pro familia - Common Sense - Marketing + Kommunikation

commonsense

pro familia - Common Sense - Marketing + Kommunikation

• Familienplanung

• Beratung

• Sexualpädagogik


40 Jahre

pro familia

Hamburg

• Familienplanung

• Beratung

• Sexualpädagogik

September 2009


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 4

Grußwort von Senator Dietrich Wersich 5

Grußwort von Christiane Howe (Bundesverband pro familia) 6

Einleitung des Landesverbandes

pro familia Hamburg: 40 Jahre pro familia

pro familia – Für selbstbestimmte Sexualität 8 – 9

Leitlinien für die sexuellen und reproduktiven Rechte 10 – 11

Migration: Sei eigen – mit Respekt! 12

Plötzlich ist alles anders … 13

Versuch einer Zusammenfassung zum Thema:

Wandel der Familie

Die Balance zwischen Pflichtberatung und Selbst-

bestimmung: Schwangerschaftskonfliktberatung

7

14 – 15

16 – 17

Organigramm 18 – 19

Sexuelle Orientierung/Sexuelle Vielfalt 20

Ein Rückblick auf 40 Jahre pro familia in Hamburg 21 – 23

Der Förderverein 24

Mitgliedsantrag 25

Zukunft/Ausblick: Pornographie im Internet 26

Adressen und Sprechzeiten 27

Wir gratulieren der pro familia 28 – 33

Impressum 34

4


Dietrich Wersich

Senator für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz

Grußwort

Unsere Einstellung zu den Themen Partnerschaft und

Sexualität hat sich in den vergangenen Jahrzehnten

stark gewandelt. Heute ist unsere Gesellschaft

geprägt von einer selbstbestimmten Sexualität und einer

Kultur, in der unterschiedliche partnerschaftliche

Lebensweisen zunehmend akzeptiert und respektiert werden. Liebe, Solidarität, füreinander da sein,

können in vielfältiger Weise gelebt werden. An dieser Entwicklung hat pro familia wesentlich

mitgewirkt: Seit seiner Gründung im Jahr 1952 tritt der Verein bundesweit dafür ein, dass

Menschenrechte umgesetzt werden und sich die Lebensqualität in den Bereichen Sexualität und

Reproduktion verbessert.

Seit 40 Jahren ist pro familia auch in Hamburg insbesondere für junge Frauen und Männer eine

wichtige Anlaufstelle. Zu diesem runden Geburtstag gratuliere ich den Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern des Hamburger Landesverbandes sowie allen Mitwirkenden und Unterstützern

ganz herzlich. In den vergangenen vier Jahrzehnten haben Sie unzählige Frauen und Männer in

rechtlichen, finanziellen und medizinischen Fragen rund um die Themen Schwangerschaft,

Geburt und Elternschaft beraten und damit in vielen Fällen einen Beitrag für eine selbstbestimmte

Familienplanung und Sexualität geleistet. Dafür danke ich Ihnen und wünsche Ihnen auch weiterhin

viel Freude und positive Erlebnisse bei Ihrer Tätigkeit.

Den Leserinnen und Lesern dieser Festschrift wünsche ich eine unterhaltsame und spannende

Lektüre.

Dietrich Wersich

Senator für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz

Freie und Hansestadt Hamburg

5


Christiane Howe

Stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes pro familia

Grußwort

pro familia setzt sich für das Recht auf eigenverantwortliche

Familienplanung, auf sexuelle Selbstbestimmung

und gegen die Diskriminierung sexueller Lebensweisen

ein – für eine selbstbestimmte Sexualität.

Diese Zielsetzung – ja diese Vision – war durchaus nicht immer unumstritten. Sie ist es auch

heute nicht. Dabei leiten uns Visionen oft in unserem Alltag und im besten Falle im Beruf, geben uns

Kraft und Ideen, ermächtigen uns. Ohne Visionen, ohne eine Idee oder Vorstellung davon, wie wir

die Welt ein Stück besser gestalten können und wollen, geht keine Bewegung vorwärts. Konkrete

Visionen brauchen zudem eine genaue Analyse des Hier und Jetzt und die Reflektion der

eigenen Rolle wie die grundlegende Akzeptanz der anderen in ihrem Dasein. Erst daraus lassen sich

sinnvolle und nachhaltige Interventionen und Schritte ableiten.

pro familia Hamburg leistet dies seit 40 Jahren fundiert und engagiert, ausgestattet mit

einer großartigen Expertise. Sie ist Anlaufstelle für Ratsuchende unabhängig von Alter,

Geschlecht, Religionszugehörigkeit oder sexueller Orientierung und Anlaufstelle für Fachleute und

PolitikerInnen aller Couleur. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten, unterstützen, klären

auf, entwickeln weiter, mahnen und fordern. Sie sind am Puls der Zeit und füllen den

Beratungs- wie Fachverband rund um Fragen zur Sexualität mit Leben. Seine haupt- wie

ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen den Verband einzigartig. Ihnen allen sei

für ihre umfassende Arbeit und ihr Engagement ganz herzlich gedankt.

40 Jahren pro familia Hamburg! Im Namen des Bundesvorstandes gratuliere ich den

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hamburger Landesverbandes sowie allen Mitwirkenden

und Unterstützern von ganzem Herzen zu diesem Geburtstag. Ich wünsche Ihnen für die Zukunft

weiterhin gute Ideen, viel Kraft und Beharrlichkeit im Umsetzen und Voranbringen unserer Vision!

Den Leserinnen und Lesern dieser Festschrift wünsche ich eine kurzweilige, so unterhaltsame wie

informative Lektüre.

Christiane Howe

Stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes pro familia

Frankfurt am Main

6


7

Einleitung

des Landesvorstandes und der -geschäftsführung der

pro familia Hamburg

40 Jahre pro familia

40 Jahre pro familia in Hamburg – und wir, der

Vorstand, die Geschäftsführung sowie alle Vereinsmitglieder

und alle Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter des Hamburger Landesverbandes

sind stolz darauf!

40 Jahre – ein Alter, in dem man mitten im

Leben steht und noch viel Lust auf Neues hat.

So verstehen wir uns.

Seit der Gründung der pro familia Hamburg

im Jahr 1969 hat sich viel getan. Damals ging

es in erster Linie um bessere Aufklärung über

Schwangerschaftsverhütung und den legalen

Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen. Heute

steht pro familia, seit 2007 mit Geschäftsstelle

und Beratungszentrum im ehemaligen

Hafenkrankenhaus in St. Pauli beheimatet, für

mehr:

Wir beantworten unvoreingenommen alle

Fragen rund um die Themen Sexualität und

Partnerschaft sowie sexuelle Identität,

informieren und beraten Menschen jeden

Alters und jeder Herkunft – oft in schwie-

rigen Konfliktsituationen.

Hinter unserer Arbeit steht als großes Ziel die

Verwirklichung der sexuellen und reproduktiven

Rechte als Teil der allgemeinen Menschen-

rechte – mit der Überzeugung, dass jeder

Mensch ein Recht auf selbstbestimmte

Sexualität und Familienplanung sowie sexuelle

Gesundheit hat. Dazu brauchen Menschen Zugang

zur bestmöglichen Information, Beistand

und Beratung – genau dafür machen wir uns in

Hamburg stark.

Unsere Partner sind alle zu diesen Themen

wichtigen Organisationen und Behörden in

Hamburg. Zugleich sind wir über den pro

familia Bundesverband eingebettet in die

international größte unabhängige Organisation

für Familienplanung, die International Planned

Parenthood Federation (IPPF), die weltweit für

die Einhaltung der sexuellen und reproduktiven

Rechte kämpft.

Eine Botschaft ist uns zu unserem 40-jährigen

Jubiläum besonders wichtig: Unser Beratungsangebot

ist wesentlich umfangreicher, als viele

vermuten. Wussten Sie etwa, dass …

… die pro familia Hamburg mit ihrer Fach-

kompetenz regelmäßig Multiplikatoren wie

LehrerInnen, PädagogInnen sowie ÄrztInnen

fortbildet?

… wir im Jahr 2008 in mehr als

20.000 Beratungsanliegen Menschen weiterhelfen

konnten?

… sich unsere SexualpädagogInnen vor

Anfragen von Schulklassen und Jugend-

gruppen kaum retten, geschweige denn alle bedienen

können, da unsere Arbeit so anerkannt

und stark nachgefragt ist?

Mit dieser Broschüre möchten wir Ihnen

einen Überblick über unsere Organisation

(siehe Organigramm, Seite 18 – 19) und die

Vielfalt unserer Arbeit geben, mit Beiträgen

unserer Fachfrauen und -männer etwa zum

Wandel der Familie, zu Fragen der präna-

talen Diagnostik, zu aktuellen Entwicklungen der

Schwangerschaftskonfliktberatung, zur sexuellen

Orientierung, zu unseren interkulturellen

Projekten und zur Pornographie im Internet.

40 Jahre – Wir bleiben dran und müssen

wachsen, damit wir das leisten können, was

als Dienstleistungseinrichtung und Verband

unsere Aufgabe ist: Die Menschen in Hamburg

zu unterstützen, ihre Sexualität und Familien-

planung selbstbestimmt leben können. Unser

herzlicher Dank geht an alle, die uns dabei

unterstützen!

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim

Lesen der Broschüre und viel Spaß beim Besuch

unserer Veranstaltungen.

Vorstand und Geschäftsführung

des pro familia Landesverbandes Hamburg

Kerstin Falk,

Landesgeschäftsführerin,

pro familia Hamburg


Autorin

Annette Rethemeier,

Dipl.-Sozialpädagogin

pro familia engagiert sich als

Menschenrechtsorganisation

insbesondere für die Achtung

der Würde der Frauen, der

Stärkung ihrer sexuellen und

reproduktiven Rechte und ihrer

sexuellen Gesundheit.“

Eva Rühmkorf,

Ehrenvorsitzende des

Bundesverbandes der pro familia

pro familia

Für selbstbestimmte Sexualität

Dieser Slogan steht für das Engagement unseres

Verbandes für sexuelle und reproduktive

Gesundheit und Rechte von Frauen und

Männern.

Warum diese etwas sperrigen Begriffe?

Spätestens seit den UN-Konferenzen für Bevölkerung

und Entwicklung 1994 und für Frauen

1995 hat sich diese Terminologie durchge-

setzt. Die Abschlussdokumente von Kairo und

Peking markieren national und international

eine Weichenstellung in Familienplanungs-

konzepten und -programmen.

