UH03-04-05-2016

unserherzogtum

"Unser Herzogtum" - Willkommen zuhause! - Ausgabe 4
Das Magazin für das Herzogtum Lauenburg.

AUSGABE 4 SEPTEMBER | OKTOBER | NOVEMBER 2016

Willkommen zu Hause.

Museum »vergessene Arbeit«

Dat lütte dütsche

Museum in Steinhorst

GRATIS

MAGAZIN

Kleinod vor

der Haustür

Der Naturpark

Lauenburgische Seen

Rock The Lok

Zu Besuch bei den

Eisenbahnfreunden

Schwarzenbek

Unterstützt durch die

www.unserherzogtum.de

Unser Herzogtum Herbst 2016

1


lIebe

LESEr,

Vielfältig

Mit zukunftsfähigen und sozialen Ideen schaffen

wir immer wieder individuelle Möglichkeiten

für Menschen mit und ohne Behinderung.

Wir begleiten und fördern Leben, Lernen und Arbeiten

– von der Pädagogischen Frühförderung

über Wohn- und Arbeitsplätze bis hinzu einem aktiven Seniorenleben.

Mehr Infos unter www.LHW-zukunft.de

Mit dem Monat September steuern wir aktuell direkt auf den Herbst zu. Fällt

es Ihnen auch so schwer, dem Sommer ›tschüss‹ zu sagen? Quasi noch als

letzten sommerlichen Gruß haben wir daher eine ratzeburger Seejungfrau

auf den titel genommen.

Der Herbst hat auch seine schönen Seiten, sagen Sie? Wenn sich unsere

Wälder in ein rot-gelb-buntes Farbenmeer verwandeln? Gut, Sie haben

recht. So ein ›Indian Summer‹ hat ebenfalls etwas für sich. Ich empfehle da

einen Spaziergang durch den Naturpark Lauenburgische Seen. Den passenden

Beitrag zur Einstimmung finden Sie natürlich in diesem Heft.

Und sollte das Wetter dann doch mal zu ungemütlich für einen Spaziergang

unter freiem Himmel sein, hat das Herzogtum auch hier so einiges zu bieten.

Besuchen Sie doch mal eines der Museen im kreisgebiet. Mit dem ›Museum

für vergessene Arbeit‹ in Steinhorst haben wir für Sie in diesem Heft gleich

mal eines herausgepickt. Ein weiteres Indoorhighlight bieten die »Eisenbahnfreunde

Schwarzenbek«. Hier entsteht eine stetig wachsende Modellbahnwelt.

Ein vorgeschmack auf das, was Sie dort erwartet, ist ebenfalls

Bestandteil dieser Ausgabe. Mit diesen und weiteren Geschichten hoffen wir,

Ihnen wieder 44 Seiten Lesespaß in die Hände gelegt zu haben.

vielen Dank übrigens für die überaus zahlreichen, teils überwältigenden

Leserreaktionen. Sowohl all die Lobesworte als auch der eine oder andere

konstruktive kritikpunkt fielen bei uns auf fruchtbaren Boden.

Vielen dank

an unsere

besonderen

sponsoren!

Ein Dank geht auch an sämtliche Sponsoren, Förderer und natürlich unsere

Werbepartner. Nur durch Sie können wir »Unser Herzogtum« produzieren

und letztlich allen Lesern kostenfrei zur verfügung stellen.

Für unser diesmaliges titelbild danke ich erneut Sahra und Simona klar von

klar&Deutlich Media. Bei der »Seejungfrau« handelt es sich um katy Wallace

aus ratzeburg, die dort auf dem Domsee einen tollen Job abgeliefert hat.

Den Blumenkranz hat übrigens Anke von der Mehden vom gleichnamigen

Blumengeschäft extra für das Fotoshooting angefertigt, während der Bootsverleih

Morgenroth ein gutes Elektroboot bereit gehalten und die DLrG ein

wachsames Auge auf unsere Crew hatte. Ein tolles Gemeinschaftswerk also,

das »Unser Herzogtum«, Ausgabe 4, wieder erstrahlen lässt.

Und nun wünschen wir Ihnen allen viel Freude beim Lesen!

Ihr Andreas Anders

ihr team von

Unser HerzogtUm Herbst 2016

3


September | Oktober | november 2016

16

8

32

Mein Lieblingsplatz

Ein schöner Ort im Herzogtum

Eisenbahnfreunde Schwarzenbek

»Rock The Lok«

‘89 galten wir als klassische spinner

Landbau mit der Natur

auf dem Lämmerhof

6

Steinhorst

Bäk

Mein Herzogtum

Dr. Christel Happach-Kasan

stellt ihre Heimat vor

Mannhagen/Panten

Mölln

Ratzeburg

14

kolumne

Franzi trifft das Herzogtum

Rezepte gegen die langeweile

Terminkalender für das Herzogtum

im September–November 2016.....38

Marktplatz.....41

Vorschau / impressum.....42

Museum Vergessene Arbeit

Dat lütte Dütsche Museum in Steinhorst

18

Schwarzenbek

Unser Titel-Model

Katy Wallace

Kleinod vor der haustür

Der Naturpark Lauenburgische Seen

26

22

Die Kunst, immer wieder

eine neue Heimat zu finden

Christian Kattenstroth ist zurück im Norden

4 Unser Herzogtum Herbst 2016 Unser Herzogtum Herbst 2016 5


XXX XXX

MEIN

HERZOGTUM

Dr. Christel Happach-Kasan

stellt ihre HEIMAT vor

Dr. Christel Happach-Kasan

Ich erinnere mich gut an einen kalten

Dezembermorgen im Jahr 1989. Bei

Mustin wartete ich auf Freunde, um in

die DDR nach Schwerin zu fahren. Wir

wollten dort mit dem Bezirksvorstand

der LDPD Gespräche über eine künftige

Zusammenarbeit führen. Unsere

Gastgeber präsentierten uns ihr wunderschönes

Schloss. Bei der Führung

wurden wir dann gefragt, warum der

Kreis nicht längst das »Herzogtum«

aus dem Namen getilgt habe, eine

Frage, die wir als nebensächlich empfanden.

Aber die Antwort auf die Geschichte

des Namens unseres Kreises

musste ich damals schuldig bleiben.

Das hat sich inzwischen geändert und

ich habe dabei gelernt, wie spannend

die Regionalgeschichte unseres Kreises

ist. Viele seiner Besonderheiten haben,

wie der Name des Kreises, ihren Ursprung

in seiner Geschichte. Heinrich

der Löwe wirkte hier, gründete den

Ratzeburger Dom. Ratzeburg ist eine

von 531 Städten, die im 16. Jahrhundert

mit einem eigenen Kupferstich in

eine Sammlung von Städteansichten

neben beispielsweise Jerusalem oder

Rom aufgenommen wurde. Die Verleihung

der Nobelpreise im Dezember

eines jeden Jahres erinnert daran, dass

Alfred Nobel ihre finanzielle Grundlage

bei uns im Kreis durch die Erfindung

eines kontrollierbaren Sprengstoffs

gelegt hat.

Die Spuren der historischen Stecknitzfahrt

sind ein besonderes Kleinod für

Freunde der Binnenschifffahrt. Die

Hansestadt Lübeck hat sie gebaut, um

Salz kostengünstig aus Lüneburg importieren

zu können. Sie überwindet

südlich von Mölln die Wasserscheide

zwischen Nord- und Ostsee. Das war in

damaliger Zeit eine technische Meisterleistung.

Auch ihr Nachfolger, der

Elbe-Lübeck-Kanal, schrieb Technikgeschichte.

Seine Hotopp-Schleusen

sind fast 120 Jahre alt und dennoch

sehr modern, denn sie funktionieren

ohne Zufuhr von Energie.

Wald, Wasser und Wiesen prägen den

Kreis. Die Natur lädt zum Beobachten,

Erleben und Entdecken ein. Für Vogelfreunde

und Botaniker, Insektenliebhaber

und Waldspaziergänger ist unser

Kreis ein Paradies. Das Salemer Moor

gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten

in Schleswig-Holstein, ist Teil

der Schaalsee-Landschaft, eines besonderen

Schutzgebietes, das schon 1990

grenzübergreifend gegründet und dessen

naturnahe Entwicklung über 25

Jahre gefördert wurde.

Dort liegt auch der Garrensee. Er ist

mein liebster Badesee. Es gibt nichts

Schöneres als in seinem klaren Wasser

zu schwimmen und anschließend den

Libellen nachzuspüren und ihre Paarung

zu verfolgen. Aber ich stehe

auch gern auf der Dückerschleuse in

Witzeeze und manchmal, wenn ich viel

Glück habe, fliegt ein Eisvogel zwischen

den inzwischen restaurierten Sandsteinmauern

der historischen Schleuse.

Unser Kreis ist auch ein sportlicher

Kreis, Hochleistungs- und Breitensport

haben hier genauso wie Olympiasieger

ein Zuhause. Der Ratzeburger Achter

ist bundesweit bekannt. Rudern ist fast

ein Volkssport: auf dem Ratzeburger

_von 1985 bis 2013 Vorsitzende des FDP-

Kreisverbandes Herzogtum Lauenburg

von 1989 bis 2009 war sie Mitglied im

Landesvorstand der FDP Schleswig-Holstein

von 1990 bis 1992 Mitglied des Kreistages

Herzogtum Lauenburg

_von 1992 bis Ende 2002 Mitglied des

Landtages von Schleswig-Holstein.

_2002 bis 2013 Mitglied im Deutschen

Bundestag

_aktuell: bürgerliches Mitglied im EURA

[Ausschuss für Energie, Umwelt, regionale

Entwicklung des Kreistages Herzogtum

Lauenburg], Vorsitzende des Förderkreises

Kulturdenkmal Stecknitzfahrt e.V., Mitglied

der Freien Lauenburgischen Akademie e.V.,

Vorsitzende des Umweltausschusses des

Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes

(SHHB), Landesvorsitzende der Schutzgemeinschaft

Deutscher Wald [SDW] Schleswig-

Holstein, Mitglied im Bundesvorstand der

SDW und Mitglied im Kuratorium der Ottovon

Bismarck-Stiftung. seit 2013 Präsidentin

des Deutschen Angelfischerverbandes e.V.

[DAFV], seit 2015 Präsidentin des Club Ratzeburg

von Soroptimist International

See, dem Elbe-Lübeck-Kanal oder der

Elbe. Und das Sportangebot ist ungewöhnlich

breit. Als Schülerin habe

ich gefochten. Die wirkliche Besonderheit

ist jedoch Rollstuhlbasketball, ein

echt inklusiver Sport, der in Nusse auf

hohem Niveau gespielt wird.

