Leistungsbilanz Niederbayern - Die Regierung von Niederbayern

regierung.niederbayern.bayern.de

Leistungsbilanz Niederbayern - Die Regierung von Niederbayern



Leistungsbilanz

Niederbayern

www.bayern.de





INHALT

IMPRESSUM

Vorwort......................................................................................................................3

Arbeit, Wachstum, Wohlstand...................................................................................4

Gute Bildung, beste Chancen ...................................................................................5

Starker Standort dank Forschung und Innovation ..............................................6 – 7

Vorfahrt für Kinder und Familien ...............................................................................8

Gute medizinische Versorgung.................................................................................9

Sicherheit ist Lebensqualität ...................................................................................10

Leistungsfähige Infrastruktur ..................................................................................11

Kultur, Brauchtum und geschichtliches Erbe ..........................................................12

Energie, Klima, Natur: Nachhaltig und generationengerecht..................................13

Starke Landwirtschaft, starkes Bayern ...................................................................14

Herausgeber:

Bayerische Staatskanzlei

- Öffentlichkeitsarbeit -

Franz-Josef-Strauß-Ring 1

80539 München

Konzept und Gestaltung:

ars litera GmbH, München

Bildnachweise:

Seite 4: Bayerische Staatskanzlei

Seite 5: Bayerisches Staatsministerium für

Unterricht und Kultus

Seite 6: Bayerische Staatskanzlei

Seite 8: Caritas-Schülerzentrum KRABAT

Pfarrkirchen

Seite 9: W. Kainberger, Klinikum Passau

Seite 10: Polizeipräsidium Straubing

Seite 11: Bayerisches Staatsministerium des

Inneren

Seite 12: Bayerisches Staatsministerium der

Finanzen

Seite 13: Wasserwirtschaftsamt Landshut

Seite 14: Bayerisches Staatsministerium für

Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Stand der Broschüre: Juni 2010

�2�

Hinweis:

Diese Druckschrift wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit

der Bayerischen Staatsregierung

herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch

von Wahlwerbern oder Wahlhelfern im Zeitraum

von fünf Monaten vor einer Wahl zum Zwecke

der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt

für Landtags-, Bundestags-, Kommunal- und

Europawahlen. Missbräuchlich ist während

dieser Zeit insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen,

an Informationsständen der

Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken und

Aufkleben parteipolitischer Informationen oder

Werbemittel.

Untersagt ist gleichfalls die Weitergabe an Dritte

zum Zwecke der Wahlwerbung. Auch ohne zeitlichen

Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf

die Druckschrift nicht in einer Weise verwendet

werden, die als Parteinahme der Staatsregierung

zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden

werden könnte. Den Parteien ist es gestattet,

die Druckschrift zur Unterrichtung ihrer eigenen

Mitglieder zu verwenden


VORWORT


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

„Aufsteigerregion“ ist seit vielen Jahren das Synonym für Niederbayern. Niederbayern

ist ein attraktiver Wirtschafts- und Lebensraum mit hoher Lebensqualität und Zukunftschancen

für die Menschen. Die Region profitiert von der Nähe zu Österreich, Tschechien

und den Wachstumsmärkten in Osteuropa sowie im Donauraum – und nutzt diese

Chancen.

Niederbayern ist ein Premiumstandort der Automobilindustrie, 30.000 Menschen arbeiten

in dieser wichtigen Branche. Aber auch zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen,

Handwerker und Freiberufler prägen mit ihren innovativen Ideen die niederbayerische

Wirtschaft. Die Universität Passau, die Hochschulen in Deggendorf und Landshut,

die Wissenschaftsstadt Straubing sind in vielen Schlüsseltechnologien des 21.

Jahrhunderts weltweit vernetzt und wichtiger Bestandteil des niederbayerischen Netzwerks

aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die starke Stellung Niederbayerns bei den

nachwachsenden Rohstoffen unterstreicht die große Bedeutung der Landwirtschaft.

Erholung und Entspannung bieten das Bayerische Golf- und Thermenland mit Europas

beliebtesten Heilbädern und der größten Golfakademie der Welt. Das Altmühltal und

der Nationalpark Bayerischer Wald locken mit spektakulären Erlebnissen in wunderbarer

Natur. Nicht nur die Zentren Landshut, Passau und Straubing bieten kulturelle Höhepunkte.

