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NEUE MOBILITÄT 01

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Erstausgabe<br />

<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong><br />

Das Magazin vom Bundesverband eMobilität<br />

OKTOBER 2<strong>01</strong>0<br />

BEM eMobile Ticker<br />

Jetzt im App-Store.<br />

BEM-Gemeinschaftsstand auf der eCarTec<br />

Messe München // Stand 614 in Halle B5<br />

eCarTec<br />

BEM-Gemeinschaftsstand auf<br />

der Leitmesse der Branche<br />

Status Quo<br />

Warum die Elektromobilität<br />

sich durchsetzen wird<br />

Modellregionen<br />

Vorstellung der<br />

deutschlandweiten Projekte<br />

Neue Mobilität<br />

1


gruSSwort<br />

Editorial<br />

* Das Fahrzeug ist in dieser Version noch nicht im Handel erhältlich.<br />

Die Zeit ist reif.<br />

Derzeit scheint es so, als wäre allen klar, dass dem elektrischen Antrieb die Zukunft<br />

gehört. Alle großen Autobauer kündigen für die nächsten Jahre Elektroautos an, die<br />

Medien berichten täglich über neue Entwicklungen und in zahlreichen Projekten und<br />

eRoadshows lassen sich Elektrofahrzeuge ausprobieren.<br />

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Garantiert, sauber, deutsche Technologie.<br />

Die Frage ist nur: Warum projizieren wir Elektromobilität<br />

weiterhin in die Zukunft? Wir warten hierzulande gespannt<br />

auf die Entwicklungen im Automobilbereich und vergessen<br />

dabei, dass die individuelle Mobilität eine weitaus größere<br />

Bandbreite an Fahrzeugen beschreibt. Die Elektrifizierung<br />

von Zweirädern ist schon weit fortgeschritten - von eBikes,<br />

Pedelecs bis hin zu eScootern finden sich zahlreiche, bereits<br />

verfügbare Elektrofahrzeuge. Besonders sinnvoll im innerstädtischen<br />

Kurzstreckenverkehr. Auch im Bereich der Nutzfahrzeuge<br />

gibt es bereits einige emissionsfreie Alternativen.<br />

Nicht nur auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge ist der<br />

Trend hin zur Elektrifizierung zu erkennen, auch Transportunternehmen<br />

wie UPS setzen Schritt für Schritt elektrisch<br />

betriebene Fahrzeuge in verschiedenen Städten ein.<br />

In den bundesweit geschaffenen Modellregionen und -projekten<br />

werden derzeit Grundlagen für eine flächendeckende<br />

Nutzung der Elektromobilität gelegt. In verschiedenen Testflotten<br />

werden die Fahrzeuge auf Alltagstauglichkeit, die<br />

Potenziale in Kombination mit Erneuerbaren Energien und<br />

die Möglichkeit der Einbindung in intelligente Stromnetze<br />

getestet. Diese Ergebnisse müssen wir nun umsetzen und<br />

nicht nur dokumentieren.<br />

Die Zeit ist reif: Elektromobilität muss jetzt in Elektroflotten<br />

und in Fuhrparks deutlich sichtbar werden. Denn praxisnahe<br />

Erfahrungen sind der entscheidende Faktor, um die<br />

Gesellschaft für die Neue Mobilität zu gewinnen und eine<br />

gesellschaftsübergreifende Akzeptanz für Elektrofahrzeuge<br />

zu schaffen. Das können wir jedoch nur gemeinsam bewältigen.<br />

Wir müssen die notwendigen Kompetenzen bündeln,<br />

innovative Köpfe zusammen bringen und gemeinsam an<br />

neuen, oftmals unkonventionellen Kooperationskonzepten<br />

und Synergien arbeiten. Genau das haben wir uns als aktives<br />

Sprachrohr der Branche gemeinsam mit unseren Mitgliedern<br />

zur Aufgabe gemacht.<br />

Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität e.V.<br />

www.solarworld.de<br />

Neue Mobilität<br />

3


INHALTS-<br />

ANGABE<br />

<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong> »<br />

DAS MAGAZIN VOM BUNDESVERBAND e<strong>MOBILITÄT</strong><br />

ausgabe oktober 2<strong>01</strong>0<br />

bem<br />

der verband<br />

ecartec<br />

die Leitmesse<br />

Status Quo<br />

emobilität<br />

Modellregionen<br />

liebe leserinnen & leser,<br />

3 GruSSwort<br />

kURT Sigl, BEM-Präsident<br />

7 eMobilität - Wir<br />

MAchen Zukunft sicher<br />

Beitrag TÜV Süd<br />

8 BEM - wir bewegen..<br />

10 Unsere Meilensteine<br />

12 Der Vorstand<br />

14 Der Beirat<br />

68 eRoadshow<br />

70 der BEM-Roundtable<br />

Die BEM-Landes-<br />

VERTRETUNG<br />

102 Nordrhein-Westfalen<br />

105 Bayern<br />

Sonstiges<br />

106 BEM-Mitgliedschaft<br />

108 Firmenverzeichnis<br />

110 Impressum<br />

20 Einleitung<br />

DAS iPhone der<br />

Automobilindustrie<br />

22 Gemeinschaftsstand<br />

BEM auf der eCarTec<br />

die Aussteller<br />

24 EnBW Elektroflotte<br />

Erwartungen, Ziele und<br />

Aktivitäten im Überblick<br />

26 Enbw-Initiative<br />

Are you ready for<br />

E-Mobility?<br />

27 Lautlos durch<br />

Deutschland<br />

Stadt ohne Lärm und Abgase<br />

28 German E-Cars<br />

Vordenker für morgen<br />

30 EnergieParken<br />

33 Interview Uwe Hahner<br />

Swarco Traffic Systems<br />

34 Protean<br />

Der E-DRIVE-POWER-KIT<br />

36 Rosenberger<br />

Lade-Applikationen und<br />

Ladestationen<br />

37 Evelocity<br />

39 First Mobility<br />

DIE Fortbewegung für<br />

DIE Zukunft<br />

40 Trianel<br />

Natürlich elektrisch<br />

44 Warum die emobilität<br />

SIch durchsetzen wird<br />

VON Dr. Jan Traenckner<br />

46 Konzentration<br />

AUf die Batterie<br />

VON Dr. Dr. Reinhard Löser<br />

48 Mobilität - mit Vollgas<br />

IN die falsche Richtung<br />

VON Hans-Jürgen Esch<br />

50 worauf warten wir<br />

EIGENTLIch noch?<br />

VON Thorsten Rosansky<br />

52 Ein kurzer Zwischenruf<br />

VON Matthias Groher<br />

53 New Mobility Forum<br />

kONGRESS rund um alternative<br />

Energie- & Mobilitätsformen<br />

54 Dornier Consulting<br />

58 Interview Fröschl<br />

60 Interview juwi<br />

61 ökologische Dimension<br />

Bremer Energie Institut<br />

62 Wie Deutschland an<br />

DIE Spitze fährt<br />

Dr. Jan Peter Korthals<br />

64 Was geschieht Hinter<br />

MEINER Steckdose..?<br />

kOMMENTAR von Christian Heep<br />

66 eMobility - Chance und<br />

Risiko für Stadtwerke<br />

kOMMENTAR von Tim Baack<br />

67 Doppelmayr Seilbahnen<br />

Elektromobilität aus der<br />

Vogelperspektive<br />

72 Einleitung<br />

74 Berlin-Potsdam<br />

76 Bremen/Oldenburg<br />

78 Hamburg<br />

79 München<br />

80 Rhein-Main<br />

82 Rhein-Ruhr<br />

85 Stuttgart<br />

86 Sachsen<br />

Modellprojekte<br />

88 Einleitung<br />

89 GRID Surfer<br />

90 Harz.EE-mobility<br />

92 eE-Tour Allgäu<br />

94 Future Fleet<br />

96 Smart Wheels<br />

ich freue mich ganz besonders, Ihnen heute die Erstausgabe der<br />

»Neuen Mobilität« vorstellen zu dürfen. Neben unserem tagesaktuellen<br />

eMobile Ticker, unserer Webseite und unserem alle zwei<br />

Wochen erscheinenden Newsletter wird Sie unser Fachmagazin<br />

nun vier mal im Jahr über aktuelle Fragestellungen, Entwicklungen<br />

und Projekte der eMobilitätsbranche informieren.<br />

Im großen eCarTec-Sonderteil erfahren Sie mehr über die Leitmesse<br />

der Branche, ihre innovativen Aussteller und unsere Motivation<br />

gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Partnern mit einem<br />

grossen Gemeinschaftsstand vertreten zu sein. Wo stehen<br />

wir aktuell im Bereich der Elektromobilität? Wo führt der Weg hin?<br />

Diesen Fragen gehen Experten in zahlreichen Fachartikeln und<br />

Kommentaren nach. Zudem geben Ihnen Interviews mit verschiedenen<br />

eMobilitätsplayern interessante Einblick in die Branche.<br />

Lesen Sie außerdem im Themenschwerpunkt Modellregionen in<br />

Deutschland mehr über die verschiedenen Elektromobilitätsprojekte<br />

und deren Ziele.<br />

Die »Neue Mobilität« soll sowohl informieren als auch animieren.<br />

Denn nur gemeinsam können wir uns den bestehenden Herausforderungen<br />

stellen und Elektromobilität als realistische Mobilitätsalternative<br />

zukunftsfähig auf die Straße bringen.<br />

Viel Vergnügen beim Lesen der<br />

»Neuen Mobilität.<br />

Christian Heep, Chefredakteur,<br />

BEM-Vorstand Marketing<br />

4 Neue Mobilität Neue Mobilität 5


Über 33 Mrd. Euro Umsatz und Investitionen in eine saubere und sichere Energieversorgung. Dazu 300.000 Arbeitsplätze, hohe Exportanteile<br />

und 6,4 Mrd. Euro an eingesparten Brennstoffimporten schon im Jahr 2009: So liefern Erneuerbare Energien die Grundlage für eine nachhaltige<br />

Wirtschaft in Deutschland. Doch mit wachsendem Erfolg der Erneuerbaren Energien werden die öffentlichen Debatten schärfer. Verfestigte<br />

Vorurteile können den weiteren Ausbau bremsen. Wer hält dagegen? Die Agentur für Erneuerbare Energien kämpft für mehr Sachlichkeit in der<br />

Diskussion um Chancen und Vorteile einer regenerativen Energieversorgung. Wir setzen wichtige Themen auf die Tagesordnung und klären die<br />

Öffentlichkeit mit Zahlen, Fakten und einem Bündel an Informationsmaterialien auf.<br />

Bei uns ziehen Bundesministerien und Branche an einem Strang. Hier kommt das Engagement Ihres Unternehmens gut an!<br />

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Telefon 030 2005353 oder sponsoring@unendlich-viel-energie.de<br />

eMobilität - wir<br />

machen Zukunft sicher<br />

Das Mobilitätskonzept der Zukunft setzt auf elektrische Antriebe:<br />

Ein wichtiger Schritt, der besonders dem gestiegenen<br />

ökologischen Verantwortungsbewusstsein Rechnung trägt.<br />

Mit der Einführung elektrischer Antriebe eröffnet sich die Option,<br />

die Verwendung Erneuerbarer Energie auch im Verkehrsbereich<br />

in maßgeblichem Umfang zu etablieren.<br />

Elektroautos sind lokal frei von jeglichen Emissionen und sehr<br />

leise im Betrieb. Dies ist ein großer Vorteil, insbesondere in<br />

Ballungsräumen. Im Zusammenspiel mit Erneuerbaren Energien<br />

kann der Betrieb von Elektrofahrzeugen sogar komplett<br />

emissionsfrei erfolgen. Individuelle Mobilität wird damit klimaverträglich<br />

und unabhängig von der Verbrennung begrenzter<br />

fossiler Ressourcen.<br />

In vielen Regionen der Welt treten in den nächsten Jahren<br />

strengere Umweltvorschriften und Abgasnormen in Kraft.<br />

Innenstädte könnten sich dafür entscheiden, keine Fahrzeuge<br />

mit Verbrennungsmotoren mehr einfahren zu lassen.<br />

Insbesondere in asiatischen Metropolen wird diese Option<br />

bereits diskutiert, da die lokalen Emissionen mit wachsender<br />

Fahrzeugflotte kontinuierlich steigen. Die Belastung der<br />

Menschen mit Schadstoffen und Lärm ist bereits heute ein<br />

großes Problem, obwohl die Fahrzeugdichte pro Einwohner<br />

noch längst nicht die Größenordnung westlicher Städte<br />

erreicht hat. Für viele Fahrzeughersteller und Infrastrukturanbieter<br />

Grund genug, sich mit der Entwicklung von Elektroantrieben<br />

und dazugehörigen Infrastrukturen zu beschäftigen.<br />

Denn nicht nur in Europa haben die Themen Klimaschutz und<br />

Abhängigkeit von fossilen Energielieferungen einen stärkeren<br />

Fokus bekommen. Neben Europa entwickeln auch Hersteller<br />

aus Asien und den USA neue Antriebstechnologien, um sich<br />

zukünftig global Marktanteile zu sichern.<br />

Je stärker der Wettbewerb um so wichtiger werden Attribute wie<br />

Qualität und Sicherheit. Denn nur sichere und qualitativ hochwertige<br />

Produkte garantieren auch den Erfolg beim Kunden.<br />

TÜV SÜD stellt sich dieser Herausforderung, Seite an Seite<br />

mit seinen Kunden. Mit bewährter Kompetenz und langjähriger<br />

Erfahrung berät TÜV SÜD seine Kunden und testet und zertifiziert<br />

deren Produkte im Bereich Elektromobilität. Insbesondere<br />

die elektrische Sicherheit ist für TÜV SÜD seit Jahrzehnten<br />

eine wichtige Kernkompetenz im stationären sowie im mobilen<br />

Einsatz.<br />

TÜV SÜD AG<br />

Stefan Rentsch<br />

Westendstr. 199<br />

80686 München<br />

stefan.rentsch@tuev-sued.de<br />

www.tuev-sued.com/e-mobilty<br />

tüv süd<br />

Neue Mobilität<br />

7


Bundesverband eMobilität e.V.<br />

BEM - Wir bewegen..<br />

Im Mai 2009 hat sich der Bundesverband eMobilität zusammengeschlossen, um gemeinsam<br />

mit seinen Mitgliedern eine realistische Mobilitätsalternative zukunftsfähig zu machen.<br />

Bundesverband eMobilität<br />

»Die Zeit ist reif: Elektromobilität muss jetzt in<br />

Elektroflotten und Fuhrparks sichtbar werden.«<br />

BEM-Präsident Kurt Sigl<br />

Vor diesem Hintergrund arbeiten wir seitdem permanent an<br />

neuen Projekten, um die Faszination und Begeisterung für<br />

Elektromobilität im Alltag der Menschen zu verankern.<br />

Wir informieren unsere Mitglieder und viele andere Interessierte<br />

tagesaktuell über unsere Internetseite und den BEM<br />

eMobile Ticker. Unser zweiwöchig erscheinender Newsletter<br />

wird mit zunehmender Begeisterung von der eMobilitätsbranche<br />

angenommen. Die konstruktive Zusammenarbeit<br />

und der stetige Austausch mit den relevanten Playern der<br />

Branche zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, unsere<br />

Mitglieder auch weiterhin untereinander zu vernetzen,<br />

um über Branchengrenzen hinaus nachhaltige Kooperationsund<br />

Geschäftsmodelle zu entwickeln.<br />

Dabei sind unsere Mitgliedsunternehmen, unser Fachbeirat<br />

und insbesondere natürlich unsere Mitarbeiter in der Bundesgeschäftsstelle<br />

Berlin, den Landesvertretungen Bayern<br />

und NRW unser wichtigstes Potential und damit direkt verantwortlich<br />

für das, was wir im letzten Jahr gemeinsam geschafft<br />

haben. Ohne diese engagierte Zusammenarbeit wäre<br />

all das nicht möglich gewesen und wir hätten uns nicht so<br />

schnell so gut aufgestellt.<br />

Die ständige Einbindung unserer Mitglieder in die verschiedensten<br />

BEM-Aktionen, Veranstaltungen, Messen, Events<br />

und Projekte ist deshalb eine unserer wichtigsten tagespolitischen<br />

und medialen Aufgaben.<br />

Darüber hinaus sorgen wir dafür, dass grundlegende Fragestellungen<br />

im Sinne einer nachhaltigen, möglichst auf heimischer<br />

Wertschöpfung basierenden, intelligenten Mobilität<br />

geklärt werden. Stellen wir uns auch weiterhin gemeinsam<br />

den vielfältigen Herausforderungen, um die Neue Mobilität<br />

serienfähig, nachhaltig und zunehmend erneuerbar auf die<br />

Straße zu bringen.<br />

Bundesverband eMobilität. Wir bewegen..<br />

info@bem-ev.de<br />

BEM eMobile Ticker<br />

Jetzt im App-Store<br />

Bundesverband eMobilität<br />

Wir setzen uns dafür ein, die Mobilität langfristig mit dem Einsatz<br />

Erneuerbarer Energien auf elektrische Antriebsarten umzustellen,<br />

um so den Weg in eine postfossile Gesellschaft aktiv zu begleiten.<br />

www.bem-ev.de<br />

8 Neue Mobilität Neue Mobilität 9


em - unsere meilensteine<br />

bem - unsere meilensteine<br />

Unsere Meilensteine<br />

»Von Anfang an sind unsere Mitglieder unser größtes<br />

Potential. Die Einbindung unserer Mitglieder in die verschiedensten<br />

BEM-Aktionen, Veranstaltungen und Projekte<br />

ist deshalb eine unserer wichtigsten Aufgaben.«<br />

» Juli 2009<br />

• Gründung Bundesverband eMobilität in Berlin<br />

» August 2009<br />

• Eintragung beim Amtsgericht Charlottenburg ins<br />

Vereinsregister unter VR 28910 B<br />

» September 2009<br />

• Eröffnung der Bundesgeschäftsstelle in der Wallstr. 16,<br />

1<strong>01</strong>79 Berlin Mitte am Spittelmarkt<br />

» Oktober 2009<br />

• BEM-Geschäftsführer Frank Müller<br />

• eCarTec 2009<br />

• Anstoß Bayern Innovativ zum Thema eMobilität<br />

• Tag der offenen Tür bei HAWI zum Thema eMobilität<br />

» November 2009<br />

• Etablierung des BEM-Beirats<br />

• Vereinbarung über Kooperation mit dem Start-Up-Unternehmen<br />

e-Wolf<br />

» Dezember 2009<br />

• CSU-Kongress zur eMobilität im Maximilianeum<br />

• Mitarbeit im Bereich eMobilität im Arbeitskreis der<br />

CSU Oberbayern für ein CO 2 -neutrales Oberbayern<br />

• Mitarbeit in der Modellregion München<br />

• Eröffnung der BEM-Landesvertretung Bayern in Ingolstadt<br />

» Januar 2<strong>01</strong>0<br />

• Start der Kooperation mit der TU München<br />

• Ausbau des BEM-Beirates<br />

• 1. BEM-Roundtable in Berlin, Thema: Zukunftsmarke<br />

eMobilität - Wie wird sie wettbewerbsfähig?<br />

• Kontakte mit dem Fraunhofer<br />

• Kooperation mit Messanger Kurierdienst / erstes Elektro-<br />

Transport-Bike wir entwickelt<br />

» Februar 2<strong>01</strong>0<br />

• Galaveranstaltung »Tag der Elektromobilität« im Q110<br />

unter der Schirmherrschaft des BMWi<br />

• FORUM Nachhaltig Wirtschaften / »Der neue Bundesverband<br />

eMobilität stellt sich vor«<br />

» März 2<strong>01</strong>0<br />

• Unterstützung des Arbeitskreises Weiter- und Fortbildung<br />

von Mechatronikern bei der IHK München<br />

• Präsentation des BEM bei der Gemeinsamen Geschäftsstelle<br />

Elektromobilität der Bundesregierung (GGEMO)<br />

April 2<strong>01</strong>0<br />

• 2. BEM-Roundtable in Berlin, Thema: Chancen und Herausforderungen<br />

für den Mittelstand durch den wachsenden<br />

Zukunftsmarkt Elektromobilität & Potenziale in<br />

Kombination mit Photovoltaik<br />

• Unterstützung Bayern Innovativ und<br />

Bayerische Staatskanzlei<br />

• Teilnahme am auto motor und sport Kongress in Stuttgart<br />

• BEM-Geschäftsführer Frank Müller im Fachbeirat<br />

der eMOBIKON, Informationsplattform Elektromobilität<br />

• Interview mit Christian Heep, BEM-Vorstand Marketing,<br />

mit finanztreff.de, facunda green<br />

• Launch BEM eMobile Ticker als iPhone App<br />

Jetzt im App Store<br />

Mai 2<strong>01</strong>0<br />

• Präsident Kurt Sigl vertritt die Interessen des BEM beim<br />

Elektromobilitätsgipfel im Kanzleramt am 03. Mai<br />

• eDay zur Eröffnungsveranstaltung auf dem Tempelhofer<br />

Flughafen in Berlin<br />

• BEM eRoadshow in Düsseldorf<br />

• 1. BEM eStammtisch in Berlin<br />

• Dr.-Ing. Jan Traenckner wird Beiratsvorsitzender<br />

Juni 2<strong>01</strong>0<br />

• 3. BEM-Roundtable in Berlin,<br />

Thema: Schulterschluss der Verbände<br />

• Unterstützung der TU München und der Fachhochschulen<br />

• Projektplanung »Straße der Zukunft«<br />

• Auftaktveranstaltung mit dem BVMW - Über den Dächern<br />

von Berlin - Mobilität der Zukunft<br />

• BEM eRoadshows in Kooperation mit Trianel GmbH bei<br />

den Stadtwerken in Soest, Trier und Bergkamen<br />

• Rede BEM-Präsident Kurt Sigl auf dem Elektro-Mobil<br />

Kongress in Bonn<br />

• Rede BEM-Geschäftsführer Frank Müller bei der<br />

Auftaktveranstaltung der eE-Tour Allgäu<br />

• 2. BEM eStammtisch in Berlin<br />

Juli 2<strong>01</strong>0<br />

• Klausurtagung des BEM-Vorstandes<br />

• Einbindung des Allianz Technik Zentrum (ATZ) für unsere<br />

Mitglieder<br />

• Kick-Off Veranstaltung der Modellregion Stuttgart - Übergabe<br />

von 500 eBikes der EnBW an Testpersonen<br />

• Grüne auf eBikes-Grüne Bundestagsabgeordnete testen<br />

vor dem Reichstag eBikes / Photoshooting<br />

• BEM eRoadshow in Heidelberg<br />

• Neuauflage BEM-Informationsbroschüre<br />

August 2<strong>01</strong>0<br />

• BEM als Kooperationspartner der e-Miglia 2<strong>01</strong>0<br />

• BEM eRoadshow in Magdeburg<br />

• neues CMS-Redaktionssystem für www.bem-ev.de<br />

• Einsatz CRM-Systemsoftware<br />

September 2<strong>01</strong>0<br />

• Folgeveranstaltung mit dem BVMW »Elektromobilität nur<br />

mit dem Mittelstand«<br />

• Eröffnung der BEM-Landesvertretung Nordrhein-Westfalen<br />

in Kooperation mit Trianel und e-Wolf<br />

• DW Deutsche Welle TV Interview mit Frank Müller<br />

• Clean Tech World 2<strong>01</strong>0<br />

• Fachgespräch der Grünen zur Elektromobilität im<br />

Bundestag<br />

• BEM eRoadshow in Heidelberg<br />

• BEM eRoadshows in der Schweiz<br />

• 4. BEM-Roundtable in Berlin, Thema: Modellregionen<br />

Oktober 2<strong>01</strong>0<br />

• BEM eRoadshow in Herzogenrath<br />

• BEM ist Kooperationspartner des Forum Elektromobilität<br />

der Wolfsburg AG<br />

• BEM-Gemeinschaftsstand auf der eCarTec 2<strong>01</strong>0, München<br />

• Erstausgabe BEM-Magazin »Neue Mobilität« auf über 100<br />

Seiten, Auflage 10.000<br />

• Vortrag Frank Müller auf dem International Alternative<br />

Fuels & Vehicles Summit 2<strong>01</strong>0 in Shanghai<br />

10 Neue Mobilität Neue Mobilität 11


BEM-vorstand<br />

BEM-vorstand<br />

Der BEM-Vorstand<br />

Frank Müller, Michael Hofmann, Kurt Sigl & Christian Heep<br />

Geschäftsführender Vorstand Frank Müller<br />

Vorstand Finanzen Michael Hofmann<br />

Präsident Kurt Sigl<br />

Vorstand Marketing Christian Heep<br />

Frank Müller leitet als Geschäftsführer des Bundesverbands<br />

eMobilität die BEM-Hauptgeschäftsstelle in Berlin. Er repräsentiert<br />

den Bundesverband bei zahlreichen politischen,<br />

wirtschaftlichen und medialen Veranstaltungen. Ziel seiner<br />

täglichen Arbeit ist es, die eigene Begeisterung und Faszination<br />

in Vorträgen und persönlichen Kontakten weiter zu<br />

tragen und damit ein gesellschaftsübergreifendes Bewusstsein<br />

für nachhaltige Mobilitätskonzepte zu schaffen. Das<br />

kann nur durch praxisnahe Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen<br />

realisiert werden.<br />

»Elektromobilität muss jetzt in Elektroflotten und Fuhrparks<br />

deutlich sichtbar werden. Denn wir reden nicht mehr nur von<br />

einer bloßen Zukunftstechnologie. Elektrozweiräder sind bereits<br />

seit langem in Serie verfügbar, die ersten Elektroautos,<br />

darunter der Stromos des mittelständischen Unternehmens<br />

German E Cars und die grosse Auswahl von eAutos der Firma<br />

e-Wolf, können gekauft oder geleast werden. Unsere Aufgabe<br />

ist es jetzt, die vorhandenen Fahrzeuge in Masse auf die<br />

Straße zu bringen, um Elektromobilität für die Gesellschaft<br />

sichtbar und erfahrbar zu machen. Denn nur wer selbst die<br />

Dynamik eines elektrischen Antriebs gespürt hat, weiß mit<br />

welchem Fahrspaß Elektromobilität verbunden ist.«<br />

Finanzvorstand Michael Hofmann betreut die finanziellen<br />

Angelegenheiten des Bundesverbands eMobilität und der<br />

Landesvertretungen. Dazu gehören sowohl Controlling und<br />

Buchhaltung als auch die Mitgliederbetreuung. Durch seine<br />

langjährige Erfahrung unter anderem in der Automobilbranche<br />

verfügt er über zahlreiche Kontakte, die es ihm ermöglichen,<br />

die BEM-Mitglieder erfolgreich mit anderen Akteuren<br />

der Branche zu vernetzen. Immer vor dem Hintergrund<br />

innovative Geschäftsmodelle zu generieren, um Elektromobilität<br />

wettbewerbsfähig zu machen.<br />

»Der Zukunftsmarkt Elektromobilität wird auch bei der Schaffung<br />

von Arbeitsplätzen zu den großen Wachstumsbranchen<br />

in Deutschland gehören. Deshalb ist es unverzichtbar, sich<br />

gemeinsam und verstärkt den Herausforderungen der Elektromobilität<br />

zu stellen, um einen nachhaltigen Aufschwung in<br />

der gesamten Branche zu sichern. Für deutsche Unternehmen<br />

ergeben sich im Bereich der Elektromobilität ganz neue<br />

Möglichkeiten, die durch unkonventionelle Kooperationskonzepte<br />

marktfähig realisiert werden können. Dazu bedarf<br />

es insbesondere in der Anfangsphase innovativer Finanzkonzepte,<br />

um Elektroautos auf dem Markt zu positionieren<br />

und für potentielle Kunden preislich attraktiv zu machen.«<br />

Als BEM-Präsident setzt sich Kurt Sigl dafür ein, die Mobilität<br />

in Deutschland mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien auf<br />

Elektromobilität umzustellen. Dabei liegt sein Hauptaugenmerk<br />

auf der Vernetzung aller relevanten Akteure. Ziel seiner<br />

Arbeit ist es tradierte Strukturen und Denkmuster aufzubrechen,<br />

damit innovative Konzepte zum Tragen kommen und<br />

die eMobilität einen nachhaltigen Beitrag zur Emissionsreduktion<br />

und zum Klima- und Umweltschutz leisten kann.<br />

Durch seine jahrelange berufliche Erfahrung im Bereich Fahrund<br />

Sicherheitstrainings fließen sowohl technische Kompetenz<br />

als auch zahlreiche Kontakte in die Arbeit des BEM ein.<br />

»Nur durch starke strategische Partnerschaften zwischen<br />

Energieversorgern, Batterieherstellern, Herstellern und Entwicklern<br />

von Elektrofahrzeugen, Systemzulieferern, Forschungseinrichtungen,<br />

den Verbänden und der Politik,<br />

können die notwendigen technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen<br />

Voraussetzungen geschaffen werden, um wettbewerbsfähig<br />

zu werden und zu bleiben. Das haben wir uns<br />

als Bundesverband zur Aufgabe gemacht.<br />

Man muss machen, nicht nur reden, es ist bereits fünf nach<br />

zwölf. Die Hemmschwelle muss überwunden werden, es ist<br />

jetzt Zeit zum Handeln.«<br />

Christian Heep betreut und organisiert beim BEM die Bereiche<br />

Marketing, Medien, PR, Kommunikation, Messen und<br />

Events. Seine persönliche Affinität zu den Erneuerbaren<br />

Energien und seine Begeisterung für die Neue Mobilität<br />

lassen ihn permanent an neuen Ideen und Projekten arbeiten,<br />

um Elektromobilität in der Gesellschaft zu verankern. So<br />

entstehen unter seiner Leitung unter anderem die verschiedenen<br />

BEM-Medien: von der Broschüre und der Internetseite<br />

über den Newsletter und den BEM eMobile Ticker als<br />

iPhone App bis hin zum Mitgliedsmagazin «Neue Mobilität»,<br />

das er als Chefredakteur verantwortet.<br />

»Auf Basis Erneuerbarer Energien wird eMobilität in den<br />

nächsten Jahren nicht nur eine neue Form der Fortbewegung<br />

beschreiben, sondern vielmehr ein neues Lebensgefühl. Ein<br />

Lifestyle, der die Mobilität der Zukunft mit Freiheit, Leidenschaft,<br />

Faszination und Umweltbewusstsein verbindet und<br />

dies als Selbstverständlichkeit wahrnimmt. Lassen Sie uns<br />

gemeinsam zeigen, was möglich ist, wenn Innovation, Nachhaltigkeit<br />

und ein gesunder Menschenverstand zusammen<br />

treffen. Unterstützen Sie uns mit Ihren Ideen, Projekten und<br />

Ihrer Begeisterung und seien Sie dabei, wenn die Welt von<br />

morgen endlich sauber und leise wird.«<br />

12 Neue Mobilität Neue Mobilität 13


BEM-BEIRat<br />

BEM-Beirat<br />

Der BEM-Beirat<br />

Der Bundesverband eMobilität setzt sich langfristig dafür ein, die Mobilität in Deutschland<br />

mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien auf Elektromobilität umzustellen.<br />

Der BEM-Beirat setzt sich aus Experten der elektromobilen Branche zusammen und<br />

unterstützt den Bundesverband eMobilität durch spezifische Fachkompetenzen. Die<br />

Expertise der Beiräte reicht von technischem Know-how in den Bereichen Antriebselektronik,<br />

Fahrzeugbau und IT über Beratungskompetenzen in Bezug auf neue<br />

Geschäftsmodelle und -strategien bis hin zu Kenntnissen der Energiewirtschaft.<br />

Dr. Jan Traenckner unterstützt den<br />

Bundesverband eMobilität als Beiratsvorsitzender<br />

und Experte für Elektromobilität.<br />

Nach seinem Studium der<br />

Elektrotechnik an der RWTH Aachen<br />

mit anschließender Promotion in Maschinenbau<br />

hat Dr. Traenckner bei<br />

McKinsey & Company in München<br />

als Berater gearbeitet. Seit 1997 ist<br />

er selbständiger Investor und Strategieberater.<br />

Der begeisterte Technologieund<br />

Innovationsexperte hat langjährige<br />

Erfahrung mit der strategischen Nutzung<br />

von technologisch getriebenen<br />

Megatrends. Seit drei Jahren arbeitet<br />

er intensiv im Bereich Elektromobilität.<br />

Er hat in vielen Projekten mit der Industrie<br />

mitgeholfen, diesen neuen Trend<br />

besser zu verstehen und sich entsprechend<br />

zu positionieren.<br />

Beiratsvorsitzender Dr.-Ing. Traenckner<br />

jan.traenckner@bem-ev.de<br />

Fachspezialist Prof. Dr. Frank Behrendt<br />

(TU Berlin) leitet den Kompetenzbereich<br />

Netzwerke und Kooperation der Energieversorgung<br />

für eMobilität beim<br />

Bundesverband eMobilität. Als Leiter<br />

am Institut für Energietechnik<br />

an der TU Berlin und Mitglied des<br />

Wissenschaftlichen Beirats des EU-<br />

REF-Instituts bringt er besonders<br />

seine Erfahrungen für Energieverfahrenstechnik<br />

und Umwandlungstechniken<br />

Erneuerbarer Energien (EVUR)<br />

ein. Als Energiefachmann für Elektromobilität<br />

wird er seine Expertise als<br />

Fahrspezialist beim Elektro-MINI Projekt<br />

in Berlin beim BEM einbringen.<br />

frank.behrendt@bem-ev.de<br />

Dr. Dr. Reinhard Löser ist mit seinem Beratungsunternehmen<br />

WWP - Wirtschaft<br />

Wissenschaft Politik seit 2006 selbständig.<br />

Er stellt Kontakte her, unterstützt<br />

bei Innovationsmanagement und Forschungsförderung.<br />

Sein Interesse gilt<br />

der zukunftsfähigen Mobilität, insbesondere<br />

dem Elektroantrieb in Kombination<br />

mit Erneuerbaren Energien. Nachhaltige<br />

Erfolge erzielte er während seiner<br />

15-jährigen Tätigkeit im Vorstandsbereich<br />

der Daimler AG, als Leiter<br />

Forschungspolitik, Forschungsförderung,<br />

und Wissenschaftsbeziehungen sowie<br />

als Leiter Technologiemonitoring, wo er<br />

die Entwicklung alternativer Antriebe an<br />

vorderster Front beobachtete. Tiefe Einblicke<br />

in die politischen Prozesse der<br />

Innovationsförderung erlangte er durch<br />

seine mehrjährige Mitarbeit im Bundesministerium<br />

für Bildung und Forschung<br />

(BMBF) sowie im BDI.<br />

reinhard.loeser@bem-ev.de<br />

Dipl. Ing. M.S. Tim Baack ist Geschäftsführer<br />

der E-Mobility Partners GmbH<br />

und berät und begleitet Unternehmen<br />

bei der Entwicklung und Umsetzung von<br />

Strategien und Geschäftsmodellen zur<br />

eMobility. Herr Baack ist seit vielen<br />

Jahren in der Energiewirtschaft tätig<br />

und hat bei der E.ON AG, der Conergy<br />

Gruppe und AES Corporation umfangreiche<br />

Erfahrungen in den Bereichen<br />

Business Development, Projektmanagement,<br />

Finanzierung und Strategie ge-<br />

sammelt. Er ist Diplom-Wirtschaftsingenieur<br />

(TU Berlin) und hat einen<br />

Master of Science (SIT, USA) erworben.<br />

Herr Baack leitet den Kompetenzbereich<br />

Energieversorgung und Erneuerbare<br />

Energien für eMobility und steht<br />

dem BEM als Experte für Kooperationen<br />

mit Unternehmen der Energiewirtschaft<br />

zur Verfügung.<br />

tim.baack@bem-ev.de<br />

Dr. Jan Peter Korthals unterstützt den<br />

BEM als Experte für Elektromobilität<br />

und alternative Antriebe. Er hat an der<br />

TU Berlin Wirtschaftsingenieurwesen<br />

studiert und an der Universität Zürich<br />

promoviert. Von 2000 bis 2<strong>01</strong>0 war er<br />

als Berater bei McKinsey & Company<br />

tätig, zuletzt als Juniorpartner im Automobilsektor.<br />

Seit drei Jahren beschäftigt<br />

er sich intensiv mit der Elektromobilität<br />

sowie anderen alternativen Antrieben<br />

und hat wesentliche Forschungsprojekte<br />

bei McKinsey hierzu geleitet. Schwerpunkte<br />

seiner Arbeit waren die Entwicklung<br />

von Geschäftsmodellen, die Erforschung<br />

des Kundenverhaltens sowie<br />

die Gestaltung regulatorischer Rahmenbedingungen.<br />

Seit Oktober 2<strong>01</strong>0 ist er<br />

als selbständiger Berater tätig, um Unternehmen<br />

effektiv und nachhaltig im<br />

Bereich Elektromobilität betreuen zu<br />

können.<br />

jan.peter.korthals@bem-ev.de<br />

Bei der Entstehung neuer Märkte ist der<br />

wesentliche Erfolgsfaktor, die dort neu<br />

entstehenden Unternehmen und die bereits<br />

etablierten Player der Branchen zu<br />

Erfolgspartnerschaften zusammen zu<br />

bringen. Daraus dann neue Geschäftsmodelle<br />

zu entwickeln, diese konkret<br />

umzusetzen und dabei immer die Vermarktung<br />

und den Kunden im Blick zu<br />

haben. Matthias Groher hat dies in<br />

verschiedenen Funktionen als Leiter<br />

von Produktmanagement und Vertrieb,<br />

Berater und Dozent in verschiedenen<br />

Branchen und Unternehmen erfolgreich<br />

umsetzen können. Aktuell ist er in verschiedenen<br />

Projekten rund um City-<br />

Mobilität und Erneuerbare Energien<br />

tätig. Schwerpunkt seiner Zusammenarbeit<br />

mit dem BEM ist die Vernetzung<br />

der Branchen entlang der gesamten<br />

Kompetenzkette - von der Forschung<br />

bis hin zur erfolgreichen Vermarktung.<br />

matthias.groher@bem-ev.de<br />

14 Neue Mobilität Neue Mobilität 15


BEM-BEIRat<br />

BEM-BEIRat<br />

Der BEM-Beirat<br />

Fachkompetenz für die Neue Mobilität<br />

»Unsere Beiräte sind mit ihrem fundierten Fachwissen in den verschiedensten<br />

