KnapsackSPIEGEL Ausgabe 10/11-2016

justtotry

Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Knapsack

Spiegel

10|11

2016

Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

nacht der technik iM

CHEMIEPARK Knapsack


Editorial

„Je mehr ich weiß, desto mehr weiß

ich, dass ich nichts weiß“, soll Albert

Einstein einmal in Anlehnung an Sokrates

gesagt haben. Was er damit

gemeint hat: Es gibt immer wieder

etwas Neues zu erlernen, und wir sollten

unabhängig von Aspekten wie Alter,

Geschlecht oder Berufserfahrung

niemals damit aufhören, uns weiterzuentwickeln.

In der aktuellen Ausgabe

des KnapsackSPIEGEL finden Sie

zahlreiche Beispiele dafür, wie vielfältig

Lernen hier am Standort sein kann: Das

Spektrum reicht von den vielen jungen

Menschen, die gerade mit Beginn ihrer

Ausbildung vor Ort einen vollkommen

neuen Lebensabschnitt einläuten, bis

hin zu den erfahrenen Mitgliedern der

Zentralen Einsatzleitung, die jüngst gemeinsam

ein Seminar an der Akademie

für Krisenmanagement absolviert haben.

Technologien und Produkte entwickeln

sich heute in rasanter Geschwindigkeit

weiter, vor diesem Hintergrund

gewinnt der Auf- und Ausbau sowohl

fachspezifischer als auch sozialer

Kompetenzen zunehmend an Bedeutung

– auch und insbesondere hier im

Chemiepark Knapsack. Lernen bedeutet

Zukunft: Und wie diese aussieht,

haben wir selbst in der Hand!

Herzlichst Ihr

Inhalt

04 17

04 15 25

Richtfest der neuen MPE-Anlage / Bayer CropScience 4

Neu in Knapsack: Hanke Aromastoff Produktions GmbH 5

Neuer Gesellschafter von EEW Energy from Waste 6

Safety Day bei Bayer CropScience 7

Neue Auszubildende

bei InfraServ Knapsack und Clariant 8-10

Die Zentrale Einsatzleitung in der Akademie 11

Wir stellen vor: Hendrik Majewski, Herr der Netze 13

Ralf Müller

Geschäftsleitung InfraServ Knapsack

Mehr Sicherheit durch neue Drehschrauber 14

Der Explosion auf der Spur 15

Wenn die Chefin zum Azubi wird 17

Lossprechung von Azubis der InfraServ Knapsack 18

Hier putzt der Teamleiter mit 19

Und manches mehr … ab 20

2 KnapsackSpiegel 10.|11.2016


Chemiepark Knapsack

Die 1. Nacht der Technik Rhein-Erft war ein voller Erfolg

Zufriedene Gesichter

und müde Technik-

Nachtschwärmer

Mehr als 800 Besucher haben die 1. Nacht der Technik im Rhein-Erft-Kreis zu einem vollen

Erfolg für die Veranstalter und Initiatoren von VDI und VDE gemacht.

A

ls um 0.45 Uhr der letzte Shuttlebus

von seiner Fahrt vom

Braunkohleinnovationszentrum

der RWE Power AG zum Feierabendhaus

im Chemiepark Knapsack zurückkehrte,

war die erste Nacht der Technik im

Rhein-Erft-Kreis endgültig Geschichte.

Mehr als 800 Besucher hatten in den

vorhergehenden sieben Stunden hinter

die Kulissen technischer Anwendungen

im Chemiepark Knapsack, bei Unitymedia

oder dem Lidl-Logistikzentrum in Kerpen

geschaut. Hatten Workshops in der

RHEIN-ERFT-AKADEMIE belegt und innovative

Ingenieurbüros wie Imagine Engineering

kennengelernt. Allein im Wesselinger

Werk von LyondellBasell wurden

mehr als dreihundert Führungsplätze von

Techniknachtbesuchern belegt.

Der Chemiepark Knapsack ließ die

Besucher nicht nur durch stündliche

Besichtigungsfahrten hinter den Zaun

schauen, sondern bot Betriebsbesichtigungen

bei Bayer CropScience und dem

Ersatzbrennstoffkraftwerk. Zudem öffnete

die RHEIN-ERFT AKADEMIE ihre Tore

und zeigte das volle Aus- und Weiterbildungsprogramm.

Aber nicht nur Besucher zog die

Veranstaltung an. Neben den lokalen

Medien wie Radio Erft und dem Kölner

Stadt-Anzeiger berichtete der WDR in

der Lokalzeit Köln live vom Feierabendhaus

Knapsack.

Auch der WDR kam vorbei und berichtete live für die Lokalzeit Köln. Christian David, Moderator der

Sendung, übte dabei den Gebrauch des Feuerlöschers.

Bei der Chemiepark-Rundfahrt um

22 und 23 Uhr wurde den Industrie- und

Hobbyfotografen noch ein spektakuläres

Bild von in der Nacht leuchtenden

Chemieanlagen geboten. Diese Fahrten

waren im Handumdrehen ausgebucht.

Das klare Wetter belohnte das Warten.

Insgesamt ein Riesenerfolg für die

Veranstalter mit fast 2.000 belegten Plätzen

in Führungen und Workshops. Dabei

war das Publikum ganz so gemischt, wie

sich das die Unternehmen gewünscht

hatten. Ein Drittel der Besucher kam über

das Familienticket zur Nacht der Technik.

Insgesamt besuchten 45 % der Besucher

die Nacht als Schüler, Studierende

oder Besucher unter 18 Jahren. Jede

Menge Input für die technische Generation

von morgen.

Eine Bildergalerie finden Sie auf der Internetseite des Chemieparks Knapsack unter

http://www.chemiepark-knapsack.de/leben/bildergalerie/

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Chemiepark Knapsack

Bayer CropScience AG

Richtfest für die neue MPE-Anlage

in Knapsack

„Die Feierstunde hat geschlagen, es ruhet die geübte Hand. Nach harten, arbeitsreichen Tagen grüßt

stolz der Firstbaum nun ins Land.“

M

it diesen feierlichen Worten eröffnete

Erkan Yildiz, Bauleiter

der Firma Heitkamp, die Zeremonie

für das Richtfest der neuen MPE-

Produktionsanlage. Gekleidet in traditioneller

Zimmermannskluft dankte er dem

Bauherrn sowie allen beteiligten Handwerkern

und stieß mit einem Glas Apfelsaft auf

die Bauleute an. Vom Dach des Kopfbaus

warf er das Glas auf den Boden, sodass es

in tausend Stücke zersplitterte. Nach altem

Brauch ein gutes Zeichen für das Projekt

und die Anlage. „Mit dem Richtfest ist

ein wichtiger Meilenstein erreicht“, würdigte

Bayer-Standortleiter Bernd Nowack insbesondere

die Bauleistungen von Heitkamp,

Schone & Bruns sowie STRABAG.

„Vor fast einem Jahr war auf diesem

Baufeld gerade eine Baugrube erkennbar.

Es ist eine tolle Leistung aller Beteiligten,

was bis heute hier entstanden ist. Von

den bislang 300.000 Mannstunden fällt die

beachtliche Zahl von etwa 65.000 Stunden

auf die bauliche Erstellung des Produktionsgebäudes

und der Nebenanlagen“, so

Standortleiter Bernd Nowack weiter. „Dafür

wurden mehr als 1.700 Tonnen Stahl

verbaut; 300 Betonmischer haben rund

9.000 Tonnen Beton für den Massivbau

angeliefert.“ Für das Engagement und die

Leistung bedankte sich Bernd Nowack bei

allen beteiligten Firmen, die zur erfolgreichen

Fertigstellung des Gebäudes sowie

der Außenanlagen beigetragen haben.

Abschließend appellierte Nowack an

alle Beteiligten, bei allen weiteren Tätigkeiten

stets die Sicherheit im Fokus zu haben.

„Haben Sie immer Ihre eigene Sicherheit

und die Sicherheit Ihrer Kollegen im Auge,

wenn Sie auf der Baustelle arbeiten”, so

Bernd Nowack. „Wir – und sicherlich auch

Sie selbst – möchten, dass Sie nach Feierabend

gesund zu Ihren Familien heimkehren.“

Bayer CropScience AG

Traditionell gehört der Richtkranz, der hier eher eine Glocke ist, auf den Neubau der Produktionsanlage.

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Chemiepark Knapsack

Neues Unternehmen im Chemiepark Knapsack

„Der Lebensmittelmarkt wächst,

entsprechend wachsen auch wir“

Hanke Aromastoff Produktions GmbH eröffnet vier Labore im Chemiepark Knapsack.

D

ie Hanke Aromastoff Produktions

GmbH hat im September 2016

vier Labore mit Materiallager und

Versand im Chemiepark Knapsack eröffnet.

Das Unternehmen wurde 1994 in Neuss-

Allerheiligen zum Zwecke der Forschung

und Entwicklung gegründet und wird in

Knapsack künftig unter anderem Kleinstmengen

spezieller chemischer Rohstoffe

nach modernen Synthesemethoden produzieren.

Diese Aromastoffe stellt das Unternehmen

Flavouristen zur Verfügung, die

hieraus Aromen beispielsweise für Fleisch,

Geflügel, Fisch, Süß- und Backwaren oder

auch Molkereiprodukte kreieren.

„Der Lebensmittelmarkt wächst, entsprechend

wachsen auch wir“, erläutert

Dr. Oliver Kaczmarek, Standortleiter der

Hanke Aromastoff Produktions GmbH,

die Gründe für die Neuansiedlung im

Chemiepark Knapsack. „In Neuss-Allerheiligen

gab es keine Möglichkeiten für

eine Expansion, deshalb ist die Entscheidung

auf den Chemiepark Knapsack mit

seiner hervorragenden Infrastruktur als

neuen Standort gefallen.“

Bei den zunächst acht Mitarbeitern

vor Ort – 13 Mitarbeiter sollen es auf

Sicht werden – handelt es sich ausschließlich

um qualifizierte und erfahrene

Fachkräfte. Sie betreiben im Chemiepark

keinen „Produktionsbetrieb“ im

klassischen Sinn, sondern arbeiten nach

strengen Sicherheitskriterien im Laborbetrieb.

„Dieser wird dank technischer

Einrichtungen wie beispielsweise einer

speziellen Verbrennungsanlage nahezu

emissionsfrei vonstattengehen“, bekräftigt

Dr. Kaczmarek. „Für die Anwohner

wird demnach keinerlei Geruch oder

Sonstiges wahrzunehmen sein.“

Die Neuansiedlung der Hanke Aromastoff

Produktions GmbH ist ein weiteres

ausgesprochen positives Signal für

die Zukunft des Standorts Knapsack.