Seither werden Rechte im Bereich von Sexualität

und Reproduktion aus den allgemeinen

Menschenrechten abgeleitet und bleiben eng

mit ihnen verknüpft. Unser internationaler

Dachverband, die International Planned

Parenthood Federation (IPPF)*, hat als Reak-.

tion auf diesen Paradigmenwechsel ihre

„Charta der sexuellen und reproduktiven

Rechte“ formuliert. Diese ist nicht nur in der

globalen Debatte, sondern auch für pro familia

ein wichtiges Referenzdokument geworden,

aus dem sie für ihre Arbeit sogenannte Leitlinien

abgeleitet hat (vgl. nachfolgende Seiten).

Was hat das mit unserer konkreten Arbeit zu

tun?

Durch unsere Konzentration auf den Bereich

Sexualität, Partnerschaft und Familienplanung

haben wir es mit unterschiedlichen gesellschaftlichen

Wert- und Moralvorstellungen, mit

Tabus und gesetzlichen Normen zu tun, also

mit heiklen Themen, die oft mit Diskriminierung

und öffentlicher Empörung einhergehen und

auf der persönlichen Ebene nicht selten angstbesetzt

sind.

Mit ihrem auf Rechten basierenden Ansatz

bezieht pro familia in diesem Spannungsfeld

Position. Drei Beispiele dazu:

Beispiel 1: Familienplanungsversorgung

In diesem traditionellen pro familia-Arbeitsfeld

war und ist die Versorgung mit sicheren,

effektiven, unschädlichen und bezahlbaren Ver-

hütungsmitteln bis heute nicht zufrieden-

stellend geregelt.

War es in den Anfangsjahren für die pro

familia-Ärztinnen noch riskant, unverheirateten

jungen Frauen die Pille zu verschreiben,

ist heute eine zeitnahe, unkomplizierte

Versorgung mit der „Pille danach“ anders

als in anderen europäischen Ländern noch

nicht gewährleistet. pro familia setzt sich

seit langem für die rezeptfreie Abgabe der „Pille

danach“ ein.

In Hamburg gab es über Jahre eine vielbeachtete

Lösung, um Sozialhilfeempfängerinnen

und Frauen mit vergleichbar geringem

Einkommen (Auszubildende, Studentinnen,

Arbeitslose) von den Ausgaben für besonders

sichere, aber auch besonders kosteninten-

sive Verhütungsmittel wie Pille bzw. hormonelle

Langzeitverhütungsmethoden oder die Spirale

zu befreien.

Mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz

von 2004 wurde diese Möglichkeit abgeschafft.

Heute kommen immer wieder Frauen in die

Beratung, die ungewollt schwanger geworden

sind, weil sie sich diese Verhütungsmittel nicht

leisten können. pro familia sucht den Dialog

mit den politisch Verantwortlichen, um diesem

Missstand abzuhelfen.

Beispiel 2: Zugang zu Information und Be-

ratung für benachteiligte Frauen und Männer

Bis in die siebziger Jahre hinein hatten eingewanderte

Frauen und Männer nur einen erheblich

eingeschränkten Zugang zum deutschen

Gesundheitssystem. Sprachbarrieren, fehlendes

Wissen und ein grundsätzlich anderes

Verständnis von Gesundheit und Krankheit, von

Körperlichkeit, Sexualität, Partnerschaft und

Familie in den Herkunftskulturen schufen auch

zu spezialisierten Einrichtungen wie pro familia

große Distanz.

Durch intensive und kontinuierliche Zusammenarbeit

mit ausländischen und anderen deutschen

Kolleginnen aus behördlichen, kirchlichen

*IPPF ist die größte Nichtregierungsorganisation für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte.

Sie hat Mitgliedsorganisationen in 149 Ländern. pro familia war 1952 eines ihrer Gründungsmitglieder.

8


oder in freier Trägerschaft tätigen Einrichtungen

konnten Konzepte und Projekte entwickelt

und erprobt werden.

Sie verdeutlichten, was auf beiden Seiten – bei

MigrantInnen wie bei den etablierten Dienstleistern

– an Veränderung notwendig war, um

Integration zu ermöglichen.

Muttersprachliche bzw. zweisprachige Informationsmedien,

Weiterbildungen von BeraterInnen,

die Einstellung von KollegInnen mit Migrationshintergrund,

Kooperation und Vernetzung

sind Mittel, mit denen wir nach wie vor versuchen,

unsere Einrichtung zu öffnen.

Zugangsbarrieren im wörtlichen Sinn stellen

viele Einrichtungen besonders für Menschen

mit körperlichen Behinderungen dar.

Mit unserem Beratungszentrum im Gesundheitszentrum

St. Pauli haben wir erstmals

Räume, die beispielsweise auch für RollstuhlfahrerInnen

(fast) barrierefrei erreichbar

sind. Das Recht auf Zugang zu Informationen

gewährleistet pro familia auch durch ihren

barrierefreien Internetauftritt für sehbehinderte

Ratsuchende.

Beispiel 3: Verbesserung der Versorgung

bei Schwangerschaftsabbrüchen

Wenige Themen waren in der Vergangenheit

ähnlich tabuisiert wie der Schwangerschaftsabbruch.

Über viele Jahre waren auch in

Hamburg medizinisch kompetent und menschlich

respektvoll durchgeführte Abbrüche nicht

die Regel. pro familia hat es sich zur Aufgabe

gemacht, ungewollt Schwangeren und ihren

Partnern im Rahmen der gesetzlichen Regelungen

Information, Beratung und Unterstützung

anzubieten.

Anfang der achtziger Jahre gehörte dazu

auch die aktive Mitarbeit bei der Planung und

dem Aufbau des Familienplanungszentrums

Hamburg. Dort wurden Schwangerschaftsabbrüche

so durchgeführt, dass Frauen sie

physisch und psychisch gut verarbeiten

konnten – bis 2005 die finanzielle Förderung

für diesen Bereich eingestellt wurde.

9

pro familia

Für selbstbestimmte Sexualität

Auch wenn sich seither die Abbruchversorgung

in Hamburg quantitativ und qualitativ erheblich

verbessert hat, bleibt vieles zu wünschen

übrig: So sind nach wie vor Frauen meist nicht

darüber informiert, dass sie eine Wahl bei der

Abbruchmethode haben; die Finanzierung des

Abbruchs ist für viele eine Hürde; nicht immer

können sie sicher sein, freundlich behandelt zu

werden.

Das Tabu ist immer noch spürbar und wird

unter anderem durch selbst ernannte „Lebensschützer“

genährt. Frauen werden von ihnen

durch Fehlinformationen eingeschüchtert,

ÄrztInnen und BeraterInnen bedroht und diffamiert.

Das Recht auf freie Entscheidung für Frauen

und ihre Partner ist keine Selbstverständlichkeit

und muss immer wieder eingefordert werden.

pro familia hatte in ihrer Geschichte immer

den Anspruch, sich dort zu engagieren,

wo sexuelle und reproduktive Rechte verletzt

werden. Neben den oben genannten Beispielen

gehörte immer dazu, sexualisierte Gewalt

in allen Facetten zu thematisieren, sich für

die Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher

Lebensweisen oder die gesellschaftliche Integration

HIV-Erkrankter einzusetzen. Unser

präventiver Anspruch will besonders Kinder

und Jugendliche in der Wahrnehmung ihrer Bedürfnisse

und Grenzen und in der Entwicklung

ihrer Beziehungs- und Liebesfähigkeit stärken.

Sexualität ist und bleibt ein besonders heikles,

ethisch, moralisch und emotional hoch besetztes

Thema mit einem erheblichen Risiko von

Verletzbarkeit und Manipulierbarkeit. Das

macht es einzelnen Mädchen und Jungen,

Frauen und Männern schwer, einen selbstbewussten

und selbst verantworteten Weg für

ihre Sexualität zu finden mit allen Konsequenzen

im Umgang mit Verhütung und Schwangerschaft,

in der verantwortlichen (Vor-)Sorge für

den eigenen Körper und die eigene Gesundheit.

Wir wollen sie darin unterstützen.

„In unserer vermeintlich aufge-

klärten, tatsächlich oft verwirrenden

Zeit bleibt pro familia

unverzichtbar.“

Petra Oelker,

Journalistin und Schriftstellerin

(Foto: Hergen Schimpf)

„Ob in der sexuapädagogischen

Arbeit mit Jugendlichen oder

in der Beratungstätigkeit – ich

habe pro familia als eine über-

aus sinnvolle Institution mit

kompetenten MitarbeiterInnen

und innovativen Projekten

kennen gelernt.“

Prof. Dr. Sabine Stövesand,

Hochschule für Angewandte

Wissenschaften, Hamburg


„A right ist not a right,

if it is unknown.“

Fred Sai,

ehemaliger Präsident der IPPF

(International Planned

Parenthood Federation)

„Getragen von den Prinzipien

Offenheit, Vielfalt und Toleranz

setzen sich der PARITÄTISCHE

und pro familia für die Menschen

in unserer Stadt ein – unabhängig

von Alter, Geschlecht,

Religionszugehörigkeit,

ethnischer Herkunft und

sexueller Orientierung.

Joachim Speicher,

Geschäftsführer des Paritätischen

Wohlfahrtsverbands Hamburg

Leitlinien für die sexuellen

und reproduktiven Rechte

Präambel

pro familia hat die Vision einer demokratischen

Gesellschaft, deren Fundamente

Solidarität, Verantwortung und Gleichberechtigung

sind. Als Verband treten wir mit unseren

Mitgliedern, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen

für das Recht auf selbstbestimmte

Sexualität und Fortpflanzung, auf selbst-

bestimmte sexuelle Orientierung und Identität

und auf sexuelle und reproduktive

Gesundheit ein. Die verbindlichen Leitlinien

sind abgeleitet von der IPPF-Charta der

sexuellen und reproduktiven Gesundheit und

Rechte. Wir formulieren diese 12 Leitlinien

für die Aufgaben und Ziele der pro familia

als politisch aktiver Interessenverband und

Anbieter von Dienstleistungen.

1. Gemeinsam nehmen wir unser Recht auf

politische Teilhabe, Mitgestaltung und freie

Meinungsäußerung wahr. Unsere Mitglieder

und UnterstützerInnen treten dafür ein, die

sexuellen und reproduktiven Rechte bekannt

zu machen, wirksam durchzusetzen und

weiter zu entwickeln. Wir arbeiten in unserem

Verband daran, dass er ihnen Rückhalt für ihr

Engagement und ihre Mitgestaltung gibt und

alle Mitarbeitenden in ihrer fachlichen Arbeit

unterstützt.

2. Auf der Grundlage der Gleichberechtigung

von Frauen und Männern berücksichtigen wir

die Gemeinsamkeiten und geschlechtsspezifischen

Unterschiede in Fragen der Sexualität

und Reproduktion.

