Facetten November 2008

becker.christoph

Ausgabe 15 • November 2008

Kasseler Werkstatt · Kindertagesstätte Georg-Wündisch-Haus

Renthof Seniorenzentrum · Tagespflege am Holzmarkt · Pro Dokument


Hohe Bauqualität

und Wirtschaftlichkeit …

■ GARAGENTORE für jede Öffnung

■ TORANTRIEBE in Profi-Qualität

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Neue Zertifikate für

Qualitätsbeauftragte

Herzlichen Glückwunsch! Alle Einrichtungsleiter

und -leiterinnen, deren Stellvertreter

und Qualitätsmanagement-Beauftragte

haben am 31. März 2008 vom

TÜV Thüringen ihr neues Zertifikat als

QB Qualitätsbeauftragte (TÜV) erhalten.

Nachgewiesen haben alle ihre Qualifikation

durch eine eigene Projektarbeit und

adäquate Schulungen.

Die Qualität im Sinne einer kontinuierlichen

Verbesserung zu begreifen, ist

in den Einrichtungen der Sozialgruppe

Kassel e.V. nichts Neues. Dennoch gilt es,

das eigene grundsätzliche Verständnis

zur Qualität und die berechtigten Erwartungen

unserer Kunden in strukturierte

Prozesse zu bringen. Die Ergebnisse werden

nicht zufällig, sondern vielmehr gesteuert

und zielorientiert erreicht.

An dieser Stelle auch herzlichen Dank

an das gesamte Personal, das ein zuverlässiger

Garant für die Entwicklung und

die Umsetzung der Qualität in unseren

Einrichtungen ist.

Gerald Reißmann (Geschäftsführer)

Qualitätspolitik der Sozialgruppe Kassel e.V.

Die Sozialgruppe Kassel e.V. ist Trägerin unterschiedlicher sozialer Dienstleistungen in der Stadt

Kassel. Sie ist vor allem jenen Menschen verpflichtet, die in der Gesellschaft vorschnell als schwach

eingestuft werden.

Die Sozialgruppe Kassel e.V. konzentriert sich auf die Stärken und Kompetenzen von Menschen.

Dabei haben die Achtung der Würde und der Respekt vor der Person Priorität.

Unser Handeln wird bestimmt durch die Akzeptanz der Rechte auf Teilhabe und Selbstbestimmung.

Unter Qualität verstehen wir diejenige, die bei den Menschen ankommt. Dabei orientieren wir uns

an dem Prozess der kontinuierlichen Verbesserung.

Auch verstehen wir unter Qualität die Fairness gegenüber Geschäfts- und Kooperationspartnern,

dem sozialpolitischen Umfeld und weiteren Begleitern unserer Arbeit.

Ilona Caroli (Vorsitzende), Gerald Reißmann (Geschäftsführer)

FACETTEN 3


Gastkommentar

Dr. Günther Häckl

Bereichsleiter Materialwirtschaft SMA

Die SMA Solar Technology AG ist heute

weltweiter Marktführer in der Systemtechnik

für Photovoltaikanlagen. Wo immer

neue Märkte für diese Zukunftstechnologie

entstehen, ist die SMA mit Vertriebsund

Serviceniederlassungen präsent.

Mit ca. 2.800 Mitarbeitern am Standort

Nieste tal/Kassel hat diese globale Erfolgsgeschichte

auch erhebliche positive Auswirkungen

auf die Region.

Über die eigenen Mitarbeiter hinaus

möchte SMA auch regionale Lieferanten

in die Wertschöpfung einbinden. Viele

Lieferanten aus der Region haben uns bei

unserem Wachstum unterstützt und sich

gemeinsam mit uns weiterentwickelt.

Mit der Kasseler Werkstatt arbeitet SMA

bereits seit ca. zehn Jahren zusammen.

Die Umsätze sind dabei überproportional

(zum Wachstum von SMA) gestiegen. Die

räumliche Nähe der beiden Unternehmen

sowie die besondere Leistungsfähigkeit

und Flexibilität der Kasseler Werkstatt

waren eine gute Grundlage für diese starke

Ausweitung des Geschäftsvolumens.

Im Bereich der Konfektionierung von Beipacks

und Kabelsätzen und bei Verpackungen

hat sich die Kasseler Werkstatt

zu einem wichtigen Zulieferer entwickelt,

der auch immer wieder eigene Ideen zum

beiderseitigen Nutzen einbringt.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu.

Dies nehmen wir zum Anlass,

uns für das entgegengebrachte Vertrauen

und die erfolgreiche Zusammenarbeit zu bedanken.

Wir wünschen Ihnen ein Frohes Weihnachtsfest,

Zeit um zur Ruhe zu kommen

und Kraft zu schöpfen für das kommende Jahr.

Wir wünschen Ihnen für das neue Jahr

Glück, Erfolg und Gesundheit.

Die Beschäftigten der Sozialgruppe Kassel

Dass wir durch unsere Geschäftsbeziehung

mit der Kasseler Werkstatt auch

einen Beitrag dazu leisten konnten, Menschen

mit Behinderung eine Arbeitsaufgabe

zu geben und sie damit in die Gesellschaft

zu integrieren, entspricht in

hohem Maße der Unternehmensphilosophie

von SMA.

Menschen aktiv am Unternehmen zu

beteiligen, ihnen Freiräume für Ideen

und Eigeninitiative zu geben, ist einer der

Grundpfeiler für den Erfolg von SMA. Aus

Lieferanten wollen wir ebenfalls aktive

Partner machen, die mit uns die Herausforderungen

des starken Wachstums und

der Anforderungen an Qualität und Flexibilität

meistern. Wir freuen uns darauf,

auch zukünftig dabei mit der Kasseler

Werkstatt zusammenarbeiten zu können,

um die regionale Wirtschaft auf globalen

Zukunftsmärkten zu stärken.

4 FACETTEN


Nikolausmarkt im Renthof

5.–7. Dezember, 14–19 Uhr, Seniorenzentrum Renthof

Kerzenlicht und Plätzchenduft, Weihnachtsgeschichten

und gemütliches Beisammensein,

Lebkuchen, Stollen, Spekulatius

und Glühwein – auch die Bewohner

und Mitarbeiter des Seniorenzentrums

Renthof lieben die Vorweihnachtszeit, genießen

die neuen und doch altvertrauten

Düfte und Rituale, die den Advent zu einer

besonderen Zeit im Jahr machen, und

möchten diese Freude mit anderen teilen.

Deshalb wird es in diesem Jahr zum

ersten Mal einen Nikolausmarkt im Renthof

geben. Im idyllischen, weihnachtlich

geschmückten Innenhof des historischen

Gebäudes werden liebevoll bestückte

Marktstände vorweihnachtliches Ambiente

schaffen.

Wir laden herzlich ein! Sie finden bei uns:

– weihnachtliche Basteleien

– selbstgemachte Konfitüre und Plätzchen

– Bücher und Papier

– Keramik, Lederwaren und Gedrechseltes

– einen kleinen Flohmarkt

– eine Nikolaustombola

– Kulinarisches von Glühwein bis Leberkäse

Am 5. Dezember sind alle Kinder eingeladen,

ihren Stiefel abzugeben und ihn

dann am 6. Dezember gefüllt beim Nikolaus

persönlich im Renthof wieder abzuholen.

Auch am 7. Dezember lohnt sich ein Besuch:

Eine Märchenerzählerin wird große

und kleine Zuhörer mit den schönsten

Weihnachtsgeschichten erfreuen.

