Barftgaans Oktober/November 2016

barftgaans

DIE NEUE

Barftgaans 2016

MAGAZIN FÜR IN UND UM UELZEN

10/11

Themen

Leitstelle:

Kein Notruf

geht verloren

Aktuelles

Wir im

Landkreis

Uelzen

Ausbildung

Spannende

Jobs für

junge Leute

Feuilleton

Theaterbühnen

und

Konzertpodien


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Die Bühne Eures Lebens …

Unser Parkett hält aus, was das (Familien)Leben zu bieten hat!

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LIEBE LESERINNEN,

LIEBE LESER,

es war doch gerade noch Sommer! Die Zeit ist schon eine

merkwürdige Sache. Auf die Sekunde genau messbar, so unbestechlich

– ein Tag hat 24 Stunden, 1.440 Minuten, 86.400

Sekunden … und doch, mal vergeht er wie im Fluge, mal

zieht er sich hin wie Kaugummi. Unser Bewusstsein spielt

uns einen Streich und das, obwohl wir total „durchgetimt“

sind – fast jeder trägt eine Armbanduhr, wenn nicht, sagt

uns das fast allgegenwärtige Handy Bescheid. Wer am Computer

sitzt, hat die Zeit unten links stets im Blick, Facebook

sagt uns, wie lange ein Post her ist, überall finden sich Uhren,

die einem zeigen, wie spät es ist. Und doch ist die Zeit

in unserem Bewusstsein relativ: Die schönen Tage vergehen

viel zu schnell, die aufregenden rasen geradezu dahin, die

traurigen dauern Ewigkeiten.

Mit dieser Ausgabe verging für uns die Zeit wieder wie im

Fluge – selbst über die traurigen Themen, die doch auch zum

Leben dazugehören und ohne die so manche schöne Seite

nur halb zur Geltung käme. Licht und Schatten, Freude und

Trauer, Erholung und Aktion – die Gegensätze machen doch

das Leben aus, ein ewiges Zusammenspiel in der Zeit, die wir

– jeder für sich – zur Verfügung haben. Mit diesen Gegensätzen

beschäftigt sich unser aktuelles Magazin – mit dem

blühenden Leben, wenn wir Veranstaltungen voller Freude

besuchen, unseren Hobbys nachgehen und unsere Zukunft

planen. Wir beschäftigen uns in dieser Ausgabe aber auch

damit, wie es ist, wenn Leben zu Ende geht, wenn Menschen

zurückbleiben und wenn Krisenzeiten durchlebt werden.

Beim Schreiben verliere ich mich wörtlich in der Zeit, erinnere

mich und habe Bilder der letzten Wochen im Kopf, Gespräche

und Eindrücke – und unversehens hat mein Kopf mich

auf eine Reise in die Zukunft mitgenommen. Ich schmiede

Ihr Barftgaans-Team: v.l.n.r.: Eva Neuls, Nicole Lütke, Sandra Hoffmann,

Sebastian Tramsen und Friederike Kohnke

Pläne, mache mir Gedanken wie es weitergeht, weitergehen

soll, privat und beruflich. Wenn Sie die aktuelle Ausgabe in

den Händen halten, ist bereits wieder einige Zeit ins Land

gezogen und wir haben wieder begonnen, über die nächste

Ausgabe nachzudenken und daran zu arbeiten. Themen zu

suchen, zu planen und – Himmel, wie die Zeit vergeht – sind

wir schon bald dabei, uns auf das Jahresende vorzubereiten.

Vielen Dank in diesem Zusammenhang an Sie, liebe Leserinnen

und Leser, für Ihre Anregungen. Vielen Dank auch an unsere

Inserenten, die unsere Arbeit möglich machen und uns

zu schätzen wissen.

Ich wünsche Ihnen im Namen des gesamten Teams eine

gute Zeit mit der Lektüre unseres Magazins,

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Advent im Trend

Sonntag, 6. November,

Für das leibliche

11 bis 16 Uhr Wohl ist gesorgt!

Vorfreude ist die schönste Freude, liebe Kunden.

Das macht auch den Advent so einzigartig und

aufregend: Jeden Tag füllt sich das Haus mehr mit

dem Duft von frisch Gebackenem, mit Tannenduft

und Kerzenlicht, mit heimlichem Geflüster und

dem R ascheln von Geschenkpapier. Wir haben für

Sie die schönsten Ideen gesucht und gesammelt –

zum Dekorieren, zum Schenken und zum Schmücken

Ihres Hauses. Wir laden Sie ein, mit uns die

Vorfreude zu genießen und ein wunderschönes

Weihnachtsfest zu feiern.

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Für das leibliche

Wohl ist gesorgt!

Freitag,

18. November,

von 17 bis 21 Uhr

Friedrich-Seeßelberg-Str. 9 • Uelzen-Veerßen • Telefon 0581-2977 • www.blumen-zentrum.de

www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 3


Inhalt

7

15

21

35

39

40

Aktuelles

Voller Erfolg beim Stadtradeln

Kuehn 16 & Malerei und Fotografie

Wir im Landkreis Uelzen

Infos auf einem Klick

Tag der seelischen Gesundheit

Bewegte Ferien

18

20

42

43

45

Freizeit

Regionale Buchseite

Kunst in Kloster und Natur

Spiele-Tipp

Termine

Veranstaltungstipps

Themen

8

Kommet, Ihr Hanseaten – Rückblick auf das Hansefest

16

Heide in all ihrer Schönheit

22

„Wir fragen, Sie antworten“

24

Ein Blick aus dem Fenster

26

Erntefrisch genießen – Vitalmarkt

28

25

36

50

Auf dem Weg zum Erfolg – Thema Ausbildung

Das letzte Zuhause

Am Ende eines langen Lebens

Der stärkste Schmerz

Uelzen feierte das erste Hansefest.

9

Feuilleton

Viele schöne Vorstellungen

Foto: Lütke

11

Lebensreisen

Titelbild

Heideland

mehr auf Seite 16.

Foto: Theo Grüntjens

12

13

14

Über den Tellerrand gucken

Ein Kämpfer – kein Krieger

Mit Aladin bei Yasemine

Kulturjournalistin:

Barbara Kaiser

Foto: Lepel

Werbepartner in dieser Ausgabe

Art of Music 24

Ralf Banse, Gartenbau und Holzeinschlag 39

Baumfachwerk, Thorsten Kruse-Neuls 6

Baumschule Meyerholz 48

Behn Wohnideen 2

Blumen-Zentrum Ch. Hoppe KG 3

C. Hasse & Sohn GmbH & Co. KG 3 2

Deerberg GmbH 30

deinjob.jetzt UG 52

Die Tischlerin – Dagmar Meyer 42

Elbers Hof GbR 35

Elektro-Service Gaede 21

Erlebnisbauernhof Mielmann 39

Expert Uelzen GmbH 34

Früchte der Welt (Uwe Stahnke) 26

Garten- und Landschaftsbau D. Brandt 37

Garten- und Landschaftsbau H. Schulz 37

Gebäudereinigung Silvester 6

Gehrdau GbR 26

Gräfke GmbH 25

Haus für Tagespflege Bad Bevensen 24

Haus Philia, Lebens- & Gesundheitszentrum 28

Heinz Eggert GmbH & Co. KG 51

Heiligen-Geist-Stift Uelzen gGmbH 29

Holdenstedter Hof 44

Interessengemeinschaft Wochenmarkt

Uelzen e.V. 27

Jeans Number One 48

Kruse Der Lecker Bäcker 15

Kulturkreis Uelzen 10

Lässig im Bahnhof 38

Landleben Eichenhof 44

Markthalle Bienenbüttel 19

M S M Bäder + Wärme GmbH 17

Natürlich 47

Naturwerk Stöcken 48

Obstscheune Tätendorf 46, 48

ÖKORegio e.V. 38

Pur Natur – Die Gartenschule 35

Reisebüro Eichmann 31

Salon Haarscharf 40

Theater Lüneburg GmbH 14

Tourist-Info Ebstorf 20

Vamos! Kulturhalle, Ritterakademie 45

Voelkel - die Naturkostsafterei 16

Volksbank Uelzen-Salzwedel eG 41

Wäscherei Bokelmann 23

Werkhaus GmbH 49

Wichern-Haus Uelzen gGmbH 29

Wiesencafè Hof Haram 43

Woltersburger Mühlen-Café 5

4 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016


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Uelzener Wochenmarkt,

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www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 5


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Kolumne

Themen

NASEN

„Immer der Nase nach“ ist ein Hinweis, der nur auf überschaubaren

Strecken nütze ist. Nur lässt nun das, was direkt

vor unserer Nase ist, Smartphone und Tablet zumeist, einen

bei unachtsamer Verwendung die Übersicht verlieren, teils

Dinge größer erscheinen, als sie eigentlich sind. Manches

beunruhigt da, macht ratlos, manches ängstlich. Die Flut der

Informationen, mit denen „Freunde“ und Politiker samt TV

und Zeitung „die Welle machen“, lässt einen fast darin ersaufen,

einem den Atem stocken.

Als der baltendeutsche Schweizer Hermann Hesse zu Beginn

des Ersten Weltkriegs gegen nationalistische Polemik

anschrieb, erntete er Hassbriefe, damals noch nicht als Shitstorm

bekannt, Attacken der deutschen Presse und verlor

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etliche Freunde. So kann „immer der Nase nach“ auch an

Grenzen führen.

„Wenn die trüben Tage grauen, Kalt und feindlich blickt

die Welt ...“ begann er Ende des Krieges sein Gedicht

„Schicksals tage“, beendete es aber mit den zuversichtlichen

Worten: „Was dich zu erdrücken drohte, zeigt sich

freundlich, atmet Geist, ist ein Führer, ist ein Bote, der dich

hoch und höher weist.“

Er sah in der Katastrophe (wörtlich ,Um-Wendung‘) des Krieges

nicht nur Schrecken, sondern auch eine Chance zum Reifen.

Und in der Tat barg die Erschütterung einen Reform-Charakter.

Abgesehen von den Anfängen deutscher Demokratie

bewirkte sie zum Beispiel durch den Mangel an Stoffen und

männlichen Arbeitskräften, dass Frauen statt unbequemer

Kleider und Korsetts nunmehr die Hosen anhatten.

Wenn heute Teile der Bevölkerung sich äußern, die Nase voll

zu haben von herzensbildungsferner, ignoranter Politik, darf

es auf diese gern beunruhigend wirken und notwendiges

Reformdenken anstoßen: „... ist ein Bote“.

Ginge es nach meiner Nase, nach dem, was ich dufte finde,

müsste ich wohl aufs Land ziehen wie die Anhänger der Lebensreform,

die Ahnen der Öko-Bewegung, zu denen auch

Hermann Hesse zählte, müsste Raucherlokale meiden, Cafés

an befahrenen Straßen – so aber weitgehend auf die Gesellschaft

liebgewordener Menschen verzichten. Also ermahne

ich mich selbst: „Nun halt mal die Luft an!“

Mein Freund, der Baum, hat tatsächlich das Talent, das Laub

ablegend, sich in der dunklen Jahreszeit seiner Lungenflügel

zu entledigen und, nur ein wenig noch durch seine Wurzeln

schnorchelnd, den Atem anzuhalten bis zum Frühling. Unsereins

ginge unter solchen Umständen das Lebenslicht aus.

So wünsche ich uns vielmehr guten Mut in dunkler Zeit und

einen langen Atem sowie ab und an einen beherzten Griff an

die eigene Nase, sei‘s mit oder ohne Schnupftuch.

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VOLLER ERFOLG BEIM STADTRADELN

Uelzen schafft es unter die zehn besten niedersächsischen Kommunen

Drei Wochen haben die Uelzener Radfahrer alles gegeben

– beim Stadtradeln, einem bundesweiten Fahrradwettbewerb,

bei dem in drei Wochen in Teams

möglichst viele Kilometer privat oder beruflich geradelt

werden sollten. Nun stehen die Ergebnisse fest, die sich für

die erstmalige Teilnahme sehen lassen können. Die 626 Teilnehmer

radelten rund 120.000 Kilometer – das entspricht

genau drei Weltumrundungen! So hat es Uelzen aus dem

Stand auf Platz 10 in Niedersachsen geschafft. Bundesweit

liegt Uelzen derzeit auf Platz 79 von rund 500 teilnehmenden

Kommunen.

Die Uelzener taten beim Stadtradeln nicht nur etwas für

ihre Gesundheit, sondern auch fürs Klima. Ganze 17.000

Kilogramm klimaschädliches CO2 wurden im Vergleich zum

Autofahren durch die Aktion eingespart. Insbesondere Kurzstreckenfahrten

mit dem PKW erzeugen wegen des kalten

Motors viel CO₂. Dabei hat das Stadtradeln gezeigt, wie bequem

und schnell sich gerade die alltäglichen Strecken mit

dem Rad bewältigen lassen. Viele Radler waren überrascht,

wie viele Kilometer bereits auf den kurzen Alltagstouren zusammenkommen

und wie viel CO2 durch den Umstieg aufs

Rad vermieden wird. Klimaschutzmanagerin Laura Elger von

der Stadtverwaltung Uelzen erhofft sich durch die Aktion,

dass zukünftig die Frage „Nehme ich heute das Auto oder

das Fahrrad?“ ein wenig öfter zugunsten der klimafreund-

FÜR TOURISTEN UND

LOKALPATRIOTEN

Für alle Uelzen-Fans und die, die es noch

werden wollen – in der Tourist-Info am

Herzogenplatz gibt es eine große Auswahl

an Informativem, Nützlichem und kleinen

Andenken an die Hansestadt Uelzen. Für

jeden Geschmack ist etwas dabei: Große Kaffeebecher

mit dem neuen Hanselogo, Hanse-Schlüsselanhänger,

Handtücher, bunte

Hansewichtel, die Glück bringen; interessante

Bücher zur abwechslungsreichen Stadtgeschichte

und Kühlschrankmagnete oder

Postkarten sind beliebte Mitbringsel und

Souvenirs. Vielleicht entdeckt der eine oder

andere auch ein kleines Geschenk und witziges

Mitbringsel für Freunde und Verwandte

für die Advents- und Weihnachtsfeiertage!

Gewinner in Uelzen

Team mit den meisten Kilometern absolut:

1. Nordzucker: 11.955 km

2. Fahrradclub Uelzen: 10.984 km

3. Hanstedt II: 9.412 km

Team mit den meisten Kilometern pro Person:

1. Raddrosseln: 500 km pro Person

2. Praxis Brockmann: 460 km pro Person

3. Ostfalia: 371 km pro Person

Team mit den meisten Mitgliedern

1. Postsportverein Uelzen: 95 Personen

2. Stadtverwaltung, Radelndes Rathaus: 55 Pers.

3. Fahrradclub Uelzen: 50 Personen

Alle Ergebnisse unter:

www.stadtradeln.de/uelzen2016.html

lichen Variante entschieden wird. Letztendlich sollte Stadtradeln

ein Denkanstoß für klimafreundliches Verhalten sein.

Zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen in Uelzen sorgten

für rege Beteiligung und motivierten noch mehr Bürger zum

Mitmachen. Das gemeinsame Anradeln am 22. August verschaffte

den Einstieg in die Aktion Stadtradeln. Weiter ging

es beim SATTELFest am folgenden Sonntag. Zahlreiche geführte

Radtouren für sportliche und Freizeitradler lockten

trotz Hitze etliche Radler. Als offizieller Kooperationspartner

des Stadtradelns bot der Fahrradclub Uelzen an zwei

Sonntagen Extraradtouren an, bei denen Stadtradler jeweils

rund 30 Kilometer sammeln konnten. Einige Gastronomiebetriebe

belohnten die Stadtradler mit Rabattaktionen.

Eine besondere Wette ging Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull

ein. Er verzichtete drei Wochen komplett auf das

Auto und hat dabei kleine Herausforderungen wie den Wocheneinkauf

oder eine Einladung zum Abendessen in Lüneburg

gemeistert. „Eine Woche länger hätte ich auch noch

durchgehalten“, so Scheele-Krogull. Deshalb möchte er

auch in Zukunft unter der Woche weitgehend auf das Auto

verzichten. „Nur am Wochenende schätze ich die Freiheit,

spontane Ausflüge zu machen, sehr“.

In einem Blog können seine Erfahrungen und die anderer

Stadtradel-Stars nachgelesen werden:

www.stadtradeln.de/blog.html --> Uelzen

[UE]

7


Fotos oben: Tramsen

KOMMET, IHR HANSEATEN!

Unzählige Besucher feierten die Hansestadt Uelzen

Die Hansestadt rief – und die Uelzener kamen

in Scharen: Das 1. Uelzener Hansefest

lockte Menschen aus allen Teilen des

Landkreises sowie befreundeten Hansestädten

nach Uelzen. Am Schnellenmarkt war ein mittelalterlicher

Handwerkermarkt enstanden,

der mit seinem besonderen Charme kleine und

große Besucher in seinen Bann zog. Gaukler, gewandetes

Volk und der „Erste Mann des Magistrates“

drehten ihre Runden über den Markt,

die Spielleute von „Fogelvrei“ sorgten für die

angemessene musikalische Begleitung und das

mittelalterliche Flair. Es waren vor allem auch

die verschiedenen Gruppen wie die Plattschnacker

aus Hösseringen, die Nachwächter aus

Uelzen oder der Dorfausrufer „Hinnerk“ aus

Ebstorf, die das zweitägige Hansefest zu einem

Fest für die ganze Region gemacht haben.

Am Sonntag traf man sich zu einem entspannten

Frühstück bei strahlendem Sonnenschein.

Rund 12.000 Besucher lernten Uelzen an zwei

Tagen von einer ganz anderen Seiten kennen.


[Nicole Lütke]

8 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016

Foto: Stadt Uelzen


Feuilleton

Die St.-Marien-Kantorei plant mit Erik Matz (Bildmitte) bemerkenswerte Konzerte.

VIELE SCHÖNE VORSTELLUNGEN

Theaterbühnen und Konzertpodien mit vielfältigem Programm

Wann sei ein Theaterabend gut, fragt sich der

Schauspieler Dieter Mann im Vorwort seines autobiografischen

Buches (siehe Rezensionen). Um

zu antworten: Wenn sich aus einer Vorstellung schöne Vorstellungen

entwickeln. Beispielsweise, dass die Welt durch

die Kunst besser, der Mensch verlässlicher gut würde. Und

Mann behauptet: „Ja, allem Theater liegt eine schöne Vorstellung

zugrunde.“

Ich würde das erweitern: Aller Kunst, also auch der Musik

und der Malerei, verlange man ab, dass sie uns friedlicher

mache, tröste und nachfragen ließe. Nach Ursachen und Lösungen

etwa, Visionen, Leid und Glück. Auch wenn Theater

und Musik das denkbar Flüchtigste sind – Bilder und Bücher

haben es da besser –, wir brauchen sie zum Leben.

Für die Saison 2016/17 haben der Kulturkreis Uelzen und der

Kulturverein Bad Bevensen fast 50 Veranstaltungen dieses

Lebensmittels Kunst eingekauft, Bewährtes und Höhepunktverdächtiges!

„Daß doch in der Welt/ Ein jedes Ding so manche Seite hat! – /

Von denen oft sich gar nicht denken läßt,/ Wie sie zusammenpassen!“

So steht’s bei Lessing, in dessen „Nathan“.

Und der kommt am 19. Februar 2017 im Theater an der Ilmenau

auf die Bretter und wird – wieder – in die Welt von heute

passen, wie das dann bald 240 Jahre alte Stück seit seiner Uraufführung

immer in die Welt passte. Zu Gast ist das Theater

Poetenpack aus Potsdam, das vor zwei Jahren mit einer beeindruckenden

Aufführung von Taboris „Mein Kampf“ und

vor Jahresfrist mit Dario Fo und „Offene Zweierbeziehung“







Bis 22. Oktober: Kunstverein, Theaterkeller

Bilder des Malers Dmitrij Schurbin

Do., 6. Oktober: Kurhaus Bad Bevensen, 19.30 Uhr

„Servus Peter“ – Musical

Sa., 22. Oktober: Neues Schauspielhaus Uelzen, 20 Uhr

„Der Kontrabass“ – Komödie von Patrick Süßkind

Fr., 28. Oktober: Kurhaus Bad Bevensen, 19.30 Uhr

Rüdiger Hoffmann: „Ich hab’s doch nur gut gemeint“

Sa., 29. Oktober: Neues Schauspielhaus Uelzen, 20 Uhr

Streichquartett „4 to 1“, Konzerttheaterabend

Fr., 28. Oktober: Theater an der Ilmenau, 19 Uhr

Symphonischer Ring: „Carmina Burana“






Fr., 4. November: Kurhaus, 19.30 Uhr

Ingo Oschmann: „Wunderbar – Es ist ja so!“

Sa., 5. November: Neues Schauspielhaus, 20 Uhr

Joachim Zawischka: „Kantine Kanzleramt“

Sa., 12. November: Hinterbühne, 19 Uhr

Kammermusik mit Lukas Rudolph und Aurelius Braun

Fr., 18. November: Kurhaus Bad Bevensen, 19.30 Uhr

Best of Irish Dance

Sa., 19. November: Neues Schauspielhaus, 20 Uhr

Duo Edelholz – Klarinette und Gitarre

TERMINE

www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 9


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8.12.16, 20 Uhr

Theater an der Ilmenau

31.12.16, 19 Uhr

Theater an der Ilmenau

8.1.17, 11 Uhr

Theater an der Ilmenau

gastierte. Im April kommen die Künstler

noch einmal mit „Eine Mitternachts-Sex-.

Komödie“ von Woody Allen. Das Ganze

nach – wir ahnen es – Shakespeare. Der

ist ja der große Jubilar des Jahres (400.

Todestag), ehe sich ab 2017 alles um Martin

Luther dreht, der vor 500 Jahren seine

Thesen an die Kirchentür zu Wittenberg

hämmerte und damit eine Welt erschütterte.

