kinder!green 2/2016

junior.verlag

kinder! green - das kinder!-Sonderheft rund um Nachhaltigkeit, Ökologie und gesunde Ernährung. Titelthema in dieser Ausgabe: "Erst einmal die Welt retten - So klappt es, mit gutem Gewissen bewusst ökologisch zu leben"

NACHHALTIG

LEBEN

SONDERHEFT

Herbst 2016

www.wirEltern.de

SMOOTHIES

Grünzeug für den

Nachwuchs

NATUR ERLERNEN

Um die Ecke liegt

der beste Spielplatz

WUNDERMITTEL

KOKOSÖL

Haut und Haare

sanft pflegen

FAIR REISEN

Urlaub nachhaltig

buchen

ERST EINMAL

DIE WELT So klappt es,

RETTEN

mit gutem

Ge wissen bewusst

ökologisch

zu leben


BALLONS

zählen und

GeburTstagsparty

gewinnen.

Teilnahme auf

elefanten.de

So stiefeln wir

durch den Herbst.

Warme und trockene Füße sind die optimale

Voraussetzung für jede Menge Spaß in der kalten

Jahreszeit. Da sind elefanten Booties genau richtig.

Und mit den praktischen Klettverschlüssen sind Kids

schnell startklar fürs Toben, Hüpfen und Rennen.

Kinderfüße in besten Händen

Jetzt bei

www.elefanten.de


EDITORIAL

LIEBE LESERIN,

LIEBER LESER

Der Widerspruch

Titelbild: Thinkstock Fotos: Thinkstock, Petra Heimann

Silbern spiegelt sich die Sonne an den

Dolomitengipfeln, das Klingen der Kuh glocken

liefert die Erholungssinfonie dazu, und der

warme Strudel rundet das Wohlbefinden ab –

Urlaub in Südtirol. Alpine Luft pur, leckeres

selbst gemachtes Essen, ursprüngliches Leben

auf einer Alm – deshalb reise ich hierher. Wie

viele andere Familien will ich ganz eins sein mit

Landschaft und Leben oben am Berghang.

Mit dem Auto oder per Flugzeug muss ich

hierher anreisen, um das erleben zu können.

Ich reihe mich dann am Anreise-Samstag in

die endlose Schlange aus Blech ein, die sich

von den Autobahnen durchs Tal schiebt.

In dem Moment wird mir der Widerspruch

meines Urlaubsverhaltens deutlich: Die

Sehnsucht nach ursprünglichem Erleben

treibt mich über 1.000 Kilometer fort von

zu Hause. Einerseits. Zum anderen unterstütze

ich mit dem Buchen der Ferien auf

dem Bauernhof in Südtirol eines der ganzheitlichen

Konzepte, die Naturerlebnis mit

Naturschutz verbinden. Gerade Norditalien

gehört zu den touristischen Regionen, in

denen gesetzlich klar gesteuert wird, was

ökologisch erlaubt ist und was nicht.

Wer sich so bewusst verhält, kann als

Urlauber zur Lösung des Problems – des

unbestreitbaren Umweltfrevels durch Tourismus

– werden. Wenn wir beim Ferienbuchen

genau schauen, welche Angebote ökologisch

sinnvoll und auch nachhaltig für die Region

sind, ist das der erste

wichtige Schritt. Denn

bekanntlich regelt auch die

Verbrauchernachfrage das

Urlaubsangebot.

Herzlichst euer

Christian Personn

Chefredakteur

Fair reisen

Das Genießen der HEIMATLICHEN NATUR,

von Wald und Wiesen, zusammen mit

Tieren – das ist die von Familien bevorzugte

Urlaubsform

Wundermittel Kokosöl

Das aus der exotischen Frucht

gewonnene Öl ist ein natürliches ALL-

HEILMITTEL für Haut und Haare

Das hat

jetzt Saison

Spätsommer und

Herbst bieten eine

Fülle von Gemüsen

und FRÜCHTEN,

die nun frisch angeboten

werden

Im Wald bei

den Puten

Auf einem Bio-Hof im

mecklenburgischen

Güstrow leben Tiere

im FREILAND und

in Wäldern – mit

viel Auslauf, frischer

Luft und gesundem

Biofutter

Ökostrom buchen –

ist kinderleicht

Die besten Tipps für den Umstieg zu

Stromanbietern, die ausschließlich

auf ERNEUERBARE ENGERIE-

QUELLEN wie Windkraft setzen

3


SEITE

24

Dr. Fliederbeere

und Prof.

Kamille –

sanfte

Hilfe für

Kinder

Mit der Kraft der Sonne gereift: Kita-

Kinder züchten und ernten Tomaten

SEITE

34

Fotos: Thinkstock, California Walnut Commission, Charlotte Fischer/Bund der Freien Waldorfschulen

e. V., Lego Education, Okal (Illustration), KH Kiefer, Klaus-Peter Wilbois, FiBL

36

4

im Herbst

SEITE

INHALT

Das macht den Kindern

Spaß: selbst Hand anlegen

TITELSTORY


10 Grünes Leben mit

Kindern

Kleine Schritte für den

Umweltschutz

REPORT

18 Ihr Stall ist der Wald

Besuch beim Bio-

Bauern in Mecklenburg

22 Im Gänsemarsch

Hier kommt der

Bioweihnachtsbraten her

34 • Vielfalt lernen

Naturerfahrungen

in der Kita

36 Jäten, pflanzen,

ernten

Ackerbau-Unterricht

an Waldorfschulen

GESUNDHEIT

24 Grüne Medizin

Naturarznei für kleine

Patienten

26 • Wundermittel

Kokosöl

Perfekte Pflege für

den Babypo

LECKER

28 Schick in Schale

So gesund sind

Nüsse

30 Heute übernehmen

wir den Küchendienst

Rezepte für die

ganze Familie

• Unsere Titelthemen

32 • Von wegen Gemüse-

Muffel …

Smoothies: Grünzeug

für den Nachwuchs

Aus kleinen

Plastikbausteinen

entstehen komplexe

Gebilde

RATGEBER

40 Guten Ökostrom

erkennen Ökostrom ist

nicht immer gleich grün

42 Im Schongang

Zu Hause Strom sparen

44 Ein Haus zum Sparen

Neubauten unterliegen

Energiegesetzen

46 Regional kaufen – immer

richtig? Worauf man beim

Einkauf achten sollte

48 Reiche Ernte Was die

Natur uns im Herbst bietet

50 Wie Lego Kinder klug

macht Die kleinen

Steinchen fördern

Konzentration,

Kreativität und mehr


Kuchen mit gesunden Zutaten: der

Rübli-Walnuss-Guglhupf

SEITE

28

NACHHALTIG

REISEN


54 Fair reisen – geht das noch?

Tipps für einen umweltfreundlichen

Urlaub trotz

Terrorangst & Co.

58 Hüh, Pony

Feriendörfer für Pferdefreunde

62 Der Natur auf der Spur

Unsere Mama-REPORTERIN

urlaubte in Südtirol

FÜR EUCH

64 Tolle Gewinne

Kinderküche,

Schlummerlicht

und mehr

UND SONST

6 Ideen

66 Impressum

SEITE

44

Die Häuser

der

Zukunft

sparen

Strom –

Apps

helfen

beim

Steuern

LESESPASS

DAS GANZE JAHR

findest du im kinder!-

Heft am Kiosk oder im Abo!

Relevante Themen von

Erziehung bis Ernährung,

und tolle Prämien gibt es

noch dazu.

Hurra, die

Schule

beginnt!

Wer fleißig Neues entdeckt und

mit Begeisterung bei der Sache ist,

freut sich in der Pause über eine

fruchtige Erfrischung: Etwa über

die Früchtetees von SONNENTOR

mit feinsten biologischen Zutaten,

sonnigem Geschmack und spaßigen

Verpackungen. Gönne deinen Lieben

die lustige Vielfalt an Tees, die nun

auch in der Probier Mal!-Packung

zu entdecken ist! Erhältlich in unseren

SONNENTOR Geschäften, im

gut sortierten Bioladen sowie auf

www.sonnentor.com.

Neu!

ABO-HOTLINE:

MONTAG BIS FREITAG 8.00 BIS 17.00 UHR,

TEL. 040/38 66 66-310, FAX 040/38 66 66-299

Da wächst die Freude.


GENUSSFREUDIG

Nachhaltig zu leben

kann freudvoll sein.

Wie schön, wenn

wir guten Kaffee

auch mit gutem

Gewissen trinken

können – und es

gibt noch ein paar

tolle Produkte

für Familien mit

einem grünem

Lebensentwurf

IDEEN

URWALD-KAFFEE ZUM

ERHALT HEILIGER STÄTTEN

Mit viel Liebe schützen die

Kogi-Indianer im Norden

Kolumbiens Bäume, die

Jahrzehnte Zeit haben,

langsam und in Ruhe zu

wachsen – behütet von

Kalashe, dem Gott des

Waldes. Die Kogi greifen so wenig

wie möglich in die Natur ein, leben noch

wie vor Hunderten von Jahren. Statt auf Dünger

und Pestizide setzen sie auf die Kraft ihrer

Gedanken zum Wohle der Natur. Wenn doch

mal Schädlinge auftreten, ist dies ein Zeichen,

SCHÖNES VON UNS EMPFOHLEN

dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten

ist – und wird so hingenommen. Nie würden

die Kogi der Natur absichtlich Schaden zufügen.

Einmal jährlich pflücken sie die Kaffeekirschen

einzeln von Hand. Die Ernte des Waldkaffees

wirft geringe Erträge ab, das und sein intensives

Aroma machen ihn zu etwas ganz Besonderem.

1.600 Familien bauen den Urwald-Kaffee an,

um so mit den Einnahmen ihre heiligen Stätten

zurückkaufen zu können.

Café Kogi, 250 g, ab etwa 8 Euro,

im Onlineshop unter

www.urwaldkaffee.de

6


DIE FEINE

ENGLISCHE ART

Hauchzarte Gemüse-Chips

aus Pastinaken, Möhren,

Roter Bete. Ohne Gentechnik,

Konservierungsmittel, künstliche

Aromen und Farbstoffe.

Vegan und glutenfrei

sind sie außerdem

noch.

John & John, 40 g,

etwa 1,90 Euro, www.

john-crisps.com

GOOD

NEWS

MAL WIEDER

WENIG ZEIT?

Dann ist es gut, wenn

Fertigprodukte zu

100 Prozent natürliche

Zutaten enthalten – wie

das neue „Natürlich Lecker!

Vegetarische Gemüse

Pfanne”. Damit lassen sich

ruck, zuck Gemüsegerichte

zubereiten.

Knorr, etwa 1 Euro.

KLEINE

KÖRNER GROSS

IM KOMMEN

Jetzt gibt’s das Korn der Inkas

auch als Drink: Bolivianische

Bioquinoa trifft auf südeuropäischen

Bioreis. Kommt

ganz ohne Zucker aus und

schmeckt gut gekühlt als

Erfrischung

oder im Müsli.

Ist auch bei

Glutenunverträglichkeit

sowie zum

Kochen und

Backen gut

geeignet.

„Quinoa-

Reis”-Drink

von Provamel,

1 Liter, etwa

2,80 Euro.

GESUND

SNACKEN

Eigentlich wollen wir uns

alle richtig gut ernähren.

Was aber nicht immer gelingt.

Jetzt gibt es „Track

the liquid snack”: Die

flüssige Zwischenmahlzeit

besteht aus pflanzlichen

Biozutaten wie Kürbiskernen,

Banane und Mandelmus.

Und der niedrige

glykämische Index verhindert,

dass man müde wird

oder sofort wieder Hunger

verspürt.

240 ml, etwa 3 Euro,

www.track-the-snack.de

VEGETARISCHES

GELIERMITTEL

Gerade bei Süßspeisen geht es häufig

nicht ohne Gelatine. Eine pflanzliche Alternative

auf der Basis von Agar-Agar, Johannisbrotkernmehl

sowie der asiatischen

Konjak-Wurzel bietet jetzt Dr. Oetker an.

Die Verpackung ist mit dem V-Label vom

Vegetarierbund Deutschland e. V. gekennzeichnet.

4 Beutel, etwa 1,80 Euro.

Bett von Paidi durch

Öko-Test ausgezeichnet

Mit „sehr gut” wurde das

Babybettchen „Fiona” in

Kreideweiß bewertet. Das

Magazin hatte das Kinderbett

nach den strengen Normen

DIN EN 716 „Kinderbetten

und Reisekinderbetten für den

Wohnbereich” geprüft.

Taschen aus Milch

Diplom-Biologen haben ein

uraltes Verfahren ausprobiert

und mit Bienenwachs und Kleie

getrocknetes Milcheiweiß (Kasein)

aus abgelaufener Ware

hergestellt. Daraus produzierte

Fasern können z. B. für ein

Kleid verwebt werden.

Die

Bauernhof-Kita

Tiere füttern,

Eier

einsammeln

– und

die Bäuerin passt auf die

Kleinen auf. Auf vielen Höfen

wird die Kita zum zusätzlichen

wirtschaftlichen Standbein.

Familien nutzen das Angebot

im Urlaub. Die Bundesarbeitsgemeinschaft

Lernort Bauernhof

hat ein Netzwerk von

Anbietern geschaffen. Die

Konditionen für interessierte

Familie unter: www.baglob.de/

kindergarten

Fotos: Oliver Driver, Hersteller, Thinkstock

7


TWO IN ONE – EIN TEIL, 2-MAL TRAGBAR

Während der Schwangerschaft bringt es den Babybauch in Form, nach

der Geburt wird das stylishe Kleidungsstück zum Lieblingsteil. Die

Outfits der Berlinerinnen Dorina Hartmann und Maren Will bestechen

durch Nachhaltigkeit, farbenfrohes Design und natürliche Materialien wie

Baumwolle, Canvas oder Viskose. Damit nicht genug: Die Wickeltaschen

werden in Zusammenarbeit mit den Frauen des thailändischen Hmong-

Volkes hergestellt. Weitere Infos unter www.maramea.com

IDEEN

SCHÖNES VON UNS EMPFOHLEN

ECHTES LEICHT-

GEWICHT

Nur 55 Gramm wiegen

die wiederverwertbaren

Einkaufstaschen

von Greenlife Value. Sie

lassen sich zusammenfalten,

passen in die

kleinste Manteltasche

und haben eine Tragkraft

von 20 Kilo. Das spart

jede Menge Plastiktüten.

„Any Bags”, etwa 6 Euro,

www.anybags.de

ZUM SCHMUSEN

UND SAMMELN

In Berlin 1911 gegründet, zog die

berühmte Puppen-Manufaktur

Käthe Kruse 1946 nach Donauwörth.

Zum 70. Jubiläum gibt es

das Schmusetuch – damals noch

Schmusepüppchen genannt – jetzt

in limitierter Auflage.

Etwa 25 Euro, exklusiv unter

info@kaethe-kruse.de in

Donauwörth erhältlich.

WRUMM, WRUMM – MIT

BEGEISTERUNG INS BETT

„Speedoletto”, das stapelbare Kinderbett aus Birke, wird in

kleiner Serie in einem Handwerksbetrieb aus nachhaltiger

Waldwirtschaft gefertigt, ist recycelbar, hat eine Nominierung

beim German Design Award 2016 bekommen und ist ein

ökologisches, langlebiges Produkt. Aber vor allem werden die

Kleinen vor Begeisterung jubilieren, wenn es abends heißt:

„Ab ins Bett!” Von De Breuyn Möbel über www.afilii.de,

etwa 600 Euro (ohne Lattenrost).

8


BÜCHER

…die wir empfehlen

OH, WIE SÜSS!

Voller Begeisterung beobachten Heike

Adam und Rainer Kauffelt Eichhörnchendame

Willi samt Nachwuchs im

heimischen Garten. Erst entstand ein

Blog, jetzt gibt es ein zauberhaftes

Buch zu dieser

ungewöhnlichen

Freundschaft.

„Eichhörnchen

ganz nah”,

BLV,

14,99 Euro.

Ach du Schreck

Eigentlich wollte Fiete bei

Sonnenaufgang in See stechen.

Doch als es losgehen

soll, sind all seine Sachen aus

dem Rucksack verschwunden:

Brille, Socken, Limo, sogar das

Käsebrot ist weg! Nun müsst

ihr ihm beim Suchen seiner

Siebensachen helfen. Wimmelbuch

für kleine Detektive.

„Fiete – Das große Suchbuch”,

Boje, 10 Euro.

Sinnlicher Alltag

Meist findet sich das

Glück in den kleinen

Dingen: Sternenhimmel

beobachten, Steine

bemalen oder den Regen

riechen. Computer und

Smartphone bleiben mal

aus und dann nichts wie

raus ins Grüne und mit

allen Sinnen entspannen.

„365 Tage Natur”, Edel

Books, 29,95 Euro.

Sortenreiner Backspaß

Goldparmäne und Graue

Renette – dahinter verbergen

sich alte Apfelsorten.

Doch was fängt man damit

an? Backfee Keda Black

weiß, wie wir das Beste aus

unserem Lieblingsobst

herauskitzeln: Zehn Sorten,

und für jede hat sie das

perfekte Rezept parat.

„Das Apfelsorten-

Backbuch”, Thorbecke,

24,99 Euro.

Heute schon geswapt?

Selber machen macht Spaß,

teilen Freude, tauschen

glücklich – seit 2014 veranstalten

Yelda und Swantje

Food-Swap-Abende: Fremde

bringen selbst gemachte

Köstlichkeiten mit, die probiert

und getauscht werden.

Hier die 100 besten Rezepte.

„Food Swap”, Edel Books,

19,95 Euro.

Fotos: Hersteller, Thinkstock

9


TITELSTORY

Da lachen ja die Hühner:

Auf vielen Bio-Bauernhöfen

dürfen Kinder

mithelfen

Fotos: Thinkstock

10


Grünes Leben

mit Kindern

Im hektischen Familienalltag bleibt der ÖKO-GEDANKE

manchmal auf der Strecke. Aber oft hilft es schon, die Welt in kleinen

Schritten ein bisschen besser zu machen.

TEXT: PETRA HEIMANN

11


TITELSTORY

„WIE MAN KINDER

GROSSZIEHT, DIE WELT

RETTET UND DABEI

NICHT VERRÜCKT WIRD”

UNSERE

EXPERTIN

KATE BLINCOE

Die Umweltwissenschaftlerin und Mutter wuchs auf einem Bauernhof

in England auf. Dass Kinder die Welt mit allen Sinnen erforschen,

ist ihr eine Herzensangelegenheit.

Hand aufs Herz: Eigentlich

wollen wir alle umweltbewusst

und nachhaltig

leben. Doch das

ist gar nicht immer so

einfach, besonders im

stressigen Alltag mit

Kindern. War man früher bei jeder Gelegenheit

mit dem Rad unterwegs, steht

seit der Geburt der Kleinen der Familien-

Van vor der Tür: in die Kita, zu Spielkameraden

oder zum Sportverein – mit

dem Auto geht es halt schneller und ist

praktischer. Die Waschmaschine läuft

häufiger als zuvor und, sind die Eltern

müde und erschöpft, wird auch schon

mal der Fernseher als Babysitter eingesetzt.

Im Interesse der Umwelt handeln

heißt auch im Interesse der Kinder handeln.

Denn so gestresst wir sein mögen,

wir wollen sicher sein, dass wir unser

Bestes getan haben, unseren Kindern

keinen heruntergewirtschafteten Planeten

zu hinterlassen. Und wenn wir der

nächsten Generation nicht beibringen,

Verständnis für die Natur zu entwickeln,

kann sie wiederum nicht lernen,

sich engagiert dafür einzusetzen.

