EFFEKTIV & ZUKUNFTSORIENTIERT EFFEKTIV ...

braunschweiger.zeitungsverlag.de

EFFEKTIV & ZUKUNFTSORIENTIERT EFFEKTIV ...

DEZEMBER 2007

Standort

WIRTSCHAFT UND MENSCHEN IN DER REGION

EFFEKTIV &

ZUKUNFTSORIENTIERT

Wirtschaftsförderung in der Region

Ein Produkt des Braunschweiger Zeitungsverlages · Schutzgebühr 4,50 Euro

PARTNERSCHAFTEN

Güterverkehrszentrum (GVZ)

Salzgitter: Drehscheibe mit

großem Potenzial

ENGAGIERT

Projekt „Brücken bauen“:

Über den Tellerrand schauen

DAS MAGAZIN FÜR BRAUNSCHWEIG · GIFHORN · HELMSTEDT · PEINE · SALZGITTER · WOLFENBÜTTEL · WOLFSBURG


02

EDITORIAL

Andreas Günther Foto: Jörg Scheibe

KONTAKTDATEN

Titelfoto: ccvision.de

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute halten Sie ein neues Verlagsprodukt

aus unserem Haus in Ihren Händen:

„Standort – Menschen und Wirtschaft in

der Region“ – das Wirtschaftsmagazin für

den Mittelstand. Was dürfen Sie erwarten?

Mindestens viermal jährlich bereiten wir für

Sie die interessantesten Wirtschaftsthemen

unserer Region aktuell und informativ auf.

Mit einer Aufl age von circa 10.000 Exemplaren

richtet sich das Magazin gezielt an

Entscheider in Unternehmen, Verbänden,

Institutionen und Behörden.

Die Themenvielfalt ist so breit gefächert

wie das wirtschaftliche Geschehen

selbst: Nachrichten aus Verbänden und

Unternehmen, Branchen- und Regionalnews

sowie Neues aus Wissenschaft und

Forschung, Netzwerken und Institutionen.

Im Fokus der Berichterstattung stehen die

Oberzentren Braunschweig, Salzgitter und

Wolfsburg sowie die Mittelzentren Gifhorn,

Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel.

Thematisch spannen wir einen Bogen von

Unternehmensaktivitäten in den Bereichen

Sponsoring und Umweltengagement bis

hin zu Finanzen, Mobilität, Kommunikation,

E-Business und Travelmanagement.

Immer im Mittelpunkt: Die Menschen,

die mit ihren Entscheidungen und ihrer Arbeit

tagtäglich unsere Region so nachhaltig

prägen und voranbringen. Deshalb möchten

wir Sie an dieser Stelle einladen, uns

Ihre Meinung mitzuteilen. Sie erreichen uns

ganz leicht unter der Kontaktadresse auf

dieser Seite.

Wir wünschen Ihnen beim Lesen dieser

Erstausgabe viel Vergnügen!

Fragen, Wünsche, Anregungen zum „Standort“? – Wir stehen Ihnen gern zur Verfügung.

Telefon (0531) 39 00 408 · Telefax (0531) 39 00 412 · E-Mail: standort@bzv.de

Braunschweiger Zeitungsverlag · Druckhaus Albert Limbach GmbH & Co KG

Hamburger Straße 277 · 38114 Braunschweig

IMPRESSUM

Gesamtleitung Andreas Günther Herausgeber Braunschweiger Zeitungsverlag, Druckhaus Albert Limbach GmbH &

Co. KG, Hamburger Str. 277, 38114 Braunschweig, Telefon: (0531) 39 00-0 Geschäftsführung Peter Imberg,

Dr. Martin Jaschke Redaktion Jessica Schwarz (verantwortlich), Stefanie Druschke Beiträge Holger Neddermeier,

Bernhard Mecke, Christine Sehle, Florian Wichert/regiopress, Daniela Willke, Manfred Casper, Sybille Adermann,

Björn Waltemathe Objektleitung Daniela Hardt Anzeigen Andreas Günther (verantwortlich)

Vertrieb Braunschweiger Zeitungsverlag Druck WAZ-Druck GmbH & Co. KG, Theodor-Heuss-Straße 77,

47167 Duisburg Aufl age ca. 10.000 Exemplare


04

05

06

07

08

14

20

22

26

27

28

31

INHALT

MARKT AKTUELL

Kommentar – Mittelstand als Standortfaktor

Steuertipp – Unternehmenssteuerreform 2008

Meldungen

Rechtstipp – Ist das Arbeitsverhältnis wirksam beendet?

TITELSTORY

Wirtschaftsförderung in der Region – effektiv und zukunftsorientiert!

Mit zielgerichteter Unterstützung die Wirtschaftskraft in der Region beleben

PARTNERSCHAFTEN

Ideenküche Braunschweig – Erfolgsrezepte weiter verfeinern

„Stadt der Wissenschaft 2007“ – Resümee und Ausblick

Mittelstand und Hochschule Hand in Hand

Umweltpreis 2007 für Prof. Dr.-Ing. Jürgen Köhler

Güterverkehrszentrum (GVZ) Salzgitter

Drehscheibe mit großem Potenzial

ENGAGIERT

„TEO“ – Der Energiesparer aus Ilsede

Familie fi ndet Stadt – Service & Lebensqualität in Peine

Projekt „Brücken bauen“

Über den Tellerand hinausschauen

VERMISCHTES

Immobiliendienstleister mit neuem Gesicht

Seite 14

STANDORT | Dezember 2007

Seite 08

WOLFSBURG OHNE NORDKOPF IST WIE DER HIMMEL OHNE STERNE

Sehen und gesehen werden

OPTIK AM NORDKOPF – Fon (0 53 61) 1 27 35

03


04

KOMMENTAR

Mittelstand als Standortfaktor

AGV-Hauptgeschäftsführer

Manfred Casper Foto: AGV

Kontakt:

Arbeitgeberverband Region Braunschweig e.V.

Wilhelmitorwall 32, 38118 Braunschweig,

Tel. (0531) 24 21 00, www.agv-bs.de

Laut einer IHK-Tabelle zu den Betriebsgrößenstrukturen,

die alle Betriebe ab 20

Beschäftigte im produzierenden Ge werbe

der Region erfasst, haben von 762 Unternehmen

nur 18 mehr als 500 Beschäftigte.

Dies sind lediglich ca. 2,3 %! In allen anderen

Branchen dürfte der Anteil an Großbetrieben

in der Region noch kleiner sein.

Dies zeigt deutlich, dass der Mittelstand

und die kleineren Betriebe ein wichtiger

Standortfaktor sind, vor allem auch mit

Blick auf den Arbeitsmarkt. Dies umso

mehr, wenn es um die zukünftige Arbeitsplatzentwicklung

der Region geht. Natürlich

ist die Stabilisierung der vorhandenen

Arbeitsplätze in den Großunternehmen wie

z. B. VW oder der Salzgitter AG von großer

Bedeutung. Ein massiver Arbeitsplatzabbau

hätte hier für die Region verheerende

Folgen. Aber größerer Arbeitsplatzzuwachs

mit Langzeitwirkung dürfte hier in absehbarer

Zukunft wohl kaum zu erwarten sein.

Anders im Mittelstand!