Erst der Krieg hat meine aus Pommern

und Sachsen-Anhalt stammende Familie

in den Kreis geführt. Ich bin in Berlin

geboren, habe dort lange gern gearbeitet.

Doch meine Heimat ist nicht

dort, wo ich geboren bin, sondern dort,

wo ich mich zuhause fühle und das ist

der Kreis Herzogtum Lauenburg.

Dr. Christel Happach-Kasan

6 Unser Herzogtum Herbst 2016

Unser Herzogtum Herbst 2016

7


NACH LUST UND LAUNE Rock-Festival am Bahngleis

In Schwarzenbek

gestalten sich Männer

eine groSSe kleine Welt

nach ihren

Vorstellungen

Text und Fotos: Thomas Biller

Vorabendzeit an einem Mittwoch. In einem

Gewerbegebiet am Rande Schwarzenbeks sind

die meisten Tore längst geschlossen. Die Parkplätze

sind leer. Vereinzelt verlässt noch ein LKW

ein Hofgelände, dann ist auch dort endlich Feierabend.

Vor einem grauen Funktionsbau dagegen

parken Autos. Das Tor ist weit geöffnet.

»Eisenbahnfreunde Schwarzenbek« steht in

großen Lettern zur Straße hin geschrieben. Vereinzelt

gehen Männer über den Hof, meist mit einem

Köfferchen oder einer Kleinigkeit in der

Hand. Aus einzelnen Autos steigen Mütter aus,

die ihre Söhne, am Rande der Pubertät stehend,

in die Halle führen und nach der Abholzeit

fragen.

Zweimal in der Woche treffen sich hier

die »Eisenbahnfreunde Schwarzenbek«

und zeigen gern, was sich in den

beiden Hallen und in den Werkstätten

so tut. Vorsitzender des Vereines ist

Michael Hagel. Sein Handy braucht er

kaum aus der Hand nehmen; es klingelt

ständig. Anrufe von Interessierten,

von Eltern, von Vereinskollegen. Langsam

kommen immer mehr Mitglieder

durch den Eingang. Man begrüßt sich

kurz, trinkt einen Kaffee oder eine

Limo und dann gehen die Eisenbahnenthusiasten

an »ihren« Platz oder

erstmal in eine der Werkstätten. In den

gut 500 m² verläuft es sich für den

Neuankömmling schon mal, aber jedes

Mitglied hat »seinen« Platz. Vor fünf

Jahren hat sich der Verein gegründet,

seit gut zwei Jahren sind die Eisenbahnfreunde

hier im Gewerbegebiet.

»Wir brauchten dringend mehr Platz«,

erzählt Michael Hagel, »und hier haben

wir die Möglichkeit, uns demnächst

noch etwas weiter auszubreiten«.

8 Unser Herzogtum Herbst 2016 Unser Herzogtum Herbst 2016

9


Eisenbahnfreunde Schwarzenbek Rock the lok

Reportage Ratzeburger See

Oberes Bild: Vereinsvorsitzender

Michael Hagel am Ringlokschuppen

mit zwei Drehscheiben

Unteres Bild: André Küchenmeister

an seinem neuen Modul

»Es brauchte etwas

Zeit, den Vermieter

davon zu überzeugen,

dass wir zahlungsfähige

und

dauerhafte Mieter

sein werden.«

Eine große und eine kleine Halle, eine

Werkstatt für die filigrane Technik,

eine für die gröberen Arbeiten mit Sägen,

Bohrern und vielem mehr. Dazu

Sanitärräume, Lagerplatz und eine gut

ausgestattete moderne Küche. »Es

brauchte etwas Zeit, den Vermieter

davon zu überzeugen, dass wir zahlungsfähige

und dauerhafte Mieter sein

werden«, sagt Hagel. »Wir haben ihm

dann einfach unsere Anlage mal

gezeigt!«

50 aktive Mitglieder hat der Verein.

Dazu noch einmal etwa 50 Fördermitglieder.

Diese dürfen »ihr Rollmaterial

fahren lassen«, so nennen es die Aktiven.

Wer für den Jahresbeitrag von

300 Euro Vollmitglied wird, kann

dagegen bauen, was er möchte. Der eigenen

Phantasie und Kreativität sind –

je nachdem, was der eigene Geldbeutel

zulässt – nur wenige Grenzen gesetzt.

Die individuell zu gestaltenden jeweiligen

Module sind 120 Zentimeter lang.

Vorgaben sind nur die Gleislagen an

den Modul-Enden – damit alles auf der

Gesamtanlage auch gefahren werden

kann – und das Jahreszeitenfenster.

»Von Frühling bis Herbst«, sagt Hagel,

»damit wir nicht ein Skigebiet direkt

neben einem sommerlichen Strandbad

haben«.

In der kleinen Halle wird ›H0‹ gefahren.

Modelltreue im Größenverhältnis

1:87. Spur ›N‹ mit dem Verhältnis

1:160 findet sich in der großen Halle

auf den unzähligen Modulen. »Bei ›N‹

kann man sich mehr verwirklichen«,

sagen die Modellbauer. Was passiert,

wenn man mit seinem Modul fertig ist?

Alle Details liebevoll und oft sehr aufwändig

gestaltet und seinen Streckenabschnitt

offiziell für den Durchfahrbetrieb

freigegeben hat? »Dann kann

man mit dem nächsten Modul beginnen«,

lacht Vorsitzender Hagel. »So

wie der Kollege, der jetzt gerade hereinkommt.

Den André hat seine Frau

hier abgegeben!«

Der gelernte Koch André Küchenmeister

ist »im wahren Leben« tatsächlich –

nomen est omen – Küchenleiter. »Man

braucht ein Hobby!«, sagt Küchenmeister.

Als Kind hatte er eine Modelleisenbahn

zu Weihnachten bekommen.

Als sie vor einigen Jahren nach

Schwarzenbek zogen, hörte seine Frau

von dem noch jungen Verein. »Ich bin

fast Gründungsmitglied«, schmunzelt

der junge Mann. Seine frühere Leidenschaft

war das Campen. Folglich verbrachte

André Küchenmeister die ersten

vier Monate seiner Vereinszeit mit

der eigenen Idealvorstellung eines

Campigplatzes auf seinem Modul. Jetzt

hat er mit dem Nächsten begonnen. Es

wirkt fast meditativ, wenn man den

freundlichen Mann beobachtet, wie er

mit einem feinen Pinsel die »Schottersteine«

in sein neues Gleisbett drapiert.

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Informieren Sie sich online über unsere Angebote oder unter

10 Unser Herzogtum Herbst 2016 Unser Herzogtum Herbst 2016 11

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Blick in die große Halle der

Eisenbahnfreunde Schwarzenbek


Eisenbahnfreunde Schwarzenbek Rock the lok

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Professionell und kompetent

Ab Oktober auch Tagespflege

Den Vorteil der Mitgliedschaft hat Michael Hagel

schnell erklärt: »Als Neueinsteiger müsste man

für seine Anlage zuhause mit der heutigen Elektronik

auf den Schlag 3.000 bis 4.000 Euro investieren;

hier kann man sich mit vergleichsweise

geringen Mitteln sofort verwirklichen. Dazu stehen

die Werkstätten allen zur Verfügung und die

beheizte Halle ermöglicht uns einen ganzjährigen

Betrieb«.

Mit für den jeweiligen Anlass eigens zusammengestellten

Modulen gehen die Eisenbahnfreunde

häufig auf »Wanderschaft«. Wann immer es

möglich ist, besuchen sie Veranstaltungen und

Ausstellungen. »Vor zwei Wochen waren wir mit

fünfzehn Meter Anlage in Bergedorf zu Gast«,

berichtet Michael Hagel.

Es gibt auch einige Gemeinschaftsprojekte.

Schatzmeister und Gründungsmitglied Michael

Berbüsse zeigt eine große Platte mit einem Gebirgsmassiv

in einer Ecke der Halle. »Das ist unser

Schattenbahnhof. Dort haben wir acht Gleise

mit einer Gesamtlänge von 7,50 Meter, wo wir

Züge parken können.« Eigentlich sitzt Berbüsse

heute an der Schaltzentrale der Anlage. »Hier

kennt sich jeder von uns aus und jeder darf auch

ran«, sagt er. Auf den Bildschirmen sieht es aus,

wie in einem modernen Stellwerk der »großen

Bahn«. »Hier in der Hauptsteuerungszentrale

werden die Befehle an die einzelnen Loks gesendet.

Alle haben einen Mikrochip und können individuell

programmiert werden«, erklärt der

gelernte Metaller. »Wir verwenden die Originalsymbole

der DB«, sagt Michael Berbüsse und erläutert,

dass »im Digitalen ständig volle Spannung

auf dem Gleis liegt«. Berbüsse zeigt die

Loks mit seiner persönlichen Kennung auf einem

der Bildschirme. Es sind knapp 30 Stück.

Die Schwarzenbeker Eisenbahnfreunde bewegen

ihre Fahrzeuge und Weichen mit modernster

Technik. Mit Hilfe des eigenen W-LAN nutzen sie

ihre Tablets und Smartphones, um ihre Fahrten

zu steuern.

12 Unser Herzogtum Herbst 2016

www.drk-krankenhaus.de

Michael Berbüsse an

der Hauptschaltzentrale

mit der Loksteuerung

per Smartphone

Frank Bolz in der

Elektronikwerkstatt

Ständig volle Spannung

auf dem Gleis

So wie der 15-jährige Jamie Pohla in der kleineren

Halle nebenan. Mit seinem Smartphone in

der Hand begleitet er seinen Zug durch die Anlage

– stets auf Höhe der Lok. Während der Fahrt

möchte Jamie auch nicht angesprochen werden;

er ist hochkonzentriert, wie man es auch von einem

Triebfahrzeugführer der großen Bahn erwartet.