EVENT

7. Dezember

14–15 Uhr

Autogrammstunde

mit

Thorsten

Bauer

KSV Hessen Kassel

Kirschblüten – Hanami

Trudi und Rudi, zwei Mitsechziger,

meistern in eingefahrenen

Gleisen das alltägliche Miteinander.

Als Trudi erfährt, dass

ihr Mann schwer krank ist, beschließt

sie, die Erkrankung geheim

zu halten. Sie überredet

Rudi, mit ihr die Kinder und Enkelkinder

zu besuchen. Sie müssen

feststellen, dass ihre Kinder

mir ihrem eigenen Leben viel zu

viel beschäftigt sind, um sich um

die Eltern zu kümmern. Die beiden

fahren weiter an die Ostsee.

Und dort stirbt plötzlich Trudi.

Rudi ist völlig aus der Bahn

geworfen. Nicht die eigenen

Kinder, sondern die Freundin

der Tochter begleitet Rudi beim

letzten Abschied von Trudi. Als

er dann auch noch von ihr erfährt,

dass Trudi das Leben, das

sie leben wollte, offenbar aus

Liebe zu ihm geopfert hat, sieht

er seine Frau mit neuen Augen.

Auf einer Japanreise versucht

er, die unerfüllten Träume seiner

toten Frau nachzuempfinden:

unter rosa blühenden

Kirschbäumen zu stehen, den

Ausdruckstanz Butoh zu tanzen,

den Berg Fuji zu sehen ...

FILMBESPRECHUNG

Selten hat mich ein Film so tief

berührt, mich weinen und gleichzeitig

hoffen lassen. Ich habe begriffen,

dass in der Trauer um einen

geliebten Menschen auch die

Chance auf ein neues Zueinanderfinden

liegen kann. Hanami

heißt: Blumen/Blüten schauen.

Die fallenden rosa Kirschblütenblätter

haben Vergänglichkeit

schmerzlich bewusst gemacht.

Waltraut Martens

(Schreibwerkstatt Kaufungen)

Kirschblüten – Hanami, BRD 2008

Buch und Regie: Doris Dörrie

Deutscher Filmpreis 2008

Renthof FACETTEN 5


19 Essen für die Tagespflege sind bereits

von den Hausmeistern abgeholt, jetzt sind

die BewohnerInnen des Renthofs selbst

an der Reihe: Es gibt Hähnchenbrustfilet

bzw. Getreidebratlinge, Reis oder Kartoffeln

wahlweise, Salat sowie Wackelpudding

mit Vanillesoße. Aber nicht für alle

in derselben Form: Es gibt Diabetiker, es

gibt bettlägrige Menschen, die das Essen

nur püriert zu sich nehmen können, es

gibt Vegetarier, das „normale“ Essen fällt

Im Renthof wird

noch selbst gekocht

Die Sozialgruppe Kassel leistet sich eine

qualitativ hochwertige Nahrungsversorgung

„Hallo, zweiter Stock, nehmt mal bitte

euer Mittagessen raus!“ High Noon, die

Töpfe dampfen, die Menschen auch. Heute

ist Mittwoch, 149 Essensportionen sind

gekocht, werden in Wärmebehältern, in

Schüsseln, auf Einzelteller verteilt. Hand

in Hand wird gearbeitet, ein eingespieltes

Team managt die Küche rund um den

Chef und Koch Helge Stein.

„Silke, Vorsicht, das ist heiß! Marc, du

kannst den Aufzug losschicken. Tanja,

komm, wir wiegen ab, du reichst mir die

Teller!“ Die 85 Essen für die Kindertagesstätte

Georg-Wündisch-Haus und die

in die Kategorie leichte Vollkost. Verarbeitet

werden hochwertigen Waren, u. a. biologisches

Gemüse aus dem Gartenbaubetrieb

der Kasseler Werkstatt (KSW).

Es gibt nur noch ganz wenige Altenheime,

in denen selber gekocht wird.

Heimleiterin Martina Dittel weiß das zu

schätzen. Und auch die KiTa und die Tagespflege

als weitere Einrichtungen des

Vereins Sozialgruppe Kassel. Um 9 Uhr

weiß Stein, wie viele Essen er am jeweiligen

Tag für die KiTa und die Tagespflege kochen

muss, im Renthof sind es immer 45.

Die Küche ist an sieben Tagen in der

6 FACETTEN Renthof


Woche aktiv. Stein leitet ein Team mit zwei

weiteren Fachkräften (Köchin, Koch) drei

Küchenhilfen – einer davon als Außenarbeitsplatz

der KSW – und Praktikanten.

„Hm, es war sehr lecker“, sagte Silke

Krüger. Die junge Frau hat den ganzen

Morgen riesige Eimer Kartoffeln geschält,

zwischendurch immer mal schnell irgendwo

angepackt, vor allem große Bleche gespült.

Um 12.30 Uhr hat das Team gegessen

– dasselbe Essen selbstverständlich,

und es hat geschmeckt. Nadine Landmann

ist erst um 11 Uhr gekommen, die

hat Spätdienst und während der „heißen

Phase“ schon die Nachmittagsmahlzeit

für die BewohnerInnen des Renthofs vorbereitet:

Einback mit Butter und Marmelade.

An den anderen Tagen gibt es von

der Küche Selbstgebackenes. Aber auch

mal Kekse oder Kuchen vom Bäcker.

Die Küche ist im Seniorenzentrum

selbst für alle Mahlzeiten zuständig:

Frühstück, Mittagessen, Kaffee, Abendessen.

Die beiden Hausgemeinschaften bereiten

Mahlzeiten allerdings weitgehend

selbst. Der Heimbeirat übermittelt einmal

im Monat seine Menüwünsche; wenn jemand

Geburtstag hat, gibt es einen Gugelhupf;

Festtage und Feiern bedenkt die

Küche mit besonderen Köstlichkeiten. Und

Stein weiß auch, dass viele der BewohnerInnen

sich sehr über Grießbrei oder Kaiserschmarrn

freuen.

Der Chef hat mehrmals die Temperatur

im Inneren der Speisen geprüft, jetzt

nimmt er die Rückstellproben, dann wird

gespült, aufgeräumt, die Bestellungen

rausgeschickt. Seit 1989 ist er im Renthof,

seit 1994 managt er die Küche als

Chef, zwischendurch hat Stein noch eine

Ausbildung zum Diätkoch absolviert.

Außerdem engagiert er sich als Betriebsratsvorsitzender.

Er ist zufrieden mit der

Situation. Eng ist sie allerdings, die Küche,

kreative Ideen in Bezug auf die Ausweitung

des Kundenstammes scheitern an

den Räumlichkeiten.

Kirsten Alers

Renthof FACETTEN 7


Auch wenn im Laufe der Demenz die

geistigen und körperlichen Fähigkeiten

nachlassen, so bleibt doch das Herz, die

Seele erhalten, dies erläuterte Dr. Udo Baer,

einer der Referenten der Tagung „In Beziehung

bleiben – Pflege und Betreuung Demenzkranker

heute“. Die Tagung am 3. 9.

2008 war der Auftakt der Kasseler Tagespflege-Tage.

Diese werden nun schon zum

dritten Mal vom Arbeitskreis Tagespflege

Kassel Stadt und Land veranstaltet.

Im Mittelpunkt der Tagung stand das

Thema: In Beziehung bleiben. Es wurde

von unterschiedlichsten Seiten beleuchtet.

Sich als Pflegekraft auf die Persönlichkeit

des Erkrankten einstellen, ihn mit all seinen

Fähigkeiten und Einschränkungen

annehmen, heißt mit ihm in Beziehung

zu gehen und sich selbst einzubringen.

