkeit. Es kann ohne komplizierte<br />

Registrierungsvorgänge überall geladen werden. Auch<br />

Handys mit Prepaid-Karten können in das System einbezogen<br />

werden. Ergänzende Entwicklungen des Systems durch<br />

Smartphone-Apps erweitern die Funktionalität und unterstützen<br />

den Nutzer u.a. bei der Suche und Reservierung von<br />

Ladestationen.<br />

Ein weiterer Vorteil der Abrechnung von Zeiteinheiten ist die<br />

höhere Wirtschaftlichkeit in der Anschaffung und im Betrieb.<br />

Die Erfüllung eichrechtlicher Anforderungen ist zum einen<br />

mit einem vertretbaren Aufwand realisierbar. Für Betreiber<br />

wird zum anderen die Abrechnung von Zeiteinheiten kostengünstiger<br />

und einfacher.<br />

Darüber hinaus gibt die Abrechnung von Zeiteinheiten eine<br />

Antwort auf die bisher nicht gelöste Problemstellung des<br />

»Pseudoladens«. Die Nutzung einer Ladestation durch Elektrofahrzeuge<br />

wird für die gesamte Parkdauer in Rechnung gestellt.<br />

Dies führt dazu, dass Ladesäulen i.d.R. nur dann belegt<br />

werden, wenn eine Ladung notwendig ist.<br />

sms&charge ist ein gefördertes Forschungsprojekt des<br />

Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, das<br />

am 01. März 2011 gestartet wurde. Das Projekt-Konsortium<br />

setzt sich zusammen aus Spezialisten der Energietechnik,<br />

Telekommunikation und wissenschaftlichen Institutionen:<br />

EBG Lünen (Konsortialführer) entwickelt die Ladesysteme,<br />

sunhill technologies GmbH entwickelt die Plattform für Kommunikation<br />

und mobile payment, die Allgäuer Überlandwerke<br />

stellt seine bereits vorhandene Ladeinfrastruktur für<br />

die Feldversuche zur Verfügung und die TU Dortmund führt<br />

die wissenschaftliche Begleitung durch. Weitere assoziierte<br />

Partner sind bisher die Energieversorger EWE, N-ERGIE Aktiengesellschaft,<br />

swb AG und Stadtwerke München GmbH<br />

sowie der Mobilfunkanbieter Vodafone.<br />

Weitere Informationen finden Sie unter:<br />

www.smsandcharge.de<br />

Neue Mobilität<br />

47


eCarTec - TÜV SÜD<br />

eCarTec - TÜV SÜD<br />

Das neue Zentrum zum Test<br />

von Hochvolt-Batterien<br />

Offizielle Eröffnung in Garching mit Minister Söder zur eCarTec<br />

Die mechanische, chemische und elektrische Sicherheit steht in den TÜV SÜD-Labors weltweit auf dem Programm<br />

Im neuen Garchinger Zentrum erarbeiten die TÜV SÜD-Experten die Grundlagen für international einheitliche Sicherheitsstandards<br />

bei Elektrofahrzeugen<br />

Bereits in fünf Jahren werden Hybridantriebe reine Dieselantriebe<br />

bei den Neuzulassungen überholt haben - das ist<br />

das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die TÜV SÜD in<br />

deutschen Autohäusern durchgeführt hat. Das Resultat unterstreicht:<br />

Der Stromantrieb ist aus Branchensicht Antwort<br />

Nummer eins, wenn es um die individuelle Mobilität der Zukunft<br />

geht. Besonders im Fokus von Industrie und Forschung<br />

stehen international einheitliche Sicherheitsstandards für<br />

die Batterien. Als weltweit führender Dienstleister im Bereich<br />

der Elektromobilität unterstützt TÜV SÜD seine Kunden<br />

mit Tests nach internationalen Standards in einem ständig<br />

wachsenden weltweiten Netz an Batterie-Laboren. Jüngster<br />

Knotenpunkt ist das anlässlich der Fachmesse eCarTec in<br />

Garching bei München eröffnete Batterietestlabor.<br />

Neben dem neuen Labor in Garching hat TÜV SÜD Batterietestzentren<br />

in Kanada, Singapur, China und Indien und hat<br />

damit seine Kapazitäten in diesem Bereich enorm ausgebaut.<br />

In den Einrichtungen führt TÜV SÜD Batterie-Tests<br />

für Elektrofahrzeuge nach weltweit einheitlichen Prüfprozessen<br />

durch und erarbeitet dort zudem die Grundlagen<br />

für internationale Standards für die eMobilität. Dazu Horst<br />

Schneider, Vorstand Mobilität bei TÜV SÜD: »Damit gehen<br />

wir einen wichtigen Schritt vorwärts bei der Sicherheit der<br />

Mobilität von morgen. Und wir kommen zudem Forderungen<br />

der Industrie nach international hohen Standards in Sachen<br />

Batteriesicherheit nach. «Mit dem Aufbau eines weltweiten<br />

Netzes an Batterie-Testlaboren stellt der Dienstleistungskonzern<br />

die Batterie in den Mittelpunkt seines Engagements<br />

rund um die schnelle Umsetzung der eMobilität.<br />

Nukleus der eMobilität ist die Batterie<br />

Denn in der Batterie akkumulieren sich nach Ansicht der TÜV<br />

SÜD-Experten die Fragen zur Akzeptanz der Elektromobilität.<br />

So hält beispielsweise die Batterie immer noch den größten<br />

Anteil an dem vergleichsweise hohen Preis der Elektroautos.<br />

Die Lithium-Ionen-Technologie gibt den Ausschlag für die<br />

Reichweiten der Fahrzeuge - ein weiterer entscheidender<br />

Faktor bei der schnellen Umsetzung der Elektromobilität.<br />

Und nicht zuletzt bündeln sich die Sicherheitsfragen in der<br />

Batterie. Hochvolt-Technologie - das bedeutet Spannungen<br />

von bis zu 1.000 Volt. Der Schutz vor Stromschlag steht ganz<br />

oben auf der Liste der Sicherheitsfragen. Weitere Faktoren:<br />

die chemische und die mechanische Sicherheit.<br />

Das Angebotsspektrum der neuen TÜV SÜD Battery Testing<br />

GmbH: Dienstleistungen im Bereich der charakterisierenden<br />

Prüfung, der Umwelterprobung und Simulation sowie<br />

der verschiedenen Missbrauchsszenarien wie Kurzschluss,<br />

Überladung und Überhitzung. »Besonderen Wert legen wir<br />

dabei auf den Erfahrungsaustausch der internationalen<br />

Batterie-Testzentren. Durch die globale Vernetzung können<br />

wir unsere weltweit agierenden Kunden ideal unterstützen<br />

und die jeweiligen regionalen Stärken unserer Teams und die<br />

Marktchancen nutzen«, erläutert Daniel Quinger, Mitglied<br />

der Geschäftsführung der TÜV SÜD Battery Testing GmbH.<br />

Abwärme nutzen<br />

Die Suche nach international einheitlichen Maßstäben setzt<br />

zudem besondere Anforderungen an den Laboraufbau. Im<br />

Fokus steht auch hier wieder die Sicherheit. So mussten<br />

beim Aufbau der modernen Prüfeinrichtungen in Garching<br />

eine Vielzahl von Maßnahmen getroffen werden, um Personal,<br />

Umwelt und Infrastruktur vor negativen Einflüssen<br />

bei einem Versagen der Prüflinge zu schützen. Ein Beispiel:<br />

Missbrauchsversuche, wie das Eindringen von Fremdkörpern,<br />

oder andere Tests, bei denen ein Versagen der Batterie<br />

und deren Schutzeinrichtungen provoziert wird, werden bei<br />

Spannungen im Bereich von 300 bis 800 Volt und teilweise<br />

relativ komplexen Überwachungssystemen durchgeführt.<br />

Daneben stehen Umweltschutz und Effizienz an oberster<br />

Stelle. Selbst die zwangsläufig bei der Prüfung anfallende<br />

Abwärme wird genutzt, um die Labore umweltfreundlich und<br />

energieeffizient zu heizen, im Winter wird eine so genannte<br />

freie Kühlung genutzt, um das Kaltwasser für den Maschinenpark<br />

möglichst energieeffizient zur Verfügung zu stellen.<br />

Zusammenarbeit mit der akademischen Forschung<br />

Das Labor in der Nähe von München kooperiert eng mit der<br />

TU München und dem Fraunhofer-Institut. Für Quinger eine<br />

Selbstverständlichkeit: »Die enge Zusammenarbeit mit der<br />

akademischen Forschung bietet uns zusätzliche Erkenntnisse<br />

und den engen und zeitnahen Abgleich unserer Ergebnisse<br />

mit der aktuellen Forschung. Besonders wichtig auch für das<br />

Thema Batterieprüfung ist die Nachwuchsförderung. Der Bedarf<br />

nach gut ausgebildeten Fachkräften ist enorm.«<br />

Neue Entwicklungsimpulse<br />

Das Netzwerk in Asien, den USA und in Europa wird einen<br />

großen Beitrag zur Entwicklung und Einhaltung internationaler<br />

Standards für die Batteriesicherheit leisten. Mit den<br />

Ergebnissen aus der Praxis, etwa bei den weltweit ersten<br />

dynamischen Crashtests an Lithium-Ionen-Batterien, den<br />

ersten Hauptuntersuchungen an Elektrofahrzeugen, Reichweitenstandards<br />

und Ladetechnologien, setzen sich die TÜV<br />

SÜD-Experten in den Fachgremien für entsprechende Standards<br />

ein. »Die etablierten Automobil- und Batteriehersteller<br />

haben wir dabei auf unserer Seite«, so Schneider.<br />

Frank Volk<br />

TÜV SÜD AG<br />

www.tuev-sued.de<br />

48 Neue Mobilität Neue Mobilität 49


eCarTec - Energieparken<br />

eCarTec - Energieparken<br />

EnergieParken<br />

EnergieParken ist eine einzigartige, modulare Lade-Anlage für eFahrzeuge. Als Verbindung von Parkscheinautomat und<br />

Ladesäule erlaubt sie den Verkauf von Strom und Parkzeit an einem Gerät. Für Städte, Gemeinden und für gewerbliche<br />

Anbieter ist EnergieParken nicht nur ein Mittel zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität - sondern eine Einnahmequelle,<br />

die sich selbst finanziert. EnergieParken ist eine Gemeinschaftsentwicklung der Unternehmen Swarco Traffic Systems, stadtraum,<br />

ABB, Dambach-Werke, telmasol consult und Schroff. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit Energieerzeugern,<br />

Netzbetreibern, Städten, Gemeinden, Stadtmarketing-Verantwortlichen, Parkraumbewirtschaftern, Fahrzeugherstellern<br />

und Verbänden. EnergieParken ist Mitglied im Bundesverband eMobilität.<br />

Wir brauchen Ladesäulen<br />

am Bordstein<br />

Die Ladesäule, die sich rechnet<br />

Als Parkscheinautomaten »mit Steckdosen« finanzieren sich EnergieParken-Säulen bei Bedarf allein über den Verkauf von<br />

Parkscheinen. Wie viel Strom verkauft wird oder nicht, ist also nicht unbedingt entscheidend. Ein weiterer Vorteil für Betreiber:<br />

Für den Aufbau der »Parkscheinautomaten« ist in der Regel nicht einmal eine Raumnutzungsänderung nötig. Wo immer<br />

bestehende Automaten gegen neue ausgetauscht werden sollen, bietet sich der Einsatz von EnergieParken-Säulen an.<br />

Uwe Hahner, General Manager bei Swarco Traffic Systems und mitverantwortlich<br />

für EnergieParken, über die Zukunft der eMobilität in Deutschland<br />

EnergieParken-Ladesäule vor der BEM-Hauptgeschäftsstelle in Berlin<br />

Feldversuche zeigen Erfolge, erste Serien-Elektroautos sind<br />

marktreif, und die Nachfrage nach Pedelecs steigt und steigt.<br />

Was tun angesichts dieser Fortschritte? Ganz klar, meint Uwe<br />

Hahner, General Manager Parking und E-Mobility bei Swarco<br />

Traffic Systems und mitverantwortlich für EnergieParken:<br />

»Weiter nachlegen, damit die Sache weiter Fahrt gewinnt.«<br />

Herr Hahner, wie lässt sich Elektromobilität in Deutschland<br />

weiter voranbringen?<br />

Mit der Schaffung einer flächendeckenden Infrastruktur - die<br />

fehlt uns nämlich immer noch. Bisher war meist die Rede von<br />

der fehlenden Fahrzeugverfügbarkeit, aber dieses Hindernis<br />

ist so gut wie überwunden. Die deutschen Hersteller haben<br />

fast alle Vorserienfahrzeuge auf der Straße, einige haben sogar<br />

schon Serienfahrzeuge auf dem Markt. Von einem Mangel<br />

an verfügbaren eAutos und -Zweirädern kann also bald<br />

keine Rede mehr sein. Aber wo werden die neuen Fahrzeuge<br />

aufgeladen? Das ist immer noch ungeklärt.<br />

Na, an der Steckdose zu Hause?<br />

Ja, sicher. Aber das reicht nicht: Für Durchschnitts-Autofahrer<br />

kann nur eine flächendeckende Infrastruktur das eAuto-Fahren<br />

entspannt und sicher machen. Wenn Sie nicht jederzeit<br />

anhalten und aufladen können, dann müssen Sie Fahrten<br />

vorher sehr genau planen. Das ist ziemlich aufwendig. Ich<br />

finde auch die CarSharing-Services sehr spannend, die darauf<br />

setzen, dass ich einfach in ein freies eAuto einsteige<br />

und es nach der Benutzung wieder irgendwo abstellen kann.<br />

Das ist die Zukunft des Stadtverkehrs: Rein ins Auto, zum<br />

Bahnhof, raus aus dem Auto, in den Zug. Das geht natürlich<br />

nur, wenn Sie die Flotten ohne großen Aufwand mit Strom<br />

versorgen können. Dafür braucht es Ladeanschlüsse im öffentlichen<br />

Raum.<br />

Wie sollte die Infrastruktur der Zukunft denn aussehen?<br />

Sie muss die Fahrwege abdecken, zunächst in den Städten,<br />

später auch auf dem Land. Wir brauchen selbstverständlich<br />

nicht-öffentliche Ladeanschlüsse, also »Steckdosen zu<br />

Hause«. Aber wir brauchen auch teil-öffentliche Ladeanschlüsse,<br />

etwa in Kaufhaus-Parkhäusern. Und wir brauchen<br />

öffentliche Anschlüsse am Bordstein. eFahrzeugfahrer müssen<br />

einfach überall da laden können, wo sie ihr Auto oder<br />

Zweirad für längere Zeit abstellen. In Städten, dem Haupt-<br />

Einsatzgebiet für eFahrzeuge, haben viele Verbraucher ja gar<br />

keinen Zugang zu einer Garage oder einem Stellplatz - sie<br />

parken am Straßenrand. Wenn wir diese Zielgruppe nicht mit<br />

Strom versorgen, verlieren wir sie. Ein weiterer, guter Grund<br />

für öffentliche Infrastruktur.<br />

Wer soll die öffentliche Infrastruktur aufbauen? Und wann?<br />

Städte, Gemeinden und Stadtwerke. Und Gewerbe mit großen<br />

Parkflächen: Einzelhändler zum Beispiel, Flughafenund<br />

Hotelbetreiber, Pächter von Freizeitparks oder Veranstaltungshallen.<br />

Und wenn es nach mir geht, dann fangen<br />

alle sofort damit an, ihre Parkplätze zumindest zum Teil<br />

zu »Ladeplätzen« umzurüsten. Die eMobilität kommt, das<br />

ist sicher. Und Technologiewandel belohnen meistens die<br />

Schnellen. Jetzt handeln heißt gewinnen.<br />

Was gewinnen die Betreiber denn genau? Lohnt sich die<br />

Investition in Infrastruktur?<br />

Ganz klar: Ja. Der Betrieb von Ladestationen ist Umweltschutz<br />

und Zusatzgeschäft in einem - vorausgesetzt, Sie setzen<br />

auf das richtige Geschäftsmodell. Mit EnergieParken, einer<br />

Verbindung aus Parkscheinautomat und Ladesäule, die wir<br />

mit Schroff, ABB, Dambach, telmasol consult und stadtraum<br />

anbieten, können Sie beispielsweise Parkzeit und Strom an<br />

einem Gerät verkaufen:<br />

Wer sein Auto auf einem EnergieParken-Platz abstellt, zahlt<br />

Parkgebühren; wer sein eFahrzeug abstellt und auch noch<br />

auflädt, bezahlt zusätzlich den verbrauchten Strom. So erzielt<br />

ein Betreiber die üblichen Parkgebühren-Einnahmen,<br />

deckt damit seine Kosten und erzielt einen kleinen Gewinn.<br />

Der Stromverkauf ist Zusatzgeschäft.<br />

Trotzdem muss ja zunächst Geld ausgegeben werden. Gerade<br />

Städte und Gemeinden haben aber nicht viel übrig. Sollte<br />

sich die öffentliche Hand nicht doch zurück halten?<br />

Nein, auf keinen Fall. Gerade städtische Parkplätze sind<br />

wichtige Ladeplätze. Weil Sie nach Investitionen fragen:<br />

Wir bieten Städten günstige Darlehens-Investitionen an. Ich<br />

meine, dass die auch derzeit noch zu finanzieren sind. Public-Private-Partnerships<br />

sind ein weiterer Finanzierungsweg.<br />

PPP mag hierzulande im Umfeld der Parkraumbewirtschaftung<br />

noch nicht allzu bekannt sein, aber wenn Sie beispielsweise<br />

zu unseren Nachbarn in Osteuropa schauen - da ist<br />

das Gang und Gäbe.<br />

Gibt es denn schon Betreiber, die den ersten Schritt zum<br />

Infrastrukturaufbau getan haben?<br />

Wir haben EnergieParken-Anlagen nach Berlin geliefert,<br />

nach Weimar und an verschiedene Unternehmen in Baden-<br />

Württemberg und Bayern. Der Anfang ist also gemacht, und<br />

ich bin zuversichtlich, dass es zügig weiter gehen wird.<br />

Uwe Hahner<br />

General Manager Parking und E-Mobility<br />

Swarco Traffic Systems GmbH<br />

www.energieparken.de<br />

50 Neue Mobilität Neue Mobilität 51


eCarTec - Veloform Media<br />

eCarTec - Veloform Media<br />

xBob und Elmoto<br />

Das starke Gespann im Einsatz für den BEM<br />

Der xBob - ursprünglich für die Unilever Eismarke Langnese entwickelt, findet mittlerweile viele weitere Anwendungen<br />

Der xBOB im Einsatz für Coca Cola<br />

Veloform Media -<br />

Entwicklung zum out-of-home media Spezialisten<br />

Das Motto Werbung in Bewegung und die Frage, wie diese<br />

vor das Brandenburger Tor zu bekommen sei, stand im Jahre<br />

1997 am Anfang der Velotaxi Idee. Die ab 2000 von Veloform<br />

entwickelten und hergestellten Fahrzeuge wurden mit ihrer<br />

futuristischen Form schnell zum international bekannten<br />

Werbeträger und Velotaxi damit zur bekannten Marke.<br />

Mit der Idee zur bboxx - einer mobilen, auf die vielen temporären<br />

Nutzungsflächen im Berliner Innenstadtbereich maßgeschneiderte<br />

Verkaufs- und out-of-home media Lösung erweiterte<br />

sich das Produktportfolio der Veloform Gruppe weiter.<br />

Der xBob - von der Eistruhe auf Rädern zur mobilen Verkaufs-<br />

und Promotionplattform<br />

Im Auftrag für Unilever entwickelte Veloform 2008 eine an<br />

die Langnese Standardeistruhe angepasste autonome Fahrzeuglösung,<br />

die sowohl als selbst bremsender Anhänger als<br />

auch als schieb- und steuerbarer mobiler Verkaufsstand zu<br />

nutzen ist.<br />

Dieses »Icebob« Konzept wird seither erfolgreich mit einer<br />

Flotte von 100 Fahrzeugen in verschiedenen Vergnügungsparks<br />

in Deutschland im Auftrag von Unilever eingesetzt.<br />

Hiermit war die Grundlage für eine Vielzahl weiterer Anwendungsmöglichkeiten<br />

des xBob gelegt.<br />

Veloforms internationales Netzwerk als Impulsgeber für die<br />

Weiterentwicklung<br />

Auf Grundlage der bestehenden Partnerschaften im weltweiten<br />

Veloform Netzwerk stieß der xBob auch in anderen<br />

Ländern auf reges Interesse und wird von Irland bis Italien<br />

erfolgreich auf Kampagnen für Marken wie Coca Cola,<br />

Nescafè oder Burger King eingesetzt.<br />

Dabei sind die Wünsche und Ideen der Veloform Partner<br />

stets wichtiger Impulsgeber für neue Adaptionen auf Basis<br />

des xBob. So werden mittlerweile xBobs genauso für den<br />

Verkauf von Panini, wie als mobile Plattform für Kickerspiele<br />

bei Promotions eingesetzt.<br />

Der xBob im Fahrzeuggespann<br />

Wichtiger Bestandteil des Mobilitätskonzeptes des xBobs<br />

war von Anfang an die Nutzung als Fahrzeuggespann. Die<br />

Verwendung des eVelotaxi als Zugfahrzeug erhöht neben<br />

dem praktischen Nutzen, im Stadtbereich abgasfrei an den<br />

Einsatzort zu gelangen, erheblich den Aufmerksamkeitswert.<br />

Auf so manchem Stadtfest ist der Einzug eines in den<br />

Farben der lokalen Sparkasse gebrandeten eVelotaxi/xBob<br />

Gespannes zelebriert worden.<br />

Als Dekra geprüftes Fahrzeug kann selbst ein voll beladener<br />

xBob mit einem Eigengewicht von über 250kg durch die integrierte<br />

Auflaufbremsanlage sicher und selbst mit Fahrrädern<br />

als Zugfahrzeug bewegt werden. Schnell war klar, dass als<br />

Zugfahrzeug ein zweispuriges Elektrofahrzeug mit Hinguckeffekt<br />

ideal ist. Deshalb fiel die Wahl schnell auf das Elmoto.<br />

Das Elmoto - Das Elektro-Kleinkraftrad für den unschlagbaren<br />

Fahrspaß<br />

Der breiten Öffentlichkeit wurde das Elmoto durch den<br />

Einsatz im Rahmen eines Feldexperimentes des Stromversorgers<br />

und BEM-Mitglieds EnBW bekannt (siehe <strong>NEUE</strong><br />

<strong>MOBILITÄT</strong> 03). Ab Juli 2010 hatten im Großraum Stuttgart<br />

rund 500 Elektronauten genannte EnBW-Kunden über den<br />

Zeitraum von einem Jahr die Möglichkeit die Fahrzeuge der<br />

Stuttgarter Firma ID-Bike GmbH kostenfrei zu nutzen.<br />

Durch die Verwendung hochwertigster Komponenten unter<br />

anderem aus dem Mountainbike Bereich und seiner Leichtbauart<br />

lässt das Elmoto manch anderen eRoller in Sachen<br />

Fahrdynamik und -spass weit hinter sich.<br />

Entwicklung vom Fahrzeug zum Promotiontool<br />

Fast alle Elektrofahrzeuge werden, obwohl in der Anfangsphase<br />

durch Flottenankäufe öffentlicher und privatwirtschaftlicher<br />

Träger gefördert, direkt an Privatnutzer vermarktet.<br />

Veloform Media war dagegen als Fahrzeughersteller<br />

zunächst Anbieter von b2b orientierten Werbe- und Kommunikationslösungen.<br />

Erst mit der Einführung des eVelotaxi beginnt<br />

sich ein neuer Markt der Vermarktung an Privatnutzer<br />

zu erschließen. Als Kenner des Marktes für außergewöhnliche<br />

Fahrzeuge und deren werbliche Nutzung war die Einbindung<br />

des Elmoto als Zugfahrzeug für den xBob ein logischer<br />

Schritt. Neben dem verbesserten und größeren Aktionsradius<br />

verstärken sich Eyecatcherfunktion und Nutzen beider<br />

Fahrzeuge auf ideale Weise.<br />

Erste Einsätze für Coca Cola und Langnese sowie für den<br />

BEM auf der eCarTec<br />

Nach Konstruktion der Schnittstelle per Anhängerkupplung<br />

kamen die ersten xBob/Elmoto Gespanne im Rahmen des<br />

diesjährigen Tages der offenen Tür beim Veloform Kunden<br />

Coca Cola in Berlin zum Einsatz.<br />

Neben weiteren Einsätzen für Berlin Partner, der Berliner<br />

Gesellschaft für Hauptstadtmarketing und des ISTAF Leichtathletik<br />

Meetings kommt ein im Design des BEM gebrandetes<br />

Gespann vom 18. bis 20. Oktober in München auf der<br />

eCarTec für die Verteilung dieser Ausgabe der <strong>NEUE</strong>N MO-<br />

BILITÄT zum Einsatz.<br />

Till Rumohr<br />

Veloform Media<br />

www.veloform.com<br />

52 Neue Mobilität Neue Mobilität 53


eCarTec - Q:Charge<br />

eCarTec - Q:Charge<br />

2016 werden wir in Europa 1 Mio. Elektroautos auf den Straßen<br />

haben - 2020 werden es bereits 5 Mio. sein. Dieser Infrastrukturwandel<br />

ist ein großes Thema und wird nun endlich auch von<br />

den Regierungen unterstützt. Q:CHARGE ist hier Vorreiter und<br />

erste börsennotierte Aktie im Bereich Infrastruktur für Elektromobilität.<br />

Auch haben wir festgestellt, dass trotz der derzeitigen Lage am<br />

Aktienmarkt die Nachfrage in unserem Bereich anhaltend ist.<br />

Ein gutes Beispiel ist hier die »LION E-Mobility« Aktie, die quasi<br />

unbeeinflusst vom Marktgeschehen und der DAX-Entwicklung<br />

eine sehr positive Richtung nimmt. Außerdem ist es für uns und<br />

unsere Aktionäre auch ein attraktives Finanzinstrument. Von<br />

interessierten Investoren angesprochen, haben wir zudem die<br />

Möglichkeit, einen raschen Einstieg zu ermöglichen.<br />

Q:CHARGE<br />

Erstes börsennotiertes Unternehmen im Bereich Infrastruktur für Elektromobilität<br />

Q:CHARGE Ladestation<br />

Die Q:CHARGE Europe AG betreibt ein offenes und unabhängiges<br />

Ladenetzwerk für Elektrofahrzeuge. Sie sorgt dafür,<br />

dass Ihr eFahrzeug Strom erhält, wo immer Sie ihn brauchen:<br />

Zuhause, im Job und an öffentlichen Plätzen. Europaweit.<br />

Einfach. Unabhängig von Großkonzernen und Politik. Dabei<br />

haben Kunden die freie Wahl des Stromversorgers.<br />

»Die meisten Mitbewerber offerieren Insel-Lösungen und<br />

geschlossene Systeme - kurzum: Elektro-Lokalität.<br />

Q:CHARGE steht für Elektromobilität im Wortsinn. Wir bringen<br />

die Akteure an einen Tisch. Alle können an unserem offenen<br />

und integrativen System teilhaben«, so Marcus Schmitt,<br />

Vorstand der Q:CHARGE Europe AG im Gespräch mit der<br />

<strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong>.<br />

Doch was leistet Q:CHARGE dabei genau?<br />

Ähnlich, wie bei einem Mobilfunkvertrag, wählen Sie die<br />

passende Hardware aus. Wir installieren und betreiben die<br />

Ladeinfrastruktur, sofern gewünscht. Unser Portfolio umfasst<br />

von der Wall-Box, über die klassische Ladesäule, bis<br />

hin zu Schnellladestationen sämtliche Ladevorrichtungen<br />

und kann in puncto Leistung und Aussehen ganz individuell<br />

an ihre Bedürfnisse angepasst werden. Das Team von<br />

Q:CHARGE arbeitet daran, dass das Laden der Batterie bald<br />

so unkompliziert wird wie das Geldziehen am EC-Automaten.<br />

Aus diesem Grund wollen wir unsere Produkte passgenau<br />

machen für die Wünsche der Kunden. Übrigens: Q:CHARGE<br />

vertreibt nicht nur die Ladestationen. Sie erhalten von der<br />

Planung, über die Installation und die Wartung alles aus einer<br />

Hand.<br />

Als Innovationsführer auf dem europäischen Markt ist<br />

Q:CHARGE nicht nur einzigartig mit seinem unabhängigen<br />

Netzwerk und dem variantenreichen Portfolio bei Ladestationen.<br />

Um noch mehr Transparenz für den Kunden zu<br />

schaffen, hat Q:CHARGE vor kurzem den weltweit ersten<br />

Online-Shop mit Ladestationen für Elektroautos eröffnet.<br />

Interessenten können sich hier unkompliziert Informationen<br />

und Preise zu den diversen Ladestationen einholen. Das<br />

schafft nicht nur Klarheit, sondern zeugt von einer offenen<br />

Firmenpolitik.<br />

Q:CHARGE ist nun das erste börsennotierte Unternehmen<br />

im Bereich Ladeinfrastruktur für Elektromobilität - was hat<br />

Sie gerade in dieser schwierigen Zeit zu diesem Schritt bewogen?<br />

Da gibt es verschiedene Gründe. Zum einen ist eMobilität<br />

ein Megatrend und ein Milliardenmarkt - daran besteht<br />

kein Zweifel mehr. Hier wollen wir die Visibilität erhöhen.<br />

Wir versuchen, uns an dem selbst auferlegten Credo der<br />

»People’s Company« messen zu lassen und tun viel dafür, um<br />

mit Interessenten und Kunden in den Dialog zu treten. Unter<br />

anderem ein eigener Blog und eine fast schon obligatorische<br />

Facebook-Fanpage untermauern diese Anstrengungen. Darüber<br />

hinaus haben wir mit Q-Answers ein Portal geschaffen, das<br />

sich sämtlichen Fragen rund um Elektromobilität widmet und<br />

Antworten zu drängenden Fragen gibt.<br />

Und wie geht es weiter?<br />

Wir befinden uns momentan in einem sich rasant entwickelnden<br />

Markt. Um mit den Veränderungen Schritt zu halten, ist es daher<br />

essentiell auch das Geschäftsmodell regelmäßig weiter zu entwickeln.<br />

Aus diesem Grund plant Q:CHARGE eine Erweiterung<br />

seiner Produktpalette und weitere strategische Kooperationen.<br />

Man darf also gespannt sein. Wer praxiserprobte Technik sucht<br />

und dennoch nicht auf zugeschnittene Individuallösungen verzichten<br />

möchte, sollte zu Q:CHARGE greifen. Getreu unserem<br />

Firmenmotto: Wie ich’s will.<br />

Marcus Schmitt<br />

Vorstand Q:CHARGE Europe AG<br />

www.q-charge.de<br />

54 Neue Mobilität Neue Mobilität 55


eCarTec - Jens Christian Lodberg Høj<br />

eCarTec - Jens Christian Lodberg Høj<br />

Es gibt keinen Zweifel -<br />

Dänemark will eMobilität<br />

Interview mit Jens Christian Lodberg Høj<br />

Was können wir europaweit im Bereich der Neuen Mobilität<br />

voneinander lernen?<br />

Ich glaube, dass die Elektromobilität unser Verständnis von<br />

Mobilität gänzlich verändern wird. Wir werden in Zukunft<br />

ganz anders darüber nachdenken, wie wir uns fortbewegen<br />

und das ist natürlich auch kulturabhängig. Deshalb ist<br />

es meiner Meinung nach unabdingbar, dass wir lokale Lösungen<br />

ermöglichen, anbieten und Erfahrungen sammeln,<br />

die dann als wertvolle Inspiration für ganz Europa dienen.<br />

Zudem bietet Elektromobilität natürlich die Möglichkeit, die<br />

Value Chain vom Produkt bis hin zum Service zu verändern<br />

und da müssen wir aufmerksam beobachten, was in den verschiedenen<br />

Ländern passiert.<br />

Wofür steht die Cluster-Organisation Insero E-Mobility?<br />

Insero E-Mobility setzt sich dafür ein, dass dänische Firmen<br />

zukünftig eine Rolle in der Zukunftsbranche Elektromobilität<br />

spielen werden.<br />

Es gibt in Dänemark zahlreiche Firmen, die für die Industrie<br />

interessante Kompetenzen aufweisen und wir möchten diese<br />

sowohl durch unser Netzwerk als auch durch Forschungsprojekte<br />

weiter entwickeln. Dazu kommen verschiedene<br />

Events wie unser Besuch der eCarTec, den wir im Rahmen<br />

der »E-mobility Innovation Days« in Kooperation mit dem<br />

Innovation Center Denmark in München organisiert haben<br />

so wie unsere Konferenz »Business in E-Transportation«,<br />

die im Mai 2012 zum zweiten Mal stattfinden wird. Wir als<br />

Cluster-Organisation haben die Möglichkeit neue Produkte,<br />

Services und Technologien im Bereich der Elektromobilität<br />

in einem Living Lab zu testen. Hierbei arbeiten wir mit ganz<br />

normalen Familien zusammen, um wertvolles Feedback aus<br />

dem Alltag zu bekommen. Diese Erfahrungen stellen wir unseren<br />

Mitglieder zur Verfügung, was für Die im Rahmen Ihres<br />

Entwicklungsprozesses natürlich sehr wertvoll ist.<br />

Wie sieht Ihre Mitgliederstruktur aus?<br />

Unser Netzwerk besteht aus einem dänischen OEM sowie<br />

zahlreichen KMU, die hauptsächlich sowohl mit technischen<br />

Produkten sowie im IKT-Bereich arbeiten. Die Mitgliedschaft<br />

ist kostenlos und verpflichtet zur verbindlichen Teilnahme<br />

an fünf jährlichen Cluster-Meetings. Dadurch erreichen wir<br />

eine enge Zusammenarbeit zwischen unseren dänischen<br />

Mitgliedern und können durch diesen holistischen Prozess<br />

insgesamt bessere Produkte und Services entwickeln.<br />

Sie sind als dänische Organisation zum ersten Mal auf der<br />

eCarTec in München vertreten. Was versprechen Sie sich<br />

von dem Messeauftritt?<br />

Die Teilnahme an der eCarTec ermöglicht es uns, die dänischen<br />

Kompetenzen im Bereich der Elektromobilität zu präsentieren<br />

und Dänemark als Land der Elektromobilität vorstellen<br />

zu können. Es gibt eine Vielzahl an Gründen warum<br />

Dänemark als Living Lab für die neuesten Technologien interessant<br />

ist z.B. 20% Windenergie, dezentrale Kraftwerke,<br />

gut ausgebildete Arbeitskräfte und eine Geographie, die für<br />

eMobilität gut geeignet ist.<br />

Wir hoffen deshalb, dass mehrere deutsche Firmen in Richtung<br />

Dänemark schauen, wenn sie Partner suchen. Das Innovation<br />

Center Denmark, ein Joint Venture des dänischen Außen-<br />

und Forschungsministeriums, wird im Gegenzug über<br />

die aktuellen deutschen Entwicklung der Elektromobilität in<br />

Dänemark berichten und unterstützt Dänische Firmen beim<br />

Markteintritt in Deutschland. Daher haben wir auch gemeinsam<br />

einen Stand auf der eCarTec (Halle A5, Stand 135) organisiert,<br />

um die dänischen Kompetenzen vor Ort präsentieren<br />

zu können. Zudem werde ich auf dem eCarTec Kongress<br />

einen Vortrag über Dänemark als Land der Elektromobilität<br />

halten.<br />

Wie ist die Elektromobilität in Dänemark aufgestellt? Welche<br />

konkreten Projekte, Förderungen und Initiativen gibt es?<br />

In Dänemark gibt es eine Vielzahl an Projekten, darunter das<br />

EDISON Projekt, welches das größte Smart Grid Projekt weltweit<br />

ist. Daran wird sich wahrscheinlich ein großes Vehicle to<br />

Grid Projekt in Kooperation mit der amerikanische Firma Nuvve<br />

anschließen. Wir sind gegenüber deutschen Kooperationspartnern<br />

natürlich offen und freuen uns über einen Dialog.<br />

Darüber hinaus gibt es die Projekte Try1EV und TestAnEV, die<br />

sich beide mit der Implementierung von eAutos im Alltag beschäftigen.<br />

Insgesamt werden hierbei fast 2.500 Familien ein<br />

elektrisches Fahrzeug drei Monate lang als ihr primäres Fortbewegungsmittel<br />

verwenden. Zudem gibt es drei Infrastrukturgesellschaften,<br />

die aktiv am Aufbau einer landesweiten<br />

Infrastruktur arbeiten - die wohl bekannteste ist Better Place<br />

aber auch ChoosEV und CleanCharge arbeiten daran. Daher<br />

gibt es keinen Zweifel - Dänemark will eMobilität!<br />

Christian Bäres<br />

Innovation Center Denmark<br />

www.innovationcenterdenmark.dk<br />

e-mobility.insero.com<br />

Jens Christian Lodberg Høj<br />

Kleiner Stanztechnik<br />

Vertraut mit der Zukunft<br />

Kleiner Stanztechnik entwickelt und produziert umweltfreundliche<br />

Alternativen zur herkömmlichen Leiterplatte, stanztechnische<br />

Lösungen für Hochstromsteckverbinder, Stromschienen für die<br />

Elektromobilität, Schnappscheiben mit LED-Beleuchtung und vieles<br />

mehr.<br />

Treffen Sie uns:<br />

eCarTec | 18. bis 20.10.2011 | Messe München | Halle A6, Stand 616A<br />

Productronica |15. bis 18.11 2011 | Messe München | Halle B2, Stand 331<br />

Kleiner GmbH Stanztechnik | 75179 Pforzheim<br />

www.kleiner-gmbh.de | Wir denken Lösungen.<br />

56 Neue Mobilität


WIR BRINGEN<br />

E-MOBILITY AUFS<br />

NÄCHSTE LEVEL.<br />

FG.DE – ENERGIE, DIE WELT ZU VERÄNDERN.<br />

FG.de denkt Elektromobilität<br />

wei ter. Unser Technologie-Unter<br />

nehmen FROSYS hat intelligente<br />

Software entwickelt, die<br />

eine flächendeckende und zukunftsweisende<br />

Nutzung von<br />

Elek tro fahrzeugen schon heute<br />

möglich macht. Steuern Sie mit<br />

uns ins nächste Level – auf<br />

www.fg.de/frosys<br />

FROGROUP<br />

STATUS<br />

QUO<br />

DER<br />

ELEKTRO-<br />

<strong>MOBILITÄT</strong><br />

Herausforderungen und Chancen einer Zukunftsbranche.<br />

Neue Mobilität<br />

59


status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Dr.-Ing. jan Traenckner<br />

status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Dr.-Ing. jan Traenckner<br />