Deshalb ist Urlaub in Niederbayern beliebt und der Tourismus ein wichtiger

Wirtschaftsfaktor.

Die Bayerische Staatsregierung unterstützt in vielfältiger Weise die positive Entwicklung

in Niederbayern. Diese Broschüre trägt – ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit

– Beispiele für dieses Engagement zusammen.


Horst Seehofer Martin Zeil

Bayerischer Ministerpräsident Stv. Ministerpräsident

Staatsminister für Wirtschaft,

Infrastruktur, Verkehr und

Technologie




LEISTUNGSBILANZ

Arbeit, Wachstum, Wohlstand

Die Wirtschaft in Bayern wächst weit

überdurchschnittlich, die Arbeitslosigkeit

im Freistaat ist deutlich unterdurchschnittlich.

Das schafft Bayerns Bürgerinnen

und Bürgern einen höheren Lebensstandard

und gute Arbeit. Motor

dieser Dynamik ist die richtige Mischung

aus starken international tätigen Unternehmen,

einem leistungsfähigen Mittelstand,

Handwerk und Freien Berufen,

eine hohe Innovationskraft durch exzellente

Bildung und Forschung, eine gute

Infrastruktur und eine Regionalpolitik mit

dem Ziel gleichwertiger Lebensbedingungen

im ganzen Land. Erfreulich ist:

Bayern hat sich auch gegenüber den

Auswirkungen der derzeitigen Wirtschaftskrise

äußerst robust gezeigt. Der

Freistaat weist im Jahr 2009 mit einer

Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent

(deutschlandweit: 8,2 Prozent) nach wie

vor bundesweit die beste Arbeitsmarktsituation

auf – weitaus besser als befürchtet.

Auch Niederbayern steht im Jahresdurchschnitt

2009 mit 4,8 Prozent im

deutschlandweiten Vergleich gut da.

Ministerpräsident Horst Seehofer (2. v. l.) und Staatsminister

Helmut Brunner (links) besuchten in Niederbayern

gemeinsam das BMW-Komponentenwerk in Landshut.

�4�


Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen

Beschäftigten in Niederbayern

stieg zwischen 2002 und

2009 um 2,0 Prozent – das ist mehr

als in Bayern (+ 1,9 Prozent) und ein

sehr gutes Ergebnis im Vergleich zur

Entwicklung in Deutschland insgesamt

(- 0,7 Prozent).

� Das Bayerische Mittelstandskreditprogramm

ist das wichtigste Darlehensinstrument

für kleine und mittlere

Unternehmen. In Niederbayern

wurden 2009 550 Vorhaben mit einem

Darlehensvolumen von fast 35

Millionen Euro gefördert. In den vergangenen

zehn Jahren wurden im

Rahmen der bayerischen regionalen

Wirtschaftsförderung in Niederbayern

Zuwendungen von über

von über 316 Millionen Euro bewilligt.

Damit wurden 1.377 Investitionsmaßnahmen

von Unternehmen gefördert,

Investitionen in einer Gesamthöhe

von über 2,6 Milliarden Euro

angeschoben, knapp 7.300 neue

Arbeitsplätze geschaffen und mehr

als 48.000 Arbeitsplätze gesichert.

� Bayern hat mit Mitteln der Tourismusförderung

in Niederbayern in

den letzten zehn Jahren rund 700

Projekte mit Zuschüssen in Höhe von

rund 110 Millionen Euro gefördert.

Beispiele sind der Erste Deutsche

Feng-Shui-Kurpark in Lalling (Landkreis

Deggendorf), der inzwischen

überregionale Beachtung findet, vor

allem aber zahlreiche Baumaßnahmen

in den fünf niederbayerischen

Heil- und Thermalbädern Bad Abbach,

Bad Birnbach, Bad Füssing,

Bad Gögging und Bad Griesbach.