Dabei aber immer wieder neben der Nähe

auch die notwendige Distanz zu bewahren,

um selbst gesund zu bleiben.

„Das Herz wird nicht dement!“

3. Kasseler Tagespflege-Tage erfolgreich

Die Tagung, mittlerweile in der Region

als Forum zum Austausch und zur Information

zum aktuellen Stand der Betreuung,

Versorgung und Behandlung von

Demenzkranken bekannt, lockte rund

100 Teilnehmende mit ihrem Angebot

an Vorträgen und Workshops. Neben der

Vielfalt der Themen zeichnete sich die Tagung

auch in diesem Jahr wieder durch

den Austausch von pflegenden Angehörigen

und Fachkräften der Altenpflege und

des Gesundheitswesens aus.

Dies ist auch ein Thema für pflegende

Angehörige, die in einer lebenslangen engen,

manchmal auch konfliktreichen Beziehung

zum Erkrankten stehen.

Ute Jungnick, Psychotherapeutin titelte

ihren Vortrag hierzu „Ich schicke mir

selbst ein Lächeln!“ und zeigte Wege zur

Selbstfürsorge für Pflegende auf. Sie stellte

Fragen an die Zuhörer wie z. B.: Nutze

ich meine persönlichen Kraftquellen

(Hobbys, Entspannungsübungen, Ausflüge

etc.)? Hole ich mir professionelle Hil-

8 FACETTEN Tagespflege


fe (Beratung, Pflegedienste, Hilfsmittel)?

Sorge ich gut für meinen Körper (ausreichend

Schlaf, Bewegung, gesunde Ernährung)?

Um mit sich selbst in Beziehung zu bleiben,

sich nicht in der Pflege des Anderen

zu verausgaben, zu verlieren bedingt, den

Wandel in Beziehungen zu akzeptieren.

Diesem Thema ging Udo Baer, kreativer

Leibtherapeut, nach. Er sprach vom Wandel

als Gewinn und Verlust. Wenn Menschen

krampfhaft an Altem, Vertrauten

festhalten, kann sich nichts Neues bilden.

Im Umgang mit einem Demenzkranken

heißt es für den Angehörigen, sich im

Loslassen zu üben. Loslassen der Erwartungen

und Wünsche, die der Erkrankte

nicht mehr erfüllen kann.

Wenn er nicht mehr weiß, wie eine

Waschmaschine funktioniert, wird er

versuchen, seine Wäsche per Hand zu

waschen oder zu verstecken, weil es ihm

peinlich ist. Ein Tadeln dieses Verhaltens

seitens des Pflegenden bedeutet festhalten,

nicht akzeptieren zu wollen, was

nicht mehr geht.

Hilflosigkeit, Scham, Trauer und Angst

begleiten den Prozess des Wandels einer

Beziehung mit dem Älterwerden und dem

Einsetzen von Pflegebedürftigkeit. Eine

schwierige Situation für Paare und Familien,

aber auch in einer professionellen

Beziehung zum Pflegebedürftigen. Udo

Baer forderte die Teilnehmer dazu auf,

achtsam mit sich und dem anderen umzugehen,

sich im Loslassen zu üben, nach

neuen Chancen im gegenseitigen Verstehen

zu suchen und sich in seinen eigenen

Gefühlen ernst zu nehmen: „Wenden Sie

sich mit ihrer Seele anderen Menschen

zu, haben Sie Mut zum Zumuten.“

Sein Vortrag, wie auch die übrigen des

Tages, wurden mit großem Interesse verfolgt

und in den Pausen diskutiert. Die Veranstalter,

so auch das Team der Tagespflege

am Holzmarkt, freuten sich darüber,

wie viel positive Resonanz auch in diesem

Jahr zur Organisation, zum Inhalt und der

Atmosphäre der Tagung vom Publikum

geäußert wurde. Wir freuen uns schon auf

die nächsten Kassler Tagespflege-Tage!

Gunda Hoßbach

(Leiterin der Tagespflege am Holzmarkt)

Loslassen und sich

trotzdem nah sein

Ausstellung und Lesung

zum „Beziehungswandel“

Wie verändern sich Beziehungen im Laufe des Lebens?

Wie wirkt sich Demenz im Alltag aus? Was geschieht

zwischen Ehepaaren, Eltern und Kindern und in Freundschaften

im Falle einer Pflegebedürftigkeit? Was bleibt

trotz Alter, Krankheit und Hilfsbedürftigkeit erhalten?

Die Ausstellung „Beziehungswandel“ spürt diesen Fragen

nach und zeigt Veränderungen in den unterschiedlichen

Beziehungen auf. Die Ausstellung war zuerst

während der Kasseler Tagespflegetage in der vhs Region

Kassel zu sehen.

Die Fotos zeigen alte und von Klaus Wagner sehr einfühlsam

gestellte aktuelle Aufnahmen von dementiell

Erkrankten und ihren Angehörigen – und damit in Haltung,

Gesten und

Mimik den Wandel

in den Beziehungen.

Die Bilder

werden durch Originalaussagen

oder

literarische Texte

ergänzt, die die Aspekte

Nähe und

Distanz, Perspektivwechsel

und das In-Beziehung-bleiben-Wollen aufgreifen.

Die Interviews, Portraits, Gedichte und Geschichten

entstanden in der Frauenschreibwerkstatt Kaufungen

unter Leitung von Kirsten Alers. Auch Angehörige, Mitarbeiterinnen

der Tagespflegen sowie zwei Mitglieder

der Literaturagentur der AWO trugen Texte bei.

Die Ausstellung wurde verwirklicht vom Arbeitskreis

Tagespflege Kassel Stadt und Land. Konzipiert als Wanderausstellung

war sie bereits in der Tagespflege Ochs

(Hofgeismar) sowie in der Tagespflege im Stiftsheim

(Kassel) und ist bis zum 3. 1. 2009 in der Tagespflege

Lossetal (Kaufungen, Kirchweg 3) zu sehen. Die Ausstellungseröffnung

wird am jeweiligen Ort mit einer Lesung

von fünf bis sechs Autorinnen gestaltet.

Lesung zur Ausstellungseröffnung

„Beziehungswandel“ Freitag, 9. 1. 2009, 19 Uhr,

Tagespflege am Holzmarkt, Kassel, Holzmarkt 1

Nähere Informationen: Tagespflege am Holzmarkt,

Gunda Hoßbach, Tel. 0561/97010025

Tagespflege FACETTEN 9


Mosaike für den Holzmarkt

Sinnlich-künstlerisches Gestalten unter dem Dach

„Das kann ja zur

Documenta“, sagt Frau

S. Hände fahren über

Fliesen, Muscheln, Steine.

Hier wird ein Kachelstück

verrückt, dort

ein Fisch gestreichelt.

Wir sind ganz oben unter

dem Dach am Holzmarkt

1. Zehn Tagespflegegäste

helfen mit

bei der Gestaltung von

vier großformatigen

Mosaik-Bildern, die

später die Wände im

Treppenhaus des orangefarbenen

Hauses schmücken werden.

Heike Wieland befasst sich seit zwei

Jahren mit den Mosaiken zu den vier Elementen

Erde, Wasser, Luft und Feuer. Die

Ergotherapeutin arbeitet bei den Diakonischen

Hausgemeinschaften, die auch

Mieterin im Haus der Sozialgruppe Kassel

sind. Seit ihrer Kindheit betätigt sie

sich künstlerisch. Geschäftsführer Gerald

Reißmann beauftragte sie, die Mosaike

im Format 1 m x 1,50 m zu fertigen.