Was darf Elektromobilität<br />

kosten?<br />

»Wenn die Elektroautos richtig gut sind, werden sie auch<br />

gekauft, auch wenn sie ihren eigenen Preis haben werden!«<br />

Kommmentar von Dr.-Ing. Jan Traenckner, BEM-Beiratsvorsitzender<br />

Die diesjährige IAA beschäftigte sich erneut und mit wachsender<br />

Intensität mit dem Thema Elektromobilität. Nachdem<br />

bereits einige Großserienfahrzeuge (Nissan Leaf, Chevrolet<br />

Volt und Mitsubishi iMiEV) an Kunden verkauft und ausgeliefert<br />

werden, konzentriert sich ein großer Teil der Autoindustrie<br />

auf die Frage ob, wann und wie aus dem Trend ein echter<br />

Markt wird. Die derzeitigen Stückzahlen sind zwar noch sehr<br />

homöopathisch, aber historisch betrachtet durchaus beachtenswert.<br />

Erstmalig befinden sich global gesehen echte<br />

Elektroautos in Stückzahlen jenseits der 10.000 in Kundenhand.<br />

Zumindest in geförderten Ländern wie USA und Japan<br />

bekommt die Industrie bereits beachtliches Feedback vom<br />

echten Markt und von echten Kunden jenseits von Feldversuchen.<br />

Scheinbar halten alle diese ersten Großserienautos ihre Versprechen<br />

bezüglich der praktischen Nutzbarkeit. Gerne berufene<br />

sogenannte negative eAuto-Mythen bezüglich »zu<br />

niedriger Reichweite« und »fehlender Infrastruktur« lösen<br />

sich in der Praxis auf. Es stellt sich heraus, dass in der täglichen,<br />

praktischen Nutzung, die Kunden sehr zufrieden mit<br />

ihren Großserien-Elektroautos sind.<br />

So fokussiert sich die globale Autoindustrie nun auf die Frage<br />

der »Bezahlbarkeit« von Elektromobilität. Wann sind Elektroautos<br />

für den Normalverbraucher »bezahlbar« und wann<br />

wird so das Elektroauto (und auch dessen Artverwandte wie<br />

Range Extender oder Plug-In Hybrid) zum Massenprodukt?<br />

Wie bei fast jeder technischen Innovation sind die ersten Serienprodukte<br />

sehr teuer. Flachbildfernseher haben bei ihrer<br />

Markteinführung ungefähr das Zwanzigfache des heutigen<br />

Preises gekostet. Beim Elektroauto ist dies nicht anders. Erst<br />

die Massenproduktion von Batterien wird die Preise für den<br />

Kunden nachhaltig auch ohne Subventionen senken. Eine<br />

solche Massenproduktion steht jedoch (noch) ganz am Anfang.<br />

Deshalb sind Elektroautos heute teuer. Je mehr Elektroautos<br />

von Kunden gekauft werden, desto billiger können die<br />

Batterien produziert werden. Je teurer allerdings die Autos<br />

sind, desto weniger Kunden interessieren sich dafür, weil die<br />

Autos ihnen einfach »zu teuer« sind.<br />

Doch was ist eigentlich zu teuer? Was bedeutet das in diesem<br />

Zusammenhang? Hat elektrisches Fahren einen Wert an<br />

sich für den Kunden, oder vergleicht der Kunde einfach mit<br />

bestehenden Autos und relativiert dadurch seine Kaufentscheidung?<br />

Die Industrie versucht diese Fragestellung mit<br />

sogenannten TCO (Total Cost of Ownership) Analysen zu beantworten.<br />

Im Kern wird hierbei ein Auto mit Verbrennungsmotor<br />

mit einem Elektroauto verglichen. Es werden alle Kosten<br />

für Abschreibung und Betrieb aufsummiert und direkt<br />

gegenübergestellt. Einhellige »Meinung« der Industrie ist<br />

es nun, dass ein Elektroauto grundsätzlich mindestens in<br />

einem Zeitraum von maximal vier Jahren seine höheren Anschaffungskosten<br />

durch niedrigere Betriebskosten »zurückverdienen«<br />

muss, damit die Kunden das akzeptieren würden.<br />

Ich möchte dieses »TCO-Dogma« an dieser Stelle kritisch<br />

hinterfragen. Ich bin der Überzeugung, das elektrisches<br />

Fahren einen sog. »inneren Wert« hat, dass also Kunden<br />

jenseits rein wirtschaftlicher Kalkulationen bereit sind, für<br />

elektrisches Fahren Geld auszugeben. Insbesondere gerade<br />

dann, wenn die für den Käufer sonstigen kaufentscheidenden<br />

»Grundwerte« wie Marke, Image, Sicherheit, etc.<br />

erfüllt werden. Mit anderen Worten kann ein Opel Ampera<br />

für 42.000 € aus der Sicht des Kunden als »teuer« eingestuft<br />

werden, ein BMW i3 für ca. 40.000 € allerdings nicht, weil<br />

hier der Kunde auch das Markenimage mit »kauft«?<br />

Deshalb sind auch direkte Benzin/Diesel-Auto-Vergleiche<br />

zur Beurteilung der Marktfähigkeit von Elektroautos nicht<br />

vollständig zielführend. Genauso wie z.B. eine Klimaanlage,<br />

Lederausstattung oder Alufelgen auch keinen TCO Kriterien<br />

unterworfen werden, stimmt das auch zumindest in Teilen<br />

für den elektrischen Antrieb. Der Kunde entscheidet sich für<br />

solche Extras nicht aus »harten« wirtschaftlichen, sondern<br />

auch aus »weicher« emotional getriebener Motivation.<br />

Übertreibt man diese Perspektive ein wenig, könnte man sich<br />

auch die Frage stellen, ob es einen TCO für den Kauf eines<br />

5er BMW versus dem eines 3er geben könnte? Natürlich gibt<br />

es den nicht, denn die meisten Kunden entscheiden beim<br />

Autokauf nicht nur bezüglich des reinen Nutz-/ (Transport-)<br />

wertes. Sonst würden auch in Deutschland sicherlich deutlich<br />

mehr Dacia Sandero für 6.900 Euro als VW Golf gekauft.<br />

Bei der Bewertung des elektrischen Fahrens sollte sich die<br />

Autoindustrie durchaus an Erfahrungen orientieren, die sie<br />

mit anderen Innovationen erfahren hat. So kosten z.B. Navigationsgeräte<br />

durchaus immer noch bis zu 3.000 € Aufpreis,<br />

wenn sie als Festeinbau beim Autokauf mit geordert werden.<br />

Trotzdem ist es vielen Kunden »Wert« und heutzutage wird<br />

kaum noch ein Auto ohne dieses Feature ausgeliefert.<br />

Das elektrische Fahren als »Option« stellt natürlich eine viel<br />

gravierendere Neuerung dar. Es ist sozusagen ein echter<br />

»Systemwechsel«, der hochinteressant ist und an sich Bedarf<br />

erzeugt. Wie teuer die »Option elektrisch Fahren« aus<br />

der Sicht des Kunden sein darf, orientiert sich einerseits<br />

relativ zum Gesamtpreis des Fahrzeuges, andererseits aber<br />

auch daran, was andere »Extras« absolut kosten. Praktisch<br />

gedacht dürfte ein »Mehrpreis« von drei bis fünftausend<br />

Euro für die meisten Kunden keine allzu große Hürde darstellen,<br />

selbst wenn sich dadurch in manchen Fällen der gesamte<br />

Fahrzeugpreis signifikant erhöht.<br />

Von dieser Erkenntnis ausgehend ist der auf der IAA bekannt<br />

gemachte Verkaufspreis des neuen Elektro-smart (ab März<br />

2012 im Handel) von »unter 16.000 €« eine echte Kampfansage<br />

an den noch jungen eAuto Markt. Der Kunde bezahlt<br />

rechnerisch für die Innovation des elektrischen Fahrens ca.<br />

4.000 Euro im Sinne eines »Extras«. Die für die Batterie fälligen<br />

Leasingkosten von ca. 60 Euro im Monat werden durch<br />

die geringeren »Kraftstoffkosten« nahezu kompensiert. Wer<br />

heute ca. eine Tankfüllung im Monat braucht und damit 600<br />

bis 700km fährt, »tankt« künftig Strom für ca. 20 Euro. Das<br />

gesparte Benzin »bezahlt« quasi die Batterie.<br />

Neulich wurde in der Welt am Sonntag der Test des neuen<br />

BMW 1er mit folgender Überschrift versehen: »Niemand<br />

kauft sich den BMW 1er als Coupe, weil er unbedingt ein<br />

Auto braucht. Er kauft es, weil er unbedingt dieses Auto will<br />

und kein anderes«. So ähnlich wird es auch bei den eAutos<br />

sein. Wenn die Elektroautos richtig gut sind, werden sie auch<br />

gekauft, auch wenn sie ihren eigenen Preis haben werden!<br />

Dr.-Ing. Jan Traenckner<br />

VentureCheck Company<br />

BEM-Beiratsvorsitzender<br />

www.venturecheck.com<br />

60 Neue Mobilität Neue Mobilität 61


status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Oliver Wyman<br />

status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Oliver Wyman<br />

eMobilität braucht neue<br />

Vertriebsmodelle<br />

Matthias Bentenrieder und Dr. Daniel Kronenwett, Oliver Wyman<br />

Matthias Bentenrieder<br />

Dr. Daniel Kronenwett<br />

Neue Antriebstechnologien sowie das sich stark wandelnde urbane Mobilitätsverhalten verlangen ganzheitliche Lösungskonzepte.<br />

Durch das Zusammenwachsen von Industrien und das Aufkommen<br />

neuer Wettbewerber werden im Elektromobilitätsmarkt<br />

die Karten in puncto Vermarktung neu gemischt.<br />

Einzelkämpfer haben keine Chance. Vielmehr sind Kooperationen<br />

mit verschiedensten Partnern - vom etablierten<br />

Energieversorger bis hin zum Start-up rund um Mobilitätsmanagement<br />

und Ladeprozess - unabdingbar. Hersteller eröffnen<br />

sich dadurch neue Vertriebsszenarien.<br />

Das Elektroauto ist nicht mehr aufzuhalten. Zwar wird es<br />

doch noch einige Zeit dauern, bis es maßgeblich die Mobilitätslandschaft<br />

verändert. Die Automobilhersteller sollten<br />

dennoch so früh wie möglich neue Vermarktungsmodelle<br />

entwickeln, um bei eMobilität an vorderster Front mitmischen<br />

zu können. Neue Antriebstechnologien sowie das<br />

sich stark wandelnde urbane Mobilitätsverhalten verlangen<br />

ganzheitliche Lösungskonzepte, die auf unterschiedliche<br />

Kunden und Regionen zugeschnitten sind. Das erfordert von<br />

den OEMs ein gezieltes, intensives Miteinander mit Partnern<br />

aus anderen Industrien und damit einen nachhaltigen Umbau<br />

ihres Vertriebsmodells.<br />

Infrastruktur und Betriebsmanagement sind, neben dem<br />

Fahrzeug, in zunehmendem Maße wegweisend für die Vermarktungsstrategien<br />

der Automobilhersteller. Es werden<br />

etwa private Ladeboxen, öffentliche Ladestationen und<br />

spezifische Strompakete benötigt. Dementsprechend bieten<br />

sich verschiedenste Kauf-, Miet- und Leasingmodelle<br />

an. So kann ein OEM sein elektrisches Fahrzeug mit Batterie<br />

verkaufen oder diese dem Nutzer mit einem Leasingvertrag<br />

überlassen. Gerade der Kauf der heute sehr teuren und<br />

technisch nicht ausgereiften Batterie ist für den Kunden ein<br />

hohes Risiko. Deshalb ist beispielsweise eine monatliche<br />

Kombipauschale für Batterie und Strom sinnvoll. Alles, was<br />

die Batterie betrifft, ist damit Sache des Herstellers - das gilt<br />

auch für ihre Weiterverwendung. Zudem können mit dem<br />

eAuto unterschiedliche Stromangebote oder Vereinbarungen<br />

über die Nutzung von Ladestationen kombiniert werden,<br />

die bis hin zu Full-Service-Lösungen reichen, bei denen<br />

alle relevanten Bereiche über eine Leasingrate abgedeckt<br />

sind. Besonders aufstrebende CarSharing-Modelle, wie sie<br />

Daimler mit Car2Go oder BMW und Sixt mit DriveNow anbieten,<br />

sind prädestiniert für den Einsatz von Elektroautos. Die<br />

emissionsarmen Autos dienen nicht nur dem Klimaschutz,<br />

sondern eignen sich vor allem für kurze Fahrten, auf die das<br />

CarSharing ausgerichtet ist.<br />

Um die Vertriebspakete schnüren zu können, benötigen Automobilhersteller<br />

Partner wie Stromversorger, Spezialisten<br />

für Betriebsmanagement oder Flottenbetreiber. In vielen<br />

Regionen gibt es bereits eine rege Kooperationstätigkeit bei<br />

der Vermarktung von eMobilität. Für 2010 ermittelte Oliver<br />

Wyman 76 angekündigte Kooperationen in Europa, 43 im<br />

asiatisch-pazifischen Raum und 30 in den USA. Gründe für<br />

das große Engagement in Europa sind die strengen Emissionsziele,<br />

die hohe Innovationsgeschwindigkeit im Bereich<br />

Elektromobilität sowie die positive Imagewirkung. Bislang<br />

handelt es sich in erster Linie um lose Partnerschaften, die<br />

in Europa vorwiegend zwischen OEMs und Stromlieferanten<br />

rund um Auto und Stromversorgung geschlossen werden.<br />

Recht häufig treten auch Kooperationen von Herstellern,<br />

Stromversorgern und Third-Party-Unternehmen in Bezug auf<br />

Full-Service-Angebote auf. Beim CarSharing ist als Partner<br />

zudem die öffentliche Hand beteiligt.<br />

Allerdings bleibt abzuwarten, welcher Partner sich für welche<br />

Vermarktungslösung am besten eignet. Jeder kann mit jedem<br />

kooperieren, langfristige Verpflichtungen gibt es nicht.<br />

»Trial and Error« heißt die Devise. Erst in einigen Jahren wird<br />

sich im Zuge der Markteinführung neuer Elektrofahrzeuge<br />

verschiedener Hersteller herauskristallisieren, welche Vermarktungskonzepte<br />

die Kundenbedürfnisse tatsächlich erfüllen.<br />

Diese Versuchsphase ist immens wichtig. Denn alle<br />

OEMs müssen sich schnell in der eMobilitäts-Arena positionieren.<br />

Sie benötigen eine klare Vermarktungsstrategie und<br />

müssen abhängig von Kunden und Region die passenden<br />

Lösungen mit den richtigen Partnern umsetzen. Im Laufe<br />

der Zeit wird es immer wichtiger werden, die besten Partner<br />

zu binden und damit Kooperation und Lösung abzusichern.<br />

Sollten sich Partner und Lösungen bewähren, werden sich<br />

die ursprünglich losen Beziehungen vertiefen und zu Kapitalverflechtungen<br />

führen.<br />

Ein wesentliches Erfolgskriterium für Hersteller wird sein,<br />

bei der Kooperation die führende Position einzunehmen.<br />

Noch halten sie mit dem Fahrzeug den Schlüssel in der<br />

Hand. Elektromobilität wird allerdings weitere Player anderer<br />

Industrien auf den Plan rufen, die mit entsprechenden<br />

Konzepten um den Kunden werben. Schon heute tüfteln<br />

branchenfremde Unternehmen an Paketen, in denen das<br />

Fahrzeug zwar Teil der Lösung ist, der Hersteller aber keinen<br />

direkten Zugang mehr zum Kunden hat. Die OEMs müssen in<br />

den Partnerschaften den Ton angeben, um den Kontakt zum<br />

Kunden langfristig halten zu können.<br />

Matthias Bentenrieder<br />

Partner und Automobilexperte bei Oliver Wyman<br />

matthias.bentenrieder@oliverwyman.com<br />

Dr. Daniel Kronenwett<br />

Automobilexperte bei Oliver Wyman<br />

daniel.kronenwett@oliverwyman.com<br />

62 Neue Mobilität Neue Mobilität 63


BEM-Landesvertretung Mitteldeutschland<br />

Landesvertretung Mitteldeutschland<br />

Status Quo der Elektromobilität - EnergieCity Leipzig<br />

BEM-Landesvertretung<br />

Mitteldeutschland<br />

EnergieCity Leipzig:<br />

Schnittstelle aus höchst<br />

innovativen Partnern<br />

eCONTACT steht als Agentur mit Christian Grötsch, Torsten Hahmann und Christoph von Radowitz für Kompetenz in den<br />

Bereichen Stadtentwicklung, Eventmanagement und Medien. Mit unserem Know-how stellen wir uns der anspruchsvollen<br />

Aufgabe, die Landesvertretung Mitteldeutschland vom Bundesverband eMobilität zu übernehmen. Wir werden auf lokaler,<br />

regionaler und bundesweiter Ebene für eine Mobilitätswende werben und begeistern.<br />

Christian Grötsch, Torsten Hahmann und Christoph von Radowitz<br />

AIG GmbH Peter Kirsten/EnergieCity Leipzig<br />

Auf dem Weg in ein neues Zeitalter der Mobilität müssen alle<br />

Menschen mitgenommen werden. Der Startschuss dafür<br />

wurde in den Modellregionen gesetzt. In Sachsen zeigt sich<br />

an einer Reihe von Projekten, wie eine bewegte Gesellschaft<br />

zukünftig unterwegs sein kann. Aspekte wie die Integration<br />

der eMobilität in den ÖPNV, innovative Batterietechnik, die<br />

Verknüpfung zu den Erneuerbaren Energien und Kommunikation<br />

wurden im Rahmen von SaxMobility untersucht.<br />

Es gilt nun, über Zahlen und Daten hinaus, den Nutzen für<br />

jeden Einzelnen darzustellen. Die Politik kann und wird dafür<br />

die Rahmenbedingungen schaffen. Wir wollen vermitteln<br />

und emotionalisieren. Als BEM-Landesvertretung ist uns<br />

wichtig, Politik, Wirtschaft und die Menschen in der Region<br />

für Projekte zu begeistern, welche die Leistungsfähigkeit<br />

und Innovationskraft des Ostens in einem mitteldeutschen<br />

Schaufenster abbilden. Besonderes Augenmerk liegt dabei<br />

auf dem multimodalen Verkehrsansatz und der Verbindung<br />

zu den regenerativ erzeugten Energien.<br />

Dargestellt werden die Projekte unter anderem im Pavillon<br />

der EnergieCityLeipzig. Der im Plus-Energie-Standard mit<br />

innovativen Materialien gebaute Kubus in exponierter Lage<br />

am Leipziger Hauptbahnhof, wird als Ausstellungs- und<br />

Veranstaltungsort zum Forum für die Energie- und Mobilitätswende.<br />

An dieser Schnittstelle zwischen Mensch und<br />

Technik wird erfahrbar, wie CO2-freie, geräuscharme und anwenderfreundliche<br />

Mobilität funktioniert.<br />

Für die Herausforderungen, den Menschen in den Megacities<br />

des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden, müssen Szenarien<br />

in kleineren, funktionierenden Ballungsräumen entwickelt<br />

werden. Auch hier kann und muss Deutschland zum Ideenexporteur<br />

werden. Die Zusammenführung von Elektrofahrzeugen<br />

mit visionären Stadtentwicklungskonzepten soll die<br />

Qualität eines Schaufensters für Mitteldeutschland prägen.<br />

Wichtig ist uns, die Menschen in der Region mitzunehmen.<br />

Wir wollen ein elektromobiles Schaufenster, durch welches<br />

man nicht nur von außen staunend hineinsieht, sondern bei<br />

dem man in die Auslagen greifen kann.<br />

Christian Grötsch<br />

Torsten Hahmann<br />

Christoph von Radowitz<br />

BEM-Landesvertretung Mitteldeutschland<br />

Georgiring 1-3<br />

04103 Leipzig<br />

Fon 0341 60 45 30 24<br />

christian.groetsch@bem-ev.de<br />

In Leipzig entsteht derzeit ein europäisches Leuchtturmprojekt,<br />

das einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende<br />

leisten möchte. Die »EnergieCity Leipzig« möchte Innovationen<br />

aus unterschiedlichen Branchen im Sinne von »Cleantech«<br />

in neuen Produkten zusammenführen. In Produkte, die<br />

ressourcenschonender, effizienter und damit umweltfreundlicher<br />

sind als bestehende Technologien. Die EnergieCity<br />

Leipzig dient hierbei als Schnittstelle und Mittelpunkt eines<br />

Netzwerkes aus höchst innovativen Partnern.<br />

Erstmalig wird das Vorhaben große Aufmerksamkeit erzielen,<br />

wenn im Dezember das gerade in Planung befindliche<br />

Plus-Energie-Ausstellungsgebäude in Form eines Kubus von<br />

Günther Oettinger, dem EU-Kommissar für Energie eröffnet<br />

wird. Der Kubus soll Erlebniswelt und Technologiezentrum in<br />

einem werden: »Der Kubus wird eine ständige Ausstellungsfläche<br />

für Energietechnik, Umwelttechnik sowie nachhaltiges<br />

Bauen und Sanieren werden«, berichtet Hans-Jochen Schneider,<br />

Geschäftsführer der EnergieCity Leipzig GmbH. Letztlich<br />

soll der Kubus eine Projektionsfläche sein für das, was die<br />

Industrie im Hinblick auf nachhaltige Mobilität und nachhaltiges<br />

Bauen, Ressourcen- und Energieeffizienz schon heute<br />

liefern kann. Eine Projektionsfläche für Möglichkeiten, ganz<br />

unterschiedliche Bereiche auf intelligente Weise miteinander<br />

zusammenzubringen und damit einen Beitrag zu mehr<br />

Nachhaltigkeit zu leisten.<br />

Hochkarätige Industriepartner wie Schueco, die Deutsche<br />

Telekom oder Bosch Solar unterstützen bereits den Bau des<br />

Ausstellungsgebäudes mit höchst innovativen Technologien.<br />

Innovativ wie beispielsweise auch der neuartige Baustoff,<br />

den das Architektur- und Ingenieur-Büro AIG Leinefelde<br />

entwickelt hat. Ein ultrahochfester Beton, der nur 15%<br />

der Ressourcen im Vergleich zu herkömmlichem Stahlbeton<br />

benötigt, in seinen Eigenschaften aber an Stahl heranreicht.<br />

Der Kubus wird das erste Gebäude weltweit sein, bei dessen<br />

Bau der Hybridstein zum Einsatz kommen wird.<br />

»Innovationen wie die von AIG sind quasi die Nadel im Heuhaufen,<br />

die wir von der EnergieCity finden, fördern und einer<br />

breiten Öffentlichkeit zugänglich machen wollen«, so EnergieCity-Projektleiter<br />

André Jaschke. Der Kubus der Energie-<br />

City Leipzig ist auch als Modellvorhaben bei der sächsischen<br />

Energieagentur angemeldet und soll mit seinen 400 Quadratmetern<br />

Fläche dem Plus-Energie-Standard entsprechen.<br />

Auch die Stadt Leipzig und die Leipziger Messe unterstützen<br />

das Projekt.<br />

Prof. Dr. Hans-Jochen Schneider<br />

Geschäftsführer EnergieCity Leipzig GmbH<br />

www.energiecity-leipzig.de<br />

64 Neue Mobilität Neue Mobilität 65


BEM-Landesvertretung Baden-Württemberg<br />

Landesvertretung Baden-Württemberg<br />

status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - ADAC<br />

BEM-Landesvertretung<br />

Baden-Württemberg<br />

Es geht nicht nur<br />

um Reichweite<br />

Sicherheit ist bei eAutos ein wichtiger Aspekt der Alltagstauglichkeit<br />

Der Mitsubishi i-MiEV im ADAC-Crashtest<br />

Nach den bereits erfolgreich etablierten BEM-Landesvertretungen<br />

in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und in<br />

Mitteldeutschland nimmt der Bundesverband eMobilität<br />

nun auch in Baden-Württemberg regionale Aufgaben wahr.<br />

Die neue BEM-Landesvertretung wird künftig unter der Leitung<br />

von Monika Lauer und Reinhard Stück das elektromobile<br />

Engagement der Region aktiv gestalten.<br />

»Baden-Württemberg lebt von und natürlich mit seiner Automobilindustrie<br />

und seinem innovativen Mittelstand. Seit<br />

jeher kommen Innovationen im Mobilitäts-Bereich von badischen<br />

und schwäbischen Unternehmen - das soll auch in<br />

Sachen eMobilität nicht anders sein«, betonte der Leiter der<br />

BEM-Landesvertretung Reinhard Stück. »Daneben gibt es<br />

unzählige Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren<br />

Energien, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Großartige<br />

Voraussetzungen für nachhaltige und innovative Entwicklungen<br />

in unserem Bundesland«, so Stück weiter.<br />

»eMobilität ist für uns mehr als die Entwicklung eines neuen<br />

Antriebsstrangs oder einer Batterie. Es ist der Aufbruch in<br />

ein neues Zeitalter des Zusammenlebens und der Vernetzung<br />

der Menschen in Ausgewogenheit mit ihren natürlichen<br />

Ressourcen, dem verantwortungsvollem Umgang mit der<br />

Umwelt und der Möglichkeit, wirtschaftlich erfolgreich zu<br />

sein. Das wollen wir aktiv mit gestalten«, erläuterte Monika<br />

Lauer die Motivation für ihr Engagement.<br />

Der Bundesverband eMobilität wird sich vor diesem Hintergrund<br />

auch auf regionaler Ebene für starke, strategische<br />

Partnerschaften zwischen Energieversorgern, Batterieherstellern,<br />

Herstellern und Entwicklern von Elektrofahrzeugen,<br />

Systemzulieferern, Forschungseinrichtungen, den Verbänden<br />

und der Politik einsetzen, um Elektromobilität in Baden-<br />

Württemberg langfristig zu etablieren. »An erster Stelle<br />

steht hierbei die nachhaltige Vernetzung unserer Mitgliedsunternehmen,<br />

um gezielt wirtschaftliche Mehrwerte zu erzeugen«,<br />

so Michael Hofmann, BEM-Vorstand Finanzen.<br />

»Wir wollen die Menschen in unserer Region für die Neue<br />

Mobilität begeistern. Deshalb werden wir vor allem die kleinen<br />

und mittleren Städte bei Ihren Projekten und Ambitionen<br />

im Bereich der Elektromobilität begleiten und unterstützen«,<br />

erklärte Stück und machte damit deutlich, in welche<br />

Richtung die Anstrengungen der BEM-Landesvertretung<br />

Baden-Württemberg künftig gehen werden.<br />

»Ich freue mich sehr über das Engagement unserer zwei<br />

neuen Partner. Nur wenn wir auch auf regionaler Ebene aktiv<br />

agieren, können wir unser gemeinsames Ziel erfolgreich verwirklichen«,<br />

so Hofmann abschließend.<br />

Monika Lauer, monika.lauer@bem-ev.de<br />

Reinhard Stück, reinhard.stueck@bem-ev.de<br />

BEM-Landesvertretung Baden-Württemberg<br />

Fast alle Hersteller entfalten enorme Aktivitäten auf dem Feld<br />

der alternativen Antriebe. Bemerkenswert bei der Debatte um<br />

Elektromobilität: Fast immer geht es nur um Reichweite und<br />

Leistung. Der ADAC sieht allerdings auch die Sicherheit im<br />

Zentrum der Diskussion.<br />

Der i-MiEV im Crashtest<br />

Der ADAC hat das erste Elektroauto aus Großserienproduktion,<br />

das es auf dem deutschen Markt zu kaufen gibt, einem<br />

Crashtest unterzogen. Ergebnis: Trotz Leichtbauweise,<br />

kurzem Vorbau und Hochspannungssystem bietet der<br />

i-MiEV von Mitsubishi eine gute Insassensicherheit. Die<br />

Fahrgastzelle bleibt stabil. Sowohl im Frontalcrash als auch<br />

beim Heckaufprall konnte der Japaner überzeugen.<br />

Rettungskarte für eAutos<br />

Der Club hat nicht erst seit der Diskussion um Elektroautos<br />

zusammen mit den Feuerwehren die Verbreitung der<br />

Rettungskarte vorangetrieben. Es wurde erkannt, dass die<br />

Fahrgastzellen von modernen Autos einerseits immer stabiler<br />

werden, andererseits dadurch die Rettung von eingeschlossenen<br />

Personen erschwert und verlängert werden kann.<br />

Bei den besonders harten Stählen, die im Auto verbaut<br />

sind, gelangen nämlich auch moderne Rettungsscheren<br />

schnell an ihre Grenzen. Die ADAC Rettungskarte, die hinter<br />

der Fahrersonnenblende positioniert wird, ermöglicht hier<br />

wertvolle Zeitersparnis für eine patientenorientierte und<br />

schonende Rettung. Die Karte gibt Orientierung: Beim<br />

Aufschneiden des Autowracks können die Rettungskräfte<br />

schließlich auf Kabel treffen, die den Strom der Hochleistungsbatterien<br />

zu den Elektromotoren transportieren.<br />

Hier können Spannungen bis zu 1.000 Volt auftreten. Zur<br />

Erinnerung: Schon die »normale« Stromleitung im Haus<br />

führt 230 Volt, die tödlich sein können. Die Rettungskarte<br />

ermöglicht also Rettern und Geretteten mehr Sicherheit nach<br />

einem Unfall.<br />

Der Funke springt über: Gelbe Engel sind jetzt auch eEngel<br />

Obwohl die Zahl an eAutos und Hybridfahrzeugen noch gering<br />

ist, geht der ADAC davon aus, dass der Anteil dieser Autos<br />

zunehmen wird. Seit Ende letzten Jahres sind deshalb auch<br />

die 1.700 Gelben Engel der ADAC Straßenwacht in Sachen<br />

Elektromobilität geschult. Damit setzte die Pannenhilfe des<br />

Clubs einen neuen Meilenstein in Richtung Zukunftsfähigkeit.<br />

Schließlich ist die Pannenhilfe eine Kernleistung des ADAC.<br />

Auf dem Lehrplan standen beispielsweise: Arbeitssicherheit,<br />

Elektrische Maschinen und Generatoren, Steuerungstechnik<br />

oder Hochvoltkonzepte in Kraftfahrzeugen. Jetzt können die<br />

Straßenwachtfahrer auch an eAutos und Hybridfahrzeugen<br />

»Erste Hilfe« leisten.<br />

Dr. Christian Buric // ADAC // christian.buric@adac.de<br />

66 Neue Mobilität Neue Mobilität 67


status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Jörg Duske<br />

CPM<br />

Wir investieren in eMobilität<br />

Interview mit Jörg Duske, estag Capital AG<br />

Sie investieren mit Ihrem Unternehmen in junge Start-Up-<br />

Unternehmen. Welche Branchen stehen dabei besonders<br />

im Vordergrund?<br />

Als weltweit agierendes Berliner Venture Capital Unternehmen<br />

investieren wir Seedkapital sowie Frühphasenkapital.<br />

Unser Investmentfokus liegt auf Internet-Businesses sowie<br />

CleanTech-Investitionen. So investierten wir zum Beispiel<br />

in Sponsorpay, game genetics oder in Shopsysteme wie<br />

Ondango, ein Shopprovider für Facebook Anwendungen. Im<br />

Cleantech-Bereich investierten wir vorrangig in die Solarbranche,<br />

setzen unseren Fokus aber immer mehr auch in den<br />

Bereich Elektromobilität.<br />

eMobilität ist einer der Zukunftsmärkte - gibt es bereits Unternehmen,<br />

die Sie in diesem Bereich unterstützen?<br />

Wir haben bereits Anfang 2009 in Coulombtech.com, einen<br />

heute weltweit führenden Hersteller von vernetzten Ladesäulen,<br />

als Leadinvestor in Serie A über 3 Mio. US-Dollar<br />

investiert. Wir sehen in der Elektromobilität eine große gesellschaftliche<br />

Veränderung, die es zu unterstützen gilt, weil<br />

sie neben der technischen Innovation auch neue Arbeitsplätze<br />

schafft und eine deutliche Verbesserung der Umwelt<br />

darstellt, sofern der Strom ausschließlich aus Erneuerbaren<br />

Energien gewonnen wird.<br />

Ich selber fahre seit November letzen Jahres einen Elektrosmart<br />

und habe mir jetzt dazu noch einen eScooter zugelegt.<br />

Es ist ein bewegendes Gefühl elektrisch zu fahren und ein<br />

deutlicher Mehrgewinn im Vergleich zum Verbrennungsmotor.<br />

Es ist wie mit dem Rauchen aufgehört zu haben und ich<br />

hoffe, dass es bald mehr und mehr »Nichtraucher« geben<br />

wird.<br />

Vor diesem Hintergrund haben wir als logische Fortführung<br />

die Q:Charge Europe AG initiiert, die übrigens gerade an die<br />

Börse gegangen ist. Q:Charge bringt Ladeinfrastruktur als<br />

unabhängiger Lade-Anbieter dort hin, wo Elektrofahrzeuge<br />

geladen werden, nämlich auf der Arbeit oder zu Hause. So<br />

arrangiert Q:Charge auch vernetzte Ladespots für die Nutzer,<br />

die keine eigene Garage oder Lademöglichkeit haben.<br />

Welche Unterstützung können Sie konkret im Bereich der<br />

Neuen Mobilität leisten?<br />

Wir sind offen für alles und schauen uns viel an. Wir konnten<br />

uns als einer der wenigen europäischen eMobilitäts-Investoren<br />

in den letzten 3 Jahren einiges an Expertise aneignen.<br />

Neben dem Investment stehen wir beratend zur Seite. Wir<br />

verstehen uns als Unternehmer mit Unternehmerbackground.<br />

Dementsprechend denken und handeln wir. In so<br />

frühen Marktphasen, in der sich die eMobilität derzeit noch<br />

befindet, erfindet sie sich immer wieder durch technische<br />

Weiterentwicklungen neu. Hier ist Weitsicht und Entschlossenheit<br />

wichtig. Wir bemühen uns, den Unternehmen hier<br />

helfend zur Seite zu stehen. Später kümmern wir uns um Anschlussfinanzierungen<br />

und Industriekontakte.<br />

Welche spezifischen Herausforderungen und Chancen entstehen<br />

Ihrer Meinung gerade in dem Branchen übergreifenden<br />

Unternehmensfeld der Elektromobilität?<br />

eMobilität ist Technologie, die noch erfunden oder weiter<br />

entwickelt werden muss. Hier liegen die größten Herausforderungen.<br />

Vernetzung von Web/App-Anwendungen spielen<br />

eine große Rolle genauso wie das Finden der richtigen Chemie<br />

für die zukünftigen Batterien der Autos. Damit kann die Ladezeit<br />

verkürzt und die Reichweite verlängert werden. Hier sehen<br />

wir große Chancen und allergrößte Herausforderungen.<br />

Jörg Duske<br />

estag Capital AG<br />

joerg.duske@estag.de<br />

Geballte Power für E-Mobility<br />

CPM bietet die kompaktesten und effizientesten<br />

Elektroantriebe der Welt – „made in Germany“.<br />

Unsere ultrakompakten und hocheffizienten Power<br />

Packs mit einer Leistung von 500 W bis 100 kW<br />

bestehen aus einem bürstenlosen Synchronmotor<br />

und einer vollintegrierten Ansteuerelektronik.<br />

Besonders gut geeignet für alle Arten von Fahrzeugen,<br />

batteriebetriebenen Anwendungen und<br />

zur hocheffizienten Energiegewinnung.<br />

Light Electric Vehicles<br />

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CPM Compact Power Motors GmbH | Feringastrasse 11 | 85774 Unterföhring, Germany | T: +49 89 2872468 50 | F: +49 89 2872468 750 | www.cpmotors.eu<br />

68 Neue Mobilität Neue Mobilität 69


Status Quo der Elektromobilität - Dr. mark walcher<br />

IPM SYSTEM<br />

Effizienz durch Intelligenz<br />

Mitglied im<br />

In Kooperation mit<br />

Wir müssen neue Wege gehen<br />

Ein Kommentar von Dr. Mark Walcher<br />

Es ist gerade einmal 24 Monate her, da starteten die acht<br />

Modellregionen Elektromobilität unter Führung des BMVBS<br />

in Deutschland. Die Schwerpunktaktivitäten der ersten beiden<br />

Jahre lagen primär darin, die Sichtbarkeit von Elektrofahrzeugen<br />

und das Verständnisses für Elektromobilität innerhalb<br />

der Gesellschaft zu erhöhen. Beides ist gelungen.<br />

Schnell wurde jedoch deutlich, dass sich viele Projekte und<br />

Aktivitäten in den einzelnen Regionen mit ein paar Ausnahmen<br />

nur wenig voneinander unterscheiden. Hierin liegt eine<br />

der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft: Die regionalen<br />

Aktivitäten müssen unterschiedliche Aspekte der<br />

Neuen Mobilität thematisieren und vermehrt in breite Schichten<br />

der Bevölkerung transportiert werden. In der Modellregion<br />

Stuttgart ist das beispielsweise gelungen, indem die<br />

größte eFlotte Deutschlands mit 500 ELMOTOS an Interessierte<br />

Einwohner verteilt wurde, mit denen am Ende nahezu<br />

eine Million Kilometer in Stuttgart und Umgebung zurückgelegt<br />

wurden.<br />

Diese Erfahrungen müssen nun weiter im Alltag umgesetzt<br />

werden. Das beginnt schon heute mit einfachen Anwendungen,<br />

wie der Installation von Wallboxen zu Hause und einer<br />

intelligenten Steuerung der einzelnen Stromverbraucher. Es<br />

muss aber schon sehr bald in eher aufwändige Anwendungen,<br />

wie lokaler Produktion und Speicherung von Strom münden.<br />

70 Neue Mobilität<br />

Um dieses Potential zu vergrößern, muss umgedacht werden.<br />

Insbesondere die Zusammenarbeit innerhalb der Nachbarschaft<br />

bzw. im Rahmen thematischer Zweckgemeinschaften<br />

kann hier ein wichtiger Ansatz sein. Ähnlich, wie viele<br />

Großstädter heute dazu übergehen, sich in einer Form genossenschaftlicher<br />

Zusammenarbeit gemeinsam Häuser<br />

zu bauen, kann auch im Bereich der Elektromobilität agiert<br />

werden. Übernimmt man dieses Modell, werden gemeinsame<br />

Stromproduktionsanlagen, gemeinsame Speicher und<br />

eFahrzeuge angeschafft. Organisation und Verfügbarkeit<br />

können dann via Internet bzw. smarten neuen Services reguliert<br />

werden. Vergleichbar mit dem Modell von Amazon.<br />

Dort kann man mittlerweile u.a. selbst produzierte Medien<br />

und Produkte effizient erwerben bzw. verkaufen. Was mit<br />

digitalen Medien und Hardware funktioniert, wird auch mit<br />

Strom und der »Hardware Elektromobilität« funktionieren;<br />

seien es nun eFahrzeuge, Stromspeicher oder auch dezentrale<br />

Hardware zur Erzeugung von Strom.<br />

Es ist an der Zeit, neue Wege zu beschreiten. Was heute auf<br />

den ersten Blick visionär oder verrückt klingen mag, kann<br />

schon morgen Alltag und selbstverständlich sein.<br />

Dr. Mark Walcher // www.dornier-consulting.com<br />

Verantwortlich für den Bereich Elektromobilität bei<br />

Dornier Consulting<br />

»Es ist nicht genug zu wollen,<br />

man muss auch tun.<br />

Es ist nicht genug zu wissen,<br />

man muss auch anwenden können.«<br />

Johann Wolfgang von Goethe<br />

Eine Steuerungs- und Regelungstechnik zur Steigerung<br />

der Effizienz, Transparenz, Flexibilität und Sicherheit<br />

von Photovoltaik-Anlagen. Das IPM SYSTEM ® lässt sich<br />

auch nachträglich in jede PV-Anlage integrieren.<br />

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Status Quo der Elektromobilität - NFF<br />

Status Quo der Elektromobilität - NFF<br />

Die automobile Wertschöpfungskette<br />

von morgen<br />

K. Wittek, M. Mennenga, C. Huth, M. Schnöring, apl. Prof. Dr.-Ing. C. Herrmann,<br />

Prof. Dr. D.M. Woisetschläger, Prof. Dr. T.S. Spengler<br />

Die Erreichung des Ziels der Bundesregierung, allein in<br />

Deutschland bis 2020 eine Million und bis 2030 sechs Millionen<br />

Elektrofahrzeuge im Markt zu realisieren, bedingt umfassende<br />

Veränderungen der automobilen Wertschöpfungskette.<br />

Neue Komponenten, neue Geschäftsmodelle und neue<br />

Infrastruktur führen zu wertschöpfungsstufenspezifischen<br />

sowie -übergreifenden Herausforderungen, die auf dem Weg<br />

dorthin zu bewältigen sind (siehe Abbildung).<br />

Im Kontext der Rohstoffbeschaffung ist zu klären, inwieweit<br />

es zu Engpässen bei Rohstoffen wie Lithium oder seltenen<br />

Erden kommen wird. Möglichkeiten zur Sicherung der Rohstoffversorgung<br />

über geschlossene Stoffströme, alternative<br />

Rohstoffe und strategische Partnerschaften sind zu evaluieren.<br />

In der Komponentenentwicklung & -produktion sind die<br />

Kompetenzträger für elektrische Antriebe mit denen der konventionellen<br />

Antriebe nicht immer identisch. Dies erfordert<br />

neue Kooperationen und eine bewusste Entscheidung über<br />

Auf- oder Abbau von Kompetenzen. Schwerpunkte liegen in<br />

der Batterietechnik, der Integration des Antriebsstrangs in<br />

das Gesamtfahrzeug, der Materialforschung und -entwicklung<br />

sowie der Verbesserung des Leichtbaus.<br />

In der Fahrzeugproduktion und -entwicklung liegt die Herausforderung<br />

in der Integration der Elektrofahrzeuge in bestehende<br />

Produktionsnetzwerke bei Erzielung hoher Typund<br />

Volumenflexibilität. Produktionsverfahren und -techniken<br />

für neu zu konzipierende Fahrzeugkonzepte sind zu<br />

entwickeln und Kostensenkungspotentiale auf Basis der hohen<br />

Modularisierbarkeit der Elektrofahrzeuge zu nutzen.<br />

Elektromobilität erfordert zudem erhebliche Investitionen<br />

in neue Infrastruktur, insbesondere durch die Bereitstellung<br />

von Ladeinfrastruktur. Neue Freiheitsgrade bestehen u.a. in<br />

der Kooperation mit Energieversorgern und der Verfügbarkeit<br />

unterschiedlich leistungsfähiger Stromanschlüsse. Herausfordernd<br />

ist die Integration des Fahrzeugpools in das<br />

Stromnetz zur Netzstabilisierung (Smart Grid).<br />

Die Phase der Nutzung bietet einerseits die Möglichkeit<br />

neue Geschäftsmodelle und Mehrwertdienstleistungen (z.B.<br />

integrierte Mobilitätskonzepte) am Markt anzubieten, andererseits<br />

hängt die effiziente Nutzung und Akzeptanz der<br />

Elektromobilität signifikant vom Verständnis der Kunden<br />

von der Technologie ab (z.B. in Bezug auf Batteriealterung,<br />

Leistungsfähigkeit von Stromanschlüssen, Abhängigkeit der<br />

Reichweite vom Nutzerprofil). Hier spielen Akzeptanzforschung<br />

und der Vertrieb als Motor des Abbaus von kundenbedingten<br />

Akzeptanzbarrieren eine wichtige Rolle. Zusätzlich<br />

ist das Nutzerverhalten zu prognostizieren, da eine<br />

bedarfsorientierte Mobilität im Zusammenspiel verschiedener<br />

Akteure angeboten werden muss. Dies schließt Abrechnungsmodalitäten<br />

sowie Finanzierungs- und Leasingformen<br />

für Elektrofahrzeuge und deren Batterien ein.<br />

Im Bereich Reparatur & After Sales Service bieten neue<br />

kundennutzenorientierte Betreiber- und Servicekonzepte<br />

Erlöspotentiale für die beteiligten Wertschöpfungspartner.<br />

Der hohe Anteil an Elektronikkomponenten wirft indes das<br />

Problem der Ersatzteilversorgungssicherheit auch nach Produktionsende<br />

auf.<br />

Am Ende der Nutzung im Primärmarkt ist die weitere Nutzung<br />

in Sekundärmärkten oder ein entsprechendes Recycling zu<br />

klären. In diesem Bereich sind wesentliche Fragestellungen<br />

im Hinblick auf Recyclingprozesse und deren Skalierbarkeit<br />

zu beantworten.<br />

Wertschöpfungsstufenübergreifende Herausforderungen ergeben<br />

sich an den vielfältigen Schnittstellen zwischen den<br />

Wertschöpfungsstufen und bedingen neue Arten des Zusammenwirkens.<br />

Standardisierungs- und Normungsbestrebungen<br />

sind ein wesentlicher Faktor, von der Ladetechnik,<br />

über Wechselbatteriesysteme bis hin zu Regeln für die Datenübertragung<br />

und -sicherheit. Die Integration von Informations-<br />

und Kommunikationstechnologien entlang der<br />

Wertschöpfungskette unterstützt diese Bestrebungen und<br />

ermöglicht zugleich neue Geschäftsmodelle und eine gesteigerte<br />

Effizienz. Über alle Stufen der Wertschöpfung ist<br />

zu beachten, dass die Elektromobilität einen Beitrag zur<br />

Nachhaltigkeit leisten soll. Beispiele sind die Bereitstellung<br />

Erneuerbarer Energien in der Nutzungsphase sowie eine<br />

energie- und ressourceneffiziente Produktion. Die neuen<br />

Technologien erfordern wertschöpfungsstufenübergreifend<br />

Fachpersonal mit spezifischen Kenntnissen, insbesondere<br />

im Hinblick auf Sicherheitsaspekte im Umgang mit Hochvoltkomponenten<br />

und chemisch aktiven Werkstoffen. Die nur<br />

mit langen Vorlaufzeiten garantierbare Verfügbarkeit des<br />

spezifisch qualifizierten Personals ist schon heute eine große<br />

Herausforderung. Über allem stehen die Technologieunsicherheit<br />

mit der Möglichkeit von Innovationssprüngen bei<br />

Lithium-Ionen- und post-Lithium-Ionen-Technologien sowie<br />

die Volumenunsicherheit. Die Volumenunsicherheit wird<br />

nicht zuletzt dadurch geprägt, wie der Gesetzgeber seine<br />

steuernde Rolle durch Gesetze, Verordnungen und monetäre<br />

Anreize ausübt.<br />

Bereich<br />

Infrastrukturbereitstellung<br />

Wertschöpfungsschritt<br />

Spezifische<br />

Herausforderungen<br />

Übergreifende<br />

Herausforderungen<br />

• Untersuchung<br />

von Engpässen<br />

• Sicherung der<br />

Rohstoffversorgung<br />

Materialien/<br />

Prozesse<br />

Komponenten<br />

Entwicklung &<br />

Produktion<br />

• Materialforschung<br />

und<br />

-entwicklung<br />

• Integration in<br />

das Gesamtfahrzeugkonzept<br />

• Verfahren und<br />

Techniken<br />

• Skalierbarkeit<br />

der Verfahren<br />

Nur die reibungslose Verzahnung der Wertschöpfungsstufen<br />

und Akteure wird es ermöglichen, die Herausforderungen<br />

der Elektromobilität zu bewältigen und letztere zu marktfähigen<br />

Preisen anbieten zu können. Neben den technologischen<br />

und organisatorischen Herausforderungen an OEMs,<br />

Zulieferer und Dienstleister ist nicht zu vergessen, dass die<br />

Elektromobilität ihren Durchbruch erst erzielen kann, wenn<br />

sie für den Kunden konkurrenzfähige Kosten im Sinne der<br />

Total Cost of Ownership aufweist. Hier sind alle Akteure der<br />

Wertschöpfungskette gefordert.<br />

Kai Wittek<br />

Technische Universität Braunschweig<br />

Niedersächsisches Forschungszentrum Fahrzeugtechnik<br />

(NFF)<br />

k.wittek@tu-braunschweig.de<br />

www.nff.tu-bs.de<br />

Wertschöpfungsstufenübergreifende Koordination und Abstimmung<br />

Fahrzeuge<br />

Entwicklung &<br />

Produktion<br />

• Schnittstellenübergang zwischen Wertschöpfungsschritten<br />

• Standardisierung und Normung<br />

• Produktionsnetzwerke<br />

• Flexibilität und<br />

Skalierbarkeit<br />

• Produktionsverfahren<br />

und<br />

-techniken<br />

Rohstoffbeschaffung<br />

Serviceleistungen/<br />

Mobilitätskonzepte<br />

Nutzung<br />

Reperatur &<br />

After Sales<br />

Service<br />

• Zunehmender Bedarf an Informations- und Kommunikationstechnologien (Datenübertragung und -sicherheit)<br />

• Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz in der Produktion, Nutzung und Nachnutzungsphase<br />

• Sicherheitsaspekte in Bezug auf Hochvolttechnologien sowie chemischer Wirkprinzipien<br />

• Verfügbarkeit des notwendigen Fachpersonals<br />

• Volumenunsicherheit durch noch offene Marktdurchdringung<br />

• Bereitstellung<br />

von Ladestationen<br />

• Kooperation<br />

mit Energieversorgern<br />

• Leistungsfähigkeit<br />

von<br />

Stromanschlüssen<br />

• Netzstabilität<br />

(Smart Grid)<br />

• Rolle des Gesetzgebers durch Gesetze, Verordnungen und monetäre Anreize<br />

• Akzeptanzbarrieren<br />

• Nutzungsverhalten<br />

• Ausgestaltung<br />

neuer<br />

Geschäftsmodelle<br />

• Entwicklung<br />

von Mehrwertdienstleistungen<br />

• Technologieunsicherheit durch Innovationssprünge (z. B. post Lithium-Ionen Technologie)<br />

• Sicherung<br />

der Ersatzteilversorgung<br />

über den<br />

gesamten<br />

Lebenszyklus<br />

• Neue Servicekonzepte<br />

• Kostenreduktion auf allen Stufen zur Erzielung marktfähiger Total Cost of Ownership (TCO) für Elektrofahrzeuge<br />

Materialien/<br />

Prozesse<br />

Recycling<br />

• Nutzung in<br />

Sekundärmärkten<br />

• Recyclingprozesse<br />

• Skalierbarkeit<br />

der Verfahren<br />

72 Neue Mobilität Neue Mobilität 73


Status Quo der Elektromobilität - CPM<br />

Status Quo der Elektromobilität - CPM<br />

Seltene Erden in der<br />

Elektromobilität<br />

Preisexplosion für Seltene Erden erfordert ressourcenschonende Elektromotoren<br />

für eMobilität<br />

»Im Bereich Elektromobilität werden Seltene Erden bei der<br />

Herstellung von Akkus, Elektromotoren und Generatoren<br />

verwendet.«<br />

In etlichen Hightech-Branchen, darunter energieeffiziente und kompakte Elektromotoren für<br />

Elektrofahrzeuge, sind Seltene Erden unentbehrlich. Die Reduzierung der Fördermengen und<br />

Exportquoten durch die VR China führte zu Preissteigerungen beispielweise bei Magneten um<br />

bis zu 800% und könnte den Vormarsch der Elektromobilität entscheidend verlangsamen.<br />

Alternative Quellen sind noch nicht verfügbar, daher sind innovative Technologien gefragt, die<br />

den Bedarf reduzieren.<br />

Seltene Erden in der Elektromobilität<br />

Im Bereich Elektromobilität werden Seltene Erden bei der<br />

Herstellung von Akkus, Elektromotoren und Generatoren<br />

verwendet. So beträgt der Neodym-Anteil von in Elektromotoren<br />

und Generatoren eingesetzten Hochleistungsmagneten<br />

über 25%. Der Anteil aller Seltenen Erden in einem<br />

Hybrid-Fahrzeug wird auf insgesamt 20 kg geschätzt. Ohne<br />

deren Einsatz wären z.B. in Motoren und Generatoren höchste<br />

Wirkungsgrade von über 90% nicht erreichbar, außerdem<br />

wären deutlich größere und schwerere Maschinen nötig, um<br />

die steigenden Leistungsanforderungen an Antriebsmotoren,<br />

Generatoren und Hilfsaggregate für Elektro- und Hybridfahrzeuge<br />

zu erfüllen. Im letzten Jahrzehnt verdreifachte<br />

sich der Bedarf an Seltenen Erden von 40.000 auf 120.000<br />

Tonnen. Um das geplante Wachstum der sogenannten<br />

Green-Technologien bewahren zu können, steigt der globale<br />

Bedarf in den nächsten Jahren sogar auf 200.000 Tonnen.<br />

Die Rohstoffmengen sind grundsätzlich vorhanden, obgleich<br />

Teile davon noch unerschlossen sind, dennoch ist die Versorgungssituation<br />

kritisch.<br />

Vorsorgungsengpässe<br />

Entgegen der Bezeichnung sind die 17 Seltenen Erden tatsächlich<br />

nicht so selten. Lediglich wegen ihrer geochemischen<br />

Eigenschaften sind diese Elemente zumeist nur in<br />

kleinen Mengen, in sehr vielen, weit verstreut lagernden<br />

Mineralien sowie als Beimischungen in anderen Mineralien<br />

vorhanden. Daher geschieht die industrielle Gewinnung<br />

eher als Nebenprodukt bei der Gewinnung anderer, stärker<br />

konzentriert vorliegender Metalle aus deren Erzen, meist als<br />

Mischmetalle, weil die Ähnlichkeit ihrer chemischen Eigenschaften<br />

eine Trennung aufwändig und kostspielig macht.<br />

Während das gesamte globale Vorkommen der Seltenen Erden<br />

bei weitem ausreichend ist, um den weltweiten Bedarf<br />

abzudecken, werden die Rohstoffe nicht global verteilt aus<br />

dem Boden gewonnen. Heute kommen 97% der weltweit<br />

geförderten Mengen aus China.<br />

Jüngst wurde in den Medien über die Exportdrosselung<br />

der Seltenen Erden und die damit verbundene Existenzbedrohung<br />

des Hybridantriebs berichtet. Der Marktführer im<br />

Segment der Hybridfahrzeuge, der japanische Automobilkonzern<br />

Toyota, befürchtet starke Einschränkungen in den<br />

Expansionsmöglichkeiten seiner Technologie. Da einer der<br />

wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Akzeptanz von Elektround<br />

Hybridfahrzeugen in einem wettbewerbsfähigen Preis<br />

zu Verbrennerfahrzeugen besteht, die Herstellkosten bereits<br />

heute allerdings erheblich höher liegen, treffen diese<br />

Befürchtungen den gesamten Elektromobilitätssektor und<br />

könnten das aktuell zu beobachtende Wachstum erheblich<br />

verlangsamen. Daher werden zusätzliche Quellen oder alternative<br />

Materialien dringend benötigt, was allerdings noch<br />

einige Jahre in Anspruch nehmen wird.<br />

Bereits erschlossene Vorkommen von Seltenen Erden befinden<br />

sich in Indien, Brasilien und in Malaysia. In West-<br />

Australien, Grönland und Kanada wurden weitere Vorkommen<br />

entdeckt, sowie größere Mengen Seltener Erden durch<br />

japanische Wissenschaftler Mitte 2011 im Pazifik. Nichtsdestotrotz<br />

muss man mit einigen Jahren rechnen, bevor diese<br />

Quellen die Industrie kosteneffizient beliefern können.<br />

Eine weitere Möglichkeit, um den Bedarf der Hightech-<br />

Industrien abzudecken, wäre eine zukunftsorientierte Recyclingstrategie<br />

für Hightech-Müll, womit solche Rohstoffe<br />

kosteneffizient aus dem Recycling gewonnen werden. Das<br />

gezielte Recycling von anderen wichtigen Rohstoffen, wie<br />

z.B. Gold, Gallium und Rhodium, ist der Bewies, dass dieses<br />

Konzept sich als rentables Geschäftsmodell realisieren lässt.<br />

Eine weitere Option ist die Suche nach alternativen Materialien.<br />

Leider begann diese in einigen Sektoren erst in der<br />

jüngsten Vergangenheit, sodass der Untersuchungsprozess<br />

und die entsprechende Realisierung brauchbarer Alternativen<br />

auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.<br />

Innovation reduziert den Bedarf<br />

Vor diesem Hintergrund gewinnt der Einsatz innovativer und<br />

besonders ressourcenschonender Technologien zunehmend<br />

an Bedeutung. Im Bereich der Elektromotoren und Generatoren<br />

kann die Wirkung von Magneten durch innovatives<br />

und energieeffizientes Design optimiert, und hierdurch der<br />

Einsatz der Rohstoffe entscheidend gesenkt werden. So hat<br />

sich beispielsweise die CPM Compact Power Motors GmbH<br />

aus Unterföhring bei München auf die Entwicklung und<br />

Fertigung von Motoren und Generatoren für den Einsatz in<br />

Elektro- und Hybridfahrzeugen spezialisiert, die durch ihr<br />

neuartiges Design eine vielfache Leistungsausbeute und<br />

damit erhebliche Größen- und Gewichtsreduzierung ermöglichen.<br />

Hierdurch lässt sich z.B. im Vergleich zu chinesischen<br />

Radnabenmotoren für Elektroroller der Einsatz von Elektromagneten<br />

auf bis zu ein Fünftel senken. Damit sind die entsprechenden<br />

Elektromotoren sowohl kostengünstiger als<br />

auch ressourcenschonender in der Herstellung. Zudem sind<br />

sie leichter und kompakter, was zusätzlich einen Beitrag<br />

zum Thema Energieeffizienz und eine erhöhte Flexibilität bei<br />

Einsatz und Design mit sich bringt.<br />

Fazit<br />

Seltene Erden sind bereits heute ein wesentlicher Kostentreiber<br />

in Elektro- und Hybridfahrzeugen, die zunehmende<br />

Verknappung und Verteuerung aufgrund der aktuellen Rohstoffpolitik<br />

Chinas gefährdet das schnelle Wachstum der<br />

Elektromobilität und die Erfolgsaussichten der Technologieträger<br />

in Europa und Amerika. Nur durch eine Kombination<br />

aus Erschließung neuer Quellen, Entwicklung alternativer<br />

Materialien und innovative Technologien zur Reduzierung<br />

des Bedarfs kann die High-Tech-Industrie den Lieferengpässen<br />

effektiv entgegenwirken. Neuartige Elektromotoren wie<br />

von CPM, die maximale Leistung aus den eingesetzten Magneten<br />

erzielen, leisten hierfür einen wesentlichen Beitrag.<br />

Dr. Gregory Flinn, Chefredakteur von Laser+Photonik<br />

Nico Windecker und Dr. Thomas Leiber, Geschäftsführer der<br />

CPM Compact Power Motors GmbH<br />

www.cpmotors.eu<br />

Production, kt (1 kt = 1000 t)<br />

Weltproduktion an Seltenerd-Metallen, 1950 - 2000<br />

80<br />

70<br />

60<br />

50<br />

40<br />

30<br />

20<br />

Total<br />

USA<br />

Globale Lieferung von Seltenen Erden, 1950 bis 2000<br />

(Quelle: Wikipedia)<br />

China<br />

10<br />

Other<br />

0<br />

1950 1960 1970 1980 1990 2000<br />

Monatize-placer Monatize Pass<br />

Chinese<br />

era<br />

era<br />

era<br />

?<br />

74 Neue Mobilität Neue Mobilität 75


Status Quo der Elektromobilität - Reinhard Stück & Ralph Strobel<br />

Status Quo der Elektromobilität - Reinhard Stück & Ralph Strobel<br />

hier um ein Umsatzäquivalent von rund 3 Mio. Euro und der<br />

administrative Aufwand im Unternehmen ist mehr als überschaubar«,<br />

ergänzte Reinhard Stück. Mittlerweile läuft das<br />

Projekt in Phase 2 und die Markteinführung im kommenden<br />

Jahr rückt in den Fokus.<br />

nächste gemeinsame Termin schon vereinbart ist«, erklärte<br />

Strobel abschließend.<br />

Von der Produktidee bis<br />

zur Vermarktung<br />

Ideen zur eMobilität finden sich in fast allen Unternehmen<br />

ZIM-Solo unterstützt auch Vermarktungsmaßnahmen<br />

»Mit der Genehmigung des ZIM-Solo-Zuschusses hat man<br />

das Recht zur Förderung sogenannter unterstützender<br />

Dienstleistungen, und zwar mit 50% bis 50.000 Euro, ein<br />

echter Vorteil«, sagt Ralph Strobel, Co-Leiter des Workshops<br />

und Vermarktungsexperte. »Mit diesem Zuschuss kann<br />

man nicht nur die wichtigen Markt- und Kundenrecherchen<br />

angehen, sondern auch die Umsetzung vieler Maßnahmen<br />

wie Messeauftritte, Vertriebsunterstützung, Dokumentationen,<br />

die Zertifizierung und vieles mehr. Oder man kann<br />

sich rechtzeitig wie hier um den Aufbau eines Key Account<br />

Managements kümmern und so schon frühzeitig die Strukturen<br />

aufbauen. Die am Projekt beteiligten Mitarbeiter sind<br />

stolz und motiviert, und freuen sich, dass ihre Ideen den<br />

Weg in den Markt finden werden. Und einige der Ideen aus<br />

dem Innovations-Workshop, der im Übrigen auch mit 50%<br />

bezuschusst werden kann, sind noch so präsent, dass der<br />

Reinhard Stück<br />

Ralph Strobel<br />

4L- Gruppe BER Marketing GmbH<br />

r.stueck@4l-gruppe.de ralph.strobel@ber-marketing.de<br />

www.4l-gruppe.de<br />

www.ber-marketing.de<br />

Reinhard Stück, Inhaber der 4L-Beratung für KMU und Ralph<br />

Strobel, Geschäftsführer der BER Marketing GmbH bieten<br />

zusammen Workshops zur Fördermittelberatung im Bereich<br />

der Neuen Mobilität an. Angesprochen werden mit dem Angebot<br />

alle kleinen und mittelständischen Unternehmen, die<br />

im Bereich der Elektromobilität tätig sind und Unterstützung<br />

bei der Beantragung von Fördergeldern benötigen.<br />

Im Rahmen dieser kompakten Innovations-Workshops kommen<br />

ausgewählte Mitarbeiter der jeweiligen Unternehmen<br />

zusammen, um gemeinsam an einer Strategie zu arbeiten.<br />

Während der ganztägigen Veranstaltung werden die Stärken<br />

und Schwächen des eigenen Angebots analysiert und im<br />

Vergleich zu Mitbewerbern evaluiert. Welche Kompetenzen<br />

bietet das eigene Unternehmen in welchen Bereichen und<br />

wodurch unterscheidet sich das Angebot von den einschlägigen<br />

Konkurrenten auf dem Markt? Aus diesen Ergebnissen<br />

werden dann in der Regel drei Projektideen herausgearbeitet,<br />

die in Hinblick auf einen Förderantrag erfolgreich scheinen.<br />

Für Innovationen in der eMobilität gibt es verschiedene Formen<br />

der staatlichen Unterstützung<br />

»Zwei Dinge waren bei der Durchführung und der Leitung<br />

des letzten Workshops ganz wichtig: Von Beginn an haben<br />

wir den Blick auf die Chancen zur Erlangung eines ca.<br />

140.000 Euro Zuschusses aus dem ZIM-Solo-Programm<br />

des Bundeswirtschaftsministeriums und die Möglichkeiten<br />

einer erfolgreichen Vermarktung gerichtet. Denn technologische<br />

Kompetenz und innovative Ideen sind die eine Seite<br />

der Medaille, geförderte Risikoteilung von Seiten des Staates<br />

sowie der frühe Blick auf den wirtschaftlichen Erfolg die<br />

andere Seite. Denn: Über 70% aller Innovationen scheitern,<br />

meistens, weil sie nicht richtig durchdacht waren, häufig,<br />

weil nicht frühzeitig an die Vermarktung gedacht wurde«,<br />

so Ralph Strobel zum Workshop mit einem mittelständischen<br />

Unternehmen aus Oberschwaben. »Dieses Vorgehen,<br />

alle wesentlichen Aspekte von Anfang mit einzubeziehen,<br />

kommt in der Regel bei allen Beteiligten hervorragend an«,<br />

so Strobel weiter.<br />

So wenig Theorie wie nötig, aber so viel Praxiserfahrung<br />

aus vielen verschiedenen Anwendungen und aus den bisher<br />

erfolgten Prozessen der Antragstellung wie möglich. Das<br />

zahlt sich aus. »Wir haben die favorisierte Idee noch zwei<br />

Tage sacken lassen, dann war klar: Wir stellen den Antrag.<br />

Nach einer weiteren rund 3-stündigen gemeinsamen Runde<br />

zu den Details der Projektskizze ging es los und nach drei<br />

Monaten hatten wir die Zusage aus Berlin und die Bitte, die<br />

Mittel abzurufen. Besser kann es gar nicht laufen, wenn man<br />

sich vorher die richtigen Gedanken macht. Immerhin geht es<br />

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aus E-Mobilität“<br />

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76 Neue Mobilität Neue Mobilität 77


Status Quo der Elektromobilität - Rainer Volck<br />

status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Rainer Volck<br />

Bezahlbare Ladeinfrastruktur<br />

Ein Kommentar von Elektroingenieur Rainer Volck<br />

bewegt wird. Während der Fahrt befindet er sich geschützt im<br />

Fahrzeugboden. Wird das Fahrzeug über der Anschlussstelle<br />

ungefähr im Bereich der Vorderachse geparkt, ortet der bewegliche<br />

Teleskop-Anschlussarm im Fahrzeugboden die Position<br />

der Anschlussstelle per RFID-Transponder, senkt sich<br />

ab und hakt sich in die versenkte Öse der Anschlussplatte in<br />

der Fahrbahn ein. Eventuell wird die Platte vorher mit Pressluft<br />

aus dem Arm frei- und trockengeblasen. Über Anschlussbolzen<br />

wird eine galvanische Verbindung hergestellt. Über<br />

Kriechstrom- und Übergangswiderstandsmessungen wird<br />

die einwandfreie Funktion getestet. Durch oszillierende Bewegung<br />

des eingehakten Anschlusskopfes kann bei Bedarf<br />

ein kontrolliertes Abreiben einer Oxidationsschicht erreicht<br />

werden. Ein Dichtungswulst am Kopf des Anschlussarms<br />

sorgt für Spritzwassersicherheit. Durch Hochfrequenz-Übertragung<br />

(Powerline connection) über die elektrische Verbindung<br />

noch ohne Ladestrom wird das Fahrzeug identifiziert,<br />

die Ladestrategie ausgetauscht und schließlich der Ladestrom<br />

freigegeben. Damit kann der Fahrzeugakku sowohl<br />

geladen als auch entladen werden oder der Netzstabilisierung<br />

dienen (V2G). Die Abrechnung für den Strom erfolgt<br />

zentral, wie bei anderen Lösungen auch.<br />

Der automatische Elektroanschluss verlagert die Kosten des<br />

Andockens von der Infrastrukturseite auf das Fahrzeug. Damit<br />

wird der Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur für<br />

Energieversorger attraktiv. Die wichtige Speicher- und Stabilisierungsfunktion<br />

für Erneuerbare Energien wird durch die<br />

Autokäufer finanziert. Autofahrer können sich dafür einen<br />

Teil ihrer Transportkosten vergüten lassen. Für die Automobilindustrie<br />

entsteht zusätzlicher Umsatz aus der Komfortkomponente<br />

des automatischen Anschlusses. Gemeinden<br />

können ein attraktives, flächendeckendes Ladeangebot realisieren.<br />

Für den automatischen Elektroanschluss wurde in Zusammenarbeit<br />

mit der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt<br />

eine Andocksoftware mit Simulation entwickelt sowie ein<br />

Robotermodell konstruiert. Feldversuche stehen noch aus.<br />

Dipl.-Ing. (FH) Rainer Volck<br />

rainer.volck@cargrid.de<br />

www.cargrid.de<br />

Eigentlich würden sie sich ideal ergänzen: Elektromobilität<br />

und Erneuerbare Energien. Elektrofahrzeuge stellen die<br />

Stromspeicher zur Verfügung, die die schwankende Einspeisunge<br />

von Wind und Sonne benötigt, um stabile Netze zu<br />

gewährleisten. Das erfordert aber, dass die geparkten Fahrzeuge<br />

immer am Netz hängen. Alle Modellversuche zeigen,<br />

dass Elektromobilität nur da stattfindet, wo die Fahrzeuge<br />

nachts am Heimatstandort aufgeladen und dann tagsüber<br />

nur innerhalb ihrer Reichweite bewegt werden. Der Grund:<br />

öffentliche Ladeinfrastruktur ist zu teuer. Bisher wurde kein<br />

Businessmodell gefunden, das den wirtschaftlichen Einsatz<br />

von Ladesäulen oder Induktionsspulen ermöglicht. Mehr als<br />

4.000 Euro Stromumsatz über die Lebensdauer einer Ladesäule<br />

lassen sich kaum prognostizieren. Alle bisher installierten<br />

Ladesäulen wurden entweder in Modellversuchen<br />

durch Fördergelder subventioniert oder aus den Marketingbudgets<br />

der Energieversorger bezahlt.<br />

Damit steht die Elektromobilität an einem Scheideweg:<br />

Bleibt sie nur Verbraucher, werden nur die bedient, die<br />

nachts am Heimatstandort laden und tagsüber ohne Ladeinfrastruktur<br />

auskommen oder werden die Fahrzeugbatterien<br />

der Fahrzeuge auch tagsüber zur Netzstabilisierung, Spitzenstromentnahme<br />

und Blindleistungskompensation genutzt.<br />

Dafür müssen neue Konzepte her, welche die Kosten<br />

der Ladeinfrastruktur deutlich senken und den Komfort des<br />

Ankoppelns an das Netz bei jedem Parken erhöhen.<br />

Unter dem Namen CarGrid wurde jetzt eine Lösung entwickelt,<br />

die öffentliche Ladeinfrastruktur bezahlbar macht und<br />

darüber hinaus den Komfort einer vollautomatischen Anund<br />

Abkopplung des Fahrzeugs im Netz bietet. 400 V-Kabel<br />

über Gehsteige oder strahlungsintensive Induktionsspulen<br />

sollen damit der Vergangenheit angehören. CarGrid, der automatische<br />

Elektroanschluss für Fahrzeuge, nutzt das einzige<br />

Medium, mit dem Fahrzeuge immer in Kontakt stehen<br />

- die Fahrbahn. Dort befindet sich auf Parkplätzen, Parkhäusern<br />

oder Randstreifen eine Bodenplatte mit Kontaktflächen<br />

und einer versenkten Öse, in die sich ein beweglicher Ladearm<br />

des Fahrzeugs einhakt und über Kontaktstifte die elektrische<br />

Verbindung herstellt. Der Clou: Tiefbauarbeiten werden<br />

minimiert, die elektrischen Komponenten werden unter<br />

die Erde an den Abzweig des Versorgungskabels verbannt.<br />

Aufwände für Fundamente und Vandalismus-Sicherung oder<br />

Maßnahmen gegen Störstrahlung entfallen.<br />

Der bewegliche Anschlussarm im Fahrzeugboden kann preiswert<br />

ausgeführt werden, da er nur beim stehenden Fahrzeug<br />

78 Neue Mobilität


Status Quo der Elektromobilität - Prof. Dr. Uwe Götze & Marco Rehme<br />

Status Quo der Elektromobilität - Prof. Dr. Uwe Götze & Marco Rehme<br />

Damit sich Elektromobilität<br />

am Markt durchsetzen kann<br />

Prof. Dr. Uwe Götze und Marco Rehme<br />

Untersuchung zu dem Ergebnis, dass derzeit beide Konzepte<br />

nicht aus Sicht aller Akteure wirtschaftlich tragfähig sind;<br />

für den Betreiber erweist sich das Geschäftsmodell einer<br />

Batteriewechselstation als ökonomisch vorteilhafter als das<br />

von Ladesäulen.<br />

Lebenszyklusbezogene Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen für<br />

das Smart Metering zeigen, dass eine politisch gewollte<br />

Neuerung - hier die Umstellung auf ein »intelligentes« Messwesen<br />

in privaten Haushalten - nicht erfolgreich ist, wenn<br />

rechtliche Rahmenbedingungen es verhindern, dass alle an<br />

einer Wertschöpfungskette Beteiligten davon profitieren.<br />

Hier ist es der Zwang, dass der Lieferant Energie nach dem<br />

Standardlastprofil beschaffen, verteilen und abrechnen<br />

muss.<br />

Solche Wirtschaftlichkeitsrechnungen sind ein wertvolles Instrument<br />

eines vernetzten und strategischen Managements,<br />

das das gedankliche Hineinversetzen in die Lage der anderen<br />

Marktakteure umfasst. Dieses ist ebenso anzuraten wie<br />

ein gezieltes Wissensmanagement, um das vorhandene und<br />

das derzeit in kaum überschaubarer Weise neu entstehende<br />

Wissen zum Thema Elektromobilität zu bündeln.<br />

Prof. Dr. Uwe Götze und Marco Rehme<br />

Technische Universität Chemnitz<br />

Lehrstuhl für Unternehmensrechnung und Controlling<br />

www.wirtschaft.tu-chemnitz.de<br />

Sollen Elektrofahrzeuge ein dominantes Fortbewegungsmittel<br />

werden, sind eine Reihe von Hürden hinsichtlich der<br />

Technik und Nutzerakzeptanz, aber nicht zuletzt auch der<br />

Wirtschaftlichkeit zu überwinden. Die ökonomischen Herausforderungen<br />

sind facettenreich. Der Wandlungsprozess<br />

hin zur Elektromobilität bricht die existierenden Strukturen<br />

auf und führt zur Entstehung neuer komplexer Wertschöpfungsketten:<br />

So werden sich die Zulieferstrukturen in der<br />

Automobilbranche ändern, die Verflechtung mit Energiewirtschaft,<br />

IKT-Branche, Chemieindustrie etc. wird zunehmen.<br />

Einen Eindruck von der Vielzahl und Vielfalt der in den neuen<br />

Wirkungsgefügen interagierenden Akteure vermittelt die<br />

nebenstehende Abbildung.<br />

Wirtschaftliche Herausforderungen<br />

Die angesprochenen Herausforderungen resultieren aus den<br />

individuellen Zielen der Marktakteure. Der Gesetzgeber verfolgt<br />

gesellschaftliche Ziele wie Umweltschutz, Sicherung<br />

der Versorgung und Wettbewerbsfähigkeit. Für Konsumenten<br />

spielen - abhängig von spezifischer Lebenssituation<br />

und Mobilitätsverhalten - neben Nachhaltigkeit, Flexibilität,<br />

Fahrspaß und Komfort oft auch die Kosten eine herausragende<br />

Rolle. Die Unternehmen möchten primär ihren Gewinn<br />

bzw. Unternehmenswert maximieren. All diese Akteure<br />

werden aus den verfügbaren Handlungsoptionen diejenigen<br />

auswählen, die für sie vorteilhaft bzw. wirtschaftlich sind.<br />

Herausforderungen bestehen für sie darin, die Vorteilhaftigkeit<br />

zu beurteilen sowie Konstellationen herbeizuführen,<br />

in denen ihr Handeln erfolgreich ist. So müssen sich Unternehmen<br />

mit geeigneten Geschäftsmodellen und Kooperationsformen<br />

in den sich verändernden bzw. neu entstehenden<br />

Wertschöpfungsketten behaupten oder etablieren.<br />

Ein weiteres Bündel von Herausforderungen ergibt sich aus<br />

der Verflechtung von Akteuren in Wertschöpfungsketten.<br />

Ihre Handlungsspielräume und Erfolge sind wechselseitig<br />

voneinander abhängig: So entsprechen die Erlöse des Lieferanten<br />

den Kosten des Abnehmers, woraus Zielkonflikte resultieren.<br />

Zugleich sind die Akteure aber auf die Mitwirkung<br />

Anderer angewiesen, damit ein funktionsfähiges Netzwerk<br />

entstehen und bestehen kann. Gemäß den obigen Überlegungen<br />

werden Akteure nur an einer elektromobilen Wertschöpfungskette<br />

mitwirken, wenn dies für sie vorteilhaft ist.<br />

Daraus ergibt sich, dass jeder einzelne Beteiligte erfolgreich<br />

wirtschaften können muss, damit eine Wertschöpfungskette<br />

nachhaltig existieren kann. Akteure, die sich dauerhaft in<br />

elektromobilen Wertschöpfungsketten engagieren bzw. diese<br />

errichtet sehen wollen, müssen sich daher auch fragen, ob<br />

und mit welchen wirtschaftlichen und gesetzgeberischen<br />

Maßnahmen diese existenzielle Nebenbedingung erfüllt und<br />

- jedenfalls aus Unternehmenssicht - ein hoher Erfolg der gesamten<br />

Kette erzielt werden kann. Erschwert wird dies durch<br />

die Komplexität der Ketten und die Vielfalt der Akteure (z. B.<br />

der Mobilitätskonsumenten), aus deren individueller Sicht<br />

sich unterschiedliche Vorteilhaftigkeitskalküle ergeben.<br />

Lebenszyklusbezogene Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen<br />

Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen sollten sämtliche über den<br />

Lebenszyklus des betrachteten Objekts anfallenden Erlöse<br />

und Kosten (Total Cost of Ownership - TCO) berücksichtigen,<br />

um die Vorteilhaftigkeit von Handlungsoptionen aussagekräftig<br />

beurteilen zu können. Viele Studien befassen sich<br />

derzeit mit dem Vergleich der TCO von konventionell und<br />

elektrisch betriebenen Fahrzeugen aus der Perspektive potentieller<br />

Käufer. In diesen Untersuchungen werden heute<br />

zumindest für die übliche Fahrzeugnutzung im privaten<br />

Bereich erhebliche Mehrkosten der Elektrofahrzeuge identifiziert.<br />

Ursächlich dafür sind vor allem die sehr hohen Anschaffungspreise<br />

der Batterien bzw. die nicht ausreichende<br />

Spanne zwischen Kraftstoff- und Strompreisen. Die prognostizierten<br />

Preisentwicklungen lassen aber ein deutliches Sinken<br />

dieser sog. TCO-Lücke erwarten.<br />

Eine an der TU Chemnitz durchgeführte Fallstudie untersuchte<br />

Ladesäulen und Batteriewechselstationen als alternative<br />

Konzepte für die Ladeinfrastruktur von Batteriefahrzeugen<br />

- ein notwendiges Element einer entsprechenden<br />

Wertschöpfungskette. Für ihr Referenzszenario gelangte die<br />

IGOs EU Politisch-rechtliche Rahmenbedingungen<br />

Bund Länder Gemeinden<br />

Metallindustrie<br />

Rohstoffindustrie<br />

Chemieindustrie<br />

IKT-Unternehmen<br />

Hardwareproduzenten<br />

Hardwaredienstleister<br />

(Handel, Instandhaltung)<br />

Software/IT-Dienstleister<br />

Energienetzkommunikation<br />

Telekommunikationsunternehmen<br />

bestehende Zulieferer<br />

Elektrofahrzeugherstellung<br />

OEMs<br />

neue Zulieferer<br />

(z.B. Batteriehersteller)<br />

Händler<br />

Entwicklungsdienstleister<br />

Verkehrsnetzkommunikation<br />

Ausrüster<br />

Verkehrsunternehmen<br />

Auftragsfertiger<br />

Logistikunternehmen<br />

»Low-End-User«<br />

»Silver-Driver«<br />

»Greenovators«<br />

»Erlebnisorientierte«<br />

Übertragungsnetzbetreiber<br />

Verteilungsnetzbetreiber<br />

Messstellenbetreiber<br />

Mobilitätsdienstleistungen<br />

Mobilitätskonsumenten<br />

Energieversorgung<br />

Reisevermittler/-auskunft<br />

Banken/Versicherungen<br />

Pannendienst<br />

Werkstätten ...<br />

Tank-/Ladeinfrastruktur<br />

Pendler<br />

Job-Hopper<br />

Statusorientierte<br />

...<br />

»Erzeuger«<br />

Händler<br />

Vertriebe<br />

Messdienstleister<br />

80 Neue Mobilität Neue Mobilität 81


status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Arne Leichsenring<br />

Elektromobilität in<br />

Ballungszentren<br />

Arne Leichsenring<br />

Elektroautos werden ihren festen Platz im zukünftigen Mobilitätsmix<br />

haben. Doch was ist von Seiten der Politik und<br />

der Wirtschaft nötig, um die Verbreitung von Elektroautos zu<br />

beschleunigen? Neben den technologischen Herausforderungen<br />

bestehen dabei einige wenige Haupteinflussgrößen,<br />

die für den Erfolg von Elektromobilität entscheidend sind. In<br />

einer Untersuchung wurden diese kritischen Erfolgsfaktoren<br />

für die erfolgreiche Verbreitung von Elektroautos in Ballungszentren<br />

ermittelt:<br />

1. Elektroautos müssen Sicherheit und Zuverlässigkeit gewährleisten.<br />

Von technologischer Seite ist dies bereits heute<br />

der Fall und unterliegt zudem einer ständigen Verbesserung.<br />

Dies muss aber vor allem glaubhaft an die Nutzerinnen und<br />

Nutzer vermittelt werden. Erste Schritte wie in Berlin, den<br />

ehemaligen Flughafen Tempelhof als Erlebniszentrum für<br />

Elektromobilität zu etablieren, dürfen nur ein Anfang sein.<br />

Es bedarf zudem einer gezielten Kommunikationsstrategie,<br />

um möglichen Sicherheitsbedenken und Wissenslücken in<br />

der Bevölkerung zu entgegnen.<br />

2. Die von den Verbrauchern wahrgenommene Kostenlücke<br />

muss geschlossen werden, um Privatkäufe anzuregen. Daher<br />

muss die Politik in der Markthochlaufphase Kaufanreize liefern,<br />

die die Finanzierungslücke der Fahrzeuge im Vergleich<br />

zum Verbrenner überbrücken und diese so für den Massenmarkt<br />

erschwinglich machen.<br />

3. Elektroautos dürfen sich für den Nutzer in Bezug auf Nutzung<br />

und Bezahlbarkeit nicht negativ von Verbrennern abheben.<br />

Nur so kann Akzeptanz beim Verbraucher erreicht werden.<br />

Dies kann über die Subvention bei Privatkäufen ebenso<br />

geschehen wie über die Bereitstellung von Elektroautos bei<br />

Firmenflotten oder beim CarSharing.<br />

4. Ordnungsrechtliche Genehmigungsverfahren müssen vereinfacht<br />

werden, insbesondere um den punktuellen Ausbau<br />

der Ladeinfrastruktur in Ballungszentren zu beschleunigen<br />

und so den Kunden eine einfache Nutzung zu ermöglichen.<br />

5. Gerade in Ballungszentren können Elektroautos von Ausnahmeregelungen<br />

profitieren. Das Elektroauto kann dadurch<br />

seinen Funktionsraum erweitern und so für den Kunden einen<br />

sichtbaren Vorteil im Vergleich zu einem Verbrenner bilden.<br />

Ausnahmeregelungen wie freies Parken im öffentlichen<br />

Raum können diesen Vorteil schaffen und einen höher wahrgenommen<br />

Wert erzeugen, als wenn man dem Konsument<br />

den gleichen Betrag als monetären Wert gibt.<br />

Die Einführung von Elektroautos sorgt vor allem in Ballungszentren<br />

für weniger Lärm- und Schadstoffemissionen. Damit<br />

die Nachfrage bei Privatkäufern steigt und die Entwicklung<br />

zum Massenmarkt beschleunigt wird, muss sich die Politik<br />

auf diese Haupteinflussgrößen konzentrieren.<br />

Der Autor ist Absolvent des Studiengangs Business Administration<br />

an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin.<br />

In seiner Bachelorarbeit ermittelte er mit Hilfe mehrerer Experten<br />

- u.a. Christian Heep, BEM-Vorstand und Dr. Jan Peter<br />

Korthals, BEM-Beirat - kritische Erfolgsfaktoren für die Einführung<br />

von Elektromobilität in Ballungszentren.<br />

Arne Leichsenring<br />

arne.leichsenring@analyse-plus.de<br />

Christian Heep, BEM-vorstand, Arne Leichsenring und<br />

Prof. Dr. Matthias Tomenendal, Hochschule für Wirtschaft<br />

und Recht Berlin<br />

und assoziieren mit der globalen Marke Innovation, Qualität, Design und “State of the Art“-<br />

Technologie.<br />

Nutzen auch Sie den herausragenden Ruf der Marke TELEFUNKEN für Ihre Produkte und<br />

werden Sie als Lizenznehmer Teil eines globalen Netzwerks, dessen Motor Innovation,<br />

Interaktion und stetige Weiterentwicklung sind.<br />

Mehr über unser Marken- und Lizenzmodell, aktuelle Best Practice-Beispiele und<br />

erfolgreiche Produkteinführungen erfahren Sie von den Geschäftsführenden Direktoren der<br />

TELEFUNKEN SE Herrn Voigt und Herrn Schaller unter<br />

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82 Neue Mobilität<br />

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status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Martin Jendrischik<br />

status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Martin JEndrischik<br />