Modelleisenbahn ist sein Ding. »Ich kenne die

Anlage hier schon etwas länger, aber in den Verein

eingetreten bin ich zum 1. Januar 2016«, sagt

Jamie. Und fügt hinzu: »Damit ich mir das Datum

meines Eintritts immer gut merken kann!«

Ohne Sponsoren wäre ein Verein dieser

Größenordnung nicht denkbar. Das danken die

Eisenbahnfreunde auch: Beim Fest eines befreundeten

Baumarktes werden dann zum Beispiel

auch mal einzelne Module mitgenommen und im

Betrieb vorgezeigt. Für einen Sponsor haben sie

sogar dessen Betriebsgelände originalgetreu

nachgebaut und in ihre Anlage integriert. Und

natürlich sind die Sponsoren auch beim jährlichen

Fest im Sommer eingeladen. Da gibt es viele

kulinarische Angebote, eine echte Feldbahn,

Live-Musik, Hüpfburg und einiges mehr. »Im vergangenen

Jahr hatten wir nachmittags 1.200 Besucher«,

berichtet Michael Berbüsse nicht ohne

Stolz.

Dass die Eisenbahnfreunde keine »Freundinnen«

in ihren Reihen haben, mag mehr am Thema an

sich, denn am Verein liegen. »Zwei Mädchen haben

sich mal einige Zeit für unsere Anlage interressiert,

aber die sind nicht mehr dabei«, sagt

Hagel. »Natürlich sind hier auch Frauen

willkommen, die sich für Modellbahn interessieren!«,

fügt er hinzu.

Und was sagt der Vermieter heute? Michael Hagel

lacht: »Der ist prima! Nachdem wir uns einig

wurden und er uns kennengelernt hat, ist er in

den Verein eingetreten. Heute ist er bei den

Veranstaltungen und Festen dabei und hat das

Kochen übernommen!« UH

Mehr über die ›Eisenbahnfreunde Schwarzenbek‹

findet sich bei Facebook und unter

www.ebf-schwarzenbek.de

Unser Herzogtum Herbst 2016

Der Vermieter hat das

Kochen übernommen

Oben:

Hochkonzentriert bei

der Testfahrt: Jamie Pohla

Links:

Getreuer Nachbau

eines ehemaligen

Bahnüberganges an der

Strecke Hamburg–Büchen

13


XXX Kolumne XXX

Wenn wir ein wenig aus dem Herzogtum

hinaus fahren, findet sich in der

Hauptstraße 15 in Kneese Dorf sogar

ein wundervoll uriges und vegetarisches

Hotel. Das Hotel »Forsthof

Kneese«, betrieben von Anke Kalbfleisch,

bietet neben gemütlichen Zimmern

und sehr leckerem vegetarischen

Frühstück auch einen traumhaften

Garten und mehrmals im Jahr einen

veganen Sonntagsbrunch. Hier lohnt

sich der Blick auf die Website, unter

»Aktuelles« finden sich die Termine für

diesen Brunch.

Landtag Lassahn

Bistro Liebstöckel

Liebste Menschen im

Herzogtum Lauenburg,

das Thema Vegan/Vegetarisch spaltet

zwar auch in der heutigen Zeit ab und

an noch die Geister, aber es ist zum

Glück kein Thema mehr, welches nur

müde und abweisend belächelt wird.

FRANZI

TRIFFT DAS HERZOGTUM

Franzi Schädel

zugezogene Möllnerin.

Hochzeitsfotografin von Beruf

und Bloggerin / Autorin aus

Leidenschaft.

www.franzitrifftdieliebe.de

www.gemueseregal.de

Text & Fotos: Franzi Schädel

Im Nachbarort Lassahn hat im April

diesen Jahres der »Landtag Lassahn«

in der Dorfstr. 52 eröffnet und bietet

zwischen 11 bis 20 Uhr nicht nur eine

köstlich regionale Speisekarte an,

sondern auch eine große Vielfalt an

vegetarischen und veganen Speisen.

Und Bio Eis, das ist sehr wichtig, denn

der Mensch braucht ja auch mal etwas

Süßes im Magen.

Wer möchte bei all diesen leckeren

Möglichkeiten nicht sofort los und

selbst probieren?

Tun Sie es einfach. Probieren Sie es

aus, denn die vegetarische und vegane

Küche ist nicht nur ein »Trend« und

ein »Wir essen jetzt Sojaschnitzel«

Ding, diese Küche ist grandios

vielseitig, frisch, bunt, gesund und vor

allem lecker.

Forsthof Kneese

Im Gegenteil: Das vegetarische und

auch das vegane Leben hält nun auch

Einzug in die Kleinstädte des Landes.

Neben vielen pflanzlichen Produkten,

die schon länger in den hiesigen Supermärkten

angeboten werden, finden

sich jetzt auch außerhalb der großen

Städte immer mehr pflanzlich kulinarische

Angebote und Möglichkeiten.

In unserer Region ist ganz vorne dabei

das »Bistro Liebstöckel« in der

Rathausstraße 1 in Ratzeburg, welches

von Montag bis Freitag von 9 bis 15

Uhr nicht nur ein wunderbares und

leckeres Frühstück anbietet, sondern

auch einen enorm guten und wechselnden

Mittagstisch parat hält.

Alles natürlich vegetarisch, zum

großen Teil auch vegan und mit ganz

viel Liebe zubereitet. Bei der Zubereitung

der Speisen kann man sogar

zusehen, denn das Bistro verfügt über

eine offene Küche und die Köchinnen

schenken den Gästen auch gern ein

Lächeln über den Kochtopf hinweg.

Wer kann da noch widerstehen?

Im Café am Markt in der Marktstraße

3 in Mölln gibt es schon länger einige

sehr leckere vegetarische Alternativen

und ab und an steht auch ein veganes

Gericht auf der Karte. Wer auf Nummer

sicher gehen möchte, der ruft vorab

kurz an und fragt nach, ob das

aktuell der Fall ist.

Selbst wenn man zu der »Fleisch ist

mein Gemüse« Fraktion gehört, sollte

man sich selbst und auch der Umwelt

zuliebe, doch lieber einmal mehr zum

Gemüse, als zur Wurst greifen. Wenigstens

ab und an.

In diesem Sinne fröhliche Grüße aus

dem Gemüseregal,

Franzi

Nähe und Distanz Alpakas sind zwar

sehr neugierig, ihr Vertrauen muss man sich

aber erst verdienen.

14 Unser Herzogtum Herbst 2016

Unser Herzogtum Herbst 2016

15


XXX XXX

MEIN

LIEBLINGSPLATZ

Für die vierte Ausgabe von »Unser Herzogtum« schickte uns Friedemann Roeßler

seinen Lieblingsplatz in Bäk zu. Zu seinem Foto schreibt er:

»Mein Lieblingsplatz ist die ›Schöne Aussicht‹

am südlichen Ortsrand der Ortschaft Bäk, von dem aus man

zu allen Jahreszeiten einen herrlichen Ausblick auf die

Inselstadt Ratzeburg genießen kann.«

Das Herzogtum Lauenburg hat viele schöne Ecken, aber welches ist Ihr Lieblingsplatz? Zeigen Sie uns Ihre favorisierte Stelle. Wir zeigen in jeder Ausgabe

einen dieser Plätze. Senden Sie uns einfach Ihr Foto (möglichst hochauflösend) sowie eine kleine Umschreibung, wo Ihr Lieblingsplatz ist und was ihn so

besonders macht an redaktion@herzogtum-direkt.de. Wir bitten zudem um einen kleinen Zusatz, dass Sie die Rechte an dem Foto besitzen und wir dieses

honorarfrei für »Unser Herzogtum« verwenden dürfen.

16 Unser Herzogtum Herbst 2016

Unser Herzogtum Herbst 2016 17


Der gelernte Buchdrucker

Rolf Ertl aus Mölln zeigt

seine Buchdruckabteilung.

Vergessene Arbeit

Dat lütte Dütsche Museum in Steinhorst

In der 570 Seelengemeinde Steinhorst liegt die Domäne des Kreises Herzogtum

Lauenburg. Auf dem Boden des ehemaligen Kuhstalls dieser Domäne befindet sich

ein 1.500 Quadratmeter großes Museum, einzigartig in seiner Art in Schleswig

Holstein. Seit 1879 diente die 60 Meter lange Durchfahrtsscheune zum Einlagern

der Futter- und Strohvorräte – bis heute.

Text: Sebastian Flint | Fotos: Sebastian Flint | Friedrich J. Flint

18 Unser Herzogtum Herbst 2016 Unser Herzogtum Herbst 2016

19


Vergessene Arbeit Dat lütte dütsche museum in steinhorst

»De gode Stuv« des Museums

Hans Haßler ist Orthopädischer Schuhmachermeister aus Schönberg.

Die Besonderheit ist, dass er maßgeschneiderte Schuhe anbietet.

Eine Drechslerei wie vor 100 Jahren

Im Sommer 2015 feierte das Museum sein zehnjähriges

Jubiläum. Vor der Museumszeit lagerten

die Gegenstände etwa 20 Jahre im Mühlenbrook

in Steinhorst. Als der Heimatbund und Geschichtsverein

Herzogtum Lauenburg – Bezirksgruppe

Steinhorst die Scheune übernahm, lag

alles voll Müll und der Stall musste gesäubert

werden. Außerdem zwangen die baurechtlichen

Vorschriften dazu, die Säulen zu verstärken. Die

Sanierung wurde großzügig von Stiftungsgeldern

aus Lübeck und dem Herzogtum-Lauenburg im

Jahr 2005 unterstützt.

Wie ist das Museum entstanden? Die erste Erwähnung

geht in das Jahr 1986 zurück. In diesem

Jahr wurde auf Anregung des Nachlassverwalters

Günther Habeck, damaliger Bürgermeister der

Gemeinde Labenz, damit begonnen, aus der

landwirtschaftlichen Arbeitswelt Geräte zu sammeln.

Mit Unterstützung vieler Helfer wurden die

Geräte auf dem Speicher der Domäne Steinhorst-

Mühlenbrook gelagert.

Der Kreis Herzogtum Lauenburg feierte im Jahr

2001 sein 125-jähriges Bestehen. Im Zuge dieser

Veranstaltung entstand der Wunsch nach einem

Museum, auf das sich der Heimatbund, der

Pächter und der Kreis einigten. Das Museum

wurde von 2001 bis 2005 aufgebaut und im Mai

eröffnet mit dem Namen »Museum im Kuhstall

vergessene Arbeit«. Diese Initiative, also die ursprüngliche

Idee, geht auf den jetzigen Ehrenvorsitzenden

Wolfgang Weber zurück.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Neben

dem Museum bemüht sich der Heimatbund und

Geschichtsverein um eine Apfelbaumallee zwischen

Steinhorst und Sandesneben.