In Uelzen (13. März) und auch in Bad

Bevensen (19. März) steht der Reformator

auf der Bühne. In der Kurstadt interessanterweise

mit seinem Widersacher Thomas

Müntzer in einem Stück von Dieter Forte.

Absolut überflüssig ist dagegen die wiederholte

Dramatisierung von „Effi Briest“

mit dem Theater für Niedersachsen (11. November,

Uelzen), denn die junge, unglückliche

Dame balancierte im Jahr 2007 schon

mehr recht als schlecht auf den Uelzener

Brettern. Eröffnet wurde der Theaterring

hier übrigens bereits am 26. September

mit „König Lear“. It’s Shakespeare-Time!

Bad Bevensen wird am 3. Oktober mit dem

Krimi „Tod auf dem Nil“ von Agatha Christie

beginnen. Wieder so eine Filmadaption

– ob das funktioniert? Ansonsten jedoch

haben die Bevenser „Dantons Tod“ von

Georg Büchner eingekauft und Urban Priol

ist im Mai zu Gast, das Urgestein des politischen

Kabaretts! In Uelzen gastiert wieder

„Die Herkuleskeule“ – Kontrastprogramm

zur Dresdner Pegida-Hetze.

Auch musikalisch gibt es für Konzertbesuche

im Symphonischen Ring ausreichend

gute Gründe. Große Romantiker wie Schumann,

Weber, Bruch und Brahms erklingen,

wobei eine Präferenz für die Violine festzustellen

ist. Das Kammermusikspektrum

füllt Lukas Rudolph mit seinem Kontrabass

(Klavier: Aurelius Braun). Dieser hinreißende

Spieler, den Besucher der Sommerakademie

unmöglich vergessen haben können,

ist am 12. November auf der Hinterbühne

des Theaters Uelzen zu Gast!

Kinderveranstaltungen gibt es auch wieder

– sehr bunt gemischt zwischen Papageno

und Schneewittchen. Englisches Theater

ist eine der Konstanten im Programm

genauso wie Ballett (20. Januar: Uelzen,

2. Juni: Bad Bevensen). Musicalnoten erklingen

wie in jedem Jahr. Zu Silvester

kommt die Kammeroper Köln mit einer

bunten Revue aus Oper und Operette, das

Neujahrskonzert datiert auf den 8. Januar

2017, in Bad Bevensen auf den 4. Januar.

Auf große Auftritte freut sich auch Kantor

Erik Matz: Endlich, so sagte er, würde

wieder einmal die Matthäus-Passion aufgeführt

(2. April). Davor steht selbstverständlich

ganz traditionell das Weihnachtsoratorium

I bis III im Kalender.

Ein anderer musikalischer Höhepunkt der

Saison wird erneut mit dem Namen Hinrich

Alpers verbunden sein: „Carmina Burana“

in der Instrumentierung für zwei Klaviere

und Percussion, die St.-Marien-Kantorei

singt (29. Oktober). Diesen Carl Orff hatte

die Bevenser BBM vor geraumer Zeit

als beeindruckendes Open-Air-Ereignis im

Plan. Hinrich Alpers wird sich zudem nach

„32 Mal Beethoven“ mit einer neuen Reihe

zurückmelden. „Winterkonzerte im

Schloss“ – Maurice Ravel gewidmet startet

das Ganze am 19. November.

Das alles kann hier nur Auswahl sein. Nicht

geredet wurde über das Neue Schauspielhaus,

das sich erfolgreich weiter mausert

nach dem Tod von Reinhard Schamuhn

und Kleinkunst vom Besten bietet.

Der Deutsche Bühnenverein zählte in der

Saison 2014/15 in öffentlichen Theatern

und Konzertsälen 39 Millionen Zuschauer,

für private Bühnen elf Millionen. Das sei

eine „beruhigende Stabilität“, so das Resümee.

Geht man jedoch davon aus, dass diese

Zuschauer mehrfach in die Kunsttempel

strömten, dann waren die 80 Millionen

Einwohner dieses Landes keineswegs dort

unterwegs. Das ist nun wiederum ein weiteres

Mal beunruhigend.


[Barbara Kaiser]

Die Spötter von der „Herkuleskeule“ sind am 17. März 2017 zu Gast. Lukas Rudolph kommt am 12. November 2016.

20.1.17, 19 Uhr

Theater an der Ilmenau


Feuilleton

LEBENSREISEN

Vier sehr unterschiedliche Bücher über gelebte Jahre

„Menschen auf der Flucht verlassen viel, meist zu viel. Manche

von ihnen sind für immer entwurzelt, … werden niemals

mehr den unvergessenen und sie so betörenden Duft

ihrer verlorenen Heimat riechen.“ Schon für diesen einen

Satz muss man das Buch „Und von Tanger fahren die Boote

nach irgendwo“ lesen. Und lieben. Es ist die

zweite Publikation von Jalid Sehouli, Sohn

marokkanischer Auswanderer. Sein Vater

Abdullah floh aus politischen Gründen – zunächst

die Familie zurücklassend – durch Europas

Süden, ehe er, ohne ein Wort Deutsch

zu sprechen, jedoch voller Tatkraft und Optimismus,

in Berlin (West) landete. Er lernte

schnell, fand Arbeit und holte unverzüglich

seine Frau Zohra mit den beiden Kindern Mohamed

und Latifa nach. Jalid wurde dann im

bewegten Jahr 1968 geboren und ist heute

neben seinem Schriftstellertum ein weltweit

anerkannter Krebsspezialist an der Charité.

Vielleicht verarbeitet der Arzt mit dem

Schreiben und unserer Teilhabe an seinem

Leben seine Zwitterstellung zwischen den

Kulturen. Seine Texte sind kunstvolle Arabesken,

ein Hohelied auf das Land, in dem

seine Wurzeln liegen, vor allem aber auf Tanger,

um das sich Legenden ranken. Sehoulis

Geschichten, das Buch setzt sich zusammen

wie ein Flickenteppich und ergibt am Ende

doch ein ganzes Bild, sind aufrichtig und

schmerzlich, voller Sehnsucht und rühren

an. Wie dieser Junge den Aufstieg schaffte

vom mäßigen Schüler, der vom Gymnasium

zurück auf die Realschule verwiesen wurde,

wie er diese Degradierung empfand und

dennoch nicht aufgab, wie er mit Gewissheit

und einer alle Demütigung verdrängenden

Einstellung Hürden nahm und dort ankam,

wo er heute steht – das ist eine wunderbare

Selbstfindungsgeschichte und ein Entwicklungsroman,

wie wir ihn uns für die Realität

– gerade die der Gegenwart 2016 – noch

zahlreicher wünschten. Und wer den Duft eines

arabischen Basars in der Nase hat, wird

noch besser verstehen, was den Menschen,

die bei uns Schutz suchen, am allermeisten

fehlen wird. Weil Heimweh ein nagender

Kummer bleibt.

Ganz anderes Leben beschreiben die beiden

Bücher „Ein untadeliger Mann“ und „Eine

treue Frau“ von Jane Gardam, dem neuen

Stern auf dem britischen Literaturmarkt, der

allerdings schon 88 Jahre leuchtet. Gardam

ist keine Rosamunde Pilcher, die Autorin beherrscht

die feine Ironie, den subtilen englischen

Humor und erzählt mit einer großen

Zuneigung zu ihren Personen. Man sollte

die zwei Bücher in der Reihenfolge lesen:

Edward Feathers ist ein in Ehren ergrauter Richter, der in

Malaysia geboren und nach Großbritannien zu Pflegeeltern

geschickt wurde, nicht viel Liebe erfuhr, aber eine berufliche

Karriere machte, die ihm allgemeine Achtung eintrug. Seine

Frau Betty stand ihm zur Seite – in guten wie in schlechten

Tagen, so heißt es ja – und führte dennoch ihr eigenes Leben.

Nun resümieren beide. Betty ist eigentlich schon tot

(der Auslöser für das Nachdenken), aber beide tasten sich

vor, nein eigentlich rückwärts, durch gelebtes

Leben und suchen eine Bilanz.

Gardam breitet ihre Geschichten souverän

aus und bringt die Zeit der Handlung zum

Leuchten. Es geht um Selbstbefragung,

Zweifel, Erschütterung. Darum, wieviel Eheleute

eigentlich nicht voneinander wissen;

auch nach einem langen Leben nicht. Mit

pointierter Sprache und präziser Intelligenz

erstehen vor unserem Leserauge zwei Menschen,

die nach Jahrzehnten zu messende

gemeinsame Jahre hinter sich haben – obwohl

sie sich nicht immer und in allen Punkten

verstanden oder einig waren. Aber wem

ginge das nicht genauso?!

Das vierte Buch macht mit einem meiner

Lieblingsschauspieler bekannt. „Schöne Vorstellung

– Eine Autobiografie in Gesprächen“

ist eine Selbstauskunft von Dieter Mann, ein

Leben lang (1964 bis 2006) Ensemblemitglied

des Deutschen Theaters Berlin, von

1984 bis 1991, in unruhigen Zeiten, dessen

Intendant. Diese Publikation macht genauso

nachdenklich wie ein Satz in einem Nachruf

auf Hermann Kant, der im August verstarb.

Dort stand zu lesen: „Er war Elektriker und

wäre es auch geblieben.“ Dieter Mann war

Arbeiterkind, hatte Dreher gelernt und –

wäre es auch geblieben. Ohne die DDR und

die Arbeiter- und Bauern-Fakultäten, die

nach dem Krieg allen bis dahin Benachteiligten

in Sachen Bildung endlich die Chance

zum Lernen gaben. Wenn Dieter Mann

bekennt, er habe sich manchmal unbehaglich

gefühlt und vielleicht auch geschämt,

wie wenig er gelesen hatte, während seine

Kommilitonen mit einer Bibliothek zu Hause

aufwuchsen, dann kann das nur nachempfinden,

der es genauso erlebte! Der Schauspieler

ist ehrlich, er langweilt den Leser nicht

mit weitschweifigen Pretiosen. Er erzählt

selbstironisch und voller Leichtigkeit, über

Erfolge und Misserfolge, Ehrgeiz und die Begegnungen

mit großen Kollegen. Der Mime,

der im Juni 75 Jahre alt wurde, ist verletzbar

geblieben. Irgendwann, so berichtet er, würden

auf jeder Feier die Gespräche leiser, und

man wäre unter den Freunden nicht glücklicher,

nur weil es einem selber gut geht …

Es ist ein großartiges Buch über einen begnadeten

Schauspieler, der so mancher Versuchung

widerstand, weil er nie vergaß, woher

er kam. Der eine Seite lang Antworten hat auf die Frage,

warum er nicht in den Westen ging; die schönste: „Ich habe

unbeschwert gelebt.“

[Barbara Kaiser]

www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 11


Feuilleton

„ÜBER DEN TELLERRAND GUCKEN“

Tilman Grottian – Historiker, Lehrender, Kurator

Die schwarze Katze mit den weißen Pfoten kommt

neugierig herbei, riecht aber wohl meinen Hund

und bleibt skeptisch. Das scheint sie mit ihrem Herrchen

gemeinsam zu haben: Tilman Grottian – das wird sich

im Gespräch herausstellen – ist einer der Leisen, Nachdenklichen,

die Anmaßung nicht für Weisheit halten und darauf

verzichten, heutige Klugheit zurückzudatieren. Die nicht

auf früheres Leben aktuelle Moral zu drücken versuchen,

weil die immer besserwissend wäre. Wenn Grottian über

Geschichte nachdenkt und erzählt, ist das nie unbeteiligt,

sondern mit einer Neugier, die, wie eben seine Katze, skeptisch

bleibt.

Der 58-Jährige aus Bohlsen ist Ausstellungseröffnungsbesuchern

des Museums- und Heimatvereins im Schloss Holdenstedt

bekannt. Er hielt sowohl im vergangenen Jahr zu

„Kriegsende und Neubeginn – 1945 in Uelzen“ wie auch in

diesem Jahr zur noch bis Ende Oktober zu sehenden Schau

„Uelzen in Zeiten der Weimarer Republik“ Eröffnungsreden,

die aufhorchen ließen. Er hatte beide Präsentationen auch

kuratiert; Museumsdirektor Dr. Ulrich Brohm ist mit dieser

Personalwahl ein Glücksgriff zu bescheinigen. Denn hier

sprach ein Wissenschaftler, dessen Ziel es ist, historische

Wirklichkeit differenziert darzustellen.

„Es müsste das Credo jedes Historikers sein, ohne vorgefasste

Meinung an einen Gegenstand heranzugehen“, antwortet

Grottian auf die Frage nach seinem Ausgangspunkt für

eine neue Arbeit.

Tilman Grottian wurde 1958 in Bevensen geboren, wuchs in

Ebstorf auf. Er studierte mit Magisterabschluss Ethnologie/

Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in

Hamburg. Ein Nebenfach war zusätzlich

Skandinavistik, weshalb er auch Norwegisch

an der Volkshochschule unterrichtet.

Grottian ist freiberuflich tätig, mit allen

Vorteilen und Lasten dieser Stellung.

Er hat befristet im Museumsdorf Hösseringen

gearbeitet, im Merlin Verlag

ein Büchlein, ein Zwitter zwischen Geschichtsbuch

und Reiseführer, zu „Mühlen

in der Lüneburger Heide“ publiziert.

Er verfasste Festschriften, hielt Reden

zu den Jubiläen des Bundes Bildender

Künstler und des Kunstvereins Uelzen

und arbeitete in der Erwachsenenbildung.

Derzeit unterrichtet er „Deutsch

für Ausländer“, für Flüchtlinge meist

aus dem arabischen Raum und bekennt

erleichtert, dass er zum Glück nicht umgekehrt

deren Sprache zu lernen hat. Es

Tilman Grottian:

„Mühlen in der Lüneburger Heide“

Erschienen im Merlin-Verlag

mache ihm Freude, sagt er, „man bekommt

so viel zurück.“

In der (interessierten) Öffentlichkeit

steht er allerdings mit seinen Ausstellungen,

die sich erfreulich wohltuend abheben von allem,

was sich vorher im Schloss so nannte. Endlich einmal erkennt

man ein Konzept, ist das Ganze auch wissenschaftlich

aufbereitet. Er wolle, sinniert Grottian, „die großen Zusammenhänge

im Kleinen zeigen“ und wie Geschichte im Alltag

funktioniere. Obwohl es hier immer um Heimatgeschichte

gehe, müsse man doch aber „über den Tellerrand gucken!“

Tilman Grottian an seinem Schreibtisch in Bohlsen.

Und einen Bezug zum Heute herzustellen bleibt immer Aufgabe,

wenn es sich anbietet.

Wissen ist mehr als Information und Bildung, ist nie nur Angelerntes.

Die Ausstellungen in Holdenstedt,

die Tilman Grottian verantwortete,

sind erzählendes Gedächtnis. Denn ein

Ding, zur Ausstellung gebracht, zeigt

ja nicht nur sich selbst (das wäre zu banal),

es ruft in uns einen Text ab. Dem

ist der Historiker Grottian auf der Spur.

Er erstellt sein Konzept, wälzt Literatur

zum Thema, setzt Schwerpunkte – deren

„A-Texte“ erscheinen dann in Holdenstedt

auf den großen Bannern – und

stellt die Exponate untereinander in

eine Beziehung.

Und dann entzündet sich bei uns Besuchern

an den historischen Rückständen

und Requisiten die Fantasie, schlagen

im Glücksfall aus den kalten Materialien

Funken längst erloschenen Lebens. Und

eine historische Wahrheit, die nichts

Statisches ist, sondern durch Perspektivwechsel

und das Erschließen neuer

Erkenntnisse und Einsichten ständig

ergänzt (nicht umgeschrieben!!) wird,

berührt uns mit einem Gegenstand oder

Schriftstück. Das muss ein Wissenschaftler leisten. Tilman

Grottian leistet das. Um mit solcherart gewissenhafter Arbeit

dem entgegenzuwirken, was Orwell in seinem berühmten

Roman „1984“ schrieb: „Wenn alle … die Lüge glaubten

…, wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten, dann ginge

die Lüge in die Geschichte ein und würde Wahrheit.“ Davor

sollten wir uns unbedingt hüten.

[Barbara Kaiser]

12 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016


EIN KÄMPFER –

KEIN KRIEGER

Zur Erinnerung:

Der Künstler Werner Steinbrecher

wäre 70 Jahre alt

Werner Steinbrecher: 21. September 1946 bis 23. Oktober 2008.

Die Nachricht vom Tode Werner Steinbrechers war so

unfassbar, wie die Tatsache unverhandelbar blieb.

Er hatte am 23. Oktober 2008, gerade 62-jährig, den

Kampf verloren gegen eine Krankheit, deren Heimtücke darin

besteht, dass sie Atempausen einlegt; in denen sofort die

Hoffnung keimt, es könnte doch gut ausgehen. In diesem

Jahr wäre der Künstler 70 Jahre alt geworden.

Mit Steinbrecher hatte nicht nur ich einen Freund verloren,

an dessen Tisch man „laut denken“ konnte, wie es der nordamerikanische

Dichter und Philosoph Ralph Emerson als

eine nötige Voraussetzung für die Vergabe des Ehrentitels

„Freund“ benennt. Wie oft hatten wir an seinem oder meinem

Tisch laut gedacht? Viel zu selten. Immer aber gaben

solche Zusammenkünfte das Gefühl: Da ist einer, der sieht

die Welt ähnlich. Der macht sich die gleichen Gedanken. Sorgen

auch. Der will sich mehr auf seine schmalen Schultern

laden, als er zu stemmen in der Lage wäre und ist manchmal

mutlos angesichts von Ignoranz und Dummheit.

Manchmal scheint es, als hätte die Erkenntnis bis heute

noch nicht endgültig Raum gegriffen, dass der bescheidene

und immer hilfsbereite Mann, der sensible Künstler und

Gesprächspartner, nicht mehr anzurufen ist. Geboren im

Jahr 1946 im Rheinland, besaß Werner Steinbrecher zwei

Zeugnisse über abgeschlossene Studiengänge. Das der Architektur

und das der Malerei. Er hatte sich aus dem Strudel

der Großstadt Berlin (West) zur Wendezeit 1989 nach Allenbostel

zurückgezogen. „Ich war damals der Meinung, Kunst

hat etwas mit Reflexion der Gesellschaft und Einflussnahme

zu tun“, sagte er einmal anlässlich einer Ausstellung. Diese

Erwartungen wurden enttäuscht. Der Umzug war so auch

Flucht und ein wenig Kapitulation. Menschen malte er da

schon lange keine mehr.

Vielleicht hat er hin und wieder mit dieser Entscheidung gehadert,

letztlich jedoch gehörte er hierher. Damals setzte

er in seiner Kunst die Erkenntnisse des Philosophen Ludwig

Wittgenstein um. Er sollte diesen „Schriftbildern“ bis zuletzt

treu bleiben. Er hat, wie der Philosoph, mit seiner Kunst den

Kampf geführt gegen die „Verwirrung unseres Verständnisses

durch Sprache“. Nur das Sprachspiel, das Wittgenstein

den Menschen unterstellte, spielten der Maler und der

Mensch Steinbrecher nicht mit. Nie sprach er mit zwei Zungen,

stets war er verlässlich in seinen Ansichten, ohne blind

vor eitlem Bescheidwissen zu sein. Der politische Mensch

Steinbrecher war so entschieden wie zurückhaltend, gefeit

gegen die Anfechtungen eines Selbstdarstellertums, das

Präsenz ersetzen soll. Er hat manch bittere Wahrheitssuche

nicht einer tröstenden Selbstberuhigung oder gar Lüge geopfert.

Nur so sind seine Arbeiten, die immer auch Erinnern

und Mahnen waren, zu begreifen.

Welches von seinen viel beachteten Projekten letztlich im

Gedächtnis bleibt – ich weiß es nicht. Die Auseinandersetzung

mit der Väter-Vergangenheit – „Eine Kiste im Keller“?

Sein Mitwirken in der Theatergruppe Allenbostel? Die „Äpfel

und Birnen“, die er im Jahr 2002 plötzlich präsentierte.

Naturalistisches Obst auf alten Blättern und deshalb typisch

Steinbrecher mit den kryptischen Schriftzeichen im Umfeld.

Werner Steinbrecher hat nie lange im eigenen Erfahrungstunnel

festgesteckt und auf ein bisschen fremdes Licht gewartet.

Er war aktiv im Bund Bildender Künstler Uelzen und

die Ergebnisse seiner künstlerischen Aktivitäten waren zahlreich.

Die Geschäftsstellen der Sparkasse an der Veerßer und

Bahnhofsstraße tragen die farblichen Kompositionen aus

seinem Atelier. Im Rathaus Uelzen hängen die zwei Großformate

mit der Darstellung Uelzener Firmen. Nicht unerwähnt

bleiben darf sein Engagement für die Arbeitsloseninitiative

IDA, wo er mit Jugendlichen die Wände am sozialen Kaufhaus

an der Karlsstraße gestaltete. Für manche vielleicht die

Hauptsache: Der Auferstehungsweg von Hanstedt I nach Ebstorf

und der Schöpfungsweg von Ebstorf nach Melzingen.

Diese starken Bilder, die die alten Geschichten auf so unverwechselbare

Weise erzählen, werden bleiben von Werner

Steinbrecher. Vielleicht empfindet der Wanderer in ihrem

Angesicht diese intensive Entspanntheit in deren Wirkung.

Eine Entspanntheit, die aus der Erfahrung kommt, sich an

entscheidenden Punkten treu geblieben zu sein; an Abgründen

des Lebens, bei Zweifelsleere. Werner Steinbrecher war

ein Kämpfer, kein Krieger. Einer von den leisen, die dennoch

mit Nachhaltigkeit wirkten.