Das neue Laborgebäude der Hanke Aromastoff Produktions GmbH im Chemieparkteil Knapsack

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Chemiepark Knapsack

Erfolgreiche deutsch-chinesische Zusammenarbeit

Win-Win-Situation für

gemeinsame Entwicklung

Chinas führendes Utility-Unternehmen Beijing Enterprises ist neuer Gesellschafter der

EEW Energy from Waste GmbH.

Ü

ber ein halbes Jahr ist mittlerweile vergangen, seitdem

Anfang März der Verkauf der EEW Energy from

Waste GmbH vom schwedischen Finanzinvestor EQT

an den chinesischen Energie- und Wasserversorger Beijing

Enterprises Holdings Limited (BEHL) vollzogen wurde. Den

Verkaufsprozess beschreibt Bernard Kemper, Vorsitzender der

Geschäftsführung EEW Energy from Waste GmbH, als extrem

spannend. „Die EEW-Gruppe, die mit ihren Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern als führende Marktteilnehmerin über eine herausragende

Branchenexpertise verfügt, war für viele Investoren

von höchstem Interesse. Den Zuschlag hat aber nicht das

Unternehmen mit dem höchsten Gebot erhalten, sondern

BEHL“, erläutert Bernard Kemper. „Der Verkaufsprozess war

ein Wettbewerb, bei dem sich BEHL mit dem besten Zukunftskonzept

durchgesetzt hat. Nicht allein wegen des Preises,

sondern gerade und auch wegen des Gedankens einer langfristigen

Partnerschaft“, so der EEW-Chef.

Der chinesische Mischkonzern Beijing Enterprises ist

hauptsächlich in den Geschäftsbereichen Erdgas, Abwasserreinigung

und Wasseraufbereitung sowie Abfallverwertung

aktiv. Hinter dem Erwerb von EEW, so Bernard Kemper, habe

deshalb ganz klar gestanden, das Know-how im Bereich der

energetischen Abfallverwertung auf dem heimischen wie dem

asiatischen Markt zu erweitern. Beweggründe, die in China

angesichts der immensen Herausforderungen in Sachen Umweltschutz

und ressourcenschonender Energiegewinnung auf

der Hand lägen.

Der Mischkonzern Beijing Enterprises beschäftigt weltweit

etwa 110.000 Mitarbeiter. In China betreibt BEHL insgesamt 17

Anlagen zur thermischen Abfallbehandlung, 13 Energy-from-

Waste-Anlagen sowie vier Sonderabfallbehandlungsanlagen

zur Beseitigung gefährlicher Abfälle. Der Konzern ist damit

zehntgrößter Marktteilnehmer im Reich der Mitte.

Innerhalb der BEHL-Familie wird EEW als eigenständige

© Bundesregierung

Unterzeichnungszeremonie im Rahmen der 4. deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in der Großen Halle des Volkes, links von hinten nach

vorne: Bernard Kemper (EEW Energy from Waste GmbH), Jochem Heizmann (VW), Hubert Lienhard (Voith) und Jens Assheuer (WindMW GmbH). Im

Hintergrund Bundeskanzlerin Angela Merkel und Premierminister Li Keqiang.

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Chemiepark Knapsack

Marke erhalten bleiben. Dies sei ebenso Konsens wie das klare

Bekenntnis zu Helmstedt als Firmensitz und Zentrale der internationalen

EEW-Gruppe, ergänzt Bernard Kemper und sagt

weiter: „Fest steht aber auch, dass die zukünftige Ausrichtung

des Unternehmens Präsenz auch dort verlangt, wo Kunden

und Stakeholder ihren Sitz haben. Daher planen wir, dass EEW

in Zukunft mit jeweils einem eigenen Büro in Peking und Hongkong

vertreten sein wird.“

BEHL selbst verbindet mit der Übernahme der EEW-

Gruppe die Chance, seine Vision eines grünen Wachstums

weiterzuentwickeln und proaktiv in Übersee-Märkte zu expandieren.

Eine wichtige Bedeutung dabei haben in den Augen

von BEHL die reichhaltigen Erfahrungen der EEW-Gruppe bei

der Entwicklung und dem Betrieb von Energy-from-Waste-

Anlagen. Dieses Know-how könne im chinesischen Markt dazu

beitragen, Standards beim Umweltschutz und bei der Behandlung

fester Siedlungsabfälle zu verbessern sowie ein weiteres

Wachstum des Anlagenparks in China zu forcieren.

Bereits kurz nach der Übernahme von EEW hatte Beijing

Enterprises bekannt gegeben, zu einem späteren Zeitpunkt

Teile von EEW weiterverkaufen zu wollen, um weiteres Kapital

zu generieren. Vorraussetzung sei jedoch, dass BEHL größter

Einzelgesellschafter bleibe. Mit dem Silk Road Fund war dieser

strategische Investor gefunden. Im Juni dieses Jahres konnte

Bernard Kemper als Teil einer Wirtschaftsdelegation nach China

reisen. Im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und

des chinesischen Premierministers Li Keqiang unterzeichnete

er eine Absichtserklärung des Silk Road Funds, sich neben

BEHL an EEW zu beteiligen. Für EEW-Chef Bernard Kemper

ein Glücksfall: „Durch die Beteiligung von Silk Road erhalten

wir für unsere weitere Entwicklung Unterstützung von höchster

politischer Ebene sowie Zutritt zu weiteren Märkten.“

EEW will weiteres Wachstum in Deutschland, auf dem europäischen

und auch dem südostasiatischen Markt. Dirk Böhme,

Standortchef der EEW im Chemiepark Knapsack, sieht

daher auch vor dem Hintergrund seiner bisherigen Kontakte

mit dem Management der BEHL die Entwicklung sehr positiv:

„Wer davon ausgeht, dass unsere chinesischen Partner nur

auf unser Know-how aus sind, liegt eindeutig falsch. Es ist vielmehr

ein Geben und Nehmen. Das haben die vielfältigen Besuche

der chinesischen Delegationen auch in Knapsack gezeigt.

Die sich aus dem Know-how beider Unternehmen ergebenden

Synergien werden die technologische Vorreiterrolle der EEW

und auch von BEHL weiter ausbauen. Ich bin gespannt und

freue mich daher auf die sich immer mehr intensivierende Zusammenarbeit

mit unseren chinesischen Partnern.“

EEW Energy from Waste

Traditionsveranstaltung im Chemiepark Knapsack

Safety Day 2016

bei Bayer CropScience

Erneuter Teilnehmerrekord beim Safety Day in Knapsack: Mit rund 400 Besuchern konnte die

Anzahl der Teilnehmer im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um etwa 100 gesteigert werden.

A

ber nicht nur Bayer-Mitarbeiter,

sondern auch zahlreiche Mitarbeiter

von Partnerfirmen waren

eingeladen und nahmen an dem Sicherheitstag

teil. Alle Aktivitäten waren in die

Standortaktion „3P – sicher in Knapsack“

und sicher im Team“ eingebettet.

„Diese große Resonanz auf unsere

Angebote drückt den Stellenwert und das

Interesse der Beschäftigten an Sicherheit

aus. Wir alle stehen zu 100 Prozent hinter

dem Sicherheitsgedanken von Bayer und

arbeiten weiter an Verbesserungen sowie

innovativen Konzepten“, sagte Standortleiter

Bernd Nowack, der ein weiteres Zeichen

setzte, indem er den Safety Day im

Chemikalienschutzanzug eröffnete. Dabei

war „Sicherheit“ an diesem Tag weithin

sichtbar: Ein großer mit Helium gefüllter

Ballon mit Bayer-Logo schwebte über dem

Festgelände und machte den Safety-Day-

Platz vor dem Gebäude 2702 zur „Sicherheitszentrale“.

Welche Gefahren eine Autofahrt bei

schlechter Sicht, in alkoholisiertem Zustand

oder bei rutschigem Fahrbahnuntergrund

birgt, erlebten die Gäste in einem

Fahrsimulator. Ein Volltreffer für die Sicherheit:

Bei technischen Demonstrationen zur

Verfahrens- und Anlagensicherheit erhielten

die Interessierten wichtige Tipps zum

Umgang mit elektrischem Strom sowie

zum mechanischen EX-Schutz an Armaturen

und Kreiselpumpen. Neuheit: Die

beiden hölzernen Figuren Knix und Knax

brachten korrektes ergonomisches Arbeiten

in eindrücklichen Posen näher.

Die Kurzvorträge zu „Stress“ und „Gesunder

Schlaf“ stießen ebenfalls auf her-

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Chemiepark Knapsack

Großes Interesse an der Veranstaltung zeigten nicht nur die Mitarbeiter von Bayer CropScience,

sondern auch Mitarbeiter von Partnerfirmen.

vorragende Resonanz und waren jeweils

voll ausgebucht. Und natürlich: Traditionell

präsentierte der Standort zum Safety Day

sein neues Jahresposter. Für 2017 steht es

unter dem Motto „Wir wachsen weiter. Unser

Engagement für Sicherheit auch“.

Dr. Hans-Joachim Danz, QHSE Manager

des Standorts Knapsack: „Der Safety

Day hat uns wieder einmal geholfen, unsere

Sicherheitskultur zu verdeutlichen. Denn

letztlich sind es die eigenen Mitarbeiter

und die Beschäftigten von Partnerfirmen

sowie deren Vorgesetzte, die durch ihr persönliches

Verhalten diese Sicherheitskultur

leben müssen.“

Bayer CropScience AG

InfraServ Knapsack engagiert sich

Ausbildungsstart

für 29 Auszubildende

Der industrielle Dienstleister erhöht die Zahl der neuen Auszubildenden-Plätze in 2016 drastisch

und gibt der Jugend eine Chance

D

er Bedarf an Fachkräften steigt; das hat auch eine positive

Auswirkung auf die Zahl der Auszubildenden bei

der InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG. Dirk Borkenhagen,

Leiter der Ausbildung im Unternehmen, weiß Entsprechendes

zu berichten: Statt wie bisher 22 Frauen und Männer

beginnen im September dieses Jahres erstmals 29 junge Menschen

ihre Lehrzeit.

