NEUE MOBILITÄT 05
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ISSN 2191-5636<br />
Herbstausgabe 2011<br />
<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong><br />
Das Magazin vom Bundesverband eMobilität<br />
OKTOBER 2011<br />
BEM eMobile Ticker<br />
Jetzt im App Store.<br />
BEM-Gemeinschaftsstand auf der eCarTec<br />
Messe München // Stand 607 in Halle A6<br />
Schweiz Special<br />
Projekte & Initiativen<br />
eMobilität & Politik<br />
BEM-Fördermodell im<br />
offenen Diskurs<br />
Status Quo<br />
Herausforderungen und<br />
Chancen einer Zukunftsbranche<br />
Erste Flotten<br />
Leasing von eAutos im<br />
Flottenmanagement<br />
Neue Mobilität<br />
1
Shine baby shine!<br />
gruSSwort<br />
» Solarenergie ist das Öl des<br />
21. Jahrhunderts – nur sauber.<br />
Mit SolarWorld mache ich<br />
meinen eigenen Strom.* «<br />
BEM-Präsident Kurt Sigl<br />
Innovative Netzwerke<br />
Grusswort<br />
Kurt SIgl + Foto<br />
Mit Öl hat Larry Hagman nichts mehr am Hut. Schon gar nicht beim<br />
Tanken. Er setzt auf die cleveren Solarstromlösungen von SolarWorld<br />
und produziert seinen Strom selbst. Mit dem<br />
haben Sie ein<br />
leistungsstarkes Solarkraftwerk direkt vor Ihrer Haustür. Er dient als<br />
Witterungsschutz und gleichzeitig als saubere Solar-Tankstelle für<br />
Elektro- und Hybridfahrzeuge. Informieren Sie sich: www.solarworld.de<br />
Nach nunmehr über zwei Jahren aktivem Engagement für<br />
eine Neue Mobilität, antworte ich auf die Frage nach der<br />
Kernarbeit im Bundesverband eMobilität, wofür wir uns einsetzen<br />
und was uns von anderen Verbänden unterscheidet,<br />
sehr gern: Wir vernetzen, kommunizieren und agieren mit<br />
und für unsere Mitglieder, um eMobilität als realistische<br />
Mobilitätsalternative in der Gesellschaft zu verankern. Die<br />
Arbeit dahinter ist allerdings sehr viel komplexer, als die<br />
knappe Antwort vielleicht vermuten lässt.<br />
Die Basis unserer täglichen Bemühungen liegt in der erfolgreichen<br />
Vernetzung unserer Mitglieder und Partner, um<br />
nachhaltig erfolgreiche Geschäftsmodelle im Bereich der<br />
Neuen Mobilität zu generieren und starke Netzwerke zur<br />
Durchsetzung wirtschaftspolitischer Forderungen zu etablieren.<br />
Diese aktive Verbandszusammenarbeit ist natürlich nur<br />
dann zielführend, wenn auch unsere Mitgliedsunternehmen<br />
ihr Engagement für eine Neue Mobilität mit einbringen.<br />
Auf dem Wachstumsmarkt der Neuen Mobilität agieren<br />
Unternehmen aus sehr unterschiedlichen Branchen, die bis<br />
dato keine oder nur sehr wenige gemeinsame Anknüpfungspunkte<br />
haben und deshalb unsere Hilfestellung bei der Initiierung<br />
gemeinsamer Projekte gern annehmen. Unsere<br />
Aufgabe besteht darin, branchenübergreifende Synergien zu<br />
identifizieren und die entsprechenden Player auch langfristig<br />
als kompetenter Ansprechpartner zu begleiten.<br />
Lassen Sie mich beispielhaft demonstrieren, welche unterschiedlichen<br />
Dimensionen dabei berücksichtigt werden<br />
müssen. Im Kontext einer zukunftsfähigen eMobilität auf<br />
Basis Erneuerbaren Energien werden unter anderem intelligente<br />
Netze eine immer wichtigere Rolle spielen. Um hierfür<br />
nachhaltige Lösung zu finden, bedarf es geeigneter Akteure<br />
aus verschiedenen Branchen. In den Reihen unserer Mitglieder<br />
haben sich diese Protagonisten bereits erfolgreich gefunden.<br />
Telekom Deutschland, IPM SYSTEM und Veloform<br />
verdeutlichen auf dem Cover beispielhaft eine dieser zukunftsweisenden,<br />
branchenübergreifenden Kooperationen.<br />
Ideale Voraussetzungen zur Vernetzung finden Sie auf der<br />
eCarTec. Drei Tage lang bietet die Leitmesse uns und unseren<br />
Mitgliedern die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen<br />
und innovative Projekte anzustoßen. Auf dem BEM-Gemeinschaftsstand<br />
präsentieren wir in diesem Jahr die Deutschlandpremiere<br />
des Elektro-CARGO ARNOLD2012. Außerdem<br />
planen wir politische Messerundgänge mit EU-Kommissar<br />
Günther Oettinger und Bundesminister a.D. Wolfgang Tiefensee<br />
sowie die offizielle Vorstellung unserer Kooperation<br />
mit der Allianz Versicherungs AG. In diesem Sinne freue ich<br />
mich auf eine erfolgreiche Messe mit vielen interessanten<br />
Gesprächen und spannenden neuen Ideen.<br />
Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität e.V.<br />
* Schauspieler Larry Hagman, Ölbaron aus der weltbekannten 80er-Jahre-Serie<br />
„Dallas“, besitzt eine der größten, privaten Solarstromanlagen der USA.<br />
Neue Mobilität<br />
3
INHALTS-<br />
ANGABE<br />
Cover: IPM SYSTEM, Telekom,<br />
BEM & eVelotaxi von Veloform<br />
<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong> »<br />
DAS MAGAZIN VOM BUNDESVERBAND e<strong>MOBILITÄT</strong><br />
ausgabe Oktober 2011<br />
Politik &<br />
eMobilität<br />
eCarTEc<br />
Die leitmesse<br />
Status Quo<br />
eMobilität<br />
Erste<br />
Flotten<br />
16 Energie-Infrastrukturen<br />
Günther H. Oettinger<br />
18 Die politik ist gefragt<br />
20 BEM-Fördermodell im<br />
Offenen diskurs<br />
24 Berlin elektrisiert<br />
Gernot Lobenberg<br />
26 fRühstück bei tiefensee<br />
30 Ladeinfrastruktur für<br />
Elektrofahrzeuge<br />
Silke Wilhelm<br />
Christian A. Mayer<br />
BEM<br />
3 GruSSwort<br />
Kurt Sigl, BEM-Präsident<br />
6 On y va..?<br />
Editorial, Christian heep<br />
12 BEM 2.0<br />
14 BEM 2.0 Kooperation<br />
23 Parlamentarischer<br />
Beirat<br />
28 Wir elektromobilisieren<br />
DEN Bundestag<br />
134 eJobs<br />
136 Buchvorstellungen<br />
138 vorschau<br />
139 BEM-Kalenderformular<br />
140 BEM-Mitgliedschaft<br />
142 Firmenverzeichnis<br />
145 ABO neue mobilität<br />
146 Impressum<br />
BEM-Landes-<br />
VERTRETUNG<br />
64 LV Mitteldeutschland<br />
34 Join the eMobility<br />
Revolution!<br />
Interview Robert Metzger<br />
36 EINLEITUNG<br />
38 Opel Ampera zu Gast<br />
BEI juwi<br />
Sven Gerber<br />
40 Nachhaltiger ansatz<br />
für efahrzeuge<br />
interview Sven Schulz<br />
42 Das ebike mit ökostrom<br />
enBw<br />
42 Smart Charging<br />
Carmedialab<br />
43 ARNOLD KOMMT<br />
NAch münchen<br />
SFL-cetra e-mobility<br />
44 eMobility als<br />
Mitarbeitermotivation<br />
Barkawi<br />
45 eMobilität -<br />
MEHR als ein Auto<br />
The mobility house<br />
46 ELEktrobus zeus<br />
midea omnibusvertrieb<br />
47 eFahrzeuge laden per SMS<br />
SMS & CHArge<br />
48 Zentrum zum Test<br />
von Hochvolt-Batterien<br />
tüv süd<br />
50 Ladesäulen am Bordstein<br />
Energieparken<br />
52 xBob und Elmoto<br />
Veloform media<br />
54 wie ich‘s will<br />
q:charge<br />
56 Dänemark will eMobilität<br />
HØj // Insero E-Mobility<br />
60 Was darf emobilität kosten?<br />
Dr.-Ing. Jan Traenckner<br />
62 eMobilität braucht neue<br />
Vertriebsmodelle<br />
Matthias Bentenrieder<br />
Dr. Daniel Kronenwett<br />
65 Energiecity leipzig<br />
Prof. Dr. Hans-Jochen Schneider<br />
67 Es geht nicht nur<br />
UM Reichweite<br />
Dr. Christian Buric<br />
68 Wir investieren in eMobilität<br />
Jörg duske<br />
70 <strong>NEUE</strong> WEGE GEHEN<br />
Dr. Mark Walcher<br />
72 Wertschöpfungskette<br />
VON morgen<br />
Kai Wittek<br />
74 Seltene Erden<br />
Dr. Gregory Flinn<br />
Nico Windecker<br />
Dr. Thomas Leiber<br />
76 Produktidee bis vermarktung<br />
reinhard stück<br />
Ralph strobel<br />
78 Bezahlbare<br />
Ladeinfrastruktur<br />
Rainer Volck<br />
80 emobilität am Markt<br />
Prof. Dr. Uwe Götze<br />
Marco Rehme<br />
82 Elektromobilität in<br />
Ballungszentren<br />
Arne Leichsenring<br />
84 Alltagstaugliche eMobilität<br />
Martin Jendrischik<br />
86 eMobilität mit Sonnenkraft<br />
Mario Haas<br />
88 Gebündelte Power<br />
telekom deutschland gmbh<br />
90 eMobile talk<br />
Markus emmert<br />
92 Spurwechsel<br />
Susanne WeiSS<br />
93 Allianz macht<br />
eMobilität alltagstauglich<br />
German e-cars<br />
94 STAATLIche Hilfe?<br />
Matthias Groher<br />
PROF. DR. ROBERT PELZEL<br />
95 Grüner Teppich<br />
Clean Tech Media Award 2011<br />
96 <strong>NEUE</strong>R IMPULS FÜR DIE<br />
ENERGIEWENDE<br />
Markus emmert<br />
Messen &<br />
EVents<br />
8 e-miglia 2011<br />
10 Lebenswelt<br />
Elektromobilität<br />
11 IKT Für Elektromobilität II<br />
100 eAutos im flottenmanagement<br />
102 ganzheitliche Lösung<br />
m+p gruppe<br />
103 Ja zum Elektroauto<br />
Athlon Car Lease<br />
104 legal corner<br />
K&L Gates LLP<br />
106 Grünes Licht für eMobilität<br />
e8energy<br />
108 DUT Racing<br />
DUT Racing Team<br />
109 SKF unterstützt<br />
SKF<br />
110 Mobilität braucht Flexibilität<br />
RWTH Aachen<br />
112 Angebote aus einer Hand<br />
aretanaSolar<br />
113 Elektromobilität erfahren<br />
guy kirschten<br />
114 E-MOBiLiTY<br />
E-Collection<br />
116 Elektromobilität im Alltag<br />
Dr. Günther Portenlänger<br />
118 eSportwagen<br />
Rimac Automobili<br />
Viel Vergnügen beim Lesen der »Neuen Mobilität.<br />
Wir freuen uns, Ihnen mit 16 Seiten mehr Inhalt auf insgesamt<br />
148 Seiten die fünfte Ausgabe der <strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong><br />
vorstellen zu können. Vielen Dank für die zahlreichen Fachbeiträge,<br />
Ihre Unterstützung in Form von Anzeigenschaltungen<br />
und den allgemein großen Zuspruch, den wir für unsere<br />
Arbeit erfahren.<br />
Auf unserem Cover sehen Sie Markus Emmert, Geschäftsführer<br />
IPM SYSTEM und BEM-Beirat, Dr. Lothar Müller, Leiter<br />
Vertriebsentwicklung M2M der Telekom Deutschland und<br />
BEM-Präsident Kurt Sigl im eVelotaxi von Veloform Media.<br />
119 E-RA Elektroauto<br />
Helsinki Metropolia University<br />
120 dritte runde<br />
new mobility forum<br />
Schweiz<br />
Special<br />
124 Schweizer Konzeptschmiede<br />
Rinspeed<br />
126 Stromlinienförmig<br />
Spiegel institut<br />
128 Lampo3 & home charge device<br />
protoscar<br />
129 Energieeffizienz<br />
UND eMobilität<br />
stadt basel<br />
130 Schweizerischer<br />
Unternehmergeist<br />
Mobility academy<br />
132 eCarsharing<br />
m-way<br />
133 Entkarbonisierung der<br />
Mobilität<br />
ETH Zürich<br />
Mehr Informationen zum Thema vernetzte Mobilität, Smart<br />
Grid und SGready finden Sie in dieser Ausgabe. Im eCarTec-<br />
Sonderteil erfahren Sie außerdem mehr über den BEM-<br />
Gemeinschaftsstand, seine innovativen Aussteller und die<br />
aktuellen Entwicklungen der Branche. Außerdem diskutieren<br />
wir den Themenschwerpunkt Flottenmanagement und<br />
stellen Ihnen aktuelle eLeasingmodelle vor. Daneben beleuchten<br />
wir im Schweiz-Special die emobilen Entwicklungen<br />
in unserem Nachbarland. Viel Spass beim Lesen..!<br />
Juliane Girke, Redaktionsleitung<br />
66 LV Baden-Württemberg
Editorial - Christian Heep<br />
Editorial - Christian Heep<br />
On y va..?<br />
Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im<br />
Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der <strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong><br />
Los geht´s. Kommst Du..? Die französische Redewendung<br />
lädt ein, fordert auf und zeigt eindringlich, dass wir jetzt<br />
endlich aufbrechen müssen. Im Grunde geht es schon ein<br />
bisschen um ein Hinterherlaufen. Zum Beispiel hinter den<br />
Franzosen, die derzeit auf einem guten Weg in Richtung Erstmarkt<br />
sind. Aber wir sind locker und lassen uns nicht aus der<br />
Ruhe bringen. Oder den Norwegern, die ebenfalls mit ihrem<br />
ambitionierten Fördermodell an der Elektromobilität ziehen.<br />
Bei den Asiaten müssen wir inzwischen schon einen Spurt<br />
einlegen. Im Klartext heisst das, wir müssen endlich anfangen<br />
sichtbar, intelligent und nachhaltig einen Gang hoch zu<br />
schalten auf dem Weg in eine Neue Mobilität.<br />
Wir können natürlich auch noch 2 oder 3 Jahre warten. Einigen<br />
Medienberichten zufolge heisst es, dass eMobilität erst ab<br />
2018 oder gar 2021 relevant wird. Wer diesem abdankenden<br />
Protektorat vertrauen möchte, bleibt in der Tat gelassen und<br />
voller Zuversicht vor der grünen Ampel stehen. Es kommt bestimmt<br />
die nächste grüne Welle. Einem unbeteiligten Beobachter<br />
erklären Sie das mal. Was antworten Sie ihm auf die<br />
Frage, warum er den ganzen Verkehr hinter sich aufhält..?<br />
Natürlich erkenne ich bei aller Polemik auch ganz deutlich,<br />
wie sich große Teile der Bevölkerung, der Politik und auch<br />
der Zulieferer- und Automobilindustrie auf den Weg machen.<br />
Derzeit formiert und erfindet sich eine ganze Branche neu.<br />
Das ist in der Tat nicht mal eben so, von heute auf morgen zu<br />
machen. Es ist aber geboten - und zwar mit einem kritischen<br />
Blick auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft<br />
unseres Landes, sich dabei wirklich sichtbar, ambitioniert<br />
und mit weit grösseren Schritten vorwärts zu bewegen.<br />
Seit über 2 Jahren bemühen wir uns nun als Bundesverband<br />
eMobilität gemeinsam mit unseren Mitgliedern um eine<br />
erfolgreiche Renaissance der eMobilität auf Basis Erneuerbarer<br />
Energien. Unser aller Vorstellung von einer nachhaltigen<br />
Neuen Mobilität sind dabei relativ deckungsgleich - insbesondere<br />
wenn es um die Projektion dieser Technologie in eine<br />
mehr oder weniger zukünftige Phase der Mobilität geht.<br />
Natürlich kündigen sich erste Serien wirklich innovativer<br />
Konzepte und marktfähiger Elektroautos verstärkt an - aber<br />
eben auch mit einer gewissen Kontinuität alle 2 Jahre auf‘s<br />
neue für das nächste oder übernächste Jahr. Wenn man nicht<br />
aufpasst.. merkt man das gar nicht.<br />
Wir sind aber bereits heute fähig und in der Lage hochqualitative<br />
Elektroautos auf den Markt zu bringen. Bitte entschuldigen<br />
Sie, dass ich als Lobbyist für eine Neue Mobilität<br />
natürlich unentwegt an der Automobilbranche ziehen muss<br />
und mich gleichzeitig natürlich über jeden Erfolg, jede Markteinführung<br />
und jedes elektromobile Statement freue.<br />
Bestes Mittel zur sichtbaren Beschleunigung dieser Prozesskette<br />
ist und bleibt die Politik mit der herausfordernden Aufgabe<br />
entsprechend sinnvolle und konsensfähige Rahmenbedingungen<br />
zu schaffen. Auch hier ist sicherlich schon<br />
einiges auf den Weg gebracht..<br />
Deutschland hat allerdings einen ambitionierten Leitmarktanspruch<br />
definiert, manche sehen darin auch nur den Anspruch<br />
Leitanbieter werden zu wollen - was in der Tat ein<br />
großer Unterschied ist - vergessen dabei aber die Tatsache,<br />
dass wir derzeit noch nicht einmal in der Lage sind, einen<br />
Erstmarkt für eMobilität auch nur im Ansatz darzustellen. Dabei<br />
sollte genau das eine Grundvoraussetzung sein, um auf<br />
europäischem und internationalen Parkett eine wahrnehmbare<br />
und wirtschaftlich zukunftsfähige Rolle zu spielen.<br />
Um nun den Anschluss an einen gigantischen Wachstumsmarkt<br />
und eine technologische Führungsposition nicht zu<br />
verlieren, sowie Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern, benötigen<br />
wir einen Hebel, ein Instrument, das dazu führt, dass<br />
gewisse Prozesse beschleunigt werden. Aus unserer Sicht<br />
gehört dazu zum Beispiel eine Dienstwagenbesteuerung<br />
i.H.v. 0%. Das wäre ein echter Marktanreiz und führt direkt zu<br />
sichtbaren Ersten Flotten besonders in grossen Fuhrparks.<br />
Da es die aber zur Zeit auf dem Markt gar nicht gibt - bitte<br />
fragen Sie jetzt nicht woran das liegt - haben wir unsere Förderforderung<br />
als klassischen Kaufanreiz i.H.v. jeweils 5.000<br />
Euro für Käufer und Hersteller der ersten 250.000 Elektrofahrzeuge<br />
formuliert. 2,5 Mrd. Euro als Initial für eine bessere<br />
Zukunft. Eine vermeintlich hohe Summe, die derzeit in den<br />
politischen Lagern auch nicht überall auf Gegenliebe stößt.<br />
Aber überlegen Sie mal was passiert, wenn Sie die Summe<br />
von der F&E-Förderung quasi abziehen oder zumindest teilweise<br />
kompensieren. Dann geht ein Teil der Summe anfänglich<br />
an unseren deutschen OEMs vorbei und Sie haben Ihren<br />
Beschleunigungshebel gefunden. Dazu kommt, dass so ein<br />
Beschluss ja nicht über Nacht umgesetzt werden kann und<br />
allein die Ankündigung konkreter Überlegungen eigendynamische<br />
Effekte entfaltet.<br />
Dann haben wir viel erreicht: Einen sich entwickelnden echten<br />
Erstmarkt, internationale Sichtbarkeit, eine zunehmend<br />
begeisterte Bevölkerung, Klimaschutz.. und in der Folge mit<br />
grosser Wahrscheinlichkeit auch einen Leitmarkt und damit<br />
dann automatisch auch eine Stellung als Leitanbieter in<br />
Europa und Übersee. Geben Sie mir an dieser Stelle dann<br />
recht, wenn ich prognostiziere, dass sich das Invest mehrfach<br />
in Form von Wertschöpfungspotenzialen, neuen und<br />
gesicherten Arbeitsplätzen, aktivem Klimaschutz und einem<br />
unglaublichen Marktvolumen rechnen wird..? On y va..?<br />
Christian Heep<br />
christian.heep@bem-ev.de<br />
6 Neue Mobilität Neue Mobilität 7
e-miglia - Rückblick<br />
E-MIGLIA 2011: AUF DEM WEG VON BOZEN NACH ST. MORITZ<br />
e-miglia 2011<br />
Wir reden nicht nur von Elektromobilität, wir setzen sie auch um<br />
Zum zweiten Mal holen sich Titelverteidiger und BEM-Beirat<br />
Tim Ruhoff und Stephan Willemsen vom TEAM ENERGIE-<br />
BAU/NextGenerationMobility den Pokal der internationalen<br />
Elektro-Rallye e-miglia! »Wir sind sehr stolz, dass erneut<br />
eines unserer Mitglieder gewonnen hat. Die beiden haben<br />
das ganz phantastisch gemacht und sich optimal im Vorfeld<br />
der Rallye vorbereitet«, so BEM-Präsident Kurt Sigl während<br />
der Siegerehrung in St. Moritz. Er selbst ist gemeinsam mit<br />
seinem Sohn Max in einem Tesla vom BEM-Mitgliedsunternehmen<br />
juwi an den Start gegangen.<br />
»Wir sind dieses Jahr das einzige Team, dass 100% rein<br />
elektrisch an der e-miglia teilgenommen hat. Wir sind sowohl<br />
mit dem Teilnehmerfahrzeug als auch mit dem Servicefahrzeug<br />
elektrisch aus Berlin angereist«, betonte Sigl. Ganz<br />
ohne Anhänger oder konventionellem Servicefahrzeug hat<br />
das BEM-Team damit deutlich gezeigt, dass Elektromobilität<br />
nicht nur im Rallyesport Zeichen setzen kann sondern auch<br />
im Alltag problemlos einsetzbar ist.<br />
»Wir reden nicht nur theoretisch von Elektromobilität, wir<br />
setzen sie auch aktiv um«, erklärte Sigl. »Das Konzept und<br />
die Bedeutung der e-miglia für die eMobilität ist klasse,<br />
auch wenn es hier und da noch einige Verbesserungsmöglichkeiten<br />
im organisatorischen Bereich gibt«, betonte Sigl<br />
kritisch und macht gleichzeitig deutlich, dass eine weitere<br />
Zusammenarbeit im kommenden Jahr angestrebt wird. »Gern<br />
setzen wir uns gemeinsam mit den beteiligten Sponsoren<br />
und Verantwortlichen zusammen, um die Veranstaltung im<br />
nächsten Jahr noch erfolgreicher zu machen«, so Sigl abschließend.<br />
Der BEM unterstützt die e-miglia bereits im zweiten Jahr in<br />
Folge aktiv als Kooperations- und Medienpartner und gratuliert<br />
den BEM-Mitgliedern Energiebau, Next Generation Mobility,<br />
German E-Cars, TÜV SÜD, Frosys, Schletter und Tesla<br />
zur erfolgreichen Rallye-Teilnahme.<br />
www.e-miglia.com<br />
8 Neue Mobilität
Lebenswelt Elektromobilität<br />
IKT für Elektromobilität II<br />
IKT für Elektromobilität II<br />
Smart Car - Smart Grid - Smart Traffic<br />
BEM-Präsident Kurt Sigl ist Jurymitglied<br />
Lebenswelt Elektromobilität<br />
Kongress für Fahrzeug, Energie, Mobilität und Informations- und<br />
Kommunikationstechnologien<br />
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) will mit dem Technologiewettbewerb »IKT für Elektromobilität<br />
II« ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie Piloterprobungen zur beschleunigten Entwicklung<br />
und breitenwirksamen Nutzung ganzheitlicher, auf Informations- und Kommunikationstechnologien gestützter Konzepte<br />
der Elektromobilität fördern. Der Technologiewettbewerb ist ganzheitlich angelegt und fokussiert dabei die Förderung von<br />
Forschung und Entwicklung auf das Dreieck »Smart Car«, »Smart Grid« und »Smart Traffic«.<br />
Photograf: Sven Bratulic<br />
Im September 2011 stand die Metropolregion Rhein-Neckar<br />
ganz im Zeichen des Zukunftsthemas Elektromobilität.<br />
Der Kongress »Lebenswelt Elektromobilität« griff unter den<br />
Schirmherrschaften des Bundesministeriums für Wirtschaft<br />
und Technologie (BMWi) und des Bundesministeriums für<br />
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die zentralen<br />
Fragestellungen an den Schnittstellen von Energie,<br />
Fahrzeug, Mobilität und Informations- und Kommunikationstechnologien<br />
(IKT) auf.<br />
Rund 1.500 Kongressteilnehmer aus Industrie und Wirtschaft,<br />
Forschung und Entwicklung, Hochschule und Bildung sowie<br />
politische Vertreter und Mandatsträger aus den Kommunen,<br />
den Bundesländern, des Bundes und der Europäischen Union<br />
nutzten den Kongress als Diskussionsplattform.<br />
Namhafte Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft<br />
beleuchteten aus verschiedenen Perspektiven Herausforderungen<br />
und mögliche Lösungen auf dem Weg zu einem<br />
intelligenten Gesamtsystem der Elektromobilität. Der Bundesverband<br />
eMobilität unterstützte den Kongress als ideeller<br />
Partner. BEM-Präsident Kurt Sigl übernahm in diesem<br />
Rahmen die Moderation der Arbeitsgruppe ST1 »Elektrofahrzeuge<br />
im Flottenbetrieb«.<br />
»Der Kongress war hervorragend organisiert. Mein Kompliment<br />
an alle Beteiligten. Leider saßen aber wieder die selben<br />
Experten zusammen, um sich über bereits bekannte Themen<br />
auszutauschen. Unter dem Motto Lebenswelt hätte ich mir<br />
eine größere Einbindung der Öffentlichkeit gewünscht. Nur<br />
wenn wir Elektromobilität jetzt innerhalb der Gesellschaft<br />
sichtbar machen, können wir die Menschen langfristig für die<br />
neue Form der Mobilität begeistern. Wir müssen den Elfenbeinturm<br />
endlich verlassen und raus auf die Straße«, so Sigl<br />
im Nachgang zu der Veranstaltung.<br />
Im Fokus standen nach zweieinhalb Jahren intensiver Forschung<br />
die Ergebnisse der sieben Modellprojekte »IKT für<br />
Elektromobilität«. Rund 50 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft<br />
waren an der Entwicklung und Erprobung IKT-basierter<br />
Schlüsseltechnologien und Dienste für den Aufbau<br />
einer Elektromobilitätsinfrastruktur beteiligt. Zusammen mit<br />
der vom BMWi beauftragten Begleitforschung unter Konsortialleitung<br />
von B.A.U.M. Consult haben die Modellprojekte<br />
zum Abschluss ihrer Projektlaufzeit auf der Kongressbühne<br />
ihre aktuellen Projektergebnisse öffentlich präsentiert und<br />
wichtige Impulse für die Diskussion während des Mannheimer<br />
Kongresses geliefert.<br />
www.lebenswelt-elektromobilitaet.de<br />
Der Technologiewettbewerb greift die Empfehlungen der<br />
NPE auf und setzt sich dabei folgende strategische Ziele:<br />
Ausbau des Technologie- und Industriestandortes<br />
Deutschland soll als Leitmarkt für Elektromobilität einen<br />
neuen systemübergreifenden Innovationsschub bringen,<br />
wobei die IKT-Branche eine tragende Rolle spielt.<br />
Integration der Fahrzeuge in das Stromnetz<br />
Batteriebetriebene Fahrzeuge tragen mit Hilfe der IKT zur<br />
Verbesserung der Effizienz der Netze bei und fördern den<br />
Ausbau der Erneuerbaren Energien.<br />
Schaffung einer neuen IKT-basierten Mobilität<br />
Elektrofahrzeuge können ein Baustein für intelligente und<br />
multimodale Mobilitätskonzepte der Zukunft sein.<br />
BEM-Präsident Kurt Sigl ist Teil der Fachjury, die am 30. Juni<br />
die erfolgreichsten Konsortien zur Präsentation aufgefordert<br />
hat. »Erneuerbare Energien und Elektromobilität sind die<br />
idealen Partner künftiger Mobilitätskonzepte. Hier spielen<br />
insbesondere IKT-Technologien eine ausschlaggebende Rolle.<br />
Ich freue mich sehr, Teil der hochkarätigen Jury zu sein.<br />
Bis jetzt wurden eine Reihe toller Konzepte vorgestellt, die<br />
es lohnt, auch langfristig zu unterstützen. Ich bin gespannt,<br />
wer mich in Runde 2 begeistern kann «, so Kurt Sigl.<br />
Zuständig für die Durchführung des Wettbewerbs und die<br />
im Anschluss stattfindenden Antrags- und Förderschritte ist<br />
das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR).<br />
Die Förderung wird als Ideenwettbewerb in zwei Runden<br />
durchgeführt.<br />
Runde 1: Bis zum 31. Mai 2011 eingegangene Skizzen wurden<br />
durch eine unabhängige Jury bis Ende Juni 2011 bewertet.<br />
Anschließend sollen die für eine Förderung ausgewählten<br />
Konsortien zur Antragsstellung aufgefordert werden.<br />
Die Förderung erfolgt nach Bewilligung voraussichtlich ab<br />
Januar 2012.<br />
Runde 2: Projektvorschläge der Runde 2 können noch bis 31.<br />
Oktober 2011 eingereicht werden. Die Bewertung der aussichtsreichsten<br />
Projektvorschläge durch eine unabhängige<br />
Jury erfolgt voraussichtlich bis Ende November 2011. Die für<br />
eine Förderung ausgewählten Konsortien werden 2012 bewilligt<br />
und in die Förderphase überführt.<br />
Projektvorschläge müssen Online eingereicht werden. Die<br />
für eine Beteiligung am Technologiewettbewerb benötigten<br />
Informationen sind auf der Webseite des Bundesministeriums<br />
für Wirtschaft und Technologie unter www.bmwi.de/<br />
go/ikt-em-ausschreibung abrufbar.<br />
10 Neue Mobilität Neue Mobilität 11
Bundesverband eMobilität - BEM 2.0<br />
BEM eMobile Ticker<br />
Jetzt im App Store.<br />
peugeot.de<br />
Gruppe <strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong><br />
Der BEM diskutiert auf der Online-Plattform XING aktuelle<br />
Fragestellungen zum Status Quo der Elektromobilität. Treffen<br />
Sie die interessanten Köpfe der Branche und unterstützen<br />
Sie uns gleichzeitig mit Ihrem Engagement und Ihren Ideen<br />
auf dem Weg in die postfossile Phase unserer Gesellschaft.<br />
»Wir haben mit der XING-Gruppe ein interaktives Forum<br />
für eMobilität geschaffen und freuen uns auch weiterhin<br />
auf Ihre Beiträge und Kommentare. Stellen wir uns gemeinsam<br />
den vielfältigen Herausforderungen, um Elektromobilität<br />
serienfähig, nachhaltig und zunehmend erneuerbar<br />
auf die Straße zu bringen«, betont Christian Heep,<br />
BEM-Vorstand Marketing, der gemeinsam mit Juliane Girke<br />
und Sandrine Frideres die Gruppe moderiert. »Bereits über<br />
1.700 Mitglieder haben in den ersten Monaten den hohen<br />
Stellenwert der Elektromobilität und ein deutliches Interesse<br />
an Kommunikation und Austausch gezeigt. Insbesondere<br />
die Branchenvielfalt und Unternehmensherkunft<br />
der Mitglieder zeichnet eine vielversprechende Landkarte<br />
der elektromobilen Entwicklung in Deutschland.«<br />
www.xing.com/group-61578.616d2f<br />
BEM eMobile Ticker<br />
Der BEM eMobile Ticker bringt alle relevanten Neuigkeiten<br />
aus dem Bereich Elektromobilität einfach und bequem via<br />
Blog, abonnierbarem RSS-Feed, Twitter sowie via iPhone<br />
App auf Ihr mobiles Endgerät: aufs Wesentliche reduziert,<br />
schnell zu erfassen und stets up to date.<br />
Der innovative eMobile Ticker beleuchtet aktuelle Entwicklungen<br />
auf dem Markt und im Technologiebereich, stellt die<br />
Köpfe der Branche vor und informiert über heute bereits<br />
erhältliche eFahrzeuge. Eine regelmäßig aktualisierte Link-<br />
Liste führt überdies wichtige Informationsquellen zur vertiefenden<br />
Recherche auf.<br />
www.eMobileTicker.de und www.bem-ev.de<br />
Die Energielandkarte ehoche - Das Online-Branchenbuch<br />
www.ehoche.de<br />
CleanEnergy Exhibition - Virtuelle Fachmesse für Erneuerbare<br />
Energien, Cleantech und Nachhaltigkeit<br />
www.cleanenergy-exhibition.de<br />
Handbuch - Elektromobilität verstehen<br />
Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine große Tageszeitung<br />
oder ein Fachmagazin über das Thema Elektromobilität<br />
berichtet. Die Vielfalt der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge<br />
ist enorm. Das Tempo der Entwicklung ist atemberaubend.<br />
Die Vielzahl der Technologien und Fahrzeuge macht es nicht<br />
leicht, den Überblick zu behalten - nützliche Empfehlungen<br />
sind schwer zu finden. Damit ist jetzt Schluss.<br />
Das Handbuch zur Elektromobilität verschafft nicht nur einen<br />
Überblick über die verschiedensten Fahrzeugarten, Hersteller<br />
und Technologien, sondern hilft auch mit konkreten<br />
Tests Ihren persönlichen Mobilitätsbedarf zu analysieren.<br />
Randvoll mit gesammeltem Insiderwissen auf dem neuesten<br />
Stand, ist es ein idealer Begleiter auf Ihrem Weg hin zu einer<br />
neuen Mobilität unabhängig von endlichen Ressourcen.<br />
Im September 2011 konnte der Bundesverband eMobilität<br />
als starker Kooperationspartner gewonnen werden. »Das<br />
Handbuch liefert auf einen Blick genau die Informationen,<br />
die sich die Endkunden wünschen und zeigt, dass Elektromobilität<br />
bereits jetzt alltagstauglich ist«, so Christian Heep,<br />
Vorstand Marketing beim BEM.<br />
1. Preisträger des ersten<br />
Öko-Awards für Autos<br />
in der Kategorie<br />
Elektro- und Hybridantrieb<br />
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Ausgezeichnet<br />
mit dem<br />
Grünen Lenkrad<br />
2010 von<br />
Bild am Sonntag<br />
und Auto Bild<br />
eCar Tec Award 2010 –<br />
bayerischer Staatspreis<br />
für Elektromobilität<br />
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12 Neue Mobilität<br />
PEUGEOT iOn
Bundesverband eMobilität - BEM 2.0<br />
BEM eMobile Ticker<br />
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POLITIK<br />
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news aktuell ist ein Tochterunternehmen der Deutschen<br />
Presse-Agentur (dpa). Seit 1989 bietet news aktuell ein weitreichendes<br />
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Deutschland und weltweit. Nationale und internationale Unternehmen<br />
aller Branchen, Parteien, Verbände, Agenturen,<br />
öffentliche Institutionen sowie Non-Profit Organisationen<br />
gehören zu den Kunden und Partnern - seit 2011 auch der<br />
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der Presseaussendung. Bitte kontaktieren Sie dafür die<br />
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Das Webmonitoring-Tool na media sonar durchsucht Social<br />
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<strong>MOBILITÄT</strong><br />
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In der Rubrik eJOBS auf S.134 bis 135 erfahren Sie mehr zur Kooperation mit etecmo.<br />
„Wir sind die Spezialisten, wenn es um die<br />
Vermittlung von Fach- und Führungskräften<br />
im Bereich Elektromobilität geht.“<br />
Sibylle Lingner, Geschäftsführung<br />
bem-fördermodell. schaufensterbewerbung.<br />
Neue Mobilität<br />
15
Politik & Elektromobilität - GÜNTHER H. OETTINGER<br />
Politik & Elektromobilität - GÜNTHER H. OETTINGER<br />
»Wir brauchen eine europäische Vision<br />
und eine langfristige Strategie.«<br />
Energie-Infrastrukturen<br />
EU-Energiekommissar Günther H. Oettinger<br />
Günther H. Oettinger,<br />
EU-Kommissar für Energie<br />
Offshore an der Küste Deutschlands, Sonnenenergie vom eigenen<br />
Hausdach - in kaum einem anderen Energiebereich wird<br />
derzeit soviel investiert wie in Erneuerbare Energien. Allein<br />
in 2009, entfielen 60% der neuen zusätzlichen Stromerzeugung<br />
in Europa auf Erneuerbare Energien. Und das zu recht:<br />
Wenn wir unsere Energie- und Klimaziele erreichen und darüber<br />
hinaus unsere Technologieführerschaft behalten wollen,<br />
dann müssen wir massiv investieren. Denn nach dem<br />
unabhängigen Index für Erneuerbare Energie sind schon andere<br />
ganz vorn dabei:<br />
Nicht Europa ist derzeit der beste Investitionsstandort für<br />
die Erneuerbaren, sondern China und die USA.<br />
Investitionen in Windparks, Wasserkraft oder Sonnenenergie<br />
allein werden aber nicht genügen: Der Strom, der durch<br />
Windenergie in der Nordsee oder durch Sonnenenergie in<br />
Spanien erzeugt wird, muss auch den Weg zum Verbraucher<br />
finden. Wir brauchen neue Stromverbindungen, zwischen<br />
dem Süden und dem Norden, dem Osten und dem Westen.<br />
Denn wirtschaftlich ist es allemal interessanter, im sonnigen<br />
Spanien, das doppelt so viele Sonnenstunden hat wie<br />
Deutschland, Sonnenenergie zu erzeugen und Windenergie<br />
in der Nordsee als anderswo - und den Strom über die Leitungen<br />
dorthin zu bringen, wo auch am meisten verbraucht wird,<br />
etwa in die Ballungszentren und Großstädte wie London,<br />
Paris oder Hamburg. Nur wenn wir diese geographischen<br />
Vorteile optimal nutzen und in der Produktion eine gewisse<br />
Größe erreichen, können wir die Kosten deutlich reduzieren.<br />
Darüber hinaus benötigen wir Speicherkapazitäten sowie intelligente<br />
Stromzähler, die Angebot und Nachfrage so optimieren<br />
lassen, dass der Verbraucher dabei spart, etwa durch<br />
günstigen Nachtstrom.<br />
Aber auch bei den Gasleitungen ist der Investitionsbedarf<br />
enorm, vor allem um die Sicherheit der Gasversorgung zu gewährleisten.<br />
Wir brauchen auch hier einen echten Binnenmarkt<br />
und eine weitere Diversifizierung der europäischen Gasversorgung<br />
über neue Versorgungswege im kaspischen Raum.<br />
Wenn jedes Mitgliedsland für sich plant, werden wir aber<br />
kaum einen gemeinsamen Energie-Binnenmarkt schaffen<br />
können. Wir brauchen eine europäische Vision und eine langfristige<br />
Strategie, wie die Energie-Infrastruktur der nächsten<br />
Jahrzehnte, zumindest der nächsten 20 Jahre aussehen soll.<br />
Bereits in den nächsten Monaten wird die EU-Kommission<br />
dazu einen Infrastrukturplan vorlegen. Das Ziel: zu definieren,<br />
was wir an Energie-Infrastruktur brauchen, damit wir<br />
eine saubere und sichere Energie haben und darüber hinaus<br />
auch in diesem Bereich wettbewerbsfähig sind. Wir werden<br />
daher Projekte von europäischer Bedeutung nennen und<br />
analysieren, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen,<br />
damit wir die Projekte auch realisieren können.<br />
Dazu gehört beispielsweise ein vereinfachtes Planungs- und<br />
Genehmigungsverfahren, so wie es in Deutschland nach der<br />
Wende beschlossen wurde um Bauvorhaben in den neuen<br />
Bundesländern voran zu bringen. Wir als EU können dies nur<br />
anregen, nicht vorschreiben. Wir sehen aber beispielsweise<br />
in den Niederlanden, dass es Projektentwicklern die Sache<br />
schon sehr erleichtert, wenn sie eine zentrale Anlaufstelle<br />
haben, die alle Genehmigungsverfahren rund um ihr Projekt<br />
koordinieren. Umwelt- und Bürgerinteressen wird dabei aber<br />
voll Rechnung getragen. Effizientere Verfahren bedeuten in<br />
keinster Weise, dass Mitspracherechte beschnitten werden.<br />
Dazu kommt noch die Frage der Finanzierung. Schätzungen<br />
gehen davon aus, dass sich der Investititionsbedarf bei<br />
Strom und Gas in den kommenden zehn Jahren auf rund 200<br />
Mrd. Euro beläuft. Kann der Markt das alleine regeln? Klar<br />
ist, dass diese Investitionen in erster Linie von den Unternehmen<br />
getätigt werden müssen. Es wird aber Fälle geben,<br />
wo es sich für Firmen einfach nicht rechnet die Netze auszubauen,<br />
weil der Markt schlichtweg zu klein ist. Die baltischen<br />
Länder sind so ein Fall, oder Malta. Wir werden daher auch<br />
diskutieren müssen, ob bei solchen Fällen die EU finanzielle<br />
Mittel für die Verbindungsleistungen bereitstellt.<br />
Mein Ziel ist es, Europa näher an die von jeher gemeinsame<br />
Vision heranzuführen: eine europäische Energiepolitik, die<br />
auf ein gutes Netz aufbaut. Netze sind die Arterien unseres<br />
Energiesystems. Wenn wir in sie investieren, investieren wir<br />
in die Wirtschaft und helfen dem Verbraucher.<br />
Elektromobilität ist einer der großen Zukunftsmärkte in<br />
Europa. Das nächste Jahrzehnt wird noch von Benzin- und<br />
Dieselfahrzeugen geprägt sein, aber ab 2021 wird es flächendeckend<br />
mit Strom betriebene Fahrzeuge geben. Das<br />
wird zu grundlegenden Veränderungen entlang der gesamten<br />
Wertschöpfungskette führen und weltweit neue Player<br />
im Bereich der Fahrzeugindustrie hervorbringen.<br />
Genau hier muss jetzt die Politik ansetzen, denn der soziale<br />
Wohlstand in Deutschland und Europa wird auch in Zukunft<br />
eng mit dem Thema Mobilität verbunden sein. Um diese Herausforderungen<br />
bewältigen zu können, benötigen wir einen<br />
EU-Masterplan für Elektromobilität.<br />
Günther H. Oettinger, EU-Kommissar für Energie<br />
16 Neue Mobilität Neue Mobilität 17
Die politik ist gefragt<br />
Der Bundesverband eMobilität stellt sein Fördermodell vor<br />
4 Gründe, warum wir Elektromobilität fördern sollten<br />
Zu den Aufgaben des BEM gehört die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Neuen Mobilität<br />
als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept und die Durchsetzung einer Chancengleichheit bei der Umstellung<br />
auf Elektromobilität. Das BEM-Fördermodell setzt genau an diesem Punkt an.<br />
Wir müssen jetzt aufhören zu analysieren und zu diskutieren und anfangen zu handeln, wenn wir im Bereich der Elektromobilität<br />
wettbewerbsfähig werden wollen. Das bedeutet nicht, unseren Anspruch auf Qualität und Perfektionismus aus den<br />
Augen zu verlieren, vielmehr können wir aus Praxiserfahrungen wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung unserer<br />
eFahrzeuge, Mobilitätskonzepte und Infrastrukturlösungen gewinnen.<br />
Um Deutschland, wie angestrebt, als Leitmarkt für Elektromobilität zu etablieren, benötigen wir jetzt Planungs-, Handlungsund<br />
Finanzierungssicherheit in Form konkreter Gesetzgebung und innovativer Initiativen auf Bundes- und Landesebene.<br />
Nationale Nullrunde Elektromobilität<br />
Nach der Übergabe des zweiten Berichts der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) ist leider eine erneute Nullrunde für<br />
die Elektromobilität in Deutschland zu befürchten. Zwar soll weiterhin im Bereich Forschung und Entwicklung gefördert werden<br />
und Steuererleichterungen sollen die nötigen Kaufanreize schaffen. Doch damit allein ist es nicht getan. Die deutsche<br />
Förderablehnung passt überhaupt nicht zu dem Anspruch Leitmarkt für Elektromobilität bis 2020 zu werden, insbesondere<br />
da der Wettlauf um marktbeherrschende Positionen im europäischen und internationalen Ausland bereits auf Hochtouren<br />
läuft. Viele Automobilhersteller sehen daher ihren Erstmarkt gar nicht in Deutschland. Aber gerade dieser Erstmarkt sollte<br />
eine Grundvoraussetzung für einen Leitmarkt- und Leitanbieteranspruch darstellen.<br />
»Natürlich begrüßen wir den Umstand, dass in Regierungskreisen parallel zu den Ausbauzielen<br />
Erneuerbarer Energien auch intensiv über eine aktive Förderung der Elektromobilität diskutiert<br />
wird. Aber Empfehlungen allein werden nicht ausreichen, um das Ziel der Bundesregierung zu<br />
realisieren. Wir laufen aktuell Gefahr am Ziel vorbei zu diskutieren. Den Berichten und Studien<br />
müssen nun konkrete Maßnahmen folgen. Hier sehe ich nicht nur die Bundesregierung in der<br />
Pflicht, sondern auch die Industrie, die Länder und Kommunen«, betont BEM-Präsident Kurt Sigl.<br />
Heterogene Förderinitiative<br />
Der Systemwechsel von der fossilen zur postfossilen Phase der Mobilität kann durch eine gezielte und intelligente Förderung<br />
sowie durch sinnvolle Anreize beschleunigt werden. Deshalb schlagen wir ein heterogenes Fördermodell vor, welches<br />
die initiative Förderung der ersten 250.000 verkauften Elektrofahrzeuge in Höhe von je 10.000 Euro vorsieht. Diese Summe<br />
soll zu je 50 % sowohl den Elektrofahrzeug-Herstellern als auch den Käufern zu Gute kommen. Ein Marktanreizprogramm,<br />
das auch die mittelständischen Unternehmen berücksichtigt, die in der Regel von den großen Fördersummen nicht profitieren,<br />
aber erstaunlicherweise gerade die ersten Fahrzeuge auf den Markt bringen.<br />
Insbesondere bei innovativen Produkteinführungen und Technologiesprüngen - wir sprechen hier von einem Systemwechsel<br />
- kann und muss die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Mit einem etablierten und international<br />
sichtbaren Erstmarkt schaffen wir die Grundvoraussetzungen für strategische Standortentscheidungen, Investments und<br />
dauerhafte Marktnachfrage unter anderem durch tatsächlich verfügbare Elektrofahrzeuge. Das, und nur das ermöglicht aus<br />
Sicht des BEM überhaupt erst einen Leitanbieter- und Leitmarkt. weitere Informationen dazu siehe Editorial auf Seite 6 und 7<br />
1Ein Leitmarkt findet derzeit in Deutschland nicht<br />
statt. Die Markteinführungen finden aktuell in anderen<br />
Ländern statt, die bereits jetzt initial fördern.<br />
Zu einem realistischen Leitmarktanspruch gehört<br />
aber auch die Sichtbarkeit und das allgemeine<br />
Votum für eine nachhaltige Neue Mobilität. Insbesondere<br />
bei Produkteinführungen und Technologiesprüngen<br />
- wir sprechen hier von einem Systemwechsel<br />
- muss die Politik die entsprechenden<br />
Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gibt es einige<br />
erfolgreiche Beispiele (Verkehrsinfrastruktur, Kommunikation,<br />
EEG, etc.).<br />
2<br />
3<br />
4<br />
Die Schlüsseltechnologie ermöglicht enorme Exportchancen,<br />
Arbeitsplätze werden erhalten bzw.<br />
gänzlich neu geschaffen und Wertschöpfungspotenziale<br />
werden mit starkem Fokus auf den heimischen<br />
Markt ausgebaut. Marktanteile, die wir jetzt<br />
verlieren sind nur schwer wieder zurückzuholen.<br />
Deshalb sind insbesondere die Automobilkonzerne<br />
gefragt, sich noch mehr für die Neue Mobilität zu<br />
engagieren. Ein erfolgreiches Instrument kann dabei<br />
die initiale Förderung sein.<br />
Im Rahmen einer nachhaltigen Neue Mobilität auf<br />
Basis Erneuerbarer Energien werden Klima- und<br />
Umweltschutzpotentiale im Verkehr weltweit effektiv<br />
nutzbar gemacht, unsere Städte werden<br />
leiser und sauberer, die Ressourcen unserer Welt<br />
werden geschont und durch den weiteren Ausbau<br />
zusätzlicher Erneuerbarer Energien werden wir zunehmend<br />
unabhängiger von Rohstoff-Importen aus<br />
zumeist instabilen Regionen der Erde.<br />
Als Exportnation Nr. 1 sollte Deutschland auch<br />
auf europäischer und internationaler Ebene als<br />
respektabler Vorreiter für Elektromobilität wahrgenommen<br />
werden. Nur wenn auch nach außen<br />
über einen sichtbaren Erstmarkt ein aktives Signal<br />
gesendet wird, kann sich Deutschland auf dem Zukunftsmarkt<br />
Elektromobilität erfolgreich als Leitanbieter<br />
etablieren.<br />
0%-Regelung bei der Dienstwagenbesteuerung<br />
Wenn die Bundesregierung schon keine monetäre Förderung<br />
der Elektromobilität vorsehen möchte, dann<br />
hätte sie zumindest bei der Dienstwagenbesteuerung<br />
einen echten Anreiz schaffen können. Das Korrektiv<br />
allein ist von einem Leitmarktanspruch genauso weit<br />
entfernt, wie die deutsche Förderablehnung von einer<br />
realistischen, nachhaltigen und wirtschaftlichen<br />
Zukunftsperspektive. Solange Elektroautos in der Anschaffung<br />
teurer sind als konventionelle Fahrzeuge,<br />
wäre mit der Einführung der 0%-Regelung für elektrische<br />
Dienstwagen ein temporärer Wettbewerbsvorteil<br />
geschaffen - ein echter Marktanreiz für Erste Flotten<br />
ganz im Sinne einer mittelfristigen Marktfähigkeit<br />
der Neuen Mobilität. Daher fordern wir zumindest in<br />
diesem Punkt eine sofortige Aufhebung der Dienstwagenbesteuerung<br />
bis 2020. Das führt beim Elektrofahrzeugnutzer<br />
zu einem echten Vorteil und einem initialen<br />
Votum für eine Neue Mobilität.<br />
18 Neue Mobilität Neue Mobilität 19
Politik & Elektromobilität - BEM-Fördermodell zur Diskussion<br />
BEM-Fördermodell<br />
Ein Meister<br />
der Lüfte erobert<br />
das Wasser.<br />
im offenen Diskurs<br />
MdL Markus Rinderspacher, SPD und Parlamentarischer<br />
Beirat im Bundesverband eMobilität<br />
Die ursprüngliche Euphorie, die Förderung der Elektromobilität<br />
als Schlüsseltechnologie der Zukunft zu forcieren, ist in<br />
Deutschland und besonders im Autoland Bayern offensichtlich<br />
wieder deutlich verflogen. Geht es um die industrielle<br />
Modernisierung unseres Landes um eine Brücke für die<br />
Automobilindustrie zu schlagen und Ansätze zur Netzwerkbildung<br />
im Bereich der Elektromobilität, drohen Bayern und<br />
Deutschland ihre Marktführerschaft im Bereich innovativer<br />
Mobilität und alternativer Anbieter an Länder wie China,<br />
Frankreich, Japan u. a. zu verlieren.<br />
Damit kein Stillstand bei der Entwicklung und Produktion<br />
eintritt und wir tatsächlich »Leitmarkt für Elektromobilität«<br />
und »Leitanbieter für alternative Antriebstechniken« werden<br />
können, sind zusätzliche Anreize, die Elektromobilität<br />
in Bayern und Deutschland marktreif zu machen, dringend<br />
notwendig.<br />
Deshalb unterstütze ich die Elemente des Fördermodells<br />
vom Bundesverband eMobilität: eine konkrete und zielführende<br />
Gesetzgebung, die Bereitschaft zu mehr direkter<br />
Förderung, bei gleichzeitig hohen Investitionen der großen<br />
Hersteller, eine heterogene Förderinitiative und -verteilung,<br />
um Herstellern und Käufern limitierte Anreize zu bieten und<br />
um die KMU entsprechend zu berücksichtigen und eine<br />
nachhaltige Korrektur der Dienstwagenbesteuerung zur<br />
erfolgreichen Marktdurchdringung und Elektrifizierung betrieblicher<br />
Fahrzeugflotten. Alle diese Maßnahmen helfen<br />
den notwendigen Strukturwandel in der Automobilindustrie<br />
anzukurbeln und führen insgesamt zu einer Neuen Mobilität.<br />
Als Mitglied im parlamentarischen Beirat des BEM will ich<br />
auf allen politischen Ebenen dazu beitragen, die Förderung<br />
der Elektromobilität zu unterstützen. Als Schlüsseltechnologie<br />
braucht dieser Investitionssektor ein breites Bündnis für<br />
zukünftige Generationen.<br />
MdB Werner Simmling, FDP und Parlamentarischer Beirat<br />
im Bundesverband eMobilität<br />
Die Förderung der Elektromobilität muss breit aufgestellt<br />
sein: Forschung und Entwicklung sind ein elementarer Bestandteil,<br />
aber auch Demonstration und Nutzeranreize leisten<br />
ihren Beitrag für mehr alternative Antriebe auf deutschen<br />
Straßen. Der Ausbau unserer technologischen Kompetenz<br />
auf dem Feld der Speichertechnologie ist erklärtes Ziel der<br />
Regierungskoalition. Die Forschungsförderung wird daher in<br />
den kommenden Jahren von der Bundesregierung stärker im<br />
Bundeshaushalt berücksichtigt werden.<br />
Aber auch nicht-monetäre Nutzeranreize - meist im Straßenverkehrsrecht<br />
- tragen zu einer größeren Akzeptanz von<br />
eFahrzeugen bei. Vorstellbar sind z. B. Sonderparkplätze<br />
für Elektrofahrzeuge. Ein neues Verkehrszeichen wurde bereits<br />
eingeführt. Ein weiterer Anreiz könnte aber auch die<br />
Aufhebung von Zufahrtsverboten für eFahrzeuge sein, um<br />
den sauberen Lieferverkehr in den Städten zu fördern. Um<br />
Erkenntnisse über mögliche Nutzungskonflikte zu sammeln,<br />
werden wir diese Anreize zunächst in den Schaufenstern einführen<br />
und erproben.<br />
Trotz aller nicht-monetären Anreize ist der Ruf nach Kaufprämien,<br />
wie sie in einigen europäischen Nachbarländern gezahlt<br />
werden, immer wieder evident - Kaufanreize halte ich<br />
aber für nicht zielführend. Viel entscheidender als Subventionen<br />
sind für die Unternehmen Lösungen im Bereich der<br />
Normung und Standardisierung sowie der Zugang zu Rohstoffen.<br />
Hier muss Deutschland seine nationalen Aktivitäten<br />
auf europäischer und internationaler Ebene verstärken, um<br />
Benchmarks zu setzen. Dennoch sind in den kommenden<br />
Jahren auch Fragen nach der Verlängerung der bisher auf fünf<br />
Jahre befristeten Kfz-Steuerbefreiung für eAutos oder die<br />
der Modifizierung der Dienstwagenbesteuerung zu lösen.<br />