Bereichen der Elektromobilität eines unserer wichtigsten<br />

Instrumente. Durch die externe Expertise fließen immer wieder<br />

neue Impulse in die tägliche Arbeit des Bundesverbands ein«<br />

Frank Müller, BEM-Geschäftsführer<br />

Markus Emmert entwickelt Lösungen<br />

für die Solarenergiegewinnung, die<br />

dem aufsteigenden Wirtschaftszweig<br />

der Erneuerbaren Energie und eMobilität<br />

den notwendigen »grünen Strom«<br />

effektiver liefern kann. Forschung und<br />

Entwicklung für eine Energie, die bewegt..<br />

Als Geschäftsführer der IPM System<br />

GmbH legt er besonderen Wert auf<br />

fundiertes praktisches Wissen. Getreu<br />

dem Motto »Aus der Praxis für die Praxis«<br />

versucht er innovative Lösungen<br />

zu finden und verlässt dabei gern die<br />

vorgegebenen Pfade. Seine Erfahrungen<br />

im Aufbau von kleinen und mittelständischen<br />

Unternehmen, sein Innovationsgeist<br />

und seine Erfahrungen in<br />

der Finanzbranche fließen auch in sein<br />

Engagement als Beirat beim Bundesverband<br />

eMobilität ein.<br />

markus.emmert@bem-ev.de<br />

Seit über 10 Jahren widmet sich der Umweltpädagoge<br />

Peter Grett umfassend<br />

dem Thema Elektromobilität. Nach seiner<br />

Tätigkeit als Referent in der Ausund<br />

Weiterbildung von Multiplikatoren,<br />

freier Autor und der Übernahme zahlreicher<br />

Beratungs-, Forschungs- und<br />

Lehraufträge wechselte er in die Wirtschaft.<br />

Als Geschäftsführer der Sun+<br />

Cycle- innovative Elektro-Fahrzeugsysteme<br />

GmbH verantwortete er über acht<br />

Jahre die Entwicklung und den Vertrieb<br />

von Elektrofahrzeugen. Danach übernahm<br />

er die Marketingleitung der Temove<br />

GmbH (technology for electric movement).<br />

Seit 2007 leistet Peter Grett<br />

als Herausgeber des Magazins »Ecomobil«<br />

einen entscheidenden Beitrag<br />

zur medialen Information und Akzeptanzentwicklung<br />

elektrischer Mobilität.<br />

peter.grett@bem-ev.de<br />

Prof. Dr.-Ing. Christian Voy ist seit über<br />

zehn Jahren einer der wichtigen Vordenker<br />

in der Automobilindustrie und hat<br />

während seiner Tätigkeiten im OEMund<br />

Zuliefererbereich der Automobilindustrie<br />

sowohl in der Serienentwicklung,<br />

der Forschung als auch der Vorentwicklung<br />

wichtige Akzente gesetzt. Seine<br />

Erfahrungen in den Bereichen Elektrochemische<br />

Speichersysteme, Fahrzeugelektronik<br />

sowie Automobilrecycling<br />

und Verkehrstechnik konnte er<br />

während seiner langjährigen Lehrtätigkeit<br />

an den Universitäten in Kassel und<br />

Hannover weitergeben. Als Geschäftsführer<br />

der PROAUTOMOTIVE Consulting<br />

entwickelt er aktuell Produkt- und<br />

Kommunikationsstrategien in wissenschaftlichen,<br />

technischen und umweltrelevanten<br />

Bereichen und organisiert<br />

verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte.<br />

christian.voy@bem-ev.de<br />

Dipl.Ing. und Dipl.Wirtsch.Ing. Johann<br />

Georg Friedrich ist Experte für Operations<br />

Research im Verkehrs- und Energiebereich.<br />

Er studierte an der Technischen<br />

Universität München Maschinenbau<br />

und Wirtschaftswissenschaften.<br />

Mit seiner langjährigen Erfahrung im<br />

Bereich der Optimierung von Betriebsabläufen<br />

mit Hilfe von Simulationsund<br />

Kosten-Modellen im Industrie- und<br />

Verkehrsbereich wird er den Bundesverband<br />

in seiner Arbeit unterstützen.<br />

Um Elektromobilität wettbewerbsfähig<br />

zu machen, ist es nötig, möglichst alle<br />

denkbaren Konzepte zur Erreichung<br />

dieses Zieles hinsichtlich ihrer Kosten-<br />

Effizienz und Realisierbarkeit in einer<br />

Systemstudie zu untersuchen und die<br />

besten Konzepte für die Haupt-Einsatzbereiche<br />

von Elektromobilität zu ermitteln.<br />

johann.georg.friedrich@bem-ev.de<br />

Als Niederlassungsleiter des Engineering-<br />

und Consulting-Dienstleisters GFi<br />

beschäftigt Josef Maier sich seit vielen<br />

Jahren mit den Möglichkeiten und Herausforderungen<br />

in der Automobilindustrie.<br />

Die in unterschiedlichen Führungspositionen<br />

erworbenen Kenntnisse in<br />

den Bereichen Leichtbau, Prototypen,<br />

Kraftstoffsysteme, Fahrwerk und Homologisierung<br />

bringt Josef Maier nun als<br />

Beiratsmitglied beim BEM ein, um Unternehmen,<br />

die sich mit dem Thema<br />

Elektromobilität beschäftigen, zu beraten<br />

und Entwicklungen zu unterstützen.<br />

Dies reicht im technischen Bereich<br />

vom mittelständischen Unternehmen<br />

über Entwicklungsdienstleister bis hin<br />

zu Prüfungen und Fahrzeugzulassung<br />

wie zum Beispiel in Zusammenarbeit<br />

mit dem TÜV.<br />

josef.maier@bem-ev.de<br />

Prof. Dr. habil. Wolfgang Seiler hat sich<br />

bereits zu Beginn seiner wissenschaftlichen<br />

Laufbahn mit Fragen der Nachhaltigkeit<br />

beschäftigt und dazu mehrere<br />

Arbeiten, hier insbesondere im Bereich<br />

des Klimaschutzes, durchgeführt.<br />

Durch seine Mitarbeit in verschiedenen<br />

wissenschaftlichen und politischen Gremien<br />

(u.a. Deutscher Bundestag, Bundesforschungsministerium)<br />

sowie seine<br />

Mitwirkung in lokalen Organisationen,<br />

verfügt er über große Erfahrungen auf<br />

dem Gebiet der Nachhaltigkeit. Zur Zeit<br />

ist er als Umweltbeauftragter tätig und<br />

koordiniert mehrere Vorhaben, so u.a.<br />

»Garmisch Partenkirchen als Bayerische<br />

Modellkommune Elektromobilität«,<br />

die unmittelbaren Bezug zur Nachhaltigkeit<br />

haben und als Vorzeigeprojekte<br />

für andere Kommunen dienen<br />

können.<br />

wolfgang.seiler@bem-ev.de<br />

16 Neue Mobilität Neue Mobilität 17


eCarTec<br />

DIE<br />

LEITMESSE<br />

DER<br />

BRANCHE<br />

Messe München 19.-21. Oktober 2<strong>01</strong>0<br />

BEM-Gemeinschaftsstand auf der eCarTec<br />

Messe München // Stand 614 in Halle B5<br />

Die Leitmesse der Elektromobilität. BEM-Gemeinschaftsstand.


eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand<br />

BEM-vorstand<br />

Kongressteilnehmer können sich auf ein aktuelles und facettenreiches<br />

Programm freuen. Vertreter u.a. von E.ON, Infineon,<br />

BMW, AUDI oder Siemens informieren Interessierte über Energiethemen,<br />

Markt und Kunde, technologische Herausforderungen,<br />

Zulieferstrategien, Forschungshighlights und Erfahrungsberichte<br />

aus Pilotprojekten und Modellregionen.<br />

»Das Elektroauto wird das<br />

iPhone der Automobilindustrie.«<br />

Der eCarTec Award für Elektromobilität ist offizieller Bayerischer<br />

Staatspreis geworden und wird in sieben Kategorien<br />

verliehen.<br />

Auch daran sieht man deutlich, dass Elektromobilität ein wichtiges<br />

politisches Thema ist - da wurden die Vorgaben vom<br />

eCarTec-Schirmherrn Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer<br />

klar formuliert: Deutschland soll weltweiter Leitmarkt für<br />

Elektromobilität werden. Deshalb investiert der Bund in den<br />

nächsten Jahren über 2 Milliarden Euro in Infrastruktur, Forschung<br />

und Technologie. In Bayern werden Zukunftsthemen<br />

wie immer am schnellsten umgesetzt und so hat der bayerische<br />

Wirtschaftsminister Martin Zeil den Bayerischen Staatspreis für<br />

Elektromobilität geschaffen. Beim eCarTec Award suchen wir<br />

die innovativsten und zukunftsträchtigsten Projekte, Technologien<br />

und Fahrzeuge aus dem Bereich der Elektromobilität. Mit<br />

der Teilnahme am Wettbewerb können Unternehmen ihre Innovationskompetenz<br />

unterstreichen und gewinnen zudem ein<br />

wertvolles Marketinginstrument, um ihr Produkt noch erfolgreicher<br />

am Markt zu positionieren. Die Dotierung von 7.500 Euro<br />

pro Kategorie ist ein zusätzlicher Anreiz.<br />

Vom 19. - 21. Oktober 2<strong>01</strong>0 finden auf dem Gelände der Neuen<br />

Messe München die beiden Messen eCarTec - 2. Internationale<br />

Leitmesse für Elektromobilität - und die MATERIALICA - 13.<br />

Internationale Fachmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen<br />

und Product Engineering statt. Im Interview gibt Veranstalter<br />

Robert Metzger einen Ausblick, was die Besucher<br />

erwarten dürfen.<br />

Wie hat sich die eCarTec innerhalb des letzten Jahres entwickelt?<br />

Wo liegen die Schwerpunkte?<br />

Das enorme internationale Interesse an der eCarTec unterstreicht<br />

die weltweite Bedeutung der Messe und des Themas<br />

Elektromobilität. Viele Unternehmen haben erst in diesem Jahr<br />

erkannt, dass Elektroautos sowie deren Technikkomponenten<br />

und die dazugehörige Infrastruktur ein riesiger Markt mit großem<br />

Umsatzpotenzial ist. Zur Premiere der eCarTec 2009 waren<br />

195 Aussteller vertreten - diese Zahl konnten wir nun auf rund<br />

400 Aussteller verdoppeln. Was uns in diesem Jahr besonders<br />

freut: Mit BMW, Mitsubishi, Renault und Peugeot präsentieren<br />

sich in diesem Jahr die ersten großen Fahrzeughersteller mit<br />

einem eigenen Auftritt und kaufbaren Elektro-Serienmodellen.<br />

Aber auch viele Global Player wie Siemens, Infineon, Panasonic,<br />

Philips, Robert Bosch, EBM-Papst, Johnson Control, Bitrode<br />

oder AVL List sind mit von der Partie. Bereits zum zweiten Mal<br />

gastiert die RWE-Autostrom-Roadshow auf der eCarTec - zusammen<br />

mit E.ON, EWE, Vattenfall und EnBW sind nun alle fünf großen<br />

deutschen Energieversorger als Aussteller auf der eCarTec<br />

vertreten. Umfangreiche Gemeinschaftsstände aus den Niederlanden,<br />

Ungarn, Slowenien und Österreich zeigen gebündeltes<br />

Technologie-Know-how aus den jeweiligen Ländern.<br />

Wann rechnen Sie mit dem Elektroauto als Massenprodukt?<br />

Zum Elektroauto gibt es keine Alternative - die Elektrifizierung<br />

der Autos ist zwingend, alternativlos und unumkehrbar. Laut<br />

einer aktuellen Studie von Bain & Company wird bis zum Jahr<br />

2020 weltweit die Hälfte aller neu zugelassenen Pkw einen<br />

Elektroantrieb besitzen - sei es als Zusatzaggregat in Form eines<br />

so genannten Range Extenders, als Voll- oder Plug-in-Hybrid.<br />

Wir sind überzeugt, dass das Elektroauto das iPhone der<br />

Automobilindustrie wird. Ein Quantensprung und Systemwechsel<br />

! Deshalb müssen Unternehmen jetzt reagieren, um sich im<br />

umsatzstarken Markt von morgen zu positionieren. Im ersten<br />

Schritt werden sicherlich Elektromotorräder, Kurzstrecken- und<br />

Nutzfahrzeuge, aber auch Elektro-Sportwagen im Fokus des Interesses<br />

stehen.<br />

Findet in diesem Jahr parallel auch wieder der eCarTec Kongress<br />

statt?<br />

Ja. Wir veranstalten den 2-tägigen Kongress wieder mit unseren<br />

starken Partnern von Bayern Innovativ und deren Clustern. Die<br />

In diesem Jahr bieten Sie auf der eCarTec eine große Teststrecke<br />

für Elektrofahrzeuge an.<br />

Begeisterung entsteht durch eigene Erfahrung. Wir wollen dem<br />

Endverbraucher diese neue Technologie erlebbar machen, Fahrspaß<br />

vermitteln und weg vom Ökomobil-Image. Wer einmal<br />

hinter dem Steuer eines Elektroautos gesessen hat, wird von<br />

der ungeheuren Beschleunigung begeistert sein. Bei einem<br />

Elektroauto steht - im Gegensatz zu einem Verbrenner - von der<br />

ersten Sekunde an die volle Leistung zur Verfügung. Auf der<br />

Teststrecke werden rund 100 fahrbare Elektrofahrzeuge vor Ort<br />

sein: Autos, Motorräder, Scooter - alle Facetten werden vertreten<br />

sein.<br />

Pressekontakt<br />

MunichExpo Veranstaltungs GmbH<br />

www.ecartec.de<br />

Birgit Doll<br />

birgit.doll@munichexpo.de<br />

Marco Ebner<br />

marco.ebner@munichexpo.de<br />

20 Neue Mobilität Neue Mobilität 21


eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand<br />

eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand<br />

eCarTec - die Leitmesse für<br />

Elektromobilität<br />

Lesen Sie auf den nächsten Seiten mehr zum BEM-Gemeinschaftsstand,<br />

seinen Ausstellern und ihren innovativen Produkten,<br />

Konzepten und Projekten im Bereich eMobilität.<br />

RAL_BRD_2<strong>01</strong>1_210x136_BEM_Dover_dl.qxp:RAL 04.10.2<strong>01</strong>0 18:28 Uhr Seite 1<br />

Die eCarTec 2<strong>01</strong>0 bringt als Leitmesse der emobilen Branche<br />

zum zweiten Mal erfolgreich alle aktuellen Entwicklungen<br />

und Technologie-Angebote auf einer Fachmesse zusammen.<br />

Neben der Präsentation der neuesten Innovationen, bietet<br />

der Fachkongress zur Elektromobilität eine ideale Kommunikationsplattform<br />

für Energieversorger, Batteriehersteller,<br />

Hersteller und Entwickler von Elektrofahrzeugen, Systemzulieferer,<br />

Forschungseinrichtungen, Verbände und die Politik.<br />

Kommentar von Frank Müller, BEM-Geschäftsführer zum<br />

Gemeinschaftsstand:<br />

»Die Branche der Elektromobilität stellt sich derzeit auf, um<br />

zu einem enormen Wachstumsmarkt mit ungeahnten Potenzialen<br />

zu werden. eMobilität wird dabei nicht nur als Job-<br />

motor fungieren, sondern auch im Bereich Klima- und Umweltschutz<br />

neue Maßstäbe setzen und auf Basis Erneuerbarer<br />

Energien für eine nachhaltige Neue Mobilität sorgen.<br />

Vor diesem Hintergrund sieht der BEM seine Aufgaben primär<br />

in der Bündelung der relevanten Kompetenzen, der Vernetzung<br />

der eMobilitäts-Player und der Entwicklung innovativer<br />

Geschäftsmodelle. Unterstützt von unseren Mitgliedern<br />

und Ausstellern können wir mit dem BEM-Gemeinschaftsstand<br />

Geschlossenheit gegenüber den Idealen der Neuen<br />

Mobilität zeigen und diese in einem optimalen Umfeld präsentieren.<br />

Presserundgänge und zahlreiche geladene Gäste<br />

sorgen für die entsprechende Aufmerksamkeit und mediale<br />

Präsenz. Der BEM-Außenparcours unterstützt das Messekonzept<br />

zusätzlich um die Komponenten Faszination und<br />

Begeisterung durch emotionale Erfahrbarkeit.«<br />

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Der BEM-Gemeinschaftsstand symbolisiert die gemeinsame<br />

Positionierung im Bereich der Elektromobilität. Denn nur<br />

gemeinsam können wir langfristig etwas bewegen. Um jetzt<br />

Elektromobilität erfolgreich auf die Straße zu bringen, ist es<br />

unumgänglich, dass wir die notwendigen Kompetenzen bündeln<br />

und mit einer Stimme nach außen hin auftreten. Genau<br />

das hat sich der BEM als aktives Sprachrohr der Branche gemeinsam<br />

mit seinen Mitgliedern zur Aufgabe gemacht.<br />

Frank Müller, BEM-Geschäftsführer<br />

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22 Neue Mobilität Neue Mobilität 23<br />

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eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnBW Elektroflotte<br />

eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnBW Elektroflotte<br />

Die EnBW Elektronauten auf Ihrer Jungfernfahrt am 04. Juli 2<strong>01</strong>0<br />

Elektromobilität bei der EnBW<br />

Erwartungen, Ziele und Aktivitäten im Überblick<br />

»Unsere langfristige Vision ist, das Elektroauto an das »smart home«, das intelligente Energiemanagement<br />

eines jeden Haushalts, und über das »smart home« an das »smart grid«<br />

anzubinden.«<br />

Christian Buchel, Mitglied des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG<br />

Die Bundesregierung sieht das Thema Elektromobilität im<br />

Rahmen der Klimaschutzziele als ein wichtiges Element,<br />

um die verkehrsbedingten CO 2 -Emissionen zu reduzieren<br />

und gleichzeitig die Abhängigkeiten von Erdölimporten zu<br />

mindern. Mit ihrer Zielsetzung bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge<br />

und »Plug-in Hybridfahrzeuge« auf Deutschlands<br />

Straßen zu bringen, ist das Thema Elektromobilität zu einem<br />

der bedeutendsten Zukunftsthemen geworden. Auch die<br />

EnBW ist davon überzeugt, dass Elektromobilität dem Klimaschutz<br />

dient und engagiert sich mit zahlreichen Forschungsprojekten<br />

und Initiativen, um das Thema voranzutreiben.<br />

Unter dem Motto »E-Mobilität für alle« fiel am 04. Juli der<br />

Startschuss für die derzeit größte Elektroflotte Deutschlands<br />

im Rahmen der Modellregion Elektromobilität Region<br />

Stuttgart, welches vom Bundesministerium für Verkehr, Bau<br />

und Stadtentwicklung gefördert wird. Ein Jahr lang testen<br />

500 Elektronauten auf elektrisch betriebenen Zweirädern,<br />

so genannten E-Bikes, die Mobilität der Zukunft.<br />

Neben der Erfassung des Nutzungsverhaltens von Elektromobilität<br />

geht es unter anderem darum, Elektromobilität im<br />

öffentlichen Raum sichtbar zu machen und so die Akzeptanz<br />

und das Interesse für die zukunftsweisende Antriebstechnologie<br />

zu steigern.<br />

Seit kurzem bringt die EnBW Elektromobilität aber auch in<br />

die Regionen: Mit einer landesweiten Elektromobilitätsinitiative<br />

für Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg.<br />

Ziel der Initiative »Wir machen Baden-Württemberg<br />

E-mobil!« ist es, das Mobilitäts- und Ladeverhalten in ländlichen<br />

Regionen zu analysieren, um die dazugehörige Infrastruktur<br />

für ein landesweites Konzept zu entwickeln. Dazu<br />

können Städte und Gemeinden E-Bikes und Ladestationen<br />

zu einem speziellen Teilnehmerpreis bei der EnBW<br />

erwerben. Das Projekt dauert 18 Monate und soll im Frühjahr<br />

2<strong>01</strong>1 starten. »Wir freuen uns, dass unsere Initiative<br />

bei den Städten und Gemeinden auf so großes Interesse<br />

stösst und wir dadurch E-Mobilität auch im ländlichen Raum<br />

voran bringen können«, so Thomas Gunkel, Projektleiter<br />

E-Mobilität bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.<br />

Neben der Erprobung der Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen<br />

widmet sich die EnBW als Energieerzeuger und<br />

Netzbetreiber aber schwerpunktmäßig energielogistischen<br />

Fragestellungen im Zusammenhang mit Elektromobilität.<br />

Denn neben dem Bedarf einer ordentlichen Ladeinfrastruktur<br />

sind es vor allem die Auswirkungen auf die dahinterliegende<br />

Energielogistik, die die Energieversorger vor Herausforderungen<br />

stellt.<br />

In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie<br />

im Rahmen des Programms »IKT für Elektromobilität«<br />

geförderten Forschungsprojekts MeRegioMobil, entwickelt<br />

die EnBW gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern intelligente<br />

Lade- und Abrechnungsmodelle. Zudem errichtet die<br />

EnBW bis 2<strong>01</strong>1 mehrere hundert Ladepunkte für Elektrofahrzeuge<br />

in Baden-Württemberg. Ziel des Projekts ist es herauszufinden,<br />

wie die Akkus der Elektrofahrzeuge optimal mit<br />

dezentralen Energieerzeugern und Verbrauchsgeräten vernetzt<br />

werden können. Untersucht wird dabei insbesondere<br />

das Potenzial von Elektrofahrzeugen als mobile Energiespeicher<br />

sowie ihre Einbindung in elektronische Marktplätze.<br />

Mehr Informationen erhalten Sie unter<br />

www.enbw.com/e-mobilitaet<br />

24 Neue Mobilität Neue Mobilität 25


eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnBW - Are You Ready for E-Mobility ?<br />

eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - Lautlos durch Deutschland<br />

Are you ready for E-Mobility?<br />

Lautlos durch Deutschland<br />

Die Vision einer Stadt ohne Lärm und Abgase wird schon bald zur Realität<br />

eine Initiative der EnBW<br />

Viele Autofahrer wären heute schon bereit für E-Mobilität<br />

Zu diesem Ergebnis kommt die EnBW nach Abschluss ihrer<br />

Initiative »Are you ready for E-Mobility?«. Ziel des von Anfang<br />

2<strong>01</strong>0 bis Mitte August 2<strong>01</strong>0 dauernden Projekts war es<br />

aufzuzeigen, inwieweit Elektrofahrzeuge schon heute für<br />

den einzelnen Nutzer geeignet wären. Zu diesem Zweck wurden<br />

die konventionellen Fahrzeuge der 300 Testkandidaten<br />

mit der EnBW E-Car Smart Box ausgestattet, welche GPS-basiert<br />

Fahr- und Parkverhalten über einen Zeitraum von zwei<br />

Wochen aufzeichnete.<br />

Festgestellt wurde, dass die Mehrheit der Teilnehmer ihr<br />

Fahr- und Parkverhalten falsch einschätzen und dadurch<br />

auch derzeitig verfügbare Reichweiten der Batterien als nicht<br />

ausreichend ansehen. Ein Beispiel: Etwa 75% der Befragten<br />

geben an, dass ein Elektrofahrzeug mit einer Reichweite von<br />

200 km für ihr Fahrverhalten ausreichend sei. Jedoch fahren<br />

durchschnittlich 60% der Kandidaten nur knapp 40 km am<br />

Tag. Diese Strecke könnte auch mit den heute schon verfügbaren<br />

Elektrofahrzeugen bewältigt werden.<br />

Ein weiterer Punkt sind Unsicherheiten hinsichtlich der Ladeinfrastruktur:<br />

Über 60% der Befragten wüssten aktuell nicht,<br />

wo ein Elektroauto aufgeladen werden könnte. Mögliche<br />

Ansatzpunkte bietet die Analyse der Standzeiten: Denn fast<br />

70% des Tages (ca. 17 Stunden) parkten die analysierten<br />

Fahrzeuge zu Hause. Insgesamt beträgt die effektive Fahrzeit<br />

am Tag sogar nur knapp 50 Minuten.<br />

Aufgrund der hohen Standzeiten und der breiten Verfügbarkeit<br />

einer Lademöglichkeit zu Hause könnte ein voraussichtlicher<br />

Nachteil zum Vorteil der Elektromobilität werden:<br />

Denn Parken wäre gleich Laden. Durch das Aufzeigen von<br />

Ladenmöglichkeiten direkt beim Nutzer konnte die Unsicherheit<br />

in diesem Punkt um rund ein Drittel auf ca. 44% reduziert<br />

werden.<br />

Gesamt betrachtet wären heute bereits mehr als 45% der<br />

Teilnehmer, welche eine private Lademöglichkeit besitzen,<br />

für den Einsatz eines heute verfügbaren Elektroautos, mit<br />

einer Reichweite von ca. 100 km, für E-Mobilität geeignet.<br />

Es konnte zudem festgestellt werden, dass sich die Zahl der<br />

Personen, welche bereits für ein Elektroauto geeignet wären,<br />

durch den Einsatz einer zusätzlichen Lademöglichkeit<br />

am Arbeitsplatz nur um ca. 5% erhöht hat.<br />

Projektleitung EnBW<br />

Bianca Kretzer und Jadine Wohlbold<br />

Bereich Produktinnovation & Energiedienstleistung bei der<br />

EnBW Energie Baden-Württemberg AG<br />

Serienreife Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen, interessierte<br />

Kunden mit den innovativen Produkten zusammenzuführen<br />

und die Leistungsfähigkeit von Elektrofahrzeugen<br />

bekannt zu machen, sind die erklärten Ziele der Lautlos durch<br />

Deutschland GmbH.<br />

»Schon heute sind wir mit unseren Partnern das bundesweit<br />

größte auf Elektromobilität spezialisierte Händler- und<br />

Servicenetz. Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen<br />

Herstellern von Elektrofahrzeugen und Kunden.« ,so Beres<br />

Seelbach, Geschäftsführer von Lautlos durch Berlin.<br />

Die Lautlos durch Deutschland GmbH bietet ihren Partnern<br />

ein System, das einen schnellen und professionellen<br />

Einstieg in die Vermarktung von Elektrofahrzeugen ermöglicht.<br />

Angefangen von einer eigenen Webseite, über die<br />

Möglichkeit der Absatzfinanzierung bis hin zu exklusiven<br />

Herstellerverträgen werden die Partner mit allen relevanten<br />

Tools ausgestattet.<br />

Beres Seelbach ist sich sicher: »Der wesentliche Erfolg von<br />

der Verbreitung von Elektrofahrzeugen liegt in der Qualität<br />

und Quantität eines spezialisierten Händlernetzwerkes.«<br />

Seit Februar 2<strong>01</strong>0 hat die Lautlos durch Deutschland GmbH<br />

im Berliner Regierungsviertel ihren neuen Hauptsitz. Dort<br />

kann man unter anderem die Serienfahrzeuge: Tazzari ZERO,<br />

Stromos, eRockit, Govecs, eSpire und ELMOTO ausprobieren.<br />

Der neue Standort verdeutlicht allen Interessierten die Vorteile<br />

der Spezialisierung auf Elektrofahrzeuge.<br />

»Mit Hilfe der Lautlos durch Deutschland GmbH wird die Vision<br />

einer Stadt ohne Lärm und Abgase schon bald zur Realität<br />

werden«, betont Seelbach.<br />

www.lautlos-durch-deutschland.de<br />

26 Neue Mobilität Neue Mobilität 27


eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - German E-Cars<br />

German E-Cars<br />

Vordenker für morgen<br />

German E-Cars setzt Maßstäbe im Markt<br />

FIRST B2B Communications<br />

Emission<br />

IHR ANSPRUCH: E-<strong>MOBILITÄT</strong>SLÖSUNGEN.<br />

UNSER ANTRIEB: ALLTAGSKOMPOSITION STATT ZUKUNFTSMUSIK.<br />

Wer an die Zukunft glaubt, muss sie auch gestalten. Mit dem Stromos, einem von unserem Schwesterunternehmen<br />

German E Cars bereits in Serie produzierten Elektrofahrzeug, entwickeln wir die mobile Welt weiter.<br />

Und das ist erst der Anfang. Mehr unter: www.german-e-cars.de<br />

FRÄGER GmbH · D-34376 Immenhausen · Telefon: +49 (0) 5673 99550-0 · E-Mail: info@fraeger-gruppe.de<br />

Ihr Anspruch ist unser Antrieb.<br />

FRAEGER_ANZ_Stromos_210x136mm_RZ1.indd 1 04.10.10 16:48<br />

Die German E-Cars vereint unnachahmlich effizient das<br />

Know-how hochversierter Elektrotechnik- und Maschinenbauingenieure<br />

mit langjähriger Erfahrung in der industriellen<br />

Fertigung von Getriebe- und Motorensystemen. Darauf<br />

basierend bietet German E-Cars eine ganze Palette<br />

von Fahrzeugen und Einzellösungen für die eMobilität. Mit<br />

dem ersten deutschen Elektro-Serienfahrzeug STROMOS,<br />

hat das Unternehmen 2<strong>01</strong>0 die Vorreiterrolle auf diesem<br />

Gebiet übernommen. Es bietet mit seiner Flexibilität bei<br />

Ausstattung und Raumvolumen viele Anwendungsmöglichkeiten<br />

als Flottenmodell und verfügt über die Sicherheitstechnik<br />

eines ausgereiften Serienfahrzeugs gepaart mit einem<br />

innovativen Elektro-Antrieb. Aber auch Einzellösungen<br />

für die eMobilität stehen im Programm. Elektromobilität<br />

steht für Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und Innovationsstärke.<br />

Der nächste Schritt<br />

Nach einem Umbau wird der STROMOS zum wendigen Stadt-<br />

Transporter mit zwei Sitzplätzen und einer ebenen Ladefläche.<br />

Mit Transportboxen und zusätzlichem Stauraum ausgerüstet,<br />

ist er ideal für Kurierdienste und Serviceunternehmen<br />

wie z.B. Klempner und Versorgungsunternehmen innerhalb<br />

von Städten und in stadtnahen Gebieten.<br />

Die German E-Cars GmbH hat von der Innovationskraft der<br />

Entwicklungsingenieure der FRÄGER-Gruppe profitiert und<br />

kann so weiter Vorreiter im Bereich der Elektromobilität sein.<br />

Auf dem Weg zu 0-Emission<br />

Elektrische Antriebe sind im Verkehr etwas Alltägliches und<br />

Straßenbahnen und Züge fahren schon lange mit Strom.<br />

Mit den Bereichen Electric Car und Electric Carrier konzentriert<br />

sich das Unternehmen auf die Produktion und den<br />

Vertrieb von emissionsfreien Elektrofahrzeugen im Pkwund<br />

Nutzfahrzeugbereich. In Kombination mit Erneuerbaren<br />

Energien erlebt das Elektroauto aktuell sein großes Comeback.<br />

Leise, effizient und ohne CO 2 -Ausstoß bietet es dank<br />

moderner Batterietechnologie eine kostensparende Alternative<br />

zu konventionellen Verbrennungsmotoren und wird zukünftig<br />

auch als intelligenter mobiler Stromspeicher dienen.<br />

Mit dem PLANTOS startet German E-Cars im Herbst 2<strong>01</strong>0 ein<br />

Fahrzeugkonzept, das ausbaufähig ist.<br />

»Wir geben elektrisch Gas: Für welchen Einsatz auch immer<br />

Sie ein allroundtaugliches Transportfahrzeug suchen - wir<br />

entwickeln für Sie weiter! Ob als Service-Fahrzeug für Kommunen<br />

oder eingesetzt in Gartenbau, Forstwirtschaft oder<br />

Handwerk: Die unterschiedlichen Möglichkeiten in der Gestaltung<br />

des Aufbaus werden Sie immer wieder aufs Neue<br />

begeistern.«<br />

Der Wandlungsprozess wird von der FRÄGER-Gruppe aktiv<br />

voran getrieben. So haben es die Entwicklungsingenieure<br />

geschafft, einen innovativen Elektro-Antrieb zu entwickeln<br />

und mit der Sicherheitstechnik eines ausgereiften Serienfahrzeugs<br />

zu kombinieren. Damit ist German E-Cars GmbH<br />

als einer der ersten Anbieter eines voll alltagstauglichen<br />

Elektroautomobils mit Erfolg an den Markt gegangen.<br />

Diese Kompetenz unterstreicht die Leistungsfähigkeit der<br />

Firma FRÄGER auf dem jungen Feld der Elektromobilität.<br />

www.german-e-cars.de<br />

28 Neue Mobilität Neue Mobilität 29


eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnergieParken<br />

eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnergieParken<br />

»EnergieParken rechnet sich für Betreiber und bietet klare<br />

Vorteile für Nutzer: Laden beim Parken - und dabei nur das<br />

bezahlen, was man auch bekommt.«<br />

Uwe Hahner, Geschäftsbereichsleiter Parking und eMobility bei Swarco Traffic Systems<br />

EnergieParken - Parkscheinautomat<br />

mit Ladeanschlüssen<br />

Bisher galten öffentliche Ladesäulen als unwirtschaftlich. Auf der eCarTec ist jetzt<br />

eine Anlage zu sehen, die das ändern soll: EnergieParken, eine Verbindung aus<br />

Ladesäule und Parkscheinautomat, verspricht wirtschaftlichen Betrieb und weitere<br />

Vorteile.<br />

Die Schaffung eines Netzes von »eTankstellen« gilt als wesentliche<br />

Herausforderung bei der Einführung der eMobilität.<br />

Studien zeigen: Erst ein solches Netz macht eFahrzeuge zum<br />

echten Wettbewerb für Diesel und Benziner: Viele Verbraucher<br />

wollen erst umsteigen, wenn sie im Bedarfsfall jederzeit<br />

und überall aufladen können.<br />

Noch geht das nicht. Zwar unterhalten einige Konzerne bereits<br />

öffentliche Säulen, doch dieses Angebot ist nicht flächendeckend.<br />

Weitere Anbieter wären gut, aber viele halten sich<br />

noch zurück - meist aus Kostengründen. Eine Ladesäule kostet<br />

nach Schätzungen des Fraunhofer Instituts schnell bis zu<br />

17.000 Euro, das »Volltanken« einer 55 kWh-Batterie bringt<br />

derzeit aber kaum zehn Euro Stromgebühren-Umsatz.<br />

Swarco Traffic Systems, stadtraum, ABB, Dambach-Werke,<br />

telmasol consult und Schroff haben mit »EnergieParken» eine<br />

Ladeanlage entwickelt, die Abhilfe schaffen soll. EnergieParken<br />

rechnet sich für Betreiber, versprechen die Hersteller -<br />

und zwar ganz unabhängig von Stromnachfrage und -preis.<br />

Parkplätze als Ladeplätze<br />

»Die reine Abrechnung von Kilowattstunden ist nicht kostendeckend»,<br />

weiß Uwe Hahner, bei Swarco Traffic Systems verantwortlich<br />

für den Geschäftsbereich Parking und E-Mobility.<br />

Daher dächten viele Betreiber über Nutzungspauschalen für<br />

Säulen nach - doch die seien nicht verbraucherfreundlich.<br />

»Die uns bekannten Pauschalen sind undurchschaubar und<br />

wirken recht hoch«, meint Hahner.<br />

EnergieParken setzt stattdessen auf den gleichzeitigen Verkauf<br />

von Strom und Parkzeit. »Ladeplätze sind schließlich<br />

immer auch Parkplätze«, führt Hahner aus, »und die sind<br />

Geld wert. Unsere Grundüberlegung ist: Wer an einem Gerät<br />

nicht nur Strom verkauft, sondern auch Parkscheine für das<br />

Parken vor der Säule, der hat die Anschaffungskosten bald<br />

verdient.«<br />

Eine EnergieParken-Anlage besteht aus einer Master- und<br />

beliebig vielen Satelliten-Säulen. Am Master kann gewählt,<br />

Energie bezogen und bezahlt werden, die Satelliten sind für<br />

die Stromversorgung entfernt liegender Parkplätze zuständig.<br />

Bezahlt wird mit Münzen, per EC- oder Kreditkarte, genau<br />

wie an gängigen Parkscheinautomaten. »Auch der Einsatz<br />

von Smart- oder Kundenkarten ist möglich«, ergänzt Hahner.<br />

Einfache Bedienung, hohe Sicherheit<br />

Geladen wird mit Normsteckern. Benutzer wählen am Master<br />

Strom und Standzeit, bezahlen und schließen dann ihr<br />

Ladekabel an. Klappen vor den Anschlüssen sorgen dafür,<br />

dass Unberechtigte das Kabel nicht abziehen können. »Ein<br />

einfaches und sicheres Ladeverfahren, für das sich niemand<br />

vorab anmelden muss«, erläutert Uwe Hahner.<br />

Sicher sind die EnergieParken-Anlagen auch vor Umwelteinflüssen<br />

und Vandalismus: Die Säulen bestehen aus Edelstahl,<br />

das Master-Display aus Sicherheitsglas.<br />

Die Geräte entsprechen der Schutzart IP 44 für den Außenbetrieb<br />

sowie allen weiteren gängigen Sicherheitsstandards<br />

und -richtlinien.<br />

30 Neue Mobilität Neue Mobilität 31


eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnergieParken eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - EnergieParken<br />

Interview EnergieParken<br />

Uwe Hahner ist überzeugt:<br />

Mit EnergieParken rückt das flächendeckende eTankstellen-Netz in greifbare Nähe.<br />

»Unsere Anlage eröffnet Städten, Parkhausbetreibern, Freizeitparks,<br />

Hotels, Restaurants und Supermärkten die<br />

Möglichkeit, Ihren Kunden einen Zusatznutzen zu bieten,<br />

die eMobilität zu fördern und damit Geld zu verdienen.«<br />

Ein paar Auftraggeber hat er schon gewonnen: Die ersten Säulen sind bestellt.<br />

Ausbaufähig und anpassbar<br />

Jede Anlage kann der Nachfrage entsprechend auf- und<br />

ausgebaut werden. So können beispielsweise erst Parkscheinautomaten<br />

gegen Master-Säulen ausgetauscht und<br />

später, je nach Nachfrage, um zusätzliche, günstige Satelliten<br />

ergänzt werden. Eine Raumnutzungsänderung für die<br />

Stellfläche ist dabei nicht erforderlich: Die Säulen gelten als<br />

Parkscheinautomaten.<br />

Betreiber können außerdem genau bestimmen, wie eine Anlage<br />

ausgelegt sein soll: Ob Gestaltung im eigenen Corporate<br />

Design, ob mit freier Stromanbieter-Wahl oder ob mit<br />

Überwachung von Parkplätzen nur für eAutos - Hard- und<br />

Software von EnergieParken sind vielseitig anpassbar.<br />

Auch eine Anbindung an Parkleit- und Navigationssysteme<br />

ist ohne Weiteres möglich:<br />

Die Mastersäulen sind entsprechend vorbereitet.<br />

Für weitere Informationen: www.energieparken.de<br />

Uwe Hahner<br />

Swarco Traffic Systems GmbH<br />

Bodenseestraße 113<br />

81243 München<br />

Fon 089 89 699 170<br />

uwe.hahner@swarco.de<br />

www.swarco.com/de<br />

Uwe Hahner, Leiter Business Unit Parking und eMobility bei Swarco Traffic Systems<br />

über die EnergieParken-Ladesäule<br />

Herr Hahner, brauchen wir wirklich Parkscheinautomaten mit<br />

Steckdosen? Es gibt doch kaum eFahrzeuge, und es ist unklar,<br />

ob es jemals viel mehr geben wird.<br />

Genau hier setzt EnergieParken ja an: Solange die Anzahl der<br />

eAutos noch überschaubar ist, dienen die Säulen als reine<br />

Parkscheinautomaten. Betreiber können also z.B. ins Geschäft<br />

einsteigen, indem sie bestehende Parkscheinautomaten<br />

durch EnergieParken-Säulen ersetzen - dafür müssen sie<br />

nicht einmal eine Raumnutzungsänderung beantragen.<br />

Anschließend können Sie jede Mastersäule nachfrage- und<br />

kostenoptimiert mit Satelliten-Säulen ergänzen. Die Frage<br />

nach der Nachfrage halte ich übrigens durchaus für klar: Alle<br />

großen Hersteller haben Serienfahrzeuge angekündigt, die<br />

Regierung will eMobilität fördern und viele Städte verschärfen<br />

die innerstädtischen Umweltschutz-Auflagen. Die Fahrzeuge<br />

kommen.<br />

Wie finanzieren Städte und Gemeinden den Umstieg auf<br />

EnergieParken?<br />

Da gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Wir bieten beispielsweise<br />

gemeinsam mit Partnern eine Darlehensfinanzierung an;<br />

auch Public-Private-Partnerships sind für mich ein denkbarer<br />

Weg. Einmal in Betrieb genommen, erwirtschaften die Geräte<br />

ja Park- und Ladegebührenumsatz. Je nach Standort und<br />

Auslastung deckt dieser die Anschaffungs-, Finanzierungsund<br />

Betriebskosten in recht kurzer Zeit - vor allem wegen der<br />

Parkgebühren.<br />

Ist EnergieParken an einen Energieversorger gebunden? Und<br />

ist der Strom »grün«?<br />

Nein, es gibt keine Bindung an einen Versorger, im Gegenteil:<br />

Wir haben die Geräte sogar so vorbereitet, dass sie den<br />

Verkauf von Strom unterschiedlicher Anbieter erlauben. Der<br />

Benutzer kann also ggf. wählen, welche Art Strom er beziehen<br />

will - herkömmlichen oder »grünen« Strom.<br />

Wie gestaltet sich die Benutzung von Parkscheinautomat und<br />

Ladesäule? Braucht man zum Parken Bargeld und fürs Laden<br />

eine besondere Karte?<br />

Nein, eine Karte ist nicht nötig. Park- und Ladegebühr werden<br />

über einen Verkaufsvorgang abgerechnet. Der Park- bzw.<br />

Stromkunde erhält am Ende eine Quittung, die ausweist,<br />

wieviel Parken und ggf. Laden gekostet haben. Bezahlt wird<br />

in der Regel mit Münzgeld, wir können die Geräte aber ganz<br />

nach Betreiberwunsch auch mit einem Leser für EC- und<br />

Kreditkarten und einem für RFID- und SmartCarts ausrüsten.<br />

Überdies lassen sich die Säulen per SQL-Schnittstelle ohne<br />

weiteres in bestehende Abrechnungssysteme einbinden,<br />

beispielsweise die eines Stadtwerks.<br />

Und wie finden eFahrzeug-Fahrer die nächste freie Säule?<br />

EnergieParken liefert per Schnittstelle Beleg-Informationen<br />

z.B. an Internetdienste. Wir verhandeln derzeit unter anderem<br />

mit dem ADAC aber auch mit den IT-Beauftragten<br />

verschiedener Städte und Gemeinden über eine mögliche<br />

Zusammenarbeit. Außerdem sprechen wir mit Navigationsgeräte-Herstellern:<br />

Wenn es nach uns geht, werden bald<br />

alle gängigen Navigationssysteme die Säulen-Suche unterstützen.<br />

Swarco Traffic Systems ist nicht das einzige Unternehmen<br />

hinter EnergieParken. Wer ist noch dabei?<br />

EnergieParken ist tatsächlich eine Gemeinschaftsentwicklung.<br />

Telmasol Consult ist für das Konzept und die Koordinierung<br />

der Partner verantwortlich. Das Ingenieurbüro stadtraum<br />

unterstützt das Projektmanagement. Die Dambach-Werke<br />

übernehmen Entwicklung und Weiterentwicklung, die ABB<br />

liefert alle elektrischen Teile und Baugruppen und Schroff<br />

fertigt die Gehäuse. Wir von Swarco Traffic Systems leisten<br />

den Vertrieb, bauen die Säulen auf und übernehmen Wartung<br />

und Reparatur.<br />

Wie treiben Sie die gemeinschaftliche Unternehmung voran?<br />

Gibt es schon erste Kunden?<br />

Wir nutzen vor allem unsere bestehenden Kontakte zu Städten<br />

und Gemeinden sowie zu anderen Parkraumbewirtschaftern.<br />

Jeder Infrastruktur-Träger, der etwas gegen die Umweltbelastung<br />

durch den Straßenverkehr und für die eMobilität<br />

leisten will, kommt als EnergieParken-Kunde in Frage.<br />

Erste Aufträge bearbeiten wir bereits: Demnächst stehen<br />

beispielsweise EnergieParken-Säulen an der Geschäftsstelle<br />

des Bundesverbands eMobilität e.V. in Berlin.<br />

32 Neue Mobilität Neue Mobilität 33


eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - protean - newtecH automotive<br />

eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - protean - newtecH automotive<br />

