Industrielle Automation 4/2016

industrielleautomation.net

Industrielle Automation 4/2016

19239

4

www.industrielle-automation.net

September 2016

Kollaborierende Roboter – vielseitig

48in Anwendung und Einsatz

10Wie funktioniert Industrie 4.0

Bestens

für den Mittelstand?

13

im Blick: Sensoren

Energie-Monitoring:

erkennen transparente Objekte

34Warum Sie davon profitieren


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EDITORIAL

Nur im Team

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Robotik und Automation in Deutschland hat auch im Jahr 2015 ein

neues Rekord-Umsatzvolumen erreicht: auf 12,2 Mrd. Euro ist es bereits

gestiegen – ein Plus von 7 %. Der Trend geht weiter. Laut den Prognosen

des VDMA ist auch in 2016 mit einem neuen Rekord von 12,5 Mrd. Euro

zu rechnen. Das wären noch einmal 2 % mehr. Den größten Branchenumsatz

prognostizieren die Experten mit 8 % für die industrielle Bildverarbeitung,

die Roboter sollen bei einem Zuwachs von 2 % landen.

Was die automatischen Helfer bereits heute leisten, zeigen wir in dieser

Ausgabe an einem spannenden Beispiel (Seite 48): Um Spritzgussartikel

exakt zu etikettieren, setzt ein Unternehmen kollaborierende Roboterarme

ein. Sie arbeiten mit menschlichen Kollegen Hand in Hand, erhöhen

die Produktivität und bringen Flexibilität in den Prozess.

Auch die Digitalisierung hält weiter Einzug in unsere Industrie. Das

Zukunftsprojekt Industrie 4.0 verspricht eine optimierte und individualisierte

Produktion. Industrielle Kommunikation, modulare Automation,

IT- und funktionale Sicherheit sind die Voraussetzungen zur Realisierung.

Nur mit einer Durchdringung von Produktion und IT und einer intelligenten

Vernetzung werden wir auch in Zukunft den Industriestandort

Deutschland sichern. Aber nicht nur Technologien und neue Produkte

spielen dabei eine entscheidende Rolle, sondern vor allem der Mitarbeiter

in der Arbeitswelt 4.0. – Auch hier ist Teamwork gefragt!

Dass Industrie 4.0 nicht nur eine leere Worthülse ist, haben wir auf

unserer multimedialen Roadshow SUMMER of ENGINEERING erlebt. Die

erste Story finden Sie auf Seite 20. SUMMER of ENGINEERING ist aber

noch viel mehr. Für uns stehen nicht nur technische Highlights im

Vordergrund, sondern Faszination Technik, Menschen, Unternehmen,

Ideen, Visionen und Umsetzungen in Sachen Industrial Internet of

Things. Gehen Sie also mit uns auf eine einzigartige Reise durch die Welt

von Industrie 4.0 und entdecken auch einen Teil unserer Teamarbeit vor

Ort. Ein Klick genügt: www.summer-of-engineering.de

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in Maschinen und Anlagen

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Dirk Schaar

d.schaar@vfmz.de

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016 3


INHALT

EDITORIAL

03 Nur im Team

SZENE

05 News, Aktuelles und Termine

Wenn Schrott zu Stahl

wird, sind die passenden

18Drehgeber gefragt

SENSORIK UND MESSTECHNIK

10 Wie funktioniert Industrie 4.0 für den Mittelstand? Die TU-Darmstadt sucht

und findet Antworten

13 Wie sich Ultraschall-Einwegschranken in erschwerten Bedingungen behaupten

14 Vorteile eines Passameters bei der Überprüfung von Fertigungstoleranzen

16 Zukunftsfähige PC-Messtechnik und Software für unbegrenzte

Entwicklungsmöglichkeiten eigener Mess- und Regelungssysteme

18 Magnetischer Drehgeber trotzt rauen Umgebungsbedingungen in der

Schrottverarbeitung

24 Produkte, Technologien, Trends

STEUERN UND ANTREIBEN

28 Schweißroboter-Hersteller setzt auf perfekte Führung

30 Modulares Safety-Konzept für Keramik-Sinterpressen punktet durch

einfache Integration

32 Produkte, Technologien, Trends

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

34 Von der individuellen Energiemonitoringlösung bis hin zum durchgängigen

Energiemanagement

36 Produkte, Technologien, Trends

Keramik-Sinterpressen und

modulare Safety-Lösung als

30integrierte Einheit

KOMPONENTEN UND SOFTWARE

38 Stromverteilung mit Köpfchen

40 Sammelschienentechnik für alle Anforderungen einer modernen Schaltanlage

42 Modellbasierte Sensorentwicklung im Zeitalter von Industrie 4.0

44 Produkte, Technologien, Trends

MESSE MOTEK 2016

48 TITEL Leichtbauroboter etikettieren Spritzgussprodukte

50 Willkommen auf der Motek 2016 – Produkte, Technologien, Trends

Stromverteilungssystem

erweist sich in vielen

38Branchen als kommunikativ

RUBRIKEN

08 SERIE Nachgefragt: Was bedeutet der Brexit für die deutsche

Automatisierungstechnik?

36 Impressum

53 Inserentenverzeichnis

54 SERIE StartING up – Neue Perspektive mit innovativer Bildverarbeitung

55 Heftvorschau 5/2016

SUMMER OF ENGINEERING

20 „Die Sinne der Smart Factory“

Motek 2016 – Erleben Sie

die Welt der Montage- und

48Fertigungsautomatisierung


SZENE

SENSOR+TEST: Neues Hallen-Konzept

ging voll auf

Copyright: Max-Planck-Institut für Radioastronomie

Der Umzug in neue Hallen und die damit verbundene Erweiterung

von Ausstellungs- und Standflächen hat der Sensor+Test,

Leitmesse für Sensorik, Mess- und Prüftechnik, in Nürnberg

dieses Jahr einen Wachstumsschub bei allen Kennzahlen

beschert. So stieg die Zahl der Besucher um 21 % auf 8 656

und die der Aussteller um 7 % auf 586. Elena Schultz, Marketing

und Kommunikation bei der imc Test & Measurement

GmbH, bestätigt zudem: „Wir waren dieses Jahr äußerst

zufrieden. Das neue Hallen-Konzept mit zwei gegenläufigen

Besuchereingängen und der Durchmischung der Themenbereiche

Messtechnik und Sensorik ist voll aufgegangen und

hat die Attraktivität der Messe nochmals deutlich gesteigert.“

Die Sensor+Test 2017 – mit dem Sonderthema „Vernetzte

Messtechnik für mobile Anwendungen“ – wird vom 30. Mai

bis 1. Juni 2017 wiederum in Nürnberg stattfinden, dann

turnusgemäß begleitet von den beiden wissenschaftlichen

AMA-Kongressen Sensor und IRS2.

www.sensor-test.de

MSR-Spezialmesse am 28. September in

Ludwigshafen

Am 28. September 2016 veranstaltet Meorga in der Friedrich-

Ebert-Halle in Ludwigshafen eine regionale Spezialmesse für

Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik, Prozessleitsysteme und

Automatisierungstechnik. 160 Fachfirmen, darunter die Marktführer

der Branche, zeigen von 8 bis 16 Uhr Geräte und Systeme,

Engineering- und Serviceleistungen sowie neue Trends im

Bereich der Automatisierung. 36 begleitende Fachvorträge informieren

den Besucher umfassend. Die Messe wendet sich an Fachleute

und Entscheidungsträger, die in ihren Unternehmen für die

Optimierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse entlang der

gesamten Wertschöpfungskette verantwortlich sind. Der Eintritt

zur Messe und die Teilnahme an den Fachvorträgen sind für die

Besucher kostenlos und sollen ihnen Informationen und interessante

Gespräche ohne Hektik oder Zeitdruck ermöglichen. Für

das leibliche Wohlergehen sorgen kleine Snacks und Erfrischungsgetränke,

die inklusive sind. Detaillierte Informationen

erhalten Sie über die Website des Veranstalters.

MESSDATEN

ERFASSEN

z Autarke Datenlogger

z Fernüberwachung und Alarmierung

z Universelle Eingänge – hoch aufgelöst

Die Expert Logger-Geräte erfassen beliebige Sensorsignale

und zeichnen diese lückenlos, schnell und

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sorgt die galvanische Trennung, bei höchster

Genauigkeit, für zuverlässige Messergebnisse.

www.meorga.de

Intelligente Messtechnik

www.delphin.de


SZENE

Wachstum mit Auszeichnung

83,7 Mio. EUR und damit knapp 10 % mehr Umsatz als im

Vorjahr erzielte der Bildverarbeitungs-Technologielieferant

Stemmer Imaging in seinem am 30. Juni 2016 abgelaufenen

Geschäftsjahr 2015/16. Die Firmenzentrale in Deutschland

steuert mit 47,9 Mio. EUR weiterhin den größten Teil zum

Gesamtumsatz bei und konnte das Ergebnis im Vergleich zum

Vorjahr um 11,6 % steigern. Prozentual am stärksten wuchsen

die Büros in Dänemark,

Polen, den Niederlande

und Schweden. Der Erfolg

zeigt sich jedoch nicht nur

in den guten Zahlen des

abgelaufenen Geschäftsjahres:

Am 18. Juli 2016

verlieh Ilse Aigner, Bayerische

Staatsministerin für

Wirtschaft und Medien,

Energie und Technologie,

Stemmer Imaging zum

zweiten Mal nach 2013 die

Auszeichnung „Bayerns

Best 50“. Das Unternehmen

zählt damit erneut zu den

50 wachstumsstärksten

inhabergeführten Mittelstandsunternehmen

in

Bayern. Eine langfristig orientierte Geschäftspolitik, eine solide

Unternehmensfinanzierung und eine verlässliche Personalpolitik

sind die wesentlichen Kriterien für diesen Preis, für den

sich Unternehmen im Freistaat im Abstand von drei Jahren

bewerben können.

www.stemmer-imaging.de

IM VORSTAND VON ECKELMANN

Der Firmengründer Gerd Eckelmann (bisher Vorstandsvorsitzender)

wechselte in den Aufsichtsrat des Unternehmens und ist

dort nun zweiter Vorsitzender. Peter Frankenbach wurde

Sprecher des Vorstands. Philipp Eckelmann, der Sohn des

Firmengründers, kommt neu in den Vorstand. Die Vorstände

sind für die drei Unternehmensbereiche Maschinenautomation,

Kälte- und Gebäudeleittechnik sowie Anlagenautomation

gemeinsam verantwortlich. Das Bild zeigt den aktuellen

PersonalienGENERATIONENWECHSEL

Vorstand ab Juli 2016 (v. l.): Marco Münchhof, Peter Frankenbach,

Philipp Eckelmann, Frank Uhlemann und Frank-Thomas

Mellert. z

Rittal richtet Produktion neu aus

Mit der Neuausrichtung der Produktion in Deutschland wird

Rittal bis 2018 die Werke Burbach, Wissenbach, Rennerod und

Herborn schrittweise schließen. In Haiger entsteht ein modernes

Produktionswerk für Kompaktgehäuse. Die Werke Rittershausen

und Hof werden weiter ausgebaut und bilden zusammen mit

Haiger einen Produktionsverbund. Insgesamt investiert Rittal

in den nächsten Jahren 250 Mio. EUR in die Region. „Die

Industrie verändert sich, deshalb müssen auch wir uns verändern

– und wir müssen dabei immer die Chancen im Blick

behalten“, so Dr. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorsitzender der

Rittal Geschäftsführung. Mit der Großinvestition in den neuen

Produktionsverbund bekennt sich das Unternehmen klar zum

Standort Deutschland und zur Region.

www.rittal.de

Zusätzliche Produktions- und Büroflächen

bei Endress+Hauser

Endress+Hauser erweitert sein Kompetenzzentrum für Temperaturmesstechnik

in Nesselwang. Die Einführung von Neuprodukten, die

Gesamtoptimierung der Produktion und die seit Jahren kontinuierlich

steigende Mitarbeiterzahl machen den Neubau erforderlich. „Mit

der Erweiterung der Produktions- und Büroflächen sichern wir

langfristig unser Wachstum“, erklärt Harald Hertweck. Das Unternehmen

investiert insgesamt 10 Mio. EUR in den Neubau mit einer

Gesamt-Nutzfläche von 4 800 m2. Mit der Neubauplanung ging die

Optimierung der Produktionsprozesse einher. Betriebsabläufe

wurden neu strukturiert und dadurch leistungsfähiger. So wird es

möglich, die Produktionsabläufe noch effizienter und übersichtlicher

zu gestalten. Die Glasfronten des Neubaus lassen genug Tageslicht

für die Mitarbeiter in der Produktion hinein. Der Strom aus der

Photovoltaikanlage, die auf dem Dach des Gebäudes installiert wird,

kann für die Produktionsprozesse vollständig genutzt werden. Es

werden überwiegend regionale Firmen am Bau beteiligt.

www.endress.com

6 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


industry.automation

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Deutschland

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NACHGEFRAGT

Was bedeutet der

für die deutsche

Automatisierungstechnik?

Der Brexit bedeutet zunächst einmal Unsicherheit, und Unsicherheit

ist nie gut für unser Geschäft, denn in einem unsicheren Umfeld

halten sich unsere Kunden mit Investitionen zurück. Kurzfristig

werden uns vermutlich die Währungsturbulenzen am meisten zu

schaffen machen – insbesondere auch, wenn der Franken wieder

unter Aufwertungsdruck kommt. Die langfristigen Folgen hängen

davon ab, wie Europa und wie Großbritannien mit der Situation umgehen, welche

Auswirkungen der Austritt Großbritanniens auf den Rest der EU haben wird.

Der freie Waren- und Personenverkehr ist eine Grundlage des wirtschaftlichen

Wohlstands hier in Europa – jeder Rückschritt gefährdet diesen Wohlstand.

Dr. Luc Schultheiss, Chief Financial Officer der Endress+Hauser Gruppe, Schweiz

Wir sehen die Entwicklung in Europa,

speziell in Großbritannien, schon

auch kritisch und werden die

weiteren Entwicklungen sorgfältig

beobachten. Mit Blick auf die Zukunft

der Automatisierung sind wir zuversichtlich:

Der Brexit wird keine Auswirkungen

auf das Zukunfts thema

Industrie 4.0 haben. Für uns ist und

bleibt Großbritannien ein wichtiger

Markt. Wir sind überzeugt, die Veränderungen

gemeinsam

gestalten zu können.

Zudem beschäftigt uns,

dass das Trennende,

nicht das Verbindende,

den Ausschlag für den

Ausstieg gegeben hat.

Renate Pilz, Vorsitzende der Geschäftsführung

Pilz GmbH & Co. KG (Ostfildern)

8 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016

Diese Wahl ist sehr enttäuschend für

das europäische Zusammengehörigkeitsgefühl

und ich hoffe nicht, dass

dies beispielgebend für andere

Länder in der EU sein wird. Wenn

hiermit der schleichende Untergang

des gesell schaftlichen

und wirtschaftlichen

Basisgedankens der EU

eingeleitet ist, dann

kann man nur ‚gute

Nacht, Europa‘ sagen.

Deshalb gilt es die

Modalitäten für die weitere Zusammenarbeit

zu vereinbaren. Längerfristige

Unsicherheit wäre für Europa und

uns Unternehmen äußerst schädlich.

Detlef Sieverdingbeck, Zentralbereichsleiter

Publizistik und Kommunikation, Harting

Technologiegruppe (Espelkamp)

Für die deutsche Elektroindustrie ist

Großbritannien einer der wichtigsten

Handelspartner. Die Branchenausfuhren

dorthin kamen 2015 auf

9,9 Mrd. EUR. Damit ist Großbritannien

weltweit der

viertgrößte Abnehmer

und der zweitgrößte in

Europa. Als ausländischer

Investitionsstandort

spielt die Insel

ebenfalls eine bedeutende

Rolle. Der Bestand an Direktinvestitionen

heimischer Elektrounternehmen

in Großbritannien kam

zuletzt auf 3,3 Mrd. EUR – Platz drei

hinter China und den USA. Auch für

die Automation – den mit Abstand

größten Fachbereich der deutschen

Elektroindustrie – zählt Großbritannien

zu den größten Märkten. Das

Königreich nahm im vergangenen

Jahr Exporte von 1,5 Mrd. EUR auf.

Dies waren fünf Prozent aller

Automationsausfuhren. Die schlussendlichen

Auswirkungen des

Brexit-Votums lassen sich bislang

noch nicht wirklich greifen. So lange

die künftigen (Handels-)Beziehungen

zwischen Großbritannien und der

EU nicht geklärt sind, dürfte viel

Unsicherheit herrschen. Diese

wiederum lastet auf Einstellungs-,

Standort-, Investitions- oder

Konsumentscheidungen.

Dr. Andreas Gontermann, Chef-Volkswirt,

ZVEI e.V., Frankfurt a.M.


SZENE

40 Jahre präzise Messtechnik aus

Niederbayern

In den vergangenen 40 Jahren ist Micro-Epsilon vom Drei-

Mann-Betrieb zu einer internationalen Unternehmensgruppe

mit mehr als 900 Mitarbeitern gewachsen. Das Familienunternehmen

stellt Sensoren her, die in vielen Lebensbereichen

zum Einsatz kommen, vom Flugzeug über das Handy und

moderne Computerchips bis hin zur Waschmaschine. Dazu

kommen Prüfanlagen und Messsysteme z. B. für modernste

3D-Oberflächeninspektion. Gegründet in Hannover als Handelsunternehmen

für Dehnungsmessstreifen, wurde der Grundstein

für die Entwicklung eigener Produkte 1976 im niederbayerischen

Ortenburg gelegt. Anfangs war nur ein kleines

Elektroniklabor im Kellerraum eines Privathauses untergebracht,

später wurde das eigene Firmengebäude am jetzigen

Hauptsitz errichtet. Nach einem kontinuierlichen Ausbau

wurde in diesem Jahr ein neues, über 4 000 m 2 großes Firmengebäude

eingeweiht. Geschäftsführer Karl Wisspeintner

begeht in diesem Jahr zudem sein 40-jähriges Arbeitsjubiläum.

www.micro-epsilon.de

Neue Geschäftsführer-Generation bei

Pflitsch

Roland Lenzing und Mathias Stendtke – zwei Neffen des bisherigen

Geschäftsführers Harald Pflitsch – sind zu geschäftsführenden

Gesellschaftern im Hause Pflitsch berufen worden. „Unser gemeinsames

Ziel ist es, das Unternehmen erfolgreich in vierter Generation

in der Geschäftsführung

fortzuführen“, sagt

Roland Lenzing. Mathias

Stendtke fügt hinzu:

„Roland und ich werden

an einem Strang

ziehen und uns als neue

Geschäftsführer dem

Unternehmen und der

Unternehmensführung

widmen, um so die

Marktposition unseres

Familienunternehmens

konsequent weiter auszubauen

und dadurch

Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern.“ Der bisherige Geschäftsführer

Harald Pflitsch scheidet nach langer erfolgreicher Tätigkeit aus dem

Unternehmen aus. Er hat das Unternehmen zur heutigen Größe mit

250 Mitarbeitern aufgebaut und zum Spezialisten für die moderne

Kabelführung geformt. Das Unternehmen hat sich mit kundenspezifischen

Lösungen aus Kabelverschraubungen und Kabelkanälen

einen Namen gemacht.

www.pflitsch.de

Null Ausschuss

Mit Bildverarbeitung

Bildverarbeitungssysteme erkennen kleinste Fehler bei großen Stückzahlen und höchster

Geschwindigkeit. 100-Prozent-Kontrolle, lückenlose Dokumentation und Rückverfolgbarkeit

der einzelnen Produktionsschritte minimieren den Ausschuss und maximieren den Gewinn.

Für Profis und Einsteiger: Erfahren Sie alles über Bildverarbeitung auf der VISION.

08. – 10. November 2016 Messe Stuttgart

www.vision-messe.de


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Wie funktioniert Industrie 4.0

für den Mittelstand?

Die Technische Universität Darmstadt sucht und findet Antworten

Marcella Märtel

Der Weg in die Digitalisierung ist

für kleine und mittelständische

Unternehmen nicht leicht. An der

TU Darmstadt wurde daher eins

von deutschlandweit zunächst fünf

Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren

eingerichtet, die vom

Bundeswirtschaftsministerium

gefördert werden. Hier können

Unternehmen sich über Wege in

die Digitalisierung informieren

sowie reale Entwicklungsschritte in

einer Lernfabrik selbst ausprobieren

und entwickeln. Tauchen Sie mit

uns ein in eine Welt, die die

deutsche Industrie verändern wird.

Marcella Märtel, Marketing Campaign

Managerin bei der Hottinger Baldwin

Messtechnik GmbH in Darmstadt

Das Gebäude ist unscheinbar: Ein grauer

Kubus, am Rand des Campus Lichtwiese

der Technischen Universität Darmstadt (TU).

Doch hinter der zurückhaltenden Fassade

versteckt sich ein zukunftweisendes Experimentierfeld:

Die Prozesslernfabrik „Centrum

für industrielle Produktion“ (CiP). In

der lichtdurchfluteten Halle wird geschraubt,

gesägt, gespant – wie in vielen

Fertigungshallen realer Unternehmen. Und

so ist es auch gedacht: Das Produktionsumfeld

steht für all die kleinen und mittelständischen

Industriebetriebe, die mit teilweise

jahrzehntealten Maschinen und

papierbasierten Prozessen arbeiten. Mit

einem Unterschied: In der Lernfabrik des

Instituts für Produktionsmanagement, Technologie

und Werkzeugmaschinen an der

TU lassen sich Verbesserungen einfach ausprobieren.

Ziel ist es, die Entwicklung einer

bestehenden Fertigung in Richtung Industrie

4.0 nachzuempfinden.

„Die TU Darmstadt hat hier im Vergleich

zu ähnlichen Lernfabriken ein Alleinstellungsmerkmal“,

erklärt der wissenschaftliche

Mitarbeiter des Instituts für Produktionsmanagement,

Technologie und Werkzeugmaschinen

(PTW) und Projektverantwortliche

Andreas Wank. „Wir haben keine

Lernfabrik auf der grünen Wiese hochgezogen,

sondern bauen auf dem Stand auf,

der in vielen kleinen und mittelständischen

Unternehmen wiederzufinden ist.“ Das

heißt: Die moderne Produktion wird nicht

Industrie 4.0-Veranstaltung erleichtert den Einstieg

Der Einsatz digitaler Technologien in Produktions- und Arbeitsprozessen bietet

vielversprechende Chancen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur

Erschließung neuer Marktchancen. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum

Darmstadt ist dazu zentraler Ansprechpartner u. a. für kleine und mittelständische

Unternehmen. Mit kostenlosen, praxisorientierten Angeboten wird das gesamte

Spektrum vom Einstieg in die Industrie 4.0-Themenwelt bis hin zur Umsetzung

konkreter Lösungen abgedeckt. Der Fokus liegt dabei auf fünf Themenfeldern,

„IT-Sicherheit“, „Arbeit 4.0“, „Neue Geschäftsmodelle“, „Energieeffizienz“ und

„Effiziente Wertschöpfungsprozesse“. Weitere Informationen sowie die Anmeldung

zu den Veranstaltungen gibt es unter: http://www.mit40.de.

10 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


SENSORIK UND MESSTECHNIK

als Idealbild aus dem Nichts geschaffen,

sondern die vorhandenen Geräte und Prozesse

werden nachträglich optimiert. Gefördert

wurde das Forschungsprojekt „Effiziente

Fabrik 4.0“ von der Europäischen

Union aus dem Europäischen Fonds für regionale

Entwicklung mit Kofinanzierung

durch das Land Hessen.

Viel Verbesserungspotenzial bei

Mensch-Maschine-Schnittstellen

Großes Verbesserungspotenzial gibt es bei

den Mensch-Maschine-Schnittstellen: Oft

sind in den Fertigungen noch Daten eingaben

per Hand nötig, die Qualitätsdokumentation

erfolgt auf Papier. Für die meisten

Unternehmen ist der erste Schritt daher

eine automatische und digitale Erfassung

von Daten. Diese sogenannte Digitalisierung

bildet die Vorstufe zur Realisierung

der Vision Industrie 4.0.

Grundlage für Verbesserung ist immer

eine Analyse des Ist-Zustandes. Im Fall der

Prozesslernfabrik an der TU Darmstadt bedeutet

das: Ein Maschinenpark mit einer

Steuerung von 2005, keine Schnittstellenkompatibilität,

keine eigene Sensorik.

Ein Schnittstellen-Upgrade würde voraussichtlich

rund 20 000 Euro pro Maschine

kosten – eine saftige Investition.

Aber auch ohne dieses Upgrade lassen

sich die alten Maschinen zumindest teilweise

vernetzen. So wurde zum Beispiel an

einer Drehmaschine zwischen einem Sensor

zur Füllstandsmessung des Kühlschmiermittels

und der Maschinensteuerung ein

Adapter angebracht, auf den man bidirektional

über ein Tablet zugreifen kann. Die

Messuhren der Produktendkontrolle der

spanenden Fertigung sind mit einem zentralen

Datenerfassungssystem vernetzt, das

erkennt, ob das Produkt die Anforderungen

erfüllt, und automatisiert Fehlermeldungen

verschickt. An anderen Geräten sind nachträglich

Stromwandler angebracht worden,

mithilfe derer sich ableiten lässt, mit welcher

Last die Maschine läuft. Die Daten können

über das zentrale Leitsystem abgerufen

werden.

Zudem kommen an verschiedenen Stellen

der Lernfabrik Tablet-Computer mit teils

von der TU selbst entwickeltem Bedieninterface

zum Einsatz – und werden auch für

den Fernzugriff genutzt. Hier zeigt sich, wie

auch in einem bestehenden Produktionsumfeld

die Mensch-Maschine-Schnittstellen

optimiert werden können: „Die Daten

werden aus der Fertigung aufgenommen

und vertikal im Unternehmen an verantwortliche

Mitarbeiter weitergegeben“, erklärt

Andreas Wank. Gibt es also z. B. bei der

01 Moderne Software wie die webbasierte

PMX-Bedienoberfläche erlaubt es, Daten auf

mobilen Endgeräten abzurufen

Qualitätskontrolle ein Problem, bekommt

der Produktionsleiter eine Nachricht auf

sein Tablet oder Smartphone und kann den

Prozess stoppen. Der zuständige Mitarbeiter

in der Fertigung kann wiederum per Klick

auf dem Tablet eine Video-Konferenz starten

und das Problem darstellen.

An diesem Beispiel lässt sich bereits erkennen,

wie sich die Kompetenzen der Mitarbeiter

im Zuge von Industrie 4.0 verschieben

müssen: Wenn Maschinen mehr und mehr

JEDERZEIT ZU WISSEN,

WORAUF MAN SICH

VERLASSEN KANN,

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SENSORIK UND MESSTECHNIK

03 Moderne Systeme für die Produktion werden am Institut für

Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen

(PTW) der TU Darmstadt entwickelt

02 Das Institut (PTW) der TU Darmstadt zeigt, wie sich Produkte in

der Fertigung verfolgen lassen, zum Beispiel per RFID-Transponder

Routineaufgaben übernehmen und sich

auch selbst steuern, muss der Mensch vermehrt

dann eingreifen, wenn es Probleme

gibt. Es wird sich also die Rolle der Mitarbeiter

hin zum Entscheider und Problemlöser

verändern.