Am Anfang steht idealerweise eine gelungene Einführung

ins Unternehmen. Borkenhagen freut sich: „Die beiden Orientierungstage

für unsere Auszubildenden laufen nach bewährter Methodik

ab. Besonders toll, dass wir in diesem Jahr den Kreis der

neuen Auszubildenden vergrößern konnten.“ Am 1. und 2. September

trafen sich „die Neuen“: neun zukünftige Industriemechaniker,

elf Elektroniker, zwei Mechatroniker, drei Industriekaufleute,

ein Fachinformatiker, ein Systemelektroniker und eine Fachfrau

für Systemgastronomie stehen am Anfang ihrer Ausbildung. Außerdem

wird noch eine Fachfrau für Schutz und Sicherheit aus

dem EQJ-Programm (Einstiegsqualifizierungsjahr) ihre Ausbildung

beginnen. Ziel der Veranstaltung Anfang September war es, das

Unternehmen vorzustellen, wichtige Informationen zum Arbeitsleben

zu vermitteln und sich untereinander kennenzulernen.

Das Konzept für die Orientierungstage sieht einen lockeren

Wechsel von Kennenlernspielen und verschiedenen anderen

Programmpunkten vor. Am ersten Tag standen Themen wie die

Begrüßung durch die Geschäftsleitung oder Sicherheit im Chemiepark

auf der Agenda.

Auch die Vorstellung der Betriebsgastronomie mit anschließendem

gemeinsamem Mittagessen, ein Vortrag über

die Aufgaben der Abteilung Kommunikation und natürlich eine

Werksrundfahrt gehörten zum Programm. Aktionen unter dem

Motto „Wer bin ich?“ und „Wer ist wie ich?“ erleichterten das

Kennenlernen und brachten nicht zuletzt auch Spaß. Am zweiten

Tag lösten sich erneut verschiedene Themenblöcke mit

offenem Austausch und Begegnung ab. Angelegenheiten wie

z. B. Beurteilungs- und Förderbögen, die Vorstellung der

InfraServ-Gefahrenanalyse (INGA) und PaulienePlus (verhaltensorientierter

Arbeitsschutz) und einiges mehr wurden fachkundig

von den jeweils Zuständigen im Vortrag vorgestellt und im

Dialog besprochen. Die Jugend- und Auszubildendenvertretung

sowie der Betriebsrat begrüßten die Auszubildenden.

Zwischen den einzelnen Modulen gab es an beiden Tagen

genügend Raum, interessante Informationen rund ums Unternehmen

zu vermitteln. Ist man neu im Betrieb, stellen sich viele

Fragen: Wie nutze ich das Intranet? Was heißt Ideenmanage-

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Chemiepark Knapsack

Das Puzzle symbolisiert die vielfältigen Informationen, die die neuen Auszubildenden an ihrem ersten Tag erhielten.

ment? Wie verhalte ich mich im Chemiepark? Welche Sonderleistungen

gibt es? Und, und, und …

Am Ende der Orientierungstage sind die Gesichter nicht

mehr fremd, Unsicherheiten verschwunden und erste Kontakte

geknüpft. Die Fahrt nach Hellenthal im Oktober wird die Einführung

der Azubis vollenden, das Team weiter stärken. Die Ausbildung

kann beginnen. Wir wünschen allen neuen Auszubildenden

einen guten Start und eine erfolgreiche Zeit!

Azubis im Chemiepark Knapsack

Klar zum Durchstarten!

Vier junge Männer stehen bei Clariant am Beginn ihres Berufslebens.

J

an Ohrem, Sami Abu Quta, Nico

Berkle und Simon Schmitz, alle

jung, alle motiviert – das sind

die neuen Auszubildenden bei der Clariant

Plastics & Coatings (Deutschland)

GmbH in diesem Jahr. Am 9. September

hießen der Betriebsratsvorsitzende Reiner

Wirsbitzki und der stellvertretende

Standortleiter Dr. Martin Sicken die vier

im Casino des Feierabendhauses herzlich

willkommen.

Der Einladung zur Begrüßungsfeier

waren neben den Auszubildenden der

anderen Jahrgänge auch Betriebsleiter,

Ausbildungsbeauftragte, Gewerkschaftsvertreter

und ein Mitglied der Personalabteilung

aus Ahrensburg gefolgt. Wirsbitzki

freute sich über das rege Interesse und

die den Azubis gegenüber gezeigte Wertschätzung.

„Das heute ist eure Veranstaltung“,

betonte er, „wir möchten euch

nicht nur das Unternehmen vorstellen,

sondern euch im Anschluss eine erste

Möglichkeit zum Gespräch geben mit

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Chemiepark Knapsack

den Kollegen, die euch in den nächsten

Jahren begleiten werden.“ Azubis

der älteren Jahrgänge werden eine Art

Patenschaft übernehmen, um den Neuzugängen

den Einstieg in die „Clariant-

Familie“ zu erleichtern. Das Unternehmen

als Familie, eine Idee, die auch Dr. Martin

Sicken gefällt, denn gewünscht ist eine

Identifikation mit Clariant, die über das

bloße Arbeitsverhältnis hinausgeht, eben

ein „Wirgefühl“.

Dieser Gedanke findet auch darin

seinen Ausdruck, dass unter den vier

Männern zwei Söhne von Mitarbeitern

(Sami Abu Quta und Simon Schmitz)

eingestellt wurden. „Stimmt die Qualifikation,

freuen wir uns immer, Mitarbeiterkinder

auszubilden“, erklärte der Betriebsratsvorsitzende.

Dann gab Dr. Martin Sicken, Leiter

technisches Marketing und Entwicklung

in der Geschäftslinie Flammschutzmittel,

einen Überblick über das weltweit führende

Spezialchemie-Unternehmen Clariant

und die Clariant Plastics & Coatings

(Deutschland) GmbH im Besonderen. Er

sprach von der Bedeutung dieses Firmenzweigs,

der über 40 % des Umsatzes

des Gesamtunternehmens erwirtschaftet,

und von der Geschäftslinie Flammschutzmittel,

für die der Standort Knapsack

steht. Anschaulich beschrieb er die Verwendung

von Flammschutzmitteln, die

Clariant liefert, etwa für die Inneneinrichtung

von Flugzeugen oder auch für das

iPhone. Sicken lachte: „Für alle Unternehmen,

die Wert auf nachhaltige, umweltverträgliche

Produkte legen, sind wir die

Richtigen! Wir produzieren die Flammschutzmittel

und sie gehen hinaus in alle

Welt, kommen dann irgendwann aber in

unsere Taschen zurück.“

Schließlich stellte Reiner Wirsbitzki

kurz den siebenköpfigen Betriebsrat

vor, lieferte einige allgemeine Informationen

zur Ausbildung und nannte die

Leiter der einzelnen Betriebe und die

jeweiligen Ausbildungsleiter. Für die

beiden zukünftigen Chemikanten, den

Industriemechaniker und den Elektroniker

für Automatisierungstechnik standen

außerdem „Schatzkisten“ bereit. Ihr Inhalt:

ein Tagesticket für die kooperierenden

Fitnessstudios, ein Hinweis auf

das Ideenmanagement bei Clariant, bei

dem Verbesserungsvorschläge prämiert

werden, und die Schatzkarte, auf der der

Weg vom Ausbildungsbeginn über die

Azubifahrt bis zum Ende der Probezeit

verzeichnet ist. Ab sechs Monate nach

Ausbildungsbeginn kann der Antrag gestellt

werden auf tarifliche Altersvorsorge,

ein wahrer Schatz für alle Kolleginnen

und Kollegen.

Bevor es weiterging zur Begrüßung

in die RHEIN-ERFT AKADEMIE, gab es

Gelegenheit, sich bei Fingerfood zu stärken

und das ein oder andere Gespräch

zu suchen.

Wir wünschen frohes Schaffen und

eine erfreuliche Ausbildungszeit oder wie

Dr. Sicken formulierte: „Wir beglückwünschen

Sie zum Ausbildungsbeginn und

wir beglückwünschen auch uns, weil wir

Sie gewinnen konnten!“

Sie sind die Neuen bei Clariant: vorne rechts (und dort von links nach rechts): Simon Schmitz, Nico Berkle, Sami Abu Quta und Jan Ohrem.

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Chemiepark Knapsack

Für den Fall, den niemand möchte …

Zentrale Einsatzleitung in der

Akademie

Spielerisch und dennoch ernsthaft probten die Mitglieder der Zentralen Einsatzleitung den

Ernstfall unter sachkundiger Anleitung.

W

enn die Mitglieder der Zentralen

Einsatzleitung des Chemieparks

Knapsack einen

Turm aus Legosteinen bauen, sich dabei

gegenseitig Anweisungen und Tipps geben,

wenn sie Telefonate führen und sich

Notizen machen, um eine Gefahrensituation

einzuschätzen, und Besprechungen

einberufen, um weitere Schritte abzusprechen,

dann bereiten sich die Kollegen

auf einen Ernstfall vor.

Sollte es zu einem Ereignis im Chemiepark

Knapsack kommen, sind die

Mitglieder des Krisenstabs trainiert und

können routiniert mit der Situation umgehen.

Der Krisenstab im Chemiepark

setzt sich aus Kollegen der Standortunternehmen

sowie der InfraServ Knapsack

zusammen und besteht somit aus einer

Mischung von vielseitigen Qualifikationen

mit technischem und naturwissenschaftlichem

Know-how, spezifischen Chemiepark-

und Anlagenkenntnissen, aber auch

Führungs- und Entscheidungskompetenzen.

Diese Vielfältigkeit ist einzigartig und

ein großer Vorteil, wenn es darum geht,

ein Ereignis professionell abzuarbeiten.

Neben den regelmäßigen Übungen

im Chemiepark hatten die Mitglieder des

Krisenstabs jetzt die Gelegenheit, an einem

zweitägigen Seminar an der Akademie

für Krisenmanagement, Notfallplanung

und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler

teilzunehmen.

Die Gruppe von 14 Teilnehmern aus

dem Chemiepark wurde einem Übungsleiter

aus dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz

und Katastrophenhilfe zugewiesen,

der die Hürther die beiden

Tage durchweg betreute. Zu Beginn des

Die Mitglieder der Zentralen Einsatzleitung übten den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall.

Seminars gab der Übungsleiter den Teilnehmern

Gruppenaufgaben, durch die

die Teams gestärkt werden sollten. Beispielsweise

galt es, einen großen Turm

aus Legosteinen entsprechend einem

Modell nachzubauen. Allerdings konnte

immer nur ein Teammitglied einen Blick

auf den Modellturm werfen. Und die Kollegen

durften entweder zeichnen, aber

nicht reden oder sprechen, ohne dabei

mit den Händen zu zeigen. Und die Teilnehmer

lernten, miteinander präzise und

verständnisvoll zu kommunizieren.

