NEUE MOBILITÄT 01
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Erstausgabe<br />
<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong><br />
Das Magazin vom Bundesverband eMobilität<br />
OKTOBER 2<strong>01</strong>0<br />
BEM eMobile Ticker<br />
Jetzt im App-Store.<br />
BEM-Gemeinschaftsstand auf der eCarTec<br />
Messe München // Stand 614 in Halle B5<br />
eCarTec<br />
BEM-Gemeinschaftsstand auf<br />
der Leitmesse der Branche<br />
Status Quo<br />
Warum die Elektromobilität<br />
sich durchsetzen wird<br />
Modellregionen<br />
Vorstellung der<br />
deutschlandweiten Projekte<br />
Neue Mobilität<br />
1
gruSSwort<br />
Editorial<br />
* Das Fahrzeug ist in dieser Version noch nicht im Handel erhältlich.<br />
Die Zeit ist reif.<br />
Derzeit scheint es so, als wäre allen klar, dass dem elektrischen Antrieb die Zukunft<br />
gehört. Alle großen Autobauer kündigen für die nächsten Jahre Elektroautos an, die<br />
Medien berichten täglich über neue Entwicklungen und in zahlreichen Projekten und<br />
eRoadshows lassen sich Elektrofahrzeuge ausprobieren.<br />
AUFTANKEN. ABER RICHTIG.<br />
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Die Frage ist nur: Warum projizieren wir Elektromobilität<br />
weiterhin in die Zukunft? Wir warten hierzulande gespannt<br />
auf die Entwicklungen im Automobilbereich und vergessen<br />
dabei, dass die individuelle Mobilität eine weitaus größere<br />
Bandbreite an Fahrzeugen beschreibt. Die Elektrifizierung<br />
von Zweirädern ist schon weit fortgeschritten - von eBikes,<br />
Pedelecs bis hin zu eScootern finden sich zahlreiche, bereits<br />
verfügbare Elektrofahrzeuge. Besonders sinnvoll im innerstädtischen<br />
Kurzstreckenverkehr. Auch im Bereich der Nutzfahrzeuge<br />
gibt es bereits einige emissionsfreie Alternativen.<br />
Nicht nur auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge ist der<br />
Trend hin zur Elektrifizierung zu erkennen, auch Transportunternehmen<br />
wie UPS setzen Schritt für Schritt elektrisch<br />
betriebene Fahrzeuge in verschiedenen Städten ein.<br />
In den bundesweit geschaffenen Modellregionen und -projekten<br />
werden derzeit Grundlagen für eine flächendeckende<br />
Nutzung der Elektromobilität gelegt. In verschiedenen Testflotten<br />
werden die Fahrzeuge auf Alltagstauglichkeit, die<br />
Potenziale in Kombination mit Erneuerbaren Energien und<br />
die Möglichkeit der Einbindung in intelligente Stromnetze<br />
getestet. Diese Ergebnisse müssen wir nun umsetzen und<br />
nicht nur dokumentieren.<br />
Die Zeit ist reif: Elektromobilität muss jetzt in Elektroflotten<br />
und in Fuhrparks deutlich sichtbar werden. Denn praxisnahe<br />
Erfahrungen sind der entscheidende Faktor, um die<br />
Gesellschaft für die Neue Mobilität zu gewinnen und eine<br />
gesellschaftsübergreifende Akzeptanz für Elektrofahrzeuge<br />
zu schaffen. Das können wir jedoch nur gemeinsam bewältigen.<br />
Wir müssen die notwendigen Kompetenzen bündeln,<br />
innovative Köpfe zusammen bringen und gemeinsam an<br />
neuen, oftmals unkonventionellen Kooperationskonzepten<br />
und Synergien arbeiten. Genau das haben wir uns als aktives<br />
Sprachrohr der Branche gemeinsam mit unseren Mitgliedern<br />
zur Aufgabe gemacht.<br />
Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität e.V.<br />
www.solarworld.de<br />
Neue Mobilität<br />
3
INHALTS-<br />
ANGABE<br />
<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong> »<br />
DAS MAGAZIN VOM BUNDESVERBAND e<strong>MOBILITÄT</strong><br />
ausgabe oktober 2<strong>01</strong>0<br />
bem<br />
der verband<br />
ecartec<br />
die Leitmesse<br />
Status Quo<br />
emobilität<br />
Modellregionen<br />
liebe leserinnen & leser,<br />
3 GruSSwort<br />
kURT Sigl, BEM-Präsident<br />
7 eMobilität - Wir<br />
MAchen Zukunft sicher<br />
Beitrag TÜV Süd<br />
8 BEM - wir bewegen..<br />
10 Unsere Meilensteine<br />
12 Der Vorstand<br />
14 Der Beirat<br />
68 eRoadshow<br />
70 der BEM-Roundtable<br />
Die BEM-Landes-<br />
VERTRETUNG<br />
102 Nordrhein-Westfalen<br />
105 Bayern<br />
Sonstiges<br />
106 BEM-Mitgliedschaft<br />
108 Firmenverzeichnis<br />
110 Impressum<br />
20 Einleitung<br />
DAS iPhone der<br />
Automobilindustrie<br />
22 Gemeinschaftsstand<br />
BEM auf der eCarTec<br />
die Aussteller<br />
24 EnBW Elektroflotte<br />
Erwartungen, Ziele und<br />
Aktivitäten im Überblick<br />
26 Enbw-Initiative<br />
Are you ready for<br />
E-Mobility?<br />
27 Lautlos durch<br />
Deutschland<br />
Stadt ohne Lärm und Abgase<br />
28 German E-Cars<br />
Vordenker für morgen<br />
30 EnergieParken<br />
33 Interview Uwe Hahner<br />
Swarco Traffic Systems<br />
34 Protean<br />
Der E-DRIVE-POWER-KIT<br />
36 Rosenberger<br />
Lade-Applikationen und<br />
Ladestationen<br />
37 Evelocity<br />
39 First Mobility<br />
DIE Fortbewegung für<br />
DIE Zukunft<br />
40 Trianel<br />
Natürlich elektrisch<br />
44 Warum die emobilität<br />
SIch durchsetzen wird<br />
VON Dr. Jan Traenckner<br />
46 Konzentration<br />
AUf die Batterie<br />
VON Dr. Dr. Reinhard Löser<br />
48 Mobilität - mit Vollgas<br />
IN die falsche Richtung<br />
VON Hans-Jürgen Esch<br />
50 worauf warten wir<br />
EIGENTLIch noch?<br />
VON Thorsten Rosansky<br />
52 Ein kurzer Zwischenruf<br />
VON Matthias Groher<br />
53 New Mobility Forum<br />
kONGRESS rund um alternative<br />
Energie- & Mobilitätsformen<br />
54 Dornier Consulting<br />
58 Interview Fröschl<br />
60 Interview juwi<br />
61 ökologische Dimension<br />
Bremer Energie Institut<br />
62 Wie Deutschland an<br />
DIE Spitze fährt<br />
Dr. Jan Peter Korthals<br />
64 Was geschieht Hinter<br />
MEINER Steckdose..?<br />
kOMMENTAR von Christian Heep<br />
66 eMobility - Chance und<br />
Risiko für Stadtwerke<br />
kOMMENTAR von Tim Baack<br />
67 Doppelmayr Seilbahnen<br />
Elektromobilität aus der<br />
Vogelperspektive<br />
72 Einleitung<br />
74 Berlin-Potsdam<br />
76 Bremen/Oldenburg<br />
78 Hamburg<br />
79 München<br />
80 Rhein-Main<br />
82 Rhein-Ruhr<br />
85 Stuttgart<br />
86 Sachsen<br />
Modellprojekte<br />
88 Einleitung<br />
89 GRID Surfer<br />
90 Harz.EE-mobility<br />
92 eE-Tour Allgäu<br />
94 Future Fleet<br />
96 Smart Wheels<br />
ich freue mich ganz besonders, Ihnen heute die Erstausgabe der<br />
»Neuen Mobilität« vorstellen zu dürfen. Neben unserem tagesaktuellen<br />
eMobile Ticker, unserer Webseite und unserem alle zwei<br />
Wochen erscheinenden Newsletter wird Sie unser Fachmagazin<br />
nun vier mal im Jahr über aktuelle Fragestellungen, Entwicklungen<br />
und Projekte der eMobilitätsbranche informieren.<br />
Im großen eCarTec-Sonderteil erfahren Sie mehr über die Leitmesse<br />
der Branche, ihre innovativen Aussteller und unsere Motivation<br />
gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Partnern mit einem<br />
grossen Gemeinschaftsstand vertreten zu sein. Wo stehen<br />
wir aktuell im Bereich der Elektromobilität? Wo führt der Weg hin?<br />
Diesen Fragen gehen Experten in zahlreichen Fachartikeln und<br />
Kommentaren nach. Zudem geben Ihnen Interviews mit verschiedenen<br />
eMobilitätsplayern interessante Einblick in die Branche.<br />
Lesen Sie außerdem im Themenschwerpunkt Modellregionen in<br />
Deutschland mehr über die verschiedenen Elektromobilitätsprojekte<br />
und deren Ziele.<br />
Die »Neue Mobilität« soll sowohl informieren als auch animieren.<br />
Denn nur gemeinsam können wir uns den bestehenden Herausforderungen<br />
stellen und Elektromobilität als realistische Mobilitätsalternative<br />
zukunftsfähig auf die Straße bringen.<br />
Viel Vergnügen beim Lesen der<br />
»Neuen Mobilität.<br />
Christian Heep, Chefredakteur,<br />
BEM-Vorstand Marketing<br />
4 Neue Mobilität Neue Mobilität 5
Über 33 Mrd. Euro Umsatz und Investitionen in eine saubere und sichere Energieversorgung. Dazu 300.000 Arbeitsplätze, hohe Exportanteile<br />
und 6,4 Mrd. Euro an eingesparten Brennstoffimporten schon im Jahr 2009: So liefern Erneuerbare Energien die Grundlage für eine nachhaltige<br />
Wirtschaft in Deutschland. Doch mit wachsendem Erfolg der Erneuerbaren Energien werden die öffentlichen Debatten schärfer. Verfestigte<br />
Vorurteile können den weiteren Ausbau bremsen. Wer hält dagegen? Die Agentur für Erneuerbare Energien kämpft für mehr Sachlichkeit in der<br />
Diskussion um Chancen und Vorteile einer regenerativen Energieversorgung. Wir setzen wichtige Themen auf die Tagesordnung und klären die<br />
Öffentlichkeit mit Zahlen, Fakten und einem Bündel an Informationsmaterialien auf.<br />
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eMobilität - wir<br />
machen Zukunft sicher<br />
Das Mobilitätskonzept der Zukunft setzt auf elektrische Antriebe:<br />
Ein wichtiger Schritt, der besonders dem gestiegenen<br />
ökologischen Verantwortungsbewusstsein Rechnung trägt.<br />
Mit der Einführung elektrischer Antriebe eröffnet sich die Option,<br />
die Verwendung Erneuerbarer Energie auch im Verkehrsbereich<br />
in maßgeblichem Umfang zu etablieren.<br />
Elektroautos sind lokal frei von jeglichen Emissionen und sehr<br />
leise im Betrieb. Dies ist ein großer Vorteil, insbesondere in<br />
Ballungsräumen. Im Zusammenspiel mit Erneuerbaren Energien<br />
kann der Betrieb von Elektrofahrzeugen sogar komplett<br />
emissionsfrei erfolgen. Individuelle Mobilität wird damit klimaverträglich<br />
und unabhängig von der Verbrennung begrenzter<br />
fossiler Ressourcen.<br />
In vielen Regionen der Welt treten in den nächsten Jahren<br />
strengere Umweltvorschriften und Abgasnormen in Kraft.<br />
Innenstädte könnten sich dafür entscheiden, keine Fahrzeuge<br />
mit Verbrennungsmotoren mehr einfahren zu lassen.<br />
Insbesondere in asiatischen Metropolen wird diese Option<br />
bereits diskutiert, da die lokalen Emissionen mit wachsender<br />
Fahrzeugflotte kontinuierlich steigen. Die Belastung der<br />
Menschen mit Schadstoffen und Lärm ist bereits heute ein<br />
großes Problem, obwohl die Fahrzeugdichte pro Einwohner<br />
noch längst nicht die Größenordnung westlicher Städte<br />
erreicht hat. Für viele Fahrzeughersteller und Infrastrukturanbieter<br />
Grund genug, sich mit der Entwicklung von Elektroantrieben<br />
und dazugehörigen Infrastrukturen zu beschäftigen.<br />
Denn nicht nur in Europa haben die Themen Klimaschutz und<br />
Abhängigkeit von fossilen Energielieferungen einen stärkeren<br />
Fokus bekommen. Neben Europa entwickeln auch Hersteller<br />
aus Asien und den USA neue Antriebstechnologien, um sich<br />
zukünftig global Marktanteile zu sichern.<br />
Je stärker der Wettbewerb um so wichtiger werden Attribute wie<br />
Qualität und Sicherheit. Denn nur sichere und qualitativ hochwertige<br />
Produkte garantieren auch den Erfolg beim Kunden.<br />
TÜV SÜD stellt sich dieser Herausforderung, Seite an Seite<br />
mit seinen Kunden. Mit bewährter Kompetenz und langjähriger<br />
Erfahrung berät TÜV SÜD seine Kunden und testet und zertifiziert<br />
deren Produkte im Bereich Elektromobilität. Insbesondere<br />
die elektrische Sicherheit ist für TÜV SÜD seit Jahrzehnten<br />
eine wichtige Kernkompetenz im stationären sowie im mobilen<br />
Einsatz.<br />
TÜV SÜD AG<br />
Stefan Rentsch<br />
Westendstr. 199<br />
80686 München<br />
stefan.rentsch@tuev-sued.de<br />
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tüv süd<br />
Neue Mobilität<br />
7
Bundesverband eMobilität e.V.<br />
BEM - Wir bewegen..<br />
Im Mai 2009 hat sich der Bundesverband eMobilität zusammengeschlossen, um gemeinsam<br />
mit seinen Mitgliedern eine realistische Mobilitätsalternative zukunftsfähig zu machen.<br />
Bundesverband eMobilität<br />
»Die Zeit ist reif: Elektromobilität muss jetzt in<br />
Elektroflotten und Fuhrparks sichtbar werden.«<br />
BEM-Präsident Kurt Sigl<br />
Vor diesem Hintergrund arbeiten wir seitdem permanent an<br />
neuen Projekten, um die Faszination und Begeisterung für<br />
Elektromobilität im Alltag der Menschen zu verankern.<br />
Wir informieren unsere Mitglieder und viele andere Interessierte<br />
tagesaktuell über unsere Internetseite und den BEM<br />
eMobile Ticker. Unser zweiwöchig erscheinender Newsletter<br />
wird mit zunehmender Begeisterung von der eMobilitätsbranche<br />
angenommen. Die konstruktive Zusammenarbeit<br />
und der stetige Austausch mit den relevanten Playern der<br />
Branche zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, unsere<br />
Mitglieder auch weiterhin untereinander zu vernetzen,<br />
um über Branchengrenzen hinaus nachhaltige Kooperationsund<br />
Geschäftsmodelle zu entwickeln.<br />
Dabei sind unsere Mitgliedsunternehmen, unser Fachbeirat<br />
und insbesondere natürlich unsere Mitarbeiter in der Bundesgeschäftsstelle<br />
Berlin, den Landesvertretungen Bayern<br />
und NRW unser wichtigstes Potential und damit direkt verantwortlich<br />
für das, was wir im letzten Jahr gemeinsam geschafft<br />
haben. Ohne diese engagierte Zusammenarbeit wäre<br />
all das nicht möglich gewesen und wir hätten uns nicht so<br />
schnell so gut aufgestellt.<br />
Die ständige Einbindung unserer Mitglieder in die verschiedensten<br />
BEM-Aktionen, Veranstaltungen, Messen, Events<br />
und Projekte ist deshalb eine unserer wichtigsten tagespolitischen<br />
und medialen Aufgaben.<br />
Darüber hinaus sorgen wir dafür, dass grundlegende Fragestellungen<br />
im Sinne einer nachhaltigen, möglichst auf heimischer<br />
Wertschöpfung basierenden, intelligenten Mobilität<br />
geklärt werden. Stellen wir uns auch weiterhin gemeinsam<br />
den vielfältigen Herausforderungen, um die Neue Mobilität<br />
serienfähig, nachhaltig und zunehmend erneuerbar auf die<br />
Straße zu bringen.<br />
Bundesverband eMobilität. Wir bewegen..<br />
info@bem-ev.de<br />
BEM eMobile Ticker<br />
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Bundesverband eMobilität<br />
Wir setzen uns dafür ein, die Mobilität langfristig mit dem Einsatz<br />
Erneuerbarer Energien auf elektrische Antriebsarten umzustellen,<br />
um so den Weg in eine postfossile Gesellschaft aktiv zu begleiten.<br />
www.bem-ev.de<br />
8 Neue Mobilität Neue Mobilität 9
em - unsere meilensteine<br />
bem - unsere meilensteine<br />
Unsere Meilensteine<br />
»Von Anfang an sind unsere Mitglieder unser größtes<br />
Potential. Die Einbindung unserer Mitglieder in die verschiedensten<br />
BEM-Aktionen, Veranstaltungen und Projekte<br />
ist deshalb eine unserer wichtigsten Aufgaben.«<br />
» Juli 2009<br />
• Gründung Bundesverband eMobilität in Berlin<br />
» August 2009<br />
• Eintragung beim Amtsgericht Charlottenburg ins<br />
Vereinsregister unter VR 28910 B<br />
» September 2009<br />
• Eröffnung der Bundesgeschäftsstelle in der Wallstr. 16,<br />
1<strong>01</strong>79 Berlin Mitte am Spittelmarkt<br />
» Oktober 2009<br />
• BEM-Geschäftsführer Frank Müller<br />
• eCarTec 2009<br />
• Anstoß Bayern Innovativ zum Thema eMobilität<br />
• Tag der offenen Tür bei HAWI zum Thema eMobilität<br />
» November 2009<br />
• Etablierung des BEM-Beirats<br />
• Vereinbarung über Kooperation mit dem Start-Up-Unternehmen<br />
e-Wolf<br />
» Dezember 2009<br />
• CSU-Kongress zur eMobilität im Maximilianeum<br />
• Mitarbeit im Bereich eMobilität im Arbeitskreis der<br />
CSU Oberbayern für ein CO 2 -neutrales Oberbayern<br />
• Mitarbeit in der Modellregion München<br />
• Eröffnung der BEM-Landesvertretung Bayern in Ingolstadt<br />
» Januar 2<strong>01</strong>0<br />
• Start der Kooperation mit der TU München<br />
• Ausbau des BEM-Beirates<br />
• 1. BEM-Roundtable in Berlin, Thema: Zukunftsmarke<br />
eMobilität - Wie wird sie wettbewerbsfähig?<br />
• Kontakte mit dem Fraunhofer<br />
• Kooperation mit Messanger Kurierdienst / erstes Elektro-<br />
Transport-Bike wir entwickelt<br />
» Februar 2<strong>01</strong>0<br />
• Galaveranstaltung »Tag der Elektromobilität« im Q110<br />
unter der Schirmherrschaft des BMWi<br />
• FORUM Nachhaltig Wirtschaften / »Der neue Bundesverband<br />
eMobilität stellt sich vor«<br />
» März 2<strong>01</strong>0<br />
• Unterstützung des Arbeitskreises Weiter- und Fortbildung<br />
von Mechatronikern bei der IHK München<br />
• Präsentation des BEM bei der Gemeinsamen Geschäftsstelle<br />
Elektromobilität der Bundesregierung (GGEMO)<br />
April 2<strong>01</strong>0<br />
• 2. BEM-Roundtable in Berlin, Thema: Chancen und Herausforderungen<br />
für den Mittelstand durch den wachsenden<br />
Zukunftsmarkt Elektromobilität & Potenziale in<br />
Kombination mit Photovoltaik<br />
• Unterstützung Bayern Innovativ und<br />
Bayerische Staatskanzlei<br />
• Teilnahme am auto motor und sport Kongress in Stuttgart<br />
• BEM-Geschäftsführer Frank Müller im Fachbeirat<br />
der eMOBIKON, Informationsplattform Elektromobilität<br />
• Interview mit Christian Heep, BEM-Vorstand Marketing,<br />
mit finanztreff.de, facunda green<br />
• Launch BEM eMobile Ticker als iPhone App<br />
Jetzt im App Store<br />
Mai 2<strong>01</strong>0<br />
• Präsident Kurt Sigl vertritt die Interessen des BEM beim<br />
Elektromobilitätsgipfel im Kanzleramt am 03. Mai<br />
• eDay zur Eröffnungsveranstaltung auf dem Tempelhofer<br />
Flughafen in Berlin<br />
• BEM eRoadshow in Düsseldorf<br />
• 1. BEM eStammtisch in Berlin<br />
• Dr.-Ing. Jan Traenckner wird Beiratsvorsitzender<br />
Juni 2<strong>01</strong>0<br />
• 3. BEM-Roundtable in Berlin,<br />
Thema: Schulterschluss der Verbände<br />
• Unterstützung der TU München und der Fachhochschulen<br />
• Projektplanung »Straße der Zukunft«<br />
• Auftaktveranstaltung mit dem BVMW - Über den Dächern<br />
von Berlin - Mobilität der Zukunft<br />
• BEM eRoadshows in Kooperation mit Trianel GmbH bei<br />
den Stadtwerken in Soest, Trier und Bergkamen<br />
• Rede BEM-Präsident Kurt Sigl auf dem Elektro-Mobil<br />
Kongress in Bonn<br />
• Rede BEM-Geschäftsführer Frank Müller bei der<br />
Auftaktveranstaltung der eE-Tour Allgäu<br />
• 2. BEM eStammtisch in Berlin<br />
Juli 2<strong>01</strong>0<br />
• Klausurtagung des BEM-Vorstandes<br />
• Einbindung des Allianz Technik Zentrum (ATZ) für unsere<br />
Mitglieder<br />
• Kick-Off Veranstaltung der Modellregion Stuttgart - Übergabe<br />
von 500 eBikes der EnBW an Testpersonen<br />
• Grüne auf eBikes-Grüne Bundestagsabgeordnete testen<br />
vor dem Reichstag eBikes / Photoshooting<br />
• BEM eRoadshow in Heidelberg<br />
• Neuauflage BEM-Informationsbroschüre<br />
August 2<strong>01</strong>0<br />
• BEM als Kooperationspartner der e-Miglia 2<strong>01</strong>0<br />
• BEM eRoadshow in Magdeburg<br />
• neues CMS-Redaktionssystem für www.bem-ev.de<br />
• Einsatz CRM-Systemsoftware<br />
September 2<strong>01</strong>0<br />
• Folgeveranstaltung mit dem BVMW »Elektromobilität nur<br />
mit dem Mittelstand«<br />
• Eröffnung der BEM-Landesvertretung Nordrhein-Westfalen<br />
in Kooperation mit Trianel und e-Wolf<br />
• DW Deutsche Welle TV Interview mit Frank Müller<br />
• Clean Tech World 2<strong>01</strong>0<br />
• Fachgespräch der Grünen zur Elektromobilität im<br />
Bundestag<br />
• BEM eRoadshow in Heidelberg<br />
• BEM eRoadshows in der Schweiz<br />
• 4. BEM-Roundtable in Berlin, Thema: Modellregionen<br />
Oktober 2<strong>01</strong>0<br />
• BEM eRoadshow in Herzogenrath<br />
• BEM ist Kooperationspartner des Forum Elektromobilität<br />
der Wolfsburg AG<br />
• BEM-Gemeinschaftsstand auf der eCarTec 2<strong>01</strong>0, München<br />
• Erstausgabe BEM-Magazin »Neue Mobilität« auf über 100<br />
Seiten, Auflage 10.000<br />
• Vortrag Frank Müller auf dem International Alternative<br />
Fuels & Vehicles Summit 2<strong>01</strong>0 in Shanghai<br />
10 Neue Mobilität Neue Mobilität 11
BEM-vorstand<br />
BEM-vorstand<br />
Der BEM-Vorstand<br />
Frank Müller, Michael Hofmann, Kurt Sigl & Christian Heep<br />
Geschäftsführender Vorstand Frank Müller<br />
Vorstand Finanzen Michael Hofmann<br />
Präsident Kurt Sigl<br />
Vorstand Marketing Christian Heep<br />
Frank Müller leitet als Geschäftsführer des Bundesverbands<br />
eMobilität die BEM-Hauptgeschäftsstelle in Berlin. Er repräsentiert<br />
den Bundesverband bei zahlreichen politischen,<br />
wirtschaftlichen und medialen Veranstaltungen. Ziel seiner<br />
täglichen Arbeit ist es, die eigene Begeisterung und Faszination<br />
in Vorträgen und persönlichen Kontakten weiter zu<br />
tragen und damit ein gesellschaftsübergreifendes Bewusstsein<br />
für nachhaltige Mobilitätskonzepte zu schaffen. Das<br />
kann nur durch praxisnahe Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen<br />
realisiert werden.<br />
»Elektromobilität muss jetzt in Elektroflotten und Fuhrparks<br />
deutlich sichtbar werden. Denn wir reden nicht mehr nur von<br />
einer bloßen Zukunftstechnologie. Elektrozweiräder sind bereits<br />
seit langem in Serie verfügbar, die ersten Elektroautos,<br />
darunter der Stromos des mittelständischen Unternehmens<br />
German E Cars und die grosse Auswahl von eAutos der Firma<br />
e-Wolf, können gekauft oder geleast werden. Unsere Aufgabe<br />
ist es jetzt, die vorhandenen Fahrzeuge in Masse auf die<br />
Straße zu bringen, um Elektromobilität für die Gesellschaft<br />
sichtbar und erfahrbar zu machen. Denn nur wer selbst die<br />
Dynamik eines elektrischen Antriebs gespürt hat, weiß mit<br />
welchem Fahrspaß Elektromobilität verbunden ist.«<br />
Finanzvorstand Michael Hofmann betreut die finanziellen<br />
Angelegenheiten des Bundesverbands eMobilität und der<br />
Landesvertretungen. Dazu gehören sowohl Controlling und<br />
Buchhaltung als auch die Mitgliederbetreuung. Durch seine<br />
langjährige Erfahrung unter anderem in der Automobilbranche<br />
verfügt er über zahlreiche Kontakte, die es ihm ermöglichen,<br />
die BEM-Mitglieder erfolgreich mit anderen Akteuren<br />
der Branche zu vernetzen. Immer vor dem Hintergrund<br />
innovative Geschäftsmodelle zu generieren, um Elektromobilität<br />
wettbewerbsfähig zu machen.<br />
»Der Zukunftsmarkt Elektromobilität wird auch bei der Schaffung<br />
von Arbeitsplätzen zu den großen Wachstumsbranchen<br />
in Deutschland gehören. Deshalb ist es unverzichtbar, sich<br />
gemeinsam und verstärkt den Herausforderungen der Elektromobilität<br />
zu stellen, um einen nachhaltigen Aufschwung in<br />
der gesamten Branche zu sichern. Für deutsche Unternehmen<br />
ergeben sich im Bereich der Elektromobilität ganz neue<br />
Möglichkeiten, die durch unkonventionelle Kooperationskonzepte<br />
marktfähig realisiert werden können. Dazu bedarf<br />
es insbesondere in der Anfangsphase innovativer Finanzkonzepte,<br />
um Elektroautos auf dem Markt zu positionieren<br />
und für potentielle Kunden preislich attraktiv zu machen.«<br />
Als BEM-Präsident setzt sich Kurt Sigl dafür ein, die Mobilität<br />
in Deutschland mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien auf<br />
Elektromobilität umzustellen. Dabei liegt sein Hauptaugenmerk<br />
auf der Vernetzung aller relevanten Akteure. Ziel seiner<br />
Arbeit ist es tradierte Strukturen und Denkmuster aufzubrechen,<br />
damit innovative Konzepte zum Tragen kommen und<br />
die eMobilität einen nachhaltigen Beitrag zur Emissionsreduktion<br />
und zum Klima- und Umweltschutz leisten kann.<br />
Durch seine jahrelange berufliche Erfahrung im Bereich Fahrund<br />
Sicherheitstrainings fließen sowohl technische Kompetenz<br />
als auch zahlreiche Kontakte in die Arbeit des BEM ein.<br />
»Nur durch starke strategische Partnerschaften zwischen<br />
Energieversorgern, Batterieherstellern, Herstellern und Entwicklern<br />
von Elektrofahrzeugen, Systemzulieferern, Forschungseinrichtungen,<br />
den Verbänden und der Politik,<br />
können die notwendigen technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen<br />
Voraussetzungen geschaffen werden, um wettbewerbsfähig<br />
zu werden und zu bleiben. Das haben wir uns<br />
als Bundesverband zur Aufgabe gemacht.<br />
Man muss machen, nicht nur reden, es ist bereits fünf nach<br />
zwölf. Die Hemmschwelle muss überwunden werden, es ist<br />
jetzt Zeit zum Handeln.«<br />
Christian Heep betreut und organisiert beim BEM die Bereiche<br />
Marketing, Medien, PR, Kommunikation, Messen und<br />
Events. Seine persönliche Affinität zu den Erneuerbaren<br />
Energien und seine Begeisterung für die Neue Mobilität<br />
lassen ihn permanent an neuen Ideen und Projekten arbeiten,<br />
um Elektromobilität in der Gesellschaft zu verankern. So<br />
entstehen unter seiner Leitung unter anderem die verschiedenen<br />
BEM-Medien: von der Broschüre und der Internetseite<br />
über den Newsletter und den BEM eMobile Ticker als<br />
iPhone App bis hin zum Mitgliedsmagazin «Neue Mobilität»,<br />
das er als Chefredakteur verantwortet.<br />
»Auf Basis Erneuerbarer Energien wird eMobilität in den<br />
nächsten Jahren nicht nur eine neue Form der Fortbewegung<br />
beschreiben, sondern vielmehr ein neues Lebensgefühl. Ein<br />
Lifestyle, der die Mobilität der Zukunft mit Freiheit, Leidenschaft,<br />
Faszination und Umweltbewusstsein verbindet und<br />
dies als Selbstverständlichkeit wahrnimmt. Lassen Sie uns<br />
gemeinsam zeigen, was möglich ist, wenn Innovation, Nachhaltigkeit<br />
und ein gesunder Menschenverstand zusammen<br />
treffen. Unterstützen Sie uns mit Ihren Ideen, Projekten und<br />
Ihrer Begeisterung und seien Sie dabei, wenn die Welt von<br />
morgen endlich sauber und leise wird.«<br />
12 Neue Mobilität Neue Mobilität 13
BEM-BEIRat<br />
BEM-Beirat<br />
Der BEM-Beirat<br />
Der Bundesverband eMobilität setzt sich langfristig dafür ein, die Mobilität in Deutschland<br />
mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien auf Elektromobilität umzustellen.<br />
Der BEM-Beirat setzt sich aus Experten der elektromobilen Branche zusammen und<br />
unterstützt den Bundesverband eMobilität durch spezifische Fachkompetenzen. Die<br />
Expertise der Beiräte reicht von technischem Know-how in den Bereichen Antriebselektronik,<br />
Fahrzeugbau und IT über Beratungskompetenzen in Bezug auf neue<br />
Geschäftsmodelle und -strategien bis hin zu Kenntnissen der Energiewirtschaft.<br />
Dr. Jan Traenckner unterstützt den<br />
Bundesverband eMobilität als Beiratsvorsitzender<br />
und Experte für Elektromobilität.<br />
Nach seinem Studium der<br />
Elektrotechnik an der RWTH Aachen<br />
mit anschließender Promotion in Maschinenbau<br />
hat Dr. Traenckner bei<br />
McKinsey & Company in München<br />
als Berater gearbeitet. Seit 1997 ist<br />
er selbständiger Investor und Strategieberater.<br />
Der begeisterte Technologieund<br />
Innovationsexperte hat langjährige<br />
Erfahrung mit der strategischen Nutzung<br />
von technologisch getriebenen<br />
Megatrends. Seit drei Jahren arbeitet<br />
er intensiv im Bereich Elektromobilität.<br />
Er hat in vielen Projekten mit der Industrie<br />
mitgeholfen, diesen neuen Trend<br />
besser zu verstehen und sich entsprechend<br />
zu positionieren.<br />
Beiratsvorsitzender Dr.-Ing. Traenckner<br />
jan.traenckner@bem-ev.de<br />
Fachspezialist Prof. Dr. Frank Behrendt<br />
(TU Berlin) leitet den Kompetenzbereich<br />
Netzwerke und Kooperation der Energieversorgung<br />
für eMobilität beim<br />
Bundesverband eMobilität. Als Leiter<br />
am Institut für Energietechnik<br />
an der TU Berlin und Mitglied des<br />
Wissenschaftlichen Beirats des EU-<br />
REF-Instituts bringt er besonders<br />
seine Erfahrungen für Energieverfahrenstechnik<br />
und Umwandlungstechniken<br />
Erneuerbarer Energien (EVUR)<br />
ein. Als Energiefachmann für Elektromobilität<br />
wird er seine Expertise als<br />
Fahrspezialist beim Elektro-MINI Projekt<br />
in Berlin beim BEM einbringen.<br />
frank.behrendt@bem-ev.de<br />
Dr. Dr. Reinhard Löser ist mit seinem Beratungsunternehmen<br />
WWP - Wirtschaft<br />
Wissenschaft Politik seit 2006 selbständig.<br />
Er stellt Kontakte her, unterstützt<br />
bei Innovationsmanagement und Forschungsförderung.<br />
Sein Interesse gilt<br />
der zukunftsfähigen Mobilität, insbesondere<br />
dem Elektroantrieb in Kombination<br />
mit Erneuerbaren Energien. Nachhaltige<br />
Erfolge erzielte er während seiner<br />
15-jährigen Tätigkeit im Vorstandsbereich<br />
der Daimler AG, als Leiter<br />
Forschungspolitik, Forschungsförderung,<br />
und Wissenschaftsbeziehungen sowie<br />
als Leiter Technologiemonitoring, wo er<br />
die Entwicklung alternativer Antriebe an<br />
vorderster Front beobachtete. Tiefe Einblicke<br />
in die politischen Prozesse der<br />
Innovationsförderung erlangte er durch<br />
seine mehrjährige Mitarbeit im Bundesministerium<br />
für Bildung und Forschung<br />
(BMBF) sowie im BDI.<br />
reinhard.loeser@bem-ev.de<br />
Dipl. Ing. M.S. Tim Baack ist Geschäftsführer<br />
der E-Mobility Partners GmbH<br />
und berät und begleitet Unternehmen<br />
bei der Entwicklung und Umsetzung von<br />
Strategien und Geschäftsmodellen zur<br />
eMobility. Herr Baack ist seit vielen<br />
Jahren in der Energiewirtschaft tätig<br />
und hat bei der E.ON AG, der Conergy<br />
Gruppe und AES Corporation umfangreiche<br />
Erfahrungen in den Bereichen<br />
Business Development, Projektmanagement,<br />
Finanzierung und Strategie ge-<br />
sammelt. Er ist Diplom-Wirtschaftsingenieur<br />
(TU Berlin) und hat einen<br />
Master of Science (SIT, USA) erworben.<br />
Herr Baack leitet den Kompetenzbereich<br />
Energieversorgung und Erneuerbare<br />
Energien für eMobility und steht<br />
dem BEM als Experte für Kooperationen<br />
mit Unternehmen der Energiewirtschaft<br />
zur Verfügung.<br />
tim.baack@bem-ev.de<br />
Dr. Jan Peter Korthals unterstützt den<br />
BEM als Experte für Elektromobilität<br />
und alternative Antriebe. Er hat an der<br />
TU Berlin Wirtschaftsingenieurwesen<br />
studiert und an der Universität Zürich<br />
promoviert. Von 2000 bis 2<strong>01</strong>0 war er<br />
als Berater bei McKinsey & Company<br />
tätig, zuletzt als Juniorpartner im Automobilsektor.<br />
Seit drei Jahren beschäftigt<br />
er sich intensiv mit der Elektromobilität<br />
sowie anderen alternativen Antrieben<br />
und hat wesentliche Forschungsprojekte<br />
bei McKinsey hierzu geleitet. Schwerpunkte<br />
seiner Arbeit waren die Entwicklung<br />
von Geschäftsmodellen, die Erforschung<br />
des Kundenverhaltens sowie<br />
die Gestaltung regulatorischer Rahmenbedingungen.<br />
Seit Oktober 2<strong>01</strong>0 ist er<br />
als selbständiger Berater tätig, um Unternehmen<br />
effektiv und nachhaltig im<br />
Bereich Elektromobilität betreuen zu<br />
können.<br />
jan.peter.korthals@bem-ev.de<br />
Bei der Entstehung neuer Märkte ist der<br />
wesentliche Erfolgsfaktor, die dort neu<br />
entstehenden Unternehmen und die bereits<br />
etablierten Player der Branchen zu<br />
Erfolgspartnerschaften zusammen zu<br />
bringen. Daraus dann neue Geschäftsmodelle<br />
zu entwickeln, diese konkret<br />
umzusetzen und dabei immer die Vermarktung<br />
und den Kunden im Blick zu<br />
haben. Matthias Groher hat dies in<br />
verschiedenen Funktionen als Leiter<br />
von Produktmanagement und Vertrieb,<br />
Berater und Dozent in verschiedenen<br />
Branchen und Unternehmen erfolgreich<br />
umsetzen können. Aktuell ist er in verschiedenen<br />
Projekten rund um City-<br />
Mobilität und Erneuerbare Energien<br />
tätig. Schwerpunkt seiner Zusammenarbeit<br />
mit dem BEM ist die Vernetzung<br />
der Branchen entlang der gesamten<br />
Kompetenzkette - von der Forschung<br />
bis hin zur erfolgreichen Vermarktung.<br />
matthias.groher@bem-ev.de<br />
14 Neue Mobilität Neue Mobilität 15
BEM-BEIRat<br />
BEM-BEIRat<br />
Der BEM-Beirat<br />
Fachkompetenz für die Neue Mobilität<br />
»Unsere Beiräte sind mit ihrem fundierten Fachwissen in den verschiedensten<br />
Bereichen der Elektromobilität eines unserer wichtigsten<br />
Instrumente. Durch die externe Expertise fließen immer wieder<br />
neue Impulse in die tägliche Arbeit des Bundesverbands ein«<br />
Frank Müller, BEM-Geschäftsführer<br />
Markus Emmert entwickelt Lösungen<br />
für die Solarenergiegewinnung, die<br />
dem aufsteigenden Wirtschaftszweig<br />
der Erneuerbaren Energie und eMobilität<br />
den notwendigen »grünen Strom«<br />
effektiver liefern kann. Forschung und<br />
Entwicklung für eine Energie, die bewegt..<br />
Als Geschäftsführer der IPM System<br />
GmbH legt er besonderen Wert auf<br />
fundiertes praktisches Wissen. Getreu<br />
dem Motto »Aus der Praxis für die Praxis«<br />
versucht er innovative Lösungen<br />
zu finden und verlässt dabei gern die<br />
vorgegebenen Pfade. Seine Erfahrungen<br />
im Aufbau von kleinen und mittelständischen<br />
Unternehmen, sein Innovationsgeist<br />
und seine Erfahrungen in<br />
der Finanzbranche fließen auch in sein<br />
Engagement als Beirat beim Bundesverband<br />
eMobilität ein.<br />
markus.emmert@bem-ev.de<br />
Seit über 10 Jahren widmet sich der Umweltpädagoge<br />
Peter Grett umfassend<br />
dem Thema Elektromobilität. Nach seiner<br />
Tätigkeit als Referent in der Ausund<br />
Weiterbildung von Multiplikatoren,<br />
freier Autor und der Übernahme zahlreicher<br />
Beratungs-, Forschungs- und<br />
Lehraufträge wechselte er in die Wirtschaft.<br />
Als Geschäftsführer der Sun+<br />
Cycle- innovative Elektro-Fahrzeugsysteme<br />
GmbH verantwortete er über acht<br />
Jahre die Entwicklung und den Vertrieb<br />
von Elektrofahrzeugen. Danach übernahm<br />
er die Marketingleitung der Temove<br />
GmbH (technology for electric movement).<br />
Seit 2007 leistet Peter Grett<br />
als Herausgeber des Magazins »Ecomobil«<br />
einen entscheidenden Beitrag<br />
zur medialen Information und Akzeptanzentwicklung<br />
elektrischer Mobilität.<br />
peter.grett@bem-ev.de<br />
Prof. Dr.-Ing. Christian Voy ist seit über<br />
zehn Jahren einer der wichtigen Vordenker<br />
in der Automobilindustrie und hat<br />
während seiner Tätigkeiten im OEMund<br />
Zuliefererbereich der Automobilindustrie<br />
sowohl in der Serienentwicklung,<br />
der Forschung als auch der Vorentwicklung<br />
wichtige Akzente gesetzt. Seine<br />
Erfahrungen in den Bereichen Elektrochemische<br />
Speichersysteme, Fahrzeugelektronik<br />
sowie Automobilrecycling<br />
und Verkehrstechnik konnte er<br />
während seiner langjährigen Lehrtätigkeit<br />
an den Universitäten in Kassel und<br />
Hannover weitergeben. Als Geschäftsführer<br />
der PROAUTOMOTIVE Consulting<br />
entwickelt er aktuell Produkt- und<br />
Kommunikationsstrategien in wissenschaftlichen,<br />
technischen und umweltrelevanten<br />
Bereichen und organisiert<br />
verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte.<br />
christian.voy@bem-ev.de<br />
Dipl.Ing. und Dipl.Wirtsch.Ing. Johann<br />
Georg Friedrich ist Experte für Operations<br />
Research im Verkehrs- und Energiebereich.<br />
Er studierte an der Technischen<br />
Universität München Maschinenbau<br />
und Wirtschaftswissenschaften.<br />
Mit seiner langjährigen Erfahrung im<br />
Bereich der Optimierung von Betriebsabläufen<br />
mit Hilfe von Simulationsund<br />
Kosten-Modellen im Industrie- und<br />
Verkehrsbereich wird er den Bundesverband<br />
in seiner Arbeit unterstützen.<br />
Um Elektromobilität wettbewerbsfähig<br />
zu machen, ist es nötig, möglichst alle<br />
denkbaren Konzepte zur Erreichung<br />
dieses Zieles hinsichtlich ihrer Kosten-<br />
Effizienz und Realisierbarkeit in einer<br />
Systemstudie zu untersuchen und die<br />
besten Konzepte für die Haupt-Einsatzbereiche<br />
von Elektromobilität zu ermitteln.<br />
johann.georg.friedrich@bem-ev.de<br />
Als Niederlassungsleiter des Engineering-<br />
und Consulting-Dienstleisters GFi<br />
beschäftigt Josef Maier sich seit vielen<br />
Jahren mit den Möglichkeiten und Herausforderungen<br />
in der Automobilindustrie.<br />
Die in unterschiedlichen Führungspositionen<br />
erworbenen Kenntnisse in<br />
den Bereichen Leichtbau, Prototypen,<br />
Kraftstoffsysteme, Fahrwerk und Homologisierung<br />
bringt Josef Maier nun als<br />
Beiratsmitglied beim BEM ein, um Unternehmen,<br />
die sich mit dem Thema<br />
Elektromobilität beschäftigen, zu beraten<br />
und Entwicklungen zu unterstützen.<br />
Dies reicht im technischen Bereich<br />
vom mittelständischen Unternehmen<br />
über Entwicklungsdienstleister bis hin<br />
zu Prüfungen und Fahrzeugzulassung<br />
wie zum Beispiel in Zusammenarbeit<br />
mit dem TÜV.<br />
josef.maier@bem-ev.de<br />
Prof. Dr. habil. Wolfgang Seiler hat sich<br />
bereits zu Beginn seiner wissenschaftlichen<br />
Laufbahn mit Fragen der Nachhaltigkeit<br />
beschäftigt und dazu mehrere<br />
Arbeiten, hier insbesondere im Bereich<br />
des Klimaschutzes, durchgeführt.<br />
Durch seine Mitarbeit in verschiedenen<br />
wissenschaftlichen und politischen Gremien<br />
(u.a. Deutscher Bundestag, Bundesforschungsministerium)<br />
sowie seine<br />
Mitwirkung in lokalen Organisationen,<br />
verfügt er über große Erfahrungen auf<br />
dem Gebiet der Nachhaltigkeit. Zur Zeit<br />
ist er als Umweltbeauftragter tätig und<br />
koordiniert mehrere Vorhaben, so u.a.<br />
»Garmisch Partenkirchen als Bayerische<br />
Modellkommune Elektromobilität«,<br />
die unmittelbaren Bezug zur Nachhaltigkeit<br />
haben und als Vorzeigeprojekte<br />
für andere Kommunen dienen<br />
können.<br />
wolfgang.seiler@bem-ev.de<br />
16 Neue Mobilität Neue Mobilität 17
eCarTec<br />
DIE<br />
LEITMESSE<br />
DER<br />
BRANCHE<br />
Messe München 19.-21. Oktober 2<strong>01</strong>0<br />
BEM-Gemeinschaftsstand auf der eCarTec<br />
Messe München // Stand 614 in Halle B5<br />
Die Leitmesse der Elektromobilität. BEM-Gemeinschaftsstand.