Bedarfsgerechte Informationen

Doch die Schnittstellenoptimierung reicht

noch weiter: In der Fertigung der Industrie

4.0 werden sich Mitarbeiter anmelden und

bedarfsgerecht mit Informationen versorgt.

Selbst die Losgröße 1 ist damit kein umständlicher

Spezialfall mehr, wie die Lernfabrik

der TU bereits zeigt: Für jeden

Mitarbeiter werden je nach Qualifikation

verschiedene Montagevideos abgerufen

und auf die weißen Arbeitstische projiziert.

Die Videos sind für eine variantenreiche

Fertigung mit realen Produkten aufgenommen

und lassen sich per Baukastensystem

variieren. Ziel von Industrie 4.0 ist es, dass

der Prozess sich dem Mitarbeiter anpasst –

nicht umgekehrt. Das erleichtert die Arbeit

und beschleunigt Prozesse.

Vernetzung der Maschinen

und Systeme

Neben der Vernetzung von Mensch und

Maschine geht es bei Industrie 4.0 um die

Vernetzung von Geräten untereinander.

Stichworte sind das „Internet der Dinge“

oder „M2M-Kommunikation“ (machine to

machine). Das fängt damit an, dass Produkte

mit einem Transponder, Chip oder Code

versehen werden, der an jeder Maschine

ausgelesen und mit weiteren Informationen

angereichert werden kann. In der

Darmstädter Lernfabrik ist ein RFID-System

zur Funkübertragung von Daten zwischen

Maschine und Produkt bereits im

Einsatz – mit kleinen Abstrichen: Zum Beispiel

hat das Rohmaterial am Anfang noch

keinen eigenen Transponder, da dieser das

Fräsen nicht überstehen würde. Dafür lässt

sich der Kleinladungsträger, in dem es sich

durch die Halle bewegt, verfolgen. Damit

kann der Weg des Bauteils durch die Ferti­

gung bereits dargestellt und die Grundlage

für eine integrierte Qualitätskontrolle geschaffen

werden. Im Zusammenspiel mit

weiteren gesammelten Informationen kann

der Energieverbrauch pro Produkt kalkuliert

werden. Einsparmöglichkeiten sind so

leicht zu erkennen.

Praktisches Beispiel: intelligente

Messkettensteuerung

Ein zentrales Element dieser vernetzten

Produktion ist die Steuerung der Messkette,

bei der die Daten aller eingesetzten Sensoren

zusammenfließen und verarbeitet werden.

Wie das konkret aussehen kann, lässt sich

Wir haben keine Lernfabrik

auf der grünen Wiese

hochgezogen, sondern bauen

auf dem Stand auf, der in vielen

kleinen und mittelständischen

Unternehmen wiederzufinden

ist. Das heißt, die moderne

Produktion wird nicht als Idealbild

aus dem Nichts geschaffen,

sondern die vorhandenen Geräte

und Prozesse werden nachträglich

optimiert.

Andreas Wank,

wissenschaftlicher Mitarbeiter des PTW

und Projektverantwortlicher

am Beispiel des Industriemessverstärkers

PMX des Darmstädter Messtechnik-Unternehmens

HBM erklären, der als Wegbereiter

in diesem Bereich gilt. Der Messverstärker

ist eines von vielen Geräten verschiedener

Hersteller, die die digitalisierte Produktion

auf dem Uni-Campus zum Leben erwecken

und sich für die Aufrüstung bestehender

Produktionsketten besonders eignen.

Das intelligente Datenerfassungssystem

überwacht und steuert die gesamte Messkette

der Produktion (Stichwort „Condition

Monitoring“) und sorgt dafür, dass wichtige

Unterstützungsprozesse wie Qualitätsmanagement

und Instandhaltung optimiert

werden. Darüber hinaus ist der PMX mit

einer webbasierten Software mit moderner

Bedienoberfläche ausgestattet.

Per integriertem Industrial-Ethernet-

Anschluss können mit PMX die Produktionsanlagen

in Echtzeit vernetzt werden. Zudem

erkennt PMX mithilfe elektronischer Datenblätter

(Transducer Electronic Data Sheets –

kurz „TEDS“) die Sensoren in der Messkette

und kann diese automatisch parametrieren,

sodass alles gleich wieder einsatzbereit ist.

Ausfälle, Abweichungen und Redundanzen

werden ebenfalls erkannt, gemeldet oder

umgangen. Prozesse und Personaleinsatz

werden effizienter. Außerdem „lernt“ das

System: Ziel ist eine Selbstoptimierung

anhand vorgegebener Kennzahlen. Mithilfe

solcher moderner Systeme können Herstellungskosten

gesenkt sowie Qualität und

Geschwindigkeit gesteigert werden.

Fotos: Institut für Produktionsmanagement,

Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW)

der TU Darmstadt/HBM

www.hbm.com

12 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Sensoren mit Durchblick

Wie sich Ultraschall-Einwegschranken in erschwerten Produktionsbedingungen behaupten

Sensorsysteme, die selbstständig

auf unterschiedliche Situationen

reagieren, sind heute in vielen

Bereichen der Industrie zu finden.

Hierzu zählen u. a. Ultraschall-

Einwegschranken. Sie eignen sich

ideal für Anwendungen, in denen

transparente Objekte erkannt und

gezählt werden müssen.

Ultraschall-Näherungsschalter haben ihren

festen Platz in der Automatisierungstechnik

gefunden. Allerdings setzt die Schallgeschwindigkeit

in der Luft den Sensoren

Grenzen in den erzielbaren Schaltfrequenzen.

Standardmäßig liegen diese je nach

Reichweite der Sensoren zwischen 2 Hz und

30 Hz. Einige spezielle Typen erzielen eine

Schaltfrequenz bis zu 250 Hz. Ultraschall-

Einwegschranken hingegen, die mit getrenntem

Sender und Empfänger arbeiten,

können Schaltfrequenzen bis zu 500 Hz erreichen.

Microsonic als Spezialist für Ultraschall-Sensorik

in der industriellen Automatisierungstechnik

bietet seine Ultraschall-

Einwegschranke sowohl im quaderförmigen

Miniaturgehäuse als auch im zylindrischen

M18-Gehäuse an. Darüber hinaus verfügt

die Baureihe über einen Schaltausgang in

PNP-Schalttechnik und deckt einen Arbeitsbereich

von 10 bis 2 500 mm ab.

Objekte berührungslos auf

engstem Raum erfassen

Die Einwegschranke besteht aus zwei baugleichen

Einheiten, die einmal als Sender

und einmal als Empfänger betrieben werden.

Über den Steuereingang erkennen die

beiden Einheiten, ob sie als Sender oder

Empfänger arbeiten sollen: Liegt Pin 2 auf

+UB, arbeitet diese Einheit als Sender.

Dieser sendet zyklisch Schallimpulse aus,

die vom Empfänger erfasst werden. Unterbricht

ein Objekt den gepulsten Schallstrahl

zwischen Sender und Empfänger, wird der

Schaltausgang des Empfängers gesetzt. Die

kleine, quaderförmige Ews-15/CD ist kompatibel

zu vielen Lichtschranken und erleichtert

den Umstieg auf die Ultraschall-

Einwegschranke vor allem bei kritischen

Anwendungen.

Die robusten Ultraschall-Einwegschranken

kommen in den unterschiedlichsten Anwendungen

zum Einsatz. Sie eignen sich,

um berührungslos auf engstem Raum und

unter erschwerten Produktionsbedingungen

Objekte zuverlässig zu erkennen oder

Abläufe zu überwachen. So zählen sie z. B.

Objekte oder Behältnisse auf Förderbändern

auch bei hoher Geschwindigkeit oder

übernehmen die Anwesenheitskontrolle

von Objekten mit unregelmäßiger Oberfläche

sowie bei staubiger Umgebung. Des

Weiteren können die Einwegschranken für

die Stauüberwachung in Abfüllanlagen bei

Flaschen, die Detektion von Verpackungen

oder die Folienrisskontrolle genutzt werden.

Flaschen zählen und Folienrisse

überwachen

Gerade für das schnelle Zählen und sichere

Erkennen von Flaschen in Abfüllanlagen

der Getränkeindustrie ist eine kurze Reaktionszeit

der Ultraschall-Einwegschranken

gefragt. Die Ews-Familie meistert diese

Herausforderung mit einer hohen Schaltfrequenz

von bis zu 500 Hz. Der Ansprechverzug

kann sogar weniger als 2 ms betragen.

Dank dieser Voraussetzungen können

nicht nur Flaschen mit einer hohen Zählfrequenz,

sondern auch sehr schmale Lücken

zwischen zwei Flaschen bei hoher Maschi-

nengeschwindigkeit erfasst werden. Häufig

müssen Glas- oder Plastikflaschen erkannt

werden, die aufgrund von Material und

Transparenz kapazitive und optische Sensoren

vor ein nahezu unlösbares Problem

stellen; Ultraschall-Einwegschranken hingegen

nicht. Auch wird in Abfüllungsanlagen

für das Spülen der Flaschen Wasser

versprüht. Erschwerte Produktionsbedingungen

machen der Ultraschall-Einwegschranke

nichts aus.

An einer Verpackungsmaschine ist eine

hochtransparente Folie mit nur 10 µm Stärke

auf Bahnriss zu überwachen. Aufgrund der

Taktung des Vorschubs kommt es zu einem

starken Wellenschlag in der Folie. Hier ist

eine tastende Abfragung der Folie mit hilfe

eines Ultraschall-Nährungsschalters nicht

möglich, da der Schall aufgrund des starken

Wellenschlags in der Folie weggespiegelt

wird. Abhilfe schafft in dieser Applikation

der Einsatz einer Ultraschall-Einwegschranke

aus der Ews-Familie. Die Schallleistung

des Senders ist so einzu stellen,

dass die sehr dünne Folie den gepulsten

Schallstrahl vollständig unterbricht. Dank

des geringen Ansprechverzugs der Ews-25/

M18/CD von nur 2 ms spricht die Einwegschranke

bei einem Folienriss sehr schnell

und sicher an.

www.microsonic.de

INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016 13


SENSORIK UND MESSTECHNIK

die Überprüfung von Fertigungstoleranzen

im Mikrometerbereich an Durchmessern

von Dreh-, Schleif- und Gussteilen sowie die

Dicken- und Längenmessung. Dabei ist der

Einsatz nicht auf die metallverarbeitende

Industrie begrenzt. Auch Plastikbauteile oder

Papier werden mit Passametern überprüft.

Ziel: Produktqualität verbessern

Wiederentdeckt

Vorteile eines Passameters bei der Überprüfung

von Fertigungstoleranzen

Passameter, die Vergleichsmessinstrumente

für die Überprüfung

der Fertigungstoleranzen hoch ­

präziser rotationssymmetrischer

und prismatischer Bauteile, erleben

derzeit eine Renaissance. Diese

vielseitig einsetzbaren Handmessmittel

sind kompakt, langlebig

und bei der Qualitätskontrolle

kleiner Serien kostengünstiger als

automatisierte Messmethoden.

Handmessmittel sind auch in Zeiten zunehmender

Automation zur Überprüfung

von Fertigungstoleranzen nicht wegzudenken.

Die Gründe für den Einsatz sind

zahlreich. „Bei kleineren Stückzahlen oder

der Einzelteilfertigung rechnet sich eine

automatische Messeinrichtung in der Regel

nicht. Vor allem dann nicht, wenn nur ein

Maß zu überprüfen ist und dieses nicht

dokumentiert wird“, erklärt Nils Blondin,

Geschäftsführer von Feinmess Suhl. Auch

beim Einrichten eines Prozesses oder wenn

wenig Raum für die Messung vorhanden ist,

sind Handmessmittel sinnvoll. Sie reduzieren

den Messaufwand und können für Aufgaben

spezialisiert werden. Zudem sind ihre

Standzeiten sowie ihre Lebensdauer hoch.

Lediglich bei sehr hohen Messfrequenzen

und großen Stückzahlen stoßen Handmessmittel

an ihre Grenzen. Typischerweise

manuell gemessen werden die Fertigungstoleranzen

von Dreh-, Fräs- und Schleifteilen,

Schrauben oder Bolzen. Nur so kann

das perfekte Zusammenspiel der einzelnen

Komponenten in komplexen Produkten

gewährleistet werden.

Schnelle Vergleichsmessungen

realisieren

Ein Handmessmittel, das zurzeit ein Revival

erlebt, ist das Passameter. Das Vergleichsmessgerät

ist die moderne Form der Rachenlehre.

Doch im Gegensatz zur Lehre,

die jeweils ein festes Gut- und Schlechtmaß

besitzt und damit auf nur eine konkrete

Messaufgabe beschränkt ist, ist das Passameter

vielseitig einsetzbar. Ausgestattet mit

einem Messwerk, das schnelle Vergleichsmessungen

erlaubt, ersetzt ein einziges

Passameter eine Reihe von festen Lehren.

Gleichzeitig gibt es dem Anwender eine

Längeninformation.

Passameter werden vor allem bei der

Qualitätsprüfung hochgenauer rotationssymmetrischer

und prismatischer Bauteilen

genutzt. Typische Anwendungen sind

Ein Beispiel für die Vermessung von rotationssymmetrischen

Gussteilen ist der Einsatz

des Passameters im Qualitätswesen

von Mitec Automotive in Eisenach. Das

Unternehmen ist u. a. spezialisiert auf die

Entwicklung von Komponenten zur Reduzierung

von Geräuschemissionen und

Schwingungen. Die messende Lehre kommt

in der Qualitätssicherung von Turbocompound-Gehäusen

aus einer Aluminiumdruckgusslegierung

zum Einsatz. Turbocompound-Aggregate

dienen der Optimierung

des Abgasstroms von Nutzfahrzeugen

durch Energierückgewinnung aus der Abgaswärme.

Dazu transferiert eine integrierte

Nutzturbine mithilfe eines Übertragungsgetriebes

Energie auf die Kurbelwelle. Die Folge

sind eine Leistungssteigerung um bis zu

10 % und eine Kraftstoffeinsparung von 7 %.

Um diese Ergebnisse zu erzielen, ist bei der

Fertigung des Aluminiumdruckgussgehäuses

Präzision gefordert.

Speziell der 84 mm messende Durchmesser

des Aggregats ist engen Fertigungstoleranzen

unterworfen. Zur Überprüfung dieser

Toleranzen wurde ursprünglich eine Koordinatenmessmaschine

verwendet. „Es war

nicht nur mühsam, das fußballgroße und

ca. 15 kg schwere Aggregat in den Messraum

zu tragen. Diese Messart bedeutete

auch einen großen zeitlichen und personellen

Aufwand“, sagt Daniel Pechstädt, Leiter

Qualitätswesen bei Mitec. Der Messraum

und ein Mitarbeiter waren gebunden und

jede Messung benötigte rund 30 min. Zudem

kam es vor, dass Unrundheiten nicht

festgestellt wurden. Pechstädt suchte daher

nach einer Möglichkeit, die Qualität der

Messung und damit auch die der Turbocompound-Gehäuse

zu verbessern.

Benutzerbedingte Messfehler

ausschließen

Die Lösung war der Passameter von Feinmess

Suhl. Das Handmessmittel trägt nicht

nur zur Verbesserung der Produktqualität

bei, sondern spart auch Zeit und Manpower

und entlastet den Messraum. Denn mit ihm

kann der Maschinenbediener das Aggregat

direkt vor Ort überprüfen. Zudem können

mit dem Passameter nicht nur die Durchmesser

überprüft, sondern durch Überkreuzmessungen

auch Unrundheiten und

damit Qualitätsprobleme schneller entdeckt

werden. „Mit dem Passameter hat

sich unsere Qualitätskontrolle verbessert.

14 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


Die Güte der ausgelieferten Teile stieg, sodass

wir nur noch Stichproben durchführen

müssen“, sagt Daniel Pechstädt.

Das Passameter erfüllt auch die Mitec-

Vorgabe der möglichst universellen Einsatzmöglichkeit

eines Messmittels an mehreren

Messorten. Es kann innerhalb einer

Minute im Rahmen seines Messbereichs

auf einen anderen Durchmesser justiert

werden und ist umgehend einsatzbereit.

Außerdem ersetzt ein Passameter auch andere

Messmittel. So lässt es sich z. B. wie

eine Bügelmessschraube des gleichen

Messbereichs verwenden. Da ein Passameter

kompakter ist, bietet es sich bei eingeschränkten

Raumverhältnissen als Alternative

an. Zudem besitzt es gegenüber einer

Bügelmessschraube weitere Vorteile: Mit

einem Anlüftknopf lässt sich der bewegliche

Amboss zurücknehmen und so der

Messbereich einfach öffnen. Die zu messenden

Teile können so sicher, schnell und

ohne sie zu beschädigen gewechselt werden.

Der Amboss sorgt auch für eine konstante

Messkraft, die selbst bei unterschiedlichen

Bedienern immer gleich ist.

die Möglichkeit zur manuellen Referenzeinstellung.

Dazu fährt der Prüfer mit dem

Messzeiger in die Nähe der Null und verdreht

zur Nullpunkteinstellung einfach das

Zifferblatt. Eine spezielle Sicherung mit

einem Gewindestift hält diesen Referenzpunkt

exakt fest. Ein versehentliches Verstellen

ist damit unmöglich, aber eine hochgenaue,

sichere und einfache Einstellung

des Nullpunkts garantiert.

Auch die Kalibrierung des Passameters

über Parallelmaße ist leicht: Das Messmittel

wird einmal mit einem Masterteil geeicht

und ist danach einsatzbereit. Kein Wunder

also, dass dieses Handmessgerät heute

wieder sehr beliebt ist.

www.steinmeyer.com/suhl

01 Die über rote Zeiger in der Messuhr

einstellbaren Toleranzgrenzen erleichtern

das Ablesen und sorgen für eine sichere

und präzise Messung

Manuelle Referenzeinstellungen

Die Messuhr des Passameters besitzt einen

vergleichsweise großen Durchmesser und

ist dadurch gut ablesbar. Zwei rote Zeiger,

mit denen sich die Toleranzgrenzen einstellen

lassen, vereinfachen und beschleunigen

die Messung zusätzlich. „Der Prüfer muss

lediglich schauen, ob sich der Zeiger der

Messuhr im vorgegebenen Toleranzbereich

befindet“, beschreibt Nils Blondin die

Handhabung des Messmittels, die auch für

Anwender mit einer weniger ruhigen Hand

geeignet ist. Denn das Gerät verfügt über

02 Passameter eignen sich in der

Qualitätssicherung u. a. zur Vermessung

von Aluminiumdruckgussgehäusen

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Steuerparadies!

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SENSORIK UND MESSTECHNIK

Direkt in die Cloud messen

Zukunftsfähige PC-Messtechnik und Software für unbegrenzte Entwicklungsmöglichkeiten

eigener Mess- und Regelungssysteme

Frank Mensing

Mit dem Fokus auf die

Entwicklung von Mess- und Datenerfassungssystemen

sowie auf industrielle

Mess- und Steuerkarten ist Goldammer einer der

Wegbereiter, wenn es um multifunktionelle Produkte geht.

Auch in punkto Industrie 4.0 stehen bereits Konzepte parat:

Software-Lösungen, die den Anforderungen von morgen gerecht

werden und mit deren Hilfe sich Cloud-Anwendungen realisieren lassen.

Die Goldammer Soft- & Hardware Entwicklung

GmbH aus Wolfsburg ist einer

der führenden Hersteller von Hardware für

PC-Messtechnik wie Messkarten, Zählerkarten

oder Multifunktionskarten. Um die

Vorteile der Messkarten nutzen zu können,

stehen Treiberunterstützungen für verschiedene

Messprogramme zur Verfügung.

Sie erlauben eine nahtlose Integration der

Hardware in nahezu alle denkbaren Standard-Mess-

und Steuerapplikationen, z. B.

Dasylab oder Labview. Das „Measurement

Application Interface Version 2“ (MAIv2)

dient dem Einsatz der Goldammer-Geräte

in applikationsspezifischer Kundensoftware

und ist in den Ausführungen „native“

und „managed“ verfügbar.

Version „native“, bietet eine rein proze

durale oder auch „C-API“ genannte Schnittstelle

für die Plattformen Windows, MacOS

X, Linux und Android. Sie ist auf allen Zielsystemen

identisch und ermöglicht so die

einfache Realisierung von Cross-Platform-

Anwendungen für nahezu alle Desktop-

Rechner sowie für die meisten Mobilgeräte,

z. B. in QTCreator oder Lazarus. C/C++ und

Delphi/Lazarus Header sind bereits enthalten.

Kommen andere Sprachen zum

Einsatz, kann ein passender Header aus

dem C-Pendant erzeugt werden. Weiterhin

ist ein Python Wrapper enthalten, der vor

allem in Hochschulanwendungen gefragt

ist. Hier entfällt die Portierung zwischen

den Plattformen vollständig, da die Python-

Skripte interpretiert werden.

Einfach und dennoch vielseitig

Für die meisten Anwender ist jedoch eine

Portierbarkeit zweitrangig. Sie arbeiten mit

Windows für ihre Mess- und Steueraufgaben

und legen vor allem darauf Wert, mit

geringem Aufwand die optimale Lösung zu

erstellen. Hier bietet sich die Verwendung

der „Managed“-Version der MAIv2 an. Denn

seit Windows XP SP3 ist das .NET Framework

Bestandteil des Betriebs systems. DotNET

Anwendungen sind sehr performant bei der

Ausführung und lassen sich mit geringem

Aufwand entwickeln. Denn für fast jede Aufgabe

existiert eine Erweiterung, wie auch

bei der MAIv2-DotNET von Goldammer. So

ist beispielsweise die Konfiguration einer

beziehungsweise aller Messkarte(n) in der

MAIv2 serialisierbar, z. B. nach XML, um sie

in einer Datei ab legen und von dort auf ein

Gerät anwenden zu können. Die mitgelieferte

Erweiterungs-Assembly „MAI Contols

Configuration“ stellt diese Konfigurationsdaten

in fertigen WinForms Controls dar

und macht sie bearbeitbar. In „Indus trie 4.0“

Anwendungen ist eine solche serialisierte

Frank Mensing, Softwareentwicklung bei der

Goldammer GmbH in Wolfsburg

16 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4 /2016


Darstellung einer Konfiguration nötig, um sie

per Netzwerk übertragen zu können.

Individuell gelöst

Hinzu kommt die Erweiterungs-Assembly „MAI

Extension DAQ“, die die Entwicklung von Applikationen

zur Messdatenerfassung in diverse

Dateiformate und Datenbanken mit geringem

zeitlichen Aufwand ermöglicht. Als Ausgabetypen

stehen Text, als vollständig frei konfigurierbares

CSV, zwei Audio-Formate (Teac Taffmat

und WAV), National Instruments TDM und

TDMS, OPC Server und jede Datenbank, auf die

mittels DotNET zugegriffen werden kann, zur

Verfügung. Und das bedeutet: Auch jede existierende

Cloud-Lösung zur Datenhaltung kann

beschrieben werden. Ganz gleich, ob sie durch

den Anwender selbst realisiert wird, oder ob ein

proprietärer Anbieter gewählt wird (z. B. Microsoft

Azure). Ob die entfernte Datenbank für

eine Anwendung nutzbar ist, hängt lediglich

vom erreichbaren Datendurchsatz ab.

In Azure ist mit wenigen Klicks eine neue

Datenbank angelegt, sogar der Server-Standort

ist wählbar. Allerdings ist für Deutschland nur

„Nordeuropa“ verfügbar. Existiert die Datenbank,

muss lediglich der Connectionstring kopiert

werden (Bild 2). Microsoft übersetzt „Connectionstring“

mit „Datenbank-Verbindungszeichenfolge.

Dieser wird dann der „MAIDataSink-

TargetSQL Server“-Factory übergeben. Falls

gewünscht, erzeugt die Factory alle Tabellen,

die sämtliche Mess- und Metadaten sinnvoll

aufnehmen, vollautomatisch ohne eine einzige

01 Jede Messkarte kann Ihre Daten an jede

geeignete Datenbank senden, lokal oder via

Netzwerk, sodass eine zentrale Datenhaltung

für alle Messgeräte sehr leicht realisierbar ist

Zeile SLQ Code (Bild 3). Ist ein anderer Aufbau

der Datenbank notwendig bzw. gewünscht,

kann die Tabellenstruktur aber auch selbst festgelegt

werden. Ob es sinnvoll ist, seine Messdaten

um den halben Globus zu schicken, um sie

abzuspeichern, sollte dennoch kritisch hinterfragt

werden. Die Realisierung einer verteilen

Datenerfassung ist mit den Lösungen von Goldammer

auf jeden Fall sehr einfach umzusetzen.

Foto: Aufmacher Fotolia

www.goldammer.de

MESS-, STEUER- UND REGELELEKTRONIK

Unsere

Kunden

haben das

Ziel, wir

bereiten

den Weg.

02 Mit wenigen Klicks lässt sich eine Datenbank in der Microsoft-Cloudplattform Azure anlegen

ATR beweist seit über 40 Jahren

Know-how und Expertise in der

Mess-, Steuer- und Regelelektronik.

Damit Sie ans Ziel kommen,

bieten wir Ihnen leistungsstarke

Standardkomponenten

und individuelle Elektronik-

Entwicklungen. Wir beraten

Sie gern, Telefon: 02151 926 100.

Oder informieren Sie sich unter

www.msr-elektronik.com

03 Mit diesem Dreizeiler sendet die Erweiterung des Measurement Application Interface

MAIExtensionDAQ die Messdaten direkt in die Cloud

ATR Industrie-Elektronik GmbH


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Wenn Schrott zu Stahl wird

Magnetischer Drehgeber trotzt rauen Umgebungsbedingungen in der Schrottverarbeitung

Gerd Schulz

Im Volksmund wird etwas Wertloses häufig als Schrott bezeichnet. In der

metallerzeugenden und -verarbeitenden Industrie ist das nicht so – denn hochwertige

Schrottsorten können zigtausend Euro pro Tonne Gewicht wert sein. Um das Material

zu verarbeiten, kommen Drehgeber mit SSI-Schnittstelle zum Einsatz. Sie halten den

starken Vibrationen und Schlägen in der Anlage stand.

Unter Schrott sind metallische Werkstoffe

zu verstehen, die in der Fertigung als

Verschnitt oder Späne anfallen – der sog.

Neuschrott. Im Gegensatz hierzu steht der

Altschrott, der z. B. aus abgewrackten Autos,

Flugzeugen oder Schiffen entsteht. Bei der

Gewinnung von Stahl aus Schrott benötigt

man ca. nur die halbe Menge Energie im

Vergleich zu Eisenerz. Damit der Schrott

jedoch rationell transportiert und weiterverarbeitet

werden kann, wird er zerkleinert.