Quelle: StreetScooter GmbH<br />

Ebenfalls innovativ und schon einen Schritt weiter ist das<br />

Konzept des dreisitzigen Stadtautos mia. Das Raumkonzept<br />

des in Frankreich produzierten Elektroautos sieht lediglich<br />

einen Sitz vorne vor - und zwei dahinter. So entsteht ein ungewohntes<br />

aber angenehmes Raumgefühl in einem Stadt-<br />

Flitzer, der bereits im kommenden Jahr 12.000-fach produziert<br />

werden soll.<br />

StreetScooter und mia sind zwei Belege dafür, dass Elektromobilität<br />

vor allem für den urbanen Raum Sinn macht, zumindest<br />

in den kommenden Jahren bis die Batterietechnologie<br />

sich weiterentwickelt hat, dass auch Strecken von 300<br />

bis 400 Kilometern ermöglicht werden. Diese sind momentan<br />

nur unter Laborbedingungen oder mit einem Range Extender<br />

erreichbar. Dieses Konzept verfolgt insbesondere Opel mit<br />

seinem Ampera, der im November auf den deutschen Markt<br />

kommen wird. Doch erschwinglich ist die Limousine bei einem<br />

Preis von 46.000 Euro und mehr noch lange nicht für<br />

jedermann. Für Firmen- und Regierungsflotten dürfte der<br />

Ampera aber genau die richtige Alternative sein.<br />

eMobilität ist urban, ist städtisch: Das zeigt auch der Hype<br />

rund ums eBike, der zuletzt im September auf der Branchenmesse<br />

Eurobike deutlich wurde: Praktisch jede Fahrradmarke<br />

präsentierte dort gleich mehrere eBikes. Die Preise<br />

haben noch Potenzial nach unten - der Kunde sollte aber<br />

die Finger von Billigware lassen. Gerade eine schlechte Abstimmung<br />

zwischen Akku und Ladegerät bzw. ein schlechtes<br />

Thermomanagement können zu gefährlichen Situationen<br />

führen, wie zuletzt immer wieder berichtet wurde.<br />

eBikes und Elektroroller sind nicht gerade günstig, umso<br />

wichtiger ist nun, dass intelligente Konzepte, die Infrastruktur<br />

von Elektromobilität ermöglichen - und gleichzeitig Schutz<br />

vor Diebstahl und Vandalismus bieten. Während der Eurobike<br />

gewann die Firma e-bike-mobility mit einem solchen<br />

Konzepte den Eurobike Green Award 2011. Mit einer vollautomatischen<br />

Parkgarage für eBikes, die während des Parkens<br />

zum Aufladen von Akkus via Induktion oder klassischer<br />

Aufladung genutzt werden kann. Eine Innovation, gerade für<br />

Schulen, an Bahnhöfen oder öffentlichen Plätzen, die sich in<br />

den Städten in den kommenden Jahren durchsetzen könnte.<br />

Neben eBikes werden auch Elektroroller »schick«. Elektroroller<br />

wie der Kumpan electric 1954 von e-bility, einem Unternehmen<br />

aus Remagen. Die drei Tykesson-Brüder gewannen<br />

mit ihrem Retro-Elektroroller gerade den Gründerwettbewerb<br />

der WirtschaftsWoche.<br />

Dies alles zeigt: Elektromobilität setzt sich allmählich<br />

durch und wird unseren Alltag in der Zukunft verändern -<br />

und in manchen urbanen Räumen bereits im kommenden<br />

Sommer 2012.<br />

Martin Jendrischik<br />

www.cleanthinking.de<br />

Alltagstaugliche eMobilität<br />

2000 Projekte pro Jahr sprechen für sich<br />

Die Etablierung der eMobilität in Deutschland und Europa<br />

ist ein langjähriges Unterfangen, das gerade erst am Anfang<br />

steht. Doch es gibt erste Trends, die zeigen: Elektromobilität<br />

kann funktionieren und schon bald erschwinglich werden.<br />

Doch diese Etablierung beginnt nicht bei schweren Langstreckenautos,<br />

sondern bei Lifestyle orientierten Zweirädern<br />

wie eBikes und Elektrorollern. Mit diesen Elektrofahrzeugen<br />

lernen die Bürger den Umgang mit Elektromobilität - und sie<br />

gewinnen ganz langsam Vertrauen in eine neue und ungewohnte<br />

Technologie.<br />

Deutschland ist derzeit ein Schaufenster für Elektromobilität<br />

ganz unterschiedlicher Art. Während der IAA 2011 ist Elektromobilität<br />

ein oft an den Ständen lesbares Leitthema - die<br />

Zahl der dort neu vorgestellten Elektroautos aber nach wie<br />

vor überschaubar.<br />

Der Volkswagen Konzern etwa überraschte mit der Elektroversion<br />

des neuen Kleinwagens Up! - dieser wird ab 2013 in<br />

Serie produziert werden. BMW hat mit dem i3 und dem i8<br />

gleich zwei Elektroautos angekündigt, die ab 2013 im Leipziger<br />

Werk produziert werden sollen. Daimler ist mit der dritten<br />

Generation des elektrischen Smart präsent und bereitet<br />

derzeit eine Kleinserie des Elektroautos zur weltweiten Auslieferung<br />

vor.<br />

Die wirklichen Überraschungen präsentierten auf der größten<br />

Auto-Show der Welt aber eher die kleinen Unternehmen.<br />

Eines davon ist die StreetScooter GmbH aus Aachen. Dahinter<br />

verbirgt sich ein Spin-Off der RWTH Aachen mit dem engagierten<br />

Professor Achim Kampker. In wenigen Jahren hat<br />

es Kampker geschafft, innovative Mittelständler wie o.m.t.<br />

aus Lübeck von einem Projekt zu begeistern, das vor allem<br />

ein Ziel verfolgt: Elektromobilität bezahlbar machen. Der<br />

StreetScooter, das innovative Stadtauto, das nun präsentiert<br />

wurde, soll in wenigen Jahren für 5.000 Euro zu haben sein.<br />

Die modulare StreetScooter-Plattform überzeugt die Wirtschaft<br />

inzwischen so, dass die Deutsche Post AG gemeinsam<br />

mit StreetScooter und weiteren Partnern ein Zustellfahrzeug<br />

für die Post-Flotte entwickeln will. Ziel: 20.000 Zustellfahrzeuge<br />

sollen demnächst elektrisch fahren.<br />

Akkreditiertes Prüflabor<br />

Zertifizierungsstelle<br />

84 Neue Mobilität Tel. 09424 9481-0 www.mikes-testing-partners.com<br />

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umfasst zusätzlich:<br />

EMV, Funk, Sicherheit, Umwelt<br />

und Metrologie


status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Mario Haas<br />

eMobilität mit Sonnenkraft<br />

Die von Energiebau gefertigte und betriebene Solarstrom-Tankstelle liefert für Elektro- Serienfahrzeuge wie etwa den iMiEV von<br />

Mitsubishi genug Strom für eine Reichweite von insgesamt bis zu 25.000 Kilometern im Jahr.<br />

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Deutschland zum Leitmarkt<br />

für Elektromobilität erklärt - mit dem Ziel, bis 2020 eine<br />

Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Strassen zu bringen.<br />

Dabei nimmt »sauberer Strom« für die Markteinführung von<br />

Elektrofahrzeugen einen wesentlichen Stellenwert ein. Bei<br />

der Energiebau Solarstromsysteme GmbH hat die Zukunft<br />

der Elektromobilität bereits begonnen. Die Kölner Firma entwickelt<br />

u.a. neue mobile Konzepte für solare Mobilität mit<br />

der Zielgruppe kleine und mittelständische Unternehmen.<br />

Die Entwicklung Energiebaus vom Solarstrompionier zu einem<br />

der führenden Anbieter für Solarstromsysteme in Europa<br />

zeigt, dass Werteorientierung und wirtschaftlicher Erfolg<br />

sich nicht ausschließen. Diesen erfolgreichen Weg setzt das<br />

Unternehmen neben den drei Hauptgeschäftsfeldern Herstellung,<br />

Handel und Projektierung auch auf dem Gebiet der<br />

Elektromobilität fort.<br />

»Entscheidend für den ökologischen Nutzen von Elektrofahrzeugen<br />

ist, aus welchen Quellen der Strom kommt«, betont<br />

Michael Schäfer, Gründer und Geschäftsführer der Firma<br />

Energiebau, »Elektroautos mit Strom aus dem herkömmlichen<br />

Netz haben kaum geringere CO2-Werte als Fahrzeuge<br />

mit Verbrennungsmotoren. Wird allein Solarstrom zum Betrieb<br />

der Elektroautos genutzt, kann der Wert auf nahezu<br />

Null sinken«.<br />

Eine besondere Bedeutung und Vorbildcharakter kommt dabei<br />

den Fahrzeugflotten mit Elektrofahrzeugen von kleinen<br />

und mittelständischen Unternehmen zu, für die Energiebau<br />

Solar-Tankstellen, Ladestationen sowie nachhaltige Mobilitätskonzepte<br />

entwickelt und anbietet. Anfang September<br />

eröffnete Michael Schäfer mit dem Oberbürgermeister der<br />

Stadt Köln, Jürgen Roters, die erste Solarstrom-Tankstelle<br />

von Energiebau in Kölns größtem Wirtschaftsgebiet. Es sollen<br />

zukünftig immer mehr Fahrzeuge die Möglichkeit bekommen,<br />

an die Steckdose statt an die Zapfsäule zu fahren. Die<br />

von Energiebau gefertigte und betriebene Solarstrom-Tankstelle<br />

kann Elektro- Serienfahrzeuge wie etwa den iMiEV von<br />

Mitsubishi für eine Reichweite von insgesamt bis zu 12.000<br />

Kilometern im Jahr ausstatten.<br />

Michael Schäfer, der auch Vorstandsmitglied des Branchenverbands<br />

BSW-Solar e.V. in Berlin ist, fasst zusammen:<br />

»Diese Form der reinen Fortbewegung nennen wir Solare<br />

Mobilität. Unsere Lösungen machen Solarstrom für Elektromobilität<br />

nicht nur nutzbar und verfügbar, sondern auch<br />

erlebbar«.<br />

Mario Haas // Ansprechpartner Elektromobilität<br />

Energiebau Solarstromsysteme GmbH<br />

www.energiebau.de<br />

Wir schon wieder.<br />

Nach unserem sensationellen Sieg bei der<br />

e-miglia 2010, der ersten emissionsfreien,<br />

internationalen Straßenrallye, haben wir<br />

unseren Titel in diesem Jahr erfolgreich<br />

verteidigt.<br />

86 Neue Mobilität


status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Telekom<br />

Status Quo der Elektromobilität - Telekom<br />

Gebündelte Power<br />

für Smarte Energie<br />

Bild 2: Bei Hybridelektrofahrzeugen (HEV) müssen chemische, mechanische und elektrische Energie bei der Simulation berücksichtigt<br />

werden (Quelle: CADFEM/ANSYS).<br />

Mit der Serienproduktion von eAutos wird der Internetzugang zum<br />

Standard. Die Telekom arbeitet an Lösungen für sicheres und effizientes<br />

Autofahren, für eine ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Flottensteuerung<br />

und für vernetzte Mobilität. Bei 350 Millionen Fahrzeugen<br />

allein in Europa gibt es hier erhebliche Marktchancen.<br />

Dr. Lothar Müller, Leiter Vetriebsentwicklung M2M der Telekom Deutschland; Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität und<br />

Markus Emmert, IPM SYSTEM im eVelotaxi von Veloform Media<br />

Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität; Markus Emmert, IPM SYSTEM und Dr. Lothar Müller, Leiter Vetriebsentwicklung M2M<br />

der Telekom DEUTSCHLAND<br />

Photos: Sebastian Knoth<br />

Laut Bundesregierung soll der Anteil der Stromerzeugung<br />

aus Erneuerbaren Energien in Deutschland bis 2020 auf<br />

mindestens 30% steigen. Immer mehr dezentrale und Erneuerbare<br />

Energien machen das Verteilnetz aber gleichzeitig<br />

komplexer. In den Netzen der Zukunft muss sich der Stromverbrauch<br />

daher stärker an der schwankenden Stromerzeugung<br />

orientieren, sonst ist ein wirtschaftlicher Betrieb des<br />

Gesamtsystems nicht möglich. Ziel ist ein Netz, dass sich<br />

automatisch selbst regelt (Smart Grid). Voraussetzung dafür<br />

ist das Wissen, wann und wo Energieerzeuger als auch<br />

Verbraucher wie viel Energie einspeisen oder entnehmen.<br />

Elektronische Zähler liefern diese Daten über intelligente Informations-<br />

und Kommunikationstechnik (Smart Metering).<br />

Damit ein Smart Grid funktioniert, sind Millionen von Daten in<br />

Echtzeit notwendig: Wann wird wo wieviel Strom gebraucht<br />

und produziert. Diese Datenlücke soll das Smart Metering<br />

schließen. Es bildet die Basis für das intelligente Lastmanagement.<br />

Denn die Smart Meter zeigen nicht nur Haushalten<br />

den aktuellen Verbrauch an, sondern auch den Energieversorgern.<br />

Der flächendeckende Einbau intelligenter Stromzähler<br />

in den Haushalten gilt daher als erster Schritt zum intelligenten<br />

Energiemanagement der Zukunft. Im Jahr 2020<br />

sollen nach dem Willen der EU rund 80% der Haushalte mit<br />

den neuen intelligenten Zählern versorgt sein.<br />

»Der Umbau der Energiewirtschaft auf erneuerbare Ressourcen<br />

wird sehr viel mehr Lebensbereiche durchdringen, als<br />

wir uns heute vorstellen«, so Gabriele Riedmann de Trinidad,<br />

verantwortlich für das Konzerngeschäftsfeld Energie bei der<br />

Telekom. »Mit unseren verschiedenen Partnern bereiten wir<br />

uns vor, Mehrwertdienste zu bieten, die weit über das Auslesen,<br />

Übertragen und Verarbeiten von Verbrauchsdaten hinausgehen.«<br />

Dr. Lothar Müller, Leiter Vertriebsentwicklung<br />

M2M der Telekom Deutschland, sieht in der Kooperation mit<br />

der Erneuerbaren Energienbranche einen weiteren konsequenten<br />

Schritt für die Positionierung als Anbieter intelligenter<br />

Vernetzung im Energiesektor.<br />

Im Jahr 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge jederzeit<br />

Strom tanken können. Dafür braucht Deutschland nicht nur<br />

Ladesäulen, sondern auch eine moderne ICT-Infrastruktur.<br />

Die Datennetze und IT-Systeme der Energiekonzerne müssen<br />

dann den gesamten Ladeprozess abbilden und den<br />

Preis fürs Laden in Echtzeit ausweisen. »Die Telekom sieht<br />

hier gute Chancen, die Systeme von Energieversorgern und<br />

Automobilherstellern miteinander zu vernetzen und so den<br />

Stromverbrauch beim Aufladen der Elektrofahrzeuge zuverlässig<br />

abzurechnen«, sagt Horst Leonberger, Leiter des Telekom<br />

Konzerngeschäftsfeld Vernetztes Fahrzeug. »Für diese<br />

Aufgabe bieten sich die offenen Standards und Datenprotokolle<br />

aus der Telekommunikationsbranche an.«<br />

Wettbewerb in diesem neuen Markt für Autostrom entsteht<br />

nur dann, wenn Besitzer von Elektroautos oder Flottenbetreiber<br />

ihre Stromtarife mit ihrem Versorger verhandeln und<br />

an jeder Ladesäule auftanken können. Dieses Roaming hat<br />

sich bereits im Mobilfunk bei Auslandsreisen bewährt. Da<br />

es jedoch mehr als 800 regionale und überregionale Stromversorger<br />

allein in Deutschland gibt, ist die Komplexität, die<br />

sich aus Anbietern, Tarifen und Abrechnungsmodellen ergibt,<br />

noch deutlich höher als in der Telekommunikationsbranche.<br />

Genau hier kann die Deutsche Telekom ihr Know-how einbringen.<br />

Im Mobilfunk- und Festnetzbereich übernimmt das<br />

Bonner Unternehmen für ausländische Roaming-Partner und<br />

selbst für inländische Wettbewerber den Abrechnungsprozess<br />

bis hin zum Drucken der Rechnungen, versendet diese<br />

oder übergibt elektronische Rechnungen in die Systeme der<br />

Provider. Die einheitliche Abrechnungsplattform der europäischen<br />

Mobilfunkbetreiber könnte durchaus als Blaupause<br />

in der Elektromobilität dienen.<br />

Dazu Rainer Deutschmann, Leiter Mobile Products: »Die Deutsche<br />

Telekom ist perfekt aufgestellt, um Machine-to-Machine<br />

(M2M)-Innovationen zu fördern. In Zusammenarbeit mit<br />

Partnern und Kunden werden bereits von mehr als 150 Mitarbeitern<br />

in Europa und den USA M2M-Projekte entwickelt.<br />

Mit führenden Geräteanbietern wurden bereits Absichtserklärungen<br />

unterzeichnet, um die Entwicklung von neuen,<br />

vielversprechenden M2M-Diensten zu beschleunigen. Das<br />

internationale Competence Center der Deutschen Telekom<br />

wird unsere Kunden und Partner in die Lage versetzen, das<br />

M2M-Geschäft in der ganzen Welt nachhaltig anzukurbeln.«<br />

Und so könnte es funktionieren: Das Auftanken eines Elektroautos<br />

beginnt mit der Identifikation an der Steckdose, um<br />

die spätere Rechnung korrekt auszustellen. Denn im Gegensatz<br />

zum Tanken an der Benzinzapfsäule soll das Bezahlen<br />

von getanktem Strom nicht bar erfolgen, sondern bargeldlos<br />

verbucht werden wie bei einer Telefonrechnung. Da die<br />

Authentifizierung mit dem Austausch persönlicher Daten<br />

verbunden ist, gelten besondere Sicherheitsrichtlinien.<br />

Erst nach Prüfung der Kundendaten startet der Stromladevorgang.<br />

Dafür müssen die Stromsäulen mit den dahinterliegenden<br />

IT-Systemen der Versorger vernetzt sein. Ist der<br />

»Tank« geladen, muss der Kunde die korrekte Strommenge<br />

und den Preis prüfen können. Mit einer Strom-Tank-App ist<br />

es technisch machbar, den Tankvorgang auf dem Bordcomputer<br />

des Autos zu überwachen und die Quittung im Display<br />

des Navigationssystems anzuzeigen.<br />

Telekom Deutschland GmbH // www.telekom.de/m2m<br />

88 Neue Mobilität Neue Mobilität 89


Status Quo der elektromobilität - eMobile Talk<br />

status quo der elektromobilität - eMobile Talk<br />

Herausforderungen an das<br />

Smart Grid der Zukunft<br />

Markus Emmert, BEM-Beirat im Gespräch mit Christian Heep, BEM-Vorstand<br />

Energien benötigen wir eine bessere Kontrolle und präzise<br />

Prognosen der zu erwartenden Leistungen, um Netzüberlastungen<br />

zu vermeiden. Smart Grid fähige Elektroautos<br />

können so gesteuert werden, dass sie bei überschüssiger<br />

Energie den Ladevorgang starten und so einen wichtigen<br />

energiewirtschaftlichen Beitrag zur Netzregulation leisten<br />

können. Eine Million Elektroautos haben beispielsweise<br />

die Speicherkapazität von zwei Pumpspeicherkraftwerken.<br />

Also stellen die Batterien vieler Elektrofahrzeuge zusammen<br />

einen grossen dezentralen Pufferspeicher für wetterabhängig<br />

schwankende Erneuerbare Energien dar. Natürlich<br />

geht das nur, wenn das Vehicle-to-Grid der Zukunft über<br />

eine intelligente Schnittstelle verfügt und damit SGready<br />

ist. Dann ist aber auch die Rückspeisung des gespeicherten<br />

Stroms ins Netz bei hohem Strombedarf, bzw. bei geringer<br />

Stromproduktion sinnvoll, um das Netz insgesamt weiter<br />

zu stabilisieren. Mit der verfügbaren Regelenergie und in<br />

Anbetracht der hohen Standzeiten von Elektrofahrzeugen<br />

wäre das ein entscheidender Beitrag für die Nutzung Erneuerbarer<br />

Energien. Fahren wir in Zukunft also mit jedem Kilometer<br />

in eine bessere Umwelt?<br />

Emmert: Ja, so kann man das sehen. Allerdings muss man<br />

bei dieser zukünftigen, mobilen Form der Netzdienstleistung<br />

die Frequenz-Leistungs-Regelung und den Spannungserhalt<br />

noch technologisch sinnvoll und kosteneffizient lösen. Daher<br />

steht zum jetzigen Zeitpunkt erst einmal das gesteuerte Laden<br />

im Vordergrund, um auszuschliessen, dass Elektrofahrzeuge<br />

nicht alle gleichzeitig zu Lastspitzen laden und das<br />

Problem der Netzauslastung weiter verschärfen. Damit wird<br />

klar, welchen Stellenwert die Elektromobilität in Zukunft in<br />

der energiepolitischen Diskussion haben wird.<br />

Wie wird die intelligent vernetzte Welt unsere Zukunft konkret<br />

verändern?<br />

Emmert: Die smarte Energiearchitektur wird schon bald in<br />

Verbindung mit innovativen Technologien und deren sinnvoller<br />

Anwendung unseren Umgang mit Energie und Umwelt<br />

nachhaltig verändern und unser Bewußtsein für eine dynamische<br />

Energie-Ökonomie schärfen. Auf dem Weg in eine<br />

dezentrale und EU-weite 100% Erneuerbare Energieversorgung<br />

bedarf es nur einer einzigen Grundvoraussetzung:<br />

»Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun. Es ist nicht<br />

genug zu wissen, man muss auch anwenden können.«<br />

Markus Emmert / BEM-Beirat<br />

markus.emmert@bem-ev.de<br />

Im Kontext zwischen eMobilität und Erneuerbaren fallen<br />

immer wieder Begriffe wie Smart Grid, Smart Home, Smart<br />

Metering und eFlexibility vor dem Hintergrund der besseren<br />

Integrationsmöglichkeit überschüssiger Energie durch die<br />

Speicherung in Elektroautos. Wie beurteilen Sie aus Ihrer<br />

Sicht und im Hinblick auf die vielen Gespräche, die Sie<br />

in letzter Zeit mit Energiekonzernen und Stadtwerken zum<br />

Thema SGready geführt haben, die Chancen und Herausforderungen<br />

für eine zukünftige Stromwirtschaft und in<br />

welchem Zeitrahmen ist eine Umstellung des Stromnetzes<br />

in Deutschland und Europa in Richtung eines funktionierenden<br />

Smart Grids möglich?<br />

90 Neue Mobilität<br />

Emmert: Ein funktionierendes Smart Grid setzt Innovation<br />

und Invest auf beiden Seiten des Stromnetzes voraus. Die<br />

Stromversorger müssen eine infrastrukturelle Systemlösung<br />

auf Basis transparenter, Smart Grid fähiger Technologie entwickeln,<br />

entsprechende rechtliche Rahmenbedingen schaffen<br />

und ihren Kunden Komplettlösungen anbieten.<br />

Erste Maßnahmen werden die Steuerung von Energie, Netzentlastung<br />

und ein intelligenter Netzausbau sein. Bis 2020<br />

sollen 80% aller privaten Haushalte mit einem digitalen<br />

Stromzähler (Smart Meter) ausgestattet sein. Um diese<br />

Voraussetzungen zu schaffen, werden gewaltige Investitionen<br />

benötigt. Am Ende dieses wohl grössten Sanierungsprogramms<br />

für den Netzausbau und den deutschen Städte- und<br />

Wohnungsbau steht dann aber ein intelligentes Stromnetz<br />

mit enormen Potentialen.<br />

Auf Verbraucherseite ist neben einem neuen Verständnis für<br />

Energie auch eine Bereitschaft für die Anschaffung Smart Grid<br />

fähiger Technologie eine Grundvoraussetzung. Hier ist die<br />

Konsumgüterindustrie gefragt, intelligente, SGready-fähige<br />

Geräte zu entwickeln, die mit einem Kommunikationsmodul<br />

ausgestattet sind und über eine Smart-Start Funktion in<br />

Abhängigkeit von Stromtarifen und Stromverfügbarkeit individuell<br />

gesteuert werden können. So können effektiv Energiespitzen<br />

ausgeglichen werden, indem bei hoher Energieverfügbarkeit<br />

und niedrigem Strompreis entsprechend viel<br />

Energie verbraucht wird.<br />

Die Chancen im Bereich Energiemanagement und Energieeffizienz<br />

sind zukunftsweisend, nachhaltig und sinnvoll;<br />

stellen allerdings eine grosse Herausforderung für diese und<br />

die nachfolgende Generation dar.<br />

Wie kann die Elektromobilität sich in einem ersten Step<br />

sinnvoll einbringen und warum haben Energieversorger daran<br />

so grosses Interesse?<br />

Emmert: Für eine langfristig erfolgreiche Netzintegration<br />

der zunehmenden und volatil verfügbaren Erneuerbaren<br />

eCarTec<br />

18.-20.10.2011<br />

Wir sind dabei<br />

– und freuen<br />

uns auf Ihren<br />

Besuch!<br />

Halle A4<br />

Stand 315<br />

Stadtbildkonforme Ladeinfrastruktur<br />

Strom tanken mit Langmatz.<br />

- Der Zukunft ein Stück näher!<br />

Im Zeitalter erneuerbarer Energien<br />

rückt die Elektromobilität<br />

immer mehr in den Fokus<br />

der Öffentlichkeit. Dies fordert<br />

maßgeschneiderte Konzepte<br />

für Elektrofahrzeuge. Wir haben<br />

dafür passende Infrastrukturlösungen,<br />

abgestimmt auf<br />

die Anforderungen des Stadtbildes.<br />

Langmatz GmbH Telefon +49. 88 21 920-0 E-Mail info@langmatz.de<br />

Am Gschwend 10 Fax +49. 88 21 920-159 Internet www.langmatz.de<br />

D-82467 Garmisch-Partenkirchen | Germany


status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Susanne Weiss<br />

Status Quo der Elektromobilität - German-e-cars & Ladefoxx<br />

Spurwechsel<br />

Erfolg durch zielgruppenspezifische Vermarktung<br />

Allianz macht<br />

eMobilität alltagstauglich<br />

Wir befinden uns hinsichtlich der Vermarktung von Elektrofahrzeugen<br />

aktuell in der Phase der Marktvorbereitung. Bis<br />

zur Erreichung eines Massenmarktes geht es darum, die<br />

Fahrzeuge den Kunden sukzessive nahe zu bringen. Um das<br />

zu erreichen, sind unterschiedliche Wege möglich. Gängig<br />

ist sicherlich eine strategische Mittel- und Langfristplanung.<br />

Diese verfolgt den Ansatz, innerhalb eines Planungszeitraums<br />

ein bestimmtes Verkaufsziel zu setzen und dieses mit<br />

einem Aktionsplan umzusetzen. Aber ist diese traditionell<br />

technische Vorgehensweise für das Thema Elektromobilität<br />

die richtige?<br />

Ich möchte an dieser Stelle für einen anderen Weg plädieren,<br />

der sich in der Praxis vielfach bewährt hat. Gemeint ist, eine<br />

Strategie festzulegen, die strikt nach dem Kundennutzen sowie<br />

der Lösung von Engpässen beim Kunden fragt. Warum<br />

soll der Kunde die neuen Elektrofahrzeuge kaufen? Bei den<br />

sog. »Early Adopters« braucht es keine Frage nach dem Nutzen.<br />

Diese Zielgruppe hat eine ganz eigene Interpretation<br />

von persönlichem und emotionalem Zugewinn aus dem Erwerb<br />

eines innovativen Elektrofahrzeuges zu einem möglichst<br />

frühen Zeitpunkt. Von dieser Gruppe können alle<br />

Anbieter viel lernen. Diese Zielgruppe leidet eher an dem<br />

Engpass, dass die Auslieferung der Fahrzeuge so lange auf<br />

sich warten lässt. Hier punktet als Anbieter, wer nahe an diesen<br />

Kunden dran ist und eine clevere und sympathische Kommunikationsstrategie<br />

zur Überbrückung der Wartezeit fährt.<br />

Bei anderen Zielgruppen mit aktuell noch weniger Euphorie<br />

wird es bei der Frage nach dem Nutzen schon aufwändiger.<br />

Um hier den wirkungsvollsten Punkt in der Ansprache des<br />

jeweiligen Kunden zu treffen, bedarf es einer dezidierten<br />

zielgruppen- und haltungsspezifischen Analyse. Erstwagennutzer<br />

als Zielgruppe haben andere Mobilitätsbedürfnisse<br />

als Zweitwagenfahrer. Jüngere haben eine andere Haltung<br />

als Ältere. Dienstwagenfahrer auf dem Hin- und Rückweg zur<br />

Arbeitsstätte schauen auf andere Dinge als Poolwagennutzer<br />

zwischen verschiedenen Unternehmensstandorten. Privatfahrzeuge<br />

haben andere Einsatzorte als z.B. Kommunalfahrzeuge,<br />

um nur einige grobe Zielgruppen-Beispiele mit<br />

sehr unterschiedlicher Nutzen-Perspektive zu nennen.<br />

Eine systematische nutzenorientierte Strategie (nach EKS ® )<br />

arbeitet zunächst die speziellen Stärken und die Potenziale<br />

am Markt heraus: Warum soll der Kunde mein Elektrofahrzeug<br />

überhaupt kaufen? Was ist das Besondere? Welche spezifischen<br />

Wünsche haben Kunden beim Einsatz des Fahrzeuges?<br />

Welche Anforderungen an den Verkaufsprozess, das Elektrofahrzeug<br />

selbst oder die Dienstleistungen ergeben sich daraus<br />

aus Sicht des Kunden? In dieser Phase haben sich moderierte,<br />

mit Experten aus verschiedenen Bereichen besetzte<br />

Workshops bewährt.<br />

Anschließend zielt die Strategie nicht pauschal auf den Kunden,<br />

sondern nimmt die erfolgversprechendste Zielgruppe<br />

ins Visier, beschreibt sie detailliert und identifiziert deren<br />

brennendstes Bedürfnis. Es geht schlicht darum herauszufinden,<br />

was einen bei der Kernzielgruppe unersetzlich<br />

macht. Das Geheimnis des Erfolgs besteht demnach in der<br />

Differenzierung. Es gilt also, die Lücke zu finden, in der man<br />

sich langfristig erfolgreich durchsetzt. Bei der Ansprache der<br />

gewählten Zielgruppe kann es dann gegebenenfalls sinnvoll<br />

sein, nicht alleine vorzugehen, sondern Kooperationen mit<br />

geeigneten Partnern einzugehen.<br />

Wer die Spur nicht wechselt, hat keine Chance zum Überholen.<br />

So heißt es in einem chinesischen Sprichwort. Wagen<br />

Sie es, neue strategische Wege zu gehen, indem sie einen<br />

strategischen Spurwechsel vornehmen. Ich wünsche Ihnen<br />

viel Erfolg dabei.<br />

Susanne Weiß<br />

Leiterin der BEM-Landesvertretung Hessen<br />

und Inhaberin von womanage e.K.<br />

Strategie- und Marketingberatung<br />

susanne.weiss@bem-ev.de<br />

www.womanage.de<br />

Wo heute Elektromobilität für Kunden wirklich anfängt attraktiv<br />

zu werden, steht meist eine starke Partnerschaft<br />

dahinter. Denn neben dem Elektrofahrzeug braucht es eine<br />

gute Ladeinfrastruktur und ein einfaches Abrechnungsmodell.<br />

Eine solche starke Partnerschaft ist nach ihrer erfolgreichen<br />

Premiere auf der IAA 2011 auch auf der eCarTec 2011 in<br />

München vertreten. Gemeinsam präsentieren sich wieder der<br />

deutsche Autohersteller German E-Cars und die LADEFOXX-<br />

Kooperation, bestehend aus dem Ladesäulenhersteller ERO<br />

aus Salzwedel, dem Energiespezialisten Husemann aus Gütersloh<br />

sowie den Stadtwerken Lemgo und Gütersloh. Diese<br />

Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um mit ihrem<br />

gemeinsamen Wissen den Kunden ein sicheres und alltagstaugliches<br />

Konzept zu bieten. ERO-Geschäftsführer Dr.<br />

Peter Westerbarkey, Mitglied im Bundesverband eMobilität,<br />

sieht diese Allianz in einer Vorreiterrolle für viele Regionen<br />

in Deutschland: »Wichtig ist eine kundenfreundliche Ladeinfrastruktur.<br />

Handel und Vermietung von eMobilen erhalten<br />

dann spürbare Impulse, für den »Kraftstoff« sorgen regionale<br />

Stromversorger und Städte und Gemeinden profitieren<br />

von sauberer Luft und einem modernen und umweltbewussten<br />

Image.«<br />

Ladesäulenkonzept für große Parkflächen<br />

Große Beachtung fand schon auf der IAA 2011 das neue<br />

Ladesäulenkonzept der Ladefoxx-Kooperation. Mit dem<br />

»Mutter-Kind«-System zeigt LADEFOXX, wie große Parkplätze<br />

von Unternehmen oder Kommunen für den steigenden<br />

Bedarf an Ladestationen kostengünstig ausgerüstet werden<br />

können. Das System besteht aus einer »Mutter«-Säule und<br />

bis zu sechs »Kinder«-Säulen. Bei dieser Säulen-Kombination<br />

im einheitlichen Design dient die Hauptsäule zur komfortablen<br />

Aktivierung und Abrechnung. Abgerechnet wird<br />

per Bankabbuchung, deren Daten bei der einmaligen Anmeldung<br />

auf der LADEFOXX-Internetseite hinterlegt worden<br />

sind. Die Autorisierung und Nutzung dieser Ladesäulen ist<br />

unkompliziert und rund um die Uhr per Mobiltelefon möglich.<br />

Beim eigentlichen Tankvorgang ist das Ladekabel sicher<br />

verriegelt. Die LADEFOXX-Säulen werden komplett vormontiert<br />

und mit Fertigfundament angeliefert. Nach der Aufstellung<br />

sind die Säulen sofort einsatzbereit. LADEFOXX hat seine<br />

Stromladesäulen mit bis zu drei verschiedenen Steckern<br />

ausgerüstet. So können die meisten aktuellen eFahrzeuge<br />

ohne teure Zusatzkabel und auch im Schnelllademodus aufgetankt<br />

werden.<br />

Von einer guten Infrastruktur an Ladestationen profitieren natürlich<br />

auch die Fahrer der Elektroautos von German E-Cars.<br />

Der deutsche Hersteller ist bekannt geworden durch sein<br />

Modell STROMOS, das bereits bundesweit und inzwischen<br />

auch im Flotteneinsatz erfolgreich unterwegs ist. German<br />

E-Cars tauscht in fabrikneuen Fahrzeugen den Motor gegen<br />

einen Elektroantrieb und ein Batteriepaket samt Steuerung.<br />

Vorteil: Bei gewohntem Komfort sorgt die Ruhe im Innenraum<br />

für ein ganz neues Fahrerlebnis. Der fast wartungsfreie<br />

Betrieb erhöht den Fahrspaß nochmals deutlich. Und selbst<br />

bei zügiger Fahrweise hat der Nutzer ein grünes Gewissen.<br />

Die Reichweite des Stromos beträgt ca. 130 km, die Ladezeit<br />

ca. fünf Stunden im Normalmodus.<br />

Besuchen Sie LADEFOXX und German E-Cars auf der eCarTec<br />

2011 vom 18. - 20. Oktober 2011: Halle A6 / Stand 611<br />

Mehr Informationen:<br />

www.german-e-cars.de // www.ladefoxx.de<br />

Premiere auf der IAA 2011<br />

92 Neue Mobilität Neue Mobilität 93


Status Quo der Elektromobilität - MatThias Groher & Prof. Dr. robert pelzel<br />

Status Quo der Elektromobilität - Clean Tech Media Award 2011<br />

eMobilität mit oder ohne<br />

staatliche Hilfe?<br />

Zusammengefasst kann man sagen: Die Gesetze des Marketings gelten immer, auch im Fall der Elektromobilität. Kunden<br />

werden auf attraktive Produkte nicht verzichten wollen. Klar ist: nur der Ruf nach dem Staat oder der persönlichen Vernunft<br />

reicht nicht. Beides muss sinnvoll ineinander greifen.<br />

Deutschlands<br />

Grüner Teppich<br />

Der Clean Tech Media Award 2011<br />

eMobilität ist nicht die Weiterentwicklung eines bekannten<br />

Themas, sondern ein echter Systemwechsel. Und den gilt<br />

es anzuschieben! Die deutsche Bahn hat mit »Flinkster -<br />

Mein CarSharing« ein hoch aktuelles Produkt auf den Markt<br />

gebracht. Fahrzeuge aller Art können in über 140 deutschen<br />

Städten rund um die Uhr stunden- bis monatsweise gebucht<br />

werden - ganz einfach über eine Kundenkarte. Ein wirklich<br />

lebensnahes Konzept mit einem einfachen Preis- und Nutzungskonzept.<br />

Fragen muss man sich lediglich, warum hier<br />

überhaupt noch konventionelle Fahrzeuge mit Verbrennunsmotor<br />

eingesetzt werden. Denn nur auf dem EUREF-Gelände<br />

in Berlin Schöneberg stehen MINI E bereit. Diese Fahrzeuge<br />

kann man bereits ab 1,90 Euro pro Stunde buchen. Ein guter<br />

Preis, aber warum nur in der Hauptstadt?<br />

Im Rahmen des Konzepts übernimmt die Bahn das Tanken als<br />

Service für die Endkunden. Das wäre die Chance, den Kunden<br />

die Scheu vor eAutos zu nehmen. Wenn die Bahnangestellten<br />

die Ladung der Batterien übernehmen, merkt der Endkunde<br />

gar nicht, was er eigentlich fährt und kann sich so an das<br />

neue Antriebskonzept gewöhnen. Das funktioniert aber nur,<br />

wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die Bahn verfügt<br />

über Großkunden-Rabatte bei den verschiedenen OEMs<br />

und kauft aktuelle Modelle mit Verbrennungsmotor etwa<br />

40% unter dem Listenpreis ein. Nur wenn diese Regelung<br />

auch für Elektrofahrzeuge gilt und endlich genügend Modelle<br />

produziert werden, kann diese Idee realisiert werden.<br />

Die Frage wird sein, wie die - wenigen - Fördermittel im Bereich<br />

eMobilität künftig zielgerichtet eingesetzt werden.<br />

Innovationstreiber sind hier vorrangig mittelständische Unternehmen<br />

- dort gehört die Förderung hin. In koordinierten<br />

Pilotprojekten müssen die Entwicklungen zeitnah auf die<br />

Straße gebracht werden, um die Sichtbarkeit innerhalb der<br />

Gesellschaft zu erhöhen. In einem nächsten Schritt müssen<br />

daraus zukünftige kommerzielle Modelle abgeleitet und abschließend<br />

evaluiert werden.<br />

Deshalb muss zur Beschleunigung der Marktdurchdringung<br />

eine Kombination aus gezielter Förderung und einem attraktiven<br />

»Kunden-Paket« initiiert werden. Außerdem bedarf es<br />

einer Kfz-Steuerbefreiung bei der Zusatzanschaffung von<br />

eAutos. Die Hersteller sind aufgefordert, endlich wirklich<br />

qualitativ hochwertige eFahrzeuge auf den Markt zu bringen.<br />

Es kann nicht sein, dass eigentlich als Verbrenner konstruierte<br />

Fahrzeuge nachträglich umgerüstet werden und man sich<br />

dann wundert, dass diese Fahrzeuge viel zu teuer werden.<br />

Matthias Groher, BayTech-Partner und BEM-Beirat<br />

Prof. Dr. Robert Pelzel, BayTech-Partner<br />

BayTech - Institut für Strategisches Management<br />

www.ism.baytech.de<br />

Laudatorin Dr. Heike Schiffler (Direktorin Kommunikation und Umwelt Tetra Pak GmbH & Co. KG), Laudator und Rocklegende Sir Bob<br />

Geldof auf der Bühne des Clean Tech Media Award 2011<br />

Am 16. September wurde in Hamburg der Grüne Teppich ausgerollt:<br />

Zukunftsweisende und nachhaltige Ideen im Bereich<br />

der sauberen Technologien wurden feierlich im Curio-Haus<br />

prämiert. Olaf Scholz, Erster Bürgermeister Hamburgs, hat<br />

in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den deutschen Umweltpreis<br />

Clean Tech Media Award übernommen.<br />

Für den notwendigen Glamour sorgten zahlreiche prominente<br />

Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft<br />

und Medien, die das unabhängige Projekt von Marco Voigt<br />

und Sven Krüger tatkräftig unterstützten. Unter den mehr als<br />

750 exklusiven Gästen waren unter anderem Bob Geldof, Jana<br />

Pallaske, Natalia Wörner, Ralf Bauer, Janin Reinhardt, Doro<br />

Pesch, Natascha Ochsenknecht, Dana Schweiger, Michael<br />

Mendl, Tina Ruland, Sabine Kaack, Susann Atwell, Peyman<br />

Amin, Ingo Nommsen, Jorge Gonzalez und Fiona Erdmann.<br />

»Eine wachsende Anzahl von Menschen, die bereit sind, einen<br />

nachhaltigen Lebensstil zu pflegen, führt zu einem größeren<br />

und vielfältigeren Markt, der schließlich allen einen<br />

nachhaltigen Lebensstil ermöglicht. Die Wirtschaft erkennt<br />

dieses Konsumverhalten zunehmend und präsentiert immer<br />

bessere und innovativere Produkte um die Wünsche der<br />

Konsumenten zu erfüllen«, so Bob Geldof in seiner Laudatio<br />

auf den Gewinner der Kategorie Lebensstil.<br />

Die eigentlichen Stars des Abends waren die Gewinner des<br />

begehrten Umweltpreises. Fünf Projekte setzten sich gegen<br />

81 Bewerber durch und überzeugten die unabhängige und<br />

hochkarätige Jury in den fünf Kategorien Energie, Mobilität,<br />

Kommunikation, Lebensstil und Nachwuchs. So individuell<br />

und einzigartig die Ideen auch waren, sie alle haben etwas<br />

gemeinsam: Sie vereinen einen hohen Grad an Nachhaltigkeit,<br />

Marktrelevanz und Innovation, verringern den ökologischen<br />

Fußabdruck und leisten so ihren ganz eigenen Beitrag<br />

dazu, den Weg in eine saubere Zukunft zu ebnen.<br />

Und das ist wichtig: Trotz Deutschlands Vorreiterrolle in Sachen<br />

grüner Technologien haben viele neue, umweltschonende<br />

Erfindungen nur wenig Chancen, sich auf dem Markt<br />

zu etablieren. Genau hier setzt die Idee hinter dem Award an:<br />

Das mediale Interesse wird auf Lösungen unserer Umweltprobleme<br />

und die damit einhergehenden sauberen Technologien<br />

gelenkt und die Öffentlichkeit für das Thema Nachhaltigkeit<br />

sensibilisiert. Mit Erfolg: Mittlerweile ist der Award<br />

einer der meist beachteten Umweltpreise und wird von zahlreichen<br />

Unternehmen und Einzelpersonen unterstützt.<br />

Weitere Informationen unter www.cleantech-award.de<br />

94 Neue Mobilität Neue Mobilität 95


Status Quo der Elektromobilität - IPM System<br />

Status quo der Elektromobilität - IPM System<br />

Neuer Impuls für die<br />

Energiewende<br />

Effizienz durch Intelligenz<br />

»Neue Technologien sorgen für mehr Ertrag von Photovoltaik-Anlagen<br />

und bieten deutlich mehr Transparenz<br />

und Sicherheit. Eine erfreuliche Win-Win-Situation für PV-<br />

Anlagenbetreiber und unsere Umwelt.«<br />

Zitat von Dipl. Ing. Sven Zeisberg, Input Magazin 2011, Fachgutachter für energetische- und bauphysikalische Überschreitungen<br />

und unabhängiger Sachverständiger für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken<br />