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand<br />
BEM-vorstand<br />
Kongressteilnehmer können sich auf ein aktuelles und facettenreiches<br />
Programm freuen. Vertreter u.a. von E.ON, Infineon,<br />
BMW, AUDI oder Siemens informieren Interessierte über Energiethemen,<br />
Markt und Kunde, technologische Herausforderungen,<br />
Zulieferstrategien, Forschungshighlights und Erfahrungsberichte<br />
aus Pilotprojekten und Modellregionen.<br />
»Das Elektroauto wird das<br />
iPhone der Automobilindustrie.«<br />
Der eCarTec Award für Elektromobilität ist offizieller Bayerischer<br />
Staatspreis geworden und wird in sieben Kategorien<br />
verliehen.<br />
Auch daran sieht man deutlich, dass Elektromobilität ein wichtiges<br />
politisches Thema ist - da wurden die Vorgaben vom<br />
eCarTec-Schirmherrn Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer<br />
klar formuliert: Deutschland soll weltweiter Leitmarkt für<br />
Elektromobilität werden. Deshalb investiert der Bund in den<br />
nächsten Jahren über 2 Milliarden Euro in Infrastruktur, Forschung<br />
und Technologie. In Bayern werden Zukunftsthemen<br />
wie immer am schnellsten umgesetzt und so hat der bayerische<br />
Wirtschaftsminister Martin Zeil den Bayerischen Staatspreis für<br />
Elektromobilität geschaffen. Beim eCarTec Award suchen wir<br />
die innovativsten und zukunftsträchtigsten Projekte, Technologien<br />
und Fahrzeuge aus dem Bereich der Elektromobilität. Mit<br />
der Teilnahme am Wettbewerb können Unternehmen ihre Innovationskompetenz<br />
unterstreichen und gewinnen zudem ein<br />
wertvolles Marketinginstrument, um ihr Produkt noch erfolgreicher<br />
am Markt zu positionieren. Die Dotierung von 7.500 Euro<br />
pro Kategorie ist ein zusätzlicher Anreiz.<br />
Vom 19. - 21. Oktober 2<strong>01</strong>0 finden auf dem Gelände der Neuen<br />
Messe München die beiden Messen eCarTec - 2. Internationale<br />
Leitmesse für Elektromobilität - und die MATERIALICA - 13.<br />
Internationale Fachmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen<br />
und Product Engineering statt. Im Interview gibt Veranstalter<br />
Robert Metzger einen Ausblick, was die Besucher<br />
erwarten dürfen.<br />
Wie hat sich die eCarTec innerhalb des letzten Jahres entwickelt?<br />
Wo liegen die Schwerpunkte?<br />
Das enorme internationale Interesse an der eCarTec unterstreicht<br />
die weltweite Bedeutung der Messe und des Themas<br />
Elektromobilität. Viele Unternehmen haben erst in diesem Jahr<br />
erkannt, dass Elektroautos sowie deren Technikkomponenten<br />
und die dazugehörige Infrastruktur ein riesiger Markt mit großem<br />
Umsatzpotenzial ist. Zur Premiere der eCarTec 2009 waren<br />
195 Aussteller vertreten - diese Zahl konnten wir nun auf rund<br />
400 Aussteller verdoppeln. Was uns in diesem Jahr besonders<br />
freut: Mit BMW, Mitsubishi, Renault und Peugeot präsentieren<br />
sich in diesem Jahr die ersten großen Fahrzeughersteller mit<br />
einem eigenen Auftritt und kaufbaren Elektro-Serienmodellen.<br />
Aber auch viele Global Player wie Siemens, Infineon, Panasonic,<br />
Philips, Robert Bosch, EBM-Papst, Johnson Control, Bitrode<br />
oder AVL List sind mit von der Partie. Bereits zum zweiten Mal<br />
gastiert die RWE-Autostrom-Roadshow auf der eCarTec - zusammen<br />
mit E.ON, EWE, Vattenfall und EnBW sind nun alle fünf großen<br />
deutschen Energieversorger als Aussteller auf der eCarTec<br />
vertreten. Umfangreiche Gemeinschaftsstände aus den Niederlanden,<br />
Ungarn, Slowenien und Österreich zeigen gebündeltes<br />
Technologie-Know-how aus den jeweiligen Ländern.<br />
Wann rechnen Sie mit dem Elektroauto als Massenprodukt?<br />
Zum Elektroauto gibt es keine Alternative - die Elektrifizierung<br />
der Autos ist zwingend, alternativlos und unumkehrbar. Laut<br />
einer aktuellen Studie von Bain & Company wird bis zum Jahr<br />
2020 weltweit die Hälfte aller neu zugelassenen Pkw einen<br />
Elektroantrieb besitzen - sei es als Zusatzaggregat in Form eines<br />
so genannten Range Extenders, als Voll- oder Plug-in-Hybrid.<br />
Wir sind überzeugt, dass das Elektroauto das iPhone der<br />
Automobilindustrie wird. Ein Quantensprung und Systemwechsel<br />
! Deshalb müssen Unternehmen jetzt reagieren, um sich im<br />
umsatzstarken Markt von morgen zu positionieren. Im ersten<br />
Schritt werden sicherlich Elektromotorräder, Kurzstrecken- und<br />
Nutzfahrzeuge, aber auch Elektro-Sportwagen im Fokus des Interesses<br />
stehen.<br />
Findet in diesem Jahr parallel auch wieder der eCarTec Kongress<br />
statt?<br />
Ja. Wir veranstalten den 2-tägigen Kongress wieder mit unseren<br />
starken Partnern von Bayern Innovativ und deren Clustern. Die<br />
In diesem Jahr bieten Sie auf der eCarTec eine große Teststrecke<br />
für Elektrofahrzeuge an.<br />
Begeisterung entsteht durch eigene Erfahrung. Wir wollen dem<br />
Endverbraucher diese neue Technologie erlebbar machen, Fahrspaß<br />
vermitteln und weg vom Ökomobil-Image. Wer einmal<br />
hinter dem Steuer eines Elektroautos gesessen hat, wird von<br />
der ungeheuren Beschleunigung begeistert sein. Bei einem<br />
Elektroauto steht - im Gegensatz zu einem Verbrenner - von der<br />
ersten Sekunde an die volle Leistung zur Verfügung. Auf der<br />
Teststrecke werden rund 100 fahrbare Elektrofahrzeuge vor Ort<br />
sein: Autos, Motorräder, Scooter - alle Facetten werden vertreten<br />
sein.<br />
Pressekontakt<br />
MunichExpo Veranstaltungs GmbH<br />
www.ecartec.de<br />
Birgit Doll<br />
birgit.doll@munichexpo.de<br />
Marco Ebner<br />
marco.ebner@munichexpo.de<br />
20 Neue Mobilität Neue Mobilität 21
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand<br />
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand<br />
eCarTec - die Leitmesse für<br />
Elektromobilität<br />
Lesen Sie auf den nächsten Seiten mehr zum BEM-Gemeinschaftsstand,<br />
seinen Ausstellern und ihren innovativen Produkten,<br />
Konzepten und Projekten im Bereich eMobilität.<br />
RAL_BRD_2<strong>01</strong>1_210x136_BEM_Dover_dl.qxp:RAL 04.10.2<strong>01</strong>0 18:28 Uhr Seite 1<br />
Die eCarTec 2<strong>01</strong>0 bringt als Leitmesse der emobilen Branche<br />
zum zweiten Mal erfolgreich alle aktuellen Entwicklungen<br />
und Technologie-Angebote auf einer Fachmesse zusammen.<br />
Neben der Präsentation der neuesten Innovationen, bietet<br />
der Fachkongress zur Elektromobilität eine ideale Kommunikationsplattform<br />
für Energieversorger, Batteriehersteller,<br />
Hersteller und Entwickler von Elektrofahrzeugen, Systemzulieferer,<br />
Forschungseinrichtungen, Verbände und die Politik.<br />
Kommentar von Frank Müller, BEM-Geschäftsführer zum<br />
Gemeinschaftsstand:<br />
»Die Branche der Elektromobilität stellt sich derzeit auf, um<br />
zu einem enormen Wachstumsmarkt mit ungeahnten Potenzialen<br />
zu werden. eMobilität wird dabei nicht nur als Job-<br />
motor fungieren, sondern auch im Bereich Klima- und Umweltschutz<br />
neue Maßstäbe setzen und auf Basis Erneuerbarer<br />
Energien für eine nachhaltige Neue Mobilität sorgen.<br />
Vor diesem Hintergrund sieht der BEM seine Aufgaben primär<br />
in der Bündelung der relevanten Kompetenzen, der Vernetzung<br />
der eMobilitäts-Player und der Entwicklung innovativer<br />
Geschäftsmodelle. Unterstützt von unseren Mitgliedern<br />
und Ausstellern können wir mit dem BEM-Gemeinschaftsstand<br />
Geschlossenheit gegenüber den Idealen der Neuen<br />
Mobilität zeigen und diese in einem optimalen Umfeld präsentieren.<br />
Presserundgänge und zahlreiche geladene Gäste<br />
sorgen für die entsprechende Aufmerksamkeit und mediale<br />
Präsenz. Der BEM-Außenparcours unterstützt das Messekonzept<br />
zusätzlich um die Komponenten Faszination und<br />
Begeisterung durch emotionale Erfahrbarkeit.«<br />
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Der BEM-Gemeinschaftsstand symbolisiert die gemeinsame<br />
Positionierung im Bereich der Elektromobilität. Denn nur<br />
gemeinsam können wir langfristig etwas bewegen. Um jetzt<br />
Elektromobilität erfolgreich auf die Straße zu bringen, ist es<br />
unumgänglich, dass wir die notwendigen Kompetenzen bündeln<br />
und mit einer Stimme nach außen hin auftreten. Genau<br />
das hat sich der BEM als aktives Sprachrohr der Branche gemeinsam<br />
mit seinen Mitgliedern zur Aufgabe gemacht.<br />
Frank Müller, BEM-Geschäftsführer<br />
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22 Neue Mobilität Neue Mobilität 23<br />
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eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnBW Elektroflotte<br />
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnBW Elektroflotte<br />
Die EnBW Elektronauten auf Ihrer Jungfernfahrt am 04. Juli 2<strong>01</strong>0<br />
Elektromobilität bei der EnBW<br />
Erwartungen, Ziele und Aktivitäten im Überblick<br />
»Unsere langfristige Vision ist, das Elektroauto an das »smart home«, das intelligente Energiemanagement<br />
eines jeden Haushalts, und über das »smart home« an das »smart grid«<br />
anzubinden.«<br />
Christian Buchel, Mitglied des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG<br />
Die Bundesregierung sieht das Thema Elektromobilität im<br />
Rahmen der Klimaschutzziele als ein wichtiges Element,<br />
um die verkehrsbedingten CO 2 -Emissionen zu reduzieren<br />
und gleichzeitig die Abhängigkeiten von Erdölimporten zu<br />
mindern. Mit ihrer Zielsetzung bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge<br />
und »Plug-in Hybridfahrzeuge« auf Deutschlands<br />
Straßen zu bringen, ist das Thema Elektromobilität zu einem<br />
der bedeutendsten Zukunftsthemen geworden. Auch die<br />
EnBW ist davon überzeugt, dass Elektromobilität dem Klimaschutz<br />
dient und engagiert sich mit zahlreichen Forschungsprojekten<br />
und Initiativen, um das Thema voranzutreiben.<br />
Unter dem Motto »E-Mobilität für alle« fiel am 04. Juli der<br />
Startschuss für die derzeit größte Elektroflotte Deutschlands<br />
im Rahmen der Modellregion Elektromobilität Region<br />
Stuttgart, welches vom Bundesministerium für Verkehr, Bau<br />
und Stadtentwicklung gefördert wird. Ein Jahr lang testen<br />
500 Elektronauten auf elektrisch betriebenen Zweirädern,<br />
so genannten E-Bikes, die Mobilität der Zukunft.<br />
Neben der Erfassung des Nutzungsverhaltens von Elektromobilität<br />
geht es unter anderem darum, Elektromobilität im<br />
öffentlichen Raum sichtbar zu machen und so die Akzeptanz<br />
und das Interesse für die zukunftsweisende Antriebstechnologie<br />
zu steigern.<br />
Seit kurzem bringt die EnBW Elektromobilität aber auch in<br />
die Regionen: Mit einer landesweiten Elektromobilitätsinitiative<br />
für Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg.<br />
Ziel der Initiative »Wir machen Baden-Württemberg<br />
E-mobil!« ist es, das Mobilitäts- und Ladeverhalten in ländlichen<br />
Regionen zu analysieren, um die dazugehörige Infrastruktur<br />
für ein landesweites Konzept zu entwickeln. Dazu<br />
können Städte und Gemeinden E-Bikes und Ladestationen<br />
zu einem speziellen Teilnehmerpreis bei der EnBW<br />
erwerben. Das Projekt dauert 18 Monate und soll im Frühjahr<br />
2<strong>01</strong>1 starten. »Wir freuen uns, dass unsere Initiative<br />
bei den Städten und Gemeinden auf so großes Interesse<br />
stösst und wir dadurch E-Mobilität auch im ländlichen Raum<br />
voran bringen können«, so Thomas Gunkel, Projektleiter<br />
E-Mobilität bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.<br />
Neben der Erprobung der Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen<br />
widmet sich die EnBW als Energieerzeuger und<br />
Netzbetreiber aber schwerpunktmäßig energielogistischen<br />
Fragestellungen im Zusammenhang mit Elektromobilität.<br />
Denn neben dem Bedarf einer ordentlichen Ladeinfrastruktur<br />
sind es vor allem die Auswirkungen auf die dahinterliegende<br />
Energielogistik, die die Energieversorger vor Herausforderungen<br />
stellt.<br />
In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie<br />
im Rahmen des Programms »IKT für Elektromobilität«<br />
geförderten Forschungsprojekts MeRegioMobil, entwickelt<br />
die EnBW gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern intelligente<br />
Lade- und Abrechnungsmodelle. Zudem errichtet die<br />
EnBW bis 2<strong>01</strong>1 mehrere hundert Ladepunkte für Elektrofahrzeuge<br />
in Baden-Württemberg. Ziel des Projekts ist es herauszufinden,<br />
wie die Akkus der Elektrofahrzeuge optimal mit<br />
dezentralen Energieerzeugern und Verbrauchsgeräten vernetzt<br />
werden können. Untersucht wird dabei insbesondere<br />
das Potenzial von Elektrofahrzeugen als mobile Energiespeicher<br />
sowie ihre Einbindung in elektronische Marktplätze.<br />
Mehr Informationen erhalten Sie unter<br />
www.enbw.com/e-mobilitaet<br />
24 Neue Mobilität Neue Mobilität 25
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnBW - Are You Ready for E-Mobility ?<br />
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - Lautlos durch Deutschland<br />
Are you ready for E-Mobility?<br />
Lautlos durch Deutschland<br />
Die Vision einer Stadt ohne Lärm und Abgase wird schon bald zur Realität<br />
eine Initiative der EnBW<br />
Viele Autofahrer wären heute schon bereit für E-Mobilität<br />
Zu diesem Ergebnis kommt die EnBW nach Abschluss ihrer<br />
Initiative »Are you ready for E-Mobility?«. Ziel des von Anfang<br />
2<strong>01</strong>0 bis Mitte August 2<strong>01</strong>0 dauernden Projekts war es<br />
aufzuzeigen, inwieweit Elektrofahrzeuge schon heute für<br />
den einzelnen Nutzer geeignet wären. Zu diesem Zweck wurden<br />
die konventionellen Fahrzeuge der 300 Testkandidaten<br />
mit der EnBW E-Car Smart Box ausgestattet, welche GPS-basiert<br />
Fahr- und Parkverhalten über einen Zeitraum von zwei<br />
Wochen aufzeichnete.<br />
Festgestellt wurde, dass die Mehrheit der Teilnehmer ihr<br />
Fahr- und Parkverhalten falsch einschätzen und dadurch<br />
auch derzeitig verfügbare Reichweiten der Batterien als nicht<br />
ausreichend ansehen. Ein Beispiel: Etwa 75% der Befragten<br />
geben an, dass ein Elektrofahrzeug mit einer Reichweite von<br />
200 km für ihr Fahrverhalten ausreichend sei. Jedoch fahren<br />
durchschnittlich 60% der Kandidaten nur knapp 40 km am<br />
Tag. Diese Strecke könnte auch mit den heute schon verfügbaren<br />
Elektrofahrzeugen bewältigt werden.<br />
Ein weiterer Punkt sind Unsicherheiten hinsichtlich der Ladeinfrastruktur:<br />
Über 60% der Befragten wüssten aktuell nicht,<br />
wo ein Elektroauto aufgeladen werden könnte. Mögliche<br />
Ansatzpunkte bietet die Analyse der Standzeiten: Denn fast<br />
70% des Tages (ca. 17 Stunden) parkten die analysierten<br />
Fahrzeuge zu Hause. Insgesamt beträgt die effektive Fahrzeit<br />
am Tag sogar nur knapp 50 Minuten.<br />
Aufgrund der hohen Standzeiten und der breiten Verfügbarkeit<br />
einer Lademöglichkeit zu Hause könnte ein voraussichtlicher<br />
Nachteil zum Vorteil der Elektromobilität werden:<br />
Denn Parken wäre gleich Laden. Durch das Aufzeigen von<br />
Ladenmöglichkeiten direkt beim Nutzer konnte die Unsicherheit<br />
in diesem Punkt um rund ein Drittel auf ca. 44% reduziert<br />
werden.<br />
Gesamt betrachtet wären heute bereits mehr als 45% der<br />
Teilnehmer, welche eine private Lademöglichkeit besitzen,<br />
für den Einsatz eines heute verfügbaren Elektroautos, mit<br />
einer Reichweite von ca. 100 km, für E-Mobilität geeignet.<br />
Es konnte zudem festgestellt werden, dass sich die Zahl der<br />
Personen, welche bereits für ein Elektroauto geeignet wären,<br />
durch den Einsatz einer zusätzlichen Lademöglichkeit<br />
am Arbeitsplatz nur um ca. 5% erhöht hat.<br />
Projektleitung EnBW<br />
Bianca Kretzer und Jadine Wohlbold<br />
Bereich Produktinnovation & Energiedienstleistung bei der<br />
EnBW Energie Baden-Württemberg AG<br />
Serienreife Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen, interessierte<br />
Kunden mit den innovativen Produkten zusammenzuführen<br />
und die Leistungsfähigkeit von Elektrofahrzeugen<br />
bekannt zu machen, sind die erklärten Ziele der Lautlos durch<br />
Deutschland GmbH.<br />
»Schon heute sind wir mit unseren Partnern das bundesweit<br />
größte auf Elektromobilität spezialisierte Händler- und<br />
Servicenetz. Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen<br />
Herstellern von Elektrofahrzeugen und Kunden.« ,so Beres<br />
Seelbach, Geschäftsführer von Lautlos durch Berlin.<br />
Die Lautlos durch Deutschland GmbH bietet ihren Partnern<br />
ein System, das einen schnellen und professionellen<br />
Einstieg in die Vermarktung von Elektrofahrzeugen ermöglicht.<br />
Angefangen von einer eigenen Webseite, über die<br />
Möglichkeit der Absatzfinanzierung bis hin zu exklusiven<br />
Herstellerverträgen werden die Partner mit allen relevanten<br />
Tools ausgestattet.<br />
Beres Seelbach ist sich sicher: »Der wesentliche Erfolg von<br />
der Verbreitung von Elektrofahrzeugen liegt in der Qualität<br />
und Quantität eines spezialisierten Händlernetzwerkes.«<br />
Seit Februar 2<strong>01</strong>0 hat die Lautlos durch Deutschland GmbH<br />
im Berliner Regierungsviertel ihren neuen Hauptsitz. Dort<br />
kann man unter anderem die Serienfahrzeuge: Tazzari ZERO,<br />
Stromos, eRockit, Govecs, eSpire und ELMOTO ausprobieren.<br />
Der neue Standort verdeutlicht allen Interessierten die Vorteile<br />
der Spezialisierung auf Elektrofahrzeuge.<br />
»Mit Hilfe der Lautlos durch Deutschland GmbH wird die Vision<br />
einer Stadt ohne Lärm und Abgase schon bald zur Realität<br />
werden«, betont Seelbach.<br />
www.lautlos-durch-deutschland.de<br />
26 Neue Mobilität Neue Mobilität 27
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - German E-Cars<br />
German E-Cars<br />
Vordenker für morgen<br />
German E-Cars setzt Maßstäbe im Markt<br />
FIRST B2B Communications<br />
Emission<br />
IHR ANSPRUCH: E-<strong>MOBILITÄT</strong>SLÖSUNGEN.<br />
UNSER ANTRIEB: ALLTAGSKOMPOSITION STATT ZUKUNFTSMUSIK.<br />
Wer an die Zukunft glaubt, muss sie auch gestalten. Mit dem Stromos, einem von unserem Schwesterunternehmen<br />
German E Cars bereits in Serie produzierten Elektrofahrzeug, entwickeln wir die mobile Welt weiter.<br />
Und das ist erst der Anfang. Mehr unter: www.german-e-cars.de<br />
FRÄGER GmbH · D-34376 Immenhausen · Telefon: +49 (0) 5673 99550-0 · E-Mail: info@fraeger-gruppe.de<br />
Ihr Anspruch ist unser Antrieb.<br />
FRAEGER_ANZ_Stromos_210x136mm_RZ1.indd 1 04.10.10 16:48<br />
Die German E-Cars vereint unnachahmlich effizient das<br />
Know-how hochversierter Elektrotechnik- und Maschinenbauingenieure<br />
mit langjähriger Erfahrung in der industriellen<br />
Fertigung von Getriebe- und Motorensystemen. Darauf<br />
basierend bietet German E-Cars eine ganze Palette<br />
von Fahrzeugen und Einzellösungen für die eMobilität. Mit<br />
dem ersten deutschen Elektro-Serienfahrzeug STROMOS,<br />
hat das Unternehmen 2<strong>01</strong>0 die Vorreiterrolle auf diesem<br />
Gebiet übernommen. Es bietet mit seiner Flexibilität bei<br />
Ausstattung und Raumvolumen viele Anwendungsmöglichkeiten<br />
als Flottenmodell und verfügt über die Sicherheitstechnik<br />
eines ausgereiften Serienfahrzeugs gepaart mit einem<br />
innovativen Elektro-Antrieb. Aber auch Einzellösungen<br />
für die eMobilität stehen im Programm. Elektromobilität<br />
steht für Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und Innovationsstärke.<br />
Der nächste Schritt<br />
Nach einem Umbau wird der STROMOS zum wendigen Stadt-<br />
Transporter mit zwei Sitzplätzen und einer ebenen Ladefläche.<br />
Mit Transportboxen und zusätzlichem Stauraum ausgerüstet,<br />
ist er ideal für Kurierdienste und Serviceunternehmen<br />
wie z.B. Klempner und Versorgungsunternehmen innerhalb<br />
von Städten und in stadtnahen Gebieten.<br />
Die German E-Cars GmbH hat von der Innovationskraft der<br />
Entwicklungsingenieure der FRÄGER-Gruppe profitiert und<br />
kann so weiter Vorreiter im Bereich der Elektromobilität sein.<br />
Auf dem Weg zu 0-Emission<br />
Elektrische Antriebe sind im Verkehr etwas Alltägliches und<br />
Straßenbahnen und Züge fahren schon lange mit Strom.<br />
Mit den Bereichen Electric Car und Electric Carrier konzentriert<br />
sich das Unternehmen auf die Produktion und den<br />
Vertrieb von emissionsfreien Elektrofahrzeugen im Pkwund<br />
Nutzfahrzeugbereich. In Kombination mit Erneuerbaren<br />
Energien erlebt das Elektroauto aktuell sein großes Comeback.<br />
Leise, effizient und ohne CO 2 -Ausstoß bietet es dank<br />
moderner Batterietechnologie eine kostensparende Alternative<br />
zu konventionellen Verbrennungsmotoren und wird zukünftig<br />
auch als intelligenter mobiler Stromspeicher dienen.<br />
Mit dem PLANTOS startet German E-Cars im Herbst 2<strong>01</strong>0 ein<br />
Fahrzeugkonzept, das ausbaufähig ist.<br />
»Wir geben elektrisch Gas: Für welchen Einsatz auch immer<br />
Sie ein allroundtaugliches Transportfahrzeug suchen - wir<br />
entwickeln für Sie weiter! Ob als Service-Fahrzeug für Kommunen<br />
oder eingesetzt in Gartenbau, Forstwirtschaft oder<br />
Handwerk: Die unterschiedlichen Möglichkeiten in der Gestaltung<br />
des Aufbaus werden Sie immer wieder aufs Neue<br />
begeistern.«<br />
Der Wandlungsprozess wird von der FRÄGER-Gruppe aktiv<br />
voran getrieben. So haben es die Entwicklungsingenieure<br />
geschafft, einen innovativen Elektro-Antrieb zu entwickeln<br />
und mit der Sicherheitstechnik eines ausgereiften Serienfahrzeugs<br />
zu kombinieren. Damit ist German E-Cars GmbH<br />
als einer der ersten Anbieter eines voll alltagstauglichen<br />
Elektroautomobils mit Erfolg an den Markt gegangen.<br />
Diese Kompetenz unterstreicht die Leistungsfähigkeit der<br />
Firma FRÄGER auf dem jungen Feld der Elektromobilität.<br />
www.german-e-cars.de<br />
28 Neue Mobilität Neue Mobilität 29
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnergieParken<br />
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnergieParken<br />
»EnergieParken rechnet sich für Betreiber und bietet klare<br />
Vorteile für Nutzer: Laden beim Parken - und dabei nur das<br />
bezahlen, was man auch bekommt.«<br />
Uwe Hahner, Geschäftsbereichsleiter Parking und eMobility bei Swarco Traffic Systems<br />
EnergieParken - Parkscheinautomat<br />
mit Ladeanschlüssen<br />
Bisher galten öffentliche Ladesäulen als unwirtschaftlich. Auf der eCarTec ist jetzt<br />
eine Anlage zu sehen, die das ändern soll: EnergieParken, eine Verbindung aus<br />
Ladesäule und Parkscheinautomat, verspricht wirtschaftlichen Betrieb und weitere<br />
Vorteile.<br />
Die Schaffung eines Netzes von »eTankstellen« gilt als wesentliche<br />
Herausforderung bei der Einführung der eMobilität.<br />
Studien zeigen: Erst ein solches Netz macht eFahrzeuge zum<br />
echten Wettbewerb für Diesel und Benziner: Viele Verbraucher<br />
wollen erst umsteigen, wenn sie im Bedarfsfall jederzeit<br />
und überall aufladen können.<br />
Noch geht das nicht. Zwar unterhalten einige Konzerne bereits<br />
öffentliche Säulen, doch dieses Angebot ist nicht flächendeckend.<br />
Weitere Anbieter wären gut, aber viele halten sich<br />
noch zurück - meist aus Kostengründen. Eine Ladesäule kostet<br />
nach Schätzungen des Fraunhofer Instituts schnell bis zu<br />
17.000 Euro, das »Volltanken« einer 55 kWh-Batterie bringt<br />
derzeit aber kaum zehn Euro Stromgebühren-Umsatz.<br />
Swarco Traffic Systems, stadtraum, ABB, Dambach-Werke,<br />
telmasol consult und Schroff haben mit »EnergieParken» eine<br />
Ladeanlage entwickelt, die Abhilfe schaffen soll. EnergieParken<br />
rechnet sich für Betreiber, versprechen die Hersteller -<br />
und zwar ganz unabhängig von Stromnachfrage und -preis.<br />
Parkplätze als Ladeplätze<br />
»Die reine Abrechnung von Kilowattstunden ist nicht kostendeckend»,<br />
weiß Uwe Hahner, bei Swarco Traffic Systems verantwortlich<br />
für den Geschäftsbereich Parking und E-Mobility.<br />
Daher dächten viele Betreiber über Nutzungspauschalen für<br />
Säulen nach - doch die seien nicht verbraucherfreundlich.<br />
»Die uns bekannten Pauschalen sind undurchschaubar und<br />
wirken recht hoch«, meint Hahner.<br />
EnergieParken setzt stattdessen auf den gleichzeitigen Verkauf<br />
von Strom und Parkzeit. »Ladeplätze sind schließlich<br />
immer auch Parkplätze«, führt Hahner aus, »und die sind<br />
Geld wert. Unsere Grundüberlegung ist: Wer an einem Gerät<br />
nicht nur Strom verkauft, sondern auch Parkscheine für das<br />
Parken vor der Säule, der hat die Anschaffungskosten bald<br />
verdient.«<br />
Eine EnergieParken-Anlage besteht aus einer Master- und<br />
beliebig vielen Satelliten-Säulen. Am Master kann gewählt,<br />
Energie bezogen und bezahlt werden, die Satelliten sind für<br />
die Stromversorgung entfernt liegender Parkplätze zuständig.<br />
Bezahlt wird mit Münzen, per EC- oder Kreditkarte, genau<br />
wie an gängigen Parkscheinautomaten. »Auch der Einsatz<br />
von Smart- oder Kundenkarten ist möglich«, ergänzt Hahner.<br />
Einfache Bedienung, hohe Sicherheit<br />
Geladen wird mit Normsteckern. Benutzer wählen am Master<br />
Strom und Standzeit, bezahlen und schließen dann ihr<br />
Ladekabel an. Klappen vor den Anschlüssen sorgen dafür,<br />
dass Unberechtigte das Kabel nicht abziehen können. »Ein<br />
einfaches und sicheres Ladeverfahren, für das sich niemand<br />
vorab anmelden muss«, erläutert Uwe Hahner.<br />
Sicher sind die EnergieParken-Anlagen auch vor Umwelteinflüssen<br />
und Vandalismus: Die Säulen bestehen aus Edelstahl,<br />
das Master-Display aus Sicherheitsglas.<br />
Die Geräte entsprechen der Schutzart IP 44 für den Außenbetrieb<br />
sowie allen weiteren gängigen Sicherheitsstandards<br />
und -richtlinien.<br />
30 Neue Mobilität Neue Mobilität 31
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnergieParken eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnergieParken<br />
Interview EnergieParken<br />
Uwe Hahner ist überzeugt:<br />
Mit EnergieParken rückt das flächendeckende eTankstellen-Netz in greifbare Nähe.<br />
»Unsere Anlage eröffnet Städten, Parkhausbetreibern, Freizeitparks,<br />
Hotels, Restaurants und Supermärkten die<br />
Möglichkeit, Ihren Kunden einen Zusatznutzen zu bieten,<br />
die eMobilität zu fördern und damit Geld zu verdienen.«<br />
Ein paar Auftraggeber hat er schon gewonnen: Die ersten Säulen sind bestellt.<br />
Ausbaufähig und anpassbar<br />
Jede Anlage kann der Nachfrage entsprechend auf- und<br />
ausgebaut werden. So können beispielsweise erst Parkscheinautomaten<br />
gegen Master-Säulen ausgetauscht und<br />
später, je nach Nachfrage, um zusätzliche, günstige Satelliten<br />
ergänzt werden. Eine Raumnutzungsänderung für die<br />
Stellfläche ist dabei nicht erforderlich: Die Säulen gelten als<br />
Parkscheinautomaten.<br />
Betreiber können außerdem genau bestimmen, wie eine Anlage<br />
ausgelegt sein soll: Ob Gestaltung im eigenen Corporate<br />
Design, ob mit freier Stromanbieter-Wahl oder ob mit<br />
Überwachung von Parkplätzen nur für eAutos - Hard- und<br />
Software von EnergieParken sind vielseitig anpassbar.<br />
Auch eine Anbindung an Parkleit- und Navigationssysteme<br />
ist ohne Weiteres möglich:<br />
Die Mastersäulen sind entsprechend vorbereitet.<br />
Für weitere Informationen: www.energieparken.de<br />
Uwe Hahner<br />
Swarco Traffic Systems GmbH<br />
Bodenseestraße 113<br />
81243 München<br />
Fon 089 89 699 170<br />
uwe.hahner@swarco.de<br />
www.swarco.com/de<br />
Uwe Hahner, Leiter Business Unit Parking und eMobility bei Swarco Traffic Systems<br />
über die EnergieParken-Ladesäule<br />
Herr Hahner, brauchen wir wirklich Parkscheinautomaten mit<br />
Steckdosen? Es gibt doch kaum eFahrzeuge, und es ist unklar,<br />
ob es jemals viel mehr geben wird.<br />
Genau hier setzt EnergieParken ja an: Solange die Anzahl der<br />
eAutos noch überschaubar ist, dienen die Säulen als reine<br />
Parkscheinautomaten. Betreiber können also z.B. ins Geschäft<br />
einsteigen, indem sie bestehende Parkscheinautomaten<br />
durch EnergieParken-Säulen ersetzen - dafür müssen sie<br />
nicht einmal eine Raumnutzungsänderung beantragen.<br />
Anschließend können Sie jede Mastersäule nachfrage- und<br />
kostenoptimiert mit Satelliten-Säulen ergänzen. Die Frage<br />
nach der Nachfrage halte ich übrigens durchaus für klar: Alle<br />
großen Hersteller haben Serienfahrzeuge angekündigt, die<br />
Regierung will eMobilität fördern und viele Städte verschärfen<br />
die innerstädtischen Umweltschutz-Auflagen. Die Fahrzeuge<br />
kommen.<br />
Wie finanzieren Städte und Gemeinden den Umstieg auf<br />
EnergieParken?<br />
Da gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Wir bieten beispielsweise<br />
gemeinsam mit Partnern eine Darlehensfinanzierung an;<br />
auch Public-Private-Partnerships sind für mich ein denkbarer<br />
Weg. Einmal in Betrieb genommen, erwirtschaften die Geräte<br />
ja Park- und Ladegebührenumsatz. Je nach Standort und<br />
Auslastung deckt dieser die Anschaffungs-, Finanzierungsund<br />
Betriebskosten in recht kurzer Zeit - vor allem wegen der<br />
Parkgebühren.<br />
Ist EnergieParken an einen Energieversorger gebunden? Und<br />
ist der Strom »grün«?<br />
Nein, es gibt keine Bindung an einen Versorger, im Gegenteil:<br />
Wir haben die Geräte sogar so vorbereitet, dass sie den<br />
Verkauf von Strom unterschiedlicher Anbieter erlauben. Der<br />
Benutzer kann also ggf. wählen, welche Art Strom er beziehen<br />
will - herkömmlichen oder »grünen« Strom.<br />
Wie gestaltet sich die Benutzung von Parkscheinautomat und<br />
Ladesäule? Braucht man zum Parken Bargeld und fürs Laden<br />
eine besondere Karte?<br />
Nein, eine Karte ist nicht nötig. Park- und Ladegebühr werden<br />
über einen Verkaufsvorgang abgerechnet. Der Park- bzw.<br />
Stromkunde erhält am Ende eine Quittung, die ausweist,<br />
wieviel Parken und ggf. Laden gekostet haben. Bezahlt wird<br />
in der Regel mit Münzgeld, wir können die Geräte aber ganz<br />
nach Betreiberwunsch auch mit einem Leser für EC- und<br />
Kreditkarten und einem für RFID- und SmartCarts ausrüsten.<br />
Überdies lassen sich die Säulen per SQL-Schnittstelle ohne<br />
weiteres in bestehende Abrechnungssysteme einbinden,<br />
beispielsweise die eines Stadtwerks.<br />
Und wie finden eFahrzeug-Fahrer die nächste freie Säule?<br />
EnergieParken liefert per Schnittstelle Beleg-Informationen<br />
z.B. an Internetdienste. Wir verhandeln derzeit unter anderem<br />
mit dem ADAC aber auch mit den IT-Beauftragten<br />
verschiedener Städte und Gemeinden über eine mögliche<br />
Zusammenarbeit. Außerdem sprechen wir mit Navigationsgeräte-Herstellern:<br />
Wenn es nach uns geht, werden bald<br />
alle gängigen Navigationssysteme die Säulen-Suche unterstützen.<br />
Swarco Traffic Systems ist nicht das einzige Unternehmen<br />
hinter EnergieParken. Wer ist noch dabei?<br />
EnergieParken ist tatsächlich eine Gemeinschaftsentwicklung.<br />
Telmasol Consult ist für das Konzept und die Koordinierung<br />
der Partner verantwortlich. Das Ingenieurbüro stadtraum<br />
unterstützt das Projektmanagement. Die Dambach-Werke<br />
übernehmen Entwicklung und Weiterentwicklung, die ABB<br />
liefert alle elektrischen Teile und Baugruppen und Schroff<br />
fertigt die Gehäuse. Wir von Swarco Traffic Systems leisten<br />
den Vertrieb, bauen die Säulen auf und übernehmen Wartung<br />
und Reparatur.<br />
Wie treiben Sie die gemeinschaftliche Unternehmung voran?<br />
Gibt es schon erste Kunden?<br />
Wir nutzen vor allem unsere bestehenden Kontakte zu Städten<br />
und Gemeinden sowie zu anderen Parkraumbewirtschaftern.<br />
Jeder Infrastruktur-Träger, der etwas gegen die Umweltbelastung<br />
durch den Straßenverkehr und für die eMobilität<br />
leisten will, kommt als EnergieParken-Kunde in Frage.<br />
Erste Aufträge bearbeiten wir bereits: Demnächst stehen<br />
beispielsweise EnergieParken-Säulen an der Geschäftsstelle<br />
des Bundesverbands eMobilität e.V. in Berlin.<br />
32 Neue Mobilität Neue Mobilität 33
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - protean - newtecH automotive<br />
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - protean - newtecH automotive<br />
»Get your fleet green now..!«<br />
WELTPREMIERE auf der eCartec 2<strong>01</strong>0, München:<br />
Der E-DRIVE-POWER-KIT<br />