Unten liegt der Handwerksbereich und auf der

oberen Ebene der Hauswirtschaftsbereich. Von

»De gode Stuv« bis zum »Diestelstecher« kann

man sich alles in Ruhe anschauen und Erinnerungen

an vergangene Zeiten kommen auf. Wo man in

der Kindheit vielleicht als Junge auf dem Bauernhof

geholfen hat, bei Oma »in de Köök up

Hooltkiste setten hät« und dem Großvater beim

Arbeiten zugesehen hat. Das Inventar besteht aus

Druckerei, Milchwirtschaft, Forstwirtschaft,

Landwirtschaft, Schuhmacherei, Schmiede,

Stellmacherei, Drechslerei, Tischlerei, Scherenschleiferei,

Hausschlachtung, Torfgewinnung,

Imkerei, Waagen und Gewichten sowie aus einer

Haushaltsabteilung.

Oft besuchen Schulklassen das Museum. Für die

Klassen sind Aufgaben vorbereitet, die auch im

späteren Unterricht weiter bearbeitet werden

können. Wolfgang Bentin: »Das museumspädagogische

Konzept kommt gut an.« Außerdem kommen

viele Reisebusse mit Gästen aus Schleswig-

Holstein, unter anderem aus Neumünster, Plön

und Eutin, zum Heimatmuseum.

Bei den Schülern ist die Schulstube sehr beliebt.

Eine historische Lehrsituation wird nachgespielt.

Wolfgang Bentin hat die Erfahrung gemacht, dass

Kinder es für befremdlich halten, unverheiratete

ältere Damen mit Fräulein anzusprechen. Kurios:

Die Schreibtafeln auf den Plätzen erinnern an

Tablet Computer – eine Reise zurück in die

Zukunft.

Das Museum beschäftigt sich auch mit aktuellen

Themen der Zeit »Flucht und Neuanfang«. Die

Ausstellung bezieht sich auf das Jahr 1945, als

die Flüchtlinge aus Ostpreußen in Schleswig-

Holstein ein neues Zuhause gefunden haben.

Das gesamte Team ist sehr engagiert und versprüht

eine offene, freundliche und gemütliche

Atmosphäre. Die Exponate machen aber nur eine

Seite des Museums aus. Die zweite Seite sind die

Menschen, die dieses Museum mit Leben füllen.

Sie haben die Berufe nicht studiert, sondern

selbst gelebt. Diesen entscheidenden Unterschied

bemerkt man bei den Gesprächen, die diesen

Themen eine besondere Tiefe verleihen. UH

Kurios: Die Schreibtafeln von früher erinnern an heutige Tablet Computer.

Dieses Museum, das in unserem Herzogtum liegt,

ist auf jeden Fall einen Besuch wert:

Museum »Vergessene Arbeit«

SchulstraSSe 10

23847 Steinhorst

Telefon 04536.747

www.museum-steinhorst.de

Kostenfreier

Eintritt

www.ksk-ratzeburg.de/giro

s Kreissparkasse

Herzogtum Lauenburg

20 Unser Herzogtum Herbst 2016

Unser Herzogtum Herbst 2016

21


*Fast ein Umzug pro Lebensjahr;

72 sind es bis heute. Ist das ein

Ausdruck für eine rast- und ruhelose

Künstlerpersönlichkeit? Getrieben

von neuen Herausforderungen, von

Zweifeln, von Abenteuerlust?

Die Kunst,

immer wieder

eine neue

Heimat zu

finden*

Christian Kattenstroth ist

zurück im Norden

Auf einen Blick

Rindergilde Stecknitz | Bernhard Hub: info@consuldex.de

Text und Fotos: Thomas Biller

Rindergilde Geesthacht | www.rindergilde-geesthacht.de

Domäne Fredeburg | www.domaene-fredeburg.de

22 Unser Herzogtum Herbst 2016 Unser Herzogtum Herbst 2016

23


»Professor Dr. Christian J.P. Kattenstroth« lässt sich auf der

Visitenkarte lesen, darunter seine neue Adresse in Ratzeburg.

Der Künstler hat also studiert, seine Doktorarbeit

gemacht und als Professor einen Lehrstuhl innegehabt. Das

klingt erstmal nicht nach künstlerisch-kreativen Lebenswirren.

»Ich bin ein halber Fisch«

Auch sein Atelier im Westen Ratzeburgs wirkt arbeitsbereit,

durchstrukturiert und ordentlich. Dort besuchen wir den

Künstler, der gerade an einem neuen, großformatigen Bild

arbeitet. »Ich kann schlecht im Chaos arbeiten«, sagt der

freundliche Mann und lächelt. Die Sonne durchflutet den

Raum, der Geruch von Pinselreiniger liegt schwer in der

Luft. Im Gespräch zeigt sich Christian Kattenstroth als sehr

aufgeräumte, nachdenkliche und auch humorvolle Persönlichkeit.

25 Umzüge seien es allein als Student in Berlin

gewesen. »Mit dem Handkarren, da passte alles Hab und

Gut drauf. Als Student sucht man immer etwas Besseres!«,

lacht er über die Zeit in den 60er Jahren.

Geboren in Hamburg prägt den jungen Christian Kattenstroth

schon bald das häufige kriegsbedingte Umziehen mit

den Eltern. An seine ersten sieben Lebensjahre kann er sich

nicht erinnern. Travemünde, Wien, Oberösterreich, Gütersloh

sind nur einige Stationen in der Jugend. Abitur in Essen,

um dann den Wehrdienst bei der noch jungen Marine

abzuleisten. Wieder im Norden, wieder Wasser. »Ich bin ein

halber Fisch«, sagt Kattenstroth.

Ballettübungen bei der Marine unter

Deck

Der eigene Lebenstraum war das Balletttanzen. Seine Tanzübungen

setzte er auch bei der Marine fort. »Unter Deck

natürlich«, lächelt er. Intensive Vorbereitung für die Prüfung

an der Hamburger Ballettschule. »Dort bin ich durchgefallen

und der Traum vom Ballett war damit für mich

erledigt!«, sagt Kattenstroth, ohne dass seine Stimme dabei

verbittert klingt. Das zweite große Interesse galt der bildenden

Kunst, Zeichnung und Malerei. Ohne Bewerbungsmappe,

ohne einen Studienplatz zu haben, ging der junge

Christian Kattenstroth mutig zur Hochschule für bildende

Künste Hamburg. »Versuch´s mal bei Hundertwasser!«,

hörte er dort. Friedensreich Hundertwasser war damals in

Hamburg als Gastdozent tätig. »Ja, setzen sie sich da hin

und machen sie einfach«, erinnert sich Kattenstroth an die

Begrüßung durch Hundertwasser. Dort und in einer Ateliergemeinschaft

an der Hamburger Moorweide entstanden

zwei vorzeigbare Mappen. In Hamburg gab es wieder eine

Ablehnung, in Berlin einen Platz. Allerdings nicht für das

Wunschfach »freie Kunst«, sondern als Kunsterzieher.

Studium, Assessor des Lehramtes, wissenschaftlicher Assistent

mit dem Hauptthema Zeichnen und Malerei waren der

Weg in Berlin. Zwischendurch eine Zeit als Kunsterzieher

am Gymnasium Geesthacht. 1974 der Ruf nach Reutlingen

(Baden-Württemberg). Dort Dozent, ein Jahr später die Professur

(ästhetische Erziehung) und »nebenbei« in Hamburg

bei Gunter Otto promoviert. Ludwigsburg und immer mal

wieder Stuttgart waren weitere Wohnorte, bedingt durch

die akademische Laufbahn. Über die vielen Jahre, die er an

verschiedenen Standorten im »Ländle« verbrachte, sagt er

heute: »Das war kulturell ein echter Absturz!«

»Mit der Pantomime habe ich gefunden, was eigentlich

meins ist. – Ballett geht nach oben, Pantomime erdet«, sagt

Christian Kattenstroth über eine weitere Säule seines Lebens.

»In Chicago habe ich Workshops mitgemacht und viel

Straßen-Pantomime. In den Schwarzenvierteln habe ich am

meisten Geld verdient«, so der vielseitige Künstler. Immer

wieder Reisen nach Frankreich an die Mittelmeerküste,

Theaterkurse in Köln gegeben, Trommelkurse in der afrikanischen

Wüste mitgemacht. Gründung eines experimentellen

Theaters in Köln. Je mehr der Mensch Kattenstroth

über die Hintergründe der häufigen Wohnortwechsel verrät,

umso mehr lässt sich von seiner künstlerischen Radikalität

im Umgang mit sich selbst, seinen eigenen Lebensentwürfen

und der Parallelität von Kunst auf den verschiedenen

Ebenen spüren.

Fast beiläufig erwähnt Christian Kattenstroth die Bedeutung

von Musik in seinem Leben. In der Tat ist die Musik

eine weitere wichtige Säule. Kattenstroth nennt den Geigenunterricht,

den er im Alter von elf Jahren im elterlichen

Haus aufnahm, einen »Teil der bürgerlichen Erziehung«. In

Essen spielte er im Jugend-Symphonieorchester, in Berlin

war er Mitglied eines Streicher-Trios und eines – Quartetts.

Solo-Stücke von Bach gehörten zu seinem Repertoire. 1982

war Schluss mit der Geige. Zu einem Theater-Workshop am

Rande der Negev-Wüste in Israel hatte er sein Instrument

mitgebracht. Der Wind brachte die Saiten zum Schwingen.

»Ich habe nur gegriffen und keinen Bogen benutzt«, sagt

Kattenstroth, »es entstand echte Sphärenmusik mit vielen

Ober- und Untertönen«. Diese Töne haben ihn so beeindruckt,

dass er das eigene Bespielen des Instrumentes einstellte:

»Jetzt reicht´s, jetzt ist es gut!«

2004 lag im Atelier eines befreundeten Bildhauers in Stuttgart

ein Saxophon herum. »Probier mal! Hat ein Freund

hier gelassen, der braucht das nicht mehr«, hieß es. Christian

Kattenstroth probierte und fand etwas. »Saxophon ist

mein Instrument. Es ist für mich die Möglichkeit, sich von

Gedanken lösen zu können, zu vergessen, eine Art, etwas

auszublenden«, sagt er. »Wenn der Ton erklingt, ist nur noch

die Musik präsent. Ich habe das Instrument 50 Jahre zu spät

kennengelernt, aber jetzt bin ich zu 150 Prozent dabei.« Unterricht

nimmt er und freundet sich musikalisch gerade mit

einer Combo in Lübeck an.

Geordnetes chaos

»Ich kann schlecht im Chaos arbeiten«,

sagt der Künstler von sich selbst.