Das zerkleinerte Material wird lose

geschüttet in Wagons verladen.

Gegen Vibrationen und

Schläge gewappnet

Das Unternehmen Metso Minerals in Düsseldorf

entwickelt, konstruiert und fertigt

seit über 100 Jahren Maschinen und Anlagen

zur Schrottaufbereitung. Seit 2002

liefert der Düsseldorfer Sensorhersteller

TWK Elektronik absolute Drehgeber für

verschiedene Maschinentypen, z. B. die

Applikation in einer Schrottschere.

Die Anlage presst und verdichtet den

Schrott zu Strängen und schneidet ihn dann

auf eine gewünschte Länge. Dazu wird im

Pressbett durch den Pressflügel und Pressdeckel

der Schrottstrang verdichtet. Der

Pressdeckel fährt dabei einen Überhub von

14°, um den Strang noch stärker zu komprimieren,

was beim Verschieben des

Schrottstranges zu weniger Verschleiß

in der Maschine führt.

Nach dem Pressvorgang wird

das Material in Richtung

Messer geschoben und auf

Maß geschnitten. An dieser

Stelle sind die TWK-Drehgeber

TBE50 mit SSI-Schnittstelle

gefragt. Sie bieten Robustheit

und Zuverlässigkeit.

Die starken Vibrationen und

Schläge in der Anlage erfordern dieses auch.

Der solide Aufbau des Drehgebers ergibt

sich durch die interne Sensortechnik – die

Hall-Technik. Die Geberwelle aus Edelstahl

trägt an ihrem innen liegenden Ende einen

diametral magnetisierten Permanentmagneten.

Er überstreicht bei Drehung der

Welle mit seinem Feld durch eine geschlossene

Aluminiumwand das Hall-IC.

Radiale und axiale Belastung

bis zu 250 N

Deshalb gibt es für diese Drehgeber den

Begriff Zweikammerbauweise. Die erste

Kammer besteht aus Welle, Lagerung und

Magnet. Die zweite beinhaltet nur die Einplatinen-Elektronik.

So ist es möglich, die

Elektronik zu vergießen, die Schutzart

IP69K und eine größere Widerstandsfähigkeit

gegen Stoß und Vibration zu erreichen.

Die Welle des Gebers ist mit 12 mm Durchmesser

so gelagert, dass eine radiale und

axiale Belastung bis zu 250 N erlaubt ist.

Eine voreingestellte Ausrichtung der Welle

sorgt für komfortablere Montage. Die Genauigkeit

bei der Erfassung bzw. beim Einrichten

des Pressbalkens wird durch die

12-Bit-Auflösung (dass heißt 4 096 Positionen/360°)

des TBE50 erreicht. Die Übertragung

zur Steuerung erfolgt mit Binärcode

über die serielle SSI-Schnittstelle.

Die in den älteren Anlagen eingesetzten

optischen Drehgeber DAB65 waren

durch die Verwendung von

Kunststoff-Codescheiben

bereits robuster als handelsübliche

Geber. Die moderneren

magnetischen Drehgeber

der T-Serie übertreffen jedoch

im soliden und robusten Aufbau

die optischen Geber.

www.twk.de

Gerd Schulz ist Vertriebsleiter Nord

bei TWK Elektronik GmbH in Düsseldorf

18 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


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INNOVATION-SCOUTS AUF DER

SPUR VON INDUSTRIE 4.0

SUMMER

Im Sommer 2016 ging unsere Redaktion auf Deutschland-Tour, um mehr über die vernetzte

Produktion zu erfahren. Eine Station dieser Roadshow führte uns zum Sensorik-Spezialisten SICK

in Waldkirch. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der Sinne der Smart Factory.

SUMMER of ENGINEERING ist aber noch viel mehr. In unserem Blog und in unseren Social-Media-

Kanälen berichten wir über Ideen, Visionen und Umsetzungen in Sachen Industrie 4.0. Was sagen

Experten? Welche Umsetzungen gibt es bereits? Was verstehen verschiedene Berufsgruppen unter

diesem Thema? Wie wird sich die Arbeitswelt verändern? Welche konkreten Aufgaben sind

zukünftig zu lösen?

Lassen Sie sich von den Artikeln und Videos überraschen und inspirieren. Gerne dürfen Sie auch

Ihren Kommentar hinterlassen oder uns einfach nur liken, posten und empfehlen.

of

DAS HIGHLIGHT DES JAHRES

ENGINEERING

2016

www.summer-of-engineering.de

SUMMER OF ENGINEERING

ZU GAST

BEI SICK

DIE SINNE DER SMART FACTORY

Sensorik auf dem Weg zur intelligenten Produktion

SUMMER OF ENGINEERING

Sensor Intelligence. – der Claim der Firma Sick aus dem Jahr

2004 ist heute aktueller denn je. Denn Intelligenz ist gefragt,

in der Fabrik der Zukunft. Wer könnte uns also besser Auskunft

geben zum Thema Sensorik 4.0 als das Familienunternehmen

aus Waldkirch? Und wer könnte ein besserer Ansprechpartner

sein, als jemand auf dessen Visitenkarte steht: Geschäftsleitung

Industrie 4.0? Bernhard Müller ist unser Mann. Auf die Frage

nach smarten Sensoren, erklärt er uns: „Die gibt es bei uns schon

lange. Das sind Sensoren, die Funktionalitäten beinhalten, die über

die normale Sensorikaufgabe hinaus gehen. Sie liefern Zusatzdaten

wie Zeitstempel, Geschwindigkeiten, Abstände .... Daten, die Aufschluss

darüber geben können, was in den Prozessen los ist oder

wie es der Maschine geht.“

INTELLIGENZ UND KOMMUNIKATIONSFÄHIGKEIT

Aber Intelligenz alleine reicht nicht aus. Für ein smartes System, eine

Smart Factory, müssen die Informationen auch zur richtigen Zeit am

richtigen Ort zur Verfügung stehen. Und so wurde bei Sick der

Grundstein für den Geschäftsbereich Industrie 4.0 gelegt, aus den

Produkten heraus: „Vor etwa zwei Jahren hatten wir eine Produktlinie

entwickelt, die intelligent ist und zudem noch Vernetzungsmöglichkeiten

bietet, über die Ebene von Maschinensteuerungen hinaus, in

die Ethernet-Welt“, erzählt Bernhard Müller.

„Dann wurde auf einmal die passende Applikation dazu beschrieben

– unter dem Namen Industrie 4.0." Seitdem treibt Bernhard

Müller das Thema bei Sick sowohl außenwirksam als auc h die innere

Organisation betreffend voran.

Heute haben alle neuen Sick-Sensoren diese Kommunikationsfähigkeit

– und das Unternehmen arbeitet stetig weiter an dem Thema:

„Es wird uns vor Herausforderungen stellen, die Kommunikations-

Schnittstellen in der durchvernetzten Welt alle zu bedienen“, sagt

Detlef Deuil, Leiter Produktmanagement Vertical Integration Products

bei Sick. „Da kristallisieren sich ja so langsam einige Standards

heraus, im Sinne von Datenkommunikation, Stichwort OPC-UA,

Stichwort MQTT, um einfach mal zwei zu nennen, oder die Schnittstelle

HTTPS, um mit Cloud-Services zu sprechen. Das sind genau

diese Themen, die wir hier angehen müssen.“ Datensicherheit ist in

diesem Zusammenhang für den Produktmanager ein wichtiger

Punkt: „Also da sehe ich noch eine Aufgabe, die wir als Industrie beantworten

müssen: Wie bekommen wir diese ganzen Themen wie

Cloud und kabellose Datenübertragung abgesichert, sodass die Menschen

sich wohl fühlen, diese Technologien zu nutzen?“. Mehr zum

Thema Sick und Datensicherheit lesen Sie im Infokasten auf Seite 23.

Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit sind also gefragt. Aber

was müssen die Sensoren noch können, um zukunftsfähig zu sein?

20 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


01 Wer könnte zum Thema Sinne

der Smart Factory ein besserer

Gesprächspartner sein als

Bernhard Müller, Geschäftsleitung

Industrie 4.0 der Sick AG?

Martina Heimerl

Mit Industrie 4.0 zieht Intelligenz in die Fabriken ein. Basis dafür sind Informationen, sprich

Daten. Im Prinzip beginnt also alles bei den Datenerfassern, den Sinnesorganen der Technik.

Grund genug für uns, den Sensorspezialisten Sick in Waldkirch zu besuchen, um in die Welt

der Sensorik 4.0 einzutauchen.

„Flexibilisierung ist ein ganz großes Thema“, sagt Detlef Deuil und

nennt das Stichwort „Losgröße 1“. „Die Anlagen, die Maschinen

müssen flexibel auf das jeweilige einzelne Produkt reagieren

können, also müssen wir auch Flexibilität in die Sensorik hineinbringen.“

Und genau das macht der Sensorspezialist jetzt mit Sick

KONSTRUKTEURE MÜSSEN GERÄTE

KÜNFTIG NOCH BREITER UND NOCH

LEISTUNGSFÄHIGER AUFSTELLEN

AppSpace. „Was wir dort dem Markt, sprich OEMs und Integratoren,

anbieten“, erklärt Detlef Deuil, „ist ein Freiraum innerhalb der

Geräte, in dem Anwender ihre Sensorapplikation programmieren

können. So können sie ihre Applikation flexibel umrüsten.“ Im Prinzip

funktioniert das wie beim Smart Phone – eine Hardware, die

mithilfe von Apps verschiedenste Funktionen erfüllen kann.

DIE SACHE MIT DER SOFTWARE

Industrie 4.0 verlagert also auch für Sensorhersteller den Schwerpunkt:

„Wir als Firma Sick werden natürlich damit auch ein Stück

weit Software-Anbieter werden“, sagt Detlef Deuil. Aber es hat auch

seine Grenzen. Bernhard Müller erklärt: „Analytik-Software, Sensor-Software,

das ist unser Thema. Aber übergeordnete Industrie-

Software, wo man ein ERP-System und ein Kunden/Lieferanten-

System zusammenbringt, das ist nicht unser Business.“ Hier kooperiert

der Sensorlieferant daher mit Software-Spezialisten, wie u. a.

Axoom. Bernhard Müller erklärt: „Axoom hat vom Maschinenbauer

Trumpf die Aufgabe bekommen, für den Anlagenbetreiber ein Software-Cockpit

zu generieren, das ihm alle relevanten Daten derart

mundgerecht darbietet, dass er sofort sieht: Wie geht es meinem

System? Sind meine Kosten im Griff? Ist der Materialfluss optimiert?

Hat meine Maschine den Husten? Dieses Cockpit zu schaffen,

diese Transparenz der Fabrik zu schaffen – das glaube ich ist

der Inbegriff von Industrie 4.0“, sagt Bernhard Müller. Und Sick hat

die Sensorik, die das ermöglicht. Im Rahmen der Kooperation

schafft der Sensorspezialist bei seinen Produkten die Treiber für die

Kundensysteme und hilft dabei, die Sensorik zu integrieren.

NEUE GESCHÄFTSMODELLE

Intelligenz, Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität, Software-

Schwerpunkt – was verlangen die Veränderungen generell von Sensorherstellern

und wie wird Sick dem gerecht? „Unsere Produktle-

INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016 21


03

02 Ein Bild

von Industrie 4.0, gemalt

von Produktmanagern des Sensorspezialisten

Sick – die ganze Geschichte erzählt

Detlef Deuil im Video: http://bit.ly/SOE16_Sick02

04

SUMMER OF ENGINEERING

Erahnen, was sein wird – wie sieht wohl die industrielle Produktion

der Zukunft aus? In Bernhard Müllers Augen gar nicht so anders als

heute: „Es wird Maschinen geben. Es wird Menschen geben, die an

den Maschinen arbeiten.“ Dass alles automatisch geht in einer

menschenleeren Fabrik, glaubt der Industrie-4.0-Spezialist nicht.

Er sieht aber eine intelligentere Produktion, in der solche Dinge wie

Rohstoffeffizienz optimiert sind: „Wann baue ich was? Dass man

z. B. energieintensive Arbeiten dann durchführt, wenn die Sonne

scheint und der Wind weht, solche Logiken und Vernetzungen werbenszyklen

müssen schneller werden, wir müssen deutlich agiler

werden“, stellt Detlef Deuil fest. „Um dabei nah am Markt zu sein,

werden wir einen sogenannten Developers Club gründen, in dem

die User mitarbeiten und netzwerken.“ Ein zweiter Punkt ist es,

Plattformen zu entwickeln und anzubieten. „Die Menschen wollen

immer die gleiche Entwicklungsumgebung haben“, sagt der Leiter

Produktmanagement, „einen möglichst hohen re-use-Grad. Und

das bieten wir mit Sick AppSpace. Es wird ein Ecosystem sein, in

dem die verschiedensten Sensortechnologien laufen, wie Kameras,

2D-/3D-Laserscanner …“ Es werden sich also nicht nur die Produkte,

sondern auch Geschäftsmodelle ändern. „Daten generieren heißt,

Wissen generieren und auf Basis dieses Know-how dann die richtigen

Schritte für die Zukunft abzuleiten. Das ist ein Weg, den wir

gehen wollen“, sagt Detlef Deuil, „gemeinsam mit unseren Kunden,

mit AppSpace, um schneller bessere Produkte auf den Markt zu

bringen.“

Der Kundennutzen steht naturgemäß im Zentrum der Entwick

lung. Die Vorteile, die Anwender mit den Industrie-4.0-fähigen

Sensoren erschließen können, reichen von Umrüstflexibilität über

Materialeffizienz bis zur Vermeidung von Maschinenstillständen –

Stichwort Predictive Maintenance. „Was im Fokus steht, hängt immer

stark von der jeweiligen Applikation ab“, betont Bernhard Müller.

Neben Hardware und Software denkt Sick künftig auch in Richtung

Dienstleistungen. „Was kann man aus Sensordaten herausholen

und wie kann man damit auch entsprechende Events anstoßen?

Diese Themen werden wir unter dem Stichwort Smart Services

dann auch bedienen“, verrät Detlef Deuil.

IN DER EIGENEN PRODUKTION

Das Produkt- und Service-Angebot ist die eine Sache. Wie aber sieht

es mit der eigenen Produktion aus? Ist Sick auch Anwender von

Industrie-4.0-Lösungen? Berhard Müller sagt: „Wir haben eine Produktion,

die heute schon zu Teilen so funktioniert, wie Industrie 4.0

funktionieren soll. Wir haben das schon an Inseln aufgebaut und

sind jetzt dran, es in der gesamten Produktionsfläche zu installie-

ren. Wir sind gerade dabei, eine neue Produktion aufzubauen, die

als Leuchtturm-Produktion fungieren soll.“

KONSTRUKTION 4.0

Industrie 4.0 verändert Produktion und Produkte, Komponenten

und Maschinen, Unternehmen und Geschäftsmodelle. Was aber bedeutet

Industrie 4.0 für den Konstrukteur und seinen Arbeitsalltag?

Detlef Deuil überlegt kurz: „Im Sinne der zunehmenden Verschmelzung

müssen Spezialisten aus den Bereichen IT, Elektronik und mechanische

Konstruktion sehr vernetzt miteinander arbeiten, um diese

Sensorik der Zukunft sicherzustellen. Eine Herausforderung ist es

auch, die Geräte vom Hardware-Design her, bezüglich Rechenleistung,

Wärmeabfuhr, Leistungsaufnahme und auch optischer Eigenschaften

breiter und noch leistungsfähiger aufzustellen. Das heißt

am Ende des Tages, wir müssen mehr Performance in die Geräte

reinbringen und das wird eine Herausforderung sein".

Was im Kleinen gilt, für die Konstruktion von Sensoren, gilt auch

für den Maschinenbau. „Das Require-Management wird ein großes

Stichwort sein“, sagt Detlef Deuil voraus. Also die Frage: Was soll die

Maschine im Rahmen des Lebenszyklus alles tun können? „Man

wird viele Dinge erahnen müssen“, meint Detlef Deuil. „Und hier

dann das Design richtig zu treffen, das ist die spannende Herausforderung.“

DIE PRODUKTION DER ZUKUNFT

22 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


03 Hier werden Appliaktionen

lebendig: Im Logistic Technology

Center testen Sick-Ingenieure die

Kundenapplikationen in einer voll

ausgerüsteten Testumgebung

04 Detlef Deuil, Leiter Produktmanagement

Vertical Integration

Products bei Sick in Waldkirch spricht

mit der Redaktion über den Wandel in

der Welt der Sensorik

05

05 Über die Sensor Integration

Machine (M.) können im Rahmen von

von Sick AppSpace Daten von Sensoren

und Kameras fusioniert, ausgewertet,

archiviert und übertragen werden

den entstehen. Das wird die Geschichte Industrialisierung nicht revolutionär

völlig ändern, aber es wird anders aussehen als heute in

der Fabrik. Es wird Maschinen geben, die sich irgendwie selbstständiger

verhalten werden, die durch den Prozess gesteuert werden.“

IDEEN, KREATIVITÄT UND SPIELFREUDE

Die Sensorik ist also offenbar heute schon bereit für die digitale Fabrik.

„Uns geht es darum, dass unsere Sensoren dafür vorbereitet

sind“, sagt Bernhard Müller. Und woran hängt es? Bernhard Müller

sagt: „Es hängt ein bisschen an den fehlenden übergeordneten Software-Strukturen

und es hängt ein bisschen an den Applikationsnotwendigkeiten.

Viele Kunden in der mittelständischen Industrie sagen:

‚Hab‘ ich doch alles, brauch ich nicht.‘ Wenn ich so drangehe,

wird es nichts werden.“ Nach Bernhard Müllers Eindruck fehlt es in

den Köpfen der Industrie an Problembewusstsein, an Spielfreude,

an der Idee „Was könnte ich denn Tolles aus dem System bauen?

Wenn die Applikation da ist, dann sind auch irgendwelche Softwarefirmen

da, die das umsetzen.“ Und genau hier setzt Sick mit seinem

Sick AppSpace und verschiedenen Kooperationen an. „Wir

wollen die Applikationen highlighten, ein Bewusstsein schaffen, zeigen,

was geht“, erklärt Bernhard Müller. „Wir wollen quasi ein Türöffner

sein, um den Kreativprozess bei den Kunden anzustoßen.“

Bilder: Dr. Michael Döppert; Martina Heimerl; SICK AG

www.sick.de

VIDEO

Was ist die große Herausforderung bei Industrie 4.0 und wie kann

Sensorik dabei helfen, Losgröße 1 wirtschaftlich umzusetzen?

Gehen Sie mit auf eine spannende Reise zu Sick nach Waldkirch.

http://bit.ly/SOE16_Sick01

Bernhard Müller,

Geschäftsleitung Industrie 4.0,

SICK AG, Waldkirch

SECURITY UND DER

WERT DER DATEN

„Mit der Digitalisierung gibt es plötzlich eine neue Welt, in der

wir uns bewegen. In der physischen Welt hat man ein Gefühl:

was ist etwas wert, was nicht, was darf ich, was darf ich nicht.

In der Datenwelt gibt es diese Werthaltigkeit im Moment im

Kopf nicht. Meine Daten, deine Daten, unsere Daten, Eure

Daten – es gibt Menschen, die sehen das so: Daten gehören

allen. Aber in der Industrie ist das ein Todesurteil. Denn der

Wert in der Industrie ist ihre Wissensbasis. Die Datensicherheit

ist eine Frage der Einstellung, des Umgangs, aber auch der

Möglichkeiten. Damit so ein System funktioniert, muss ich die

passende Umgebung schaffen – und das ist für uns der

Industrial Data Space. Wir von Sick wissen, dass wir uns mit

unseren Sensoren so anpassen müssen, dass wir mit solchen

Environments dann auch richtig umgehen. Denn Sicherheit

kann man nicht mehr herstellen, wenn die Daten schon einmal

irgendwo sind. Sicherheit beginnt ganz vorne."

WIE BERNHARD MÜLLER PRIVAT MIT AUTOMATISIERUNG UND

DATENSICHERHEIT UMGEHT, VERRÄT ER IM VIDEO AUF:

http://bit.ly/SOE16_Sick03

INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016 23


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Messwerterfassung mit

OPC UA-Schnittstelle

Für den universellen Austausch von Messwerten auf Feldebene

bietet Delphin den Expert Logger 400 mit OPC UA Client/Server-

Schnittstelle an. Damit ist das autark arbeitende Datenlogger-

System für Industrie-4.0-Anforderungen gerüstet. Das Gerät

verfügt zusätzlich über Profibus, Modbus, CAN-Bus und serielle

Schnittstellen. PCs werden über USB, LAN, WLAN oder LTE

verbunden. Das Gerät ist mit 16 universell nutzbaren, differentiellen

Analogeingängen zur Messung von mV- und mA-Signalen oder

Thermoelementen ausgerüstet. Mit 24 Bit und einer Messrate bis

1 000 Messungen pro Sekunde bietet es höchste Genauigkeit. In

verschiedenen Bautypen mit 16 bis 46 analogen Eingängen ist es

zur autarken Datenerfassung und Prüfstandsautomatisierung

geeignet. Messwerte und Grenzwertverletzungen können direkt

per OPC UA an Subsysteme

weiter übertragen werden.

Das OPC UA-Interface bietet

sich auch zum Datenaustausch

mit SPS-Steuerungen

oder zur Verbindung mit

PLT-Systemen an.

www.delphin.de

Prozess- und Programmregler in der

Profinet-Welt

Mit dem Zweikanal-Prozess- und

Programmregler Jumo Dicon

touch ist der Mess- und

Regeltechnikspezialist nun auch

in der Profinet-Welt unterwegs.

Neben den bereits vorhandenen

Schnittstellen RS422/RS485

Modbus RTU, Ethernet und

Profibus DP ist beim Dicon touch

nun auch die Anbindung und Kommunikation mit einem Profinet

Controller möglich. Der Prozess- und Programmregler setzt hierfür

eine Profinet-Schnittstelle mit integriertem Zwei-Port-Switch ein

und ermöglicht somit den Aufbau einfacher Linienstrukturen. Alle

bereits integrierten Ethernet-Anwendungen wie die Auswertung

der Registrierdaten, die Setup-Übertragung sowie die Webserverfunktionalität

mit Onlinevisulisierung stehen dabei gleichzeitig

auch mit Profinet zur Verfügung. Das Gerät ist modular aufgebaut

und bietet dadurch eine hohe Flexibilität, die den Einsatz in

vielfältigen Applikationen und in der Erfassung unterschiedlicher

physikalischer Messwerte ermöglicht.

www.jumo.net

Galvanische Trennung und integrierter Stromleiter für viele Einsatzbereiche

Miniaturisierte, als integrierte Schaltungen realisierte Stromwandler

für eine galvanisch getrennte Messung von DC- und

AC-Strömen mit Frequenzen bis 100 kHz bietet

die GHS-Serie des Unternehmens LEM. Diese

sind nicht nur direktabbildende ASIC-gestützte

Halleffekt-Stromwandler, sondern enthalten

auch Primärleiter, die eine Gradienten-Messung

ermöglichen und gegenüber externen Feldern

unempfindlich sind. Die Stromwandler werden

als SO8 SMD-Bauteil direkt auf einer Leiterplatte

bestückt – das senkt nicht nur die Fertigungs-

kosten, sondern spart auch Platz. Alle Modelle besitzen einen

ratiometrischen Analogspannungs-Ausgang. Ihre Empfindlichkeitswerte

liegen zwischen 40 und 80 mV/A.

Ihre typische Reaktionszeit beträgt 5 µs. Sie

eignen sich für einen Betriebstemperaturbereich

von - 40 bis + 125 °C. Mögliche Einsatzbereiche

sind z. B. Klimatechnik, Haushaltsgeräte,

statische Wechselrichter für DC-

Motorantriebe oder Robotersysteme.

www.lem.com

Druckmessgerät hält Extremkälte stand

Für Einsätze in Temperaturen bis - 70 °C hat Wika das Rohrfeder-

Druckmessgerät Typ PG23LT entwickelt. Es ist für die Öl- und Gasindustrie

sowie die Petrochemie konzipiert. Sein Gehäuse ist aus

CrNi-Stahl und ohne Elastomere

Anzeige

Infrarotkameras

- portable Inspektion

- Forschung &

Entwicklung

- Automation

- Gasdetektion

www.flir-infrarot.de

info@itema.de

ITEMA GmbH

06217 Geusa, Schulstr. 2

gefertigt. Der Dichtungsring

zwischen Sichtscheibe und

Bajonettring sowie die Gehäusefüllung

sind entsprechend der

Temperatur-Anforderung

spezifiziert. Das Gerät misst

Drücke in Bereichen von 0 bis

0,6 bar und 0 bis 1 000 bar und

ist mit Schutzart IP 66 und IP 67

ausgestattet. Optional ist eine

Sicherheitsausführung mit bruchsicherer

Trennwand und ausblasbarer

Rückwand erhältlich. Das

Gerät ist mit Zulassungen wie

EAC und Atex lieferbar.

www.wika.de

Einfache Umsetzung von

Embedded-Vision-Anwendungen

Die neue SDK-Version Baumer Gapi für Linux ARM Prozessoren

unterstützt die abgestimmte Softwareintegration der Baumer GigE

Kameras in Embedded-Vision-Applikationen. Durch den Einsatz

von energiesparenden ARM-basierten Hardware-Plattformen können

Systemkosten eingespart werden. Bestehende Anwendungen lassen

sich zur Reduzierung von Entwicklungszeit ohne Neuentwicklung

auf eine ARM-basierte Plattform einfach portieren. Baumer GAPI

unterstützt die für Kameraapplikationen geeigneten Hardware-

Plattformen mit zwei Installationspaketen: Standard und Basis.

Dank der Standardpakete können Hersteller-Evaluierungskits zur

schnellen Beurteilung der Umsetzbarkeit der Bildverarbeitungslösung

direkt verwendet werden. Mit den

Basispaketen werden Eigenentwicklungen

mit Hard- und Softfloat-Prozessoren der

ARM7-Familie ermöglicht, um Applikationen

hinsichtlich der benötigten Performance

optimal zu realisieren.

www.baumer.com

24 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


Modulares Gerätekonzept um Differenzdruckmessumformer

erweitert

Das modulare Gerätekonzept der Serie Pascal CV von Labom

wurde um die Ausführung Differenzdruckmessumformer

erweitert. Der Umformer Pascal CV Delta P ermöglicht einen

einfachen Austausch verschiedener Funktionsmodule nach dem

Prinzip „plug and measure“. Dabei können die Module vor Ort

ohne Unterbrechung des Prozesses und ohne Neuabgleich

ausgetauscht werden und sind sofort

einsatzbereit. Der Differenzdruckmessumformer

misst nicht nur

den Sättigungsgrad des Filters,

sondern kann durch das Anoder

Ausschalten eines

angeschlossenen Gerätes auch

direkt die notwendigen Maßnahmen

einleiten. Das Gehäuse ist aus robustem

Edelstahl und genügt mit einer Schutzart

von IP 69K höchsten Anforderungen.