zur Um-und Nachrüstung für Flotten- und Gewerbefahrzeuge<br />
NewTech Automotive GmbH | Dr. F. Meyer-Köhler | info@newtechautomotive.de | www.newtechautomotive.de<br />
Als Weltpremiere, integriert in einen Opel / Vauxhall VIVARO,<br />
präsentiert die NewTechAutomotive GmbH in Zusammenarbeit<br />
mit dem Radnabenmotorenentwickler PROTEAN-Electric auf<br />
der eCarTec 2<strong>01</strong>0 in München mit dem E-Drive Power Kit,<br />
eines der leistungsfähigsten elektrischen Antriebssysteme<br />
zur einfachen und preiswerten Um- bzw. Nachrüstung von<br />
bestehenden und neuen Liefer- und Verteilerfahrzeugen.<br />
Unter Verwendung von drehmomentstarken Radnabenmotoren<br />
steht damit schon heute ein elektrischer Antrieb zur Verfügung,<br />
der zusätzlich zum vorhandenen konventionellen<br />
Antrieb in nur 4 bis 5 Arbeitsstunden problemlos in das<br />
Fahrzeug integriert werden, und auf Wunsch jederzeit wieder<br />
rückgerüstet werden kann.<br />
Da beim E-Drive Power Kit sämtliche Nebenaggregate, wie<br />
Inverter, sowie die eMotoren selbst, durch die Integration ins<br />
Rad dort platziert sind, wo sie hingehören, geht dafür kein<br />
wertvoller Lade- oder Stauraum verloren. Die Besonderheit:<br />
durch die hohe Leistungsfähigkeit des E-Drive Power Kits,<br />
werden auch im rein elektrischen Fahrbetrieb, die annähernd<br />
gleichen Beschleunigungs- und Höchstgeschwindigkeitswerte<br />
wie mit dem konventionellen, fossilen Antrieb erreicht.<br />
Benötigt der Fahrer noch mehr Leistung oder möchte er eine<br />
längere Distanz als die derzeit erreichbaren rein elektrischen<br />
ca. 100 Kilometer zurücklegen, kann simpel per Knopfdruck<br />
der fossile, vorhandene Antrieb zugeschaltet werden. So<br />
wird eine erhebliche Reichweitenausdehnung ermöglicht,<br />
die die Nachteile rein elektrisch betriebener Fahrzeuge eliminiert<br />
und der Reichweite konventioneller Antriebe in nichts<br />
nachsteht.<br />
Das Fahrzeug bleibt wie bisher universell einsetzbar, rein<br />
elektrisch, im emissionsreduzierten urbanen City-Einsatz,<br />
ebenso wie im Pendelverkehr zwischen Verteilzentrum,<br />
Werkstatt oder für Autobahn und Schnellweganforderungen.<br />
Durch die optionale Zuschaltung des fossilen Antriebs<br />
ergibt sich zudem eine erhebliche Verbesserung des<br />
Traktionsverhaltens, mithin der Sicherheit des Fahrzeugs<br />
(z.B. im Winterbetrieb), da auf Knopfdruck ein Allrad-Antrieb<br />
zur Verfügung steht.<br />
Dennoch sind Einsparungen in Höhe von ca. 70% und mehr<br />
bei Verbrauch und Emissionen möglich, sodass in Verbindung<br />
mit den möglichen weiteren Kostenvorteilen bei den<br />
Fahrzeugnebenkosten, der Einbau des E-Drive Power Kits -<br />
auch in Verbindung mit Leasingoptionen - außergewöhnlich<br />
schnell amortisierbar ist.<br />
Was hat Sie persönlich dazu motiviert mit Radnabenmotoren<br />
in den Bereich der Neuen Mobilität einzusteigen?<br />
Meine persönliche Motivation resultiert aus der Erkenntnis,<br />
dass Radnabenmotoren der heutigen Generation eine echte<br />
Alternative zu Verbrennungsmaschinen sind, da sie durch die<br />
Mikroelektronik-Komponenten Leistungsparameter bieten, die<br />
dem Verbrennungsmotor in nichts nachstehen, beziehungsweise<br />
ihn sogar in vielen Bereichen übertreffen.<br />
Ich finde es faszinierend, dass es damit möglich ist den Antrieb<br />
eines Rades dahin zu montieren, wo er hingehört,<br />
nämlich in das Rad beziehungsweise in die Felge selbst.<br />
Ihr E-Drive Power Kit ist insbesondere für die Um- und Nachrüstung<br />
von Flotten- und Gewerbefahrzeugen gedacht. Was<br />
macht gewerbliche Fuhrparks Ihrer Meinung nach zum idealen<br />
Einsatzort von Elektro- oder Hybridautos?<br />
Fuhrparkmanager sind besonders kostenbewusste Menschen,<br />
denen schon sehr früh klar war, welche Einsparungspotentiale<br />
Elektro-Antriebe in der Gesamtkostenbetrachtung des Lebenszyklus<br />
eines Fahrzeuges bieten. Dabei spielt die Um- beziehungsweise<br />
Nachrüstung insbesondere mit Radnabenmotoren<br />
deshalb eine so große Rolle, weil die Radnabentechnologie,<br />
als Bestandteil des E-Drive Power Kits sehr einfach und<br />
schnell nachgerüstet werden kann. Im Gegensatz zu zentralen<br />
Elektromotoren mit Getriebe und weiteren Nebenaggregaten<br />
bietet der E-Drive Power Kit mit Radnabenmotoren keinerlei<br />
Verluste an Nutzfläche oder Nutzlasteinschränkung. Die hohe<br />
Rekuperationsquote von bis zu 35% Energierückgewinnung<br />
erlaubt es zudem auf kleinere und damit preiswertere<br />
Batterieeinheiten zurückgreifen zu können. Damit wird<br />
Elektromobilität bezahlbar und wirtschaftlich.<br />
Bis jetzt haben Sie sich mit Ihrem Unternehmen gut auf dem<br />
Markt der Elektromobiltiät positioniert. Was können wir nach<br />
dem Supersportwagen Lightning GT und dem E-Drive Power<br />
Kit künftig noch in diesem Bereich erwarten?<br />
Durch die enorme Entwicklungsleistung der Firma Protean<br />
Electric LTD steht unserem E-Drive Power Kit, der zur Zeit<br />
leistungsfähigste und am weitesten entwickelte Radnabenmotor<br />
zur Verfügung. Damit eröffnet sich ein Einsatzspektrum<br />
unserer E-Drive Power Kits, was seines gleichen sucht:<br />
nämlich vom zweisitzigen Kleinwagen bis hin zum Schwerlast-<br />
Transporter.<br />
Sowohl Kommunalfahrzeuge im städtischen Bereich, als auch<br />
Lieferfahrzeugflotten warten seit geraumer Zeit auf solche<br />
Lösungen die wir nunmehr in Kürze am Markt platzieren<br />
werden. Auch Deutschlands Taxifahrer dürfen sich durch die<br />
Nachrüstung ihres Taxis mit unserem E-Drive Power Kit auf<br />
Einsparungspotentiale von bis zu 70% freuen.<br />
34 Neue Mobilität Neue Mobilität 35
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - Rosenberger<br />
eCarTec - BEM- Gemeinschaftsstand - Evelocity<br />
Rosenberger setzt auf eMobilität<br />
Verbindungslösungen für Lade-Applikationen und Ladestationen<br />
EVELOCITY: Innovative Lösungen<br />
vom Produkt bis zur Infrastruktur<br />
Rosenberger, ein mittelständisches Industrieunternehmen<br />
in Familienbesitz, wurde 1958 gegründet und zählt heute zu<br />
den weltweit führenden Anbietern von standardisierten und<br />
kundenspezifischen Verbindungslösungen in Hochfrequenzund<br />
Fiberoptik-Technologie.<br />
Im Bereich Automotive-Steckverbinder bietet Rosenberger<br />
FAKRA-HF-Steckverbinder für Kfz-Anwendungen wie z.B.<br />
GPS, Keyless Entry, GSM-Mobilfunk oder HF-Bluetooth,<br />
RosenbergerHSD ® -Steckverbinder-Systeme zur HighSpeed-<br />
Daten-Übertragung in erstklassiger Qualität, z.B. LVDS-Kameras,<br />
USB-Verbindungen, digitale Infotainment- oder IEEE<br />
1394-Anwendungen, sowie MagCode-Magnet-Steckverbindungen.<br />
Im neuen Produktbereich Elektromobilität bietet Rosenberger<br />
Hochvolt-Steckverbinder, elektrische Flachkontakt- und<br />
Rundkontaktsteckverbinder-Systeme für Lade-Applikationen<br />
und Ladestationen von Elektro- und Hybridfahrzeugen.<br />
Rosenberger ist zertifiziert nach ISO/TS 16949:2002, ISO<br />
90<strong>01</strong> und ISO 140<strong>01</strong>.<br />
Im Stammwerk in Fridolfing/Tittmoning (Oberbayern) sind<br />
rund 900 Mitarbeiter beschäftigt. In der Rosenberger-Gruppe<br />
sorgen mehr als 3.000 Mitarbeiter im Stammwerk, an 15 Fertigungs-<br />
und Montage-Standorten sowie den Rosenberger-<br />
Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien sowie Nord- und<br />
Südamerika für Entwicklung, Herstellung und Verkauf der<br />
Produkte.<br />
Rosenberger Hochfrequenztechnik GmbH & Co. KG<br />
Hauptstraße 1<br />
83413 Fridolfing<br />
Fon 08684 180<br />
info@rosenberger.de<br />
www.rosenberger.com<br />
Das Düsseldorfer Unternehmen Evelocity hat ein ebenso einfaches<br />
wie anspruchsvolles Ziel: Elektromobilität soll erlebbar<br />
werden. Anspruchsvoll, weil im Hinblick auf Reichweite,<br />
Verfügbarkeit und Kosten Mobilität mit elektrisch angetriebenen<br />
Verkehrsmitteln in vielen Bereichen immer noch Zukunftsmusik<br />
ist. Aber eben auch einfach, weil in einzelnen<br />
Segmenten echte Anwendung bereits möglich ist: technisch,<br />
wirtschaftlich und ganz praktisch.<br />
Evelocity positioniert sich dabei in erster Linie als Partner<br />
gegenüber institutionellen Kunden, die in ihre betrieblichen<br />
Abläufe Elektromobilität integrieren wollen. Gründe für<br />
Unternehmen und Kommunen gibt es laut Geschäftsführer<br />
Kirschbaum viele: »Eine bessere CO 2 -Bilanz, Freude an alternativer<br />
Fortbewegung, innovative Ergänzung der Nachhaltigkeitsstrategie,<br />
ein Bekenntnis zu fortschrittlichen und ökologisch<br />
sinnvollen Trends.« Das junge und leidenschaftliche<br />
Team in Düsseldorf, Berlin und München konzentriert sich<br />
auf die Lösungen, die auch heute schon in der Breite funktionieren.<br />
Große Aufmerksamkeit wurde etwa im Mai 2<strong>01</strong>0 geweckt, als<br />
Evelocity die Landeshauptstadt Düsseldorf mit einer Flotte<br />
individuell gestalteter Elektrofahrräder ausstattete.<br />
Oberbürgermeister Elbers war so begeistert, dass das erste<br />
Rad direkt in seinem Büro landete. Aktuell beschäftigt sich<br />
das Unternehmen mit einem aufwendigen Infrastrukturprojekt:<br />
Bahn-Pendler im Raum Düsseldorf sollen integriert mit<br />
Elektrorad und Bahn unterwegs sein. Dafür entwickelt Evelocity<br />
im Sinne eines One-Stop-Shops die gesamte Lösung:<br />
vom Elektrofahrrad bis zur Solartankstelle. Der Clou: Aus<br />
öffentlichen Fördermitteln liefert das Unternehmen die<br />
Finanzierung seiner Projekte regelmäßig direkt mit.<br />
www.evelocity.de<br />
Mehr Wert aus eMobilität<br />
Seit 2008 arbeitet die Firma ParkPod daran, eMobilität zu fördern<br />
und mit einer flächendeckenden Infrastruktur zu unterstützen.<br />
Dafür hat sie eine Elektrozapfsäule entwickelt, die nicht nur<br />
erschwinglich für den Betreiber, sondern auch einfach in der<br />
Handhabe sein soll.<br />
Das Unternehmen, mit Sitz in Karlsruhe und San Francisco, will<br />
seinen Kunden jedoch noch mehr bieten: Die Chance, mithilfe<br />
von ökologischem Engagement neue Marketingmaßnahmen<br />
und Kundenbindungsmethoden zu verwirklichen. Das Konzept<br />
ermöglicht durch die notwendige Identifizierung des Fahrers<br />
beim Laden per RFID-Karte ungeahnte Werbestrategien. Denn<br />
das System benötigt kein festes Vertragsmodell, vor allem eine<br />
Partnerschaft mit einem bestimmten Energieversorger ist nicht<br />
erforderlich. So kann der Betreiber die Säulen erwerben und<br />
den Preis und die Konditionen für das Aufladen selbst festlegen.<br />
Da die Abrechnung per Prepaid erfolgt, können sämtliche<br />
Bonusregelungen für den Nutzer ausgearbeitet werden, wie<br />
Gratislademinuten pro Einkauf oder für einen Mindestumsatz<br />
gewisser Produkte.<br />
Die Fahrer von Elektrofahrzeugen können jedoch auch von<br />
dem ParkPod Konzept profitieren, da die Bedienung der Säulen<br />
sowohl einfach als auch stets nachvollziehbar ist. Außerdem<br />
ist eine flächendeckende Infrastruktur zwingend notwendig für<br />
die Besitzer von eAutos oder eBikes und dies lässt sich leichter<br />
umsetzen, wenn es für die Betreiber von Supermärkten, Hotels,<br />
Restaurants und anderer Geschäfte einen lohnenden Anreiz für<br />
die Investition in Elektromobilität gibt.
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - first-mobility<br />
Elektromobilität ist die<br />
Fortbewegung für die Zukunft<br />
Um eine breite Akzeptanz zu finden, muss Elektromobilität<br />
nutzbar, umsetzbar, sicher, zuverlässig und erschwinglich<br />
sein. »Es gibt aktuell genügend Modelle, die einige dieser<br />
Punkte vereinen, aber viele scheitern an einem Punkt, den<br />
Kosten. Bei einem Einstiegspreis um die 100.000 Euro oder<br />
bei einer Differenz zu konventionellen Modellen von über<br />
40.000 Euro kann sich Elektromobilität in der Bevölkerung<br />
nur schwer durchsetzen.«, so Georg Kreitmaier, Geschäftsführer<br />
bei first-mobility.<br />
Elektromobilität kann nur gewinnen, wenn sie in der breiten<br />
Masse anwendbar und umsetzbar ist. Dafür hat Georg<br />
Kreitmair Lösungen gesucht und gefunden. »Mobilität fängt<br />
ja schon bei der Kurzstrecke an. Das klassische Fortbewegungsmittel<br />
im Bereich bis 10 km ist das Fahrrad. Das Young<br />
Pedelec von first-mobility ist ein hervorragendes Einsteigerfahrrad<br />
mit Tourencharakter unter 620 Euro. Die Reichweite<br />
kann der Kunde anhand des Akkus selbst bestimmen.<br />
Für unsere motorisierte Zweirad-Fraktion können wir mit der<br />
aus Europa stammenden Produktion von iO Scooter eine<br />
in der Branche bis dahin unbekannt hohe Qualität und Service-Zuverlässigkeit<br />
tatsächlich präsentieren. Auch im Pkw-<br />
Bereich haben wir uns von first-mobility Gedanken gemacht<br />
und mit dem E-Tric das erste alltagstaugliche Elektrofahrzeug<br />
netto ab 27.500 Euro realisiert. Ab Oktober haben wir unseren<br />
E-Tric Evo im Angebot. Ein auf dem Smart basierendes<br />
Fahrzeug für den Stadtbereich ab 19.500 Euro. Doch beim<br />
Pkw ist die Mobilität noch nicht zu Ende: auch für Kommunen<br />
und Gewerbetreibende haben wir etwas im Portfolio.<br />
Mit dem EcoCarrier haben wir ein vollwertiges Nutzfahrzeug<br />
im Angebot.«<br />
eMobilität und Erneuerbare Energien. »Mit dem Voltaport<br />
lässt sich genug Energie für 25.000 km pro Jahr erzeugen.<br />
Somit kann jeder Carport Besitzer auch zum Energielieferanten<br />
und unabhängig von dem unsicheren Ölpreis<br />
werden. Ausgestattet mit dem Voltaload slim 3.6 kann im<br />
Voltaport, derjenige der eine Ladeberechtigung hat, CO 2 -<br />
neutralen Strom laden.«<br />
Georg Kreitmair, Geschäftsführer<br />
first-mobility GmbH<br />
www.first-mobility.de<br />
Neue Mobilität<br />
39
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - Trianel<br />
eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - Trianel<br />
Natürlich elektrisch<br />
Seit April 2<strong>01</strong>0 bietet die Trianel GmbH - die wohl größte europäische Stadtwerke-<br />
Kooperation mit derzeit 47 Gesellschaftern - mit dem »Netzwerk e-Mobilität«<br />
umfangreiche Dienstleistungen für Stadtwerke im Bereich der Elektromobilität an.<br />
Im für weitere Interessenten offenen kommunalen Netzwerk<br />
bündeln die Energiedienstleister ihre Interessen und<br />
Ressourcen, um mit geringem Kosten- und Personalaufwand<br />
das Thema Elektromobilität positiv zu besetzen.<br />
Derzeit arbeiten die Mitglieder des Netzwerks e-Mobilität<br />
an verschiedenen Projekten, die im Verbund mit der weiter<br />
wachsenden Zahl an Netzwerkpartnern umgesetzt werden.<br />
Zunächst liegt der Fokus auf der Organisation eines gebündelten<br />
Einkaufs für die Netzwerkpartner. So hat das Trianel<br />
Netzwerk e-Mobilität für seine Mitglieder und andere Stadtwerke<br />
insgesamt sieben Pakete geschnürt. Diese Starter-<br />
Kits stellen eine Mobilitäts-Grundversorgung dar. Jedes<br />
Paket besteht immer aus einer Ladestation, drei Pedelecs<br />
und weiteren Bestandteilen. In Ergänzungspaketen können<br />
zusätzliche Ladestationen und auch weitere Komponenten<br />
hinzugekauft werden. Alle Fahrzeuge werden von namhaften<br />
Herstellern gefertigt und sind mit leistungsstarken Akkus<br />
ausgestattet. Die Pakete sind für die Netzwerkmitglieder zu<br />
Trianel Sonderkonditionen zu erwerben.<br />
»Elektrische Mobilität und kommunale Unternehmen« - hinter<br />
diesem »trockenen« Titel verbergen sich interessante<br />
Ergebnisse. Eine umfassende Marktanalyse und Technologiebeurteilung,<br />
ein Gutachten zu den rechtlichen Rahmenbedingungen<br />
für das Errichten und den Betrieb von Lade-infrastruktur<br />
in Kommunen - das sind einige der Inhalte der von<br />
Trianel zwischen September 2009 und März 2<strong>01</strong>0 erstellten<br />
Studie zur Elektromobilität. Darüber hinaus zeigt die um-<br />
fassende Untersuchung auf Basis dieser Vorüberlegungen<br />
mögliche Geschäftsmodelle und Handlungsempfehlungen<br />
für den Einstieg kommunaler Unternehmen in die Elektromobilität<br />
auf. »Elektrische Mobilität und kommunale Unternehmen«<br />
ist die erste speziell auf kommunale Unternehmen<br />
zugeschnittene Studie zu diesem Thema. Weiteres wichtiges<br />
Ergebnis: Der spätere Erfolg des gewählten Geschäftsmodells<br />
hängt entscheidend von der frühen und nachhaltigen<br />
Vorbereitung der Aktivitäten ab. Die Studie beinhaltet neben<br />
einer umfassenden Marktanalyse und Technologiebeurteilung<br />
ein Gutachten zu den rechtlichen Rahmenbedingungen<br />
für Errichtung und Betrieb von Ladeinfrastruktur in Kommunen.<br />
Auf Basis dieser Vorüberlegungen zeigt die Studie<br />
mögliche Geschäftsmodelle für Stadtwerke auf und gibt<br />
konkrete Handlungsempfehlungen für den Einstieg in die<br />
Elektromobilität.<br />
Mit einer Reihe von Veranstaltungen hat Trianel die unterschiedlichen<br />
Facetten zum Thema Elektromobilität aufgearbeitet<br />
- dazu gehörten ebenso Workshops zu IT-Systemen<br />
wie Seminare zu juristischen Fragestellungen, die sich in<br />
Zusammenhang mit dem Thema stellen. Dabei wurde ein<br />
Mustervertrag für Dienstleistungskonzessionen entwickelt,<br />
der von allen Projektpartnern genutzt werden kann.<br />
In einem Fahrevent auf der Teststrecke der RWTH Aachen<br />
konnten Stadtwerke die Angebotspalette der derzeit verfügbaren<br />
Fahrzeuge selbst erfahren. Neben Elektroautos<br />
und elektrisch betriebenen Nutzfahrzeugen galt das Augenmerk<br />
auch E-Rollern und Pedelecs, die für einen schnellen<br />
Markteinstieg geeignet scheinen. Eine von Trianel initiierte<br />
Roadshow zwischen Mai und Oktober 2<strong>01</strong>0 ermöglicht interessierten<br />
Stadtwerken, das Thema Elektromobilität in ihren<br />
»Heimatstädten« aktiv zu besetzten.<br />
Interview mit Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung<br />
der Trianel GmbH<br />
Wie wichtig ist das Thema elektrisch motorisierter Straßenverkehr<br />
für die Stadtwerke?<br />
Ein bis vier Millionen Elektrofahrzeuge<br />
sollen 2020 Teil des<br />
Verkehrs sein. Die Anzahl der<br />
elektrisch betriebenen Zweiräder<br />
wird um ein Vielfaches<br />
höher liegen. Diese Entwicklung<br />
stellt sehr umfangreiche<br />
Anforderungen an Energieversorger<br />
und Netzbetreiber.<br />
Das Trianel Netzwerk hilft seinen<br />
bislang 21 Mitgliedern,<br />
die notwendige Infrastruktur<br />
Realität werden zu lassen.<br />
Angesichts der derzeit vorhandenen Fahrzeuge und Technik<br />
- ist eMobilität heute schon ein Markt für die Stadtwerke?<br />
Was die Entwicklung der Technik angeht, ist es unseres Erachtens<br />
schon allein aus Kostengründen für Stadtwerke<br />
wichtig, von Anfang an engen, beratenden Kontakt an<br />
Schnittstellen zu den Herstellern zu halten. Über die Landesgrenzen<br />
Nordrhein-Westfalens hinaus unterstützen wir das<br />
durch unsere Kooperation mit dem Bundesverband eMobilität<br />
und dem Partner e-WOLF am Standort in Frechen. Außerdem<br />
gilt: Jedes Fahrzeug, dass emissionsfrei läuft, trägt<br />
heute schon zur Verbesserung des lokalen Klimas bei. Aus<br />
Energie-Versorgungssicht sind Stadtwerke wegen ihrer jahrzehntelangen<br />
Kundennähe und ihrer Angebote an Strom aus<br />
erneuerbaren Energiequellen, ihrer Netzkenntnisse und wegen<br />
ihrer engen Beziehung zu den Kommunen »prädestinierte<br />
Partner« der potenziellen Nutzer der eMobilität.<br />
Was haben denn die heutigen Netzwerkpartner von ihrem<br />
Engagement im Trianel Netzwerk e-Mobilität?<br />
Das Trianel Netzwerk entwickelt strategische Konzepte für<br />
den Einsatz von Elektromobilität. Es hilft bei der Bündelung<br />
von Kompetenzen und schafft die Basis für eine zielgerichtete<br />
Marktpositionierung - und das zu weit günstigeren Preisen,<br />
als ein einzelnes Stadtwerk realisieren könnte.<br />
Wir haben beispielsweise zur Markteinführung unseres<br />
Stadtwerke Energie Rads bzw. zur Einführung des Stadtwerke<br />
Energie Rollers für unsere Netzwerkpartner ein »Rundum-<br />
Sorglos-Paket« entwickelt. Das heißt, wir haben modular<br />
aufgebaute unterschiedliche Pakete mit Fahrzeugen und<br />
Ladesäulen sowie ein für alle nutzbares Produkt- und Marketing-Konzept<br />
erstellt, die jedes Stadtwerk nach eigener<br />
Zusammenstellung anfordern kann. Außerdem unterstützen<br />
wir unsere Partner durch eine permanente Marktbeobachtung<br />
und Analyse der verfügbaren Technologien.<br />
Aber ist eine so große und weiter wachsende Gruppe von Partnern<br />
nicht sehr unbeweglich in der Entscheidungsfindung?<br />
Im Gegenteil - aufgrund der Homogenität und Komplementarität<br />
der Interessen ziehen die Projektpartner an einem<br />
Strang. Für wichtige operative Themen haben wir Arbeitsgruppen<br />
eingerichtet, die sich mit Details zur Entscheidungsfindung<br />
befassen. Die AG »Stadtrad« befasst sich<br />
mit Mobilitätskonzepten rund um Pedelecs, Motorroller<br />
und Elektroautos sowie den dazugehörigen Geschäfts- und<br />
Marketingmodellen. Die AG »Ladeinfrastruktur« beschäftigt<br />
sich mit dem Aufbau eines gemeinsamen, bedarfsgerecht dimensionierten<br />
Ladenetzes und den dazu notwendigen technischen<br />
Standards und die AG »Recht« mit Fragestellungen<br />
rund um das Errichten und Betreiben von Ladesäulen sowie<br />
mit den rechtlichen Grundlagen für relevante Geschäftsmodelle.<br />
So läuft das bisher sehr gut. Und vor allem wichtig: Bei<br />
uns bleibt jeder Partner eigenständig in seinem Geschäfts-<br />
40 Neue Mobilität Neue Mobilität 41
STATUS<br />
Innovative Halbleiterlösungen für marktfähige<br />
und bezahlbare Elektromobilität<br />
Für die flächendeckende Nutzung von Elektrofahrzeugen sind neben dem Aufbau einer<br />
intelligenten Infrastruktur zur Energieversorgung vor allem massive Kostensenkungen<br />
bei Elektroautos, insbesondere der Autobatterie, notwendig.<br />
QUO<br />
DER<br />
ELEKTRO-<br />
Infineon ist Innovations- und Marktführer in der Automobil- und Hochleistungselektronik<br />
mit mehr als 40 Jahren Erfahrung. Dieses Know-how nutzen wir erfolgreich für Hybridund<br />
Elektrofahrzeuge.<br />
Unsere intelligenten Leistungshalbleiter und -module, Mikrocontroller und Sensoren,<br />
helfen maßgeblich die Kosten für Antrieb und Elektronik zu senken sowie die Energieeffizienz<br />
des Gesamtsystems zu erhöhen. Mit unserem aktiven Batterie-Balancing lassen<br />
sich schon heute Kapazität, Reichweite und Lebensdauer von Batterien um mehr als 10<br />
Prozent erhöhen.<br />
<strong>MOBILITÄT</strong><br />
Auch bei der Ladeinfrastruktur und dem Smart Grid mit all seinen Aspekten fördern<br />
unsere Halbleiterlösungen den technologischen Durchbruch. Infineon schafft somit<br />
wesentliche Voraussetzungen für marktfähige und bezahlbare Elektromobilität.<br />
[ www.infineon.com/elektromobilitaet ]<br />
Fachbeiträge. Stand der Technik. Kommentare.<br />
42 Neue Mobilität Neue Mobilität 43
STATUS QUO der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - dr. traenckner<br />
STATUS QUO der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - dr. traenckner<br />
Warum die Elektromobilität<br />
sich durchsetzen wird<br />
von Dr. Jan Traenckner<br />
Elektromobilität wird sich mittelfristig durchsetzen und auch für die Automobilindustrie<br />
ein wirtschaftlicher Erfolg. Das liegt an mehreren zwingenden Gründen:<br />
1.) Das Ende des Zeitalters der Verbrennungsmotoren ist<br />
eingeleitet. Die bestehende und zukünftige Emissionsgesetzgebung<br />
setzt die Autoindustrie unter enormen Innovationsdruck.<br />
Immer ambitioniertere CO 2 -Ziele, die zunehmende<br />
Tendenz in Großstädten auch die Feinstaub- und Lärmemission<br />
zu begrenzen und das zunehmende Umweltbewusstsein<br />
der Kunden zwingen zu neuen technischen Lösungen<br />
für die individuelle Mobilität. Verbesserungsmöglichkeiten<br />
beim Verbrennungsmotor sind zwar noch vorhanden, jedoch<br />
werden sie für die Autohersteller und deren Kunden zunehmend<br />
unwirtschaftlich. Auch nähert sich diese Technologie<br />
dem Ende ihres Potentials, so dass jede Investition gegen<br />
immer kürzere Abschreibungszeiten und kostengünstigere<br />
Alternativmaßnahmen kämpfen muss. So zeigt sich z.B. ca.<br />
10 Jahre nach Einführung des Hybridantriebs durch Toyota<br />
(Prius), dass dessen Einsparpotential gegenüber konventionellen<br />
Maßnahmen (z.B. Turboaufladung, Hochverdichtung,<br />
Direkteinspritzung etc.) deutlich größer ist. Dies ist mit ein<br />
Grund, warum mittlerweile die meisten Autohersteller sich<br />
diesem Konzept einer Kombination aus Verbrennungs- und<br />
Elektromotor angeschlossen haben und derzeit fast alle<br />
Baureihen einer umfangreichen Hybridisierung (Elektrifizierung)<br />
unterziehen.<br />
Es ist davon auszugehen, dass auch die heutigen Schwellenländer<br />
(BRICs) mittelfristig einen ähnlich hohen individuellen<br />
Mobilitätsgrad anstreben werden, wie den der »alten«<br />
Welt. Dabei würde sich der globale Pkw-Bestand mindestens<br />
verdoppeln bis verdreifachen. Mit der Verbrennung von Benzin<br />
oder Diesel ist dieser Mobilitätsgrad nicht mehr machbar.<br />
Der globale Verbrauch an Erdöl würde sich potenzieren und<br />
zu einer heute unvorstellbaren Verknappung des wertvollen<br />
Rohstoffes Erdöl führen. Deshalb investiert China auch<br />
global gesehen derzeit am meisten in die Elektromobilität.<br />
Man möchte dort der eigenen Industrie die Chance geben,<br />
das Zeitalter der Benzin- und Dieselantriebe gleich zu »überspringen«,<br />
weil man bereits eingesehen hat, dass nur der<br />
elektrische Antrieb ein nachhaltiges Potential hat, die wachsenden<br />
Mobilitätsansprüche der eigenen Bevölkerung zu<br />
ermöglichen.<br />
Schon heute suchen viele Staaten einen Ausweg aus der zunehmenden<br />
Abhängigkeit vom Erdöl. Allein der Pkw-Verkehr<br />
in Deutschland steht für ca. 60% des Verbrauchs an Erdölimporten.<br />
Einziger Ausweg aus diesem Dilemma ist der<br />
»Systemwechsel« auf alternative Antriebsenergien für die<br />
individuelle Mobilität. Strom als Hauptantriebsenergie lässt<br />
sich auf viele verschiedene Weisen herstellen. Besonders<br />
interessant ist dabei dessen Herstellung aus erneuerbaren<br />
Quellen (Wind, Wasser, Sonne etc). Man schlägt dabei »zwei<br />
Fliegen mit einer Klappe«. Jedes so erzeugte Kilowatt Strom<br />
verbessert quasi automatisch auch die CO 2 -Bilanz eines jeden<br />
im Bestand stehenden Elektroautos. Somit verringert<br />
die elektrische individuelle Mobilität nicht nur die Abhängigkeit<br />
vom Erdöl. Vielmehr wird dadurch auch in eine nachhaltige<br />
Absenkung des Pkw-Flotten-CO 2 -Ausstoßes investiert.<br />
2.) Der Elektroantrieb ist technisch alternativlos und der bestehenden<br />
Technologie gegenüber deutlich überlegen. Ein<br />
heutiges Elektroauto mit Strom aus dem EU-Mix betrieben,<br />
stößt pro km ca. 60g CO 2 aus. Bereits in zehn Jahren wird dieser<br />
Wert bei ca. 30g/km liegen. Selbst die sparsamsten heutigen<br />
Benzin- oder Diesel-Pkw liegen bei ihrem CO 2 -Ausstoß<br />
rund bei dem Doppelten (unter Berücksichtigung der CO 2 -<br />
Emissionen bei der Herstellung und Transport des Kraftstoffes).<br />
Weitere Verbesserungen des Verbrennungsmotors sind<br />
möglich, allerdings nähert man sich zunehmend physikalischen<br />
Grenzen, die beim Verbrennungsmotor systemimmanent<br />
sind. Ein z.B. mit Strom aus Wasserkraft beladenes<br />
Elektroauto hingegen stößt null CO 2 aus, hat also keine Systemgrenzen.<br />
Der Elektroantrieb ist um den Faktor 3 bis 4 effizienter als<br />
ein Verbrennungsmotor. Der Grund dafür liegt im höchst ineffizienten<br />
Umgang des Verbrennungsmotors mit der eingesetzten<br />
Energie. Nur etwa 25-30% kann der Motor in echte<br />
Bewegung des Autos umwandeln. Der Rest verpufft einfach<br />
als Wärme in der Umwelt. Ein Elektroantrieb kann hingegen<br />
ca. 80% des »getankten« Stromes direkt in Bewegung umsetzen.<br />
Selbst bei einem vollständigen Wechsel z.B. des gesamten<br />
deutschen Pkw-Verkehrs auf Elektroantrieb, würde der<br />
deutsche Stromverbrauch sich nur um 10 -12% erhöhen. Der<br />
größte Teil dieser zusätzlichen elektrischen Energie könnte<br />
durch direkte Effizienzsteigerung aus dem Netz »geholt«<br />
werden, so dass keine zusätzlichen Kraftwerke notwendig<br />
sind. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die meisten<br />
eAutos in der Nacht geladen werden. Nachts aber besteht<br />
meist ein Stromüberschuss.<br />
Deshalb ist auch die Nutzung des Wasserstoffs als Energiequelle<br />
für den Individualverkehr sinnlos. Zunächst wird Wasserstoff<br />
auch mit Strom hergestellt (Elektrolyse).<br />
Diese zusätzliche Umwandlung verbraucht so viel Energie,<br />
dass man besser gleich den Strom in die Autos laden sollte.<br />
Darüber hinaus braucht der Wasserstoffantrieb (Brennstoffzelle)<br />
eine gänzlich neue Herstell-, Verteil- und Tankinfrastruktur.<br />
Die Kosten dafür sind viel zu hoch im Verhältnis zur<br />
insgesamt transportierten Energiemenge. Deshalb wird bei<br />
der Elektromobilität die Batterie immer die bessere Alternative<br />
gegenüber der Brennstoffzelle sein. Die vermeintlichen<br />
Vorteile der schnellen Betankung und einer höheren Reichweite<br />
ergeben in der täglichen Nutzung nur geringfügig graduelle<br />
Vorteile. Der Effizienzverlust und die enormen Kosten<br />
für die Wasserstoff-Pkw werden dadurch nicht aufgewogen.<br />
Darüber gibt es andere Energiespeicherkonzepte, die dem<br />
der Brennstoffzelle deutlich überlegen sind. So kann z.B. ein<br />
hoch effizienter Verbrennungsmotor als sog. »Range Extender«<br />
die deutlich kosten- und effizienzgünstigere Energiequelle<br />
an Bord sein, die ohnehin nur in sehr wenigen Ausnahmefällen<br />
in der täglichen Nutzung benötigt wird.<br />
3.) Das Elektroauto wird ein wirtschaftlicher Erfolg. Bei<br />
jedem Systemwechsel entstehen enorme Chancen für etablierte<br />
und neue Teilnehmer im »System«. So konnten im<br />
Handel z.B. durch die Innovation E-Commerce gänzlich neue<br />
»Händler« entstehen (Amazon, eBay, etc.), aber auch der bestehende<br />
Handel konnte durch das Internet gänzlich neue<br />
Produktivitätspotentiale erreichen (Beispiel Autohandel).<br />
Beim Übergang vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität<br />
werden wir ähnliche Effekte sehen. Unternehmen<br />
wie z.B. Tesla und Fisker sind bereits Vorboten dieser Entwicklung.<br />
Aber auch etablierte Marken werden sich durch<br />
die Elektroautos eine gänzlich neue Positionierung in Richtung<br />
Innovation und Umweltbewusstsein erschließen. So<br />
wird beispielsweise Nissan mit seinem noch in 2<strong>01</strong>0 eingeführten<br />
»Leaf« völlig neue Käuferschichten erschließen, die<br />
vorher sicher nicht im Leben daran gedacht haben mal einen<br />
Nissan kaufen zu wollen. Opel wird mit dem »Ampera« sicherlich<br />
ähnliche Ergebnisse erzielen.<br />
Viele klassische Autokunden werden den Mehrwert eines<br />
Elektroautos auch honorieren. Insbesondere in der noch sicherlich<br />
10-15 Jahre dauernden Übergangszeit hin zur Elektromobilität,<br />
wird es chic sein Elektroauto zu fahren. Mal<br />
abgesehen von der Gesetzgebung in urbanen Regionen,<br />
werden gerade die jungen Premiumkunden die Nachfrage<br />
nach dem gänzlich neuen System »Elektroauto« stellen. Diese<br />
zusätzliche Kaufkraft können die Automobilunternehmen<br />
abschöpfen und damit einen großen Teil ihrer Entwicklungsaufwände<br />
erster Ordnung decken. Zusätzlich wird in sehr<br />
vielen Staaten der Kauf der ersten Elektroautos mit erheblichen<br />
Beiträgen vom Staat gefördert. Durch diese Förderung<br />
ist z.B. ein Kalifornier in der Lage sich einen neuen Nissan<br />
Leaf zu kaufen und dabei im Lebenszyklus Golf-ähnliche Gesamtkosten<br />
zu haben.<br />
Die Kunden werden grundsätzlich eine Verteuerung individueller<br />
Mobilität akzeptieren und damit auch der Autoindustrie<br />
neue Ergebnispotentiale ermöglichen. Wachsendes<br />
Umweltbewusstsein und der generelle Wertewandel im Zusammenhang<br />
der eigenen Einstellung z.B. zu Umweltkatastrophen<br />
im Golf von Mexiko, führen zu dieser grundsätzlichen<br />
Veränderung. Allerdings kann der laufende Produktivitätsfortschritt<br />
der Autoindustrie durch deren Kunden nicht mehr<br />
wahrgenommen werden, da sie zumeist durch enorm steigende<br />
Benzinkosten mehr als kompensiert werden. Es findet<br />