Gute Bildung, beste Chancen

Bildung ist der Schlüssel für den Start ins

Berufsleben und in die Gesellschaft. Es

ist ein großer Erfolg, dass Bayerns Schüler

bei internationalen Vergleichsstudien

regelmäßig hervorragend abschneiden.

Die bayerische Bildungspolitik setzt auf

eine umfassende Persönlichkeitsentwicklung,

auf individuelle Förderung, auf

Wissen, Können und Werte. Wesentlich

ist dabei die Durchlässigkeit des Bildungssystems.

Tragende Elemente

bayerischer Bildungspolitik sind bessere

vorschulische Betreuung, mehr Ganztagsschulangebote

in allen Schularten

und kleinere Klassen sowie Selbstständigkeit

der Schulen und neue Kooperationsmodelle.

Das Erfolgsrezept der Ganztagsgrundschule St. Nikola in

Landshut ist ein abwechslungsreicher Unterrichtsalltag, in

dem sich Lern- und Unterrichtsphasen mit Bewegungspause,

freier und aktiver Spielzeit, Freizeitangeboten und

individueller Lernförderung in Kleingruppen abwechseln.


� Zum Schuljahr 2009/2010 sind in

Niederbayern an 183 Schulstandorten

Ganztagsangebote eingerichtet.

Die Ganztagsgrundschule St.

Nikola Landshut ist eines von

vielen herausragenden Praxisbeispielen

für einen erfolgreichen schulischen

Ganztag in Niederbayern.

� In Niederbayern nehmen ab September

2010 die Grundschule

Sankt-Peter-und-Paul in Landshut,

die Grundschule Rotthalmünster

(Landkreis Passau) und die Ulrich-

Schmidl-Volksschule in Straubing

zusammen mit 17 anderen Volksschulen

in ganz Bayern am Schulversuch

„Flexible Grundschule“

teil. Die erste und zweite Klasse werden

zu einer flexiblen Eingangsstufe.

Diese können die Schülerinnen und

Schüler entsprechend ihrer Begabung,

ihrer Entwicklung und ihrer

Vorbildung in einem individuellen

Tempo zwischen einem und drei Jahren

durchlaufen. Ziel ist, schon das

erste schulische Angebot optimal an

die individuelle Entwicklung unserer

Kinder anzupassen.

Die Schullandschaft in Niederbayern

wächst weiter! Die Staatliche

Fachschule für Elektrotechnik in

Passau hat zum Schuljahr 2009/10

den Unterrichtsbetrieb aufgenommen.

2010/11 geht am Standort

Grafenau die Staatliche Berufsfachschule

für Hotel- und Tourismusmanagement

an den Start. In Arnstorf

(Landkreis Rottal-Inn) entstand eine

neue Realschule. Mit je zwei neuen

staatliche Fachoberschulen und Berufsoberschulen

besteht in Niederbayern

ein flächendeckendes Angebot

der Beruflichen Oberschule.

� 5�


LEISTUNGSBILANZ

Starker Standort dank Forschung und Innovation

Bayern ist eine der führenden High-

Tech-Regionen in Europa. Unsere Universitäten

und Fachhochschulen zählen

zu den besten Deutschlands. Forschung,

Innovationen und neue Chancen sind

Voraussetzungen für gute Arbeitsplätze

heute und morgen. Wir gestalten einen

ethisch verantwortbaren technologischen

Fortschritt. Gemeinsam mit der Wirtschaft

wird Bayern die Forschungsausgaben

steigern und Forschungsprojekte

der Hochschulen vorantreiben. Innovation

ist ein Schwerpunkt der Bayerischen

Staatsregierung – von neuen Leuchtturmprojekten

bis zu Innovationsgutscheinen

für den Mittelstand.

Ministerpräsident Horst Seehofer eröffnete das neue

Laborgebäude für das Wissenschaftszentrum Straubing -

einer europaweit einmaligen Forschungs- und Technologieinstitution

für Nachwachsende Rohstoffe.

�6�


Die Bayerische Staatsregierung investiert

erhebliche Mittel in den Ausbau

der Hochschullandschaft in

Niederbayern. Im Rahmen des

Hochschulausbauprogramms entstehen

in Niederbayern 2.400 zusätzliche

Studienplätze. Für die Universität

Passau und die Hochschulen Deggendorf

und Landshut hat Bayern im

Zeitraum von 1996 bis 2009 mehr als

134 Millionen Euro in den Hochbau

investiert.