Der Umformer gewährleistet bei einem

Turndown von 5:1 eine hohe Genauigkeit von

≤ 0,15 %; der Nennbereich liegt

zwischen 0,4 und 40 bar.

Ebenso wie bei den austauschbaren

Modulen bietet Labom

auch bei dem Prozessanschluss

individuelle Lösungen an.

www.labom.com

ABSOLUTDRUCK-

SENSOREN

www.absolutdruck-sensoren.de

Digitales Manometer für

Druckspitzen-Analyse

Amsys.indd 1 10.08.2016 08:59:07

Tel. 07132 991690 | info@falcon-illumination.de

Falcon - das Original ist rot.

Mit dem Typ Leo 5 stellt Keller ein hochauflösendes

Manometer vor, das präzise Sensorik, schnelle Signalverarbeitung

und Spitzenwerterfassung integriert. Das

Gerät hat ein robustes Edelstahlgehäuse, eine Abdeckung

aus Sicherheitsglas, ist reinigungsfest und verfügt über ein

16 mm großes Display mit Hintergrundbeleuchtung sowie

Touch-Tasten. Im normalen Messbetrieb liegen die Abtastrate bei

2 Hz und die Auflösung bei 20 Bit. Die Geräteserie umfasst sieben

Standard-Messbereiche zwischen 3 und 1 000 bar. Im Temperaturbereich

von 0 bis 50 °C liegt das

Gesamtfehlerband innerhalb

Anzeige

von 0,1 % FS. Bei stabilen

Temperaturverhältnissen

erreicht das Manometer eine

Genauigkeit von ± 0,01 % FS.

Prototypen

www.keller-druck.com

Lichtlaufzeitsensoren mit 70 m Reichweite

Sensopart erweitert seine Sensorfamilie F 55. Die Abstandssensoren mit Lichtlaufzeittechnologie

vom Typ FR 55 ermöglichen mit bis zu 70 m eine optimale Reichweite und

eine hohe Wiederholgenauigkeit. Dabei benötigen sie einen Standardreflektor. Sie sind

in zwei Varianten verfügbar: Der FR 55-RLP besitzt zwei Schaltausgänge mit Fensterfunktion,

der FR 55-RLAP bietet zusätzlich einen skalierbaren Analogausgang. Damit

lassen sich bis zu vier Schaltpunkte definieren, deren Funktionalität durch entsprechende

Zuordnung bzw. logische Kombination erweitert werden kann. So können verschiedene

Näherungsbereiche für die Geschwindigkeitssteuerung fahrerloser Transportfahrzeuge

(AGV) eingerichtet werden. Die Sensoren haben eine Gehäuseabmessung von

50 × 50 × 23 mm und arbeiten mit der augensicheren Laserschutzklasse 1. Darüber

hinaus verfügen sie über ein Kunststoffgehäuse in Schutzart IP67 und IP69K sowie ein

einheitliches Teach-in-Bedienkonzept.

www.sensopart.com

FALCON.indd 1 25.08.2016 16:28:40

Messverfahren

Festelektrolyt-Potentiometrie

NDIR-Sensoren

Wärmeleitfähigkeit

Elektrochemische Sensoren

Keidel-Zellen

Gasanalytik für die Prozessmesstechnik

www.zirox.de

ZIROX Sensoren und Elektronik GmbH | Am Koppelberg 21 | 17489 Greifswald | Tel.: +49(0)3834-83 09 00 | Fax: +49(0)3834-83 09 29 | E-Mail: info@zirox.de

Zirox.indd 1 22.08.2016 15:44:30

INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016 25


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Vektor-Netzwerkanalysator mit echter

Mehrtor-Architektur

Der neue R&S ZNBT20 von Rohde & Schwarz ist der erste echte

Mehrtor-Netzwerkanalysator mit bis zu 16 integrierten Messtoren

für den Mikrowellenbereich. Das Gerät deckt den Frequenzbereich

von 100 kHz bis 20 GHz ab. Er beeindruckt mit seinen schnellen

Sweepzeiten und HF-Eigenschaften. Als echter Mehrtor-

Netzwerkanalysator kann er alle Messtore gleichzeitig treiben;

internes Umschalten ist nicht erforderlich. Parallele Messungen

sorgen für eine deutliche Steigerung der Durchsatzrate und

wirken sich somit besonders beim Einsatz in der Produktion

vorteilhaft aus. Die hohe Anzahl von Messtoren spielt eine

entscheidende Rolle in der Produktion von aktiven sowie passiven

Mehrtorkomponenten wie Frontendmodulen für Multiband-

Mobiltelefone oder schnelle Datenleitungen. Darüber hinaus

lassen sich mit dem Analysator

Signalintegritätstests für Übertragungsstandards

mit hohen

Datenraten durchführen.

www.rohde-schwarz.com

Neues LabView ermöglicht vereinfachte

Anwendungsentwicklung

National Instruments stellt Labview 2016 vor, die aktuelle Version

seiner Systemdesignsoftware, die eine vereinfachte Anwendungsentwicklung

und effizientere Integration von Software aus dem

NI-Ökosystem ermöglicht. Sie bietet Kanalverbindungen, mit denen

sich der komplexe Datenaustausch zwischen parallelen Programmabschnitten

vereinfachen lässt. Die Kanalverbindungen sind in der

Desktop- und Real-Time-Version der Software enthalten und

helfen, die Lesbarkeit von Programmcodes zu verbessern und die

Anwendungsentwicklung zu beschleunigen. Die neue Version bietet

u. a. eine vereinfachte Anwendungsentwicklung dank neuer Kanalverbindungen,

die komplexe asynchrone Datenübertragungen in

einem Kanal bündelt; bessere Ausnutzung des Arbeitsspeichers

durch 64-bit-Unterstützung für Zusatzpakete

und eine effizientere Messgeräteautomatisierung

mithilfe des Instrument Driver Network

und die Integration von Python-IP über das

Python Integration Toolkit.

germany.ni.com

Hygrometer mit schnellerer Ansprechzeit

Michell Instruments hat dem S8000 Integrale Taupunktspiegel

Hygrometer ein neues Design verpasst. Dabei wurde ihm jedoch

nicht nur ein neues frisches Aussehen gegeben, sondern er wurde

auf den neuesten Stand der Technologie gebracht. Die Optimierungen

umfassen drei Bereiche – das mechanische Design für

höhere Beständigkeit und Robustheit, ein verbesserter Sensorkopf

für schnellere Messungen bei niedrigen Taupunkten sowie eine

noch einfachere Bedienung durch eine Touchscreen-Schnittstelle

mit intuitiver Menüführung. Der S8000 Integrale MKII verfügt

über ein komplett neues Sensordesign mit verbesserter Integrität

und Abdichtungsmechanismus. Daraus resultiert eine schnellere

Ansprechzeit bis - 60 °C Td, eine verbesserte Sensitivität und ein

noch schnelleres Ansprechverhalten auf sich ändernde Taupunktbedingungen.

Der Betriebsdruckbereich

des Hygrometers

wurde von 17 bar ü auf

20 bar ü erweitert und das

bei gleichbleibender

Genauigkeit von ± 0,1 ° Td.

www.michell.com

B2B-Plattform-Erweiterung

Posital kooperiert mit Mercateo und baut damit seine Online-

Präsenz im Bereich der Positionierungs- und Geschwindigkeitssensoren

weiter aus. Ab sofort können rund 150 000 Varianten

der magnetischen Absolutgeber-Serie Ixarc über Mercateo.de

ausgesucht und bestellt werden. Das Unternehmen bietet damit

ein weiteres Online-Portal zur Konfiguration und Bestellung von

Drehgebern aus seinem modularisierten Produktprogramm.

Nach Auftragseingang generiert das System automatisch eine

Bauanleitung und QS-Vorgaben für das Montagepersonal in den

lokalen Fertigungsstätten. Da das gesamte Produktportfolio aus

modularen Standardkomponenten aufgebaut ist, lassen sich

Anpassungen der Produkte an spezifische Kunden- bzw.

Marktvorgaben vornehmen. Weltweit erfolgt die Lieferung

der bestellten Produkte innerhalb von

wenigen Tagen. Mittelfristig soll auch

über diese Plattform das gesamte

Ixarc-Portfolio mit über

280 000 Varianten verfügbar gemacht

werden.

www.posital.de

Leistungsstarke 2D- und 3D-Tools für Bildverarbeitung

Rauscher nutzt die Matrox Imaging Library MIL 10 R2 für Linux. Sie unterstützt die

neuesten Versionen der Distributionen Red Hat Enterprise Linux 7, Ubuntu 14.04

LTS und Suse Linux Enterprise 12. Zu den Neuerungen in der 3D-Bildverarbeitung

zählen die Kalibrierung mehrerer Lichtschnitt- und Kamerasysteme für eine

kollaborative Funktion, ein robusterer Algorithmus zur Erkennung von Signalspitzen

und ein neues 3D-Oberflächenerfassungstool. Neu in der 2D-Bildverarbeitung sind

zusätzliche Bildvorverarbeitung, Ergänzungen zu den ID-Marken-Lese- und

Verifizierungstools, farbbezogene Kalibrierung, ein dedizierter Circle Matcher

sowie Geschwindigkeitsoptimierungen. Mit den Tools der MIL R2 für Linux können

Programmierer ihre Anwendungsentwicklung erheblich vereinfachen sowie

beschleunigen. MIL/MIL-Lite 10 R2 für Linux steht über den automatischen Update-

Service zur Verfügung. Die Entwickler-Software ist auch zur Evaluation erhältlich.

www.rauscher.de

26 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


Hochpräzisions-Kalibrator für niedrige

Differenz- und Relativdrücke

Mit dem MicrocalTM stellt Setra Systems einen tragbaren

Kalibrator vor, der in der Lage ist, niedrigste Differenz-Relativdrücke

mit einer Genauigkeit von 0,05 Pa zu generieren. Das

System arbeitet unabhängig von Netz- oder Druckluftversorgungen

und kann somit an jedem beliebigen Ort eingesetzt werden.

Kernstück des Kalibrators ist ein NASApatentierter

Druckgenerator mit zwei

Druckkammern. Dieser erzeugt in

kürzester Zeit ohne signifikante

Überschwingungen den gewünschten

Differenzdruck. Im kleinsten Bereich

von ± 50 Pa wird eine Genauigkeit von

0,028 % erreicht. Die Messbereiche

lassen sich über modulare, mit

wenigen Handgriffen zu wechselnde

Referenzmodule in Bereichen von

50 … 3 500 Pa sowohl uni- als auch

bidirektional wählen und beliebig

nachrüsten. Die Bedienung erfolgt über einen

eingebauten PC mit einem 7-Zoll-Touchscreen. Die Software leitet

den Benutzer durch alle erforderlichen Eingaben wie Messbereiche

und Genauigkeit des Prüflings, Anzahl von Kalibrierpunkten oder

gewünschte Einschwingzeiten.

www.synotech.de

Modernes Design trifft verlässliche Technik

JUMO schreibt Zukunft:

Der neue LOGOSCREEN 600

Der Bildschirmschreiber LOGOSCREEN 600 setzt neue

Maßstäbe in Bedienerfreundlichkeit und Leistung.

NDIR-Sensoren für eine große Bandbreite

messbarer Gase

Eine große Bandbreite messbarer Gase und ein Fokus auf kleine

Messbereiche zeichnen die NDIR-Sensoren des Unternehmens

Smart Gas aus. Die neuen EVO-Serien Premium, Flow, Connect

und Basic für die Gasmessung sind eine Weiterentwicklung der

bisherigen Smartmodul-Gasdetektionssensoren. Die EVO-Serien

Premium und Flow wurden für die Anforderungen der Gasanalyse,

Prozessmesstechnik

und

Qualitätsmessung

von Gasen

konzipiert. Sie

sind z. B. für die

SF6-Lecksuche

in gasisolierten

Hoch- und Mittel-

spannungs-

Schaltanlagen und

-Kabeln sowie die

SF6-Qualitätsmessung

geeignet. Die

IR-Gas-Sensoren

EVO-Serien

Connect und Basic sind ausgelegt auf den Einsatz in Gaswarngeräten

zur Raumluftüberwachung und detektieren SF6 und

halogienierte Kohlenwasserstoffe, z. B. R-Gase und Freon,

zuverlässig. Alle EVO-Sensoren weisen niedrige Detektionsgrenzen,

geringe Drifte, einen großen Temperaturbereich und eine

schnelle Response-Zeit auf. Optimierte optische Komponenten

und eine angepasste Software sorgen zudem für eine höhere

Langzeitstabilität und Leistungsfähigkeit.

www.smartgas.eu

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Längenanschlägen

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STEUERN UND ANTREIBEN

01 Der Schweißroboter Nanoweld verbindet

Glasfasern mit einem Durchmesser von

10 µm; die Bewegungen des Lasers spielen

sich im Bereich von 100 nm ab

Präzision im

Nanometerbereich

Alexander Mend

Kann ein Roboter Bewegungen

machen, die 100 Nanometer klein

sind? Schwer vorstellbar, schließlich

ist ein Menschenhaar 700-fach

dicker. Dass es möglich ist, beweist

ein Schweißroboter der neuesten

Generation. Hinter seiner Präzision

steckt ein Führungssystem eines

Spezialisten für Linearführungssysteme

aus Großbritannien mit

deutscher Niederlassung.

Tag ein, Tag aus kommunizieren Milliarden

Menschen per E-Mail und Telefon.

Die Datenübertragung rund um die Welt

funktioniert dabei meist in Lichtgeschwindigkeit

über Glasfasern – ein Begriff, der

mittlerweile geläufig ist. Weniger bekannt

sind hingegen sogenannte E/O-Wandler.

Die zuckerwürfelgroßen Bauteile machen

die optische Datenübertragung überhaupt

Schweißroboter-Hersteller setzt

auf perfekte Führung

erst möglich, indem sie mit Diodenlasern

elektromagnetische Impulse des Telefonmikrofons

in optische Impulse umwandeln

und in die Glasfasern schicken. Ihre Herstellung

ist ein kleines Meisterwerk des

Präzisionsschweißens. Nötig sind dafür

Spezialanlagen, die nur wenige Hersteller

auf der Welt konzipieren. Zu ihnen zählt

Nanosystec. Das Unternehmen aus Groß-

spielen sich die Bewegungen im Bereich

von 100 nm ab. Zum Vergleich: In einem

Stück Metall entspricht 1 nm in etwa der

Länge von vier aneinandergereihten Atomen.

Oder anders: Ein Menschenhaar ist rund

700-mal dicker als 100 nm. Sobald die feine

Positionierung erfolgt ist, kommen zwei Laserschweißköpfe

ins Spiel, welche die mit

einer Metallhülle ummantelten Glasfasern

von zwei Seiten mit einer Schweißnaht fixieren.

Und auch hier spielt Präzision eine

Schlüsselrolle. „Eine der Herausforderungen

bei der Konzeption der NanoWeld war es,

auf dem Zuliefermarkt ein Führungssystem

zu finden, auf dem sich die Laser im Bereich

von einem Zehntelgrad zuverlässig bewegen

lassen“, erklärt Günter Hummelt, Technikchef

bei Nano systec. „Um Platz zu sparen

und die Anlage kompakter bauen zu können,

wollten wir nicht mit einem X-Y-System arbeiten,

sondern mit einer Ringbahn.“

Laser bewegen sich auf

Führungssystem

Fündig wurde Hummelt bei Hepco Motion.

Das britische Unternehmen mit einer Niederlassung

im bayerischen Feucht hat sich

seit 1969 auf die Entwicklung von Linearführungssystemen

und Automatisierungskomponenten

spezialisiert. Zum Produktportfolio

zählt ein System namens PRT2.

Dabei handelt es sich um ein Spektrum an

Ringen und Ringsegmenten auch aus Edelstahl

erhältlich, die verschiedene Durchmesser

haben und sich mit geraden Führungsschienen

zu einer Vielfalt offener und

geschlossener Schienenstrecken zusammensetzen

lassen. In der Anlage Nanoweld

sind vier Ringelemente eingesetzt: zwei

Die Herausforderungen war, ein Führungssystem zu finden,

auf dem sich die Laser im Bereich von 1/10 Grad bewegen lassen.

Umstadt bei Frankfurt am Main hat einen

Schweißroboter namens Nanoweld entwickelt,

den es hauptsächlich in den USA und

Fernost vertreibt.

Hochpräzise Ausrichtung

Im Zentrum der Anlage befindet sich eine

bewegliche Lastenplatte, die Diodenlaser

und Glasfaser exakt aufeinander ausrichtet.

Da die Glasfaser lediglich einen Durchmesser

von zehn Mikrometern hat und der

Diodenlaser exakt in die Mitte treffen muss,

90°-Segmente mit einer Breite von 44 mm,

die bogenförmig über die Lastenplatte ragen,

sowie zwei weitere 90°-Segmente mit einer

Breite von 76 mm auf dem Boden. „Die

Schienen haben eine hohe Festigkeit und

eine lange Lebensdauer“, erklärt Hummelt.

„Das verschafft uns einen Wettbewerbsvorteil,

da der Wartungsaufwand für die

Anlage sinkt.“

Alexander Mend ist Vertriebsleiter beim Unternehmen

HepcoMotion Deutschland in Feucht

28 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


STEUERN UND ANTREIBEN

Nanosystec hat für das Schienensystem

eigens einen Laufwagen entwickelt, auf

dem sich die Laser verfahren lassen. Hier

kommt eine weitere Komponente des

PRT2-Systems zum Einsatz: sogenannte

V-Nut-Zapfenlager, die am Laufwagen zentrisch

und exzentrisch angeordnet sind.

Diese Rollen greifen von oben und unten in

die induktionsgehärtete und somit verschleißfeste

V-Laufbahn des Ringsegments.

„Die Schienen sind geschliffen. Die Vorspannung

der Laufwagenrollen lässt sich

über die exzentrischen Rollen exakt einstellen“,

ergänzt Carl-Christian Baumgarten,

Beratungsingenieur bei Hepco Motion.

Für die Bewegung sorgt ein Ritzel, das in

die äußere Verzahnung der Schiene greift

und die Kraft des Laufwagenmotors auf die

Schiene überträgt. „Die Laserschweißköpfe

lassen sich somit aus der Senkrechten bis

zu einem Winkel von 70° herunterklappen“,

erklärt Hummelt. Um zudem eine horizontale

Positionierung zu ermöglichen, können

die Ingenieure das System auf Kundenwunsch

auf einen weiteren Laufwagen

montieren. Er fährt auf einem auf dem

Boden installierten 76 mm breiten Ringsegment.

Damit auch nach längerer Zeit

noch präzise Bewegungen möglich sind,

wurden die V-Nut-Zapfenlager mit einer

Lebensdauerfettfüllung versehen.

Führungssystem minimiert

Schweißverzug auf ein Minimum

Der Schweißroboter erreicht größtmögliche

Präzision: in der Positionierung eine Wiederholgenauigkeit

von weniger als 100 nm.

Günter Hummelt ergänzt: „Wenn der Anwender

im Alltag eine Bauteilvariante

schweißen möchte, muss die Anlage einen

Schweißwinkel auf 0,1° genau einstellen

können.“ Er erklärt auch, warum die Funktionalität

des Bauteils andernfalls gefährdet

ist: „Sobald man schweißt, entsteht ein

kleines, rund 1 600 °C heißes Schmelzbad.

Wenn es erstarrt, droht der sogenannte

Schweißverzug, der die Positionierung von

Diodenlaser und Glasfaser zunichtemachen

kann.“ Nur der optimale Schweißwinkel

könne sicherstellen, dass sich der Verzug im

Toleranzbereich bewegt.

Der Vorteil der Führungsschienen ist

dabei, dass sich der Schweißwinkel mittels

der motorisch angetriebenen Wagen leicht

einstellen lässt. Die Profilschienen sind zudem

in der Lage, die Schweißköpfe ohne

weitere mechanische Unterstützung tragen

02 Die Ringsegmente aus Edelstahl

verfügen über eine hohe Festigkeit und

eine lange Lebensdauer

zu können. „Das Führungssystem von Hepco

Motion war für uns die wirtschaftlichste

und zuverlässigste Lösung, für die Laser ein

Bewegungssystem auf einer Ringbahn zu

realisieren. Andere angedachte Alternativen

hatten sich im Vorfeld als zu groß, komplex

und teuer erwiesen.“

Fotos: Fotolia, HepcoMotion

www.hepcomotion.com

Der Schaltschrankbau braucht neue Antworten

Klippon ® Connect ist die Pionierleistung der Verbindungstechnik

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STEUERN UND ANTREIBEN

Keramik und Metallpulver

in Form gebracht

Modulares Safety-Konzept für Keramik-Sinterpressen

punktet durch einfache Integration

Frank Spelter

Einer der führenden internationalen Anbieter von Maschinen und Anlagen

für die Herstellung keramischer und pulvermetallurgischer Produkte, setzt

in punkto Automation und Sicherheitssteuerung auf Modularität. Wir

stellen Ihnen ein Automatisierungssystem mit integriertem Sicherheitspaket

vor, das flexibel ist und individuellen Bedürfnissen gerecht wird.

Mit rund 400 Mitarbeitenden weltweit

zählt Dorst zu den international anerkannten

Experten, wenn es darum geht,

Keramik und Metallpulver in Form zu bringen.

Insbesondere die Rohstoffaufbereitung

und Formgebung gehören dabei zu den

Spezialgebieten des Unternehmens. Ihre

Pressen und Fertigungssysteme sind deshalb

aus vielen Industrien nicht mehr wegzudenken.

Sowohl für die Geschirr- als auch für die

Sanitärkeramik ist Dorst seit jeher einer der

führenden Zulieferer. Zerstäubungstrockner

zur Pressgranulatherstellung, isostatische

Pressautomaten zur Herstellung von

Flachgeschirr sowie Druckgusssysteme für

die Geschirr- und Sanitärindustrie unter

Verwendung von »Kunststoff-Filtern« anstelle

von Gips, haben Geschichte geschrieben.

So individuell wie die Produkte, die auf

ihren Maschinen gefertigt werden, sind die

Anlagen selbst. Das heißt auch, kaum eine

Konfiguration ist wie die andere. „Je nach

Komplexität und Form der Geschirrartikel –

runde, unrunde und noch komplexere

Geometrien – werden am Ausgang des Fertigungssystems

bis zu sechs Bearbeitungsstationen

für das Gratbrechen, Schleifen,

Schwammen und Polieren eingesetzt“,

erzählt Herbert Gröbl, Entwicklungsleiter

Steuerungstechnik bei Dorst. Und fügt

hinzu: „Von weiteren optionalen Einheiten,

beispielsweise zur Fußbearbeitung, einmal

ganz abgesehen.“ Diese im Markt benötigte

Flexibilität ist auch eine der Herausforderungen,

welcher sich die Automatisierung

stellen muss.

Sicherheit in Serie

Die speziell für den Serienmaschinenbau

entwickelte Funktion ›Modulare Maschine‹

im Bachmann Safety-System unterstützt

hierbei die Entwickler bei der einfachen

sicherheitstechnischen Umsetzung von Anlagenfamilien

und Maschinenoptionen.

Herkömmliche Safety-Systeme erfordern

bei einer nachträglichen Installation von

Erweiterungen zumindest eine manuelle

Integration zusätzlicher Sicherheitsmodule,

ein neues Aufspielen der Sicherheits-Software

und schlimmstenfalls sogar die nochmalige

Abnahme der Maschine. Versionsprobleme

in Soft- und Hardware führen zu

Verzögerungen, verdrahtete Lösungen sind

In enger Zusammenarbeit

mit Bachmann Electronic

entstanden zukunftsweisende

Lösungen für

die sichere Automation.

Herbert Gröbl,

Entwicklungsleiter

Steuerungstechnik

bei Dorst

Dipl.-Ing. Frank Spelter, Head of Corporate

Communication, Bachmann electronic GmbH,

Feldkirch in Österreich

01 Baureihe EP von Dorst: Die neue Generation

servomotorischer Pulverpressen mit einer

Presskraft von 150 bis 1 600 kN

30 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


STEUERN UND ANTREIBEN

Sicher programmiern mit dem Engineering Tool

Safety Developer

n Einfacher Import und Export von Non-Safety Funktionen und Variablen

n Versionsverwaltung in Programmierumgebung integriert

n Speicherung von Gesamtprojekten auf der Sicherheitssteuerung

n Durchgängige Zeitstempelung von Ereignissen in Safety / Non-Safety Applikationen

n Online-Monitoring im sicheren Betrieb möglich

n Aktives Verhindern von böswilliger und versehentlicher Manipulation von Projekten

n Gefahrloser Fernzugriff via Intranet und Internet

n Integrierte Benutzerverwaltung mit Zugriffsberechtigungen

dabei noch aufwändiger. „Dank dieser

Funktionalität des Bachmann-Systems liefern

wir mit der Basismaschine bereits

sämtliche Programmteile inklusive aller Erweiterungen

auf der Sicherheitssteuerung

mit“, erläutert Herbert Gröbl einen großen

Vorteil. Die spätere Installation einer neuen

Funktion erfordert dann lediglich den

Anschluss des Modul-Schaltschranks an

den Systembus und eine Aktivierung des

Maschinenteils via Projektiersoftware oder

Visualisierung.

Höchste Sicherheit gefordert

Die hydraulischen Dorst-Pressen zur Herstellung

komplexer Metallpulverteile, wie

beispielsweise die Anlagen der Typenreihe

TPA/3 HP, haben Presskräfte bis zu

16 000 kN. Bei diesen Pressen sind die

Schutztüren nicht verriegelt sondern durch

induktive Sicherheitsschalter nach SIL 3

Performance Level e abgesichert. Neben

den Fragen zur Optimierung des Produktionsprozesses

steht dabei die Sicherheit von

Mensch und Maschine im Vordergrund:

„Im Betrieb ist die Anlage komplett geschlossen.

Die Schutztüren lassen sich nur

öffnen, wenn die Anlage im Stillstand und

alle Achsen in sicherer Position sind“, erklärt

Herbert Gröbl. Selbstverständlich

auch, dass die Maschine sofort stillgesetzt

werden muss, wenn der Not-Halt-Taster betätigt

wird oder die Prozessüberwachung

einen kritischen Fehler meldet.