Vor ca. 5 Jahren begann ein Lenkungskreis

aus führenden Wirtschaftsvertretern

und den kommunalen Spitzen der Region

mit dem Aufbau der projekt REGION

BRAUNSCHWEIG GmbH. Ziel ist in

erster Linie die Stabilisierung und Schaffung

von Arbeitsplätzen in der Region.

Unter Führung der Unternehmensberatung

McKinsey wurden zur Schaffung neuer Arbeitsplätze

zwei Wachstumsfelder defi niert,

und zwar 1. der Finanzdienstleistungssektor

und 2. der breite Mittelstand mit dem produzierenden

Gewerbe und den sonstigen

Dienstleistungen. Als Beispiel für eine

gute konzeptionelle Grundlage diesbezüglich

diente McKinsey seinerzeit die bereits

bestehende KIM Kooperationsinitiative

Maschinenbau Braunschweig des Arbeitgeberverbandes

(AGV). Im Finanzdienstleistungsbereich

ist die erwartete Entwicklung

– vor allem durch die VW Financial Services

AG – in vollem Gang. Im produzierenden

Bereich und den sonstigen Dienstleistungen

sind die bisherigen Ergebnisse noch nicht

voll zufriedenstellend, was aber auch mit

der extrem heterogenen Struktur der Branchen

zu tun hat. Auch wenn vor allem in

der Politik hier die Ungeduld wächst, weiß

man in der Wirtschaft, dass solche Prozesse

Zeit benötigen, und die Wirtschaft steht

nach wie vor voll zu dem Projekt. Der AGV

übernimmt hierbei die Bündelungsfunktion

des Mittelstandes.

Vor diesem Hintergrund stecken im

Mittelstand genau die Wachstumspotentiale,

die unsere Region braucht, um für die

Menschen auch in Zukunft attraktive und

sichere Arbeitsplätze bereitzustellen.

Manfred Casper, Hauptgeschäftsführer AGV


DER AKTUELLE STEUERTIPP

Unternehmenssteuerreform 2008

Die Unternehmensteuerreform 2008

mit ihren zahlreichen Neuregelungen ist

beschlossen. Im Mittelpunkt steht die Absenkung

des Körperschaftsteuersatzes von

25 % auf 15 % sowie die Begünstigung

nicht entnommener Gewinne bei Personengesellschaften.

Die Wohltaten der Reform wurden

durch zahlreiche Gegenfi nanzierungsmaßnahmen,

wie z. B. die deutliche Verschlechterung

von Abschreibungsmöglichkeiten,

fi nanziert.

Die degressive Abschreibung für Wirtschaftsgüter,

die ab 01.01.2008 angeschafft

werden, entfällt.

Noch ärgerlicher ist die Absenkung der

Grenze für sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter

(z. B. Bürostuhl, Regale) von

bisher 410 Euro auf nunmehr 150 Euro.

Kosten die Wirtschaftsgüter zwischen 150

Euro und 1.000 Euro, soll in Zukunft ein

Sammelposten gebildet werden, der zwin-

MELDUNGEN

Unternehmen investieren mehr

Geld in Forschung

MANNHEIM. Der derzeitige Wirtschaftsaufschwung

macht es möglich:

Nach einer Umfrage des Zentrums

für Europäische Wirtschaftsforschung

werden deutsche Unternehmen im

laufenden Jahr deutlich mehr Geld in

Forschung und Entwicklung investieren.

Im Vergleich zu 2006 sei mit einer

Wachstumsrate von mehr als 7 % zu

rechnen, so Experten.

Geldgeschenke beliebt

HAMBURG. Durchschnittlich 246

Euro wollen die Deutschen in diesem

Jahr für ihre Weihnachtsgeschenke ausgeben

– 43 Euro mehr als noch vor

einem Jahr. Hoch im Kurs stehen wie

2006 Geschenkgutscheine oder Bargeld,

dann folgen Kleidung und Bücher.

gend über fünf Jahre aufzulösen ist. Auch

diese Neuregelung gilt für Anschaffungen

ab 01.01.2008. Insbesondere für Anschaffungen

von PCs stellt dies einen gravierenden

Nachteil dar. PCs konnten bisher in drei Jahren

abgeschrieben werden. Zukünftig muss

die EDV, mit Anschaffungskosten zwischen

150 Euro und 1.000 Euro, zwingend über

fünf Jahre abgeschrieben werden.

Sofern noch möglich, ist es daher zu

empfehlen, Investitionen von geringwertigen

Wirtschaftsgütern und EDV-Investitionen,

die sich in den vorstehend genannten

Grenzen bewegen, noch im Jahr 2007 vorzunehmen.

Des Weiteren erhöht sich die Gewerbesteuer

in Zukunft durch die Hinzurechnung

Scheiben

Doktor.de

Reparatur & Austausch

Geschäftsart: Marketingorientierte Autoglaserei

Unternehmenskonzept: Das Konzept Scheiben-

Doktor hat Verbraucherwünsche nach mehr Sicherheit, Fahrkomfort

sowie einer gelungenen Optik aufgegriffen und verzeichnet

Umsatzzuwächse insbesondere bei der Wärmeisolierung

von Seiten- und Heckscheiben, der Scheibenversiegelung

sowie der fachgerechten Steinschlagreparatur von Windschutzscheiben.

Dies beflügelt das Kerngeschäft, den Handel und der

Montage von Autoglas. Das Scheiben-Doktor-Konzept ist ein

Unternehmensmodell, das die marktgerechten Stärken eines

Großunternehmens mit Flexibilität, selbständiger, lokaler

Unternehmer verbindet, sich in dieser Gemeinschaft ständig

weiterentwickelt und somit zu höherer Sicherheit und besseren

Erträgen für alle Beteiligten führt. Das besondere Knowhow,

kombiniert mit einem erfolgreichen marketingorientierten

Geschäftskonzept, gab Franchisegeber Dirk Wiechel die

Möglichkeit, das Unternehmen Scheiben-Doktor zu einem der

führenden Autoglaser Spezialisten in Deutschland auszubauen.

Scheiben-Doktor sucht Partner mit handwerklichem Geschick,

die Lust haben, ihre berufliche Zukunft selbst in die Hand zu

nehmen und über 15.000 EUR Eigenkapital verfügen.

Leistungen der Franchisezentrale: Einarbeitung

und Hospitation, Werbevorschläge, Gemeinschaftseinkauf,

Investitionsplanung, Betriebsvergleiche, regelmäßige

Beratung, Finanzierungsunterstützung, Ladeneinrichtung,

Schulungen und Seminare, monatlicher Erfahrungsaustausch,

Personalmanagement, Buchhaltung, Großkundenakquisition,

Standortanalyse, überregionale Werbung, Controlling.

STANDORT | Dezember 2007 | MARKT AKTUELL

von 20 % der angefallenen Leasingkosten,

75 % der Miet- und Pachtzinsen von Gebäuden

und den kompletten Zinsaufwendungen

(bisher 50 % der langfristigen Zinsen),

sofern der Hinzurechnungsfreibetrag

von 100.000 Euro überschritten ist.

Zusätzlich ergeben sich dadurch Verschiebungen

der Steuerbelastung je nach

der Finanzierung des Unternehmens.

Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater

um den Gegenfi nanzierungsmaßnahmen

aktiv zu begegnen.