� Ein neues Multimediazentrum stärkt

das Profil der Kommunikations- und

Medienwissenschaften an der Universität

Passau. Das Multimediazentrum

ist in einem Neubau für

5 Millionen Euro untergebracht und

zentralisiert und vernetzt fächerübergreifend

die Aktivitäten in diesem

Bereich.

� Als innovative Modelle einer Hochschul-

oder Wissenschaftspräsenz

sind in enger Kooperation mit den

Kommunen und der regionalen Wirtschaft

Technologietransferzentren

der Hochschule für angewandte

Wissenschaften – Fachhochschule

Deggendorf in Cham, Freyung und

Teisnach entstanden. Der Freistaat

Bayern unterstützt diese Vorhaben

für fünf Jahre mit einer Anschubfinanzierung.



� Mit der Gründung des Kompetenzzentrums

für Nachwachsende

Rohstoffe in Straubing ist das Zukunftsthema

Nachwachsende Rohstoffe

in Niederbayern fest verankert.

Drei Institutionen – das Wissenschaftszentrum,

das Technologie-

und Förderzentrum und das Netzwerk

C.A.R.M.E.N. e. V. - verbinden

in einzigartiger Weise Forschung,

Lehre, Entwicklung, Fortbildung und

Beratung. In dem für 17 Millionen Euro

neu errichteten Laborgebäude haben

seit 2009 die Wissenschaftler

und die Studierenden des neuen Masterstudiengangs

Nachwachsende

Rohstoffe ein ideales Arbeitsumfeld.

� Bayern unterstützt auch kräftig

den Ausbau der außeruniversitären

Forschungsinfrastruktur in Niederbayern.

Ein großer Erfolg ist die Ansiedlung

der Projektgruppe der

Fraunhofer-Gesellschaft „Katalytische

Verfahren für eine nachhaltige

Rohstoff- und Energieversorgung auf

der Basis nachwachsender Rohstoffe“

in Straubing 2009. Der Freistaat

hat in den Aufbau der Gruppe und

den Neubau erforderlicher Laborräumen

rund 6,7 Millionen Euro investiert.

Dies ist die erste Fraunhofer-

Einrichtung in Niederbayern, die für

Straubing auch eine hohe symbolische

Bedeutung hat: In der Gäubodenstadt

wurde am 6. März 1787

der herausragende deutsche Wissenschaftler

Joseph von Fraunhofer

geboren.

� 7�


LEISTUNGSBILANZ

Vorfahrt für Kinder und Familien

Familien und Kinder sind unsere Zukunft.

Geborgenheit, Sicherheit und kulturelle

Identität wachsen zuallererst in den Familien.

Ein guter Start ins Leben hängt

von der Familie ab. Deshalb ist der

Bayerischen Staatsregierung Familienpolitik

so wichtig. Wir wollen, dass Bayern

das familienfreundlichste Land Europas

wird. Dabei gilt: Wir fördern Familien,

aber bevormunden sie nicht. Wir

stützen Familien, aber schreiben ihnen

nichts vor. Das ist Wahlfreiheit. Und zur

Wahlfreiheit gehört einerseits das Landeserziehungsgeld

und andererseits der

konsequente Ausbau der Kinderbetreuung

– gemeinsam mit den Kommunen.

Unser Ziel heißt: Wir schaffen bis zum

Jahr 2012 in Bayern ein verlässliches

und bedarfsgerechtes Betreuungsangebot

für Kinder von ein bis 14 Jahren.

� Der Kinderhort Krabat bietet für 100 Kinder aller

Schultypen eine intensive schulische Förderung

sowie ein abwechslungsreiches Freizeitangebot.


�8�


� 2009 wurde Bayerisches Landeserziehungsgeld

in Höhe von etwa 9,5

Millionen Euro an Familien in Niederbayern

ausbezahlt. Nur vier Länder

in Deutschland bezahlen diese Leistung

an Familien.