Anschließend wurde den Teilnehmern

ein Szenario präsentiert, in dem sie sich als

Krisenmanager zurechtfinden mussten. Sie

alle waren plötzlich Mitarbeiter eines fiktiven

großen Stromversorgers. Ein Unwetter

hatte die Versorgung in weiten Teilen Westdeutschlands

lahmgelegt. Eine zusätzliche

Hiobsbotschaft machte die Runde:

Ein Mitarbeiter, der im Ausland eingesetzt

war, war urplötzlich spurlos verschwunden.

Immer wieder riefen Medienvertreter an.

Behörden verlangten Auskünfte. Worum

kümmern sich die Mitarbeiter als Erstes?

Wer ist offizieller Ansprechpartner? Wie

gehen wir mit den Kunden um? Inwieweit

werden Aktionäre informiert?

Stundenlang ging es in den Seminarräumen

wie in einem Bienenstock zu:

geschäftig und durchorganisiert. Jeder

Kollege erhielt eine eigene Position in

dem Szenario, die er erfüllen musste.

Die Übungsleiter mimten die drängenden

Journalisten. Und immer wieder wurden

neue Informationen durchgegeben, durch

die die Krisensituation weiter inszeniert

wurde. Die Teilnehmer veranstalteten Mini-Pressekonferenzen,

gaben imaginären

Großkunden Informationen durch, und sie

überlegten, wie sie Techniker losschicken

könnten, um die Energieversorgung wieder

sicherzustellen.

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Chemiepark Knapsack

Die Teilnehmer waren begeistert. „Wir

haben viele Werkzeuge für eine gute

Routine und fürs Team-Building an die

Hand bekommen“, erklärte Dirk Böhme,

Kraftwerksleiter des Ersatzbrennstoff-

Kraftwerks in Knapsack. „Beides rüberzubringen

ist wirklich gelungen.“ Auch

die Organisation vor Ort wurde deutlich

gelobt. Vor allem aber sind der Lerneffekt

und die gewonnene Routine in

einem Abschlussgespräch gelobt worden.

„Ich nehme sehr viel mit“, resümierte

Dr. Manfred Lysek, Geschäftsführer

der Abwasser-Gesellschaft Knapsack.

„Deshalb wäre eine Wiederholung top.“

Auch InfraServ-Knapsack-Geschäftsleiter

Dr. Clemens Mittelviefhaus war bei dem

zweitägigen Seminar dabei. „Wir haben

im Chemiepark alle ein gemeinsames

Interesse“, sagte er. „Und das ist ein

professionelles Notfall- und Krisenmanagement

für den Chemiepark. Schadensbegrenzung,

Beherrschen von Krisensituationen

und handlungsfähig bleiben.

Daher sehe ich die Erfahrung, die wir hier

gesammelt haben, als unerlässlich.“

Was ist die AKNZ?

Die AKNZ ist eine zentrale Aus- und

Fortbildungseinrichtung des Bundesamtes

für Bevölkerungsschutz

und Katastrophenhilfe. Ihr Angebot

richtet sich in erster Linie an öffentliche

Einrichtungen, welche Aufgaben

in der zivilen Sicherheitsvorsorge

wahrnehmen. So finden zum

Beispiel in Ahrweiler regelmäßig

die sogenannten LÜKEX-Übungen

(länderübergreifende Krisenmanagementübung/Exercise)

statt.

RHEIN-ERFT AKADEMIE begrüßt zum 6. Mal Schüler aus Prag

Durch Erasmus+ nach Knapsack

Ausländisches Praktikum im Bereich Chemie. Ein Vorteil auf dem Arbeitsmarkt.

D

ie Rhein-Erft Akademie begrüßte

Ende August zum 6.

Mal 22 Schülerinnen und

Schüler aus Prag im Alter von 18 bis 19

Jahren, die ein zweiwöchiges Praktikum

im Produktionstechnikum im Rahmen

des Programms Erasmus+ absolvierten.

Die Jugendlichen stammen alle

von der Masaryk-Fachmittelschule für

Chemie aus Prag. Begleitet wurden sie

von der stellvertretenden Schulleiterin

Iva Chalupová und dem Deutschlehrer

Lubomir Pergler. Finanziert wird dieses

Programm von der Europäischen Union.

Die RHEIN-ERFT AKADEMIE ist seitens

der EU als aufnehmende Gesellschaft

akkreditiert, für alle Mitgliedsstaaten der

Europäischen Union Projekte nach dem

Erasmus+-Programm durchzuführen.

Im Technikum der RHEIN-ERFT

AKADEMIE wurden unter der Leitung

von Ludwig Volkelt an produktionstechnischen

Anlagen verfahrens- und produktionstechnische

Grundlagen vermittelt.

Das Praktikum ist für die Schülerinnen

und Schüler von immenser Bedeutung

für ihre weitere berufliche Laufbahn.

Hier werden neben fachlichen

Kompetenzen auch internationale Kompetenzen

vermittelt. Diese Fähigkeiten

werden im Studium und am Arbeitsmarkt

heutzutage gefordert.

Neben den Lerneinheiten im Technikum

wurde den Praktikanten ein umfassendes

Programm wie Teamtraining

im Hochseilgarten, Stadtbesichtigung in

Köln und eine Führung in der Dokumentationsstätte

im Regierungsbunker

in Ahrweiler geboten.

RHEIN-ERFT AKADEMIE

Die Besucher aus der Tschechei. Ludwig Volkelt, ganz links, vermittelte die Grundlagen.

12 KnapsackSpiegel 10.|11.2016


Chemiepark Knapsack

Neuer Mitarbeiter bei der InfraServ Knapsack

Der Herr der Netze

Der neue Leiter des Segments Netze innerhalb der Ver- und Entsorgung stellt sich und seinen

Arbeitsbereich vor.

W

enn Hendrik Majewski seinen

Tätigkeitsbereich bei der InfraServ

Knapsack beschreiben

soll, schwingt auch etwas Stolz in

seiner Stimme mit. „Wir betreiben hier

die Lebensadern des Chemieparks“, sagt

der neue Leiter des Geschäftssegments

„Netze“ in der Ver- und Entsorgung. „Wir

sind sozusagen dafür zuständig, dass die

Nährstoffe verteilt und die anfallenden

Abfallprodukte wieder entsorgt werden.“

Der 33-Jährige ist zum 1. Juli von den

Düsseldorfer Stadtwerken nach Knapsack

gekommen und jetzt verantwortlich

für 34 Mitarbeiter.

Es war ihm vor allem wichtig, nach

mehreren Jahren mit stark verwaltungslastigen

Tätigkeiten wieder näher an der

Technik zu sein. Der gelernte Gas- und

Wasserinstallateur hat nach seinem Versorgungstechnik-Studium

zwar lange als

Projektingenieur bei den Düsseldorfer

Stadtwerken gearbeitet, aber auch im

technischen Controlling und im Risikomanagement

– und er hat an der Entwicklung

neuer Geschäftsmodelle auf dem

Kraftwerksmarkt mitgewirkt.

„Vor allem die Vielfalt meiner neuen

Aufgaben hier bei der InfraServ reizt

mich“, sagt er. „Wir sind für den sicheren

Transport vieler unterschiedlicher Medien

durch die Rohrleitungsnetze zuständig

und auch für die zukünftige Ausrichtung

der Netzstrukturen.“

Das „wir“ betont Majewski. Er habe

einen sehr kooperativen Führungsstil,

sagt er. Es sei ihm wichtig, offen und auf

Augenhöhe miteinander zu kommunizieren,

Potenziale gemeinsam zu erkennen

und umzusetzen und jeden Mitarbeiter eigenverantwortlich

arbeiten zu lassen. „Ich

bin am liebsten selber so geführt worden

und das möchte ich an mein Team hier

weitergeben.“

Um ihn ein wenig besser kennenzulernen,

haben wir ihm ein paar Fragen

gestellt:

Wie würden Sie einem Kind Ihren Beruf

erklären?

Meiner dreijährigen Tochter sage ich immer,

dass ich im weiteren Sinne mit dafür

verantwortlich bin, dass das Wasser aus

dem Hahn kommt und der Strom aus der

Steckdose. Auch damit, dass es Kunststoffverpackungen

gibt, habe ich zu tun.

Was wollten Sie selbst als Kind werden?

Eine Zeit lang wollte ich Pilot werden und

für Technik habe ich mich auch schon

immer interessiert. Ich habe sogar als

Kind von etwa vier Jahren mal einen

Kurzschluss verursacht, weil ich verbotenerweise

ein Stromkabel abisoliert habe.

Das Interesse war also schon immer vorhanden.

Wann wurde Ihnen klar, welchen Beruf

Sie ergreifen möchten?

Ich stecke meine Energie immer in die

momentane Aufgabe. So war auch meine

berufliche Laufbahn immer von Entwicklungen

geprägt.

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie

sich gerne einmal treffen?

Berühmte Menschen interessieren mich

eher nicht – zumindest nicht deshalb, weil

sie berühmt sind. Ich habe im alltäglichen

Leben schon so viele spannende Persönlichkeiten

getroffen, die mir viel mehr

mitgeben konnten. Manchmal wüsste ich

vielleicht gerne, was sich Salvador Dalí

bei seinen Bildern gedacht hat. Die geben

mir so manches Rätsel auf.

Über welches Kompliment haben Sie

sich zuletzt gefreut?

Über die reiche Beteiligung an meiner

Hendrik Majewski

Verabschiedungsfeier bei meinem letzten

Arbeitgeber habe ich mich sehr gefreut.

Das zeugt von Wertschätzung. Und auch

über die freundliche Aufnahme hier im

Chemiepark Knapsack.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an

einem Menschen besonders?

Ehrlichkeit, Offenheit, Loyalität, vertrauensvolles

Miteinander, Empathie, Gelassenheit.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?

Der Thriller „Der Menschenmacher“ von

Cody McFadyen. Aber ich habe noch gar

nicht richtig reingeschaut.

Wo findet man Sie an einem Sonntagnachmittag

um 15 Uhr?

Auf dem Spielplatz, im Zoo – meist gehören

die Wochenenden meiner Tochter

Fiona.

Wo ist der schönste Ort für Sie außerhalb

von zu Hause?

Ich denke, ich bin noch zu jung, um mich

da festzulegen. Aber auf dem Sitz eines

Sportmotorrads, in einem Boot auf dem

Wasser, in den Bergen oder auch in einer

Kneipe in der Düsseldorfer Altstadt bin

ich gern. Beeindruckend war der Sonnenaufgang

an der Golden Gate Bridge.