Dienstwagen können die Vorteile der Elektromobilität aufzeigen<br />
und zu einer Neugier bzw. größeren Akzeptanz führen.<br />
Dr. Ingo Friedrich, Präsident Europäischer Wirtschaftssenat<br />
und BEM-Repräsentant in Brüssel<br />
Mit dem heterogenen Förderansatz vom Bundesverband<br />
eMobilität könnte die Bundesregierung ein aktives Zeichen<br />
für Elektromobilität setzen und dazu beitragen, dass<br />
Deutschland tatsächlich zum Leitmarkt- bzw. Leitanbieter<br />
wird. Die Herausforderungen in Zusammenhang mit dem<br />
Systemwechsel hin zu einer Neuen Mobilität sind jedoch<br />
langfristig nur auf gesamteuropäischer Ebene zu bewältigen.<br />
Deshalb brauchen wir jetzt auf EU-Ebene geeignete<br />
Instrumente zur initialen Förderung der Neuen Mobilität.<br />
Tim Ruhoff, Geschäftsführer Next Generation Mobility<br />
und Beirat im Bundesverband eMobilität<br />
Das sinnvollste Einsatzfeld für Elektrofahrzeuge sind aktuell<br />
die Fahrzeugflotten von Unternehmen, Städten und<br />
Kommunen. Dabei eignet sich vor allem der großflächige<br />
Einsatz von Pool-Fahrzeugen. Damit können auf der einen<br />
Seite Kosten eingespart werden und auf der anderen<br />
Seite auf einen Schlag viele Bürger mit wenigen Fahrzeugen<br />
erreicht werden. Vor diesem Hintergrund kann jede<br />
Institution, die jetzt Elektrofahrzeuge für ihren Fuhrpark<br />
anschafft, als eine Art Leuchtturm-Projekt für Elektromobilität<br />
gesehen werden - unabhängig von Modellregionen<br />
und bundesweiten Projekten. Dieses aktive Zeichen<br />
für eine Neue Mobilität sollte deshalb auch gezielt gefördert<br />
und auch im BEM-Fördermodell integriert werden.<br />
Das würde gesellschaftsübergreifend zu einem echten<br />
Anreiz für Elektromobilität führen.<br />
Markus Emmert, Geschäftsführer IPM SYSTEM und Beirat<br />
im Bundesverband eMobilität<br />
Um dem Leitmarkt- und Leitanbieteranspruch für Elektromobilität<br />
gerecht zu werden, benötigen wir zügig einen<br />
sichtbaren Erstmarkt. Die Umsetzung der BEM-Fördervorschläge<br />
würde die Bereitschaft aller relevanten Player für<br />
eine Neue Mobilität konsequent unterstreichen.<br />
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20 Neue Mobilität
Politik & Elektromobilität - BEM-Fördermodell zur Diskussion<br />
Parlamentarischer Beirat - Andreas Jung<br />
Der Parlamentarische Beirat<br />
BEM-Fördermodell zur Diskussion<br />
Andreas Jung stellt sich vor<br />
MdB Dr. Reinhard Brandl, CSU und Parlamentarischer Beirat<br />
im Bundesverband eMobilität<br />
Unser übergeordnetes politisches Ziel bei der Förderung<br />
ist es, Deutschland bis 2020 zum Leitmarkt und -anbieter<br />
der eMobilität zu machen. Gerade deswegen investieren<br />
wir trotz knapper Kassen eine weitere Milliarde in die Forschung.<br />
Einfach gesagt: Bevor wir das beste Elektrofahrzeug<br />
anbieten können, müssen wir erst einmal das beste Fahrzeug<br />
entwickeln. Konsequenterweise wird das Forschungsministerium<br />
im Regierungsprogramm mit den meisten Mitteln<br />
ausgestattet. Wir sind stolz darauf, diese Summe über<br />
den Energie- und Klimafonds bestreiten zu können. Dabei<br />
müssen wir neben der Grundlagenforschung, z.B. für die<br />
Post-Lithium-Ionen-Technik, auch auf die anwendungsnahe<br />
Forschung achten. Als Paradebeispiel sehe ich hier die Ulmer<br />
Pilotanlage zur Produktion von Lithium-Ionen-Zellen, die wir<br />
fördern, und die von einem breiten Konsortium aus Industrie<br />
und Forschungsgesellschaften getragen wird.<br />
Das Problem der höheren Nutzerkosten von Elektroautos<br />
ist uns bewusst. Neben der Reichweitenangst ist dies das<br />
Hauptproblem, mit dem Elektroautos bei der Markteinführung<br />
zu kämpfen haben. Auch wir wollen deshalb zum<br />
Marktstart einen Ausgleich schaffen. Dazu sehen wir eine<br />
deutliche Verbesserung der Steuersituation bei Dienstwagen<br />
und der Kfz-Steuer vor. Hinzu kommen für viele Fahrer<br />
Versicherungsvorteile durch das Wechselkennzeichen.<br />
Auch die geplanten nicht-monetären Vorteile schaffen Studien<br />
zufolge starke Anreize. Stolz sind wir auf die von uns<br />
eingeführte Entlohnung des Elektroautofahrers für die von<br />
ihm geleisteten Netzdienstleistungen im neuen Energiewirtschaftsgesetz<br />
(§14 a EnWG). Dieser energiewirtschaftliche<br />
Förderansatz wird viel zu wenig diskutiert, obwohl er zielgerichtet<br />
dem Gesamtsystem eMobilität gerecht wird. Weitere<br />
Hilfen in der Richtung diskutieren wir gerade im Austausch<br />
mit den Akteuren. Ein direkter monetärer Kaufanreiz steht<br />
bei uns dagegen derzeit nicht auf der Tagesordnung. Das<br />
liegt daran, dass wir die Gefahr der Einpreisung durch die<br />
Hersteller als durchaus real werten.<br />
MdB Andreas Jung, CDU und Parlamentarischer Beirat im<br />
Bundesverband eMobilität<br />
Dienstwagen spielen nach allen Prognosen eine wichtige<br />
Rolle bei der Marktdurchdringung. Die Fachpolitiker in der<br />
Unionsfraktion haben sehr stark auf die Anpassung der<br />
Dienstwagenversteuerung gedrängt. Unsere Korrektur bei<br />
der Versteuerung des privaten Nutzervorteils sorgt für einen<br />
fairen Wettbewerb auf Augenhöhe zwischen elektrischem<br />
und konventionellem Fahrzeug auf dem Dienstwagenmarkt.<br />
Indem sich die Versteuerung des privaten Nutzervorteils am<br />
konventionellen Referenzfahrzeug orientiert, verschwindet<br />
der Steuervorteil automatisch, wenn sich die Preise von<br />
Elektroauto und konventionellem Fahrzeug im Massenmarkt<br />
annähern - und darauf setzen wir alle. Die Förderung ist<br />
damit selbstregulierend. Das ist gute Förderpraxis und unterscheidet<br />
sich positiv von potentiell »ewigen« staatlichen<br />
Förderinstrumenten, die nur schwer zu korrigieren sind,<br />
wenn der Grund für sie einmal weggefallen ist.<br />
Und wir glauben fest an eine baldige Wettbewerbsfähigkeit<br />
der Elektrofahrzeuge. Eine Totalabschaffung der »Ein-Prozent-Regel«<br />
wäre in unseren Augen eine unnötige Marktsubvention,<br />
die nur schwer rückgängig zu machen wäre. Zuletzt<br />
hat der Privatnutzer des elektrischen Dienstwagens ja schon<br />
einen großen Vorteil vor dem Fahrer des konventionellen<br />
Autos - er spart viel beim »Tanken«.<br />
Auch wir halten die Sichtbarkeit für einen zentralen Treiber<br />
für die Akzeptanz in der Bevölkerung. Unsere Lösung folgt<br />
mit dem Schaufensterkonzept den Vorschlägen der NPE.<br />
Dabei werden wir sehr deutlich: Die Bundesregierung wird<br />
in die Schaufenster im Anschluss an die Konjunkturpakete<br />
noch einmal 180 Millionen Euro investieren. Das entsprechende<br />
Ausschreibungsverfahren wird im Oktober eröffnet.<br />
Die besten Schaufenster bekommen nach dem Jahreswechsel<br />
ihren Zuschlag, schon im Frühjahr können die Regionen<br />
loslegen. Auch unser Beschaffungsprogramm für Behörden<br />
und der Pakt mit den Kommunen wird für eine gute Sichtbarkeit<br />
der Fahrzeuge sorgen und den Erstabsatz ankurbeln.<br />
Elektromobilität ist das politische Querschnittsthema par<br />
excellence. Kein mir bekanntes politisches Thema vereint so<br />
viele unterschiedliche Akteure und Fachgebiete. Elektromobilität<br />
bringt das Windrad in die Verkehrspolitik, und schon<br />
macht sich die chemische Industrie Gedanken über Parkgebühren.<br />
Wieder einmal verschwinden alte Widersprüche,<br />
Umwelt- und Wirtschaftspolitik ziehen an einem Strang.<br />
Für die Politik bedeutet dies, dass sie vor allem in ihrer koordinierenden<br />
Funktion gefragt ist. Und genau dies möchte<br />
ich leisten. Als Beauftragter für Elektromobilität meiner<br />
Fraktion koordiniere ich die politische Facharbeit der Union<br />
im Bundestag.<br />
Mit von der Partie sind unsere vier Berichterstatter aus den<br />
Ausschüssen, meine Bundestagskollegen Steffen Bilger, Dr.<br />
Reinhard Brandl, Christian Hirte und Franz Obermeier.<br />
Zusammen formulieren wir unsere politischen Positionen<br />
zur Elektromobilität und begleiten die Arbeit der Ministerien.<br />
Das tun wir wo nötig auch in kritischer, antreibender Funktion.<br />
Dazu stehen wir in äußerst regem Kontakt mit gesellschaftlichen<br />
Akteuren:<br />
Allein im letzten Jahr haben wir dutzende Veranstaltungen<br />
und Koordinierungskreise mit Umweltverbänden, Forschungseinrichtungen,<br />
Industrievertretern aller Bereiche<br />
und Umsatzgrößen, Rechts- und Marktexperten sowie Verkehrsexperten<br />
abgehalten. So manchen Aspekt des Regierungsprogramms<br />
Elektromobilität vom 18. Mai schreiben wir<br />
uns auf die Fahne, und wir werden weiter auf seine zügige<br />
Umsetzung achten!<br />
Als Umweltpolitiker ist mir vor allem die Verknüpfung mit<br />
Erneuerbaren Energien wichtig: Ökostrom muss das Benzin<br />
der Zukunft werden! Und wenn dabei noch hunderttausende<br />
deutsche Arbeitsplätze entstehen können, dann ist dies sicher<br />
den Schweiß der Edlen wert. Nicht zuletzt deshalb freue<br />
ich mich auf die weitere intensive Zusammenarbeit mit dem<br />
Bundesverband eMobilität.<br />
Andreas Jung, CDU, MdB<br />
Politische Fachkompetenz für die Neue Mobilität - der Parlamentarische BEM-Beirat<br />
Bundesverkehrsminister a.D.<br />
Wolfgang Tiefensee<br />
SPD<br />
Markus Rinderspacher<br />
SPD<br />
Dr. Reinhard Brandl<br />
CSU<br />
Werner Simmling<br />
FDP<br />
Volker Ratzmann<br />
Bündnis 90<br />
Die Grünen<br />
22 Neue Mobilität Neue Mobilität 23
Politik & Elektromobilität - Gernot Lobenberg<br />
Politik & Elektromobilität - Gernot Lobenberg<br />
Berlin elektrisiert<br />
Elektromobilität als Wachstumschance<br />
Berlin als europäische Leitmetropole der Elektromobilität<br />
Photos Copyright: Berlin Partner GmbH / Dirk Lässig<br />
Herr Lobenberg, Berlin hat gute Chancen eines der nationalen<br />
Schaufenster der Elektromobilität zu werden. Warum?<br />
In Berlin laufen bereits heute mehr Praxisprojekte rund<br />
um das Thema Elektromobilität als in jeder anderen Stadt<br />
Deutschlands. Berlin genießt als Hauptstadt und attraktive<br />
Weltmetropole internationale Aufmerksamkeit, ist bewährtes<br />
Labor für technische Innovationen und besticht durch<br />
eine einmalige Dichte universitärer und außeruniversitärer<br />
Einrichtungen, gerade im Bereich der Mobilitätsforschung.<br />
Zudem weist Berlin eine relativ geringe Motorisierung auf,<br />
statistisch gesehen besitzen nur etwas mehr als ein Drittel<br />
der Einwohner ein Auto. Das macht die Berliner sehr aufgeschlossen<br />
für neue und innovative Mobilitätskonzepte und<br />
-produkte. Das wollen wir nutzen.<br />
Unser langfristiges Ziel ist es, Berlin als Leitmetropole der<br />
Elektromobilität in Europa zu etablieren. Die komplette<br />
Wertschöpfungskette - von Forschung und Entwicklung über<br />
Produktion bis zur Erprobung und Anwendung - für alle<br />
Elektrofahrzeuge soll in Berlin zu finden sein.<br />
Wann können die interessierten Unternehmen mit den konkreten<br />
Ausschreibungsbedingungen rechnen?<br />
Der Bewerbungsprozess wird im Herbst volle Fahrt aufnehmen.<br />
Dann fangen wir aber nicht erst an. Wir sind ja schon<br />
mittendrin und erarbeiten derzeit auf der Grundlage unseres<br />
im März vorgestellten »Aktionsprogramms eMobilität<br />
Berlin 2020« einen Maßnahmenplan mit konkreten Projekten<br />
und flankierenden Maßnahmen. Dort sind bereits viele<br />
Unternehmen und Institutionen eingebunden. Wir sind aber<br />
auch offen für weitere interessierte Unternehmen, die gute<br />
Ideen haben, die sie in Berlin-Brandenburg umsetzen wollen.<br />
Im Übrigen treiben wir Projekte zum Thema Elektromobilität<br />
auch ganz unabhängig von der Schaufensterbewerbung voran,<br />
da Berlin ein idealer Standort für eMobilität ist.<br />
Gehen wir einmal davon aus, dass Berlin tatsächlich zum<br />
Schaufenster wird. Wie wird sich das innerhalb der Stadt<br />
bemerkbar machen?<br />
In jedem Fall wäre eine erfolgreiche Schaufensterbewerbung<br />
eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit. Es würde uns<br />
signalisieren, dass wir hier in der Hauptstadtregion auf dem<br />
richtigen Weg sind. Die Rolle als Schaufenster wäre zudem<br />
ein wichtiger Katalysator, das Thema Elektromobilität noch<br />
stärker in den Fokus der nationalen und internationalen Öffentlichkeit<br />
zu rücken, da die Projekte und Fahrzeuge hier<br />
stärker sichtbar werden - und das ist ja auch das Ziel der<br />
Schaufensterprojekte. Und natürlich kämen wir damit unserem<br />
Ziel wieder einen Schritt näher, noch mehr Aktivitäten<br />
und auch Investitionen nach Berlin-Brandenburg zu ziehen.<br />
Stichwort: Wertschöpfung und Arbeitsplätze.<br />
Elektromobilität wird derzeit oft nur in Form von zeitlich<br />
begrenzten Forschungsprojekten und oftmals weit weg von<br />
der breiten Öffentlichkeit realisiert. Wie sehen die Pläne<br />
diesbezüglich in Berlin aus?<br />
In Berlin laufen bereits heute eine Vielzahl von Projekten,<br />
die ganz bewusst die Öffentlichkeit mit einbeziehen. Denn<br />
nur durch Praxistests können wir Erfahrungen sammeln, die<br />
uns zeigen, wie sich Elektromobilität im Alltag bewährt. So<br />
gibt es beispielsweise bereits die Kooperation Mini E Berlin<br />
powered by Vattenfall, um Erfahrungen mit Elektroautos im<br />
Individual- und Flottenbetrieb zu sammeln. Und das Projekt<br />
BeMobility erprobt im Praxistest die intelligente Vernetzung<br />
von Elektrofahrzeugen und Öffentlichem Personenverkehr.<br />
Im Wirtschaftsverkehr erproben wir elektrische Lieferfahrzeuge<br />
und auch große Nutzfahrzeuge, die durch den Elektroantrieb<br />
viel leiser sind. All diese Testversuche liefern uns<br />
wertvolle Hinweise. Zum einen zeigen sie uns, wie alltagstauglich<br />
Elektromobilität bereits heute ist und machen natürlich<br />
gleichzeitig deutlich, woran wir noch arbeiten müssen.<br />
Insbesondere in Flotten von Kommunen und Unternehmen<br />
ist der Einsatz von eFahrzeugen bereits jetzt sinnvoll. Werden<br />
auch diese Aspekte in Berlin eine Rolle spielen?<br />
Der Einsatz von Elektrofahrzeugen in der Berliner Verwaltung<br />
und in Landesunternehmen wird heute bereits getestet. Gerade<br />
das Thema Flotteneinsatz spielt hier im Hinblick auf das<br />
Bestreben, Fuhrparks modern und umweltfreundlich zu betreiben,<br />
eine wichtige Rolle. So testet die Senatsverwaltung<br />
für Wirtschaft, Technologie und Frauen aktuell den Einsatz<br />
von umweltfreundlichen Fahrzeugen mit Brennstoffzellenund<br />
Batterieantrieb als personengebundene Dienstfahrzeuge.<br />
Auch die Mitarbeiter von Berlin Partner und die Berliner<br />
Agentur für Elektromobilität selbst nutzen drei Elektrofahrzeuge<br />
als Dienstwagen. Drei smart fortwo electric drive sind<br />
auch bei der BSR im Einsatz, die zudem auch das weltweit<br />
erste Müllfahrzeug mit Brennstoffzelle in der Praxis testet.<br />
Und auf dem Rollfeld des Flughafens in Berlin-Schönefeld<br />
weisen Elektrofahrzeuge als Follow-Me-Autos den Flugzeugen<br />
den Weg. Auch das Landesamt für Mess- und Eichwesen<br />
Berlin-Brandenburg hat einen smart fortwo electric drive in<br />
den Fuhrpark aufgenommen, um Elektrofahrzeuge im Wirtschaftsverkehr<br />
zu testen. Das ist nur eine kleine Auswahl an<br />
bereits existierenden Projekten. Wir werden die Erprobung<br />
deutlich ausbauen.<br />
Gernot Lobenberg<br />
Leiter Berliner Agentur für Elektromobilität eMO<br />
www.emo-berlin.de<br />
24 Neue Mobilität Neue Mobilität 25
Politik & Elektromobilität - Frühstück bei Tiefensee<br />
von links: Christian Heep, BEM-Vorstand Marketing; Dr. Anselm Franz, Veloform Media GmbH; Sabine Groner-Weber, Leipziger<br />
Verkehrsbetriebe LVB GmbH; Kurt Sigl, BEM-Präsident; Wolfgang Tiefensee, MdB, Bundesminister a.D. und Christian Grötsch,<br />
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Frühstück bei Tiefensee<br />
BEM diskutiert die Rolle Mitteldeutschlands als elektromobiles Schaufenster<br />
Am 26. September 2011 kamen auf Einladung des BEM sowie<br />
von Wolfgang Tiefensee, MdB, Bundesminister a.D. und<br />
parlamentarischer Beirat beim BEM, Vertreter aus Politik,<br />
Wirtschaft und Verbänden zum »Frühstück bei Tiefensee« in<br />
Leipzig zusammen. Die Teilnehmer diskutierten über Chancen<br />
und Möglichkeiten der Entwicklung Leipzigs, Sachsens<br />
und Mitteldeutschlands zur Modellregion Elektromobilität.<br />
Vor diesem Hintergrund wurde außerdem die BEM-Landesvertretung<br />
Mitteldeutschland vorgestellt und über die<br />
Bewerbung der Region als elektromobiles Schaufenster diskutiert.<br />
Die offene Gesprächsrunde soll in Kürze mit weiteren<br />
Partnern fortgesetzt werden, um die Vorhaben in Mitteldeutschland<br />
konstruktiv umzusetzen.<br />
»Die Weichen für den Weg in eine moderne und nachhaltige<br />
Verkehrswirtschaft und -politik werden jetzt gestellt. Für die<br />
Automobilnation Deutschland ist es von entscheidender Bedeutung,<br />
die Kompetenzen unserer Industrien und Dienstleistungsgewerbe<br />
in den Bereichen eMobilität und elektromobiler<br />
Infrastruktur zu bündeln. Gerade Leipzig kann mit den<br />
hier versammelten Akteuren Vorbild sein«, erklärte Wolfgang<br />
Tiefensee. »Für eine schlagkräftige, hochqualitative Bewerbung<br />
als Schaufensterregion brauchen wir alle Kräfte. Ich<br />
rufe daher die Akteure in Mitteldeutschland auf, die Kompetenzen<br />
rasch zu bündeln, um beim Wettbewerb um Fördergelder<br />
im Schaufenster-Wettbewerb erfolgreich zu sein.«<br />
26 Neue Mobilität<br />
»Sachsen ist eine von acht Modellregionen für eMobilität.<br />
In einer gemeinsamen Initiative der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt<br />
und Thüringen soll ein wirtschaftliches und politisches<br />
Bündnis entstehen, um die Region im Wettbewerb<br />
der deutschen Schaufenster erfolgreich zu positionieren«,<br />
so Christian Grötsch von der BEM-Landesvertretung.<br />
Für BEM-Präsident Kurt Sigl steht fest: »Ich sehe gerade im<br />
ländlichen Raum großes Potenzial in Mitteldeutschland.<br />
Insbesondere Pendler und Zweitwagen-Besitzer mit eigener<br />
Garage sind aktuell für den Einsatz von Elektrofahrzeugen<br />
prädestiniert. Im urbanen Raum kann Leipzig ein Leuchtturm<br />
innerhalb eines mitteldeutschen Schaufensters werden.<br />
In einer gemeinsamen Initiative von Politik, Wirtschaft<br />
und Verbänden steht der Vision einer elektromobilen Stadt<br />
nichts im Weg.«<br />
»Die Zusammenführung von eFahrzeugen mit visionären<br />
Stadtentwicklungskonzepten soll die Qualität eines Schaufensters<br />
für Mitteldeutschland prägen«, erklärte Grötsch<br />
und machte damit deutlich, in welche Richtung die künftigen<br />
Anstrengungen der BEM-Landesvertretung gehen werden.<br />
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wir elektromobilisieren den bundestag<br />
wir elektromobilisieren den bundestag<br />
SPD-Bundestagsfraktion<br />
wird elektromobilisiert<br />
Die Arbeitsgruppe Energie informiert sich über den Status Quo der eMobilität<br />
unabhängiger von fossilen Brennstoffen. Darüber hinaus<br />
können Elektrofahrzeuge als Stromspeicher einen Beitrag<br />
dazu leisten, in einem von Erneuerbaren Energien getragenem<br />
Energiesystem das Angebot und die Nachfrage besser<br />
aufeinander abzustimmen«, so Rolf Hempelmann, MdB und<br />
Energiepolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.<br />
Die Aktion zeigt: eMobilität ist bereits jetzt im Alltag einsetzbar.<br />
»Die Autos sind angenehm zu fahren, der Ampera ist<br />
absolut alltagstauglich«, fasste Waltraud Wolff ihre Erfahrung<br />
zusammen. Neben neuen Antriebstechniken sind aber<br />
auch neue, intelligente Mobilitätskonzepte gefragt. »Es<br />
muss sich auch in den Köpfen etwas ändern«, stellte Wolff<br />
fest. »Mobil zu sein ist wichtig, nicht wichtig ist selbst ein<br />
Auto zu besitzen. Für die meisten Strecken reicht ein Elektroauto<br />
aus. Wir kaufen aber unsere Autos so, dass sie für unsere<br />
Urlaubsreise groß genug sind. Und weil wir das Auto<br />
nun schon mal haben, nutzen wir es auch.«<br />
»Die intelligente Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel,<br />
sowie die Akzeptanz und Bereitschaft in der Bevölkerung ist<br />
die Herausforderung der Zukunft, um möglichst effizient und<br />
nachhaltig von A nach B zu gelangen«, so Christian Heep im<br />
Gespräch mit den Bundestagsabgeordneten. »Neben dem<br />
Einsatz in fortschrittlichen CarSharing-Flotten eignen sich<br />
bereits jetzt insbesondere kommunale Fuhrparks, Taxiflotten<br />
sowie Fahrzeugflotten kommunalnaher Unternehmen, deren<br />
tägliche Wegstrecken vorhersehbar sind, für den großflächigen<br />
Einsatz von Elektrofahrzeugen, um innerhalb der Gesellschaft<br />
deutliche Zeichen für die Neue Mobilität zu setzen«,<br />
so Heep abschließend.<br />
Opel Ampera bei der BEM-Veranstaltungsreihe<br />
»Wir elektromobilisieren den Bundestag..!«<br />
Mitglieder der Arbeitsgruppe Energie der SPD-Bundestagsfraktion zur Probefahrt im Regierungsviertel<br />
Gerade die politischen Entscheidungsträger können eine signifikante Vorreiterrolle einnehmen.<br />
Wir freuen uns auf weitere Gäste aus dem Bundestag. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an Klaus<br />
Bergerfurth in der BEM-Hauptgeschäftsstelle.<br />
Der Systemwechsel hin zu einer emissionsfreien und Ressourcen<br />
schonenden Neuen Mobilität auf Basis Erneuerbarer<br />
Energien betrifft branchen- und parteienübergreifend die<br />
gesamte Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesverband<br />
eMobilität die Veranstaltungsreihe »Wir elektromobilisieren<br />
den Bundestag..!« initiiert. Der BEM will damit<br />
die Bundestagsabgeordneten nicht nur informieren, sondern<br />
insbesondere auch animieren, endlich aktiv ein Zeichen für<br />
Elektromobilität zu setzen.<br />
So kamen im Juli auf Einladung des BEM gleich mehrere Mitglieder<br />
der Arbeitsgruppe Energie der SPD-Bundestagsfraktion<br />
zur Probefahrt im Regierungsviertel zusammen, um sich<br />
mit BEM-Marketingvorstand Christian Heep über den Status<br />
Quo der Elektromobilität auszutauschen. Neben verschiedenen<br />
eBikes konnten die Politiker selbst auch einen Tesla<br />
Roadster, mehrere Opel Ampera und einen Mitsubishi iMiEV<br />
fahren.<br />
»Elektroautos sind alltagstauglich, sie werden einen wichtigen<br />
Beitrag zum Klimaschutz leisten«, ist sich Waltraud<br />
Wolff, MdB, nach ihrer Testfahrt im Elektroauto sicher. »Ziel<br />
ist, dass wir 95% weniger Treibhausgase ausstoßen«, stellt<br />
Wolff das Ziel der SPD-Bundestagsfraktion dar. »Und das bedeutet,<br />
dass wir klimaneutrale Mobilität organisieren müssen.<br />
Und bezahlbar soll sie auch sein. Ohne Elektroautos ist<br />
dies nicht zu schaffen.«<br />
»Leise, schnell und eine gute Kurvenlage dank gewichtiger<br />
Batterie. Ein gutes Fahrgefühl«, so der SPD-Bundestagsabgeordnete<br />
Michael Groß nach der Probefahrt mit dem Elektroauto<br />
vor den Bundestagsgebäuden. »Generell ist es eine<br />
überzeugende Sache. Die Elektroautos verringern gleichzeitig<br />
die Lärmprobleme unserer Zeit. Das leise Schnurren<br />
der Fahrzeuge ist nicht zu vergleichen mit herkömmlichen<br />
Motorengeräuschen. Hier wird sich einiges in Zukunft verändern«,<br />
so Groß weiter.<br />
»Die Elektromobilität kann der zentrale Baustein auf dem<br />
Weg zu einer klimafreundlichen und energieeffizienten Mobilität<br />
sein. Bei einem steigenden Anteil Erneuerbarer Energien<br />
im Strommix wird hierdurch auch der Individualverkehr<br />
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<br />
28 Neue Mobilität
Politik & Elektromobilität - Silke Wilhelm & Christian A. Mayer<br />
Politik & Elektromobilität - Silke Wilhelm & CHristian A. Mayer<br />
Ladeinfrastruktur für<br />
Elektrofahrzeuge<br />
Ein Praxisleitfaden zur Errichtung und Betrieb<br />
»Ziel des Leitfadens ist, das Thema aus den Modellregionen<br />
hinaus zu tragen und zur Errichtung von Ladeinfrastruktur<br />
zu ermutigen.«<br />
Elektromobilität ist ein wichtiges Element einer klimagerechten<br />
Energie- und Verkehrspolitik. Die Zukunftstechnologie<br />
unterstützt außerdem die Bundesrepublik Deutschland<br />
dabei, weiterhin mit innovativen, weltweit gefragten<br />
Produkten und Systemen als moderne Industriegesellschaft<br />
am Markt zu bestehen. Durch die Verwendung von Strom<br />
als Energieträger können auch erneuerbare Energiequellen<br />
für die Mobilität genutzt werden, was eine nahezu CO2-freie<br />
Fortbewegung ermöglicht. Zur Erreichung dieser Ziele fördert<br />
die Bundesregierung bereits seit mehreren Jahren die<br />
Entwicklung von Elektromobilität.<br />
Im Regierungsprogramm Elektromobilität hat die Bundesregierung<br />
darauf hingewiesen, dass die Ladeinfrastruktur eine<br />
wichtige Voraussetzung für die Ausbreitung von Elektromobilität<br />
ist. Dabei wurde jedoch auch festgestellt, dass insbesondere<br />
der Aufbau einer öffentlich zugänglichen Infrastruktur<br />
eine Herausforderung darstellt. Eine öffentlich zugängliche<br />
Ladeinfrastruktur ist jedoch für die Nutzung von<br />
Elektrofahrzeugen erforderlich.<br />
Zum Einen stehen besonders in den Innenstädten privaten<br />
Nutzern oft keine eigenen Stellplätze zur Verfügung und zum<br />
Anderen wird der Ausbau von öffentlich zugänglicher Infrastruktur<br />
wegen einer zunehmenden Vernetzung der Städte<br />
und dem Anschluss des ländlichen Raums an die Ballungsgebiete<br />
wichtig.<br />
Beim Aufbau der Ladeinfrastruktur sieht die Bundesregierung<br />
sowohl die Kommunen als auch die Privatwirtschaft<br />
in der Pflicht. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur soll jedoch<br />
grundsätzlich Aufgabe der Privatwirtschaft sein. Die wichtige<br />
Rolle der Kommunen ist es aber, die notwendigen Rahmenbedingungen<br />
zu setzen und somit den Aufbau und Ausbau<br />
vor Ort beispielsweise mittels Satzungen und Konzessionsverträgen<br />
zu regeln.<br />
Um diesen beiden beteiligten Gruppen eine Hilfestellung zu<br />
geben, hat die Plattform »Infrastruktur und ordnungsrechtlicher<br />
Rahmen«, welche im Programm »Elektromobilität in<br />
Modellregionen« des Bundesministeriums für Verkehr, Bau<br />
und Stadtentwicklung implementiert ist, einen Praxisleitfaden<br />
für Genehmigungsbehörden und Antragsteller zum<br />
Aufbau einer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur erstellt.<br />
In den Praxisleitfaden sind die Erfahrungen der Projektbeteiligten<br />
in den Modellregionen eingeflossen sowie<br />
die Erkenntnisse, die bei der Behandlung einzelner Themen<br />
innerhalb der Plattformen gewonnen wurden. Die Modellregionen<br />
und die Plattformen werden, wie auch die Erstellung<br />
des Praxisleitfadens selbst, von der Nationalen Organisation<br />
Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, NOW GmbH,<br />
koordiniert.<br />
Der Leitfaden behandelt zahlreiche Fragen im Zusammenhang<br />
mit der Planung, Genehmigung und technischen Umsetzung<br />
von Ladeinfrastruktur. Die zu beachtenden Aspekte<br />
werden sowohl aus Sicht der Behörden als auch aus Sicht<br />
der Antragsteller dargestellt. Der Leitfaden gliedert sich in<br />
die Kapitel Planung, Genehmigung und Technische Umsetzung.<br />
Neben der Abhandlung der zu beachtenden Aspekte<br />
im Einzelnen verweist der Praxisleitfaden an vielen Stellen<br />
auf »Best-Practice-Beispiele« aus den Modellregionen. Hierbei<br />
handelt es sich um konkrete Umsetzungsbeispiele aus<br />
den beteiligten Modellregionen, die sich besonders bewährt<br />
haben bzw. eine gute Lösung zur jeweils aufgeworfenen<br />
Fragestellung darstellen. Durch die beigefügten Beispiele<br />
erhalten die Leser des Leitfadens unmittelbare praktische<br />
Hilfe zu einzelnen Fragen.<br />
Im Kapitel Planung steht die Standortwahl besonders im<br />
Fokus. Neben der Auflistung wichtiger Kriterien, die bei der<br />
Auswahl für einen optimalen Standort zu berücksichtigen<br />
sind, wird hier (unter anderem) als »Best Practice-Beispiel«<br />
die in der Modellregion Hamburg entwickelte Bewertungsmatrix<br />
zur Beurteilung potentieller Standorte vorgestellt. Im<br />
Kapitel Genehmigung wird der Ablauf des Genehmigungsverfahrens<br />
dargestellt, die wesentlichen Ansprechpartner im<br />
Genehmigungsprozess aufgeführt sowie die wesentlichen<br />
zu beachtenden Rechtsfragen erläutert. Auch hier geben<br />
»Best-Practice-Beispiele« wertvolle Hinweise zu einzelnen<br />
Aspekten im Zusammenhang mit dem Genehmigungsverfahren.<br />
Im Kapitel Technische Umsetzung schließlich wird<br />
besonders auf die Verknüpfung zu einer existierenden Infrastruktur<br />
und anderen Mobilitätsangeboten eingegangen,<br />
um hier die Möglichkeiten einer intermodalen Verknüpfung<br />
aufzuzeigen. Zudem ist dem Praxisleitfaden eine Übersicht<br />
über alle Hersteller und Betreiber von Ladeinfrastruktur in<br />
den Modellregionen sowie ein umfangreiches Glossar, insbesondere<br />
zu den technischen Begriffen, beigefügt.<br />
Ziel des Leitfadens ist es, neben einer Verschriftlichung der<br />
Ergebnisse und Erfahrungen der Modellregionen und Plattformen,<br />
zum einen das Thema aus den Modellregionen<br />
hinauszutragen und zum anderen die von der Bundesregierung<br />
angesprochene Privatwirtschaft und die Kommunen<br />
zur Errichtung von Ladeinfrastruktur zu ermutigen. Durch<br />
die umfassende Darstellung zur Planung, Genehmigung, Errichtung<br />
und zum Betrieb von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur<br />
sollen Hemmnisse abgebaut werden, aber auch<br />
ein Problembewusstsein geschaffen werden. So ist es beispielsweise<br />
ratsam, dass die Kommunen ihre Antrags- und<br />
Verwaltungspraxis vereinheitlichen, um das Genehmigungsverfahren<br />
zu erleichtern und hierdurch die Aufstellung von<br />
Ladeinfrastruktur zu begünstigen.<br />
Idealerweise sollten Städte und Kommunen die Elektromobilität<br />
bereits heute als Bestandteil ihrer Mobilitäts- und<br />
Stadtentwicklungskonzepte verstehen und in diese integrieren.<br />
Damit wird die Grundlage geschaffen, die Elektromobilität<br />
als Baustein und somit als Chance für eine systemische<br />
Mobilitätsstrategie zu implementieren.<br />
Der nächste Schritt ist anzugehen. Die Elektromobilität<br />
muss sich von der Anwendung in Modellregionen zum Alltag<br />
in allen Kommunen hin entwickeln. Einen Beitrag hierzu<br />
will der nun vorliegende Praxisleitfaden liefern.<br />
Der Praxisleitfaden wird voraussichtlich im Oktober 2011<br />
veröffentlicht und steht dann auf der Homepage der NOW<br />
GmbH (www.now-gmbh.de) zum Download zur Verfügung.<br />
Silke Wilhelm<br />
NOW GmbH<br />
Programmassistenz Elektromobilität<br />
Nationale Programmkoordination BMVBS Elektromobilität<br />
Christian A. Mayer<br />
Rechtsanwalt Noerr LLP<br />
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30 Neue Mobilität Neue Mobilität 31
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LEITMESSE<br />
DER<br />
BRANCHE<br />
Messe München 18. - 20. Oktober 2011<br />
BEM-Gemeinschaftsstand auf der eCarTec<br />
Messe München // Stand 607 in Halle A6<br />
Die Leitmesse der Elektromobilität. BEM-Gemeinschaftsstand.<br />
Neue Mobilität<br />
33
eCarTec - Robert Metzger<br />
eCarTec - Robert Metzger<br />
»Deutschland ist heute weltweit Marktführer bei konventionellen<br />
Motoren. Wir dürfen uns natürlich bei alternativen<br />
Antrieben nicht abhängen lassen.«<br />
Join the eMobility<br />
Revolution!<br />
eCarTec 2011 - 3. Internationale Leitmesse für Elektromobilität<br />
Elektromobilität in seiner gesamten Bandbreite auf der eCarTec 2011<br />
Die eCarTec findet vom 18. bis 20. Oktober 2011 auf dem Gelände<br />
der Neuen Messe München statt und zeigt Elektrofahrzeuge,<br />
Speichertechnologien, Antriebs- und Motorentechnik<br />
und beschäftigt sich zusätzlich mit den Themen Energie, Infrastruktur<br />
und Finanzierung. Ein Testgelände, auf dem Endverbraucher<br />
die neuesten Elektrofahrzeuge testen und sich<br />
mit der Technologie vertraut machen können, ist ebenfalls<br />
integriert. Angesprochen werden sollen Entwickler, Konstrukteure,<br />
Designer, Manager, Händler, Fuhrpark-Verantwortliche,<br />
private Fahrzeugkäufer sowie Entscheider aus Politik<br />
und öffentlicher Hand. Ein Fachkongress zum Thema Elektromobilität<br />
rundet die Veranstaltung ab. Parallel zur eCarTec<br />
findet zudem die Leitmesse für Materialanwendungen, die<br />
MATERIALICA - 14. Internationale Fachmesse für Werkstoffanwendungen,<br />
Oberflächen und Product Engineering - sowie<br />
die sMove360° - 1. Internationale Fachmesse für Smart Car<br />
Communications - statt.<br />
Herr Metzger, warum veranstalten Sie mit der sMove360°<br />
eine weitere Messe parallel zur eCarTec und MATERIALICA?<br />
Die Kombination dieser drei Messen ist einzigartig in der<br />
deutschen Messelandschaft und generiert interessante wie<br />
nutzbringende Synergien für alle beteiligten Aussteller und<br />
Besucher.<br />
Der Wandel vom Benzin- hin zum Elektroauto schafft viele<br />
neue Anwendungsbereiche. Schwerpunkte der sMove360°<br />
sind Positioning/Standards, Car Communications, M2M-<br />
Communications, Drive Monitoring Systems, In-Vehicle Infotainment,<br />
Satellites und Hardware sowie Services. Gerade<br />
Elektroautos sind auf Echtzeitinformationen angewiesen, wie<br />
etwa über den Verkehr oder über die nächste freie Ladestation.<br />
Cloud Computing spielt dabei eine genauso große Rolle<br />
wie ausgefeilte Telematiklösungen und integrierte Car-IT.<br />
Was bedeutet »Vernetztes Fahrzeug« für Sie?<br />
Es gibt allein in Europa ca. 300 Millionen Autos und 50 Millionen<br />
LKW. Das sind 350 Millionen Fahrzeuge. Stellen Sie<br />
sich nun vor, diese Fahrzeuge würden alle untereinander<br />
kommunizieren. Ich denke da vor allem an das Thema Sicherheit.<br />
Viele Unfälle können in Zukunft dadurch vermieden<br />
werden. Ein anderer wichtiger Aspekt ist die Bedienung von<br />
Kommunikationsmedien während der Fahrt. Wie viele Autofahrer<br />
sehen wir täglich neben oder hinter uns, die, statt auf<br />
die Straße zu schauen, auf dem Handy herumtippen oder<br />
in die Bedienung ihres Navisystems vertieft sind? Studien<br />
zeigen, dass das Unfallrisiko um das 23-fache steigt, wenn<br />
man während der Fahrt eine SMS schreibt. Die permanente<br />
Verbindung zur Außenwelt ist aber besonders für viele junge<br />
Fahrer wichtiger als PS-Stärke, Alufelgen oder Ledersitze.<br />
Die Autohersteller werden sich also in Zukunft mehr über<br />
Funktionalität differenzieren und sich der Herausforderung<br />
stellen müssen, das Internet ins Auto zu bringen.<br />
Sie haben das Konzept der MATERIALICA in diesem Jahr<br />
etwas geändert. Was ist neu?<br />
Die MATERIALICA ist die etablierte Internationale Fachmesse<br />
für Werkstoffabwendungen, Oberflächen und Product<br />
Engineering. Sie erfährt in dieser Konstellation erstmals in<br />
ihrer Geschichte eine klare Fokussierung auf die zukunftsweisenden<br />
Wachstumsbranchen der Gegenwart:<br />
Mobilität und Energie. Daher auch der MATERIALICA-Messetitel<br />
»Lightweight Design for new Mobility«. Autos müssen<br />
in Zukunft noch leichter werden, um energieeffizienter über<br />
unsere Straßen zu rollen.<br />
Wie wichtig ist das Thema Elektromobilität für die Automobilbranche?<br />
Es ist das zentrale Zukunftsthema der Branche. In der<br />
Welt des 21. Jahrhunderts gilt der Grundsatz: Es siegen<br />
nicht die Großen gegen die Kleinen, sondern die Schnellen<br />
gegen die Langsamen. Wer in Zukunftstechnologien<br />
schneller ist als der andere, der sichert sich die künftigen<br />
umsatzstarken Märkte.<br />
Worauf kommt es an, um hier erfolgreich zu sein?<br />
Es kommt vor allem auf die Automobilindustrie und deren<br />
Partner aus der Chemie, dem Maschinenbau, der Elektrotechnik<br />
und der Energiewirtschaft an. Alle müssen da an einem<br />
Strang ziehen, ein gemeinsames Ziel vor Augen haben.<br />
Deutschland ist heute weltweit Marktführer bei konventionellen<br />
Motoren, und wir dürfen uns natürlich bei alternativen<br />
Antrieben nicht abhängen lassen.<br />
Das heißt, bei der eCarTec steht nicht nur das Auto im Fokus?<br />
Die Technologie steht eindeutig im Vordergrund. Mehr als<br />
80% der Aussteller sind Technologieanbieter: Sei es im<br />
Energieinfrastrukturbereich, sei es bei den Elektromotoren,<br />
den Batterien, dem Engineering oder der elektronischen<br />
Steuerung. Wir wollen aber auch den Endverbraucher für<br />
Elektroautos begeistern. Mit der eCarLiveDrive erweitern wir<br />
unsere Elektrofahrzeug-Teststrecke deutlich. Im letzten Jahr<br />
haben wir schon knapp 3.000 Testfahrten durchgeführt. Das<br />
ist sehr gut angekommen. In diesem Jahr werden wir rund<br />
100 Elektrofahrzeuge vor Ort bereitstellen können.<br />
Robert Metzger<br />
Veranstalter aller drei Messen<br />
www.ecartec.de, www.materialica.de, www.smove360.de<br />
34 Neue Mobilität Neue Mobilität 35
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand<br />
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand<br />
BEM-Gemeinschaftsstand<br />
auf der eCarTec 2011<br />
Lesen Sie auf den nächsten Seiten mehr zum BEM-Gemeinschaftsstand,<br />
seinen Ausstellern und ihren innovativen Produkten,<br />
Konzepten und Projekten im Bereich eMobilität.<br />
Die Leitmesse der emobilen Branche bringt vom 18. bis 20.<br />
Oktober 2011 zum dritten Mal umfassend alle aktuellen Entwicklungen<br />
und Technologie-Angebote auf einer Fachmesse<br />
zusammen. Neben der Präsentation der neuesten Innovationen,<br />
bietet der Fachkongress zur Elektromobilität eine ideale<br />
Kommunikationsplattform für Energieversorger, Batteriehersteller,<br />
Hersteller und Entwickler von Elektrofahrzeugen,<br />
Systemzulieferer, Forschungseinrichtungen, Verbände und<br />
die Politik.<br />
Der Bundesverband eMobilität ist wie im Vorjahr gemeinsam<br />
mit seinen Mitgliedern und Partnern auf der eCarTec<br />
präsent. »Nach der erfolgreichen Messe-Präsenz 2010 und<br />
durchweg begeisterten Mitausstellern wollen wir in diesem<br />
Jahr mit Hilfe unserer Partner noch mehr Besucher auf unserem<br />
Stand begrüßen. Presserundgänge, eine Deutschlandpremiere<br />
und zahlreiche geladene Gäste sorgen für die<br />
entsprechende Aufmerksamkeit und mediale Präsenz«, so<br />
BEM-Marketingvorstand Christian Heep.<br />
»Neben unseren innovativen Ausstellern und ihren Produkten<br />
finden Sie auf dem BEM-Gemeinschaftsstand selbstverständlich<br />
auch wieder eine Kaffee-Bar, an der sich in<br />
angenehmem Ambiente zahlreiche neue Geschäftskontakte<br />
knüpfen lassen«, erklärt Heep und macht damit deutlich,<br />
dass vor allem die Vernetzung der einzelnen eMobilitäts-<br />
Player im Mittelpunkt steht. »Unsere Aufgabe ist es, die relevanten<br />
Player aus verschiedenen Branchen mit einander zu<br />
vernetzten. Nur so können wir auch nachhaltig erfolgreiche<br />
Geschäftsmodelle im Bereich der Neuen Mobilität generieren«,<br />
so Michael Hofmann, Vorstand Finanzen beim BEM.<br />
Gemeinsam mit seinen Mitausstellern und Sponsoren CarMedialab,<br />
EnBW, SLF-CETRA, EnergieParken, juwi, Q:CHARGE,<br />
Next Generation Mobility, Barkawi Management Consultants,<br />
The Mobility House, Midea, TÜV SÜD, Telekom Deutschland,<br />
Veloform Media und IPM SYSTEM bespielt der BEM in diesem<br />
Jahr eine Fläche von 450qm. »Ich freue mich sehr, dass wir<br />
- analog zu unserer breiten Mitgliederstruktur - so branchenübergreifend<br />
aufgestellt sind. Gemeinsam können wir jetzt<br />
aktiv ein Zeichen für Elektromobilität setzen«, betonte Heep<br />
im Vorfeld der Messe.<br />
Auf dem BEM-Gemeinschaftsstand präsentiert der BEM in<br />
diesem Jahr unter anderem die Deutschlandpremiere des<br />
Elektro-CARGO ARNOLD2012. Außerdem sind politische Messerundgänge<br />
mit EU-Kommissar Günther Oettinger und Bundesminister<br />
a.D. Wolfgang Tiefensee sowie die offizielle Vorstellung<br />
der Kooperationen mit der Allianz Versicherungs AG<br />
geplant. »In diesem Jahr begrüßen wir eine Reihe interessanter<br />
Gäste auf unserem Stand. Lassen Sie sich überraschen..«,<br />
so Hofmann abschließend.<br />
Wir danken unseren Ausstellern und Sponsorpartnern für ihre Unterstützung auf dem BEM-Gemeinschaftsstand<br />
IPM SYSTEM<br />
Effizienz durch Intelligenz<br />
36 Neue Mobilität Neue Mobilität 37
eCarTec - juwi<br />
Opel Ampera zu Gast bei juwi<br />
Fachjournalisten informierten sich bei juwi, wie man Erneuerbare Energien auf die<br />
Straße bringen kann<br />
Der Opel Ampera unter dem Solarcarport von juwi<br />
Mobil mit<br />
sauberem<br />
Strom<br />
Gestalten Sie schon heute die Mobilität der<br />
Zukunft – mit Solarcarports, Ladesäulen und<br />
Elektrofahrzeugen<br />
Saubere Energie aus erneuerbaren Quellen wird auch für<br />
das Verkehrssystem zunehmend wichtiger. Am 26. September<br />
2011 machte die Opel Ampera City2City Tour Halt<br />
in Wörrstadt. Im Rahmen der Roadshow besuchten ausgesuchte<br />
Fachjournalisten die juwi-Gruppe, einer der führenden<br />
Spezialisten im Bereich der Erneuerbaren Energien.<br />
Im juwi-Firmensitz in Wörrstadt fand eine Pressekonferenz<br />
zur Einführung des Ampera statt. Die Veranstaltung wurde<br />
im Rahmen der Kooperation zwischen juwi und OPEL realisiert.<br />
juwi beschäftigt sich mit der Etablierung und Eingliederung<br />
von Elektroautos in den Alltag. Hierzu wendet die juwi-<br />
Gruppe ihr Know-how aus Forschungsprojekten an und<br />
realisiert für Kommunen und Unternehmen die Umstellung<br />
von Fuhrparks, die Installation von Solarcarports sowie die<br />
Einrichtung von Ladeinfrastrukturen. Dabei bietet das Unternehmen<br />
ein Rundum-Paket - von der Beratung und Planung<br />
bis zur schlüsselfertigen Realisierung.<br />
In seinem Vortrag stellte Dr. Ronald Große, Leiter der Abteilung<br />
Elektromobilität bei der juwi R&D, das Produktportfolio<br />
im Bereich Elektromobilität vor. Eines dieser<br />
Produkte ist das Starterkit E-Mobility, bestehend aus den<br />
Komponenten: Solarcarport, Ladesäule, Fahrzeug, Marketing/Kommunikation<br />
und Zusatz-Paketen wie z.B. einer<br />
Fahrprofil-Analyse oder einem Testfahrzeug. juwi stellt<br />
dabei ein Paket hochwertiger Komponenten verschiedener<br />
Hersteller zusammen, die sich in Praxistests bewährt und<br />
als zuverlässig erwiesen haben. Kunden können so erste<br />
Erfahrungen mit »sauberer Mobilität« sammeln und Schritt<br />
für Schritt ausbauen.<br />
Hier kann der Opel Ampera in Zukunft eine wichtige Rolle<br />
spielen. Christoph Hofner, Teamleiter Sales & Business<br />
Development Elektromobilität sagte dazu: »Wir von juwi<br />
bringen Erneuerbare Energien auf die Straße und der Opel<br />
Ampera hilft uns dabei. «Derzeit fahren 10% aller Fahrzeuge<br />
bei juwi elektrisch und mindestens ein Opel Ampera wird<br />
noch in diesem Jahr dazukommen.<br />
Auch Matthias Willenbacher, Vorstand und Gründer der<br />
juwi-Gruppe, ist vom Konzept des Opel Ampera überzeugt:<br />
»Wir möchten unseren Fuhrpark komplett auf Elektromobilität<br />
umstellen. Bei längeren Strecken müssen unsere<br />
Mitarbeiter jedoch auf konventionelle Autos mit Verbrennungsmotor<br />
zurückgreifen. Der Opel Ampera löst dieses<br />
Problem, da nach Erreichen der elektrischen Reichweite<br />
der Reichweitenverlängerer anspringt.«<br />
Sven Gerber<br />
juwi R&D<br />
www.juwi.de/elektromobilitaet<br />
Wir bringen erneuerbare Energien auf die Straße<br />
Saubere Energie aus erneuerbaren Quellen wird für das Verkehrssystem zunehmend<br />
wichtiger. Schon heute können Unternehmen und Kommunen die Chancen der Elektromobilität<br />
nutzen und in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnehmen. juwi unterstützt<br />
Sie mit attraktiven, maßgeschneiderten Einstiegsangeboten.<br />
Erweitern Sie Ihre bisherigen Umwelt-Aktivitäten konsequent<br />
· Weniger Lärm durch Elektrofahrzeuge<br />
· 72% weniger Feinstaubemissionen<br />
· Kein CO 2<br />
-Ausstoß beim Betrieb mit erneuerbaren Energien<br />
<br />
· Positive Imagewirkung durch hohe Visibilität von Elektrofahrzeugen<br />
·<br />
· Saubere Stromerzeugung durch Solarcarports<br />
Besuchen Sie uns auf der<br />
<br />
vom 18.-20.10.2011 in<br />
Halle A6 Stand 607.<br />
juwi R & D Research &<br />
Development GmbH & Co. KG<br />
Energie-Allee 1<br />
55286 Wörrstadt<br />
Tel. +49. (0)6732. 96 57- 0<br />
mobility@juwi.de<br />
www.juwi.de/elektromobilitaet<br />
38 Neue Mobilität
eCarTec - Akasol<br />
Ein nachhaltiger Ansatz für<br />
Elektrofahrzeuge<br />
Interview mit Sven Schulz, Geschäftsführer der Akasol Engineering GmbH<br />
Gemeinsam mit Continental arbeiten Sie an einer neuen Generation<br />
Lithium-Ionen-Batterie. Braucht Elektromobilität<br />
solche branchenübergreifenden Kooperationen?<br />
Mit Continental haben wir zur Zeit eine strategische Kunden-/Lieferantenkooperation,<br />
sowie eine Entwicklungspartnerschaft<br />
vereinbart. Continental ist einer der weltweit größten<br />
Automobilzulieferer für Sicherheits-, Powertrain- und<br />
Interieursysteme, sowie Chassis und natürlich Reifen. Wir<br />
arbeiten mit der Division Powertrain zusammen, die bereits<br />
heute auf einen großen Produkt- und Erfahrungsschatz bei<br />
elektrischen Antrieben zurückgreifen kann. Akasol Engineering<br />
kann dieses Portfolio mit seinen Produkten sowie der<br />
Erfahrung und Kompetenz im Bereich Elektromobilität und<br />
leistungsstarker Lithium-Ionen-Batteriesysteme sehr gut<br />
ergänzen. Wir können in unseren Kundenprojekten mit den<br />
Entwicklern und Ingenieuren von Continental kooperieren,<br />
um Kundenwünsche in Bezug auf unsere Batteriesysteme<br />
schnell und professionell umzusetzen, wovon beide Unternehmen<br />
profitieren.<br />
Wodurch zeichnet sich die neue Batterie-Generation aus?<br />
Bei der neuen Batterie-Generation sprechen wir von hochintegrierten<br />
Li-Ionen-Batteriemodulen. Die eingesetzten Li-<br />
Ionen-Pouchzellen bestechen durch einen sehr kompakten<br />
Bauraum und werden durch ein stabiles Aluminiumgehäuse<br />
mit einer hocheffizienten Wasserkühlung gekühlt (oder<br />
im Winter gewärmt), sowie vor äußeren Beschädigung geschützt.<br />
Jede Zelle wird durch ein Batteriemanagementsystem<br />
kontinuierlich in Bezug auf Spannung, Temperatur,<br />
Innenwiderstand und Ladezustand überwacht, so dass die<br />
Batterie im Falle eines Fehlers sofort in einen sicheren Zustand<br />
versetzt werden kann.<br />
Darüber hinaus haben wir sehr viel Wert auf die Skalierbarkeit<br />
des Systems gelegt. Weil sich bisher noch kein Standard<br />
bezgl. Batteriechemie und Batteriezellformate etabliert hat,<br />
haben wir die neue Batterie-Generation so entwickelt, dass<br />
sich unterschiedliche Zellarten in das Modul und System<br />
integrieren lassen ohne die Funktionalität zu beeinflussen.<br />
Somit sind wir auch in der Lage Kunden zu bedienen, die<br />
sich für einen bestimmten Zelllieferanten entschieden haben,<br />
jedoch noch kein passendes System dazu entwickeln<br />
konnten.<br />
Sie entwickeln und produzieren Systeme für stationäre und<br />
mobile Energiespeicher. Wie schätzen Sie die Rolle von<br />
Elektrofahrzeugen im Smart Grid ein?<br />
In ferner Zukunft wird das Elektrofahrzeug seine Rolle im<br />
Smart Grid haben. Aber wir denken da eher in Jahrzehnten<br />
als in Jahren. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen<br />
fehlt noch die technische Infrastruktur und zum anderen<br />
werden in den Diskussionen oftmals banale Bedürfnisse<br />
ausgeblendet, wie z.B. die uneingeschränkte Mobilität zu jeder<br />
Tages- und Nachtzeit oder das Sorgfaltsprinzip der Autofahrer<br />
in Bezug auf ihr Fahrzeug. Wir können uns nur schwer<br />
vorstellen, dass es die Mehrheit der Elektroautofahrer ohne<br />
weiteres akzeptieren würde, wenn das Smart Grid bei Bedarf<br />
auf die Fahrzeugbatterie zugreift und sie als Quelle oder<br />