Spiegel-, Ton- und Geschirrscherben –

die Materialien sammelte sie selbst, und

sie „bettelte“ bei Fliesenlegern in der Region.

„Es ist eine spannende Erfahrung, aus

etwas Kaputtem etwas Neues entstehen zu

sehen“, sagt die Kunsthandwerkerin, die

sich von Jugendstilbädern und den italienischen

Mosaikkünstlern hat inspirieren

lassen. Der Sonnengesang von Franz von

Assisi, der die Schöpfung lobend besingt,

brachte sie auf die Idee, die vier Etagen

des Hauses mit den vier Elementen zu

verknüpfen. Bald kommt das „Feuer“ ins

Erdgeschoss, das „Wasser“ wird die 1. Etage,

die „Erde“ die 2. zieren, und im Dachgeschoss

bekommt die „Luft“ ihren Platz.

Immer wieder hat sie stundenweise die

Tagespflegegäste und auch die BewohnerInnen

der Hausgemeinschaft dazugeholt,

zum Legen, Aufkleben und Verfugen.

Beim Kasseler Freiwilligentag haben

auch einige Helfer mitgeklebt. Noch ist

das Mosaik „Feuer“ nicht fertig, das Mosaik

„Luft“ will noch von Fugenmasse gesäubert

werden.

Und wieder fahren Hände über die

relief artigen Oberflächen, die grün-blaue

Unterwasserlandschaft zaubert ein Lächeln

auf Herrn W.s Gesicht. Die Sinne

werden nicht in Mitleidenschaft gezogen,

wenn man an Demenz erkrankt. Ganz im

Gegenteil: Sinnliches Erleben öffnet Türen

ins Innere der Menschen.

Kirsten Alers

10 FACETTEN Tagespflege


Ein letzter großer Ausflug

Zukünftige Schulkinder besuchten den Zoo in Hannover

Auf ins Abenteuer! Unter diesem Motto

fuhren wir mit den zukünftigen Schulkindern

zu einem Ausflug in den Zoo

nach Hannover.

Hinter den Kindern lagen einige Jahre

Kindertagesstättenzeit, und in den letzten

Monaten hatten sie sich in der „Schulkindgruppe“

gut auf die Schulzeit vorbereitet.

Diese hat das Ziel, die Kinder für

den Wechsel von der Kindertagesstätte

zur Schule auf sozial-emotionaler sowie

kognitiver Ebene zu stärken und sie in

ihrem Selbstwertgefühl und ihrer Eigenständigkeit

zu unterstützen. Der Zoobesuch

stellte nun einen Höhepunkt dar,

ein letztes gemeinsames Abenteuer, bevor

die Schulzeit begann. Hier konnte erprobt

werden, wie es ist, als „großes Vorschulkind“

auf Reisen zu gehen, den Zugfahrplan

zu lesen und dem Schaffner die

Fahrkarte zu zeigen.

An einem Tag im Juni machten wir –

18 Kinder und fünf Erzieherinnen – uns

in aller Frühe auf den Weg. Im Zoo angekommen,

lockte zuerst das riesige Meerschweinchen-Gehege,

dessen Bewohner

uns mit lautem Quieken begrüßten. In

den Gehegen bekamen wir dann die ganze

Vielfalt der Tierwelt geboten: Die Affen

begeisterten mit ihrem lustigen Spiel, der

Tiger streifte erhaben dicht an uns vorbei,

die Giraffen zeigten uns stolz ihre Größe,

während die Löwen nur schläfrig dreinschauten;

den Nilpferden sahen wir sogar

bei der Fütterung zu.

Zu den Höhepunkten des Zoobesuchs

zählte für die Kinder auf jeden Fall die

Bootsfahrt durch einen Teil der Gehege,

bei der man die Tiere aus nächster Nähe

betrachten konnte. Eines der Boote wurde,

sehr zur Freude der Kinder, durch einen

Kranich begleitet, der sich zufällig

und sehr herrschaftlich auf den Bug des

Bootes setzte. Auch der große Spielplatz

gefiel den Kindern gut, und eine überdimensionale

Rutsche, auf der man mit

großen Reifen blitzschnell rutschen kann,

bereitete allen viel Freude. Ein heftiger Regenschauer

konnte uns den Spaß nicht

verderben, und mit viel „Töröö“ wurden

anschließend die Elefanten wieder aus ihrem

Unterschlupf hervorgelockt.

Leider verflog die Zeit viel zu schnell,

und so machten wir uns nachmittags

müde, aber zufrieden wieder auf den

Heimweg nach Kassel. In Erinnerung

bleiben uns allen bestimmt noch lange

die vielen Eindrücke dieses schönen und

erlebnisreichen Ausflugs in den Zoo.

Kirstin Hausotter und Carina Wedlich

(Erzieherinnen)

Georg-Wündisch-Haus FACETTEN 11


,,Alle hereinspaziert !“

Tag der offenen Tür im Georg-Wündisch-Haus

Herzlichkeit, strahlender Sonnenschein,

tobende und lachende Kinder,

all das und noch viel mehr findet man

im Georg-Wündisch-Haus auch am

Tag der offenen Tür. Schon im Eingang

begrüßt die zahlreichen Gäste

Frederick, die Maus, auf einem Strohballen

sitzend, dekoriert in ein herbstliches

Ambiente. Frederick zog mit den

„Neulingen“ nach den Sommerferien

in den Kindergarten ein und begleitet

nun alle gemeinsam durch den Herbst

bis in den Winter.

Bereits im Flur der Kindertagesstätte

steigt einem der Duft von frischen

Waffeln und heißem Kaffee in die

Nase und führt die Besucher in die

Außenanlage, wo schon die Hüpfburg

und Schminktische des Spielmobils

Rote Rübe und Gerd der Gaukler sie

erwarten. Tim ist es, der sich für das

Kunststück auf dem Einrad meldet.

Hoch über den anderen Kindern, die

im Halbkreis sitzen und ihn mit groß-

en Augen für seinen Mut bewundern,

hält er sich auf den Schultern des Einradkünstlers.

Seine Mutter Ivonne Mol entschied

sich vor drei Jahren bewusst für das

Georg-Wündisch-Haus. Dass das Zusammensein

mit behinderten Menschen

ganz normal ist, das sollte Tim

(5) schon in frühen Jahren lernen.

Seitdem besucht Tim die Pinguin-

Gruppe und kann sowohl drinnen als

auch draußen seinen Bewegungsdrang

stillen. Auch Yvonne Mol fühlt sich

ernst genommen. Ebenfalls Tims kleiner

Bruder Louis soll in einigen Jahren

auf jeden Fall diese KiTa besuchen.

Neben weiteren Kreativangeboten

wie Button-Basteln und Vorlesekreis

mit Dias konnte man sich u. a. auch

über die Patenschaft mit der Zahnarzt-

Praxis Oetzel informieren. ,,Was

für eine schöne Außenanlage!“, sagt

Patrick Klein. Der Vater von Aimee

(1) informiert sich, weil er demnächst

12 FACETTEN Georg-Wündisch-Haus


in den Stadtteil Wolfsanger zieht und

eine geeignete Betreuung für seine

Tochter sucht. Von Anlage und Angebot

der KiTa ist er angetan.

„Das Georg-Wündisch-Haus ist eine

wichtige Institution, die im Stadtteil

verwurzelt ist“, erläutert Alfred

Langner, Ortsvorsteher des Stadtteils

Wolfsanger-Hasenhecke, der selbst den

Tag der offenen Tür genoss. Besonders

hebt er die Integration von behinderten

Kindern und das Hortangebot hervor.