KnapsackSpiegel 10.|11.2016

13


Chemiepark Knapsack

Arbeitssicherheit geht alle an

Mehr Sicherheit durch neue

Drehschrauber

Jörg Lüttgen ist seit dem 1. Juli Sicherheitsfachkraft – seine Ausarbeitungen führen zum

sukzessiven Austausch der alten Schlagschrauber-Generation.

E

s gibt viele Vorschriften und Gesetze,

die den Schutz von Mitarbeitern

am Arbeitsplatz regeln.

Für InfraServ Knapsack ist es nicht nur

oberstes Gebot, diese Vorgaben einzuhalten

– Ziel ist es, diese noch zu verbessern

sowie zu steigern und somit dem Mitarbeiter

den höchstmöglichen Schutz am Arbeitsplatz

zu geben. Durch Innovation und

den Ideenreichtum der Mitarbeiter wird das

Arbeiten im Unternehmen noch sicherer

gemacht. Ein Beispiel: Die Wahl des richtigen

Drehschraubers kann die Sicherheit

des Mitarbeiters erhöhen. Jörg Lüttgen ist

seit dem 1. Juli im Team Arbeitssicherheit

als Sicherheitsingenieur tätig. Im Rahmen

der Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit

hat sich der 49-Jährige des

Themas Schallemissionen von Druckluftschlagschraubern

angenommen. Das Ergebnis

ist erstaunlich.

Lange Zeit waren pneumatisch angetriebene

Schlagschrauber die erste Wahl

zum schnellen Lösen und Anziehen von

Flanschverbindungen. Doch der Lärm,

der von den Geräten ausgeht, ist erheblich.

Nicht ohne Grund trägt der Mitarbeiter,

der mit dem Schlagschrauber arbeitet,

einen speziellen Gehörschutz. Doch

neben den Geräuschen haben die pneumatisch

angetriebenen Schlagschrauber

weitere Nachteile. Die Vibrationen sind

erheblich und die Emission von Ölaerosolen

wurde bislang aufgrund fehlender

Alternativen hingenommen. Auch wenn

der Mitarbeiter geschützt ist, so sind die

Belastungen für die Mitarbeiter im Arbeitsumfeld

vorhanden.

Jetzt sollen die pneumatisch angetriebenen

Schlagschrauber durch eine

neue Generation von Drehschraubern

(elektrisch- pneumatisch und akkubetrieben)

sukzessiv ausgetauscht werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Der

Lärmpegel verringert sich und die neuen

Geräte sind vibrationsarm. Chronische

Verletzungen an Händen, Armen und Gelenken

werden vermieden. Die Emission

von Öldämpfen entfällt. Die neuen Geräte

arbeiten so drehmomentgenau, dass ein

Nachziehen mit Drehmomentschlüsseln

entfällt. Die Belastungen, denen die Mitarbeiter

ausgesetzt sind, werden geringer.

Und beim Kunden kommt der Einsatz von

neuen und modernen Geräten auch gut

an.

Der Bereich der Arbeitssicherheit

soll bei InfraServ Knapsack noch weiter

ausgebaut werden. Derzeit zählen fünf

Mitarbeiter dazu, in Zukunft sollen es

acht sein. Ein Zeichen, wie wichtig der

Geschäftsleitung die Sicherheit ihrer Mitarbeiter

ist.

Lüttgen: „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

sind grundsätzliche Führungsaufgaben.

Unsere Aufgabe ist es,

Führungskräfte und ausführende Mitarbeiter

beratend zu unterstützen und zu

sensibilisieren. Wir wollen helfen, arbeitssicherheits-

und gesundheitsgerechtes

Verhalten aller Mitarbeiter zu fördern. Nur

mit einem gemeinsamen Sicherheitsverständnis

aller sind wir in der Lage, unsere

Ziele umzusetzen.“

Jörg Lüttgen, neue Sicherheitsfachkraft bei der InfraServ Knapsack.

14 KnapsackSpiegel 10.|11.2016


Chemiepark Knapsack

Mitarbeiter der InfraServ Knapsack informierten sich

Der Explosion auf der Spur

Ein Experiment mit brennbaren Stoffen zeigt, wie wichtig der sorgsame Umgang mit dem

Medium ist.

Z

wei Tropfen Benzin, ein bisschen

Sauerstoff und ein kleiner Funke

reichen aus, um eine Explosion

auszulösen. Wie viel vorsichtiger sollte

man dann erst sein, wenn man täglich mit

einem großen Rohrnetzsystem zu tun hat,

in dem rund um die Uhr leicht entzündliche

Gase transportiert werden.

Im Rahmen der alljährlich vorgeschriebenen

Gefahrstoffschulung haben

sich 14 Mitarbeiter der Ver- und Entsorgungsabteilung

der InfraServ Knapsack

am 14. Juli auf den Weg zum Gasund

Wärmeinstitut (GWI) nach Essen gemacht,

um dort in einem experimentellen

Vortrag zu erfahren, worauf man beim

Umgang mit brennbaren Stoffen achten

sollte.

„Normalerweise klären wir die Mitarbeiter

nur theoretisch über die Gefahren

auf“, sagt Berthold Menne, Teamleiter

des Bereichs Rohrnetze. „Wenn man

aber mal im Experiment gesehen hat,

wie schnell und heftig etwas explodieren

kann, ist die Anschaulichkeit und damit

auch der Lerneffekt wesentlich größer.“

Er hatte auch die Idee zu der Exkursion

und leitete zusammen mit Thomas

Theisen, Leiter der Ver- und Entsorgung,

maßgeblich ihre Umsetzung in die Wege.

Und der Aufwand hat sich nach

Meinung der beiden Organisatoren gelohnt:

In mehreren Vorträgen zeigte Thomas

Gindler von der Berufsgenossenschaft

ETEM den InfraServ-Mitarbeitern

die Macht und Unkontrollierbarkeit der

Explosion. Er referierte über brennbare

Gase, Flüssigkeiten und Feststoffe,

über besondere Vorsichtsmaßnahmen im

Umgang mit Sauerstoff, über sonstige

Gefahrenquellen und über die Eignung

von bestimmten Löschmitteln – immer

Gar nicht so einfach: das Löschen eines Gasbrandes

begleitet von praktischen Beispielen und

Experimenten.

Schon in ganz alltäglichen Situationen,

wie zum Beispiel beim Aufstehen

von einem Bürostuhl oder beim Aussteigen

aus einem Auto, könne es zur

Ladungstrennung und damit zu statischer

Elektrizität kommen, erklärte Gindler. Entlädt

sich diese schlagartig, können sich

Funken bilden und ausströmendes Gas

entzünden. Das gehe manchmal schneller,

als man denkt.

Im Vorführungsteil am Nachmittag

wurden auch ganz praktische Szenarien

demonstriert, wie zum Beispiel

der Baggereinbruch in eine Gasleitung

mit anschließender Explosion oder ein

Gasunglück im Wohnhaus. Dabei wurde

gleichzeitig der Zweck von schwer

entflammbarer Schutzkleidung gezeigt:

Während die Alltagskleidung der einen

Puppe mit dieser fast untrennbar verschmolz,

zog sich die andere Puppe in

Schutzkleidung nur leichte Schäden zu.

Der Tag hinterließ bei allen Exkursionsteilnehmern

bleibende Eindrücke, wie

die sich anschließende Diskussion und

das positive Feedback zeigten. „Die Vorträge

und Vorführungen waren richtig gut

und sehr eindrucksvoll. Auch für die in

unseren Systemen vorkommenden giftigen

und ätzenden Stoffe sollte ein solches

experimentelles Vorgehen möglich

sein, um die Gefährlichkeit dieser Stoffe

ebenso anschaulich zu demonstrieren“,

sagt Berthold Menne.

KnapsackSpiegel 10.|11.2016

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16 KnapsackSpiegel 10.|11.2016


Chemiepark Knapsack

Rollentausch in der RHEIN-ERFT AKADEMIE

Wenn die Chefin zum Azubi wird

„Interessant, mal die Rolle zu wechseln und die RHEIN-ERFT AKADEMIE aus einem anderen

Blickwinkel zu sehen“ – Dr. Kerstin Vorberg, Geschäftsführerin der RHEIN-ERFT AKADEMIE,

hospitierte einen Tag in der Technik.

A

ls Chemikerin kennt Kerstin Vorberg

die (handwerkliche) Arbeit

im Labor. Auch mit Heimwerkertätigkeiten

hat sie ihre Erfahrung, aber

mit Metallbearbeitung hatte sie in ihrem

Leben noch keine Berührungspunkte und

mit entsprechenden Zerspanungsmaschinen

schon gar nicht.

Dies sollte sich im Mai 2016 ändern:

Sie hospitierte einen Tag in den Werkstätten

der RHEIN-ERFT AKADEMIE. Nach

einer Sicherheitsbelehrung, Erläuterungen

zur Funktionsweise der Maschinen sowie

einer Skizze des zu fertigenden Werkstücks

und des Vorgehens ging es los.

Ihre Aufgabe war es, ein Werkstück zu

drehen. Ein Azubi durfte in die Rolle des

Ausbilders schlüpfen und sie betreuen.

Nach der Fertigstellung hat er das Werkstück

in den Maßen geprüft und die Arbeit

bewertet: Eine kleine Ungenauigkeit und

ein Schönheitsfehler ergaben eine 2. „Mal

selbst an der Maschine zu stehen und

eine Stufenwelle mit den entsprechende

Präzisionsanforderungen herzustellen

war aufregend, spannend und beeindruckend“,

so Vorberg. Durch die Hospitation

erhielt sie einen guten Einblick in den bedeutenden

Bereich der technischen Berufe.

Auch um ein Gefühl für den Alltag der

Azubis wie auch Ausbilder zu bekommen,

war dieses kleine Praktikum ein vielfältig

interessantes Erlebnis.

„Ich finde es enorm wichtig, solche

realen Erfahrungen zu haben, weil man so

authentischer im Sinne der RHEIN-ERFT

AKADEMIE und ihrer Produkte am Markt

agieren kann, als wenn man die Angebote

immer nur aus der Ferne im Vorbeigehen

sieht oder Abläufe nur theoretisch kennt.

Das ist auch sehr positiv für das gegenseitige

Verständnis im täglichen Miteinander

und damit für die Unternehmenskultur.“

RHEIN-ERFT AKADEMIE

Ob der Umgang mit der Metallfeile ebenso gut funktioniert wie mit dem Kugelschreiber? Kerstin

Vorberg wollte es wissen.

KnapsackSpiegel 10.|11.2016

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Chemiepark Knapsack

Freude über den Ausbildungsabschluss

Betreuung auf höchstem Niveau

Lossprechung der Auszubildenden der InfraServ Knapsack

D

er eine hat dünne Kabel in der Prozessanalysentechnik

verarbeitet, der andere armdicke Kabel bei der Ver- und

Entsorgung angeschlossen. Beides erfolgte im Rahmen

des Projektes Pflanzenschutzmittelanlage 5 (PSM 5).

