Die Jubiläumsausgabe - 15 Jahre wmd-brokerchannel.de

rmv2014

15 Jahre wmd-brokerchannel.de I INTERVIEW

„Konzept mit unterschiedlichen

Marken hat sich bei der Generali

in Deutschland bewährt“

I N T E R V I E W

Herr Stille, als der wmd-brokerchannel.de im Jahr 2001 startete, war

die Dialog noch ein reiner Risikolebensversicherer. Wann kam die

Neupositionierung als Spezialversicherer für biometrische Risiken

mit der ausschließlichen Fokussierung auf den Makler?

Michael Stille: Zum damaligen Zeitpunkt stand die Biometrie noch gar

nicht so im Fokus. Jeder hat auf kapitalbildende Versicherungen gesetzt und

seine wesentlichen Ergebnisse letztlich aus dem Kapitalmarkt generiert, also

aus der Differenz zwischen dem, was man ausgeschüttet, und dem, was man

verdient hat. Dies war die Quelle der großen Erträge der Versicherungswirtschaft.

Bei der Dialog war das durch ihre Einbindung in die Generali in Deutschland von

Beginn an anders. Zunächst als Zweitmarke des zum Konzern gehörenden

Deutschen Lloyd konnten wir uns als Risikoversicherer etablieren. Im Jahr 2003

fiel dann die Entscheidung, die Dialog zu einem eigenständigen Unternehmen

innerhalb der damaligen AMB Generali Holding zu machen. Der Konzernauftrag

beinhaltete eine Neupositionierung, die einen nachhaltigen Markterfolg versprach.

Seitdem sind wir DER Spezialversicherer für biometrische Risiken in

der Generali in Deutschland und fokussieren uns ausschließlich auf die Makler

als Vertriebspartner. Heute streben alle Versicherer nach Biometrie, da hier

noch Geld zu verdienen ist. Bei kapitalbildenden Produkten mit Zinsgarantien

hat man ja eher Probleme, die bestehenden Garantien bedienen zu

können. Von daher war die Neupositionierung ein glücklicher Umstand,

der uns heute zum Erfolg verhilft. Zunächst war es nicht das gesamte

biometrische Spektrum, was wir abdeckten, das Portfolio bestand am Anfang

nur aus Risikoversicherungen. Aber die Dialog bewies sogleich ihre Innovationskraft,

indem sie mit durchschlagendem Erfolg als erste Gesellschaft einen

Nichtraucher-Tarif im Markt einführte.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung folgte dann im Jahr 2004. Das Geschäft

ließ sich gut an, es gab einen steilen Anstieg, natürlich auch deswegen, weil

wir von einem niedrigen Niveau aus starteten. In der Folge haben sich die

Umsätze wirklich sehr gut entwickelt und das Geschäftsmodell voll bestätigt.

Nun setzte die Dialog relativ früh auch auf andere Länder, z.B. nicht

nur auf Deutschland, sondern auch auf Österreich. War es schwierig,

sich dort mit diesen Themen zu positionieren?

Michael Stille: Die weltweite Strategie der Assicuriazoni Generali sieht vor,

dass jede lokale Gesellschaft für die Bearbeitung ihres lokalen Marktes

verantwortlich ist. Wir als Dialog sind mit der Tätigkeit in Österreich eigentlich

etwas Außergewöhnliches. Zur Vermeidung einer Konkurrenzsituation im

österreichischen Markt stehen wir in regelmäßigem Austausch mit der Generali

in Wien. So wird Transparenz hergestellt, und Maßnahmen werden im Vorfeld

diskutiert.

6 Jubiläumsausgabe 2016

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