Die Solarbranche hat die Phase des überhitzten Wachstums<br />

längst verlassen. Der Fokus liegt nun auf einer sorgfältigen<br />

Anlagenplanung und einem Repowering mit intelligenten<br />

Komponenten, die neben der reinen Effizienzsteigerung<br />

auch zusätzliche Mehrwerte im Bereich Monitoring und Anlagensicherheit<br />

ermöglichen.<br />

So werden in Zukunft zahlreiche private und gewerbliche<br />

Photovoltaik-Anlagen auf Industrieflächen und im Rahmen<br />

der Sanierungen und Neubauprojekte im Bereich Stadtentwicklung<br />

bei den Wohnungsbaugesellschaften entstehen.<br />

»Die exklusive Kooperation mit Immo-Invest sichert von nun<br />

an weltweit die Installation unserer Steuerungs- und Regelungstechnik«,<br />

so Markus Emmert, Geschäftsführer der<br />

IPM SYSTEM GmbH, »an jedem Ort und in jeder Menge. Die<br />

Effizienzsteigerungspotenziale sind enorm und eröffnen<br />

völlig neue Perspektiven einer nachhaltigen Energieversorgung.<br />

Insbesondere unter Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen<br />

und unter dem Gesichtspunkt zunehmender Ressourcenunabhängigkeit<br />

fördert das IPM SYSTEM ® den weiteren Ausbau<br />

der weltweiten Solarwirtschaft als wichtiger Bestandteil<br />

einer dezentralen 100% Erneuerbaren Energieversorgung.«<br />

PV-Anlagen sind so um bis zu 21% effizienter und darüber<br />

hinaus in der Lage, über die fortschrittliche M2M-Kommunikation<br />

der Telekom Deutschland effektiv mit dem Smart Grid<br />

der Zukunft zu kommunizieren. Mit dieser SGready-Eigenschaft<br />

tragen sie erheblich zu einer besseren Integration<br />

Erneuerbarer Energien bei.<br />

»Im Rahmen dieser für uns wichtigen Partnerschaft wollen<br />

wir den Herausforderungen auf dem internationalen Markt<br />

gerecht werden«, so Nordhard Richter, Projektleiter der<br />

Immo-Invest. »Um technisch hochwertige Qualität mit Verbauungsqualität<br />

zu vereinen, setzen wir dabei mit ‚Made<br />

in Germany‘ stets auf einheitliche, deutsche Qualitätsstandards.«<br />

Damit macht IPM SYSTEM in der PV-Branche einen<br />

gewaltigen Sprung nach vorne und setzt neue Zeichen nicht<br />

nur im Bereich der neuartigen und revolutionären Verschaltung<br />

der einzelnen Module sondern auch in der Qualität und<br />

Zuverlässigkeit der Verbauung.<br />

Markus Emmert referierte auf dem letzten Solar-Kongress<br />

über Werterhalt und Effizienzsteigerung zum Thema Sicherheit,<br />

Steuerung, Transparenz und Flexibilität für die Zukunft<br />

der Photovoltaikbranche im Fokus der aktuellen energiepolitischen<br />

Diskussion als Meilenstein für die gesamte solare<br />

Energieerzeugung und stellte weitere vielversprechende<br />

Marktpotenziale auf dem neusten Stand der Technik vor.<br />

Auf dem Kongress wurden neueste technische Entwicklungen,<br />

Finanzierung von Solarinvestments und Rechtsfragen<br />

diskutiert. Über Märkte und Finanzierungen unter verschiedenen<br />

Blickwinkeln berichteten die BayernLB und das Emissionshaus<br />

Enrexa Capital aus Hamburg. Daneben präsentierten<br />

sich beispielsweise Fronius, ein führender Hersteller<br />

von Wechselrichtern und das Systemhaus Phönix Solar. Die<br />

Sozietät BTU Simon aus München informierte über die rechtliche<br />

Absicherung von Dachanlagen.<br />

Die Berichte von Experten für Experten ermöglichten einen<br />

wertvollen Know-how-Transfer. »Wir waren bei unseren ersten<br />

Kongressen überrascht, wie hoch dieser Bedarf ist«, so<br />

der Veranstalter Jürgen Braatz.<br />

»Wir haben es geschafft, die Nachteile fixer Strings durch die<br />

klassische Reihenverschaltung in PV-Anlagen vollständig zu<br />

umgehen und den Beweis erbracht, dass eine intelligente,<br />

variable Verschaltung der einzelnen Module mit dem IPM<br />

SYSTEM ® zu einer erheblichen Effizienzsteigerung führt.«<br />

Damit stellt Markus Emmert klassische Anlagen sprichwörtlich<br />

in den Schatten und zeigt ein enormes Potenzial auf,<br />

dass den Photovoltaikmarkt in den nächsten Jahre regelrecht<br />

revolutionieren wird.<br />

Für die Energieversorgung der Elektromobilität bedeutet<br />

dies quasi, dass allein durch die Energieeffizienzsteigerung<br />

bei dem aktuell angenommenen Marktvolumen der gesamte<br />

Energiebedarf der Elektromobilität vollständig auf Basis<br />

zusätzlicher Erneuerbarer Energien dargestellt werden<br />

kann. Gleichzeitig werden dezentrale Energiestrukturen und<br />

Energieautonomie gefördert.<br />

Mit einer App zur Ertrags- und Mehrertragsabschätzung für<br />

iPhone und Android können Sie im Handumdrehen klären,<br />

ob sich ein IPM SYSTEM ® für Ihre Photovoltaik-Anlage lohnt<br />

und welchen Mehrertrag Sie durch den Einsatz der neuartigen<br />

Technik erzielen können. Neben den umfangreichen<br />

Prognose-Funktionen bietet die Applikation News rund um<br />

das IPM SYSTEM ® und informiert über Funktionsweise und<br />

Merkmale. Die App wird ständig weiterentwickelt und um<br />

neue Funktionen erweitert.<br />

Markus Emmert<br />

Geschäftsführer IPM SYSTEM GmbH & BEM-Beirat<br />

www.ipm-system.com<br />

96 Neue Mobilität Neue Mobilität 97


ERSTE<br />

ELEKTRO<br />

FLOTTEN<br />

»Wir müssen endlich aktiv ein Zeichen<br />

für eine Neue Mobilität setzen.«<br />

BEM-Präsident Kurt Sigl<br />

Vor diesem Hintergrund arbeiten wir seitdem permanent an<br />

neuen Projekten, um die Faszination und Begeisterung für<br />

Elektromobilität im Alltag der Menschen zu verankern.<br />

Wir informieren unsere Mitglieder und viele andere Interessierte<br />

tagesaktuell über unsere Internetseite und den BEM<br />

Bundesverband eMobile Ticker. Unser zweiwöchig erscheinender eMobilität Newsletter<br />

wird mit zunehmender Begeisterung von der eMobilitätsbranche<br />

angenommen. Die konstruktive Zusammenarbeit<br />

und der stetige Austausch mit den relevanten Playern der<br />

Branche zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, unsere<br />

Mitglieder auch weiterhin untereinander zu vernetzen,<br />

um über Branchengrenzen hinaus nachhaltige Kooperationsund<br />

Geschäftsmodelle zu entwickeln.<br />

Wir setzen uns dafür ein, die Mobilität langfristig mit dem Einsatz<br />

Erneuerbarer Energien auf elektrische Antriebsarten umzustellen, um<br />

so den Weg in eine postfossile Gesellschaft aktiv zu begleiten.<br />

www.bem-ev.de<br />

Dabei sind unsere Mitgliedsunternehmen,<br />

BEM eMobile<br />

unser Fachbeirat<br />

Ticker<br />

und insbesondere natürlich unsere Mitarbeiter in der Bun-<br />

Jetzt im App Store<br />

desgeschäftsstelle Berlin, den Landesvertretungen Bayern<br />

und NRW unser wichtigstes Potential und damit direkt verantwortlich<br />

für das, was wir im letzten Jahr gemeinsam geschafft<br />

haben. Ohne diese engagierte Zusammenarbeit wäre<br />

all das nicht möglich gewesen und wir hätten uns nicht so<br />

schnell so gut aufgestellt.<br />

Die ständige Einbindung unserer Mitglieder in die verschiedensten<br />

BEM-Aktionen, Veranstaltungen, Messen, Events<br />

und Projekte ist deshalb eine unserer wichtigsten tagespolitischen<br />

und medialen Aufgaben.<br />

Fuhrparks. Flottenmanagement. Erfahrungsberichte.<br />

98 Neue Mobilität Neue Mobilität 99


erste flotten - eAutos im FLottenmanagement<br />

eAutos im<br />

Flottenmanagement<br />

eLeasing ist bereits jetzt wirtschaftlich<br />

Erste Flotten - eAutos im FLottenmanagement<br />

Elektrofahrzeuge müssen jetzt in Ersten Flotten sichtbar werden. Idealer Einsatzort: Fahrzeugflotten von Unternehmen und<br />

Kommunen. Neben verschiedenen Erhebungen zum Thema »eAutos im Flottenmanagement« wollen wir Ihnen anhand ausgewählter<br />

Leasing-Angebote zeigen, dass sich der Einsatz von eAutos im Fuhrparkmanagement bereits jetzt amortisiert.<br />

1 3 5<br />

Steuermittel zur Förderung von eAutos<br />

direkte Zuschüsse & SteuererleichteRungen<br />

Ausgewählte Beispiele für staatliche Maximalförderung<br />

beim Kauf eines eAutos in Euro<br />

Dänemark<br />

japan<br />

China<br />

Monatsrate: 299,00 € (zzgl. 19% MwSt.)<br />

Anzahlung: 0,00 €<br />

Restwert: 7.999,00 € (zzgl. 19% MwSt.)<br />

Laufzeit: 48 Monate<br />

Für den gesamten Zeitraum gibt es keine Kilometerbegrenzung.<br />

groSSbritannien<br />

frankreich 5.000<br />

deutschland 0.00<br />

Potenzielle Anreize für die Anschaffung von<br />

eFahrzeugen für Fuhrparkverantwortliche<br />

Angaben in Prozent<br />

Steuerbefreiung<br />

Reservierungsmöglichkeiten<br />

von Ladeinfrastruktur<br />

2<br />

6.500<br />

5.600<br />

usa 5.300<br />

10.000<br />

Null-Emissionen-Plakette<br />

54,6%<br />

67,2%<br />

Reservierte Parkplätze in guter Lage<br />

44,5%<br />

Nutzung von Busspuren<br />

42,3%<br />

17.500<br />

Quelle: McKinsey<br />

87,4%<br />

Quelle: McKinsey<br />

Für Berufspendler sind eFahrzeuge die<br />

bessere Wahl<br />

Pendlerstrecken in Prozent (insg. allerdings nur 90%)<br />

bis 10 km 45,8 %<br />

10 bis 25 km 28,1%<br />

25 bis 50 km 11,8 %<br />

50+ km 4,3%<br />

CVO-Barometer 2011<br />

Trends im Fuhrparkmanagement<br />

Fragen an Flottenmanager zum Nutzungspotenzial für<br />

eFahrzeuge in deutschen Unternehmen mit mehr als<br />

1.000 Mitarbeitern<br />

Würden Sie über die Anschaffung von Elektrofahrzeugen<br />

für Ihr Unternehmen nachdenken, wenn Ihnen dadurch<br />

ein Kostenvorteil entstünde?<br />

ja: 41%<br />

Hätten Sie Interesse an einem Test mit eFahrzeugen in<br />

Ihrem Unternehmen?<br />

ja: 37%<br />

Würden Sie eFahrzeuge in Ihrem Unternehmen einsetzen,<br />

wenn die Regierung hierfür Fördermittel freigibt?<br />

ja: 36%<br />

Sehen Sie die Möglichkeit der Imageverbesserung für<br />

Ihr Unternehmen durch den Einsatz von eFahrzeugen?<br />

ja: 23%<br />

4<br />

Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft<br />

Können Sie sich vorstellen, innerhalb der nächsten drei<br />

Jahre eFahrzeuge in Ihrem Unternehmen einzusetzen?<br />

ja: 37%<br />

Demnach ist die Bereitschaft für den Einsatz von eFahrzeugen<br />

in deutschen Firmenfuhrparks nicht nur in Ansätzen<br />

vorhanden. Für einen flächendeckenden Einsatz der<br />

eMobilität müssen die verfügbaren eFahrzeuge aber zunächst<br />

noch ihre Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen.<br />

Quelle: CVO-Barometer 2011<br />

Förder-Leasingpreis für Karabag New 500E<br />

Fahrzeugeckdaten<br />

- Akkumulator: Lithium-Polymer<br />

- Antriebsmotor: 20 KW Drehstrommotor<br />

- Rekuperation: ja<br />

- Höchstgeschw.: 110 km/h<br />

- Reichweite: bis 140 km<br />

- Ladezeit: 7 - 8 Std. (230 V)<br />

- Leergewicht: 1.120 kg<br />

- Sitzplätze: 4<br />

Im Rahmen des Förderprojekts Elektromobilität im<br />

Hamburger Wirtschaftsverkehr - gefördert vom Bundesministerium<br />

für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung<br />

(BMVBS) und koordiniert von der Nationalen Organisation<br />

Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie<br />

(NOW) GmbH - gibt es einen speziellen Förder-Leasingpreis<br />

i.H.v. 299,00 € (ohne MwSt.) für den Karabag<br />

New 500E (basiert auf einem Fiat 500). Das Angebot<br />

beinhaltet eine spezielle 4-jährige E-Drive-Garantie,<br />

mit der jegliche Regelwartungsdienste, TÜV-, HUund<br />

AU-Gebühren, Verschleißreparaturen sowie verschleißbedingte<br />

Motorschäden abgedeckt werden.<br />

Kostenvergleich Benzin- / Elektrofahrzeug<br />

Kostenvergleich Fiat 500<br />

monatlich<br />

Leasingpreis<br />

Steuern<br />

Versicherung<br />

Verbrauch / 1.000 km<br />

Wartung<br />

monatliche Kosten<br />

(Benzinmotor)<br />

200,00 €<br />

2,70 €<br />

70,00 €<br />

**104,30 €<br />

35,00 €<br />

412,00 €<br />

Karabag New<br />

500E<br />

299,00 €<br />

0,00 €<br />

*35,00 €<br />

***26,40 €<br />

0,00 €<br />

360,40 €<br />

* Itzehoer Kfz-Versicherungspaket<br />

** Berechnung basiert auf einem Benzinpreis i.H.v. 1,49 € / Liter<br />

bei einem kombinierten Verbrauch von 7 Liter / 100 km<br />

*** Berechnung nach einem Strompreises i.H.v. 0,24 €/ kWh bei<br />

einem kombinierten Verbrauch von 11 kWh / 100 km<br />

Quelle: Karabag Gruppe<br />

Mobility-Flatrate für den Tazzari Zero<br />

6<br />

Die Smiles AG bietet für den Tazzari Zero eine einmalige<br />

Mobility-Flatrate für die ersten vier Jahre ab<br />

559,00 € an<br />

• Stromkosten-Flatrate mit 100.000 km/Jahr<br />

• Kosten für Kfz-Steuer, Haft- und Vollkaskoversicherung<br />

• Kostenloser Kundendienst<br />

• Volle Garantieleistung auf das Batteriesystem<br />

Eine detaillierte Kostenaufstellung (alle Beträge inkl.<br />

19% MwSt.) bietet die Smiles AG für den Tazzari Zero<br />

- zudem gibt es einen analogen Kostenvergleich mit<br />

einem Smart fortwo.<br />

Kostenvergleich Tazzari Zero mit<br />

Smart fortwo<br />

Berechnungsbasis: vier Jahre Haltedauer bei einer<br />

Fahrleistung von 15.000 km/Jahr.<br />

Kostenart<br />

Kaufpreis<br />

Wertverlust inkl.<br />

Batterie (4 Jahre)<br />

Wertverlust in<br />

Prozent (4 Jahre)<br />

Fixkosten (4 Jahre)<br />

Werkstattkosten<br />

(4 Jahre)<br />

Energie-, Kraftstoffkosten<br />

u.<br />

Pflegeaufwand<br />

(4 Jahre)<br />

Summe der Kosten<br />

(4 Jahre)<br />

Kosten / Jahr<br />

Kosten / Monat<br />

Kosten / Kilometer<br />

Tazzari<br />

ZERO<br />

24.499,00 €<br />

7.228,00 €<br />

- 30%<br />

3.567,36 €<br />

1.120,00 €<br />

2.500,00 €<br />

14.415,36 €<br />

3.603,84 €<br />

300,32 €<br />

0,24 €<br />

Smart fortwo/fossil<br />

coupé 1.0 pure (45 KW)*<br />

10.190,00 €<br />

7.236,00 €<br />

- 71%<br />

* Angaben entnommen aus ADAC-Autokosten <strong>05</strong>/2011<br />

4.316,00 €<br />

1.760,00 €<br />

4.880,00 €<br />

18.191,29 €<br />

4.547,82 €<br />

4.547,82 €<br />

378,99 €<br />

0,30 €<br />

Quelle: SMILES AG<br />

100 Neue Mobilität Neue Mobilität 101


Erste Flotten - m+p gruppe<br />

Erste Flotten - Athlon Car Lease<br />

Elektromobilität als ganzheitlicher<br />

Lösungsansatz<br />

eMobilität, eine neue Herausforderung für Verbraucher, Fahrzeughersteller und<br />

Energieversorgungsunternehmen. Die m+p gruppe bietet bereits heute marktfähige<br />

Produkte.<br />

Ja zum Elektroauto<br />

Trau Dich für 48 Monate - aber nicht ohne die richtige Leasinggesellschaft<br />

Die m+p gruppe steht als technische Unternehmensberatung<br />

für Fortschritt und Innovation. Basierend auf den langjährigen<br />

Produkten und Erfahrungen liefert m+p einen ganzheitlichen<br />

Lösungsansatz rund um das Thema Elektromobilität.<br />

In dem neuen und hochdynamischen Markt der eMobilität,<br />

bei dem längst noch nicht geklärt ist, welche Technologien,<br />

Konzepte und Hersteller sich langfristig etablieren werden,<br />

haben Lösungen, die noch keine finale Kaufentscheidung<br />

abverlangen, deutliche Vorteile.<br />

Elektromobilität in Kombination mit Contracting ermöglicht<br />

Kostensenkungspotentiale<br />

Gerade in Kombination mit Energieeffizienzlösungen der<br />

m+p gruppe sind bereits heute bei ausgewählten Kunden<br />

Nutzungskonzepte im Bereich der Elektromobilität denkbar,<br />

die nicht nur bedarfsorientiert, sondern auch wirtschaftlich<br />

sind. Der zurzeit noch hohe Anschaffungspreis verlangt nach<br />

diesen innovativen Lösungsansätzen.<br />

Mehrwert der Elektromobilität durch Integration im Lastmanagement<br />

In Zukunft bietet die Kombination der Mobilität mit dem<br />

Lastmanagement der Energiewirtschaft interessante<br />

monetäre Perspektiven. Lastprofile und die Möglichkeiten<br />

diese zu beeinflussen sind ein preisbildender Faktor<br />

bei der Strombeschaffung. Dies dürfte im Rahmen der<br />

Energiewende noch zunehmen. Sämtliche Konzepte<br />

und Technologien, die hier aktiv Einfluss nehmen, sind<br />

daher in diesem Zusammenhang von Interesse. Sicher<br />

steht die Elektromobilität hier in Konkurrenz zu weiteren<br />

Lösungsansätzen. Die Einflussmöglichkeit, oder als Bindeglied,<br />

zwischen zwei großen Themen wie der Mobilität und<br />

der Energiewirtschaft bieten wirtschaftlich interessante<br />

Perspektiven.<br />

Auf Industriegeländen, in Krankenhäusern oder in größeren<br />

Arealen sind bereits heute zahlreiche Elektrofahrzeuge wie<br />

Gabelstapler, Kleintransporter, usw. im Einsatz. Legt man<br />

deren maximale Ladeleistung über die entsprechenden<br />

Lastprofile der Standorte und ermittelt den monetären<br />

Effekt durch eine optimierte Einbindung, so kommt man<br />

schnell auf interessante Ergebnisse. Werden diese monetären<br />

Effekte wenigstens teilweise aktiviert und ein Anteil der<br />

Elektromobilität zugeschlagen, so ergibt sich unter dieser<br />

ganzheitlichen Betrachtungsweise bereits heute eine interessante<br />

Wirtschaftlichkeit.<br />

Elektromobilität als Spaßfaktor<br />

In München wurde der erste E-mobility Shop eröffnet, in<br />

dem Elektrofahrzeuge jeglicher Art auch von Privatkunden<br />

ausgeliehen werden können. Wo das Flatrate-Produkt für<br />

Firmenkunden Laufzeiten von 2 bis 5 Jahren hat, sind hier<br />

auch kürzere Nutzungszeiten, ab einer Stunde, einem Tag,<br />

einem Wochenende bis hin zu mehreren Wochen und Monaten<br />

möglich. Von kurzen Touren mit eBikes oder Segways über<br />

die Nutzung von Elektroautos und Motorrädern bis hin zu<br />

Fahrzeugen für Kleinkinder ist alles möglich.<br />

Arthur Dornburg<br />

Geschäftsführer m+p consulting Süd GmbH<br />

www.mp-gruppe.de<br />

Elektromobilität wird bei m+p Realität<br />

Ja. Elektroautos sind begehrt. Ja. Sie sind wohl das<br />

Exklusivste, was derzeit auf deutschen Straßen anzutreffen<br />

ist. Und ja, sie sind nur schwer zu kriegen.<br />

Unternehmen, die heute ein eAuto leasen wollen, brauchen<br />

vor allem eines: keinen Leasinggeber mit Stand-alone-<br />

Anspruch sondern mit einem Standing im eMarkt. Denn am<br />

wahrscheinlichsten ist es, dass ein Unternehmen erst gar<br />

kein Auto bekommt, weil die meisten Leasinggesellschaften<br />

keine im Angebot haben. Wir schon. Der Peugeot iOn zum<br />

Beispiel ist aktuell noch lieferfähig. Denn eAutos sind derzeit<br />

ein Verkäufermarkt. Die Angebote für Unternehmen, die ein<br />

eAuto leasen wollen, sind dementsprechend rar. Die meisten<br />

eFahrzeuge sind noch als Testwagen unterwegs und nur<br />

ausgesuchten Fahrern vorbehalten. Ebenso ausgesucht sind<br />

auch die herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften, die<br />

Elektroautos verleasen. Nur kleine Hersteller-Kontingente<br />

erreichen bisher Europa. Die Nachfrage nach eAutos<br />

übersteigt bei weitem das Angebot und zwar nicht nur im<br />

B2C-Geschäft zum Endkunden. Sondern auch im B2B-Bereich:<br />

Nicht alle können gleich beliefert werden.<br />

Um zu den Auserwählten zu gehören, gilt es sich in Position zu<br />

bringen. Das Auswahlkriterium, um miteinander ins Geschäft<br />

zu kommen ist die Expertise. Sie macht zu einem gefragten<br />

Partner, der gemeinsam mit anderen den Markt erschließen<br />

kann. Größe oder Markenbekanntheit spielen dabei keine<br />

Rolle - sondern die eKompetenz. Anders ist es nicht zu<br />

erklären, dass Tesla, Mia, Renault und Opel - um nur einige<br />

zu nennen - einen Kooperations-Vertrag mit Athlon Car Lease<br />

geschlossen haben. Um ein eAuto leasen zu können, muss<br />

also nicht nur eine Leasinggesellschaft gefunden werden, die<br />

»Ja« dazu sagt, sondern zu der auch der Markt »Ja« sagt.<br />

Leasingunternehmen müssen daher die »Richtigen« finden,<br />

entsprechende Bindungen eingehen und Kooperationen<br />

schaffen.<br />

Genau das also, was ein Leasingnehmer nicht möchte: Es soll<br />

nichts Festes sein, er will sich nicht binden. Nein: eLeasing<br />

muss nicht für immer sein. Daher stellen wir nicht sofort<br />

eine ganze Flotte auf den Hof und zementieren massenhaft<br />

Ladesäulen auf dem Parkplatz, sondern installieren vielleicht<br />

nur eine Lade-Wandbox in der Tiefgarage. Wir analysieren<br />

alle Voraussetzungen, damit eMobilität professionell und<br />

nachhaltig starten kann. Ist zum Beispiel ein Solardach<br />

vorhanden, beziehen wir das in unser Energie-Konzept mit<br />

ein. Kurz gesagt: Es braucht eine Leasinggesellschaft, die<br />

entsprechende Verbindungen eingegangen ist - um den<br />

Leasingnehmern einen unabhängigen Start in Elektromobilität<br />

zu ermöglichen. Und zwar zu kalkulierbaren Kosten. Einige<br />

Beispiele: Opel Ampera - Leasingrate netto: 599,00 Euro- 60<br />

Monate - 10.000 km im Jahr, Peugeot iOn - Leasingrate netto:<br />

449,00 Euro- 48 Monate - 10.000 km im Jahr, Mia - Leasingrate<br />

netto: 399,00 Euro- 48 Monate - 10.000 km im Jahr.<br />

Bisher haben nur wenige Versicherungen Erfahrung mit<br />

Elektroautos und bieten wettbewerbsfähige Policen an. Wir<br />

haben sie. Auch der Schadensservice ist bereits auf dem<br />

Weg. Dazu kommt die Frage nach dem Stromlieferant. Sollte<br />

die Ladesäule verschlüsselt werden, um unbefugtes Tanken<br />

ausschließen zu können? Welcher Stromanbieter ist grün<br />

und günstig? Kann der selbstproduzierte Strom verwendet<br />

werden? Erfolgt die Abrechnung pro eAuto? Lauter offene<br />

Fragen, auf die ein Leasinggeber verbindlich antworten können<br />

muss. Das bedeutet: Er muss genau berechnen, womit der<br />

Kunde am besten fährt, alle Produkte und Dienstleistungen<br />

dann auch aus einer Hand beschaffen können und auch<br />

Zugriff auf die gewünschten Fahrzeugkontingente und<br />

Beratungsdienstleistungen der Partner haben. Erst wenn<br />

der Leasinggeber zu allem ein verlässliches »Ja«-Wort geben<br />

kann, funktioniert das eLeasing für alle Beteiligten.<br />

René Roeder<br />

Athlon Car Lease Germany GmbH & Co. KG<br />

www.athloncarlease.de<br />

102 Neue Mobilität Neue Mobilität 103


Erste Flotten - Legal corner<br />

Erste Flotten - Legal Corner<br />

Leasing und Elektromobilität<br />

Dipl.-Kfm. Volker Gattringer & Dr. Frank Thomas<br />

Bei der Finanzierung von Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor<br />

ist das Leasing heute nicht mehr weg zu denken. Nach<br />

Angaben des Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen<br />

e.V. wurden im Jahre 2010 bewegliche Wirtschaftsgüter<br />

in Höhe von 41,<strong>05</strong> Mrd. Euro auf dem Wege des Leasings<br />

finanziert. Der Pkw-Anteil beträgt dabei 52,6%. Es ist also<br />

zu erwarten, dass sich dieser Trend auch in der Zukunft bei<br />

Elektroautos fortsetzen wird. Die Gründe hierfür sind vielgestaltig.<br />

Teils soll durch die Leasingkomponente eine verbreitete<br />

Unsicherheit gegenüber der Lebensdauer der Batterie<br />

begegnet werden, teils dient das Leasingangebot dazu, die<br />

Total Cost of Ownership des Elektroautos (geringere Wartungskosten<br />

und KfZ-Steuer) gegenüber den konventionellen<br />

Fahrzeugen vergleichbarer zu gestalten.<br />

Dabei zeichnen sich im Bereich Leasing bereits einige interessante<br />

Marktentwicklungen ab, die es bei konventionellen<br />

Pkw mit Verbrennungsmotor in dieser Form nicht gibt.<br />

So sind einige Fahrzeughersteller dazu übergegangen, ihre<br />

Elektroautos ausschließlich als Leasingfahrzeuge anzubieten<br />

(z.B. der Peugeot iOn). Andere verkaufen das Elektroauto,<br />

planen aber die Batterie nur über einen Leasingvertrag anzubieten<br />

(z.B. Renault Kangoo Z.E., Smart ed).<br />

Während das Leasing des gesamten Elektrofahrzeugs kaum<br />

Besonderheiten gegenüber dem Leasing von konventionellen<br />

Fahrzeugen mit einem Verbrennungsmotor aufweist,<br />

wirft das Leasing der Batterie einige juristische Fragen auf.<br />

Für den Leasinggeber entscheidend ist nämlich die Frage, ob<br />

die Batterie ein eigenständiger Sicherungsgegenstand sein<br />

kann. Hierbei ist zunächst einmal zu klären, ob es überhaupt<br />

ein getrenntes Eigentum an Batterie einerseits und Fahrzeug<br />

andererseits geben kann. Oder mit anderen Worten: Handelt<br />

es sich bei der Batterie aus zivilrechtlicher Sicht um einen<br />

wesentlichen Bestandteil des Elektrofahrzeugs, so dass<br />

nach dem Einbau die Batterie nicht mehr Gegenstand gesonderter<br />

Rechte sein kann, oder handelt es sich um einen<br />

sogenannten einfachen Bestandteil?<br />

Die Rechtsprechung stellt bei der Einordnung von Bestandteilen<br />

eines Pkw bislang weniger auf technische, sondern<br />

eher auf wirtschaftliche Aspekte ab. So wurde zum Beispiel<br />

der serienmäßige Verbrennungsmotor als einfacher Bestandteil<br />

angesehen, weil der Pkw-Motor konstruktionsbedingt<br />

gesondert nutzbar und anderweitig verwertbar ist. Entsprechendes<br />

gilt für die Räder und die Bereifung. Diese Grundsätze<br />

können entsprechend auch auf die Batterie übertragen<br />

werden. Auch hier ist der Ausbau ohne eine Zerstörung oder<br />

Wesensänderung der Batterie möglich. Die Batterie kann zudem<br />

in Abhängigkeit von ihrer verbleibenden Restnutzungsdauer<br />

gesondert verwertet werden oder wiedereingesetzt<br />

werden. Es ist daher zu erwarten, dass die Rechtsprechung<br />

auch die Batterie als einfachen Bestandteil ansehen wird.<br />

Mit dem Einbau geht das Eigentum an der Batterie somit<br />

nicht verloren und die Batterie kann grundsätzlich eine eigenständige<br />

Kreditsicherheit sein. Diese deutsch-rechtliche<br />

Beurteilung muss sich aber bei einer Verbringung des Pkw<br />

nebst Batterie im Ausland nicht zwingend fortsetzen. In einem<br />

solchen Fall müsste der Batterieeigentümer also Vorkehrungen<br />

gegen eine Verbringung des Elektrofahrzeuges,<br />

genauer: der Batterie, in diese Länder treffen.<br />

Aber auch in Deutschland bleibt dem Batterieeigentümer<br />

ein Wermutstropfen nicht erspart: Während sich der Leasinggeber<br />

eines Pkw, indem er den KfZ-Brief (die korrekte<br />

Bezeichnung lautet »Zulassungsbescheinigung Teil II«) zurückbehält,<br />

relativ gut gegen einen Eigentumsverlust durch<br />

eine unberechtigte Veräußerung des Pkw schützen kann,<br />

hat der Batterie-Leasinggeber diese Möglichkeit nicht. Einen<br />

»Batterie-Brief« oder ein dem Grundbuch entsprechendes<br />

»Batterie-Register« gibt es nicht. Würde beispielsweise der<br />

Eigentümer des Elektrofahrzeugs dieses (absichtlich oder<br />

unabsichtlich) mitsamt Batterie an einen gutgläubigen Dritten<br />

veräußern, würde der Batterie-Leasinggeber sein Eigentum<br />

an der Batterie an diesen Dritten verlieren. Eine Möglichkeit<br />

dies zu verhindern wäre die Anbringung einer Plakette<br />

an der Batterie und im Fahrzeuginnenraum, welche darauf<br />

hinweist, dass sich die Batterie im Eigentum des Leasinggebers<br />

befindet. Ein sicherer Schutz kann dadurch aber nicht<br />

gewährleistet werden, da es theoretisch auch ohne nähere<br />

Besichtigung des Fahrzeugs zu einer Veräußerung kommen<br />

kann. Für einen gutgläubigen Erwerb stellt die Rechtsprechung<br />

im Wesentlichen allein auf die Vorlage des KfZ-Briefes<br />

ab. Besser wäre es daher, wenn der Batterie-Leasinggeber<br />

sein Eigentum an der Batterie durch den Hersteller bereits<br />

im KfZ-Brief eintragen lassen könnte, zum Beispiel im Feld<br />

23 der Zulassungsbescheinigung Teil II »Raum für interne<br />

Vermerke des Herstellers«. Ob eine solche Vorgehensweise<br />

von den Zulassungsstellen unterstützt wird, muss die zukünftige<br />

Praxis noch erweisen. Sollte dies nicht der Fall sein,<br />

wäre der Gesetzgeber gefordert eine Regelung einzuführen,<br />

welche das Recht des Batterieeigentümers vor einem gutgläubigen<br />

Erwerb durch Dritte schützt.<br />

Rechtsanwälte<br />

K&L Gates LLP<br />

www.klgates.com<br />

Zukunftsweisend CO 2<br />

Emissionen reduzieren<br />

Dipl.-Kfm. Volker Gattringer Dr. Frank Thomas<br />

volker.gattringer@klgates.com frank.thomas@klgates.com<br />

Autoabgase schaden der Umwelt.<br />

In naher Zukunft werden die PKW-Hersteller am<br />

CO 2<br />

-Ausstoß ihrer Fahrzeuge gemessen und mit<br />

zusätzlichen Kosten belastet, wenn sie die gesetzlichen<br />

Auflagen hinsichtlich Schad stoffausstoß<br />

nicht erfüllen.<br />

SKF bietet zur Reduzierung von CO 2<br />

-Emissionen<br />

ein komplettes Spektrum an Produkten und<br />

Dienstleistungen – vom einzelnen Wälzlager und<br />

Dichtring bis zu Gesamtlösungen für den<br />

Antriebsstrang. Beispielsweise können wir für<br />

einen Achs antrieb den CO 2<br />

-Ausstoß um bis zu<br />

4 g verringern – verglichen mit herkömmlichen<br />

Lösungen. Mit der neu ent wickelten<br />

SKF Software (VEP) lassen sich die mit<br />

unseren Produkten realisierbaren<br />

Ein sparungen in heutigen und neu artigen<br />

Antriebskonzepten berechnen. Insgesamt<br />

bringen die SKF Lösungen eine Ver ringerung<br />

um 10 g CO 2<br />

pro Kilometer.<br />

The Power of Knowledge Engineering<br />

104 Neue Mobilität


Erste Flotten - e8energy<br />

Erste Flotten - e8energy<br />

Grünes Licht für<br />

Elektromobilität<br />

e8energy startet Pilotprojekt auf Sylt<br />

auto zur Verfügung. Damit Nadja auch ökologisch korrekt unterwegs<br />

ist, wird das Fahrzeug natürlich mit 100% Ökostrom<br />

beladen.<br />

Wer sich ein Bild von Nadja Käther machen möchte, der ist<br />

herzlich eingeladen. Unter www.nadja-kaether.de gibt sie<br />

Einsichten in ihre noch junge, aber hoffnungsvolle Karriere.<br />

eMobilität & Erneuerbare Energien<br />

e8energy bietet ein segmentübergreifendes Produkt- und<br />

Leistungsportfolio im eMobilitätsbereich, vor dem Hintergrund<br />

der ausschließlichen Nutzung Erneuerbarer Energien.<br />

Die Kernaspekte unternehmerischen Handelns sind bei<br />

e8energy Umweltfreundlichkeit, Klimaneutralität und<br />

Nachhaltigkeit.<br />

Mit der Errichtung einer überregionalen Ladeinfrastruktur<br />

und dem Angebot von Citroën Elektrofahrzeugen, wird so<br />

bereits heute die ganzheitliche und nachhaltige Funktionalität<br />

von Elektromobilität bewiesen. Durch die Einbindung<br />

lokaler und überregionaler regenerativer Energieversorger<br />

und individuell konfigurierbarer Ladeprodukte wird so von<br />

der Energieerzeugung bis zum Verbrauch jeder Schritt abgebildet<br />

und umgesetzt.<br />

Die entwickelten Ladeprodukte erlauben eine flexible Anpassung<br />

an Kundenvorgaben und mögliche technische Änderungen<br />

im Hinblick auf die Zukunft. Durch den modularen<br />

Aufbau ist es so möglich eventuell auftretenden technischen<br />

Veränderungen von beispielsweise Ladeströmen oder Steckern<br />

schnell und flexibel zu begegnen. Neben Lösungen im<br />

Heim- und Geschäftsbereich, liegt ein besonderer Fokus auf<br />

Produkten für die öffentliche Nutzung.<br />

So schafft die »@life«-Ladesäule ein flächendeckendes<br />

Versorgungsnetzwerk, während der »Quickch@rger« an<br />

strategischen Knotenpunkten, in unter 30 Minuten 80% der<br />

Batterieleistung nachladen kann, respektive in 5 Minuten bis<br />

zu 40 km Reichweite nachlädt. Hervorzuheben ist auch die<br />

»Smart-Grid«-Tauglichkeit aller Produkte, die es in Zukunft<br />

ermöglichen soll, eine globale Infrastruktur zur Nutzung von<br />

Fahrzeugen als mobile Speicher für Erneuerbare Energien<br />

aufzubauen und zu nutzen.<br />

Dirk Dressler & Rachid Ait Bouhou<br />

Geschäftsführer e8energy GmbH<br />

www.e8energy.de<br />

Einweihung der beiden Ladesäulen des Hamburger Herstellers e8energy GmbH in List und Kampen<br />

Mit großem Interesse seitens Medien und Bevölkerung fand<br />

am 30. Juni 2011 die Einweihung der beiden Ladesäulen des<br />

Hamburger Herstellers e8energy GmbH statt. Die Standorte<br />

der zwei Ladesäulen befinden sich in List und Kampen;<br />

drei weitere sind bereits in Planung. Die Schaffung von Infrastruktur<br />

ist Teil des neuen Energie- und Mobilitätskonzeptes<br />

EVS (Energieversorgung Sylt).<br />

»Ein Elektroauto ist nur dann wirklich umweltfreundlich,<br />

wenn es mit regenerativ erzeugter Energie betrieben wird«,<br />

machte Geschäftsführer Dirk Dreßler während der Pressekonferenz<br />

deutlich. Gemeinsam mit Kooperationspartner<br />

Citroën hatte e8energy zum Informationstag nach Sylt geladen,<br />

wo Vertreter von Medien, Verbänden und Organisationen<br />

(u.a. Organisation Deutscher Nachhaltigkeitspreis,<br />

Bundesverband eMobilität) die Gelegenheit hatten, sich von<br />

der Praxistauglichkeit des Konzeptes zu überzeugen. Die<br />

mehr als 60 Teilnehmer der Veranstaltung nutzten die neun<br />

eFahrzeuge ausgiebig, sodass die Ladesäulen durchgehend<br />

in Betrieb waren.<br />

In diesem Praxistest stellten die von Citroën eingesetzten<br />

sieben C-Zero und zwei Berlingo First Electric eindrucksvoll<br />

unter Beweis, wie unkompliziert sowohl Aufladen als auch<br />

Fahren mit einem eMobil sind. Ein kleines Display im Armaturenbrett<br />

zeigt permanent die noch zur Verfügung stehenden<br />

Kilometer an - 150 sind es beim C-Zero im komplett aufgeladenen<br />

Zustand. Die Schnellladestation »Quickch@rger«<br />

von e8energy ermöglicht das in ca. 30 Minuten; die beiden<br />

Säulen auf Sylt arbeiten dabei mit dem aus 100% Erneuerbaren<br />

Energien erzeugtem Strom von Anbieter Greenpeace<br />

Energy.<br />

Die junge, talentierte Leichtathletin Nadja Käther vom HSV<br />

Leichtathletik-Kader wird ab sofort von e8energy »unter<br />

Strom« gesetzt.<br />

Anlässlich der Einweihung der zwei Strom-Ladestationen<br />

auf Sylt wurde ein Elektrofahrzeug der Marke Citroën C-Zero<br />

Airdream in spezieller Lackierung und Beklebung an die<br />

Weitspringerin Nadja Käther übergeben. Nadja Käther eignet<br />

sich in besonderer Weise als Testimonial für die ebenfalls<br />

junge und dynamische Firma e8energy.<br />

Beide kommen aus Hamburg. Beide haben ambitionierte<br />

Ziele. Beide wollen in der Weltelite mitspielen..<br />

e8energy stellt der Bundesathletin für die Fahrten zwischen<br />

Trainingsstätte, Wohnung, Universität und Familie ein Elektro-<br />

106 Neue Mobilität


Erste Flotten - FORMULA STUDENT ELECTRIC<br />

Erste Flotten - FORMULA STUDENT ELECTRIC<br />

DUT Racing<br />

Das Formula Student Team der Universität Delft<br />

SKF GmbH unterstützt<br />

Ingenieurnachwuchs<br />

Interview mit Klaus Hofmann<br />

Quelle: Formula Student Germany, Fotograf: Almonat<br />

Quelle: Formula Student Germany, Fotograf: Kröger<br />

Seit 2000 nimmt das DUT Racing Team an der Formula Student<br />

teil. Nach 10 Jahren Erfahrung mit Leichtbau und Verbrennungsmotoren,<br />

sowie den Gesamtsiegen 2008 und<br />

2010 in Hockenheim war es an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren:<br />