Die Lossprechung in diesem Sommer spiegelte auch bei

den Azubis die volle Bandbreite der InfraServ Knapsack wider.

Die einen waren schon mehrfach an anderen Standorten eingesetzt

worden, die anderen würden auch gerne mal Außenluft

schnuppern. Dennoch waren sich alle einig: Die Betreuung der

Auszubildenden liegt auf höchstem Niveau. Hierfür bedankten

sich alle beim Ausbildungsleiter Dirk Borkenhagen und bei der

Geschäftsleitung.

Sichtlich stolz über den eigenen Erfolg tauschten sich die

jungen Gesellen mit der Geschäftsleitung, den Leitern von Personal

und Kommunikation sowie dem Betriebsrat und dem Ausbildungsleiter

über die gemachten Erfahrungen und Zukunftspläne

aus. In erstaunlicher Offenheit wurden aber auch Verbesserungsmöglichkeiten

und Hürden thematisiert und wenn es nur der

fehlende Zugang zu Gebäuden bei Reparaturen ist. Lösungen

wurden schnell gemeinsam gefunden und jetzt angegangen.

Geschäftsleiter Ralf Müller gratulierte Marc-Erec Bonrath,

Lukas Hennen, Sebastian Wilden, Jan Tetzner, Stefan Langecker,

David van Deenen und Yannik Wirtz. Aber auch den aus

Urlaubsgründen oder wegen Arbeitseinsatz leider nicht anwesenden

Caroline Jewski, Fabian Brand und Marcel Schostock.

„Sie alle haben den Weg beschritten, den Sie sich ausgesucht

haben, und dies mit beachtlichem Erfolg“, gratulierte

Manfred Daub vom Betriebsrat und zeigte sich sehr zufrieden,

dass es alle geschafft haben, und das mit hoher Qualität.

Für alle geht das Lernen weiter, denn bei dem einen

stehen die Prüfungen des dualen Studiums direkt vor der Tür

und andere müssen jetzt lernen, wie Ausbildungsinhalte und

Kundenanforderungen im Alltag vor allem eigenverantwortlich

umgesetzt werden müssen, und das bei sich immer wieder verändernden

technischen Anforderungen.

Wir gratulieren allen Gesellen zur abgeschlossenen Ausbildung

und wünschen ihnen für den weiteren Lebensweg alles

Gute.

Geschafft! Sie freuen sich über den Ausbildungsabschluss: v. l. Yannik Wirtz, David van Deenen, Stefan Langecker, Sebastian Wilden, Marc-Erec Bonrath,

Jan Tetzner und Lukas Hennen. Beglückwünscht wurden sie von Thomas Sengelmann (Personal), Dirk Borkenhagen, Manfred Daub und Ralf Müller

(hintere Reihe von links).

18 KnapsackSpiegel 10.|11.2016


Chemiepark Knapsack

Arbeitsalltag in den Wasch- und Badehäusern

Hier putzt der Teamleiter

Christoff Jakobs, Teamleiter Facility Management bei InfraServ Knapsack, verschafft sich regelmäßig

einen ganz praktischen Blick auf den Alltag der Mitarbeiter.

D

ie drei Badewärter des Facility

Managements haben täglich

eine ganze Menge zu tun: Sie

reinigen die beiden großen Wasch- und

Badehäuser in den Werksteilen Knapsack

und Hürth, in denen sich die Mitarbeiter

der ISK und der Standortkunden im Chemiepark

Knapsack duschen und umziehen

können. Zu den Aufgaben der Badewärter

gehört es auch, die 2300 Spinde (davon

1400 in Hürth) sauber zu halten sowie Anmeldungen

und Abmeldungen zu regeln.

Nachdem Christoff Jakobs vor dreieinhalb

Jahren Teamleiter des Facility

Managements wurde, wollte der gelernte

Kaufmann wissen, wie eigentlich der Arbeitsalltag

der Badewärter aussieht. Wie

bringt man so etwas am besten in Erfahrung?

Man packt mit an, und zwar einen

ganzen Tag lang.

Seither macht Jakobs an ein bis zwei

Terminen im Jahr den kompletten Arbeitsablauf

in den Badehäusern mit. Er

schwingt etwa den Wischmopp und bedient

die Reinigungsmaschine. „Ich wollte

ein Gefühl dafür bekommen, wie es in der

Praxis abläuft“, erklärt er. „Als Kaufmann

hatte ich davon ja zunächst keine Ahnung.“

Aber die zu bekommen, war ihm

wichtig: „Der Chef soll nicht nur Forderungen

stellen, sondern sich kümmern. Erst

dann kann ich die Arbeit richtig bewerten.“

Es sei anstrengend und schweißtreibend,

mit anzupacken, aber man komme

schnell mit den Mitarbeitern ins Gespräch,

auch über private Dinge. „Das ist ein

bisschen wie in der Sendung Undercover

Boss“, sagt Jakobs schmunzelnd. In

diesem Jahr habe er mit dem Kollegen

Joachim Mersdorf sehr gut zusammengearbeitet,

und zu zweit sei es richtig schnell

gegangen.

Wenn, dann aber richtig putzen … Joachim Mersdorf (rechts) achtet darauf, dass Christoff Jakobs

seine Aufgabe gut macht …

Besonders wichtig: Die Maßnahme

schafft einerseits Vertrauen, andererseits

kann Jakobs die Arbeitsabläufe genau

unter die Lupe nehmen. „Wir wollen uns

ja immer noch verbessern und effektiver

werden.“ Da sei es auch seine Aufgabe,

gemeinsam mit den Mitarbeitern auf neue

Ideen zu kommen. Zum Beispiel: Wie

vermeidet man, dass der Boden vom Reinigungsmittel

schmierig bleibt? Wie kann

man die Spinde schneller reinigen, wie

die An- und Abmeldung noch besser regeln?

Auch die Arbeitsschutzmaßnahmen

werden unter die Lupe genommen: Sind

wirklich alle Vorgaben sinnvoll?

Bei den Badewärtern komme es jedenfalls

positiv an, dass der Teamleiter

mitputze, weiß Jakobs. Er selbst nehme

auch viel für sich mit, „es ist immer ein

kleines Highlight“. Darum sollen die Aktionstage

natürlich fortgesetzt werden, und

zwar nicht nur in den Waschhäusern.

Künftig möchte der Teamleiter auch einmal

einen Tag mit den Hausmeistern verbringen

und ihren Arbeitsalltag kennenlernen.

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KnapsackSpiegel 10.|11.2016

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Chemiepark Knapsack

Unser Werksarzt berät:

Kopfschmerz

Fast jeder kennt ihn: Mal ist er bohrend oder pochend, mal

ziehend oder drückend, mal unerträglich oder auch nur unterschwellig

vorhanden. Auf jeden Fall ist er immer eines:

lästig! Ursachen gibt es zahlreiche, und bisweilen ist ein

Besuch beim Arzt sinnvoll. Im Folgenden erfahren Sie das

Wichtigste zu diesem Thema.

Kopfschmerzen entstehen durch eine Reizung von schmerzempfindlichen

Strukturen im Kopfbereich, können also an

unterschiedlichen Stellen ihren Ursprung haben. Nur die

Hirnsubstanz selbst ist nicht schmerzempfindlich. Sie gehören

zu den häufigsten Gesundheitsstörungen – ca. 70 %

der deutschen Bevölkerung sind wiederkehrend oder sogar

ständig kopfschmerzgeplagt, Frauen häufiger als Männer.

In über 90 % der Fälle handelt es sich um eine primäre

Kopfschmerzform, der keine andere Erkrankung als Ursache

zugrunde liegt. Wie diese Kopfschmerzen entstehen, ist

noch immer nicht genau bekannt. Wesentlich seltener sind

sekundäre Kopfschmerzen aufgrund einer anderweitigen

Erkrankung – z. B. orthopädischen Ursprungs, bei HNOoder

Augen-Erkrankungen, bei Erkrankungen des zentralen

Nervensystems oder der inneren Organe (u. a. Bluthochdruck),

bei Störungen im Mund-Kiefer-Bereich, durch

Alkohol, Medikamente oder Nahrungsmittel, durch Koffein-

Entzug, aber auch psychisch bedingt.

Über 250 verschiedene Arten von Kopfschmerzen sind inzwischen

bekannt. Die häufigsten – allesamt „primär“ – sind

der Spannungskopfschmerz (beidseitig, konstant drückender

Schmerz, meist mit Begleitsymptomen), die Migräne (intensiv,

anfallsartig, evtl. über mehrere Tage, meist halbseitig,

mit Begleiterscheinungen und ggf. „Aura“ vor der Attacke),

der Cluster-Kopfschmerz (intensiv, anfallsartig gehäuft, auch

nachts, halbseitig, im Bereich Auge/Schläfe, mit vermehrtem

Tränenfluss, „Bewegungsunruhe“) sowie der zervikale

Kopfschmerz (von der Halswirbelsäule ausgehend, i. d. R.

einseitig, mit Bewegungseinschränkung der HWS und Begleiterscheinungen).

Die Behandlung soll vor allem eine rasche Schmerzlinderung

bewirken. Verschiedene chemisch definierte Schmerzmittel

oder auch spezielle Migräne-Medikamente („Triptane“) kommen

zum Einsatz. Hilfreich können bei bestimmten Formen

auch Dehnübungen, Massagen oder Wärmeanwendungen

im Bereich der Nackenmuskulatur sein. Manch einem hilft

bereits äußerlich angewendetes Pfefferminzöl.

Aber: Alle Selbsttherapie hat ihre Grenzen! Tritt Kopfschmerz

länger als drei Tage lang oder anfallsartig gehäuft auf, ist er

mit Begleitsymptomen verbunden (z. B. Übelkeit/Erbrechen,

neurologische Ausfälle), steht er im Zusammenhang mit eingenommenen

Medikamenten oder betrifft er Kinder, sollte

immer ein Arzt aufgesucht werden, der dann ggf. weiterführende

Untersuchungen veranlasst.

Achtung: Auch häufig eingenommene Schmerzmittel können

Kopfschmerzen auslösen!

Möchte man selbst seinem Kopfschmerz, dem Anfallsmuster

und etwaigen Auslösern auf den Grund gehen, kann ein

Kopfschmerz-Tagebuch sehr hilfreich sein.