»Get your fleet green now..!«<br />

WELTPREMIERE auf der eCartec 2<strong>01</strong>0, München:<br />

Der E-DRIVE-POWER-KIT<br />

zur Um-und Nachrüstung für Flotten- und Gewerbefahrzeuge<br />

NewTech Automotive GmbH | Dr. F. Meyer-Köhler | info@newtechautomotive.de | www.newtechautomotive.de<br />

Als Weltpremiere, integriert in einen Opel / Vauxhall VIVARO,<br />

präsentiert die NewTechAutomotive GmbH in Zusammenarbeit<br />

mit dem Radnabenmotorenentwickler PROTEAN-Electric auf<br />

der eCarTec 2<strong>01</strong>0 in München mit dem E-Drive Power Kit,<br />

eines der leistungsfähigsten elektrischen Antriebssysteme<br />

zur einfachen und preiswerten Um- bzw. Nachrüstung von<br />

bestehenden und neuen Liefer- und Verteilerfahrzeugen.<br />

Unter Verwendung von drehmomentstarken Radnabenmotoren<br />

steht damit schon heute ein elektrischer Antrieb zur Verfügung,<br />

der zusätzlich zum vorhandenen konventionellen<br />

Antrieb in nur 4 bis 5 Arbeitsstunden problemlos in das<br />

Fahrzeug integriert werden, und auf Wunsch jederzeit wieder<br />

rückgerüstet werden kann.<br />

Da beim E-Drive Power Kit sämtliche Nebenaggregate, wie<br />

Inverter, sowie die eMotoren selbst, durch die Integration ins<br />

Rad dort platziert sind, wo sie hingehören, geht dafür kein<br />

wertvoller Lade- oder Stauraum verloren. Die Besonderheit:<br />

durch die hohe Leistungsfähigkeit des E-Drive Power Kits,<br />

werden auch im rein elektrischen Fahrbetrieb, die annähernd<br />

gleichen Beschleunigungs- und Höchstgeschwindigkeitswerte<br />

wie mit dem konventionellen, fossilen Antrieb erreicht.<br />

Benötigt der Fahrer noch mehr Leistung oder möchte er eine<br />

längere Distanz als die derzeit erreichbaren rein elektrischen<br />

ca. 100 Kilometer zurücklegen, kann simpel per Knopfdruck<br />

der fossile, vorhandene Antrieb zugeschaltet werden. So<br />

wird eine erhebliche Reichweitenausdehnung ermöglicht,<br />

die die Nachteile rein elektrisch betriebener Fahrzeuge eliminiert<br />

und der Reichweite konventioneller Antriebe in nichts<br />

nachsteht.<br />

Das Fahrzeug bleibt wie bisher universell einsetzbar, rein<br />

elektrisch, im emissionsreduzierten urbanen City-Einsatz,<br />

ebenso wie im Pendelverkehr zwischen Verteilzentrum,<br />

Werkstatt oder für Autobahn und Schnellweganforderungen.<br />

Durch die optionale Zuschaltung des fossilen Antriebs<br />

ergibt sich zudem eine erhebliche Verbesserung des<br />

Traktionsverhaltens, mithin der Sicherheit des Fahrzeugs<br />

(z.B. im Winterbetrieb), da auf Knopfdruck ein Allrad-Antrieb<br />

zur Verfügung steht.<br />

Dennoch sind Einsparungen in Höhe von ca. 70% und mehr<br />

bei Verbrauch und Emissionen möglich, sodass in Verbindung<br />

mit den möglichen weiteren Kostenvorteilen bei den<br />

Fahrzeugnebenkosten, der Einbau des E-Drive Power Kits -<br />

auch in Verbindung mit Leasingoptionen - außergewöhnlich<br />

schnell amortisierbar ist.<br />

Was hat Sie persönlich dazu motiviert mit Radnabenmotoren<br />

in den Bereich der Neuen Mobilität einzusteigen?<br />

Meine persönliche Motivation resultiert aus der Erkenntnis,<br />

dass Radnabenmotoren der heutigen Generation eine echte<br />

Alternative zu Verbrennungsmaschinen sind, da sie durch die<br />

Mikroelektronik-Komponenten Leistungsparameter bieten, die<br />

dem Verbrennungsmotor in nichts nachstehen, beziehungsweise<br />

ihn sogar in vielen Bereichen übertreffen.<br />

Ich finde es faszinierend, dass es damit möglich ist den Antrieb<br />

eines Rades dahin zu montieren, wo er hingehört,<br />

nämlich in das Rad beziehungsweise in die Felge selbst.<br />

Ihr E-Drive Power Kit ist insbesondere für die Um- und Nachrüstung<br />

von Flotten- und Gewerbefahrzeugen gedacht. Was<br />

macht gewerbliche Fuhrparks Ihrer Meinung nach zum idealen<br />

Einsatzort von Elektro- oder Hybridautos?<br />

Fuhrparkmanager sind besonders kostenbewusste Menschen,<br />

denen schon sehr früh klar war, welche Einsparungspotentiale<br />

Elektro-Antriebe in der Gesamtkostenbetrachtung des Lebenszyklus<br />

eines Fahrzeuges bieten. Dabei spielt die Um- beziehungsweise<br />

Nachrüstung insbesondere mit Radnabenmotoren<br />

deshalb eine so große Rolle, weil die Radnabentechnologie,<br />

als Bestandteil des E-Drive Power Kits sehr einfach und<br />

schnell nachgerüstet werden kann. Im Gegensatz zu zentralen<br />

Elektromotoren mit Getriebe und weiteren Nebenaggregaten<br />

bietet der E-Drive Power Kit mit Radnabenmotoren keinerlei<br />

Verluste an Nutzfläche oder Nutzlasteinschränkung. Die hohe<br />

Rekuperationsquote von bis zu 35% Energierückgewinnung<br />

erlaubt es zudem auf kleinere und damit preiswertere<br />

Batterieeinheiten zurückgreifen zu können. Damit wird<br />

Elektromobilität bezahlbar und wirtschaftlich.<br />

Bis jetzt haben Sie sich mit Ihrem Unternehmen gut auf dem<br />

Markt der Elektromobiltiät positioniert. Was können wir nach<br />

dem Supersportwagen Lightning GT und dem E-Drive Power<br />

Kit künftig noch in diesem Bereich erwarten?<br />

Durch die enorme Entwicklungsleistung der Firma Protean<br />

Electric LTD steht unserem E-Drive Power Kit, der zur Zeit<br />

leistungsfähigste und am weitesten entwickelte Radnabenmotor<br />

zur Verfügung. Damit eröffnet sich ein Einsatzspektrum<br />

unserer E-Drive Power Kits, was seines gleichen sucht:<br />

nämlich vom zweisitzigen Kleinwagen bis hin zum Schwerlast-<br />

Transporter.<br />

Sowohl Kommunalfahrzeuge im städtischen Bereich, als auch<br />

Lieferfahrzeugflotten warten seit geraumer Zeit auf solche<br />

Lösungen die wir nunmehr in Kürze am Markt platzieren<br />

werden. Auch Deutschlands Taxifahrer dürfen sich durch die<br />

Nachrüstung ihres Taxis mit unserem E-Drive Power Kit auf<br />

Einsparungspotentiale von bis zu 70% freuen.<br />

34 Neue Mobilität Neue Mobilität 35


eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - Rosenberger<br />

eCarTec - BEM- Gemeinschaftsstand - Evelocity<br />

Rosenberger setzt auf eMobilität<br />

Verbindungslösungen für Lade-Applikationen und Ladestationen<br />

EVELOCITY: Innovative Lösungen<br />

vom Produkt bis zur Infrastruktur<br />

Rosenberger, ein mittelständisches Industrieunternehmen<br />

in Familienbesitz, wurde 1958 gegründet und zählt heute zu<br />

den weltweit führenden Anbietern von standardisierten und<br />

kundenspezifischen Verbindungslösungen in Hochfrequenzund<br />

Fiberoptik-Technologie.<br />

Im Bereich Automotive-Steckverbinder bietet Rosenberger<br />

FAKRA-HF-Steckverbinder für Kfz-Anwendungen wie z.B.<br />

GPS, Keyless Entry, GSM-Mobilfunk oder HF-Bluetooth,<br />

RosenbergerHSD ® -Steckverbinder-Systeme zur HighSpeed-<br />

Daten-Übertragung in erstklassiger Qualität, z.B. LVDS-Kameras,<br />

USB-Verbindungen, digitale Infotainment- oder IEEE<br />

1394-Anwendungen, sowie MagCode-Magnet-Steckverbindungen.<br />

Im neuen Produktbereich Elektromobilität bietet Rosenberger<br />

Hochvolt-Steckverbinder, elektrische Flachkontakt- und<br />

Rundkontaktsteckverbinder-Systeme für Lade-Applikationen<br />

und Ladestationen von Elektro- und Hybridfahrzeugen.<br />

Rosenberger ist zertifiziert nach ISO/TS 16949:2002, ISO<br />

90<strong>01</strong> und ISO 140<strong>01</strong>.<br />

Im Stammwerk in Fridolfing/Tittmoning (Oberbayern) sind<br />

rund 900 Mitarbeiter beschäftigt. In der Rosenberger-Gruppe<br />

sorgen mehr als 3.000 Mitarbeiter im Stammwerk, an 15 Fertigungs-<br />

und Montage-Standorten sowie den Rosenberger-<br />

Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien sowie Nord- und<br />

Südamerika für Entwicklung, Herstellung und Verkauf der<br />

Produkte.<br />

Rosenberger Hochfrequenztechnik GmbH & Co. KG<br />

Hauptstraße 1<br />

83413 Fridolfing<br />

Fon 08684 180<br />

info@rosenberger.de<br />

www.rosenberger.com<br />

Das Düsseldorfer Unternehmen Evelocity hat ein ebenso einfaches<br />

wie anspruchsvolles Ziel: Elektromobilität soll erlebbar<br />

werden. Anspruchsvoll, weil im Hinblick auf Reichweite,<br />

Verfügbarkeit und Kosten Mobilität mit elektrisch angetriebenen<br />

Verkehrsmitteln in vielen Bereichen immer noch Zukunftsmusik<br />

ist. Aber eben auch einfach, weil in einzelnen<br />

Segmenten echte Anwendung bereits möglich ist: technisch,<br />

wirtschaftlich und ganz praktisch.<br />

Evelocity positioniert sich dabei in erster Linie als Partner<br />

gegenüber institutionellen Kunden, die in ihre betrieblichen<br />

Abläufe Elektromobilität integrieren wollen. Gründe für<br />

Unternehmen und Kommunen gibt es laut Geschäftsführer<br />

Kirschbaum viele: »Eine bessere CO 2 -Bilanz, Freude an alternativer<br />

Fortbewegung, innovative Ergänzung der Nachhaltigkeitsstrategie,<br />

ein Bekenntnis zu fortschrittlichen und ökologisch<br />

sinnvollen Trends.« Das junge und leidenschaftliche<br />

Team in Düsseldorf, Berlin und München konzentriert sich<br />

auf die Lösungen, die auch heute schon in der Breite funktionieren.<br />

Große Aufmerksamkeit wurde etwa im Mai 2<strong>01</strong>0 geweckt, als<br />

Evelocity die Landeshauptstadt Düsseldorf mit einer Flotte<br />

individuell gestalteter Elektrofahrräder ausstattete.<br />

Oberbürgermeister Elbers war so begeistert, dass das erste<br />

Rad direkt in seinem Büro landete. Aktuell beschäftigt sich<br />

das Unternehmen mit einem aufwendigen Infrastrukturprojekt:<br />

Bahn-Pendler im Raum Düsseldorf sollen integriert mit<br />

Elektrorad und Bahn unterwegs sein. Dafür entwickelt Evelocity<br />

im Sinne eines One-Stop-Shops die gesamte Lösung:<br />

vom Elektrofahrrad bis zur Solartankstelle. Der Clou: Aus<br />

öffentlichen Fördermitteln liefert das Unternehmen die<br />

Finanzierung seiner Projekte regelmäßig direkt mit.<br />

www.evelocity.de<br />

Mehr Wert aus eMobilität<br />

Seit 2008 arbeitet die Firma ParkPod daran, eMobilität zu fördern<br />

und mit einer flächendeckenden Infrastruktur zu unterstützen.<br />

Dafür hat sie eine Elektrozapfsäule entwickelt, die nicht nur<br />

erschwinglich für den Betreiber, sondern auch einfach in der<br />

Handhabe sein soll.<br />

Das Unternehmen, mit Sitz in Karlsruhe und San Francisco, will<br />

seinen Kunden jedoch noch mehr bieten: Die Chance, mithilfe<br />

von ökologischem Engagement neue Marketingmaßnahmen<br />

und Kundenbindungsmethoden zu verwirklichen. Das Konzept<br />

ermöglicht durch die notwendige Identifizierung des Fahrers<br />

beim Laden per RFID-Karte ungeahnte Werbestrategien. Denn<br />

das System benötigt kein festes Vertragsmodell, vor allem eine<br />

Partnerschaft mit einem bestimmten Energieversorger ist nicht<br />

erforderlich. So kann der Betreiber die Säulen erwerben und<br />

den Preis und die Konditionen für das Aufladen selbst festlegen.<br />

Da die Abrechnung per Prepaid erfolgt, können sämtliche<br />

Bonusregelungen für den Nutzer ausgearbeitet werden, wie<br />

Gratislademinuten pro Einkauf oder für einen Mindestumsatz<br />

gewisser Produkte.<br />

Die Fahrer von Elektrofahrzeugen können jedoch auch von<br />

dem ParkPod Konzept profitieren, da die Bedienung der Säulen<br />

sowohl einfach als auch stets nachvollziehbar ist. Außerdem<br />

ist eine flächendeckende Infrastruktur zwingend notwendig für<br />

die Besitzer von eAutos oder eBikes und dies lässt sich leichter<br />

umsetzen, wenn es für die Betreiber von Supermärkten, Hotels,<br />

Restaurants und anderer Geschäfte einen lohnenden Anreiz für<br />

die Investition in Elektromobilität gibt.


eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - first-mobility<br />

Elektromobilität ist die<br />

Fortbewegung für die Zukunft<br />

Um eine breite Akzeptanz zu finden, muss Elektromobilität<br />

nutzbar, umsetzbar, sicher, zuverlässig und erschwinglich<br />

sein. »Es gibt aktuell genügend Modelle, die einige dieser<br />

Punkte vereinen, aber viele scheitern an einem Punkt, den<br />

Kosten. Bei einem Einstiegspreis um die 100.000 Euro oder<br />

bei einer Differenz zu konventionellen Modellen von über<br />

40.000 Euro kann sich Elektromobilität in der Bevölkerung<br />

nur schwer durchsetzen.«, so Georg Kreitmaier, Geschäftsführer<br />

bei first-mobility.<br />

Elektromobilität kann nur gewinnen, wenn sie in der breiten<br />

Masse anwendbar und umsetzbar ist. Dafür hat Georg<br />

Kreitmair Lösungen gesucht und gefunden. »Mobilität fängt<br />

ja schon bei der Kurzstrecke an. Das klassische Fortbewegungsmittel<br />

im Bereich bis 10 km ist das Fahrrad. Das Young<br />

Pedelec von first-mobility ist ein hervorragendes Einsteigerfahrrad<br />

mit Tourencharakter unter 620 Euro. Die Reichweite<br />

kann der Kunde anhand des Akkus selbst bestimmen.<br />

Für unsere motorisierte Zweirad-Fraktion können wir mit der<br />

aus Europa stammenden Produktion von iO Scooter eine<br />

in der Branche bis dahin unbekannt hohe Qualität und Service-Zuverlässigkeit<br />

tatsächlich präsentieren. Auch im Pkw-<br />

Bereich haben wir uns von first-mobility Gedanken gemacht<br />

und mit dem E-Tric das erste alltagstaugliche Elektrofahrzeug<br />

netto ab 27.500 Euro realisiert. Ab Oktober haben wir unseren<br />

E-Tric Evo im Angebot. Ein auf dem Smart basierendes<br />

Fahrzeug für den Stadtbereich ab 19.500 Euro. Doch beim<br />

Pkw ist die Mobilität noch nicht zu Ende: auch für Kommunen<br />

und Gewerbetreibende haben wir etwas im Portfolio.<br />

Mit dem EcoCarrier haben wir ein vollwertiges Nutzfahrzeug<br />

im Angebot.«<br />

eMobilität und Erneuerbare Energien. »Mit dem Voltaport<br />

lässt sich genug Energie für 25.000 km pro Jahr erzeugen.<br />

Somit kann jeder Carport Besitzer auch zum Energielieferanten<br />

und unabhängig von dem unsicheren Ölpreis<br />

werden. Ausgestattet mit dem Voltaload slim 3.6 kann im<br />

Voltaport, derjenige der eine Ladeberechtigung hat, CO 2 -<br />

neutralen Strom laden.«<br />

Georg Kreitmair, Geschäftsführer<br />

first-mobility GmbH<br />

www.first-mobility.de<br />

Neue Mobilität<br />

39


eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - Trianel<br />

eCarTec - BEM-Gemeinschaftsstand - Trianel<br />

Natürlich elektrisch<br />

Seit April 2<strong>01</strong>0 bietet die Trianel GmbH - die wohl größte europäische Stadtwerke-<br />

Kooperation mit derzeit 47 Gesellschaftern - mit dem »Netzwerk e-Mobilität«<br />

umfangreiche Dienstleistungen für Stadtwerke im Bereich der Elektromobilität an.<br />

Im für weitere Interessenten offenen kommunalen Netzwerk<br />

bündeln die Energiedienstleister ihre Interessen und<br />

Ressourcen, um mit geringem Kosten- und Personalaufwand<br />

das Thema Elektromobilität positiv zu besetzen.<br />

Derzeit arbeiten die Mitglieder des Netzwerks e-Mobilität<br />

an verschiedenen Projekten, die im Verbund mit der weiter<br />

wachsenden Zahl an Netzwerkpartnern umgesetzt werden.<br />

Zunächst liegt der Fokus auf der Organisation eines gebündelten<br />

Einkaufs für die Netzwerkpartner. So hat das Trianel<br />

Netzwerk e-Mobilität für seine Mitglieder und andere Stadtwerke<br />

insgesamt sieben Pakete geschnürt. Diese Starter-<br />

Kits stellen eine Mobilitäts-Grundversorgung dar. Jedes<br />

Paket besteht immer aus einer Ladestation, drei Pedelecs<br />

und weiteren Bestandteilen. In Ergänzungspaketen können<br />

zusätzliche Ladestationen und auch weitere Komponenten<br />

hinzugekauft werden. Alle Fahrzeuge werden von namhaften<br />

Herstellern gefertigt und sind mit leistungsstarken Akkus<br />

ausgestattet. Die Pakete sind für die Netzwerkmitglieder zu<br />

Trianel Sonderkonditionen zu erwerben.<br />

»Elektrische Mobilität und kommunale Unternehmen« - hinter<br />

diesem »trockenen« Titel verbergen sich interessante<br />

Ergebnisse. Eine umfassende Marktanalyse und Technologiebeurteilung,<br />

ein Gutachten zu den rechtlichen Rahmenbedingungen<br />

für das Errichten und den Betrieb von Lade-infrastruktur<br />

in Kommunen - das sind einige der Inhalte der von<br />

Trianel zwischen September 2009 und März 2<strong>01</strong>0 erstellten<br />

Studie zur Elektromobilität. Darüber hinaus zeigt die um-<br />

fassende Untersuchung auf Basis dieser Vorüberlegungen<br />

mögliche Geschäftsmodelle und Handlungsempfehlungen<br />

für den Einstieg kommunaler Unternehmen in die Elektromobilität<br />

auf. »Elektrische Mobilität und kommunale Unternehmen«<br />

ist die erste speziell auf kommunale Unternehmen<br />

zugeschnittene Studie zu diesem Thema. Weiteres wichtiges<br />

Ergebnis: Der spätere Erfolg des gewählten Geschäftsmodells<br />

hängt entscheidend von der frühen und nachhaltigen<br />

Vorbereitung der Aktivitäten ab. Die Studie beinhaltet neben<br />

einer umfassenden Marktanalyse und Technologiebeurteilung<br />

ein Gutachten zu den rechtlichen Rahmenbedingungen<br />

für Errichtung und Betrieb von Ladeinfrastruktur in Kommunen.<br />

Auf Basis dieser Vorüberlegungen zeigt die Studie<br />

mögliche Geschäftsmodelle für Stadtwerke auf und gibt<br />

konkrete Handlungsempfehlungen für den Einstieg in die<br />

Elektromobilität.<br />

Mit einer Reihe von Veranstaltungen hat Trianel die unterschiedlichen<br />

Facetten zum Thema Elektromobilität aufgearbeitet<br />

- dazu gehörten ebenso Workshops zu IT-Systemen<br />

wie Seminare zu juristischen Fragestellungen, die sich in<br />

Zusammenhang mit dem Thema stellen. Dabei wurde ein<br />

Mustervertrag für Dienstleistungskonzessionen entwickelt,<br />

der von allen Projektpartnern genutzt werden kann.<br />

In einem Fahrevent auf der Teststrecke der RWTH Aachen<br />

konnten Stadtwerke die Angebotspalette der derzeit verfügbaren<br />

Fahrzeuge selbst erfahren. Neben Elektroautos<br />

und elektrisch betriebenen Nutzfahrzeugen galt das Augenmerk<br />

auch E-Rollern und Pedelecs, die für einen schnellen<br />

Markteinstieg geeignet scheinen. Eine von Trianel initiierte<br />

Roadshow zwischen Mai und Oktober 2<strong>01</strong>0 ermöglicht interessierten<br />

Stadtwerken, das Thema Elektromobilität in ihren<br />

»Heimatstädten« aktiv zu besetzten.<br />

Interview mit Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung<br />

der Trianel GmbH<br />

Wie wichtig ist das Thema elektrisch motorisierter Straßenverkehr<br />

für die Stadtwerke?<br />

Ein bis vier Millionen Elektrofahrzeuge<br />

sollen 2020 Teil des<br />

Verkehrs sein. Die Anzahl der<br />

elektrisch betriebenen Zweiräder<br />

wird um ein Vielfaches<br />

höher liegen. Diese Entwicklung<br />

stellt sehr umfangreiche<br />

Anforderungen an Energieversorger<br />

und Netzbetreiber.<br />

Das Trianel Netzwerk hilft seinen<br />

bislang 21 Mitgliedern,<br />

die notwendige Infrastruktur<br />

Realität werden zu lassen.<br />

Angesichts der derzeit vorhandenen Fahrzeuge und Technik<br />

- ist eMobilität heute schon ein Markt für die Stadtwerke?<br />

Was die Entwicklung der Technik angeht, ist es unseres Erachtens<br />

schon allein aus Kostengründen für Stadtwerke<br />

wichtig, von Anfang an engen, beratenden Kontakt an<br />

Schnittstellen zu den Herstellern zu halten. Über die Landesgrenzen<br />

Nordrhein-Westfalens hinaus unterstützen wir das<br />

durch unsere Kooperation mit dem Bundesverband eMobilität<br />

und dem Partner e-WOLF am Standort in Frechen. Außerdem<br />

gilt: Jedes Fahrzeug, dass emissionsfrei läuft, trägt<br />

heute schon zur Verbesserung des lokalen Klimas bei. Aus<br />

Energie-Versorgungssicht sind Stadtwerke wegen ihrer jahrzehntelangen<br />

Kundennähe und ihrer Angebote an Strom aus<br />

erneuerbaren Energiequellen, ihrer Netzkenntnisse und wegen<br />

ihrer engen Beziehung zu den Kommunen »prädestinierte<br />

Partner« der potenziellen Nutzer der eMobilität.<br />

Was haben denn die heutigen Netzwerkpartner von ihrem<br />

Engagement im Trianel Netzwerk e-Mobilität?<br />

Das Trianel Netzwerk entwickelt strategische Konzepte für<br />

den Einsatz von Elektromobilität. Es hilft bei der Bündelung<br />

von Kompetenzen und schafft die Basis für eine zielgerichtete<br />

Marktpositionierung - und das zu weit günstigeren Preisen,<br />

als ein einzelnes Stadtwerk realisieren könnte.<br />

Wir haben beispielsweise zur Markteinführung unseres<br />

Stadtwerke Energie Rads bzw. zur Einführung des Stadtwerke<br />

Energie Rollers für unsere Netzwerkpartner ein »Rundum-<br />

Sorglos-Paket« entwickelt. Das heißt, wir haben modular<br />

aufgebaute unterschiedliche Pakete mit Fahrzeugen und<br />

Ladesäulen sowie ein für alle nutzbares Produkt- und Marketing-Konzept<br />

erstellt, die jedes Stadtwerk nach eigener<br />

Zusammenstellung anfordern kann. Außerdem unterstützen<br />

wir unsere Partner durch eine permanente Marktbeobachtung<br />

und Analyse der verfügbaren Technologien.<br />

Aber ist eine so große und weiter wachsende Gruppe von Partnern<br />

nicht sehr unbeweglich in der Entscheidungsfindung?<br />

Im Gegenteil - aufgrund der Homogenität und Komplementarität<br />

der Interessen ziehen die Projektpartner an einem<br />

Strang. Für wichtige operative Themen haben wir Arbeitsgruppen<br />

eingerichtet, die sich mit Details zur Entscheidungsfindung<br />

befassen. Die AG »Stadtrad« befasst sich<br />

mit Mobilitätskonzepten rund um Pedelecs, Motorroller<br />

und Elektroautos sowie den dazugehörigen Geschäfts- und<br />

Marketingmodellen. Die AG »Ladeinfrastruktur« beschäftigt<br />

sich mit dem Aufbau eines gemeinsamen, bedarfsgerecht dimensionierten<br />

Ladenetzes und den dazu notwendigen technischen<br />

Standards und die AG »Recht« mit Fragestellungen<br />

rund um das Errichten und Betreiben von Ladesäulen sowie<br />

mit den rechtlichen Grundlagen für relevante Geschäftsmodelle.<br />

So läuft das bisher sehr gut. Und vor allem wichtig: Bei<br />

uns bleibt jeder Partner eigenständig in seinem Geschäfts-<br />

40 Neue Mobilität Neue Mobilität 41


STATUS<br />

Innovative Halbleiterlösungen für marktfähige<br />

und bezahlbare Elektromobilität<br />

Für die flächendeckende Nutzung von Elektrofahrzeugen sind neben dem Aufbau einer<br />

intelligenten Infrastruktur zur Energieversorgung vor allem massive Kostensenkungen<br />

bei Elektroautos, insbesondere der Autobatterie, notwendig.<br />

QUO<br />

DER<br />

ELEKTRO-<br />

Infineon ist Innovations- und Marktführer in der Automobil- und Hochleistungselektronik<br />

mit mehr als 40 Jahren Erfahrung. Dieses Know-how nutzen wir erfolgreich für Hybridund<br />

Elektrofahrzeuge.<br />

Unsere intelligenten Leistungshalbleiter und -module, Mikrocontroller und Sensoren,<br />

helfen maßgeblich die Kosten für Antrieb und Elektronik zu senken sowie die Energieeffizienz<br />

des Gesamtsystems zu erhöhen. Mit unserem aktiven Batterie-Balancing lassen<br />

sich schon heute Kapazität, Reichweite und Lebensdauer von Batterien um mehr als 10<br />

Prozent erhöhen.<br />

<strong>MOBILITÄT</strong><br />

Auch bei der Ladeinfrastruktur und dem Smart Grid mit all seinen Aspekten fördern<br />

unsere Halbleiterlösungen den technologischen Durchbruch. Infineon schafft somit<br />

wesentliche Voraussetzungen für marktfähige und bezahlbare Elektromobilität.<br />

[ www.infineon.com/elektromobilitaet ]<br />

Fachbeiträge. Stand der Technik. Kommentare.<br />

42 Neue Mobilität Neue Mobilität 43


STATUS QUO der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - dr. traenckner<br />

STATUS QUO der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - dr. traenckner<br />

Warum die Elektromobilität<br />

sich durchsetzen wird<br />

von Dr. Jan Traenckner<br />

Elektromobilität wird sich mittelfristig durchsetzen und auch für die Automobilindustrie<br />

ein wirtschaftlicher Erfolg. Das liegt an mehreren zwingenden Gründen:<br />

1.) Das Ende des Zeitalters der Verbrennungsmotoren ist<br />

eingeleitet. Die bestehende und zukünftige Emissionsgesetzgebung<br />

setzt die Autoindustrie unter enormen Innovationsdruck.<br />

Immer ambitioniertere CO 2 -Ziele, die zunehmende<br />

Tendenz in Großstädten auch die Feinstaub- und Lärmemission<br />

zu begrenzen und das zunehmende Umweltbewusstsein<br />

der Kunden zwingen zu neuen technischen Lösungen<br />

für die individuelle Mobilität. Verbesserungsmöglichkeiten<br />

beim Verbrennungsmotor sind zwar noch vorhanden, jedoch<br />

werden sie für die Autohersteller und deren Kunden zunehmend<br />

unwirtschaftlich. Auch nähert sich diese Technologie<br />

dem Ende ihres Potentials, so dass jede Investition gegen<br />

immer kürzere Abschreibungszeiten und kostengünstigere<br />

Alternativmaßnahmen kämpfen muss. So zeigt sich z.B. ca.<br />

10 Jahre nach Einführung des Hybridantriebs durch Toyota<br />

(Prius), dass dessen Einsparpotential gegenüber konventionellen<br />

Maßnahmen (z.B. Turboaufladung, Hochverdichtung,<br />

Direkteinspritzung etc.) deutlich größer ist. Dies ist mit ein<br />

Grund, warum mittlerweile die meisten Autohersteller sich<br />

diesem Konzept einer Kombination aus Verbrennungs- und<br />

Elektromotor angeschlossen haben und derzeit fast alle<br />

Baureihen einer umfangreichen Hybridisierung (Elektrifizierung)<br />

unterziehen.<br />

Es ist davon auszugehen, dass auch die heutigen Schwellenländer<br />

(BRICs) mittelfristig einen ähnlich hohen individuellen<br />

Mobilitätsgrad anstreben werden, wie den der »alten«<br />

Welt. Dabei würde sich der globale Pkw-Bestand mindestens<br />

verdoppeln bis verdreifachen. Mit der Verbrennung von Benzin<br />

oder Diesel ist dieser Mobilitätsgrad nicht mehr machbar.<br />

Der globale Verbrauch an Erdöl würde sich potenzieren und<br />

zu einer heute unvorstellbaren Verknappung des wertvollen<br />

Rohstoffes Erdöl führen. Deshalb investiert China auch<br />

global gesehen derzeit am meisten in die Elektromobilität.<br />

Man möchte dort der eigenen Industrie die Chance geben,<br />

das Zeitalter der Benzin- und Dieselantriebe gleich zu »überspringen«,<br />

weil man bereits eingesehen hat, dass nur der<br />

elektrische Antrieb ein nachhaltiges Potential hat, die wachsenden<br />

Mobilitätsansprüche der eigenen Bevölkerung zu<br />

ermöglichen.<br />

Schon heute suchen viele Staaten einen Ausweg aus der zunehmenden<br />

Abhängigkeit vom Erdöl. Allein der Pkw-Verkehr<br />

in Deutschland steht für ca. 60% des Verbrauchs an Erdölimporten.<br />

Einziger Ausweg aus diesem Dilemma ist der<br />

»Systemwechsel« auf alternative Antriebsenergien für die<br />

individuelle Mobilität. Strom als Hauptantriebsenergie lässt<br />

sich auf viele verschiedene Weisen herstellen. Besonders<br />

interessant ist dabei dessen Herstellung aus erneuerbaren<br />

Quellen (Wind, Wasser, Sonne etc). Man schlägt dabei »zwei<br />

Fliegen mit einer Klappe«. Jedes so erzeugte Kilowatt Strom<br />

verbessert quasi automatisch auch die CO 2 -Bilanz eines jeden<br />

im Bestand stehenden Elektroautos. Somit verringert<br />

die elektrische individuelle Mobilität nicht nur die Abhängigkeit<br />

vom Erdöl. Vielmehr wird dadurch auch in eine nachhaltige<br />

Absenkung des Pkw-Flotten-CO 2 -Ausstoßes investiert.<br />

2.) Der Elektroantrieb ist technisch alternativlos und der bestehenden<br />

Technologie gegenüber deutlich überlegen. Ein<br />

heutiges Elektroauto mit Strom aus dem EU-Mix betrieben,<br />

stößt pro km ca. 60g CO 2 aus. Bereits in zehn Jahren wird dieser<br />

Wert bei ca. 30g/km liegen. Selbst die sparsamsten heutigen<br />

Benzin- oder Diesel-Pkw liegen bei ihrem CO 2 -Ausstoß<br />

rund bei dem Doppelten (unter Berücksichtigung der CO 2 -<br />

Emissionen bei der Herstellung und Transport des Kraftstoffes).<br />

Weitere Verbesserungen des Verbrennungsmotors sind<br />

möglich, allerdings nähert man sich zunehmend physikalischen<br />

Grenzen, die beim Verbrennungsmotor systemimmanent<br />

sind. Ein z.B. mit Strom aus Wasserkraft beladenes<br />

Elektroauto hingegen stößt null CO 2 aus, hat also keine Systemgrenzen.<br />

Der Elektroantrieb ist um den Faktor 3 bis 4 effizienter als<br />

ein Verbrennungsmotor. Der Grund dafür liegt im höchst ineffizienten<br />

Umgang des Verbrennungsmotors mit der eingesetzten<br />

Energie. Nur etwa 25-30% kann der Motor in echte<br />

Bewegung des Autos umwandeln. Der Rest verpufft einfach<br />

als Wärme in der Umwelt. Ein Elektroantrieb kann hingegen<br />

ca. 80% des »getankten« Stromes direkt in Bewegung umsetzen.<br />

Selbst bei einem vollständigen Wechsel z.B. des gesamten<br />

deutschen Pkw-Verkehrs auf Elektroantrieb, würde der<br />

deutsche Stromverbrauch sich nur um 10 -12% erhöhen. Der<br />

größte Teil dieser zusätzlichen elektrischen Energie könnte<br />

durch direkte Effizienzsteigerung aus dem Netz »geholt«<br />

werden, so dass keine zusätzlichen Kraftwerke notwendig<br />

sind. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die meisten<br />

eAutos in der Nacht geladen werden. Nachts aber besteht<br />

meist ein Stromüberschuss.<br />

Deshalb ist auch die Nutzung des Wasserstoffs als Energiequelle<br />

für den Individualverkehr sinnlos. Zunächst wird Wasserstoff<br />

auch mit Strom hergestellt (Elektrolyse).<br />

Diese zusätzliche Umwandlung verbraucht so viel Energie,<br />

dass man besser gleich den Strom in die Autos laden sollte.<br />

Darüber hinaus braucht der Wasserstoffantrieb (Brennstoffzelle)<br />

eine gänzlich neue Herstell-, Verteil- und Tankinfrastruktur.<br />

Die Kosten dafür sind viel zu hoch im Verhältnis zur<br />

insgesamt transportierten Energiemenge. Deshalb wird bei<br />

der Elektromobilität die Batterie immer die bessere Alternative<br />

gegenüber der Brennstoffzelle sein. Die vermeintlichen<br />

Vorteile der schnellen Betankung und einer höheren Reichweite<br />

ergeben in der täglichen Nutzung nur geringfügig graduelle<br />

Vorteile. Der Effizienzverlust und die enormen Kosten<br />

für die Wasserstoff-Pkw werden dadurch nicht aufgewogen.<br />

Darüber gibt es andere Energiespeicherkonzepte, die dem<br />

der Brennstoffzelle deutlich überlegen sind. So kann z.B. ein<br />

hoch effizienter Verbrennungsmotor als sog. »Range Extender«<br />

die deutlich kosten- und effizienzgünstigere Energiequelle<br />

an Bord sein, die ohnehin nur in sehr wenigen Ausnahmefällen<br />

in der täglichen Nutzung benötigt wird.<br />

3.) Das Elektroauto wird ein wirtschaftlicher Erfolg. Bei<br />

jedem Systemwechsel entstehen enorme Chancen für etablierte<br />

und neue Teilnehmer im »System«. So konnten im<br />

Handel z.B. durch die Innovation E-Commerce gänzlich neue<br />

»Händler« entstehen (Amazon, eBay, etc.), aber auch der bestehende<br />

Handel konnte durch das Internet gänzlich neue<br />

Produktivitätspotentiale erreichen (Beispiel Autohandel).<br />

Beim Übergang vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität<br />

werden wir ähnliche Effekte sehen. Unternehmen<br />

wie z.B. Tesla und Fisker sind bereits Vorboten dieser Entwicklung.<br />

Aber auch etablierte Marken werden sich durch<br />

die Elektroautos eine gänzlich neue Positionierung in Richtung<br />

Innovation und Umweltbewusstsein erschließen. So<br />

wird beispielsweise Nissan mit seinem noch in 2<strong>01</strong>0 eingeführten<br />

