Anmeldung - St. Vincentius-Kliniken gAG

vincentius.kliniken.de

Anmeldung - St. Vincentius-Kliniken gAG

Zeitschrift für

die Mitarbeiter/innen

und Freunde der

St.Vincentius-Kliniken

Karlsruhe

September 2012 · Nr. 64

Vincenz

Aktuell

Über Internet immer aktuell

unter www.vincentius-ka.de

Darmkrebs-Infotag

2012 „Durch dick und dünn“


Inhalt

Editorial 4

Aufsichtsrat und Vorstand 5

Mitarbeitervertretung 7

Krankenhausseelsorge informiert 10

Seelsorge und Gottesdienste 12

Tag der offenen Tür in der St. Marienklinik 12

Ära Chefarzt Dr. Dr. Heribert Ortlieb /

Dr. med. Thomas Schneider

neuer Klinikdirektor für Thoraxchirurgie 16

Infotag Brustkrebs 17

Entwicklungshilfe in Ruanda 19

Zu Besuch im Iran 26

Woche des Sehens 2012 27

Zusammenfassung der Ergebnisse des

Amerikanischen Krebskongresses 2012 28

Informationstag der Selbsthilfegruppe

Lungenkrebs 30

Informationstag Leben mit Darmkrebs 32

Landestreffen der kirchlichen Krankenhäuser

in Baden-Württemberg 34

Lach dich gesund 36

Fortbildungen 38

Personalnachrichten 40

Krankenpflegeschule 51

Seite 17

Seite 33

Seite 45

Seite 49

3


Editorial

Mit dem Erscheinen dieser Ausgabe

von „Vincenz Aktuell“ endet für viele

von uns die Ferienzeit, und die Arbeit

rückt wieder in den Mittelpunkt. Pünktlich

dazu stehen einige Veränderungen

in unseren Kliniken an.

Zum 01. Oktober nimmt Herr Dr.

Schneider seine Tätigkeit als Chefarzt

der Klinik für Thoraxchirurgie auf. Er

folgt damit Herrn Dr. Dr. Ortlieb

nach, der nach mehr als 20jähriger

verdienstvoller Tätigkeit altersbedingt

die St. Vincentius-Kliniken verlässt.

Wir freuen uns sehr, dass es uns

gelungen ist, mit Herrn Dr. Schneider

eine menschlich überzeugende Persönlichkeit

und einen fachlich hervorragenden

Mediziner für diese Position

gewinnen zu können. Ich bin mir

sicher, dass er die bisher schon ausgezeichnete

Leistung unserer Klinik

für Thoraxchirurgie fortführen und

noch weiter ausbauen kann (siehe

auch S. 16). Dies auch und gerade in

Zusammenarbeit mit der Klinik für

Pneumologie unter der Leitung von

4

Herrn Chefarzt Dr. Schildge als Partner

des Ende des letzten Jahres zertifizierten

Lungenkrebszentrums.

Zum 01. Oktober werden wir darüber

hinaus unsere neue Palliativstation

in Betrieb nehmen. Ich freue mich

sehr, dass wir uns dann noch besser

um diese schwerstkranken Patienten

kümmern können. Auch freue ich

mich sehr über die breite Unterstützung,

die wir in der Vorbereitungszeit

zur Errichtung der Palliativstation aus

dem Kreise aller Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter und auch aus dem Aufsichtsrat

erhalten haben. Mein Dank

gilt insbesondere denen, die an der

Konzeptionierung mitgewirkt haben

und denen, die zukünftig dort ihren

Dienst leisten werden.

Bereits zum 01. September hat die

Klinik für Hämatologie und Onkologie

14 Betten in der St. Marien-Klinik

belegt. Damit schaffen wir in der Südendstraße

die Möglichkeiten, um der

hohen Nachfrage nach medizinischen

Leistungen besser gerecht werden

zu können.

Die Baumaßnahmen schreiten weit -

gehend planmäßig voran. Die Sanierung

der Nasszellen in der

St. Marien-Klinik ist so gut wie abgeschlossen.

Im Ergebnis sind sehr

schöne und moderne Zimmer entstanden,

die unseren Patientinnen dort

eine möglichst angenehme Unterbringung

ermöglichen sollen. Die große

Akzeptanz der in der Gynäkologie

und Geburtshilfe erbrachten medizinischen

Leistungen zeigt sich an der

großen Resonanz der Bevölkerung

am „Tag der Offenen Tür“ sowie

beim Patientinnentag des kooperativen

Brustzentrums (s. S. 17).

Erfreulicher Weise hat das Land

Baden-Württemberg unseren Förderantrag

zur Erneuerung unserer

Intensiv stationen in der Südendstraße

in das Krankenhaus-Bauprogramm

2012 aufgenommen. Auch der Aufsichtsrat

hat diesem Bauvorhaben mit

einem Bauvolumen von insgesamt ca.

11,2 Mio. € zugestimmt. Nunmehr

laufen die konkreten Vorbereitungen

auf Hochtouren um möglichst bald mit

den eigentlichen Baumaßnahmen

beginnen zu können. Ziel ist es, bis

zum Ende 2013 die neuen Intensivstationen

in Betrieb nehmen zu können.

Herzlichst

Ihr

Richard Wentges

Vorstandsvorsitzender

Vincenz Aktuell 64/12


Aufsichtsrat

und

Vorstand

informieren

Ranking in der Focus

Krankenhausliste

Nach 6-monatiger Recherche hat das

Focus Magazin eine umfangreiche

Bewertung von Krankenhäusern und

Kliniken in Deutschland in 2012

durchgeführt. Die Bewertung beruhte

auf Empfehlungen von Ärzten (Befragung

von über 18.000 einweisenden

Fach- und Klinikärzten), der Auswertung

der gesetzlich vorgeschriebenen

strukturierten Qualitätsberichte und

der Auswertung eines Klinikfragebogens,

der an 1.761 Kliniken gerichtet

wurde. Mit Freude können die St. Vincentius-Kliniken

zur Kenntnis nehmen,

dass sie nach der Focus-Liste nach

den vorgenommenen Bewertungen

auf Platz 24 in Baden-Württemberg

(von 240 Krankenhäusern) gelistet

wurden. Dieses Ranking ist Ausdruck

der exzellenten medizinischen Versorgung

und dokumentiert das wahrgenommene

Renommee des Hauses.

Besonders erfreulich ist die Bewertung

der Patientenzufriedenheit. Hier

rangieren die St. Vincentius-Kliniken

in Baden-Württemberg in der Spitzengruppe.

Ganz besonders erfreulich ist

die Aufnahme der Kardiologischen

Klinik in die Spitzengruppe Deutschlands.

Auf der Grundlage von Expertenbefragungen

zählt die Kardiologische

Klinik des Hauses zu den besten

25 Kardiologien Deutschlands. Dies

dokumentiert in überragender Weise

die hohe medizinische und pflegerische

Qualität der Kardiologie des

Hauses.

Vorstand und Geschäftsführung

freuen sich über die hohe Auszeichnung

und danken allen Ärzten und

Pflegekräften, insbesondere den Chef -

ärzten für die dahinterstehende

Arbeit.

Krankenhauspolitische

Lage nach Abschluss des

Gesetzgebungsverfahrens

Mit der Beschlussfassung über das

Psych-Entgeltgesetz im Bundesrat am

06. Juli 2012 ist ein für die Krankenhäuser

sehr bedeutsames Gesetzgebungsverfahren

zum Abschluss

gebracht worden. Nach zahlreichen

Interventionen der Deutschen Krankenhausgesellschaft,

der Baden-WürttembergischenKrankenhausgesellschaft,

der Gewerkschaft Verdi und

zahlreicher weiterer Interessensvertretungen

der Krankenhäuser hat es im

abschließenden Gesetzgebungsverfahren

einige dringend notwendige

Verbesserungen zugunsten der Krankenhäuser

gegeben. Im Krankenhausbereich

enthält das Gesetz die folgenden

wichtigen Regelungen:

1. Für 2012 ist eine 50%ige Tarifausgleichsrate

vorgesehen.

2. Ab 2013 soll ein „anteiliger Orientierungswert“

(Veränderungswert)

die Grundlohnrate ablösen.

Zu 1.: Die Krankenhäuser erhalten

rückwirkend für dieses Jahr mehr

Geld zur Finanzierung der Tarif -

kostensteigerungen. Dabei werden

die vereinbarten Tarifsteigerungen zu

50% des Unterschieds zwischen

Grundlohnrate (prozentualer Anstieg

der Beitragssatzeinnahmen der

Gesetzlichen Krankenversicherung)

und Tarifrate erhöhend bei den Landesbasisfallwerten

berücksichtigt. Es

handelt sich um ein Gesamtvolumen

von 280 Mio. € bundesweit.

Zu 2.: Der Orientierungswert, der die

tatsächliche Kostenentwicklung im

Krankenhausbereich abbilden soll,

ersetzt wie geplant ab dem Jahr

2013 die Grundlohnrate als Obergrenze

für die Steigerung der Landesbasisfallwerte.

Die Umsetzung erfolgt

im Rahmen einer Selbstverwaltungslö-

sung mit Verhandlungskorridor. Leider

hat der Gesetzgeber jedoch vorgegeben,

dass die Grundlohnrate um

max. 1/3 der Differenz zwischen

eben dieser Grundlohnrate und dem

Orientierungswert überschritten werden

darf. Das bedeutet, dass auch

zukünftig die Krankenhäuser nicht die

tatsächlichen Kostensteigerungen

erstattet bekommen. Damit sind die

Krankenhäuser gezwungen, die

tatsächlichen Kostensteigerungen

durch andere Maßnahmen zu kompensieren.

Das Ziel der Krankenhäuser ist und

bleibt die weitere Anpassung des

Gesetzes in Richtung eines vollen

Kostenorientierungswertes.

Verabschiedung von

Frau Renate Gehrlein und

Frau Hedi Stoltzenburg

aus dem Aufsichtsrat der

St. Vincentius-Kliniken

In der diesjährigen Hauptversammlung

der St. Vincentius-Kliniken wurden

die beiden langjährigen Aufsichtsratsmitglieder

Frau Renate Gehrlein

und Frau Hedi Stoltzenburg vom

Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Paul

W. Mondorf verabschiedet. Herr

Mondorf würdigte dabei eine

18jährige, respektive 12jährige

ehrenamtliche Aufsichtsratsarbeit der

Damen Gehrlein und Stoltzenburg.

Zur Sinnhaftigkeit des Ehrenamtes rief

Herr Mondorf dabei eine Beschreibung

des Ehrenamtes durch den

Ehrenvorstandsvorsitzenden des

St. Vincentius-Vereins, Ehrendomherr

Monsignore Frey, wie folgt in Erinnerung:

„Wer ein Ehrenamt übernimmt, dem

stellt sich die Frage: Was ist wichtig

für dein Leben? Freizeit, Ehre, Lohn?

Ob als Würde oder Bürde: Das

Vincenz Aktuell 64/12 5


Ehrenamt zwingt immer zur Entscheidung,

ob das Ich oder das Wir im

Leben wichtiger ist. Menschen die ein

Ehrenamt übernehmen, haben sich für

das Wir entschieden. Nicht für ein

Wir im Sinne eines bloßen Kollektivs,

vielmehr für ein Wir von Bürgerinnen

und Bürgern in einem lebendigen

Gemeinwesen, einem Organismus

freier Glieder der Gesellschaft. Ein

Gelehrter spricht dabei von der „Verantwortungsgesellschaft“.

Wir könnten

auch schlicht von der Bürgergesellschaft

sprechen. Diese braucht das

Ehrenamt nicht als Lückenbüßer oder

Notnagel, wo der moderne Staat mit

seiner Daseinsvorsorge für alle und

alles schlechthin überfordert ist. Vielmehr

brauchen wir alle das Ehrenamt

als Wurzel der Demokratie. Ein le -

bendiges Gemeinwesen wird durch

das Engagement von Ehrenamtlichen

erst richtig lebensfähig. Dies gilt allgemein

für alle Vereine in unserem

Staatswesen. Dies gilt aber auch im

Besonderen für die Mitglieder der Kirche,

die sich mit ihrem Bekenntnis

zum Glauben bereit erklären, für

andere da zu sein und im Dienst an

den anderen und für die anderen das

eigene Leben zu verwirklichen“.

In vorbildhafter Art und Weise haben

beide Damen diese Maximen beherzigt

und sich bei ihrem ehrenamtlichen

Wirken im Aufsichtsrat und da -

rüber hinaus im St. Vincentius-Verein

sowie in der Christlichen Krankenhaushilfe

(CKH) stets davon leiten lassen.

Beiden Damen lagen, entsprechend

der Stiftungsidee unserer Gründer,

Kaplan Franz Xaver Höll und

Amalie Baader, Kranken und Hilfsbedürftigen

helfend zur Seite zu stehen,

zu jeder Zeit die Sorgen und Nöte

der Patienten und auch der Pflegekräfte

ganz besonders am Herzen.

Vorstand und Aufsichtsrat werden sich

immer an die umfangreichen und

bleibenden Verdienste für unsere

Vincenzfamilie dankbar erinnern.

Wahl des Direktors der

Klinik für Thoraxchirurgie

Der langjährige Chefarzt der Klinik

für Thoraxchirurgie, Herr Dr. Dr. Heribert

Ortlieb, ist mit Wirkung zum

31. August 2012 aus den Diensten

der St. Vincentius-Kliniken ausgeschieden.

Sein Nachfolger wurde in der

94. Aufsichtsratssitzung am 19. April

2012 durch den Aufsichtsrat gewählt.

Herr Dr. Thomas Schneider kommt

vom Universitätsklinikum Heidelberg,

6

einem der größten Lungenkrebszentren

Deutschlands, wo er seit dem

Jahr 2004 als Oberarzt tätig war.

Vorstand und Aufsichtsrat danken

dem scheidenden Chefarzt Herrn Dr.

Dr. Ortlieb für seine 20jährige Aufbauarbeit

in der Thoraxchirurgischen

Klinik und wünschen ihm für die

Zukunft alles Gute. Seinem Nachfolger

Herrn Dr. Schneider wünschen

die Verantwortlichen der St. Vincentius-Kliniken

in der Führung der

Thorax chirurgischen Klinik eine allzeit

glückliche Hand.

Über den Werdegang von Herrn Dr.

Schneider erfahren Sie mehr auf der

Seite 16.

Wahl eines neuen

Direktors der Klinik für

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Der langjährige Direktor der Klinik für

Allgemein- und Viszeralchirurgie,

Herr Prof. Dr. Erhard Kiffner, scheidet

altershalber zum 31.03.2013 aus

den Diensten der St. Vincentius-Kliniken

aus. In der Aufsichtsratssitzung

vom 17. Juli 2012 wurde als Nachfolger

von Herrn Prof. Dr. Kiffner Herr

Prof. Dr. Oliver Drognitz zum neuen

Direktor der Klinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie gewählt. Herr Prof.

Dr. Drognitz kommt vom Universitätsklinikum

Freiburg. Dort hat er gemeinsam

mit seinem dortigen Chef Herrn

Prof. Dr. Dr. h.c. Hopt, zuletzt als

geschäftsführender Oberarzt und Leiter

der leberchirurgischen Abteilung,

gewirkt. Vorstand und Aufsichtsrat

wünschen Herrn Prof. Dr. Drognitz allzeit

eine glückliche Hand in der

Führung der Klinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie. Eine ausführliche

Würdigung der Leistungen von Herrn

Prof. Dr. Kiffner erfolgt in einer der

nächsten Ausgaben von Vincenz

Aktuell.

Ihr

ppa. Bernhard Belstler

Impressum

22. Jahrgang,

64. Ausgabe:

12. September 2012

Herausgeber:

St.Vincentius-Kliniken gAG Karlsruhe

Steinhäuserstr.18, 76135 Karlsruhe

Redaktion:

Bernhard Belstler

Redaktionsschluss:

27. August 2012

Sekretariat: H. Geiger

Verantwortlich i.S.d.P.:

B. Belstler

Telefon 0721/8108-2111

FAX 0721/8108-2100

bernhard.belstler@vincentius-ka.de

Fotos/Bilder: M. Leidert, Karlsruhe

Autorinnen und

Autoren dieser Ausgabe:

H. Baier, B. Belstler, Pfarrer G. Bergdolt,

Dr. E. Feltes, E. Geiser, U. Hug,

Sr. Marieta F. Joepgen, M. Kummer,

Th. Maier, Dr. U. Malzer, Prof. Dr. J.

Mezger, M. Rechner, T. Rihm,

A. Rösicke, Bruder Klaus Schäfer,

M. Siekora, C. Stemke, K. Wagner,

R. Wentges, U. Weiskopf

Layout, grafische Gestaltung

und Druck:

Badenia Verlag und Druckerei GmbH

Karlsruhe

Auflage: 3.000

Nachdruck, auch auszugsweise, nur

mit schriftlicher Genehmigung der

St.Vincen tius-Kliniken gAG Karlsruhe.

Redaktion und Herausgeber identifizieren

sich nicht unbedingt mit allen

abgedruckten Beiträgen und behalten

sich die Kürzung von Zuschriften aller

Art vor.

Vincenz Aktuell 64/12


Mitarbeitervertretung

informiert

Liebe Mitarbeiterinnen,

liebe Mitarbeiter,

da die Tarifverhandlungen nun endlich

unter Dach und Fach sind, der

Tarif bereits angewendet wird, wollen

wir Ihnen die Eckdaten mitteilen:

Tarifergebnis TVöD 2012

1. Laufzeit:

24 Monate:

01.03.2012 – 28.02.2014

2. Entgelt

➢ lineare Entgelterhöhung in

Stufen:

• 01.03.2012: + 3,5 %

• 01.01.2013: + 1,4 %

• 01.08.2013: + 1,4 %

3. Auszubildende

➢ lineare Entgelterhöhung in

2 Stufen:

• 01.03.2012: 50 €

• 01.08.2013: 40 €

➢ Erhöhung des Jahresurlaubs anspruchs

von 26 auf 27 Tage

➢ Regelung der Übernahmemöglichkeiten

für Auszubildende

4. Urlaub

➢ Änderung des Jahresurlaubs:

ab 2013 abhängig vom Alter:

• bis 29 Jahre: Erhöhung von

• 26 auf 29 Tage

• von 30 bis 39 Jahre:

wie bisher 29 Tage

• von 40 bis 54 Jahre:

Verringerung von 30 auf

29 Tage

• ab 55 Jahre:

wie bisher 30 Tage

➢ Besitzstandsschutz 30 Tage für

die Jahrgänge 1958 bis 1972,

sofern das Arbeitsverhältnis

bereits zum 31.12.2011

bestand.