3. Jeder Mensch hat das Recht auf Information.

Wir gewährleisten es durch Transparenz in

unseren Angeboten. Mit bedarfsspezifischen

Informationen stärken wir die Wahlfreiheit der

Ratsuchenden und zeigen unterschiedliche

Handlungsmöglichkeiten auf.

4. Das Recht auf Bildung gilt auch im Zu-

sammenhang mit Sexualität und Fortpflanzung.

Selbstbestimmt und verantwortlich da-

mit umgehen zu können, ist das Ziel unse-

rer Angebote. Sie stehen offen für Men-

schen jeden Alters, jeden Geschlechts, jeder

sexuellen Orientierung und jeder Herkunft.

5. Jeder Mensch hat das Recht, wissenschaftliche

Entwicklungen zu nutzen, die in den Bereichen

der sexuellen und reproduktiven Gesundheit

gemacht werden, besonders in den

Bereichen Familienplanung, Schwangerschaft,

Kinderwunsch, Sexualität, Verhütung, sexuell

übertragbare Krankheiten und Schwangerschaftsabbruch.

Wir haben den aktuellen Stand

der Wissenschaft kritisch im Blick, damit wir

neue Entwicklungen in unsere medizinischen,

beraterischen und pädagogischen Angebote

und Qualitätsstandards integrieren können.

Damit sorgen wir dafür, dass alle Ratsuchenden

einen Zugang zum derzeit verfügbaren

Wissen finden können, die Vor- und Nachteile

von Maßnahmen einschätzen können und ihre

sexuellen und reproduktiven Rechte wahr-

nehmen können, einschließlich ihres Rechts auf

Nichtwissen.

6. Das Recht auf sexuelle und reproduktive

Gesundheit ist von zentraler Bedeutung.

Wir unterstützen Ratsuchende, wenn es um

Empfängnisregelung und sexuell übertragbare

Krankheiten, Familienplanung und Sexualität

sowie Partnerschaft geht. Bei Frauen geht

es besonders um Schwangerschaft, Geburt

und Mutterschaft und Verhütung sowie um

Schwangerschaftsabbruch, bei Männern um

Zeugungsfähigkeit, Verhütung und Vaterschaft.

7. Mit unseren Angeboten setzen wir das Recht

auf Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsversorgung

in die Praxis um. Das Spektrum reicht

von öffentlich geförderter institutioneller Beratung

über Prävention und Aufklärung bis zu

medizinischen Angeboten für die sexuelle und

reproduktive Gesundheit der Menschen.

8. Wir stärken das Recht auf individuelle Fami-

lienplanung. Männer, Frauen und Paare entschei-

den frei, ob, zu welchem Zeitpunkt und wie viele

Kinder sie haben wollen – unabhängig von ihren

Lebensformen und sexuellen Lebensweisen.

9. Familie ist für uns jedes Zusammenleben

von Menschen in gegenseitiger Verantwortung.

Deshalb setzen wir uns für Rahmenbedingungen

ein, die Familien in ihrer Unterschiedlichkeit

respektieren und fördern.

10


10. Wir gewährleisten allen Ratsuchenden

das Recht auf Privatsphäre. Im Rahmen unserer

Dienstleistungen halten wir die Schweigepflicht

ein und sichern den Schutz persönlicher

Daten.

11. Wir setzen uns national wie international

aktiv für das Recht auf Freiheit und Unversehrtheit

ein, damit Menschen ihre Sexualität selbstbestimmt

leben können und keinen Zwangsmaßnahmen

ausgesetzt sind.

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11

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12. Jeder Mensch hat das Recht auf Schutz

vor sexualisierter Gewalt, Misshandlung und

Folter. Die individuelle Unterstützung, Beratung

und Versorgung der Opfer muss ebenso

gewährleistet werden wie die Bereitstellung

adäquater präventiver und psychosozialer

Angebote für Straftäter.

pro familia

Landesverbände und Bundesverband

Kein Zusatzbeitrag im

Jahr 2009 bei der DAK!

pro familia ist Zuflucht und

Zukunft. Selbstbestimmte Sexualität

und offene Gespräche hat

pro familia ermöglicht und

Beratung zu entscheidenden

Fragen von Sexualität in allen

Altersstufen, zu Verhütung,

Krankheiten und Frauenwürde.

Dafür sei pro familia Hamburg

gedankt.“

Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath,

Vorsitzende des Landes-

frauenrats, Rechtsanwältin,

Europaabgeordente a. D.

„Nur durch die Pluralität der

Angebote wird gewährleistet,

dass in der Weltstadt Hamburg

Frauen ein bedarfsgerechtes

Beratungsangebot finden.“

Sozialdienst katholischer Frauen

Hamburg e. V.


„Ihr macht viel abhängig von

Leuten, die Ihr in drei Jahren nie

mehr wiedersehen werdet.“

Samy Deluxe mit Schülern der

Gesamtschule Wilhelmsburg

(Foto: Angela Dietz)

„Die körperliche Entwicklung hat

in den letzten Jahrzehnten dazu

beigetragen, dass Kinder und

Jugendliche früher geschlechts-

reif werden. Den damit einhergehenden

Sorgen und Ängsten

begegnet pro familia

professionell und einfühlsam.“

Ercan Durmaz,

Schauspieler

(Foto: Lars Henning Schröder)

Migration:

Sei eigen – mit Respekt!

In einer multikulturellen Stadt wie Hamburg haben

in einigen Stadtteilen, so auch in Wilhelmsburg,

fast 80 % der Schülerinnen und Schüler

einen Migrationshintergrund bzw. eine Zuwanderungsgeschichte.

Diese jungen Menschen

gehören in Deutschland oft zu den „Bildungsverlierern“.

Besonders gravierende Auswirkungen

hat dies, wenn gerade Kinder und Jugendliche

anfangen, sich selbst aufzugeben und eine resig-

nierte Haltung einnehmen.

Wie kann man mit Kindern und Jugendlichen

arbeiten, die sich für die gesellschaftlichen Verlierer

halten, die ihre Berechtigung „da zu sein“

in Frage gestellt sehen und deren eigene Diskriminierung

und Gewalterfahrungen ein hohes

Konfliktpotenzial bergen? Um die Schülerinnen

und Schüler in einem für sie sehr prägenden

Abschnitt ihres Lebens zu erreichen, wurde

von der pro familia Hamburg das Pilotprojekt

„Sei eigen – mit Respekt!“ ins Leben gerufen

und erstmalig im Herbst 2007 an der Gesamtschule

in Wilhelmsburg durchgeführt.

Mit diesem Projekt, das mit drei 8. Klassen

(insgesamt 80 Jugendliche zwischen 14 und

16 Jahren) durchgeführt wurde, leistet pro

familia einen Beitrag zur individuellen Persönlichkeitsentwicklung

und zur Prävention von

sexualisierter Gewalt. Konkret geht es um folgende

Ziele:

• Unterschiedliche kulturelle Prägung als

Chance zu sehen, daraus eine eigene Iden-

tität zu entwickeln und zu stärken bzw. das

Recht auf eine eigene Identität einzufordern.

• Offenheit, Neugier und vor allem Respekt

gegenüber unterschiedlichen Vorstellungen,

Religionen und Lebensweisen zu fördern.

• Ein gleichberechtigtes Verhältnis von

Mädchen und Jungen anzustreben und

zu pflegen.

• Selbstvertrauen und eine sexuelle Identität

zu entwickeln.

• Einen angst- und agressionsfreien Umgang

mit Homosexualität zu finden.

Grundsätzlich sollen die Jugendlichen unterstützt

werden, ihren eigenen Körper zu akzeptieren,

partnerschaftliches Handeln zu erlernen

und die Unterschiedlichkeit der Geschlechter

anzuerkennen.

Wichtige Projektbestandteile sind zum einen

die Fortbildung der Lehrkräfte (in der z. B. Ideen

entwickelt werden, wie die Inhalte des Projekts

in den Schulalltag hineingetragen werden können)

und zum anderen ein Elternabend.

Mit dem Elternabend sollen die Erziehungsberechtigten

nicht nur informiert und „mit ins

Boot geholt“ werden, sondern es soll ihnen

auch der inter-/transkulturelle Ansatz (Toleranz/Respekt

gegenüber „Fremden“) und die

besondere Zeit der Pubertät näher gebracht

werden. Das Beratungsangebot der pro familia

für Eltern wird vorgestellt, welches in Anspruch

genommen werden kann.

Hauptbestandteil des Projekts ist natürlich

die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern

selbst. An jeweils vier Vormittagen setzen sich

die Jugendlichen mit den Themen „Herkunft –

Zukunft“, „Geschlechterrollen“, „Transkulturalität“

und „Körper und Gefühle“ auseinander.

Hier gibt es Raum für persönliche Fragestellungen,

moderierte Diskussionen unter den

Jugendlichen und kreative Arbeitsmethoden zu

den einzelnen Themenkomplexen.

Die Abschlussveranstaltung in Wilhelmsburg

brachte die Projektbeteiligten (SchülerInnen,

LehrerInnen und pro familia) sowie Interessierte

(Presse, Politik, Öffentlichkeit) zusammen.

Highlights waren die Videodokumentation des

Projekts sowie der Besuch des prominenten

Rappers Samy Deluxe, der das Projekt unterstützte.

Das zweite Projekt dieser Art wird an der

Grund-/Haupt- und Realschule Ehestorfer

Weg in Harburg durchgeführt. Es wird am

24. November 2009 beginnen und endet mit

der Abschlussveranstaltung am 26. Januar

2010.

12


„Während der Ultraschalluntersuchung wurde

meine Frauenärztin plötzlich ganz still; sie sah

sehr konzentriert auf den Bildschirm, sprach

nicht mehr mit mir, wirkte beunruhigt und

meinte dann, sie wolle gern eine Kollegin hinzuziehen.“

„Wir fühlten uns wie in Watte gepackt, nichts

erreichte uns mehr, alles kam uns so unwirklich

vor.“

So oder ähnlich beschreiben werdende Eltern

den Moment, in dem sie plötzlich und unvorbereitet

bei einer Untersuchung in der Schwangerschaft

erfahren, dass mit ihrem Kind etwas

nicht in Ordnung ist. Die Hoffnung, nach der Untersuchung

beruhigt und voller Vorfreude nach

Hause fahren zu können, ist geplatzt. Sie befinden

sich im Schock, begreifen zuerst nicht, was

ihnen gesagt wurde. Erst langsam verstehen

sie, dass mit dem Untersuchungsergebnis eine

Entscheidung im Raum steht, die sie treffen

müssen. Es geht darum zu entscheiden, ob sie

sich vorstellen können, die Schwangerschaft

auszutragen und ein Kind mit einer Behinderung

zu bekommen. Viele fühlen sich bei dem

Gedanken daran überfordert und geraten in

Panik. Plötzlich müssen sie über Leben oder

Tod ihres ungeborenen Kindes entscheiden.