»Leaf« völlig neue Käuferschichten erschließen, die<br />

vorher sicher nicht im Leben daran gedacht haben mal einen<br />

Nissan kaufen zu wollen. Opel wird mit dem »Ampera« sicherlich<br />

ähnliche Ergebnisse erzielen.<br />

Viele klassische Autokunden werden den Mehrwert eines<br />

Elektroautos auch honorieren. Insbesondere in der noch sicherlich<br />

10-15 Jahre dauernden Übergangszeit hin zur Elektromobilität,<br />

wird es chic sein Elektroauto zu fahren. Mal<br />

abgesehen von der Gesetzgebung in urbanen Regionen,<br />

werden gerade die jungen Premiumkunden die Nachfrage<br />

nach dem gänzlich neuen System »Elektroauto« stellen. Diese<br />

zusätzliche Kaufkraft können die Automobilunternehmen<br />

abschöpfen und damit einen großen Teil ihrer Entwicklungsaufwände<br />

erster Ordnung decken. Zusätzlich wird in sehr<br />

vielen Staaten der Kauf der ersten Elektroautos mit erheblichen<br />

Beiträgen vom Staat gefördert. Durch diese Förderung<br />

ist z.B. ein Kalifornier in der Lage sich einen neuen Nissan<br />

Leaf zu kaufen und dabei im Lebenszyklus Golf-ähnliche Gesamtkosten<br />

zu haben.<br />

Die Kunden werden grundsätzlich eine Verteuerung individueller<br />

Mobilität akzeptieren und damit auch der Autoindustrie<br />

neue Ergebnispotentiale ermöglichen. Wachsendes<br />

Umweltbewusstsein und der generelle Wertewandel im Zusammenhang<br />

der eigenen Einstellung z.B. zu Umweltkatastrophen<br />

im Golf von Mexiko, führen zu dieser grundsätzlichen<br />

Veränderung. Allerdings kann der laufende Produktivitätsfortschritt<br />

der Autoindustrie durch deren Kunden nicht mehr<br />

wahrgenommen werden, da sie zumeist durch enorm steigende<br />

Benzinkosten mehr als kompensiert werden. Es findet<br />

sozusagen eine Margenverschiebung von der Autoindustrie<br />

hin zur Mineralölindustrie statt, obwohl die Autoindustrie<br />

eigentlich mit Abstand der größte »Kunde« der Mineralölwirtschaft<br />

ist. Die Elektromobilität ändert diese Gleichung<br />

grundsätzlich. Wegen der deutlich geringeren Betriebskosten,<br />

wird eine Neubewertung der Anschaffungskosten<br />

des Fahrzeuges durch den Kunden stattfinden und kann sicherlich<br />

durch die Autoindustrie zur Margensteigerung genutzt<br />

werden.<br />

Die Autoindustrie tut sich zunehmend schwerer sich mit ihren<br />

Produkten im Markt gegenüber den Wettbewerbern zu<br />

differenzieren. Das Elektroauto könnte da ein willkommener<br />

Quell neuer Differenzierungs-Potentiale sein. Allein das<br />

Innovationspotential bei der Lithium-Ionen-Batterie, aber<br />

auch beim Zusammenspiel zwischen Elektroantrieb und<br />

Range-Extender-Hybridkonzepten, bieten fast unendliche<br />

Räume für »Vorsprung durch Technik«.<br />

jan.traenckner@venturecheck.com<br />

44 Neue Mobilität Neue Mobilität 45


STATUS QUO der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - dr. dr. löser<br />

STATUS QUO der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - dr. dr. löser<br />

Konzentration auf die Batterie<br />

Das Elektrofahrzeug steht und fällt mit der technischen Beherrschung des grundlegenden<br />

Prinzips der elektrochemischen Energiespeicherung<br />

von Dr. Dr. Reinhard Löser<br />

»Es gibt keinen Grund zu glauben, dass es noch Jahre oder<br />

gar Jahrzehnte dauern wird, bis Batterien das leisten können,<br />

was Autofahrer heute von ihren Fahrzeugen erwarten.«<br />

Obwohl die Batterie eine alte Erfindung ist, steckte sie bis vor<br />

kurzem noch in den Kinderschuhen. Mäßige Kapazität, lange<br />

Ladezeiten, großes Gewicht und bescheidene Reichweiten<br />

limitierten einen mobilen Einsatz. Doch es gibt keinen Grund<br />

zu glauben, dass es noch Jahre oder gar Jahrzehnte dauern<br />

wird, bis Batterien das leisten können, was Autofahrer heute<br />

von ihren Fahrzeugen erwarten.<br />

Beim Aufladen einer wiederaufladbaren Zelle (Akkumulator)<br />

wird Energie zugeführt, beim Entladen erhält man sie größtenteils<br />

zurück. Die für die Elektrochemie entscheidenden<br />

Redoxvorgänge laufen dabei an der Phasengrenze zwischen<br />

Elektroden und Elektrolyt innerhalb einer galvanischen Zelle<br />

ab. Bei Aufladung werden Ionen aus der chemischen Bindung<br />

der positiven Anode zur negativen Kathode gezogen,<br />

wo sie sich an- oder einlagern und eine chemisch höherenergetische<br />

Bindung eingehen. Die eingesetzten Elektrodenmaterialien<br />

legen die Nennspannung der Zelle (V) fest. Mehrere<br />

Zellen bilden eine Batterie. Additive Reihenschaltung<br />

führt zu höherer Spannung und mit Parallelschaltung wird<br />

eine vergrößerte Oberfläche der Elektroden erreicht. Ihre<br />

Aufnahmefähigkeit für Elektronen wird als elektrische Kapazität<br />

(Ah) bezeichnet. Sie wird von Größe und Eigenschaften<br />

der Elektrodenoberfläche und durch die Geschwindigkeit der<br />

stoffspezifischen elektrochemischen Prozesse und Transportvorgänge<br />

bestimmt. Aus Kapazität und Spannung errechnet<br />

sich der Energiegehalt (kWh). Als Leistung wiederum<br />

bezeichnet man die Menge elektrischer Energie, die pro<br />

Zeiteinheit (W) entnommen werden kann. Auch konkrete<br />

Entladebedingungen (z.B. Belastung, Temperatur, Alter und<br />

Ladehistorie) beeinflussen die Kapazität. Diese Zusammenhänge<br />

bestimmen auch die Leistungsabgabe, Ladezeit und<br />

Zyklenstabilität sowie Selbstentladung. Energie und Leistung<br />

lassen sich theoretisch durch einfache Maßstabsvergrößerung<br />

erweitern, doch das fordert Bauraum und Gewicht<br />

- knappe Güter im Fahrzeugbau. Wichtige Vergleichsgrößen<br />

von Batterien sind daher die Energiedichte (Energie pro Batteriegewicht<br />

in Wh/kg) sowie Leistungsdichte (entnehmbare<br />

Dr. Dr. Reinhard Löser, WWP Beratung, BEM-Beirat<br />

Leistung pro Gewicht in W/kg). Am häufigsten verbreitet,<br />

insbesondere bei den Zweiradfahrzeugen in Asien, ist die<br />

Bleibatterie. Bei moderneren Fahrzeugen hatte zunächst der<br />

Nickel-Cadmium-Akku mit einer doppelt so großen Energiedichte<br />

Einzug gehalten. Wegen der Toxizität des Cadmiums<br />

wird er vom Metallhydrid-Akku verdrängt, der nochmals eine<br />

höhere Energiedichte aufweist. Doch um einen durchschnittlichen<br />

Mittelklassewagen 500 Kilometer am Stück rein elektrisch<br />

zu bewegen, wäre eine Energie von 90 kWh nötig. Eine<br />

entsprechende Bleibatterie (Energiedichte 30 Wh/kg) hätte<br />

drei Tonnen Gewicht! Selbst ein Nickel-Metallhydrid-Speicher<br />

(80 Wh/kg) würde immer noch über eine halbe Tonne<br />

wiegen.<br />

Vor zehn Jahren kamen die ersten Lithium (Li)-Ionen-Akkus<br />

auf den Markt, die sich durch hohe Energiedichte bei deutlich<br />

geringeren Volumen und Gewicht auszeichnen, ideal<br />

für den mobilen Einsatz. Inzwischen sind eine ganze Reihe<br />

von Systemen auf dem Markt, wie Li-Titanat, Li-Cobaltoxid,<br />

Li-Nickel-Cobalt oder Li-Eisenphosphat. Alle haben ihre Vorzüge<br />

- etwa hohe Kapazität, Zyklenstabilität oder Schnell-<br />

Ladefähigkeit. Sie bringen aber auch Nachteile mit sich,<br />

wie teilweise Giftigkeit oder zu geringe Standfestigkeit.<br />

Mitunter sind sie auch einfach noch zu teuer für den großtechnischen<br />

Einsatz. Die führenden fernöstlichen Hersteller<br />

liefern sich einen heftigen Wettbewerb um die besten Lösungen.<br />

Genauso wichtig werden individuelles Controlling und<br />

Management der einzelnen Zellen, um sie vor Überhitzung<br />

(oder gar Explosionsgefahr) zu schützen. So werden Akku-<br />

Packs crash- und brandsicher angeboten und verbaut.<br />

Ein Forschungsergebnis der Universität St. Andrews hat IBM<br />

aufgegriffen und arbeitet an der Lithium-Luft-Batterie, die<br />

eine mehr als zehnmal höhere Energiedichte als die heutige<br />

Lithium-Ionen-Batterie erreichen kann. Die Super-Batterie<br />

könnte in den nächsten 10 bis 15 Jahren auf den Markt kommen,<br />

was der Elektromobilität einen enormen Schub verleihen<br />

würde. Schon heute besteht kein Zweifel, ob Lithium das<br />

Speichersystem der Zukunft bestimmt. Dafür sprechen ganz<br />

einfach seine Stellung im Periodensystem der Elemente und<br />

seine Rohstoffverfügbarkeit. Selbst bei einem raschen Anstieg<br />

des Bedarfs durch einige Millionen Elektroautos reichen<br />

die bereits erkundeten Ressourcen weit über 1.000<br />

Jahre. Den Großteil der Fördermenge verschlingen ohnehin<br />

Baugewerbe, Glas-, Keramik-, Chemie- und Pharmaindustrie.<br />

Und an der Batterie macht der Rohstoff Lithiumkarbonat weniger<br />

als ein Prozent der Kosten aus; zukünftiges Recycling<br />

wird den Preis weiter drücken. Lag der Komplettpreis für eine<br />

Kilowattstunde Batteriekapazität noch vor anderthalb Jahren<br />

bei rund 1.000 Euro, sank er innerhalb eines guten Jahres auf<br />

300 Euro. Inzwischen gibt es die Systeme für 150 Euro und<br />

darunter. Der dramatische Preisverfall wird mit verbesserter<br />

Technologie und zunehmender Fertigungsmenge anhalten.<br />

Die Chipindustrie ist dafür das historische Vorbild.<br />

Es besteht kein Zweifel: Lithium-Systeme, neue Batterietechnologien<br />

und intelligente Elektronik werden schon in<br />

wenigen Monaten und Jahren zu einer rasanten Entwicklung<br />

von Elektrofahrzeugen führen. Dieser Fortschritt wird nicht<br />

zuletzt durch die Elektroenergieversorger bei der Suche<br />

nach effektiven Zwischenspeichern für Erneuerbare Energien<br />

forciert.<br />

reinhard.loeser@bem-ev.de<br />

Planung, Entwicklung, Projektierung und Realisierung von zukunftsorientierten Energieprojekten.<br />

E-Charge<br />

c/o Elektro Kock GmbH & Co. KG<br />

Benzstraße 28<br />

48619 Heek<br />

www.elektro-tanken.com<br />

www.elektro-kock.de<br />

Elektromobilität Smart Grid Smart Metering Smart Home Lastmanagement Erneuerbare Energien Vehicle to Grid<br />

46 Neue Mobilität Neue Mobilität 47


status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - esch<br />

status quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - esch<br />

Mobilität - mit Vollgas in die<br />

falsche Richtung<br />

Kommentar von Hans-Jürgen Esch, Elan Technologie GmbH<br />

»Wir sollten fragen, wie eine postfossile Mobilität aussehen<br />

könnte. Dabei geht es nicht um Verzicht - es geht um<br />

angepasste Mobilität für die City, mit Fahrleistungen, die<br />

wir dort brauchen.«<br />

Seit Ende des 2. Weltkriegs bis heute hat sich der Ölverbrauch<br />

weltweit gut verzehnfacht. Rund die Hälfte geht für<br />

unseren wachsenden Hunger nach Mobilität drauf. Unsere<br />

Autos werden größer, stärker, schneller und verbrauchen im<br />

Stadtverkehr 8, 10 oder mehr Liter pro 100 km. Sie fahren<br />

etwa 200 km/h, bieten einer Familie Platz, sind Kleintransporter,<br />

Büro oder Konzertsaal, gerüstet für jede noch so spezialisierte<br />

Anforderung.<br />

Blicken wir auf die Kleinfahrzeuge der 50er Jahre: Ein Messerschmitt-Kabinenroller<br />

bot zwei Personen Raum, verbrauchte<br />

3 Liter und wog 360 kg, war agil und passte in kleinste Parklücken.<br />

Weiteres Beispiel: die BMW Isetta, ähnliche Daten<br />

und damals ebenso Publikumsliebling. Zu langsam, zu klein?<br />

Wer überwiegend im Stadtverkehr unterwegs ist, fährt meist<br />

alleine und sollte mit 100 km/h schnell genug sein.<br />

Unsere Premiumautos mögen als Ingenieurleistung begeistern,<br />

für unsere Lebensgrundlage ist es ein fataler Schritt in<br />

die falsche Richtung. Machen wir uns klar: 1,5 Tonnen Auto<br />

sind 1,5 Tonnen aufwendig gewonnene und energieintensiv<br />

verarbeitete Rohstoffe. Und da die Autos bisher stets mehr<br />

wurden, stellen wir damit unsere Städte voll, bis nichts mehr<br />

geht.<br />

Nach der Explosion der Deepwater Horizon ist jedem klar:<br />

Wir bezahlen einen zu hohen Preis für unsere Mobilität. Dass<br />

bezahlbares, weil einfach zu förderndes Öl erschöpft ist und<br />

riskante Bohrmanöver in der Tiefsee nötig sind, um an die<br />

letzten Reserven zu kommen, nehmen wir alle irgendwie in<br />

Kauf. Wir könnten jetzt aufwachen und unseren automobilen<br />

Wahnsinn hinterfragen, oder wegsehen, falls uns das nach<br />

den Bildern der bislang größten Ölpest am Golf von Mexiko<br />

noch gelingen wird. Wir können auch weiterhin an den Fortschritt<br />

glauben und daran, das Großkonzerne und Politiker<br />

die richtigen Wege finden werden.<br />

Wir könnten uns aber auch selber fragen, warum wir nicht<br />

vom Öl wegkommen, und handeln, ähnlich wie es nach<br />

Tschernobyl die Anti-Atomkraft-Bewegung tat.<br />

Hans-Jürgen Esch, Elan Technologie GmbH<br />

Wir könnten den Ausstieg aus der fossilen Mobilität fordern,<br />

Sit-ins vor Autowerken veranstalten, Tankstellen blockieren.<br />

Oder uns die Frage stellen, warum wir keine alternativen<br />

Konzepte haben? Greift wirklich ein Fahrzeugkonzept für<br />

Langstrecke und City? Oder verfehlen die so ausgelegten<br />

Autos die Erfordernisse des Stadtverkehrs, indem sie ihn<br />

zeitweise lahmlegen?<br />

Wir sollten fragen, wie eine postfossile Mobilität aussehen<br />

könnte. Warum gibt es das City-Elektroauto, das uns für rund<br />

90% unserer Fahrten dient, noch nicht? Liegt es, wie die Autohersteller<br />

erklären, an den zu teuren, zu schweren und zu<br />

schlechten Akkus oder vielleicht an falschen Erwartungen?<br />

Warum haben wir heute leistungsfähige Notebooks? Haben<br />

wir je von einem Computerhersteller gehört, Notebooks wären<br />

unbezahlbar und leistungsschwach, weil die Akkus so<br />

schlecht und teuer sind? Oder ist es nicht viel mehr so, dass<br />

die moderne Computerindustrie innovativer ist als die Autobranche?<br />

Die Lösung der Computerhersteller für moderne<br />

Notebooks jedenfalls ist naheliegend und einleuchtend:<br />

Runter mit dem Energieverbrauch!<br />

Für die deutsche Politik spielt eMobilität erst seit kurzem eine<br />

Rolle. Der »Nationale Entwicklungsplan Elektromobiltät«<br />

setzt die Verantwortlichen immerhin - mit viel Steuergeld -<br />

öffentlich unter Druck, das Elektroauto zu gebären. Damit<br />

wird seitens der Politik geflissentlich übersehen, dass gerade<br />

außerhalb der Gruppe der Global Player Mercedes, BMW,<br />

VW & Co. bereits einschlägige Entwicklungskompetenz und<br />

Konzepte existieren. Der Mittelstand geht dennoch leer aus.<br />

Die Automobilindustrie ihrerseits nimmt die Fördermillionen<br />

gern in Anspruch und spielt auf Zeit.<br />

Daher passiert, was zu erwarten war: Bekannte, bislang fossil<br />

betriebene »Kleinwagen« werden mit 200-300 kg schweren<br />

Akkus zu Elektroautos umgefrickelt, natürlich mit dem<br />

Hinweis, dass man schon wegen der teuren Akkus noch<br />

weit von der Serie entfernt sei. Die wenigen bereits käuflichen<br />

elektrischen Kleinwägen aus Fernost kosten denn auch<br />

schnell mal das vierfache der fossilen Vorbilder. Dass dabei<br />

die Energie- und Umweltbilanz nicht besser ausfällt als bei<br />

fossilen Fahrzeugen, haben Umweltverbände bereits kritisiert,<br />

dürfte aber eigentlich niemanden verwundern.<br />

Um diese Sackgasse zu verlassen, bedarf es anderer Ansätze.<br />

Dass Elektroautos Spaß machen und »sexy« sind, hat<br />

TESLA mit dem Roadster bewiesen, dass eMobilität auch<br />

energieeffizient und ressourcensparend sein kann, wäre das<br />

nächste wichtige Entwicklungsziel. Das Sparpotential liegt<br />

in kompakten, leichtgewichtigen und vereinfachten Fahrzeugkonzepten,<br />

die mit einem Bruchteil der Energie auskommen.<br />

Dabei geht es nicht um Verzicht - es geht um angepasste<br />

Mobilität für die City, mit Fahrleistungen, die wir dort<br />

brauchen. In Verbindung mit der Vernetzung verschiedener<br />

Verkehrsmittel, intelligentem Fernverkehr, Car-Sharing und<br />

Transportservices könnte eine neue Mobilitätslandschaft<br />

entstehen. Und kundenfreundliche wie rentable Geschäftsmodelle<br />

könnten entstehen, etwa der »Mobilitätsprovider«,<br />

der Angebote bündelt und einfach verfügbar macht. So<br />

könnten wir vielleicht bald mit nur einer Kreditkarte sowohl<br />

unser Elektroauto laden, Fernverkehrsmittel unkompliziert<br />

nutzen, uns rasch einen Mietwagen besorgen oder am Car-<br />

Sharing teilnehmen. Die Abrechnung, etwa zu vorher vereinbarten<br />

Tarifen oder Flatrates, übernimmt ein Provider unserer<br />

Wahl.<br />

Die technische Seite dieser smarten eMobilität ist dabei<br />

nicht das eigentliche Problem. Moderne Lithium-Akkus,<br />

Elektronikkonzepte, effiziente Synchronantriebe, Leichtbauwerkstoffe-<br />

und Strategien und die darauf basierenden Fahrzeugentwürfe<br />

sind im Ansatz vorhanden. Das Problem liegt<br />

im Ungleichgewicht der Player: entgegen der Autoindustrie<br />

haben Tüftler, Erfinder und Entwickler hierzulande keine<br />

Lobby. Im Gegenteil: kaum einer traut einem kleinen Team<br />

oder einem Start-Up eine Fahrzeugentwicklung zu.<br />

Kein Wunder also, dass auch bereitgestellte Fördergelder<br />

hier nicht ankommen. Hier sind Visionäre gefragt, Bürger,<br />

die sich vereinigen und handeln, Mittelständler, die neue<br />

Chancen erhalten und Ökofonds, die das eigentlich reichlich<br />

vorhandene Geld sinnvoll investieren, Ingenieure, die neue<br />

Ideen einbringen. So könnte eMobilität Vorbild für neues<br />

Handeln werden: Nachhaltigkeit statt Wachstum, Effizienz<br />

statt Ressourcenhunger. Deutschland könnte anstelle des<br />

unrealistischen Ziels Leitmarkt für eMobilität zu werden,<br />

hier, wie bereits bei Erneuerbaren Energien, Vorbildnation<br />

werden.<br />

Was wir davon haben? Leisere Städte, bessere Luft, besser<br />

genutzten Verkehrsraum, weniger Stau, stressfreies Parken.<br />

Moderne Mobilität also, betrieben mit Erneuerbaren<br />

Energien, »nebenbei« sichere Arbeitsplätze in einer neuen,<br />

kleinteiligen Industrie. Wem das nicht Grund genug ist, mag<br />

mitmachen, um ein besseres Gewissen zu bekommen - geht<br />

auch in Ordnung.<br />

Hans-Jürgen Esch<br />

ELAN Technologie GmbH<br />

esch@elantech.de<br />

www.elantech.de<br />

48 Neue Mobilität Neue Mobilität 49


Status Quo der Elektromobilität - Netzwerk BrandGalaxy<br />

Status Quo der Elektromobilität - Netzwerk BrandGalaxy<br />

eMobility - worauf warten wir<br />

eigentlich noch?<br />

Ein Text von Thorsten Rosansky<br />

»In Zukunft fahren wir alle elektrisch!« ist wohl der Satz, der die Situation der Elektro-<br />

Mobilität am treffendsten charakterisiert.<br />

Klar kann man elektrisch fahren, das war ja in diversen<br />

Roadshows, Vergleichsfahrten und Fahrzeug-Tests bereits<br />

immer wieder deutlich zu sehen. Aber aus irgendeinem<br />

unerfindlichen Grund eben noch nicht jetzt. »Wir« fahren<br />

nämlich erst in Zukunft elektrisch.<br />

Kann sein, dass die Projektion des ganzen Themas Elektromobilität<br />

in die Zukunft damit zusammenhängt, dass<br />

hierzulande alles gebannt auf die Entwicklungen der<br />

Automobilindustrie starrt. Elektro-Smart, eMINI und viele<br />

andere durchlaufen weltumspannende Langzeiterprobungen<br />

und sind noch nicht so reif, dass sie in Kundenhand gegeben<br />

würden. Und überhaupt: Vor dem rein elektrischen (Auto-)<br />

Fahren erwartet uns doch eh noch eine längere Periode der<br />

Hybridisierung, oder?<br />

Wer allerdings den Fokus etwas aufzieht und sich in die<br />

Peripherie der individuellen Mobilität begibt, der wird eine<br />

erstaunliche Vielfalt an ausgereiften elektrisch betriebenen<br />

Fahrzeugen entdecken. Segways, eBikes, Pedelecs, eMotorräder<br />

und eScooter (von denen in China bereits mehr als 60<br />

Mio. auf den Straßen sind) werden angeboten - aber auf der<br />

Straße noch eher selten gesehen.<br />

Dabei ist die Elektrifizierung von Zweirädern besonders<br />

sinnvoll: Im städtischen Kurzstrecken-Einsatz spielen Reichweite<br />

und Ladezeit eine untergeordnete Rolle und mit dem<br />

geringen Fahrzeuggewicht werden auch vergleichsweise<br />

kleine Batterien spielend fertig.<br />

Eine Zweirad-Suche auf mobile.de belegt allerdings die hohe<br />

Exklusivität der elektrischen Fortbewegung auch in diesem<br />

Segment: Von den 104.289 angebotenen Fahrzeugen tragen<br />

lediglich 236 das Merkmal »Antriebsart: Elektro«.<br />

Potential ist im Zweiradmarkt allemal vorhanden, auch wenn<br />

Motorradfahren schon seit Jahren nicht mehr sexy ist und<br />

Motorisierungsneulinge, die gezwungenermaßen Mofa,<br />

Moped oder Roller fahren, diese so schnell wie möglich gegen<br />

ein Auto eintauschen möchten: Immerhin 3,8 Mio. Krafträder<br />

mit Verbrennungsmotor sind im Bestand.<br />

Als geeignetes Vehikel für die intelligente urbane Mobilität,<br />

nach der immer mehr Menschen suchen, wird ausgerechnet<br />

dem elektrifizierten »Scooter« eine glänzende Zukunft vorausgesagt,<br />

der unter der Bezeichnung »Motorroller« schon<br />

einmal großen Anteil an der europäischen Massenmotorisierung<br />

hatte. Auf dem Automobilsalon in Paris werden<br />

denn auch nicht zufällig zwei durchgestylte Exemplare dieser<br />

Gattung unter den klangvollen Trend-Automarken »MINI« und<br />

»smart« angeboten.<br />

Dann sind da noch die Nutzfahrzeuge. 1,8 Mio. Kleintransporter<br />

mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 t sind<br />

bei uns unterwegs - ein Großteil davon zur Überbrückung<br />

der »letzten Meile« im innerstädtischen Verkehr. Kaum<br />

zu glauben, wie häufig die noch dieseln und stinken, wo<br />

doch gerade in diesem Segment zahlreiche emissionsfreie<br />

Alternativen seit langem zur Verfügung stehen! Hier, wo<br />

es auf das totale Komforterlebnis nicht ankommt und das<br />

eventuelle Mehrgewicht von Antriebseinheit und Batterie<br />

zu verschmerzen sind, ist auf der Kurzstrecke vierrädrige<br />

Elektromobilität bereits möglich.<br />

Und es gibt gute Beispiele: UPS, der größte Paketversender<br />

der Welt, setzt elektrisch betriebene Auslieferungsfahrzeuge<br />

bereits seit 2008 in unseren Städten ein.<br />

Stellt sich die Frage: Wenn das Angebot an elektrisch betriebenen<br />

Fahrzeugen so groß ist - warum greifen dann nur so<br />

wenige zu?<br />

Es liegt nicht an mangelndem Interesse oder gar Vorbehalten<br />

in den Zielgruppen. Ganz im Gegenteil: Die überwiegende<br />

Mehrheit der Fahrzeughalter verfolgt das Thema in der<br />

Presse und erwartet den (teil-) elektrifizierten Antrieb. Dabei<br />

werden der eMobility über alle Studien hinweg durchweg<br />

positive Attribute wie »umweltbewusst«, »innovativ« und<br />

»vernünftig« zugeschrieben - für die Zukunft, wenn denn der<br />

ePkw verfügbar sein wird.<br />

Um den Markt für die Fahrzeuge, die längst da sind, nun<br />

endlich zu entwickeln, muss die automobil-fokussierte<br />

Öffentlichkeit einmal abgelenkt und auf die Angebote »am<br />

Rande« gebracht werden, die heute schon helfen, alltägliche<br />

Transportaufgaben zu lösen - und dabei eine Menge (Fahr-)<br />

Spaß bringen.<br />

Dafür müssten aber die Anbieter in allen Elektrofahrzeugklassen<br />

beginnen, ihre Zielgruppenpotentiale professionell zu<br />

bearbeiten und z.B. in einer gemeinsamen Kommunikations-<br />

Kampagne lauter für sich zu trommeln. Denn was und wen<br />

ich nicht kenne, kann mich auch nicht begeistern.<br />

Vielleicht heißt es ja dann schon bald häufiger: »Ab sofort<br />

fahre ich elektrisch!«<br />

Thorsten Rosansky, move automotive<br />

Der Autor ist Geschäftsführer der Automotive-Unit im Agentur-<br />

Netzwerk BrandGalaxy www.brandgalaxy.de<br />

© Daimler AG<br />

50 Neue Mobilität Neue Mobilität 51


Status Quo der Elektromobilität - kommentar groher<br />

new mobility forum<br />

Anmeldeschluss 31.10.2<strong>01</strong>0<br />

Teilnahmegebühren 600 €<br />

Fon +43 (0)664 94 91 900<br />

anmeldung@newmobilityforum.at<br />

www.newmobilityforum.at<br />

Ein kurzer Zwischenruf<br />

Ein Kommentar von Matthias Groher<br />

New Mobility Forum<br />

Österreichs Kongress rund um alternative Energie- & Mobilitätsformen | Fachkongress<br />

für alternative Energie- & Mobilitätsformen in Kooperation mit dem Bundesministerium<br />

für Verkehr, Innovation & Technologie sowie dem Klima- und Energiefonds<br />

Kann man von anderen Branchen nichts lernen, außer dass<br />

man von anderen Branchen nichts lernen kann?!<br />

Seit über 25 Jahren bin ich in der Wirtschaft tätig und eines<br />

erlebe ich immer und immer wieder: Deutschland verpasst<br />

Chancen und klagt hinterher über die Erfolge anderer!<br />

Was hören wir aktuell, wenn es um Elektromobilität geht?<br />

Es gibt am Markt keine Elektrofahrzeuge, die mit konventionellen<br />

Modellen konkurrieren könnten. Die Fahrzeuge, die<br />

es gibt, sind viel zu teuer und die Reichweiten bei Weitem zu<br />

gering. Elektromobilität ist nur ein Nischenprodukt und für<br />

den täglichen Einsatz nicht geeignet.<br />

Solche Aussagen sind nicht neu: Auch bei anderen technischen<br />

Entwicklungen in der Vergangenheit schien die Angst<br />

vor Innovation anfänglich den gesamten Prozess zu behindern.<br />

Denken wir nur an die Geschichte des Computers. Innerhalb<br />

weniger Jahre hat sich aus einer revolutionären Idee<br />

ein gigantischer Markt entwickelt. Völlig neue Geschäftsmodelle<br />

und Marktteilnehmer haben sich entlang der gesamten<br />

Wertschöpfungskette von der Entwicklung über die Produktion<br />

bis zur innovativen Vermarktung etabliert.<br />

Die selben Potenziale sehe ich im Bereich der Elektromobilität.<br />

Die innovativen Ideen und Entwicklungen existieren bereits.<br />

Nun heißt es, gemeinsam die Hemmschwelle zu überwinden.<br />

Es gilt die Kompetenzen verschiedener Spezialisten<br />

zu bündeln und im Rahmen eines koordinierten Netzwerks<br />

für die breite Masse zugänglich zu machen. Dabei ist es zwingend<br />

notwendig, dass der Kunde und seine Erwartungen<br />

immer im Mittelpunkt des gesamten Entwicklungs- und Vermarktungsprozesses<br />

stehen.<br />

Lasst uns jetzt gemeinsam die Chance, die uns die Elektromobilität<br />

bietet, ergreifen, um nicht im Nachhinein über die<br />

Erfolge anderer zu klagen.<br />

Mein Credo: Miteinander und Füreinander - statt Gegeneinander!<br />

Matthias Groher, BEM-Beirat<br />

BayTech - ISM Institut für Strategisches Management<br />

Das Land Kärnten mit der Initiative »Lebensland Kärnten«<br />

veranstaltet vom 10. bis 12. November 2<strong>01</strong>0 zum 2. Mal das<br />

NEW MOBILITY FORUM. 24 Forscher, Entwickler, Wissenschaftler<br />

sowie Branchenexperten aus Deutschland, Österreich<br />

und der Schweiz werden Einblicke in den Stand der<br />

Entwicklungen und die Zukunftsperspektiven geben.<br />

Als Keynote Speaker konnten der Alternativ-Nobelpreisträger<br />

MdB Dr. Hermann Scheer (Der energ-ethische Imperativ / Wie<br />

der Wechsel zu 100% Erneuerbarer Energie zu realisieren ist)<br />

und der Koordinator für Elektromobilität des BMVIT DI Heimo<br />

Aichmaier gewonnen werden (Elektromobilität in Österreich<br />

- Technologische und organisatorische Innovationen im Gesamtverkehrssystem).<br />

Das NEW MOBILITY FORUM wurde 2009 vom Land Kärnten<br />

unter Landeshauptmann Gerhard Dörfler ins Leben gerufen<br />

und wird in den kommenden Jahren als themenspezifische<br />

Kommunikationsplattform rund um die Themen alternative<br />

Energie- & Mobilitätsformen aufgebaut. Das Forum ist in<br />

seiner Größe und in seinem inhaltlichen Umfang der einzige<br />

Kongress in Österreich, der sich so umfassend mit zukünftigen<br />

Energie- & Mobilitätsformen beschäftigt. Es gilt, das »grüne«<br />

Bewusstsein in den Köpfen der Menschen zu stärken, aktive<br />

Überzeugungsarbeit zu leisten, alternative Energiegewinnung<br />

sowie alternative Mobilitätsformen weiterzuentwickeln und<br />

Schwerpunkte 2<strong>01</strong>0: GREEN ENERGY | SMART SYSTEMS | E-MOBILITY<br />

nicht nur für die Fachvortragenden sondern auch für jeden Besucher<br />

greifbar zu machen.<br />

Beim NEW MOBILITY FORUM werden vom 10. - 12. November<br />

die Schwerpunkte GREEN ENERGY, SMART SYSTEMS & eMO-<br />

BILITY aus den Blickpunkten der Wissenschaft und Forschung<br />

sowie der Wirtschaft und Industrie beleuchtet werden. Von<br />

den alternativen Formen der Energiegewinnung über die<br />

Möglichkeiten der Speicherung bis zu deren Anwendung im<br />

eMobility Bereich wird 2<strong>01</strong>0 die gesamte Bandbreite unter die<br />

Lupe genommen. Mit Vorzeigefirmen wie KIOTO, WINDTEC,<br />

GREENONETEC ist Kärnten mittlerweile auch ein Zentrum für<br />

GREEN ENERGY geworden. Landeshauptmann Gerhard Dörfler<br />

hat dies zum Anlass genommen, um 2<strong>01</strong>0 als Erweiterung<br />

des Forums auch die alternativen Formen der Energiegewinnung<br />

näher unter die Lupe zu nehmen und Experten hierzu<br />

zu Wort kommen zu lassen, allen voran Keynote Speaker und<br />

Alternativ-Nobelpreisträger Dr. Hermann Scheer.<br />

Schwerpunkte 2<strong>01</strong>0<br />

GREEN ENERGY | SMART SYSTEMS | E-MOBILITY<br />

Mittwoch, 10. November bis Freitag, 12. November 2<strong>01</strong>0<br />

Blumenhalle bzw. Blumenhotel in St. Veit an der Glan/Kärnten<br />

Veranstalter: Institut für Technologie und Alternative Mobilität<br />

in Kooperation mit dem Land Kärnten<br />

Anmeldung online über www.newmobilityforum.at<br />

52 Neue Mobilität Neue Mobilität 53


Status quo der Elektromobilität - dornier consulting<br />

Status quo der Elektromobilität - dornier consulting<br />

»Mobile Energy Sharing« - eine Idee, die das Laden von<br />

Elektroautos in Innenstädten revolutionieren könnte. Diese<br />

und weitere spannende Impulse entstanden im Rahmen des<br />

CLEAN TECH WORLD CAMPUS, ein Workshop von Dornier<br />

Consulting zusammen mit der HPI School of Design Thinking<br />

vom 15. - 17. September 2<strong>01</strong>0 am Flughafen Tempelhof<br />

in Berlin.<br />

Dornier Consulting geht neue<br />

Wege im Bereich e-Mobility<br />

Nutzerzentrierte Lösungsansätze für die Mobilität der Zukunft<br />

Um Elektroautos zum integrativen Bestandteil des deutschen<br />

Straßenbildes werden zu lassen, bedarf es frischer Ideen.<br />

Daher hat sich Dornier Consulting als Beratung für Innovationen<br />

im Mobilitätsumfeld entschlossen, mit 24 Studenten<br />

aus unterschiedlichen Fachrichtungen Mobilitätsfragen<br />

der Zukunft zu bearbeiten. Der Nachwuchs erbrachte den Beweis,<br />

dass in nur drei Tagen mit der gruppenbasierten Methode<br />

des Design Thinking wertvolle Ansätze für die Entwicklung<br />

der Elektromobilität entstehen können.<br />

»Ausgehend von den Bedürfnissen und Motivationen der Nutzer<br />

haben die Studenten in kleinen multidisziplinären Teams<br />

wertvolle Hintergründe erarbeitet, die lösungsorientierte<br />

Experten oft vernachlässigen. Wir haben dadurch zahlreiche<br />

Impulse und Ideen für unsere Arbeit erhalten«, erläutert Michael<br />

C. Blum, General Manager bei Dornier Consulting in<br />

Berlin. Mit methodischer Unterstützung der School of Design<br />

Thinking des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) beschäftigten<br />

sich die Studenten mit einer zukünftigen Ladeinfrastruktur<br />

für Elektroautos in städtischen Gebieten sowie Mobilitätskonzepten<br />

für ältere Menschen in ländlichen Regionen.<br />

Nach Nutzeranalysen und Expertengesprächen entstanden<br />

unter anderem das Mobile Energy Sharing Konzept zum Austausch<br />

von elektrischer Energie zwischen Fahrzeugen oder<br />

der Akku To Go, ein modulares Batteriespeicherkonzept. Der<br />

Smart E-Parking Service ist eine Alternative für Parkplatz<br />

suchende Elektroautofahrer. Der Workshop wurde von der<br />

HPI School of Design Thinking in Potsdam unter Leitung von<br />

Prof. Ulrich Weinberg gestaltet. Dort wird seit 2007 Design<br />

Thinking nach dem Vorbild der Stanford University gelehrt.<br />

Weitere Unterstützung gab es von Seiten der Beuth Hochschule<br />

für Technik Berlin. Dornier Consulting steht für innovative<br />

Beratung sowie fortschrittliches Engineering und realisiert<br />

zukunftsweisende Lösungen für nachhaltige Mobilität<br />

und Umwelt.<br />

Dornier Consulting: Zukunftsorientierte Beratung für Verkehr,<br />

Energie, Umwelt und Wasser<br />

Dornier Consulting GmbH ist mit 350 Mitarbeitern und einem<br />

Umsatz von 40 Millionen Euro in Deutschland eine der<br />

führenden Unternehmensberatungen in den Bereichen Verkehr,<br />

Transport, Infrastruktur und Umwelt/Wasser. Unsere<br />

Auftraggeber profitieren seit 45 Jahren von der nationalen<br />

und internationalen Beratungspraxis unserer Experten. In<br />

Deutschland ist Dornier Consulting unter anderem in Pilotprojekte<br />

der vier großen Energieversorgungsunternehmen<br />

zur Entwicklung der Elektromobilität involviert.<br />

Dornier Consulting betrachtet sich als Wegbereiter für die<br />

Zukunft. Durch Beratung bei Innovationen, fortschrittliches<br />

Engineering und professionelles Projektmanagement entwickeln<br />

und realisieren wir zukunftsweisende Lösungen für<br />

eine nachhaltige Mobilität und Umwelt. Dies macht Dornier<br />

Consulting zu einem international gefragten Partner für öffentliche<br />

und private Auftraggeber. Zu unseren Auftraggebern<br />

gehören Unternehmen, Behörden und Regierungen.<br />

Der Firmensitz von Dornier Consulting ist Friedrichshafen.<br />

Weitere Standorte befinden sich u.a. in Berlin, München,<br />

Sindelfingen, Abu Dhabi und Riad.<br />

Dornier Consulting<br />

Platz vor dem Neuen Tor 2<br />

1<strong>01</strong>15 Berlin<br />

www.dornier-consulting.com<br />

Michael C. Blum, MBA<br />

General Manager Business & Mobility Consulting<br />

Leiter der Geschäftsstelle Berlin<br />

Fon 030 253 991 51<br />

Mobil <strong>01</strong>51 5263<strong>01</strong>05<br />

Pressekontakt:<br />

Martin Munack<br />

Fon 07545 85 319<br />

Mobil <strong>01</strong>51 52 63 0317<br />

www.cleantechworldcampus.org<br />

www.dornier-consulting.com<br />

www.hpi.uni-potsdam.de/d-school<br />

54 Neue Mobilität Neue Mobilität 55


Status quo der Elektromobilität - Interview Fröschl<br />

Interview mit Andreas Fröschl<br />

FRÖSCHL Systems GmbH<br />

Photovoltaik – Investitionsobjekte der Megawatt-Klasse<br />

Wie wird sich die eMobilität in nächster Zeit entwickeln?<br />

Die Elektromobilität hat in den letzten Monaten einen wahren<br />

Boom erlebt. Das Thema wird immer präsenter und wird<br />

in Zukunft eine große Rolle spielen. Grund hierfür ist u.a. das<br />

zunehmende Umweltbewusstsein der Bevölkerung. Denn<br />

betankt man sein eFahrzeug konsequent mit »grünem Strom«,<br />

so kann man Emissionen zu 100% vermeiden. Und nur in<br />

Verbindung mit Erneuerbaren Energien macht die elektrische<br />

Fortbewegung auch wirklich Sinn.<br />

Denken Sie, dass das Ziel bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge<br />

auf die Straße zu bringen, realistisch ist?<br />

Meiner Meinung nach wird das Ziel sogar übertroffen. Zum<br />

jetzigen Zeitpunkt kommen bereits einige asiatische Automobilhersteller<br />

mit Elektrofahrzeugen zu attraktiven Preisen<br />

auf den Markt. Ab 2<strong>01</strong>2/13 folgen dann auch die großen<br />

deutschen Hersteller.<br />

Steht denn für so eine Vielzahl an Fahrzeugen bis dahin eine<br />

ausreichende Infrastruktur zur Verfügung?<br />

Wir als Softwarehersteller entwickeln bereits seit einiger Zeit<br />

an einem intelligenten Ladesystem für Elektrofahrzeuge.<br />

Der momentane Ausbau der bisherigen Stromnetze auf die<br />

Smart Grids spielt hierbei eine entscheidende Rolle, um die<br />

Intelligenz unseres Systems komplett nutzen zu können.<br />

Wir definieren Elektromobilität<br />

Wodurch unterscheidet sich Ihr System von anderen?<br />

Unser System ist modular aufgebaut. Wir haben eine Leitstelle<br />

für das Lastmanagement und eine Intelligenz in der Ladesäule.<br />

Hier kann der Kunde seine persönlichen Parameter eingeben<br />

und aus diversen Stromprodukten bzw. -tarifen wählen.<br />

Beispielsweise möchte ein Kunde in einer bestimmten Zeit<br />

eine gewisse Menge an Strom laden und / oder dabei einen<br />

gewissen Betrag nicht überschreiten.<br />

Bedeutet das, dass mit Ihrem System der Strom zukünftig<br />

auch genau nach Verbrauch abgerechnet werden kann?<br />

Richtig. Bisher haben wir drei verschiedene Bezahlsysteme<br />

integriert: SMS&Charge, RFID und Kreditkarte. Darüber hinaus<br />

kann der Kunde seine Ladevorgänge auch in einem Webportal<br />

bzw. über sein Smart Phone verfolgen.<br />

Kann man das Fröschl-System schon irgendwo begutachten?<br />

Wir werden das fertige Produkt erstmals auf der eCarTec<br />

2<strong>01</strong>0 in München präsentieren. Neben der herkömmlichen<br />

Ladesäule für öffentlich zugängliche Stromparkplätze wird<br />

dort außerdem auch bereits unsere Lösung für private Ladestationen,<br />

z.B. in der hauseigenen Garage, in Form einer<br />

Wall-Box zu sehen sein. Parallel dazu befinden wir uns in einem<br />

vom Bundesministerium geförderten Projekt mit sechsmonatigem<br />

Feldversuch, bei dem 20 Teilnehmer mit ihren<br />

Fahrzeugen an 10 Säulen diverse Use Cases testen.<br />

Photovoltaik-Anlagen sind rentable<br />

und sichere Investitionsobjekte,<br />

denn langfristige Erträge<br />

zur Erzeugung von Solarstrom<br />

werden durch den Staat<br />

und die Sonnenenergie garantiert.<br />

Durch langjährige Erfahrungen<br />

der Herrmann Licht & Luft Technik<br />

GmbH wuchs das Unternehmen<br />

zu einem der führenden<br />

Spezialisten von Photovoltaik-<br />

Großprojekten heran.<br />

Zur Einhaltung unseres hohen<br />

Qualitätsstandards werden die<br />

einzelnen Komponenten sorgfältig<br />

ausgewählt und geprüft.<br />

Herrmann Licht & Luft Technik<br />

GmbH bietet jegliche<br />

Leistungen und Lösungen ganz<br />

individuell auf die Wünsche<br />

und Anforderungen der Investoren<br />

und Projektpartner zugeschnitten.<br />

Aktuell startet das bisher weltweit<br />

größte Bauvorhaben eines<br />

Photovoltaik-Parks im westlichen<br />

Teil Italiens - auf der<br />

sonnigen Insel Sardinien.<br />

Stolze 76 Megawatt werden in dieser sonnenreichen Umgebung<br />

auf Gewächshäusern verbaut. Herrmann Licht & Luft<br />

Technik GmbH wickelt die kompletten Baumaßnahmen als<br />

Generalunternehmer ab. Alle Vorarbeiten wie z. B. die Planung,<br />

Beschaffung, Berechnung, Logistik, Finanzierungsangebote<br />

für Investoren und zahlreiche weitere Dienstleistungen<br />

werden in unserem Hause abgewickelt.<br />

Wir nehmen die Herausforderungen für Projekte dieser<br />

Größe gerne an um mit ihnen zu wachsen - und gewinnen<br />

Sonnenenergie im großen Stil.<br />

Innovative Solar-Carports im exklusiven Design<br />

Carports der „neuen Generation“<br />

können sich durch eine<br />

Photovoltaik-Anlage selbst<br />

finanzieren. Wir bieten Ihnen<br />

die innovative Möglichkeit<br />

einer sonnenbetriebenen<br />

Überdachung für Ihr Fahrzeug.<br />

Ihre eigene Kreativität und<br />

Ihre Vorstellungen zum außergewöhnlichen<br />

Design können<br />

3D-Modelle der 76 Megawatt-Anlage auf Sardinien<br />

Sie voll und ganz einfließen<br />

lassen. Wir erstellen Ihnen ein<br />

dreidimensionales Modell -<br />

somit können Sie vorab schon<br />

sehen, wie Ihr Carport aussehen<br />

wird. Sie können individuell<br />

die Formen, Farben und<br />

Materialien mitgestalten oder<br />

verändern, damit alles Ihren<br />

Ideen entspricht. Unsere<br />

professionelle Planungsabteilung<br />

steht Ihnen hierfür mit Rat<br />

und Tat zur Verfügung.<br />

Rufen Sie uns an und<br />

wir erstellen Ihnen<br />

ein exklusives<br />

Angebot!<br />

Standortauswahl<br />

Dachsanierung<br />

Projektfinanzierung<br />

Anlagenplanung<br />

Beschaffung hochwertiger<br />

Komponenten<br />

Anlagenbau / Montage<br />

Wartungen<br />

Fern-Monitoring<br />

Ökologische Reinigung<br />

Interesse?<br />

Mehr Informationen<br />

erhalten Sie hier:<br />

Kochheimer Straße 37<br />

86706 Weichering<br />

Telefon: +49 84 54 - 96 27 1<strong>01</strong><br />

Telefax: +49 84 54 - 96 27 102<br />

service@licht-lufttechnik.de<br />

www.licht-lufttechnik.de<br />

56 Neue Mobilität


Status Quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - interview juwi<br />