„Es gibt keine bessere Schule

als die Natur”

Die englische Umweltwissenschaftlerin

und Autorin Kate Blincoe entdeckte

ihre Leidenschaft für die Umwelt schon

als kleines Mädchen auf dem Bauernhof

ihrer Eltern. Nach dem Studium koordinierte

sie die Bildungsarbeit und

die Familienveranstaltungen der „ Royal

Society for the Protection of Birds“

(könig liche Gesellschaft für Vogelschutz)

im Osten Englands. Bei ihrer Arbeit als

Umweltpädagogin fiel ihr auf, dass Kinder

oft wenig Erfahrung mit der Natur

und dem Landleben hatten. Seitdem

ist es ihr ein Anliegen, dass Kinder ins

Freie hi nausgehen und mit allen fünf

Sinnen ihre Welt erforschen. „Für unsere

Kinder gibt es keine bessere Schule

als die Natur“, ist sie überzeugt. Auch sie

selbst gestaltete ihr Leben zunehmend

grün, radelte zur Arbeit, aß Biogemüse

und berechnete ihren CO 2-Fußabdruck.

Dann wurde sie schwanger, bekam zwei

Kinder. Jetzt ging es weniger ums Leben

als ums Überleben: wach zu bleiben,

NOCH MEHR GRÜNE IDEEN

Fotos: oekom verlag, Thinkstock

Vom Thema Schwangerschaft bis Kinder für

die Natur begeistern: Locker geschrieben

und mit unzähligen Tipps versehen zeigt

Kate Blincoe in ihrem Ratgeber, wie Familien

mit Nachwuchs auf dem Land und in

Großstädten nachhaltig leben können.

„Green Parenting”, Oekom Verlag,

das Buch kostet 19,95 Euro,

das E-Book 15,99 Euro.

Mit Holzblöcken

Türme in den

Himmel bauen

12


Erst sammeln,

dann basteln –

Kastanien

machen glücklich

während sie ihren schreienden Sohn

im Kinderwagen umherfuhr, bis er endlich

einschlief. Oder um die Frage, was

ein zahnendes Kind zu essen bekommt,

statt darum, welche alten Gemüsesorten

es auf dem Markt gab. „Wie man Kinder

großzieht, die Welt rettet und dabei nicht

verrückt wird“ – darauf gibt Kate Blincoe

in dem Ratgeber „Green Parenting“ Antworten

und zeigt, wie wir es schaffen,

unsere inneren Werte mit dem turbulenten

Familienalltag zu vereinbaren. Für

die Mutter zweier Kinder „geht es nicht

darum, perfekt zu sein; es geht darum,

Dinge auszuprobieren und zu spüren,

wie gut es tut, die Welt ein klein bisschen

besser zu machen.“ Hier sind ihre besten

Tipps für eine „grüne Kindererziehung“:

Schwein

gehabt – auf dem

Bauernhof ein

Ferkelchen in den

Arm nehmen

Spielzeug

Wenn es um ökologisches Spielzeug geht,

ist Holzspielzeug nicht zu schlagen, denn

Plastik enthält auf Rohöl basierende petrochemische

Stoffe und verrottet nicht.

Holz fasst sich gut an, hält länger und

sieht zweifelsfrei besser aus. Außerdem

besteht es auch dann noch den „Vererbungstest“,

wenn Kunststoff-Klötzchen

schon lange aufgegeben haben. Es kostet

zwar mehr, ist aber wegen seiner Langlebigkeit

oft auch gebraucht zu haben.

Ganz wird man Plastik nicht vermeiden

können. Wichtig dabei ist, dass es nur

wenig schädliche Chemikalien enthält

wie Polyethylen (mit PE, Code 2 oder 4 gekennzeichnet)

und frei von Bisphenol A

ist. Importiertes Spielzeug kann mit Blei

belastet sein, um es geschmeidiger zu

machen. Gebrauchtes aus zweiter Hand

hat den Vorteil, dass man der Umwelt damit

einiges an Belastung erspart. E-Bay,

örtliche Kleinanzeigen oder Secondhandläden

lohnen das Stöbern.

Im Haushalt

Kleine Kinder helfen gern im Haushalt

und beim Putzen. Füllt eine Sprühflasche

mit Wasser und ein paar Tropfen

ätherischem Öl, dann können die Kleinen

die Küchenschränke besprühen und

abwischen. Den Wasserkocher regelmäßig

entkalken, das verlängert seine

Lebensdauer und verringert den Stromverbrauch.

Die Kinder schon früh daran

gewöhnen, das Licht auszuschalten, um

Strom zu sparen. Für nächtliche Wanderungen

durch die Wohnung empfiehlt

sich ein energiesparendes Nachtlicht.


TITELSTORY

NACHHALTIG EINKAUFEN

Ein Blick aufs

Etikett hilft bei

der Kaufentscheidung

Fotos: Nachhaltigkeitsrat/Christof Rieken

Rund 60 Prozent der Deutschen achten

beim Einkauf darauf, ob Produkte

nachhaltig sind. Die meisten orientieren

sich anhand von Siegeln, zum Beispiel

Fairtrade- oder Bio-Siegel, oder

lesen die Produktbeschreibung. Das

ergab eine Umfrage der GfK im Auftrag

des Rates für Nachhaltige Entwicklung

(repräsentativ für die Bevölkerung über

14 Jahren) im Rahmen des Projekts

Der „Nachhaltige Warenkorb”. Die

größten Hindernisse dabei, sozial und

ökologisch vorteilhafte Produkte und

Dienstleistungen zu konsumieren, sind

demnach der Preis und Routinen. Sie

kaufen am liebsten das, was sie kennen,

gaben 38,6 Prozent der Befragten

an. Nach Ansicht von 37,2 Prozent sind

nachhaltige Produkte teurer als konventionelle.

Nur 23,6 Prozent hindert

nichts daran, nachhaltig einzukaufen.

Prof. Dr. Lucia A. Reisch, Konsumforscherin

und Mitglied im Nachhaltigkeitsrat

betont: „Der Konsum privater

Haushalte ist für rund ein Viertel der

Treibhausgasemissionen in Deutschland

verantwortlich. Großen Einfluss

darauf haben die Ernährung, die Wahl

des Verkehrsmittels und der Energieverbrauch,

zum Beispiel Heizen. Wer

tatsächlich nachhaltig konsumiert,

kann die CO 2 -Emissionen im eigenen

Einflussbereich erheblich senken. Dazu

gehört der Kauf gesiegelter Produkte,

aber auch ein grundsätzlich anderer

Konsum und der bewusste Verzicht auf

Konsum.”

Der „Nachhaltige Warenkorb” liefert

Faustregeln für alltägliche Konsumentscheidungen

wie für Reisen, Wohnen

und Bauen, Haushalt und Elektronik

oder Mode, Kosmetik und den Kauf

von Lebensmitteln. Schnelle Effekte

erzielt, wer saisonale und regionale

Lebensmittel einkauft, ein gesundheitsverträgliches

Maß an tierischen

Produkten konsumiert, Ökostrom bezieht

und insgesamt auf Qualität statt

Masse setzt. Darüber hinaus werden

im Markt besonders gängige, empfehlenswerte

Nachhaltigkeitssiegel sowohl

auf ökologische wie auch auf soziale

Aspekte bewertet.

Dass nachhaltiger Konsum nicht

unbedingt teurer sein muss, darauf

weist Prof. Dr. Lucia Reisch hin: „Wer

ehrlich rechnet, entdeckt, dass eine

langlebigere Qualität bei Kleidung und

Haushaltsgeräten, eine höhere Ergiebigkeit

oder ein Teil zu reparieren,

statt neu zu kaufen, Zeit und Geld

spart.” Dass es bei Nachhaltigkeit

auf die langfristige Perspektive ankommt,

wüssten Verbraucher ohnehin:

38,7 Prozent sagten in der Befragung,

dass nach haltiger Konsum für sie bedeutet,

lang lebige und reparaturfähige

Produkte zu kaufen.

Der „Nachhaltige Warenkorb”

wird jährlich aktualisiert. Er ist als

Broschüre und im Internet sowie als

kostenlose App für Android, iOS und

Windows Phone erhältlich.

www.nachhaltiger-warenkorb.de

14


Mütze, Schal und

Wind & Wetter Balsam.

Frei von Wasser.

HiPP Babysanft Wind und Wetter Balsam: Warum Warum frei frei von von Wasser? Wasser?

Bei

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rauem

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Wetter

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Balsam von HiPP wasserfrei. So entsteht auf der Haut keine Verdunstungskälte und Babys Haut

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ist selbst bei Kälte, Wind und Nässe zuverlässig geschützt. Darüber hinaus ist der reichhaltige

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Balsam frei von allem, was sensible Haut nicht mag und sogar für zu Neurodermitis neigender

Balsam

Haut geeignet.

frei von

Übrigens:

allem, was

Auch

sensible

Erwachsenenhaut

Haut nicht mag

wird

und

damit

sogar

optimal

für zu

geschützt.

Neurodermitis neigender

Haut geeignet. Übrigens: Auch Erwachsenenhaut wird damit optimal geschützt.

hipp.de


TITELSTORY

Gemeinsam mit den Kindern überlegen,

für welche Aktivitäten man Strom

braucht und für welche nicht, z. B. Fernsehen

und Puzzeln.

Auf dem Bauernhof

Wenn eine

Pfütze zum

Ozean wird

BEI SCHLECHTEM

WETTER DRAUSSEN

SPIELEN

dabei fotografieren dürfen. Sie können

alles ablichten, was sie interessant finden.

Dann kann man gemeinsam ein

Fototagebuch anlegen. Wenn sie ihre

Erlebnisse festhalten, werden sie ermutigt,

die Dinge in ihrer Umgebung

viel aufmerksamer wahrzunehmen.

Gemeinsam den Wandel der Jahreszeiten

beobachten, besonders beim Wetter,

bei Pflanzen sowie Tieren. Dadurch

entsteht ein engerer Kontakt zur Umgebung.

Wer in der Stadt wohnt und nur

selten aufs Land kommt, kann sich auf

dem Spielplatz austoben und später auf

der Wiese im Park Ausschau nach kleinen

Wildtieren halten. Im botanischen

Garten können die Kinder den Duft

verschiedener Blumen und Pflanzen erschnuppern

und sich an deren bunten

Farben erfreuen.

Bei jedem Wetter draußen

Foto: Thinkstock

Schon Babys lernen, dass die Kuh Muh

und das Schaf Mäh macht. Tatsache ist,

dass die meisten Eltern und ihre Kinder

wenig über die Herkunft unserer Lebensmittel

wissen. Ein Kind sieht Tiere oft

nur im Zoo zum Streicheln. Dennoch

ist es wichtig zu begreifen, wo unser

Essen herkommt. Folgende Möglichkeiten

gibt es, Landwirtschaft zu erleben:

Bauernhöfe in der Umgebung bieten

meist einen Tag der offenen Tür an. Urlaub

auf dem Bauernhof, wo die Kinder

die Eier einsammeln oder im Stall beim

Kühemelken helfen dürfen. Besuch einer

Landwirtschaftsausstellung. Bio-Bauern

bieten oft an, für einige Zeit Hühner

samt Futter, Stall und Zaun zu mieten.

In der Natur

Ein normaler Spaziergang bekommt einen

ganz neuen Reiz, wenn die Kinder

Esel sind nicht

dumm, sondern

lieb!

Bei Regen oder Kälte sind ein warmes

Zimmer und der Fernseher, in dem gerade

die Lieblings-Zeichentrickserie

läuft, verlockender als ein Spaziergang

an der frischen Luft. Dann ist es gut,

wenn die Eltern einige witzige Ideen

parat haben, um den Nachwuchs davon

zu überzeugen, dass es Besseres

gibt als ein kuscheliges Sofa: Ein Marmeladenglas,

auf das mit wasserfestem

Stift eine Skala gemalt wurde, wird

zu einem Regenmesser. Jeder darf für

den kommenden Tag oder die nächsten

Stunden den Niederschlag voraussagen.

Eine Thermoskanne mit selbst gekochter

Suppe oder heißer Schokolade einpacken

zum Spaziergang und anschließenden

„Picknick“ im Park. Papierbote

falten und sie in einer großen Pfütze

schwimmen lassen. Oder: Wer als Erster

einen Regenwurm findet, darf entscheiden,

was es zum Essen gibt.

16


Bio seit 1973.

Naschkatzen aufgepasst!

Bio-Alpenmilch, Bourbon-Vanille, Rohrohrzucker

und Kakaobutter – im Alpenzwerg Bio Frucht & Knusper

stecken nur faire und biologische Zutaten.

Der Clou: Die knackigen Schokolinsen sind mit

natürlichen Frucht- und Pflanzenextrakten gefärbt.

So gesund kann Naschen sein.

BIO & FAIR

SCHMECKT

RICHTIG GUT!

Erhältlich im Naturkosthandel und im

ausgewählten Lebensmitteleinzelhandel.

www.alpenzwerg.de


REPORT

Ihr Stall ist der

18


Wald

Diese Putenherde lebt

auf der Wiese vom

Domgut Dehmen mit

reichlich Platz

Was früher normal war,

wird auf Bio-Höfen heute

wieder praktiziert:

FREILANDPUTEN

wachsen auf der Wiese

und im Wald mit viel Platz,

frischer Luft und grünem

Futter auf. Wir haben

einen Bio-Bauern in Mecklenburg

besucht.

Regen stört Puten nicht.

Auch wenn gerade ziemlich

dicke Tropfen in

Massen herabprasseln,

stehen die 2.000 Tiere

ganz entspannt auf der

Wiese. Die Puten suchen

keinen Schutz unter dem Unterstand, das

passiert nur bei knalliger Sonne. Sie fliehen

auch nicht unter die nahestehenden

Bäume des Waldes an ihrem Gehege. Sie

genießen es, als Herde dicht beieinanderzustehen:

eine große grauschwarze Masse

Vögel, aus der kontrastreich die knallig

roten Kehlen herausstechen.

Die Puten-Armada setzt sich

in Bewegung

Dann der Pfiff des Bauern. Martin Bohn

kennt das Ritual, das nun kommt. Tausendfach

gackert und gluckst es. Bedächtig

setzt sich die Puten-Armada in Bewegung,

schreitet förmlich die 400 Meter

zum Zaun – dem Besucher entgegen.

Jeweils 16 Kilo Neugierde. Die ist in der

freien Natur allerdings auch überlebenswichtig

– z. B. um rechtzeitig angreifende

Greifvögel zu erkennen, wie Martin

Bohn erklärt. Denn bei dem Spektakel

greife kein Raubvogel an.

Der promovierte Landwirt und Hausherr

auf dem Domgut Dehmen, in der

Nähe vom mecklenburgischen Güstrow,

praktiziert auf einigen Weiden, wie Puten

schon von alters her gehalten wurden.

Martin Bohn hat eine Tierhaltung

Fotos: Christian Personn (1)

19


REPORT

wieder aufgenommen, die heute ökologisch

genannt wird, aber eigentlich

normal ist – mit viel Platz für die Puten,

frischer Luft und Tageslicht sowie mit Biogeflügelfutter

in den Trögen. „Die Tiere

können umherlaufen – wohin und wie sie

möchten. Oder sie können an unseren modernen

Tränken Wasser zu sich nehmen,

wann immer sie wollen. Die Tränken und

Tröge sind übrigens höhenverstellbar,

damit die Tiere in jeder Wachstumsphase

immer problemlos essen und trinken

können“, erläutert Bohn.

Ein Leben im Grünen

80 Prozent ihres Lebens verbringen die

Puten im Sommer im Grünen. Das ist

weit mehr, als die EU-Bio-Richtlinien

vorschreiben. Frühmorgens sind sie

meist auf der Weide unterwegs. „Dann

ist große Pause, in der sie sich gerne

auch wieder im schattigen Stall aufhalten“,

erzählt Bohn.

Dort begrüßt den Besucher zufriedenes

Gurren, eine friedliche Atmosphäre.

Ohne Gedränge

kommen die

Puten im Stall

an die Trinkgefäße

Das liegt auch an der „niedrigen Besatzdichte“,

an den Strohballen, auf die die

Tiere springen können. Abends ziehen

die Puten dann, bevor die Dämmerung

einsetzt, wieder nach draußen. Die

2.000 Waldlandputen sind sogar bei Tag

und Nacht im Freien.

All das unterscheidet Bohns Betrieb

von konventionellen Putenhöfen – der

Firmenchef macht aber klar, dass es sich

auch hier um einen Großbetrieb zur

Tieraufzucht handelt. „Es war uns beispielsweise

von Anfang an wichtig, dass

unseren Tieren eben nicht die Schnäbel

beschnitten werden. Weil es den Puten

auch im Stall so gut geht, dass keine aggressive

Stimmung aufkommt“, ergänzt

Martin Bohn.

Früher arbeitete der gebürtige Schwabe

in der konventionellen Geflügelbranche.

Er erkannte aber als junger Mann,

„dass dieser Weg in eine Sackgasse führt“.

Bohn startete 1997 mit zwei Mitstreitern

und rund 200 Puten seinen Freilandb

etrieb in der Nähe von Pfaffenhofen,

dem Stammort der Firma Hipp. Der Sohn

des Gründers, Stefan Hipp, hörte von der

Arbeit des Visionärs Bohn, und es begann

eine langjährige Zusammenarbeit – heute

liefert Bohn sein Putenfleisch im großen

Stil an den Babynahrungshersteller

sowie an Bio-Großhändler und regionale

Bio-Schlachter.

„Die Firma Hipp hat auch nach

Biohähnchen gefragt”

Vor ein paar Jahren hat Hipp angefragt,

ob auch Biohähnchenfleisch geliefert werden

könnte. Seitdem werden im Domgut

Dehmen auch knapp 10.000 Hähnchen

aufgezogen. „Genauso wie für unsere

Puten gilt auch für sie: Sie sind eine sehr

robuste, langsam wachsende Rasse. Im

Stall viel frische Luft; viel Platz; eine

niedrige Besatzdichte; Strohballen, wo

sie aufsitzen können, und Körbe mit

Grünfutter“, beschreibt Bohn die Bedingungen.

Natürlich ist auch viel Auslauf vorgesehen.

„Deswegen haben wir für die Tiere

Wintergärten gebaut. Auf diese Idee

hat uns die Firma Hipp gebracht. Wintergärten

haben den Vorteil, dass die

Tiere – wann immer sie möchten, also

tagsüber und nachts – im Außenbereich

sein können, ohne gleich wirklich ganz

draußen sein zu müssen.“ Das sei insbesondere

bei schlechtem Wetter für die

Tiere ideal.

Vier Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern

gehören inzwischen zur Bohn-

Firma. Eine Region, die dünn besiedelt

ist – ideal für die Geflügelaufzucht mit

viel Grünflächen rund um die Ställe.

Allerdings sind es robustere Tierrassen,

die hier aufwachsen. Die Kelly-Pute –

auch bekannt als Bronzepute – gilt als

widerstandsfähiger, genügsamer und

langsamer wachsend als die Tiere der

herkömmlichen Massenhaltung. Am

Anfang musste sich Bohn viel Spott für

diese Entscheidung gefallen lassen. Inzwischen

ist seine Ware begehrt, die

Nachfrage groß, obwohl das Fleisch nur

zeitlich begrenzt zu haben ist. Denn im

kalten Winter können die Tiere nicht

draußen leben.

Dass die Bioqualität überzeugt, liegt

natürlich auch am Futter: Beikräuter,

20


Putenhof-Betreiber Martin Bohn

(r.) zeigt Hipp-Gesellschafter

Stefan Hipp den „Puten-Wald”

selbst angebautes Kleegras und eine

Futtermischung aus ökologisch auf dem

Hof angebautem Weizen, Soja, Erbsen,

Hafer und Ackerbohnen lassen die Tiere

sprichwörtlich dick und rund werden.

Die Herde frisst bis zu einer Tonne Futter

am Tag.

Besucher sind willkommen

Wenn die Puten dann zwölf bis 16 Kilo

schwer sind, kommen sie in die Schlachterei.