Neben ausführlichen medizinischen Informationen

über das Ausmaß der Behinderung und

über mögliche Behandlungen wünschen sich

Paare in dieser Situation zusätzlich unabhängige

psychosoziale Beratung. Hier haben sie Zeit

und Raum, über Ambivalenzen zu sprechen,

sich Gefühle wie Wut, Enttäuschung, Verzweiflung,

Versagen und Trauer einzugestehen. Erst

dadurch sind sie auch emotional in der Lage,

die für sie richtige und tragfähige Entscheidung

zu treffen.

Jedes Paar, das sich für einen späten Schwangerschaftsabbruch

entscheidet, das sich damit

von seinem Wunschkind verabschiedet, sollte

das Angebot bekommen, eine Begleitung in

Form von Gesprächen in Anspruch nehmen zu

können. Paare erleben es als entlastend, von

dieser Möglichkeit frühzeitig zu erfahren und

13

Plötzlich ist alles anders …

gegebenenfalls bereits vor dem Abbruch den

Kontakt zu einer erfahrenen Beraterin herstellen

zu können.

Schon seit mehreren Jahren besteht in Hamburg

ein enger Kontakt zwischen dem Beratungszentrum

von pro familia und Praxen

für Pränataldiagnostik und Humangenetik.

Beide Seiten unterstützen Paare darin, ihr

Recht auf Beratung im Kontext von Pränataldiagnostik

in Anspruch zu nehmen. Sie ermöglichen

es ihnen, zeitnah zu den Untersuchungen

mit auffälligem Befund begleitende Beratungsgespräche

aufzusuchen. Die Beratungen finden

bei pro familia statt.

Paare nehmen dieses Angebot an, um nach

einem auffälligen Befund einen Ort zu ha-

ben, an dem sie all die widersprüchlichen

Empfindungen aussprechen können, an dem sie

versuchen zu begreifen, was es für sie bedeutet,

dass sich plötzlich die Vorstellungen von ihrem

Kind verändern, sie Angst bekommen, das Kind

könne sie mit seinen besonderen Bedürfnissen

überfordern. Sie trauen sich darüber nachzudenken,

einen Abbruch vornehmen zu lassen.

Paare, die sich für einen Abbruch entscheiden,

brauchen auch die Erlaubnis trauern zu

dürfen. Obwohl sie die Entscheidung für das

Ende der Schwangerschaft selbst treffen, sind

sie unendlich traurig über den Tod ihres Kindes.

Sie benötigen Hilfe dabei, sich den Abschied

vorstellen zu können. Möchten sie ihr Kind

sehen und in den Arm nehmen? Möchten sie

ihm einen Namen geben, es bestatten lassen,

im eigenen Grab oder anonym? Diese Gedanken

und Entscheidungen brauchen Zeit und Paare

benötigen die Ermutigung, unterschiedliche

Wege zu bedenken.

Im Zusammenhang mit vorgeburtlichen Untersuchungen

gibt es keine objektiv richtigen oder

falschen Entscheidungen. Wir möchten Paare

darin bestärken und sie dabei begleiten, die

für sie tragbaren Entscheidungen zu treffen,

mit denen sie als einzelne Persönlichkeit und

als Paar in Zukunft so gut wie möglich werden

leben können.

Autorin

Maren Weidner,

Ärztin

„Die pro familia ist für mich ein

wertvoller Partner in der Be-

treuung von Schwangeren in

Konfliktsituationen und Notlagen.

Unsere Familien sind die Grundlage

des Lebens, daher sollten

sie die bestmögliche Unter-

stützung erhalten.“

Dr. Emine Cetin,

Gynäkologin, Pränatalmedizinerin,

DEGUM II,

Pränatalzentrum Hamburg und

Humangenetik im Gynaekologicum


Autorinnen

Hannah Erben-Wunder,

Dipl.-Pädagogin

Regina Wegmann,

Ärztin

Versuch einer Zusammenfassung zum Thema:

Wandel der Familie

Der Begriff Familie geht zurück auf das

lateinische Wort „familia“: die Hausgemein-

schaft. Damit waren alle gemeint, die unter

einem Dach lebten, auch die Sklaven, die Freigelassenen

und sogar das Vieh. Oberste Instanz

war der „pater familias“.

Familie hatte zu allen Zeiten vor allem biologische

und soziale Funktionen, welche auch erzieherische,

wirtschaftliche und politische sowie

religiöse und rechtliche Aspekte beinhalten.

Natürlich unterliegen diese einer steten Veränderung.

Der Wandel in den letzten 40 Jahren innerhalb

unseres Kulturkreises ist allerdings ein so

gewaltiger und einmaliger, wie kaum je zuvor!

Dies gilt insbesondere für das Verhältnis von

Mann und Frau.

Die Gesetzgebung vollzieht meist in größeren

zeitlichen Abständen gesellschaftliche Veränderung

nach. Hier einige Beispiele aus den

sechziger und siebziger Jahren:

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• Abschaffung des Rechts auf einseitige

Bestimmung der ehelichen Angelegen-

heiten durch den Ehemann.

• Abschaffung der Notwendigkeit der Ein-

willigung des Mannes zur Erwerbstätigkeit

der Frau.

• Ein ohne Zustimmung des Mannes ge-

schlossener Vertrag konnte mit Hilfe des

Vormundschaftsgerichts durch den Mann

gekündigt werden, wenn ihre Berufstätigkeit

seiner Meinung nach eheliche Interessen

beeinträchtigte.

• Der Ehemann konnte einen Teil des

Vermögens seiner Frau nutzen und ver-

walten und war gleichzeitig verpflichtet,

den ehelichen Unterhalt zu sichern. Diese

Regelung wurde abgelöst durch die Zu-

gewinngemeinschaft. Die sogenannte

„elterliche Gewalt“ (heute: das Sorgerecht)

lag ebenfalls hauptsächlich beim Ehemann.

• Bei Ehescheidung galt das Schuldprinzip mit

allen Folgen z. B. bezüglich der Rente – und

Ehebruch war strafbar.

Heute ist nicht nur das Modell der Hausfrauenehe

als Leitmodell abgeschafft – es hat seit

den siebziger Jahren auch insgesamt eine

Pluralisierung der Lebensweisen stattgefunden.

Die sogenannte „Normalfamilie“ mit Vater,

Mutter und eigenen Kindern hat einen immer

geringeren Anteil neben den „Patchwork-

familien“, in denen Kinder unterschiedlicher

Herkunft leben, und der Anzahl der Allein-

erziehenden, bedingt durch die hohen

Scheidungsraten.

14


Unterstützen auch Sie uns mit Ihrer Spende,

damit wir weiterhin vielen Menschen schnell und individuell

Zusätzlich gibt es „Regenbogenfamilien“ helfen mit können! Insofern kann man sagen, dass sich der

Kindern gleichgeschlechtlicher Elternteile, Kreis heute wieder schließt, indem wir dem

ebenso wie nichteheliche Lebensgemein- Ursprungsbegriff der Familie erneut näher

schaften und kinderlose Paare. Zu erwähnen kommen: Familie umfasst das gesamte Leben

sind auch neue Lebensformen wie das „living unter einem Dach – nur nicht mehr unbedingt

apart together“, d. h. Paare, die bewusst nicht unter der fürsorglichen Gewalt einer obersten

zusammenleben, neben wirtschaftlich bedingt

zunehmenden Fernbeziehungen oder Wohngemeinschaften.

Instanz, eines „pater familias“.

Gar nicht selten gibt es auch Kinder mit mehreren

(biologischen und sozialen) Müttern und

Vätern, sog. „binukleare“ Familien oder „polyamore“

Familien mit mindestens 3 Erwachsenen.

Sogar der Einpersonenhaushalt wird

gelegentlich als Familie bezeichnet.

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15

Versuch einer Zusammenfassung zum Thema:

Wandel der Familie

Hilfe für kleine und große Menschen

in Hamburg seit über 160 Jahren.

Pestalozzi-Stiftung Hamburg

Wir gratulieren unserem „jungen“ Kooperationspartner

und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Tel. (040) 63 90 14 0 · www.pestalozzi-hamburg.de

Die Pestalozzi-Stiftung Hamburg ist von der Schenkungs- und Erbschaftssteuer befreit.

„Egal, wen oder wie viele man

liebt. Hauptsache ist doch, alle

sind glücklich dabei.“

Lilo Wanders,

Travestiekünstlerin

(Foto: Michael Reh)

„Die Arbeit von pro familia ist

heute wichtiger denn je.

Gerade Jugendliche benötigen

in der Phase, wo sie Weichen-

stellungen für ihr Leben vor-

nehmen, Aufklärung, Orientierung

und Unterstützung. “

Marc Brummund,

Regisseur und Autor

(Foto: Karl-Heinz Blank)


Autorinnen

Carmen Alexander,

Dipl.-Sozialpädagogin

Cornelia Kardel,

Dipl.-Psychologin

Die Balance zwischen

Pflichtberatung und Selbstbestimmung:

Schwangerschaftskonfliktberatung

pro familia steht für das Recht auf selbstbestimmte

Sexualität. In ihrem Beratungsangebot

ist sie außerdem dem Grundsatz der

Freiwilligkeit verpflichtet. Dies steht in einem

Spannungsfeld mit der gesetzlich vorgeschriebenen

Beratung vor einem möglichen Schwangerschaftsabbruch,

die von pro familia seit Mitte

der siebziger Jahre mit hohem Anspruch an

die Qualität der Beratung und quantitativ in

erheblichem Umfang durchgeführt wird.

Viele Frauen und ihre Partner haben die Entscheidung

für einen Schwangerschaftsabbruch

bereits getroffen, bevor sie zur Beratung kommen.

Andere stehen der Entscheidung noch

zwiespältig gegenüber. Manchmal sind die

Partner sich nicht einig. Nicht zuletzt gibt es

Frauen bzw. Paare, die sich zum Austragen

der Schwangerschaft ent-

schieden haben oder

entscheiden wollen, sich

aufgrund ihrer schwierigen

Situation aber nicht

vorstellen können, wie das

Leben mit einem Kind zu

bewältigen wäre.

Unabhängig von der Art

oder Klarheit der Entscheidung

kommen einige

Frauen mit einem

großen Informations- und

Gesprächsbedürfnis auf

uns zu. Andere stehen der

Beratungspflicht unwillig

gegenüber, da sie sich gut

informiert fühlen, genug

Gesprächsmöglichkeit in

ihrem persönlichen Umfeld

haben und keine Bedenkzeit

mehr benötigen.