Kontakt zum Künstler Christian J.P. Kattenstroth

bekommen sie zum Beispiel über seine Internetseite

www.kattkunst.de

»Ich komme immer wieder

auf die Natur zurück«

Mittelpunkt des Schaffens aber sind und bleiben

Malerei und Zeichnen. Nach dem Ende der akademischen

Laufbahn 2002 und den dann verstärkten

Ausstellungsaktivitäten spricht er heute

von »hauptberuflicher Malerei«. Einige seiner

bunten und lebhaften Bilder waren in diesem

Frühjahr bereits im Ratzeburger Rathaus zu sehen.

»Ich komme immer wieder auf die Natur

zurück«, sagt der Künstler. »Die abstrakte Ebene

brauche ich, wenn ich wirklich starke Gefühle

ausdrücken will. Und über die Abstraktion bin

ich zur Farbe gekommen«, so weiter. Der Großteil

seiner Werke lagert derzeit noch in seinem Atelier

zwischen Stuttgart und Göppingen. Etwa 20%

seiner Werke hat er bislang mit nach Ratzeburg

genommen. »Ich musste wieder in den Norden

kommen«, sagt Christian Kattenstroth. »Es

musste ein Altbau sein wegen der Deckenhöhe

und ich brauche helle Räume«. In Ratzeburg fühlt

er sich zuhause: »Ich bin sehr froh, dazwischen zu

sein, nahe an der Kultur, aber nicht mittendrin«.

Den »wunderbaren« Dom erwähnt Kattenstroth,

den Lauenburgischen Kunstverein und den Verein

»Jazz in Ratzeburg«. Das Ende der vielen

Umzüge vielleicht? Künstlerisch zumindest

»nein«; das Gebäude, in dem heute sein Ratzeburger

Atelier untergebracht ist, kann nur noch

kurze Zeit genutzt werden. Es steht einem Umbau

im Wege. »Ich suche dringend neue Atelierräume

in Ratzeburg oder Umgebung!«, sagt er bei

der Verabschiedung, »bitte alles anbieten!«

Christian Kattenstroth lächelt freundlich, greift

zu einem Pinsel und setzt seine Arbeit am neuen

Bild fort. Vielen Dank für den kleinen Einblick.

UH

24 Unser Herzogtum Herbst 2016 Unser Herzogtum Herbst 2016

25


Kleinod Vor

der Haustür

Der Naturpark lauenburgische seen

Schleswig-Holsteins ältester

Naturpark liegt im Herzogtum

Lauenburg

Der Naturpark Lauenburgische Seen ist

mit seinen über 470 Quadratkilometern

Fläche zudem der drittgrößte Naturpark

des Landes und mit seinen Wäldern und

Seen nicht nur für Touristen ein lohnendes

Ziel. Der größte Teil des Naturparks

Lauenburgische Seen deckt sich

mit dem Gebiet des Amtes Lauenburgische

Seen.

Foto: Wolfgang Buchhorn

26 Unser Herzogtum Herbst 2016 Unser Herzogtum Herbst 2016

27


Kleinod vor der Haustür Der naturpark lauenburgische seen

EINSATZ FÜR DIE CHANCEGLEICHHEIT

Der Vorstand der Stiftung mit [vordere Reihe, v.li.]

Martin Röhrs, Manfred Ohldag, Reinhard Drehsen,

Torsten Schöpp und Jan Wiegel sowie [hintere Reihe]

Ruthchen Eberhardt [li.] und Birgit Flemmig.

Moore, Bäche und seen

Der Naturpark Lauenburgische Seen ist

zwar kein Landschaftsschutzgebiet, beherbergt

jedoch diverse Flächen mit ausgewiesenen

Naturschutzgebieten. Besonders

hervorzuheben sind hier das

Salemer Moor, der Schaalsee, der Garrensee

und das Hellbachtal.

Foto: Wolfgang Buchhorn

Der besondere Reiz

Der Naturpark beherbergt verschiedene

Landschaftstypen auf einer relativ überschaubaren

Fläche. Nah beieinander

befinden sich trockene Flächen, wie

Wälder, Magerrasen und Heideflächen,

sowie nasse Flächen, wie Moore, Brüche

und Seen, plus entsprechende Übergangszonen.

Man muss also nicht meilenweit

fahren, um alles anzutreffen,

was die schleswig-holsteinische Flora

und Fauna so zu bieten hat.

Fotos: Wolfgang Buchhorn/Thomas Ebelt

Deutsches

Rotes

Kreuz

DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg

Akademisches Lehrkrankenhaus des UKSH, Campus Lübeck

Gesundheit

für unsere Region

Auf der Jagd

Neben Kranich und Eisvogel gehören

Seeadler und Moorfrosch zu den

»Big-Four« des Naturparks Lauenburgische

Seen.

Fotos: Wolfgang Buchhorn

28 Unser Herzogtum Herbst 2016

Unser Herzogtum Herbst 2016

(04541) 88 40 www.drk-krankenhaus.de 29


Kleinod vor der Haustür Der naturpark lauenburgische seen

Herbstwandern

Jetzt im Herbst, dem »Indian Summer«, lockt das besondere

Farbspiel der Mischwälder zu einem Ausflug ein. Am Oldenburger

Wall können Kraniche bei einem Zwischenstopp und die

Hirsche im Kehrsener Moor bei der Brunft beobachtet werden.

Zahlreiche Rad- und Wanderwege sowie Naturlehrpfade

durchziehen den Park.

Foto: Wolfgang Buchhorn

grosse leinwand

für den »indian summer«

Mit seinem knapp 30 prozentigen Anteil

an Waldfläche liegt der Naturpark

Lauenburgische Seen für schleswig-holsteinische

Verhältnisse ganz weit vorn.

Foto: Wolfgang Buchhorn

Steckbrief Naturpark Lauenburgische Seen

_gegründet 1961

_hat 40 Seen

_grenzt im Osten direkt an das mecklenburgische

Biosphärenreservat Schaalsee an

_grenzt im Westen zwischen Berkenthin und

Büchen in etwa an den Elbe-Lübeck-Kanal

_Träger des Naturparks Lauenburgische Seen

ist der Kreis Herzogtum Lauenburg

Mehr Infos unter

www.naturpark-lauenburgische-seen.de

30 Unser Herzogtum Herbst 2016

Unser Herzogtum Herbst 2016

31


XXX XXX

‘89 galten wir

als klassische

Spinner

Landbau mit der Natur auf dem Lämmerhof

Seit Jahrhunderten pflegt die Familie von Detlef Hack die Tradition der Landwirtschaft

in Panten. Die Wurzeln ihres Bauernhofs reichen bis ins 15. Jahrhundert.

Auch die Familie Brüggemann aus dem Nachbarort in Mannhagen

gehört quasi zum Urgestein unserer Region.

Text und Fotos: Gabi Finck [www.nordfinck.de]

Landbau mit der Natur auf dem Lämmerhof

Seit Jahrhunderten pflegt die Familie von Detlef Hack die Tradition der

Landwirtschaft in Panten. Die Wurzeln ihres Bauernhofs reichen bis ins

15. Jahrhundert. Auch die Familie Brüggemann aus dem Nachbarort in

Mannhagen gehört quasi zum Urgestein unserer Region.

Text und Fotos: Gabi Finck [www.nordfinck.de]

32 Unser Herzogtum Herbst 2016

Unser Herzogtum Herbst 2016

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25 JAHRE läMMERHOF LANDBAU MIt DEr NAtUr

Zur Wendezeit stand auf beiden Höfen ein Generationswechsel

an und mit diesem sollte alles neu bedacht werden.

Christian Brüggemann und Detlef Hack kannten sich schon

aus der Schulzeit. Dass sie in die Fußstapfen ihrer vorväter

treten wollten, hatten sie schon durch die Ausbildung zum

Landwirt bewiesen. Nur mit dem System waren sie nicht

mehr einverstanden. »Für mich ist es wichtig, mit der Natur

zusammen zu arbeiten«, schildert Christian Brüggemann

den Entscheidungsprozess, auf bio umzustellen. Damals

entstanden ja erst die ersten Biobetriebe, das war für alle

noch Neuland. »Ich wusste, wenn ich hier anfange, machen

wir alles anders. Diese konventionelle Wirtschaftsweise des

‘immer größer, schneller, mehr’ wollte ich nicht«, fügt

Christian Brüggemann hinzu. kurzerhand schlossen er und

Detlef Hack sich zusammen und gründeten 1989 den

Lämmerhof. Bald darauf wurde im Juli 1991 der Hofladen

in Mannhagen eröffnet. Seitdem kümmert sich Christian

Brüggemann mit seiner Familie und einem siebenköpfigen

team um das vollsortiment im Laden. Zwei kilometer weiter,

in panten, führen Detlef Hack und seine zehn Mitarbeiter

den landwirtschaftlichen Betrieb. Als weiteres Standbein

kam nach vier Jahren der Lieferservice hinzu. Die

Abokisten mit viel frischem Gemüse werden wöchentlich

frei Haus geliefert. Das Belieferungsgebiet reicht vom

Lübecker bis zum Hamburger Stadtrand.

ES GEHT AUcH OHNE PESTizidE

GlücKlicHES GEMüSE Auf den Plantagen des lämmerhofs wird Gemüse

durch sinnvolle Fruchtfolge und ein ausgeglichenes Verhältnis von kulturpfl anze

zu beikraut erfolgreich kultiviert.

ViSiON wiRd REAliTäT Visionär Detlef Hack tauschte gutes Ackerland gegen Moorland ein,

um das Hellmoor wiederzubleben – mit erfolg!