Senke nutzt und damit die Mobilität des Fahrzeughalters<br />
stark einschränken kann - selbst wenn es nur nachts sein<br />
sollte. Hinzu kommt, dass auch die Lebensdauer der Batterie<br />
aufgrund der begrenzten Zyklenzahlen beeinträchtigt<br />
werden würde - spätestens davor würde wahrscheinlich ein<br />
Großteil der Halter zurückschrecken.<br />
Wir bieten mit dem AReBAM daher eine stationäre Speicherlösung<br />
an, die sogar emissionsfreie Mobilität möglich<br />
macht. Die Sonnenenergie, die tagsüber, wenn das Fahrzeug<br />
in der Regel nicht zu Hause steht, produziert wird, kann im<br />
AReBAM gespeichert werden. Abends, wenn der Fahrzeughalter<br />
von der Arbeit nach Hause kommt, kann er diese Energie<br />
dann in sein Elektrofahrzeug speichern. Das wäre der<br />
nachhaltigste Ansatz für die Elektromobilität in Form eines<br />
dezentralen Mikro Smart Grids.<br />
Sven Schulz<br />
Geschäftsführer Schulz Group GmbH & Akasol Engineering<br />
GmbH<br />
sven.schulz@akasol-engineering.com<br />
40 Neue Mobilität
Ideen für das Energie-Musterland:<br />
Sauber! Das E-Bike mit Ökostrom.<br />
www.enbw.com/e-bike
eCarTec - Barkawi<br />
eCarTec - The Mobility House<br />
eMobility als<br />
Mitarbeitermotivation<br />
eMobilität - mehr als ein Auto<br />
Unternehmen, die heute in Elektromobilität investieren,<br />
können durch geeignete Maßnahmen einen Vorteil erzielen,<br />
der die Mehrkosten weit übersteigt: Durch ein CarSharing-<br />
Konzept steigt die Auslastung der Fahrzeuge und ein integriertes<br />
Marketing-Konzept (<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong> 04) macht am<br />
Markt deutlich, dass ein Unternehmen nicht nur nachhaltig,<br />
sondern auch innovativ ist. Mitarbeitermotivation ist ein<br />
weiterer Effekt, der dabei nicht zu unterschätzen ist.<br />
Die Next Generation Mobility KG führte in diesem Sommer<br />
ein MobilitySharing-Konzept bei Barkawi Management<br />
Consultants ein. Bei der Registrierung gaben über 50% der<br />
Mitarbeiter an, die Fahrzeuge ein bis zwei mal pro Woche<br />
nutzen zu wollen. Ein Vertriebsmitarbeiter berichtete, dass<br />
ihm bei seiner ersten Dienstfahrt ein Kunde den Roller unmittelbar<br />
abkaufen wollte. Andere Mitarbeiter berichteten,<br />
dass sie Freunde für Ausflüge einluden und die gesamte<br />
Nachbarschaft schon Interesse an Testfahrten angemeldet<br />
hat. Dass solche Eindrücke positiv auf den Arbeitgeber zurückfallen,<br />
liegt auf der Hand. Durch das individuelle Design<br />
der Fahrzeuge entsprechend der Corporate Identity, werden<br />
Mitarbeiter aktiv und passiv zu Kommunikatoren für das Unternehmen.<br />
Der Betreiber eines eMobilitySharing-Projekts kann auf diese<br />
Weise nicht nur im Markt zeigen, dass er neue Wege geht,<br />
sondern auch seine Mitarbeiter mit der Neuen Mobilität faszinieren.<br />
Mit einer eigens entwickelten Software, lassen sich<br />
nicht nur reibungslose Sharing-Konzepte für eFahrzeuge<br />
verwirklichen, sondern auch Marketing- und Motivations-<br />
Kampagnen einführen. Die Next Generation Mobility KG unterstützt<br />
Firmen, Städte und Kommunen bei der Planung und<br />
Umsetzung schlüsselfertiger Konzepte.<br />
Tim Ruhoff // BEM Beirat<br />
Next Generation Mobility<br />
www.nextgm.com<br />
Individueles Design entsprechend der Corporate Identity<br />
Sichere und nachhaltige Stromversorgung<br />
Experten aus der Automobilindustrie und Energiewirtschaft<br />
sind sich einig, dass eine große Herausforderung in der sicheren<br />
und nachhaltigen Stromversorgung der Fahrzeuge<br />
liegt. Entsprechende Lösungen umfassen dabei die Überprüfung<br />
und ggf. Anpassung der Hausinstallation, die Lieferung<br />
und Montage einer Ladestation sowie die Bereitstellung von<br />
Ökostrom. Sie sind neben der Fahrzeug- und Batterietechnologie<br />
zentrale Bausteine für eine erfolgreiche Einführung von<br />
Elektromobilität.<br />
»One-Stop-Shopping« für die Automobilindustrie<br />
Führende Automobilhersteller vertrauen schon heute auf<br />
das Energiepaket von The Mobility House (TMH). Europaweit<br />
bietet TMH Automobilherstellern die Installation und<br />
den Betrieb von Ladestationen, passende Ökostrom-Produkte,<br />
Smartphone Applikationen sowie Zusatzdienstleistungen<br />
in den Bereichen Händlerschulung, Kundenservice<br />
und Qualitätssicherung. Diese Dienstleistungen basieren<br />
auf standardisierten Prozessen und eigens dafür entwickelten<br />
Software-Lösungen. Die Autokunden erhalten damit aus<br />
einer Hand Elektroauto und Energiepaket.<br />
Stufenweiser Markteinstieg für Energieversorger<br />
Mit überschaubaren Investitionen können lokale Energieversorger<br />
schnell in den Markt für Elektromobilität eintreten.<br />
Heutige Kernkompetenzen ermöglichen ein überregionales<br />
Angebot. Für Energieversorger eröffnen sich somit neue Vertriebskanäle<br />
direkt über Autohändler und Leasingfirmen.<br />
Kunden werden durch innovative Elektromobilitätslösungen<br />
über die Region hinaus gebunden. Weitere Erlösquellen ergeben<br />
sich zukünftig über das gesteuerte Laden sowie die<br />
Nutzung der Elektroautos als Stromspeicher.<br />
The Mobility House<br />
Als einer der führenden Anbieter von Elektromobilitätsdienstleistungen<br />
in Europa bündelt The Mobility House auf<br />
der Grundlage starker Partnerschaften alle notwendigen<br />
Kompetenzen - von Automobil- und Infrastrukturherstellern<br />
sowie Energieversorgern und ergänzenden Dienstleistern.<br />
Gemeinsames Ziel: nachhaltige Mobilität in einer smarten<br />
Energiewelt sichern.<br />
Endkundenmarke von TMH ist Electrodrive Europe.<br />
www.mobilityhouse.com // www.electrodrive-europe.com<br />
Das Energiepaket<br />
von The Mobility House<br />
Installation<br />
Check und Upgrade<br />
Ladestation<br />
Privat und öffentlich<br />
Besuchen Sie uns auf der eCarTec<br />
vom 18. – 20. Oktober in München<br />
Stand: 607 / Halle: A6 auf dem<br />
Gemeinschaftsstand vom<br />
Bundesverband eMobilität e.V.<br />
Ökostrom<br />
Tarif und Zertifikate
Der Elektrobus<br />
eCarTec - SMS&CHArge<br />
›Die Zukunft<br />
hat schon<br />
eFahrzeuge laden per SMS<br />
BMWi-gefördertes Projekt sms&charge gestartet<br />
begonnen.‹<br />
Vom 18. – 20. Oktober 2011 können Sie sich auf der<br />
eCarTec davon überzeugen.<br />
Wir von midea sind dort vertreten und präsentieren<br />
unser aktuelles Erfolgsmodell, den Elektrobus ZEUS.<br />
Gebaut dort, wo man traditionell und aktuell<br />
großartige Autos baut. In Italien bei Breda Menarini.<br />
Besuchen Sie uns in München. Wir präsentieren dort<br />
ein interessantes Bus-Modell mit allen zeitgemäßen<br />
Vorteilen auf dem neuesten Stand der Technik:<br />
leistungsstark, niedrigste CO 2<br />
-Abgaswerte, leise,<br />
kompakt und komfortabel – kurz umweltfreundlich.<br />
Die ideale Bus-Entscheidung für umweltbewusste<br />
Kommunen und Kurorte.<br />
Nehmen Sie Maß. Nehmen Sie Platz. Testen Sie ZEUS,<br />
den Elektrobus von Breda Menarini.<br />
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.<br />
Sie finden uns in Halle A6 / Stand 607<br />
BEM Gemeinschaftsstand<br />
<br />
Omnibusvertrieb<br />
Hiebeler Straße 17 . 87629 Füssen<br />
Telefon 08362 929943 . Telefax 08362 93<strong>05</strong>48<br />
www.midea-omnibusse.de<br />
Das Aufladen eines Elektrofahrzeuges außerhalb der eigenen<br />
Garage kann bislang sehr mühsam sein. Um den Prozess<br />
spontaner und wirtschaftlicher zu gestalten, fiel nun der<br />
Startschuss für das vom Bundesministerium für Wirtschaft<br />
und Technologie (BMWi) geförderte Forschungsprojekt für<br />
ein zeitabhängiges Abrechnen von Ladevorgängen über die<br />
Mobilfunkrechnung. Ziel des Projekts mit dem Namen ZALM<br />
(sms&charge) ist die Entwicklung eines innovativen Systems<br />
zum Aufladen von Elektroautos mithilfe von SMS.<br />
Bisherige Ladesysteme sind noch regionale Insellösungen in<br />
Form von geschlossenen Autorisierungs- und Abrechnungssystemen.<br />
Während zu Hause die Abrechnung denkbar einfach<br />
über die eigene Stromrechnung funktioniert, müssen<br />
sich Fahrer an fremden Ladestationen oftmals aufwändig<br />
registrieren. Spontane Ladevorgänge werden dadurch unmöglich,<br />
was die tatsächliche Mobilität von Elektroautos<br />
stark einschränkt. Für Betreiber ist zum einen die Entwicklung<br />
eigener Systeme zur Rechnungsstellung und Bezahlung<br />
äußerst kostenintensiv. Die Erfüllung der eichrechtlichen<br />
Anforderungen bedingt zum anderen bei einer Abrechnung<br />
nach Menge einen erheblichen technischen Aufwand.<br />
Im Gegensatz dazu entwickelt sms&charge eine Abrechnung<br />
der Ladekosten über das Handy, bei dem der Faktor Zeit in<br />
Rechnung gestellt wird. Eine mühsame Vorregistrierung der<br />
Kunden entfällt. Wer sein eFahrzeug an den neu entwickelten<br />
Säulen laden möchte, benötigt also lediglich ein Mobiltelefon.<br />
Eine SMS, die an eine auf der Ladestation angegebene<br />
Nummer geschickt wird, gibt den Ladeprozess frei.<br />
Ein wesentlicher Vorteil des sms&charge-Konzepts ist seine<br />
uneingeschränkte Verfügbarkeit. Es kann ohne komplizierte<br />
Registrierungsvorgänge überall geladen werden. Auch<br />
Handys mit Prepaid-Karten können in das System einbezogen<br />
werden. Ergänzende Entwicklungen des Systems durch<br />
Smartphone-Apps erweitern die Funktionalität und unterstützen<br />
den Nutzer u.a. bei der Suche und Reservierung von<br />
Ladestationen.<br />
Ein weiterer Vorteil der Abrechnung von Zeiteinheiten ist die<br />
höhere Wirtschaftlichkeit in der Anschaffung und im Betrieb.<br />
Die Erfüllung eichrechtlicher Anforderungen ist zum einen<br />
mit einem vertretbaren Aufwand realisierbar. Für Betreiber<br />
wird zum anderen die Abrechnung von Zeiteinheiten kostengünstiger<br />
und einfacher.<br />
Darüber hinaus gibt die Abrechnung von Zeiteinheiten eine<br />
Antwort auf die bisher nicht gelöste Problemstellung des<br />
»Pseudoladens«. Die Nutzung einer Ladestation durch Elektrofahrzeuge<br />
wird für die gesamte Parkdauer in Rechnung gestellt.<br />
Dies führt dazu, dass Ladesäulen i.d.R. nur dann belegt<br />
werden, wenn eine Ladung notwendig ist.<br />
sms&charge ist ein gefördertes Forschungsprojekt des<br />
Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, das<br />
am 01. März 2011 gestartet wurde. Das Projekt-Konsortium<br />
setzt sich zusammen aus Spezialisten der Energietechnik,<br />
Telekommunikation und wissenschaftlichen Institutionen:<br />
EBG Lünen (Konsortialführer) entwickelt die Ladesysteme,<br />
sunhill technologies GmbH entwickelt die Plattform für Kommunikation<br />
und mobile payment, die Allgäuer Überlandwerke<br />
stellt seine bereits vorhandene Ladeinfrastruktur für<br />
die Feldversuche zur Verfügung und die TU Dortmund führt<br />
die wissenschaftliche Begleitung durch. Weitere assoziierte<br />
Partner sind bisher die Energieversorger EWE, N-ERGIE Aktiengesellschaft,<br />
swb AG und Stadtwerke München GmbH<br />
sowie der Mobilfunkanbieter Vodafone.<br />
Weitere Informationen finden Sie unter:<br />
www.smsandcharge.de<br />
Neue Mobilität<br />
47
eCarTec - TÜV SÜD<br />
eCarTec - TÜV SÜD<br />
Das neue Zentrum zum Test<br />
von Hochvolt-Batterien<br />
Offizielle Eröffnung in Garching mit Minister Söder zur eCarTec<br />
Die mechanische, chemische und elektrische Sicherheit steht in den TÜV SÜD-Labors weltweit auf dem Programm<br />
Im neuen Garchinger Zentrum erarbeiten die TÜV SÜD-Experten die Grundlagen für international einheitliche Sicherheitsstandards<br />
bei Elektrofahrzeugen<br />
Bereits in fünf Jahren werden Hybridantriebe reine Dieselantriebe<br />
bei den Neuzulassungen überholt haben - das ist<br />
das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die TÜV SÜD in<br />
deutschen Autohäusern durchgeführt hat. Das Resultat unterstreicht:<br />
Der Stromantrieb ist aus Branchensicht Antwort<br />
Nummer eins, wenn es um die individuelle Mobilität der Zukunft<br />
geht. Besonders im Fokus von Industrie und Forschung<br />
stehen international einheitliche Sicherheitsstandards für<br />
die Batterien. Als weltweit führender Dienstleister im Bereich<br />
der Elektromobilität unterstützt TÜV SÜD seine Kunden<br />
mit Tests nach internationalen Standards in einem ständig<br />
wachsenden weltweiten Netz an Batterie-Laboren. Jüngster<br />
Knotenpunkt ist das anlässlich der Fachmesse eCarTec in<br />
Garching bei München eröffnete Batterietestlabor.<br />
Neben dem neuen Labor in Garching hat TÜV SÜD Batterietestzentren<br />
in Kanada, Singapur, China und Indien und hat<br />
damit seine Kapazitäten in diesem Bereich enorm ausgebaut.<br />
In den Einrichtungen führt TÜV SÜD Batterie-Tests<br />
für Elektrofahrzeuge nach weltweit einheitlichen Prüfprozessen<br />
durch und erarbeitet dort zudem die Grundlagen<br />
für internationale Standards für die eMobilität. Dazu Horst<br />
Schneider, Vorstand Mobilität bei TÜV SÜD: »Damit gehen<br />
wir einen wichtigen Schritt vorwärts bei der Sicherheit der<br />
Mobilität von morgen. Und wir kommen zudem Forderungen<br />
der Industrie nach international hohen Standards in Sachen<br />
Batteriesicherheit nach. «Mit dem Aufbau eines weltweiten<br />
Netzes an Batterie-Testlaboren stellt der Dienstleistungskonzern<br />
die Batterie in den Mittelpunkt seines Engagements<br />
rund um die schnelle Umsetzung der eMobilität.<br />
Nukleus der eMobilität ist die Batterie<br />
Denn in der Batterie akkumulieren sich nach Ansicht der TÜV<br />
SÜD-Experten die Fragen zur Akzeptanz der Elektromobilität.<br />
So hält beispielsweise die Batterie immer noch den größten<br />
Anteil an dem vergleichsweise hohen Preis der Elektroautos.<br />
Die Lithium-Ionen-Technologie gibt den Ausschlag für die<br />
Reichweiten der Fahrzeuge - ein weiterer entscheidender<br />
Faktor bei der schnellen Umsetzung der Elektromobilität.<br />
Und nicht zuletzt bündeln sich die Sicherheitsfragen in der<br />
Batterie. Hochvolt-Technologie - das bedeutet Spannungen<br />
von bis zu 1.000 Volt. Der Schutz vor Stromschlag steht ganz<br />
oben auf der Liste der Sicherheitsfragen. Weitere Faktoren:<br />
die chemische und die mechanische Sicherheit.<br />
Das Angebotsspektrum der neuen TÜV SÜD Battery Testing<br />
GmbH: Dienstleistungen im Bereich der charakterisierenden<br />
Prüfung, der Umwelterprobung und Simulation sowie<br />
der verschiedenen Missbrauchsszenarien wie Kurzschluss,<br />
Überladung und Überhitzung. »Besonderen Wert legen wir<br />
dabei auf den Erfahrungsaustausch der internationalen<br />
Batterie-Testzentren. Durch die globale Vernetzung können<br />
wir unsere weltweit agierenden Kunden ideal unterstützen<br />
und die jeweiligen regionalen Stärken unserer Teams und die<br />
Marktchancen nutzen«, erläutert Daniel Quinger, Mitglied<br />
der Geschäftsführung der TÜV SÜD Battery Testing GmbH.<br />
Abwärme nutzen<br />
Die Suche nach international einheitlichen Maßstäben setzt<br />
zudem besondere Anforderungen an den Laboraufbau. Im<br />
Fokus steht auch hier wieder die Sicherheit. So mussten<br />
beim Aufbau der modernen Prüfeinrichtungen in Garching<br />
eine Vielzahl von Maßnahmen getroffen werden, um Personal,<br />
Umwelt und Infrastruktur vor negativen Einflüssen<br />
bei einem Versagen der Prüflinge zu schützen. Ein Beispiel:<br />
Missbrauchsversuche, wie das Eindringen von Fremdkörpern,<br />
oder andere Tests, bei denen ein Versagen der Batterie<br />
und deren Schutzeinrichtungen provoziert wird, werden bei<br />
Spannungen im Bereich von 300 bis 800 Volt und teilweise<br />
relativ komplexen Überwachungssystemen durchgeführt.<br />
Daneben stehen Umweltschutz und Effizienz an oberster<br />
Stelle. Selbst die zwangsläufig bei der Prüfung anfallende<br />
Abwärme wird genutzt, um die Labore umweltfreundlich und<br />
energieeffizient zu heizen, im Winter wird eine so genannte<br />
freie Kühlung genutzt, um das Kaltwasser für den Maschinenpark<br />
möglichst energieeffizient zur Verfügung zu stellen.<br />
Zusammenarbeit mit der akademischen Forschung<br />
Das Labor in der Nähe von München kooperiert eng mit der<br />
TU München und dem Fraunhofer-Institut. Für Quinger eine<br />
Selbstverständlichkeit: »Die enge Zusammenarbeit mit der<br />
akademischen Forschung bietet uns zusätzliche Erkenntnisse<br />
und den engen und zeitnahen Abgleich unserer Ergebnisse<br />
mit der aktuellen Forschung. Besonders wichtig auch für das<br />
Thema Batterieprüfung ist die Nachwuchsförderung. Der Bedarf<br />
nach gut ausgebildeten Fachkräften ist enorm.«<br />
Neue Entwicklungsimpulse<br />
Das Netzwerk in Asien, den USA und in Europa wird einen<br />
großen Beitrag zur Entwicklung und Einhaltung internationaler<br />
Standards für die Batteriesicherheit leisten. Mit den<br />
Ergebnissen aus der Praxis, etwa bei den weltweit ersten<br />
dynamischen Crashtests an Lithium-Ionen-Batterien, den<br />
ersten Hauptuntersuchungen an Elektrofahrzeugen, Reichweitenstandards<br />
und Ladetechnologien, setzen sich die TÜV<br />
SÜD-Experten in den Fachgremien für entsprechende Standards<br />
ein. »Die etablierten Automobil- und Batteriehersteller<br />
haben wir dabei auf unserer Seite«, so Schneider.<br />
Frank Volk<br />
TÜV SÜD AG<br />
www.tuev-sued.de<br />
48 Neue Mobilität Neue Mobilität 49
eCarTec - Energieparken<br />
eCarTec - Energieparken<br />
EnergieParken<br />
EnergieParken ist eine einzigartige, modulare Lade-Anlage für eFahrzeuge. Als Verbindung von Parkscheinautomat und<br />
Ladesäule erlaubt sie den Verkauf von Strom und Parkzeit an einem Gerät. Für Städte, Gemeinden und für gewerbliche<br />
Anbieter ist EnergieParken nicht nur ein Mittel zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität - sondern eine Einnahmequelle,<br />
die sich selbst finanziert. EnergieParken ist eine Gemeinschaftsentwicklung der Unternehmen Swarco Traffic Systems, stadtraum,<br />
ABB, Dambach-Werke, telmasol consult und Schroff. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit Energieerzeugern,<br />
Netzbetreibern, Städten, Gemeinden, Stadtmarketing-Verantwortlichen, Parkraumbewirtschaftern, Fahrzeugherstellern<br />
und Verbänden. EnergieParken ist Mitglied im Bundesverband eMobilität.<br />
Wir brauchen Ladesäulen<br />
am Bordstein<br />
Die Ladesäule, die sich rechnet<br />
Als Parkscheinautomaten »mit Steckdosen« finanzieren sich EnergieParken-Säulen bei Bedarf allein über den Verkauf von<br />
Parkscheinen. Wie viel Strom verkauft wird oder nicht, ist also nicht unbedingt entscheidend. Ein weiterer Vorteil für Betreiber:<br />
Für den Aufbau der »Parkscheinautomaten« ist in der Regel nicht einmal eine Raumnutzungsänderung nötig. Wo immer<br />
bestehende Automaten gegen neue ausgetauscht werden sollen, bietet sich der Einsatz von EnergieParken-Säulen an.<br />
Uwe Hahner, General Manager bei Swarco Traffic Systems und mitverantwortlich<br />
für EnergieParken, über die Zukunft der eMobilität in Deutschland<br />
EnergieParken-Ladesäule vor der BEM-Hauptgeschäftsstelle in Berlin<br />
Feldversuche zeigen Erfolge, erste Serien-Elektroautos sind<br />
marktreif, und die Nachfrage nach Pedelecs steigt und steigt.<br />
Was tun angesichts dieser Fortschritte? Ganz klar, meint Uwe<br />
Hahner, General Manager Parking und E-Mobility bei Swarco<br />
Traffic Systems und mitverantwortlich für EnergieParken:<br />
»Weiter nachlegen, damit die Sache weiter Fahrt gewinnt.«<br />
Herr Hahner, wie lässt sich Elektromobilität in Deutschland<br />
weiter voranbringen?<br />
Mit der Schaffung einer flächendeckenden Infrastruktur - die<br />
fehlt uns nämlich immer noch. Bisher war meist die Rede von<br />
der fehlenden Fahrzeugverfügbarkeit, aber dieses Hindernis<br />
ist so gut wie überwunden. Die deutschen Hersteller haben<br />
fast alle Vorserienfahrzeuge auf der Straße, einige haben sogar<br />
schon Serienfahrzeuge auf dem Markt. Von einem Mangel<br />
an verfügbaren eAutos und -Zweirädern kann also bald<br />
keine Rede mehr sein. Aber wo werden die neuen Fahrzeuge<br />
aufgeladen? Das ist immer noch ungeklärt.<br />
Na, an der Steckdose zu Hause?<br />
Ja, sicher. Aber das reicht nicht: Für Durchschnitts-Autofahrer<br />
kann nur eine flächendeckende Infrastruktur das eAuto-Fahren<br />
entspannt und sicher machen. Wenn Sie nicht jederzeit<br />
anhalten und aufladen können, dann müssen Sie Fahrten<br />
vorher sehr genau planen. Das ist ziemlich aufwendig. Ich<br />
finde auch die CarSharing-Services sehr spannend, die darauf<br />
setzen, dass ich einfach in ein freies eAuto einsteige<br />
und es nach der Benutzung wieder irgendwo abstellen kann.<br />
Das ist die Zukunft des Stadtverkehrs: Rein ins Auto, zum<br />
Bahnhof, raus aus dem Auto, in den Zug. Das geht natürlich<br />
nur, wenn Sie die Flotten ohne großen Aufwand mit Strom<br />
versorgen können. Dafür braucht es Ladeanschlüsse im öffentlichen<br />
Raum.<br />
Wie sollte die Infrastruktur der Zukunft denn aussehen?<br />
Sie muss die Fahrwege abdecken, zunächst in den Städten,<br />
später auch auf dem Land. Wir brauchen selbstverständlich<br />
nicht-öffentliche Ladeanschlüsse, also »Steckdosen zu<br />
Hause«. Aber wir brauchen auch teil-öffentliche Ladeanschlüsse,<br />
etwa in Kaufhaus-Parkhäusern. Und wir brauchen<br />
öffentliche Anschlüsse am Bordstein. eFahrzeugfahrer müssen<br />
einfach überall da laden können, wo sie ihr Auto oder<br />
Zweirad für längere Zeit abstellen. In Städten, dem Haupt-<br />
Einsatzgebiet für eFahrzeuge, haben viele Verbraucher ja gar<br />
keinen Zugang zu einer Garage oder einem Stellplatz - sie<br />
parken am Straßenrand. Wenn wir diese Zielgruppe nicht mit<br />
Strom versorgen, verlieren wir sie. Ein weiterer, guter Grund<br />
für öffentliche Infrastruktur.<br />
Wer soll die öffentliche Infrastruktur aufbauen? Und wann?<br />
Städte, Gemeinden und Stadtwerke. Und Gewerbe mit großen<br />
Parkflächen: Einzelhändler zum Beispiel, Flughafenund<br />
Hotelbetreiber, Pächter von Freizeitparks oder Veranstaltungshallen.<br />
Und wenn es nach mir geht, dann fangen<br />
alle sofort damit an, ihre Parkplätze zumindest zum Teil<br />
zu »Ladeplätzen« umzurüsten. Die eMobilität kommt, das<br />
ist sicher. Und Technologiewandel belohnen meistens die<br />
Schnellen. Jetzt handeln heißt gewinnen.<br />
Was gewinnen die Betreiber denn genau? Lohnt sich die<br />
Investition in Infrastruktur?<br />
Ganz klar: Ja. Der Betrieb von Ladestationen ist Umweltschutz<br />
und Zusatzgeschäft in einem - vorausgesetzt, Sie setzen<br />
auf das richtige Geschäftsmodell. Mit EnergieParken, einer<br />
Verbindung aus Parkscheinautomat und Ladesäule, die wir<br />
mit Schroff, ABB, Dambach, telmasol consult und stadtraum<br />
anbieten, können Sie beispielsweise Parkzeit und Strom an<br />
einem Gerät verkaufen:<br />
Wer sein Auto auf einem EnergieParken-Platz abstellt, zahlt<br />
Parkgebühren; wer sein eFahrzeug abstellt und auch noch<br />
auflädt, bezahlt zusätzlich den verbrauchten Strom. So erzielt<br />
ein Betreiber die üblichen Parkgebühren-Einnahmen,<br />
deckt damit seine Kosten und erzielt einen kleinen Gewinn.<br />
Der Stromverkauf ist Zusatzgeschäft.<br />
Trotzdem muss ja zunächst Geld ausgegeben werden. Gerade<br />
Städte und Gemeinden haben aber nicht viel übrig. Sollte<br />
sich die öffentliche Hand nicht doch zurück halten?<br />
Nein, auf keinen Fall. Gerade städtische Parkplätze sind<br />
wichtige Ladeplätze. Weil Sie nach Investitionen fragen:<br />
Wir bieten Städten günstige Darlehens-Investitionen an. Ich<br />
meine, dass die auch derzeit noch zu finanzieren sind. Public-Private-Partnerships<br />
sind ein weiterer Finanzierungsweg.<br />
PPP mag hierzulande im Umfeld der Parkraumbewirtschaftung<br />
noch nicht allzu bekannt sein, aber wenn Sie beispielsweise<br />
zu unseren Nachbarn in Osteuropa schauen - da ist<br />
das Gang und Gäbe.<br />
Gibt es denn schon Betreiber, die den ersten Schritt zum<br />
Infrastrukturaufbau getan haben?<br />
Wir haben EnergieParken-Anlagen nach Berlin geliefert,<br />
nach Weimar und an verschiedene Unternehmen in Baden-<br />
Württemberg und Bayern. Der Anfang ist also gemacht, und<br />
ich bin zuversichtlich, dass es zügig weiter gehen wird.<br />
Uwe Hahner<br />
General Manager Parking und E-Mobility<br />
Swarco Traffic Systems GmbH<br />
www.energieparken.de<br />
50 Neue Mobilität Neue Mobilität 51
eCarTec - Veloform Media<br />
eCarTec - Veloform Media<br />
xBob und Elmoto<br />
Das starke Gespann im Einsatz für den BEM<br />
Der xBob - ursprünglich für die Unilever Eismarke Langnese entwickelt, findet mittlerweile viele weitere Anwendungen<br />
Der xBOB im Einsatz für Coca Cola<br />
Veloform Media -<br />
Entwicklung zum out-of-home media Spezialisten<br />
Das Motto Werbung in Bewegung und die Frage, wie diese<br />
vor das Brandenburger Tor zu bekommen sei, stand im Jahre<br />
1997 am Anfang der Velotaxi Idee. Die ab 2000 von Veloform<br />
entwickelten und hergestellten Fahrzeuge wurden mit ihrer<br />
futuristischen Form schnell zum international bekannten<br />
Werbeträger und Velotaxi damit zur bekannten Marke.<br />
Mit der Idee zur bboxx - einer mobilen, auf die vielen temporären<br />
Nutzungsflächen im Berliner Innenstadtbereich maßgeschneiderte<br />
Verkaufs- und out-of-home media Lösung erweiterte<br />
sich das Produktportfolio der Veloform Gruppe weiter.<br />
Der xBob - von der Eistruhe auf Rädern zur mobilen Verkaufs-<br />
und Promotionplattform<br />
Im Auftrag für Unilever entwickelte Veloform 2008 eine an<br />
die Langnese Standardeistruhe angepasste autonome Fahrzeuglösung,<br />
die sowohl als selbst bremsender Anhänger als<br />
auch als schieb- und steuerbarer mobiler Verkaufsstand zu<br />
nutzen ist.<br />
Dieses »Icebob« Konzept wird seither erfolgreich mit einer<br />
Flotte von 100 Fahrzeugen in verschiedenen Vergnügungsparks<br />
in Deutschland im Auftrag von Unilever eingesetzt.<br />
Hiermit war die Grundlage für eine Vielzahl weiterer Anwendungsmöglichkeiten<br />
des xBob gelegt.<br />
Veloforms internationales Netzwerk als Impulsgeber für die<br />
Weiterentwicklung<br />
Auf Grundlage der bestehenden Partnerschaften im weltweiten<br />
Veloform Netzwerk stieß der xBob auch in anderen<br />
Ländern auf reges Interesse und wird von Irland bis Italien<br />
erfolgreich auf Kampagnen für Marken wie Coca Cola,<br />
Nescafè oder Burger King eingesetzt.<br />
Dabei sind die Wünsche und Ideen der Veloform Partner<br />
stets wichtiger Impulsgeber für neue Adaptionen auf Basis<br />
des xBob. So werden mittlerweile xBobs genauso für den<br />
Verkauf von Panini, wie als mobile Plattform für Kickerspiele<br />
bei Promotions eingesetzt.<br />
Der xBob im Fahrzeuggespann<br />
Wichtiger Bestandteil des Mobilitätskonzeptes des xBobs<br />
war von Anfang an die Nutzung als Fahrzeuggespann. Die<br />
Verwendung des eVelotaxi als Zugfahrzeug erhöht neben<br />
dem praktischen Nutzen, im Stadtbereich abgasfrei an den<br />
Einsatzort zu gelangen, erheblich den Aufmerksamkeitswert.<br />
Auf so manchem Stadtfest ist der Einzug eines in den<br />
Farben der lokalen Sparkasse gebrandeten eVelotaxi/xBob<br />
Gespannes zelebriert worden.<br />
Als Dekra geprüftes Fahrzeug kann selbst ein voll beladener<br />
xBob mit einem Eigengewicht von über 250kg durch die integrierte<br />
Auflaufbremsanlage sicher und selbst mit Fahrrädern<br />
als Zugfahrzeug bewegt werden. Schnell war klar, dass als<br />
Zugfahrzeug ein zweispuriges Elektrofahrzeug mit Hinguckeffekt<br />
ideal ist. Deshalb fiel die Wahl schnell auf das Elmoto.<br />
Das Elmoto - Das Elektro-Kleinkraftrad für den unschlagbaren<br />
Fahrspaß<br />
Der breiten Öffentlichkeit wurde das Elmoto durch den<br />
Einsatz im Rahmen eines Feldexperimentes des Stromversorgers<br />
und BEM-Mitglieds EnBW bekannt (siehe <strong>NEUE</strong><br />
<strong>MOBILITÄT</strong> 03). Ab Juli 2010 hatten im Großraum Stuttgart<br />
rund 500 Elektronauten genannte EnBW-Kunden über den<br />
Zeitraum von einem Jahr die Möglichkeit die Fahrzeuge der<br />
Stuttgarter Firma ID-Bike GmbH kostenfrei zu nutzen.<br />
Durch die Verwendung hochwertigster Komponenten unter<br />
anderem aus dem Mountainbike Bereich und seiner Leichtbauart<br />
lässt das Elmoto manch anderen eRoller in Sachen<br />
Fahrdynamik und -spass weit hinter sich.<br />
Entwicklung vom Fahrzeug zum Promotiontool<br />
Fast alle Elektrofahrzeuge werden, obwohl in der Anfangsphase<br />
durch Flottenankäufe öffentlicher und privatwirtschaftlicher<br />
Träger gefördert, direkt an Privatnutzer vermarktet.<br />
Veloform Media war dagegen als Fahrzeughersteller<br />
zunächst Anbieter von b2b orientierten Werbe- und Kommunikationslösungen.<br />
Erst mit der Einführung des eVelotaxi beginnt<br />
sich ein neuer Markt der Vermarktung an Privatnutzer<br />
zu erschließen. Als Kenner des Marktes für außergewöhnliche<br />
Fahrzeuge und deren werbliche Nutzung war die Einbindung<br />
des Elmoto als Zugfahrzeug für den xBob ein logischer<br />
Schritt. Neben dem verbesserten und größeren Aktionsradius<br />
verstärken sich Eyecatcherfunktion und Nutzen beider<br />
Fahrzeuge auf ideale Weise.<br />
Erste Einsätze für Coca Cola und Langnese sowie für den<br />
BEM auf der eCarTec<br />
Nach Konstruktion der Schnittstelle per Anhängerkupplung<br />
kamen die ersten xBob/Elmoto Gespanne im Rahmen des<br />
diesjährigen Tages der offenen Tür beim Veloform Kunden<br />
Coca Cola in Berlin zum Einsatz.<br />
Neben weiteren Einsätzen für Berlin Partner, der Berliner<br />
Gesellschaft für Hauptstadtmarketing und des ISTAF Leichtathletik<br />
Meetings kommt ein im Design des BEM gebrandetes<br />
Gespann vom 18. bis 20. Oktober in München auf der<br />
eCarTec für die Verteilung dieser Ausgabe der <strong>NEUE</strong>N MO-<br />
BILITÄT zum Einsatz.<br />
Till Rumohr<br />
Veloform Media<br />
www.veloform.com<br />
52 Neue Mobilität Neue Mobilität 53
eCarTec - Q:Charge<br />
eCarTec - Q:Charge<br />
2016 werden wir in Europa 1 Mio. Elektroautos auf den Straßen<br />
haben - 2020 werden es bereits 5 Mio. sein. Dieser Infrastrukturwandel<br />
ist ein großes Thema und wird nun endlich auch von<br />
den Regierungen unterstützt. Q:CHARGE ist hier Vorreiter und<br />
erste börsennotierte Aktie im Bereich Infrastruktur für Elektromobilität.<br />
Auch haben wir festgestellt, dass trotz der derzeitigen Lage am<br />
Aktienmarkt die Nachfrage in unserem Bereich anhaltend ist.<br />
Ein gutes Beispiel ist hier die »LION E-Mobility« Aktie, die quasi<br />
unbeeinflusst vom Marktgeschehen und der DAX-Entwicklung<br />
eine sehr positive Richtung nimmt. Außerdem ist es für uns und<br />
unsere Aktionäre auch ein attraktives Finanzinstrument. Von<br />
interessierten Investoren angesprochen, haben wir zudem die<br />
Möglichkeit, einen raschen Einstieg zu ermöglichen.<br />
Q:CHARGE<br />
Erstes börsennotiertes Unternehmen im Bereich Infrastruktur für Elektromobilität<br />
Q:CHARGE Ladestation<br />
Die Q:CHARGE Europe AG betreibt ein offenes und unabhängiges<br />
Ladenetzwerk für Elektrofahrzeuge. Sie sorgt dafür,<br />
dass Ihr eFahrzeug Strom erhält, wo immer Sie ihn brauchen:<br />
Zuhause, im Job und an öffentlichen Plätzen. Europaweit.<br />
Einfach. Unabhängig von Großkonzernen und Politik. Dabei<br />
haben Kunden die freie Wahl des Stromversorgers.<br />
»Die meisten Mitbewerber offerieren Insel-Lösungen und<br />
geschlossene Systeme - kurzum: Elektro-Lokalität.<br />
Q:CHARGE steht für Elektromobilität im Wortsinn. Wir bringen<br />
die Akteure an einen Tisch. Alle können an unserem offenen<br />
und integrativen System teilhaben«, so Marcus Schmitt,<br />
Vorstand der Q:CHARGE Europe AG im Gespräch mit der<br />
<strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong>.<br />
Doch was leistet Q:CHARGE dabei genau?<br />
Ähnlich, wie bei einem Mobilfunkvertrag, wählen Sie die<br />
passende Hardware aus. Wir installieren und betreiben die<br />
Ladeinfrastruktur, sofern gewünscht. Unser Portfolio umfasst<br />
von der Wall-Box, über die klassische Ladesäule, bis<br />
hin zu Schnellladestationen sämtliche Ladevorrichtungen<br />
und kann in puncto Leistung und Aussehen ganz individuell<br />
an ihre Bedürfnisse angepasst werden. Das Team von<br />
Q:CHARGE arbeitet daran, dass das Laden der Batterie bald<br />
so unkompliziert wird wie das Geldziehen am EC-Automaten.<br />
Aus diesem Grund wollen wir unsere Produkte passgenau<br />
machen für die Wünsche der Kunden. Übrigens: Q:CHARGE<br />
vertreibt nicht nur die Ladestationen. Sie erhalten von der<br />
Planung, über die Installation und die Wartung alles aus einer<br />
Hand.<br />
Als Innovationsführer auf dem europäischen Markt ist<br />
Q:CHARGE nicht nur einzigartig mit seinem unabhängigen<br />
Netzwerk und dem variantenreichen Portfolio bei Ladestationen.<br />
Um noch mehr Transparenz für den Kunden zu<br />
schaffen, hat Q:CHARGE vor kurzem den weltweit ersten<br />
Online-Shop mit Ladestationen für Elektroautos eröffnet.<br />
Interessenten können sich hier unkompliziert Informationen<br />
und Preise zu den diversen Ladestationen einholen. Das<br />
schafft nicht nur Klarheit, sondern zeugt von einer offenen<br />
Firmenpolitik.<br />
Q:CHARGE ist nun das erste börsennotierte Unternehmen<br />
im Bereich Ladeinfrastruktur für Elektromobilität - was hat<br />
Sie gerade in dieser schwierigen Zeit zu diesem Schritt bewogen?<br />
Da gibt es verschiedene Gründe. Zum einen ist eMobilität<br />
ein Megatrend und ein Milliardenmarkt - daran besteht<br />
kein Zweifel mehr. Hier wollen wir die Visibilität erhöhen.<br />
Wir versuchen, uns an dem selbst auferlegten Credo der<br />
»People’s Company« messen zu lassen und tun viel dafür, um<br />
mit Interessenten und Kunden in den Dialog zu treten. Unter<br />
anderem ein eigener Blog und eine fast schon obligatorische<br />
Facebook-Fanpage untermauern diese Anstrengungen. Darüber<br />
hinaus haben wir mit Q-Answers ein Portal geschaffen, das<br />
sich sämtlichen Fragen rund um Elektromobilität widmet und<br />
Antworten zu drängenden Fragen gibt.<br />
Und wie geht es weiter?<br />
Wir befinden uns momentan in einem sich rasant entwickelnden<br />
Markt. Um mit den Veränderungen Schritt zu halten, ist es daher<br />
essentiell auch das Geschäftsmodell regelmäßig weiter zu entwickeln.<br />
Aus diesem Grund plant Q:CHARGE eine Erweiterung<br />
seiner Produktpalette und weitere strategische Kooperationen.<br />
Man darf also gespannt sein. Wer praxiserprobte Technik sucht<br />
und dennoch nicht auf zugeschnittene Individuallösungen verzichten<br />
möchte, sollte zu Q:CHARGE greifen. Getreu unserem<br />
Firmenmotto: Wie ich’s will.<br />
Marcus Schmitt<br />
Vorstand Q:CHARGE Europe AG<br />
www.q-charge.de<br />
54 Neue Mobilität Neue Mobilität 55
eCarTec - Jens Christian Lodberg Høj<br />
eCarTec - Jens Christian Lodberg Høj<br />
Es gibt keinen Zweifel -<br />
Dänemark will eMobilität<br />
Interview mit Jens Christian Lodberg Høj<br />
Was können wir europaweit im Bereich der Neuen Mobilität<br />
voneinander lernen?<br />
Ich glaube, dass die Elektromobilität unser Verständnis von<br />
Mobilität gänzlich verändern wird. Wir werden in Zukunft<br />
ganz anders darüber nachdenken, wie wir uns fortbewegen<br />
und das ist natürlich auch kulturabhängig. Deshalb ist<br />
es meiner Meinung nach unabdingbar, dass wir lokale Lösungen<br />
ermöglichen, anbieten und Erfahrungen sammeln,<br />
die dann als wertvolle Inspiration für ganz Europa dienen.<br />
Zudem bietet Elektromobilität natürlich die Möglichkeit, die<br />
Value Chain vom Produkt bis hin zum Service zu verändern<br />
und da müssen wir aufmerksam beobachten, was in den verschiedenen<br />
Ländern passiert.<br />
Wofür steht die Cluster-Organisation Insero E-Mobility?<br />
Insero E-Mobility setzt sich dafür ein, dass dänische Firmen<br />
zukünftig eine Rolle in der Zukunftsbranche Elektromobilität<br />
spielen werden.<br />
Es gibt in Dänemark zahlreiche Firmen, die für die Industrie<br />
interessante Kompetenzen aufweisen und wir möchten diese<br />
sowohl durch unser Netzwerk als auch durch Forschungsprojekte<br />
weiter entwickeln. Dazu kommen verschiedene<br />
Events wie unser Besuch der eCarTec, den wir im Rahmen<br />
der »E-mobility Innovation Days« in Kooperation mit dem<br />
Innovation Center Denmark in München organisiert haben<br />
so wie unsere Konferenz »Business in E-Transportation«,<br />
die im Mai 2012 zum zweiten Mal stattfinden wird. Wir als<br />
Cluster-Organisation haben die Möglichkeit neue Produkte,<br />
Services und Technologien im Bereich der Elektromobilität<br />
in einem Living Lab zu testen. Hierbei arbeiten wir mit ganz<br />
normalen Familien zusammen, um wertvolles Feedback aus<br />
dem Alltag zu bekommen. Diese Erfahrungen stellen wir unseren<br />
Mitglieder zur Verfügung, was für Die im Rahmen Ihres<br />
Entwicklungsprozesses natürlich sehr wertvoll ist.<br />
Wie sieht Ihre Mitgliederstruktur aus?<br />
Unser Netzwerk besteht aus einem dänischen OEM sowie<br />
zahlreichen KMU, die hauptsächlich sowohl mit technischen<br />
Produkten sowie im IKT-Bereich arbeiten. Die Mitgliedschaft<br />
ist kostenlos und verpflichtet zur verbindlichen Teilnahme<br />
an fünf jährlichen Cluster-Meetings. Dadurch erreichen wir<br />
eine enge Zusammenarbeit zwischen unseren dänischen<br />
Mitgliedern und können durch diesen holistischen Prozess<br />
insgesamt bessere Produkte und Services entwickeln.<br />
Sie sind als dänische Organisation zum ersten Mal auf der<br />
eCarTec in München vertreten. Was versprechen Sie sich<br />
von dem Messeauftritt?<br />
Die Teilnahme an der eCarTec ermöglicht es uns, die dänischen<br />
Kompetenzen im Bereich der Elektromobilität zu präsentieren<br />
und Dänemark als Land der Elektromobilität vorstellen<br />
zu können. Es gibt eine Vielzahl an Gründen warum<br />
Dänemark als Living Lab für die neuesten Technologien interessant<br />
ist z.B. 20% Windenergie, dezentrale Kraftwerke,<br />
gut ausgebildete Arbeitskräfte und eine Geographie, die für<br />
eMobilität gut geeignet ist.<br />
Wir hoffen deshalb, dass mehrere deutsche Firmen in Richtung<br />
Dänemark schauen, wenn sie Partner suchen. Das Innovation<br />
Center Denmark, ein Joint Venture des dänischen Außen-<br />
und Forschungsministeriums, wird im Gegenzug über<br />
die aktuellen deutschen Entwicklung der Elektromobilität in<br />
Dänemark berichten und unterstützt Dänische Firmen beim<br />
Markteintritt in Deutschland. Daher haben wir auch gemeinsam<br />
einen Stand auf der eCarTec (Halle A5, Stand 135) organisiert,<br />
um die dänischen Kompetenzen vor Ort präsentieren<br />
zu können. Zudem werde ich auf dem eCarTec Kongress<br />
einen Vortrag über Dänemark als Land der Elektromobilität<br />
halten.<br />
Wie ist die Elektromobilität in Dänemark aufgestellt? Welche<br />
konkreten Projekte, Förderungen und Initiativen gibt es?<br />
In Dänemark gibt es eine Vielzahl an Projekten, darunter das<br />
EDISON Projekt, welches das größte Smart Grid Projekt weltweit<br />
ist. Daran wird sich wahrscheinlich ein großes Vehicle to<br />
Grid Projekt in Kooperation mit der amerikanische Firma Nuvve<br />
anschließen. Wir sind gegenüber deutschen Kooperationspartnern<br />
natürlich offen und freuen uns über einen Dialog.<br />
Darüber hinaus gibt es die Projekte Try1EV und TestAnEV, die<br />
sich beide mit der Implementierung von eAutos im Alltag beschäftigen.<br />
Insgesamt werden hierbei fast 2.500 Familien ein<br />
elektrisches Fahrzeug drei Monate lang als ihr primäres Fortbewegungsmittel<br />
verwenden. Zudem gibt es drei Infrastrukturgesellschaften,<br />
die aktiv am Aufbau einer landesweiten<br />
Infrastruktur arbeiten - die wohl bekannteste ist Better Place<br />
aber auch ChoosEV und CleanCharge arbeiten daran. Daher<br />
gibt es keinen Zweifel - Dänemark will eMobilität!<br />
Christian Bäres<br />
Innovation Center Denmark<br />
www.innovationcenterdenmark.dk<br />
e-mobility.insero.com<br />
Jens Christian Lodberg Høj<br />
Kleiner Stanztechnik<br />
Vertraut mit der Zukunft<br />
Kleiner Stanztechnik entwickelt und produziert umweltfreundliche<br />
Alternativen zur herkömmlichen Leiterplatte, stanztechnische<br />
Lösungen für Hochstromsteckverbinder, Stromschienen für die<br />
Elektromobilität, Schnappscheiben mit LED-Beleuchtung und vieles<br />
mehr.<br />
Treffen Sie uns:<br />
eCarTec | 18. bis 20.10.2011 | Messe München | Halle A6, Stand 616A<br />
Productronica |15. bis 18.11 2011 | Messe München | Halle B2, Stand 331<br />
Kleiner GmbH Stanztechnik | 75179 Pforzheim<br />
www.kleiner-gmbh.de | Wir denken Lösungen.<br />
56 Neue Mobilität
WIR BRINGEN<br />
E-MOBILITY AUFS<br />
NÄCHSTE LEVEL.<br />
FG.DE – ENERGIE, DIE WELT ZU VERÄNDERN.<br />
FG.de denkt Elektromobilität<br />
wei ter. Unser Technologie-Unter<br />
nehmen FROSYS hat intelligente<br />
Software entwickelt, die<br />
eine flächendeckende und zukunftsweisende<br />
Nutzung von<br />
Elek tro fahrzeugen schon heute<br />
möglich macht. Steuern Sie mit<br />
uns ins nächste Level – auf<br />
www.fg.de/frosys<br />
FROGROUP<br />
STATUS<br />
QUO<br />
DER<br />
ELEKTRO-<br />
<strong>MOBILITÄT</strong><br />
Herausforderungen und Chancen einer Zukunftsbranche.<br />
Neue Mobilität<br />
59
status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Dr.-Ing. jan Traenckner<br />
status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Dr.-Ing. jan Traenckner<br />
Was darf Elektromobilität<br />
kosten?<br />
»Wenn die Elektroautos richtig gut sind, werden sie auch<br />
gekauft, auch wenn sie ihren eigenen Preis haben werden!«<br />
Kommmentar von Dr.-Ing. Jan Traenckner, BEM-Beiratsvorsitzender<br />
Die diesjährige IAA beschäftigte sich erneut und mit wachsender<br />
Intensität mit dem Thema Elektromobilität. Nachdem<br />
bereits einige Großserienfahrzeuge (Nissan Leaf, Chevrolet<br />
Volt und Mitsubishi iMiEV) an Kunden verkauft und ausgeliefert<br />
werden, konzentriert sich ein großer Teil der Autoindustrie<br />
auf die Frage ob, wann und wie aus dem Trend ein echter<br />
Markt wird. Die derzeitigen Stückzahlen sind zwar noch sehr<br />
homöopathisch, aber historisch betrachtet durchaus beachtenswert.<br />
Erstmalig befinden sich global gesehen echte<br />
Elektroautos in Stückzahlen jenseits der 10.000 in Kundenhand.<br />
Zumindest in geförderten Ländern wie USA und Japan<br />
bekommt die Industrie bereits beachtliches Feedback vom<br />
echten Markt und von echten Kunden jenseits von Feldversuchen.<br />
Scheinbar halten alle diese ersten Großserienautos ihre Versprechen<br />
bezüglich der praktischen Nutzbarkeit. Gerne berufene<br />
sogenannte negative eAuto-Mythen bezüglich »zu<br />
niedriger Reichweite« und »fehlender Infrastruktur« lösen<br />
sich in der Praxis auf. Es stellt sich heraus, dass in der täglichen,<br />
praktischen Nutzung, die Kunden sehr zufrieden mit<br />
ihren Großserien-Elektroautos sind.<br />
So fokussiert sich die globale Autoindustrie nun auf die Frage<br />
der »Bezahlbarkeit« von Elektromobilität. Wann sind Elektroautos<br />
für den Normalverbraucher »bezahlbar« und wann<br />
wird so das Elektroauto (und auch dessen Artverwandte wie<br />
Range Extender oder Plug-In Hybrid) zum Massenprodukt?<br />
Wie bei fast jeder technischen Innovation sind die ersten Serienprodukte<br />
sehr teuer. Flachbildfernseher haben bei ihrer<br />
Markteinführung ungefähr das Zwanzigfache des heutigen<br />
Preises gekostet. Beim Elektroauto ist dies nicht anders. Erst<br />
die Massenproduktion von Batterien wird die Preise für den<br />
Kunden nachhaltig auch ohne Subventionen senken. Eine<br />
solche Massenproduktion steht jedoch (noch) ganz am Anfang.<br />
Deshalb sind Elektroautos heute teuer. Je mehr Elektroautos<br />
von Kunden gekauft werden, desto billiger können die<br />
Batterien produziert werden. Je teurer allerdings die Autos<br />
sind, desto weniger Kunden interessieren sich dafür, weil die<br />
Autos ihnen einfach »zu teuer« sind.<br />
Doch was ist eigentlich zu teuer? Was bedeutet das in diesem<br />
Zusammenhang? Hat elektrisches Fahren einen Wert an<br />
sich für den Kunden, oder vergleicht der Kunde einfach mit<br />
bestehenden Autos und relativiert dadurch seine Kaufentscheidung?<br />
Die Industrie versucht diese Fragestellung mit<br />
sogenannten TCO (Total Cost of Ownership) Analysen zu beantworten.<br />
Im Kern wird hierbei ein Auto mit Verbrennungsmotor<br />
mit einem Elektroauto verglichen. Es werden alle Kosten<br />
für Abschreibung und Betrieb aufsummiert und direkt<br />
gegenübergestellt. Einhellige »Meinung« der Industrie ist<br />
es nun, dass ein Elektroauto grundsätzlich mindestens in<br />
einem Zeitraum von maximal vier Jahren seine höheren Anschaffungskosten<br />
durch niedrigere Betriebskosten »zurückverdienen«<br />
muss, damit die Kunden das akzeptieren würden.<br />
Ich möchte dieses »TCO-Dogma« an dieser Stelle kritisch<br />
hinterfragen. Ich bin der Überzeugung, das elektrisches<br />
Fahren einen sog. »inneren Wert« hat, dass also Kunden<br />
jenseits rein wirtschaftlicher Kalkulationen bereit sind, für<br />
elektrisches Fahren Geld auszugeben. Insbesondere gerade<br />
dann, wenn die für den Käufer sonstigen kaufentscheidenden<br />
»Grundwerte« wie Marke, Image, Sicherheit, etc.<br />
erfüllt werden. Mit anderen Worten kann ein Opel Ampera<br />
für 42.000 € aus der Sicht des Kunden als »teuer« eingestuft<br />
werden, ein BMW i3 für ca. 40.000 € allerdings nicht, weil<br />
hier der Kunde auch das Markenimage mit »kauft«?<br />
Deshalb sind auch direkte Benzin/Diesel-Auto-Vergleiche<br />
zur Beurteilung der Marktfähigkeit von Elektroautos nicht<br />
vollständig zielführend. Genauso wie z.B. eine Klimaanlage,<br />
Lederausstattung oder Alufelgen auch keinen TCO Kriterien<br />
unterworfen werden, stimmt das auch zumindest in Teilen<br />
für den elektrischen Antrieb. Der Kunde entscheidet sich für<br />
solche Extras nicht aus »harten« wirtschaftlichen, sondern<br />
auch aus »weicher« emotional getriebener Motivation.<br />
Übertreibt man diese Perspektive ein wenig, könnte man sich<br />
auch die Frage stellen, ob es einen TCO für den Kauf eines<br />
5er BMW versus dem eines 3er geben könnte? Natürlich gibt<br />
es den nicht, denn die meisten Kunden entscheiden beim<br />
Autokauf nicht nur bezüglich des reinen Nutz-/ (Transport-)<br />
wertes. Sonst würden auch in Deutschland sicherlich deutlich<br />
mehr Dacia Sandero für 6.900 Euro als VW Golf gekauft.<br />
Bei der Bewertung des elektrischen Fahrens sollte sich die<br />
Autoindustrie durchaus an Erfahrungen orientieren, die sie<br />
mit anderen Innovationen erfahren hat. So kosten z.B. Navigationsgeräte<br />
durchaus immer noch bis zu 3.000 € Aufpreis,<br />
wenn sie als Festeinbau beim Autokauf mit geordert werden.<br />
Trotzdem ist es vielen Kunden »Wert« und heutzutage wird<br />
kaum noch ein Auto ohne dieses Feature ausgeliefert.<br />
Das elektrische Fahren als »Option« stellt natürlich eine viel<br />
gravierendere Neuerung dar. Es ist sozusagen ein echter<br />
»Systemwechsel«, der hochinteressant ist und an sich Bedarf<br />
erzeugt. Wie teuer die »Option elektrisch Fahren« aus<br />
der Sicht des Kunden sein darf, orientiert sich einerseits<br />
relativ zum Gesamtpreis des Fahrzeuges, andererseits aber<br />
auch daran, was andere »Extras« absolut kosten. Praktisch<br />
gedacht dürfte ein »Mehrpreis« von drei bis fünftausend<br />
Euro für die meisten Kunden keine allzu große Hürde darstellen,<br />
selbst wenn sich dadurch in manchen Fällen der gesamte<br />
Fahrzeugpreis signifikant erhöht.<br />
Von dieser Erkenntnis ausgehend ist der auf der IAA bekannt<br />
gemachte Verkaufspreis des neuen Elektro-smart (ab März<br />
2012 im Handel) von »unter 16.000 €« eine echte Kampfansage<br />
an den noch jungen eAuto Markt. Der Kunde bezahlt<br />
rechnerisch für die Innovation des elektrischen Fahrens ca.<br />
4.000 Euro im Sinne eines »Extras«. Die für die Batterie fälligen<br />