Viele haben die Vorstellung,

sie müssten sich für

ihre Entscheidung rechtfertigen

und rechnen damit,

moralisch unter Druck

gesetzt und respektlos behandelt

zu werden.

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Diejenigen, die sich bereits vor dem Gespräch

für einen Abbruch entschieden haben, fühlen

sich oft noch nicht ausreichend vorbereitet auf

die damit verbundenen körperlichen Aspekte,

kennen ihre Wahlmöglichkeit hinsichtlich der

Abbruchmethoden nicht und vermuten in der

Regel, dass sie sowohl mit psychischen Komplikationen

wie auch mit einer nachhaltigen

Beeinträchtigung ihrer Fruchtbarkeit zu rechnen

haben. Darüber hinaus machen sie sich

Sorgen, wie sie den Eingriff und – immer häufiger

– anschließend eine sicherere Verhütung

finanzieren können.

Wir bieten Frauen und ihren Partnern zeit-

nahe, auf ihre spezielle Lebenssituation und

ihre individuellen Fragen bezogene, ergebnis-

offene Gespräche an. Dass dies auch im

Information und Beratung

Empfängnisregelung · Sexualität

ungewollte Kinderlosigkeit · Geburtsvorbereitung

Sexualpädagogik · Schwangerschaft · Soziale Hilfen

Schwangerschaftskonfliktberatung (§219 StGB)

Sprechstunden

Mo 10 - 13 Uhr, Mi + Do 16 - 19 Uhr

und nach Vereinbarung

Telefonische Sprechzeiten

Mo, Mi, Do, Fr 10 - 13 Uhr, Di + Do 16 - 18 Uhr

Bei der Johanniskirche 20 22767 Hamburg

Telefon (040) 439 28 22 Fax (040) 43 74 91

www.familienplanungszentrum.de

fpz@familienplanungszentrum.de

16


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17

Die Balance zwischen

Pflichtberatung und Selbstbestimmung:

Schwangerschaftskonfliktberatung

Schwangerschaftskonfliktgesetz so vorgesehen

ist, ist ihnen meist nicht bewusst und wird

daher auch nicht aktiv eingefordert. Sie darauf

hinzuweisen, ist besonders bei einer Ambivalenz

hinsichtlich der Entscheidung oft der einzig

mögliche Weg, zu einem offenen Gespräch

über Hintergründe, Motive und Bedenken zu

kommen. Ratsuchende, denen die religiöse und

politische Neutralität von pro familia bekannt

ist, erleben auch das als hilfreich, um sich leichter

öffnen zu können.

Als Beraterinnen wollen wir mit gut verständlichen

und ausführlichen Informationen be-

ängstigende Vorstellungen und alte Mythen

ausräumen und so gut wie möglich auf die

Folgen der jeweils getroffenen Entscheidung

vorbereiten. Wir bemühen uns, gemeinsam

mit den Betroffenen nach Möglichkeiten zu

suchen, ob/wie sie sich von äußerem oder

auch innerem Druck entlasten können.

KONFLIKTLÖSUNG UND

MOBBINGBERATUNG IM

ARBEITSFELD

Dazu gehört beispielsweise auch die Auseinandersetzung

mit der Vorstellung vieler Frauen,

zu einer völlig eindeutigen Entscheidung, frei

von gemischten Gefühlen, kommen zu müssen.

Auch wenn die Fragen, Bedenken, Wünsche

oder Ängste von Frauen sich in ihren Formulierungen

oft ähneln, sind die dahinter stehenden

Lebensgeschichten und -situationen doch so

unterschiedlich wie die Frauen selbst.

Daher sind die Gespräche rund um Schwangerschaftskonflikte

auch für uns Beraterinnen immer

wieder Begegnungen mit sehr besonderen

Persönlichkeiten und Lebensumständen, nicht

selten Krisenintervention in innerpsychischen

oder partnerschaftlichen Zuspitzungen und

nicht zuletzt ein Privileg, sie bei einer so bedeutsamen

Lebensentscheidung – zumindest in

Ausschnitten – begleiten zu dürfen.

Gesundheitszentrum St. Pauli, Hs 4, 1. OG links,

Seewartenstraße 10, 20459 Hamburg,

www.klimaev.de, kontakt@klimaev.de

Info-Telefon 040-3344255-9 (Fax -8, Büro -7)

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„Ich empfehle, mit Fragen zur

Partnerschaft, Sexualität und

Schwangerschaft zu pro familia

zu gehen.“

Dipl.-Psychologin Kerstin Sude,

Institut und Poliklinik für Psychosomatische

Medizin und Psychotherapie,

Universitätsklinikum

Hamburg-Eppendorf


Organigramm

Vorstand des

Landesverbandes

Landesgeschäftsführung

Regina

Wegmann

Maren

Weidner

Sexualität und

Partnerschaft

Wolfgang

Weller

Eva

Aippersbach

Heidi Wulf-Thrien

Beratungszentrum

Iris Lange

Fachteam Beratung Fachteam Sexualpädagogik

Cornelia

Kardel

Carmen

Alexander

Soziale Hilfe

Selma

Blume

Anna

Beuerskens

Hannah

Erben-Wunder

Annette

Rethemeier

Schwangerschaftskonfliktberatung

Gisela

Kreyenbrink

Heike

Teismann

Birgit Schlichting,

Vorsitzende,

Rechtsanwältin/

Supervisorin DGFP/

Mediatorin BMWA

Thomas

Huhn

Sven

Vöth-Kleine

Serdar

Uzuner

Andreas

Gloël

Dr. Christine

Schulz-Züllich,

stv. Vorsitzende,

Gynäkologin

Kerstin Falk,

Landesgeschäftsführerin

Silke

Moritz

Ayse

Can

Iris

Löblein

Ksenia

Porechina

18


19

Rita Helmke,

Schatzmeisterin,

Dipl.-Volkswirtin

Geschäftsstelle

des Landesverbandes

Kersten

Hartge

Viktoriya

Kolster

Beratungsstelle

Bergedorf

Heidi

Wulf-Thrien

Carmen

Alexander

Annette

Rethemeier

Rosemarie Butzmann,

stv. Schatzmeisterin,

psychologische

Psychotherapeutin

Beratungsstellen

Beratungsstelle

Harburg

Eva

Melichar

Ute

Frese

Stefanie

Lopez

Organigramm

Dorothea

Müller

Hannah

Erben-Wunder

Christiane Kolb,

Schriftführerin,

Journalistin

Beratungsstelle

Wilhelmsburg

Stefanie

Lopez

Eva

Melichar


Autor

Thomas Huhn,

Dipl.-Pädagoge

„Sexuelle, geschlechtliche aber

auch kulturelle und ethnische

Vielfalt stellt die aktuelle Herausforderung

von pädagogischen

Arbeitsbereichen dar. Mit dem

Thema Vielfalt zu arbeiten, birgt

dabei viel Potenzial für indivi-

duelle, sexualpädagogische und

institutionelle Reflexions-

prozesse. Und es geht ganz

einfach: Wir müssen nur

Vielfalt von der existierenden

Vielfalt aus denken!“

Dr. Elisabeth Tuider,

Institut für Erziehungswissen-

schaften, Universität Hildesheim

Neue Wege für die Sexualpädagogik bei der pro familia

Hamburg: Vielfalt von der Vielfalt aus denken

Sexuelle Orientierung/

Sexuelle Vielfalt

Die pro familia Hamburg steht heute vor einer

Herausforderung, die in der zunehmenden

Pluralisierung aller Lebens- und Liebesformen

begründet liegt. Die Vielfalt ist nahezu unendlich

und beginnt erst bei Bisexualität, Hetero-

sexualität, Homosexualität, Intersexualität,

Polyamorie, Transgender und Transsexualität.

Es gibt viel zu entdecken!

Die heterosexuelle Matrix (Dreieinigkeit von

Sex, Gender und Begehren), in der ein klares

Mann/Frau sein verbunden mit einer Heterosexualität,

die ein Leben lang fest existiert,

kann nicht mehr als einzige Grundlage für die

sexualpädagogische Arbeit betrachtet werden.

Es geht vor allem um eine Infragestellung der

bipolaren Geschlechterordnung mit all ihren

Zwängen, Einschränkungen und Diskriminierungen

bzw. Ausschließungen.

Die pro familia setzt sich in ihrer Arbeit besonders

dafür ein, dass alle Menschen die gleichen

Rechte besitzen, hier vor allem auch das Recht

auf eine selbstbestimmte Sexualität. Das klingt

erstmal vielleicht einfach und selbstverständlich,

aber wie kann dies in der Praxis wirklich

umgesetzt werden? Wie kann eine Sexual-

pädagogik der Vielfalt aussehen, die vielfältigen

sexuellen Lebensentwürfen Rechnung tragen

kann? Was erfordert dies von den sexual-

pädagogisch Tätigen?

Grundlagen einer professionellen Haltung

zu diesem Thema sind Wissen, Wollen und

Können:

Wissen heißt in diesem Zusammenhang das

Wissen über die sexuelle Ordnung unserer Gesellschaft,

mit allen Ausgrenzungs- und Machtmechanismen.

Wissen über die bestehende

Vielfalt (in der Person und in der Gruppe), die

oft in der Öffentlichkeit unsichtbar bleibt, weil

sie nicht eingeladen und thematisiert wird.

Wollen ist in diesem Bereich besonders wichtig.

Es erfordert nämlich Mut und Durchhaltevermögen,

Themen ins Spiel zu bringen, mit denen

sich einige gar nicht beschäftigen möchten

bzw. gar nicht genauer hinschauen wollen.

Es erfordert ein Positionieren und Diskutieren

für eine gelebte sexuelle Vielfalt als Ziel von

Sexualpädagogik und es erfordert ein Einschreiten

in Situationen, in denen die sexuelle

Vielfalt durch Ausgrenzung und Abwertung

gefährdet ist bzw. verhindert wird. Es bedeutet

vor allem, die Vielfalt immer mitzudenken und

zu benennen.

Können bedeutet hier vor allem Methodenkompetenz.

Methoden, mit denen man die sexuelle

Vielfalt einlädt und nicht unter den Tisch fallen

lässt oder gar ausschließt. Hierbei ist nicht nur

die Methode wichtig, sondern vor allem die dahinter

stehende Haltung, mit der diese durchgeführt

und moderiert wird. Es geht um eine

fortlaufende Reflektion des eigenen Handelns

in Hinblick auf eine Ermöglichung von Vielfalt.

