Die Federsammler; Band 8: "Fietje und Arti in der Ukraine"

federsammler

Fietje und Arti in Melitopol

Jugendliteratur A2

60 Wörter geschenkt


Fietje und Arti in der Ukraine


Impressum

Die Federsammler

Fietje und Arti in der Ukraine

1. Auflage 2015

©KlangbildVerlag, Jena

Konzept & Leitung: Antje Hübner

Hrsg.: Goethe-Institut Ukraine/ Jugend will… gemeinnützige GmbH

Jung-AutorInnen aus Melitopol:

Mykyta Borovij (A2), Katerina Bukscha (B1), Diana Dilojan (B1), Anastasia Fanina (B1),

Viktoria Jermaljugina (B2), Margaryta Juzhenkova (A2), Ganna Kaljan (B1), Sergiy Kolomijez (A2),

Yevgeniia Krizyna (B1), Elvina Kurtsejtova (B1), Veronika Lasarenko (B2) , Valeria Makarevitsch (B1),

Ninel Mychaltschenko (B1), Yaroslav Pavlovskyj (B2), Viktoria Robota (A2), Daria Silaeva (A2)

Fietje und Arti in der

Ukraine

Co-AutorInnen aus Jena:

Fritz Haake, Finja Körner, Mira Luserke, Lilith Melle, Lillian Neumann, Julius Regel, Cedric Rohmeiß,

Chiara Wondraczek

Online-Autoren (Fietjes Tagebuch):

Yannik Noah Ambrusits, Anneka Bäßler, Sarah Landschütz

Redaktion/ Werkstattleiter: Antje Hübner, Johannes Steinl

Redaktion/ Lektorat: Maryna Klymenko, Antje Hübner

Illustration & Satz: Maria Suckert, Weimar

Umschlag: Maria Suckert, Weimar

Gedruckt in Deutschland bei Pressel, Remshalden

Der Abdruck der Geschichten erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Urheber und ihrer

Erziehungsberechtigten. Vielen Dank!

Die Handlungskulissen der Geschichte sind reale Orte. Die Handlung selbst sowie in

Verbindung stehende Personen und Namen sind frei erfunden.

Alle Rechte vorbehalten

ISBN 978-3-9814441-2-4

www.federsammler.de


unsere

Jung-AutorInnen

aus der Ukraine:

Die AutorInnen aus der

Schule Nr. 25, Melitopol

Elvina

Kurtsejtova

12 Jahre/ B1

Ninel

Michaltschenko

12 Jahre/ B1

Veronika

Lasarenko

17 Jahre/ B2

Victoria

Jermaljugina

17 Jahre/ B2

Katerina

Bukscha

14 Jahre/ B1

Maragryta

Juzhenkova

9 Jahre/ A2

Mykyta

Borovij

9 Jahre/ A2

Ganna Kaljan

12 Jahre/ B1

Yevgeniia

Krizyna

14 Jahre/ B1

Anastasia

Fanina

15 Jahre/ B1

Valeria

Makarevitsch

12 Jahre/ B1

Yaroslav

Pavlovskyj

16 Jahre/ B2

Sergiy

Kolomijez

11 Jahre/ A2

Die Co-AutorInnen aus

der Leonardo Schule,

Jena, 4. Klasse

Daria

Getmanovska

10 Jahre/ A2

Daria

Silaeva

10 Jahre/ A2

Diana

Dilojan

14 Jahre/ B1

Julius Regel

Fritz Haake

Lilith Melle

Mira Luserke

Finja Körner

Chiara Wondraczek

Cedric Rohmeiß

Lillian Neumann


8

Online-Autoren:

Unsere

Die Federsammler-

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Die

Die Internetseite

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Internetseite der

der

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"Nutellabrot"

Aaron Hourch

13 Jahre

Erlangen

Schreib sie an!

"Elfe"

Sarah

Landschütz

12 Jahre

Erlangen

"YannikFenyves"

Yannik

Ambrusits

13 Jahre

Erlangen

9


10

11

Fietjes Tagebuch

Fietje erzählt seinem Tagebuch, wie er und

Arti von einer Stadt in die nächste gelangen.

Dies ist jeweils die eingangsgeschichte eines

jeden Federsammler-Bandes.

Wenn du möchtest, kannst du auch Autor

der Federsammler-reihe werden oder

weiter daran mitschreiben.

In welcher Stadt die beiden Helden bald

sein werden und wie du mitschreiben

kannst, erfährst du unter:

www.federsammler-community.de

Feder-Schatz

Dein Buch ist nicht „nur“ ein Buch.

Auf manchen Seiten fliegen Federn.

Das sind Wörter, die dir das Buch schenkt.

Wort aus dem Text

Am ende der Geschichte kannst du diesen Feder-Schatz noch

einmal auf den Seiten 116-119 überblicken.

Bastel dir deine eigene Wortschatz-Kiste und sammel die

neuen Federn (Wörter) darin.

Melde dich an, schreibe mit anderen am

neuen Tagebuch-eintrag und werde damit Autor

des nächsten Federsammler-Bandes!

Viel

...beim...

Als Dankeschön erhältst du dein eigenes

druckfrisches Buch.

Spaß...

...Lesen

und...

...Schreiben!

ERFAhRE MEHR Über die

Federsammler-Community


12

Wer IST Wer?

Sprachlos-Land

Wort-Reich

Fietje ist ein ganz normaler

Junge. er ist 12 Jahre alt und

kommt aus Jena. er liebt das

Skaten. Zusammen mit seinem

papagei Arti erlebt er viele Abenteuer.

er muss den Vogel und

seine Federn oft beschützen.

er und sein Freund Arti sind auf

der Flucht vor den Männern aus

Sprachlos-Land.

Arti ist ein Graupapagei. er

ist 1439 Jahre alt. Der König von

Wort-reich spricht 100 Sprachen

und ist auf der Suche nach dem

großen deutschen Sprachschatz.

In jeder seiner Federn ist ein

Wort. In seinen roten Federn sind

seine Lieblingswörter oder ganze

Sprachen. überall wo er hinfliegt,

sammelt er neue Wörter für sein

Wort-reich. er ist sehr klug.

Fietjes Skateboard

ist ein Zauber-Skateboard.

es hört auf seine und Artis

Befehle. Arti kann sich in dem

Skateboard verstecken.

Der papagei kann hinein verschwinden,

wenn Fietje es nass

macht. Wenn Fietje es trocknet,

kann Arti wieder herauskommen.

Das Board kann fliegen.

Herr Keinwort &

Mister Mundzu

kommen aus Sprachlos-Land.

Dort kann man keine Sprache

sprechen. Sie sprechen nur eine

Sprache aus Gedanken. Die beiden

Männer sind hinter Arti und seinen

Federn her. Sie versuchen, ihn für

ihr Land zu fangen. Jedes Wort =

jede Feder, die sie von Arti stehlen,

sprechen sie laut aus.


14

inhalt

Fietjes Tagebuch

1. Auf zu Marina

2. Herzlich willkommen!

3. Hilfe für Arti

4. Am Steingrab

5. Das Konzert

6. Das Märchenfeld

7. Kirschen

8. In der Schule

Feder-Schatz

16

21

31

51

67

79

93

99

107

116


16 FIeTJeS TAGeBucH

17

Liebes Tagebuch,

endlich mal wieder zu Hause. Und wie

immer war keiner da. Die Tasche kann

erst mal hier im Flur Platz nehmen.