Der Tag der offenen Tür vermittelte

ohne Theorievortrag die Eckpfeiler der

KiTa: Sowohl Bewegungsanregungen

und Integration als auch das Lernen

und Fördern auf allen Wahrnehmungsebenen

wurden anschaulich

und erlebbar. Aktivitäten wie Turnen,

Theater spielen, Musik und Kunst begleiten

die „Kleinen“ durch ihre gesamte

Kindergartenzeit.

Alisa Loh (Praktikantin

bei Wortwechsel/Satzmanufaktur)

Das Georg-Wündisch-Haus

Öffnungszeiten: 7.00 bis 17.00 Uhr

für Kinder von 1 Jahr bis zur 4. Grundschulklasse

5 KINDERGARTENGRUPPEN

– 2 alterserweiterte Gruppen mit 20 Kindern von 1 bis

6 Jahren (davon 5 Kinder unter 3 Jahren)

– 2 integrative Gruppen mit 15 Kindern von 3 bis 6 Jahren

(davon 5 Kinder mit Behinderung)

– 1 Regelgruppe mit 25 Kindern von 3 bis 6 Jahren

SCHULKINDERBETREUUNG

– 1 Gruppe Betreute Grundschule mit 25 SchülerInnen

(in der Grundschule Wolfsanger-Hasenhecke)

– 1 Gruppe Betreute Grundschule und Hort mit 25

Schülern (in der Grundschule Wolfsanger-Hasenhecke

und im Georg-Wündisch-Haus)

– 1 Gruppe Außerschulische Nachmittagsbetreuung

mit 6 Plätzen, im Sharing-Verfahren belegt mit zurzeit

11 SchülerInnen der Alexander-Schmorell-Schule

(Schule für Körperbehinderte)

Georg-Wündisch-Haus FACETTEN 13


Gemeinsam stark

Sommerfest mit Zirkus, Streichelzoo und Spenden

„Gemeinsam stark“ – unter diesem

Motto fand am 15. August das traditionelle

Sommerfest der Kasseler Werkstatt in

Verbindung mit der Feier des 20-jährigen

Jubiläums des Eltern- und Fördervereins

statt. MitarbeiterInnen, Eltern, Angehörige

und andere interessierte Besucher erlebten

einen unterhaltsamen Nachmittag.

Neben einem bunten Showprogramm

auf der Bühne mit dem Duo Madison

und special guests begeisterten besonders

die vielen Angebote zum Mitmachen. So

konnte man im Naturerlebnispfad an

einer Rallye teilnehmen und dabei erfahren,

ob eine Libelle schwimmen und

wie alt eine Waldameisenkönigin werden

kann. Der Streichelzoo von Dirk Löwer

und Familie und die Shettyreitschule

Schade trugen wesentlich zum Erfolg des

Festes bei, der direkte Kontakt mit Tieren

beim Streicheln und Reiten erfreute alle

Gäste gleichermaßen.

Ein besonderer Höhepunkt war die

Vorführung des Zirkus Buntmaus und

der anschließende Mitmach-Zirkus, bei

dem sich jeder selbst als Artist versuchen

konnte. Auch Gerd der Gaukler – ein Artist

zum Anfassen – fand neue Fans.

Die Vorsitzende Ilona Caroli freute sich,

im Namen des Vorstandes und der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter den hessischen

Minister für Umwelt- und Verbraucherschutz

Wilhelm Dietzel begrüßen zu

dürfen. Wilhelm Dietzel übergab eine

14 FACETTEN Kasseler Werkstatt


Spende für den Bau eines Insektenhotels

(s. Kasten). Für 20 Jahre ehrenamtliches

Engagement des Eltern- und Fördervereins

dankte Geschäftsführer Reißmann

dem Vorsitzenden Ludger Lüttmann. und

als gegen Abend sogar die Sonne hinter

den dunklen Wolken hervor kam, waren

sich alle einig: ein wirklich gelungenes

Fest! Heike Klöckl (Sozialer Dienst)

Spenden für Bienen

von Stiftung Hessischer Naturschutz und Rat der Ehrenritter

Der Eltern- und Förderverein der Kasseler Werkstatt hat auf dem Gelände

an der Werner-Heisenberg-Straße mit dem Naturerlebnispfad „Brüder

Grimm“ ein Kleinod geschaffen, das im Industriegebiet nahe der

Autobahn so niemand vermutet. Immer wieder wird es mit Kreativität

und Engagement erweitert. Das neueste Projekt, Nisthilfen für Wildbienen

und Wespen zu schaffen, wurde vom Hessischen Minister für Umwelt-

und Verbraucherschutz Wilhelm Dietzel gewürdigt.

Der Minister, der auch Mitglied des Vorstands der Stiftung Hessischer

Naturschutz ist, überreichte beim Sommerfest der Kasseler Werkstatt

500 Euro. „Es ist wichtig, das das Thema Natur in der Bevölkerung

bleibt“, so Dietzel. Im kommenden Frühjahr soll am Naturerlebnispfad

ein Insektenhotel gebaut werden. Insekten helfen, das natürliche Gleichgewicht zu erhalten.

Eine weitere Spende in Höhe von 200 Euro übergab Dieter Michel vom Rat der Ehrenritter zur Ausgestaltung

des Sommerfestes an den Eltern- und Förderverein, dieser trug wieder mit viel Engagement und

auch finanzieller Unterstützung zum Gelingen des Sommerfestes bei. Herzlichen Dank an die Spender.

Kasseler Werkstatt FACETTEN 15


zum „Lebendigen Bienenmuseum“.

Ziel der

Exkursion war es, Informationen

und Anregungen

zum Bau

eines „Insektenhotels“

zu sammeln, denn

eine solche Anlage soll

demnächst am Naturerlebnispfad

der KSW

2 gebaut werden.

Die außerordentlichen

Abhängigkeiten

und

Bedingungen zur

Ansiedlung verschiedener

Insekten wurden

uns ausführlich

und anschaulich erläutert.

Wir konnten

z. B. von Insekten

„Insektenhotel“ geplant

Förderkreis Natur der KSW

machte Exkursion zum Bienenmuseum

Zum „Insektenhotel“ gelangt man über

einen schmalen gepflasterten Pfad, der

von zahlreichen Blütenpflanzen und Gehölzen

gesäumt ist. Auf einer Anhöhe weit

über dem Tal, auf einer stillgelegten Bahnlinie

herrschen die idealen Bedingungen

für den Standort des „Insektenhotels“.

Fünf Mitglieder des Förderkreises Natur

der KSW (Karola Sommerlatte, Georg Simrock,

Dieter Werner, Walther Meiß und Peter

Liesert) machten sich am 30. September auf

den Weg nach Knüllwald-Niederbeisheim

Wir trauern um unsere

ehemaligen Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen

Marion Thöne 21. 3. 1950 – 10. 6. 2008

Agnieszka Rabczewska 15. 10. 1981 – 30. 6. 2008

Sebastian Landgrebe 3. 6. 1988 – 1. 11. 2008

verschlossene Brutröhren sehen, aus denen

im nächsten Jahr, wenn die entsprechenden

Pflanzen blühen, die nächste

Generation schlüpfen wird; manche Wespen-

oder Bienenarten sind so spezialisiert,

dass sie auf bestimmte Blüten angewiesen

sind wie etwa auf Glockenblumen.

Unser „Insektenhotel“ muss also viele

verschiedene Ansprüche erfüllen. Nicht

nur unterschiedliche Nistmöglichkeiten

sollen angeboten werden – aus Stroh, angebohrtes

Holz und Lehmflächen für die

„Selbstbohrer“ –, auch der Standort und

die entsprechenden Futterpflanzen müssen

stimmen. Schließlich bestaunten wir

noch die vielen Sammelstücke zu den

Themen Bienen, Wespen und Hornissen

im Bienenmuseum.