Fehlen darf bei diesem Prozess aber auch nicht

die Lust und die Neugierde, denn sie sind ein

wichtiger Motor in diesem Prozess. „Ziel ist ein

gesellschaftliches Miteinander, in dem man

ohne Angst verschieden sein kann.“ (Adorno).

In dem vielfältigen Angebot der Sexualpädagogik

der pro familia Hamburg geht es immer

wieder darum, Wege zu finden, diese Anliegen

mit den jeweiligen Zielgruppen (Kinder, Jugendliche,

LehrerInnen und andere pädagogische

Fachkräfte, Eltern) in Einklang zu bringen und

einen Weg zu finden, wie dieser Gedanke

weitergetragen werden kann.

Wir stehen noch am Anfang, aber es geht

voran und es ist für alle Beteiligten ein spannender

Lernprozess.

20


Als ich 1973 als Geschäftsführer und Referent

für gesundheitliche Aufklärung in das Dezernat

„Soziale Hygiene“ der Gesundheitsbehörde

Hamburg berufen wurde, ahnte ich nicht, dass

ich mich bis 1994 neben meiner eigentlichen

Tätigkeit für die pro familia engagieren würde.

Die immensen Schwierigkeiten, die Frauen, die

sich zum Abbruch ihrer unerwünschten

Schwangerschaft entschlossen hatten, überwinden

mussten, waren mir damals im Einzelnen

nicht bekannt. So mussten die Frauen zu-

nächst ihre Gynäkologin/ihren Gynäkologen um

einen entsprechenden Antrag an die Ärztekammer

bitten.

Die Ärztekammer bestimmte zwei Gutachter,

deren Voten zunächst ausschlaggebend waren.

Wenn beide dagegen stimmten, war ein legaler

Abbruch nicht möglich. Wenn einer dafür

und der andere dagegen stimmte, wurde ein

Obergutachter tätig. Wenn dieser ein negatives

Votum abgab, war der Abbruch gesetzlich

verboten.

Selbst wenn diese Schwierigkeiten überwunden

waren, mussten sich die Frauen ein Krankenhaus

suchen – ambulante Abbrüche wurden

meines Wissens Anfang der siebziger Jahre

nicht durchgeführt –, in dem der Abbruch vor-

21

pro familia Landesverband Hamburg

Ein Rückblick auf

40 Jahre pro familia in Hamburg

genommen werden konnte. Der dortige Arzt

konnte den Abbruch immer noch ablehnen.

Der damalige 1. Vorsitzende des Landesverbandes

Hamburg der pro familia war Chefarzt

einer Hamburger Frauenklinik und nahm eine

negative Haltung zum Thema Schwangerschaftsabbruch

ein. Die Tatsache, dass er nicht

selten gegen einen Schwangerschaftsabbruch

votierte, bestärkte meinen Entschluss, mich für

die Ziele der pro familia mit meinen Möglichkeiten

einzusetzen.

In einer Zeit, in der jährlich 75.000 Frauen aus

der Bundesrepublik in Holland einen Schwan-

Schwangerschaftsabbruch: Entwicklung der rechtlichen Situation in der Bundesrepublik

Seit den fünfziger Jahren

Schwangerschaftsabbruch bei medizinischer

Indikation.

1974

Beschluss einer Fristenregelung im Bundestag,

tritt jedoch nie in Kraft.

Bis 1976

Kein Schwangerschaftsabbruch möglich, wenn

ausschließlich soziale Gründe eine Rolle spielen.

Ab 1976

Indikationslösung:

• medizinische oder mütterliche Indikation,

• eugenische (embryopathische) oder

kindliche Indikation,

• kriminologische oder ethische Indikation und

• Notlagen-Indikation.

1992/93

Schwangeren- und Familienhilfegesetz

kommt einer Fristenregelung sehr nahe; die

strafrechtlichen Regelungen treten jedoch

nicht in Kraft; Übergangsregelung durch

Bundesverfassungsgericht.

1995

Übergangsregelung wird mit geringen

Änderungen verabschiedet: Schwangerschaftsabbruch

innerhalb der ersten

12 Schwangerschaftswochen rechtswidrig,

aber straffrei nach Pflichtberatung; Abbruch

nicht rechtswidrig bei medizinischer oder

kriminologischer Indikation.

gerschaftsabbruch vornehmen ließen, war es

der Verdienst der Frauenbewegung, dass die

breite Öffentlichkeit die Notwendigkeit einer

Liberalisierung der gesetzlichen Regelung zum

Schwangerschaftsabbruch erkannte. Auch im

Landesverband Hamburg der pro familia wurde

mit der Neuwahl des Vorstandes eine positive

Entwicklung eingeleitet. Prof. Schorsch vom

Institut für Sexualforschung der Universität

wurde als 1. Vorsitzender gewählt. Mich wählte

die Mitgliederversammlung zum stellvertretenden

Vorsitzenden.

Autor

Bernhard Braunschweig,

ehemaliger

Landesgeschäftsführer

und 1. Vorstandsvorsitzender


„Der Einsatz für das Recht auf

eine selbstbestimmte Sexualität

ist auch heute so aktuell wie vor

40 Jahren. Konfliktreiche

Themen wie die Pränatal-

diagnostik sind dazu gekommen

und die pro familia ist eine zuver-

lässige Begleiterin in schwierigen

Entscheidungsprozessen.“

Kerstin Hagemann,

Vorstand von

Patienteninitiative e. V.

(Foto: Britta Engelhardt)

pro familia steht für selbst-

bestimmte Entscheidungen an

der Seite der Frauen. Wir

bedanken uns für die

gute Zusammenarbeit.“

Susanne Lohmann,

Vorsitzende des

Hebammenverbandes Hamburg

pro familia Landesverband Hamburg

Ein Rückblick auf

40 Jahre pro familia in Hamburg

Durch ein Modellprogramm des Bundesgesundheitsministeriums,

an dem pro familia

teilnahm, konnten in Hamburg fünf Beratungsstellen

eingerichtet werden. Das Beratungsangebot

konnte so erheblich verstärkt und ausgeweitet

werden. Ab 1976 hatte ich neben der

Geschäftsführung auch den Vorsitz inne.

Wie die für die Angestellten im Hamburger

öffentlichen Dienst festgelegte Zusatzversorgung

strebte der Vorstand eine analoge Regelung

für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der pro familia an. Unsere Argumentation berief

sich darauf, dass die Gesundheitsbehörde

Aufgaben, für die sie zuständig war, an die

pro familia delegierte. Viele langwierige Dis-

kussionen mit der Behörde führten schließlich

zur Finanzierung einer Zusatzversorgung für

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Als 1984 die pharmazeutische Industrie die

großzügige Belieferung der pro familia-Beratungsstellen

mit Verhütungsmitteln drastisch

einschränkte, war die Versorgung der Frauen

mit geringem Einkommen nicht mehr möglich.

Erst nach vielen Gesprächen mit der

Sozialbehörde und dem Apothekerverein kam

eine Vereinbarung für die Versorgung der ca.

1.500 betroffenen Frauen durch die pro

familia-Beratungsstellen zustande („Sozialpille“).

So erhielten Frauen dann auf Rezept einer pro

familia-Ärztin/eines pro familia-Arztes in jeder

Hamburger Apotheke kostenlos Verhütungsmittel.

Der Apothekerverein stellte der pro

familia entsprechende Rechnungen aus, die von

der pro familia beglichen und anschließend von

der Sozialbehörde rückerstattet wurden.

Neben diesen Erfolgen und anderen positiven

Ereignissen gab es jedoch auch negative Erlebnisse,

wie beispielsweise der Brandanschlag

auf die Beratungsstelle An der Alster Anfang

der achtziger Jahre.

Als die pro familia zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt

das Familienplanungszentrum

konzipierte, erteilte mir die Ärztekammer

Hamburg quasi Hausverbot. „Wir werden alle

uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen,

um diese Abtreibungsklinik zu verhindern – und

Sie brauchen hier nicht wieder zu erscheinen“,

so die Worte des damaligen Geschäftsführers

der Ärztekammer.

Ein weiteres großes Problem war, dass die

zweckgebundenen Mittel für die Beratung zum

Schwangerschaftsabbruch zu Lasten des dringend

gebotenen Ausbaus des sexualpädagogischen

Angebots ging.

Das einschneidendste Ereignis war das Urteil

des Bundesverfassungsgerichts, das die von

der Volksvertretung beschlossene Fristenregelung

für verfassungswidrig erklärte. An deren

Stelle trat die sicher noch bekannte Indikationsregelung.

Die darin festgelegte dehnbare sogenannte

Notlagenindikation führte aufgrund der

unterschiedlichen Betrachtungsweisen in den

Bundesländern zu einem Abbruchtourismus in

die norddeutschen Länder.

Da das Statistische Bundesamt bei jedem Abbruch

nicht den Wohnsitz der Frau, sondern

den Ort des Abbruchs erfasste, diffamierten

die Gegner des Schwangerschaftsabbruchs die

pro familia insbesondere in Bremen, Hamburg

und Berlin, den „Abtreibungsländern“.

Meine Arbeit für die pro familia betrachte ich

rückblickend als den Teil meines Berufslebens,

der mich wie kein anderer geprägt hat. Nach

wie vor stehe ich für die Ziele der pro familia.

Erlauben Sie mir zum Schluss noch eine kritische

Bemerkung zur Lage der Frauen in

Deutschland. Es besteht meiner Meinung ein

erhebliches Spannungsverhältnis zwischen

den Forderungen und Garantien des Grund-

gesetzes und den realen Gegebenheiten. Dies

betrifft vor allem:

• das Einkommen von Frauen aus beruflicher

Tätigkeit,

• die Altersarmut von Frauen, insbesondere

von Alleinerziehenden und

• die immer noch, bei weitem, nicht ausreichende

Betreuung von Kindern berufstätiger Frauen.

Es ist an der Zeit, diese Versprechen einzulösen,

damit die Benachteiligung von Frauen der

Vergangenheit angehört.

22


Fast zeitgleich mit dem Beginn meiner

Tätigkeit als Geschäftsführerin von pro familia

Hamburg erging am 28.05.1993 das Urteil

des Bundesverfassungsgerichts zum §218

Strafgesetzbuch (StGB). Einzelne Passagen des

Schwangeren- und Familienhilfegesetz wurden

für verfassungswidrig erklärt. Nach einer Übergangsregelung

wurde im Oktober 1995 das

Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetz

verabschiedet. Danach ist ein Schwangerschaftsabbruch

rechtswidrig, bleibt aber straffrei,

sofern eine entsprechende, ergebnisoffene

Beratung nachgewiesen werden kann.

