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MTD_DDG_2016_02

1. Jahrgang · Nr. 2 · 22. Juni 2016 Herausgegeben von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Seite 6 Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps Seite 25 Legacy-Effekt auch bei Typ-1-Diabetes Seite 18 DZD: Forschungs- Netzwerk für Deutschland Seite 29 Was bringt die Low- Carb-Diät bei Diabetes? HANNOVER. Interview mit dem Leiter der CHARISMHA-Studie Dr. Urs-Vito Albrecht: Reichen offizielle Vorgaben für App-Entwickler plus Selbstverpflichtungen der Branche zur Sicherung der Qualität? CLEVELAND. Der Vorteil einer frühen intensivierten Insulintherapie auf Herz und Kreislauf bei Typ-1-Diabetes bleibt über Jahrzehnte erhalten. Dies belegt das 30-Jahre-Follow-up der DCCT/EDIC-Studie. MÜNCHEN. Mit dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) ist ein einzigartiger Forschungsverbund entstanden, wie der Vorstand Professor Dr. Martin Hrabě de Angelis im Interview erläutert. PORT ELIZABETH. Die Low-Carb-Diät bei Typ-2-Diabetes scheint für die meisten Patienten schlicht zu kompliziert, so das Ergebnis einer sorgfältigen Studienauswertung. Was ist die Alternative? Ein „Minenfeld“ für die Behandler BERLIN. Was darf ich annehmen von der Industrie, was darf ich an meine Patienten abgeben, wann mache ich mich strafbar? Das Antikorruptionsgesetz bringt viel Unsicherheit für Ärzte & Co. Der Stuttgarter Rechtsanwalt Oliver Ebert spricht von einem Minenfeld. Viele Fragen ließen sich aber mit gesundem Menschenverstand beantworten. 4 S3-Leitlinie Kinder und Jugendliche TÜBINGEN. Für die zeitgemäße Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus liegt seit Kurzem eine aktualisierte Fassung der S3- Leitlinie vor. Ergänzt wurden unter anderem die Empfehlungen zu neuen technischen Optionen, Schulungen und psychosozialen Aspekten. Einen Überblick über die wichtigsten praxisrelevanten Neuerungen gibt Leitlinienkoordinator Prof. Dr. Andreas Neu, Universität Tübingen. 17 © K.I.T. / Foto: Deckbar Auf Seite 31 stellt sich der neue Vorstand vor ... DDG Vorstand und Geschäftsführer mit der diabetes zeitung: ein wichtiges Instrument, um das Thema Diabetes an die Öffentlichkeit zu tragen. Risiko Hypoglykämie am Steuer Diabetes und Autofahren schließen sich nicht aus, aber Aufklärung ist unerlässlich BERLIN. „Sind Sie mit dem Auto da?“ Diese Frage seines Arztes hat sicher so mancher Diabetespatient schon gehört. Und es ist oft auch wichtig, dass sie gestellt wird, denn Hypoglykämien können für Kraftfahrer gefährliche Folgen haben. Der Arzt muss deshalb seinen Patienten über das Risiko genauestens aufklären. Aus Haftungsgründen sollte der Arzt die Aufklärung zudem „akribisch dokumentieren“ und am besten auch vom Patienten unterschreiben lassen, sagt ein Rechtsanwalt. Ist ein Patient bezüglich der Empfehlung, das Auto stehen zu lassen, uneinsichtig, rät der Jurist, eine Praxismitarbeiterin als Zeugin der Aufklärung hinzuzuziehen. Eine neue S2e-Leitlinie wird für behandelnde Ärzte und Schulungspersonal sowie zur Klärung rechtlicher Fragen evidenzbasierter Handlungsempfehlungen zum Thema „Diabetes mellitus und Fahreignung“ geben. Die von der Deutschen Diabetes Gesellschaft initiierte Leitlinie soll zugleich als Grundlage für Begutachtungen dienen. 12 LEADER-Studie erfüllt Erwartungen ADA 2016: weniger kardiovaskuläre Ereignisse unter Liraglutid versus Placebo Vier Tage in Berlin Der Diabetes Kongress 2016 BERLIN. „Diabetologie Interdisziplinär“ – unter diesem Motto trafen sich über 6000 Besucher Vier spannende und erlebnisreiche Tage mit geballtem Wissen zu den neuesten Entwicklungen der klinischen und wissenschaftlichen Diabetologie mitsamt der Nachbardisziplinen – unter »Der Weg hat sich gelohnt« der Schirmherrschaft des Tagungspräsidenten Professor Dr. Andreas Hamann hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft ein eindrucksvolles Programm zur Entstehung, Vorbeugung und Therapie des Dia betes auf die Beine gestellt. Neben der DDG- Night war der Diabetes- Lauf mit über 400 Startern ein Highlight des Rahmenprogramms. In der aktuellen Ausgabe der diabetes zeitung geben wir Ihnen einen Überblick über den Diabetes Kongress 2016. 7–14 Der Doktor setzt auf sein „Mobiles WundASS“ KÖLN. Der Chirurg Dr. Gerald Engels verlässt sich in seiner Schwerpunktpraxis auf „Schwester Inge“. Sie betreut im Rahmen des Projekts „Mobiles WundASS“ und in seinem Auftrag Patienten mit diabetischem Fußsyndrom vor Ort. Rund 600 Hausbesuche sind es pro Jahr. Der Arzt steht für Rückfragen jederzeit zur Verfügung. Er kann virtuell einen Blick auf das Geschehen werfen und der Schmerzassistentin Arbeitsanweisungen erteilen. 20 Adressfeld NEW ORLEANS. Die Ergebnisse der mit Spannung erwarteten LEADER-Studie zur Bewertung der kardiovaskulären Sicherheit von Liraglutid bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko erfüllen die Erwartungen: Liraglutid, zusätzlich zur Standardtherapie gegeben, reduzierte signifikant den primären Endpunkt, »Signifikant weniger Todesfälle« die Kombination aus kardiovaskulären Todesfällen und nicht tödlichen Herzinfarkten oder Schlaganfällen, versus Placebo. Ein anhaltender Effekt wird vermutet. 3 Foto: Dr. Gerald Engels