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Lust auf Italien 2016 / 6

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Lust auf Italien

Nr. 6 November/Dezember 2016 5,80 €

www.lustauf.de

Gratis

für jeden Leser!

Digital-Hygrometer/

Thermometer mit

Schimmel-Alarm

Infos S.84

Trüffel: König der Pilze

Rezepte mit leckeren Zutaten

Kürbis-Festival

Traumhafte Gerichte:

Suppe, Pasta & Risotto

Claudio Melis

Kochen auf Sterne-Niveau

Strand in Villasimius

Sardinien

Traumhafter Sommer- und Winterurlaub

Norbert Niederkofler

2-Sterne-Koch aus Südtirol

präsentiert ein Spezial-Menü

Die Insel mit dem

Bike erkunden

21

A 6,60 € / I 7,80 € / CH 10,90 CHF / LUX 6,80 €

06

4 198446 705804 >


Inhaltsverzeichnis

8

Sardinien

Sonne, strand & kultur

44

Cagliari

die hauptstadt Sardiniens

4


Inhalt

76

Trüffel rezepte

Lust auf sardinien

8 Urlaub auf Sardinien

12 Der Norden Sardiniens

20 Der Osten Sardiniens

30 Die Bergregion Sardiniens

36 Der Westen Sardiniens

44 Der Süden Sardiniens

Lust auf Kultur

54 Kinofilm: Inferno

98

Grappa

102

2-Sternekoch: Niederkofler

Lust auf Wellness

58 Wellnessurlaub in Abano Terme

Lust auf Gardasee im Herbst

64 Garda con Gusto

Lust auf Genuss

72 Merano Winefestival

76 Trüffel-Rezpte

88 Kürbisgerichte

98 Grappa

102 2-Sternekoch: Niederkofler

108 Nah am Stern: Claudio Melis

116 Südtiroler Küche

120 Vinschgau: Palabirne

124 Pastarezepte für Zuhause

120

Palabirnen Rezepte

service

29 Testabo bestellen

52 Einzelhefte bestellen

57 Gewinnspiel: Reise nach Südtirol

61 Gewinnspiel: Reise nach Abano Terme

114 Jahres-Abonnement bestellen

130 Vorschau / Impressum

5


eisen | Sardinien

Karibik

Feeling

auf Sardinien

8


Überblick

9


eisen | Sardinien

Norden und Costa

Smeralda

Westküste

Bergregion

und

Barbagia

Die Regionen

Sardiniens

Ostküste

Fotos: © Dorilng Kindersley Verlag, Klaus Städtler

Sardinien

Hauptstadt:

Cagliari

Fläche: 24.089 km 2

Provinzen: 8

Einwohner:

1,6 Mio.

Berg: Punta la Marmora (1.834 m)

Fähren:

Flughafen:

Internet:

Cagliari und

Süden

Cagliari

MOBY Lines, Sardinia Ferries, Tirrenia

Alghero (NW), Olbia (NO), Cagliari (S)

www.regione.sardegna.it

Der Traum vom weißen

Strand am azurblauen

Meer liegt nur einen

Katzensprung von uns

entfernt. Sage und

schreibe 240 bildschöne

Strände schmücken die

Insel Sardinien und

lassen Urlauberherzen

höher schlagen.

Von Diana Schneider

10


Überblick

Die „Smaragdküste“ Italiens schwimmt

rund 200 Kilometer vom Festland entfernt

im Thyrrenischen Meer. Sie ist

nach Sizilien die zweitgrößte Insel Italiens

und sehr leicht mit dem Flugzeug

oder der Fähre zu erreichen. Auf knapp

2.000 Küstenkilometern verteilt liegen

Sardiniens zauberhafte goldgelbe Dünen,

weiße Karibikstrände, Buchten und

Klippen.

Im Norden der Insel sind es vor allem

Luxushotels, Yachten und die High Society,

die der zauberhaften Szenerie einen

besonderen Glanz verleihen. Aber

auch im Süden der Insel schmeckt der

Cocktail am Strand wunderbar. Da die

meisten Touristen den kürzeren Weg zur

Nordküste bevorzugen, sind die himmlischen

Strände im Süden menschenleer.

Doch auch für Sportler und Aktivurlauber

eignet sich die Landschaft von Sardinien.

Egal ob man wandern, klettern,

reiten, Mountain biken, golfen, segeln,

surfen oder tauchen will - die Insel kann

damit dienen.

Die Landschaft vom Westen nach Osten

ist besonders durch die raue Gebirgsstruktur

des Gennargentu und Supramonte

geprägt. Dank der wilden Natur

gibt es so viele verborgene Dörfer und

Idyllen, dass Sardinien auch nach wochenlangem

Urlaub noch sehr gut zu

überraschen weiß. Vor allem die Bergstraßen

im Landesinneren und die Küstenstraße

zwischen Alghero und Bosa im

Westen bieten sich für längere Ausflüge

an und garantieren Motorradfahrern einen

Heidenspaß. Haben Sie jetzt auch

Lust auf Sardinien“ bekommen? Dann

rein ins Vergnügen und ab auf die Insel!

Vis-à-Vis Sardinien

In dem Vis-à-Vis-Reiseführer für

Sardinien gibt es noch mehr detaillierte

Informationen über die Insel und zahlreiche

Ideen für die unterschiedlichsten

Ausflüge und Wanderungen. Mit hochwertigen

Farbfotos und Grundrissplänen

ermöglicht der Reiseführer eine individuelle

Urlaubsplanung mit viel Reisespaß.

Dank der aufwendigen Detailansichten und

3D-Aufrisszeichnungen ist es leicht, vom

Land in die Stadt, in ein Viertel, zu einem

Platz, bis hinein ins Innere einer Kirche

oder eines Museums zu blicken. Das

präzise Kartenmaterial sorgt dabei für eine

schnelle und leichte Orientierung im Ort.

Der Hauptautor Fabrizio Ardito und seine

Kollegen führen mit gut recherchierten

Inhalten strukturiert über die Insel und

geben dazu wunderbare Vorschläge für

Tages- und Thementouren. Ganz egal ob

zu Fuß, mit dem Auto oder dem Zug –

Urlaub mit Kindern, Outdoor-Abenteuer

oder ein Kunst- und Kulturtrip – der

sehr anschauliche Reiseführer Vis-à-

Vis Sardinien macht den Urlaub auf der

Trauminsel zum Erlebnis.

Broschiert: 336 Seiten

Verlag: Dorling Kindersley Verlag GmbH

13. aktualisierte Neuauflage 2015/2016

über 600 Farbfotografien,

3D-Zeichnungen & Grundrisse

ISBN 978-3-7342-0052-6

€ 19,99 (D), € 20,60 (A)

11


eisen | Sardinien

Fotos: © Delphina Hotels & Resorts, © Weingut Siddùra, © Nicole Adami

Viele kleine Buchten schmücken das

Delphina-Resort „Valle dell‘Erica“ im Norden

Sardiniens. Zwischen alten Olivenbäumen und

Wacholdersträuchern liegen hier die beiden

5-Sterne-Hotels „Erica“ und „La Licciola“.

12


Norden

Wildromantischer

Norden

Mit Sardinien verbindet

man meist den Mittelmeertraum

von azurblauem Wasser und feinen

Sandstränden. Doch die Insel

kann mehr: Gerade im nördlichen

Teil – in Sassari und der Gallura –

finden Naturliebhaber auch wilde

und schroffe Landschaften.

