DorfStadt 14-2016

markuskrohn

Wir sind Elbvororte. Hochwertige lokale Berichte und Reportagen aus und über Rissen, Sülldorf, Iserbrook, Blankenese, Osdorf, Groß Flottbek, Nienstedten, Othmarschen, Bahrenfeld und Schenefeld.

Rissen · Sülldorf · Iserbrook · Blankenese · Othmarschen

Wo gibt’s die

besten Berliner?

IHRE

BÄCKEREI

Zeitung für Rissen | Sülldorf | Iserbrook | Blankenese | Osdorf | Nienstedten | Groß Flottbek | Othmarschen | Bahrenfeld | Schenefeld

„Unsere zuverlässige Arbeit

wird durch unser 10-jähriges

Shop-Jubiläum unterstrichen.“

Andreas Maak, Vertriebsleiter Blankenese

Ausgabe 14/16 · vom 13. Oktober 2016 | Verlag/ Redaktion Tel.: 87 08 016-0, www.dorfstadt.de | redaktion@dorfstadt.de

B L A N K E N E S E : S.3

Verschönerung des

Zentrums gestartet

I S E R B R O O K : S.4

Circus Mignon:

Show goes on...

O T H M A R S C H E N : S.7

Jubiläum beim

Sozialwerk

O T H M A R S C H E N : S.9

Der Architekt, der

die Welt veränderte

IM GESPRÄCH: S.12

Hoffnung für

Übergewichtige

Sonntagsfrühstück

international

von Markus Krohn

Foto: BVR

Am Sonntag stehen die Fragen

und Anregungen von geflüchteten

Menschen im Mittelpunkt

des „Sonntagsschnacks“ im

Bürgerhaus in Risssen. Bringen

Sie Ihre Frühstückszutaten einfach

mit – Tee und Kaffee stellt

der Bürgerverein. Alteingesessene

und Rissener Neubürger

sind zum ungezwungenen Austausch

zwischen Nachbarn

herzlich willkommen!

Sonntagsschnack mit

Refugees aus Sieversstücken

16. Oktober, 10–13 Uhr

Bürgerhaus Alte Steinschule

Wedeler Landstr. 2

Anmeldung: Tel.: 81 12 56 oder

info@buergerverein-rissen.de

Wer rettet das

Fischerhaus?

Romantisches Fischerhaus am Hang des Süllbergs. Jetzt soll es saniert werden

Das Fischerhaus ist eine

Institution. Tausende von

Besuchern von nah und

fern treffen hier auf die

Geschichte Blankeneseses.

Es ist Treffpunkt für Blankeneses

Senioren seit 1967.

Allerdings trügt das romantische

Äußere, denn das Haus

BLANKENESE

verfällt zusehends: Fenster und

Türen sind verrottet und verquollen,

die Elektroanlage sei

höchst problematisch, weil zu

oft geflickt, warnt der Elektromeister

und sorgt sich um die

Sicherheit. Das Dach ist undicht...

die Liste könnte man

schier unendlich fortsetzen. Ein

Foto: Förderverein hist. Blankenese

privater Spender wollte aushelfen,

die Sanierungskosten übernehmen

– zweieinhalb Jahre

verhandelte man, eine Stiftung

zu gründen, jetzt bremste die

Finanzbehörde die euphorischen

Blankeneser aus und will

die Sanierung selbst übernehmen.

Wie es dazu kam Seite 2

Ganzer Deckel kommt

Auch Othmarscher profitieren vom Deckelbau. Endlich! | Konrad Matzen

OTHMARSCHEN

Seit über 20 Jahren kämpft

eine Gruppe Othmarscher

für einen Deckel über der

Autobahn A7. Dann kam

die Entscheidung aus Berlin,

aus Lärmschutzgründen

einen Deckel über der Hamburger

Stadtautobahn zu

bauen, allerdings nicht in Othmarschen.

Nach weiteren enormen

Anstrengungen ist es der

Initiative um Bernt Grabow

nun doch gelungen, auch den

Othmarscher Deckel endlich

durchzusetzen. Letztlich überzeugten

die Argumente der

Initiative – nach über 20 Jahren

– durch den Deckel zusätzliche

Flächen zu gewinnen, auf

denen nun zusätzliche Wohnungen

gebaut werden könnten.

Durch den Verkauf von frei

werdenden Grundstücken am

Rand des Deckels können große

Teile des Deckelbaues finanziert

werden. Unabhängig davon

haben auch die Othmarscher

ein Recht auf Einhaltung des

geltenden Lärmschutzes entlang

der jetzt ausgebauten A7.

Zur Ruhe setzen will sich die

Initiative „Ohne Dach ist

Krach“ aber lieber erst, wenn

der Deckel Realität ist!

Grossmann & Berger macht. Verkäufer glücklich.

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Wir sind Elbvororte.


2 • DorfStadt-Zeitung 14/2016 • 13.10.2016

ALTONA AKTUELL

Neues aus dem Bezirk | Wolf Achim Wiegand

E l b v o r o r t e

Wer rettet das Fischerhaus?

Jahrelang verfolgtes Stiftungskonzept verworfen. Jetzt saniert die Stadt selbst | Markus Krohn

DorfStadt-Redakteur Wolf

Achim Wiegand Foto: privat

Moin, liebe Leser,

die Straße ein Schlachtfeld für

Dickköpfe? So kommt es mir

manchmal vor. Kennen Sie

nicht auch solche Radelrüpel

und Autoaggressoren? Lenker

von Zweirädern missachten

gerne mal das Rotlicht, schlängeln

sich zur Rush-Hour durch

den Verkehr oder kennen keine

Gnade bei Gegenverkehr in

Einbahnstraßen – lieber tot, als

unrecht haben! Pferdestärkenkutscher

wiederum fahren in

engen Straßen lieber drauflos,

anstatt Anderen Platz zu machen.

Alles nur Beispiele. Warum?

Weil es angesichts der

Unfallstatistiken Anlass gibt,

von allen mehr Umsicht einzufordern.

- Was meinen SIE?

Bitte E-Mail an redaktion@

dorfstadt.de

Familienzwist um

Sahnegrundstück

Blankenese – Wer im Parkhaus

des Edeka-Marktes an der

Blankeneser Bahnhofstraße

parkt, der kann es sehen: das

große unbebaute Grundstück

direkt daneben, auf dem

Unkraut und kleine Bäumchen

wuchern. Seit Jahren wundern

sich nicht nur die Nachbarn

über die Brache. Grund für die

Verwilderung ist ein Streit in

der Eigentümerfamilie Quint

über die Nutzung von Gewinnen

aus der Immobilie. Das

Bezirksamt hat keine Handhabe,

weil es das Eigentumsrecht

gibt. Wolfgang Kaeser,

SPD-Abgeordneter im Bezirk

Altona, der den Fall schon

mehrmals durchleuchtet hat:

„Auch der Zustand des Grundstücks

bietet keinen Anlass für

ein behördliches Eingreifen.“

Und so dürfte die Edelimmobilie

in bester Lage wohl noch

länger ungenutzt bleiben.

• Rolladen – Rolltore

• Fenster- u. Türsicherungen

• Markisen

• Insektenschutz

Kläfferei wegen

der Hunde

Bezirk Altona – Das Thema ist

alt, aber immer wieder aktuell:

Hundebesitzer gegen hundelose

Menschen. Die einen regen sich

über Intoleranz gegenüber Tieren

auf, die anderen finden

kläffende Vierbeiner zum Weglaufen.

Um Wege zu finden,

den Dauerstreit zu lösen, hatte

das Bezirksamt Altona kürzlich

einen runden Tisch für Betroffene

einberufen. Sogar ein

Privatdozent für Zoologie saß

als neutraler Berater mit dabei.

Gebracht hat es wohl nicht viel,

deutet Martin Roehl als Sprecher

des Bezirksamtes Altona

an: „Es wurde viel Konstruktives

beigetragen und wichtige

Punkte hervorgehoben.“ Hundebesitzer

und Hundelose werden

sich also wohl weiterhin ankläffen.

Fußball lautlos –

geht das?

Ottensen – In diesen Tagen

werden beim Sportverein FC

Teutonia 05 wichtige Messergebnisse

erwartet. Der 111

Jahre alte Fußball-Landesligist

hat nämlich mächtig Ärger mit

einer Anwohnerin. Die fühlt

sich durch den Lärmpegel bei

Trainings und Spielen übermäßig

belästigt. Nun lässt das

Bezirksamt Altona gut zwei

Wochen lang die Geräuschkulisse

am nagelneuen Kunstrasenplatz

messen (Teutonia

investierte dafür 500.000 Euro

Staatszuschuss). Wird nun der

zulässige Grenzwert überschritten,

muss der FC Teutonia 05

bei der Nutzung durch gut 600

Aktive wohl oder übel Ruhezeiten

einhalten. Denn lautlosen

Fußball hat es bei Teutonia

noch nie gegeben, seit der FC in

der damals selbständigen Stadt

Altona 1905 in einer Stehbierhalle

von zehn Personen gegründet

wurde. DorfStadt bleibt

dran.

Namen für zwei

Bahnhöfe gesucht

Bezirk Altona – Der Bezirk hat

eine wichtige Aufgabe für seine

Bürger: Gesucht werden Vorschläge

für die Benennung von

gleich zwei Bahnhöfen: Zum

Einen für den neu entstehenden

Fernbahnhof am Diebsteich,

zum Anderen für den bestehenden

S- und Busbahnhof am

Paul-Nevermann-Platz (jetzt

Altona). Das Formular für die

Teilnahme der Bürger ist über

die Bezirks-Website erreichbar.

Einen Monat lang können Sie

jetzt Vorschläge machen.

Auszeichnung für

ehrenamtliche Tätigkeit

Bezirk Altona – Der Bezirk lobt

mit dem „Altonaer Kinder- und

Jugendpreis“ insgesamt 1.500

Euro für ehrenamtlich Tätige

Personen oder Institutionen aus.

Vorschläge mit Begründungen

können bis zum 30.11.2016 bei

der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung

Altona eingereicht

werden:

www.dorfstadt.de/jugendpreis

von der

Polizei

empfohlener

Errichter-

Betrieb

Schenefelder Landstr. 281

22589 Hamburg

Tel.: 87 30 32 · Fax: 8 70 10 80

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Wirbel um die Zukunft des

d e n k m a l g e s c h ü t z t e n

Fischerhauses am Süllberg

in Blankenese. Das als

Altentagesstätte und Heimatmuseum

für Blankenese

genutzte städtische Haus

droht zu verfallen. Ein privater

Spender war schon gefunden,

doch erst nach zweieinhalb

Jahren Verhandlung zwischen

Betreibern, Spender und Stadt

wurde das ursprünglich erarbeitete

Konzept von der Finanzbehörde

verworfen – die

will die Sanierung jetzt selbst

durchführen.

Das denkmalgeschützte Haus

aus dem 17. Jahrhundert gehört

der Stadt Hamburg und wird

sowohl als Altentagesstätte, wie

auch als Heimatmuseum und

Veranstaltungsort des „Förderkreises

historisches Blankenese“

von jährlich 10.000 Besuchern

genutzt. Es ist ein einmaliges

historisches Baudenkmal

mit den typischen Merkmalen

eines Blankeneser Fischerhauses,

das von einem Garten

umgeben mit Teil-Elbblick im

Blankeneser Treppenviertel am

Elbhang liegt. Dieses – in inund

ausländischen Reiseführern

für einen Besuch empfohlene

Kleinod – ist seit vielen

Jahren vom Verfall bedroht.

Trotz der zahlreichen Hinweise

auf den maroden Zustand des

Gebäudes, wurde von den zuständigen

Behörden nichts unternommen.

Selbst dringlichste

Hinweise auf die bedrohte

Nutzung des Gebäudes wurden

weitgehend ignoriert.

Aus großer Sorge um die

gefährdete Bausubstanz hat

eine Blankeneser Familie vor

zweieinhalb Jahren der Stadt

angeboten, auf ihre Kosten das

Gebäude von Grund auf zu

sanieren. Die von einem renommierten

Architekturbüro

geschätzten Kosten dafür belaufen

sich auf ca. 1 Mio. Euro,

bei einem geschätzten Verkehrswert

der Immobilie in

Höhe von etwa 2 Mio. Euro.

Die Idee: Die Stadt sollte die

Liegenschaft Elberlasse 4–6 in

eine zu gründende Stiftung

Fischerhaus Blankenese einbringen.

Der potentielle Spender

lässt das Haus für etwa 1

Mio. Euro sanieren. Sowohl die

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Blankenese

als Betreiber der Altentagesstätte

als auch der Förderkreis

historisches Blankenese

sollten ebenso wie die

Stadt durch den Bezirk und der

Spender im Vorstand der Stiftung

vertreten sein.

Das Konzept stammt aus dem

März 2014. Das Bezirksamt

Altona unterstützte die Stiftungslösung

und leitete das

Angebot an die Ausschüsse

weiter. Noch im Juli dieses

Jahres waren die Beteiligten

optimistisch, dass das Konzept

endlich umgesetzt werden

kann. Doch dann kam im

September der Rückzieher der

Finanzbehörde. Die Behörde

will jetzt selbst zügig mit den

Sanierungsarbeiten beginnen.

„Wir sind empört, dass es zweieinhalb

Jahre brauchte, um zu

dieser Entscheidung zu kommen,

und das mit einer Begrün-

BLANKENESE

dung, die den Tatsachen nicht

entspricht“, erklärte Ronald

Holst, 1. Vorsitzender des „Förderkreises

historisches Blankenese“.

Er kann vor allem nicht

verstehen, dass „der Sponsor so

lange hingehalten wurde und

dass dem Sponsor mal diese,

mal jene Übertragungsvariante

zugemutet wurde, bis es zur

Totalablehnung kam“. Laut

Holst begründete die Behörde

die Ablehnung mit dem Hinweis,

die Stadt würde derzeit

keine Immobilien mehr verkaufen.

Hinzu kämen Zweifel

daran auf, wann, in welchem

Umfang und welcher Qualität

und ob überhaupt eine angekündigte

Sanierung im Auftrag

der jetzt beauftragten Sprinkenhof

AG vorgenommen werde,

hieß es weiter. Man habe

schon entsprechende Erfahrungen

gemacht.

Die Enttäuschung der Blankeneser

ist nachvollziehbar. Wurden

doch viele ehrenamtliche

Stunden für die Planung und

Konzeption aufgebracht. Das

sieht auch der stellvertretende

Bezirksamtsleiter, Kersten

Albers, so: „Wir haben mit viel

bürokratischem Aufwand und

erheblichem Einsatz unserer

Kräfte an dem gemeinsamen

Konzept gearbeitet. Die Entscheidung

der Finanzbehörde

kommt für uns völlig überraschend!“

Vor allem bedauert er,

dass das großherzige Angebot

der Blankeneser Spenderfamilie

ausgeschlagen wurde. „Ich hoffe,

dass der Idealismus vieler

Menschen rund um das Fischerhaus

darunter nicht leidet

und wir das Haus trotz aller

Enttäuschungen in eine gute

Zukunft führen können!“ Sagt

der in Blankenese verwurzelte

Verwaltungsleiter.

Betreiber sollen auch nach den

Sanierungsarbeiten weiterhin

die Kirchengemeinde Blankenese

zusammen mit dem Förderverein

historisches Blankenese

sein. Albers berichtet von

einer Mitteilung der zuständigen

Finanzbehörde, die dem

Bezirk die erforderlichen Mittel

zur Sanierung des Fischerhauses

jetzt zügig zur Verfügung

stellen will. Der Kick-Off-

Termin für die Baubesprechung

mit Vertretern der Betreiber, der

Sprinkenhof-AG (Baudurchführung),

dem Denkmalschutzamt

und dem Bezirk ist für Ende

Oktober geplant. Ungewiss ist,

wo die Nutzer des Fischerhauses

während der Sanierungsarbeiten

unterkommen. Doch

das soll bis zum Jahresende

2016 geklärt werden.

1967 wurde das Fischerhaus von Max Brauer (rechts) feierlich

eröffnet.

Foto: Förderkreis historisches Blankenese

Zahnfee

Die Finanzbehörde will den

nach eigenem Empfinden recht

polemischen und unsachlichen

Text der Stiftung nicht unwidersprochen

lassen. Nach Auffassung

der Behörde war die

Erwartungshaltung der Interessenten

recht unmissverständlich

und bestand darin, einen

weitgehenden Erlass des Kaufpreises

zu erzielen. Pressesprecher

Daniel Stricker: „Eine –

auch bei unentgeltlicher Überlassung

– in jedem Fall fällige

Grunderwerbsteuer in Höhe von

rund 85.000 Euro war man

ebenfalls nicht bereit zu zahlen.

Diese sollte auch noch von der

Stadt übernommen werden, obwohl

man nach eigener Aussage

ja sogar über Mittel von fast

einer Millionen Euro verfügt.

Nach reiflicher Abwägung aller

Alternativen hat die Stadt dann

davon Abstand genommen, den

Interessenten ein Grundstück in

exponierter Lage im Wert von

zwei Millionen Euro zu „schenken“

und auch noch die Grunderwerbsteuer

der Allgemeinheit

aufzubürden. Stattdessen wurde

entschieden, die Sanierungskosten

nun selbst zu tragen, den

Trägerverein weiter im Haus zu

behalten und die öffentliche

Zugänglichkeit in städtischem

Eigentum dauerhaft sicherzustellen

(das Konzept der Interessenten

sah eine garantierte

öffentliche Zugänglichkeit an

gerade einmal einem Tag pro

Woche vor). Abschließend: das

kolportierte Zitat des Staatsrats

ist schlicht falsch. Selbstverständlich

verkauft die Stadt

auch weiterhin Grundstücke.“

Die spannende Frage ist nun,

wie die offensichtlich verfahrene

Beziehung zwischen Eigentümern

und Betreibern gerettet

werden kann, damit sich die

Besucher nach einer zügigen

Sanierung des Hauses dort wieder

wohl fühlen. Eine einvernehmliche

Lösung für die Übergangszeit

wäre sicher ein guter

Weg dafür!

Kieferorthopädin Dr. Christiane Prucha (rechts), Helferin und „Frau der

ersten Stunde“ Susanne Kresalek (links) mit DorfStadt-Redakteurin

Manuela Tanzen (Mitte)

Foto+Text: Tanzen

Auf Fotos Zähne zeigen (siehe oben)? Das wage ich erst seit

ein paar Jahren, nach Abschluss meiner kieferorthopädischen

Behandlung mit fester Zahnspange und allem Drum und Dran.

Daher stelle ich in dieser Ausgabe meine „Zahnfee“ vor, sie

hat’s gerichtet: Dr. Christiane Prucha hat ihre Praxis seit 2007

in Rissen, genauso lange arbeitet Susanne Kresalek als

Helferin bei ihr, „…meine Frau der 1. Stunde!“ Mittlerweile

besteht ihr Team aus drei Zahnmedizinischen Fachangestellten

zur Patientenbetreuung, drei Frauen im Labor zur

Spangenherstellung, „…und natürlich noch unsere Perle Paula

Reis und eine Buchhalterin.“ Als Kind wollte sie Augenärztin

werden („Meine Eltern hatten ein Gesundheitsbuch, da waren

die Augenkrankheiten so spektakulär abgebildet.“), mittlerweile

findet Dr. Prucha aber: „Kieferorthopädie ist einfach der schönste

Beruf – Kombination aus Medizin und Handwerk, aus

Ästhetik und Funktion.“ Wichtig für sie: „Obwohl es immer um

Zähne und Kiefer geht, ist es doch bei jedem Menschen unterschiedlich!“

Dr. Prucha empfiehlt mindestens 2x täglich Zähneputzen (fluoridhaltige

Zahnpasta), Zahnseide alle 2-3 Tage (besser täglich),

bei Heranwachsenden 2x/Woche. Denn, so Prucha: „Zähne

sind nicht nur zum Kauen da, sondern sind so präsent mitten

im Gesicht, dass, wenn sie gut und gepflegt aussehen, die

Gesamterscheinung positiv ist.“


Start: Blankenese wird attraktiver

Ortskernumgestaltung startet in Mini-Schritten | Konrad Matzen

E l b v o r o r t e DorfStadt-Zeitung 14/2016 • 13.10.2016 • 3

Blankenese soll schöner

werden. So viel steht fest.

Das haben viele engagierte

Politiker und Blankeneser

Bürger gemeinsam festgelegt.

Sogar die groben Konturen

einer Verschönerung

wurden erarbeitet, geplant und

vorgestellt. Jetzt soll es an die

Umsetzung gehen. Das Problem:

Es fehlt am Geld. Und

manchmal auch an der Bereitschaft,

bestimmte Details mitzutragen.

Trotz der grundsätzlichen

Zustimmung.

Vor allem rund um den Blankeneser

Marktplatz könnte die

Gestaltung des Zentrums attraktiver

werden. Doch damit

die viel diskutierte Blickachse

zwischen Marktplatz und

Marktkirche durchlässiger wird,

wollen viele Blankeneser gerne,

dass das Markthäuschen aus

dem Mittelpunkt an den Rand

des Platzes verlagert wird. Rein

optisch würde das den Platz

vergrößern, nämlich von der

jetzigen Wiese mit dem Kriegsdenkmal

im Norden und der

aktuellen Marktfläche im Süden.

Doch eine Verlagerung

birgt Konfliktpotential, weil

noch nicht einmal geklärt ist,

wer denn Eigentümer und

damit „Chef“ im neuen Haus

sein soll. Auch ist der Kreis

derer, die über die sinnvolle

Nutzung eines solchen Gebäudes

mitbestimmen wollen, unübersichtlich.

Mal abgesehen

von den Kosten, die ein solcher

Neubau verursachen würde,

denn ein Finanzier dafür steht

nicht zur Verfügung!

So haben jetzt Bezirkspolitiker

aller Parteien in der Bezirksversammlung

beschlossen, vorhandene

Gelder dafür einzusetzen,

zumindest einen Teil der

RISSEN BLANKENESE

Pläne umzusetzen. Und so ist

als erster Umbauschritt die

Umgestaltung der Fläche vor

dem so genannten Martiniblock

im Frühjahr 2017 in Planung.

Ziel ist eine weitgehend barrierefreie

Platzgestaltung mit

Sichtbeziehungen. Um dies zu

erreichen, sehen die Planungen

aktuell vor, dass die jetzigen

Mauern in diesem Bereich entfallen,

der Verkehrslauf der

Blankeneser Bahnhofstraße um

rund zwei Meter nach Westen

verschoben und der Straßenquerschnitt

verkleinert wird. Im

Zuge dieser Maßnahme verschwindet

auch ein großer Teil

der Bepflanzung entlang der

Parkbuchten vor der Stadtbäckerei

– und die Müllcontainer,

die bereits entfernt worden

sind. Der gesamte Platz vor

dem Martiniblock bekommt

einen neuen, attraktiveren Belag.

150.000 bis 200.000 Euro

werden die Umbauarbeiten kosten.

Der Bezirk hat dem bereits

zugestimmt, Einzelheiten werden

in die konkrete Ausführungsplanung

noch eingearbeitet

und dann können im Frühjahr

2017 die Bagger anrollen.

Noch vor dem Vorweihnachtsgeschäft

wollen der Bezirk und

die in der Blankeneser Interessen-Gemeinschaft

(BIG) organisierten

Geschäftsleute die

ASB-Haus Rissen verkauft

SAGA GWG plant Seniorentreff aber möglicherweise ohne den ASB | Matzen

Auch wenn der ASB Seniorentreff

in der Rissener

Dorfstraße seit dem 30.

September geschlossen ist,

geht der Betrieb weiter: Nämlich

in Form von einzelnen

Veranstaltungen, zum Beispiel

am 24. November beim ASB

Service-Wohnen in Iserbrook

(Hasenhöhe 133–135, S-Bahnhof

Iserbrook). Um 15 Uhr findet

dort eine plattdeutsche

Lesung des Hörfunkredakteurs

Gerd Spiekermann statt. Karten

für die Lesung gibt es für 4

Euro (inkl. einem Stück Butterkuchen

und einer Tasse Kaffee)

AlleZäune.

Alle Tore.

So sieht die aktuelle Planung des Planungsbüros arbos aus

im Buchhaus Steyer in der Wedeler

Landstraße 14. Das ASB-

Team ist derzeit telefonisch

erreichbar über die Nummer:

850 72 72 (Anrufbeantworter).

Zum 1. Januar 2017 strebt der

ASB Ortsverband West e.V.

dann die Neueröffnung seines

Seniorentreffs in der Wedeler

Landstraße 36 (neben dem

neuen Eiscafé) an.

Die Räume in der Rissener

Dorfstraße musste der ASB

Ortsverband Ende September

besenrein übergeben, obwohl

das Gebäude abgerissen werden

soll, um einem Neubau zu weichen.

Laut dem neuen Eigentümer,

der städtischen SAGA

GWG ist ein Neubau mit 20

öffentlich geförderten Seniorenwohnungen,

einer Polizeistation

und einem Seniorentreff

geplant. „Das Projekt befindet

sich derzeit in der Planungsphase“,

erklärte ein Sprecher.

Weitere Einzelheiten nannte er

nicht. „Mit uns wurde noch

nicht gesprochen“, erklärte

ASB-OV-Chef Uwe Lohmann.

Bislang gebe es keinerlei Verbindungen

zwischen dem ASB

Hamburg und der städtischen

Wohnungsbaugesellschaft.

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Foto: PR/arbos

angespannte Parkplatzsituation

im Ortskern endlich in den

Griff bekommen. Das Zauberwort

heißt „Parkraumbewirtschaftung“.

Derzeit werden in

der Bahnhofstraße und in der

Blankeneser Landstraße sowie

in der Elbchaussee 18 Parkautomaten

aufgestellt. Ab Ende

Oktober kostet das Parken in

der Bewirtschaftungszone Blankenese

dann 1 Euro 20 pro

Stunde (2 Stunden maximal).

Das heißt: Ab Ende Oktober

sollten Sie immer genügend

Kleingeld im Auto haben –

oder Ihr Handy. Damit soll das

Bezahlen ebenfalls möglich sein.

Auch der Marktplatz wird bis

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Wer bisher Unterhaltungen

in der Gruppe nur schwer

führen konnte, sollte jetzt

aufhorchen. Oticon stellt

mit seinem neuen Hörsystem

OPN eine zukunftsweisende

Technologie vor,

die eben diese Situation enorm

erleichtert. Hörakustikmeisterin

M. Dornis beschreibt den

neuen Ansatz dieser Hörgeräte

so: „OPN unterstützt die natürliche

Fähigkeit des Gehirns,

selektiv zu hören. Das bedeutet

mehr Orientierung in einer

geräuschvollen Umgebung und

leichteres Hören vor allem in

Gesprächen mit mehreren

Personen.“ Das Resultat: Ein

360º Klangpanorama und eine

aktive und entspannte Teilnahme

am sozialen Leben. Ob auf

dem Wochenmarkt oder in einer

Besprechung: Mit OPN entscheidet

der Hörgeräteträger,

wem er zuhören möchte ohne

das natürliche Klangbild um

sich herum zu vernachlässigen.

Der Kopf freut sich über dieses

ausgewogene Hören. Denn die

natürliche Arbeitsweise unseres

Gehirns wird nun wieder unterstützt.

Am Ende des Tages ist

Das gute Hörgefühl

So leicht kann’s sein, besser zu hören

ELBVORORTE

zur großen Umgestaltung als

kostenpflichtiger Parkplatz zur

Verfügung stehen. Damit hofft

der Bezirk auch, dauerparkende

Geschäftsinhaber und deren

Mitarbeiter dazu bewegen zu

können, auf den öffentlichen

Nahverkehr auszuweichen oder

das Angebot des Parkhausbetreibers

am Blankeneser Bahnhof

zu nutzen, der günstige

Abstellmöglichkeiten für Mitglieder

der BIG bietet. Das

schmeckt nicht jedem (siehe

Kommentar).

Übrigens: Um einen Streit um

das Markthäuschen zu entschärfen,

soll eventuell ein

Wettbewerb ausgeschrieben

werden. Dadurch könnten die

aufgeworfenen Fragen mittelfristig

geklärt werden.

www.blankenese-ig.de

Bezahlen mit Qualen

– Kommentar von Wolf Achim Wiegand –

Blankeneser wie ich fühlen sich betuppt. Seit einem Jahrzehnt

parliert das Bezirksrathaus Altona mit uns über die Umgestaltung

des Einkaufsviertels. Neues Gehwegpflaster und praktische

Parkbuchten her, wucherndes Unkraut weg. Viele Anhörungen

und Diskussionen später ist der Tiger weiter nur ein

Bettvorleger. Es dürfte Jahre dauern, bis Gelder für den großen

Wurf frei sind. Apelle, zunächst mit kleinem Etat anzufangen,

um die Verschönerung schrittweise anzugehen, blieben

wirkungslos.

Nun das: „Parkraumbewirtschaftung“! Ich meine: hier wird

das Pferd von hinten aufgezäumt. Korrekter wäre es, erst den

Ortskern inklusive Parkplatzgestaltung zu sanieren und dann

– in Gottes Namen – ein neues Parksystem einzuführen.

Das Bezirksamt hofft, viele Autofahrer würden nun das

Parkhaus am Blankeneser S-Bahnhof ansteuern. Mag sein.

Nur: das ist kontraproduktiv. Wer am Bahnhof parkt, huscht

lieber in die dortigen Supermärkte, spart sich den Weg zum

Einzelhandel der Bahnhofstraße. Das gilt für die vielen Älteren,

für Eltern mit Kindern an der Hand und für Großeinkäufer

mit schweren Einkaufskörben.

Völlig durch den Rost fallen die Bewohner im Ortskern

Blankeneses (ja, es soll sie geben!). Laut Bezirksamt gestatten

die „Bewirtschaftungszeiten“ den Anliegern „das Parken

außerhalb der Geschäftsöffnungszeiten“. Müssen Einwohner

also montags bis freitags von neun bis 18 Uhr und sonnabends

bis 14 Uhr im Auto spazieren fahren? Und die Menschen

im Treppenviertel? Sollen die alle zwei Stunden treppauf

hasten, um hungrige Automaten zu füttern? Warum gibt’s

keine kostenlosen Anwohnerrechte, wie in anderen Vierteln

auch?

Der Wegzoll ist überflüssig. Blankenese kann damit nichts

gewinnen. Aber gut, dass das rotgrüne „Feindbild Autofahrer“

geschröpft wird. Danke, setzen! redaktion@dorfstadt.de

man so weniger erschöpft.

Zukunftsträchtig sind aber

auch die weiteren technischen

Möglichkeiten: „Die Hörgeräte

sind sogar mit dem Smartphone

steuerbar und bieten z.B. Zubehör

fürs Fernsehen“ ergänzt M.

Dornis die Vorzüge der Weltneuheit.

Auch die Übertragung

des Telefonsignals direkt in die

Hörgeräte ist möglich. So wird

Telefonieren wieder zum Genuss.

„Alles in allem haben wir

mit OPN kinderleicht zu bedienende

Hörgeräte, die einfach

Spaß machen“ fasst die Hörakustikmeisterin

trefflich zusammen.

Neugierig geworden?

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4 • DorfStadt-Zeitung 14/2016 • 13.10.2016

ISERBROOK

Es gibt eine Menge an Gerüchten

rund um den Circus

Mignon in Iserbrook.

Nach dem Tod des Gründers

und Inhabers, Martin Kliewer,

Anfang dieses Jahres,

hat sich einiges beim Circus

Mignon verändert. Das hinterlässt

Spuren. Manchmal auch

schmerzhafte. Wie auch für den

Juniorchef Mischa Kliewer, der

nach dem Tod seines Vaters

neben seinem eigenen Leben

auch das Unternehmen Mignon

neu ordnen will. „Das ist auch

im Sinne meines Vaters“, wirbt

Kliewer in einem Gespräch mit

der DorfStadt-Zeitung. Schon

vor drei Jahren begannen die

beiden gemeinsam, an einem

Konzept für eine Veränderung

des Unternehmens nach 25

Jahren zu arbeiten. „Wir sind

leider nicht fertig geworden“,

gibt Kliewer zu. Das lag wohl

daran, dass auch Martin Kliewer,

„der Zirkusdirektor“, nie

ganz akzeptiert hat, dass er

irgendwann seinem Krebsleiden

erliegen wird. So plante er

noch ein paar Wochen vor seinem

Tod die nächsten Shows…

Zwischenzeitlich brodelte die

Gerüchteküche um das Iserbrooker

Jugendcircusprojekt

enorm: Von „Mischa Kliewer

schmeisst hin, der Schatten seines

Vaters war zu groß, er

braucht eine Kreativpause“

oder „Der Circus Mignon ist

pleite“ bis zu „Wenn er schon

vor drei Jahren die Geschäfte

übernommen hat, hatte er doch

genügend Zeit, sich Gedanken

zu seiner Zukunft zu machen…“

reichten die Vorwürfe, die zum

Teil von enttäuschten Mitarbeitern

oder Eltern von engagierten

Jugendlichen reichte, die

mit den Veränderungen nicht

immer einverstanden waren.

Vieles davon sind Halbwahrheiten:

Der Betrieb geht weiter,

wenn auch teilweise gebremst.

E l b v o r o r t e

Gerüchteküche um den neuen Kurs beim Circus Mignon

Nach dem Tod des Direktors Martin Kliewer hat sich beim Iserbrooker Circusprojekt viel verändert. Nächstes Jahr wird Jubiläum gefeiert! | Markus Krohn

Der neue Chef möchte gar nicht so gern aufs Foto – »das Team ist wichtiger«, sagt Mischa Kliewer,

der lieber im Hintergrund die Fäden ziehen will.

Foto: PR/Circus Mignon

Auch wirtschaftlich steht der

Betrieb besser da als jemals

zuvor, beteuert Mischa Kliewer.

Und doch entwickelt sich das

Unternehmen weiter, vor allem

in dieser besonderen Phase.

Für Mischa Kliewer war immer

klar, dass die Fußstapfen seines

Vaters in der Form des Zirkusdirektors

zu groß für ihn wären.

Vor allem, weil viele Ideen einfach

ausprobiert, Abmachungen

und Verträge per Handschlag

abgeschlossen, aber

nicht weiter entwickelt worden

sind. Inzwischen war das Unternehmen

allerdings in einer

Größenordnung gewachsen, die

eine solide wirtschaftliche und

organisatorische Basis erforderte.

Daher beschlossen Vater und

Sohn zum Jubiläumsjahr eine

Rückbesinnung auf den Ursprung

des Circus Mignon.

„Für mich ist 2016 noch das

Jahr meines Vaters. 2017 ist

unser Jubiläumsjahr – und das

soll mit einem großartigen Jubiläumsprogramm

ein Neubeginn

sein,“ erläutert Mischa

Kliewer sein Konzept. Viele

Ideen sind dafür schon vorhanden.

Doch um die Strukturen

rund um den Circus Mignon

aufzubrechen und in neu geordnete

Bahnen zu lenken,

braucht es noch etwas Zeit. „die

will ich mir unbedingt nehmen,

um mit Vollgas in die nächsten

25 Jahre gehen zu können“.

Zudem ist der 32-Jährige gerade

Vater von Zwillingen geworden.

Auch die fordern den jungen

Vater. Im Laufe der nächsten

Monate will er einen

Überblick gewinnen, mit Gruppenleitern,

Jugendlichen und

Eltern über deren Erwartungen

sprechen, um dann im Laufe

des kommenden Jahres den

Neuanfang feiern zu können.

Vieles bleibt beim Circus Mignon

übrigens so, wie es immer

war. Dazu gehören die Ferienkurse

im großen Chapiteau an

der Osdorfer Landstraße. Und

der Inselcircus auf Sylt. Der

Vertrag wurde gerade um 12

Jahre verlängert. Es wird auch

weiterhin kreative „Ausprobierfelder“

für Kinder und Jugendliche

geben. „Das ist doch das,

was den Circus Mignon ausmacht“,

findet Kliewer. Die

Kinder sollen positive Erlebnisse

haben können und ihre

Persönlichkeit entwickeln.

Eines schließt Kliewer für seine

persönliche Entwicklung jedoch

aus: „Ich werde kein Direktor

sein, so wie mein Vater“, sagt er

aus voller Überzeugung. „Ich

verstehe mich als Koordinator

und Leiter, der im Hintergrund

die Fäden zieht, ohne im

Rampenlicht zu stehen.“

www.circus-mignon.de

Politiker müssen nochmal in die Schule!

André Trepoll und Anne Krischok besuchen Privatschulen in den Elbvororten | Markus Krohn

Politiker können auch man

„ganz schön cool“ sein.

Finden Schüler in Hamburgs

Westen jedenfalls.

Wenn sie denn auch mal zu

ihrer Schule kommen. „Warum

nicht?“ fragten sich

André Trepoll, Fraktionsvorsitzender

der CDU-Bürgerschaftsfraktion

und Anne Krischok,

Wahlkreisabgeordnete der SPD

aus Rissen. Und so machten

sich die beiden auf, um in

„ihren“ Schulen eine Stunde für

Fragen der Schüler zur Verfügung

zu stehen und sich vor

Ort über die freien, also die privaten

Schulen zu informieren.

DorfStadt-Herausgeber Markus

Krohn begleitete André Trepoll

ins Jenisch-Gymnasium (Groß

Flottbek) und anschließend

Anne Krischok in die Bugenhagenschule

im Hessepark (Blankenese).

Aufgerufen zu dieser Aktion

hatte die Arbeitsgemeinschaft

Freier Schulen Hamburg (AGFS).

Insgesamt 20 Abgeordnete der

Hamburgischen Bürgerschaft

sowie des Deutschen Bundestages

nutzten den diesjährigen

Tag der freien Schulen für

einen Besuch an Hamburgs

staatlich anerkannten Ersatzschulen.

„Die staatlich anerkannten

Ersatzschulen sind

nicht nur ein grundgesetzlich

erwünschter Bestandteil des

öffentlichen Bildungswesens.

Sie sind das Spiegelbild einer

vielfältigen und freien Bildungslandschaft“,

sagte Volker

Reitstätter, Sprecher der AGFS

und Verwaltungsdirektor des

Katholischen Schulverbandes

Hamburg. „Mit dem Besuch der

Abgeordneten in den freien

Schulen stärken wir den Austausch

mit den Volksvertretern

– und eröffnen zugleich neue

Sichtweisen“, so Reitstätter

zum Ziel des Aktionstages.

ELBVORORTE

Ganz anders als vor Abgeordneten zu sprechen: Anne Krischok im Gespräch mit einer zehnten

Klasse an der Bugenhagenschule in Blankenese

Fotos: Krohn

André Trepoll hatte einen vergleichsweise

einfachen Start in

seinen „Schultag“, denn seine

Frau ist Lehrerin an einem

Gymnasium in Harburg und

konnte ihrem Mann ein paar

Tipps mit auf den Weg geben.

Das Jenisch-Gymnasium ist das

älteste Ganztagsgymnasium in

Hamburg. Gegründet wurde es

1959 mit einem damals visionären

Konzept: Der „Jenisch-

Familie“. So unterrichten gut 30

engagierte Lehrer gerade mal

ganze 320 Schülerinnen und

Schüler. „Man kennt sich“,

erklärt Schulleiterin Corinna

Vom Finanzamt zur Bugenhagenschule: Schulleiter Hayo

Janssen und SPD-Politikerin Anne Krischok vor dem Gebäude

Lippert. Durch den engen

Kontakt zwischen Lehrern und

Schülern sei eine gezielte

Förderung jedes Einzelnen

möglich – sowohl für Schüler

mit Lernschwierigkeiten als

auch für besonders Begabte.

Der CDU-Politiker fühlte sich

jedenfalls sehr wohl an diesem

frühherbstlichen Vormittag, der

frühere Schulsprecher beantwortete

die Fragen der Jugendlichen

ehrlich und kompetent,

sodass die Schüler wirklich den

Eindruck gewinnen konnten,

sie hätten einen „normalen

lockeren Menschen“ vor sich,

keinen Teilnehmer einer Diskussionsrunde

im Fernsehen.

Offenbar waren viele Schüler

nach der Stunde überzeugt,

dass Politiker nicht unnahbar

sind und dass Politik durchaus

spannend sein kann, denn es

kamen auch Fragen nach einer

Mitgliedschaft in der Jungen

Union (JU) auf.

Nicht viel anders erging es Anne

Krischok, die in der Bugenhagenschule

in Blankenese auf

eine Klasse traf, in der natürlich

auch Schüler mit Förderbedarf

dabei waren. „Das ist

mir gar nicht aufgefallen“,

erstaunte sich Krischok. Für die

Umweltingenieurin war der

Besuch auch sonst nicht gewöhnlich,

denn einen Klassenraum

hatte sie wahrscheinlich

lange nicht mehr gesehen. Die

10. Klasse von Klassenlehrerin

Löwe hatte sich gut vorbereitet:

Jeder Schüler hatte zehn Fragen

aufgelistet, die allerdings

in einer Stunde nicht alle hätten

beantwortet werden können...

Und so musste Krischok

vor allem zu ihrer Motivation

Stellung nehmen, warum sie

Politikerin geworden ist und

wie man dahin kommt. „Welche

Themen liegen Ihnen denn am

Herzen?“ war eine der Fragen,

die Krischok gern beantwortete,

denn die Rissenerin setzte sich

erfolgreich für den Neubau der

DLRG-Station am Wittenbergener

Strand ein oder für das

Hamburger Vorzeigeprojekt

Landstrom für Kreuzfahrtschiffe.

Nicht nur die Schüler waren

beeindruckt von der Umweltpolitikerin,

die als eine der

ersten Frauen in der SPD politische

Karriere machte. Schulleiter

Hayo Janssen sparte

nicht mit Lob und umwarb die

SPD-Frau sogar als mögliche

Bugenhagen-Lehrerin. Ein

schönes Kompliment! Krischok

verabschiedete sich mit einem

Lob für das Konzept der integrativen

Bugenhagenschulen,

die sich von der ursprünglichen

Form der Behindertenschule hin

zu dem heutigen integrativen

Konzept weiter entwickelt hat.

„Ich hatte den Eindruck, dass

die Schülerinnen und Schüler

an Politik und vor allem an den

Menschen, die Politik machen,

interessiert sind“, so Krischoks

Fazit. „Die Vielfalt der Fragen

hat mich überrascht, aber die

Lehrer haben die Stunde auch

gut vorbereitet..!“ ergäntze sie.

In der Hansestadt Hamburg

besucht jedes zehnte Schulkind

eine freie Schule. Den 168.603

Jungen und Mädchen an staatlichen

Schulen stehen 20.215

Schülerinnen und Schüler

(10,7%) an freien Schulen

gegenüber. Mit dem Tag der

freien Schulen wollen die in der

AGFS zusammengeschlossenen

Schulträger – der Katholische

Schulverband Hamburg, der

Arbeitskreis evangelischer

Schulen, die Landesarbeitsgemeinschaft

der Rudolf Steiner

Schulen sowie der Verband

Deutscher Privatschulen (VDP)

– aufklären, informieren und

die Vielfalt der Profilierungen

im Bildungssystem sichtbar

machen. Die Freien Schulen

erhalten nur 85 Prozent der

städtischen Zuwendungen einer

Beim Rundgang durch das Jenisch-Gymnasium: Geschäftsführer

Andreas Schröder, Schulleiterin Corinna Lippert und André Trepoll

staatlichen Schule, die restlichen

15 Prozent werden durch

Elternbeiträge bzw. Schulgeld

erwirtschaftet. Maximal 200

Euro im Monat dürfen die

Freien Schulen von den Eltern

erheben, es gibt aber auch

Zuschüsse für sozial schwache

Familien.


Quo vadis Union?

Marcus Weinberg lud zum Dialog mit Gerda Hasselfeldt | Markus Krohn

Marcus Weinberg, der Bundestagsabgeordnete

aus dem

Wahlkreis 19 (Hamburg-

West) und neuer Vorsitzender

der Altonaer CDU gibt

sich die Ehre und lud zum

„Weinberg-Dialog“ in die Villa

im Heine Park. Zu Gast: Gerda

Hasselfeldt, stellvertretende

Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

und Vorsitzende

der CSU-Landesgruppe.

Diskutiert wurde an diesem

ELBVORORTE

Immer da: 24-h-Hilfen

Osteuropäerinnen helfen Senioren im Haushalt | PR

Seit 2008 vermittelt Die

Perspektive mit viel Einfühlungsvermögen

pflege-unterstützende

Haushalthilfen

aus Osteuropa. Die hilfsbereiten

Damen (und Herren)

wohnen bei frei Kost und Logis

im Seniorenhaushalt und sind

immer zur Stelle, wenn Hilfe

gebraucht wird.

„Gerade wenn bei Senioren eingeschränkte

Alltagskompetenz

vorliegt (z.B. Demenz), sollte

zur Vermeidung von Selbstoder

Fremdschäden immer jemand

vor Ort sein und nach

dem Rechten sehen“, erläutert

Angela Lehnert. Die Geschäftsführerin

war anlässlich des 10.

Hamburger Demenzgespräches

von der Diakonie Hamburg eingeladen

gewesen, über Möglichkeiten

der 24-h-Hilfe aus

Abend über die Zukunft von

CDU und CSU. Unter dem

Motto „Was uns trägt, was uns

unterscheidet“, kamen bei

bestem spätsommerlichen Wetter

im Wohlfühlambiente des

BCH Business Club Hamburg

etwa 150 CDU-Vertreter zusammen,

um die Fragen der

zukünftigen Zusammenarbeit

der beiden Schwesterparteien

zu diskutieren. Die Moderation

hatte Herbert Schalthoff vom

Lokal-TV-Sender Hamburg 1.

Marcus Weinberg begrüßte die

Besucher: „Die Zukunft einer

auf Diskurs ausgelegten freiheitlich-demokratischen

Gesellschaft

hängt auch von der offenen

Diskussionsbereitschaft

ihrer Multiplikatoren ab. Den

Vertretern der Parlamente fällt

dabei die gesamtgesellschaftliche

Verantwortung zu, die Politik

wieder stärker in die öffentliche

Diskussion zu tragen. Das

will ich hiermit tun. Gerade in

den letzten Monaten haben die

Diskussionen in der Union über

die Ausrichtung der Politik von

CDU und CSU zugenommen.

Marcus Weinberg und Gerda Hasselfeldt im Heine-Park mit Blick

auf das Hamburger Wahrzeichen Köhlbrandbrücke

Foto: Krohn

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ELBVORORTE

Reda Balciuniene aus Litauen

mit einer Senioren Foto: PR

Nicht zuletzt durch das Aufkommen

der AfD. Dabei wissen

wir als Union, dass der Unterbau

der AfD sich auch aus dem

Streit zwischen CDU und CSU

speist.“ In diesem Zusammenhang

hob Weinberg hervor, mit

welchem ausgleichenden Fingerspitzengefühl

es Gerda Hasselfeldt

schafft, die Vertreter

beider Fraktionsteile miteinander

zu verbinden.

„Wir leben in einem erfolgreichen

Land und trotzdem gibt es

viel Unzufriedenheit – wie

passt das zusammen?“ fragte

Weinberg die Teilnehmer. Nach

seiner Einschätzung müsse das

christliche Menschenbild und

eine Art „Marke Deutschland“

wieder mehr gelebt werden, um

deutlich zu machen, wofür wir

hier in Mitteleuropa stehen.

Auch sieht Weinberg die Politiker

durchaus in der Pflicht,

hier die deutschen Werte vorzuleben:

„Menschen brauchen

Orientierung und fordern diese

emotional ein. Neben politischen

Stimmungen brauchen

die Menschen auch Fakten.

Unsere Aufgabe als Politiker

muss es daher sein, die Sorgen

unserer Bürger nicht kleinzureden,

sondern ernst zu nehmen

und konkrete Lösungen anzubieten!“

Gerda Hasselfeldt, die sich zuvor

von Weinberg durch Hamburgs

Innenstadt und zur Elbphilharmonie

führen ließ, stellte

fest, dass es durchaus praktikable

politische Lösungen gebe

und hob auch noch einmal die

Leistungen der Großen Koalition

hervor. Gleichzeitig stellte

sie fest, dass die Kommunikation

innerhalb der Koalition

und auch mit den Bürgern verbessert

werden könne.

Die Zuhörer an diesem Abend

konnten feststellen, dass zumindest

die Kommunikation

zwischen Weinberg und Hasselfeldt

offenbar funktioniert.

Der „Weinberg-Dialog“ ist ein

Format der politischen Diskussion

mit interessanten Gästen

aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft,

Kultur und Zeitgeschehen.

Im Hinblick auf durchaus

gravierende aktuelle Veränderungen

in der politischen Kultur,

soll der „Weinberg-Dialog“

einen Beitrag zur Repolitisierung

leisten.

Osteuropa zu berichten.

Die hilfsbereiten Damen sind

bei ihrem Arbeitgeber im jeweiligen

Heimatland fest angestellt

und führen dort ordnungsgemäß

alle Sozialabgaben ab.

Durch die Festanstellung des

Personals sind die Familien vor

dem Delikt der „Scheinselbstständigkeit“

geschützt“, erläutert

Angela Lehnert. Dies bestätigt

auch der Bundesverband

häusliche SeniorenBetreuung,

e.V., Berlin, in dem Die Perspektive

aktives Mitglied ist.

„In ausführlichen Gesprächen

machen wir uns zuerst ein

genaues Bild von der Betreuungssituation.

Übermittelte Fotos

können dies abrunden“,

erklärt Angela Lehnert (53). „Es

ist wichtig, dass die Bewerberinnen

genau wissen, was auf

sie zukommt. Nur so können

wir sicherstellen, dass sie mit

den Gegebenheiten einverstanden

sind und als feste Wechselpartnerin

gerne in die Familie

zurückkommen.“

„Durchschnittlich benötigen die

Familien unsere Hilfe über

einen Zeitraum von 2,5

Jahren“, ergänzt Lehnert. „In

dieser Zeit wachsen wir eng

zusammen und pflegen intensiven

Kontakt. Unser Erfolg lebt

von der Professionalität, unserem

Verantwortungsbewusstsein

und unserem Qualitätsanspruch.

Deshalb suchen wir

die Betreuerinnen nach strengen

Kriterien aus.“

Um die Deutschkenntnisse zu

prüfen, kann die Familie zur

Sicherheit mit den Bewerberinnen

telefonieren, bevor sie

sich entscheidet. „Es ist uns

wichtig, dass die Chemie

stimmt und alle gut miteinander

zurecht kommen“, sagt

Angela Lehnert. Wenn nicht,

erfolgt ein kostenloser Austausch.

Die Perspektive GmbH

Billeweg 41, 21465 Wentorf

Tel.: 7 97 50 32-0

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E l b v o r o r t e DorfStadt-Zeitung 14/2016 • 13.10.2016 • 5

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Wann kommt die neue Decke?

Die Schenefelder Landstraße verkommt zur Buckelpiste | Markus Krohn

Optimaler Straßenbelag sieht anders aus: Die sanierungsbedürftige Schenefelder Landstraße. Fotos: Krohn

ISERBROOK

30 km/h für LKW auf der

Schenefelder Landstraße

Wer in den letzten Monaten

mit dem Auto, dem Fahrrad

oder mit dem Bus die Schenefelder

Landstraße entlang

fuhr, konnte nicht nur

deutlich sehen, sondern

auch gleich spüren, dass hier

dringend eine neue Teerdecke

benötigt wird. An einigen Stellen

sind die Schäden in der

Straßendecke nämlich so groß,

dass die Türen und Fenster in

den anliegenden Häusern derart

vibrieren, dass sich die

Bewohner Sorgen um den Zustand

ihrer Häuser machen.

Einige Anwohner hatten sich

daher bereits erfolgreich beim

Bezirk Altona über den Zustand

beschwert. Reaktion: Für LKW

über 7,5 Tonnen wurde eine

Tempobeschränkung auf 30

km/h angeordnet.

Auch Fahrradfahrer, die auf

dem Weg von Iserbrook nach

Blankenese sind oder vom

Sport zurück nach Hause fahren,

ärgern sich über den

Zustand der Straße, über die

man kaum fahren kann, ohne

blaue Flecken davon zu tragen.

Doch Behördenmühlen mahlen

langsam. Wie die DorfStadt-

Zeitung von Bezirks-Sprecher

Martin Roehl erfuhr, wird die

Instandsetzung der Schenefelder

Landstraße zur Zeit vorbereitet.

„Gegenwärtig läuft die

Abstimmung der dafür erforderlichen

Planung. Ziel ist der

Beginn der Sanierungsarbeiten

im nächsten Jahr“. Das ist

durchaus planmäßig und sinnvoll.

Bei der Abstimmung werden

verschiedene Behörden wie

Polizei und Feuerwehr sowie

Stadtbetriebe wie Hamburg

Wasser, HVV und andere in die

Planung miteinbezogen, um die

Sanierungsarbeiten möglichst

reibungslos ablaufen zu lassen.

Außerdem können so Mehrfachausgrabungen

vermieden

werden, wenn z.B. zusammen

mit der Sanierung gleichzeitig

auch Rohrsanierungen der

Wasserwerke oder der elektrischen

Leitungen durchgeführt

werden könnten. So kann alles

in allem schon mal ein halbes

Jahr dauern, bevor der erste

Spatenstich erfolgt. Vor dem

Sommer 2017 werden die Straßenbauarbeiten

daher wohl

nicht beginnen. So lange müssen

die Anwohner noch um

bzw. mit ihren Fenstern und

Eingangstüren zittern…

Wer will da noch durch?

– Kommentar von Markus Krohn –

Warum eigentlich müssen die Straßenbeläge in Hamburg so

stark verwittern, dass sie nur noch eingeschränkt nutzbar

sind? Es gibt zahlreiche Beispiele für Straßen, die man am

liebsten umfahren möchte, obwohl sie für viele Autofahrer

eine direkte Verbindung darstellen: Der Sülldorfer Kirchenweg

zum Beispiel oder eben die Schenefelder Landstraße. Aber

auch viele Anwohnerstraßen, auf denen ohnehin nur 30

Stundenkilometer gefahren werden darf, sind derart in

Mitleidenschaft gezogen, dass man sich als Autofahrer fragt,

wann DDR-Verhältnisse auch im doch so wohlhabenden

(West-)Deutschland eintreten… fast genauso dramatisch ist

die Situation für Fahrradfahrer, besonders im äußersten

Hamburger Westen. Fahrradwege werden nämlich nicht

saniert, höchstens Fahrradstreifen zuungunsten von Autofahrern

zusätzlich gebaut. Verschläft der Hamburger Senat

die Sanierung der Stadt zugunsten eines boomenden

Wohnungsbauprogramms? Am Geld jedenfalls scheint es

nicht zu liegen, denn es gibt auch zahlreiche Straßenbauprojekte,

die umgesetzt werden, obwohl die Dringlichkeit

augenscheinlich gar nicht gegeben ist: Vor wenigen Wochen

zum Beispiel wurde die Julius-Brecht-Straße rund um das

Elbe Einkaufszentrum saniert. Im Vergleich zur Schenefelder

Landstraße eine Luxussanierung, die meiner Meinung nach

nicht notwendig gewesen wäre. Zahlreiche kleinere Sanierungsarbeiten

in den Stadtteilen wären ebenfalls nicht notwendig

gewesen. Gibt es, wie im Fall der Julius-Brecht-

Straße, etwa Bevorzugungen Einzelner im Bezirk?

Einziger Lichtblick: Früher wurden die Anwohner nach auch

noch zu Straßenausbaubeiträgen herangezogen. Das soll

nach einem Senatsbeschluss vom 28. Juni 2016 künftig entfallen,

nachdem die Verwaltung merkte, dass der Erhebungsaufwand

weitaus größer ist als die erwarteten Einnahmen.


6 • DorfStadt-Zeitung 14/2016 • 13.10.2016

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Nach über eineinhalb Jahren

Bauzeit ist in Bahrenfeld

die modernste Freizeitsportanlage

im Hamburger

Vereinssport fertiggestellt

worden. Für rund zwei

Millionen Euro hat der

Verein Aktive Freizeit e.V.

(VAF) sein Studio für gesunde

Fitness und die Sporthallen

erweitert. Damit stehen den

Sporttreibenden jetzt zusätzliche

800 Quadratmeter Nutzfläche

zur Verfügung. Die Baumaßnahmen

wurden unterstützt

von der Freien und

Hansestadt Hamburg, das

Bezirksamt Altona und den

Hamburger Sportbund.

500 Mitglieder, Gäste und

Freunde des Vereins kamen

letzte Woche zur feierlichen

Eröffnung. VAF-Geschäftsführer

Jürgen Schöl begrüßte als

prominente Vertreter Jürgen

Mantell, den Präsidenten des

BAHRENFELD

Nach fünfmonatiger Bauzeit

Ende September die

neue Panorama-Sauna mit

dem Namen „Haus am See“

von Wedels Bürgermeister Niels

Schmidt und Stadtwerke-Chef

Adam Krüppel eröffnet. „Die

Erweiterung wertet den Saunabereich

der Badebucht auf, fördert

den Tourismus und erhöht

die Attraktivität des Standortes

Wedel“, erläuterte Schmidt in

seiner Eröffnungsrede.

Das „Haus am See“ bietet rund

100 Gästen Platz. Innen wurde

die Sauna mit naturbelassenem

Holz ausgekleidet. Durch das

große Panoramafenster fällt der

Blick der Gäste auf die Veranda

und den 230 Quadratmeter

großen Natur-See. Der Blick

und der Geruch des Holzes sollen

das Erlebnis, bzw. das

Hinausträumen in die Natur

verstärken. Ein Wasserfall am

Ende des Sees rundet dieses

Erlebnis ab. Ergänzend zu der

Sauna ist um den See herum

E l b v o r o r t e

VAF: Größer, komfortabler, vielseitiger

Modernste Freizeitsportanlage des Hamburger Vereinssports eingeweiht | Markus Krohn

Akrobatik zur Eröffnung mit Milena Beneke und VAF-Trainer

Jan Schwenkenberg

Foto: Krohn

Hamburger Sportbundes sowie

Imogen Buchholz, Dezernentin

des Bezirksamtes Altona, die

die Bauherrin zu der gelungenen

Umsetzung ihres Projektes

gratulierten. Mantell hob in

seiner Rede insbesondere die

besonderen Herausforderungen

als Betreiber eines Schwimmbades

hervor, Buchholz betonte

ein großer Fußerlebnispfad mit

Wasserbecken nach Sebastian

Kneipps Wasserkur angelegt.

Weiterhin sorgen ein spezielles

Arm- und Fußbad und ein

Tauchbecken für Abkühlung.

Für die gesamte Anlage wurde

ein aufwendiges und mehrfarbiges

Lichtdesign entwickelt,

welches in den Abendstunden

die hervorragenden Leistungen

für den Schwimmunterricht vor

allem bei den jüngsten.

„Heute ist nicht nur ein glücklicher

Tag für den VAF, sondern

auch für den gesamten Freizeitund

Breitensport in Hamburgs

Westen“, so Evelyn Butter-

Berking, Vorsitzende des VAF.

„Ich danke allen, die sich für

für ein Wohlfühlambiente sorgt.

Die Badebucht hat zudem einen

großen Gästewunsch erfüllt: In

unmittelbarer Nähe des neuen

Sauna-Hauses wurden weitere

Duschen mit Fußbodenheizung

sowie Toiletten installiert, um

die Wege für die Gäste kurz zu

halten. Durch das größere

Angebot an Sauna-Plätzen

dieses Projekt eingesetzt haben,

die ihm Steine aus dem Weg geräumt

und für eine zügige

Durchführung gesorgt haben.

Das Ergebnis all ihrer Bemühungen

kann sich sehen lassen:

Das synergetische Zusammenwirken

von Bestand und Neubau

ist gelungen!“ Bei einem

Rundgang überzeugten sich die

Gäste von den vielseitigen Baumaßnahmen:

eine zusätzliche

Sport- und Gymnastikhalle, ein

wesentlich erweitertes Studio

für gesunde Fitness, wesentlich

größere und komfortable Umkleiden

und Saunaanlagen.

Heute trainieren beim VAF

rund viertausend Mitglieder,

allein 1.800 davon im Studio

für gesunde Fitness.

Verein Aktive Freizeit e.V.

Bertrand-Russell-Straße 4

Tel.: 89 06 01-0

www.vafev.de

Schönste Saunaanlage in Wedel eröffnet

»Haus am See« setzt auf naturverbundenes Gesundheits- und Erlebniskonzept | Markus Krohn

WEDEL

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So einen sonnigen Start in

den Herbst gab es in Hamburg

schon lange nicht

mehr. Vor allem Hobbygärtner

freuen sich, denn

endlich einmal passt das

Wetter zur besten Pflanzzeit

des Jahres. Nach den lang

ersehnten, vielen Sonnenstunden

bietet der Boden perfekte

Anwachs-Bedingungen. Deshalb

empfehlen Fachleute, Hecken,

Hausbäume, fast alle Stauden

und natürlich Blumenzwiebeln

und Saisonblüher jetzt im Oktober

zu pflanzen.

Wieder im Trend sind Rhododendren.

Jahrzehntelang mit einem

verstaubten Image behaftet,

erlebt diese tolle immergrüne

Gartenpflanze eine Renaissance,

die das Ergebnis jahrelanger

Zuchterfolge ist. Mittlerweile

bietet die Rhodo-Familie,

zu der auch sommer- und win-

Zur Einweihungsparty blieb es kalt: Geschäftsführer Adam Krüppel,

Badleiter Karsten Niß und Bürgermeister Niels Schmidt Foto: Krohn

tergrüne Azaleen gehören, eine

überragende Vielfalt nicht nur

bei Blütenform und -farbe, sondern

auch bei der Ausbildung

des Blattwerks. Die Baumschule

Johs. Wortmann in Osdorf zeigt

in ihrem Sortiment ein faszinierendes

Angebot von altbewährten,

aber eben auch den

neueren, vielen Hobbygärtnern

noch unbekannten Sorten.

Mit interessanter Blattpatina

warten die Sorten Rhododendron

„Edelweiß“, „Makiyak“

und „Silbervelours“ auf. Ein

Highlight in Sachen Duft ist der

kommt die Badebucht den

wachsenden Besucherzahlen

nach. „Ein gutes Raumgefühl

und einfach genügend Platz

zum Entspannen ist für einen

gelungenen Saunaaufenthalt

unverzichtbar“, sagt Badleiter

Karsten Niß.

Mit dieser neuen Attraktion

verfügt die BADEBUCHT nun

über gleich sechs Saunen.

Sanfte 65 Grad und ein entspannendes

Farblichtspiel erwarten

die Gäste im Saunarium,

80 beziehungsweise 95

Grad herrschen in insgesamt

drei klassisch-finnischen Saunen,

hinzu kommt ein Dampfbad.

Als 5-Sterne-Premium-

Sauna durch den Deutschen

Saunabund gekürt, gehört die

sie zu den Spitzen-Anlagen in

der Metropolregion Hamburg.

BADEBUCHT/Haus am See

Am Freibad 1, Wedel

Tel.: (0 41 03) 91 470

www.badebucht.de

Beste Zeit für den Herbst-Garten

Rhododendren, Azaleen und andere frostharte Gartenfreuden warten bei Johs. Wortmann in Osdorf | PR

ELBVORORTE

Blütenpracht mit Honigduft. Beste Zeit, Rhododendren zu pflanzen

Rhododendron „Honigduft“,

dessen Blätter ebenso intensiv

duften wie die Blüten und deshalb

ein monatelanges Vergnügen

für die Nase versprechen.

Auch beim Thema Herbstfärbung

ermöglichen einige der

sommergrünen Azaleen spektakuläre

Kompositionen, z.B. die

Sorte „Barselik“.

Grundsätzlich sind fast alle

Sorten mit erstklassiger Frosthärte

ausgestattet und gut

Schatten verträglich. Sie benötigen

allerdings genug Platz im

Wurzelbereich. Wichtig ist eine

gute Vorbereitung des Standortes

mit frischer Moorbeet-

Erde. Schauen Sie sich um! Hier

werden Sie fündig:

Johs. Wortmann Pflanzen

Am Osdorfer Born 52

Tel.: 80 45 00

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Jubiläum beim Sozialwerk

Warum auch die Elbvororte ein Sozialwerk brauchen | Konrad Matzen

OTHMARSCHEN

RISSEN

Brauchen Stadtteile wie

Othmarschen und Groß

Flottbek ein Sozialwerk?

Offensichtlich, denn schon

seit über 60 Jahren existiert

das Sozialwerk als wichtiger

Teil des Bürgervereins

Flottbek-Othmarschen in

zwei Stadtteilen, in denen sonst

eher wohlhabende Hamburger

ihren Wohnsitz haben. „Auch

ohne sozialen Brennpunkt müssen

wir manche Menschen in

unserer Nachbarschaft unterstützen“,

erklärt die neue Vorsitzende

des Sozialwerks, Ursula

Ihrig aus Blankenese, die Situation.

Manchmal geraten durch

unglückliche Umstände auch

Menschen in brenzlige wirtschaftliche

Situationen, denen

es jahrelang gut ging. Oder

Menschen, die vereinsamen.

Das in dieser Form in Hamburg

einzigartige Sozialwerk unterstützt

in den Stadtteilen Flottbek

und Othmarschen direkt

oder über soziale Einrichtungen

alte und hilfsbedürftige Mitbürger

durch kleine Geschenke

und persönliche Zuwendungen

sowie betreute Kaffeefahrten in

die nähere Umgebung. Kinder

und Jugendliche aus finanziell

schwachen Familien durch Zuschüsse

für ihre Ausbildung,

Kultur, Sport und Freizeitangebote,

soweit diese über die

Angebote des Bildungspaketes

der Bundesregierung hinaus

gehen, sowie Weihnachtszuwendungen

für besonders bedürftige

Kinder, sozial schwache

Menschen durch Einkaufsgutscheine

für Lebensmittel

(keine alkoholischen Getränke!)

sowie finanzielle Hilfen in

Notfällen; Behinderte unterschiedlicher

Art durch Zuschüsse

in jeglicher Weise.

Die unterschiedlichen Hilfen

von behinderten und Not leidenden

Menschen in kirchlichen

und städtischen Einrichtungen

von Obdachlosen und

in Not geratenen Familien werden

in den monatlich statt findenden

Zusammenkünften des

Sozialwerks beschlossen.

„Ich habe hier unglaublich engagierte

und zuverlässige Menschen

kennen gelernt“, sagte die

Rheinländerin, die erst vor

sechs Jahren nach Blankenese

kam, „das kommt auch bei den

Menschen gut an, denen wir

helfen wollen“. Die in den vergangenen

Jahren geleistete

Arbeit hat Ihrig so tief beeindruckt,

dass sie sich entschloss,

im Sozialwerk ehrenamtlich

tätig zu werden. Auch der enge

Kreis von 12 aktiven Mitgliedern

im Sozialwerk hat es der

ehemaligen Qualitätsmanagerin

angetan: „Wir können sehr gut

zusammen arbeiten.“ Sie kann

sich aber auch gut vorstellen,

Nachbarn per Wurfzettel gesucht

Elbvorortler vernetzen sich | Manuela Tanzen

„Hallo, liebe Nachbarn aus

Sülldorf…“ – Hatten Sie

neulich auch so einen

Wurfzettel im Briefkasten?

„…wir würden uns freuen,

mehr mit Euch in Kontakt zu

treten!“, heißt es weiter. Absender

„Rüdiger vom Wittland“

lädt die Sülldorfer ein,

sich mithilfe eines Codes bei

der Nachbarschaftsplatt-form

zu registrieren.

Was steckt hinter dem schlichten

DinA4-Zettel? Gibt es

Rüdiger wirklich?

„Ja, Rüdiger ist einer Ihrer

Nachbarn in Sülldorf“, bestätigt

Nina Brunk, Mitbegründerin

der Online-Plattform nebenan.de.

„Er war der Erste aus

Ihrem Wohngebiet, der sich bei

uns registriert hat. In solchen

Fällen bieten wir eine ‚Starthilfe‘

an, damit die Anwohner

von der neu gegründeten Online-Nachbarschaftsgruppe

erfahren.

Der Erste steht dann als

Absender auf den Einladungen;

Druck und Verteilung übernehmen

wir.“ Betrieben wird die

Plattform von einem Berliner

Start-up, der Good Hood

GmbH. Die Idee dahinter:

„Unsere Motivation, nebenan.de

zu gründen, ist der heutzutage

SÜLLDORF

Gabriele Groth freut sich über

den Austausch mit den Nachbarn

– und über ihr neues

Sofa.

Foto: Tanzen

häufig stiefmütterliche Umgang

mit der eigenen Nachbarschaft“,

so das sechsköpfige

Gründerteam. „Wir sind überzeugt

davon, dass Nachbarschaft

– neben Arbeit und

Beruf, Familie und Freunden –

die dritte wichtige soziale Säule

für unser Wohlbefinden ist.“

Der Unterschied zu den großen

sozialen Netzwerken: Die einzelnen

Gruppen sind in sich

geschlossen, nur wer in dem

definierten Umkreis wohnt,

kann sich registrieren. „Es geht

darum, eine geschlossene Community

zu haben, bei der ich

weiß, dass da wirklich nur

meine Nachbarn dabei sind“,

betont Gründer Christian Vollmann.

Zur Sicherstellung müssen

sich Nutzer mit vollem

Namen und Adresse anmelden,

die verifiziert werden.

Gabriele Groth aus Sülldorf hat

das Angebot genutzt, sich in

der Gruppe Sülldorf registriert,

und auch schon einiges zu

berichten: „Ich habe ein tolles

Sofa über den Marktplatz ergattert,

über das Forum sogar

Hilfe beim Transport angeboten

bekommen. Und die Diskussionen

über Themen direkt von hier

sind interessant, ob es um’s Feuerwehrfest,

den rewe-Parkplatz

in Rissen oder den Fluglärm in

Iserbrook geht. Ich finde die

Grundidee sehr interessant, mal

sehen, was daraus wird.“

„Vernetze dich mit den Menschen

in deinem Haus, deiner

Straße, deinem Viertel. Nutze

die Kraft des Miteinanders für

eine lebendige, nachhaltige und

sichere Nachbarschaft.“ Mit

dieser Aufforderung rennt

nebenan.de anscheinend offene

Türen ein – deutschlandweit

haben sich bisher in über 40

Städten gut 1.100 Nachbarschaftsgruppen

gebildet. In

Hamburg sind es 80, davon je

drei in Blankenese und in

E l b v o r o r t e DorfStadt-Zeitung 14/2016 • 13.10.2016 • 7

zusätzliche engagierte Mitglieder

zu gewinnen, denn es gibt

viel zu tun: Zum Einen möchte

sie den Kreis der Lebensmittelgeschäfte

erweitern, in denen

Bedürftige mit den vom Sozialwerk

ausgegebenen Gutscheinen

einkaufen gehen können,

zum anderen liegt ihr am

Herzen, etwas für einsame

Menschen zu tun. „Es gibt viele

Menschen, denen niemand

mehr zuhört, die sich austauschen

möchten, aber nicht

besonders mobil sind“. Für dieses

Projekt sucht das Sozialwerk

nun Ehrenamtliche, die

sich ein paar Stunden für ihre

Mitmenschen einsetzen. „Die

Gruppe ist aber auch offen für

andere Ideen“, wirbt Ihrig.

Wer Kontakt aufnehmen möchte,

kann sich per E-Mail wenden

an Helga Fox (helga.fox@

gmx.de) oder direkt an Ursula

Ihrig (ihrig.ursula@gmail.com).

Flottbek; auch Rissen, Iserbrook,

Nienstedten, Othmarschen

und Osdorf sind aktiv,

die Gruppen bestehen teilweise

aus weit über 100 Nachbarn.

Sei nett, hilfsbereit und ehrlich,

so die drei „Goldenen Regeln“

auf nebenan.de. („Sie funktionieren

wie die gute alte Hausordnung.

Wenn sich alle dran

halten, freut sich auch jeder.“)

Bei allem Idealismus: Sechs

Gründer plus Programmierer,

etc. – wie finanziert sich die

Platt-form, wenn doch die

Nutzung kostenlos ist?

„Wir Gründer haben selber investiert“,

erläutert Nina Brunk.

„Hinzu kamen private Investoren,

und seit einigen Monaten

hält der Burda-Verlag eine

Minderheitsbeteiligung.“ Die

Plattform soll zwar für Privatnutzer

dauerhaft kostenfrei

bleiben, mittelfristig sollen aber

lokales Gewerbe und Einzelhandel

kostenpflichtige Profile

erhalten: „Wir sind gerade

dabei, ein langfristiges Finanzierungskonzept

auszuarbeiten.

Das wird aber noch ein bis zwei

Jahre dauern.“ Nächster Schritt:

die Einbindung von örtlichen

sozialen und kulturellen Einrichtungen

in der Umgebung.

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Einbruchschutz beginnt am Gartenzaun

Inhaber Reinhard Cohrs und Stefanie Jess mit Mitarbeitern

Foto: PR

Gerade im Herbst und Winter,

wenn es abends wieder

früher dunkel wird, machen

sich Eigenheimbesitzer Gedanken

zum Einbruchschutz.

Was ist sicher? Rollladen? Videoüberwachung?

Alarm? Doch

manchmal sind es auch beim

Einbruchschutz die einfachsten

Dinge, die einen Einbrecher

zumindest abschrecken. Einen

hundertprozentigen Einbruchschutz

gibt es leider nicht.

Nicht nur technische Einrichtungen

können nämlich dafür

sorgen, dass Einbrecher abgeschreckt

werden, schon der

Gartenzaun und die Gartenpforte

können dafür sorgen,

dass der Einbruchversuch an

der Grundstücksgrenze scheitert:

Reinhard Cohrs vom

Zaunteam Rissen empfiehlt seinen

Kunden einen möglichst

hohen Zaun um das Grundstück

zu setzen, der das Überklettern

erschwert. Gleiches gilt

für das Gartentor, das zusätzlich

gegen Aufhebeln gesichert

sein sollte. Zusätzlich kann

auch das Gartentor noch mit

einer automatischen Beleuchtung

mittels eines Bewegungsmelders

sowie ggf. mit einer

Video-Gegensprechanlage ausgestattet

werden, damit Sie aus

dem Haus heraus sehen können,

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8 • DorfStadt-Zeitung 14/2016 • 13.10.2016

E l b v o r o r t e

Die demografische Entwicklung

in Deutschland

und somit besonders der

Elbvororte mit immer älteren

Mitbürgern, und das

wachsende Gesundheitsbewusstsein

der Bevölkerung

führen zu einer immer

höheren Nachfrage. Der medizinisch-technische

Fortschritt

beschleunigt die Entwicklung

zusehends. Die Gesundheitswirtschaft

bietet somit jetzt und

für die Zukunft vielfältige

Chancen für Wachstum und

Beschäftigung sowie für Innovationen.

Gleichzeitig stellt die

Entwicklung im Gesundheitswesen

aber auch ein gewisses

Risiko dar, denn der wachsenden

Nachfrage und dem steigenden

Bedarf steht ein immer

geringeres Angebot an Fachkräften

gegenüber. Vor allem

im Bereich der Altenpflege

macht sich der Fachkräftemangel

schon fast drohend bemerkbar.

Da der Arbeitsmarkt bei

einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote

nahezu leergefegt ist,

setzen die Unternehmen zunehmend

auf Ausbildung – gern

auch ausländischer Mitbürger

oder von Flüchtlingen, auch

wenn es manchmal große Bürokratiehürden

abzubauen gilt.

Gut, dass auch die Betriebe in

den Elbvororten den Bedarf

erkannt haben und kräftig in

der Ausbildung künftiger Fach-

ELBVORORTE

Neben ihrer Ausbildung läuft die

18-jährige Michelle Wulff regelmäßig

und ist beim Jugendrotkreuz aktiv

Foto: Krohn

Menschen, die unsere Gesundheit sichern

Besuch bei Auszubildenden in der Gesundheitswirtschaft | Markus Krohn

kräfte mitwirken. Gerade haben

wieder mehrere hundert Auszubildende

allein im Gesundheitswesen

im hamburger Westen

ihre Ausbildung begonnen.

Es gibt zwar keine genauen

Zahlen darüber – lediglich

Schätzungen – aber eine Umfrage

der DorfStadt-Redaktion

ergab ein großes Interesse an

Auszubildenden, sei es in der

Arztpraxis, im Krankenhaus,

beim Optiker oder eben in der

Altenpflege. DorfStadt-Herausgeber

Markus Krohn hat sich

in der Branche umgehört und

drei Auszubildende besucht:

Die Frank Wagner Holding mit

dem Parkdomizil in Bahrenfeld

oder dem Rosendomizil in

Othmarschen und acht weiteren

Standorten in Hamburg hat

gute Erfahrungen mit Migran-

nen Großmutter gemacht hat.

Auch in dem südeuropäischen

Land gibt es kaum Pflegeeinrichtungen,

vieles ist unorganisiert.

Dabei war Falck dort

durchaus glücklich. Bei entsprechenden

Jobaussichten ist

sie sogar bereit, zurück zu

händeringend Bewerber gesucht.

Auch wenn auf jeden

Ausbildungsplatz doppelt so

viele Bewerber wie Ausbildungsstellen

kommen, könnte

das Interesse gern noch etwas

größer werden, ist von Ausbildungsleiterin

Heike Kuntoff zu

erfahren. Sabas wirkt in unserem

Gespräch sehr informiert

und kompetent. Die konzentrierte

Ruhe im OP und die

Verantwortung für die Genesung

des Patienten schaffen

eine besondere Atmosphäre.

„Das OP-Team hat meistens

den Ehrgeiz, die OP erfolgreich

abzuschließen. Da kommt es

weniger darauf an, dass man

seine Pausenzeiten einhält“,

machten der sportbegeisterten

angehenden Hörgeräteakustikerin

deutlich, dass sie hier ihre

Zukunft gestalten möchte.

Einziger kleiner Nachteil in dieser

speziellen Ausbildung: Die

einzige Berufsschule für Hörgeräteakustiker

hat ihren Sitz

in der Nähe der Universität von

Lübeck. Daher findet der Berufsschulunterricht

auch Blockweise

in jeweils drei bis fünf

Wochen statt. Die Auszubildenden

wohnen so lange in der

Hansestadt Lübeck. Im Gespräch

mit ihr wird aber schnell

klar: Diese junge Frau hat in

dem Familienunternehmen bereits

viel Verantwortung übertragen

bekommen. Entsprechend

kompetent kann sie auch

alle Fragen rund um ihren

Beruf erklären, schafft Beispiele

ihrer Arbeit herbei und zeigt

engagiert, welche technischen

Möglichkeiten die Innovationen

im Hörgerätemarkt hergibt

und welche phantastischen

Einstellungsoptionen diese über

ihr Computerprogramm bieten.

Neben der Beratung und dem

Verkauf von Hörgeräten muss

sie diese regelmäßig anpassen

und kontrollieren, ob die

Hörleistung geblieben ist.

„Manchmal ist es wirklich sehr

spannend, den Kunden so

genau ins Ohr zu schauen.

Jedes Ohr sieht ja anders aus.“

Besonders interessiert sie sich

für die Ohren der kleinen

Kunden, ein Ziel der jungen

Auszubildenden ist es, einmal

Pädakustikerin zu sein, eine

spezielle Hörgeräte-Disziplin

Ein gutes Verhältnis zwischen Alt und Jung: Seniorin Frau

Schüssler und Altenpfleger-Azubi Muhamed Karadzic Foto: Krohn

Tagsüber gut

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ten im Unternehmen gemacht.

Bis zu 70 junge Menschen finden

hier ihren Ausbildungsplatz.

Zwei davon treffe ich im

Parkdomizil: Christina Falck,

die zwar hier geboren, aber in

Griechenland aufgewachsen.

Sie ist bereits im 3. Lehrjahr zur

examinierten Altenpflegerin.

Aus Bosnien Herzegovina

kommt Muhamed Karadzic, 2.

Lehrjahr. Der Pflegedienstleiter

im Parkdomizil, Holger Braun,

ist beim Gespräch und erläutert

die Situation für das Unternehmen:

„Die Altenpflege wird

immer internationaler, ausländische

Fachkräfte werden dringend

gesucht. Viele Menschen

aus Polen und Bosnien-Herzegowina

interessieren sich für

eine Ausbildung und sichere

Arbeitsplätze in Deutschland.

Wir haben hier sogar vier

Vietnamesen, die gerade im

FSJ-Programm (Freiwilliges

Soziales Jahr) sind“ Karadzic

erläutert die Situation in seinem

Herkunftsland als schwierig.

Die Jobaussichten seien

katastrophal. Viele arbeiteten

schwarz. „Für mich ist der

Altenpfleger ein Traumberuf

geworden. In Bosnien-Herzegowina

gibt es solche Einrichtungen

fast gar nicht. Dort werden

die Alten von ihren jüngeren

Familienangehörigen gepflegt!“

Hier in Hamburg sei er

sehr gerne gesehen. Von ähnlichen

Erfahrungen berichtet die

junge Griechin Christina Falck,

die ihre ersten Erfahrungen in

der Altenpflege mit ihrer eige-

gehen. Jetzt erstmal steht allerdings

der Abschluss ihrer

Ausbildung an und dann die

ersten Arbeitstage als ausgebildete

Fachkraft im Parkdomizil.

„Wir haben sogar Mitarbeiter

in der Leitungsebene, die mal

bei uns im Unternehmen begonnen

haben“, wirft Braun in die

Unterhaltung sichtlich stolz

ein. Gute Mitarbeiter, die sich

gut eingearbeitet und Kontakte

zu den Bewohnern geknüpft

haben, lässt man eben nicht so

einfach ziehen.

Einer, der gerade erst seine

Ausbildung begonnen hat, ist

Niklas Sabas. Der 23-jährige

begann erst vor wenigen Wochen

in der Asklepios Klinik

Altona seine Ausbildung zum

Operationstechnischen Assistent

(OTA). Ursprünglich hatte

er sich eine Ausbildung im

Bürobereich vorgestellt, doch

dann fand er während eines

Freiwilligen Sozialen Jahres in

einer Klinik in Otterndorf

Gefallen an dem Beruf. Blut

macht ihm nichts aus, auch ein

offener Bauch oder andere

Körperteile jagen ihm keinen

Schrecken ein. Im Gegenteil:

Für ihn ist das menschliche Innenleben

spannend und interessant.

Der OTA bereitet die

Operation vor und reicht dem

Chirurgen die benötigten Instrumente

zur Operation. Außerdem

übernimmt der OTA die

Aufsicht über die Instrumente,

damit nichts im Körper des

Patienten zurückbleibt.

Auch für diesen Beruf werden

Niklas Sabas mit seiner Ausbilderin Heike Kuntoff vor dem OP-

Eingang, den er nur in steriler Kleidung betreten darf Foto: Krohn

erklärt er den Reiz seiner

Stellung. „Nicht selten gibt es

im OP-Saal starke Teams, die

ein gewisses Wir-Gefühl bilden.

Die Auszubildenden werden in

der Regel gut in diese eingeschorene

Gemeinschaft aufgenommen“,

ergänzt Kuntoff. Der

junge Beruf OTA ergänzt die

Fachweiterbildung zur „OP-

Schwester“, denn die Vorbereitung

und Durchführung

einer Operation ist durch die

aktuelle innovative Medizin

komplexer geworden, sodass

eine Trennung zwischen Operationssaal

und Pflegestation

notwendig geworden ist.

Auch für Michelle Wulff ist die

Zusammenarbeit im Team ausschlaggebend

für die Zufriedenheit

im Job. Und die fand

sie als Auszubildende im 1.

Lehrjahr bei Hörgeräte Zacho

in der Waitzstraße. Auch der

Umgang mit dem PC und den

Kunden bei der Anpassung und

Einrichtung der Hörgeräte

macht der 18-jährigen Spaß.

Mehrere Praktika in der Schule

für Kinder und Babies, für die

man eine spezielle Zusatzausbildung

benötigt. Bis dahin ist

aber noch viel Zeit, sich im

Team weiter zu entwickeln.

Wer im Gesundheitswesen arbeitet,

verdient in der Regel

nicht viel Geld, aber viel

Anerkennung von den Kunden

und Patienten. Wer sich engagiert

und hingebungsvoll um

Menschen kümmert, macht

andere glücklich und damit

auch sich selbst. Nicht zuletzt

ist eines der wichtigsten Aspekte

für Mitarbeiter im Gesundheitswesen,

in einem Team

mit anderen Menschen zusammen

zu arbeiten, in dem sich

jeder wohl fühlt. Nur so können

nämlich auch Schicksalsschläge

der ihnen anvertrauten

Menschen verarbeitet werden.

Nach meinen Besuchen in den

verschiedenen Einrichtungen

hatte ich zumindest das Gefühl,

dass wir als Patienten diesen

Menschen unsere Gesundheit

anvertrauen können. Danke,

dass Sie für uns da sind!


Von Othmarschen in alle Welt

Der Architekt Volkwin Marg feiert in diesen Tagen seinen 80. Geburtstag. Alles Gute! | Markus Krohn

Am Sonnabend feiert ein

Architekt seinen 80. Geburtstag,

den Menschen auf

der ganzen Welt kennen,

oder zumindest eines seiner

Gebäude, denn er entwarf

an der Elbchaussee in Othmarschen

Pläne für Flughäfen,

Stadien, Messebauten

und Häuser in Hamburg und

überall auf dem Planeten:

Volkwin Marg. Er gilt als einer

der führenden Architekten

weltweit.

Volkwin Marg wurde am 15.

Oktober 1936 in Königsberg

(heute Polen) geboren und

wuchs als Sohn eines Pfarrers

auf, der in der Marienkirche

predigte, Europas größter Hallenkirche.

Dort entwickelte sich

auch Margs Liebe zur Orgelmusik.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges

musste Marg mit seinen

Eltern nach Thüringen

fliehen. Von 1949 bis 1957

lebte er im mecklenburgischen

Grabow. In dem

Buch „Nachbeben“ von

Katja Gäbler und Fabian

Wehner erläutert Marg

seinen Entschluss, Architektur

zu studieren, so:

„Ich wollte am liebsten

Philosophie, Germanistik

und Geschichte studieren...

Aber da hätte ich mich der

ideologischen Staatsdoktrin

unterordnen müssen. Also

suchte ich nach einer vor

Indoktrination geschützten

akademischen Nische. Ich

glaubte sie in der propagierten

Pflege des nationalen Kulturerbes

zu finden….“ So bewarb

er sich an der TU Dresden,

wurde aber wegen seiner

christlichen Weltanschauung

nicht genommen, stattdessen

wurde ihm als „sozialistische

Bewährungsprobe die Arbeit im

Uran-Bergbau der Wismut AG

angeboten“.

Das ließ sich der aufrechte junge

Marg nicht gefallen und

setzte sich 1957 nach Westberlin

ab. Erst nachdem er ein

OTHMARSCHEN

Was lange währt, wird endlich

gut: Nach mehrjähriger

Vorbereitungs- und Planungszeit

haben am 10.

Oktober endlich die Verschönerungs-

und Umgestaltungsmaßnahmen

in

der Waitzstraße und am

angrenzenden Beselerplatz begonnen.

Der offizielle Spatenstich

erfolgt dann am 19. Oktober

durch die Stadtentwicklungssenatorin

Dr. Dorothee

Stapelfeldt und Bezirksamtsleiterin

Dr. Liane Melzer.

Im ersten Schritt wird der zentrale

Platz in der Mittte der

Waitzstraße und die Gehwege

in diesem Bereich beidseitig der

Straße in Angriff genommen.

Die Fertigstellung ist für Mitte

November geplant, also pünktlich

zum Beginn der Vorweihnachtszeit.

Dann werden auch

die Fahrräder aus dem Zentrum

verschwinden...

Im zweiten Bauabschnitt wird

zweites Mal sein Abitur in

(West-) Deutschland ablegte,

konnte er Architektur studieren.

Gemeinsam mit Meinhard

von Gerkan ging er nach

Braunschweig, um sein Architekturstudium

dort zu beenden.

Aber nicht nur das: Gemeinsem

zeichneten sie für etablierte

Architekten Wettbewerbsentwürfe,

um ihr

Studium zu

finanzieren.

in mehreren Abschnitten die

beidseitige Umgestaltung der

Waitzstraße vorgenommen.

Stromnetz Hamburg GmbH

wird auf der Südseite der

Waitzstraße im Kreuzungsbereich

Groß Flottbeker Straße im

Januar 2017 beginnen und sich

Als die beiden 1965 ihr Diplom

bestanden hatten, gingen sie

nach Hamburg, um sich selbständig

zu machen. So entstand

das Architekturbüro Gerkan,

Marg und Partner (gmp). Auch

hier verdienten sie ihr erstes

Geld mit Wettbewerbsentwürfen

für Kollegen. Glücklicherweise

waren die Hamburger

Kollegen so fair, den beiden

damaligen Newcomern eine

Arbeitsgemeinschaft anzubieten.

So erlernten die ehemaligen

Studienkollegen praktisches

Bauen.

Der erste große Durchbruch

wurde der Wettbewerb um den

Entwurf und Bau des Berliner

Flughafen Tegels. Inzwischen

ist die Architektensozietät auf

über 500 Mitarbeiter angewachsen,

die sich auf vierzehn

Büros verteilen. Meinhard von

Gerkan, Volkwin Marg und ihre

Partner haben in über 45

Jahren in nahezu allen großen

Städten der Welt geplant und

gebaut.

Wenn er von seinem Zeichentisch

aufsah, hatte

Volkwin Marg freien

Blick auf die Elbe

und den Hafen, in

den Schiffe aus

aller Welt einund

auslaufen:

„meine früh ge -

prägte maritime

Leidenschaft

habe ich

in der Bewahrung

und Rekonstruktion

historischer

Segelschiffe

ausgelebt,

in den letzten

drei Jahrzehnten

mit meinem

Dreimast-

Bramsegelschoner

„Activ“, der jetzt

als Basis für eine

zweijährige wissenschaftliche

C i r c u m - Po l a r -

Expedition rund

um den Nordpol dient.“

Volkwin Marg wurde

schon im Januar

1976 Mit-Gründer

des Museumshafens

Oevelgönne. Bis

heute ist er dem

Museumshafen eng

verbunden.

Im Jahr 1972 wurde

er an die Freie Akademie

der Künste in

Hamburg und 1974

Endlich: Umbau der Waitzstraße beginnt

Abschluss der Verschönerungsarbeiten voraussichtlich im September 2017 | Konrad Matzen

GROß FLOTTBEK

bis zur Reventlowstraße vorarbeiten.

Anschließend erfolgt die

Bearbeitung der Nordseite. Parallel

dazu soll im März 2017

Graffitti-Künstler Gerrit Fischer bei den letzten Feinarbeiten zu

seinem Graffiti an der Wand zur Volkshochschule Foto: Matzen

Foto: PR/gmp

E l b v o r o r t e DorfStadt-Zeitung 14/2016 • 13.10.2016 • 9

an die Deutsche Akademie für

Städtebau und Landesplanung

berufen. Von 1975 bis 1983

war er erst Vizepräsident, dann

(ab 1979) Präsident des Bundes

deutscher Architekten (BDA).

Im Jahr 1986 erhielt er einen

Ruf an die RWTH Aachen auf

den Lehrstuhl für Stadtbereichsplanung

und Werklehre.

Seit 2007 ist Marg Prinzipal der

Academy for Architectural Culture

(aac), die er gemeinsam

mit Reinhard von Gerkan im

Rahmen der gmp-Stiftung gegründet

hat. Er arbeitete auch

als Gutachter und Preisrichter.

Marg gewann seitdem mehr als

590 Preise in nationalen und

internationalen Wettbewerben

zusammen mit seinem Partner

Meinhard von Gerkan, darunter

waren mehr als 310 erste Preise.

Im Jahr 1996 wurde ihm der

Fritz-Schumacher-Preis der

Alfred Töpfer Stiftung verliehen.

Im Jahr 2004 bekam er die

Plakette der Freien Akademie

der Künste Hamburg und im

Jahr 2005 den Großen Preis des

Bundes Deutscher Architekten,

2006 den Großen Preis für Baukultur

des Verbandes Deutscher

Architekten- und Ingenieurvereine.

Am 30. November 2009 wurde

er mit dem Verdienstkreuz 1.

Klasse der Bundesrepublik

Deutschland ausgezeichnet.

2010 wurde er Mitglied der

Akademie der Künste in Berlin.

Am 27. April 2012 wurde ihm

vom akademischen Senat der

HafenCity Universität Hamburg

der Ehrendoktor im Fachbereich

Architektur verliehen.

Mit Material von

wikipedia.org und

Auszügen aus dem

Buch „Nachbeben“

(ISBN: 978-

3428148264, 29,90

EUR, 344 Seiten,

gebunden)

die Umgestaltung des Beselerplatzes

zwischen Schoneweg

Optik und Café Schmidt erfolgen,

sodass die Waitzstraße voraussichtlich

im September 2017

in neuem Glanz erstrahlen wird.

Einen Lichtblick bekam die

Waitzstraße bereits vor zwei

Wochen: Gerrit Fischer, professioneller

Kunstsprayer, hat die

graue Wand entlang der Parkstraße

vor der Volkshochschule

West verschönert und damit einen

Blickfang für alle Bildungshungrigen

und Spaziergänger

geschaffen. „Ich freue

mich, wenn die Leute stehen

bleiben und anfangen zu diskutieren“,

sagte der Künstler. Die

Arbeiten waren mit der Polizei

abgestimmt gewesen, da man

Anrufe wegen einer illegalen

Sprayaktion befürchtete... – es

handelt sich aber um ein

Auftragswerk der VHS West,

die Fortbildungen für jeden

Bildungsstand und jeden Alter

in der Waitzstraße anbietet.

www.bid-waitzstrasse.de

www.vhs-hamburg.de





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10 • DorfStadt-Zeitung 14/2016 • 13.10.2016

Petras Blütenzauber ist bekannt

für bezaubernde Blumenarrangements

für Hochzeit,

Geburtstage, Jubiläen,

Trauer. Jetzt hat Inhaberin Petra

Krause selbst Anlass zum

Feiern: 25 Jahre lang arrangiert

Kunden – u.a. eine Verlosung

von 25 bunten Herbststräußen

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Außerdem finden Sie eine

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für ihre Kunden – erst

in Iserbrook, seit einigen Jahren

am S-Bahnhof Rissen.

Zum Jubiläumstag am 28. Oktober

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Inhaberin Petra Krause und ihre

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Kunden mit einem Gläschen

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Hohe Decken im Altbau,

große Glasflächen und

sichtbarer Beton oder die

sparsame Möblierung im

angesagten Loft-Stil sind

zwar chic, können sich aber

höchst nachteilhaft auf die

Raumakustik auswirken. „Wohl

jeder fühlt sich genervt, wenn

jeder einzelne Schritt lange

nachhallt oder durch den ungünstigen

Raumschall aus der

Lieblingsmusik ein einziger

Akustikbrei wird“, meint Martin

Blömer vom Verbraucherportal

Ratgeberzentrale.de. Zusätzliche

Wohnaccessoires können

die Störgeräusche allerdings

abmildern.

Die extrabreite Terrassentür

oder hohe Fenster im Altbau

ELBVORORTE

sind häufig für die unvorteilhafte

Akustik verantwortlich.

Denn die Glasflächen geraten

unsichtbar in Schwingung und

können auf diese Weise aus

einem eigentlich leisen Geräusch

störenden Lärm machen.

„Der passende Fensterschmuck

wirkt dem mit seinem

dämpfenden Effekt entgegen.

Besonders empfehlenswert sind

Wabenplissees mit einem zusätzlichen,

wärme- und schalldämmenden

Luftkissen in

ihrem Inneren“, erläutert Nicklas

Gernot, Kundenberater bei

JalouCity.de. Dieser spezielle

Foto: Krohn

Aufbau macht die Fensterdekoration

zum wahren Schallschlucker:

Die Plissees aus der

Duette-Kollektion etwa können

laut einer Messung des Fraunhofer

Instituts für Bauphysik

den Raumschall um bis zu 45

Prozent dämpfen.

Nicht nur Sprache und Schrittgeräusche

werden durch die

Wabenplissees gemindert, auch

den besonders unangenehmen

Nachhall können sie reduzieren.

Ein angenehmer Zusatzeffekt:

Dieser Schallschutz sieht

auch noch gut aus, denn der

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greifen die Firmeninhaber

die Architektur eines Hauses

auf und setzen klare Akzente,

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T e r m i n e DorfStadt-Zeitung 14/2016 • 13.10.2016 • 11

Ausgewählte Termine der Elbvororte – weitere aktuell auf www.dorfstadt.de

Foto: J. Flügel

Festliches Konzert in Maria Grün

Lobgesang:

Georg Philipp Telemann: Psalm:

»Laudate Jehovam«

Johann Sebastian Bach: Kantate 137:

»Lobe den Herren«

Wolfgang Amadeus Mozart: Motette:

»Exsultate jubilate«

Wolfgang Amadeus Mozart: Missa in C

»Krönungsmesse«

Oktoberfest mit Regina’s Racy Rocker

Fotos: PR

Der kleine Mozart – eine musikalische

Reise von Barbara Hass

Im Theaterstück „Der kleine Mozart“ durchleben

das Genie „Wolferl“ und seine Schwester

„Nannerl“ ihre Kindheit noch einmal für die

Kinder von heute. Ein Kammerorchester begleitet

die beiden live, eine Sopranistin und ein

Bariton singen Arien und Duette und spielen

außerdem die adeligen Beruḧmtheiten, denen

die Mozarts begegneten.

Termine: noch bis 6. November 2016

immer Samstag und Sonntag um 15 Uhr

Ort: Theater für Kinder, Max-Brauer-Allee 76,

22765 Hamburg

Eintritt: 16,50 €, Kartenreservierung unter Tel.:

(040) 38 25 38

www.theater-fuer-kinder.de

Mitwirkende: Johanna Mohr, Sopran, Gesine

Grube, Alt, Knut Schoch, Tenor, Hans

Christian Hinz, Bass

Norbert Hoppermann, Orgel

Hamburger Camerate

Kantorei Maria Grün

Leitung: Peter Hoffmann

Termin: 5. November 2016 um 20 Uhr

Ort: Maria Grün, Schwerefelder Landstraße 3

Eintritt: 15,– (erm. 10,–)

Tanz den Radi, Rock die Weißwurst, da drehen

sich die Dirndln und die Lederhosen krachen,

legendär ist das Batavia Oktoberfest

Ende Oktober und auch im 40igsten Jahr darf

die Gaudi nicht fehlen. Es gibt Weißwurst,

Radi, Leberkäs und natürlich Wiesenbier. Für

allerfeinste Tanzmusik sorgen Regina´s Racy

Rocker.

Das Programm ist ein Feuerwerk der Songs

aus den 50iger und 60iger Jahren: I’M A

BELIEVER, YELLOW RIVER, GREAT BALLS

OF FIRE, WITH A GIRL LIKE YOU, HAVE YOU

EVER SEE THE RAIN und viele andere

„Golden Oldies“ aus der Zeit.

Cecile Corbel –

die Magie der keltischen Harfe

Im Rahmen ihrer Deutschlandtournee gastiert

die französische Folksängerin und Harfenistin

Cécile Corbel heute auch bei uns in der

Kulturkirche Altona. In ihren Konzerten lässt die

weltweit erfolgreiche Künstlerin den Zauber der

keltischen Harfe lebendig werden. Begleitet von

Cyril Maurin an der Gitarre und Julien Grattard

am Cello taucht die charmante Bretonin mit

ihren Harfenklängen und ihrer feenhaften

Stimme ab in die mystische und fantastische

Welt alter Sagen und Erzählungen. Sie schafft

dabei eine faszinierende Mischung aus überlieferter

keltischer Tradition und moderner, zeitgemäßer

Musik. Dabei erinnern das Harfenspiel

und vor allem die attraktive, junge Stimme von Cecile Corbel oftmals an Kate Busch.

Cécile Corbel, die charismatische Künstlerin, wird zur Erzählerin, zur Magierin, sie wird eins mit

der Harfe und begibt sich mit ihrem Publikum auf eine Reise jenseits der Zeit. Ihre Folk-Musik

ist von überirdischer Schönheit, für jeden verständlich, ein Spiegel zeitloser Schwingungen und

von höchstem Niveau.

Termin: Freitag, 11. November 2016 um 20 Uhr

Ort: Kulturkirche Altona, Max-Brauer-Allee 199, 22765 Hamburg

Eintritt: an der Abendkasse 15,– (erm. 10,– €)

Tickets gibt es besonders günstig auf www.kulturkirche.de

»Budenzauber – Weihnachtsmärkte im Wandel«

Die Ausstellung »Budenzauber – Weihnachtsmärkte im Wandel« stellt die historische

Entwicklung der traditionellen Warenmärkte um 1900 hin zum Weihnachtstrubel heutiger

Märkte dar.

Weihnachtsmärkte umgeben Begriffe wie Tradition, Nostalgie und Heimat und gehören insbesondere

in Deutschland zum alljährlichen Begleitprogramm in der vorweihnachtlichen Zeit. Mit

dem Verkauf von Glühwein, Bratwurst, Geschenkartikeln und Kunsthandwerk werden auf den

Märkten jedes Jahr Millionenumsätze gemacht. Dieser aktuellen Ausrichtung steht das

bescheidene Angebot der ersten weihnachtlichen Waren- und Krammärkte im 18. Jahrhundert

gegenüber. Die Ausstellung analysiert das Phänomen Weihnachtsmarkt und betrachtet die

Veränderungen im Angebot von früher bis heute. Dabei gliedert sie sich in drei Zeitabschnitte:

Die Jahre um 1900, die Nachkriegszeit von 1950 bis in die 1970er Jahre hinein und aktuelle

Entwicklungen. Neben dem Angebot an Weihnachtsartikeln werden auch soziale, wirtschaftliche

und konsumhistorische Aspekte betrachtet.

Termin: 22. Oktober 2016 bis 15. Januar 2017 · Di–Fr 9–17 Uhr · Sa u. So 10–18 Uhr

Ort: Freilichtmuseum am Kiekeberg, Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten-Ehestorf

Eintritt: 9,– Euro, Besucher unter 18 Jahren haben freien Eintritt

Foto: cecilecorbel

Termin: 29. Oktober

Ort: Theaterschiff Batavia, Brooksdamm, 22880 Wedel

Eintritt: 15,-€, Kartenreservierung unter Tel.: (0 41 03) 8 58 36

www.batavia-wedel.de

G E W I N N S P I E L

Sie wollen gewinnen? Dann senden Sie uns eine Karte mit »Hanseboot 2016«

an die DorfStadt-Zeitung, Bramweg 31, 22589 Hamburg oder per E-Mail

an Gewinn@dorfstadt.de. Einsendeschluss: 21.10.2016. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

»Hanseboot« vom 29.10. bis 9.11.2016

Foto: Nicolas Maack

5x2 Karten

Segel setzen auf der hanseboot

Segelboote und -yachten von 24

bis 82 Fuß Länge.

Deutsche und europäische Segelyacht-Hersteller

geben sich

auf der 57. Internationalen

Bootsmesse Hamburg vom 29.

Oktober bis 6. November ein

Stelldichein: Wer sich einen

umfassenden Überblick über die

Trends der Segelszene verschaffen

möchte, ist auf der hanseboot

genau richtig. Segelboote und -

yachten vom gerade einmal 2,30

Meter langen Opti-misten bis hin

zur 25 Meter langen Segelyacht

Oyster 825, ausgestattet mit

einem, zwei oder sogar drei

Rümpfen und für jeden

Geschmack und Geldbeutel können

vor allem in Halle B6 sowie

in der In-Water hanseboot im

Sandtorhafen besichtigt werden.

In den Hallen B7 und im Erdgeschoss

der Halle B4 kommen

vor allem Interessenten auf ihre

Kosten, die ihr Herz am motorisierten

Bootssport verloren haben.

Hier zeigen die Aussteller

von kleinen Schlauchboot-

Dingis mit Außenbord-Motoren

bis zu Motorisierungen von bis

zu 900 PS, von offenen Angelbooten,

Daycruisern und Weekendern

mit großem Cockpit bis

hin zu hochseetauglichen Cruisern,

alles, was das Skipperherz

höher schlagen lässt.

57. Internationale Bootsmesse

Hamburg »Hanseboot 2016«

29.10. bis 9.11.2016

Mo–Fr: 12–20 Uhr

Sa/So: 10–18 Uhr

Messehallen B-Gelände

Karten: 13,–

After-Work-Ticket: 7,–

Kinder bis einschl. 15 Jahre frei!

www.hansseboot.de

Jazz und Platt – das passt!

redaktion@dorfstadt.de

Freunde des traditionellen Jazz

und der plattdeutschen Sprache

dürfen sich wieder auf ein

Highlight in der Martin-Luther-

Kirche Iserbrook freuen.

Der bekannte englische

Klarinettist und Saxophonspieler

Brian Carrick mit seinen Algiers

Stompers und Gerd Spiekermann

werden uns mit ihren tollen

Jazzrythmen und Geschichten

sicherlich wieder begeistern.

Der Bandleader Brian Carrick ist

Ehrenbürger von New Orleans und ein Vertreter des traditionellen Jazzstils, ganz im Sinne seines

großen Vorbildes George Lewis, dessen Klarinette er geerbt hat und noch heute spielt.

Das Repertoire der Band ist geprägt von Hymns, Spirituals, Hot Jazz, Ragtime und Blues.

Fotos: PR

Termin: Mittwoch, 19. Oktober 2016 um 19 Uhr

Ort: Martin-Luther-Kirche, Schenefelder Landstraße 200, 22589 Hamburg

Eintritt: 12,– €

Karten nur an der Abendkasse

IMPRESSUM Die DorfStadt-Zeitung erscheint alle drei Wochen donnerstags.

Autoren: Manuela Tanzen (m.tanzen@dorfstadt.de), Wolf Achim Wiegand (w.a.wiegand@dorfstadt.de);

Herausgeber/Chefredakteur/V.i.S.d.P.: Markus Krohn

Unverlangt eingesandte Manuskripte und PR-Berichte werden nicht zurückgesandt und nicht vergütet.

Wir behalten uns vor, die Texte und Bilder nach Belieben zu verändern und zu veröffentlichen. Ein

Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Bitte beachten Sie in einer Teilauflage die Beilagen von EDEKA Pippow, Iserbrook!

Verlag: MK Medien PR- & Eventagentur, Bramweg 31, 22589 Hamburg. Tel.: 87 08 016-0, Redaktion ·

E-Mail: redaktion@dorfstadt.de Anzeigen E-Mail: media@dorfstadt.de; Druck: WE-Druck, Oldenburg;

Vertrieb: Speed to Service A. Straka-Jacobs © MK Medien PR- & Eventagentur.

Die nächste Ausgabe erscheint am 3. November 2016, Redaktionsschluss: 26. Oktober 2016.


12 • DorfStadt-Zeitung 14/2016 • 13.10.2016

10 Jahre länger leben – das

können heute Ärzte mit

einer Operation erreichen,

allerdings nicht ohne Disziplin

des Patienten, der sein

Übergewicht reduzieren will.

Mit dem Wollen ist das allerdings

so eine Sache: Jeder, der

mal versucht hat, abzunehmen,

weiß, wie schwierig es ist, aus

alten Gewohnheiten auszubrechen

und sein Ziel konsequent

zu verfolgen!

Hilfe gibt es für stark Übergewichtige

am Rissener Asklepios

Westklinikum mit seinem Adipositaszentrum

und der Selbsthilfegruppe

»Dicke Freunde«.

Die Gruppe ist der erste Anlaufund

Kontaktpunkt für Menschen

mit einem Body Mass

Index von über 40. Der Body

Mass Index (BMI) ist eine

Maßzahl für die Bewertung des

Körpergewichts und basiert auf

der Relation zwischen Gewicht

und Körpergröße. Wer also beispielsweise

bei einer Körpergröße

von 1,80 Meter 130 Kilo

auf die Wage bringt, gilt als

stark übergewichtig und nimmt

große gesundheitliche Risiken

in Kauf.

Über 20 Prozent der Deutschen

gelten als adipös, etwa ein

Prozent der Bevölkerung leidet

unter diesem extremen Übergewicht.

Diese Menschen leiden

häufig an Erkrankungen des

Herz-Kreislaufsystems und des

Bewegungsapparates. Außerdem

erhöht Adipositas das

Risiko für weitere Erkrankungen

wie beispielsweise die

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),

das Schlafapnoe-Syndrom

und oder auch für Komplikationen

während einer

Schwangerschaft. Adipositas ist

weltweit auf dem Vormarsch:

Eine in der medizinischen Fachzeitschrift

„The Lancet“ veröffentlichte

Studie kommt zu

dem Ergebnis, dass derzeit

weltweit jeder dritte Mensch

übergewichtig oder fettleibig

ist. Besonders viele fettleibige

Menschen leben in den USA, in

Mexiko, im Nahen Osten, aber

auch in Europa und hier vor

allem in Deutschland. Dabei

RISSEN

I m

Ungefähr eine Stunde dauert der Eingriff, der das Abnehmen erleichtern soll

sind gehen die Krankenkassen

hierzulande noch sehr restriktiv

mit der Genehmigung helfender

Operationen um. In

Deutschland werden jährlich

nur rund 1.000 Patienten operiert,

in Frankreich oder Belgien

liegen die Operationszahlen

bis zu zehnmal höher. Prof.

Dr. Dr. habil. Thomas Carus,

Chefarzt im Adipositaszentrum

am Westklinikum versteht die

Krankenkassen nicht, denn

„nach der Magenoperation verschwinden

Bluthochdruck und

Diabetes meist schnell, die

Kosten für die Behandlung entfallen“.

Auch steigt die Lebenserwartung

der erfolgreich und

nachhaltig behandelten Übergewichtigen

um 10 bis 15 Jahre.

Unabhängig von den körperlichen

gesundheitlichen Vorteilen

verbessert sich auch das soziale

Umfeld der behandelten Menschen

enorm, die sonst vielfach

mit ihren Problemen sozial isoliert

leben müssen.

Auch deshalb ist es für die

Betroffenen problematisch, sich

mit ihrem Übergewicht kritisch

auseinanderzusetzen. Abnehmen

mit Diäten ist bei extremem

Übergewicht ohnehin

nicht mehr möglich, obgleich

die Patienten vor einer Magenoperation

ein halbes Jahr daran

arbeiten müssen, ihre Ernährung

umzustellen, da eine Ernährungsumstellung

nach der

Operation unerlässlich ist. Vor

der Operation ist der Magen so

stark „ausgeleiert“, dass unter

Prof. Thomas Carus

Umständen eben tatsächlich

ohne Weiteres mehrere große

Pizzen darin verschwinden

können, nach der Magenverkleinerung

im OP sind es in der

Regel nur noch etwa 200

Milliliter. Verständlich, dass die

Nahrungsaufnahme dann nur

noch in kleinen Mengen möglich

ist. Allerdings: Auch dieser

operierte kleinere Magen, der

wie ein Muskel funktioniert,

G e s p r ä c h

Es gibt Hoffnung für Übergewichtige

Selbsthilfegruppe im Westklinikum Anlaufpunkt ohne Kontaktschwierigkeiten | Markus Krohn

Fotos: PR/Asklepios

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kann wieder auf die alte Größe

ausgedehnt werden. Deshalb

wird im Adipositaszentrum

neben der Operation Wert auf

pychologische und ernährungsphysiologische

Beratung gelegt.

Ein wesentlicher Bestandteil

einer erfolgreichen Therapie

ist die Teilnahme an den Treffen

der Selbsthilfegruppe der

Dicken Freunde.

Die erste Kontaktaufnahme ist

für die Beteiligten nicht einfach,

denn meist schämen sich

die Betroffenen über ihre Körpermaße

und ihr Gewicht, sind

vielfach ausgegrenzt. Häufig

nehmen die gesundheitlichen

Beschwerden jedoch Ausmaße

an, die die Patienten dazu

treibt, ihr Leben neu zu ordnen.

Und dann ist es plötzlich doch

gar nicht mehr so schwierig,

den Kontakt zur Selbsthilfegruppe

zu wagen, denn hier sitzen

ohnehin Menschen, die alle

dasselbe Problem haben. Hier

braucht sich niemand mehr

wegen seiner Kilos zu schämen.

Der Verein Dicke Freunde Hamburg

e.V. hat in ganz Norddeutschland

fast 300 Mitglieder,

die alle dasselbe Ziel

haben: gesünder leben. Neben

der Aufklärung und Motivation

der Teilnehmer der Selbsthilfegruppen

bietet der Verein ein

Sport- und Ernährungsprogramm

für Übergewichtige an.

Hauptsächlich betreiben die

Mitglieder Wassergymnastik in

eigenen Gruppen, sodass niemand

zugucken kann. „Wassergymnastik

ist ein idealer Einstieg,

um behutsam Sehnen und

Muskeln zu aktivieren“, erklärt

die neue erste Vorsitzende der

Dicken Freunde, Esther Hasselwander.

Auch wird bei der

Bewegung im Wasser die Haut

massiert, das ein neues Körpergefühl

anregt.

Informationsabend mit dem

Team des Adipositaszentrums:

Rissener Dialog:

»Abnehmen, aber wie?«

6. Dezember, 18:30–20:00 Uhr

In der Cafeteria Asklepios

Westklinikum (Eintritt frei).

Adipositaszentrum Hamburg

im Asklepios Westklinikum

Suurheid 20

Tel.: 81 91 21 01

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Dicke Freunde Hamburg e.V.

Selbsthilfegruppe:

Ingrid Hergeselle

Tel.: 81 99 47 44

www.dicke-freundehamburg.de

Das mit dem Schlauchmagen

In ganz Deutschland gibt es derzeit rund 40 zertifizierte

Adipositaszentren. Das Team um Prof. Dr. Carus ist im April

2016 als Referenzzentrum für Adipositaschirurgie zertifiziert

worden. Carus gilt als ausgezeichneter Experte und ist auf

dem Gebiet der minimalinvasiven Chirurgie besonders auf

Magenverkleinerungen und Magenbypass-Operationen spezialisiert.

Neben anderen Operationsmethoden gilt heute der Schlauchmagen

als erfolgreichstes „Werkzeug“ für dauerhaftes

Abnehmen: Bei der Bildung eines Schlauchmagens (Sleeve-

Gastrektomie) wird der größte Teil des Magens operativ entfernt.

Aus dem verbliebenen Teil des Magens wird ein

‚Schlauch’ gebildet, sodass nur noch kleine Mengen Nahrung

auf einmal aufgenommen werden können und frühzeitig ein

Sättigungsgefühl einsetzt.

Durch die Entfernung eines Magenteils werden auch

bestimmte Hormone wie beispielsweise das appetitanregende

Ghrelin nicht mehr gebildet, wodurch das Hungergefühl

nachlässt. Die Vorteile einer Sleeve-Gastrektomie liegen in

einer etwas einfacheren operativen Technik und damit verbunden

in einer kürzeren Operationszeit (ca. 1 Std.). Bei

extrem adipösen Patienten mit einem BMI von mehr als 60

kg/m² kann dies ein entscheidender Vorteil sein. Mit dieser

Operation lassen sich befriedigende dauerhafte Reduktionen

des Übergewichts (bis zu 60%) erreichen.

27000 Röntgenlaserblitze unter Bahrenfeld und Osdorf

Großforschungsanlage XFEL eingeweiht – Internationale Wissenschaftler beginnen mit Versuchen in dem 3,4 Kilometer langen Tunnel | Konrad Matzen

Groß gefeiert werden durfte

letzte Woche im wahrsten

Sinne des Wortes, denn in

Schenefeld wurde der modernste

Röntgenlaser der

Welt in Betrieb genommen.

Hamburgs 2. Bürgermeisterin

und Wissenschaftssenatorin

Katharina Fegebank eröffnete

gemeinsam mit XFEL-Geschäftsführer

Prof. Dr. Massimo

Altarelli den 3,4 Kilometer

langen Röntgenlaser. 400 internationale

Gäste feierten die

Inbetriebnahme des „Super-Mikroskops“.

Jetzt werden noch

mehr physikalische Gesetzmäßigkeiten

in Hamburg von

internationalen Teams erforscht.

Die Redner waren sich

einig: Der European XFEL-

Laser bringt „Licht für die

Zukunft“!

Zwischen Bahrenfeld, Osdorf

und Schenefeld entstand mit

SCHENEFELD

Blick in den 3,4 km-Tunnel, in dem die Röntgenlaserblitze erzeugt werden

dem European XFEL eine Großforschungsanlage

der Superlative:

27 000 Röntgenlaserblitze

pro Sekunde und eine Leuchtstärke,

die milliardenfach höher

ist als die besten Röntgenstrahlungsquellen

herkömmlicher

Art, werden völlig neue Forschungsmöglichkeiten

eröffnen.

Forschergruppen aus aller

Fotos: European XFEL

Welt können an dem europäischen

Röntgenlaser atomare

Details von Viren und Zellen

entschlüsseln, dreidimensionale

Aufnahmen im Nanokosmos

machen, chemische Reaktionen

filmen und Vorgänge wie die

im Inneren von Planeten untersuchen.

Die European XFEL

GmbH ist eine gemeinnützige

Forschungsorganisation, die

eng mit dem Forschungszentrum

DESY und weiteren internationalen

Institutionen zusammenarbeitet.

Bei Beginn des

Nutzerbetriebs Anfang 2017

wird sie rund 280 Menschen

beschäftigen. Mit Kosten von

1,22 Milliarden Euro (Preisniveau

2005) für Bau und

Inbetriebnahme und einer

Länge von 3,4 Kilometern ist

European XFEL eines der größten

und ambitioniertesten europäischen

Forschungsprojekte.

Derzeit beteiligen sich elf

Länder: Dänemark, Deutschland,

Frankreich, Italien, Polen,

Russland, Schweden, die

Schweiz, die Slowakei, Spanien

und Ungarn. Deutschland (Bundesministerium

für Bildung

und Forschung sowie die Länder

Hamburg und Schleswig-

Holstein) trägt 58 Prozent der

Dr. Massimo Altarelli und

Katharina Fegebank setzen

die letzten Schrauben für

die Inbetriebnahme fest

Kosten, Russland 27 Prozent.

Die anderen Partnerländer sind

mit ein bis drei Prozent beteiligt.

Mehr Informationen finden

Sie im Internet unter

www.xfel.eu/de

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