„Hier hat uns die einfache Integration der

Safety-Lösung in das von uns verwendete

M1-Automatisierungssystem überzeugt“, so

Herbert Gröbl. Die Hardware ist durchgängig

und separate Diagnose-I/Os erübrigen

sich, was den Hardware- und Verdrahtungsaufwand

minimiert, Kosten spart und Fehlerquellen

reduziert. Der zyklusgenaue Zugriff

auf die Fehler- und Diagnoseausgänge

der PLCopen Safety-Funktionsblöcke und

die direkte Verwendung entsprechender

Variablen in anderen Applikationen, wie

beispielsweise der Visualisierung, stehen

generell zur Verfügung. Damit ist es sehr

einfach, sowohl den derzeitigen Betriebszustand

in höchstem Detail als auch im Fehlerfall

den genauen Status der Applikation

darzustellen. So wird auch in der Programmierung

Zeit gespart: „Die individuellen

Aufbauten unserer Anlagen können wir

sehr leicht auf die Sicherheitsfunktionen

abbilden“, wie der Entwicklungsleiter beschreibt.

„Durch den Einsatz von Funktionsblöcken,

den Safety Compounds, gelingt

eine saubere, übersichtliche Strukturierung.

Von entscheidender Bedeutung ist

dabei für uns, dass wir diese Blöcke projektübergreifend

einsetzen und so in ähnliche

Maschinen oder Anlagen rasch implementieren

können.“

Leichte Fernwartung

der Safety-Lösung

Anlagen von Dorst stehen in über 70 Ländern

weltweit, was eine weitestgehende

Fernwartung der Anlagen unumgänglich

macht. Das Engineering-Tool Solution-

Center bietet dem Servicetechniker hierzu

umfangreiche Diagnosemöglichkeiten:

„Bereits im First- und Second-Level-Support

ist auch im sicheren Betrieb ein Online-Debugging

möglich“, schildert Herbert

Gröbl eine wichtige Funktionalität. Da

sämtliche Programmteile inklusive Beschreibungen

auf der Sicherheitssteuerung hinterlegt

sind, wird dieser Stand vom SolutionCenter

importiert. So ist gewährleistet,

dass nicht versehentlich eine andere Version

als Basis zur Fehlerbehebung dient –

und weitere Probleme schafft.

Zugriffsschutz und -kontrolle

über layerbasierten Ansatz

Die vielseitigen Möglichkeiten des Zugriffs

auf die Maschinensteuerung und das Safety-

System erfordern natürlich ein hohes Maß

an Sicherheit in der Kommunikation. Der

layerbasierte Sicherheitsansatz im Bachmann-System

verwendet in jeder Steuerung

unterschiedliche Funktionen bei

Zugriffsschutz und -kontrolle. Eine ausgefeilte

Benutzerverwaltung mit inkludiertem

Rechtesystem bis auf Variablen-Ebene bildet

hier die Basis. Mit einer offenen Schnittstelle

für Erweiterungen lassen sich auch

darüber hinausgehende Bedürfnisse des

Anwenders abdecken. Eine durchgängige

Benutzerverwaltung schützt hierbei nicht

nur vor Zugriff und Manipulation durch

Unbefugte.

Einzeln zuteilbare Benutzerrechte verringern

das Risiko von Fehlbedienungen und

schützen Patent- und IP-Rechte der Anlagen-

Applikation.

Fotos: Aufmacher Bachmann electronic

www.bachmann.info

02 Sicher gelöst: Maschinenzugriffe

von verschiedenen

Personen an unterschiedlichen

Orten, zum Beispiel während

der Problemdiagnose und

-behebung, werden durch

ausgeklügelte Security-

Maßnahmen sicher abgewickelt

INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016 31


STEUERN UND ANTREIBEN

Konfektionierte Antriebsleitungen

als wirtschaftliche Variante

Der Name Readycable steht bei Igus für fertig konfektionierte

Leitungen, die zeigen, dass Wirtschaftlichkeit ab Losgröße 1 kein

Widerspruch ist. Sie werden zentimetergenau in Wunschlänge

inklusive Steckverbinder geliefert und lassen sich direkt anschließen;

und das ohne Mindermengenzuschlag. Zu den über

4 000 konfektionierten Chainflex-Leitungen gehört nun auch die

Kombination der Chainflex M-Leitungen mit passenden Steckverbindern

nach 24 Herstellern. Bis zu 60 % günstiger als andere

Katalogleitungen von Igus und ebenfalls mit einer garantierten

Lebensdauer von

36 Monaten. Über

den neuen Readycable

Finder 2.0

lassen sich die

passenden Produkte

am einfachsten

finden. Hier können

Kunden die für sie

richtigen Antriebsleitungen

auswählen,

die Wunschlänge

angeben, und bestellen. Das Economy-Leitungsprogramm eignet

sich für bewegte Anwendungen mit mittlerer Beanspruchung für

bis zu fünf Millionen Doppelhübe. Weitere Informationen gibt es

über den Link: www.igus.de/readycable-finder.

www.igus.de

n

n

n

offenes und

transparentes

System

frei programmierbar

lizenzfreie

Entwicklungstools

PAC-SystemMSX-Box

für den CompactPCI-Bus

Hydraulikregler mit Profinet-Schnittstelle

Einen universellen Hydraulikregler mit Profinet-Schnittstelle bietet

W.E.St. mit dem UHC-126-U-PFN an. Das Regelmodul für Positionsund

Druckregelungen kann einfach und schnell in die vorhandene

Maschinensteuerung integriert werden. Der Hersteller verspricht

eine hohe Dynamik und Positionier-genauigkeit. Mit Direct control

kann die Sollposition über den Feldbus geändert

werden. Ein Eil-/Schleichgang dient dem

automatischen Abfahren von vordefinierten

Profilen. Mit der Drift Kompensation ist eine

korrekte Nullpunkteinstellung möglich, die

über den Feldbus kontrollierbar ist. Über die

Feinpositionierung können Positionsfehler

durch äußere Einflüsse kompensiert werden.

Zur stabilen und dynamischen Positionierung

verfügt das Gerät über einen P- oder PT1-

Positionsregler. Zudem kann eine PQ-Druckregelfunktion aktiviert

werden, um den Differenzdruck zu bilden. Mit Blick auf Industrie 4.0

sind alle Sollwerte und Rückmeldungen im Protokoll verfügbar.

www.w-e-st.de

Multiprotokoll-Lösung auch für Realtime

Als Ergänzung zur Singleport-Option gibt es für die Vacon-Poduktfamilien

von Danfoss nun auch eine Dual-Port-Option als Multiprotokoll-Lösung

für Modbus TCP, Profinet und Ethernet/IP. Die

Option Opte9 stellt zwei Ethernet-Schnittstellen für die Baureihen

NXS, NXP, Vacon 20/X/CP und Vacon 100 IND/Flow/X zur bereit.

Mit den eingebauten Switches unterstützt der Antrieb neben der

bisherigen Stern-Topologie auch in eine Daisychain/Reihen-

Topologie. Das spart den Einsatz externer Switches. Die Option

unterstützt auch die Hochverfügbarkeits-Ringprotokolle RSTP oder

MRP. Die Multiprotokoll-Lösung eignet sich dank schneller Zykluszeit

von unter einer Millisekunde auch für Echtzeitanwendungen.

www.danfoss.de

Energieflussrelais optimiert den Verbrauch

selbst erzeugter Energie

Produktseiteder

MSX-Box-CPCI

www.addi-data.de

ProgammableAutomation Controller

werden hauptsächlich für industrielle

Mess- und Steuerungstechnikoder

Regelungsapplikationensowie zur

Achsensteuerung verwendet

®

ADDI-DATA

PARTNER FÜR PRÄZISION

Die Energieflussrelais EFR3000

von Ziehl überwachen den Stromfluss

zwischen Stromnetz (EVU)

und Kunden. Wird durch Eigenstromerzeugung

mehr Strom

erzeugt als verbraucht, so ist es

wirtschaftlicher, diesen Strom selbst zu

nutzen, wenn die Einspeisevergütung deutlich unter dem

Preis für den Bezug von Strom liegt. Hat man Eigenstrom übrig,

schaltet das Relais automatisch bis zu drei Verbraucher zu. Dies

ist relativ einfach, wenn eine PV-Anlage bei klarem Himmel gleichmäßig

einspeist und Verbraucher mit konstanter Leistungsaufnahme

angeschlossen sind. Schwankt die Einspeisung wegen Wolken oder

Verbraucher nehmen nicht kontinuierlich Strom auf, wird es

schwieriger. Dazu kommt, dass laufend andere, nicht vom EFR3000

geschaltete Verbraucher ein- oder ausgeschaltet werden und so den

Energiefluss ändern. Das Relais optimiert durch flexible Einstelloptionen

auch unter schwierigen Bedingungen den Eigenverbrauch.

Eine weitere Funktion ist der Einsatz als Messumformer für Leistung.

www.ziehl.de

32 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016

ADDI-DATA-LHA.indd 1 29.08.2016 18:42:19


Drehgeber mit Euro-Flansch B10 und Quadratflansch

Das Unternehmen Baumer hat die Drehgeber-Familie Optopulse EIL580 erweitert und zusätzliche

Varianten mit den Anbauformen Euro-Flansch B10 und Quadratflansch vorgestellt. Die

inkrementalen Drehgeber der Reihe basieren auf einem Baukastensystem. Die neuen Varianten

basieren auf der für den Einsatz in Präzisions-Drehgebern entwickelten optischen Abtastung mit

fein abgestuften Strichzahlen von 100 bis 5.000 und gewährleisten Genauigkeit und Signalgüte

über den Temperaturbereich von - 40 bis + 85 °C. In der programmierbaren Ausführung ist jede

Strichzahl von 1 bis 65536 sowie ein Einsatztemperaturbereich von - 40 bis + 100 °C möglich.

Die zulässige Wellenbelastung beträgt axial 40 N und radial 80 N.

Die große Varianz der Ausgangsstufen bietet für jede Steuerung

eine geeignete Schnittstelle. Die Drehgeber zeichnen sich durch

eine robuste Konstruktion und Langlebigkeit aus. Passendes Zubehör

rundet das Angebot ab. Mehr Infoszur Drehgeber-Familie unter

dem Weblink: www.baumer.com/optopulse

www.baumer.com/optopulse









Sicheres Steuerungssystem einfach selbst konfigurieren

Sie ist multifunktional und durch verschiedene Komponenten und Module sehr flexibel an jeden

Anwendungsfall anpassbar: Die Protect PSC1, die jüngste Generation der Sicherheitssteuerungen

aus dem Hause Schmersal. Mit einem neuen Tool kann jeder Nutzer schnell und einfach sein

individuelles sicheres Steuerungssystem

selbst mit dem eigenen

iPad konfigurieren. Ausgehend

von einer Auswahl von Sicherheitsschaltern

lassen sich mithilfe des

PSC1-Konfigurators 24/7

spezifische PSC1-Systeme

zusammenstellen, inklusive der

daraus resultierenden Stückliste

mit Artikelbezeichnungen, Details

zu den Geräten und Preisangaben.

Das System erlaubt die Anpassung der Sicherheitsfunktionen an die unterschiedlichsten

Anwendungsfälle per Baukastenprinzip. Kernkomponenten sind zwei frei programmierbare

Kompaktsteuerungen (PSC1-C-10 und PSC1-C-100). Für beide Varianten stehen sichere

IO-Erweiterungsmodule zur Verfügung. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit dem »Save Drive

Monitoring«-Modul (SDM) bis zu zwölf Achsen über umfangreiche Funktionen gemäß DIN

EN 61800-5-2 (z. B. sicherer Stopp und Betriebshalt) sicher zu überwachen. Die große Flexibilität

der PSC1-Steuerung basiert u. a. auf der einfachen Konfiguration für die unterschiedlichsten

Anwendungsfälle.











www.schmersal.com

Embedded-PC mit cleverer Mechanik

Der Box-PC der Serie EmbeddedLine EL4010 von TL Electronic bietet servicefreundlichen

Zugang zur Hardware und solide Rechenpower. Der innere Aufbau ist kabellos und somit ausfallsicher

gelöst. Sogar die SSDs bzw. Festplatten sind von vorne und ohne Werkzeug zugänglich.

Der Box-PC basiert auf dem Core I5 5200U-Prozessor mit 3 MB Smart-Cache sowie 2,2 GHz

Taktrate. Bei nur 15 W CPU-Verlustleistung (TDP) sind Lüfter überflüssig. Die Rechenleistung

wird ergänzt durch den Hauptspeicher von 4 GB DDR3L sowie die bereits integrierte Solid-State-

Disk ab 64 GB. Durch den leicht zugänglichen Wechselrahmen für zwei weitere SSDs oder

Festplatten im 2,5"-Format lässt sich das

Industrie-PC-System weiter ausbauen. Der

CPU-interne Grafik-Chip Intel HD Graphics

5500 des Broadwell-Prozessors unterstützt

Darstellungen mit bis zu 3 840 × 2 160 Pixeln.

Zur Verfügung stehen drei USB 3.0, zwei RJ45-

Ports für Gigabit-Ethernet, HDMI, VGA, zwei

serielle COM-Schnittstellen sowie Audio-I/O.

www.tl-electronic.de


01 Das Energieanalysegerät überprüft

die Qualität der elektrischen Energie in

der jeweiligen Produktionsstätte und stellt

diese übersichtlich auf einem Farbdisplay dar

Messdaten im Blick

Von der individuellen Energiemonitoringlösung

bis hin zum durchgängigen Energiemanagement

Horst Kalla

Schwindende Ressourcen auf der

einen Seite und die Forderung nach

effizienteren Prozessen auf der

anderen Seite sind zwei Themen,

die Unternehmen auffordern,

bestehende Prozesse näher unter

die Lupe zu nehmen. Dabei hilft das

Total Energy Monitoring-System,

mit dem Energienetzwerke der

Produktion durchgängig überwacht

und analysiert werden können.

Lesen Sie, wie Sie dieses System

gewinnbringend nach vorne bringt.

Um Energieeffizienz und Anlagenverfügbarkeit

zu steigern, müssen Messdaten

an diversen Punkten einer Produktionsstätte

erhoben werden. Von der einzelnen

Messstelle bis hin zum umfassenden Messstellensystem

inklusive Fernzugriff lassen

sich Lösungen jeder Größenordnung realisieren,

also skalierbar auslegen. Auch für

sehr spezifische Anwendungszwecke bietet

der Systembaukasten stets die richtige Option.

Um einen hohen Nutzen mit Fokus auf

Energieeffizienz, Qualität, Sicherheit und

Verfügbarkeit zu erzielen und zu gewährleisten,

sind alle Komponenten präzise aufeinander

abgestimmt.

Beim Energiemanagement unterstützt

Weidmüller Unternehmen mit ganzheitlichen

Lösungen. Egal ob Unternehmen ein

Energieaudit gemäß den Anforderungen

der DIN EN 16247-1 durchzuführen haben

oder ein zertifiziertes Energiemanagementsystem

einführen wollen, Weidmüller steht

ihnen mit einem auf drei Säulen basierenden

Energiemanagement zur Seite. Dank

des Systems senken Unternehmen nach­

haltig ihre Energiekosten: Weidmüller bietet

sowohl intelligent vernetzbare Hardwarekomponenten

als auch Energiecontrolling-Software

an und berät umfassend.

Letzteres beginnt mit einer Bedarfsanalyse,

geht über Vorschläge für die Messung und

Visualisierung der Energiedaten bis hin zur

Detailplanung sowie der Implementierung

des Energiemanagements. Experten führen

Energieaudits nach DIN EN 16247-1 durch

oder begleiten Unternehmen bis zur Zertifizierung

ihres Energiemanagementsystems

gemäß ISO 50001.

Von der Komponente bis

zur Managementebene

Das Lösungsangebot stellt also ein durchgängiges,

skalierbares System dar, das von

der einzelnen Komponente an/in der Maschine

bis hin zur Leitungs-/Managementebene

reicht: Es umfasst Messungen am

Maschinenmodul in der dezentralen Anlagenebene,

Messungen in der Maschinen-/

Anlagenebene ebenso wie Messungen in

der gesamten Produktionslinie und stellt

die Netzwerkübergabe im Werk, in der Zentrale

bis zur Office-Ebene sicher. Neben

Energiemonitoring-, Mess- und Analysegeräten

sowie Loggern bietet das Detmolder

Unternehmen hierzu eine Palette an Industrial

Ethernet-Komponenten bereit.

Die Energiemessgeräte der Energy Meter-

Serie liefern die relevanten Kenndaten auf

einen Blick: Bei Geräten mit integriertem

Display lassen sich essenzielle Messdaten

wie Spannung, Strom, Leistung und Energie

sofort ablesen und intuitiv erfassen. Zudem

sind die Messgeräte skalierbar ausgelegt,

das heißt, dank der Energiemessgeräte kön­

Horst Kalla, Fachpresse bei der Weidmüller

GmbH & Co. KG in Detmold

34 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

02 Mit dem Logger können Impulssignale

von bis zu 15 Messgeräten gesammelt (z.B.

Durchfluss o. Druckluft) gespeichert und über

eine LAN-Schnittstelle bereitgestellt werden

nen Anwender die Energienetze ihrer Produktionsstätten

beliebig genau gliedern

und im Detail vermessen. Doch nicht jedes

Messgerät eignet sich für jede Anwendung.

Dementsprechend wurde das modulare

Geräteprogramm breit aufgestellt. So finden

Anwender für jeden ihrer Anlagenteile

das passende Messgerät: Verfügbar sind

12 Geräte – alle aufeinander abgestimmt

und flexibel einsetzbar. Fast alle Energiemessgeräte

besitzen eine integrierte Analysefunktionen

für die Netzqualität: Sie können,

neben Oberschwingungen bis mindestens

zur Ordnung 25, auch die Symmetrie

einzelner Phasen messen und ermöglichen

damit einen ersten Überblick über die Qualität

des eigenen Energienetzes.

Warum die Qualität des

elektrischen Netzes wichtig ist

Mit dem Energieanalysegerät Energy Analyser

550 lässt sich die Netzqualität analysieren.

Dazu misst das Gerät alle Qualitätsparameter

des elektrischen Versorgungsnetzes.

Dies reicht von den Kenngrößen der

Symmetrie bis hin zu Transienten. Die Qualität

eines elektrischen Netzes ist ein wichtiger

Parameter hinsichtlich der Effektivität

und Verfügbarkeit von Industrieanlagen

und Produktionsstätten. Mit dem Analysegerät

überprüfen Anwender die Qualität der

elektrischen Energie ihrer Produktionsstätte

und leiten Optimierungsschritte für die

Maximierung der Effektivität und Verfügbarkeit

der jeweiligen Anlage ein. Somit

bildet der Einsatz des Gerätes einen ersten

Schritt hin zu mehr Wertschöpfung. Dabei

reicht ein Gerät aus, um z. B. Verbrauchsmessungen

und Qualitätsanalysen innerhalb

des elektrischen Netzes durchzuführen

und zu visualisieren. Ein großes QVGA-

Farbdisplay an der Frontseite zeigt alle

Messparameter auf und auch die Systemparameter

sind komfortabel frontseitig einstellbar.

Zudem zeichnet der Energy Analyser

550 wichtige Ereignisse bei Bedarf auf.

Und eine im Gerät integrierte Differenzstromüberwachung

macht schleichende

Erhöhungen von Differenzströmen sichtbar,

noch bevor Sicherungen oder Fehlstromschutzschalter

den Anlagenteil abschalten.

Dies maximiert die Betriebszeiten

und schont finanzielle Ressourcen.

Daten von Durchfluss, Wasser,

Druckluft und Co. erfassen

Ein weiteres Gerät aus dem Energiemonitoring-Programm

ist der Energy Logger D550.

Er sammelt Verbrauchs- und Prozessdaten,

die als Impulssignale vorliegen – etwa

Durchfluss, Wasser, Druckluft oder Gas. Das

Gerät kann die Signale von bis zu 15 Messgeräten

speichern und über eine LAN-

Schnittstelle weiterleiten. Darüber hinaus

erleichtert und optimiert der Logger die

Bereitstellung der anlagenübergreifend gesammelten

Messdaten im Netzwerk und

optimiert die Bereitstellung der anlagen­

03 Eneriemonitoring: Messdaten

komfortabel erheben und übersichtlich

darstellen – die Windows-basierte

Software vereinfacht das Parametrieren

und Visualisieren

übergreifend gesammelten Messdaten im

Netzwerk. So integriert er eine Temperaturmessung,

das heißt er verfügt über einen

entsprechenden Eingang. Das spart Kosten

beim Einrichten einer Infrastruktur zur

Messung von Prozessparametern.

Nicht nur die Messung der Daten,

auch die Visualisierung zählt

Die Energiemessgeräte besitzen eine vergleichsweise

einfache Nutzerschnittstelle.

Dank der übersichtlichen Gestaltung lassen

sich die gemessenen Daten direkt am Gerät

darstellen und parametrieren. Die dazu angebotene

Software Ecoexplorer go ist PCbasiert

angelegt. Mit ihr können Nutzer auf

ihre Energiemessgeräte zugreifen. Die intuitiv

bedienbare Nutzeroberfläche gestattet

also das schnelle und einfache Parametrieren

der Messgeräte gleichwie die übersichtliche

Darstellung der gemessenen Daten.

Denn die Visualisierung von Energieverbräuchen

bildet die zentrale Grundlage,

um die Effizienz von Produktionsstätten zu

ermöglichen bzw. diese zu erhöhen.

Neben der auf Windows basierten Software

Ecoexplorer go bietet Weidmüller seine

webbasierte Software mit einem erweiterten

Funktionsumfang an. Mit ihr lassen sich

Energieströme individuell visualisieren, bewerten

und optimieren. Die webbasierte

Software erfasst diverse Medien, Betriebssowie

Prozessdaten und ermöglicht damit

das Energiecontrolling und die Effizienzbewertung.

Ferner schafft sie Energietransparenz

und bewertet die Effizienz mit wenigen

Klicks: Sie erfasst individuelle Betriebszustände

bis hin zur Prozessebene und

zeigt diese sekundengenau auf – und zwar

alles normkonform zur ISO 50001. Eine

Cockpitfunktion erstellt Statusberichte und

prozessbezogene Auswertungen.

Foto: 02 Hintergrundbild Shutterstock

www.weidmueller.com


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

Sicherheitssensor und -zuhaltung nun auch mit AS-Interface

Die Schmersal Gruppe baut ihr AS-i-Programm aus: Nun sind auch

der Sicherheitssensor RSS260 sowie die Sicherheitszuhaltung

AZM300 mit integrierter AS-i-Safety-at-Work-Schnittstelle

ausgestattet. Der RSS260 ist aufgrund seiner kompakten Bauform

und unterschiedlicher Targets vielseitig einsetzbar. Er verfügt über

zwei Anfahrrichtungen

und eignet sich mit der

passenden Sensor-Target-

Kombination sowohl zur

Montage an Aluminiumprofilen

als auch zum

Einsatz an anderen Türformaten

wie Plexiglastüren

und -scheiben. Die

RFID-Sicherheitszuhaltung

AZM300-AS ist mit einem kreuzförmigen Zuhaltesystem

ausgerüstet, das ein universelles Anfahren von drei Seiten erlaubt.

Die Sicherheitszuhaltung weist eine integrierte Rastfunktion mit

zwei Rastkraftstufen von 25 und 50 N sowie eine hohe Schutzart

IP69 K auf und eignet sich für hygienesensible Anwendungen wie

Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen.

Dank der integrierten

RFID-Technologie erreichen

sowohl der RSS260-AS als auch

der AZM300-AS die Codierstufe

„hoch“ und gewährleisten damit

einen hohen Manipulationsschutz

gemäß ISO 14 119.

www.schmersal.com

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Flexible Kommunikation über modularen Controller

Mit den Kommunikationsprozessoren CP 1542SP-1, CP 1543SP-1 und CP 1542SP-1 IRC erweitert Siemens

die Einsatzmöglichkeiten des Distributed Controller Simatic ET 200SP. Der CP 1542SP-1 ermöglicht,

durch Netzwerktrennung Maschinen mit gleichen IP-Adressen zu versehen. So können Serienmaschinen

schnell und einfach in Netzwerke integriert werden, ohne die Netzwerk-einstellung für jede ausgelieferte

Serienmaschine einzeln vornehmen zu müssen. Der Kommunikationsprozessor CP 1542SP-1 IRC

wiederum unterstützt die offenen Fernwirkprotokolle DNP3, IEC 60870-5-104 und Telecontrol Basic

für die Anbindung von Außenstationen (RTUs) an eine Leitstelle.

Damit ist er für dezentrale Anlagen wie im Bereich Wasser/

Abwasser, Öl & Gas oder im Energie-Management geeignet. Die

Distributed Controller Simatic ET 200SP kommen vor allem im

Serienmaschinenbau zum Einsatz. In kleinen Schaltkästen können

sie direkt an der Maschine angebracht werden. In vernetzten

Anlagen erfolgt die Anbindung an den zentralen Schaltschrank

einer Fertigungslinie über Profinet/Industrial Ethernet.

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IMPRESSUM

erscheint 2016 im 29. Jahrgang, ISSN: 2194-1157

Redaktion

Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schaar

Tel.: 06131/992-345, E-Mail: d.schaar@vfmz.de

(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)

Redaktion: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke,

Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de

Alexandra Pisek M.A., E-Mail: a.pisek@vfmz.de

Redaktionsassistenz: Ulla Winter,

Tel.: 06131/992-347, E-Mail: u.winter@vfmz.de,

Angelina Haas, Gisela Kettenbach, Melanie Lerch,

(Redaktionsadresse siehe Verlag)

Gestaltung

Sonja Schirmer, Doris Buchenau, Anette Fröder,

Mario Wüst

Chef vom Dienst

Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer

Anzeigen

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zur Feststellung der Verbreitung von

Werbeträgern e. V. (IVW), Berlin.

36 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

Dezentrale Anwendungen überwachen

Mit dem Kommunikationsmodul GSM-PRO2 bietet Conta-Clip eine Fernwirk- und Fernwartungslösung

für dezentrale Applikationen über 2G/3G-Funknetze, bei der sich die Anzahl der Einund

Ausgänge durch E/A-Erweiterungsmodule anpassen lassen. Das I/O-Modul informiert

Anwender automatisch per SMS oder E-Mail, wenn der überwachte Prozess einen bestimmten

Status erreicht hat oder Grenzwerte überschreitet. Zugleich können Leitwarte oder Servicetechniker

die digitalen Relaisausgänge auch per SMS schalten. Mit unterschiedlichen

Log-Funktionen lassen sich die Kommunikationsvorgänge des Moduls, die Prozesswerte an

den Analogeingängen sowie die Aktivierung der Ein- und Ausgänge protokollieren. Die

Log-Dateien lassen sich per USB-Verbindung auslesen, an eine E-Mailadresse senden oder

im webbasierten Portal anzeigen. In der Grundausstattung verfügt das Modul über zwei

Eingänge, die sich für digitale (24 V DC) oder analoge (0..10 V/0..20 mA) Signale konfigurieren

lassen, einen Pulszählereingang mit maximaler Auflösung von 1 000 Impulsen pro Sekunde

sowie einen Relaisausgang mit Universalkontakt.

www.conta-clip.de

Industriemonitor für

Schwenkarm-Montage

Das Unternehmen Distronik ergänzt

sein Portfolio der Monitore mit

VESA-Aufnahme um ein Gerät mit 24"

Bilddiagonale. Serienmäßig wird der

Monitor mit einem robusten Metallgehäuse

und einer entspiegelten Glasschutzscheibe ausgestattet,

erhältlich auch in der Touchscreen-Variante in der 5-Draht

Resistiv-Technologie. Auf der Rückseite befindet sich ein Anschluss

nach VESA-Norm 100 zur Befestigung am Schwenkarm oder

Standfuß. Das Gerät der Basic Line mit einem MVA-Display von

178° horizontal/vertikal, einer Full-HD-Auflösung und einer

Helligkeit von 300 cd/m² bietet eine sehr gute Bilddarstellung.

