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Der Neue Extraktivismus

Die verbesserten Zahlen sind auch einer deutlich ausgeweiteten Gesundheitsversorgung

geschuldet. Von 1999 bis 2007 stieg die Zahl der Allgemeinmediziner_innen

im staatlichen Gesundheitssystem um mehr als

das Zwölff ache, von 1.628 auf 19.571, wodurch Millionen armer Venezolaner_innen

erstmals Zugang zur Gesundheitsversorgung erhielten. 1998

betrug die Zahl der Notfallstationen 417, die der Rehabilitationszentren

74 und die allgemeinmedizinischer Einrichtungen 1.628. Im Februar 2007

gab es dagegen 721 Notfallstationen, 445 Rehabilitationszentren und 8.621

allgemeinmedizinische Einrichtungen (6.500 davon sind Ambulanzen, vor

allem in Armenvierteln). Diese neuen Gesundheitsstationen wurden seit

dem Beginn des Programms über 250 Millionen Mal aufgesucht, jede einzelne

also knapp 37.000 Mal. Seit 2004 erhielten 399.662 Personen Augenoperationen,

durch die ihr Sehvermögen wieder hergestellt wurde. 1999 erhielten

335 HIV-Patienten eine antiretrovirale Th erapie durch den Staat, im

Jahr 2006 waren es bereits 18.538.

Bildung

Verbesserungen der Bildungssituation sind in Venezuela sowohl bei den

regulären als auch bei den Schüler_innen des zweiten Bildungsweges zu

beobachten. Der Schulbesuch von Kindern im schulpfl ichtigen Alter ist

deutlich angestiegen. So stieg bei den Schüler_innen der grundlegenden

Bildungsstufe (Klassen 1-9) die Teilnahme am Unterricht von 85 auf 93,6

Prozent, bei den höheren Jahrgangsstufen sogar noch mehr, von einem

Fünft el auf über ein Dritt el der Bevölkerung.

Der Zuwachs bei den Schulbesuchszahlen für die grundlegende Bildungsstufe

liegt bei 8,6 Prozent aller Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren

– das sind fast eine halbe Million Kinder, die ansonsten keine Schulbildung

erlangt hätt en. Im Bereich der höheren Bildung liegt der Anstieg bei 14,7

Prozent aller Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren. Das heißt, fast

400.000 Jugendliche mehr konnten infolge der größeren sozialen Investitionen

ihren Bildungsweg an der Schule fortsetzen. Der größte Zuwachs betraf

jedoch die Hochschulbildung. Vom akademischen Jahr 1999/2000 bis

2006/2007 stieg der Anteil der Studierenden um 86 Prozent. Bei Ausweitung

des Zeitraums auf das akademische Jahr 2007/2008 ist Schätzungen

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