Ich hatte mit ihm eine Begegnung, die nie Kumpanei werden

wollte. Ich habe seine Klugheit geschätzt und die Fähigkeit,

eigene Moral zu behaupten, sie jedoch für keinen Augenblick

als allgemeines Gesetz anderen zu oktroyieren. Als in

kleiner Runde im September 2006 sein 60. Geburtstag gefeiert

wurde, log die Natur noch einen Frieden, den es nicht

gab, denn kurz danach wurde er krank …

Immer stirbt einer zu früh. Man hätte seiner bedurft, denn

er war ein Zuständiger und noch nicht am Ziel. Die Werner

Steinbrecher kannten, wussten, jedes Ziel wäre ihm nur

Etappe gewesen. Er fehlt – acht Jahre nach seinem Tod – wie

am ersten Tag. Erinnert werden aber soll an seinen Geburtstag

in diesem Herbst.

[Barbara Kaiser]

www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 13


Feuilleton

MIT ALADIN BEI YASHMINE

Theater Lüneburg eröffnete Spielzeit mit zauberhaftem Ballett

Die Musik geht in die Beine und ins Blut, an den leisen Stellen

auch ins Herz: Aladin und die Prinzessin liegen sich zum

Schluss beim Happy End in den Armen – natürlich, denn es

ist ja ein Märchen. Und obwohl ich schon lange kein Kind

mehr bin, weckte dieses Ballett für kleine Leute ab fünf die

wunderbarsten Erinnerungen.

Das Theater Lüneburg eröffnete seine Saison, die unter dem

Motto „Mehr als Spiel“ steht und damit über eine bloße Unterhaltungsfunktion

hinausweist, mit dem Ballett „Aladin“.

Es lohnt keineswegs nur für Kinder, es sich anzusehen! In

der Inszenierung und Choreografie von Ballettdirektor Olaf

Schmidt, der seit der Spielzeit 2013/14 in Lüneburg wirkt,

zündet die Companie ein Feuerwerk und agiert mit Elan. Entfesseln

die Tänzerinnen und Tänzer ein turbulentes Treiben,

ein ausgelassenes Spiel in flüssigem Drive, das Elemente des

klassischen Balletts vereint mit Streetdance, in dem die Musik

charakterisiert und eine Klarheit der Schaubilder erzeugt.

Sie erheben das Grand Pas de deux zum anrührenden Höhepunkt

genauso, wie sie verspielt und skurril-animalisch die

Story vorantreiben.

Die kennt ja nun wahrlich jeder: Aladin, der in den Besitz

der Wünsche erfüllenden Wunderlampe kommt, die er aber

letztlich, glücklich vereint mit seinen Freunden und seiner

Prinzessin, ins Meer wirft, damit sie nicht vom Bösen missbraucht

werden kann. Die Geschichte aus Tausendundeiner

Nacht glitzert bis heute – und genauso steht dieser Aladin in

Lüneburg auf der Bühne. Schmidt schickt seine Akteure mit

reicher choreografischer Erfindungsgabe über die Bretter.

Voller bildnerischer Gestaltungskraft, tänzerischer Präzision

und Individualisierung fehlt es nicht am typischen Ballettfaszinosum:

an Sprungkraft und geschmeidiger Bewegungssprache.

Dazu kommt eine kongeniale Musik voller Witz. Zum Beispiel

wenn der gute Dschin effektvoll aus der Lampe steigt und

Aladin auffordert, sein Begehr zu äußern. Da deklinieren die

Noten ein „Wünsch dir was“ sieben Mal durch, zwischen

Heintje und Vivi Bach, Tango und Rap. Das ist einfach umwerfend!

Wenn Aladin die Liebe trifft, schwillt das Crescendo des

Geigensolos, und der Einladung, auf dem fliegenden Teppich

Platz zu nehmen, widerstünde wohl keine.

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Premiere

29. Oktober 2016

Karten

theater-lueneburg.de

04131 - 421 00

Vorstellungen bis

18. Februar 2017

Frau Müller

muss weg

Schauspiel von Lutz Hübner und

Sarah Nemitz

Der Lampengeist erscheint.

Einladung zum Teppichrundflug.

Es mag kein Zufall sein, dass sich das Theater Lüneburg für

Kinder ein Märchen aus dem Kulturkreis auf die Bühne holte,

aus dem jetzt viele Menschen bei uns Schutz suchen.

In dieser mitreißenden und hinreißenden Inszenierung tönen

orientalische Klänge ebenso wie westeuropäische Noten,

vereinen sich die Scheherezade-Partitur von Nikolai

Rimski-Korsakow mit Verdis Ballettmusik aus „Othello“ und

klassischem Bauchtanz. Orient trifft Okzident – weil es schon

bei Goethe heißt: „Wer sich selbst und andre kennt …“ Und:

„So der Westen wie der Osten/ Geben Reines dir zu kosten.“

Exotische Kostüme (Claudia Möbius) und ein pragmatisches,

aber trotzdem fantasievolles Bühnenbild (Barbara Bloch)

runden die Szene ab, auf der Phong LeThanh (Aladin) und

Júlia Cortés (Yashmine) das Liebespaar geben, nachdem sie

Wout Geers (Magier) und Giselle Poncet (Schlange – eine Extrameisterleistung)

besiegt haben. Dazwischen tollen Anibal

dos Santos als Aladins Freund, das Äffchen und die ganze

Staffage zwischen Palast und Souk. Herausgekommen ist

eine poetische Erzählung, die in ihren Bann schlägt. Auch

wenn man, wie gesagt, schon lange nicht mehr Kind ist …

Weitere Vorstellungen:

Sonntage, 9., 16. und 30. Oktober. Dienstag, 1. November,

Samstag, 19. November. Donnerstag, 1. Dezember, Sonntag

und Dienstag, 11. und 13. Dezember. Immer am Nachmittag

oder Vormittag.

Informationen und Karten: www.theater-lueneburg.de oder

Telefon: 04131 42100 (Theaterkasse). [Barbara Kaiser]

14 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016


kUEhn

KUEHN 16

Jahrmarkttheater Bostelwiebeck

16

werkstatt-wochenende

am 29. und 30. Oktober 2016

Dom Hohenbostel Bienenbüttel

Einladung zu Kunst und Kultur

Kloster Ebstorf Kunstwerkstatt

in der Region Uelzen

Kulturstation Bad Bevensen

Alte Schule Atelier Jastorf

Am Samstag, 29., Eppensen und Sonntag, 30. Oktober, findet das

3. kUEhne Arboretum Werkstatt-Wochenende Melzingen Woltersburger in der Mühle Kulturregion Uelzen

statt. Zwölf kulturelle Kleinode öffnen an dem Wochenende

Lässig

ihre Türen, präsentieren das

BBK

„Netzwerk

Galerie

für Kunst und

Hundertwasser Bahnhof Uelzen Historisches Zentrum

Kultur“ in der Region Uelzen und Oldenstadt bieten die ganze künstlerische

Bandbreite in Workshops an:

Es wird Schreibwerkstatt gesungen: Schloss Vocal Holdenstedt Coaching und Räubergesänge in

Bad Bodenteich Museumsdorf und Hösseringen Hohenbostel; Theater gespielt: Improtheater

in Bostelwiebeck; getanzt: Tango Argentino im

Schloss Holdenstedt; Das gemalt, Blaue Haus gezeichnet, Bad Bodenteich gedruckt und auch

geschrieben: „Auf ein Wort“ in der Woltersburger Mühle.

Das Wochenende wird abgerundet mit einer öffentlichen

Werkschau am Sonntag, 6. November, um 16 Uhr im Café

der Woltersburger Mühle.

Anmeldungen und das vollständige Programm:

info@kulturregion-uelzen.de

www.kulturregion-uelzen.de

MALEREI UND

FOTOGRAFIE

Ausstellung im Kunstraum Woltersburger Mühle

Die in Lüneburg lebenden Künstlerinnen Regine Tarara und

Christina Kaul zeigen Malerei und Fotografie, die die Natur

im weitesten Sinne als Ausgangspunkt haben.

Bei der Eröffnung am Samstag, 12. November, 16 Uhr, begrüßt

Gerard Minnaard die Gäste und Katja Schaefer-Andrae

führt in die Thematik ein.

Die Ausstellung ist vom 12. bis 20. November zu sehen.

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr und nach

Vereinbarung.

Das kUEhne Netzwerk der Kulturschaffenden

in der KULTURREGION UELZEN

lädt beim 3. kreisweiten Werkstatt-Wochenende

zum Kennenlernen & Mitmachen ein.

Öffentliche Werkschau: Sonntag, 06.11.2016

um 16 DER Uhr im SÜSSE Café der Woltersburger Mühle

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www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 15


Themen

HEIDE IN ALL IHRER SCHÖNHEIT

Über Fotografie, Naturverbundenheit und die kommende Buchpublikation

Theo Grüntjens ist Förster – ein Beruf, den man nur mit

großer Leidenschaft und Liebe für die Tier- und Pflanzenwelt

ausüben kann. 33 Jahre lang war Theo Grüntjens

Leiter der Forst-Verwaltung der Firma Rheinmetall. Dabei

gehörte natürlich das Gewehr zu seinen Arbeitsgeräten.

Geschossen hat Grüntjens aber auch gern mit der Fotokamera.

Aus dem vielen Material, das sich angesammelt hat, ist

nun in Zusammenarbeit mit dem Redakteur Michael Ende

ein Buch entstanden. Schöne Bilder und informative Texte

geben einen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt der Heide.

Herr Grüntjens, wie kam es zu der Idee, Ihre Fotos in einem

Buch zu veröffentlichen?

Durch die Begegnung mit Michael Ende. Er hatte sich einige

meiner Fotos angeschaut und mich ermutigt, die schönsten

in einem Buch zu veröffentlichen. Das war vor etwa zweieinhalb

Jahren.

wohl aber alle, die ich in Wald und Heide und an Gewässern

und Mooren vor die Kamera bekommen habe. Dabei ist auch

vieles, was man nur sehr selten zu Gesicht bekommt, auch

wenn man weiß, wo man danach suchen muss.

Gibt es etwas, das Sie bei Ihren Entdeckungen besonders beeindruckt

hat?

Da wäre wohl als erstes meine Begegnung mit einem Wolf

zu nennen. Ich war einer der ersten, der in Niedersachsen

einen Wolf gesehen hat. Das war ein emotionales Ereignis,

das man kaum beschreiben kann. Wenige Jahre später

habe ich dann an fast der gleichen Stelle die ersten Jungtiere

fotografiert. Ein unbezahlbares Erlebnis. Darüber hinaus

gab es unzählige Momente, die mich sehr beeindruckt

haben, zum Beispiel der Auftritt des brunftigen Hirschs am

frühen Abend, der auf der Titelseite dieser Ausgabe der

Barftgaans“ zu sehen ist.

Wenn man ins Inhaltsverzeichnis des Buches schaut, wird

schnell klar, dass es Ihnen darum ging, die Tier- und Pflanzenwelt

der Heide umfassend darzustellen.

Ja, es sind nicht alle Tiere und Pflanzen in ihrem natürlichen

Lebensraum zu sehen, die in unserer Region heimisch sind,

Wie sind Ihnen die tollen Bilder gelungen, setzen Sie sich stundenlang

in die Deckung, um dann im richtigen Moment den

Auslöser zu drücken?

Manchmal wartet man tatsächlich auf eine gute Gelegenheit,

die meisten Fotos sind aber ganz spontan entstanden.

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16 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016


Foto: Katja Kletzke

Da braucht es ein gutes Auge und es gilt, die Kamera bereit

zu haben, damit man schnell reagieren kann. Zum Beispiel

wenn See- und Fischadler im Flug miteinander kämpfen.

Auch ein Foto, auf das ich stolz bin.

Was wünschen Sie sich, wenn Menschen das Buch lesen und

die Bilder anschauen?

Dass sie sich daran erfreuen und dass ihnen bewusst wird,

welch großer Schatz unsere Natur ist, den es zu bewahren

Das Heideland – die Ursprünglichkeit der Landschaft,

die Wandelbarkeit im Wechsel der Jahreszeiten und die

gilt und mit dem man sogfältig umgehen sollte. Vielfalt von Flora und Das Fauna bringen uns kann zum Staunen. im

Doch vor allem ist die Heide eine besonders gefährdete,

schützenswerte Lebenswelt mit einer einzigartigen

Pflanzen- und Tierwelt. Alles hängt zusammen, alles

eigenen Garten beginnen, zum Beispiel wenn ist voneinander abhängig. man Verschwindet einfach

Element,

ein Lebewesen, eine Pflanze, dann hätte das unvorhersehbare

Folgen für das gesamte Ökosystem der

Heide. Das Buch „Heideland“ wird lebendig durch die

mal einen Quadratmeter Brennesseln stehen jahrelangen lässt. Naturbeobachtungen und Schmetterlinge

fühlen sich dort wohl und werden Pflanzenarten hervorgebracht ganze hat. Eröffnet uns Einbli-

Fami-

-fotografien

von Theo Grüntjens. Gemeinsam mit dem Redakteur

Michael Ende nimmt er uns mit auf Entdeckungsreise

in diese Naturwelt, die so viele einmalige Tier- und

cke, will dazu anregen, über das eng gesponnene Netz

von Natur und Mensch nachzudenken. Schützen wir die

großen und kleinen Wunder in Flora und Fauna, diesen

lie erfreuen. Das Buch soll einen Anstoß geben, Naturschatz Heide. Ein echtes die Juwel. Natur

ernsthafter wahrzunehmen, denn nur was wir kennen, können

wir auch schützen. [Sebastian Tramsen/Olaf Hirsch]

HEIDELAND

Heideland – faszinierend, ursprünglich, urwüchsig

ist diese Lebenswelt. Mal sanft, mal rau, geprägt

von den Elementen und geschaffen von den

Menschen, die hier seit Jahrhunderten leben.

Sie gaben und geben der Landschaft der norddeutschen

„Natur in Sand,

Heide ihr unverwechselbares

Wald

Gesicht.

und

Dieses Buch von Grüntjens und Michael Ende

zeigt die Schönheit der Heide, Wälder, Wiesen,

Moor“ von

Flüsse, Moore und

Theo

Seen – einmalige

Grüntjens

Naturparadiese

für Pflanzen, Tiere und Menschen. Es macht nachdenklich,

wirft Fragen auf und zeigt, dass die Natur

und Michael Ende ist erschie-

den Menschen nicht braucht, um zu existieren – der

Mensch die Natur aber umso mehr.

nen bei Initia Medien und

Verlag UG und kann unter

www.initia-medien.de oder

info@initia-medien.de für

29,95 Eur0 bestellt werden

sowie im Buchhandel unter

der ISBN 978-3-9816901-3-2

www.theo-gruentjens.de

ISBN 978-3-9816901-3-2

HEIDELAND THEO GRÜNTJENS, MICHAEL ENDE

THEO GRÜNTJENS, MICHAEL ENDE

HEIDELAND

NATUR IN SAND, WALD UND MOOR

INITIA MEDIEN UND VERLAG

„MEIN NIEDERSACHSEN –

ÜBERLEBENSKUNST DER NATUR“

Theo Grüntjens wurde im Rahmen des Fotowettbewerbs

der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung mit einem

Preis ausgezeichnet. Thema des Wettbewerbes war „Mein

Niedersachsen – Überlebenskunst der Natur“. Mit seinem

Foto „Birkhenne in frisch gebrannter Heide“ wurde er unter

577 sehr unterschiedlichen Einsendungen auf den zweiten

Platz gewählt. In Anwesenheit von Gästen aus Landes- und

Kommunalpolitik, Ministerien und Naturschutzverbänden

wurden die Gewinner gewürdigt.

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Krimis und Kochbücher

REGIONALE BUCHSEITE

Region ist in! – Egal ob Kochbücher oder Krimis: Gerade regionale Autoren

haben einen besonderen Blick für die Menschen, rücken Besonderes

in den Mittelpunkt oder holen Vergessenes zurück in die Gegenwart.

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einige Titel von Autoren und

Buchempfehlungen aus dem Landkreis Uelzen vorstellen. Vielleicht

ist das eine oder andere Buch darunter, dass Sie noch nicht kennen ...

lassen Sie sich überraschen. Wir wünschen viel Spaß beim Schmökern!

DAS KOCHBUCH DER REGION UELZEN

Beeindrucken kann unsere mitten in der Lüneburger Heide gelegene Region nicht nur mit

vielen Sehenswürdigkeiten und der Schönheit der Natur, sondern in besonderer Weise auch

mit einer regionalen Küche und regionalen Spezialitäten, die weit über die Grenzen der Region

hinaus bekannt und beliebt sind. Die Heidekartoffel ist aus den Küchen der Region nicht

wegzudenken. Wild aus heimischen Wäldern ist genauso ein Genuss wie die typische Heidschnucke.

Auch leckere Salate, Suppen, Desserts und Getränke mit Zutaten von Feld, Wald

und Wiesen finden Sie in den Rezepten. Allerlei Geschichte und Geschichten zu Land und

Leuten hält das Heimatkochbuch Uelzen bereit. Angereichert mit rund 300 Fotos zu Land

und Leuten ist das Buch weit mehr als ein Kochbuch, ein Heimatkochbuch mit rund 150 erprobten

Rezepten, abwechslungsreichen Texten und jeder Menge Fotos eben.

Sarah Schulz – Das Kochbuch der Region Uelzen | Edition limosa | ISBN 978-3-86037-588-4

UNSERE 8X8 BESTEN VEGANEN REZEPTE

Verzichten war gestern – genießen ist heute! Mit dem Buch „Unsere 8x8 besten veganen

Rezepte“ von Alexandra Vocht und Alexandra Weber können Sie die leckeren Möglichkeiten

der veganen Küche erleben. Alltagstauglich und extrem lecker! Egal ob Bratensauce,

Burger, Kartoffelsalat mit Würstchen, Zwiebelmett oder Käsekuchen, mit diesem Buch bekommen

Sie diese und andere Leckereien in veganer Form auf den Tisch gezaubert. Dieses

Kochbuch zeigt, wie einfach und schnell jeder eine vergane Speise zubereiten kann.

Alexandra Vocht, Alexandra Weber – Unsere 8x8 besten veganen Rezepte

Erhältlich beim stepbystep-Verlag: www.stepbystep-verlag.de | ISBN 978-3-981-6090-1-1

UHR NOIR – DER UELZEN-KRIMI

Uelzen – die Stadt, die immer schläft und niemals wacht – ist das Revier von Privatdetektiv

Holger Hammer. Doch das beschauliche Leben des Schnüfflers wird durcheinander

geworfen, als die schöne und geheimnisvolle Florentine in seinem Büro auftaucht. Ihr

Mann, Landrats-Kandidat Frank-Rüdiger Sackmann, wird kurz vor der entscheidenden

Kommunalwahl erpresst. Hammer will den politischen Konkurrenten von Sackmann

festnageln. Je tiefer der Detektiv in die dunklen Geheimnisse und Intrigen eintaucht,

desto klarer wird für ihn: Im Sumpf der Lokalpolitik kann niemand sauber bleiben ...

Nach dem gleichnamigen Hörspiel, ausgestrahlt bei Radio Zusa.

Carsten Schlüter – „Uhl noir“ – Der Uelzen-Krimi

Erschienen bei Initia Medien und Verlag | ISBN 978-3-9816901-3-2

Erhältlich der Buchhandlung Decius, der Tourist-Info, Buchhandlung Patz und bei

Initia Medien und Verlag, www.initia-medien.de

Der zweite Fall

von Holger Hammer:

Die Malteser Uhl“--

ab 4. Oktober

im Buchhandel

EIN UNHEIMLICHER BRANDSTIFTER macht Uelzen – die Stadt, die immer schläft und niemals wacht

– unsicher. Dabei scheint er es gezielt auf leerstehende Geschäftsgebäude abgesehen zu haben. Die

Immobilienmaklerin Collette Klötke beauftragt Holger Hammer, nach dem Feuerteufel zu suchen.

Bei seinen Ermittlungen muss Hammer nicht nur in den tiefen Sumpf des Uelzener Rotlicht-Milieus

eintauchen, er entdeckt auch die Spur einer großangelegten Verschwörung, die bis in die höchsten

Kreise der Stadt zu reichen scheint. Bald schon fordert seine Suche nach der Wahrheit die ersten

Todesopfer. Und über allem schwebt bedrohlich ein rätselhaftes Eulenzeichen: Die Malteser Uhl ...


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GOSPEL TRAIN ...

…singt am Samstag, 12. November, für den guten Zweck um 18 Uhr in der Kirche zu

Bienenbüttel. Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf gehen an Transplant-Kids e.V.

Parallel dazu veranstaltet Mitorganisatorin Loni Franke in der Markthalle Bienenbüttel

vor und nach dem Konzert von 16 bis 22 Uhr eine Informationsmesse rund um Organtransplantation.

Mit Gospel Train gibt einer der besten Jugendgospelchöre Deutschlands

in Bienenbüttel ein Gastspiel. Rund 100 Sänger und Sängerinnen aus 20 Nationen

gehören dem Chor an. Von A-Cappella über Gospel bis Hip Hop – das Repertoire ist

vielseitig. Frisch und kraftvoll transportiert Gospel Train mit seinen Songs soziale und

menschliche Botschaften und regt zum Nachdenken an. Aufgetreten ist der Jugendchor

schon bei zahlreichen Gala- und Charityveranstaltungen wie dem Festakt „150

Jahre Deutsches Rotes Kreuz“ mit dem Bundespräsidenten Joachim Gauck. Zuletzt

konnte der Chor beim Charity-Ereignis „Tribute to Bambi – Hilfe für Kinder in Not“,

unter der Leitung von Peter Schuldt ein Millionen-Publikum begeistern. Die Karten zur

Veranstaltung können für 19 Euro – wie auch zu allen anderen Veranstaltungen in der

Markthalle Bienenbüttel – erworben werden.