AZ Therapiehaus 200x89,5.pdf 1 21.07.16 10:59

»Auf unseren Flächen werden keine

Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Null.«

Detlef Hack

»Auf unseren Flächen werden keine pflanzenschutzmittel

eingesetzt. Null«, betont Detlef Hack, der inzwischen 27

Jahre Erfahrung mit echtem pflanzenschutz ohne jegliche

Düngung und pestizide hat. Selbst die im Biobereich erlaubten

Mittel, die auf natürlicher Basis hergestellt werden,

blieben den echten Notsituationen vorbehalten. Man müsse

eben sein Feld beobachten und die Fruchtfolge so gestalten,

dass ein ausgewogenes verhältnis zwischen Beikräutern und

kulturpflanzen besteht. In der konventionellen Landwirtschaft

hingegen würden die Unkräuter lediglich als

konkurrenz zur kulturpflanze angesehen. Die wichtige

Funktion der Blütenpflanzen als Nahrungsgrundlage für Insekten

und vögel würde dabei einfach ignoriert. In Selbstfolge

würde beispielsweise Weizen mehrere Jahre hintereinander

auf derselben Fläche angebaut werden. Die daraus

resultierenden probleme – wie pilzbefall, verarmung der

Böden oder vermehrtes Wachsen von unerwünschten

kräutern – würden schlichtweg weggespritzt werden. Fünfzehn

verschiedene pflanzenschutzmittel pro Jahr gelten im

Fachjargon als gute fachliche praxis. Dieser massive Einsatz

von pestiziden hat allerdings gravierende Folgen für

die Umwelt. Für Frösche beispielsweise sei die Querung

eines raps-Stoppelfeldes nach einer Glyphosatbehandlung

um ein vielfaches tödlicher als der Weg über die Straße. Es

ginge beim konventionellen Einsatz von Dünge- und pflanzenschutzmitteln

immer nur um den wirtschaftlichen Höchstertrag,

und dieser nähme keine angemessene rücksicht auf

ökologische Belange. »Es muss nicht immer der letzte

Quadratmeter ausgeblutet werden«, findet auch Christian

Brüggemann.

C

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34 Unser HerzogtUm Herbst 2016

Unser HerzogtUm Herbst 2016

35


25 Jahre Lämmerhof Landbau mit der Natur

»Öffne dich der Natur und entdecke

dich als Teil des Ganzen.«

Inschrift über dem Hofladen des Lämmerhofs

SCHWEIN GEHABT Für den offenen

Schweinestall mit Weideflächen hat der

Lämmerhof 2006 den ersten Preis für

»Tiergerechte Haltung« vom Landwirtschaftministerium

Kiel bekommen.

HAND IN HAND Die beiden Visionäre

Christian Brüggemann und Detlaf Hack

EINSATZ FÜR DIE CHANCEGLEICHHEIT

Der Vorstand der Stiftung mit [vordere Reihe, v.li.]

Martin Röhrs, Manfred Ohldag, Reinhard Drehsen,

Torsten Schöpp und Jan Wiegel sowie [hintere Reihe]

Ruthchen Eberhardt [li.] und Birgit Flemmig.

Als Mitglied im Demeter-Verband ist

dieses Motto sehr passend für den

Lämmerhof und seine Betreiber. Detlef

Hack spricht von seiner Verantwortung

gegenüber dem Allgemeinwohl: »Wenn

ich Grund und Boden habe, habe ich

ein Privileg, mit dem ich sorgsam

umgehen muss. Es ist wichtig, dass die

prägenden Bestandteile einer Landschaft

erhalten bleiben.«

Naturschutz wird auf dem Lämmerhof

groß geschrieben. »Wir haben uns darauf

spezialisiert, verschiedene Naturschutzgebiete

durch Beweidung offenzuhalten«,

erklärt Detlef Hack. Auf

den 350 Hektar Grünland weiden das

ganze Jahr über knapp 200 Rinder.

Zum Beispiel auch auf den Flächen

rund um die renaturierte Fläche des

Hellmoors in Panten. Fünfzehn Jahre

habe der Prozess gedauert: Was vorher

kaum noch eine kleine Pfütze war, ist

inzwischen ein acht Hektar großes Juwel

unter den Gewässer-Biotopen im

Kreis. Eingebettet in 70 Hektar blühender

urischer Landschaft ist mit

diesem Projekt ein kleines Paradies

wiederbelebt worden, ein sicherer Lebensraum

für selten gewordene Tierund

Pflanzenarten.

Neben einem 2.400 Quadratmeter

großen Gewächshaus für allerlei Gemüse

und vor allem Gurken liegt der

Schwerpunkt des Lämmerhofs in der

Produktion von Getreide. Auf ihren

130 Hektar Ackerland wachsen seit

bald drei Jahrzehnten in bunter Kulturfolge

Weizen, Hafer, Dinkel, Roggen,

Sommergerste, Leinsaat und Buchweizen.

Besonders hervorzuheben ist

dabei das Projekt der »Regeneration

alter Getreidesorten«. Vor acht Jahren

Frisch vom Hof Der Lämmerhof feierte dieses

Jahr 25-jähriges Hofladen-Jubiläum.

Lämmer-Blues

Neben Vorträgen und Filmvorführungen

zu Naturschutz-Fragen finden im

Sommer in Mannhagen auch monatlich

die beliebten Scheunenkonzerte statt.

Hier wird professionellen Musikern

der Region ein Podium geboten. Mit den

Jahren hat sich der Blues als Richtung

herauskristallisiert.

Über mittelalterliche Wasserstraßen: Die Stecknitzfahrt

www.laemmerhof.de

erhielt der Lämmerhof von der Saatgut-Genbank

Gartersleben zwanzig

verschiedene historische Sorten

Getreide, die vor 70 Jahren noch auf

ostpreußischen Höfen zu finden

waren. Mit der neuzeitlichen Industrialisierung

der Landwirtschaft

verdrängten Monokulturen die Vielfalt

auf den Äckern. Diese Weizensorten

von damals werden bis zu

zwei Meter hoch, haben blumig

klingende Namen wie »Ostpreußischer

behaarter Dickkopf«, »Trittauer

Goldkorn« und »Erbglanz«

und können in Mischkultur mit

Kornblumen oder Mohn wachsen.

Bis das ganze praxisreif ist, könne

gut ein Jahrzehnt vergehen, erklärt

Detlef Hack seine Zuchtversuche.

Dabei ist er sehr optimistisch:

»Nächstes Jahr wollen wir die ersten

Felder flächenhaft mit einer alten

Weizensorte bestellen. Und langfristig

wollen wir am liebsten den gesamten

Weizen auf alte Sorten umgestellt

haben.«

Die Utopie lebt also nach wie vor in

den beiden Landwirten. »Also, ‘89

galten wir als klassische Spinner –

doch inzwischen hat ›bio‹ eine Akzeptanz

gefunden und auch seine

Wertstellung«, resümiert Christian

Brüggemann nicht ohne Stolz. Ob

denn ›bio‹ eine Zukunft habe?

Christian Brüggemann gibt lachend

und überzeugt zur Antwort: »Klar,

›bio‹ IST die Zukunft!«

Infos und Termine unter:

36 Unser Herzogtum Herbst 2016

Unser Herzogtum Herbst 2016

37


Veranstaltungen im HERBST 2016

Donnerstag, 1.09.

»Vor 3000 Jahren ... «

bronzezeitliche Sonderausstellung

Wann: Mo–Fr 10–18 Uhr und

Sonnabend und Sonntag 11–17 Uhr

Wo: GeesthachtMuseum!

Bergedorferstraße 28, Geesthacht

Öffnungszeiten: freitags 15–18 Uhr,

samstags und sonntags 11–15 Uhr.

Preis: Erwachsene 2,50 Euro,

Gruppen ermäßigt,

Heranwachsende bis 16 Jahre frei

Info: www.geesthacht.de/

Faszination des Hamburger Hafens

– Schifffahrt auf der Elbe in den

Hamburger Hafen

Wann: 9.15–18.45 Uhr

Wo: Ruferanleger, Elbstraße 100,

Lauenburg

Preis: ab 23 Euro–29 Euro

Info: www.personenschifffahrtwilcke.de/

Sonnabend, 3.09.

Fahrt mit dem Dampfeisbrecher »Elbe«

Wann: 12.45 Uhr und 16.45 Uhr

Wo: Schiffsanleger Geesthacht,

Menzer-Werft-Platz

Preis: Erwachsene/Kinder (4–16 J.),

je Anleger: 3,00 Euro/1,50 Euro,

Einfache Fahrt (Gesamtstrecke):

12,00 Euro/5,00 Euro, Hin- u. Rückfahrt

(Tageskarte): 20,00 Euro/10,00

Euro, Hunde und Fahrräder werden

kostenlos befördert.

Info: www.dampfeisbrecher.de

Celtic Summer Day

Wann: 15–23 Uhr

Wo: Dorfplatz, Brunsmark

Info: Live-Musik mit:

Gerry Doyle – Irland,

Larry Matthews Band – Irland,

Bobby Brady (Teufelsgeiger) –

Schottland

3-Seen-Fahrt mit der MS Till

Wann: 13.15–14.15 Uhr

Wo: Bootsanleger Seestraße,

Seestraße, Mölln

Preis: 11 Euro

Info: http://schiffundboot.de/

Wanderung in der Grenzheide

Wann: 14 Uhr

Wo: Stadtbücherei Mölln

(Treffpunkt), Gudower Weg 9, Mölln

Info: Die Wanderung findet entlang

der Grenze mit einem kurzen Halt

am Gartenschlägereck statt. Für die

etwa 5 km lange Strecke werden 2

bis 3 Stunden benötigt. Mehr unter

www.nabu-moelln.de/

Sonntag, 4.09.

Fotoausstellung im

Pumpspeicherkraftwerk

Wann: 10 bis 16 Uhr

Wo: Pumpspeicherkraftwerk,

Elbuferstraße 49, Geesthacht

Info: Um Anmeldung für die

Führungen wird gebeten unter

04152.836258 oder

touristinfo@geesthacht.de#

Vernissage »Vom Wolkenspiel zur

Krone der Schöpfung«

Herbstausstellung bis 25.9.

Wann: 11.30 Uhr

Wo: Stadthauptmannshof Mölln

Öffnungszeiten: freitags 15–18 Uhr,

samstags und sonntags 11–15 Uhr.

Preis: Eintritt frei

Info:

www.kulturportal-herzogtum.de

Plattdüütsche Andachten

mit dem Hagen-Trio

Wann: 9 Uhr

Wo: Wege-Kapelle Klein Grönau,

Hauptsraße 70f, Groß Grönau

Info: www.kk-ll.de

Dienstag, 6.09.

YOGA - IN LOVE WITH your NATURE

Wann: 19.45–21.15 Uhr

Wo: Uhlenkolk, Waldhallenweg,

Seminarraum, Mölln

Preis: 10 Euro

Info: Einstieg jederzeit möglich,

Veranstaltung für Erwachsene

Musikdoku »Kein Zickenfox« –

Filmvorführung der Geesthachter

Filmkiste e.V.

Wann: 19.30 Uhr

Wo: kleines THEATER

SCHILLERSTRASSE,

Schillerstraße 33, Geesthacht

Preis: 6,50 Euro

Info: Einstieg jederzeit möglich,

Veranstaltung für Erwachsene

Mittwoch, 7.09.

Führung durch den

Wildpark Uhlenkolk

Wann: 14.30–16 Uhr

Wo: Naturparkzentrum Uhlenkolk,

Waldhallenweg 11, Mölln

Info: www.uhlenkolk-moelln.de/

Plattdeutscher Abend des Vereins

Vorstädter Bürger

Wann: 19–21 Uhr,

jeden 1. Mittwoch im Monat

Wo: Hansa-Hotel,

Schrangenstraße 25, Ratzeburg

Info: Nach dem »Afscheedsleed«

um 21 Uhr ist der Abend pünktlich

beendet.

Donnerstag, 8.09.

Vortrag: Ein Bündnis von Verlag und

Wissenschaft. Das Wirken des Leipziger

Verlegers Fritz Baedeker [1844-1925]

im deutschen Kaiserreich

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Historischer Bahnhof

Friedrichsruh

Info: Otto-von-Bismarck-Stiftung,

Tel.: 04104.9771-0,

www.bismarck-stiftung.de

Vortrag und Diskussion »Können Sie

die Natur noch hören?«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Stadthauptmannshof Mölln

Preis: Eintritt frei

Info:

www.kulturportal-herzogtum.de

Freitag, 9.09.

5. Geesthachter Elbfest 2016

Wo: Menzer-Werft-Platz Geesthacht,

Elbuferstraße, Geesthacht

Info: www.geesthachter-elbfest.de

Krimiabend – Lesung mit Buchautor

Jobst Schlennstedt

»Kleine Küstenmorde«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Behlendorf, Brinkhuus

Info: Die LandFrauen Berkenthin

bitten um Anmeldung bis 2.09. unter

Tel. 04544.808415

Sonnabend, 10.09.

Tag der offenen Tür beim

Luftsportverein Ratzeburg

Wo: Modellflugplatz Lsv Ratzeburg,

Mannhagener Weg, Bälau

Preis: Eintritt frei

Natur im Wandel – Einmalige

Naturaufnahmen der Tier-und Pflanzenwelt

in unserer Schaalseeregion

Wann: 18 Uhr

Wo: Alte Schule, Am Müllerweg 1,

Klein Zecher

Preis: 10 Euro

JAZZ IN Ratzeburg –

GRUPA JANKE RANDALU

Wann: 20 Uhr

Wo: Rokokosaal des Herrenhauses

[Kreismuseum], Domhof 12,

Ratzeburg

Preis: 15 Euro, Mitglieder: 11 Euro/

Jugendliche bis 18 Jahre: 7,50 Euro

Info: www.jazzinratzeburg.de/

Sonntag, 11.09.

Tag des offenen Denkmals

Wann: ganztägig

Wo: kreisweit

Preis: Eintritt frei

Info:

http://tag-des-offenen-denkmals.de

Fortsetzung Sonntag, 11.09.

Tag des offenen Ateliers

im Künstlerhaus

Wann: 14 Uhr

Wo: Künstlerhaus, Elbstraße 54,

Lauenburg

Info: Zum Tag des offenen Denkmals

präsentieren alle Künstlerhaus-

Stipendiaten ihre Arbeiten.

http://kuenstlerhaus-lauenburg.de/

Schaufahren auf dem

Möllner Mühlenteich

Wann: 15–17 Uhr

Wo: Kurpark Mölln, Bergstraße,

Mölln

Preis: Eintritt frei

Info: Der Schiffsmodellclub

Gudow e.V. veranstaltet sein traditionelles

Schaufahren,

www.smc-gudow.de

Dienstag, 13.09.

Segway-Tour Mölln

Wann: 18:30–20:30 Uhr

Wo: Kurpark Mölln, Bergstraße,

Mölln

Preis: 64,80 Euro

Info: Tourist-Information Mölln,

Am Markt 12, Mölln, 04542.7090

Mittwoch, 14.09.

Bahnhofskino Historienfilm spezial

»55 Tage in Peking«

Wann: 19 Uhr

Wo: Historischer Bahnhof

Friedrichsruh

Info: Otto-von-Bismarck-Stiftung,

Tel.: 04104.9771-0,

www.bismarck-stiftung.de

Freitag, 16.09.

800 Jahre Geesthacht –

Licht und Bilder über Krümmel

Wann: 19.30–23 Uhr

Wo: Kernkraftwerk Krümmel, Elbuferstraße

82, Geesthacht

Preis: Eintritt frei

Info: Für das leibliche Wohl ist

gesorgt, Suppe mit Würstchen und

Getränke stehen bereit,

www.vattenfall.de/

Sonnabend., 17. 09.

13. Drachenfest – Kinder- und

Jugendfestival zum Weltkindertag

Wann: 14 bis 18 Ratzeburg

Preis: Eintritt frei

Info:

www.kinderschutzbund-hzgt-lbg.de/

Vortrag und Diskussion

»Der Ort Witzeeze«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Kulturzentrum Witzeeze

Preis: Eintritt frei

Info: www.kulturportal-herzogtum.de

Mittwoch, 21.09.:

Besichtigung der

Fischaufstiegsanlage in Geesthacht

Wann: 11, 13 und 15 Uhr – Nur nach

Anmeldung!

Wo: Fischaufstiegsanlage,

Parkplatz davor, Geesthacht

Preis: Eintritt frei

Info: Anmeldung unter

Tel. 040.570113200 oder

fischaufstieg@vattenfall.de

Öffentliche Stadtführung

mit Herzog Albrecht dem Guten

Wann: 19 bis 20.15 Uhr

Wo: Marktplatz Mölln, Am Markt,

Mölln

Preis: 7 Euro

Info: www.moelln-tourismus.de

Freitag, 23.09.

3-tägiges Pilzseminar für Anfänger

Wann: 18–20 Uhr

Wo: Naturparkzentrum Uhlenkolk,

Waldhallenweg 11, Mölln

Preis: ab 55–75 Euro

Info: Bitte mitbringen: Korb [keine

Tüte oder ähnliches], Messer und

wetterfeste Kleidung. Anmeldung

bis 22.9.2016 erforderlich.

Tel.: 04542.803-345, 04542.803-350,

Email: uhlenkolk@stadt-moelln.de

Sonnabend, 24.09.

14. Ratzeburger Apfeltag

Wann: 14.30–16.30 Uhr

Wo: Streuobstwiese Ratzeburg bei

Einhaus, Stüvkamp

Preis: Eintritt frei

Info:

www.kulturportal-herzogtum.de

Berkenthin isst international:

Deutsche und Flüchtlinge kochen und

essen gemeinsam

Wann: 15.30 Uhr

Wo: Berkenthin, Berliner Str. 20,

Stecknitz-Schule

Info: www.amt-berkenthin.de

Sonntag, 25.09.

Führung

»Schatzkammer der Schiffsantriebe«

Wann: 14.30–15.30 Uhr

Wo: Elbschifffahrtsmuseum,

Elbstraße 59, Lauenburg

Preis: 3–8 Euro

Info: www.elbschifffahrtsmuseum.de

Dienstag, 27.09.

Vortag »Die Furcht vor Fremden und

Fremdenfeindlichkeit«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Stadthauptmannshof Mölln

Preis: Eintritt frei

Info: www.kulturportal-herzogtum.de

Donnerstag, 29.09.

Öffentliche historische Stadtführung

mit der gräflichen Köchin

Wann: 17.30–19.30 Uhr

Wo: Schlosswiese Ratzeburg

Preis: 7 Euro pro Person,

Kinder bis 14 Jahre zahlen 4 Euro

Info: www.inselstadt-ratzeburg.de

Freitag, 30.09.

Vortag und Diskussion

»Christlich-islamischer Dialog –

heute nötiger denn je?«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Petri-Forum Ratzeburg

Preis: Eintritt frei

Info: www.kulturportal-herzogtum.de

Sonnabend, 1.10.

Autorenlesung:

Einen »Sommer« lang

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Hotel »Der Seehof« Ratzeburg

Preis: 8 Euro

Info: www.kulturportal-herzogtum.de

›Buchhorster Waldbahn‹ –

Fahrten mit den historischen

Feldbahnfahrzeugen

Wann: 11–18 Uhr

Wo: Dorfstrasse 34a, Buchhorst

Info: Tel.: 040 - 53 61 505,

www.buchhorsterwaldbahn.de

Sonntag, 2.10.

Erntedankfest mit Umzug durch die

Gemeinde

Wann: 8 Uhr

Wo: Berkenthin, Kirchsteigbrücke

Info: www.amt-berkenthin.de

Laternenumzug

Wann: 19 Uhr

Wo: Feuerwehrhaus in Krummesse

Info: www.krummesse.de

Donnerstag, 6.10.

Vortrag »Gülzow:

Frühes Christentum im Norden«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: MarktTreff Gülzow

Preis: Eintritt frei

Info: www.kulturportal-herzogtum.de

Freitag, 7.10.

Poetry Slam! zum Zweiten

Wann: 20 Uhr

Wo: Stadthauptmannshof Mölln

Preis: 8,- Euro/erm. 5,- Euro

Info: Zuschauer-Reservierungen

unter Tel. 04542.87000 oder

info@stiftung-herzogtum.de. Mehr

unter www.kulturportal-herzogtum.de

Samstag, 8.10.

Blues & Ballads mit

Paul Botter und Jan Mohr

Wann: 20 Uhr

Wo: Mannhagen, Lämmerhof, im

kleinen Stall

Info: www.laemmerhof.de

Dienstag, 11.10.

Vortrag »Die Ukraine im Konfliktfeld

der Eigenstaatlichkeit«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Stadthauptmannshof Mölln

Preis: Eintritt frei

Info: Mehr unter

www.kulturportal-herzogtum.de

Donnerstag, 13.10.

Vortrag »Bismarck und Oldenburg«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Historischer Bahnhof

Friedrichsruh

Info: Otto-von-Bismarck-Stiftung,

Tel.: 04104.9771-0,

www.bismarck-stiftung.de

Freitag, 14.10.

Literarisch-musikalischer Abend

»Quer durch Raum und Zeit«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Brinkhuus Behlendorf

Preis: 10,- Euro/erm. 8,- Euro

Info: Reservierung ist möglich unter

Tel. 04542.87000 oder

info@stiftung-herzogtum.de. Mehr

unter www.kulturportal-herzogtum.de

Sonnabend., 15.10.