Räume ich später aus. Ich werde gleich

Sebastian schreiben. Vielleicht hat er

Lust, heute Nachmittag skaten zu gehen.

Aber erst mal was essen. Ich schmiere

mir ein Brot und schalte den Laptop an,

der auf dem Küchentisch steht. Will mal

checken, was es Neues gibt.

Und Neuigkeiten gibts es tatsächlich!

Eine Mail von Marina. Von ihr hatte ich

ja schon eine Ewigkeit nichts mehr gehört...

Naja, eine Woche oder so.

Ich bin neugierig und überfl iege gespannt

ihre Mail. Sie fragt, ob ihr Brief angekommen

ist.

„Welcher Brief?“, will Arti gleich wissen.


18

FIeTJeS TAGeBucH

19

Da sehe ich den Stapel mit Post neben

mir. Ich durchsuche ihn hastig.

„Den hier!“, sage ich zu Arti und halte

strahlend den Brief mit Marinas Absender

in der Hand. Arti bittet mich, ihn

schnell aufzumachen.

Ich bin ganz schön aus dem Häuschen. Mama

hat bestimmt nichts dagegen. Ich frage sie

gleich am selben Abend noch. Sie weiß sogar

schon davon. Uroma hat bereits mir ihr telefoniert.

2 Wochen später fi nde ich mich in Frankfurt

auf dem Flughafen wieder.

„Lieber Fietje,

nun haben wir uns schon viele E-Mails

geschrieben. Aber einen Brief zu bekommen

ist auch etwas Schönes. Außerdem

gibt es einen ganz besonderen

Anlass. Ich lade dich recht herzlich

Werde auch ein

Federsammler!

Schreibe online mit!

zu mir nach Melitopol ein! Es wird Zeit,

dass wir uns kennenlernen. Auch deine

Uroma möchte dich wiedersehen!

Die beste Zeit dafür ist der Juli, denn

du hast Ferien, nicht wahr?

Ganz liebe Grüße

Deine Marina“

www.federsammler-community.de/forum


20

21

"Auf zu Marina!"

geschrieben von:

Margaryta

Juzhenkova

9 Jahre,

Klasse 4 (A2)

Mykyta Borovij

9 Jahre,

Klasse 4 (A2)

Finja Körner

10 Jahre,

Klasse 4


22

AuF Zu MArInA!

Marina Lopotilem aus Melitopol, die in der Schule

25 lernt, hat einen deutschen Freund. er heißt

Fietje. Sie schreiben sich sehr viel über das

Internet.

Viele gemeinsame Interessen wie Sport, reisen

und die Liebe zu papageien verbinden die Freunde.

Aber noch nie haben sie sich getroffen.

23

eines Tages bekommt Fietje einen Brief aus der

ukraine. er denkt, dass der Brief von seiner

uroma olga kommt, die in der ukraine wohnt.

Aber nicht sie, sondern Marina lädt ihn in die

ukraine ein. Der Freund nimmt die einladung des

Mädchens an, weil er mit seinem papagei gerne

reist.

Marina hat auch einen papagei, ihre beste Freundin

Terevenja. Aber davon hat sie Fietje noch nichts

erzählt. es soll eine überraschung für ihn sein.

Für ihre erste eigene Geschichte

in deutsch gab es natürlich ein

bisschen Hilfe von ihrer Lehrerin-

Marina Klymenko. ;)


24

AuF Zu MArInA!

aufgeregt

25

1

aufgeregt =

hektisch, nervös

Fietje und Arti fliegen bald darauf nach Kiew. Sie

sind leider so beschäftigt und aufgeregt, dass

sie ihre Verfolger nicht bemerken.

2

klauen =

stehlen

Das sind die Agenten aus dem Sprachlos-Land:

Mister Mundzu und Herr Keinwort. Diese beide

verfolgen Arti und machen alles, was in ihren

Kräften steht, um seine Federn zu klauen. Sie

möchten die Sprachen beherrschen.

Jetzt wollen die Agenten endlich dieses Ziel

erreichen. Darum bereiten sie sich gut vor. Sie

entscheiden, sich im Gepäckraum des Flugzeugs

zu verstecken.

Gepäckausgabe

Fietje und Arti wissen leider nicht, dass Herr

Keinwort und Mister Mundzu sich in Fietjes großem

Koffer versteckt halten.

3

Gepäckausgabe,

die, -n =

Stelle, wo man

das Gepäck

abholt

Sie steigen aus dem Flugzeug aus und gehen zur

Gepäckausgabe.

klauen


26

AuF Zu MArInA!

27

die Agenten wieder frei?

schreibe

etwas dazu!

plötzlich springen Herr Keinwort und Mister Mundzu aus

dem Koffer. Die Freunde bekommen Angst.

Als die Agenten wegrennen, stellt Arti fest, dass ihm

zwei Federn fehlen.

Diese Schurken! Sie haben mir zwei Federn geklaut“,

bemerkt er verärgert.

4

Schurke, der, -n =

Dieb, böser

Mensch

Fietje sagt zu ihm: „Arti, pass besser auf deine Federn

auf!“

Diese

Schurken!

„Ja, ja das musst du mir nicht zehntausend Mal sagen!“,

antwortet Arti genervt.

Finja findet es spannend, wie die

Kinder aus der Ukraine in ihrer

Fremdsprache Deutsch eine ganze

Geschichte geschrieben haben.

Schurke


28

AuF Zu MArInA!

Dann fahren die Freunde mit dem nachtzug

weiter nach Melitopol.

Das Team der Geschichte Nr 1

ist glücklich über den Besuch aus

Deutschland. ; )

29

Die beiden steigen in den Zug. Fietje prägt sich das

Bild von Marina ganz genau ein, damit er sie am

Bahnhof erkennt.

Doch als sie ankommen

erkennt er sie nicht

gleich. Denn Marina hat

eine Gitarre um die

Schultern hängen. Doch dann sieht er von

Weitem das elegante Mädchen. Sie trägt einen

bunten Kranz und ein gesticktes Kleid. Ihr gewelltes

Haar weht im Wind. es war unmöglich, sie nicht

anzusehen.

„Ich glaube, dass das Marina ist“, sagt Fietje.

5

Kranz, der, Kränze =

Ring aus

gebundenen

Blumen, Zweigen

6

wehen =

durch Luft in

Bewegung sein

„Bist du sicher?“, fragt Arti.

Kranz

wehen


30

31

"Herzlich willkommen!"

geschrieben von:

Daria

Getmanovska

10 Jahre,

Klasse 5 (A2)

Daria Silaeva

10 Jahre,

Klasse 5 (A2)

Mira Luserke

10 Jahre,

Klasse 4


32

HerZLIcH WILLKoMMen

Ich bin so froh,

dass du hier bist!

33

Das Mädchen beobachtet, dass Fietje kommt. Auf

seiner Schulter sitzt der papagei, von dem er so

viel erzählt hat.

er sieht genauso aus, wie der Junge ihn in seinen

Briefen an Marina beschrieben hat.

es ist kaum möglich, in der ganzen Welt solch einen

schönen papagei zu finden.

7

kirschrot =

so rot wie

Kirschen

8

Anblick, der, -e =

etwas, was

sich dem Auge

zeigt; Bild

er hat kirschrote Federn in tollem Kontrast zu den

grauen. er ist so schön, dass man von seinem

Anblick nicht genug bekommen kann.