Status Quo der ELEKTRO<strong>MOBILITÄT</strong> - interview Bremer Energie Institut<br />

Interview mit Dr. Ronald Große<br />

Abteilungsleiter Solare Mobilität bei juwi<br />

Die ökologische Dimension<br />

der Elektromobilität<br />

Warum lässt sie sich so schwer bewerten?<br />

Wie kommt ein Unternehmen wie juwi dazu, sich mit Elektromobilität<br />

zu beschäftigen? Welche Motivation steckt hinter<br />

Ihrem sichtbar großen Engagement?<br />

eMobilität und Erneuerbare Energien sind untrennbar miteinander<br />

verbunden. Erstens macht Elektromobilität nur Sinn,<br />

wenn der Strom dazu aus Erneuerbaren Energien kommt.<br />

Ansonsten werden die Emissionen nur verlagert. Zweitens<br />

können Elektrofahrzeuge bei einer Energieversorgung, die,<br />

wie wir es fordern und forcieren, zu 100% aus regenerativen<br />

Quellen gespeist wird, eine immens wichtige Rolle als<br />

flexible Energiespeicher spielen. Um dieses Zusammenspiel<br />

der beiden Bereiche optimal gestalten zu können, sind wir in<br />

verschiedenen Forschungsvorhaben federführend mit von<br />

der Partie und entwickeln entsprechende Konzepte.<br />

Erneuerbare Energien & Elektromobilität als ideale Partner<br />

einer Neuen Mobilität - welche Voraussetzungen müssen<br />

für ein erfolgreiches Zusammenspiel geschaffen werden?<br />

Zunächst einmal müssen alle Beteiligten an einem Strang<br />

ziehen und gemeinsam an Lösungen arbeiten, damit das<br />

große Ziel einer sauberen Mobilität erreicht werden kann:<br />

Autohersteller, Batteriehersteller und Energieunternehmen.<br />

Eine entscheidende Rolle spielt hier der Aufbau einer intelligenten<br />

Ladeinfrastruktur. Es muss für jeden Autofahrer möglich<br />

sein, sauberen Strom vom Anbieter seiner Wahl zu beziehen<br />

- an jedem Ort, zu jeder Zeit und ohne zusätzliche<br />

Kosten. Die einfachste Lösung heute: Es werden Ladestationen<br />

an den Orten aufgebaut wo sie 1. sinnvoll sind und<br />

2. der Strom direkt aus den regenerativen Anlagen kommt.<br />

Konkretes Beispiel sind hier Ladestationen an Windrädern<br />

an der Autobahn oder unter Solarcarports. Die konkrete Umsetzung<br />

dieses Beispiels lässt sich schon heute am juwi Firmensitz<br />

in Wörrstadt besichtigen. Grundsätzlich sind öffentliche<br />

Ladestationen dort sinnvoll, wo Elektrofahrzeuge länger<br />

geparkt werden. Auf Parkplätzen in Einkaufscentern, Autohöfen,<br />

Raststätten etc.<br />

juwi verfügt mittlerweile über eine kleine Elektroautoflotte.<br />

Welche praktischen Erfahrungen haben Sie bis dato damit<br />

machen können? Gab es Pannen oder besondere Highlights?<br />

Mit den Elektroautos verhält es sich exakt so wie mit anderen<br />

Serienfahrzeugen: Unmittelbar nach der Serieneinführung<br />

treten Fehler auf, die vorher einfach noch nicht zu erkennen<br />

waren. Im praktischen Gebrauch haben wir bisher sehr positive<br />

Erfahrungen gesammelt. Zum Beispiel ist der Ladevorgang<br />

gut händelbar - wenn man sich auf die neue Situation<br />

mit den Ladezeiten einstellt, und die Fahrzeuge rechtzeitig an<br />

die Steckdosen gehängt werden. Auch kann man sozusagen<br />

an jedem Ort laden, denn eine Schuko-Steckdose findet sich<br />

nahezu überall. Und noch ein positiver Effekt: Da Elektroautos<br />

nachts aufgeladen werden, kann man jeden Morgen<br />

mit einem »vollgetankten« Auto losfahren und muss nicht<br />

erst eine Tankstelle suchen. Problematisch sind dagegen<br />

fehlende gesetzliche Regelungen, so zum Beispiel für die<br />

Versteuerung des geldwerten Vorteils bei eFahrzeugen als<br />

Dienstwagen.<br />

Für welches Elektroauto würden Sie sich persönlich entscheiden?<br />

Für das beste :) Im Ernst: Der Markt ist noch so jung und sehr<br />

dünn bestückt. Derzeit fahre ich einen Mitsubishi iMiev als<br />

Dienstwagen. Wir werden im nächsten Jahr weitere E-Fahrzeuge<br />

für unseren Fuhrpark anschaffen. Ziel ist es, abhängig<br />

von der Verfügbarkeit der Fahrzeuge, den Fuhrpark auf 100%<br />

E-Fahrzeuge umzustellen.<br />

Dr. Ronald Große<br />

Abteilungsleiter Solare Mobilität, juwi R & D GmbH<br />

grosse@juwi.de | www.juwi.de<br />

Wie groß ist das ökologische Potential der Elektromobilität?<br />

Eine eindeutige Antwort gibt es derzeit darauf noch nicht.<br />

Verschiedene Studien machen zwar Angaben zu den spezifischen<br />

CO 2 -Emissionen von Elektrofahrzeugen in Deutschland,<br />

sie basieren jedoch auf unterschiedlichen Annahmen.<br />

Das grundlegende Problem bei der Erfassung der ökologischen<br />

Effekte liegt darin begründet, dass bisher kaum Elektrofahrzeuge<br />

im Praxistest wissenschaftlich evaluiert werden<br />

konnten. Die Datengrundlage für Modellberechnungen<br />

bezieht sich daher lediglich auf einige Einzelversuche bzw.<br />

die Angaben der Hersteller. So schwanken die Angaben zum<br />

tatsächlichen Energieverbrauch der Fahrzeuge erheblich,<br />

etwa in dem Spektrum zwischen 6 und 26 kWh je 100 km, mit<br />

einem Schwerpunkt im Bereich zwischen 12 und 20 kWh.<br />

Die Systemeffizienz innerhalb der Fahrzeuge muss auch beachtet<br />

werden. Aktuell werden unter dem Begriff der »Ladeverluste«<br />

sämtliche Systemineffizienzen zusammengefasst.<br />

Faktoren können hier bspw. die Standverluste, Übertragungsverluste,<br />

Sekundärverbräuche etc. sein. Je nach Batterietyp<br />

variiert die Höhe der Systemeffizienz. So bezifferte das<br />

ifeu zusammen mit dem Wuppertal Institut (2007, Elektromobilität<br />

und Erneuerbare Energien) nur in Bezug auf<br />

»Beladeverluste« ein mögliches Spektrum zwischen 5-20%.<br />

Aktuelle Praxistests in Österreich kommen unter Verwendung<br />

einer Zebra-Batterie auf einen »Ladeverlust« von ca.<br />

35%. Auch hier ergeben sich also wieder weite Annahmekorridore<br />

die einer Spezifizierung bedürfen.<br />

Besonders die Verknüpfung von Erneuerbaren Energien und<br />

Elektromobilität steht derzeit im Fokus der öffentlichen Diskussion.<br />

In diesem Kontext findet sich häufig die Annahme,<br />

dass eine CO 2 -freie Elektromobilität möglich wäre. Dabei wird<br />

die Tatsache vernachlässigt, dass die Bewertung der Emissionen<br />

von Fahrzeugen nur auf Basis einer Well-to-Wheel<br />

Analyse sinnvoll ist. Diese Betrachtung bei den Erneuerbaren<br />

Energien nicht anzuwenden, um bei null Emissionen<br />

zu landen, führt zu einer verzerrten Sichtweise. Denn auch<br />

die Bereitstellung von Strom aus Erneuerbaren Energien<br />

geht mit der Emission von klimaschädlichen Gasen einher.<br />

Allerdings, und dies ist der eigentlich relevante Punkt, liegen<br />

die Emissionen je kWh bspw. für Offshore-Windenergie<br />

derzeit bei etwa 4% von denen des deutschen Strommixes.<br />

Hier liegt das tatsächliche ökologische Potential, das durch<br />

Elektromobilität abgerufen werden soll. Wie dieser Zusammenhang<br />

herzustellen ist, muss im Rahmen detaillierter Studien<br />

evaluiert werden. An dieser Stelle sei nur darauf hingewiesen,<br />

dass die Nutzung von regenerativ erzeugtem Strom<br />

nicht automatisch zu einem ökologischen Mehrwert führt,<br />

denn dieser Strom könnte auch von anderen Verbrauchern<br />

genutzt werden.<br />

Neben den genannten Faktoren beeinflusst auch der regulatorische<br />

Rahmen den ökologischen Effekt der Elektromobilität.<br />

Besonders hervorzuheben sind die Regelungen in Bezug<br />

auf die CO 2 -Grenzwerte für die Neuwagenflotten und der EU-<br />

Emissionshandel. Bei der Berechnung der Flottenemissionen<br />

können Elektrofahrzeuge derzeit noch dreieinhalbfach<br />

mit null Emissionen angerechnet werden. Wie Kampman<br />

et al. (2<strong>01</strong>0, Green Power for Electric Cars) herausgearbeitet<br />

haben, ist auf Grund dieser Regelung aktuell eher<br />

von einem negativen ökologischen Effekt durch Elektrofahrzeuge<br />

auszugehen. In Bezug auf den EU-Emissionshandel<br />

sei hier nur angemerkt, dass eine Erhöhung der Anzahl<br />

der Zertifikate (Cap) im Stromsektor, um der steigenden<br />

Stromnachfrage im Falle einer umfassenden Diffusion von<br />

Elektrofahrzeugen gerecht zu werden, ebenfalls jedweden<br />

ökologischen Effekt konterkarieren würde.<br />

Anhand dieser kurzen Darstellung wird bereits deutlich, wie<br />

dringend ein verlässlicher Datensatz zur Analyse des ökologischen<br />

Effekts der Elektromobilität benötigt wird. Bis diese<br />

Daten bspw. aus den Modellregionen vorliegen, müssen wir<br />

uns weiterhin mit Annahmen begnügen. Fest steht schon<br />

jetzt, die Elektromobilität hat großes Potential in ökologischer<br />

Hinsicht, nur bleibt fraglich, ab wann dieses Potential<br />

auch ausgenutzt werden kann.<br />

Dr. Jürgen Gabriel und Marius Buchmann M.A.<br />

Bremer EnergieInstitut<br />

College-Ring 2<br />

28759 Bremen<br />

gabriel@bremer-energie-institut.de<br />

www.bremer-energie-institut.de<br />

58 Neue Mobilität Neue Mobilität 59


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Status Quo der Elektromobilität - kommentar korthals<br />

Status Quo der Elektromobilität - kommentar korthals<br />

Leitmarkt Elektromobilität - Wie<br />

Deutschland an die Spitze fährt<br />

Von Dr. Jan Peter Korthals<br />

Die Bundesregierung hat im August 2009 im Nationalen Entwicklungsplan<br />

Elektromobilität das Ziel formuliert, bis 2020<br />

eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen<br />

zu bringen. Andere Länder, allen voran die USA, China und<br />

Frankreich haben zum Teil noch ambitioniertere Ziele formuliert.<br />

Doch wie können diese Ziele erreicht werden? Und wie<br />

kann die deutsche Industrie von dem Megatrend maximal<br />

profitieren?<br />

Grundsätzlich sind hierfür vier Voraussetzungen notwendig.<br />

Erste Voraussetzung ist das Erreichen einer Technologieführerschaft<br />

bei den Kerntechnologien der Elektromobilität. Hier<br />

ist vor allem die Batterietechnologie entscheidend, denn<br />

die Batterie wird je nach Kapazität und Kostenentwicklung<br />

50-80% der gesamten Wertschöpfung des Fahrzeuges ausmachen.<br />

Derzeit wird der Markt für Lithium-Ionen-Batterien<br />

jedoch von asiatischen Anbietern dominiert. Die notwendigen<br />

Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen sind erheblich<br />

und erfordern die konsequente Bündelung wichtiger<br />

Kompetenzen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Auch die<br />

Fahrzeugintegration und die Netzintegration sind wichtige<br />

Kerntechnologien, deren Beherrschung erfolgsentscheidend<br />

sein wird.<br />

Zweite Voraussetzung ist die erfolgreiche Umsetzung der<br />

Technologieführerschaft in international wettbewerbsfähige<br />

Produkte. Dies umfasst nicht nur das Angebot attraktiver<br />

Fahrzeuge und einer nutzergerechten Ladeinfrastruktur,<br />

sondern auch entsprechende integrierte Gesamtkonzepte<br />

sowie innovative neue Services und Dienstleistungen, z.B.<br />

im Bereich Car-Sharing. Ein tiefes Verständnis der zukünftigen,<br />

derzeit im Wandel befindlichen Mobilitäts- und Kundenbedürfnisse<br />

ist hier ein zentraler Erfolgsfaktor.<br />

Dritte Voraussetzung ist die Sicherstellung einer möglichst<br />

hohen Wertschöpfung in Deutschland, um Arbeitsplätze in<br />

Deutschland zu sichern bzw. zu schaffen. Die deutsche Automobilindustrie<br />

braucht insbesondere eine eigene Batteriezellenfertigung,<br />

um eine Abhängigkeit von anderen Ländern<br />

zu vermeiden. Aufgrund der hohen Automatisierbarkeit und<br />

hoher Logistikkosten wäre eine wirtschaftliche Fertigung in<br />

Deutschland dabei durchaus möglich. Voraussetzung hierfür<br />

ist aber neben der erwähnten Technologieführerschaft<br />

der Aufbau von entsprechenden Fachkräften, z.B. durch die<br />

Gründung von Ausbildungs- und Qualifizierungszentren,<br />

und die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die<br />

Ansiedlung neuer Produktionen bzw. Unternehmen durch<br />

die Politik.<br />

Schlussendlich muss Deutschland führender Markt in der<br />

Anwendung der Elektrofahrzeuge werden. Nur mithilfe der<br />

Erfahrungen und der Skaleneffekte eines starken Heimat-<br />

marktes kann die deutsche Industrie Produkte und Dienstleistungen<br />

entwickeln und zur Marktreife bringen, die auch international<br />

wettbewerbsfähig sind. Nach dem erfolgreichen Test der<br />

technischen Machbarkeit unterschiedlicher Aspekte der Elektromobilität<br />

in den 8 Modellregionen braucht Deutschland nun ein<br />

Leuchtturmprojekt zur Demonstration eines funktionierenden,<br />

integrierten Gesamtsystems in einer ausgewählten Region. Dieses<br />

Projekt muss dabei ausreichende Skaleneffekte erreichen<br />

(mind. 50.000 Fahrzeuge), um eine möglichst umfassende Umstellung<br />

auf Elektromobilität zu ermöglichen und sie in allen Aspekten<br />

erlebbar zu machen. Als möglicher Standort bietet sich<br />

hier Berlin an. Die Stadt besitzt nicht nur eine attraktive Größe<br />

mit einer hinreichend offenen Bevölkerung, sondern hat internationale<br />

Strahlkraft und ist zudem als »OEM-neutraler« Standort<br />

geeignet, die Zustimmung aller deutschen Automobilhersteller<br />

zu erhalten. Doch auch andere Regionen wären geeignet.<br />

Kontrovers wird derzeit die Notwendigkeit von Kaufprämien für<br />

Elektrofahrzeuge diskutiert. Die Bundesregierung lehnt diese<br />

momentan im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ab. Da es<br />

noch kaum Elektrofahrzeuge von deutschen Herstellern gibt, ist<br />

diese Entscheidung nachvollziehbar, denn eine Prämie würde<br />

vor allem ausländische Fabrikate fördern. Dennoch werden in<br />

den nächsten Jahren Kaufanreize notwendig sein, um Skaleneffekte<br />

zu erreichen und zu vermeiden, dass Automobilhersteller<br />

ihre Elektrofahrzeuge vor allem in Ländern anbieten, die solche<br />

Kaufanreize bieten. Diesen Effekt kann man schon heute bei den<br />

Markteinführungen der ersten Elektro-Großserienfahrzeuge (z.B.<br />

Nissan Leaf) beobachten. Die Kaufanreize sollten jedoch nicht<br />

ausschließlich monetär sein. Auch nicht-monetäre Kaufanreize<br />

können den Absatz von Elektrofahrzeugen durchaus effektiv fördern,<br />

wie verschiedene Untersuchungen gezeigt haben.<br />

Ein Aufbau einer flächendeckenden und teuren öffentlichen Ladeinfrastruktur<br />

durch die öffentliche Hand ist zunächst nicht nötig.<br />

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die »Early Adopters«<br />

von Elektrofahrzeugen vor allem auf private bzw. nicht-öffentliche<br />

Lademöglichkeiten zurückgreifen. Darüber hinaus werden<br />

sich gerade in Deutschland viele Kunden für ein Plug-In-Hybrid-<br />

Modell entscheiden, bei dem die Notwendigkeit einer öffentlichen<br />

Ladeinfrastruktur weniger hoch ist. Eine öffentliche Infrastruktur<br />

wird somit anfänglich eher punktuell gebraucht und vor<br />

allem auch zu Zwecken von Marketing und Vertrauensbildung<br />

entstehen. Dies zeigen u.a. Untersuchungen von McKinsey in<br />

New York und Shanghai sowie der Mini E-Pilotversuch von BMW<br />

und Vattenfall in Berlin.<br />

Auch wenn Deutschland in den letzten Monaten beim Thema Elektromobilität<br />

aufgeholt hat: Aktuell liegen Länder wie Frankreich,<br />

USA, China und Japan noch vorne. Um eine Spitzenposition zu<br />

erreichen, ist deshalb eine Zusammenarbeit aller betroffenen<br />

Kräfte aus Industrie, Politik und Verbraucher notwendig.<br />

jp@korthals.de<br />

62 Neue Mobilität Neue Mobilität 63


Status Quo der Elektromobilität - kommentar heep<br />

Status Quo der Elektromobilität - kommentar heep<br />

Was geschieht eigentlich wirklich<br />

hinter meiner Steckdose..?<br />

Ein Kommentar von Christian Heep, Vorstand Marketing beim Bundesverband eMobilität<br />

»Wir müssen jetzt nachholen, was unsere Vorgänger verschlafen<br />

haben. Natürlich wird das teuer. Am Anfang. Die Folgen<br />

weiterer Verzögerung und weiteren Protektionismus einer veralteten<br />

Elite sind jedoch um ein Vielfaches teurer.«<br />

Wen kümmert‘s wenn die Welt im Chaos versinkt, irgendwann<br />

der letzte Tropfen Öl getrunken ist und das Atom auch<br />

in 1.000 Jahren noch über seinen Siegeszug lacht. Egal. Laufzeiten<br />

verlängern ist der einzig wahre Weg, volkswirtschaftlich<br />

sinnvoll, Solarstrom viel zu teuer, die Herstellung nicht<br />

nachhaltig, Wind ist eh Quatsch und Autos fahren nun mal<br />

am besten mit Öl. Ich bin‘s leid. Eine Informationskaskade<br />

jagt die nächste.<br />

Planspiel: 10 Personen, eine Horde Politiker, 1 Energiekonzern,<br />

1 halbes Stadtwerk, 23 Lobbyisten, 1 Umweltschützer, 1 Wissenschaftler,<br />

2 Journalisten, 1 Anzeigenverkäufer, 2 Chefredakteure,<br />

1 Stammtisch, 10 Banker und Privatinvestoren und<br />

ein paar Millionen Autofahrer und Stromkunden. Wer hat<br />

recht, wer unrecht..? Und wer hat den meisten Einfluss, das<br />

meiste Geld? Wer lenkt und steuert? Die Vermutung: Politik<br />

oder Wirtschaft. Ein »und« erscheint eher pathetisch. Die Anwort:<br />

Ist einfach und gleichzeitig vermeintlich komplex. So<br />

komplex, dass es kein Recht, keine Wahrheit, kein Unrecht<br />

und kein Falsch gibt. Die Suppe wird gewürzt mit vielleicht,<br />

könnte, müsste, sollte und einer Prise von den anderen und<br />

später. Erstaunlich, dass die versalzene Suppe ganz vielen<br />

irgendwie schmeckt. Beharrlichkeit und Protektionismus<br />

lassen alle schön weiterlöffeln.<br />

Was das alles mit meiner Steckdose zu tun hat..? Das kann<br />

ich Ihnen auch nicht erklären. Dafür gibt es die vielen studierten<br />

Köpfe in der Politik, der Forschung, den Medien, der<br />

Wirtschaft und den Verbänden, die allesamt von einigen<br />

großen Konzernen abhängig sind. Das ist doch so - oder nur<br />

Stammtischniveau? Natürlich kann man es damit erklären:<br />

Der Bürger hat zu wenig Ahnung, zu wenig Hintergrundwissen,<br />

zu wenig Intellekt, um all die großen Zusammenhänge<br />

dahinter zu verstehen. Aber was genau ist denn dahinter..?<br />

Ich frage mich, in was für einer Welt ich leben möchte. Und<br />

ich stelle fest, dass sich immer mehr Menschen aus allen Bevölkerungsschichten<br />

die gleiche Frage stellen.<br />

Was ist eigentlich schlecht an einer Windkraftanlage, die den<br />

Wind in Strom umwandelt oder einer Solar- oder Photovoltaikanlage,<br />

die uns die Energie der Sonne direkt zugänglich<br />

macht? Was ist schlecht an Geothermie, an Biomasse und<br />

Gezeitenkraftwerken und vielen anderen tollen Ideen und<br />

Errungenschaften der Wissenschaft? Elektroautos, die sauber<br />

und leise fahren ohne stinkenden Auspuff, aufgeladen<br />

mit Erneuerbaren Energien? Erfunden von klugen Männern<br />

und Frauen, die sich Gedanken gemacht haben. Um die Zukunft<br />

dieser Welt. Die Zukunft unserer Kinder.<br />

Was um Himmels willen soll schlecht sein an emissionsfreier,<br />

nachhaltig erwirtschafteter Energie..? Und dem Export dieser<br />

nachhaltigen Technologien. Kann mir jemand das mal<br />

erklären..? Ah, das ist zu teuer..! Na dann, machen wir es<br />

besser nicht, wenn‘s zu teuer ist. Lasst uns lieber weiter die<br />

knapper werdenden Ressourcen dieser Welt verbrennen,<br />

Kriege führen, die Städte verpesten und einer vermeintlich<br />

strahlenden Zukunft entgegenblicken.<br />

Und das soll alles hinter meiner Steckdose passieren..? Ja,<br />

so in etwa schon, viel komplizierter - das wissen Sie ja, aber<br />

im Grunde ist es so oder so ähnlich.. Und auch in Ihrem Tank,<br />

Ihrem Fernseher, der Zeitung - jeden Tag, jede Stunde. Überall<br />

auf der Welt. So ist das. Also machen Sie die Augen auf,<br />

wenn Ihnen das nächste Mal jemand was von einer Wahrheit<br />

erzählt. Hinterfragen Sie genau und wägen Sie ab, was für die<br />

Menschen, Ihre Umwelt und für Ihre Kinder und deren Kinder<br />

am besten ist. Wechseln Sie zu Erneuerbaren Energien, finden<br />

Sie Elektroautos toll und überlegen Sie beim nächsten<br />

Autokauf ein Elektroauto zu kaufen. Fragen Sie heute Ihren<br />

Autohändler was die kosten. Schreiben Sie Ihrem Energieanbieter,<br />

Ihrer Stadt, dem Bürgermeister, den Abgeordeten<br />

und den Unternehmen und fragen Sie, warum sie sich nicht<br />

für eine bessere Zukunft einsetzen. Informieren Sie Ihr Umfeld<br />

und erziehen Sie Ihre Kinder mit einer besseren, einer<br />

nachhaltigeren Verantwortung für diesen Planeten.<br />

Wir müssen jetzt nachholen, was unsere Vorgänger verschlafen<br />

haben. Natürlich wird das teuer. Die Folgen weiterer<br />

Verzögerung und Protektionismus einer veralteten Elite<br />

sind jedoch um ein Vielfaches kostenintensiver. Allerdings<br />

außerhalb der eigenen Lebenszeit. Es ist gefordert und unerlässlich<br />

langfristiger zu denken. Im Sinne nachfolgender<br />

Generationen nachhaltig zu handeln. Das Richtige zu machen.<br />

Der bevorstehende Paradigmen- und Systemwechsel<br />

ist nicht von heute auf morgen gemacht. Es ist auch gar<br />

keine Frage des Wollens, sondern auf lange Sicht eine existenzielle<br />

Frage des Überlebens. Die Sicherung der eigenen<br />

Lebensgrundlage. Eine Eigenschaft, die auf der Ebene der<br />

Handvoll wirklicher Entscheidungsträger durchaus bekannt<br />

ist und täglich gelebter Praxis entspricht. Bitte einfach nur<br />

ein oder zwei Generationen weiter denken. Könnte dieses<br />

Handlungsschema nicht weitaus heroischer sein, als das<br />

Festhalten an tradierten Strukturen..?<br />

Aber fürs Erste wird es sicherlich irgendeine Studie geben,<br />

die das Gegenteil behauptet. So wie es zu jeder Wahrheit<br />

je nach Blickwinkel und Interessenslage diverse Nachrichten<br />

gibt, lassen sich auch zur Belegung wissenschaftlicher<br />

Wahrheiten diverse Studien finden oder zu dessen Zweck erstellen.<br />

Aus Sicht der Protektoren einer fossilen Welt durchaus<br />

nachvollziehbar. Wer sägt schon an dem Stuhl auf dem<br />

er sitzt..? Dabei wäre es aber doch viel klüger von dem morschen<br />

Stuhl aufzustehen und sich einfach auf einen besseren<br />

zu setzen. Statt dessen ziehen unsere Eliten es vor, nur<br />

die Füße auf einen anderen Stuhl zu legen. Stellen Sie sich<br />

einmal den Fall vor, wenn der Stuhl dann zusammenbricht.<br />

Lassen Sie uns jetzt nicht nur einen kleinen Raum, sondern<br />

ganze Säle mit den richtigen Ideen bestuhlen. Die richtigen<br />

Personen setzen sich dann von ganz alleine.<br />

Danke.<br />

64 Neue Mobilität


Status Quo der Elektromobilität - kommentar baack<br />

Status Quo der Elektromobilität - doppelmayr<br />

E-Mobility - Chance und<br />

Risiko für Stadtwerke<br />

Erleben Sie Elektromobilität<br />

aus der Vogelperspektive<br />

von Tim Baack, E-Mobility Partners<br />

Die eMobiliät hat sich von einem »Hype« zur Realität entwickelt.<br />

Die Geschwindigkeit, mit der neue Fahrzeuge und Produkte<br />

entwickelt und getestet werden, ist enorm und selbst<br />

für Kenner der Industrie überraschend. Hier wird in kürzester<br />

Zeit eine neue Technologie umgesetzt, die nicht nur die Automobilindustrie,<br />

sondern auch die Welt der Energieversorgung<br />

grundlegend verändern wird.<br />

Eine der zentralen Fragen ist: »Wo wird Fahrstrom bezogen?«<br />

Die meisten Experten gehen davon aus, dass der überwiegende<br />

Teil der Energie bei den Kunden zu Hause oder auf<br />

einem Firmenparkplatz bezogen wird. Bei der Versorgung<br />

kann also überwiegend auf bestehende Infrastruktur und<br />

Kundenbeziehungen zurückgegriffen werden. Deshalb sind<br />

Stadtwerke optimal positioniert, um den Markt für eMobilität<br />

zu besetzen. Sie können aus ihrem Kerngeschäft - unter<br />

Nutzung ihrer existierenden Infrastruktur, Kunden und Ressourcen<br />

- in diesen neuen Markt expandieren.<br />

Die Stärken der Stadtwerke liegen vor allem in ihrer ausgeprägten<br />

lokalen Präsenz und ihrer Kontrolle über die Infrastruktur.<br />

Ihre Nähe zu den örtlichen Kunden, Behörden und<br />

Interessengruppen ist ein Alleinstellungsmerkmal. Stadtwerke<br />

betreiben und besitzen Elektrizitätsverteilnetze und<br />

zum Teil auch Kommunikationsnetze. Sie kontrollieren somit<br />

einen großen Teil der benötigten Infrastruktur und verfügen<br />

über geschultes Personal und Know-how. Stadtwerke haben<br />

eine Vertriebsorganisation vor Ort und einen großen Kundenstamm<br />

bei Haushalts- und Gewerbekunden. Diese sind<br />

auch die potentiellen Kunden für die Produkte der eMobility.<br />

Die Unternehmen haben oft einen jahrelangen Kontakt zu ihren<br />

Kunden und haben Erfahrung in deren Management und<br />

Abrechnung.<br />

Die Präsenz der Stadtwerke »vor Ort« und ihre Nähe zu den<br />

Kommunen geben Ihnen Vorteile, wenn es darum geht, Ladesysteme<br />

im öffentlichern Straßenraum zu errichten. Hier sind<br />

Laden und Parken untrennbar miteinander verbunden, da bei<br />

jedem Ladevorgang zwangsläufig Parkraum genutzt wird.<br />

Viele Stadtwerke betreiben Unternehmen des Parkraum-<br />

managements und auch des Nahverkehrs. Stadtwerke kennen<br />

die Situation in den Städten genau, nur sie können strategisch<br />

und kommerziell wichtige Standorte früh besetzten<br />

und die eMobilität in bestehende Nahverkehrs- und Parkraumkonzepte<br />

integrieren.<br />

Das Aufkommen der eMobilität birgt für Stadtwerke erhebliche<br />

Chancen, aber auch Risiken. Stadtwerke sollten daher<br />

umgehend eine Strategie zum Thema eMobilität entwickeln<br />

und kurzfristig mit deren Umsetzung beginnen. Der neue<br />

Markt wird Wettbewerber aus der Energiewirtschaft und aus<br />

fremden Branchen auf den Plan rufen, und der Wettbewerb<br />

um die Fahrer von Elektroautos - besonders attraktiven Kunden<br />

aufgrund ihres hohen Strombedarfs - wird sich intensivieren;<br />

diese Kunden sind bisher größtenteils Kunden der<br />

Stadtwerke. Stadtwerke haben eine einmalige Position im<br />

Markt für eMobilität: Sie haben den Kundenstamm, die Infrastruktur<br />

und die Ressourcen, um diesen Markt entscheidend<br />

zu beeinflussen und zu besetzen. Stadtwerke können sich<br />

durch frühzeitige Aktionen den Markt für eMobilität bereits<br />

jetzt sichern und ihre zukünftige Position aktiv gestalten.<br />

Hinweis: In der folgenden Ausgabe wird ein umfangreicherer<br />

Artikel des Autors zum Thema eMobility und Stadtwerke erscheinen.<br />

Autor: Tim Baack ist Geschäftsführer der E-Mobility Partners<br />

GmbH, ein Beratungsunternehmen für die Energiewirtschaft.<br />

E-Mobility Partners hat in 2<strong>01</strong>0 eine umfangreiche Studie<br />

zum Thema »Elektrische Mobilität und kommunale Unternehmen«<br />

für eine Gruppe von 30 Stadtwerken durchgeführt.<br />

Die Ergebnisse der Studie werden zurzeit aktiv von den Unternehmen<br />

umgesetzt.<br />

Tim Baack<br />

E-Mobility Partners GmbH<br />

baack@empartners.de<br />

Kommen Sie nach Koblenz und testen Sie ab 15. April 2<strong>01</strong>1<br />

die modernste Seilbahn der Welt. Doppelmayr hat für die<br />

Bundesgartenschau 2<strong>01</strong>1 vom Deutschen Eck über den Rhein<br />

bis zur Festung Ehrenbreitstein eine Dreiseilumlaufbahn mit<br />

35er Kabinen errichtet. In der Urban Concept Kabine Nummer<br />

18 erleben Sie, wie Seilbahnen im öffentlichen Nahverkehr<br />

aussehen und funktionieren können.<br />

Wussten Sie schon, dass Seilbahnen die energieeffizientesten<br />

Verkehrsmittel im öffentlichen Personen-Nahverkehr<br />

sind? Seilbahnen werden elektrisch angetrieben und sind<br />

auch in der Lage, elektrische Energie zurück zu gewinnen. Für<br />

die Energieeffizienz viel wichtiger ist jedoch das Pater-Noster-<br />

Prinzip, nach dem moderne Umlaufseilbahnen funktionieren.<br />

Die Massen der aufwärtsfahrenden Kabinen werden von den<br />

abwärtsfahrenden Kabinen neutralisiert. Somit muss lediglich<br />

Energie für Reibung und ungleiche Nutzlastverhältnisse<br />

aufgewendet werden.<br />

Wussten sie schon, dass es Seilbahnen gibt, die auch von<br />

Gehbehinderten autonom benutzt werden können?<br />

Der Kabinenboden moderner Seilbahnen ist niveaugleich mit<br />

der Bahnstegkante bei einer maximalen Spaltbreite von nur<br />

2,5 cm. Die großräumigen Kabinen bieten genügend Platz für<br />

Gehhilfen, Rollstühle oder auch Fahrräder und Kinderwagen.<br />

Wussten Sie schon, dass moderne Hochleistungsseilbahnen<br />

bis zu 10.000 Personen pro Stunde befördern können?<br />

Im Gegensatz zu selbstfahrenden Verkehrssystemen bewegt<br />

eine Seilbahn viele Fahrzeuge in zwei Richtungen mit nur einem<br />

Antrieb. So können pro Richtung bis zu 5.000 Personen<br />

in der Stunde befördert werden. Es gibt keine Wartezeiten<br />

und keinen Fahrplan, da alle paar Sekunden ein neues Fahrzeug<br />

zum Einsteigen bereit ist.<br />

Wenn Sie noch mehr über Seilbahnen im innerstädtischen<br />

Verkehr wissen möchten, dann kontaktieren Sie uns und fordern<br />

unsere Broschüren zu diesem Thema an.<br />

Doppelmayr Seilbahnen GmbH<br />

Rickenbacherstraße 8-10<br />

Postfach 20<br />

A-6961 Wolfurt / Austria<br />

Fon 0043 5574 604<br />

dm@doppelmayr.com<br />

www.doppelmayr.com<br />

66 Neue Mobilität Neue Mobilität 67


em eroadshow<br />

BEM eRoadshow<br />

Elektromobil im Öffentlichen Dienst<br />

Lösungen für Behördenfahrzeuge und öffentliche Fuhrparks<br />

Beteiligen Sie sich am Themenschwerpunkt Elektromobilität<br />

in der Januar-Ausgabe 2<strong>01</strong>1 des Behörden Spiegel.<br />

Die BEM eRoadshow bietet die Möglichkeit einer emotionalen<br />

und öffentlichkeitswirksamen Imagepositionierung in<br />

einem innovativen und nachhaltigen Umfeld. Ziel ist, Elektromobilität<br />

vor dem Hintergrund des Klima- und Umweltschutzes<br />

und der Steigerung urbaner Lebensqualität ohne<br />

Verzicht als Lifestyleprodukt zu präsentieren. Insbesondere<br />

gilt es, die Chancen der Elektromobilität im Bewusstsein der<br />

Menschen zu verankern und sie für eine nachhaltige und zukunftsweisende<br />

Erneuerbare Mobilität zu gewinnen.<br />

Die eRoadshow bietet Unternehmen, Stadtwerken und Kommunen<br />

die Möglichkeit, Elektromobilität als erfahrbare und<br />

realistische Mobilitätsalternative aufzuzeigen und damit ein<br />

großes Publikum zu begeistern. Die neuesten eBikes, Pedelecs,<br />

eMotorräder und eCity-Autos können vom interessierten<br />

Publikum vor Ort selbst ausprobiert und gefahren<br />

werden.<br />

Frank Müller | Fon 030 8638 1874 | info@bem-ev.de<br />

Themenauswahl:<br />

> Vorbild Staat und Kommune für Umwelt- und Energieeffizienz<br />

> Anwendungsbeispiele: kommunale Fuhrparks, Polizei, Landes- und Bundesbehörden<br />

> Optimierungsmöglichkeiten und Implementierungsstrategien im Fuhrpark<br />

electric movement<br />

> Speichertechnologien, Infrastruktur<br />

> Antriebs- & Motorentechnik; Engineering & Zulieferung; Dienstleistung<br />

> Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, Steuervergünstigungen<br />

> Übersicht ausgewählter Hersteller und Lösungen<br />

Neu !<br />

© www.designwelt.com / Stefan Ellbrueck<br />

Walther-Werke<br />

Ferdinand Walther GmbH<br />

Ramsener Straße 6<br />

67304 Eisenberg/Pfalz<br />

Telefon + (49) 6351 / 475-0<br />

Fax + (49) 6351 / 475-227<br />

www.walther-werke.de<br />

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em-roundtable - Schulterschluss der Verbände<br />

bem-roundtable - Konstruktiver Austausch der Modellregionen<br />

BEM-Roundtable<br />

Oliver Braune von NOW GmbH und Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität<br />

3. BEM-Roundtable: Schulterschluss der Verbände zum Thema Elektromobilität<br />

4. BEM-Roundtable: Konstruktiver Austausch der Modellregionen<br />

Auf dem 3. BEM-Roundtable am 24. Juni 2<strong>01</strong>0 kamen verschiedene<br />

Verbände, die sich für eine saubere und CO2-freie<br />

Mobilität einsetzen, zusammen. Ziel der Diskussionsrunde<br />

war es, eine gemeinsame Position und Handlungsstrategie<br />

der Verbände zu erarbeiten, um gegenüber der Bundesregierung<br />

und den Elektromobilitätsplayern mit gemeinsamer<br />

Stimme auftreten zu können. Neben dem Verband der Automobilindustrie<br />

e.V. (VDA), dem Bundesverband der Energieund<br />

Wasserwirtschaft (BDEW), dem Verband der Internationalen<br />

Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK), dem Zweirad-Industrie-<br />

Verband (ZIV), dem Bundesverband Biogene und Regenerative<br />

Kraft- und Treibstoffe e.V. (BBK), dem Fachverband Elektromobilität<br />

e.V., dem Bundesverband CarSharing e.V. (bcs) und<br />

dem Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste<br />

e.V. (BIEK) waren auch Vertreter aus Wirtschaft und<br />

Politik vertreten.<br />

»Das Reden ist vorbei, wir müssen jetzt die Elektroautos<br />

bestellen«, erklärte BEM-Beiratsvorsitzender Dr. Jan Traenckner.<br />

Der Bundesverband eMobilität fordert die großen<br />

Unternehmen, die EVU und die Kommunen sowie die mittelständischen<br />

Handwerker auf, jetzt verbindlich 500.000<br />

Elektrofahrzeuge für ihre Flotten zu ordern, um insbesondere<br />

bei den Automobilherstellern ein Zeichen zu setzen. »Die<br />

Hemmschwelle muss überwunden werden, es ist jetzt Zeit<br />

zum Handeln«, betonte BEM-Präsident Kurt Sigl.<br />

Im europaweiten Vergleich wird der Systemwandel hin zur<br />

Elektromobilität in Deutschland nur wenig gefördert. Dabei<br />

beweisen bereits jetzt Mittelständler, wie die German E Cars<br />

GmbH mit ihrem Elektroauto Stromos, dass der Zukunftsmarkt<br />

eMobilität einen wichtigen Beitrag zur heimischen Wertschöpfung<br />

leisten kann. Kommunen und mittelständische<br />

Unternehmen müssen gezielt eigene Elektromobilitätsprojekte<br />

initiieren, um die Neue Mobilität für potentielle Kunden<br />

erfahrbar und bezahlbar zu machen.<br />

»Wir müssen Mobilität neu definieren. Die intelligente Mobilität<br />

der Zukunft wird on demand sein, in die der öffentliche<br />

Personennah- und Fernverkehr sowie das Prinzip des<br />

Carsharings eingebunden sein werden«, erklärte BEM-Geschäftsführer<br />

Frank Müller.<br />

Auf dem 4. BEM-Roundtable am 30.09.2<strong>01</strong>0 kamen auf Einladung<br />

vom Bundesverband eMobilität Vertreter der verschiedenen<br />

Modellregionen und -projekte vom BMVBS, BMWi<br />

und BMU in Berlin zusammen, um Erfahrungen der einzelnen<br />

Projekte zu diskutieren und eventuelle Informationsbarrieren<br />

zu durchbrechen. Neben den zwei Keynote-Sprechern<br />

Oliver Braune (NOW GmbH) und Andreas-Michael Reinhardt<br />

(B.A.U.M. Consult), nahmen Vertreter der Modellregionen<br />

Rhein-Main, Sachsen, Berlin/Potsdam und Bremen sowie<br />

der Modellprojekte Harz.ee-mobility, Future Fleet, GridSurfer<br />

und Smart Wheels an der informativen Diskussionsrunde teil.<br />

»Der rege Austausch zwischen den Vertretern der einzelnen<br />

Modellregionen hat ein großes Bedürfnis nach übergreifender<br />

Kommunikation gezeigt«, betonte BEM-Präsident Kurt<br />

Sigl und machte damit deutlich, wie wichtig es ist, die zahlreichen<br />

Kompetenzen der verschiedenen Modellregionen zu<br />

bündeln und die Erfahrungen für die gesamte Branche verfügbar<br />

zu machen. Dadurch ist es möglich den Lernprozess<br />

aller zu verkürzen, neue Entwicklungen effektiver umzusetzen<br />

und aus den Forschungsergebnissen konkrete Maßnahmen<br />

für die Zukunft der Neuen Mobilität abzuleiten. Innerhalb<br />

der Projektumsetzung betonte Oliver Braune in seinen<br />

Ausführungen das starke Engagement des deutschen Mittelstandes.<br />

Die Vertreter der verschiedenen Projekte waren sich einig:<br />

dieser Austausch muss künftig weiter fortgeführt werden.<br />

»Wir müssen mehr Geschlossenheit zeigen. Der Bundesverband<br />

eMobilität kann hier als Transferagent agieren<br />

und dabei unterstützen, die wegweisenden Ergebnisse zur<br />

Marktvorbereitung der Elektromobilität zu kommunizieren«,<br />

so Andreas-Michael Reinhardt. Insbesondere im Bereich der<br />

ministerienübergreifenden Vernetzung wird der BEM künftig<br />

verstärkt unterstützen.<br />

Deutlich wurde im Rahmen der Diskussionsrunde außerdem<br />

der Wunsch nach einer Verstetigung der verschiedenen Elektromobilitäts-Projekte.<br />

Die kurzen Projektzeiträume bis 2<strong>01</strong>1 erschweren<br />

sowohl eine relevante Datenerhebung als auch die<br />

Akzeptanz in der Gesellschaft. Diese kann nur durch langfristige<br />

und flächendeckende Sichtbarkeit von Elektromobilität<br />

entstehen und wachsen. Der BEM setzt sich deshalb für eine<br />

Weiterführung der verschiedenen Projekte ein.<br />

70 Neue Mobilität Neue Mobilität 71


Vorstellung der BMVBS-Modellregionen<br />

Mobiler Alltag in<br />

Städten von morgen<br />

Elektrische Fahrzeuge sind eine wesentliche Komponente<br />

für ein zukunftsfähiges Verkehrssystem und eine nachhaltige<br />

Mobilität.<br />

Mit ihnen können die CO 2 -Emissionen sowie die Abhängigkeit<br />

von auf Erdöl basierenden Kraftstoffen deutlich verringert<br />

werden. Darüber hinaus fördert die Elektromobilität den<br />

Ausbau der Erneuerbaren Energien und trägt zum Erreichen<br />

der weltweiten Klimaziele bei. Das Förderprogramm<br />

Modellregionen Elektromobilität begünstigt diese Entwicklung.<br />

Ziel ist es, mit Hilfe der bereitgestellten Gelder in<br />

Höhe von circa 130 Millionen Euro im Zeitraum von 2009<br />

bis 2<strong>01</strong>1 die Forschung und Entwicklung, die Marktvorbereitung<br />

und die Markteinführung von elektrischen Fahrzeugen<br />

in Deutschland voranzubringen. Das Programm ist im<br />

August 2009 vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und<br />

Stadtentwicklung verabschiedet worden.<br />

Für das Programm wurden aus knapp 130 Einreichungen 8<br />

Modellregionen ausgewählt. Es handelt sich um die Metropolregionen<br />

Berlin/Potsdam, Bremen/Oldenburg, Hamburg,<br />

München, Rhein-Main, Rhein-Ruhr, Sachsen und Stuttgart.<br />

In diesen Regionen arbeiten Akteure aus Wissenschaft,<br />

Industrie und den beteiligten Kommunen in insgesamt<br />

200 Einzelvorhaben eng zusammen, um - unter Berücksichtigung<br />

der regionalen Gegebenheiten - Elektrofahrzeuge<br />

in den Alltagsbetrieb zu integrieren. Hierbei stehen neben<br />

dem Betrieb der Elektrofahrzeuge die Installation einer Infrastruktur<br />

sowie die Verankerung der eMobilität im<br />

öffentlichen Raum im Fokus. Darüber hinaus sollen neue<br />

Mobilitätskonzepte, die Integration verschiedener Transportmöglichkeiten<br />

und zukünftige Geschäftsmodelle konzipiert,<br />

realisiert und bewertet werden.<br />

Nicht zuletzt gilt es, das Verhalten und die Akzeptanz bei<br />

den Nutzern mittels breit gefächerter, wissenschaftlicher<br />

Begleitforschung zu untersuchen. Bereits laufende und durch<br />

das Konjunkturpaket II ausgeweitete Demonstrationsprojekte<br />

wurden in die Modellregionen eingebettet mit dem übergreifenden<br />

Ansatz, Elektromobilität im Alltag zu demonstrieren.<br />

Dabei werden unterschiedliche Projektschwerpunkte<br />

gesetzt. Dadurch wird gewährleistet, dass alle relevanten<br />

Themenfelder auch berücksichtigt werden.<br />

MODELLREGIONEN<br />

BMVBS und BMWi /BMU-Modellprojekte zur Elektromobilität im Überblick<br />

Weser-Ems,<br />

Niedersachsen<br />

Rhein-Ruhr,<br />

Nordrhein-Westfalen<br />

Aachen,<br />

Nordrhein-Westfalen<br />

Rhein-Neckar,<br />

Baden-Württemberg<br />

Stuttgart, Karlsruhe,<br />

Baden-Württemberg<br />

Oldenburg<br />

Aachen<br />

Bremen<br />

Modellregion<br />

Bremen/Oldenburg<br />

Modellregion<br />

Rhein-Ruhr<br />

Modellregion<br />

Stuttgart<br />

Modellregion Hamburg<br />

Hamburg<br />

Modellregion<br />

Rhein-Main<br />

Stuttgart<br />

Modellregion<br />

Sachsen<br />

Modellregion<br />

Berlin/Potsdam<br />

Potsdam<br />

Leipzig<br />

München<br />

Berlin<br />

Dresden<br />

Modellregion<br />

München<br />

HARZ.EE-MOBILITY<br />

Harz, Sachsen-Anhalt<br />

Allgäu, Bayern<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Dr. Klaus Bonhoff, Geschäftsführer der NOW GmbH Nationale<br />

Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie<br />

kontakt@now-gmbh.de<br />

8 Modellregionen Elektromobilität 7 Modellprojekte IKT für Elektromobilität<br />

Um das Ziel, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu machen, zu erreichen, hat die Bundesregierung verschiedene<br />

Förderprojekte aufgelegt. Auf der Karte und auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die vom Bundesverkehrsministerum<br />

geförderten Modellregionen Elektromobilität sowie die vom Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium<br />

geförderten Modellprojekte IKT für Elektromobilität näher vor.<br />

Neue Mobilität<br />

73


MODELLREGION Berlin / potsdam<br />

MODELLREGION Berlin / potsdam<br />

Modellregion Berlin-Potsdam<br />

trierter Quelle und eigene Stellplätze für die Fahrzeuge gibt.<br />

Das Konzept ist zudem ideal zur Verwirklichung integrierter<br />

Stadtteilplanung geeignet.<br />

Im Projekt E-City-Logistik wird in 2 Teilprojekten sowohl die<br />

Belieferung des Einzelhandels als auch die Verteilung von<br />

Postsendungen im sogenannten Kurier, Express, Paket<br />

(KEP)-Segment im Innenstadtbereich durch Elektrotransportfahrzeuge<br />

getestet. Es kommen umgebaute LKW wie<br />

auch neu entwickelte Elektrotransporter zum Einsatz, die bis<br />

Herbst 2<strong>01</strong>0 bereit stehen sollen. Ab Oktober 2<strong>01</strong>0 werden<br />

dann die ersten Feldversuchsaktivitäten anlaufen.<br />

Ein weiteres Projekt innerhalb der Modellregion ist e-mobility<br />

Berlin, in dessen Rahmen 100 Smart electric drive durch ausgewählte<br />

Flotten-, Geschäfts-und Privatkunden getestet werden<br />

sollen. Gleichzeitig soll durch den Aufbau von 250 Ladesäulen<br />

mit je 2 Ladepunkten eine flächendeckende Ladeinfrastruktur<br />

im Innenstadtbereich etabliert werden.<br />

Zum Stand August waren knapp 100 Ladesäulen in Betrieb<br />

oder im Aufbau und schon 50 - 60 eAutos unterwegs. Ende<br />

2<strong>01</strong>0 sollen alle 100 geplanten Smarts ausgeliefert sein und<br />

zusätzlich durch Fahrzeuge des Typs Mercedes A-Klasse E-<br />

Cell ergänzt werden. Der Aufbau der Ladeinfrastruktur wird<br />

kontinuierlich weitergeführt.<br />

Begleitet werden diese Aktivitäten u.a. durch Forschungen<br />

zu den akustischen Umwelteffekten von Elektroautos, insbesondere<br />

bezüglich einer Gefährdung von Fußgängern und<br />

Radfahrern durch die Geräuscharmut der elektrisch angetriebenen<br />

Fahrzeuge.<br />

Die Modellregion Berlin/Potsdam steht damit für eine umfassende<br />

Erprobung in urbanen Räumen und kann so viele<br />

notwendige Erkenntnisse für eine breitere Markteinführung<br />

von Elektromobilität liefern.<br />

Frank Behrendt<br />

Regionale Projektleitstelle<br />

TSB Innovationsagentur Berlin GmbH<br />

Bereich FAV<br />

Fon 030 46302 580<br />

fbehrendt@fav.de<br />

www.fav.de<br />

Die Modellregion Berlin-Potsdam zielt darauf ab, die Potenziale<br />

der eMobilität in der Hauptstadtregion aus verkehrlicher,<br />

energiebezogener, umweltorientierter und städtebaulicher<br />

Sicht zu erschließen. Der politische Handlungsbedarf soll ermittelt<br />

werden, orientiert an den strategischen Zielen des<br />

Berliner Stadtentwicklungsplans Verkehr bzw. des Verkehrsentwicklungsplans<br />

der Landeshauptstadt Potsdam, der jeweiligen<br />

städtischen Nahverkehrspläne und des Klimaschutzprogramms.<br />

Neue Mobilitätsdienstleistungen und Geschäftsmodelle<br />

sollen entwickelt bzw. erprobt werden, auch im Sinne<br />

einer Stärkung der Wissenschaftsregion Berlin/Brandenburg<br />

mit dem Cluster Verkehr und Mobilität.<br />

Im Vordergrund stehen die Durchführung und Auswertung<br />

verschiedener integrativer, betreibergestützter Praxisprojekte,<br />

um insbesondere die Integration der Elektromobilität in<br />

den Öffentlichen Verkehr, in Tourismus, in Wohnungsdienstleistungen<br />

und in der City-Logistik zu erproben und daraus<br />

Schlussfolgerungen für Wirtschaft und Politik zu ziehen.<br />

Eine diskriminierungsfrei zugängliche Ladeinfrastruktur im<br />

öffentlichen Straßenraum bildet eine wesentliche Klammer<br />

um die Vorhaben.<br />

74 Neue Mobilität<br />

Die Integration von Elektrofahrzeugen im öffentlichen Verkehr<br />

und Tourismus wird im Projekt BeMobility (Berlin Elektro<br />

Mobil) geleistet. Es werden 3 Nutzungswege erprobt:<br />

Die Spontannutzung von Elektroautos im innerstädtischen<br />

Bereich mit Buchung übers Internet oder Handy und entsprechend<br />

kurzen Vorlaufzeiten, die Option Berlin mobil,<br />

bei der Elektroautostationen an ÖV-Stationen außerhalb<br />

des S-Bahn-Rings aufgebaut werden und so der öffentliche<br />

Verkehr quasi verlängert wird, sowie ein Angebot zur Stadtmobilität,<br />

bei dem Touristen wie Einwohner an Knotenpunkten<br />

und Sehenswürdigkeiten spontan Pedelecs mieten und<br />

nutzen können. In einer mehrmonatigen Entwicklungsphase<br />

wurden die Voraussetzungen für diese Aktivitäten geschaffen<br />

und eine Flotte von rund 20 Elektroautos und Plug-in Hybriden<br />

aufgebaut. In der Pilotphase, die bis August nächsten<br />

Jahres dauern soll, wird das Angebot für dann bis zu 500<br />

Testnutzer auf 40 eAutos an 20 Stationen sowie 50 Pedelecs<br />

aufgestockt.<br />

Elektromobilität in Wohnquartieren soll schwerpunktmäßig<br />

im Projekt WohnmobilE untersucht werden. Dabei ist geplant,<br />

in Kooperation mit 3 Wohnungsbaugesellschaften in<br />

Potsdam und Berlin Car-Sharing-Angebote mit Elektroautos<br />

für die Bewohner zu etablieren. Car-Sharing in Wohnanlagen<br />

bietet einige Vorteile zur Anwendung und Erprobung von<br />

Elektromobilität, da verschiedene Nutzergruppen angesprochen<br />

werden, es ein großes Fahrtenaufkommen mit konzen-<br />

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durch geringen Materialbedarf Ressourcen schonen.<br />

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MODElLREGION BREMEN / OLDENBURG<br />

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Eine Region<br />

wird (elektro-)mobil<br />

Elektrofahrzeuge sind flott unterwegs<br />

Die intelligente Integration der Elektrofahrzeuge in den Alltag läuft auf<br />

Hochtouren. Dabei kommen verschiedenste Elektrofahrzeuge, vom E-Fahrrad bis<br />

zu viersitzigen Pendlerfahrzeugen zum Einsatz. Das Anwendungsspektrum der<br />

Fahrzeuge reicht von der individuellen Nutzung über die Integration in den bestehenden<br />

ÖPNV bis hin zu Fahrzeugflotten auch im Bereich Car-Sharing.<br />

Im täglichen Einsatz werden die Fahrten und Ladevorgänge elektronisch aufgezeichnet.<br />

Die Testdaten werden gesammelt, Datenbanken aufgebaut und das<br />

Nutzerverhalten ausgewertet. Der langfristige wirtschaftliche und gesellschaftliche<br />

Nutzen der Elektromobilität wird im Rahmen von Geschäftsmodellen,<br />

Verkehrskonzepten und Infrastrukturplanung untersucht. All diese Ergebnisse<br />

fließen ein in ganz neue Ideen von Fahrzeug- und Verkehrskonzepten.<br />

Systematisch neue Ziele erreichen<br />

Neben der Arbeit in der Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg ist<br />

das Fraunhofer IFAM auch in anderen Vorhaben zur Elektromobilität aktiv. Der<br />

geschäftsführende Institutsleiter des Fraunhofer IFAM, Prof. Dr. Matthias Busse,<br />

ist verantwortlich für das Thema Elektromobilität im Fraunhofer Verbund<br />

Werkstoffe & Bauteile, Mitglied in der Strategiegruppe »Systemforschung<br />

Elektromobilität« in der Fraunhofer-Gesellschaft sowie Koordinator im Fraunhofer-Steuerkreis<br />

Elektromobilität für die beiden Teilprojekte Fahrzeugkonzepte<br />

Elektrofahrzeuge und Technologieträger e-Concept-Car.<br />

Eine neue Projektgruppe mit dem Arbeitsschwerpunkt »Komponenten- und Systementwicklung<br />

für elektrische Energiespeicher« wurde 2009 gegründet.<br />

Mehr als 30 Jahre Erfahrung und die EN ISO 90<strong>01</strong><br />

Zertifizierung machen uns weltweit zu einem der<br />

kompetentesten Hersteller für messtechnische<br />

Geräte und Systeme. Unsere Produktpalette wird<br />

durch entsprechende Partnerprogramme ergänzt,<br />

so dass wir auch komplexe Projekte als Systemführer<br />

realisieren können.<br />

Schwerpunkte dabei sind:<br />

• Leistungsverstärker & Stromversorgungen<br />

• Isolierverstärker & Messsysteme<br />

• Sensor- / Signalmessverstärker<br />

• Kalibrier- & Prüfmittel<br />

• Sondergeräte<br />

Die Einsatzgebiete reichen von der chemischen<br />

Industrie, über Automobil, Luft- und Raumfahrt<br />

bis zur Energieversorgung, Magnetanwendungen<br />

(z.B. bei Teilchenbeschleunigern und Helmholtzspulen),<br />

Kalibrieraufgaben (z.B. Leistungskalibrierung<br />

200A eff / 700V eff), Fehlerstromschutzschalter,<br />

Kalibrierung von Strom- & Spannungswandlern,<br />

Simulation ein- & mehrphasiger Netze, Bordnetzsimulation<br />

(z.B. Automotive & Avionik), u.v.m.<br />

Unser anspruchsvolles Programm wächst<br />

stetig mit den Anforderungen unserer Kunden.<br />

Prof. Dr. Matthias Busse, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und<br />

Angewandte Materialforschung IFAM<br />

«Eine Region wird (elektro-)mobil»<br />

Treibende Kräfte der Modellregion Elektromobilität Bremen/<br />

Oldenburg sind zwei wissenschaftliche Einrichtungen in<br />

Bremen: Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und<br />

Angewandte Materialforschung IFAM sowie das Deutsche<br />

Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Gemeinsam<br />

leiten sie die regionale Projektleitstelle als zentrale<br />

Anlaufstelle zum Thema Elektromobilität. Hier werden die<br />

Kompetenzen gebündelt und alle administrativen Prozesse<br />

koordiniert sowie der Umstieg auf Elektromobilität mit Forschungskompetenz<br />

begleitet.<br />

Ziel ist es, nachhaltig neue Verkehrskonzepte zu generieren,<br />

die die intelligente Einbindung von Elektrofahrzeugen und<br />

deren Anbindung an bestehende Mobilitätsangebote für<br />

emissionsfreien Innenstadtverkehr und Pendlerverkehr ermöglichen.<br />

Dies geschieht unter Berücksichtigung größtmöglicher<br />

persönlicher und individueller Mobilität, um weitestgehend<br />

jedem Verkehrsteilnehmer bedarfsgerecht ein<br />

Elektrofahrzeug oder öffentliches Verkehrsmittel anzubieten.<br />

Eine Region mit besonderem Charakter<br />

Mit einer Fläche von ca. 12.000 km 2 hat die Modellregion ein<br />

Einzugsgebiet mit Entfernungen von 150 bis 200 km. Durch<br />

das Zusammenwirken der Metropolen Bremen, Bremerhaven<br />

und Oldenburg, eingebettet in ein eher ländlich geprägtes<br />

Umland, entstehen besondere Mobilitätsbedürfnisse,<br />

wie z.B. der Verkehr zwischen den Städten und ein hohes<br />

Aufkommen an Berufspendlern aus den umliegenden Gemeinden.<br />

Eine weitere lokale Besonderheit besteht in dem<br />

starken Ausbau der Windenergiebranche, die eine Energieversorgung<br />

aus erneuerbaren Quellen garantiert. Eine enge<br />

Kooperation von Forschung und Entwicklung gewährleistet<br />

eine optimale Verknüpfung technischer Zusammenhänge<br />

mit sozio-ökonomischen Grundlagen.<br />

Nicht zuletzt sorgt eine starke, interdisziplinär ausgerichtete<br />

Struktur von relevanten Akteuren in der Modellregion<br />

dafür, dass eine ganzheitliche nachhaltige Integration von<br />

Elektromobilität gelingt.<br />

Prof. Dr. Matthias Busse<br />

Prof. Dr. Matthias Busse<br />

Institutsleiter Fraunhofer-Institut<br />

für Fertigungstechnik und Angewandte<br />

Materialforschung IFAM<br />

matthias.busse@ifam.fraunhofer.de<br />

www.ifam.fraunhofer.de<br />

DC+AC Quellen & Senken<br />

bis 300kVA / 15kV / 6000A<br />

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DC...1,4MHz, Kfz: DC...250kHz<br />

Netzsimulation: DC...150kHz<br />

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MODELlREGION hamburg<br />

Modellregion München<br />

Modellregion München<br />

In der Modellregion Elektromobilität München wird der Einsatz von Elektrofahrzeugen erprobt<br />

und die Markteinführung vorbereitet. Mit dem Aufbau eines nachhaltigen kommunalen Elektromobilitätskonzeptes,<br />

werden u. a. Handlungsoptionen für Elektromobilität in der Region München<br />

aufgezeigt und mögliche weitere Nutzer für individuelle Elektromobilität identifiziert.<br />

Modellregion Hamburg<br />

Übergabe 40 emissionsfreier MINI E an Testnutzer<br />

Quelle: SWM / Marcus Schlaf<br />

Audi A1 e-tron / Quelle: Audi<br />

quelle: daimler ag<br />

Von der Europäischen Kommission wurde Hamburg als Umwelthauptstadt<br />

Europas 2<strong>01</strong>1 ausgezeichnet. Im Rahmen des<br />

Umwelt- und Klimaschutzkonzeptes der Hansestadt kommt<br />

der Elektromobilität mit gleichzeitiger Nutzung von Energie<br />

aus erneuerbaren Quellen eine eigene Bedeutung zu. Dabei<br />

verfolgt Hamburg als Modellregion Elektromobilität bei der<br />

Umsetzung elektromobiler Anwendungen ein Konzept, bei<br />

dem vor allem die alleinige Nutzung von Grünstrom, ein diskriminierungsfreier<br />

Zugang zur Ladeinfrastruktur und die<br />

schlüssige Integration der Ladesäulen in das städtische Umfeld<br />

eine maßgebliche Rolle spielen. Eine weitere wichtige<br />

Rahmenbedingung ist die funktionelle Abstimmung der eMobilität<br />

mit dem Öffentlichen Personennahverkehr in multimodalen<br />

Nutzungskonzepten, um eine Konkurrenzierung dieser<br />

beiden klimaschonenden Verkehrsangebote zu vermeiden.<br />

Wesentliche Teilprojekte sind dabei der Betrieb von Dieselhybridbussen<br />

durch die Hamburger Hochbahn AG, die Erprobung<br />

von elektrisch angetriebenen Pkw sowie der Ladeinfrastruktur<br />

und der entsprechenden Schnittstellen im Alltag, der<br />

Aufbau eines für den Wirtschaftsverkehr tauglichen Einsatzkonzeptes<br />

vor allem für Handwerk, Logistik und Hafenwirtschaft.<br />

Grundsätzlich sollen dabei Flotteneinsätze im Mittelpunkt<br />

stehen. In der Initialphase kommen 50 Smart electric drive,<br />

20 Fiat Fiorino und 15 RENAULT Kangoo Z.E. zum Einsatz. Die<br />

HOCHBAHN wird bis zu 10 Dieselhybridbusse einsetzen. Die<br />

Ladeinfrastruktur wird durch die Unternehmen HAMBURG<br />

ENERGIE GmbH als eigener Energieversorger der Hansestadt<br />

und Vattenfall Europe realisiert. Geplant ist der Aufbau von<br />

100 Ladepunkten im öffentlichen Raum.<br />

Projektpartner<br />

HAMBURG ENERGIE GmbH, Vattenfall Europe, Daimler<br />

AG, EvoBus GmbH, Karabag GmbH, RENAULT Deutschland<br />

AG, DB Fuhrparkservice GmbH, Hamburger Hochbahn AG,<br />

Hamburger Verkehrsverbund GmbH, SIXTI GmbH, Logistik-<br />

Initiative Hamburg e.V., Behörde für Stadtentwicklung und<br />

Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg, Hamburg Port<br />

Authority AöR, Handwerkskammer Hamburg, Handelskammer<br />

Hamburg<br />

Koordiniert werden die Aktivitäten durch die hySOLUTIONS<br />

GmbH als regionale Projektleitstelle.<br />

Heinrich Klingenberg & Peter Lindlahr<br />

hySOLUTIONS GmbH<br />

Innovative Antriebe für Hamburg<br />

Steinstraße 25 in 20095 Hamburg<br />

info@hysolutions-hamburg.de<br />

Akteure aus der Automobilindustrie, der Energiewirtschaft<br />

und Wissenschaft arbeiten in Modellprojekten in der Region<br />

München eng zusammen. Im Rahmen der Projekte wird eine<br />

bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur auf Basis Erneuerbarer<br />

Energien aufgebaut.<br />

Praxiserprobung Hybridbusse. Das kommunale Elektromobilitätskonzept<br />

ist die übergeordnete und zusammenführende<br />

Komponente für verschiedene Einzelthemen (z.B. ÖPNV/<br />

Hybridbusse, privater Individualverkehr, Aufbau entsprechender<br />

Ladeinfrastruktur sowie Realisierungsmöglichkeiten).<br />

So werden im Praxistest drei Hybridbusse mit unterschiedlichen<br />

Hybridtechniken vergleichend analysiert. Im<br />

Rahmen des Förderprogramms wird ein Mercedes-Benz<br />

Hybridgelenkbus (Citaro) mit seriellem Vierrad-Antrieb und<br />

Lithium-Ionen-Batterien für den Linienbetrieb eingesetzt.<br />

Bei dem ersten Vergleichsfahrzeug handelt es sich um<br />

einen Solobus Typ MAN Lion’s City Hybridbus mit Superkondensatoren<br />

als Speichermedium. Dieser wird noch im<br />

Herbst 2<strong>01</strong>0 im Linienbetrieb eingesetzt. Bei dem zweiten<br />

Vergleichsfahrzeug handelt es sich um einen Solaris-Hybridgelenkbus<br />

mit parallelem Zweirad-Antrieb und Nickel-Metall-<br />

Hydrid Batterien, der seit August 2008 bei der Münchner<br />

Verkehrgesellschaft im Fahrgastbetrieb im Einsatz ist.<br />

Verbundprojekt Drive eCharged. In diesem Projekt geht es<br />

um die Erhebung von Nutzerpräferenzen im Feldversuch, die<br />

Entwicklung eines Schnellladesystems und Maßnahmen zur<br />

Netzqualität. Die BMW Group, Siemens und die Stadtwerke<br />

München (SWM) untersuchen technische und anwenderbezogene<br />

Aspekte der Elektromobilität. Ihr Ziel ist, praxistaugliche<br />

und marktnahe Konzepte, Systeme und Komponenten<br />

ganzheitlich zu entwickeln und zu erproben. Die Erfahrungen<br />

und Ergebnisse gehen in die Serienentwicklung ein. Als<br />

Elektrofahrzeuge kommen 40 MINI E zum Einsatz.<br />

Verbundprojekt EFlott. Ziel des Gemeinschaftsprojektes<br />

EFlott ist die Online-Analyse des Nutz- und Ladeverhaltens<br />

von Elektrofahrzeugen im Flottenversuch. Durch den Betrieb<br />

einer Fahrzeugflotte von 20 Audi A1 e-tron sollen in der<br />

Modellregion München greifbare und verwertbare Erfahrungsdaten<br />

in Betrieb, Nutzung und Betreuung von Elektrofahrzeugen<br />

im alltäglichen, privaten Nutzungsbereich hervorgebracht<br />

werden. Für die Umsetzung und Erprobung einer<br />

bedarfsorientierten Ladeinfrastruktur arbeiten in diesem<br />

Verbundprojekt zwei Energieversorgungsunternehmen zusammen:<br />

E.ON Energie und SWM werden im Stadtkern<br />

(SWM) sowie im Umland (E.ON) eine bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur<br />

installieren.<br />

Ines Speiser<br />

Regionale Projektleistelle<br />

Stadtwerke München (SWM) GmbH<br />

Emmy-Noether-Straße 2<br />

80287 München<br />

speiser.ines@swm.de<br />

78 Neue Mobilität Neue Mobilität 79


MODELLREGION Rhein-Main<br />

MODELLREGION Rhein-Main<br />

Modellregion Rhein-Main<br />

Das von UPS eingesetzte Elektro-Zustellfahrzeug entspringt einer gemeinsamen Entwicklung mit dem britischen Hersteller Modec.<br />

UPS testet sechs dieser Fahrzeuge in Deutschland und weitere sechs in London in der Praxis, um Erkenntnisse zu gewinnen, die in<br />

die Weiterentwicklung einflieSSen. Das emissionsfreie Fahrzeug leistet 102 PS und hat eine Reichweite von maximal 100 km. UPS setzt<br />

diese Fahrzeuge für die Paketzustellung in Städten ein.<br />

Projekt »GreenMove« - HEAG mobilo GmbH, Darmstadt | TU Darmstadt | VDL Bus & Coach Deutschland GmbH | Vossloh Kiepe GmbH<br />

Die Modellregion Elektromobilität Rhein-Main versetzt den<br />

Ballungsraum Rhein-Main und die Region Nordhessen nachhaltig<br />

in Bewegung. Die Regionale Projektleitstelle, Elektromobilität<br />

Modellregion Rhein-Main, angesiedelt bei der<br />

Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH), koordiniert<br />

Projekte, die nahezu alle Formen der eMobilität auf den<br />

Weg bringen: Von eRollern und Pedelecs über Elektro- und<br />

Hybridbusse und Elektroautos bis hin zur Erprobung von<br />

Hybridnutzfahrzeugen. Dabei arbeitet sie im Netzwerk mit<br />

regionalen und überregionalen Akteuren aus Politik, Wirtschaft<br />

und Wissenschaft. Die Modellregion Rhein-Main zählt<br />

bundesweit zu den wirtschaftsstärksten Metropolregionen<br />

und zu den national und international zentralen Verkehrsdrehscheiben.<br />

Die Region ist damit ein idealer Standort, um<br />

Elektromobilität nachhaltig auf verschiedenen wirtschaftlichen<br />

und gesellschaftlichen Ebenen zu implementieren. Sie<br />

deckt darüber hinaus diverse Regionalräume ab und weist<br />

so das gesamte Spektrum an Bedarfslagen der Nutzer/innen<br />

von Elektromobilität auf.<br />

Die Modellregion Rhein-Main arbeitet mit dem Label ZEBRA<br />

(Zukunft Elektromobilität: Beispielhafte Regionale Anwendungen)<br />

eng verzahnt mit dem Projekt Modellland für die<br />

nachhaltige Nutzung von Elektroautos der hessischen Landesregierung,<br />

angesiedelt beim Hessischen Ministerium für<br />

Wissenschaft und Kunst, um Elektromobilität in Hessen dauerhaft<br />

zu implementieren.<br />

Um die Vielzahl der Ziele und die damit verbundenen Herausforderungen<br />

zu meistern, ist die Erforschung der Elektromobilität<br />

in der Modellregion in mehrere Teilprojekte unterteilt,<br />

die quer über alle Transportarten angesiedelt sind: So<br />

wird beispielsweise Elektromobilität im ÖPNV getestet, sowohl<br />

durch den Einsatz eines Elektrobusses auf der Linie 103<br />

der Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH als auch im Teilprojekt<br />

GreenMove in Darmstadt eingesetzte Hybridbusse.<br />

Auch der Schienenverkehr wird berücksichtigt, so soll in einem<br />

weiteren Teilprojekt ein Hybrid-Schienenfahrzeug entwickelt<br />

und von der Westfrankenbahn getestet werden. Und<br />

auch nach Verlassen öffentlicher Verkehrsverbindungen wird<br />

elektromobile Fortbewegung möglich gemacht, so bspw. im<br />

Teilprojekt Anschlussmobilität, bei dem ein eCar-Sharing an<br />

den größeren Hauptbahnhöfen der Region etabliert wird.<br />

Individuelle Elektromobilität wird auch in weiteren Teilprojekten<br />

untersucht, dabei gibt es sowohl Modelle mit kommunaler,<br />

betrieblicher, öffentlicher und privater Nutzung<br />

von Elektroautos, eScootern, Pedelecs oder Segways, etwa<br />

Wohnen und Mobilität, bike+business 2.0 in Frankfurt, EVOmotion<br />

in Offenbach, Morema in Wörrstadt oder ZUKUNFT<br />

erFAHREN in Niederkaufungen.<br />

In der Modellregion wird nicht nur die elektromobile Fortbewegung<br />

von Personen möglich gemacht, ein weiterer Schwerpunkt<br />

liegt auf dem Nutzverkehr. So werden in Offenbach<br />

und Darmstadt Hybridabfallsammelfahrzeuge eingesetzt.<br />

Zudem soll auch der Lieferverkehr elektrifiziert werden,<br />

dazu werden sechs elektrisch betriebene Lieferfahrzeuge<br />

von UPS für Zustellzwecke eingesetzt. Parallel zum Einsatz der<br />

verschiedenen Elektrofahrzeuge soll eine Ladeinfrastruktur<br />

in den verschiedenen Zentren der Region aufgebaut werden.<br />

Alle Teilprojekte erfahren eine intensive technische und sozialwissenschaftliche<br />

Begleitforschung, um einerseits Fahrzeuge<br />

und zugehörige Infrastruktur zu optimieren und andererseits<br />

Nutzerakzeptanz, Alltagstauglichkeit und die ökonomischen<br />

und ökologischen Implikationen von Elektromobilität<br />

zu ergründen. Insgesamt sollen in den 16 Demonstrationsvorhaben<br />

65 eAutos, 10 Nutz- und Lieferfahrzeuge, 575<br />

Pedelecs sowie 5 Bus- und Schienenfahrzeuge eingesetzt<br />

und 140 Ladestationen aufgebaut werden. Bis September<br />

2<strong>01</strong>0 waren davon bereits etwa 10 Elektroautos,<br />

270 Pedelecs, 6 Lieferfahrzeuge und verschiedene Forschungsfahrzeuge<br />

des öffentlichen Verkehrs auf der Straße.<br />

Janine Mielzarek, Regionale Projektleitstelle<br />

Stadtwerke Offenbach Holding GmbH<br />

Senefelderstraße 162<br />

63069 Offenbach am Main<br />

janine.mielzarek@soh-of.de<br />

Tesla Roadster, Juwi Holding AG | Stromos, German-E-Cars GmbH<br />

80 Neue Mobilität Neue Mobilität 81


MODELLREGION Rhein-Ruhr<br />

MODELLREGION Rhein-Ruhr<br />

Modellregion Rhein-Ruhr<br />

Einsatz kommen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für<br />

Kraftfahrzeuge an der RWTH Aachen und dem TÜV Nord wird<br />

der Betrieb im Hinblick auf Geräusch- und Schadstoffemissionen<br />

sowie Kraftstoffvebrauch analysiert und bewertet.<br />

Beim Projekt Hybridbusse im Feldtest wird ein Prototyp der<br />

Hersteller Voith/Solaris mit einem parallelen Hybridbuskonzept<br />

getestet. In der zweiten Projektphase sollen zwei weitere<br />

Hybridbusse zum Einsatz kommen. In Krefeld, Neuss<br />

und Mönchengladbach sollen der Einsatz und die speziellen<br />

Nutzungsbedingungen von bis zu 6 Müllfahrzeugen mit Hybridantrieb<br />

im Alltag demonstriert werden. Dazu haben sich<br />

die Stadtwerke, die Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft<br />

und die Firma Faun als Hersteller von Abfallfahrzeugen<br />

im Projekt zusammengeschlossen.<br />

Das Vorhaben E-Aix im Raum Aachen wird von rund 50 Partnern<br />

aus Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt. Die Koordination<br />