sozusagen eine Margenverschiebung von der Autoindustrie<br />
hin zur Mineralölindustrie statt, obwohl die Autoindustrie<br />
eigentlich mit Abstand der größte »Kunde« der Mineralölwirtschaft<br />
ist. Die Elektromobilität ändert diese Gleichung<br />
grundsätzlich. Wegen der deutlich geringeren Betriebskosten,<br />
wird eine Neubewertung der Anschaffungskosten<br />
des Fahrzeuges durch den Kunden stattfinden und kann sicherlich<br />
durch die Autoindustrie zur Margensteigerung genutzt<br />
werden.<br />
Die Autoindustrie tut sich zunehmend schwerer sich mit ihren<br />
Produkten im Markt gegenüber den Wettbewerbern zu<br />
differenzieren. Das Elektroauto könnte da ein willkommener<br />
Quell neuer Differenzierungs-Potentiale sein. Allein das<br />
Innovationspotential bei der Lithium-Ionen-Batterie, aber<br />
auch beim Zusammenspiel zwischen Elektroantrieb und<br />
Range-Extender-Hybridkonzepten, bieten fast unendliche<br />
Räume für »Vorsprung durch Technik«.<br />
jan.traenckner@venturecheck.com<br />
44 Neue Mobilität Neue Mobilität 45
STATUS QUO der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - dr. dr. löser<br />
STATUS QUO der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - dr. dr. löser<br />
Konzentration auf die Batterie<br />
Das Elektrofahrzeug steht und fällt mit der technischen Beherrschung des grundlegenden<br />
Prinzips der elektrochemischen Energiespeicherung<br />
von Dr. Dr. Reinhard Löser<br />
»Es gibt keinen Grund zu glauben, dass es noch Jahre oder<br />
gar Jahrzehnte dauern wird, bis Batterien das leisten können,<br />
was Autofahrer heute von ihren Fahrzeugen erwarten.«<br />
Obwohl die Batterie eine alte Erfindung ist, steckte sie bis vor<br />
kurzem noch in den Kinderschuhen. Mäßige Kapazität, lange<br />
Ladezeiten, großes Gewicht und bescheidene Reichweiten<br />
limitierten einen mobilen Einsatz. Doch es gibt keinen Grund<br />
zu glauben, dass es noch Jahre oder gar Jahrzehnte dauern<br />
wird, bis Batterien das leisten können, was Autofahrer heute<br />
von ihren Fahrzeugen erwarten.<br />
Beim Aufladen einer wiederaufladbaren Zelle (Akkumulator)<br />
wird Energie zugeführt, beim Entladen erhält man sie größtenteils<br />
zurück. Die für die Elektrochemie entscheidenden<br />
Redoxvorgänge laufen dabei an der Phasengrenze zwischen<br />
Elektroden und Elektrolyt innerhalb einer galvanischen Zelle<br />
ab. Bei Aufladung werden Ionen aus der chemischen Bindung<br />
der positiven Anode zur negativen Kathode gezogen,<br />
wo sie sich an- oder einlagern und eine chemisch höherenergetische<br />
Bindung eingehen. Die eingesetzten Elektrodenmaterialien<br />
legen die Nennspannung der Zelle (V) fest. Mehrere<br />
Zellen bilden eine Batterie. Additive Reihenschaltung<br />
führt zu höherer Spannung und mit Parallelschaltung wird<br />
eine vergrößerte Oberfläche der Elektroden erreicht. Ihre<br />
Aufnahmefähigkeit für Elektronen wird als elektrische Kapazität<br />
(Ah) bezeichnet. Sie wird von Größe und Eigenschaften<br />
der Elektrodenoberfläche und durch die Geschwindigkeit der<br />
stoffspezifischen elektrochemischen Prozesse und Transportvorgänge<br />
bestimmt. Aus Kapazität und Spannung errechnet<br />
sich der Energiegehalt (kWh). Als Leistung wiederum<br />
bezeichnet man die Menge elektrischer Energie, die pro<br />
Zeiteinheit (W) entnommen werden kann. Auch konkrete<br />
Entladebedingungen (z.B. Belastung, Temperatur, Alter und<br />
Ladehistorie) beeinflussen die Kapazität. Diese Zusammenhänge<br />
bestimmen auch die Leistungsabgabe, Ladezeit und<br />
Zyklenstabilität sowie Selbstentladung. Energie und Leistung<br />
lassen sich theoretisch durch einfache Maßstabsvergrößerung<br />
erweitern, doch das fordert Bauraum und Gewicht<br />
- knappe Güter im Fahrzeugbau. Wichtige Vergleichsgrößen<br />
von Batterien sind daher die Energiedichte (Energie pro Batteriegewicht<br />
in Wh/kg) sowie Leistungsdichte (entnehmbare<br />
Dr. Dr. Reinhard Löser, WWP Beratung, BEM-Beirat<br />
Leistung pro Gewicht in W/kg). Am häufigsten verbreitet,<br />
insbesondere bei den Zweiradfahrzeugen in Asien, ist die<br />
Bleibatterie. Bei moderneren Fahrzeugen hatte zunächst der<br />
Nickel-Cadmium-Akku mit einer doppelt so großen Energiedichte<br />
Einzug gehalten. Wegen der Toxizität des Cadmiums<br />
wird er vom Metallhydrid-Akku verdrängt, der nochmals eine<br />
höhere Energiedichte aufweist. Doch um einen durchschnittlichen<br />
Mittelklassewagen 500 Kilometer am Stück rein elektrisch<br />
zu bewegen, wäre eine Energie von 90 kWh nötig. Eine<br />
entsprechende Bleibatterie (Energiedichte 30 Wh/kg) hätte<br />
drei Tonnen Gewicht! Selbst ein Nickel-Metallhydrid-Speicher<br />
(80 Wh/kg) würde immer noch über eine halbe Tonne<br />
wiegen.<br />
Vor zehn Jahren kamen die ersten Lithium (Li)-Ionen-Akkus<br />
auf den Markt, die sich durch hohe Energiedichte bei deutlich<br />
geringeren Volumen und Gewicht auszeichnen, ideal<br />
für den mobilen Einsatz. Inzwischen sind eine ganze Reihe<br />
von Systemen auf dem Markt, wie Li-Titanat, Li-Cobaltoxid,<br />
Li-Nickel-Cobalt oder Li-Eisenphosphat. Alle haben ihre Vorzüge<br />
- etwa hohe Kapazität, Zyklenstabilität oder Schnell-<br />
Ladefähigkeit. Sie bringen aber auch Nachteile mit sich,<br />
wie teilweise Giftigkeit oder zu geringe Standfestigkeit.<br />
Mitunter sind sie auch einfach noch zu teuer für den großtechnischen<br />
Einsatz. Die führenden fernöstlichen Hersteller<br />
liefern sich einen heftigen Wettbewerb um die besten Lösungen.<br />
Genauso wichtig werden individuelles Controlling und<br />
Management der einzelnen Zellen, um sie vor Überhitzung<br />
(oder gar Explosionsgefahr) zu schützen. So werden Akku-<br />
Packs crash- und brandsicher angeboten und verbaut.<br />
Ein Forschungsergebnis der Universität St. Andrews hat IBM<br />
aufgegriffen und arbeitet an der Lithium-Luft-Batterie, die<br />
eine mehr als zehnmal höhere Energiedichte als die heutige<br />
Lithium-Ionen-Batterie erreichen kann. Die Super-Batterie<br />
könnte in den nächsten 10 bis 15 Jahren auf den Markt kommen,<br />
was der Elektromobilität einen enormen Schub verleihen<br />
würde. Schon heute besteht kein Zweifel, ob Lithium das<br />
Speichersystem der Zukunft bestimmt. Dafür sprechen ganz<br />
einfach seine Stellung im Periodensystem der Elemente und<br />
seine Rohstoffverfügbarkeit. Selbst bei einem raschen Anstieg<br />
des Bedarfs durch einige Millionen Elektroautos reichen<br />
die bereits erkundeten Ressourcen weit über 1.000<br />
Jahre. Den Großteil der Fördermenge verschlingen ohnehin<br />
Baugewerbe, Glas-, Keramik-, Chemie- und Pharmaindustrie.<br />
Und an der Batterie macht der Rohstoff Lithiumkarbonat weniger<br />
als ein Prozent der Kosten aus; zukünftiges Recycling<br />
wird den Preis weiter drücken. Lag der Komplettpreis für eine<br />
Kilowattstunde Batteriekapazität noch vor anderthalb Jahren<br />
bei rund 1.000 Euro, sank er innerhalb eines guten Jahres auf<br />
300 Euro. Inzwischen gibt es die Systeme für 150 Euro und<br />
darunter. Der dramatische Preisverfall wird mit verbesserter<br />
Technologie und zunehmender Fertigungsmenge anhalten.<br />
Die Chipindustrie ist dafür das historische Vorbild.<br />
Es besteht kein Zweifel: Lithium-Systeme, neue Batterietechnologien<br />
und intelligente Elektronik werden schon in<br />
wenigen Monaten und Jahren zu einer rasanten Entwicklung<br />
von Elektrofahrzeugen führen. Dieser Fortschritt wird nicht<br />
zuletzt durch die Elektroenergieversorger bei der Suche<br />
nach effektiven Zwischenspeichern für Erneuerbare Energien<br />
forciert.<br />
reinhard.loeser@bem-ev.de<br />
Planung, Entwicklung, Projektierung und Realisierung von zukunftsorientierten Energieprojekten.<br />
E-Charge<br />
c/o Elektro Kock GmbH & Co. KG<br />
Benzstraße 28<br />
48619 Heek<br />
www.elektro-tanken.com<br />
www.elektro-kock.de<br />
Elektromobilität Smart Grid Smart Metering Smart Home Lastmanagement Erneuerbare Energien Vehicle to Grid<br />
46 Neue Mobilität Neue Mobilität 47
status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - esch<br />
status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - esch<br />
Mobilität - mit Vollgas in die<br />
falsche Richtung<br />
Kommentar von Hans-Jürgen Esch, Elan Technologie GmbH<br />
»Wir sollten fragen, wie eine postfossile Mobilität aussehen<br />
könnte. Dabei geht es nicht um Verzicht - es geht um<br />
angepasste Mobilität für die City, mit Fahrleistungen, die<br />
wir dort brauchen.«<br />
Seit Ende des 2. Weltkriegs bis heute hat sich der Ölverbrauch<br />
weltweit gut verzehnfacht. Rund die Hälfte geht für<br />
unseren wachsenden Hunger nach Mobilität drauf. Unsere<br />
Autos werden größer, stärker, schneller und verbrauchen im<br />
Stadtverkehr 8, 10 oder mehr Liter pro 100 km. Sie fahren<br />
etwa 200 km/h, bieten einer Familie Platz, sind Kleintransporter,<br />
Büro oder Konzertsaal, gerüstet für jede noch so spezialisierte<br />
Anforderung.<br />
Blicken wir auf die Kleinfahrzeuge der 50er Jahre: Ein Messerschmitt-Kabinenroller<br />
bot zwei Personen Raum, verbrauchte<br />
3 Liter und wog 360 kg, war agil und passte in kleinste Parklücken.<br />
Weiteres Beispiel: die BMW Isetta, ähnliche Daten<br />
und damals ebenso Publikumsliebling. Zu langsam, zu klein?<br />
Wer überwiegend im Stadtverkehr unterwegs ist, fährt meist<br />
alleine und sollte mit 100 km/h schnell genug sein.<br />
Unsere Premiumautos mögen als Ingenieurleistung begeistern,<br />
für unsere Lebensgrundlage ist es ein fataler Schritt in<br />
die falsche Richtung. Machen wir uns klar: 1,5 Tonnen Auto<br />
sind 1,5 Tonnen aufwendig gewonnene und energieintensiv<br />
verarbeitete Rohstoffe. Und da die Autos bisher stets mehr<br />
wurden, stellen wir damit unsere Städte voll, bis nichts mehr<br />
geht.<br />
Nach der Explosion der Deepwater Horizon ist jedem klar:<br />
Wir bezahlen einen zu hohen Preis für unsere Mobilität. Dass<br />
bezahlbares, weil einfach zu förderndes Öl erschöpft ist und<br />
riskante Bohrmanöver in der Tiefsee nötig sind, um an die<br />
letzten Reserven zu kommen, nehmen wir alle irgendwie in<br />
Kauf. Wir könnten jetzt aufwachen und unseren automobilen<br />
Wahnsinn hinterfragen, oder wegsehen, falls uns das nach<br />
den Bildern der bislang größten Ölpest am Golf von Mexiko<br />
noch gelingen wird. Wir können auch weiterhin an den Fortschritt<br />
glauben und daran, das Großkonzerne und Politiker<br />
die richtigen Wege finden werden.<br />
Wir könnten uns aber auch selber fragen, warum wir nicht<br />
vom Öl wegkommen, und handeln, ähnlich wie es nach<br />
Tschernobyl die Anti-Atomkraft-Bewegung tat.<br />
Hans-Jürgen Esch, Elan Technologie GmbH<br />
Wir könnten den Ausstieg aus der fossilen Mobilität fordern,<br />
Sit-ins vor Autowerken veranstalten, Tankstellen blockieren.<br />
Oder uns die Frage stellen, warum wir keine alternativen<br />
Konzepte haben? Greift wirklich ein Fahrzeugkonzept für<br />
Langstrecke und City? Oder verfehlen die so ausgelegten<br />
Autos die Erfordernisse des Stadtverkehrs, indem sie ihn<br />
zeitweise lahmlegen?<br />
Wir sollten fragen, wie eine postfossile Mobilität aussehen<br />
könnte. Warum gibt es das City-Elektroauto, das uns für rund<br />
90% unserer Fahrten dient, noch nicht? Liegt es, wie die Autohersteller<br />
erklären, an den zu teuren, zu schweren und zu<br />
schlechten Akkus oder vielleicht an falschen Erwartungen?<br />
Warum haben wir heute leistungsfähige Notebooks? Haben<br />
wir je von einem Computerhersteller gehört, Notebooks wären<br />
unbezahlbar und leistungsschwach, weil die Akkus so<br />
schlecht und teuer sind? Oder ist es nicht viel mehr so, dass<br />
die moderne Computerindustrie innovativer ist als die Autobranche?<br />
Die Lösung der Computerhersteller für moderne<br />
Notebooks jedenfalls ist naheliegend und einleuchtend:<br />
Runter mit dem Energieverbrauch!<br />
Für die deutsche Politik spielt eMobilität erst seit kurzem eine<br />
Rolle. Der »Nationale Entwicklungsplan Elektromobiltät«<br />
setzt die Verantwortlichen immerhin - mit viel Steuergeld -<br />
öffentlich unter Druck, das Elektroauto zu gebären. Damit<br />
wird seitens der Politik geflissentlich übersehen, dass gerade<br />
außerhalb der Gruppe der Global Player Mercedes, BMW,<br />
VW & Co. bereits einschlägige Entwicklungskompetenz und<br />
Konzepte existieren. Der Mittelstand geht dennoch leer aus.<br />
Die Automobilindustrie ihrerseits nimmt die Fördermillionen<br />
gern in Anspruch und spielt auf Zeit.<br />
Daher passiert, was zu erwarten war: Bekannte, bislang fossil<br />
betriebene »Kleinwagen« werden mit 200-300 kg schweren<br />
Akkus zu Elektroautos umgefrickelt, natürlich mit dem<br />
Hinweis, dass man schon wegen der teuren Akkus noch<br />
weit von der Serie entfernt sei. Die wenigen bereits käuflichen<br />
elektrischen Kleinwägen aus Fernost kosten denn auch<br />
schnell mal das vierfache der fossilen Vorbilder. Dass dabei<br />
die Energie- und Umweltbilanz nicht besser ausfällt als bei<br />
fossilen Fahrzeugen, haben Umweltverbände bereits kritisiert,<br />
dürfte aber eigentlich niemanden verwundern.<br />
Um diese Sackgasse zu verlassen, bedarf es anderer Ansätze.<br />
Dass Elektroautos Spaß machen und »sexy« sind, hat<br />
TESLA mit dem Roadster bewiesen, dass eMobilität auch<br />
energieeffizient und ressourcensparend sein kann, wäre das<br />
nächste wichtige Entwicklungsziel. Das Sparpotential liegt<br />
in kompakten, leichtgewichtigen und vereinfachten Fahrzeugkonzepten,<br />
die mit einem Bruchteil der Energie auskommen.<br />
Dabei geht es nicht um Verzicht - es geht um angepasste<br />
Mobilität für die City, mit Fahrleistungen, die wir dort<br />
brauchen. In Verbindung mit der Vernetzung verschiedener<br />
Verkehrsmittel, intelligentem Fernverkehr, Car-Sharing und<br />
Transportservices könnte eine neue Mobilitätslandschaft<br />
entstehen. Und kundenfreundliche wie rentable Geschäftsmodelle<br />
könnten entstehen, etwa der »Mobilitätsprovider«,<br />
der Angebote bündelt und einfach verfügbar macht. So<br />
könnten wir vielleicht bald mit nur einer Kreditkarte sowohl<br />
unser Elektroauto laden, Fernverkehrsmittel unkompliziert<br />
nutzen, uns rasch einen Mietwagen besorgen oder am Car-<br />
Sharing teilnehmen. Die Abrechnung, etwa zu vorher vereinbarten<br />
Tarifen oder Flatrates, übernimmt ein Provider unserer<br />
Wahl.<br />
Die technische Seite dieser smarten eMobilität ist dabei<br />
nicht das eigentliche Problem. Moderne Lithium-Akkus,<br />
Elektronikkonzepte, effiziente Synchronantriebe, Leichtbauwerkstoffe-<br />
und Strategien und die darauf basierenden Fahrzeugentwürfe<br />
sind im Ansatz vorhanden. Das Problem liegt<br />
im Ungleichgewicht der Player: entgegen der Autoindustrie<br />
haben Tüftler, Erfinder und Entwickler hierzulande keine<br />
Lobby. Im Gegenteil: kaum einer traut einem kleinen Team<br />
oder einem Start-Up eine Fahrzeugentwicklung zu.<br />
Kein Wunder also, dass auch bereitgestellte Fördergelder<br />
hier nicht ankommen. Hier sind Visionäre gefragt, Bürger,<br />
die sich vereinigen und handeln, Mittelständler, die neue<br />
Chancen erhalten und Ökofonds, die das eigentlich reichlich<br />
vorhandene Geld sinnvoll investieren, Ingenieure, die neue<br />
Ideen einbringen. So könnte eMobilität Vorbild für neues<br />
Handeln werden: Nachhaltigkeit statt Wachstum, Effizienz<br />
statt Ressourcenhunger. Deutschland könnte anstelle des<br />
unrealistischen Ziels Leitmarkt für eMobilität zu werden,<br />
hier, wie bereits bei Erneuerbaren Energien, Vorbildnation<br />
werden.<br />
Was wir davon haben? Leisere Städte, bessere Luft, besser<br />
genutzten Verkehrsraum, weniger Stau, stressfreies Parken.<br />
Moderne Mobilität also, betrieben mit Erneuerbaren<br />
Energien, »nebenbei« sichere Arbeitsplätze in einer neuen,<br />
kleinteiligen Industrie. Wem das nicht Grund genug ist, mag<br />
mitmachen, um ein besseres Gewissen zu bekommen - geht<br />
auch in Ordnung.<br />
Hans-Jürgen Esch<br />
ELAN Technologie GmbH<br />
esch@elantech.de<br />
www.elantech.de<br />
48 Neue Mobilität Neue Mobilität 49
Status Quo der Elektromobilität - Netzwerk BrandGalaxy<br />
Status Quo der Elektromobilität - Netzwerk BrandGalaxy<br />
eMobility - worauf warten wir<br />
eigentlich noch?<br />
Ein Text von Thorsten Rosansky<br />
»In Zukunft fahren wir alle elektrisch!« ist wohl der Satz, der die Situation der Elektro-<br />
Mobilität am treffendsten charakterisiert.<br />
Klar kann man elektrisch fahren, das war ja in diversen<br />
Roadshows, Vergleichsfahrten und Fahrzeug-Tests bereits<br />
immer wieder deutlich zu sehen. Aber aus irgendeinem<br />
unerfindlichen Grund eben noch nicht jetzt. »Wir« fahren<br />
nämlich erst in Zukunft elektrisch.<br />
Kann sein, dass die Projektion des ganzen Themas Elektromobilität<br />
in die Zukunft damit zusammenhängt, dass<br />
hierzulande alles gebannt auf die Entwicklungen der<br />
Automobilindustrie starrt. Elektro-Smart, eMINI und viele<br />
andere durchlaufen weltumspannende Langzeiterprobungen<br />
und sind noch nicht so reif, dass sie in Kundenhand gegeben<br />
würden. Und überhaupt: Vor dem rein elektrischen (Auto-)<br />
Fahren erwartet uns doch eh noch eine längere Periode der<br />
Hybridisierung, oder?<br />
Wer allerdings den Fokus etwas aufzieht und sich in die<br />
Peripherie der individuellen Mobilität begibt, der wird eine<br />
erstaunliche Vielfalt an ausgereiften elektrisch betriebenen<br />
Fahrzeugen entdecken. Segways, eBikes, Pedelecs, eMotorräder<br />
und eScooter (von denen in China bereits mehr als 60<br />
Mio. auf den Straßen sind) werden angeboten - aber auf der<br />
Straße noch eher selten gesehen.<br />
Dabei ist die Elektrifizierung von Zweirädern besonders<br />
sinnvoll: Im städtischen Kurzstrecken-Einsatz spielen Reichweite<br />
und Ladezeit eine untergeordnete Rolle und mit dem<br />
geringen Fahrzeuggewicht werden auch vergleichsweise<br />
kleine Batterien spielend fertig.<br />
Eine Zweirad-Suche auf mobile.de belegt allerdings die hohe<br />
Exklusivität der elektrischen Fortbewegung auch in diesem<br />
Segment: Von den 104.289 angebotenen Fahrzeugen tragen<br />
lediglich 236 das Merkmal »Antriebsart: Elektro«.<br />
Potential ist im Zweiradmarkt allemal vorhanden, auch wenn<br />
Motorradfahren schon seit Jahren nicht mehr sexy ist und<br />
Motorisierungsneulinge, die gezwungenermaßen Mofa,<br />
Moped oder Roller fahren, diese so schnell wie möglich gegen<br />
ein Auto eintauschen möchten: Immerhin 3,8 Mio. Krafträder<br />
mit Verbrennungsmotor sind im Bestand.<br />
Als geeignetes Vehikel für die intelligente urbane Mobilität,<br />
nach der immer mehr Menschen suchen, wird ausgerechnet<br />
dem elektrifizierten »Scooter« eine glänzende Zukunft vorausgesagt,<br />
der unter der Bezeichnung »Motorroller« schon<br />
einmal großen Anteil an der europäischen Massenmotorisierung<br />
hatte. Auf dem Automobilsalon in Paris werden<br />
denn auch nicht zufällig zwei durchgestylte Exemplare dieser<br />
Gattung unter den klangvollen Trend-Automarken »MINI« und<br />
»smart« angeboten.<br />
Dann sind da noch die Nutzfahrzeuge. 1,8 Mio. Kleintransporter<br />
mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 t sind<br />
bei uns unterwegs - ein Großteil davon zur Überbrückung<br />
der »letzten Meile« im innerstädtischen Verkehr. Kaum<br />
zu glauben, wie häufig die noch dieseln und stinken, wo<br />
doch gerade in diesem Segment zahlreiche emissionsfreie<br />
Alternativen seit langem zur Verfügung stehen! Hier, wo<br />
es auf das totale Komforterlebnis nicht ankommt und das<br />
eventuelle Mehrgewicht von Antriebseinheit und Batterie<br />
zu verschmerzen sind, ist auf der Kurzstrecke vierrädrige<br />
Elektromobilität bereits möglich.<br />
Und es gibt gute Beispiele: UPS, der größte Paketversender<br />
der Welt, setzt elektrisch betriebene Auslieferungsfahrzeuge<br />
bereits seit 2008 in unseren Städten ein.<br />
Stellt sich die Frage: Wenn das Angebot an elektrisch betriebenen<br />
Fahrzeugen so groß ist - warum greifen dann nur so<br />
wenige zu?<br />
Es liegt nicht an mangelndem Interesse oder gar Vorbehalten<br />
in den Zielgruppen. Ganz im Gegenteil: Die überwiegende<br />
Mehrheit der Fahrzeughalter verfolgt das Thema in der<br />
Presse und erwartet den (teil-) elektrifizierten Antrieb. Dabei<br />
werden der eMobility über alle Studien hinweg durchweg<br />
positive Attribute wie »umweltbewusst«, »innovativ« und<br />
»vernünftig« zugeschrieben - für die Zukunft, wenn denn der<br />
ePkw verfügbar sein wird.<br />
Um den Markt für die Fahrzeuge, die längst da sind, nun<br />
endlich zu entwickeln, muss die automobil-fokussierte<br />
Öffentlichkeit einmal abgelenkt und auf die Angebote »am<br />
Rande« gebracht werden, die heute schon helfen, alltägliche<br />
Transportaufgaben zu lösen - und dabei eine Menge (Fahr-)<br />
Spaß bringen.<br />
Dafür müssten aber die Anbieter in allen Elektrofahrzeugklassen<br />
beginnen, ihre Zielgruppenpotentiale professionell zu<br />
bearbeiten und z.B. in einer gemeinsamen Kommunikations-<br />
Kampagne lauter für sich zu trommeln. Denn was und wen<br />
ich nicht kenne, kann mich auch nicht begeistern.<br />
Vielleicht heißt es ja dann schon bald häufiger: »Ab sofort<br />
fahre ich elektrisch!«<br />
Thorsten Rosansky, move automotive<br />
Der Autor ist Geschäftsführer der Automotive-Unit im Agentur-<br />
Netzwerk BrandGalaxy www.brandgalaxy.de<br />
© Daimler AG<br />
50 Neue Mobilität Neue Mobilität 51
Status Quo der Elektromobilität - kommentar groher<br />
new mobility forum<br />
Anmeldeschluss 31.10.2<strong>01</strong>0<br />
Teilnahmegebühren 600 €<br />
Fon +43 (0)664 94 91 900<br />
anmeldung@newmobilityforum.at<br />
www.newmobilityforum.at<br />
Ein kurzer Zwischenruf<br />
Ein Kommentar von Matthias Groher<br />
New Mobility Forum<br />
Österreichs Kongress rund um alternative Energie- & Mobilitätsformen | Fachkongress<br />
für alternative Energie- & Mobilitätsformen in Kooperation mit dem Bundesministerium<br />
für Verkehr, Innovation & Technologie sowie dem Klima- und Energiefonds<br />
Kann man von anderen Branchen nichts lernen, außer dass<br />
man von anderen Branchen nichts lernen kann?!<br />
Seit über 25 Jahren bin ich in der Wirtschaft tätig und eines<br />
erlebe ich immer und immer wieder: Deutschland verpasst<br />
Chancen und klagt hinterher über die Erfolge anderer!<br />
Was hören wir aktuell, wenn es um Elektromobilität geht?<br />
Es gibt am Markt keine Elektrofahrzeuge, die mit konventionellen<br />
Modellen konkurrieren könnten. Die Fahrzeuge, die<br />
es gibt, sind viel zu teuer und die Reichweiten bei Weitem zu<br />
gering. Elektromobilität ist nur ein Nischenprodukt und für<br />
den täglichen Einsatz nicht geeignet.<br />
Solche Aussagen sind nicht neu: Auch bei anderen technischen<br />
Entwicklungen in der Vergangenheit schien die Angst<br />
vor Innovation anfänglich den gesamten Prozess zu behindern.<br />
Denken wir nur an die Geschichte des Computers. Innerhalb<br />
weniger Jahre hat sich aus einer revolutionären Idee<br />
ein gigantischer Markt entwickelt. Völlig neue Geschäftsmodelle<br />
und Marktteilnehmer haben sich entlang der gesamten<br />
Wertschöpfungskette von der Entwicklung über die Produktion<br />
bis zur innovativen Vermarktung etabliert.<br />
Die selben Potenziale sehe ich im Bereich der Elektromobilität.<br />
Die innovativen Ideen und Entwicklungen existieren bereits.<br />
Nun heißt es, gemeinsam die Hemmschwelle zu überwinden.<br />
Es gilt die Kompetenzen verschiedener Spezialisten<br />
zu bündeln und im Rahmen eines koordinierten Netzwerks<br />
für die breite Masse zugänglich zu machen. Dabei ist es zwingend<br />
notwendig, dass der Kunde und seine Erwartungen<br />
immer im Mittelpunkt des gesamten Entwicklungs- und Vermarktungsprozesses<br />
stehen.<br />
Lasst uns jetzt gemeinsam die Chance, die uns die Elektromobilität<br />
bietet, ergreifen, um nicht im Nachhinein über die<br />
Erfolge anderer zu klagen.<br />
Mein Credo: Miteinander und Füreinander - statt Gegeneinander!<br />
Matthias Groher, BEM-Beirat<br />
BayTech - ISM Institut für Strategisches Management<br />
Das Land Kärnten mit der Initiative »Lebensland Kärnten«<br />
veranstaltet vom 10. bis 12. November 2<strong>01</strong>0 zum 2. Mal das<br />
NEW MOBILITY FORUM. 24 Forscher, Entwickler, Wissenschaftler<br />
sowie Branchenexperten aus Deutschland, Österreich<br />
und der Schweiz werden Einblicke in den Stand der<br />
Entwicklungen und die Zukunftsperspektiven geben.<br />
Als Keynote Speaker konnten der Alternativ-Nobelpreisträger<br />
MdB Dr. Hermann Scheer (Der energ-ethische Imperativ / Wie<br />
der Wechsel zu 100% Erneuerbarer Energie zu realisieren ist)<br />
und der Koordinator für Elektromobilität des BMVIT DI Heimo<br />
Aichmaier gewonnen werden (Elektromobilität in Österreich<br />
- Technologische und organisatorische Innovationen im Gesamtverkehrssystem).<br />
Das NEW MOBILITY FORUM wurde 2009 vom Land Kärnten<br />
unter Landeshauptmann Gerhard Dörfler ins Leben gerufen<br />
und wird in den kommenden Jahren als themenspezifische<br />
Kommunikationsplattform rund um die Themen alternative<br />
Energie- & Mobilitätsformen aufgebaut. Das Forum ist in<br />
seiner Größe und in seinem inhaltlichen Umfang der einzige<br />
Kongress in Österreich, der sich so umfassend mit zukünftigen<br />
Energie- & Mobilitätsformen beschäftigt. Es gilt, das »grüne«<br />
Bewusstsein in den Köpfen der Menschen zu stärken, aktive<br />
Überzeugungsarbeit zu leisten, alternative Energiegewinnung<br />
sowie alternative Mobilitätsformen weiterzuentwickeln und<br />
Schwerpunkte 2<strong>01</strong>0: GREEN ENERGY | SMART SYSTEMS | E-MOBILITY<br />
nicht nur für die Fachvortragenden sondern auch für jeden Besucher<br />
greifbar zu machen.<br />
Beim NEW MOBILITY FORUM werden vom 10. - 12. November<br />
die Schwerpunkte GREEN ENERGY, SMART SYSTEMS & eMO-<br />
BILITY aus den Blickpunkten der Wissenschaft und Forschung<br />
sowie der Wirtschaft und Industrie beleuchtet werden. Von<br />
den alternativen Formen der Energiegewinnung über die<br />
Möglichkeiten der Speicherung bis zu deren Anwendung im<br />
eMobility Bereich wird 2<strong>01</strong>0 die gesamte Bandbreite unter die<br />
Lupe genommen. Mit Vorzeigefirmen wie KIOTO, WINDTEC,<br />
GREENONETEC ist Kärnten mittlerweile auch ein Zentrum für<br />
GREEN ENERGY geworden. Landeshauptmann Gerhard Dörfler<br />
hat dies zum Anlass genommen, um 2<strong>01</strong>0 als Erweiterung<br />
des Forums auch die alternativen Formen der Energiegewinnung<br />
näher unter die Lupe zu nehmen und Experten hierzu<br />
zu Wort kommen zu lassen, allen voran Keynote Speaker und<br />
Alternativ-Nobelpreisträger Dr. Hermann Scheer.<br />
Schwerpunkte 2<strong>01</strong>0<br />
GREEN ENERGY | SMART SYSTEMS | E-MOBILITY<br />
Mittwoch, 10. November bis Freitag, 12. November 2<strong>01</strong>0<br />
Blumenhalle bzw. Blumenhotel in St. Veit an der Glan/Kärnten<br />
Veranstalter: Institut für Technologie und Alternative Mobilität<br />
in Kooperation mit dem Land Kärnten<br />
Anmeldung online über www.newmobilityforum.at<br />
52 Neue Mobilität Neue Mobilität 53
Status quo der Elektromobilität - dornier consulting<br />
Status quo der Elektromobilität - dornier consulting<br />
»Mobile Energy Sharing« - eine Idee, die das Laden von<br />
Elektroautos in Innenstädten revolutionieren könnte. Diese<br />
und weitere spannende Impulse entstanden im Rahmen des<br />
CLEAN TECH WORLD CAMPUS, ein Workshop von Dornier<br />
Consulting zusammen mit der HPI School of Design Thinking<br />
vom 15. - 17. September 2<strong>01</strong>0 am Flughafen Tempelhof<br />
in Berlin.<br />
Dornier Consulting geht neue<br />
Wege im Bereich e-Mobility<br />
Nutzerzentrierte Lösungsansätze für die Mobilität der Zukunft<br />
Um Elektroautos zum integrativen Bestandteil des deutschen<br />
Straßenbildes werden zu lassen, bedarf es frischer Ideen.<br />
Daher hat sich Dornier Consulting als Beratung für Innovationen<br />
im Mobilitätsumfeld entschlossen, mit 24 Studenten<br />
aus unterschiedlichen Fachrichtungen Mobilitätsfragen<br />
der Zukunft zu bearbeiten. Der Nachwuchs erbrachte den Beweis,<br />
dass in nur drei Tagen mit der gruppenbasierten Methode<br />
des Design Thinking wertvolle Ansätze für die Entwicklung<br />
der Elektromobilität entstehen können.<br />
»Ausgehend von den Bedürfnissen und Motivationen der Nutzer<br />
haben die Studenten in kleinen multidisziplinären Teams<br />
wertvolle Hintergründe erarbeitet, die lösungsorientierte<br />
Experten oft vernachlässigen. Wir haben dadurch zahlreiche<br />
Impulse und Ideen für unsere Arbeit erhalten«, erläutert Michael<br />
C. Blum, General Manager bei Dornier Consulting in<br />
Berlin. Mit methodischer Unterstützung der School of Design<br />
Thinking des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) beschäftigten<br />
sich die Studenten mit einer zukünftigen Ladeinfrastruktur<br />
für Elektroautos in städtischen Gebieten sowie Mobilitätskonzepten<br />
für ältere Menschen in ländlichen Regionen.<br />
Nach Nutzeranalysen und Expertengesprächen entstanden<br />
unter anderem das Mobile Energy Sharing Konzept zum Austausch<br />
von elektrischer Energie zwischen Fahrzeugen oder<br />
der Akku To Go, ein modulares Batteriespeicherkonzept. Der<br />
Smart E-Parking Service ist eine Alternative für Parkplatz<br />
suchende Elektroautofahrer. Der Workshop wurde von der<br />
HPI School of Design Thinking in Potsdam unter Leitung von<br />
Prof. Ulrich Weinberg gestaltet. Dort wird seit 2007 Design<br />
Thinking nach dem Vorbild der Stanford University gelehrt.<br />
Weitere Unterstützung gab es von Seiten der Beuth Hochschule<br />
für Technik Berlin. Dornier Consulting steht für innovative<br />
Beratung sowie fortschrittliches Engineering und realisiert<br />
zukunftsweisende Lösungen für nachhaltige Mobilität<br />
und Umwelt.<br />
Dornier Consulting: Zukunftsorientierte Beratung für Verkehr,<br />
Energie, Umwelt und Wasser<br />
Dornier Consulting GmbH ist mit 350 Mitarbeitern und einem<br />
Umsatz von 40 Millionen Euro in Deutschland eine der<br />
führenden Unternehmensberatungen in den Bereichen Verkehr,<br />
Transport, Infrastruktur und Umwelt/Wasser. Unsere<br />
Auftraggeber profitieren seit 45 Jahren von der nationalen<br />
und internationalen Beratungspraxis unserer Experten. In<br />
Deutschland ist Dornier Consulting unter anderem in Pilotprojekte<br />
der vier großen Energieversorgungsunternehmen<br />
zur Entwicklung der Elektromobilität involviert.<br />
Dornier Consulting betrachtet sich als Wegbereiter für die<br />
Zukunft. Durch Beratung bei Innovationen, fortschrittliches<br />
Engineering und professionelles Projektmanagement entwickeln<br />
und realisieren wir zukunftsweisende Lösungen für<br />
eine nachhaltige Mobilität und Umwelt. Dies macht Dornier<br />
Consulting zu einem international gefragten Partner für öffentliche<br />
und private Auftraggeber. Zu unseren Auftraggebern<br />
gehören Unternehmen, Behörden und Regierungen.<br />
Der Firmensitz von Dornier Consulting ist Friedrichshafen.<br />
Weitere Standorte befinden sich u.a. in Berlin, München,<br />
Sindelfingen, Abu Dhabi und Riad.<br />
Dornier Consulting<br />
Platz vor dem Neuen Tor 2<br />
1<strong>01</strong>15 Berlin<br />
www.dornier-consulting.com<br />
Michael C. Blum, MBA<br />
General Manager Business & Mobility Consulting<br />
Leiter der Geschäftsstelle Berlin<br />
Fon 030 253 991 51<br />
Mobil <strong>01</strong>51 5263<strong>01</strong>05<br />
Pressekontakt:<br />
Martin Munack<br />
Fon 07545 85 319<br />
Mobil <strong>01</strong>51 52 63 0317<br />
www.cleantechworldcampus.org<br />
www.dornier-consulting.com<br />
www.hpi.uni-potsdam.de/d-school<br />
54 Neue Mobilität Neue Mobilität 55
Status quo der Elektromobilität - Interview Fröschl<br />
Interview mit Andreas Fröschl<br />
FRÖSCHL Systems GmbH<br />
Photovoltaik – Investitionsobjekte der Megawatt-Klasse<br />
Wie wird sich die eMobilität in nächster Zeit entwickeln?<br />
Die Elektromobilität hat in den letzten Monaten einen wahren<br />
Boom erlebt. Das Thema wird immer präsenter und wird<br />
in Zukunft eine große Rolle spielen. Grund hierfür ist u.a. das<br />
zunehmende Umweltbewusstsein der Bevölkerung. Denn<br />