Fietje rennt auf Marina zu und sagt:

„Ich bin so froh, endlich in Melitopol zu sein! Warum

hast du eine Gitarre dabei? Spielst

du Gitarre?“

kirschrot

„Ja, natürlich spiele ich Gitarre. Soll ich dir etwas

vorspielen? Ich bin so froh, dass du hier bist!“

Sie fällt ihm in die Arme. Dann spielt sie

ihm ein paar noten vor.

„Marina, wir danken dir für

deine einladung! Wir hoffen,

dass wir in deiner Stadt viel

Interessantes sehen werden!“

Anblick

„natürlich, ich werde euch

dabei helfen.“

Was haben sich

Marina und Fietje alles

geschrieben?

1


34

LoreM HerZLIcH IpSuM WILLKoMMen DoLor

35

9

ausgiebig=

reichlich,

viel ausgebend

Bei Marina zu Hause angekommen, duscht Fietje

ausgiebig und isst einen Keks. Marina fährt noch

einmal in die Stadt. Sie möchte noch etwas einkaufen.

In einer Stunde will sie sich mit Fietje am platz des

Sieges treffen.

Das ist der Hauptplatz der Stadt Melitopol.

Fietje will ein Taxi nehmen.

„Taxi, Taxi!“, ruft er über die Straße.

ausgiebig

taxi!

Taxi!

etwas später hält

ein Taxi an. Der

Taxifahrer dreht sich

zu Fietje um und

schaut ihn an.

„Bist du Deutscher?

Was machst du hier

in der ukraine?“

Melitopol

Melitopol ist eine kleine, schöne

und grüne Stadt. Hier wohnen über

146.000 Einwohner.

Die "Honig-Stadt“ hat regionale Bedeutung

im gebiet Saporischschja. Sie liegt neben dem

Asowschen Meer. Der Bahnhof ist ein wichtiger

Transitpunkt auf dem Weg auf die Krim.

Melitopol ist eine Industriestadt. Hier gibt

es viele historische Gebäude, Hochschulen

und Universitäten. Es gibt einen Park, der

den Namen von Maxim Gorkj trägt. DaNeben

liegt der Friedhof. Jedes Jahr legen die Kinder

Blumen auf das Grab der Kriegshelden

und danken für den Sieg. Die Leute sind sehr

freundlich, hilfsbereit und fleißig.

Sie bewahren ihre Traditionen und mögen

ihre Kirschen und den Honig sehr.

ERFAhRE MEHR


36

LoreM HerZLIcH IpSuM WILLKoMMen DoLor

37

Der Taxifahrer kommt aus Deutschland. er wohnt

aber in der ukraine, denn er ist mit einer ukrainerin

verheiratet.

„Ich besuche eine Freundin. Wir kennen uns aus dem

Internet. Aber meine uroma wohnt auch hier. Ich

muss jetzt zum platz des Sieges, fahren Sie mich

bitte dorthin?“

Die beiden Daschas aus der

5. Klasse schicken glückliche Postkarten-Grüße

nach Deutschland

zu ihren Co-Autoren.

Die Fahrt geht los. Der Taxifahrer kennt sich sehr gut

aus. Sie kommen bald am platz des Sieges an.

10

winken =

mit der Hand

ein Zeichen

geben

Marina sieht sie schon kommen. Sie winkt.

Den platz des Sieges schmückt ein großes Tor.

winken


38

HerZLIcH WILLKoMMen

39

Fietje liest laut, was auf dem

großen Tor steht:

„Meaitonoab“.

Marina lacht und sagt:

„Das ist kyrillisch und heißt

Melitopol.“

Dieser hat ein weißes

Gefieder und rosa

Schwanzfedern.

Arti kann kein Wort

sagen. So einen schönen

Vogel hat er noch nie

gesehen.

und wer ist das auf deiner

Schulter?“, fragt Fietje Marina

nun überrascht.

er weiß nicht, dass Marina auch

einen papagei hat.

Die überraschung ist

Marina gelungen.

Mira aus Deutschland

bekommt Anworten aus der Ukraine

über Skype und schreibt sie sich auf.

2

Weißt du, was

kyrillisch ist?


40

HerZLIcH WILLKoMMen

41

Schwätzerin

11

Schwätzerin,

die, -nen =

eine Frau,

die viel redet

„Das ist meine papageien-Dame Terevenja. Das heißt

ins Deutsche übersetzt Schwätzerin“, grinst Marina.

„Wie heißt denn deiner eigentlich? Du hast mir seinen

namen noch nie gesagt.“

„Das ist Arti, der Wort-Arti-st, König von Wort-reich“,

antwortet Fietje.

12

vorschlagen =

jemandem

etwas

empfehlen

„es wird super, wenn Arti auch eine Freundin in der

ukraine hat“, antwortet Marina.

„Ich habe noch eine überraschung für dich. Lass uns

zum Brunnen gehen“, schlägt Marina Fietje vor.

Marina lernt 5 Stunden pro Woche

Deutsch, deshalb kann sie beide

Sprachen sprechen. Sie

lernt aber auch englisch.

„Wohin ist sie jetzt

geflogen?“, fragt

Arti.

„Terevenja?“, fragt

Marina erstaunt.

vorschlagen

Dann lächelt sie und sagt:

„Terevenja fliegt nicht gern neben dem Springbrunnen.

Darum sitzt sie auf dem Baum dort

drüben.“

Die Freunde schauen zu dem Baum in der nähe.

Dort sitzt sie. Auf ihrem Bauch leuchtet jetzt ein

gelb-blaues Symbol. es ist das Wappen

der ukraine.

13

erstaunt =

verwundert,

überrascht

erstaunt


42

43

"Die Märchenkarte"

geschrieben von:

Ninel

Michaltschenko

12 Jahre,

Klasse 5 (B1)

Valerija Makarevitsch

14 Jahre,

Klasse 7 (B1)

Chiara

Wondraczek

10 Jahre,

Klasse 4


44

44 LoreM DIe MärcHenKArTe

IpSuM DoLor

45

In diesem Moment fliegt Terevenja wieder zu den

Freunden, um sie näher kennenzulernen.

„Wir haben ein Geschenk für euch“, berichtet

Marina nun.

Sie sieht das große Interesse in Fietjes Augen und

spricht weiter:

„Wir möchten euch die Märchenkarte schenken, die

an den regenbogen erinnert. Jede der Farben, die

auf der Karte zu sehen ist, bedeutet ein Wunder von

Melitopol. es sind genau sieben Wunder.“

Fietje und Arti setzen sich auf die Stufen am platz

des Sieges und studieren die wunderbare Karte.

Süßes aus Deutschland!

Schokolade kann beim Ausdenken

der Geschichte helfen ; )

Chiara liest den Text

der Mädchen aus

Melitopol. Arbeiten über

Landesgrenzen.


46 LoreM DIe MärcHenKArTe

IpSuM DoLor

47

„Sieh mal! Die rote Farbe steht

für das Institut des pflanzengartenbaus,

wo sich der Süßkirschengarten

befindet.

orange symbolisiert das Staatliche

naturkundemuseum, wo ihr die Imkerei

kennenlernen werdet.

Gelb verbindet man mit dem Sand

des archäologischen Denkmals mit dem

namen Steingrab.