Leasingkosten von ca. 60 Euro im Monat werden durch<br />
die geringeren »Kraftstoffkosten« nahezu kompensiert. Wer<br />
heute ca. eine Tankfüllung im Monat braucht und damit 600<br />
bis 700km fährt, »tankt« künftig Strom für ca. 20 Euro. Das<br />
gesparte Benzin »bezahlt« quasi die Batterie.<br />
Neulich wurde in der Welt am Sonntag der Test des neuen<br />
BMW 1er mit folgender Überschrift versehen: »Niemand<br />
kauft sich den BMW 1er als Coupe, weil er unbedingt ein<br />
Auto braucht. Er kauft es, weil er unbedingt dieses Auto will<br />
und kein anderes«. So ähnlich wird es auch bei den eAutos<br />
sein. Wenn die Elektroautos richtig gut sind, werden sie auch<br />
gekauft, auch wenn sie ihren eigenen Preis haben werden!<br />
Dr.-Ing. Jan Traenckner<br />
VentureCheck Company<br />
BEM-Beiratsvorsitzender<br />
www.venturecheck.com<br />
60 Neue Mobilität Neue Mobilität 61
status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Oliver Wyman<br />
status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Oliver Wyman<br />
eMobilität braucht neue<br />
Vertriebsmodelle<br />
Matthias Bentenrieder und Dr. Daniel Kronenwett, Oliver Wyman<br />
Matthias Bentenrieder<br />
Dr. Daniel Kronenwett<br />
Neue Antriebstechnologien sowie das sich stark wandelnde urbane Mobilitätsverhalten verlangen ganzheitliche Lösungskonzepte.<br />
Durch das Zusammenwachsen von Industrien und das Aufkommen<br />
neuer Wettbewerber werden im Elektromobilitätsmarkt<br />
die Karten in puncto Vermarktung neu gemischt.<br />
Einzelkämpfer haben keine Chance. Vielmehr sind Kooperationen<br />
mit verschiedensten Partnern - vom etablierten<br />
Energieversorger bis hin zum Start-up rund um Mobilitätsmanagement<br />
und Ladeprozess - unabdingbar. Hersteller eröffnen<br />
sich dadurch neue Vertriebsszenarien.<br />
Das Elektroauto ist nicht mehr aufzuhalten. Zwar wird es<br />
doch noch einige Zeit dauern, bis es maßgeblich die Mobilitätslandschaft<br />
verändert. Die Automobilhersteller sollten<br />
dennoch so früh wie möglich neue Vermarktungsmodelle<br />
entwickeln, um bei eMobilität an vorderster Front mitmischen<br />
zu können. Neue Antriebstechnologien sowie das<br />
sich stark wandelnde urbane Mobilitätsverhalten verlangen<br />
ganzheitliche Lösungskonzepte, die auf unterschiedliche<br />
Kunden und Regionen zugeschnitten sind. Das erfordert von<br />
den OEMs ein gezieltes, intensives Miteinander mit Partnern<br />
aus anderen Industrien und damit einen nachhaltigen Umbau<br />
ihres Vertriebsmodells.<br />
Infrastruktur und Betriebsmanagement sind, neben dem<br />
Fahrzeug, in zunehmendem Maße wegweisend für die Vermarktungsstrategien<br />
der Automobilhersteller. Es werden<br />
etwa private Ladeboxen, öffentliche Ladestationen und<br />
spezifische Strompakete benötigt. Dementsprechend bieten<br />
sich verschiedenste Kauf-, Miet- und Leasingmodelle<br />
an. So kann ein OEM sein elektrisches Fahrzeug mit Batterie<br />
verkaufen oder diese dem Nutzer mit einem Leasingvertrag<br />
überlassen. Gerade der Kauf der heute sehr teuren und<br />
technisch nicht ausgereiften Batterie ist für den Kunden ein<br />
hohes Risiko. Deshalb ist beispielsweise eine monatliche<br />
Kombipauschale für Batterie und Strom sinnvoll. Alles, was<br />
die Batterie betrifft, ist damit Sache des Herstellers - das gilt<br />
auch für ihre Weiterverwendung. Zudem können mit dem<br />
eAuto unterschiedliche Stromangebote oder Vereinbarungen<br />
über die Nutzung von Ladestationen kombiniert werden,<br />
die bis hin zu Full-Service-Lösungen reichen, bei denen<br />
alle relevanten Bereiche über eine Leasingrate abgedeckt<br />
sind. Besonders aufstrebende CarSharing-Modelle, wie sie<br />
Daimler mit Car2Go oder BMW und Sixt mit DriveNow anbieten,<br />
sind prädestiniert für den Einsatz von Elektroautos. Die<br />
emissionsarmen Autos dienen nicht nur dem Klimaschutz,<br />
sondern eignen sich vor allem für kurze Fahrten, auf die das<br />
CarSharing ausgerichtet ist.<br />
Um die Vertriebspakete schnüren zu können, benötigen Automobilhersteller<br />
Partner wie Stromversorger, Spezialisten<br />
für Betriebsmanagement oder Flottenbetreiber. In vielen<br />
Regionen gibt es bereits eine rege Kooperationstätigkeit bei<br />
der Vermarktung von eMobilität. Für 2010 ermittelte Oliver<br />
Wyman 76 angekündigte Kooperationen in Europa, 43 im<br />
asiatisch-pazifischen Raum und 30 in den USA. Gründe für<br />
das große Engagement in Europa sind die strengen Emissionsziele,<br />
die hohe Innovationsgeschwindigkeit im Bereich<br />
Elektromobilität sowie die positive Imagewirkung. Bislang<br />
handelt es sich in erster Linie um lose Partnerschaften, die<br />
in Europa vorwiegend zwischen OEMs und Stromlieferanten<br />
rund um Auto und Stromversorgung geschlossen werden.<br />
Recht häufig treten auch Kooperationen von Herstellern,<br />
Stromversorgern und Third-Party-Unternehmen in Bezug auf<br />
Full-Service-Angebote auf. Beim CarSharing ist als Partner<br />
zudem die öffentliche Hand beteiligt.<br />
Allerdings bleibt abzuwarten, welcher Partner sich für welche<br />
Vermarktungslösung am besten eignet. Jeder kann mit jedem<br />
kooperieren, langfristige Verpflichtungen gibt es nicht.<br />
»Trial and Error« heißt die Devise. Erst in einigen Jahren wird<br />
sich im Zuge der Markteinführung neuer Elektrofahrzeuge<br />
verschiedener Hersteller herauskristallisieren, welche Vermarktungskonzepte<br />
die Kundenbedürfnisse tatsächlich erfüllen.<br />
Diese Versuchsphase ist immens wichtig. Denn alle<br />
OEMs müssen sich schnell in der eMobilitäts-Arena positionieren.<br />
Sie benötigen eine klare Vermarktungsstrategie und<br />
müssen abhängig von Kunden und Region die passenden<br />
Lösungen mit den richtigen Partnern umsetzen. Im Laufe<br />
der Zeit wird es immer wichtiger werden, die besten Partner<br />
zu binden und damit Kooperation und Lösung abzusichern.<br />
Sollten sich Partner und Lösungen bewähren, werden sich<br />
die ursprünglich losen Beziehungen vertiefen und zu Kapitalverflechtungen<br />
führen.<br />
Ein wesentliches Erfolgskriterium für Hersteller wird sein,<br />
bei der Kooperation die führende Position einzunehmen.<br />
Noch halten sie mit dem Fahrzeug den Schlüssel in der<br />
Hand. Elektromobilität wird allerdings weitere Player anderer<br />
Industrien auf den Plan rufen, die mit entsprechenden<br />
Konzepten um den Kunden werben. Schon heute tüfteln<br />
branchenfremde Unternehmen an Paketen, in denen das<br />
Fahrzeug zwar Teil der Lösung ist, der Hersteller aber keinen<br />
direkten Zugang mehr zum Kunden hat. Die OEMs müssen in<br />
den Partnerschaften den Ton angeben, um den Kontakt zum<br />
Kunden langfristig halten zu können.<br />
Matthias Bentenrieder<br />
Partner und Automobilexperte bei Oliver Wyman<br />
matthias.bentenrieder@oliverwyman.com<br />
Dr. Daniel Kronenwett<br />
Automobilexperte bei Oliver Wyman<br />
daniel.kronenwett@oliverwyman.com<br />
62 Neue Mobilität Neue Mobilität 63
BEM-Landesvertretung Mitteldeutschland<br />
Landesvertretung Mitteldeutschland<br />
Status Quo der Elektromobilität - EnergieCity Leipzig<br />
BEM-Landesvertretung<br />
Mitteldeutschland<br />
EnergieCity Leipzig:<br />
Schnittstelle aus höchst<br />
innovativen Partnern<br />
eCONTACT steht als Agentur mit Christian Grötsch, Torsten Hahmann und Christoph von Radowitz für Kompetenz in den<br />
Bereichen Stadtentwicklung, Eventmanagement und Medien. Mit unserem Know-how stellen wir uns der anspruchsvollen<br />
Aufgabe, die Landesvertretung Mitteldeutschland vom Bundesverband eMobilität zu übernehmen. Wir werden auf lokaler,<br />
regionaler und bundesweiter Ebene für eine Mobilitätswende werben und begeistern.<br />
Christian Grötsch, Torsten Hahmann und Christoph von Radowitz<br />
AIG GmbH Peter Kirsten/EnergieCity Leipzig<br />
Auf dem Weg in ein neues Zeitalter der Mobilität müssen alle<br />
Menschen mitgenommen werden. Der Startschuss dafür<br />
wurde in den Modellregionen gesetzt. In Sachsen zeigt sich<br />
an einer Reihe von Projekten, wie eine bewegte Gesellschaft<br />
zukünftig unterwegs sein kann. Aspekte wie die Integration<br />
der eMobilität in den ÖPNV, innovative Batterietechnik, die<br />
Verknüpfung zu den Erneuerbaren Energien und Kommunikation<br />
wurden im Rahmen von SaxMobility untersucht.<br />
Es gilt nun, über Zahlen und Daten hinaus, den Nutzen für<br />
jeden Einzelnen darzustellen. Die Politik kann und wird dafür<br />
die Rahmenbedingungen schaffen. Wir wollen vermitteln<br />
und emotionalisieren. Als BEM-Landesvertretung ist uns<br />
wichtig, Politik, Wirtschaft und die Menschen in der Region<br />
für Projekte zu begeistern, welche die Leistungsfähigkeit<br />
und Innovationskraft des Ostens in einem mitteldeutschen<br />
Schaufenster abbilden. Besonderes Augenmerk liegt dabei<br />
auf dem multimodalen Verkehrsansatz und der Verbindung<br />
zu den regenerativ erzeugten Energien.<br />
Dargestellt werden die Projekte unter anderem im Pavillon<br />
der EnergieCityLeipzig. Der im Plus-Energie-Standard mit<br />
innovativen Materialien gebaute Kubus in exponierter Lage<br />
am Leipziger Hauptbahnhof, wird als Ausstellungs- und<br />
Veranstaltungsort zum Forum für die Energie- und Mobilitätswende.<br />
An dieser Schnittstelle zwischen Mensch und<br />
Technik wird erfahrbar, wie CO2-freie, geräuscharme und anwenderfreundliche<br />
Mobilität funktioniert.<br />
Für die Herausforderungen, den Menschen in den Megacities<br />
des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden, müssen Szenarien<br />
in kleineren, funktionierenden Ballungsräumen entwickelt<br />
werden. Auch hier kann und muss Deutschland zum Ideenexporteur<br />
werden. Die Zusammenführung von Elektrofahrzeugen<br />
mit visionären Stadtentwicklungskonzepten soll die<br />
Qualität eines Schaufensters für Mitteldeutschland prägen.<br />
Wichtig ist uns, die Menschen in der Region mitzunehmen.<br />
Wir wollen ein elektromobiles Schaufenster, durch welches<br />
man nicht nur von außen staunend hineinsieht, sondern bei<br />
dem man in die Auslagen greifen kann.<br />
Christian Grötsch<br />
Torsten Hahmann<br />
Christoph von Radowitz<br />
BEM-Landesvertretung Mitteldeutschland<br />
Georgiring 1-3<br />
04103 Leipzig<br />
Fon 0341 60 45 30 24<br />
christian.groetsch@bem-ev.de<br />
In Leipzig entsteht derzeit ein europäisches Leuchtturmprojekt,<br />
das einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende<br />
leisten möchte. Die »EnergieCity Leipzig« möchte Innovationen<br />
aus unterschiedlichen Branchen im Sinne von »Cleantech«<br />
in neuen Produkten zusammenführen. In Produkte, die<br />
ressourcenschonender, effizienter und damit umweltfreundlicher<br />
sind als bestehende Technologien. Die EnergieCity<br />
Leipzig dient hierbei als Schnittstelle und Mittelpunkt eines<br />
Netzwerkes aus höchst innovativen Partnern.<br />
Erstmalig wird das Vorhaben große Aufmerksamkeit erzielen,<br />
wenn im Dezember das gerade in Planung befindliche<br />
Plus-Energie-Ausstellungsgebäude in Form eines Kubus von<br />
Günther Oettinger, dem EU-Kommissar für Energie eröffnet<br />
wird. Der Kubus soll Erlebniswelt und Technologiezentrum in<br />
einem werden: »Der Kubus wird eine ständige Ausstellungsfläche<br />
für Energietechnik, Umwelttechnik sowie nachhaltiges<br />
Bauen und Sanieren werden«, berichtet Hans-Jochen Schneider,<br />
Geschäftsführer der EnergieCity Leipzig GmbH. Letztlich<br />
soll der Kubus eine Projektionsfläche sein für das, was die<br />
Industrie im Hinblick auf nachhaltige Mobilität und nachhaltiges<br />
Bauen, Ressourcen- und Energieeffizienz schon heute<br />
liefern kann. Eine Projektionsfläche für Möglichkeiten, ganz<br />
unterschiedliche Bereiche auf intelligente Weise miteinander<br />
zusammenzubringen und damit einen Beitrag zu mehr<br />
Nachhaltigkeit zu leisten.<br />
Hochkarätige Industriepartner wie Schueco, die Deutsche<br />
Telekom oder Bosch Solar unterstützen bereits den Bau des<br />
Ausstellungsgebäudes mit höchst innovativen Technologien.<br />
Innovativ wie beispielsweise auch der neuartige Baustoff,<br />
den das Architektur- und Ingenieur-Büro AIG Leinefelde<br />
entwickelt hat. Ein ultrahochfester Beton, der nur 15%<br />
der Ressourcen im Vergleich zu herkömmlichem Stahlbeton<br />
benötigt, in seinen Eigenschaften aber an Stahl heranreicht.<br />
Der Kubus wird das erste Gebäude weltweit sein, bei dessen<br />
Bau der Hybridstein zum Einsatz kommen wird.<br />
»Innovationen wie die von AIG sind quasi die Nadel im Heuhaufen,<br />
die wir von der EnergieCity finden, fördern und einer<br />
breiten Öffentlichkeit zugänglich machen wollen«, so EnergieCity-Projektleiter<br />
André Jaschke. Der Kubus der Energie-<br />
City Leipzig ist auch als Modellvorhaben bei der sächsischen<br />
Energieagentur angemeldet und soll mit seinen 400 Quadratmetern<br />
Fläche dem Plus-Energie-Standard entsprechen.<br />
Auch die Stadt Leipzig und die Leipziger Messe unterstützen<br />
das Projekt.<br />
Prof. Dr. Hans-Jochen Schneider<br />
Geschäftsführer EnergieCity Leipzig GmbH<br />
www.energiecity-leipzig.de<br />
64 Neue Mobilität Neue Mobilität 65
BEM-Landesvertretung Baden-Württemberg<br />
Landesvertretung Baden-Württemberg<br />
status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - ADAC<br />
BEM-Landesvertretung<br />
Baden-Württemberg<br />
Es geht nicht nur<br />
um Reichweite<br />
Sicherheit ist bei eAutos ein wichtiger Aspekt der Alltagstauglichkeit<br />
Der Mitsubishi i-MiEV im ADAC-Crashtest<br />
Nach den bereits erfolgreich etablierten BEM-Landesvertretungen<br />
in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und in<br />
Mitteldeutschland nimmt der Bundesverband eMobilität<br />
nun auch in Baden-Württemberg regionale Aufgaben wahr.<br />
Die neue BEM-Landesvertretung wird künftig unter der Leitung<br />
von Monika Lauer und Reinhard Stück das elektromobile<br />
Engagement der Region aktiv gestalten.<br />
»Baden-Württemberg lebt von und natürlich mit seiner Automobilindustrie<br />
und seinem innovativen Mittelstand. Seit<br />
jeher kommen Innovationen im Mobilitäts-Bereich von badischen<br />
und schwäbischen Unternehmen - das soll auch in<br />
Sachen eMobilität nicht anders sein«, betonte der Leiter der<br />
BEM-Landesvertretung Reinhard Stück. »Daneben gibt es<br />
unzählige Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren<br />
Energien, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Großartige<br />
Voraussetzungen für nachhaltige und innovative Entwicklungen<br />
in unserem Bundesland«, so Stück weiter.<br />
»eMobilität ist für uns mehr als die Entwicklung eines neuen<br />
Antriebsstrangs oder einer Batterie. Es ist der Aufbruch in<br />
ein neues Zeitalter des Zusammenlebens und der Vernetzung<br />
der Menschen in Ausgewogenheit mit ihren natürlichen<br />
Ressourcen, dem verantwortungsvollem Umgang mit der<br />
Umwelt und der Möglichkeit, wirtschaftlich erfolgreich zu<br />
sein. Das wollen wir aktiv mit gestalten«, erläuterte Monika<br />
Lauer die Motivation für ihr Engagement.<br />
Der Bundesverband eMobilität wird sich vor diesem Hintergrund<br />
auch auf regionaler Ebene für starke, strategische<br />
Partnerschaften zwischen Energieversorgern, Batterieherstellern,<br />
Herstellern und Entwicklern von Elektrofahrzeugen,<br />
Systemzulieferern, Forschungseinrichtungen, den Verbänden<br />
und der Politik einsetzen, um Elektromobilität in Baden-<br />
Württemberg langfristig zu etablieren. »An erster Stelle<br />
steht hierbei die nachhaltige Vernetzung unserer Mitgliedsunternehmen,<br />
um gezielt wirtschaftliche Mehrwerte zu erzeugen«,<br />
so Michael Hofmann, BEM-Vorstand Finanzen.<br />
»Wir wollen die Menschen in unserer Region für die Neue<br />
Mobilität begeistern. Deshalb werden wir vor allem die kleinen<br />
und mittleren Städte bei Ihren Projekten und Ambitionen<br />
im Bereich der Elektromobilität begleiten und unterstützen«,<br />
erklärte Stück und machte damit deutlich, in welche<br />
Richtung die Anstrengungen der BEM-Landesvertretung<br />
Baden-Württemberg künftig gehen werden.<br />
»Ich freue mich sehr über das Engagement unserer zwei<br />
neuen Partner. Nur wenn wir auch auf regionaler Ebene aktiv<br />
agieren, können wir unser gemeinsames Ziel erfolgreich verwirklichen«,<br />
so Hofmann abschließend.<br />
Monika Lauer, monika.lauer@bem-ev.de<br />
Reinhard Stück, reinhard.stueck@bem-ev.de<br />
BEM-Landesvertretung Baden-Württemberg<br />
Fast alle Hersteller entfalten enorme Aktivitäten auf dem Feld<br />
der alternativen Antriebe. Bemerkenswert bei der Debatte um<br />
Elektromobilität: Fast immer geht es nur um Reichweite und<br />
Leistung. Der ADAC sieht allerdings auch die Sicherheit im<br />
Zentrum der Diskussion.<br />
Der i-MiEV im Crashtest<br />
Der ADAC hat das erste Elektroauto aus Großserienproduktion,<br />
das es auf dem deutschen Markt zu kaufen gibt, einem<br />
Crashtest unterzogen. Ergebnis: Trotz Leichtbauweise,<br />
kurzem Vorbau und Hochspannungssystem bietet der<br />
i-MiEV von Mitsubishi eine gute Insassensicherheit. Die<br />
Fahrgastzelle bleibt stabil. Sowohl im Frontalcrash als auch<br />
beim Heckaufprall konnte der Japaner überzeugen.<br />
Rettungskarte für eAutos<br />
Der Club hat nicht erst seit der Diskussion um Elektroautos<br />
zusammen mit den Feuerwehren die Verbreitung der<br />
Rettungskarte vorangetrieben. Es wurde erkannt, dass die<br />
Fahrgastzellen von modernen Autos einerseits immer stabiler<br />
werden, andererseits dadurch die Rettung von eingeschlossenen<br />
Personen erschwert und verlängert werden kann.<br />
Bei den besonders harten Stählen, die im Auto verbaut<br />
sind, gelangen nämlich auch moderne Rettungsscheren<br />
schnell an ihre Grenzen. Die ADAC Rettungskarte, die hinter<br />
der Fahrersonnenblende positioniert wird, ermöglicht hier<br />
wertvolle Zeitersparnis für eine patientenorientierte und<br />
schonende Rettung. Die Karte gibt Orientierung: Beim<br />
Aufschneiden des Autowracks können die Rettungskräfte<br />
schließlich auf Kabel treffen, die den Strom der Hochleistungsbatterien<br />
zu den Elektromotoren transportieren.<br />
Hier können Spannungen bis zu 1.000 Volt auftreten. Zur<br />
Erinnerung: Schon die »normale« Stromleitung im Haus<br />
führt 230 Volt, die tödlich sein können. Die Rettungskarte<br />
ermöglicht also Rettern und Geretteten mehr Sicherheit nach<br />
einem Unfall.<br />
Der Funke springt über: Gelbe Engel sind jetzt auch eEngel<br />
Obwohl die Zahl an eAutos und Hybridfahrzeugen noch gering<br />
ist, geht der ADAC davon aus, dass der Anteil dieser Autos<br />
zunehmen wird. Seit Ende letzten Jahres sind deshalb auch<br />
die 1.700 Gelben Engel der ADAC Straßenwacht in Sachen<br />
Elektromobilität geschult. Damit setzte die Pannenhilfe des<br />
Clubs einen neuen Meilenstein in Richtung Zukunftsfähigkeit.<br />
Schließlich ist die Pannenhilfe eine Kernleistung des ADAC.<br />
Auf dem Lehrplan standen beispielsweise: Arbeitssicherheit,<br />
Elektrische Maschinen und Generatoren, Steuerungstechnik<br />
oder Hochvoltkonzepte in Kraftfahrzeugen. Jetzt können die<br />
Straßenwachtfahrer auch an eAutos und Hybridfahrzeugen<br />
»Erste Hilfe« leisten.<br />
Dr. Christian Buric // ADAC // christian.buric@adac.de<br />
66 Neue Mobilität Neue Mobilität 67
status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Jörg Duske<br />
CPM<br />
Wir investieren in eMobilität<br />
Interview mit Jörg Duske, estag Capital AG<br />
Sie investieren mit Ihrem Unternehmen in junge Start-Up-<br />
Unternehmen. Welche Branchen stehen dabei besonders<br />
im Vordergrund?<br />
Als weltweit agierendes Berliner Venture Capital Unternehmen<br />
investieren wir Seedkapital sowie Frühphasenkapital.<br />
Unser Investmentfokus liegt auf Internet-Businesses sowie<br />
CleanTech-Investitionen. So investierten wir zum Beispiel<br />
in Sponsorpay, game genetics oder in Shopsysteme wie<br />
Ondango, ein Shopprovider für Facebook Anwendungen. Im<br />
Cleantech-Bereich investierten wir vorrangig in die Solarbranche,<br />
setzen unseren Fokus aber immer mehr auch in den<br />
Bereich Elektromobilität.<br />
eMobilität ist einer der Zukunftsmärkte - gibt es bereits Unternehmen,<br />
die Sie in diesem Bereich unterstützen?<br />
Wir haben bereits Anfang 2009 in Coulombtech.com, einen<br />
heute weltweit führenden Hersteller von vernetzten Ladesäulen,<br />
als Leadinvestor in Serie A über 3 Mio. US-Dollar<br />
investiert. Wir sehen in der Elektromobilität eine große gesellschaftliche<br />
Veränderung, die es zu unterstützen gilt, weil<br />
sie neben der technischen Innovation auch neue Arbeitsplätze<br />
schafft und eine deutliche Verbesserung der Umwelt<br />
darstellt, sofern der Strom ausschließlich aus Erneuerbaren<br />
Energien gewonnen wird.<br />
Ich selber fahre seit November letzen Jahres einen Elektrosmart<br />
und habe mir jetzt dazu noch einen eScooter zugelegt.<br />
Es ist ein bewegendes Gefühl elektrisch zu fahren und ein<br />
deutlicher Mehrgewinn im Vergleich zum Verbrennungsmotor.<br />
Es ist wie mit dem Rauchen aufgehört zu haben und ich<br />
hoffe, dass es bald mehr und mehr »Nichtraucher« geben<br />
wird.<br />
Vor diesem Hintergrund haben wir als logische Fortführung<br />
die Q:Charge Europe AG initiiert, die übrigens gerade an die<br />
Börse gegangen ist. Q:Charge bringt Ladeinfrastruktur als<br />
unabhängiger Lade-Anbieter dort hin, wo Elektrofahrzeuge<br />
geladen werden, nämlich auf der Arbeit oder zu Hause. So<br />
arrangiert Q:Charge auch vernetzte Ladespots für die Nutzer,<br />
die keine eigene Garage oder Lademöglichkeit haben.<br />
Welche Unterstützung können Sie konkret im Bereich der<br />
Neuen Mobilität leisten?<br />
Wir sind offen für alles und schauen uns viel an. Wir konnten<br />
uns als einer der wenigen europäischen eMobilitäts-Investoren<br />
in den letzten 3 Jahren einiges an Expertise aneignen.<br />
Neben dem Investment stehen wir beratend zur Seite. Wir<br />
verstehen uns als Unternehmer mit Unternehmerbackground.<br />
Dementsprechend denken und handeln wir. In so<br />
frühen Marktphasen, in der sich die eMobilität derzeit noch<br />
befindet, erfindet sie sich immer wieder durch technische<br />
Weiterentwicklungen neu. Hier ist Weitsicht und Entschlossenheit<br />
wichtig. Wir bemühen uns, den Unternehmen hier<br />
helfend zur Seite zu stehen. Später kümmern wir uns um Anschlussfinanzierungen<br />
und Industriekontakte.<br />
Welche spezifischen Herausforderungen und Chancen entstehen<br />
Ihrer Meinung gerade in dem Branchen übergreifenden<br />
Unternehmensfeld der Elektromobilität?<br />
eMobilität ist Technologie, die noch erfunden oder weiter<br />
entwickelt werden muss. Hier liegen die größten Herausforderungen.<br />
Vernetzung von Web/App-Anwendungen spielen<br />
eine große Rolle genauso wie das Finden der richtigen Chemie<br />
für die zukünftigen Batterien der Autos. Damit kann die Ladezeit<br />
verkürzt und die Reichweite verlängert werden. Hier sehen<br />
wir große Chancen und allergrößte Herausforderungen.<br />
Jörg Duske<br />
estag Capital AG<br />
joerg.duske@estag.de<br />
Geballte Power für E-Mobility<br />
CPM bietet die kompaktesten und effizientesten<br />
Elektroantriebe der Welt – „made in Germany“.<br />
Unsere ultrakompakten und hocheffizienten Power<br />
Packs mit einer Leistung von 500 W bis 100 kW<br />
bestehen aus einem bürstenlosen Synchronmotor<br />
und einer vollintegrierten Ansteuerelektronik.<br />
Besonders gut geeignet für alle Arten von Fahrzeugen,<br />
batteriebetriebenen Anwendungen und<br />
zur hocheffizienten Energiegewinnung.<br />
Light Electric Vehicles<br />
Nebenaggregate in Fahrzeugen<br />
Hocheffiziente Generatoren<br />
CPM Compact Power Motors GmbH | Feringastrasse 11 | 85774 Unterföhring, Germany | T: +49 89 2872468 50 | F: +49 89 2872468 750 | www.cpmotors.eu<br />
68 Neue Mobilität Neue Mobilität 69
Status Quo der Elektromobilität - Dr. mark walcher<br />
IPM SYSTEM<br />
Effizienz durch Intelligenz<br />
Mitglied im<br />
In Kooperation mit<br />
Wir müssen neue Wege gehen<br />
Ein Kommentar von Dr. Mark Walcher<br />
Es ist gerade einmal 24 Monate her, da starteten die acht<br />
Modellregionen Elektromobilität unter Führung des BMVBS<br />
in Deutschland. Die Schwerpunktaktivitäten der ersten beiden<br />
Jahre lagen primär darin, die Sichtbarkeit von Elektrofahrzeugen<br />
und das Verständnisses für Elektromobilität innerhalb<br />
der Gesellschaft zu erhöhen. Beides ist gelungen.<br />
Schnell wurde jedoch deutlich, dass sich viele Projekte und<br />
Aktivitäten in den einzelnen Regionen mit ein paar Ausnahmen<br />
nur wenig voneinander unterscheiden. Hierin liegt eine<br />
der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft: Die regionalen<br />
Aktivitäten müssen unterschiedliche Aspekte der<br />
Neuen Mobilität thematisieren und vermehrt in breite Schichten<br />
der Bevölkerung transportiert werden. In der Modellregion<br />
Stuttgart ist das beispielsweise gelungen, indem die<br />
größte eFlotte Deutschlands mit 500 ELMOTOS an Interessierte<br />
Einwohner verteilt wurde, mit denen am Ende nahezu<br />
eine Million Kilometer in Stuttgart und Umgebung zurückgelegt<br />
wurden.<br />
Diese Erfahrungen müssen nun weiter im Alltag umgesetzt<br />
werden. Das beginnt schon heute mit einfachen Anwendungen,<br />
wie der Installation von Wallboxen zu Hause und einer<br />
intelligenten Steuerung der einzelnen Stromverbraucher. Es<br />
muss aber schon sehr bald in eher aufwändige Anwendungen,<br />
wie lokaler Produktion und Speicherung von Strom münden.<br />
70 Neue Mobilität<br />
Um dieses Potential zu vergrößern, muss umgedacht werden.<br />
Insbesondere die Zusammenarbeit innerhalb der Nachbarschaft<br />
bzw. im Rahmen thematischer Zweckgemeinschaften<br />
kann hier ein wichtiger Ansatz sein. Ähnlich, wie viele<br />
Großstädter heute dazu übergehen, sich in einer Form genossenschaftlicher<br />
Zusammenarbeit gemeinsam Häuser<br />
zu bauen, kann auch im Bereich der Elektromobilität agiert<br />
werden. Übernimmt man dieses Modell, werden gemeinsame<br />
Stromproduktionsanlagen, gemeinsame Speicher und<br />
eFahrzeuge angeschafft. Organisation und Verfügbarkeit<br />
können dann via Internet bzw. smarten neuen Services reguliert<br />
werden. Vergleichbar mit dem Modell von Amazon.<br />
Dort kann man mittlerweile u.a. selbst produzierte Medien<br />
und Produkte effizient erwerben bzw. verkaufen. Was mit<br />
digitalen Medien und Hardware funktioniert, wird auch mit<br />
Strom und der »Hardware Elektromobilität« funktionieren;<br />
seien es nun eFahrzeuge, Stromspeicher oder auch dezentrale<br />
Hardware zur Erzeugung von Strom.<br />
Es ist an der Zeit, neue Wege zu beschreiten. Was heute auf<br />
den ersten Blick visionär oder verrückt klingen mag, kann<br />
schon morgen Alltag und selbstverständlich sein.<br />
Dr. Mark Walcher // www.dornier-consulting.com<br />
Verantwortlich für den Bereich Elektromobilität bei<br />
Dornier Consulting<br />
»Es ist nicht genug zu wollen,<br />
man muss auch tun.<br />
Es ist nicht genug zu wissen,<br />
man muss auch anwenden können.«<br />
Johann Wolfgang von Goethe<br />
Eine Steuerungs- und Regelungstechnik zur Steigerung<br />
der Effizienz, Transparenz, Flexibilität und Sicherheit<br />
von Photovoltaik-Anlagen. Das IPM SYSTEM ® lässt sich<br />
auch nachträglich in jede PV-Anlage integrieren.<br />
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Status Quo der Elektromobilität - NFF<br />
Status Quo der Elektromobilität - NFF<br />
Die automobile Wertschöpfungskette<br />
von morgen<br />
K. Wittek, M. Mennenga, C. Huth, M. Schnöring, apl. Prof. Dr.-Ing. C. Herrmann,<br />
Prof. Dr. D.M. Woisetschläger, Prof. Dr. T.S. Spengler<br />
Die Erreichung des Ziels der Bundesregierung, allein in<br />
Deutschland bis 2020 eine Million und bis 2030 sechs Millionen<br />
Elektrofahrzeuge im Markt zu realisieren, bedingt umfassende<br />
Veränderungen der automobilen Wertschöpfungskette.<br />
Neue Komponenten, neue Geschäftsmodelle und neue<br />
Infrastruktur führen zu wertschöpfungsstufenspezifischen<br />
sowie -übergreifenden Herausforderungen, die auf dem Weg<br />
dorthin zu bewältigen sind (siehe Abbildung).<br />
Im Kontext der Rohstoffbeschaffung ist zu klären, inwieweit<br />
es zu Engpässen bei Rohstoffen wie Lithium oder seltenen<br />
Erden kommen wird. Möglichkeiten zur Sicherung der Rohstoffversorgung<br />
über geschlossene Stoffströme, alternative<br />
Rohstoffe und strategische Partnerschaften sind zu evaluieren.<br />
In der Komponentenentwicklung & -produktion sind die<br />
Kompetenzträger für elektrische Antriebe mit denen der konventionellen<br />
Antriebe nicht immer identisch. Dies erfordert<br />
neue Kooperationen und eine bewusste Entscheidung über<br />
Auf- oder Abbau von Kompetenzen. Schwerpunkte liegen in<br />
der Batterietechnik, der Integration des Antriebsstrangs in<br />
das Gesamtfahrzeug, der Materialforschung und -entwicklung<br />
sowie der Verbesserung des Leichtbaus.<br />
In der Fahrzeugproduktion und -entwicklung liegt die Herausforderung<br />
in der Integration der Elektrofahrzeuge in bestehende<br />
Produktionsnetzwerke bei Erzielung hoher Typund<br />
Volumenflexibilität. Produktionsverfahren und -techniken<br />
für neu zu konzipierende Fahrzeugkonzepte sind zu<br />
entwickeln und Kostensenkungspotentiale auf Basis der hohen<br />
Modularisierbarkeit der Elektrofahrzeuge zu nutzen.<br />
Elektromobilität erfordert zudem erhebliche Investitionen<br />
in neue Infrastruktur, insbesondere durch die Bereitstellung<br />
von Ladeinfrastruktur. Neue Freiheitsgrade bestehen u.a. in<br />
der Kooperation mit Energieversorgern und der Verfügbarkeit<br />
unterschiedlich leistungsfähiger Stromanschlüsse. Herausfordernd<br />
ist die Integration des Fahrzeugpools in das<br />
Stromnetz zur Netzstabilisierung (Smart Grid).<br />
Die Phase der Nutzung bietet einerseits die Möglichkeit<br />
neue Geschäftsmodelle und Mehrwertdienstleistungen (z.B.<br />
integrierte Mobilitätskonzepte) am Markt anzubieten, andererseits<br />
hängt die effiziente Nutzung und Akzeptanz der<br />
Elektromobilität signifikant vom Verständnis der Kunden<br />
von der Technologie ab (z.B. in Bezug auf Batteriealterung,<br />
Leistungsfähigkeit von Stromanschlüssen, Abhängigkeit der<br />
Reichweite vom Nutzerprofil). Hier spielen Akzeptanzforschung<br />
und der Vertrieb als Motor des Abbaus von kundenbedingten<br />
Akzeptanzbarrieren eine wichtige Rolle. Zusätzlich<br />
ist das Nutzerverhalten zu prognostizieren, da eine<br />
bedarfsorientierte Mobilität im Zusammenspiel verschiedener<br />
Akteure angeboten werden muss. Dies schließt Abrechnungsmodalitäten<br />
sowie Finanzierungs- und Leasingformen<br />
für Elektrofahrzeuge und deren Batterien ein.<br />
Im Bereich Reparatur & After Sales Service bieten neue<br />
kundennutzenorientierte Betreiber- und Servicekonzepte<br />
Erlöspotentiale für die beteiligten Wertschöpfungspartner.<br />
Der hohe Anteil an Elektronikkomponenten wirft indes das<br />
Problem der Ersatzteilversorgungssicherheit auch nach Produktionsende<br />
auf.<br />
Am Ende der Nutzung im Primärmarkt ist die weitere Nutzung<br />
in Sekundärmärkten oder ein entsprechendes Recycling zu<br />
klären. In diesem Bereich sind wesentliche Fragestellungen<br />
im Hinblick auf Recyclingprozesse und deren Skalierbarkeit<br />
zu beantworten.<br />
Wertschöpfungsstufenübergreifende Herausforderungen ergeben<br />
sich an den vielfältigen Schnittstellen zwischen den<br />
Wertschöpfungsstufen und bedingen neue Arten des Zusammenwirkens.<br />
Standardisierungs- und Normungsbestrebungen<br />
sind ein wesentlicher Faktor, von der Ladetechnik,<br />
über Wechselbatteriesysteme bis hin zu Regeln für die Datenübertragung<br />
und -sicherheit. Die Integration von Informations-<br />
und Kommunikationstechnologien entlang der<br />
Wertschöpfungskette unterstützt diese Bestrebungen und<br />
ermöglicht zugleich neue Geschäftsmodelle und eine gesteigerte<br />
Effizienz. Über alle Stufen der Wertschöpfung ist<br />
zu beachten, dass die Elektromobilität einen Beitrag zur<br />
Nachhaltigkeit leisten soll. Beispiele sind die Bereitstellung<br />
Erneuerbarer Energien in der Nutzungsphase sowie eine<br />
energie- und ressourceneffiziente Produktion. Die neuen<br />
Technologien erfordern wertschöpfungsstufenübergreifend<br />
Fachpersonal mit spezifischen Kenntnissen, insbesondere<br />
im Hinblick auf Sicherheitsaspekte im Umgang mit Hochvoltkomponenten<br />
und chemisch aktiven Werkstoffen. Die nur<br />
mit langen Vorlaufzeiten garantierbare Verfügbarkeit des<br />
spezifisch qualifizierten Personals ist schon heute eine große<br />
Herausforderung. Über allem stehen die Technologieunsicherheit<br />
mit der Möglichkeit von Innovationssprüngen bei<br />
Lithium-Ionen- und post-Lithium-Ionen-Technologien sowie<br />
die Volumenunsicherheit. Die Volumenunsicherheit wird<br />
nicht zuletzt dadurch geprägt, wie der Gesetzgeber seine<br />
steuernde Rolle durch Gesetze, Verordnungen und monetäre<br />
Anreize ausübt.<br />
Bereich<br />
Infrastrukturbereitstellung<br />
Wertschöpfungsschritt<br />
Spezifische<br />
Herausforderungen<br />
Übergreifende<br />
Herausforderungen<br />
• Untersuchung<br />
von Engpässen<br />
• Sicherung der<br />
Rohstoffversorgung<br />
Materialien/<br />
Prozesse<br />
Komponenten<br />
Entwicklung &<br />
Produktion<br />
• Materialforschung<br />
und<br />
-entwicklung<br />
• Integration in<br />
das Gesamtfahrzeugkonzept<br />
• Verfahren und<br />
Techniken<br />
• Skalierbarkeit<br />
der Verfahren<br />
Nur die reibungslose Verzahnung der Wertschöpfungsstufen<br />
und Akteure wird es ermöglichen, die Herausforderungen<br />
der Elektromobilität zu bewältigen und letztere zu marktfähigen<br />
Preisen anbieten zu können. Neben den technologischen<br />
und organisatorischen Herausforderungen an OEMs,<br />
Zulieferer und Dienstleister ist nicht zu vergessen, dass die<br />
Elektromobilität ihren Durchbruch erst erzielen kann, wenn<br />
sie für den Kunden konkurrenzfähige Kosten im Sinne der<br />
Total Cost of Ownership aufweist. Hier sind alle Akteure der<br />
Wertschöpfungskette gefordert.<br />
Kai Wittek<br />
Technische Universität Braunschweig<br />
Niedersächsisches Forschungszentrum Fahrzeugtechnik<br />
(NFF)<br />
k.wittek@tu-braunschweig.de<br />
www.nff.tu-bs.de<br />
Wertschöpfungsstufenübergreifende Koordination und Abstimmung<br />
Fahrzeuge<br />
Entwicklung &<br />
Produktion<br />
• Schnittstellenübergang zwischen Wertschöpfungsschritten<br />
• Standardisierung und Normung<br />
• Produktionsnetzwerke<br />
• Flexibilität und<br />
Skalierbarkeit<br />
• Produktionsverfahren<br />
und<br />
-techniken<br />
Rohstoffbeschaffung<br />
Serviceleistungen/<br />
Mobilitätskonzepte<br />
Nutzung<br />
Reperatur &<br />
After Sales<br />
Service<br />
• Zunehmender Bedarf an Informations- und Kommunikationstechnologien (Datenübertragung und -sicherheit)<br />
• Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz in der Produktion, Nutzung und Nachnutzungsphase<br />
• Sicherheitsaspekte in Bezug auf Hochvolttechnologien sowie chemischer Wirkprinzipien<br />
• Verfügbarkeit des notwendigen Fachpersonals<br />
• Volumenunsicherheit durch noch offene Marktdurchdringung<br />
• Bereitstellung<br />
von Ladestationen<br />
• Kooperation<br />
mit Energieversorgern<br />
• Leistungsfähigkeit<br />
von<br />
Stromanschlüssen<br />
• Netzstabilität<br />
(Smart Grid)<br />
• Rolle des Gesetzgebers durch Gesetze, Verordnungen und monetäre Anreize<br />
• Akzeptanzbarrieren<br />
• Nutzungsverhalten<br />
• Ausgestaltung<br />
neuer<br />
Geschäftsmodelle<br />
• Entwicklung<br />
von Mehrwertdienstleistungen<br />
• Technologieunsicherheit durch Innovationssprünge (z. B. post Lithium-Ionen Technologie)<br />
• Sicherung<br />
der Ersatzteilversorgung<br />
über den<br />
gesamten<br />
Lebenszyklus<br />
• Neue Servicekonzepte<br />
• Kostenreduktion auf allen Stufen zur Erzielung marktfähiger Total Cost of Ownership (TCO) für Elektrofahrzeuge<br />
Materialien/<br />
Prozesse<br />
Recycling<br />
• Nutzung in<br />
Sekundärmärkten<br />
• Recyclingprozesse<br />
• Skalierbarkeit<br />
der Verfahren<br />
72 Neue Mobilität Neue Mobilität 73
Status Quo der Elektromobilität - CPM<br />
Status Quo der Elektromobilität - CPM<br />
Seltene Erden in der<br />
Elektromobilität<br />
Preisexplosion für Seltene Erden erfordert ressourcenschonende Elektromotoren<br />
für eMobilität<br />
»Im Bereich Elektromobilität werden Seltene Erden bei der<br />
Herstellung von Akkus, Elektromotoren und Generatoren<br />
verwendet.«<br />
In etlichen Hightech-Branchen, darunter energieeffiziente und kompakte Elektromotoren für<br />
Elektrofahrzeuge, sind Seltene Erden unentbehrlich. Die Reduzierung der Fördermengen und<br />
Exportquoten durch die VR China führte zu Preissteigerungen beispielweise bei Magneten um<br />
bis zu 800% und könnte den Vormarsch der Elektromobilität entscheidend verlangsamen.<br />
Alternative Quellen sind noch nicht verfügbar, daher sind innovative Technologien gefragt, die<br />
den Bedarf reduzieren.<br />
Seltene Erden in der Elektromobilität<br />
Im Bereich Elektromobilität werden Seltene Erden bei der<br />
Herstellung von Akkus, Elektromotoren und Generatoren<br />
verwendet. So beträgt der Neodym-Anteil von in Elektromotoren<br />
und Generatoren eingesetzten Hochleistungsmagneten<br />
über 25%. Der Anteil aller Seltenen Erden in einem<br />
Hybrid-Fahrzeug wird auf insgesamt 20 kg geschätzt. Ohne<br />
deren Einsatz wären z.B. in Motoren und Generatoren höchste<br />
Wirkungsgrade von über 90% nicht erreichbar, außerdem<br />
wären deutlich größere und schwerere Maschinen nötig, um<br />
die steigenden Leistungsanforderungen an Antriebsmotoren,<br />
Generatoren und Hilfsaggregate für Elektro- und Hybridfahrzeuge<br />
zu erfüllen. Im letzten Jahrzehnt verdreifachte<br />
sich der Bedarf an Seltenen Erden von 40.000 auf 120.000<br />
Tonnen. Um das geplante Wachstum der sogenannten<br />
Green-Technologien bewahren zu können, steigt der globale<br />
Bedarf in den nächsten Jahren sogar auf 200.000 Tonnen.<br />
Die Rohstoffmengen sind grundsätzlich vorhanden, obgleich<br />
Teile davon noch unerschlossen sind, dennoch ist die Versorgungssituation<br />
kritisch.<br />
Vorsorgungsengpässe<br />
Entgegen der Bezeichnung sind die 17 Seltenen Erden tatsächlich<br />
nicht so selten. Lediglich wegen ihrer geochemischen<br />
Eigenschaften sind diese Elemente zumeist nur in<br />
kleinen Mengen, in sehr vielen, weit verstreut lagernden<br />
Mineralien sowie als Beimischungen in anderen Mineralien<br />
vorhanden. Daher geschieht die industrielle Gewinnung<br />
eher als Nebenprodukt bei der Gewinnung anderer, stärker<br />
konzentriert vorliegender Metalle aus deren Erzen, meist als<br />
Mischmetalle, weil die Ähnlichkeit ihrer chemischen Eigenschaften<br />
eine Trennung aufwändig und kostspielig macht.<br />
Während das gesamte globale Vorkommen der Seltenen Erden<br />
bei weitem ausreichend ist, um den weltweiten Bedarf<br />
abzudecken, werden die Rohstoffe nicht global verteilt aus<br />
dem Boden gewonnen. Heute kommen 97% der weltweit<br />
geförderten Mengen aus China.<br />
Jüngst wurde in den Medien über die Exportdrosselung<br />
der Seltenen Erden und die damit verbundene Existenzbedrohung<br />
des Hybridantriebs berichtet. Der Marktführer im<br />
Segment der Hybridfahrzeuge, der japanische Automobilkonzern<br />
Toyota, befürchtet starke Einschränkungen in den<br />
Expansionsmöglichkeiten seiner Technologie. Da einer der<br />
wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Akzeptanz von Elektround<br />
Hybridfahrzeugen in einem wettbewerbsfähigen Preis<br />
zu Verbrennerfahrzeugen besteht, die Herstellkosten bereits<br />
heute allerdings erheblich höher liegen, treffen diese<br />
Befürchtungen den gesamten Elektromobilitätssektor und<br />
könnten das aktuell zu beobachtende Wachstum erheblich<br />
verlangsamen. Daher werden zusätzliche Quellen oder alternative<br />
Materialien dringend benötigt, was allerdings noch<br />
einige Jahre in Anspruch nehmen wird.<br />
Bereits erschlossene Vorkommen von Seltenen Erden befinden<br />
sich in Indien, Brasilien und in Malaysia. In West-<br />
Australien, Grönland und Kanada wurden weitere Vorkommen<br />
entdeckt, sowie größere Mengen Seltener Erden durch<br />
japanische Wissenschaftler Mitte 2011 im Pazifik. Nichtsdestotrotz<br />
muss man mit einigen Jahren rechnen, bevor diese<br />
Quellen die Industrie kosteneffizient beliefern können.<br />
Eine weitere Möglichkeit, um den Bedarf der Hightech-<br />
Industrien abzudecken, wäre eine zukunftsorientierte Recyclingstrategie<br />
für Hightech-Müll, womit solche Rohstoffe<br />
kosteneffizient aus dem Recycling gewonnen werden. Das<br />
gezielte Recycling von anderen wichtigen Rohstoffen, wie<br />
z.B. Gold, Gallium und Rhodium, ist der Bewies, dass dieses<br />
Konzept sich als rentables Geschäftsmodell realisieren lässt.<br />
Eine weitere Option ist die Suche nach alternativen Materialien.<br />
Leider begann diese in einigen Sektoren erst in der<br />
jüngsten Vergangenheit, sodass der Untersuchungsprozess<br />
und die entsprechende Realisierung brauchbarer Alternativen<br />
auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.<br />
Innovation reduziert den Bedarf<br />
Vor diesem Hintergrund gewinnt der Einsatz innovativer und<br />
besonders ressourcenschonender Technologien zunehmend<br />
an Bedeutung. Im Bereich der Elektromotoren und Generatoren<br />
kann die Wirkung von Magneten durch innovatives<br />
und energieeffizientes Design optimiert, und hierdurch der<br />
Einsatz der Rohstoffe entscheidend gesenkt werden. So hat<br />
sich beispielsweise die CPM Compact Power Motors GmbH<br />
aus Unterföhring bei München auf die Entwicklung und<br />
Fertigung von Motoren und Generatoren für den Einsatz in<br />
Elektro- und Hybridfahrzeugen spezialisiert, die durch ihr<br />
neuartiges Design eine vielfache Leistungsausbeute und<br />
damit erhebliche Größen- und Gewichtsreduzierung ermöglichen.<br />
Hierdurch lässt sich z.B. im Vergleich zu chinesischen<br />
Radnabenmotoren für Elektroroller der Einsatz von Elektromagneten<br />
auf bis zu ein Fünftel senken. Damit sind die entsprechenden<br />
Elektromotoren sowohl kostengünstiger als<br />
auch ressourcenschonender in der Herstellung. Zudem sind<br />
sie leichter und kompakter, was zusätzlich einen Beitrag<br />
zum Thema Energieeffizienz und eine erhöhte Flexibilität bei<br />
Einsatz und Design mit sich bringt.<br />
Fazit<br />
Seltene Erden sind bereits heute ein wesentlicher Kostentreiber<br />
in Elektro- und Hybridfahrzeugen, die zunehmende<br />
Verknappung und Verteuerung aufgrund der aktuellen Rohstoffpolitik<br />
Chinas gefährdet das schnelle Wachstum der<br />
Elektromobilität und die Erfolgsaussichten der Technologieträger<br />
in Europa und Amerika. Nur durch eine Kombination<br />
aus Erschließung neuer Quellen, Entwicklung alternativer<br />
Materialien und innovative Technologien zur Reduzierung<br />
des Bedarfs kann die High-Tech-Industrie den Lieferengpässen<br />
effektiv entgegenwirken. Neuartige Elektromotoren wie<br />
von CPM, die maximale Leistung aus den eingesetzten Magneten<br />
erzielen, leisten hierfür einen wesentlichen Beitrag.<br />
Dr. Gregory Flinn, Chefredakteur von Laser+Photonik<br />
Nico Windecker und Dr. Thomas Leiber, Geschäftsführer der<br />
CPM Compact Power Motors GmbH<br />
www.cpmotors.eu<br />
Production, kt (1 kt = 1000 t)<br />
Weltproduktion an Seltenerd-Metallen, 1950 - 2000<br />
80<br />
70<br />
60<br />
50<br />
40<br />
30<br />
20<br />
Total<br />
USA<br />
Globale Lieferung von Seltenen Erden, 1950 bis 2000<br />
(Quelle: Wikipedia)<br />
China<br />
10<br />
Other<br />
0<br />
1950 1960 1970 1980 1990 2000<br />
Monatize-placer Monatize Pass<br />
Chinese<br />
era<br />
era<br />
era<br />
?<br />
74 Neue Mobilität Neue Mobilität 75
Status Quo der Elektromobilität - Reinhard Stück & Ralph Strobel<br />
Status Quo der Elektromobilität - Reinhard Stück & Ralph Strobel<br />
hier um ein Umsatzäquivalent von rund 3 Mio. Euro und der<br />
administrative Aufwand im Unternehmen ist mehr als überschaubar«,<br />
ergänzte Reinhard Stück. Mittlerweile läuft das<br />
Projekt in Phase 2 und die Markteinführung im kommenden<br />
Jahr rückt in den Fokus.<br />
nächste gemeinsame Termin schon vereinbart ist«, erklärte<br />
Strobel abschließend.<br />
Von der Produktidee bis<br />
zur Vermarktung<br />
Ideen zur eMobilität finden sich in fast allen Unternehmen<br />
ZIM-Solo unterstützt auch Vermarktungsmaßnahmen<br />
»Mit der Genehmigung des ZIM-Solo-Zuschusses hat man<br />
das Recht zur Förderung sogenannter unterstützender<br />
Dienstleistungen, und zwar mit 50% bis 50.000 Euro, ein<br />
echter Vorteil«, sagt Ralph Strobel, Co-Leiter des Workshops<br />
und Vermarktungsexperte. »Mit diesem Zuschuss kann<br />
man nicht nur die wichtigen Markt- und Kundenrecherchen<br />
angehen, sondern auch die Umsetzung vieler Maßnahmen<br />
wie Messeauftritte, Vertriebsunterstützung, Dokumentationen,<br />
die Zertifizierung und vieles mehr. Oder man kann<br />
sich rechtzeitig wie hier um den Aufbau eines Key Account<br />
Managements kümmern und so schon frühzeitig die Strukturen<br />
aufbauen. Die am Projekt beteiligten Mitarbeiter sind<br />
stolz und motiviert, und freuen sich, dass ihre Ideen den<br />
Weg in den Markt finden werden. Und einige der Ideen aus<br />
dem Innovations-Workshop, der im Übrigen auch mit 50%<br />
bezuschusst werden kann, sind noch so präsent, dass der<br />
Reinhard Stück<br />
Ralph Strobel<br />
4L- Gruppe BER Marketing GmbH<br />
r.stueck@4l-gruppe.de ralph.strobel@ber-marketing.de<br />
www.4l-gruppe.de<br />
www.ber-marketing.de<br />
Reinhard Stück, Inhaber der 4L-Beratung für KMU und Ralph<br />
Strobel, Geschäftsführer der BER Marketing GmbH bieten<br />
zusammen Workshops zur Fördermittelberatung im Bereich<br />
der Neuen Mobilität an. Angesprochen werden mit dem Angebot<br />
alle kleinen und mittelständischen Unternehmen, die<br />
im Bereich der Elektromobilität tätig sind und Unterstützung<br />
bei der Beantragung von Fördergeldern benötigen.<br />
Im Rahmen dieser kompakten Innovations-Workshops kommen<br />
ausgewählte Mitarbeiter der jeweiligen Unternehmen<br />
zusammen, um gemeinsam an einer Strategie zu arbeiten.<br />
Während der ganztägigen Veranstaltung werden die Stärken<br />
und Schwächen des eigenen Angebots analysiert und im<br />
Vergleich zu Mitbewerbern evaluiert. Welche Kompetenzen<br />
bietet das eigene Unternehmen in welchen Bereichen und<br />
wodurch unterscheidet sich das Angebot von den einschlägigen<br />
Konkurrenten auf dem Markt? Aus diesen Ergebnissen<br />
werden dann in der Regel drei Projektideen herausgearbeitet,<br />
die in Hinblick auf einen Förderantrag erfolgreich scheinen.<br />
Für Innovationen in der eMobilität gibt es verschiedene Formen<br />
der staatlichen Unterstützung<br />
»Zwei Dinge waren bei der Durchführung und der Leitung<br />
des letzten Workshops ganz wichtig: Von Beginn an haben<br />
wir den Blick auf die Chancen zur Erlangung eines ca.<br />
140.000 Euro Zuschusses aus dem ZIM-Solo-Programm<br />
des Bundeswirtschaftsministeriums und die Möglichkeiten<br />
einer erfolgreichen Vermarktung gerichtet. Denn technologische<br />
Kompetenz und innovative Ideen sind die eine Seite<br />
der Medaille, geförderte Risikoteilung von Seiten des Staates<br />
sowie der frühe Blick auf den wirtschaftlichen Erfolg die<br />
andere Seite. Denn: Über 70% aller Innovationen scheitern,<br />
meistens, weil sie nicht richtig durchdacht waren, häufig,<br />
weil nicht frühzeitig an die Vermarktung gedacht wurde«,<br />