betankt man sein eFahrzeug konsequent mit »grünem Strom«,<br />
so kann man Emissionen zu 100% vermeiden. Und nur in<br />
Verbindung mit Erneuerbaren Energien macht die elektrische<br />
Fortbewegung auch wirklich Sinn.<br />
Denken Sie, dass das Ziel bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge<br />
auf die Straße zu bringen, realistisch ist?<br />
Meiner Meinung nach wird das Ziel sogar übertroffen. Zum<br />
jetzigen Zeitpunkt kommen bereits einige asiatische Automobilhersteller<br />
mit Elektrofahrzeugen zu attraktiven Preisen<br />
auf den Markt. Ab 2<strong>01</strong>2/13 folgen dann auch die großen<br />
deutschen Hersteller.<br />
Steht denn für so eine Vielzahl an Fahrzeugen bis dahin eine<br />
ausreichende Infrastruktur zur Verfügung?<br />
Wir als Softwarehersteller entwickeln bereits seit einiger Zeit<br />
an einem intelligenten Ladesystem für Elektrofahrzeuge.<br />
Der momentane Ausbau der bisherigen Stromnetze auf die<br />
Smart Grids spielt hierbei eine entscheidende Rolle, um die<br />
Intelligenz unseres Systems komplett nutzen zu können.<br />
Wir definieren Elektromobilität<br />
Wodurch unterscheidet sich Ihr System von anderen?<br />
Unser System ist modular aufgebaut. Wir haben eine Leitstelle<br />
für das Lastmanagement und eine Intelligenz in der Ladesäule.<br />
Hier kann der Kunde seine persönlichen Parameter eingeben<br />
und aus diversen Stromprodukten bzw. -tarifen wählen.<br />
Beispielsweise möchte ein Kunde in einer bestimmten Zeit<br />
eine gewisse Menge an Strom laden und / oder dabei einen<br />
gewissen Betrag nicht überschreiten.<br />
Bedeutet das, dass mit Ihrem System der Strom zukünftig<br />
auch genau nach Verbrauch abgerechnet werden kann?<br />
Richtig. Bisher haben wir drei verschiedene Bezahlsysteme<br />
integriert: SMS&Charge, RFID und Kreditkarte. Darüber hinaus<br />
kann der Kunde seine Ladevorgänge auch in einem Webportal<br />
bzw. über sein Smart Phone verfolgen.<br />
Kann man das Fröschl-System schon irgendwo begutachten?<br />
Wir werden das fertige Produkt erstmals auf der eCarTec<br />
2<strong>01</strong>0 in München präsentieren. Neben der herkömmlichen<br />
Ladesäule für öffentlich zugängliche Stromparkplätze wird<br />
dort außerdem auch bereits unsere Lösung für private Ladestationen,<br />
z.B. in der hauseigenen Garage, in Form einer<br />
Wall-Box zu sehen sein. Parallel dazu befinden wir uns in einem<br />
vom Bundesministerium geförderten Projekt mit sechsmonatigem<br />
Feldversuch, bei dem 20 Teilnehmer mit ihren<br />
Fahrzeugen an 10 Säulen diverse Use Cases testen.<br />
Photovoltaik-Anlagen sind rentable<br />
und sichere Investitionsobjekte,<br />
denn langfristige Erträge<br />
zur Erzeugung von Solarstrom<br />
werden durch den Staat<br />
und die Sonnenenergie garantiert.<br />
Durch langjährige Erfahrungen<br />
der Herrmann Licht & Luft Technik<br />
GmbH wuchs das Unternehmen<br />
zu einem der führenden<br />
Spezialisten von Photovoltaik-<br />
Großprojekten heran.<br />
Zur Einhaltung unseres hohen<br />
Qualitätsstandards werden die<br />
einzelnen Komponenten sorgfältig<br />
ausgewählt und geprüft.<br />
Herrmann Licht & Luft Technik<br />
GmbH bietet jegliche<br />
Leistungen und Lösungen ganz<br />
individuell auf die Wünsche<br />
und Anforderungen der Investoren<br />
und Projektpartner zugeschnitten.<br />
Aktuell startet das bisher weltweit<br />
größte Bauvorhaben eines<br />
Photovoltaik-Parks im westlichen<br />
Teil Italiens - auf der<br />
sonnigen Insel Sardinien.<br />
Stolze 76 Megawatt werden in dieser sonnenreichen Umgebung<br />
auf Gewächshäusern verbaut. Herrmann Licht & Luft<br />
Technik GmbH wickelt die kompletten Baumaßnahmen als<br />
Generalunternehmer ab. Alle Vorarbeiten wie z. B. die Planung,<br />
Beschaffung, Berechnung, Logistik, Finanzierungsangebote<br />
für Investoren und zahlreiche weitere Dienstleistungen<br />
werden in unserem Hause abgewickelt.<br />
Wir nehmen die Herausforderungen für Projekte dieser<br />
Größe gerne an um mit ihnen zu wachsen - und gewinnen<br />
Sonnenenergie im großen Stil.<br />
Innovative Solar-Carports im exklusiven Design<br />
Carports der „neuen Generation“<br />
können sich durch eine<br />
Photovoltaik-Anlage selbst<br />
finanzieren. Wir bieten Ihnen<br />
die innovative Möglichkeit<br />
einer sonnenbetriebenen<br />
Überdachung für Ihr Fahrzeug.<br />
Ihre eigene Kreativität und<br />
Ihre Vorstellungen zum außergewöhnlichen<br />
Design können<br />
3D-Modelle der 76 Megawatt-Anlage auf Sardinien<br />
Sie voll und ganz einfließen<br />
lassen. Wir erstellen Ihnen ein<br />
dreidimensionales Modell -<br />
somit können Sie vorab schon<br />
sehen, wie Ihr Carport aussehen<br />
wird. Sie können individuell<br />
die Formen, Farben und<br />
Materialien mitgestalten oder<br />
verändern, damit alles Ihren<br />
Ideen entspricht. Unsere<br />
professionelle Planungsabteilung<br />
steht Ihnen hierfür mit Rat<br />
und Tat zur Verfügung.<br />
Rufen Sie uns an und<br />
wir erstellen Ihnen<br />
ein exklusives<br />
Angebot!<br />
Standortauswahl<br />
Dachsanierung<br />
Projektfinanzierung<br />
Anlagenplanung<br />
Beschaffung hochwertiger<br />
Komponenten<br />
Anlagenbau / Montage<br />
Wartungen<br />
Fern-Monitoring<br />
Ökologische Reinigung<br />
Interesse?<br />
Mehr Informationen<br />
erhalten Sie hier:<br />
Kochheimer Straße 37<br />
86706 Weichering<br />
Telefon: +49 84 54 - 96 27 1<strong>01</strong><br />
Telefax: +49 84 54 - 96 27 102<br />
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www.licht-lufttechnik.de<br />
56 Neue Mobilität
Status Quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - interview juwi<br />
Status Quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - interview Bremer Energie Institut<br />
Interview mit Dr. Ronald Große<br />
Abteilungsleiter Solare Mobilität bei juwi<br />
Die ökologische Dimension<br />
der Elektromobilität<br />
Warum lässt sie sich so schwer bewerten?<br />
Wie kommt ein Unternehmen wie juwi dazu, sich mit Elektromobilität<br />
zu beschäftigen? Welche Motivation steckt hinter<br />
Ihrem sichtbar großen Engagement?<br />
eMobilität und Erneuerbare Energien sind untrennbar miteinander<br />
verbunden. Erstens macht Elektromobilität nur Sinn,<br />
wenn der Strom dazu aus Erneuerbaren Energien kommt.<br />
Ansonsten werden die Emissionen nur verlagert. Zweitens<br />
können Elektrofahrzeuge bei einer Energieversorgung, die,<br />
wie wir es fordern und forcieren, zu 100% aus regenerativen<br />
Quellen gespeist wird, eine immens wichtige Rolle als<br />
flexible Energiespeicher spielen. Um dieses Zusammenspiel<br />
der beiden Bereiche optimal gestalten zu können, sind wir in<br />
verschiedenen Forschungsvorhaben federführend mit von<br />
der Partie und entwickeln entsprechende Konzepte.<br />
Erneuerbare Energien & Elektromobilität als ideale Partner<br />
einer Neuen Mobilität - welche Voraussetzungen müssen<br />
für ein erfolgreiches Zusammenspiel geschaffen werden?<br />
Zunächst einmal müssen alle Beteiligten an einem Strang<br />
ziehen und gemeinsam an Lösungen arbeiten, damit das<br />
große Ziel einer sauberen Mobilität erreicht werden kann:<br />
Autohersteller, Batteriehersteller und Energieunternehmen.<br />
Eine entscheidende Rolle spielt hier der Aufbau einer intelligenten<br />
Ladeinfrastruktur. Es muss für jeden Autofahrer möglich<br />
sein, sauberen Strom vom Anbieter seiner Wahl zu beziehen<br />
- an jedem Ort, zu jeder Zeit und ohne zusätzliche<br />
Kosten. Die einfachste Lösung heute: Es werden Ladestationen<br />
an den Orten aufgebaut wo sie 1. sinnvoll sind und<br />
2. der Strom direkt aus den regenerativen Anlagen kommt.<br />
Konkretes Beispiel sind hier Ladestationen an Windrädern<br />
an der Autobahn oder unter Solarcarports. Die konkrete Umsetzung<br />
dieses Beispiels lässt sich schon heute am juwi Firmensitz<br />
in Wörrstadt besichtigen. Grundsätzlich sind öffentliche<br />
Ladestationen dort sinnvoll, wo Elektrofahrzeuge länger<br />
geparkt werden. Auf Parkplätzen in Einkaufscentern, Autohöfen,<br />
Raststätten etc.<br />
juwi verfügt mittlerweile über eine kleine Elektroautoflotte.<br />
Welche praktischen Erfahrungen haben Sie bis dato damit<br />
machen können? Gab es Pannen oder besondere Highlights?<br />
Mit den Elektroautos verhält es sich exakt so wie mit anderen<br />
Serienfahrzeugen: Unmittelbar nach der Serieneinführung<br />
treten Fehler auf, die vorher einfach noch nicht zu erkennen<br />
waren. Im praktischen Gebrauch haben wir bisher sehr positive<br />
Erfahrungen gesammelt. Zum Beispiel ist der Ladevorgang<br />
gut händelbar - wenn man sich auf die neue Situation<br />
mit den Ladezeiten einstellt, und die Fahrzeuge rechtzeitig an<br />
die Steckdosen gehängt werden. Auch kann man sozusagen<br />
an jedem Ort laden, denn eine Schuko-Steckdose findet sich<br />
nahezu überall. Und noch ein positiver Effekt: Da Elektroautos<br />
nachts aufgeladen werden, kann man jeden Morgen<br />
mit einem »vollgetankten« Auto losfahren und muss nicht<br />
erst eine Tankstelle suchen. Problematisch sind dagegen<br />
fehlende gesetzliche Regelungen, so zum Beispiel für die<br />
Versteuerung des geldwerten Vorteils bei eFahrzeugen als<br />
Dienstwagen.<br />
Für welches Elektroauto würden Sie sich persönlich entscheiden?<br />
Für das beste :) Im Ernst: Der Markt ist noch so jung und sehr<br />
dünn bestückt. Derzeit fahre ich einen Mitsubishi iMiev als<br />
Dienstwagen. Wir werden im nächsten Jahr weitere E-Fahrzeuge<br />
für unseren Fuhrpark anschaffen. Ziel ist es, abhängig<br />
von der Verfügbarkeit der Fahrzeuge, den Fuhrpark auf 100%<br />
E-Fahrzeuge umzustellen.<br />
Dr. Ronald Große<br />
Abteilungsleiter Solare Mobilität, juwi R & D GmbH<br />
grosse@juwi.de | www.juwi.de<br />
Wie groß ist das ökologische Potential der Elektromobilität?<br />
Eine eindeutige Antwort gibt es derzeit darauf noch nicht.<br />
Verschiedene Studien machen zwar Angaben zu den spezifischen<br />
CO 2 -Emissionen von Elektrofahrzeugen in Deutschland,<br />
sie basieren jedoch auf unterschiedlichen Annahmen.<br />
Das grundlegende Problem bei der Erfassung der ökologischen<br />
Effekte liegt darin begründet, dass bisher kaum Elektrofahrzeuge<br />
im Praxistest wissenschaftlich evaluiert werden<br />
konnten. Die Datengrundlage für Modellberechnungen<br />
bezieht sich daher lediglich auf einige Einzelversuche bzw.<br />
die Angaben der Hersteller. So schwanken die Angaben zum<br />
tatsächlichen Energieverbrauch der Fahrzeuge erheblich,<br />
etwa in dem Spektrum zwischen 6 und 26 kWh je 100 km, mit<br />
einem Schwerpunkt im Bereich zwischen 12 und 20 kWh.<br />
Die Systemeffizienz innerhalb der Fahrzeuge muss auch beachtet<br />
werden. Aktuell werden unter dem Begriff der »Ladeverluste«<br />
sämtliche Systemineffizienzen zusammengefasst.<br />
Faktoren können hier bspw. die Standverluste, Übertragungsverluste,<br />
Sekundärverbräuche etc. sein. Je nach Batterietyp<br />
variiert die Höhe der Systemeffizienz. So bezifferte das<br />
ifeu zusammen mit dem Wuppertal Institut (2007, Elektromobilität<br />
und Erneuerbare Energien) nur in Bezug auf<br />
»Beladeverluste« ein mögliches Spektrum zwischen 5-20%.<br />
Aktuelle Praxistests in Österreich kommen unter Verwendung<br />
einer Zebra-Batterie auf einen »Ladeverlust« von ca.<br />
35%. Auch hier ergeben sich also wieder weite Annahmekorridore<br />
die einer Spezifizierung bedürfen.<br />
Besonders die Verknüpfung von Erneuerbaren Energien und<br />
Elektromobilität steht derzeit im Fokus der öffentlichen Diskussion.<br />
In diesem Kontext findet sich häufig die Annahme,<br />
dass eine CO 2 -freie Elektromobilität möglich wäre. Dabei wird<br />
die Tatsache vernachlässigt, dass die Bewertung der Emissionen<br />
von Fahrzeugen nur auf Basis einer Well-to-Wheel<br />
Analyse sinnvoll ist. Diese Betrachtung bei den Erneuerbaren<br />
Energien nicht anzuwenden, um bei null Emissionen<br />
zu landen, führt zu einer verzerrten Sichtweise. Denn auch<br />
die Bereitstellung von Strom aus Erneuerbaren Energien<br />
geht mit der Emission von klimaschädlichen Gasen einher.<br />
Allerdings, und dies ist der eigentlich relevante Punkt, liegen<br />
die Emissionen je kWh bspw. für Offshore-Windenergie<br />
derzeit bei etwa 4% von denen des deutschen Strommixes.<br />
Hier liegt das tatsächliche ökologische Potential, das durch<br />
Elektromobilität abgerufen werden soll. Wie dieser Zusammenhang<br />
herzustellen ist, muss im Rahmen detaillierter Studien<br />
evaluiert werden. An dieser Stelle sei nur darauf hingewiesen,<br />
dass die Nutzung von regenerativ erzeugtem Strom<br />
nicht automatisch zu einem ökologischen Mehrwert führt,<br />
denn dieser Strom könnte auch von anderen Verbrauchern<br />
genutzt werden.<br />
Neben den genannten Faktoren beeinflusst auch der regulatorische<br />
Rahmen den ökologischen Effekt der Elektromobilität.<br />
Besonders hervorzuheben sind die Regelungen in Bezug<br />
auf die CO 2 -Grenzwerte für die Neuwagenflotten und der EU-<br />
Emissionshandel. Bei der Berechnung der Flottenemissionen<br />
können Elektrofahrzeuge derzeit noch dreieinhalbfach<br />
mit null Emissionen angerechnet werden. Wie Kampman<br />
et al. (2<strong>01</strong>0, Green Power for Electric Cars) herausgearbeitet<br />
haben, ist auf Grund dieser Regelung aktuell eher<br />
von einem negativen ökologischen Effekt durch Elektrofahrzeuge<br />
auszugehen. In Bezug auf den EU-Emissionshandel<br />
sei hier nur angemerkt, dass eine Erhöhung der Anzahl<br />
der Zertifikate (Cap) im Stromsektor, um der steigenden<br />
Stromnachfrage im Falle einer umfassenden Diffusion von<br />
Elektrofahrzeugen gerecht zu werden, ebenfalls jedweden<br />
ökologischen Effekt konterkarieren würde.<br />
Anhand dieser kurzen Darstellung wird bereits deutlich, wie<br />
dringend ein verlässlicher Datensatz zur Analyse des ökologischen<br />
Effekts der Elektromobilität benötigt wird. Bis diese<br />
Daten bspw. aus den Modellregionen vorliegen, müssen wir<br />
uns weiterhin mit Annahmen begnügen. Fest steht schon<br />
jetzt, die Elektromobilität hat großes Potential in ökologischer<br />
Hinsicht, nur bleibt fraglich, ab wann dieses Potential<br />
auch ausgenutzt werden kann.<br />
Dr. Jürgen Gabriel und Marius Buchmann M.A.<br />
Bremer EnergieInstitut<br />
College-Ring 2<br />
28759 Bremen<br />
gabriel@bremer-energie-institut.de<br />
www.bremer-energie-institut.de<br />
58 Neue Mobilität Neue Mobilität 59
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Status Quo der Elektromobilität - kommentar korthals<br />
Status Quo der Elektromobilität - kommentar korthals<br />
Leitmarkt Elektromobilität - Wie<br />
Deutschland an die Spitze fährt<br />
Von Dr. Jan Peter Korthals<br />
Die Bundesregierung hat im August 2009 im Nationalen Entwicklungsplan<br />
Elektromobilität das Ziel formuliert, bis 2020<br />
eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen<br />
zu bringen. Andere Länder, allen voran die USA, China und<br />
Frankreich haben zum Teil noch ambitioniertere Ziele formuliert.<br />
Doch wie können diese Ziele erreicht werden? Und wie<br />
kann die deutsche Industrie von dem Megatrend maximal<br />
profitieren?<br />
Grundsätzlich sind hierfür vier Voraussetzungen notwendig.<br />
Erste Voraussetzung ist das Erreichen einer Technologieführerschaft<br />
bei den Kerntechnologien der Elektromobilität. Hier<br />
ist vor allem die Batterietechnologie entscheidend, denn<br />
die Batterie wird je nach Kapazität und Kostenentwicklung<br />
50-80% der gesamten Wertschöpfung des Fahrzeuges ausmachen.<br />
Derzeit wird der Markt für Lithium-Ionen-Batterien<br />
jedoch von asiatischen Anbietern dominiert. Die notwendigen<br />
Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen sind erheblich<br />
und erfordern die konsequente Bündelung wichtiger<br />
Kompetenzen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Auch die<br />
Fahrzeugintegration und die Netzintegration sind wichtige<br />
Kerntechnologien, deren Beherrschung erfolgsentscheidend<br />
sein wird.<br />
Zweite Voraussetzung ist die erfolgreiche Umsetzung der<br />
Technologieführerschaft in international wettbewerbsfähige<br />
Produkte. Dies umfasst nicht nur das Angebot attraktiver<br />
Fahrzeuge und einer nutzergerechten Ladeinfrastruktur,<br />
sondern auch entsprechende integrierte Gesamtkonzepte<br />
sowie innovative neue Services und Dienstleistungen, z.B.<br />
im Bereich Car-Sharing. Ein tiefes Verständnis der zukünftigen,<br />
derzeit im Wandel befindlichen Mobilitäts- und Kundenbedürfnisse<br />
ist hier ein zentraler Erfolgsfaktor.<br />
Dritte Voraussetzung ist die Sicherstellung einer möglichst<br />
hohen Wertschöpfung in Deutschland, um Arbeitsplätze in<br />
Deutschland zu sichern bzw. zu schaffen. Die deutsche Automobilindustrie<br />
braucht insbesondere eine eigene Batteriezellenfertigung,<br />
um eine Abhängigkeit von anderen Ländern<br />
zu vermeiden. Aufgrund der hohen Automatisierbarkeit und<br />
hoher Logistikkosten wäre eine wirtschaftliche Fertigung in<br />
Deutschland dabei durchaus möglich. Voraussetzung hierfür<br />
ist aber neben der erwähnten Technologieführerschaft<br />
der Aufbau von entsprechenden Fachkräften, z.B. durch die<br />
Gründung von Ausbildungs- und Qualifizierungszentren,<br />
und die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die<br />
Ansiedlung neuer Produktionen bzw. Unternehmen durch<br />
die Politik.<br />
Schlussendlich muss Deutschland führender Markt in der<br />
Anwendung der Elektrofahrzeuge werden. Nur mithilfe der<br />
Erfahrungen und der Skaleneffekte eines starken Heimat-<br />
marktes kann die deutsche Industrie Produkte und Dienstleistungen<br />
entwickeln und zur Marktreife bringen, die auch international<br />
wettbewerbsfähig sind. Nach dem erfolgreichen Test der<br />
technischen Machbarkeit unterschiedlicher Aspekte der Elektromobilität<br />
in den 8 Modellregionen braucht Deutschland nun ein<br />
Leuchtturmprojekt zur Demonstration eines funktionierenden,<br />
integrierten Gesamtsystems in einer ausgewählten Region. Dieses<br />
Projekt muss dabei ausreichende Skaleneffekte erreichen<br />
(mind. 50.000 Fahrzeuge), um eine möglichst umfassende Umstellung<br />
auf Elektromobilität zu ermöglichen und sie in allen Aspekten<br />
erlebbar zu machen. Als möglicher Standort bietet sich<br />
hier Berlin an. Die Stadt besitzt nicht nur eine attraktive Größe<br />
mit einer hinreichend offenen Bevölkerung, sondern hat internationale<br />
Strahlkraft und ist zudem als »OEM-neutraler« Standort<br />
geeignet, die Zustimmung aller deutschen Automobilhersteller<br />
zu erhalten. Doch auch andere Regionen wären geeignet.<br />
Kontrovers wird derzeit die Notwendigkeit von Kaufprämien für<br />
Elektrofahrzeuge diskutiert. Die Bundesregierung lehnt diese<br />
momentan im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ab. Da es<br />
noch kaum Elektrofahrzeuge von deutschen Herstellern gibt, ist<br />
diese Entscheidung nachvollziehbar, denn eine Prämie würde<br />
vor allem ausländische Fabrikate fördern. Dennoch werden in<br />
den nächsten Jahren Kaufanreize notwendig sein, um Skaleneffekte<br />
zu erreichen und zu vermeiden, dass Automobilhersteller<br />
ihre Elektrofahrzeuge vor allem in Ländern anbieten, die solche<br />
Kaufanreize bieten. Diesen Effekt kann man schon heute bei den<br />
Markteinführungen der ersten Elektro-Großserienfahrzeuge (z.B.<br />
Nissan Leaf) beobachten. Die Kaufanreize sollten jedoch nicht<br />
ausschließlich monetär sein. Auch nicht-monetäre Kaufanreize<br />
können den Absatz von Elektrofahrzeugen durchaus effektiv fördern,<br />
wie verschiedene Untersuchungen gezeigt haben.<br />
Ein Aufbau einer flächendeckenden und teuren öffentlichen Ladeinfrastruktur<br />
durch die öffentliche Hand ist zunächst nicht nötig.<br />
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die »Early Adopters«<br />
von Elektrofahrzeugen vor allem auf private bzw. nicht-öffentliche<br />
Lademöglichkeiten zurückgreifen. Darüber hinaus werden<br />
sich gerade in Deutschland viele Kunden für ein Plug-In-Hybrid-<br />
Modell entscheiden, bei dem die Notwendigkeit einer öffentlichen<br />
Ladeinfrastruktur weniger hoch ist. Eine öffentliche Infrastruktur<br />
wird somit anfänglich eher punktuell gebraucht und vor<br />
allem auch zu Zwecken von Marketing und Vertrauensbildung<br />
entstehen. Dies zeigen u.a. Untersuchungen von McKinsey in<br />
New York und Shanghai sowie der Mini E-Pilotversuch von BMW<br />
und Vattenfall in Berlin.<br />
Auch wenn Deutschland in den letzten Monaten beim Thema Elektromobilität<br />
aufgeholt hat: Aktuell liegen Länder wie Frankreich,<br />
USA, China und Japan noch vorne. Um eine Spitzenposition zu<br />
erreichen, ist deshalb eine Zusammenarbeit aller betroffenen<br />
Kräfte aus Industrie, Politik und Verbraucher notwendig.<br />
jp@korthals.de<br />
62 Neue Mobilität Neue Mobilität 63
Status Quo der Elektromobilität - kommentar heep<br />
Status Quo der Elektromobilität - kommentar heep<br />
Was geschieht eigentlich wirklich<br />
hinter meiner Steckdose..?<br />
Ein Kommentar von Christian Heep, Vorstand Marketing beim Bundesverband eMobilität<br />
»Wir müssen jetzt nachholen, was unsere Vorgänger verschlafen<br />
haben. Natürlich wird das teuer. Am Anfang. Die Folgen<br />
weiterer Verzögerung und weiteren Protektionismus einer veralteten<br />
Elite sind jedoch um ein Vielfaches teurer.«<br />
Wen kümmert‘s wenn die Welt im Chaos versinkt, irgendwann<br />
der letzte Tropfen Öl getrunken ist und das Atom auch<br />
in 1.000 Jahren noch über seinen Siegeszug lacht. Egal. Laufzeiten<br />
verlängern ist der einzig wahre Weg, volkswirtschaftlich<br />
sinnvoll, Solarstrom viel zu teuer, die Herstellung nicht<br />
nachhaltig, Wind ist eh Quatsch und Autos fahren nun mal<br />
am besten mit Öl. Ich bin‘s leid. Eine Informationskaskade<br />
jagt die nächste.<br />
Planspiel: 10 Personen, eine Horde Politiker, 1 Energiekonzern,<br />
1 halbes Stadtwerk, 23 Lobbyisten, 1 Umweltschützer, 1 Wissenschaftler,<br />
2 Journalisten, 1 Anzeigenverkäufer, 2 Chefredakteure,<br />
1 Stammtisch, 10 Banker und Privatinvestoren und<br />
ein paar Millionen Autofahrer und Stromkunden. Wer hat<br />
recht, wer unrecht..? Und wer hat den meisten Einfluss, das<br />
meiste Geld? Wer lenkt und steuert? Die Vermutung: Politik<br />
oder Wirtschaft. Ein »und« erscheint eher pathetisch. Die Anwort:<br />
Ist einfach und gleichzeitig vermeintlich komplex. So<br />
komplex, dass es kein Recht, keine Wahrheit, kein Unrecht<br />
und kein Falsch gibt. Die Suppe wird gewürzt mit vielleicht,<br />
könnte, müsste, sollte und einer Prise von den anderen und<br />
später. Erstaunlich, dass die versalzene Suppe ganz vielen<br />
irgendwie schmeckt. Beharrlichkeit und Protektionismus<br />
lassen alle schön weiterlöffeln.<br />
Was das alles mit meiner Steckdose zu tun hat..? Das kann<br />
ich Ihnen auch nicht erklären. Dafür gibt es die vielen studierten<br />
Köpfe in der Politik, der Forschung, den Medien, der<br />
Wirtschaft und den Verbänden, die allesamt von einigen<br />
großen Konzernen abhängig sind. Das ist doch so - oder nur<br />
Stammtischniveau? Natürlich kann man es damit erklären:<br />
Der Bürger hat zu wenig Ahnung, zu wenig Hintergrundwissen,<br />
zu wenig Intellekt, um all die großen Zusammenhänge<br />
dahinter zu verstehen. Aber was genau ist denn dahinter..?<br />
Ich frage mich, in was für einer Welt ich leben möchte. Und<br />
ich stelle fest, dass sich immer mehr Menschen aus allen Bevölkerungsschichten<br />
die gleiche Frage stellen.<br />
Was ist eigentlich schlecht an einer Windkraftanlage, die den<br />
Wind in Strom umwandelt oder einer Solar- oder Photovoltaikanlage,<br />
die uns die Energie der Sonne direkt zugänglich<br />
macht? Was ist schlecht an Geothermie, an Biomasse und<br />
Gezeitenkraftwerken und vielen anderen tollen Ideen und<br />
Errungenschaften der Wissenschaft? Elektroautos, die sauber<br />
und leise fahren ohne stinkenden Auspuff, aufgeladen<br />
mit Erneuerbaren Energien? Erfunden von klugen Männern<br />
und Frauen, die sich Gedanken gemacht haben. Um die Zukunft<br />
dieser Welt. Die Zukunft unserer Kinder.<br />
Was um Himmels willen soll schlecht sein an emissionsfreier,<br />
nachhaltig erwirtschafteter Energie..? Und dem Export dieser<br />
nachhaltigen Technologien. Kann mir jemand das mal<br />
erklären..? Ah, das ist zu teuer..! Na dann, machen wir es<br />
besser nicht, wenn‘s zu teuer ist. Lasst uns lieber weiter die<br />
knapper werdenden Ressourcen dieser Welt verbrennen,<br />
Kriege führen, die Städte verpesten und einer vermeintlich<br />
strahlenden Zukunft entgegenblicken.<br />
Und das soll alles hinter meiner Steckdose passieren..? Ja,<br />
so in etwa schon, viel komplizierter - das wissen Sie ja, aber<br />
im Grunde ist es so oder so ähnlich.. Und auch in Ihrem Tank,<br />
Ihrem Fernseher, der Zeitung - jeden Tag, jede Stunde. Überall<br />
auf der Welt. So ist das. Also machen Sie die Augen auf,<br />
wenn Ihnen das nächste Mal jemand was von einer Wahrheit<br />
erzählt. Hinterfragen Sie genau und wägen Sie ab, was für die<br />
Menschen, Ihre Umwelt und für Ihre Kinder und deren Kinder<br />
am besten ist. Wechseln Sie zu Erneuerbaren Energien, finden<br />
Sie Elektroautos toll und überlegen Sie beim nächsten<br />
Autokauf ein Elektroauto zu kaufen. Fragen Sie heute Ihren<br />
Autohändler was die kosten. Schreiben Sie Ihrem Energieanbieter,<br />
Ihrer Stadt, dem Bürgermeister, den Abgeordeten<br />
und den Unternehmen und fragen Sie, warum sie sich nicht<br />
für eine bessere Zukunft einsetzen. Informieren Sie Ihr Umfeld<br />
und erziehen Sie Ihre Kinder mit einer besseren, einer<br />
nachhaltigeren Verantwortung für diesen Planeten.<br />
Wir müssen jetzt nachholen, was unsere Vorgänger verschlafen<br />
haben. Natürlich wird das teuer. Die Folgen weiterer<br />
Verzögerung und Protektionismus einer veralteten Elite<br />
sind jedoch um ein Vielfaches kostenintensiver. Allerdings<br />
außerhalb der eigenen Lebenszeit. Es ist gefordert und unerlässlich<br />
langfristiger zu denken. Im Sinne nachfolgender<br />
Generationen nachhaltig zu handeln. Das Richtige zu machen.<br />
Der bevorstehende Paradigmen- und Systemwechsel<br />
ist nicht von heute auf morgen gemacht. Es ist auch gar<br />
keine Frage des Wollens, sondern auf lange Sicht eine existenzielle<br />
Frage des Überlebens. Die Sicherung der eigenen<br />
Lebensgrundlage. Eine Eigenschaft, die auf der Ebene der<br />
Handvoll wirklicher Entscheidungsträger durchaus bekannt<br />
ist und täglich gelebter Praxis entspricht. Bitte einfach nur<br />
ein oder zwei Generationen weiter denken. Könnte dieses<br />
Handlungsschema nicht weitaus heroischer sein, als das<br />
Festhalten an tradierten Strukturen..?<br />
Aber fürs Erste wird es sicherlich irgendeine Studie geben,<br />
die das Gegenteil behauptet. So wie es zu jeder Wahrheit<br />
je nach Blickwinkel und Interessenslage diverse Nachrichten<br />
gibt, lassen sich auch zur Belegung wissenschaftlicher<br />
Wahrheiten diverse Studien finden oder zu dessen Zweck erstellen.<br />
Aus Sicht der Protektoren einer fossilen Welt durchaus<br />
nachvollziehbar. Wer sägt schon an dem Stuhl auf dem<br />
er sitzt..? Dabei wäre es aber doch viel klüger von dem morschen<br />
Stuhl aufzustehen und sich einfach auf einen besseren<br />
zu setzen. Statt dessen ziehen unsere Eliten es vor, nur<br />
die Füße auf einen anderen Stuhl zu legen. Stellen Sie sich<br />
einmal den Fall vor, wenn der Stuhl dann zusammenbricht.<br />
Lassen Sie uns jetzt nicht nur einen kleinen Raum, sondern<br />
ganze Säle mit den richtigen Ideen bestuhlen. Die richtigen<br />
Personen setzen sich dann von ganz alleine.<br />
Danke.<br />
64 Neue Mobilität
Status Quo der Elektromobilität - kommentar baack<br />
Status Quo der Elektromobilität - doppelmayr<br />
E-Mobility - Chance und<br />
Risiko für Stadtwerke<br />
Erleben Sie Elektromobilität<br />
aus der Vogelperspektive<br />
von Tim Baack, E-Mobility Partners<br />
Die eMobiliät hat sich von einem »Hype« zur Realität entwickelt.<br />
Die Geschwindigkeit, mit der neue Fahrzeuge und Produkte<br />
entwickelt und getestet werden, ist enorm und selbst<br />
für Kenner der Industrie überraschend. Hier wird in kürzester<br />
Zeit eine neue Technologie umgesetzt, die nicht nur die Automobilindustrie,<br />
sondern auch die Welt der Energieversorgung<br />
grundlegend verändern wird.<br />
Eine der zentralen Fragen ist: »Wo wird Fahrstrom bezogen?«<br />
Die meisten Experten gehen davon aus, dass der überwiegende<br />
Teil der Energie bei den Kunden zu Hause oder auf<br />
einem Firmenparkplatz bezogen wird. Bei der Versorgung<br />
kann also überwiegend auf bestehende Infrastruktur und<br />
Kundenbeziehungen zurückgegriffen werden. Deshalb sind<br />
Stadtwerke optimal positioniert, um den Markt für eMobilität<br />
zu besetzen. Sie können aus ihrem Kerngeschäft - unter<br />
Nutzung ihrer existierenden Infrastruktur, Kunden und Ressourcen<br />
- in diesen neuen Markt expandieren.<br />
Die Stärken der Stadtwerke liegen vor allem in ihrer ausgeprägten<br />
lokalen Präsenz und ihrer Kontrolle über die Infrastruktur.<br />
Ihre Nähe zu den örtlichen Kunden, Behörden und<br />
Interessengruppen ist ein Alleinstellungsmerkmal. Stadtwerke<br />
betreiben und besitzen Elektrizitätsverteilnetze und<br />
zum Teil auch Kommunikationsnetze. Sie kontrollieren somit<br />
einen großen Teil der benötigten Infrastruktur und verfügen<br />
über geschultes Personal und Know-how. Stadtwerke haben<br />
eine Vertriebsorganisation vor Ort und einen großen Kundenstamm<br />
bei Haushalts- und Gewerbekunden. Diese sind<br />
auch die potentiellen Kunden für die Produkte der eMobility.<br />
Die Unternehmen haben oft einen jahrelangen Kontakt zu ihren<br />
Kunden und haben Erfahrung in deren Management und<br />
Abrechnung.<br />
Die Präsenz der Stadtwerke »vor Ort« und ihre Nähe zu den<br />
Kommunen geben Ihnen Vorteile, wenn es darum geht, Ladesysteme<br />
im öffentlichern Straßenraum zu errichten. Hier sind<br />
Laden und Parken untrennbar miteinander verbunden, da bei<br />
jedem Ladevorgang zwangsläufig Parkraum genutzt wird.<br />
Viele Stadtwerke betreiben Unternehmen des Parkraum-<br />
managements und auch des Nahverkehrs. Stadtwerke kennen<br />
die Situation in den Städten genau, nur sie können strategisch<br />
und kommerziell wichtige Standorte früh besetzten<br />
und die eMobilität in bestehende Nahverkehrs- und Parkraumkonzepte<br />
integrieren.<br />
Das Aufkommen der eMobilität birgt für Stadtwerke erhebliche<br />
Chancen, aber auch Risiken. Stadtwerke sollten daher<br />
umgehend eine Strategie zum Thema eMobilität entwickeln<br />
und kurzfristig mit deren Umsetzung beginnen. Der neue<br />
Markt wird Wettbewerber aus der Energiewirtschaft und aus<br />
fremden Branchen auf den Plan rufen, und der Wettbewerb<br />
um die Fahrer von Elektroautos - besonders attraktiven Kunden<br />
aufgrund ihres hohen Strombedarfs - wird sich intensivieren;<br />
diese Kunden sind bisher größtenteils Kunden der<br />
Stadtwerke. Stadtwerke haben eine einmalige Position im<br />
Markt für eMobilität: Sie haben den Kundenstamm, die Infrastruktur<br />
und die Ressourcen, um diesen Markt entscheidend<br />
zu beeinflussen und zu besetzen. Stadtwerke können sich<br />
durch frühzeitige Aktionen den Markt für eMobilität bereits<br />
jetzt sichern und ihre zukünftige Position aktiv gestalten.<br />
Hinweis: In der folgenden Ausgabe wird ein umfangreicherer<br />
Artikel des Autors zum Thema eMobility und Stadtwerke erscheinen.<br />
Autor: Tim Baack ist Geschäftsführer der E-Mobility Partners<br />
GmbH, ein Beratungsunternehmen für die Energiewirtschaft.<br />
E-Mobility Partners hat in 2<strong>01</strong>0 eine umfangreiche Studie<br />
zum Thema »Elektrische Mobilität und kommunale Unternehmen«<br />
für eine Gruppe von 30 Stadtwerken durchgeführt.<br />
Die Ergebnisse der Studie werden zurzeit aktiv von den Unternehmen<br />
umgesetzt.<br />
Tim Baack<br />
E-Mobility Partners GmbH<br />
baack@empartners.de<br />
Kommen Sie nach Koblenz und testen Sie ab 15. April 2<strong>01</strong>1<br />
die modernste Seilbahn der Welt. Doppelmayr hat für die<br />