Die Außen-Abmessungen betragen 620 × 387 cm bei minimaler

Bautiefe von 55 cm und die Leistungsaufnahme von 33 W ist sehr

gering. Die 24" Industrie-Anzeigeeinheiten mit VESA-Montage

eignen sich für ein breites Einsatzspektrum, z. B. im industriellen

und medizinischen Bereich.

www.distronik.de

Schnelles CAN-FD für PCI Express

Peak-System macht den CAN-FD-Standard für eine schnellere CAN-

Kommunikation per PCI-Express-Steckplatz für Computer verfügbar.

Die Einsteckkarte PCAN-PCI Express FD hat je nach Ausführung

einen oder zwei CAN-FD-Kanäle. Neben der nominalen Bitrate von

bis zu 1 MBit/s können die Datenbytes von CAN-FD-Frames mit

bis zu 12 MBit/s übertragen werden. Eine galvanische Trennung

der CAN-Anschlüsse schützt die Elektronik der Steckkarte und des

verbundenen Computers vor Spannungsstörungen bis zu 500 V.

Die Karte kann bei Temperaturen von - 40 bis 85 °C betrieben werden.

Neben der Monitorsoftware PCAN-View für Windows, mit der

einfache Untersuchungen des CAN-Verkehrs durchgeführt

werden können, gehören mehrere Programmierschnittstellen für

Windows zum Lieferumfang. Mit PCAN-

Basic 4 wird die grundlegende CAN-FD-

Kommunikation mit selbst erstellter

Software ermöglicht. Zudem stehen

Bibliotheken normierter Protokolle

aus dem Automotive-Bereich bereit.

www.peak-system.com

E I N L A D U N G

Mittwoch, 28. Sept. 2016

8:00 bis 16:00 Uhr

Friedrich-Ebert-Halle

Erzbergerstr. 89

67063 Ludwigshafen

Messtechnik Steuerungstechnik Regeltechnik Prozessleitsysteme Automatisierung

Führende Fachfirmen der Branche präsentieren ihre Geräte und Systeme und zeigen neue Trends im

Bereich der Automatisierung auf. Die Messe wendet sich an Fachleute und Entscheidungsträger die in ihren

Unternehmen für die Automatisierung verantwortlich sind.

Der Eintritt zur Messe und die Teilnahme an den Fachvorträgen ist für die Besucher kostenlos.

MEORGA GmbH

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016 37


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

Stromverteilung mit Köpfchen

Ein neues System erweist sich als durchaus kommunikativ und erlaubt

die Anbindung an Ethernet-basierende Schnittstellen

Thomas Kramer

Im modernen Maschinen- und

Anlagenbau sind Feldbussysteme

nicht mehr wegzudenken. Bedingt

durch die sich ändernden

Möglichkeiten in heutigen

Kommunikationstechnologien

lässt sich auch ein Wechsel in der

Automatisierungstechnik

erkennen. Serielle Feldbus-Systeme

verlieren an Bedeutung und die

Verwendung Ethernet-basierender

Bussysteme nimmt deutlich zu. Die

durchgängige Kommunikation von

der Feld- bis zur Leitebene mit den

möglicher Diagnosefähigkeit spielt

eine immer entscheidendere Rolle.

Das Stromverteilungssystem SVS16 bietet

den Schutz der DC 24 V-Stromversorgung.

Die auf dem Stromverteiler aufgesteckten

elektronischen Sicherungsautomaten

lösen im Kurzschluss- oder Überlastfall

aus und schützen somit selektiv die

angeschlossenen Lasten. Die integrierte

Kommunikationsschnittstelle für Ethernetbasierende

Bussysteme (Profinet, Ethernet/

IP, EtherCAT oder auch Modbus/TCP) ermöglicht

den Austausch von Informationen

zu den übergeordneten Steuerungssystemen.

Dies sorgt für Transparenz des gesamten

Systems, erhöht die Verfügbarkeit

von Anlagen und vereinfacht eine schnelle

Reaktion auf Störungen.

Hohe Flexibilität

Der SVS16 ist in zwei unterschiedlichen

Varianten verfügbar. Die kleinere verfügt

über acht Steckplätze, die größere kann mit

bis zu sechzehn elektronische Sicherungsautomaten

oder Koppelrelais tragen. Der

Einsatz des elektronischen Koppelrelais

Typ E-1048-7xx bietet die Möglichkeit zur

Ansteuerung, Überwachung und Diagnose

von Hydraulik- oder Pneumatik-Magnetventilen.

Alternativ lässt sich der SVS16

auch mit elektronischen Sicherungsautomaten

vom Typ ESX10 oder ESX10-S bestücken.

Diese bieten neben dem selektiven

Überstromschutz auch Diagnosefunk ionen

für alle DC 24 V-Verbraucher.

Schnelle Datenkommunikation

Der intelligente Stromverteiler SVS16 sitzt

direkt auf der Hutschiene. Über seine

integrierte Kommunikationsschnittstelle

gehen die Betriebs- und Fehlerzustände

der einzelnen Sicherungsautomaten sowie

der Koppelrelais an die übergeordneten

Steuerungssysteme. Zusätzlich kann der

Nutzer die Geräte auch steuern. Neben

dem Ein- und Ausschalten ist auch das

Rücksetzten im Fehlerfall möglich. Dadurch

bietet der SVS16 neben einem selektiven

Überstromschutz und der Stromverteilung

von Lastkreisen auch den

durchgängigen Zugriff von den Ethernetbasierenden

Steuerungssystemen bis hinunter

zur DC 24 V-Ebene.

Thomas Kramer, Geschäftsfeldmanager Sparte

Industry, Energy & Equipment, E-T-A Elektrotechnische

Apparate GmbH, Altdorf

38 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


You CAN get it...

Module für verschiedenste

Bussysteme

Die Kommunikation erfolgt über das integrierte

Kommunikationsmodul. Der Anschluss

erfolgt über die beiden RJ45-Steckverbinder,

die auf der Trägerplatine vorgesehen

sind. Durch den integrierten 2-Port-

Switch unterstützt das Modul Echtzeit-

Kommunikation in Linien- und Ringtopologie

und macht die Verwendung eines

zusätzlichen externen Switch überflüssig.

Die Kommunikationsmodule sind für die

unterschiedlichen Ethernet-basierenden

Bussysteme lieferbar. Dabei sind die busspezifischen

Vorgaben für die Bussysteme

Profinet, EtherCAT, Ethernet/IP und Modbus/TCP

in vollem Umfang berücksichtigt

und durch Zertifizierungen nachgewiesen.

Die sichere Kommunikation im Netzwerk

erfolgt durch die eindeutige und integrierte

MAC-Adresse des Gerätes. Die Adressvergabe

funktioniert entweder durch die

am Gerät angebrachten DIP-Schalter oder

durch die feldbusspezifischen Mechanismen.

Die Datenübertragung erfolgt standardmäßig

mit 10 oder 100 Mbits/s im

Vollduplexbetrieb mit automatischer Erkennung

von MDI/MDX und 10/100 Mbit

Halb/Vollduplex.

Überstromschutz inklusive

Der intelligente Stromverteiler SVS16 für

die direkte Hutschienenmontage verfügt

über bis zu sechzehn Steckplätze. Diese

sind mit dem elektronischen Sicherungsautomaten

vom Typ ESX10-S125 (mit

Reset-Eingang) beziehungsweise ESX10

S115 (mit Steuereingang) bestückbar.

Das steckbare Gerät bietet die Einstellmöglichkeit

des Nennstroms über ein

Drehrad. Die Einstellbarkeit des Nennstroms

von 1 bis 10 A verringert die Lagerhaltung

unterschiedlicher Geräte. Sie bietet darüber

hinaus einen selektiven Überstromschutz

für alle Verbraucher im Bereich der DC

24 V-Steuerspannung.

Der elektronische Sicherungsautomat

ESX10-S benötigt nur eine einzige Kennlinie

für alle Lastarten. Dies vereinfacht die

Auswahl des richtigen Sicherungsautomaten,

da sie unabhängig vom verwenden

Verbraucher ist. Die integrierte Strombegrenzung

beim 1,4-fachen Nennstrom

gewährleistet, dass bei Überlast oder Kurzschluss

die Leitung zuverlässig geschützt

und nur der fehlerhafte Strompfad abgeschaltet

wird. Die Strombegrenzung verhindert

gleichzeitig das Einbrechen der DC

24 V-Spannung des Schaltnetzteiles und

vermeidet lange Stillstandszeiten durch

lange Fehlersuche.

Die Summe der Vorteile bringt

Transparenz in die Anlage

Die Kombination aus den Ethernet-basierenden

Bussystemen mit der Absicherung

von DC 24 V-Stromkreisen sorgt für zusätzliche

Transparenz der Anlage und erhöht

dadurch deren Laufzeit. Das Kommuni ­

ka tionsmodul mit seinen RJ45-Steckern

überträgt alle Status- und Fehlerzustände

der 16 Stromkreise an die übergeordneten

Steuerungssysteme. Auch das Steuern der

elektronischen Sicherungsautomaten und

Koppelrelais ist möglich. Dieses umfasst

neben dem Fern-Reset auch den Steuerbefehl

„Ein und Aus“.

Unabhängig von den unterschiedlichen

Einsatzorten erhöht das System in den

Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus,

dem Chemie-, Pharma- und Food-

Bereich, in der Gebäudeautomatisierung, in

der Stahlerzeugung oder auch in der Automobilfertigung

die Diagnose fähigkeit und

verringert den Verdrahtungsaufwand. Das

ControlPlex System vom Typ SVS16 ist verfügbar

für die Ethernet-ba sierenden Bussysteme

Profinet, EtherCAT, Ethernet/IP

und Modbus/TCP.

Fotos: Fotolia, E-T-A

www.e-t-a.de

02 Ob im Maschinen- und Anlagenbau,

Chemie- und Pharma-Bereich oder in der

Automobilfertigung – der SVS16 reduziert die

Verdrahtung und erhöht die Diagnosefähigkeit

Alle Preise verstehen sich zzgl. MwSt., Porto und Verpackung. Irrtümer und technische Änderungen vorbehalten.

Hardware und Software

für CAN-Bus-Anwendungen…

PCAN-Explorer 6

Professionelle Windows-Software

zur Überwachung, Steuerung und

Simulation von CAN-FD- und CAN

2.0-Bussen Aufzeichnung und

Wiedergabe Automatisierung mit

VBScript und Makros Symbolische

Nachrichtendarstellung Funktionserweiterung

durch Add-ins

ab 510 €

PCAN-Diag 2

Gerät zur Diagnose eines CAN-Busses

auf physikalischer und Protokoll-

Ebene mit 2-Kanal-Oszilloskop,

symbolischer Nachrichtendarstellung,

Tracefunktion, Übertragungsraten-,

Buslast- und Terminierungsmessung.

PCAN-PC/104-Plus

860 €

CAN-Adapter für PC/104-Plus-

Systeme. Als Ein-, Zwei- und

Vierkanalkarte optional mit

galvanischer Trennung erhältlich.

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01 Das kommunikative

Stromverteilungssystem SVS16

schützt zuverlässig und sicher

die DC 24 V-Strom versorgung

www.peak-system.com

Otto-Röhm-Str. 69

64293 Darmstadt / Germany

Tel.: +49 6151 8173-20

Fax: +49 6151 8173-29

info@peak-system.com


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

Sicherheit wird GROSS geschrieben

Sammelschienentechnik für alle Anforderungen einer modernen Schaltanlage

Philipp Steinberger

Der Aufbau einer funktionsfähigen Niederspannungsverteilung erfordert

Komponenten, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. Um solch eine

Anlage auch schnell und damit kosteneffizient realisieren zu können,

stellen wir Ihnen ein modulares System für 185 mm-Sammelschienentechnik

vor. Eine flexible Lösung, die viele Vorteile bietet und den steigenden

Anforderungen an Sicherheit von Energieverteilungsanlagen gerecht wird.

Das System 185Power ist ein solch modular

aufgebautes System für einen Sammelschienenabstand

von 185 mm. Bei der

Systementwicklung handelt es sich um eine

Kooperation, in der Wöhner sein Knowhow

im Bereich der Produkte und Rittal

sein Know-how im Bereich der Schaltschranksystemintegration

eingebracht hat.

Die Systemwelt „185Power“ von Wöhner

umfasst Sammelschienenträger, Systemabdeckungen,

Adapter für sämtliche gängige

Leistungsschalter, ein großes Sortiment verschiedener

NH-Leisten, Anschlussleisten

und Anschlussmodule. Neu dazugekommen

sind NH-Lasttrennschalter mit Sicherungen

in Leistenbauform. Der modulare

Aufbau und die Kompatibilität der Komponenten

untereinander tragen zu einer effizienten

Raumnutzung im Schaltschrank bei.

Zudem lassen sich Anlagen, die mit diesem

System realisiert wurden, nachträglich einfach

erweitern oder ändern.

Philipp Steinberger, Geschäftsführer für F&E

bei der Wöhner& GmbH & Co. KG in Rödental

Gut geschützt dank

Crosslink-Technology

In elektrischen Schaltanlagen spielt das

Thema Sicherheit eine große Rolle. Deshalb

hat Wöhner das System 185Power mit

der sogenannten CrossLink Technology

ausgestattet. Sie sorgt für einen umfassenden

Berührungsschutz aller unter Spannung

stehender Teile. Das System beinhaltet

einen frontseitigen Berührungsschutz

sowie ein Bodenplattenprofil zur hinteren

Abdeckung des Schienensystems. Schottwände

zwischen den Phasen und optionale

vorderseitige Schlitzabdeckungen erhöhen

die Schutzart bei Bedarf und sorgen so für

noch mehr Sicherheit. Der Vorteil der

CrossLink Technology liegt darin, dass sich

Komponenten auf das Sammelschienensystem

montieren lassen, ohne dass der

Berührungsschutz dazu entfernt werden

müsste.

Vielseitige Möglichkeiten

der Energie-Einspeisung

Für die Einspeisung bietet das modulare

System verschiedene Optionen. Zur Wahl

stehen Anschlussleisten oder -module Crito

185Power sowie Eques 185Power Adapter

für Leistungsschalter. Speziell mit den Crito

185Power-Anschlussleisten geht Wöhner

dabei neue Wege: Die Leisten erlauben die

Energieversorgung des gesamten Sammelschienensystems

auf nur 100 mm Baubreite.

Sie lassen sich wahlweise über Schrauben

oder Klemmen mit dem Sammelschienensystem

kontaktieren. Von vorne zugängliche

Serviceklappen gewährleisten dabei einen

komfortablen Zugang zur Sammelschienenkontaktierung.

Alle Leisten und Module

lassen sich sowohl auf das mit Crosslink-

Modulen abgedeckte als auch auf das nicht

abgedeckte System montieren.

Bei der Verwendung der Eques 185Power

Adapter für Leistungsschalter profitiert der

Anwender davon, dass für praktisch alle

gängigen Leistungsschalter von 400 bis

1 600 A die passenden Adapter vorhanden

sind, die auch mit dem CrossLink-Abdecksystem

und sämtlichen anderen 185 Power-

Systemkomponenten vollständig kompatibel

sind.

Neue Möglichkeiten einer effizienten Energieverteilung

Beim System 185Power, das auf einem Sammelschienensystem mit 185 mm

Schienenabstand basiert, dreht sich alles um höchste Sicherheit. Es eröffnet dem

Anwender umfangreiche Möglichkeiten für die individuelle und effiziente Energieverteilung.

Dabei lassen sich Leistungsschalter, Lasttrennleisten, schnellschaltende

Leisten sowie Anschlussleisten und -module auf einem gemeinsamen System

kombinieren. Mit dem CrossLink-Abdecksystem ist eine ganzheitliche Systemabschottung

sichergestellt und die aufeinander abgestimmten Komponenten lassen

sich jederzeit, auch nach Inbetriebnahme der Anlage, komfortabel montieren und

austauschen. Die Komponenten sind nach ihrer jeweiligen Produktnorm geprüft.

Darüber hinaus haben Prüfungen nach IEC/EN61439-1 stattgefunden, und Wöhner

stellt alle für den Bauartnachweis benötigten Informationen zur Verfügung.

40 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


Lasttrennleisten mit effizienter

Belüftungstechnik

Die Serie der NH-Sicherungs-Lasttrennleisten

vom Typ Quadron-185Power umfasst

neben den ein- und dreipolig schaltbaren

Leisten der Größen 00 bis 3 auch doppelschaltbare

Leisten der Größe 3. Die Lasttrennleisten

überzeugen durch einen komfortablen

Leitungsanschluss, integrierbare

Wandler und eine einfache Montage.

Die NH-Sicherungs-Lasttrennleisten zeichnen

sich durch ihr durchdachtes Belüftungssystem

aus. Bei der Montage mehrerer Leisten

nebeneinander entsteht zwischen den

Geräten ein Belüftungskanal, der wie ein

Kamin wirkt und so die warme Luft effizient

abführt. Eine zusätzliche Unterteilung der

Leisten in eine Belüftungs- und eine Isolationsfunktion

sorgt für eine Umströmung der

NH-Sicherungen und die Abschottung zwischen

den Phasen. Wöhner hat dieses Beund

Entlüftungskonzept eigens für die gezielte,

isolierte Abführung der Schaltgase beim

Schalten unter Last entwickelt.

Die Vorteile schnellschaltender

Leisten

Ganz neu im System 185Power sind die NH-

Lasttrennschalter mit Sicherungen in Leistenbauform.

Das Sprungschaltwerk in diesen

schnellschaltenden Leisten sorgt dafür,

dass der Schaltvorgang unabhängig von der

Geschwindigkeit, mit dem der Bediener

den Hebel bewegt, immer mit fest definierter

Geschwindigkeit abläuft. Die Gefahr

durch einen Lichtbogen, der bei einem zu

langsamen Schalten entstehen kann, ist dadurch

wirkungsvoll gebannt. Und auch ein

weiteres Plus bei der Sicherheit bieten die

Ganzheitliche Systemabschottung:

Die Abdeckmodule CrossLink, das Bodenplattenprofil

sowie die Schienenträgerabdeckungen sorgen für einen

Rundum-Berührungsschutz des Schienensystems

schnellschaltenden Leisten: Das Sprungschaltwerk

trennt stets beide Seiten des NH-

Sicherungseinsatzes von den spannungsführenden

Teilen. Durch diese Doppeltrennung

ist ein Auswechseln des NH-Sicherungseinsatzes

gefahrlos möglich.

Vertikaler Systemaufbau erlaubt

kompaktere Anlagen

Die Montage der schnellschaltenden Leisten

ist für den Anwender genau so komfortabel

wie bei den Lasttrennleisten und

bietet die gleichen Vorteile beim Berührungsschutz.

Die Besonderheit liegt darin,

dass sich die schnellschaltenden Leisten

senkrecht auf das Schienensystem montieren

lassen. Dadurch können erstmals

Lasttrennleisten, NH-Lasttrennschalter mit

Sicherungen in Leistenbauform, Leistungsschalter

und andere Komponenten gemeinsam

auf einem 185-mm-Sammelschienensystem

verbaut werden. Im Vergleich zu

bisher erhältlichen Systemen, bei denen die

schnellschaltenden Leisten horizontal eingebaut

wurden, sind deutlich kompaktere

Anlagen möglich. Der zusätzliche Kabelrangierraum

kann genauso entfallen, wie

das separate Sammelschienensystem. Auch

in Bezug auf die Wärmeproblematik hat der

ausschließlich vertikale Aufbau im System

185Power Vorteile: Die schnellschaltenden

Leisten Quadron185Power liegen nebeneinander.

Dadurch ist die gegenseitige Erwärmung

deutlich geringer, da die Wärme

nach oben abgeführt wird.

www.woehner.de


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

Automatisierungstechnik im Wandel

Modellbasierte Sensorentwicklung im Zeitalter von Industrie 4.0

Philipp H. F. Wallner

Nicht nur die Anforderungen an Maschinen und Anlagen steigen, auch

die Automatisierungskomponenten wie Sensorik, Aktorik und Steuerungssysteme

werden zunehmend komplexer. Um diese Komplexität zu

beherrschen, die Datenmengen zu verarbeiten und um die Funktion der

Systeme sicherzustellen, ist leistungsfähige Software gefordert. Lesen Sie,

wie sich dieser Trend auf zukünftige Entwicklungen auswirkt.

Kernaufgabe von Sensoren ist die Erfassung

und Bereitstellung von Daten aus

dem Feld. Im Kontext von Industrie 4.0 wird

diese zunächst einfache Aufgabenstellung

auf eine neue Komplexitätsebene gehoben.

Zum einen sind nicht nur einzelne Sensoren

zu betrachten, sondern ein ganzes Sensor-

Netzwerk – das Internet der Dinge oder

Internet-of-Things – das große Datenmengen

in unterschiedlichsten Formaten produziert.

Zum anderen kann erst in der

Gesamtsicht auf die Daten die Information

extrahiert werden, auf deren Basis schließlich

ein Wissensvorsprung und damit auch

jener Wettbewerbsvorteil realisiert werden

kann, den Industrie 4.0 verspricht.

Um dies zu realisieren, muss die Datenanalyse,

sprich die Software in Form von

Auswertealgorithmen, in der Lage sein, hohe

Datenvolumina in unterschiedlichsten Formaten

zu bewältigen. Weiterhin muss sie

fortschrittliche Analyse- oder Statistikmethoden,

etwa ‚Machine Learning‘ oder

‚Deep Learning‘ umfassen, mit deren Hilfe

verschiedene Datenflüsse oder unstrukturierte

Daten zueinander in Bezug gesetzt

und auf diese Weise die enthaltene Information

extrahiert werden können. Schließlich

muss der Prozess der Datenerfassung,

Vorverarbeitung und Analyse weitestgehend

automatisiert erfolgen, damit das Ergebnis

entweder als Information dem Bedienpersonal

einer Anlage dargestellt werden

oder als Parameter der Anlagensteuerung

zugeführt werden kann.

Wie aus Daten nutzbare

Informationen werden

Ein Beispiel für eine solche Anwendung ist

die prädiktive Wartung oder Predictive

Maintenance, bei der relevante Größen –

wie etwa Schwingungen oder Temperaturen

– an der Maschine oder Anlage kontinuierlich

aufgezeichnet und mithilfe

entsprechender Algorithmen ausge-

wertet werden. Dabei können etwa Spitzen

im Frequenzspektrum darauf hinweisen,

dass Vibrationen auftreten, die auf einen

bevorstehenden Lagerschaden hindeuten.

Noch einen Schritt weiter geht die modellbasierte

prädiktive Wartung oder Model-

Based Predictive Maintenance, die aus den

gemessenen Werten und einem entsprechenden

Beobachtermodell auch auf den

Zustand von Größen schließen lässt, die

nicht messtechnisch erfasst werden. Der

Vorteil dieser Methode ist die Möglichkeit

der Erfassung schwer messbarer Größen.

Sensoren, die Daten virtuell messen

Speziell im Bereich der Sensorentwicklung

zeichnet sich ein Trend hin zu immer intelligenteren

Feldkomponenten ab. Ein Grund

dafür ist die immer leistungsfähigere Hard-

Dipl.-Ing. Philipp H. F. Wallner, MBA, Industry

Manager, The Mathworks GmbH, Ismaning

42 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016



KOMPONENTEN UND SOFTWARE

ware, die es erlaubt, auf kleinstem Raum

und unter rauen Bedingungen komplexe

Algorithmen auszuführen und die Ergebnisse

über unterschiedlichste Feldbusse an die

Steuerung zu schicken. Zum anderen entlastet

ein intelligenter Sensor, der die Vorverarbeitung

der erfassten Daten bereits

lokal übernimmt und z. B. Temperaturschwankungen

kompensiert und Signalrauschen

filtert, bevor die Daten weitergeleitet

werden, sowohl die zentrale Steuerung

als auch das gesamte Produktionsnetz.

Doch nicht nur für die Signalverarbeitung

sind komplexe Algorithmen denkbar; so hat

etwa der österreichische Industrieautomatisierungshersteller

B&R „virtuelle Sensoren“

in Form eines Beobachtersystems entwickelt,

um die Belastung des Servoantriebs an

schwer zugänglichen Stellen indirekt über

vorhandene Daten virtuell zu messen.

Effiziente Implementierung

von Algorithmen

Algorithmen, die in Matlab und Simulink

entwickelt und getestet worden sind, müssen

im letzten Entwicklungsschritt auf der

Sensorhardware implementiert werden. In

der Vergangenheit wurde dazu in der Regel

manuell C, C++, VHDL oder Verilog Code

von Programmierexperten entwickelt. Dieser

Das Internet der Dinge (IoT): links sind die „Edge Nodes“ zu sehen – intelligente Embedded-

Komponenten, die Daten im Feld sammeln und vorverarbeiten; die Mitte zeigt den Daten -

ag gregator, der Prozess- und Speicherdaten in einer Datenbank oder Cloud sammelt; die rechte

Seite bildet die Analyse der historischen Daten durch den Prozessingenieur ab

Schritt ist nicht nur relativ aufwändig, er ist

auch fehleranfällig. Funktionen, die in der

Simulation bereits verifiziert wurden, verhalten

sich unter Umständen nach der manuellen

Implementierung zum Teil nicht

mehr so wie vorgesehen und führen zu Problemen

im Feld. Abhilfe schafft hier die automatische

Generierung von Echtzeitfunktionalität

direkt aus der Simulation heraus.

Der getestete Algorithmus wird dabei mittels

Embedded Coder in echtzeitfähigen C

oder C++ oder mithilfe des HDL Coders in

VHDL oder Verilog Code umgesetzt. Das

spart Zeit und ermöglicht innovative Lösungen

auch in kleinen Entwicklerteams,

wie Dr. Engelbert Grünbacher von B&R bestätigt:

„Die schnelle Analyse, Visualisierung

sowie die Reglerauslegung in Matlab und

Simulink haben das Projekt ermöglicht.“

Fotos: Fotolia pixtumz88, Mathworks

de.mathworks.com

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KOMPONENTEN UND SOFTWARE

Sicher trennen, sicher schalten

Mit der neuen NH-Lasttrennschaltleiste mit Sicherungen

komplettiert Rittal das Sortiment seiner NH-Sicherungstechnik.