so Ralph Strobel zum Workshop mit einem mittelständischen<br />
Unternehmen aus Oberschwaben. »Dieses Vorgehen,<br />
alle wesentlichen Aspekte von Anfang mit einzubeziehen,<br />
kommt in der Regel bei allen Beteiligten hervorragend an«,<br />
so Strobel weiter.<br />
So wenig Theorie wie nötig, aber so viel Praxiserfahrung<br />
aus vielen verschiedenen Anwendungen und aus den bisher<br />
erfolgten Prozessen der Antragstellung wie möglich. Das<br />
zahlt sich aus. »Wir haben die favorisierte Idee noch zwei<br />
Tage sacken lassen, dann war klar: Wir stellen den Antrag.<br />
Nach einer weiteren rund 3-stündigen gemeinsamen Runde<br />
zu den Details der Projektskizze ging es los und nach drei<br />
Monaten hatten wir die Zusage aus Berlin und die Bitte, die<br />
Mittel abzurufen. Besser kann es gar nicht laufen, wenn man<br />
sich vorher die richtigen Gedanken macht. Immerhin geht es<br />
„Mehr Wert<br />
aus E-Mobilität“<br />
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76 Neue Mobilität Neue Mobilität 77
Status Quo der Elektromobilität - Rainer Volck<br />
status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Rainer Volck<br />
Bezahlbare Ladeinfrastruktur<br />
Ein Kommentar von Elektroingenieur Rainer Volck<br />
bewegt wird. Während der Fahrt befindet er sich geschützt im<br />
Fahrzeugboden. Wird das Fahrzeug über der Anschlussstelle<br />
ungefähr im Bereich der Vorderachse geparkt, ortet der bewegliche<br />
Teleskop-Anschlussarm im Fahrzeugboden die Position<br />
der Anschlussstelle per RFID-Transponder, senkt sich<br />
ab und hakt sich in die versenkte Öse der Anschlussplatte in<br />
der Fahrbahn ein. Eventuell wird die Platte vorher mit Pressluft<br />
aus dem Arm frei- und trockengeblasen. Über Anschlussbolzen<br />
wird eine galvanische Verbindung hergestellt. Über<br />
Kriechstrom- und Übergangswiderstandsmessungen wird<br />
die einwandfreie Funktion getestet. Durch oszillierende Bewegung<br />
des eingehakten Anschlusskopfes kann bei Bedarf<br />
ein kontrolliertes Abreiben einer Oxidationsschicht erreicht<br />
werden. Ein Dichtungswulst am Kopf des Anschlussarms<br />
sorgt für Spritzwassersicherheit. Durch Hochfrequenz-Übertragung<br />
(Powerline connection) über die elektrische Verbindung<br />
noch ohne Ladestrom wird das Fahrzeug identifiziert,<br />
die Ladestrategie ausgetauscht und schließlich der Ladestrom<br />
freigegeben. Damit kann der Fahrzeugakku sowohl<br />
geladen als auch entladen werden oder der Netzstabilisierung<br />
dienen (V2G). Die Abrechnung für den Strom erfolgt<br />
zentral, wie bei anderen Lösungen auch.<br />
Der automatische Elektroanschluss verlagert die Kosten des<br />
Andockens von der Infrastrukturseite auf das Fahrzeug. Damit<br />
wird der Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur für<br />
Energieversorger attraktiv. Die wichtige Speicher- und Stabilisierungsfunktion<br />
für Erneuerbare Energien wird durch die<br />
Autokäufer finanziert. Autofahrer können sich dafür einen<br />
Teil ihrer Transportkosten vergüten lassen. Für die Automobilindustrie<br />
entsteht zusätzlicher Umsatz aus der Komfortkomponente<br />
des automatischen Anschlusses. Gemeinden<br />
können ein attraktives, flächendeckendes Ladeangebot realisieren.<br />
Für den automatischen Elektroanschluss wurde in Zusammenarbeit<br />
mit der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt<br />
eine Andocksoftware mit Simulation entwickelt sowie ein<br />
Robotermodell konstruiert. Feldversuche stehen noch aus.<br />
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Volck<br />
rainer.volck@cargrid.de<br />
www.cargrid.de<br />
Eigentlich würden sie sich ideal ergänzen: Elektromobilität<br />
und Erneuerbare Energien. Elektrofahrzeuge stellen die<br />
Stromspeicher zur Verfügung, die die schwankende Einspeisunge<br />
von Wind und Sonne benötigt, um stabile Netze zu<br />
gewährleisten. Das erfordert aber, dass die geparkten Fahrzeuge<br />
immer am Netz hängen. Alle Modellversuche zeigen,<br />
dass Elektromobilität nur da stattfindet, wo die Fahrzeuge<br />
nachts am Heimatstandort aufgeladen und dann tagsüber<br />
nur innerhalb ihrer Reichweite bewegt werden. Der Grund:<br />
öffentliche Ladeinfrastruktur ist zu teuer. Bisher wurde kein<br />
Businessmodell gefunden, das den wirtschaftlichen Einsatz<br />
von Ladesäulen oder Induktionsspulen ermöglicht. Mehr als<br />
4.000 Euro Stromumsatz über die Lebensdauer einer Ladesäule<br />
lassen sich kaum prognostizieren. Alle bisher installierten<br />
Ladesäulen wurden entweder in Modellversuchen<br />
durch Fördergelder subventioniert oder aus den Marketingbudgets<br />
der Energieversorger bezahlt.<br />
Damit steht die Elektromobilität an einem Scheideweg:<br />
Bleibt sie nur Verbraucher, werden nur die bedient, die<br />
nachts am Heimatstandort laden und tagsüber ohne Ladeinfrastruktur<br />
auskommen oder werden die Fahrzeugbatterien<br />
der Fahrzeuge auch tagsüber zur Netzstabilisierung, Spitzenstromentnahme<br />
und Blindleistungskompensation genutzt.<br />
Dafür müssen neue Konzepte her, welche die Kosten<br />
der Ladeinfrastruktur deutlich senken und den Komfort des<br />
Ankoppelns an das Netz bei jedem Parken erhöhen.<br />
Unter dem Namen CarGrid wurde jetzt eine Lösung entwickelt,<br />
die öffentliche Ladeinfrastruktur bezahlbar macht und<br />
darüber hinaus den Komfort einer vollautomatischen Anund<br />
Abkopplung des Fahrzeugs im Netz bietet. 400 V-Kabel<br />
über Gehsteige oder strahlungsintensive Induktionsspulen<br />
sollen damit der Vergangenheit angehören. CarGrid, der automatische<br />
Elektroanschluss für Fahrzeuge, nutzt das einzige<br />
Medium, mit dem Fahrzeuge immer in Kontakt stehen<br />
- die Fahrbahn. Dort befindet sich auf Parkplätzen, Parkhäusern<br />
oder Randstreifen eine Bodenplatte mit Kontaktflächen<br />
und einer versenkten Öse, in die sich ein beweglicher Ladearm<br />
des Fahrzeugs einhakt und über Kontaktstifte die elektrische<br />
Verbindung herstellt. Der Clou: Tiefbauarbeiten werden<br />
minimiert, die elektrischen Komponenten werden unter<br />
die Erde an den Abzweig des Versorgungskabels verbannt.<br />
Aufwände für Fundamente und Vandalismus-Sicherung oder<br />
Maßnahmen gegen Störstrahlung entfallen.<br />
Der bewegliche Anschlussarm im Fahrzeugboden kann preiswert<br />
ausgeführt werden, da er nur beim stehenden Fahrzeug<br />
78 Neue Mobilität
Status Quo der Elektromobilität - Prof. Dr. Uwe Götze & Marco Rehme<br />
Status Quo der Elektromobilität - Prof. Dr. Uwe Götze & Marco Rehme<br />
Damit sich Elektromobilität<br />
am Markt durchsetzen kann<br />
Prof. Dr. Uwe Götze und Marco Rehme<br />
Untersuchung zu dem Ergebnis, dass derzeit beide Konzepte<br />
nicht aus Sicht aller Akteure wirtschaftlich tragfähig sind;<br />
für den Betreiber erweist sich das Geschäftsmodell einer<br />
Batteriewechselstation als ökonomisch vorteilhafter als das<br />
von Ladesäulen.<br />
Lebenszyklusbezogene Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen für<br />
das Smart Metering zeigen, dass eine politisch gewollte<br />
Neuerung - hier die Umstellung auf ein »intelligentes« Messwesen<br />
in privaten Haushalten - nicht erfolgreich ist, wenn<br />
rechtliche Rahmenbedingungen es verhindern, dass alle an<br />
einer Wertschöpfungskette Beteiligten davon profitieren.<br />
Hier ist es der Zwang, dass der Lieferant Energie nach dem<br />
Standardlastprofil beschaffen, verteilen und abrechnen<br />
muss.<br />
Solche Wirtschaftlichkeitsrechnungen sind ein wertvolles Instrument<br />
eines vernetzten und strategischen Managements,<br />
das das gedankliche Hineinversetzen in die Lage der anderen<br />
Marktakteure umfasst. Dieses ist ebenso anzuraten wie<br />
ein gezieltes Wissensmanagement, um das vorhandene und<br />
das derzeit in kaum überschaubarer Weise neu entstehende<br />
Wissen zum Thema Elektromobilität zu bündeln.<br />
Prof. Dr. Uwe Götze und Marco Rehme<br />
Technische Universität Chemnitz<br />
Lehrstuhl für Unternehmensrechnung und Controlling<br />
www.wirtschaft.tu-chemnitz.de<br />
Sollen Elektrofahrzeuge ein dominantes Fortbewegungsmittel<br />
werden, sind eine Reihe von Hürden hinsichtlich der<br />
Technik und Nutzerakzeptanz, aber nicht zuletzt auch der<br />
Wirtschaftlichkeit zu überwinden. Die ökonomischen Herausforderungen<br />
sind facettenreich. Der Wandlungsprozess<br />
hin zur Elektromobilität bricht die existierenden Strukturen<br />
auf und führt zur Entstehung neuer komplexer Wertschöpfungsketten:<br />
So werden sich die Zulieferstrukturen in der<br />
Automobilbranche ändern, die Verflechtung mit Energiewirtschaft,<br />
IKT-Branche, Chemieindustrie etc. wird zunehmen.<br />
Einen Eindruck von der Vielzahl und Vielfalt der in den neuen<br />
Wirkungsgefügen interagierenden Akteure vermittelt die<br />
nebenstehende Abbildung.<br />
Wirtschaftliche Herausforderungen<br />
Die angesprochenen Herausforderungen resultieren aus den<br />
individuellen Zielen der Marktakteure. Der Gesetzgeber verfolgt<br />
gesellschaftliche Ziele wie Umweltschutz, Sicherung<br />
der Versorgung und Wettbewerbsfähigkeit. Für Konsumenten<br />
spielen - abhängig von spezifischer Lebenssituation<br />
und Mobilitätsverhalten - neben Nachhaltigkeit, Flexibilität,<br />
Fahrspaß und Komfort oft auch die Kosten eine herausragende<br />
Rolle. Die Unternehmen möchten primär ihren Gewinn<br />
bzw. Unternehmenswert maximieren. All diese Akteure<br />
werden aus den verfügbaren Handlungsoptionen diejenigen<br />
auswählen, die für sie vorteilhaft bzw. wirtschaftlich sind.<br />
Herausforderungen bestehen für sie darin, die Vorteilhaftigkeit<br />
zu beurteilen sowie Konstellationen herbeizuführen,<br />
in denen ihr Handeln erfolgreich ist. So müssen sich Unternehmen<br />
mit geeigneten Geschäftsmodellen und Kooperationsformen<br />
in den sich verändernden bzw. neu entstehenden<br />
Wertschöpfungsketten behaupten oder etablieren.<br />
Ein weiteres Bündel von Herausforderungen ergibt sich aus<br />
der Verflechtung von Akteuren in Wertschöpfungsketten.<br />
Ihre Handlungsspielräume und Erfolge sind wechselseitig<br />
voneinander abhängig: So entsprechen die Erlöse des Lieferanten<br />
den Kosten des Abnehmers, woraus Zielkonflikte resultieren.<br />
Zugleich sind die Akteure aber auf die Mitwirkung<br />
Anderer angewiesen, damit ein funktionsfähiges Netzwerk<br />
entstehen und bestehen kann. Gemäß den obigen Überlegungen<br />
werden Akteure nur an einer elektromobilen Wertschöpfungskette<br />
mitwirken, wenn dies für sie vorteilhaft ist.<br />
Daraus ergibt sich, dass jeder einzelne Beteiligte erfolgreich<br />
wirtschaften können muss, damit eine Wertschöpfungskette<br />
nachhaltig existieren kann. Akteure, die sich dauerhaft in<br />
elektromobilen Wertschöpfungsketten engagieren bzw. diese<br />
errichtet sehen wollen, müssen sich daher auch fragen, ob<br />
und mit welchen wirtschaftlichen und gesetzgeberischen<br />
Maßnahmen diese existenzielle Nebenbedingung erfüllt und<br />
- jedenfalls aus Unternehmenssicht - ein hoher Erfolg der gesamten<br />
Kette erzielt werden kann. Erschwert wird dies durch<br />
die Komplexität der Ketten und die Vielfalt der Akteure (z. B.<br />
der Mobilitätskonsumenten), aus deren individueller Sicht<br />
sich unterschiedliche Vorteilhaftigkeitskalküle ergeben.<br />
Lebenszyklusbezogene Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen<br />
Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen sollten sämtliche über den<br />
Lebenszyklus des betrachteten Objekts anfallenden Erlöse<br />
und Kosten (Total Cost of Ownership - TCO) berücksichtigen,<br />
um die Vorteilhaftigkeit von Handlungsoptionen aussagekräftig<br />
beurteilen zu können. Viele Studien befassen sich<br />
derzeit mit dem Vergleich der TCO von konventionell und<br />
elektrisch betriebenen Fahrzeugen aus der Perspektive potentieller<br />
Käufer. In diesen Untersuchungen werden heute<br />
zumindest für die übliche Fahrzeugnutzung im privaten<br />
Bereich erhebliche Mehrkosten der Elektrofahrzeuge identifiziert.<br />
Ursächlich dafür sind vor allem die sehr hohen Anschaffungspreise<br />
der Batterien bzw. die nicht ausreichende<br />
Spanne zwischen Kraftstoff- und Strompreisen. Die prognostizierten<br />
Preisentwicklungen lassen aber ein deutliches Sinken<br />
dieser sog. TCO-Lücke erwarten.<br />
Eine an der TU Chemnitz durchgeführte Fallstudie untersuchte<br />
Ladesäulen und Batteriewechselstationen als alternative<br />
Konzepte für die Ladeinfrastruktur von Batteriefahrzeugen<br />
- ein notwendiges Element einer entsprechenden<br />
Wertschöpfungskette. Für ihr Referenzszenario gelangte die<br />
IGOs EU Politisch-rechtliche Rahmenbedingungen<br />
Bund Länder Gemeinden<br />
Metallindustrie<br />
Rohstoffindustrie<br />
Chemieindustrie<br />
IKT-Unternehmen<br />
Hardwareproduzenten<br />
Hardwaredienstleister<br />
(Handel, Instandhaltung)<br />
Software/IT-Dienstleister<br />
Energienetzkommunikation<br />
Telekommunikationsunternehmen<br />
bestehende Zulieferer<br />
Elektrofahrzeugherstellung<br />
OEMs<br />
neue Zulieferer<br />
(z.B. Batteriehersteller)<br />
Händler<br />
Entwicklungsdienstleister<br />
Verkehrsnetzkommunikation<br />
Ausrüster<br />
Verkehrsunternehmen<br />
Auftragsfertiger<br />
Logistikunternehmen<br />
»Low-End-User«<br />
»Silver-Driver«<br />
»Greenovators«<br />
»Erlebnisorientierte«<br />
Übertragungsnetzbetreiber<br />
Verteilungsnetzbetreiber<br />
Messstellenbetreiber<br />
Mobilitätsdienstleistungen<br />
Mobilitätskonsumenten<br />
Energieversorgung<br />
Reisevermittler/-auskunft<br />
Banken/Versicherungen<br />
Pannendienst<br />
Werkstätten ...<br />
Tank-/Ladeinfrastruktur<br />
Pendler<br />
Job-Hopper<br />
Statusorientierte<br />
...<br />
»Erzeuger«<br />
Händler<br />
Vertriebe<br />
Messdienstleister<br />
80 Neue Mobilität Neue Mobilität 81
status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Arne Leichsenring<br />
Elektromobilität in<br />
Ballungszentren<br />
Arne Leichsenring<br />
Elektroautos werden ihren festen Platz im zukünftigen Mobilitätsmix<br />
haben. Doch was ist von Seiten der Politik und<br />
der Wirtschaft nötig, um die Verbreitung von Elektroautos zu<br />
beschleunigen? Neben den technologischen Herausforderungen<br />
bestehen dabei einige wenige Haupteinflussgrößen,<br />
die für den Erfolg von Elektromobilität entscheidend sind. In<br />
einer Untersuchung wurden diese kritischen Erfolgsfaktoren<br />
für die erfolgreiche Verbreitung von Elektroautos in Ballungszentren<br />
ermittelt:<br />
1. Elektroautos müssen Sicherheit und Zuverlässigkeit gewährleisten.<br />
Von technologischer Seite ist dies bereits heute<br />
der Fall und unterliegt zudem einer ständigen Verbesserung.<br />
Dies muss aber vor allem glaubhaft an die Nutzerinnen und<br />
Nutzer vermittelt werden. Erste Schritte wie in Berlin, den<br />
ehemaligen Flughafen Tempelhof als Erlebniszentrum für<br />
Elektromobilität zu etablieren, dürfen nur ein Anfang sein.<br />
Es bedarf zudem einer gezielten Kommunikationsstrategie,<br />
um möglichen Sicherheitsbedenken und Wissenslücken in<br />
der Bevölkerung zu entgegnen.<br />
2. Die von den Verbrauchern wahrgenommene Kostenlücke<br />
muss geschlossen werden, um Privatkäufe anzuregen. Daher<br />
muss die Politik in der Markthochlaufphase Kaufanreize liefern,<br />
die die Finanzierungslücke der Fahrzeuge im Vergleich<br />
zum Verbrenner überbrücken und diese so für den Massenmarkt<br />
erschwinglich machen.<br />
3. Elektroautos dürfen sich für den Nutzer in Bezug auf Nutzung<br />
und Bezahlbarkeit nicht negativ von Verbrennern abheben.<br />
Nur so kann Akzeptanz beim Verbraucher erreicht werden.<br />
Dies kann über die Subvention bei Privatkäufen ebenso<br />
geschehen wie über die Bereitstellung von Elektroautos bei<br />
Firmenflotten oder beim CarSharing.<br />
4. Ordnungsrechtliche Genehmigungsverfahren müssen vereinfacht<br />
werden, insbesondere um den punktuellen Ausbau<br />
der Ladeinfrastruktur in Ballungszentren zu beschleunigen<br />
und so den Kunden eine einfache Nutzung zu ermöglichen.<br />
5. Gerade in Ballungszentren können Elektroautos von Ausnahmeregelungen<br />
profitieren. Das Elektroauto kann dadurch<br />
seinen Funktionsraum erweitern und so für den Kunden einen<br />
sichtbaren Vorteil im Vergleich zu einem Verbrenner bilden.<br />
Ausnahmeregelungen wie freies Parken im öffentlichen<br />
Raum können diesen Vorteil schaffen und einen höher wahrgenommen<br />
Wert erzeugen, als wenn man dem Konsument<br />
den gleichen Betrag als monetären Wert gibt.<br />
Die Einführung von Elektroautos sorgt vor allem in Ballungszentren<br />
für weniger Lärm- und Schadstoffemissionen. Damit<br />
die Nachfrage bei Privatkäufern steigt und die Entwicklung<br />
zum Massenmarkt beschleunigt wird, muss sich die Politik<br />
auf diese Haupteinflussgrößen konzentrieren.<br />
Der Autor ist Absolvent des Studiengangs Business Administration<br />
an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin.<br />
In seiner Bachelorarbeit ermittelte er mit Hilfe mehrerer Experten<br />
- u.a. Christian Heep, BEM-Vorstand und Dr. Jan Peter<br />
Korthals, BEM-Beirat - kritische Erfolgsfaktoren für die Einführung<br />
von Elektromobilität in Ballungszentren.<br />
Arne Leichsenring<br />
arne.leichsenring@analyse-plus.de<br />
Christian Heep, BEM-vorstand, Arne Leichsenring und<br />
Prof. Dr. Matthias Tomenendal, Hochschule für Wirtschaft<br />
und Recht Berlin<br />
und assoziieren mit der globalen Marke Innovation, Qualität, Design und “State of the Art“-<br />
Technologie.<br />
Nutzen auch Sie den herausragenden Ruf der Marke TELEFUNKEN für Ihre Produkte und<br />
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82 Neue Mobilität<br />
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status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Martin Jendrischik<br />
status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Martin JEndrischik<br />
Quelle: StreetScooter GmbH<br />
Ebenfalls innovativ und schon einen Schritt weiter ist das<br />
Konzept des dreisitzigen Stadtautos mia. Das Raumkonzept<br />
des in Frankreich produzierten Elektroautos sieht lediglich<br />
einen Sitz vorne vor - und zwei dahinter. So entsteht ein ungewohntes<br />
aber angenehmes Raumgefühl in einem Stadt-<br />
Flitzer, der bereits im kommenden Jahr 12.000-fach produziert<br />
werden soll.<br />
StreetScooter und mia sind zwei Belege dafür, dass Elektromobilität<br />
vor allem für den urbanen Raum Sinn macht, zumindest<br />
in den kommenden Jahren bis die Batterietechnologie<br />
sich weiterentwickelt hat, dass auch Strecken von 300<br />
bis 400 Kilometern ermöglicht werden. Diese sind momentan<br />
nur unter Laborbedingungen oder mit einem Range Extender<br />
erreichbar. Dieses Konzept verfolgt insbesondere Opel mit<br />
seinem Ampera, der im November auf den deutschen Markt<br />
kommen wird. Doch erschwinglich ist die Limousine bei einem<br />
Preis von 46.000 Euro und mehr noch lange nicht für<br />
jedermann. Für Firmen- und Regierungsflotten dürfte der<br />
Ampera aber genau die richtige Alternative sein.<br />
eMobilität ist urban, ist städtisch: Das zeigt auch der Hype<br />
rund ums eBike, der zuletzt im September auf der Branchenmesse<br />
Eurobike deutlich wurde: Praktisch jede Fahrradmarke<br />
präsentierte dort gleich mehrere eBikes. Die Preise<br />
haben noch Potenzial nach unten - der Kunde sollte aber<br />
die Finger von Billigware lassen. Gerade eine schlechte Abstimmung<br />
zwischen Akku und Ladegerät bzw. ein schlechtes<br />
Thermomanagement können zu gefährlichen Situationen<br />
führen, wie zuletzt immer wieder berichtet wurde.<br />
eBikes und Elektroroller sind nicht gerade günstig, umso<br />
wichtiger ist nun, dass intelligente Konzepte, die Infrastruktur<br />
von Elektromobilität ermöglichen - und gleichzeitig Schutz<br />
vor Diebstahl und Vandalismus bieten. Während der Eurobike<br />
gewann die Firma e-bike-mobility mit einem solchen<br />
Konzepte den Eurobike Green Award 2011. Mit einer vollautomatischen<br />
Parkgarage für eBikes, die während des Parkens<br />
zum Aufladen von Akkus via Induktion oder klassischer<br />
Aufladung genutzt werden kann. Eine Innovation, gerade für<br />
Schulen, an Bahnhöfen oder öffentlichen Plätzen, die sich in<br />
den Städten in den kommenden Jahren durchsetzen könnte.<br />
Neben eBikes werden auch Elektroroller »schick«. Elektroroller<br />
wie der Kumpan electric 1954 von e-bility, einem Unternehmen<br />
aus Remagen. Die drei Tykesson-Brüder gewannen<br />
mit ihrem Retro-Elektroroller gerade den Gründerwettbewerb<br />
der WirtschaftsWoche.<br />
Dies alles zeigt: Elektromobilität setzt sich allmählich<br />
durch und wird unseren Alltag in der Zukunft verändern -<br />
und in manchen urbanen Räumen bereits im kommenden<br />
Sommer 2012.<br />
Martin Jendrischik<br />
www.cleanthinking.de<br />
Alltagstaugliche eMobilität<br />
2000 Projekte pro Jahr sprechen für sich<br />
Die Etablierung der eMobilität in Deutschland und Europa<br />
ist ein langjähriges Unterfangen, das gerade erst am Anfang<br />
steht. Doch es gibt erste Trends, die zeigen: Elektromobilität<br />
kann funktionieren und schon bald erschwinglich werden.<br />
Doch diese Etablierung beginnt nicht bei schweren Langstreckenautos,<br />
sondern bei Lifestyle orientierten Zweirädern<br />
wie eBikes und Elektrorollern. Mit diesen Elektrofahrzeugen<br />
lernen die Bürger den Umgang mit Elektromobilität - und sie<br />
gewinnen ganz langsam Vertrauen in eine neue und ungewohnte<br />
Technologie.<br />
Deutschland ist derzeit ein Schaufenster für Elektromobilität<br />
ganz unterschiedlicher Art. Während der IAA 2011 ist Elektromobilität<br />
ein oft an den Ständen lesbares Leitthema - die<br />
Zahl der dort neu vorgestellten Elektroautos aber nach wie<br />
vor überschaubar.<br />
Der Volkswagen Konzern etwa überraschte mit der Elektroversion<br />
des neuen Kleinwagens Up! - dieser wird ab 2013 in<br />
Serie produziert werden. BMW hat mit dem i3 und dem i8<br />
gleich zwei Elektroautos angekündigt, die ab 2013 im Leipziger<br />
Werk produziert werden sollen. Daimler ist mit der dritten<br />
Generation des elektrischen Smart präsent und bereitet<br />
derzeit eine Kleinserie des Elektroautos zur weltweiten Auslieferung<br />
vor.<br />
Die wirklichen Überraschungen präsentierten auf der größten<br />
Auto-Show der Welt aber eher die kleinen Unternehmen.<br />
Eines davon ist die StreetScooter GmbH aus Aachen. Dahinter<br />
verbirgt sich ein Spin-Off der RWTH Aachen mit dem engagierten<br />
Professor Achim Kampker. In wenigen Jahren hat<br />
es Kampker geschafft, innovative Mittelständler wie o.m.t.<br />
aus Lübeck von einem Projekt zu begeistern, das vor allem<br />
ein Ziel verfolgt: Elektromobilität bezahlbar machen. Der<br />
StreetScooter, das innovative Stadtauto, das nun präsentiert<br />
wurde, soll in wenigen Jahren für 5.000 Euro zu haben sein.<br />
Die modulare StreetScooter-Plattform überzeugt die Wirtschaft<br />
inzwischen so, dass die Deutsche Post AG gemeinsam<br />
mit StreetScooter und weiteren Partnern ein Zustellfahrzeug<br />
für die Post-Flotte entwickeln will. Ziel: 20.000 Zustellfahrzeuge<br />
sollen demnächst elektrisch fahren.<br />
Akkreditiertes Prüflabor<br />
Zertifizierungsstelle<br />
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umfasst zusätzlich:<br />
EMV, Funk, Sicherheit, Umwelt<br />
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status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Mario Haas<br />
eMobilität mit Sonnenkraft<br />
Die von Energiebau gefertigte und betriebene Solarstrom-Tankstelle liefert für Elektro- Serienfahrzeuge wie etwa den iMiEV von<br />
Mitsubishi genug Strom für eine Reichweite von insgesamt bis zu 25.000 Kilometern im Jahr.<br />
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Deutschland zum Leitmarkt<br />
für Elektromobilität erklärt - mit dem Ziel, bis 2020 eine<br />
Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Strassen zu bringen.<br />
Dabei nimmt »sauberer Strom« für die Markteinführung von<br />
Elektrofahrzeugen einen wesentlichen Stellenwert ein. Bei<br />
der Energiebau Solarstromsysteme GmbH hat die Zukunft<br />
der Elektromobilität bereits begonnen. Die Kölner Firma entwickelt<br />
u.a. neue mobile Konzepte für solare Mobilität mit<br />
der Zielgruppe kleine und mittelständische Unternehmen.<br />
Die Entwicklung Energiebaus vom Solarstrompionier zu einem<br />
der führenden Anbieter für Solarstromsysteme in Europa<br />
zeigt, dass Werteorientierung und wirtschaftlicher Erfolg<br />
sich nicht ausschließen. Diesen erfolgreichen Weg setzt das<br />
Unternehmen neben den drei Hauptgeschäftsfeldern Herstellung,<br />
Handel und Projektierung auch auf dem Gebiet der<br />
Elektromobilität fort.<br />
»Entscheidend für den ökologischen Nutzen von Elektrofahrzeugen<br />
ist, aus welchen Quellen der Strom kommt«, betont<br />
Michael Schäfer, Gründer und Geschäftsführer der Firma<br />
Energiebau, »Elektroautos mit Strom aus dem herkömmlichen<br />
Netz haben kaum geringere CO2-Werte als Fahrzeuge<br />
mit Verbrennungsmotoren. Wird allein Solarstrom zum Betrieb<br />
der Elektroautos genutzt, kann der Wert auf nahezu<br />
Null sinken«.<br />
Eine besondere Bedeutung und Vorbildcharakter kommt dabei<br />
den Fahrzeugflotten mit Elektrofahrzeugen von kleinen<br />
und mittelständischen Unternehmen zu, für die Energiebau<br />
Solar-Tankstellen, Ladestationen sowie nachhaltige Mobilitätskonzepte<br />
entwickelt und anbietet. Anfang September<br />
eröffnete Michael Schäfer mit dem Oberbürgermeister der<br />
Stadt Köln, Jürgen Roters, die erste Solarstrom-Tankstelle<br />
von Energiebau in Kölns größtem Wirtschaftsgebiet. Es sollen<br />
zukünftig immer mehr Fahrzeuge die Möglichkeit bekommen,<br />
an die Steckdose statt an die Zapfsäule zu fahren. Die<br />
von Energiebau gefertigte und betriebene Solarstrom-Tankstelle<br />
kann Elektro- Serienfahrzeuge wie etwa den iMiEV von<br />
Mitsubishi für eine Reichweite von insgesamt bis zu 12.000<br />
Kilometern im Jahr ausstatten.<br />
Michael Schäfer, der auch Vorstandsmitglied des Branchenverbands<br />
BSW-Solar e.V. in Berlin ist, fasst zusammen:<br />
»Diese Form der reinen Fortbewegung nennen wir Solare<br />
Mobilität. Unsere Lösungen machen Solarstrom für Elektromobilität<br />
nicht nur nutzbar und verfügbar, sondern auch<br />
erlebbar«.<br />
Mario Haas // Ansprechpartner Elektromobilität<br />
Energiebau Solarstromsysteme GmbH<br />
www.energiebau.de<br />
Wir schon wieder.<br />
Nach unserem sensationellen Sieg bei der<br />
e-miglia 2010, der ersten emissionsfreien,<br />
internationalen Straßenrallye, haben wir<br />
unseren Titel in diesem Jahr erfolgreich<br />
verteidigt.<br />
86 Neue Mobilität
status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Telekom<br />
Status Quo der Elektromobilität - Telekom<br />
Gebündelte Power<br />
für Smarte Energie<br />
Bild 2: Bei Hybridelektrofahrzeugen (HEV) müssen chemische, mechanische und elektrische Energie bei der Simulation berücksichtigt<br />
werden (Quelle: CADFEM/ANSYS).<br />
Mit der Serienproduktion von eAutos wird der Internetzugang zum<br />
Standard. Die Telekom arbeitet an Lösungen für sicheres und effizientes<br />
Autofahren, für eine ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Flottensteuerung<br />
und für vernetzte Mobilität. Bei 350 Millionen Fahrzeugen<br />
allein in Europa gibt es hier erhebliche Marktchancen.<br />
Dr. Lothar Müller, Leiter Vetriebsentwicklung M2M der Telekom Deutschland; Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität und<br />
Markus Emmert, IPM SYSTEM im eVelotaxi von Veloform Media<br />
Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität; Markus Emmert, IPM SYSTEM und Dr. Lothar Müller, Leiter Vetriebsentwicklung M2M<br />
der Telekom DEUTSCHLAND<br />
Photos: Sebastian Knoth<br />
Laut Bundesregierung soll der Anteil der Stromerzeugung<br />
aus Erneuerbaren Energien in Deutschland bis 2020 auf<br />
mindestens 30% steigen. Immer mehr dezentrale und Erneuerbare<br />
Energien machen das Verteilnetz aber gleichzeitig<br />
komplexer. In den Netzen der Zukunft muss sich der Stromverbrauch<br />
daher stärker an der schwankenden Stromerzeugung<br />
orientieren, sonst ist ein wirtschaftlicher Betrieb des<br />
Gesamtsystems nicht möglich. Ziel ist ein Netz, dass sich<br />
automatisch selbst regelt (Smart Grid). Voraussetzung dafür<br />
ist das Wissen, wann und wo Energieerzeuger als auch<br />
Verbraucher wie viel Energie einspeisen oder entnehmen.<br />
Elektronische Zähler liefern diese Daten über intelligente Informations-<br />
und Kommunikationstechnik (Smart Metering).<br />
Damit ein Smart Grid funktioniert, sind Millionen von Daten in<br />
Echtzeit notwendig: Wann wird wo wieviel Strom gebraucht<br />
und produziert. Diese Datenlücke soll das Smart Metering<br />
schließen. Es bildet die Basis für das intelligente Lastmanagement.<br />
Denn die Smart Meter zeigen nicht nur Haushalten<br />
den aktuellen Verbrauch an, sondern auch den Energieversorgern.<br />
Der flächendeckende Einbau intelligenter Stromzähler<br />
in den Haushalten gilt daher als erster Schritt zum intelligenten<br />
Energiemanagement der Zukunft. Im Jahr 2020<br />
sollen nach dem Willen der EU rund 80% der Haushalte mit<br />
den neuen intelligenten Zählern versorgt sein.<br />
»Der Umbau der Energiewirtschaft auf erneuerbare Ressourcen<br />
wird sehr viel mehr Lebensbereiche durchdringen, als<br />
wir uns heute vorstellen«, so Gabriele Riedmann de Trinidad,<br />
verantwortlich für das Konzerngeschäftsfeld Energie bei der<br />
Telekom. »Mit unseren verschiedenen Partnern bereiten wir<br />
uns vor, Mehrwertdienste zu bieten, die weit über das Auslesen,<br />
Übertragen und Verarbeiten von Verbrauchsdaten hinausgehen.«<br />
Dr. Lothar Müller, Leiter Vertriebsentwicklung<br />
M2M der Telekom Deutschland, sieht in der Kooperation mit<br />
der Erneuerbaren Energienbranche einen weiteren konsequenten<br />
Schritt für die Positionierung als Anbieter intelligenter<br />
Vernetzung im Energiesektor.<br />
Im Jahr 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge jederzeit<br />
Strom tanken können. Dafür braucht Deutschland nicht nur<br />
Ladesäulen, sondern auch eine moderne ICT-Infrastruktur.<br />
Die Datennetze und IT-Systeme der Energiekonzerne müssen<br />
dann den gesamten Ladeprozess abbilden und den<br />
Preis fürs Laden in Echtzeit ausweisen. »Die Telekom sieht<br />
hier gute Chancen, die Systeme von Energieversorgern und<br />
Automobilherstellern miteinander zu vernetzen und so den<br />
Stromverbrauch beim Aufladen der Elektrofahrzeuge zuverlässig<br />
abzurechnen«, sagt Horst Leonberger, Leiter des Telekom<br />
Konzerngeschäftsfeld Vernetztes Fahrzeug. »Für diese<br />
Aufgabe bieten sich die offenen Standards und Datenprotokolle<br />
aus der Telekommunikationsbranche an.«<br />
Wettbewerb in diesem neuen Markt für Autostrom entsteht<br />
nur dann, wenn Besitzer von Elektroautos oder Flottenbetreiber<br />
ihre Stromtarife mit ihrem Versorger verhandeln und<br />
an jeder Ladesäule auftanken können. Dieses Roaming hat<br />
sich bereits im Mobilfunk bei Auslandsreisen bewährt. Da<br />
es jedoch mehr als 800 regionale und überregionale Stromversorger<br />
allein in Deutschland gibt, ist die Komplexität, die<br />
sich aus Anbietern, Tarifen und Abrechnungsmodellen ergibt,<br />
noch deutlich höher als in der Telekommunikationsbranche.<br />
Genau hier kann die Deutsche Telekom ihr Know-how einbringen.<br />
Im Mobilfunk- und Festnetzbereich übernimmt das<br />
Bonner Unternehmen für ausländische Roaming-Partner und<br />
selbst für inländische Wettbewerber den Abrechnungsprozess<br />
bis hin zum Drucken der Rechnungen, versendet diese<br />
oder übergibt elektronische Rechnungen in die Systeme der<br />
Provider. Die einheitliche Abrechnungsplattform der europäischen<br />
Mobilfunkbetreiber könnte durchaus als Blaupause<br />
in der Elektromobilität dienen.<br />
Dazu Rainer Deutschmann, Leiter Mobile Products: »Die Deutsche<br />
Telekom ist perfekt aufgestellt, um Machine-to-Machine<br />
(M2M)-Innovationen zu fördern. In Zusammenarbeit mit<br />
Partnern und Kunden werden bereits von mehr als 150 Mitarbeitern<br />
in Europa und den USA M2M-Projekte entwickelt.<br />
Mit führenden Geräteanbietern wurden bereits Absichtserklärungen<br />
unterzeichnet, um die Entwicklung von neuen,<br />
vielversprechenden M2M-Diensten zu beschleunigen. Das<br />
internationale Competence Center der Deutschen Telekom<br />
wird unsere Kunden und Partner in die Lage versetzen, das<br />
M2M-Geschäft in der ganzen Welt nachhaltig anzukurbeln.«<br />
Und so könnte es funktionieren: Das Auftanken eines Elektroautos<br />
beginnt mit der Identifikation an der Steckdose, um<br />
die spätere Rechnung korrekt auszustellen. Denn im Gegensatz<br />
zum Tanken an der Benzinzapfsäule soll das Bezahlen<br />
von getanktem Strom nicht bar erfolgen, sondern bargeldlos<br />
verbucht werden wie bei einer Telefonrechnung. Da die<br />
Authentifizierung mit dem Austausch persönlicher Daten<br />
verbunden ist, gelten besondere Sicherheitsrichtlinien.<br />
Erst nach Prüfung der Kundendaten startet der Stromladevorgang.<br />
Dafür müssen die Stromsäulen mit den dahinterliegenden<br />
IT-Systemen der Versorger vernetzt sein. Ist der<br />
»Tank« geladen, muss der Kunde die korrekte Strommenge<br />
und den Preis prüfen können. Mit einer Strom-Tank-App ist<br />
es technisch machbar, den Tankvorgang auf dem Bordcomputer<br />
des Autos zu überwachen und die Quittung im Display<br />
des Navigationssystems anzuzeigen.<br />
Telekom Deutschland GmbH // www.telekom.de/m2m<br />
88 Neue Mobilität Neue Mobilität 89
Status Quo der elektromobilität - eMobile Talk<br />
status quo der elektromobilität - eMobile Talk<br />
Herausforderungen an das<br />
Smart Grid der Zukunft<br />
Markus Emmert, BEM-Beirat im Gespräch mit Christian Heep, BEM-Vorstand<br />
Energien benötigen wir eine bessere Kontrolle und präzise<br />
Prognosen der zu erwartenden Leistungen, um Netzüberlastungen<br />
zu vermeiden. Smart Grid fähige Elektroautos<br />
können so gesteuert werden, dass sie bei überschüssiger<br />
Energie den Ladevorgang starten und so einen wichtigen<br />
energiewirtschaftlichen Beitrag zur Netzregulation leisten<br />
können. Eine Million Elektroautos haben beispielsweise<br />
die Speicherkapazität von zwei Pumpspeicherkraftwerken.<br />
Also stellen die Batterien vieler Elektrofahrzeuge zusammen<br />
einen grossen dezentralen Pufferspeicher für wetterabhängig<br />
schwankende Erneuerbare Energien dar. Natürlich<br />
geht das nur, wenn das Vehicle-to-Grid der Zukunft über<br />
eine intelligente Schnittstelle verfügt und damit SGready<br />
ist. Dann ist aber auch die Rückspeisung des gespeicherten<br />
Stroms ins Netz bei hohem Strombedarf, bzw. bei geringer<br />
Stromproduktion sinnvoll, um das Netz insgesamt weiter<br />
zu stabilisieren. Mit der verfügbaren Regelenergie und in<br />
Anbetracht der hohen Standzeiten von Elektrofahrzeugen<br />
wäre das ein entscheidender Beitrag für die Nutzung Erneuerbarer<br />
Energien. Fahren wir in Zukunft also mit jedem Kilometer<br />
in eine bessere Umwelt?<br />
Emmert: Ja, so kann man das sehen. Allerdings muss man<br />
bei dieser zukünftigen, mobilen Form der Netzdienstleistung<br />
die Frequenz-Leistungs-Regelung und den Spannungserhalt<br />
noch technologisch sinnvoll und kosteneffizient lösen. Daher<br />
steht zum jetzigen Zeitpunkt erst einmal das gesteuerte Laden<br />
im Vordergrund, um auszuschliessen, dass Elektrofahrzeuge<br />
nicht alle gleichzeitig zu Lastspitzen laden und das<br />
Problem der Netzauslastung weiter verschärfen. Damit wird<br />
klar, welchen Stellenwert die Elektromobilität in Zukunft in<br />
der energiepolitischen Diskussion haben wird.<br />
Wie wird die intelligent vernetzte Welt unsere Zukunft konkret<br />
verändern?<br />
Emmert: Die smarte Energiearchitektur wird schon bald in<br />
Verbindung mit innovativen Technologien und deren sinnvoller<br />
Anwendung unseren Umgang mit Energie und Umwelt<br />
nachhaltig verändern und unser Bewußtsein für eine dynamische<br />
Energie-Ökonomie schärfen. Auf dem Weg in eine<br />
dezentrale und EU-weite 100% Erneuerbare Energieversorgung<br />
bedarf es nur einer einzigen Grundvoraussetzung:<br />
»Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun. Es ist nicht<br />
genug zu wissen, man muss auch anwenden können.«<br />
Markus Emmert / BEM-Beirat<br />
markus.emmert@bem-ev.de<br />
Im Kontext zwischen eMobilität und Erneuerbaren fallen<br />
immer wieder Begriffe wie Smart Grid, Smart Home, Smart<br />
Metering und eFlexibility vor dem Hintergrund der besseren<br />
Integrationsmöglichkeit überschüssiger Energie durch die<br />
Speicherung in Elektroautos. Wie beurteilen Sie aus Ihrer<br />
Sicht und im Hinblick auf die vielen Gespräche, die Sie<br />
in letzter Zeit mit Energiekonzernen und Stadtwerken zum<br />
Thema SGready geführt haben, die Chancen und Herausforderungen<br />
für eine zukünftige Stromwirtschaft und in<br />
welchem Zeitrahmen ist eine Umstellung des Stromnetzes<br />
in Deutschland und Europa in Richtung eines funktionierenden<br />
Smart Grids möglich?<br />
90 Neue Mobilität<br />
Emmert: Ein funktionierendes Smart Grid setzt Innovation<br />
und Invest auf beiden Seiten des Stromnetzes voraus. Die<br />
Stromversorger müssen eine infrastrukturelle Systemlösung<br />
auf Basis transparenter, Smart Grid fähiger Technologie entwickeln,<br />
entsprechende rechtliche Rahmenbedingen schaffen<br />
und ihren Kunden Komplettlösungen anbieten.<br />
Erste Maßnahmen werden die Steuerung von Energie, Netzentlastung<br />
und ein intelligenter Netzausbau sein. Bis 2020<br />
sollen 80% aller privaten Haushalte mit einem digitalen<br />
Stromzähler (Smart Meter) ausgestattet sein. Um diese<br />
Voraussetzungen zu schaffen, werden gewaltige Investitionen<br />
benötigt. Am Ende dieses wohl grössten Sanierungsprogramms<br />
für den Netzausbau und den deutschen Städte- und<br />
Wohnungsbau steht dann aber ein intelligentes Stromnetz<br />
mit enormen Potentialen.<br />
Auf Verbraucherseite ist neben einem neuen Verständnis für<br />
Energie auch eine Bereitschaft für die Anschaffung Smart Grid<br />
fähiger Technologie eine Grundvoraussetzung. Hier ist die<br />
Konsumgüterindustrie gefragt, intelligente, SGready-fähige<br />
Geräte zu entwickeln, die mit einem Kommunikationsmodul<br />
ausgestattet sind und über eine Smart-Start Funktion in<br />
Abhängigkeit von Stromtarifen und Stromverfügbarkeit individuell<br />
gesteuert werden können. So können effektiv Energiespitzen<br />
ausgeglichen werden, indem bei hoher Energieverfügbarkeit<br />
und niedrigem Strompreis entsprechend viel<br />
Energie verbraucht wird.<br />
Die Chancen im Bereich Energiemanagement und Energieeffizienz<br />
sind zukunftsweisend, nachhaltig und sinnvoll;<br />
stellen allerdings eine grosse Herausforderung für diese und<br />
die nachfolgende Generation dar.<br />
Wie kann die Elektromobilität sich in einem ersten Step<br />
sinnvoll einbringen und warum haben Energieversorger daran<br />
so grosses Interesse?<br />
Emmert: Für eine langfristig erfolgreiche Netzintegration<br />
der zunehmenden und volatil verfügbaren Erneuerbaren<br />
eCarTec<br />
18.-20.10.2011<br />
Wir sind dabei<br />
– und freuen<br />
uns auf Ihren<br />
Besuch!<br />
Halle A4<br />
Stand 315<br />
Stadtbildkonforme Ladeinfrastruktur<br />
Strom tanken mit Langmatz.<br />
- Der Zukunft ein Stück näher!<br />
Im Zeitalter erneuerbarer Energien<br />
rückt die Elektromobilität<br />
immer mehr in den Fokus<br />
der Öffentlichkeit. Dies fordert<br />
maßgeschneiderte Konzepte<br />
für Elektrofahrzeuge. Wir haben<br />
dafür passende Infrastrukturlösungen,<br />
abgestimmt auf<br />
die Anforderungen des Stadtbildes.<br />
Langmatz GmbH Telefon +49. 88 21 920-0 E-Mail info@langmatz.de<br />
Am Gschwend 10 Fax +49. 88 21 920-159 Internet www.langmatz.de<br />
D-82467 Garmisch-Partenkirchen | Germany
status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - Susanne Weiss<br />
Status Quo der Elektromobilität - German-e-cars & Ladefoxx<br />
Spurwechsel<br />
Erfolg durch zielgruppenspezifische Vermarktung<br />
Allianz macht<br />
eMobilität alltagstauglich<br />
Wir befinden uns hinsichtlich der Vermarktung von Elektrofahrzeugen<br />
aktuell in der Phase der Marktvorbereitung. Bis<br />
zur Erreichung eines Massenmarktes geht es darum, die<br />
Fahrzeuge den Kunden sukzessive nahe zu bringen. Um das<br />
zu erreichen, sind unterschiedliche Wege möglich. Gängig<br />
ist sicherlich eine strategische Mittel- und Langfristplanung.<br />
Diese verfolgt den Ansatz, innerhalb eines Planungszeitraums<br />
ein bestimmtes Verkaufsziel zu setzen und dieses mit<br />
einem Aktionsplan umzusetzen. Aber ist diese traditionell<br />
technische Vorgehensweise für das Thema Elektromobilität<br />
die richtige?<br />
Ich möchte an dieser Stelle für einen anderen Weg plädieren,<br />
der sich in der Praxis vielfach bewährt hat. Gemeint ist, eine<br />
Strategie festzulegen, die strikt nach dem Kundennutzen sowie<br />
der Lösung von Engpässen beim Kunden fragt. Warum<br />
soll der Kunde die neuen Elektrofahrzeuge kaufen? Bei den<br />
sog. »Early Adopters« braucht es keine Frage nach dem Nutzen.<br />
Diese Zielgruppe hat eine ganz eigene Interpretation<br />
von persönlichem und emotionalem Zugewinn aus dem Erwerb<br />
eines innovativen Elektrofahrzeuges zu einem möglichst<br />
frühen Zeitpunkt. Von dieser Gruppe können alle<br />
Anbieter viel lernen. Diese Zielgruppe leidet eher an dem<br />
Engpass, dass die Auslieferung der Fahrzeuge so lange auf<br />
sich warten lässt. Hier punktet als Anbieter, wer nahe an diesen<br />
Kunden dran ist und eine clevere und sympathische Kommunikationsstrategie<br />
zur Überbrückung der Wartezeit fährt.<br />
Bei anderen Zielgruppen mit aktuell noch weniger Euphorie<br />
wird es bei der Frage nach dem Nutzen schon aufwändiger.<br />
Um hier den wirkungsvollsten Punkt in der Ansprache des<br />
jeweiligen Kunden zu treffen, bedarf es einer dezidierten<br />
zielgruppen- und haltungsspezifischen Analyse. Erstwagennutzer<br />
als Zielgruppe haben andere Mobilitätsbedürfnisse<br />
als Zweitwagenfahrer. Jüngere haben eine andere Haltung<br />
als Ältere. Dienstwagenfahrer auf dem Hin- und Rückweg zur<br />
Arbeitsstätte schauen auf andere Dinge als Poolwagennutzer<br />
zwischen verschiedenen Unternehmensstandorten. Privatfahrzeuge<br />
haben andere Einsatzorte als z.B. Kommunalfahrzeuge,<br />
um nur einige grobe Zielgruppen-Beispiele mit<br />
sehr unterschiedlicher Nutzen-Perspektive zu nennen.<br />
Eine systematische nutzenorientierte Strategie (nach EKS ® )<br />
arbeitet zunächst die speziellen Stärken und die Potenziale<br />
am Markt heraus: Warum soll der Kunde mein Elektrofahrzeug<br />
überhaupt kaufen? Was ist das Besondere? Welche spezifischen<br />
Wünsche haben Kunden beim Einsatz des Fahrzeuges?<br />
Welche Anforderungen an den Verkaufsprozess, das Elektrofahrzeug<br />
selbst oder die Dienstleistungen ergeben sich daraus<br />
aus Sicht des Kunden? In dieser Phase haben sich moderierte,<br />
mit Experten aus verschiedenen Bereichen besetzte<br />
Workshops bewährt.<br />
Anschließend zielt die Strategie nicht pauschal auf den Kunden,<br />
sondern nimmt die erfolgversprechendste Zielgruppe<br />
ins Visier, beschreibt sie detailliert und identifiziert deren<br />
brennendstes Bedürfnis. Es geht schlicht darum herauszufinden,<br />
was einen bei der Kernzielgruppe unersetzlich<br />
macht. Das Geheimnis des Erfolgs besteht demnach in der<br />
Differenzierung. Es gilt also, die Lücke zu finden, in der man<br />
sich langfristig erfolgreich durchsetzt. Bei der Ansprache der<br />
gewählten Zielgruppe kann es dann gegebenenfalls sinnvoll<br />
sein, nicht alleine vorzugehen, sondern Kooperationen mit<br />
geeigneten Partnern einzugehen.<br />
Wer die Spur nicht wechselt, hat keine Chance zum Überholen.<br />
So heißt es in einem chinesischen Sprichwort. Wagen<br />
Sie es, neue strategische Wege zu gehen, indem sie einen<br />
strategischen Spurwechsel vornehmen. Ich wünsche Ihnen<br />
viel Erfolg dabei.<br />
Susanne Weiß<br />
Leiterin der BEM-Landesvertretung Hessen<br />
und Inhaberin von womanage e.K.<br />
Strategie- und Marketingberatung<br />
susanne.weiss@bem-ev.de<br />
www.womanage.de<br />
Wo heute Elektromobilität für Kunden wirklich anfängt attraktiv<br />
zu werden, steht meist eine starke Partnerschaft<br />
dahinter. Denn neben dem Elektrofahrzeug braucht es eine<br />
gute Ladeinfrastruktur und ein einfaches Abrechnungsmodell.<br />
Eine solche starke Partnerschaft ist nach ihrer erfolgreichen<br />
Premiere auf der IAA 2011 auch auf der eCarTec 2011 in<br />
München vertreten. Gemeinsam präsentieren sich wieder der<br />
deutsche Autohersteller German E-Cars und die LADEFOXX-<br />
Kooperation, bestehend aus dem Ladesäulenhersteller ERO<br />
aus Salzwedel, dem Energiespezialisten Husemann aus Gütersloh<br />
sowie den Stadtwerken Lemgo und Gütersloh. Diese<br />
Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um mit ihrem<br />
gemeinsamen Wissen den Kunden ein sicheres und alltagstaugliches<br />
Konzept zu bieten. ERO-Geschäftsführer Dr.<br />
Peter Westerbarkey, Mitglied im Bundesverband eMobilität,<br />
sieht diese Allianz in einer Vorreiterrolle für viele Regionen<br />
in Deutschland: »Wichtig ist eine kundenfreundliche Ladeinfrastruktur.<br />
Handel und Vermietung von eMobilen erhalten<br />
dann spürbare Impulse, für den »Kraftstoff« sorgen regionale<br />
Stromversorger und Städte und Gemeinden profitieren<br />
von sauberer Luft und einem modernen und umweltbewussten<br />
Image.«<br />
Ladesäulenkonzept für große Parkflächen<br />
Große Beachtung fand schon auf der IAA 2011 das neue<br />
Ladesäulenkonzept der Ladefoxx-Kooperation. Mit dem<br />
»Mutter-Kind«-System zeigt LADEFOXX, wie große Parkplätze<br />
von Unternehmen oder Kommunen für den steigenden<br />
Bedarf an Ladestationen kostengünstig ausgerüstet werden<br />
können. Das System besteht aus einer »Mutter«-Säule und<br />
bis zu sechs »Kinder«-Säulen. Bei dieser Säulen-Kombination<br />
im einheitlichen Design dient die Hauptsäule zur komfortablen<br />
Aktivierung und Abrechnung. Abgerechnet wird<br />
per Bankabbuchung, deren Daten bei der einmaligen Anmeldung<br />
auf der LADEFOXX-Internetseite hinterlegt worden<br />
sind. Die Autorisierung und Nutzung dieser Ladesäulen ist<br />
unkompliziert und rund um die Uhr per Mobiltelefon möglich.<br />
Beim eigentlichen Tankvorgang ist das Ladekabel sicher<br />
verriegelt. Die LADEFOXX-Säulen werden komplett vormontiert<br />
und mit Fertigfundament angeliefert. Nach der Aufstellung<br />
sind die Säulen sofort einsatzbereit. LADEFOXX hat seine<br />
Stromladesäulen mit bis zu drei verschiedenen Steckern<br />
ausgerüstet. So können die meisten aktuellen eFahrzeuge<br />
ohne teure Zusatzkabel und auch im Schnelllademodus aufgetankt<br />
werden.<br />
Von einer guten Infrastruktur an Ladestationen profitieren natürlich<br />
auch die Fahrer der Elektroautos von German E-Cars.<br />
Der deutsche Hersteller ist bekannt geworden durch sein<br />
Modell STROMOS, das bereits bundesweit und inzwischen<br />
auch im Flotteneinsatz erfolgreich unterwegs ist. German<br />
E-Cars tauscht in fabrikneuen Fahrzeugen den Motor gegen<br />
einen Elektroantrieb und ein Batteriepaket samt Steuerung.<br />
Vorteil: Bei gewohntem Komfort sorgt die Ruhe im Innenraum<br />
für ein ganz neues Fahrerlebnis. Der fast wartungsfreie<br />
Betrieb erhöht den Fahrspaß nochmals deutlich. Und selbst<br />
bei zügiger Fahrweise hat der Nutzer ein grünes Gewissen.<br />