Die grüne Farbe zeigt euch den Stadtpark,

der den namen von Maxim Gorki trägt.

Hellblau wird euch die Straußenfarm zeigen,

die sich unter freiem Himmel befindet.

Dunkelblau ist mit dem heilsamen Wasser

von Melitopol verbunden.

14

Imkerei, die, -en =

Betrieb der Bienenhaltung

und Honigbereitung

Imkerei

Maxim Gorki

Maxim Gorki (1868-1936) war ein russischer

Schriftsteller, Dramaturg

und politischer Aktivist. Er unterstützte die

revolutionären Ideen von Lenin.

Er wurde mit seinem Drama "Nachtasyl“

(1902) bekannt. Sein Werk "Die Mutter“

(1906/1907) gilt als "proletarischer Roman“.

In der Ukraine sind viele Parks und Strassen

nach ihm benannt.


48

48 LoreM DIe MärcHenKArTe

IpSuM DoLor

49

und endlich noch hier die violette Farbe. Sie

bedeutet Inspiration. Alle Dinge in unserer

Stadt begeistern ihre einwohner sehr. Wir haben

eine große Liebe zu unserer Heimat.“

Fietje kommt aus dem Staunen nicht

heraus. Das alles möchte er sehen.

Sie gehen gemeinsam los, um Melitopol

anzuschauen.

Das ist die Stadt des Honigs.

3

Finde heraus, warum

Melitopol so heißt!

Wieviel Honig steckt im

Namen der Stadt?


50

51

"Hilfe für Arti"

geschrieben von:

Yaroslav Pavlovskyj

16 Jahre,

Klasse 11 (B2)

Viktoria

Jermaljugina

17 Jahre,

Klasse 11 (B2)


krähen

52

52 HILFe Für ArTI

53

15

Inkubator,

der, -en =

Brutkasten/

Brutschrank

16

schlüpfen =

1) heraus

kommen

2) kriechen

„Lasst uns zuerst zu Hellblau gehen. Arti ist

vorhin am Brunnen etwas nass geworden.

So kann er nicht fliegen. Bei uns in Melitopol gibt

es eine Straußenfarm. Dort können die Menschen

ihm helfen“, sagt Marina.

„Strauße? nein, das ist nichts für mich!“, schimpft

Arti. „Vielleicht werden sie über mich lachen.“

Arti, dort gibt es nicht nur große Vögel, sondern

auch ganz kleine. Sie leben in einem Inkubator.

Dort schlüpfen kleine Vögelchen aus den eiern.

Dann werden sie groß. Ihr seid doch seltsam und

wisst nichts elementares“, sagt Terevenja nun zu

Arti.

„Dort gibt es große Lampen. Sie helfen, die Federn

der kleinen Vögelchen zu trocknen, nachdem

sie geschlüpft sind.“

„oh, das geht auch mit meinen Federn. Das ist

eine gute Idee! Also, schnell dorthin!“, kräht Arti

optimistisch.

Bald darauf kommt ein Taxi. es fährt die

Freunde bis zur Straußenfarm am Stadtrand.

unterwegs schweigt Arti. er schämt sich sehr

für seine Worte. Terevenja beobachtet ihn.

Sie murmelt etwas zu sich selbst.

Die nassen Federn haben nicht nur einen

schlechten einfluss auf die Magie der Wörter,

sondern auch auf den Schutz des papageis.

Das macht Terevenja Sorgen. Die Agenten werden

die schwache energie des Vogels

spüren. Jetzt ist es leicht für sie, ihn zu

finden.

17

krähen =

heiser schreien

18

schweigen =

nicht reden,

nicht antworten

19

sich schämen =

Scham empfinden,

sich scheuen, etwas

zu tun

20

murmeln =

leise zu sich selbst

sprechen

21

Sorge, die, -en =

Gefühl der Unruhe

und Angst

sich schämen

schweigen

murmeln

Sorgen

Inkubator

schlüpfen


54 Lorem Die Hilfe märchenkarte

für ipsum Arti dolor

55

Als sie auf der Farm sind, erzählen ihnen die

Mitarbeiter, was jetzt mit Arti passiert.

Sie setzen ihn unter das infrarote Licht.

Während der Vogel unter diesen Strahlen ist,

schlagen die Landarbeiter den Freunden einen

Ausflug auf die Farm vor.

Als sie zurückkehren, sieht Arti besser aus.


56

HILFe Für ArTI

57

Arti, du hast keine Ahnung, wie groß diese

Strauße sind. Sie sind die mächtigsten Vögel

der Welt. übrigens können sie nicht fliegen. Aber

man fängt sie nicht so einfach. Man braucht

dafür ein Auto!“, erzählt Fietje.

Aber der Junge sieht in den Augen des papageis

keine Freude und kein Interesse.

Arti, was ist los? Ist das nicht interessant für

dich?“

„Ich glaube, ich weiß, was mit ihm passiert ist“,

sagt Terevenja.

„Verzeih mir, Arti, dass ich dich beleidigt habe!

Du bist mir sehr hochmütig vorgekommen.“

22

verzeihen =

vergeben,

entschuldigen

23

beleidigen =

jmdn. in seiner

Ehre verletzen

24

hochmütig =

Hochmut, Stolz

ausdrückend,

arrogant

verzeihen

beleidigen

Die Kinder auf Fototour

in ihrer Heimat. Danke an Yarik

für die tollen Fotos!

Was ist das Besondere

an Straußeneiern?

4

hochmütig


58

HILFe Für ArTI

59

„Ich bin dir nicht böse. Ich schäme mich wirklich, dass ich

die Macht des Wassers am Brunnen vergessen habe.

Du hast mich einfach verzaubert mit deiner Schönheit.“

25

zittern =

Bewegung,

wenn man friert

Seine Stimme zittert

vor nervosität. er schaut traurig zu

Terevenja.

Die Agenten wissen jetzt, wo ich bin. und meine Stärke ist

weg. Sie werden uns bald finden.“

vorsichtig

26

ausweglos =

ohne Lösung,

hoffnungslos

27

Quelle,

die, -en =

Ursprung (z.B.

eines Flusses)

„es gibt keine ausweglosen

Situationen“, sagt Terewen-

ja. „Man kann deine Stärke erneuern. Dazu braucht man

zwei Quellen. Davon gibt es weltweit sehr wenige.“

„Wir strecken die Waffen nicht!“, sagt Marina entschieden.

„Wir geben nicht auf! Welche Quellen braucht man?“, fragt

sie Terevenja.

Wir geben

nicht auf!

Arti braucht die Quelle der energie und die Quelle des

Altersheilwassers“, kommt es klug von ihrer Freundin.

28

vorsischtig =

mit Vorsicht

handeln,

aufpassend

Fietje sagt vorsichtig:

Die Quellen sind bestimmt viele Kilometer

entfernt.“

zittern

Quelle

ausweglos


60

HILFe Für ArTI

Terpinnja

61

Terpinnja (ukrainisch) ist ein Dorf im

ukrainischen gebiet Saporischschja.

Die Ukraine ist in 24 Oblaste sowie in die

Autonome Republik Krim und zwei Städte mit

besonderem Status unterteilt.

Terpinnja hat etwa 4800 Einwohner. Das

1795 gegründete Dorf liegt am Ufer des

Flusses Molotschna, 18 km nördlich von

Melitopol.