Information der Arbeitsrecht -

lichen Kommission des

Deutschen Caritasverbandes:

Diese Information ist für unsere Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter interessant,

auf die der AVR Anwendung findet.

Caritas – Tarifkompromiss nimmt

zweite Hürde.

Die Bundeskommission hat am

28.06.2012 den Beschluss der Verhandlungskommission

zur Tarifrunde

2012/2013 bestätigt:

• 3,5 % mehr Lohn ab 01.07.12

• 1,4 % ab 01.11.12

• 1,4 % ab 01.02.13

• Erhöhung der Ausbildungsvergütung:

50 € ab 01.03.12

40 € ab 01.08.13

• Urlaubsregelung für Auszubildende

wie für alle Caritasmitarbeiter

• Übernahme des Tarifes Marburger

Bund / VKA für Ärzte ab

01.01.12

• Erhöhung der Leistungs-/Sozialkomponente

im Jahr 2013 auf 2 %

in der Pflege sowie im Sozial- und

Erziehungsdienst

• Neuregelung des Urlaubsanspruches:

Der Urlaubsanspruch wird ab

2013 wie im öffentlichen Dienst

29 Tage und ab dem 55. Lebensjahr

30 Tage betragen.

Wer bereits Anspruch auf 30 Tage

hat, behält diesen.

Im Jahr 2012 erhalten auch die

Mitarbeiter unter 40 Jahren auf der

Grundlage des Urteils des Bundesarbeitsgerichtes

auf Antrag 30

Tage.

Mit dieser Entscheidung übernimmt

die Bundeskommission die Tarifabschlüsse

des Öffentlichen Dienstes teilweise

zeitversetzt, aber wertgleich.

Weitere Beschlüsse:

Zeitzuschlag für nächtlichen Bereitschaftsdienst:

Allen Mitarbeitern wird für nächtliche

Bereitschaftsdienste ab dem

01.07.12 ein Zuschlag von 15 % pro

Stunde gezahlt.

12-Stunden-Schichten:

Auch für Mitarbeiter in der Pflege

sowie im Sozial- und Erziehungsdienst

werden 12-Stunden-Schichten

an Werktagen per Dienstvereinbarung

ermöglicht.

Zusatzurlaub bei Jubiläen:

Nimmt ein Mitarbeiter bei seinem

Dienstjubiläum Zusatzurlaub statt der

Jubiläumszuwendung, so darf dieser

die Höchstgrenze des Gesamturlaubs

überschreiten.

Wie geht es jetzt weiter?

Für die Mitarbeiter werden die Tarif -

regelungen erst wirksam, wenn die

Regionalkommissionen (RK) die Vergütungsregelungen

endgültig

beschließen. Leider konnte sich die

RK Südwest (zuständig für das Erzbistum

Freiburg) an ihrem Treffen am

18./19. Juli in Karlsruhe nicht einigen.

Die Verhandlungen werden am

27. September in Karlsruhe fortgesetzt.

Um den Verhandlungsführern von der

Dienstnehmerseite den Rücken zu stärken,

sind Sie , liebe Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, wenn Sie frei haben

oder auch im Urlaub sind, herzlichst

eingeladen am Donnerstag, den

27.09.12, vor dem AkademieHOTEL

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband

e.V., Am Rüppurer

Schloß 40 in 76199 Karlsruhe sich

einzufinden und Ihre Unterstützung zu

zeigen.

Ein hoch interessantes Thema, vor

allem für die Mütter unter unseren

Mitarbeiterinnen, sind

die Mutterschutzzeiten in der Zusatzversorgung.

Nachdem der Bundesgerichtshof und

das Bundesverfassungsgericht Entscheidungen,

bezüglich der Berücksichtigung

der Mutterschutzzeiten

während der Pflichtversicherungszeiten

getroffen hat, müssen diese besser

bewertet werden. Daher hat ver.di im

Mai 2011 mit den öffentlichen Arbeitgebern

beim Bund, der Tarifgemeinschaft

deutscher Länder (TdL) und der

Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände

(VKA) sich auf

Neuregelung der Anerkennung

der Mutterschutzzeiten ab dem

18.05.1990 verständigt. Im November

2011 konnte mit dem Bund und

der TdL darüber hinaus auch eine

Einigung zu den Zeiten vor dem

18.05.1990 erreicht werden. Eine

Einigung mit der VKA wurde noch

nicht erzielt. Auch wenn bislang kein

entsprechender Tarifvertrag mit der

VKA abgeschlossen wurde, haben

die kommunalen Zusatzversorgungskassen

entschieden, keine Differenzierung

für Mutterschutzzeiten vor dem

18.05.1990 und danach vorzuneh-

Vincenz Aktuell 64/12 7


men. Dies macht auch Sinn, da jedes

Gericht bei einer Klage im Einzelfall,

aufgrund der eindeutigen Entscheidung

des Bundesverfassungsgerichts,

die Zusatzversorgungskassen dazu

verpflichten würde, auch die entsprechenden

Mutterschutzzeiten vor dem

18. Mai 1990 zu berücksichtigen.

Daher sollten zur Vereinfachung

direkt alle Mutterschutzzeiten entsprechend

beantragt werden.

Hier nun das Blatt der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL):

1

2

3

4

8

VBL. Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder

76241 Karlsruhe

Telefon 0721 155-0, Telefax 0721 155-666

kundenservice@vbl.de, www.vbl.de

Erläuterungen zum Antrag auf Berücksichtigung von Mutterschutzzeiten vor dem Jahr 2012.

Wie Mutterschutzzeiten bisher berücksichtigt worden sind.

Zum Schutz von Mutter und Kind gelten nach dem Mutterschutzgesetz Beschäftigungsverbote vor und nach einer Entbindung.

6 Wochen vor der Geburt und 8 Wochen nach der Geburt dürfen Arbeitnehmerinnen nach der derzeitigen Regelung nicht mehr

beschäftigt werden (§ 3 Abs. 2 und § 6 Abs. 1 Mutterschutzgesetz). Bei Früh- oder Mehrlingsgeburten verlängern sich die

Schutzfristen. In der Vergangenheit galten zum Teil noch andere Fristen.

Während der Mutterschutzzeiten hat Ihr Arbeitsverhältnis geruht, Ihre Pfl ichtversicherung bei der VBL hat ohne laufendes

zusatzversorgungspfl ichtiges Entgelt fortbestanden. Umlagen und Beiträge mussten in dieser Zeit von Ihrem Arbeitgeber

nicht entrichtet werden, allerdings konnten Sie auch keine weiteren Anwartschaften erwerben. Erst seit Einführung des

Versorgungspunktemodells im Jahr 2002 konnten für Mutterschutzzeiten nach der Geburt Versorgungspunkte im Rahmen

der sozialen Komponente wegen Elternzeit berücksichtigt werden (§ 37 Abs. 1 VBL-Satzung).

Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs und des Bundesverfassungsgerichts musste die Berücksichtigung von

Mutterschutzzeiten geändert werden. Mutterschutzzeiten, die Sie während einer Pfl ichtversicherung zurückgelegt haben,

werden künftig besser bewertet.

Wie Mutterschutzzeiten künftig bewertet werden.

Ihre Mutterschutzzeiten werden wie Umlage-/Beitragsmonate mit zusatzversorgungspfl ichtigem Entgelt behandelt und für

die Erfüllung der Wartezeiten berücksichtigt.

Als zusatzversorgungspfl ichtiges Entgelt wird für die Zeit des gesetzlichen Mutterschutzes ein fi ktives Entgelt angesetzt. Das

fi ktive Entgelt für Mutterschutzzeiten vor dem Jahr 2012 wird aus dem durchschnittlichen kalendertäglichen zusatzversorgungspfl

ichtigen Entgelt des Kalenderjahres ermittelt, das dem Jahr vorangeht, in dem die Mutterschutzfrist begonnen hat.

Monate, in denen kein Entgelt erzielt wurde, werden dabei unberücksichtigt gelassen. Wurde im vorangegangenen Kalenderjahr

überhaupt kein Entgelt erzielt, erfragen wir beim Arbeitgeber, welches Entgelt sich in diesem Jahr ergeben hätte.

Wenn wir ab dem Jahr 2002 für den Mutterschutz nach der Geburt bereits eine soziale Komponente wegen Elternzeit berücksichtigt

haben, bleibt diese in jedem Fall erhalten. Allerdings wird das nach der Neuregelung anzusetzende fi ktive Entgelt um

das Entgelt verringert, das bisher schon für die soziale Komponente wegen Mutterschutzes berücksichtigt wurde.

Warum die Berücksichtigung von Mutterschutzzeiten vor 2012 schriftlich beantragt werden muss.

In vielen Fällen liegen der VBL keine oder nur unzureichende Informationen darüber vor, ob und wann Sie Zeiten des gesetzlichen

Mutterschutzes zurückgelegt haben. Da uns Beginn und Ende der Mutterschutzzeiten in der Regel nicht bekannt sind,

können wir die Mutterschutzzeiten nicht automatisch berücksichtigen. Die Einbeziehung der Mutterschutzzeiten vor 2012

müssen Sie daher schriftlich beantragen. Erst für Beschäftigungszeiten ab 2012 melden uns unsere Arbeitgeber die Mutterschutzzeiten

und das entsprechende zusatzversorgungspfl ichtige Entgelt.

Welche Nachweise wir über Ihre Mutterschutzzeiten benötigen.

Diejenigen Mitarbeiterinnen, die bei

einer anderen Zusatzversorgungskasse,

z.B. KZVK, versichert sind,

müssen ihren Antrag bei diesen stellen.

Um das Verfahren zu beschleunigen

und zu vereinfachen hat die VBL

für Mutterschutzzeiten vor 2012 ein

maschinenlesbares Antragsformular

entwickelt und auf der Internetseite

der VBL zum Download bereitgestellt

(Formulare VBL).

Bitte legen Sie uns einen Nachweis vor, aus dem wir taggenau den Beginn und das Ende der Mutterschutzzeiten vor und

nach der Geburt entnehmen können. Ohne Nachweis können wir Ihre Mutterschutzzeiten nicht berücksichtigen.

Geeignete Nachweise sind

ein Rentenbescheid, eine Rentenauskunft oder eine Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung mit einem

Versicherungsverlauf, in dem Beginn und Ende des Mutterschutzes angegeben sind oder

ein Nachweis der Krankenkasse oder des Arbeitgebers über Beginn und Ende des Mutterschutzes (zum Beispiel über die

Zahlung des Mutterschaftsgeldes oder des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld).

Sie können uns aber auch einen geeigneten Nachweis einer anderen Stelle vorlegen, aus dem Beginn und Ende der Mutterschutzfrist

hervorgehen.

Hinweis: Senden Sie uns bitte nur Kopien zu.

Tipp: Ein Beispiel, wie Sie Ihre Mutterschutzzeiten im Antrag angeben müssen, fi nden Sie in der Ausfüllhilfe auf der Rückseite.

Bitte wenden.

Die Internetadresse der VBL lautet:

www.vbl.de

Die E-Mail-Adresse ist:

kundenservice@vbl.de

Ähnliche Vordrucke gibt es auch bei

anderen Zusatzversorgungskassen

auf den jeweiligen Internetpräsentationen

zum Download. Wenn jemand

noch Fragen hat oder Hilfe braucht,

kann sich gerne an die Mitarbeitervertretung

wenden.

Dieses Mal gibt es eine Veränderung

in der Schwerbehindertenvertretung

Mit dem 31.05.2012 trat Schwester

Hannelore Alber, besser bekannt als

Schwester Hanni oder einfach Hanni,

krankheitsbedingt in den wohlverdienten

Ruhestand. Sie war viele Jahre

Mitglied in der MAV. Zugleich war

sie in den letzten Jahren sehr in der

Schwerbehindertenvertretung engagiert.

In der Wahlperiode von 2007

bis 2010 war sie 1. stellvertretendes

Mitglied der Schwerbehindertenvertretung

und in der Wahlperiode

2010 bis 2014 wurde sie zur Vertrauensperson

für die Schwerbehinderten

gewählt.

Für alles was sie in diesen Jahren für

Patientinnen und Patienten, Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter geleistet hat,

danken wir ihr ganz herzlich und

wünschen ihr, dass sich ihre Gesundheit

wieder stabilisiert und sie noch

viele Jahre im Kreise ihrer Lieben verbringen

kann.

Für Frau Alber rückte Herr Werner

Kollatz , pflegerischer Leiter der chi -

rurgischen Endoskopie, an die Stelle

der Vertrauensperson, an seine Stelle

als 1. stellvertretendes Mitglied rückt

Frau Ursula Sznerch, MTRA der Diagnostischen

Radiologie im Klinikum

Steinhäuserstraße 18 und an ihre

Stelle, als 2. Mitglied der Schwerbehindertenvertretung

rückt Frau Hannelore

Arndt, Mitarbeiterin der Information

im Klinikum Südendstraße 32.

Wir wünschen den Mitgliedern unserer

Schwerbehindertenvertretung viel

Ausdauer und Kraft und Gottes Segen

für ihre ehrenamtliche Tätigkeit.

Für die Mitarbeitervertretung grüßt

Sie alle, werte Leserinnen und Leser

der „Vincenz Aktuell“, ganz herzlich

Michael Kummer, Vorsitzender

Vincenz Aktuell 64/12


Kreuzbänder gehen

beim Sport kaputt.

Krankenhäuser

bei Kürzungen.


Die Krankenhausseelsorge

informiert

Exerzitien im Alltag

Wie können wir Gott und unser

Leben, unseren Dienst, Glaube und

Welt zusammenbringen; wo sind Kolleginnen,

Kollegen mit ähnlichen Fragen

und Sehnsüchten? Diese Fragen

bewegen heute viele Menschen, die

ihr Christsein bewusst leben wollen.

Exerzitien im Alltag wollen dazu

anregen und anleiten, Christsein im

Alltagsleben einzuüben. Das ge -

schieht mit geistlichen Übungen, die

über vier Wochen hinweg durchgeführt

werden.

In der Seelsorgeeinheit Karlsruhe

Mitte-Süd gibt es die Exerzitien im Alltag

schon einige Zeit. Sie finden einmal

im Jahr an mehreren Orten statt.

Dieses Jahr werden sie auch im

St. Vincentius-Krankenhaus in der

Steinhäuserstraße durchgeführt. Sie

sind für die Zeit vom 5. November

bis 7. Dezember als ökumenisches

Angebot geplant. Eingeladen dazu

sind unsere Mitarbeiter und andere

Interessierte.

Einführungstreffen

Den Exerzitien im Alltag geht ein Info-

Abend am 22. Oktober um 19 Uhr

im Schofersaal (Gemeindezentrum

von St. Stephan) voraus. Dort werden

auch Tag und Uhrzeit für die St. Vincentius-Kliniken

festgelegt. An den

anderen Orten stehen die Wochen -

tage und Uhrzeiten für die Exerzitien

schon fest. Geplant ist bereits jetzt,

dass nach Wunsch der Teilnehmen -

den die Gruppe sich darüber hinaus

dauerhaft trifft in einem Turnus und zu

einer Uhrzeit, die miteinander vereinbart

werden. Ziel dabei ist es, ein

begleitendes Moment der Arbeit hier

zu werden, das die Teilnehmenden in

ihrem Dienst stärkt und mitträgt (siehe

unten bei ’Ausblick’).

Elemente der Exerzitien im Alltag sind:

Tägliche persönliche Gebetszeit

Nach vorgegebener Anleitung eine

Gebetszeit von etwa 20-30 Minuten

und ein Tagesrückblick am Abend;

dafür gibt es schriftliche Hilfen.

Wöchentliches Gruppentreffen

Einmal in der Woche treffen sich die

Teilnehmer zu Gesprächen, zum

Einüben verschiedener Weisen des

Betens und zum Empfang von Anregungen

für die kommende Woche.

Geistliche Begleitung

Einzelgespräche mit einem Exerzitien-

Begleiter oder Begleiterin bereichern

den Weg der Exerzitien. Sie sind

nach Absprache möglich.

Ausblick

Wenn Sie nach der intensiven Zeit

des Exerzitienweges weitermachen

möchten, so ist dies in einer „GBL“-

Gruppe möglich.

Säulen einer GBL-Gruppe sind:

G = Glauben teilen; einander Gottes

Wirken bezeugen, miteinander

beten.

B = Bibel teilen; miteinander sich mit

der Bibel beschäftigen und dabei

Gottes lebendige Stimme für unser

Leben wahrnehmen.

L = Leben teilen; am Leben des

anderen Anteil nehmen, am eigenen

Leben Anteil geben.

Diese drei Säulen können in jeder

Gruppe unterschiedlich stark ausgeprägt

sein.

Ansprechpartner für Anfragen aus

den St. Vincentius-Kliniken:

Pfarrer Gregor Bergdolt und

Schwester Marieta F. Joepgen.

Ansprechpartner für alle anderen

Anfragen: Christian Vogelbacher,

Pastoralreferent,

Telefon: 0721 /31108

(vogelbacher@mitte-sued-ka.de).

Pfarrer Gregor Bergdolt

Schwester Marieta F. Joepgen

10 Vincenz Aktuell 64/12


Information bei der Kursleitung:

Michael Drescher, PRef, Klinikseelsorger

am Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe

Telefon 0721 / 889 -3395

m.drescher@diak-ka.de

Guntmar Huber, PRef, Klinikseelsorger

am Städtischen Klinikum Karlsruhe

Telefon 0721 / 974 -1064

guntmar.huber@klinikum-karlsruhe.de

Sr. Marieta F. Joepgen, Klinikseelsorgerin

an den St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe

Telefon 0721 / 8108-2228

sr.marieta@weltnetz.info

Thomas Lenski, PRef, Klinikseelsorger

an der Stadtklinik Baden-Baden

Telefon 07221 / 91-2224

t.lenski@klinikum-mittelbaden.de

oder bei den katholischen Seelsorgern

und Seelsorgerinnen in den Kliniken

und Krankenhäusern der Region.