Das Schalten der Leiste erfolgt federgestützt durch Umlegen eines

Hebels und ermöglicht somit ein komplett bedienerunabhängiges

Schalten. Das integrierte Sprungschaltwerk mit Doppelunterbrechung

gewährleistet dabei einen schnellen Schaltvorgang

sowie einen definierten Schaltpunkt. Die NH-Lasttrennschaltleiste

ist für Sicherungen der Baugrößen NH00-3 geeignet und

wird vertikal verbaut. Ein separater Kabelanschluss und sowie ein

Führungsraum sind somit nicht erforderlich. Darüber hinaus

ermöglicht die vertikale Bauform eine effizientere Entwärmung

gegenüber einer horizontalen. Die Kontaktierung erfolgt bohrungslos

mit Klemmschraubenbefestigung. Sicherheit für den Bediener

bietet der erweiterte Berührungsschutz für den Anschlussraum

sowie die separate front- und

rückseitige Abdeckung des

Anschlussbereiches. Eine

Doppelunterbrechung gewährleistet

einen spannungsfreien

Sicherungswechsel.

www.rittal.de

Steckverbinder für

Industrial-Ethernet-Anwendungen

Die Industrial-Ethernet-Steckverbinder von Murrelektronik

eignen sich für die IP20-Schaltschrank-Verkabelung, für das raue

industrielle IP67-Umfeld oder für den Übergang vom Schaltschrank

oder der Office-Welt ins Feld. Sie können in nahezu beliebigen

Längen und in zahlreichen Kombinationen (M12 oder RJ45,

gerade, gewinkelt, 45°, Abgang nach links, rechts, oben und unten)

gefertigt werden. Die Leitungen verfügen über einen 360°-Schirm,

das sorgt für eine zuverlässige Übertragung der sensiblen Daten.

Das Steckergehäuse ist platzsparend gehalten. Der Clip für den

RJ45 ist optimiert worden und deshalb besonders einfach in der

Handhabung. Industrial-Ethernet-Leitungen gibt es in folgenden

Spezifikationen: Cat. 5, 5e, 6 und 6A. Sie können mit allen

gängigen Protokollen verwendet

werden. Hierzu zählen Ethernet/

IP, Profinet, EtherCAT, Sercos,

Ethernet Powerlink, Varan,

Ethernet TCP/IP und Modbus

on TCP.

www.murrelektronik.com

Kabelverschraubungen für extreme Temperaturen

Das Unternehmen Pflitsch hat seine Kabelverschraubungs-Serie Uni Split Gland mit Typen aus

Polycarbonat und Zinkdruckguss erweitert, die erhöhte mechanische Anforderungen und extreme

Einsatztemperaturen aushalten. Mit ihnen können Kabel der Schutzart IP67 durch eine Gehäusebohrung

gesteckt werden. Bei Reparaturen und Instandhaltung können sie die Kabelverschraubung

ersetzen, ohne dass die Kabelinstallation abgeklemmt werden muss. Der Verschraubungskörper und

die Druckschraube bestehen aus je zwei Teilen, die bei der Installation verrastet werden. Für die

Montage wird zuerst das Kabel in den geschlitzten Dichteinsatz eingelegt. Dann werden die

Verschraubungshälften zusammengefügt, in der Gehäusebohrung fixiert und der Dichteinsatz in den

Doppelnippel geschoben. Anschließend werden die

beiden Hälften der Druckschraube um die Kabel

gelegt, miteinander verriegelt und aufgeschraubt.

Zur Demontage lassen sie sich mit einem Schraubendreher

wieder entriegeln.

www.pflitsch.de

Präzisionsbuchsenleisten für sichere

Kontaktierung bei Highend-Anwendungen

Bocube Alu

Innovativer Schutz für

empfindliche Elektronik!

• 8 Größen, 2 Farben

• IP 66 / IP 67 / IP 69

• Sämtliche Gehäusekomponenten

aus Metall

• Integriertes Scharnier (unverlierbar)

• Optionale Druckausgleichsfunktion

www.bopla.de

Mit den Präzisionsbuchsenleisten der Serien 153 und 1531 präsentiert

das Unternehmen W+P Bauteile, die eine hohe Qualität und

Zuverlässigkeit der elektrischen Verbindung gewährleisten. Selbst

unter kritischen Außenbedingungen ist jederzeit die Kontaktierung

mit der Stiftleiste gesichert. Realisiert wird dies durch das besondere

Design der Präzisionskontakte. Bestehend aus einer gedrehten Hülse mit einer 6-Lamellen-Feder

sorgen sie für eine Rundumkontaktierung der einzuführenden Stiftleiste. Im Gegensatz zu gestanzten

Kontakten stellen die Präzisionskontakte zuverlässige Verbindungen sowohl zu Vierkantstiften als

auch zu Rundstiften her. Die Serien 153 und 1531 umfassen ein- und zweireihige Buchsenleisten im

Rastermaß 2,54 mm als Einlöt- und SMT-Versionen. Das Kontaktmaterial besteht aus einer

Beryllium-Kupfer-Feder mit verschiedenen Oberflächenoptionen (verzinnt, vergoldet) zur

Aufnahme von 0,65 bis 0,85 mm-Rundstiften oder 0,635 mm-Vierkantstiften. Der Durchgangswiderstand

beträgt weniger als 10 mOhm, die Strombelastbarkeit 3 A. Eine sichere Funktion ist in

einem Temperaturbereich von - 55 bis + 125 °C gewährleistet. Datenblätter und entsprechende

Muster sind kostenlos erhältlich.

www.wppro.com

44 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016

Bopla.indd 1 10.08.2016 09:10:01


escha.net

Energieführung eine Nummer größer

Die dreidimensionale Energiekette Triflex TRLF von Igus für

Roboter-Montageanwendungen gibt es nun in einer größeren

Version mit 125 mm Nenndurchmesser. Durch sie lassen sich mehr,

dickere oder steife Leitungen und Schläuche führen. Diese E-Kette

für Torsionsbewegungen ist besonders leicht, da durch das offene

Design der einzelnen Glieder Material eingespart wird. Gleichzeitig

führt sie die Leitungen sicher und stabil. Jedes Kettenglied verfügt

über drei schwenkbare Öffnungsstege, die jederzeit per Hand oder

Schraubendreher geöffnet und aufgeklappt werden können. Das

erleichtert das Befüllen mit großen Leitungsdurchmessern oder

Schlauch paketen. Die Montage der E-Kette geht leicht, da sie keine

durchgehenden Tragelemente wie Stahlseile

oder Federelemente hat. Sie lässt sich

verlängern, indem neue Glieder an den

Kugelgelenken eingerastet werden. Ebenso

kann sie leicht per Hand gekürzt werden.

www.igus.de

Kabelverschraubungsserie

für Extrembereiche

Wiska präsentiert seine Kabelverschraubungsserie

Shotgland. Sie ist für

industrielle Anwendungen entwickelt, bei

denen sehr hohe oder niedrige Umgebungstemperaturen herrschen.

Mit ihrer minimalen Aufbauhöhe zeichnet sie sich durch eine sehr

platzsparende Bauform aus. Je nach Einsatzgebiet variieren die

Dichtungen der Serie, für extreme Temperaturen wird z. B. die

LT-Variante Silikon genutzt, die extreme Einsatztemperaturen

zwischen - 60 und 180 °C meistert. Geht es ausschließlich um eine

sehr platzsparende Installation, ist die EPDM-Version geeignet.

Die Serie ist in Messing und den Gewindegrößen M 8 bis M 63

erhältlich, ebenso als EMV-Variante. Sie erfüllt die Schutzart IP 68

und deckt durch diverse Dichteinsätze große Klemmbereiche ab.

www.wiska.com

Vorkonfektionierte Kabel für sichere und

schnelle Verdrahtung

Für nahezu alle Aufbau- oder Anwendungsvarianten liefert FTG

vorkonfektionierte Kabel. Aufgrund der spezifischen Beschriftung

der Einzeladern am Start- und Endpunkt verringern sich Montagezeit

und -fehler beim Schaltschrank- und Steuerungsbau. Die Kabel

müssen nur noch verdrahtet werden. Das Unternehmen fertigt

Kabel mit ultraschallverschweißten Enden, mit Gabelschuhen und

sonstigen Anschlagsmöglichkeiten. Eine Ultraschallverdichtung

reicht bis unter die Isolierung und es lassen sich mehrere Leiter zu

einem Litzenknoten verbinden. Zu einer komfortablen Installation

stehen sowohl Sequenz- als auch Rundbündel zur Verfügung. Der

Service umfasst das Anschlagen der Kontakte, ein Bedrucken

größerer Gebinde bis 2 000 m Leitungslänge und eine Bandagierung

von Litzen- sowie Kabelsätzen. Bei der Konfektionierung von

SPS-Steckern bietet FTG konfektionierte Stecker inklusive

bedruckter Kabelbäume und Sequenzbündel, bei denen die

vorkonfektionierten Kabel in der Montagereihenfolge auf einem

Papierstreifen befestigt werden.

PATCHCORDS

RJ45 umspritzt

verfügbar in zwei Leitungsqualitäten

PVC/Cat5e oder FRNC/Cat6 A

in sechs Farben

individuelle Leitungslängen

von 0,30m bis 50,0m

für den industriellen Einsatz (IP20)

attraktive Preise

www.ftg-germay.de


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

Funktionelle Aluminium-Gehäuse

mit Schnellverschluss

Für seine robusten Aluminiumgehäuse der Serie Bocube Alu bietet

Bopla als optionales Zubehör einen Schnellverschluss an. Mit

seiner Hilfe lassen sich die Gehäuse ohne Werkzeug per Hand

öffnen und auch wieder verschließen. Der Schnellverschluss aus

eloxiertem Aluminium ist für alle Alu-Größen verfügbar. Zum

Öffnen und Schließen muss das Gehäuse nun nicht mehr

verschraubt werden. Erreicht wird Schutzart IP 66/67 (bei

geschlossenem Verschluss). Die Baureihe umfasst acht Gehäusegrößen,

die Einbauraum für

rechteckige Platinen bieten.

Wesentliche Merkmale sind

mechanische Stabilität, gute EMV-

Abschirmung sowie Beständigkeit

gegenüber Chemikalien.

www.bopla.de

Kabeleinführungen für

den Atex-Bereich

Für den Einsatz in Ex-Bereichen bietet

Icotek eine breite Auswahl an Kabeleinführungssystemen

für konfektionierte

und nicht konfektionierte Leitungen,

die nach der Atex-Richtlinie zertifiziert sind. Diese können für die

Gerätegruppe II in der Kategorie 2 und Kategorie 3 eingesetzt

werden. Die eingesetzten Werkstoffe sind selbstverlöschend. Mit

den teilbaren Kabeleinführungssystemen für Leitungen mit Stecker

ist eine einfache Bestückung auch bei Nachrüstungen möglich.

Leitungen bis d = 65 mm können eingeführt und mit Schutzklasse

IP 65 / Nema 4X abgedichtet werden. Die Kabeldurchführungsplatten

für Leitungen ohne Stecker sind kompakt und erlauben eine

hohe Packungsdichte. Mit ihnen können Leitungen bis d = 55 mm

eingeführt und bis Schutzklasse IP 68 abgedichtet werden.

www.icotek.com

Multiclip für umspritzte

RJ45-Steckverbinder

Zum schnellen und einfachen Entund

Verriegeln von umspritzten

RJ45-Steckverbindern bietet der

Anschlusstechnikspezialist Escha

ab sofort den neuen Multiclip.

Dieser wird mühelos auf den

Griffkörper des umspritzten

RJ45-Steckverbinders gesteckt

und ist unmittelbar einsatzbereit. Mit dem Multiclip können

RJ45-Steckverbinder entriegelt werden, die tief im Port stecken

und deren Entriegelungslasche nur schwer oder gar nicht mit

dem Finger zu erreichen ist. Es kann aber auch verhindert werden,

dass bereits gesteckte RJ45-Steckverbinder versehentlich entriegelt

und dadurch wichtige Verbindungen ungewollt getrennt werden.

Dafür wird die Lasche des Multiclips unter die RJ45-Lasche

geschoben. Der Multiclip ist in elf Farben erhältlich (blau, rot,

grün, gelb, pink, orange, violett, schwarz, grau, weiß und beige)

und besteht aus hochwertigem Polyoxymethylen. Durch die

unterschiedlichen Farben eignen sich die Clips auch zum

Markieren oder Zuordnen von umspritzten RJ45-Steckverbindern.

www.escha.net

LED-Schaltschrankleuchte für den

Rundum-Blick

Sollen Schaltschränke und Gehäuse

ergonomisch ausgeleuchtet werden,

ist die Leuchte LED 025 Ecoline von

Stego das geeignete Mittel der

Wahl. Techniker profitieren

von der blendfreien Helligkeit

mit Tageslichtcharakter

(6000 - 7000 K, 400 Lm bei 120° Abstrahlwinkel). Die farbechte

Ausleuchtung sorgt für verwechslungsfreies Sehen und somit

sicheres Arbeiten. Hohe Ausfallsicherheit, lange Lebensdauer

(60 000 h) und geringe Leistungsaufnahme (max. 5 W) machen

die LED-Technik zum ökonomischen Standard in der Gehäusebeleuchtung.

Der Anschluss der kompakten Leuchte erfolgt direkt

an AC 100 - 240 V. Mit Schraub-, Clip- und Magnetbefestigung gibt

sich die kompakte Leuchte 351 × 40 × 32 mm (L×B×H) montagefreudig.

Per Durchgangsverdrahtung lassen sich bis zu zehn

Ecoline-Leuchten für die Ausleuchtung umfangreicherer

Applikationen verbinden. Wahlweise Anschluss für einen

externen Schalter, integrierter Ein-/Aus-Schalter oder integrierter

Bewegungsmelder runden die Ausstattung ab.

www.stego.de

Neues Add-on für alle Disziplinen der Wscad Suite

Das Unternehmen Wscad präsentiert eine Reihe von Erweiterungen,

neuen Funktionen und Verbesserungen seiner modular und

skalierbar aufgebauten E-CAD-Lösung. Davon profitieren

Konstruktion und Dokumentation über die Disziplinen Elektrotechnik,

Schaltschrankbau, Verfahrensund

Fluidtechnik, Gebäudeautomation

und Elektroinstallation. Das neue

Add-on ermöglicht die vollständige

Integration der Wscad-Lösung mit PLMund

ERP-Systemen unterschiedlichster

Hersteller. Der Datenaustausch erfolgt in

beide Richtungen: von PLM/ERP nach

Wscad wie auch umgekehrt. Aktuelle

Kalkulationen und Preisübersichten auf

Grundlage der erzeugten Material- und Stücklisten lassen sich

schon während der Planungsphase erstellen. Jeder Datenabgleich

erfolgt über die SQL-basierende PLM-/ERP-Exchange-Datenbank.

Eine History-Funktion protokolliert exakt, was wann und von wem

initiiert wurde, eine Rollback-Funktion

ermöglicht jederzeit die Rückführung

von Änderungen. Mit dem neuen Add-on

lässt sich der Prozess Engineering –

Beschaffung – Lagerhaltung – Fertigung –

Vertrieb durchgängig implementieren,

die bislang übliche doppelte Datenhaltung

entfällt.

www.wscad.com

46 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


Rückkühlanlagen bringen Effizienz in die Prozesskühlung

Pfannenberg hat sein Portfolio an Prozesskühlungslösungen um die

Rückkühlanlagen der Serien EB 2.0 (Bild) und EB XT erweitert. Während die

Serie 2.0 mit Kühlleistungen von 3,2 bis 16 kW eine Weiterentwicklung der

bestehenden EB-Reihe ist, stellt die Serie XT mit Kühlleistungen von 36 bis

150 kW eine komplette Neuentwicklung für anspruchsvolle Anwendungen

dar. Was beide Rückkühler-Serien gemein haben, sind die hohe Energieeffizienz,

die Servicefreundlichkeit und die kompakte Bauweise. Die

Serie EB XT erreicht in neun Gerätevarianten und drei Baugrößen hohe

Kühlleistungen bis 150 kW. Außerdem ergänzen die weiterentwickelten

Rückkühlanlagen der EB-Serie 2.0 das Prozesskühlungsportfolio. Fünf

Standardkonfigurationen und bis zu 30 Erweiterungsoptionen ermöglichen

die optimale Anpassung an nahezu jede Anwendung. Die EB 2.0-Geräte können bei Umgebungstemperaturen

von - 20 bis + 45 °C eingesetzt werden. Aufgrund der hohen Regelgenauigkeit von bis

zu ± 0,1 K bei unterschiedlichen Kühlanforderungen eignen sich die Rückkühler der EB-Serie für

anspruchsvollste Anwendungen, unter anderem in der Automobilindustrie, im Werkzeugmaschinenbau,

in der Verpackungsindustrie und in Laserschneidemaschinen.

Teilbar

muss er sein!

www.pfannenberg.com/de

Connectivity-Programm für Effizienz im Schaltschrankprozess

Als Partner der Industrial Connectivity hat Weidmüller den Prozess von der einzelnen Klemme bis

hin zum verdrahteten Schaltschrank vollständig im Visier. Das Ergebnis: Produkte und prozessunterstützende

Lösungen, die einen Mehrwert in allen Phasen bieten. Beispiel hierfür ist Klippon

Connect, ein Reihenklemmen-Programm zum

Planen, Installieren und Betreiben. Es ermöglicht

u. a. eine Zeitersparnis von bis zu 75 % beim

Engineering, eine fehlerfreie Verdrahtung sowie

schnelle Markiervorgänge. Verfügbar sind zwei

Reihenklemmen-Programme, ein Applikationsund

ein Universalprogramm sowie zwei Anschlusstechnologien.

Während das Applikationsprogramm

maßgeschneiderte Lösungen bietet, deckt die

andere Variante anwendungsnahe Verdrahtungsmöglichkeiten

mit universellen Bauformen ab. Mit

dem webbasierenden Configurator (WMC) steht eine Softwarelösung bereit, die die Auswahl,

Projektierung und Bestellung von Tragschienenkomponenten beschleunigt und somit die gesamte

Effizienz im Engineering-Prozess steigert.

Der Spezialist für industrielle

Kabelverschraubungen und

Kabelkanäle

www.weidmueller.de

Lizenzen geschützter Software einfach offline verschieben

Wibu-Systems stellt seine neu entwickelten Lizenztypen „Ausleihbare Lizenzen“ und „Verschiebbare

Lizenzen“ vor, die das flexible und gleichzeitig sichere Ausleihen und Verschieben von Lizenzen

geschützter Software durch den Anwender erlauben. Sowohl Hersteller als auch Anwender profitieren

davon: Der Hersteller kann die Parameter

für das Ausleihen und Verschieben seiner

geschützten Software definieren und dabei

sicher sein, dass seine Vorgaben genau

eingehalten werden. Ganz komfortabel kann

der Anwender die Lizenzen der geschützten

Software nach seinen Bedürfnissen so

ausleihen und verschieben, wie er sie zum

aktuellen Zeitpunkt braucht, auch offline

ohne Internetverbindung. Oliver Winzenried,

Vorstand und Gründer von Wibu-Systems:

„Mit den neuen Lizenztypen haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht: Flexibilität gepaart

mit Sicherheit. Und vom Offline-Verschieben erwarte ich eine starke Nachfrage, da wir die

allerersten sind, die diese Idee umgesetzt haben.“

www.wibu.com

UNI FLANSCH HD

Der neue Metallflansch für raue Umgebungen

INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2016 47

www.pflitsch.de


MESSE MOTEK 2016 I TITEL

Roboter und Mensch

arbeiten im Team

ohne oder nur mit minimalen Schutzvorrichtungen

direkt neben den menschlichen

Kollegen tätig werden. Durch das patentierte

Sicherheitssystem von UR-Robotern

stoppt der Roboterarm sofort, wenn er auf

ein Hindernis stößt. Dabei übt er keine

größere Kraft als den in den regulierbaren

Sicherheitseinstellungen gewählten Grenzwert

aus. Diese Größe lässt sich beim UR5

auf eine Krafteinwirkung zwischen 100 und

250 N ein stellen.

Monotone Aufgaben

automatisieren

Leichtbauroboter etikettieren Spritzgussprodukte –

zuverlässig und wirtschaftlich

Helmut Schmid

Kunststoffprodukte wie Gartenkübel

oder Eiscremebehälter

unterliegen hohen Qualitätsanforderungen.

Um derartige

Spritzgussartikel exakt etikettieren

zu können, setzt ein Mittelständler

kollaborierende Roboterarme ein.

Sie arbeiten mit menschlichen

Kollegen Hand in Hand, erhöhen

die Produktivität und bringen

Flexibilität in den Prozess.

Seit über 40 Jahren fertigt Prysm Produkte

für Abnehmer in ganz Australien. Bei

dem Unternehmen mit Sitz in Dandenong,

Victoria, stehen dabei tagtäglich

monotone und ergonomisch ungünstige

Aufgaben an, die die Mitarbeiter belasten.

Helmut Schmid ist General Manager Western

Europe bei Universal Robots, München

„Auf vielen unserer Produkte müssen Aufkleber

angebracht werden“, erklärt der

Produktionsleiter bei dem Unternehmen

Prysm, Matthew Murphy. „Früher standen

erfahrene Mitarbeiter stundenlang auf der

Stelle und haben alle sechs bis sieben

Sekunden einen Aufkleber auf Produkte

anbringen müssen. Durch eine Automatisierung

dieser monotonen Tätigkeit wollten

wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit

eröffnen, sich mit abwechslungsreicheren

und anspruchsvolleren Tätigkeiten zu

widmen. Zudem konnten wir dadurch

auch wirtschaftlicher etikettieren.“

Sicherheit der Mitarbeiter

im Fokus

Bei der Entscheidung für eine automatische

Lösung hat die Sicherheit der Mitarbeiter

eine bedeutende Rolle gespielt. Der Produktionsleitung

war es von Anfang an sehr

wichtig, dass der Roboter auch unter den

beengten Platzverhältnissen der Produktionslinie

gefahrlos in der Nähe der Mitarbeiter

arbeiten kann. Im Gegensatz zu

vielen traditionellen Industrierobotern

können die kleinen, leichtgewichtigen

Roboterarme von Universal Robots nach erfolgreich

abgeschlossener Risikoanalyse

Prysm erledigt mit dem UR5 inzwischen

seine gesamten Etikettierarbeiten. Der kollaborierende

Leichtbauroboter nimmt am

Ende der Fertigungslinie einen Behälter auf

und platziert ihn vor eine Etikettiermaschine.

Abhängig von der Behälterform bewegt

der Roboterarm den Gegenstand dann

durch die Maschine oder um die Maschine

herum. Die Mitarbeiter, die früher mit den

Etikettieraufgaben betraut waren, bedienen

nun einige andere Stationen und können

sich mit anspruchsvolleren Aufgaben in der

Produktion beschäftigen.

„Mit dem UR5 werden die Etiketten kontinuierlich

faltenfrei und wesentlich exakter

als in der Vergangenheit aufgebracht“, sagt

Murphy. „Zudem kann der Roboter mehrere

Tage ohne Unterbrechung arbeiten und

lässt sich flexibel an unterschiedliche Aufgaben

anpassen. Weiterer Vorteil waren die

relativ niedrigen Anschaffungskosten. Jeden

Tag, den der UR5 bei Prysm im Einsatz ist,

sparen wir allein 550 Dollar an Etikettierkosten

ein.“ So hat sich der Leichtbauroboter

bereits vor Ablauf eines Jahres amortisiert.

Etikettieren, heben und

stapeln

Als eine der besten Eigenschaften des UR5

erwähnt Murphy die Möglichkeit, den Roboter

problemlos umzupositionieren. „Normalerweise

befindet sich der Roboter am

Ende der Produktionslinie und hat dabei

kein Problem sich auf engstem Raum zu bewegen“,

sagt Murphy. „Unsere Mitarbeiter

bringen den UR5 alle zwei bis drei Wochen

Video zum Beitrag

Das Familienunternehmen Prysm Industries

mit Sitz in Australien hat sich auf Spritzguss

sowie Verpackungsprozesse spezialisiert.

Die Herstellung qualitativ hochwertiger

Produkte mit gleichzeitig

niedrigen Kosten in Einklang zu bringen,

kann dabei eine Herausforderung sein.

Realisiert wurde dies mit

den kollaborierenden Robotern

von Universal Robots.

http://bit.ly/1RISErT

48 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


TITEL I MESSE MOTEK 2016

02 Eine intuitive Teach-Funktion ermöglicht

es dem Bediener, dem Roboterarm einfach die

gewünschte Bewegung beizubringen

01 Der Leichtbauroboterarm erledigt die gesamte Etikettierung der Kunststoffbehälter

exakt und faltenfrei

in eine neue Position, sodass wir sein

Einsatz den jeweiligen Produktionsanforderungen

anpassen können. Diese Möglichkeit

haben wir mit unseren anderen Robotern

an unserer Produktionslinie nicht, da

der Aufwand zu groß wäre.“ Wird der UR5

nicht gerade zum Etikettieren gebraucht,

bewegt und stapelt er Produkte.

Die Handhabung aller Leichtbauroboter

von Universal Robots ist so einfach gestaltet,

dass selbst Personal ohne spezielle Programmiererfahrung

innerhalb weniger

Minuten neue Anwendungen einstellen

kann. Die bedienerfreundliche Benutzeroberfläche

arbeitet mit einer nicht-technischen

Sprache und bietet zwei Möglichkeiten

der Eingabe. Eine intuitive Teach-

Funktion ermöglicht es dem Bediener dem

Roboterarm einfach die gewünschte Bewegung

beizubringen, indem er ihn mit der

Hand von einem Wegpunkt zum nächsten

führt. Alternativ ist die Eingabe per Pfeiltasten

auf dem Touchscreen möglich. Per

Drag-and-Drop-Funktion wählt der Mitarbeiter

dann die entsprechenden Programmroutinen

am Steuerungsmodul aus.

„Unsere Mitarbeiter sind stolz darauf, dass

sie den Roboter bereits selbst umprogrammieren

können“, so Murphy.

Weitere Leichtbauroboter im Plan

Während der Suche nach einer Automatisierungslösung

wurde Prysm von Sensorplex,

einem Vertriebspartner von Universal

Robots in Australien, auf die Technologielösungen

des dänischen Leichtbauroboterherstellers

aufmerksam gemacht. „Wir

haben Prysm dabei unterstützt, den UR5

als die optimale Lösung für ihre Produktionsanforderungen

und die benötigte

Nutzlast zu identifizieren“, erläutert der

Director Operations and Technology bei

Sensorplex, Herbert Ho . Insbesondere

wegen der Flexibilität des Roboterarms

und seiner Fähigkeit, unter beengten Verhältnissen

sicher zu arbeiten, möchte

Murphy den Roboterarm nicht mehr missen.