Die Formula Student Electric.<br />

Vor der Designphase führte das Team eine Simulation des<br />

Wettbewerbs durch. Ziel war es herauszufinden, mit welcher<br />

Kombination aus Motorleistung und Batteriekapazität die<br />

meisten Punkte erreicht werden könnten.<br />

Ergebnis ist ein Leichtbau-Elektrorennwagen mit zwei eMotoren,<br />

die jeweils ein Hinterrad antreiben. Ein Gesamtgewicht<br />

von 177 kg und eine Spitzenleistung von 55 kW zeigen<br />

das Potential. Den Strom hält ein Lithium-Ionen-Akku mit<br />

einer Kapazität von 5,7 kWh bereit. Der elektrische Antriebsstrang,<br />

das Chassis, das Fahrwerk und die Niederspannungselektronik<br />

wurden gemäß den Bedürfnissen des elektrischen<br />

Antriebskonzepts angepasst.<br />

Zu Beginn mussten in den statischen Events die verschiedenen<br />

Entwicklungsentscheidungen verteidigt werden. Zum<br />

Beispiel musste erklärt werden, warum man sich für die Batteriekapazität<br />

von nur 5,7 kW entschied, obwohl diese für<br />

das Beenden des Endurance unter Volllast nicht ausreichend<br />

ist. Die Antwort: das geringe Fahrzeuggewicht minimiert den<br />

Stromverbrauch, sodass die für Energieeffizienz vergebenen<br />

Punkte die geringfügig schlechteren Rundenzeiten ausgleichen<br />

sollten. Im Cost Report wurden dann die Produktionskosten<br />

detailliert bewertet. Teil des Wettbewerbs ist auch<br />

die Erstellung eines Businessplans für eine hypothetische<br />

Produktion von 1.000 Fahrzeugen pro Jahr.<br />

Nach den statischen Disziplinen ging es auf die Rennstrecke.<br />

Nach dem Wet Skid Pad und dem Beschleunigungsrennen<br />

zeigte sich die Überlegenheit der elektrischen gegenüber<br />

den verbrennungsmotorisierten Rennwagen. Dennoch<br />

machte sich im Team Enttäuschung breit. Sie waren unter<br />

den besseren Teams, aber nicht gut genug. Wie würde also<br />

die Leistung auf der Rennstrecke aussehen? Der Fahrer war<br />

zuversichtlich, den Autocross gewinnen zu können. Aber es<br />

gab Probleme mit dem Grip: schlechte Reifen, eine falsche<br />

Fahrwerksabstimmung..? Also musste im Ausdauerrennen<br />

Samstag Nacht einige Zeit gut gemacht werden. »Die Kombination<br />

aus Dunkelheit, starkem Regen und gespenstisch<br />

leisen Elektrorennwagen war spektakulär. Danach hieß es:<br />

einen Tag warten. Dann kam die Siegerehrung und nach vielen<br />

Preisen in Teildisziplinen für unser Team folgte die Krönung:<br />

wir haben das Siegerauto 2011 gebaut«, freute sich<br />

Paul van Tricht vom DUT Racing Team.<br />

Paul van Tricht<br />

DUT Racing Team<br />

paul.tricht@gmail.com<br />

Vom 02. bis 07. August 2011 fand zum zweiten Mal die Formula<br />

Student Electric statt. Für den Wettbewerb mit Elektrofahrzeugen<br />

konstruieren über 2.000 Studenten aus 31 Teams jeweils<br />

einen konkurrenzfähigen Elektro-Rennwagen. Der Automobilzulieferer<br />

SKF GmbH unterstützte als Sponsor in diesem Jahr<br />

9 Teams. Im Gespräch mit der <strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong> erklärt Klaus<br />

Hofmann worin das Engagement der Firma besteht.<br />

Neben anderen Eco-Wettbwerben engagieren Sie sich stark<br />

bei der Formula Student. Wie sieht das Konzept aus?<br />

Zunächst unterstützen wir die Teams mit einem attraktiven<br />

Materialbudget über das gesamte Produktportfolio hinweg.<br />

Das reicht von energieeffizienten Lagern, über Dichtungen,<br />

Mechatronik bis hin zu moderner Messtechnik für Anwendungen<br />

im Automobilbau oder Luftfahrttechnik. Das alleine ist<br />

uns aber zu wenig. Wir laden unsere jungen Partner zu Tech<br />

Days ein, informieren sie regelmäßig über Neues aus der Entwicklung<br />

und unterstützen auch bei der Beschaffung von speziellen<br />

Teilen für die Einsatzfahrzeuge.<br />

Ist es nicht schwierig die Teams neben dem normalen Tagesgeschäft<br />

immer zeitnah mit den notwendigen Teilen zu<br />

versorgen?<br />

In der Tat ist das eine große Herausforderung und hat für uns<br />

höchste Priorität. Wenn, wie geschehen bei zwei Teams, infolge<br />

eines Aufhängungsschadens, das Radlager in Mitleiden-<br />

schaft gezogen wurde, und das wenige Tage vor dem Hockenheim-Event,<br />

dann werden auch Überstunden gemacht. Durch<br />

die weltweite Vernetzung mit unseren Logistikzentren und den<br />

Werken kommt es häufig vor, dass ein Team fünf verschiedene<br />

Artikel bestellt und diese termingerecht aus 5 verschiedenen<br />

Ländern angeliefert werden. Offensichtlich haben wir den Prozess<br />

gut im Griff, so wie wir das aus dem Feedback unserer<br />

Teams entnehmen können.<br />

Welchen Nutzen sehen Sie konkret für Ihr Unternehmen?<br />

Der Nutzen ist vielschichtig. Bei der großen Kreativität und<br />

Innovationskraft der angehenden Ingenieure lernen auch wir<br />

und gewinnen Platz für neue Ideen. Nehmen wir den Leichtbau.<br />

Um im Wettbewerb bestehen zu können müssen sich<br />

die jungen Bauteilkonstrukteure an die Auslegungsgrenzen<br />

herantasten. Wir erleben hier in Hockenheim Teams, die vom<br />

Verbrenner erstmals auf Elektroantrieb umgestiegen sind und<br />

auf Anhieb die Fahrzeugmasse auf das Niveau des Verbrenners<br />

gebracht haben. Das ist eine großartige Leistung und<br />

eine der großen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt,<br />

um die Elektromotorisierung auf unseren Straßen weiter zu<br />

bringen.<br />

Klaus Hofmann // Product Manager ECO Competition Cars<br />

klaus.hofmann@skf.com<br />

www.skf.com<br />

108 Neue Mobilität Neue Mobilität 109


Erste Flotten - RWTH Aachen<br />

Erste Flotten - RWTH Aachen<br />

Mobilität braucht Flexibilität<br />

Konzept eines modularen Antriebsstrangs für Elektrofahrzeuge<br />

Modul ausgetauscht werden muss und nicht der ganze teure<br />

Batteriespeicher. Auch die installierte Antriebsleistung ist<br />

skalierbar. Das Fahrzeug kann mit zwei oder mit vier identischen<br />

Antriebsmodulen aufgebaut werden. Mit solch einem<br />

Design werden keine hohen Drehmomentdichten benötigt,<br />

so dass Hochdrehzahlantriebe mit bis zu 30.000 rpm ohne<br />

Permanentmagnete verwendet werden können. Mit Hilfe von<br />

integrierten Getrieben mit hoher, fester Übersetzung wird<br />

so eine hohe Leistungsdichte erreicht. Materialkosten und<br />

Gewicht werden entsprechend reduziert.<br />

Die Entwicklung von Elektrofahrzeugen darf sich nicht nur<br />

auf die Verbesserung einzelner Komponenten konzentrieren,<br />

sondern sollte einem interdisziplinären Gesamtsystemansatz<br />

folgen, der das Zusammenspiel aller Komponenten berücksichtigt.<br />

Diese Herangehensweise wird seit über 40 Jahren<br />

am Institut für Stromrichtertechnik und elektrische Antriebe<br />

verfolgt. Prof. Rik W. De Doncker und sein Team arbeiten an<br />

elektrischen Antriebssystemen, leistungselektronischen<br />

Bauelementen und Umrichtern. Unter der Leitung von Dirk<br />

Uwe Sauer werden elektrochemische Speichersysteme untersucht.<br />

Da somit die Kompetenz für alle Komponenten eines<br />

elektrischen Antriebsstrangs an einem Ort gebündelt ist, kann<br />

effektiv an der Optimierung des Gesamtsystems gearbeitet<br />

werden. Insgesamt forschen und entwickeln am ISEA zur Zeit<br />

mehr als 70 Wissenschaftler und Ingenieure gemeinsam mit<br />

mehr als 50 Studenten an Leistungselektronik, Antrieben und<br />

Batterien.<br />

Elektrofahrzeuge müssen preislich deutlich wettbewerbsfähiger<br />

werden, damit sie kein Nischenprodukt bleiben.<br />

Signifikantes Kostensenkungspotential steckt aber nicht<br />

nur in der Optimierung einzelner Komponenten, sondern vor<br />

allem im radikalen Neudenken des Gesamtsystems unter<br />

Berücksichtigung der elektrotechnischen Möglichkeiten. Mit<br />

einem hoch integrierten System, das von den Forschungsgruppen<br />

des ISEA entwickelt wurde, kann heute schon das<br />

Konzept eines frei skalierbaren und modularen Antriebsstrang<br />

gezeigt werden, das gleichzeitig kostengünstig und so flexibel<br />

ist, dass es individuelle Anforderungen erfüllen kann.<br />

Die schematische Darstellung zeigt unser Konzept für einen<br />

modularen Antriebsstrang für Elektrofahrzeuge. Die ausgegrauten<br />

Blöcke stellen dabei optionale Komponenten dar,<br />

die entweder während oder nach der Produktion hinzugefügt<br />

werden können. Dies ist möglich durch den konsequenten<br />

Einsatz von leistungselektronischen Schnittstellen (DC/DC-<br />

Wandlern) zwischen den Batterie- und Antriebs-Modulen.<br />

Durch diese Entkopplung kann der Anwender sein Fahrzeug<br />

sehr frei konfigurieren. Er muss nur die Batteriekapazität<br />

kaufen, die er wirklich benötigt. Zusätzliche Batteriemodule<br />

oder ein Range Extender können problemlos zu einem<br />

späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden. Obwohl eine große<br />

Batteriekapazität natürlich prinzipiell wünschenswert ist,<br />

sollte man immer berücksichtigten, dass eine Batterie mit<br />

150 km Reichweite leicht die Gesamtkosten für ein Fahrzeug<br />

verdoppeln kann im Vergleich zu einer Batterie mit 50 km<br />

Reichweite. Außerdem macht sie das Fahrzeug schwerer und<br />

damit auch auf kurzen Distanzen weniger effizient. Daher<br />

sollte die elektrische Reichweite eines Fahrzeugs immer<br />

möglichst genau an die Bedürfnisse des Fahrers angepasst<br />

werden, was durch ein modulares System ermöglicht wird.<br />

Eine kleine und damit günstige Batterie für z.B. 50 km<br />

Reichweite kombiniert mit einem Range Extender wird auf<br />

absehbare Zeit aus ökologischer und ökonomischer Sicht die<br />

beste Alternative sein, da die meisten Fahrten rein elektrisch<br />

zurückgelegt werden können, die Batterie sehr gut ausgenutzt<br />

wird und durch den Range Extender trotzdem eine sehr große<br />

Maximalreichweite gegeben ist.<br />

Die Verwendung mehrerer kleiner Batteriemodule mit<br />

hoch integrierten DC/DC-Wandlern verbessert die Energieversorgung<br />

in vielerlei Hinsicht. Die Spannung eines einzelnen<br />

Batteriepacks liegt in unserem Konzept unterhalb von 60<br />

V, also unterhalb der zulässigen Berührspannung. Dies<br />

senkt den Aufwand für Schutz- und Isolationsmaßnahmen<br />

beträchtlich. Auch im Crashfall ist die Sicherheit deutlich<br />

erhöht, im Fahrzeug ist im ausgeschalteten Zustand keine<br />

Hochspannung. Die DC/DC-Wandler setzen die Spannung<br />

auf das für die Antriebe geforderte Level hoch, das sogar<br />

abhängig von der Fahrsituation angepasst werden kann,<br />

um den Gesamtwirkungsgrad zu verbessern. Da die DC/<br />

DC-Wandler die Batteriemodule vollständig entkoppeln,<br />

können beliebig viele Module zusammengeschaltet werden.<br />

Darüber hinaus wird natürlich durch die Redundanz im<br />

Batteriespeicher die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs erhöht.<br />

Fällt ein Modul aus, kann das Fahrzeug mit den übrigen weiter<br />

betrieben werden, ggf. mit reduzierter Leistung. Besonders<br />

hervorzuheben ist auch, dass im Fehlerfall natürlich nur ein<br />

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Neue Mobilität 111<br />

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Preise inklusive derzeit gesetzlicher Mehrwertsteuer. Stand Februar 2011. Irrtümer und Änderungen vorbehalten.<br />

An der RWTH Aachen sind wir davon überzeugt, dass diese<br />

Vision eines modularen Elektrofahrzeugs schon mit heutiger<br />

Technologie möglich ist.<br />

Prof. Dr. ir. Dr. h. c. Rik W. De Doncker<br />

Dr.-Ing. Knut Kasper<br />

Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe<br />

RWTH Aachen<br />

post@isea.rwth-aachen.de<br />

Fax +49 (0)961 3885-203<br />

info@e-max-roller.de / info@e-max-roller.at<br />

Konzept eines modularen Antriebsstrangs<br />

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Erste Flotten - AretanaSOLAR<br />

Erste Flotten - Erfahrungsbericht Guy Kirschten<br />

eMobilitäts-Angebote<br />

aus einer Hand<br />

Interview mit Peter Schmitt, Geschäftsführer der aretanaSolar GmbH<br />

Elektromobilität erfahren<br />

Erfahrungsbericht von Guy Kirschten aus Luxemburg<br />

Gesamtkonzept rund um Elektromobilität<br />

Elektroladesäule im Cityparkaus in Trier<br />

Als Hersteller eines in der Branche als einzigartig geltenden<br />

SolarCarports hat es sich die aretanaSolar zum Kernziel gemacht,<br />

die CO 2-neutrale Einführung der eMobilität voranzubringen.<br />

Dazu hat das Unternehmen ein Gesamtkonzept<br />

entwickelt, das alle sinnvollen Komponenten rund um Elektroobilität<br />

vereint. Im Kern stehen dabei die SolarCarports, die<br />

in der Ausführung mit Betonfüßen gänzlich ohne Erdarbeiten<br />

auskommen. Das System ist flexibel und damit auch auf<br />

Großparkplätzen einsetzbar. Die Integration von Lade- und<br />

Speichermöglichkeiten ist im System verkapselt vorbereitet.<br />

Außerdem können Beleuchtungssysteme, elektronische Displays<br />

etc. zu den verschiedenen Dachsystemen kombiniert<br />

werden. Die Photovoltaik-Module können nach Kundenwunsch<br />

ausgesucht werden.<br />

Welche Motivation steckt hinter Ihrem breiten eMobilitäts-<br />

Angebot?<br />

Da Elektromobilität erst dann richtig sinnvoll ist, wenn der<br />

genutzte Strom auch tatsächlich aus sauberer Energie gewonnen<br />

wird, war für uns die Förderung der Elektromobilität<br />

eine logische Konsequenz. Ein Standard-Doppel-Solar-<br />

Carport produziert so viel Solarstrom, dass zwei eAutos oder<br />

bis zu 20 eBikes betrieben werden können. Damit haben<br />

diese Ladestationen die richtige Dimensionierung für eine<br />

nachhaltige Mobilität. Die Kombination der Stromtankstelle<br />

mit dem SolarCarport ist somit tatsächlich CO2-neutral! Darüber<br />

hinaus ist die Anforderung der Menschen so, dass Sie<br />

Ihr Elektrofahrzeug da tanken möchten, wo Sie ohnehin parken-<br />

und das ohne Mehraufwand und zusätzliche Umstände.<br />

Das Angebot an Stromtankstellen ist vielfältig und wir können<br />

im Marktüberblick sinnvolle Lösungen verschiedener<br />

Anbieter stellen. Dazu bieten wir außerdem Elektromobile<br />

jeder Art an und sind in der Position eine beachtliche Auswahl<br />

an Elektroautos zu stellen.<br />

Welche Kundenstruktur sprechen Sie an?<br />

Wir bieten Einzelkonzepte für das klassische Doppelcarport<br />

und selbstverständlich Lösungen für gewerbliche Bereiche<br />

und Öffentliche Hand: Dort sind die Leasing-Angebote besonders<br />

interessant. Die Kosten für eine Stromtankstelle mit<br />

Carport und Ladetechnik liegen hier z.B. bei weniger als 200<br />

Euro im Monat. Darüber hinaus verfügen wir über ein professionelles<br />

Team für alle Fragen der Solartechnik - auch bei<br />

anspruchsvollen Dachinstallationen. Und dabei steht immer<br />

der persönliche Kontakt und die kundenorientierte Serviceleistung<br />

im Focus.<br />

Peter Schmitt<br />

Geschäftsführer aretanaSolar GmbH<br />

www.aretana.de<br />

Vor zwei Jahren erfuhr ich auf der Homepage von Citroën dass<br />

ein Elektrofahrzeug in der Planung sei. Das erweckte sofort<br />

mein Interesse. Ich begann mich immer mehr mit der Materie<br />

zu befassen. Bei ENOVOS, dem Stromanbieter in Luxemburg,<br />

riet man mir, mich bei der Plattform »elektromobiliteit.lu«<br />

umzusehen. Nebenbei wurden die Informationen über den<br />

neuen C-Zero immer konkreter und die ersten Bilder vom<br />

Modell wurden veröffentlicht. In der Tagespresse konnte ich<br />

Mitte November lesen, dass man den neuen C-Zero bestellen<br />

kann. Sofort fuhr ich zu meinem Autohändler und machte<br />

die Bestellung meines C-Zero perfekt.<br />

Am 29. April war es dann soweit: Die erste Fahrt vom Autohaus<br />

nach Haus wurde vorsichtig und langsam durchgeführt.<br />

Das Fahrgefühl ist unschlagbar. Zu Hause angekommen,<br />

wurde der C-Zero zum ersten Mal an der heimischen<br />

Steckdose geladen. Eine Reichweite von 110 km wurden jetzt<br />

angezeigt. Die im Prospekt angegebenen 150 km Reichweite<br />

waren wohl doch ein wenig zu optimistisch?<br />

Am nächsten Tag war eine Fahrt nach Trier geplant. Hin und<br />

zurück sind das 74 Kilometer. Das müsste also reichen. Ganz<br />

gemütlich fuhren wir über die Nationalstraße N1 nach Grevenmacher,<br />

um dort die Moselbrücke nach Deutschland zu<br />

überqueren. Mit Erstaunen bemerkte ich, dass die Reichweite<br />

sich auf 125 Kilometer verbessert hatte und das obwohl<br />

wir bereits rund 20 Kilometer gefahren waren. In Trier angekommen,<br />

hatten wir noch immer eine Reichweite von 120<br />

Kilometern. Im Kundenzentrum der Stadtwerke Trier stellten<br />

wir uns vor. Dort teilte man uns mit, dass demnächst im<br />

Parkhaus eine Ladestation für Elektroautos aufgestellt werden<br />

sollte. Das war mal eine gute Nachricht!<br />

Aber warum war die angegebene Reichweite so positiv? Die<br />

Erklärung lieferte mir mein Autohändler: die Reichweitenangabe<br />

hängt ganz beträchtlich von der Fahrweise der letzten<br />

20 Kilometer ab. Je öfter man im grünen ECO-Bereich fährt,<br />

desto großzügiger fällt die Reichweite aus. Dazu kommt<br />

noch, dass zwischen unserem Heimatort Niederanven und<br />

Trier im Schnitt rund 200 Meter Höhenunterschied liegen,<br />

was sich ebenfalls positiv auf die Reichweite auswirkt.<br />

Seit Juni gibt es im Cityparkhaus in Trier an der Einfahrt Boemerstraße<br />

eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge. Zum Trierer<br />

Altstadtfest habe ich als erster die Ladestation testen<br />

können. Nach drei Stunden war die Vollladung erreicht. Bei<br />

der Abfahrt in Trier zeigte die Anzeige eine Reichweite von<br />

159 km an - Rekord. Nun steht meinem wöchentlichen Ausflug<br />

nach Deutschland nichts mehr im Wege.<br />

Guy Kirschten<br />

kirschtn@pt.lu<br />

112 Neue Mobilität Neue Mobilität 113


Erste Flotten - e-Collection<br />

Erste Flotten - e-collection<br />

E-MOBiLiTY<br />

Gesamtkonzepte für Elektromobilität<br />

Der Showroom von E-MOBiLiTY in der Hamburger HafenCity<br />

Das Hamburger Unternehmen E-MOBiLiTY ist eines der führenden Innovationscenter<br />

für Elektromobilität in Norddeutschland. Als selbstständige Geschäftseinheit der<br />

o.m.t GmbH in Lübeck wurde E-MOBiLiTY 2010 von Dr. Detlev Repenning gegründet.<br />

Die o.m.t GmbH ist seit über 23 Jahren auf dem Gebiet umweltschonender Oberflächen-<br />

und Materialtechnologie tätig. Ziel der E-MOBiLiTY ist es, konkrete Lösungen<br />

und Konzepte für den Einsatz von Elektromobilen zu entwickeln.<br />

Einen umfassenden Einblick in die Anwendbarkeit strombetriebener<br />

Fortbewegung vermittelt E-MOBiLiTY in seinem<br />

Showroom in der Hamburger HafenCity. Hier präsentiert das<br />

junge Unternehmen ein breites Sortiment an Elektromobilen.<br />

Dank der engen Anbindung an die o.m.t GmbH kann<br />

E-MOBiLiTY Innovationen in der Batterietechnologie schnell<br />

und unbürokratisch integrieren.<br />

Aktuell errichtet die o.m.t GmbH gemeinsam mit der Schletter<br />

GmbH, führender Hersteller von Solar-Montagesystemen,<br />

eine neue Batteriefabrik in Geesthacht, nahe Hamburg. Hier<br />

sollen die Forschung, Entwicklung und Produktion umweltschonender<br />

Akku-Speichertechnologie ab Frühjahr 2012<br />

vorangetrieben werden. Zudem ist die o.m.t GmbH als Gesellschafter<br />

des Aachener StreetScooter-Konsortiums unter<br />

Leitung von Prof. Achim Kampker direkt an der Entwicklung<br />

des StreetScooters beteiligt und liefert das Know-how für<br />

die Batterietechnologie. Mit der E-COLLECTiON als zweite<br />

selbstständige Geschäftseinheit deckt die o.m.t GmbH das<br />

Feld der autarken Energieversorgung ab.<br />

Im Gespräch mit der <strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong> berichtet Dr. Detlev<br />

Repenning, Geschäftsführer der o.m.t GmbH und Gründer<br />

von E-MOBiLiTY und E-COLLECTiON, über die Zukunft der<br />

Elektromobilität und seine unternehmerischen Pläne.<br />

Ihr eigentliches Schwerpunktgebiet ist die Material- und<br />

Oberflächentechnologie. Welche unternehmerischen Ziele<br />

verfolgen Sie mit E-MOBiLiTY und E-COLLECTiON?<br />

Mit diesen beiden Geschäftseinheiten öffnen wir uns erstmals<br />

dem Endverbraucher-Markt und greifen die Themen Umwelt,<br />

Energie und Mobilität konsequent in der Nachhaltigkeitskette<br />

an - von der Erzeugung der Energie aus Sonne, Wind<br />

und Wasser, seiner Speicherung in hocheffizienten Lithiumspeichern<br />

sowie seiner Nutzenkonzepte in umweltschonenden<br />

und energiesparenden Systemen. Hinzu kommt, dass<br />

die o.m.t GmbH über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet<br />

nachhaltiger Materialtechnologie verfügt. Diese Expertise<br />

möchten wir ganz konkret für die Elektromobilität und<br />

Energieversorgung nutzbar machen. Nach mehr als einem<br />

Jahr erfolgreicher Geschäftstätigkeit sehen wir, dass sich die<br />

beiden Unternehmen als Kompetenzcenter bestens im Markt<br />

positionieren konnten und auf eine große Resonanz stoßen.<br />

Ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, um deutschen<br />

Autofahrern die Notwendigkeit neuer Mobilitätskonzepte<br />

zu vermitteln?<br />

Gerade bei jungen Leuten sind massive Einstellungsänderungen<br />

zu beobachten. Sie betrachten das Auto nicht mehr<br />

so stark als Statussymbol wie es frühere Generationen getan<br />

haben. Ihre emotionale Bindung an das Automobil ist geringer.<br />

Geprägt durch die Nachhaltigkeitsdebatte der letzten<br />

Jahre stehen sie neuen Formen der Mobilität aufgeschlossen<br />

gegenüber. Sie wissen, dass das Auto in seiner jetzigen<br />

Form als urbanes Fortbewegungsmittel in eine Sackgasse<br />

führt - sowohl was den hart umkämpften innerstädtischen<br />

Verkehrsraum als auch die ökologischen Folgen betrifft.<br />

Wo liegen Ihrer Meinung nach aktuell die Schwachpunkte<br />

beim Thema Elektromobilität?<br />

Die Diskussion dreht sich viel zu oft um die Batterie und die<br />

Reichweiten. Wenn ein Verbraucher heute in der Zeitung<br />

liest, dass Elektroautos eine Distanz von nur 50 km zurücklegen,<br />

führt das gleich zu einer Glaubwürdigkeitslücke und<br />

schafft wenig Vertrauen für diese neue Technik. Schließlich<br />

ist die heutige uneingeschränkte Mobilität die größte Errungenschaft<br />

unserer Gesellschaft und eine unverzichtbare Notwendigkeit<br />

des modernen Lebens. Wir benötigen einen vielschichtigen<br />

gesellschaftlichen Diskurs, der jegliche Aspekte<br />

und Vorteile neuer Mobilitätskonzepte umfasst und vor allem<br />

Akzeptanz schafft. Dabei spielen Nachhaltigkeit und<br />

Umweltschutz eine prägende Rolle, aber auch der heutige<br />

Nutzen von Elektromobilität. Wir müssen die grüne Debatte<br />

aus dem Abstrakten herausholen und den Menschen klar<br />

machen, dass es sich lohnt, heute schon grün zu sein. Hierin<br />

sehen wir auch eine maßgebliche Aufgabe der E-MOBiLiTY.<br />

Wie beurteilen Sie die Zukunft der Mobilität und wo sehen<br />

Sie die größten Chancen?<br />

Unbestritten müssen die Ballungszentren entlastet werden.<br />

Doch unsere zukünftige Fortbewegung kann und darf nicht<br />

allein auf Elektroautos aufbauen. Die Lösung liegt in der<br />

leichten elektrischen Mobilität. Leichte Mobilität führt zu<br />

mehr Beweglichkeit im städtischen Bereich und entlastet die<br />

gesamte staugefährdete Verkehrssituation.<br />

Welche Ziele verfolgen Sie mit der ECC Repenning GmbH?<br />

Die Batterie ist die entscheidende Komponente von Elektrofahrzeugen.<br />

Deren Weiterentwicklung wird in den nächsten<br />

Jahren maßgeblich über die Zukunft der Elektromobilität und<br />

auch über die Wettbewerbsfähigkeit des Automobil- und Industriestandortes<br />

Deutschland entscheiden. Aktuell gibt es<br />

in Deutschland noch zu wenig Batterietechnologie, die wir<br />

allerdings dringend benötigen, um nicht den internationalen<br />

Anschluss zu verlieren und gegen internationale Konzerne<br />

wie Toshiba, Panasonic, Sanyo oder BYD zu verlieren. Mit<br />

der Gründung des Joint-Venture Unternehmens »ECC Repenning<br />

GmbH« (ECC = Electro Chemical Company) gemeinsam<br />

mit der Schletter GmbH haben wir uns das ehrgeizige Ziele<br />

gesetzt, die Produktion leistungsfähiger und umweltschonender<br />

Akku-Module weiter voranzutreiben. Geesthacht ist<br />

dabei ein idealer Standort aufgrund der Nähe zur Metropolregion<br />

Hamburg und zum bedeutenden Helmholtz-Institut,<br />

mit dem ich gerne zusammenarbeite.<br />

Welche Projekte stehen demnächst bei Ihnen an?<br />

Die Zukunft der Elektrotechnologie ist die eine Seite, aber<br />

vor allem geht es uns bei der E-MOBiLiTY um Alltagstauglichkeit.<br />

Wir werden weiter daran arbeiten, die HafenCity als<br />

modernen, nachhaltigen Stadtteil durch Elektromobilität zu<br />

vernetzen. Hierfür werden wir konkrete Lösungsansätze entwickeln.<br />

Dieses Projekt wird dann auch für andere Regionen<br />

und Städte Modellcharakter haben. Und ein mittelfristig anvisiertes<br />

Ziel wird schließlich die erfolgreiche Markteinführung<br />

des StreetScooters sein. Es ist ein Elektroauto mit viel<br />

Potenzial und besten Marktchancen. Er wird die Akzeptanz<br />

der deutschen Bevölkerung für Elektromobilität revolutionieren.<br />

Dr. Detlev Repenning<br />

Geschäftsführer der o.m.t GmbH und Gründer von<br />

E-MOBiLiTY und E-COLLECTiON<br />

www.e-mobility-hafencity.de<br />

Der Sandtorpark in der Hamburger HafenCity: Hier befindet sich<br />

der Showroom der E-MOBiLiTY<br />

114 Neue Mobilität Neue Mobilität 115


Erste Flotten - Erfahrungsbericht Dr. Günther Portenlänger<br />

Komisch, dass es immer noch<br />

Menschen in Deutschland gibt,<br />

die es gerne 2 Grad wärmer hätten.<br />

Elektromobilität im Alltag<br />

Erfahrungsbericht Dr. Günther Portenlänger<br />

Günther Portenlänger (ganz rechts) mit seinem Tesla Roadster beim Laden im Ensdorfer Kloster<br />

»Man muss sich schon etwas Zeit nehmen, dieses Auto entschleunigt<br />

den Tag«, so Dr. Günther Portenlänger über seinen<br />

Tesla Roadster. »Seinen Charakter als Sportwagen aber<br />

zeigt er mit einer Beschleunigung von unter vier Sekunden<br />

auf 100 km/h und einer Spitzengeschwindigkeit von 200<br />

Stundenkilometern. Das Fahrgefühl ohne Schalten ist beeindruckend«,<br />

so Portenlänger begeistert.<br />

Von München über Straubing nach Plauen im Vogtland war<br />

er unterwegs. »Der Elektro-Sportwagen kann diese Distanz<br />

nicht ohne Zwischenaufladung meistern. Außerdem bewährt<br />

sich eine Strom sparende Fahrweise mit etwa 100 km/h, da<br />

der Tesla bei höheren Geschwindigkeiten überproportional<br />

mehr Strom pro Kilometer benötigt«, sagte er. Man müsse<br />

sich also etwas Zeit nehmen, dürfe keinen hektischen Tag<br />

haben, meinte Dr. Portenlänger während seines Ladestopps<br />

im Ensdorfer Kloster im Gespräch mit Gerhard Kopf, dem Geschäftsführer<br />

des Zentrums für erneuerbare Energien und<br />

Nachhaltigkeit.<br />

Dr. Portenlänger, Inhaber der Unternehmensberatung SmarterGrids,<br />

zu deren Leistungen auch Management und Optimierung<br />

von Energie gehört, zeigte sich begeistert, dass das<br />

Aufladen des Tesla Roadster direkt von der Sonne über die<br />

klostereigene Photovoltaik-Anlage geschieht. So werde für<br />

ihn die Fahrt nach Plauen mit der Aufladung im Kloster bei<br />

strahlendem Sonnenschein zu einem umweltschonenden<br />

Fahrspaß.<br />

Gerhard Kopf, der Portenlänger bei einem Studienprojekt<br />

zur Konzeptausarbeitung für das ZEN an der Fachhochschule<br />

Ingolstadt kennengelernt hat, verwies darauf, dass in Kürze<br />

beim ZEN eine Elektrotankstelle installiert werde, die über<br />

die Photovoltaik-Anlage auf dem Haus der Begegnung betrieben<br />

wird. Dies werde notwendig, da der Vorstand des<br />

ZEN Fördervereins beschlossen habe, ein Elektrofahrzeug<br />

anzuschaffen.<br />

»Man gewöhnt sich schnell an die neue Art der Mobilität und<br />

genießt es, keine Tankstellen mehr anfahren zu müssen, sondern<br />

nachts den Wagen zu laden. Die Angst davor, dass die<br />

Batterie mal ganz leer wird, ist verständlich, aber unnötig,<br />

da die Restfahrtstrecke sehr exakt angezeigt wird und im Fall<br />

des Falles zu jeder Zeit fast überall eine Steckdose zu finden<br />

ist«, so Portenlänger. »Hat man das passende Ladekabel dabei<br />

und die Ladepunkte sind frei, kann man sein Fahrzeug<br />

laden, während man anderweitige Termine wahrnimmt. In<br />

den ersten beiden Monaten wurde bei mir lediglich einmal<br />

der öffentliche Ladevorgang unterbrochen (ob vom Fahrzeug<br />

oder der Ladesäule ist unklar). Daher kann die Batterie auch<br />

mal geringer geladen sein als berechnet. Darauf muss man<br />

sich einstellen«, so Portenlänger.<br />

Dr. Günther Portenlänger<br />

SmarterGrids<br />

www.SmarterGrids.de<br />

Mit denen sprechen wir noch.<br />

Love Green.<br />

Deutschlands erste Medien-Initative<br />

zum Thema Nachhaltigkeit.<br />

Werden Sie Ermöglicher.<br />

www.love-green.de<br />

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Wir retten die Welt.<br />

Jeder ein bisschen.<br />

116 Neue Mobilität


Erste Flotten - Rimac Automobili<br />

Erste Flotten - HELSINKI METROPOLIA UNIVERSITy<br />

eSportwagen<br />

Made in Croatia<br />

Das E-RA Elektroauto<br />

Eine Weltklasse der Ingenieurskunst<br />

Vorstellung des Concept One auf der IAA 2011<br />

Electric RaceAbout bei der e-miglia 2011<br />

Mate Rimac, Chef von Rimac Automobili, ist uns spätestens<br />

seit der e-miglia 2011 aufgrund seines spektakulären Elektroauto-Umbaus<br />

eines BMW E30 bekannt. Der BMW leistete<br />

404 kW / 550 PS und 900 Nm max. Drehmoment. Das genügte<br />

damals für 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, einer Spitzengeschwindigkeit<br />

von 280 km/h, wobei die 24 kWh fassenden<br />

Batterien für eine Reichweite von 180 km genügten.<br />

Jetzt setzt Rimac nochmals einen drauf. Auf der diesjährigen<br />

IAA haben die Kroaten ihr Concept One genanntes Elektroauto<br />

mit einer Leistung von 800 kW / 1088 PS / 3800 Nm<br />

vorgestellt. Der Elektrosportwagen hebt sich deutlich von<br />

den Elektroautos ab, die die etablierten Hersteller auf der<br />

Messe in Frankfurt präsentierten.<br />

Der Concept One mit einem Leergewicht von 1.650 kg und<br />

1.088 PS soll innerhalb von 2,8 Sekunden die Marke von 100<br />

km/h überschreiten und eine Spitzengeschwindigkeit von<br />

3<strong>05</strong> km/h erreichen. Für die enorme Beschleunigung sorgen<br />

ein Akku mit 92 kWh und ein neu entwickelter Antriebsstrang<br />

mit flüssigkeitsgekühlten Permanent-Magnet-Elektromotoren.<br />

Die Reichweite gibt Hersteller Rimac Automobili mit<br />

bis zu 600 km an. Der Akku basiert auf der Lithium-Eisen-<br />

Phosphat-Technik.<br />

Der Antriebsstrang ist in vier Untersysteme unterteilt, die<br />

jeweils ein Rad antreiben und voneinander unabhängig mit<br />

jeweils einem Untersetzergetriebe arbeiten. Jeder Motor erzielt<br />

maximal 250 kW und arbeitet nach Herstellerangaben<br />

mit einem Effizienzgrad von 93%. Mit maximal 12.000 Umdrehungen<br />

pro Minute drehen die Motoren sehr hoch, deren<br />

Gehäuse besteht aus gefrästem Aluminium und Kohlenstofffasern.<br />

Mate Rimac, glaubt, dass dem Elektromotor wegen seiner<br />

starken Leistung künftig vor allem in Sportwagen die Zukunft<br />

gehört.<br />

Der Innenraum wurde vom ehemaligen Pininfarina-Mitarbeiter<br />

Goran Popovic konzipiert. Zur Ausstattung gehören neben<br />

Unterhaltungselektronik auch Head-up-Displays. Das Auto,<br />

dessen Karosserie aus Kohlenstofffasern gefertigt wird, wird<br />

von einem 20-köpfigen Team in der Nähe von Zagreb entwickelt<br />

und ist auf 88 Fahrzeuge limitiert. Die Auslieferung soll<br />

2013 beginnen. Zum Preis machte das Unternehmen bislang<br />

keine Angaben.<br />

Monika Mikac<br />

Rimac Automobili<br />

www.rimac-automobili.com<br />

Obwohl elektrisch betriebene Autos weitgehend als eine der<br />

zentralen Antworten auf die Energieprobleme in der Welt<br />

angesehen werden, müssen noch viele Herausforderungen<br />

überwunden werden, bevor sie zu einer tatsächlichen Alternative<br />

für den Massenmarkt werden. Daher lag es für die<br />

Helsinki Metropolia Universität für angewandte Naturwissenschaften<br />

(Metroplia) auf der Hand, zur Förderung einer<br />

nachhaltigeren Zukunft ihre eigene Vision eines zukunftweisenden<br />

Elektroautos zu entwickeln.<br />

Das an der Metropolia entwickelte Fahrzeug, der Electric<br />

RaceAbout (E-RA), wurde von vornherein als ein rein batteriebetriebenes<br />

Automobil entworfen, das über einen elektrischen<br />

Allradantrieb in Kombination mit einem Lithiumbatteriesystem<br />

auf dem neusten Entwicklungsstand verfügt.<br />

Das Ergebnis ist ein eindrucksvoller Sportwagen mit einer<br />

hohen Energieeffizienz, der weder Lärm noch lokale Emissionen<br />

erzeugt. Die Mehrheit der über 60 Partner des Elektroautoprojekts<br />

der Metropolia sind finnische Gesellschaften<br />

und Forschungsinstitute. Der E-RA wurde in Kooperation mit<br />

dem Institut für Automobiltechnik an der Metropolia und<br />

dem Designinstitut an der Lahti Universität für angewandte<br />

Naturwissenschaften entworfen. Die Lappeenranta Universität<br />

für Technologie entwickelte für das Projekt zudem einen<br />

optimierten und auf das Fahrzeugkonzept zugeschnittenen<br />

Elektromotor. Konstruiert wurde das Elektroauto selbst in<br />

erster Linie von Studenten der Metropolia.<br />

Bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 100 km/h<br />

schafft der E-RA eine Reichweite von 200 Kilometer. Dabei<br />

ist der Energieverbrauch seines Elektromotors äquivalent<br />

mit dem eines 1,6-Liter-Benzinmotors auf einer Strecke von<br />

100 Kilometer. Die Kohlefaserkarosserie des E-RA basiert auf<br />

modernster Leichtbautechnologie und wiegt nur halb soviel<br />

wie die eines herkömmlichen Autos.<br />

Beim Progressive Automotive X PRIZE 2010 in den USA<br />

schnitt der E-RA überdurchschnittlich gut ab. Unter den fast<br />

einhundert konkurrierenden Teams erreichte das Elektroauto<br />

in der Kategorie der zweisitzigen Fahrzeuge Platz zwei. Die<br />

beeindruckte Konkurrenz beschrieb den E-RA als eine wahre<br />

Ingenieursleistung. Im Mai 2011 gewann das Fahrzeug eine<br />

Rallye für Elektroautos und erhielt darüber hinaus mehrere<br />

Preise im Rahmen der Michelin Challenge Bibendum in Berlin<br />

2011, darunter auch Preise für das Design und die Energieeffizienz.<br />

Im September 2011 erreichte der für die Straße zugelassene<br />

E-RA auf der Nordschleife am Nürburgring eine beachtliche<br />

Rundenzeit von 8:42.72 bei einer Spitzengeschwindigkeit<br />

von 244 km/h.<br />

Paula Heikkinen<br />

Helsinki Metropolia University of Applied Science<br />

www.raceabout.fi<br />

118 Neue Mobilität Neue Mobilität 119


Erste Flotten - New Mobility forum<br />

Erste Flotten - New Mobility Forum<br />

aller Art. Im Gegenzug werden umweltfreundliche Energiegewinnungsanlagen<br />

errichtet, die diese Ladestationen versorgen.<br />

Vorzeigeprojekt in diesem Bereich ist die Sonnenstadt<br />

St. Veit, die ein Sonnenkraftwerk mit 1,5 MWp Leistung<br />

in St. Veit an der Glan errichtet. Im Bereich der Elektromobilität<br />

gibt es seit dem Frühjahr 2012 eine bemerkenswerte<br />

Kooperation zwischen »Lebensland Kärnten« und<br />

Mercedes-Benz Österreich. Kärnten bekommt als einziges<br />

Bundesland bis Ende Oktober exklusiv 15 Mercedes-Benz A-<br />

Klasse »E-Cell« Kleinserienautos, welche in Kärnten auf ihre<br />

Alltagstauglichkeit getestet werden. Die Testergebnisse und<br />

Erfahrungsberichte fließen in die Produktion der Serienmodelle<br />

mit ein. Laufend können diese Fahrzeuge von interessierten<br />

Kärntnern und Kärntnerinnen getestet werden. Damit<br />

wird Kärnten zu der Modellregion in Sachen Elektromobilität<br />

in Österreich und zur Musterregion für Energiemanagement<br />

in Europa. Projektträger ist die Abteilung 7, Kompetenzzentrum<br />

Wirtschaftsrecht und Infrastruktur des Landes Kärnten.<br />

Landeshauptmann Gehard Dörfler und Dr. Albert Kreiner<br />

»Lebensland Kärnten«<br />

Das NEW MOBILITY FORUM<br />

geht in die dritte Runde<br />

Weitere Informationen, Anmeldung und das detaillierte Programm<br />

zum NEW MOBILITY FORUM 2011 unter<br />

www.lebensland.com<br />

Rund 300 Teilnehmer beim NEW MOBILITY FORUM 2010<br />

Das Land Kärnten mit der Initiative »Lebensland Kärnten«<br />

veranstaltet 2011 bereits zum dritten Mal Österreichs größten<br />

Kongress rund um alternative Mobilitäts- und Energieformen.<br />

Vom 02. bis 04. November 2011 treffen sich Fachleute<br />

aller Branchen in St. Veit an der Glan und nehmen zu den<br />

Themen green energy/smart systems/e-mobility Stellung.<br />

Das NEW MOBILITY FORUM wurde 2009 vom Land Kärnten<br />

ins Leben gerufen, um Experten aus dem gesamten deutschsprachigen<br />

Raum zu versammeln und über die Herausforderungen,<br />

Chancen und Ziele der alternativen Mobilitäts- und<br />

Energieformen zu informieren und Einblicke in die Zukunftsarbeit<br />

zu geben. 19 nationale wie internationale Referentinnen<br />

und Referenten aus Wissenschaft und Wirtschaft geben<br />

in diesem Jahr exklusive Einblicke in mögliche Zukunftsszenarien<br />

in den Bereichen der Elektromobilität und der erneuerbaren<br />

Energiegewinnung.<br />

Als Keynote Sprecher konnten in diesem Jahr der renommierte<br />

Trend- und Zukunftsforscher Lars Thomsen sowie der<br />

Experte für Solarenergie Franz Alt gewonnen werden. Lars<br />

Thomsen wird die wichtigsten Trends, die es im Bereich der<br />

eMobilität gibt und vor allem in den nächsten Jahren geben<br />

wird, wie die Innovationen rund um die Batterietechnologien<br />

oder die ersten massentauglichen Serienautos, anschaulich<br />

präsentieren.<br />

Franz Alt ist einer der führenden Kämpfer für Sonnenenergie<br />

und überzeugt davon, dass mit der Kraft der Sonne nicht<br />

nur die Klimakatastrophe auf der Erde abgewendet werden<br />

kann, sondern auch tausende neue Arbeitsplätze geschaffen<br />

werden können.<br />

Neben den führenden Automobilherstellern wie Daimler,<br />

Renault und Volkswagen, die ihre elektromobilen Mobilitätskonzepte<br />

präsentieren, kommen beim NEW MOBILITY FORUM<br />

2011 auch wieder Energieunternehmen aus dem In- und<br />

Ausland, wie RWE, Kelag und Vattenfall, zu Wort. Darüber<br />

hinaus präsentieren in diesem Jahr erstmals drei Modellregionen<br />

ihre Ergebnisse und zeigen wie Elektromobilität in der<br />

Praxis funktioniert. Der Mercedes E-Cell - die elektromobile<br />

A-Klasse von Mercedes Benz - wird ebenso wie der Renault<br />

Fluence vor Ort zum Besichtigen und Testfahren zur Verfügung<br />

stehen.<br />

»Lebensland Kärnten« ist eine Initiative des Landes Kärnten<br />

und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Infrastruktur für Elektromobilität<br />

und Erneuerbare Energieformen zu schaffen. Gemeinsam<br />

mit Partnern baut das »Lebensland Kärnten« unter<br />

der Schirmherrschaft von Landeshauptmann Gerhard Dörfler<br />

über das ganze Bundesland verteilt ein feinmaschiges<br />

Netz an öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge<br />

2.–4. November 2011 | Blumenhalle | St. Veit an der Glan | Kärnten<br />

SCHWERPUNKTE 2011<br />

green energy | Alternative Formen der Energiegewinnung<br />

smart systems | Energie- und Speichersysteme<br />

e-mobility | Unsere grüne Zukunft<br />

ANMELDESCHLUSS:<br />

24. OKTOBER 2011!<br />

19 HOCHKARÄTIGE EXPERTEN AUS DEUTSCHLAND,<br />

ÖSTERREICH UND DER SCHWEIZ<br />

KEYNOTE SPEAKER<br />

Lars Thomsen (Trend- und Zukunftsforscher der future matters AG)<br />

„Trends, Treiber und Tipping Points der e-mobility“<br />

Franz Alt (Solarenergieexperte, Journalist, Buchautor, Fernsehmoderator)<br />

„Die Sonne schickt uns keine Rechnung –<br />

Neue Energie, Neue Mobilität, Neue Arbeitsplätze“<br />

WEITERE REFERENTEN<br />

DI Roman Bartha (Austrian Mobile Power) | Dr. Jost Bernasch (Kompetenzzentrum/Das virtuelle<br />