Bundesgartenschau 2<strong>01</strong>1 vom Deutschen Eck über den Rhein<br />
bis zur Festung Ehrenbreitstein eine Dreiseilumlaufbahn mit<br />
35er Kabinen errichtet. In der Urban Concept Kabine Nummer<br />
18 erleben Sie, wie Seilbahnen im öffentlichen Nahverkehr<br />
aussehen und funktionieren können.<br />
Wussten Sie schon, dass Seilbahnen die energieeffizientesten<br />
Verkehrsmittel im öffentlichen Personen-Nahverkehr<br />
sind? Seilbahnen werden elektrisch angetrieben und sind<br />
auch in der Lage, elektrische Energie zurück zu gewinnen. Für<br />
die Energieeffizienz viel wichtiger ist jedoch das Pater-Noster-<br />
Prinzip, nach dem moderne Umlaufseilbahnen funktionieren.<br />
Die Massen der aufwärtsfahrenden Kabinen werden von den<br />
abwärtsfahrenden Kabinen neutralisiert. Somit muss lediglich<br />
Energie für Reibung und ungleiche Nutzlastverhältnisse<br />
aufgewendet werden.<br />
Wussten sie schon, dass es Seilbahnen gibt, die auch von<br />
Gehbehinderten autonom benutzt werden können?<br />
Der Kabinenboden moderner Seilbahnen ist niveaugleich mit<br />
der Bahnstegkante bei einer maximalen Spaltbreite von nur<br />
2,5 cm. Die großräumigen Kabinen bieten genügend Platz für<br />
Gehhilfen, Rollstühle oder auch Fahrräder und Kinderwagen.<br />
Wussten Sie schon, dass moderne Hochleistungsseilbahnen<br />
bis zu 10.000 Personen pro Stunde befördern können?<br />
Im Gegensatz zu selbstfahrenden Verkehrssystemen bewegt<br />
eine Seilbahn viele Fahrzeuge in zwei Richtungen mit nur einem<br />
Antrieb. So können pro Richtung bis zu 5.000 Personen<br />
in der Stunde befördert werden. Es gibt keine Wartezeiten<br />
und keinen Fahrplan, da alle paar Sekunden ein neues Fahrzeug<br />
zum Einsteigen bereit ist.<br />
Wenn Sie noch mehr über Seilbahnen im innerstädtischen<br />
Verkehr wissen möchten, dann kontaktieren Sie uns und fordern<br />
unsere Broschüren zu diesem Thema an.<br />
Doppelmayr Seilbahnen GmbH<br />
Rickenbacherstraße 8-10<br />
Postfach 20<br />
A-6961 Wolfurt / Austria<br />
Fon 0043 5574 604<br />
dm@doppelmayr.com<br />
www.doppelmayr.com<br />
66 Neue Mobilität Neue Mobilität 67
em eroadshow<br />
BEM eRoadshow<br />
Elektromobil im Öffentlichen Dienst<br />
Lösungen für Behördenfahrzeuge und öffentliche Fuhrparks<br />
Beteiligen Sie sich am Themenschwerpunkt Elektromobilität<br />
in der Januar-Ausgabe 2<strong>01</strong>1 des Behörden Spiegel.<br />
Die BEM eRoadshow bietet die Möglichkeit einer emotionalen<br />
und öffentlichkeitswirksamen Imagepositionierung in<br />
einem innovativen und nachhaltigen Umfeld. Ziel ist, Elektromobilität<br />
vor dem Hintergrund des Klima- und Umweltschutzes<br />
und der Steigerung urbaner Lebensqualität ohne<br />
Verzicht als Lifestyleprodukt zu präsentieren. Insbesondere<br />
gilt es, die Chancen der Elektromobilität im Bewusstsein der<br />
Menschen zu verankern und sie für eine nachhaltige und zukunftsweisende<br />
Erneuerbare Mobilität zu gewinnen.<br />
Die eRoadshow bietet Unternehmen, Stadtwerken und Kommunen<br />
die Möglichkeit, Elektromobilität als erfahrbare und<br />
realistische Mobilitätsalternative aufzuzeigen und damit ein<br />
großes Publikum zu begeistern. Die neuesten eBikes, Pedelecs,<br />
eMotorräder und eCity-Autos können vom interessierten<br />
Publikum vor Ort selbst ausprobiert und gefahren<br />
werden.<br />
Frank Müller | Fon 030 8638 1874 | info@bem-ev.de<br />
Themenauswahl:<br />
> Vorbild Staat und Kommune für Umwelt- und Energieeffizienz<br />
> Anwendungsbeispiele: kommunale Fuhrparks, Polizei, Landes- und Bundesbehörden<br />
> Optimierungsmöglichkeiten und Implementierungsstrategien im Fuhrpark<br />
electric movement<br />
> Speichertechnologien, Infrastruktur<br />
> Antriebs- & Motorentechnik; Engineering & Zulieferung; Dienstleistung<br />
> Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, Steuervergünstigungen<br />
> Übersicht ausgewählter Hersteller und Lösungen<br />
Neu !<br />
© www.designwelt.com / Stefan Ellbrueck<br />
Walther-Werke<br />
Ferdinand Walther GmbH<br />
Ramsener Straße 6<br />
67304 Eisenberg/Pfalz<br />
Telefon + (49) 6351 / 475-0<br />
Fax + (49) 6351 / 475-227<br />
www.walther-werke.de<br />
mail@walther-werke.de<br />
Planungsschluss: 15. Dezember 2<strong>01</strong>0<br />
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em-roundtable - Schulterschluss der Verbände<br />
bem-roundtable - Konstruktiver Austausch der Modellregionen<br />
BEM-Roundtable<br />
Oliver Braune von NOW GmbH und Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität<br />
3. BEM-Roundtable: Schulterschluss der Verbände zum Thema Elektromobilität<br />
4. BEM-Roundtable: Konstruktiver Austausch der Modellregionen<br />
Auf dem 3. BEM-Roundtable am 24. Juni 2<strong>01</strong>0 kamen verschiedene<br />
Verbände, die sich für eine saubere und CO2-freie<br />
Mobilität einsetzen, zusammen. Ziel der Diskussionsrunde<br />
war es, eine gemeinsame Position und Handlungsstrategie<br />
der Verbände zu erarbeiten, um gegenüber der Bundesregierung<br />
und den Elektromobilitätsplayern mit gemeinsamer<br />
Stimme auftreten zu können. Neben dem Verband der Automobilindustrie<br />
e.V. (VDA), dem Bundesverband der Energieund<br />
Wasserwirtschaft (BDEW), dem Verband der Internationalen<br />
Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK), dem Zweirad-Industrie-<br />
Verband (ZIV), dem Bundesverband Biogene und Regenerative<br />
Kraft- und Treibstoffe e.V. (BBK), dem Fachverband Elektromobilität<br />
e.V., dem Bundesverband CarSharing e.V. (bcs) und<br />
dem Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste<br />
e.V. (BIEK) waren auch Vertreter aus Wirtschaft und<br />
Politik vertreten.<br />
»Das Reden ist vorbei, wir müssen jetzt die Elektroautos<br />
bestellen«, erklärte BEM-Beiratsvorsitzender Dr. Jan Traenckner.<br />
Der Bundesverband eMobilität fordert die großen<br />
Unternehmen, die EVU und die Kommunen sowie die mittelständischen<br />
Handwerker auf, jetzt verbindlich 500.000<br />
Elektrofahrzeuge für ihre Flotten zu ordern, um insbesondere<br />
bei den Automobilherstellern ein Zeichen zu setzen. »Die<br />
Hemmschwelle muss überwunden werden, es ist jetzt Zeit<br />
zum Handeln«, betonte BEM-Präsident Kurt Sigl.<br />
Im europaweiten Vergleich wird der Systemwandel hin zur<br />
Elektromobilität in Deutschland nur wenig gefördert. Dabei<br />
beweisen bereits jetzt Mittelständler, wie die German E Cars<br />
GmbH mit ihrem Elektroauto Stromos, dass der Zukunftsmarkt<br />
eMobilität einen wichtigen Beitrag zur heimischen Wertschöpfung<br />
leisten kann. Kommunen und mittelständische<br />
Unternehmen müssen gezielt eigene Elektromobilitätsprojekte<br />
initiieren, um die Neue Mobilität für potentielle Kunden<br />
erfahrbar und bezahlbar zu machen.<br />
»Wir müssen Mobilität neu definieren. Die intelligente Mobilität<br />
der Zukunft wird on demand sein, in die der öffentliche<br />
Personennah- und Fernverkehr sowie das Prinzip des<br />
Carsharings eingebunden sein werden«, erklärte BEM-Geschäftsführer<br />
Frank Müller.<br />
Auf dem 4. BEM-Roundtable am 30.09.2<strong>01</strong>0 kamen auf Einladung<br />
vom Bundesverband eMobilität Vertreter der verschiedenen<br />
Modellregionen und -projekte vom BMVBS, BMWi<br />
und BMU in Berlin zusammen, um Erfahrungen der einzelnen<br />
Projekte zu diskutieren und eventuelle Informationsbarrieren<br />
zu durchbrechen. Neben den zwei Keynote-Sprechern<br />
Oliver Braune (NOW GmbH) und Andreas-Michael Reinhardt<br />
(B.A.U.M. Consult), nahmen Vertreter der Modellregionen<br />
Rhein-Main, Sachsen, Berlin/Potsdam und Bremen sowie<br />
der Modellprojekte Harz.ee-mobility, Future Fleet, GridSurfer<br />
und Smart Wheels an der informativen Diskussionsrunde teil.<br />
»Der rege Austausch zwischen den Vertretern der einzelnen<br />
Modellregionen hat ein großes Bedürfnis nach übergreifender<br />
Kommunikation gezeigt«, betonte BEM-Präsident Kurt<br />
Sigl und machte damit deutlich, wie wichtig es ist, die zahlreichen<br />
Kompetenzen der verschiedenen Modellregionen zu<br />
bündeln und die Erfahrungen für die gesamte Branche verfügbar<br />
zu machen. Dadurch ist es möglich den Lernprozess<br />
aller zu verkürzen, neue Entwicklungen effektiver umzusetzen<br />
und aus den Forschungsergebnissen konkrete Maßnahmen<br />
für die Zukunft der Neuen Mobilität abzuleiten. Innerhalb<br />
der Projektumsetzung betonte Oliver Braune in seinen<br />
Ausführungen das starke Engagement des deutschen Mittelstandes.<br />
Die Vertreter der verschiedenen Projekte waren sich einig:<br />
dieser Austausch muss künftig weiter fortgeführt werden.<br />
»Wir müssen mehr Geschlossenheit zeigen. Der Bundesverband<br />
eMobilität kann hier als Transferagent agieren<br />
und dabei unterstützen, die wegweisenden Ergebnisse zur<br />
Marktvorbereitung der Elektromobilität zu kommunizieren«,<br />
so Andreas-Michael Reinhardt. Insbesondere im Bereich der<br />
ministerienübergreifenden Vernetzung wird der BEM künftig<br />
verstärkt unterstützen.<br />
Deutlich wurde im Rahmen der Diskussionsrunde außerdem<br />
der Wunsch nach einer Verstetigung der verschiedenen Elektromobilitäts-Projekte.<br />
Die kurzen Projektzeiträume bis 2<strong>01</strong>1 erschweren<br />
sowohl eine relevante Datenerhebung als auch die<br />
Akzeptanz in der Gesellschaft. Diese kann nur durch langfristige<br />
und flächendeckende Sichtbarkeit von Elektromobilität<br />
entstehen und wachsen. Der BEM setzt sich deshalb für eine<br />
Weiterführung der verschiedenen Projekte ein.<br />
70 Neue Mobilität Neue Mobilität 71
Vorstellung der BMVBS-Modellregionen<br />
Mobiler Alltag in<br />
Städten von morgen<br />
Elektrische Fahrzeuge sind eine wesentliche Komponente<br />
für ein zukunftsfähiges Verkehrssystem und eine nachhaltige<br />
Mobilität.<br />
Mit ihnen können die CO 2 -Emissionen sowie die Abhängigkeit<br />
von auf Erdöl basierenden Kraftstoffen deutlich verringert<br />
werden. Darüber hinaus fördert die Elektromobilität den<br />
Ausbau der Erneuerbaren Energien und trägt zum Erreichen<br />
der weltweiten Klimaziele bei. Das Förderprogramm<br />
Modellregionen Elektromobilität begünstigt diese Entwicklung.<br />
Ziel ist es, mit Hilfe der bereitgestellten Gelder in<br />
Höhe von circa 130 Millionen Euro im Zeitraum von 2009<br />
bis 2<strong>01</strong>1 die Forschung und Entwicklung, die Marktvorbereitung<br />
und die Markteinführung von elektrischen Fahrzeugen<br />
in Deutschland voranzubringen. Das Programm ist im<br />
August 2009 vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und<br />
Stadtentwicklung verabschiedet worden.<br />
Für das Programm wurden aus knapp 130 Einreichungen 8<br />
Modellregionen ausgewählt. Es handelt sich um die Metropolregionen<br />
Berlin/Potsdam, Bremen/Oldenburg, Hamburg,<br />
München, Rhein-Main, Rhein-Ruhr, Sachsen und Stuttgart.<br />
In diesen Regionen arbeiten Akteure aus Wissenschaft,<br />
Industrie und den beteiligten Kommunen in insgesamt<br />
200 Einzelvorhaben eng zusammen, um - unter Berücksichtigung<br />
der regionalen Gegebenheiten - Elektrofahrzeuge<br />
in den Alltagsbetrieb zu integrieren. Hierbei stehen neben<br />
dem Betrieb der Elektrofahrzeuge die Installation einer Infrastruktur<br />
sowie die Verankerung der eMobilität im<br />
öffentlichen Raum im Fokus. Darüber hinaus sollen neue<br />
Mobilitätskonzepte, die Integration verschiedener Transportmöglichkeiten<br />
und zukünftige Geschäftsmodelle konzipiert,<br />
realisiert und bewertet werden.<br />
Nicht zuletzt gilt es, das Verhalten und die Akzeptanz bei<br />
den Nutzern mittels breit gefächerter, wissenschaftlicher<br />
Begleitforschung zu untersuchen. Bereits laufende und durch<br />
das Konjunkturpaket II ausgeweitete Demonstrationsprojekte<br />
wurden in die Modellregionen eingebettet mit dem übergreifenden<br />
Ansatz, Elektromobilität im Alltag zu demonstrieren.<br />
Dabei werden unterschiedliche Projektschwerpunkte<br />
gesetzt. Dadurch wird gewährleistet, dass alle relevanten<br />
Themenfelder auch berücksichtigt werden.<br />
MODELLREGIONEN<br />
BMVBS und BMWi /BMU-Modellprojekte zur Elektromobilität im Überblick<br />
Weser-Ems,<br />
Niedersachsen<br />
Rhein-Ruhr,<br />
Nordrhein-Westfalen<br />
Aachen,<br />
Nordrhein-Westfalen<br />
Rhein-Neckar,<br />
Baden-Württemberg<br />
Stuttgart, Karlsruhe,<br />
Baden-Württemberg<br />
Oldenburg<br />
Aachen<br />
Bremen<br />
Modellregion<br />
Bremen/Oldenburg<br />
Modellregion<br />
Rhein-Ruhr<br />
Modellregion<br />
Stuttgart<br />
Modellregion Hamburg<br />
Hamburg<br />
Modellregion<br />
Rhein-Main<br />
Stuttgart<br />
Modellregion<br />
Sachsen<br />
Modellregion<br />
Berlin/Potsdam<br />
Potsdam<br />
Leipzig<br />
München<br />
Berlin<br />
Dresden<br />
Modellregion<br />
München<br />
HARZ.EE-MOBILITY<br />
Harz, Sachsen-Anhalt<br />
Allgäu, Bayern<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
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<br />
Dr. Klaus Bonhoff, Geschäftsführer der NOW GmbH Nationale<br />
Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie<br />
kontakt@now-gmbh.de<br />
8 Modellregionen Elektromobilität 7 Modellprojekte IKT für Elektromobilität<br />
Um das Ziel, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu machen, zu erreichen, hat die Bundesregierung verschiedene<br />
Förderprojekte aufgelegt. Auf der Karte und auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die vom Bundesverkehrsministerum<br />
geförderten Modellregionen Elektromobilität sowie die vom Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium<br />
geförderten Modellprojekte IKT für Elektromobilität näher vor.<br />
Neue Mobilität<br />
73
MODELLREGION Berlin / potsdam<br />
MODELLREGION Berlin / potsdam<br />
Modellregion Berlin-Potsdam<br />
trierter Quelle und eigene Stellplätze für die Fahrzeuge gibt.<br />
Das Konzept ist zudem ideal zur Verwirklichung integrierter<br />
Stadtteilplanung geeignet.<br />
Im Projekt E-City-Logistik wird in 2 Teilprojekten sowohl die<br />
Belieferung des Einzelhandels als auch die Verteilung von<br />
Postsendungen im sogenannten Kurier, Express, Paket<br />
(KEP)-Segment im Innenstadtbereich durch Elektrotransportfahrzeuge<br />
getestet. Es kommen umgebaute LKW wie<br />
auch neu entwickelte Elektrotransporter zum Einsatz, die bis<br />
Herbst 2<strong>01</strong>0 bereit stehen sollen. Ab Oktober 2<strong>01</strong>0 werden<br />
dann die ersten Feldversuchsaktivitäten anlaufen.<br />
Ein weiteres Projekt innerhalb der Modellregion ist e-mobility<br />
Berlin, in dessen Rahmen 100 Smart electric drive durch ausgewählte<br />
Flotten-, Geschäfts-und Privatkunden getestet werden<br />
sollen. Gleichzeitig soll durch den Aufbau von 250 Ladesäulen<br />
mit je 2 Ladepunkten eine flächendeckende Ladeinfrastruktur<br />
im Innenstadtbereich etabliert werden.<br />
Zum Stand August waren knapp 100 Ladesäulen in Betrieb<br />
oder im Aufbau und schon 50 - 60 eAutos unterwegs. Ende<br />
2<strong>01</strong>0 sollen alle 100 geplanten Smarts ausgeliefert sein und<br />
zusätzlich durch Fahrzeuge des Typs Mercedes A-Klasse E-<br />
Cell ergänzt werden. Der Aufbau der Ladeinfrastruktur wird<br />
kontinuierlich weitergeführt.<br />
Begleitet werden diese Aktivitäten u.a. durch Forschungen<br />
zu den akustischen Umwelteffekten von Elektroautos, insbesondere<br />
bezüglich einer Gefährdung von Fußgängern und<br />
Radfahrern durch die Geräuscharmut der elektrisch angetriebenen<br />
Fahrzeuge.<br />
Die Modellregion Berlin/Potsdam steht damit für eine umfassende<br />
Erprobung in urbanen Räumen und kann so viele<br />
notwendige Erkenntnisse für eine breitere Markteinführung<br />
von Elektromobilität liefern.<br />
Frank Behrendt<br />
Regionale Projektleitstelle<br />
TSB Innovationsagentur Berlin GmbH<br />
Bereich FAV<br />
Fon 030 46302 580<br />
fbehrendt@fav.de<br />
www.fav.de<br />
Die Modellregion Berlin-Potsdam zielt darauf ab, die Potenziale<br />
der eMobilität in der Hauptstadtregion aus verkehrlicher,<br />
energiebezogener, umweltorientierter und städtebaulicher<br />
Sicht zu erschließen. Der politische Handlungsbedarf soll ermittelt<br />
werden, orientiert an den strategischen Zielen des<br />
Berliner Stadtentwicklungsplans Verkehr bzw. des Verkehrsentwicklungsplans<br />
der Landeshauptstadt Potsdam, der jeweiligen<br />
städtischen Nahverkehrspläne und des Klimaschutzprogramms.<br />
Neue Mobilitätsdienstleistungen und Geschäftsmodelle<br />
sollen entwickelt bzw. erprobt werden, auch im Sinne<br />
einer Stärkung der Wissenschaftsregion Berlin/Brandenburg<br />
mit dem Cluster Verkehr und Mobilität.<br />
Im Vordergrund stehen die Durchführung und Auswertung<br />
verschiedener integrativer, betreibergestützter Praxisprojekte,<br />
um insbesondere die Integration der Elektromobilität in<br />
den Öffentlichen Verkehr, in Tourismus, in Wohnungsdienstleistungen<br />
und in der City-Logistik zu erproben und daraus<br />
Schlussfolgerungen für Wirtschaft und Politik zu ziehen.<br />
Eine diskriminierungsfrei zugängliche Ladeinfrastruktur im<br />
öffentlichen Straßenraum bildet eine wesentliche Klammer<br />
um die Vorhaben.<br />
74 Neue Mobilität<br />
Die Integration von Elektrofahrzeugen im öffentlichen Verkehr<br />
und Tourismus wird im Projekt BeMobility (Berlin Elektro<br />
Mobil) geleistet. Es werden 3 Nutzungswege erprobt:<br />
Die Spontannutzung von Elektroautos im innerstädtischen<br />
Bereich mit Buchung übers Internet oder Handy und entsprechend<br />
kurzen Vorlaufzeiten, die Option Berlin mobil,<br />
bei der Elektroautostationen an ÖV-Stationen außerhalb<br />
des S-Bahn-Rings aufgebaut werden und so der öffentliche<br />
Verkehr quasi verlängert wird, sowie ein Angebot zur Stadtmobilität,<br />
bei dem Touristen wie Einwohner an Knotenpunkten<br />
und Sehenswürdigkeiten spontan Pedelecs mieten und<br />
nutzen können. In einer mehrmonatigen Entwicklungsphase<br />
wurden die Voraussetzungen für diese Aktivitäten geschaffen<br />
und eine Flotte von rund 20 Elektroautos und Plug-in Hybriden<br />
aufgebaut. In der Pilotphase, die bis August nächsten<br />
Jahres dauern soll, wird das Angebot für dann bis zu 500<br />
Testnutzer auf 40 eAutos an 20 Stationen sowie 50 Pedelecs<br />
aufgestockt.<br />
Elektromobilität in Wohnquartieren soll schwerpunktmäßig<br />
im Projekt WohnmobilE untersucht werden. Dabei ist geplant,<br />
in Kooperation mit 3 Wohnungsbaugesellschaften in<br />
Potsdam und Berlin Car-Sharing-Angebote mit Elektroautos<br />
für die Bewohner zu etablieren. Car-Sharing in Wohnanlagen<br />
bietet einige Vorteile zur Anwendung und Erprobung von<br />
Elektromobilität, da verschiedene Nutzergruppen angesprochen<br />
werden, es ein großes Fahrtenaufkommen mit konzen-<br />
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wird (elektro-)mobil<br />
Elektrofahrzeuge sind flott unterwegs<br />
Die intelligente Integration der Elektrofahrzeuge in den Alltag läuft auf<br />
Hochtouren. Dabei kommen verschiedenste Elektrofahrzeuge, vom E-Fahrrad bis<br />
zu viersitzigen Pendlerfahrzeugen zum Einsatz. Das Anwendungsspektrum der<br />
Fahrzeuge reicht von der individuellen Nutzung über die Integration in den bestehenden<br />
ÖPNV bis hin zu Fahrzeugflotten auch im Bereich Car-Sharing.<br />
Im täglichen Einsatz werden die Fahrten und Ladevorgänge elektronisch aufgezeichnet.<br />
Die Testdaten werden gesammelt, Datenbanken aufgebaut und das<br />
Nutzerverhalten ausgewertet. Der langfristige wirtschaftliche und gesellschaftliche<br />
Nutzen der Elektromobilität wird im Rahmen von Geschäftsmodellen,<br />
Verkehrskonzepten und Infrastrukturplanung untersucht. All diese Ergebnisse<br />
fließen ein in ganz neue Ideen von Fahrzeug- und Verkehrskonzepten.<br />
Systematisch neue Ziele erreichen<br />
Neben der Arbeit in der Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg ist<br />
das Fraunhofer IFAM auch in anderen Vorhaben zur Elektromobilität aktiv. Der<br />
geschäftsführende Institutsleiter des Fraunhofer IFAM, Prof. Dr. Matthias Busse,<br />
ist verantwortlich für das Thema Elektromobilität im Fraunhofer Verbund<br />
Werkstoffe & Bauteile, Mitglied in der Strategiegruppe »Systemforschung<br />
Elektromobilität« in der Fraunhofer-Gesellschaft sowie Koordinator im Fraunhofer-Steuerkreis<br />
Elektromobilität für die beiden Teilprojekte Fahrzeugkonzepte<br />
Elektrofahrzeuge und Technologieträger e-Concept-Car.<br />
Eine neue Projektgruppe mit dem Arbeitsschwerpunkt »Komponenten- und Systementwicklung<br />
für elektrische Energiespeicher« wurde 2009 gegründet.<br />
Mehr als 30 Jahre Erfahrung und die EN ISO 90<strong>01</strong><br />
Zertifizierung machen uns weltweit zu einem der<br />
kompetentesten Hersteller für messtechnische<br />
Geräte und Systeme. Unsere Produktpalette wird<br />
durch entsprechende Partnerprogramme ergänzt,<br />
so dass wir auch komplexe Projekte als Systemführer<br />
realisieren können.<br />
Schwerpunkte dabei sind:<br />
• Leistungsverstärker & Stromversorgungen<br />
• Isolierverstärker & Messsysteme<br />
• Sensor- / Signalmessverstärker<br />
• Kalibrier- & Prüfmittel<br />
• Sondergeräte<br />
Die Einsatzgebiete reichen von der chemischen<br />
Industrie, über Automobil, Luft- und Raumfahrt<br />
bis zur Energieversorgung, Magnetanwendungen<br />
(z.B. bei Teilchenbeschleunigern und Helmholtzspulen),<br />
Kalibrieraufgaben (z.B. Leistungskalibrierung<br />
200A eff / 700V eff), Fehlerstromschutzschalter,<br />
Kalibrierung von Strom- & Spannungswandlern,<br />
Simulation ein- & mehrphasiger Netze, Bordnetzsimulation<br />
(z.B. Automotive & Avionik), u.v.m.<br />
Unser anspruchsvolles Programm wächst<br />
stetig mit den Anforderungen unserer Kunden.<br />
Prof. Dr. Matthias Busse, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und<br />
Angewandte Materialforschung IFAM<br />
«Eine Region wird (elektro-)mobil»<br />
Treibende Kräfte der Modellregion Elektromobilität Bremen/<br />
Oldenburg sind zwei wissenschaftliche Einrichtungen in<br />
Bremen: Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und<br />
Angewandte Materialforschung IFAM sowie das Deutsche<br />
Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Gemeinsam<br />
leiten sie die regionale Projektleitstelle als zentrale<br />
Anlaufstelle zum Thema Elektromobilität. Hier werden die<br />
Kompetenzen gebündelt und alle administrativen Prozesse<br />
koordiniert sowie der Umstieg auf Elektromobilität mit Forschungskompetenz<br />
begleitet.<br />
Ziel ist es, nachhaltig neue Verkehrskonzepte zu generieren,<br />
die die intelligente Einbindung von Elektrofahrzeugen und<br />
deren Anbindung an bestehende Mobilitätsangebote für<br />
emissionsfreien Innenstadtverkehr und Pendlerverkehr ermöglichen.<br />
Dies geschieht unter Berücksichtigung größtmöglicher<br />
persönlicher und individueller Mobilität, um weitestgehend<br />
jedem Verkehrsteilnehmer bedarfsgerecht ein<br />
Elektrofahrzeug oder öffentliches Verkehrsmittel anzubieten.<br />
Eine Region mit besonderem Charakter<br />
Mit einer Fläche von ca. 12.000 km 2 hat die Modellregion ein<br />
Einzugsgebiet mit Entfernungen von 150 bis 200 km. Durch<br />
das Zusammenwirken der Metropolen Bremen, Bremerhaven<br />
und Oldenburg, eingebettet in ein eher ländlich geprägtes<br />
Umland, entstehen besondere Mobilitätsbedürfnisse,<br />
wie z.B. der Verkehr zwischen den Städten und ein hohes<br />
Aufkommen an Berufspendlern aus den umliegenden Gemeinden.<br />
Eine weitere lokale Besonderheit besteht in dem<br />
starken Ausbau der Windenergiebranche, die eine Energieversorgung<br />
aus erneuerbaren Quellen garantiert. Eine enge<br />
Kooperation von Forschung und Entwicklung gewährleistet<br />
eine optimale Verknüpfung technischer Zusammenhänge<br />
mit sozio-ökonomischen Grundlagen.<br />
Nicht zuletzt sorgt eine starke, interdisziplinär ausgerichtete<br />
Struktur von relevanten Akteuren in der Modellregion<br />
dafür, dass eine ganzheitliche nachhaltige Integration von<br />
Elektromobilität gelingt.<br />
Prof. Dr. Matthias Busse<br />
Prof. Dr. Matthias Busse<br />
Institutsleiter Fraunhofer-Institut<br />
für Fertigungstechnik und Angewandte<br />
Materialforschung IFAM<br />
matthias.busse@ifam.fraunhofer.de<br />
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MODELlREGION hamburg<br />
Modellregion München<br />
Modellregion München<br />
In der Modellregion Elektromobilität München wird der Einsatz von Elektrofahrzeugen erprobt<br />
und die Markteinführung vorbereitet. Mit dem Aufbau eines nachhaltigen kommunalen Elektromobilitätskonzeptes,<br />
werden u. a. Handlungsoptionen für Elektromobilität in der Region München<br />
aufgezeigt und mögliche weitere Nutzer für individuelle Elektromobilität identifiziert.<br />
Modellregion Hamburg<br />
Übergabe 40 emissionsfreier MINI E an Testnutzer<br />
Quelle: SWM / Marcus Schlaf<br />
Audi A1 e-tron / Quelle: Audi<br />
quelle: daimler ag<br />
Von der Europäischen Kommission wurde Hamburg als Umwelthauptstadt<br />
Europas 2<strong>01</strong>1 ausgezeichnet. Im Rahmen des<br />
Umwelt- und Klimaschutzkonzeptes der Hansestadt kommt<br />
der Elektromobilität mit gleichzeitiger Nutzung von Energie<br />
aus erneuerbaren Quellen eine eigene Bedeutung zu. Dabei<br />
verfolgt Hamburg als Modellregion Elektromobilität bei der<br />
Umsetzung elektromobiler Anwendungen ein Konzept, bei<br />
dem vor allem die alleinige Nutzung von Grünstrom, ein diskriminierungsfreier<br />
Zugang zur Ladeinfrastruktur und die<br />
schlüssige Integration der Ladesäulen in das städtische Umfeld<br />
eine maßgebliche Rolle spielen. Eine weitere wichtige<br />
Rahmenbedingung ist die funktionelle Abstimmung der eMobilität<br />
mit dem Öffentlichen Personennahverkehr in multimodalen<br />
Nutzungskonzepten, um eine Konkurrenzierung dieser<br />
beiden klimaschonenden Verkehrsangebote zu vermeiden.<br />
Wesentliche Teilprojekte sind dabei der Betrieb von Dieselhybridbussen<br />
durch die Hamburger Hochbahn AG, die Erprobung<br />
von elektrisch angetriebenen Pkw sowie der Ladeinfrastruktur<br />
und der entsprechenden Schnittstellen im Alltag, der<br />
Aufbau eines für den Wirtschaftsverkehr tauglichen Einsatzkonzeptes<br />
vor allem für Handwerk, Logistik und Hafenwirtschaft.<br />
Grundsätzlich sollen dabei Flotteneinsätze im Mittelpunkt<br />
stehen. In der Initialphase kommen 50 Smart electric drive,<br />
20 Fiat Fiorino und 15 RENAULT Kangoo Z.E. zum Einsatz. Die<br />
HOCHBAHN wird bis zu 10 Dieselhybridbusse einsetzen. Die<br />
Ladeinfrastruktur wird durch die Unternehmen HAMBURG<br />
ENERGIE GmbH als eigener Energieversorger der Hansestadt<br />
und Vattenfall Europe realisiert. Geplant ist der Aufbau von<br />
100 Ladepunkten im öffentlichen Raum.<br />
Projektpartner<br />
HAMBURG ENERGIE GmbH, Vattenfall Europe, Daimler<br />
AG, EvoBus GmbH, Karabag GmbH, RENAULT Deutschland<br />
AG, DB Fuhrparkservice GmbH, Hamburger Hochbahn AG,<br />
Hamburger Verkehrsverbund GmbH, SIXTI GmbH, Logistik-<br />
Initiative Hamburg e.V., Behörde für Stadtentwicklung und<br />
Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg, Hamburg Port<br />
Authority AöR, Handwerkskammer Hamburg, Handelskammer<br />
Hamburg<br />
Koordiniert werden die Aktivitäten durch die hySOLUTIONS<br />
GmbH als regionale Projektleitstelle.<br />
Heinrich Klingenberg & Peter Lindlahr<br />
hySOLUTIONS GmbH<br />
Innovative Antriebe für Hamburg<br />
Steinstraße 25 in 20095 Hamburg<br />
info@hysolutions-hamburg.de<br />
Akteure aus der Automobilindustrie, der Energiewirtschaft<br />
und Wissenschaft arbeiten in Modellprojekten in der Region<br />
München eng zusammen. Im Rahmen der Projekte wird eine<br />
bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur auf Basis Erneuerbarer<br />
Energien aufgebaut.<br />
Praxiserprobung Hybridbusse. Das kommunale Elektromobilitätskonzept<br />
ist die übergeordnete und zusammenführende<br />
Komponente für verschiedene Einzelthemen (z.B. ÖPNV/<br />
Hybridbusse, privater Individualverkehr, Aufbau entsprechender<br />
Ladeinfrastruktur sowie Realisierungsmöglichkeiten).<br />
So werden im Praxistest drei Hybridbusse mit unterschiedlichen<br />
Hybridtechniken vergleichend analysiert. Im<br />
Rahmen des Förderprogramms wird ein Mercedes-Benz<br />
Hybridgelenkbus (Citaro) mit seriellem Vierrad-Antrieb und<br />
Lithium-Ionen-Batterien für den Linienbetrieb eingesetzt.<br />
Bei dem ersten Vergleichsfahrzeug handelt es sich um<br />
einen Solobus Typ MAN Lion’s City Hybridbus mit Superkondensatoren<br />
als Speichermedium. Dieser wird noch im<br />
Herbst 2<strong>01</strong>0 im Linienbetrieb eingesetzt. Bei dem zweiten<br />
Vergleichsfahrzeug handelt es sich um einen Solaris-Hybridgelenkbus<br />
mit parallelem Zweirad-Antrieb und Nickel-Metall-<br />
Hydrid Batterien, der seit August 2008 bei der Münchner<br />
Verkehrgesellschaft im Fahrgastbetrieb im Einsatz ist.<br />
Verbundprojekt Drive eCharged. In diesem Projekt geht es<br />
um die Erhebung von Nutzerpräferenzen im Feldversuch, die<br />
Entwicklung eines Schnellladesystems und Maßnahmen zur<br />
Netzqualität. Die BMW Group, Siemens und die Stadtwerke<br />
München (SWM) untersuchen technische und anwenderbezogene<br />
Aspekte der Elektromobilität. Ihr Ziel ist, praxistaugliche<br />
und marktnahe Konzepte, Systeme und Komponenten<br />
ganzheitlich zu entwickeln und zu erproben. Die Erfahrungen<br />
und Ergebnisse gehen in die Serienentwicklung ein. Als<br />
Elektrofahrzeuge kommen 40 MINI E zum Einsatz.<br />
Verbundprojekt EFlott. Ziel des Gemeinschaftsprojektes<br />
EFlott ist die Online-Analyse des Nutz- und Ladeverhaltens<br />
von Elektrofahrzeugen im Flottenversuch. Durch den Betrieb<br />
einer Fahrzeugflotte von 20 Audi A1 e-tron sollen in der<br />
Modellregion München greifbare und verwertbare Erfahrungsdaten<br />
in Betrieb, Nutzung und Betreuung von Elektrofahrzeugen<br />
im alltäglichen, privaten Nutzungsbereich hervorgebracht<br />
werden. Für die Umsetzung und Erprobung einer<br />
bedarfsorientierten Ladeinfrastruktur arbeiten in diesem<br />
Verbundprojekt zwei Energieversorgungsunternehmen zusammen:<br />
E.ON Energie und SWM werden im Stadtkern<br />
(SWM) sowie im Umland (E.ON) eine bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur<br />
installieren.<br />
Ines Speiser<br />
Regionale Projektleistelle<br />
Stadtwerke München (SWM) GmbH<br />
Emmy-Noether-Straße 2<br />
80287 München<br />
speiser.ines@swm.de<br />
78 Neue Mobilität Neue Mobilität 79
MODELLREGION Rhein-Main<br />
MODELLREGION Rhein-Main<br />
Modellregion Rhein-Main<br />
Das von UPS eingesetzte Elektro-Zustellfahrzeug entspringt einer gemeinsamen Entwicklung mit dem britischen Hersteller Modec.<br />
UPS testet sechs dieser Fahrzeuge in Deutschland und weitere sechs in London in der Praxis, um Erkenntnisse zu gewinnen, die in<br />
die Weiterentwicklung einflieSSen. Das emissionsfreie Fahrzeug leistet 102 PS und hat eine Reichweite von maximal 100 km. UPS setzt<br />
diese Fahrzeuge für die Paketzustellung in Städten ein.<br />
Projekt »GreenMove« - HEAG mobilo GmbH, Darmstadt | TU Darmstadt | VDL Bus & Coach Deutschland GmbH | Vossloh Kiepe GmbH<br />
Die Modellregion Elektromobilität Rhein-Main versetzt den<br />
Ballungsraum Rhein-Main und die Region Nordhessen nachhaltig<br />
in Bewegung. Die Regionale Projektleitstelle, Elektromobilität<br />
Modellregion Rhein-Main, angesiedelt bei der<br />
Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH), koordiniert<br />
Projekte, die nahezu alle Formen der eMobilität auf den<br />
Weg bringen: Von eRollern und Pedelecs über Elektro- und<br />
Hybridbusse und Elektroautos bis hin zur Erprobung von<br />
Hybridnutzfahrzeugen. Dabei arbeitet sie im Netzwerk mit<br />
regionalen und überregionalen Akteuren aus Politik, Wirtschaft<br />
und Wissenschaft. Die Modellregion Rhein-Main zählt<br />
bundesweit zu den wirtschaftsstärksten Metropolregionen<br />
und zu den national und international zentralen Verkehrsdrehscheiben.<br />
Die Region ist damit ein idealer Standort, um<br />
Elektromobilität nachhaltig auf verschiedenen wirtschaftlichen<br />
und gesellschaftlichen Ebenen zu implementieren. Sie<br />
deckt darüber hinaus diverse Regionalräume ab und weist<br />
so das gesamte Spektrum an Bedarfslagen der Nutzer/innen<br />
von Elektromobilität auf.<br />
Die Modellregion Rhein-Main arbeitet mit dem Label ZEBRA<br />