Bereits seit dem Urteil von 1993 kam es zu

einschneidenden Veränderungen der Abläufe

der Beratungstätigkeit. Bei der Beratung vor

einem Schwangerschaftsabbruch mussten

nunmehr umfangreiche Daten und Merkmale

der schwangeren Frau erhoben werden – vor

allem sollten die Frauen Gründe für den Abbruch

angeben. Um der großen Verunsicherung

der Ratsuchenden zu begegnen, wurde bei pro

familia vom Senatsamt für die Gleichstellung

ein „Informationstelefon zum §218“ einge-

richtet. Hier konnten qualifizierte MitarbeiterInnen

– befristet für ein Jahr – fachkundige,

konzeptionelle Beratung anbieten.

Trotz des Wohlwollens der jeweils zuständigen

Zuwendungsbehörde zeigten sich immer

wieder Probleme bei der Sicherstellung der

Finanzierung unserer Arbeit. Zum Beispiel veränderte

die Behörde ebenfalls 1993 die Bedingungen

von einer institutionellen Förderung zu

einer jährlich neu zu beantragenden „Projektförderung“.

Dies war gleichbedeutend mit

einer erheblichen Planungsunsicherheit für die

pro familia. Seit 1998 schließt die pro familia

jährlich eine entsprechende „Leistungsvereinbarung“

ab.

Der Vorstand und die Geschäftsführerin und

vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

des Landesverbandes beherrschen die hohe

Kunst, trotz knapper finanzieller und personeller

Ressourcen hervorragende professionelle

Arbeitsergebnisse zu erzielen. Sie genießen

breite Anerkennung unter den Ratsuchenden,

den Beratungsverbänden, den Ärzten und

23

pro familia Landesverband Hamburg

Ein Rückblick auf

40 Jahre pro familia in Hamburg

Psychologen, der Lehrerschaft und auch der

Zuwendungsbehörden sowie der Öffentlichkeit.

Mit der Zusammenlegung der Beratungsstellen

Barmbek und Ottensen (und einiger Mitarbeiterinnen

aus Bergedorf) in 1995/6 zu einem

Beratungszentrum in der Neustadt gelang die

Bündelung der Kompetenzen der Teams. Besonderer

Anstrengungen bedurfte es immer

wieder, die kleineren Beratungsstellen Bergedorf,

Harburg und Wilhelmsburg trotz schwieriger

Arbeitsbedingungen am Leben zu erhalten

und allmählich qualitativ verbessern zu können.

pro familia hat mit vielen Fachtagungen und

Podiumsdiskussionen – nicht nur solche zum

Schwangerschaftsabbruch, sondern auch z. B.

zu Themen wie Babyklappe, anonyme Geburt,

pränatale Diagnostik, Präimplantationsdiagnostik,

zu sexuellen und reproduktiven Rechten,

zu sozialrechtlichen Themen, zu Problemen von

MigrantInnen, zu Problemen von Behinderten

und vielen sexualpädagogischen Themen – in

die politische Diskussion eingegriffen.

Ebenso konnte durch eine breit angelegte Zusammenarbeit

und Vernetzung, nicht zuletzt

mit dem Familienplannungszentrum, eine erfolgreiche

Einbettung in die gesundheits- und

sozialpolitische Landschaft Hamburgs fortgeführt

werden.

Nach Einführung PC-gestützter Tätigkeit im Inneren,

folgte nach Außen die Gestaltung eines

eigenen Internetauftritts sowie die Etablierung

der Online-Beratungen in die Arbeit der pro

familia-MitarbeiterInnen.

Es gelang in dieser Zeit leider nicht, die knappe

öffentliche Finanzierung der sexualpädagogischen

Aktivitäten des Landesverbandes –

also der wichtigen Umsetzung präventiver Ansätze

– zu verbessern. Erst die Gründung des

Fördervereins im Jahr 1995 und der damit

möglich gewordenen Unterstützung machte

die Hamburger Sexualpädagogik zu dem, was

sie heute ist: Eine anerkannt hochprofessionelle

Fachgruppe des Landesverbandes.

Autorin

Regina Lotzmann,

ehemalige

Landesgeschäftsführerin

„Jugendliche meinen, alles über

Sex zu wissen. Studien zeigen,

dass das nicht stimmt. Deshalb

ist es besonders wichtig, dass

pro familia Hamburg Schulen

durch kompetente Beratung

und Projekte bei der Sexual-

erziehung unterstützt.“

Beate Proll,

Landesinstitut für Lehrerbildung

und Schulentwicklung,

Abteilung Prävention,

Intervention, Beratung

Arbeitsbereich Gesundheits-

förderung, Sexualerziehung

und Gender


Autorin

Rita Helmke,

Vorstand des Landesverbandes,

Schatzmeisterin,

1. Vorsitzende des Fördervereins

www.profamilia-foerdervereinhamburg.de

Wenn Sie den Förderverein

mittels Spenden oder auch ideell

unterstützen möchten, nehmen

Sie bitte Kontakt zu uns auf:

Tel. : 0 40 - 30 99 749 30

helfen@profamilia-foerdervereinhamburg.de.

Der Förderverein

Der Förderverein des pro familia Landesverbandes

Hamburg e. V. wurde 1995 gegründet.

Satzungsgemäß steht die Unterstützung

präventiver Arbeit an erster Stelle. Genau genommen

geht es dabei um die Prävention von

sexualisierter Gewalt.

Die sexualpädagogischen Projekte, die vor

sexualisierter Gewalt, sexuell übertragbaren

Krankheiten und ungewollten Schwangerschaften

schützen, werden mittels eingeworbener

Spendengelder gefördert.

Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick

über die vielfältigen Angebote des Arbeitsbereichs

Sexualpädagogik der pro familia.

Die SexualpädagogInnen folgen grundsätzlich

einem geschlechtsbezogenen und transkulturellen

Ansatz. Sie leisten durch ihre aktive und

aufklärende Arbeit einen wichtigen Beitrag zum

sexuellen Bildungssystem und unterstützen

damit Mädchen und Jungen in einer entscheidenen

Phase ihrer Persönlichkeitsentwicklung.

So wird direkt mit Hamburger Schülerinnen

und Schülern zu den Themen „bewusster und

verantwortlicher Umgang mit Verhütung“,

„Schwangerschaft“, „Gesundheit“, „Sexualität“

sowie „Freundschaft“, „Partnerschaft“ und

„einem selbstbestimmten Leben“ gearbeitet.

Für die Jugendlichen werden sowohl Einzelberatungen

als auch sexualpädagogische Gruppenarbeit

angeboten. Zudem gibt es an Hamburger

Schulen eine Jugendsprechstunde. Des

Weiteren entwickelt und begleitet pro familia

immer wieder spezielle Projekte in der konkreten

Zusammenarbeit mit Schulen (siehe auch

„Sei eigen – mit Respekt!“ auf Seite 12).

Seit 10 Jahren kooperiert der Arbeitsbereich

Sexualpädagogik der pro familia eng mit Allerleirauh

e. V. , einer Beratungsstelle für Mädchen

und junge Frauen, die sexuellen Missbrauch

erlebt haben. Im Rahmen dieser institutionellen

Zusammenarbeit finden Schulprojekte zum

Thema „Rund um Anmache“ statt, wobei es inhaltlich

vor allem um die alltägliche „Anmache“

und um sexualisierte Übergriffe unter Jugendlichen

im Schulalltag geht. Dieses Kooperations-

projekt arbeitet ganz konkret zur Primärprävention

von sexualisierter Gewalt und bietet zudem

den Multiplikatoren Fortbildung und Fachberatung

an.

Um den Präventionsgedanken im Schulalltag zu

verankern, werden regelmäßig Weiterbildungseinheiten

und Beratungen für Lehrerinnen und

Lehrer zur sexualpädagogischen Qualifizierung

angeboten. Ziel dieser Angebote ist, die Handlungskompetenz

in den Bereichen „Sexualität“,

„Grenzüberschreitungen“ und „sexualisierter

Gewalt“ zu erweitern.

Für Eltern und Multiplikatoren gibt es u. a. die

Möglichkeit, sich über die psychosexuelle Entwicklung

von Kindern und Jugendlichen beraten

zu lassen. Ferner werden Elternabende

organisiert, die sich mit den Themen „kindliche

Sexualität“, „Pubertät“ und „Neue Medien“ befassen.

Die Sexualpädagogik der pro familia Hamburg

sieht sich – bei einer ohnehin hohen Anzahl an

Anfragen – mit einer stetig steigenden Nachfrage

nicht nur seitens Hamburger Schulen

konfrontiert. Die Primärprävention erlangt eine

immer größere Bedeutung und ist als wichtige

Arbeit anerkannt: Denn sie beeinhaltet notwendige

Aufklärung und kann so dazu beitragen,

dass „Schlimmeres“ verhindert wird.

Das Einwerben von dringend benötigten Spen-

dengeldern gestaltet sich jedoch oft als schwierig.

Denn Prävention erfolgt im Vorfeld und ihre

Erfolge sind schwer mittels konkreter Zahlen

und Statistiken belegbar. Spenden fließen ge-

meinhin leichter, wenn es bereits Opfer gibt,

die unterstützt werden müssen – als dass Maß-

nahmen unterstützt werden, die potenzielle

Opfer verhindern sollen. Trotzdem gelingt es

dem Förderverein seit Jahren mittels Spenden-

geldern die Qualität und Quantität der sexual-

pädagogischen Arbeit in Hamburg zu sichern.

Wenn auch Sie diese Arbeit unterstützen

wollen, dann helfen Sie bitte mit einer

Spende auf das Konto des Fördervereins.

Alle Informationen hierzu finden Sie unter:

www.profamilia-foerderverein-hamburg.de.

24


Mitgliedsantrag

Hiermit erkläre ich mich bereit, Mitglied des pro familia Landesverbandes Hamburg e. V. zu

werden.

25

Ich werde den satzungsgemäßen Jahresbeitrag von € 55,00

entrichten.

Ich werde den geminderten Jahresbeitrag (geringes Einkommen) von € 30,00

entrichten.

Die Ziele des pro familia Landesverbandes Hamburg e. V. sind mir bekannt.

Vor- und Nachname

Anschrift

Telefon

Beruf

Geburtsdatum

Ort und Datum Unterschrift

pro familia ist Mitglied in der

International Planned Parenthood Federation (IPPF)

und im Paritätischen Wohlfahrtsverband

Mitgliedsantrag

Geschäftsstelle:

Seewartenstr. 10, Haus 1

20459 Hamburg

Tel.: 040 - 30 99 749-30 / Fax -31

lv.hamburg@profamilia.de


Autor

Andreas Gloël,

Sexualpädagoge

Zitate von Jugendlichen aus der

Diplomarbeit von Andreas Gloël

„Der Einfluss des Konsums von

Pornographie während der frühen

und/oder mittleren Adoleszenz

auf das Sexualverhalten“.