Fahrzeug) | Dr. Carl F. Eckhardt (Vattenfall Europe) | Dr. Andreas Gutsch (Karlsruher Institut für<br />

Technologie) | Dr. Wolfgang Hafner (Magistrat Klagenfurt) | Ao. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kromp<br />

(BOKU Wien) | Dr. Natascha Künstner (Volkswagen AG) | DI (FH) Stefan Mayer (Allgäuer Überlandwerk)<br />

| DI Helmut Oberguggenberger (Austrian Institute of Technology) | Mag. Werner Pietsch<br />

(Kelag) | Mathieu Prigent (Renault Österreich) | DI Willy Raimund (Österreichische Energieagentur)<br />

| Michael Schiebe (Daimler AG) | DI Robert Schmied (Energie Graz Holding) | Mag. Reinhard<br />

Würger (Raiffeisen Leasing) | MR Guido Zielke (GGEMO)<br />

Programmänderungen vorbehalten.<br />

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.lebensland.com<br />

120 Neue Mobilität<br />

Eine Initiative von Landeshauptmann Gerhard Dörfler


elektromobilität<br />

in<br />

europa<br />

Schweiz<br />

2012 Deutschlands Auto-Messe Nr. 1<br />

Special<br />

Neue Mobilität auf der AMI erleben.<br />

einzige internationale PKW-Messe in Leipzig statt. Ob als Vision<br />

oder in Serienreife – hunderttausende Besucher und Medien<br />

sind gespannt auf Ihre Innovationen und Ihren Blick in die mobile<br />

Zukunft. Willkommen im Mittelpunkt.<br />

2. -10. J u n i 2 012 in Leipzig<br />

www.ami-leipzig.de<br />

Projekte. initiativen und akteure in der schweiz.<br />

Parallel vom 2. - 6. Juni: AMITEC, Fachmesse für Fahr zeugteile, Werkstatt und Service,<br />

und AMICOM, Branchenmesse für mobile Unterhaltung, Kommunikation und Navigation.<br />

Neue Mobilität<br />

123


schweiz special - Rinspeed<br />

Pioneering new technologies<br />

Pioneering new technologies<br />

Schweizer Konzeptschmiede<br />

Rinspeed setzt auf Elektromobilität<br />

Rinspeed BamBoo - Vorgestellt auf dem Genfer Autosalon 2011<br />

Regelmäßig stellt der Schweizer Frank M. Rinderknecht mit<br />

seiner Firma Rinspeed auf dem Genfer Autosalon aufsehenerregende<br />

Konzepte vor. 2008 war es zum Beispiel der voll<br />

tauchfähige sQuba, in Anlehnung an das James Bond Auto<br />

aus »Der Spion, der mich liebte«. Natürlich rein elektrisch.<br />

Seitdem gab es bei Rinspeed nur noch elektrisch angetriebene<br />

Konzepte. Im folgenden Jahr war es der iChange. Ein<br />

Sportwagen, der konsequent auf Effizienz und intelligente<br />

Ressourcennutzung ausgelegt war. Leichtbau, Aerodynamik,<br />

optimale Nutzung des vorhandenen Platzes geben die Richtung<br />

vor. Genau, wie wir es auch von den Serienfahrzeugen<br />

der Zukunft erwarten.<br />

Ein Highlight auf dem diesjährigen Autosalon Genf war der<br />

BamBoo. Dabei handelt es sich um einen offenen Strandflitzer,<br />

der stark an ein erwachsen gewordenes Golfcar erinnert.<br />

Dieses Fahrzeug zeigt, das Rinspeed die Zeichen der<br />

Zeit erkannt hat: im Mittelpunkt steht nicht hohe Leistung<br />

um jeden Preis, sondern Lifestyle, Individualität und Konnektivität.<br />

Übrigens mit zwei GoCycles im Kofferaum, für die<br />

»letzte Meile«.<br />

Das eigentliche Highlight ist jedoch das Konzept aus dem<br />

Jahr 2010. Zum ersten Mal in seiner langjährigen Concept<br />

Car-Historie entwickelte die eidgenössische Auto- und Konzeptschmiede<br />

nicht nur ein Fahrzeug, sondern gleich ein<br />

komplettes Mobilitätskonzept. Auf den Namen »UC?« (steht<br />

für: »Urban Commuter«-Pendlerfahrzeug) hört der Zwei-<br />

124 Neue Mobilität<br />

sitzer mit Elektroantrieb. Und überraschend: Erklärtermaßen<br />

wurde der »UC?« für eine künftige Serienfertigung konzipiert.<br />

Der keine 2,60 Meter kurze Flitzer soll helfen, den<br />

innerstädtischen Verkehrsinfarkt zu vermeiden und dabei<br />

gleichzeitig durch ein zukunftsweisendes Waggon-System<br />

per Intercity-Zug das Zeug haben, große Strecken bequem,<br />

stau- und somit stressfrei zu überbrücken.<br />

Verzahnte Mobilität zwischen Individual- und öffentlichem<br />

Personenverkehr ist das Ziel. Die Querverladung in speziellen<br />

Waggons ermöglicht die simultane Be- und Entladung<br />

zahlreicher »UC?« Fahrzeuge in kürzester Zeit. Die Buchung<br />

und Platzreservierung erfolgt online aus dem Fahrzeug.<br />

Voip2Car bringt IP-Telefonie, Videochat, Videokonferenzen,<br />

eMail und vieles mehr direkt in den »UC?«. Ladestationen an<br />

Bord der Waggons sorgen dafür, dass bei Ankunft am Zielort<br />

wieder die ganze Batteriekapazität und damit auch die volle<br />

Reichweite zur Verfügung stehen. Während der Zugsreise<br />

steht es den Fahrern offen, ob sie die Zeit zum Beispiel im Zugrestaurant<br />

oder mit vertraulichen Telefonaten, Arbeiten am<br />

Computer oder zum Entspannen in ihren Fahrzeugen verbringen<br />

wollen. Mit diesem Mobilitätskonzept umgeht Rinspeed<br />

elegant die Reichweiten-Hürde von Elektrofahrzeugen, die<br />

bisher viele Interessenten davon abhält auf emissionsfreies<br />

Fahren umzusteigen. Rinderknecht ganz pragmatisch: »Ich<br />

kann meine Zeit effizienter nutzen, als auf der öden Auto-<br />

bahn. Da gehe ich doch lieber ins Zugrestaurant oder ziehe<br />

mich zum Arbeiten in mein Gefährt zurück.« Klar, dass<br />

der Schweizer Visionär bereits mit internationalen Bahngesellschaften<br />

über sein Konzept diskutiert.<br />

Wer die Hightech-Kugel zum ersten Mal sieht, fühlt sich<br />

an Fiats »Topolino« aus den 30er bis 50er Jahren des<br />

vergangenen Jahrhunderts erinnert. Das ist Autodesign<br />

zum Liebhaben. Rinderknecht macht daraus keinen Hehl:<br />

»UC?« - das ist eine neue hoch emotionale, Web-basierte<br />

Autowelt, die Individual- und öffentlichen Personenverkehr<br />

intelligent miteinander verzahnt. Wir wollen eine<br />

Community mit Menschen schaffen, die offen sind für eine<br />

neu definierte Mobilität.«<br />

Die technischen Fakten des Zweisitzers: Das Leichtbau-<br />

Gefährt bringt 130 Newtonmeter Kraft auf die Straße, ist<br />

120 Stundenkilometer schnell und hat eine Reichweite<br />

von 1<strong>05</strong> Kilometern. Das reicht für den stadtnahen Verkehr.<br />

Denn 82% aller Fahrten in Europa liegen unter 60<br />

Kilometern.<br />

Den »UC?« soll es in verschiedenen Bauvarianten geben:<br />

der »Ultimate Commuter« ist das komfortable Pendler-<br />

Fahrzeug. »Unlimited Commuter« kommen zum Beispiel<br />

als Pizza-Kurier-, Post- oder Handwerker-Autos daher. Die<br />

renommierte Beratungsfirma A.T. Kearney Consultants<br />

erarbeitet die modulare Produktionsstrategie, um den<br />

Kleinwagen möglichst kostengünstig und effizient produzieren<br />

zu können. Das Ziel dabei ist es, viele Einsatzgebiete<br />

und Ausstattungsvarianten abzudecken: In drei Tagen<br />

zum Elektroauto. Es besteht also durchaus die Chance,<br />

dass »UC?« in Serie geht. Denn das Konzept ist so ausgelegt,<br />

dass Großserienhersteller es leicht adaptieren und<br />

integrieren können.<br />

Frank M. Rinderknecht<br />

Gründer und CEO der Rinspeed AG<br />

www.rinspeed.ch<br />

Das integrierte Mobilitätskonzept von Rinspeed: der »UC?«<br />

Messetermine<br />

powerMELA ® -mBMS ®<br />

Modulbaukasten<br />

• Modulares Batterie Management System<br />

• für Lithium Ionen Batterien bis 800 V<br />

• für Muster und Serienanwengungen<br />

powerMELA ®<br />

Antriebstechnologie<br />

• Hybridsystem für mobile Arbeitsmaschinen<br />

• Motor, Generator, Leistungselektronik<br />

in verschiedenen Leistungsbereichen<br />

• Konstruktion und Entwicklung vom<br />

Prototyp bis zur Serie<br />

eCarTec, München<br />

18. – 20.10.2011<br />

Halle A5, Stand 420<br />

SPS/IPC/DRIVES, Nürnberg<br />

22. – 24.11.2011<br />

Halle 7, Stand 169<br />

Sensor-Technik Wiedemann GmbH<br />

Am Bärenwald 6 · 87600 Kaufbeuren, Deutschland · Telefon +49 (0) 83 41-95 <strong>05</strong>-0<br />

www.sensor-technik.de<br />

Agritechnica, Hannover<br />

13. – 19.11.2011<br />

Halle 16, Stand A16


Schweiz special - Spiegel institut<br />

schweiz special - Spiegel Institut<br />

Götz Spiegel, CEO Spiegel Institut Mannheim und Roger Riedener, CEO der Peraves AG, Schweiz über ihre Aktivitäten im<br />

Rahmen der internationalen Marktforschung zur Elektromobilität.<br />

Stromlinienförmig in<br />

Richtung Zukunft<br />

Elektrisch, effizient und alltagstauglich<br />

Peraves MonoTracer MTE 150 Peraves MonoTracer MTE 150<br />

»Die Meinung der Konsumenten zum Thema Elektromobilität<br />

hat im Laufe der Zeit interessante Entwicklungsstadien<br />

durchlaufen. Nach einer Studie, die wir bereits 2006 durchführten,<br />

waren aus Konsumentensicht die zukunftsfähigsten<br />

Antriebstechnologien noch der Hybridantrieb, die Brennstoffzelle,<br />

Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen und<br />

Erdgas. Der Elektromotor wurde dagegen kaum erwähnt.<br />

2010 konnten sich bereits 75% der Befragten vorstellen,<br />

ein Elektroauto zu kaufen. Als Kaufgründe wurden vor allem<br />

die Reduzierung gesundheitsschädlicher Abgase (72%) und<br />

die höhere Umweltfreundlichkeit (75%) angegeben. Auch<br />

das geräuscharme Fahren sowie geringere Unterhaltskosten<br />

werden von der Mehrheit als weitere Anreize gesehen.<br />

Und 2011 glauben bereits mehr als 50% der Konsumenten,<br />

dass in naher Zukunft alternative Antriebsmöglichkeiten die<br />

Mehrheit der neu gekauften Autos ausmachen. Erdgas und<br />

Brennstoffzelle spielen dagegen für die Konsumenten keine<br />

große Rolle mehr und Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen<br />

ist verschwunden.<br />

Das Fazit unserer Forschungen: im Rahmen der eMobilität<br />

wird noch immer viel zu sehr in alten Strukturen und Formen<br />

gedacht. eMobilität braucht Innovationen und Technologiesprünge.«<br />

Götz Spiegel<br />

CEO, Spiegel Institut Mannheim GmbH & Co KG, Deutschland<br />

Peak Everything -<br />

Die Zukunft der individuellen Mobilität<br />

»Unser Problem heißt nicht »peak oil«, sondern »peak everything«.<br />

Die Rechnung ist doch ganz einfach: Wir sind in<br />

einem Monat rund 7 Mrd. Menschen auf diesem Planeten.<br />

Rund 1 Mrd. haben ein Auto. Alle möchten eines, die meisten<br />

können sich noch keines leisten. In 20 Jahren sind wir 9 Mrd.<br />

und davon leben 75% in den sogenannten Mega-Clusters.<br />

Etwa 3 Mrd. sollten sich nach Prognosen dann effektiv auch<br />

ein Auto leisten können. Es müssten also in den nächsten<br />

20 Jahren, mit Ersatz der bestehenden Milliarde Fahrzeuge,<br />

rund 3 Mrd. Autos gebaut werden. Das sind rund doppelt so<br />

viele, wie in den letzten 100 Jahren produziert worden sind.<br />

Aus mehreren Gründen ist dies aber nicht möglich, wenigstens<br />

nicht in der uns vertrauten Form eines Autos: 1. Peak<br />

everything: Stahl, Aluminium, Kupfer, Glas, Plastik, Gummi,<br />

alternativ auch Holz würde für eine solche Menge von<br />

je 1.500 kg schweren Autos gar nicht zur Verfügung stehen.<br />

2. Platzbedarf: Wenn in diesen Mega-Clusters nur schon die<br />

Hälfte dieser Autos auf den Straßen wäre, hätten wir längst<br />

eine rein statische Situation.<br />

Nehmen wir folgendes an: eine Fahrzeuglänge von 5 m, 3 m<br />

Abstand und durchschnittlich 6 (!) Fahrbahnen pro Straße.<br />

Sind unter diesen Umständen ca. die Hälfte der 3 Mrd. Autos<br />

unterwegs, dann wird eine Fläche von 2 Mio. km Straße belegt.<br />

Der Verkehr würde stehen. Zum Vergleich: Deutschland<br />

verfügt über insgesamt 600.000 km Straßen. Und eine Metropole<br />

wie New York über 10.000 km.<br />

Da in Zukunft immer mehr Menschen in Metropolregionen<br />

leben werden, muss für diese über tragfähige Alternativen<br />

nachgedacht werden. Es ist eigentlich schon heute klar, dass<br />

dort die individuelle Mobilität nur mit relativ leichten, sicheren,<br />

kleinen, schmalen und elektrisch betriebenen Fahrzeugen<br />

realisierbar bleibt.<br />

Die Batterien werden enorme Entwicklungssprünge machen,<br />

wie wir sie aus der Luftfahrt oder aus der Dieselmotorentwicklung<br />

kennen. Sie finden 20kW ein wenig mager? Dieses<br />

Fahrzeug, das bedeutend mehr Insassensicherheit bieten<br />

wird als ein heutiger VW Polo, mehr nutzbaren Innenraum<br />

hat als ein smart, wiegt mit 2 Personen keine 500 kg, beschleunigt<br />

in weniger als 10 Sekunden auf 100 km/h und<br />

läuft 160 km/h Spitze. Aber es sieht definitiv nicht mehr wie<br />

ein Polo oder smart aus. Es sieht unter Umständen wie ein<br />

Peraves MonoTracer MTE 150 aus.<br />

Und dieser MonoTracer MTE-150 braucht bei konstant 100<br />

km/h weniger als 5kW Antriebsleistung und somit weniger<br />

als 0,5 Liter auf 100 km, umgerechnet auf Benzin. Und mit<br />

seiner 20kWh-Batterie läuft er über 400 km weit, bis er in<br />

weniger als 2 Stunden wieder aufgeladen ist - ein echtes<br />

Schweizer Highendprodukt.<br />

Kurz gesagt: Mit solchen Fahrzeugen hätten wir eine echte<br />

Chance, die individuelle Mobilität in Megacities zu retten.«<br />

Roger Riedener // CEO, Peraves AG, Schweiz<br />

Peraves AG // www.monotracer.com,<br />

Spiegel Institut Mannheim GmbH & Co. KG<br />

www.spiegel-institut.de<br />

Roger Riedener<br />

Götz Spiegel<br />

126 Neue Mobilität Neue Mobilität 127


Schweiz special - protoscar<br />

Schweiz Special - stadt basel<br />

LAMPO3 und<br />

Home Charge Device<br />

Protoscars neueste innovative Entwicklungen<br />

Basel setzt auf Energieeffizienz<br />

und eMobilität<br />

Der Kanton Basel-Stadt im Nordwesten der Schweiz hat sich die 2.000-Watt-Gesellschaft<br />

zum Ziel gesetzt. Die Elektromobilität soll dabei eine wichtige Rolle spielen.<br />

Protoscar HCD<br />

Dank der Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern<br />

(z.B. ABB, Alpiq, Credit Suisse, das Fraunhofer Institut und<br />

das Schweizer Bundesamt für Energie, sowie spezialisierte<br />

Firmen wie Brusa und Leoni etc.) konnte Protoscar in den<br />

letzen drei Jahren drei premium Elektrosportfahrzeuge namens<br />

»LAMPO« (»Blitz« auf Italienisch) entwickeln. Mit den<br />

attraktiven Sportflitzern konnte Protoscar dazu beitragen,<br />

der schweizer Elektromobilität auf internationaler Ebene ein<br />

positives Image zu bestätigen. Das hochspezialisierte Team<br />

kreiert und entwickelt seit 25 Jahren CleanCar-Projekte für<br />

OEMs, Elektrizitätswerke und Regierungen. Protoscars Tätigkeitsfelder<br />

sind: Design und Engineering für Elektrofahrzeuge,<br />

Markteinführung von Elektrofahrzeugen, Ladetechnologien,<br />

Kommunikation von CleanCar-Technologien, sowie<br />

Beratung und Forschung im Bereich Elektromobilität.<br />

Vertriebspartner sich dem Projekt anschließen. Es soll sich<br />

um ein sehr exklusives Fahrzeug handeln, das in der Performance<br />

wie auch im Preissegment dem absoluten High End<br />

angehört - maximaler Fahrspass garantiert.<br />

Home Charge Device (HCD)<br />

Protoscars HCD bietet maximale Sicherheit beim Laden von<br />

allen kompatiblen Elektrofahrzeugen. Die Hardware und die<br />

Software sind bezüglich Fahrzeugmarke, -modell, Steckdose<br />

(Typ 1/2/3 oder CEEPlus Steckdose) sowie des nationalen<br />

Stromnetzes personalisiert. Der HCD ist ein mobiles Gerät,<br />

das auf einfache Weise an die Wand gehängt werden kann.<br />

Es besitzt einen benutzerfreundlichen Timer für günstigen<br />

Nachttarif und kann an die Leistungsgrenzen der vorhandenen<br />

Netzinfrastruktur angepasst werden. Der HCD ist optional<br />

erhältlich mit 3 Phasen bis 22 kW (Drehstrom - besonders<br />

geeignet für das deutsche Starkstromnetz). Der HCD ist<br />

IEC und EC zertifiziert und ab sofort lieferbar. Autohersteller<br />

wie Mitsubishi oder Citroën haben das Gerät in verschiedenen<br />

europäischen Ländern bereits im Angebot.<br />

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage<br />

www.protoscar.com<br />

Seit 2001 setzt sich Basel-Stadt für die Vision einer 2.000-<br />

Watt-Gesellschaft ein. Ziel der Vision: Die konstante Leistung<br />

der Bevölkerung auf 2.000 Watt zu senken (zurzeit<br />

liegt die durchschnittliche Leistung in Basel-Stadt bei 4.000<br />

Watt). Ohne politische Hilfsmittel kann dies natürlich nicht<br />

erreicht werden: Der Kanton hat deshalb seit über 20 Jahren<br />

spezielle finanzielle Mittel aus der Förderabgabe zur Verfügung.<br />

Seit 1984 wird auf jede Stromrechnung im Kanton<br />

ein Zuschlag erhoben. Heute stehen aus dieser Abgabe jedes<br />

Jahr rund 8.5 Millionen Euro zur Verfügung. Aus diesen<br />

Mitteln werden etwa Gebäudesanierungen und erneuerbare<br />

Energieträger unterstützt.<br />

Auch im Mobilitätsbereich wird die Förderung gross geschrieben:<br />

Mit verschiedenen Projekten soll das Gewerbe<br />

und die Bevölkerung von Basel animiert werden auf Elektromobilität<br />

umzusteigen. Im Oktober 2010 startete der Kanton<br />

deshalb ein Pilotprojekt namens »EmobilitätBasel« zum<br />

Test von Elektrofahrzeugen. Vier Jahre lang sollen rund 20<br />

Fahrzeuge den Zielgruppen wie Unternehmen, Verwaltungen<br />

und Privatpersonen zur Verfügung stehen. Das Projekt wird<br />

durch wissenschaftliche Begleituntersuchungen bezüglich<br />

Fahrzeugtechnik, Ladeinfrastruktur und Nutzungsverhalten<br />

ausgewertet. Dabei bestehen zwei Hauptangebote:<br />

artiges Pionierprojekt in der Schweiz. Interessenten können<br />

sich unter www.esharebasel.ch registrieren lassen und die<br />

eFahrzeuge buchen. Das Besondere dabei ist, dass die Kunden<br />

nur die reine Fahrzeugnutzung bezahlen. Im Pilotprojekt<br />

gibt es keine Abogebühren oder Mitgliedsbeiträge. eShare<br />

ist deshalb besonders flexibel nutzbar und lohnt sich auch<br />

für Einzelfahrten.<br />

Unter »EmobilitätBasel« wird auch das »Eventpaket für<br />

Basler Firmen« angeboten. Für eine Pauschale von rund 100<br />

Euro erhalten Firmen mit Sitz im Kanton Basel-Stadt eine<br />

Einführung zum Thema Elektromobilität und freies Probefahren<br />

von ein bis zwei Elektrofahrzeugen für einen halben Tag<br />

(Fahrzeugüberführung und Versicherung inklusive).<br />

Mehr Informationen zur eMobilität und der 2.000-Watt-Gesellschaft<br />

in Basel unter www.2000-watt.bs.ch<br />

Viviane Joyce<br />

Amt für Umwelt und Energie Stadt Basel<br />

www.aue.bs.ch<br />

LAMPO3 - bei der Silvretta Rallye 2011<br />

LAMPO3<br />

Der neuste der drei Prototypen ist weltweit einzigartig, nicht<br />

nur wegen seiner aussergewöhnlichen Leistung (550PS),<br />

sondern vor allem, da er bereits als reines Elektrofahrzeug<br />

konzipiert, und nicht nachträglich »elektrifiziert« wurde.<br />

Nach dem grossem Erfolg mit dem LAMPO3 zieht Protoscar<br />

in Erwägung, bis 2012 ein Konzept für eine Kleinserienproduktion<br />

zu erarbeiten, je nachdem welche Finanz- und<br />

LAMPO3 und HCD<br />

»Sorglospaket« für Firmen und Verwaltungen<br />

Die Kunden bezahlen einen fixen monatlichen Betrag, der<br />

aufgrund einer Gesamtlaufzeit von vier Jahren und einer<br />

vereinbarten Kilometerleistung berechnet wird. In dieser<br />

Pauschale inbegriffen ist das komplette Full-Service-Flottenmanagement.<br />

Damit die Fahrzeuge emissionsfrei betrieben<br />

werden können, wird im »Sorglospaket« auch der benötigte<br />

Ökostromanteil eingerechnet.<br />

»eShare«<br />

Für Einzelpersonen wird ein CarSharing angeboten. Da in<br />

diesem Sharingkonzept ausschliesslich Elektrofahrzeuge<br />

betrieben werden, handelt es sich bei eShare um ein einzig-<br />

Übergabe der e-Fahrzeuge<br />

128 Neue Mobilität Neue Mobilität 129


Schweiz special - mobility academy<br />

Schweiz Special - Mobility academy<br />

Elektromobilität elektrisiert<br />

den schweizerischen<br />

Unternehmergeist<br />

Dr. Jörg Beckmann<br />

Elektromobilität:<br />

die beste aller motorisierten<br />

Mobilitäten<br />

Interview mit Dr. Jörg Beckmann<br />

Pannendienst des Touring Club Schweiz bei dem Projekt Alpmobil<br />

Jörg Beckmann beim Referieren am Kongress des Schweizer Forum Elektromobilität<br />

Die staatlichen Stellen in der Schweiz sind derzeit von direkten<br />

Kaufförderungsprogrammen noch nicht überzeugt.<br />

Umso wichtiger ist daher das Engagement aus der Mitte der<br />

Gesellschaft und der Unternehmen. Energieversorger, die<br />

Schweizer Niederlassungen der Automobilhersteller und<br />

elektromobile Dienstleister unterstützen gemeinsam Veranstaltungen,<br />

arbeiten bei der Erstellung von Leitfäden und<br />

Merkblättern zusammen oder entwickeln gemeinsam eine<br />

Road Map Elektromobilität für das Land.<br />

Gleichzeitig wird versucht, die Kunden und Nutzer elektrischer<br />

Fahrzeuge über die Chancen dieser Technologie zu<br />

informieren. Mit dem Aufbau des nationalen Kompetenzzentrums<br />

Schweizer Forum Elektromobilität wird sowohl ein<br />

Beitrag zur Marktbeobachtung geleistet, als auch ein stetig<br />

wachsendes Informationsangebot rund um die Elektromobilität<br />

geschaffen. Als jüngstes Kind ist dabei die Broschüre<br />

»Mythbuster Elektroauto« entstanden, in der mit den 10<br />

bekanntesten Halbwahrheiten über die Elektroautos aufgeräumt<br />

wird - von der geringen Reichweite über den hohen<br />

Preis bis zur mangelnden Ladeinfrastruktur.<br />

Viele Firmen betrachten die Schweiz aufgrund ihrer Umweltorientierung<br />

und der Kaufkraft ihrer Autonutzer als einen der<br />

wichtigen Leitmärkte in Europa. Die Elektromobilität bietet<br />

unbestritten große Potenziale, die Umweltbilanz des Straßenverkehrs<br />

dauerhaft zu verbessern. Der Elektroantrieb im<br />

Motorfahrzeug weist eine zwei- bis dreimal bessere Energieeffizienz<br />

als thermische Antriebe auf, reduziert die lokalen<br />

Schadstoffemissionen auf Null, ist nahezu geräuschlos und<br />

kann ausschließlich mit erneuerbaren, fast CO2-freien Energien<br />

betrieben werden.<br />

Die Schweiz steht nun vor der verkehrs- und energiepolitischen<br />

Herausforderung, diese Potenziale durch eine beschleunigte<br />

Markteinführung und Integration der Elektrofahrzeuge<br />

in das Gesamtverkehrsystem auszuschöpfen. Ein<br />

Erfolg wird sich jedoch nur einstellen, wenn die Markteinführung<br />

unterschiedlicher Elektrofahrzeuge konsequent »vom<br />

Nutzer her gedacht« wird<br />

Dies geschieht in einem Umfeld, bei dem der grosse Roll-Out<br />

von Serienfahrzeugen in der Schweiz noch gar nicht stattgefunden<br />

hat. Der Nissan Leaf kommt zusammen mit dem<br />

Opel Ampera erst im Herbst 2011, die meisten der 600 dieses<br />

Jahr angemeldeten Elektroautos der Typen i-MiEV, i-On und<br />

C-Zero (Mitsubishi, Peugeot, Citroën) sind vor allem in Flottenbestände<br />

gegangen. Die Schweizer Akteure warten also<br />

gebannt, was in den nächsten Monaten die Kunden machen<br />

und ob all das Engagement und der unternehmerische Geist<br />

auch Wirkung zeigt.<br />

Dr. Jörg Beckmann // Direktor Mobility Academy<br />

www.mobilityacademy.ch<br />

Herr Beckmann, das Bundesamt für Straßen und der Touring<br />

Club Schweiz haben das Kompetenzzentrum »Schweizer<br />

Forum Elektromobilität« gegründet. Was wollen Sie damit<br />

erreichen?<br />

Wir verstehen uns als schweizweite und branchenübergreifende<br />

Plattform im Bereich der eMobilität. Es werden Fragestellungen<br />

rund um die Wertschöpfungskette der eMobilität<br />

behandelt. Die eMobilität bietet die Chance, unser mobiles<br />

Leben nachhaltig zu verändern - hin zu einer umweltbewussten,<br />

bedarfsgerechten, intelligent vernetzten Fortbewegung.<br />

Ziel ist es, allen Akteuren und Interessensgruppen praktische<br />

Entscheidungshilfen beim Eintritt in den eMobilitätsmarkt<br />

zu bieten. Als besonderes Highlight veranstalten wir jährlich<br />

den Elektromobilitätskongress. Der nächste findet am 07.<br />

und 08. Februar 2012 im Verkehrshaus in Luzern statt.<br />

Das Elektroauto ist Ihrer Meinung nach also Teil einer nachhaltigen<br />

Verkehrsvision von morgen?<br />

Genau. Das Elektroauto kann unseren Individualverkehr<br />

ohne fossile Brennstoffe ins Rollen bringen. Nur in Ausnahmefällen<br />

bräuchten wir einen Verbrennungsmotor. Mit einem<br />

Elektroantrieb im Auto komme ich bei gleichem Energieeinsatz<br />

etwa dreimal so weit wie mit einem Verbrennungsmotor.<br />

Und weil das eAuto so effizient ist, würde auch bei einer<br />

Elektrifizierung aller Personenwagen in der Schweiz unser<br />

Stromverbrauch nur um etwa 10% ansteigen. Wenn mir<br />

selbst das zuviel ist, baue ich mir eben meine eigene »Tankstelle«<br />

auf meinem Garagendach. Ich kann dann meinen<br />

selbstgeernteten Solarstrom in meine Auto-, Scooter- oder<br />

Velobatterie packen.<br />

Was kann das eAuto?<br />

Alles, was es können muss. Es fährt flott, ist sicher und bietet<br />

eine Autonomie, die für 80% der Schweizer an 80% der Tage<br />

völlig ausreichend ist. Trotz derzeit noch höherer Anschaffungspreise<br />

kostet das eAuto über einen Zeitraum von acht<br />

Jahren nicht mehr als ein herkömmliches. Noch Bedenken?<br />

Dann empfehle ich die Broschüre »Mythbuster Elektroauto«,<br />

die auf der Website des Forums gratis heruntergeladen<br />

werden kann.<br />

Was empfehlen Sie?<br />

Jetzt einsteigen! Am besten mit einem eBike, denn so bleibt<br />

man aktiv und eventuell lässt man mal den Familienwagen<br />

stehen. Wer richtig auffallen will, kauft sich natürlich eines<br />

der neuen eAutos, die nun auf den Schweizer Markt kommen.<br />

Vom elektrischen Sportwagen bis zum 5-Plätzer gibt<br />

es in jedem Fahrzeugsegment etwas für den individuellen<br />

Geschmack.<br />

Die Broschüre »Mythbuster Elektroauto« kann unter<br />

www.forum-elektromobilitaet.ch herunter geladen werden.<br />

130 Neue Mobilität Neue Mobilität 131


Schweiz special - m-way<br />

Schweiz Special - ETH Zürich<br />

eCarsharing in der Schweiz<br />

Elektromobilität im Carsharing-Betrieb an SBB Bahnhöfen<br />

Entkarbonisierung der<br />

Mobilität<br />

Der Well-to-Wheel Ansatz zur Bewertung der eMobilität<br />

Seit dem 19. September 2011 bietet Mobility Carsharing zusammen<br />

mit m-way, der SBB und Siemens Schweiz Elektroautos<br />

im Carsharing-Betrieb an. Dank der Bündelung des<br />

gemeinsamen Know-hows konnte dieses Angebot innerhalb<br />

kurzer Zeit realisiert werden und steht jetzt vor der<br />

schweizweiten Einführung.<br />

Mit der intelligenten Kombination von Elektroautos und öffentlichem<br />

Verkehr können die über 100.000 Mobility Kunden<br />

einfach, unverbindlich und kostengünstig die umweltschonende<br />

und geräuschlose Automobilität erleben. Die<br />

Elektroautos werden mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen<br />

betrieben.<br />

Gemeinsam für ein Ziel<br />

Jeder Kooperationspartner bringt seine Trümpfe ins Spiel.<br />

Die Fahrzeuge von m-way, dem e-Mobil Center der Schweiz,<br />

sind ausgerüstet mit der führenden Carsharing-Technologie<br />

von Mobility Carsharing. Stationiert sind die Autos an den<br />

grössten Bahnhöfen der SBB und bieten damit die Möglichkeit<br />

der intelligenten Kombination von Individual- und öffentlichem<br />

Verkehr. Kurz: Die umweltschonende Transportkette<br />

von Tür zu Tür wird Realität. Komplettiert wird das Angebot<br />

mit der Ladeinfrastruktur von Siemens.<br />

Dazu Viviana Buchmann, Geschäftsführerin der Mobility<br />

Genossenschaft: »Das Bedürfnis nach individueller Auto-<br />

Mobilität ist ungebremst. Und der Platz in den dicht besiedelten<br />

Agglomerationen wird immer kleiner. Mobility Carsharing<br />

verbindet Menschen, die individuelle Mobilität mit<br />

modernem Lebensstil kombinieren und trifft damit den Nerv<br />

der Zeit. Die Einführung der Elektromobilität im Carsharing-<br />

Betrieb ist ein weiterer Meilenstein zur kontinuierlichen Verbreitung<br />

des »Autos auf Abruf«.«<br />

Schweizweit elektrisch mobil<br />

Seit September 2011 ergänzen Elektroautos der Marke<br />

THINK City die Fahrzeugflotte. Damit können Reisende nicht<br />

nur die Hauptstrecke per Zug umweltschonend zurücklegen,<br />

sondern sind im Elektroauto auch auf der Fahrt vom Bahnhof<br />

zum Reiseziel nachhaltig unterwegs. Diese werden an neun<br />

Standorten an den Bahnhöfen urbaner Zentren verkehrstechnisch<br />

optimal stationiert:<br />

Basel - Bahnhof SBB Parkhaus Süd, Bern - Falkenplatz SBB<br />

Generaldirektion (Standort direkt über dem Bahnhof ), Genf<br />

- Gare Cornavin, Lausanne - Gare, Luzern - Bahnhof, St. Gallen<br />

- Bahnhof, Winterthur - Bahnhof Untere Vogelsangstrasse,<br />

Zürich - Hauptbahnhof Zollstrasse.<br />

Um die gewohnte Zuverlässigkeit im automatisierten Selbstbedienungsprinzip<br />

weiter zu garantieren, werden die Elektroautos<br />

aufgrund der langen Ladezeiten vorerst in Tagesmiete<br />

(7 bis 23 Uhr) angeboten. Die Kosten für eine Tagesmiete<br />

betragen CHF 70.- pauschal und alles inklusive.<br />

Thomas Schröder<br />

m-way<br />

www.m-way.ch<br />

eCarsharing: intelligente Kombination von Individual- und<br />

öffentlichem Verkehr<br />

Mehr als 95% des Endenergieverbrauchs für den Transport<br />

basiert weltweit auf Öl. Die Notwendigkeit einer drastischen<br />

Reduktion der Treibhausgasemissionen zugunsten<br />

unseres Klimas setzt hohe Anforderungen an das gesamte<br />

Energiesystem.<br />

Für den Individualverkehr sind verschiedene technologische<br />

Wege denkbar. Auf der Antriebsebene werden evolutionäre<br />

Fortschritte in der Motorentechnologie gebraucht. Weitere<br />

Möglichkeiten bieten alternative Treibstoffe, wie kohlenstoffarme<br />

oder solche biogener Herkunft. Für die Letzteren<br />

ist aber das Ausbaupotential - unter Einhaltung ökologischer<br />

Kriterien - mittelfristig begrenzt. Ein Verbrauchsreduktionspotential<br />

von 20 bis 30% liegt auch bei der umfassenden Hybridisierung<br />

des Antriebs. Die weitgehende Elektrifizierung,<br />

über Plug-in Hybride, reine Elektrofahrzeuge mit Batterien<br />

oder Brennstoffzellen weist langfristig das größte Potential<br />

auf. Allerdings ist die Wasserstoff-Schiene mit den heutigen<br />

Herstellungsverfahren deutlich ineffizienter im Vergleich zu<br />

der Batterie-Option.<br />

Abbildung 1: Treibhausgasemissionen für Elektro- und »Plugin«-Antriebe<br />

in Abhängigkeit der Batteriekapazität, ausgehend<br />

aus einem repräsentativen Fahrzeug der unteren Mittelklasse<br />

(Basis: S. Heinen, Masterarbeit, ETH Zürich/LAV, 2009).<br />

Am Beispiel der Elektrifizierung des Antriebs erkennt man,<br />

wie die Emissionen des Verkehrs auf die Produktion des<br />

Energieträgers verlegt werden. Sie müssen dementsprechend<br />

mit einem Well-to-Wheel Ansatz berechnet werden.<br />

Ein Beispiel solcher Analysen wird in der Abbildung gezeigt.<br />

Daraus erkennt man, dass die Stromerzeugungsart eine<br />

maßgebende Rolle bei der Bewertung der Elektrifizierung<br />

des privaten Verkehrs spielt.<br />

Vorausgesetzt die Stromerzeugung ist CO 2-arm, so ist die<br />

(Teil-)Elektrifizierung des Antriebsstranges ein vielversprechender<br />

Pfad in Richtung Entkarbonisierung der Mobilität.<br />

Um den Einfluss auf die Stromnachfrage berechnen zu können,<br />

sind neben den technischen Daten über die Antriebsarten<br />

auch Informationen über das Verkehrsverhalten notwendig.<br />

Die Verteilung der gefahrenen Strecken über ihre Länge<br />

stellt z.B. eine wichtige Rahmenbedingung zur Bestimmung<br />

der Aufteilung der tatsächlich eingesetzten Energiequellen<br />

bei Hybridsystemen dar.<br />

Im Rahmen eines Projektes in Zusammenarbeit mit dem<br />

Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) werden drei wichtige<br />