Die Reichweite des Stromos beträgt ca. 130 km, die Ladezeit<br />
ca. fünf Stunden im Normalmodus.<br />
Besuchen Sie LADEFOXX und German E-Cars auf der eCarTec<br />
2011 vom 18. - 20. Oktober 2011: Halle A6 / Stand 611<br />
Mehr Informationen:<br />
www.german-e-cars.de // www.ladefoxx.de<br />
Premiere auf der IAA 2011<br />
92 Neue Mobilität Neue Mobilität 93
Status Quo der Elektromobilität - MatThias Groher & Prof. Dr. robert pelzel<br />
Status Quo der Elektromobilität - Clean Tech Media Award 2011<br />
eMobilität mit oder ohne<br />
staatliche Hilfe?<br />
Zusammengefasst kann man sagen: Die Gesetze des Marketings gelten immer, auch im Fall der Elektromobilität. Kunden<br />
werden auf attraktive Produkte nicht verzichten wollen. Klar ist: nur der Ruf nach dem Staat oder der persönlichen Vernunft<br />
reicht nicht. Beides muss sinnvoll ineinander greifen.<br />
Deutschlands<br />
Grüner Teppich<br />
Der Clean Tech Media Award 2011<br />
eMobilität ist nicht die Weiterentwicklung eines bekannten<br />
Themas, sondern ein echter Systemwechsel. Und den gilt<br />
es anzuschieben! Die deutsche Bahn hat mit »Flinkster -<br />
Mein CarSharing« ein hoch aktuelles Produkt auf den Markt<br />
gebracht. Fahrzeuge aller Art können in über 140 deutschen<br />
Städten rund um die Uhr stunden- bis monatsweise gebucht<br />
werden - ganz einfach über eine Kundenkarte. Ein wirklich<br />
lebensnahes Konzept mit einem einfachen Preis- und Nutzungskonzept.<br />
Fragen muss man sich lediglich, warum hier<br />
überhaupt noch konventionelle Fahrzeuge mit Verbrennunsmotor<br />
eingesetzt werden. Denn nur auf dem EUREF-Gelände<br />
in Berlin Schöneberg stehen MINI E bereit. Diese Fahrzeuge<br />
kann man bereits ab 1,90 Euro pro Stunde buchen. Ein guter<br />
Preis, aber warum nur in der Hauptstadt?<br />
Im Rahmen des Konzepts übernimmt die Bahn das Tanken als<br />
Service für die Endkunden. Das wäre die Chance, den Kunden<br />
die Scheu vor eAutos zu nehmen. Wenn die Bahnangestellten<br />
die Ladung der Batterien übernehmen, merkt der Endkunde<br />
gar nicht, was er eigentlich fährt und kann sich so an das<br />
neue Antriebskonzept gewöhnen. Das funktioniert aber nur,<br />
wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die Bahn verfügt<br />
über Großkunden-Rabatte bei den verschiedenen OEMs<br />
und kauft aktuelle Modelle mit Verbrennungsmotor etwa<br />
40% unter dem Listenpreis ein. Nur wenn diese Regelung<br />
auch für Elektrofahrzeuge gilt und endlich genügend Modelle<br />
produziert werden, kann diese Idee realisiert werden.<br />
Die Frage wird sein, wie die - wenigen - Fördermittel im Bereich<br />
eMobilität künftig zielgerichtet eingesetzt werden.<br />
Innovationstreiber sind hier vorrangig mittelständische Unternehmen<br />
- dort gehört die Förderung hin. In koordinierten<br />
Pilotprojekten müssen die Entwicklungen zeitnah auf die<br />
Straße gebracht werden, um die Sichtbarkeit innerhalb der<br />
Gesellschaft zu erhöhen. In einem nächsten Schritt müssen<br />
daraus zukünftige kommerzielle Modelle abgeleitet und abschließend<br />
evaluiert werden.<br />
Deshalb muss zur Beschleunigung der Marktdurchdringung<br />
eine Kombination aus gezielter Förderung und einem attraktiven<br />
»Kunden-Paket« initiiert werden. Außerdem bedarf es<br />
einer Kfz-Steuerbefreiung bei der Zusatzanschaffung von<br />
eAutos. Die Hersteller sind aufgefordert, endlich wirklich<br />
qualitativ hochwertige eFahrzeuge auf den Markt zu bringen.<br />
Es kann nicht sein, dass eigentlich als Verbrenner konstruierte<br />
Fahrzeuge nachträglich umgerüstet werden und man sich<br />
dann wundert, dass diese Fahrzeuge viel zu teuer werden.<br />
Matthias Groher, BayTech-Partner und BEM-Beirat<br />
Prof. Dr. Robert Pelzel, BayTech-Partner<br />
BayTech - Institut für Strategisches Management<br />
www.ism.baytech.de<br />
Laudatorin Dr. Heike Schiffler (Direktorin Kommunikation und Umwelt Tetra Pak GmbH & Co. KG), Laudator und Rocklegende Sir Bob<br />
Geldof auf der Bühne des Clean Tech Media Award 2011<br />
Am 16. September wurde in Hamburg der Grüne Teppich ausgerollt:<br />
Zukunftsweisende und nachhaltige Ideen im Bereich<br />
der sauberen Technologien wurden feierlich im Curio-Haus<br />
prämiert. Olaf Scholz, Erster Bürgermeister Hamburgs, hat<br />
in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den deutschen Umweltpreis<br />
Clean Tech Media Award übernommen.<br />
Für den notwendigen Glamour sorgten zahlreiche prominente<br />
Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft<br />
und Medien, die das unabhängige Projekt von Marco Voigt<br />
und Sven Krüger tatkräftig unterstützten. Unter den mehr als<br />
750 exklusiven Gästen waren unter anderem Bob Geldof, Jana<br />
Pallaske, Natalia Wörner, Ralf Bauer, Janin Reinhardt, Doro<br />
Pesch, Natascha Ochsenknecht, Dana Schweiger, Michael<br />
Mendl, Tina Ruland, Sabine Kaack, Susann Atwell, Peyman<br />
Amin, Ingo Nommsen, Jorge Gonzalez und Fiona Erdmann.<br />
»Eine wachsende Anzahl von Menschen, die bereit sind, einen<br />
nachhaltigen Lebensstil zu pflegen, führt zu einem größeren<br />
und vielfältigeren Markt, der schließlich allen einen<br />
nachhaltigen Lebensstil ermöglicht. Die Wirtschaft erkennt<br />
dieses Konsumverhalten zunehmend und präsentiert immer<br />
bessere und innovativere Produkte um die Wünsche der<br />
Konsumenten zu erfüllen«, so Bob Geldof in seiner Laudatio<br />
auf den Gewinner der Kategorie Lebensstil.<br />
Die eigentlichen Stars des Abends waren die Gewinner des<br />
begehrten Umweltpreises. Fünf Projekte setzten sich gegen<br />
81 Bewerber durch und überzeugten die unabhängige und<br />
hochkarätige Jury in den fünf Kategorien Energie, Mobilität,<br />
Kommunikation, Lebensstil und Nachwuchs. So individuell<br />
und einzigartig die Ideen auch waren, sie alle haben etwas<br />
gemeinsam: Sie vereinen einen hohen Grad an Nachhaltigkeit,<br />
Marktrelevanz und Innovation, verringern den ökologischen<br />
Fußabdruck und leisten so ihren ganz eigenen Beitrag<br />
dazu, den Weg in eine saubere Zukunft zu ebnen.<br />
Und das ist wichtig: Trotz Deutschlands Vorreiterrolle in Sachen<br />
grüner Technologien haben viele neue, umweltschonende<br />
Erfindungen nur wenig Chancen, sich auf dem Markt<br />
zu etablieren. Genau hier setzt die Idee hinter dem Award an:<br />
Das mediale Interesse wird auf Lösungen unserer Umweltprobleme<br />
und die damit einhergehenden sauberen Technologien<br />
gelenkt und die Öffentlichkeit für das Thema Nachhaltigkeit<br />
sensibilisiert. Mit Erfolg: Mittlerweile ist der Award<br />
einer der meist beachteten Umweltpreise und wird von zahlreichen<br />
Unternehmen und Einzelpersonen unterstützt.<br />
Weitere Informationen unter www.cleantech-award.de<br />
94 Neue Mobilität Neue Mobilität 95
Status Quo der Elektromobilität - IPM System<br />
Status quo der Elektromobilität - IPM System<br />
Neuer Impuls für die<br />
Energiewende<br />
Effizienz durch Intelligenz<br />
»Neue Technologien sorgen für mehr Ertrag von Photovoltaik-Anlagen<br />
und bieten deutlich mehr Transparenz<br />
und Sicherheit. Eine erfreuliche Win-Win-Situation für PV-<br />
Anlagenbetreiber und unsere Umwelt.«<br />
Zitat von Dipl. Ing. Sven Zeisberg, Input Magazin 2011, Fachgutachter für energetische- und bauphysikalische Überschreitungen<br />
und unabhängiger Sachverständiger für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken<br />
Die Solarbranche hat die Phase des überhitzten Wachstums<br />
längst verlassen. Der Fokus liegt nun auf einer sorgfältigen<br />
Anlagenplanung und einem Repowering mit intelligenten<br />
Komponenten, die neben der reinen Effizienzsteigerung<br />
auch zusätzliche Mehrwerte im Bereich Monitoring und Anlagensicherheit<br />
ermöglichen.<br />
So werden in Zukunft zahlreiche private und gewerbliche<br />
Photovoltaik-Anlagen auf Industrieflächen und im Rahmen<br />
der Sanierungen und Neubauprojekte im Bereich Stadtentwicklung<br />
bei den Wohnungsbaugesellschaften entstehen.<br />
»Die exklusive Kooperation mit Immo-Invest sichert von nun<br />
an weltweit die Installation unserer Steuerungs- und Regelungstechnik«,<br />
so Markus Emmert, Geschäftsführer der<br />
IPM SYSTEM GmbH, »an jedem Ort und in jeder Menge. Die<br />
Effizienzsteigerungspotenziale sind enorm und eröffnen<br />
völlig neue Perspektiven einer nachhaltigen Energieversorgung.<br />
Insbesondere unter Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen<br />
und unter dem Gesichtspunkt zunehmender Ressourcenunabhängigkeit<br />
fördert das IPM SYSTEM ® den weiteren Ausbau<br />
der weltweiten Solarwirtschaft als wichtiger Bestandteil<br />
einer dezentralen 100% Erneuerbaren Energieversorgung.«<br />
PV-Anlagen sind so um bis zu 21% effizienter und darüber<br />
hinaus in der Lage, über die fortschrittliche M2M-Kommunikation<br />
der Telekom Deutschland effektiv mit dem Smart Grid<br />
der Zukunft zu kommunizieren. Mit dieser SGready-Eigenschaft<br />
tragen sie erheblich zu einer besseren Integration<br />
Erneuerbarer Energien bei.<br />
»Im Rahmen dieser für uns wichtigen Partnerschaft wollen<br />
wir den Herausforderungen auf dem internationalen Markt<br />
gerecht werden«, so Nordhard Richter, Projektleiter der<br />
Immo-Invest. »Um technisch hochwertige Qualität mit Verbauungsqualität<br />
zu vereinen, setzen wir dabei mit ‚Made<br />
in Germany‘ stets auf einheitliche, deutsche Qualitätsstandards.«<br />
Damit macht IPM SYSTEM in der PV-Branche einen<br />
gewaltigen Sprung nach vorne und setzt neue Zeichen nicht<br />
nur im Bereich der neuartigen und revolutionären Verschaltung<br />
der einzelnen Module sondern auch in der Qualität und<br />
Zuverlässigkeit der Verbauung.<br />
Markus Emmert referierte auf dem letzten Solar-Kongress<br />
über Werterhalt und Effizienzsteigerung zum Thema Sicherheit,<br />
Steuerung, Transparenz und Flexibilität für die Zukunft<br />
der Photovoltaikbranche im Fokus der aktuellen energiepolitischen<br />
Diskussion als Meilenstein für die gesamte solare<br />
Energieerzeugung und stellte weitere vielversprechende<br />
Marktpotenziale auf dem neusten Stand der Technik vor.<br />
Auf dem Kongress wurden neueste technische Entwicklungen,<br />
Finanzierung von Solarinvestments und Rechtsfragen<br />
diskutiert. Über Märkte und Finanzierungen unter verschiedenen<br />
Blickwinkeln berichteten die BayernLB und das Emissionshaus<br />
Enrexa Capital aus Hamburg. Daneben präsentierten<br />
sich beispielsweise Fronius, ein führender Hersteller<br />
von Wechselrichtern und das Systemhaus Phönix Solar. Die<br />
Sozietät BTU Simon aus München informierte über die rechtliche<br />
Absicherung von Dachanlagen.<br />
Die Berichte von Experten für Experten ermöglichten einen<br />
wertvollen Know-how-Transfer. »Wir waren bei unseren ersten<br />
Kongressen überrascht, wie hoch dieser Bedarf ist«, so<br />
der Veranstalter Jürgen Braatz.<br />
»Wir haben es geschafft, die Nachteile fixer Strings durch die<br />
klassische Reihenverschaltung in PV-Anlagen vollständig zu<br />
umgehen und den Beweis erbracht, dass eine intelligente,<br />
variable Verschaltung der einzelnen Module mit dem IPM<br />
SYSTEM ® zu einer erheblichen Effizienzsteigerung führt.«<br />
Damit stellt Markus Emmert klassische Anlagen sprichwörtlich<br />
in den Schatten und zeigt ein enormes Potenzial auf,<br />
dass den Photovoltaikmarkt in den nächsten Jahre regelrecht<br />
revolutionieren wird.<br />
Für die Energieversorgung der Elektromobilität bedeutet<br />
dies quasi, dass allein durch die Energieeffizienzsteigerung<br />
bei dem aktuell angenommenen Marktvolumen der gesamte<br />
Energiebedarf der Elektromobilität vollständig auf Basis<br />
zusätzlicher Erneuerbarer Energien dargestellt werden<br />
kann. Gleichzeitig werden dezentrale Energiestrukturen und<br />
Energieautonomie gefördert.<br />
Mit einer App zur Ertrags- und Mehrertragsabschätzung für<br />
iPhone und Android können Sie im Handumdrehen klären,<br />
ob sich ein IPM SYSTEM ® für Ihre Photovoltaik-Anlage lohnt<br />
und welchen Mehrertrag Sie durch den Einsatz der neuartigen<br />
Technik erzielen können. Neben den umfangreichen<br />
Prognose-Funktionen bietet die Applikation News rund um<br />
das IPM SYSTEM ® und informiert über Funktionsweise und<br />
Merkmale. Die App wird ständig weiterentwickelt und um<br />
neue Funktionen erweitert.<br />
Markus Emmert<br />
Geschäftsführer IPM SYSTEM GmbH & BEM-Beirat<br />
www.ipm-system.com<br />
96 Neue Mobilität Neue Mobilität 97
ERSTE<br />
ELEKTRO<br />
FLOTTEN<br />
»Wir müssen endlich aktiv ein Zeichen<br />
für eine Neue Mobilität setzen.«<br />
BEM-Präsident Kurt Sigl<br />
Vor diesem Hintergrund arbeiten wir seitdem permanent an<br />
neuen Projekten, um die Faszination und Begeisterung für<br />
Elektromobilität im Alltag der Menschen zu verankern.<br />
Wir informieren unsere Mitglieder und viele andere Interessierte<br />
tagesaktuell über unsere Internetseite und den BEM<br />
Bundesverband eMobile Ticker. Unser zweiwöchig erscheinender eMobilität Newsletter<br />
wird mit zunehmender Begeisterung von der eMobilitätsbranche<br />
angenommen. Die konstruktive Zusammenarbeit<br />
und der stetige Austausch mit den relevanten Playern der<br />
Branche zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, unsere<br />
Mitglieder auch weiterhin untereinander zu vernetzen,<br />
um über Branchengrenzen hinaus nachhaltige Kooperationsund<br />
Geschäftsmodelle zu entwickeln.<br />
Wir setzen uns dafür ein, die Mobilität langfristig mit dem Einsatz<br />
Erneuerbarer Energien auf elektrische Antriebsarten umzustellen, um<br />
so den Weg in eine postfossile Gesellschaft aktiv zu begleiten.<br />
www.bem-ev.de<br />
Dabei sind unsere Mitgliedsunternehmen,<br />
BEM eMobile<br />
unser Fachbeirat<br />
Ticker<br />
und insbesondere natürlich unsere Mitarbeiter in der Bun-<br />
Jetzt im App Store<br />
desgeschäftsstelle Berlin, den Landesvertretungen Bayern<br />
und NRW unser wichtigstes Potential und damit direkt verantwortlich<br />
für das, was wir im letzten Jahr gemeinsam geschafft<br />
haben. Ohne diese engagierte Zusammenarbeit wäre<br />
all das nicht möglich gewesen und wir hätten uns nicht so<br />
schnell so gut aufgestellt.<br />
Die ständige Einbindung unserer Mitglieder in die verschiedensten<br />
BEM-Aktionen, Veranstaltungen, Messen, Events<br />
und Projekte ist deshalb eine unserer wichtigsten tagespolitischen<br />
und medialen Aufgaben.<br />
Fuhrparks. Flottenmanagement. Erfahrungsberichte.<br />
98 Neue Mobilität Neue Mobilität 99
erste flotten - eAutos im FLottenmanagement<br />
eAutos im<br />
Flottenmanagement<br />
eLeasing ist bereits jetzt wirtschaftlich<br />
Erste Flotten - eAutos im FLottenmanagement<br />
Elektrofahrzeuge müssen jetzt in Ersten Flotten sichtbar werden. Idealer Einsatzort: Fahrzeugflotten von Unternehmen und<br />
Kommunen. Neben verschiedenen Erhebungen zum Thema »eAutos im Flottenmanagement« wollen wir Ihnen anhand ausgewählter<br />
Leasing-Angebote zeigen, dass sich der Einsatz von eAutos im Fuhrparkmanagement bereits jetzt amortisiert.<br />
1 3 5<br />
Steuermittel zur Förderung von eAutos<br />
direkte Zuschüsse & SteuererleichteRungen<br />
Ausgewählte Beispiele für staatliche Maximalförderung<br />
beim Kauf eines eAutos in Euro<br />
Dänemark<br />
japan<br />
China<br />
Monatsrate: 299,00 € (zzgl. 19% MwSt.)<br />
Anzahlung: 0,00 €<br />
Restwert: 7.999,00 € (zzgl. 19% MwSt.)<br />
Laufzeit: 48 Monate<br />
Für den gesamten Zeitraum gibt es keine Kilometerbegrenzung.<br />
groSSbritannien<br />
frankreich 5.000<br />
deutschland 0.00<br />
Potenzielle Anreize für die Anschaffung von<br />
eFahrzeugen für Fuhrparkverantwortliche<br />
Angaben in Prozent<br />
Steuerbefreiung<br />
Reservierungsmöglichkeiten<br />
von Ladeinfrastruktur<br />
2<br />
6.500<br />
5.600<br />
usa 5.300<br />
10.000<br />
Null-Emissionen-Plakette<br />
54,6%<br />
67,2%<br />
Reservierte Parkplätze in guter Lage<br />
44,5%<br />
Nutzung von Busspuren<br />
42,3%<br />
17.500<br />
Quelle: McKinsey<br />
87,4%<br />
Quelle: McKinsey<br />
Für Berufspendler sind eFahrzeuge die<br />
bessere Wahl<br />
Pendlerstrecken in Prozent (insg. allerdings nur 90%)<br />
bis 10 km 45,8 %<br />
10 bis 25 km 28,1%<br />
25 bis 50 km 11,8 %<br />
50+ km 4,3%<br />
CVO-Barometer 2011<br />
Trends im Fuhrparkmanagement<br />
Fragen an Flottenmanager zum Nutzungspotenzial für<br />
eFahrzeuge in deutschen Unternehmen mit mehr als<br />
1.000 Mitarbeitern<br />
Würden Sie über die Anschaffung von Elektrofahrzeugen<br />
für Ihr Unternehmen nachdenken, wenn Ihnen dadurch<br />
ein Kostenvorteil entstünde?<br />
ja: 41%<br />
Hätten Sie Interesse an einem Test mit eFahrzeugen in<br />
Ihrem Unternehmen?<br />
ja: 37%<br />
Würden Sie eFahrzeuge in Ihrem Unternehmen einsetzen,<br />
wenn die Regierung hierfür Fördermittel freigibt?<br />
ja: 36%<br />
Sehen Sie die Möglichkeit der Imageverbesserung für<br />
Ihr Unternehmen durch den Einsatz von eFahrzeugen?<br />
ja: 23%<br />
4<br />
Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft<br />
Können Sie sich vorstellen, innerhalb der nächsten drei<br />
Jahre eFahrzeuge in Ihrem Unternehmen einzusetzen?<br />
ja: 37%<br />
Demnach ist die Bereitschaft für den Einsatz von eFahrzeugen<br />
in deutschen Firmenfuhrparks nicht nur in Ansätzen<br />
vorhanden. Für einen flächendeckenden Einsatz der<br />
eMobilität müssen die verfügbaren eFahrzeuge aber zunächst<br />
noch ihre Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen.<br />
Quelle: CVO-Barometer 2011<br />
Förder-Leasingpreis für Karabag New 500E<br />
Fahrzeugeckdaten<br />
- Akkumulator: Lithium-Polymer<br />
- Antriebsmotor: 20 KW Drehstrommotor<br />
- Rekuperation: ja<br />
- Höchstgeschw.: 110 km/h<br />
- Reichweite: bis 140 km<br />
- Ladezeit: 7 - 8 Std. (230 V)<br />
- Leergewicht: 1.120 kg<br />
- Sitzplätze: 4<br />
Im Rahmen des Förderprojekts Elektromobilität im<br />
Hamburger Wirtschaftsverkehr - gefördert vom Bundesministerium<br />
für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung<br />
(BMVBS) und koordiniert von der Nationalen Organisation<br />
Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie<br />
(NOW) GmbH - gibt es einen speziellen Förder-Leasingpreis<br />
i.H.v. 299,00 € (ohne MwSt.) für den Karabag<br />
New 500E (basiert auf einem Fiat 500). Das Angebot<br />
beinhaltet eine spezielle 4-jährige E-Drive-Garantie,<br />
mit der jegliche Regelwartungsdienste, TÜV-, HUund<br />
AU-Gebühren, Verschleißreparaturen sowie verschleißbedingte<br />
Motorschäden abgedeckt werden.<br />
Kostenvergleich Benzin- / Elektrofahrzeug<br />
Kostenvergleich Fiat 500<br />
monatlich<br />
Leasingpreis<br />
Steuern<br />
Versicherung<br />
Verbrauch / 1.000 km<br />
Wartung<br />
monatliche Kosten<br />
(Benzinmotor)<br />
200,00 €<br />
2,70 €<br />
70,00 €<br />
**104,30 €<br />
35,00 €<br />
412,00 €<br />
Karabag New<br />
500E<br />
299,00 €<br />
0,00 €<br />
*35,00 €<br />
***26,40 €<br />
0,00 €<br />
360,40 €<br />
* Itzehoer Kfz-Versicherungspaket<br />
** Berechnung basiert auf einem Benzinpreis i.H.v. 1,49 € / Liter<br />
bei einem kombinierten Verbrauch von 7 Liter / 100 km<br />
*** Berechnung nach einem Strompreises i.H.v. 0,24 €/ kWh bei<br />
einem kombinierten Verbrauch von 11 kWh / 100 km<br />
Quelle: Karabag Gruppe<br />
Mobility-Flatrate für den Tazzari Zero<br />
6<br />
Die Smiles AG bietet für den Tazzari Zero eine einmalige<br />
Mobility-Flatrate für die ersten vier Jahre ab<br />
559,00 € an<br />
• Stromkosten-Flatrate mit 100.000 km/Jahr<br />
• Kosten für Kfz-Steuer, Haft- und Vollkaskoversicherung<br />
• Kostenloser Kundendienst<br />
• Volle Garantieleistung auf das Batteriesystem<br />
Eine detaillierte Kostenaufstellung (alle Beträge inkl.<br />
19% MwSt.) bietet die Smiles AG für den Tazzari Zero<br />
- zudem gibt es einen analogen Kostenvergleich mit<br />
einem Smart fortwo.<br />
Kostenvergleich Tazzari Zero mit<br />
Smart fortwo<br />
Berechnungsbasis: vier Jahre Haltedauer bei einer<br />
Fahrleistung von 15.000 km/Jahr.<br />
Kostenart<br />
Kaufpreis<br />
Wertverlust inkl.<br />
Batterie (4 Jahre)<br />
Wertverlust in<br />
Prozent (4 Jahre)<br />
Fixkosten (4 Jahre)<br />
Werkstattkosten<br />
(4 Jahre)<br />
Energie-, Kraftstoffkosten<br />
u.<br />
Pflegeaufwand<br />
(4 Jahre)<br />
Summe der Kosten<br />
(4 Jahre)<br />
Kosten / Jahr<br />
Kosten / Monat<br />
Kosten / Kilometer<br />
Tazzari<br />
ZERO<br />
24.499,00 €<br />
7.228,00 €<br />
- 30%<br />
3.567,36 €<br />
1.120,00 €<br />
2.500,00 €<br />
14.415,36 €<br />
3.603,84 €<br />
300,32 €<br />
0,24 €<br />
Smart fortwo/fossil<br />
coupé 1.0 pure (45 KW)*<br />
10.190,00 €<br />
7.236,00 €<br />
- 71%<br />
* Angaben entnommen aus ADAC-Autokosten <strong>05</strong>/2011<br />
4.316,00 €<br />
1.760,00 €<br />
4.880,00 €<br />
18.191,29 €<br />
4.547,82 €<br />
4.547,82 €<br />
378,99 €<br />
0,30 €<br />
Quelle: SMILES AG<br />
100 Neue Mobilität Neue Mobilität 101
Erste Flotten - m+p gruppe<br />
Erste Flotten - Athlon Car Lease<br />
Elektromobilität als ganzheitlicher<br />
Lösungsansatz<br />
eMobilität, eine neue Herausforderung für Verbraucher, Fahrzeughersteller und<br />
Energieversorgungsunternehmen. Die m+p gruppe bietet bereits heute marktfähige<br />
Produkte.<br />
Ja zum Elektroauto<br />
Trau Dich für 48 Monate - aber nicht ohne die richtige Leasinggesellschaft<br />
Die m+p gruppe steht als technische Unternehmensberatung<br />
für Fortschritt und Innovation. Basierend auf den langjährigen<br />
Produkten und Erfahrungen liefert m+p einen ganzheitlichen<br />
Lösungsansatz rund um das Thema Elektromobilität.<br />
In dem neuen und hochdynamischen Markt der eMobilität,<br />
bei dem längst noch nicht geklärt ist, welche Technologien,<br />
Konzepte und Hersteller sich langfristig etablieren werden,<br />
haben Lösungen, die noch keine finale Kaufentscheidung<br />
abverlangen, deutliche Vorteile.<br />
Elektromobilität in Kombination mit Contracting ermöglicht<br />
Kostensenkungspotentiale<br />
Gerade in Kombination mit Energieeffizienzlösungen der<br />
m+p gruppe sind bereits heute bei ausgewählten Kunden<br />
Nutzungskonzepte im Bereich der Elektromobilität denkbar,<br />
die nicht nur bedarfsorientiert, sondern auch wirtschaftlich<br />
sind. Der zurzeit noch hohe Anschaffungspreis verlangt nach<br />
diesen innovativen Lösungsansätzen.<br />
Mehrwert der Elektromobilität durch Integration im Lastmanagement<br />
In Zukunft bietet die Kombination der Mobilität mit dem<br />
Lastmanagement der Energiewirtschaft interessante<br />
monetäre Perspektiven. Lastprofile und die Möglichkeiten<br />
diese zu beeinflussen sind ein preisbildender Faktor<br />
bei der Strombeschaffung. Dies dürfte im Rahmen der<br />
Energiewende noch zunehmen. Sämtliche Konzepte<br />
und Technologien, die hier aktiv Einfluss nehmen, sind<br />
daher in diesem Zusammenhang von Interesse. Sicher<br />
steht die Elektromobilität hier in Konkurrenz zu weiteren<br />
Lösungsansätzen. Die Einflussmöglichkeit, oder als Bindeglied,<br />
zwischen zwei großen Themen wie der Mobilität und<br />
der Energiewirtschaft bieten wirtschaftlich interessante<br />
Perspektiven.<br />
Auf Industriegeländen, in Krankenhäusern oder in größeren<br />
Arealen sind bereits heute zahlreiche Elektrofahrzeuge wie<br />
Gabelstapler, Kleintransporter, usw. im Einsatz. Legt man<br />
deren maximale Ladeleistung über die entsprechenden<br />
Lastprofile der Standorte und ermittelt den monetären<br />
Effekt durch eine optimierte Einbindung, so kommt man<br />
schnell auf interessante Ergebnisse. Werden diese monetären<br />
Effekte wenigstens teilweise aktiviert und ein Anteil der<br />
Elektromobilität zugeschlagen, so ergibt sich unter dieser<br />
ganzheitlichen Betrachtungsweise bereits heute eine interessante<br />
Wirtschaftlichkeit.<br />
Elektromobilität als Spaßfaktor<br />
In München wurde der erste E-mobility Shop eröffnet, in<br />
dem Elektrofahrzeuge jeglicher Art auch von Privatkunden<br />
ausgeliehen werden können. Wo das Flatrate-Produkt für<br />
Firmenkunden Laufzeiten von 2 bis 5 Jahren hat, sind hier<br />
auch kürzere Nutzungszeiten, ab einer Stunde, einem Tag,<br />
einem Wochenende bis hin zu mehreren Wochen und Monaten<br />
möglich. Von kurzen Touren mit eBikes oder Segways über<br />
die Nutzung von Elektroautos und Motorrädern bis hin zu<br />
Fahrzeugen für Kleinkinder ist alles möglich.<br />
Arthur Dornburg<br />
Geschäftsführer m+p consulting Süd GmbH<br />
www.mp-gruppe.de<br />
Elektromobilität wird bei m+p Realität<br />
Ja. Elektroautos sind begehrt. Ja. Sie sind wohl das<br />
Exklusivste, was derzeit auf deutschen Straßen anzutreffen<br />
ist. Und ja, sie sind nur schwer zu kriegen.<br />
Unternehmen, die heute ein eAuto leasen wollen, brauchen<br />
vor allem eines: keinen Leasinggeber mit Stand-alone-<br />
Anspruch sondern mit einem Standing im eMarkt. Denn am<br />
wahrscheinlichsten ist es, dass ein Unternehmen erst gar<br />
kein Auto bekommt, weil die meisten Leasinggesellschaften<br />
keine im Angebot haben. Wir schon. Der Peugeot iOn zum<br />
Beispiel ist aktuell noch lieferfähig. Denn eAutos sind derzeit<br />
ein Verkäufermarkt. Die Angebote für Unternehmen, die ein<br />
eAuto leasen wollen, sind dementsprechend rar. Die meisten<br />
eFahrzeuge sind noch als Testwagen unterwegs und nur<br />
ausgesuchten Fahrern vorbehalten. Ebenso ausgesucht sind<br />
auch die herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften, die<br />
Elektroautos verleasen. Nur kleine Hersteller-Kontingente<br />
erreichen bisher Europa. Die Nachfrage nach eAutos<br />
übersteigt bei weitem das Angebot und zwar nicht nur im<br />
B2C-Geschäft zum Endkunden. Sondern auch im B2B-Bereich:<br />
Nicht alle können gleich beliefert werden.<br />
Um zu den Auserwählten zu gehören, gilt es sich in Position zu<br />
bringen. Das Auswahlkriterium, um miteinander ins Geschäft<br />
zu kommen ist die Expertise. Sie macht zu einem gefragten<br />
Partner, der gemeinsam mit anderen den Markt erschließen<br />
kann. Größe oder Markenbekanntheit spielen dabei keine<br />
Rolle - sondern die eKompetenz. Anders ist es nicht zu<br />
erklären, dass Tesla, Mia, Renault und Opel - um nur einige<br />
zu nennen - einen Kooperations-Vertrag mit Athlon Car Lease<br />
geschlossen haben. Um ein eAuto leasen zu können, muss<br />
also nicht nur eine Leasinggesellschaft gefunden werden, die<br />
»Ja« dazu sagt, sondern zu der auch der Markt »Ja« sagt.<br />
Leasingunternehmen müssen daher die »Richtigen« finden,<br />
entsprechende Bindungen eingehen und Kooperationen<br />
schaffen.<br />
Genau das also, was ein Leasingnehmer nicht möchte: Es soll<br />
nichts Festes sein, er will sich nicht binden. Nein: eLeasing<br />
muss nicht für immer sein. Daher stellen wir nicht sofort<br />
eine ganze Flotte auf den Hof und zementieren massenhaft<br />
Ladesäulen auf dem Parkplatz, sondern installieren vielleicht<br />
nur eine Lade-Wandbox in der Tiefgarage. Wir analysieren<br />
alle Voraussetzungen, damit eMobilität professionell und<br />
nachhaltig starten kann. Ist zum Beispiel ein Solardach<br />
vorhanden, beziehen wir das in unser Energie-Konzept mit<br />
ein. Kurz gesagt: Es braucht eine Leasinggesellschaft, die<br />
entsprechende Verbindungen eingegangen ist - um den<br />
Leasingnehmern einen unabhängigen Start in Elektromobilität<br />
zu ermöglichen. Und zwar zu kalkulierbaren Kosten. Einige<br />
Beispiele: Opel Ampera - Leasingrate netto: 599,00 Euro- 60<br />
Monate - 10.000 km im Jahr, Peugeot iOn - Leasingrate netto:<br />
449,00 Euro- 48 Monate - 10.000 km im Jahr, Mia - Leasingrate<br />
netto: 399,00 Euro- 48 Monate - 10.000 km im Jahr.<br />
Bisher haben nur wenige Versicherungen Erfahrung mit<br />
Elektroautos und bieten wettbewerbsfähige Policen an. Wir<br />
haben sie. Auch der Schadensservice ist bereits auf dem<br />
Weg. Dazu kommt die Frage nach dem Stromlieferant. Sollte<br />
die Ladesäule verschlüsselt werden, um unbefugtes Tanken<br />
ausschließen zu können? Welcher Stromanbieter ist grün<br />
und günstig? Kann der selbstproduzierte Strom verwendet<br />
werden? Erfolgt die Abrechnung pro eAuto? Lauter offene<br />
Fragen, auf die ein Leasinggeber verbindlich antworten können<br />
muss. Das bedeutet: Er muss genau berechnen, womit der<br />
Kunde am besten fährt, alle Produkte und Dienstleistungen<br />
dann auch aus einer Hand beschaffen können und auch<br />
Zugriff auf die gewünschten Fahrzeugkontingente und<br />
Beratungsdienstleistungen der Partner haben. Erst wenn<br />
der Leasinggeber zu allem ein verlässliches »Ja«-Wort geben<br />
kann, funktioniert das eLeasing für alle Beteiligten.<br />
René Roeder<br />
Athlon Car Lease Germany GmbH & Co. KG<br />
www.athloncarlease.de<br />
102 Neue Mobilität Neue Mobilität 103
Erste Flotten - Legal corner<br />
Erste Flotten - Legal Corner<br />
Leasing und Elektromobilität<br />
Dipl.-Kfm. Volker Gattringer & Dr. Frank Thomas<br />
Bei der Finanzierung von Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor<br />
ist das Leasing heute nicht mehr weg zu denken. Nach<br />
Angaben des Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen<br />
e.V. wurden im Jahre 2010 bewegliche Wirtschaftsgüter<br />
in Höhe von 41,<strong>05</strong> Mrd. Euro auf dem Wege des Leasings<br />
finanziert. Der Pkw-Anteil beträgt dabei 52,6%. Es ist also<br />
zu erwarten, dass sich dieser Trend auch in der Zukunft bei<br />
Elektroautos fortsetzen wird. Die Gründe hierfür sind vielgestaltig.<br />
Teils soll durch die Leasingkomponente eine verbreitete<br />
Unsicherheit gegenüber der Lebensdauer der Batterie<br />
begegnet werden, teils dient das Leasingangebot dazu, die<br />
Total Cost of Ownership des Elektroautos (geringere Wartungskosten<br />
und KfZ-Steuer) gegenüber den konventionellen<br />
Fahrzeugen vergleichbarer zu gestalten.<br />
Dabei zeichnen sich im Bereich Leasing bereits einige interessante<br />
Marktentwicklungen ab, die es bei konventionellen<br />
Pkw mit Verbrennungsmotor in dieser Form nicht gibt.<br />
So sind einige Fahrzeughersteller dazu übergegangen, ihre<br />
Elektroautos ausschließlich als Leasingfahrzeuge anzubieten<br />
(z.B. der Peugeot iOn). Andere verkaufen das Elektroauto,<br />
planen aber die Batterie nur über einen Leasingvertrag anzubieten<br />
(z.B. Renault Kangoo Z.E., Smart ed).<br />
Während das Leasing des gesamten Elektrofahrzeugs kaum<br />
Besonderheiten gegenüber dem Leasing von konventionellen<br />
Fahrzeugen mit einem Verbrennungsmotor aufweist,<br />
wirft das Leasing der Batterie einige juristische Fragen auf.<br />
Für den Leasinggeber entscheidend ist nämlich die Frage, ob<br />
die Batterie ein eigenständiger Sicherungsgegenstand sein<br />
kann. Hierbei ist zunächst einmal zu klären, ob es überhaupt<br />
ein getrenntes Eigentum an Batterie einerseits und Fahrzeug<br />
andererseits geben kann. Oder mit anderen Worten: Handelt<br />
es sich bei der Batterie aus zivilrechtlicher Sicht um einen<br />
wesentlichen Bestandteil des Elektrofahrzeugs, so dass<br />
nach dem Einbau die Batterie nicht mehr Gegenstand gesonderter<br />
Rechte sein kann, oder handelt es sich um einen<br />
sogenannten einfachen Bestandteil?<br />
Die Rechtsprechung stellt bei der Einordnung von Bestandteilen<br />
eines Pkw bislang weniger auf technische, sondern<br />
eher auf wirtschaftliche Aspekte ab. So wurde zum Beispiel<br />
der serienmäßige Verbrennungsmotor als einfacher Bestandteil<br />
angesehen, weil der Pkw-Motor konstruktionsbedingt<br />
gesondert nutzbar und anderweitig verwertbar ist. Entsprechendes<br />
gilt für die Räder und die Bereifung. Diese Grundsätze<br />
können entsprechend auch auf die Batterie übertragen<br />
werden. Auch hier ist der Ausbau ohne eine Zerstörung oder<br />
Wesensänderung der Batterie möglich. Die Batterie kann zudem<br />
in Abhängigkeit von ihrer verbleibenden Restnutzungsdauer<br />
gesondert verwertet werden oder wiedereingesetzt<br />
werden. Es ist daher zu erwarten, dass die Rechtsprechung<br />
auch die Batterie als einfachen Bestandteil ansehen wird.<br />
Mit dem Einbau geht das Eigentum an der Batterie somit<br />
nicht verloren und die Batterie kann grundsätzlich eine eigenständige<br />
Kreditsicherheit sein. Diese deutsch-rechtliche<br />
Beurteilung muss sich aber bei einer Verbringung des Pkw<br />
nebst Batterie im Ausland nicht zwingend fortsetzen. In einem<br />
solchen Fall müsste der Batterieeigentümer also Vorkehrungen<br />
gegen eine Verbringung des Elektrofahrzeuges,<br />
genauer: der Batterie, in diese Länder treffen.<br />
Aber auch in Deutschland bleibt dem Batterieeigentümer<br />
ein Wermutstropfen nicht erspart: Während sich der Leasinggeber<br />
eines Pkw, indem er den KfZ-Brief (die korrekte<br />
Bezeichnung lautet »Zulassungsbescheinigung Teil II«) zurückbehält,<br />
relativ gut gegen einen Eigentumsverlust durch<br />
eine unberechtigte Veräußerung des Pkw schützen kann,<br />
hat der Batterie-Leasinggeber diese Möglichkeit nicht. Einen<br />
»Batterie-Brief« oder ein dem Grundbuch entsprechendes<br />
»Batterie-Register« gibt es nicht. Würde beispielsweise der<br />
Eigentümer des Elektrofahrzeugs dieses (absichtlich oder<br />
unabsichtlich) mitsamt Batterie an einen gutgläubigen Dritten<br />
veräußern, würde der Batterie-Leasinggeber sein Eigentum<br />
an der Batterie an diesen Dritten verlieren. Eine Möglichkeit<br />
dies zu verhindern wäre die Anbringung einer Plakette<br />
an der Batterie und im Fahrzeuginnenraum, welche darauf<br />
hinweist, dass sich die Batterie im Eigentum des Leasinggebers<br />
befindet. Ein sicherer Schutz kann dadurch aber nicht<br />
gewährleistet werden, da es theoretisch auch ohne nähere<br />
Besichtigung des Fahrzeugs zu einer Veräußerung kommen<br />
kann. Für einen gutgläubigen Erwerb stellt die Rechtsprechung<br />
im Wesentlichen allein auf die Vorlage des KfZ-Briefes<br />
ab. Besser wäre es daher, wenn der Batterie-Leasinggeber<br />
sein Eigentum an der Batterie durch den Hersteller bereits<br />
im KfZ-Brief eintragen lassen könnte, zum Beispiel im Feld<br />
23 der Zulassungsbescheinigung Teil II »Raum für interne<br />
Vermerke des Herstellers«. Ob eine solche Vorgehensweise<br />
von den Zulassungsstellen unterstützt wird, muss die zukünftige<br />
Praxis noch erweisen. Sollte dies nicht der Fall sein,<br />
wäre der Gesetzgeber gefordert eine Regelung einzuführen,<br />
welche das Recht des Batterieeigentümers vor einem gutgläubigen<br />
Erwerb durch Dritte schützt.<br />
Rechtsanwälte<br />
K&L Gates LLP<br />
www.klgates.com<br />
Zukunftsweisend CO 2<br />
Emissionen reduzieren<br />
Dipl.-Kfm. Volker Gattringer Dr. Frank Thomas<br />
volker.gattringer@klgates.com frank.thomas@klgates.com<br />
Autoabgase schaden der Umwelt.<br />
In naher Zukunft werden die PKW-Hersteller am<br />
CO 2<br />
-Ausstoß ihrer Fahrzeuge gemessen und mit<br />
zusätzlichen Kosten belastet, wenn sie die gesetzlichen<br />
Auflagen hinsichtlich Schad stoffausstoß<br />
nicht erfüllen.<br />
SKF bietet zur Reduzierung von CO 2<br />
-Emissionen<br />
ein komplettes Spektrum an Produkten und<br />
Dienstleistungen – vom einzelnen Wälzlager und<br />
Dichtring bis zu Gesamtlösungen für den<br />
Antriebsstrang. Beispielsweise können wir für<br />
einen Achs antrieb den CO 2<br />
-Ausstoß um bis zu<br />
4 g verringern – verglichen mit herkömmlichen<br />
Lösungen. Mit der neu ent wickelten<br />
SKF Software (VEP) lassen sich die mit<br />
unseren Produkten realisierbaren<br />
Ein sparungen in heutigen und neu artigen<br />
Antriebskonzepten berechnen. Insgesamt<br />
bringen die SKF Lösungen eine Ver ringerung<br />
um 10 g CO 2<br />
pro Kilometer.<br />
The Power of Knowledge Engineering<br />
104 Neue Mobilität
Erste Flotten - e8energy<br />
Erste Flotten - e8energy<br />
Grünes Licht für<br />
Elektromobilität<br />
e8energy startet Pilotprojekt auf Sylt<br />
auto zur Verfügung. Damit Nadja auch ökologisch korrekt unterwegs<br />
ist, wird das Fahrzeug natürlich mit 100% Ökostrom<br />
beladen.<br />
Wer sich ein Bild von Nadja Käther machen möchte, der ist<br />
herzlich eingeladen. Unter www.nadja-kaether.de gibt sie<br />
Einsichten in ihre noch junge, aber hoffnungsvolle Karriere.<br />
eMobilität & Erneuerbare Energien<br />
e8energy bietet ein segmentübergreifendes Produkt- und<br />
Leistungsportfolio im eMobilitätsbereich, vor dem Hintergrund<br />
der ausschließlichen Nutzung Erneuerbarer Energien.<br />
Die Kernaspekte unternehmerischen Handelns sind bei<br />
e8energy Umweltfreundlichkeit, Klimaneutralität und<br />
Nachhaltigkeit.<br />
Mit der Errichtung einer überregionalen Ladeinfrastruktur<br />
und dem Angebot von Citroën Elektrofahrzeugen, wird so<br />
bereits heute die ganzheitliche und nachhaltige Funktionalität<br />
von Elektromobilität bewiesen. Durch die Einbindung<br />
lokaler und überregionaler regenerativer Energieversorger<br />
und individuell konfigurierbarer Ladeprodukte wird so von<br />
der Energieerzeugung bis zum Verbrauch jeder Schritt abgebildet<br />
und umgesetzt.<br />
Die entwickelten Ladeprodukte erlauben eine flexible Anpassung<br />
an Kundenvorgaben und mögliche technische Änderungen<br />
im Hinblick auf die Zukunft. Durch den modularen<br />
Aufbau ist es so möglich eventuell auftretenden technischen<br />
Veränderungen von beispielsweise Ladeströmen oder Steckern<br />
schnell und flexibel zu begegnen. Neben Lösungen im<br />
Heim- und Geschäftsbereich, liegt ein besonderer Fokus auf<br />
Produkten für die öffentliche Nutzung.<br />
So schafft die »@life«-Ladesäule ein flächendeckendes<br />
Versorgungsnetzwerk, während der »Quickch@rger« an<br />
strategischen Knotenpunkten, in unter 30 Minuten 80% der<br />
Batterieleistung nachladen kann, respektive in 5 Minuten bis<br />
zu 40 km Reichweite nachlädt. Hervorzuheben ist auch die<br />
»Smart-Grid«-Tauglichkeit aller Produkte, die es in Zukunft<br />
ermöglichen soll, eine globale Infrastruktur zur Nutzung von<br />
Fahrzeugen als mobile Speicher für Erneuerbare Energien<br />
aufzubauen und zu nutzen.<br />
Dirk Dressler & Rachid Ait Bouhou<br />
Geschäftsführer e8energy GmbH<br />
www.e8energy.de<br />
Einweihung der beiden Ladesäulen des Hamburger Herstellers e8energy GmbH in List und Kampen<br />
Mit großem Interesse seitens Medien und Bevölkerung fand<br />
am 30. Juni 2011 die Einweihung der beiden Ladesäulen des<br />
Hamburger Herstellers e8energy GmbH statt. Die Standorte<br />
der zwei Ladesäulen befinden sich in List und Kampen;<br />
drei weitere sind bereits in Planung. Die Schaffung von Infrastruktur<br />
ist Teil des neuen Energie- und Mobilitätskonzeptes<br />
EVS (Energieversorgung Sylt).<br />
»Ein Elektroauto ist nur dann wirklich umweltfreundlich,<br />
wenn es mit regenerativ erzeugter Energie betrieben wird«,<br />
machte Geschäftsführer Dirk Dreßler während der Pressekonferenz<br />
deutlich. Gemeinsam mit Kooperationspartner<br />
Citroën hatte e8energy zum Informationstag nach Sylt geladen,<br />
wo Vertreter von Medien, Verbänden und Organisationen<br />
(u.a. Organisation Deutscher Nachhaltigkeitspreis,<br />
Bundesverband eMobilität) die Gelegenheit hatten, sich von<br />
der Praxistauglichkeit des Konzeptes zu überzeugen. Die<br />
mehr als 60 Teilnehmer der Veranstaltung nutzten die neun<br />
eFahrzeuge ausgiebig, sodass die Ladesäulen durchgehend<br />
in Betrieb waren.<br />
In diesem Praxistest stellten die von Citroën eingesetzten<br />
sieben C-Zero und zwei Berlingo First Electric eindrucksvoll<br />
unter Beweis, wie unkompliziert sowohl Aufladen als auch<br />
Fahren mit einem eMobil sind. Ein kleines Display im Armaturenbrett<br />
zeigt permanent die noch zur Verfügung stehenden<br />
Kilometer an - 150 sind es beim C-Zero im komplett aufgeladenen<br />
Zustand. Die Schnellladestation »Quickch@rger«<br />
von e8energy ermöglicht das in ca. 30 Minuten; die beiden<br />
Säulen auf Sylt arbeiten dabei mit dem aus 100% Erneuerbaren<br />
Energien erzeugtem Strom von Anbieter Greenpeace<br />
Energy.<br />
Die junge, talentierte Leichtathletin Nadja Käther vom HSV<br />
Leichtathletik-Kader wird ab sofort von e8energy »unter<br />
Strom« gesetzt.<br />
Anlässlich der Einweihung der zwei Strom-Ladestationen<br />
auf Sylt wurde ein Elektrofahrzeug der Marke Citroën C-Zero<br />
Airdream in spezieller Lackierung und Beklebung an die<br />
Weitspringerin Nadja Käther übergeben. Nadja Käther eignet<br />
sich in besonderer Weise als Testimonial für die ebenfalls<br />
junge und dynamische Firma e8energy.<br />
Beide kommen aus Hamburg. Beide haben ambitionierte<br />
Ziele. Beide wollen in der Weltelite mitspielen..<br />
e8energy stellt der Bundesathletin für die Fahrten zwischen<br />
Trainingsstätte, Wohnung, Universität und Familie ein Elektro-<br />
106 Neue Mobilität
Erste Flotten - FORMULA STUDENT ELECTRIC<br />
Erste Flotten - FORMULA STUDENT ELECTRIC<br />
DUT Racing<br />
Das Formula Student Team der Universität Delft<br />
SKF GmbH unterstützt<br />
Ingenieurnachwuchs<br />
Interview mit Klaus Hofmann<br />
Quelle: Formula Student Germany, Fotograf: Almonat<br />
Quelle: Formula Student Germany, Fotograf: Kröger<br />
Seit 2000 nimmt das DUT Racing Team an der Formula Student<br />
teil. Nach 10 Jahren Erfahrung mit Leichtbau und Verbrennungsmotoren,<br />
sowie den Gesamtsiegen 2008 und<br />
2010 in Hockenheim war es an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren:<br />
Die Formula Student Electric.<br />
Vor der Designphase führte das Team eine Simulation des<br />
Wettbewerbs durch. Ziel war es herauszufinden, mit welcher<br />
Kombination aus Motorleistung und Batteriekapazität die<br />
meisten Punkte erreicht werden könnten.<br />
Ergebnis ist ein Leichtbau-Elektrorennwagen mit zwei eMotoren,<br />
die jeweils ein Hinterrad antreiben. Ein Gesamtgewicht<br />
von 177 kg und eine Spitzenleistung von 55 kW zeigen<br />
das Potential. Den Strom hält ein Lithium-Ionen-Akku mit<br />
einer Kapazität von 5,7 kWh bereit. Der elektrische Antriebsstrang,<br />
das Chassis, das Fahrwerk und die Niederspannungselektronik<br />
wurden gemäß den Bedürfnissen des elektrischen<br />
Antriebskonzepts angepasst.<br />
Zu Beginn mussten in den statischen Events die verschiedenen<br />
Entwicklungsentscheidungen verteidigt werden. Zum<br />
Beispiel musste erklärt werden, warum man sich für die Batteriekapazität<br />
von nur 5,7 kW entschied, obwohl diese für<br />
das Beenden des Endurance unter Volllast nicht ausreichend<br />
ist. Die Antwort: das geringe Fahrzeuggewicht minimiert den<br />
Stromverbrauch, sodass die für Energieeffizienz vergebenen<br />
Punkte die geringfügig schlechteren Rundenzeiten ausgleichen<br />
sollten. Im Cost Report wurden dann die Produktionskosten<br />
detailliert bewertet. Teil des Wettbewerbs ist auch<br />
die Erstellung eines Businessplans für eine hypothetische<br />
Produktion von 1.000 Fahrzeugen pro Jahr.<br />
Nach den statischen Disziplinen ging es auf die Rennstrecke.<br />
Nach dem Wet Skid Pad und dem Beschleunigungsrennen<br />
zeigte sich die Überlegenheit der elektrischen gegenüber<br />
den verbrennungsmotorisierten Rennwagen. Dennoch<br />
machte sich im Team Enttäuschung breit. Sie waren unter<br />
den besseren Teams, aber nicht gut genug. Wie würde also<br />
die Leistung auf der Rennstrecke aussehen? Der Fahrer war<br />
zuversichtlich, den Autocross gewinnen zu können. Aber es<br />
gab Probleme mit dem Grip: schlechte Reifen, eine falsche<br />
Fahrwerksabstimmung..? Also musste im Ausdauerrennen<br />
Samstag Nacht einige Zeit gut gemacht werden. »Die Kombination<br />
aus Dunkelheit, starkem Regen und gespenstisch<br />
leisen Elektrorennwagen war spektakulär. Danach hieß es:<br />
einen Tag warten. Dann kam die Siegerehrung und nach vielen<br />
Preisen in Teildisziplinen für unser Team folgte die Krönung:<br />
wir haben das Siegerauto 2011 gebaut«, freute sich<br />
Paul van Tricht vom DUT Racing Team.<br />
Paul van Tricht<br />
DUT Racing Team<br />
paul.tricht@gmail.com<br />
Vom 02. bis 07. August 2011 fand zum zweiten Mal die Formula<br />
Student Electric statt. Für den Wettbewerb mit Elektrofahrzeugen<br />
konstruieren über 2.000 Studenten aus 31 Teams jeweils<br />
einen konkurrenzfähigen Elektro-Rennwagen. Der Automobilzulieferer<br />
SKF GmbH unterstützte als Sponsor in diesem Jahr<br />
9 Teams. Im Gespräch mit der <strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong> erklärt Klaus<br />
Hofmann worin das Engagement der Firma besteht.<br />
Neben anderen Eco-Wettbwerben engagieren Sie sich stark<br />
bei der Formula Student. Wie sieht das Konzept aus?<br />
Zunächst unterstützen wir die Teams mit einem attraktiven<br />
Materialbudget über das gesamte Produktportfolio hinweg.<br />
Das reicht von energieeffizienten Lagern, über Dichtungen,<br />
Mechatronik bis hin zu moderner Messtechnik für Anwendungen<br />
im Automobilbau oder Luftfahrttechnik. Das alleine ist<br />
uns aber zu wenig. Wir laden unsere jungen Partner zu Tech<br />
Days ein, informieren sie regelmäßig über Neues aus der Entwicklung<br />
und unterstützen auch bei der Beschaffung von speziellen<br />
Teilen für die Einsatzfahrzeuge.<br />
Ist es nicht schwierig die Teams neben dem normalen Tagesgeschäft<br />
immer zeitnah mit den notwendigen Teilen zu<br />
versorgen?<br />
In der Tat ist das eine große Herausforderung und hat für uns<br />
höchste Priorität. Wenn, wie geschehen bei zwei Teams, infolge<br />
eines Aufhängungsschadens, das Radlager in Mitleiden-<br />
schaft gezogen wurde, und das wenige Tage vor dem Hockenheim-Event,<br />
dann werden auch Überstunden gemacht. Durch<br />
die weltweite Vernetzung mit unseren Logistikzentren und den<br />
Werken kommt es häufig vor, dass ein Team fünf verschiedene<br />
Artikel bestellt und diese termingerecht aus 5 verschiedenen<br />
Ländern angeliefert werden. Offensichtlich haben wir den Prozess<br />
gut im Griff, so wie wir das aus dem Feedback unserer<br />
Teams entnehmen können.<br />
Welchen Nutzen sehen Sie konkret für Ihr Unternehmen?<br />
Der Nutzen ist vielschichtig. Bei der großen Kreativität und<br />
Innovationskraft der angehenden Ingenieure lernen auch wir<br />
und gewinnen Platz für neue Ideen. Nehmen wir den Leichtbau.<br />
Um im Wettbewerb bestehen zu können müssen sich<br />
die jungen Bauteilkonstrukteure an die Auslegungsgrenzen<br />
herantasten. Wir erleben hier in Hockenheim Teams, die vom<br />
Verbrenner erstmals auf Elektroantrieb umgestiegen sind und<br />
auf Anhieb die Fahrzeugmasse auf das Niveau des Verbrenners<br />
gebracht haben. Das ist eine großartige Leistung und<br />
eine der großen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt,<br />
um die Elektromotorisierung auf unseren Straßen weiter zu<br />
bringen.<br />
Klaus Hofmann // Product Manager ECO Competition Cars<br />
klaus.hofmann@skf.com<br />
www.skf.com<br />
108 Neue Mobilität Neue Mobilität 109
Erste Flotten - RWTH Aachen<br />
Erste Flotten - RWTH Aachen<br />
Mobilität braucht Flexibilität<br />
Konzept eines modularen Antriebsstrangs für Elektrofahrzeuge<br />
Modul ausgetauscht werden muss und nicht der ganze teure<br />
Batteriespeicher. Auch die installierte Antriebsleistung ist<br />
skalierbar. Das Fahrzeug kann mit zwei oder mit vier identischen<br />
Antriebsmodulen aufgebaut werden. Mit solch einem<br />
Design werden keine hohen Drehmomentdichten benötigt,<br />
so dass Hochdrehzahlantriebe mit bis zu 30.000 rpm ohne<br />
Permanentmagnete verwendet werden können. Mit Hilfe von<br />
integrierten Getrieben mit hoher, fester Übersetzung wird<br />
so eine hohe Leistungsdichte erreicht. Materialkosten und<br />
Gewicht werden entsprechend reduziert.<br />
Die Entwicklung von Elektrofahrzeugen darf sich nicht nur<br />
auf die Verbesserung einzelner Komponenten konzentrieren,<br />
sondern sollte einem interdisziplinären Gesamtsystemansatz<br />