Doch Terevenja kennt sich gut in ihrer Heimat aus.

Sie sagt:

„Moment! Wir haben selbst diese

Quellen. nicht weit weg von Melitopol,

in der nähe des Dorfes »Terpinnja«

sind 12 Quellen, aus denen das

seltene Wasser fließt. es hat

immer die Temperatur von

8 Grad. es gibt genau 12

Quellen, wie Monate im

Jahr.“

„Wo finden wir sie? und was ist mit der

Quelle der energie?“, fragt Marina.

„Ich fliege so oft dorthin“, antwortet

Terevenja ihrer Freundin.

„Beim Steingrab, dort gibt es die energie.“


62

HILFe Für ArTI

63

29

zweifeln =

sich

unsicher

sein,

etwas nicht

glauben

Dieser name klingt nicht nach energie“, zweifelt Fietje.

„Mach dir keine Sorgen“, sagt Marina.

„Das ist ein archäologisches Denkmal. Dort gibt es

Skulpturen, die man „Skythische Weiber“ nennt.

und sogar Steine, die vom Grund des Sarmaten

Meeres sind.

Skythische Weiber?

Sarmates Meer?

Was ist das denn?

Finde es heraus!

5

„Das ist genau das, was ich brauche“, sagt Arti

mit leiser Stimme. „Aber ich habe keine Kraft

mehr, die beiden Quellen zu besuchen. und

ich fühle, dass die Agenten sehr nah sind.“

„Ich weiß, was wir tun werden.

Ihr lauft zum Steingrab und ich

werde zu den 12 Quellen

fliegen, um dort das

Heilwasser zu holen“,

kräht Terevenja.

Ich habe keine

Kraft mehr!

ermahnen

„erstens: ich bin mutig, es ist nicht schwer für

mich, das zu machen. und zweitens muss ich

etwas tun, um dich zu retten.“

„nun, gehen wir schnell! Wir können keine Minute

verschwenden“, ermahnt Marina zum Aufbruch.

„Ist das nicht gefährlich?“,

flüstert Arti.

„Terevenechko, lass uns danach in einer Höhle am

Steingrab treffen! Dort können wir uns vor den

Agenten verstecken.“

30

verschwenden=

etwas zu viel verbrauchen

zweifeln

verschwenden

31

ermahnen=

(hier) eindringlich

erinnern


Kreatur

64

HILFe Für ArTI

65

32

vergeblich =

ohne Erfolg

Sie machen sich sofort auf den Weg.

Terevenja fliegt zum Heilwasser und die Freunde

rennen zum Steingrab.

Als die Gruppe die Farm verlässt, landet dort ein

raumschiff.

es steigen zwei Männer aus. Sie gehen zur

Straußenfarm und suchen den papagei.

Sie schauen in die Augen der Mitarbeiter und

versuchen, Informationen über Arti zu finden.

Vergeblich. plötzlich sieht Mister Mundzu

eine Feder von Arti im Inkubator. er nimmt sie

freudig, aber er wirf sie sofort enttäuscht weg.

Die Feder hat die Magie des Wortes verloren. Sie

ist nur noch eine normale Feder.

obwohl es die Agenten nervt, gibt

es ihnen auch Hoffnung.

Der Vogel hat keine Stärke mehr.

es wird einfach sein, ihn zu fangen.

einer der beiden pfeift.

Da springt aus dem raumschiff

eine Kreatur, einem Hund ähnlich.

Sie hat sechs dünne Beine und

einen Schwanz.

Als sie die Feder beschnuppert,

läuft sie dorthin, wohin die drei

Freunde gehen, zum Steingrab.

Die Agenten folgen ihr.

33

pfeifen =

mit dem (gespitzten)

Mund einen

Ton machen

34

Kreatur,

die, -en =

(von Gott)

erschaffenes Wesen

35

beschnuppern =

vorsichtig

prüfend

(mit der Nase)

kennenlernen

pfeifen

beschnuppern

vergeblich


66

67

"Am Steingrab"

geschrieben von:

Viktoria

Jermaljugina

17 Jahre,

Klasse 11 (B2)

Veronika Lasarenko

17 Jahre,

Klasse 11 (B2)

Marina Klymenko

Deutsch-Lehrerin

Klasse 1-4; 8


außergewöhnlich

68

AM STeInGrAB

Fotos zur eigenen Geschichte machen, ist

69

ein riesiger Spaß für die AutorInnen aus

Melitopol und ihre Lehrerin Marina!

Inzwischen kommen die Kinder mit Arti bei den

archäologischen Funden an. Marina zeigt auf einen

Stein, der außergewöhnliche Kräfte hat.

Auf ihn legen sie nun Arti.

36

Funde,

der, -e =

Entdeckung

37

außergewöhnlich

=

nicht wie gewohnt,

sehr

Fund

Der Vogel erschlafft, sodass es Fietje und

Marina Angst wird.

Hoffentlich ist es noch nicht zu spät!

Steingrab

Das Kamjana Mohyla (ukrainisch)

ist eine Gruppe von bis zu 12 m

hohen Sandsteinblöcken.

Sie sind im Süden der Ukraine auf einer

Fläche von etwa 3000 Quadratmetern, 13

km nordöstlich von Melitopol, verstreut.

Ursprünglich handelt es sich um eine

Sandbank des Tethys-Ozeans, die heute im

Tal des Flusses Molotschna liegt.


70

AM STeInGrAB

38

aufrichten =

in die Höhe

heben

eine Zeit lang passiert nichts. Dann sehen die Kinder,

dass sich die blassen Federn von Arti aufrichten.

Der papagei hebt sein Köpfchen. Die Freunde

atmen erleichtert auf.

„Ich bin so froh, dass wir dich gerettet haben,

mein Freund“, spricht Fietje freundlich auf den

Vogel ein.

„Wie geht es dir?“, fragt Marina lächelnd.

„Besser, aber die Agenten sind nicht mehr weit

weg. und nyshchparka ist bei ihnen. Sie finden uns

sicher. Ihr lasst mich besser hier. So können sie

nur mich gefangen nehmen.“

aufrichten

„Was redest du da?!

Ich bin ukrainerin

Wir sind es gewohnt, nicht

aufzugeben. Wir nutzen die

kleinste chance, uns in

Sicherheit zu bringen.“

„Hast du einen plan?“, fragt Fietje das Mädchen.

„Ich habe Terevenja. Sie bemerkt alles bevor wir es

merken. Das garantiere ich euch. Schaut mal hinter

euch, meine Freunde!“

Fietje erstarrt vor Verwunderung. Auf dem grab sitzt noch ein Arti. er sieht genau so aus, er ist

Steinnur

etwas schlanker.

71

Viktoria und Veronika aus der 11. Klasse.Sie

entwarfen zusammen mit Yarik einen Plan!

Damit hielten sie die Gruppe zusammen und

halfen auch später bei den Texten.

hast du

einen Plan?


72

AM STeInGrAB

73

„Worüber wundert ihr euch so?“, fragt der

zweite Arti und lächelt.

Die Freunde erkennen die Stimme von Terevenja.

Sie ist verwandelt.

„Heilkräftiges Gewässer ist in der Kanne. Darin

sind drei Tröpfchen aus jeder der 12 Quellen.

Ich hoffe, das ist genug?“

3 Tröpfchen

aus jeder

Quelle!

Verschleierung

„natürlich“, antwortet ihr der richtige Arti, „und

wozu diese Verschleierung? Du bist doch so

schön.“

39

Verschleierung,

die, -en =

sich od. etw. mit

einem Schleier

verhüllen

„Ich bin mir sicher, dass es ein guter Trick ist.

Solange bis du deine Stärke wieder hast, spiele

ich mit den Agenten aus Sprachlos-Land.“


74

AM STeInGrAB

75

„Aber das ist sehr gefährlich! und jetzt noch mehr,

denn nyshchparka ist bei ihnen.“

„Wer?“

täuschen

„nyshchparka. Wegen ihr gibt es nicht mehr so

viele papageien. Sie frisst sie.“

40

täuschen =

betrügen

„nyshchparka kann uns nur finden, wenn wir nicht

stark sind. Jetzt hast du deine Stärke zurück.

und ich werde machen, was ich will, mit den

Agenten spielen“, verspricht Terevenja.

„Kannst du mir eine Feder von dir geben? Damit

kann ich nyshchparka eine Weile täuschen.“

„Ja, das kann funktionieren. Ich gebe dir eine

Feder, die mit einem Zauber belegt ist.“

Arti steckt eine weiße Feder unter Terevenjas

Flügel. Die Freunde nehmen Abschied und verabreden,

dass Terevenja und sie sich am platz des

Sieges wiedertreffen.


76

AM STeInGrAB

77

nyshchparka hat die Freunde gefunden und die

bösen Männer zum Steingrab geführt.

Terevenja, die wie Arti aussieht, fliegt schnell los.

Die Agenten laufen hinter ihr her.

Fast hätten sie den papagei geschnappt.

Doch Terevenja kann entkommen.

Herr Keinwort und Mister Mundzu geben nicht

auf. Sie gehen tiefer und tiefer in die Wälder

hinein. An ihrer Seite: nyshchparka,

auf der Suche nach Arti.

„Am Steingrab“ entstand

in Zusammenarbeit aller

schreiblustigen Schüler der

Schule Nr. 25. Ein Aufruf

wurde dafür gestartet.


78

79

"Das Konzert"

geschrieben von:

Yevgeniia

Krizyna

15 Jahre,

Klasse 9 (B1)

Katerina Bukscha

15 Jahre,

Klasse 9 (B1)

Lilith Melle

10 Jahre,

Klasse 4


80

DAS KonZerT

81

41

Schlimme, das =

das Schlechte,

sehr negativ,

unangenehm

Fietje, Marina und Arti sitzen auf

dem rand des Springbrunnens und

warten. Arti ist nervös. Die ganze Zeit

blickt er um sich. er hat Angst, dass

etwas Schlimmes passiert ist.

Terevenja ist schon so lang weg und

hinter den Agenten her.

Schlimmes

„Warum sitzt ihr so weit weg vom

Brunnen?“, hören die Freunde jetzt

endlich ihre Stimme.

„Ich bin sehr froh, dass du zurück

bist“, antwortet ihr Arti.

er und Arti sind jetzt sehr glücklich.

Sie wissen schon sehr viel über die

ukraine und über diese wunderbare

Stadt und ihre Menschen.

42

dämmern =

er wird dunkel,

hell, die Sonne

geht unter, auf

Marina gibt Fietje nun noch ein

Geschenk. Sie möchte ihn einladen.

es dämmert

schon und viele Leute

gehen an ihnen vorbei.

dämmern


82

DAS KonZerT

83

Liebevoll helfen die Großen den

Kleinen. Hier Katerina mit

Dascha & Dascha.

„Im Kulturhaus dort drüben, gebe ich jetzt ein

Konzert. Ich werde Gitarre spielen. Ich freue

mich, wenn du mitkommst.“

„Marina. Ich bin sehr dankbar für dieses Geschenk.

es wird unsere reise noch besser machen!“, sagt

Fietje erfreut.

„Aber wo werden wir unsere papageien lassen?

Können wir sie mit hineinnehmen?“

„Du kannst dich beruhigen! Terevenja und Arti

bleiben hier“, antwortet Marina. „Terevenja, meine

Liebe, wartet hier und achtet bitte auf die

Märchenkarte!“

43

artig =

brav, höflich

„Jawohl, alles wird gut! Viel Glück

beim Konzert!“, antwortet

Terevenja artig.

artig


84

DAS KonZerT

85

Nicht so viele

Fragen

auf einmal!

Wie war eigentlich

die Zugfahrt?

Was hast du die

ganze Zeit im Zug

gemacht? War das

langweilig?

Während Marina und Fietje im Kulturhaus sind, spielen

die papageien. Sie unterhalten sich:

„es war nicht langweilig. Ich habe mich mit allen unterhalten.“

und wie lernst du die vielen Sprachen?“

„Weißt du das nicht? Ich bin der König von Wort-reich!“

„Was? Wirklich? Der König?“

„Ja klar! und wo kommst du her?“

„Ich komme aus Gedankenleser-Land.“

„Was, du kannst Gedanken lesen?“

„Ja, aber leider nur in meiner Sprache.“

"Gedankenleser-Land“?

schreibe auch

etwas dazu!

„Hey, Terevenja, kannst du blitzschnell drei runden um

den Brunnen fliegen?“

„natürlich!“

Die AutorInnen waren mit

Johannes aus Frankfurt

im Haus der Kultur.

Terevenja fliegt so schnell sie kann um den Brunnen

herum.

„Jetzt rückwärts fliegen!“, fordert sie ihren neuen

Freund auf. Sie zeigt es ihm. Doch dabei vergisst sie,

dass ihre Federn nass werden.


86

86 DAS KonZerT

es ist so lustig, dass sie beim

Spielen auch die

Märchenkarte vergessen.

Terevenja hält vor Schreck

den Atem an.

Viktoria

stellt die

Szene für

das Buch

In Der ZWIScHenZeIT:

87

„oh nein!“, schreit sie.

„unsere Federn sind nass,

jetzt können wir nicht mehr

fliegen! und, Arti! Da sind die

Agenten!“

nach :).

Danke,

liebe Vik!

Arti sieht, wie die Bösewichte

die Märchenkarte stehlen. er

44

stehlen =

etw. an sich nehmen,

in seinen

Besitz bringen

45

plumpsen =

mit dumpfem,

klatschendem

Geräusch

aufkommen

möchte schnell zu ihnen fliegen. Doch er ist zu nass.

er plumpst wie ein Stein auf die erde.

Die Agenten freuen sich. Sie können die Situation

nutzen.

Da fällt ein netz auf die Vögel. Die Agenten

schnappen sich Artis Feder mit der

ukrainischen

Sprache. Dann

lassen sie die

Vögel wieder

frei.

stehlen

plumpsen


schreibe auch

etwas dazu!

88

DAS KonZerT

89

46

flüchten =

vor einer

Gefahr

weglaufen

"Terevenja und die Bösen“?

Mister Mundzu und Herr Keinwort flüchten als

sie Terevenja erkennen. Da war die Sache mit

dem Gedankenleser-Land.

Mit ihr ist nicht gut Kirschen essen.

erstaunt bleiben Arti und Terevenja zurück.

Da kommen Fietje und Marina aus dem Konzert.

Sie sehen die papageien, die auf sie warten.