Eine qualitative Studie mit jungen

Männern an der Hochschule für

Angewandte Wissenschaften

Hamburg (August 2009).

Kim*:

„Der Porno an sich sagt ja nicht

‚hinterfrage mich bitte kritisch’.“

Lukas*:

„Ich war selbstbewusster, als ich

es ohne Pornos gewesen wäre.“

Peter*:

„Wenn man sein erstes, zweites

oder drittes Mal hatte, merkt

man, dass das in Pornos nur

gestellt ist.“

Tim*:

„Man guckt sich die Filme alleine

an, macht sich alleine Gedanken

dazu und man redet mit niemandem

über solche Sachen.“

*Name geändert

Zukunft/Ausblick:

Pornographie im Internet

Für die Zeitschrift EMMA ist Pornographie die

„Verknüpfung von sexueller Lust mit Lust an

Erniedrigung und Gewalt“, für andere der perfekte

Begleiter auf dem Weg zu sexuellen Höhepunkten.

Manche sehen in Pornographie eine

gefährliche Vorlage und fürchten um die moralischen

Säulen unserer Gesellschaft, für andere

ist Pornographie gleichzusetzen mit Science

Fiction-Serien und Filmen mit Kampfrobotern.

Was auch immer Pornos sind und was man

von ihnen hält, Fakt ist: Im Leben von Jugendlichen

spielen sie eine zunehmend große Rolle.

Fakt ist aber auch: Über die tatsächlichen Folgen

und Auswirkungen auf das Sexualverhalten

von Jugendlichen ist bisher wenig bekannt.

Eine aktuelle Studie aus dem baltischen Raum

„The Baltic Sea Regional Study on Adolescents‘

Sexuality“ (2007) fand heraus, dass 93,1 %

der befragten 18-jährigen jungen Männer aus

Skandinavien und dem baltischen Raum porno-

graphische Zeitschriften gelesen, porno-

graphische Filme gesehen oder im Internet auf

pornographische Inhalte zugegriffen zu haben.

63,8 % der jungen Männer wiederholt dies täglich,

wöchentlich oder monatlich mehrmals. Bei

den befragten 18-jährigen jungen Frauen traf

letzteres nur auf 7,7 % zu.

Diese Zahlen decken sich in etwa mit den Erfahrungen

aus den sexualpädagogischen Ver-

anstaltungen mit Jugendlichen in der pro familia-

Beratungsstelle in Hamburg. Viele Jungen und

Mädchen ab Klasse 6 berichten, schon mal

freiwillig oder unfreiwillig im Internet mit porno-

graphischen Inhalten konfrontiert worden zu

sein. Die Einschätzungen der Jugendlichen

dazu sind vielfältig. Manche Jungen und

Mädchen ekeln sich vor den Darstellungen in

Pornos. Manch einer erhofft sich einen Lerneffekt

oder findet sie einfach nur „geil“. Andere

fühlen sich verunsichert. In jedem Fall sorgen

sie für mächtigen Diskussionsstoff; nicht ausschließlich

innerhalb der geschlechtshomogenen

Gruppen, sondern insbesondere auch

zwischen den Geschlechtern.

Porno, Chat und SchuelerVZ … trotz aller Chancen

und Möglichkeiten (Netzwerke, Austausch,

Informationen, kreative Eigengestaltung, technische

Wissensaneignung) müssen Jugendliche

sich in diesem Dschungel an Angeboten erst

einmal zurechtfinden. Für viele ist das nicht immer

eine leichte Aufgabe. Insbesondere beim

Blick auf Pornographie müssen Jugendliche

lernen, das Gesehene mit den eigenen Vorstellungen

und Wünschen von Sexualität und vom

sexuellen Miteinander abzugleichen und kritisch

zu hinterfragen.

Was bedeutet das für die Sexualpädagogik

bei pro familia? Ein Zauberwort heißt Medien-

kompetenz! Es geht darum, sich mit Schüle-

rInnen darüber auszutauschen, was hinter der

Pornographie steckt, die ihnen in den Medien

begegnet. Es ist eben hauptsächlich „ge-

machte“ und nicht „gelebte“ Sexualität. Nach

sexualpädagogischem Verständnis bedeutet

es außerdem, Jugendliche – Jungen wie

Mädchen – in der Auseinandersetzung mit den

eigenen Wünschen, Ängsten, Phantasien und

Grenzen zu begleiten und diese im Kontext von

sexueller Selbstbestimmung zu thematisieren.

Jugendliche, die ihre persönlichen Grenzen kennen

und spüren, wissen, wann ihnen etwas „zu

weit geht“. Jungen und Mädchen, die gelernt

haben, sich offen über Sexualität auszu-

tauschen, können bei „sexuellen Kontakten“

besser über diese Themen miteinander reden.

Die Schule ist für diese Thematik oftmals nicht

der richtige Ort und Lehrkräfte sind nicht immer

die richtigen AnsprechpartnerInnen. Deshalb

ist es so wichtig, dass Jugendliche bei

der pro familia einen Raum vorfinden, in dem

sie unter erwachsener Begleitung ihre Fragen

stellen können und sich ohne den moralischen

Zeigefinger über ihre Erfahrungen mit pornographischen

Bildern austauschen können.

Das Thema Pornographie bietet uns immer

wieder eine Chance, den Rechteansatz der

pro familia (in Bezug auf Sexualität) in den

Raum zu holen und wichtige Diskussionen anzustoßen.

26


Wir beraten Sie unabhängig vom Alter, Geschlecht,

Religionszugehörigkeit, ethnischer

Herkunft und sexueller Orientierung.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von

pro familia stehen unter Schweigepflicht,

auch bei Gesprächen mit minderjährigen Rat-

suchenden. Wir nehmen uns die nötige Zeit für

Sie, gehen respektvoll mit Ihrem Anliegen um

und vermitteln Sie gegebenenfalls weiter. Wir

wollen Sie ermutigen, Ihre Rechte in Anspruch

zu nehmen.

Unser Beratungsangebot umfasst folgende

Bereiche:

• Schwangerschaft und Elternschaft

• Schwangerschaftskonfliktberatung

(§219 StGB)

• Sexualität und Partnerschaft

• Verhütung

• Medizinische Beratungen

• Sexualpädagogik

Adressen und Sprechzeiten

pro familia Beratungszentrum

im Gesundheitszentrum St. Pauli

(ehemaliges Hafenkrankenhaus)

Seewartenstraße 10, Haus 1

20459 Hamburg

E-Mail:

hamburg-beratungszentrum@profamilia.de

Telefonische Sprechzeiten

(040 - 30 99 749 10)

Montag und Dienstag 10:00 – 14:00 Uhr

Mittwoch 14:00 – 16:00 Uhr

Donnerstag und Freitag 10:00 – 14:00 Uhr

Offene Sprechstunden ohne Voranmeldung

Montag und Mittwoch 16:00 – 18:30 Uhr

nur für Beratung bei ungewollter Schwangerschaft,

bei Schwangerschaftskonflikten sowie

gynäkologische Beratung und Untersuchung

bei Pillenverordnung

27

pro familia Hamburg

Adressen und Sprechzeiten

Freitag 10:00 – 12:00 Uhr

nur für Beratung bei ungewollter Schwangerschaft

und bei Schwangerschaftskonflikten

Fachbereich Sexualpädagogik

Montag 14:00 – 16:00 Uhr

Mittwoch 16:00 – 18:00 Uhr

Bei allen anderen Beratungsthemen bitten wir

um vorherige telefonische Vereinbarung eines

Termins!

Beratung zu finanzieller und rechtlicher Unterstützung

für werdende Eltern nur nach vor-

heriger Terminvereinbarung!

pro familia Hamburg-Harburg

Am Irrgarten 3 – 9

21073 Hamburg

Tel.: 040 - 766 68 12

Sprechstunde ohne Voranmeldung

Montag 15:30 – 18:00 Uhr

Die Beratungsstelle Harburg ist nur innerhalb

der Sprechzeiten telefonisch erreichbar!

pro familia Hamburg-Bergedorf

Billwerder Billdeich 648a

(Eingang über Ladenbeker Furtweg im Haus

des Landesbetrieb Erziehung)

21033 Hamburg

Tel.: 040 - 724 78 39

Sprechstunde ohne Voranmeldung

Donnerstag 16:00 – 19:00 Uhr

Die Beratungsstelle Bergedorf ist nur innerhalb

der Sprechzeiten telefonisch erreichbar!

pro familia Hamburg-Wilhelmsburg

Vogelhüttendeich 79 – 81

21073 Hamburg

Tel.: 040 - 754 79 51

Sprechstunde ohne Voranmeldung

Dienstag 15:30 – 17:30 Uhr

Die Beratungsstelle Wilhelmsburg ist nur innerhalb

der Sprechzeiten telefonisch erreichbar!


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Suchtberatung, Information, Kurse,

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Charlottenstr. 28; Tel.: 040.4329600

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und Nachsorge;

Charlottenstr. 28; Tel.: 040.432 96 00

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Beratung für betroffene Mädchen und

päd. Fachkräfte, Fortbildung

Hospitalstr. 69; Tel.: 040.3806987

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Herausgeber:

Geschäftsstelle pro familia

Landesverband Hamburg e. V.

Seewartenstr. 10, Haus 1

20459 Hamburg

Tel.: 040 - 30 99 749 30

Fax: 040 - 30 99 749 31

E-Mail: lv.hamburg@profamilia.de

Website: www.profamilia-hamburg.de

V. i. S. d. P.:

Kerstin Falk, Landesgeschäftsführerin,

pro familia Hamburg

Redaktion:

Kerstin Falk (pro familia Hamburg)

Sabine Schützmann (Common Sense, Hamburg)

Gesamtherstellung

(inkl. Konzept, Grafik, Satz und Layout):

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Druck:

MOTTENDRUCK

Ziegner & Maack GmbH

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Auflage:

5.000 Exemplare

Copyright:

pro familia Landesverband Hamburg e. V.

Hamburg im September 2009

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Tel.: 040 - 754 79 51

Geschäftsstelle pro familia

Deutsche Gesellschaft für

Familienplanung, Sexualpädagogik

und Sexualberatung

Landesverband Hamburg e. V.

Seewartenstr. 10, Haus 1

20459 Hamburg

Tel.: 040 - 30 99 749 30

Fax: 040 - 30 99 749 31

E-Mail: lv.hamburg@profamilia.de

Website: www.profamilia-hamburg.de

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