folgen, der das Zusammenspiel aller Komponenten berücksichtigt.<br />
Diese Herangehensweise wird seit über 40 Jahren<br />
am Institut für Stromrichtertechnik und elektrische Antriebe<br />
verfolgt. Prof. Rik W. De Doncker und sein Team arbeiten an<br />
elektrischen Antriebssystemen, leistungselektronischen<br />
Bauelementen und Umrichtern. Unter der Leitung von Dirk<br />
Uwe Sauer werden elektrochemische Speichersysteme untersucht.<br />
Da somit die Kompetenz für alle Komponenten eines<br />
elektrischen Antriebsstrangs an einem Ort gebündelt ist, kann<br />
effektiv an der Optimierung des Gesamtsystems gearbeitet<br />
werden. Insgesamt forschen und entwickeln am ISEA zur Zeit<br />
mehr als 70 Wissenschaftler und Ingenieure gemeinsam mit<br />
mehr als 50 Studenten an Leistungselektronik, Antrieben und<br />
Batterien.<br />
Elektrofahrzeuge müssen preislich deutlich wettbewerbsfähiger<br />
werden, damit sie kein Nischenprodukt bleiben.<br />
Signifikantes Kostensenkungspotential steckt aber nicht<br />
nur in der Optimierung einzelner Komponenten, sondern vor<br />
allem im radikalen Neudenken des Gesamtsystems unter<br />
Berücksichtigung der elektrotechnischen Möglichkeiten. Mit<br />
einem hoch integrierten System, das von den Forschungsgruppen<br />
des ISEA entwickelt wurde, kann heute schon das<br />
Konzept eines frei skalierbaren und modularen Antriebsstrang<br />
gezeigt werden, das gleichzeitig kostengünstig und so flexibel<br />
ist, dass es individuelle Anforderungen erfüllen kann.<br />
Die schematische Darstellung zeigt unser Konzept für einen<br />
modularen Antriebsstrang für Elektrofahrzeuge. Die ausgegrauten<br />
Blöcke stellen dabei optionale Komponenten dar,<br />
die entweder während oder nach der Produktion hinzugefügt<br />
werden können. Dies ist möglich durch den konsequenten<br />
Einsatz von leistungselektronischen Schnittstellen (DC/DC-<br />
Wandlern) zwischen den Batterie- und Antriebs-Modulen.<br />
Durch diese Entkopplung kann der Anwender sein Fahrzeug<br />
sehr frei konfigurieren. Er muss nur die Batteriekapazität<br />
kaufen, die er wirklich benötigt. Zusätzliche Batteriemodule<br />
oder ein Range Extender können problemlos zu einem<br />
späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden. Obwohl eine große<br />
Batteriekapazität natürlich prinzipiell wünschenswert ist,<br />
sollte man immer berücksichtigten, dass eine Batterie mit<br />
150 km Reichweite leicht die Gesamtkosten für ein Fahrzeug<br />
verdoppeln kann im Vergleich zu einer Batterie mit 50 km<br />
Reichweite. Außerdem macht sie das Fahrzeug schwerer und<br />
damit auch auf kurzen Distanzen weniger effizient. Daher<br />
sollte die elektrische Reichweite eines Fahrzeugs immer<br />
möglichst genau an die Bedürfnisse des Fahrers angepasst<br />
werden, was durch ein modulares System ermöglicht wird.<br />
Eine kleine und damit günstige Batterie für z.B. 50 km<br />
Reichweite kombiniert mit einem Range Extender wird auf<br />
absehbare Zeit aus ökologischer und ökonomischer Sicht die<br />
beste Alternative sein, da die meisten Fahrten rein elektrisch<br />
zurückgelegt werden können, die Batterie sehr gut ausgenutzt<br />
wird und durch den Range Extender trotzdem eine sehr große<br />
Maximalreichweite gegeben ist.<br />
Die Verwendung mehrerer kleiner Batteriemodule mit<br />
hoch integrierten DC/DC-Wandlern verbessert die Energieversorgung<br />
in vielerlei Hinsicht. Die Spannung eines einzelnen<br />
Batteriepacks liegt in unserem Konzept unterhalb von 60<br />
V, also unterhalb der zulässigen Berührspannung. Dies<br />
senkt den Aufwand für Schutz- und Isolationsmaßnahmen<br />
beträchtlich. Auch im Crashfall ist die Sicherheit deutlich<br />
erhöht, im Fahrzeug ist im ausgeschalteten Zustand keine<br />
Hochspannung. Die DC/DC-Wandler setzen die Spannung<br />
auf das für die Antriebe geforderte Level hoch, das sogar<br />
abhängig von der Fahrsituation angepasst werden kann,<br />
um den Gesamtwirkungsgrad zu verbessern. Da die DC/<br />
DC-Wandler die Batteriemodule vollständig entkoppeln,<br />
können beliebig viele Module zusammengeschaltet werden.<br />
Darüber hinaus wird natürlich durch die Redundanz im<br />
Batteriespeicher die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs erhöht.<br />
Fällt ein Modul aus, kann das Fahrzeug mit den übrigen weiter<br />
betrieben werden, ggf. mit reduzierter Leistung. Besonders<br />
hervorzuheben ist auch, dass im Fehlerfall natürlich nur ein<br />
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Neue Mobilität 111<br />
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Preise inklusive derzeit gesetzlicher Mehrwertsteuer. Stand Februar 2011. Irrtümer und Änderungen vorbehalten.<br />
An der RWTH Aachen sind wir davon überzeugt, dass diese<br />
Vision eines modularen Elektrofahrzeugs schon mit heutiger<br />
Technologie möglich ist.<br />
Prof. Dr. ir. Dr. h. c. Rik W. De Doncker<br />
Dr.-Ing. Knut Kasper<br />
Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe<br />
RWTH Aachen<br />
post@isea.rwth-aachen.de<br />
Fax +49 (0)961 3885-203<br />
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Konzept eines modularen Antriebsstrangs<br />
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Erste Flotten - AretanaSOLAR<br />
Erste Flotten - Erfahrungsbericht Guy Kirschten<br />
eMobilitäts-Angebote<br />
aus einer Hand<br />
Interview mit Peter Schmitt, Geschäftsführer der aretanaSolar GmbH<br />
Elektromobilität erfahren<br />
Erfahrungsbericht von Guy Kirschten aus Luxemburg<br />
Gesamtkonzept rund um Elektromobilität<br />
Elektroladesäule im Cityparkaus in Trier<br />
Als Hersteller eines in der Branche als einzigartig geltenden<br />
SolarCarports hat es sich die aretanaSolar zum Kernziel gemacht,<br />
die CO 2-neutrale Einführung der eMobilität voranzubringen.<br />
Dazu hat das Unternehmen ein Gesamtkonzept<br />
entwickelt, das alle sinnvollen Komponenten rund um Elektroobilität<br />
vereint. Im Kern stehen dabei die SolarCarports, die<br />
in der Ausführung mit Betonfüßen gänzlich ohne Erdarbeiten<br />
auskommen. Das System ist flexibel und damit auch auf<br />
Großparkplätzen einsetzbar. Die Integration von Lade- und<br />
Speichermöglichkeiten ist im System verkapselt vorbereitet.<br />
Außerdem können Beleuchtungssysteme, elektronische Displays<br />
etc. zu den verschiedenen Dachsystemen kombiniert<br />
werden. Die Photovoltaik-Module können nach Kundenwunsch<br />
ausgesucht werden.<br />
Welche Motivation steckt hinter Ihrem breiten eMobilitäts-<br />
Angebot?<br />
Da Elektromobilität erst dann richtig sinnvoll ist, wenn der<br />
genutzte Strom auch tatsächlich aus sauberer Energie gewonnen<br />
wird, war für uns die Förderung der Elektromobilität<br />
eine logische Konsequenz. Ein Standard-Doppel-Solar-<br />
Carport produziert so viel Solarstrom, dass zwei eAutos oder<br />
bis zu 20 eBikes betrieben werden können. Damit haben<br />
diese Ladestationen die richtige Dimensionierung für eine<br />
nachhaltige Mobilität. Die Kombination der Stromtankstelle<br />
mit dem SolarCarport ist somit tatsächlich CO2-neutral! Darüber<br />
hinaus ist die Anforderung der Menschen so, dass Sie<br />
Ihr Elektrofahrzeug da tanken möchten, wo Sie ohnehin parken-<br />
und das ohne Mehraufwand und zusätzliche Umstände.<br />
Das Angebot an Stromtankstellen ist vielfältig und wir können<br />
im Marktüberblick sinnvolle Lösungen verschiedener<br />
Anbieter stellen. Dazu bieten wir außerdem Elektromobile<br />
jeder Art an und sind in der Position eine beachtliche Auswahl<br />
an Elektroautos zu stellen.<br />
Welche Kundenstruktur sprechen Sie an?<br />
Wir bieten Einzelkonzepte für das klassische Doppelcarport<br />
und selbstverständlich Lösungen für gewerbliche Bereiche<br />
und Öffentliche Hand: Dort sind die Leasing-Angebote besonders<br />
interessant. Die Kosten für eine Stromtankstelle mit<br />
Carport und Ladetechnik liegen hier z.B. bei weniger als 200<br />
Euro im Monat. Darüber hinaus verfügen wir über ein professionelles<br />
Team für alle Fragen der Solartechnik - auch bei<br />
anspruchsvollen Dachinstallationen. Und dabei steht immer<br />
der persönliche Kontakt und die kundenorientierte Serviceleistung<br />
im Focus.<br />
Peter Schmitt<br />
Geschäftsführer aretanaSolar GmbH<br />
www.aretana.de<br />
Vor zwei Jahren erfuhr ich auf der Homepage von Citroën dass<br />
ein Elektrofahrzeug in der Planung sei. Das erweckte sofort<br />
mein Interesse. Ich begann mich immer mehr mit der Materie<br />
zu befassen. Bei ENOVOS, dem Stromanbieter in Luxemburg,<br />
riet man mir, mich bei der Plattform »elektromobiliteit.lu«<br />
umzusehen. Nebenbei wurden die Informationen über den<br />
neuen C-Zero immer konkreter und die ersten Bilder vom<br />
Modell wurden veröffentlicht. In der Tagespresse konnte ich<br />
Mitte November lesen, dass man den neuen C-Zero bestellen<br />
kann. Sofort fuhr ich zu meinem Autohändler und machte<br />
die Bestellung meines C-Zero perfekt.<br />
Am 29. April war es dann soweit: Die erste Fahrt vom Autohaus<br />
nach Haus wurde vorsichtig und langsam durchgeführt.<br />
Das Fahrgefühl ist unschlagbar. Zu Hause angekommen,<br />
wurde der C-Zero zum ersten Mal an der heimischen<br />
Steckdose geladen. Eine Reichweite von 110 km wurden jetzt<br />
angezeigt. Die im Prospekt angegebenen 150 km Reichweite<br />
waren wohl doch ein wenig zu optimistisch?<br />
Am nächsten Tag war eine Fahrt nach Trier geplant. Hin und<br />
zurück sind das 74 Kilometer. Das müsste also reichen. Ganz<br />
gemütlich fuhren wir über die Nationalstraße N1 nach Grevenmacher,<br />
um dort die Moselbrücke nach Deutschland zu<br />
überqueren. Mit Erstaunen bemerkte ich, dass die Reichweite<br />
sich auf 125 Kilometer verbessert hatte und das obwohl<br />
wir bereits rund 20 Kilometer gefahren waren. In Trier angekommen,<br />
hatten wir noch immer eine Reichweite von 120<br />
Kilometern. Im Kundenzentrum der Stadtwerke Trier stellten<br />
wir uns vor. Dort teilte man uns mit, dass demnächst im<br />
Parkhaus eine Ladestation für Elektroautos aufgestellt werden<br />
sollte. Das war mal eine gute Nachricht!<br />
Aber warum war die angegebene Reichweite so positiv? Die<br />
Erklärung lieferte mir mein Autohändler: die Reichweitenangabe<br />
hängt ganz beträchtlich von der Fahrweise der letzten<br />
20 Kilometer ab. Je öfter man im grünen ECO-Bereich fährt,<br />
desto großzügiger fällt die Reichweite aus. Dazu kommt<br />
noch, dass zwischen unserem Heimatort Niederanven und<br />
Trier im Schnitt rund 200 Meter Höhenunterschied liegen,<br />
was sich ebenfalls positiv auf die Reichweite auswirkt.<br />
Seit Juni gibt es im Cityparkhaus in Trier an der Einfahrt Boemerstraße<br />
eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge. Zum Trierer<br />
Altstadtfest habe ich als erster die Ladestation testen<br />
können. Nach drei Stunden war die Vollladung erreicht. Bei<br />
der Abfahrt in Trier zeigte die Anzeige eine Reichweite von<br />
159 km an - Rekord. Nun steht meinem wöchentlichen Ausflug<br />
nach Deutschland nichts mehr im Wege.<br />
Guy Kirschten<br />
kirschtn@pt.lu<br />
112 Neue Mobilität Neue Mobilität 113
Erste Flotten - e-Collection<br />
Erste Flotten - e-collection<br />
E-MOBiLiTY<br />
Gesamtkonzepte für Elektromobilität<br />
Der Showroom von E-MOBiLiTY in der Hamburger HafenCity<br />
Das Hamburger Unternehmen E-MOBiLiTY ist eines der führenden Innovationscenter<br />
für Elektromobilität in Norddeutschland. Als selbstständige Geschäftseinheit der<br />
o.m.t GmbH in Lübeck wurde E-MOBiLiTY 2010 von Dr. Detlev Repenning gegründet.<br />
Die o.m.t GmbH ist seit über 23 Jahren auf dem Gebiet umweltschonender Oberflächen-<br />
und Materialtechnologie tätig. Ziel der E-MOBiLiTY ist es, konkrete Lösungen<br />
und Konzepte für den Einsatz von Elektromobilen zu entwickeln.<br />
Einen umfassenden Einblick in die Anwendbarkeit strombetriebener<br />
Fortbewegung vermittelt E-MOBiLiTY in seinem<br />
Showroom in der Hamburger HafenCity. Hier präsentiert das<br />
junge Unternehmen ein breites Sortiment an Elektromobilen.<br />
Dank der engen Anbindung an die o.m.t GmbH kann<br />
E-MOBiLiTY Innovationen in der Batterietechnologie schnell<br />
und unbürokratisch integrieren.<br />
Aktuell errichtet die o.m.t GmbH gemeinsam mit der Schletter<br />
GmbH, führender Hersteller von Solar-Montagesystemen,<br />
eine neue Batteriefabrik in Geesthacht, nahe Hamburg. Hier<br />
sollen die Forschung, Entwicklung und Produktion umweltschonender<br />
Akku-Speichertechnologie ab Frühjahr 2012<br />
vorangetrieben werden. Zudem ist die o.m.t GmbH als Gesellschafter<br />
des Aachener StreetScooter-Konsortiums unter<br />
Leitung von Prof. Achim Kampker direkt an der Entwicklung<br />
des StreetScooters beteiligt und liefert das Know-how für<br />
die Batterietechnologie. Mit der E-COLLECTiON als zweite<br />
selbstständige Geschäftseinheit deckt die o.m.t GmbH das<br />
Feld der autarken Energieversorgung ab.<br />
Im Gespräch mit der <strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong> berichtet Dr. Detlev<br />
Repenning, Geschäftsführer der o.m.t GmbH und Gründer<br />
von E-MOBiLiTY und E-COLLECTiON, über die Zukunft der<br />
Elektromobilität und seine unternehmerischen Pläne.<br />
Ihr eigentliches Schwerpunktgebiet ist die Material- und<br />
Oberflächentechnologie. Welche unternehmerischen Ziele<br />
verfolgen Sie mit E-MOBiLiTY und E-COLLECTiON?<br />
Mit diesen beiden Geschäftseinheiten öffnen wir uns erstmals<br />
dem Endverbraucher-Markt und greifen die Themen Umwelt,<br />
Energie und Mobilität konsequent in der Nachhaltigkeitskette<br />
an - von der Erzeugung der Energie aus Sonne, Wind<br />
und Wasser, seiner Speicherung in hocheffizienten Lithiumspeichern<br />
sowie seiner Nutzenkonzepte in umweltschonenden<br />
und energiesparenden Systemen. Hinzu kommt, dass<br />
die o.m.t GmbH über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet<br />
nachhaltiger Materialtechnologie verfügt. Diese Expertise<br />
möchten wir ganz konkret für die Elektromobilität und<br />
Energieversorgung nutzbar machen. Nach mehr als einem<br />
Jahr erfolgreicher Geschäftstätigkeit sehen wir, dass sich die<br />
beiden Unternehmen als Kompetenzcenter bestens im Markt<br />
positionieren konnten und auf eine große Resonanz stoßen.<br />
Ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, um deutschen<br />
Autofahrern die Notwendigkeit neuer Mobilitätskonzepte<br />
zu vermitteln?<br />
Gerade bei jungen Leuten sind massive Einstellungsänderungen<br />
zu beobachten. Sie betrachten das Auto nicht mehr<br />
so stark als Statussymbol wie es frühere Generationen getan<br />
haben. Ihre emotionale Bindung an das Automobil ist geringer.<br />
Geprägt durch die Nachhaltigkeitsdebatte der letzten<br />
Jahre stehen sie neuen Formen der Mobilität aufgeschlossen<br />
gegenüber. Sie wissen, dass das Auto in seiner jetzigen<br />
Form als urbanes Fortbewegungsmittel in eine Sackgasse<br />
führt - sowohl was den hart umkämpften innerstädtischen<br />
Verkehrsraum als auch die ökologischen Folgen betrifft.<br />
Wo liegen Ihrer Meinung nach aktuell die Schwachpunkte<br />
beim Thema Elektromobilität?<br />
Die Diskussion dreht sich viel zu oft um die Batterie und die<br />
Reichweiten. Wenn ein Verbraucher heute in der Zeitung<br />
liest, dass Elektroautos eine Distanz von nur 50 km zurücklegen,<br />
führt das gleich zu einer Glaubwürdigkeitslücke und<br />
schafft wenig Vertrauen für diese neue Technik. Schließlich<br />
ist die heutige uneingeschränkte Mobilität die größte Errungenschaft<br />
unserer Gesellschaft und eine unverzichtbare Notwendigkeit<br />
des modernen Lebens. Wir benötigen einen vielschichtigen<br />
gesellschaftlichen Diskurs, der jegliche Aspekte<br />
und Vorteile neuer Mobilitätskonzepte umfasst und vor allem<br />
Akzeptanz schafft. Dabei spielen Nachhaltigkeit und<br />
Umweltschutz eine prägende Rolle, aber auch der heutige<br />
Nutzen von Elektromobilität. Wir müssen die grüne Debatte<br />
aus dem Abstrakten herausholen und den Menschen klar<br />
machen, dass es sich lohnt, heute schon grün zu sein. Hierin<br />
sehen wir auch eine maßgebliche Aufgabe der E-MOBiLiTY.<br />
Wie beurteilen Sie die Zukunft der Mobilität und wo sehen<br />
Sie die größten Chancen?<br />
Unbestritten müssen die Ballungszentren entlastet werden.<br />
Doch unsere zukünftige Fortbewegung kann und darf nicht<br />
allein auf Elektroautos aufbauen. Die Lösung liegt in der<br />
leichten elektrischen Mobilität. Leichte Mobilität führt zu<br />
mehr Beweglichkeit im städtischen Bereich und entlastet die<br />
gesamte staugefährdete Verkehrssituation.<br />
Welche Ziele verfolgen Sie mit der ECC Repenning GmbH?<br />
Die Batterie ist die entscheidende Komponente von Elektrofahrzeugen.<br />
Deren Weiterentwicklung wird in den nächsten<br />
Jahren maßgeblich über die Zukunft der Elektromobilität und<br />
auch über die Wettbewerbsfähigkeit des Automobil- und Industriestandortes<br />
Deutschland entscheiden. Aktuell gibt es<br />
in Deutschland noch zu wenig Batterietechnologie, die wir<br />
allerdings dringend benötigen, um nicht den internationalen<br />
Anschluss zu verlieren und gegen internationale Konzerne<br />
wie Toshiba, Panasonic, Sanyo oder BYD zu verlieren. Mit<br />
der Gründung des Joint-Venture Unternehmens »ECC Repenning<br />
GmbH« (ECC = Electro Chemical Company) gemeinsam<br />
mit der Schletter GmbH haben wir uns das ehrgeizige Ziele<br />
gesetzt, die Produktion leistungsfähiger und umweltschonender<br />
Akku-Module weiter voranzutreiben. Geesthacht ist<br />
dabei ein idealer Standort aufgrund der Nähe zur Metropolregion<br />
Hamburg und zum bedeutenden Helmholtz-Institut,<br />
mit dem ich gerne zusammenarbeite.<br />
Welche Projekte stehen demnächst bei Ihnen an?<br />
Die Zukunft der Elektrotechnologie ist die eine Seite, aber<br />
vor allem geht es uns bei der E-MOBiLiTY um Alltagstauglichkeit.<br />
Wir werden weiter daran arbeiten, die HafenCity als<br />
modernen, nachhaltigen Stadtteil durch Elektromobilität zu<br />
vernetzen. Hierfür werden wir konkrete Lösungsansätze entwickeln.<br />
Dieses Projekt wird dann auch für andere Regionen<br />
und Städte Modellcharakter haben. Und ein mittelfristig anvisiertes<br />
Ziel wird schließlich die erfolgreiche Markteinführung<br />
des StreetScooters sein. Es ist ein Elektroauto mit viel<br />
Potenzial und besten Marktchancen. Er wird die Akzeptanz<br />
der deutschen Bevölkerung für Elektromobilität revolutionieren.<br />
Dr. Detlev Repenning<br />
Geschäftsführer der o.m.t GmbH und Gründer von<br />
E-MOBiLiTY und E-COLLECTiON<br />
www.e-mobility-hafencity.de<br />
Der Sandtorpark in der Hamburger HafenCity: Hier befindet sich<br />
der Showroom der E-MOBiLiTY<br />
114 Neue Mobilität Neue Mobilität 115
Erste Flotten - Erfahrungsbericht Dr. Günther Portenlänger<br />
Komisch, dass es immer noch<br />
Menschen in Deutschland gibt,<br />
die es gerne 2 Grad wärmer hätten.<br />
Elektromobilität im Alltag<br />
Erfahrungsbericht Dr. Günther Portenlänger<br />
Günther Portenlänger (ganz rechts) mit seinem Tesla Roadster beim Laden im Ensdorfer Kloster<br />
»Man muss sich schon etwas Zeit nehmen, dieses Auto entschleunigt<br />
den Tag«, so Dr. Günther Portenlänger über seinen<br />
Tesla Roadster. »Seinen Charakter als Sportwagen aber<br />
zeigt er mit einer Beschleunigung von unter vier Sekunden<br />
auf 100 km/h und einer Spitzengeschwindigkeit von 200<br />
Stundenkilometern. Das Fahrgefühl ohne Schalten ist beeindruckend«,<br />
so Portenlänger begeistert.<br />
Von München über Straubing nach Plauen im Vogtland war<br />
er unterwegs. »Der Elektro-Sportwagen kann diese Distanz<br />
nicht ohne Zwischenaufladung meistern. Außerdem bewährt<br />
sich eine Strom sparende Fahrweise mit etwa 100 km/h, da<br />
der Tesla bei höheren Geschwindigkeiten überproportional<br />
mehr Strom pro Kilometer benötigt«, sagte er. Man müsse<br />
sich also etwas Zeit nehmen, dürfe keinen hektischen Tag<br />
haben, meinte Dr. Portenlänger während seines Ladestopps<br />
im Ensdorfer Kloster im Gespräch mit Gerhard Kopf, dem Geschäftsführer<br />
des Zentrums für erneuerbare Energien und<br />
Nachhaltigkeit.<br />
Dr. Portenlänger, Inhaber der Unternehmensberatung SmarterGrids,<br />
zu deren Leistungen auch Management und Optimierung<br />
von Energie gehört, zeigte sich begeistert, dass das<br />
Aufladen des Tesla Roadster direkt von der Sonne über die<br />
klostereigene Photovoltaik-Anlage geschieht. So werde für<br />
ihn die Fahrt nach Plauen mit der Aufladung im Kloster bei<br />
strahlendem Sonnenschein zu einem umweltschonenden<br />
Fahrspaß.<br />
Gerhard Kopf, der Portenlänger bei einem Studienprojekt<br />
zur Konzeptausarbeitung für das ZEN an der Fachhochschule<br />
Ingolstadt kennengelernt hat, verwies darauf, dass in Kürze<br />
beim ZEN eine Elektrotankstelle installiert werde, die über<br />
die Photovoltaik-Anlage auf dem Haus der Begegnung betrieben<br />
wird. Dies werde notwendig, da der Vorstand des<br />
ZEN Fördervereins beschlossen habe, ein Elektrofahrzeug<br />
anzuschaffen.<br />
»Man gewöhnt sich schnell an die neue Art der Mobilität und<br />
genießt es, keine Tankstellen mehr anfahren zu müssen, sondern<br />
nachts den Wagen zu laden. Die Angst davor, dass die<br />
Batterie mal ganz leer wird, ist verständlich, aber unnötig,<br />
da die Restfahrtstrecke sehr exakt angezeigt wird und im Fall<br />
des Falles zu jeder Zeit fast überall eine Steckdose zu finden<br />
ist«, so Portenlänger. »Hat man das passende Ladekabel dabei<br />
und die Ladepunkte sind frei, kann man sein Fahrzeug<br />
laden, während man anderweitige Termine wahrnimmt. In<br />
den ersten beiden Monaten wurde bei mir lediglich einmal<br />
der öffentliche Ladevorgang unterbrochen (ob vom Fahrzeug<br />
oder der Ladesäule ist unklar). Daher kann die Batterie auch<br />
mal geringer geladen sein als berechnet. Darauf muss man<br />
sich einstellen«, so Portenlänger.<br />
Dr. Günther Portenlänger<br />
SmarterGrids<br />
www.SmarterGrids.de<br />
Mit denen sprechen wir noch.<br />
Love Green.<br />
Deutschlands erste Medien-Initative<br />
zum Thema Nachhaltigkeit.<br />
Werden Sie Ermöglicher.<br />
www.love-green.de<br />
green ®<br />
Wir retten die Welt.<br />
Jeder ein bisschen.<br />
116 Neue Mobilität
Erste Flotten - Rimac Automobili<br />
Erste Flotten - HELSINKI METROPOLIA UNIVERSITy<br />
eSportwagen<br />
Made in Croatia<br />
Das E-RA Elektroauto<br />
Eine Weltklasse der Ingenieurskunst<br />
Vorstellung des Concept One auf der IAA 2011<br />
Electric RaceAbout bei der e-miglia 2011<br />
Mate Rimac, Chef von Rimac Automobili, ist uns spätestens<br />
seit der e-miglia 2011 aufgrund seines spektakulären Elektroauto-Umbaus<br />
eines BMW E30 bekannt. Der BMW leistete<br />
404 kW / 550 PS und 900 Nm max. Drehmoment. Das genügte<br />
damals für 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, einer Spitzengeschwindigkeit<br />
von 280 km/h, wobei die 24 kWh fassenden<br />
Batterien für eine Reichweite von 180 km genügten.<br />
Jetzt setzt Rimac nochmals einen drauf. Auf der diesjährigen<br />
IAA haben die Kroaten ihr Concept One genanntes Elektroauto<br />
mit einer Leistung von 800 kW / 1088 PS / 3800 Nm<br />
vorgestellt. Der Elektrosportwagen hebt sich deutlich von<br />
den Elektroautos ab, die die etablierten Hersteller auf der<br />
Messe in Frankfurt präsentierten.<br />
Der Concept One mit einem Leergewicht von 1.650 kg und<br />
1.088 PS soll innerhalb von 2,8 Sekunden die Marke von 100<br />
km/h überschreiten und eine Spitzengeschwindigkeit von<br />
3<strong>05</strong> km/h erreichen. Für die enorme Beschleunigung sorgen<br />
ein Akku mit 92 kWh und ein neu entwickelter Antriebsstrang<br />
mit flüssigkeitsgekühlten Permanent-Magnet-Elektromotoren.<br />
Die Reichweite gibt Hersteller Rimac Automobili mit<br />
bis zu 600 km an. Der Akku basiert auf der Lithium-Eisen-<br />
Phosphat-Technik.<br />
Der Antriebsstrang ist in vier Untersysteme unterteilt, die<br />
jeweils ein Rad antreiben und voneinander unabhängig mit<br />
jeweils einem Untersetzergetriebe arbeiten. Jeder Motor erzielt<br />
maximal 250 kW und arbeitet nach Herstellerangaben<br />
mit einem Effizienzgrad von 93%. Mit maximal 12.000 Umdrehungen<br />
pro Minute drehen die Motoren sehr hoch, deren<br />
Gehäuse besteht aus gefrästem Aluminium und Kohlenstofffasern.<br />
Mate Rimac, glaubt, dass dem Elektromotor wegen seiner<br />
starken Leistung künftig vor allem in Sportwagen die Zukunft<br />
gehört.<br />
Der Innenraum wurde vom ehemaligen Pininfarina-Mitarbeiter<br />
Goran Popovic konzipiert. Zur Ausstattung gehören neben<br />
Unterhaltungselektronik auch Head-up-Displays. Das Auto,<br />
dessen Karosserie aus Kohlenstofffasern gefertigt wird, wird<br />
von einem 20-köpfigen Team in der Nähe von Zagreb entwickelt<br />
und ist auf 88 Fahrzeuge limitiert. Die Auslieferung soll<br />
2013 beginnen. Zum Preis machte das Unternehmen bislang<br />
keine Angaben.<br />
Monika Mikac<br />
Rimac Automobili<br />
www.rimac-automobili.com<br />
Obwohl elektrisch betriebene Autos weitgehend als eine der<br />
zentralen Antworten auf die Energieprobleme in der Welt<br />
angesehen werden, müssen noch viele Herausforderungen<br />
überwunden werden, bevor sie zu einer tatsächlichen Alternative<br />
für den Massenmarkt werden. Daher lag es für die<br />
Helsinki Metropolia Universität für angewandte Naturwissenschaften<br />
(Metroplia) auf der Hand, zur Förderung einer<br />
nachhaltigeren Zukunft ihre eigene Vision eines zukunftweisenden<br />
Elektroautos zu entwickeln.<br />
Das an der Metropolia entwickelte Fahrzeug, der Electric<br />
RaceAbout (E-RA), wurde von vornherein als ein rein batteriebetriebenes<br />
Automobil entworfen, das über einen elektrischen<br />
Allradantrieb in Kombination mit einem Lithiumbatteriesystem<br />
auf dem neusten Entwicklungsstand verfügt.<br />
Das Ergebnis ist ein eindrucksvoller Sportwagen mit einer<br />
hohen Energieeffizienz, der weder Lärm noch lokale Emissionen<br />
erzeugt. Die Mehrheit der über 60 Partner des Elektroautoprojekts<br />
der Metropolia sind finnische Gesellschaften<br />
und Forschungsinstitute. Der E-RA wurde in Kooperation mit<br />
dem Institut für Automobiltechnik an der Metropolia und<br />
dem Designinstitut an der Lahti Universität für angewandte<br />
Naturwissenschaften entworfen. Die Lappeenranta Universität<br />
für Technologie entwickelte für das Projekt zudem einen<br />
optimierten und auf das Fahrzeugkonzept zugeschnittenen<br />
Elektromotor. Konstruiert wurde das Elektroauto selbst in<br />
erster Linie von Studenten der Metropolia.<br />
Bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 100 km/h<br />
schafft der E-RA eine Reichweite von 200 Kilometer. Dabei<br />
ist der Energieverbrauch seines Elektromotors äquivalent<br />
mit dem eines 1,6-Liter-Benzinmotors auf einer Strecke von<br />
100 Kilometer. Die Kohlefaserkarosserie des E-RA basiert auf<br />
modernster Leichtbautechnologie und wiegt nur halb soviel<br />
wie die eines herkömmlichen Autos.<br />
Beim Progressive Automotive X PRIZE 2010 in den USA<br />
schnitt der E-RA überdurchschnittlich gut ab. Unter den fast<br />
einhundert konkurrierenden Teams erreichte das Elektroauto<br />
in der Kategorie der zweisitzigen Fahrzeuge Platz zwei. Die<br />
beeindruckte Konkurrenz beschrieb den E-RA als eine wahre<br />
Ingenieursleistung. Im Mai 2011 gewann das Fahrzeug eine<br />
Rallye für Elektroautos und erhielt darüber hinaus mehrere<br />
Preise im Rahmen der Michelin Challenge Bibendum in Berlin<br />
2011, darunter auch Preise für das Design und die Energieeffizienz.<br />
Im September 2011 erreichte der für die Straße zugelassene<br />
E-RA auf der Nordschleife am Nürburgring eine beachtliche<br />
Rundenzeit von 8:42.72 bei einer Spitzengeschwindigkeit<br />
von 244 km/h.<br />
Paula Heikkinen<br />
Helsinki Metropolia University of Applied Science<br />
www.raceabout.fi<br />
118 Neue Mobilität Neue Mobilität 119
Erste Flotten - New Mobility forum<br />
Erste Flotten - New Mobility Forum<br />
aller Art. Im Gegenzug werden umweltfreundliche Energiegewinnungsanlagen<br />
errichtet, die diese Ladestationen versorgen.<br />
Vorzeigeprojekt in diesem Bereich ist die Sonnenstadt<br />
St. Veit, die ein Sonnenkraftwerk mit 1,5 MWp Leistung<br />
in St. Veit an der Glan errichtet. Im Bereich der Elektromobilität<br />
gibt es seit dem Frühjahr 2012 eine bemerkenswerte<br />
Kooperation zwischen »Lebensland Kärnten« und<br />
Mercedes-Benz Österreich. Kärnten bekommt als einziges<br />
Bundesland bis Ende Oktober exklusiv 15 Mercedes-Benz A-<br />
Klasse »E-Cell« Kleinserienautos, welche in Kärnten auf ihre<br />
Alltagstauglichkeit getestet werden. Die Testergebnisse und<br />
Erfahrungsberichte fließen in die Produktion der Serienmodelle<br />
mit ein. Laufend können diese Fahrzeuge von interessierten<br />
Kärntnern und Kärntnerinnen getestet werden. Damit<br />
wird Kärnten zu der Modellregion in Sachen Elektromobilität<br />
in Österreich und zur Musterregion für Energiemanagement<br />
in Europa. Projektträger ist die Abteilung 7, Kompetenzzentrum<br />
Wirtschaftsrecht und Infrastruktur des Landes Kärnten.<br />
Landeshauptmann Gehard Dörfler und Dr. Albert Kreiner<br />
»Lebensland Kärnten«<br />
Das NEW MOBILITY FORUM<br />
geht in die dritte Runde<br />
Weitere Informationen, Anmeldung und das detaillierte Programm<br />
zum NEW MOBILITY FORUM 2011 unter<br />
www.lebensland.com<br />
Rund 300 Teilnehmer beim NEW MOBILITY FORUM 2010<br />
Das Land Kärnten mit der Initiative »Lebensland Kärnten«<br />
veranstaltet 2011 bereits zum dritten Mal Österreichs größten<br />
Kongress rund um alternative Mobilitäts- und Energieformen.<br />
Vom 02. bis 04. November 2011 treffen sich Fachleute<br />
aller Branchen in St. Veit an der Glan und nehmen zu den<br />
Themen green energy/smart systems/e-mobility Stellung.<br />
Das NEW MOBILITY FORUM wurde 2009 vom Land Kärnten<br />
ins Leben gerufen, um Experten aus dem gesamten deutschsprachigen<br />
Raum zu versammeln und über die Herausforderungen,<br />
Chancen und Ziele der alternativen Mobilitäts- und<br />
Energieformen zu informieren und Einblicke in die Zukunftsarbeit<br />
zu geben. 19 nationale wie internationale Referentinnen<br />
und Referenten aus Wissenschaft und Wirtschaft geben<br />
in diesem Jahr exklusive Einblicke in mögliche Zukunftsszenarien<br />
in den Bereichen der Elektromobilität und der erneuerbaren<br />
Energiegewinnung.<br />
Als Keynote Sprecher konnten in diesem Jahr der renommierte<br />
Trend- und Zukunftsforscher Lars Thomsen sowie der<br />
Experte für Solarenergie Franz Alt gewonnen werden. Lars<br />
Thomsen wird die wichtigsten Trends, die es im Bereich der<br />
eMobilität gibt und vor allem in den nächsten Jahren geben<br />
wird, wie die Innovationen rund um die Batterietechnologien<br />
oder die ersten massentauglichen Serienautos, anschaulich<br />
präsentieren.<br />
Franz Alt ist einer der führenden Kämpfer für Sonnenenergie<br />
und überzeugt davon, dass mit der Kraft der Sonne nicht<br />
nur die Klimakatastrophe auf der Erde abgewendet werden<br />
kann, sondern auch tausende neue Arbeitsplätze geschaffen<br />
werden können.<br />
Neben den führenden Automobilherstellern wie Daimler,<br />
Renault und Volkswagen, die ihre elektromobilen Mobilitätskonzepte<br />
präsentieren, kommen beim NEW MOBILITY FORUM<br />
2011 auch wieder Energieunternehmen aus dem In- und<br />
Ausland, wie RWE, Kelag und Vattenfall, zu Wort. Darüber<br />
hinaus präsentieren in diesem Jahr erstmals drei Modellregionen<br />
ihre Ergebnisse und zeigen wie Elektromobilität in der<br />
Praxis funktioniert. Der Mercedes E-Cell - die elektromobile<br />
A-Klasse von Mercedes Benz - wird ebenso wie der Renault<br />
Fluence vor Ort zum Besichtigen und Testfahren zur Verfügung<br />
stehen.<br />
»Lebensland Kärnten« ist eine Initiative des Landes Kärnten<br />
und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Infrastruktur für Elektromobilität<br />
und Erneuerbare Energieformen zu schaffen. Gemeinsam<br />
mit Partnern baut das »Lebensland Kärnten« unter<br />
der Schirmherrschaft von Landeshauptmann Gerhard Dörfler<br />
über das ganze Bundesland verteilt ein feinmaschiges<br />
Netz an öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge<br />
2.–4. November 2011 | Blumenhalle | St. Veit an der Glan | Kärnten<br />
SCHWERPUNKTE 2011<br />
green energy | Alternative Formen der Energiegewinnung<br />
smart systems | Energie- und Speichersysteme<br />
e-mobility | Unsere grüne Zukunft<br />
ANMELDESCHLUSS:<br />
24. OKTOBER 2011!<br />
19 HOCHKARÄTIGE EXPERTEN AUS DEUTSCHLAND,<br />
ÖSTERREICH UND DER SCHWEIZ<br />
KEYNOTE SPEAKER<br />
Lars Thomsen (Trend- und Zukunftsforscher der future matters AG)<br />
„Trends, Treiber und Tipping Points der e-mobility“<br />
Franz Alt (Solarenergieexperte, Journalist, Buchautor, Fernsehmoderator)<br />
„Die Sonne schickt uns keine Rechnung –<br />
Neue Energie, Neue Mobilität, Neue Arbeitsplätze“<br />
WEITERE REFERENTEN<br />
DI Roman Bartha (Austrian Mobile Power) | Dr. Jost Bernasch (Kompetenzzentrum/Das virtuelle<br />
Fahrzeug) | Dr. Carl F. Eckhardt (Vattenfall Europe) | Dr. Andreas Gutsch (Karlsruher Institut für<br />
Technologie) | Dr. Wolfgang Hafner (Magistrat Klagenfurt) | Ao. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kromp<br />
(BOKU Wien) | Dr. Natascha Künstner (Volkswagen AG) | DI (FH) Stefan Mayer (Allgäuer Überlandwerk)<br />
| DI Helmut Oberguggenberger (Austrian Institute of Technology) | Mag. Werner Pietsch<br />
(Kelag) | Mathieu Prigent (Renault Österreich) | DI Willy Raimund (Österreichische Energieagentur)<br />
| Michael Schiebe (Daimler AG) | DI Robert Schmied (Energie Graz Holding) | Mag. Reinhard<br />
Würger (Raiffeisen Leasing) | MR Guido Zielke (GGEMO)<br />
Programmänderungen vorbehalten.<br />
Weitere Informationen und Anmeldung unter www.lebensland.com<br />
120 Neue Mobilität<br />
Eine Initiative von Landeshauptmann Gerhard Dörfler
elektromobilität<br />
in<br />
europa<br />
Schweiz<br />
2012 Deutschlands Auto-Messe Nr. 1<br />
Special<br />
Neue Mobilität auf der AMI erleben.<br />
einzige internationale PKW-Messe in Leipzig statt. Ob als Vision<br />
oder in Serienreife – hunderttausende Besucher und Medien<br />
sind gespannt auf Ihre Innovationen und Ihren Blick in die mobile<br />
Zukunft. Willkommen im Mittelpunkt.<br />
2. -10. J u n i 2 012 in Leipzig<br />
www.ami-leipzig.de<br />
Projekte. initiativen und akteure in der schweiz.<br />
Parallel vom 2. - 6. Juni: AMITEC, Fachmesse für Fahr zeugteile, Werkstatt und Service,<br />
und AMICOM, Branchenmesse für mobile Unterhaltung, Kommunikation und Navigation.<br />
Neue Mobilität<br />
123
schweiz special - Rinspeed<br />
Pioneering new technologies<br />
Pioneering new technologies<br />
Schweizer Konzeptschmiede<br />
Rinspeed setzt auf Elektromobilität<br />
Rinspeed BamBoo - Vorgestellt auf dem Genfer Autosalon 2011<br />
Regelmäßig stellt der Schweizer Frank M. Rinderknecht mit<br />
seiner Firma Rinspeed auf dem Genfer Autosalon aufsehenerregende<br />
Konzepte vor. 2008 war es zum Beispiel der voll<br />
tauchfähige sQuba, in Anlehnung an das James Bond Auto<br />
aus »Der Spion, der mich liebte«. Natürlich rein elektrisch.<br />
Seitdem gab es bei Rinspeed nur noch elektrisch angetriebene<br />
Konzepte. Im folgenden Jahr war es der iChange. Ein<br />
Sportwagen, der konsequent auf Effizienz und intelligente<br />
Ressourcennutzung ausgelegt war. Leichtbau, Aerodynamik,<br />
optimale Nutzung des vorhandenen Platzes geben die Richtung<br />
vor. Genau, wie wir es auch von den Serienfahrzeugen<br />
der Zukunft erwarten.<br />
Ein Highlight auf dem diesjährigen Autosalon Genf war der<br />
BamBoo. Dabei handelt es sich um einen offenen Strandflitzer,<br />
der stark an ein erwachsen gewordenes Golfcar erinnert.<br />
Dieses Fahrzeug zeigt, das Rinspeed die Zeichen der<br />
Zeit erkannt hat: im Mittelpunkt steht nicht hohe Leistung<br />
um jeden Preis, sondern Lifestyle, Individualität und Konnektivität.<br />
Übrigens mit zwei GoCycles im Kofferaum, für die<br />
»letzte Meile«.<br />
Das eigentliche Highlight ist jedoch das Konzept aus dem<br />
Jahr 2010. Zum ersten Mal in seiner langjährigen Concept<br />
Car-Historie entwickelte die eidgenössische Auto- und Konzeptschmiede<br />
nicht nur ein Fahrzeug, sondern gleich ein<br />
komplettes Mobilitätskonzept. Auf den Namen »UC?« (steht<br />
für: »Urban Commuter«-Pendlerfahrzeug) hört der Zwei-<br />
124 Neue Mobilität<br />
sitzer mit Elektroantrieb. Und überraschend: Erklärtermaßen<br />
wurde der »UC?« für eine künftige Serienfertigung konzipiert.<br />
Der keine 2,60 Meter kurze Flitzer soll helfen, den<br />
innerstädtischen Verkehrsinfarkt zu vermeiden und dabei<br />
gleichzeitig durch ein zukunftsweisendes Waggon-System<br />
per Intercity-Zug das Zeug haben, große Strecken bequem,<br />
stau- und somit stressfrei zu überbrücken.<br />
Verzahnte Mobilität zwischen Individual- und öffentlichem<br />
Personenverkehr ist das Ziel. Die Querverladung in speziellen<br />
Waggons ermöglicht die simultane Be- und Entladung<br />
zahlreicher »UC?« Fahrzeuge in kürzester Zeit. Die Buchung<br />
und Platzreservierung erfolgt online aus dem Fahrzeug.<br />
Voip2Car bringt IP-Telefonie, Videochat, Videokonferenzen,<br />
eMail und vieles mehr direkt in den »UC?«. Ladestationen an<br />
Bord der Waggons sorgen dafür, dass bei Ankunft am Zielort<br />
wieder die ganze Batteriekapazität und damit auch die volle<br />
Reichweite zur Verfügung stehen. Während der Zugsreise<br />
steht es den Fahrern offen, ob sie die Zeit zum Beispiel im Zugrestaurant<br />
oder mit vertraulichen Telefonaten, Arbeiten am<br />
Computer oder zum Entspannen in ihren Fahrzeugen verbringen<br />
wollen. Mit diesem Mobilitätskonzept umgeht Rinspeed<br />
elegant die Reichweiten-Hürde von Elektrofahrzeugen, die<br />
bisher viele Interessenten davon abhält auf emissionsfreies<br />
Fahren umzusteigen. Rinderknecht ganz pragmatisch: »Ich<br />
kann meine Zeit effizienter nutzen, als auf der öden Auto-<br />
bahn. Da gehe ich doch lieber ins Zugrestaurant oder ziehe<br />
mich zum Arbeiten in mein Gefährt zurück.« Klar, dass<br />
der Schweizer Visionär bereits mit internationalen Bahngesellschaften<br />
über sein Konzept diskutiert.<br />
Wer die Hightech-Kugel zum ersten Mal sieht, fühlt sich<br />
an Fiats »Topolino« aus den 30er bis 50er Jahren des<br />
vergangenen Jahrhunderts erinnert. Das ist Autodesign<br />
zum Liebhaben. Rinderknecht macht daraus keinen Hehl:<br />
»UC?« - das ist eine neue hoch emotionale, Web-basierte<br />
Autowelt, die Individual- und öffentlichen Personenverkehr<br />
intelligent miteinander verzahnt. Wir wollen eine<br />
Community mit Menschen schaffen, die offen sind für eine<br />
neu definierte Mobilität.«<br />
Die technischen Fakten des Zweisitzers: Das Leichtbau-<br />
Gefährt bringt 130 Newtonmeter Kraft auf die Straße, ist<br />
120 Stundenkilometer schnell und hat eine Reichweite<br />
von 1<strong>05</strong> Kilometern. Das reicht für den stadtnahen Verkehr.<br />
Denn 82% aller Fahrten in Europa liegen unter 60<br />
Kilometern.<br />
Den »UC?« soll es in verschiedenen Bauvarianten geben:<br />
der »Ultimate Commuter« ist das komfortable Pendler-<br />
Fahrzeug. »Unlimited Commuter« kommen zum Beispiel<br />
als Pizza-Kurier-, Post- oder Handwerker-Autos daher. Die<br />
renommierte Beratungsfirma A.T. Kearney Consultants<br />
erarbeitet die modulare Produktionsstrategie, um den<br />
Kleinwagen möglichst kostengünstig und effizient produzieren<br />
zu können. Das Ziel dabei ist es, viele Einsatzgebiete<br />
und Ausstattungsvarianten abzudecken: In drei Tagen<br />
zum Elektroauto. Es besteht also durchaus die Chance,<br />
dass »UC?« in Serie geht. Denn das Konzept ist so ausgelegt,<br />
dass Großserienhersteller es leicht adaptieren und<br />
integrieren können.<br />
Frank M. Rinderknecht<br />
Gründer und CEO der Rinspeed AG<br />
www.rinspeed.ch<br />
Das integrierte Mobilitätskonzept von Rinspeed: der »UC?«<br />
Messetermine<br />
powerMELA ® -mBMS ®<br />
Modulbaukasten<br />
• Modulares Batterie Management System<br />
• für Lithium Ionen Batterien bis 800 V<br />
• für Muster und Serienanwengungen<br />
powerMELA ®<br />
Antriebstechnologie<br />
• Hybridsystem für mobile Arbeitsmaschinen<br />
• Motor, Generator, Leistungselektronik<br />
in verschiedenen Leistungsbereichen<br />
• Konstruktion und Entwicklung vom<br />
Prototyp bis zur Serie<br />
eCarTec, München<br />
18. – 20.10.2011<br />
Halle A5, Stand 420<br />
SPS/IPC/DRIVES, Nürnberg<br />
22. – 24.11.2011<br />
Halle 7, Stand 169<br />
Sensor-Technik Wiedemann GmbH<br />
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Agritechnica, Hannover<br />
13. – 19.11.2011<br />
Halle 16, Stand A16
Schweiz special - Spiegel institut<br />
schweiz special - Spiegel Institut<br />
Götz Spiegel, CEO Spiegel Institut Mannheim und Roger Riedener, CEO der Peraves AG, Schweiz über ihre Aktivitäten im<br />
Rahmen der internationalen Marktforschung zur Elektromobilität.<br />
Stromlinienförmig in<br />
Richtung Zukunft<br />
Elektrisch, effizient und alltagstauglich<br />
Peraves MonoTracer MTE 150 Peraves MonoTracer MTE 150<br />
»Die Meinung der Konsumenten zum Thema Elektromobilität<br />
hat im Laufe der Zeit interessante Entwicklungsstadien<br />
durchlaufen. Nach einer Studie, die wir bereits 2006 durchführten,<br />
waren aus Konsumentensicht die zukunftsfähigsten<br />
Antriebstechnologien noch der Hybridantrieb, die Brennstoffzelle,<br />
Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen und<br />
Erdgas. Der Elektromotor wurde dagegen kaum erwähnt.<br />
2010 konnten sich bereits 75% der Befragten vorstellen,<br />
ein Elektroauto zu kaufen. Als Kaufgründe wurden vor allem<br />
die Reduzierung gesundheitsschädlicher Abgase (72%) und<br />
die höhere Umweltfreundlichkeit (75%) angegeben. Auch<br />
das geräuscharme Fahren sowie geringere Unterhaltskosten<br />
werden von der Mehrheit als weitere Anreize gesehen.<br />
Und 2011 glauben bereits mehr als 50% der Konsumenten,<br />
dass in naher Zukunft alternative Antriebsmöglichkeiten die<br />
Mehrheit der neu gekauften Autos ausmachen. Erdgas und<br />
Brennstoffzelle spielen dagegen für die Konsumenten keine<br />
große Rolle mehr und Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen<br />
ist verschwunden.<br />
Das Fazit unserer Forschungen: im Rahmen der eMobilität<br />
wird noch immer viel zu sehr in alten Strukturen und Formen<br />
gedacht. eMobilität braucht Innovationen und Technologiesprünge.«<br />
Götz Spiegel<br />
CEO, Spiegel Institut Mannheim GmbH & Co KG, Deutschland<br />
Peak Everything -<br />
Die Zukunft der individuellen Mobilität<br />
»Unser Problem heißt nicht »peak oil«, sondern »peak everything«.<br />
Die Rechnung ist doch ganz einfach: Wir sind in<br />
einem Monat rund 7 Mrd. Menschen auf diesem Planeten.<br />
Rund 1 Mrd. haben ein Auto. Alle möchten eines, die meisten<br />
können sich noch keines leisten. In 20 Jahren sind wir 9 Mrd.<br />
und davon leben 75% in den sogenannten Mega-Clusters.<br />
Etwa 3 Mrd. sollten sich nach Prognosen dann effektiv auch<br />
ein Auto leisten können. Es müssten also in den nächsten<br />
20 Jahren, mit Ersatz der bestehenden Milliarde Fahrzeuge,<br />
rund 3 Mrd. Autos gebaut werden. Das sind rund doppelt so<br />
viele, wie in den letzten 100 Jahren produziert worden sind.<br />
Aus mehreren Gründen ist dies aber nicht möglich, wenigstens<br />
nicht in der uns vertrauten Form eines Autos: 1. Peak<br />
everything: Stahl, Aluminium, Kupfer, Glas, Plastik, Gummi,<br />
alternativ auch Holz würde für eine solche Menge von<br />
je 1.500 kg schweren Autos gar nicht zur Verfügung stehen.<br />
2. Platzbedarf: Wenn in diesen Mega-Clusters nur schon die<br />
Hälfte dieser Autos auf den Straßen wäre, hätten wir längst<br />
eine rein statische Situation.<br />
Nehmen wir folgendes an: eine Fahrzeuglänge von 5 m, 3 m<br />
Abstand und durchschnittlich 6 (!) Fahrbahnen pro Straße.<br />
Sind unter diesen Umständen ca. die Hälfte der 3 Mrd. Autos<br />
unterwegs, dann wird eine Fläche von 2 Mio. km Straße belegt.<br />
Der Verkehr würde stehen. Zum Vergleich: Deutschland<br />
verfügt über insgesamt 600.000 km Straßen. Und eine Metropole<br />
wie New York über 10.000 km.<br />
Da in Zukunft immer mehr Menschen in Metropolregionen<br />
leben werden, muss für diese über tragfähige Alternativen<br />
nachgedacht werden. Es ist eigentlich schon heute klar, dass<br />
dort die individuelle Mobilität nur mit relativ leichten, sicheren,<br />
kleinen, schmalen und elektrisch betriebenen Fahrzeugen<br />
realisierbar bleibt.<br />
Die Batterien werden enorme Entwicklungssprünge machen,<br />
wie wir sie aus der Luftfahrt oder aus der Dieselmotorentwicklung<br />
kennen. Sie finden 20kW ein wenig mager? Dieses<br />
Fahrzeug, das bedeutend mehr Insassensicherheit bieten<br />
wird als ein heutiger VW Polo, mehr nutzbaren Innenraum<br />
hat als ein smart, wiegt mit 2 Personen keine 500 kg, beschleunigt<br />
in weniger als 10 Sekunden auf 100 km/h und<br />
läuft 160 km/h Spitze. Aber es sieht definitiv nicht mehr wie<br />
ein Polo oder smart aus. Es sieht unter Umständen wie ein<br />
Peraves MonoTracer MTE 150 aus.<br />
Und dieser MonoTracer MTE-150 braucht bei konstant 100<br />
km/h weniger als 5kW Antriebsleistung und somit weniger<br />
als 0,5 Liter auf 100 km, umgerechnet auf Benzin. Und mit<br />
seiner 20kWh-Batterie läuft er über 400 km weit, bis er in<br />
weniger als 2 Stunden wieder aufgeladen ist - ein echtes<br />
Schweizer Highendprodukt.<br />
Kurz gesagt: Mit solchen Fahrzeugen hätten wir eine echte<br />
Chance, die individuelle Mobilität in Megacities zu retten.«<br />
Roger Riedener // CEO, Peraves AG, Schweiz<br />
Peraves AG // www.monotracer.com,<br />
Spiegel Institut Mannheim GmbH & Co. KG<br />
www.spiegel-institut.de<br />
Roger Riedener<br />
Götz Spiegel<br />
126 Neue Mobilität Neue Mobilität 127
Schweiz special - protoscar<br />
Schweiz Special - stadt basel<br />
LAMPO3 und<br />
Home Charge Device<br />
Protoscars neueste innovative Entwicklungen<br />
Basel setzt auf Energieeffizienz<br />
und eMobilität<br />
Der Kanton Basel-Stadt im Nordwesten der Schweiz hat sich die 2.000-Watt-Gesellschaft<br />
zum Ziel gesetzt. Die Elektromobilität soll dabei eine wichtige Rolle spielen.<br />
Protoscar HCD<br />
Dank der Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern<br />
(z.B. ABB, Alpiq, Credit Suisse, das Fraunhofer Institut und<br />
das Schweizer Bundesamt für Energie, sowie spezialisierte<br />
Firmen wie Brusa und Leoni etc.) konnte Protoscar in den<br />
letzen drei Jahren drei premium Elektrosportfahrzeuge namens<br />
»LAMPO« (»Blitz« auf Italienisch) entwickeln. Mit den<br />
attraktiven Sportflitzern konnte Protoscar dazu beitragen,<br />
der schweizer Elektromobilität auf internationaler Ebene ein<br />
positives Image zu bestätigen. Das hochspezialisierte Team<br />
kreiert und entwickelt seit 25 Jahren CleanCar-Projekte für<br />
OEMs, Elektrizitätswerke und Regierungen. Protoscars Tätigkeitsfelder<br />
sind: Design und Engineering für Elektrofahrzeuge,<br />
Markteinführung von Elektrofahrzeugen, Ladetechnologien,<br />
Kommunikation von CleanCar-Technologien, sowie<br />
Beratung und Forschung im Bereich Elektromobilität.<br />
Vertriebspartner sich dem Projekt anschließen. Es soll sich<br />
um ein sehr exklusives Fahrzeug handeln, das in der Performance<br />
wie auch im Preissegment dem absoluten High End<br />
angehört - maximaler Fahrspass garantiert.<br />
Home Charge Device (HCD)<br />
Protoscars HCD bietet maximale Sicherheit beim Laden von<br />
allen kompatiblen Elektrofahrzeugen. Die Hardware und die<br />