VORFREUDE AUF DEN ADVENT

Für viele Menschen ist die Advents- und Weihnachtszeit die schönste Zeit im Jahr. Das

mag an gemütlichen Dekorationen, an etwas mehr Ruhe in den eigenen vier Wänden

liegen ... oder daran, weniger draußen und mehr drinnen zu sein. Diese Zeit der Kerzen,

Tees und kulinarischen Genüsse sind anregende Wochen für alle Sinne. Sicherlich

gibt es viele Menschen, die sich dem Weihnachtsfest nicht so widmen können. Gerade

auch an diese Männer und Frauen richtet sich unsere Messe „Vorfreude auf den

Advent“ am Samstag, 5., und Sonntag, 6. November, von 11 bis 18 Uhr. An diesem

Wochenende in der Markthalle können Sie durchatmen, probieren, schauen und so

manche Idee für das Weihnachtsfest mitnehmen.

PARTY LIKE THE IRISH!

Mit authentischem Gesang sowie einer Fülle an Instrumenten setzt die Band „Asphalt“

abwechslungsreiche Nuancen in der traditionellen Folklore – davon können sich die

Zuhörer am Samstag, 26. November, 20 Uhr, in der Markthalle in Bienenbüttel überzeugen.

Die Jungs verstehen sich als authentische irische Party-Band und bringen mit

vielen Gute-Laune-Songs, tanzbaren Reels & Jigs aber auch wunderschönen Balladen

das echte irische Lebensgefühl auf die Bühne. Gesang, Gitarre und Fiddle – mal begleitet

von der Tin Whistle, der Harmonika oder dem Dudelsack, mal vorangetrieben mit

Cajon oder gar Spoons und Bodhran – das ist das einfache Geheimnis ehrlicher und

handgemachter keltischer Musik!

Alles Gute unter einem Dach

Termin-Highlights

Freitag, 7.10., 20 Uhr

Billy Joel meets Elton John

Mittwoch, 12.10., 9 Uhr

Frauenfrühstück

Sonntag, 16.10., 16 Uhr

Jazz zur Teatime

Donnerstag, 20.10., 18.30 Uhr

Veganer Kochkurs

Sonntag, 23.10., 15.30 Uhr

Humor aus Immensack

Samstag, 29.10., 20 Uhr

Schwedische Chansons treffen auf

schräge plattdeutsche Satire

Mittwoch, 9.11., 9 Uhr

Frauenfrühstück

Samstag, 12.11., 19 Uhr,

Konzert mit Hamburger Chor Gospel Train

Donnerstag, 24.11., 18.30 Uhr

Vegane Weihnachten

Samstag, 3.12., 18 Uhr

Weihnachtliches Gänse- und Entenbuffet

Mehr Infos unter:

www.markthalle-bienenbüttel.de

Reservierungen unter: 05823 9542220

und kennen Sie schon …

… den regionalen Markthallen-Brunch?

Genau das Richtige, wenn Sie gemütlich und in

gediegener Atmosphäre in einen wundervollen

Sonntag starten möchten. Ein großes Buffet

mit regionalen Produkten erwartet Sie! Kosten

pro Person 21,90 Euro (Kinder von 6-12 Jahren

zahlen die Hälfte). Bitte melden Sie sich im

Dorfgespräch unter 05823-9542230 an.

Termine am

9.10., 20.11. und 6.12. jeweils um 11 Uhr

www.markthalle-bienenbüttel.de

Bahnhofstraße 16 • 29553 Bienenbüttel

www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 19


Geschichte auf Platt

DE KRANKE HOHN

Wär in mien Betriebshelfertiet in`n Kreis Horburg inset`t

un dat bie een ganz nette Familie. De Buer wär in de Kur,

dan häbt se de Knoken torecht böögt. Up dissen Buernhoff

wär`n Schwien, Bullen un de 200 Heuhner nich to vergäten.

Dor kämen denn ok de Stadtfrauens un kofften dor Eier

(frisch vom Bauernhof).

Twee Domen erkunnigten sik denn bie mik, (wär grode biem

rumschruben an`n Gummiwogen) wo man denn hier de Eier

köpen könn. Gew jüm ok orndlich Bescheid.

Dat Fell jök mik doch bie dan Anblick von düsse Grazien un

denn vertellte ik jüm, dat gistern de Hohn krank wär, öwer

vielicht harn se noch Glück `n poor Eier to kriegen. Bie de

Buersfrau wür sik denn utführlich noh dat Befinnen von dan

Hohn erkunnigt. Nu käm denn de Upklärung von de Cheffin,

dat Heuhner ok ohn Hohn Eier leggen dot. De Domen bekömen

ehr Eier öwer biem verloten von`n Hoff, würdigten se

mik keines Blickes! Sofort wür ik rinropen un kreeg ne lüttge

Ermahnung un denn käm een fürchterlichet Gelächter.

Wenn de Tiet in dissen Beruf nich jümmer licht wär, denkt

man hüt an disse Schoten!

Wilhelm Feuerharke

KUNST IN KLOSTER UND NATUR

Tief im Ausdruck und intensiv in der Sprache: Bilder von Frauke Thein

Mit einem „Tamtam“ eröffnete Friedemann Heß,

Pastor i. R. aus Bad Lauterberg vor Kurzem die Bilder-Ausstellung

„Klangvolle Stille“ der Künstlerin

Frauke Thein aus Ebstorf im Kloster Ebstorf. Was ist eigentlich

ein „Tamtam“? – Ein Tamtam ist ein asiatisches Musikinstrument

in Form eines Beckens, das mit einem Klöppel

geschlagen wird. Friedemann Heß demonstrierte damit

sehr eindrucksvoll den Titel der Ausstellung „Klangvolle Stille“:

ein Ruheraum, in den der Klang hineinfließen kann und

nachhallt. In der Stille ist alles zur Ruhe und zum Schweigen

gekommen. Dann der Klang! Er benötigt die Stille, um als

solcher wahrgenommen zu werden und seine Wirkung voll

entfalten zu können. Danach mündet der Klang wieder in die

Stille.

Die Künstlerin Frauke Thein, so Friedemann Heß in seiner

Einführung, sammelt Eindrücke von Licht, Farben, Stimmungen,

von Veränderungsprozessen in der Natur im Jahreskreislauf

und lässt den Betrachter ihrer Bilder an ihrem

Verarbeitungsprozess teilhaben, der Ausdruck ihrer intensiven

Wahrnehmung unserer Welt ist. Sie nimmt alles, auch

die Klänge dieser Welt, tief in sich auf, setzt all' das in seelische

Energie um, die zur Gestaltung drängt. So entstehen

nach und nach Bilder, die einen Betrachter, oft auch durch

ihre geheimnisvolle Tiefe, mitnehmen und faszinieren. Der

Betrachter wird angeregt, sich einen inneren Austausch mit

den Bildern zu gönnen und dem nachzuspüren, was er selbst

bei sich empfindet. Die Ausstellung läuft noch bis zum 23.

Oktober 2016 und ist täglich außer montags in der Probsteihalle

des Klosters Ebstorf zu

sehen.

Zu jeder Jahreszeit zu erleben

sind die Bilder des

InspirationsWeges. Frauke

Thein, die seit 30 Jahren als

freischaffende Malerin arbeitet,

hat die 15 ausdrucksstarken

Bilder geschaffen,

die Natur und menschliche

Gefühle aufnehmen und

den Wanderer, unterstützt

von meditativen Texten der

Künstlerin, auf der Suche

nach dem Sinn des Lebens

inspirieren möchten. Frauke

Thein selbst sagt von sich:

„Malen ist für mich Energiearbeit“

und „Ohne Malerei

wäre ich ohne Sprache“.

Der InspirationsWeg liegt

in der Trägerschaft des Heimat-

und Kulturkreises Ebstorf von 1948 e.V. und ist, wie die

anderen beiden Besinnungswege übrigens auch, zu jeder

Jahreszeit sehenswert. Auf Wunsch begleitet die Künstlerin

den Spaziergang.

Nähere Informationen bei der Urlaubsregion Ebstorf e.V.,

Telefon 05822 2996 oder touristinfo@ebstorf.de.

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Orte und Wege der Besinnung!

Geschichte erleben, Kultur erfahren und sich selbst

finden und entdecken in der Urlaubsregion Ebstorf

rund um den Klosterflecken.

Informationen bei der Tourist-Info Ebstorf

Tel. 05822 2996 | touristinfo@ebstorf.de | www.ebstorf-tourismus.de


WIR IM LANDKREIS UELZEN

2017 – Jahr der sozialen Kompetenz

Überall dort, wo unterschiedliche Menschen zusammenkommen,

wo aus einem Ich und einem Du ein

Wir wird – da ist Gemeinschaft lebendig, da ist soziale

Kompetenz erfahrbar. 2017 soll ein ganz besonderes Jahr für

den Landkreis Uelzen werden: das Jahr der sozialen Kompetenz.

Viele Akteure wollen zeigen, was das Zusammenleben

hier auszeichnet.

Im Landkreis lässt sich der Gedanke des respektvollen sozialen

Umgangs in vielfältiger Weise erleben. Menschen

arbeiten miteinander, sie gestalten Zusammenleben, sie unterstützen

sich und sind füreinander da, sie schaffen Wunderbares

im Kleinen und Großen. Soziale Kompetenz soll im

kommenden Jahr noch sichtbarer werden.

Vereine, Dorfgemeinschaften, Schulen, Kindergärten und

andere Gruppen – im Landkreis Uelzen begegnen sich täglich

Menschen in den unterschiedlichsten Zusammenhängen.

Sie bilden eine Gemeinschaft und realisieren ganz verschiedene

Ideen – vom Themenabend über Projekttage bis

zu kleinen und großen Veranstaltungen. Was sie alle gemeinsam

haben? Sie gestalten das Zusammenleben aktiv und soziale

Kompetenz wird spürbar. Dieses Engagement soll über

die eigenen Gruppen hinaus wirken; jedes einzelne Projekt

soll Teil eines großen Ganzen werden.

Die Idee: Es soll ein Kalender eingerichtet werden, in dem

alle Veranstaltungen im Landkreis 2017 veröffentlicht werden.

So soll in einer Übersicht gezeigt werden, wie soziale

Kompetenz im Landkreis Uelzen gelebt wird. Denn es gibt

Dinge, die kann man einfach nicht allein tun. Es soll eine

möglichst vielfältige Bandbreite von Veranstaltungen abgebildet

werden. Es geht dabei nicht nur um große Events, sondern

vor allem auch um die kleinen Aktionen. Willkommen

ist alles, was dazu beiträgt, Menschen zusammenzubringen,

um etwas für sich und andere zu tun.

Wer bereits Veranstaltungen oder Projekte, die zum Thema

soziale Kompetenz passen, für das kommende Jahr geplant

hat, kann die Termine per Post, Mail oder telefonisch an das

Bildungsbüro weitergeben. Diese werden in den Veranstaltungskalender

aufgenommen.

Engagierte, Vereine und Gemeinschaften können sich auch

speziell etwas zum Motto „Wir im Landkreis Uelzen, sozial

& kompetent“ überlegen – dem Ideenreichtum sind keine

Grenzen gesetzt!

Veranstaltungen können an das Bildungsbüro des Landkreises

gemeldet werden:

Landkreis Uelzen – Bildungsbüro

Veerßer Str. 64, 29525 Uelzen

Telefon 0581 82-297, Fax 0581 82-7216

E-Mail: bildungsbuero@landkreis-uelzen.de

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Sonnenenergie für sich selbst und andere

nutzbar machen

Die eigene Photovoltaikanlage produziert immer

mal mehr Strom, als man selbst verbrauchen kann.

Diese Spitzen werden mit Energiespeichersystemen

der Deutschen Energieversorgung GmbH aus

Leipzig sinnvoll aufgefangen. Die überschüssige

Energie wird eingespeist, zur Verfügung gestellt

und dort genutzt, wo sie gebraucht wird. Michael

Gaede-Kelle und sein Team stehen voll und ganz

dahinter und überzeugen private und gewerbliche

Kunden von dieser Art der Energiegewinnung und

-nutzung. Der staatlich geprüfte Elektroservicetechniker

berät, installiert und überwacht die Anlagen.

Sonnenenergie zu nutzen, schont die Umwelt und

reduziert die Energiekosten in Haushalten und Betrieben.

Lassen Sie sich beraten.

Michael Gaede-Kelle | Lönsweg 6 | 29556 Suderburg

Tel. 0 58 26 - 12 96 | Mobil: 01 70-3 47 57 21

Email: gaede-suderburg@t-online.de

www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 21


„WIR FRAGEN, SIE ANTWORTEN“

Modernste Technik in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises

In der Leitstelle leuchten die roten Lampen – Notrufe gehen

ein. „Wo genau ist der Notfallort?“, fragt der Disponent

am Telefon. Auf einer kleinen Karte wird der genaue

Standort des Anrufers angezeigt. Moderne GPS-Technik

macht es möglich.

In der Rettungsleitstelle laufen alle Drähte für Einsätze von

Feuerwehren und Rettungsdiensten zusammen – das ist die

Schaltzentrale des Kreises. Rund um die Uhr, 365 Tage im

Jahr wachen insgesamt 17 Mitarbeiter von Landkreis und

DRK über die Einsätze von Rettungskräften und Feuerwehren.

Zwei Disponenten haben immer in der Leitstelle Dienst,

sie ist immer besetzt. „Im vergangenen Jahr hatten wir 1.200

Feuerwehreinsätze und sonstige Hilfeersuchen. Der Rettungsdienst,

also Krankenwagen, Rettungswagen, Notarzt

und Rettungshubschrauber, sind zu 35.400 Einsätzen ausgerückt“,

berichtet Björn Busenius, Chef der Leitstelle.

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Neu bei

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Luisenstrasse 23, 29525 Uelzen

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Die Leitstelle ist mit modernster Technik ausgestattet. Kein

Notruf geht verloren. Die Rettungskräfte werden dank GPS

an den genauen Ort des Geschehens – sei es ein Unfall oder

ein Feuer – geleitet. Als Notrufnummer gilt landesweit die

112 (ohne Vorwahl). „Jeder Anrufer wird mit Telefonnummer

auf dem Bildschirm angezeigt. So kann er immer identifiziert

werden“, erklärt Busenius. Übrigens auch bei deaktiviertem

GPS oder unterdrückter Nummer. „So können Menschen

auch geortet werden, wenn sie sich beispielsweise wegen

eines Schlaganfalls nicht mehr artikulieren können.“ Heute

müssen auch nicht mehr die sogenannten fünf „W-Fragen“

beantwortet werden (wo, was, wie viele, welche Art von

Verletzungen? Warten auf Rückfragen), sondern die Person

in der Leitstelle erfragt die wichtigsten Fakten von sich

aus. „Wir fragen, Sie antworten“, so der Chef der Leitstelle.

Wenn nötig, leiten wir so einfach wie möglich zur Ersten Hilfe

an. „Wir versuchen, die Person zu beruhigen, sprechen sie

mit Namen an, damit nicht noch mehr Unruhe entsteht.“ Die

Mitarbeiter am Telefon sind Rettungsassistenten, die viel Erfahrung

mit solchen Situationen haben.

Handelt es sich beim Notfall um einen Brand, werden von

der Leitstelle aus die Einsatzkräfte vor Ort, also die zuständigen

Ortsfeuerwehren, alarmiert. So wird sichergestellt,

dass immer die nächstgelegene Einheit zum Brand ausrückt.

Gleichzeitig wird mit der Leitzentrale, die ihren Sitz im Gebäude

der Kreisverwaltung hat, Rücksprache gehalten. So

bekommen die Mitarbeiter dort einen Überblick über die

Lage vor Ort. „Bei einer Großschadenslage können dann

weitere Kräfte hinzugezogen werden“, so Busenius.

Disponent Tobias Klinger hat derweil schon den nächsten

Notruf am Apparat. Wahrscheinlich nicht der letzte für

heute.

[Nicole Lütke]

22 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016


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Tagespflege im Zentrum von Bad Bevensen:

Das Zuhause über Tag – und am Abend wieder daheim

Unter dem Motto „das Zuhause

über Tag – und am Abend wieder

daheim" bietet das Haus für Tagespflege

bereits seit 2009 eine flexible

Betreuung für Erwachsene, die

auf Unterstützung und Hilfe angewiesen

sind und ansonsten in ihrem

häuslichen Umfeld leben.

Pflegende Angehörige können so

entlastet werden oder ihren Beruf

weiter ausüben, während der Pflegegast

umsorgt eine Tagesstruktur,

soziale Kontakte und Abwechslung

erlebt.

Das Leben in der vertrauten Umgebung

kann weiterhin so lange

wie möglich erhalten werden.

Das Haus für Tagespflege bietet

gemeinsame Mahlzeiten wie Frühstück,

Zwischenmahlzeiten, Mittagessen,

Nachmittagskaffee und

Abendbrot.

In einer familiären und wohnlichen

Atmosphäre werden die Tagesgäste

von qualifizierten Mitarbeitern bei

gemeinsamen Aktivitäten liebevoll

betreut und angeleitet: z.B. bei der

Mobilitätsförderung, beim Gedächtnistraining,

bei Gesellschaftsspielen

oder auch beim Kochen, Backen

und Gärtnern.

Das sanierte Fachwerkhaus bietet

neben dem Wohnzimmer und der

Gemeinschaftsküche auch einen

Leseraum und Ruheräume sowie

einen Kreativraum und eine Werkstatt.

Der schöne Garten lädt zum

Verweilen an der frischen Luft oder

zum Ruhen unter dem alten Apfelbaum

ein. Das gesamte Haus sowie

der Garten sind seniorengerecht

und barrierefrei angelegt.

Das Pflegeangebot im Haus für

Tagespflege ist flexibel und individuell

buchbar.

Die Betreuung kann bis zu fünf Mal

in der Woche in Anspruch genommen

werden.

Als Ergänzung zur häuslichen Pflege

werden pflegebedürftigen Erwachsenen

von den Pflegekassen

neben dem Pflegegeld oder der

Pflegesachleistung eines ambulanten

Pflegedienstes zusätzlich Leistungen

für den Aufenthalt in einer

Tagespflege gewährt. Die Kosten

können daher zu einem Großteil

direkt mit den Pflegekassen abgerechnet

werden, in den meisten

Fällen zahlen die Kassen sogar den

kompletten Aufenthalt. Neben der

grundpflegerischen Versorgung ist

bei Bedarf auch die Behandlungspflege

durch die Fachkräfte gewährleistet.

Ein Hol- und Bringdienst im rollstuhlgerechten

Fahrzeug kann

vereinbart werden.

Das Haus für Tagespflege befindet

sich in ruhiger Lage im Zentrum

von Bad Bevensen bei der Dreikönigskirche

– in unmittelbarer Nähe

der Fußgängerzone und des Kurzentrums.

Die Öffnungszeiten sind von Montag

bis Donnerstag von 8-18 Uhr

sowie freitags von 8-16 Uhr.

Weitere Informationen und eine individuelle

Beratung geben die Inhaberin

und Pflegedienstleiterin Frau

Beate Dahlke und ihr Team gerne

unter Tel. 05821 / 478812.

Tagespflege in Bad Bevensen für Erwachsene mit Pflegestufe

und/oder eingeschränkter Alltagskompetenz

Kostenübernahme durch alle Pflegekassen – wir beraten Sie!

Pastorenstraße 3 · 29549 Bad Bevensen · Tel. 05821/47 88 12

www.haus-fuer-tagespflege.de


Themen

EIN BLICK AUS DEM FENSTER ...

... die Gedanken schweifen lassen und plötzlich ist sie da: eine

Idee, noch als Silhouette, für einen neuen Song. Schnell festgehalten

als kurze Notiz. Denn bevor es daran geht, aus der

Idee einen Songtext zu schmieden, ruft die Arbeit. Für eine

Firma aus Uelzen müssen noch Fußböden verlegt werden.

Jener Fußbodenverleger mit einer stark ausgeprägten Affinität,

sich seiner Umwelt in gewisser Weise mitteilen zu

wollen, heißt Tommy Bluhm, ist 36 Jahre jung und Frontman

in der Band KULTSTATUS. Tommy fing spät an, ein Musikinstrument

zu erlernen. Mitte zwanzig brachte er sich das

Spielen selbst bei: drei Akkorde auf der Gitarre und „nur für

ein bisschen Lagerfeuerromantik“ gedacht. Zeitgleich begann

er, mit jenen drei Akkorden eigene Songs zu schreiben.

Bei seiner ersten Band THE SHARKS textete Tommy noch in

Englisch. Doch in einer Sprache zu texten, die nicht die seine

ist, überzeugte ihn nicht.

2011 wurde die Band mit dem Namen FREIWILLICH gegründet.

Seitdem ist Tommy dort Sänger und Rhythmus-Gitarrist

und Texte auf Deutsch sind Programm. Einige Jahre lief

es gut für die Amateur-Band FREIWILLICH, die ihren Proberaum

in Süttorf, einem kleinen Ort nahe Uelzen hatte.

Sie erspielten sich regional einen Namen und bauten sich

mehr als 25 Jahre

Brückenstraße 3

29525 Uelzen,

0581 7 77 72

www.art-of-music.org

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Am verkaufsoffenen

Sonntag,

6. November 2016

von 12 bis 17 Uhr

eine stetig wachsende Fanbase auf. Nachdem sie mit Erfolg

in „Tine Wittler’s Parallelwelt“, ein Kult-Café in Hamburg,

auftraten und bei einem Open Air in Wittenberge Vorband

der Gruppe „Megaherz“ waren, kam es aufgrund ständiger

Verwechslungen mit einer südtiroler Deutschrockband endgültig

zum Eklat. Worauf sich die norddeutsche Band Ende

2015 von FREIWILLICH zu KULTSTATUS umbenannten. Der

Grund hierfür: die politische Einordnung der Band FREIWIL-

LICH zum rechten Spektrum nur aufgrund einer Namensähnlichkeit.

Die Band ist sich einig, dass sie mit deutscher

Rockmusik viele Menschen ansprechen und nicht irgendein

politisch orientiertes Klientel und dessen Ideologie vertreten

möchte.

Eine harte Nummer wie es scheint, denn Tommy fängt, nach

eigener Aussage, mit seiner Band KULTSTATUS wieder bei

Null an. Immerhin hat die Band schon mehrere CDs, Videos

auf Youtube, Facebook oder Fanartikel unter altem Namen

laufen. Daraus ergibt sich auch ein Vermarktungsproblem:

Die Türen zu diversen Veranstaltern bleiben verschlossen!