� Der Ausbau der Kinderbetreuung

der unter Dreijährigen läuft in Niederbayern

auf Hochtouren. Der Freistaat

unterstützt die Kommunen tatkräftig.

In den Jahren 2008 und 2009

wurden allein in Niederbayern insgesamt

1.718 neue Plätze für unter

Dreijährige bewilligt. Für die Durchführung

von 42 Projekten in Niederbayern

wurden rund 26 Millionen Euro

bewilligt. Lag die Betreuungsquote

der unter Dreijährigen Anfang 2008

in Niederbayern bei 8,99 Prozent,

wurden ein Jahr später Anfang 2009

bereits 12,31 Prozent der Kleinstkinder

betreut.

� Der Kinderhort Krabat in Pfarrkirchen

umfasst mittlerweile 100 Plätze

für Kinder aller Schultypen. Die Kindern

erhalten neben dem Mittagessen

ein abwechslungsreiches Freizeitangebot

und eine intensive schulische

Förderung. Die Integration von

Kindern mit Migrationshintergrund ist

ein wichtiger Schwerpunkt.

� 2008 wurde von der Bayerischen

Staatsregierung erstmals der Förderpreis

„Kommunale Seniorenpolitik“

ausgelobt. Einer der Preisträger ist

die Stadt Geiselhöring (Landkreis

Straubing-Bogen) mit ihrem zukunftsorientierten

Gesamtkonzept für

nachhaltige Seniorenpolitik.



Gute medizinische Versorgung

Eine gute stationäre, wohnortnahe Patientenversorgung

ist ein Pfeiler des bayerischen

Gesundheitssystems. Bayern

stellt im Doppelhaushalt 2009/1010 jährlich

500 Millionen Euro für die Krankenhausfinanzierung

bereit. Damit wird nicht

nur die Versorgung der Menschen in

Bayern weiter verbessert, sondern

gleichzeitig ein kräftiger Anschub für

Bauwirtschaft, Handwerk und medizintechnische

Industrie geleistet. Insgesamt

hat der Freistaat die Krankenhäuser in

ganz Niederbayern in den vergangenen

fünf Jahren mit rund 244 Millionen Euro

gefördert. Damit konnten zahlreiche

Bauprojekte auf den Weg gebracht und

die medizintechnische und allgemeine

Ausstattung der Krankenhäuser auf einem

zeitgemäßen Stand gehalten werden.

Das Klinikum Passau wird zurzeit mit finanzieller

Hilfe des Freistaats Bayern vollständig saniert.



� Fast 45 Millionen Euro investiert

Bayern derzeit in Passaus Krankenhäuser!

Das Klinikum Passau wird

derzeit vollständig saniert. Mit der

anstehenden Errichtung des Bezirkskrankenhauses

Passau entsteht

mit Unterstützung des Freistaats

in der Drei-Flüsse-Stadt eine

eigene psychiatrische Vollversorgungsklinik.

� Bei der Goldberg-Klinik Kelheim

wird noch 2010 mit der Strukturverbesserung

des Funktionsbereichs

begonnen. Dafür wendet Bayern

über 11 Millionen Euro auf.

� Das Kreiskrankenhaus Eggenfelden

(Landkreis Rottal-Inn) wird infrastrukturell

wieder auf den neuesten

Stand gebracht. Bayern investiert

hierfür 9 Millionen Euro.

� 9�


LEISTUNGSBILANZ

Sicherheit ist Lebensqualität

In Bayern leben die Menschen am sichersten.

Gute Ausstattung und die notwendige

politische Rückendeckung für

die Arbeit unserer Sicherheitsbehörden

und der Justiz machen den Freistaat

zum Marktführer für Sicherheit – mit den

wenigsten Straf-taten und einer ausgezeichneten

Aufklärungsquote in Deutschland.

In Niederbayern sank die Kriminalitätsbelastung

im letzten Jahr um 4,8

Prozent, im Langzeitvergleich seit 2000

sogar um 11,4 Prozent. Etwa zwei Drittel

der angezeigten Straftaten konnten in

Niederbayern aufgeklärt werden – eine

ausgezeichnete Bilanz. Im Doppelhaushalt

2009/2010 wurde eine Verstärkung

der Bayerischen Polizei und Justiz um

mehr als 1.200 Stellen erreicht – davon

profitiert auch Niederbayern. Neben der

konsequenten Strafverfolgung gilt unser

besonderes Augenmerk der Prävention

und den Opfern von Straftaten.