übernehmen die Stadtwerke Aachen. Neben dem<br />

Einsatz verschiedener Elektrofahrzeuge und der Schaffung<br />

neuer Infrastruktur- und Mobilitätskonzepte werden die<br />

Themen intelligente Stromversorgung, Marktvorbereitung,<br />

Kommunikation und Wissenstransfer untersucht.<br />

Pendlerverkehr im Raum Dortmund, Essen und Mülheim<br />

an der Ruhr ist Bestandteil des Vorhabens Stromschnelle.<br />

Dabei werden rund 150 Elektrofahrzeuge innerhalb und<br />

zwischen den Städten eingesetzt und es wird an neuen Geschäftsmodellen<br />

für die Elektromobilität gearbeitet. RWE<br />

wird die erforderliche Ladeinfrastruktur installieren. 40 Fahrzeuge<br />

liefert Renault, die übrigen Fahrzeuge sind umgerüstete<br />

Fahrzeuge auf der Basis des Fiat Fiorino und Fiat 500.<br />

In dem Vorhaben Technologie-Roadmap soll der technische<br />

Entwicklungsstand von Elektrofahrzeugen in drei unterschiedlichen<br />

Entwicklungsstufen untersucht werden und<br />

der Fortschritt zwischen den Evaluationsstufen technisch<br />

und wirtschaftlich bewertet werden. Als Projektpartner haben<br />

sich die Ruhr-Universität Bochum mit der Firma Delphi<br />

Deutschland GmbH zusammengeschlossen.<br />

Dr. Andreas Ziolek<br />

Leiter Regionale Projektleitstelle<br />

EnergieAgentur.NRW<br />

Haroldstr. 4<br />

40213 Düsseldorf<br />

ziolek@energieagentur.nrw.de<br />

Dr. Andreas Ziolek, Leiter der Regionalen Projektleitstelle in Düsseldorf<br />

Ausgangslage. Aufgrund der günstigen Forschungs- und<br />

Industrielandschaft sowie geeigneter Siedlungsstrukturen<br />

bestehen insbesondere in NRW hervorragende Voraussetzungen,<br />

mit der Modellregion Rhein-Ruhr eine der ersten<br />

großräumigen Modellregionen Europas zu realisieren. Zukunftsweisende<br />

Mobilitätskonzepte bieten vielversprechende<br />

wirtschaftliche Chancen. Um diese konsequent zu nutzen,<br />

beteiligt sich NRW an den Programmen der Bundesregierung<br />

und flankiert diese mit eigenen Landesprogrammen. Hierzu<br />

wurde im Rahmen der Energie- und Klimaschutzstrategie<br />

des Landes NRW unter anderem ein Masterplan »Elektromobilität<br />

in NRW« erarbeitet.<br />

Schwerpunkt. Das Thema »Elektromobilität in NRW« ist breit<br />

aufgestellt. Die im Rahmen der Modellregion Rhein-Ruhr<br />

vorgesehenen Schwerpunkte liegen einerseits im Individualverkehr<br />

(Pkw-Flotten) sowie andererseits im Nutzfahrzeugbereich<br />

(Busse, Citylogistik, Abfallsammler, etc.). Darüber<br />

hinaus sollen u. a. Car-Sharing-Modelle und neue Mobilitätskonzepte<br />

entwickelt und erprobt sowie durch eine breit angelegte<br />

Begleitforschung unterstützt werden.<br />

Praxis. Im Rahmen von acht Projekten sollen insgesamt rund<br />

400 Fahrzeuge zum Einsatz gebracht werden, darunter Pkw,<br />

Busse, Nutzfahrzeuge, Scooter und Pedelecs. Dazu wird mit<br />

etwa 500 Ladesäulen eine projektbezogene Ladeinfrastruktur<br />

aufgebaut. Die Praxisphase begann Januar 2<strong>01</strong>0, im Laufe des<br />

Jahres wurde die Fahrzeugflotte immer weiter aufgestockt.<br />

Bis Juli 2<strong>01</strong>1 soll die Erprobungsphase inkl. umfassender<br />

Begleitforschung abgeschlossen und aus den Erkenntnissen<br />

eventuell folgende Projektschritte abgeleitet werden.<br />

Teilprojekte. Im Rahmen des Projektes ColognE-Mobil der<br />

Ford Werke GmbH, Universität Duisburg/Essen, RheinEnergie<br />

AG und der Stadt Köln werden Flottenversuche mit den<br />

Elektrofahrzeugen Ford Transit BEV, Ford Transit Connect<br />

BEV sowie Ford Focus BEV durchgeführt. Hierzu werden die<br />

Partner im Projektzeitraum insgesamt 25 Elektrofahrzeuge<br />

und die entsprechende Ladeinfrastruktur betreiben und dies<br />

wissenschaftlich und administrativ begleiten.<br />

In dem Projekt E-mobil NRW, welches von den Stadtwerken<br />

Düsseldorf koordiniert wird, engagieren sich verschiedene<br />

Stadtwerke aus der Region für einen integrierten Feldtest<br />

mit unterschiedlichen Fahrzeugen. Geplant ist der Einsatz<br />

von 20 Elektrofahrzeugen, 26 eRollern, 4 Nutzfahrzeugen<br />

und 58 Ladesäulen für die notwendige Infrastruktur.<br />

21 Hybridbusse verschiedener Bushersteller werden innerhalb<br />

des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr im VRR-Projekt<br />

Einsatz von Hybridbussen im öffentlichen Nahverkehr zum<br />

Im Auto der Zukunft stecken viele Stärken<br />

Frisch aus dem Nordwesten: Das intelligente Elektroauto E3<br />

Ein Elektroauto zu planen, ist das eine. Es innerhalb eines hochkomplexen dezentralen Energiesystems zu realisieren,<br />

das andere. Für diese Herausforderung ist EWE wie kein zweites Energieunternehmen gut aufgestellt. Denn mit<br />

unseren Partnern und Tochterunternehmen NEXT ENERGY, BTC AG und E3/DC GmbH verfügen wir über ein vielfältiges<br />

Know-how in weiten Bereichen der Elektromobilität. Für eine Zukunft mit der richtigen Energie.<br />

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82 Neue Mobilität<br />

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MODELLREGION STUTTGART<br />

Modellregion Stuttgart<br />

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2 <br />

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Special „Ökologie im Büro“<br />

die enbw-Elektronauten<br />

Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart will mit ihren Partnern<br />

erreichen, dass Elektromobilität im öffentlichen Raum<br />

sichtbar wird, verschiedene Pfade hin zur Elektromobilität<br />

erprobt werden und die Markteinführung von Elektrofahrzeugen<br />

in der Breite beschleunigt wird. Deutlich mehr als 1.000<br />

Elektrofahrzeuge - Pedelecs, Elektroroller, Pkw (Smart und<br />

Porsche Boxster), Kleintransporter und Busse - werden im<br />

Sommer 2<strong>01</strong>1 auf den Straßen in der Region unterwegs sein.<br />

Als erster Schritt beim notwendigen flächendeckenden Aufbau<br />

einer Infrastruktur werden hunderte von Ladepunkten im<br />

öffentlichen und halböffentlichen Raum aufgebaut.<br />

Im Rahmen der Demonstrations- und Pilotprojekte testet die<br />

Daimler AG mit 50 Vitos des Typs E-Cell batteriebetriebene<br />

Kleintransporter im Alltagsbetrieb. Die Stuttgarter Straßenbahnen<br />

AG führt fünf Gelenkbusse mit Dieselhybridantrieb<br />

der Marke Citaro schrittweise in den Linienbetrieb auf verschiedenen<br />

Linien ein, dazu gehört auch die wegen der vielen<br />

Steigungen anspruchsvolle Linie 42. Bis zu 700 Elektroroller,<br />

davon 500 in den Händen von privaten Testfahrern, hat die<br />

Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) auf die Straßen der<br />

Region gebracht. Ein Konsortium mittelständischer Firmen<br />

entwickelt derzeit Elektroantriebsnachrüstsätze für verbrennungsmotorisch<br />

betriebene Lieferwagen, wie sie häufig von<br />

kleinen und mittleren Unternehmen genutzt werden. Diese<br />

Nachrüstsätze ermöglichen unabhängig von den mittelfristig<br />

angelegten Planungen der Hersteller einen schnellen Umstieg<br />

auf die neue Antriebstechnik.<br />

Wird heute insbesondere die Technologieentwicklung voran<br />

getrieben, so stehen Kommunen, Stadtplaner und Architekten<br />

vor einem ebenso großen Wandel wie die Automobilindustrie<br />

selbst: Elektromobile Fahrzeugkonzepte ermöglichen<br />

und erfordern eine Neupositionierung der Stadtgestaltung.<br />

Verschiedene Projekte in der Modellregion verfolgen dieses<br />

Ziel, so zum Beispiel in Ludwigsburg und auf einem ehemaligen<br />

Flugplatz in Sindelfingen/Böblingen sowie in der Landeshauptstadt<br />

Stuttgart, wo das bestehende Fahrrad-Verleihsystem<br />

ergänzt wird durch Pedelecs. Die 450 Pedelecs sollen<br />

einen wesentlichen Beitrag leisten, um den Modal Split in der<br />

Stadt trotz der vielen Steigungen zugunsten von öffentlichem<br />

Verkehr und Fahrrad zu verschieben.<br />

Holger Haas<br />

Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH<br />

ecars@region-stuttgart.de<br />

www.region-stuttgart.de<br />

QUELLE: enbw<br />

Neue Mobilität<br />

85


MODELLREGION sachsen<br />

MODELLREGION sachsen<br />

Modellregion Sachsen<br />

Fahrzeugbeschaffung, Ladeinfrastruktur, Netzintegration<br />

Projekt »SaxMobility - Flottenbetrieb mit Elektrofahrzeugen<br />

und Flottenmanagement dezentraler Energiespeicher«<br />

In den grundlegenden Zielstellungen dieses Projektes geht<br />

es um die Erhöhung der Breitenwirksamkeit und Akzeptanz<br />

der Elektromobilität, die Implementierung einer intelligenten<br />

Infrastruktur zur Bereitstellung von Elektroenergie für die<br />

Fahrzeuge, die Entwicklung neuer Marktmodelle für Flottenbetreiber<br />

sowie die Untersuchung der Elektromobilität<br />

auf ihre Alltagstauglichkeit. Im Vordergrund steht die<br />

Erprobung der verfügbaren Fahrzeuge wie auch der Ladetechnik<br />

in Flottenverbünden. Hierfür muss neben Beschaffung<br />

und Inbetriebnahme der Fahrzeuge und Ladestationen<br />

vor allem ein intelligentes IKT-System zum Management von<br />

Ladung, Verteilung und Abrechnung der genutzten elektrischen<br />

Energie erarbeitet werden.<br />

Neben diesen direkten Erfahrungsgewinnen kann mit dem<br />

Praxiseinsatz der Fahrzeuge und Ladestationen auch eine<br />

Sichtbarmachung und damit eine Öffentlichkeitswirksamkeit<br />

elektrischer Mobilität erreicht werden. Durch die Analyse der<br />

erzielten Reaktionen ist eine Identifikation potentieller Anwendergruppen<br />

und die Anpassung von Marktmodellen<br />

möglich.<br />

Energiespeicher<br />

»Entwicklung von Prozess- und Produktionstechnologien für<br />

Energiespeichersysteme«. In Zwickau errichtet die Firma<br />

HOPPECKE Advanced Battery Technology GmbH ein Entwicklungszentrum<br />

für Energiespeichersysteme. Ziel des<br />

Projektes ist die Entwicklung von modularen, wirtschaftlichen<br />

und wettbewerbsfähigen Energiespeichersystemen in<br />

Lithium- und NiMH-Technologie für den industriellen Markt.<br />

Traktionsspeicheranwendungen im industriellen Markt stellen<br />

eine Grundvoraussetzung für die Marktdurchdringung der<br />

Elektromobilität dar. An Traktionsspeicher werden wesentlich<br />

höhere Anforderungen an Energiedichten gestellt als<br />

an Speichertechnologien im Bereich der Haushalts- oder<br />

Unterhaltungselektronik. Industrielle Speichersysteme sind<br />

bisher nicht in ausreichender Menge kommerziell verfügbar.<br />

Im Rahmen des Projektes soll daher ein flexibler Produktionsprozess<br />

für die Entwicklung von modularen, wirtschaftlichen<br />

und wettbewerbsfähigen Energiespeichersystemen in Lithium<br />

und NiMH-Technologie für den industriellen Markt etabliert<br />

werden.<br />

Cathleen Klötzing<br />

Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH<br />

cathleen.kloetzing@saena.de<br />

www.e-mobil-sachsen.de<br />

Serieller Hybridbus beim Testeinsatz in Dresden (Quelle: VCDB)<br />

Sachsen, ein Land mit über 100-jähriger Tradition im Automobilbau,<br />

bietet hervorragende Voraussetzungen für die<br />

Weiterentwicklung der Elektromobilität. Hier finden sich<br />

bedeutende Entwicklungs- und Produktionsstandorte für<br />

Lithium-Ionen-Batterien und mehrere industrienahe Forschungsinstitute.<br />

Zusammen mit einer gut aufgestellten Zulieferindustrie<br />

im Automobilbereich und in der Elektroindustrie<br />

verfügt Sachsen über eine leistungsfähige Infrastruktur<br />

und ein starkes wirtschaftliches Umfeld.<br />

Die geographischen Schwerpunkte der Modellregion liegen<br />

in den Ballungsräumen Leipzig und Dresden, inhaltlich liegt<br />

der Fokus auf den Themen ÖPNV, Fahrzeugbeschaffung, Ladeinfrastruktur<br />

und Netzintegration sowie Batteriespeicher.<br />

ÖPNV.<br />

Projekt »SaxHybrid - Serielle Hybridbusse mit partiell rein<br />

elektrischem Fahrbetrieb«. Im Rahmen des Teilprojektes werden<br />

in Dresden und Leipzig jeweils 10 serielle Hybridbusse<br />

beschafft und im realen Linieneinsatz getestet, wobei Einflüsse<br />

durch Einsatzbedingungen wie Fahrgastaufkommen, Verkehrsbehinderungen,<br />

Topographie (eben - Leipzig bzw. moderate<br />

oder starke Steigungen und Gefälle - Dresden) untersucht<br />

werden sollen. Hierbei sollen erste Erfahrungen mit dem<br />

Flotteneinsatz serieller Hybridbusse gewonnen werden, insbesondere<br />

bezüglich potentieller Kraftstoffeinsparungen.<br />

Durch mikroskopische Verbrauchsmessung soll eine Optimierung<br />

der Fahrzeuge hinsichtlich ihrer jeweiligen Einsatzsituationen<br />

erfolgen. Auf Dauer kann so eine Generalisierung<br />

standardisierter Hybridbuszyklen erfolgen. Zudem soll sowohl<br />

die infrastrukturelle Grundlage für die Batterienachladung<br />

der Busse geschaffen und untersucht werden, als auch<br />

erste Empfehlungen hinsichtlich eines rein elektrischen Busbetriebs<br />

gegeben werden.<br />

Das Projektkonsortium besteht aus den Dresdner Verkehrsbetrieben<br />

- DVB AG, den Leipziger Verkehrsbetrieben - LVB<br />

GmbH, dem Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme<br />

(IVI) sowie der VCDB - VerkehrsConsult Dresden<br />

Berlin GmbH. Die ersten Gelenkbusse mit seriellem Hybridantrieb<br />

werden voraussichtlich Anfang 2<strong>01</strong>1 in Dresden und<br />

Leipzig zum Einsatz kommen.<br />

SaxHybrid ist das erste Teilprojekt eines umfangreichen<br />

Gesamtvorhabens - des Innovationskonzeptes »Schrittweise<br />

Migration zu schnellladefähigen Hybridbussen im Linienbetrieb«.<br />

Dieses Konzept verfolgt das Ziel, mittelfristig 18-m-Gelenkbusse<br />

im innerstädtischen Linienbetrieb rein elektrisch<br />

fahren zu lassen. Die Busse sollen dafür an Haltestellen und Endpunkten<br />

innerhalb der regulären Stopps nachgeladen werden.<br />

86 Neue Mobilität


vorstellung der BMWi/BMU-Modellprojekte<br />

MODELLprojekt GRID SURFER<br />

Chance für neue Mobilitätskonzepte<br />

in Stadt und Land<br />

Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) als Schlüssel für Elektromobilität<br />

Elektromobilität ist in aller Munde. Wir sehen neuerdings<br />

gewöhnliche Fahrzeuge ungewohnt lautlos an uns vorbeifahren.<br />

Hier und da entdecken wir sogar eine Stromladesäule.<br />

Wir hören viel über Batterien und über die Reichweite.<br />

Steht uns ein neues Mobilitätszeitalter bevor, wie es<br />

vielerorts verkündet wird? Wir sind zumindest auf einem<br />

guten Weg dorthin. Doch dafür müssen wir noch weitaus<br />

mehr unternehmen, als den Verbrennungsmotor gegen<br />

einen Elektromotor auszutauschen. Und das gibt uns die<br />

Chance und die Aufgabe, nicht nur das Fahrzeug und die<br />

Antriebssysteme, sondern die Verkehrssysteme neu zu<br />

denken. Die Forschung und Entwicklung hat schon sehr viel<br />

erreicht. Doch jetzt geht es um die Herausforderungen für die<br />

Anwendung in der Fläche. Welche Anforderungen kommen<br />

auf die Stromnetze zu, wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig<br />

Strom laden? Wo kann ich überhaupt mein Fahrzeug laden<br />

und wie wird der Strom dann abgerechnet? Und wie kann<br />

gewährleistet werden, dass die Fahrzeuge mit Erneuerbaren<br />

Energien geladen werden und erst damit einen wesentlichen<br />

Beitrag zum Klimaschutz leisten können? Eine zentrale Rolle<br />

im Zusammenspiel von Elektrofahrzeugen, Infrastruktur<br />

und Energieversorgungssystem spielen Informations- und<br />

Kommunikationstechnologien (IKT). Denn ein nachhaltig<br />

funktionierendes Gesamtsystem mit Elektromobilität lässt<br />

sich nur mit Hilfe einer intelligenten Steuerung realisieren.<br />

Auf diese Schlüsselfunktion der IKT richten das BMWi und das<br />

BMU ihren Fokus: Das gemeinsame Forschungsprogramm<br />

»IKT für Elektromobilität« soll bis September 2<strong>01</strong>1 die Weichen<br />

für die Zukunft stellen: Sieben Modellprojekte mit rund<br />

50 beteiligten Unternehmen und wissenschaftlichen<br />

Forschungseinrichtungen erarbeiten IKT-basierte Lösungen<br />

für den Betrieb von Fahrzeugen und Flotten sowie die<br />

Integration der Elektromobilität in bestehende Energie- und<br />

Verkehrsnetze. Sie sind weltweit die ersten Forschungsgruppen,<br />

die alle Elemente einer umfassenden Elektromobilität<br />

in groß angelegten Feldversuchen mit heterogenen<br />

Zielgruppen und Flotten testen. Mit einem Investitionsvolumen<br />

von rund 100 Mio. Euro entstehen so prototypische und<br />

wirtschaftliche Lösungen, die einen maßgeblichen Beitrag zur<br />

Umsetzung des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität<br />

der Bundesregierung leisten werden.<br />

Informations- und Kommunikationstechnologien stehen in<br />

mehreren Bereichen im Mittelpunkt der Arbeiten: In der Fahrzeugentwicklung<br />

für die Steuerung und Überwachung, in<br />

der Elektromobilitäts-Infrastruktur für den reibungslosen<br />

Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen, Strom- und<br />

Datennetz sowie im Energieversorgungssystem für dessen<br />

Optimierung und die Integration der Erneuerbaren Energien.<br />

An diesen Fragestellungen arbeiten die Modellprojekte nicht<br />

nur intensiv in ihren Projekten, sondern auch in gemeinsamen<br />

Fachgruppen. So ist es gelungen, dass bereits nach der<br />

Hälfte der Laufzeit alle sieben Modellprojekte ein gemeinsames<br />

System zur Authentifizierung einsetzen, so dass ein<br />

Fahrzeug aus dem Allgäuer Projekt beim norddeutschen<br />

Programmpartner Strom laden kann. Und sie erzielen Ergebnisse,<br />

die wesentliche Erkenntnisse als Basis für zukünftige<br />

Standardisierung und Normung sowie Ausgestaltung von<br />

rechtlichen Rahmenbedingungen wie z.B. dem Eichrecht<br />

und dem Datenschutz liefern. Diese Kooperation über die<br />

7 Modellprojekte hinweg koordiniert ein Begleitforschungskonsortium<br />

unter der Leitung von B.A.U.M. Consult.<br />

Ludwig Karg<br />

Leiter der Begleitforschung von »E-Energy«<br />

und »IKT für Elektromobilität«<br />

Andreas Reinhardt<br />

Teilprojektleiter der Begleitforschung<br />

von »IKT für Elektromobilität«<br />

B.A.U.M. Consult GmbH<br />

Fanny-Zobel-Straße 9<br />

12435 Berlin<br />

ikt-em@baumgroup.de<br />

www.ikt-em.de<br />

Projekt unter Strom: »GRID Surfer«<br />

GridSurfer ist einer von sieben Gewinnern des Technologiewettbewerbs<br />

»Informations- und Kommunikationstechnologie<br />

(IKT) für Elektromobilität« des BMWi und des BMU. In<br />

verschiedenen Modellprojekten werden hier IKT-basierte<br />

Schlüsseltechnologien und Dienste für die Integration der<br />

Elektromobilität in bestehende Energie- und Verkehrsnetze<br />

in umfassenden Feldversuchen erprobt.<br />

Mit GridSurfer untersucht die EWE AG in Kooperation mit E3/<br />

DC, Next Energy und OFFIS den Einsatz von Elektromobilität<br />

in der ländlich geprägten Region zwischen Ems, Weser und<br />

Elbe. Die natürlichen Gegebenheiten stellen im Nordwesten<br />

Deutschlands spezifische Anforderungen an die Elektromobilität<br />

und bieten gleichzeitig - aufgrund des sehr hohen Anteils<br />

an regenerativer schwankender Energieerzeugung - große<br />

Chancen für deren Einsatz. GridSurfer entwickelt und erprobt<br />

Speicher- und Ladestationen, Mess- und Steuersysteme, IKTbasierte<br />

Speichermanagement-, Abrechnungs- und Vermarktungsprozesse<br />

sowie Tarif- und Geschäftsmodelle<br />

mit den dazugehörigen Schnittstellen. Vor allem die Entwicklung<br />

von Informations- und Kommunikationssystemen<br />

für Elektrofahrzeuge stellt einen Schwerpunkt des Projektes<br />

dar. Die Weiterentwicklung des Elektroautos E3 mit seinen<br />

Funktionalitäten bidirektionales Laden und Batteriewechselfähigkeit<br />

sind dabei bestimmende Merkmale.<br />

Bidirektionales Laden dient vor allem dem Anheben von<br />

dezentralem Speicherpotential, um mit Hilfe von Batteriespeicher<br />

und Vehicle-to-Grid (V2G) Controller mögliche System-<br />

und Netzdienstleistungen anzubieten. Ein weiteres Element<br />

von GridSurfer liegt in der Entwicklung und Erprobung<br />

eines Batteriewechselkonzepts. Ein solches Konzept bietet<br />

neben einer schnell wiederhergestellten Mobilität vor allem<br />

die Möglichkeit, hohe Speicherkapazitäten in das Stromnetz<br />

zu integrieren. Vier Fahrzeuge bilden die 2. Generation des<br />

E3, die wie gewohnt vier Personen samt Gepäck Platz bietet<br />

und dabei auch angenehmen Komfort wie Klimaanlage, Sitzheizung,<br />

Servolenkung, ABS und Airbags an Bord hat.<br />

Michael Westerburg<br />

Projektleiter Elektromobilität<br />

Forschung & Entwicklung<br />

EWE Aktiengesellschaft<br />

Michael.Westerburg@ewe.de<br />

www.ewe.de<br />

88 Neue Mobilität Neue Mobilität 89


MODELLprojekt harz.EE-mobility<br />

MODELLprojekt harz.EE-mobility<br />

Modellprojekt Harz.EE-mobility<br />

Elektromobilität - In der Zukunft unterwegs<br />

Damit wir uns also in Zukunft auch mit elektrisch betriebenen<br />

Fahrzeugen sorgenfrei fortbewegen können, verfolgt<br />

»Harz.EE-Mobility« vor allem drei Ziele. Erstens soll die Wirtschaftlichkeit<br />

der Elektromobilität durch einen maximalen<br />

Anteil an Erneuerbaren Energien erweitert werden. Zweitens<br />

muss trotz dieser Vorbedingung die Versorgungssicherheit<br />

im Netz gewährleistet sein. Und drittens soll durch die Reduzierung<br />

des CO 2 -Ausstoßes im Personenverkehr der Klimaschutz<br />

weiter forciert werden.<br />

Die Partner im Konsortium, darunter auch das Fraunhofer Institut<br />

für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg,<br />

teilen sich die damit verbundenen Aufgaben. Das IFF<br />

verantwortet insbesondere die Entwicklung der Mobilitätsleitwarte,<br />

der Fahrzeugkommunikation und des -managements<br />

inklusive der Steuerung aller damit verbundener logistischer<br />

Prozesse. Außerdem obliegt ihm die Entwicklung<br />

der Datenverwaltung im gesamten eMobility-System.<br />

Letztendlich werden die Ergebnisse dieses Projektes die<br />

Weichen dafür stellen, wie spätere Elektro-Verkehrsnetze<br />

funktionieren. Nicht nur am Fraunhofer IFF in Magdeburg ist<br />

man sich darum der Bedeutung dieser Arbeit sehr bewusst.<br />

Mit Hochdruck wird hier an der Frage gearbeitet, wie die<br />

Steuerung der logistischen und elektrischen Prozesse für die<br />

Fahrzeuge aussehen muss, damit wir uns möglichst frei mit<br />

ihnen bewegen können. Denn noch immer ist ein Grundproblem,<br />

die Kapazitäten der Stromspeicher nicht endgültig gelöst.<br />

Bei der Planung der Infrastruktur oder der Ladestationen<br />

muss darauf Rücksicht genommen werden.<br />

Bereits Ende 2<strong>01</strong>0 werden die ersten Elektro-Flitzer im Harz<br />

unterwegs sein. Damit sie irgendwann in einem funktionierenden<br />

Gesamtsystem überall ungehindert fahren können,<br />

braucht es jedoch eine internationale Vereinheitlichung der<br />

Infrastruktur. Ladeanschlüsse, Tankstellen, Identifizierungsund<br />

Abrechnungssysteme - alles bedarf einer europaweiten<br />

Kompatibilität. Eine Aufgabe, zu der das »Harz.EE-Mobility«-<br />

Projekt einen wichtigen Beitrag leistet. Ist dies geschafft,<br />

wartet sogleich eine noch weit größere Herausforderung,<br />

nämlich die Entwicklung und der Aufbau des Gesamtnetzes.<br />

Prof. Dr.-Ing. Zbigniew A. Styczynski<br />

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg<br />

Institut für Elektrische Energiesysteme<br />

Fon 0391 67 188 66<br />

info@harzee-mobility.de<br />

www.harzee-mobility.de<br />

Ab Herbst 2<strong>01</strong>0 fahren die Stromer regulär durch Magdeburg und die Städte im Harz. Später werden sie dann Pendlern zur Verfügung<br />

stehen, die zwischen Magdeburg und dem Harz verkehren.<br />

eAutos sollen künftig in großer Zahl auf unseren Straßen rollen.<br />

Als Teil eines gänzlich neuen Verkehrs- und Energiekonzeptes<br />

stehen dabei die Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes und<br />

die Nachhaltigkeit der Energiegewinnung im Vordergrund.<br />

Seit September 2009 arbeitet ein Verbund exponierter regionaler<br />

und nationaler Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft<br />

und Forschung in dem Projekt Harz.ErneuerbareEnergien-<br />

Mobility, kurz Harz.EE-Mobility, an einer Antwort. Das Konsortium<br />

unter der Leitung der Otto-von-Guericke-Universität<br />

Magdeburg soll bis 2<strong>01</strong>1 prototypisch ein Mobilitätskonzept<br />

entwerfen, das vollkommen auf der Nutzung von Elektroenergie<br />

beruht und sich vornehmlich aus erneuerbaren<br />

Quellen speist. Seine Hauptaufgabe: Trotz der Unwägbarkeiten<br />

bei der Nutzung Erneuerbarer Energien für den Antrieb<br />

von Fahrzeugen soll die Mobilität des Menschen nicht<br />

nennenswert beeinträchtigt werden. Dass das keine unlösbare<br />

Aufgabe, sondern absolut realistisch ist, wollen die<br />

Partner sichtbar unter Beweis stellen. Schon bald soll durch<br />

den Harz eine kleine Flotte von Elektro-Autos fahren, die sich<br />

auf eine exemplarische, flächendeckende Elektro-Infrastruktur<br />

für ihre Energieversorgung stützen kann.<br />

90 Neue Mobilität<br />

Ausgangspunkt und Voraussetzung für »Harz.EE-Mobility«<br />

ist der hohe Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung<br />

in der gesamten Harzregion. Bereits heute werden<br />

hier mehr als 60 Prozent der Energie aus Wind, Sonne und<br />

anderen alternativen Quellen gewonnen. Über das Projekt<br />

RegModHarz werden sie unter anderem auch für die Verwendung<br />

im Zuge der Elektromobilität verfügbar gemacht. Dafür<br />

entwickelt »RegModHarz« ein intelligentes Stromnetz, ein<br />

sogenanntes »smart grid«. Mit seiner Hilfe kann die Energie<br />

aus unterschiedlichen Quellen in ein funktionierendes, stabiles<br />

Versorgungsnetz eingespeist werden.<br />

Zu diesem Zweck hat das Konsortium neue, intelligente Ladestationen<br />

und ein komplexes Kommunikations- und Steuerungssystem<br />

entwickelt. Zusammen mit den Elektrofahrzeugen<br />

bilden sie ein intelligentes, mobiles Speichernetz für<br />

elektrischen Strom. Die Grundlage dafür wird in erster Linie<br />

durch die Rückspeisefähigkeit der neuen Fahrzeugbatterien<br />

geschaffen. Dank dieser Technologie können die Elektroautos<br />

sowohl Energie speichern, als sie bei Bedarf auch wieder<br />

in das Netz zurückgeben. Damit werden die Fahrzeuge zum<br />

Bestandteil eines dezentralen, zum Teil mobilen Energiespeichernetzes,<br />

aus dem das zukünftige Stromnetz etwa zu Spitzenzeiten<br />

mit zusätzlicher Energie versorgt werden kann. Es<br />

bildet das Fundament für den weiteren Ausbau Erneuerbarer<br />

Energien und somit auch die Basis für die Nutzung im Rahmen<br />

der Elektromobilität von Morgen.<br />

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Die deutsche Elektroindustrie sieht sich mit dem Aufbau eines<br />

Leitmarktes Elektromobilität einer großen Herausforderung<br />

gegenüber. Die Reduktion des CO 2<br />

-Ausstosses einerseits<br />

und der essentielle Wandel existenter Energiesysteme<br />

andererseits stellen hierbei die unterschiedlichen<br />

Perspektiven der Entwicklung der Elektromobilität dar.<br />

Charakteristisch für die Elektromobilität ist der Umstand,<br />

dass das Automobil und die Netzinfrastruktur eine<br />

Symbiose eingehen und das Automobil somit eine<br />

integrative Komponente des Energiesystems verkörpert.<br />

Hier kommt die hohe Innovationsdynamik von Nexans<br />

als führender Leitungs- und Komponentenhersteller zum<br />

Tragen, in dem die an die Ladeleitungen gestellten<br />

Anforderungen applikationsgerecht in Konstruktion und<br />

Design Berücksichtigung finden.<br />

Nexans Deutschland GmbH<br />

Sieboldstrasse 10 · 90411 Nürnberg<br />

Tel +49 911 5207 499 · Fax +49 911 5207 598<br />

www.nexans.de


MODELLprojekt eE-Tour allgäu<br />

MODELLprojekt eE-Tour allgäu<br />

eE-Tour Allgäu<br />

WEITERE DETAILS ÜBER DAS PROJEKT eE-TOUR ALLGÄU FINDEN SIE AUF DER INTERNET-SEITE UNTER WWW.EE-TOUR.DE<br />

Die größte zusammenhängende Tourismusregion Deutschlands<br />

hat bedingt durch seine ländliche Infrastruktur und bergige<br />

Topographie hohe Ansprüche an Umweltschutz und individuelle<br />

Mobilität. Mit dem Projekt eE-Tour Allgäu als Teil<br />

des Förderprogramms »IKT für Elektromobilität« sollen die<br />

Möglichkeiten der Elektromobilität im ländlichen Raum erforscht<br />

und realisiert werden.<br />

Ziele und Herausforderungen. Schwerpunkt des Projektes ist<br />

zum einen die Untersuchung des Mobilitätsverhaltens der<br />

Gäste in der Region, zum anderen ist auch das Angebot der<br />

Elektromobilität für Einheimische als sinnvolle Mobilitätsalternative<br />

Gegenstand der Forschung. Dieses Ziel kann nur<br />

über intelligente IKT Steuerung im eAuto erreicht werden.<br />

Die Ladesäuleninfrastruktur im Allgäu, mit mittlerweile mehr<br />

als einem Dutzend Ladesäulen, wurde vom Energieversorger<br />

Allgäuer Überlandwerk installiert. Der Strom ist CO 2 -frei und<br />

wird während der Projektlaufzeit, allen Besitzern von eAutos<br />

im Allgäu, kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Auswahl<br />

der Ladesäulenstandorte wurde durch räumliche Analysen<br />

des aktuellen Verkehrsnetzes im Allgäu und unter Berücksichtigung<br />

von touristischen Einflüssen, wie Einwohner- und<br />

Übernachtungszahlen, von den beteiligten Hochschulen und<br />

Universitäten ermittelt.<br />

92 Neue Mobilität<br />

Als einzige Modellregion werden in diesem Projekt eAutos in<br />

einem Car-Sharing-Modell an Hotels bzw. Gäste und Einheimische<br />

vermietet. Einige Hotels in verschiedenen Allgäuer<br />

Orten haben bereits Ende Juli die ersten eAutos erhalten und<br />

die Vermietung erfolgreich gestartet.<br />

Mit einer ausreichenden Ladeinfrastruktur von öffentlichen<br />

Ladesäulen im Allgäu und der Anschaffung von Elektrofahrzeugen<br />

allein ist es allerdings nicht getan. Nur mit einer intelligenten<br />

Steuerung durch Informations- und Kommunikationstechnik<br />

sind Elektrofahrzeuge und das Gesamtsystem<br />

der Elektromobilität realisierbar.<br />

Deshalb steht in dem »eE-Tour Allgäu« Forschungsprojekt<br />

auch die Entwicklung eines neuartigen Kommunikationskonzepts<br />

im Mittelpunkt, das über einen intelligenten Car-PC die<br />

Fahrer sicher durchs Allgäu steuert. Ziel ist es, ein nutzerfreundliches<br />

Fahrerassistenz-System zur energieoptimierten<br />

Routenführung zu entwickeln.<br />

Stefan Mayer<br />

Allgäuer Überlandwerke<br />

s.mayer@auew.de<br />

Energiegeladene Urlaubstouren<br />

Mit 17 Millionen Übernachtungen pro Jahr ist das Allgäu eine<br />

der beliebtesten deutschen Urlaubsregionen. Leider belasten<br />

die umsatzbringenden Touristen durch ihre Fahrzeugemissionen<br />

auch die Umwelt. Deshalb ist das Modellprojekt eE-Tour<br />

Allgäu eine interessante Alternative: eine Flotte von etwa 50<br />

Elektrofahrzeugen - vom Pedelec bis zum eAuto - wird in diesem<br />

Pilotversuch an Urlauber (und natürlich auch Einheimische)<br />

vermietet, um die Möglichkeiten der Elektromobilität<br />

im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar zu machen.<br />

Den benötigten Strom können die Nutzer in allen größeren<br />

Städten der Region kostenlos laden. Dafür ist die Ladesäule<br />

complEo ® von EBG ein wichtiger Bestandteil im Konzept des<br />

Energieversorgers AÜW. Sie verfügt nicht nur über vier verschiedene<br />

Steckdosen; ihre wichtigste Komponente ist eine<br />

Mikro-Controller-Einheit, über die alle relevanten Prozesse<br />

gesteuert werden.<br />

Der wirklich zukunftsorientierte Aspekt des Projekts liegt<br />

nämlich nicht allein in der Verwendung Erneuerbarer Energien,<br />

sondern auch im Einsatz intelligenter Kommunikationstechnologie.<br />

Die Fahrzeuge wurden dafür mit einem Kommunikationssystem<br />

ausgerüstet, das wesentlich umfassender<br />

ist, als ein klassisches Navigationsgerät: es informiert<br />

den Fahrer neben den Routenoptionen auch über den<br />

Ladezustand der Batterie und die damit verbundenen Details.<br />

So werden die am günstigsten gelegenen Ladesäulen<br />

aufgezeigt und angesteuert. Über einen Chip identifiziert<br />

sich der Nutzer und kann dann sein Ladekabel einstecken.<br />

Alle Daten des Ladevorgangs werden erfasst und können<br />

per Internet weiterverwertet werden, was in der Zukunft<br />

nicht nur für Bezahlsysteme, sondern auch für Smart Grid-<br />

Konzepte wichtig ist.<br />

Mit complEo ® kann EBG eine Ladestation anbieten, die für<br />

den Einsatz im Freien optimal geeignet ist. Das schlagfeste<br />

Gehäuse aus gepresstem Kunststoff ist robust und von der<br />

Konstruktion sowohl vor Witterungseinflüssen als auch Vandalismus<br />

geschützt. Und durch die innovative Technologie<br />

lässt sie sich in viele Bezahl- und Kommunikationssysteme<br />

problemlos einbinden.<br />

www.ebg-luenen.de<br />

Ladeinfrastruktur<br />

•• Interoperabilität<br />

•• Sicherheit durch<br />

verfahrbare Steckdosen<br />

•• Autorisierung per<br />

Mobiltelefon oder RFID<br />

•• Vandalismusgeschützte<br />

Bauweise<br />

•• Bewährtes glasfaserverstärktes<br />

Kunststoffgehäuse<br />

Informations- &<br />

Kommunikationstechnik<br />

• Einbindung in<br />

Smart-Grid-Konzepte<br />

• Vernetzung via Internet<br />

mit Backend-System<br />

• Kommunikation<br />

mit dem Fahrzeug<br />

www.ebg-luenen.de<br />

Elektro-Bauelemente GmbH<br />

Elektro-Bauelemente GmbH<br />

An der Wethmarheide 17<br />

D-44536<br />

An der Wethmarheide<br />

Lünen<br />

17<br />

D-44536 Lünen<br />

fon +49 (0) 23 06 - 923-3<br />

fax fon +49 +49 (0) (0) 23 230606 - 29 - 923-3 20<br />

fax +49 (0) 23 06 - 29 20<br />

info@ebg-luenen.de<br />

info@ebg-luenen.de<br />

artwork: www.exprim.de


Modellprojekt Future Fleet<br />

Modellprojekt Future Fleet<br />

SAP runs greener-Future Fleet<br />

Erstmals Elektroautos in der betrieblichen Fahrzeugflotte<br />

Weitere Informationen unter www.futurefleet.de<br />

Der Elektromobilität gehört die Zukunft. Doch noch sind<br />

Elektroautos teuer und haben eine begrenzte Reichweite.<br />

Damit sie zum Einsatz kommen, bedarf es neben Forschungsund<br />

Entwicklungsarbeit auch innovativer Nutzungskonzepte.<br />

Ein Ansatzpunkt könnte ihr Einsatz in betrieblichen Fahrzeugflotten<br />

sein, wie das von SAP geleitete Forschungsprojekt<br />

Future Fleet zeigt.<br />

Im Januar 2<strong>01</strong>1 ist es soweit. Dann werden rund 30 Elektroautos<br />