„Was ist los mit euch?“, fragt Marina die beiden.

Terevenja sagt ganz verzweifelt:

„Wir haben ein großes problem! Arti kann nicht

mehr ukrainisch sprechen!“

Fietje ist geschockt. Die papageien erzählen den

Kindern das ganze Abenteuer mit den Agenten.

Terevenja in ukrainisch, Arti in deutsch.

flüchten

6

„Mit ihr/ihm ist nicht gut

Kirschen essen.“

Was bedeutet diese

Redewendung?

Mit wem isst du gern

Kirschen?


90

DAS KonZerT

91

„Wir müssen englisch miteinander sprechen,

solange bis wir meine ukrainische Sprach-Feder

wiedergefunden haben“, erklärt Arti.

Marina versucht, ihre Freundin zu beruhigen.

Sie schlägt vor, in den Märchen-park zu gehen.

Dort verbringen viele Leute jeden Tag ihre Freizeit.

Vielleicht finden sie dort Hilfe.

Lilith aus Jena ist fasziniert von der

ukrainischen Kultur und der Sprache mit

den kyrillischen Buchstaben.

Vor allem dieses Weicheitszeichen am

Ende von „Melitopol“ hat es ihr angetan.

Yevgenia beratschlagt mit Antje aus

Deutschland, wie ihre Geschichte

weitergehen könnte.

„Hört bitte! Die Bösewichte haben unsere

klimpern

Märchenkarte. Das bedeutet, dass sie uns im

Märchenpark schon erwarten, um noch mehr

von Artis Federn zu stehlen“, sagt Marina.

47

klimpern =

(hier)

mit den

Wimpern

schlagen

„Was machen wir jetzt?“, fragt Arti.

„Ich brauche die ukrainische Sprache wieder,

damit ich mit Terevenja sprechen kann. Ich

mag sie doch so sehr.“

Dabei klimpert er mit seinen Wimpern zu

Terevenja hinüber.

Schto

clytschulos?

(Was ist los

mit Dir?)

1

Terewenja, jetzt

verstehe ich dich

nicht mehr!

5

Fietje sagt: „Du bist wohl verliebt? Wir gehen

jetzt in den Märchenpark. Dort kannst du wieder

10

ein paar ukrainische Wörter lernen.“


92

93

"Das Märchenfeld"

geschrieben von:

Anastasia

Fanina

15 Jahre,

Klasse 9 (B1)

Diana Dilojan

14 Jahre,

Klasse 9 (B1)

Cedric Rohmeiß

11 Jahre,

Klasse 5

Fritz Haake

11 Jahre,

Klasse 5


94

DAS MärcHenFeLD

95

Den Stadtpark wollten die Kinder nach dem

Konzert sowieso besuchen.

und welche Farbe ist dort?“, interessiert sich

Arti. er spricht englisch, damit auch Terevenja

ihn versteht.

„Grün, es ist die grüne Farbe“, sagt Terevenja.

Fietje nimmt sein Skateboard. Sie fahren damit

los. Doch es ist ihnen nicht ganz

wohl dabei. niemand

weiß, wo sich die

Bösewichte

verstecken.

Als sie im park ankommen, sehen sie eine

wunderschöne Allee mit großen Bäumen. Am

ende der Allee kann man einen Brunnen sehen.

Die Blumenwege, die zu ihm führen, teilen den

park.

Marina erzählt Fietje über die Geheimnisse des

parks. Die papageien suchen inzwischen in der

Luft nach den Agenten.

Die Gruppe steht nun im Märchenfeld.

plötzlich sehen die klugen papageien, dass sie

die Bösewichte beobachten.

„Da sind sie!“, kräht Terevenja.

48

Geheimnis;

das, -se =

etw.

Unbekanntes,

nicht

Öffentliches

49

inzwischen =

während,

mittlerweile

inzwischen

Geheimnis

Zuerst wurde die

Handlung in der

ganzen Autoren-Gruppe

besprochen.

Nastia und Diana

schrieben daraufhin

die Geschichte Nr. 5

von gesamt 7 Kapiteln.


96 DAS MärcHenFeLD

97

verschwinden

50

verschwinden =

(hier)

sich unsichtbar

machen,

weggehen

Fietje und Marina laufen den Bösewichten nach.

Arti verschwindet endlich ins Skateboard.

überall stehen viele Figuren. Das sind Figuren aus

Märchen. Die Kinder verstecken sich hinter ihnen.

Fietje wählt die Figur „Krokodil Gena“. Das ist die

höchste und lustigste Figur, die es gibt.

Das Krokodil Gena hat große blaue Augen, einen

kleinen schwarzen Hut und eine rote Jacke. Marina

läuft zur Figur „Gestiefelter Kater“. Terewenja

versteckt sich hinter der Figur „Das sprechende

Brötchen“.

plötzlich laufen Herr Keinwort und Mister Mundzu

um die ecke. Sie suchen die Freunde überall:

Gorky Park

Der Gorky Park ist ein

beliebter Ort, um mit Freunden

und Kindern zu entspannen.

Der Park hat viele Geschäfte, wo

man einfach nur sitzen kann. Es

gibt einen kleinen Pinienwald, von

Eichhörnchen und Tauben bewohnt.

In der Mitte des Parks ist ein wunderbares

Kindercafé.

Das "Märchenfeld“ ist interessant

für Kinder und Erwachsene.

Hier stehen Figuren aus

ukrainischen und russischen

Märchen.

nirgendwo

hinter den Bäumen, unter den Bänken. Aber sie

können sie nirgendwo finden. Fietje und Marina

wissen, dass die Bösewichte keine chance haben,

sie zu finden. Tatsächlich. Sie geben mit der Suche

auf und verlassen den park. Langsam kommen die

Freunde aus ihren Verstecken hervor.

Mach dich doch auch

einmal auf die Suche

nach dem Krokodil

Gena!

Spannend!

7

51

nirgendwo =

an keinem Ort

Fritz begibt sich auf

die Suche nach Fotos

vom Märchenfeld.

Cedric hat einiges über das

Krokodil Gena gefunden.


98

99

"Kirschen"

geschrieben von:

Elvina

Kurtsejtova

14 Jahre,

Klasse 7 (B1)

Viktoria Robota

11 Jahre,

Klasse 6 (A2)

Julius Regel

11 Jahre,

Klasse 5


Die Kirschen aus Melitopol werden

Russland und andere Ländern der

ehemaligen Sowjetunion exportiert.

Die Stadt hat ein Forschungsinstitut

für Zuchtsteinobst und ist sehr berühmt

für seine vielen Kirschsorten.

Die Kirschen sind süß und saftig.

100 KIrScHen

101

„Kommt, wir gehen einfach weiter! Marina, weißt

du, welche Farbe jetzt kommt?“, fragt Fietje.

Die nächste Farbe ist rot. Dort ist das Institut des

pflanzengärtenbaus“, kräht Terevenja dazwischen.

„Dort gibt es auch viele Süßkirschen“, sagt Marina

mit Stolz.

Als sie im Süßkirschengarten ankommen, wundern

sich Fietje und Arti sehr. um sie herum

stehen jede Menge Bäume, die viele verschiedene

Süßkirschensorten tragen. Die Freunde gehen

weiter in den Garten und sehen ein interessantes

Bild. Herr Keinwort und Mister Mundzu sitzen auf

dem Boden und essen Kirschen.

ausgerechnet

52

ausgerechnet =

gerade

(emotional

verstärkt)

„Ausgerechnet hier!“,

seufzt Marina.

Die Kirschen und Die Forschung

Im Zentrum von Melitopol

gibt es experimentelle

Kirschgärten.

Sie sind über 200 Hektar groß.

nach Deutschland, Frankreich,


102

KIrScHen

53

anschleichen =

sich langsam und

heimlich nähern

Schon im Märchenpark hat Marina mit ihrem

Gedankenleser-Armband gesehen, dass Herr

Keinwort und Mister Mundzu in ihrer Gedanken-

Sprache über den Kirschgarten reden.

es sieht aus, als haben sie alles andere vergessen.

Sie haben auch vergessen, sich zu verstecken.

Die Kinder

schleichen sich von hinten an.

Sie ziehen die drei gestohlenen Federn aus der

Hosentasche von Mister Mundzu.

anschleichen

und aus der Jackentasche

von Herrn Keinwort

nehmen sie die Märchenkarte.

Jetzt hören die Agenten die

Schritte und das Lachen der

Kinder. Sie werden sehr wütend.

Sie beginnen mit Kirschkernen auf die

Freunde zu schießen.

ausweichen

103

Doch Arti, Terevenja, Marina und Fietje lassen sich

keine Angst machen. Sie werfen die Kirschkerne

zurück.

Mister Mundzu und Herr Keinwort versuchen,

den Kernen auszuweichen. Sie hüpfen und

machen komische Bewegungen.

54

ausweichen =

zur Seite gehen

(schnell)

Elvina und Viktoria,

ein leises und doch

starkes Team!


104

KIrScHen

105

Die Agenten laufen weg und verlassen den Garten.

Die Freunde lachen laut.

Danach in Jena: Arbeiten am Text

aus der Ukraine.

Julius schreibt seine Fragen an die

Mädchen aus Melitopol in ein Dokument.

Marina und Terevenja erzählen noch lange über die

berühmten ukrainischen Süßkirschen.

Die deutschen Gäste probieren sie mit Genuss.

Terevenja verabschiedet sich kurz und fliegt los.

Dann kommt sie wieder und lächelt in sich hinein.

Sie weiß, wohin die Bösewichte rennen.

Sie gehen jetzt zur

Försterei. Dort irren

sie eine Weile herum.

Mindestens 1 Tag lang!

Garantiert!


106

107

"In der Schule"

geschrieben von:

Sergiy Kolomijez

10 Jahre,

Klasse 4 (A2)

Ganna Kaljan

11 Jahre,

Klasse 5 (B1)

Lillian Neumann

10 Jahre,

Klasse 4


108

In Der ScHuLe

109

nach dem Geschehen im Süßkirschengarten

fliegen die beiden papageien in die Schule, die

Marina besucht. Die Schule hat die nr. 25.

Sie wollen sich dort vergnügen.

Sie fliegen rasch durch ein offenes Fenster in den

Biologie-raum hinein.

„oh, wie schön diese Schule ist!“, sagt Arti.

„Ja, sie ist groß und sehr schön“, antwortet

Terevenja.

exponat

plötzlich treten Herr Keinwort und Mister Mundzu

in den raum. ‚Das kann doch nicht wahr sein!’, denkt

sich Arti. Wie haben sie das geschafft?

Arti und Terevenja setzen sich schnell auf ein regal.

Darauf stehen viele exponate.

Sie sitzen bewegungslos da. Die Agenten bemerken

sie nicht. Sie denken, dass sie auch exponate sind

und gehen wieder aus dem raum.

55

Exponat,

das, -e

= Ausstellungsstück

(eines

Museums)

Ganna liest allen ihre und

Sergiys Geschichte laut vor.

Bravo!


1963 als eine neue Art von

Versuchsschule eingerichtet.

110

In Der ScHuLe

56

stöhnen =

mit einem Laut

ausatmen

57

heimisch =

aus dem

eigenen Land

stammend

heimisch

„puh, das war knapp!“, stöhnt Arti.

nun zeigt ihm Terewenja die verschiedenen

heimischen Vögel.

Arti, schau mal! Wir haben großes Glück! Hier

steht tatsächlich ein Transformer-Vogel!“

„Was ist das denn?“, fragt Arti.

„Gib mir die Feder mit der ukrainischen Sprache“,

bittet ihn Terevenja.

zucken

stöhnen

Sie steckt die Feder nun in den Schnabel des Vogels.

Dieser fängt plötzlich an zu zucken und zu

blitzen, rauch kommt aus seinen nasenlöchern.

er sieht aus wie ein riesiges ungeheuer.

Arti bekommt Angst.

nach einigen Minuten ist der Spuk vorbei.

Der Vogel steht genauso leblos da wie vorher.

Terevenja nimmt ihm die Feder wieder aus dem

Schnabel und steckt sie glücklich

in Artis Federkleid zurück.

blitzen

Jetzt

hat uns

die Sprache

für immer

verbunden.

111

58

zucken =

schnelle Bewegung

machen, wackeln,

zappeln

59

blitzen =

[plötzlich auf]

leuchten

60

Spuk, der, -e =

Geisterscheinung,

Schule Nr. 25, Melitopol

Die Schule wurde

Spuk

Es gab nur 9. und 10. Klassen. 1987 eröffnete

man klassen mit Fokus Biologie

Dank Lillians Recherche

konnten sich in Jena alle

mehr unter Melitopol vorstellen.

und Geographie. Seit 2001 hat die Schule

den Status der fortschrittlichen Fachschule

für Fremdsprachen.

Die Schüler lernen Deutsch, Französisch,

Englisch, Russisch und Ukrainisch.


112

In Der ScHuLe

113

Arti steht der Schnabel auf vor Staunen.

nun ist die ukrainische Sprache seine feste Verbindung

zu Terevenja.

er möchte sich bei diesem Transmitter-Vogel

bedanken.

Doch da rennen Marina und Fietje in den Klassenraum.

Sie sind besorgt, weil sie nicht wissen, was

mit ihren Freuden geschehen ist.

Sie haben kein gutes Gefühl. Die papageien sehen die

Kinder und fliegen auf sie zu.

Alle sind sehr glücklich, dass sie wieder zusammen

sind und sie die Bösewichte nicht gefunden haben.

Ach, hätte doch jede Schule jemand wie

YULIIA KOCHETOVA! Wie leicht wäre manchmal

das Lernen! Yuliia kennt die Schule seit ihrem

Bestehen. Danke, liebes „Urgestein“! ; )


114

DIe FLITSe

115

Arti und Fietje müssen nun Abschied nehmen.

Schon morgen werden sie weiterfahren. Fietje

möchte unbedingt seine uroma olga besuchen.

Sie versprechen wiederzukommen und noch

einmal den Weg der Märchenkarte zu gehen.

Die Agenten irren immer noch in den Dörfern

umher, die rund um Melitopol liegen.

Terevenja, ich

vermisse dich

jetzt schon!

Weil sie keine Sprache haben, können sie niemanden

fragen. es ist bekannt, dass in der ukraine nur die

Sprache dorthin führt, wohin man möchte.

Falls du zwei komische Männer und ein Wesen mit

sechs Beinen siehst, versuche nicht, ihnen den Weg

zu erklären. Sie verstehen sowieso nicht, was du

sagst.

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