Der Freistaat hat in den letzten zwanzig Jahren dreizehn

Dienststellen der Polizei in Niederbayern saniert oder neu

gebaut, zuletzt das neue Polizeipräsidium in Straubing.

�10�


� In den letzten zwanzig Jahren wurden

dreizehn niederbayerische

Dienststellen und zentrale Infrastruktureinrichtungen

der Polizei für rund

55 Millionen Euro saniert oder neu

gebaut. Nach den jüngsten Umbaumaßnahmen

im neuen Präsidium in

Straubing und der Neugestaltung

der Einsatzzentrale für 13,2 Millionen

Euro sind in den nächsten Jahren

Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen

von rund 39 Millionen Euro

vorgesehen, z.B. die Errichtung eines

zentralen Dienstgebäudes für die Polizeidienststellen

in Passau und der

Neubau für die Polizeiinspektion

Grafenau.

� In ganz Niederbayern wurden 2009

an die Kommunen 3,1 Millionen Euro

für die Feuerwehrförderung ausbezahlt.

Insgesamt konnten 2009 in

Niederbayern elf neue Feuerwehrgerätehäuser

mit staatlicher Förderung

errichtet werden.



Leistungsfähige Infrastruktur

Straßen, Schienen, Wasserstraßen und

Flughäfen sind die Lebensadern des

Wirtschafts- und Transitlandes Bayern.

Wir brauchen gut ausgebaute Verkehrsanschlüsse

in die Wirtschaftszentren der

Welt und eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur

im Inland, die mit den Anforderungen

des internationalen Handels

und den Mobilitätsbedürfnissen der Bevölkerung

Schritt hält. Die Staatsregierung

setzt sich ein für leistungsfähige

Verkehrswege, eine hohe Verkehrssicherheit

sowie eine Verringerung der mit

dem Verkehr verbundenen Belastungen.

Mit der Eröffnung der Ortsumgehung Neunkirchen v.

Wald führt die Bundesstraße 85 im Landkreis Passau nun

durch keine Ortschaft mehr.


� Im Zuge der Bundesautobahn A 94

wurde 2009 die erste Fahrbahn der

Ortsumfahrung von Malching

(Landkreis Passau) dem Verkehr

übergeben. Mit der Verkehrsfreigabe

der Ortsumgehung Neukirchen v.

Wald wurde die letzte Ortsdurchfahrt

im Zuge der Bundesstraße 85 im

Landkreis Passau beseitigt.

� Der Neubau der Bundesstraße 15

als bedeutendes Straßeninfrastrukturprojekt

für den ganzen ostbayerischen

Raum ging 2009 weiter voran.

So sind mittlerweile 29 Kilometer der

zweibahnigen Bundesstraße zwischen

Saalhaupt (Oberpfalz) und Ergoldsbach

(Niederbayern) in Bau.

Die Staatsregierung setzt sich für

Verbesserungen auf den Bahnstrecken

Nürnberg - Passau und

München - Passau ein. Die Betriebsaufnahme

des Donau-Isar-

Express mit Neufahrzeugen führte

zu schnelleren, häufigeren und besser

vertakteten Verkehren zwischen

München und Passau. Bei der Südostbayernbahn

wurde ein Stundentakt

auf der Rottalbahn Mühldorf -

Passau mit optimalen Anschlüssen

im Knoten Mühldorf eingerichtet.

Die zügige Realisierung der Bahnstrecke

München - Mühldorf -

Freilassing ist für die Unternehmen

im bayerischen Chemiedreieck, aber

auch für den südostbayerischen

Raum von größter Bedeutung.

� 11�


LEISTUNGSBILANZ

Kultur, Brauchtum und geschichtliches Erbe

Bayerns Lebensqualität ruht auf einem

starken gesellschaftlichen Zusammenhalt,

auf der Pflege unserer reichen Kultur,

unserer vielfältigen Traditionen und

unseres geschichtlichen Erbes. Die

Bayerische Staatsregierung will in unserer

Heimat Brauchtum bewahren, Traditionen

pflegen und aufgeschlossen sein

gegenüber anderen Kulturen.