Tommy blickt mit positiver und eben keiner rechtsorientierten

Einstellung in Richtung Zukunft. Das Jahr 2016 unter

neuem Bandnamen läuft gut an. So veröffentlichte KULT-

STATUS Ende Juli ein sehr professionell wirkendes Musikvideo

mit dem Song „Für Euch“. Äußerst beeindruckend. Das

Video ist von einem befreundeten Musikerkollegen produziert

worden, der von Beruf Altenpfleger ist und als Hobbyfilmer

beachtenswerte Musikvideos dreht. Ein im Landkreis

ansässiges Tonstudio, mit besten Referenzen, produzierte

den passenden Sound. Eine Amateur-Rockband, die mit

soviel Power auf sich aufmerksam macht, bleibt nicht unerhört.

So kontaktierte die Firma Cubeaudio Studios, die

unter anderem für „Guano Apes“ produzierten, die Band

KULTSTATUS und lud sie zum Talent Development 2016 ein.

Die Produzenten von Cubeaudio fertigen mit ihnen professionelle

Aufnahmen an. Eine weitere Tür öffnet sich, die das

Fortkommen einer sympathischen „Deutschrockband“ sichern

könnte.

Tommy Bluhm stellt gerne seine Gedanken in Form von

Songs zur Schau, ebenso seine unzähligen Tattoos, die

seinen Körper zieren. „All die Dinge, die in meinem Leben

wichtig sind, teile ich meiner Umwelt auf diese Art und Weise

mit.“

[Andreas Grell]

24 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016


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EIN BAD FÜRS LEBEN

Bautagebuch von Petra und Benno Puscher

Eine qualitativ hochwertige Badmodernisierung ist kein

„Projekt“ zur Selbsterfahrung wie in der Baumarktwerbung.

Wenn der Umbau wie am Schnürchen laufen soll, dann

braucht es ein gutes Team, in dem jeder weiß, was er zu tun

hat – denn Badrenovierung ist eine komplexe Teamarbeit.

Fliesenleger, Installateure, Trockenbauer, Elektriker, Tischler:

Je nach Umfang der Renovierung müssen verschiedene

Gewerke Hand in Hand arbeiten. Und es braucht einen erfahrenen

„Regisseur“, der während der gesamten Bauphase die

Einsätze koordiniert.

Ein neues Gesicht für ihr Bad: Das wünschten sich Petra und

Benno Puscher 2014, individuell geplant und auf ihre Lebenssituation

und Bedürfnisse zugeschnitten. Der Innungsfachbetrieb

Gräfke GmbH koordinierte, plante und organisierte

sämtliche Arbeiten aller Gewerke. Der Vorteil: Ein kompetenter

Ansprechpartner und die Gewissheit, dass die beteiligten

Firmen einen hohen Anspruch an Qualität und Service

mitbringen. „Wenn einer ein Bad renoviert, dann kann er was

erleben!“ – so erinnert sich Familie Puscher an den Beginn der

Bauphase. Los geht's am 21. Juli 2014 ... Bevor das Traumbad

realisiert werden kann, muss das alte raus. Die Fliesen und der

Fußboden werden entfernt. Insgesamt werden 1,75 Tonnen

Schutt entsorgt. Drei Tage später ist der Raum leer.

Hinter den Rohrleitungen wird die Abgasleitung der

neuen Heizanlage eingebaut. Nachdem das neue Rohrleitungssystem

aufgebaut ist, geht alles sehr schnell: dank

Trockenbausystem. Der Unterbau auf der Waschtischseite

mit Bodenabdichtung wird von der Zimmerei Frank Schuster

gefertigt. Das Badezimmer nimmt Form an: WC-Seite mit

Sitzbank, Einbau der Fußbodenerwärmung mit Vorbereitung

des Estrichs. Innerhalb von vier Wochen haben die Gewerke

Gräfke GmbH (Sanitär), Zimmerei Frank Schuster (Trockenbau),

Alexander Bruch GmbH (Fliesenarbeiten), Peter Feller

(Elektroinstallationen) und Tischlerei Heiko Müller GmbH

(Tischlerarbeiten) das alte Bad in ein modernes Wohlfühlbad

verwandelt. Zum Schluss werden Dusche, Waschtisch und

WC-Seite endmontiert.

Bei der Auswahl der Firmen sollte man sich Arbeitsproben

ansehen und Erfahrungsberichte einholen. Der Arbeitsumfang

muss mit den Firmen besprochen und schriftlich festgehalten

werden. Wichtig ist eine durchgehende Bauaufsicht,

damit Probleme rasch gelöst werden können. Diese Aufsicht

war bei den Gewerken Sanitär, Fliesenarbeit und Tischlerei

gegeben, berichten die Puschers von ihren Erfahrungen. Bei

den anderen Firmen sind die Bauherren selbst gefordert, die

Arbeiten nach ihren Wünschen zu beeinflussen.

Damit Kunden für lange Zeit Freude an ihrem neuen Bad

haben, ist der ideale Mix aus Komfort, Qualität und Funktion

notwendig. Dafür müssen Fachwissen, handwerkliche

Präzision, hochwertige Materialien und Liebe zum Detail

zusammenkommen – dafür sorgen die Gräfke GmbH und die

beteiligten Gewerke.

Gemeinsam schaffen sie mit Leidenschaft, Sorgfalt und

Liebe zum Detail Traumbäder für jeden Geldbeutel und den

individuellen Anspruch.

Heizungs- und Lüftungsbau | Uelzen

Wir lassen Sie nicht

im Kalten sitzen.

Wir helfen Ihnen!

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www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 25


ERNTEFRISCH GENIESSEN

Obst- und Gemüsevielfalt im Herbst

Im Oktober klopft der goldene Herbst an die Küchentüre

und beschenkt uns mit einer reichen Vielfalt an gesundem

Obst und Gemüse. Aus schmackhaftem Wurzel- und Knollengemüse

lassen sich viele wunderbare Gerichte zaubern.

Ein besonderes Highlight ist der Beginn der Kohlsaison. Außerdem

werden wir im goldenen Monat mit einem reichen

Angebot an Tomaten, Zucchini, Bohnen, Rote Bete, Kürbis

und Lauch verwöhnt. Auch bei den Obstsorten aus saisonalem

Anbau zeigt sich ganz klar, dass der Herbst bei uns angekommen

ist. Im Oktober gibt es noch genug saftige Obstsorten,

die auch bei schlechtem Wetter für gute Laune sorgen.

Ob Feigen, Birnen, Quitten oder Äpfel: Kompott oder köstliche

Obstkuchen sind im Herbst ein Gedicht! Jetzt ist Apfelzeit:

Genießen Sie die vielen heimischen Sorten, die Händler

aus der Region auf dem Vitalmarkt anbieten. Es gibt so viele

interessante Sorten und noch mehr Zubereitungsarten: in Kuchen,

Suppen, Salaten, im Müsli, als Kompott, als Bratapfel,

im Strudel, im Rotkohl, als Mus oder auch mal beschwipst als

Apfelwein. Kein Wunder, wo doch ihr Geschmack je nach Sorte

von süß über säuerlich bis duftig reicht.

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KLEINE WARENKUNDE: KÜRBIS

Riesen- oder Speisekürbisse mit harter, oft leuchtend

orangefarbener Schale sind gut zum Anschauen vor

allem als Halloween-Laterne, für die Küche aber eher

mühsam zu bearbeiten und schwach im Aroma – ausgenommen

kleine (nur die!) Hokkaidos: toller Farbton

und Geschmack. Interessanter sind da schon Moschuskürbisse,

zu denen der helle, birnenförmige Butternussund

der dunkelgrüne Muskatkürbis zählen. Diese Kürbisse

werden ausgewachsen ab Herbst bis Januar verkauft.

Gute Schwergewichte sind prall und fest, klingen hohl,

wenn man „anklopft“ und haben einen Stiel. Einen ganzen

Riesen- bzw. Speisekürbis kann man drei Monate

und länger – frostgeschützt und trocken – aufbewahren,

einen Moschuskürbis auch weit länger. Aber ab und

an prüfen, ob er nicht durchs Eigengewicht weich wird

und fault. Gartenkürbisse bleiben je nach Sorte im Gemüsefach

ein bis zwei Wochen frisch. Vier Tage halten

sich dort auch in Folie verpackte Kürbisstücke. Einfrieren

kann man jedoch nur Kürbispüree.

Tina und Bartek

Obst, Gemüse, Südfrüchte

Uwe Stahnke

Dorfstraße 49

21365 Adendorf

Telefon: 0171 - 775 75 60

Rosenkohl aus eigenem Anba

jetzt frisch vom Feld!

Rosenkohl-Quiche – für 4 Personen: 500g

waschen, putzen und in Salzwasser garen. 3

200g Sahne verquirlen, mit Salz, Pfeffer, P

(rosenscharf) und Muskat würzen. 100g ge

Bergkäse und 1 Bd. Schnittlauch (in R

unterrühren. Blätterteig in eine Springform

Rosenkohl und 100g Schinken (gewürfelt

verteilen. Mit der Eier-Sahne-Käse-Mischung

und bei 170 Grad Celsius 30 bis 40 Minuten

26 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016


Themen

u –

Rosenkohl

Eier mit

aprika

riebenen

öllchen)

legen,

) darauf

übergießen

backen.

DAS HAT JETZT SAISON ...

Aus vielen Gründen ist es sinnvoll, möglichst regional

angebautes und daher saisonal verfügbares Gemüse

und Obst zu verzehren. Es schmeckt besser, vermeidet

unnötige Umweltbelastung durch weite Transportwege

und übermäßigen Wasserverbrauch beim Anbau in

trockenen Regionen der Erde. Was zunächst wie eine

Einschränkung klingt, bietet die Möglichkeit, die Vielfalt

im Wechsel der Jahreszeiten wieder neu zu entdecken.

Saison im Oktober und November haben:

Äpfel

Birnen

Blattspinat

Blumenkohl

Brokkoli

Champignons

Chinakohl

Kartoffeln

Kohlrabi

Kürbis

Möhren

Paprika

Rosenkohl

Rote Bete

Rotkohl

Rucola

Spitzkohl

Steckrüben

Weißkohl

Wirsing

Zuckermais

Zwiebel

Unser

Rezept-Tipp

dieser Saison

ROSENKOHL-PASTA

Zutaten für vier Personen:

600 g Rosenkohl

1 Bund glatte Petersilie

60 g Mandelkerne

2 Stück Parmesankäse (30 g)

200 ml klassische Gemüsebrühe

4 EL Olivenöl

Salz

Pfeffer

200 g Bandnudeln

1 Zitrone

2 EL kleine Kapern (Glas)

Zubereitung

Rosenkohl putzen, waschen und abtropfen lassen. Petersilie

waschen, trockenschütteln und die Blättchen abzupfen.

Mandeln grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten,

bis sie duften. Parmesankäse reiben. Mandeln und Petersilie

in ein hohes Gefäß geben. Mit einem Stabmixer zerkleinern,

dabei nach und nach Brühe und 1 EL Öl zugeben, bis eine

Paste entstanden ist. Parmesan unterrühren, salzen und

pfeffern.

Restliches Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Rosenkohlköpfe

vierteln und etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze

dünsten bzw. leicht braten, dabei häufig umrühren.

Inzwischen die Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser

nach Packungsanleitung garen. Die Zitrone auspressen und

den Rosenkohl mit Zitronensaft abschmecken. Kapern untermischen,

mit Salz und Pfeffer würzen.

Nudeln in einem Sieb abgießen, dabei 1-2 EL Nudelwasser

auffangen und unter das Petersilien-Pesto rühren. Nudeln

mit Pesto und Rosenkohl mischen und servieren.

Immer Mittwochs und Samstags

… Leben und Atmosphäre …

von 7 bis 14 Uhr,

im Herzen der Stadt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Immer aktuell auf www.vitalmarkt-uelzen.de

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www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 27


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MIT HERZ UND HAND

Ausbildung zum/zur Altenpfleger/in im Haus Philia in Oldenstadt

Die alte Dame strahlt. Cong Thang Nguyen, Auszubildender

im Lebens- und Gesundheitszentrum „Haus

Philia“ in Oldenstadt, hilft ihr in den Speisesaal. Man

versteht sich, auch ohne viele Worte. Thang lächelt zurück

und spürt, dass seine Hilfe gebraucht wird. Altenpfleger ist

kein Job wie jeder andere. Man muss ihn mit ganzem Herzen

machen, zupacken und respektvoll und feinfühlig mit den alten

Menschen umgehen. – Mit Herz und Hand.

Thang ist einer von vier vietnamesischen Azubis, die ihre Ausbildung

im „Haus Philia“ begonnen haben. Seit dem 1. Juni

erlernen zwei Frauen und zwei Männer aus Vietnam abwechselnd

für je drei Monate in der Einrichtung in Uelzen und in

der Berufsfachschule für Altenpflege in Göttingen den herausfordernden

Beruf. Insgesamt werden in Oldenstadt zurzeit

neun Azubis ausgebildet: sieben in der Altenpflege, eine

zur Pflegeassistentin und eine zur Köchin. Für den 26-jährigen

Vietnamesen Thang ist es eine Herzensangelegenheit,

den alten Menschen zu helfen. „Mir macht es Spaß und die

Bewohner sind sehr freundlich.“ Probleme gebe es überhaupt

keine. „Nur positive Rückmeldungen“, erzählt Thang. In Vietnam

gebe es keine Seniorenheime. Alte Menschen würden in

der Familie gepflegt, auch er habe sich um seinen Großvater

gekümmert. Die Stadt Uelzen findet Thang sehr schön, er war

schon am Oldenstädter See unterwegs. „Die Leute hier sind

wirklich freundlich“, betont er mehrmals.

„Wir legen sehr viel Wert darauf, junge Menschen auszubilden“,

sagt Monique Hillmer, Leiterin der Einrichtung. Und so

wird von Seiten des Trägers, der „WirtschaftsHaus Care“ viel

dafür getan, die Azubis intensiv zu unterstützen und zu motivieren.

„Im ersten Jahr nehmen wir sie an die Hand und übertragen

ihnen einfache Aufgaben, damit sie nicht so in den

Pflegealltag reingeworfen werden. Sie sollen ja nicht gleich

in den ersten vier Wochen verheizt werden und die Lust verlieren.“

Es gibt ein Azubi-Projekt, „PhiliAzubi“: Dazu gehört ein monatlicher

Praxistag, an dem die Azubis mit vier Anleitern

schulische Probleme besprechen und Lösungen finden können.

Es wird gemeinsam gekocht; am Nachmittag werden

Feste für die Bewohner vorbereitet. Dazu unternimmt das

gesamte Team spontan auch mal einen Ausflug, zum Beispiel

in den Heidepark. „Es geht auch darum, den Auszubildenden

die Philosophie des Hauses – den würdevollen Umgang miteinander

– nahezubringen“, sagt Monique Hillmer.

Die Bewohner von Haus Philia werden ganzheitlich betrachtet:

mit ihren Fähigkeiten, ihrer Geschichte, ihrer Kultur und

auch ihren körperlichen und geistigen Einschränkungen. „Es

gibt im Alltag noch viele Dinge, die die älteren Menschen

selbst machen können und wir unterstützen sie dabei. Wir

bringen ihnen Wertschätzung entgegen und machen sie

nicht zu kleinen Kindern, denen man alles abnehmen muss.

So erhalten wir ihnen so auch ein Stück Lebensqualität und

Selbstständigkeit.“ Die Freude am Leben soll so lang wie

möglich wach bleiben. „Die Bewohner nehmen noch sehr aktiv

am Leben teil. Sie interessieren sich für Politik, schreiben

E-Mails an die Kinder, skypen mit den Enkeln.

Die Atmosphäre und die Gemeinschaft machen das Besondere

bei Philia aus – das kann auch Hennig Krause, Azubi

im zweiten Lehrjahr, nur bestätigen. „Ich wollte gerne etwas

mit Menschen machen, etwas verändern. Ich bin gerne für

Menschen da“, erklärt er seine Motivation. Das gute Miteinander

im Team ist für ihn ein Grund, warum der Job hier Spaß

macht. „Und man kann jeden Mitarbeiter ansprechen und

Fragen stellen.“

Altenpflege ist ein Beruf mit Zukunft! Und wer gerne mit anderen

Menschen arbeitet und mit Hirn, Hand und Herz dabei

ist, kann in der Altenpflege den Traumberuf entdecken.

Haus Philia

Lebens- & Gesundheitszentrum

Philiaweg 6, Uelzen OT Oldenstadt

Tel. 0581 971630

28 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016


HIER GIBTS GELD

Finanzielle Unterstützung für Azubis

Die erste eigene Ausbildungsvergütung ist super, aber

selbstständig werden und z.B. eine eigene Wohnung mieten,

kann ganz schön ins Geld gehen. Es gibt einige Förderungsmöglichkeiten,

die dir bei der Finanzierung deines neuen

Lebens als Auszubildende oder Auszubildender unter die

Arme greifen.

BAföG für schulische Ausbildungen

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) unterstützt

dich, wenn du eine schulische Ausbildung machst.

In einer dualen Ausbildung gibt es kein BAföG. In der Regel

hängt es von deinem Einkommen und dem deiner Eltern ab,

ob und wie viel BAföG du erhältst. Die Fördersumme des

BAföG für Schüler/innen musst du nicht zurückzahlen. Den

Antrag stellst du beim Amt für Ausbildungsförderung in der

Nähe deiner Ausbildungsstätte.

Berufsausbildungsbeihilfe

Auch die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) hilft dir finanziell weiter.

BAB kannst du während der Erstausbildung beantragen,

wenn du z.B. nicht mehr zu Hause wohnst. Die BAB gibt es auch

während einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme

(BvB). Den Finanzzuschuss kannst du bei der Bundesagentur

für Arbeit beantragen, dabei hilft dir z.B. deine Berufsberatung.

Wohngeld

Jeder einkommensschwache Bürger hat einen Rechtsanspruch

auf Wohngeld. Dazu gehören auch Auszubildende.

Wenn du nicht berechtigt bist, die Berufsausbildungsbeihilfe

(BAB) oder BAföG zu beziehen, hast du unter Umständen

Anspruch auf Wohngeld. Den Wohngeldantrag musst du bei

der zuständigen Behörde deines neuen Wohnorts stellen.

Wohnungsangebote für Auszubildende

An manchen Orten gibt es Jugendwohnheime, die du während

deiner Ausbildung nutzen kannst. Dort kommst du

komfortabel und kostengünstig unter, wenn du einen Ausbildungsplatz

weit entfernt vom Heimatort bekommen hast

oder die Berufsschule in einer anderen Stadt ist. Außerdem

findest du direkt Kontakt mit Anderen in deinem Alter.

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Als Ausbildungsbetrieb der Diakonie Niedersachsen bieten

wir jungen Menschen Perspektiven und bilden aus. Sowohl in

der Altenpflege, auf die wir hier näher eingehen, als auch zum

Gesundheitskaufmann (m/w). Praktika, das Freiwillige Soziale

Jahr und der Bundesfreiwilligendienst werden hier ebenfalls

durchgeführt.

Die Arbeit mit Menschen kann erfüllend und wertvoll sein. Wer

Freude am Umgang mit älteren Menschen hat, Einfühlungsvermögen

mitbringt und einen mittleren Bildungsabschluss hat, kann während

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Heiligen-Geist-Stift Uelzen GmbH

Waldstraße 9, 29525 Uelzen

Tel: 0581 971 57 10

der dreijährigen Ausbildung Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten

erwerben, die zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Pflege

erforderlich sind. Theoretischer und praktischer Unterricht an der

Berufsfachschule für Altenpflege und die praktische Ausbildung in

der Einrichtung wechseln sich ab.

Wer diesen Weg beschreiten möchte, kann sich bei uns bewerben und

die üblichen Unterlagen an eines der beiden Häuser schicken. Wir

freuen uns darauf, ab August 2017 weitere engagierte Auszubildende

ins Team zu integrieren.

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Wichern-Haus Uelzen GmbH

Niendorfer Str. 55, 29525 Uelzen

Tel: 0581 971 200

www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 29


VERTRAGLICH ABGESICHERT

Du hast die Zusage zu deinem Ausbildungsplatz bekommen?

Herzlichen Glückwunsch! Bevor es losgeht, musst du noch

den Ausbildungsvertrag unterzeichnen. Darauf solltest du

achten. Im Berufsbildungsgesetz, Paragraf 11 (§ 11 BBiG) ist

festgehalten, welche Angaben dein Ausbildungsvertrag enthalten

sollte:

• die Art, sachliche und zeitliche Gliederung und das Ziel der

Berufsausbildung (vor allem die Berufstätigkeit, für die

ausgebildet wird)

• Beginn und Dauer der Berufsausbildung

• Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte

• die Dauer der regelmäßigen täglichen Ausbildungszeit

• die Dauer der Probezeit

• die Zahlung und Höhe der Ausbildungsvergütung

• die Dauer des Urlaubs

• die Voraussetzungen, unter denen der Berufsausbildungsvertrag

gekündigt werden kann

• Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die

auf das Berufsausbildungsverhältnis anzuwenden sind

Lies dir den Ausbildungsvertrag sorgfältig durch, bevor du

diesen unterschreibst. Falls du noch Fragen dazu hast, wende

dich ruhig an deinen Ausbildungsbetrieb. Schließlich werden

mit dem Vertrag wichtige Bestandteile für die nächsten

Jahre deiner Ausbildung festgelegt. Sobald du (bzw. auch

deine Eltern) und dein Ausbildungsbetrieb unterschrieben

haben, erhalten beide Vertragspartner eine Niederschrift

des Vertrags.

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Auf dem Weg zum Erfolg

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Hasse und Sohn ebnet den Weg für persönliche Erfolgsgeschichten

und bietet berufliche Perspektiven für eine Karriere in unserer Region.

Georg Märtens, Maschinen- und Anlagenführer

… ist ein gutes Beispiel für eine persönliche Erfolgsstory: Mit den

Aussichten in seinem ersten Beruf nicht zufrieden, hat er sich

für eine weitere Ausbildung entschieden – Maschinen- und

Anlagenführer bei Hasse und Sohn. „Für mich die richtige

Entscheidung! Mir hat es hier von Anfang an gefallen, die Perspektive

hier vor Ort zu arbeiten und auch Aufstiegschancen zu

haben, ist einfach super! Ich komme hier aus der Region, habe

hier meine Freunde, mit denen ich ins Kino, zum Bowlen oder

Schwimmen gehe und spiele seit vier Jahren in einer Metalband

den Bass. Wir haben ein super Betriebsklima, meine Kollegen sind

sehr sympathisch und mit einigen habe ich auch eine private Verbindung.

Es ist eine großartige Chance, so kurz nach der Ausbildung bereits

eine eigene Schicht zu führen!“

Karolin Meyer, Industriekauffrau

„Ich bin seit Abschluss meiner Ausbildung mit einer Kollegin, die Teilzeit

arbeitet, im Sekretariat für unseren Geschäftsführer und seine

zwei Prokuristen tätig. Das ist sehr vielseitig, kein Tag ist gleich

und zudem ist es ein tolles Gefühl, bereits so früh so eine verantwortungsvolle

Stelle zu übernehmen. Das habe ich bereits in der

Ausbildung als sehr positiv empfunden. Schon als Azubi empfand

ich mich als wichtigen Teil des Teams. Die Ausbildung hat

sehr viel Spaß gemacht: Wir haben eigene Projekte bekommen,

konnten alle Abteilungen kennenlernen und wurden so auch früh

darauf vorbereitet, verantwortlich zu arbeiten. Ich habe einen unbefristeten

Vertrag und finde es super, so einen guten Arbeitsplatz in der

Region gefunden zu haben. Mein Ausgleich zum Job sind meine Freunde

und Sport, ich gehe regelmäßig mit meiner Schwester ins Fitness-Studio, tanze Zumba und nehme

zum Beispiel mit den Kollegen am Abendlauf der AZ teil.“

32 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016


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Arbeiten und Leben in Uelzen …

Freunde, Hobbys und Beruf unter einem Hut

Marc Jasper, Industriekaufmann

„Ich habe mich für ein duales Studium entschieden, da ich wegen

meiner Freunde, Familie und meines Sportes hier in der Region

bleiben wollte. Ich spiele Fußball beim SV Hanstedt, der gerade

in die Kreisliga aufgestiegen ist. Die Möglichkeit, die berufliche

Praxis einer Ausbildung mit einem Studium zu kombinieren,

hat mich gereizt. In drei Jahren das zu erreichen, wofür man

sonst sechs Jahre braucht – und dabei auf eigenen Beinen

zu stehen. Die Perspektiven bei Hasse & Sohn sind sehr gut,

verbunden mit den Vorteilen eines Familienunternehmens: Seit

zwei Jahren bin ich im Vertriebsinnendienst und betreue drei

Außendienstmitarbeiter. Eine spannende und verantwortungsvolle

Aufgabe. Ich sitze an einer Schnittstelle des Betriebes und habe

vielfältige Aufgabenbereiche. Was ich hier besonders schätze ist, dass

alle Mitarbeiter wertvoll sind. Wir verstehen uns gut und ziehen alle an einem

Strang – für einen Teamplayer genau das Richtige.“

www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 33


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Aktuelles

INFOS AUF

EINEM KLICK

Uelzener Seniorenportal ist online

Stets aktuelle Informationen erhalten und den richtigen Ansprechpartner

mit wenigen Klicks erreichen – das soll das

neue Internetportal der Hansestadt Uelzen den Seniorinnen

und Senioren in Stadt und Landkreis bieten. Unter www.

senioren-in-uelzen.de ist es ab sofort zu finden und ergänzt

das Portfolio des Seniorenservicebüros.

Bislang hat die zentrale Anlaufstelle im Rathaus mit dem gedruckten

Seniorenwegweiser eine Orientierungshilfe gegeben.

„Nun beschreiten wir den Weg, auch online eine lokale

Plattform zu schaffen, die sich schneller aktualisieren lässt

und auf moderne Kommunikationsbedürfnisse eingeht“, erklärt

Petra Heinzel, Leiterin des Seniorenservicebüros.

Der Internetauftritt ist übersichtlich strukturiert und einfach

zu bedienen. Unter den Menüpunkten „Beratung und Information“,

„Hilfen zu Hause“, „Pflege“, „Wohnen“, „Aktiv im

Alter“ und „Demenz“ werden die vielfältigen Angebote und

Dienstleistungen für ältere Menschen in der Hansestadt und

im Landkreis Uelzen vorgestellt.

„Es war uns wichtig, ein breites Informationsangebot zu

liefern, angepasst an das vielfältige Leben der Senioren in

Uelzen“, so Heinzel. Deshalb sind Alltagshilfen und Pflegebedürftigkeit

ebenso ein Thema wie Freizeitangebote, Bildung,

Bewegung, Begegnung und ehrenamtliches Engagement

für die ältere Generation. Zudem bietet das Portal

die Möglichkeit, aktuelle Veranstaltungen und Meldungen

zu platzieren, welche entweder einen thematischen Bezug

zum Älterwerden haben oder sich insbesondere an Senioren

oder pflegende Angehörige richten. Wer also seine Veranstaltung,

einen Verein oder eine Organisation auf dem Portal

noch vermisst, kann sich beim Seniorenservicebüro der

Hansestadt melden.

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www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 35


DAS LETZTE ZUHAUSE

In Würde sterben: Hospiz am Stadtwald

Der Tag beginnt, die Sonne strahlt vom blauen Himmel.

Noch ist es still an diesem Morgen im Hospiz

am Stadtwald. Ruhig gehen die Mitarbeiter ihren

Aufgaben nach, die Gäste, wie die Sterbenskranken hier

genannt werden, sind auf ihren Zimmern. Sie verbringen

den Lebensabend hier. Es ist ihr Zuhause auf Zeit, die letzte

Lebensstation.

Tod – diesem Teil des Lebens entkommt niemand. Krank

und alt werden, damit verbundene Leiden und auch das

Abschiednehmen gehören zum Leben. Doch wie geht man

mit dem Sterben um? Als Person, als Gesellschaft? Wie umgehen

mit der Zeit, die bleibt? „Wir versuchen, dem Gast

noch so viel schöne Lebenszeit wie möglich zu geben“,

sagt Martina Schubert-Messenbrink, Pflegedienstleiterin

im Hospiz. Zu ihr ins Haus kommen Menschen ab 25 Jahre,

die unheilbar krank sind und die allein zuhause nicht mehr

zurechtkommen. Einige bleiben ein paar Stunden, einige

Wochen oder auch mal Monate. „Die Gäste können jederzeit

nach Hause und später zurückkommen oder sie bleiben

bei uns, um für kurze Zeit die pflegenden Angehörigen

zu entlasten“, so die Pflegdienstleiterin.

In den letzten Lebenstagen gehe es oft darum, die verbleibende

Zeit zu nutzen. Der Gast und seine Wünsche stehen

ganz im Mittelpunkt. Was braucht er, um sich wohlzufühlen?

Was möchte er vielleicht noch mal unternehmen, wenn möglich?

Möchte er Besuch haben oder für sich sein? – Auch noch

so kleine Wünsche versuchen Schubert-Messenbrink und ihr

engagiertes Team zu erfüllen. „Eine Dame hatte nachts um

halb eins Lust auf ein Eis mit heißen Kirschen. Das haben wir

selbstverständlich möglich gemacht. Dass wir solche Freude

schenken und letzte Wünsche erfüllen können, das macht

unsere Arbeit so wertvoll.“ Am Lebensende zählen vor allem

die kostbaren Kleinigkeiten, die schönen Momente und

Gespräche. „Es gibt Menschen, die haben zum Beispiel keinen

Kontakt mehr zu Familienangehörigen, da versuchen

wir zu vermitteln, wenn es der Sterbende wünscht.“

Der Gast soll sich im Hospiz wohlfühlen, ein bisschen wie zuhause.

Es dürfen persönliche Kleinigkeiten mitgebracht werden;

jeder Gast hat ein Einzelzimmer mit Bad. Es gibt die Möglichkeit,

ein weiteres Bett in das Zimmer zu stellen für den

Ehepartner oder das Kind. Dazu gibt es ein separates Übernachtungszimmer.

Es stehen rund um die Uhr Fachkräfte zur

Verfügung, die sich um die Gäste kümmern. „Wir versuchen

alles, um es dem Gast angenehm zu machen“, sagt Schubert-Messenbrink.

Und dazu gehört auch mal ein Bier oder

ein Eierlikör. Viele Menschen haben Angst, dass sie während

des Sterbeprozesses oder Krankheitsverlaufs starke Schmerzen

haben. Sie haben oftmals Atemnot und Ängste. „Da ist

es besonders wichtig, zusammen mit Palliativmedizinern die

richtige Schmerzbehandlung zu finden und die Beschwerden

zu lindern. Der Sterbende soll keine unnötigen Schmerzen erleiden.“

Zur Unterstützung gibt es zusätzlich die Möglichkeit,

Ergo- und Physiotherapie, Krankengymnastik und Lymphdrainage

zu nutzen, um die Lebensqualität zu verbessern. „Ganz

wichtig sind Gespräche, um die Ängste zu lindern oder letzte,

ungelöste Probleme zu besprechen.“ Im Hospiz gehe es aber

nicht nur den ganzen Tag um das Sterben. Es ist das Leben,

das zählt. Das vergangene, das unwiederbringlich vorbeigeht

und das gegenwärtige, das so schön wie möglich verbracht

werden sollte. „Im Hospiz wird gefeiert, es wird gelacht, aber

auch getrauert. Alle Emotionen haben ihren Platz.“

Heute brennt die Kerze am Empfang nicht, das bedeutet,

dass heute noch kein Gast verstorben ist. Die Erinnerung an

die Toten wird bewahrt: Einmal im Jahr gibt es einen Erinnerungstag,

einmal im Monat ein Erinnerungsfrühstück. „Wir

halten auch den Kontakt zu den Angehörigen, wenn das gewünscht

wird, wir lassen sie nicht allein.“

Das Leben endet mit dem Tod – wir wissen das. Und doch

schieben wir diese Gedanken oftmals weit von uns weg, setzen

uns nicht mit den wichtigen Fragen auseinander: Wie

möchte ich sterben? Welche Behandlung möchte ich? Wie

möchte ich ernährt werden? „Wir sollten uns alle unserer

Vergänglichkeit bewusst sein. Wir müssen uns das wirklich

klarmachen – und überlegen, was wir wollen“, so Martina

Schubert-Messenbrink.

[Nicole Lütke]

Kontakt

Interessierte sind eingeladen, sich die Räumlichkeiten

des „Hospiz am Stadtwald“, anzusehen und sich

über das Pflegekonzept zu informieren. Übrigens:

Die Kosten für einen Aufenthalt werden von der

Krankenkasse übernommen.

Hospiz Am Stadtwald gemeinnützige GmbH

Peter-Cordes-Weg 3a

29525 Uelzen

0581 971656-00

www.hospiz-am-stadtwald.de

36 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016


AM ENDE EINES LANGEN LEBENS

Gespräch über Erinnerung und das Sterben

Besuch bei einer alten Dame, 88 Jahre alt, aus dem

Kreis Lüchow-Dannenberg. Sie liegt auf dem Bett,

versteckt, eingewickelt in eine leichte Decke. Über

was reden? – Den Tod, das Leben. Die Enttäuschungen, Beziehungen,

die Ehe, die Krankheit. Den Lungenkrebs. Die

letzte Lebensstation: das Hospiz am Stadtwald.

Sie redet und redet. Worauf warte ich?, fragt sie in den

Raum. Auf nichts, außer auf den Tod. Aber sie ist froh, dass

sie in diesem Hospiz ist, umsorgt von liebevollen Mitarbeitern,

in einem schönen Zimmer, das sie ganz allein bewohnt.

Im Altenheim vorher musste sie sich ein Zimmer mit einer

anderen Dame teilen, die den ganzen Platz für sich beanspruchte.

Regelmäßig kommt eine Ehrenamtliche des Hospizdienstes

vorbei, dann gehen sie spazieren, draußen im

Grünen. Ein bisschen Leben spüren.

Was bleibt übrig, am Ende des Lebens? Ein blauer, altmodischer

Koffer aus Leder, ein Bild, Porzellan und eine alte

Holztruhe, in der sie wohl Papiere verwahrt. Lang erzählt

sie von der Krankheit, dem „Scheiß-Krebs“, dem Aufenthalt

im Krankenhaus und im Altenheim. Manchmal hadert die

88-Jährige mit ihrem Schicksal.

Immer wieder wird sie von Erinnerungen überwältigt, an

ihre Kindheit und Jugend. Den Krieg und die Flucht aus Oberschlesien.

Im Januar 1945 ist sie losmarschiert, dann ging

es mit der Bahn weiter. Wasser gab es während der Fahrt

keines. „Wir haben an einem Eiszapfen gelutscht“, lacht

sie. Vieles ist ihr lebendig in Erinnerung geblieben wie die

erste Bombardierung. Manchmal weint die alte Dame, greift

dann zum Sauerstoffschlauch. Das Atmen, das Erzählen ist

anstrengend. Aber auch komische Situationen kommen ihr

in den Sinn, dann lacht sie herzlich. „Nach dem Krieg wollten

wir einfach nur noch leben, wir waren ja jung“, sagt die alte

Frau. Siebzehn war sie bei Kriegsende. – Nicht auf jede Frage

gibt sie eine Antwort, dann wirkt sie nachdenklich. Einen

Ehemann und einen Lebenspartner hat sie begraben, verloren

an Lungenkrebs. „Warum muss ich diese Krankheit auch

noch kriegen“, fragt sie. Diese „teuflische Krankheit“.

Eine Mitarbeiterin des Hospizes kommt herein und fragt,

welches Mittagessen es sein darf. „Ich esse auch mal etwas,

was ich eigentlich nicht essen sollte. Aber das macht ja

nun nichts mehr“, sagt die Dannenbergerin ironisch. Dann

schweigt sie. Das Fenster muss auf, frische Luft kommt herein.

Sie wünscht sich keinen Besuch, sagt sie. Warum, erklärt

sie nicht. Allein mit sich und ihren Erinnerungen. Fällt

es ihr schwer, loszulassen vom Leben? „Ich bin 88, hatte

ein langes Leben. Was soll ich mich beklagen?“ – Es fällt mir

schwer, zu gehen und die alte Dame zurückzulassen. Was

kann man sagen? „Gibt es etwas, was Sie sich noch wünschen?

Ich wünsche mir, einfach einzuschlafen. Hinüberträumen

... das wäre ein schöner Tod.“ [Nicole Lütke]

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Zum zwölften Mal lädt der ÖKORegio e. V.

unter dem Motto „Musikalisch – Kulinarisch

– Ökologisch“ zum ÖkoRegio-Ball ein. Tanzspaß,

Bio-Genuss und beste Unterhaltung in

der Stadthalle Uelzen fügen sich zu einem

runden Abend zusammen. In Zusammenarbeit

mit Barth Catering sorgt das Bio-Restaurant

Lässig wieder für ein großartiges Buffet,

mit vielen Köstlichkeiten der ÖKORegio-Mitglieder

und Zutaten aus der Region. Kulinarische

Highlights, die auch eine Auswahl vegetarischer

Köstlichkeiten zu bieten hat.

Live-Musik mit „Davidoff“

Mit „Davidoff“ kommt Schwung auf die Tanzfläche:

Die Lüneburger Band hat stilvolle

Tanzmusik genauso im musikalischen Gepäck

wie stimmungsvolle Partyhits und Dance

Classics. Für diejenigen, die sich mehr für

die kulinarische und gesellige Seite des Balls

begeistern, sind natürlich „Nichttänzer-Tische“

organisiert.

ÖKORegio-Tombola

Tolle Preise, gestiftet von den Mitgliedern des

Vereins, werden um Mitternacht bei der Tombola

verlost. Es gibt unter anderem ein Wochenende

mit dem mycity-Elektroauto, einen

Weihnachtsbraten und einen Lehmputz sowie

viele kleine und größere Preise zu gewinnen.

Die Karten können im ÖKORegio-Sekretariat

zum Preis von 43 Euro bestellt werden.

Donnerstag, 6. Oktober, 19 Uhr:

Opernsoiree* mit H.-W. Lehmann

Die Veristische Oper

Sonntag, 9. Oktober, 11 Uhr:

Vernissage „Kulinarische Weltreise“

Ausstellung bis Januar 2017

Donnerstag, 20. Oktober, 18.30 Uhr:

Dinner-Reise durch den Norden

Spaniens*, 39 € p. P.

November

Donnerstag, 3. November, 19 Uhr:

Opernsoiree* mit H.-W. Lehmann

„Die weiße Dame“ von F. Boieldieu

Sonntag, 6. November, 10-14 Uhr:

Brunch „Herbstliche Genüsse“

ab Dienstag, 8. November:

Monatskarte regional & saisonal

Freitag, 11., bis Sonntag, 13. November:

Martinsgans-Menü*

Donnerstag, 24. November, 18.30 Uhr:

Dinner-Reise*, 39 € p. P.

Samstag, 26. November, 18.30 Uhr:

ÖKORegio-Ball i. d. Stadthalle

Frühbucher-Rabatt:

Bis zum 15.10. – 5 %

… bei Buchung Ihrer

Weihnachtsfeier bis 15. Oktober.

Lässig feiern im Restaurant

oder im Lässig-Zelt

an der mycity-Eisbahn.

info@laessig-im-bahnhof.de

05 81-97 36 55 21

Friedensreich-Hundertwasser-Platz 1

29525 Uelzen

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38


SELBSTHILFE

STÄRKEN

„Seelische Gesundheit“ vom

17. bis 21. Oktober in Uelzen

Psychische Erkrankungen werden zu einer wachsenden

Herausforderung an die Gesellschaft. Nach Angaben

von Experten leidet fast jeder dritte Mensch

einmal in seinem Leben an einer behandlungsbedürftigen,

psychischen Erkrankung. Die Förderung der seelischen Gesundheit

und das Wissen der Menschen über Ursachen der

Erkrankungen sind wichtige Bausteine, um die Akzeptanz

von psychischen Erkrankungen zu erhöhen. Ebenso wichtig

sind Informationen über Möglichkeiten der Prävention, Therapien

und Hilfsangebote.

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Sozialpsychiatrischen

Dienstes Uelzen – übrigens einer der ersten in

Niedersachsen, der seine Arbeit aufgenommen hat – lädt

der Sozialpsychiatrische Verbund (Zusammenschluss aller

Einrichtungen, die an der Versorgung psychisch erkrankter

Menschen beteiligt sind) zur Aktionswoche „Seelische Gesundheit“

ein.

„Die Woche der ,Seelischen Gesundheit‘ ist ein Baustein,

um der Stigmatisierung psychisch Erkrankter entgegenzuwirken.

Dabei geht es auch darum, Betroffenen Mut zu

machen, dass sie diese Erkrankungen überwinden können.

Wir wollen Möglichkeiten aufzeigen, wo wir mit den verschiedenen

Einrichtungen im Landkreis Unterstützung anbieten“,

erklärt Folke Sumfleth vom Sozialpsychiatrischen

Dienst.

Von Montag, 17., bis Freitag, 21. Oktober, geht es in verschiedenen

Veranstaltungen um ganz unterschiedliche Aspekte

seelischer Gesundheit. Die Woche startet mit einer Auftaktveranstaltung

im Rathaus, zu der Interessierte herzlich

eingeladen sind. Dr. Niels Pörksen, der erste Leiter des Sozialpsychiatrischen

Dienstes in Uelzen, wird um 19 Uhr einen

Vortrag zur Entstehung des Dienstes halten. Die Suchtgruppe

92 und der Arbeitskreis Sucht und Prävention haben am

Dienstag, 18. Oktober, 18.30 Uhr, eine ganz besondere Ver-

Der Sozialpsychiatrische Dienst (SpD) bietet Beratung und

Hilfe bei seelischen Problemen, Notlagen und Belastungen.

Sozialpsychiatrischer Dienst Uelzen

Brauerstr. 12 •29525 Uelzen • 0581 971638-0

kontakt@sozialpsychiatrie-uelzen.de

anstaltung mit der bekannten „Märchenerzählerin“ Katja

Breitling geplant. Das Motto: „Vom Mangel zur Fülle: Rückfallprävention

durch Märchentherapie“. Die Veranstaltung

findet in der Tagesstätte am Schnellenmarkt statt.

Ein blaues Wunder können Interessierte am Mittwoch,

19. Oktober, ab 10 Uhr, auf dem Herzogenplatz, erleben.

Eine große blaue Eule ist der „Wegweiser“ zu den verschiedenen

psychiatrischen Einrichtungen in und um Uelzen, die

sich an diesem Tag vor oder im Rathaus präsentieren. Bei

dieser besonderen Stadtrallye gibt es für die Teilnehmer

auch etwas zu gewinnen: Mit vier Stempeln, die es jeweils

an den Einrichtungen gibt, nimmt man an einem Gewinnspiel

teil. Infos dazu gibt es direkt vor Ort. Um 17.30 Uhr

läuft im Central-Theater der sehenswerte Kinofilm „Lars und

die Frauen“ zum Thema Teilhabe und Inklusion. Der Eintritt

beträgt 5 Euro.

Am Donnerstag, 20. Oktober, 10 Uhr, findet im Rathaus in

Uelzen die Fachtagung anlässlich des 9. Niedersächsischen

Aktionstages statt; Thema ist: „Der Mensch im Mittelpunkt

– Selbsthilfe stärken“. Am Freitag, 21. Oktober, feiert der

Sozialpsychiatrische Dienst Uelzen sein 40-jähriges Bestehen.