Die Vorbeugung besteht u. a. darin, Auslöse-Faktoren zu

vermeiden. Präventiv wie auch therapieunterstützend sind

Stressbewältigungsmaßnahmen und Ausdauersport überaus

hilfreich. Laut einer aktuellen Studie wirkt sich Sport

deutlich positiv auf Stärke, Häufigkeit und Dauer von Migräne-Attacken

aus, was durch den Abbau von Stress-Hormonen

und ein Ansteigen der Schmerzschwelle erklärt wird.

Leiden Sie an Kopfschmerzen und fragen sich, ob eine ärztliche

Abklärung vielleicht erforderlich wäre? Ihre Werksärztliche

Abteilung hilft Ihnen gerne weiter.

20 KnapsackSpiegel 10.|11.2016


Chemiepark Knapsack

Mehr Sicherheit durch neues Schlüsselsystem

Missbrauch mit verlorenen

Ausweisen ausgeschlossen

Neues Schlüsselmanagement wird im Chemiepark Knapsack eingeführt.

„D

er Markt der Zutrittskontrollsysteme

befindet sich

seit einigen Jahren im Wandel

und digitalisiert sich rasend schnell“,

berichtete Christoff Jakobs, Teamleiter im

Facility Management der InfraServ Knapsack

(ISK), die für das Schlüsselmanagement

in den Gebäuden der InfraServ Knapsack

zuständig ist. Zu den klassischen,

mechanischen Schließungen kommen elektronische

Systeme, die einfach und schnell

programmiert werden können, sodass die

Zugangsberechtigungen flexibel den sich

immer schneller verändernden Anforderungen

angepasst werden. Der Mitarbeiter

kann dann mit einem Transponder entsprechend

seiner Berechtigung die Türen oder

Schlüssel öffnen oder eben nicht mehr.

Das Problem: Elektronische Systeme

lassen sich zwar zentral programmieren,

sodass die Zugangsberichtigung für jeden

einzelnen Mitarbeiter auf einfache Art und

Weise vergeben und verwaltet werden kann.

Es müssen aber alle Türen ans Netzwerk

angeschlossen werden, um „online“ mit der

Programmierungssoftware kommunizieren

zu können. „Der Montage-Aufwand solcher

Schließanlagen, speziell in Bestandsgebäuden,

ist enorm und daher in der Regel wirtschaftlich

uninteressant“, erläuterte Jakobs.

Diese Schwierigkeit kann man durch ein sogenanntes

„Offline-System“ umgehen, bei

dem ein programmierbarer Zylinder oder

Türbeschlag verbaut wird. Dann ist aber die

zentrale Programmierung nicht mehr möglich,

weil jeder Zylinder bei Änderungen einzeln

programmiert werden muss. Jakobs:

„Das ist bei rund 400 Geräten ebenfalls sehr

aufwendig.“

Deswegen setzt InfraServ künftig auf

ein System der Firma Interflex, das heute

bereits an den Werkszufahrten zum Ein-

Achim Frauenrath ist der Herr der Ausweise und schaltet diese für elektronische Schlösser frei.

satz kommt und eine Kombination aus

Netzwerk-Technik und Offline-Geräten darstellt.

Der Clou: „Die Zutrittsberechtigungen

werden jeden Tag für 24 Stunden neu

vergeben.“ Verliert ein Mitarbeiter seinen

Werks-ausweis, dann ist ein Missbrauch

nicht mehr möglich, da die Gültigkeit automatisch

erlischt. Jakobs: „Ein verloren

gegangener Ausweis, den jemand findet, ist

absolut wertlos.“

Christoff Jakobs nennt einen weiteren

Vorteil: „Die Kollegen vom Facility Management

und Werkschutz nutzen dann

ein gemeinsames Computersystem; Thema

Synergieeffekte.“ Die neue Technik soll sukzessiv

eingeführt werden, etwa dann, wenn

interne wie auch externe Kunden ein modernes,

elektronisches Schließsystem wünschen,

bestehende mechanische Anlagen

nicht mehr an die Bedürfnisse angepasst

werden können oder in einem Gebäude

eine Sanierung ansteht. Federführend für

das Schlüsselmanagement bei ISF Service

ist Herr Achim Frauenrath.

Tagesaktuelle INFOS

für CHEMIEPARK-Mitarbeiter AUF:

www.chemiepark-knapsack.de/

arbeiten/cpk-intern

KnapsackSpiegel 10.|11.2016

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Chemiepark Knapsack

22 KnapsackSpiegel 10.|11.2016


Chemiepark Knapsack

Die RHEIN-ERFT AKADEMIE erweitert ihr Programm

Experten für innovative Produkte

und Prozesse in der Industrie

Die Rheinische Fachhochschule (RFH) ist neuer Kooperationspartner beim Studiengang

Prozesstechnik.

I

n Kooperation mit der Rheinischen

Fachhochschule aus Köln bietet die

RHEIN-ERFT AKADEMIE ab dem

kommenden Wintersemester 2016/2017

den Bachelorstudiengang Prozesstechnik

an. Marketingreferentin Jasmin Hausberg

(JH) sprach mit Prof. Dr. Gerd Brosig,

Studiengangsleiter Prozesstechnik an der

Rheinischen Fachhochschule, sowie mit

Andrej Matthes, Studiengangsverantwortlicher

bei der RHEIN-ERFT AKADEMIE.

JH: Was sind die Inhalte des Studiengangs

Prozesstechnik?

Brosig: Im Studium Prozesstechnik lernen

die Studierenden, Stoffumwandlungsprozesse

zu beschreiben, zu berechnen

und zu optimieren. So lernen sie

z. B., aus Rohöl Benzin, Diesel und viele

weitere chemische Rohstoffe herzustellen.

Sie werden dazu ausgebildet, die

Produktionsschritte von Medikamenten,

Kosmetika und Kunststoffen zu verstehen

und auf Prozesse in größeren Maßstäben

zu übertragen.

JH: Welche Voraussetzungen müssen

Interessenten mitbringen, um dieses

Studium aufnehmen zu können?

Matthes: Für das ausbildungsintegrierende

Studium ist das Abitur erforderlich,

damit die erforderliche Verkürzung der

Ausbildungszeit z. B. zur Chemikantin

oder zum Chemikanten auf 2,5 Jahre

(anstatt 3,5 Jahre) ermöglicht wird. Für

das berufsbegleitende Studium ist eine

hinreichend lange berufliche Tätigkeit im

Anschluss an die Ausbildung (z. B. als

Chemielaborant, Chemotechnikerin oder

Industriemeister Chemie) unerlässlich,

wenn Kenntnisse daraus als Studienleistung

berücksichtigt werden sollen. Das

Besondere: Das berufsbegleitende Studium

ist auch für Meister oder beruflich

Qualifizierte ohne Abitur möglich. Grundsätzlich

sollten die Interessenten neben

diesen formalen Zugangsvoraussetzungen

eine naturwissenschaftlich-technische

Neigung mitbringen.

JH: Wie sieht der genaue Ablauf des

Studiums aus?

Brosig: Nach der Anmeldung und einem

Orientierungsgespräch bei meinem Kollegen

Andrej Matthes sowie der Zulassung

durch uns als Hochschule beginnt

im September die Vorlesungszeit. Dabei

werden in den ersten drei Semestern die

grundlegenden Fächer Mathematik, Physik,

verschiedene Richtungen der Chemie

sowie Thermodynamik und EDV an

der RHEIN-ERFT AKADEMIE vermittelt.

Da sich dieses Studium an Berufstätige

und Auszubildende richtet, finden diese

Lehrveranstaltungen zweimal pro Woche

abends und/oder samstags im Chemiepark

Knapsack in Hürth statt.

Zu Beginn des vierten Semesters wechseln

die Studierenden an den RFH-

Campus nach Köln zur Vertiefung in

den verfahrenstechnischen Fächern

(u. a. Chemische, Mechanische und

Thermische Verfahrenstechnik). Das

Studium schließt mit einer im Unternehmen

durchgeführten Bachelorarbeit

im achten Semester ab.

RHEIN-ERFT AKADEMIE

Dr. Gerd Brosig

Andrej Matthes

Ansprechpartner:

Andrej Matthes, 02233 48-6908 oder

bpt@rhein-erft-akademie.de

KnapsackSpiegel 10.|11.2016

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Chemiepark Knapsack

leserbrief

Radweg von Brombeeren befreit

Michael Carus, Geschäftsführer der nova-Institut

GmbH, ist seit Kurzem ein stolzer Besitzer eines

E-Bikes. Was lag nun näher, als mit dem E-Bike

von Berrenrath den kurzen Weg zum Chemiepark zu

fahren – wenn da nicht die Brombeertriebe im Weg

gewesen wären! Die Brombeertriebe stellten gefährliche

Fallen auf dem Fahrradweg dar – teilweise war

der Fahrradweg komplett überwuchert und ein Ausweichen

auf die Straße wegen Gegenverkehr keine

Option. Um auch andere Fahrradfahrer zu schützen,

schritten Michael Carus und seine Frau Dr. Asta Partanen

zur Tat und rückten den Brombeertrieben mit

Gartenscheren zu Leibe. Vorerst ist alles wieder gut

– alle Fahrradfahrer sind aufgerufen, regelmäßig ihre

Gartenscheren mitzunehmen und die Brombeeren im

Blick zu behalten. Bei dem diesjährigen Sommerwetter

wachsen sie mehrere Meter im Monat.

Michael Carus

Michael Carus schreitet zur Tat …

Foto: Dr. Asta Partanen

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Neue Online-Therapie bei Depressionen

DAK-Gesundheit bietet Versicherten Internet-Selbsthilfeprogramm

Die DAK-Gesundheit verbessert die Versorgung bei

psychischen Erkrankungen. Als erste gesetzliche

Krankenkasse bietet die Krankenkasse ihren Versicherten

in Hürth das Online-Programm „deprexis24“

an. Der Vorteil: Die webbasierte Therapie

kann sofort gestartet und von zu Hause aus

durchgeführt werden. Eine große Studie hat die

Wirksamkeit dieser Verhaltenstherapie für Menschen

mit leichten und mittelschweren Depressionen

bestätigt.