� In Niederbayern fördert der Freistaat

Bayern die kommunalen Theater in

Eggenfelden (Theater an der Rott)

und Landshut mit rund 2,5 Millionen

Euro jährlich. Das ist ein wichtiger

Beitrag für eine lebendige Theaterszene

in Niederbayern.

Die Europäischen Wochen Passau

sind eine der größten, weit gefächertsten

und renommiertesten Musikfestivals

in Bayern. Sie erhalten vom

Freistaat Bayern einen Zuschuss

von. 270.000 Euro jährlich für ihre

wertvolle kulturelle Arbeit, die weit

über Bayern hinaus wirkt.

� In Holzhausen (Markt Geisenhausen,

Landkreis Landshut) befindet sich

das Trachtenkulturzentrum, die

zentrale Fort- und Weiterbildungsstätte

für die Bayerische Trachtenjugend

aus ganz Bayern, im Aufbau.

Daneben wird das Zentrum auch Archiv-

und Ausstellungsräume sowie

die Geschäftsstelle der Bayerischen

Trachtenjugend beherbergen. Der

Freistaat Bayern unterstützt dieses

Projekt, das den hohen Stellenwert

von Volkskultur und Brauchtum zeigt,

mit mehr als 1 Millionen Euro.

�12�

� Mit fast 3 Millionen Euro hat die

Staatliche Schlösser- und Seenverwaltung

Teile von Burg Prunn im

Altmühltal (Landkreis Kelheim) saniert

und die Besuchereinrichtungen

verbessert. Die beeindruckende

Burganlage wurde bereits im Jahr

1037 erstmals urkundlich erwähnt

und erlebte in der Spätgotik eine

zweite Blütezeit.

Die Schlösser- und Seenverwaltung hat Teile der Burg

Prunn im Altmühltal mit knapp drei Millionen Euro saniert.



Energie, Klima, Natur:

Nachhaltig und generationsgerecht

Eine gesunde Umwelt ist ein wichtiger

Teil der hohen Lebensqualität und Attraktivität

Bayerns. Die Bewahrung der

Schöpfung ist Verpflichtung gegenüber

kommenden Generationen. Deshalb haben

Klima- und Umweltschutz in Bayern

einen hohen Stellenwert. Bayern hat

einen um ein Drittel niedrigeren Ausstoß

von CO2 pro Kopf als im Bundesdurchschnitt,

einen hohen Anteil an regenerativen

Energien, eine hervorragende

Trinkwasserqualität, saubere Flüsse und

Seen. Ein Markenzeichen ist der erste

Umweltpakt Deutschlands, an dem sich

mittlerweile über 5.500 Unternehmen

beteiligen. Mit dem Klimaprogramm

Bayern 2020 setzt sich die Bayerische

Staatsregierung ehrgeizige Klimaschutzziele.

Bayern soll auch in Zukunft Vorreiter

sein bei der Bewahrung der Schöpfung.

Ökologie und Ökonomie gehen in

Bayern Hand in Hand, denn wir betrachten

Klimaschutz und Umweltschutz nicht

als Job-Killer, sondern als Job-Motor.

Um das Kloster Weltenburg vor Hochwasser zu schützen,

werden oberirdische Öffnungen wie Fenster oder Durchfahrten

im Ernstfall künftig mit mobilen Verschlüssen

abgedichtet, die ansonsten für den Besucher unsichtbar

sind und das Landschaftsbild nicht beeinträchtigen


� Fast 225 Millionen Euro hat der Freistaat

Bayern in den letzten zehn Jahren

in den Wasserbau und den

Hochwasserschutz in Niederbayern

investiert. Schwerpunkte der Hochwasserschutzmaßnahmen

liegen

an der Donau bei den Projekten

Neustadt a.d. Donau (Lkr. Kelheim),

Kelheim und der Donaustrecke

Straubing – Vilshofen. Der Hochwasserschutz

des Klosters Weltenburg

ist fast unsichtbar, um das

Landschaftsbild nicht zu beeinträchtigen.

� Das Naturschutzgroßprojekt Altmühlleiten

entlang des Altmühltals

von Pappenheim bis Kelheim dient

dem Schutz gefährdeter Tier- und

Pflanzenarten, dem Erhalt und der

Förderung des typischen Landschaftsbildes

und damit auch der

Steigerung des landschaftlichen

Werts für Einheimische und Touristen.

Bund und Freistaat fördern das

Großprojekt bis 2017 mit rund 5,25

Millionen Euro.

� Das viel beachtete LIFE-Natur-

Projekt Donautal mit Hängen und

Aue zwischen Neustadt a.d. Donau

und Bad Abbach (Landkreis Kelheim)

erstreckt sich auf einer Fläche

von knapp 3.000 Hektar. Projektziele

sind der Umbau naturferner Waldflächen

zu naturnahen oder ungenutzten

Hang- und Auwäldern und spezifische

Artenschutzmaßnahmen, zum

Beispiel für Bechstein-Fledermaus

und Uhu. Das Projekt dauert bis

2013 und wird mit rund 800.000 Euro

vom Freistaat Bayern und regionalen

Partnern finanziert.

� 13�


LEISTUNGSBILANZ

Starke Landwirtschaft, starkes Bayern

Bayerns Land- und Forstwirte prägen

unsere Kultur, Wirtschaft und Landschaft

im ländlichen Raum. Die bayerischen

Familienbetriebe geben unserem Land

eine besondere Lebensqualität und gehören

zur Stärke und zur Seele Bayerns.

Die Bayerische Staatsregierung unterstützt

eine leistungsfähige bäuerliche

Land- und naturnahe Forstwirtschaft. Wir

setzen uns ein für Versorgungssicherheit,

auskömmliche Preise und Einkommen

sowie Planungssicherheit für unsere

Landwirte. Konventionelle und ökologische

Landwirtschaft, regionale Versorgung

und Produktion für den internationalen

Markt werden gleichwertig gefördert.

In Bayern haben Land- und Forstwirte

eine gute Zukunft.


Bayerische Förderprogramme unterstützen Landwirte und

Waldbauern. Im Jahr 2008 wurden in Niederbayern 13

Millionen Euro für Investitionen bewilligt.

Die bayerischen Förderprogramme

für betriebliche Investitionen, aber

auch Ausgleichszahlungen sowie

Prämien für Agrarumweltmaßnahmen

stärken die Einkommenssituation

der Landwirte und Waldbauern.

�14�

� So wurden 2008 allein in Niederbayern

über 13 Millionen Euro Fördermittel

für Nettoinvestitionen bewilligt.

19.700 Betriebe haben Ausgleichszahlungen

und Prämien für Agrarumweltleistungen

in Höhe von zusammen

mehr als 34 Millionen Euro

erhalten.

Die Anpassung unserer Wälder an

den Klimawandel ist auch in Niederbayern

eine wichtige Zukunftsaufgabe.

Mit den von der Bayerischen

Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft

entwickelten digitalen

Klimarisikokarten steht hierzu ein

neues Instrument für die Beratung

der Waldbesitzer zur Verfügung.

Bayern verfügt als erstes Bundesland

über eine flächendeckende und detaillierte

Risikoabschätzung für die

wichtigsten Baumarten unter den

Gesichtspunkten des Klimawandels.

� Fast 10 Millionen Euro an EU-

Fördermitteln aus dem Programm

LEADER stehen für Niederbayern

bereit, um die regionale Identität und

Lebensqualität zu stärken, die touristische

Attraktivität zu steigern und

die regionale Wertschöpfung zu erhöhen.

Acht „LokaleAktionsGruppen“

arbeiten derzeit an der Umsetzung

ihres regionalen Entwicklungskonzepts.

Beispielhafte Leader- Projekte

sind ein Netzwerk Forst und Holz,

kombinierte Info- und Wanderterminals,

Projekte zum Grundwasserschutz

im Hopfenanbau und

das Kulturzentrum Arnstorf (Lkr.

Rottal-Inn).

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine