Treffpunkt.Bau 08-09/2016

Lulu89

EDITORIAL

Mit neuem Schwung

aus der Sommerpause zurück

Nachdem sich in den letzten Wochen viele Unternehmen in die Sommerpause

verabschiedet hatten, nimmt die Branche im September

prompt wieder Fahrt auf. Der Hauptgrund dafür: die anstehenden Messen

NordBau, GaLaBau und IAA Nutzfahrzeuge. Ein wichtiges Thema auf der

NordBau wird in diesem Jahr die Digitalisierung der Baustelle sein. Zudem

werden Fragen zur immer anspruchsvoller werdenden Technik und zu

verschärften Sicherheitsvorschriften beantwortet. Die Veranstalter der

GaLaBau haben ihr 2014 eingeführtes Praxisforum um einen Tag erweitert

und auch inhaltlich ausgebaut. Auf der europäischen Fachmesse für urbanes

Grün und Freiräume stehen 2016 die Fachvorträge im Vordergrund.

In diesen erhalten Besucher kompakte Lösungsansätze für Fragestellungen aus ihrem Berufsalltag.

Schließlich öffnet die 66. IAA Nutzfahrzeuge unter dem Motto „Ideen sind unser Antrieb“ am 22. September

ihre Tore. Im Mittelpunkt stehen hier dieses Mal Modelle mit alternativen Antrieben sowie die

zunehmende Digitalisierung von Fahrzeugen.

Während die Messen für ein erfolgversprechendes Grundgefühl sorgen, stimmt auch der Blick auf die

letzten Monate optimistisch. Angaben des VDMA zufolge konnte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau

im Juni mit einem Wachstum von insgesamt + 6 % ein positives Ergebnis erzielen. Die Halbjahresbilanz

für den Eintragsaufgang fällt mit + 3 % (Inland: + 4 %, Ausland: + 3 %) ebenfalls erfreulich aus.

Damit wurde im ersten Halbjahr eine gute Basis für alle Eventualitäten der kommenden Monate geschaffen.

Auch die Maschinenproduktion legte mit einem Auftragsbestand von 5,8 Monaten um + 1,1 %

zu. Zu den Einschränkungen bezüglich des russischen Marktes sind allerdings auch Risiken durch den

Brexit und Unsicherheiten durch den gescheiterten Putschversuch in der Türkei gekommen. Welche

Unterschiede es genau in den Absatzmärkten gibt und warum die Baumaschinenhersteller dennoch

vorsichtig optimistisch bleiben: mehr dazu auf Seite 14.

Was den Nachwuchs der Branche angeht, gelingt es Baubetrieben, ihre Auszubildenden zunehmend

länger an sich zu binden. Dies geht aus einer Analyse der Soka-Bau, bezogen auf die Ausbildungsjahrgänge

2000, 2004, 2008 und 2012, hervor. Ein Großteil der Azubis verlässt allerdings direkt nach

der Ausbildung den Betrieb. Wurde im Jahr 2000 noch rund die Hälfte der Auszubildenden direkt im

Ausbildungsbetrieb weiterbeschäftigt, sind es 2012 nur noch 38 %. Damit zusammenhängend macht

sich auch die demografische Entwicklung zunehmend in der Bauwirtschaft bemerkbar. Dies zeigt

ein Vergleich der Altersstruktur der Erwerbstätigen verschiedener Wirtschaftszweige. Die Zahl älterer

Erwerbstätiger (+ 50 Jahre) am Bau ist seit 2008 um 55,4 % gestiegen. Die Zahl der 15- bis 24-Jährigen

dagegen ist um 13,4 % gesunken. Arbeitgeber sollten daher versuchen, attraktivere Konditionen für

Auszubildende und junge Beschäftigte zu schaffen. Näheres dazu auf den Seiten 31 und 32.

Zu guter Letzt ein Hinweis in eigener Sache: Um den Spagat zwischen Print- und Onlineprodukten

zukünftig noch besser zu meistern und die bisherigen Vertriebswege zusätzlich zu erweitern, ist der

MZ Mediaverlag eine Kooperation mit dem Datenbankspezialisten Lectura eingegangen. Die Unternehmen

nutzen damit gemeinsame Synergien, um dem Fachpublikum lesenswerte Inhalte zeitnah sowohl

online als auch im Printformat zugänglich zu machen.

Und nun viel Spaß beim Lesen und Entdecken dieser Ausgabe

[ 6 ] 08-09.2016 . TREFFPUNKT BAU

EDITORIAL

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