Kompetenzen der ETH Zürich zusammengeführt. Dabei<br />

handelt es sich um:<br />

• Modellierung der Verkehrsströme - Prof. K.W. Axhausen<br />

• Aufbau, Optimierung flexibler Energieträgernetze<br />

mit Schwerpunkt auf Elektrizität - Prof. Andersson<br />

• Modellierung und Optimierung von teilweise<br />

elektrifizierten Antriebstechnologien - Prof. K. Boulouchos<br />

Die Wechselwirkung der drei Bereiche wird in einem übergeordneten<br />

Simulationsverfahren abgebildet. Damit werden<br />

Szenarien entwickelt und durchgerechnet, welche sowohl<br />

den Einfluss des Infrastrukturausbaus als auch den Energiebedarf<br />

und den CO2-Ausstoß berücksichtigen.<br />

Dr. Fabrizio Noembrini // ETH Zürich<br />

Geschäftsführer des Energy Science Center<br />

www.esc.ethz.ch // www.lav.ethz.ch<br />

132 Neue Mobilität Neue Mobilität 133


eJobs<br />

eJobs<br />

Jobmotor Elektromobilität<br />

Die Fahrzeuge von morgen benötigen bereits heute zehntausende Experten<br />

Fachkräftemangel im<br />

Bereich der Neuen Mobilität<br />

Erste Ergebnisse für die Aus- und Weiterbildung von der<br />

Nationalen Plattform Elektromobilität<br />

Der Systemwechsel hin zur Elektromobilität wird umfangreiche<br />

strukturelle Auswirkungen auf die gesamte Industrie<br />

und vor allem auf den Bedarf und die Anforderungen<br />

an Fachkräften zur Folge haben. Davon ist der gesamte Arbeitsmarkt<br />

im Bereich der Automobilhersteller, der Zulieferer,<br />

der Elektro- und IT-Industrie, der Energiebranche und<br />

des Vertriebs unmittelbar betroffen. Die Technologien und<br />

Produkte von morgen und übermorgen erfordern bereits<br />

heute hochspezialisierte Ingenieure und Fachkräfte.<br />

Bereits heute fehlen beispielsweise in der Elektro- und IT-<br />

Industrie die benötigten Fachkräfte. Laut einer repräsentativen<br />

Umfrage des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik<br />

(VDE) sind neun von zehn Unternehmen<br />

in der Elektro- und IT-Industrie der Meinung, dass die Neue<br />

Mobilität die Nachfrage nach Elektroingenieuren weiter erhöhen<br />

wird. Gleichzeitig befürchten acht von zehn befragten<br />

Unternehmen, dass sie ihren Ingenieursbedarf künftig nicht<br />

mehr ausreichend decken können und greifen bereits jetzt<br />

auf Absolventen verwandter Fächer zurück.<br />

Mit den veränderten Disziplinen im Elektrofahrzeugbau<br />

wird sich in den kommenden zwei Jahrzehnten auch der Arbeitsmarkt<br />

für Ingenieure und Techniker deutlich wandeln.<br />

Laut McKinsey wird in zwanzig Jahren weltweit der<br />

Anteil der Mitarbeiter in der mechanischen Bearbeitung von<br />

80% auf 60% gesunken sein. Die restlichen 40% entfallen<br />

dann auf Elektroniker und Chemiker. Alleine in Europa würden<br />

dann 110.000 Fachkräfte in den Bereichen Chemie, Kunststofftechnik,<br />

Mikroelektronik, Elektrotechnik und IT gebraucht.<br />

Zunehmend beginnen die Hochschulen Ihr Angebot auf den<br />

veränderten Bedarf umzustellen und bieten entsprechende<br />

Masterstudiengänge oder Schwerpunktdisziplinen an. So<br />

kann man beispielsweise an den Hochschulen in Regensburg,<br />

München und Bochum sowie an der Universität Stuttgart<br />

Elektromobilität studieren. Auch die TU München plant<br />

ein entsprechendes Angebot.<br />

Fachkräfte für eMobilitätsbranche: BEM und etecmo intensivieren<br />

Kooperation<br />

Vor diesem Hintergrund verstärken der Bundesverband<br />

eMobilität und die Online-Jobbörse etecmo ihre bereits bestehende<br />

Zusammenarbeit. Im Rahmen der Kooperation entsteht<br />

in der <strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong> - die neue Rubrik »eJobs«,<br />

in der künftig regelmäßig Fachbeiträge, Kommentare und<br />

Interviews zum Thema Human Resources im Bereich Elektromobilität<br />

erscheinen.<br />

Künftig können im Rahmen der Kooperation über etecmo<br />

sowohl im Print-Medium als auch auf der BEM-Homepage<br />

Stellenanzeigen geschaltet werden. Bitte wenden Sie sich<br />

für weitere Informationen direkt an Michael Messer von<br />

etecmo: messer@etecmo.com<br />

Die etecmo GmbH mit Sitz in Fürth ist die erste Online-Jobbörse<br />

in Europa, die sich speziell auf das Thema Elektromobilität<br />

konzentriert. »Wir sind Spezialisten, wenn es um<br />

die Vermittlung von Fach- und Führungskräften im Bereich<br />

eMobilität geht«, so Sibylle Lingner, Geschäftsführerin von<br />

etecmo. Seit November 2010 ist etecmo Mitglied im Bundesverband<br />

eMobilität.<br />

»Unternehmen und Bewerbern soll im Rahmen der Kooperation<br />

ein schneller und effizienter Zugriff auf den Job-Zukunftsmarkt<br />

Elektromobilität ermöglicht werden. Insbesondere<br />

auch unsere Mitglieder können wir so bei der Suche<br />

nach adäquaten Mitarbeitern effektiv unterstützen«, so<br />

Christian Heep, Vorstand Marketing beim BEM.<br />

Die aktuellen Stellenangebote finden Sie auf<br />

www.bem-ev.de/kontakt/jobs und www.etecmo.de<br />

Anfang Mai 2010 wurde mit einer gemeinsamen Erklärung<br />

der Bundesregierung und der Industrie die Nationale Plattform<br />

Elektromobilität (NPE) ins Leben gerufen. Im Rahmen<br />

der NPE wurden im Frühjahr 2010 sieben Arbeitsgruppen<br />

etabliert. Die Arbeitsgruppe Nr. 6 »Ausbildung und Qualifizierung«<br />

hat sich die Sicherstellung der Exzellenz von Lehre<br />

und Forschung sowie der beruflichen Bildung zur Aufgabe<br />

gemacht. Bis November 2010 wurden von der Arbeitsgruppe<br />

erste Handlungsempfehlungen zum Ausgleich von Defiziten<br />

des beruflichen Bildungssystems erarbeitet. Es wurde eine<br />

Reihe verschiedener Maßnahmen vorgeschlagen:<br />

So sollen z.B. bis Ende des Jahres 2015 die bestehenden<br />

Berufsbilder und -inhalte weiterentwickelt werden, neue<br />

Berufe sind jedoch nicht nötig. Viele der Beschäftigten,<br />

die Elektroautos entwickeln und bauen sollen, sind heute<br />

schon berufstätig und müssen für die anstehenden Herausforderungen<br />

qualifiziert werden. Der Schlüssel dafür, dass<br />

Deutschland zu einem Leitanbieter für Elektromobilität werden<br />

kann, sind hervorragend ausgebildete und hoch motivierte<br />

Fachkräfte.<br />

In verschiedenen Bezirken der Industrie- und Handelskammern<br />

(IHKs) laufen derzeit bereits Kooperationen, vorerst<br />

mit der Automobilindustrie. So hat z.B. die AUDI AG eine<br />

Qualifizierung zur Elektrofachkraft Fahrzeugtechnik zusammen<br />

mit der IHK München entwickelt. Auch die Opel AG kooperiert<br />

mit einer IHK. In Darmstadt bildet man gemeinsam<br />

Spezialisten zu Systemtechnikern Elektromobilität weiter.<br />

Die IHK Stuttgart bietet inzwischen eine Zusatzqualifikation<br />

für elektrotechnische Arbeiten an Hochvolt-Systemen in<br />

Fahrzeugen für den Ausbildungsberuf Kraftfahrzeug-Mechatroniker<br />

an. Die Hamburger Hochbahn AG setzt brennstoffzellenbetriebene<br />

Wasserstoffbusse ein. Für Facharbeiter, die<br />

die Wartung dieser Null-Emissionen-Fahrzeuge übernehmen,<br />

hat die Handelskammer Hamburg ebenfalls eine neue Prüfungsregelung<br />

erlassen. Die IHK-Organisation wird die Arbeit<br />

der NPE bis ins Jahr 2015 weiter unterstützen.<br />

Jochen Reinecke<br />

Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.<br />

www.dihk.de<br />

134 Neue Mobilität


Buchvorstellungen<br />

Buchvorstellungen<br />

Buchvorstellungen<br />

Lust auf mehr Lesestoff? Alle vorgestellten Publikationen<br />

können Sie auf der BEM-Webseite unkompliziert und schnell<br />

bestellen. www.bem-ev.de<br />

Matthias Brake<br />

Mobilität im regenerativen Zeitalter<br />

Was bewegt uns nach dem Öl?<br />

Heise Zeitschriften Verlag GmbH &<br />

Co. KG // Hannover 2009<br />

Preis 16,00 Euro<br />

Florian Kleiner<br />

Elektroautos: Beginn eines neuen<br />

Zeitalters in der Automobilindustrie?<br />

Diplomica Verlag // Hamburg 2011<br />

Preis 35,50 Euro<br />

Jürgen Fischer<br />

Die Geschichte des Elektroautos<br />

VDM Verlag Dr. Müller<br />

Saarbrücken 2011<br />

Preis 59,00 Euro<br />

Peter Grett, Hannes Neupert,<br />

Werner Köstle<br />

E-Bikes und Pedelecs<br />

Bruckmann Verlag<br />

München 2011<br />

Preis 14,95 Euro<br />

Mobilität nach dem Öl<br />

Der Abschied vom Öl als primärer Garant für Mobilität ist<br />

heute keine Utopie mehr sondern aus ökologischer und auf<br />

Dauer auch ökonomischer Sicht unabwendbar. Wer einen<br />

Blick in diese »öllose« Zukunft werfen möchte, der findet<br />

bei Matthias Brake breit aufgestellte Fakten fern von jeder<br />

Panikmache. Es erfolgt eine Analyse des aktuellen Energiezustandes<br />

sowie zu den Optionen für die Zukunft. Erfrischend<br />

ist hierbei, dass der Autor im Bereich der Erneuerbaren<br />

Energien nicht nur auf die gängigen Energiequellen<br />

wie Wind, Wasser und Sonne eingeht, sondern auch weniger<br />

bekannte Gewinnungsmöglichkeiten wie z.B. Wellen- und<br />

Osmosekraftwerke vorstellt. Auch im Bereich der Mobilität<br />

wird ein breites Feld abgedeckt. Es werden verschiedene<br />

Antriebskonzepte diskutiert, auch für Transportmittel wie<br />

Schiff, Bahn und Flugzeug. Zudem werden neben wichtigen<br />

Mobilitätskomponenten wie dem Städtebau und Umweltzonen<br />

auch neue Konzepte wie die Intermodalität genauer<br />

analysiert. Wer wissen will, in welche Richtung sich die Mobilität<br />

entwickeln könnte und welche Alternativen bereits<br />

bestehen, ist mit dem Buch bestens aufgehoben.<br />

Herausforderungen des Übergangs<br />

Die Bekämpfung des Klimawandels stellt für die Automobilindustrie<br />

eine komplexe Herausforderung dar, die durch eine<br />

konsequente Erforschung und Entwicklung der Elektromobilität<br />

in Angriff genommen werden muss. Für Florian Kleiner<br />

stehen neben der koordinierenden Rolle der Politik vor allem<br />

die technischen Lösungsoptionen der Industrie im Vordergrund,<br />

um den notwendigen Wandel im Sinne einer nachhaltigen<br />

Gestaltung der individuellen Mobilität voranzubringen.<br />

Im Rahmen seiner kritischen Betrachtungen wird anhand von<br />

differenzierten Antriebsportfolio-Zielszenarien für das Jahr<br />

2020 erläutert, welche unterschiedlichen Strategien die Automobilindustrie<br />

derzeitig verfolgt. Weitere zentrale Aspekte<br />

dieser Arbeit beziehen sich auf die damit einhergehenden<br />

Konsequenzen für die gesamte Wertschöpfungskette sowie<br />

auf neue Geschäftsmodelle und innovative Strategien für<br />

eine erfolgreiche Marktdurchdringung der Elektromobilität.<br />

Das Buch beleuchtet kritisch die Vielschichtigkeit der Herausforderungen,<br />

die mit dem Übergang zu einem neuen,<br />

umfassenden Mobilitätssystem einhergehen, das von der<br />

Elektrifizierung des Automobils getragen wird.<br />

Ein Blick in den Rückspiegel<br />

Hört man den Begriff Elektroauto, denkt man zunächst an<br />

die Zukunft, obwohl die Idee des elektrisch angetriebenen<br />

Autos so alt ist, wie die des Automobils selbst. Jürgen Fischer<br />

hat sich zum Ziel gesetzt, den langen Entwicklungspfad des<br />

Elektroautos nachzuzeichnen, der bereits gegen Ende des<br />

19. Jahrhunderts mit dessen Invention seinen Anfang nahm.<br />

Im Zuge seiner Arbeit geht er der Frage nach, welche Einflussfaktoren<br />

und Mechanismen das Elektroauto auf seinem<br />

langen historischen Weg immer wieder ausgebremst haben.<br />

Dabei wird ein weiter Bogen gespannt, der von ursprünglichen<br />

Voraussetzungen über aktuelle Innovationen bis hin<br />

zu Prognosen hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen reicht.<br />

Neben technologischen, sozio-kulturellen, politischen und<br />

ökologischen Gesichtspunkten spielen hier vor allem ökonomische<br />

Aspekte eine tragende Rolle, die dem Elektroauto<br />

bislang seinen Marktdurchbruch verwehrt haben. Das eAuto<br />

selbst sowie dessen Rahmenbedingungen haben sich jedoch<br />

bis heute maßgeblich verändert, weshalb uns der<br />

tatsächliche Übergang hin zur Elektromobilität bald bevorstehen<br />

könnte.<br />

Rückenwind aus dem Akku<br />

Alle sprechen heute von Elektrofahrrädern - ein regelrechter<br />

Boom ist mittlerweile in Deutschland um die zweirädrigen<br />

Fortbewegungsmittel mit elektrischer Antriebsunterstützung<br />

ausgebrochen. Der Markt wird jedoch immer unübersichtlicher.<br />

Mittlerweile hat jeder renommierte Fahrradhersteller<br />

mindestens ein Modell mit elektrischem Hilfsmotor<br />

im Programm. Doch worin liegen eigentlich die Unterschiede<br />

zwischen einem eBike und einem Pedelec? Welches ist das<br />

richtige Gefährt für welche Anforderungen? Die eMobilitäts-<br />

Experten Peter Grett, Hannes Neupert und Werner Köstle<br />

gehen diesen und weiteren Fragen rund um den aktuellen<br />

Zweiradkult auf den Grund. Kompetent und anschaulich beschreiben<br />

die Autoren in diesem Ratgeber die verschiedenen<br />

elektrifizierten Fahrradtypen und ihre Technik. Neben einer<br />

aktuellen Marktübersicht sowie ausführlicher Kaufberatung<br />

gibt es unter anderem auch hilfreiche Hinweise zum Thema<br />

Sicherheit rund um die Elektroräder. Wer sich für ein eBike<br />

oder Pedelec interessiert, aber nicht genau weiß, wie er sich<br />

im aktuellen Angebotsdschungel entsprechend orientieren<br />

soll, der ist mit diesem Ratgeber bestens aufgehoben.<br />

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© www.designwelt.com / Stefan Ellbrueck<br />

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Ferdinand Walther GmbH<br />

Ramsener Straße 6<br />

67304 Eisenberg/Pfalz<br />

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Die <strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong>, das Magazin vom Bundesverband<br />

eMobilität, informiert vierteljährlich über Projekte und<br />

Veranstaltungen der emobilen Branche, die Arbeit seiner<br />

Mitglieder und über relevante News im Bereich der<br />

Elektromobilität.<br />

In zahlreichen Fachartikeln und Kommentaren diskutieren<br />

wir Fragen zum Status Quo der Elektromobilität. Zudem<br />

geben Interviews mit verschiedenen eMobilitätsplayern<br />

interessante Einblicke in die Branche. In wechselnden<br />

Themenschwerpunkten informiert das Magazin außerdem<br />

regelmäßig und detailliert über konkrete Projekte,<br />

Innovationen und interessante Veranstaltungen.<br />

In unserer Neujahrs-Ausgabe liefern wir Ihnen im Rahmen<br />

unseres Politik-Schwerpunkts einen ausführlichen<br />

Überblick über die Schaufensterbewerbungen. Im Fokus<br />

stehen dabei sowohl die sich bewerbenden Städte und<br />

Regionen als auch die beteiligten Akteure und Richtlinien.<br />

Kongresse, Messen, Symposien und Fachtagungen zum Thema Elektromobilität -<br />

auch 2012 reiht sich ein Branchenhighlight an das andere. Mit dem BEM-Kalender<br />

verpassen Sie künftig keines dieser Ereignisse mehr..<br />

Februar<br />

Bestellung BEM-Kalender 2012<br />

1 Kalender (32,00 €) 5 Kalender (140,00 €) 10 Kalender(225,00 €)<br />

inkl. Porto/Versand und MwSt. (Ausland zzgl. Porto*)<br />

Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi<br />

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29<br />

E-world energy & water<br />

Essen<br />

9<br />

Innovationsgipfel<br />

München<br />

Sitzungszeit des Deutschen Bundestages<br />

Der BEM-Kalender 2012 zeigt neben dem klassischen Kalendarium die relevanten<br />

Termine der Köln elektromobilen Branche, sowie politisch interessante Termine,<br />

Kompetenztreffen elektro:mobilia<br />

wie z.B. die Sitzungswochen des Deutschen Bundestags.<br />

Bei Interesse an einer Einbindung als Sponsorpartner für ein Monatsblatt im BEM-<br />

Kalender 2012 wenden Sie sich bitte bis zum 8.November an Sandrine Frideres.<br />

* Porto Ausland: EU-Zone: zzgl. 5,75 €, Europa außerhalb EU zzgl. 13,25 €, restliche Welt zzgl. 26,50 € . Widerrufsrecht: Die Bestellung kann innerhalb von 14 Tagen beim<br />

Bundesverband eMobilität, Wallstraße 16, 10179 Berlin widerrufen werden. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs mit Brief, Fax oder eMail.<br />

Informations- &<br />

Kommunikationstechnik<br />

• Einbindung in<br />

Smart-Grid-Konzepte<br />

• Vernetzung via Internet<br />

mit Backend-System<br />

• Kommunikation<br />

mit dem Fahrzeug<br />

www.ebg-compleo.de<br />

artwork: www.exprim.de<br />

Veranstaltungshighlight wird die E-world 2012 - die Leitmesse<br />

der Energie- und Wasserwirtschaft. Vor diesem<br />

Hintergrund beleuchten wir erneut die natürliche Partnerschaft<br />

zwischen Elektromobilität und Erneuerbaren<br />

Energien als Grundlage nachhaltiger Mobilitätskonzepte.<br />

Im Fokus unserer Analysen, Fachbeiträge und Interviews<br />

wird in der kommenden Ausgabe unter anderem der Themenkomplex<br />

Smart Grid und SGready, als Grundvoraussetzung<br />

für eine intelligente Mobilität, stehen.<br />

Die neue Rubrik eJobs und Human Resources wird beständig<br />

weiter ausgebaut und befragt Experten der unterschiedlichen<br />

Branchenakteure zu den Chancen und Möglichkeiten<br />

auf dem Wachstumsmarkt Elektromobilität.<br />

Sandrine Frideres, Anzeigenredaktion & Abo-Service<br />

sandrine.frideres@bem-ev.de<br />

Über redaktionelle Beiträge, Fachartikel, Pressemeldungen,<br />

Termine, innovative Projekte, Feedback und natürlich<br />

über Anregungen freut sich:<br />

Juliane Girke, Redaktionsleitung<br />

juliane.girke@bem-ev.de<br />

liefer- und Rechnungsadresse<br />

Unternehmen<br />

Vorname, name<br />

straSSe, nr.<br />

PLZ, Ort<br />

email<br />

Einzugsermächtigung<br />

Name der Bank<br />

BLZ<br />

Kontoinhaber<br />

Bitte schicken Sie mir alle 2 Wochen den kostenlosen BEM-Newsletter zu.<br />

Hiermit ermächtige/n ich/wir den Bundesverband eMobilität e.V. den von mir/uns zu entrichtenden Kalender-Kaufpreis einmalig im Voraus zu Lasten<br />

meines/unseres Girokontos mittels Lastschrift einzuziehen.<br />

Ort, Datum,<br />

Stempel, Unterschrift<br />

*nur im Inland möglich<br />

Kontonr.<br />

Fon<br />

Hiermit bestelle ich verbindlich den oben ausgewählten Kalender.<br />

Part of the<br />

EBG compleo GmbH info@ebg-compleo.de<br />

An der Wethmarheide 17 fon +49 (0) 23 06 - 923-3<br />

D-44536 Lünen fax +49 (0) 23 06 - 29 20<br />

Neue Mobilität<br />

139


BEM-<br />

MITGLIEDER<br />

Bitte Unterstützen Sie uns auch weiterhin mit Ihren Ideen,<br />

Projekten und Ihrer Begeisterung. Zeigen Sie sich und Ihr<br />

Engagement für EINE <strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong>.<br />

Der Bundesverband eMobilität vernetzt alle Akteure aus<br />

Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, Politik und Medien<br />

miteinander, fördert die öffentliche Wahrnehmung für Elektromobilität<br />

durch zahlreiche Veranstaltungen und setzt sich<br />

für die notwendigen infrastrukturellen Veränderungen ein.<br />

»Die Einbindung unserer Mitglieder in die verschiedensten<br />

BEM-Aktionen, Messe-Veranstaltungen, Publikationen und<br />

Projekte ist deshalb eine unserer wichtigsten Aufgaben im<br />

tagespolitischen Geschäft. Darüber hinaus sorgen wir dafür,<br />

dass sich unsere Mitglieder optimal untereinander vernetzen,<br />

um über Branchengrenzen hinaus neue Kooperationsund<br />

Geschäftsmodelle für eine zeitnahe, sichtbare Neue<br />

Mobilität zu entwickeln«, so Kurt Sigl, BEM-Präsident.<br />

Zu den Aufgaben des BEM gehört die Verbesserung der gesetzlichen<br />

Rahmenbedingungen für den Ausbau der Elektromobilität<br />

als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept<br />

und die Durchsetzung einer Chancengleichheit<br />

bei der Umstellung auf Elektromobilität.<br />

www.bem-ev.de // www.eMobileTicker.de<br />

ComInMarket<br />

CPM<br />

Die Branche der Elektromobilität wird nicht nur bei der<br />

Schaffung und dem Erhalt von Arbeitsplätzen zu den starken<br />

Wachstumsbranchen gehören. Es ist unverzichtbar, sich<br />

gemeinsam und verstärkt den Herausforderungen der Elektromobilität<br />

zu stellen, um einen nachhaltigen Aufschwung<br />

im gesamten Marktumfeld zu sichern. Diese Aufgabe erfordert<br />

eine aktive Teilnahme der innovativsten Unternehmen<br />

Deutschlands, starker Persönlichkeiten und das kooperative<br />

Zusammenwirken aller beteiligten Akteure aus Wissenschaft,<br />

Forschung, Wirtschaft, Politik, Medien, den Verbänden<br />

und Institutionen, sowie das Engagement jedes einzelnen<br />

Bürgers, der sich für eine Neue Mobilität einsetzen möchte.<br />

Eine BEM-Mitgliedschaft verbindet die soziale, ökonomische<br />

und ökologische Herausforderung mit den Chancen der<br />

eMobilität und des Sustainability Developments und verankert<br />

diese nachhaltig in der Gesellschaft.<br />

Die Zeit ist reif. Seien Sie dabei, wenn die Welt von morgen<br />

endlich sauber und leise wird.<br />

Dafür ist Ihr Engagement und Ihre<br />

Unterstützung notwendig..!<br />

Vorteile einer Mitgliedschaft im Bundesverband eMobilität e.V.<br />

Allgemein<br />

• Möglichkeit der aktiven Teilnahme an einem ständig wachsenden<br />

Netzwerkpool emobilitätsbegeisterter Unternehmer<br />

• Branchenübergreifender und interdisziplinärer Austausch<br />

der relevanten Player der Branche<br />

• Vernetzung mit Politik, Wirtschaft, anderen Verbänden und<br />

Instituten<br />

• Teilnahme an verschiedenen BEM-Veranstaltungen (BEM-<br />

Roundtable, BEM eStammtisch, Galaveranstaltungen, Konferenzen,<br />

Symposien u.a.)<br />

• Imagefördernde Positionierung als Innovationsträger und<br />

aktiver eMobilitätsplayer<br />

• BEM-Gemeinschaftsstand auf Messen und Veranstaltungen<br />

• Präsentation auf Veranstaltungen und Konferenzen<br />

• Fachkompetenz im Bereich eMobilität: kompetente Einführung<br />

in die Thematik der Neuen Mobilität für Ihre Kunden<br />

und Mitarbeiter<br />

• Zugang zu Partnerverbänden und Kooperationspartnern<br />

• Regionale Vernetzung durch die Landesvertretungen in<br />

Bayern, NRW, Mitteldeutschland, Baden-Württemberg und<br />

Hessen<br />

• Professionelle Beratung bei der Umsetzung von ersten<br />

Elektrofahrzeug-Flotten<br />

• sichtbare Einbindung in BEM eRoadshow und »Wir elektromobilisieren<br />

den Bundestag«<br />

Mediale Einbindung<br />

• Nutzung des Partnerlogos »Mitglied im BEM«<br />

• Unternehmensdarstellung und Verlinkung auf BEM-Webseite<br />

und der XING-Gruppe <strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong><br />

• Bezug der <strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong> - dem BEM-Fachmagazin<br />

• Sonderkonditionen bei Anzeigenschaltung bundesweiter<br />

Printmedien im Rahmen zahlreicher Medienkooperationen<br />

• Einbindung in die vom BEM versandten Pressemitteilungen<br />

• Regelmäßige Einbindung Ihrer Pressemitteilungen in verschiedenen<br />

BEM-Medien und damit bundesweite mediale<br />

Aufmerksamkeit (BEM-Medien: eNewsletter, BEM eMobile-<br />

Ticker als iPhone App, BEM-Homepage, XING-Gruppe <strong>NEUE</strong><br />

<strong>MOBILITÄT</strong>, Fachmagazin <strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong>)<br />

• Kostenlose Teilnahme an Veranstaltungen und Kongressen<br />

über die Medienkooperationen vom BEM<br />

Politisches Netzwerk<br />

• Aktive Gestaltung & Förderung der Branchenziele auf politischer<br />

Ebene für eine nachhaltige Neue Mobilität zur<br />

Steigerung urbaner Lebensqualität<br />

• Vernetzung mit politischen Entscheidungsträgern auf<br />

Regional-, Bundes- und EU-Ebene<br />

• Zugang zu den Experten im Parlamentarischen Beirat<br />

• Gemeinsame Stellungnahmen zu politischen Entscheidungen,<br />

Projekten und Gesetzgebungsverfahren<br />

IPM SYSTEM<br />

Effizienz durch Intelligenz<br />

TECHNISCHE LÖSUNGEN<br />

Politische Kernarbeit im BEM: Bundesparteitage, Ministerien, politische Hintergrundgespräche, Jury IKT II, Lenkungs- und<br />

Arbeitskreise, eMobile Talk, Frühstück bei Tiefensee, Europa-Sektion, Repräsentanz in Brüssel mit Dr. Ingo Friedrich, Lebenswelt<br />

Elektromobilität, elektromobiles Spezialistennetzwerk, Legal Corner etc.<br />

C E T R A e - m o b i l i t y<br />

Mitgliedsbetreuung<br />

BEM eMobile Sandrine Ticker Frideres<br />

Jetzt im App-Store.<br />

Fon 030 8638 1874<br />

sandrine.frideres@bem-ev.de<br />

Bundesverband eMobilität e.V.<br />

Wallstr. 16<br />

10179 Berlin<br />

www.bem-ev.de<br />

Wir danken unseren Mitgliedern für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement für eine Neue Mobilität.<br />

140 Neue Mobilität Neue Mobilität 141


firmen-<br />

VERZEICHNIS<br />

Für Einträge in das Firmenverzeichnis wenden Sie sich bitte<br />

an Sandrine Frideres vom BEM sandrine.frideres@bem-ev.de<br />

EnBW Energie Baden-Württemberg AG<br />

Durlacher Allee 93 / 76131 Karlsruhe<br />

Tel.: +49 721 63-14476 / Fax: +49 721 63-15073<br />

s.wunnerlich@enbw.com / www.enbw.com<br />

<br />

Marketing GmbH<br />

Marketing, Vertrieb und<br />

Innovation für eMobilität<br />

Ihr Ansprechpartner: Ralph Strobel<br />

18. -20 Oktober, eCarTec<br />

Messe München, Stand<br />

Bundesverband eMobilität<br />

eV Std.Nr 607, Halle 6<br />

VORSTELLUNG ARNOLD<br />

18. OKTOBER, 11:00<br />

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Wir <br />

stellen auf der eCarTec 2011 in Halle A4, Stand-Nr. 409 mit<br />

den Produkten <br />

Stromtankstellen, Ladesteckvorrichtungen<br />

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und -leitungen aus.<br />

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die Elektro-Mobilität starten.<br />

BER Marketing GmbH<br />

Telefon 07150-914500<br />

www.ber-marketing.de<br />

ralph.strobel@ber-marketing.de<br />

Hofgut Mauer 1 · 70825 Korntal-<br />

Münchingen (bei Stuttgart)<br />

www.juwi.de/elektromobilitaet<br />

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Siemensallee 84<br />

76187 Karlsruhe<br />

Tel: +49 (0) 721-570 38 32<br />

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www.parkpod.com<br />

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Wir bewegen..<br />

Ideen zur eMobilität gibt es in vielen Unternehmen.<br />

Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung.<br />

Rufen Sie uns einfach an.<br />

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Mobilitätskonzepte für<br />

nachhaltige Unternehmen<br />

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info@nextgm.com | www.nextgm.com<br />

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www.4l-gruppe.de<br />

Lindenbadstraße 14<br />

72622 Nürtingen<br />

T +49 7022 5035 238<br />

M +49 1609 6069 978<br />

SolarWorld AG<br />

Martin-Luther-King-Str. 24<br />

53175 Bonn<br />

Tel.: +49 228 - 559 20-0<br />

Fax: +49 228 - 559 20-99<br />

service@solarworld.de<br />

www.solarworld.de<br />

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Tel. +49 (0) 80 92-70 <strong>05</strong>-0<br />

info@cadfem.de<br />

www.cadfem.de/emobilitaet<br />

Als aktiver Partner der<br />

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sorgen wir dafür, dass Sie<br />

schon heute e-mobil werden:<br />

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Dr. Peter Bachmann<br />

BERLIN<br />

Leiter des Teams New Mobility<br />

BRATISLAVA<br />

Noerr LLP<br />

Brienner Straße 28<br />

D-80333 München<br />

Peter.Bachmann@noerr.com<br />

T +49 89 28628277<br />

BUDAPEST<br />

BUKAREST<br />

DRESDEN<br />

DÜSSELDORF<br />

FRANKFURT/M.<br />

KIEW<br />

LONDON<br />

MOSKAU<br />

MÜNCHEN<br />

NEW YORK<br />

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Revolutionäre Steuerungs- und Regelungstechnik<br />

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142 Neue Mobilität Neue Mobilität 143


firmen-<br />

VERZEICHNIS<br />

<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong><br />

Das Magazin vom Bundesverband eMobilität<br />

Abonnement<br />

Fax an 030 8638 0866<br />

oder per email an<br />

abo@neue-mobilitaet.info<br />

Unser Fachmagazin wird Sie nun viermal im Jahr über aktuelle Fragestellungen, Entwicklungen<br />

und Projekte der eMobilitätsbranche informieren.<br />

EBG compleo GmbH<br />

An der Wethmarheide 17<br />

44536 Lünen<br />

Part of the<br />

info@ebg-compleo.de<br />

www.ebg-compleo.de<br />

Energiebau Solarstromsysteme GmbH<br />

Heinrich-Rohlmann-Str. 17<br />

50829 Köln<br />

Deutschland | Germany<br />

www.energiebau.de<br />

Agentur für Medienberatung<br />

Fon 030 616 58 511<br />

www.cymage-media.com<br />

Erneuerbare Energien &<br />

Elektromobilität<br />

Mola Solar Systems GmbH<br />

Stapeltor 8<br />

D-47<strong>05</strong>1 Duisburg<br />

Tel.: +49(0)203-75 99 98-0<br />

Fax: +49(0)203-75 99 98-11<br />

info@mola-solar-systems.com<br />

www.mola-solar-systems.com<br />

Bundesverband eMobilität e.V.<br />

Planung - Herstellung - Beratung<br />

Broedersdorff & Koenzen<br />

classic eCars GmbH<br />

Benrather Str. 47<br />

40721 Hilden<br />

Fon 02103 908 84-0<br />

Fax 02103 908 84-19<br />

info@classic-eCars.de<br />

www.classic-eCars.de<br />

Driving eMobility<br />

Potenzialanalysen<br />

Strategieworkshops<br />

Anwendungsberatung<br />

Barkawi Management Consultants | www.barkawi.com<br />

TÜV SÜD AG<br />

Westendstr. 199<br />

80686 München<br />

info@tuev-sued.de<br />

www.tuev-sued.de<br />

JAHRES-ABO / 4 Ausgaben<br />

zum Bezugspreis von 26,50 € inkl. Porto/Versand und MwSt. (Ausland zzgl. Porto*)<br />

studenten-ABO / 4 Ausgaben<br />

zum Bezugspreis von 18,00 € inkl. Porto/Versand und MwSt. (Ausland zzgl. Porto*). Eine aktuelle<br />

Studienbescheinigung wird dem BEM unter abo@neue-mobilitaet.info geschickt.<br />

Förder-abo / 4 Ausgaben<br />

Lesen Sie 4x jährlich die »Neue Mobilität« und unterstützen Sie damit die Arbeit des Bundesverbands<br />

eMobilität. Nur gemeinsam können wir eMobilität langfristig als realistische Mobilitätsalternative<br />

auf die Straße bringen. Zum Bezugspreis von 45,00 € inkl. Porto/Versand und MwSt. (Ausland<br />

zzgl. Porto*).<br />

firmen-ABO / 4 Ausgaben<br />

Speziell für Unternehmen, die das Magazin für mehrere Personen bestellen möchten, gibt es reduzierte<br />

Konditionen. Inkl. Porto/Versand und MwSt. (Ausland zzgl. Porto*)<br />

5 Stück (85,00 €) 10 Stück (145,00 €) 25 Stück (265,00 €)<br />

* Porto Ausland: EU-Zone: zzgl. 3,75 € pro Jahr, Europa außerhalb EU zzgl. 11,25 € pro Jahr, restliche Welt zzgl. 22,50 € pro Jahr. Das Abonnement enthält die regelmäßige<br />

Lieferung der »<strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong>« und gilt für jeweils 4 Ausgaben. Falls nicht 6 Wochen vor Ablauf des Abonnements gekündigt wird, verlängert sich dieses um<br />

ein weiteres Jahr. Bei einer evtl. Erhöhung der Ausgabenfrequenz ab 2012 erhöht sich auch der Abonnementpreis entsprechend. Widerrufsrecht: Die Bestellung kann<br />

innerhalb von 14 Tagen beim Bundesverband eMobilität e.V., Wallstraße 16, 10179 Berlin widerrufen werden. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung<br />

des Widerrufs mit Brief, Fax oder eMail.<br />

liefer- und Rechnungsadresse<br />

Unternehmen<br />

Vorname, name<br />

straSSe, nr.<br />

PLZ, Ort<br />

Wir bewegen..<br />

email<br />

Fon<br />

Bitte schicken Sie mir alle 2 Wochen den kostenlosen BEM-Newsletter zu.<br />

Langmatz GmbH<br />

Am Gschwend 10<br />

82467 Garmisch-Partenkirchen<br />

Germany<br />

Telefon +49. 88 21 920-0<br />

Fax +49. 88 21 920-159<br />

e-mail info@langmatz.de<br />

www.langmatz.de<br />

Wallstr. 16<br />

10179 Berlin<br />

BEM eMobile Ticker<br />

Fon 030 8638 1874<br />

Jetzt im App-Store.<br />

info@bem-ev.de<br />

www.bem-ev.de<br />

DIE ZUKUNFT<br />

FÄHRT ELEKTRISCH!<br />

emobility@edag.de<br />

www.edag.de<br />

Einzugsermächtigung<br />

Name der Bank<br />

BLZ<br />

Kontoinhaber<br />

Hiermit ermächtige/n ich/wir den Bundesverband eMobilität e.V. den von mir/uns zu entrichtenden Abonnementpreis bis auf Widerruf jeweils im Voraus zu<br />

Lasten meines/unseres Girokontos mittels Lastschrift einzuziehen. Die Einzugsermächtigung erlischt automatisch bei Kündigung des Abonnements.<br />

Ort, Datum,<br />

Stempel, Unterschrift<br />

*nur im Inland möglich<br />

Kontonr.<br />

Hiermit bestelle ich verbindlich das oben ausgewählte Abonnement.<br />

144 Neue Mobilität Neue Mobilität 145


<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong><br />

IMPRESSUM<br />

E-mobility.<br />

The Next Evolution Level.<br />

Herausgeber<br />

Bundesverband eMobilität e.V.<br />

Wallstr. 16<br />

10179 Berlin<br />

Fon 030 8638 1874<br />

Fax 030 8638 0866<br />

www.bem-ev.de<br />

magazin@bem-ev.de<br />

Chefredaktion V.i.S.d.P.<br />

Christian Heep<br />

christian.heep@bem-ev.de<br />

Redaktionsleitung<br />

Juliane Girke<br />

juliane.girke@bem-ev.de<br />

Fon 030 8961 0800<br />

Anzeigenredaktion/Abo-Service<br />

Sandrine Frideres<br />

sandrine.frideres@bem-ev.de<br />

Fon 030 8638 1874<br />

Mitarbeit<br />

Klaus Bergerfurth<br />

Benjamin Carl Franke<br />

Moritz Pahnke<br />

Konzept, Layout & Druck<br />

CYMAGE MEDIA BERLIN<br />

Oranienplatz 5<br />

10999 Berlin<br />

Fon 030 616 58 511<br />

Fax 030 616 58 526<br />

www.cymage-media.com<br />

agentur@cymage-media.com<br />

Layout, Satz, DTP, Grafik<br />

Christian Heep<br />

Monika Czerminska<br />

Kristin Spiess<br />

Falk Bege<br />

BEM-Photograf<br />

Sebastian Knoth<br />

www.sebastian-knoth.com<br />

Titelbild / Cover<br />

IPM SYSTEM / Telekom / eVelotaxi<br />

Druckerei<br />

primeline.print Berlin<br />

Auflage<br />

10.000 Stück<br />

Diese Ausgabe<br />

<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong> <strong>05</strong> zur eCarTec<br />

Erscheinung Oktober 2011<br />

ISSN 2191-5636<br />

Ausgabe Januar 2012<br />

<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong> 06<br />

Anzeigenschluss 15.12.2011<br />

Für Anzeigenschaltungen und Einträge<br />

ins Firmenverzeichnis der NM<br />

gilt unsere Anzeigenpreisliste.<br />

Mediadaten, Stand August 2011.<br />

www.neue-mobilitaet.info<br />

www.eMobileTicker.de<br />

Parlamentarischer Beirat<br />

Wolfgang Tiefensee, SPD<br />

Markus Rinderspacher, SPD<br />

Dr. Reinhard Brandl, CSU<br />

Andreas Jung, CDU/CSU<br />

Werner Simmling, FDP<br />

Volker Ratzmann Bündnis 90/Die<br />

Grünen<br />

Wissenschaftlicher Beirat<br />

Dr. Jan Traenckner, Vorsitzender<br />

Dr. Dr. Reinhard Löser<br />

Dr. Jan Peter Korthals<br />

Dipl. Ing. M.S. Tim Baack<br />

Matthias Groher<br />

Markus Emmert<br />

Prof. Dr.-Ing. Christian Voy<br />

Josef Maier<br />

Dipl-Ing. und Dipl-Wirtsch-Ing.<br />

Johann Georg Friedrich<br />

Prof. Dr. habil. Wolfgang Seiler<br />

Dipl-Ing. Eckhard Fahlbusch<br />

Dr. Gregor Matthies<br />

Tim Ruhoff<br />

Heiko Herchet<br />

BEM-Vorstand<br />

Kurt Sigl, Präsident<br />

Michael Hofmann, Finanzen<br />

Christian Heep, Marketing<br />

BEM-Berater<br />

Sven Hertel, Strategie<br />

Armin Henning, Politik<br />

Das BEM-Fachmagazin <strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong> erscheint alle drei Monate und publiziert Artikel, Beiträge, Informationen, Interviews, Termine und Kommentare zum<br />

Themenspektrum Elektromobilität & Erneuerbare Energien in den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Umwelt, Wirtschaft, Politik, Medien und Lifestyle.<br />

© 2009-2011 Bundesverband eMobilität e.V. / BEM. Alle veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Urheberrechte bei namentlichen Beiträgen<br />

liegen ausschließlich bei den Autoren. Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers, bzw. der Redaktion wieder. Für die Richtigkeit von<br />

Angaben, Daten, Behauptungen, etc. in den Autorenbeiträgen kann der Herausgeber, bzw. die Redaktion keine Haftung und Gewährleistung übernehmen.<br />

Eine kommerzielle, entgeltliche Weiterverwertung, direkt oder indirekt, ist ausdrücklich untersagt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher,<br />

schriftlicher Genehmigung vom BEM. Honorare nur nach Vereinbarung. Alle Rechte vorbehalten.<br />

® TÜV, TUEV und TUV sind eingetragene Marken. Eine Nutzung und Verwendung bedarf der vorherigen Zustimmung.<br />

EXCELLENCE<br />

CREATING<br />

VALUE<br />

Besuchen Sie uns auf der eCarTec<br />

18. bis 20. Oktober 2011, Neue Messe München, Halle A4, Stand 203<br />

Dr. Peter Bachmann<br />

Leiter des Teams New Mobility<br />

peter.bachmann@noerr.com T +49 89 28628277<br />

Mit der E-Mobilität startet die automobile Welt die nächste Evolutionsstufe. Unser Team ist dabei.<br />

Wenn es um neue Konzepte in der Fahrzeug entwicklung, innovative Materialien bei der Konzeption<br />

von Energiespeichern oder um die Entwicklung der Infrastruktur geht, sind wir Ihr Ansprechpartner.<br />

<br />

sich mit uns über die Zukunft zu unterhalten.<br />

TÜV Rheinland Mobilität · Am Grauen Stein · 511<strong>05</strong> Köln · Mail: mobilitaet@de.tuv.com<br />

www.tuv.com


Besuchen Sie uns<br />

auf der eCarTec, Halle<br />

A5, Stand 410<br />

www.tuev-sued.de<br />

E-Mobility gehört die Zukunft und sie<br />

verschafft Ihnen schon heute einen großen Wettbewerbsvorteil. TÜV SÜD<br />

arbeitet seit Langem und intensiv an der Entwicklung neuer Standards,<br />

damit Elektromobilität sicher auf die Straße kommt und ist in zahlreichen<br />

Netzwerken und Arbeitskreisen vertreten. Unser Fokus liegt auf der<br />

Sicherheit von Batterie, Fahrzeug und Infrastruktur. Ein weiterer Schwerpunkt<br />

ist die Aus- und Weiterbildung der Elektromobilitätsexperten von<br />

morgen. Wer in eine Zusammenarbeit mit uns investiert, sichert sich wirtschaftlichen<br />

Mehrwert. Deshalb: Gestalten Sie mit uns<br />

lebenswerte Zukunft!<br />

TÜV SÜD AG • Westendstraße 199 • 80686 München • Tel: 0800 888 4444

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