Von Nicole Adami

Kristallklares Wasser, feine Sandstrände,

zerklüftete Küsten, charmante Dörfer

und jede Menge Korkeichen – so sieht das

Landschaftsbild der Gallura im nordöstlichen

Sardinien aus. Auch wenn dieser

Inselabschnitt vielen nur aus Klatschblättern

bekannt ist, die regelmäßig Porto

Cervo mit all dem feierwütigen Partyvolk

der Costa Smeralda abbilden, hat

die Nordküste der zweitgrößten Mittelmeerinsel

weitaus mehr als Champagner

und Jetset zu bieten. Nur wenige Kilometer

vom vielbesuchten Party-Hotspot

der Schönen und Reichen erstreckt sich

ein noch gänzlich natürlicher Landstrich

bis hin über zum mittelalterlichen Castelsardo

mit seiner imposanten Festung.

Dazwischen liegen die vielen Inseln des

bezaubernd schönen Maddalena-Archipels,

kleine Buchten von wilder Schönheit

sowie das mediterrane Hinterland

mit seinen prähistorischen Turmbauten

(Nuraghen) und Korkeichen.

Der Traum vom eigenen

Weingut

Mittendrin befindet sich das kleine Weingut

„Siddùra“, welches auf einem Boden

aus Granit, Sand und Lehm die Vermentino-Traube

kultiviert. Die lockere und

trockene Beschaffenheit der Erde sowie

die sanfte Hanglage der Reben sorgen für

den einzigartigen Geschmack, der den

Weinen während der letzten Jahre eine

Auszeichnung nach der anderen bescherte.

Besitzer des Weinguts ist der Münchner

Modeunternehmer Nathan Gottesdiener,

welcher sich vor mittlerweile acht Jahren

den Traum verwirklichte, im Herzen seiner

zweiten Heimat Sardinien ein Weingut

aufzubauen. Inmitten der sardischen

Macchia erwarb er ein altes Landhaus und

ließ drum herum 180 Hektar Land aufbereiten,

um hier seine Reben zu kultivieren.

„Zunächst haben die Dorfbewohner schon

ganz genau beäugt, was der Deutsche hier

so macht“, erinnert sich Gabriela Gruber,

die sich auf dem Weingut um den Verkauf

kümmert. Die Österreicherin hat vor einiger

Zeit ein Arbeitsangebot im Tourismussegment

nach Sardinien verschlagen,

wo sie nun bereits seit über 20 Jahren lebt.

„Nathan wurde hier schon ganz genau

beobachtet“, erinnert sie sich und lacht.

„Aber als die Einheimischen sahen, mit

wie viel Liebe und Visionärsgeist er das alte

Grundstück auf Vordermann brachte, wich

13


eisen | Sardinien

Stintino

Capo Testa

Isola

Rossa

la Maddalena-Archipel

Porto Cervo

Castelsardo

Aggius

Olbia

Sassari

Norden

& Costa

Smeralda

Das Weingut Siddùra

liegt idyllisch im

Hinterland der Gallura.

ihre Skepsis schnell dem Staunen – und

dann der Bewunderung“. So gelang es dem

Deutschen mit sardischen Wurzeln, der

zuvor drei Jahrzehnte lang erfolgreich die

Münchner Modelinie „Oui“ geleitet hatte,

Golfo di Orosei

sich auf neuem Terrain, aber mit ebenso

Que nis mossit harum nos

großer Hingabe adignim wie ea Leidenschaft invenis et facerum

et imillab ipsandi piciur

einen

Traum zu erfüllen.

re ad quia nus aut hillent,

Magie der edlen Weine

„Heute sind die Einheimischen sogar stolz

auf das Weingut“, erzählt Gabriela. Immerhin

profitiert nun die ganze Region von

der Bekanntheit der vollmundigen Weine,

die nun zahlreiche Besucher anziehen.

Während die erste Lese in 2011 nur 3.000

Flaschen ergab, können heute bereits um

die 150.000 Flaschen jährlich erzeugt werden.

Ihren guten Geschmack haben sie vor

allem dem Granitboden, aber auch den

mitunter starken Temperaturschwankungen

zwischen Tag und Nacht sowie dem

Meereswind, der von der nur 20 Kilometer

entfernten Küste herüber weht, zu verdanken.

„Qualität ist uns das Allerwichtigste“,

sagt Gabriela und führt die Gäste zur

Weinverkostung gerne ins alte Landhaus.

Allein dieses ist schon einen Besuch wert:

An den Wänden des restaurierten Gebäudes

aus altem Granitstein hängen zeitgenössische

Kunstwerke, die der Eigentümer

gesammelt hat, um dem alten Ort – genau

wie den Weinen – einen modernen, klaren

Touch zu verleihen. Diese Symphonie aus

Traumhaft klares Wasser und feine

Sandstrände – wie hier auf Caprera –

findet man überall im

La-Maddalena-Archipel.

14


Norden

Die Vermentino-Traube

gehört einer relativ spät

reifenden Rebsorte an,

die fruchtig und kräftig

zugleich schmeckt. Aus

ihr entsteht der „Maìa“

(DOCG) – galluresisch

für „Magie“.

Alt und Neu, Realität und Traum spiegelt

sich auch in den Namen der edlen Flaschen

wider: „Magie“, „Lichtstrahl“, „erhaben“

oder „Fabel“ heißen die exquisiten Tropfen

übersetzt. Im Original zieren die galluresischen

Namen „Maìa“, „Spèra“, „Bèru“ und

„Fòla“ die Etiketten.

Spezial-Cocktail zum

Abendrot

Ein Getränk der etwas anderen Art bekommt

man weiter nördlich an der Küste

– bei Paolo Sardo, dem „Urgestein des Valle

dell’Erica“, wie ihn die dortigen Hotelangestellten

nennen. Der 58-jährige Sarde war

hier schon zuhause, bevor es das dortige

Fünf-Sterne-Resort der familiengeführten

Delphina-Hotelgruppe gab, welches sich

heute malerisch in die Küstenlandschaft

einfügt. Mit Eröffnung des ersten Hotels im

Jahr 1984 begann Paolo an diesem Ort zu

arbeiten: als Bootsskipper für Tagesausflügler,

Aufpasser und eben auch als Barmann.

Seine kleine Strandbar liegt in einer romantischen

Bucht im unteren Bereich des Resorts

und ist ein herrlich ruhiges Plätzchen

ganz ohne großes Tamtam. Hier zaubert

der Sarde nun seit vier Jahren seinen selbst

erfundenen Drink, der auch seinen Namen

trägt: Cocktail Sardo. Hinein müssen zwei

Myrtenliköre, der Mirto Bianco und Mirto

Rosso, Zitronensaft und für den herben Geschmack

ein regionales Bier namens „Ichnusa“.

Besonders zum Sonnenuntergang

schmeckt der Drink köstlich, wenn man die

gegenüberliegenden Inseln des Maddalena-

Paolo Sardo (58), langjähriger

Angestellter im „Valle

dell‘Erica“, mixt seinen fruchtig-herben

Signature-Drink

„Cocktail Sardo“..

15


eisen | Sardinien

Archipels langsam im Dunst der Abendsonne

verschwinden sieht.

Karibikflair im Mittelmeer

Tagsüber fährt Paolo die Urlaubsgäste aber

auch gerne mit dem Schlauchboot hinaus

zu den größeren Ausflugsschiffen, die das

Maddalena-Archipel nahezu täglich vom

Valle dell’Erica ansteuern. Die mehr als 60

Aussicht vom Capo

d‘Orso, östlich von Palau. Die

Gesteinsformation erinnert an

die Silhouette eines Bären.

Inseln des Nationalparks bilden den nördlichsten

Ausläufer Sardiniens, wobei nur

sieben von ihnen bewohnt werden können.

Zu klein und schroff sind die anderen, die

fast wie kleine Felsen aus dem karibikblauen

Wasser ragen. Seit 1994 fallen sie unter

den Schutz eines eigens gegründeten Nationalparks.

„Auf jeden Fall“, sagt Paolo,

„kann es in der Karibik nicht schöner sein“.