Software sind bezüglich Fahrzeugmarke, -modell, Steckdose<br />
(Typ 1/2/3 oder CEEPlus Steckdose) sowie des nationalen<br />
Stromnetzes personalisiert. Der HCD ist ein mobiles Gerät,<br />
das auf einfache Weise an die Wand gehängt werden kann.<br />
Es besitzt einen benutzerfreundlichen Timer für günstigen<br />
Nachttarif und kann an die Leistungsgrenzen der vorhandenen<br />
Netzinfrastruktur angepasst werden. Der HCD ist optional<br />
erhältlich mit 3 Phasen bis 22 kW (Drehstrom - besonders<br />
geeignet für das deutsche Starkstromnetz). Der HCD ist<br />
IEC und EC zertifiziert und ab sofort lieferbar. Autohersteller<br />
wie Mitsubishi oder Citroën haben das Gerät in verschiedenen<br />
europäischen Ländern bereits im Angebot.<br />
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage<br />
www.protoscar.com<br />
Seit 2001 setzt sich Basel-Stadt für die Vision einer 2.000-<br />
Watt-Gesellschaft ein. Ziel der Vision: Die konstante Leistung<br />
der Bevölkerung auf 2.000 Watt zu senken (zurzeit<br />
liegt die durchschnittliche Leistung in Basel-Stadt bei 4.000<br />
Watt). Ohne politische Hilfsmittel kann dies natürlich nicht<br />
erreicht werden: Der Kanton hat deshalb seit über 20 Jahren<br />
spezielle finanzielle Mittel aus der Förderabgabe zur Verfügung.<br />
Seit 1984 wird auf jede Stromrechnung im Kanton<br />
ein Zuschlag erhoben. Heute stehen aus dieser Abgabe jedes<br />
Jahr rund 8.5 Millionen Euro zur Verfügung. Aus diesen<br />
Mitteln werden etwa Gebäudesanierungen und erneuerbare<br />
Energieträger unterstützt.<br />
Auch im Mobilitätsbereich wird die Förderung gross geschrieben:<br />
Mit verschiedenen Projekten soll das Gewerbe<br />
und die Bevölkerung von Basel animiert werden auf Elektromobilität<br />
umzusteigen. Im Oktober 2010 startete der Kanton<br />
deshalb ein Pilotprojekt namens »EmobilitätBasel« zum<br />
Test von Elektrofahrzeugen. Vier Jahre lang sollen rund 20<br />
Fahrzeuge den Zielgruppen wie Unternehmen, Verwaltungen<br />
und Privatpersonen zur Verfügung stehen. Das Projekt wird<br />
durch wissenschaftliche Begleituntersuchungen bezüglich<br />
Fahrzeugtechnik, Ladeinfrastruktur und Nutzungsverhalten<br />
ausgewertet. Dabei bestehen zwei Hauptangebote:<br />
artiges Pionierprojekt in der Schweiz. Interessenten können<br />
sich unter www.esharebasel.ch registrieren lassen und die<br />
eFahrzeuge buchen. Das Besondere dabei ist, dass die Kunden<br />
nur die reine Fahrzeugnutzung bezahlen. Im Pilotprojekt<br />
gibt es keine Abogebühren oder Mitgliedsbeiträge. eShare<br />
ist deshalb besonders flexibel nutzbar und lohnt sich auch<br />
für Einzelfahrten.<br />
Unter »EmobilitätBasel« wird auch das »Eventpaket für<br />
Basler Firmen« angeboten. Für eine Pauschale von rund 100<br />
Euro erhalten Firmen mit Sitz im Kanton Basel-Stadt eine<br />
Einführung zum Thema Elektromobilität und freies Probefahren<br />
von ein bis zwei Elektrofahrzeugen für einen halben Tag<br />
(Fahrzeugüberführung und Versicherung inklusive).<br />
Mehr Informationen zur eMobilität und der 2.000-Watt-Gesellschaft<br />
in Basel unter www.2000-watt.bs.ch<br />
Viviane Joyce<br />
Amt für Umwelt und Energie Stadt Basel<br />
www.aue.bs.ch<br />
LAMPO3 - bei der Silvretta Rallye 2011<br />
LAMPO3<br />
Der neuste der drei Prototypen ist weltweit einzigartig, nicht<br />
nur wegen seiner aussergewöhnlichen Leistung (550PS),<br />
sondern vor allem, da er bereits als reines Elektrofahrzeug<br />
konzipiert, und nicht nachträglich »elektrifiziert« wurde.<br />
Nach dem grossem Erfolg mit dem LAMPO3 zieht Protoscar<br />
in Erwägung, bis 2012 ein Konzept für eine Kleinserienproduktion<br />
zu erarbeiten, je nachdem welche Finanz- und<br />
LAMPO3 und HCD<br />
»Sorglospaket« für Firmen und Verwaltungen<br />
Die Kunden bezahlen einen fixen monatlichen Betrag, der<br />
aufgrund einer Gesamtlaufzeit von vier Jahren und einer<br />
vereinbarten Kilometerleistung berechnet wird. In dieser<br />
Pauschale inbegriffen ist das komplette Full-Service-Flottenmanagement.<br />
Damit die Fahrzeuge emissionsfrei betrieben<br />
werden können, wird im »Sorglospaket« auch der benötigte<br />
Ökostromanteil eingerechnet.<br />
»eShare«<br />
Für Einzelpersonen wird ein CarSharing angeboten. Da in<br />
diesem Sharingkonzept ausschliesslich Elektrofahrzeuge<br />
betrieben werden, handelt es sich bei eShare um ein einzig-<br />
Übergabe der e-Fahrzeuge<br />
128 Neue Mobilität Neue Mobilität 129
Schweiz special - mobility academy<br />
Schweiz Special - Mobility academy<br />
Elektromobilität elektrisiert<br />
den schweizerischen<br />
Unternehmergeist<br />
Dr. Jörg Beckmann<br />
Elektromobilität:<br />
die beste aller motorisierten<br />
Mobilitäten<br />
Interview mit Dr. Jörg Beckmann<br />
Pannendienst des Touring Club Schweiz bei dem Projekt Alpmobil<br />
Jörg Beckmann beim Referieren am Kongress des Schweizer Forum Elektromobilität<br />
Die staatlichen Stellen in der Schweiz sind derzeit von direkten<br />
Kaufförderungsprogrammen noch nicht überzeugt.<br />
Umso wichtiger ist daher das Engagement aus der Mitte der<br />
Gesellschaft und der Unternehmen. Energieversorger, die<br />
Schweizer Niederlassungen der Automobilhersteller und<br />
elektromobile Dienstleister unterstützen gemeinsam Veranstaltungen,<br />
arbeiten bei der Erstellung von Leitfäden und<br />
Merkblättern zusammen oder entwickeln gemeinsam eine<br />
Road Map Elektromobilität für das Land.<br />
Gleichzeitig wird versucht, die Kunden und Nutzer elektrischer<br />
Fahrzeuge über die Chancen dieser Technologie zu<br />
informieren. Mit dem Aufbau des nationalen Kompetenzzentrums<br />
Schweizer Forum Elektromobilität wird sowohl ein<br />
Beitrag zur Marktbeobachtung geleistet, als auch ein stetig<br />
wachsendes Informationsangebot rund um die Elektromobilität<br />
geschaffen. Als jüngstes Kind ist dabei die Broschüre<br />
»Mythbuster Elektroauto« entstanden, in der mit den 10<br />
bekanntesten Halbwahrheiten über die Elektroautos aufgeräumt<br />
wird - von der geringen Reichweite über den hohen<br />
Preis bis zur mangelnden Ladeinfrastruktur.<br />
Viele Firmen betrachten die Schweiz aufgrund ihrer Umweltorientierung<br />
und der Kaufkraft ihrer Autonutzer als einen der<br />
wichtigen Leitmärkte in Europa. Die Elektromobilität bietet<br />
unbestritten große Potenziale, die Umweltbilanz des Straßenverkehrs<br />
dauerhaft zu verbessern. Der Elektroantrieb im<br />
Motorfahrzeug weist eine zwei- bis dreimal bessere Energieeffizienz<br />
als thermische Antriebe auf, reduziert die lokalen<br />
Schadstoffemissionen auf Null, ist nahezu geräuschlos und<br />
kann ausschließlich mit erneuerbaren, fast CO2-freien Energien<br />
betrieben werden.<br />
Die Schweiz steht nun vor der verkehrs- und energiepolitischen<br />
Herausforderung, diese Potenziale durch eine beschleunigte<br />
Markteinführung und Integration der Elektrofahrzeuge<br />
in das Gesamtverkehrsystem auszuschöpfen. Ein<br />
Erfolg wird sich jedoch nur einstellen, wenn die Markteinführung<br />
unterschiedlicher Elektrofahrzeuge konsequent »vom<br />
Nutzer her gedacht« wird<br />
Dies geschieht in einem Umfeld, bei dem der grosse Roll-Out<br />
von Serienfahrzeugen in der Schweiz noch gar nicht stattgefunden<br />
hat. Der Nissan Leaf kommt zusammen mit dem<br />
Opel Ampera erst im Herbst 2011, die meisten der 600 dieses<br />
Jahr angemeldeten Elektroautos der Typen i-MiEV, i-On und<br />
C-Zero (Mitsubishi, Peugeot, Citroën) sind vor allem in Flottenbestände<br />
gegangen. Die Schweizer Akteure warten also<br />
gebannt, was in den nächsten Monaten die Kunden machen<br />
und ob all das Engagement und der unternehmerische Geist<br />
auch Wirkung zeigt.<br />
Dr. Jörg Beckmann // Direktor Mobility Academy<br />
www.mobilityacademy.ch<br />
Herr Beckmann, das Bundesamt für Straßen und der Touring<br />
Club Schweiz haben das Kompetenzzentrum »Schweizer<br />
Forum Elektromobilität« gegründet. Was wollen Sie damit<br />
erreichen?<br />
Wir verstehen uns als schweizweite und branchenübergreifende<br />
Plattform im Bereich der eMobilität. Es werden Fragestellungen<br />
rund um die Wertschöpfungskette der eMobilität<br />
behandelt. Die eMobilität bietet die Chance, unser mobiles<br />
Leben nachhaltig zu verändern - hin zu einer umweltbewussten,<br />
bedarfsgerechten, intelligent vernetzten Fortbewegung.<br />
Ziel ist es, allen Akteuren und Interessensgruppen praktische<br />
Entscheidungshilfen beim Eintritt in den eMobilitätsmarkt<br />
zu bieten. Als besonderes Highlight veranstalten wir jährlich<br />
den Elektromobilitätskongress. Der nächste findet am 07.<br />
und 08. Februar 2012 im Verkehrshaus in Luzern statt.<br />
Das Elektroauto ist Ihrer Meinung nach also Teil einer nachhaltigen<br />
Verkehrsvision von morgen?<br />
Genau. Das Elektroauto kann unseren Individualverkehr<br />
ohne fossile Brennstoffe ins Rollen bringen. Nur in Ausnahmefällen<br />
bräuchten wir einen Verbrennungsmotor. Mit einem<br />
Elektroantrieb im Auto komme ich bei gleichem Energieeinsatz<br />
etwa dreimal so weit wie mit einem Verbrennungsmotor.<br />
Und weil das eAuto so effizient ist, würde auch bei einer<br />
Elektrifizierung aller Personenwagen in der Schweiz unser<br />
Stromverbrauch nur um etwa 10% ansteigen. Wenn mir<br />
selbst das zuviel ist, baue ich mir eben meine eigene »Tankstelle«<br />
auf meinem Garagendach. Ich kann dann meinen<br />
selbstgeernteten Solarstrom in meine Auto-, Scooter- oder<br />
Velobatterie packen.<br />
Was kann das eAuto?<br />
Alles, was es können muss. Es fährt flott, ist sicher und bietet<br />
eine Autonomie, die für 80% der Schweizer an 80% der Tage<br />
völlig ausreichend ist. Trotz derzeit noch höherer Anschaffungspreise<br />
kostet das eAuto über einen Zeitraum von acht<br />
Jahren nicht mehr als ein herkömmliches. Noch Bedenken?<br />
Dann empfehle ich die Broschüre »Mythbuster Elektroauto«,<br />
die auf der Website des Forums gratis heruntergeladen<br />
werden kann.<br />
Was empfehlen Sie?<br />
Jetzt einsteigen! Am besten mit einem eBike, denn so bleibt<br />
man aktiv und eventuell lässt man mal den Familienwagen<br />
stehen. Wer richtig auffallen will, kauft sich natürlich eines<br />
der neuen eAutos, die nun auf den Schweizer Markt kommen.<br />
Vom elektrischen Sportwagen bis zum 5-Plätzer gibt<br />
es in jedem Fahrzeugsegment etwas für den individuellen<br />
Geschmack.<br />
Die Broschüre »Mythbuster Elektroauto« kann unter<br />
www.forum-elektromobilitaet.ch herunter geladen werden.<br />
130 Neue Mobilität Neue Mobilität 131
Schweiz special - m-way<br />
Schweiz Special - ETH Zürich<br />
eCarsharing in der Schweiz<br />
Elektromobilität im Carsharing-Betrieb an SBB Bahnhöfen<br />
Entkarbonisierung der<br />
Mobilität<br />
Der Well-to-Wheel Ansatz zur Bewertung der eMobilität<br />
Seit dem 19. September 2011 bietet Mobility Carsharing zusammen<br />
mit m-way, der SBB und Siemens Schweiz Elektroautos<br />
im Carsharing-Betrieb an. Dank der Bündelung des<br />
gemeinsamen Know-hows konnte dieses Angebot innerhalb<br />
kurzer Zeit realisiert werden und steht jetzt vor der<br />
schweizweiten Einführung.<br />
Mit der intelligenten Kombination von Elektroautos und öffentlichem<br />
Verkehr können die über 100.000 Mobility Kunden<br />
einfach, unverbindlich und kostengünstig die umweltschonende<br />
und geräuschlose Automobilität erleben. Die<br />
Elektroautos werden mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen<br />
betrieben.<br />
Gemeinsam für ein Ziel<br />
Jeder Kooperationspartner bringt seine Trümpfe ins Spiel.<br />
Die Fahrzeuge von m-way, dem e-Mobil Center der Schweiz,<br />
sind ausgerüstet mit der führenden Carsharing-Technologie<br />
von Mobility Carsharing. Stationiert sind die Autos an den<br />
grössten Bahnhöfen der SBB und bieten damit die Möglichkeit<br />
der intelligenten Kombination von Individual- und öffentlichem<br />
Verkehr. Kurz: Die umweltschonende Transportkette<br />
von Tür zu Tür wird Realität. Komplettiert wird das Angebot<br />
mit der Ladeinfrastruktur von Siemens.<br />
Dazu Viviana Buchmann, Geschäftsführerin der Mobility<br />
Genossenschaft: »Das Bedürfnis nach individueller Auto-<br />
Mobilität ist ungebremst. Und der Platz in den dicht besiedelten<br />
Agglomerationen wird immer kleiner. Mobility Carsharing<br />
verbindet Menschen, die individuelle Mobilität mit<br />
modernem Lebensstil kombinieren und trifft damit den Nerv<br />
der Zeit. Die Einführung der Elektromobilität im Carsharing-<br />
Betrieb ist ein weiterer Meilenstein zur kontinuierlichen Verbreitung<br />
des »Autos auf Abruf«.«<br />
Schweizweit elektrisch mobil<br />
Seit September 2011 ergänzen Elektroautos der Marke<br />
THINK City die Fahrzeugflotte. Damit können Reisende nicht<br />
nur die Hauptstrecke per Zug umweltschonend zurücklegen,<br />
sondern sind im Elektroauto auch auf der Fahrt vom Bahnhof<br />
zum Reiseziel nachhaltig unterwegs. Diese werden an neun<br />
Standorten an den Bahnhöfen urbaner Zentren verkehrstechnisch<br />
optimal stationiert:<br />
Basel - Bahnhof SBB Parkhaus Süd, Bern - Falkenplatz SBB<br />
Generaldirektion (Standort direkt über dem Bahnhof ), Genf<br />
- Gare Cornavin, Lausanne - Gare, Luzern - Bahnhof, St. Gallen<br />
- Bahnhof, Winterthur - Bahnhof Untere Vogelsangstrasse,<br />
Zürich - Hauptbahnhof Zollstrasse.<br />
Um die gewohnte Zuverlässigkeit im automatisierten Selbstbedienungsprinzip<br />
weiter zu garantieren, werden die Elektroautos<br />
aufgrund der langen Ladezeiten vorerst in Tagesmiete<br />
(7 bis 23 Uhr) angeboten. Die Kosten für eine Tagesmiete<br />
betragen CHF 70.- pauschal und alles inklusive.<br />
Thomas Schröder<br />
m-way<br />
www.m-way.ch<br />
eCarsharing: intelligente Kombination von Individual- und<br />
öffentlichem Verkehr<br />
Mehr als 95% des Endenergieverbrauchs für den Transport<br />
basiert weltweit auf Öl. Die Notwendigkeit einer drastischen<br />
Reduktion der Treibhausgasemissionen zugunsten<br />
unseres Klimas setzt hohe Anforderungen an das gesamte<br />
Energiesystem.<br />
Für den Individualverkehr sind verschiedene technologische<br />
Wege denkbar. Auf der Antriebsebene werden evolutionäre<br />
Fortschritte in der Motorentechnologie gebraucht. Weitere<br />
Möglichkeiten bieten alternative Treibstoffe, wie kohlenstoffarme<br />
oder solche biogener Herkunft. Für die Letzteren<br />
ist aber das Ausbaupotential - unter Einhaltung ökologischer<br />
Kriterien - mittelfristig begrenzt. Ein Verbrauchsreduktionspotential<br />
von 20 bis 30% liegt auch bei der umfassenden Hybridisierung<br />
des Antriebs. Die weitgehende Elektrifizierung,<br />
über Plug-in Hybride, reine Elektrofahrzeuge mit Batterien<br />
oder Brennstoffzellen weist langfristig das größte Potential<br />
auf. Allerdings ist die Wasserstoff-Schiene mit den heutigen<br />
Herstellungsverfahren deutlich ineffizienter im Vergleich zu<br />
der Batterie-Option.<br />
Abbildung 1: Treibhausgasemissionen für Elektro- und »Plugin«-Antriebe<br />
in Abhängigkeit der Batteriekapazität, ausgehend<br />
aus einem repräsentativen Fahrzeug der unteren Mittelklasse<br />
(Basis: S. Heinen, Masterarbeit, ETH Zürich/LAV, 2009).<br />
Am Beispiel der Elektrifizierung des Antriebs erkennt man,<br />
wie die Emissionen des Verkehrs auf die Produktion des<br />
Energieträgers verlegt werden. Sie müssen dementsprechend<br />
mit einem Well-to-Wheel Ansatz berechnet werden.<br />
Ein Beispiel solcher Analysen wird in der Abbildung gezeigt.<br />
Daraus erkennt man, dass die Stromerzeugungsart eine<br />
maßgebende Rolle bei der Bewertung der Elektrifizierung<br />
des privaten Verkehrs spielt.<br />
Vorausgesetzt die Stromerzeugung ist CO 2-arm, so ist die<br />
(Teil-)Elektrifizierung des Antriebsstranges ein vielversprechender<br />
Pfad in Richtung Entkarbonisierung der Mobilität.<br />
Um den Einfluss auf die Stromnachfrage berechnen zu können,<br />
sind neben den technischen Daten über die Antriebsarten<br />
auch Informationen über das Verkehrsverhalten notwendig.<br />
Die Verteilung der gefahrenen Strecken über ihre Länge<br />
stellt z.B. eine wichtige Rahmenbedingung zur Bestimmung<br />
der Aufteilung der tatsächlich eingesetzten Energiequellen<br />
bei Hybridsystemen dar.<br />
Im Rahmen eines Projektes in Zusammenarbeit mit dem<br />
Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) werden drei wichtige<br />
Kompetenzen der ETH Zürich zusammengeführt. Dabei<br />
handelt es sich um:<br />
• Modellierung der Verkehrsströme - Prof. K.W. Axhausen<br />
• Aufbau, Optimierung flexibler Energieträgernetze<br />
mit Schwerpunkt auf Elektrizität - Prof. Andersson<br />
• Modellierung und Optimierung von teilweise<br />
elektrifizierten Antriebstechnologien - Prof. K. Boulouchos<br />
Die Wechselwirkung der drei Bereiche wird in einem übergeordneten<br />
Simulationsverfahren abgebildet. Damit werden<br />
Szenarien entwickelt und durchgerechnet, welche sowohl<br />
den Einfluss des Infrastrukturausbaus als auch den Energiebedarf<br />
und den CO2-Ausstoß berücksichtigen.<br />
Dr. Fabrizio Noembrini // ETH Zürich<br />
Geschäftsführer des Energy Science Center<br />
www.esc.ethz.ch // www.lav.ethz.ch<br />
132 Neue Mobilität Neue Mobilität 133
eJobs<br />
eJobs<br />
Jobmotor Elektromobilität<br />
Die Fahrzeuge von morgen benötigen bereits heute zehntausende Experten<br />
Fachkräftemangel im<br />
Bereich der Neuen Mobilität<br />
Erste Ergebnisse für die Aus- und Weiterbildung von der<br />
Nationalen Plattform Elektromobilität<br />
Der Systemwechsel hin zur Elektromobilität wird umfangreiche<br />
strukturelle Auswirkungen auf die gesamte Industrie<br />
und vor allem auf den Bedarf und die Anforderungen<br />
an Fachkräften zur Folge haben. Davon ist der gesamte Arbeitsmarkt<br />
im Bereich der Automobilhersteller, der Zulieferer,<br />
der Elektro- und IT-Industrie, der Energiebranche und<br />
des Vertriebs unmittelbar betroffen. Die Technologien und<br />
Produkte von morgen und übermorgen erfordern bereits<br />
heute hochspezialisierte Ingenieure und Fachkräfte.<br />
Bereits heute fehlen beispielsweise in der Elektro- und IT-<br />
Industrie die benötigten Fachkräfte. Laut einer repräsentativen<br />
Umfrage des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik<br />
(VDE) sind neun von zehn Unternehmen<br />
in der Elektro- und IT-Industrie der Meinung, dass die Neue<br />
Mobilität die Nachfrage nach Elektroingenieuren weiter erhöhen<br />
wird. Gleichzeitig befürchten acht von zehn befragten<br />
Unternehmen, dass sie ihren Ingenieursbedarf künftig nicht<br />
mehr ausreichend decken können und greifen bereits jetzt<br />
auf Absolventen verwandter Fächer zurück.<br />
Mit den veränderten Disziplinen im Elektrofahrzeugbau<br />
wird sich in den kommenden zwei Jahrzehnten auch der Arbeitsmarkt<br />
für Ingenieure und Techniker deutlich wandeln.<br />
Laut McKinsey wird in zwanzig Jahren weltweit der<br />
Anteil der Mitarbeiter in der mechanischen Bearbeitung von<br />
80% auf 60% gesunken sein. Die restlichen 40% entfallen<br />
dann auf Elektroniker und Chemiker. Alleine in Europa würden<br />
dann 110.000 Fachkräfte in den Bereichen Chemie, Kunststofftechnik,<br />
Mikroelektronik, Elektrotechnik und IT gebraucht.<br />
Zunehmend beginnen die Hochschulen Ihr Angebot auf den<br />
veränderten Bedarf umzustellen und bieten entsprechende<br />
Masterstudiengänge oder Schwerpunktdisziplinen an. So<br />
kann man beispielsweise an den Hochschulen in Regensburg,<br />
München und Bochum sowie an der Universität Stuttgart<br />
Elektromobilität studieren. Auch die TU München plant<br />
ein entsprechendes Angebot.<br />
Fachkräfte für eMobilitätsbranche: BEM und etecmo intensivieren<br />
Kooperation<br />
Vor diesem Hintergrund verstärken der Bundesverband<br />
eMobilität und die Online-Jobbörse etecmo ihre bereits bestehende<br />
Zusammenarbeit. Im Rahmen der Kooperation entsteht<br />
in der <strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong> - die neue Rubrik »eJobs«,<br />
in der künftig regelmäßig Fachbeiträge, Kommentare und<br />
Interviews zum Thema Human Resources im Bereich Elektromobilität<br />
erscheinen.<br />
Künftig können im Rahmen der Kooperation über etecmo<br />
sowohl im Print-Medium als auch auf der BEM-Homepage<br />
Stellenanzeigen geschaltet werden. Bitte wenden Sie sich<br />
für weitere Informationen direkt an Michael Messer von<br />
etecmo: messer@etecmo.com<br />
Die etecmo GmbH mit Sitz in Fürth ist die erste Online-Jobbörse<br />
in Europa, die sich speziell auf das Thema Elektromobilität<br />
konzentriert. »Wir sind Spezialisten, wenn es um<br />
die Vermittlung von Fach- und Führungskräften im Bereich<br />
eMobilität geht«, so Sibylle Lingner, Geschäftsführerin von<br />
etecmo. Seit November 2010 ist etecmo Mitglied im Bundesverband<br />
eMobilität.<br />
»Unternehmen und Bewerbern soll im Rahmen der Kooperation<br />
ein schneller und effizienter Zugriff auf den Job-Zukunftsmarkt<br />
Elektromobilität ermöglicht werden. Insbesondere<br />
auch unsere Mitglieder können wir so bei der Suche<br />
nach adäquaten Mitarbeitern effektiv unterstützen«, so<br />
Christian Heep, Vorstand Marketing beim BEM.<br />
Die aktuellen Stellenangebote finden Sie auf<br />
www.bem-ev.de/kontakt/jobs und www.etecmo.de<br />
Anfang Mai 2010 wurde mit einer gemeinsamen Erklärung<br />
der Bundesregierung und der Industrie die Nationale Plattform<br />
Elektromobilität (NPE) ins Leben gerufen. Im Rahmen<br />
der NPE wurden im Frühjahr 2010 sieben Arbeitsgruppen<br />
etabliert. Die Arbeitsgruppe Nr. 6 »Ausbildung und Qualifizierung«<br />
hat sich die Sicherstellung der Exzellenz von Lehre<br />
und Forschung sowie der beruflichen Bildung zur Aufgabe<br />
gemacht. Bis November 2010 wurden von der Arbeitsgruppe<br />
erste Handlungsempfehlungen zum Ausgleich von Defiziten<br />
des beruflichen Bildungssystems erarbeitet. Es wurde eine<br />
Reihe verschiedener Maßnahmen vorgeschlagen:<br />
So sollen z.B. bis Ende des Jahres 2015 die bestehenden<br />
Berufsbilder und -inhalte weiterentwickelt werden, neue<br />
Berufe sind jedoch nicht nötig. Viele der Beschäftigten,<br />
die Elektroautos entwickeln und bauen sollen, sind heute<br />
schon berufstätig und müssen für die anstehenden Herausforderungen<br />
qualifiziert werden. Der Schlüssel dafür, dass<br />
Deutschland zu einem Leitanbieter für Elektromobilität werden<br />
kann, sind hervorragend ausgebildete und hoch motivierte<br />
Fachkräfte.<br />
In verschiedenen Bezirken der Industrie- und Handelskammern<br />
(IHKs) laufen derzeit bereits Kooperationen, vorerst<br />
mit der Automobilindustrie. So hat z.B. die AUDI AG eine<br />
Qualifizierung zur Elektrofachkraft Fahrzeugtechnik zusammen<br />
mit der IHK München entwickelt. Auch die Opel AG kooperiert<br />
mit einer IHK. In Darmstadt bildet man gemeinsam<br />
Spezialisten zu Systemtechnikern Elektromobilität weiter.<br />
Die IHK Stuttgart bietet inzwischen eine Zusatzqualifikation<br />
für elektrotechnische Arbeiten an Hochvolt-Systemen in<br />
Fahrzeugen für den Ausbildungsberuf Kraftfahrzeug-Mechatroniker<br />
an. Die Hamburger Hochbahn AG setzt brennstoffzellenbetriebene<br />
Wasserstoffbusse ein. Für Facharbeiter, die<br />
die Wartung dieser Null-Emissionen-Fahrzeuge übernehmen,<br />
hat die Handelskammer Hamburg ebenfalls eine neue Prüfungsregelung<br />
erlassen. Die IHK-Organisation wird die Arbeit<br />
der NPE bis ins Jahr 2015 weiter unterstützen.<br />
Jochen Reinecke<br />
Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.<br />
www.dihk.de<br />
134 Neue Mobilität
Buchvorstellungen<br />
Buchvorstellungen<br />
Buchvorstellungen<br />
Lust auf mehr Lesestoff? Alle vorgestellten Publikationen<br />
können Sie auf der BEM-Webseite unkompliziert und schnell<br />
bestellen. www.bem-ev.de<br />
Matthias Brake<br />
Mobilität im regenerativen Zeitalter<br />
Was bewegt uns nach dem Öl?<br />
Heise Zeitschriften Verlag GmbH &<br />
Co. KG // Hannover 2009<br />
Preis 16,00 Euro<br />
Florian Kleiner<br />
Elektroautos: Beginn eines neuen<br />
Zeitalters in der Automobilindustrie?<br />
Diplomica Verlag // Hamburg 2011<br />
Preis 35,50 Euro<br />
Jürgen Fischer<br />
Die Geschichte des Elektroautos<br />
VDM Verlag Dr. Müller<br />
Saarbrücken 2011<br />
Preis 59,00 Euro<br />
Peter Grett, Hannes Neupert,<br />
Werner Köstle<br />
E-Bikes und Pedelecs<br />
Bruckmann Verlag<br />
München 2011<br />
Preis 14,95 Euro<br />
Mobilität nach dem Öl<br />
Der Abschied vom Öl als primärer Garant für Mobilität ist<br />
heute keine Utopie mehr sondern aus ökologischer und auf<br />
Dauer auch ökonomischer Sicht unabwendbar. Wer einen<br />
Blick in diese »öllose« Zukunft werfen möchte, der findet<br />
bei Matthias Brake breit aufgestellte Fakten fern von jeder<br />
Panikmache. Es erfolgt eine Analyse des aktuellen Energiezustandes<br />
sowie zu den Optionen für die Zukunft. Erfrischend<br />
ist hierbei, dass der Autor im Bereich der Erneuerbaren<br />
Energien nicht nur auf die gängigen Energiequellen<br />
wie Wind, Wasser und Sonne eingeht, sondern auch weniger<br />
bekannte Gewinnungsmöglichkeiten wie z.B. Wellen- und<br />
Osmosekraftwerke vorstellt. Auch im Bereich der Mobilität<br />
wird ein breites Feld abgedeckt. Es werden verschiedene<br />
Antriebskonzepte diskutiert, auch für Transportmittel wie<br />
Schiff, Bahn und Flugzeug. Zudem werden neben wichtigen<br />
Mobilitätskomponenten wie dem Städtebau und Umweltzonen<br />
auch neue Konzepte wie die Intermodalität genauer<br />
analysiert. Wer wissen will, in welche Richtung sich die Mobilität<br />
entwickeln könnte und welche Alternativen bereits<br />
bestehen, ist mit dem Buch bestens aufgehoben.<br />
Herausforderungen des Übergangs<br />
Die Bekämpfung des Klimawandels stellt für die Automobilindustrie<br />
eine komplexe Herausforderung dar, die durch eine<br />
konsequente Erforschung und Entwicklung der Elektromobilität<br />
in Angriff genommen werden muss. Für Florian Kleiner<br />
stehen neben der koordinierenden Rolle der Politik vor allem<br />
die technischen Lösungsoptionen der Industrie im Vordergrund,<br />
um den notwendigen Wandel im Sinne einer nachhaltigen<br />
Gestaltung der individuellen Mobilität voranzubringen.<br />
Im Rahmen seiner kritischen Betrachtungen wird anhand von<br />
differenzierten Antriebsportfolio-Zielszenarien für das Jahr<br />
2020 erläutert, welche unterschiedlichen Strategien die Automobilindustrie<br />
derzeitig verfolgt. Weitere zentrale Aspekte<br />
dieser Arbeit beziehen sich auf die damit einhergehenden<br />
Konsequenzen für die gesamte Wertschöpfungskette sowie<br />
auf neue Geschäftsmodelle und innovative Strategien für<br />
eine erfolgreiche Marktdurchdringung der Elektromobilität.<br />
Das Buch beleuchtet kritisch die Vielschichtigkeit der Herausforderungen,<br />
die mit dem Übergang zu einem neuen,<br />
umfassenden Mobilitätssystem einhergehen, das von der<br />
Elektrifizierung des Automobils getragen wird.<br />
Ein Blick in den Rückspiegel<br />
Hört man den Begriff Elektroauto, denkt man zunächst an<br />
die Zukunft, obwohl die Idee des elektrisch angetriebenen<br />
Autos so alt ist, wie die des Automobils selbst. Jürgen Fischer<br />
hat sich zum Ziel gesetzt, den langen Entwicklungspfad des<br />
Elektroautos nachzuzeichnen, der bereits gegen Ende des<br />
19. Jahrhunderts mit dessen Invention seinen Anfang nahm.<br />
Im Zuge seiner Arbeit geht er der Frage nach, welche Einflussfaktoren<br />
und Mechanismen das Elektroauto auf seinem<br />
langen historischen Weg immer wieder ausgebremst haben.<br />
Dabei wird ein weiter Bogen gespannt, der von ursprünglichen<br />
Voraussetzungen über aktuelle Innovationen bis hin<br />
zu Prognosen hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen reicht.<br />
Neben technologischen, sozio-kulturellen, politischen und<br />
ökologischen Gesichtspunkten spielen hier vor allem ökonomische<br />
Aspekte eine tragende Rolle, die dem Elektroauto<br />
bislang seinen Marktdurchbruch verwehrt haben. Das eAuto<br />
selbst sowie dessen Rahmenbedingungen haben sich jedoch<br />
bis heute maßgeblich verändert, weshalb uns der<br />
tatsächliche Übergang hin zur Elektromobilität bald bevorstehen<br />
könnte.<br />
Rückenwind aus dem Akku<br />
Alle sprechen heute von Elektrofahrrädern - ein regelrechter<br />
Boom ist mittlerweile in Deutschland um die zweirädrigen<br />
Fortbewegungsmittel mit elektrischer Antriebsunterstützung<br />
ausgebrochen. Der Markt wird jedoch immer unübersichtlicher.<br />
Mittlerweile hat jeder renommierte Fahrradhersteller<br />
mindestens ein Modell mit elektrischem Hilfsmotor<br />
im Programm. Doch worin liegen eigentlich die Unterschiede<br />
zwischen einem eBike und einem Pedelec? Welches ist das<br />
richtige Gefährt für welche Anforderungen? Die eMobilitäts-<br />
Experten Peter Grett, Hannes Neupert und Werner Köstle<br />
gehen diesen und weiteren Fragen rund um den aktuellen<br />
Zweiradkult auf den Grund. Kompetent und anschaulich beschreiben<br />
die Autoren in diesem Ratgeber die verschiedenen<br />
elektrifizierten Fahrradtypen und ihre Technik. Neben einer<br />
aktuellen Marktübersicht sowie ausführlicher Kaufberatung<br />
gibt es unter anderem auch hilfreiche Hinweise zum Thema<br />
Sicherheit rund um die Elektroräder. Wer sich für ein eBike<br />
oder Pedelec interessiert, aber nicht genau weiß, wie er sich<br />
im aktuellen Angebotsdschungel entsprechend orientieren<br />
soll, der ist mit diesem Ratgeber bestens aufgehoben.<br />
www.cymage-media.com<br />
© www.designwelt.com / Stefan Ellbrueck<br />
Walther-Werke<br />
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67304 Eisenberg/Pfalz<br />
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137
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eMobilität, informiert vierteljährlich über Projekte und<br />
Veranstaltungen der emobilen Branche, die Arbeit seiner<br />
Mitglieder und über relevante News im Bereich der<br />
Elektromobilität.<br />
In zahlreichen Fachartikeln und Kommentaren diskutieren<br />
wir Fragen zum Status Quo der Elektromobilität. Zudem<br />
geben Interviews mit verschiedenen eMobilitätsplayern<br />
interessante Einblicke in die Branche. In wechselnden<br />
Themenschwerpunkten informiert das Magazin außerdem<br />
regelmäßig und detailliert über konkrete Projekte,<br />
Innovationen und interessante Veranstaltungen.<br />
In unserer Neujahrs-Ausgabe liefern wir Ihnen im Rahmen<br />
unseres Politik-Schwerpunkts einen ausführlichen<br />
Überblick über die Schaufensterbewerbungen. Im Fokus<br />
stehen dabei sowohl die sich bewerbenden Städte und<br />
Regionen als auch die beteiligten Akteure und Richtlinien.<br />
Kongresse, Messen, Symposien und Fachtagungen zum Thema Elektromobilität -<br />
auch 2012 reiht sich ein Branchenhighlight an das andere. Mit dem BEM-Kalender<br />
verpassen Sie künftig keines dieser Ereignisse mehr..<br />
Februar<br />
Bestellung BEM-Kalender 2012<br />
1 Kalender (32,00 €) 5 Kalender (140,00 €) 10 Kalender(225,00 €)<br />
inkl. Porto/Versand und MwSt. (Ausland zzgl. Porto*)<br />
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1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29<br />
E-world energy & water<br />
Essen<br />
9<br />
Innovationsgipfel<br />
München<br />
Sitzungszeit des Deutschen Bundestages<br />
Der BEM-Kalender 2012 zeigt neben dem klassischen Kalendarium die relevanten<br />
Termine der Köln elektromobilen Branche, sowie politisch interessante Termine,<br />
Kompetenztreffen elektro:mobilia<br />
wie z.B. die Sitzungswochen des Deutschen Bundestags.<br />
Bei Interesse an einer Einbindung als Sponsorpartner für ein Monatsblatt im BEM-<br />
Kalender 2012 wenden Sie sich bitte bis zum 8.November an Sandrine Frideres.<br />
* Porto Ausland: EU-Zone: zzgl. 5,75 €, Europa außerhalb EU zzgl. 13,25 €, restliche Welt zzgl. 26,50 € . Widerrufsrecht: Die Bestellung kann innerhalb von 14 Tagen beim<br />
Bundesverband eMobilität, Wallstraße 16, 10179 Berlin widerrufen werden. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs mit Brief, Fax oder eMail.<br />
Informations- &<br />
Kommunikationstechnik<br />
• Einbindung in<br />
Smart-Grid-Konzepte<br />
• Vernetzung via Internet<br />
mit Backend-System<br />
• Kommunikation<br />
mit dem Fahrzeug<br />
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Veranstaltungshighlight wird die E-world 2012 - die Leitmesse<br />
der Energie- und Wasserwirtschaft. Vor diesem<br />
Hintergrund beleuchten wir erneut die natürliche Partnerschaft<br />
zwischen Elektromobilität und Erneuerbaren<br />
Energien als Grundlage nachhaltiger Mobilitätskonzepte.<br />
Im Fokus unserer Analysen, Fachbeiträge und Interviews<br />
wird in der kommenden Ausgabe unter anderem der Themenkomplex<br />
Smart Grid und SGready, als Grundvoraussetzung<br />
für eine intelligente Mobilität, stehen.<br />
Die neue Rubrik eJobs und Human Resources wird beständig<br />
weiter ausgebaut und befragt Experten der unterschiedlichen<br />
Branchenakteure zu den Chancen und Möglichkeiten<br />
auf dem Wachstumsmarkt Elektromobilität.<br />
Sandrine Frideres, Anzeigenredaktion & Abo-Service<br />
sandrine.frideres@bem-ev.de<br />
Über redaktionelle Beiträge, Fachartikel, Pressemeldungen,<br />
Termine, innovative Projekte, Feedback und natürlich<br />
über Anregungen freut sich:<br />
Juliane Girke, Redaktionsleitung<br />
juliane.girke@bem-ev.de<br />
liefer- und Rechnungsadresse<br />
Unternehmen<br />
Vorname, name<br />
straSSe, nr.<br />
PLZ, Ort<br />
email<br />
Einzugsermächtigung<br />
Name der Bank<br />
BLZ<br />
Kontoinhaber<br />
Bitte schicken Sie mir alle 2 Wochen den kostenlosen BEM-Newsletter zu.<br />
Hiermit ermächtige/n ich/wir den Bundesverband eMobilität e.V. den von mir/uns zu entrichtenden Kalender-Kaufpreis einmalig im Voraus zu Lasten<br />
meines/unseres Girokontos mittels Lastschrift einzuziehen.<br />
Ort, Datum,<br />
Stempel, Unterschrift<br />
*nur im Inland möglich<br />
Kontonr.<br />
Fon<br />
Hiermit bestelle ich verbindlich den oben ausgewählten Kalender.<br />
Part of the<br />
EBG compleo GmbH info@ebg-compleo.de<br />
An der Wethmarheide 17 fon +49 (0) 23 06 - 923-3<br />
D-44536 Lünen fax +49 (0) 23 06 - 29 20<br />
Neue Mobilität<br />
139
BEM-<br />
MITGLIEDER<br />
Bitte Unterstützen Sie uns auch weiterhin mit Ihren Ideen,<br />
Projekten und Ihrer Begeisterung. Zeigen Sie sich und Ihr<br />
Engagement für EINE <strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong>.<br />
Der Bundesverband eMobilität vernetzt alle Akteure aus<br />
Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, Politik und Medien<br />
miteinander, fördert die öffentliche Wahrnehmung für Elektromobilität<br />
durch zahlreiche Veranstaltungen und setzt sich<br />
für die notwendigen infrastrukturellen Veränderungen ein.<br />
»Die Einbindung unserer Mitglieder in die verschiedensten<br />
BEM-Aktionen, Messe-Veranstaltungen, Publikationen und<br />
Projekte ist deshalb eine unserer wichtigsten Aufgaben im<br />
tagespolitischen Geschäft. Darüber hinaus sorgen wir dafür,<br />
dass sich unsere Mitglieder optimal untereinander vernetzen,<br />
um über Branchengrenzen hinaus neue Kooperationsund<br />
Geschäftsmodelle für eine zeitnahe, sichtbare Neue<br />
Mobilität zu entwickeln«, so Kurt Sigl, BEM-Präsident.<br />
Zu den Aufgaben des BEM gehört die Verbesserung der gesetzlichen<br />
Rahmenbedingungen für den Ausbau der Elektromobilität<br />
als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept<br />
und die Durchsetzung einer Chancengleichheit<br />
bei der Umstellung auf Elektromobilität.<br />
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ComInMarket<br />
CPM<br />
Die Branche der Elektromobilität wird nicht nur bei der<br />
Schaffung und dem Erhalt von Arbeitsplätzen zu den starken<br />
Wachstumsbranchen gehören. Es ist unverzichtbar, sich<br />
gemeinsam und verstärkt den Herausforderungen der Elektromobilität<br />
zu stellen, um einen nachhaltigen Aufschwung<br />
im gesamten Marktumfeld zu sichern. Diese Aufgabe erfordert<br />
eine aktive Teilnahme der innovativsten Unternehmen<br />
Deutschlands, starker Persönlichkeiten und das kooperative<br />
Zusammenwirken aller beteiligten Akteure aus Wissenschaft,<br />
Forschung, Wirtschaft, Politik, Medien, den Verbänden<br />
und Institutionen, sowie das Engagement jedes einzelnen<br />
Bürgers, der sich für eine Neue Mobilität einsetzen möchte.<br />
Eine BEM-Mitgliedschaft verbindet die soziale, ökonomische<br />
und ökologische Herausforderung mit den Chancen der<br />
eMobilität und des Sustainability Developments und verankert<br />
diese nachhaltig in der Gesellschaft.<br />
Die Zeit ist reif. Seien Sie dabei, wenn die Welt von morgen<br />
endlich sauber und leise wird.<br />
Dafür ist Ihr Engagement und Ihre<br />
Unterstützung notwendig..!<br />
Vorteile einer Mitgliedschaft im Bundesverband eMobilität e.V.<br />
Allgemein<br />
• Möglichkeit der aktiven Teilnahme an einem ständig wachsenden<br />
Netzwerkpool emobilitätsbegeisterter Unternehmer<br />
• Branchenübergreifender und interdisziplinärer Austausch<br />
der relevanten Player der Branche<br />
• Vernetzung mit Politik, Wirtschaft, anderen Verbänden und<br />
Instituten<br />
• Teilnahme an verschiedenen BEM-Veranstaltungen (BEM-<br />
Roundtable, BEM eStammtisch, Galaveranstaltungen, Konferenzen,<br />
Symposien u.a.)<br />
• Imagefördernde Positionierung als Innovationsträger und<br />
aktiver eMobilitätsplayer<br />
• BEM-Gemeinschaftsstand auf Messen und Veranstaltungen<br />
• Präsentation auf Veranstaltungen und Konferenzen<br />
• Fachkompetenz im Bereich eMobilität: kompetente Einführung<br />
in die Thematik der Neuen Mobilität für Ihre Kunden<br />
und Mitarbeiter<br />
• Zugang zu Partnerverbänden und Kooperationspartnern<br />
• Regionale Vernetzung durch die Landesvertretungen in<br />
Bayern, NRW, Mitteldeutschland, Baden-Württemberg und<br />
Hessen<br />
• Professionelle Beratung bei der Umsetzung von ersten<br />
Elektrofahrzeug-Flotten<br />
• sichtbare Einbindung in BEM eRoadshow und »Wir elektromobilisieren<br />
den Bundestag«<br />
Mediale Einbindung<br />
• Nutzung des Partnerlogos »Mitglied im BEM«<br />
• Unternehmensdarstellung und Verlinkung auf BEM-Webseite<br />
und der XING-Gruppe <strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong><br />
• Bezug der <strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong> - dem BEM-Fachmagazin<br />
• Sonderkonditionen bei Anzeigenschaltung bundesweiter<br />
Printmedien im Rahmen zahlreicher Medienkooperationen<br />
• Einbindung in die vom BEM versandten Pressemitteilungen<br />
• Regelmäßige Einbindung Ihrer Pressemitteilungen in verschiedenen<br />
BEM-Medien und damit bundesweite mediale<br />
Aufmerksamkeit (BEM-Medien: eNewsletter, BEM eMobile-<br />
Ticker als iPhone App, BEM-Homepage, XING-Gruppe <strong>NEUE</strong><br />
<strong>MOBILITÄT</strong>, Fachmagazin <strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong>)<br />
• Kostenlose Teilnahme an Veranstaltungen und Kongressen<br />
über die Medienkooperationen vom BEM<br />
Politisches Netzwerk<br />
• Aktive Gestaltung & Förderung der Branchenziele auf politischer<br />
Ebene für eine nachhaltige Neue Mobilität zur<br />
Steigerung urbaner Lebensqualität<br />
• Vernetzung mit politischen Entscheidungsträgern auf<br />
Regional-, Bundes- und EU-Ebene<br />
• Zugang zu den Experten im Parlamentarischen Beirat<br />
• Gemeinsame Stellungnahmen zu politischen Entscheidungen,<br />
Projekten und Gesetzgebungsverfahren<br />
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Politische Kernarbeit im BEM: Bundesparteitage, Ministerien, politische Hintergrundgespräche, Jury IKT II, Lenkungs- und<br />
Arbeitskreise, eMobile Talk, Frühstück bei Tiefensee, Europa-Sektion, Repräsentanz in Brüssel mit Dr. Ingo Friedrich, Lebenswelt<br />
Elektromobilität, elektromobiles Spezialistennetzwerk, Legal Corner etc.<br />
C E T R A e - m o b i l i t y<br />
Mitgliedsbetreuung<br />
BEM eMobile Sandrine Ticker Frideres<br />
Jetzt im App-Store.<br />
Fon 030 8638 1874<br />
sandrine.frideres@bem-ev.de<br />
Bundesverband eMobilität e.V.<br />
Wallstr. 16<br />
10179 Berlin<br />
www.bem-ev.de<br />
Wir danken unseren Mitgliedern für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement für eine Neue Mobilität.<br />
140 Neue Mobilität Neue Mobilität 141
firmen-<br />
VERZEICHNIS<br />
Für Einträge in das Firmenverzeichnis wenden Sie sich bitte<br />
an Sandrine Frideres vom BEM sandrine.frideres@bem-ev.de<br />
EnBW Energie Baden-Württemberg AG<br />
Durlacher Allee 93 / 76131 Karlsruhe<br />
Tel.: +49 721 63-14476 / Fax: +49 721 63-15073<br />
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Innovation für eMobilität<br />
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Leiter des Teams New Mobility<br />
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Brienner Straße 28<br />
D-80333 München<br />
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T +49 89 28628277<br />
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Abonnement<br />
Fax an 030 8638 0866<br />
oder per email an<br />
abo@neue-mobilitaet.info<br />
Unser Fachmagazin wird Sie nun viermal im Jahr über aktuelle Fragestellungen, Entwicklungen<br />
und Projekte der eMobilitätsbranche informieren.<br />
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Fax: +49(0)203-75 99 98-11<br />
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zum Bezugspreis von 18,00 € inkl. Porto/Versand und MwSt. (Ausland zzgl. Porto*). Eine aktuelle<br />
Studienbescheinigung wird dem BEM unter abo@neue-mobilitaet.info geschickt.<br />
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Lieferung der »<strong>NEUE</strong>N <strong>MOBILITÄT</strong>« und gilt für jeweils 4 Ausgaben. Falls nicht 6 Wochen vor Ablauf des Abonnements gekündigt wird, verlängert sich dieses um<br />
ein weiteres Jahr. Bei einer evtl. Erhöhung der Ausgabenfrequenz ab 2012 erhöht sich auch der Abonnementpreis entsprechend. Widerrufsrecht: Die Bestellung kann<br />
innerhalb von 14 Tagen beim Bundesverband eMobilität e.V., Wallstraße 16, 10179 Berlin widerrufen werden. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung<br />
des Widerrufs mit Brief, Fax oder eMail.<br />
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Unternehmen<br />
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Am Gschwend 10<br />
82467 Garmisch-Partenkirchen<br />
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Telefon +49. 88 21 920-0<br />
Fax +49. 88 21 920-159<br />
e-mail info@langmatz.de<br />
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Einzugsermächtigung<br />
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Hiermit ermächtige/n ich/wir den Bundesverband eMobilität e.V. den von mir/uns zu entrichtenden Abonnementpreis bis auf Widerruf jeweils im Voraus zu<br />
Lasten meines/unseres Girokontos mittels Lastschrift einzuziehen. Die Einzugsermächtigung erlischt automatisch bei Kündigung des Abonnements.<br />
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144 Neue Mobilität Neue Mobilität 145
<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong><br />
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Herausgeber<br />
Bundesverband eMobilität e.V.<br />
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10179 Berlin<br />
Fon 030 8638 1874<br />
Fax 030 8638 0866<br />
www.bem-ev.de<br />
magazin@bem-ev.de<br />
Chefredaktion V.i.S.d.P.<br />
Christian Heep<br />
christian.heep@bem-ev.de<br />
Redaktionsleitung<br />
Juliane Girke<br />
juliane.girke@bem-ev.de<br />
Fon 030 8961 0800<br />
Anzeigenredaktion/Abo-Service<br />
Sandrine Frideres<br />
sandrine.frideres@bem-ev.de<br />
Fon 030 8638 1874<br />
Mitarbeit<br />
Klaus Bergerfurth<br />
Benjamin Carl Franke<br />
Moritz Pahnke<br />
Konzept, Layout & Druck<br />
CYMAGE MEDIA BERLIN<br />
Oranienplatz 5<br />
10999 Berlin<br />
Fon 030 616 58 511<br />
Fax 030 616 58 526<br />
www.cymage-media.com<br />
agentur@cymage-media.com<br />
Layout, Satz, DTP, Grafik<br />
Christian Heep<br />
Monika Czerminska<br />
Kristin Spiess<br />
Falk Bege<br />
BEM-Photograf<br />
Sebastian Knoth<br />
www.sebastian-knoth.com<br />
Titelbild / Cover<br />
IPM SYSTEM / Telekom / eVelotaxi<br />
Druckerei<br />
primeline.print Berlin<br />
Auflage<br />
10.000 Stück<br />
Diese Ausgabe<br />
<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong> <strong>05</strong> zur eCarTec<br />
Erscheinung Oktober 2011<br />
ISSN 2191-5636<br />
Ausgabe Januar 2012<br />
<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong> 06<br />
Anzeigenschluss 15.12.2011<br />
Für Anzeigenschaltungen und Einträge<br />
ins Firmenverzeichnis der NM<br />
gilt unsere Anzeigenpreisliste.<br />
Mediadaten, Stand August 2011.<br />
www.neue-mobilitaet.info<br />
www.eMobileTicker.de<br />
Parlamentarischer Beirat<br />
Wolfgang Tiefensee, SPD<br />
Markus Rinderspacher, SPD<br />
Dr. Reinhard Brandl, CSU<br />
Andreas Jung, CDU/CSU<br />
Werner Simmling, FDP<br />
Volker Ratzmann Bündnis 90/Die<br />
Grünen<br />
Wissenschaftlicher Beirat<br />
Dr. Jan Traenckner, Vorsitzender<br />
Dr. Dr. Reinhard Löser<br />
Dr. Jan Peter Korthals<br />
Dipl. Ing. M.S. Tim Baack<br />
Matthias Groher<br />
Markus Emmert<br />
Prof. Dr.-Ing. Christian Voy<br />
Josef Maier<br />
Dipl-Ing. und Dipl-Wirtsch-Ing.<br />
Johann Georg Friedrich<br />
Prof. Dr. habil. Wolfgang Seiler<br />
Dipl-Ing. Eckhard Fahlbusch<br />
Dr. Gregor Matthies<br />
Tim Ruhoff<br />
Heiko Herchet<br />
BEM-Vorstand<br />
Kurt Sigl, Präsident<br />
Michael Hofmann, Finanzen<br />
Christian Heep, Marketing<br />
BEM-Berater<br />
Sven Hertel, Strategie<br />
Armin Henning, Politik<br />
Das BEM-Fachmagazin <strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong> erscheint alle drei Monate und publiziert Artikel, Beiträge, Informationen, Interviews, Termine und Kommentare zum<br />
Themenspektrum Elektromobilität & Erneuerbare Energien in den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Umwelt, Wirtschaft, Politik, Medien und Lifestyle.<br />
© 2009-2011 Bundesverband eMobilität e.V. / BEM. Alle veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Urheberrechte bei namentlichen Beiträgen<br />
liegen ausschließlich bei den Autoren. Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers, bzw. der Redaktion wieder. Für die Richtigkeit von<br />
Angaben, Daten, Behauptungen, etc. in den Autorenbeiträgen kann der Herausgeber, bzw. die Redaktion keine Haftung und Gewährleistung übernehmen.<br />
Eine kommerzielle, entgeltliche Weiterverwertung, direkt oder indirekt, ist ausdrücklich untersagt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher,<br />
schriftlicher Genehmigung vom BEM. Honorare nur nach Vereinbarung. Alle Rechte vorbehalten.<br />
® TÜV, TUEV und TUV sind eingetragene Marken. Eine Nutzung und Verwendung bedarf der vorherigen Zustimmung.<br />
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Dr. Peter Bachmann<br />
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www.tuv.com
Besuchen Sie uns<br />
auf der eCarTec, Halle<br />
A5, Stand 410<br />
www.tuev-sued.de<br />
E-Mobility gehört die Zukunft und sie<br />
verschafft Ihnen schon heute einen großen Wettbewerbsvorteil. TÜV SÜD<br />
arbeitet seit Langem und intensiv an der Entwicklung neuer Standards,<br />
damit Elektromobilität sicher auf die Straße kommt und ist in zahlreichen<br />
Netzwerken und Arbeitskreisen vertreten. Unser Fokus liegt auf der<br />
Sicherheit von Batterie, Fahrzeug und Infrastruktur. Ein weiterer Schwerpunkt<br />
ist die Aus- und Weiterbildung der Elektromobilitätsexperten von<br />
morgen. Wer in eine Zusammenarbeit mit uns investiert, sichert sich wirtschaftlichen<br />
Mehrwert. Deshalb: Gestalten Sie mit uns<br />
lebenswerte Zukunft!<br />
TÜV SÜD AG • Westendstraße 199 • 80686 München • Tel: 0800 888 4444