in der Metropolregion Rhein-Neckar zu sehen sein - bunt<br />

beklebt mit dem grünen Schriftzug »Future-Fleet« und den<br />

Logos der fünf Projektpartner. Die Autos sind Teil des Feldtests<br />

des Forschungsprojekts Future Fleet, das vom Bundesumweltministerium<br />

gefördert wird und zum Forschungsprogramm<br />

»IKT für Elektromobilität« gehört.<br />

Projektpartner sind neben SAP der Mannheimer Energieversorger<br />

MVV Energie sowie drei Einrichtungen, die das<br />

Projekt sozialwissenschaftlich begleiten: das Institut für<br />

sozial-ökologische Forschung (ISOE), das Öko-Institut und<br />

die Hochschule Mannheim. SAP und MVV Energie nehmen<br />

Doppelrollen im Projekt ein: Sie testen die Elektrofahrzeuge<br />

in ihrem Fuhrpark, entwickeln aber auch die technischen Voraussetzungen<br />

für deren Einsatz.<br />

So baut MVV Energie die Ladestationen auf, an denen die<br />

Teilnehmer des Feldtests ihr Elektrofahrzeug aufladen<br />

können - die Ladepunkte befinden sich in Mannheim bei<br />

MVV Energie sowie an den SAP-Standorten in Walldorf, St.<br />

Leon-Rot, Bensheim und Karlsruhe. Die Fahrzeuge werden<br />

dabei ausschließlich mit Strom aus Erneuerbaren Energie-<br />

quellen geladen. Denn nur dann ist der Einsatz der Elektroautos<br />

frei von CO2 2 -Emissionen und damit nachhaltig.<br />

SAP entwickelt einen Softwareprototyp, mit dem sich der<br />

Einsatz der Elektroautos steuern lässt. Wer eine Dienstfahrt<br />

vor sich hat, meldet sie im System an. Der Rechner reserviert<br />

dann die benötigten Ladestationen und stellt sicher, dass<br />

ein Wagen mit ausreichender Batterieladung zur Verfügung<br />

steht.<br />

Ziel des Projekts ist es, Erkenntnisse über Nutzerakzeptanz<br />

und Mobilitätsverhalten zu erhalten sowie die Barrieren und<br />

Potenziale von Elektrofahrzeugen in betrieblichen Fahrzeugflotten<br />

im Praxistest zu ermitteln. ISOE und die Hochschule<br />

Mannheim befragen hierzu die Teilnehmer des Feldversuchs<br />

zu ihren Erfahrungen und Anregungen; das Öko-Institut untersucht<br />

den Umweltnutzen der Fahrzeuge.<br />

Neben Future Fleet ist SAP an weiteren Forschungsprojekten<br />

zur Elektromobilität beteiligt, darunter die vom Bundeswirtschaftsministerium<br />

geförderten Projekte MeRegioMobil<br />

und e-mobility. Dies spiegelt die große Rolle wieder, die die<br />

Informations- und Kommunikationstechnik bei der Mobilität von<br />

morgen hat. Nicht nur eine ausgereifte Fahrzeugtechnologie<br />

ist nötig, sondern auch intelligente IT-Lösungen, die die<br />

Beladung der Fahrzeuge und die Abrechnung koordiniert.<br />

Joachim Marx SAP AG<br />

futurefleet@sap.com<br />

www.sap.com<br />

<br />

Stadtbildkonforme<br />

Ladeinfrastruktur<br />

eCarTec<br />

19.-21.10.2<strong>01</strong>0<br />

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| Strom tanken<br />

mit Langmatz.<br />

Der Zukunft ein<br />

Stück näher.<br />

Wir sind dabei<br />

– und freuen<br />

uns auf Ihren<br />

Besuch!<br />

Halle B5<br />

Stand 434<br />

Langmatz GmbH | Am Gschwend 10<br />

D-82467 Garmisch-Partenkirchen<br />

www.langmatz.de


Modellprojekt Smart Wheels<br />

MeRegioMobil: Nähere Informationen zun dem Modellprojekt<br />

MeRegioMobil finden Sie im EnBW-Artikel auf Seite 24/25.<br />

Eine ausführliche Berichterstattung zum Modellprojekt e-mobility<br />

folgt in einer der kommenden Ausgaben der Neuen Mobilität<br />

Dr.-Ing. Peter Wolters, FEV Motorentechnik GmbH<br />

Hinter Smart Wheels steht ein Konsortium von 7 Partnern<br />

unter der Konsortialführung von FEV Motorentechnik. FEV<br />

selbst ist für die Entwicklung und Bereitstellung von 11 IKTadaptierten<br />

Elektro-Pkw sowie für die Überwachung des<br />

Feldversuchs verantwortlich. Die Stadtwerke Aachen AG<br />

(Stawag) bearbeitet gemeinsam mit den Stadtwerken Duisburg<br />

die Integration der Elektromobilität in die Infrastruktur<br />

von Stadtwerken.<br />

Die Entwicklung der Ladestation wird von Fa. Mennekes<br />

wahrgenommen. Seitens der RWTH Aachen sind vier Institute<br />

im Konsortium vertreten: das Institut für Hochspannungstechnik<br />

(IFHT) untersucht gemeinsam mit der<br />

Forschungsgemeinschaft für Elektrische Anlagen und<br />

Stromwirtschaft e.V. (FGH) die Integration der Elektromobilität<br />

in die Verteilungsnetze; das Institut für Stromrichtertechnik<br />

und Elektrische Antriebe (ISEA) ist für die<br />

Batterie- und Ladetechnik sowie für die Bereitstellung eines<br />

Batteriesystems für einen Elektro-Bus verantwortlich;<br />

am Institut für Kraftfahrzeuge (ika) werden ein Elektro-Bus<br />

aufgebaut sowie Möglichkeiten des induktiven Ladens<br />

erprobt; der Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen<br />

(vka) rüstet eines der Elektrofahrzeuge mit einem Range<br />

Extender zwecks Darstellung einer von der Batteriegröße<br />

unabhängigen Reichweite aus. Das Forschungsinstitut für<br />

Rationalisierung an der RWTH Aachen (FIR) verfolgt Ansätze<br />

und Geschäftsmodelle zur ökonomischen Realisierbarkeit<br />

von Elektromobilität. Die regio iT aachen Gesellschaft für<br />

Informationstechnologie mbH realisiert die Umsetzung der<br />

Identifizierung, Autorisierung, Abrechnung und Marktkommunikation<br />

in erweiterten Szenarien mit mehreren überregionalen<br />

Ladesäulenbetreibern und eMobilitätsanbietern.<br />

Und die speziellen Aspekte einer auf Car Sharing beruhenden<br />

Individualmobilität werden von der DB Rent GmbH im<br />

Feldversuch analysiert.<br />

Das Projekt läuft bis zum 30.09.2<strong>01</strong>1. Der Feldversuch mit 14<br />

Elektro-Pkw, 25 Elektro-Rollern und einem Elektro-Bus startet<br />

im Oktober 2<strong>01</strong>0.<br />

Dr.-Ing. Peter Wolters<br />

FEV Motorentechnik GmbH<br />

Neuenhofstr. 181<br />

52078 Aachen<br />

wolters@fev.com<br />

www.smart-wheels.de<br />

Intelligente Elektromobilität in der<br />

Modellregion Aachen<br />

Ziel des Projektes Smart Wheels ist die Entwicklung von<br />

Geschäftsmodellen und IKT-Lösungen für eine intelligente<br />

Elektromobilität und deren Demonstration in der E-ENERGY<br />

Modellregion Aachen. Die im Projekt Smart Watts entwickelten<br />

Ansätze für ein intelligentes Energiesystem werden so<br />

erweitert, dass die Verbreitung von Elektromobilität durch<br />

eine konvergente Netzintegration der Elektrofahrzeuge<br />

ebenso wie durch innovative Geschäftsmodelle für einen<br />

flächendeckenden und intermodalen Ausbau gefördert wird.<br />

Letztlich sollen die Lösungen dazu führen, dass Elektromobilität<br />

für die Nutzer komfortabler und wirtschaftlich attraktiver<br />

wird.<br />

Insbesondere das INTERNET DER ENERGIE wie auch die<br />

darauf aufbauenden informationslogistischen Konzepte für<br />

mobile Verbraucher werden für eine IKT-gestützte Elektromobilität<br />

erweitert. In der Modellregion Aachen werden die<br />

hierfür erforderlichen Voraussetzungen und Infrastrukturen<br />

geschaffen und bereitgestellt.<br />

Internet der Energie<br />

96 Neue Mobilität


S.A.T. Sonnen- und alternativtechnik<br />

S.A.T. Sonnen- und alternativtechnik<br />

Aus Überzeugung, aus Verantwortung und aus Vernunft<br />

S.A.T. Sonnen- und AlternativTechnik<br />

Intelligente Energiekonzepte - für heute und morgen<br />

Aus Überzeugung, aus Verantwortung und aus Vernunft.<br />

Bereits im 14. Jahr konzentriert sich der mittelständische<br />

Dienstleister S.A.T. Sonnen- und AlternativTechnik aus<br />

Nordfriesland auf die Realisierung von Systemen auf Basis<br />

Erneuerbarer Energien. Unterschiedliche Fachbereiche übernehmen<br />

aus dem Unternehmen heraus das gesamte Projektmanagement<br />

mit allen Leistungsphasen von der Konzeption,<br />

Projektierung und Installation bis zum Monitoring und dem<br />

Service von Solar-Stromanlagen, Solartechniken für den Einund<br />

Mehrfamilienhaushalt, Pelletheizungen, Wärmepumpen,<br />

Brennwerttechniken sowie Kleinwindenergieanlagen und<br />

Elektromobil-Konzeptlösungen.<br />

Bereits im Gründungsjahr 1996 konzentrierte sich der<br />

klassische Heizung-Sanitär-Klima-Handwerksbetrieb auf<br />

den sinnvollen und effektiven Einsatz der Rohstoffe und<br />

die optimale Nutzung der Sonnenenergie. Heute gilt S.A.T.<br />

mit fünf Niederlassungen in Norddeutschland als einer der<br />

erfahrensten Dienstleister dieser Region und ist auch erfolgreich<br />

in Kanada aktiv. Mit der wachsenden Fachkenntnis<br />

und einem ökonomisch und ökologisch erfolgreichen<br />

Unternehmenskonzept wurde bis heute ein Team mit rund<br />

150 qualifizierten Mitarbeitern aufgebaut, das sich durch die<br />

Vielseitigkeit und der hohen Qualität und Zuverlässigkeit bei<br />

der Ausführung der Arbeiten auszeichnet.<br />

Die Geschäftsführer Björn Jacobsen und Dipl. Ing. Thorsten<br />

Höfer sehen die Förderung der Erneuerbaren Energien als<br />

eine der wichtigsten Aufgaben an und engagieren sich<br />

neben der Etablierung entsprechender Systeme auch auf die<br />

Festigung und Weiterentwicklung der Kompetenzen innerhalb<br />

des Teams. Mit dem Ziel, innovative Entwicklungen im<br />

Bereich Energietechnologie auszubauen und auch aus persönlicher<br />

Überzeugung widmet sich S.A.T. der Umsetzung dieser<br />

Technologien - im privaten wie auch im gewerblichen Bereich.<br />

Darüber hinaus gilt die Vorbildfunktion des Unternehmens,<br />

die Information, Ausbildung und Miteinbeziehung der jungen<br />

Generation nicht nur bei der Unternehmensleitung als ein<br />

Selbstverständnis.<br />

Die aufgrund der ursprünglichen Kernkompetenzen vorhandenen<br />

fundierten Kenntnisse der Gewerke Heizung-<br />

Klima-Sanitär wurden durch das kontinuierliche Wachsen<br />

des Mitarbeiterstammes erweitert. Die Einstellung von<br />

Elektronikern und Ausbildung von Montagefachkräften für<br />

Anlagen zur Nutzung solarer Energie sorgte dafür, dass der<br />

eigene Personalstamm miteinander wachsen und voneinander<br />

lernen konnte. Als einer weniger Handwerksbetriebe<br />

in Schleswig-Holstein ist S.A.T. in der Lage, alle Gewerke der<br />

Haustechnik aus einem Betrieb und einem gesamten Team<br />

heraus zur Verfügung zu stellen - und das darüber hinaus mit<br />

dem Ziel, Erneuerbare Energien und zukunftsfähige Systeme<br />

zur eigenen Versorgung zu nutzen.<br />

Aus Verantwortung und Fachkenntnis setzt sich das Unternehmen<br />

zudem für die Entwicklung der Strukturen innerhalb<br />

der Elektromobilität ein. Neben der aktiven Unterstützung<br />

regionaler Projekte Pro-Elektromobilität werden am Firmensitz<br />

in Struckum bereits im zweiten Jahr Elektrofahrzeuge im täglichen<br />

Betrieb getestet und auch zum Verkauf angeboten. Als<br />

eine der Ersten in Nordfriesland wurde hier im Frühjahr 2<strong>01</strong>0<br />

eine Solarstromtankstelle für den Eigenverbrauch in Betrieb<br />

genommen. Ausschließlich mit Strom aus Erneuerbaren<br />

Energien werden an dieser Solarstromtankstelle Segways,<br />

eBikes, der Vectrix-Roller und auch der Tesla Roadster, den<br />

S.A.T. gemeinsam mit dem Partnerunternehmen gp joule<br />

bereits 2009 erworben hat, betankt. Durch die Anschaffung<br />

des Teslas Roadster wird zum einen Aufklärungsarbeit geleistet<br />

und zum anderen der Absatz des Elektromobils, und<br />

damit die Massentauglichkeit, unterstützt. In diesem Zuge<br />

wird der Fuhrpark zur täglichen Nutzung zum Jahreswechsel<br />

um weitere Elektromobile wie zum Beispiel den i-Miev von<br />

Mitsubishi ergänzt.<br />

Als Erweiterung des bisherigen Leistungsspektrums gehört<br />

heute neben dem Vertrieb von Elektromobilen<br />

wie dem zweirädrigen Personal-Transporter »Segway«<br />

und Elektrofahrrädern auch die Realisierung von Solar-<br />

Carportanlagen für 2 bis zu 300 Stellplätzen zum Konzept<br />

des Unternehmens. Hierbei steht nicht nur die sinnvolle<br />

Nutzung von bestehenden Parkplätzen und versiegelten<br />

Flächen durch die Installation von Photovoltaik-Anlagen im<br />

Vordergrund. Gerade die Kombination mit dem Vertrieb von<br />

Elektrofahrzeugen für den Alltag gilt als eines der zukünftig<br />

relevanten Projekte zur Förderung der Elektromobilität.<br />

Wie bei allen Systemen aus dem Hause S.A.T. erfolgt auch<br />

die Umsetzung der Solar-Carportanlagen, wahlweise in<br />

Kombination mit dem Erwerb von Elektrofahrzeugen, mit<br />

eigenem Fachpersonal - von der Planung, der Projektleitung<br />

und der Installation bis zum Service der PV-Anlage und der<br />

Fahrzeuge.<br />

www.alternativtechnik.de<br />

98 Neue Mobilität Neue Mobilität 99


speed-e.me - eMobility Shop Berlin<br />

Besuchen Sie uns auf der<br />

eCarTec Halle B5 Stand 614<br />

Der Elektrobike-Spezialist in Berlin<br />

Begeisterung & Faszination für eMobilität: GRACE | GOCYCLE | Winora | Raleigh | Sachs<br />

Elektro-Transportrad iBULLITT<br />

Mit Tante Paula<br />

in die Elektromobilität einsteigen<br />

PROBEFAHRTEN<br />

Kompetenz für eBikes und eScooter ob als Flotte oder handgefertigte<br />

Einzelstücke.<br />

DER ARENA<br />

Die Faszination einer starken und gleichzeitig leisen Beschleunigung,<br />

verbunden mit einem umweltbewussten<br />

Fahrerlebnis wird eine Welle der Begeisterung in der Gesellschaft<br />

auslösen.<br />

VOR<br />

»Wir wollen die Menschen von der neuen Form der Mobilität<br />

begeistern«, betont Frank Müller, Geschäftsführer von<br />

speed-e.me. »Jeder, der einmal selbst mit einem Elektrofahrzeug<br />

gefahren ist, weiß, welcher Fahrspaß damit verbunden<br />

ist. Genau das wollen wir nach außen tragen, deshalb<br />

unterstützen wir den Bundesverband eMobilität bei seinen<br />

eRoadshows.«<br />

Im eBike-Shop in Berlin Mitte wird Elektromobilität in entspannter<br />

Atmosphäre direkt erfahrbar. speed.e-me bietet<br />

eine große Auswahl an Elektrofahrzeugen - vom eBike, über<br />

Pedelecs und eScooter bis hin zum elektrischen Transportfahrrad<br />

iBullit. Hier kann jeder ganz ungezwungen die Neue<br />

Mobilität entdecken.<br />

Montag - Freitag 10:00 - 19:00 h & Samstag 11:00 - 16:00 h<br />

Gottfried Spener<br />

Wallstraße 16<br />

1<strong>01</strong>79 Berlin<br />

gs@speed-e.me<br />

www.speed-e.me<br />

Elektroroller spielen nicht nur im Stadtverkehr<br />

ihre ganze Stärke aus<br />

Mit der Elektromobilität deutet sich eine technologische<br />

Zeitenwende an. Die Automobilindustrie arbeitet mit<br />

Hochdruck am Elektroauto, um auch zukünftig wettbewerbsfähig<br />

sein zu können. Ein sofortiger Einstieg in die<br />

Elektromobilität ist mit den kultigen Tante Paula Elektrorollern<br />

möglich, die es problemlos mit den angesagten<br />

eBikes aufnehmen können. Die umweltschonenden und<br />

handlichen Modelle »Ferdinand II« und »Maximilian II«<br />

sind bis zu 32 km/h schnell, surren leise an jeder Tankstelle<br />

vorbei und haben gerade einmal einen Stromverbrauch<br />

von 50 Cent auf 100 km. Eine Akkuladung reicht<br />

für rund dreißig Kilometer umweltschonenden Fahrspaß.<br />

Nach drei Stunden ist die Batterie wieder voll und für<br />

die nächste Fahrt bereit. Selbst Steigungen schaffen die<br />

leistungsstarken Elektromotoren ohne große Anstrengung.<br />

Hochwertige Komponenten, wie ein komfortables<br />

Federungssystem, ein Dual-Disc Scheibenbremssystem,<br />

moderne Elipsoid-Scheinwerfer oder geländegängige<br />

Motorrad-Reifen garantieren langlebiges Fahrvergnügen.<br />

In der Stadt ist der kultige Scooter um ein Vielfaches<br />

schneller als herkömmliche Fortbewegungsmittel und<br />

Parkplatzsorgen sind passé. Die ausgeklügelte Bauweise<br />

des Rollers erlaubt ein sekundenschnelles Zusammenklappen,<br />

so dass Tante Paula in fast jedem Kofferraum für<br />

die nächste Spritztour verstaut werden kann.<br />

Die<br />

Coolsten<br />

sind<br />

eBikes<br />

www.speed-e.me<br />

speed-e.me<br />

Premium eBike Shop Berlin<br />

HENI Helmut Niemeyer GmbH<br />

Walter-Freitag-Straße 9a<br />

42899 Remscheid<br />

Fon 02191 95 58 0<br />

www.tante-paula.eu<br />

100 Neue Mobilität Neue Mobilität 1<strong>01</strong>


BEM-LANDESVERTRETUNG NRW<br />

BEM-Landesvertretung NRW<br />

Im September 2<strong>01</strong>0 haben e-WOLF und der Bundesverband eMobilität gemeinsam<br />

die BEM-Landesvertretung NRW im e-WOLF CENTER KÖLN eröffnet.<br />

Eröffnung Landesvertretung NRW im e-WOLF CENTER KÖLN<br />

Das weltweit größte Sortiment an elektrisch betriebenen Fahrzeugen<br />

können wir Ihnen auf einer Seite leider nicht darstellen...<br />

www.ewolf-car.com<br />

Neben den Rednern des Abends Harry K. Voigtsberger,<br />

Wirtschaftsminister in Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Andreas<br />

Knie, DB Rent AG, Dr. Peter Steinkamp, RheinEnergie AG<br />

und Prof. Lutz Eckstein, RWTH Aachen kamen zum Empfang<br />

zahlreiche geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien<br />

zur Eröffnung der BEM-Landesvertretung NRW.<br />

Die Landesvertretung unterstützt die Ziele des Bundesverbands<br />

eMobilität auf Landesebene. Ein Forum, das zukunftsweisende<br />

Gedanken und Ideen kommuniziert und dadurch<br />

die Begeisterung und Faszination für Elektromobilität innerhalb<br />

der Gesellschaft integriert. Mit dem Elektrofahrzeug-<br />

Spezialisten e-WOLF wurde ein idealer Partner in NRW<br />

gefunden, um die Mobilität auf Basis Erneuerbarer Energien<br />

auf elektrische Antriebsarten umzustellen.<br />

Entwicklungsdynamik auch weiterhin erfolgreich in dem<br />

emobilen Marktumfeld positionieren wird. Wir versprechen<br />

uns von der Zusammenarbeit eine nachhaltige Elektromobilisierung<br />

Nordrhein-Westfalens.«<br />

Durch die Kooperation mit e-WOLF kann die BEM-Landesvertretung<br />

NRW auf über 1.000 Quadratmetern eine eindrucksvolle<br />

Erlebniswelt der Elektromobilität zeigen. In der Fahrzeugmanufaktur<br />

in Köln/Frechen lässt sich Elektromobilität<br />

hautnah erleben: neben Ausstellungsfläche, Montage- und<br />

Servicebereich werden wissenswerte und interessante Einblicke<br />

in die Zukunft der Individualmobilität geliefert. Vom<br />

eRoller über den Elektro-Sportwagen bis hin zum Elektro-LKW<br />

kann vor Ort alles besichtigt und gefahren werden.<br />

»Mit Kai Schönenberg, Marketing- und Projektleiter des<br />

BEM-Mitgliedsunternehmens e-WOLF, haben wir einen<br />

vielseitig vernetzten Elektromobilitäts-Experten als Ansprechpartner<br />

für die Landesvertretung NRW des Bundesverbands<br />

eMobilität gewinnen können«, so Christian Heep, BEM-<br />

Marketing-Vorstand aus Berlin, der sich auf die Zusammenarbeit<br />

in der NRW-Heimat freut: »e-Wolf ist ein<br />

beeindruckendes Unternehmen, dass sich mit seinem<br />

Qualitätsanspruch, einem durchdachten und sehr ansprechenden<br />

Markenauftritt und einer ambitionierten Produkt- und<br />

BEM-Landesvertretung NRW<br />

im e-WOLF CENTER KÖLN<br />

Ernst-Heinrich-Geist-Straße 5<br />

50266 Frechen / Köln<br />

Fon 02234 277 75 98<br />

kai.schoenenberg@bem-ev.de<br />

In Kooperation mit<br />

102 Neue Mobilität Neue Mobilität 103


BEM-LANDESVERTRETUNG Bayern<br />

BEM-Landesvertretung Bayern<br />

»Ich freue mich, dass wir in Ingolstadt im Süden der Republik vertreten sind und die<br />

hier vorhandenen Potenziale im Bereich Elektromobilität weiter ausbauen können.«<br />

Auch eine zweite Seite reicht nicht aus, zur Darstellung unserer Leistungsfähigkeit und Qualität.<br />

Alle Fahrzeuge, Preise und Informationen:<br />

www.ewolf-car.com<br />

Eröffnung Landesvertretung Bayern im Februar 2<strong>01</strong>0<br />

Christian Neuber / Leiter BEM-Landesvertretung Bayern<br />

Die BEM-Landesvertretung Bayern unterstützt als regionales<br />

Kompetenzzentrum für Elektromobilität die Ziele des<br />

Bundesverbands auf Landesebene. Im Rahmen von eRoadshows,<br />

Messen und anderen Veranstaltungen im süddeutschen<br />

Raum werden die Köpfe der Branche miteinander<br />

vernetzt und zukunftsweisende Kooperations- und Geschäftsmodelle<br />

entwickelt, um Elektromobilität langfristig im Bewusstsein<br />

der Gesellschaft zu verankern. »Nur gemeinsam schaffen<br />

wir es, Elektromobilität bundesweit auf die Straße zu bringen«,<br />

betont Michael Hofmann, BEM-Finanzvorstand.<br />

Seit Februar 2<strong>01</strong>0 leitet Christian Neuber die BEM-Landesvertretung.<br />

»Als Technikbegeisterter ist es sehr spannend<br />

in diesem Umfeld tätig zu sein. Wir müssen uns darüber im<br />

klaren sein, dass künftig Fahrzeuge mit neuem Design und<br />

neuen Funktionalitäten gänzlich neue Mobilitätskonzepte<br />

ermöglichen.« Seine jahrelange Erfahrung als Konstrukteur<br />

in der Automobilbranche und die Leidenschaft für technische<br />

Innovation machen ihn für den Bundesverband eMobilität<br />

zum idealen Partner.<br />

BEM-Landesvertretung Bayern<br />

Tränktorstraße 10<br />

85049 Ingolstadt<br />

Fon 0841 8857 490<br />

christian.neuber@bem-ev.de<br />

Besuchen Sie uns auf der eCarTec<br />

Halle B5 Stand 614 oder in unserem<br />

Showroom in Ingolstadt.<br />

104 Neue Mobilität<br />

eMOBILITY SHOP INGOLSTADT<br />

electric movement GmbH // Tränktorstr. 10 // 85049 Ingolstadt // Fon 0841 88 57 490 // info@electric-movement.de // www.electric-movement.de


eBike & eScooter Shop Berlin<br />

BEM-<br />

MITGLIEDER<br />

Bitte Unterstützen Sie uns mit Ihren Ideen, Projekten und<br />

Ihrer Begeisterung. Zeigen Sie sich und Ihr Engagement für<br />

eMobilität.<br />

Der Bundesverband eMobilität vernetzt die Akteure aus<br />

Wirtschaft, Politik und Medien miteinander, fördert die öffentliche<br />

Wahrnehmung für Elektromobilität durch zahlreiche<br />

Veranstaltungen und setzt sich für die notwendigen infrastrukturellen<br />

Veränderungen ein. Von Beginn an sind die<br />

Mitglieder das wichtigste Potential des Verbands.<br />

»Die Einbindung unserer Mitglieder in die verschiedensten<br />

BEM-Aktionen, Veranstaltungen und Projekte ist deshalb<br />

eines unserer wichtigsten Aufgaben im tagespolitischen<br />

Geschäft. Darüber hinaus sorgen wir dafür, dass sich unsere<br />

Mitglieder untereinander vernetzen, um über Branchengrenzen<br />

hinaus neue Kooperations- und Geschäftsmodelle zu<br />

entwickeln«, so Kurt Sigl, BEM-Präsident.<br />

Zu den Aufgaben des BEM gehört die Verbesserung der gesetzlichen<br />

Rahmenbedingungen für den Ausbau der Elektromobilität<br />

als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept<br />

und die Durchsetzung einer Chancengleichheit<br />

bei der Umstellung auf Elektromobilität.<br />

www.bem-ev.de<br />

www.eMobileTicker.de<br />

Die Branche der Elektromobilität wird bei der Schaffung von<br />

Arbeitsplätzen zu den starken Wachstumsbranchen in Deutschland<br />

gehören. Es ist unverzichtbar, sich gemeinsam und<br />

verstärkt den Herausforderungen der eMobilität zu stellen, um<br />

einen nachhaltigen Aufschwung im gesamten Marktumfeld zu<br />

sichern. Diese Aufgabe erfordert eine aktive Teilnahme der<br />

innovativsten Unternehmen Deutschlands, starker Persönlichkeiten<br />

und das kooperative Zusammenwirken aller beteiligten<br />

Akteure aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft,<br />

Politik, Medien, den Verbänden und Institutionen, sowie das<br />

Engagement jedes einzelnen Bürgers, der sich für eine Neue<br />

Mobilität einsetzen möchte.<br />

Eine Mitgliedschaft im Bundesverband eMobilität verbindet die<br />

soziale, ökonomische und ökologische Herausforderung mit<br />

den Chancen der eMobilität und des Sustainability Developments<br />

und verankert diese nachhaltig in der Gesellschaft.<br />

Seien Sie dabei, wenn die Welt von morgen endlich sauber<br />

und leise wird.<br />

Dafür ist Ihr Engagement und Ihre Unterstützung<br />

notwendig.<br />

Vorteile einer Mitgliedschaft im Bundesverband eMobilität e.V.<br />

»Nur gemeinsam können wir eMobilität langfristig als realistische<br />

Mobilitätsalternative auf die Straße bringen.«<br />

Wir danken unseren Mitgliedern und Sponsoren für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement für eine Neue Mobilität.<br />

• Möglichkeit der aktiven Teilnahme an einem ständig wachsenden<br />

Netzwerkpool emobilitätsbegeisterter Unternehmer<br />

• Branchenübergreifender und interdisziplinärer Austausch<br />

der relevanten Player der Branche<br />

• Gestaltung & Förderung der Branchenziele auf politischer<br />

Ebene für eine nachhaltige Neue Mobilität zur Steigerung<br />

urbaner Lebensqualität<br />

• Unternehmensdarstellung und Verlinkung auf BEM-Webseite<br />

• Bezug des BEM-Magazins »Neue Mobilität«<br />

• Einbindung in Kampagnen, Filme, Interviews, gemeinsame<br />

Pressemitteilungen und Beiträge im BEM-Magazin<br />

• Imagefördernde Positionierung als Innovationsträger und<br />

aktiver eMobilitätsplayer<br />

• BEM-Gemeinschaftsstand auf Messen und Veranstaltungen<br />

• Präsentation auf Veranstaltungen, Symposien, Konferenzen<br />

eShowroom & Kompetenzzentrum, BEM eRoadshow<br />

• Nutzung des Partnerlogos auf Medien und der Webseite<br />

»Mitglied im Bundesverband eMobilität«<br />

• Zugang zu Landesvertretungen und Partnerverbänden<br />

• Vernetzung mit Politik, Wirtschaft, anderen Verbänden und<br />

Instituten<br />

• Event-Einladungen zu Mitgliedskonditionen, bundesweite<br />

eStammtische, Teilnahme am BEM-Roundtable<br />

• Redaktions- und Nachrichtendienst<br />

• eNewsletter, BEM eMobile Ticker als iPhone App, Pressezugang,<br />

Veröffentlichungen<br />

G R M O YE B I E L I N T<br />

<br />

speed-e.me<br />

Mitgliedsbetreuung<br />

BEM eMobile Sandrine Ticker Frideres<br />

Jetzt im App-Store.<br />

Fon 030 8638 1874<br />

sandrine.frideres@bem-ev.de<br />

Bundesverband eMobilität e.V.<br />

Wallstr. 16<br />

1<strong>01</strong>79 Berlin<br />

www.bem-ev.de<br />

106 Neue Mobilität


firmen-<br />

VERZEICHNIS<br />

Für Einträge in das Firmenverzeichnis wenden Sie sich bitte<br />

an Sandrine Frideres vom BEM sandrine.frideres@bem-ev.de<br />

ebike & eScooter Rental & Shop<br />

Wir machen Elektromobilität jetzt<br />

erfahrbar..<br />

Tane Paa Eermbie<br />

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Das Magazin für den Taxiunternehmer<br />

Hallo TAXI Fachverlag<br />

www.hallo-taxi.de<br />

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Postfach 10 11 67<br />

28<strong>01</strong>1 Bremen<br />

Jakobistraße 20<br />

28195 Bremen<br />

Das Magazin für den Taxiunternehmer<br />

www.hallo-taxi.de<br />

Fon 0421 173 22 99<br />

Fax 0421 1 444 5<br />

Mobil <strong>01</strong>63 173 22 99<br />

jc@hallo-taxi.de<br />

Bmsrae 37-61 // 12307 Berin<br />

<br />

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www.ebg-luenen.de<br />

speed-e.me GmbH<br />

Wallstr. 16<br />

1<strong>01</strong>79 Berlin<br />

<br />

<br />

Fon 030 8962 2071<br />

Fax 030 8638 0866<br />

www.speed-e.me<br />

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bis 300kVA / 12kV / 6000A<br />

DC+AC-Quellen & Senken<br />

4-Quadranten Verstärker<br />

DC-1,4MHz; Kfz bis 250kHz<br />

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Mobilitätskonzepte für<br />

nachhaltige Unternehmen<br />

Next Generation Mobility KG<br />

info@nextgm.com | www.nextgm.com<br />

power +<br />

messtechnik<br />

Rohrer GmbH<br />

Postfach 752<br />

D-81475 München<br />

Tel.: 089/89 70 12-0<br />

Fax: 089/871 13 16<br />

Agentur für Medienberatung<br />

Fon 030 616 58 511<br />

www.cymage-media.com<br />

Erneuerbare Energien &<br />

Elektromobilität<br />

eecric mvemen Gmbh<br />

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Driving eMobility<br />

Potenzialanalysen<br />

Strategieworkshops<br />

Anwendungsberatung<br />

Barkawi Management Consultants | www.barkawi.com<br />

Bundesverband eMobilität e.V.<br />

Wir bewegen..<br />

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Langmatz GmbH<br />

Am Gschwend 10<br />

82467 Garmisch-Partenkirchen<br />

Germany<br />

Telefon +49. 88 21 920-0<br />

Fax +49. 88 21 920-159<br />

e-mail info@langmatz.de<br />

www.langmatz.de<br />

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.aer-ere.de<br />

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Broedersdorff & Koenzen<br />

classic eCars GmbH<br />

Benrather Str. 47<br />

40721 Hilden<br />

Fon 02103 908 84-0<br />

Fax 02103 908 84-19<br />

info@classic-eCars.de<br />

www.classic-eCars.de<br />

parkpod GmbH<br />

Siemensallee 84<br />

76187 Karlsruhe<br />

Tel: +49 (0) 721-570 38 32<br />

info@parkpod.com<br />

www.parkpod.com<br />

Wallstr. 16<br />

1<strong>01</strong>79 Berlin<br />

Fon 030 8638 1874<br />

info@bem-ev.de<br />

www.bem-ev.de<br />

Mehr Wert aus E-Mobilität<br />

108 Neue Mobilität Neue Mobilität 109


<strong>NEUE</strong> <strong>MOBILITÄT</strong><br />

IMPRESSUM<br />

Mehr Sicherheit.<br />

Mehr Wert.<br />

Herausgeber<br />

Bundesverband eMobilität e.V.<br />

Wallstr. 16<br />

1<strong>01</strong>79 Berlin<br />

Fon 030 8638 1874<br />

Fax 030 8638 0866<br />

www.bem-ev.de<br />

magazin@bem-ev.de<br />

Chefredaktion V.i.S.d.P.<br />

Christian Heep<br />

Redaktion<br />

Juliane Girke<br />

juliane.girke@bem-ev.de<br />

Fon 030 8961 0800<br />

Redaktion Modellregionen<br />

Sven Kirrmann<br />

sven.kirrmann@bem-ev.de<br />

Fon 030 8638 1874<br />

Konzept, Layout & Druck<br />

CYMAGE MEDIA BERLIN<br />

Oranienplatz 5<br />

10999 Berlin<br />

Fon 030 616 58 511<br />

Fax 030 616 58 526<br />

agentur@cymage-media.com<br />

www.cymage-media.com<br />

Layout, Satz, Grafik<br />

Christian Heep<br />

Monika Czerminska<br />

Christin Steirat<br />

Falk Bege<br />

Titelbild<br />

e-Wolf<br />

Photograf Roundtable / Vorstand<br />

Sebastian Knoth<br />

www.sebastian-knoth.de<br />

Anzeigenredaktion<br />

Sandrine Frideres<br />

sandrine.frideres@bem-ev.de<br />

Fon 030 8638 1874<br />

Abo-Service<br />

Sandrine Frideres<br />

sandrine.frideres@bem-ev.de<br />

Fon 030 8638 1874<br />

Auflage<br />

10.000 Stück<br />

© 2<strong>01</strong>0 Bundesverband eMobilität e.V. / BEM. Alle veröffentlichten Beiträge<br />

sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise,<br />

nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung vom BEM. Alle Angaben<br />

ohne Gewähr. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Photos<br />

wird keine Haftung übernommen. Honorare nur nach Vereinbarung. Die<br />

Neue Mobilität erscheint alle 3 Monate.<br />

Besser Beraten Handeln<br />

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Wir machen Zukunft sicher<br />

E-Mobility ist eine „spannende“ Herausforderung. Vor allem in punkto<br />

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Sicherheit. Ob es um Funktions- und Crash-Tests von Batterien, die<br />

Rechtsgebiete:<br />

Energierecht<br />

Infrastrukturrecht<br />

Elektro-Mobilität<br />

Unternehmensgründung/<br />

Umstrukturierung<br />

Urheberrecht/<br />

Gewerblicher Rechtsschutz<br />

Compliance<br />

Internationale Rechtsund<br />

Steuerberatung<br />

Steuerberatung<br />

Wirtschaftsprüfung<br />

Öffentliche Auftragsvergabe<br />

Wettbewerbs- und Kartellrecht<br />

Zivil- und Arbeitsrecht<br />

Kommunalberatung<br />

Die Sozietät Becker Büttner Held ist einer der führenden deutschen Berater in den Bereichen<br />

Energie- und Infrastrukturrecht mit europaweiter Verflechtung. Als integrierte Sozietät ist BBH<br />

mit über 150 Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern sowie Ingenieuren und insgesamt<br />

über 320 Mitarbeitern an den Standorten Berlin, Köln, München und Stuttgart vertreten.<br />

Becker Büttner Held versteht den interdisziplinären Beratungsansatz sowie die technische und<br />

wirtschaftliche Analyse von Sachverhalten als ein Markenzeichen der Kanzlei:<br />

Unser Ziel ist es nicht, isoliert Rechtsfragen zu bearbeiten. Wir möchten die dahinter liegenden<br />

wirtschaftlichen Zusammenhänge aufklären und langfristige Lösungen für die Praxis anbieten.<br />

Eine langjährige Verwurzelung und umfassende Kenntnis der Branche sichern eine herausragende<br />

Qualität unserer Tätigkeit, von der unsere Mandanten profitieren.<br />

Beratungsschwerpunkte liegen u.a. in den Bereichen Energie, Verkehr und Infrastruktur, Finanzierungen,<br />

Fördermittelberatung, Unternehmensgründung, steuerliche Gestaltung, Zivil- und Arbeitsrecht<br />

sowie Wettbewerbs- und Kartellrecht.<br />

Den Kern der Mandantschaft bilden zahlreiche Energie-, Verkehrs- und Versorgungsunternehmen,<br />

vor allem Stadtwerke, Kommunen, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen der Privatwirtschaft<br />

und internationale Konzerne. Diese berät BBH sowohl in allen Rechts- und Steuerfragen<br />

als auch betriebswirtschaftlich und strategisch bei ihrem wirtschaftlichen Engagement.<br />

Gerne stehen wir auch Ihnen mit Rat und Tat erfolgreich zur Seite.<br />

BBH Berlin<br />

Dr. Christian de Wyl<br />

Magazinstraße 15-16<br />

1<strong>01</strong>79 Berlin<br />

Telefon: +49 (030) 611 28 40 20<br />

christian.de.wyl@bbh-online.de<br />

BBH Köln<br />

Dr. Christian Jung, LL.M.<br />

KAP am Südkai/Agrippinawerft 30<br />

50678 Köln<br />

Telefon: +49 (0221) 650 25 107<br />

christian.jung@bbh-online.de<br />

BBH München<br />

Untere Weidenstraße 5<br />

81543 München<br />

BBH Stuttgart<br />

Industriestraße 3<br />

70565 Stuttgart<br />

www.bbh-online.de<br />

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Homologation und Hauptuntersuchung von E-Fahrzeugen, Stromtankstellen<br />

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Ihr kompetenter Partner. Mit langjähriger Erfahrung auch in der Entwicklung<br />

künftiger Standards. Erfahren Sie mehr zu diesen und anderen<br />

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112 Neue Mobilität

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