Alle, die sich dem Dienst verbunden fühlen, sind

eingeladen, diese Wegmarke im Foyer der Jabelmannhalle

zu feiern.

[Nicole Lütke]

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Hauptstraße 28 – 29394 Lüder

Tel. 05824/96500

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Termine

Rustikales Frühstücksbuffet

Sonntag, 2. Oktober 2016

Sonntag, 30. Oktober 2016

Sonntag, 13. November 2016

Sonntag, 27. November 2016

Sonntag, 4. Dezember 2016

Sonntag, 18. Dezember 2016

_________________________________________________

Beginn jeweils ab 10.00 Uhr

Voranmeldung erbeten!

13,50 €/Person

8. Oktober 2016 ab 20 Uhr

Oktoberfest-Party mit DJ Ulli

Für‘s leibliche Wohl ist gesorgt!

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E-Mail ralf-banse@t-online.de

www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 39


BEWEGTE FERIEN

Herbstferienbetreuung mit der Sportgemeinschaft Holdenstedt e.V.

„Kinderwelt ist Bewegungswelt“ – unter diesem Motto bietet

die Sportgemeinschaft Holdenstedt e.V. in der Woche von

Samstag, 10. Oktober bis zum 14. Oktober zum wiederholten

Male „bewegte Ferien“ in von 7.30 bis 13 Uhr in der Holdenstedter

Turnhalle an. Die Zeit für sportliche Aktivitäten ist in der

Schulzeit oft begrenzt. Hier möchte die Sportgemeinschaft in

der Ferienzeit mit ausgebildeten und lizenzierten Übungsleiterinnen

und Sportassistenten Zeit und Raum bieten.

Die Kinder benötigen Zeit zum Ausprobieren und um eigene

Grenzen zu überwinden. Raum ist wichtig für Phantasie und

Kreativität. Viele neue Sportgeräte, wie Bewegungsbausteine,

Slackline, Spieletonne mit diversen Sportspielen, Fallschirme,

Jonglage- und Balancematerialien und gerätturnspezifische

Turngeräte stehen für die Kinder zur Verfügung.

Sicher kommt auch der AirTrack zum Einsatz.

Gleichzeitig wird eine verlässliche Ferienbetreuung für die

Kinder angeboten. Für die Eltern besteht Planungssicherheit,

für die Kinder ein wiederkehrendes Abenteuererlebnis.

Neben Sportkleidung sollten die Kinder ausreichend Getränke

und einen kleinen gesunden Snack für die Pause dabei

haben. Jeder Tag endet mit einer Entspannungseinheit. Hier

lernen die Kinder die unterschiedlichen Angebote, wie Autogenes

Training, Progressive Muskelentspannung, Entspannungsmassage

und Entspannungsgeschichte kennen. Dafür

bitte eine Decke und ein Kopfkissen mitbringen. Das Konzept

der „bewegten Ferien“ wurde beim bundesweiten Wettbewerb

„Mission Olympic“ des Deutschen Olympischen Sportbund

(DOSB) im Dezember 2013 mit einem dritten Platz ausgezeichnet.

Die Freude an der gesunden Bewegung steht

bei der Sportgemeinschaft Holdenstedt im Vordergrund.

Freude erzeugt Bewegung und Bewegung bereitet Freude.

Das „in Gang setzen“ eben dieser Eigendynamik, ist die

existenzielle Grundlage einer gesunden Kindesentwicklung

und stützt so den Grundgedanken der Sportgemeinschaft

Holdenstedt, das Kinderturnen ein wichtiger Baustein in der

Entwicklung eines jeden Kindes sein sollte, denn der Körper

und seine Bewegungen und Wahrnehmungen sind das Fundament

aller Lern- und Bildungsprozesse.

Weitere Infos und Anmeldungen unter 0581 389 66 50.

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26. POOL-PARTY IM BADUE

5. November 2016

Uelzen. Am 05. November ist es endlich

wieder soweit: Pool-Party-Zeit im

Badue. Die Volksbank Uelzen-Salzwedel

eG, die AOK und mycity laden zur

traditionellen Pool-Party ein. Während

draußen die Tage dunkler und die

Temperaturen kühler werden, bringen

hunderte Kinder und Jugendliche das

Wasser im Badue bei der 26. Pool-Party

zum Kochen. Mit dem T-Shirt ins

Wasser gehen, vom Beckenrand springen

und vieles mehr, das man sonst

im Schwimmbad nicht darf, ist in der

Zeit von 18.30 bis 21.30 Uhr unter den

wachsamen Augen zahlreicher Betreuer,

erlaubt.

Für gute Stimmung sorgen auch in diesem

Jahr Peter Hellström und Melanie

Klaucke. Mit jeder Menge Hits werden

sie unsere Party-Gäste begeistern,

sind sich die Veranstalter einig.

Eintrittskarten gibt es noch bis zum

4. November bei der AOK, im Badue,

dem Energieberatungszentrum und

in allen Filialen der Volksbank Uelzen-Salzwedel

eG zum Vorverkaufspreis

von 3,00 Euro. Als Kunde der

Volksbank, der AOK und als Besitzer

einer mycity pluscard zahlt man im

Vorverkauf sogar nur 2,00 Euro. An

der Abendkasse wird es dann mit

4,00 Euro für alle ein bisschen teurer.

Der Einlass beginnt bereits ab 17.30

Uhr, damit die Party pünktlich um

18.30 Uhr starten kann. Bis 21.30

Uhr werden dann die Boxen dröhnen

und die Wasserbälle tanzen. Besonderes

Extra: In diesem Jahr wird

es erstmalig einen „Staffelwettbewerb“

für Vereinsmannschaften und

Schulklassen geben. Auf das Gewinner-Team

warten 1.000 Euro für

die Vereins- oder Klassenkasse, das

zweite Team erhält 500 Euro und für

das drittplatzierte Team gibt es 250

Euro zu gewinnen.

26. Pool-Party im BADUE

Vorverkaufsstellen

• AOK

• mycity Service-Center

• alle Geschäftsstellen der Volksbank Uelzen-Salzwedel eG

Großer Staffelwettbewerb*

1. Preis: 1.000,- Euro

2. Preis: 500,- Euro

3. Preis: 250,- Euro

5. November 2016 von 18:30 bis 21:30 Uhr; Einlass ab 17:30 Uhr

* Teilnahme nur als Schulklasse oder Vereinsmannschaft möglich. Anmeldung erfolgt vor Ort

oder unter www.vb-ue-saw.de

Eintrittspreise

2 Euro im Vorverkauf für Kunden der AOK,

der Volksbank Uelzen-Salzwedel eG und

Inhaber der mycity pluscard

3 Euro im Vorverkauf

4 Euro an der Abendkasse im BADUE

Weitere Infos unter /BadelandUelzen

Alle wichtigen Informationen zur Pool-Party gibt es auch

unter www.vb-ue-saw.de. Also: Karten besorgen und bei

der Pool-Party 2016 dabei sein!


Spiele-Tipp

Themen

HOFTHEATER

König Leonus hat eine große Leidenschaft: das Theater.

Nichts liebt er so sehr, wie talentierten Mimen bei ihren

Schritten über die Bretter, die die Welt bedeuten, seine Ehre

zu erweisen. Drum lädt er Jahr für Jahr zum großen Theaterfest

auf seinen Hof. Eifrig bemühen sich dort die Ensembles

aus allen Ecken seines Königreiches, ihrer Hoheit eine

unterhaltsame Zeit zu bereiten. Doch der launische Regent

ist nur schwer auszurechnen. So stehen die Intendanten der

konkurrierenden Ensembles stets vor dem gleichen Dilemma:

Was mag Leonus wohl dieses Mal sehen? Mal befällt ihn

diese heitere Leichtigkeit, die mit einer fröhlichen Komödie

zufrieden zu stellen ist , oft ist ihm das Herz jedoch schwer

und ihn plagen Kummer und Sorgen. Dann sollten der Tragödie

der Vorrang gewährt werden. Wer schließlich die beste

Aufführung bietet, wird mehr als großzügig entlohnt.

Jeder Spieler leitet ein Theatertrupp, reist durch die Lande

und versucht, in den acht Städten des Landes das beste

Personal zu verpflichten. So wächst das Ensemble eines jeden

Intendanten von Reisezeit zu Reisezeit. Jedes Mitglied

bringt seine Stärken ein und formt mehr und mehr das Gesicht

des Theaterstückes. Doch nicht nur das liegt im Blick

der Intendanten, immerhin stehen sie ja in einem Wettstreit.

Dann und wann schicken sie daher einen ihrer Mimen an

des Königs Hofe. In diesem ganz privaten Spiel des Schauspielers

liegt die große Chance, die Laune des Königs in die

gewünschte Richtung

zu lenken. Auch helfen

ihnen dabei Gaukler mit

ihrem ganz eigenen arglistigen

Treiben.

Verschmähen die Theaterleut'

eine Stadt und

lassen sie auf ihrer Reiseroute

links liegen, so versammeln

sich immer mehr

von ihnen. Und sicher bald kann niemand mehr an dieser

Schar vorüber ziehen. Doch so manches Mal mag das im

Chaos enden: Die Schauspieler ziehen auf eigene Faust an

den Hof, die Städter indes, flüstern den verblüfften Intendanten

ihre persönlichen Bitten zu.

„Hoftheater“ ist ein taktischer Reigen, um das Anwerben

nützlicher Charaktere und das Beeinflussen des Königs und

seiner Launen. Man muss stets ein wachsames Auge auf

die Konkurrenz werfen und immer auch ein wenig auf die

Glücksgöttin Fortuna hoffen. Mit seiner harmlos wirkenden,

aber wunderschönen und üppigen Ausstattung mag dieses

kleine Meisterwerk allzu leicht seine enorme strategische

Tiefe verbergen. Doch gerade diese sorgt für den großen

Reiz des Spiels.


Für 2 bis 5 Komödianten ab

10 Jahren, 40 Min., ca. 30 €

[Matthias Palmer]

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42 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016


Dienstag, 11. Oktober, 11 Uhr

Dienstag, 25. Oktober, 20 Uhr

Wanderung mit der Wandergruppe des TuS Bodenteich

Wandern hält fit, ist gesund und macht Spaß – wer sich auf

Schusters Rappen bewegen möchte, kann mit der Wandergruppe

des TuS Bodenteich rund um den Kurort wandern.

Treffpunkt ist der Parkplatz am Burggelände.

Donnerstag, 13. Oktober, 19 Uhr

Erlebnisführung mit dem Kurschatten

Der 1911 gegründete „Verkehrs- und Verschönerungsverein“

setzte alles daran, Sommerfrischler aus Hamburg nach

Bevensen zu locken. Das macht sich der gebürtige Pariser

Charmeur Francois zunutze. Mit Vorliebe scharwenzelt er im

Kurpark herum und beeindruckt dort mit guten Manieren.

Treffpunkt für die Führung ist vor der Tourist-Information im

Kurhaus, Dahlenburger Straße 11, in Bad Bevensen.

Gelebte Toleranz

Die Uelzener Freimaurerloge „Georg zur Deutschen Eiche“

lädt alle Interessierten zu einem Vortrag mit Diskussion zum

Thema: „Wie sollte Toleranz aussehen?“ ein. Die Teilnehmerzahl

ist begrenzt. Es wird um Anmeldung per E-Mail an

sekretaer.gzde@gmx.net gebeten.

Freitag, 28. Oktober, 18.45 Uhr

Mit dem Nachtwächter durch Uelzen

Zu später Stunde zieht er mit seiner Laterne durch dunkle

Straßen und finstere Winkel und trifft unterwegs auf Uelzener

Personen und Persönlichkeiten vergangener Tage.

Sie erzählen Anekdoten und Histörchen, Alltägliches und

Kurioses aus ihrem beschwerlichen Leben. Karten gibt es

bei der Stadt- und Touristinfo, Telefon 05 81 800-61 72 oder

www.reservix.de


Samstag, 15. Oktober, 19.30 Uhr

Musikalischer Sommer mit dem „Trio Triskelta“

Die höfische Unterhaltungsmusik des irischen Barock steht

im Mittelpunkt des Abends im Kloster in Medingen. Das filigrane

und kraftvolle Spiel des Trios hebt den tänzerischen,

manchmal melancholischen und immer hoffnungsvollen

Charakter der Musik hervor.


Samstag, 15. Oktober, 20 Uhr

Musik von „Celtic Shamrock“

Celtic Shamrock – das Keltische Kleeblatt –, so heißt die Irish

Folk Band, deren drei Hobbymusikerinnen mittlerweile über

den Landkreis hinaus gut bekannt sind. Sabine Christensen,

Regina Birkenfeld und Daniela Theile lassen im Neuen

Schauspielhaus Lieder über Liebe und Leid, Freundschaft

und Feindschaft, liebliche Landschaften und das raue Meer

erklingen. Karten gibt es bei der Stadt- und Touristinfo,

Telefon 05 81 800-61 72 oder unter www.reservix.de



Freitag, 21. Oktober, 19 Uhr

Historische Führung mit dem Historicus Bodendicus

Die Burg Bodenteich, das Burggelände wie auch das Ortszentrum

des alten Marktfleckens werden lebendig und

informativ, gewürzt mit Tatsachen, Überlieferungen und

„Sagenhaftem“ vom Historicus und seinen Gästen erkundet.

Anmeldung: Kurverwaltung Bad Bodenteich, Telefon

0 58 24 35 39 oder per E-Mail: tourismus@sg-aue.de

Dienstag, 25. Oktober, 19.30 Uhr

„Jazz – Big Band-Classics“

Seit 1987 gibt es die Big Band Bad Bevensen, die im Kurhaus

aufspielt. Gegründet und seitdem auch geleitet wird die

Band, in der Studenten, Angestellte, Selbständige, Ärzte

und Lehrer aus Bad Bevensen ihr musikalisches Zuhause gefunden

haben, von Mathias Thorp, der über viele Jahre die

Musikszene in Bad Bevensen geprägt hat.

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Wiesencafé

Hof Haram

29587 Natendorf-Oldendorf II

Telefon: 0 58 22 - 13 84

Fax: 0 58 22 - 94 66 18

Web: www.wiesencafe.de

NORWEGISCHE WEIHNACHTSAUSSTELLUNG

ab Mittwoch, 2. November

NORWEGISCHES WEIHNACHTSBUFFET

Samstag, 26. November um 19 Uhr

– bitte anmelden –

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, 14 bis 18.30 Uhr

Sonntags und Feiertags 13 bis 19.30 Uhr

www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 43


Termine

Samstag, 29. Oktober, 20 Uhr

Streichquartett „4 to 1“

„4 to 1“ – das sind vier Streicher und eine Sprecherin, die

im Neuen Schauspielhaus an der Rosemauer ihr Publikum

verzaubern werden: Klassiker und modernes Repertoire,

vier Sprachen, fünf Kulturen. Sie werden Stilrichtungen verschmelzen

lassen; ob Latin oder Folklore, Pop oder Tango.

Donnerstag, 3. November, 19.30 Uhr

Benefizkonzert „Polizeiorchester Niedersachsen“

Einen unterhaltsamen Konzertabend genießen und etwas

Gutes tun: Dazu laden der Lions Club Bad Bevensen und das

Polizeikommissariat Uelzen ins Kurhaus ein. Mit ihrer musikalischen

Flexibilität auf höchstem künstlerischen Niveau sind

die Profimusiker des Polizeiorchesters Niedersachsen die

klingende Visitenkarte der niedersächsischen Polizei. Das umfangreiche

Repertoire vieler Stilrichtungen von Klassik über

Swing bis Pop und Rock genügt dabei höchsten Ansprüchen.

Landleben Eichenhof ‒ ideal für Gruppen,

mit und ohne Übernachtung (barrierefrei)

Donnerstag, 3. November, 15 Uhr

Zum 400. Todestag von William Shakespeare

Renate Barthel liest, Martin Weiß und Manfred Jarchow musizieren

im Ratssaal des Rathauses Uelzen – Querflöte und

Flügel. Eine Veranstaltung des Seniorenbeirats in der Stadt

Uelzen und der Stadtbücherei.

Freitag, 4. November, 16 Uhr

Kulturkino startet in die

neue Saison

Das Kulturkino in Bad Bevensen

zeigt wieder hochwertige

Filme in der Aula der KGS.

Ab 16 Uhr läuft der Film „Winnetous

Sohn“ für Kinder. Der

kleine Max träumt davon,

bei den Karl-May-Festspielen

Winnetous Sohn zu spielen.

Leider hat er nicht gerade

die Körpermaße eines Stammeskriegers und sportlich ist er

auch nicht. Trotzdem trainiert er wie besessen für das Casting.

Dabei hilft ihm ausgerechnet der gleichaltrige Morten,

der Indianer eigentlich doof findet. Gemeinsam zeigen sie

den Bleichgesichtern, was ein echter Apache drauf hat. Um

20 Uhr können sich die Zuschauer auf den Film „Das brandneue

Testament“ freuen. – Gott existiert. Er lebt in Brüssel.

Doch das ist leider nur die eine Seite der Medaille. Denn der

Allmächtige ist kein weiser Weltenlenker, sondern ein Familienvater,

der frustriert im Bademantel durch die Wohnung

schlurft und Frau und Tochter Éa tyrannisiert. Ansonsten

hockt Gott vor seinem Computer und tüftelt mit diebischer

Freude jene dummen, sadistischen Gebote aus, die zu den

Fragen führen, die die Menschheit bewegen.

Sonntag, 6. November, 12 Uhr

FEIERLICHKEITEN ALLER

ART BIS 100 PERSONEN

Unsere nächsten Termine

ab 2.11., Gänsehautzeit

Gänsebraten und Entenbrust auf Vorbestellung

2.12., Freitag, Lichterglanz

Entenbrustessen, 12 bis 14 Uhr

11.12., 3. Advent

Karpfen und Entenbrustessen, 12 bis 14 Uhr

31.12., Silvester-Festessen

ab 19 Uhr

Rohrstorf, 29584 Himbergen

Telefon: 05828 | 880

Email: info@landleben-eichenhof.de

Internet: www.landleben-eichenhof.de

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Verkaufsoffener Sonntag

Geschäfte in der Stadt Uelzen laden alle Bürger und Gäste

zum Einkaufen in gemütlicher Atmosphäre ein. Vielleicht

entdecken Sie ja schon das eine oder andere Geschenk zu

Weihnachten oder suchen sich neuen Weihnachtsschmuck

für den Tannenbaum aus.

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vielfältig & aussergewöhnlich

Ob zu Geburtstagen, Taufen, Jubiläen, Firmenfeiern,

Grillfesten - ganz gleich zu welchem Anlass.

Zuverlässig und perfekt organisiert übernehmen wir die Verpflegung Ihrer Gäste.

Wir servieren Fingerfood, Flying Food, festliche Buffets, Menüs und auf Wunsch passende

Getränke – zugeschnitten auf Ihr Budget und Ihre individuellen Wünsche.

Mehr Infos auf: www.holdenstedterhof.de

Holdenstedter Str. 64 | 29525 Uelzen | Tel. (05 81) 97 63 70

44 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016


Dave Davis: Blacko mio!

GLÜCK IST EINE HOLSCHULD

Frohlocke, Deutschland! Es

geht uns gut! Wir sind eines

der reichsten Länder der Erde.

Doch das deutsche Volk ist verängstigt

und Dave Davis ist sich

sicher: Schriebe er ein Buch

mit dem Titel „Lebe dich nicht

– sorge!“, es wäre der Jahresbestseller.

Wie wahrscheinlich

ist es, nach einem Tauchgang

in der Ostsee im Taucheranzug

von randalierenden Burkinigegnern

zusammengeschlagen zu

werden? Wie steht’s mit dem

Anstand in diesem Land, wenn

man hilflose Tankstellentoilettenschlüssel

nur durch das

aufwändige Behängen mit kaputten

Faxgeräten vor der Entwendung

bewahren kann? Ist

„Petri Heil“ nur ein Anglergruß

oder sollte man im vorauseilenden

Gehorsam die rechte Hand

heben? Dave Davis feiert in seinem

4. Subventionsprogramm

zur Förderung der nationalen

Heiterkeit das „La Deutsche

Vita“. Er erklärt das Lachen landesweit

zum ultimativen Mittel

der Fluch-Ursachenbekämpfung

und setzt im gewieften Wort unnachgiebig

Obergrenzen für Hasenfüßigkeit

und German Angst.

Der Comedypreisträger 2010,

zweifacher Prix-Pantheon-Gewinner

2009 und Träger des

Goldenen Stuttgarter Besens

2015 interagiert in verblüffender

Spontaneität mit seinem Publikum.

Erleben Sie Dave Davis in

allerbester Spielfreude, denn

Glück ist eine Holschuld.

Veranstalter:

Campus Lüneburg e. V.

Vamos! Kulturhalle

Freitag, 11.01.2017

Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr

VVK inkl. Gebühr:

23,00€/25,00€

AK: 25,00€/27,00€

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Michael Nast:

Generation Beziehungsunfähig

11 Wochen Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste

Michael Nast steht schon jetzt für

ein Lebensgefühl. Der gebürtige

Berliner berührt und bewegt mit

seinen Kolumnen im Internet bereits

Millionen von Lesern. In seinem

neuen Buch „GENERATION

BEZIEHUNGSUNFÄHIG“, welches

elf Wochen auf Platz 1 der Spiegel-

Bestsellerliste notierte, bringt

Nast die Dinge auf den Punkt

und beschreibt unvergleichlich

charmant die Stimmung seiner

Generation: Weshalb wir uns gegenseitig

als beziehungsunfähig

bezeichnen, wie Tinder unsere

Partnersuche verändert und warum

wir uns immer wieder selbst

in den Mittelpunkt stellen, ohne

Rücksicht auf Verluste. „GENE-

RATION BEZIEHUNGSUNFÄHIG“

hält uns einen Spiegel vor, ohne

zu urteilen, sondern ermutigt zur

Selbstreflexion. Ein augenöffnendes

wie anregendes Buch, das

sich liest wie ein Gespräch mit

dem besten Freund.

Veranstalter:

Campus Lüneburg e. V.

Vamos! Kulturhalle

Donnerstag, 24.11.2016

Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr

VVK inkl. Gebühr: 15,00€

Panikherz Rolling Stone präsentiert

Benjamin von Stuckrad-Barre

Er wollte genau da rein: zu den

Helden, in die rauschhaften

Nächte – dahin, wo die Musik

spielt. Unglaublich schnell kam

er an, stürzte sich hinein und

ging darin fast verloren. Udo

Lindenbergs rebellische Märchenlieder

prägten und verführten

ihn, doch Udo selbst

wird Freund und später Retter.

Benjamin von Stuckrad-Barre erzählt

eine Geschichte, wie man

sie sich nicht ausdenken kann:

Er wollte das Rockstar-Leben

und bekam folgerichtig auch

den Rockstar-Absturz. Früher

Ruhm, Realitätsverlust, Drogenabhängigkeit.

Und nun eine

Selbstfindung am dafür unwahrscheinlichsten

Ort – im mythenumrankten

„Chateau Marmont“

in Hollywood. Was als Rückzug

geplant war, erweist sich als

Rückkehr ins Schreiben und in

ein Leben als Roman. Drumherum

tobt der Rausch, der Erzähler

bleibt diesmal nüchtern.

Schreibend erinnert er sich an

seine Träume und Helden – und

trifft viele von ihnen wieder. Mit

Bret Easton Ellis inspiziert er

einen Duschvorhang, er begegnet

Westernhagen beim Arzt,

und Courtney Love in der Raucherecke

und geht mit Thomas

Gottschalk zum Konzert von

Brian Wilson. Andere sind tot

und werden doch gegenwärtig,

Kurt Cobain, Helmut Dietl. Stuckrad-Barre

erzählt mit seiner eigenen

Geschichte zugleich die

Geschichte der Popkultur der

letzten 20 Jahre. „Panikherz“

ist eine Reise in die Nacht, eine

Suche nach Wahrheit, eine Rückkehr

aus dem Nebel.

Veranstalter:

Campus Lüneburg e. V.

Ritterakademie

Dienstag, 08.11.2016

Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr

VVK inkl. Gebühr:

ab 18,00 € / ab 20,00 €

Abendkasse: 20,00 € / 22,00 €

Ritterakademie

Am Graalwall 12

21335 Lüneburg

www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 45


Sonntag, 6. November, 10 bis 17 Uhr


Mittwoch, 9. November, 18 Uhr

Klimawandel – Klimaschutz

Das Forum HGZ ist mit seinen aktuellen Themen immer wieder

am Puls der Zeit. Auf dem „Marktplatz der Nachhaltigkeit“

werden im Herz- und Gefäßzentrum in Bad Bevensen

über 70 Aussteller mit veganen Speisen, Fairtrade-Artikeln

oder nachhaltiger Mode aus Naturmaterialien die grüne Lebenswelt

näher bringen. Hobbyhandwerker und Künstler

aus der Region stellen ihre Werke vor. Dazu werden wieder

viele Gesundheitsangebote präsentiert. Mitarbeiter zahlreicher

Träger, Einrichtungen und Selbsthilfegruppen werden

informieren und beraten. – Zum Klimaschutz kann jeder Einzelne

etwas beitragen. Deshalb bekommen die Besucher alltagstaugliche

Tipps, mit denen man guten Gewissens haushalten,

essen, leben und genießen kann.


Dienstag, 8. November, 18 Uhr

Stadtgespräch – Was Uelzen bewegt

Im Café SAMOCCA im Alten Rathaus diskutieren Interessierte

über Themen, die Uelzen bewegen – an diesem Abend

geht es um das Thema Sterbehilfe. Sie haben die Möglichkeit,

sich selbst einzubringen und mit anderen ins Gespräch

zu kommen.

[Anzeige]

Gedenken an die Pogromnacht

Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus lädt die

Hansestadt Uelzen zu einem Vortrag mit dem Schriftsteller,

Publizisten und Musiktherapeuten Prof. Hans-Helmut Decker-Voigt

ein. Der Autor erzählt und liest im Ratssaal des

Rathauses aus seinem neuen Pfarrhaus-Roman: „Vom Haken

mit dem Kreuz“ dazu ausgewählte Passagen. In diesem

Roman stellt der Uelzener Autor Verbindungen zu Uelzen

und Holdenstedt her. In den Kapiteln „Judentaufen in Celle“

beschreibt er die Verfolgung und Bedrohung der Pfarrhausfamilie

durch die Nationalsozialisten und die Verbindung

der Familie zum Widerstand. Unmittelbar vor der Lesung im

Ratssaal mit Prof. Hans-Helmut Decker-Voigt wird um 17.30

Uhr ein Kranz am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus

vor dem Rathaus niedergelegt. Das Gedenken wird

wie immer begleitet von der Mahnwache der Pfadfinder des

Stammes St. Hubertus Uelzen.

Freitag, 11. November, 20 Uhr

„Kein Hass da“ im Vakuum

Die Punk-Band „Bad Brains“ auf Deutsch? – Das sind „Kein

Hass da“: vier Vollblutmusiker, die den Sound der legendären

Band aus Punk, schnellem Hardcore, bauchig-brachialem

Rock und Reggae – und mit deutschen Texten – auf

die Bühne im Vakuum am Bahnhof in Bad Bevensen bringen.

Persönliche Texte, musikalisch queerbeet sind die Jungs aus

Hamburg live ein echtes Erlebnis. Einlass ist um 19.30 Uhr.


Freitag, 11. November, 15 Uhr

Einkaufen – Entspannen – Genießen

Das Ziel für Ihren Ausflug.

Frühstück, Mittagstisch, hausgebackene Kuchen und Torten

z. B. leckeren Zwiebelkuchen und Federweißer

Frisches Obst aus eigener Ernte

z. B. Äpfel, Birnen, Zwetschen u.v.m.

Infobörse für Frauen – Mitten im Leben

Mitten im Leben – unter diesem Motto findet im Uelzener

Rathaus eine Infobörse für Frauen statt – eine Veranstaltung,

die Impulse geben will ebenso wie Antworten auf

berufliche, soziale oder persönliche Fragestellungen. Ein interaktiver

Vortrag steht im Mittelpunkt. Unter dem Motto

„Keine Angst vorm Scheitern – mutig handeln!“ gibt Coach

und Fachbuchautorin Sandra Masemann um 16 Uhr Tipps

und Tools des Gelinges. In interaktiver Weise wird Masemann

den Zuhörerinnen dieses Thema leicht und bewegend

näherbringen. Daneben können Besucherinnen an zahlreichen

Infoständen Material und Kurzberatungen erhalten.

Die Themen gehen vom beruflichen Wiedereinstieg, beruflicher

Bildung, Weiterbildung und Existenzgründung über

Fragen der Kinderbetreuung oder der Vereinbarkeit von

Pflege und Beruf. Raum für Info-Gespräche bietet ein Café.

Apfelsaft, eigene Herstellung, in der praktischen

5-Liter-Box: Probiermöglichkeit vor Ort!


Freitag, 19. November, 20 Uhr

Jetzt online bestellen:

www.obstscheune-shop.de

Konfitüren, Wurst, Käse, Weine

Adventliche Ausstellung ab

5. November – viele Geschenkideen

Täglich von 9 bis 18 Uhr, auch sonn- und feiertags.

Obstscheune Tätendorf, Uelzener Chaussee 4,

0 58 06-12 47, www.obstscheune-an-der-b4.de

Akustik-Duo „Edelholz“

Thorsten Angermann und Siegfried Clasen zeigen sich im

Neuen Schauspielhaus in Uelzen stilistisch offen und spielen

Schlager der 20er- bis 40er-Jahre, Jazz, Pop, Folk und

Improvisationen. Die musikalische Qualität zeigt sich in ihrer

feinfühligen und sinnlichen Spielweise, aber auch Dynamik,

Virtuosität, Spielwitz und Ironie finden sich in ihren Interpretationen

wieder. Karten gibt es bei der Stadt- und Touristinfo,

Telefon 0581 800-61 72 oder www.reservix.de


Herbstbummel

UNIKATSCHMUCK IM HUNDERTWASSER-DESIGN

Im Atelier des Designers Udo Mommert aus Springe

entstehen in traditioneller Handarbeit Schmuckstücke von

besonderer Farbintensität. In einer speziell entwickelten

Verarbeitungstechnik werden hochwertige Edelmetalle wie

23 Karat Gold, Feinsilber und andere Oxydmetalle in fünf

Schichten bei bis zu 400 Grad Celsius zu Schmuckstücken

verschmolzen. Jedes Teil ist ein Unikat mit individueller, an

Friedensreich Hundertwasser erinnernder Ausstrahlung.

Gesehen bei Firma natürlich, direkt im Hundertwasser-Bahnhof

Uelzen | www.natuerlich-uelzen.de

PAPRCUTS –

INNOVATIVE AUFBEWAHRUNG

Frische Idee eines jungen Teams aus Berlin. Super dünn und ultraleicht:

Das geniale High-Tech-Material Tyvek fühlt sich an wie

Papier, ist federleicht und recyclebar, aber trotzdem reißfest

und komplett wasserabweisend. Ob Portemonnaie, Tabakbeutel,

Handyhülle, Reisepass-Cover oder Kosmetikbeutel – alles findet

seinen geschützten Platz und das in vielen coolen Designs.

Ideal für Sport, Party oder auf Reisen.

Gesehen bei Firma natürlich, direkt im Hundertwasser-Bahnhof

Uelzen | www.natuerlich-uelzen.de

FÜR JEDEN

HINTERN DIE

PASSENDE HOSE

Blue Monkey-Jeanswear steht für raffinierte

Waschungen und hohe Materialqualität

mit extravaganten Details wie Strass,

Stickereien und Kontrastnähten. Edel oder

lässig – mit passendem Oberteil, Gürtel

und wirkungsvollen Accessoires.

Gesehen bei Jeans Number One, Achterstraße

4 in Uelzen I www.jeans-uelzen.de

www.barftgaans.de | Oktober/November 2016 47


Dekorations- und

ADVENTLICHE AUSSTELLUNG

IN DER OBSTSCHEUNE –

IDEEN ZUM FEST

Ab Samstag, 5. November 2016 ist die Adventsausstellung in

der Obstscheune Tätendorf geöffnet. Eine große Auswahl

an Geschenk- und Dekorationsartikeln laden zur weihnachtlichen

Gestaltung und zum Verschenken ein. Lassen Sie sich

inspirieren von arrangierten Präsentkörben, für die wir Ihre

Bestellung gern unter 0 58 06 / 12 47 oder persönlich entgegen

nehmen. Weitere Geschenk- und Dekorationsideen

machen Lust darauf, für die Liebsten auszuwählen und das Zuhause zu verschönern. Die Verbindung aus Traditionellem und

Modernem in einer Vielfalt von weihnachtlichen Nettigkeiten aus Blech, Holz, Filz, Porzellan Keramik und anderen Materialien

lässt Weihnachtsstimmung aufkommen. Kulinarische Leckereien, die den Gaumen in der Weihnachtszeit verwöhnen, runden

den Besuch der Obstscheune ab. Zu Hause und in unserem Café, das nach dem Stöbern mit hausgemachten Spezialitäten zum

Verweilen einlädt. Obstscheune Tätendorf, Uelzener Chaussee 4 in Tätendorf I 0 58 06 / 12 47 I www.obstscheune-an-der-b4.de

STIMMUNGSVOLLE DEKO IN IHRER

NATÜRLICHSTEN FORM

Am Samstag, 5. November 2016 starten wir mit Trends zum Advent den

Vorfreude-Countdown. Von 10 bis 17 Uhr präsentieren wir Neuheiten mit

Glitzer, grün und rot. Wie immer kreativ und anders. Für diesen Tag arbeiten

wir auch an schönen Gestecken für die Grabdekoration zum Totensonntag.

Und am 25.11. von 17 bis 21 Uhr sowie am 26. November von 10 bis 17 Uhr

heißt es wieder: „Das Beste kommt zum Schluss.“ Die Natur und wir arbeiten

eng zusammen und zaubern für Tisch & Tür, drinnen und draußen echte

Lieblingsstücke für Ihr Zuhause. Diese entstehen in einer Kombination aus

verschiedenen Materialien und kommen holzig, rostig, glitzernd, leuchtend,

schlicht, warm oder eisig daher. Erleben Sie die Ausstellung unserer

Arbeiten bei einem heißen Getränk, einer leckeren Bratwurst in stimmungsvollem

Ambiente. Naturwerk Stöcken, Hauptstraße 7 in Stöcken

0 58 05 / 979 92 25 | www.naturwerk-stoecken.de

ADVENTSKRÄNZE UND GESCHENKE –

ALLES FÜR EIN SCHÖNES FEST

Kerzenschein, geschmückte Kränze, Engel, der Duft von Tanne, Tee und Gebäck – und viel

Zeit für nette Gespräche. In diesem Rahmen findet am Donnerstag, 24. November 2016 von

7.30 bis 18 Uhr die beliebte Weihnachtsausstellung statt. Mit weihnachtlichen Gestecken,

Engeln, Sternenkugeln und einer großen Auswahl an Adventskränzen. Für das eigene

Zuhause oder als Geschenk für liebe Menschen. Gutscheine, Türkränze, Tannenzweige,

Bastelzubehör und die ersten Weihnachtsbäume (mit und ohne Ballen) lassen keine Dekowünsche

offen. Stöbern Sie an diesem Donnerstag vor dem ersten Advent in aller Ruhe

durch unser Sortiment und lassen Sie sich einstimmen. Auch nach diesem Tag gibt es noch

ganz viel Weihnachtszauber. Sehr gern erfüllen wir Ihre Wünsche und erstellen Dekorationen

und Grabgestecke nach individueller Vorstellung. Bei kostenloser Lieferung innerhalb

Uelzens. Meyerholz Baumschule, Celler Straße 28 in Uelzen I 05 81 / 731 24

www.meyerholz-baumschule.de


Geschenkideen zum Fest

ACHTUNG, HUNGRIGER TIGER!

Dieser knufflige Tiger geht mit Vorliebe im Schreibtischdschungel auf Jagd. Bevorzugte

Opfer: Stifte, Lineale, Anspitzer, die sich unsortiert in seinem Revier tummeln.

Anders als seine Artgenossen in freier Wildbahn gibt er seine Beute aber auch gerne

wieder an den Besitzer frei – wohlgeordnet und immer griffbereit.

Die Stiftebox besteht aus stabilem, umweltfreundlichem Holz. Dank des Original

Werkhaus-Stecksystems ist der Tiger ganz schnell und einfach zusammengebaut!

FÜR’S PÄUSCHEN NACH DEM DUELL

Für alle, die nach dem Match am Kicker ein wenig Entspannung suchen oder einfach

zum Stuben-Hocken: Der neue Werkhaus-Photohocker „Kicker“. Die schnell zusammengesteckte

Sitzgelegenheit aus MDF-Platten ist mit einem UV-härtendem Schutzlack

beschichtet und hält somit zahllose Turniere aus. Sie trägt bis zu 150 Kilogramm.

Aber aufgepasst: nicht den nächsten Anpfiff verpassen!

Den Werkhaus-Photohocker gibt es übrigens in mehr als 160 farbenfrohen Motiven.

Und als Variante zum Selbstgestalten – entweder mit eigenen Photos oder in der Do

it yourself-Serie mit Pinsel, Farbe, Sprühdose, Stempeln und und und.

KNUSPER, KNUSPER,

KNÄUSCHEN ...

…was versteckt sich in diesem Häuschen?

Pixi-Bücher! Zusammen mit dem Carlsen-Verlag

hat Werkhaus tolle Aufbewahrungskästchen

für den Lieblings-Lesestoff von Generationen von

Kindern entwickelt. So sind die quadratischen Büchlein mit ihren typischen

Serienhelden und Geschichten im Holz-Häuschen gut geschützt

und schnell wieder greifbar für die Kleinen. Die Pixi-Aufbewahrung

gibt es auch als Pixi-Tiger aus der Werkhaus-Vierbeiner-Serie und als

liebevoll gestalteten Reisekoffer für noch mehr Bücher.

Diese und andere Geschenkideen haben wir gesehen im Shop Uelzen,

Gudesstraße 22 sowie im Online-Shop unter www.werkhaus.de/shop.


Kontakt

Verwaiste Eltern

Ansprechpartnerin: Sabine Grube

05806 620

Am Sonntag, 11. Dezember, 17 Uhr, findet in der Gertrudenkapelle

in Uelzen ein Gedenkgottesdienst für

verstorbene Kinder und verwaiste Eltern statt.

DER STÄRKSTE SCHMERZ

Selbsthilfegruppe für „Verwaiste Eltern“ gibt Halt und spendet Trost

Eltern, die ihre Kinder verlieren, stehen vor dem Nichts.

Wie soll man diesen Schmerz erklären? Wie darüber

reden? Ein unbegreifliches Schicksal. Den Verlust eines

Kindes kann man nicht verwinden, man muss lernen, damit

zu leben. „Wenn dein Kind stirbt, dann ist nichts mehr, wie

es war“, sagt Sabine Grube, Leiterin der Gruppe „Verwaiste

Eltern“.

Zwölf Eltern treffen sich regelmäßig in der Selbsthilfegruppe,

die ihre Kinder auf unterschiedliche Weise verloren haben.

„Man ist in einem zerbrechlichen Zustand und es ist

zunächst eine Herausforderung, sich der Gruppe anzuvertrauen“,

erzählt Juliane von der Ohe. Die Gespräche helfen,

den Schmerz in Worte zu fassen, ihn mit anderen Betroffenen

zu teilen. „Die Anderen wissen, wie man sich fühlt, das

ist eine große Hilfe. Für jemanden, der dieses Schicksal nicht

erlebt hat, ist es schwer, unseren Schmerz nachzuvollziehen“,

sagt Grube. In der Gruppe wird jeder so angenommen,

wie er ist. Es gibt keine Ratschläge, keine Tabus. Man kann

sich seinen Schmerz von der Seele reden, man kann aber

auch nur zuhören. „Jeder reagiert in dieser Situation anders,

keiner kann sagen, was richtig oder falsch ist“, erklärt sie.

Symbole und kleine Rituale werden besonders wichtig, um

die Erinnerung an das verstorbene Kind wachzuhalten.

Eltern fühlen sich oft schuldig, wenn ihr Kind verstorben ist.

Dabei spielt es keine Rolle, ob das Kind bei einem Unfall,

einem Suizid oder an einer schweren Krankheit gestorben

ist. Verwaiste Eltern glauben, sie hätten das Kind besser

schützen müssen. „Man muss irgendwann aufhören, darüber

nachzudenken, denn das bringt das Kind nicht zurück“,

sagt Grube. In der Gruppe teilt man seine Erfahrungen, hört

einander zu. Jeder wird mit seinen Gefühlen wertgeschätzt.

Auch kleine „Verrücktheiten“ sind gestattet. „Wenn jemand

sagt, ich brauche das, dann ist das in Ordnung", sagt Juliane

von der Ohe. – Und so besuchen manche Eltern täglich das

Grab ihres Kindes, manche schaffen diesen Weg erst nach

Jahren. „Jeder muss seinen eigenen Weg finden, mit der

Trauer umzugehen.“

Die Gruppe hilft dabei, trägt und tröstet. Es wird gemeinsam

gelacht, gemeinsam geweint. Die Zeit der Trauer sei

eine hochsensible Zeit. „Es gibt Menschen, die sagen: Na,

es muss doch mal gut sein. Oder man wird gemieden, das

Thema wird gewechselt. Das ist sehr schmerzlich“, so Juliane

von der Ohe. Wenn ein Kind vor den Eltern sterbe, sei

das der älteste und stärkste Schmerz. „Die eigene Wahrnehmung

hat sich vollkommen verändert. Der Verlust des Kindes

ist ein grausamer Einschnitt. Es gibt zwei völlig verschiedene

Leben – davor und danach. Mit diesem Thema ist man

nie fertig“, sagt Sabine Grube. Eltern bräuchten eine Weile,

bis das Leben weitergehen könne. „Man muss weiterleben,

für sich selbst.“

Der Tod ihres Sohnes hat Sabine Grube verändert: „Ich lebe

viel bewusster. Ich sorge für das kleine Glück des Tages und

warte nicht mehr auf große Ereignisse. Sich Zeit zu nehmen, ist

viel wichtiger geworden.“ Alles Leben habe nur eine bestimmte

Zeit, das müsse man sich sehr bewusst machen. „Mein Sohn

ist immer hier, immer Teil unseres Lebens.“ [Nicole Lütke]

Impressum

Herausgeber/Verlag

Initia Medien und Verlag UG

(haftungsbeschränkt)

Woltersburger Mühle 1 | 29525 Uelzen

www.initia-medien.de

Redaktion

redaktion.barftgaans@initia-medien.de

Eva Neuls [V.i.S.d.P.] [Neuls]

eva.neuls@initia-medien.de

Nicole Lütke [Lütke]

nicole.luetke@initia-medien.de

Kolumnist

Jürgen Trumann, It‘s Tru[mann]

Online-Redaktion barftgaans.de

Nicole Lütke

nicole.luetke@initia-medien.de

Gastautoren

Matthias Palmer, Andreas Grell

und Olaf Hirsch

Gestaltung/Fotografie

Friederike Kohnke

friederike.kohnke@initia-medien.de

Feuilleton

Sebastian Tramsen

Barbara Kaiser

sebastian.tramsen@initia-medien.de

50 www.barftgaans.de | Oktober/November 2016

Mediaberatung

Sandra Hoffmann

Mobil 0176 53800695

Telefon 0581 971570-60

sandra.hoffmann@initia-medien.de

Erscheinungsweise

6 x im Jahr

Druck-Auflage

14.000 Exemplare

Druck

Mundschenk Druck- und

Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG

29614 Soltau

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