EFFI am Abend - 50 Jahre FCE

fceffretikon

Jubiläumszeitung und Nachschlagewerk für Fussball- und FCE-Interessierte

www.fceffretikon.ch

Samstag, 27 August 2016

Effretikon, Nr. 1

EFFI

am Abend

Legendenspiel

Die Teams 21

HEUTE ABEND

50°

MORGEN

51°

Talentschmiede für

künftige Generationen

Einst Rivalen und heute Verbündete.

Gemeinsam ist man

stärker als allein. Alles zum

Nachwuchsprojekt.

NACHWUCHS 21

Neue Stars im

Eselriet

Der FCE verpflichtet

die Zwillinge Robi

und Robo und landet

damit den Coup des

Jahrzehnts. NEUZEIT 42

SIE HABEN DEN FCE GEPRÄGT

Fussball total!

Eine unglaubliche Anzahl freiwilliger und fleissiger Helfer hat den

FC Effretikon zu dem gemacht was er heute ist. Stellvertretend rücken

wir einige von Ihnen ins Rampenlicht. PEOPLE 12/13

Jubiläumsprogramm

08.30 Uhr

Olympiade für Alle

09.00 Uhr

Grosser Schuhtest

16.00 Uhr

Legendenspiel

18.30 Uhr

Abendunterhaltung

22.00 Uhr

After Bar

GEBURTSSTUNDE

Was, schon 50

Jahre her?

Flugblätter an Telefonmasten

lockten 20 Fussballfreunde

und Enthusiasten

an die Gründungsversammlung.

In 30 Minuten

war der Verein geboren.


ENTSTEHUNG 2

UNGLAUBLICHES

Das Trainingslager

erzählt!

Die beste Zeit des Jahres

aus einem ganz anderen

Blickwinkel und die Erkenntnis,

dass die Frauen

den Männern in nichts

nachstehen.

GESCHICHTEN 7

AUFGEBAUT

In nur einem Jahr

zum Clubhaus

Wie die Macher vom FCE

aus einem Materialraum

ein geselliges zu Hause für

viele Generationen machten.

Und das sogar zwei

Mal.

HOME SWEET HOME 36


2 ENTSTEHUNG www.fceffretikon.ch

Oise Präsi

Einer für alle –

Alle für einen

Den Kinderschuhen

entwachsen

Es ist kaum zu glauben,

dass unser FCE schon 50

Jahre alt ist. Jahrelang haben

wir uns damit abgefunden,

dass wir im Vergleich

zu vielen Nachbarvereinen

noch in den Kinderschuhen

stecken und noch keine

Geschichte haben. Nun

haben wir also auch schon

ein halbes Jahrhundert auf

dem Buckel und wehren

uns dagegen alt zu werden.

Ihr haltet unsere Jubiläumszeitung

in Euren

Händen und ich hoffe

sie erfüllt den geplanten

Zweck. Sie soll unterhalten,

zum Schmunzeln anregen,

Erinnerungen wecken, den

FCE wenigstens teilweise

erklären und auch zeigen,

wer die vielen Personen waren

und sind, welche diesen

Verein ins Leben gerufen

und gross gemacht haben.

Mit dieser Zeitung ist es

wie mit dem Präsidentenamt.

Der Präsident soll

für alle da sein und das

Gesamtinteresse im Auge

haben. Diese Zeitung soll

für alle etwas bieten, so viele

Mitglieder wie möglich

sollen sich wiederfinden,

allerdings ohne Anspruch

auf Vollständigkeit. Darum

bitte ich alle, welche keine

Erwähnung fanden, um

Verständnis.

Ich habe fast mein ganzes

Leben in diesem Verein

verbracht und danke allen,

welche dies in irgendeiner

Form auch tun. Uns allen

wünsche ich ein schönes

Fest und alles Gute für die

nächsten 50 Jahre.

André Sahli

Was, ist das auch

schon 50 Jahre her?

UND LOS ... Passanten und Einwohner wunderten sich im Sommer 1966. Zahlreiche hölzerne

Telefonmasten waren im Dorf mit Flugblättern beklebt. Eine fussballbegeisterte Gruppe rief zur Gründung

eines Fussballclubs in Effretikon auf. Würde der Aufruf fruchten?

Von Heinz Minder

Z

u den zwanzig interessierten

Personen die schliesslich

Gründungsmitglieder

wurden und den FC Effretikon

aus der Taufe hoben,

zählt Theo Amann. Damals

knapp 17jährig, erinnert

sich die FCE-Legende heute

noch. „Einige Fussballer

spielten früher beim FC

Illnau. Als dieser aufgelöst

wurde, gingen einige

Spieler zum bereits 1905

gegründeten FC Kempttal“.

Karl Bloch, ebenfalls

FCE-Gründungsmitglied,

traf sich praktisch jeden

Morgen auf dem Effretiker

Bahnhof mit Theo’s Vater

Ernst Amann, um mit dem

Zug nach Zürich zur Arbeit

zu fahren. Natürlich unterhielten

sich die beiden häufig

über Sport im Allgemeinen

und Fussball im Besonderen.

Bloch, der früher in der Stadt

Zürich wohnte: „Für mich

war es fast unglaublich, dass

mein neuer Wohnort Effretikon

nicht über einen eigenen

Fussballklub verfügte“.

So wuchs bei ihm und Ernst

Amann die Erkenntnis, diesbezüglich

etwas unternehmen

zu müssen.

Fast parallel dazu ergab sich,

dass einige ehemalige Illnauer

beim

FC Kempttal

Probleme

mit dem

Verein bekamen.

Heute

würde man

es wohl „Integrationsprobleme“

nennen. Theo Amann:

In Effretikon entstand

eine Bewegung, die zum

Ziele hatte, einen FC Effretikon

auf die Beine zu

stellen. Am Stammtisch im

Nussbaum konkretisierten

sich die anfänglich lockeren

Gedanken, Wünsche und

Vorstellungen wurden zum

handfesten Projekt.

Und weil früher eben alles

anders war und die Mobilisierung

von Leuten nicht wie

heute mit Whats-App, Twitter,

Doodle

oder Facebook

erfolgen

konnte, wurde

Theo Amann

«Unglaublich –

kein Fussballclub»

Die 20 Gründungsmitglieder

von 1966

auf andere

Art und

Weise auf die bevorstehende

Gründung des FC Effretikon

aufmerksam: „Die Telefonmasten

waren aus Holz und

standen im

ganzen Dorf

verteilt. Daran

fand ich

einen Flyer -

hiess damals

wohl noch

Flugblatt- angenagelt. Aufgerufen

wurde, wer Interesse

am Fussball habe, zur Gründung

des FCE am besagten

Datum in den Nussbaum zu

kommen“.

«Beim FC Kempttal

nicht glücklich»

Zusammen mit 19 Gleichgesinnten

fand der 17jährige

Amann am Versammlungsort

ein. Um 20.30 Uhr konnte

Tagespräsident Hans Betschmann

die Versammlung eröffnen.

Er nannte als Grund,

in Effretikon einen Fussballklub

zu gründen: „Seitens

der Effretiker

Jugend

besteht ein

grosses Bedürfnis,

sich

in der Freizeit

sportlich zu

betätigen“. Im Hinblick auf

die geplante Errichtung eines

Sportzentrums im Eselriet,

welches 1966 noch nicht bestand,

sei der Zeitpunkt gekommen,

die notwendigen

Voraussetzungen zu schaffen.

Nach nur 35 Minuten

war die Gründung des

FC Effretikon Tatsache.

Einstimmig wurde der erste

FCE-Vorstand mit folgenden

Personen gewählt: Robert

Wyss, Hans Betschmann, Erwin

Kaspar, Walter Schrämli,

Hans Züger, Max Brändli,

Werner Bär.

Die Fussballer beteiligen sich

im Gründungsjahr noch nicht

am Meisterschaftsbetrieb

und bestritten „nur“ auswärtige

Freundschaftsspiele.


27. August 2016 3

Unglaublich aber wahr:

Gespielt wird nur Auswärts!

WOHIN? Der Fussballclub Effretikon war gegründet. Doch die Kicker hatten ein Problem – sie verfügten über keinen Fussballplatz. Der

musste mit vielen Frondienststunden im Eselriet erst erschaffen werden. Trainiert und gespielt wurde trotzdem. Letzteres nur auswärts.

Von Heinz Minder

D

er Verein will in der Saison

1967/68 aktiv in den

Spielbetrieb einsteigen. Trainiert

wird jeweils mittwochs

in der Turnhalle des Schlimperg-Schulhaus

und ‚in absehbarer

Zeit sollen auch eine

Junioren- und eine Seniorenmannschaft

gegründet werden‘.

Weil die Fussballer noch

keinen eigenen Fussballplatz

haben, müssen alle Freundschaftsspiele

auswärts ausgetragen

werden. Aber es gab

noch ganz andere Herausfor-

Team der ersten Stunde*

derungen. Der FC Effretikon

erhielt im Frühjahr 1967 vom

Sportclub Mefag leihweise

ein Tenü zur Verfügung gestellt.

Gründungsmitglied

Hugo Giezendanner,

welcher auch

zum ersten

Trainer ernannt

worden

ist, stiftete die

Hosen zum Tenü. Der Verein

übernahm die Stulpen.

Das allererste Fussballspiel

des FC Effretikon war am

19. August 1967 – die Effre-

«Ein 2:2 zur Freundschaftspremiere»

tiker trafen in Uster auf den

FC Zellweger II und erreichten

ein 2:2 Remis. Nach dem

Auftakt trafen die Effretiker

am 27. August auf das Seniorenteam

des

FC Töss – und

verloren 1:4.

Dann begann

das Abenteuer

des FC Effretikon

erst richtig. Der Verein

nahm in der Saison 1967/68

erstmals in der 4. Liga am

Meisterschaftsbetrieb teil.

Allerdings mussten wegen

dem fehlenden Spielfeld alle

Begegnungen auswärts austragen

werden. Das erste Meisterschaftsspiel

des FC Effretikon

fand am

2. September

1967 gegen

Fehraltorf II

statt. Theo

Amann: „Wir

reisten natürlich

erwartungsvoll nach

Fehraltorf, wo wir uns im Restaurant

Scharfeck umziehen

und mit den Autos anschliessen

zum Sportplatz Speck

«Dank falschem

Goalie zum Erfolg»

fahren mussten“. Der Sportplatz

liegt hinter dem Flugplatz

in Richtung Wald, ungefähr

einen halben Kilometer

vom heutigen neuen Hauptplatz

der

Fehraltor fer

(Sportplatz

Hüt tenw ies)

entfernt. „Unser

Gegner

hatte ein personelles

Problem“, erinnert

sich Theo Amann an seinen

ersten Einsatz beim einem

Punktespiel des FC Effretikon.

„Die Fehraltorfer-Reservisten

hatten keinen Keeper.

So musste ein Feldspieler

in das Tor und machte nicht

immer den sichersten Eindruck“.

Dass die Effretiker

Meisterschaftspremiere mit

einem 6:4 Auswärtssieg gleich

ein voller Erfolg war, „lag aber

weniger an unserer damaligen

Offensivstärke, vielmehr aber

am unsicheren Schlussmann

der Heimtruppe“.

*Hintere Reihe von links: Paul Seeholzer, Robert

Wyss, Nicklaus Müller, Theo Amann,

Walter Schrämli, Albert Mattle, Hansueli

Peter, Sigi Rechberger

Vordere Reihe: Fredy Mercoli, Rolf Rathgeb,

Walter Erb, Michael Kümin, Rolf Brändli

Mer händ kä Gäld, mer händ kä Gäld

KEINE KOHLE Sportzentrumprojekte in Effretikon brauchten von jeher einen langen ‚Schnuuf‘ und viel Durchhaltewillen. Aus dem

Protokoll einer Sitzung von 1968.

Von Hans Albiez

D

a die Stimmung an letzten

Gemeindeversammlung

bezüglich eines Projektierungskredites

von 170‘000

Franken eher pessimistisch

zu und her ging, trafen sich

Gemeinderäte und Architekt

mit Vertretern aller grossen

Sportvereine. Schon damals

gab es viele Stimmen, welche

Entscheidungen ausschliesslich

aufgrund des Zustandes

des Portemonnaie fällen

wollten und das Sprüchlein

‚mer händ kei Gäld, mer händ

kei Gäld‘ wurde oft gehört.

Gemeinderatpräsident Toni

Jegen selber war aber in Bezug

auf die Gemeindefinanzen

viel optimistischer.

FCE Vertreter Hans Betschart

strich damals schon

die Jugend heraus und verwies

darauf, dass der FCE

ohne weiteres vier Juniorenteams

stellen könnte, wenn

denn endlich Garderoben zur

Verfügung stünden. Der erste

Fussballplatz wurde damals

gerade im Frondienst durch

die FCE Mitglieder erstellt

und Betschart stellte die Frage,

ob der zweite ebenfalls in

eigener Regie erstellt werden

müsse.

Der Antrag wurde der Gemeindeversammlung

unterbreitet:

Von uns, für unsere

Jugend, für uns alle, für die

Hans Betschart vertrat

den FC Effretikon

Zukunft. Der Antrag wurde

angenommen und der Grundstein

für die Sportstadt Illnau-Effretikon

gelegt.


4 INFRASTRUKTUR www.fceffretikon.ch

Dä Stapi

Gemeinsamkeiten

mit dem FCZ

Aufstiegshoffnung

dank

Jugendarbeit

Der FCE und der FCZ haben

etwas gemeinsam: Sie steigen

gelegentlich ab … Das Gute daran:

Wenn man absteigt, kann

man auch wieder aufsteigen!

Und die Fans freuen sich

umso mehr, wenn es wieder

läuft.

In der Öffentlichkeit ist es vor

allem die erste Mannschaft,

die den Verein repräsentiert.

Mit ihr leiden die Anhänger

mit; sie verkörpert den Verein

gegen aussen. Mindestens

ebenso wichtig sind aber

alle anderen Teams, von den

kleinsten Junioren über die

Frauen bis zu den ältesten Senioren,

auch wenn sie weniger

im Blickfeld stehen. Denn sie

machen mit ihren Spielern,

Trainern und Funktionären

die Seele des Clubs aus.

Ganz besonders wichtig sind

für mich die Junioren- und

Juniorinnenteams. Fussball

ist eine „niederschwellige“

Sportart – ein Ball sowie ein

Paar Schuhe mit Nocken oder

Stollen genügen! Der Andrang

ist dementsprechend gross.

Als Stadtpräsident bin ich

mir bewusst, welche Leistung

der FCE in der Jugendarbeit

leistet. Teamgeist, Zusammenspiel

und Disziplin sind Kompetenzen,

die viele Jugendliche

im Fussballclub lernen.

Dazu gehört die Kenntnis und

Einhaltung der Regeln, die in

allen Ländern gleich sind. Die

internationale Ausrichtung

führt dazu, dass beim FCE

viele ausländische Jugendliche

am Ball sind und der Verein

damit einen wichtigen Beitrag

zur Integration leistet.

Und wenn der FCE – hoffentlich

bald! – wieder in die 2.

Liga aufsteigt, werden auch

diese Spieler sehr stark daran

beteiligt sein.

Ueli Müller

Mit Eigeninitiative und

Verhandlungen

SELF MADE Nur ein Fussballplatz und zwei Garderoben für den ganzen Verein. Heute kaum noch

vorstellbar. Zudem musste in den Anfängen vieles selber erstellt werden. Ein Ausflug in die ersten Jahre im

Eselriet.

Von Hans Albiez

G

rundsätzlich hinkte die

Infrastruktur des FC Effretikon

immer schon hinter

der Realität her. Der Verein

ist gegründet, hat aber kein

Fussballplatz, geschweige

denn Garderoben. Es war viel

Enthusiasmus

und Flexibilität

gefragt.

Immerhin,

schon im

Herbst 1966,

also noch im Jahr der Gründung

begannen 21 Aktivmitglieder

des FCE mit der

Erstellung des ersten Fussballfeldes

auf dem Areal des

heutigen Kunstrasenplatzes.

1200 Frondienststunden in

eineinhalb Jahren waren notwendig.

Da der Platz noch

ganz am Waldrandstand

stand, wurde er nur vier Jahre

nach Fertigstellung 1972

wiederum in eigener Initiative

inklusive Ballfang und

Abschrankungen in Richtung

Schwimmbad verlegt. Dabei

wurde endlich auch eine

Beleuchtung erstellt. Dummerweise

verursachte die

Installationsfirma mit ihren

Fahrzeugen eine 50cm tiefe

Schneise in den eben frisch

angesäten Rasen. Die Mitglie-

«1200 Frondienststunden

für

Fussballplatz»

der stellten das Stück wieder

in eigener Regie in Stand und

die Versicherungssumme von

1000 Franken ging in die Vereinskasse.

1980 konnte endlich das

zweite Fussballfeld (der heutige

Platz 3) in Betrieb genommen

werden.

Stadtrat

Stettler und

Landbesitzer

Gull fanden

zusammen

mit FCE Vertreter

und Platzwart Hans

Albiez eine Lösung. 7000m2

Land wurde abgetauscht. Der

Rasenplatz wurde von einer

Gartenbaufirma erstellt, aber

die Mitglieder des FCE erstellten

den Ballfang und die

Abschrankungen selber. Für

den Platzunterhalt war danach

der damalig

Platzwart

selber

zuständig. Die

Eröffnung des

Platzes stellten

sich die

FCE Mitglieder aber etwas

anders vor. Bevor der FCE im

Herbst 1980 den Platz erstmals

selber benutzen durfte

fand darauf in Juni 1980 darauf

das Verbandsfest der Turnier

statt.

Modell von 1968 als Grundstein

für das heutige Sportzentrum

«Turner durften

zuerst auf den

Fussballplatz»

1984 wurde dann noch der

heutige Hauptplatz in Betrieb

genommen. Ein Jahr später

durfte der FCE auch endlich

die feuchten und kalten Garderoben

im Untergrund des

ehemaligen Schwimmbadgebäudes

verlassen und hatten

künftig unter der Eisfeldtribüne

je nach Jahreszeit zwischen

vier und sechs Garderoben

zur Verfügung.

In Eigenregie erstellte der

FCE Weg und Treppe und

damit eine neue Wegführung

von den Plätzen zu den Garderoben.

Damit konnte einerseits

viel Schmutz auf dem

Eisfeldareal und andererseits

viele Diskussionen mit

dem damaligen Betriebsleiter

Hans Heeb vermieden werden.

Es ging allerdings nicht

lange und die neue grosszügige

Garderob

en f läche

genügte hinten

und vorne

nicht mehr.

Spätestens als

der Frauenund

Mädchenfussball im FCE

Einzug hielt, war das Nebeneinander

von Fussball- und

Eisbetrieb eine logistische

Gratwanderung.


27. August 2016 5

Sportzentrum Eselriet 2.0

DAUERBRENNER Seit der Jahrtausendwende beherrschte neben sportlichen Höhepunkten vor allem ein Thema die Agenda des

FC Effretikon. Infrastruktur… Infrastruktur… Infrastruktur. Die Geduld wurde belohnt.

Von André Sahli

J

ahr für Jahr graute es den

Verantwortlichen des FCE

vor den rund vier Wochen

im Herbst, in welcher sich

Fussball und Eissport im

Eselriet überschnitten. Der

FCE inzwischen auf rund 25-

30 Teams angewachsen und

Heimat nicht mehr nur für

Männlein, sondern auch immer

mehr Weiblein, musste

in dieser Zeit den gesamten

Trainings- und Spielbetrieb

in zwei bis vier Garderoben

quetschen. Teilweise unhaltbare

Zustände waren an der

Tagesordnung.

Nachdem der Leidensdruck

von allen Seiten zunahm,

entstand Anfang dieses Jahrtausends

ein Projekt, das inzwischen

sehr in die Jahre

gekommene Eselriet in Etappen

in die Neuzeit zu überführen.

Und wie schon beim

ursprünglichen Bau stellte

sich die Frage in welcher

Etappe wird was erneuert

oder erstellt.

Da die Eisfelder

aufgrund

nicht mehr

eingehaltener

ge set z licher

Vorschriften

eine Schliessung drohte

und das Freibad im höheren

allgemeinen Interesse war,

wurden diese beiden Etappen

«Männlein und Weiblein

teilten sich

Garderobe»

vorgezogen. In der letzten und

für den FCE entscheidende

Etappe ging es um den Garderobentrakt.

Ein erster Anlauf,

in welchem die Sportvereine

noch nicht einbezogen waren,

wurde vom Gemeinderat

Bach ab geschickt. Erst später

unter der Federführung

des neuen für Jugend und

Sport zuständigen Stadtrates

André Bättig wurde das Projekt

erneut

auf die Reise

geschickt und

beinhaltete

zusätzlich

zum Hauptgebäude

noch

einen Kunstrasenplatz und

eine Eisfeldüberdachung.

Es ging für die Sportvereine

um alles oder nichts. Die

«Alles oder nichts

– Kunstrasen und

Eisfelddach»

Präsidenten der im Eselriet

beheimateten Vereine waren

dieses Mal auch Teil des Projektteams.

Zusätzlich wurde

vom Dachverband Illnau-Effretiker

Sportvereine

(DIES)

mächtig für

das Projekt

Stimmung

gemacht. Es

ging um alles oder nichts.

Eine nochmalige Etappierung

durfte nicht sein. (Fast)

alle Parteien und alle Sportvereine

zogen am gleichen

Strick. Entscheidende Gemeinderatssitzungen

wurden

zu wahren Volksfesten. Hunderte

von Mitgliedern aller

Sportvereine machten auf

dem Märtplatz Stimmung.

Modern und praktisch

Auf den Rängen des Stadthaussaales

entstand je nach

Votum auch mal Fussballstimmung.

Der DIES setzte

eine erstklassige Werbekampagne

um. Der

grosse Einsatz

wurde belohnt

- die drei Vorlagen

für Haupttrakt

(83%),

Eisfeldüberdachung

(75%) und Kunstrasen

(wurden mit 71%) wurden

über alle Erwartungen deutlich

angenommen.

Es wurde mit der Umsetzung

begonnen. Alles lief nach

Plan – mit Ausnahme des

Kunstrasenplatzes. Während

der Haupttrakt und die Eisfeldüberdachung

pünktlich

Jahr 2012 eröffnet werden

konnte, mussten die Fussballer

sich noch bis im Juli 2013

gedulden, um den ersten Fuss

auf den Kunstrasen setzen zu

können. Überraschungen im

Untergrund und Differenzen

mit der beauftragten Baufirma

sorgten für Verzögerungen

und Mehrkosten, welche

heute noch thematisiert werden.

Welklasse Kunstrasen

Aber das Warten und der

lange Kampf hat sich gelohnt.

Die Sportvereine in

Illnau-Effretikon haben ein

wunderschönes neues zu

Hause bekommen. Dieses ist

einer Sportstadt würdig und

alle Bürgerinnen und Bürger

dürfen darauf stolz sein.


6 GESCHICHTEN www.fceffretikon.ch

Oberster

Zürcher

Fussballer

Von Effretiker Tugenden

profitiert jetzt auch die Region!

11502, eine

magische Zahl

11502 – ein Geheimcode

mit der Quersumme 9? Ein

im Eselriet falsch parkiertes

Auto mit Abschleppansage?

Weder das eine noch

das andere. Es ist die Clubnummer

des FC Effretikon.

1978 als E-Junior in den

Verein eingetreten, interessierte

mich damals nur

das Erlebnis Fussball. Ich

konnte nicht wissen, dass

eben diese 11502 mit all

ihrem Hintergrund zu

einem wichtigen Inhalt

meines Lebens aufsteigen

würde. 38 der inzwischen

50 Jahre erlebte ich hautnah

und aktiv mit, bin also

fast so etwas wie knapp ein

«4/5-Urgestein».

Geburtstage sind stetig

wiederkehrende Indikatoren

dafür, wie schnell das,

was wir «Zeit» nennen,

vorüberrauscht. Was sich

doch alles entwickelt hat in

den letzten Jahren, eingeschlossen

all die Veränderungen

beim FCE. Als

Präsident des FVRZ kriege

ich Einblicke in dessen 185

angeschlossene Clubs und

darf – selbstverständlich

grösstenteils objektiv –

feststellen: Der FCE hat

sich zu einem mehr als

nur Vorbildlichen Verein

entwickelt und kann sich

im Vergleich zu andern mit

Stolz präsentieren.

Mir bleibt für dieses Jubiläum

und die Zukunft dem

FCE alles Gute zu wünschen.

Und jenen zu danken,

die heute den Verein

führen. Aber natürlich auch

jenen, die mir damals den

Fussballstart ermöglichten.

Sandro Stroppa

Ein ständiges Auf und

Ab mit den Jubiläen

PARTYTIME Wenn man jung ist, hat man das Gefühl 20 Jahre seien eine Menge Holz und müssen

gefeiert werden!

Von Peter Karsch

E

Christine Karsch ehrt Dölf

Feuz - Vereinswirt der ersten

Stunde – dem Nussbaum

ine aussergewöhnliche

Generalversammlung

fand 1986 im neuen Clubhaus

statt. Max Wipf gab nach 6

Jahren seinen Abschied als

Präsi und kurzfristig stellte

sich der Effretiker Garagenbesitzer

Wolfgang Sahli zur

Wahl. Da er aber seine Skiferien

nicht mehr verschieben

konnte, war er der erste

und bisher einzige Präsident

in der Geschichte des FC Effretikon,

der Abwesenheit

gewählt wurde. Mit dem

vor der Tür stehenden Fest

zum „20-jährigen“ hatte er,

ohne auf die Planung noch

grossen Einfluss nehmen

zu können, einen denkbar

schlechten Start in seine Präsidentschaft.

Das Fest ging

aus verschiedensten Gründen

in die Hose und wurde zum

finanziellen Debakel. Zudem

stieg die 1.Mannschaft nach

nur einem Jahr in der 2. Liga

gleich wieder ab. Wenn man

kein Glück hat, kommt bekanntlich

noch Pech dazu!

Nach 6 Jahren Amtszeit und

einer absolut gelungenen Jubiläumsfeier

zum „25-jährigen“

im Zirkuszelt des Zirkus

Stadtrat Max Binder bei seiner

Ansprache zum 25igsten

mit Präsident Wolfgang Sahli

Monti konnte er auf eine gute

und erfolgreiche Zeit mit vielen

Höhepunkten zurück blicken!


27. August 2016 7

Das Trainingslager erzählt ...

UNGESCHMINKT Über mich gibt es viele Geschichten – wahre und halbwahre. An mich gibt es viele Erinnerungen – schöne und

weniger schöne und geheime. Es ist Zeit, Euch allen offen zu erzählen, wer ich wirklich bin.

Top Fit dank Teambuilding

Die Frauen standen den

Männern in nichts nach

Von Ceule Blatter

J

ahr für Jahr gehe ich mit

diesen „jungen Wilden“ auf

Reisen. Meist mit dem Flugzeug.

Leider muss ich mich

schon oft beim Einchecken

schämen, nicht nur wegen

des intensiven Parfüm-„Duftes“,

sondern vor allem wegen

dem Gegröle

und Gepöble.

Und ja, die

Anmache beginnt

schon

am Flughafen

– kein

Scheiss. Und wisst ihr was?

Beim Balzverhalten sind

Männlein und Weiblein auf

ihre Art etwa gleich intensiv

unterwegs.

Am Ort der Träume angekommen,

ist Fussball schon

bald vergessen. Denn es ist

meist Samstag – Ausgang ist

«Traumwelt vs.

Fussball»

angesagt und das natürlich

im coolsten Club. Dafür ist

keine Distanz zu gross und

keine Öffnungszeit zu spät.

Im In-Lokal wird viel getrunken

und das Angebot intensiv

geprüft und bearbeitet. Fussballer

sind grosse Tänzer,

zumindest einige von ihnen.

Die Untalentierten

bewegen

sich aber

auch immer

lockerer, dafür

aber etwas

unkontrollierter.

Die lokale Frauenund

Männerwelt ist Jahr für

Jahr begeistert von den aufregenden

Effi-FussballerInnen,

lässt sich von ihrem umwerfenden

Charme betören

und liegt ihnen fast schon zu

Füssen – oder war das nur

ein Traum?

Erst am Morgen, wenn der

Wecker zum Morgenessen

ruft, davor noch ein Footing

stattfinden oder spätestens

bei den ersten Dehnungsübungen

mit Kopf nach unten,

findet

die Vernunft

ihren Weg

zurück in die

Köpfe der

Fussballer.

Nach dem

Morgentraining gilt es, den

verpassten Schlaf nachzuholen.

Das geschieht vorzugsweise

am Hotelpool. Ob mit

oder ohne Sonnencrème zeigt

sich dann am Abend.

Neben Training und Ausgang

finden auch polysportive

Wettkämpfe statt: Jassen,

Billard und natürlich Go-

Kart-Fahren – wer immer

Vollgas gibt und nur vor den

Kurven kurz anbremst ge-

«Vollgas auf und

neben der Piste»

winnt. Jedes Jahr begleite ich

ein grosses Wunder. Ich darf

beobachten, wie aus Junioren

und Familienvätern, aus Alkoholzugewandten

und Abstinenten,

aus Fleischtigern

und Vegetriern

und sogar

aus Technikern

und

Läufern eine

Einheit wird.

Diese Einheit

nennt man Mannschaft und

den Weg dazu Teambildung.

Und solcherart zusammen

geschweisste Teams werden

Erfolg haben.

Zum Schluss bedanke ich

mit bei Euch Trainern und

Betreuern fürs Organisieren,

bei den Gästen fürs Begleiten

und Anfeuern und bei den

Supportern für die finanzielle

Unterstützung.

Um welche Sportart gings

im Trainingslager schon

wieder?

Auch hier ging es nicht

immer um Fussball


8 DIE ERSTEN ZEHN JAHRE www.fceffretikon.ch

Bilder der Dekade

1966 –1975

KONZENTRIERT Die 1973er Auf

FILIGRAN Schon 1970 erste Ansätze von

Mädchenfussball im Eselriet

DYNAMISCH Jahrhundertskorer

Erwin Hischier erzielt

eines seiner unzähligen Tore


27. August 2016 9

stiegs-Elf bei einer Teamsitzung mit Spielertrainer Dubach

ÜBERRASCHEND Bruno Sallenbach und Eishockey-Natispieler

Urs Brühlmann am Grümpi 1970

GEFÜRCHTET Richi Dubacher wurde von Schiedsrichtern

und Gegnern gleichermassen gefürchtet


10 DIE ERTSEN ZEHN JAHRE www.fceffretikon.ch

Mission: Aufstieg in die 3. Liga

KNAPP Schon in seiner zweiten Saison 1968/69 erreicht der FC Effretikon die Aufstiegsspiele. Damals gab es als Gruppensieger noch

keinen direkten Aufstieg. Effretikon schafft im Hinspiel ein 1:1 Remis – verliert das Rückspiel in Adliswil aber mit 1:2 und verpasst damit den

erstmaligen Aufstieg in die 3. Liga.

Von Heinz Minder

D

Aufstiegsteam – mit über 100 Toren in die 3. Liga

ie damalige Truppe bestand

aus Ferdy Eichenberger,

Theo Amann, Reinhard

Walser, Fritz Wellinger,

Hans Baumgartner, Ernst

Hollnsteiner, Siegfried Rechberger,

Edi Bosshard, Kurt

Ebersold, Theo Christelon,

Rolf Rathgeb und Hansueli

Peter.

Vier Jahre später war es

dann endlich

geschafft. In

einer fast perfekten

Saison

steigt der FCE

erstmals und hoch verdient

in die 3. Liga auf. Effretikon

gewinnt das Hinspiel gegen

Büsingen 5:1. Ferdy Eichenberger

kann diesem

wichtigen Match nur als

Zuschauer mitverfolgen.

Vor dem Spiel will Effretikons

Spieler noch den

heimischen Platz mit einem

Handrasenmäher

schneiden und mäht sich

dabei in den eigenen Zeh.

«Oh Weh – der Zeh»

Das Rückspiel wird anfangs

Juni 1973 auf dem Sportplatz

Mülligen in

Zürich gegen

die Eisenbahner

vor rund

300 Zuschauer

ausgetragen. Effretikon hat

anfangs leichte Feldvorteile.

Es dauert 15 Minuten, bis

das erste Tor fällt. Aus einem

Gedränge heraus vollstreckt

Erwin Hischier. 1:0 für die

Effretiker.

Dann wird

Dubacher im

Strafraum gefällt.

Hischier

setzt sich den Ball und verwandelt

eiskalt. Effretikon

führt nach 27 Minuten 2:0

und knappe zehn Minuten

vor der Pause überlistet Toni

Hajdinyak den gegnerischen

Keeper mit einem Kopfball.

Effretikon, nun mit 3:0 Führung

kann sich noch vor dem

Seitenwechsel den Luxus eines

vom Topskorer Hischier

verschossenen Elfmeters er-

«Reizfigur Dubacher»

lauben. Die zweite Halbzeit

verläuft einseitig

und brutal für Eisenbahner.

Effretikon steigert

sich in einen Torrausch

und erzielt nach der Pause

sechs weitere Treffer.

Die Zürcher Oberländer

fegen die Stadtzürcher

buchstäblich vom Platz,

gewinnen am Ende 9:0

und steigen auf.

Eine erfolgreiche und beispiellose

Saison unter Spielertrainer

Richard Dubacher

endet mit dem ersten Aufstieg

des FC Effretikon in die 3.

Liga. Topskorer Erwin Hischier

alleine erzielt 70

Tore und wechselt nach

dem Aufstieg zum FC Uster,

wo es 1973 bereits

„Spesen“ gibt. Dubacher

ist die Reizfigur auf vielen

Plätzen. Der Stürmer holt immer

wieder mit „Schwalben“

umst r it tene

Penaltys heraus

und verwandelt

diese

meist gleich

selbst. So in Weisslingen,

beim Stande von 0:0. Dubacher

stürzt im Strafraum des

Gegners – in der 91. Minute –

und verwandelt den fälligen

Strafstoss gleich selbst. Nach

dem Siegestreffer spurtet er

triumphierend mit erhobenen

Händen in den Wald hinauf

und provoziert somit den

Gegner und die heimischen

Zuschauer zusätzlich.

Was sonst noch geschah

Gemeinderat sagt Ja

Am 23. Mai 1966 hat

der Gemeinderat der

politischen Gemeinde

Illnau die Zusicherung

gegeben, dem zu gründenden

FC Effretikon

die notwendige Landparzelle

zur Errichtung

eines provisorischen

Fussballplatzes

gratis abzutreten. Der

Grundstein war damit

gelegt.

1. Mitgliederbeitrag

Anlässlich der Gründung

wurde der Beitrag

für Aktive auf 20 Franken

festgelegt. Ge zahlt

werden konnte jährlich

zahlbar oder vierteljährlich.

Es schien

schon damals Mitglieder

mit Liquiditätsproblemen

zu geben. Passivmitglieder

hatten 5

Franke zu bezahlen.

Clubfarben

Den damaligen Farben

der Gemeindewappen

entsprechend, wurden

als Clubfarben von den

Gründern schwarz/

weiss festgelegt. Blauweiss

folgte erst viel

später. 1974 wurde ein

erstes FCE Logo von

den Mitgliedern abgesegnet.

Das liebe Geld

1967 wurde erstmals

gekegelt und gejasst,

um die leere Clubkasse

zu füllen. Diese Tradition

hielt sich viele

Jahre. Während der

Kassabestand bei der

Gründung bei Fr. 350

lag, betrug die Verschuldung

zwei Jahre

später Fr. 1‘165.

Senioren werden gegründet

Am 16. Juni 1968 erfolgt

die Gründung

der Seniorenabteilung.

Erster Seniorenobmann

ist Ernst Amann

und Hans Züger wird

zum Captain ernannt.

Jedes Mitglied kauft

sein Tenü selbst und

zur Finanzierung des

ersten Balles erfolgt

eine Sammlung.

Erste Turniere

1971 findet erstmals

das Grümpelturnier

(im ersten Jahr noch

Dorfturnier) statt.

Dieses sollte über viele

Jahre eine sichere


27. August 2016 11

Mit Schirm – Charme und

Melone falsch verstanden

AUTSCH Es war eines der trübsten Kapitel in der Geschichte

der ersten Mannschaft des FC Effretikon. Im November 1974 griff ein

FCE-Spieler einen Gegner handgreiflich und verletzte diesen schwer.

1966 – 1975 Zeitzeuge

Von Heinz Minder

T

atort: Sportplatz Bilg.

Embrach. Schweizer Cup

Wettbewerb zwischen Embrach

und Effretikon. Ein

nass trüber Tag. Die Emotionen

schlagen hoch. Die Partie

steht auf Messers Schneide.

Die Spieler schenken sich

nichts. Die Partie geht in die

Verlängerung. Die Regel des

direkten Penaltyschiessen

gab es damals noch nicht.

Eines der sichergestellten Tatobjekte

Vor Ablauf des Spieles gelingt

dem Heimklub ein Tor. Zu

viel für J.T. aus Effretikon.

Er wird nach einer Tätlichkeit

des Feldes verwiesen.

Effretikon verliert das Spiel,

scheidet aus. Nicht genug des

Ärgers. Um 17 Uhr kommt es

beim Schuheputzen der beiden

Teams zu einem Nachspiel.

J.T. schlägt seinem

Gegenspieler den mit Metallstollen

bestückten Schuh ins

Gesicht. Familienmitglieder

helfen mit ihren Schirmen

nach. Der Traktierte Embracher

S.P. erleidet schwerste

Gesichtsverletzungen im Bereich

seiner Augen sowie eine

schwere Hirnerschütterung.

Mit Schirm, aber definitiv

ohne Charme gabs eines auf

die Melone. Unentschuldbar.

Nicht tolerierbar. Nicht damals

im Jahre 1974 – so auch

heute nicht. Der FC Effretikon

reagiert – J.T. wurde unverzüglich

bis zum 31. Dezember

1975 (also über ein Jahr)

von allen Trainings beim FC

Effretikon ausgeschlossen.

J.T. musste sich schriftlich

einverstanden erklären, für

sämtliche Kosten im Zusammenhang

mit dieser Straftat

auf zu kommen. J.T. und S.P.

einigten sich schliesslich mit

einem Vergleich.

Hans Züger, Illnau, 89, Gründungsmitglied

„Als Mitglied der ersten Stunde sprang man dort ein, wo

man gebraucht wurde – ich selbst amtete als erster Platzwart

des FCE. Wir standen bei der Erstellung des Platzes

unter riesigem Zeitdruck und die Finanzierung war alles

andere als einfach. Schon damals gab es Zeiten, wo die

Rekrutierung von Freiwilligen einfacher war und andere,

in denen der Vorstand mächtig Druck machen musste. Ich

glaube diesbezüglich hat nicht viel geändert. In der Anfangszeit

des FCE hielten wir neben den Vorstandssitzungen

sogenannte Monatsversammlungen ab. Man stelle sich

vor, man würde heute alle Mitglieder jeden Monat einberufen.

Wir trafen uns zwar oft im Restaurant Nussbaum,

in dem auch die Gründung über die Bühne ging, aber natürlich

versuchten wir alle Wirtschaften der Gemeinde

zu berücksichtigen. Oft musste ich meinen Kollegen klar

machen, dass wir auf das Gewerbe angewiesen sind. Vor

allem in der Anfangszeit mussten wir jeden Franken zwei

Mal umdrehen und lebten oft von der Hand in den Mund.

Von vielen Firmen erhielten wir damals Material als Unterstützung

– zum Beispiel für den Bau des Fussballplatzes.

Es gab auch Firmen, welche uns zinslose Darlehen gewährten,

damit wir unsere Rechnungen bezahlen konnten

oder uns Material zum Einkaufspreis überliessen, damit

wir uns über Wasser halten konnten.“

Anmerkung der Redaktion: Hans Züger war einer der

Macher von damals. Zusammen mit seinen Kollegen hat

er Unglaubliches geleistet. Wir danken allen und Gedenken

derer, welche nicht mehr unter uns sind.

Einnahmequelle sein.

1975 folgte das erste

Hallenturnier, der

Vorgänger des heutigen

Chlausturnieres.

Einweihung Eselriet

Am 19. August 1972 ist

es soweit. Das Sportzentrum

Eselriet wird

feierlich eingeweiht.

Schon im April durften

erstmals die Garderoben

im Untergrund gemeinsam

mit dem EIE

genutzt werden.

Unwetter 1975

Während der Abbauarbeiten

des Grümpelturnieres

zog am

23. Juni ein Unwetter

heran. In einer halben

Stunde stand der

Fussballplatz 50cm

unter Wasser und in

den Garderoben lag

20 cm Wasser und

Schlamm. Die Fussballer

mussten einige

Wochen ohne Fussballplatz

und Garderoben

auskommen.


12 PEOPLE www.fceffretikon.ch

Sie haben den FCE

Chef Unterstützer

Als Verein

für den Verein

11 Freunde

müsst ihr sein

Die Supportervereinigung

des FC Effretikon mit ihren

gut 100 Mitgliedern gratuliert

dem Hauptverein ganz

herzlich zu seinem runden

Geburtstag und wünscht,

dass viele weitere finanziell

gesunde, sportlich erfolgund

lehrreiche sowie glückliche

Jahre folgen mögen.

Seit 38 Jahren unterstützen

wir finanziell und ideell

die sportlichen Ziele des

Fussballclub Effretikon.

Dabei konzentrieren wir

uns hauptsächlich auf die

Bedürfnisse der 1. Mannschaft

und des Nachwuchses.

Wir freuen uns, den

Hauptverein auch in den

nächsten Jahrzehnten bei

seinen Zielen und Aufgaben

begleiten zu dürfen.

Nebst der Ausübung des

Fussballsports nimmt bei

unserem Jubilar sicher die

Pflege der Kameradschaft

und Geselligkeit einen grossen

Stellenwert ein.

Finde daher, dass das Zitat

„11 Freunde müsst ihr sein“

dem FC Effretikon nicht

ganz gerecht wird. Die FC

Familie setzt sich aus ganz

vielen echten - und nicht

virtuellen - Freunden verschiedenster

Altersklassen

zusammen. Freundschaften,

die auch nebst und

nach der sportlichen Aktivität

noch lange anhalten und

so unser Leben bereichern.

Wir hoffen unser Geburtstagsgeschenk,

die Unterstützung

der „Olympiade“,

hat für viel Spannung,

Spass und fröhliche Momente

gesorgt. Frei nach

einem Zitat von Franz Beckenbauer

„Es gibt nur eine

Möglichkeit: Sieg, Unentschieden

oder Niederlage!“

Martin Strässler

Heinz Minder

Pressechef

Marcel Erismann

Vom Spieler zum Trainer

Christine Karsch

Alles ausser Tschutten

Marlies Eggenberger

Die gute Fee im Clubhaus

Marianne Windlin

Madame Frauenfussball

Fritz Urbanizky

Der Kneter der Nation

Iwan Joho

Der Mann für alle Fälle

Fritz Wellinger

Multitalent mit Pfeife

René Grimm

Der Clubhauserbauer


27. August 2016 13

geprägt

Rolf ‚Ofi‘ Weberr

Organisationsgenie

Sandro Stroppa

‚Vater‘ vom neuen Esi

Hans Albiez

Hans Dampf in allen Gassen

Werbekommission

Aus der Not

geboren

Das finanzielle Debakel

anlässlich des 20. Jubiläums

zwang die Vereinsleitung

zum Handeln und die

Werbekommission wurde

ins Leben gerufen. Unter

der Leitung von Bruno

Sallenbach und Peter

Eggenberger wurde ein

Vehikel geschaffen, welches

bis heute sicherstellt,

dass der Verein eine solide

finanzielle Basis hat. 2007

konnte mit der Gewinnung

von Hauptsponsoren zudem

der nächste wichtige

Schritt gemacht werden.

Peter Eggenberger

Bruno Sallenbach

Schiedsrichter

Anspruchsvolle

Lebensschule

Walti Fretz

Der Unverwüstliche

Dante Malnati

Platzwartlegende

Peter Schmid

Der Juniorentrainer

Es braucht sie. Mehr denn

je! Früher nannte man sie

die Männer in schwarz.

Heute sind es Männer und

Frauen in allen möglichen

Farben. Der FCE hatte und

hat oft zu wenig davon und

muss dafür viel zahlen.

Stellvertretend für alle

fleissigen Schiedsrichter,

welche in der Vergangenheit

und heute für unseren

Verein pfeifen sei Jo

Gantenbein als ehemaliger

Nationalliga A Linienrichter

(damals hiess dass

noch so) erwähnt. Vielen

Dank!

Röbi Heep

Ungleicher Zwilling 1

Franz Takacs

Ungleicher Zwilling 2

Vito Calderone

Interregiotrainer

EIN GROSSES DANKE AN ALLE! Dies ist eine nicht representative Auswahl ohne Anspruch

auf Vollständigkeit. Sie alle stehen für die unzähligen fleissigen und loyalen Personen, welche

den FCE zu dem gemacht haben, was er heute ist. Auch für alle, die nicht abgebildet sind!

Jo Gantenbein


14 NEWS www.effiamabend.ch


27. August 2016 ÜBERREGIONAL 15

Die Nummer 1 im

Züri-Oberland

HÖHENFLUG Sportlicher Höhepunkt der 50jährigen Geschichte des FC Effretikon sind die fünf

Saisons in Folge in der 2. Liga Interregional. Konsequent mit eigenen Spielern und ohne Saläre zahlen zu

müssen schafften das Team von Trainer Vito Calderone vier Mal in Folge den Klassenerhalt.

Von Otti Spiegel

D

ie Erfolgsgeschichte begann

schon früher. Während

die Mannen von Trainer

Urs Meier sich in der Milleniums-Saison

in Extremis in

der 2. Liga halten konnten,

erreichten Sie als krönenden

Abschluss der folgenden Saison

2001/2002 in einem nervenaufreibenden

Saisonfinale

den erstmaligen Aufstieg

in die interregionale 2. Liga.

«Unglaubliche Jahre

auf der

Überholspur»

Da Üse Meier schon früh bekannt

gab Ende dieser Saison

den Verein zu verlassen,

z e i c h n e t e

Trainer-Eigengewächs

Vito Calderone

als

Trainer für

das Fanionteam

des FC Effretikon

verantwortlich. In der obersten

Amateurliga kam es in

den Folgejahren auch zu

„Auslandspielen“ im Fürstentum

Liechtenstein. So

waren in den insgesamt fünf

Jahren z.B. Eschen/Mauren

und Balzers regelmässig als

Gegner auch im heimischen

Eselriet zu Gast. Fünf Jahre,

in denen es in erster Linie darum

ging, gegen die ständige

Bedrohung des Abstiegs zu

stemmen. Schliesslich wurde

in dieser Liga schon damals

mit ungleichen Spiessen gekämpft,

hatten doch viele

gegnerische Teams Halbprofis

unter Vertrag.

Es waren aber auch fünf Jahre,

in denen der FCE die Nummer

1 im Zürcher Oberland

war. In der ersten Interregio

Saison 2002/2003 konnte

Mitstreiter und Absteiger

Hinwil noch

hinter sich gelassen

werden.

In der Saison

2004/2005

versuchte es

Uster und

stieg hinter Effi klassiert

ebenfalls ab.

Nach der Mittwochrunde

vom 12. Oktober 2005 standen

wir nach einem unglaublichen

Start in die Saison

nach 10 Spieltagen erstmals

und gleichzeitig zum letzten

Mal an der Tabellenspitze.

Mit Abschluss der Saison

2006/2007 kam’s schliesslich

so, wie es irgendwann

mal kommen musste. Adieu

Interregionale 2. Liga - willkommen

Regionale 2 Liga.

12.10.2015

Rangliste 2 . Liga

Interregional

Saison 05/06

Drei Tage lang Tabellenleader

nach einem furiosen

Saisonauftakt.

Dä Hockey

Präsi

Doppeltes Lottchen

Häppy Börsday

liebe Fussballfreunde

!

1966 scheint ein super

Gründungsjahr gewesen

zu sein, zumindest wenn

wir unsere beiden Vereine

anschauen. Der FC Effretikon

wird gegründet und

bei den Hockeyanern wird

aus den beiden Vereinen

EHC Effretikon und EHC

Illnau der Eishockey-Club

Illnau-Effretikon – oder

kürzer der EIE.

Wir sind also genau gleich

alt und dürfen behaupten,

dass wir in diesen 50 Jahren

so einiges bewegt und

geleistet haben.

Keine Angst, ich werde

hier nun keinen ‚bösen‘

Vergleich zwischen unseren

beiden Sportarten zum

Besten geben, dazu fehlt

schlicht der Platz und:

Büne Hueber hat ja im

Frühling medienwirksam

anlässlich eines HOCKEY

Play-off Spiels alles bereits

wunderbar gesagt…

Und im Endeffekt ist es

doch so: jeder lebt und liebt

SEINEN Sport über alles,

und das ist auch gut so!

Darum möchte ich euch

ganz einfach im Namen des

EIE und seiner Mitglieder

ganz herzlich zum runden

Geburtstag gratulieren.

Feiert euren Tag und euren

Club als rüstige 50-er und

freut euch gemeinsam wie

auch wir auf die nächsten

50 Jährchen!

Klassenerhalt im Juni 2005 im

letzten Spiel gegen Uster

Christoph Müller


16 DIE ZWEITEN ZEHN JAHRE www.fceffretikon.ch

Bilder der Dekade

1976 –1985

CUPHIT FCE GEGEN ST. GALLEN Im September 1985

zimmerte das Schweizer Fernsehen einen «Adlerhorst»

auf das Dach des eben erst erstellten Clubhauses

ERFOLGREICH In dieser Dekade stiegen die

Senioren gleich zwei Mal auf


27. August 2016 17

ZERREISSPROBE Effretikons Martin Sannwald hat gegen Tössfeld eine Zerreissprobe zu bestehen

GEMÜTLICH Damaliger Präsident Max Wipf mit

Vorstandsmitglied und Sponsort Röbi Wenger

Pause Ab 1980 gings für die Senioren einmal im

Jahr mit dem Velo ins Tessin


18 DIE ZWEITEN ZEHN JAHRE www.fceffretikon.ch

Cup Hit gegen FC St.Gallen

Zuschauerrekord im Eselriet

RESPEKTLOS Die Effretiker ereiferten sich am 21. September 1985 im heimischen Eselriet. Ihr Emilio Amati wurde vom Profispieler

Alex Germann gefoult. Sein Trainer, der Deutsche Werner Olk ereiferte sich und meinte lautstark: „Das war gar nix. Der Effretiker wollte bloss

mal eine Pause machen“.

Die Effretiker wehrten

sich gegen den

Nationaliga-A-Vertreter

vor Rekordkulisse

prächtig

Von Heinz Minder

D

iese Szene trug sich zu,

als Zweitligist Effretikon

im Rahmen der 3. Hauptrunde

im Schweizer Cup 1985/86

auf St. Gallen traf. Natürlich

hatten die

Amateure aus

dem Zürcher

Oberland keine

Chance.

Effretikon

verlor aber

nur 0:3 (0:2). Imposant war

die Zuschauerkulisse – das

Eselriet mit 1650 Zuschauern

proppenvoll. Das Schweizer

«Spahn hobelt

Späne und

Jurkemik»

Fernsehen hatte sich auf dem

Tribünen-Dach einen „Adlerhorst“

gezimmert und filmte

das Duell „David gegen Goliath“.

Die Amateure aus Effretikon

spielten

an diesem

Tag respektlos

und mit

der Aufstellung:

Schenk;

Spahn, Jürg

Kläusli, Ott, Sallenbach; Kofler,

Onorato (63. Sannwald),

Landolt, D’Agostino (46. Rolf

Kläusli); Erismann, Amati.

Libero Pedro Span hobelte

hinten Späne und ging so eifrig

zur Sache, dass St. Gallens

Jurkemik nach seinem

Foulspiel verletzt ausschied

(35.). St. Gallens Trainer Olk

kommentierte an jedem Tag

praktisch jede Aktion seiner

Truppe und war mit dem Gesehenen

seiner Mannschaft

nicht ganz zufrieden.

Verteidiger Alex Germann

bekamt 90 Minuten sein Fett

ab, lieferte sich aber mit Effretikons

schneller Sturmspitze

Emilio Amati viele packende

und harte Laufduelle

und Zweikämpfe. Als Germann

dann Amati rustikal zu

Boden schickte und Schiedsrichter

Alfred Heinis (Biberist)

auf Foulspiel des St.

Gallers entschied, ereiferte

sich Werner Olk an der Linie

und bezichtigte Amati, dieser

habe doch nur mal eine Pause

machen wollen.

In den folgenden Jahren sollte

sich der FC Effretikon immer

wieder als Cup Mannschaft

ins Szene setzen können.

Was sonst noch geschah

Erstes Ehrenmitglied

An der GV 1976 wird

mit Röbi Wyss das erste

Ehrenmitglied der

Vereinsgeschichte gewählt.

Er wird für seine

grosse Arbeit und

zwei Präsidentschaften

geehrt.

Womit wird gezeichnet?

1977 wird eine Kalkzeichnungsmaschine

angeschafft. Fürs erste

sind damit stundenlange

Diskussionen an

Versammlungen rund

um den Einkauf und

die Lagerung von Sägemehl

beendet. Kalk

hatte aber auch nicht

den besten Ruf und es

wird gemunkelt, dass

fünf Jahre später aus

Kostengründen wieder

auf Sägemehl umgestellt

worden sei, bevor

Jahre später schliesslich

Farbe Einzug hielt.

Prominente Redner

Die noch junge Juniorenabteilung

lud

zu den ersten Elternabenden

ein und verpflichtete

mit Timo

Konietzka (1977) und

Köbi Kuhn (1978) prominente

Gastredner.

Höhere Beiträge

Nachdem das Vorjahr

mit einem grossen finanziellen

Verlust abgeschlossen

worden

war, wurden 1981 die

Beiträge für Aktive

und Senioren auf Fr.

100.- erhöht.

Aus für Grümpi

1984 findet das vorerst

letzte Grümpi statt.

Sinkende Gewinne

waren für das Aus verantwortlich.

Im Jahr

darauf wurde es durch

das erste 2./3. Liga

Vorbereitungs-Turnier,

den Züri Oberland

Cup abgelöst,

welcher über Jahre auf

der Agenda des FCE

blieb.

Alles richtig gemacht

Die kombinierte Einweihung

vom Hauptplatz

und der Feier

zum 25. Jubiläum hat

dem Verein einen satten

Gewinn in die Kasse

gespült. Man hat

aus den Fehlern des

20jährigen gelernt.


27. August 2016 19

Und dann kam der Wolf

zu seinen elf Geisslein

MÄRCHEN 1976/77 gabs in Effretikon viel zu feiern. 10 Jahre

FC Effretikon, erstmals über 300 Mitglieder, die Verpflichtung eines

neuen Trainers und Ende Saison das FCE-Sommermärchen mit dem

erstmaligen Aufstieg in die 2. Liga.

1976 – 1985 Zeitzeuge

Von Heinz Minder

N

ein, es war nicht das Märchen

der Brüder Grimm.

Doch im Effretiker Eselriet

gastierte ein Wolf. Sein Name.

Walter. Walter Wolf. Sein

Markenzeichen: Lackschuhe,

mit denen er jeweils auf dem

sumpfigen und schmutzigen

Platz umhertigerte und sich

nach einem aufwühlenden

Match fast masslos über sein

dreckiges Schuhwerk aufregte.

„Meier – putz mir mal die

Schuhe“.

Als Nachfolger von Hans Albiez,

der nach zwei Jahren

als Trainer der ersten Mannschaft

sein Amt abgab, gelang

es den Effretikern in der

Person von Walter Wolf eine

echte Trainerpersönlichkeit

zu verpflichten. Der Winterthurer

hatte zuvor Oberwinterthur

und Bülach trainiert

und kam mit sportlichen

Trainer Walter Wolf

Ambitionen, einer mächtigen

Portion Selbstvertrauen, viel

Charisma und Persönlichkeit

aufs Eselriet.

Unter Walter Wolf lieferte

die erste FCE-Mannschaft

mit Miguel, Jose und Alberto

Terradillos, Ruedi Landolt,

Heinz Grimm, Luis Oncinc,

Corrado Santacroce, ex-Spielertrainer

Richi Dubacher,

Rolf Kuhn, M. Forgione, Rolf

Meyer, Roland Tanner, Hans

Albiez, Alwin Kaminski und

Werner Jucker eine makellose

erste Saisonhälfte ab. Zehn

Spiele – ungeschlagen – 6

Siege über Wülflingen (3:1),

Rikon (5:1), Elgg (1:0), Räterschen

(4:1), Weisslingen (2:1)

und das Prestigederby gegen

Kempttal (1:0), sowie viere

Remis gegen Veltheim (3:3),

Phönix (1:1), Volketswil (1:1)

und Oberwinterthur 2 (1:1).

Zur Halbzeit deutete alles auf

eine grossartige Saison hin.

Wolf und seine elf Geisslein

– das zweite Kapitel wurde

dann nach einem unvergesslichen

Trainingslager auf Mallorca

geschrieben. Effretikon

schaffte im Sommer 1977 den

erstmaligen Aufstieg in die

Zweitliga. Nach dem sportlichen

Höhepunkt, realisiert

auf dem Sportplatz Bühl in

Schaffhausen – folgte die

nimmer endende Aufstiegsparty

– auf der „Ranch“ von

Kudi Luginbühl in Kempttal.

Hans Albiez, Effretikon, 72, ex Präsident

„Während ich in den ersten Jahren als Spieler und Trainer

im FCE anzutreffen war, übernahm ich in dieser Dekade

vermehrt Funktionärs-Aufgaben. Der Bau und die

Pflege des zweiten Spielfeldes (dem heutigen Platz 3) war

für mich als Platzwart die grösste Herausforderung und

ein bleibendes Ereignis. In unzähligen Stunden haben

wir diesen Platz gehegt und gepflegt. Ebenfalls in diese

Periode fiel die Gründung des Hallenfussballturnieres,

welches nur dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit

mit den damaligen Eselriet Schulhausabwarten Max

Haueter und Karl Küttel zustande kam. Wenn es darum

ging etwas auf die Beine zu stellen, dann waren es neben

vielen anderen vor allem Leute wie Guido Meyer, Richi

Dubacher, Röbi Wenger und Heinz Minder, auf welche

ich mich als Mitstreiter verlassen konnte. Wenn ich einen

Vergleich zur heutigen Zeit machen müsste, dann

scheinen die Familienaktivitäten nicht mehr so ausgeprägt

stattzufinden, was aber wohl der allgemeinen gesellschaftlichen

Entwicklung entspricht. Am meisten

Mühe gemacht hat mir am Ende des zweiten Jahrzehnts,

dass das Geld mit vollen Händen ausgegeben worden ist.

Geld schien teilweise keine Rolle mehr zu spielen. Der

Höhepunkt und Ende dieser Entwicklung war dann die

Feier zum 20. Jubiläum, welche als finanzielles Debakel

bezeichnet werden darf.“

Anmerkung der Redaktion: Hans Albiez haben die finanziellen

Kapriolen derart geprägt, dass während seiner

Präsidentschaft in den 90ern ausgeglichene Finanzen

stets ein Muss waren. Diesen Kurs hat der FCE seither

strikte beibehalten und ist finanziell topfit unterwegs.

Neues Informationszeitalter – Erste Clubrevue

1978 entsteht das Cluborgan

des FC Effretikon. Das

Werk erscheint in der Regel

zwei Mal im Jahr und ist

die Informationsquelle für

alle Mitglieder. Während

Thomas Henke und Heinz

Minder diese ins Leben

ruften, übernahmen schon

bald Peter und Christine

Karsch die Verantwortung

und waren für mehr als

die Hälfte aller Ausgaben

verantwortlich. Die beiden

prägten die Clubrevue mit

ihrem Witz und Sinn für das

Wesentliche und gaben nach

einem ersten Rücktrittsversuch

sogar nochmal ein Comeback.

Das Internetzeitalter

besiegelte schliesslich den

Untergang der Clubrevue. Zu

erwähnen gilt auch, dass die

Clubrevue ohne all die vielen

Schreibenden nicht zu dem

geworden wäre, was sie war.


20 NACHWUCHS www.fceffretikon.ch

Das Kapital des Vereines

Der Nachbar

Der FCK grüsst und gratuliert

zum Jubiläum

Wir feiern

mit!

Der FC Kempttal gratuliert

seinem Nachbarn FCE

ganz herzlich zum 50-Jahre

Ju bi läum. Es freut uns

ausserordentlich, dies in

einer Zeit intensiver und

positiver Zusammenarbeit

vornehmen zu dürfen.

Wir alle sind schon etwas

ORANGE … wie die Tenüs

unserer gemeinsamen Juniorenteams.

Es war für den FCK Vorstand

auch selbstverständlich,

dass eine grössere

Delegation als Vertretung

unseres Vereins den Festanlass

vom heutigen Abend

besuchen möchte. Eine

Geste unter nachbarschaftlichen

Freunden und ein

Zeichen, dass wir uns alle

auch im Eselriet willkommen

fühlen.

Interessanterweise hat der

FCE den gleichen Jahrgang

wie der Schreibende und

somit kann ich ganz gut

mitfühlen, wie es um die

Befindlichkeit steht. Man

kann mit den Jüngsten

körperlich nicht mehr ganz

mithalten, obwohl der Geist

noch ganz genau wüsste,

wie es geht. Es zwickt an

diversen Orten und doch

fühlt man sich noch nicht

alt.

Genau diese Mischung von

Alt und Jung scheint dem

FCE gut zu bekommen, man

gibt euch die 50 Jahre nicht

und euer Auftritt wirkt

sportlich motiviert und

bestens organisiert. Weiter

so!

Wir vom FCK freuen uns

weiterhin den gemeinsam

eingeschlagenen Weg weiter

zu gehen.

Marco Nuzzo

AUS EIGENER KRAFT Der FCE ist der grösste Sportverein unserer Gemeinde. Einen grossen

Teil dazu tragen unsere Junioren bei. Da der Verein seit jeher auch im Fanionteam auf eigene Kräfte setzt

kommt der 1968 gegründeten Effretiker Juniorenabteilung höchste Bedeutung zu.

Von Otto Spiegel

I

m Protokoll der Generalversammlung

von 1969 ist

im Bericht von Theo Feucht,

des ersten Juniorenobmannes

zu lesen:

„Aller Anfang

ist schwer. Dies

trifft in vollem

Umfang auf das

erste Jahr der FCE Junioren

zu.“ Weiter war zu lesen: „Als

ich an der GV vor einem Jahr

zur Annahme des Postens

des Juniorenobmannes so

überaus geschickt überrumpelt

worden bin, ahnte ich

noch nicht wie viel Aufwand,

aber auch wie viel Freude

hinter einem solchen Amt

steckt.“ Besser könnte man

die Aufgabe des Leiter Junioren

nicht umschreiben. Wir

hatten teilweise bis 400 Junioren

in über 20 Teams. Und

die machen ganz viel Arbeit.

Selbst wenn man sich auf die

Highlights beschränkt, fällt

es äusserst schwer eine Auswahl

an Themen zu treffen.

Darum beginnen wir mal mit

den Erfolgen. In verschiedenen

Dekaden konnten Juniorenteam

Erfolge feiern.

Unvergesslich die Zeit der

Junioren A unter Walti Fretz

im Inter A2. Ebenso jene der

Junioren C unter André Sahli

im Inter C2. Die Cupsiege

der Junioren A unter Fabi

D’Agostino und Peter Schmid

und derjenige der Junioren B

unter Turi Büttiker. Imposant

«Erfolgreiche

Junioren»

die Kulisse mit über 400 Zuschauer

der Junioren C unter

Vito Calderone am Cupfinal

im Eselriet gegen GC. Und die

Erfolge mit teilweise überschneidendem

Kader von Leo

Kofler, Vito Calderone

und Carmine

La Prova,

deren Jungs später

für Jahre ein Grossteil der

1. Mannschaft stellten, waren

einfach phänomenal. Nicht

zu vergessen die Junioren A

Es gibt nichts schöneres, als

Fussballkids, die Spass haben.

CCJL Jahre mit Patrik Meier

deren Spieler heute grosse

Teile der 1. Mannschaft stellen.

Dann

gibt es aber

die andere,

unspektakuläre

und

eigentlich viel wichtigere Seite.

Nämlich die Arbeit aller

Trainerinnen und Trainer,

welche weniger im Rampenlicht

stehen. Welche nicht von

grossen Siegen und Erfolgen

berichten können. Welche

Woche für Woche mit Ihren

Kids grossartiges leisten

und versuchen diese auf die

«Ausbildner und

Entertainer in einem»

nächste Stufe zu bringen, damit

sie von anderen Trainern

übernommen und wiederum

weiterentwickelt werden

können. All jene, welche den

Jungs und Mädchen in unserem

FCE Freude vermitteln

und sie dazu bewegen ihr

ganzes Fussballerleben bei

uns zu verbringen. Vor allem

ihnen gebührt höchster

Respekt und Dank. Ein moderner

Trainer muss fachlich

gut sein, unglaubliche Sozialkompetenz

besitzen und

Entertainer sein. Wir helfen

jedem Trainer auf dem Weg

dazu.

Auf meine Frage was der

wichtigste Entscheid in der

Geschichte der Juniorenabteilung

des FCE, war meinte

der langjährige Nachwuchschef

André Sahli: „Im April

2002 begannen wir in Illnau

mit einem Junioren F Team

auf der Schulhauswiese mit

dem Team Illnau. Wir verteilten

in der Schule ein paar

Flyer. Mit Dirch Jans hatte

ich glücklicherweise einen interessierten

Vater gefunden,

welcher früher in Dänemark

in einer höheren Liga spielte.

Im ersten

Training erwarteten

uns

26 Kinder

und wir waren

überwältigt und machten

uns gleich auf die Suche nach

weiteren Trainern. Seither

hatten wir teilweise bis zu

fünf reine Illnauer Teams.

Und aus deren Umfeld generieren

wir heute einen grossen

Teil unserer Mitglieder,

Trainer und Funktionäre.

Aller Anfang

ist schwer –

Trainerin Doris

Baur tröstet auf

Augenhöhe


27. August 2016 21

Orange statt Blau oder Rot

LEUChTEND Die Rivalitäten zwischen dem FC Kempttal und dem FC Effretikon ist legendär. Doch seit einem Jahr ist alles anders. Die

Roten und die Blauen spielen auf Juniorenebene seither gemeinsam in Leuchtorange.

Von André Sahli

B

Junioren Ca steigen gleich im ersten

Jahr in die Promotion auf

eide Vereine bekundeten

seit Jahren Mühe mit

den schwankenden Mitgliederzahlen

bei den Junioren

A-C. Die Präsidenten Marco

Nuzzo und André Sahli

pflegten schon seit einiger

Zeit einen regen Austausch

und irgendwann kam die Erkenntnis,

dass es gemeinsam

besser ginge, als alleine. Die

Vorstände beider Vereine waren

schnell überzeugt, also

wurden Argumente für eine

Juniorengruppierung gesammelt

und an den Generalversammlungen

vorgestellt. Die

einberufene Arbeitsgruppe

aus Vertretern

beider

Vereine gab

Vollgas und

gemeinsame

Sichtungstrainings

wurden organisiert,

welche Anfang Juli

«Ab Saison 16/17

auch gemeinsames

D-Team»

2015 im Eselriet stattfanden.

Schon im August 2015 starteten

ein A-, zwei B- und drei

C-Teams unter dem Namen

„Team Effretikon/Kempttal“

zum Meisterschaftsbetrieb.

Während die

Junioren A

trotz guter

Entwicklung

wie erwartet

die Promotion

nicht halten konnten,

scheiterten die Junioren Ba

im Kampf um den Aufstieg

in die Promotion nur ganz

knapp und wollen dieses Ziel

nun mit nochmal verstärktem

Team in der neuen Saison in

Angriff nehmen. Viel Freude

haben uns die Junioren C

Teams bereitet. Dem Ca gelang

auf Anhieb der Aufstieg

in die Promotion und in der

Rückrunde wurde der sofortige

Aufstieg in die CCJL nur

ganz knapp verpasst.

Die Cb gewannen ebenfalls

fast alles und konnten daher

in der Rückrunde in der

1. Stärkeklasse teilnehmen.

Und auch das Cc spielte in

der Rückrunde erfolgreich an

der Spitze der 2. Stärkeklasse

mit. Auf Wunsch vieler Trainer

wurde die Zusammenarbeit

auch im Ausbildungsbereich

intensiviert und zudem

läuft in der neuen Saison

zusätzlich ein gemeinsames

Junioren D Team in Leuchtorange

auf. Wir freuen uns auf

eine weiterhin ausgezeichnete

Zusammenarbeit und auf

viele gemeinsame Erfolge.

Vorschau Legendenspiel

Anlässlich der Jubiläumsfeier am Samstag, 27.

August 2016 treffen um 16 Uhr eine Auswahl aktueller

Herren-, Frauen- und Seniorenspieler auf

eine Legenden Auswahl.

Anzeige

FCE Auswahl:

Iwan, Päde, Chrigi, Räffe, Däre, Kyra, Küsl, Jäne, Hadi,

Kofi, Rösch, Natie, Miro, Eggi, Mäse, Adi, Ceule, Hp,

Anna, Vivi, Klätsch

Legenden Auswahl:

Amati, Spahn, Zimmermann, Sannwald, D’Agostino (2x),

Fisler, Schöni, Mirrer, Espinosa, Reinhard, Zweifel, Fleischer,

Onorato, Kläusli, Stropp, Billeter, Karsch


22 UNTERHALTUNG www.fceffretikon.ch

Labyrinth

WITZE

DES

JAHRES

Fragt das Nachwuchstalent

den Spielervermittler:

„Wie hoch ist denn

mein Lohn?“ Er antwortet:

„Zunächst 10‘000

Franken netto monatlich,

später dann mehr.“ „O.k.,

dann komm‘ ich später

wieder!“

Nach einer erneuten Niederlage

sagt der Trainer

zu seinen Spielern: „ Am

besten fangen wir nochmal

ganz von vorne an...

Also: Das hier ist ein

Fussball...“

Da ruft einer aus der letzten

Reihe: „Kann ich das

Teil nochmal sehen???“

„Und ihr Fachgebiet ist

Fussball?“, fragt der Moderator.

„Ja“, antwortet

der Experte. „Bravo, da

habe ich eine Frage für

sie. Wie viele Maschen

hat ein Tornetz?“

© Harm Bengen © Harm Bengen

Zwei eingefleischte Fussballfans

treffen sich.

„Du, meine Frau will sich

scheiden lassen, wenn ich

weiterhin jedes Wochenende

zum Fussballplatz

gehe.“ – „Das ist aber

sehr unangenehm.“ – „Ja,

allerdings, sie wird mir

sehr fehlen.“

Finde die 10 Unterschiede


27. August 2016 SPONSOREN 23

Herzlichen Dank Der FC Effretikon leistet mit seinen Tätigkeiten einen wichtigen Beitrag zur Freizeitgestaltung für Fussballinteressierte

unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft. Gleichzeitig kann die 1. Mannschaft nur mit gezielter Nachwuchsförderung auf regionaler

Ebene ein hohes sportliches Niveau erreichen. Damit braucht der FC Effretikon die finanzielle Unterstützung von Sponsoren.

Wir bedanken uns deshalb bei all unseren Sponsoren ganz herzlich.

Unsere Mitglieder und Fans bitten wir um Berücksichtigung unserer Sponsoren bei Einkäufen und Projekten.

Interssieren auch Sie sich für ein Sponsoring beim FC Effretikon? Infos auf www.fceffretikon.ch


24 DIE MITTLEREN ZEHN JAHRE www.fceffretikon.ch

Bilder der Dekade

1986 –1995

SCHLIMMER GEHT‘S NIMMER Traurigster Tag in der Geschichte des FCE

zwei Jahre nach Fertigstellung zerstört ein Brandstifter unser Clubhaus

simply the best Das beste „Zwei“ aller Zeiten?


27. August 2016 25

HÖHENFLUG Aufstieg in die 2. Liga und Beginn der Ära Mörgeli

GNADENLOS Auch die Trainer und Coaches

mussten in den Trainingslagern leiden

EVERGREEN Warum war immer Leo in der Zeitung?

Hier beim Cupspiel gegen Bellinzona 1989


26 DIE MITTLEREN ZEHN JAHRE www.fceffretikon.ch

FCE avanciert im Cup

zum Riesentöter

Goliath Die mittleren 10 Jahre standen ganz im Zeichen des Cups. Noch mit dem Hit gegen St. Gallen in der letzten Dekade eingeläutet,

standen die Effretiker auch im folgenden Jahrzehnt im Cup Rampenlicht.

Von Ceule Blatter

I

m Cup waren wir eine

Macht. Die Höhepunkte

waren die Spiele des Schweizer

Cups, in welchen wir als

unterschätzter Drittligist

wir gross auftrumpften.

In der dritten

Hauptrunde

der Saison

1988/89 kann das gerade

aus der 1. Liga abgestiegene

Küsnacht aufs Eselriet. Die

siegessicheren Goldkünstenjungs

verzichteten dabei

aufs Warmlaufen und wurden

eines Besseren belehrt.

10 Minuten nach Spielbeginn

waren sie immer noch nicht

warm, aber bereits 2:0 hinten

durch Treffer von Peter Beer

und Michi Zweifel. Am Ende

wurde Küsnacht mit einem

verdienten 6:0 auf die Heimreise

geschickt und für uns

ging die Reise weiter.

Als Belohnung

spielten

wir

gegen den

Tessiner Nationalliga

A

Vertreter AC Bellinzona. Der

„Blick“ brachte eine zweiseitige

Vorschau über die „Eisenfüsse“

aus dem Tessin mit

vielen Fotos. Legendär dasjenige

von Sä mit dem Text:

„Automechaniker D’Agostino

(60 kg!) ist Effretikons Motor“.

Bis kurz vor Halbzeit

hielt das 0:0. Am Ende verlor

«Arroganz mit 6:0

bestraft»

Jonny Bösch bringt Zuger zum Verzweifeln

der FCE mit 0:5 und war um

ein grosses Ereignis und ein

paar Erfahrungen reicher.

Im Wettbewerb der Saison

1990/91 war der Erstligist

Red Star mit der Effi-Legende

Emilio Amati zu Gast. Hinten

hielt

Johnny

B ö s c h

herausr

a g e n d

u n d

M i c h i

Zweifel und Ernst Schröder

holten die roten Sterne vorne

vom Himmel.

Der Zürcher Oberländer

schrieb über den 4:3 Sieg

Effretikons: „In einer hochklassigen

Partie, die alles be-

Michi Zweifel schiesst Küsnacht ab

«Anbändiger Kampfgeist

gegen die Innerschweizer»

inhaltete, was Fussballsport

zu bieten hat und an Dramatik

kaum zu übertreffen war,

rang der FC Effretikon den

FC Red Star nieder.“

„Bravo FC Effretikon“ titelte

der Tagi. Den damals in der

Nationa lliga

B spielenden

SC Zug haben

wir in der folgenden

Runde

an den Rand

einer Niederlage

gebracht. Zugs Trainer

Bigi Meyer nach dem Spiel:

„Effretikon hat Fussball der

regionalen Spitzenklasse gezeigt

und ist für mich ein 1.

Liga Aufstiegsanwärter.“

Was sonst noch geschah

Frauennati im Esi

Kaum ist der Frauenfussball

in Effretikon angekommen

gab es auch schon das

erste Highlight. Das Frauen

EM Qualifikationsspiel

Schweiz gegen Wales ging

1994 im Eselriet über die

Bühne und versuchte mit

den Herren Events mitzuhalten.

1250 Jahrfeier

In diese Dekade viel auch

das 1250 Jahr Jubiläum von

Illnau-Effretikon. Der FCE

führte unter anderem ein Turnier

für Behörden-, Vereinsund

Firmenteams durch.

Auch sonst war das ganze

Jahr über viel los in unserer

Gemeinde.

Unglaubliche Karriere

Heute undenkbar. Die Karriere

des Peter (Pit) Beer.

Als ehemaliger Hockeyaner

zum FCE gestossen begann

er in der 3. Mannschaft in

der 5. Liga. Ein paar Jahre

später und via dem FCE Fanionteam

spielte er in der

Nationalliga A.

Anzeige


27. August 2016 27

Stars und Weltmeister

aus der Bundesliga

zu Gast im Effretiker

Eselriet

Von Ceule Blatter

A

m 23. Juli 1991 um 19.00

Uhr begrüsste Walter J.

Scheibli in seiner unverkennbaren,

motivierenden Art die

rund 1‘000 anwesenden Fans.

Im Rahmen

des 25 jährigen

Clubj

u b i l ä u m s

g a s t i e r t e

der FC Bayer Leverkusen mit

all seinen Stars (Ulf Kirsten,

Andreas Thom, Marek Lesniak,

Heiko Herrlich) und dem

Weltmeister Jorginho im

Eselriet.

Möglich gemacht hatte das

ein 5-er Team mit Bruno

Sallenbach, Wolfgang Sahli,

Peter Eggenberger, Toni Niederberger

und René Mörgli.

Bayer war mit einem sehr

tiefen fünfstelligen Betrag

zufrieden und Lloyd‘s versicherte

das Regenrisiko zu

100%. Nicht zu versichern

war das Gegentor-Risiko. Wir

verloren 0:10. Zumindest ein

Tor hatten wir selber erzielt.

seinen Wechsel in die Bundesliga

mit einem Treffer vorzubereiten.“

«Stars zum Anfassen

bei Wurst und Bier»

Und was war das Eindrücklichste

für uns Spieler? Es

war nicht die Schnelligkeit

und Ballsicherheit

der Leverkusener,

auch nicht

die Angst in der Mauer zu stehen

bei den Hammerfreistös-

Pedro lässt Ulf

Kirsten abblitzen

sen von Kree und Thom, sondern

die Freundlichkeit der

Stars, die mit uns nach dem

Spiel auf den Festbänken bei

Bier und Wurst eifrig über

Fussball diskutierten.

1986 – 1995 Zeitzeuge

Pedro Spahn, Zürich, 49, Spieler und mehr

„Als Spieler des damaligen Fanionteams sind die vielen

grossen und wichtigen Spiele im Cupwettbewerb, um den

Aufstieg und als absoluter Höhepunkt gegen den Bundesligisten

Leverkusen im Gedächtnis haften geblieben. Die

Integration von jungen Spielern lief auch nicht so human

wie heute ab. Als B-Junior immer mal wieder zur Belohnung

für ein Spiel der ersten Mannschaft aufgeboten,

durfte man die ehrenvolle Aufgabe des Linienrichters

übernehmen. Immerhin war man auch zum Kafi und

Gipfeli vor dem Spiel im Löwen in Illnau mit dabei. Ceule

fragte sich oft, warum Leo immer in der Zeitung war. Aus

meiner Sicht hatte er genau einen Trick auf Lager, der

schien den Fotografen aber zu genügen. Überhaupt brachte

die damalige Zeit viele Originale zu Tage. Die Liste der

Namen ist lang. Einige Müsterchen gefällig? Ugo dribbelte

auf einem Quadratmeter 5 Gegenspieler aus. Michi war

schnell, sehr schnell, oft zu schnell und dadurch immmer

wieder mal im Offside. Auch heute undenkbare Aktionen

waren an der Tagesordnung. Martin Sannwald spannte

kurzerhand eine Walze hinter sein Auto, um den Schnee

platt und den Platz (für damalige Verhältnisse) spielbar

zu machen. Wir und auch andere FCE Teams dieser Zeit

waren eine unglaublich verschworene Einheit. Gleichzeitig

hat uns der Verein so viel ermöglicht und die notwendige

Plattform gegeben.

Anmerkung der Redaktion: Mit Pedro’s Schilderungen hätten

wir Seiten füllen können. Er wird uns ewig als Ausputzer

auf dem Platz und als zuverlässiger und akribischer Funktionär

in Erinnerung bleiben.

Zu unserer Torgefahr hielt

der Zürcher Oberländer fest:

„Der FCE kann in der zweiten

Halbzeit zu einigen Torchancen,

es blieb vornehmlich

Michi Zweifel aber versagt,

Fabi zieht an Andreas

Fischer vorbei


28 LADIES www.fceffretikon.ch

Mädchen wollen endlich

Fussball spielen

AUFWERTUNG Nach anfänglichen Zweifeln setzte sich der Frauen- und Mädchenfussball in Effretikon durch. Acht Fussball begeisterte

Mädchen liessen sich Anfang der 90er Jahr nicht abwimmeln und fanden in der Person von Marianne Windlin die notwendige Unterstützung.

Von Hans Albiez

D

er damalig Juniorenobmann

Toni Niederberger

erinnert sich noch gut. „Acht

Mädchen wollten unbedingt

im FCE Fussball spielen. Wir

hatten aufgrund

der

vorhandenen

Infras

t r u k t u r

grosse Bedenken,

ob Frauenfussball in

Effretikon möglich sei.

Zu Beginn versuchten wir

die acht noch auf umliegende

Vereine mit Mädchenteams

zu verteilen. Aber sie blieben

standhaft und so nahm der

«Glück und Pech bei

der Trainersuche»

Frauenfussball 1992 mit ersten

Freundschaftsspielen im

Eselriet seinen Anfang.“

Der damalige Präsident Hans

Albiez meint dazu: „Wir haben

die Chancen, welche

der Frauenf

ussba l l

eröffnet,

schliesslich

erkannt und

haben fortan

alles unternommen, um

diesen im FCE zu integrieren

und zu fördern.“ In der Frühjahresrunde

92/93 wurde

dann endlich das erste Meisterschaftsspiel

bei den Juniorinnen

ausgetragen. Die erste

Saison bei den Frauen wurde

Nach grossem Einsatz für die FCE Frauen

legt Mirko Büttiker jetzt eine Pause ein

Frauenteam von 1998 mit Marianne

Windlin als aktiver Spielerin

im August 1996 in Angriff genommen.

Inzwischen spielen

mit Schwankungen bis zu 100

Frauen und Mädchen im FCE

Fussball.

Eine Never Ending Story waren

die Verpflichtungen von

Trainern des

Frauenteams.

Immer wieder

gelang

es Marianne

Windlin

über die Jahre ausgezeichnete

Trainer zu verpflichten.

Diese kehrten dem FCE aber

jeweils nach einigen Jahren

den Rücken und nicht selten

nahmen sie einen Teil des

Kaders mit und sorgten dafür,

dass der FCE wieder bei

Null beginnen mussste. Auch

deshalb gelang es lange nicht

in eine höhere Liga aufzusteigen,

obwohl die notwendige

Spielerinnenqualität durchaus

vorhanden war. Dann gab

es Trainer am anderen Ende

des Spektrums, welche aus

verschiedensten Gründen ihren

Posten frühzeitig räumten

oder räumen mussten.

Immer wieder musste Marianne

Windlin einspringen,

um Trainerlücken zu überbrücken.

Im Nachwuchsbereich gelang

es dem FCE immer wieder

auch dank äusserst motivierten

Trainerinnen und

Trainern Talente zu formen.

Schon 1996 stellten wir neben

«Frauen- und Mädchenfussball

wird

aufgewertet»

den Juniorinnen (heute Juniorinnen

B) das erste Piccola

Team (heute Juniorinnen D)

unter der Leitung von Jacques

Zbinden, der heute immer

noch Junioren F im FCE

trainiert. Immer wieder stellt

der FCE Spielerinnen für die

Regionalauswahlen.

Einige wie

Nadine Baker

und in

jüngster

Vergangenheit Noa Schärz

haben dann auch den Sprung

ins nationale Ausbildungszentrum

oder ein Nationalteam

geschafft.

Die letzten zwei Jahre war

Mirko Büttiker, zuvor lange

Juniorinnen B Trainer, für

die Frauen auf dem Platz verantwortlich

und hat dieses

Amt mit einer unglaublichen

Leidenschaft ausgeführt. Mit

ihm ging es sportlich wieder

aufwärts und nicht zuletzt

deswegen hat die Vereinsleitung

anlässlich der Generalversammlung

2015 klar

gemacht, dass der Frauenfussball

aufgewertet werden

und noch mehr gefördert werden

soll. Mit Fabienne Siegenthaler

ist dieses Jahr eine

junge Frauenverantwortliche

in den Vorstand nachgerückt,

welche an der Jubiläums GV

nächstes Jahr zur Vizepräsidentin,

verantwortlich für

den Frauenfussball, gewählt

werden soll.


27. August 2016 29

Perfect Match – WElcheR SCHuh gehörT welcher Kickerin?

1 2 3

4 5 6

AUFLÖSUNG

1 Simone Obrist gehört Schuh 5, 2 Yasmin Barnes gehört Schuh 4, 3 Severine Gomringer gehört Schuh 6

Noa Schärz - vom FCE zur U16 Nati

ERFOLGREICH NACH FCE-KARIERRE FC Effretikerin dirigiert das Spiel der U16 Schweizer Nationalmannschaft

Mit Noa Schärz stellt der FC

Effretikon erstmalig in seiner

Geschichte eine Nationalspielerin.

Die 16-jährige

Illnauerin spielt aktuell beim

Grasshopper Club Zürich in

Steckbrief ...

der Frauen U19 und in der

Schweizer U16 Nationalmannschaft.

Gestartet hat

sie ihre Karriere bei unseren

Mini-Kickers und wurde von

den Trainern Stefan Angst,

Name: Noa Schärz

Alter: 16 Jahre

Geburtsort: Uster

Sternzeichen: Löwe

Nationalität: Schweiz

Wohnort: Illnau

Augenfarbe: blau

Haarfarbe: braun

Grösse: 1.65m

Spiele Fussball seit: ich 4

Jahre alt bin

Position: zentrales Mittelfeld

Starker Fuss: rechts

Aktueller Club: Grasshopper

Club Zürich

Armin Lehner, André Sträuli,

Jörg Ruppelt, Chrigle Troll,

Martin Wirz, Kurt Pfeffer

und Dave Baumgartner auf

ihre Karriere vorbereitet.

Ihr Debut in der Nati feierte

Frühere Clubs: Effretikon

Beruf: Köchin

Hobbys: Fussball spielen,

mit Freunden unterwegs sein,

kochen

Was ich mag: Fussball spielen,

Familie, Freunde, essen,

kochen,

Schokolade, Sommer

Was ich nicht mag: Rauchen,

Unehrlichkeit, Auto

fahren, Salatsaucen

Lieblingsessen: Ratatouille

und Lasagne

Noa in diesem Frühling mit

einem 11:0 gegen Weissrussland.

Dabei gelang ihr auf

Anhieb ein Tor.

Ihre Ziele sind weiterhin der

Nationalmannschaft anzugehören

und an der Heim

EM 2018 der U19 Frauen

für die Schweiz zu spielen.

Der grosse Traum ist es einmal

im Ausland spielen, am

liebsten in der Bundesliga.

Ihr Bruder Kim gab im Alter

von 17 Jahren sein Debut in

der ersten Mannschaft des

FC Effretikon.

Wir wünschen Noa weiterhin

viel Erfolg.


30 CUMMUNITY www.fceffretikon.ch

Die SINGLE der Saison

Was gefällt dir am FCE ?

Filipa sucht ...

«... einen Mann, der stets Schoggi hat»

Alter: 17 Jahre

Grösse: 1.67 Meter

Wohnort: Turbenthal

Sternzeichen: Fisch

Beruf: Fussballprofi

Ich kann nicht leben ohne:

Schoggi und Fussball

Wichtig in einer Beziehung:

Liebe und Vertrauen

Das sagen meine Freunde

über mich:

Dass ich sehr aggressiv mit

Jungs umgehe

Das macht mich glücklich:

Gute Freunde um mich herum

und genügend Geld auf

meinem Konto zu haben

Ich kann alles verzeihen,

ausser:

Weisse Schoggi

Speziell an mir ist:

Ich liebe Schoggi, aber

Nutella mag ich nicht

Sascha Wegmann (14)

Trainerassistent Jun. Fc

aus Tagelswangen

Ich spielte sechs Jahre bei

den Junioren und heute

bin ich Trainer der Fc-Junioren.

Durch den Fussball

lernte ich viele Leute

vom FCE kennen. Mein

Lieblingsanlass war immer

die Trainingswoche im

Frühling. Heute freue ich

mich schon auf das erste

Hallenturnier mit meinen

Junioren. Gerne besuche

ich zusammen mit meinem

Vater die Spiele der 1.

Mannschaft.

Cedric Sahli (6)

Junior Gb

aus Illnau

Jetzt gehöre ich zu den älteren

Kindern in meiner

Mannschaft und ich kann

den Jüngeren etwas beibringen.

In den Sommerferien

habe ich viele Trickli

gelernt. Ich gehe gerne ins

Training und an Turniere

und bin am liebsten Mittelstürmer

oder Goalie. Meine

Trainerinnen Julie und

Astrid sind total nett. Ich

finde es auch cool, dass wir

viele Mädchen in unserem

Team haben.

Adrian sucht ...

«... eine Frau, die weiss wo das Bier steht»

Alter: 23 Jahre

Grösse: der Grösste

Wohnort: Effretikon

Sternzeichen: Krebs

Beruf: Teilzeitalkoholiker,

Laufwunder

Ich kann nicht leben ohne:

Bier

Wichtig in einer Beziehung:

Treue, gemeinsame Interessen,

genügend Bier

Das sagen meine Freunde

über mich:

Exzellenter Biertrinker, beängstigende

Ähnlichkeiten mit Brad

Pitt, schöne Füsse

Das macht mich glücklich:

Viele „likes“ auf Facebook

Ich kann alles verzeihen,

ausser:

Warmes Bier

Speziell an mir ist:

Mein ruhiger Umgang mit

Schiedsrichtern

Lukas Jacober (13)

Junior Cb

aus Effretikon

Ich begann als E-Junior im

FCE und spiele nun im Cb.

Das Training ist die vorbereitung

auf die Meisterschaftsspiele

- auf welche

ich mich immer freue. Im

FC spielen auch viele Kollegen

von mir - mit denen

ich auch sonst oft etwas

unternehme. Spannend ist

auch immer der Saisonbeginn,

da muss sich das

Team immer wieder neu

kennen lernen. Ich freue

mich auf weitere sportliche

Herausforderungen und

spannende Spielminuten

bei jeder Gelegenheit.

Yannick Wirz (16)

Junior Ba

aus Illnau

Ich spiele seit 10 Jahren

beim FC Effretikon und

es macht mir immer noch

grossen Spass. Am Anfang

war das Training auf der

Wiese der Schule Illnau,

dann, als ich älter wurde in

Effretikon. Seit der Juniorenverbindung

mit dem FC

Kempttal habe ich gar in

Kempttal meine Trainings.

Jetzt spiele ich im Ba und

hoffe, dass ich mich weiter

verbessern kann. Durch

den Fussball bleibe ich

mit meinen alten Kollegen

in Kontakt, obwohl ich in

Wetzikon zur Schule gehe.


27. August 2016 31

Die Gewinner des

Jubiläums-Fotowettbewerbes

Fotokünstler Der FCE hat im Rahmen seines Jubiläums einen Fotowettbewerb durchgefürt. Nachdem die Frist für das Hochladen von

Fotos über unsere Webseite im Juni abgelaufen war, begann das Online-Voting. Hier zeigen wir euch die Sieger und Zweitplatzierten der drei

Kategorien Action, Crazy & Fun und Nostalgie. Einige der eingreichten Bilder konnten wir auch für EFFI AM ABEND verwenden. Vielen Dank

allen Teilnehmern – und herzlichen Dank an die Preissponsoren!

Wir gratulieren den Siegern!

Kategorie

ACTION

1. PLATZ Urs Jacober, Effretikon

Effi Märt 100 CHF

2. PLATZ Stefan Angst, Illnau

Landi Zola 20 CHF

Kategorie

CRAZY & FUN

1. PLATZ

Christian Marmelo,

Effretikon

Taurus-Sports

100 CHF

2. PLATZ Christian Pleisch, Effretikon

Landi Zola 20 CHF

Kategorie

NOSTALGIE

1. PLATZ Judith Fahrni, Effretikon

Steak House Frieden 100 CHF

2. PLATZ Bruno Bättig, Effretikon

Landi Zola 20 CHF

Vielen DANk an die Preissponsoren

Effi Märt 100 CHF, Taurus-Sports 100 CHF, Steakhaus Frieden 100 CHF, Landi Zola 3 x 20 CHF


32 DIE VORLETZTEN ZEHN JAHRE www.fceffretikon.ch

Bilder der Dekade

1996 –2005

PROPAGANDA Fussballjunioren machen erfolgreich Druck

auf die Lokalpolitiker – für ein neues Sportzentrum

AUFMERKSAM H

TURNIER Erstes Piccola Team 1996 am heimischen Turnier

FR

vo


27. August 2016 33

och konzentriert und stilistisch einwandfrei der damalige Denker und Lenker Daniel Fisler

ÜH ÜBT SICH Die ersten Minikickers (heute Junioren G) wurden

n Sepp Sahli und Judith Fahrni im Schlimperg trainiert

ABGESAGT Im Eselriet kämpften wir immer wieder

mit katastrophalen Platzbedingungen


34 DIE VORLETZTEN ZEHN JAHRE www.effiamabend.ch

An die Erstliga-Tür geklopft

BEINAHE Der FC Effretikon stand Ende Saison 1995/96 vor seinem grössten Triumpf. Die Mannschaft von Trainer Renato Faccin klopfte

an die Tür der Erstliga. Erst im dritten Entscheidungsspiel scheiterten die Zürcher Oberländer nach torloser Verlängerung im Penaltyschiessen.

Auch berühmtere Mannschaften verlieren im Elferschiessen.

Million Franken gekommen

sei. Das Geld ‚buttert‘ der

Verein in Spieler und will damit

den sportlichen Aufstieg

erkaufen“.

Von Heinz Minder

D

Mäse Erismann und Daniel Fisler wurden

erst im Penaltyschiessen gebremst

as Team von Renato Faccin

hatte sich einiges vorgenommen

in dieser Saison.

Neben einem verbesserten

Verhalten bei stehenden Bällen

und mehr Punkten gegen

Mitfavoriten um die Spitze

stand auch der Gruppensieg

und die Aufstiegsspiele

auf der Liste. Zumindest die

Ziele zwei und drei wurden

perfekt umgesetzt. Nachdem

das Team mit zwei Punkte

Vorsprung in die Winterpause

ging, folgte für die Effretiker

die übliche Vorbereitung.

Dauerläufe im Schnee, ein

wenig Hallenfussball und

ganz bestimmt kein Gras im

Eselriet unter den Füssen vor

Meisterschaftsbeginn. Das

Highlight und einzige Möglichkeit

vernünftig zu trainieren,

war das Trainingslager in

Ägypten. Rechtzeitig auf den

Rückrundenstart stiessen

auch die Langzeitabwesenden

und –verletzten Sandro

D’Agostino, Fisler und Erismann

wieder zum Team.

Schlussendlich konnte dank

einem fulminanten Endspurt

mit drei Siegen in Folge und

dank Schützenhilfe von Töss

ein Punkt Vorsprung über die

Ziellinie gerettet werden.

Da es keine direkten Aufsteiger

in die 1. Liga gab, musste

die Mannschaft von Trainer

Renato Faccin zu den Aufstiegsspielen

antreten und

trifft dabei auf Wangen b/Olten.

Das erste Aufstiegsspiel

zu Hause endet mit einer 0:5

Niederlage. Effretikon steckt

den Heimschock weg – reist

als Underdog nach Wangen b/

Olten, wo man munkelt, dass

der heimische Fussballclub

durch eine „grosszügige Erbschaft

in den Genuss einer

Effretikon gewinnt das

schwere Auswärtsspiel mit

vorbildlichem Einsatz, taktischer

Disziplin und kämpferischer

Einstellung wohl

zur Überraschung vieler mit

dem Mindestresultat von 1:0

und erzwang damit ein drittes

und entscheindes Spiel,

welches bereits drei Tage später,

am 12. Juni 1996 – auf

„neutralem Boden“ in Wohlen

stattfand. Das Spiel endete

trotz Verlängerung 0:0. Das

Penaltyschiessen entschied

letztlich über den Aufstieg in

die 1. Liga. Für die Effretiker

blieb der erstmalige Aufstieg

in die Erstliga ein Traum.

Wangen b/Olten hatte sein

Zwischenziel erreicht.

Bester Torschütze jener Saison

war Michi Zweifel (24

Tore), vor Daniel Fisler (13),

Marcel Erismann (6), Daniel

Reinhard (6) und Ugo Sofia

(6). Kurz vor Beginn der

neuen Saison die Schockmeldung.

Michi Zweifel, nach

seinem Abstecher in die Nationalliga

B zu Winterthur,

wieder aufs Eselriet zurück

gekehrt, gab sein Transfer zu

2. Liga-Absteiger und Nachbar

Kempttal bekannt.

Was sonst noch geschah

FCE ist Online

1997 entwickelt André

Sahli die ersten Website

des FC Effretikon.

Diese bekommt mit

den Jahren immer

mehr Bedeutung. Anfang

2003 übernimmt

Otti Spiegel das Amt

des Webmasters und

macht www.fceffretikon.ch

zu einer vielbesuchten

Homepage.

Prävention

Die Jahre anfangs den

neuen Jahrhunderts

waren geprägt von

Präventions Projekten.

Themen wie Drogen,

Alkohol oder Gewalt.

Der FCE war auch in

diversen Arbeitsgruppen

in der Gemeinde

und der Region vertreten.

Seit 2004 ist der

FCE auch Mitglied der

MIRA, welche Vereine

bei Problemen im Umgang

mit Sexueller Ausbeutung

und Gewalt unterstützt.

Junioren-Torfestival

Die Junioren Dc von

Leo Kofler schlugen in

der Saison 03/04 alle

Rekorde. Das Team erzielte

9 Siege aus ebenso

vielen Spielen bei einem

Torverhältnis von

157:17. Das blieb uner-

reicht und viele dieser Jungs spielen heute

noch in unserer Mannschaft oder bei anderen

Clubs in der 1. oder 2. Liga.


27. August 2016 35

Grosse Ehre für den FCE

gewählt zum Verein des

Jahres 2004

AUSGEZEICHNET Die 180 Vereinspräsidenten der Region

Zürich küren den FC Effretikon zum Verein des Jahres 2004. Der FCE

erhielt mit Abstand die meisten Stimmen und verwies Kloten und

Zürich-Affoltern auf die Ränge.

1996 – 2005 Zeitzeuge

Von Otti Spiegel

2

004 wurde diese Auszeichnung

erstmals aufgrund

von eingereichten Bewerbungen

vergeben und der

FCE wurde der erste demokratisch

gewählte Verein des

Jahres der Fussballregion

Zürich. Unser Verein erhielt

diese grosse Ehre aufgrund

vorbildlicher Leistungen im

Breitenfussball – insbesondere

bei der Förderung des

Junioren- und Juniorinnenfussballs.

Die starke Bewerbung zeigte

eindrücklich auf wie und mit

welchen Konzepten der FCE

seinen Nachwuchs fördert.

Dazu gehörten damals eine

Fussballschule für die Talentförderung

und eine verstärkte

Trainerausbildung.

Damals entwickelte der FCE

auch das Trainerspesenreglement,

welches vorsah Einsatz

und vor allem auch Ausbildung

zu belohnen. Gleichzeitig

wurden die Strukturen

im Verein professionalisiert.

Dazu wurden die Beiträge auf

Pfarrer wird Trainer

Mit Andreas Manig wird

der reformierte Pfarrer von

Effretikon Juniorentrainer

und übernimmt für Jahre

die Junioren Cb. Als früherer

Fussballer war er mit

der Materie grundsätzlich

vertraut. Zusätzlich brachte

er mit seinen Qualitäten

genau das mit, was es für

diese nicht immer einfache

Altersklasse brauchte. Später

wurden Fussballturniere

bei der Reformierten

ein leistungsgerechtes Niveau

angehoben. Damit konnte der

FCE eine Sekretariatsstelle

schaffen und gleichzeitig die

Beiträge von fleissigen Mitgliedern,

welche Aufgaben

und Funktionen übernahmen

reduzieren oder ganz wegbedingen.

Der FCE hat diesen

Schritt mit deutlich höheren

Mitgliederbeiträgen damals

mutig gemacht und viele andere

Vereine sind diesen Weg

seither auch gegangen.

Der FC Effretikon hat in seiner

50jährigen Geschichte viele

weitere Auszeichnungen erhalten.

1989 und 2004 verlieh

die Stadt Illnau-Effretikon

uns für konsequente Nachwuchsförderung

den städtischen

Anerkennungspreis.

Und seit der Fussballverband

Region Zürich die Auszeichnung

„Vorbildlicher Verein

des Jahres“ 2002 einführte

hat der FCE diesen Preis ununterbrochen

14 Mal in Folge

erhalten und hat inzwischen

Platinstatus.

Der FCE wird von innen oft

kritisch angesehen. Der Blick

von aussen, also von anderen

Vereinen oder dem Fussballverband

ist in der Regel ein

ganz anderer, viel positiver.

Wir dürfen auf das sein, was

wir in einem halben Jahrhundert

erreicht haben.

Kirche auch ins Jugendprogramm

aufgenommen. Sein

Engagement schien für beide

Seiten gepasst zu haben.

Ganz schlecht

2005 waren die FCE Teams

in den Fairplay-Ranglisten

ihrer Kategorien so schlecht

klassiert wie selten zuvor. Der

Vorstand lancierte daraufhin

eine Fairplay Kampagne und

wenig später erhielten einzelne

Teams die ersten Fairplay-Preise.

Marianne Windlin, Hinwil, 53, Frauen-Ikone

„Natürlich haben mich in diesen zehn Jahren, aber auch

in den Jahren danach vorallem die Anliegen der Frauen

und Juniorinnen geprägt. Trotzdem war ich auch einige

Jahre Kassier und im Vorstand. Darum bin ich natürlich

seit jeher auch für die Interessen des Gesamtvereines eingestanden.

In dieser Dekade war der Zulauf von jungen

Frauen und Mädchen enorm. Als es das Angebot einmal

gab, riss der Zustrom an Interessenten kaum ab. Die Trainersuche

war ein ständiges und kein einfaches Thema.

Im FCE gab es von Beginn weg viel Unterstützung für den

Frauenfussball. In der Anfangszeit von Hans Albiez und

Toni Niederberger und später auch von André Sahli. Etwas

gewurmt hat es mich, dass wir mit dem Frauenteam

in dieser Dekade nie aufgestiegen sind. Wir waren oft

nahe dran, aber es hat sich einfach nie ergeben. In Bezug

auf die Infrastruktur fällt eines ganz speziell auf. Obwohl

wir heute viel bessere Trainingsbedingungen haben, war

es früher unkomplizierter. Auf dem Trainingsplatz durfte

immer trainiert werden. Egal ob Regen oder Schnee.

Heute sind wir strukturierter. Es gibt für alles Pläne. Was

nicht schlecht ist, aber Spontanität schwieriger macht.

Auch wenn man sich hin und wieder ärgert, der FCE und

die Leute die dahinter stecken sind es Wert diesen Aufwand

zu betreiben.

nmerkung der Redaktion: Marianne Windlin hat die Frauenabteilung

im FCE zu einer der grössten in der Region gemacht.

Inzwischen hat sie die Leitung abgegeben und trainiert

weiterhin ein Team, neben vielen anderen Aufgaben im

Verein.

Impressum

Jubiläumszeitschrift 50 Jahre FC Effretikon

August 2016 - www.fceffretikon.ch

EFFI

am Abend

Auflage: 1‘500

Verbreitung: ZH

Anzahl Leser: ca. 2‘500

Adresse: FC Effretikon, Kirchweg 99, 8307 Effretikon

Redaktionsteam: André Sahli, Ceule Blatter, Hans Albiez

Heinz Minder, Otti Spiegel, Peter Karsch

Theo Ammann, Markus Wegmann (Inserate)

Layout: Michael Knipfer (Misiko) / Urs Jacober

Fotos: Quellen FCE, eingesandt, z. Verf. gest.

Email: info@fceffretikon.ch

Druck: DE-Druck Effretikon


36 HOME SWEET HOME www.fceffretikon.ch

Aus Materialraum wird Clubhaus

metamorphose Erfindungsreich, zielstrebig und nicht unterzukriegen waren die Effretiker schon immer wenn es um Infrastruktur

ging. Da wurde auch mal aus einem von der Stadt vorgeschlagenen Materialraum ein Clubhaus. Und selbst ein durch Brandstifter in Schutt und

Asche gelegtes Gebäude konnte die Verantwortlichen nicht stoppen.

Zum Clubhaus

in einem Jahr

1985

Beschluss an GV

01.04.85

Gründung Baukommission

20.04.85

Spatenstich

15.08.85

Aufrichtsfest

01.11.85

Beginn Innenausbau

Ende April 1986

Einweihung

Mai 1986

Inbetriebnahme

Von Peter Karsch

D

er FCE platzte Anfang

der 80er Jahre aus allen

Nähten und gleich nach der

Erstellung des zweiten Fussballfeldes

plante die Stadt die

Erstellung eines dritten Fussballplatzes.

Dieser wurde als

Hauptplatz unterhalb der bestehenden

Tennisanlage 1984

in Betrieb genommen. Da im

neuen Garderobentrakt im

Innern der Eisfeldtribüne

keine Materialraum verfügbar

war, bewilligte die Stadt

dem FCE für die Erstellung

eines Materialraums 50‘000

Franken.

Im Gespräch mit dem damaligen

Stapi Rudolfo Keller

im März 1983 reifte der Entscheid,

aus dem geplanten

Materialraum ein Clubhaus

mit Tribüne zu planen. Das

vereinsinterne Architekturbüro

René Grimm und Ronald

Tanner reichten kurzentschlossen

ein Bauprojekt ein.

Bei Erteilung der Baubewilligung

am 24.08.1984 waren

Finanzierung, Erschliessung

und Bauplanung schon weitgehend

gesichert.

Wenn es auch ohne ortsansässige

Handwerker nicht ging,

so blieb noch Platz für über

3000 Stunden Frondienst

unter Leitung von Architekt,

Bauführer, Polier, Vorarbeiter

und Handwerker René

Grimm, alles in einer Person.

Aber das waren sich die FCE

Mitglieder ja schon gewöhnt!

Der Einsatz lohnte sich. Der

Bau des Gebäudes im Wert

von 400‘000 Franken kostete

dank Frondienst und anderer

Zuwendungen am Ende

weniger als die Hälfte. René

Grimm erinnert sich noch genau:

„Die 1. Mannschaft ging

damals mit gutem Beispiel

voran und motivierte damit

viele weitere Mitglieder zur

Mithilfe“.

Und dann der Schock! Am

Samstag, 27.06.1987 wurde

der damalige Clubhauswirt

Urs Zweifel morgens um drei

von der Polizei und Feuerwehr

informiert. Der Autor

dieses Berichtes war selber

morgens um sechs Uhr bei

schönstem Wetter mit dem

Velo auf der Illnauerstrasse

unterwegs, als der Blick

in Richtung Badi schweifte.

Leichte Rauchschwaden stiegen

auf - da wo das Clubhaus

stand. Der erste Gedanke: Da

wurde aber wieder ordent-

lich gefeiert! Statt Wurst vom

Grill gab es Enttäuschung

und grosse Wut über Einbrecher

und Vandalen. Die Täter

hatten aus Enttäuschung

über fehlendes Diebesgut einen

Trikotsatz auf die Herdplatte

gelegt und das Werk

aus vielen Stunden Arbeit in

wenigen Stunden zerstört.

Nachdem sich der erste

Schock gelegt hat, fanden

die Verantwortlichen aber

den Mut zum Wiederaufbau.

Dank grosszügiger und unbürokratischer

Abwicklung

der Versicherung konnte bereits

im Dezember 1987, also

nur ein halbes Jahr nach dem

Brand, die zweite Einweihung

über die Bühne gehen.


27. August 2016 37

Clubhaus erstrahlt in

neuem Glanz

GLANZVOLL Am 13. April 2014 war es so weit. Nach nur fünf Monaten Umbauzeit konnte das zuvor in die Jahre gekommene Clubhaus

feierlich wieder eröffnet werden. Das rote Band wurde von Clubhaus Leiter Roger Hüppi und Architekt Adi Jaggi durchgeschnitten.

Von Urs Jacober

S

Total erneuertes Clubhaus

mit Pokalkronleuchter

chon eine Stunde vor Anpfiff

des 2. Liga Spiels

gegen Ber

i n g e n

erschienen

erste

Besucher

und wollten

einen

Blick auf den Star des Tages

werfen. Obwohl das Clubhaus

herausgeputzt wie selten daherkam,

stahl der von Adi

Jaggi höchst persönlich erstellte

Kronleuchter aus Dutzenden

von gewonnen Pokalen

dem Haus die Show. Hier

ein Aah und dort ein Ooh.

«Pokalkronleuchter

zieht alle Blicke auf

sich»

Und plötzlich ging alles ganz

schnell. Die Besucher strömten

in Scharen herbei und

gaben der Eröffnung einen

würdigen Rahmen. Nach einer

kurzen Ansprache des

Präsidenten

wurde im

Beisein des

FCE Projektteams

und

aller Handwerker

der

Bau dem Clubhausteam und

dem Verein übergeben.

Nach Abschluss der Planungsphase

begannen am

11.11.2013 nach Abschluss

der Vorrunde die eigentlichen

Arbeiten. Zuvor war monatelang

um Details gefeilscht

worden und jeder Franken

wurde mindestens zwei Mal

umgedreht. Der Finanzielle

Rahmen war definiert und es

durfte keinen Franken mehr

kosten. Jahrelang angespartes

Kapital sowie der gesamte

Erlös des zuvor angesetzten

Sponsorlaufes

wurde verbaut.

Aber einmal

mehr ging es

darum, den

kommenden

Generationen etwas Nachhaltiges

zu hinterlassen.

Es wurden Wände entfernt,

hunderte Meter neuer Kabel

eingezogen, gestrichen, neue

Geräte eingebaut, alle sanitären

Anlagen ersetzt und ein

neuer Vorplatz erstellt. Im

Handwerkerteam mit dabei

waren unter anderen auch

«Modern und

praktisch»

langjährige FCE Mitglieder

wie Walti Fretz sowie der

heutige Clubhaus Leiter Toni

Zarriello. Jeder hatte ein

persönliches Interesse dem

Clubhaus

seinen Stempel

aufzudrücken

und

sicher zu

stellen, dass

alles klappt und das Haus

pünktlich zum Rückrundenstart

wieder dem Betrieb

zu übergeben.

Und wie eingangs erwähnt

hat alles wunderbar geklappt.

Nachdem zuvor das

Sportzentrum saniert wurde,

hat auch der FCE sein Clubhaus

erneuert.

Roger Hüppi mit dem Projektteam und

allen Handwerkern bei der Eröffnung

Anzeige


38 TRAININGSWOCHE www.fceffretikon.ch

Alle Jahre wieder

BEeINDRUCKEND Es begann als Massnahme zur Gewinnung von neuen Junioren und ist heute der mit Abstand grösste Feriensportanlass

unserer Gemeinde und nicht mehr wegzudenken aus dem Jahreskalender von Illnau-Effretikon.

Von André Sahli

E

s ist jedes Mal elektrisierend,

wenn am Montag

Morgen um 9.30 Uhr in der

zweiten Woche der Frühlingsferien

rund 200 Augenpaare

gebannt in Richtung

Chefanimateur André Sahli

gerichtet sind und nach

war die Gründung der ersten

Trainingswoche. Etwas über

30 Knaben (damals durften

auch Junioren

C mitmachen)

nahmen

an der ersten

«Mit 35 Jungs

gestartet»

Ausgabe teil.

Alles sehr

überschaubar, gekocht wurde

ab sofort das Essen für viele

Jahre vom Flughafenrestaurant.

Heute ist das Küchenteam

unter der Leitung von

Claudia Bienz und ist mit den

legendären Teegirls auf rund

15 Personen angewachsen.

«225 Kinder im

Rekordjahr»

zweimaliger Aufforderung

endlich laut genug ihr ‚Guete

Morge‘ in Richtung Effi Märt

brüllen. Das zeigt auch schon

worin das Erfolgsgeheimnis

der Trainingswoche liegt.

Trotz kleiner Anpassungen

ist das Konzept all die Jahre

das gleiche geblieben. Fussballinteressierten

Kindern

eine Woche Spass vermitteln.

Eine Leitercrew, welche den

Kids auf Augenhöhe begegnet.

Allzeit beliebte Kindermenüs

auf dem Mittagstisch.

Und ganz viel Spass

Gänsehaut zum Abschluss an 25. Ausgabe

200 Dankeschilder für André

selber, ein Platz genügte. Damals

schon dabei, allerdings

nur als Leiter, André Sahli,

welcher zwei Jahre später die

Gesamtleitung übernehmen

und bis heute behalten sollte.

Mit den Jahren stieg die Teilnehmerzahl

kontinuierlich.

Als die erste

Schallgrenze

von 100 Kindern

durchbrochen

war konnte nicht

mehr im Clubhaus

gekocht werden. Selber

zusätzlich bereitgestellte

Gaskocher von Madeleine

Mirer halfen nicht mehr. Evelina

Spiegel übernahm die

Küchecrew und wir bezogen

Zu Rekordzeiten nahmen 225

Kinder, wovon bis zu 70 Mädchen

waren, teil. In den letzten

Jahren spürten auch wir

die demographische und gesellschaftliche

Entwicklung

und die Teilnehmerzahl hat

sich bei rund 180 eingependelt.

Es gab Generationen,

in denen wenige Kinder in

unserer Gemeinde nie an der

Trainingswoche teilgenommen

haben. Und es ist eine

unglaubliche Anzahl Leiterinnen

und Leiter, welche

sich jedes Jahr zur Verfügung

stellen. Dazu aufgefordert,

die Trainingswoche in einem

Satz zu beschreiben meint

André Sahli: „Über all die

Jahre gesehen die schönste

und befriedigendste Aufgabe

von allen, aber es ist Zeit für

einen Nachfolger.“

Improvisieren bei Schlechtwetter:

Abschluss auf der Eselrietrampe

Aber der Reihe nach. 1990,

Toni Niederberger hat gerade

das Amt des Juniorenobmanns

von Sandro Gyenge

übernommen, sah sich mit

einer schwindenden Anzahl

Junioren konfrontiert. Der

FCE stellte in jeder Kategorie

gerade mal ein Team und

erfolgreiche Juniorenjahre

schienen in weite Ferne zu rücken.

Seine erste Massnahme


OLDIES

27. August 2016 39

Je älter desto besser

UNVERWÜSTLICH Wir Senioren und Veteranen sind seit 50 Jahren die Seele des FCE. Im Vorstand, im Clubhaus, an den Turnieren,

als Schiedsrichter und Mädchen für alles. Und das Beste - wir spielen auch noch verdammt guten Fussball.

Von Peter Karsch

und Ceule Blatter

R

und zwei Jahre nach der

Gründung des FCE haben

wir das Licht der Welt erblickt

und mit unserem Einsatz

auf und neben dem Platz

den Verein fortan mitgeprägt.

Für den ersten Aufstieg in

die Promotion 1981 haben

wir uns viel Zeit gelassen. Als

Antwort auf den unverdienten

Abstieg sind wir 1985 umgehend

wieder aufgestiegen.

Einige von uns hatten danach

den Zenit erreicht und gründeten

1986 die erste Veteranenmannschaft.

Nach langen

Jahren auf dem grossen Feld

durften diese dann Jahre später

auch noch in den ihrem

Laufvermögen angepassten

7er-Fussball wechseln und

dort mit ihrer Technik und

Übersicht brillieren. Die Fähigkeit,

sich zu quälen haben

die Oldies nie verloren. Seit

1980 wird einmal im Jahr

mit dem Velo von Effi über

den Gotthard nach Cato zu

Christine und Peter gefahren.

Im Jahre 2000 nahm dann

eine Erfolgsgeschichte namens

ASS 2000 (All Star

Senioren – nicht „Alt Star“)

ihren Anfang. Nach dem

Durchmarsch in die Meisterklasse

und insgesamt

zwei kantonalen Cupsiegen

wurden wir im Jahre 2006

Schweizer Cupsieger. In

Schöftland schlugen wir vor

grosser Kulisse (2 Fancars)

das Genferteam von Collet-Bossy

mit 4:1. Auf dem

Weg in den Final mussten

wir nicht nur aus 48 Metern

Tore erzielen, uns die Köpfe

blutig schlagen lassen und

Freistösse listig versenken,

sondern auch gegen einzelne

Schiedsrichter durchsetzen,

die Penalties erfanden und

dann auch noch wiederholen

liessen.

Seit einigen Jahren haben wir

neben den Senioren wieder

eine Veteranen-Mannschaft

– die nennt man heute Seni-

oren 40+. Beide Mannschaften

sind gut drauf, trainieren

jeweils am Montag und freuen

sich, wenn Du auch mittmachst.

Beim Fussball ist es

wie beim Velofahren: gelernt

ist gelernt. Darum macht es

in jedem Alter Spass den Rasen

zu spüren und das Leder

zu streicheln.

Erstmaliger Aufstieg des Seniornteam 1981


40 DIE NEUZEIT www.fceffretikon.ch

Bilder der Dekade

2006 –heute

TEAMSPIRIT Spass trotz harter Arbeit – das aktuelle Frauenteam will mehr erreichen

MAGNET Am 15. Juli 2014 kommt es im Eselriet zu einem Testspiel zwischen dem FCZ und dem FC Winterthur


27. August 2016 41

HOCHSTIMMUNG Auch nach 27 Jahren immer noch beeindruckend – Gruppenfoto am Ende der Trainingswoche

ES WERDE LICHT Im Juli 2007 wird

die Flutlichtanlage auf dem Hauptplatz

eingeflogen

FUN Gemischtes Juniorinnen C/D Team mit Trainern Windlin und

Durussel als Team Schweiz an der Mini WM 2015 in Höngg


42 DIE NEUZEIT www.fceffretikon.ch

Zwei Superstars im Eselriet

EFFIZIENT Sie sind definitiv vorüber. Die endlosen und zermürbenden Diskussionen um zu hohes Gras auf unseren Rasenplätzen. Seit

diesem Jahr rollt der Ball jederzeit ideal und die Qualität des Rasen wird besser und besser. Die Stadt hat uns zum Jubiläum das schönste Geschenk

von allen gemacht. Robi und Robo, unsere zwei Rasenmäherroboter.

Die Zwillinge Robi (links, Platz 1) und Robo (rechts, Platz 3)

kümmern sich Nacht für Nacht um unsere Rasenplätze.

Von André Sahli

S

eit dem Frühjahr 2016

tut sich Eigenartiges auf

unseren Rasenplätzen. Um

Punkt 23 Uhr nehmen Robi

und Robo ihre Tätigkeit auf.

Bei jedem

Wetter rollen

sie beinahe

lautlos und

unaufhaltsam

kreuz und

quer über unsere Rasenplätze.

Immer auf der Suche nach

zu langen Grashalmen. Das

tun sie so lange bis ihnen der

Strom ausgeht oder keine

langen Halme mehr zu finden

sind. Robi, welcher sich um

den Hauptplatz kümmert, hat

ein paar Stunden mehr, da

der Platz grösser ist. Er muss

zwischendurch auch mal an

die Ladestation, bevor es unverdrossen

weitergeht. Während

Robo auf Platz 3 in den

Es werde Licht

Im Juli 2007 ist es endlich

so weit. Der Hauptplatz des

FCE erhält über 20 Jahre

nach dessen Erstellung eine

Flutlichtanlage. Finanziert

wurde die 1. Liga taugliche

Anlage vollständig durch

den FCE selbst. Die Mitglieder

sind am 8. Juli anlässlich

des Sponsorlaufes

Runde um Runde gelaufen

und haben so rund zwei

Drittel der Gesamtkosten

erlaufen.

Morgenstunden Feierabend

hat, ist Robi oft bis kurz vor

Mittag unterwegs.

Unsere Fussballer freuen sich

Tag für Tag über die perfekten,

auf knapp 3 cm hoch

gemähte Ras

e n p l ä t z e .

«Sobald die Flutlichter

aus sind

rollen sie los»

Was sonst noch geschah

Vorbei auch

die Zeiten,

da schwere

Rasenmäher

in Schlechtwetterphasen

Furchen auf den Plätzen verursachten.

Und zudem sind

die Millimeter grossen und

liegen gelassene Grashalme

bester Dünger für das Grün.

Als die Beiden ausgerechnet

während der diesjährigen

Trainingswoche in Betrieb

genommen worden sind,

standen früh morgens viele

Leiter am Platzrand und

staunten und philosophierten.

Neue Hauptsponsoren

Im Sommer 2014 konnten

mit der Raiffeisenbank, der

Firma Weilenmann und der

Bäckerei Mühlebach neue

Hauptsponsoren gefunden

werden. Von diesem Engagement

profitiert nicht nur die

erste Mannschaft sondern

auch alle anderen Teams.

Dieser erfolgreiche Abschluss

ist ein weiterer Mosaikstein,

welcher zu den gesunden Finanzen

des FCE beiträgt.

Wir sagen Merci!

In all den Jahren hatten wir intensive Diskussionen mit

den Vertretern der Stadt Illnau-Effretikon. Nicht immer

war man einer Meinung. Doch beide Seiten haben immer

nach konstruktiven Lösungen gesucht und diese

meist auch gefunden. Es ist ein Geben und Nehmen.

Unser grosser Dank geht an alle Mitarbeiter des Jugend

und Sportamtes sowie an das Sportzentrum Team von

Reto Petrig. Wir haben im Eselriet unser wunderschönes

zu Hause und ihr sorgt Jahr für Jahr dafür, dass wir uns

im Eselriet wohl fühlen können und habt immer ein offenes

Ohr für unsere Anliegen.

Schopf muss weg

Der alte Materialschopf beim

Platz 3 musste 2015 aufgrund

eines hundertjährigen Forstvertrages

einer Forststrasse

weichen und daher abgebrochen

werden. Wohin mit dem

Material fragte man sich. Die

Rettung nahte in Form eines

Lehrlingsprojektes der Firma

Strabag aus Lindau. Die Lernenden

erstellten ein wunderschönes

Ersatzhäuschen,

welches diesen Herbst noch

eingeweiht werden soll. Ein

riesiges Dankeschön an die

Strabag.

Reto Petrig

Leiter Sportzentrum

Efretikon


27. August 2016 43

Aktuelle Führungscrew

ist deutlich verjüngt

LEADER Diese Personen leiten aktuell die Geschicke des FCE.

Nach einer Verjüngung anlässlich der letzten Generalversammlung

ist der Vorstand gut für die Zukunft aufgestellt. Vakant ist einzig der

Vizepräsident.

2006 – heute Zeitzeuge

Von André Sahli

V

or rund einem Jahr wurde

es langsam zur Gewissheit,

dass einige langjährige

Vorstandsmitglieder

von ihrem Amt zurücktreten

würden. Gewichtige Funktionen

wie der Leiter Junioren

und Werbekommission, aber

auch die einzige weibliche

Vertretung würden den Vorstand

an der GV 2016 verlassen.

Zudem war das Amt des

Vize schon länger und des

Leiters Clubhaus seit Anfang

2015 vakant.

Also Begann die Suche nach

den benötigten ‚Nadeln im

Heuhaufen‘. Umso erfreulicher

war es, dass unsere

Wunschkandidaten nach wenigen

Gesprächen und einem

Vorstandsmitglieder 2016

‚Schnupperbesuch‘ an einer

Vorstandssitzung allesamt

zusagten. Ebenso erfreulich

die Tatsache, dass mit Christian

Frick (Leiter Junioren)

und Fabian Moser (Leiter

Werbekommission) sowie

Fabienne Siegenthaler (Beisitzerin

und designierte Vizepräsidentin

zuständig für die

Frauen) junger Nachwuchs

gefunden werden konnte.

Zudem haben wir mit Toni

Zarriello die ideale Person

für die Clubhausleitung finden

können. Offen blieb einzig

der Vizepräsident, welcher

als Stellvertreter des

Präsidenten und für Projekte

vorgesehen war noch nicht

besetzt werden. Wir dürfen

also optimistisch in die Zukunft

blicken.

Oliver Ziegler, Brütten, 42, Leiter Aktive

„Wir haben viel Zeit und Geld investiert in den letzten

zehn Jahren. Ich denke da vor allem an die Beleuchtung

des Hauptplatzes, den Umbau des Clubhauses, aber auch

an die Verbesserungen für die Teams im Materialbereich

und natürlich der Infrastruktur. Wir haben etwas für die

nächsten Generationen geschaffen. Grosse Herausforderungen

waren und sind für uns das sehr breite Angebot

an Freizeitmöglichkeiten und der damit einhergehende

Wandel in der Gesellschaft. Auch wenn wir nach wie vor

auf viele Helfer zählen dürfen, verschiebt sich die Balance

zwischen Geben und Nehmen eher in Richtung Nehmen.

Dem müssen wir entgegenwirken. Mich persönlich freut

es, dass sich das OK Veranstaltungen derart etabliert hat.

Gleichzeitig ist die Beständigkeit im Vorstand (auch wenn

wir kürzlich eine Verjüngungskur erlebt haben) für mich

einer der Erfolgsgaranten. Es gelingt uns immer wieder

auch auf der Führungsebene Nachwuchs zu generieren

und diesem das FCE Gen einzupflanzen. Verbesserungspotenzial

sehe ich noch bei der Integration von Mitgliedern

mit Migrationshintergrund auf Funktionärsebene.

Und mein Wunsch für das nächste, dem 75. Jubiläum,

ist ein weiterhin gesunder und beständiger Verein, wenn

möglich natürlich eine Liga höher.“

André Sahli Rolf Weber Fabienne

Siegenthaler

Martin Wirz Oli Ziegler Toni Zarriello Christian Frick Fabian Moser

Anmerkung der Redaktion: Oliver Ziegler vertritt im Vorstand

die spielende Fraktion und ist mit seiner Erfahrung

als Junior, Spieler der ersten Mannschaft und inzwischen

Senior unverzichtbar und stets für eine Überraschung gut.

Weiter so!

Schiedsrichtermangel

Seit 2012 kann der FCE die

Mindestanzahl an offiziellen

Schiedsrichtern nicht mehr

stellen. Dies kommt den Verein

Jahr für Jahr teuer zu

stehen und er dürfte auch

kein zusätzliches Aktivteam

mehr anmelden.

Michael Thomas Wintsch Urs Jacober Gaby Fatati / Sekretariat

Heimgartner

Im Mai 2013 wurden sogar

alle aktiven Mitglieder im

Alter von über 15 Jahren zu

einem obligatorischen Infoabend

aufgeboten. Seither

haben wir immerhin drei

Neuschiedsrichter gewinnen

können. Es fehlt aber immer

noch einer zur Minimalzahl.


44 FACTS www.fceffretikon.ch

Facts zum FC Effretikon

VIELE NAMEN IN 50 JAHREN Während 50 Jahren engagierten sich viele Personen für den FC Effretikon. Die Präsidenten, Ehrenmitglieder,

Mitglieder des Jahres sowie die Trainer der 1. Mannschaft sind hier augeführt.

Präsidenten 1966 bis...

Mitglied des Jahres*

Trainer 1. Mannschaft

Periode Name

1966 - 1969 Robert Wyss

1970 - 1972 Ernst Amann

1973 - 1974 Robert Wyss

1975 - 1978 Guido Meyer

1979 - 1985 Max Wipf

1986 - 1991 Wolfgang Sahli

1992 - 1995 Hans Albiez

1996 - 2003 Martin Strässler

2004 - 2013 Sandro Stroppa

seit 2014 André Sahli

Ehrenmitglieder

Jahr Name

1976 Robert Wyss

1981 Hans Albiez

1987 René Grimm

2002 Peter Karsch

2004 Heinz Grimm

2004 Werner Grieb

2004 Bruno Bättig

2004 Robert Wattinger

2006 Jo Gantenbein

2007 Walter Fretz

2008 Robert Hepp

2010 Marlis Eggenberger

2010 Jürg Stäbler

2012 Heinz Minder

2014 Sandro Stroppa

2015 Martin Strässler

Jahr Mitglied

2004 Rolf Weber

2005 Dante Malnati

2006 Marianne Windlin

2007 Marlis Eggenberger

2008 Küchenteam Trainingswoche

2009 Iwan Joho

2010 Andreas Weber

2011 Kurt Pfeffer

2012 Dave Baumgartner

2013 Walter Fahrni

2014 Daniela Germann

2015 Daniel Bienz

* Diese Auszeichnung wird erst

seit 2004 verliehen und geht an

diejenige Person oder Gruppe

des FCE, welche sich in diesem

Jahr speziell für den Verein

eingesetzt hat.

MARKTPLATZ GESUCHT

Der FC Effretikon leistet mit seinen Tätigkeiten

einen wichtigen Beitrag zur Freizeitgestaltung

für Jugendliche und Fussballinteressierte

unabhängig von Alter, Geschlecht oder

Herkunft.

Viele Freiwillige tragen mit ihrem Engagement

zum guten Gelingen bei. So ist der FCE stets

auf der Suche nach Freiwilligen bzw. Unterstüzung

in ganz unterschiedliche Bereichen:

Saison Name Dauer

1967/68 Hugo Giezendanner 1 Jahr

1968/69 Reinhard Walser 1 Jahr

1969/70 Fritz Wellinger 1 Jahr

1970/71 René Esperon 1 Jahr

1971/72 bis 1972/73 Richi Dubacher 2 Jahre

1973/74 bis 1974/75 Hans Albiez 2 Jahre

1975/76 Richi Dubacher 1 Jahr

1976/77 bis 1979/80 Walter Wolf 4 Jahre

1980/81 bis 1985/86 Bruno Lüthi 6 Jahre

1986/87 bis 1987/88 Dominique Madörin 2 Jahre

1988/89 bis 1993/94 René Mörgeli 6 Jahre

1994/95 bis 1996/97 Renato Faccin 3 Jahre

1997/98 bis 1998/99 Emilio Amati 2 Jahre

1999/00 bis 2001/02 Urs Meier 3 Jahre

2002/03 bis 2006/07 Vito Calderone 5 Jahre

2007/08 bis 2008/09 Fabrizio D‘Agostino 2 Jahre

2009/10 bis 2013/14 Marcel Erismann 5 Jahre

2014/15 Fred Zbinden 1 Jahr

seit 2015/16 Paolo Fatati 1 Jahr

info@fceffretikon.ch

- Helfereinsätze an Anlässen

- Mitglieder für Kommissionen

- Unterstützung Infrastruktur

- Funktion im Verein/Vorstand

- Pflege und Unterhalt der Website

- Trainerinnen und Trainer

- Schiedsrichter

- Sponsoren

Interessiert: schreib doch einfach an

info@fceffretikon.ch

Ceules Corner

Momente im FCE Leben des Reto Blatter

Ceule brachte es am 1.5.1993

als bisher einziger FCE’ler

auf die Frontseite des Blicks.

Nach dem Natisieg gegen

Italien endete ein Autocorso

mit drei (!!!) Fahrzeugen

und einem halbstündigen

Hupkonzert mit einem Ausweisentzug

und einer Busse

für Verursachung unnötigen

Lärms. „Jetzt darf man nicht

mal mehr jubeln“ , beklagt

sich der Käfer und der Blick

bezahlte die Fr. 150 Busse.

Ehen wurden geschlossen und wieder aufgelöst. Nicht aufgelöst

hat sich die weisse Farbe auf Boden und Wänden der

Bahnhofunterführungen. Nach 30 Jahren dürfen wir es verraten:

Die Sprayer Christian L. Pedro S. und Reto B. haben

nachhaltigen Eindruck hinterlassen.


27. August 2016 45

Herzlichen Dank

unseren Sponsoren!

1978 ENTSTEHT DAS CLUBORGAN Fortan erscheint das Werk zwei Mal im Jahr

und war die Informationsquelle für alle Mitglieder.

Verantwortliche Redakteure

1978-1981 Thomas Henke & Heinz Minder

1982-1985 Thomas Henke & Willy Strassmann

1986-2002 Christine & Peter Karsch

2003-2004 Niklaus Hari

2005 Andreas Toggweiler

2006 + 2009 André Sahli & Michael Schädler

Clubrevue in Zahlen

Total Ausgaben: 56

Erste Ausgabe: Herbst 1978

Vorletzte Ausgabe: Frühling 2006

Letze Ausgabe: Frühling 2009

Erste Clubrevue

1978 der Schreiberling

Henke und

Minder.

So sah die Clubrevue

mit wechselnden

Farben über zwei

Jahrzehnte aus.

Die letzten regulären

Ausgaben kamen

moderner daher.

Nach drei Jahren

Unterbruch erschien

eine letzte Ausgabe

als Hommage.

Maroggia – die Mutter aller Turniere. Limmatbrünzler,

Effi Boys und Benfica Heidelbeeri stemmten viele Pokale

und Biere. Das waren die intensivsten Tage im Leben eines

richtigen Effis.

Charly Krebser war

nicht nur der ungekrönte

Jasskönig in

Effi, sondern mit seinem

„blauer Blitz auch

die Nr. 1 im Autofahren.

Dicht gefolgt von

Peter B. und Johnny

B. Der Legende nach

hat er seine Karriere

nach einer unberechtigten

Auswechslung

beendet, indem er sein

Leibchen auszog und

an die Eckfahne hängte.


46 ORGANISATIONEN www.fceffretikon.ch

Der Grün-

Weisse

Handball ist komplett anders

– oder doch nicht?

Legales Händs

Viele Fussballerinnen und

Fussballer unter euch werden

sich bestimmt fragen,

was eigentlich mit der

Sportart Handball genau

gemeint ist. Ich gebe es zu,

diese Randbeschäftigung

verschwindet immer mehr

von der Bildfläche und

somit auch aus den Köpfen

der Bevölkerung. Ich

erlaube mir deshalb, diese

Tätigkeit kurz vorzustellen.

Das Wichtigste: man darf

den Ball jederzeit in die

Hand nehmen! Ob absichtlich

oder unbewusst, nichts

verbietet dieses Vorhaben.

Rhythmische Verrenkungen

à la Boateng, welche

im Fussball mit Strafstoss

geahndet werden, begrüsst

die Handballszene

und taxiert sie sogar als

besonders attraktiv. Ein

weiterer Vorteil liegt in der

Torproduktion der beteiligten

Teams. Während beim

Fussball sehnlichst auf

die erste vergeigte Grosschance

gewartet werden

muss, steht es im Handball

bestimmt schon 7:4 oder so.

Dafür sind die gelben Karten

beim Handball genau

so wirkungslos, wie beim

Fussball der erhobene Zeigefinger.

Erst die Zeitstrafen

tun ein bisschen weh.

Eine grosse Veränderung

kommt im Herbst auf uns

zu. Wenn bei offensichtlich

harmlosen Fouls der am

Boden liegende Spieler sich

wälzt und plötzlich nicht

mehr selber laufen kann,

muss er für mindestens

drei Angriffe das Spiel von

draussen anschauen, inkl.

Häme der gegnerischen Zuschauer.

Irgendwie wüsste

ich da noch eine Sportart,

die bei diesem Thema ein

Lied mitsingen könnte.

In diesem Sinne – alles

Gute zum Jubiläum!

Marco Conrad

Keiner zu klein ein

Supporter zu sein

Vor bald 40 Jahren Die FCE-Supportervereinigung wurde 1978 gegründet

Von Heinz Minder

M

itte der 70er Jahre war

Aufbruchsstimmung

beim FC Effretikon. Der Verein

verpflichtet auf die Saison

1976/77 in

der Person von

Walter Wolf einen

neuen Trainer.

1978 wurde

die Supportervereinigung

gegründet. Sie existiert noch

heute und unterstützt alle

Teams des FCE.

«Kontinuität als

Stärke“

Mario Quattrini, welcher

sich anlässlich der Generalversammlung

1977 zum Seniorenobmann

wählen liess,

gab dieses Amt nach nur einem

Jahr wieder ab. Gleichzeitig

stellte er aber seine

Idee, der Gründung einer

Supportervereinigung, vor.

Die FCE Mitglieder gaben

ihm dafür grünes Licht. Er

führte am 28. April 1978 im

Hirschen Tagelswangen die

Gründungsversammlung ab.

49 interessierte Personen kamen.

Der erste

Vorstand wurde

gewählt: Mario

Quattrini als

erster Präsident

sowie Jakob Christen, Henriette

Quattrini, Thomas Henke

und Heinz Minder.

Nach vier Jahren trat Quattrini

ab und Max Wipf, ehemaliger

Präsident

des Hauptvereines,

führte die

Supporter als

bislang amtslängster

Präsident während

elf Jahren (1986 bis 1996).

Die Kontinuität blieb bis in

die Neuzeit die Stärke der

Supporter. Mit Emil „Butch“

«Neumitglieder

willkommen“

Buchmann (1997 bis 2006)

und dem jetzigen Amtsinhaber

und ebenfalls Ex-FCE

Präsident Martin Strässler,

der seit 2007 die Supporter

führt.

Damals wie heute hat die Supportervereinigung

als Hauptaufgabe

den FCE finanziell

zu unterstützen, wobei die

erste Mannschaft sowie die

Junioren und Juniorinnen

im Vordergrund stehen. In

der Blüte seiner Zeit zählten

die Supporter

gegen 140 Mitglieder.

Heute

sind es noch deren

100. Es ist

also höchste Zeit für ‚Nachwuchs‘

innerhalb der Supporterfamilie.

Informationen

sind auf www.fceffretikon.ch

zu finden.

Gemeinsam stark

Mächtig Jahrelang ging es nur nebeneinander. Erst 2005 als das Sportzentrum sich in die falsche

Richtung zu entwickeln drohte, standen die ortsansässigen Sportvereine zusammen und gründeten den

Dachverband Illnau-Effretiker Sportvereine (DIES).

Von André Sahli

U

nkompliziert brachte der

damalige FCE Präsident

Sandro Stroppa die Präsidenten

der Hockeyaner, der

Handballer und der Turner

an einen Tisch und der DIES

war geboren. Erstes grosses

Ziel war neben

der erfolgreichen

Gewinnung

weiterer

Sportvereine die Ausarbeitung

eines ausgewogenen und

auf die Sportvereine zugeschnittenen

Sportzentrums.

Als es schliesslich in den Abstimmungskampf

ging führte

der DIES uns seine Mitgliedsvereine

einen äusserst

aktiven und erfolgreichen

«Stadionatmosphäre

im Stadthaussal“

Wahlkampf und brachten

alle drei Vorlagen mit grosser

Mehrheit durch. Legendär

der Grossaufmarsch auf

dem Märtplatz vor der entscheidenden

Gemeinderatssitzung.

Vor und im Stadthaussaal

herrschte teilweise

ausgelassene Stadionatmosphäre.

Das

Ergebnis der

Bemühungen

erleben

wir tagtäglich

im Eselriet. Es hat sich

gelohnt.

Auch im Anschluss an diesen

Schnellstart war der bis

2009 von Sandro Stroppa

präsidierte Dachverband aktiv.

Eine 1. August Feier ist

daraus entstanden und selbst

das Stadtfest fand einmal nur

dank dem DIES statt. Ab 2010

übernahm EIE Präsident

Christoph Müller den Vorsitz

und heute wird der DIES vom

Turnverein Effretikon Präsident

Erwin Morf angeführt.

Nach wie vor treffen sich die

Vertreter der vielen engagierten

Vereine regelmässig und

suchen weitere gemeinsame

Betätigungsfelder. Die wichtigste

Erkenntnis aber ist,

dass es gemeinsam besser

geht und die Sport treibende

Bevölkerung - wenn es darauf

ankommt - laut und deutlich

gehört wird und zusammensteht.


27. August 2016 47

Fleissig, flexibel und allzeit

bereit - das OK Veranstaltungen

Organisationstalent Die erste Idee ist im Niederdörfli durch Stab, Oli und Flo entstanden. Jemand aus der Gruppe hatte eine

grosse Röhre, dass beim Chlausturnier nichts mehr gehe. Da haben wir uns vorgenommen, dass wir Jungen halt mal anpacken bzw. helfen

müssen. Über all die Jahre konnten wir als Junioren und nachher als aktive Spieler beim FC Effretikon Fussballspielen, Trainingslager erleben und

wunderbare Feste feiern.

OKV Team nach Superleistung an letztem Stadtfest

der Schweiz gewandelt. An

dem auch diverse namhafte

Vereine ihre Junioren/innen

antreten lassen.

Als Veranstalter ist man das

ganze Jahr auf viele Helfer

angewiesen. Zum Glück

funktioniert das beim FC

Effretikon seit vielen Jahren

wunderbar. So konnten wenige

Jahre später noch Michael

Bulich und Gaby Fatati für

das OKV gewonnen werden.

Das OK Veranstaltungen hat

sich in den Jahren gewandelt,

so konnten wir zum Glück

immer Austritte neu besetzen

und das Team vergrössern.

Ein erfolgreiches OK Veranstaltungen

hat am 16.12.2010

dann auf Anraten vom FC Effretikon

einen eigenen Verein

gegründet. Somit entstand

das OKV FC Effretikon von

heute. Für uns hat sich aber

nichts geändert, immer noch

mit viel Freude werden die

Von Andi Weber

O

liver Ziegler, Florian Fleischer

und Jürg Stäbler

organisierten ein Nachtessen

im Restaurant Löwen

in Illnau wozu sie noch Rolf

Weber und

Andi Weber

e i n l u d e n .

Gemeinsam

«Jemand aus der

Gruppe hatte eine

grosse Röhre“

wurde diskutiert,

wie

die Organisation

in Zukunft aussehen

könnte. Schon viele Jahre

wurde das Chlausturnier im

Eselriet durchgeführt und

wir wussten, dass die Organisatoren

das eigentlich gerne

abgeben würden.

Nach intensivem Ideenaustausch

wollten wir Nägel mit

Köpfen machen. So ist OK

Veranstaltungen entstanden.

Mit vollem Elan wurde die

Organisation für das Chlausturnier

in Angriff genommen.

Mühsam Adressen

herausgesucht, Anmeldungszettel

gedruckt und in Couverts

verpackt

und versendet.

Diverse Abende

wurden bei

Flo zu Hause

g e m e i n s a m

die Zettel nach

Kategorien sortiert zusammengeheftet

und in die richtigen

Couverts gesteckt. Tonnenweise

Couverts wurden

versendet. Das Turnier hatte

schon einen guten Namen

und so konnten wir mit unseren

zusätzlichen Ideen nur

so um uns schmeissen. So

hat sich das Chlausturnier

zum teilweise grössten Junioren/innen

Hallenturnier

Michael Bulich und Patrick Lüthi am

Vorbereiten für das Chlausturnier

OKV Urgesteine Webi 1 und Webi 2

Zusätzlich zum Chlausturnier

organisierten wir im

Sommer jeweils ein U13 sowie

B/C Juniorenturniere,

Familenevents usw. 2005 war

es immer schwieriger geworden

die Sommerturniere zu

füllen und so entstand das

Schülerturnier und die Mithilfe

vom OKV am Limmatbrünzler

Grümpelturnier von

Michael Bulich. Der Auf-und

Abbau sowie der Festzeltbetrieb

am Stadtfäscht und

an der Illnauerchilbi wird

durch das OKV organisiert.

Sponsorenläufe, Mithilfe bei

grösseren Fussballanlässen,

Zeltaufbau und Abbau und

alle zusätzlichen Unterstützungen

für den FCE gehören

ebenfalls zu den Aufgaben

des OKV.

verschiedenen Anlässe organisiert

und durchgeführt.

Zur Zeit besteht das OKV

des FC Effretikon aus

folgenden 10 Personen:

- Rolf Weber

- Andi Weber

- Gaby Fatati

- Michael Bulich

- Katja Beer

- Martin Vogt

- Judith Fahrni

- Walti Fahrni

- Patrick Lüthi

- Susanne Fahrni


48 DIE LETZTE www.fceffretikon.ch

Bussenkatalog

schon damals

Strafe muss sein Die ersten Statuten des FC Effretikon

wurden jedem Mitglied persönlich und in Papierform vom Verein ausgehändigt.

Während heute wohl kaum ein Spieler den Wortlaut der

Statuten kennt, geschweige denn in Papierform besitzt, hatte damals

der Verlust derselben eine Busse zur Folge.

Das GEDICHT zum Jubiläum

Von Herbert Rüegg (67),

Gründungsmitglied

50 Jahre FC Effretikon

Chum zum Glaube, aber wahr

Am 3. Juni wird de FCE 50 Jahr.

Im Jahr 1966 händ 20 Idealischte bschlosse

und sich im Säli im Restaurant Nussbaum troffe.

De Fussballclub Effretikä händs gründet.

De Geburtstag sich hüt zum 50-te mal ründet.

Von Heinz Minder

D

ie Statuten sahen damals

diverse Bussen für verschiedenste

Vergehen vor.

Unter Art. 6 der nach mehrmonatiger

Prüfung durch den

SFV von dessen damaligen

Generalsekretär Dr. F. Leuch

unterzeichneten Statuten

war geschrieben: „Der Austritt

aus dem Club muss dem

Vorstand schriftlich, unter

Beilage der Statuten und der

Mitgliederkarte und unter

Wahrung einer 2-monatigen

Kündigungsfrist eingereicht

werden. Bei Nichtrückgabe

der Statuten wird der Verlust

mit Fr. 1.- verrechnet“.

Auch die Absenz von der Generalversammlung

wird gemäss

Art. 10 bestraft: „…für

unentschuldigtes Fernbleiben

von der Generalversammlung

ist von den Aktivmitgliedern

eine Busse von Fr. 3.- zu be-

zahlen“. Im Art. 39 wird der

Trainingsbesuch geregelt:

„Der Besuch des Trainings

für Aktivmitglieder und Junioren

ist obligatorisch. Den

Anordnungen des Leitenden

ist unbedingt und unverzüglich

Folge zu leisten. Entschuldigungen

wegen Nichtbesuch

von Wettspielen, bei

Verhinderung, sind der SPI-

KO bzw. Juniorenkommission

unter Angabe der Gründe,

unverzüglich, spätestens jedoch

24 Stunden vor Beginn

des Spieles zu melden“.

Unter Art. 45 der ersten Statuten

sind weitere Bussen aufgelistet:

„Die normale Busse

beträgt Fr. 2.-, in schweren

Fällen können Bussen bis Fr.

5.- ausgesprochen werden,

gegen welche der Gebüsste an

der Mitgliederversammlung

oder Teamsitzung Rekurs erheben

kann“.

Mir wüssed, d`Jahr gönd rasch verby.

Nöd Jede cha hüt no bi eus sy.

A die wämmer ganz besonders dänke

und glich de Chopf nöd tüfer hänke.

De Betschmann Hans und 19 jungi Manne im Bestand,

wo Kameradschaft sich zu Kameradschaft fand,

händ vom Idealsport umwobe

de „König Fussball“ uf de Thron erhobe

und Gluet de Fründeskreis umschlüsst

d`Flamme vo Begeischterig dur jungi Körper schüsst.

Im Läbe isch es immer so,

wer mitmacht und Sport triebt, wird au richtig froh

und mir sind en Club do wird s`meischt

no gmässe am Fussballgeischt.

Mer wänd au nüt uf d`Goldwaag legge.

Vergässed niemer im e Egge.

En Club sött immer zämeha,

susch faht uf einisch s`Glotter a.

Z`friede simmer mit em Fussballclub das isch doch klar

und wünsched dem Jubilar no vieli schöne Jahr.

Denn bliebt Gsundheit bestimmt erhalte

und bim Fussballclub bliebt hoffentlich alles bim Alte.

Mach ganz eifach was die freut

Läb eso dass die nüt reut.

Das isch jo s`Gheimnis vom Läbe

wer`s so macht, läbt nöd vergäbe.

FCE- Gewinnspiel

Gewinnchance Nur für Gäste der Abendveranstaltung!

A

An der Jubiläumsfeier hat

jeder Gast der Abendveranstaltung

die Möglichkeit

auf einen von zehn Haupttreffer

zu gewinnen. Dabei

gibt es tolle Preise wie Gutscheine,

ein Velo, VIP Tickets

etc. und die Chance auf einen

Gewinn sind gross, da jeder

zwanzigste Gast ein glücklicher

Gewinner sein wird. Der

absolute Haupttreffer ist aber

eine Woche Urlaub auf dem

Ferienbauernhof Le Canne

unseres ehemaligen Aktivmitgliedes

Christian Landolt

in der Toskana. Kürzlich traf

sich Präsident André Sahli im

Italienischen Ferienparadies

mit Chrigel zwecks Übergabe

des Hauptgewinnes. Wir

wünschen allen Gästen viel

Glück bei der Verlosung.

Viele FCE Mitglieder verbringen

schon seit Jahren

ihre Ferien auf Le Canne.

Mehr zum Ferienbauernhof

ist zu finden auf:

www.lecanne.com

A dem runde Jubiläumsfescht

Wünsch ich eu nume`s Bescht,

ohni länger Rückschau z`halte

denn das macht mer bi de`n Alte.

D`Jöhrli sind ja nöd so wichtig.

Wer mag lache, Sport triebe, dä läbt richtig

und mir wünsched Gross und Chly,

s`mög no möglichscht lang so sy.

Mängs Jahrzänt mög eu no blybe.

Muesch nu de richtig Sport betrybe,

das heisst: Aesse, trinke, lache

zwüsched i es Tänzli mache.

Du blisch fit, das heisst im Schwung

wer cha fröhlich sy, blybt jung.

Doch bi eu wär`s z`früeh bigoscht,

so jetzt mach er mir denn: Proscht !

Wänd de Tag vo Herze gnüsse,

drum wott i gleitig schlüsse.

Nämed jetzt alli s`Glas i d`Hand

Trinked fröhlich mit Verstand.

De Trinkspruch heisst zu dere Stund:

Fussballclub Effretikä blyb früsch und gsund.

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