Und tatsächlich: smaragdgrünes Wasser in

Abwechslung mit den türkis schimmernden

seichteren Stellen, Seesterne, Korallen

und vorbeiziehende Delfinschwärme.

Dank des hellen Meeresbodens aus Granitsand

leuchtet das glasklare Wasser in allen

Blautönen. Da der Archipel, welcher genau

in der Meerenge von Bonifacio zwischen

Sardinien und Korsika liegt, lange Zeit

eine wichtige strategische Bedeutung für

Waren- und Handelsströme hatte, gibt es

hier noch viele Zeugnisse der jahrhundertelang

andauernden Piraterie und Barbarei.

Spätestens seit der König von Piemont-

Sardinien 1767 beschloss, auf der Hauptinsel

La Maddalena einen Stützpunkt für

die königlich-sardische Marine zu errichten,

waren die wunderbaren Inseln immer

wieder in die Wirren europäischer Territorialkriege

verwickelt. Napoleon Bonaparte,

Admiral Lord Nelson und Guiseppe Gari-

Starke Kontraste zwischen

Meer, Fels und Vegetation

prägen das Landschaftsbild

Sardiniens.

16


Norden

Ausblicke wie diesen gibt

es vom Hotel Capo d‘Orso

Thalasso & Spa. Das

Farbspiel des Meeres lädt

zum Träumen ein!

baldi hielten sich auf La Maddalena auf

und das sicher nicht nur, um die herrliche

Aussicht zu genießen. Zahlreiche Forts und

Militäranlagen zeugen auf fast allen Inseln

des Archipels von dieser turbulenten Zeit.

Grüne Tagliatelle in

Seeigel-Sauce

Von der Isola Santo Stefano aus geht es mit

dem Schiff in nur wenigen Seemeilen zum

Capo d’Orso – dem Bärenkapp – zurück

ans Festland. Über der kleinen Halbinsel

nahe des Hafenstädtchens Palau erhebt

sich ein großer Granitfelsen in Form eines

Bären, der einst von den Kräften der Natur

geformt wurde. Von hier aus hat man

eines der schönsten Panoramen über den

Norden Sardiniens – den Nationalpark La

Maddalena natürlich mit eingeschlossen.

Das Bärenkap ist so imposant, dass es bereits

in der „Geographia“ von Ptolemäus

Erwähnung fand. Und auch Homer ließ

seinen Helden Odysseus während dessen

abenteuerlichen Reise durchs Mittelmeer

am Bärenkap vorbeisegeln.

Heute kann man den Aussichtspunkt mit

einem Besuch des vielgerühmten Fischlokals

„Il Paguro“ verbinden, das dem Capo

d’Orso Hotel Thalasso & Spa angeschlossen

ist. Hier speist man auf einer mondänen

Terrasse mit Meerblick fangfrischen

Fisch und weitere, teils außergewöhnliche,

Meeresspezialitäten. Unter anderem

stehen auf der exklusiven Speisekarte:

Rote Garnelen mit Wachtelei auf Erbsenschaum,

Bottarga (getrockneter Rogen

Die Schönsten

Strände des Nordens

(von Ost nach West):

• Spiaggia del Principe (Costa

Smeralda): Schöner Sandstrand, der

an den Ismaeliten-Prinzen Aga Kahn IV

erinnert, der in den 60er-Jahren damit begann,

in die Costa Smeralda zu investieren

• Capriccioli (Costa Smeralda):

Weißer, windgeschützter Sandstrand mit

azurblauem Wasser

• Spiaggia del Relitto (auf der Insel

Caprera im Maddalena-Archipel):

Traumstrand mit den Überresten eines

gestrandeten Schiffs – inmitten einer

seichten Bucht mit weißem und rosa

schimmernden Granitsand

• Cala Capra (Capo D’Orso):

Sehr hübsche und geschützte Bucht

unweit des Bärenfelsens

• Cala Corsara (auf der Insel Spargi

im Maddalena-Archipel ): Die Bucht

umfasst vier kleinere Strände, die nur über

das Meer erreicht werden können und

östlich von mit Strandlilien bewachsenen

Dünen eingerahmt werden

• Porto Pollo: Hier finden Wind- und

Kitesurfer ideale Bedingungen vor. Surfer’s

Paradise!

• Capo Testa (Santa Teresa):

Malerische Strände vor prächtiger

Naturkulisse: Die Sandbuchten liegen

zwischen den Granitfelsen von Capo Testa,

auf direktem Wege zum Leuchtturm

• Spiaggia della Pelosa (Halbinsel von

Stintino): Feinsandiger Bilderbuchstrand

auf einer Landzunge im Golf von Asinara.

17


eisen | Sardinien

der Meeräsche) auf Fenchel-Spuma oder

grüne Tagliatelle in Seeigel-Sauce, garniert

mit zarten Ricotta-Flocken und Zitronenzeste.

Wer von den atemberaubenden Landschaften

Sardiniens nicht genug bekommt,

sollte auf alle Fälle auch das Capo

Testa besuchen. Bizarre Gesteinsformationen,

die über die Jahrtausende durch das

heranpeitschende Meerwasser entstanden

sind, sowie das „Valle della Luna“ genannte

„Tal des Mondes“, faszinieren bei jedem

Wetter. In den 60er- und 70er-Jahren siedelten

sich in dieser auf den ersten Blick

unwirtschaftlich anmutenden Landschaft

zahlreiche Hippies auf der Suche nach alternativen

Lebensweisen an. Doch auch

heute noch bieten die hellen Granitfelsen

Schutz für ein paar übriggebliebene Blumenkinder,

die sich zwischen den wilden

Buchten und der undurchdringlichen

Strauchvegetation aus Myrte, Zystrosen

und Ginster ein Zuhause eingerichtet

haben. Einen guten Ausblick über dieses

herrliche Naturwerk hat man vom

Leuchtturm, der strahlend weiß über der

Bucht von Cala Spinosa thront. Hier kann

man das Auto abstellen und sich auf eine

kleine Entdeckungstour durch diese unwirkliche

Landschaft aus Tafoni-Felsen

machen. Bei gutem Wetter reicht der

Blick bis nach Korsika hinüber.

Thalasso: Naturkosmetik

des Meeres

Weiter südwestlich von Capo Testa kommt

man an einem weiteren Naturschauspiel

vorbei: Im Gegensatz zu den weißlich

leuchtenden Felsen der Nordküste findet

man hier die Landzunge der Isola Rossa,

die sich – wie der Name schon sagt – orangerot

schimmernd vom smaragdfarbenen

Meerwasser abhebt. Der kleine Ort liegt

etwa auf halber Strecke zwischen den bekannten

Ferienzentren Santa Teresa di Gallura

und Castelsardo, ist aber noch nicht

so überlaufen und besticht durch fantastische,

flach abfallende Sandstrände. Ein

besonders schöner Badestrand liegt direkt

vor dem Marinedda Hotel Thalasso & Spa,

welches in diesem Jahr einen fünften Stern

hinzubekommen hat. Es ist damit nicht

nur das einzige Hotel dieser Kategorie an

der Nordwestküste Sardiniens, sondern

punktet zudem mit dem größten auf die

Thalasso-Therapie spezialisierten Wellness-

Center im ganzen Mittelmeerraum. Beim

Die Heilkräfte

des Meeres

nutzen

Thalasso macht man sich die wohltuenden

Eigenschaften vom erwärmten Meerwasser,

der Meeresluft, Sonne, von Algen,

Schlick und Sand zunutze, um sie für die

Schönheitspflege anzuwenden. Doch die

Wirkstoffe helfen auch dabei, den ganzen

Körper zu entschlacken, zu straffen, zu beleben

und das innere Gleichgewicht wiederzufinden.

Was will man me(e)hr?

Farbenprächtige Bucht in

der Nähe von Isola Rossa

Handwerkskunst im

Hinterland

Bevor es weiter in westliche Richtung in

die Provinz Sassari geht, lohnt sich ein

Abstecher ins Hinterland: Nicht weit

von der Küste liegt das Bergdörfchen

Aggius, das zwischen dem 16. und 19.

Jahrhundert ein ideales Versteck für die

Banditen und Räuber der Gallura war. Im

Schutze des nahen Limbara-Massivs sowie

den umliegenden Wäldern konnten

sie hier lange Zeit ihr Unwesen treiben.

Heute lohnt sich ein Besuch des Dorfes

vor allem der pittoresken Gässchen und

blumengeschmückten Häuser wegen.

Wer tiefer in die Geschichte eintauchen

möchte, kann sich das Ethnographische

Museum im Ort ansehen, in dem man

allerhand über den Weinanbau, die traditionellen

Kleider und Trachten, die

Teppichwebkunst sowie die Verwendung

Auf einen Besuch des

Maddalena-Archipels sollte man

während einer Sardinien-Reise

auf keinen Fall verzichten.

18


Norden

des Korks aus den Korkeichenwäldern

Sardiniens erfährt. Aber auch alte Arbeitsgeräte

und Musikinstrumente sind

ausgestellt, während ein altes galluresisches

Häuschen einen Eindruck davon

vermittelt, wie man hier früher gelebt

hat und welch wichtige Rolle die regionale

Landwirtschaft dabei einnahm.

Auch heute noch wird die oftmals etwas

karg anmutende Macchia-Landschaft als

Viehweide für Ziegen und Schafe genutzt

– der dadurch entstehende Käse hat es in

die Feinkostgeschäfte in aller Welt geschafft.

Idyllisches Castelsardo im

Golf von Asinara

Wer im Norden Sardiniens unterwegs ist,

sollte auf keinen Fall Castelsardo auslassen.

Das mittelalterliche Städtchen liegt

im Herzen des Golfs von Asinara, etwa

30 Kilometer von Sassari entfernt. Am

auffälligsten ist sicher die aus Lavasteinen

erbaute Festung, welche seit dem 12.

Jahrhundert auf der Spitze des Kaps von

Castelsardo thront. In den verwinkelten

Gassen der Altstadt kann man noch heute

handgearbeitete Körbe erwerben, die

teilweise direkt an den Haustüren der

Bewohner angeboten werden. Wer etwas

Zeit mitbringt, kann durchaus nette Straßenszenen

beobachten, wenn Interessenten

mit Verkäufern ausgelassen um die

Preise feilschen. Am schönsten ist Castelsardo

aber sicherlich in den Abendstunden,

wenn sich die Sonne senkt und Ruhe

einkehrt. Von den Terrassen entlang der

Stadtmauern eröffnet sich dann ein atemberaubendes

Farbspiel über dem gesamten

Golf von Asinara, der sich bis hinauf

zur Halbinsel von Stintino erstreckt.

Castelsardos Altstadt ist

ein beliebtes Fotomotiv.

Die aus Lavasteinen erbaute

Festung in Castelsardo

19


Reisen | Sardinien

Kultur

inmitten der Berge

Zwischen Bergen und Tälern liegen

die kleinen, traditionellen Dörfer des

zerklüfteten Berglands verstreut.

30


Bergregion

Das Kernland Sardiniens spiegelt

die Geschichte und den typischen Charakter

der Insel wieder. In den Dörfern

der Bergregion werden viele alte

Traditionen liebevoll mit Festtagen und

Prozessionen hochgehalten.

Das Herz Sardiniens, die Provinz Nuoro,

ist eine wildromantische, zerklüftete

Berglandschaft. Auf den Pfaden

der Schafhirten, schattigen Waldwegen

und Eselspfaden kann man das Wanderparadies

erkunden. Die Touren und

Schleichwege reichen von den gigantischen

Felsen des Supramonte di Oliena

-Areals über die wilden Eichenwälder

am Fuß des Monte Novo San Giovanni

bis hin zu den einsamen Kastanienwäldern

bei Belvi. Sehr beliebt im Landesinneren

sind auch die herrlichen

Ausritte, die von rund 100 sardischen

Reitzentren ermöglicht werden. Unter

anderem sind diese Reitclubs in Nuoro

(Bergland), Oristano (Westen), Cagliari

(Süden) und auf der Hochebene Giara

di Gesturi zu finden.

In der traumhaften Bergwelt liegen viele

hübsche Dörfer verstreut, deren stolze

und gastfreundliche Bewohner ihre

Traditionen wahren. Egal ob Hochzeiten,

Volksfeste oder Festtage zu Ehren

der Schutzheiligen, hier finden über das

ganze Jahr verteilt immer wieder prächtige

Feste mit eindrucksvollen, bunten

Trachten und schwungvoller Musik

statt. Die klangliche und stimmliche

Vielfalt der Sarden basiert auf dem Spiel

der „launeddas“, einem dreirohrigen Instrument

und der polyphonen Musik

für vier Stimmen. Bekanntester Vertreter

dieser Kunst sind vor allem Männerchöre

mit dem „Canto a tenore“, welche

meist Tänzer und Prozessionen mit

ihrem Gesang begleiten. Diese musikalische

Ausdrucksform der sardischen

Hirtenwelt, die teils auch Schaf- und

Ziegenstimmen nachahmt, belegt die

Existenz einer polyphonen Gesangspraxis

schon in frühester Zeit. Sie wurde

von der UNESCO sogar zum unantastbaren

Erbe der Menschheit ernannt.

31


Reisen | Sardinien

burgos

Nuoro

Ottana

fonni

Bergregion

Nurallao

Die Bergdörfer

Die Hauptstadt der Provinz Nuoro

ist die gleichnamige Stadt Nuoro. Die

malerischen Straßen und schönen Gebäude

der Stadt thronen auf einem

Granitplateau unterhalb des Monte

Ortobene in völliger Abgeschiedenheit

vom Tourismus. Nuoro ist ein beliebter

Ausgangsort, um die wildromantische

Landschaft auf Hirtenwegen zu erkunden.

Aber auch die Altstadt Nuoros

profitiert von der Abgeschiedenheit

des Ortes. Über Jahrhunderte lebten

die Menschen hier ohne unter den Einfluss

fremder Völker zu fallen. Das hat

dazu geführt, dass die alten Traditionen

und Bräuche der Insel noch heute zum

Alltag gehören. Hier werden noch die

herrlichen, farbenprächtigen Trachten

getragen und unzählige Feste und Prozessionen

gefeiert. Diese Rituale gehören

auch in vielen anderen Dörfern der

Umgebung zum Leben mit dazu. Das

Völkerkundemuseum „Museo Etnogra-

32


Die Bilderbuch-

Landschaft des

Gennargentu-

Gebirges wartet

darauf, erklommen

zu werden.

Bergregion

Nuoro liegt am Fuße des

955 Meter hohen Monte

Ortobene. Zu sehen ist die

Kirche Santa Maria Navarrese

in der schönen Stadt der

Dichter und Denker.

Mitten in der Natur des

sardischen Berglands

kreuzt eine alte Holzbrücke

den Lauf eines kleinen

Wasserfalls.

fico“ veranschaulicht sehr präzise die

Kultur des Alltags, das Musizieren und

Wohnen, Arbeit und Feste sowie Glauben

und Aberglauben auf Sardinien.

Der Architekt Antonio Simon Mossa

hat das Museum in den 1960er Jahren

entworfen. Sein Ziel war die Schaffung

eines typisch sardischen Dorfs mit Höfen

und Gassen als Ausstellungsraum

für die Artefakte und Trachten. Für kulturell

Interessierte führt an Nuoro kein

Weg vorbei.

Im Norden Nuoros befindet sich unterhalb

eines Berges in den Goceano-Bergen

das Dorf Burgos. Mittelpunkt des

Geländes sind die Ruinen der Burg von

1127 majestätisch auf einem Hügel. Die

Foresta di Burgos befindet sich etwa fünf

Kilometer nordwestlich von Burgos und

offenbart dem Auge ein gepflegtes Waldgebiet

mit Zedern und Kastanienbäumen.

Dieses idyllische Gebiet ist bekannt

für die kleinen sardischen Giara-Pferde,

die hier friedlich in der Sonne grasen.

Ziemlich im Zentrum der Insel liegt das

mittelalterliche Dorf Sarule. Überragt

wird das Kunsthandwerksdorf der Teppichweberei

von der Kirche Nostra Signora

di Gonare. Sie ist eines der wichtigsten

Heiligtümer Sardiniens aus dem

13. Jahrhundert. Jedes Jahr findet in der

Kirche vom 5. bis 8. September ein Fest

zu Ehren von Madonna di Gonare statt.

Neben den religiösen Zeremonien gibt

es auch ein Pferderennen und lyrische

Vorträge mit Dialekt auf dem Dorfplatz.

Weiter im Osten der Provinz liegt das

gar nicht so verschlafene Mamoiada.

Das Fest des Sant’Antonio Abate wird

hier vom 16. bis 17. Januar mit Freudenfeuern

begangen. Aber auch an Karneval

herrscht hier ein reges Treiben in

der Hochebene Barbagia. Denn auch

am Faschingsdienstag und am letzten

Sonntag der Fastenzeit ziehen Kostümierte

durch die Straßen. Zu sehen gibt

es die Mamuthones, sie tragen Schaf-

Museo Etnografico (Nuoro)

Eintritt: 5 Euro

Ermäßigt: 3 Euro

Öffnungszeiten:

1. Okt. – 15. März:

10 – 13 Uhr und 15 – 19 Uhr

16. März – 30. Sept:

wie oben, abends bis 20 Uhr

Montags geschlossen

www.sardinien.com

33


Reisen | Sardinien

felle und ausdrucksstarke Masken und

haben sich Kuhglocken auf den Rücken

geschnürt. Die Issohadores begleiten

in leuchtend roten Westen den bunten

Festzug und stimmen die Besucher auf

Tanz und Musik ein.

Auch in dem Bergdorf Oliena halten

die Mamuthones, die Issohadores, Reiter,

Tänzer und Musikanten Einzug.

Die Prozession S’Incontru findet beispielsweise

am Ostersonntag statt und

auch am 21. August, zu Ehren von San

Lussorio, kann man die Parade der Reiter

und bunten, traditionellen Trachten

durch die Straßen ziehen sehen. Acht

Kilometer östlich von Oliena könnte

man noch einen Ausflug zur Quelle Su

Gologne unternehmen. Sie ist mit einer

Wassermenge von 300 Litern pro

Sekunde die größte Quelle Sardiniens.

Im Sommer ist sie erfrischend kühl und

im Winter ein reißender Sturzbach. Bei

schönem Wetter lohnt sich in der erfrischenden

Idylle ein Picknick unterm

Blätterdach der Bäume.

Ein sehr spezielles Reiseziel ist die

Nuragher-Siedlung in den Tiefen einer

riesigen Spalte im Monte Tiscali. Den

Weg dorthin weisen einige rote Markierungen

an den Felsen in der Umgebung.

Diesen Ausflug plant man idealerweise

in eine Wanderung in dem unwegsamen

Terrain mit ein. Die verlassene Siedlung

versteckt sich dort in einem 518 Meter

hohen Berg.

Auf keinen Fall sollte man Sardinien

wieder verlassen ohne auch Orgosolo

gesehen zu haben. Bekannt ist das idyllische

Bergdorf für die aufwendigen

Wandmalereien an den Hauswänden

und Felsen um den Ort. Die bunten

Bilder beschreiben den harten Kampf

der Schafhirten um ihr Land und den

Erhalt der sardische Traditionen.

Eine der höchstgelegenen Städte Sardiniens

mit rund 1.000 Metern Höhe ist

das Dorf Fonni. Hier bietet es sich an,

die regionalen Produkte zu kosten und

kunstvolle Stoffe und Teppiche einzukaufen.

Aber auch neben dem hübschen

Dorf gibt es wieder ein schönes

Fleckchen in der Natur, den Stausee

Lago di Gusana. Er befindet sich der

Straße nach Gavoi folgend vier Kilometer

westlich von Fonni und ist ein

beliebtes Ausflugsziel für Urlauber.

Im Osten von Fonni wiederum kommt

nach einer längeren Autofahrt Foresta

Das heimelige

Bergdorf Tonara hat

sich seine Tradiionen

gewahrt und produziert

fleißig den

beliebten Nougat.

Die wildromantische Landschaft der

sardischen Bergregion ist ein einziges

Paradies für Wanderungen.

Das zauberhafte Bauerndorf

Tonara liegt eingekesselt im

Herzen der Berge – bekannt für

seine Kuhglocken und selbstgemachten

Nougat.

ggs

Eine wunderschöne

sardische Frau trägt ihre

traditionelle Tracht auf

einem Fest in Nuoro.

34


Bergregion

Sardischer Nougat

aus Tonara

Das jährlich am Ostermontag stattfindende

Honignougat-Fest in Tonara (Sagra

del Torrone) ist eines der beliebtesten

Ereignisse der Barbagia. In einem großen

Kupfertopf wird das feine Nougat zubereitet

und Frauen in farbenprächtigen

Trachten sammeln sich um das flüssige

Gold. An diesem großen Fest kann man

sich das antike Verfahren zur Herstellung

der Torrone genau ansehen und von der

leckeren Süßigkeit naschen.

Die gruseligen Kostüme der

Mamuthones an Karneval in

derm traditionsreichen Bergdorf

Orani südöstlich von Nuoro.

di Montes, der größte Steineichenwald

Europas, in Sicht. Nicht nur Urlauber,

sondern auch die Einwohner der Insel

kommen dort gerne zur Ruhe und marschieren

auf den Pfaden um den Fluss

Olai herum. Allgemein ist die Landschaft

hier optimal für ausgiebige Wanderungen

und abwechslungsreiche Touren mit dem

Mountainbike.

In dem 2.000-Seelen-Dorf Tonara wurden

früher eifrig Haselnüsse, Kastanien

und andere natürliche Produkte verarbeitet.

Heute glänzt Tonara überwiegend

mit der heimischen Produktion von Kuhglocken,

torrone (Nougat) und handgewebten

Teppichen. Bei Festen werden die

begehrten Kuhglocken direkt auf dem

Hauptplatz in Steinformen geschmiedet

und an die Besucher verkauft. Dem ganzen

Geschehen verleihen dabei die umliegenden

Häuser der Hirten und typischen

Bauernhäuschen seinen Charme.

Auf der Reise in den Süden stolpert man

dann schließlich noch über das hübsche

Aritzo. Von dort aus hat man eine wunderbare

Sicht auf die umliegenden Berge

des Gennargentu. In diesem Ort hat die

Herstellung von Holzmöbeln besondere

Tradition. Wenn man wo eine handgeschnitzte

Hochzeitstruhe finden kann,

dann also hier in den Handwerksläden.

Und außerhalb der Stadt erwartet die

Touristen munteres Rodeo-Reiten. Da

kann man locker nochmal einige Zeit verbringen

und dem Spektakel folgen.

Die Dörfer des Berglands sind allesamt

sehr hübsch und jedes für sich befindet

sich in einer märchenhaften Naturkulisse.

Wer in seinem Urlaub wandern, klettern

oder anderweitig in die Natur eintauchen

möchte, der sollte die Bergregion Sardiniens

unbedingt erleben.

(ds)

35


genuss | Trüffel

Trüffeln:

Die Diamanten

der Küche

Von Marion Trutter

76


Wertvolle Knolle:

Echte Alba-Trüffeln

werden grammweise

abgewogen.

Viele Feinschmecker

lecken sich die Finger

nach Trüffeln aus dem

Piemont und sie geben

dafür ein Vermögen aus.

Die weiße Alba-Trüffel gilt

als Königin der Pilze, doch

auch schwarze Trüffeln

bestechen mit einem

himmlischen Aroma.

Weiße Trüffeln und

ein Glas Rotwein –

der perfekte Genuss

im Spätherbst

Enthusiastische Trüffelfans scharren

schon mit den Hufen – so wie die Trüffelhunde

mit den Pfoten. Jetzt im Herbst

sind sie wieder auf der Suche nach der

größten, schönsten, besten Knolle. Anfang

Oktober startet die alljährliche

Trüffelmesse in Alba – und für viele Feinschmecker

damit die beste Zeit des Jahres.

Es ist wirklich ein spannendes Spektakel,

wenn bei der Fiera Internazionale

del Tartufo Bianco d‘Alba Trüffelsucher,

Händler, Köche und Gourmets aus aller

Welt in der piemontesischen Stadt zusammenkommen.

An jedem Herbstwochenende

kann man sich hier mit frischen

Edelpilzen eindecken, schnuppern und

fachsimpeln und natürlich in den Restaurants

alle möglichen Leckereien mit dem

„weißen Gold“ der Küche kosten.

77


genuss | Trüffel

Trüffeln sind Schlauchpilze, die unterirdisch

an den Wurzeln bestimmter

Baumarten wachsen, unter Eichen etwa

oder Haselsträuchern, aber auch unter

Buchen, Pappeln, Weiden, Linden oder

Pinien. Je nach Temperatur und Feuchtigkeit

sprießen die unterirdischen Knollen

mehr oder weniger gut. Trüffelfans freuen

sich so richtig, wenn es in den Wochen vor

der Messe im Piemont warm ist und dabei

öfter regnet – aber auch wieder nicht zu

viel, sonst werden die Pilze matschig.

Kaum sind die ersten Trüffeln reif, ziehen

die Trüffelsucher in die Wälder – klammheimlich

wie Diebe in der Nacht, denn

niemand will seine besten Plätze verraten.

Auf Beutezug machen sich die tartufai

nur bewehrt mit Hund und Schaufel. Sobald

der vierbeinige Gefährte zu scharren

beginnt, gräbt sein Besitzer die Pilze sorgsam

aus der Erde. Trüffelschweine sind

aus der Mode gekommen, denn während

Hunde die Knollen nur ausbuddeln, weil

© Davide Dutto

Schlichter Klassiker:

Spiegelei, frische

Trüffeln, Brot und

ein Glas Wein

sie darauf abgerichtet sind, lassen sich ihre

grunzenden Kollegen den einen oder anderen

Pilz schmecken und dezimieren somit

Herrchens Ausbeute.

Trüffelsorten: SchwarzweiSS-Malerei

Zwar geht die Wissenschaft heute davon

aus, dass es etwa 250 Trüffelarten gibt,

doch wirklich schmackhaft sind nur die

wenigsten davon. Als „Königin der Pilze“

gilt die Piemont-Trüffel (lat. Tuber

magnatum Pico, ital. tartufo bianco),

auch Alba-Trüffel oder Weiße Trüffel

genannt. Von Ende September bis nach

Weihnachten sprießt sie vor allem in

den italienischen Regionen Piemont,

Marken und Toskana, aber auch in anderen

Gegenden Italiens, in Kroatien und

Frankreich. Die rundliche Knolle hat

eine glatte, helle Rinde, das Innere kann

Für vollendeten Genuss hobelt

man die Edelpilze am besten mit

einem Trüffelhobel übers Essen.

fast weiß sein oder auch leicht bräunlich

marmoriert. Da die Piemont-Trüffel

bislang nicht kultiviert werden kann

und Feinschmecker sich vor allem nach

Exemplaren aus Alba die Finger lecken,

zahlen sie für 10 Gramm auf dem Markt

und in piemontesischen Restaurants

zwischen 25 und 50 Euro, im Restaurant

in Deutschland aber kann ein einziges

Gramm auch schonmal mit bis zu zehn

Euro zu Buche schlagen. Schuld daran

ist auf der einen Seite die große Nachfrage,

auf der anderen Seite aber auch die

aufwändige Suche nach den „Diamenten

der Küche“.

Die Périgord-Trüffel (lat. Tuber melanosporum),

häufig auch als Schwarze Trüffel

bezeichnet, kommt in erster Linie

aus dem französischen Périgord, wächst

jedoch auch in Italien, wo man sie tartufo

nero oder auch Pregiato di Norcia nennt.

Zwischen Dezember und März reifen

die unregelmäßig geformten Knollen

mit schwarzer narbiger Rinde und

schwärzlichem Fruchtfleisch, das von

feinen weißen Adern durchzogen ist.

Schwarze Trüffeln kosten meist weniger

als die Hälfte von Piemont-Trüffeln,

können aber ebenfalls durch ihr Aroma

überzeugen.

Vielfalt und Nepp

Im Feinkosthandel gibt’s mittlerweile

auch jede Menge Zubereitungen mit

Trüffeln – von Trüffelöl und Trüffelpasta

über Käse und Wurst mit Trüffeln bis

hin zu Extravaganzen wie Eiernudeln mit

Trüffeln und Safran, Trüffeln in Cognac,

Honig mit Trüffeln oder gar Schokolade

78


Köstlich: gefüllte

Kugelzucchini mit

Ziegenkäsecreme

und Trüffeln

Nobler geht‘s

nimmer: Hummer,

Spargel und

Trüffeln mit Pasta

mit Trüffeln. Ob diese Produkte allerdings

Bekanntschaft mit echten Trüffeln

gemacht haben, ist für Laien schwer feststellbar.

Gerade bei Trüffelöl ist Vorsicht

geboten. Da es nämlich technisch äußerst

schwierig ist, das feine Aroma der Edelpilze

in Öl zu konservieren, sind hier nur

allzu oft künstliche Aromastoffe im Spiel.

Auch bei frischen Trüffeln findet mittlerweile

eine Menge Warenbetrug statt. Da

wird dann beispielsweise versucht, arglosen

Genießern statt Périgord-Trüffeln

die ähnlich aussehenden Wintertrüffeln

(lat. Tuber brumale) oder auch Chinesische

Trüffeln (lat. Tuber indicum)

unterzujubeln. Oder noch dreister: geschälte

billige Sommertrüffeln statt Piemont-Trüffeln.

Wer sich nicht auskennt,

hat nur eine Möglichkeit: einkaufen bei

einem Händler seines Vertrauens. Und

im Restaurant empfiehlt es sich, sich die

Pilze direkt am Tisch zeigen und über die

Speisen hobeln zu lassen.

Trüffeln harmonieren

auch ganz wunderbar

mit Hähnchenbrustfilet

und Gemüse

In der Küche benötigehn Trüffeln keine

weitere aromatische Begleitung, sie

sprechen für sich selbst. Man hobelt die

Edelpilze einfach frisch über Pasta, Risotto,

Gnocchi oder Polenta. Damit sich

das Aroma voll entfalten kann, braucht

es als Zugabe nur ein wenig Fett, also

Butter, Öl oder auch Sahne. Auch kurz

gebratenes Fleisch wird durch den feinen

Geschmack frischer Trüffeln geadelt.

Wunderbar schmeckt beispielsweise

ein Ribeye-Steak mit selbst gemachter

Trüffelbutter. Ein ganz schlichtes und

dennoch perfektes Gericht ist Ei mit

Trüffeln, denn das im Eigelb enthaltene

Fett bringt die Aromen der edlen Knolle

perfekt zur Geltung. Während man

Trüffeln in unseren Breiten eher über

Rührei hobelt, lieben die Italiener Spiegelei

mit Trüffeln. Diese Leckerei findet

man oft am Rand der Trüffelmärkte, da

sie einfach und schnell zubereitet ist und

dennoch einfach köstlich schmeckt. Die

Vom Umgang mit der

edlen Knolle

Qualitativ hochwertige Trüffeln erkennt

man daran, dass sie fest sind, intensiv

duften und keine Wurmlöcher haben. Sie

sollten innerhalb einer Woche nach dem

Kauf verzehrt werden, denn sie verlieren

jeden Tag an Gewicht und Aroma. Bis dahin

wickelt man die Knollen am besten einzeln

in Küchenkrepp und dann in ein sauberes

Geschirrtuch ein. Perfekter Lagerplatz ist das

Gemüsefach des Kühlschranks.

Der weiße Piemont-Trüffel wird immer

roh verwendet und verströmt schon in

kleinsten Mengen ein betörendes Aroma.

Dies kommt am besten zur Geltung, wenn

man hauchdünne Scheiben über heiße,

fetthaltige Speisen hobelt – ob über Pasta

oder Risotto, Kartoffel- oder Eierspeisen,

Fleisch oder Fisch. Auch schwarze Trüffeln

schmecken roh, sie können aber auch mitgegart

oder sogar in Marsala oder Portwein

konserviert werden.

Um das köstliche Aroma so richtig auskosten

zu können, rechnet man pro Portion etwa

15 Gramm Trüffeln, bei der teuren weißen

Variante aus dem Piemont genügen auch

zehn Gramm. Um ganz sicher zu gehen,

dass man auch echte, erstklassige Ware

bekommt, empfiehlt es sich, sich die Trüffeln

im Restaurant immer zeigen und erst am

Tisch über die Speisen hobeln zu lassen.

Köstlichkeit mundet natürlich auch zu

Hause, und wenn der Geldbeutel keinen

Großeinkauf in Alba zulässt, kann man

jedes Trüffelgericht auch mit schwarzen

Trüffeln oder sogar mit den einfachen

Sommertrüffeln zubereiten, je nachdem,

was Lust, Laune und Portemonnaie gerade

erlauben. Ein Glas Rotwein dazu –

und der Genuss ist perfekt.

79


genuss | Trüffel

Tagliatelle

al tartufo bianco

Tagliatelle mit weißer Trüffel

Zutaten für:

Für die Tagliatelle

• 350 g Mehl

• 3 Eier

• 1 EL Olivenöl

• Salz

• 1 weiße Trüffel, ca. 30 g

• 75 g Butter

• 50 g Parmesan oder Grana

Padano, frisch gerieben

Für die Tagliatelle aus Mehl, Eiern,

Olivenöl und etwas Salz einen Pastateig

herstellen. Um die richtige Konsistenz zu

erreichen ggfs. noch etwas Mehl oder

ein paar Tropfen Wasser zugeben. Der

Teig sollte mind. 10 Min. geknetet werden,

damit er schön glatt und elastisch

wird. Teig in Frischhaltefolie wickeln

und bei Zimmertemperatur mind. 1 Std.

ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Trüffel mit einem

Pinsel, einer weichen Bürste oder

einem feuchten Tuch gut säubern.

Den Teig mehrmals durch die

Nudelmaschine drehen, dabei die

Walze nach und nach immer enger

einstellen. Zuletzt den Teig durch die

Form für Tagliatelle drehen.

Die Nudeln in kochendes Salzwasser

geben und 2-3 Min. kochen, bis sie

al dente sind. Dann abgießen, in

zerlassener Butter und geriebenem

Parmesan schwenken und auf Tellern

anrichten. Zum Schluss die frische

Trüffel darüberhobeln und sofort genießen.

TIPP: Puristen genießen ihre Tagliatelle

al tartufo gern auch nur mit Butter oder

etwas Olivenöl – also ohne Käse. Und

natürlich lässt sich das Gericht auch

mit Linguine, Spaghetti oder anderer

Pasta zubereiten.

80


Tartare di salmone con

tartufo nero

Lachstatar mit schwarzer Trüffel

Zutaten für:

• 1 Schalotte, geschält und sehr

fein gehackt

• 500 g frisches Lachsfilet ohne

Haut und Gräten (beste Qualität)

• 2-3 EL Zitronensaft

• 2 EL Olivenöl

• Salz

• weißer Pfeffer aus der Mühle

• 1 schwarze Trüffel, ca. 30 g

• Rucola oder anderer Pflücksalat

nach Wunsch

Die Schalotte in einem Sieb unter heißem Wasser

abspülen, damit sie etwas sanfter wird. Lachs

erst in Scheiben, dann in feine Würfel schneiden.

Mit Schalotte, Zitronensaft und Olivenöl gut vermischen,

mit Salz und Pfeffer abschmecken und

ca. 15 Min. durchziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Trüffel mit einem Pinsel,

einer weichen Bürste oder einem feuchten

Tuch gut säubern. Lachstatar mit einem

Vorspeisenring auf Tellern anrichten, die Trüffel

darüberhobeln und nach Wunsch mit etwas

Rucola oder anderem Salat garnieren.

81


genuss | Trüffel

Uova strapazzate

con pomodorini e tartufo

Rührei mit Kirschtomaten und Trüffeln

Zutaten für:

• 1 schwarze oder weiße Trüffel

(je nach Gusto),

ca. 30-40 g

• 8 Eier

• Salz

• Pfeffer aus der Mühle

• 12 Kirschtomaten

• 2 EL Olivenöl

• 2 EL Butter

Die Trüffel mit einem Pinsel, einer weichen

Bürste oder einem feuchten Tuch

gut säubern. Die Eier in einer Schüssel

nur leicht mit einer Gabel verquirlen,

Eigelb und Eiweiß sollten nicht ganz vermischt

sein. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Kirschtomaten halbieren. Olivenöl in

einer Pfanne erhitzen und die Tomaten

darin rundherum braten. Dann herausnehmen

und warmstellen. Die

Butter im verbliebenen Öl erhitzen, die

Eiermasse zugeben und bei mittlerer

Hitze langsam stocken lassen; dabei

mehrmals von außen nach innen mit

einem Holzschaber zusammenschieben.

Das Rührei sollte gestockt, aber an der

Oberfläche noch feucht und glänzend

sein. Die gebratenen Tomaten dazugeben,

Trüffel darüberhobeln und sofort

servieren.

82


Filetto di manzo

con crosta al tartufo

Rinderfilet mit Trüffelkruste

Zutaten für:

Für die Trüffelkruste

• 40 g eingelegte schwarze Trüffeln

• 1 Zweig Thymian

• 100 g weiche Butter

• 125 g Weißbrot ohne Rinde, fein gerieben

• Salz

• Pfeffer aus der Mühle

• 4 dicke Rinderfiletscheiben

à ca. 150 g

• 3-4 EL Olivenöl

Für die Sauce

• 2 Schalotten, geschält und fein

gehackt

• 1 Knoblauchzehe, geschält und

fein gehackt

• 1 TL Tomatenmark

• 100 ml Rotwein

• 250 ml Kalbsfond

• 1 Zweig Rosmarin

• 2 Zweige Thymian

• 2 EL Balsamico-Essig

• Salz

• Pfeffer aus der Mühle

• 100 g kalte Butter

Für die Trüffelkruste die Trüffeln in sehr

kleine Würfel (1-2 mm) schneiden.

Thymianblätter vom Zweig abstreifen und

fein hacken. Butter mit dem Handrührgerät

schaumig rühren, dann Weißbrot, gehackten

Thymian und Trüffeln zugeben und zu

einer homogenen Masse verrühren. Mit

Salz und Pfeffer würzen. Ca. ½ Stunde in

den Kühlschrank stellen, dann zu einer

Rolle vom Durchmesser der Rinderfilets

formen und in Klarsichtfolie mind. 2 Std. im

Kühlschrank fest werden lassen.

Die Rinderfilets mit Salz und Pfeffer würzen,

mit Küchengarn rund in Form binden und

im heißen Olivenöl von jeder Seite 1-2 Min.

scharf anbraten. Dann bei mittlerer Hitze

noch 4-5 Min. braten, aus der Pfanne nehmen,

in Alufolie warm halten und ruhen

lassen.

In der Zwischenzeit Schalotten und

Knoblauch im Bratfett anbraten, dann

Tomatenmark zugeben und kurz mitbraten.

Mit Rotwein ablöschen und

stark reduzieren lassen. Den Kalbsfond

angießen, die Kräuter zufügen und die

Flüssigkeit auf ca. 200 ml reduzieren. Die

Sauce durch ein Sieb in einen kleinen Topf

streichen, Balsamico zufügen, mit Salz und

Pfeffer würzen.

Die Trüffelrolle aus dem Kühlschrank nehmen

und in vier gleich dicke Scheiben

schneiden. Fleisch aus der Folie nehmen,

jedes Filet mit einer Scheibe Trüffelmasse

belegen und unter dem Grill des

Backofens ca. 3 Minuten goldbraun überbacken.

Sauce noch einmal aufkochen. Die kalte

Butter in kleinen Stückchen einrühren und

mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die

Rinderfilets mit der Sauce servieren.

Dazu passen sautierte Babykarotten und

Polenta.

83


Genuss | Die Blaue Traube

Die Blaue Traube

Im Zentrum von Algund, im wunderschönen Talkessel von Meran,

liegt das historische Wirtshaus zur Blauen Traube. Bereits 1454 wurde es

als Wirtshaus an der Viehscheide das erste Mal urkundlich erwähnt.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselten

Besitzer und Namen, aber nicht die Bestimmung

zum Wirtshaus. Das Haus

wurde gründlich saniert, Altes restauriert,

Neues hinzugefügt. Im Jahr 2011

wurde die Blaue Traube zum „Historischer

Gastbetrieb des Jahres“ des Landes

Südtirol gekürt.

Zum Essen laden der Chef des Hauses

und der Küche, Josef Holzner, und

seine Frau Renate in verschiedenen

Stuben und auf der Terrasse mit einem

wunderbaren Blick auf die Texelgruppe

ein. Nach der Lehre im Schloss Forst

arbeitete Josef Holzner in einigen renommierten

Betrieben, aber schon bald

lernte er seine Frau kennen und zusammen

sind sie schon seit mehr als 30 Jahren

Gastwirte mit Leib und Seele.

Durch Lehrgänge, aber vor allem durch

eigene Studien und das Ausprobieren

neuer Ideen, konnte er seine Kreativität

voll entfalten. Das Traditionelle ist seine

Welt: neu aufbereitet, leichter zubereitet

und so auf den Tisch gebracht ist

immer sein höchstes Anliegen.

Schnickschnack liegt ihm nicht, seine

Leidenschaft ist das heimische Qualitätsfleisch.

Kitz aus dem Passeier, Kühe

und Kälber aus der Umgebung, dazu

noch die frischen Kräuter aus dem eigenen

Garten – mehr braucht es nicht.

Das Kochen ist sein Ein und Alles und

wird ihm sicher noch viele Jahre nicht

langweilig, denn neue Ideen hat er immer

noch viele.

Weitere Informationen:

www.blauetraube.it

116


Lammkarree

mit Pestokruste

Zutaten

4 Lammkarreestücke zu ca 120 g

Sonstiges

• 2 EL Öl zum Anbraten

• ¼ l Lammsauce

• 1 Thymianzweig

• Pfeffer aus der Mühle

• Salz

• Kräuter

Pestokruste

• 50 g Weißbrot entrindet

und fein gerieben

• 1 EL Senf

• 20 g Basilikum

• 10 g Pinienkerne

• 20 g Parmesan gerieben

• 1 Knoblauchzehe

• 50 g Butter

• Pfeffer aus der Mühle und Salz

Zubereitung:

Lammkarree

Die geputzten Karreestücke salzen und pfeffern, dann

in einer Pfanne mit etwas Öl heiß runderhum anbraten.

Pestokruste

Weißbrotbrösel mit Senf, gehacktem Basilikum, den

Pinienkernen, dem Parmesan und dem Knoblauch

und mit der kalten Butter zu einer Krustenmasse

kneten. Mit Salz und Pfeffer leicht abschmecken.

Zu einer Rolle formen und kalt stellen.

Diese kalte Masse dann in Scheiben schneiden, auf

die gebratenen Lammkarrees drauf geben, danach

im heißen Backrohr ca. 10 min braten.

Die Lammsauce mit ewas Thymian abschmecken

und auf dem Teller anrichten.

Dazu passen ausgezeichnet frische Butterbohnen

oder gebratene Auberginen.

117


Genuss | Die Blaue Traube

Pfifferlingravioli

Zutaten

Teig

• 100 g Weizenmehl

• 100 g Hartweizenmehl

• 2 Eier

• 1 TL Olivenöl

• Salz

Fülle

• 80 g Pfifferlinge

• 1EL gehackte Zwiebeln

• 20 g Speckstreifen

• 50 g Paarlbrotbrösel

(dunkles Brot)

• 30 g Parmesan

Zubereitung:

Teig

Beide Mehle in eine Schüssel geben und mit den Eiern,

dem Olivenöl und dem Salz vermischen und auf einem

Tisch oder Nudelbrett zu einem geschmeidigen, aber noch

relativ festen Teig kneten.

Den Tag mit einer Klarsichtfolie umhüllen und

1 Stunde kühl rasten lassen.

Fülle

Zwiebel, Speckstreifen und Pfifferlinge in der Pfanne

anrösten, herausgeben, klein hacken, mit Brösel und

Parmesan mischen

Fertigstellung

Den Nudelteig dünn ausrollen, runde Blätter ausstechen

und mit der erkalteten Pfifferlingfülle füllen.

Den Rand mit Ei oder Wasser bestreichen, ein zweites

Teigblatt darauf legen, gut verschließen und die

Teigtaschen in Salzwasser 4 bis 5 min kochen..

Tipp

Servieren Sie die Teigtaschen mit gerösteten Pfifferlingen.

118


Vanilleeis

Zutaten

• Vanilleeis

• Kürbiskernöl

• Kürbiskerne

• Staubzucker

• Vanille

Zubereitung:

Hausgemachtes Vanilleeis mit feinstem

steirischem Kürbiskernöl beträufeln und mit

gerösteten, karamellisierten Kürbiskernen

garnieren

Kürbiskerne in einer heißen Pfanne anrösten,

mit Staubzucker karamellisieren, etwas

Vanille dazugeben.

119


Wellness

Pur

4 Tage

ab 239€

inklusive Wein-Degustation

pro Person

Hotel Bellavista Thermal Spa

Termal Wellness

★★★★

4 STERNE HOTEL - THERME im Grünen, großer mediterraner Park, 3 Pools: ein Hallenbad, ein Freibad und eine

Schwimmschleuse die das Innenbecken mit dem Außenbecken verbindet. Whirlpools, Kneippbecken, Türkische Sauna,

Finnische Sauna mit Himalaya-Salz-Aufguss. THERMAL-WELLNESS-ZENTRUM / PHYSIOTHERAPIE ZENTRUM.

Gourmet-Küche mit typisch italienischen Spezialitäten.

HOTEL BELLAVISTA TERME - VIA DEI COLLI 5, I-35036 MONTEGROTTO TERME (PD)

www.bellavistaterme.com - info@bellavistaterme.com - Tel. +39 049 793333

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