Die Grambeker Teiche im Herbst

Wann: 9–12 Uhr

Wo: Ortsausgang Grambek Richtung

Göttin, zwischen den Golfplätzen,

Grambek

Preis: 3 Euro

Info: Keine Anmeldung notwendig.

www.naturpark-lauenburgischeseen.de

Plattdeutscher Abend »Talk op Platt –

in Büchen«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Priesterkate Büchen

Preis: 8,- Euro/erm. 5,- Euro

Info: Reservierung ist möglich unter

Tel. 04542.87000 oder

info@stiftung-herzogtum.de. Mehr

unter www.kulturportal-herzogtum.de

Komödie »Een Slötel för twee«

Wann: 17 Uhr

Wo: kleines THEATER

SCHILLERSTRASSE,

Schillerstraße 33, Geesthacht

Preis: 15,40 Euro

Info:

www.kleinestheaterschillerstrasse.de/

Fortsetzung Sonnabend., 15.10.

Magic-Dinner-Show

mit Kevin Köneke

Wann: 19–21.30 Uhr

Wo: Restaurant im Seehotel

Schwanenhof, Am Schulsee 1, Mölln

Preis: 49,90 Euro pro Person inkl.

Magic-Show und 3-Gang-Menü

Info: www.seehotel-schwanenhof.de/

restaurant-veranstaltungen

Montag, 17.10.

Wald-Herbstferienwoche

für Grundschulkinder

Wann: 8–13 Uhr

Wo: WalderlebnisWelt,

Lauenburger Fußsteig 1, Geesthacht

Preis: 80 Euro für die ganze Woche

bis 21.10.2016

Info: www.walderlebnis-welt.de

Dienstag, 18.10.

›Abenteuer Bäume‹ für Kinder

Wann: 15–17 Uhr

Wo: Möllner Wildpark – Treffpunkt:

Naturparkzentrum Uhlenkolk,

Waldhallenweg

Preis: 6 Euro

Info: Anmeldung bis: 17.10.2016,

12 Uhr, www.uhlenkolk-moelln.de

Mittwoch, 19.10.

Bahnhofskino Literatur

»Glaubensfrage«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Historischer Bahnhof

Friedrichsruh

Info: Otto-von-Bismarck-Stiftung,

Tel.: 04104/9771-0,

www.bismarck-stiftung.de

Sonntag, 23.10.

Was: De plattdütsche Harvst

Wann: 16 Uhr

Wo: Heinrich-Osterwold-Halle,

Elbstraße 145A, Lauenburg

Preis: 5,50 Euro

Info: Karten erhält man im Reisebüro

Oberelbe, Tel. 04153.3061 und in der

Buchhandlung Rusch,

Tel. 04153.2435

Sonnabend, 29.10.

Herbstmarkt

Wann: 11 Uhr

Wo: Diele Michaelis in Krummesse

Info: www.krummesse.de

38 Unser Herzogtum Herbst 2016 Unser Herzogtum Herbst 2016

39


Veranstaltungen im HERBST 2016

Marktplatz

Mittwoch, 2.11.

Das kleine Konzert

›SINFONIETTA PICCOLA‹

Wann: 18–19 Uhr

Wo: Kirche St. Georg auf dem Berge,

Wedenberg 9, Ratzeburg

Preis: Eintritt frei, um eine Spende

für die Kirchenmusik wird gebeten

Info: www.st-georgsberg.de

Donnerstag, 3.11.

Vortrag »Unsere Zukunft liegt nach

wie vor im Geiste.«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Historischer Bahnhof

Friedrichsruh

Info: Otto-von-Bismarck-Stiftung,

Tel.: 04104.9771-0,

www.bismarck-stiftung.de

Freitag, 4.11.

Möllner Herbstmarkt

Wann: 14–23 Uhr

Wo: Innenstadt von Mölln

Info: www.moelln.de

Sonnabend, 5.11.

Konzertreihe DA CAPO TALENTO mit

Chiara Martina Rubino

Wann: 19 Uhr

Wo: Dietrich-Bonhoeffer-Haus,

Dresdener Straße 15, Lauenburg

Info: Klavierkonzert mit 15-jähriger

Nachwuchskünstlerin aus Lübeck

Sonntag, 6.11.

Konzert

»Maxim Kowalew Don Kosaken«

Wann: 18–20 Uhr

Wo: St. Laurentius, Kirchstraße 21,

Ziethen

Preis: 17 Euro

Dienstag, 8.11.

Gesprächsreihe

»Der Kunst begegnen«

Wann: 19 Uhr

Wo: kuretzkykeramik, Borstorf

Preis: Eintritt frei

Info: Um Anmeldung wird gebeten

unter 0 45 43.3 96 oder

info@kuretzkykeramik.de, alternativ

unter Tel. 0 45 42.8 70 00 oder

info@stiftung-herzogtum.de.

Mehr unter

www.kulturportal-herzogtum.de

Freitag, 11.11.

Theater »Love Letters«

Wann: 20 Uhr

Wo: Heinrich-Osterwold-Halle,

Elbstraße 145A, Lauenburg

Preis: 15 Euro

Info: www.theater-lauenburg.de

Sonnabend, 12.11.

10. Möllner Kriminacht

Wann: 20 Uhr

Wo: Stadthauptmannshof Mölln

Preis: 10 Euro

Info: Reservierung ist möglich unter

Tel. 0 45 42.870 00 oder

info@stiftung-herzogtum.de.

Mehr unter

www.kulturportal-herzogtum.de

Sonntag, 13.11.:

Historischer Spaziergang

«Pulver, Plastik und Raketen”

Wann: 11 bis 14 Uhr

Wo: Treffpunkt Mischwerk, Am

Schleusenkanal,

Am Schleusenkanal 46, Geesthacht

Info: Festes Schuhwerk und

geeignete Kleidung mitbringen,

Anmeldung erforderlich! unter

0 41 52.8 87 78 40 – Es wird nur

zurückgerufen, wenn die

Spaziergänge voll sind.

www.industriemuseum-geesthacht.de/

Hackebeil, Seitenrad und Schraube –

Vorankommen auf der Elbe

Wann: 14.30 bis 15.30 Uhr

Wo: Elbschifffahrtsmuseum,

Elbstraße 59, Lauenburg

Preis: 3–8 Euro

Info: Mehr unter

www.elbschifffahrtsmuseum.de

Mittwoch, 16.11.

Bahnhofskino Literatur spezial

»Der bunte Schleier«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Historischer Bahnhof

Friedrichsruh

Info: Otto-von-Bismarck-Stiftung,

Tel.: 0 41 04.97 71-0,

www.bismarck-stiftung.de

Donnerstag., 17.11.

Vortrag

»Die Schlacht bei Mölln 1225«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Stadthauptmannshof Mölln

Preis: Eintritt frei

Info: Mehr unter

www.kulturportal-herzogtum.de

Sonnabend, 19.11.

40 Jahre «Die Kielschweine” - groSSe

Jubiläumskonzert des Lauenburger

Shanty-Chors

Wann: 20 Uhr

Wo: Stadthalle Lauenburg im

Mosaik, Raiffeisenweg 1a, Lauenburg

Info: Mehr unter

www.kielschweine.de

Montag, 21.11.

Adventskranzbinden

Wann: 18–21 Uhr

Wo: Naturparkzentrum Uhlenkolk,

Waldhallenweg 11, Mölln

Preis: 16 Euro inkl. Material

Info: Anmeldung bis: 20.11. um 12

Uhr. Mehr unter www.naturparklauenburgische-seen.de

Donnerstag, 24.11.

Vortag »Dänenzeit« und

»PreuSSenzeit« – Zeitenwende in

Lauenburg 1865/66

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Historischer Bahnhof

Friedrichsruh

Preis: Eintritt frei

Info: Otto-von-Bismarck-Stiftung,

Tel.: 0 41 04.97 71-0,

www.bismarck-stiftung.de

Freitag, 25.11.

Möllner Weihnachtsmarkt

Wann: 15–20 Uhr

Wo: Marktplatz Mölln

Preis: Eintritt frei

Info: www.moelln-tourismus.de

Sonnabend, 26.11.

Weihnachtsmarkt in Geesthacht

›Rund um St. Salvatoris‹

Wann: 13–20 Uhr

Wo: St.Salvatoris-Kirche,

Kirchenstieg 1, Geesthacht

Info: Mehr unter

www.kirche-geesthacht.de

»Round Trip« – Zwei Virtuosen auf der

Stahlsaitengitarre

Wann: 20 Uhr

Wo: Stadthauptmannshof Mölln

Preis: 13 Euro

Info: Reservierung ist möglich unter

Tel. 0 45 42.870 00 oder

info@stiftung-herzogtum.de. Mehr

unter www.kulturportal-herzogtum.de

Sonntag, 27.11.

Adventsmarkt ›Punsch on the Beach‹

Wo: Skippertreff Marina Lauenburg,

Hafenstrasse 14, Lauenburg

Info: Mehr unter

www.yachthafen-lauenburg.de

27. Internationaler Adventslauf rund

um den Ratzeburger See

Wo: Marktplatz Ratzeburg

Info: Mehr unter

www.ratzeburgersv.de

Fortsetzung Sonntag, 27.11.

Die kleine Meerjungfrau –

Weihnachtsmusical

Wann: 16 Uhr

Wo: Heinrich-Osterwold-Halle, Elbstraße

145A, Lauenburg

Preis: 12 Euro

Info: Mehr unter www.theater-lauenburg.de

Montag, 28.11.

Biolandbau – Chance für Feldvögel?

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Naturparkzentrum Uhlenkolk,

Waldhallenweg 11, Mölln

Info: Keine Anmeldung notwendig.

Mehr unter www.nabu-moelln.de

Viele weitere Veranstaltungen

finden Sie im Internet unter

herzogtum-direkt.de

hlms.de

kulturportal-herzogtum.de

moelln-tourismus.de

inselstadt-ratzeburg.de

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40 Unser Herzogtum Herbst 2016 Unser Herzogtum Herbst 2016

41


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Unser Herzogtum ist kostenlos und erscheint vierteljährlich.

Herausgeber

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Andreas Anders

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Soweit nicht anders vermerkt:

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nächste ausgabe

Ausblick

Heraldik – eine Kunst

aus vergangener Zeit

Interview mit

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Tief im Süden

Ein Bummel über

den Lauenburger

Weihnachtsmarkt

42 Unser Unser Herzogtum FRÜHJAHR Herbst 2016 2015

Unser Herzogtum Herbst FRÜHJAHR 2016 2016

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