Die während der Exkursion gewonnenen

Eindrücke und Einsichten werden

beim Bau des „Insektenhotels“ am Naturerlebnispfad

bestimmt sehr nützlich sein.

Karola Sommerlatte (Ehrenamtliche)

16 FACETTEN Kasseler Werkstatt


Das Werk 2 der Kasseler Werkstatt

(KSW) ist ein moderner Gebäudekomplex,

in dem über 240 Menschen arbeiten. Auf

den zweiten Blick fällt jedoch das naturnah

gestaltete Gelände auf – ein Ort, an

dem sich Menschen und Tiere gleichermaßen

wohl fühlen. Als erstes Gebäude im

Kreis Kassel zeichneten NABU und Land

Hessen am 6. Juni 2008 die KSW mit Plakette

und Urkunde „Fledermausfreundliches

Haus“ aus.

Fledermäuse in der KSW

NABU ehrt die Kasseler Werkstatt

Die Auszeichnung erfolgte durch den

NABU-Landesgeschäftsführer Hartmut

Mai gemeinsam mit Stadträtin Esther

Haß. Sie wird an Hausbesitzer verliehen,

die Fledermäuse an ihrem Gebäude fördern

und damit einen wichtigen Beitrag

zur Erhaltung dieser bedrohten Tiere leisten.

Fledermäuse besiedeln die gesamte Anlage;

sie nutzen sowohl spezielle Quartiere

am Gebäude als auch Baumquartiere

und Kästen im großen parkartigen

Gelände mit dem Naturerlebnispfad.

Auch am Verwaltungsgebäude wurden

mit einer Stülpschalung für die Fledermäuse

Spaltenquartiere auf mehr als 4

qm geschaffen – und sofort von Zwergfledermäusen

angenommen! Zur Betreuung

der Anlage wurde eigens ein Naturfreundekreis

gegründet, der das Gelände nun

hegt und pflegt. „Ein vorbildliches Engagement

in Sachen Artenschutz, wie man

es kaum besser machen könnte“, freut

sich Hartmut Mai.

Kasseler Werkstatt FACETTEN 17


Euro, der Erlös geht an die Ausstellenden.

Angeregte Gespräche über die Werke

der KünstlerInnen aus der Kasseler Werkstatt

(KSW) Wolfgang Behrendt, Angela

Braun, Elke Frey, Martin Hofmann, Regina

Klein, Oliver Kupke, Sieglinde Lorenz,

Timo Lotz, Przemyslaw Pawlowski, Adelija

Schneider und Susanne Scholtes wurden

in lauschiger Atmosphäre geführt.

Die Bilder zeigen vor allem Individualität,

kein Werk gleicht dem anderen, ob

Kunst des Lebens

Ausstellung von KünstlerInnen mit Behinderung

Blau-grünlich schimmernd sticht den

Besuchern der Ausstellung Ma(h)l-Zeiten

das Bild von Przemyslaw Pawlowski, „Teller

und Besteck“ ins Auge, gespickt mit einer

sehr eindrücklichen Symbolik. In der

Mitte ein Teller, dessen Inhalt einer Erdkugel

gleicht, umgeben von Zeichen und

Zwiebeltürmen sowie einem silbernen Besteck

aus Alufolie. Sein tolles Bild wollen

seine Großeltern auf jeden Fall kaufen.

,,Kunst ist Kommunikation“, postuliert

Gerald Reißmann, Geschäftsführer der

Sozialgruppe Kassel, der die Ausstellung

im Restaurant L’Arte eröffnete. Und Kommunikation

fanden die Besucher reichlich.

Sie ist bis zum 11. Dezember zu sehen,

die Bilder kosten zwischen 20 und 75

Mosaik reißtechnik oder das Malen mit

Acrylfarben. Begeistert beschreibt Thomas-Erik

Junge, Kulturdeszendent und

Bürgermeister der Stadt Kassel, den Prozess

der Kunst: Der Künstler nimmt die

Wirklichkeit wahr, es entwickeln sich innere

Bilder, es entstehen Kunstwerke, die

nach außen durch die Bildsprache kommunizieren

und wiederum eine Tür ins

Innere des Künstlers öffnen.

Menschen mit Handicap, die sonst oft

übersehen werden, in den Mittelpunkt zu

stellen, ist den InitiatorInnen Torsten Giese

von der Genossenschaft der Werkstätten,

dem L´Arte und der Organisatorin Elisabeth

Ykelen gelungen. Geleitet wurden

die beiden seit 2007 im Bildungsbereich

18 FACETTEN Kasseler Werkstatt


der KSW angebotenen Kurse, in denen die

Bilder entstanden sind, von den Erzieherinnern

Lena Tondera und Lisa Ramb. Sie

freuten sich, dass von Außen auf die behinderten

Menschen zugegangen wurde.

In ihren Kursen haben sie Obst und Gemüse

sowie Gegenstände, die im Zusammenhang

mit Essen stehen, in den Mittelpunkt

gestellt, die meisten Bilder sind

jedoch keinen einfachen Abbildungen,

sondern entstanden aus dem Inneren der

Malenden. Wie z. B. die Werke von Timo

Lotz, Gärtner und Künstler, er malt seit seiner

Schulzeit vor allem Farben auf große

Flächen, sein Bild „Obstwiese“ fanden die

Interessierten bereits auf der Einladungskarte.

Seiner Mutter Erika Lotz meint: „An

den Farben kann man Timos Stimmung

erkennen, es ist eine Möglichkeit, ihm als

Autisten in die Seele zu schauen.“

Die Sozialgruppe Kassel fühlt sich zu

genau diesem verpflichtet: „die Talente,

die Kompetenzen von Menschen mit Behinderung

in den Fokus zu rücken, nicht

ihre Defizite“, so der Geschäftsführer.

Menschenwürde zu garantieren sei ohne

Teilhabe am normalen gesellschaftlichen

Leben nicht denkbar.

Alisa Loh

Herzlichen Glückwunsch

zum 50. Geburtstag:

Klaus Schäfer 28. 7.

Gabi Gallistl 30. 7.

Joachim Mika 15. 8.

Vladimir Borger 18. 9.

Klaus-Dieter Urff 1. 10.

Ralf Hampel 20. 10.

Siegfried Buckert 24. 10.

zum 25-jährigen

Werkstattjubiläum

Bünyamin Kasal 8. 8.

AUSSTELLUNG MA(H)L-ZEITEN

bis 11. Dezember 2008 im L’Arte,

Friedrichsplatz 10, Kassel

Stefan Pöppler 8. 8.

Martina Mielke 8.

zum 60. Geburtstag

Barbara Scheiter 10. 8.

Gerhard Salaske 17. 9.

Wilfried Naumann 22. 10.

Norbert Kärst 27. 11.

zum 40-jährigen

Werkstattjubiläum

zum 65. Geburtstag

Rainer Hottenroth 3. 7.

Gerd Hupfeld 1. 10.

Bernd Jakob 1. 10.

Zur Hochzeit gratulieren wir

Heike John, geb. Cykursky, und ihrem Ehemann

Melek Ayaydin, geb. Arslan, und ihrem Ehemann

Dirk Heinzemann und seiner Ehefrau

Und wir gratulieren Markus Bösel

zur Geburt eines Sohnes.