Vincenz Aktuell 64/12

Lincoln Rogers - Fotolia

„Es tut so gut, dass jemand Zeit hat

und in Ruhe zuhört“, so beschreiben

Menschen eine Erfahrung während

ihres Krankenhausaufenthaltes. In der

Krankheit ist menschliche Zuwendung

besonders wertvoll. Patienten spüren,

wie ihr Leben in der Spannung zwischen

Angst und Hoffnung zerbrechlich wird

und Sicherheiten schwinden.

Wenn sich dann jemand für sie Zeit

nimmt, zuhören kann, nicht auf jede

Frage gleich eine fertige Antwort parat

hat und die Unsicherheit aushalten

kann, ist das eine große Hilfe.

Ehrenamtliche Mitarbeit in der Klinikseelsorge

findet ihren Grund im Wort

Jesu: „Ich war krank und ihr habt mich

besucht“. Das ehrenamtliche Engagement

ersetzt dabei nicht die Tätigkeit der

hauptamtlich in der Klinik arbeitenden

Seelsorgerinnen und Seelsorger sondern

ergänzt sie.

SVLuma - Fotolia

Petro Feketa - Fotolia

ARBEITSGEMEINSCHAFT

KATHOLISCHE

KLINIKSEELSORGE

IN DER ERZDIÖZESE FREIBURG

Region Mittlerer Oberrhein/Pforzheim

Veranstalter:

Arbeitsgemeinschaft Katholische Klinikseelsorge

Region Mittlerer Oberrhein / Pforzheim

Veranstaltungsort:

Katholische Regionalstelle Karlsruhe

Rechts der Alb 28

76199 Karlsruhe-Dammerstock

--------------------------------------------------------------------

Anmeldung:

Bis zum 11. Januar 2013

bei der Kursleitung (siehe Innenseite).

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

--------------------------------------------------------------------

Kostenbeteiligung:

Zwischen 25,– € und 75,– €,

je nach Selbsteinschätzung.

fumie - Fotolia

Herby Me - Fotolia

K K F

„Es tut so gut, dass jemand Zeit hat und in Ruhe zuhört“

poco_bw - Fotolia

Blaz Kure - Fotolia

Damit Sie diesen Dienst in qualifizierter

und verantwortlicher Weise tun können,

gibt es diesen Kurs.

Er ist Voraussetzung für die Mitarbeit im

Krankenhaus und bietet Ihnen die Möglichkeit,

sich auf den ehrenamtlichen Dienst in

der Klinikseelsorge vorzubereiten oder sich

weiterzubilden. Der Kurs vermittelt konkrete

Inhalte, er erfordert aber auch, dass Sie sich

auf Glaubensfragen und persönliche Lernprozesse

einlassen, in denen Sie mehr über

sich selbst erfahren können.

Im Verlauf des Kurses führen wir mit

Ihnen Einzelgespräche zur Eignung für

diese ehrenamtliche Tätigkeit und zu

Rahmenbedingungen Ihres Dienstes.

Im Praxisteil machen Sie eigene Erfahrungen

im Krankenhaus, die wir mit

Ihnen reflektieren werden.

_________________________________________

Referentin:

Marianne Bevier,

Dipl.-Theologin, Supervisorin DGfP, Mannheim

_________________________________________

V. Yakobchuk - Fotolia

Jean Kobben - Fotolia

IngridHS - Fotolia

Marlon Böhland - Fotolia

Scott Griessel - Fotolia

KATHOLISCHE

KLINIKSEELSORGE

Region Mittlerer

Oberrhein/Pforzheim

Ehrenamtliche

in der Klinikseelsorge

Einführungs- und

Qualifizierungskurs

2013

HOFFNUNGSLOSIGKEIT

ZUVERSICHT

ANGST

MUT

BEGLEITEN

AUSHALTEN

high_resolution - Fotolia

Kursangebot 2013

Informationsabend

Dienstag, 29. Januar, von 18.00 - 21.00 h

Einführung in den Kurs, Informationen

Im Februar 2013

Einzelgespräche mit den Interessierten.

Kurstag A

Samstag, 2. März, von 9.30 - 16.30 h

Biografische Erfahrungen mit Krankheit

Kursabend 1

Mittwoch, 20. März, von 18.00 - 21.00 h

Was ist ein seelsorgliches Gespräch?

Kursabend 2

Donnerstag, 11. April, von 18.00 - 21.00 h

Gespräche im Angesicht von Sterben und Tod

Kursabend 3

Dienstag, 23. April, von 18.00 - 21.00 h

Trost in der Seelsorge

Kurstag B

Samstag, 4. Mai, von 9.30 - 16.30 h

Unsere Ressourcen aus dem Glauben

Kursabend 4

Mittwoch, 15. Mai, von 18.00 - 21.00 h

Vorbereitung auf die Praxisphase

Praxisphase Mitte Mai bis Ende August

– in dieser Zeit Praxisbegleitung –

Im September 2013

Auswertung und Abschluss des Kurses

_____________________________________

Änderungen vorbehalten.

Royce Bair MMVIII - Fotolia

Andrey Armiagov - Fotolia

Yuri Arcurs - Fotolia

panthesja - Fotolia

Lisa F. Young - Fotolia

11


Seelsorge und Gottes -

dienste im Krankenhaus

Südendstraße 32

• KATHOLISCHE SEELSORGE

Bruder Klaus Schäfer, SAC

Tel. 8108-3521

Seelsorge-Schwestern:

Sr. Marieta F. Joepgen

Tel. 8108-2228

Sr. Claudia Gerber

Tel. 8108-3586

Sr. Claudia Machwirth

Tel. 8108-3767

• EVANGELISCHE SEELSORGE

Pfr. Gregor Bergdolt-Kleer

Tel. 8108-3539

Gottesdienste in der Kapelle

Dienstag, 18.00 Uhr hl. Messe

mit Krankensalbung im Gottesdienst

Freitag, 18.00 Uhr hl. Messe

Samstag, 18.00 Uhr hl. Messe

mit anschl. Krankenkommunion

Sonntag, 8.45 Uhr hl. Messe

Mittwoch, 18.00 Uhr ev Gottesdienst

Steinhäuserstraße 18

• KATHOLISCHE SEELSORGE

Seelsorge-Schwestern:

Sr. Marieta F. Joepgen

Tel. 8108-2228

Sr. Maria Angela Klotz

Tel. 8108-2805

• EVANGELISCHE SEELSORGE

Pfr. Gregor Bergdolt-Kleer

Tel. 8108-3539

Gottesdienste in der Kapelle

Mo - Fr 7.00 Uhr Morgenlob

Mo, Mi 18.00 Uhr hl. Messe

Di, Do, Fr 18.00 Uhr Abendlob

Samstag ab 9.30 Uhr

Krankenkommunion

auf den Stationen

Sonntag 10.00 Uhr hl. Messe

Edgar-von-Gierke-Str. 2

St. Marien-Klinik gGmbH

• KATHOLISCHE SEELSORGE

Bruder Klaus Schäfer, SAC

Tel. 8108-3521

Seelsorge-Schwester:

Sr. Maria F. Joepgen, Tel. 8108-2228

• EVANGELISCHE SEELSORGE

Pfr. Gregor Bergdolt-Kleer

Tel. 8108-3539

Gottesdienste in der Kapelle

Samstag, 19.30 Uhr hl. Messe,

mit anschl. Krankenkommunion

Jeden 1. Mittwoch im Monat, 17 Uhr

Segnungsgottesdienst für Schwangere.

Auf Wunsch und nach Vereinbarung

feiern wir Krankensalbung,

Kommunion bzw. Abendmahl auf den

Stationen.

Die Seelsorger/innen sind über die

Pforten zu erreichen und besuchen

Sie gern. Für ungestörte Einzelgespräche

stehen die Sprechzimmer zur

Verfügung. Die Gottesdienste werden

aus den Kapellen in die Krankenzimmer

übertragen.

Tag der

offenen Tür

in der

St. Marien-

Klinik

Am 16. Juni haben wir wieder unsere

Türen geöffnet und mehr als 500 Besucher

sind unserer Einladung gefolgt

und haben sich über das umfangreiche

Leistungsspektrum der St. Marien-

Klinik informiert.

Vorträge zu den Themenbereichen Pränataldiagnostik,

praktische Tipps aus

der traditionellen chinesischen Medizin,

Brustkrebs, Hormontherapie und

Harninkontinenz waren dabei ebenso

gefragt wie die Besichtigung der

Gebärräume, Operationssäle, Ambulanzen

und Stationen.

Regen Zuspruch fanden auch die praktischen

Vorführungen wie 4D-Ultraschall,

Geburtsvorbereitung, Rückbildung

und Säuglingspflege sowie die

Informationen zum Thema Stillen,

Homöopathie, Akupunktur und Aromatherapie.

Ein besonderes „Highlight“

waren auch in diesem Jahr wieder die

Übungen und Vorführungen am OP-

Phantom.

12 Vincenz Aktuell 64/12


Zahlreiche Stände informierten über

die Tätigkeit der verschiedenen Berufsgruppen,

das Ausbildungsangebot der

Schule für Pflegeberufe und der Hebammenschule

Karlsruhe und die Aufgaben

und Tätigkeitsfelder der Klinikseelsorge

und der Christlichen Krankenhaushilfe

(CKH).

Für die Kinder war auch in diesem

Jahr wieder ein abwechslungsreiches

Rahmenprogramm geboten: So konnte

ein „Wickeldiplom“ erworben werden,

es gab eine Vorlese- und Bastelecke;

das Kinderschminken nicht zu vergessen.

Auch waren das Kinderkarussell

und die Hüpfburg neben den bunten

Luftballons wieder sehr beliebt.

Für das leibliche Wohl wurde durch

unsere Küche bestens gesorgt.

An dieser Stelle gilt unser besonderer

Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

der Klinik und selbstverständlich

auch den beteiligten Abteilungen

Haustechnik, Küche, Fotodokumentation

und dem Reinigungsunternehmen.

T. Rihm

Pflegedienstleitung

St.Marien-Klinik

Vincenz Aktuell 64/12

13


14 Vincenz Aktuell 64/12


Ära Chefarzt

Dr. Dr. Heribert Ortlieb

(1989 – 2012)

Eine erfolgreiche

Ära geht zu

Ende. Der Chef -

arzt der Abtei -

lung 3 Thoraxchirurgie,

Herr

Dr. med. Dr. rer.

nat. Heribert

Ortlieb, scheidet

zum 31. August

2012 alters -

halber aus den

St. Vincentius-

Kliniken aus. Herr Dr. Dr. Ortlieb

ist seit dem 01. Juli 1989 an den

St. Vincentius-Kliniken tätig. Er übernahm

bei Dienstbeginn zunächst eine

Oberarztstelle an der Chirurgischen

Klinik mit damals 182 Planbetten.

Gemeinsam mit seinem Kollegen

Herrn Chefarzt Dr. Schildge, die

beide als Oberärzte an der Universitätsklinik

Freiburg zuvor tätig

waren, hatte er mit seinem Kollegen

vom Vorstand den Auftrag in den

St. Vincentius-Kliniken eine Abteilung

für Thoraxchirurgie und Pneumologie

zu etablieren. Mit dem Eintritt des

damaligen Klinikdirektors in den

Altersruhestand wurde die Chirurgi -

sche Klinik umstrukturiert und in drei

selbstständige Abteilungen geglie -

dert. Die hervorragenden Leistungen

von Herrn Dr. Dr. Ortlieb am Aufbau

der neuen Abteilung veranlassten den

Krankenhausträger ihn mit Wirkung

vom 01. November 1991 zum Chef -

arzt der Abteilung 3 Thoraxchirurgie,

der Chirurgischen Klinik der St. Vincentius-Kliniken,

zu berufen. Die Thoraxchirurgische

Abteilung entwickelte

sich, gemeinsam mit der zeitgleich

aufzubauenden Pulmologischen

Abteilung (Chefarzt Dr. Johannes

Schildge), der Medizinischen Klinik,

aus kleinsten Anfängen heraus zu

einer Abteilung mit hohem medizini -

schen Know how, die eine hohe

Akzeptanz innerhalb des Krankenhauses,

aber auch in der Außenwirkung

bei niedergelassenen Ärzten,

Krankenversicherungen und insbesondere

bei den Patientinnen/Patienten

genoss. Durch eine damals bestehende

Versorgungslücke des Versorgungsgebietes

Mittlerer Oberrhein/Nordschwarzwald

etablierten

sich die jungen Abteilungen zu einem

Aushängeschild und erfreuten sich

einer hohen Nachfrage. Die Thoraxchirurgische

Abteilung wurde von

Herrn Dr. Dr. Ortlieb mit hoher Kom-

petenz in kürzester Zeit etabliert und

ausgebaut. Stets suchte Herr Dr. Dr.

Ortlieb die Kommunikation mit den

klinischen Partnern und pflegte die

Zusammenarbeit mit niedergelassenen

Praxen. Diese Stärke kam auch

durch die im Jahr 2011 erreichte Zertifizierung

eines Lungenkrebszentrums

der St. Vincentius-Kliniken zum Ausdruck.

Vorstand und Aufsichtsrat danken

Herrn Dr. Dr. Ortlieb für die von ihm

geleistete Aufbauarbeit einer Thoraxchirurgischen

Abteilung an den

St. Vincentius-Kliniken in mehr als

20 Jahren. Für seinen neuen Lebensabschnitt

wünscht der Krankenhausträger

Herrn Dr. Dr. Ortlieb alles

Gute und Gottes reichen Segen.

ppa. Belstler

Herr Dr. med. Thomas

Schneider neuer Klinik -

direktor der Klinik für

Thoraxchirurgie an den

St. Vincentius-Kliniken

Nachfolger des

Ende August

2012 ausgeschiedenen

langjährigen

Chefarztes Herrn

Dr. Dr. Heribert

Ortlieb wird

Herr Dr. Thomas

Schneider. Herr

Dr. Schneider

wurde in der

94. Aufsichts -

ratssitzung am 19. April 2012 durch

den Aufsichtsrat gewählt. In der Thoraxklinik

am Universitätsklinikum

Heidelberg, dem größten

Lungenkrebs zentrum Deutschlands,

war er langjährig als Oberarzt tätig.

In den vergangenen 8 Jahren

oberärztlicher Tätigkeit konnte Herr

Dr. Schneider auch durch interdiszi-

plinäre operative Eingriffe, gemeinsam

mit Kollegen der Herzchirurgie,

Neurochirurgie, Orthopädie und plastischen

Chirurgie am Universitäts -

klinikum Heidelberg, eine breite operative

Erfahrung sammeln.

Sein derzeitiger Chef Herr Prof. Dr.

H. Dienemann beschreibt seinen

langjährigen Oberarzt wie folgt:

„Herr Dr. Schneider hat sich um die

chirurgische Abteilung der Thorax -

klinik Heidelberg außerordentlich verdient

gemacht. Er ist ein engagierter,

zuverlässiger, erfahrener und sehr

gewissenhafter Mitarbeiter, der sich

allgemein größter Wertschätzung bei

Patienten und ärztlichen Kollegen

erfreut. Sein persönlicher Einsatz für

die Interessen der Kranken wird allgemein

anerkannt und verleiht ihm ein

großes Maß an Vertrauen und Glaubwürdigkeit“.

Der neue Klinikdirektor, der seinen

Dienst zum 01. Oktober 2012

antreten wird, sieht eine Kernaufgabe

im weiteren Ausbau des Lungenkrebs -

zentrums an den St. Vincentius-

Kliniken. Insbesondere der Einsatz

minimal-invasiver Techniken in der

Behandlung thorakaler Tumore ist hier

hervorzuheben. Die minimal-invasive

Chirurgie hat sich in den letzten

Jahren in der onkologischen Thoraxchirurgie

etabliert, deshalb sollten

auch Tumorresektionen wenn möglich

thorakoskopisch durchgeführt werden,

so Herr Dr. Schneider. Patienten

erholen sich schneller vom operativen

Eingriff und können auch im

Langzeitverlauf von der neuen Technik

profitieren. Wichtig ist ihm auch

eine gepflegte Interdisziplinarität

innerhalb der Klinik sowie die Ko -

operation mit externen Fachkollegen.

Eine klar strukturierte fachärztliche

Ausbildung junger Kollegen liegt ihm

sehr am Herzen – sie ist nicht zuletzt

für die dauerhafte Aufrechterhaltung

einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung

aus seiner Sicht un -

verzichtbar. Im christlichen Leitbild

sieht Herr Dr. Schneider eine Chance

in der Patientenversorgung zusätz -

liche Akzente zu setzen.

Vorstand und Aufsichtsrat heißen

Herrn Dr. Schneider als neuen

Klinikdirektor der Thoraxchirurgischen

Klinik der St. Vincentius-Kliniken herz -

lich willkommen und wünschen ihm

allseits eine glückliche Hand in der

Bewältigung der kommenden Aufgaben.

ppa. Belstler

16 Vincenz Aktuell 64/12


Infotag

Brustkrebs

stieß auf

großes

Interesse

Das Wort „Brustkrebs“ steht für eine

Vielzahl von sehr unterschiedlichen

Erkrankungsverläufen und Lebens -

situa tionen. Um den betroffenen

Frauen, ihren Angehörigen und

Freun den oder Interessierten in einem

vertrauensvollen Umfeld fundierte

Informationen zu modernen Methoden

der Krebstherapie anzubieten,

veranstalten die Karlsruher Brust -

zentren einmal jährlich Ende

April/Anfang Mai einen gemeinsamen

„Informationstag Brustkrebs“.

Betroffene und Interessierte haben

dabei die Gelegenheit außerhalb des

Krankenhauses in entspannter Atmosphäre

verlässliche und fundierte

Informationen zu aktuellen Therapieformen

zu erhalten. Informierte

PatientInnen sowie auch Angehörige

gehen offener mit der Krebs erkran -

kung um und wollen sich aktiv und

eigenverantwortlich an der Behandlung

beteiligen. Der Patiententag

bietet die Möglichkeit Experten direkt

zu befragen.

Am 5. Mai kamen rund 220 Teilnehmer

in die schön ausgestatteten

Räumlichkeiten der Industrie- und

Handelskammer Karlsruhe, um sich

beim 8. Infotag zum Thema Brust -

krebs über die Möglichkeiten der

Naturheilkunde, die Anschlussheilbehandlung

oder die Frage „Wenn der

Krebs wieder kommt?“ zu informier -

en. Bereits zum vierten Mal wurde

der Brustkrebs Informationstag in

Zusammenarbeit des Kooperativen

Brustzentrums Karlsruhe (KBK) – einer

gemeinsamen Einrichtung der St. Vincentius-Kliniken

und des Diakonissenkrankenhauses

– und des Brust -

zentrums Karlsruhe-Pforzheim am

Städtischen Klinikum durchgeführt.

Namhafte Referentinnen und Refe -

renten sprachen über neueste Fakten

und Entwicklungen in Diagnose und

Therapie der Brustkrebs-Erkrankung.

Vincenz Aktuell 64/12

17


Die Referenten kamen nicht nur „aus

den eigenen Reihen“.

Am Nachhaltigsten beeindruckte die

Gäste der Vortrag von Prof. Josef

Beuth aus Köln. Er hatte die Zuhörer

schon nach seiner Begrüßung als

„Badenser“, wofür er sich nach der

Reaktion des Publikums umgehend als

„Nordlicht“ entschuldigte, auf seiner

Seite. Der Universitätsprofessor

referierte zu dem Thema „Gut durch

die Onkotherapie? Was kann

Naturheilkunde leisten?“. Er stellte im

Verlauf seines Vortrags klar, dass eine

Abgrenzung zwischen den medizini -

schen naturheilkundlichen Verfahren,

die heute eher Komplementärmedizin

genannt werden, und alternativer

Medizin schwierig ist. Generell sollte

es nur eine Medizin geben und die ist

entweder gut oder eben nicht so gut.

Der Begriff alternative Medizin würde

bedeuten, dass es Alternativen zur

konventionellen, gut erprobten Medizin

gibt. Das sei nicht der Fall. „Es

gibt drei Säulen, auf die man achten

sollte, um möglichst lange gesund zu

bleiben“, empfahl Prof. Beuth.

„Regelmäßige Bewegung, eine

gesunde, ausgewogene Ernährung

und genügend Entspannung. Das ist

das A und O“, erklärt er. Und gerade

die Naturheilkunde bietet eine riesengroße

Palette an Maßnahmen in

diesem Bereich an.

Frau Dr. Postneek, aus der Paracelsus-

Klinik in Scheidegg, ließ in ihrem Vortrag

„Wozu eine Anschlussheilbehandlung?“

keine Frage offen und

bestärkte die Frauen dieses Angebot

in Anspruch zu nehmen.

Die meisten Betroffenen beschäftigt

früher oder später das Thema „Wenn

der Krebs wiederkommt“. Prof.

Claßen von der Strahlenklinik an den

St. Vincentius-Kliniken konnte den

Betroffenen der Angst vor einer

erneuten Erkrankung die Spitze

nehmen und Mut machen.

Die Zuhörer/-innen nutzten nach den

Vorträgen intensiv die Möglichkeit

Fragen zu stellen und es hat wohl niemand

bereut gekommen zu sein.

Nach der Pause und einem stärken -

den Imbiss in Form von viel Obst und

Gemüse, aber auch Kaffee und

Stückchen“, aus der Küche der

St. Vincentius-Kliniken, konnten die

BesucherInnen unterschiedliche Angebote

in kleinen Gruppen besuchen.

So gab der Leiter der Frauenklinik

und des Brustzentrums unseres

Hauses, Prof. Dr. med. Winfried Rossmanith

sein Wissen und seine

Erfahrung zu Sport und Bewegung

nach Brustkrebs weiter, wobei die

Teilnehmer durchaus aktiv sein sollten.

Letzteres traf auch auf den Qigong

Workshop zu und wem das Alles zu

„bewegt“ war, der konnte sich über

Ernährungsstrategien zum Gesundbleiben

und Gesundwerden unterrichten

lassen.

Zusätzlich zu den Beiträgen standen

von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr im Foyer

Selbsthilfegruppen für Gespräche und

Fragen bereit. Daneben gab es – wie

in jedem Jahr – ausreichend Möglich -

keit sich über die neuesten Erkenntnisse

zu informieren, sei es zu technischen

Hilfsmitteln, zu Medikamenten

oder zu weiteren Hilfen.

Interessierte und Betroffene sowie

deren Angehörige werden den Tag in

positiver Erinnerung behalten. Gerne

nahmen Sie eine wunderschöne Freilandrose,

gestiftet von Thomas Seith

(Atelier für florales Wohnen), mit auf

den Heimweg. Die Resonanz bestä -

tigt die Organisatoren und viele

Besucher versprachen im kommenden

Jahr wieder zu kommen.

Martina Siekora

18 Vincenz Aktuell 64/12


„Doctors For Disabled-

International e.V.”

im Kibogora-Missionskrankenhaus

in Ruanda

Dr. Erich Feltes, St. Vincentius-Kliniken gAG Karlsruhe, Orthopädische Klinik

Im August 2011 und im Februar

2012 operierte ich jeweils zwei

Wochen im Kibogora-Missionshospital

in Ruanda.

Kibogora liegt im äußersten Süd-

Westen des Landes am Kivu-See, an

der Grenze zur DR Kongo.

Ruanda, das „Land der tausend

Hügel“ ist eines der ärmsten Länder

Afrikas und das Land mit der höchs -

ten Bevölkerungsdichte auf dem afrikanischen

Kontinent.

Ca. 11 Mio. Menschen leben auf

26.300 km 2 .

1884 – 1916 gehörte Ruanda als

deutsche Kolonie zu Deutsch-Ost-

Afrika (Tanganjika, Ruanda, Burundi).

Vincenz Aktuell 64/12

19


Noch heute leidet das Land an den

Folgen des unvorstellbaren Völkermordes

von 1994.

Von April bis Juli 1994 töteten

extremistische Hutu ca.1 Million Tutsi

und gemäßigte Hutu. (Gesamtbevölkerung:

ca. 85% Hutu, 14%

Tutsi, 1% Twa [Pygmäen]).

Das Kibogora Missionskrankenhaus

gehört zu den Einrichtungen der

Freien Methodistischen Kirche Ruandas.

Für ca. 250.000 Menschen stellt das

Krankenhaus am Kivu-See die einzige

Möglichkeit dar, mehr oder weniger

qualifizierte medizinische Hilfe

nachzufragen.

Im Krankenhaus steht ein OP für

orthopädisch-traumatologische und

allgemeinchirurgische Eingriffe zur

Verfügung.

Die meisten Ärzte sind Kongolesen

und arbeiten als sog. Practitioner,

d.h. es gibt in der Orthopädie-Traumatologie

keinen Facharzt, so dass

mangels Erfahrung so gut wie keine

Eingriffe am Bewegungsapparat

durchgeführt werden.

Die Krankheitsbilder der Orthopädie

und der Traumatologie, wie Fehlbildungen,

Verschleißerkrankungen,

Weichteilverletzungen, Frakturen und

Osteomyelitiden werden entweder

gar nicht oder konservativ behandelt.

Auf den chirurgischen Stationen

findet man entsprechend viele Patienten,

deren Frakturen über Wochen

hinweg mittels Extensionen behandelt

werden, mit den zu erwartenden

meist schlechten Ausheilungsergebnissen.

20 Vincenz Aktuell 64/12


Bei meinem ersten Einsatz 2010 mit

Prof. Dr. Peter Griss aus Marburg,

stand z.B. nur eine alte, handgetriebene

Bohrmaschine zur Verfügung.

Vincenz Aktuell 64/12

Damals fand sich ein Sammelsurium

an z.T. alten und unbrauchbaren

Instrumenten.

Sägen, Zangen und viele andere für

die Knochenchirurgie erforderlichen

Instrumente waren nicht verfügbar.

Mein Multitool mit Kombizange

wurde nach Sterilisation im altertümlichen

Dampfsterilisator kurzerhand

zum OP-Instrument umfunktioniert, um

z.B. Drahtcerclagen spannen und

Drähte abschneiden zu können.

Die Ausstattung des OPs ist schlecht.

Die hygienischen Verhältnisse sind

weit unter deutschem Standard.

Ein Bildwandler, der zur osteosynthetischen

Frakturbehandlung unabdingbar

ist, war und ist bis auf weiteres

nicht verfügbar.

Die meisten Frakturen wurden mit

intramedullären Rushpins, Kirschnerdrähten

oder alten Küntschernägeln

und soweit erforderlich mit zusätzlichen

Cerclagen versorgt. Die Frakturen

wurden mangels Bildwandler fast

immer offen dargestellt und nicht selten

war ein postoperativer Gipsverband

erforderlich.

21


Für den zweiten Einsatz in Kibogora

im Februar 2012, den ich zusammen

mit Dr. Michael Weber aus Saarlouis

durchführte, konnten wir Instrumente

im Wert von 25.000 Euro mitbringen.

Besonders hilfreich waren eine neue

Bohrmaschine und eine Säge, die

über eine Welle mit Strom ange -

trieben werden.

Die Instrumente wurden vom Rotary

Club Marburg-Schloß, der Fa. Aesculap

und der Fa. Kaphingst, Marburg

gespendet.

Das Kibogora-Hospital wird im Rahmen

eines Förderprogrammes der

Diakonie (DGD-Förderstiftung-Ruandaprojekte)

unterstützt.

In der ersten Woche wurden wir vom

Präsidenten des Rotary Clubs Marburg-Schloß

und Geschäftsführer der

Fa. Kaphingst, Herrn Boris Pichler

und Herrn Dieter Achtzehn, Projekt -

leiter Ruanda vom Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverband

(DGD)

begleitet.

Geplant ist der Neubau eines chirurgischen

OPs, wobei Kibogora u.U.

auf die finanzielle Unterstützung

durch Rotary International hoffen

kann.

Unsere Reisekosten, Flug, Transport

nach Kibogora sowie Unterkunft und

Verpflegung in der Missionsstation

übernahm „Doctors for Disabled-International

e.V.“.

Nach ca. 11 Stunden Flug über Brüssel

nach Kigali, der Hauptstadt Ruandas,

erreichten wir nach weiteren ca.

6 Stunden Fahrt mit einem Geländewagen

die westliche Grenze des

Landes am Kivu-See.

Die zweite Hälfte der Fahrt entlang

des Kivu-Sees nach Süden war

beschwerlich und führte aus schließ -

lich über holprige Feldwege.

Fantastische Panoramaausblicke auf

den idyllischen Kivu-See und interessante

Begegnungen mit den Einheimischen

unterwegs ließen die

Unannehmlichkeiten der anstrengenden

Anreise jedoch schnell in

Vergessenheit geraten.

22 Vincenz Aktuell 64/12


Vincenz Aktuell 64/12

Im Krankenhaus wurden wir mit z.T.

schweren und ungewohnten Verletzungen

und Krankheitsschicksalen

konfrontiert. Z.B. war ein kleines

Mädchen seit über sechs Wochen mit

einer offenen Radiusfraktur unversorgt

geblieben. Lediglich ein Umhang,

den die kleine Patienten über der

rechten Schulter trug, verdeckte den

ca. 10 cm aus dem Unterarm herausragenden

Speichenknochen. Bereits

bei der Hautdesinfektion vor der OP

löste sich das Knochenfragment aus

dem Arm. Wir ersetzten den fehlenden

Knochen mit einem Segment aus

dem Wadenbein.

23


Wir operierten überwiegend Frakturen

und versorgten einige meist veraltete,

tiefe Schnittverletzungen, die

durch Macheten oder Äxte entstan -

den waren und teilweise mit Sehnen-,

Gefäß- und Nervenbeteiligungen einhergingen.

Hier z.B. eine veraltete Achilles -

sehnendurchtrennung, die durch

einen Axthieb verursacht worden

war. Die Versorgung erfolgte durch

eine primäre Sehnennaht und Defektdeckung

mit einem Suralislappen.

Beeindruckend waren einige sehr

ausgedehnte, schon lange bestehende

Abszesse und Phlegmonen,

die den Patienten große Probleme

bereiteten und dringender chirurgi -

scher Intervention bedurften.

Die meisten Patienten zeichneten sich

durch eine beindruckend große Ge -

duld und Leidensfähigkeit aus. Versorgt

werden die meisten Patienten

durch ihre Angehörigen, die in einer

sehr rustikalen Küche die einfachen

Mahlzeiten zubereiten.

Nach wieder einmal zwei anstrengenden

Wochen orthopädischtraumatologischer

Chirurgie in einem

afrikanischen Krankenhaus, unter

deutlich eingeschränkten Möglich -

keiten stellen sich die heimischen

Arbeitsbedingungen im OP nun

wieder als relativer Luxus dar.

Zumindest für einige Wochen relativiert

sich auch die ein oder andere

Beschwerde oder Klage über die

hiesigen Zustände und gelegentlich

stößt ein Patient, der sein „vermeint -

liches Leiden“ demonstrativ zur Schau

stellt, im Vergleich mit der Erinnerung

an die Patienten in Kibogora auf ein

gewisses Unverständnis.

Dr. med. Erich Feltes, Oberarzt

Orthopädische Klinik

24 Vincenz Aktuell 64/12


Zu Besuch

im Iran

Auf Einladung des Iranischen Ge -

sund heitsministeriums und der Medizinischen

Universität Kerman besuchte

Oberarzt Dr. Udo Malzer, Orthopädische

Klinik, den Iran, um als Gast -

redner am 'International Congress of

Knee Disorders and Treatments' vom

20.-23. Juni 2012 teilzunehmen.

Er referierte in mehreren Vorträgen

über verschiedene Themen der Knie-

Endoprothetik, die sich mit den anatomischen

Grundlagen, der Operationstechnik,

der Differentialindikation und

insbesondere der Problematik schwieriger

und komplexer operativer Eingriffe

beschäftigten.

Darüber hinaus leitete er einen

Workshop, bei dem er die Opera -

tionstechniken von Revisionsoperationen

am Kunstknochen erläuterte und

demonstrierte.

Die teilnehmenden Ärzte zeigten

dabei ein großes Interesse, insbesondere

an den 'Tipps und Tricks' für die

Versorgung schwieriger Krankheitsfälle.

Einige Ärzte hatten Patienten

und Röntgenbilder eigens zum Kongress

mitgebracht, um die Fälle mit

Dr. Malzer zu diskutieren und Vorschläge

für die Behandlung einzuholen.

Im Iran werden zurzeit nur einige

wenige tausend Knie-TEP Operationen

im Jahr durchgeführt. Zum Vergleich:

In Deutschland sind es im Jahr

ca. 170.000 Operationen und allein

an den St. Vincentius-Kliniken wurden

seit 1995 mehr als 6.500 künstliche

Kniegelenke eingesetzt.

Trotz der bestehenden politischen und

ökonomischen Situation haben iranische

Ärzte einen hohen Wissensstand

und es besteht ein großes Interesse

am Erfahrungsaustausch mit Kollegen

aus anderen Ländern. So wurde auch

von mehreren Kongressteilnehmern

der Wunsch geäußert, die Orthopädie

der St. Vincentius-Kliniken im Rahmen

einer Hospitation als Gastarzt

besuchen zu dürfen.

Dr. med. Udo Malzer

Oberarzt Orthopädische Klinik

Das Ankündigungsplakat des Iranischen Knie-Kongresses

Bei einem Workshop wurde die Operationstechnik am Knochenmodell aus Kunststoff demonstriert.

Dr. Malzer zusammen mit Dr. Karimi Mobarakeh, Kongresspräsident (links) und Prof. Ali Poor Amini, Leiter der Medizinischen

Universität Kerman (Mitte).

26 Vincenz Aktuell 64/12


Vincenz Aktuell 64/12
















































































































































































































































































































































27


Zusammenfassung der

Ergebnisse des

Amerikanischen

Krebskongresses 2012

im ZKM

Vom 1. bis zum 5. Juni 2012 hat in

Chicago die Jahrestagung der American

Society of Clinical Onkology

stattgefunden. Dieser Kongress ist bei

Ärzten als „Der ASCO“ bekannt und

gilt als das weltweit wichtigste und

beste Treffen von Spezialisten auf

dem Gebiet der Krebsbehandlung.

Die neuen Informationen werden von

Forschern aus aller Welt auf dem

ASCO in Vorträgen, Postern, Sitzungen

und Diskussionsrunden präsentiert

und bewertet. Seit vielen Jahren

informieren sich auch Karlsruher

Onkologen regelmäßig auf dem

ASCO. Damit diese aktuellen Informationen

rasch und zuverlässig breit

gestreut und auch in ihrer Bewertung

diskutiert werden können, veranstalten

die St. Vincentius-Kliniken und das

Städtische Klinikum Karlsruhe jedes

Jahr wenige Wochen nach dem

ASCO eine Vortragsveranstaltung in

Karlsruhe. Diese „Highlights vom

ASCO“ wurden 2012 von Prof. Mezger

organisiert. Mit über 100 Teilnehmern

aus den Krankenhäusern und

den Praxen innerhalb und außerhalb

Karlsruhes hatte das Symposium eine

hervorragende Resonanz.

Der erste Schwerpunkt war das malig -

ne Melanom (schwarzer Hautkrebs)

über den Frau Dr. Maria Livas aus

dem Städtischen Klinikum referierte.

Diese Erkrankung nimmt in den letzten

Jahren, auf Grund der vermehrten

UV-Exposition in Sonnenstudios und

an Badestränden etc., stetig zu. Bei

einem Teil der Patienten wird schon

bei Erstdiagnose oder aber beim späteren

Verlauf eine Metastasierung

diag nostiziert, die einer operativen

Therapie nicht zugängig ist. Die therapeutischen

Möglichkeiten waren in

diesen Fällen in der Vergangenheit

sehr bescheiden. In jüngster Zeit sind

zwei neue Medikamente entwickelt

worden, die das Melanom auf unterschiedlichem

Wege angreifen. Vemurafenib

wird in Tablettenform gege-

ben und hemmt intrazelluläre Signaltransduktionswege,

d.h. es legt molekulare

Schalter in der Zelle um, was

letztlich zu einem Absterben der

Krebszellen führt. Es kann allerdings

nur eingesetzt werden, wenn in der

Zelle eine Mutation des Krebsgens

BRAF vorliegt, was bei etwa 40 bis

60% der Patienten der Fall ist und

zuvor von den Pathologen in Gewebeproben

getestet werden kann. Bei

Patienten, deren Tumor diese Mutation

nicht zeigt, kann dieses Medikament

nicht Erfolg versprechend eingesetzt

werden. Für diese Patienten und

für Patienten, bei denen Vemurafinib

nach einiger Zeit nicht mehr wirkt,

steht das Medikament Ipilimumab zur

Verfügung. Es handelt sich dabei um

einen monoklonalen Antikörper, d.h.

einen in der Retorte hergestellten

Eiweißstoff, der das Immunsystem

beeinflusst und dazu führt, dass die

Krebszellen durch Lymphozyten

(bestimmte weiße Blutkörperchen)

angegriffen und vernichtet werden.

Ipilimumab wirkt relativ langsam und

hat über die Ankurbelung des Immunsystems

auch einige Nebenwirkungen.

Bei einem Teil der Patienten lassen

sich eindrucksvolle und zum Teil

auch langanhaltende Verbesserungen

der metastasierten Krebserkrankung

erreichen. Sowohl Vemurafenib (Zelboraf

® ) als auch Ipilimumab (Yervoy ® )

werden in den St. Vincentius-Kliniken

erfolgreich eingesetzt.

Oberarzt PD Dr. Hubert Kübler von

der Urologischen Klinik der technischen

Universität München berichtete

über Fortschritte bei den urogenitalen

Tumoren, also bei Krebserkrankungen

der Niere, der Harnwege, der Prosta -

ta und der Hoden. Dabei richtete er

besonderes Augenmerk auf das

Prostatakarzinom, dem häufigsten

bösartigen Tumor des Mannes. Auch

bei dieser Erkrankung treten nicht selten

Metastasen auf, die durch eine

antihormonelle Therapie mit Hilfe von

Medikamenten oder durch eine

Kastration meist erfolgreich behandelt

werden können. Bei vielen Patienten

v. li. n. re.: Dr. Albrecht Lindemann, Prof. Martin Bentz, Dr. Maria Livas, Prof. Jörg Mezger, PD Dr. Hubert Kübler,

Dr. Franz Mosthaf

28 Vincenz Aktuell 64/12


versagt aber diese Therapie nach

wenigen Jahren, so dass nach zusätzlichen

Therapiemöglichkeiten gesucht

wird. Diese stehen jetzt in Form verschiedener

Zytostatika (Chemotherapie)

zur Verfügung. Herr Dr. Kübler

berichtete ausführlich über die Möglichkeiten

des Einsatzes von Docetaxel

(Taxotere ® ) und Cabacitaxel (Jevtana

® ). Außerdem gibt es ein neues

Medikament, das eine noch effektivere

Hormonblockade erlaubt und

bei fortgeschrittenen Erkrankungen

als zusätzliche Therapielinie eingesetzt

werden kann. Das dabei eingesetzte

Medikament Abiraterone

(Zytiga ® ) verhindert fast komplett die

Produktion von Testosteron in den

Hoden und in den Nebennieren und

kann so das Leben von Patienten mit

Prostatakrebs verlängern.

Fortschritte auf dem Gebiet des Bronchialkarzinoms

(Lungenkrebs) wurden

von Herrn PD Dr. Martin Steins, Oberarzt

an der Thoraxklinik der Universität

Heidelberg, vorgestellt. Er be -

richtete vor allem über die neuen zielgerichteten

Therapien, die ganz spezifisch

bestimmte molekulare Strukturen

at tackieren. Dabei werden schon

länger Erlotinib (Tarceva ® ) und Gefitinib

(Iressa ® ) verwendet. Für einen Teil

der Patienten stehen jetzt zusätzlich

die neuen Kinaseinhibitoren Axitinib

(Inlyta ® ) und Crizotinib (Xalkori ® ) zur

Verfügung. Auch dies sind neue

Behandlungsmöglichkeiten beim Bronchialkarzinom,

die auf molekularer

Grundlage Karzinomzellen inaktivieren

und relativ nebenwirkungsarm die

Behandlungschancen verbessern können.

Vincenz Aktuell 64/12

Prof. Dr. Martin Bentz vom Städtischen

Klinikum Karlsruhe präsentierte

die aktuellen Entwicklungen bei

Leukämien, malignen Lymphomen

(Lymphknotenkrebs) und beim multip -

len Myelom (besondere Form von

Knochenkrebs). Auch er konnte zeigen,

dass zielgerichtete Therapien,

der Einsatz von monoklonalen Antikörpern

und Thyrosinkinaseinhibitoren

die Heilungschancen verbessern

können. Einen besonderen Schwerpunkt

legte er auf die Therapie der

Milzvergrößerung bei myeloproliferativen

Erkrankungen mit Ruxolitinib

(Incyte ® ). Die Milz kann bei dieser

Erkrankung enorme Ausmaße annehmen,

was die Lebensqualität stark

beeinträchtigt. Mit dem neuen Medikament

kann bei der Mehrzahl der

Patienten ein deutlicher Rückgang

erzielt werden.

Prof. Dr. Jörg Mezger von den St. Vincentius-Kliniken

referierte über die

aktuellen Forschungsergebnisse bei

gastrointestinalen Karzinomen (Krebs -

erkrankungen an Speiseröhre, Magen

und Darm). Bei bestimmten Stadien

des Speiseröhrenkrebses werden

Strahlentherapie und Chemotherapie

kombiniert, was zwar zum Teil gut

wirksam ist und bei einem Teil der

Patienten sogar zur Heilung führt. Die

Nebenwirkung dieser Behandlung ist

aber zumindest vorübergehend recht

unangenehm. Erfreulicherweise konn -

te jetzt gezeigt werden, dass durch

eine Modifikation der Chemotherapie

die Schwere der Nebenwirkungen

deutlich gesenkt werden kann, ohne

dass der Behandlungserfolg beeinträchtigt

wird. Bei bestimmten Formen

von metastasiertem Kolonkarzinom

(Darmkrebs) wird zusätzlich zur Chemotherapie

ein Antikörper eingesetzt,

der die Bildung neuer Blutgefäße im

Tumor und in den Metastasen verhindert.

Dies führt dazu, dass die Tumorzellen

keine ausreichende Infrastruktur

entwickeln können und somit „verhungern“.

Dieses schon länger be -

kannte Therapieprinzip wurde nun

auch bei Patienten in fortgeschrittenen

Krankheitsstadien untersucht, und

es konnte gezeigt werden, dass es

seine Wirksamkeit über lange

Zeiträume behält.

Dr. Franz Mosthaf und Dr. Albert Lindemann,

zwei niedergelassene Onkologen

aus Karlsruhe bzw. Ettlingen

übernahmen souverän Vorsitz, Moderation

und Zusammenfassung der Veranstaltung.

Das Karlsruher Symposium war somit

tatsächlich ein Highlight der onkologischen

Fortbildung in Karlsruhe. Die

Veranstalter danken den Sponsoren,

der Küche der St. Vincentius-Kliniken,

den Referenten und Frau Gabriele

Schneider vom Sekretariat der Medizinischen

Abteilung II der St. Vincentius-Kliniken

für ihre ausgezeichneten

Vorträge, ihre freundliche Unterstützung,

die hervorragende Beköstigung

und die kompetente und effiziente

Organisation.

Prof. Dr. med. Jörg Mezger

Chefarzt Hämatologie/Internistische

Onkologie

29


3. Informationstag der Selbsthilfegruppe

Lungenkrebs in der Region Karlsruhe

am Samstag, dem 02.06.2012

auf dem Marktplatz in Karlsruhe

Die Selbsthilfe Lungenkrebs der

Region Karlsruhe hat zum umfassenden

Informationstag am Samstag,

dem 02.06. auf dem Marktplatz

Karls ruhe eingeladen. Gemeinsam

mit den Vertretern des Lungenkrebszentrums

der St. Vincentius-Kliniken

(Herr Oberarzt Tillmann Jahn) wurde

die Bevölkerung umfassend über das

Thema Lungenkrebs informiert. Herr

Oberarzt Tillmann Jahn, als Vertreter

der Thoraxchirurgischen Klinik der

St. Vincentius-Kliniken, informierte die

Bevölkerung über die Krankheit Lungenkrebs

und die Behandlungsmöglichkeiten

im zertifizierten Lungenkrebszentrum

der St. Vincentius-Kliniken.

Die Bedeutung des Informationstages

wurde auch durch die Anwesenheit

von Herrn Bürgermeister

Michael Obert unterstrichen.

ppa. Bernhard Belstler

30 Vincenz Aktuell 64/12


W ann immer das Leben uns braucht braucht,

sind wir für die Menschen da.

Medizinische Sicherheit aber braucht sichere Finanzierung:

1 Milliarde Euro an Kürzungen bringen die Krankenhäuser selbst in Not.

Sie benötigen Hilfe für Investitionen in Personal, Sicherheit und Qualität.

20 Milliarden Euro Überschüsse im Gesundheitsfonds und bei den

Krankenkassen müssen zur Sicherung der medizinischen chen VVersorgung

V Versorgung

genutzt werden.

1 Million Beschäftigte Beschäftigte in in den den Krankenhäusern Krankenhäusern müssen müssen an an der der allgemeinen

allgemeinen

Lohnentwicklung teilhaben können.

24 Stunden am Tag sich sichern hern wir die medizinische Versorgung V

e ersorgung in

Deutschland.

Damit das so bleibt, muss die Regierungskoalition

jetzt finanzielle Hilfen beschließen!

beschließen!


Vorsorge bietet Sicherheit

Informationsveranstaltung

„Durch dick und

dünn“ – Leben mit Darmkrebs

Die St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe

haben am 05. Mai 2012 an der

Informationsveranstaltung „Durch dick

und dünn – Leben mit Darmkrebs“ im

Konzerthaus Karlsruhe teilgenommen.

Welche Ursachen hat Darmkrebs?

Welche zielgerichteten Therapien gibt

es? Wie kann Darmkrebs in einem

frühen Stadium erkannt werden?

Diese und andere Fragen beantworteten

ausgewählte Experten aus

Karlsruhe und der Region, diskutierten

über Diagnose und Nachsorge

bei Darmkrebs und gaben den Karls -

ruher Bürgerinnen und Bürgern Tipps

zum Umgang mit der Erkrankung.

Aus den St. Vincentius-Kliniken waren

vertreten: Prof. Dr. Jörg Mezger, Chef -

arzt der Klinik für Hämatologie,

Onkologie, Immunologie, Dr. Holger

Höpfner, Facharzt in der Klinik für Allgemein-,

Gefäß- und Viszeralchirur -

gie, Dr. Peter Lemmer, Oberarzt der

Klinik für Endokrinologie, Gastroenterologie

und Stoffwechsel und Dr.

Thomas Förg, Oberarzt der Klinik für

Strahlentherapie und Radiologische

32 Vincenz Aktuell 64/12


Onkologie. Die Moderation der Veranstaltung

übernahm der bekannte

Tagesschausprecher Jan Hofer.

„Die beste Methode, Darmkrebs zu

verhindern, ist, rechtzeitig zur Vorsorge

zu gehen. Das Heimtückische

an der Erkrankung ist, dass sie oft

jahrelang unbemerkt bleibt, da weder

die Vorstufen noch der Tumor selbst

Symptome wie z.B. Schmerzen verursachen

müssen. Eine Vorsorgeuntersuchung

gibt die größtmögliche

Sicherheit“, sagte Prof. Dr. Jörg

Mezger. „Wer Gewissheit möchte,

sollte ab 50 Jahren zur Darmspiege -

lung gehen. Ab 55 Jahren übernimmt

die gesetzliche Krankenkasse die

Kosten für die Darmspiegelung. Wer

sich diese Untersuchung nicht zutraut,

kann auch jährlich einen Stuhltest

machen und hat damit die Möglich -

keit, sein Darmkrebsrisiko zu verringern“,

so Mezger.

Die gut besuchte Informationsveranstaltung

wurde mit praktischen

Workshops rund um Therapie und

Nebenwirkungen beendet. Die

Schirmherrschaft der Veranstaltung

übernahm Klaus Stapf, Bürgermeister

der Stadt Karlsruhe.

Info-Portal zu Darmkrebs

Infos, Erfahrungsberichte, Filmdokumentationen

und Veranstaltungshinweise

rund um Darmkrebs finden

Sie im Info-Portal für Patienten

und Angehörige

www.darmkrebszentrale.de

Vincenz Aktuell 64/12

33


Wenn die Kirchlichkeit

nicht mehr an der

Kleidung zu erkennen ist

Landestreffen der kirchlichen

Krankenhäuser in

Baden-Württemberg

beschäftigte sich mit der

Frage nach der Erkennbarkeit

des christlichen

Profils

Freiburg/Mannheim (cpi). Zu frühe -

ren Zeiten war für Patienten wie für

Besucher an der Kleidung von

Diakonissen und Ordensschwestern

bereits an der Pforte erkennbar, dass

sie in ein kirchliches Krankenhaus

kamen. Das ist heute nicht mehr so,

weil die in der Krankenpflege enga -

gierten Orden massiv an Nachwuchs

verloren haben und die heutigen

Krankenschwestern und -pfleger

längst einen ganz „weltlichen“ sozia -

len Beruf ausüben. Worin unterscheiden

sich dann aber kirchliche

Krankenhäuser heute noch von

anderen Einrichtungen? Mit dieser

Frage beschäftigten sich rund 60

Vertreterinnen und Vertreter von

katholischen und evangelischen

Krankenhäusern und Rehabilitations -

kliniken in Baden-Württemberg auf

ihrem Landestreffen gestern in

Mannheim.

Wenn die Kirchlichkeit nicht mehr an

der Kleidung zu erkennen ist, braucht

es andere Merkmale der Wahrneh -

mung und Unterscheidung. Welche

das in einem Umfeld, das deutliche

Tendenzen der Entkirchlichung und

Entkonfessionalisierung aufweist, sein

könnten, zeigte der Freiburger Religionssoziologe

Michael N. Ebertz,

Professor an der Katholischen Hoch -

schule Freiburg, auf. Kirchliche

Krankenhäuser zählen, so Ebertz, zu

den Vermittlern zwischen gesell -

schaftlichen Handlungsfeldern und

der christlichen Religion. Das sei ein

wesentlicher Aspekt ihrer kirchlichen

Verortung, obwohl sie als profes-

sioneller medizinisch-therapeutischer

Hochleistungsbetrieb zunächst dem

Sozial- und Gesundheitswesen angehörten.

Um das christlich-kirchliche Profil zu

schärfen und sich damit von den

anderen Einrichtungen positiv zu

unterscheiden, braucht es seiner

Ansicht nach über die rein formale

Zugehörigkeit der Einrichtung zur

Kirche und die individuelle Motivation

der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

hinaus vor allem die Erfahrbarkeit des

christlichen Anspruchs im mensch -

lichen Umgang untereinander und mit

den Patienten ebenso wie in der

Organisationsstruktur. Er verwies in

diesem Zusammenhang auf die im

Christentum ausgeprägte ganz -

heitliche Sicht des Menschen und

regte an, über die Entwicklung einer

spezifisch christlichen Heilkunde

nachzudenken. Ebertz hob besonders

auf eine „Dimension der kommunitären

Kultur“ ab und meinte damit

eine innere Führung, die den Begriff

der „Dienstgemeinschaft“ zwischen

Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht

nur funktional-organisatorisch verstehe,

sondern mit Leben fülle.

Deshalb ist in den Augen von Professor

Ebertz die Profilfindung auch eine

gemeinschaftliche Angelegenheit: „Es

ist eine Aufgabe aller Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter zu definieren,

was das christliche Profil ihres

Krankenhauses ausmacht.“

Zu den Merkmalen kirchlicher

Krankenhäuser in dieser von Ebertz

benannten Dimension gehört der so

genannte Dritte Weg des kirchlichen

Arbeitsrechts, der in jüngster Zeit

allerdings von verschiedenen Seiten

massiv kritisiert wird. Den Gegnern

des kircheneigenen Tarifssystems, das

in paritätisch von Arbeitnehmer- und

Arbeitgebervertretern besetzten Kommissionen

austariert wird, ist vor

allem das darin fehlende Streikrecht

Professor Michael N. Ebertz: Die Profilfindung ist eine

gemeinschaftliche Aufgabe.

Oberkirchenrat Urs Keller: Der Dritte Weg fördert eine

kommunikative Unternehmenskultur.

ein Dorn im Auge. Der Dritte Weg leidet

zwar unter „strukturellen Risiken“,

wie es Oberkirchenrat Urs Keller,

Vorstandsvorsitzender des Diakoni -

schen Werks Baden, formulierte.

Seiner Ansicht nach sind das vor

allem ein Glaubwürdigkeitsproblem,

weil der Dritte Weg oft theologisch

überhöht werde, und ein Kommunikationsproblem,

weil zu viele zu wenig

von ihm wissen.

Dennoch seien die mit ihm gegebenen

Chancen, gerade im Blick auf ein

kirchliches Profil, offenkundig, sagte

Keller. Der Dritte Weg fördere eine

kommunikative Unternehmenskultur

und ermögliche mit dem AVR eine

einheitliche Tarifstruktur in den kirchlichen

Wohlfahrtsverbänden Caritas

und Diakonie anstatt vieler unterschiedlicher

Haustarife. Und: Er

schaffe einen hohen Organisationsgrad

auf der Mitarbeiterseite durch

die Mitarbeitervertretungen, „um die

uns andere beneiden“.

Fotos: Thomas Maier

34 Vincenz Aktuell 64/12


ClinicTV wird moderiert

von Hanno Gerwin

auf Kanal 33

Chefarzt im Gespräch

Lernen Sie die Chefärzte

und den ärztlichen Direktor

in Interviews kennen.

Dabei geht es auch um

Kompetenzen und

Erfahrungen der behandelnden

Mediziner.

Gott und die Welt

Neben dem leiblichen

Wohl geht es auch um das

seelische Wohlbefinden.

Gesundheitskrisen werfen

persönliche Fragen auf.

ClinicTV sucht nach

Antworten.

Aktuelles aus der Klinik

Die Kamera von ClinicTV

geht bis in die

Operationssäle und zeigt

moderne Diagnose- und

Therapie verfahren in den

medizinischen

Fachabteilungen.

FERNSEHEN

für Patientinnen

und Patienten

in den

St. Vincentius-

Kliniken

Geschichte und

Geschichten

Hier erfahren Sie Interessantes

aus dem Klinikalltag und

bekommen Informationen über

die Geschichte des Mitte des

19. Jahrhunderts gegründeten

Krankenhauses.

FERNSEHEN

für Patientinnen

und Patienten

in den

St. Vincentius-

Kliniken

St.Vincentius-Kliniken gAG Karlsruhe

Steinhäuserstr. 18, 76135 Karlsruhe

www.vincentius-ka.de


Lach dich

gesund

Aus Kinderaufsätzen:

Alle Fische legen Eier. Die Russischen

sogar Kaviar.

Alle Welt horchte auf, als Luther

1642 seine 95 Prothesen an die

Schlosskirche zu Wittenberg schlug.

Als Cäsar den Hafen voll sah, schiffte

er daneben (wörtliche Übersetzung

aus dem Lateinischen).

Als Josef und Maria schwanger wurden,

bekamen sie ein Kind.

Als Mozart tot war, hat einer alle

seine Kompositionen gezählt und

nummeriert und eine Liste gemacht.

Sie heißt das Knöchelverzeichnis.

Als unser Hund nachts zu bellen

anfing, ging meine Mutter hinaus und

stillte ihn. Die Nachbarn hätten sich

sonst aufgeregt.

Als wir oben auf dem Berg waren,

hatte ich großen Durst. Gott sei Dank

überließ mir mein Freund Werner ein

Teil seines Wassers.

Am Fahrrad braucht man Speichenrückstrahler

und am Hintern auch.

Auf die Gegend kann man sich nicht

verlassen, weil sie dauernd in den

Dünen herumwandert.

Bei der Vererbung, die im allgemeinen

von den Eltern auf die Kinder

geschieht, hält man sich am besten

an die Mendelschen Gesetze. Wenn

man diese übertritt, wird man mit

einem Wasserkopf oder so bestraft.

Beneluxus ist ein Land zwischen

Deutschland und Frankreich, in dem

lauter ziemlich reiche Leute in Luxus

leben.

Butter wird aus Kühen gemacht. Sonst

heißt es Margarine.

Dann folgte das Zeitalter der Aufklärung.

Da lernten die Leute endlich,

dass man sich nicht durch die Biene

oder den Storch fortpflanzt, sondern

wie man die Kinder selber macht.

Das Problem mit den alten Leuten

wird nicht weniger obwohl so viele

sterben.

Aber es wachsen immer neue nach.

Das Stück endet meistens in der Tonart,

in der es aufhört.

Das Trojanische Pferd war nur außen

ein Pferd. Innen war es ein Wohnmobil.

Der größte Dinosaurier war der Bronchitis,

aber er ist leider ausgestorben,

weil er so viel gehustet hat.

Der Hauptmann zog seinen Säbel

und schoss den Angreifer nieder.

Der Mensch hat an seinem Körper

mehrere Öffnungen, aber nur mit

einer kann er reden.

Der Mond ist kleiner als die Erde.

Das liegt aber auch daran, dass er so

weit weg ist.

Der Papst lebt im Vakuum.

Der Sankt-Lorenz-Strom liegt in Amerika.

Er ist so lang und breit, dass er

in Europa gar keinen Platz hätte.

Der Tierpark ist toll. Da kann man

Tiere sehen, die gibt es gar nicht.

Der Zug hielt mit kreischenden Bremsen

und die Fahrgäste entleerten sich

auf den Bahnsteig.

Die Astronauten haben auch entdeckt,

dass das Hinterteil vom Mond

auch nicht so glatt und rund ist.

Die Erde dreht sich 365 Tage lang

jedes Jahr. Alle vier Jahre braucht sie

dazu einen Tag länger, und das ausgerechnet

immer im Februar. Warum

weiß ich auch nicht. Vielleicht, weil

es im Februar immer so kalt ist und es

deswegen ein bisschen schwerer

geht.

Die Fernsehzeitungen sind deshalb so

wichtig, damit die Sendung nicht vorbei

ist, bevor man sie bemerkt hat.

Die Fische legen Leichen ab, um sich

zu vermehren.

Die meisten Menschen sprechen

durch den Mund. Nur vornehme

Leute sprechen durch die Nase.

Die Periode der Königin Elisabeth

dauerte 30 Jahre.

Die Wirbelsäule ist ein aus vielen

Knochen zusammengesetzter Knochenschlauch,

der den ganzen

Rücken herunterläuft. Auf dem oberen

Ende sitzt der Kopf, auf dem unteren

wir selber.

Dort, wo jetzt Ruinen ragen, standen

einst stolze Burgfräuleins und warteten

auf die ausgezogenen Ritter.

Ein Kreis ist ein rundes Quadrat.

Eine Halbinsel ist eine Insel, die noch

nicht ganz fertig ist.

Eine katholische Schwester kann nicht

austreten, da sie zeitlebens im Kloster

leben muss.

Eines der nützlichsten Tiere, die wir

besitzen, ist das Schwein. Von ihm

kann man alles verwenden, das

Fleisch von vorn bis hinten, die Haut

für Leder, die Borsten für Bürsten und

den Namen als Schimpfwort.

36 Vincenz Aktuell 64/12


Es gefällt mir gar nicht, wenn in

einem alten Film nur tote Schauspieler

mitspielen.

Für die Schweine werden Zuchthäuser

errichtet.

Gartenzwerge haben rote Mützen,

damit sie beim Rasenmähen nicht

überfahren werden.

Ich bin zwar nicht getauft, dafür aber

geimpft.

Ich habe die Tür aufgemacht und sie

ging nicht auf.

Im Dreißigjährigen Krieg nannte man

die besten und stärksten Soldaten

Muskeltiere.

In Berlin fuhren wir in den Tiergarten

und besuchten unsere Verwandten.

In der Aufführung, die mir sehr gefallen

hat, sangen unter anderem der

Chor der Staatsoper München und

der Gefangenenchor aus Nabucco.

In der Sahara besteht die Vegetation

fast nur aus Sand und Steinen.

In Frankreich hat man die Verbrecher

früher mit der Gelatine hingerichtet.

Künftige Ehepaare werden vierzehn

Tage lang in einem Schaukasten am

Gemeindeamt ausgestellt.

Man sieht deutlich wie der Hafen in

die Schiffe einläuft.

Mein Mann braucht dringend eine

neue Hose für seine Tätigkeit als

Musiker, weil er in der alten keine

Musik mehr machen kann.

Meine kleine Schwester ist erst drei

Monate alt. Da ist klar, dass sie noch

nicht überall mitreden kann.

Vincenz Aktuell 64/12

Meine Mutter ist eine sehr schöne

Frau. Man sieht es ihr immer noch

an, dass sie einmal jung war.

Meine Schwester hat einen italienischen

Freund. Er sieht sehr gut aus

und ist immer sehr leschär angezogen:

Offenes Hemd und Hose.

Meine Schwester ist ganz wild auf

Oper. Am liebsten hört sie Riegoletto

und das Nachtlager von Gran Canaria.

Meine Schwester ist sehr krank. Sie

nimmt jeden Tag eine Pille. Aber sie

tut das heimlich, damit sich meine

Eltern keine Sorgen machen.

Mit starkem, großem Strahl gaben

die Feuerwehrleute ihr Wasser ab.

Moderne Musik ist, wenn ganz

andere Töne angeschlagen werden,

als man erwartet.

Neben Prunksälen hatten die Ritter

auch heizbare Frauenzimmer.

Orgel und Klavier unterscheiden sich

vor allem dadurch, dass an der Orgel

die größeren Pfeifen sitzen.

Viele Hunde gehen gern ins Wasser.

Manche leben sogar immer dort, das

sind die Seehunde.

Wasser in 1m Tiefe ist wärmer, als in

5m Tiefe. Das kann man ganz leicht

überprüfen, indem man einen Arm in

1m tiefes Wasser und den anderen in

5m tiefes Wasser hält.

Wenn ich meine Hausaufgaben

gemacht habe, darf ich meinen

Lebensabend vor dem Fernseher verbringen.

Wenn Leute austreten, finden sie nur

schwer in die Gesellschaft zurück.

Wenn man kranke Kühe isst, kriegt

man ISDN.

Wenn man kurzsichtig ist, geht man

zum Optimisten und läßt sich eine

Brille verschreiben.

Wir gingen in den Zoo. Es war ein

großer Affe im Käfig. Mein Onkel

war auch dabei.

Zu Allerheiligen waren wir auf dem

Friedhof. Es war sehr feierlich denn

der Pfarrer besprang mit seinem

Wedel die Friedhofsbesucher.

(Quelle: Wikia.com)

Bruder Klaus Schäfer

Klinikseelsorger

37


Fortbildungen

Die Klinik für Anaesthesie und Operative

Intensivmedizin – Direktor:

Prof. Dr. J. Biscoping bietet jeweils

montags, 16.20 Uhr, Seminarraum

Steinhäuserstr. 18, folgende Fortbildungsveranstaltungen

an:

08.10.12 Anaesthesie bei bariatrischen

Eingriffen

Referent: S. Gehle

22.10.12 Postoperativer Visusverlust

(POVL) –

Ischämische Opticus-

Neuropathie (ION)

Referent: Dr. W. Duch

05.11.12 Pleurasonographie

und Echokardiographie

in der Anaesthesie

und Intensivmedizin

Referent: Dr. H. Baumann

19.11.12 Ambulantes Operieren

– haftungsrechtliche

Probleme für die

Anaesthesie

Referent: Dr. M. Greiner

03.12.12 Intraoperative Hypotension

Referent: S. Thielke

17.12.12 „Apgar-Score“ in der

Chirurgie?

Referent: Dr. C. Endler

Zu diesen Veranstaltungen sind

auch alle Schwestern und Pfleger

der Klinik herzlich eingeladen.

Auskunft über das Sekretariat

Prof. Dr. J. Biscoping,

Tel. 0721/8108-2119

Prof. Dr. J. Claßen, Direktor der Klinik

für Strahlentherapie und Radiologische

Onkologie, gibt folgende

Fortbildungsveranstaltungen

bekannt:

Jeden Donnerstag von

7.30 Uhr – 8.15 Uhr

im Demonstrationsraum

Strahlenklinik,

Steinhäuserstr. 18

Themen: Aus dem Gebiet der

Radioonkologie und

Onkologie

Die Veranstaltungen sind

jeweils mit einem CME-

Punkt zertifiziert.

Auskunft über das jeweils

aktuelle Thema erteilt

das Sekretariat

Prof. Dr. J. Claßen

unter Tel.-Nr. 0721/8108-5151

Prof. Dr. B.-D. Gonska, Chefarzt

der Abt. 3 der Medizinischen

Klinik, Kardiologie, Angiologie,

Intensivmedizin, gibt folgende

Fortbildungen im Seminarraum der

St. Vincentius-Kliniken gAG Steinhäuserstraße

18 bekannt:

17.10.2012, 18.00 Uhr

Schlaganfall:

Moderne Therapie

Referent: Prof. Dr. Gahn, Karlsruhe

21.11.2012, 18.00 Uhr

Herzrhythmusstörungen

Antiarrhythmika, Ablation

– was, bei wem, wann?

Referenten:

Prof. Dr. Vester, Düsseldorf

Dr. Lee, Karlsruhe

19.12.2012, 18.00 Uhr

Diabetes und Herz

Referent: Prof. Dr. Hennersdorf,

Heilbronn

Die Veranstaltungen sind

jeweils mit 1 Punkt zertifiziert.

Auskunft erteilt das Sekre -

tariat Prof. Dr. B.-D. Gonska,

Tel. 0721 / 8108-3172

Prof. Dr. E. Kiffner, Direktor der

Chirurgischen Klinik Abt. 1,

Allgemein-, Viszeral- und Gefäß -

chirurgie, gibt folgende Fortbildungen

im Seminarraum der Chirurgie

von 8.00 Uhr bis 8.20 Uhr

bekannt:

Oktober 2012

Neue Aspekte der VAC-

Therapie

Referentin: Dr. Nagel

Neckdissektion beim Schilddrüsenkarzinom

Referent: OA Dr. Götschin

November 2012

Handchirurgie

Referent: OA Dr. Kraffert

Auskünfte erteilt das Sekretariat

Prof. Dr. E. Kiffner,

Tel. 0721/8108-3642

Prof. Dr. J. Mezger, Chefarzt der

Abt. 2 der Medizinischen Klinik,

Hämatologie, Onkologie, Immuno -

logie gibt folgende Fortbildungen

bekannt:

Jeden Mittwoch ab 15.00 Uhr

im Seminarraum der Pneumologie,

Südendstraße 32

Tumorboard

Dauer ca. 1 Stunde

38 Vincenz Aktuell 64/12


Fortbildung in der Frühbesprechung

im Seminarraum der Pneumologie,

Südendstraße 32

jeweils mittwochs,

von 8.00 Uhr bis 8.45 Uhr

10.10.2012

14.11.2012

12.12.2012

Für alle Veranstaltungen werden

Fortbildungspunkte beantragt.

Auskunft erteilt das Sekretariat

Prof. Dr. J. Mezger,

Tel.: 0721/8108-3014

Prof. Dr. E. Siegel, Chefarzt der

Abt. 1 der Medizinischen Klinik,

Endokrinologie, Gastroenterologie

und Stoffwechsel, gibt folgende

hausinterne Fortbildung bekannt:

Mittwoch, 17.10.2012

15.00 - 19.30 Uhr

Karlsruher Schilddrüsen-Kurs

an den St. Vincentius-Kliniken gAG

im Seminarraum 1, Südendstr. 32,

76137 Karlsruhe

Praxisorientiertes Kompaktseminar

für niedergelassene Kollegen,

Krankenhausärzte und Studenten im

Praktischen Jahr.

Es umfasst alle wesentlichen

Aspekte der Therapie von

Schildrüsen-Erkrankungen.

Begrenzte Teilnehmerzahl

Kursgebühren: € 30,--,

PJ-Studenten frei

Auskunft und Programm im

Detail über Sekretariat

Prof. Dr. E. Siegel,

Tel. 0721/8108-3643,

Fax: 0721/8108-3609

Vincenz Aktuell 64/12

Studentenseminar der

ADBW Karlsruhe

am 30.11.2012 von 14.30 Uhr

bis 19.30 Uhr und

am 01.12.2012 von 8.30 Uhr

bis 17.30 Uhr.

Den Studierenden der Medizin

(PJ-Studenten) werden Seminar -

unterrichtstermine angeboten je -

weils dienstags von 16.15 – 17.45

Uhr und finden im Seminarraum 3

(Pneumologie), Südendstr. 32 statt

bzw. die Termine der Anästhesie,

Augen, HNO, Orthopädie im

Seminarraum Steinhäuserstraße 18

und der Pathologie im Seminarraum

3. OG, Südendstr. 37

(sofern nichts anderes vermerkt).

02. Okt. Gynäk./Geburt

CA Dr. Tomé

09. Okt. Unfall-/Handchir.

OA Dr. Kraffert

16. Okt. Kardiologie

OA Dr. Grosse

23. Okt. Augen

Prof. Lieb/

OA Dr. Alivertis

06. Nov. Pathologie

Prof. Dr. Faller

13. Nov. HNO

Prof. Dr. Mertens

20. Nov. Anaesthesie

OA Dr. Pelchen

27. Nov. Strahlentherapie

OA Dr. Förg

04. Dez. Orthopädie

OA Dr. Malzer

11. Dez. Gynäk./Geburt

CA Dr. Tomé

18. Dez. Gastro/Endokrine

OA Dr. Dieterle

39


Personalnachrichten

Neue Mitarbeiter/

innen:

Mit einem herzlichen

Willkommen begrüßten wir

folgende Mitarbeiter in

der Zeit vom 1. Februar 2012

bis 30. Juni 2012

Arzner, Selina

Innere BD1

Baat, Lisa

Innere Med. Abt. 1

Baumann, Jutta

Ambulanz Gyn.

Bechtold, Birgit Dr.

Chirurgie Abt. 1

Brenner, Marina

Innere G3

Buchmann, Franziska

Physikalische Therapie

Burgard, Simone

F0 - Chirurgie

Cammisar, Elke

Sozialdienst Süd

Dörfler, Christine

Gyn M1/M2

Eichhorn, Nadja

Innere BD1

Faßhauer, Jessica

Innere A1

Fetzer-Düthmann, Sabine

Sozialdienst Stein

Findling, Jutta

Augen 4B

Fischer, Nadine

Unfall- u. Handchirurgie

Fleischhauer, Dina

OPI

Götz, Dominik

Innere BD1

Gseller, Indra

Ambulanz Chirurgie

Güldener, Patricia

Medizincontrolling

Haller, Rebecca

Innere C1

Hatami, Eva Carolina Dr.

Innere Med. Abt. 1

Hofmann, Sebastian

Finanz- und

Rechnungswesen

Höllig, Sarah Azat

Linksherzkath. Süd

Jung, Anja Birgit

Brückenschwestern

Justl, Martin

Werkstatt Stein

Karnacewicz, Claudia

Chirurgie D2

Keitel, Carolin Dr.

Kardiologie

Kelle, Susann

Linksherzkath. Süd

Kern, Isabell

OPI

Kientzel, Francoise

Chirurgie G2

Klausmann, Rosemarie

Augen 4A

Koch, Ann-Kathrin

Chirurgie Abt. 1

Kraffert, Gregor Dr.

Unfall- u. Handchirurgie

Lederer, Nadja

Innere E0

Lehmann, Petra

Kreißsaal Gyn

Linder-Biel, Lucia

Qualitätsmanagement

Mackeldey, Lisa

Chirurgie F0

Mayer, Maximilian

Augen

Müller, Mareike

Ambulanz Chirurgie

Näkel, Esther

Pathologie

Ogel, Ludmilla

OP Orthopädie

Oluoch, Christine

Chirurgie G1

Prakash, Deborah

Innere Med. Abt. 2

Pruschek, Simone

Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit

Rednic, Andreea

Radiologie

Rudolph, Katharina

Innere Med. Abt. 1

Sakaras, Anna

Augen

Sari, Ayse

Küche Stein

Schäfer, Brigitte

Küche Süd

Schmidt-Bacher, Annette Dr.

Augen

Schneider, Ida

Orthopädie

Schödl, Sylvia

Kardiologie

Seemann, Sonja

HNO 1C/D

Smakic, Velda

Radiologie

Spangler, Alexandra

Radiologie Süd

Stahl, Oxana

Innere BD1

Stemke, Christine

Krankenpflegeschule

Thielke, Sarah

Anaesthesie

Vogel, Janine

Chirurgie C0

Weber, Diana

Orth 2B

Wüppen, Katrin

Innere Med. Abt. 1

Zimmermann, Carola

Medizincontrolling

40 Vincenz Aktuell 64/12


Wir

gratulieren

in der Zeit vom

1. Mai bis

30. September 2012:

40jähriges Jubiläum

Schmitt, Rosemarie

Innere BD1 01.08.2012

Zimmermann, Erika

Orthopädie 2A 04.09.2012

35jähriges Jubiläum

Weber, Roswitha

Ambulanz Chirurgie 01.05.2012

Rubel, Marianne

Küche Süd 13.06.2012

Klett-Freund, Isolde

Med. Intensiv Süd 01.09.2012

30jähriges Jubiläum

Walter, Adelheid

Kreißsaal Gyn 01.05.2012

Kaplar, Dragica

Chirurgie G4 01.06.2012

Maniyankerikalam, Augustin

Innere C1 01.06.2012

Keller, Gabriele

Pneumologie 01.07.2012

Hocher, Irmgard

Rechnungsprüfung 01.08.2012

25jähriges Jubiläum

Klawe, Norman

Archiv Süd 01.05.2012

Wachter, Manuela

Gyn M3/M4 01.05.2012

Brandt, Monika Dr.

Anaesthesie 01.06.2012

Zormann, Maria

OPI Stein 01.06.2012

Rapp, Anneros

Gyn M5/M6 01.07.2012

Vincenz Aktuell 64/12

Staby, Jörg

Technik Süd 01.07.2012

Stantejsky, Petra

Innere Med. Abt. 1 01.07.2012

Kremel, Karin

Augen 4C 01.09.2012

Leidert, Matthias

Fotodokumentation 01.09.2012

20jähriges Jubiläum

Dzihic, Faudin

Chirurgie G1 01.05.2012

Hunn, Isolde

Innere A2 01.05.2012

Medak, Vesna

Innere C1 01.05.2012

Pfaff, Daniela

Anaesthesie 01.06.2012

Prässler, Knut

Chirurgie C0 01.06.2012

Bauer, Roswitha

Personalabteilung 01.07.2012

Melcher, Judith

OP Chirurgie 01.07.2012

Schmunck, Asuncion

Orthopädie 2 C/D 01.07.2012

Schuller, Helga

Radiologie Süd 01.07.2012

Burgard, Heiderose

Chirurgie G4 01.08.2012

Heuser, Corinna

Aufnahme Süd 01.08.2012

Wussler, Johanna

Nuklearmedizin A1a 01.08.2012

Holler, Brigitte

HNO 1C/D 01.09.2012

Ratke, Lilija

Küche Süd 01.09.2012

Ribeiro, Gérard

IT-Abteilung 01.09.2012

Strutinschi, Marcela

Augen 4A 01.09.2012

Wetter, Bettina

Küche Stein 07.09.2012

Raffel, Nicole

Chirurgie G2 15.09.2012

15jähriges Jubiläum

Lamminger, Matthias

Apotheke 01.07.2012

Straub, Dorothea

OPI Süd 01.07.2012

Alexander, Lilli

Augen OP 01.09.2012

Beggar, Kristina

Innere E0 01.09.2012

Birkel, Anja

Orthopädie 3 B/C 01.09.2012

Frank, Nadja

Orthopädie 2 C/D 01.09.2012

Strohmeier, Tanja

Radiologie Stein 15.09.2012

10jähriges Jubiläum

Colling, Judith

Info/Pforte Stein 01.05.2012

Förg, Thomas Dr.

Strahlentherapie 01.05.2012

Haji Djavadi, Elke

Chirurgie D2 01.05.2012

Kern, Brigitte

Pathologie 01.05.2012

Röckel, Andreas

Chirurgie G2 01.05.2012

Senger, Iris

Chirurgie F0 01.05.2012

Treiber, Melanie

Innere E0 01.05.2012

Borell, Serife

Orthopädie 3 B/C 15.05.2012

Pfeifer, Monika Christiane

Betriebsärztlicher Dienst 16.05.2012

Haffner, Isabella

Radiologische Onkologie 01.06.2012

Horst, Bernhard

Chirurgie Ambulanz 01.06.2012

Labus, Halina

Physikalische Therapie 01.06.2012

Gerstner, Romy

Radiologische Onkologie 15.06.2012

Biedenbach, Angelina

Orthopädie 01.07.2012

Eichler, Alexandra

HNO OP 01.07.2012

41


Ganz, Alexandra

Apotheke 01.07.2012

Salokat, Alexander

Strahlentherapie 01.07.2012

Waschek, Andreas

Anaesthesie 01.07.2012

Schneider, Anke

Gyn M3/M4 01.08.2012

Schüchtle, Melanie

Innere BD1 01.08.2012

Neu, Bärbel

Kasse/Patientenabrg. Stein

15.08.2012

Geiger, Helga

Verwaltung 01.09.2012

Pataki, Thomas

Orthopädie OP 01.09.2012

Raupp, Andreas

Technik Stein 01.09.2012

Staub, Jasmin

Strahlentherapie 01.09.2012

Weber, Nicole

Kasse/Patientenabrg. Stein

01.09.2012

In den wohlverdienten

Ruhestand/Altersteilzeit

(ATZ) wurden verabschiedet:

Abdel-Baki, Ursula

Kasse Süd

16.10.1978 - 31.03.2012

Adelmann, Katharina

Gynäkologie

01.03.2007 - 31.03.2012

Adelmann, Traudel

Kardiologie

01.07.1991 - 31.03.2012 ATZ

Reinecke, Gerlinde

Gynäkologie

01.01.1978 - 31.03.2012 ATZ

Alber, Hannelore

Nuklearmedizin A1a

01.11.1997 - 31.05.2012

Ceric, Enisa

Augen 4B

01.02.1996 - 31.05.2012 ATZ

Debes, Hildegard

Radiologie Süd

01.09.1977 - 31.05.2012

25-40jährige Jubilare

König, Bernhard

Sozialdienst Stein

16.03.1981 - 31.05.2012

Krüger, Erika

Gyn M1/M2

15.01.1990 - 31.05.2012

Kuhn-Klomann, Ruth

Nuklearmedizin A1a

01.09.1977 - 31.05.2012

Wunder, Bärbel

Info/Pforte Stein

01.09.1993 - 31.05.2012

Löhlein, Elisabeth

Krankenpflegeschule

11.10.1990 - 30.06.2012

Rapp-Gaschi, Astrid

Innere Medizin

10.08.1987 - 30.06.2012

42 Vincenz Aktuell 64/12


Personalnachrichten

Neue Praxisanleiter ausgebildet

Anfang Februar 2012 starteten 26

Gesundheits- und KrankenpflegerInnen,

Hebammen, Operationstechnische

Assistentinnen und Fachkrankenpfleger

für Anästhesie und Intensivmedizin

die berufsbegleitende Weiterbildung

zum Praxisanleiter. Die genau -

en Aufgaben des Praxisanleiters

zeigte Bastian Kopp in seinem Artikel

„Die Praxisanleiter stellen sich vor“,

erschienen im Vincenz Aktuell Nr.

63, auf. Im Gegenzug hierzu befasst

sich folgender Artikel nun mit der

Weiterbildung der Praxisanleiter.

Zu Beginn dieser Weiterbildung

waren wir „Neulinge“ auf dem

Gebiet der Praxisanleitung, was sich

jedoch im Laufe des nächsten halben

Jahres ändern sollte. Um die Schüler

in den jeweiligen Bereichen optimal

durch die praktische Ausbildung zu

begleiten, bedarf es eines gewissen

pädagogischen Know-Hows. Und so

starteten wir unseren Unterricht mit

dem Auffrischen der Gesetzeskunde.

Nachdem die aktuellen gesetzlichen

Ausbildungsinhalte und neuen Prüfungsverordnungen

verinnerlicht

waren, freuten wir uns auf zwei Tage

Kommunikationstraining mit Frau Seiler.

An diesen Tagen lernten wir, was

es heißt „Nein“ zu sagen, ein kons -

truktives Feedback zu geben, empathische

Verhaltensweisen einzuüben

und unser Selbstwertgefühl zu stärken.

Martin Haberzettl (Kommunikationscoach)

sagte einmal: „Vorwürfe

sind schlecht formulierte Wünsche“.

Damit so etwas nicht zu unserer

Gewohnheit wird lernten wir in diversen

Rollenspielen, dass Konfliktmanagement

bedeutet, sich mit seinen Kollegen

zusammen-, statt auseinanderzusetzen

und über Probleme und

Wünsche zu reden. Die weiteren

Unterrichtsinhalte ließen uns zu „fortgeschrittenen

Anfängern“ werden,

jedoch wollten wir auf dieser Stufe

nicht lange verweilen. Um auf jeden

Schüler adäquat reagieren zu können,

lernten wir deshalb die überarbeiteten

Standards des Hauses kennen,

diverse Führungsstile und Lerntechniken,

um die Schüler „dort abzuholen,

wo sie gerade stehen“. Um auf

die nächste Stufe der „kompetent Pflegenden“

zu gelangen, durfte uns

Vincenz Aktuell 64/12

Frau Ramin ihr psychologisches Wissen

offenbaren, hierbei mussten wir

uns in die pubertierenden Auszubildenden

hineinversetzen, um ihre aktuelle

Situation besser zu verstehen und

ihnen dann durch Lernen eines besseren

Zeitmanagements zu helfen, ihren

Stresspegel deutlich zu senken. Denn

viele Schüler setzen sich selbst zu

stark unter Druck, sie wollen die

Besten sein. Andere haben wiederum

Versagensängste. Doch oft liegt es

nur daran, dass sie ihr eigentliches

Ziel aus den Augen verloren haben

und so liegt es an uns Praxisanleitern

den Schülern das Sprichwort von

Mark Twain zu erläutern: „Nachdem

wir das Ziel endgültig aus den Augen

verloren hatten, verdoppelten wir

unsere Anstrengungen“. Manchmal

muss man Schülern aufzeigen, dass

auch das Erreichen kleinerer Ziele sie

am Ende dem großen Ziel des bestandenen

Examens näher bringt und sie

diese mit voller Energie angehen sollen.

Den „inneren Schweinehund“

musste jeder schon einmal überwinden,

mal mehr oder weniger erfolgreich.

Frau Ramin lehrte uns, ihn nicht

zu überwinden, sondern mit ihm zu

verhandeln und ihn dann ins Kino zu

schicken. Diese Idee fanden wir sehr

gut.

Um ein genaueres Bild unserer

zukünftigen Arbeit zu erhalten, hospitierten

wir 2-3 Tage in fremden Kliniken

oder Pflegeschulen und arbeiteten

dort mit erfahrenen Praxisanleitern

zusammen. Diese Hospitation

ließ uns auf die Stufe der „erfahren

Pflegenden“ aufsteigen. Im letzten Teil

der Weiterbildung durften uns die

Lehrer der Krankenpflegeschule die

Wichtigkeit der ausführlichen Pflegeplanung,

der korrekten Dokumentation

und der Patienten- und Angehörigenberatung

verdeutlichen sowie ein

Deeskalationstraining mit uns absolvieren,

um uns Möglichkeiten zu zeigen,

wie wir uns in brenzligen Situationen

korrekt verhalten können. Frau

Kaiser hatte zuletzt die mühevolle

Aufgabe, uns die Krankenhausfinanzierung,

die Personalentwicklung und

das DRG-System zu erläutern,

dadurch wurden uns die ökonomischen

Zwänge in denen sich die

Krankenhäuser heute befinden deutlich.

Dies tat sie mit Bravour, denn wir

Pflegenden haben in unserem Alltag

wenig mit der Finanzierung und der

Betriebswirtschaft zu tun. Die letzte

Stufe auf dem Weg zum „Experten“

sah für uns die Begleitung und die

Korrekturübungen des praktischen

Examens vor, sowie das Vorstellen

unserer Abschlussarbeiten, was uns

wieder klar und deutlich vor Augen

führte, was es heißt, „Auszubildender“

zu sein. Nachdem wir das Stufenmodell

der Kompetenzentwicklung

nach Patricia Benner vom „Neuling“

zum „Experten“ durchlaufen haben,

wissen wir nun „Anleiten bedeutet

jemandem etwas zu zeigen, beizubringen

oder ihn zu unterweisen“

und das mit den nötigen Kompetenzen.

Bei unserer kleinen Abschlussfeier

überreichten uns Frau Löhlein und Frau

Stemke unsere Zertifikate und wünschten

uns viel Erfolg für die bevorstehenden

Aufgaben. Wir werden diese mit

viel Engagement und unseren erlernten

Fähigkeiten angehen und hoffen weiterhin

auf die Unterstützung unserer

Kollegen auf Station, die es ermöglichen,

praktische Anleitungen vor Ort

durchzuführen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei

allen Kollegen aus der Pflege, den

Lehrern der Krankenpflegeschule, den

Mitarbeitern der Verwaltung und Pflegedienstleitung

sowie den Mitarbeitern

aus dem ärztlichen Bereich, die

uns bei der Weiterbildung unserer

Schüler unterstützen.

Marion Rechner

Gesundheits- und Krankenpflegerin/

Praxisanleiterin der Station C0

43


Personalnachrichten

Jetzt Kursangebot im

Haus vor Ort nutzen

Umbau des Bewegungsbads zum

Trainings-Bereich

Wer rastet, der rostet, sagt der

Volksmund. Daher haben die Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen der St.

Vincentius-Kliniken ab Oktober 2012

die Möglichkeit, an Kursen zur

Gesundheitsvorsorge teilzunehmen.

Kursprogramm

„BEWEGUNG“:

Körperwahrnehmung, Kräftigung,

Stabilisation, Stützfunktion, Dehnen

Kursprogramm

„ENTSPANNUNG“:

Entspannungstechniken, Atemtechniken,

Lagerungstechniken

Die Vorteile liegen auf der Hand:

Mitarbeiter sparen Zeit und lange

Anfahrtswege, da der Kurs direkt im

Haus vor Ort in der Steinhäuserstraße

(Physikalische Therapie) genutzt werden

kann. Wer etwas für seine

Gesundheit tun will, belegt entweder

den Kurs „Bewegung“ oder den Kurs

„Entspannung“. Die Gesamtkosten je

Kurs belaufen sich auf 100 Euro

(10 Einheiten à 60 Minuten). Die

Kosten können bei der Krankenkasse

Interesse an einem Kurs? Einfach Coupon ausfüllen und bei der Poststelle abgeben.


Anmeldung

Kursprogramm der St. Vincentius-Kliniken

für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Ja, ich möchte am Kurs „Bewegung“ teilnehmen.*

(voraussichtlich: Mo, Mi, Fr 14-15 Uhr)

Ja, ich möchte am Kurs „Entspannung“ teilnehmen.*

(voraussichtlich: Mo, Mi, Do 17-18 Uhr)

Wer mehr über die neuen

Räume und das Kursprogramm

erfahren möchte,

kann sich informieren bei

der Informationsveranstaltung

am Freitag, den

21. September zwischen

13 bis 15 Uhr.

als Präventionsmaßnahme eingereicht

und bis zu 80% erstattet werden.

Auszubildende zahlen 50 Euro.

Das sog. „Bewegungsbad“, in dem

die Kurse stattfinden, hat sich von den

70er Jahren über die 90er bis heute

stark gewandelt. Die Umbauarbeiten

haben aus dem ehemaligen Bewegungsbad

einen Bereich gemacht, in

dem Sportbegeisterte trainieren und

entspannen können.

(*Max. 10 Personen pro Kurs. Es ist jeweils nur ein Kurs buchbar. Die Kurse kosten jeweils

100 Euro. Kursbeginn voraussichtlich Oktober 2012. 10 Stunden à 60 Minuten. Genaue Kurseinteilung

nach Eingang der Coupons.)

An

Poststelle Physikalische Therapie

Name, Vorname: Datum:

Station:

44 Vincenz Aktuell 64/12


Altes Bewegungsbad 1973

Bewegungsbad nach Umbau im Jahr 1990

Umbau des Bewegungsbades im Jahr 2012 als Trainingsraum

Vincenz Aktuell 64/12

Neues aus dem Einkauf

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

unser Haus hat sich im Spätsommer

2011 zu einer Kooperation mit einer

Einkaufsgemeinschaft entschlossen.

Nach diversen Gesprächen mit mehreren

auf dem Krankenhausmarkt vertretenden

Einkaufsgemeinschaften

sind wir zum 01.01.2012 eine

Kooperation mit dem Sana-Einkaufsverbund

eingegangen.

Für den Einkauf eines einzelnen Krankenhauses

wird es am Markt immer

schwieriger die besten Preise zu

erzielen, weil sich das zu verhandelnde

Volumen im Gegensatz zu

den großen Krankenhauskonzernen

und Einkaufsgemeinschaften eher in

Grenzen verhält. Der Sana-Einkaufsverbund

bündelt seine Einkaufs- und

Verhandlungsmasse von seinen 45

konzerneigenen Krankenhäusern

sowie von weiteren 100 Krankenhäusern,

die sich in Kooperation dem

Sana-Einkaufsverbund angeschlossen

haben. Zudem haben sich auch viele

weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens

wie Reha-Kliniken oder

Pflegeheime dem Sana-Einkaufsverbund

angeschlossen.

Durch die Kooperation mit dem Sana-

Einkaufsverbund werden wir künftig

in vielen Warengruppen an bessere

Konditionen unserer Lieferanten

gelangen, weil wir mit denen nicht

mehr direkt über unser Volumen verhandeln,

sondern der Sana-Einkaufsverbund

über sein ganzheitliches

Volumen, welches unseres beinhaltet.

Der Beitritt bringt für Sie keinerlei Veränderungen

und auch keine Produktumstellungen

mit sich. Durch die

Kooperation ergeben sich lediglich

interne Prozessveränderungen in den

einkaufenden Abteilungen Apotheke,

Medizinisches Lager und Zentraleinkauf.

Unsere Kooperation mit einer Einkaufsgemeinschaft

wird mit dazu beitragen,

die Wirtschaftlichkeit unseres

Hauses weiter zu verbessern. Für

Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur

Verfügung und sende herzliche

Grüße aus dem Zentraleinkauf.

Ihr

Andreas Rösicke

Leiter Zentraleinkauf

45


Personalnachrichten

Info-Seminar für

Kehlkopf- und Schlund -

operierte 2012

Nachsorge und Folgebehandlung

nach Therapie von Kehlkopf- und

Schlundtumoren

Es war das erste Seminar dieser Art

für den Bezirksverein der Kehlkopf -

operierten in Karlsruhe, welches am

8. Mai 2012 im Seminarraum der

Vincentius-Klinik, Karlsruhe, Steinhäuserstr.

18, unter der Schirm -

herrschaft von HNO-Direktor Prof. Dr.

med. J. Mertens, stattfand.

Rudi Bohn, der Initiator und 1.Vorsitzenden

des Bezirksvereins konnte

eine Vielzahl von auswärtigen

Gästen begrüßen und machte deutlich,

dass dieses Seminar das erste,

aber hoffentlich nicht das letzte sein

wird. Außerdem machte er darauf

aufmerksam, dass man die Mög -

lichkeit der Fragestellung nach den

jeweiligen Vorträgen ergreifen sollte.

Herr Prof. Mertens führte in das

Thema ein, wobei er es verstand,

durch seinen – leicht historisch angehauchten

– interessanten Rückblick

auf die Entwicklung der Behandlung

von Kehlkopftumoren das Interesse

der Zuhörer zu erwecken.

Die Problematik von Schluckstörungen

war der Inhalt des einfühlsamen

Vortages von Oberarzt P. Joram. Er

konnte durch umfangreiches Bildmaterial

und verständliche Erklärungen

einen Einblick in das Gebiet dieser

speziellen Behinderung im Kehlkopfbereich

geben.

Im Bereich der Stimmanbahnung

konn ten die Logopädinnen Frau

C. von Reitzenstein und A. Becker

durch einen lebendigen Vortrag, die

verschiedenen Möglichkeiten der verbalen

Kommunikation mit der Ruk-

tusstimme (Ösophagus - Ersatzstimme)

oder mit dem Shunt-Ventil, darstellen,

wobei Frau Becker die abschließenden

Worte mit einer angedeuteten

Ruktusstimme versuchte.

Nach einer Kaffeepause führte Oberarzt

Dr. St. Espenschied vom Städt.

Klinikum Karlsruhe in die manchmal

nicht unproblematischen Nachsorge

Ventilwechsel ein. Mit seiner für den

Laien übersetzten, verständlichen

med. Terminologie hat er allen Anwesenden

manches Neue vermittelt.

Nach dem reichhaltigen warmen und

kalten Mittagsbuffet hat Oberarzt Dr.

med. Thomas Förg von der Strahlenklinik

der St. Vincentius-Kliniken die

Teilnehmer mit dem Thema der

Lebens qualität nach Strahlen-

(Chemo-) Therapie die Notwendig -

keiten vor, während und nach der

Behandlung aufgezeigt.

Herr Dr. med. Dr. dent. Carlos Fresquet

von der Praxisklinik für Mund-

Kiefer- Gesichtschirurgie in Karlsruhe

hat mit dem Thema der Nachsorge

im Mund- und Kieferbereich die

ganze Aufmerksamkeit der Zuhörer

gefordert und ihre Notwendigkeit

langfristig aufgezeigt.

Nach der Kaffeepause referierten

zuerst Dr. B. Vanselow, HNO-

Gemeinschaftspraxis in Pforzheim

und danach I. Greiner der Firma

Greiner Epithesen, Kiel, über das

Thema Epithetische Stomaversorgung

in eindrucksvoller Weise. Herr Dr.

Vanselow machte deutlich was für

„Kunstwerke“ bei jedem einzelnen

Patienten durch Herrn Greiner entstehen.

Zum Abschluss bedankte sich Herr

Bohn bei den Referentinnen und

Referenten für die hervorragenden

Vorträge und das große Engagement

für den BzV der Kehlkopfoperierten

von Karlsruhe und äußerte den

Wunsch auf weitere Seminare.

Harry Baier

2. Vorsitzender

BzV der Kehlkopfoperierten

1983 Karlsruhe e.V.

46 Vincenz Aktuell 64/12


Personalnachrichten

Begegnung mit Sr. Colette

Missionarin traf ihre ehemaligen

Freundinnen und Kolleginnen aus den

St. Vincentius-Kliniken, Sr. Colette,

ehem. Ursula Safferling

Sr. Colette erlernte von 1969 – 1972

die Ausbildung zur Krankenpflege

und war anschließend 1972 – 1975

als Schwester auf der Station G II

tätig. Der Wunsch einmal als Krankenschwester

auf einer Missionsstation

tätig zu sein, schlummerte bei

unserer Usch – Ursel – Ursula - Safferling,

so hieß sie damals, schon lange.

Nach einem Aufenthalt auf der Mis -

sionsstation der Insel Sumatra entschied

sie sich bei den Franziskanerinnen

im Kloster Reute (bei Bad

Waldsee) einzutreten. Lange Zeit wartete

sie auf ihr Visum für die Ausreise.

Deshalb erlernte sie noch in der

damaligen Landesfrauenklinik den

Beruf der Hebamme bis sie dann

1983 von ihrem Orden als Missionsschwester

zunächst auf die Insel Nias

und dann auf die Insel Sumatra, nahe

dem Aceh-Gebiet, in Indonesien ausgesendet

wurde. Während dieser

Zeit ist der Kontakt zu ihren ehemaligen

Freundinnen und Kurskolleginnen

nie abgebrochen.

Unter der Leitung von Sr. Uschi Weiskopf,

G II und weiteren Schwestern

aus den Vincentius-Kliniken, Südendstraße

sowie den Frauen aus der

Kath. Frauengemeinschaft St. Konrad

erhält Sr. Colette große Unterstützung.

Die Frauengemeinschaft von

St. Konrad veranstaltet jährlich zwei

große Kinderflohmärkte, die über die

Stadt hinaus bekannt und beliebt

sind. Der nächste KGM findet am

13. Oktober 2012, 10:00 - 12:00 Uhr,

in den Gemeinderäumen von St. Konrad

statt. Dafür werden etwa 60 - 80

Helfer gebraucht. Einige Helfer sind

Mitarbeiterinnen von der Klinik. Die

Pfarrgemeinde St. Konrad stellt uns

Vincenz Aktuell 64/12

für drei Tage kostenlos das komplette

Gemeindehaus zur Verfügung.

Ebenso findet jedes Jahr ein großer

Adventsmarkt mit Adventskränzen,

-gestecken und vielen Geschenken

statt. Nächster Termin 24.11.2012,

Verkauf von 14:00-17:00 Uhr.

Der gesamte Erlös dieser Veranstaltungen

geht an Sr. Colette.

Möchten auch Sie unsere Arbeit oder

Sr .Colette unterstützen?

Wir würden uns sehr freuen.

Uschi Weiskopf

Erste Reihe v.li.n.re.: Johanna, Sr. Colette, Uschi

Hinten v.li.n.re.: Rita, Irmgard, Michael, Doris, Gertrud, Regina, Uli, Gertrud

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur

Verfügung - Tel. 0721 753357

47


Personalnachrichten

Verabschiedung von

Frau Elisabeth Löhlein,

Schulleiterin Krankenpflegeschule

Am 19.06.2012 wurde die Schul -

leiterin der Gesundheits- und

Krankenpflegeschule der St. Vincentius-Kliniken,

Frau Elisabeth Löhlein,

im Rahmen eines Festaktes in den

Ruhestand verabschiedet.

Vor fast 45 Jahren hat Frau Elisabeth

Löhlein ihre Ausbildung in der

Schwesternvorschule der St. Vincentius-Kliniken

begonnen. 1971 hat sie

die Ausbildung erfolgreich mit dem

Gesundheits- und Krankenpflege -

examen abgeschlossen, danach die

Endoskopie aufgebaut und zeitweise

auf der Intensivstation gearbeitet. Es

folgte ein Jahr Weiterbildung zur

Lehrerin für Pflegeberufe beim DBfK

in Frankfurt und am 1.04.1975 hat

sie ihren Dienst in der Krankenpflege -

schule begonnen und wurde gleich

als Kursleitung eingesetzt. Nach

10jähriger Familienpause und Geburt

ihrer drei Söhne hat sie 6 Monate in

der Pflege auf Station gearbeitet und

danach das Angebot wahrgenommen

als freigestellte Praxisanleiterin in der

Krankenpflegeschule zu arbeiten. Mit

einer weiteren vollzeitangestellten

Praxisanleiterin hat die praktische

Ausbildung sicher eine neue Qualität

bekommen. Stellvertretende Schul -

leitung wurde sie dann ab dem

1.01.95, unter der Leitung von Herrn

Breuninger und am 1. November

1999 hat sie die Schulleitung übernommen.

Bis zum heutigen Tag hatte Frau Löhlein

jederzeit ein offenes Ohr für die

Sorgen und Nöte ihrer Auszubildenden,

wie auch für die Praxisanleiter

und Mitarbeiter. So wurde eine sehr

gute Ausbildungsqualität gewährleistet

und angeboten. Ein Indiz dafür ist

sowohl de für diese Zeit doch hohe

Anzahl an BewerberInnen und die

guten Chancen der Absolventen,

einen adäquaten Arbeitsplatz in der

Pflege zu erhalten. In ihre Wirkungs -

zeit fielen zwei bedeutende Ausbildungsreformen,

deren gesetzliche

Anforderungen in der Theorie und

Praxis der Pflegeausbildung umgesetzt

werden mussten. Viele neue

Kooperationsverträge von praktischen

48 Vincenz Aktuell 64/12


Ausbildungsbereichen mit palliativer

und rehabilitativer Zielsetzung wurden

geschlossen.

Nun kann sich Frau Löhlein entspannt

zurücklehnen und auf 35 Berufsjahre

in den St. Vincentius-Kliniken zurückblicken.

In ihrer Abschiedsrede freut

sie sich auf den neuen Lebensabschnitt,

obwohl der Abschied ihr nach

so langer Zeit, verständlicherweise,

nicht ganz leicht fällt. Sie freut sich

auf die Zeit mit ihrer Familie.

Die Laudatio hielt der Vorstandsvorsitzende

Herr Wentges. Er rief den

Gästen die vielfältigen Stationen des

Berufslebens von Fr. Löhlein in Erinnerung

und dankte ihr für ihre in vielen

Jahren in den St. Vincentius-

Kliniken geleistete Arbeit, für ihre

Menschlichkeit und Kollegialität und

den vorbildlichen Umgang mit Generationen

unserer Auszubildenden.

Prof. Siegel als ärztlicher Schulleiter

bedankte sich für die gute Zusammen -

arbeit. Für die Mitarbeitervertretung

bedankte sich deren Vorsitzende,

Herr Kummer, sehr herzlich für die

Jahrzehnte währende gute Zusam -

men arbeit. Auch er durfte eine

Krankenpflegeausbildung bei Frau

Löhlein genießen. Herr Breuninger als

stellvertretender Schulleiter hat sich,

im Namen des gesamten Schulteams

der Gesundheits- und Krankenpflege -

schule, für den jahrelangen kollegialen

Führungsstil und die konstruktive

Zusammenarbeit mit Frau Löhlein

bei ihr bedankt.

In ihrer Abschiedsrede reflektierte

Elisabeth Löhlein die einzelnen Stationen

ihres Berufslebens in den St. Vincentius-Kliniken.

Dabei bedankte sie

sich bei ihrem Schulteam für die hervorragende

Unterstützung während

ihrer 12jährigen Leitung der Gesundheits-

und Krankenpflegeschule. Sie

schloss ihre Ansprache mit den

Worten: „Neue Besen kehren gut,

Vincenz Aktuell 64/12

49


aber die alten kennen alle Ecken“

und wünschte ihrer Nachfolgerin Frau

Stemke, dass sie im Laufe der Zeit

auch alle Ecken findet. Auf einige

wurde Frau Stemke von ihr in der

Einarbeitungszeit schon hingewiesen.

Im Anschluss an die Abschiedsrede

bekam ich die Gelegenheit mich bei

Frau Löhlein und meinem künftigen

Team für den herzlichen Empfang zu

bedanken.

1967 habe ich das Licht der Welt

erblickt. Mein Geburtsjahr ist auch

gleichzeitig der berufliche Beginn von

Frau Löhlein an den St. Vincentius-

Kliniken, welches ich als gutes Vor -

zeichen und Omen wertet.

Ich bedanke mich für das Vertrauen,

dass mir die Klinikleitung und die Kollegen

entgegenbringen und wünsche

uns eine spannende, innovative und

schöpferische Zukunft und stelle mich

gern meiner neuen Aufgabe.

Ein kleiner Imbiss und Sektempfang

unter der Federführung von Herrn

Böckle rundete die gelungene Veranstaltung

ab und sorgte für einen

gemütlichen und stimmungsvollen

Ausklang, bei dem sich viele Stations -

leitungen und langjährige Weggefährten

von Frau Löhlein verabschieden

konnten.

Wir wünschen Ihnen, liebe Frau Löhlein,

alles erdenklich Gute im Ruhe -

stand!

Christine Stemke M.A.

Pflegepädagogin FH

Leiterin Krankenpflegeschule

50 Vincenz Aktuell 64/12


Krankenpflegeschule

Deeskalationstraining in

der Gesundheits- und

Krankenpflegeschule der

St. Vincentius-Kliniken gAG

Immer wieder werden Gesundheitsund

KrankenpflegeschülerInnen mit

Situationen verbaler oder körperlicher

Gewalt seitens der Patienten konfrontiert.

Diese Situationen geschehen

überall dort, wo Menschen mit exis -

tenziellen Erfahrungen, kognitiven

Veränderungen und dem „Nicht-verstanden-werden“

ihren Klinikaufenthalt

meistern müssen.

Ein konkretes Beispiel hierzu:

Ein Patient auf Station wird zunehmend

unruhig und möchte nach

Hause. Nachdem die zuständige

Gesundheits- und Krankenschwester

versucht hat den Patienten zurückzuhalten

wird dieser verbal und körperlich

aggressiv. Dies führte dazu, dass

der Patient laut stark artikulierend die

Schwester auf die Seite schubste,

diese dabei zu Boden fiel und der

Patient die Station verließ. Um

anhand dieses konkreten Beispieles

deeskalierend wirken zu können, ist

es ausschlaggebend, in einem

gemeinsamen Gespräch herauszufinden,

was hinter dieser Handlung seitens

des Patienten steht. Wenn dies

herausgefunden und eine einvernehmliche

Vereinbarung mit dem Patienten

getroffen wurde, ist eine Deeskalation

gelungen. Folgender deeskalierender

Handlungsablauf bietet sich an: Auf

Nachfrage, warum es der Patient so

eilig hatte nach Hause zu kommen

stellte sich heraus, dass er zwei Stallhasen

zu versorgen habe die schon

zwei Tage ohne Futter und Wasser

waren. Aufgrund dieser Informationen

bot sich die Möglichkeit an mit

dem Patienten eine gemeinsame

Lösung zu finden. Diese sah vor, die

Nachbarin darum zu bitten, sich um

die Hasen zu kümmern. Diese Rege-

Vincenz Aktuell 64/12

lung beruhigte den Patienten so sehr,

dass er bereit war weiterhin im Krankenhaus

zu bleiben.

Um den angehenden Gesundheitsund

Krankenschwestern/Pflegern in

diesen Situationen mehr Sicherheit zu

geben war es uns, den Lehrern und

Lehrerinnen der Gesundheits- und

Krankenpflegeschule, ein Anliegen,

diese Thematik fest in den Unterrichtsplan

aufzunehmen. Der Schwerpunkt

dieser Unterrichtseinheit liegt zum

einen darin aufzuschlüsseln, in welchen

Situationen Gewalt erlebt wird

und wie dies iniduell von den SchülerInnen

wahrgenommen wird. Zum

anderen dazu gezielt Kommunikationstechniken

zu entwickeln, um verbal

deeskalierend agieren zu können.

Um dies möglichst praxisnah darzustellen,

erfolgt die praktische Übung

verbaler Deeskalation anhand von

Rollenspielen, indem eine Situation

aus dem Klinikalltag nachgestellt

wird. Ein weiterer Schwerpunkt dieser

Unterrichtseinheit sind sog. „Befreiungstechniken“.

Hierbei geht es nicht

um Selbstverteidigungstechniken, sondern

um gezielte Handlungen wie

sich die SchülerInnen aus der jeweiligen

Situation befreien und Abstand

zum Patienten gewinnen können.

Insgesamt wurden bereits vier Kurse

der Gesundheits- und Krankenpflegeschule

und ein Kurs der Praxisanleiter

zu dieser Thematik geschult. Die positive

Resonanz dieses Unterrichtsangebotes

zeigt die im Folgenden aufgeführte

Erhebung.

Edith B. Geiser,

Lehrerin für Pflegeberufe

Katharina Wagner,

Dipl. Pflegepädagogin

51


➢ ➢




Individuelle Geburtshilfe

(u.a. Gebärstuhl, Gebärhocker,

Roma-Geburtsrad, Geburtswanne)

unter Einbeziehung des Partners.

Ambulante Entbindungen

Betreuung von Risikogeburten

Endoskopische Gebärmutter-/Eierstock-

OPs („Schlüsselloch-Chirurgie”)

Operationen bei gut- oder bösartigen

Brusterkrankungen

kosmetische Mamma-Chirurgie nach

großen Brustoperationen

Gebärmutterentfernung durch die

Scheide oder durch Bauchschnitt















Integrative Wochenpflege

(gemeinsame Betreuung von Mutter

und Kind im Rahmen der

Zimmerpflege mit interprofessionellen

Teams auf den Wochenstationen)

Rooming-In

Stillberatung

Operationen an den Eierstöcken bei

gut- oder bösartigen Erkrankungen

Behandlung von Blasenschwäche

durch Band- oder plastische

Operationen

Mikrochirurgische Operationen im

Eileiter-/Eierstockbereich bei

unerfülltem Kinderwunsch

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine