Sachwert Magazin Ausgabe 4/2016

sachwertmagazin

Lohnt sich Geldanlage noch?
Jürgen Drews: Das Management verdient immer
Gregor Gysi: Ruhestand?
Christian Lindner: Erbschaft reformieren
+ Gold
+ Immobilien
+ Aktien
+ Rohstoffe
+ Agrar

Emporium


Inhalt

11

6

Bilder: Lindner: FDP, Gysi: Trialon/Kläber, Drews: WTV

Christian Lindner FDP Comeback mit

20 Prozent?

Gregor Gysi Wird er als Bundespräsident

kandidieren?

Inhalt 04/2016

5 Editorial Editorial von Julien Backhaus

Interview

6 Gysi: Welche Ziele verfolgt er jetzt?

11 Lindner: Die FDP startet durch

28 Drews: Die Erfolgsstory geht weiter

Gastbeitrag

14 Lindhoff: Dystopie Venezuela

Geldmarkt

18 Halver: Gold sollte ins Depot

Recht

25 Ziegler: Sachkundenachweis für Makler

Gastbeitrag

32 Hennings: Lohnkosten-Management

Jürgen Drews

Erfolgsstrategien

im Umgang mit

Geld.

28

Impressum

Sachwert Magazin ISSN 2197-1587

Redaktion

Schwachhauser Heerstraße 78, 28209 Bremen

Tel: (04 21) 62 65 91-87, Fax: 62 65 91-89

E-Mail: redaktion@sachwert-magazin.de

Chefredakteur (V.i.S.d.P.) Julien D. Backhaus

Redakteurin und Satz Martina Schäfer

Lektorat Inga Mautz

Expertenbeirat Thomas Hennings

Projektmanagerin Eva-Maria Backhaus

E-Mail: info@backhausverlag.de

Verlag Backhaus Verlag

Herausgeber, Verleger Julien D. Backhaus

Bremer Straße 24, D-31608 Marklohe

Waffensener Dorfstraße 54, 27356 Rotenburg

Telefon (0 42 68) 9 53 04-91

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BerlinDruck GmbH + Co. KG

Oskar-Schulze-Straße 12, 28832 Achim

http://www.berlindruck.de

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SACHWERT MAGAZIN 4/2016


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Mehr und mehr Anleger fühlen sich wie im Zangengriff

von Notenbanken, Politikern und der EU.

Und fragen sich immer öfter:

„Ist Gold eine Alternative? Und was passiert,

wenn ich jetzt Gold kaufe … und es plötzlich

zu einem Goldverbot kommt?“

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mit denen Anlegern ein Bargeld- wie

auch ein Goldverbot völlig egal sein kann.

Stellen Sie sich einmal die folgende Situation

vor. Auch SIE könnten damit in Kürze konfrontiert

sein.

Was wäre, wenn der Staat mit einem Bargeldverbot

Ihren gesamten Konsum künftig

„fernsteuert“?

0 Donnerstags gibt es

kein Fleisch mehr zu

kaufen, denn dann ist

staatlich verordneter

„Veggie Day“.

0 Benzin dürfen Sie nur

noch in bestimmten

Mengen tanken. Um

das Klima zu schützen

oder den Feinstaub zu

reduzieren.

Dimitri Speck,

Chefanalyst

„Sicheres Geld“

0 Und, besonders fatal: Ihre Goldkäufe kann

der Staat dann ebenfalls 100% überwachen,

registrieren … und einschränken. Denn was

sollen Sie schon damit? Eine Unze pro Bundesbürger

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Landes, in dem nicht die Staatsschulden

wachsen … sondern das Staatsvermögen!

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Editorial

Julien D. Backhaus

Herausgeber und

Chefredakteur

BLM

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Editorial

Lohnt sich Geldanlage

noch?

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Natürlich nicht. Zumindest nicht im klassischen Sinne. Denn unter Geldanlage

haben wir viele Jahrzehnte verstanden, Geld auf die Bank zu bringen, es je nach

Modell eine gewisse Zeit zu entbehren und bald mit einem netten Zins wieder

zurück zu bekommen. Festgeldverträge waren so ein Modell. Heute müssen Sie

Geld mitbringen, damit die Bank es nimmt. Oder Sie bekommen defacto weniger

zurück, als Sie eingesetzt haben. Die Inflation hilft Ihnen dabei gerne.

Aber was ist die Alternative zur klassischen Geldanlage? Es ist das Investieren.

Ein Sparer will sich keine Gedanken machen. Das bezahlt er heute teuer. Ein

Investor beschäftigt sich mit der Wirtschaft und den Assetklassen, in die man

investieren könnte. Ein Sparbuch und Festgeldbrief sind keine Wertklassen. Es

sind nur Zahlungsversprechen der jeweiligen Bank - Zahlungsversprechen können

übrigens auch gebrochen werden wie Sie wissen, das ist bei einer Bank

nicht anders. Lesen Sie das Kleingedruckte!

Es bleibt Ihnen heute keine andere Wahl: Sie müssen lernen, wie Geld funktioniert

und welche Investitionsgüter für Sie am meisten Sinn machen. Natürlich

definiert sich das in jeder Lebensphase anders. Wenn Sie jung sind, wollen Sie

großes Wertsteigerungspotenzial. Bald will man bauen, Familie gründen und

dergleichen. Dafür wird schnell viel Geld benötigt. Später, im Alter, muss man

auf Sicherheit spielen. Man kann sich nicht erlauben, am Aktienmarkt seine

Rente zu verspielen. Sachwerte wie Immobilien, Edelmetalle und konservative

Beteiligungen sind dann der Freund des Seniors.

Aber auch da gibt es verschiedene Ansichten. Eine davon vertritt Jürgen Drews

vehement. Sie lesen sie in dem Interview, das ich mit ihm geführt habe.

Viel Vergnügen bei der Lektüre.

• Wir schaffen mehr Liquidität, das heißt

höheres „Netto vom Brutto“ für die Mitarbeiter.

• Wir erzielen eine höhere Mitarbeitermotivation,

das bedeutet eine verbesserte

Mitarbeiterbindung ans Unternehmen.

• Wir optimieren die Ertrags­ und Ergebnissituation

im Unternehmen durch die eigene

Unternehmerkasse.

• Wir erhöhen somit die Lebensqualität für

Menschen, für den Unternehmer und seine

Mitarbeiter.

Ihr Julien Backhaus

Verleger

SACHWERT MAGAZIN 4/2016


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Interview

Bild: Trialon/Kläber

Gregor Gysi:

»Ich bin kein präsidialer Typ«

Fraktionsvorsitzender der Linken ist Gregor Gysi zwar nicht mehr, aber die

Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter füllt ihn noch immer voll aus.

Herr Gysi, sie sind 68 Jahre alt. Ist jetzt

der Zeitpunkt, um vielleicht als Bundespräsident

noch weiter Karriere zu

machen?

Das Erstaunliche ist, dass vor fünf oder

zehn Jahren nicht ein einziger Mensch

auf die Idee gekommen ist, und jetzt bekomme

ich ganz viele Briefe. Dabei bin

ich eigentlich gar kein präsidialer Typ.

Wahrscheinlich liegt es daran, dass viele

sich einen anderen Typen des Bundespräsidenten

wünschen. Jemanden, der nicht

mit Allgemeinplätzen operiert, sondern

konkrete Aussagen trifft, die mehr Hand

und Fuß haben. Ich finde das sehr nett,

aber ich kenne die Zusammensetzung der

Bundesversammlung, deshalb müssen wir

uns darum keine Gedanken machen.

Möchten Sie nicht Präsident werden?

Erstens strebe ich das nicht an und zweitens

ist das fern der Realität.

Sind Sie umgekehrt froh, aus diesem

harten Betrieb eher einen Schritt

nach hinten getreten zu sein?

Ja, ich bin froh. Ich bin entlastet, muss

ich Ihnen sagen. Da ich die Fraktion nicht

mehr führe, muss ich weder die Sitzungen

vorbereiten, noch den Vorstand leiten. Ich

bin das alles los, das finde ich sehr erleichternd.

Ich habe nicht mehr Zeit als vorher,

sogar im Gegenteil, aber weil ich entlastet

bin, bin ich befreiter. Meine Kinder sagen,

ich höre jetzt viel besser zu.

Wenn Sie sich die politische Lage ansehen,

den Rechtsruck in Deutschland

und Europa, beunruhigt sie das?

Das beunruhigt mich sehr. Wir brauchen

von der Union bis zur Linken eine neue

Gesprächskultur, um zu überlegen, was

wir dagegen unternehmen können. Meiner

Meinung nach muss die Union 2017 in

Opposition geschickt werden, um die AfD

überflüssig zu machen. Dann müssen aber

die drei im weitesten Sinne linken Parteien

eine Chance haben, zueinander zu finden.

Dazu ist Kompromissfähigkeit nötig, sonst

ist man nicht demokratiefähig. Wer aber

zu viele Kompromisse macht, verliert seine

Identität. Das ist auch eine Katastrophe.

Die eigentliche Kunst ist, das richtige Maß

zu finden. Wollen wir mal sehen, was daraus

wird. Historisch stehen die Parteien

in der Verantwortung, diese Probleme zu

lösen. Das gilt auch für die EU. Wir dürfen

die EU nicht kaputtgehen lassen.

Muss man lernen mit demokratischen

Parteien, die demokratisch gewählt

sind, umzugehen, auch wenn sie

einem nicht passen?

Ja, natürlich. Man muss alle Widersprüche

in der Gesellschaft aushalten. Ich

habe ja auch bei Frau Maischberger und

mit Frau von Storch gestritten, wie es sich


SACHWERT MAGAZIN 4/2016


Interview

Juwelier • Gold • Leihhaus • Moneyservice

gehört. Das macht mir gar nichts aus.

Wobei ich anmerken

möchte, dass

die AfD nicht im

Bundestag aber

trotzdem in jeder

zweiten Talkshow

ist. Stellen Sie

sich mal vor, wir

wären nicht im

Bundestag, dann

wären wir einmal

im Jahr in einer

Talkshow. Und

außerdem ärgert

mich, dass sie nur

nach Flüchtlingen

gefragt werden,

nie nach ihren

Ideen zur Steueroder

Sozialpolitik,

bei denen sie zum

Teil abenteuerliche

Vorstellungen haben. Na schön,

aber das ist ein anderes Thema. Widersprüche,

die da sind, muss man immer

aushalten. Ich bin ja ein strikter Gegner

von Parteiverboten mit Ausnahme der

NPD. Und zwar nicht, weil ich glaube,

dass die Leute dann anders denken,

sondern weil ich möchte, dass wir

nach innen und außen das Signal

setzen, dass eine bestimmte Grenze

in Deutschland nicht überschritten

werden darf. Und Punkt.

»Ich würde

mich von

Erdogan

so nicht

erpressen

lassen.«

gierung schweigt im Wesentlichen dazu,

bloß weil sie sich

erpresst fühlt.

Wie soll denn so

G l a u b w ü r d i g ­

keit in der Politik

entstehen? Also

ich möchte klar

sagen, ich würde

mich von Erdogan

so nicht erpressen

lassen. Wir müssen

die Probleme

mit den Flüchtlingen

anders lösen,

nicht auf diese Art

und Weise. Und

da gibt es nur

folgende Wege:

Erstens brauchen

wir in Deutschland

natürlich eine vernünftige

Integration,

aber zweitens müssen wir so schnell

und wirksam wie möglich die Fluchtursachen

bekämpfen. Wenn uns das nicht

gelingt, wird die Zahl der Flüchtlinge nicht

sinken. Das kann uns gelingen, nur nicht

alleine. Aber die G7, G8, können sich treffen

und Maßnahmen beschließen.

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Da Sie das Flüchtlingsthema

ansprechen: Ist der Weg momentan

richtig oder braucht es

eigentlich andere Maßnahmen,

um das Problem irgendwie unter

Kontrolle zu bekommen?

Die Vorstellung, dass Griechenland,

als schwächstes Euroland

und die Türkei die Probleme lösen,

ist ja nun mehr als abenteuerlich.

Und die Tatsache, dass die Regierung

zu allen Menschenrechtsverletzungen

von Erdogan schweigt, finde

ich unerträglich. Er verbietet die größte

Oppositionszeitung. Er schmeißt über 100

Leute aus dem Parlament, um sie auch zu

verfolgen. Er verfolgt die Kurdinnen und

Kurden in der Türkei und bombardiert

die Kurdinnen und Kurden, die in Syrien

am Boden gegen den islamischen Staat

kämpfen. Abenteuerlich. Und meine Re­

SACHWERT MAGAZIN 4/2016

Gregor Gysi (rechts)

im Interview mit

Manuel Koch, WTV.

Werden Sie dem nächsten Bundestag

wieder angehören?

Das entscheide ich erst Ende September.

Ich sage Ihnen rechtzeitig Bescheid.

Ich hoffe, dass wir uns dann wieder

treffen. Herr Gysi, ich werde in Berlin

mal bei Ihnen anklingeln. Vielen

Dank, alles Gute.


Besser hier. Besser wir.

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Orangenplantagen

in Paraguay

Konservative Investition mit hohen jährlichen Erträgen

In für Anleger schwierigen Zeiten

suchen Investoren weltweit nach

renditeträchtigen aber dennoch

sicheren Anlageformen. Einige innovative

Firmen halten originelle,

überraschend überzeugende

Lösungen bereit.

Wenn Banken keine Zinsen mehr

auf Einlagen zahlen wollen, die

Renditen von Staatsanleihen und

Obligationen gegen Null tendieren

und Aktien- wie Immobilienmärkte

überhitzt und teuer werden, dann bleibt

Anlegern nur noch, über den Tellerrand

hinauszuschauen. Sie müssen jenseits der

Landesgrenzen nach lukrativen, aber dennoch

sicheren Investitionsmöglichkeiten

Ausschau halten.

„Einem Ankaufspreis von 15.200 USD stehen

jährliche Auszahlungen von bis zu 4.600 USD

in der Hochphase gegenüber“

Carsten Pfau

Plantagenprojekte bieten seit jeher ausgesprochen

hohe Ertragsmöglichkeiten. Dies

ist jedoch nur der Fall, sofern das Umfeld

und die Begleitumstände stimmen, und

vor allem, wenn die richtigen Partner involviert

sind.

Die deutsche Agri Terra Gruppe kann

uneingeschränkt als erfahrener

Agro-Investor bezeichnet werden,

schließlich ist das Familienunternehmen

seit über zwanzig

Jahren erfolgreich

in der südamerikanischen Landwirtschaft

tätig. Das Unternehmen

gehört inzwischen zu den

1 % der größten Rinderzüchter Paraguays.

Paraguay ist weltweit der sechstgrößte

Exporteur von Rindfleisch. Außerdem ist


SACHWERT MAGAZIN 4/2016


Anzeige Investment

Agri Terra auf dem Sprung in die Top-5 der

dortigen Produzenten von Zitrusfrüchten.

Besonders hervorzuheben ist, dass Agri

Terra seit einigen Jahren ausgesuchte

Investoren einlädt, sich am lukrativen und

vor allem zukunftsträchtigen Agrarsektor

zu beteiligen.

Paraguay – ideales Umfeld für

Orangenplantagen

Der Bedarf an Orangen ist in Paraguay

enorm und exponentiell wachsend. Supermärkte

schießen landesweit wie Pilze

aus dem Boden, der Neubau von Hotelprojekten

boomt, und große Saft- und

Limonadenhersteller erschließen sich laufend

neue Exportmärkte. Die heimische

Zitrusproduktion kann kaum Schritt halten

und der große Nachbar Brasilien, der

weltgrößte Orangenproduzent, gibt kaum

etwas ab. Denn dort wird nahezu die gesamte

Orangenproduktion für die Herstellung

von Saftkonzentrat verbraucht.

Der Import von qualitativ hochwertigen

Zitrusfrüchten aus Argentinien ist die

einzige verbleibende Alternative, jedoch

für paraguayische Unternehmen teuer,

zudem langwierig und umständlich. Dennoch

importiert Paraguay über 85 % seines

Orangenbedarfs aus dem westlichen

Nachbarland.

Konservative Investition mit

dynamischer Komponente

Anleger der Agri Terra Gruppe erwerben

in Paraguay eigene, im Grundbuch auf den

Namen des Investors registrierte, Landflächen.

Das Landeigentum gehört weltweit,

so auch in Paraguay, zu den tendenziell

eher konservativen Anlageformen, mit

der ein Anleger eine nachhaltige Werterhaltung

sowie kontinuierlichen Wertzuwachs

erreichen möchte.

Jedoch kommt bei dem Angebot des deutschen

Agraranbieters eine dynamische

Komponente hinzu. Das Unternehmen

bewirtschaftet die von Investoren erworbenen

Flächen gemeinsam mit den eigenen

Ländereien im Rahmen einer großen,

professionell entwickelten

Ein Orangenbaum trägt 25 Jahre

und länger Früchte. Ist die fruchtbare

Lebensphase vorbei, bringt

sein Holz eine satte Schlusszahlung.

Orangenplantage. Durch den

Verkauf der geernteten Früchte,

der per Abnahmegarantie

gesichert ist, werden sehr stattliche

Einnahmen erzielt. Diese

führen nach Abzug der zugehörigen

Kostenkomponenten zu ebenso

stattlichen Renditen. Dabei produzieren

die gepflanzten Orangenbäume für mindestens

25 Jahre Früchte. Im Anschluss

kann der Baumbestand veräußert werden,

was nochmals zu einem außerordentlichen

Ertrag aus dem Holzverkauf

führt. Später ist eine erneute Bepflanzung

ebenso möglich wie eine Nutzung der zugehörigen

Flächen als Bauland.

Mindestens 4.000 Einzelparzellen möchte

Agri Terra im Rahmen des bereits begonnen

Orangen-Projekts veräußern. Ein

Anleger darf in der Spitze mit jährlichen

Rückflüssen zwischen 4.600 USD und

5.200 USD rechnen. Basierend auf Ankaufkosten

zwischen 15.200 USD und

18.800 USD pro Einzelparzelle ist dies

eine ausgesprochen lukrative Investition.

Vor dem Hintergrund des im Grundbuch

abgesicherten Landbesitzes im

stabilen, wirtschaftlich immer stärker werdenden

Paraguay, darf diese Anlage als

konservativ-sicher angesehen werden.

Auch die Umwelt freut sich bei diesem

Projekt über viele neue Bäume und die

Ansiedelung von Bienenpopulationen.

Hohe Renditen mit Sicherheit und gutem

Gewissen sorgen dafür, dass das Geschäft

der Agri Terra boomt.

bereits ab 15.200 US-Dollar

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im Grundbuch eingetragen

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Auszahlungen von bis zu 4.600 USD

pro Parzelle (ab dem 4. Jahr)

über 22 Jahre hinweg

• Prognostiziert zusätzliche

Schlusszahlung (Holzverkauf)

iHv. 4.000 USD (25. Jahr)

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Deutsche Leitung,

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Umdenken aber wie?

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Klaus Kempe,

Geschäftsführer bei

Kempe Immobilien GmbH

Umdenken

Niedrige Zinsen sind für den Sparer

schlecht – und für den Schuldner, genau

das richtige. Ja, hoch verzinste, also mit

guten Mieteinnahmen ausgestattete Immobilien,

sind die Lösung.

Bei Renten und Versorgungsansprüchen

muss man umdenken? Solange das ersparte

und erarbeitete genügend Zinsen

brachte, konnte man aktiv und positiv seine

Altersrente aufbauen.

Die Zeichen der Zeit

Die Auswirkungen der Politik sind allerorts

unübersehbar. Bankenrettung, Säbelrasseln

der Nato an der russischen Grenze,

die Schwierigkeiten in und mit der Türkei,

die Flüchtlingsfragen, BREXIT und vieles

mehr. Wirtschaftlich geht es uns gut und

Deutschland steht in Europa ausgezeichnet

da. Trotzdem herrscht Unzufriedenheit

über die Politik. Die

Fragen über das Handeln der Supermacht

USA werden lauter. Vor diesem Hintergrund

können wir wohl von der Politik

keine Lösung erwarten.

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10

SACHWERT MAGAZIN 4/2016


Interview

Comeback mit 20 Prozent?

Christian Lindner setzt mit seiner FDP auf Gründergeist und Freiheit.

Bild:FDP

Herr Lindner, Sie sind auffällig oft mit

jungen Leuten zu sehen. Kommt die

FDP bei dieser Zielgruppe gut an?

Ja, die FDP ist eine Partei, die Lust auf

Zukunft hat und machen will. Jeder, der

noch etwas vor hat und sein Leben aktiv

anpackt, kann in der FDP eine politische

Heimat finden. Wir geben uns jedenfalls

nicht mit dem Status Quo zufrieden. Wir

wollen nicht nur den bisherigen Wohlstand

umverteilen. Wir müssen wieder daran

denken, dass man durch Fortschrittsgeist

und Investitionen zukünftigen Wohlstand

auch erarbeiten muss.

Die FDP war fast immer eine Nischenpartei,

bei der letzten Bundestagswahl

sind sie dann sogar untergegangen. Sie

brauchen doch jetzt diesen Gründergeist

par excellence. Ein Comeback mit

20 Prozent, das wäre doch mal was.

Gründergeist ist das richtige Stichwort.

Die FDP ist natürlich eine besondere Partei.

Für uns ist Freiheit wichtiger als Gleichheit

und das sieht nicht jeder so. So what? Es

ist in der Demokratie ja auch notwendig,

dass es Unterschiede gibt. Gründergeist

ist im doppelten Sinne für uns bedeutsam.

Zum einen, weil wir selbst ja eine

Art Start-Up sind. Die FDP hat sich neu

erfunden, mit klassischen Werten, aber

eben doch neuen Methoden. Wir haben

auch die Dosis an Liberalität im Programm

erhöht, Bildung ganz vorne als wichtigste

Voraussetzung für ein selbstbestimmtes

Leben. Zudem Erneuerung der Marktwirtschaft

mit weniger Bürokratie für den

Mittelstand, jedoch mit klaren Regeln für

Banken und Silicon-Valley-Unternehmen.

Unser Gründergeist steht auch dafür, dass

wir denen, die etwas eigenes gründen

möchten, die Hürden aus dem Weg räumen

wollen.

Würden wir jetzt rausgehen und die

Leute nach dem Programm oder den

Standpunkten der FDP fragen, dann

kämen wir wahrscheinlich nicht so

weit. Warum sind die etablierten Parteien

so zögerlich und leise, ihre Programme

zu verkaufen?

Ich bin überhaupt nicht zögerlich und

leise. Ich halte es für falsch, dass wir in

Deutschland eine Erbschaftssteuer bekommen,

wie die große Koalition sie vorschlägt.

Diese führt dazu, dass ein Milliardär

mit Betriebsvermögen überhaupt

keine Steuern zahlt, aber enorm bürokratisch

belastet wird. Hier ist mein Deal: Du

zahlst 10 Prozent auf die Erbschaft, hast

aber dafür keinerlei Bürokratie. Sie können

handeln und sich auf andere Zeiten

einstellen. Gleichzeitig gibt es keine Privilegien

mehr für den, der privat ein Haus

vererbt oder ein Unternehmen eine Generation

weitergibt. Wo ist das Problem mit

klaren Positionen? Ich habe keins.

Die FDP will den Bildungsföderalismus in

Deutschland reformieren. In 16 Ländern

muss jedes Mal das Rad der Bildungspolitik

neu erfunden werden. Die Wahl ist doch,

dass Deutschland im Wettbewerb zu Nordamerika

und China steht. Also können wir

uns doch diesen Bildungsföderalismus so

nicht mehr erlauben. Wir brauchen mehr

Mobilität, mehr Vergleichbarkeit und wir

brauchen auch den Bund mit seinen finanziellen

Möglichkeiten, um Bildung zu

modernisieren, für gute Gebäude zu sorgen

und einen Beitrag zu leisten, dass digitale

Lernmethoden endlich in den Schulen

ankommen. Nicht nur in den privaten,

auch in den öffentlichen Schulen.

Haben Sie denn noch irgendwas für

die Gründer, für die Unternehmer?

Ein bürokratiefreies erstes Jahr für die

Gründer und generell eine Reduktion.

Fragen Sie doch mal Gründer, ob sie damit

zufrieden sind, dass sie Umsatzsteuervoranmeldungen

machen müssen, obwohl

sie noch gar nicht am Markt sind.

Nein, generell ist das Problem Bürokratie

in Deutschland eine Gefahr für unseren

Wohlstand. Ludwig Erhard glaubte noch,

der Sozialismus sei die größte Gefahr für

unseren Wohlstand, heute müssen wir

sagen, die größte Gefahr ist ein Bürokratismus,

der seine Tentakel in jeden Winkel

des Alltags schlägt. Warum nicht mal

anders herum denken? Mein konkreter

Vorschlag: Wir schaffen das deutsche Arbeitszeitgesetz

ab und übernehmen die

europäische Regelung. Unser deutsches

Arbeitszeitgesetz sagt ja, dass ein Arbeitnehmer

nur acht Stunden am Stück

arbeiten darf und dann muss er 11 Stunden

warten, bis der nächste Arbeitstag

beginnt. Warum gehen wir nicht auf eine

Wochenarbeitszeit, wie die europäische

Richtlinie sie vorsieht? Dann können die

Beschäftigten selber entscheiden, ob sie

vielleicht einmal 14 Stunden ranklotzen

und dafür am nächsten Tag ganz frei machen

oder nur am Nachmittag arbeiten.

Also mehr Freiheit, insbesondere Freiheit

von lästiger Bürokratie.

Sie sind nun schon seit sehr vielen

Jahren Berufspolitiker. Nur etwa 15

Prozent der Deutschen würden einem

Politiker und seinen Worten vertrauen.

Was müsste passieren, damit Politiker

Personen sind, zu denen man ein

Vertrauensverhältnis aufbauen kann?

SACHWERT MAGAZIN 4/2016 11


Interview

Mit der Frage kann ich ganz wenig anfangen.

Ich sage was ich denke und ich tue,

was möglich ist. Ich glaube, dass wir vertrauenswürdig

sind und insofern will ich in

diesen Negativdiskurs auch gar nicht einstimmen.

Sie als Medien, als Lügenpresse,

haben ja noch viel größere Probleme.

Muss ein Politiker 100 Prozent transparent

sein?

Nein. Ich bin es nicht und ich will es auch

nicht. Ein Politiker darf auch Fehler haben.

Ein Politiker darf Fehler machen, private

Leidenschaften und Privatsphäre

haben.

Aber wenn Sie jetzt in Ihrem

Beruf, als Vertreter

Ihrer Wähler, einen Fehler

machen und diesen vertuschen

oder transparent damit

umgehen, das ist schon

ein Unterschied.

Ja, wenn Sie das unter Transparenz

zu verstehen, klar.

Aber wenn Transparenz heißt,

dass man keine Privatsphäre

mehr hat, dann würde ich

davor warnen. Auch Politiker

haben ein Recht darauf, nicht

alles geht die Öffentlichkeit etwas

an.

Was für Menschen werden

überhaupt Politiker?

Ich kann mit der Verallgemeinerung „die

Politiker“ nicht viel anfangen, weil es ganz

unterschiedlich ist, aber ich kann Ihnen sagen,

wie es bei mir war. Mit 18 wollte ich

zu Hause ausziehen, mein eigenes Auto

haben und ich wollte bei niemandem Danke

dafür sagen, dass er es bezahlt, sondern

das Geld selbst verdienen. Deshalb

habe ich ein Gewerbe angemeldet. Das

war mein Lebensgefühl, diese Freude darauf,

auf eigenen Beinen zu stehen. Und

weil ich mich politisch engagieren wollte,

war ich Schulsprecher meiner Schule. Bei

übergeordneten Fragen ist man sofort in

der Kommunal- oder Landespolitik. Da

habe ich mir die Parteien angeschaut und

zu meinem Lebensgefühl, also anpacken,

Neugier auf die Zukunft, zu diesem Lebensgefühl

passte nur die FDP. Und weil

ich dieses Lebensgefühl schätze, möchte

ich es auch für viele Menschen verteidigen,

die es teilen. Wir leben in einer Zeit, in der

die Politik oder die Regierung den einzelnen

doch zu oft bürokratisieren, bevormunden,

bespitzeln und vor allen Dingen

abkassieren will. Das kostet uns sehr viele

Freiheiten, sehr viele Möglichkeiten, das eigene

Leben selbstbestimmt zu führen.

Fühlt man sich als Politiker im Alltag eigentlich

oft erfolgreich in dem, was man

tut? Es wird ja immer viel kritisiert.

Nein. Meine Alltagserfahrung ist, dass

ich viele Menschen treffe und mit ihnen

spreche. Klar, FDP-Vorsitzender zu sein

bedeutet im Moment sehr viel Außendienst,

sehr viel Vertrieb sozusagen. Nicht

nur Tätigkeiten im Landtag, sondern auch

viel unterwegs sein. Mich sprechen die

Leute eigentlich eher auf der Straße oder

auf dem Bahnhof an und sagen, es wird

Zeit, dass ihr wieder kommt, wir brauchen

Euch, ich unterstütze Euch wieder, können

wir ein Selfie machen? Das ist eher

meine Alltagserfahrung.

Christian Lindner, FDP Bundesvorsitzender,

im Gespräch mit

Verleger Julien Backhaus.

Aber Sie sind ja auch nur ein Mensch

wie jeder andere auch. Was ist denn

das Nervigste am Politikerdasein?

Das Nervigste ist so eine Situation, wie ich

sie neulich in Höxter bei einer Rede hatte.

Da waren 600 Leute, zu denen ich gesprochen

habe, Rekord-Besucherzahl bei

diesem Wirtschaftstag. Heute war man

offensichtlich neugierig auf die Position

der FDP. Es gab auch guten Zuspruch und

dann bin ich auf dem Weg aus dem Saal

heraus von mindestens einem Dutzend

Leuten angesprochen worden. Der Tenor

war: Was Sie gesagt haben, war gut,

warum sagen Sie das nicht auch einmal

öffentlich? Sie hätten das Gefühl, wir

würden schweigen und sind deshalb nicht

so oft im Fernsehen. Leider ist es so, dass

die uns die parlamentarische Bühne Bundestag

fehlt, deshalb sind wir nicht so oft

im Fernsehen. Wir müssen immer wieder

erklären, dass wir uns nicht zurückhalten,

nicht schweigen, sondern dass so vielleicht

die Regeln des Spiels in der Mediendemokratie

sind, dass man nicht so oft

im Fernsehen zum Zuge kommt. Ich glaube,

das ist kaum zu kompensieren. Das

ist jedenfalls das, was nervt. Das zerrt im

Moment an meinen Nerven.

Was war es, was die Leute an Ihrer

Rede toll fanden?

Glasklare marktwirtschaftliche Positionen.

Einsatz für individuelle Freiheit. Das gibt

es heute in der Form nicht mehr. Die Politik

von Ludwig Erhard hätte im Deutschen

Bundestag noch nicht einmal mehr auf

dem CDU-Bundesparteitag eine Mehrheit

und trotzdem gibt es Leute, die gerne Positionen

hören wie, dass Kaisers, Tengelmann

und Edeka nicht fusionieren sollten,

weil das den Wettbewerb im Lebensmittelbereich

einschränkt. Leute hören gerne

Positionen, dass Banken auf Kosten von

Eigentümern und Gläubigern abgewickelt

werden müssen, wenn sei scheitern und

nicht auf Kosten des Steuerzahlers.

Die Leute hören gerne,

dass man sagt, wir können

zeitweilig Hilfskredite in Europa

geben, aber das Ziel muss

wieder die finanzpolitische Eigenständigkeit

sein. Die Leute

sind die Bürokratie leid und

freuen sich, dass es eine Partei

gibt, die ihnen vertraut, dass

sie in eigener Verantwortung

Dinge klug und vielleicht sogar

besser regeln können als

Regierungen.

Was ist Ihre langfristige

Vision?

Wir wollen wieder eine starke,

respektierte, auch parlamentarische

Kraft werden. Und

damit auch das politische Gespräch

in Deutschland bereichern. Ich bin

der Meinung, dass selbst diejenigen, die

nicht alles, was wir sagen, teilen, ein Interesse

daran haben müssten, dass die FDP

wieder in Parlamenten vertreten ist, weil

es ja gar keine wirksame Opposition gibt.

Was ist Ihr Elevator Pitch? Was ist die

langfristige Vision, wenn Sie mit Ihren

Mitarbeitern über die nächsten fünf

Jahre sprechen?

Um ihr Bild aufzunehmen ist beim Elevator

Pitch ja zunächst mal eine Frage: Was

ist das Produkt? Das Produkt ist Politik,

die den einzelnen groß macht, durch beste

Bildung, moderne, digitale Bildung

ohne Reibungsverluste des Föderalismus,

mehr Autonomie in der einzelnen Schule

und auf der anderen Seite Schutz vor

Bevormundung, Bespitzelung, Bürokratisierung,

Abkassieren. Also den einzelnen

groß machen. Klare Marktregeln, das

Wettbewerbsprinzip ist unangenehm für

den Anbieter. Für den Verbraucher ist es

großartig. Das muss geschützt werden indem

wir uns zum Beispiel auch mit den

Googles, Apples, Amazons, Starbucks

und Ikeas dieser Welt beschäftigen. Also

die klassisch liberale Position, an der muss

man nichts ändern, das ist ein attraktives

Produkt.

Vielen Dank, Herr Lindner.

Bild: WTV

12

SACHWERT MAGAZIN 4/2016


SACHWERT MAGAZIN 4/2016 13


Gastbeitrag

Dystopie Venezuela: Gold

und Silber sind die einzigen

sicheren Häfen

Planwirtschaft hat dem Land das finanzielle Desaster beschert.

Der Goldpreis hat ein fulminantes erstes

Halbjahr 2016 hingelegt. Um satte 25

Prozent ging es für das Edelmetall gemessen

in US-Dollar nach oben. Noch stärker

notierte es in Britischen Pfund. In Euro

legte der Kurs um 22 Prozent zu. Dies ist

der stärkste Anstieg in den ersten sechs

Monaten eines Jahres seit 1980.

Großinvestoren wie Jeff Gundlach, George

Soros und Stan Druckenmiller sind

längst engagiert und setzen mittlerweile

große Summen auf das Edelmetall. Auch

Bill Gross gab am vergangenen Mittwoch

bekannt, ihrem Beispiel folgen und einen

Großteil des von ihm verwalteten Vermövon

Henning Lindhoff

gens in den „sicheren Hafen“ bringen

zu wollen. Und Peter Schiff malte zuletzt

im US-Fernsehen ein düsteres Bild von

den weiteren Entwicklungen. Es werde

„schrecklich“, so Schiff in der CNBC-Sendung

„Bear Hunting“. Und weiter: „Ich

glaube, das Hauptziel von Regierung und

Federal Reserve ist es, dass der Aktien- und

Immobilienmarkt nicht erneut kollabiert.

Und vielleicht ist man auch erfolgreich.

Aber nur, indem man den Dollar opfert.

Wir bewegen uns auf eine Währungskrise

zu. Und diese Krise wird viel größer sein

als die Finanzkrise. Die Wirkung auf den

amerikanischen Durchschnittsbürger, auf

deren Lebensstandard und auf deren Lebensstil,

wird deutlich tiefgehender sein“.

Vor allem kritisierte Schiff den Staatsanleihenkauf

durch die Fed, der bereits eine

Vielzahl an Blasen ausgelöst habe. Und

wenn diese platzen, gebe es nur einen

wirklich sicheren Hafen: Gold.

Gold und Silber sind nicht bloß Rohstoffe

wie Kupfer, Holz, Kaffee oder Bananen.

Gold findet seit mehr als 5.000 Jahren

Verwendung als echtes Geld. Zentralbanken

auf der ganzen Welt halten Gold als

Währungsreserve, gleichberechtigt mit

anderen ausländischen Devisenreserven.

Der ehemalige Chef der Fed, Alan Green­

Es gärt in Venezuela. Kürzlich wurden Regierungsgegner

in Venezuela getötet und die Medien

zensiert. Demonstranten haben sich vor dem

Parliament Hill in Caracas versammelt, um gegen

die Regierung zu protestieren, die es nicht

schafft, dem Land Stabilität zu verschaffen.

Bild: PaulMcKinnon, depositphotos

14

SACHWERT MAGAZIN 4/2016


Gastbeitrag

Die Top

5

der

Wirtschafts-

Bestseller

aus dem

FinanzBuch Verlag

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1

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der Weltgeschichte

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span, ist sich ebenfalls dieser Tatsache bewusst,

wie er in seinem berühmten Artikel

„Gold and Economic Freedom“ darlegt,

den er im Jahr 1966 verfasste, 21 Jahre

bevor er zum Vorsitzenden der US-Notenbank

Federal Reserve ernannt wurde.

Der Zeitpunkt in den „sicheren Hafen“

anzusteuern, war lange nicht mehr so

günstig wie heute. Gold ist heute trotz

seiner Rallye nach dem Zusammenbruch

der US-Hypothekenblase

im

Herbst 2008

extrem preiswert.

Dies wird

deutlich, wenn

Sie sich das Verhältnis

von Dow

Henning Lindhoff

ist stellvertretender

Chefredakteur des

Monatsmagazins „eigentümlich

frei“ und Autor

zahlreicher Sachbücher.

Jones zu Gold anschauen. 1980 kostete

die Unze Gold 589 Dollar, der Dow Jones

stand bei 963 Punkten. Sie konnten also

mit einer Unze Gold fast 60 Prozent des

Dow Jones Index erwerben. 2005 waren

es nur 5 Prozent. Nun waren 1980 und

1981 Ausnahmen: So teuer war Gold in

Relation zu Aktien sonst nie. Im November

2008 stand die Unze Gold bei 792 Dollar,

der Dow Jones bei rund 7.500 Punkten.

Damit kostete die Unze Gold bereits zehn

Prozent des Dow Jones-Indexstands, was

sowohl auf steigende Gold- als auch auf

fallende Aktienkurse zurückzuführen ist.

Heute stehen einem Feinunzenpreis von

1.357 US-Dollar ein Dow Jones bei sage

und schreibe 18.340 Punkten gegenüber,

was einen Anteil von nur noch 7,4 Prozent

ergibt.

Und dass Gold und Silber in der Krise bitter

nötig sind, zeigt ganz aktuell das Beispiel

Venezuela, wo die Hyperinflation massiv

wütet und die Bürger in existentielle Not

stürzt. Eine Teuerungsrate von sage und

schreibe 700 Prozent erwartet der Internationale

Währungsfonds in diesem Jahr

und einen daraus folgend einen ökonomischen

Rückgang von zehn Prozent.

Gleichzeitig steigen die Edelmetallpreise

in bislang ungeahnte Höhen. Der Goldhändler

Tom Cloud schilderte gegenüber

Steve St. Angelo vom Nachrichtendienst

SRSrocco die Situation im Land: „Ich habe

einen Kunden, dessen Bruder sechs Jahre

in Venezuela gelebt hat und gerade heimgekehrt

ist. Er schilderte mir, dass man bei

den Bauern auf dem Land für eine Unze

Silber Nahrung für bis zu sechs Monaten

kaufen kann. So schlimm stehen die Dinge

dort. Die Landeswährung ist so gut wie

hinüber. Und eine zweite Sache. Er hat

erzählt, dass die Häuser auf den Plantagen

und teilweise auch in den Städten vor

sechs Jahren 25.000 bis 35.000 US-Dollar

gekostet hätten. Jetzt hätte er jedes der

Häuser für eine Unze Gold kaufen können.“

Die Planwirtschaftler Venezuelas geben

der Welt ein düsteres Beispiel: Die hemmungslose

Geldpolitik der Zentralbanken

zerstört die Wirtschaftsfähigkeit und bedroht

in zunehmendem Maße die globale

Geldordnung. Vor diesem Hintergrund

ist davon auszugehen, dass die im Herbst

2015 begonnene Trendwende an den

Edelmetallmärkten noch lange nicht ihr

Ende gefunden hat.

SACHWERT MAGAZIN 4/2016 15

Bild: Lindhoff

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5


Investment

8,9 % p. a. Rendite, unabhängig

von den Kapitalmärkten

German Real Estate ETI geht mit positivem Ausblick ins dritte Jahr

Das German Real Estate ETI ist seit über

zwei Jahren zum Handel an der Börse

Frankfurt zugelassen. Mit einem durchschnittlichen

Kurszuwachs von 8,4 %

p. a. wurde nicht nur die Zielrendite

übertroffen - aufgrund seiner kapitalmarktunabhängigen

Anlagestrategie

zeigt sich das immobilienbesicherte

Wertpapier vollkommen unbeeindruckt

von den Schwankungen an den

Aktien- und Rentenmärkten.

Die Manager hinter dem German Real

Estate ETI sind erfahrene Kapitalmarktund

Immobilienspezialisten mit langjähriger

Expertise bei namhaften deutschen

Unternehmen. Aus eigener Erfahrung

weiß Matthias Schmidt, geschäftsführender

Gesellschafter der Sachwert Capital

Management GmbH: „Die Unabhängigkeit

von Finanzkonzernen und Private

Equity Investoren sowie flache Unternehmenshierachien

bieten die Grundlage, sich

ausschließlich auf die Anlegerinteressen

auszurichten.“ Die Sachwert Capital Management,

ein inhabergeführtes Family

Office aus dem oberfränkischen Bayreuth,

ist Investmentberaterin des German Real

Estate ETI, das seinen Wertzuwachs aus

den Mietrenditen deutscher Renditeimmobilien

mit Schwerpunkt Wohnen

generiert. Anleger profitieren somit von

einer attraktiven jährlichen Zielrendite

von 5,00 % bis 7,00 %, und das im konservativsten

Segment der Anlageklasse

Immobilien. Groß- und Gewerbeimmobilien

sind von der Strategie ebenso ausgeschlossen

wie Projektentwicklungen

und Spezialimmobilien. Der monatliche

Wertzuwachs des German Real Estate ETI

beruht auf dem tatsächlichen Cash Flow

und nicht auf Bewertungsannahmen in

der Zukunft. Während Institutionelle und

Großanbieter aufgrund der sehr hohen zu

investierenden Gelder de facto oftmals

nur in nicht marktgängige Groß- und Gewerbeobjekte

investieren können, kann

das Management des German Real Estate

ETI dagegen wesentlich qualitätsorientierter

und flexibler agieren.

Bild: Sachwert Capital

Matthias Schmidt

Geschäftsführer der

Sachwert Capital

Management GmbH

Das German Real Estate ETI bildet ein reguliertes

Sondervermögen, dessen Rückzahlung

an die Anleger nicht von der Bonität

des Emittenten abhängig ist. Es ist

flexibler als ein Fonds und aufgrund des

Gläubigerschutzes sicherer als ein Zertifikat.

Das Wertpapier ist als Renteninvestment

strukturiert, so dass die Liquidität

und Flexibilität deutlich höher als bei

einem herkömmlichen Immobilienfonds

ist. Die Zinskupons der Zielinvestments

sind an Mietrenditen gekoppelt, so dass

diese eine deutlich höhere Rendite gegenüber

herkömmlichen Anleihen bieten und

noch dazu keinen kapitalmarktbedingten

Zinsänderungsrisiken unterliegen. Mit

der Besicherung durch werthaltige Wohnimmobilien

kommt beim German Real Estate

ETI das Pfandbrief-Prinzip zum Tragen,

das sich schon seit über 100 Jahren in

Deutschland bewährt hat.

Das German Real Estate ETI richtet sich an

Privatanleger sowie an langfristig ausgerichtete

Anlegergruppen wie Stiftungen

und kleine Pensionseinrichtungen. Darüber

hinaus handelt es sich um ein Wertpapier

gemäß § 193 Abs. 1 Nr. 1 KAGB, so

dass es als UCITS-Zielinvestment geeignet

ist. Durch die Unabhängigkeit von Finanzvertrieben

und die hohe Diversifikation in

der Anlegerstruktur bestehen keine Klumpenrisiken.

Gehandelt werden kann es

börsentäglich in Frankfurt zwischen 09:00

Uhr und 17:30 Uhr. Anteilrückgaben werden

durch die Verwaltungsgesellschaft

bedient.

German Real Estate ETI (WKN: A13 FRL)

+ 17,90% Kurszuwachs seit Auflage

+ 9,93 % Kurszuwachs seit 1 Jahr

Börse Frankfurt

täglich handelbar von 9.00 bis 17.30 Uhr

German Real Estate ETI

WKN: A13 FRL

Verwaltungsgesellschaft:

Argentarius ETI Management Ltd.

Berater:

Sachwert Capital Management GmbH

Wirtschaftsprüfer:

PricewaterhouseCoopers

Handel:

Börse Frankfurt, 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr,

kleinste handelbare Einheit: 1 Anteil

Infos: www.german-real-estate-eti.de

Quelle: Börse Frankfurt, Geldkurse zum Monatsultimo

16

SACHWERT MAGAZIN 4/2016


Anzeige Investment

Auf die Nuss gekommen

Warum Anleger von guten Paranuss-Ernten profitieren

Stefanie Schoth, Geschäftsführerin von

Pando Invest, ist zufrieden mit der Paranuss-Ernte

im Regenwald im Pandogebiet.

Und nicht nur sie. Auch ihre Anleger freuen

sich auf die Erlöse der aktuellen Ernte.

Denn gemeinsam mit dem renommierten

Traditionsunternehmen Hylea 1884 bietet

Pando Invest Anlegern ein rares Stück

vom Kuchen.

Der Anbau der wertvollen und weltweit

stark nachgefragten Paranuss lässt sich

nicht kultivieren. Nur im dichten Regenwald

in Südamerika wachsen die wertvollen

Früchte - wild. Die 1.300 Pflücker

von Hylea 1884 ziehen also mit ihren Körben

auf dem Rücken tief in den Urwald,

um die Ernte einzubringen.

Ernesto ist einer der Paranusspflücker,

die sich und ihren

Familien dank Hylea den Lebensunterhalt

sichern können und

gleichzeitig aktiv zum Erhalt des

einzigartigen Regenwald-Ökosystems

Boliviens, ihrer Heimat,

beitragen.

In dieser Zeit wird ein logistisches Wunder

vollbracht, denn jedes Jahr werden Tonnen

der wertvollen Fracht aus den Tiefen

des Dschungels erst in die Lagerstätten

und später in die ganze Welt transportiert.

Das ist es auch, was die hohe Nachfrage

und steigenden Preise erklärt. Die soziale

Komponente: Hylea 1884 setzt sich für

Arbeiter und Umweltschutz über die Maßen

ein. Das ist auch dem WWF nicht entgangen

und begann eine Partnerschaft

mit dem Familienunternehmen.

In diesem Jahr wurden den Anlegern fristgerecht,

je nach Laufzeitmodell, Renditen

von neun und elf Prozent ausgezahlt. Zum

Jahresende ist die nächste Investmentphase

geplant. Interessenten können sich bei

Pando Invest (www.pandoinvest.de) sowohl

näher informieren als auch voranmelden.

+49(0)841 981601320

SACHWERT MAGAZIN 4/2016 17


Geldmarkt

Gold sollte ins Depot

Robert Halver rät, das Vermögen zu 10 Prozent in Edelmetallen zu sichern. Das Spekulieren

mit Währungen von Schwellenländern hält er für riskant aber noch am ehesten profitabel.

Bild : Halver

Ja, man müsste in die Köpfe der Protagonisten

der OPEC-Mitgliedsländer reinschauen

können. Das geht es Hü und

wieder Hott. Auf der einen Seite gibt es

keinen dramatischen Abfall, das wird man

verhindern, aber es gibt auch keinen drastischen

Anstieg nach oben, weil einfach

Alternativen da sind. Stichwort Fracking,

vor allem in den USA ist das Thema hochattraktiv.

Das ist ein ganz massives Brett da

oben, das man nicht durchstoßen möchte.

Die Iraner würden gerne mehr produzieren,

das wollen die Saudis verhindern und

in diesem Spannungsfeld ist das ganze anzusiedeln.

Ich halte Rohstoffe, abgesehen

von Trading-orientierten Anlagestrategien

nicht für besonders interessant.

Herr Halver, Gold, Silber, Platin und

Palladium - alles ist in letzter Zeit ordentlich

gestiegen. Ist das ein Anzeichen

dafür, dass die Menschen sichere

Häfen brauchen oder wieso flüchten

sich viele in diese Edelmetalle?

Wir haben Probleme, diese werden sicherlich

nicht sofort spürbar, indem die

Finanzmärkte zusammenbrechen, aber

natürlich muss man wissen, ohne Notenbanken

wären unsere Finanzmärkte nicht

mehr zu halten. Dann hätten wir ein Ende

dieser Finanzwelt, wir wären ruiniert. Das

ist für viele, auch für mich, ein Argument

zu sagen, dass man auch in Edelmetalle

investieren muss. Da gibt es zwar, sollten

die Ankäufe physischerseits erfolgen, keine

laufende Rendite, aber Renditen gibt

es auch in den größten Alternativanlageklassen

wie dem Rentenmarkt nicht. Dies

wird den Goldpreis sicherlich stabilisieren,

aber es bleibt auch dabei, dass die Notenbanken

ein Durchmarschieren nach oben

verhindern werden, denn es darf keine

Ersatzbefriedigung zum Geld geben, da

unsere Finanzwelt ja mit Geld gerettet

wird. Wäre Gold die Alternative, hätte

Geld ausgedient. Doch das werden die

Notenbanken durch Drückung des Goldpreises

an derivaten Finanzmärkten weiter

verhindern.

Gibt es eine Faustformel dafür, wie

viel Gold, Silber und anderes Edelmetall

man im Depot haben sollte,

10 Prozent, 20 Prozent?

Das muss jeder selbst wissen. Ich halte für

mich persönlich 10 Prozent für attraktiv.

Wie wird es Ihrer Meinung nach auf

dem Edelmetallmarkt weitergehen?

Es wird vielleicht etwas schwanken, aber

ich glaube nicht, dass wir dramatisch einbrechen

werden. Dazu ist einfach auch

die Verschuldung weltweit zu groß. Viele

Anleger sehen ja jeden Tag was passiert.

Die Verschuldung in Europa nimmt zu,

wir haben keine rund laufenden Konjunkturen,

wir haben Bonitätsprobleme,

wir haben Terrorgefahr. Da sind Gold,

Palladium, Silber oder Platin nach wie

vor interessant. Aber noch einmal, nach

oben ist kein Wegschießen möglich, das

verhindern die Notenbanken. Aber wenn

wir in der Finanzwelt in Europa so weitermachen,

werden wir den Tag erleben, an

dem man noch dankbar ist, Gold, Silber,

Platin und so weiter zu haben.

Im letzten Jahr ist der Ölpreis in den

Keller gerasselt, inzwischen hat er

sich wieder ein wenig stabilisiert. Wie

sehen Sie da die Zukunft?

Robert Halver (links),

Leiter Kapitalmarktanalyse

bei der Baader Bank, erklärte

Manuel Koch die aktuelle

Finanzmarktlage.

Wie sieht das mit Währungen aus?

Euro oder Dollar zum Beispiel?

Auch hier sieht man ganz klar, dass die

Amerikaner keine Zinserhöhungen mehr

machen wollen. Die Zinserhöhung wird

in den USA zerredet. Das haben wir bei

den letzten “Meetings of the Minute“,

also im Protokoll der US-Notenbank, gesehen.

Der Euro könnte Ende des Jahres

bei 1,12 Euro, beziehungsweise 1,30 Euro

stehen, da wird man nicht sehr viel sehen.

Interessanter wäre vielleicht der Blick auf

die Währungen der Schwellenländer, weil

man noch nicht genau weiß, wie sich diese

Länder entwickeln werden. Aber das

wird relativ schwierig werden, denn Sie

bekommen ja nicht die Nachrichten aus

China und Co. Sie wissen folglich nicht,

was dort wirklich passiert. Wenn Sie überhaupt

spekulieren wollen, würde ich sagen,

nehmen Sie Währungen der Schwellenländer,

wohl gemerkt, mit Risiken.

Vielen Dank für Ihre Ausführungen.

Bild : WTV

18

SACHWERT MAGAZIN 4/2016


Anzeige Gold

Goldbetrüger bei eBay

Kaufen Sie besser bei renommierten Anbietern

Manche Schnäppchen sind zu gut um seriös

zu sein. Das musste auch ein Kunde

feststellen, der bei eBay Goldbarren

zum Schnäppchenpreis erworben hatte.

Nach Erhalt der Ware wurde er dann

doch misstrauisch und vertraute die Barren

den Experten der Heubach Edelmetalle

an. Siehe da, das Schnäppchengold

entpuppte sich als mit minderwertigen

Metallen gestreckt. Der Kunde versucht

nun, sein Geld von dem eBay Verkäufer

wiederzuerhalten - mit welchen Erfolgsaussichten

lässt sich noch nicht absehen.

Das falsche Gold wurde der Kriminalpolizei

übergeben.

Echtheitsprüfverfahren bei Edelmetallen

im Fachhandel

Zuerst einmal bezieht der Fachhandel seine

Edelmetalle direkt von der Landesbank

oder vom Hersteller. Es handelt sich stets

um bereits geprüfte und zertifizierte Barren

– alle LBMA zertifiziert von Heraeus

Umicore oder Degussa. Trotzdem wird

ein seriöser Händler vor Ort die Echtheit

nochmals prüfen. Bei Heubach etwa

kommt dafür ein modernes, vom TÜV dafür

zertifiziertes Röntgenfluoreszenzgerät

zum Einsatz. Damit lässt sich die Zusammensetzung

aller Edelmetalle analysieren

und auf Echtheit und Reinheit prüfen,

sodass die Experten mit gutem Gewissen

eine Echtheitsgarantie aussprechen können.

Doch das Team von Heubach geht

noch weiter. Alle Edelmetalle werden per

Ultraschallgeschwindigkeit und Dichtemessung

auf ihre Leitfähigkeit geprüft.

Beide Messmethoden beruhen auf einer

durchgehenden Untersuchung des Volumens

der Prüfobjekte. Hierdurch können

Fremdkörper im Kern ausgeschlossen

werden. Des weiteren werden von allen

Edelmetallen Gewicht und Größe mit geeichten

Waagen, sowie einer modernen

Magnetwaage gemessen, um die Echtheit

zu garantieren. Letztere gehört zu den

zuverlässigsten Mitteln um Fremdkörper

im Kern auszuschließen. Jedes Gerät ist

natürlich nur so gut, wie der, der es bedient.

Deshalb sollte man für einen Edelmetallkauf

oder eine Edelmetallprüfung

grundsätzlich nur einen renommierten

Fachhändler beauftragen.

Vertrauenswürdige Experten finden

Wie vertrauenswürdig ein Fachhändler

ist, lässt sich unter anderem daran ablesen,

wie lange das Institut schon auf dem

Markt agiert. Auch durch Kundenbewertungen

von unabhängigen Instituten

lässt sich ein guter Eindruck hinsichtlich

der Sachkompetenz und der Qualität

des Services gewinnen. Bei Heubach hat

man seit über 55 Jahren Erfahrung im Bereich

Münzen und Edelmetalle und pflegt

dieses Wissen genauso gewissenhaft wie

den hervorragenden Kundenservice. Nicht

zuletzt die jahrzehntelange Mitgliedschaft

im Berufsverband für Münzen und Briefmarken

untermauert die Seriosität des leistungsfähigen

Familienunternehmens.

Zu guter Letzt

Ein deutlicher Preisunterschied von eBay

oder dem Fachhandel ist markttechnisch

nicht machbar, so dass man die Finger

davon lassen sollte, wenn der Preis zu

günstig ist - kein Anbieter würde unter

Spot verkaufen, auf Grund der Förderkosten,

Transportkosten, Versicherungskosten

und der Marge (etwa gesamt 25 €

bei einer Unze). Abschließend kann man

es leider nur so formulieren „Gier frisst

Kleinhirn“. Trotzdem vermeldet Heubach

in den letzten Monaten immer wieder Einlieferungen,

welche sich als Fälschung herausstellen

und auf eBay gekauft wurden.

Der derzeitige Preis für 100 g Goldbarren

liegt im Verkauf bei 3.828,88 € und

im Ankauf 3.800,57 €, bei Heubach mit

gerade mal 0,7% Spread beim 100 g

Barren. Die Ankaufspreise und Verkaufspreise

sind übrigens ganz transparent im

OnlineShop ersichtlich.

+49(0)841 981601320

SACHWERT MAGAZIN 4/2016 19


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SACHWERT MAGAZIN 4/2016


Anzeige Gold

Gold ist Geld

Mit Edelmetallen Ersparnisse vor der Enteignung durch den Staat schützen

Von Ronny Wagner

Edelmetalle sind in unserem heutigen

Finanzsystem als eine Versicherung gegen

gescheiterte Währungssysteme, den

Zusammenbruch des Finanzsystems, unkontrollierter

Verschuldungsorgien der

Staaten und einer ungewissen Zukunft zu

sehen und daher kein Ertragswert.

Ohne Edelmetalle gibt es

keine Möglichkeit,

Ersparnisse vor der

Enteignung durch

den Staat zu schützen.

Sie beschützen

Eigentumsrechte.

Zwar werfen Edelmetalle

keine Dividenden

oder Zinsen ab, doch

anders als jedes andere

Investment, sind Edelmetalle

ein dauerhafter

Bestandteil ewigen Reichtums.

Wenn Menschen genug

Edelmetalle haben, werden

sie immer wohlhabend sein.

Doch die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates

macht es erforderlich, durch den

Mechanismus der Staatsverschuldung

sowie permanenter Geldentwertung die

Vermögensbesitzer zu enteignen. Auch

Gold könnte hier in Zukunft in den Focus

des Staates rücken und verboten werden.

Daher ist es sinnvoll, sich nicht nur

auf Gold zu konzentrieren, sondern auch

andere Edelmetalle, wie Silber, Platin und

Palladium zu besitzen. Diese wurden bisher

noch nie verboten.

Alle Papiergeldexperimente in der Geschichte

scheiterten bisher kläglich. Anleger,

Investoren und Altersvorsorgesparer,

welche durch die politisch gewollte

Geldentwertung geschädigt werden, sind

keine Verlierer, sondern Betrogene. Dies

anzuzweifeln oder gar zu bestreiten, bedeutet

sich mit der Geschichte anzulegen.

Doch das ist- nicht empfehlenswert,

denn ihr Urteil ist eindeutig: Gold ist Geld.

Nichts anderes.

Der Edelmetallhändler Noble Metal Factory

(NMF OHG) bietet die vier bekanntesten

Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium

als Barren oder Tafelbarren an. Dabei

hat der Anleger die Wahl zwischen

einem monatlichen Sparplan oder einer

Einmalanlage. Bei der Noble Metal Factory

(NMF OHG) investieren Kunden zu 100 %

in physische Edelmetalle und erwerben zu

100 % Kundeneigentum an diesen Edelmetallen.

»Gold ist Geld und

nichts anderes.«

J.P. Morgan, US-amerikanischer

Unternehmer und Bankier (1837-1913)

Sie bietet keine Zertifikate, keine Beteiligungen,

keine Anteile, keine Ansprüche

oder Optionen an! Sie kauft Gold, Silber,

Platin und Palladium in Form von Barren

oder Tafelbarren ein, lagert diese in

Hochsicherheitslagern ein und liefert die

Barren auf Wunsch des Kunden aus. Die

Hochsicherheitslager befinden sich derzeit

in Frankfurt am Main, Zürich, Singapur,

Hongkong, London, Toronto und Liechtenstein.

Hier kann der Anleger frei entscheiden,

wo er seine Edelmetalle lagern

möchte. Auch ein Wechsel des Lagerortes

kann durch die Noble Metal Factory problemlos

durchgeführt werden.

Zu welchen Preisen werden die Edelmetalle

eingekauft?

Im Edelmarkt gilt die Devise: Je größer die

Stückelungen, die ein Anleger von einem

Edelmetall erwirbt, umso geringer der

Preis. Doch welche Stückelungen sollten

Anleger vorrangig erwerben? Wenn Gold

Geld ist, dann müsste Gold auch die glei­

chen Eigenschaften aufweisen wie Geld.

Diese sind Tauschbarkeit, Teilbarkeit,

Einheitlichkeit und Wertbeständigkeit.

Nehmen wir einen 1 kg-Goldbarren, so

erfüllt dieser drei der vier genannten Eigenschaften.

Jedoch nicht die Teilbarkeit.

Dieser Kilobarren kann immer nur im

ganzen Stück verkauft werden.

Die Teilbarkeit von

Edelmetallen stellte in

der Vergangenheit immer

ein Problem dar.

Schließlich kann man ja

nicht so ohne weiteres

ein Stück von einem Barren

absägen. Mit einem

noch relativ jungen Produkt

am Edelmetallmarkt

ist dies nun möglich. Tafelbarren.

Tafelbarren bestehen

aus einem Barrenverbund von

50 x 1 g Feinbarren. Die einzelnen

1 g-Minibarren sind mit

Sollbruchstellen miteinander verbunden

und lassen sich durch knicken verlustfrei

voneinander trennen. Der Vorteil gegenüber

dem Kauf größerer Stückzahlen normaler

1 g-Minibarren liegt im Preis und in

der komfortableren Lagerfähigkeit. Durch

das DIN A8-Format der Tafelbarren lassen

sich diese optimal in Tresoren und Schliessfächern

stapeln. Der Vorteil von 50 g

Combi-Barren gegenüber dem Kauf eines

normalen 50 g Barrens liegt darin, dass

man nicht den ganzen Barren auf einmal

verkaufen muss. Man kann immer gerade

so viel abtrennen wie man gerade benötigt.

Je nach Bedarf Tafelbarren optimal

teilbar. Daher sind sie für die Noble Metal

Factory das ideale Anlagevehikel vor allem

im Sparplanbereich, da hier eine jederzeitige

Auslieferung auch kleiner Mengen an

den Kunden möglich ist. Die Noble Metal

Factory (NMF OHG) hat sich in den letzten

Jahren auf den Sparplanbereich fokussiert.

Klassische Edelmetallsparpläne befinden

sich ebenso im Programm wie auch das

einzigartige Kinderprodukt „Goldhamster

statt Sparbuch“. Hier besteht schon ab

Beträgen von 15 Euro monatlich die Möglichkeit,

physische Edelmetalle zu kaufen

und einzulagern oder sich ausliefern zu

lassen.

SACHWERT MAGAZIN 4/2016 21


22

SACHWERT MAGAZIN 4/2016


Anzeige Immobilien

Ostseebad Heiligenhafen

Wohnen, wo der Charme des Ostseehafens

noch zu spüren ist

Feiner Ostseestrand, eine einzigartige Dünenlandschaft

und frischer Fisch direkt

vom Kutter – das ist Heiligenhafen. Die

„Stadt am Meer“ ist ein sehr beliebtes

Urlaubsparadies an der schleswig-holsteinischen

Ostseeküste.

Das staatlich anerkannte Ostseeheilbad

Heiligenhafen investiert seit 2002 mehr

als 35 Mio. Euro in die öffentliche, touristische

Infrastruktur. Mit privaten Investitionen

belaufen sich diese inzwischen

schon auf gut 55 Mio. Euro. Zu den bedeutendsten

Maßnahmen der Stadt gehört

die Entwicklung des städtebaulichen

Konzeptes. Dieses beinhaltet neben dem

Bau neuer Hotels auch die Neugestaltung

der Seebrücke (abgeschlossen in 2012).

Erst im Frühjahr 2015 eröffnete das Hotel

Meereszeiten direkt am Yacht- und

Fischereihafen die Türen für seine Gäste.

Das 5 Sterne Primus Strand Resort Marina

Heiligenhafen direkt am Yachthafen,

Binnensee und Naturschutzgebiet „Graswarder“

wird in der Sommersaison 2016

fertiggestellt sein. Jüngst wurde zudem

mit dem Bau des Beach und

Sport Motels an der Seebrücke

begonnen, welches ab

Ende 2016 seine Gäste empfangen

wird. Die Umsetzung

des städtebaulichen Konzeptes

stellte auch den Startschuss für

weitere Entwicklungsmaßnahmen

in Heiligenhafen dar.

Das Vorhaben – Neue Bauten, alte

Strukturen

Eingebettet in die malerische Altstadt

Heiligenhafens und nur wenige Meter

vom kilometerlangen feinsandigen Ostseestrand

mit seiner einzigartigen Erlebnis-Seebrücke,

dem Binnensee und dem

unmittelbar angrenzenden Naturschutzgebiet

Graswarder entfernt, wird das Fischerdorf

Heiligenhafen zu neuem Leben

erweckt. Dabei werden neben der Sanierung

der beiden Bestandsgebäude – dem

herrschaftlichen Gutshaus und der Remise

– 11 Fischerhäuser in herausragender

Architektur als Einzel-, Doppel- und Rei­

henhäuser sowie ein Mehrfamilienhaus

(Torhaus) komplett neu und schlüsselfertig

errichtet. An diesem einmaligen

Standort entstehen auf einer Gesamtfläche

von 3.600 qm qualitativ hochwertige

Ferienimmobilien mit Eigennutzung

und Wohnungen zum Dauerwohnen,

untergliedert in 42 Wohneinheiten nebst

36 Tiefgaragenstellplätzen und Kellerräumen.

Unser Anspruch ist es, modern

und in einer herausragenden Qualität mit

hochwertiger Ausstattung zu bauen und

den städtebaulichen Voraussetzungen

des Standortes Heiligenhafen, insbesondere

unter Berücksichtigung der Lage in

der gewachsenen Heiligenhafener Altstadt,

gerecht zu werden. Den Charakter

des Fischerdorfs Heiligenhafen wird eine

außergewöhnliche Architektur bestimmen.

Die gereihten Häuser verspringen

zueinander, um den Einzelhauscharakter

und die Kleinteiligkeit zu unterstützen.

Der Einsatz ausgewählter Materialien ist

wesentlicher Bestandteil dieses schlüsselfertigen

Gesamtkonzeptes.

Bild: Pixabay

Ferienimmobilien

Fertigstellung: frühestens: 1.Juli 2017

spätestens: 31.Dezember 2017

Objektbeschreibung: Bis zu 3 Etagen

Anzahl der WE: 17 Wohneinheiten

Wohnungsgrößen: 61,06 m² - 99,74 m²

Kaufpreis*: 251.320 € - 415.090 € pro Wohneinheit

Annahmen: 150 Vermietungstage im Jahr

(die restlichen Tage besteht die

Möglichkeit zur Eigennutzung),

Einnahmen: 1,80 € pro m² pro Tag

Musterkalkulation: 99,74 m² x 1,80 € x

150 Vermietungstage

= 26.929,80 € Einnahmen/Jahr

(vor Abzug von Kosten und Steuern)

* zzgl. 3 % Maklercourtage

Dauerwohnen

Fertigstellung: frühestens: 1.Juli 2017

spätestens: 31.Dezember 2017

Objektbeschreibung: 4 Etagen

Anzahl der WE: 24 Wohneinheiten

Wohnungsgrößen: 39,08 m² - 104,89 m²

Kaufpreis*: 126.247 € - 365.794 € pro Wohneinheit

Annahmen: 10 € pro m² pro Monat

Musterkalkulation: 104,89 m² x 10,00 € x 12 Monate

= 12.586,80 € Mieteinahmen/Jahr

(vor Abzug von Kosten und Steuern)

* zzgl. 3 % Maklercourtage

SACHWERT MAGAZIN 4/2016 23


Immobilien

Sachkundenachweis

für Makler

Immobilienmakler und Wohnungsverwalter müssen

künftig ihre Qualifikation nachweisen

Lange hat es gedauert, von der Koalitionsvereinbarung

vor etwa drei Jahren,

über die ersten Anhörungen, den Anhörungen

der Verbände, dem ersten Referentenentwurf

bis zum Beschluss des

Bundeskabinetts am 31.08.2016, dem

vom Bundesministerium für Wirtschaft

und Energie vorgelegten Gesetzentwurf

zur Einführung einer Berufszulassungsregelung

für gewerbliche Immobilienmakler

und Verwalter von Wohnungseigentum

zuzustimmen. Dazwischen lag

fast ein Jahr ungewisser Ruhe – kommt

er nun oder kommt er nicht - der Sachkundenachweis?

Ja, er kommt! Aller

Voraussicht nach tritt das Gesetz um den

01.10.2017 in Kraft. Die Resonanz in der

Branche ist überwiegend positiv.

Der Sachkundenachweis aus Sicht des

Immobilienmaklers

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass

Immobilienmakler, die vor dem Inkrafttreten

des Gesetzes bereits im Besitz

der Erlaubnis nach § 34 c der Gewerbeordnung

sind, spätestens innerhalb von

zwölf Monaten den erforderlichen Sachkundenachweis

bei der zuständigen

Behörde vorzulegen haben. Sofern bis dahin

der Sachkundenachweis nicht erbracht

wird, erlischt die Erlaubnis automatisch.

Immobilienmakler jedoch, die vor Inkrafttreten

des Gesetzes nachweislich

ununterbrochen mindestens sechs Jahre

mit einer Erlaubnis nach § 34 c der

Gewerbeordnung als Immobilienmakler

tätig waren, sind vom Nachweis der

Sachkunde befreit. Wie der Nachweis der

ununterbrochenen selbständigen Tätigkeit

der vergangenen sechs Jahre gegenüber

der zuständigen Behörde zu erbringen

ist, wird noch im Einzelnen geregelt. Dies

könnten zum Beispiel die Vorlage von Provisionsabrechnungen,

die Bestätigung des

Steuerberaters, (geschwärzte) Vertragskopien

oder die nach § 10 der Maklerund

Bauträgerverordnung zu führenden

Aufzeichnungen sein. Kurzfristige Unterbrechungen

von bis zu sechs Monaten,

wie zum Beispiel wegen Krankheit, Fortbildungen

usw. sollen keinen Einfluss auf

die Dauer haben. Nach Ablauf der zwölf

Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes

kann sich der Immobilienmakler nicht

mehr auf diese Übergangsregelung berufen,

wenn er den erforderlichen Nachweis

nicht erbracht wird.

Personen, die nach dem Inkrafttreten

des Gesetzes als Immobilienmakler tätig

sein wollen, haben gleich bei Beantragung

der Gewerbeerlaubnis nach § 34c

der Gewerbeordnung der zuständigen

Behörde den Sachkundenachweis vorzulegen.

Der Sachkundenachweis aus Sicht des

Wohnungsverwalters

Für Wohnungsverwalter gilt dies in gleicher

Weise, jedoch haben diese zusätzlich

noch, da ihre Tätigkeit bisher erlaubnisfrei

war, die Gewerbeerlaubnis nach § 34 c der

Gewerbeordnung zu beantragen. Bei deren

Erteilung sind die bekannten Voraussetzungen

zu erfüllen. Zudem haben sie

außerdem das Bestehen einer Berufshaftpflicht-

und/oder Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

(der Gesetzentwurf

ist hier etwas unpräzise) nachzuweisen.

Immobilienmakler sind von dieser Pflicht

befreit.

Vorbereitungslehrgang bereits heute

Der BVFI bietet heute schon einen Vorbereitungslehrgang

zur Sachkundeprüfung

vor. Informieren Sie einfach unter

www.sachkundenachweis.immo

Helge Ziegler,

Dipl. Wirtschaftsjurist (FH)

und Präsident des BVFI -

Bundesverband für die

Immobilienwirtschaft

Bilder: BVFI

+49(0)841 981601320

SACHWERT MAGAZIN 4/2016 25


Investment Anzeige

Schrei vor Glück

Vom Boom von Zalando, Amazon & Co profitieren

Bild: Landinvestment

Ein

persönlicher

Sachwerttipp

von

Robert Koths

Unsere Firma Land-Investment betreut von

Garching an der Alz aus seit 1987 Kunden

in Deutschland und Österreich. Bereits

seit dem Jahr 2001 beschäftigt sich unser

Team aus Sachwertspezialisten intensiv

mit dem weltweiten (Schuld-)Geldsystem.

Als logische Folge aus den Erkenntnissen

haben wir uns dazu entschlossen, unseren

Kunden im Schwerpunkt attraktive

Sachwertinvestments anzubieten. Bei der

Produktauswahl haben sich die folgenden

drei Eigenschaften bewährt:

• Hoher intrinsischer Wert

• Das Investment muss eigenkapitalfinanziert

sein, also kein Schuldenhebel

• Das Investment muss aus eigener Kraft

rentabel sein, also keine Abhängigkeit

von Subventionen oder Ähnlichem

Wertverlust zu schützen. Wenn wir dann

noch eine attraktive Rendite erzielen, haben

wir unsere Aufgabe vollends erfüllt.

Mein Tipp: Geld verdienen am

boomenden Onlinehandel

Schrei vor Glück: Täglich werden deutschlandweit

mehr als 8 Mio. Pakete zugestellt.

Mit einem Direktinvestment in Wechselkoffer

können jetzt auch Privatinvestoren

am boomenden Onlinehandel partizipieren.

Wechselkoffer sind Transportaufsätze

auf Lkws, die auf vier ausklappbaren

Beinen vor die Laderampe bei Lieferanten

oder Umschlaglagern abgestellt werden

können. Speditionen lieben diese Boxen,

weil die Kraftfahrer nicht warten müssen

und die Zugmaschinen optimal genutzt

werden können. Der Markt wächst seit

Jahren viel stärker als der Rest der Wirtschaft.

Unser Partner für Direktinvestments in

Wechselkoffer ist das Hamburger Unternehmen

Solvium. Das Konzept ist einfach

und leicht verständlich: Der Investor kauft

einen Wechselkoffer, ab ca. 7.500 Euro

geht es los, und lässt diesen von Solvium

vermieten. Typische Mieter für Wechselkoffer

sind die Unternehmen, die Ihnen

Ihre Pakete nach Hause bringen, wie DHL,

UPS, DPD und Hermes. Investoren haben

mit diesem Investment kaum Arbeitsaufwand

und erhalten hohe monatliche

Mietauszahlungen von über 12 Prozent

pro Jahr. Diese bestehen aus Rendite und

frühzeitiger Kapitalrückführung. Dadurch

reduzieren sich laufend das gebundene

Kapital und somit das Risiko. Nach der

überschaubaren Laufzeit von rund 5 Jahren

erhält der Investor einen Rückkaufpreis

in Höhe von rund 50 bis 60 Prozent

des ursprünglichen Kaufpreises überwiesen.

Die IRR-Rendite liegt aktuell zwischen

4,5 und 5 Prozent jährlich. Als zusätzliches

Schmankerl weiß der Investor, dass die

Wechselkoffer ausschließlich auf Europas

Straßen unterwegs sind und er vielleicht

sogar seinen eigenen Wechselkoffer auf

der Autobahn überholen könnte.

Für wen ist das Investment geeignet?

Aus meiner Sicht eignet sich das Investment

für Anleger, die kurz vor der Rente

stehen oder bereits im Ruhestand und

auf der Suche nach einem attraktiven Zusatzeinkommen

sind. Zudem ist das Angebot

für Investoren interessant, die einen

hohen, regelmäßigen Cashflow generieren

möchten, z. B. Selbständige, sowie für

Anleger mit einer hohen Spardisziplin.

Zu unserer Philosophie gehört es, alle Produktpartner

persönlich zu kennen und die

Angebote genau auf ihre Wirtschaftlichkeit

und Nachvollziehbarkeit zu prüfen.

Das Ergebnis: Alle von uns empfohlenen

Sachwertinvestments haben sich bewährt.

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld ist es unser

wichtigstes Ziel, Kunden vor Kapital- und

26

SACHWERT MAGAZIN 4/2016


Investment Anzeige

Investment in Pflegeimmobilien -

staatlich abgesichert

so Alexander Sobczak, Geschäftsführer der Pflegeimmobilien-Kapitalanlagen.de. Investitionen in die

Pflege sind absolut krisensicher, sowie ein Investment mit sozialem Engagement

Bild: Goodluz, Depositphotos

Seit langem ist bekannt, wie es um die

demographische Entwicklung in Deutschland

steht. Die Lebenserwartung steigt

bei gleichzeitig stagnierender oder gar

sinkender Geburtenrate. Schon heute ist

jeder fünfte Bundesbürger im Rentenalter.

In den kommenden 20 Jahren werden

etwa 33 % der Deutschen älter als 67

Jahre sein und der Anteil der über 80-jährigen

wird um mehr als 100 % ansteigen.

Mehr als drei Millionen Menschen werden

insgesamt pflegebedürftig sein – was einer

Steigerung um ca. 28 % entspricht.

Heute werden etwa 743.000 Menschen

dauerhaft vollstationär gepflegt, was im

bundesweiten Durchschnitt zu einer Belegungsrate

von 90 % führt. In den letzten

Jahren stieg die Pflegebedürftigkeit insgesamt

um 4 %, die vollstationäre Pflege seit

2001 um mehr als 7 %, Bedarf steigend.

Nach den Pflegestatistiken von 2009 und

2011 müssen bis 2030 3.000 neue Pflegeheime

eingerichtet werden.

• Bis zu 4,7 Prozent

Mietrendite p.a.

• staatlich abgesichert

Am Erfolg des Wachstumsmarktes

Pflegeimmobilien partizipieren

Wie jede andere Immobilie können

Pflegeimmobilien veräußert, vererbt

oder verschenkt werden. Außerdem

bieten sie sich als hervorragendes Instrument

für die Altersvorsorge an.

Unser nachhaltiger Erfolg im stationären

Pflegemarkt und eine Vielzahl von Vorteilen

bei der Investition in Pflegeimmobilien

führt dazu, dass wir in diesem Bereich

eine kontinuierlich wachsende Nachfrage

verzeichnen.

Investment in Pflegeimmobilien auch

ein gesellschaftliches Engagement.

Eine Pflegeimmobilie zu kaufen heißt

Mitmenschen ein gesichertes Leben auch

im Pflegefall zu ermöglichen. Sie erhalten

als Käufer eines Pflegeappartements

die monatlichen Mietzahlungen. Die

Mietzahlung ist unabhängig von einem

Bewohnerwechsel. Im Falle einer Bedürftigkeit

übernimmt das Sozialamt die

Kosten für Unterkunft und Verpflegung.

Die Pflegekassen leisten bei Vorliegen einer

Pflegestufe einen Beitrag an den Pflegekosten.

Trotz zu erwartender Defizite in

der Pflegeversicherung ist die

langfristige Finanzierung über

die im Grundgesetz geregelte

Verpflichtung des Sozialstaatprinzips

durch staatliche Zuschüsse

gesichert. Dies ist Ihre

Chance als Investor.

Gute Gründe für die Investition

in „Pflegeimmobilien-

Kapitalanlagen.de“

Warum sollten Sie ausgerechnet in eine

Pflegeimmobilie investieren? Die Immobilie

ist oftmals der entscheidende Baustein

für die gesicherte Altersvorsorge.

In aller Regel profitieren mindestens zwei

oder gar drei Generationen davon und

das bei erstklassigen Ertragsaussichten.

Momentan ist ein Immobilieninvestment

ausgesprochen rentabel, und zwar für

jeden Kapitalanleger. Günstige Objekte,

Niedrigzinsen sowie Steuervorteile sorgen

für eine Rendite sichtbar über dem Durchschnitt.

Vor zehn Jahren fehlten bundesweit rund

300.000 Pflegeplätze. Die zurzeit vorhandene

häusliche Pflege ist stark auf dem

Rückgang und kann den Bedarf nicht auffangen.

Ein Weg zurück von der stationären

hin zur ambulanten Pflege ist nicht

zu erwarten. Mittel- bis langfristig besteht

ein unübersehbares Potential auf dem

Pflegemarkt; der setzt schon heute etwa

30 Milliarden Euro um. Dieses Gesamtumfeld

verspricht ein auch weiterhin solides

Wachstum. Für Sie haben wir wunschund

bedarfsgerechte Angebote entwickelt,

um rechtzeitig auf diese veränderte

Marktsituation reagieren zu können.

Was wir Ihnen bieten

Unser Credo lautet, dass Vertrauen die

wichtigste Grundlage für ein erfolgreiches

Miteinander ist. Neben der hohen fachlichen

Qualifikation steht die Persönlichkeit

unserer Berater im Vordergrund, um

Sie mit Ihren Plänen und Zielen optimal

zu betreuen und zu begleiten. Sie als

Kunde mit Ihren Wünschen, Ideen und

Idealen stehen im Mittelpunkt unseres

Tun und Handelns. Was Sie sich mit Ihrer

Pflegeimmobilie vorstellen, das setzen

wir bestmöglich um und zwar gemeinsam.

Sprechen Sie uns an und lassen sich

unverbindlich beraten 0800 950 980 8

(kostenlos aus dem deutschen Festnetz).

Ihr Alexander Sobczak

Pflegeimmobilien-

Kapitalanlagen.de / Pflegeimmobilien-direkt.de

(Marken der SIC GROUP

GmbH / Harnackstrasse 61a /

D- 44139 Dortmund )

Telefon 0231 950 980 8

Fax 0231 950 980 9

info@pflegeimmobilien-kapitalanlagen.de

SACHWERT 27 MAGAZIN 4/2016 SACHWERT MAGAZIN 2/2016 27


Interview

Bild: Manfred Esser

Scheißegal,

die Party

geht weiter

Der ewig junggebliebene

Jürgen Drews spricht über

Erfolgsstrategien und den

Umgang mit Geld

Herr Drews, kaum jemand ist so lange

so erfolgreich in der Schlagerbranche

wie Sie. Mit über 70 haben Sie jetzt

noch ein neues Album herausgebracht.

Wo ist denn Ihr Jungbrunnen?

Erstens sind es die Gene. Zweitens musst

Du Deine Gene auch so bedienen, dass

Du nicht alles wieder kaputt machst, was

der liebe Gott Dir mitgegeben hat. Du

musst Dich in Deiner Haut und vor allem

mit Deiner Umgebung wohlfühlen. Ich liebe

meine Frau über alles, Ramona ist genau

die richtige Frau für mich. Wir haben

eine wunderbare Tochter, ich habe einen

tollen Sohn aus erster Ehe. Und wenn Du

nicht krank wirst oder irgendetwas Unvorhergesehenes

passiert, kannst du ein

schönes Leben führen.

Sie haben in Ihrer Branche bestimmt

auch schon viele Leute scheitern sehen.

Woran lag das in der Regel?

Häufig liegt es daran, dass viele Leute einfach

nicht konstant weiter arbeiten. Viele

begreifen auch gar nicht, dass das richtig

Arbeit ist. Mein Hobby ist es zum Glück,

im Studio zu sitzen und zu komponieren,

irgendwas einzusingen, auch wenn ich

mir oft sage, das werde ich nie veröffentlichen.

Ich habe vor 30 Jahren sogar

ein Jazzalbum gemacht, das werde ich

jetzt vielleicht einmal ins Netz stellen. Ich

wolllte einfach nur Musik machen. Angefangen

habe ich ja mit den Les Humphries

Singers, mit englischer Musik. Wenn ich

heute mit Band auf der Bühne stehe, mache

ich das oft ohne Vorprogramm. Da

stehe ich zwei Stunden 45 Minuten auf

der Bühne. Man muss also hart arbeiten

und Ziele haben.

»Häufig liegt es daran,

dass viele Leute einfach

nicht konstant

weiter arbeiten. Viele

begreifen auch gar

nicht, dass das richtig

Arbeit ist.«

Viele wissen ja auch gar nicht, dass

Sie mit englischer Musik angefangen

haben.

Ja, anfangs habe immer nur Englisch gesungen.

Schon während des Abiturs war

ich der Gitarrist einer Gruppe. Bei mir war

die Abiturszeit ein bisschen länger, ich bin

beim ersten Mal nämlich durchgefallen.

Ich habe immer lieber Gitarre oder Banjo

gespielt, statt mich mit den Buddenbrooks

zu beschäftigen. Wer Thomas Mann ist,

wusste ich ja. Da hab ich mich mit seinen

Werken gar nicht weiter beschäftigt. Und

genau in dieser Thematik wurde ich im

mündlichen Abitur geprüft. Zu dieser Zeit

war ich in einer Band, da haben wir nur

Englisch gesungen und haben in den USA

sogar schon eine Platte veröffentlicht.

Hat denn ein Jürgen Drews auch mal

eine kreative Blockade?

Weiß ich nicht, ich glaube, ich habe immer

eine Blockade. Denn die meisten

Sachen, die ich mir im Studio erarbeite,

werden nichts oder ich veröffentliche sie

gar nicht. Nein, ich habe eigentlich keine

Blockade. Ich mache immer irgendetwas.

Und wenn es so sein sollte, suche ich mir

einfach einen der 50, 100 oder 150 Titel,

die ich nie veröffentlicht habe, heraus und

mache einen Partytitel daraus.

Sie haben gerade gesagt, Sie sind sehr

diszipliniert bei der Arbeit, machen immer

weiter Musik. Haben Sie sich über

die Jahre und Jahrzehnte selbst Management-Prinzipien

aufgebaut, nach

denen Sie handeln und arbeiten?

Ja, habe ich. Ich habe nur einmal einen

Manager gehabt, von dem ich mich blö­

28

SACHWERT MAGAZIN 4/2016


derweise wegen einer Lappalie getrennt

habe. Der hat später dann Peter Maffay

aufgebaut. Wir sind immer Freunde geblieben

und als er Peter Maffay richtig

an der Spitze hatte,

da hat er auch

damit aufgehört,

ist wieder auf die

Uni gegangen und

hat Philosophie studiert.

Unglaublich.

Das war der einzige

deutsche Manager von dem ich bis heute

denke, dass ich hätte bei ihm bleiben

sollen. Es ist völlig egal, ob Du da 20 Prozent

oder 25 Prozent zahlst. Das selbe

Problem haben wir gerade auch mit unserer

Tochter Joelina. Sie sagt, ich brauche

einen Manager und ich brauche eine

Plattenfirma. Und ich sage ihr immer, Du

brauchst gar nichts, Du musst nur selbst

wissen, was Du willst und Dir die ersten

Titel erarbeiten. Sie hat jetzt glaube ich

20 oder 25 Titel, davon hat sie, soweit

ich weiß, zehn fertig. Nun muss sie sich

entscheiden, welchen Titel sie nimmt. Ich

sage, Du brauchst kein Management,

»Will ich das Geld mit

in die Grube nehmen?

Nein.«

Interview

Sind diese Neuerungen, das Digitalgeschäft,

denn positiv für die Musikindustrie?

Ja, für die Plattenfirmen ist es gut, die verdienen

ganz gut mit.

Die wissen immer,

wo sie bleiben. Für

die Interpreten und

die Autoren lohnt es

sich nicht.

Ist es wichtig, dass

sich Künstler im Geschäftsleben zurechtfinden

und vielleicht sogar etwas

dazulernen?

Das würde ich jedem raten. Man sollte

auch seine Steuern zahlen. Viele überlegen

gerade, ob sie Steuern zahlen müssen.

Ich bin selbst mal in so eine Kalamität

gekommen. Das war noch zu Kornfeld-

Zeiten, da war ich so benebelt, dass ich

einfach vergessen habe, dass ich ein paar

Sachen schwarz gemacht habe. Das habe

ich nie wieder gemacht. Wissen Sie, wie

viel mich das gekostet hat? 59.000 Mark.

Das heißt, in meiner Progression musste

ich fast 1,9 Millionen Mark verdienen, ehe

Strategische

Interview

Metalle ...

Gallium

Germanium

Hafnium

. . . sind das Öl

der Zukunft.

Was können wir für Sie tun?

• Die EMH AG ist eines der führenden

Unternehmen Europas wenn es um die

Themen Edelmetalle, Technologiemetalle

und Seltene Erden geht.

• Wir sind weltweit vernetzt.

• Ob Groß- oder Kleininvestor,

ob Raten, Einmalkäufe oder Einzelinvestments

– wir finden eine optimale

Lösung für Ihren Bedarf.

• Inklusive Lagerung in unserem

deutschen Zollfreilager

Werden SiE Vertriebspartner!

Bild: WTV

Verleger Julien Backhaus

und Schlagerkönig Jürgen

Drews trafen sich in Bremen

Backstage zum Gespräch.

das diese Entscheidung für Dich trifft.

Teste es überall aus. Das macht sie jetzt.

Vielleicht trifft sie irgendwann einen

Amerikaner, der ihr ein gutes Angebot

macht und dann ist sie drüben. Heute

ist das Geschäft aber auch völlig anders

als früher. Mittlerweile kannst du dir bei

Spotify alles runterladen.

ich die erste Mark wieder für mich hatte.

Das habe ich mir gemerkt. Von jedem

Euro, den ich verdiene, zahle ich summa

summarum die Hälfte ans Finanzamt.

Dann kannst Du auch leben, das ist doch

toll. Hey, es geht mir wunderbar, was will

ich denn damit? Will ich die Kohle mit in

die Grube nehmen? Nein.

EMH Europäische Metallhandels AG

Essanestr. 127 • L I - 9492 Eschen

Tel. +423 39218-21• Fax +4 23 39218-22

e-Mail: info@europaeische-metallhandelsag.com

www.emh-ag.com

SACHWERT MAGAZIN 4/2016 29


Investment

Weltweit steigende Nachfrage

nach Deutschem Mittelstand

Der Erfolg von Investments in mittelständische Unternehmen setzt eine gewissenhafte

Auswahl voraus. Hans-Jürgen Friedrich erläutert das Erfolgsrezept der KFM Deutsche

Mittelstand AG und des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS

Das Team der KFM Deutsche Mittelstand AG

Herr Friedrich, die wichtigste Frage

zuerst: Wie geht es dem deutschen

Mittelstand gerade?

Das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer vom

Juli dieses Jahres zeigt, dass das Geschäftsklima

der mittelständischen Unternehmen

in Deutschland auf ein neues Jahreshoch

gestiegen ist. Auch die veröffentlichten

Zahlen des Sparkassenverbandes belegen

eindrucksvoll, dass die vielen Familienunternehmen,

Personengesellschaften, kleinen

und großen Mittelständler tatsächlich

erfolgreicher wirtschaften als börsennotierte

Unternehmen. Der deutsche Mittelstand

rechnet für das laufende Jahr mit

450.000 neuen Stellen. Das ist das Ergebnis

einer Analyse des Deutschen Industrie- und

Handelskammertags. Die Zahl der Beschäftigten

steigt damit 2016 zum elften Mal in

Folge. Alles eindrucksvolle Ergebnisse, die

einmal mehr aufzeigen, dass es dem deutschen

Mittelstand gut geht. Dies mag auch

der Grund sein, dass verstärkt ausländische

Investoren wie z.B. Warren Buffet oder

chinesische Fonds auf der Suche nach den

Perlen der deutschen Wirtschaft sind und

in den Mittelstand investieren.

Im Mittelstand geht es auf und ab.

Und Mittelstand ist oft nicht so transparent

wie z. B. ein börsengelistetes

Unternehmen. Trotzdem investieren

Sie mit Ihrem Deutsche Mittelstandsanleihen

Fonds. Da kann man auch

danebengreifen?

Bei allen Investments können Investoren

oder Anleger danebengreifen, wenn zuvor

nicht gewissenhaft die Anlagemöglichkeit

geprüft und anschließend sorgfältig

überwacht wird. Das gilt für Oldtimer und

Immobilien genauso wie für Aktien und

Anleihen. Die KFM Deutsche Mittelstand

AG hat sich auf die Analyse von Unternehmensanleihen

spezialisiert. Mit Hilfe

des KFM-Scoring werden nur die Anleihen

für den Deutschen Mittelstandsanleihen

FONDS ausgewählt, die den strengen

Qualitätskriterien gerecht werden. Verändert

sich die Bonität des Unternehmens

oder die Qualität der Anleihe gibt das

KFM-Scoring Handlungsempfehlungen,

die im Anlageausschuss des Fonds konsequent

umgesetzt werden.

Sie sind tatsächlich mit Ihrem Scoringmodell

erfolgreicher als die meisten

anderen. Nicht nur, dass Ihnen Anleger

bis hin zu großen Instituten

Gelder anvertrauen, Sie werden auch

von WirtschaftsWoche und Co. als Erfolgsbeispiel

herangezogen und am

laufenden Band ausgezeichnet. Sie

wurden beim „Großer Preis des Mittelstands“

erneut ausgezeichnet. Jetzt

dürfen Sie nicht übermütig werden.

Natürlich freuen wir uns über die Auszeichnungen.

Sie stellen für das ganze Team der

KFM Deutsche Mittelstand AG eine besondere

Wertschätzung der enormen Fleißarbeit

dar, die sich einem Außenstehenden

nicht sofort erschließt. Das ist aber kein

Grund sich auf den Lorbeeren auszuruhen.

Wir sind uns der Verantwortung gegenüber

den institutionellen Investoren und den

privaten Anlegern sehr bewusst. Deshalb

achten wir auch in Zukunft darauf, dass

eine gewissenhafte Auswahl und sorgfältige

Überwachung der Investments zu

einer attraktiven Ausschüttungsrendite

führt. Am Ende zählt der Erfolg des Investments.

Die erwirtschaftete Ausschüttungsrendite

von mehr als 4 % p. a. in den

vergangenen 2 Jahren und die Transparenz

sind dabei von wesentlicher Bedeutung für

unsere Erfolgsziele.

Welches Feedback bekommen Sie

eigentlich von Ihren Anlegern im

Fonds?

Wir haben am 30. Juni eine Bewertung

des Deutschen Mittelstandsanleihen

FONDS und unseres Kundenservice

abgeschlossen. Das Ergebnis war eine

Bestätigung unserer kundenorientiert

ausgerichteten Arbeit. Das von uns gelebte,

wesentliche Merkmal der Transparenz

wird besonders gut aufgenommen.

Mit der Auflistung aller im Portfolio des

Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS

befindlichen Investments geben wir eine

nachvollziehbare Möglichkeit zu erfahren,

in welche Unternehmen der Deutsche

Mittelstandsanleihen FONDS investiert

ist. Das KFM-Barometer erläutert zudem

in verständlicher Form, warum die Anleihe

als Investment für den Fonds ausgewählt

wurde. Mit der Renditeentwicklung

zeigen sich rund 94 % der Anleger sehr

zufrieden und empfehlen den Deutschen

Mittelstandsanleihen FONDS als alternative

Anlagemöglichkeit.

30

SACHWERT MAGAZIN 4/2016


Anzeige Immobilien

Vorsprung im

Immobilienvertrieb

Durch qualifizierte Leads sparen sich Vermittler die Kaltakquise

Viele Vermittler von Kapitalanlagen in

Deutschland haben gute Angebote im

Portfolio. Der Kunde ist meist dankbar,

denn im Gegensatz zur Bank hat er beim

Makler beziehungsweise freien Vermittler

sehr viel mehr Auswahl.

Dass aber längst nicht alle

Interessenten optimal mit

Beratung versorgt sind,

zeigen Statistiken.

„Es gibt derzeit eine große

Anzahl an Menschen, die

sich zum Beispiel für die

Kapitalanlage Immobilie

interessieren. Das ist ein

Thema, was die Deutschen

im Moment nicht

loslässt. Die Interessenten

jedoch stapeln sich förmlich,

denn die Termine

wollen auch abgearbeitet werden“, sagt

„metere Capital“-Vertriebsleiter Markus

Riemann. Das Unternehmen hat seinen

Schwerpunkt seit vielen Jahren in der Immobilienvermittlung.

Aus der Not ließ sich dann eine Tugend

machen. Das Unternehmen teilt die Kontakte

zu den potenziellen Anleger-Kunden

mit anderen Vermittlern und Maklern.

Gegen eine fixe Gebühr erhalten

Markus Riemann,

Vertriebsleiter

bei metere Capital

Kapitalanlagenvermittler die

Namen, Adressen und Kontaktdaten

der Interessenten

– dazu hat der Interessent

natürlich zuvor eingewilligt.

Mehr noch: Er hat den ersten

Schritt getan und hat sich bei

„metere Capital“ eingetragen,

um zum Thema Kapitalanlagen

beraten zu werden.

Ein klassisches Lead-Geschäft,

wie es unter Brancheninsidern

bekannt ist. Oft geschieht die

Eintragung durch

den Wunsch des

Kunden, den eigenen

Nettolohn

zu verbessern. Das

lässt sich nämlich

mit intelligenten Immobilienkäufen hervorragend

erzielen.

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Für Vermittler bietet sich hier also eine lohnende

Chance. „Über die Plattform www.

immoleads-kaufen.de lässt sich schnell

feststellen, wie viele potenzielle Kunden

im gewünschten PLZ-Gebiet zu generieren

sind und welcher Preis für die „Leads“

– also die Adressen – gefordert wird“, erklärt

Vertriebsleiter Riemann weiter. Hat

der Vermittler den Lead erst einmal in der

Tasche, gehören alle daraus entstehenden

Geschäfte ihm. Ganz gleich, wie hoch seine

Provision am getätigten Geschäft sein

mag, für die Adresse hat er nur eine einmalige

Gebühr bezahlt. Und hat der Vermittler

seinen Job gut gemacht, bleibt der

Kunde – ein Leben lang.

Bild: Metere Capital

Bild:iStock

SACHWERT MAGAZIN 4/2016 31


Absicherung

Unternehmen

Betriebliches Lohnkosten-Management

Die neue Perspektive für Finanzdienstleister

Bild: Depositphotos, Stokkete

Die Finanzbranche, bestehend aus dem

Bankensektor, Investementfonds, Versicherungen

und auch aus dem Bereich

der Kapitalanlagen, ist in einem enormen

Umbruch. Das Vertrauen der angestellten

Mitarbeiter und freien Finanzdienstleistern

zu den eigenen Arbeitgebern bzw. zu den

Initiatoren ist verloren gegangen, sowie

das Vertrauen von Anlegern zu Beratern

ist teilweise stark strapaziert worden. Eine

gewisse Perspektivlosigkeit herrscht allerorts

in der Branche. Und genau hier trifft

man durchweg auf die Denke, alles beim

Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich

zukünftig etwas ändert. Genau hier liegt

das Problem der Branchenkollegen, man

ist gar nicht bereit, ausgetretene Pfade zu

verlassen und alte Zöpfe abzuschneiden.

Man ergibt sich seinem Schicksal und jammert

weiter.

Nicht so die Finanzberater, die eine bereits

seit Jahrzehnten anwendbare Konzeptlösung

mit enormen Nutzen für Unternehmer

und deren Mitarbeiter umsetzen.

Man denke auch immer daran, der Kunde

kauft stets nur das, was ihm wirklich

Nutzen bringt! Die sogenannte Entgeltoptimierung

ist der ultimative Türöffner bei

allen Unternehmern. „Mehr Netto vom

Brutto“ für jeden Mitarbeiter interessiert

jeden Unternehmer. Eine Steigerung der

Mitarbeiterbindung und die Gewinnung

von Fachkräften sind psychologische Motive

sich dem Thema zu widmen und aus

Beratersicht, am Tisch des Unternehmers

Platz nehmen zu können und Folgetermine

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SACHWERT MAGAZIN 4/2016


Unternehmen

Absicherung

zu erhalten. Auf die Frage: „Wie werden

Sie, verehrter Unternehmer, der attraktivste

Arbeitgeber in Ihrer Region und in

Ihrer Branche?“ erhält der Berater in den

seltensten Fällen eine

fundierte Antwort.

Mit dem betrieblichen

L o h n k o s t e n - M a -

nagement und dem

Einstieg mit der Entgeltoptimierung

und

sogenannter Entgeltbausteinen

hat ein

Unternehmer mehrere

Asse im Ärmel bei Vertragsverhandlungen

beziehungsweise neuen Bewerbungsgesprächen.

Gehaltserhöhungen oder auch

das bestehende Gehaltsgefüge zu optimieren

sind die Resultate der Anwendung

von Entgeltbausteinen wie beispielsweise

private Handykosten, Internetpauschalen,

Tankgutscheinen, Werbeflächenanmiete

und vieles mehr. Die unmittelbare Nettolohnerhöhung

kann sich, je nach Umsetzung

und individuellen Parametern, auf

50 € bis 120 € und höheren Beträgen

belaufen, pro Monat wohlgemerkt. Der

Arbeitgeber verschafft durch diese, komplett

an das Einkommensteuergesetz angelehnte

Optimierung, seinem Mitarbeiter

sofort ein viel höheres Nettogehalt ohne

merklichen finanziellen Eigenaufwand.

Der Unternehmer hat den Nutzen seinen

Mitarbeiter besser an sein Unternehmen

zu binden, eine weitaus bessere Identifi-

Der Arbeitgeber verschafft

durch diese, komplett an

das Einkommensteuergesetz

angelehnte Optimierung,

seinem Mitarbeiter sofort

ein viel höheres Nettogehalt

ohne merklichen finanziellen

Eigenaufwand.

kation zu erreichen, die Krankenstände

gehen nachweislich zurück, Personaleinstellungsgespräche

verlaufen geradliniger

und erfolgreicher. Die Arbeitnehmer erhalten

ein sofort spürbar

höheres Nettogehalt,

also mehr Liquidität

zur Verfügung, sie

genießen somit eine

höhere Lebens- und

Freizeitqualität. Der

Finanzberater wiederum

genießt ein

nachhaltiges Standing

beim Unternehmer,

bedient das gesamte

Unternehmen und den Unternehmer

mit seinen Finanz- und Servicedienstleistungen,

dazu ist jeder Mitarbeiter grundsätzlich

auch ein potenzieller neuer Mandant.

Nur wenige Finanzberater haben bisher

erkannt, welche unglaublichen Potenziale

im betrieblichen Lohnkosten-Management

vorhanden sind. Gerade einmal ein

10 % der deutschen Firmen und somit

deren Angestellten nutzen die Nettolohnoptimierung.

Ein gigantischer Markt von

fast 90 % ist somit noch nicht erschlossen.

In welcher Branche gibt es diese Parameter?

Diejenigen Finanzdienstleister, die

es verstanden haben anderen Menschen

etwas Gutes zu tun und den Nutzen

transparent in den Vordergrund zu stellen,

werden einen überdurchschnittlich

erfolgreichen neuen Berufsweg gehen.

Der Autor Thomas Hennings ist

Experte für Sachwertlösungen

und Makroökönomie.

Er ist zudem der COO der BLM

Consult GmbH.

SACHWERT MAGAZIN 4/2016 33


Geldanlage

Das 1 x 1 der Lebensund

Rentenversicherung

Durch die Herabsetzung des Garantiezinses verlieren

klassische Verträge an Attraktivität

Von Sven Gerngroß

Bild: Prolife

Inhaber von kapitalbildenden und fondsgebundenen

Lebens- und Rentenversicherungen

sind seit Jahren mit Marktinformationen,

kritischen Zeitungsartikeln

und negativen TV-Berichten konfrontiert.

Und genau das verunsichert viele Versicherungsnehmer.

Anstatt allerdings das

Heft in die Hand zu nehmen und Klarheit

zu schaffen, zahlen viele Versicherte

Monat für Monat ihre Beiträge ohne zu

wissen, wie es um ihre Vermögenswerte

tatsächlich steht. Natürlich obliegt es jedem

selbst, sich um seine Verträge zu

kümmern, allerdings kann es nicht schaden,

sich mit diesem Thema genauer zu

befassen, bevor am Ende der Laufzeit das

böse Erwachen eintritt.

Wie hoch ist der Garantiezins aktuell

und wie hat er sich entwickelt?

Der Garantiezins kennt seit Jahren leider

nur eine Richtung und diese ist nach unten.

Aktuell beträgt der Garantiezins noch

1,25 %. Von Juli 1994 bis Juni 2000 gab

es noch einen Garantiezins von 4,0 %.

Seit Juli 2000 ging es dann stetig bergab.

Ab dem Jahr 2017 wird der Garantiezins

für neu abgeschlossene kapitalbildende

Lebens- und Rentenversicherungsverträge

auf 0,9 % gesenkt. Im Gegensatz zu den

klassischen Versicherungsverträgen, wird

auf fondsgebundene Versicherungsverträge

überhaupt kein Garantiezins bezahlt.

Auf welchen Betrag erhalte ich den

Garantiezins?

Entgegen der weit verbreiteten Meinung,

die vertraglich festgelegten Zinsen würden

auf den gesamten Versicherungsbeitrag

bezahlt, wird der Zins nur auf den sogenannten

Sparanteil gutgeschrieben. Doch

was heißt das jetzt konkret? Der Beitrag,

den Versicherte an das Versicherungsunternehmen

bezahlen, setzt sich aus

mehreren Teilen zusammen. Es gibt einen

Kostenanteil, einen Risikoanteil und einen

Sparanteil. Dieser Sparanteil bleibt übrig,

wenn die Kosten und der Risikoanteil abgezogen

wurden. Das heißt, wenn ein

Kunde beispielsweise 100 € an seine Versicherung

bezahlt und hiervon beispielsweise

16 € für die Kosten und 16 € für

Sven Gerngroß,

Mitglied der Geschäftsführung

von ProLife

das Risiko abgezogen werden, verbleiben

68 €. Und genau diese 68 € werden dann

mit dem Garantiezins verzinst.

Mein Vertrag ist für eine Immobilienfinanzierung

hinterlegt!

Auf für Baufinanzierungen abgetretene

Versicherungsverträge sollte ebenfalls ein

besonderes Augenmerk gelegt werden.

Wenn die Verträge bei Ablauf weniger

wert sind als ursprünglich angenommen,

wächst die Restschuld der Immobilie.

Statt, wie geplant, schuldenfrei zu sein,

müssen unter Umständen neue Kredite

aufgenommen und weiter Schulden abgestottert

werden. Hier ist zu empfehlen,

die jährlichen Wertmitteilungen des

Versicherers stetig zu überprüfen, um

rechtzeitig reagieren zu können. Denn

wer ein entstehendes Finanzloch am Ende

der Versicherungslaufzeit nicht aus eigenen

Mitteln stopfen kann, dem droht im

schlimmsten Fall auch noch die Zwangsversteigerung

seiner Immobilie.

Die Rückabwicklung von Lebens- und

Rentenversicherungsverträgen. Was

steckt dahinter?

Ein Urteil des Bundesgerichtshofes ermöglicht

Versicherungsnehmern, die einen

Lebens- oder Rentenversicherungsver­

trag zwischen dem 01.07.1994 und dem

31.12.2007 abgeschlossen haben und

seitens des Versicherungsunternehmens

nicht ordnungsgemäß belehrt wurden,

eine Rückabwicklung ihres Vertrages. Die

Folge wäre, dass der Versicherungsnehmer

so gestellt wird als wäre der Versicherungsvertrag

nie zustande gekommen.

Der Versicherungsnehmer erhält dann

sämtliche bezahlte Beiträge plus Zinsen

zurück, ohne Abzug von Provisionen,

Abschlussgebühren oder Verwaltungskosten.

Dieses Urteil ist nicht nur bei noch laufenden

Verträgen anwendbar, sondern

auch bei bereits gekündigten. Wann der

Vertrag in der Vergangenheit gekündigt

wurde, spielt hierbei keine Rolle. So

kann auch ein Vertrag, der zum Beispiel

im Jahre 2004 aufgelöst wurde und die

Parameter für eine Rückabwicklung erfüllt,

entsprechend angegangen und eine

Nachzahlung erzielt werden. In vielen

Fällen kommen die Versicherungskunden

aber nicht drum herum, sich Experten an

die Seite zu holen, um die Verträge prüfen

und die Ansprüche durchsetzen zu lassen.

Immer wieder ist zu lesen, dass den Kunden

teilweise eine Rückabwicklung verweigert

wird, obwohl diese möglich sei.

Hier den Klageweg zu bestreiten ist mit

einem hohen Kostenrisiko und Ärger verbunden,

ohne am Ende des Tages zu wissen,

wieviel tatsächlich herauskommt.

Wie steht es um die Zukunft der

klassischen Lebens- und Rentenversicherung?

Hier kann man nur spekulieren. Tatsache

jedoch ist, dass immer mehr Versicherungsunternehmen

die klassischen Versicherungsverträge

aus ihrem Programm

nehmen, da sie aufgrund des derzeit

niedrigen Zinsumfeldes, die dem Versicherungsnehmer

versprochenen Garantien

nur schwer erreichen können. Durch

die damit verbundene stetige Herabsetzung

der Zinsen (Garantiezins) verlieren

die klassischen Verträge immer mehr an

Attraktivität. Somit geht die Zahl der Neuabschlüsse

bei den Versicherungskonzernen

kontinuierlich zurück.

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SACHWERT MAGAZIN 4/2016


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