„Die flexible Arbeit mit dem Roboter

hat sich als Alleinstellungsmerkmal gegenüber

anderen Unternehmen im Bereich

Spritzguss erwiesen. Das zeigt, dass wir

den anderen e in Stück voraus sind.“ Darum

möchte Prysm auch schon bald einen

zweiten UR5 für kleinere Montagearbeiten

in Betrieb nehmen.

www.universal-robots.com/de

MRK ist nicht gleich MRK

03 Wenn der

Roboter nicht

zum Etikettieren

gebraucht wird,

bewegt und

stapelt er

Produkte

Vier Arten der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) defiiniert die EN ISO 10218

folgendermaßen: Grundvoraussetzung der MRK ist, dass Mensch und Roboter

innerhalb eines Arbeitsbereichs gemeinsam agieren. Als Gradmesser zur Unterscheidung

der folgenden Schutzprinzipien dienen zugrundeliegende Sicherheitskonzepte:

1. Sicherheitsgerichteter überwachter Halt: Der Roboter stoppt, wenn ein Mensch

den Kollaborationsraum betritt. Der Stillstand hält solange an, wie sich der

Mitarbeiter in dem gemeinsamen Arbeitsraum aufhält.

2. Handführung: Mittels Sensoren werden die Bewegungen und Kräfte, die der

Mensch auf den Roboter ausübt, in eine Roboterbewegung umgewandelt. Also

steuert der Mensch den Roboter komplett, meist unterstützt durch eine Zustimmungseinrichtung

wie einen Dreipunktschalter.

3. Geschwindigkeits- und Abstandsüberwachung: Der Abstand von Mensch und

Roboter wird konstant überwacht. Wird die vorgeschriebene Distanz unterschritten,

so wird die Geschwindigkeit des Roboters bis auf einen Sicherheitshalt reduziert.

4. Leistungs- und Kraftbegrenzung: Das Gefährdungspotenzial des Roboters wird

durch die Beschränkung dynamischer Parameter verringert. Als Folge werden die

Kontaktkräfte zwischen Mitarbeiter und Roboter auf ein ungefährliches Maß

begrenzt.

INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016 49


MESSE MOTEK 2016

Industrie 4.0 realitätsnah erleben

Motek 2016: Mit Robotik-Systemintegration in die Zukunft

Die Welt der Automation steht niemals still und hält somit stets Neuund

Weiterentwicklungen bereit. Welche es dieses Jahr sind, zeigt die

Motek 2016. Die internationale Fachmesse wagt den Blick über den

Tellerrand und gewährt Einblicke in die Automatisierungs- und

Digitalisierungs-Strategie Industrie 4.0. Erfahren Sie auf den folgenden

Seiten, um welche Trends es sich dabei genau handelt.

Die Internationale Fachmesse Motek, die

in diesem Jahr vom 10. bis 13. Oktober

in Stuttgart ihre Tore öffnet, ist weltweit die

führende Veranstaltung in den Bereichen

Produktions- und Montageautomatisierung,

Zuführtechnik und Materialfluss, Rationalisierung

durch Handhabungstechnik und

Industrial Handling. Damit bildet die Messe

die ganze Welt der Automation ab und bietet

sowohl Anbietern als auch Anwendern eine

Plattform, um sich über Innovationen zu

informieren und in Kontakt zu treten.

Über den Tellerrand hinaus

schauen

Nachdem sich die Motek und die Bondexpo

2015 mit Rekordzahlen in Szene setzen

konnten, stehen für 2016 eine quantitative

sowie qualitative Konsolidierung in Gestalt

der Themen- und Business-Offensive an.

Dies geschieht vor dem Hintergrund, den

Ausstellern aus mehr als 30 Nationen zusätzliche

und vor allen Dingen neue in die

Zielgruppen-Strategie passende Interessenten

auf Entscheider-Ebene zuzuführen.

Die fachlich-inhaltliche Weiterentwicklung

wird sich konsequent an der Ausrichtung

der Motek als strikt praxisorientierter Informations-,

Kommunikations-, Business- und

Branchen- Plattform ausrichten und der

Nomenklatur als dem „Roten Leitfaden“

folgen. Nicht trendige Zeitgeist-Themen

stehen im Fokus, sondern der Blick über

den Tellerrand hinaus, um die Produktions-

Philosophie entlang der Automatisierungsund

Digitalisierungs-Strategie Industrie 4.0

in Form von Komponenten, Baugruppen,

Teilsystemen und Komplettlösungen realitätsnah

darstellen zu können.

Robotik trifft auf Leichtbau

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Motek ist

die Roboter-Systemintegration mit der

visualisierten und in Haptik erlebbaren

Prozessfähigkeit von Robotern in allen

denkbaren Anwendungsbereichen: komplementär,

kongenial, kollaborierend, kooperierend.

Mehr als 150 Sondermaschinenund

Roboter-Hersteller sowie Roboter-

Systemintegratoren repräsentieren die

weltweite Roboter-Szene auf breiter Ebene.

Das Angebot durch zahlreiche Roboter von

weiteren Herstellern, deren Produkte in

schlüsselfertige Automatisierungs- und

Montageanlagen integriert sind, ergänzen

das Leistungsspektrum. Damit setzt die

Messe ein Zeichen „Pro Prozesskompetenz

und Contra Showveranstaltung“ – denn die

moderne Robotik findet in immer mehr

Branchen und Prozessen neue Anwendungsfelder,

die über die angestammten Industriesegmente

Automotive und Schweiß- oder

Lackiertechnik hinausgehen.

Aber auch das Thema Leichtbau spielt

eine wichtige Rolle und soll aus unterschiedlichen

Sichtweisen betrachtet werden

– vor allem aus der Sicht der Automatisierungs-Möglichkeiten

zur Produktion

und Montage von Leichtbauteilen und

-baugruppen. Doch auch in den Automatisierungs-Komponenten

selbst finden sich

immer häufiger Leichtbau-Strukturen, zum

Beispiel Leichtbau-Linearachsen und daraus

aufgebaute Koordinatensysteme. Das

geht bis zu den bereits im Einsatz befindlichen

Leichtbau-Roboterarmen bzw. -Robotern

und -Greifern. Dadurch reduzieren

sich die zu bewegenden Massen, die Prozesse

werden dynamischer und nicht zuletzt

minimieren sich die unproduktiven

Nebenzeiten. Um auch die tägliche Fertigungspraxis

im Leichtbau stärker abzubilden,

findet am 11. und 12. Oktober in Halle 8

ein Fachkongress zum Thema „Leichtbau

meets Robotik“ statt.

www.motek-messe.de

50 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


Industrietaugliche Messtaster

Die taktilen Messtaster der HG-S Serie von Panasonic sind besonders

stabil gegenüber mechanischen lateralen Belastungen. Während

andere Modelle eine Lebenszeit von ca. 1 Mio. lateralen Belastungen

erreichten, halte die neue Serie 100 Mio.

Belastungen stand, so der Hersteller. Die

erhöhte Stabilität erhalten die Messtaster

durch hochpräzise Gleitlager. Der Spindelanschlag

wurde so konzipiert und platziert,

dass die Belastung auf den Glasmaßstab

minimiert wird. Glas hat zudem einen

sehr geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten

und beeinflusst über den

gesamten Betriebstemperaturbereich die

Messauflösung nicht. Die CMOS-Technologie

ermöglicht eine Absolutmessung mit einer Auflösung von

0,1 μm und einer Anzeigegenauigkeit von 1 μm. Der auf

DIN-Schiene montierbare Messverstärker hat eine Ansprechzeit von

3 ms. An eine Mastereinheit lassen sich bis zu 15 Erweiterungseinheiten

anschließen. . So können Einstellungen und Ergebnisse

zusammengefasst werden.

www.panasonic-electric-works.de

Neuheiten für die moderne Fertigung

Balluff präsentiert auf der Motek seine Neuheiten für die moderne

Fertigung. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie das Zusammenspiel

aller Fertigungsebenen mittels leistungsstarker Sensorik,

Identifikationssystemen und intelligenter Netzwerk- und Verbindungstechnik

gelingt. Vorgestellt werden Konzepte für schnelle

Formatwechsel und die zuverlässige

Qualitätssicherung bis

Losgröße 1. Auch Lösungen zur

Zustandsüberwachung und vorausschauenden

Wartung sind zu sehen.

Ein Beispiel, wie auf einfache Weise

Industrie 4.0 Einzug in die Produktion

nehmen kann, ist Tool-ID von

Balluff. Mittels Industrial RFID

macht es den Einsatz von Werkzeugen rückverfolgbar, gewährleistet

deren optimale Auslastung und unterstützt die vorausschauende

Instandhaltung. Maximale Prozesstransparenz durch umfassende

Traceability ist ein weiterer Ausstellungsschwerpunkt. Dafür bietet

Balluff neben einem umfangreichen Produktportfolio auch schlüsselfertige

Lösungen und ein umfassendes Projektmanagement an.

www.balluff.com

Handling-Lösungen vom Bedienfeld bis zum Roboter

Mit den Divisionen Robotics, Drives+Motion und Vipa deckt Yaskawa das gesamte Spektrum von Industrierobotern,

Antriebssystemen und Steuerungstechnik ab. Zugleich stellen offene Schnittstellen die Anbindung

an Fremdsysteme sicher. Mit Motologix, der neuen Generation der Schnittstelle Motoman Sync, lassen sich

Motoman-Roboter mit gängigen Programmiersprachen in der SPS programmieren und steuern. Aktuelle Robotermodelle

sind die ersten Vertreter der neuen Motoman GP-Serie sowie der kollaborative Motoman HC10. Die

Roboter der GP-Serie können in raueren Umgebungen für Handling- und Automatisierungsaufgaben eingesetzt

werden. Der Prototyp Motoman HC10 bietet Sicherheit im direkten Kontakt mit dem Bediener durch eine Kraft-

Momenten-Sensorik in allen Achsen, die eine flexible Interaktion zwischen dem Roboterarm und der Umgebung

ermöglicht. Die Kraftregelungsschnittstelle Motofit, die mit dem Handlingsroboter Motoman MH5F eingesetzt

wird, verbindet die Möglichkeiten effizienter Controller-Technologie und der neuesten Manipulatoren-

Generation. So können Bauteile auch dann exakt eingefügt werden, wenn sie unpräzise vorgelegt wurden.

www.yaskawa.eu.com

igus ® meine-kette ... Energieführen leicht gemacht ...

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016 51


Messe

Kabel befestigen ohne einzuschnüren

Das Hebofix-System von Hebotec ist eine Klettband-Installationshilfe,

mit der sich Kabel flexibel bündeln und fixieren lassen – ohne

einzuschnüren. Das System umfasst Klettbandsockel (KBS) sowie

Endlos-Klettband und ersetzt Kabelbinder sowie Befestigungssysteme.

Erweitert wurde die Lösung um eine weitere Funktion: Mit

einer 90-Grad-Drehung lässt sie sich auf allen gängigen Aluschienen

befestigen. Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen lässt sich das

Klettband werkzeugfrei am KBS anbringen.

Es ist zudem variabel in der Länge, austauschund

wiederverwendbar. Kabel-, Luft- oder

Hydraulikschlauchbündel können neu

zusammengestellt oder erweitert werden.

www.hebotec.de

Position von Etiketten schnell und präzise

bestimmen

Ein tastender, optoelektronischer

Sensor zur schnellen und präzisen

Positionsbestimmung und Anwesenheitskontrolle

von Etiketten,

Verpackungsmaterial oder Tuben ist

der PS30 von Sick. Dieser Pattern-

Sensor erkennt komplexe Muster bei

Objektgeschwindigkeiten bis 10 m/sec

und liefert ein stabiles Schaltsignal.

Eingelernte, markante Muster eines

Bildes dienen als Referenz für das

anschließende Erkennen und Positionieren von Objekten,

unabhängig von speziellen Referenzmarken. Dadurch werden

eine sehr kurze Reaktionszeit und eine präzise Positionsbestimmung

selbst bei hoher Geschwindigkeit erreicht. Er stellt auch

Engineeringtools für einen automatisierten und damit schnellen

Formatwechsel sowie eine visuelle Diagnose zur Verfügung. Auf

den Trend zu immer aufwendigeren Etiketten begegnet der

Sensor mit Flexibilität: Er eignet sich nicht nur für den Einsatz

bei Endlos-Bahnen, sondern auch bei der Mustererkennung an

Einzelobjekten.

www.sick.de

An der HAWK

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen

ist an der Fakultät Bauen und Erhalten

am Standort Hildesheim zum nächstmöglichen Zeitpunkt

folgende Professur zu besetzen:

PROFESSUR (W2) FÜR DAS LEHRGEBIET

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK

(IM HOLZINGENIEURWESEN)

Gesucht wird eine qualifizierte Persönlichkeit mit einem

abgeschlossenen wissenschaftlichen Hochschulstudium

im Fachgebiet Elektrotechnik, Informatik oder

vergleichbar, die über ausgewiesene Erfahrungen in der

Lehre in Verbindung mit relevanten berufspraktischen

Erfahrungen im Themengebiet der ausgeschriebenen

Professur und über eine überdurchschnittliche wissenschaftliche

Qualifikation verfügt. Zu den Kernaufgaben

der Stelleninhaberin/des Stelleninhabers gehört die

Lehre im Bachelorstudiengang Holzingenieurwesen

der Fakultät Bauen und Erhalten in den Profilrichtungen

Konstruktiver Holzbau und Möbel und Ausbau.

Außerdem wird die Bereitschaft vorausgesetzt, je nach

den Erfordernissen, angrenzende Fächer in der Lehre

anderer Studiengänge der Fakultät zu übernehmen.

Von der Stelleninhaberin/dem Stelleninhaber wird

erwartet, dass sie/er in dem Berufungsgebiet über umfangreiche

theoretische und praktische Kenntnisse und

Erfahrungen verfügt. Von besonderem Vorteil sind nachgewiesene

Erfahrungen mit Automatisierungssystemen

von Holzbearbeitungsmaschinen einschließlich des

Datenaustauschs mit anderen Systemkomponenten.

Weitere Voraussetzungen sind Forschungserfahrungen

und Publikationen im Fachgebiet der Professur; Erfahrungen

in der Einwerbung von Drittmitteln werden erwartet.

Als selbstverständlich setzen wir Teamfähigkeit

und die Bereitschaft voraus, sich zielgruppenorientiert

in die Studienberatung, die Vertretung der Hochschule

nach außen und in die akademische Selbstverwaltung

einzubringen. Im Rahmen der Internationalisierung

werden auch Lehrveranstaltungen in Englisch oder einer

anderen relevanten Fremdsprache angeboten.

Die Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus

§ 25 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG),

die Dienstaufgaben aus § 24 NHG. Die Stelle ist

teilzeitgeeignet.

Bewerbungen von

Frauen, die entsprechend

§ 21 Abs. 3

Satz 2 NHG bei gleichwertiger

Qualifikation

bevorzugt berücksichtigt

werden sollen, sind

erwünscht. Auf diesbezügliche

Fragen gibt

das Gleichstellungsbüro

gern Auskunft.

Schwerbehinderte

Bewerberinnen und

Bewerber werden bei

entsprechender Eignung

und Befähigung bevorzugt

berücksichtigt.

Bewerbungen mit

lückenlosen Nachweisen

über die bisherige

berufliche Tätigkeit,

insbesondere Lehrnachweise,

richten Sie bitte

bis zum 23.09.2016 an

die HAWK Hochschule

für angewandte Wissenschaft

und Kunst Hildesheim/Holzminden/

Göttingen, Abteilung 1

Innenverwaltung,

Hohnsen 4, 31134

Hildesheim oder an

jobboerse@hawk-hhg.de.

Sicherheits-Lichtvorhangsystem bietet

hohe Einsatzflexibilität

Das Sicherheits-Lichtvorhangsystem XLCT von Fiessler Elektronik

besteht aus einem Lichtsender und einem Lichtempfänger, die

sich in einem Aluminiumstrangpressprofilgehäuse mit flexibler

T-Nutensteinbefestigung befinden. Durch die Modulartechnik

von Sender und Empfänger sind sämtliche Schutzfeldhöhen

zwischen 100 und 1 500 mm in 100-mm-Schritten möglich.

Die Einsatzflexibilität wird zusätzlich durch eine große Einbaureichweite

zwischen Sender und Empfänger und kurze Reaktionszeit

erhöht. Durch die kompakte Bauform kann die Sicherheitseinrichtung

auch für kleinere Öffnungen bzw. Anlagen eingesetzt

werden. Auch großflächige Absicherungen, z. B. mit Umlenkspiegeln,

sind realisierbar. Das intelligente Sicherheitssystem kann mit

einem integrierten Auswertegerät

ausgeliefert werden. Dieses

beinhaltet die programmierbaren

Funktionen EDM (External Device

Monitoring) und Wiederanlaufsperre.

Ein zusätzliches Sicherheitsauswertegerät

wird dadurch nicht mehr

benötigt. Für die Programmierung

und Diagnose des Systems ist eine

7-Segmentanzeige vorhanden.

www.fiessler.de

im Internet:

www.industrielle-automation.net

52 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016

HAWK.indd 1 10.08.2016 09:13:35


Echtzeit-Kommunikation mit der Peripherie

Die E/A-Familien Indra Control S20 und S67 von Rexroth verringern durch einfache Integration die

Engineering-Aufwände. Sie fügen sich in den Schutzarten IP20 und IP67 auch in extreme Umgebungsbedingungen

ein. Mit hoher Performance durch sehr kurze Update-Zeiten und hohe Synchronität

sorgen sie zwischen Steuerung und Peripherie für eine Datenkommunikation in Echtzeit. Die

Buskoppler unterstützen die Kommunikation mit Sercos, Profinet, Profibus und Ethernet/IP. Bei

der S20 ermöglicht die Push-in-Technologie eine werkzeuglose Direktverdrahtung von starren und

vorkonfektionierten Leitern. Mit integrierten elektronischen Typenschildern sind alle Module

eindeutig identifizierbar. Die S67-Module ermöglichen einen Abstand bis 50 m zwischen zwei

Modulen und bis 500 m Gesamtlänge je Station. Die elektromechanische Konstruktion fängt bei

der S20 Stöße bis 10 g ab, die vollvergossenen S67 sogar Dauerschocks bis 30 g.

www.boschrexroth.com

Schnell zum individuellen Bediengerät

Mit der RF BF 74-Serie

bietet Steute Wireless eine

Baureihe von Funk-Befehlsgeräten,

die sich schnell

individuell anpassen

lässt – und zwar über

einen Online-Konfigurator

auf der Unternehmens-

Seite www.steute.com. Der

Anwender wählt dort zunächst die Gehäusegröße für ein, zwei

oder drei Bedienelemente und den Typ der Bedienelemente –

zwölf verschiedene Betätiger stehen zur Wahl. Dann werden die

Empfangseinheit und die gewünschte Funkfrequenz eingestellt.

Zum Schluss lässt sich entscheiden, ob das Funkbediensystem

fertig montiert oder in Einzelteilen geliefert werden soll. Zudem

kann online ein Angebot angefordert werden. Bei der Montage

der Funkbediensysteme ist kein Verlegen und Anschließen von

Leitungen erforderlich. Das Gehäuse muss nur an der Wand oder

an der Maschine angebracht und das Bediensystem im Teach-in-

Betrieb mit der Auswerteeinheit verbunden werden.

www.steute.com

Inserentenverzeichnis Heft 4/2016

Addi-Data, Rheinmünster32

Amsys, Mainz25

ATR Industrie-Elektronik, Krefeld17

Automation24, Essen43

Bachmann electronic GmbH,

A-Feldkirch-Tosters7

Balluff, Neuhausen11

Bopla, Bünde44

Delphin, Bergisch Gladbach5

EPSG, Fredersdorf-Vogelsdorf19

Escha, Halver45

Falcon, Untereisesheim25

Goldammer, Wolfsburg33

Igus, Köln51

ipf, Lüdenscheid27

Itema, Merseburg24, 36

Jumo, Fulda27

Landesmesse Stuttgart, Stuttgart9

Meorga, Nalbach37

Murrelektronik, Oppenweiler3

PEAK-System Technik, Darmstadt39

Pflitsch, Hückeswagen47

Rohde & Schwarz, München 2. US

Siemens, Nürnberg 4. US

Stego, Schwäbisch Hall41

Turck, Mülheim15

Vision & Control, Suhl53

Weidmüller, Detmold29

Zirox, Greifswald25

Beilage:

Meorga, Nalbach (Teilbeilage)

The easy way

of Machine Vision

Lasersensoren mit erweiterten

Messbereichen

Die Lasertaster der Serie PT44 von

ipf electronic haben Zuwachs

erhalten. Die Modelle PT440303 und

PT440304 ergänzen die bestehenden

Geräte nun um erweiterte Messbereiche

von 120 bis 280 mm und

200 bis 600 mm. Damit ergeben sich

für die Lasertaster mit einem sehr kleinen Strahldurchmesser von

̴ 50 bis ̴ 500 μm (je nach Modell) zusätzliche potenzielle Einsatzfelder,

wenn es um die Anwesenheitskontrolle von kleinsten

Objekten geht oder auch die Überlappung von dünnen Materialien

z. B. Blechen, erkannt werden soll. Die Geräte der Serie PT44

überzeugen in diesem Zusammenhang vor allem durch eine hohe

Messwiederholgenauigkeit von bis zu 10 μm und eine Linearität

mit einer Abweichung von lediglich ± 0,1 % des Messbereichsendwertes.

Die Funktionsvielfalt und das kompakte Design der Taster

(IP67) erleichtern die Integration in allen erdenklichen

Fertigungsprozessen.

www.ipf.de

Besuchen Sie uns:

Vision Halle 1-H35

Stuttgart 08.–10.11.2016

Beleuchtung

Kamera-

System

www.vision-control.com

Optik

Ein abgestimmtes System von

Bildverarbeitungs-Komponenten.

Eine Service-Philosophie, die mit integrativer

Fachkompetenz keine Fragen offen lässt. Gehen Sie den

leichten Weg in der Bildverarbeitung. Mit Vision & Control.

INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016 53

Vision u Control.indd 1 29.08.2016 15:41:08


Neue Perspektive

mit innovativer

Bildverarbeitung

Moderne Bildverarbeitungstechnologie eröffnet eine

zunehmend breitere Palette von Möglichkeiten, mit der

technische Probleme von früher immer besser und

einfacher gelöst werden können. Mit innovativen Ideen

und langjähriger Erfahrung realisiert Pose Automation

benutzerfreundliche Bildverarbeitungssysteme.

Das junge Startup-Unternehmen Pose Automation, welches im

Jahre 2015 vom Namensgeber Sebastian Pose in Langenargen

am Bodensee gegründet wurde und mittlerweile zu einem dreiköpfigen

Team herangewachsen ist, bietet individuelle Bildverarbeitungslösungen.

Umgesetzt werden sowohl Komplettsysteme als

auch integrierbare Module. Der Anspruch des Unternehmens ist es,

stets kürzeste Prozesszeiten zu erreichen sowie höchste Mess- und

Qualitätsanforderungen zu erfüllen.

Ein wichtiger Bestandteil der Innovationskraft des Unternehmens

ist die eigens entwickelte Standardsoftware GoVision. „Mit unserer

Software werden schon viele Grundfunktionen mitgeliefert, das

heißt, wir können mit dem Engineering gleich zentral an dem Kundenproblem

ansetzen. Das spart Zeit und somit auch Kosten. Diesen

Vorsprung geben wir gerne an unsere Kunden weiter.“, erläutert

Sebastian Pose, Geschäftsführer der Pose Automation GmbH.

In der Automatisierung ist eine gute Vernetzung von immer größerer

Bedeutung. Neue Fertigungsprozesse können dadurch flexibler

und weitreichender gestaltet werden. Die Bildverarbeitung liefert

hier - sofern richtig umgesetzt - die einfache Möglichkeit, auch im

Nachhinein neue Produktvarianten einzupflegen. Und das in einer

Zeitspanne, in der eine mechanische Lösung oft nicht einmal konstruiert

werden kann. „Mit optischen Messungen ist hier vieles möglich.

Die Bildverarbeitung kann ermüdungsfrei Werkstücke und

Produkte auf farbliche, strukturelle und geometrische Eigenschaften

untersuchen“, so Pose.

Neben professioneller und kundenorientierter Projektbetreuung

bietet Pose Automation:

n Systemlösungen inklusive Beleuchtung, Optik, Kameras,

Bilderfassung und Software,

n Automatisierung, SPS-Programmierung,

n optische Inspektion und Vermessungen,

n Beobachtung von optischen Veränderungen während eines

Fertigungsprozesses sowie

n Objekterkennung und –verfolgung.

Pose Automation erfüllt anspruchsvollste technische

Anforderungen mit einer stets anwenderfreundlichen

und intuitiven Benutzeroberfläche

Für die Zukunft plant Pose Automation seine Angebote im Bereich

der Automatisierung zu erweitern. Das Unternehmen hält daher

nach passenden Geschäftspartnern, zum Beispiel Systemintegratoren

oder Industrievertretungen, Ausschau. Der Ansatz, dass die

Bildverarbeitungssysteme mit der GoVision-Standardsoftware auch

als Modul integrierbar sind, bietet Kooperationspartnern die Möglichkeit,

robuste Bildverarbeitungstechnologien in ihre Produkte

und Dienstleistungen mit einfließen zu lassen.

Foto: Geschäftsführer Sebastian Pose (rechts oben),

Software GoVision (links)

www.pose-automation.de

54 INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016


VORSCHAU

IM NÄCHSTEN HEFT: 5/2016

ERSCHEINUNGSTERMIN: 17. 10. 2016 • ANZEIGENSCHLUSS: 29. 09. 2016

01

02

03

01 Leitungen in Energieketten müssen speziellen Anforderungen gerecht

werden – und genau das leisten die ausfallsicheren Leitungen von Igus

04

02 Lesen Sie, wie sich im Steuerungs- und Schaltanlagenbau durch

zunehmende Digitalisierung große Effizienzsteigerungen realisieren lassen

03 IO-Link-Lösung macht Schleifmaschinen Industrie-4.0-tauglich – auf

dem Weg zu mehr Flexibilität, Effizienz und einfacher Handhabung

04 Coriolis-Durchflussmesstechnik optimiert den Produktionsprozess

gipsbasierter Baumaterialien

Der direkte Weg

Internet:

www.industrielle-automation.net

E-Paper:

www.engineering-news.net

Redaktion:

n.steinicke@vfmz.de

AUTOMATION TECHNOLOGIES:

www.en.engineering-news.net

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

Sonderteil IndustrialVISION zur VISION 2016

Wer vernetzt und vollautomatisiert produzieren will, kann auf

den Einsatz von Bildverarbeitungssystemen nicht verzichten. In

unserem Sonderteil zur Messe VISION, die vom 8.-10.11.2016 in

Stuttgart stattfindet, berichten wir über Neuheiten und Trends

vom Sensor bis zum Prozessor, vom Kabel bis zur Kamera, von der Software bis zum

Beleuchtungssystem. Auch informieren wir Sie über komplette Bildverarbeitungssysteme

und konkrete Anwendungen für zahlreiche Branchen.

INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2016 55


56 INDUSTRIELLE AUTOMATION 1/2015

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