„Wer an Depressionen leidet, braucht schnell Hilfe“,

sagt Ingo Tiedtke, Key-Account-Manager der DAK-

Gesundheit für die Unternehmen im Chemiepark

Knapsack. „Doch meist sind die Wartezeiten auf

einen Therapieplatz lang.“ Besonders für Menschen

in ländlichen Regionen sei die Online-Therapie

deshalb eine gute Option. Die Wirksamkeit hat die

Krankenkasse zuvor mit einer wissenschaftlichen

Studie belegt: Mit dem Selbsthilfeprogramm sinkt

der Schweregrad der Depression in relativ kurzer

Zeit ab, Lebensqualität und soziale wie berufliche

Leistungsfähigkeit steigen. So können beispielsweise

lange Fehlzeiten im Job vermieden werden. „Mit

dem Programm können wir die klassische Psychotherapie

nicht ersetzen“, erklärt Tiedtke. „Es hilft aber dabei,

Krisen zu meistern und Wartezeiten gut zu überbrücken.“

Psychische Erkrankungen führen immer

häufiger zu Krankschreibungen und Fehltagen. Laut

DAK-Gesundheitsreport war 2015 bundesweit jeder

20. Arbeitnehmer betroffen, psychische Erkrankungen

belegten den dritten Platz der Fehltage-Statistik.

So funktioniert deprexis24: Das Online-Programm

ist interaktiv und passt die Inhalte genau auf die

Bedürfnisse der Patienten an. Wer beispielsweise

mit Entspannungsübungen nichts anfangen kann,

bekommt alternative Hilfsangebote. „Wir empfehlen

den Betroffenen, das Programm ein- bis zweimal

pro Woche für mindestens 30 Minuten zu nutzen“,

so Tiedtke. Anschließend vertiefen persönliche

Nachrichten, zum Beispiel über SMS, die Kerngedanken

der jeweiligen Übung, um den positiven

Effekt zu verstärken. Die Online-Therapie basiert auf

den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie.

Die DAK-Gesundheit bietet das Programm allen

Versicherten an, die mindestens 18 Jahre alt sind

und an einer leichten bis mittelschweren Depression

leiden. Alle Angaben unterliegen strengen Datenschutzkriterien.

Eine ärztliche Verordnung ist nicht

nötig. Nutzbar ist das Online-Programm über Computer,

Tablet und Smartphone. Ausführliche Infos gibt

es im Internet unter www.dak.de/deprexis.

24 KnapsackSpiegel 10.|11.2016


Chemiepark Knapsack

Leben in Knapsack

ISK-Läufer in Top-Kondition

Bewiesenermaßen in Topform: die (laufenden) Mitarbeiter der ISK

50 Starterinnen und Starter der

InfraServ Knapsack präsentierten

sich bei strahlendem Sonnenschein

beim B2Run in bester Form.

Das Team hatte jede Menge Spaß

und alle waren sichtlich begeistert.

Das Ziel des B2Run war es, eine

5-km-Laufstrecke zu absolvieren.

Dabei konnte jedes Unternehmen

seinen Teamgeist und besonders

sein sportliches Können vor zahlreichen

Kunden und Zuschauern

unter Beweis stellen. Stolz zeigte

sich die InfraServ Knapsack im

eigens angefertigten Laufshirt. Abschluss

und Höhepunkt des Tages

war für alle Teilnehmer der Zieleinlauf

im RheinEnergie Stadion mit

den rund 22.000 weiteren Teilnehmern.

Dies war neuer Teilnehmerrekord.

Der Chemiepark auf dem Familienfest

Am diesjährigen Familienfest der Stadt Hürth beteiligte sich erneut der Chemiepark Knapsack. Mit einem eigenen

Stand war er für die Besucher Anlaufstelle für deren Fragen zum Standort. Aber nicht nur Information, sondern

vor allem auch Spaß und Spiel waren Anziehungspunkt. So nutzten viele den Downhill-Fahrradsimulator, um sich

gegenseitig zu messen. Dazu gab es noch Informationsmaterial und kleine Geschenke in Besuchertaschen. Ob

Kinder oder Erwachsene, alle hatten sichtlich Spaß. Bei ausgezeichnetem Wetter und einem schönen Miteinander

von Ausstellern und Besuchern, war dies wieder ein gelungenes Fest, bei dem der Chemiepark Knapsack immer

wieder gerne dabei ist.

Eine Bildergalerie finden Sie auf der Internetseite des Chemieparks Knapsack unter

http://www.chemiepark-knapsack.de/leben/bildergalerie/

KnapsackSpiegel 10.|11.2016

25


Lieben Sie Klassik?

Dann machen Sie mit und gewinnen Sie Eintrittskarten

für ein Sinfoniekonzert!

Die Bürgerstiftung Hürth präsentiert am 26. November 2016 das Flora Sinfonie Orchester unter der Leitung von Thomas Jung im

Feierabendhaus Knapsack. Etwa 110 Musiker aller Altersklassen präsentieren Werke von Rachmaninow, Debussy und van Beethoven.

Siehe auch die Anzeige auf der Rückseite des KnapsackSPIEGEL.

Sie kennen es: Wer die fünf gestellten Fragen richtig beantwortet, kann 2 Eintrittskarten für das Konzert gewinnen. Von der Bürgerstiftung

haben wir 2 x 2 Karten erhalten, die wir verlosen wollen. Sie zu gewinnen ist nicht sehr schwierig, wenn Sie den KnapsackSPIEGEL aufmerksam

gelesen haben.

Hier sind die Fragen:

Rätsel-Ecke

1. Wie heißt das neue Unternehmen im Chemiepark Knapsack?

2. Wohin geht die Kennenlernfahrt der neuen Azubis der InfraServ Knapsack im Oktober?

3. Wie heißt der Herr der Ausweise bei der InfraServ Knapsack?

4. Welcher Sender berichtete live von der Nacht der Technik?

5. Wie viel Söhne von Mitarbeitern der Clariant haben jetzt ihre Ausbildung dort begonnen?

Senden Sie uns die Antworten entweder per E-Mail an knapsackspiegel@infraserv-knapsack.de oder als Fax an 02233 48-946376.

Einsendeschluss ist Freitag, der 28. Oktober 2016.

Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Impressum

Ihre Meinung

interessiert uns!

Herausgeber:

InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG

Industriestraße 300, 50354 Hürth

Tel.: 02233 48-6570

Fax: 02233 48-946570

knapsackspiegel@infraserv-knapsack.de

www.chemiepark-knapsack.de

Handelsregister Köln: HRA 18732

UST-IdNr.: DE 812 134 801

Redaktion:

Thomas Kuhlow (verantwortlich),

Günther Geisler

Sofern nicht anders angegeben, ist die

Redaktion der Autor der Artikel

Fotos:

Bayer CropScience, InfraServ Knapsack,

LyondellBasell, RHEIN-ERFT AKADEMIE,

Privat, Pixelio, DAK Gesundheit

Anzeigen:

Kommunikation / InfraServ Knapsack

Konzept / Gestaltung:

Bene Kom, Meerbusch, Carolin Wanner,

Kommunikation, InfraServ Knapsack

Satz / Druck:

Kesseler · Becker · Palm GmbH

Grippekovener Straße 5, 50354 Hürth

Druckauflage / Erscheinungsweise:

1.600 Exemplare / zweimonatlich, Jahrgang 19

© InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG

Nachdruck und Weiterverbreitung in allen Medien

und Onlinediensten nur mit Genehmigung der

Redaktion. Für unverlangt eingesandte Manuskripte

und Illustrationen keine Gewähr.

Haben Sie Fragen oder Anregungen

zum KnapsackSpiegel?

Dann rufen Sie uns gerne an unter

Tel.: +49 2233 48-6570 oder

Tel.: +49 2233 48-6376

Wir freuen uns auf Sie!

Günther Geisler & Thomas Kuhlow

26 KnapsackSpiegel 10.|11.2016


Leben in Knapsack

Termine 2016

26.10. Politischer Feierabend

Feierabendhaus Knapsack

26./27.10. VDI-Fachkonferenz

InfraServ Knapsack

in Stuttgart

24.11. Jahrestreffen

der Pensionärsvereinigung

Feierabendhaus Knapsack

23.11. Nachbarschaftsdialog

Halle Werkfeuerwehr

Wir gedenken

Albert Grotzki (96)

Früher: TAW Knapsack

Verstorben am 04.09.2016

Johann Offizier (86)

Früher: Carbid-Aufbereitung

Verstorben am 07.09.2016

Joseph Maus (80)

Früher: Polyvinylchlorid

Verstorben am 20.09.2016

Wussten Sie…

• dass 50% der Weltbevölkerung

nie einen Telefonanruf gemacht

oder erhalten haben?

• dass es unmöglich ist seinen

Ellbogen zu lecken?

• dass das Haar eine Länge von

9,42 Metern erreichen könnte,

wenn man es lebenslang wachsen

lassen würde?

• dass über 75% aller Menschen,

die dies hier lesen, versuchen

werden, ihren Ellbogen zu

lecken?

aus: Chemie & More

Pensionärsvereinigung

Die Pensionärsvereinigung:

Die Pensionärsvereinigung des Chemieparks Knapsack hält den Kontakt

ihrer Mitglieder zum Chemiepark und den am Standort tätigen

Unternehmen aufrecht. Sie richtet zudem Treffen und Ausflüge aus,

um das regelmäßige Wiedersehen ehemaliger Arbeitskollegen zu

ermöglichen.

So werden Sie Mitglied:

Verbundenheit

KontaKtpflege

tradition

Mitglied werden kann jeder, der bei der Hoechst AG, Werk Knapsack,

bei der Betreibergesellschaft des Chemieparks Knapsack, der Infra-

Serv Knapsack oder einem der Standortunternehmen bzw. deren

Nachfolgeunternehmen gearbeitet hat.

Mitgliedsbeitrag:

Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25,- Euro im Jahr. Das Beitrittsjahr

ist betragsfrei, sodass wir Ihnen die Möglichkeit bieten, hineinzuschnuppern.

Die Beitrittserklärung finden Sie im Internet unter

www.chemiepark-knapsack.de unter dem Reiter „Leben“.

Ansprechpartner:

Bernd Schiefer, Vorsitzender

Tel.: +49 22 35 / 68 83 96

Fax: +49 22 35 / 68 83 97

E-Mail: pensionaersvereinigung@chemiepark-knapsack.de

Personelle Veränderung bei LyondellBasell

Zum 1. Dezember dieses Jahres übernimmt Carsten Sluiter, zurzeit Sr. Engineer

Plant Integrity Monomer, die Funktion des Maintenance ManagerS für Knapsack. Carsten

Sluiter tritt damit die Nachfolge von Achim Portz an und wird in seiner Aufgabe

an Stephan Ständer berichten.

Bis zum 1. Dezember übernimmt vorübergehend Dietmar Sass das laufende Instandhaltungsgeschäft

in Knapsack. Die Nachfolge von Sluiter als Sr. Engineer Plant

Integrity Monomer wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.

KnapsackSpiegel 10.|11.2016

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