(Zukunft Elektromobilität: Beispielhafte Regionale Anwendungen)<br />
eng verzahnt mit dem Projekt Modellland für die<br />
nachhaltige Nutzung von Elektroautos der hessischen Landesregierung,<br />
angesiedelt beim Hessischen Ministerium für<br />
Wissenschaft und Kunst, um Elektromobilität in Hessen dauerhaft<br />
zu implementieren.<br />
Um die Vielzahl der Ziele und die damit verbundenen Herausforderungen<br />
zu meistern, ist die Erforschung der Elektromobilität<br />
in der Modellregion in mehrere Teilprojekte unterteilt,<br />
die quer über alle Transportarten angesiedelt sind: So<br />
wird beispielsweise Elektromobilität im ÖPNV getestet, sowohl<br />
durch den Einsatz eines Elektrobusses auf der Linie 103<br />
der Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH als auch im Teilprojekt<br />
GreenMove in Darmstadt eingesetzte Hybridbusse.<br />
Auch der Schienenverkehr wird berücksichtigt, so soll in einem<br />
weiteren Teilprojekt ein Hybrid-Schienenfahrzeug entwickelt<br />
und von der Westfrankenbahn getestet werden. Und<br />
auch nach Verlassen öffentlicher Verkehrsverbindungen wird<br />
elektromobile Fortbewegung möglich gemacht, so bspw. im<br />
Teilprojekt Anschlussmobilität, bei dem ein eCar-Sharing an<br />
den größeren Hauptbahnhöfen der Region etabliert wird.<br />
Individuelle Elektromobilität wird auch in weiteren Teilprojekten<br />
untersucht, dabei gibt es sowohl Modelle mit kommunaler,<br />
betrieblicher, öffentlicher und privater Nutzung<br />
von Elektroautos, eScootern, Pedelecs oder Segways, etwa<br />
Wohnen und Mobilität, bike+business 2.0 in Frankfurt, EVOmotion<br />
in Offenbach, Morema in Wörrstadt oder ZUKUNFT<br />
erFAHREN in Niederkaufungen.<br />
In der Modellregion wird nicht nur die elektromobile Fortbewegung<br />
von Personen möglich gemacht, ein weiterer Schwerpunkt<br />
liegt auf dem Nutzverkehr. So werden in Offenbach<br />
und Darmstadt Hybridabfallsammelfahrzeuge eingesetzt.<br />
Zudem soll auch der Lieferverkehr elektrifiziert werden,<br />
dazu werden sechs elektrisch betriebene Lieferfahrzeuge<br />
von UPS für Zustellzwecke eingesetzt. Parallel zum Einsatz der<br />
verschiedenen Elektrofahrzeuge soll eine Ladeinfrastruktur<br />
in den verschiedenen Zentren der Region aufgebaut werden.<br />
Alle Teilprojekte erfahren eine intensive technische und sozialwissenschaftliche<br />
Begleitforschung, um einerseits Fahrzeuge<br />
und zugehörige Infrastruktur zu optimieren und andererseits<br />
Nutzerakzeptanz, Alltagstauglichkeit und die ökonomischen<br />
und ökologischen Implikationen von Elektromobilität<br />
zu ergründen. Insgesamt sollen in den 16 Demonstrationsvorhaben<br />
65 eAutos, 10 Nutz- und Lieferfahrzeuge, 575<br />
Pedelecs sowie 5 Bus- und Schienenfahrzeuge eingesetzt<br />
und 140 Ladestationen aufgebaut werden. Bis September<br />
2<strong>01</strong>0 waren davon bereits etwa 10 Elektroautos,<br />
270 Pedelecs, 6 Lieferfahrzeuge und verschiedene Forschungsfahrzeuge<br />
des öffentlichen Verkehrs auf der Straße.<br />
Janine Mielzarek, Regionale Projektleitstelle<br />
Stadtwerke Offenbach Holding GmbH<br />
Senefelderstraße 162<br />
63069 Offenbach am Main<br />
janine.mielzarek@soh-of.de<br />
Tesla Roadster, Juwi Holding AG | Stromos, German-E-Cars GmbH<br />
80 Neue Mobilität Neue Mobilität 81
MODELLREGION Rhein-Ruhr<br />
MODELLREGION Rhein-Ruhr<br />
Modellregion Rhein-Ruhr<br />
Einsatz kommen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für<br />
Kraftfahrzeuge an der RWTH Aachen und dem TÜV Nord wird<br />
der Betrieb im Hinblick auf Geräusch- und Schadstoffemissionen<br />
sowie Kraftstoffvebrauch analysiert und bewertet.<br />
Beim Projekt Hybridbusse im Feldtest wird ein Prototyp der<br />
Hersteller Voith/Solaris mit einem parallelen Hybridbuskonzept<br />
getestet. In der zweiten Projektphase sollen zwei weitere<br />
Hybridbusse zum Einsatz kommen. In Krefeld, Neuss<br />
und Mönchengladbach sollen der Einsatz und die speziellen<br />
Nutzungsbedingungen von bis zu 6 Müllfahrzeugen mit Hybridantrieb<br />
im Alltag demonstriert werden. Dazu haben sich<br />
die Stadtwerke, die Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft<br />
und die Firma Faun als Hersteller von Abfallfahrzeugen<br />
im Projekt zusammengeschlossen.<br />
Das Vorhaben E-Aix im Raum Aachen wird von rund 50 Partnern<br />
aus Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt. Die Koordination<br />
übernehmen die Stadtwerke Aachen. Neben dem<br />
Einsatz verschiedener Elektrofahrzeuge und der Schaffung<br />
neuer Infrastruktur- und Mobilitätskonzepte werden die<br />
Themen intelligente Stromversorgung, Marktvorbereitung,<br />
Kommunikation und Wissenstransfer untersucht.<br />
Pendlerverkehr im Raum Dortmund, Essen und Mülheim<br />
an der Ruhr ist Bestandteil des Vorhabens Stromschnelle.<br />
Dabei werden rund 150 Elektrofahrzeuge innerhalb und<br />
zwischen den Städten eingesetzt und es wird an neuen Geschäftsmodellen<br />
für die Elektromobilität gearbeitet. RWE<br />
wird die erforderliche Ladeinfrastruktur installieren. 40 Fahrzeuge<br />
liefert Renault, die übrigen Fahrzeuge sind umgerüstete<br />
Fahrzeuge auf der Basis des Fiat Fiorino und Fiat 500.<br />
In dem Vorhaben Technologie-Roadmap soll der technische<br />
Entwicklungsstand von Elektrofahrzeugen in drei unterschiedlichen<br />
Entwicklungsstufen untersucht werden und<br />
der Fortschritt zwischen den Evaluationsstufen technisch<br />
und wirtschaftlich bewertet werden. Als Projektpartner haben<br />
sich die Ruhr-Universität Bochum mit der Firma Delphi<br />
Deutschland GmbH zusammengeschlossen.<br />
Dr. Andreas Ziolek<br />
Leiter Regionale Projektleitstelle<br />
EnergieAgentur.NRW<br />
Haroldstr. 4<br />
40213 Düsseldorf<br />
ziolek@energieagentur.nrw.de<br />
Dr. Andreas Ziolek, Leiter der Regionalen Projektleitstelle in Düsseldorf<br />
Ausgangslage. Aufgrund der günstigen Forschungs- und<br />
Industrielandschaft sowie geeigneter Siedlungsstrukturen<br />
bestehen insbesondere in NRW hervorragende Voraussetzungen,<br />
mit der Modellregion Rhein-Ruhr eine der ersten<br />
großräumigen Modellregionen Europas zu realisieren. Zukunftsweisende<br />
Mobilitätskonzepte bieten vielversprechende<br />
wirtschaftliche Chancen. Um diese konsequent zu nutzen,<br />
beteiligt sich NRW an den Programmen der Bundesregierung<br />
und flankiert diese mit eigenen Landesprogrammen. Hierzu<br />
wurde im Rahmen der Energie- und Klimaschutzstrategie<br />
des Landes NRW unter anderem ein Masterplan »Elektromobilität<br />
in NRW« erarbeitet.<br />
Schwerpunkt. Das Thema »Elektromobilität in NRW« ist breit<br />
aufgestellt. Die im Rahmen der Modellregion Rhein-Ruhr<br />
vorgesehenen Schwerpunkte liegen einerseits im Individualverkehr<br />
(Pkw-Flotten) sowie andererseits im Nutzfahrzeugbereich<br />
(Busse, Citylogistik, Abfallsammler, etc.). Darüber<br />
hinaus sollen u. a. Car-Sharing-Modelle und neue Mobilitätskonzepte<br />
entwickelt und erprobt sowie durch eine breit angelegte<br />
Begleitforschung unterstützt werden.<br />
Praxis. Im Rahmen von acht Projekten sollen insgesamt rund<br />
400 Fahrzeuge zum Einsatz gebracht werden, darunter Pkw,<br />
Busse, Nutzfahrzeuge, Scooter und Pedelecs. Dazu wird mit<br />
etwa 500 Ladesäulen eine projektbezogene Ladeinfrastruktur<br />
aufgebaut. Die Praxisphase begann Januar 2<strong>01</strong>0, im Laufe des<br />
Jahres wurde die Fahrzeugflotte immer weiter aufgestockt.<br />
Bis Juli 2<strong>01</strong>1 soll die Erprobungsphase inkl. umfassender<br />
Begleitforschung abgeschlossen und aus den Erkenntnissen<br />
eventuell folgende Projektschritte abgeleitet werden.<br />
Teilprojekte. Im Rahmen des Projektes ColognE-Mobil der<br />
Ford Werke GmbH, Universität Duisburg/Essen, RheinEnergie<br />
AG und der Stadt Köln werden Flottenversuche mit den<br />
Elektrofahrzeugen Ford Transit BEV, Ford Transit Connect<br />
BEV sowie Ford Focus BEV durchgeführt. Hierzu werden die<br />
Partner im Projektzeitraum insgesamt 25 Elektrofahrzeuge<br />
und die entsprechende Ladeinfrastruktur betreiben und dies<br />
wissenschaftlich und administrativ begleiten.<br />
In dem Projekt E-mobil NRW, welches von den Stadtwerken<br />
Düsseldorf koordiniert wird, engagieren sich verschiedene<br />
Stadtwerke aus der Region für einen integrierten Feldtest<br />
mit unterschiedlichen Fahrzeugen. Geplant ist der Einsatz<br />
von 20 Elektrofahrzeugen, 26 eRollern, 4 Nutzfahrzeugen<br />
und 58 Ladesäulen für die notwendige Infrastruktur.<br />
21 Hybridbusse verschiedener Bushersteller werden innerhalb<br />
des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr im VRR-Projekt<br />
Einsatz von Hybridbussen im öffentlichen Nahverkehr zum<br />
Im Auto der Zukunft stecken viele Stärken<br />
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Ein Elektroauto zu planen, ist das eine. Es innerhalb eines hochkomplexen dezentralen Energiesystems zu realisieren,<br />
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die enbw-Elektronauten<br />
Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart will mit ihren Partnern<br />
erreichen, dass Elektromobilität im öffentlichen Raum<br />
sichtbar wird, verschiedene Pfade hin zur Elektromobilität<br />
erprobt werden und die Markteinführung von Elektrofahrzeugen<br />
in der Breite beschleunigt wird. Deutlich mehr als 1.000<br />
Elektrofahrzeuge - Pedelecs, Elektroroller, Pkw (Smart und<br />
Porsche Boxster), Kleintransporter und Busse - werden im<br />
Sommer 2<strong>01</strong>1 auf den Straßen in der Region unterwegs sein.<br />
Als erster Schritt beim notwendigen flächendeckenden Aufbau<br />
einer Infrastruktur werden hunderte von Ladepunkten im<br />
öffentlichen und halböffentlichen Raum aufgebaut.<br />
Im Rahmen der Demonstrations- und Pilotprojekte testet die<br />
Daimler AG mit 50 Vitos des Typs E-Cell batteriebetriebene<br />
Kleintransporter im Alltagsbetrieb. Die Stuttgarter Straßenbahnen<br />
AG führt fünf Gelenkbusse mit Dieselhybridantrieb<br />
der Marke Citaro schrittweise in den Linienbetrieb auf verschiedenen<br />
Linien ein, dazu gehört auch die wegen der vielen<br />
Steigungen anspruchsvolle Linie 42. Bis zu 700 Elektroroller,<br />
davon 500 in den Händen von privaten Testfahrern, hat die<br />
Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) auf die Straßen der<br />
Region gebracht. Ein Konsortium mittelständischer Firmen<br />
entwickelt derzeit Elektroantriebsnachrüstsätze für verbrennungsmotorisch<br />
betriebene Lieferwagen, wie sie häufig von<br />
kleinen und mittleren Unternehmen genutzt werden. Diese<br />
Nachrüstsätze ermöglichen unabhängig von den mittelfristig<br />
angelegten Planungen der Hersteller einen schnellen Umstieg<br />
auf die neue Antriebstechnik.<br />
Wird heute insbesondere die Technologieentwicklung voran<br />
getrieben, so stehen Kommunen, Stadtplaner und Architekten<br />
vor einem ebenso großen Wandel wie die Automobilindustrie<br />
selbst: Elektromobile Fahrzeugkonzepte ermöglichen<br />
und erfordern eine Neupositionierung der Stadtgestaltung.<br />
Verschiedene Projekte in der Modellregion verfolgen dieses<br />
Ziel, so zum Beispiel in Ludwigsburg und auf einem ehemaligen<br />
Flugplatz in Sindelfingen/Böblingen sowie in der Landeshauptstadt<br />
Stuttgart, wo das bestehende Fahrrad-Verleihsystem<br />
ergänzt wird durch Pedelecs. Die 450 Pedelecs sollen<br />
einen wesentlichen Beitrag leisten, um den Modal Split in der<br />
Stadt trotz der vielen Steigungen zugunsten von öffentlichem<br />
Verkehr und Fahrrad zu verschieben.<br />
Holger Haas<br />
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH<br />
ecars@region-stuttgart.de<br />
www.region-stuttgart.de<br />
QUELLE: enbw<br />
Neue Mobilität<br />
85
MODELLREGION sachsen<br />
MODELLREGION sachsen<br />
Modellregion Sachsen<br />
Fahrzeugbeschaffung, Ladeinfrastruktur, Netzintegration<br />
Projekt »SaxMobility - Flottenbetrieb mit Elektrofahrzeugen<br />
und Flottenmanagement dezentraler Energiespeicher«<br />
In den grundlegenden Zielstellungen dieses Projektes geht<br />
es um die Erhöhung der Breitenwirksamkeit und Akzeptanz<br />
der Elektromobilität, die Implementierung einer intelligenten<br />
Infrastruktur zur Bereitstellung von Elektroenergie für die<br />
Fahrzeuge, die Entwicklung neuer Marktmodelle für Flottenbetreiber<br />
sowie die Untersuchung der Elektromobilität<br />
auf ihre Alltagstauglichkeit. Im Vordergrund steht die<br />
Erprobung der verfügbaren Fahrzeuge wie auch der Ladetechnik<br />
in Flottenverbünden. Hierfür muss neben Beschaffung<br />
und Inbetriebnahme der Fahrzeuge und Ladestationen<br />
vor allem ein intelligentes IKT-System zum Management von<br />
Ladung, Verteilung und Abrechnung der genutzten elektrischen<br />
Energie erarbeitet werden.<br />
Neben diesen direkten Erfahrungsgewinnen kann mit dem<br />
Praxiseinsatz der Fahrzeuge und Ladestationen auch eine<br />
Sichtbarmachung und damit eine Öffentlichkeitswirksamkeit<br />
elektrischer Mobilität erreicht werden. Durch die Analyse der<br />
erzielten Reaktionen ist eine Identifikation potentieller Anwendergruppen<br />
und die Anpassung von Marktmodellen<br />
möglich.<br />
Energiespeicher<br />
»Entwicklung von Prozess- und Produktionstechnologien für<br />
Energiespeichersysteme«. In Zwickau errichtet die Firma<br />
HOPPECKE Advanced Battery Technology GmbH ein Entwicklungszentrum<br />
für Energiespeichersysteme. Ziel des<br />
Projektes ist die Entwicklung von modularen, wirtschaftlichen<br />
und wettbewerbsfähigen Energiespeichersystemen in<br />
Lithium- und NiMH-Technologie für den industriellen Markt.<br />
Traktionsspeicheranwendungen im industriellen Markt stellen<br />
eine Grundvoraussetzung für die Marktdurchdringung der<br />
Elektromobilität dar. An Traktionsspeicher werden wesentlich<br />
höhere Anforderungen an Energiedichten gestellt als<br />
an Speichertechnologien im Bereich der Haushalts- oder<br />
Unterhaltungselektronik. Industrielle Speichersysteme sind<br />
bisher nicht in ausreichender Menge kommerziell verfügbar.<br />
Im Rahmen des Projektes soll daher ein flexibler Produktionsprozess<br />
für die Entwicklung von modularen, wirtschaftlichen<br />
und wettbewerbsfähigen Energiespeichersystemen in Lithium<br />
und NiMH-Technologie für den industriellen Markt etabliert<br />
werden.<br />
Cathleen Klötzing<br />
Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH<br />
cathleen.kloetzing@saena.de<br />
www.e-mobil-sachsen.de<br />
Serieller Hybridbus beim Testeinsatz in Dresden (Quelle: VCDB)<br />
Sachsen, ein Land mit über 100-jähriger Tradition im Automobilbau,<br />
bietet hervorragende Voraussetzungen für die<br />
Weiterentwicklung der Elektromobilität. Hier finden sich<br />
bedeutende Entwicklungs- und Produktionsstandorte für<br />
Lithium-Ionen-Batterien und mehrere industrienahe Forschungsinstitute.<br />
Zusammen mit einer gut aufgestellten Zulieferindustrie<br />
im Automobilbereich und in der Elektroindustrie<br />
verfügt Sachsen über eine leistungsfähige Infrastruktur<br />
und ein starkes wirtschaftliches Umfeld.<br />
Die geographischen Schwerpunkte der Modellregion liegen<br />
in den Ballungsräumen Leipzig und Dresden, inhaltlich liegt<br />
der Fokus auf den Themen ÖPNV, Fahrzeugbeschaffung, Ladeinfrastruktur<br />
und Netzintegration sowie Batteriespeicher.<br />
ÖPNV.<br />
Projekt »SaxHybrid - Serielle Hybridbusse mit partiell rein<br />
elektrischem Fahrbetrieb«. Im Rahmen des Teilprojektes werden<br />
in Dresden und Leipzig jeweils 10 serielle Hybridbusse<br />
beschafft und im realen Linieneinsatz getestet, wobei Einflüsse<br />
durch Einsatzbedingungen wie Fahrgastaufkommen, Verkehrsbehinderungen,<br />
Topographie (eben - Leipzig bzw. moderate<br />
oder starke Steigungen und Gefälle - Dresden) untersucht<br />
werden sollen. Hierbei sollen erste Erfahrungen mit dem<br />
Flotteneinsatz serieller Hybridbusse gewonnen werden, insbesondere<br />
bezüglich potentieller Kraftstoffeinsparungen.<br />
Durch mikroskopische Verbrauchsmessung soll eine Optimierung<br />
der Fahrzeuge hinsichtlich ihrer jeweiligen Einsatzsituationen<br />
erfolgen. Auf Dauer kann so eine Generalisierung<br />
standardisierter Hybridbuszyklen erfolgen. Zudem soll sowohl<br />
die infrastrukturelle Grundlage für die Batterienachladung<br />
der Busse geschaffen und untersucht werden, als auch<br />
erste Empfehlungen hinsichtlich eines rein elektrischen Busbetriebs<br />
gegeben werden.<br />
Das Projektkonsortium besteht aus den Dresdner Verkehrsbetrieben<br />
- DVB AG, den Leipziger Verkehrsbetrieben - LVB<br />
GmbH, dem Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme<br />
(IVI) sowie der VCDB - VerkehrsConsult Dresden<br />
Berlin GmbH. Die ersten Gelenkbusse mit seriellem Hybridantrieb<br />
werden voraussichtlich Anfang 2<strong>01</strong>1 in Dresden und<br />
Leipzig zum Einsatz kommen.<br />
SaxHybrid ist das erste Teilprojekt eines umfangreichen<br />
Gesamtvorhabens - des Innovationskonzeptes »Schrittweise<br />
Migration zu schnellladefähigen Hybridbussen im Linienbetrieb«.<br />
Dieses Konzept verfolgt das Ziel, mittelfristig 18-m-Gelenkbusse<br />
im innerstädtischen Linienbetrieb rein elektrisch<br />
fahren zu lassen. Die Busse sollen dafür an Haltestellen und Endpunkten<br />
innerhalb der regulären Stopps nachgeladen werden.<br />
86 Neue Mobilität
vorstellung der BMWi/BMU-Modellprojekte<br />
MODELLprojekt GRID SURFER<br />
Chance für neue Mobilitätskonzepte<br />
in Stadt und Land<br />
Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) als Schlüssel für Elektromobilität<br />
Elektromobilität ist in aller Munde. Wir sehen neuerdings<br />
gewöhnliche Fahrzeuge ungewohnt lautlos an uns vorbeifahren.<br />
Hier und da entdecken wir sogar eine Stromladesäule.<br />
Wir hören viel über Batterien und über die Reichweite.<br />
Steht uns ein neues Mobilitätszeitalter bevor, wie es<br />
vielerorts verkündet wird? Wir sind zumindest auf einem<br />
guten Weg dorthin. Doch dafür müssen wir noch weitaus<br />
mehr unternehmen, als den Verbrennungsmotor gegen<br />
einen Elektromotor auszutauschen. Und das gibt uns die<br />
Chance und die Aufgabe, nicht nur das Fahrzeug und die<br />
Antriebssysteme, sondern die Verkehrssysteme neu zu<br />
denken. Die Forschung und Entwicklung hat schon sehr viel<br />
erreicht. Doch jetzt geht es um die Herausforderungen für die<br />
Anwendung in der Fläche. Welche Anforderungen kommen<br />
auf die Stromnetze zu, wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig<br />
Strom laden? Wo kann ich überhaupt mein Fahrzeug laden<br />
und wie wird der Strom dann abgerechnet? Und wie kann<br />
gewährleistet werden, dass die Fahrzeuge mit Erneuerbaren<br />
Energien geladen werden und erst damit einen wesentlichen<br />
Beitrag zum Klimaschutz leisten können? Eine zentrale Rolle<br />
im Zusammenspiel von Elektrofahrzeugen, Infrastruktur<br />
und Energieversorgungssystem spielen Informations- und<br />
Kommunikationstechnologien (IKT). Denn ein nachhaltig<br />
funktionierendes Gesamtsystem mit Elektromobilität lässt<br />
sich nur mit Hilfe einer intelligenten Steuerung realisieren.<br />
Auf diese Schlüsselfunktion der IKT richten das BMWi und das<br />
BMU ihren Fokus: Das gemeinsame Forschungsprogramm<br />
»IKT für Elektromobilität« soll bis September 2<strong>01</strong>1 die Weichen<br />
für die Zukunft stellen: Sieben Modellprojekte mit rund<br />
50 beteiligten Unternehmen und wissenschaftlichen<br />
Forschungseinrichtungen erarbeiten IKT-basierte Lösungen<br />
für den Betrieb von Fahrzeugen und Flotten sowie die<br />
Integration der Elektromobilität in bestehende Energie- und<br />
Verkehrsnetze. Sie sind weltweit die ersten Forschungsgruppen,<br />
die alle Elemente einer umfassenden Elektromobilität<br />
in groß angelegten Feldversuchen mit heterogenen<br />
Zielgruppen und Flotten testen. Mit einem Investitionsvolumen<br />
von rund 100 Mio. Euro entstehen so prototypische und<br />
wirtschaftliche Lösungen, die einen maßgeblichen Beitrag zur<br />
Umsetzung des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität<br />
der Bundesregierung leisten werden.<br />
Informations- und Kommunikationstechnologien stehen in<br />
mehreren Bereichen im Mittelpunkt der Arbeiten: In der Fahrzeugentwicklung<br />
für die Steuerung und Überwachung, in<br />
der Elektromobilitäts-Infrastruktur für den reibungslosen<br />
Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen, Strom- und<br />
Datennetz sowie im Energieversorgungssystem für dessen<br />
Optimierung und die Integration der Erneuerbaren Energien.<br />
An diesen Fragestellungen arbeiten die Modellprojekte nicht<br />
nur intensiv in ihren Projekten, sondern auch in gemeinsamen<br />
Fachgruppen. So ist es gelungen, dass bereits nach der<br />
Hälfte der Laufzeit alle sieben Modellprojekte ein gemeinsames<br />
System zur Authentifizierung einsetzen, so dass ein<br />
Fahrzeug aus dem Allgäuer Projekt beim norddeutschen<br />
Programmpartner Strom laden kann. Und sie erzielen Ergebnisse,<br />
die wesentliche Erkenntnisse als Basis für zukünftige<br />
Standardisierung und Normung sowie Ausgestaltung von<br />
rechtlichen Rahmenbedingungen wie z.B. dem Eichrecht<br />
und dem Datenschutz liefern. Diese Kooperation über die<br />
7 Modellprojekte hinweg koordiniert ein Begleitforschungskonsortium<br />
unter der Leitung von B.A.U.M. Consult.<br />
Ludwig Karg<br />
Leiter der Begleitforschung von »E-Energy«<br />
und »IKT für Elektromobilität«<br />
Andreas Reinhardt<br />
Teilprojektleiter der Begleitforschung<br />
von »IKT für Elektromobilität«<br />
B.A.U.M. Consult GmbH<br />
Fanny-Zobel-Straße 9<br />
12435 Berlin<br />
ikt-em@baumgroup.de<br />
www.ikt-em.de<br />
Projekt unter Strom: »GRID Surfer«<br />
GridSurfer ist einer von sieben Gewinnern des Technologiewettbewerbs<br />
»Informations- und Kommunikationstechnologie<br />
(IKT) für Elektromobilität« des BMWi und des BMU. In<br />
verschiedenen Modellprojekten werden hier IKT-basierte<br />
Schlüsseltechnologien und Dienste für die Integration der<br />
Elektromobilität in bestehende Energie- und Verkehrsnetze<br />
in umfassenden Feldversuchen erprobt.<br />
Mit GridSurfer untersucht die EWE AG in Kooperation mit E3/<br />
DC, Next Energy und OFFIS den Einsatz von Elektromobilität<br />
in der ländlich geprägten Region zwischen Ems, Weser und<br />
Elbe. Die natürlichen Gegebenheiten stellen im Nordwesten<br />
Deutschlands spezifische Anforderungen an die Elektromobilität<br />
und bieten gleichzeitig - aufgrund des sehr hohen Anteils<br />
an regenerativer schwankender Energieerzeugung - große<br />
Chancen für deren Einsatz. GridSurfer entwickelt und erprobt<br />
Speicher- und Ladestationen, Mess- und Steuersysteme, IKTbasierte<br />
Speichermanagement-, Abrechnungs- und Vermarktungsprozesse<br />
sowie Tarif- und Geschäftsmodelle<br />
mit den dazugehörigen Schnittstellen. Vor allem die Entwicklung<br />
von Informations- und Kommunikationssystemen<br />
für Elektrofahrzeuge stellt einen Schwerpunkt des Projektes<br />
dar. Die Weiterentwicklung des Elektroautos E3 mit seinen<br />
Funktionalitäten bidirektionales Laden und Batteriewechselfähigkeit<br />
sind dabei bestimmende Merkmale.<br />
Bidirektionales Laden dient vor allem dem Anheben von<br />
dezentralem Speicherpotential, um mit Hilfe von Batteriespeicher<br />
und Vehicle-to-Grid (V2G) Controller mögliche System-<br />
und Netzdienstleistungen anzubieten. Ein weiteres Element<br />
von GridSurfer liegt in der Entwicklung und Erprobung<br />
eines Batteriewechselkonzepts. Ein solches Konzept bietet<br />
neben einer schnell wiederhergestellten Mobilität vor allem<br />
die Möglichkeit, hohe Speicherkapazitäten in das Stromnetz<br />
zu integrieren. Vier Fahrzeuge bilden die 2. Generation des<br />
E3, die wie gewohnt vier Personen samt Gepäck Platz bietet<br />
und dabei auch angenehmen Komfort wie Klimaanlage, Sitzheizung,<br />
Servolenkung, ABS und Airbags an Bord hat.<br />
Michael Westerburg<br />
Projektleiter Elektromobilität<br />
Forschung & Entwicklung<br />
EWE Aktiengesellschaft<br />
Michael.Westerburg@ewe.de<br />
www.ewe.de<br />
88 Neue Mobilität Neue Mobilität 89
MODELLprojekt harz.EE-mobility<br />
MODELLprojekt harz.EE-mobility<br />
Modellprojekt Harz.EE-mobility<br />
Elektromobilität - In der Zukunft unterwegs<br />
Damit wir uns also in Zukunft auch mit elektrisch betriebenen<br />
Fahrzeugen sorgenfrei fortbewegen können, verfolgt<br />
»Harz.EE-Mobility« vor allem drei Ziele. Erstens soll die Wirtschaftlichkeit<br />
der Elektromobilität durch einen maximalen<br />
Anteil an Erneuerbaren Energien erweitert werden. Zweitens<br />
muss trotz dieser Vorbedingung die Versorgungssicherheit<br />
im Netz gewährleistet sein. Und drittens soll durch die Reduzierung<br />
des CO 2 -Ausstoßes im Personenverkehr der Klimaschutz<br />
weiter forciert werden.<br />
Die Partner im Konsortium, darunter auch das Fraunhofer Institut<br />
für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg,<br />
teilen sich die damit verbundenen Aufgaben. Das IFF<br />
verantwortet insbesondere die Entwicklung der Mobilitätsleitwarte,<br />
der Fahrzeugkommunikation und des -managements<br />
inklusive der Steuerung aller damit verbundener logistischer<br />
Prozesse. Außerdem obliegt ihm die Entwicklung<br />
der Datenverwaltung im gesamten eMobility-System.<br />
Letztendlich werden die Ergebnisse dieses Projektes die<br />
Weichen dafür stellen, wie spätere Elektro-Verkehrsnetze<br />
funktionieren. Nicht nur am Fraunhofer IFF in Magdeburg ist<br />
man sich darum der Bedeutung dieser Arbeit sehr bewusst.<br />
Mit Hochdruck wird hier an der Frage gearbeitet, wie die<br />
Steuerung der logistischen und elektrischen Prozesse für die<br />
Fahrzeuge aussehen muss, damit wir uns möglichst frei mit<br />
ihnen bewegen können. Denn noch immer ist ein Grundproblem,<br />
die Kapazitäten der Stromspeicher nicht endgültig gelöst.<br />
Bei der Planung der Infrastruktur oder der Ladestationen<br />
muss darauf Rücksicht genommen werden.<br />
Bereits Ende 2<strong>01</strong>0 werden die ersten Elektro-Flitzer im Harz<br />
unterwegs sein. Damit sie irgendwann in einem funktionierenden<br />
Gesamtsystem überall ungehindert fahren können,<br />
braucht es jedoch eine internationale Vereinheitlichung der<br />
Infrastruktur. Ladeanschlüsse, Tankstellen, Identifizierungsund<br />
Abrechnungssysteme - alles bedarf einer europaweiten<br />
Kompatibilität. Eine Aufgabe, zu der das »Harz.EE-Mobility«-<br />
Projekt einen wichtigen Beitrag leistet. Ist dies geschafft,<br />
wartet sogleich eine noch weit größere Herausforderung,<br />
nämlich die Entwicklung und der Aufbau des Gesamtnetzes.<br />
Prof. Dr.-Ing. Zbigniew A. Styczynski<br />
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg<br />
Institut für Elektrische Energiesysteme<br />
Fon 0391 67 188 66<br />
info@harzee-mobility.de<br />
www.harzee-mobility.de<br />
Ab Herbst 2<strong>01</strong>0 fahren die Stromer regulär durch Magdeburg und die Städte im Harz. Später werden sie dann Pendlern zur Verfügung<br />
stehen, die zwischen Magdeburg und dem Harz verkehren.<br />
eAutos sollen künftig in großer Zahl auf unseren Straßen rollen.<br />
Als Teil eines gänzlich neuen Verkehrs- und Energiekonzeptes<br />
stehen dabei die Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes und<br />
die Nachhaltigkeit der Energiegewinnung im Vordergrund.<br />
Seit September 2009 arbeitet ein Verbund exponierter regionaler<br />
und nationaler Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft<br />
und Forschung in dem Projekt Harz.ErneuerbareEnergien-<br />
Mobility, kurz Harz.EE-Mobility, an einer Antwort. Das Konsortium<br />
unter der Leitung der Otto-von-Guericke-Universität<br />
Magdeburg soll bis 2<strong>01</strong>1 prototypisch ein Mobilitätskonzept<br />
entwerfen, das vollkommen auf der Nutzung von Elektroenergie<br />
beruht und sich vornehmlich aus erneuerbaren<br />
Quellen speist. Seine Hauptaufgabe: Trotz der Unwägbarkeiten<br />
bei der Nutzung Erneuerbarer Energien für den Antrieb<br />
von Fahrzeugen soll die Mobilität des Menschen nicht<br />
nennenswert beeinträchtigt werden. Dass das keine unlösbare<br />
Aufgabe, sondern absolut realistisch ist, wollen die<br />
Partner sichtbar unter Beweis stellen. Schon bald soll durch<br />
den Harz eine kleine Flotte von Elektro-Autos fahren, die sich<br />
auf eine exemplarische, flächendeckende Elektro-Infrastruktur<br />
für ihre Energieversorgung stützen kann.<br />
90 Neue Mobilität<br />
Ausgangspunkt und Voraussetzung für »Harz.EE-Mobility«<br />
ist der hohe Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung<br />
in der gesamten Harzregion. Bereits heute werden<br />
hier mehr als 60 Prozent der Energie aus Wind, Sonne und<br />
anderen alternativen Quellen gewonnen. Über das Projekt<br />
RegModHarz werden sie unter anderem auch für die Verwendung<br />
im Zuge der Elektromobilität verfügbar gemacht. Dafür<br />
entwickelt »RegModHarz« ein intelligentes Stromnetz, ein<br />
sogenanntes »smart grid«. Mit seiner Hilfe kann die Energie<br />
aus unterschiedlichen Quellen in ein funktionierendes, stabiles<br />
Versorgungsnetz eingespeist werden.<br />
Zu diesem Zweck hat das Konsortium neue, intelligente Ladestationen<br />
und ein komplexes Kommunikations- und Steuerungssystem<br />
entwickelt. Zusammen mit den Elektrofahrzeugen<br />
bilden sie ein intelligentes, mobiles Speichernetz für<br />
elektrischen Strom. Die Grundlage dafür wird in erster Linie<br />
durch die Rückspeisefähigkeit der neuen Fahrzeugbatterien<br />
geschaffen. Dank dieser Technologie können die Elektroautos<br />
sowohl Energie speichern, als sie bei Bedarf auch wieder<br />
in das Netz zurückgeben. Damit werden die Fahrzeuge zum<br />
Bestandteil eines dezentralen, zum Teil mobilen Energiespeichernetzes,<br />
aus dem das zukünftige Stromnetz etwa zu Spitzenzeiten<br />
mit zusätzlicher Energie versorgt werden kann. Es<br />
bildet das Fundament für den weiteren Ausbau Erneuerbarer<br />
Energien und somit auch die Basis für die Nutzung im Rahmen<br />
der Elektromobilität von Morgen.<br />
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Die deutsche Elektroindustrie sieht sich mit dem Aufbau eines<br />
Leitmarktes Elektromobilität einer großen Herausforderung<br />
gegenüber. Die Reduktion des CO 2<br />
-Ausstosses einerseits<br />
und der essentielle Wandel existenter Energiesysteme<br />
andererseits stellen hierbei die unterschiedlichen<br />
Perspektiven der Entwicklung der Elektromobilität dar.<br />
Charakteristisch für die Elektromobilität ist der Umstand,<br />
dass das Automobil und die Netzinfrastruktur eine<br />
Symbiose eingehen und das Automobil somit eine<br />
integrative Komponente des Energiesystems verkörpert.<br />
Hier kommt die hohe Innovationsdynamik von Nexans<br />
als führender Leitungs- und Komponentenhersteller zum<br />
Tragen, in dem die an die Ladeleitungen gestellten<br />
Anforderungen applikationsgerecht in Konstruktion und<br />
Design Berücksichtigung finden.<br />
Nexans Deutschland GmbH<br />
Sieboldstrasse 10 · 90411 Nürnberg<br />
Tel +49 911 5207 499 · Fax +49 911 5207 598<br />
www.nexans.de
MODELLprojekt eE-Tour allgäu<br />
MODELLprojekt eE-Tour allgäu<br />
eE-Tour Allgäu<br />
WEITERE DETAILS ÜBER DAS PROJEKT eE-TOUR ALLGÄU FINDEN SIE AUF DER INTERNET-SEITE UNTER WWW.EE-TOUR.DE<br />
Die größte zusammenhängende Tourismusregion Deutschlands<br />
hat bedingt durch seine ländliche Infrastruktur und bergige<br />
Topographie hohe Ansprüche an Umweltschutz und individuelle<br />
Mobilität. Mit dem Projekt eE-Tour Allgäu als Teil<br />
des Förderprogramms »IKT für Elektromobilität« sollen die<br />
Möglichkeiten der Elektromobilität im ländlichen Raum erforscht<br />
und realisiert werden.<br />
Ziele und Herausforderungen. Schwerpunkt des Projektes ist<br />
zum einen die Untersuchung des Mobilitätsverhaltens der<br />
Gäste in der Region, zum anderen ist auch das Angebot der<br />
Elektromobilität für Einheimische als sinnvolle Mobilitätsalternative<br />
Gegenstand der Forschung. Dieses Ziel kann nur<br />
über intelligente IKT Steuerung im eAuto erreicht werden.<br />
Die Ladesäuleninfrastruktur im Allgäu, mit mittlerweile mehr<br />
als einem Dutzend Ladesäulen, wurde vom Energieversorger<br />