Kasseler Werkstatt FACETTEN 19


Auf der Suche nach der Brockenhexe

Gruppenfreizeit im Harz

Wie sieht sie wohl aus? Diese Frage beschäftigte die zwölf

MitarbeiterInnen und drei BetreuerInnen, als sie sich Ende

Mai zur Freizeit nach Schierke am Fuße des sagenumwobenen

Brockens aufmachten, um sie zu suchen. Reitet sie

nun auf dem Besen, hat sie eine Hakennase oder gibt es

gar viele Brockenhexen? Auf diese und andere Fragen versuchten

wir eine Antwort zu finden. So ging es bei leichtem

Regen los zur Jugendherberge, um die Suche aufzunehmen.

Der sagenhafte Harz mit seinen vielen Sagen und Geschichten

wartete schon auf uns, und wir versuchten bei

jetzt strahlendem Sonnenschein, ihm ein paar seiner Geheimnisse

zu entlocken. Andreas und Richard meinten, wir

sollten direkt am Brocken mit der Suche nach der Brockenhexe

beginnen, während Elke und Anja den Hexentanzplatz

in Thale für die besten Beginn hielten. Also ging es

kreuz und quer durch den Harz, ob nun zu Fuß oder mit

der Bahn auf den Brocken, mit dem Bus nach Wernige rode,

zum Hexentanzplatz oder zur Rappodetalsperre ...

Unsere Suche war vergebens. Logisch, meinte nach einer

wunderschönen Zeit im Harz unsere Herbergsmutter,

Hexen findet man nur mit sehr viel Glück – und wenn

dann auch nur in der Walpurgisnacht.

Karin Kurnatowski, Tim Vates, Jürgen Ramdohr

Überraschender Turniersieg

Fußballturnier Kasseler Werkstatt

Die Fußballer aus Baunatal, Eschwege,

Fuldabrück, Hofgeismar und vor allem

die Lokalmatadoren aus der Kasseler

Werkstatt (KSW) hatten sich gut vorbereitet,

jede Mannschaft wollte natürlich den

Pokal gewinnen! Am 6. September war

es wieder soweit: Auf dem Sportplatz der

KSW fand das traditionelle Fußballturnier

statt. Bei gutem Fußballwetter trafen

sich die fünf besten Mannschaften aus

Nordhessen, um ihr Können unter Beweis

zu stellen.

Um 10 Uhr war Anpfiff. Gleich im ersten

Spiel traf der Gastgeber auf seinen

Dauerrivalen aus Baunatal. Das Spiel

begann mit einem Paukenschlag. Nach

nicht einmal fünf Minuten und anfänglichen

Schwierigkeiten und Abstimmungsproblemen

in der neu formierten

Mannschaft der KSW führte Baunatal mit

2:0. Danach ging ein Ruck durch unsere

Mannschaft. Aus einer nun sicher stehenden

Abwehr wurde das Spiel ruhig aufgebaut.

Ein schnell vorgetragener Konter

hebelte die Baunataler Abwehr aus, und

Marco Stange schob sehenswert zum 1:2

ein. Danach übernahm Kassel die Initiative

und beherrschte Spiel und Gegner. Das

Spiel endete letztendlich hoch verdient

mit 5:2 (noch je zwei Tore durch Dimitri

Kloster und Marcus Rohde) für Kassel.

Nach spannenden und fairen Spielen

setzte sich völlig überraschend die neu

formierte, stark verjüngte und noch unerfahrene

Mannschaft der KSW knapp als

Turniersieger durch.

Heiko Fischer, Marco Möller(Trainergespann)

20 FACETTEN Kasseler Werkstatt


Zahlreiche Arbeitsgruppen zu sechs

Themenfeldern boten eine vielseitige

Plattform für intensivere Gespräche und

Diskussionen, z. B.: Agentur für alle –

Teilhabe und Beschäftigung differenzierter

Personengruppen; Berufliche Bildung

und Qualität der pädagogischen Förderung

oder Zukunft der wirtschaftlichen

und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Den Besuch des Werkstättentages 2008

zum Thema „Perspektive Mensch“ ha-

Perspektive Mensch

Delegation der Kasseler Werkstatt

auf dem Bundeswerkstätten-Tag 2008

Mit dem Motto „Perspektive Mensch:

Zukunft: Chance: Arbeitswelt“ hat die

Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten

(BAG) das Thema der Zeit getroffen.

Menschen mit Behinderungen sind

leistungsfähig, engagiert und auch in aller

Regel hoch motiviert. Die Bedeutung

selbstständiger Entscheidungen und Lebensführung,

das Recht auf Teilhabe und

die Verantwortung jedes Einzelnen, die

unabdingbare Menschenwürde Anderer

uneingeschränkt zu akzeptieren, wurde

durch hochkarätige Vorträge herausgestellt.

Mit 2.500 Delegierten fand im September

in Bremen der bisher größte Werkstättentag

in der Geschichte der BAG in

Deutschland und auch in Europa statt.

Schirmherr dieses richtungweisenden Kongresses

war Bundespräsident Horst Köhler.

Prof. Dr. Dr. Paul Kirchhof, Bundesverfassungsrichter

a. D., erörterte in seinem

Vortrag zum Thema: „Mensch zwischen

Würde und (Rechts-)Anspruch“ eindrucksvoll,

was es bedeutet, dass die Würde des

Menschen unantastbar ist. Walter Hirrlinger,

Vorsitzender des Sprecherrates des

Deutschen Behindertenrates, setzte engagiert

Akzente für die berufs- und lebenspraktische

Umsetzung einer barrierefreien

Teilhabe. Schließlich warnte Günter

Mosen, Vorsitzender der BAG, vor allzu

großen Erwartungen an die neu erdachten

„Alternativen“ zur Arbeit in Werkstätten

für Menschen mit Behinderung.

ben die Delegierten der Kasseler Werkstatt

auch als Bestätigung unseres Weges hier

in Kassel verstanden, nämlich die Zusammenarbeit

auf Augenhöhe und zwar

bewusst unabhängig von der Frage nach

einer Behinderung. Wir haben uns gegenseitig

zu respektieren als Mensch – als

Individuum. Der Werkstättentag 2008 in

Bremen war eine gelungene und zeitgemäße

Veranstaltung.

Gerald Reißmann (Geschäftsführer)

Erwerbsminderungsrente

Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass die vorgenommenen

Kürzungen für Rentner, die jünger als 60 Jahre

sind, rechtens sind.

Höhere Mindestentlohnung

Das Ausbildungsgeld wird ab dem 1. 8. 2008 auf 63 Euro

im ersten und auf 73 Euro im zweiten Jahr der beruflichen

Bildung angehoben. Damit erhöht sich auch die Mindestentlohnung

für alle MitarbeiterInnen im Arbeitsbereich

auf 73 Euro.

Kasseler Werkstatt FACETTEN 21


„Wir konzentrierten uns auf die speziellen

Probleme, die beim Scannen von Papierdokumenten

sowohl des Posteingangs

als auch bei Altarchiven auftreten“, so

Roland Müller. „Auf Grund unserer umfänglichen

Erfahrung konnten wir aus

Kundensicht technische und organisatorische

Vorschläge für die Ausgestaltung

des Scanprozesses vorstellen.“

Die Pro Dokument digitalisiert jeden

Monat rund 1,2 Mio. Seiten. Maschinell

Pro Dokument als Fachberater

für das Bundeswirtschaftsministerium tätig

Das Bundesministerium für Wirtschaft

und Technologie (BMWi) hat im August

2008 einen „Handlungsleitfaden zum

Scannen von Dokumenten“ online veröffentlicht.