Mit dem kleineren Familienbetrieb arbeitet

Bohn schon seit Jahren zusammen,

er steht praktisch direkt vor der Haustür.

Dadurch wird den Tieren eine lange, quälende

Fahrt erspart. Damit sie überhaupt

den Stall oder ihren Wald verlassen,

brauchen die Mitarbeiter Bohns keine Gewalt

anzuwenden. Die Puten halten sich

gerne in der Nähe der Futterbehälter auf.

Diese werden einfach mit riesigen Strohballen

so hingestellt, dass daraus eine

Art Korridor wird, in den die Tiere dann

alleine hineinlaufen. Anschließend werden

die Puten einzeln und von Hand in

die Transport-Container gesetzt.

Möglichst früh am Morgen, so um halb

sechs, werden die Tiere dann geschlachtet.

„Das ist natürlich niemals schön“,

sagt Bohn. Wer etwas anderes be haupte,

sage nicht die Wahrheit. Überhaupt ist

Bohn eher ein Pragmatiker, will aus

seinem Geschäft mit dem Fleisch kein

Geheimnis machen. Wer sich die Waldputen

einmal aus der Nähe anschauen

möchte, könne vorbeikommen. „Besucher

sind willkommen.“

Christian Personn

Viel Auslauf für die

Hähnchen auf dem

idyllischen Gutshof

21

Fotos: Roland Erbacher (4)


REPORT

Im Gänsemarsch

Auch Gänse können auf

ganz natürliche Weise

großgezogen werden. Aus den

GÖSSELN wachsen in einigen

Wochen veritable Bioweihnachtsbraten

heran.

Der Laden auf dem

Cassenshof ist eine der

Verkaufsstellen

Wenn die Spargelzeit vorbei

ist, geht auf dem Cassenshof

in der Lüneburger Heide das

große Schnattern wieder

los. Sorgfältig verpackt, in mit Holzwolle

ausgepolsterten Pappkartons, sind die ersten

450 Gössel im Juli von der Brüterei in

Wistedt angereist. Gössel nennt man die

kleinen Gänse in den ersten drei Wochen.

„Sie sind dann noch so klein, dass locker

eines in meine Hand passt“, erzählt Teresa-

Marie Pelka, Tochter des Bauern und

„Gänsemutter“ für fünf bis sechs Monate.

Eine Woche „wohnen” die Gänschen

unter der Wärmelampe

Kaum zwei Tage alt, noch gelb und flauschig,

ziehen die Gänsebabys zunächst

in den Pferdestall ein. Dafür wird in die

eckigen Boxen in den ersten Tagen ein

runder Auslauf gestellt. Eine Vorsichtsmaßnahme,

damit die noch schreckhaften

kleinen Gössel sich bei Panik nicht in

die Ecken drücken.

Eine ganze Woche verbringen die

Schützlinge in dieser wohligen Kinderstube

dann bei 30 Grad unter Wärmelampen.

Danach bringt Teresa-Marie sie

täglich über den kleinen Bach im Gänsemarsch

auf die Wiese hinter dem Hof. Sie

sind dann schon doppelt so groß, und

das Gefieder ist jetzt wuschelig grau. Jede

Nacht geht es zurück in den Schutz des

Stalles. Dort sind sie sicher vor dem Fuchs.

In den nächsten Wochen und Monaten

mausern sich die Gössel schnell und

nachhaltig zu weißen großen Gänsen. Zu

St. Martin am 11. November oder zu den

Weihnachtsfeiertagen ist ihr kurzes Leben

zu Ende. „Das ist der Lauf der Dinge“,

sagt Teresa-Marie, „aber wir schlachten

nur auf Vorbestellung.“

Pro Gans koste sie das oft bis zu drei Anrufe:

Der erste beinhaltet Beratung und

Bestellung. Nach ein paar Wochen kommt

dann gerne mal die Frage, wie es der Gans

ginge, danach scheiden sich die Geister“,

meint sie, „die einen bestellen dann auf

Termin, die anderen wollen die Gans lieber

doch leben lassen …“ Ruth Schalk

Rechtzeitig bestellen: Cassenshof;

Im Seevegrund 2, 21256 Inzmühlen,

Tel. 04188/656 oder beim Cassenshof-

Hofladen direkt: Waitzstraße 17,

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Foto: Ruth Schalk (2), Facebook

22


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auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Hinweis: Ich kann

innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die

Erstattung des belasteten Betrags verlangen. Es gelten dabei die mit

meinem Kredit institut vereinbarten Bedingungen.

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Zahlungsempfänger:

Abonnenten Service Center GmbH, Hauptstraße 130, 77652 Offenburg

Gläubiger-ID: DE0812800000186938

Mandatsreferenz wird separat mitgeteilt.

Ja, ich bin einverstanden, dass mich die Junior Medien GmbH & Co. KG

künftig schriftlich, telefonisch oder per E-Mail über weitere Serviceleistungen

und interessante Medienangebote informiert. Mein Einverständnis

ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden (z.B. per E-Mail an

meine-daten@burda.com).

Widerrufsrecht: Die Bestellung kann binnen 2 Wochen ohne Angabe von

Gründen schriftlich widerrufen werden. Die Frist beginnt ab dem Tag, an dem

Sie oder ein von Ihnen bekannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die erste

Ware in Besitz genommen haben bzw. hat. Zur Wahrung der Widerrufsfrist

genügt die rechtzeitige Absendung an: Aboservice Junior Medien GmbH & Co.

KG, Postfach 128, 77649 Offenburg.


Datum, Unterschrift

Kontonummer

S0216MKIG


GESUNDHEIT

Grüne

Medizin

24

Was kann Atréju und Fuchur

jetzt noch retten?

Die dunkle Verwandlungskünstlerin

Ygramul

hat den Jungen

vom Stamm der Grünhäute und den

Glücksdrachen gebissen und ihnen ihr

tödliches Gift injiziert. Aber: Ein Glücksdrache

bringt ja bekanntlich Glück. Und

so finden Engywuck und seine Frau Urgl,

ein verschrobenes Gnomen-Ehepaar, die

armen Tröpfe gerade noch rechtzeitig.

Urgl, eine clevere Kräuterhexe, weiß,

was zu tun ist: Sie braut einen Trank aus

Heilkräutern, um Ygramuls Gift zu neutralisieren

– und rettet Atréju und Fuchur

so das Leben. Auch wenn ein Heilkräutertrunk

in der Realität nicht unbedingt

Leben rettet wie in Michael Endes Roman

„Die unendliche Geschichte“: „Heilpflanzen

werden seit Tausenden von Jahren

Phytotherapie: weder Hexenwerk

noch Hokuspokus

überall auf der Welt verwendet,

um Krankheiten zu kurieren“, sagt

Michaela Girsch, Heilpraktikerin

BUCH-TIPP

Ursel Bühring/Helga Ell-Beiser/

Michaela Girsch: „Heilpflanzen für

Kinder. Gesundheit aus der Natur”,

Ulmer 2015, 29,90 Euro.

aus der Nähe von Freiburg. Die Pflanzenheilkunde,

Phytotherapie genannt,

gehört zu den ältesten medizinischen

Behandlungsmethoden der Welt. Dabei

schöpft sie einerseits aus einem riesigen

Erfahrungsschatz, andererseits aus wissenschaftlichen

Untersuchungen,

die die

Wirksamkeit belegen.

Die Phytotherapie

ist also weder Hexenwerk

noch Hokuspokus,

sondern eine

anerkannte Therapie

mit erwiesener Wirksamkeit.

Das unter-

scheidet sie von der Homöopathie.

Entweder


Magen-Darm-Infekte,

Erkältungen und andere

Alltagswehwehchen sind

ein Fall für Dr. Fliederbeere,

Professor Kamille und

ihre Heilpflanzenkollegen.

Denn: Auf NATUR-

ARZNEI sprechen

kleine Patienten besonders

gut an. Ein Ausflug zur

Kräuterhexe.

Wie das duftet!

Kamille hilft zum Beispiel

gegen Halsschmerzen

kann man die Heilpflanzen selbst als

Medizin zu sich nehmen. Oft tun wir

das sogar, ohne dass wir krank sind

oder Beschwerden haben. Ein beliebter

Snack mit heilender Wirkung sind

beispielsweise Äpfel. Das darin enthaltene

Pektin hilft gegen Durchfall.

Die zweite Möglichkeit: Man greift

auf ein Phytopharmakon zurück.

Arzneimittel aus der Natur

Das ist ein pflanzliches Arzneimittel in

Form von Tabletten, Tropfen oder Tee,

das Bestandteile der Heilpflanze oder

Extrakte daraus enthält. Um an die Wirkstoffe

in der Pflanze zu kommen und das

Arzneimittel haltbar zu machen, benö-

tigt man Alkohol. Sind die Präparate

trotzdem für Kinder geeignet? „Unbedingt“,

sagt Michaela Girsch. „Die

Mengen sind sehr gering, oft sogar

geringer als in alltäglichen Lebensmitteln.

Ein Glas Apfelsaft enthält

zum Beispiel mehr Alkohol als die

Einzeldosis eines Phytopharmakons.“

Fencheltee ist auch für ein

Baby geeignet

Laut Beipackzettel sind viele

Naturarzneien allerdings

erst für Kinder ab zwölf

Jahre geeignet. Das bedeutet

nicht, dass das Mittel

für jüngere Patienten

ungeeignet ist, sondern

dass es keine ausreichenden

Studien zur Wirksamkeit

und Unbedenklichkeit

bei jüngeren Kindern gibt. Die klinische

Prüfung eines Medikaments für Kinder

ist nämlich sehr teuer. Michaela Girsch:

„Kinder unter einem Jahr sollten keine

pflanzlichen Arzneimittel bekommen.

In dem Alter sollten Heilpflanzen vor

allem als Tees eingesetzt werden. Einige

Heilpflanzen wie Fenchel sind auch für

Säuglinge geeignet. Bei Patienten ab vier

Jahre lassen sich die meisten Heilpflanzen

jedoch bedenkenlos einsetzen.“ Insofern

im Beipackzettel von Fertigarzneimitteln

keine spezielle Kinderdosierung

angegeben ist, empfiehlt die Phytotherapeutin

folgende Dosierung:

• Kinder von null bis sechs Jahren:

1/ 3 der Erwachsenendosis

• Kinder von sechs bis 14 Jahren:

½ der Erwachsenendosis

• Ab 14 Jahre: die volle

Erwachsenendosis

Phytopharmaka unterliegen in

Deutschland übrigens wie jedes andere

Arzneimittel dem Arzneimittelgesetz

und müssen vom Bundesinstitut für

Arzneimittel und Medizinprodukte

(BfArM) zugelassen sein, bevor sie verkauft

werden dürfen. Viele Phytopharmaka

sind frei verkäuflich in Drogerien,

Supermärkten, Reformhäusern

und Apotheken erhältlich; einige sind

UNSERE

EXPERTIN

Ringelblume unterstützt

die Wundheilung

MICHAELA

GIRSCH

Heilpraktikerin

mit eigener Praxis

in Merdingen,

Mitglied in der

Gesellschaft für

Phytotherapie,

Autorin und

Dozentin, www.

michaela-girsch.de

apothekenpflichtig. Die

Krankenkassen erstatten

für gewöhnlich die

Kosten für ärztlich verordnete

Arzneimittel für

Kinder bis zwölf Jahre. Man

benötigt nur ein Rezept. Phytopharmaka

erfreuen sich gerade bei Eltern

großer Beliebtheit. Einer Studie

zufolge greifen 86 Prozent aller Mütter

und Väter zu Phytopharmaka, wenn ihr

Nachwuchs krank ist – bevorzugt bei Erkältungs-,

Magen-Darm-Erkrankungen

und Hautausschlägen.

Gut verträglich, aber nicht ohne

Nebenwirkungen

„Mithilfe von Heilpflanzen, die oft vor

unserer Haustür oder im eigenen Garten

wachsen, können Eltern die Alltagswehwehchen

ihres Nachwuchses sanft

lindern. Denn sie und die zugehörigen

Arzneimittel sind gut verträglich und

haben in der Regel weniger Nebenwirkungen

als synthetisch hergestellte Medikamente“,

erklärt Michaela Girsch.

Voraussetzung ist allerdings, dass man

das Produkt richtig anwendet und sich

exakt an die Dosierung hält. Um mögliche

Wechselwirkungen mit anderen

Medikamenten auszuschließen, sollten

Eltern vorab mit dem Kinderarzt sprechen.

Tipp: Kinderärzte, die sich auf

Naturheilverfahren und Phytotherapie

spezialisiert haben, und Heilpraktiker

wie Michaela Girsch kennen sich mit der

Pflanzenmedizin mindestens so gut aus

wie die schrumpelige Kräuterhexe Urgl

aus der „Unendlichen Geschichte“.

Fotos: Thinkstock; privat

25


GESUNDHEIT

Wundermittel

Kokosöl

Bei Öl denkt man natürlich erst

mal an Küche und Kochen. Dabei hilft

der EXOT super gegen Fältchen,

wunden Babypo und Haarprobleme.

Fotos: Thinkstock

Was ist das? Kokosöl wird auch

unter den Namen Kokosnussöl oder

Kokosfett angeboten. Das Öl entsteht

beim Pressen von Kokosfruchtfleisch.

Anders als Oliven- oder Rapsöl wird es

nicht flüssig in Flaschen abgefüllt, sondern

in Schraubgläser mit fester Konsistenz.

Bei über 25 Grad verflüssigt es sich,

stellt man es in den Kühlschrank oder

beträgt die Raumtemperatur weniger als

25 Grad, verfestigt es sich wieder.

Worauf soll man achten? Das Öl

sollte aus biologischem Anbau stammen,

kalt gepresst und weder gebleicht noch

gehärtet sein. Das Bio-Öl schont die Umwelt,

enthält viele wertvolle Mineralien

und Vitamine. Es sollte außerdem ein

anerkanntes Bio-Siegel aus Deutschland

oder Europa tragen (wie die Öle von Bio

Planète, Dr. Goerg oder 100ProBio). Es ist

sehr ergiebig, sodass man mit einem Glas

lange auskommt (100 Prozent reines Biokokosöl,

extra nativ – bei unter 38 Grad

kalt gepresst – kostet etwa 15 Euro/500 ml).

So kommt das Öl zum Einsatz

In der Schwangerschaft Um das Gewebe

geschmeidig zu halten und Schwangerschaftsstreifen

vorzubeugen, das Bindegewebe

mehrmals täglich mit angefeuchteten

Händen und etwas Kokosöl

massieren. Das Öl dünn und großflächig

auftragen und die Haut mit Daumen

und Zeigefinger sanft zupfen. Dadurch

wird die Haut gut durchblutet. Auch die

Brustwarzen können damit eingerieben

werden. Das Öl macht sie geschmeidiger

und bietet so eine gute Vorbereitung auf

die Stillzeit, denn sie werden weniger anfällig

für Entzündungen.

B a b y p fl e g e Bei wundem Po die Stelle erst

mit einem sauberen Waschlappen und

klarem Wasser abwaschen. Dann eine

kleine Menge Öl auf die Hand geben und

die Stelle vorsichtig einreiben.

Als monatliche Haarkur Haare mit einem

milden, silikonfreien Shampoo waschen.

Ausspülen, vorsichtig frottieren.

Mit einem grobzinkigen Kamm durchkämmen.

1 bis 2 EL Öl in den Händen

erwärmen, von der Kopfhaut bis in die

Spitzen einmassieren. Haare in ein Handtuch

wickeln und mindestens 1 Stunde

einwirken lassen. Dann das Öl mit einem

milden Shampoo auswaschen.

Für samtweiche Haut Trockene, raue

Stellen an Ellbogen oder Füßen regelmäßig

mit Öl einreiben. Nach

dem Cremen über die Füße

am besten Socken ziehen,

damit es barfuß nicht rutschig

wird.

Für das Gesicht Auch als tägliche

Gesichtspflege ist das

Bio-Öl geeignet. Es versorgt

die Haut mit Feuchtigkeit. Die

im Öl enthaltenen Vitamine,

Anti oxidantien und Mineralstoffe machen

sie glatt, die Laurinsäure sorgt dafür,

dass sie sich entspannt und Fältchen

gemildert werden. Abends auftragen, da

es leicht fettet. Oder morgens vor dem

Schminken ein wenig unter das Make-up

geben, das lässt das Aussehen strahlen.

Gegen unreine Haut hilft es ebenfalls. Etwas

Öl auf Mitesser und Pickel geben, darauf

achten, dass die Hände sauber sind.

Bei Schnittwunden Die antibakterielle

Wirkung hilft auch gegen Herpes,

Schnitt- oder Schürfwunden. Auf frische

Narben einmassiert, kann Kokosöl

den Ab heilungsprozess unterstützen,

es macht Narben weniger sichtbar, das

Gewebe bleibt elastisch.

Und sonst noch:

• Als Make-up-Entferner – etwas Öl auf

einen feucht-warmen Lappen geben,

Gesicht damit abwischen.

• Als Körper-Peeling – Öl mit grobem

Salz mischen, Körper damit

abrubbeln, dann duschen.

• Als Entspannungsbad – einen

Schuss Öl ins Badewasser

geben, duftet lecker, entspannt

und pflegt die Haut.

Weitere Infos unter:

www.kokosoel.info

www.biokokosöl.de

www.drgoerg.com

26


NEU!

ABENTEURPFLEGE

FÜR KLEINE HELDEN

Mehr Informationen zu den Produkten

und in welchen Drogeriemärkten

diese erhältlich sind, finden Sie unter

www.toepfer-kidscare.de

NATURKOSMETIK


LECKER

Schick in

Schale

Jetzt ist Erntezeit für

HASEL- UND

WALNÜSSE. Da lohnt

es sich, zum Nussknacker

zu greifen. Schließlich

sind sie nicht nur lecker,

sondern supergesund.

Foto: California Walnut Commission

Foto: Oryza

Haselnuss-Milchreis mit

Zimtpflaumen

Zutaten für 4 Portionen

250 g Milchreis (z. B. Oryza)

1 l Milch, 800 g Pflaumen

80 g Zucker

250 ml roter Mehrfruchtsaft

1 Zimtstange, 1-2 TL Stärke

4 EL Haselnussblättchen

100 g Marzipanrohmasse

100 ml Sahne

So geht’s

Milchreis nach Packungsanweisung

mit Milch zu-

1

bereiten. Pflaumen waschen,

halbieren und entsteinen.

Zucker karamellisieren, mit

2 Saft ablöschen (Vorsicht:

Das spritzt), Pflaumen und

Zimt zugeben, 5 bis 10 Minuten

zugedeckt köcheln.

Stärke mit 2 EL Wasser

3 anrühren und das Kompott

damit binden. Zimtstange

entfernen. Kompott

abkühlen lassen.

Haselnussblättchen in

4 einer Pfanne ohne Fett

goldbraun anrösten. Auf

einem Teller abkühlen lassen.

Marzipan grob raspeln,

5 mit der Sahne unter den

fertigen Milchreis rühren.

Reis mit Haselnüssen bestreuen

und mit den Zimtpflaumen

servieren.

Pro Portion

(als Hauptgericht)

ca. 810 kcal,

17 g E, 25 g F, 129 g KH

Zubereitung: ca. 40 Minuten

Rübli-Walnuss-Gugelhupf

Zutaten für 16 Stücke

250 g Möhren

250 g kalifornische Walnusskerne

250 g weiche Butter

200 g Zucker

1 Prise Salz

1 Päckchen Vanillezucker

4 Eier (Größe M)

350 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

100 ml Milch

300 g weiße Schokolade

25 g Kokosfett

So geht’s

1Möhren schälen und fein

raspeln. Walnüsse grob

hacken. Fett, Zucker, Salz

und Vanillezucker mit den

Schneebesen des Handmixers

cremig rühren. Eier

nacheinander unterrühren.

Mehl und Backpulver mischen

und abwechselnd mit der

Milch unterrühren. Möhren

und Nüsse, bis auf 2 EL zum

Verzieren, unterheben.

Teig in eine gefettete, mit

2 Mehl ausgestäubte Gugelhupfform

(26 cm Ø, 1,75 l

Inhalt) füllen. Im vorgeheizten

Ofen bei 175 Grad Ober-/

Unterhitze ca. 50 Minuten

backen. Herausnehmen und

auskühlen lassen.

Schokolade grob hacken

3 und mit Kokosfett über

dem warmen Wasserbad

schmelzen. Kuchen vorsichtig

aus der Form lösen und auf

ein Kuchengitter setzen. Mit

Schokoladenguss überziehen

und mit übrigen Nüssen bestreuen.

Kuchen mindestens

15 Minuten kalt stellen.

Pro Stück

ca. 500 kcal,

8 g E, 34 g F, 42 g KH

Zubereitung: ca. 90 Minuten

(plus Wartezeit)

28


Walnuss-Apfel-Crumble

Zutaten für 4 Portionen

150 g Mehl

80 g + 2 EL Butter

60 g Rohrzucker

1 TL Zimt

1 Eigelb (Größe M)

900 g Äpfel (z. B. Holsteiner

Cox oder Boskop)

2 EL Zitronensaft

80 g kalifornische Walnusskerne

50 g Rosinen

1 Päckchen Vanillezucker

So geht’s

1Mehl, 80 g Butter, Zucker,

Zimt und Eigelb zuerst

mit den Knethaken des

Handrührgerätes, dann mit

den Fingerspitzen zu einer

Streuselmasse verkneten und

20 Minuten kalt stellen.

In der Zwischenzeit Äpfel

2 schälen, vierteln, Kerngehäuse

herausschneiden.

Apfelviertel längs halbieren

und in Stücke schneiden.

Mit Zitronensaft beträufeln.

Walnüsse grob hacken.

In einem großen Topf 2 EL

3 Butter schmelzen. Walnüsse,

Apfelwürfel, Rosinen

und Vanillezucker zugeben

und 2 bis 3 Minuten unter

gelegentlichem Rühren bei

mittlerer Hitze dünsten.

Apfelmasse in eine

4 Auflaufform (25 cm Ø)

füllen. Streusel darüber verteilen.

Im vorgeheizten Ofen

bei 175 Grad Ober-/Unterhitze

ca. 35 Minuten backen.

Auf einem Kuchengitter

abkühlen lassen. Schmeckt

lauwarm oder kalt.

Pro Portion

ca. 720 kcal,

9 g E, 37 g F, 86 g KH

Zubereitung: ca. 70 Minuten

Foto: California Walnut Commission

Foto: Alpro

Haselnuss-Porridge

mit Fruchtsalat

Zutaten für 4 Portionen

100 g Haferflocken

1 Msp. Zimtpulver

150 ml Haselnussdrink (z. B.

von Alpro)

3 reife Bananen

2 Passionsfrüchte

1 EL Ahornsirup oder Honig

2 EL Haselnüsse

4 EL Soja-Joghurtalternative

Natur

So geht’s

1Haferflocken in einer

großen Pfanne bei kleiner

Hitze 4 bis 5 Minuten rösten.

500 ml Wasser und den Zimt

zufügen, einmal aufkochen

und dann ca. 15 Minuten

leicht köcheln lassen.

Porridge vom Herd nehmen,

leicht abkühlen las-

2

sen und den Haselnussdrink

einrühren. Dann vollständig

auskühlen lassen.

Bananen schälen und

3 in dünne Scheiben

schneiden. Passionsfrüchte

halbieren, Fruchtfleisch und

die kleinen Kerne mit einem

Teelöffel herauslöffeln. Mit

dem Ahornsirup oder dem

Honig und den Bananen

vermischen. Haselnüsse grob

hacken und in einer Pfanne

ohne Fett anrösten, bis sie

zu duften beginnen.

Porridge auf Schälchen

4 verteilen. Den Bananen-

Passionsfrüchte-Mix daraufgeben.

Jeweils mit 1 EL

Soja-Joghurtalternative

und den gerösteten

Haselnüssen toppen.

Pro Portion

ca. 229 kcal,

6 g E, 6 g F, 34 g KH

Zubereitung: ca. 30 Minuten

(plus Wartezeit)

29


LECKER

Hähnchen panieren, Kartoffeln vor- und

die Dips zubereiten – KINDERLEICHT!

Und als Belohnung gibt’s zum Nachtisch

selbst gemachte Cake-Pops für alle.

Heute übernehmen

wir den Küchendienst

Hähnchen-

Nuggets mit

Kokosnuss

Zutaten für 4 Portionen

2 große Hähnchenbrustfilets

(ca. 500 g)

4 EL Mehl

2 Eier

ca. 200 g Kokosraspel

Pfeffer aus der Mühle

4–6 EL Rapsöl

Salz

1 Zitrone (nach Belieben)

So geht’s

1Jede Hähnchenbrust in

5 Stücke schneiden. Die

Mini-Schnitzel waschen, mit

Küchenpapier trocken tupfen

und mit dem Fleischklopfer

ganz vorsichtig flach klopfen.

Große Stücke noch mal

halbieren.

Mehl, Eier und Kokosraspel

jeweils auf einen 2

flachen Teller geben. Eier mit

einer Gabel verquirlen und

mit etwas Pfeffer würzen.

Fleischstücke rundum erst

in Mehl, dann in Ei und zum

Schluss in den Kokosraspeln

wenden.

Öl in einer Pfanne erhitzen.

Nuggets darin auf 3

jeder Seite 4 bis 6 Minuten

knusprig braten. Mit Salz

würzen und mit Zitronenvierteln

servieren.

Tipp: Dazu schmecken

Texas-Pommes: 400 g kleine

junge Kartoffeln waschen,

trocken tupfen und längs

vierteln. Mit 3 EL Kokosöl

und 1 EL Paprikapulver gut

mischen. Salzen und auf einem

mit Backpapier belegten

Backblech im heißen Ofen bei

200 Grad Ober-/Unterhitze

auf der oberen Schiene ca.

30 Minuten knusprig backen.

Knusprige Ofenkartoffeln

mit verschiedenen Dips

Zutaten für 4 Portionen

Für die Ofenkartoffeln:

500 g Drillinge oder kleine

neue Kartoffeln

6 EL Olivenöl

1 EL grobes Meersalz

Für den Schinken-Dip:

200 g Sauerrahm

(saure Sahne)

150 g Kochschinken

Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für den Joghurt-Feta-Dip:

200 g Naturjoghurt

3 EL Tomatenmark

100 g Feta (Schafskäse)

1 TL edelsüßes Paprikapulver

Chilipulver (nach Belieben)

Salz, Pfeffer aus der Mühle

So geht’s

1Kartoffeln waschen, trocken

tupfen und vierteln.

In einer Schüssel mit Olivenöl

und Meersalz mischen.

Die Kartoffeln in eine

2 gefettete ofenfeste Form

schichten und im vorgeheizten

Ofen bei 200 Grad

Ober-/Unterhitze auf der

obersten Schiene etwa

30 Minuten knusprig backen.

Ab und zu umrühren, damit

die Kartoffeln nicht an der

Form festbacken.

In der Zwischenzeit für

3 den Schinken-Dip den

Sauerrahm in eine kleine

30


Cake-Pops

Zutaten für 48 Stück

Für den Teig:

300 g Mehl

2 TL Backpulver

1 Prise Salz

150 g weiche Butter

150 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

2 Eier

250 ml Milch

Außerdem:

Fett für das Cake-Pop-Eisen

bunte Zuckerstreusel

Mini-Schokolinsen

200 g Zartbitterkuvertüre

200 g weiße Kuvertüre

48 Lollipop-Stiele

So geht’s

1Mehl mit Backpulver und

Salz mischen. Butter mit

Zucker und Vanillezucker

schaumig rühren. Eier einzeln

unterrühren. Mehlmischung

und Milch zugeben und gut

unterheben.

Ein Cake-Pop-Eisen vorheizen

und einfetten. Teig 2

portionsweise darin jeweils 5

bis 8 Minuten backen, bis der

Teig aufgebraucht ist. Oder

den Teig in passende Silikonförmchen

füllen und im Ofen

bei 180 Grad Ober-/Unterhitze

backen. Stäbchenprobe

machen: Wenn an einem

hineingestochenen Holzstäbchen

kein Teig kleben bleibt,

sind die Cake-Pop-Kugeln

fertig. Abkühlen lassen.

Zuckerstreusel und

3 Schoko linsen in kleine

Schälchen füllen. Kuvertüre

jeweils in einer Schüssel über

dem warmen Wasserbad

langsam schmelzen lassen.

In jede Cake-Pop-Kugel

4 einen Stiel stecken. Kugeln

vorsichtig in weiße oder

dunkle Kuvertüre tauchen.

Kuvertüre gut abtropfen

lassen und am besten mit

einem Küchenpinsel gleichmäßig

auf den Kuchenkugeln

verteilen.

Die noch feuchten Cake-

5 Pops in Streuseln wenden

oder mit Schokolinsen

bestücken. In Gläser stellen

und, wenn man so lange

warten mag, den Guss trocknen

lassen.

Schüssel füllen. Schinken mit

dem Blitzhacker klein hacken

oder mit einem Messer in

sehr feine Würfel schneiden

und unter den Sauerrahm

rühren. Dip mit Salz und

Pfeffer würzen.

Für den Joghurt-Feta-Dip

den Naturjoghurt mit dem

4

APPETIT AUF MEHR?

Tomatenmark glatt rühren.

Den Feta klein schneiden und

unterrühren. Mit Paprikapulver,

eventuell Chilipulver sowie

Salz und Pfeffer würzen.

Die Knusper-Kartoffeln

5 aus dem Ofen holen, auf

Tellern verteilen und mit den

Dips servieren.

Fotos: ZS Verlag/Fotos mit Geschmack (Ulrike

Schmid & Sabine Mader)

Spaß in der Küche und unkomplizierte

Rezepte: Susanne Klug

weiß, wie man den Nachwuchs

beim Essen glücklich macht – in

ihrer Kinder-Kochschule in München

und jetzt auch für alle zum

Nachkochen zu Hause. „Yummy!

Lieblingsrezepte für die ganze

Familie”, ZS Verlag, 19,99 Euro.

31


LECKER

etwas krause

Petersilie

Fit Kid

Sellerie mit Orange –

noch nie getrunken?

Das ist der Energie-

Fit-Kick-Hammer!

Und die Petersilie

sorgt für eine Extraportion

Eisen

SMOOTHIES FÜR

KINDER –

der einfachste Weg,

die Kleinen für

Grünzeug zu begeistern:

alles cremig

zerkleinern, ab ins

Glas und dann fix

trinken – am besten

auf leeren Magen

oder 30 Minuten vor

dem Essen

Von wegen

Gemüse-Muffel…

1 Apfel

Saft von 2–3 Orangen

150 ml Wasser

Süßen nach Geschmack

1 Kinderhandvoll

Spinat

2 Stangen

Sellerie

Tipp: Wer es noch

orangiger möchte, lässt

das Wasser weg und

nimmt stattdessen mehr

Orangensaft

32

BUCH-TIPP

Irina Pawassar absolvierte eine Ausbildung

zum „Raw Food Chef” (Vitalkostkoch) in

den USA und gibt regelmäßig Smoothie-

Workshops. Ihre letzte Grippe? Vor sechs

Jahren. Und da man mit gesunder Ernährung

gar nicht früh genug anfangen kann,

hat sie 20 superschnelle Powerdrinks für

Kinder entwickelt. „Smoothies for kids”,

EMF Verlag, 9,99 Euro

1 Mango

(ca. 300 g)

2 EL Kokosfl

o c k e n

200 ml

Wasser

Tipp: Ihr könnt die Limette

auch durch 1 Zitrone ersetzen

Saft von

1 Limette

1 kleine

Banane

Fotos: EMF


Anzeige

2–3 Blätter Grünkohl

ohne Stiel

1 Birne

5–6 Datteln

250 ml

Kokoswasser

KoKo

Ko = Kohl + Ko =

Kokos. Ein bewährter

Gesundheits-

Powerdrink, denn so

schmeckt Grünkohl

am allerbesten.

Man glaubt es

aber wirklich erst,

wenn man ihn

probiert hat

SCHOKOLADE GEGEN

KINDERARBEIT

VIVANI Bioschokolade setzt seit

Jahren ein klares Zeichen gegen

Kinderarbeit im Kakaoanbau.

Mit dem Kauf des neuen Schokoriegels

„Crispy Corn Flakes”

können Schokofans nun aktiv

mithelfen. Pro verkauftem Riegel

gehen 5 Cent an die Ecole Amitié

(„Schule der Freundschaft”) im

Norden Haitis, die Armutskindern

neue Perspektiven gibt. Haiti ist

eines der ärmsten Länder der Welt

und ein gefährlicher Nährboden

für Kindersklaverei.

Den Riegel gibt’s für 0,99 €

im Biohandel und Reformhaus,

Infos unter

www.vivani.de/kidsforkids

1 Banane

Tipp: Statt Grünkohl

könnt ihr auch

Wirsing nehmen und

das Kokoswasser

durch normales

Wasser ersetzen

Südseetraum

Mmmh, Mango – in Indien nennt man sie

wegen ihrer Süße und der goldgelben Farbe

„Götterfrucht”. Kombiniert ihr sie mit

Banane und Limette, schmeckt dieser

Smoothie wirklich nach Ferien am Meer


REPORT

Am Wegesrand

sammelt die

Kindergruppe

Heilpflanzen

Walderdbeeren

wachsen auch

im Beet vom

Kindergarten

Schon im Kindergarten

lernen die Kleinen, wie

die JAHRESZEITEN

funktionieren und

biologische Vielfalt

spielend erfahrbar ist.

Wie es funktioniert,

lest ihr hier

Vielfalt

lernen

Fotos: Klaus-Peter Wilbois, FiBL

Früher spielten die meisten

Kinder nach der Schule oder in

den Ferien draußen. Auf Bäume

klettern, Buden und Dämme

bauen, Blumen pflücken und

Tiere beob achten: Das war Kindheit.

Heute haben Kinder oft nicht mehr die

Möglichkeit, Natur spielerisch zu entdecken.

Draußenspielen findet insbesondere

in Städten auf Spielplätzen statt –

auch wenn diese oft Abenteuercharakter

haben. Auf dem Land sind es auch abgesperrte

Areale, nicht mehr einfach

die Kuhwiese oder der Bach hinter dem

Sportplatz, wo Kinder spielen dürfen.

Naturerfahrungen müssen

wieder selbstverständlich werden

Das heißt nicht automatisch, dass früher

alles besser war. Gerade in Kindergärten

wächst aber das Bewusstsein dafür,

ZUM BESTELLEN

Diese Broschüre enthält gute,

praxisnahe Ideen und kann

gegen Porto bestellt werden:

https://shop.fibl.org/nc

Naturerfahrung zu fördern. Denn in

vielen Familien fehlen oft die Zeit und die

Muße, mit den Kindern Pflanzen zu säen,

Früchte zu ernten oder Tiere wirklich

naturnah zu erleben. Die Gegenbewegung

tut bitter not: Sonst lernt unser Nachwuchs

niemals, dass Erbsen auf dem

Feld als Schalengemüse wachsen und

nicht in Kühltruhen. Alarmierend sind

auch Äußerungen von den Kleinen, die

Kühe nur als lila-weiße Schoko-Objekte

aus der TV-Werbung kennen und

nicht vom Spaziergang entlang

der Wiesen und Felder. Kindergärten

nutzen deshalb immer häufiger

Brachflächen im Park, stellen Hochbeete

in die Vorgärten und sammeln Pilze oder

Insekten im Wald. Natur erfahrungen

sollen wieder selbstverständlich werden.

In vielen Studien zur Kleinkindentwicklung

wurde belegt, wie wichtig eine

vielfältige Reizumgebung ist. Die Gehirnentwicklung

wird dadurch gefördert,

und psychische Entwicklungsschritte

werden angeregt. Natur verändert sich

ständig, z. B. jahreszeitlich.

Da kann das

Kind seine Neugierde

befriedigen (Faktoren

von „Wildnis“ und

Abenteuer). Gleichzeitig

brauchen Kleinkinder

aber auch das

Gefühl von Bindung

und Vertrautheit – beides

kommt gut in der

34


Mit viel Sonne gereift,

werden die von den

Kindern gepflanzten

Tomaten schön groß

IN DER NATUR ZURECHTFINDEN

Durch die Abenteuer der frechen Comicfigur Petronella

Glückschuh wird Wissen über die Natur und

die (Kleinst-)Lebewesen spielerisch vermittelt

NATUR

RIECHT

SO GUT

Dieser Kinderatlas ist ein

empfehlenswerter Klassiker:

Hier starten kleine Entdecker

in die Welt der Natur,

Umwelt und Tiere! Wie lese

ich eine Karte? Wie benutze

ich einen Kompass? All

dies wird im Spiel-, Lernund

Unterhaltungsteil

für die Reise in deutsche

Naturgebiete beantwortet.

„Deutschland –

Umwelt – Tiere. Kinderatlas”,

Glückschuh

Verlag, 12,95 Euro

Natur zu seinem Recht. So steht der Baum

für Kontinuität, er überdauert die gesamte

Zeit des Aufwachsens.

Kinder spielen selbstbestimmter und

auch kreativer auf naturnahen Flächen

als auf vorgefertigten Spielplätzen, sagen

uns die Wissenschaftler. Sie halten kleine

Areale zum Spielen für ausreichend – es

genügen ein paar Bäume, Wasser und

Tiere. Die Freiflächen sollen sicherlich

Platz zum Toben bieten, aber auch reizvolle

Ecken zum Rückzug oder Verstecken.

Biologische Vielfalt steht

im Mittelpunkt des Lernens

Natürlich suchen sich Kinder heutzutage

nicht freiwillig „naturnahe“ Spielmöglichkeiten,

weil dort eine besonders große

biologische Vielfalt herrscht. Da liegt

es an Eltern und Kindergärten, Angebote

zu schaffen. Immer mehr Kitas legen

auf ihrem Außengelände einen Garten

an. Eltern können gezielt die sinnliche

Erfahrung (neben sehen, tasten, riechen,

hören, schmecken) ihrer Kleinen ansprechen,

indem sie einen Kleingarten pachten

oder einfach nur am Wochenende

Ausflüge in den Wald oder zu einem Bauernhof

unternehmen. Wie fühlt sich die

Rinde des Baumes an? Lassen sich Kräuter

nur am Geruch erkennen? Wer hat da am

Blatt gefressen? Der Schlüssel zum Erfolg

liegt im eigenen Erleben.

Wer Anregungen sucht, erhält sie vom

„Kinder-Garten im Kindergarten“-Netzwerk.

100 Workshops zu den Themen

Naturerfahrung und Ernährung geben

bundesweit ökologisch sinnvolle Anregungen,

die leicht umsetzbar sind. Schon

die neue Broschüre (s. links) „Biologische

Vielfalt spielend erlernen“ enthält viele

Tipps, die Spaß machen, oft mit einem

ziemlichen Aha-Effekt.

Früchte

schmecken

selbst

geerntet

besser

35


REPORT

Jäten,

pflanzen,

ernten

Dinge durchschauen, Abläufe verstehen – das wollen Waldorfschulen

vermitteln. Ein wichtiger pädagogischer Baustein ist die PRAXIS AUF DEM

ACKER. Wie es dabei zugeht, haben wir in Hamburg recherchiert.

Der Sachkundeunterricht an

Waldorfschulen hat zum

Ziel, dass sich die Kinder

in ihrer Umgebung und in

ihrem Leben sicher fühlen.

In der Handwerker-Epoche lernen die

Schüler, woraus ein Haus gemacht ist,

nämlich „aus Steinen, die im Verbund

gemauert sind. Sie sehen: Das kann ich

auch. Dadurch bekommen sie Sicherheit

und einen Überblick“, so Anne Yasmin

Hindi Attar, Lehrerin an der Rudolf-

Steiner-Schule in Hamburg-Altona. „Man

durchschaut Dinge und findet sich immer

besser in der Alltagswelt zurecht.“

Die Ackerbau-Epoche in der dritten

und vierten Klasse will erreichen, „dass

die Kinder den Jahreslauf kennenlernen

– von der ersten Bearbeitung des Bodens

über das Säen und Ernten bis zum

Brotbacken“, so die Lehrerin weiter. Die

Schüler besuchen dafür einen Demeter-

Hof und arbeiten mehrmals dort mit. So

entsteht ein Bewusstsein dafür, woher

unsere Lebensmittel kommen und wie

viel Arbeit drinsteckt, bis sie letztendlich

im Supermarkt stehen. Aber auch,

wie sehr man von der Natur, vom Wetter

abhängig ist. Denn wenn es in Strömen

regnet, ist Feldarbeit nicht möglich und

muss verschoben werden. Das ist anders

als im Klassenzimmer, wo man jedes

Die Pädagogin

freut

sich über den

Gestaltungsfreiraum

an

der Waldorfschule

LEHRERIN HINDI ATTAR

Programm einfach durchziehen kann.

„Ein Bewusstsein darüber, dass die Dinge

nicht schon immer da waren, ist ganz

wichtig“, weiß Attar aus Erfahrung.

EIN BEWUSSTSEIN,

WIE DINGE

ENTSTANDEN SIND

Ab der dritten Klasse empfinden sich

die Kinder mehr und mehr als Einzelperson

und nicht mehr als Bestandteil

der ganzen Welt – und nehmen eigene

Standpunkte ein. Das ist eine wichtige

Entwicklung, die aber auch viel Unsicherheit

birgt. In der Waldorfpädagogik

spricht man in dieser Zeit vom „Rubikon“,

„in dem die Kinder richtig auf der

Erde ankommen. Es gibt viel Kraft in dieser

unsicheren Zeit, wenn man weiß, wie

Dinge entstehen, was dahintersteckt“, so

die Lehrerin.

Irlana Nörtemann

Fotos: © Charlotte Fischer/Bund der Freien Waldorfschulen e. V., Irlana Nörtemann

36


DAS SAGEN DIE

SCHÜLER

Hast du Freunde, die nicht auf

eine Waldorfschule gehen?

Ja, mein Cousin. Da gibt es keine Handarbeit.

Man lernt Spanisch.

Was willst du später einmal

werden?

Bei Greenpeace arbeiten und Tiere beschützen.

Vielleicht auch Gitarrist. Mit

Freunden will ich eine Band gründen.

Die Schüler

sind sich

einig: Ernten

macht Spaß

FRIEDRICH (9)

ANATOL (9)

Was gefällt dir an deiner Schule

am besten?

Pause und Vertretung, weil wir da ganz

oft rausgehen. Handarbeit und Sport.

Was magst du an der Ackerbau-

Epoche?

Wir sind immer auf dem Feld, pflanzen

Kartoffeln ein, und es wird erzählt, wie

die Tiere leben.

Was gefällt

dir an deiner

Schule

am besten?

Sport, weil ich

und Matti gerne

Sport machen

und Fußball spielen

– es macht mir am meisten Spaß. Ich

spiele auch Hockey.

Was magst du an der Ackerbau-

Epoche?

Dass man draußen ist und sieht, wie die

Bauern das machen.

Hast du Freunde, die nicht auf

eine Waldorfschule gehen?

Ja, fast alle. Die haben viel mehr zu tun

und mehr Hausaufgaben. Die rechnen

auch schon schwierigere Sachen.

Was willst du später einmal

werden?

Fußballspieler. Oder Unternehmensbera

ter wie mein Papa. Wenn einer zum

Beispiel zu viele Autos gekauft hat, dann

komme ich und sage ihm, wie er das

wiedergutmachen kann.


Fotos: © Charlotte Fischer/Bund der Freien Waldorfschulen e. V., Irlana Nörtemann

REPORT

JUDE (9)

Was gefällt dir an deiner Schule

am besten?

Handarbeit, Rausgehen und Sport.

Was magst du an der Ackerbau-

Epoche?

Auf die Heuballen klettern.

Hast du Freunde, die nicht auf

eine Waldorfschule gehen? Nein.

Was willst du später einmal

werden? Polizist.

LIV (9)

Was gefällt dir an deiner Schule

am besten?

Sport. Und ich mag es gerne, wenn alle

zusammen spielen, in der Pause oder so.

Was ist dein Lieblingsfach?

Handarbeit, Musik und Sport.

Hat dir die Ackerbau-Epoche

gefallen?

Eigentlich schon, aber es war manchmal

etwas anstrengend, weil es immer so heiß

war. Einmal sollten wir zum Hof fahren,

aber abends um zehn Uhr kam eine Nachricht,

dass wir nicht hinfahren könnten,

weil der Acker überschwemmt war. Mama

hatte das am Abend nicht mehr gesehen,

und ich war dann morgens ganz früh mit

dem Fahrrad an der Schule. Keiner war

da. Ich habe mich erschreckt, das fand

ich ziemlich doof. Zweimal hatten wir

mit dem Bus Verspätung. Aber eigentlich

fand ich es toll. Erst mal haben wir die

Grasbüschel aus dem Acker rausgeholt,

dann haben wir in kleinen Gruppen die

Egge gezogen. Dann haben wir Furchen

gezogen und mussten aufpassen, dass wir

nicht in die Furchen der anderen treten.

Wir haben Hafer gesät und Kartoffeln

gesetzt. Es war toll, so viel draußen zu

sein. Einmal sind wir noch im Wald auf

die Bäume geklettert, aber da kam so viel

Harz raus, und wir hatten alle verklebte

Hände. Das ging sogar mit Seife nicht ab.

Hast du Freunde, die nicht auf

eine Waldorfschule gehen? Was

ist an ihrer Schule anders?

Die schaffen gar nicht alles, weil es so

schwer ist. Sie müssen sogar am Wochenende

einen Aufsatz über ihren Ausflug

schreiben. Die müssen viel mehr machen,

das klingt anstrengend. Wir haben nach

der Schule immer noch Zeit zum Spielen

und um unser Musikinstrument zu üben.

Ich spiele Geige, Flöte und ein bisschen

Klavier.

Was willst du später einmal

werden?

Gärtnerin, aber auch mit Tieren. Bauernhof

stelle ich mir anstrengend vor, weil

man immer so früh aufstehen muss.

LORIN (9)

Was gefällt dir an deiner Schule

am besten?

Dass wir ganz oft rausgehen.

Was magst du an der

Ackerbau-Epoche?

Dass man nicht immer im Klassenzimmer

sitzen muss, sondern draußen ist.

Unkrautrupfen hat mir am meisten Spaß

gemacht.

Hast du Freunde, die nicht auf

eine Waldorfschule gehen? Was

ist an ihrer Schule anders?

Meine Freundin hat bis drei Uhr Schule

und bis sechs Hort. Sie lernen erst ab der

dritten Klasse Sprachen, wir schon ab der

ersten.

Was willst du später einmal

werden?

Ärztin ohne Grenzen, weil das Spaß

macht.

ROSALIE (10)

Gehst du gerne zur Schule?

Ja, manchmal.

Was gefällt dir an deiner Schule

am besten?

Handarbeit und Sport. Häkeln und Spielespielen

macht Spaß.

Was magst du an der

Ackerbau-Epoche?

Das Unkraut rauszureißen hat mir am

besten gefallen.

Hast du Freunde, die nicht auf

eine Waldorfschule gehen? Was

ist an ihrer Schule anders?

Die haben bis vier Uhr Unterricht und dafür

keine Hausaufgaben.

Was willst du später einmal

werden? Rennfahrerin.

Ob Groß

oder Klein –

Gemeinsamkeit

zählt

38


ANZEIGE

BEIM NÄCHSTEN WANDERURLAUB:

ENERGIZER-BATTERIEN

GEHÖREN MIT INS GEPÄCK

DENKEN WIR AN DEN NÄCHSTEN WANDERAUSFLUG – DIE PERFEKTE VORAUSSETZUNG, UM MIT DER GANZEN

FAMILIE EINEN GEMÜTLICHEN TAG IM FREIEN ZU VERBRINGEN. RADIO ODER BLUETOOTH-LAUTSPRECHER MIT

SCHÖNER MUSIK AN. ENTSPANNEN IN DER FREIEN NATUR. UND PLÖTZLICH MACHEN DIE BATTERIEN SCHLAPP.

DA FANGEN DIE KIDS SCHNELL AN, SICH ZU LANGWEILEN ODER ZU MOSERN. SCHLIESSLICH IST ES FÜR SIE

PRICKELNDER, IHRE LIEBLINGSSONGS ÜBER LAUTSPRECHER ZU HÖREN, ALS PAPAS MISSLUNGENEN SANGES-

KÜNSTEN ZU LAUSCHEN.

Der Wind pfeift um die Nase, die Natur

hat ihr Herbstkleid angelegt. Alle sind

gut gelaunt, genießen Brotzeit und

Trinkpause. Im Hintergrund läuft das

Lieblingsalbum über die Bluetooth-

Laut sprecher. Entspannung pur! Und

plötzlich, mitten im Refrain, war’s das.

Die Musik verstummt. Die Batterien

haben es hinter sich. Gut, wer in einer

solchen Situation vorbereitet ist und

neben Lautsprecher und Co. auch

Energizer-Batterien dabei hat. Denn

auf Energizer Accu Recharge und

EcoAdvanced ist Verlass. Sie sind

besonders leistungsstark und durch

ihre umweltfreundliche sowie über

fünfjährige Nutzbarkeit ein perfekter

Energiespender.

Damit die Taschenlampe nicht den

Geist aufgibt

Ins Gepäck gehören natürlich auch

Taschenlampen und Kopfleuchten.

Denn Nachtwanderungen sind für

Kinder oft noch faszinierender, als

jeden Abend zu Hause zu hocken.

Batterien, die nicht so schnell den

Geist aufgeben, sollten somit in jedem

Rucksack Platz finden. Mit Energizer-

Batterien ist man da auf der sicheren

Seite. Kein Ausfall in der schönsten

Zeit des Jahres, die wir schließlich zu

hundert Prozent genießen möchten.

INS GEPÄCK FÜR DEN NÄCHSTEN

WANDER URLAUB MIT DEN KIDS

GEHÖREN UNBEDINGT:

Taschenlampe + Kopflampe

eine Packung Energizer-

Batterien + Aufladegerät

Trinkflasche + Brotzeitdosen

für unterwegs

Bluetooth-

Lautsprecher

Wanderstöcke

Regenjacken

kleine Rucksäcke

Sonnencreme +

Mückenspray

Wanderkarte

Energizer-Batterien machen es möglich,

stundenlang die Taschenlampe

oder die Lausprecher mit Energie zu

versorgen. Energizer Accu Recharge

lassen sich sogar ganz einfach über

Nacht aufladen – damit läuft die Urlaubsmusik

in der Endlosschleife. Ob beim

Wandern oder auch daheim auf der

Terrasse.

Für langanhaltende Leistung hat

Energizer aus bis zu vier Prozent

recyceltem Batteriematerial die

weltweit ersten AA- und AAA-Akkus

Energizer Accu Recharge und die

Batterien EcoAdvanced entwickelt.

Eine über 1000-malige Aufladung

bietet Verbrauchern eine zuverlässige

Energie versorgung, Denn eine Ladung

hält maximal ein Jahr. Die bis zu fünf

Jahre nutzbaren Batterien schonen

gleichzeitig die Umwelt.

Nach den EcoAdvanced-Batterien

(ca. 8 Euro im Viererpack / 13 Euro im

Achterpack UVP) gibt es nun endlich

die nächste Weltneuheit: Energizer-

Akkus Power PIus im 2er- oder 4er-Pack

(ca. 9 Euro / 14 Euro UVP und

ca. 10 Euro / 17 Euro UVP) für die

leistungs stärkste Variante Extreme. So

wird der Familienurlaub dank Reise-Kit

und Energizer-Batterien perfekt.

© Syda Productions / Fotolia; © monticellllo / Fotolia


RATGEBER

Guten

Ökostrom

erkennen

Fast jeder Energieversorger bietet mittlerweile

einen eigenen Tarif an. Im Schnitt kann jeder

Haushalt unter rund 100 ANBIETERN von

grünem Strom wählen. Doch woran erkennt

der Verbraucher einen „guten“ Tarif?

Wer bekommt mein Geld?

Die allermeisten Stromanbieter liefern

ihren Kunden nicht nur grünen, sondern

auch konventionellen Strom. Das trifft

nicht nur auf die großen Energiekonzerne

zu, sondern auch auf Stadtwerke

und Discountanbieter. Manche Versorger

haben außerdem Anteile an Kohle- oder

Atomkraftwerken und verdienen damit

am alten System der klima- und umweltschädlichen

Energieerzeugung mit.

Wer das, auch indirekt, nicht unterstützen

möchte, sollte einen unabhängigen

Anbieter wählen, der ausschließlich

auf erneuerbare Energien setzt.

Diese unabhängigen Energieversorger

sind rar

gesät. Aber es gibt sie:

Naturstrom, LichtBlick,

Greenpeace Energy und

die Elektrizitätswerke

Schönau bieten ihren

Kunden ausschließlich

Strom aus regenerativen

Quellen.

Seit ihrer Gründung Ende der

1990er-Jahre setzen diese Unternehmen

auf eine zukunftsfähige und nachhaltige

Energieversorgung und sind unabhängig

von den Atom- und Kohlekonzernen.

Ökostrom aus Kohle?

Zusätzlich zu der Frage, welche Art

Anbieter – und somit welche energiepolitische

Vision – der Kunde über seine

Stromrechnung unterstützen möchte,

gibt es deutliche Qualitätsunterschiede.

Zwar kommt aus der Steckdose immer

Ökostrom schont die Umwelt –

und den Geldbeutel

der gleiche Strom – nämlich der des

nächstgelegenen Kraftwerks –, dennoch

ist es nicht egal, woher die Anbieter ihren

Strom beziehen. Versorger, die es mit

dem Engagement für die Energiewende

nicht so genau nehmen, erwerben Herkunftsnachweise,

die die Erzeugung von

Ökostrom irgendwo in Europa bescheinigen.

Mit diesen Nachweisen können

die Versorger ihren an der Strombörse

gekauften Kohle- und Atomstrom in

Ökostrom umetikettieren, also „grün färben“.

Das ist höchst intransparent, der

Umweltnutzen dieser Tarife tendiert zudem

gegen null.

Wichtiges Kriterium: direkt vom

Erzeuger beziehen

Glaubwürdige Ökostromanbieter gehen

einen anderen Weg und beziehen ihren

Strom direkt vom Erzeuger. Meist schließen

sie Verträge mit Wasserkraftwerkbetreibern

in Österreich und der Schweiz

ab. Ökostrom aus Deutschland ist in

kaum einem Grünstromtarif enthalten.

Der Grund: Der hierzulande erzeugte

Ökostrom wird zum weit überwiegenden

Teil über das „Erneuerbare-Energien-

Fotos: Thinkstock

40


MIT WIND & CO.

ENERGIE ERZEUGEN

Gesetz“ (EEG) zu festgelegten Tarifen vergütet,

ins Stromnetz eingespeist und anschließend

an der Leipziger Strombörse

als sogenannter „Graustrom“ weiterverkauft.

Wichtig für die Energiewende

Für den Erfolg der Energiewende ist es

wichtig, diese Diskrepanz zu schließen:

Die „Erneuerbaren“ sorgen für rund

30 Prozent der hiesigen Stromproduktion,

während Ökostromtarife zu

100 Prozent auf Wasserkraft aus Skandinavien

und den Alpenländern basieren

– das passt nicht. Manche Ökostromanbieter

integrieren daher Grünstrom

aus heimischen Quellen in ihren Strommix.

Natur strom beispielsweise mischt

Wasser kraftstrom zu einem kleinen

Anteil mit Windenergie aus hiesigen

Anlagen. Neue Ökokraftwerke bringen

die Energie wende voran.

Eine wichtige Orientierungshilfe zur

Wahl des richtigen Versorgers stellen

Ökostrom-Label dar. Glaubwürdige Siegel

verlangen den Zubau neuer Ökokraftwerke

– denn nur der Ausbau der

erneuerbaren Energien bringt die Energiewende

wirklich voran.

Das „Grüner Strom“-Label zertifiziert

daher nur Tarife, bei denen pro Kilowattstunde

ein fixer Betrag in die Energie

wende fließt. Da es Stromprodukte

ausschließt, die auf Graustrom mit Herkunftsnachweisen

basieren, gilt es als

strengstes Ökostrom-Label. Getragen wird

es von Umweltverbänden wie BUND und

NABU. Daneben hat sich das „ok-power“-

Label als glaubwürdiges Siegel etabliert.

Dahinter stehen die Verbraucherzentrale

NRW und das Öko-Institut Freiburg.

Ökostrom oft günstiger als

Normalstrom

Bei allem Zuspruch für die Energiewende

muss aber auch der Preis stimmen.

Was viele Kunden nicht wissen: Zahlreiche

Ökostromtarife sind günstiger als

der örtliche Grundversorgungstarif. Ein

Wechsel lohnt sich also.


RATGEBER

Im Schongang

WÄSCHE AN

DER LUFT

TROCKNEN

HAUSHALTSGERÄTE sind uns lieb, aber auch teuer

geworden. Denn viele Modelle entpuppen sich als Stromfresser

und sind alles andere als umweltfreundlich.

Hier zeigen wir, was Familien tun können, damit ihr

Haushalt das Klima durchatmen lässt.

nigen mit unserem Verhalten die globale

Erderwärmung“, erklärt der Experte. Vor

allem private Haushalte können diese

Entwicklung stoppen, indem sie auf ihren

Energieverbrauch achten.

Stromsünder aussortieren

Die Waschmaschine schleudert

auf Hochtouren, das Nudelwasser

kocht, und der Kühlschrank

brummt vernehmlich

– Alltag bei Familie List.

Ihr Haushalt steht ständig unter Strom.

Unter dem hohen Bedarf leidet nicht nur

der Geldbeutel, sondern auch das Klima.

42

Verantwortung zeigen

„Der beste Strom ist der, der gar nicht

erst verbraucht wird“, sagt Ulf Sieberg,

Referent für Energieeffizienz und Gebäudesanierung

beim Naturschutzbund

Deutschland e. V. (NABU). Denn sobald

der Mensch fossile Ressourcen wie

Viele Geräte

verfügen über ein

Eco-Programm

Kohle, Öl oder Gas für Wärme und Strom

verfeuert, entsteht Kohlendioxid – also

CO 2. „Das freigesetzte CO 2 ist Hauptverursacher

des Klimawandels. Wir beschleu-

Für Haushaltsgeräte gilt: Ein neuwertiges

Modell verbraucht weniger Strom als

der in die Jahre gekommene Vorgänger.

Im Angebotsdschungel fällt es allerdings

schwer, den Überblick zu behalten. „Am

besten greift die Familie bei einem qualitativ

hochwertigen Gerät zu. Zudem sollten

Herkunft und Entstehungsprozess

für den Verbraucher transparent sein“,

rät Sieberg. Eine Orientierung in puncto

Energieverbrauch bietet das EU-Energielabel.

Das Etikett unterscheidet zwischen

sieben Effizienzklassen: von „A“

(besonders sparsam) bis „G“ (sehr hoher

Energieverbrauch). Da die meisten Geräte

mittlerweile in der Kategorie „A“ zu finden

sind, unterteilt sich die sparsamste

Klasse noch einmal in „A+“ bis „A+++“.


„Die Initiative ‚EcoTopTen‘ gibt außerdem

Auskunft über energieeffiziente

Haushaltsgeräte, und das Umweltsiegel

‚Der Blaue Engel‘ kennzeichnet klimafreundliche

Modelle“, weiß Sieberg.

Nachhaltige Kaufentscheidung

Auf Mehrkosten von durchschnittlich

180 Euro pro Jahr kommen Unterhaltungselektronikgeräte

in deutschen Haushalten:

Große Plasmabild schirme schlagen sogar mit

bis zu 1.000 Kilowattstunden zu Buche. Auf

das Jahr gerechnet sind das rund 270 Euro.

Auch die Elektronisierung in den Kinderzimmern

macht sich im Energieverbrauch und

in den -kosten bemerkbar. Fatal ist, wenn

der Computer zum Musikhören stundenlang

angelassen wird. Er benötigt wesentlich mehr

Strom als etwa ein klassischer CD-Player.

Auch Spielekonsolen, die an große Bildschirme

angeschlossen sind, und Netzgeräte, die in der

Steckdose bleiben, sind verdeckte Stromfallen.

Es bietet sich an, die Energie-Checks der Verbraucherzentrale

zu nutzen – der Basis-Check

kostet zehn Euro.

Wer sich einen neuen Kühlschrank

zulegen möchte, sollte ein Modell mit

umweltfreundlichen Kälte- und Isolationsmitteln

bevorzugen. Bis in die

1990er-Jahre verwendeten Hersteller

für die Kühlung Fluorchlorkohlenwasserstoffe

– kurz FCKW, das wegen

seiner ozonschädigenden Wirkung

mittlerweile verboten ist. Allerdings

trägt der häufig verwendete Nachfolger

FKW zum Treibhauseffekt bei – der

neue Kühlschrank ist also am besten

frei von dieser Substanz.

Bei einer neuen Kochstelle bietet sich

ein Gasherd an. „Ein Elektromodell

verbraucht nämlich sowohl bei der

Herstellung als auch bei der Nutzung

mehr Energie“, erklärt der Experte.

Wer keinen Gasanschluss zur Verfügung

hat, sucht sich bestenfalls einen

Elektroherd mit Induktionstechnik

aus – bei diesen Modellen werden Topf

oder Pfanne nur erwärmt, wenn sie mit

dem Kochfeld in Berührung kommen.

Ansonsten begnügen sich Glaskeramikfelder

mit weniger Energie als gusseiserne

Platten.

In Sachen Waschmaschine gilt: die

Trommel immer vollständig beladen

und den Temperaturregler herunterdrehen.

Denn moderne Waschmittel

reinigen Textilien schon bei niedrigen

Temperaturen hygienisch rein.

Spartipps

Mit der Anschaffung eines neuen Gerätes

ist das Sparpotenzial längst nicht

erschöpft. Der Kühlschrank beispielsweise

ist an einem schattigen Platz gut

aufgehoben – möglichst weit entfernt

von Heizung und Herd. Zudem lohnt

es sich beim Blick in das Kühlgerät, auf

Eiskristalle zu achten. Hat sich bereits

eine gefrorene Schicht gebildet, ist es

Zeit, das Gerät abzutauen.

Auch beim Kochen kann man den

Stromverbrauch drosseln: „Auf jeden

Topf gehört ein Deckel. Das Kochgeschirr

sollte immer auf dem passenden

Feld stehen – wenn die Pfanne über

die Platte hinausragt, verlängert das

nämlich die Kochzeit. Zudem lohnt es,

bei Elektroherden die Restwärme zu

nutzen“, rät Sieberg. „Denn jede eingesparte

Kilowattstunde verringert den

Ausstoß von Kohlendioxid und damit

die Folgen des Klimawandels.“

DIE GRÖSSTEN STROMFRESSER

Kinder lassen

Geräte im

TV-Zimmer

gern laufen

Fotos: Thinkstock

Saubere Energie

Jetzt wechseln und 25 €-Strombzw.

Gasgutschrift erhalten:

www.naturstrom.de/kindergreen

• Strom aus Wasser- und Windkraft,

empfohlen von BUND und NABU

• Biogas aus Rest- und Abfallstoffen

• Anbieter unabhängig von Kohleund

Atomindustrie

• Bau und Förderung neuer

Öko-Kraftwerke

• fairer Preis, keine Mindestvertragslaufzeit,

einfacher Wechsel

Öko-Stromtarif

naturstrom

sehr gut

Spezial Energie 2015

NATURSTROM AG

Düsseldorf, Tel 0211 77 900 - 300, www.naturstrom.de


RATGEBER

Die Häuser der

Zukunft sind

sehr sparsam

Fotos: Okal (Illustration), KH Kiefer

44

Ein Haus

zum

Sparen

Über Smartphones

und Energiespar-

Apps lässt

sich jeder Hausbereich

energetisch

steuern

Energiesparen im Haus –

mit Strom. Klingt erst mal

komisch, ist jedoch dank

INTERNET UND ÖKO-

TECHNIK möglich. So sinkt

der Verbrauch auf null.


DIE APP REGELT ALLES

Die Solar-(Photovoltaik-)Anlage auf dem

Dach wird je nach Wetter gesteuert

Die Alarmanlage ist übers Internet mit

Polizei oder Wachdienst verbunden

Via App können Telefonschaltkonferenzen

ins Homeoffice übertragen werden

Das System schaltet bei Sonneneinstrahlung

die Solaranlage zu

Eine Überwachungskamera regelt die

Speicherung von Energie im Auto

Steht der Wagen im Carport, wird überflüssiger

Strom in die Batterie geleitet

Hält sich keiner in Räumen auf, schaltet

sich das Licht automatisch ab

Computer schalten in den Ruhezustand,

wenn sie nicht benutzt werden

Je nach Tages- und Arbeitszeit wird die

Temperatur in den Räumen abgesenkt

Die Beschattung der Fenster wird je nach

Sonneneinstrahlung gesteuert

Die Gartensprenger springen an, wenn

die Sensoren Trockenheit messen

Je nach gemessener Feuchtigkeit wird die

Lüftungsanlage fürs Haus aktiviert

Die Waschmaschine sucht sich den

günstigsten Strom für den Betrieb heraus

Je nach Jahreszeit und Außentemperatur

läuft die Heizung an oder fährt runter

Neu ist auch, dass mit der Novelle der

verbindlich vorgeschriebene Energieausweis

eines Neubaus dessen Effizienzklasse

von A+ bis H angeben muss – ähnlich

wie bei einer Waschmaschine.

Die Industrie stellt längst die notwendigen,

mittlerweile gründlich erprobten

Techniken und Technologien zur Verfügung,

um die neuen Ziele problemlos

zu erreichen – von der perfekt gedämmten

Haushülle bis zum ausgeklügelten

computergesteuerten Energiesystem. Die

Dämmung der Gebäudeteile wie Außenwände,

Fenster, Dach und Kellerdecke

muss aufeinander abgestimmt sein. Die

Dämmmaterialien können aus Kunststoffen

wie Styropor bestehen, aus Mineralwolle

oder aus Naturmaterialien wie

Zellulose, Holz-Weichfasern, Schafwolle

oder Hanf.

Die neuen Effizienzklassen

Die KfW-Effizienzklasse 70 (also 30 Prozent

besser als EnEV) ist der Mindeststandard

eines Energiesparhauses, KfW

55 (also 45 Prozent besser) ist vernünftig

– nicht zuletzt im Hinblick auf den

Wiederverkaufswert eines Hauses. Weitere

Effizienzklassen der bundeseigenen

KfW-Förderbank sind 40 (also 60 Prozent

besser als EnEV) und das Passivhaus,

das ganz ohne konventionelle Heizung

auskommen muss. Die Bank stellt zinsgünstige

Kredite (ab 1,51 Prozent) und

ab KfW 40 sogar Tilgungszuschüsse zur

Verfügung, um energieeffizientes Bauen

zu fördern.

Auf die Dämmung kommt es an

Haben wir früher einfach so

viel Strom wie möglich gespart,

sparen wir in Zukunft

Energie am effizientesten,

indem wir Strom nutzen. Das

klingt widersinnig, ist aber mit neuen

Häusern problemlos möglich. Denn: Neubauten

müssen inzwischen gemäß strengen

Energiegesetzen gebaut werden, die

ein großes Klimaziel im Auge haben: In

Europa sollen 2021 nur noch Fast-Nullenergiehäuser

gebaut werden. Der erste

Schritt dahin ist die seit Mai geltende

Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014.

Für alle ab 2016 gebauten Häuser gilt ein

nochmals um 25 Prozent gesenkter Jahres-

Primärenergiebedarf als höchster zugelassener

Wert. Auch der höchst zulässige

Wärmedurchgangskoeffizient, der U-Wert,

ist um weitere 20 Prozent gesenkt worden.

Jetzt ist der Energieausweis

vorgeschrieben

Im luftdichten Haus wird der Luftaustausch

über einen Wärmetauscher

mittels von außen angesaugter, schadstoffgefilterter

frischer Zuluft geregelt.

Auch sensorgesteuerte Fensterstellmotoren

können den notwendigen Luftaustausch

sicherstellen.

Wärmepumpen-Heizsysteme benötigen

für die Pumpe wenig Antriebsenergie

aus der Umwelt – meist aus der Luft

oder dem Boden – und erzeugen relativ

viel Wärme. Idealerweise kommt der

Strom für die Wärmepumpe aus der

hauseigenen Photovoltaikanlage. Ergänzt

wird sie durch immer effektivere

Stromspeichersysteme. Das alles zusammen

spart optimal.

45


RATGEBER

Regional

kaufen –

immer richtig?

Mittlerweile füllen sogenannte

REGIO-PRODUKTE ganze

Supermarktregale. Doch kommt

wirklich immer alles aus der

heimatlichen Umgebung? Und:

Worauf sollte man achten?

Marktzeit in Hamburg-Eppendorf:

Ob Tiroler Schinken,

französisches Geflügel

oder Bourbon vanille

aus Tahiti – auf dem Isemarkt

bleiben keine kulinarischen Wünsche

offen. Aber auch Händler mit Waren

aus der Region sind stark vertreten: Gemüse

aus der Lüneburger Heide, Nordseekrabben

(gepult, als Salat oder Frikadelle)

sowie Fleisch- und Wurstwaren aus der

nahen Umgebung.

Die Mehrheit will direkt

vom Erzeuger kaufen

Neben Bio liegt auch Regionales im

Trend. Laut einer repräsentativen Umfrage

der Unternehmensberatung A. T.

Kearney kaufen 80 Prozent der Befragten

in Deutschland, Österreich und der

Schweiz mehrmals im Monat regionale

Lebensmittel – 2013 waren es nur 72 Prozent.

Die Zahl der Konsumenten, die

wöchentlich zu heimischen Produkten

greifen, ist von 48 Prozent (2013) auf

65 Prozent gestiegen. Dabei präferieren

sie Geschmack, Frische und Preis.

Besonders bei Frischware wie Obst,

Gemüse, Eiern, Fleisch und Fisch ist

Wer sichergehen

will, sollte beim

Einkauf genau

hinschauen

den Verbrauchern die Qualität wichtiger

als der Preis – zumindest in der Umfrage.

60 Prozent würden mehr regionale

Ware kaufen, wenn sie günstiger wäre.

58 Prozent wünschen sich ein größeres

Angebot und 31 Prozent der Käufer mehr

Informationen über die genaue Herkunft

der Produkte. Und laut einer Umfrage der

Bundesregierung sollen drei von vier Verbrauchern

sogar bereit sein, für Regionalprodukte

einen höheren Preis zu zahlen.

Es ist viel Etikettenschwindel

mit im Spiel

Den Wunsch der Verbraucher nach Produkten

aus der Region haben mittlerweile

auch Supermärkte und Discounter

aufgegriffen. So bietet Rewe neben seiner

„Bio“-Linie auch die Produktpalette

„ Regional“ an. Beim Konkurrenten Edeka

lautet das Motto „Unsere Heimat“. Zuerst

nur im Südwesten im Angebot, wurden

auch im Norden und in Hessen wegen

der großen Nachfrage Produkte mit Heimatbezug

ins Sortiment aufgenommen.

Doch leider bringt der Trend auch viel

Etikettenschwindel mit sich. Die Zeitschrift

Öko-Test fand heraus: Von 106

getesteten Produkten waren lediglich

26 lupenrein regional. Soll heißen: Die

Rohstoffe stammen aus der angegebenen

Region, sie werden dort verarbeitet und

verpackt und auch nur dort vertrieben.

Durchgefallen sind unter anderem Olivenöl,

das aus Spanien stammt, Risotto-

Reis aus Norditalien und Eiernudeln aus

der Rhön, die aber überwiegend aus italienischem

Hartweizen bestehen.

Auch negativ bewertet: Eine Supermarktkette

verkauft Kaffee unter dem

Label „Unser Norden“. Für Verbraucher

Fotos: Thinkstock

46


völlig unverständlich, nimmt man doch

an, dass das erworbene Produkt in einem

Radius von etwa 100 Kilometern

hergestellt wurde.

Hähnchenspieß aus der

Umgegend reist viel

Eine klare und zuverlässige Kennzeichnung

regionaler Produkte ist laut

Bundesministerium für Ernährung

und Landwirtschaft (BMEL) das „Regionalfenster“.

Seit Januar 2014 können

Firmen damit ihre Waren zertifizieren

lassen. Das Problem dabei: Der Hersteller

legt fest, was eine Region ist.

Einzige Bedingung: Die Region muss

kleiner sein als die Bundesrepublik

Deutschland. So kann es also sein, dass

ein „Hähnchen-Medaillonspieß Curry“

zwar aus Bayern/Baden-Württemberg

stammt, das Produkt aber zusammen

mit den Erzeugungskilometern knapp

1.300 Kilometer zurücklegt, wie Öko-

Test nachgerechnet hat.

Regina Schwartz

Geschützte

Ursprungsbezeichnung:

Alle

Lebensmittel, die

ein rot-gelbes

Logo (siehe links)

tragen, wurden

in einem bestimmten geografischen

Gebiet nach einem anerkannten und

festgelegten Verfahren verarbeitet

und hergestellt (z. B. Allgäuer Bergkäse

und Emmentaler, Lüneburger

Heidschnucke, Stromberger Pflaume).

Geschützte geografische

Angabe:

Für Produkte

mit dem blauen

Siegel ist es ausreichend,

wenn

lediglich eine

Herstellungsstufe in einem bestimmten

Herkunftsgebiet stattfand (z. B.

Ammerländer Schinken, Holsteiner

Tilsiter, Spreewälder Gurken).

DARAUF SOLLTEST DU ACHTEN

Waren direkt vom Wochenmarkt

oder Hofladen beziehen – aber

gerade in den Wintermonaten, wo

wenig wächst, kaufen Landwirte aus

anderen Regionen dazu. Am besten

fragen, was vom eigenen Hof stammt.

Regional ist nicht gleich bio: Auch

diese Produkte können Zusatzstoffe

oder Geschmacksverstärker enthalten.

Das Etikett gibt Auskunft über

Farb-, Konservierungsstoffe & Co.

Bei Begriffen wie „von hier”, „aus der

Region” oder „Heimat” ohne genaue

Angaben ist Vorsicht geboten.

„Weil die Natur alles hat,

was Kinder brauchen”

Unter dem Leitbild Verantwortung

für Mensch und Natur steht der Name

VOELKEL, seit der ersten Stunde.

Anzeige

Die fachkundige und traditionelle

Herstellung von Frucht- und Gemüsesäften

in Demeter- und Bio-

Qualität, der verantwortungsbewusste

Umgang mit den natürlichen Ressourcen

und faire Partnerschaften mit den

Obst- und Gemüseanbauern sind für das

Familienunternehmen selbstverständlich.

Alle Voelkel-Produkte werden mit Strom

aus erneuerbaren Quellen hergestellt.

Die Safterei arbeitet ohne Gentechnik.

Den ganzheitlichen Demeter-Gedanken

und die Förderung von Kindern

und Jugendlichen sieht Voelkel als

zukunftsweisend an. Deshalb hat die

Naturkostsafterei für ihre „7 Zwerge

Kindersäfte“ Rezepturen zusammengestellt,

die speziell auf die Bedürfnisse und

den Geschmack des Kindes abgestimmt

sind und keine Zitrusfrüchte enthalten.

Die Säfte von Voelkel werden sorgsam

gepresst und schonend pasteurisiert.

So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe

der Obst- und Gemüsesorten bestmöglich

erhalten. Die Voelkel „7 Zwerge Kindersäfte“

gibt es in zwei Geschmacksrichtungen:

UNSER ORIGINAL mit roten Früchten

und SONNENFRÜCHTE mit Mango

und Aprikose. Im Biohandel erhältlich

(0,7-l-Glasflasche oder 0,2-l-Tetra-Pak) –

ideal für Kita, Schule und unterwegs.

Infos unter www.voelkeljuice.de

Rolf Winter, Biobauer

Gut Wulksfelde


RATGEBER

Reiche Ernte

Das hat jetzt Saison

Mit der Familie

Pilze sammeln?

Daumen hoch!

Im Herbst lautet das

Motto: hinaus in die

Natur und PFLÜCKEN,

SAMMELN, SUCHEN!

Das Angebot in den

Gärten, Wäldern und

am Wegesrand ist riesig,

und die Körbchen sind

rasch gefüllt

Kürbis Ausgehöhlt

und

zurechtgeschnitzt

macht er Kindern

zu Halloween Freude.

In der Küche kommt er

meist als Suppe, Ragout oder Ofengericht

zum Einsatz. Reich an Kalium und

Ballaststoffen. Tipp: Kürbispüree unter

Napfkuchen mischen – macht ihn saftig.

Pastinaken Mit ihrem süßen Aroma

sind sie das ideale Gemüse für Kinder,

und besonders als Püree dürfte es ihnen

schmecken. Sie ähneln Petersilienwurzeln,

die am dickeren Ende nach außen

gewölbt sind. Bei Pastinaken geht die

Wölbung nach innen. Tipp: Haben die

Wurzeln Frost abbekommen, intensiviert

sich die Süße noch.

Steckrüben

Früher waren

sie ein Arme-

Leute-Gemüse.

Heute werden die

gelben Rüben in der kalten Jahreszeit

auf Wochen- und Bio-Märkten wieder

angeboten. Aufgrund ihres hohen Wassergehaltes

sind sie sehr kalorienarm

und vertragen kräftige Gewürze wie

Curry. Tipp: kleinere Exemplare kaufen,

da größere oft holzig sind.

Topinambur Die knubbeligen kleinen

Dinger sind eine Sonnenblumenart

und schmecken als Suppe, im Ofen

gebacken oder püriert. Werden sie roh

verzehrt, reicht es, die Wurzeln gut unter

fließendem Wasser abzubürsten,

sie müssen nicht geschält werden.

Tipp: Frisch sind sie nur wenige

Tage im Gemüsefach

haltbar.

Schwarzwurzeln

Sind sie erst einmal

geschält, erinnern die

Stangen an Spargel und

werden oft auch als

Winterspargel bezeichnet.

Es empfiehlt sich, beim

Schälen Gummihandschuhe

zu tragen, da der austretende

Milchsaft stark färbt und klebt.

Tipp: vor der Weiterverarbeitung in

Zitronenwasser legen, das verhindert

dunkle Verfärbungen.

Rosenkohl Ist eine echte Vitamin-C-

Bombe! Wichtig: nicht zu lange kochen,

damit die Vitamine und Nährstoffe

erhalten bleiben. Wird er nach dem

ersten Frost geerntet, enthält er keine

Bitterstoffe mehr. Tipp: Die kleinen Köpfe

sollten fest geschlossen

sein, keine gelben Blätter

aufweisen und knackig

aussehen.

48


Holunderbeeren Norddeutsch

Fliederbeere, in Süddeutschland heißen

die kleinen schwarzen Beeren Holler.

Als Saft wohltuend gegen Schnupfnasen,

als Mus lecker zu Grießpudding. Wer

keinen Strauch im Garten hat, kann

Holunder auch am Wegesrand pflücken.

Tipp: grüne Beeren entfernen und reife

Beeren nicht roh essen, immer erhitzen.

Birnen Zu den bekanntesten

Sorten gehören Abate,

Williams Christ, Clapps

Liebling und – natürlich

– die literarischen

Birnen aus dem Garten

von Herrn Ribbeck auf

Ribbeck im Havelland. Tipp:

Wie bei Äpfeln haben Birnen eine Pflückund

eine Genussreife. Manche Sorten

entwickeln ihr Aroma erst nach einiger

Zeit der Lagerung.

Sanddorn

Die kleinen

orangefarbenen

Beeren sind nicht

nur hübsch anzusehen,

sie sind auch echte Power-Pakete:

Sie enthalten mehr Betacarotin als Möhren

und zehnmal mehr Vitamin C als

Zitronen. Zu kaufen gibt es sie als Saft,

Konfitüre oder Tee. Tipp: bei Sanddornprodukten

auf eine hohe Konzentration

der Beeren achten.

Quitten Ist ihre Farbe leuchtend

gelb, sind sie reif und können gepflückt

werden. Die harten Früchte sind etwas

mühsam zu schälen und zu entkernen,

aber der Aufwand lohnt, sind sie erst

einmal zu Gelee oder Quittenbrot verarbeitet.

Roh sind sie ungenießbar. Tipp:

Quitten mit einem Tuch abreiben, um

den weichen Flaum zu entfernen.

Hagebutten

Sie sind die Früchte der Rosen. Ihr Inneres

wird von Kindern gern als Juckpulver

genommen. Am besten mit Gartenhandschuhen

pflücken, um sich nicht an den

Dornen zu verletzen. Tipp: entkernte

Früchte trocknen lassen

und als Tee aufgießen,

frische schmecken

als Konfitüre

oder Mus.

Maronen Kastanien zu sammeln und

daraus lustige Figuren zu basteln lieben

die Kids. Zum Verzehr geeignet sind jedoch

nur die Esskastanien, auch Maronen

oder Maroni genannt. Tipp: Zu erkennen

sind sie an den

kleinen grünen

Stacheln. Die

Früchte sind

etwas flacher

als die der

Rosskastanie.

Schlehen Tee aus Schlehenblüten

hilft bei Kindern gegen Bauchweh

und wirkt fiebersenkend. Gesammelt

werden die Blüten von April bis Mai, die

dunkelblauen Früchte werden nach dem

ersten Frost im Oktober und November

gepflückt. Schlehensaft enthält viel

Vitamin C. Tipp: werden kaum zum Kauf

angeboten, am besten selbst sammeln.

Pilze Frühes Aufstehen zum Pilzesuchen

wird – mit ein wenig Glück und

Geduld – belohnt: Mild-feuchtes Klima

lässt Maronenpilze, Pfifferlinge und

Steinpilze sprießen, und große und

kleine Sammler freuen sich über jedes

gefundene Exemplar. Tipp: Speisepilz

oder nicht? Wer unsicher ist, sollte besser

eine Pilzberatungsstelle aufsuchen.

Nüsse Unter

ihrer harten Schale

steckt viel Gutes:

Ihre gesunden Fette

schützen Herz und

Kreislauf, senken den Cholesterinspiegel,

und das enthaltene Eiweiß

ist ideal für Vegetarier. Außerdem sind

sie arm an Kohlenhydraten. Tipp: täglich

nur eine kleine Portion (ca. 30 Gramm)

essen, da sie pro 100 Gramm zwischen

550 und 650 Kalorien haben.

Äpfel Mit Abstand unser Lieblingsobst:

Etwa 26 Kilo hat jeder Deutsche pro Kopf

2012 verzehrt. Gibt es im Supermarkt

wenig Auswahl, finden sich auf Öko-

Märkten auch alte Sorten wie Alkmene,

Gravensteiner

oder Holsteiner

Cox. Tipp: zum

Backen eine nicht

zu saftige, mürbe

Sorte nehmen wie

Boskop oder Cox

Orange.

HIER KANNST DU GRATIS PFLÜCKEN

Heimisches Obst, Gemüse & Co.

zum Nulltarif? Die kostenlose Plattform

„Mundraub” bietet unter anderem

eine interaktive Karte, die kleinen

und großen Mundräubern zeigt, wo

sie in der Umgebung zugreifen dürfen.

Man kann auch selbst Fundorte

eintragen, teilen sowie Erfahrungen

und Rezepte austauschen.

www.mundraub.org

Fotos: Thinkstock

49


RATGEBER

Wie Lego

Kinder klug

macht

Lego-Steine sind ein perfektes Spielzeug.

Im freien Spiel lassen sich aus den

kleinen Plastiksteinen immer wieder

KOMPLEXE GEBILDE schaffen.

Gefördert werden damit Konzentration,

Kombinationsgabe, Kreativität, Fantasie,

Fein- und Grobmotorik.

Für Professor Seymour Papert

war schon immer klar, dass

Kinder dann am schnellsten lernen,

wenn sie auch etwas mit

den Händen konstruieren. Der

Experte vom Massachusetts Institute of

Technology (MIT) war stets ein Verfechter

des Lernens mit Neuen Medien. Bereits

1968 ersann er die erste Programmiersprache

für Kinder. 20 Jahre später traf

Papert den Chef des Spielzeugherstellers

„LEGO“. Im Media Lab des MIT entwickelten

die Wissenschaftler das Robotiksystem

„Mindstorms“ – den Baustein für

Legos Bildungszweig „LEGO Education“.

Die Entwickler setzen seitdem konsequent

auf die motivierende Wirkung

der kleinen Steine. Lernen ist die Begeisterung

für eine Sache, die Kinder mit

vorhandenem Wissen und Fragestellungen

aus dem Alltag verbinden – und das

klappt weniger gut im Frontalunterricht

der Schulen. Die Anforderungen an lernende

Menschen haben sich entscheidend

verändert. Kinder sollen in der Lage

50

LEGO – NIX

FÜR MÄDCHEN?

PAH!

Fotos: LEGO Education


sein, Probleme zu lösen, miteinander im

Team zu arbeiten, kreativ zu sein – anstatt

Wissen wiederzugeben.

Mit Robotern die Welt erforschen

So ist jüngst eine abgespeckte Version

des Robotiksystems „Mindstorms“ unter

dem Namen „WeDo 2.0“ für Grundschüler

erschienen. Mithilfe des kleinen, programmierbaren

Roboters können Kinder

im Sachunterricht reale Problemstellungen

wie Wissenschaftler erforschen. So

können sie etwa Schleusen bauen, die

Standfestigkeit von Häusern bei Erdbeben

nachvollziehen oder Reibung

und Beschleunigung von Fahrzeugen

auf unterschiedlichem

Untergrund erforschen.

Prof. Dr. Daniela Schmeinck

vom Fachbereich für Didaktik

des Sozialunterrichts an der Uni

Köln lobt an „WeDo 2.0“, dass „die Kinder

tiefer gehende Einblicke gewinnen können

und somit Alltagssituationen besser

verstehen. Hochmotivierend für Kinder

kann mit diesem alltagsbezogenen Konzept

ein Grundverständnis informatorischer

Bildung gelegt werden. Für mich

ist ,WeDo 2.0‘ aktuell das überzeugendste

Produkt mit dem schlüssigsten Konzept“,

so die Kölner Professorin.

Mit den kleinen Steinchen Kinder

zum Sprechen bringen

In die gleiche Richtung, aber ohne Robotik

zielt auch „StoryStarter“. Ausgangspunkt

für das Konzept war, dass jedes

Kind sich mitteilen möchte. Doch da jedes

Kind individuell ist, sprudeln aus dem

einen die Wörter nur so heraus, während

sich ein anderes geradezu alles aus der

Nase ziehen lässt. Die Fragestellung war

also: Wie lassen sich die Sprachfertigkeiten

aller Schüler unterstützen? Das

Lebenswelt

nachgebaut

mit Lego-

Steinchen

WIR BAUEN

ZUSAMMEN

Ergebnis nennen die Entwickler stolz ein

„Lernwerkzeug“, das sie in einem blauen

Kasten untergebracht haben. Mithilfe

der Lego-Steine, Figuren und Bauplatten

erarbeiten die Schüler Szene für Szene

eine Geschichte – und lassen ihre Ideen

in Form eines typischen Aufbaus aus Anfang,

Mittelteil und Schluss entstehen.

Die fertige Geschichte lässt sich mit

der „StoryVisualizer“-Software visuell

festhalten. Die Bilder der erstellten Szenen

werden importiert und können im

Anschluss der ganzen Klasse oder Gruppe

als Fotogeschichte präsentiert werden.

Die Erfolge mit „StoryStarter“ sind gut.

Begeistert berichten viele Lehrer und

Wissenschaftler wie etwa der Karlsruher

Pädagoge Prof. Rolf Schwarz davon, wie

es ihnen mithilfe des „LEGO Education“-

Konzeptes gelungen ist, gerade die in

Sachen Kommunikation weniger entwickelten

Jungs zum Sprechen zu bringen.

Vielleicht wäre das mit einfachen Rollenspielen

oder Bauklötzen auch gegangen.

Nur das klar strukturierte Konzept macht

vor allem für Lehrer die Vorgehensweise

klarer. Und der Lego-Stein begeistert die

Kinder auch hier.

Kinder auf ihrem Weg unterstützen

Sprachförderung bei Migranten- und

Flüchtlingskindern einsetzen. Dazu hat

„LEGO Education“ jetzt Unterrichtseinheiten

entwickelt, die das Lernen von

Deutsch als Zweitsprache auf motivierende

und spielerische Art unterstützen

sollen. Damit will das Unternehmen vor

allem Flüchtlingskindern und den ehrenamtlichen

Sprachlehrern helfen.

Letztere erhalten so ein Konzept mit

Materialien für den Unterricht in Deutsch

als Zweitsprache. Diese können unter

www.LEGOeducation.de/DaZ kostenlos

heruntergeladen werden. Das Lehrmaterial

ist zwar für den Gebrauch

mit „LEGO Education StoryStarter“ optimiert,

kann aber grundsätzlich mit

beliebigen Lego-Steinen verwendet

werden. Gernot Körner

Das System

„WeDo 2.0”

begeistert

Lehrer und

Schüler

Insofern war es nur folgerichtig, dass

viele Lehrer „StoryStarter“ nun auch zur

51


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NACHHALTIG REISEN

Fair reisen –

Fotos: Thinckstock

Fotos: thinkstock, xxxxxxx

54


geht das noch?

Das Urlaubsverhalten ändert sich massiv:

Terrorangst und Billigpreise steuern es

aktuell mehr denn je. Das bedroht Natur

und UMWELTRESSOURCEN noch mehr

als bereits zuvor. Wie lässt sich Urlaub

heute noch umweltfreundlich gestalten?

Urlaub auf dem Bauernhof

in der Nähe – hier

kann man Spaß haben

Tourismus hat sich vom exklusiven

Reisen einiger

Privilegierter zum Massenphänomen

entwickelt und

ist bei uns zu einem normalen

Konsumgut geworden“,

so Tourismusforscher Wolfgang Strasdas

von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung

in Eberswalde. Reisten 1970

noch rund 150 Millionen Menschen ins

Ausland, waren es 2015 rund 1,2 Milliarden

– achtmal so viele. Nicht nur Amerikaner

und Europäer reisen, immer

mehr Russen, Brasilianer und Chinesen

tun es uns gleich. Die Welttourismusorganisation

UNWTO sagt für 2030 rund

1,8 Milliarden Auslandsreisende voraus –

plus weitere Milliarden Reiselustiger, die

innerhalb ihrer Landesgrenzen unterwegs

sind.

Und es werden immer mehr – wie sich

diesen Sommer zeigte. Wegen stetiger

Terrorgefahr meiden gerade deutsche

Urlauber gefährdete Ziele rund um das

Mittelmeer. Der Tourismus in viele nordafrikanische

Länder, in die Türkei oder

Frankreich leidet unter der Angst der

Reisenden vor möglichen Anschlägen.

So haben sich viele Familien für einen

Aufenthalt in der Heimat – an der

Ostsee oder in den Alpengebieten – entschieden.

Aber auch die Strände auf

Mallorca oder an der italienischen Riviera

sind maßlos überfüllt, Hotels und

Pensionen verlangen horrende Preise.

Die sowieso schon starke Belastung

55


NACHHALTIG REISEN

Für Gipfelstürmer


… und Spaziergänger –

die Berge bieten viele

Naturerlebnisse

Foto: Thinckstock

56

für Natur und natürliche Ressourcen

wird in einigen Gebieten noch verstärkt.

Darüber hinaus leiden andere –

nicht mehr beliebte – Länder darunter,

dass die Touristenströme abebben:

Die Ausbeutung von Rohstoffen und

der kriminelle Umweltfrevel nehmen

dort zu, wenn die Zielgebiete nicht

mehr den Werten westlich geprägter

Urlauber, z. B. nach Sauberkeit oder gesunder

Ernährung, Rechnung tragen

müssen – und deren Geld aus bleibt.

Schon werden Begrenzungen bei

den Besucherzahlen angedroht

Kaum ein Land oder eine Kommune

beschränkt die Zahl der Urlauber oder

Übernachtungen freiwillig, aber selbst

im völlig überlaufenen Venedig oder

auch in der touristisch strapazierten

Donaumetropole Regensburg passiert

dies. Wenn doch eingegriffen wird – wie

auf Malta oder Mallorca mit einer Umweltabgabe

–, ist die Empörung groß.

Allerdings: Einschränkungen bei den

Besucherzahlen werden bald normal

sein, nur so lassen sich die Sehenswürdigkeiten,

besonders in der Natur, auch

für weitere Generationen erhalten.

*ÖKOTIPPS ZUM NACHMACHEN

Konkrete Ratschläge, wie man umweltbewusst

mit Flugzeug, Auto oder Bahn

reist, enthält der Almanach „FAIRreisen”,

Oekom Verlag, 19,95 Euro.

In US-Nationalparks, in bestimmten Alpengebieten

oder auf dem berühmten

Inka-Trail nach Machu Picchu in Peru

wird das längst praktiziert.

Dies scheint auch bitter nötig. Der Tourismus

hinterlässt z. B. in Gebieten wie

Südtirol sichtbare Spuren, so der Autor

Frank Herrmann in seinem neuen Buch*:

Die Landschaft wird zunehmend für

Sportangebote wie Skipisten oder Bikewege

zerstört; immer mehr Straßen für

mehr Autos (falsche Mobilität) gebaut;

Energiebedarf und Bodenpreise steigen

ins Unermessliche – dazu kommen architektonische

Sünden und Überschuldung

der Gemeinden. Als Therapie empfiehlt

Herrmann den Klima-Tourismus,

Ganzjahresangebote oder eben eine Begrenzung

der Urlauberzahlen.


Ganzheitliche Konzepte werden

entwickelt

So berechtigt die Kritik an den Entwicklungen

gerade in Feriendomizilen

der Dritten Welt ist, in Südtirol

greift sie zu kurz. Gerade die norditalienische

Ferienregion zeigt, dass der

Tourismus selbst eine Lösung des Problems

sein kann: Ähnlich wie in angrenzenden

Gebieten (z. B. in Kärnten,

im Salzkammergut oder im deutschen

Allgäu) werden ganzheitliche Konzepte

mit Biokost, Naturerkundung, Aufklärung

zum Erhalt der Landschaft

und der landsmannschaftlichen Traditionen

angeboten. Die Region rund

um Bruneck und Bozen ist ein Paradebeispiel

dafür, wie biologische Vielfalt

und ökologische Praxis touristisch

eingebettet werden, z. B. durch Zertifizierungen

(„Roter Hahn“-Siegel für

Urlaub auf dem Bauernhof). Auch das

österreichische staatliche Öko-Label

für Hotels, Campingplätze und Restaurants

hilft, sich umweltmäßig zu

orientieren.

Denn am Ende sind wir Urlauber

diejenigen, die am nachhaltigsten den

Ökotrend im Tourismus steuern können:

durch unsere Buchungen. So wie

die Negativwirkung nach den Terroranschlägen

können wir natürlich auch

positiv Einfluss nehmen – durch umweltbewusstes

Unterwegssein.

Christian Personn

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NACHHALTIG REISEN

Hüh, Pony

Mädchen sind PFERDEVERRÜCKT. Damit sie auch in

den Ferien mit ihrem Liebling zusammen sein können, bieten

Feriendörfer den Aufenthalt direkt neben dem Stall an. Blogger

und Papa-REPORTER Kai Bösel hat so ein Angebot getestet.

Foto: Thinckstock

Ehrlich gesagt: Bisher gehörte

ein Urlaub in einem Feriendorf

wie Center Parcs nicht

zu unserer bevorzugten Form

des Reisens. Und nach zwei

Besuchen im Center-Parcs-

Park Eifel vor einigen Jahren schien uns

die Unterkunft in den schon in die Jahre

gekommenen Anlagen etwas zu „spartanisch“.

Aber wir sind ja durchaus bereit,

unsere Meinung zu revidieren.

Und dazu gab es nun auch einen konkreten

Anlass: Der Center Parcs Erperheide

in Belgien bietet aktuell die Möglichkeit

zu einem Pony-Urlaub. Dabei wohnt

die Familie in einem Appartement nah

einer neu gebauten Reitanlage. Das Kind

bekommt ein Pflegepferd zugeteilt. Unsere

Tochter ist vier Jahre alt und verrückt

nach Pferden. Grund genug, das Angebot

zu testen.

58

Wohnen im Premium-Pony-

Appartement

Der Ort Erperheide liegt auf der Höhe von

Düsseldorf, gut 100 Kilometer westlich.

Wie üblich bei den Parks ist auch dieses

Feriendorf in ein Waldgebiet mit kleinen

Seen eingebettet. Unsere Wohnung

ist ein Premium-Pony-Appartement für

fünf Personen. Leider bestätigen sich

dort all unsere Vorurteile: Die Einrich-

tung und Ausstattung versprühen den

Charme einer 1980er-Jahre-Lavalampe.

Nicht die lebensgroßen Pferdebilder an

den Türen und die Wandbilder mit Ponys

stören uns – sondern die Ausstattung:

Der Boden ist fußkalt, die Terrasse ziemlich

verkommen, der Kühlschrank riecht

muffig, und der Wasserdruck im Bad

reicht kaum für eine entspannte Dusche.

Positiv vermerken wir das wirklich

sehr bequeme Bett, den Gasherd mit vier

Kochstellen, einen Flatscreen mit fünf

deutschen Fernsehprogrammen und einen

Kamin – für den das Holz allerdings

im Supermarkt in der üblichen Einkaufsmeile

gekauft werden muss. Aber wir sind

ja in erster Linie zum Reiten gekommen.

Nach dem Auspacken geht es zum Kennenlernen

der anderen Pferde-Kinder.

Alle zehn Pony-Ferienwohnungen sind

belegt, somit stehen jetzt zwölf Kinder

und deren Eltern auf dem Reitplatz.

Lehrerin Nancy, eine sehr routinierte

und kinderfreundliche junge Dame,

kann problemlos die vielen Pferde und

Kinder perfekt im Zaum halten. Und sie

geht beherzt mit den Eltern um: Denn

einige der Mamas und Papas stapfen mit

hochhackigen Schuhen durch den Sand,

lassen die Gatter offen oder ihre Kleinen

trotz dringender Warnung direkt hinter

großen Pferden stehen.

Das ist Liebe auf den ersten Blick

Die Einführung in das Verhalten mit

dem Pflegepferd erfolgt in französischer,

belgischer und deutscher Sprache. Zuerst

einmal holt nun jedes Kind sein

Pferd von der Koppel. Ein großer erster

Augenblick auch für unsere Tochter, als

sie ihren Marley am Zügel führt. Das ist

Liebe auf den ersten Blick. Das kleine

braune Pony verhält sich geduldig, es ist

anschmiegsam und eher von der langsamen

Gangart. Auch wenn unsere Kleine

bereits ein paar Reitausflüge unternommen

hat – ihr steht der Respekt ins Gesicht

geschrieben.

An den nächsten Tagen lernen die

Kinder das richtige Aufsteigen, Lenken,

Bremsen, Beschleunigen – und auch das

Slalomreiten. Immer wird ausführlich

erklärt, vorgeführt und danach mit jedem

Kind geübt. Die Mädchen begeistern

sich auch ziemlich für das umfangreiche

Programm außerhalb des Sattels.

Zwischen den Übungen wird gebürstet,

gestriegelt, gefüttert, und die Pferde

werden mit Flechtzöpfen verschönert.


Marley –

striegeln, flechten

reiten …

Unser Bungalow –

bewacht vom hölzernen

Sheriff

Fahrräder sind

in allen Größen

vorhanden

59


NACHHALTIG REISEN

Auch auf dem

Drahtesel ist

das Leben schön

Im Park kann man auch

Tretboote mieten

… und Spaziergänger –

die Berge bieten Naturerleben

Süß: das kleinste

Zicklein der Welt

Foto: Kai Bösel (8), Thinkstock

Dieser Urlaub wird somit ein sehr kurzweiliger,

spaßiger und abwechslungsreicher

Aktivurlaub. Als Höhepunkt und

Abschluss dürfen die Kinder einen Reitausflug

durch den Park unternehmen.

Allerdings immer nur geführt durch

die Begleitpersonen. Trotzdem entpuppt

sich gerade diese Tour als großes Abenteuer,

und das Diplom samt Medaille

trägt unsere Tochter am letzten Tag mit

großem Stolz an der Jacke.

Alle Räder sind top in Schuss

Neben dem Reiten steht bei uns natürlich

auch Parkerkundung auf dem Programm.

Einmal mieten wir aus dem

umfangreichen Fuhrpark von Gazelle-

Rädern zwei Touringräder (elf Euro pro

Tag und Fahrrad). Für weitere drei Euro

gibt es einen Kindersitz dazu. Alle Räder

sind top in Schuss, und am Ausgang des

Parks können wir auf einer großen Tafel

diverse Touren durch die Umgebung ansehen,

die gut markiert sind und damit

problemlos abgefahren werden können.

Na klar, wir besuchen auch das „Aqua

Mundo“, das große Erlebnisbad. Attraktion

jedes Center Parcs. Duschen und

Umkleiden sind familiengerecht und

sauber, im Bad selbst sorgen freundliche

Bademeister für die nötige Ruhe

und Ordnung. Das Angebot an Rutschen

ist für alle Altersgruppen ausgerichtet:

einige steile und auch langsamere, einen

Baby- und Kleinkindbereich, drei Außenbecken,

eins davon mit Unterwasser-

Aquarien und ein großes Becken, in dem

beim Gongschlag der Wellengang startet.

Da kann sich eine Familie wirklich den

ganzen Tag mit Spaß aufhalten. Zur Stärkung

kann eine Gastronomie mit schneller

Küche angesteuert werden.

Übrigens: Das Erlebnisbad ist in sehr

gutem Zustand und nie zu voll, weil die

Besucher sich so über die Anlage verteilen,

dass überall viel Platz ist.

Das letzte von uns besuchte Highlight

ist der Indoor-Spielplatz „Baluba“ (von

null bis zwölf Jahre). Unsere Tochter mag

Lust zu

hüpfen?

Immer!

besonders den Kletterturm mit diversen

Rutschen. Gut kommen auch die Autos

zum Selbstfahren, die Arena mit Ballkanonen

und die Trampoline an.

Eine Spaßveranstaltung für

die Kinder

Wem das alles immer noch nicht reicht,

der kann für zehn Euro pro Stunde ein

Tretboot mieten, einen der zahlreichen

Spielplätze besuchen, Minigolf spielen,

die Riesenschaukel „Big Swing“ nutzen,

Bogenschießen oder, oder, oder. Der

ganze Park von Center Parcs ist eine einzige

Spaßveranstaltung für Kinder.

Fazit: Wir haben einen tollen, erholsamen

und aufregenden Urlaub verlebt.

Unsere Tochter war begeistert von ihrem

kleinen Pflegepony Marley und Reitlehrerin

Nancy. Punktabzüge gibt es für die

etwas verwohnte Unterkunft. Und dann

fiel auf, dass viele Angebote kostenpflichtig

sind. WLAN kostet für vier Geräte

25 Euro pro Wochenende, einige Spielgeräte,

Bowling und andere Extras fordern

ebenfalls Kleingeld. Die Gastronomie

haben wir nicht ausprobiert, wir haben

selbst gekocht. Wer mit seinen Kindern

auch mal zum Reiten nach Belgien kommen

möchte, der muss für drei Nächte je

nach Saison etwa 750 bis 1.000 Euro einplanen.

60


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Seite 2 Wenn Prinzessinnen

Geburtstag feiern

Seite 6 Ein Filzkorb für a les

Seite 8 Das Spielkissen

zum Selbernähen

Seite 10 Bolero für die Kleine

Seite 12 Die besten Ideen

Seite 14 Leckere Lo lis

Seite 16 Hack schmeckt a len

Seite 18 Süßes mit Apfel

Seite 22 Gewinne & Schlaues

Seite 24 Kolumne: Brad Pitt

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NACHHALTIG REISEN

Im „Garberhof”

entspannen

Familien mit Blick

auf die Berge

Mama-REPORTERIN

Heike mit

Gastgeberin Andrea

Der Natur

auf der Spur

Ein blumiger

Kopfschmuck

für Ziva

Bergriesen, geheimnisvolle

Wälder, üppige

Blumenwiesen: Die Natur

fällt im DOLOMIT

FAMILY RESORT

GARBERHOF in

Südtirol praktisch mit

der Tür ins Haus. Mama-

REPORTERIN Heike,

ihre Töchter Ziva (8),

Zazu (2) und Oma

Angelika waren vor Ort.

Sie sehen mich jetzt häufiger“,

lacht der gut gelaunte

junge Mann, der sich uns

als Hannes vorstellt und

zum Abendessen Kresseschaumsüppchen,

gebackene

Zucchini blüte mit Paprikaragout und

Buttermilcheis mit Käsekuchen serviert.

Was für ein Auftakt im „Dolomit Family

Resort Garberhof“ in Niederrasen, wo wir

uns in den nächsten Tagen fernab des

Großstadttrubels als „Naturdetektive“ versuchen

und Kräuterschätze heben werden.

Tag: Tierische Hotelbewohner

1. Die Natur präsentiert sich am

nächsten Morgen von ihrer besten

Seite: Die Sonne scheint, Felder und

Wiesen leuchten in den schönsten

Farben, im Hintergrund erheben sich

majestätisch die Dolomiten mit ihren

weiß gezuckerten Gipfeln. Fröhlich

starten wir mit einem ausgiebigen

Frühstück in den Tag. Und das ist mit

seiner schier un end lichen Auswahl an

Gebäck, Müsli, Süßspeisen und Früchten,

selbst gemachten Konfitüren, Honig

und – laut meinen Mädels – „der

besten heißen Schoko lade der Welt“ ein

Paradies für Leckermäuler. Nach einem

kurzen Ausflug ins „ PINO-Land“, wo

Kids jeden Alters unter professioneller

Betreuung spielen und an Ausflügen

teilnehmen können, zieht es uns zu

den tierischen Hotel bewohnern. Das

Vier-Sterne- Resort beherbergt nämlich

auch einen Bauernhof mit Häschen

und Schweinen, einem Esel, einem

Pferd, einem Schafsbock und einer

Ziege. Später steht dann Action auf

dem Programm – im hoteleigenen

Schwimmbad und in der Kinderdisco.

62


Pusteblumen,

Kräuter: Am

Wegesrand gibt’s

für Zazu viel zu

entdecken

Tag: Auf Kräuterwanderung

2. mit Maria Martha

Sauerampfer, Waldbeere, Bärlauch – all das

verkosten wir, als wir mit Maria Martha

bei einer Kräuterwanderung durch die

umliegenden Wälder streifen. Für den

Fall, dass Zazus Füße streiken, haben wir

einen Jogger dabei. Den kann man im Hotel

kostenlos ausleihen. Da wir zu Hause

einen kleinen Garten mit Kräutern haben,

kennen wir uns schon ganz gut aus.

Maria Martha erzählt uns aber allerhand

über Pflanzen, was wir noch nicht wussten.

Man merkt, dass sie eine Kräuter-

Produkte vom Bauernhof

expertin ist. Maria Martha ernährt sich

ausschließlich von dem, was die Natur

ihr gibt, stellt Tinkturen und Salben her.

Weil Kräuter und Beeren unseren Bärenhunger

nicht stillen können, treibt es uns

mittags ins Restaurant. Hier kommen

regionale Produkte auf den Tisch, die

vom eigenen Bauernhof und von Höfen

aus der Umgebung stammen. Zudem gibt

es frisches Quellwasser. Während Ziva

Freunde gefunden hat und ihrer Wege

geht, erkundet der Rest der Familie am

Nachmittag den Ort. Und das ist anstrengend,

weil man ganz schön kraxeln muss.

Oma Angelika

mit Ziva und

Maskottchen

„PINO”

Wandern macht

durstig! Ziva labt

sich an einem

klaren Bächlein

Tag: Falsch abgebogen

3. Unser Kellner Hannes hat uns eine

familienfreundliche Wanderroute zur

Burgruine Altrasen empfohlen. Das Ziel

erreichen wir allerdings nicht. Zum einen,

weil die Kinderfüße irgendwann

schlapp machen und obendrein eine

Erkältung an meinen Reserven zerrt.

Zum anderen, weil wir fälschlicherweise

den Weg zur Schlossruine in Neurasen

gegangen sind. Abends sind wir so

platt, dass wir um ein Dinner im Zimmer

bitten. Dieser Wunsch wird uns wie

immer prompt erfüllt. Ein lachender

Simon bringt die Gaumenfreuden in

TIPPS & INFOS

Das „Dolomit Family Resort

Garberhof” gehört zu den

„Familienhotels Südtirol”

und liegt auf rund

1.030 Metern in Niederrasen

im Antholzertal. www.

dolomit-familyresort.it,

www.familienhotels.com

Preis: „Family Suite” 139 Euro

pro Person/Nacht, all-inclusive

u. a. mit Frühstücks-,

Mittags- und Kuchenbuffet,

Vier-Gänge-Menü, Kinderbetreuung:

„Babyclub”, „Miniclub”,

„Maxiclub”, Babyausstattung,

Verleih von Buggys,

Fahrrädern mit Kindersitz/

-anhänger etc.

unsere Suite – und diese bringen wiederum

unsere Kräfte zurück. Die brauchen

wir, immerhin steht noch eine geführte

Nachtwanderung auf dem Programm.

Diese ist Teil des „Naturdetektive“-

Programms, bei dem Kinder die

Natur mit allen Sinnen entdecken.

Tag: Wellness statt Wandern

4. Die Natur kann auch anders. Heute

beschert sie uns einen tristen Tag. Perfekt

für Wellness! Möglichkeiten dazu gibt’s im

„Garberhof“ reichlich. Während die Kinder

ins „PINO-Land“ wollen, gönnen meine

Schwiegermutter und ich uns eine Auszeit

in der Saunalandschaft, zu der auch

eine Familiensauna gehört. Der Saunaund

Fitnesskomplex im neuen Anbau des

Hotels ist ausschließlich den Erwachsenen

vorbehalten. Am Nachmittag wollen die

Mädels noch mal planschen, während ich

mich schweren Herzens ans Kofferpacken

mache. Am Abend lädt die Gastgeberfamilie

zu einem Empfang mit Livemusik und

Flying Buffet – ein schöner Ausklang.

Einer von

vielen tierischen

Bewohnern des

„Garberhofs”

Fotos: privat, Anbieter

63


FÜR EUCH

Seit 2010 wurden 86.276.298 PET-Flaschen (0,5 l) für Taschen recycelt.

Kinderrucksack

„Paul

Panda”,

etwa

50 Euro,

www.affen

zahn.com

Dadurch wurden 4.759 Barrels Öl (756.643 l) …

… 972.061 Badewannen Wasser (136.086 m 3 ) und …

Quelle: Fond of Bags

… 502 Heißlufballon-Füllungen CO 2 (2.961 Tonnen) eingespart.

RUCKSACK AUS PET-FLASCHEN

Recycling funktioniert manchmal ganz einfach:

Leere Plastikflaschen werden zerknüllt, klein

gestampft in kleine Schnipsel (Flakes) zerlegt.

Die gesäuberten Teilchen werden zu hauchdünnen

Fäden. Webmaschinen verarbeiten sie zu fröhlich

buntem Stoffmaterial – für Kinderrucksäcke.

Dieses nachhaltige Konzept mit Umweltschutzeffekt

(siehe links) verfolgt der Hersteller Fond

of Bags z. B. für seine Marken „Affenzahn” und

„Ergobag”. Die ökologischen Grundideen der Kölner

Firma sind in der Online-Broschüre (Responsibility)

gut zusammengefasst (www.fondofbags.de).

GEWINNSPIEL 1

FAMILIEN MIT „GRÜNEM FINGERABDRUCK” GESUCHT

Rad statt Auto, Holz statt Plastik,

Upcycling statt wegwerfen – nachhaltig

zu leben ist einfacher und günstiger, als

viele denken! Und Spaß macht es auch.

So können Eltern und Kinder gemeinsam

überlegen, wie sie ihr Familienleben

nachhaltiger gestalten. Ein Credo,

dem auch NATUREHOME folgt (www.

naturehome.com). Das Design-Label

stellt ökologische Wohnaccessoires sowie

Holzspielzeug

her – für alle,

die Nachhaltigkeit

mit

gutem Design

verbinden wollen. Alle Produkte werden

ausschließlich aus handverlesenen und

nachhaltig produzierten Naturmaterialien

ressourcenschonend hergestellt. So

entstehen langlebige Möbelstücke und

Accessoires, die ein Zeichen gegen die

Schnelllebigkeit der modernen Wegwerfgesellschaft

setzen.

Wie grün sieht dein Leben aus?

Schreibt uns kurz, wie ihr euren Alltag

als Familie nachhaltig gestaltet. Aus

allen Einsendungen wählt eine Jury*

die drei Familien, mit dem „grünsten

Fingerabdruck” aus. Es locken tolle

Gewinne (siehe unten). Beschreibe

kurz, welche grünen Aktionen ihr

umsetzt, stellt eure Familie vor und

sendet alles bis zum 30.11.2016 an

redaktion@junior-medien.de

64

1. Preis: Kinderküche 2. Preis: Schaukelpferd Lucy

3. Preis: drei Kaufladenkörbe (Gemüse, Obst und Backzutaten)

* Jury: Kurt-Georg Pfleiderer (Geschäftsführer NATUREHOME GmbH),

Christian Personn (Chefredakteur kinder! green)

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


EURE FRAGE:

IST NATURKOSMETIK

WIRKLICH IMMER

SCHADSTOFFFREI?

CHRISTOPH

ZIMMERMANN

Leiter Vertrieb

Deutschland des

Kosmetikherstellers

Töpfer GmbH

UNSER

EXPERTE

Der Verbraucher erkennt an dem

BDIH-Siegel, dass die damit gekennzeichnete

Naturkosmetik unter strengsten

Auflagen produziert worden ist. Diese

Naturkosmetik-Standards sollen international

einheitliche Regeln darstellen. Der

Kunde kann so einzelne Produkte besser

vergleichen. Die „Cosmos-Standards”

stehen für 85 Prozent des gesamten

zertifizierten Naturkosmetikmarkts –

mehr als 1.600 Firmen in über 45 Ländern

haben sich angeschlossen.

Für die Herstellung von Naturkosmetika

sind neben physikalischen Verfahren

einschließlich der Extraktion mit Wasser,

pflanzlichem Alkohol, Kohlensäure,

pflanzlichen Fetten und Ölen sowie

hieraus gewonnenem Glycerin auch

enzymatische und mikrobiologische

Verfahren zulässig – allerdings nur solche,

die auch in der Natur vorkommen.

Diese Grundsätze sind wesentlich:

• Stoffe von toten Wirbeltieren werden

Diese Signets

stehen für „saubere”

Naturkosmetik

nicht verwendet. Die Produktion ist

tierversuchsfrei.

• Nur Pflanzen aus ökologischem Anbau

werden genutzt.

• Synthetische Riechstoffe, organischsynthetische

Farbstoffe, Silikone oder

Paraffine sind verboten.

Die Hersteller von zertifizierter Naturkosmetik

unterwerfen sich diesen

Regeln, damit wird eine „ehrliche” Kosmetik

produziert, die sich eindeutig von

der „normalen” Kosmetik absetzt.

GEWINNSPIEL 2

GANZ SCHÖN NACHHALTIG

Licht-Freude.de ist der erste Onlineshop für

Designerleuchten, die nicht nur das Auge erfreuen,

sondern auch unter ökosozialen Gesichtspunkten

überzeugen. Für ihren außergewöhnlichen Onlineshop

wählt Laura Amberger Leuchten aus, die

möglichst viel Energie sparen, wenige Emissionen

bei der Herstellung verursachen und unter fairen

Arbeitsbedingungen produziert werden.

Licht-Freude.de verlost zweimal das

„Schlummerlicht” von Hüttner – besonders

gut geeignet fürs Kinderzimmer.

Wert: jeweils 115 Euro. Das System ist aus

Stahl, weiß matt pulverbeschichtet. Im

Gewinn sind Wandaufhängung und transparente

Leitung, Dimmer und Stecker

inklusive. Maße: 25 cm Durchmesser.

Weitere Infos: www.licht-freude.de

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65


VORSCHAU

66

Im nächsten

Heft:

Wie eine Familie jeden Tag nachhaltig leben kann

Der eigene Gemüsegarten mit Komposthaufen, Solarkollektoren auf dem Dach, Stromsparmodule

für Haushaltsgeräte – es gibt schon viele Möglichkeiten für Familien, ökologisch zu leben.

Naturkosmetik

Natürliche Pflege das ganze Jahr für die ganze

Familie – gerade an die zarte Kinderhaut sollten

keine Paraffine oder andere chemischen Zusätze

kommen. Wir stellen die besten Produkte vor.

Biotextilien Schöne Kleider und

Shirts aus Baumwolle, knallig bunte Jacken und

modische Schuhe – das Angebot an Kleidung

aus ökologisch orientierter Herstellung ist riesig.

Wir zeigen, was zur neuen Saison kommt.

Fahrräder

Die Öko-Zukunft fährt mit zwei Rädern

vor – besonders E-Bikes machen das klassische

Verkehrsmittel zur besten Alternative

zum Auto. Wir zeigen die neuesten Modelle

und Konzepte – besonders für Städte.

ist ein Sonderheft

der Zeitschrift kinder! und

erscheint zweimal jährlich

IMPRESSUM

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Wir Eltern stoßen jeden

Tag an unsere Grenzen!

Was tun mit unseren

kleinen Lieblingen, wenn

das Trotzköpchen mal

wieder durchkommt? Wie

viel Strenge ist erlaubt?

Wie kriegen wir es hin,

dass alle glücklich sind?

Patentrezepte gibt's

natürlich nicht. Aber Rat

und hilfreiche Tipps im

Internet – auf dem Portal

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