Allgäuer Überlandwerk installiert. Der Strom ist CO 2 -frei und<br />
wird während der Projektlaufzeit, allen Besitzern von eAutos<br />
im Allgäu, kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Auswahl<br />
der Ladesäulenstandorte wurde durch räumliche Analysen<br />
des aktuellen Verkehrsnetzes im Allgäu und unter Berücksichtigung<br />
von touristischen Einflüssen, wie Einwohner- und<br />
Übernachtungszahlen, von den beteiligten Hochschulen und<br />
Universitäten ermittelt.<br />
92 Neue Mobilität<br />
Als einzige Modellregion werden in diesem Projekt eAutos in<br />
einem Car-Sharing-Modell an Hotels bzw. Gäste und Einheimische<br />
vermietet. Einige Hotels in verschiedenen Allgäuer<br />
Orten haben bereits Ende Juli die ersten eAutos erhalten und<br />
die Vermietung erfolgreich gestartet.<br />
Mit einer ausreichenden Ladeinfrastruktur von öffentlichen<br />
Ladesäulen im Allgäu und der Anschaffung von Elektrofahrzeugen<br />
allein ist es allerdings nicht getan. Nur mit einer intelligenten<br />
Steuerung durch Informations- und Kommunikationstechnik<br />
sind Elektrofahrzeuge und das Gesamtsystem<br />
der Elektromobilität realisierbar.<br />
Deshalb steht in dem »eE-Tour Allgäu« Forschungsprojekt<br />
auch die Entwicklung eines neuartigen Kommunikationskonzepts<br />
im Mittelpunkt, das über einen intelligenten Car-PC die<br />
Fahrer sicher durchs Allgäu steuert. Ziel ist es, ein nutzerfreundliches<br />
Fahrerassistenz-System zur energieoptimierten<br />
Routenführung zu entwickeln.<br />
Stefan Mayer<br />
Allgäuer Überlandwerke<br />
s.mayer@auew.de<br />
Energiegeladene Urlaubstouren<br />
Mit 17 Millionen Übernachtungen pro Jahr ist das Allgäu eine<br />
der beliebtesten deutschen Urlaubsregionen. Leider belasten<br />
die umsatzbringenden Touristen durch ihre Fahrzeugemissionen<br />
auch die Umwelt. Deshalb ist das Modellprojekt eE-Tour<br />
Allgäu eine interessante Alternative: eine Flotte von etwa 50<br />
Elektrofahrzeugen - vom Pedelec bis zum eAuto - wird in diesem<br />
Pilotversuch an Urlauber (und natürlich auch Einheimische)<br />
vermietet, um die Möglichkeiten der Elektromobilität<br />
im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar zu machen.<br />
Den benötigten Strom können die Nutzer in allen größeren<br />
Städten der Region kostenlos laden. Dafür ist die Ladesäule<br />
complEo ® von EBG ein wichtiger Bestandteil im Konzept des<br />
Energieversorgers AÜW. Sie verfügt nicht nur über vier verschiedene<br />
Steckdosen; ihre wichtigste Komponente ist eine<br />
Mikro-Controller-Einheit, über die alle relevanten Prozesse<br />
gesteuert werden.<br />
Der wirklich zukunftsorientierte Aspekt des Projekts liegt<br />
nämlich nicht allein in der Verwendung Erneuerbarer Energien,<br />
sondern auch im Einsatz intelligenter Kommunikationstechnologie.<br />
Die Fahrzeuge wurden dafür mit einem Kommunikationssystem<br />
ausgerüstet, das wesentlich umfassender<br />
ist, als ein klassisches Navigationsgerät: es informiert<br />
den Fahrer neben den Routenoptionen auch über den<br />
Ladezustand der Batterie und die damit verbundenen Details.<br />
So werden die am günstigsten gelegenen Ladesäulen<br />
aufgezeigt und angesteuert. Über einen Chip identifiziert<br />
sich der Nutzer und kann dann sein Ladekabel einstecken.<br />
Alle Daten des Ladevorgangs werden erfasst und können<br />
per Internet weiterverwertet werden, was in der Zukunft<br />
nicht nur für Bezahlsysteme, sondern auch für Smart Grid-<br />
Konzepte wichtig ist.<br />
Mit complEo ® kann EBG eine Ladestation anbieten, die für<br />
den Einsatz im Freien optimal geeignet ist. Das schlagfeste<br />
Gehäuse aus gepresstem Kunststoff ist robust und von der<br />
Konstruktion sowohl vor Witterungseinflüssen als auch Vandalismus<br />
geschützt. Und durch die innovative Technologie<br />
lässt sie sich in viele Bezahl- und Kommunikationssysteme<br />
problemlos einbinden.<br />
www.ebg-luenen.de<br />
Ladeinfrastruktur<br />
•• Interoperabilität<br />
•• Sicherheit durch<br />
verfahrbare Steckdosen<br />
•• Autorisierung per<br />
Mobiltelefon oder RFID<br />
•• Vandalismusgeschützte<br />
Bauweise<br />
•• Bewährtes glasfaserverstärktes<br />
Kunststoffgehäuse<br />
Informations- &<br />
Kommunikationstechnik<br />
• Einbindung in<br />
Smart-Grid-Konzepte<br />
• Vernetzung via Internet<br />
mit Backend-System<br />
• Kommunikation<br />
mit dem Fahrzeug<br />
www.ebg-luenen.de<br />
Elektro-Bauelemente GmbH<br />
Elektro-Bauelemente GmbH<br />
An der Wethmarheide 17<br />
D-44536<br />
An der Wethmarheide<br />
Lünen<br />
17<br />
D-44536 Lünen<br />
fon +49 (0) 23 06 - 923-3<br />
fax fon +49 +49 (0) (0) 23 230606 - 29 - 923-3 20<br />
fax +49 (0) 23 06 - 29 20<br />
info@ebg-luenen.de<br />
info@ebg-luenen.de<br />
artwork: www.exprim.de
Modellprojekt Future Fleet<br />
Modellprojekt Future Fleet<br />
SAP runs greener-Future Fleet<br />
Erstmals Elektroautos in der betrieblichen Fahrzeugflotte<br />
Weitere Informationen unter www.futurefleet.de<br />
Der Elektromobilität gehört die Zukunft. Doch noch sind<br />
Elektroautos teuer und haben eine begrenzte Reichweite.<br />
Damit sie zum Einsatz kommen, bedarf es neben Forschungsund<br />
Entwicklungsarbeit auch innovativer Nutzungskonzepte.<br />
Ein Ansatzpunkt könnte ihr Einsatz in betrieblichen Fahrzeugflotten<br />
sein, wie das von SAP geleitete Forschungsprojekt<br />
Future Fleet zeigt.<br />
Im Januar 2<strong>01</strong>1 ist es soweit. Dann werden rund 30 Elektroautos<br />
in der Metropolregion Rhein-Neckar zu sehen sein - bunt<br />
beklebt mit dem grünen Schriftzug »Future-Fleet« und den<br />
Logos der fünf Projektpartner. Die Autos sind Teil des Feldtests<br />
des Forschungsprojekts Future Fleet, das vom Bundesumweltministerium<br />
gefördert wird und zum Forschungsprogramm<br />
»IKT für Elektromobilität« gehört.<br />
Projektpartner sind neben SAP der Mannheimer Energieversorger<br />
MVV Energie sowie drei Einrichtungen, die das<br />
Projekt sozialwissenschaftlich begleiten: das Institut für<br />
sozial-ökologische Forschung (ISOE), das Öko-Institut und<br />
die Hochschule Mannheim. SAP und MVV Energie nehmen<br />
Doppelrollen im Projekt ein: Sie testen die Elektrofahrzeuge<br />
in ihrem Fuhrpark, entwickeln aber auch die technischen Voraussetzungen<br />
für deren Einsatz.<br />
So baut MVV Energie die Ladestationen auf, an denen die<br />
Teilnehmer des Feldtests ihr Elektrofahrzeug aufladen<br />
können - die Ladepunkte befinden sich in Mannheim bei<br />
MVV Energie sowie an den SAP-Standorten in Walldorf, St.<br />
Leon-Rot, Bensheim und Karlsruhe. Die Fahrzeuge werden<br />
dabei ausschließlich mit Strom aus Erneuerbaren Energie-<br />
quellen geladen. Denn nur dann ist der Einsatz der Elektroautos<br />
frei von CO2 2 -Emissionen und damit nachhaltig.<br />
SAP entwickelt einen Softwareprototyp, mit dem sich der<br />
Einsatz der Elektroautos steuern lässt. Wer eine Dienstfahrt<br />
vor sich hat, meldet sie im System an. Der Rechner reserviert<br />
dann die benötigten Ladestationen und stellt sicher, dass<br />
ein Wagen mit ausreichender Batterieladung zur Verfügung<br />
steht.<br />
Ziel des Projekts ist es, Erkenntnisse über Nutzerakzeptanz<br />
und Mobilitätsverhalten zu erhalten sowie die Barrieren und<br />
Potenziale von Elektrofahrzeugen in betrieblichen Fahrzeugflotten<br />
im Praxistest zu ermitteln. ISOE und die Hochschule<br />
Mannheim befragen hierzu die Teilnehmer des Feldversuchs<br />
zu ihren Erfahrungen und Anregungen; das Öko-Institut untersucht<br />
den Umweltnutzen der Fahrzeuge.<br />
Neben Future Fleet ist SAP an weiteren Forschungsprojekten<br />
zur Elektromobilität beteiligt, darunter die vom Bundeswirtschaftsministerium<br />
geförderten Projekte MeRegioMobil<br />
und e-mobility. Dies spiegelt die große Rolle wieder, die die<br />
Informations- und Kommunikationstechnik bei der Mobilität von<br />
morgen hat. Nicht nur eine ausgereifte Fahrzeugtechnologie<br />
ist nötig, sondern auch intelligente IT-Lösungen, die die<br />
Beladung der Fahrzeuge und die Abrechnung koordiniert.<br />
Joachim Marx SAP AG<br />
futurefleet@sap.com<br />
www.sap.com<br />
<br />
Stadtbildkonforme<br />
Ladeinfrastruktur<br />
eCarTec<br />
19.-21.10.2<strong>01</strong>0<br />
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| Strom tanken<br />
mit Langmatz.<br />
Der Zukunft ein<br />
Stück näher.<br />
Wir sind dabei<br />
– und freuen<br />
uns auf Ihren<br />
Besuch!<br />
Halle B5<br />
Stand 434<br />
Langmatz GmbH | Am Gschwend 10<br />
D-82467 Garmisch-Partenkirchen<br />
www.langmatz.de
Modellprojekt Smart Wheels<br />
MeRegioMobil: Nähere Informationen zun dem Modellprojekt<br />
MeRegioMobil finden Sie im EnBW-Artikel auf Seite 24/25.<br />
Eine ausführliche Berichterstattung zum Modellprojekt e-mobility<br />
folgt in einer der kommenden Ausgaben der Neuen Mobilität<br />
Dr.-Ing. Peter Wolters, FEV Motorentechnik GmbH<br />
Hinter Smart Wheels steht ein Konsortium von 7 Partnern<br />
unter der Konsortialführung von FEV Motorentechnik. FEV<br />
selbst ist für die Entwicklung und Bereitstellung von 11 IKTadaptierten<br />
Elektro-Pkw sowie für die Überwachung des<br />
Feldversuchs verantwortlich. Die Stadtwerke Aachen AG<br />
(Stawag) bearbeitet gemeinsam mit den Stadtwerken Duisburg<br />
die Integration der Elektromobilität in die Infrastruktur<br />
von Stadtwerken.<br />
Die Entwicklung der Ladestation wird von Fa. Mennekes<br />
wahrgenommen. Seitens der RWTH Aachen sind vier Institute<br />
im Konsortium vertreten: das Institut für Hochspannungstechnik<br />
(IFHT) untersucht gemeinsam mit der<br />
Forschungsgemeinschaft für Elektrische Anlagen und<br />
Stromwirtschaft e.V. (FGH) die Integration der Elektromobilität<br />
in die Verteilungsnetze; das Institut für Stromrichtertechnik<br />
und Elektrische Antriebe (ISEA) ist für die<br />
Batterie- und Ladetechnik sowie für die Bereitstellung eines<br />
Batteriesystems für einen Elektro-Bus verantwortlich;<br />
am Institut für Kraftfahrzeuge (ika) werden ein Elektro-Bus<br />
aufgebaut sowie Möglichkeiten des induktiven Ladens<br />
erprobt; der Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen<br />
(vka) rüstet eines der Elektrofahrzeuge mit einem Range<br />
Extender zwecks Darstellung einer von der Batteriegröße<br />
unabhängigen Reichweite aus. Das Forschungsinstitut für<br />
Rationalisierung an der RWTH Aachen (FIR) verfolgt Ansätze<br />
und Geschäftsmodelle zur ökonomischen Realisierbarkeit<br />
von Elektromobilität. Die regio iT aachen Gesellschaft für<br />
Informationstechnologie mbH realisiert die Umsetzung der<br />
Identifizierung, Autorisierung, Abrechnung und Marktkommunikation<br />
in erweiterten Szenarien mit mehreren überregionalen<br />
Ladesäulenbetreibern und eMobilitätsanbietern.<br />
Und die speziellen Aspekte einer auf Car Sharing beruhenden<br />
Individualmobilität werden von der DB Rent GmbH im<br />
Feldversuch analysiert.<br />
Das Projekt läuft bis zum 30.09.2<strong>01</strong>1. Der Feldversuch mit 14<br />
Elektro-Pkw, 25 Elektro-Rollern und einem Elektro-Bus startet<br />
im Oktober 2<strong>01</strong>0.<br />
Dr.-Ing. Peter Wolters<br />
FEV Motorentechnik GmbH<br />
Neuenhofstr. 181<br />
52078 Aachen<br />
wolters@fev.com<br />
www.smart-wheels.de<br />
Intelligente Elektromobilität in der<br />
Modellregion Aachen<br />
Ziel des Projektes Smart Wheels ist die Entwicklung von<br />
Geschäftsmodellen und IKT-Lösungen für eine intelligente<br />
Elektromobilität und deren Demonstration in der E-ENERGY<br />
Modellregion Aachen. Die im Projekt Smart Watts entwickelten<br />
Ansätze für ein intelligentes Energiesystem werden so<br />
erweitert, dass die Verbreitung von Elektromobilität durch<br />
eine konvergente Netzintegration der Elektrofahrzeuge<br />
ebenso wie durch innovative Geschäftsmodelle für einen<br />
flächendeckenden und intermodalen Ausbau gefördert wird.<br />
Letztlich sollen die Lösungen dazu führen, dass Elektromobilität<br />
für die Nutzer komfortabler und wirtschaftlich attraktiver<br />
wird.<br />
Insbesondere das INTERNET DER ENERGIE wie auch die<br />
darauf aufbauenden informationslogistischen Konzepte für<br />
mobile Verbraucher werden für eine IKT-gestützte Elektromobilität<br />
erweitert. In der Modellregion Aachen werden die<br />
hierfür erforderlichen Voraussetzungen und Infrastrukturen<br />
geschaffen und bereitgestellt.<br />
Internet der Energie<br />
96 Neue Mobilität
S.A.T. Sonnen- und alternativtechnik<br />
S.A.T. Sonnen- und alternativtechnik<br />
Aus Überzeugung, aus Verantwortung und aus Vernunft<br />
S.A.T. Sonnen- und AlternativTechnik<br />
Intelligente Energiekonzepte - für heute und morgen<br />
Aus Überzeugung, aus Verantwortung und aus Vernunft.<br />
Bereits im 14. Jahr konzentriert sich der mittelständische<br />
Dienstleister S.A.T. Sonnen- und AlternativTechnik aus<br />
Nordfriesland auf die Realisierung von Systemen auf Basis<br />
Erneuerbarer Energien. Unterschiedliche Fachbereiche übernehmen<br />
aus dem Unternehmen heraus das gesamte Projektmanagement<br />
mit allen Leistungsphasen von der Konzeption,<br />
Projektierung und Installation bis zum Monitoring und dem<br />
Service von Solar-Stromanlagen, Solartechniken für den Einund<br />
Mehrfamilienhaushalt, Pelletheizungen, Wärmepumpen,<br />
Brennwerttechniken sowie Kleinwindenergieanlagen und<br />
Elektromobil-Konzeptlösungen.<br />
Bereits im Gründungsjahr 1996 konzentrierte sich der<br />
klassische Heizung-Sanitär-Klima-Handwerksbetrieb auf<br />
den sinnvollen und effektiven Einsatz der Rohstoffe und<br />
die optimale Nutzung der Sonnenenergie. Heute gilt S.A.T.<br />
mit fünf Niederlassungen in Norddeutschland als einer der<br />
erfahrensten Dienstleister dieser Region und ist auch erfolgreich<br />
in Kanada aktiv. Mit der wachsenden Fachkenntnis<br />
und einem ökonomisch und ökologisch erfolgreichen<br />
Unternehmenskonzept wurde bis heute ein Team mit rund<br />
150 qualifizierten Mitarbeitern aufgebaut, das sich durch die<br />
Vielseitigkeit und der hohen Qualität und Zuverlässigkeit bei<br />
der Ausführung der Arbeiten auszeichnet.<br />
Die Geschäftsführer Björn Jacobsen und Dipl. Ing. Thorsten<br />
Höfer sehen die Förderung der Erneuerbaren Energien als<br />
eine der wichtigsten Aufgaben an und engagieren sich<br />
neben der Etablierung entsprechender Systeme auch auf die<br />
Festigung und Weiterentwicklung der Kompetenzen innerhalb<br />
des Teams. Mit dem Ziel, innovative Entwicklungen im<br />
Bereich Energietechnologie auszubauen und auch aus persönlicher<br />
Überzeugung widmet sich S.A.T. der Umsetzung dieser<br />
Technologien - im privaten wie auch im gewerblichen Bereich.<br />
Darüber hinaus gilt die Vorbildfunktion des Unternehmens,<br />
die Information, Ausbildung und Miteinbeziehung der jungen<br />
Generation nicht nur bei der Unternehmensleitung als ein<br />
Selbstverständnis.<br />
Die aufgrund der ursprünglichen Kernkompetenzen vorhandenen<br />
fundierten Kenntnisse der Gewerke Heizung-<br />
Klima-Sanitär wurden durch das kontinuierliche Wachsen<br />
des Mitarbeiterstammes erweitert. Die Einstellung von<br />
Elektronikern und Ausbildung von Montagefachkräften für<br />
Anlagen zur Nutzung solarer Energie sorgte dafür, dass der<br />
eigene Personalstamm miteinander wachsen und voneinander<br />
lernen konnte. Als einer weniger Handwerksbetriebe<br />
in Schleswig-Holstein ist S.A.T. in der Lage, alle Gewerke der<br />
Haustechnik aus einem Betrieb und einem gesamten Team<br />
heraus zur Verfügung zu stellen - und das darüber hinaus mit<br />
dem Ziel, Erneuerbare Energien und zukunftsfähige Systeme<br />
zur eigenen Versorgung zu nutzen.<br />
Aus Verantwortung und Fachkenntnis setzt sich das Unternehmen<br />
zudem für die Entwicklung der Strukturen innerhalb<br />
der Elektromobilität ein. Neben der aktiven Unterstützung<br />
regionaler Projekte Pro-Elektromobilität werden am Firmensitz<br />
in Struckum bereits im zweiten Jahr Elektrofahrzeuge im täglichen<br />
Betrieb getestet und auch zum Verkauf angeboten. Als<br />
eine der Ersten in Nordfriesland wurde hier im Frühjahr 2<strong>01</strong>0<br />
eine Solarstromtankstelle für den Eigenverbrauch in Betrieb<br />
genommen. Ausschließlich mit Strom aus Erneuerbaren<br />
Energien werden an dieser Solarstromtankstelle Segways,<br />
eBikes, der Vectrix-Roller und auch der Tesla Roadster, den<br />
S.A.T. gemeinsam mit dem Partnerunternehmen gp joule<br />
bereits 2009 erworben hat, betankt. Durch die Anschaffung<br />
des Teslas Roadster wird zum einen Aufklärungsarbeit geleistet<br />
und zum anderen der Absatz des Elektromobils, und<br />
damit die Massentauglichkeit, unterstützt. In diesem Zuge<br />
wird der Fuhrpark zur täglichen Nutzung zum Jahreswechsel<br />
um weitere Elektromobile wie zum Beispiel den i-Miev von<br />
Mitsubishi ergänzt.<br />
Als Erweiterung des bisherigen Leistungsspektrums gehört<br />
heute neben dem Vertrieb von Elektromobilen<br />
wie dem zweirädrigen Personal-Transporter »Segway«<br />
und Elektrofahrrädern auch die Realisierung von Solar-<br />
Carportanlagen für 2 bis zu 300 Stellplätzen zum Konzept<br />
des Unternehmens. Hierbei steht nicht nur die sinnvolle<br />
Nutzung von bestehenden Parkplätzen und versiegelten<br />
Flächen durch die Installation von Photovoltaik-Anlagen im<br />
Vordergrund. Gerade die Kombination mit dem Vertrieb von<br />
Elektrofahrzeugen für den Alltag gilt als eines der zukünftig<br />
relevanten Projekte zur Förderung der Elektromobilität.<br />
Wie bei allen Systemen aus dem Hause S.A.T. erfolgt auch<br />
die Umsetzung der Solar-Carportanlagen, wahlweise in<br />
Kombination mit dem Erwerb von Elektrofahrzeugen, mit<br />
eigenem Fachpersonal - von der Planung, der Projektleitung<br />
und der Installation bis zum Service der PV-Anlage und der<br />
Fahrzeuge.<br />
www.alternativtechnik.de<br />
98 Neue Mobilität Neue Mobilität 99
speed-e.me - eMobility Shop Berlin<br />
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DER ARENA<br />
Die Faszination einer starken und gleichzeitig leisen Beschleunigung,<br />
verbunden mit einem umweltbewussten<br />
Fahrerlebnis wird eine Welle der Begeisterung in der Gesellschaft<br />
auslösen.<br />
VOR<br />
»Wir wollen die Menschen von der neuen Form der Mobilität<br />
begeistern«, betont Frank Müller, Geschäftsführer von<br />
speed-e.me. »Jeder, der einmal selbst mit einem Elektrofahrzeug<br />
gefahren ist, weiß, welcher Fahrspaß damit verbunden<br />
ist. Genau das wollen wir nach außen tragen, deshalb<br />
unterstützen wir den Bundesverband eMobilität bei seinen<br />
eRoadshows.«<br />
Im eBike-Shop in Berlin Mitte wird Elektromobilität in entspannter<br />
Atmosphäre direkt erfahrbar. speed.e-me bietet<br />
eine große Auswahl an Elektrofahrzeugen - vom eBike, über<br />
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Mit der Elektromobilität deutet sich eine technologische<br />
Zeitenwende an. Die Automobilindustrie arbeitet mit<br />
Hochdruck am Elektroauto, um auch zukünftig wettbewerbsfähig<br />
sein zu können. Ein sofortiger Einstieg in die<br />
Elektromobilität ist mit den kultigen Tante Paula Elektrorollern<br />
möglich, die es problemlos mit den angesagten<br />
eBikes aufnehmen können. Die umweltschonenden und<br />
handlichen Modelle »Ferdinand II« und »Maximilian II«<br />
sind bis zu 32 km/h schnell, surren leise an jeder Tankstelle<br />
vorbei und haben gerade einmal einen Stromverbrauch<br />
von 50 Cent auf 100 km. Eine Akkuladung reicht<br />
für rund dreißig Kilometer umweltschonenden Fahrspaß.<br />
Nach drei Stunden ist die Batterie wieder voll und für<br />
die nächste Fahrt bereit. Selbst Steigungen schaffen die<br />
leistungsstarken Elektromotoren ohne große Anstrengung.<br />
Hochwertige Komponenten, wie ein komfortables<br />
Federungssystem, ein Dual-Disc Scheibenbremssystem,<br />
moderne Elipsoid-Scheinwerfer oder geländegängige<br />
Motorrad-Reifen garantieren langlebiges Fahrvergnügen.<br />
In der Stadt ist der kultige Scooter um ein Vielfaches<br />
schneller als herkömmliche Fortbewegungsmittel und<br />
Parkplatzsorgen sind passé. Die ausgeklügelte Bauweise<br />
des Rollers erlaubt ein sekundenschnelles Zusammenklappen,<br />
so dass Tante Paula in fast jedem Kofferraum für<br />
die nächste Spritztour verstaut werden kann.<br />
Die<br />
Coolsten<br />
sind<br />
eBikes<br />
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100 Neue Mobilität Neue Mobilität 1<strong>01</strong>
BEM-LANDESVERTRETUNG NRW<br />
BEM-Landesvertretung NRW<br />
Im September 2<strong>01</strong>0 haben e-WOLF und der Bundesverband eMobilität gemeinsam<br />
die BEM-Landesvertretung NRW im e-WOLF CENTER KÖLN eröffnet.<br />
Eröffnung Landesvertretung NRW im e-WOLF CENTER KÖLN<br />
Das weltweit größte Sortiment an elektrisch betriebenen Fahrzeugen<br />
können wir Ihnen auf einer Seite leider nicht darstellen...<br />
www.ewolf-car.com<br />
Neben den Rednern des Abends Harry K. Voigtsberger,<br />
Wirtschaftsminister in Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Andreas<br />
Knie, DB Rent AG, Dr. Peter Steinkamp, RheinEnergie AG<br />
und Prof. Lutz Eckstein, RWTH Aachen kamen zum Empfang<br />
zahlreiche geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien<br />
zur Eröffnung der BEM-Landesvertretung NRW.<br />
Die Landesvertretung unterstützt die Ziele des Bundesverbands<br />
eMobilität auf Landesebene. Ein Forum, das zukunftsweisende<br />
Gedanken und Ideen kommuniziert und dadurch<br />
die Begeisterung und Faszination für Elektromobilität innerhalb<br />
der Gesellschaft integriert. Mit dem Elektrofahrzeug-<br />
Spezialisten e-WOLF wurde ein idealer Partner in NRW<br />
gefunden, um die Mobilität auf Basis Erneuerbarer Energien<br />
auf elektrische Antriebsarten umzustellen.<br />
Entwicklungsdynamik auch weiterhin erfolgreich in dem<br />
emobilen Marktumfeld positionieren wird. Wir versprechen<br />
uns von der Zusammenarbeit eine nachhaltige Elektromobilisierung<br />
Nordrhein-Westfalens.«<br />
Durch die Kooperation mit e-WOLF kann die BEM-Landesvertretung<br />
NRW auf über 1.000 Quadratmetern eine eindrucksvolle<br />
Erlebniswelt der Elektromobilität zeigen. In der Fahrzeugmanufaktur<br />
in Köln/Frechen lässt sich Elektromobilität<br />
hautnah erleben: neben Ausstellungsfläche, Montage- und<br />
Servicebereich werden wissenswerte und interessante Einblicke<br />
in die Zukunft der Individualmobilität geliefert. Vom<br />
eRoller über den Elektro-Sportwagen bis hin zum Elektro-LKW<br />
kann vor Ort alles besichtigt und gefahren werden.<br />
»Mit Kai Schönenberg, Marketing- und Projektleiter des<br />
BEM-Mitgliedsunternehmens e-WOLF, haben wir einen<br />
vielseitig vernetzten Elektromobilitäts-Experten als Ansprechpartner<br />
für die Landesvertretung NRW des Bundesverbands<br />
eMobilität gewinnen können«, so Christian Heep, BEM-<br />
Marketing-Vorstand aus Berlin, der sich auf die Zusammenarbeit<br />
in der NRW-Heimat freut: »e-Wolf ist ein<br />
beeindruckendes Unternehmen, dass sich mit seinem<br />
Qualitätsanspruch, einem durchdachten und sehr ansprechenden<br />
Markenauftritt und einer ambitionierten Produkt- und<br />
BEM-Landesvertretung NRW<br />
im e-WOLF CENTER KÖLN<br />
Ernst-Heinrich-Geist-Straße 5<br />
50266 Frechen / Köln<br />
Fon 02234 277 75 98<br />
kai.schoenenberg@bem-ev.de<br />
In Kooperation mit<br />
102 Neue Mobilität Neue Mobilität 103
BEM-LANDESVERTRETUNG Bayern<br />
BEM-Landesvertretung Bayern<br />
»Ich freue mich, dass wir in Ingolstadt im Süden der Republik vertreten sind und die<br />
hier vorhandenen Potenziale im Bereich Elektromobilität weiter ausbauen können.«<br />
Auch eine zweite Seite reicht nicht aus, zur Darstellung unserer Leistungsfähigkeit und Qualität.<br />
Alle Fahrzeuge, Preise und Informationen:<br />
www.ewolf-car.com<br />
Eröffnung Landesvertretung Bayern im Februar 2<strong>01</strong>0<br />
Christian Neuber / Leiter BEM-Landesvertretung Bayern<br />
Die BEM-Landesvertretung Bayern unterstützt als regionales<br />
Kompetenzzentrum für Elektromobilität die Ziele des<br />
Bundesverbands auf Landesebene. Im Rahmen von eRoadshows,<br />
Messen und anderen Veranstaltungen im süddeutschen<br />
Raum werden die Köpfe der Branche miteinander<br />
vernetzt und zukunftsweisende Kooperations- und Geschäftsmodelle<br />
entwickelt, um Elektromobilität langfristig im Bewusstsein<br />
der Gesellschaft zu verankern. »Nur gemeinsam schaffen<br />
wir es, Elektromobilität bundesweit auf die Straße zu bringen«,<br />
betont Michael Hofmann, BEM-Finanzvorstand.<br />
Seit Februar 2<strong>01</strong>0 leitet Christian Neuber die BEM-Landesvertretung.<br />
»Als Technikbegeisterter ist es sehr spannend<br />
in diesem Umfeld tätig zu sein. Wir müssen uns darüber im<br />
klaren sein, dass künftig Fahrzeuge mit neuem Design und<br />
neuen Funktionalitäten gänzlich neue Mobilitätskonzepte<br />
ermöglichen.« Seine jahrelange Erfahrung als Konstrukteur<br />
in der Automobilbranche und die Leidenschaft für technische<br />
Innovation machen ihn für den Bundesverband eMobilität<br />
zum idealen Partner.<br />
BEM-Landesvertretung Bayern<br />
Tränktorstraße 10<br />
85049 Ingolstadt<br />
Fon 0841 8857 490<br />
christian.neuber@bem-ev.de<br />
Besuchen Sie uns auf der eCarTec<br />
Halle B5 Stand 614 oder in unserem<br />
Showroom in Ingolstadt.<br />
104 Neue Mobilität<br />
eMOBILITY SHOP INGOLSTADT<br />
electric movement GmbH // Tränktorstr. 10 // 85049 Ingolstadt // Fon 0841 88 57 490 // info@electric-movement.de // www.electric-movement.de
eBike & eScooter Shop Berlin<br />
BEM-<br />
MITGLIEDER<br />
Bitte Unterstützen Sie uns mit Ihren Ideen, Projekten und<br />
Ihrer Begeisterung. Zeigen Sie sich und Ihr Engagement für<br />
eMobilität.<br />
Der Bundesverband eMobilität vernetzt die Akteure aus<br />
Wirtschaft, Politik und Medien miteinander, fördert die öffentliche<br />
Wahrnehmung für Elektromobilität durch zahlreiche<br />
Veranstaltungen und setzt sich für die notwendigen infrastrukturellen<br />
Veränderungen ein. Von Beginn an sind die<br />
Mitglieder das wichtigste Potential des Verbands.<br />
»Die Einbindung unserer Mitglieder in die verschiedensten<br />
BEM-Aktionen, Veranstaltungen und Projekte ist deshalb<br />
eines unserer wichtigsten Aufgaben im tagespolitischen<br />
Geschäft. Darüber hinaus sorgen wir dafür, dass sich unsere<br />
Mitglieder untereinander vernetzen, um über Branchengrenzen<br />
hinaus neue Kooperations- und Geschäftsmodelle zu<br />
entwickeln«, so Kurt Sigl, BEM-Präsident.<br />
Zu den Aufgaben des BEM gehört die Verbesserung der gesetzlichen<br />
Rahmenbedingungen für den Ausbau der Elektromobilität<br />
als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept<br />
und die Durchsetzung einer Chancengleichheit<br />
bei der Umstellung auf Elektromobilität.<br />
www.bem-ev.de<br />
www.eMobileTicker.de<br />
Die Branche der Elektromobilität wird bei der Schaffung von<br />
Arbeitsplätzen zu den starken Wachstumsbranchen in Deutschland<br />
gehören. Es ist unverzichtbar, sich gemeinsam und<br />
verstärkt den Herausforderungen der eMobilität zu stellen, um<br />
einen nachhaltigen Aufschwung im gesamten Marktumfeld zu<br />
sichern. Diese Aufgabe erfordert eine aktive Teilnahme der<br />
innovativsten Unternehmen Deutschlands, starker Persönlichkeiten<br />
und das kooperative Zusammenwirken aller beteiligten<br />
Akteure aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft,<br />
Politik, Medien, den Verbänden und Institutionen, sowie das<br />
Engagement jedes einzelnen Bürgers, der sich für eine Neue<br />
Mobilität einsetzen möchte.<br />
Eine Mitgliedschaft im Bundesverband eMobilität verbindet die<br />
soziale, ökonomische und ökologische Herausforderung mit<br />
den Chancen der eMobilität und des Sustainability Developments<br />
und verankert diese nachhaltig in der Gesellschaft.<br />
Seien Sie dabei, wenn die Welt von morgen endlich sauber<br />
und leise wird.<br />
Dafür ist Ihr Engagement und Ihre Unterstützung<br />
notwendig.<br />
Vorteile einer Mitgliedschaft im Bundesverband eMobilität e.V.<br />
»Nur gemeinsam können wir eMobilität langfristig als realistische<br />
Mobilitätsalternative auf die Straße bringen.«<br />
Wir danken unseren Mitgliedern und Sponsoren für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement für eine Neue Mobilität.<br />
• Möglichkeit der aktiven Teilnahme an einem ständig wachsenden<br />
Netzwerkpool emobilitätsbegeisterter Unternehmer<br />
• Branchenübergreifender und interdisziplinärer Austausch<br />
der relevanten Player der Branche<br />
• Gestaltung & Förderung der Branchenziele auf politischer<br />
Ebene für eine nachhaltige Neue Mobilität zur Steigerung<br />
urbaner Lebensqualität<br />
• Unternehmensdarstellung und Verlinkung auf BEM-Webseite<br />
• Bezug des BEM-Magazins »Neue Mobilität«<br />
• Einbindung in Kampagnen, Filme, Interviews, gemeinsame<br />
Pressemitteilungen und Beiträge im BEM-Magazin<br />
• Imagefördernde Positionierung als Innovationsträger und<br />
aktiver eMobilitätsplayer<br />
• BEM-Gemeinschaftsstand auf Messen und Veranstaltungen<br />
• Präsentation auf Veranstaltungen, Symposien, Konferenzen<br />
eShowroom & Kompetenzzentrum, BEM eRoadshow<br />
• Nutzung des Partnerlogos auf Medien und der Webseite<br />
»Mitglied im Bundesverband eMobilität«<br />
• Zugang zu Landesvertretungen und Partnerverbänden<br />
• Vernetzung mit Politik, Wirtschaft, anderen Verbänden und<br />
Instituten<br />
• Event-Einladungen zu Mitgliedskonditionen, bundesweite<br />
eStammtische, Teilnahme am BEM-Roundtable<br />
• Redaktions- und Nachrichtendienst<br />
• eNewsletter, BEM eMobile Ticker als iPhone App, Pressezugang,<br />
Veröffentlichungen<br />
G R M O YE B I E L I N T<br />
<br />
speed-e.me<br />
Mitgliedsbetreuung<br />
BEM eMobile Sandrine Ticker Frideres<br />
Jetzt im App-Store.<br />
Fon 030 8638 1874<br />
sandrine.frideres@bem-ev.de<br />
Bundesverband eMobilität e.V.<br />
Wallstr. 16<br />
1<strong>01</strong>79 Berlin<br />
www.bem-ev.de<br />
106 Neue Mobilität
firmen-<br />
VERZEICHNIS<br />
Für Einträge in das Firmenverzeichnis wenden Sie sich bitte<br />
an Sandrine Frideres vom BEM sandrine.frideres@bem-ev.de<br />
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Jakobistraße 20<br />
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Fon 0421 173 22 99<br />
Fax 0421 1 444 5<br />
Mobil <strong>01</strong>63 173 22 99<br />
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Bmsrae 37-61 // 12307 Berin<br />
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Wallstr. 16<br />
1<strong>01</strong>79 Berlin<br />
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Fon 030 8962 2071<br />
Fax 030 8638 0866<br />
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Fax +49. 88 21 920-159<br />
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Fax 030 8638 0866<br />
www.bem-ev.de<br />
magazin@bem-ev.de<br />
Chefredaktion V.i.S.d.P.<br />
Christian Heep<br />
Redaktion<br />
Juliane Girke<br />
juliane.girke@bem-ev.de<br />
Fon 030 8961 0800<br />
Redaktion Modellregionen<br />
Sven Kirrmann<br />
sven.kirrmann@bem-ev.de<br />
Fon 030 8638 1874<br />
Konzept, Layout & Druck<br />
CYMAGE MEDIA BERLIN<br />
Oranienplatz 5<br />
10999 Berlin<br />
Fon 030 616 58 511<br />
Fax 030 616 58 526<br />
agentur@cymage-media.com<br />
www.cymage-media.com<br />
Layout, Satz, Grafik<br />
Christian Heep<br />
Monika Czerminska<br />
Christin Steirat<br />
Falk Bege<br />
Titelbild<br />
e-Wolf<br />
Photograf Roundtable / Vorstand<br />
Sebastian Knoth<br />
www.sebastian-knoth.de<br />
Anzeigenredaktion<br />
Sandrine Frideres<br />
sandrine.frideres@bem-ev.de<br />
Fon 030 8638 1874<br />
Abo-Service<br />
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sandrine.frideres@bem-ev.de<br />
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10.000 Stück<br />
© 2<strong>01</strong>0 Bundesverband eMobilität e.V. / BEM. Alle veröffentlichten Beiträge<br />
sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise,<br />
nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung vom BEM. Alle Angaben<br />
ohne Gewähr. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Photos<br />
wird keine Haftung übernommen. Honorare nur nach Vereinbarung. Die<br />
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112 Neue Mobilität