Er ist das Ergebnis einer Studie

der Universität Kassel, die zeigt, wie Firmen

durch rechtskräftige elektronische

Archivierung auf die Aufbewahrung von

Papieroriginalen zukünftig verzichten

können. Den Projektverantwortlichen der

Uni Kassel, Prof. Dr. Alexander Roßnagel

und Dr. Silke Jandt, war wichtig, keine

rein wissenschaftliche Abhandlung zu

verfassen, sondern praxisorientierte Empfehlungen

zu geben. Daher ließen sie sich

von der gemeinnützigen Pro Dokument

GmbH inhaltlich beraten.

wäre nahezu das dreifache Volumen zu

bewältigen. „Wir sind für die Zukunft gerüstet“,

sagt der 45-jährige Betriebsleiter,

der auch auf einer Fachtagung zur elektronischen

Archivierung im Dezember

2007 beim BMWi in Berlin einen Vortrag

hielt.

Der Geschäftsführer Gerald Reißmann

verweist auf einen weiteren Aspekt: „Die

Erwähnung der Pro Dokument als Fachberater

in ministerialen Veröffentlichungen

unterstreicht nicht nur unsere Kompetenz

als Scandienstleister – viel mehr noch dokumentiert

sie, dass auch Integrationsunternehmen

als vollwertige Wirtschaftsunternehmen

mit verlässlichem Know How

angesehen werden.“

Die Pro Dokument im Buch

Die Pro Dokument gemeinnützige GmbH wurde 2002 als Integrationsunternehmen

und hundertprozentige Tochter der Sozialgruppe Kassel

e.V. gegründet. Sie ist in der Branche Scan-/Digitalsierungsdienstleistungen

tätig. Bis zu 240.000 Seiten können am Tag gescannt und bis zu

acht Tonnen Akten vernichtet werden. 30 MitarbeiterInnen sind bei dem

bundesweit agierenden Unternehmen beschäftigt, davon 20 mit einer

Schwerbehinderung.

Der Leitfaden kann aus dem Internet heruntergeladen werden und ist

auch in gedruckter Form erhältlich.

Internet-Quellen:

Scannen: www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Service/publikationen,did=265708.html

Archivieren: www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Service/publikationen,did=218700.html

Pro Dokument gGmbH: www.pro-dokument.de

22 FACETTEN Pro Dokument


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Mehr Platz

Die Kasseler Werkstatt wird erweitert

Kontinuierliches Wachstum ist natürlich erfreulich, kontinuierliches

Wachstum bedeutet aber auch kontinuierlich

wachsenden Raumbedarf für den Arbeits-, Bildungs- und

Verwaltungsbereich. Deshalb hat die Metallabteilung im

Herbst 2008 ein neues Gebäude in der KSW 2 (Werner-Heisenberg-Straße

18) bezogen; und es wurden die alten Produktionsflächen,

in der Mündener Straße und Werner-Heisenberg-Straße,

umgebaut.

Dadurch sind die Arbeitsplätze in Industriemontage und

-verpackung, in der Bearbeitungsfertigung und im Berufsbildungsbereich

übersichtlicher

strukturiert und

in den alten Gebäuden

integriert,

mit Platzreserven

in der neuen Halle.

Damit die berufsbegleitende

Förderung durch Bildung und die Lernbereitschaft aller Beschäftigten

auch weiterhin qualitativ hochwertig gefördert

werden können, wurden zusätzliche Räume für Bildung geschaffen.

Neben den neuen 1800 m² für Metall- und Montagefertigung,

Bildung und Verwaltung haben wir im Juni 2008

für die Erweiterung der Elektrofertigung und Industrieverpackung

in der KSW 1 (Mündener Straße 45) 980 m² Produktionsfläche

in der Eichwaldstraße, vorerst für die Industrieverpackung,

angemietet.

Wir sind sicher, dass dieser zusätzliche Platz vor allem zur

Zufriedenheit aller Beschäftigten und damit zu einer höheren

Qualität der Arbeit führt. Die Investition in Arbeitsplätze

mit motivierenden Arbeitsbedingungen (zeitgemäße Arbeitsplatz-

und Arbeitsgestaltung sowie mehr Raum) bedeuten

schließlich für uns:

engagierte Beschäftigte,

Sicherung der

Arbeitsplätze für

Menschen mit und

ohne Behinderung,

Arbeitssicherheit,

Wohlfühlen am

Arbeitsplatz, Verminderung

von

Stress und somit

mehr Arbeits- und Lebensqualität für alle betrieblichen Akteure.

Es gilt der Satz von Albert Schweitzer: „Keine Zukunft

vermag gutzumachen, was du in der Gegenwart versäumst.“

Peter Liesert (Leiter der KSW)

ADRESSEN

Einrichtungen der Sozialgruppe Kassel e. V.

■ Kasseler Werkstatt I, Mündener Straße 45,

34123 Kassel

Telefon (05 61) 9 52 34-0, Fax 9 52 34-34

email: info@kasseler-werkstatt.de,

Internet: www.kasseler-werkstatt.de

■ Kasseler Werkstatt II, Werner-Heisenberg-Straße

18, 34123 Kassel

Telefon (05 61) 58 06-0, Fax 58 06-100

■ Kasseler Werkstatt Gartenbau,

Oberzwehrener Straße 105, 34132 Kassel

Telefon (05 61) 51 22 21, Fax 51 71 00

■ Georg-Wündisch-Haus – Kindertagesstätte

mit Integrationsplätzen

Bei den vier Äckern 11, 34125 Kassel,

Telefon (05 61) 87 77 84

■ Seniorenzentrum Renthof, Renthof 3,

34117 Kassel

Telefon (05 61) 7 09 93-16, Fax 7 09 93-28

Internet: www.renthof.de

■ Tagespflege für Senioren, Holzmarkt 1,

34125 Kassel, Telefon (05 61) 97 01 00-25/26,

Fax (05 61) 97 01 00-23

■ Pro Dokument gGmbH, Mündener Str. 45,

34123 Kassel,

Telefon (05 61) 52 99 07-40,

Fax (05 61) 52 99 07-41

email: info@pro-dokument.de

Internet: www.pro-dokument.de

Impressum

Facetten

■ Zeitung für MitarbeiterInnen, Personal,

Eltern, Vereinsmitglieder, FreundInnen und

interessierte Öffentlichkeit von: Kasseler

Werkstatt, Georg-Wündisch-Haus, Seniorenzentrum

Renthof, Tagespflege am

Holzmarkt und ProDokument

■ Nummer 15, November 2008, Auflage: 2000

Herausgeber: Sozialgruppe Kassel e. V.,

Holzmarkt 1, 34125 Kassel,

Telefon (05 61) 97 01 00-0, Fax 97 01 00-21

■ Redaktion/Lektorat: Kirsten Alers/Wortwechsel,

Gestaltung/Gesamtherstellung:

Ulrich Ahrend/Satzmanufaktur

Raiffeisenstraße 15, 34260 Kaufungen,

Tel. (0 56 05) 92 62 71, Fax 92 62 73,

email: satzmanufaktur@t-online.de

■ AnsprechpartnerInnen in den Einrichtungen:

Peter Liesert (Kasseler Werkstatt),

Regina Loh (Georg-Wündisch-Haus),

Martina Dittel (Seniorenzentrum Renthof),

Gunda Hoßbach (Tagespflege),

Roland Müller (Pro Dokument)

■ V.i.S.d.P.: Ilona Caroli, Gerald Reißmann

Namentlich gekennzeichnete Beiträge

geben nicht unbedingt die Meinung des

Vereins oder der Redaktion wieder.

Spendenkonto Sozialgruppe Kassel e. V.

Konto 2062 897

Kasseler Sparkasse (BLZ 520 503 53)

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