Dipl.-Kfm. Björn Waltemathe

Steuerberater,

Quattek & Partner Steuerberatungsgesellschaft

Nikolausberger Weg 49, 37073 Göttingen

Tel.: (0551) 497 01 24, E-Mail: b.waltemathe@quattek.de

Gründung: 1988

Franchisestart: 1991

Anzahl Betriebe: 2007: 49 Standorte

Vertragslaufzeit: 5 Jahre + Option

Investitionssummen: 40.000 - 80.000 EUR

davon flüssiges Startkapital: 15.000 EUR

davon Eintrittsgebühr: 10.000 EUR

Lizenzgebühr: 6,5 % vom Nettoumsatz

Werbeumlage: 2 % vom Nettoumsatz

Nat. Franchiseverband: Assoziiertes Mitglied

05

Kontakt:

Scheiben-Doktor

Ihr Auto-Glas-Profi

Frau Maike Schmidt

Gustav-Hertz-Straße 10, D-38448 Wolfsburg

Telefon (0) 53 63/8 18 08 14, Telefax (0) 53 63/8 18 08 90

E-Mail: maike.schmidt@scheibendoktor.de

www.scheiben-doktor.de


06

MELDUNGEN

Foto: dpa/lnw

Foto: New Yorker

Foto: cc.vision.de

Foto: Stadtmarketing Braunschweig GmbH

Weihnachtsgänse werden knapp

HANNOVER. Die Landwirtschaftskammer

rechnet zum Weihnachtsfest mit

einem knappen Angebot an Weihnachtsgänsen.

Aufgrund der nach dem Ausbruch der

Vogelgrippe vor zwei Jahren verhängten

Stallpfl icht für Gefl ügel habe sich die Zahl

der Gänsehalter verringert. Das betrifft auch

die Preisentwicklung: Ein Kilogramm Gänsefl

eisch koste in diesem Jahr acht bis elf

Euro, rund einen Euro mehr als noch Weihnachten

2006.

„New Yorker“ eröffnet

559. Filiale

BRAUNSCHWEIG. Der Braunschweiger

Modefi lialist „New Yorker“ hat Mitte

November bereits seine 16. Filiale in Ungarn

eröffnet – das neueste Geschäft befi ndet sich

in der Hauptstadt Budapest. „New Yorker“

gehört nach eigenen Angaben mit 559 Filialen

in 19 Ländern zu den größten europaweit

operierenden Modeunternehmen.

Hoffnung auf

Weihnachtsgeschäft

WIESBADEN. Der Hauptverband des

Deutschen Einzelhandels hofft auf ein

gutes Weihnachtsgeschäft, um die Prognose

von 0,5 % Umsatzplus im Gesamtjahr noch

zu erreichen. Schlechte Konsumstimmung

und steigende Preise bremsten das Geschäft.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes

musste der Einzelhandel im Vergleich

zum Vorjahr ein Umsatzminus von 1,2 %

hinnehmen. Während Mode- und Schuhgeschäfte

saisonal bedingt ihren Umsatz um

12,7 % steigern konnten, leiden vor allem

Lebensmittelhändler und Kaufhäuser unter

der Konsumzurück haltung.

„Kleine Forscher“ begeistern

BERLIN. Das Bundesministerium für

Bildung und Forschung (BMBF) will Kinder

an Naturwissenschaft und Technik

heranführen und stellt dafür in den kommenden

drei Jahren Mittel in Höhe von

3,5 Millionen Euro zur Verfügung. 1.500

Kindertages stätten in zwölf Bundesländern

beteiligen sich bereits. Ziel ist es, Kinder

mit einfachen Experimenten für Naturwissenschaften

und Technik zu begeistern.

Angeboten werden Fortbildungsveranstaltungen

für Erzieherinnen und Erzieher,

dazu Arbeitsmaterialien, Internetofferten

und Besuche von Paten aus Naturwissenschaft

und Technik.

Hausgemachte Pleiten

MÜNCHEN. Die Insolvenzverwalter

schlagen Alarm! Managementfehler seien

die Ursache fast aller deutschen Firmenpleiten,

meist fehle es an einer soliden Finanzplanung,

sagte Siegfried Beck, Vorsitzender

des Verbandes der Insolvenzverwalter. Strategische

Fehlentscheidungen der Manager

verhinderten die angemessene Reaktion

auf äußere Einfl üsse. Im vergangenen Jahr

haben in Deutschland mehr als 30.000 Unternehmen

mit fast 120.000 Arbeitsplätzen

Insolvenz beantragt. Viele Unternehmen

stellten den Insolvenzantrag zu spät, so

Beck, der gleichzeitig eine bessere Qualifi -

zierung der Insolvenzverwalter forderte.

Maschinenbau legt kräftig zu

FRANKFURT. Der deutsche Maschinenbau

bleibt auf Rekordkurs – vor allem

dank der starken Auslandsnachfrage. Im

September konnten die deutschen Unternehmen

7 % mehr Aufträge als im Vorjahr

verbuchen. Wie der Verband Deutscher

Maschinen- und Anlagenbauer mitteilt,

blieb der Zuwachs im Inlandsgeschäft mit

einem Prozent überschaubar, dagegen legte

die Auslandsnachfrage um satte 10 % zu.

Nord/LB plant Übernahme

HANNOVER. Die Nord/LB plant eine

Übernahme der Deutschen Hypothekenbank

und will deren Aktionären ein Übernahmeangebot

von 36,09 Euro je Aktie

machen. Für 100 % der Anteile entspräche

dies einem Gesamtkaufpreis von 485 Millionen

Euro. Der Vorstand der Deutschen

Hypo befürworte die Übernahme, teilte

die Nord/LB mit. Mit der Übernahme will

die Bank einen Wachstumssprung im hoch

attraktiven Markt der gewerblichen Immobilienfi

nanzierung erreichen.

Deutschland nur auf Platz 10

NÜRNBERG. Gerade noch unter den

Top Ten liegt Deutschland im europäischen

Kaufkraft-Vergleich, teilt das Marktforschungsinstitut

GFK mit. Während Bundesbürger

eine jährliche Kaufkraft von

18.055 Euro aufweisen, sind es bei „Klassenprimus“

Luxemburg schon 27.000 Euro.

Laut einer Studie folgen Schweiz/Liechtenstein,

Norwegen, Irland, Dänemark, Island,

Großbritannien, Österreich und Frankreich.


DER AKTUELLE RECHTS-TIPP

Ist das Arbeitsverhältnis

wirksam beendet?

Endet ein Arbeitsverhältnis, sind in der

Regel mehrere Fragen vom Fachmann zu

klären. Eine davon ist:

Ist das Kündigungsschutzgesetz

anwendbar?

Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz

gibt es erst, wenn die

Kündigung nach Ablauf von sechs Monaten

des Bestehens eines Arbeitsverhältnisses

schriftlich zugeht. Weiterhin muss der

Arbeitgeber eine bestimmte Mitarbeiterzahl

beschäftigen. Es kommt hier auf den so genannten

Schwellenwert an. Kleinbetriebe

unterhalb des Schwellenwertes unterliegen

nicht so hohen Anforderungen.

Kleinbetriebe sind in jedem Fall Betriebe,

die 5 oder weniger Arbeitnehmer beschäftigen.

Ist der gekündigte Arbeitnehmer erst

ab dem 01.01.2004 eingestellt worden, gilt

ein Schwellenwert von 10 Arbeitnehmern.

Dieser wird auf die in der Regel zum Zeitpunkt

des Kündigungszuganges Beschäf-

tigten abgestellt. Hierbei ist der Gekündigte

mitzuzählen, auch wenn mit der Kündigung

gerade die Reduzierung der Mitarbeiterzahl

beabsichtigt war.

Teilzeitbeschäftigte mit einer regelmäßigen

tatsächlichen wöchentlichen Arbeitszeit

von mehr als 30 Stunden werden

hierbei voll, bei mehr als 20 und bis zu

30 Stunden mit Faktor 0,75 und bei einer

Arbeitszeit von bis zu 20 Stunden mit Faktor

0,5 gerechnet.

Auszubildende und Praktikanten werden

nicht gezählt. War der Gekündigte bereits

am 31.12.2003 in einem Betrieb mit z. B.

heute 7 Arbeitnehmern beschäftigt, ist das

Kündigungsschutzgesetz nur anwendbar,

wenn mindestens 5,25 der heutigen Arbeitnehmer

bereits am 31.12.2003 beschäftigt

waren. Sind ausgeschiedene Arbeitnehmer

ab dem 1.1.2004 ersetzt worden, so zählen

diese neuen Arbeitnehmer nach neuester

Rechtsprechung bei der Berechnung des

Schwellenwertes „mehr als fünf“ nicht mit.

STANDORT | Dezember 2007 | MARKT AKTUELL

Erst wenn die Arbeitnehmerzahl mindestens

10,25 beträgt, genießen alle Arbeitnehmer

unabhängig vom Beginn des Arbeitsverhältnisses

Kündigungsschutz.

Der Gekündigte muss die Überschreitung

des Schwellenwertes durch Benennung

der Arbeitnehmer im Prozess darlegen.

Kennt er die Namen nicht, so muss er

sie zumindest ausreichend beschreiben. Bei

einem Betriebsübergang geht der beim Betriebsveräußerer

entstandene Kündigungsschutz

nicht mit dem Arbeitsverhältnis auf

den Betriebserwerber über. Das Bundesarbeitsgericht

hat in 2007 festgestellt,

dass das Vorhandensein einer bestimmten

Beschäftigtenzahl kein übergangsfähiges

Recht beim Betriebsübergang ist.

Sybille Adermann

Rechtsanwältin + Fachanwältin für Arbeitsrecht

Mediatorin (zertifi ziert),

Jasperallee 85, 38102 Braunschweig, Tel. (0531) 380 15 15

07


08

MIT KNOW-HOW UND ZIELGERICHTETER

UNTERSTÜTZUNG WIRD DIE WIRTSCHAFTS-

KRAFT IN DER REGION BELEBT. Foto: Financial Services VW

Wirtschaftsförderung in der Region

– effektiv und zukunftsorientiert!

Die gesamte Region

ist ein

attraktiver Standort

Niedersachsen ist fl ächenmäßig das zweitgrößte Bundesland

in Deutschland, die einzelnen Regionen aber sind unterschiedlich

entwickelt. Während die nördlichen Regionen

eher ländlich gezeichnet und weniger dicht besiedelt sind,

ist der südliche Raum, zu dem auch die Region zwischen

Harz und Heide gehört, mit einer höheren Bevölkerungsdichte

industriell geprägt.

Der Automobilbau und die Ernährungswirtschaft

bestimmen die Wirtschaftsstruktur

Niedersachsens. Die Region Braunschweig

ist sogar die forschungsintensivste

Region Europas. Zudem ist Niedersachsen

aufgrund seiner günstigen geographischen

Lage und seiner leistungsfähigen Verkehrsnetze

ein attraktiver Logistikstandort.

Dazu gehört auch die Stadt Salzgitter mit

dem Güterverkehrszentrum (GVZ) und

dem umschlagsstärksten Binnenhafen des

Bundeslandes. Und nicht zuletzt machen

die „Autostadt“ Wolfsburg mit dem VW-

Konzern und seinen zahlreichen Zuliefererfi

rmen Niedersachsen zu einem der

wichtigsten Automobilstandorte in Euro pa.


Standortfaktoren, die es zu erhalten, zu

stärken und auszubauen gilt. Effektive

Wirtschafts- und Innovationsförderung ist

das erklärte Ziel der verantwortlichen Wirtschaftsförderer

und Dezernenten.

„Wichtige Bestandteile im Bereich der

Wirtschaftsförderung sind Coaching- und

Beratungsprogramme, die Unternehmen

auch nach der Gründung mit Rat und Tat

zur Seite stehen“, erklärt der promovierte

Diplom-Volkswirt Dr. Jörg Aßmann aus

Salzgitter und plädiert vorrangig für eine

Hilfe zur Selbsthilfe der Unternehmen.

Jörg Aßmann und Michael Jakubke von der

„Wirtschafts- und Innovationsförderung

Salzgitter“ (WIS) sehen sich als erste Ansprechpartner

für die regionalen Betriebe.

„Wir verstehen uns als Moderatoren und

Impulsgeber insbesondere für den Mittelstand“,

sagt Geschäftsführer Jakubke. „Ein

wirkungsvoller Technologietransfer ist die

Herausforderung, der wir uns gemeinsam

stellen müssen“, ergänzt Dr. Aßmann.

Als Wirtschaftsförderung bezeichnet

man die von öffentlichen Organen betriebenen

Anstrengungen in Form von Knowhow

und Unterstützung, die Wirtschaftskraft

in einer bestimmten Region zu beleben.

In Braunschweig geschieht das durch die

„BRAUNSCHWEIG Zukunft GmbH“, die

sich als „Schnittstelle“ zwischen wirtschaftlichen

und kommunalen Interessen und als

erster Ansprechpartner für unternehmerische

Anfragen und Probleme sieht. „Wir

wollen den Wirtschaftsstandort Braun-

schweig nachhaltig stärken, um im fortschreitenden

Globalisierungsprozess auf

der Gewinnerseite zu stehen“, zeigt sich

der Braunschweiger Wirtschaftsdezernent

Joachim Roth selbstbewusst. Dabei seien

die Stärkung der vorhandenen Netzwerke

im Bereich Wirtschaft und Wissenschaft

am TU- und Forschungsstandort Braunschweig

von großer Wichtigkeit.

Für Jörg Gillenberg, den Geschäftsführer

der „Wolfsburg Marketing GmbH“, steht

der Leistungsaustausch und die optimale

Bertreuung der Unternehmen am Standort

Wolfsburg im Vordergrund. „Wichtig ist

die aktive Wirtschaftsförderung. Man darf

nicht erst abwarten, bis die Unternehmen

die Leistungen der Wirtschaftsförderung

abrufen“, betont der 41-Jährige, der sich

und seine Mitarbeiter auch als Dienstleister

versteht.

Dabei ist man sich in Wolfsburg, Salzgitter

und Braunschweig sehr wohl bewusst,

dass sich bei erfolgreicher und effek tiver

Förderung die Fördermaßnahmen und

-mittel rechnen werden. Denn früher oder

später werden sich die Investitionen durch

Beschäftigungszuwächse, Steuermehein-

nahmen und Attraktivitätsgewinne am jeweiligen

Standort positiv bemerkbar machen.

Bestandspfl ege, die Ansiedlung von

arbeitsplatzschaffenden Unternehmen und

die Unterstützung von Existenzgründungen

sind die Kernziele der exogenen und endogenen

Wirtschaftsförderung in der Region.

Durch Maßnahmen, wie reduzierte

STANDORT | Dezember 2007 | TITELSTORY

1 2 3 4

1 Dr. Jörg Aßmann ist bei der Wirtschafts- und

Innovationsförderung Salzgitter (WIS) für die

Gründungs- und Mittelstandsberatung zuständig.

Foto: WIS

2 Jörg Gillenberg, Geschäftsführer der Wolfsburg

Marketing GmbH Foto: Wolfsburg Marketing GmbH

3 Michael Jakubke, Geschäftsführer der WIS

Foto: WIS

4 Joachim Roth ist Wirtschaftsdezernent der

Stadt Braunschweig und Geschäftsführer der

„BRAUNSCHWEIG Zukunft GmbH“

Foto: BRAUNSCHWEIG Zukunft GmbH

09


10

In der Wirtschaftsfreundlichkeit

belegt

Braunschweig bundesweit

den zweiten Platz

2

Steuersätze über einen gewissen Zeitraum

oder günstiges Bauland, werden für Unternehmen

Anreize geschaffen, sich in diesem

Gebiet niederzulassen. Im Rahmen der

endogenen Wirtschaftsförderung werden

einheimische Unternehmen durch staatliche

Maßnahmen unterstützt und gefördert.

Solche Maßnahmen sind beispielsweise:

fi nanzielle Förderung von kleinen und mittleren

Unternehmen, fi nanzielle Unterstützung

für „Start-Ups“, Technologieparks

oder auch Bestandspfl ege. In der modernen

Wirtschaftsförderung wird der Aufbau von

wirtschaftlichen Clustern als aktive Innovationsförderung

verstanden.

In Hildesheim war die Wirtschaftsförderung

zuletzt besonders effektiv – zumindest

was die Anzahl der Neugründungen

anbelangt. Nirgendwo sonst kooperieren,

so die Ergebnisse der aktuellen Studie der

INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft),

in Zusammenarbeit mit der Uni

Hannover und dem Magazin „Impulse“,

die Ämter und Kammern so eng miteinander.

Das bedeutete den ersten Platz beim

aktuellen „Gründer-Ranking“ aus 97 Regionen.

Auf den Plätzen zwei bis drei folgten

der Stadtstaat Hamburg und die Bodensee-

Region. Die Region Braunschweig landete

1

1 Die GründerVilla am Rebenring ist der Sitz der

„BRAUNSCHWEIG Zukunft GmbH“

Foto: BRAUNSCHWEIG Zukunft GmbH

2 Wolfsburg: Direkt am Allersee wurde der kolumbianische

Pavillon von der EXPO 2000 wieder

aufgebaut. Foto: Wolfsburg Marketing GmbH

nur auf Platz 71. „In dieser Studie wurden

nur Regionen bewertet, nicht die einzelnen

Städte“, erklärt Joachim Roth, Geschäftsführer

der „BRAUNSCHWEIG Zukunft

GmbH“. Zur Region Braunschweig zählen

Salzgitter und Wolfsburg sowie die Landkreise

Wolfenbüttel, Peine, Helmstedt, Gifhorn

und Goslar. „Das relativiert das Ergebnis.

Dennoch müssen und werden wir

auch unter dem Dach der Projekt-Region

Braunschweig gemeinsame Anstrengungen

unternehmen, um uns im Regionenranking

zu verbessern.“ Zudem komme es auf die

Nachhaltigkeit der Gründungen an.

„Ich denke, derzeit ist der Wille zur

Unternehmensansiedlung und -gründung

in Wolfsburg sichtbarer als in vielen anderen

Kommunen. Man braucht nur durch

die Stadt zu fahren und sieht Baustellen an

jeder Ecke“, so Gillenberg. Die gute Konjunktur

hat in Salzgitter zu einem Rückgang

der Neugründungen geführt. „Das klingt

paradox – hängt aber damit zusammen,

dass es in schlechten Zeiten öfter mal zu

Notgründungen kommt“, erläutert Diplom-Kaufmann

Michael Jakubke.

Die Nase vorn in Niedersachsen hat

Braunschweig allerdings beim INSM-Städteranking.

Im Bereich Wirtschaftsfreundlichkeit

belegt die Stadt bundesweit den

zweiten Platz. Auch der Anteil hochqualifi -

zierter Beschäftigter hat nach dieser Studie

in Braunschweig so stark zugenommen wie

in kaum einer anderen der 50 untersuchten

Großstädte (ohne Wolfsburg und Salzgitter).

Zwischen 2001 und 2006 wuchs der Anteil

der Beschäftigten mit einem Uni- oder FH-

Abschluss um 2,5 % (Durchschnitt: 1,2 %).

Insgesamt belegt Braunschweig im Städteranking

Platz 11. „Das ist ein klasse Ergebnis

und zeigt die effektive Zusammen-


3

arbeit mit der regionalen Wirtschaft“, freut

sich Roth.

Besonders glänzen konnte die Region

Wolfsburg im Rahmen der so genannten

„Prognos-Studie“. Stadt-Marketing-Chef

Jörg Gillenberg bewertet das so: „Wolfsburg

ist so dynamisch, weil die noch junge

Stadt in den Köpfen mobiler sein kann als

andere Städte. Die Verwaltung ist schnell

und effektiv, ein glaubhaftes Leitbild, das

von Politik und den Verantwortlichen gelebt

wird, und es gibt ein Engagement,

das in dieser verhältnismäßigen Größenordnung

seinesgleichen sucht.“ Auch die

Region Braunschweig steht in der „Prognos-Studie“

im bundesweiten Vergleich

gut da. Das geht aus dem aktuellen „Zukunftsatlas“

hervor, in dem das Schweizer

Beratungsunternehmen, die Prognos AG,

insgesamt 439 deutsche Kommunen vergleicht.

Wolfsburg, Braunschweig, Gifhorn,

LSW LandE-Stadtwerke Wolfsburg GmbH & Co. KG

LSW – Energie mit starker regionaler Identität

Seit Oktober 2005 versorgt die LSW als

Energiedienstleister rund 180.000 Haushalte

in der Region mit Strom, Erdgas,

Fernwärme und Wasser.

Walter Rangette, Geschäftsführer und

Sprecher der Geschäftsführer der LSW,

über die LSW als Energie- und Wasserdienstleister

in der Region:

Das Versorgungsgebiet mit rund 2.115

Quadratkilometern Fläche reicht von

Walter Rangette, Geschäftsführer Wolfsburg über den Landkreis Gifhorn bis

nach Wittingen in den Ohrekreis, Teile des

Landkreises Helmstedt und Wolfenbüttel. Als mittelständisches

Unternehmen, mit einem starken regionalen Bezug, trägt die LSW bewusst

Mitverantwortung für die ökologische, ökonomische und kulturelle

Entwicklung im Großraum Wolfsburg-Gifhorn.

Konzentriert auf die Kernkompetenzen in den Bereichen Strom, Erdgas,

Fernwärme und Wasser zeigt das Geschäftsjahr 2006, dass die

Absatzmengen der einzelnen Geschäftsfelder nicht stark von denen des

Vorjahres abweichen. So wurden 1.179 Millionen Kilowattstunden Strom,

1.100 Millionen Kilowattstunden Erdgas, 718 Millionen Kilowattstunden

Fernwärme und 10,5 Millionen Kubikmeter Wasser abgesetzt. Weiterhin

wurden im Jahr 2006 ca. 16,1 Millionen Euro in die Versorgungssicherheit

investiert.

Neue gesetzliche Anforderungen und ein zunehmend aggressiver

Wettbewerb sorgen für ein stark verändertes und schwieriges Marktumfeld,

weitere gesellschaftliche und umweltpolitische Faktoren, wie zum Beispiel

die Förderung regenerativer Energien, kommen hinzu. Erneuerbare

Energien leisten einen wirkungsvollen Beitrag zu einer auf Nachhaltigkeit

angelegten Energieversorgung. Damit die Energie für Verbraucher auch

zukünftig erschwinglich bleibt, setzt die LSW auf Energieeffizienz,

Kostenreduzierung und Innovation.

4

STANDORT | Dezember 2007 | TITELSTORY

3 Das Schloss Wolfsburg ist ein eindruckvolles

Gebäude im Stil der Weserrenaissance und

ein 700 Jahre altes Baudenkmal.

Foto: Wolfsburg Marketing GmbH

4 Was motiviert Menschen zu Höchstleistungen?

Welche Kraft steckt unter einer Motorhaube?

Und wer bewegt die Wirtschaft der Zukunft?

Die Autostadt lädt ihre Besucher zu einer Reise in

die Welt der Mobilität ein. Foto: Wolfsburg Marketing GmbH

11


12

1

Wolfsburg konnte in

der „Prognos-Studie“

besonders glänzen

1 Das Wolfsburger phæno macht grundlegende

Themen aus Naturwissenschaft und Technik

für Jedermann anschaulich: Ein ungewöhnliches

„Science-Center“ mit hohem Erlebniswert!

Foto: Wolfsburg Marketing GmbH

2 Das Warmwalzwerk der Salzgitter AG. Foto: SZ AG

3 Faszinierende Welt der Technik:

die Warmbandstraße in der Hütte. Foto: SZ AG

Peine und Wolfenbüttel liegen danach bundesweit

im vorderen Drittel der Rangliste.

Helmstedt, Salzgitter und Goslar rangieren

im Mittelfeld. Braunschweig werden sehr

hohe Zukunftschancen bescheinigt. Begrenzt

auf Norddeutschland belegt Braunschweig

gleich nach Hamburg aber nahe an

Wolfsburg einen Spitzenplatz.

In Salzgitter sieht man die Stärken vor

allem im Bereich Automotive und in verstärkten

Vernetzungen. „Hier bewegt sich

was!“, ist das Motto: „Mobilität ist die

zentrale Kernkompetenz der wichtigen

fünf Großunternehmen und der mittelständischen

Zulieferer“, erläutert Dr. Jörg

Aßmann, der aber gleichzeitig auf den

erforderlichen Strukturwandel in Richtung

Dienstleistungen und neue Technologien

– weg von der starken Industrielastigkeit –

setzt. Jakubke und Aßmann wollen vermehrt

auch den Mittelstand an neue Technologien

und die Forschung heranführen. „Unsere

zentrale Aufgabe im Standortwettbewerb

ist das Schaffen von schwer kopierbaren

Al leinstellungsmerkmalen“, betont Aßmann.

Die Unterschiede zu den Nachbarstädten

liegen, laut Aßmann, auf der Hand:

„Braunschweig ist eine gewachsene Stadt

mit gut funktionierenden Netzwerken und

sie ist ein Forschungsstandort erster Güte.

In Wolfsburg ist der Volkswagenkonzern

wesentlich dominierender als bei uns die

Salzgitter AG. Das allein eröffnet den Kollegen

in Wolfsburg mehr Möglichkeiten

und Perspektiven, um Unternehmensansiedlungen

nach Wolfsburg zu holen.“

Bei aller Konkurrenz der drei Städte gibt

es doch einige gemeinsame Ausrichtungen.

„Bei der Stadt der Wissenschaft haben wir

zum Beispiel mit dem Phaeno auch unseren

Beitrag geleistet“, erklärt Jörg Gillenberg,

der für die Region im Dreieck Salzgitter,

Wolfsburg, Braunschweig einen steten

Leistungsaustausch erkennt. Ähnlich sieht

das Joachim Roth: „Ein gesunder Wettbe-

2 3


werb ist im Globalisierungsprozess üblich.“

Das bestätigt auch Jörg Aßmann: „Auf der

operativen Ebene gibt es einen eindeutig

fairen Wettbewerb mit starken Neigungen

zur Kooperation, wie zum Beispiel dem

Aktivkreis Wirtschaftsförderung.“ Zudem

würde es mit der „projekt REGION

BRAUNSCHWEIG GmbH“ schon ein gemeinsames

Dach für die Außendarstellung

der Harz und Heide-Region geben. Die Gebietskörperschaften

Wolfsburg, Salzgitter

und Braunschweig sind neben Peine, Gifhorn,

Helmstedt, Goslar und Wolfenbüttel

die Gesellschafter. Nachhaltig bestehen und

sich effektiv weiterentwickeln können alle

Städte im nationalen und auch internationa-

| ANZEIGE |

Ein Mitarbeiter der Salzgitter AG vermisst Stahl-Coils –

das sind zu Rollen aufgewickelte Stahlbänder. Foto: SZ AG

len Wettbewerb nur durch ein gemeinsames

Auftreten – da sind sich die Wirtschaftsförderer

relativ einig. Das gilt insbesondere

auch für die angestrebte Metropolregion in

der Achse Göttingen, Hannover, Braunschweig.

„Um sich im Wettbewerb der

Regionen zukunftsfähig zu positionieren,

ist gemeinsames Vorgehen angesagt“, ist

Joachim Roth überzeugt. Auch da wieder

ganz im Sinne von effektiver Wissensvernetzung,

Innovationen und Cluster-Bildungen

– auch auf dem Gebiet der Kultur,

Wissenschaft und Forschung. Projektbezogen,

unbürokratisch und zielgerichtet, so

lautet das gemeinsame Credo.

Holger Neddermeier

STANDORT | Dezember 2007 | TITELSTORY

wito gmbh – den Landkreis Peine

entwickeln, fördern, erhalten

Die wito gmbh schärft das Profi l des Standortes Peine. Fotos: wito

Als Tochterunternehmen

des Landkreises ist

die wito gmbh die erste Anlaufstelle für alle

Unternehmer und Gründer in der Region.

Eingebunden in leistungsfähige Netzwerke

verstehen sich die Experten der wito

gmbh als neutrale Ansprechpartner der

Wirtschaft, mit einer starken Kompetenz

für den Mittelstand, Handel und das Handwerk.

Ob Existenzgründer oder gestandenes

Unternehmen: Ein individuelles Be-

Weitere Informationen: Tel. (05172) 98 66 500, www.wito-gmbh.de

Seit 2003 schärft die Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft

mbh (wito gmbh) das Profi l des Standortes Peine. Eingebunden

in regionale Netzwerke, schaffen und sichern Dienstleistungsangebote

für Unternehmen und lokale Wachstumskonzepte

Arbeitsplätze.

ratungs angebot begleitet

alle Entwicklungsphasen,

unabhängig von der Branche

oder Betriebsgröße.

Alle Fragen hinsichtlich Unternehmenswachstum,

-sicherung oder -nachfolge,

Krisenmanagement oder Insolvenz, Weiterbildung

und Mitarbeiterqualifi kation

werden durch die wito gmbh und ihre bewährten

Kooperationen mit professionellen

Partnern gelöst.

Schnell, einfach, wirkungsvoll: Die

wito gmbh ist auf die Bedürfnisse der heimischen

Wirtschaft ausgerichtet und liefert

Unterstützung just in time: von der Unter-

nehmensansiedlung über die Hilfe beim

Fördermittelantrag bis zur Standort- und

Branchenanalyse.

Christine Sehle

Erfolgreiches Standortmarketing

aus Peine.

Existenzgründungsberatung

Unternehmensberatung

Unternehmenscoaching

Schulung und Qualifi zierung

Personalvermittlung

Finanzierungs- und Fördermittel beratung

EU-Beratung

Statistikservice und Branchendaten

13


14

„STADT DER WISSENSCHAFT 2007“ –

RESÜMEE UND AUSBLICK

Ideenküche Braunschweig –

Erfolgsrezepte weiter verfeinern

1 Die Ideenküche hatte für jede Zielgruppe passende Angebote.

Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH

2 Das Darstellungsdefi zit der Wissenschaft konnte reduziert werden.

Foto: Helmholtz Zentrum

3 Experimentierfreude stand stets im Vordergrund.

Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH

Dr. Bernd Meier, Hauptgeschäftsführer

der Industrie- und Handelskammer (IHK)

Braunschweig Foto: Holger Neddermeier

Zu viele Köche verderben den Brei, lautet eine oft zitierte

Weisheit. Betrachtet man allerdings das fast abgelaufene

Jahr „Stadt der Wissenschaft 2007“, dann scheint das

Rezept der von der Jury des Stiftungsverbandes für die

Deutsche Wissenschaft ausgezeichneten Braunschweiger

Ideenküche genau die Geschmacksnerven getroffen zu

haben.

Kreativität und Experimentierfreudigkeit

waren gefordert und wurden vielfach

abgerufen. Zu den über 700 Veranstaltungen

kamen weit über 200.000 Besucher.

„Diese Resonanz hat alle unsere Erwartungen

getoppt“, freut sich Dr. Bernd

Meier, Hauptgeschäftsführer der IHK

Braunschweig, der von einem enormen

Image gewinn für die Stadt spricht.

„Das Erfolgsrezept war, dass wir für verschiedene

Geschmacksrichtungen und Zielgruppen

etwas im Angebot hatten“, betont

der Präsident der Technischen Universität,

Professor Dr. Jürgen Hesselbach. „Das

’Prädikat Stadt der Wissenschaft‘ hat dazu

beigetragen, dass ein gewisses Darstellungs-

1

defi zit reduziert und das Selbstbewusstsein

der Stadt und seiner Bürger gesteigert werden

konnte“, so der Vorsitzende der ’ForschungRegion‘

Braunschweig, der davon

überzeugt ist, dass der Wissenschaftsstandort

Braunschweig in keinem Fall unter Substanzproblemen

leidet.

„Die Resonanz hat alle

unsere Erwartungen getoppt.“

Umso wichtiger sei in diesem Zusammenhang

auch das „Dessert“ der Ideenküche.

„Das Haus der Wissenschaft soll einen

Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Die Ergebnisse

des abgelaufenen Jahres werden


ausgewertet und entsprechend umgesetzt“,

betont der gebürtige Stuttgarter, dem es

wichtig ist, dass der Wissenschaftsstandort

Braunschweig auch künftig noch sichtbarer

wird. Mit Wechselausstellungen, Vorträgen

und Diskussionsveranstaltungen werde hier

langfristig ein Ort für den intensiven Austausch

von Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur

und Öffentlichkeit geschaffen. Hessel-

2 3

bach sieht die Zukunft der Braunschweiger

Wissenschaft in der Vernetzung in den

Bereichen der Verkehrstechnik und Sicherheit

in verstärkter Kooperation mit dem

VW-Konzern (Institut für Fahrzeugtechnik)

und der Systembiologie in Zusammenarbeit

mit dem Helmholtz-Zentrum.

Hilfreich und wichtig sei aber auch der

Zusammenschluss der Achse Göttingen,

Hannover und Braunschweig zur Metropolregion.

„Es geht nicht nur um die Vernetzungen

im engeren Sinne, sondern auch

darum, national sowie international besser

aufgestellt zu sein.“

Natürlich sollen auch künftig viele neue

Rezepte in der Ideenküche erprobt werden.

Effektive und fruchtbare Clusterbildungen

zwischen Wissenschaft, Wirt schaft, Kultur,

Gesellschaft und Stadt sind das erklärte

Ziel der Chefköche. „Der Wett bewerb der

Städte und Regionen wird künftig darüber

entscheiden, wie viel Kompetenz und

Intelligenz man in der Stadt versammelt“,

ist Hesselbach überzeugt. Exzellenz in

der Forschung und innovatives Wissensmanagement

sind in Form von Technologietransfer

die Voraussetzung, um

wissenschaftliche Wertschöpfung auch in

wirtschaftliche Wertschöpfung transferieren

zu können.

Interview mit Oberbürgermeister

Dr. Gert Hoffmann

Herr Dr. Hoffmann, mit welchen Gefühlen geben

Sie als einer der Chefköche der Braunschweiger

Ideenküche sozusagen „den Löffel ab“?

Insgesamt mit einem sehr guten Gefühl.

Ich freue mich, den Staffelstab an Jena

weitergeben zu können, da diese Auszeichnung

für eine Region vieles anstoßen und

in Bewegung setzen kann. Für uns waren

der Titel „Stadt der Wissenschaft 2007“

und die damit einhergehenden Projekte

und Aktivitäten der über 100 Partner aus

Wissenschaft, Wirtschaft, Stadt und Kultur

trotz der schon vorher bestehenden Initiativen

und Projekte ein großer Schritt nach

vorne. Wir werden an das Erreichte anknüpfen

und das Standortmarketing mit

dem Schwerpunkt Wissenschaft, die Netzwerkarbeiten

und den Dialog zwischen

Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft

weiter ausbauen.

STANDORT | Dezember 2007 | PARTNERSCHAFTEN

Kleine und große Forschungseinrichtungen präsentierten

sich der Bevölkerung. Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Foto: Helmholtz-Zentrum

15


16

1 Galileo ist ein von der Europäischen Kommission

in Zusammenarbeit mit der Europäischen

Weltraumorganisation geführtes Programm

mit dem Ziel, bis 2008 ein ziviles, globales

Satelliten-Navigationssystem aufzubauen.

Foto: ESA

2 Der „Technik-Turm“ – eine Stele von Gerd

Winner vor der Fachhochschule Wolfenbüttel.

Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH

3 Das Altgebäude der Technischen Universität

Braunschweig Foto: Holger Neddermeier

Die unterschiedlichsten Themen fanden sich an Bord der

MS Wissenschaft: von Übersetzungshilfen für Chinesisch über

Stationen zur Geschichte der deutschen Sprache bis zu Reaktionsgeschwindigkeiten

im Gehirn beim Sprechen. Foto: Kathrin Marie Arlt

Die mehr als 700 Ver-

anstaltungen im abgelaufenen

Jahr haben

über eine Viertelmillion

Menschen an die

Kochtöpfe gelockt.

Entspricht das Ihren

Erwartungen?

Das Ergebnis übertrifft

meine Erwartungen

sogar. Dass so viele Menschen

in der Region für

die Wissenschaft begeistert

werden konnten, verdanken

wir den zahlreichen engagierten

Partnern. Neben den kleinen und

großen Forschungseinrichtungen und

forschenden Unternehmen in der Region

haben auch kleinere Initiativen und Einzelpersonen

den Titel zu ihrer Sache

gemacht. Dies hat die Vielfalt

und Qualität des Angebotes an

Veranstaltungen ausgemacht.

Aus schwerer Kost wurde leichtver dauliches

„Allerlei“ – war das die Intention der Köche?

Das würde ich anders formulieren. Aus

schwerer Kost wurden appetitliche und gut

verständliche Angebote, die aber keinesfalls

beliebiges „Allerlei“ waren. Die Botschaft

und der Kern des Konzeptes „Ideenküche

Braunschweig“ waren es, die unterschiedlichen

Bevölkerungsgruppen mit auf sie

zugeschnittenen Veranstaltungen zu erreichen

und Wissenschaft verständlich zu

machen.

Was waren aus Ihrer Sicht die Höhepunkte des

Jahres?

Die Projekte, die ich miterlebt habe,

haben mich beeindruckt und mir sehr gut

gefallen. Dazu gehören die Auftaktveranstaltung,

„Wissen fi ndet Stadt“, die Verleihung

des Braunschweiger Forschungspreises

und als kulturelles Abenteuer auch

das Helikopter-Streichquartett. Aber der

eigentliche Höhepunkt steht noch bevor:

Die große Abschlussveranstaltung am

14. Dezember in der Volkswagenhalle.

„Die Braunschweiger haben

sich großartig engagiert.“

Wie fällt Ihr persönliches Resümee aus?

Ich bin sehr zufrieden und stolz auf das,

was wir gemeinschaftlich für Braunschweig

und die Region erreicht haben. Wir haben

die Chance entschlossen genutzt und so erreicht,

dass sich die Bevölkerung mit „ihrer

Wissenschaft“ in der Region identifi ziert.

Das wirkt sich sicher auch auf den Nachwuchs

aus, die „klugen Köpfe“ von morgen,

die wir für die Entwicklung von Stadt

und Region dringend brauchen. Die Braunschweiger

wissen ihre Stadt zu schätzen und

haben sich großartig für die gemeinsame

Sache engagiert.

Was ist Ihre wichtigste Erkenntnis?

Braunschweigs Stärken überzeugen, und

das auch überregional. Wir haben allen

Grund, selbstbewusst aufzutreten: Wir werden

überregional wieder wahrgenommen.

1 2 3


Sie sprachen vor einem Jahr von der Riesenchance,

dass sich Braunschweig und die Region als herausragender

Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort weiter

profi liert. Ist die erhoffte Schub wirkung in dem

Maße eingetreten, wie sie es sich vorgestellt haben?

Ja. Die Schubwirkung ist da und wird

Braunschweig langfristig voranbringen.

Nicht jeder wird dann noch wissen, dass die

Grundlagen 2007 gelegt wurden. In Fachkreisen

besitzt Braunschweig seit vielen

Jahren einen ausgezeichneten Ruf, der mit

jedem Artikel, jedem Fernsehbericht, jeder

Wissenschaftsveranstaltung weitere Kreise

erreicht. Ich bin sicher, dass die Effekte des

Wissenschaftsjahres auf viele Jahre hinaus

STANDORT | Dezember 2007 | PARTNERSCHAFTEN

Dr. Gert Hoffmann,

Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig

Foto: Adrian Foitzik Stadt Braunschweig

spürbar sein werden. Wir haben 2007 wesentlich

mehr überregionale Presseberichterstattung

erreicht. Aussagen über Braunschweig

wie „Geballtes Wissen“ oder die

Bezeichnung als „Europas heißeste Forschungs-

und Entwicklungsregion“ kennzeichnen

das veränderte Profi l der Stadt.

Dank gemeinsamer Anstrengungen wird

transportiert, dass hier eine hoch kompetente

und leistungsstarke Forschung und

Wirtschaft in einem attraktiven und für

neue Impulse offenen Umfeld zuhause

sind. Das hilft, Fachkräfte in die Region zu

holen, und macht Investoren und Wissenschaftler

aufmerksam.

„Die Schubwirkung ist da

und wird Braunschweig

langfristig voranbringen.“

17


18

1

1 Das „Haus der Wissenschaft“ soll eine lebendige

Begegnungsstätte rund um Forschung,

Wissensvermittlung und Technologietransfer

werden. Foto: Holger Neddermeier

2 Das „Gewächshaus des Wissens“ mit Tauschbibliothek

zur „Stadt der Wissenschaft 2007“

stand im Sommer auf dem Domplatz.

Foto: KSP Engel und Zimmermann GmbH

„Haus der Wissenschaft“

als funktionierender Ort

des Dialogs

Das modernste Luftschiff der Welt, der Zeppelin

NT, im Einsatz für das DLR-Forschungsprojekt

SOCCER. Foto: DLR/Lars Frederik Slowak

2

Ist die neue Kooperation der TU und Volkswagen

der wichtigste Erfolg des abgelaufenen Jahres?

Die Kooperation ist ein sehr gutes Beispiel

für die langfristigen Ziele, die wir mit

der „Stadt der Wissenschaft“ verfolgt haben:

Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzubringen

und so neue und zukunftsträchtige

Arbeitsplätze zu schaffen. Dass

der Abschluss in das Wissenschaftsjahr fi el,

ist eine besonders stimmige Entwicklung.

Ein großer Erfolg war aber auch, dass Professor

Rudi Balling hier gehalten und dabei

eine große Investition ausgelöst werden

konnte.


Welche Bedeutung hat die Wissenschaft in Braunschweig

(Forschungsfl ughafen, Biotechnologie) in

Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung der

Stadt?

Die Frage ist auf verschiedenen Ebenen

zu beantworten: Zum einen bedeutet Wissenschaft

in Braunschweig ganz praktisch

Arbeitsplätze, Investitionen und Fördermittel,

die in unsere Stadt fl ießen. Zum anderen

sichert Wissenschaft die zukünftige

Marktfähigkeit der ansässigen Wirtschaft

durch die Entwicklung neuer Produkte. Je

vielfältiger die Zusammenarbeit der Forschungseinrichtungen

untereinander und

mit der Wirtschaft ist, desto mehr werden

alle vom Technologietransfer profi tieren.

Was Erwarten Sie vom „Haus der Wissenschaft“,

das derzeit im Entstehen ist?

Das „Haus der Wissenschaft“ setzt am

Erfolgsrezept der „Stadt der Wissenschaft“

2007 an und entwickelt es weiter. Ich erwarte

mir einen funktionierenden Ort für

die Fortsetzung des Dialogs und für Veranstaltungen,

bei denen sich Wissenschaft,

Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft begegnen.

Holger Neddermeier

Die Herzog August Bibliothek ist eine der

ältesten unversehrt erhaltenen Bibliotheken der Welt.

STANDORT | Dezember 2007 | PARTNERSCHAFTEN

Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH

WWW.PROJEKT-REGION-BRAUNSCHWEIG.DE

19


20

PARTNERSCHAFTEN | Dezember 2007 | STANDORT

1 Prof. Dr.-Ing. Jürgen Köhler erhielt den Deutschen

Umweltpreis 2007 der Deutschen Bundesstiftung

Umwelt (DBU). Foto: Bernd Schoelzchen

2 Längst ist Umweltfreundlichkeit auch in der

Automobilindustrie ein Verkaufsargument.

Foto: BZ-Archiv/Bernward Comes

Mittelstand und Hochschule

Hand in Hand

2

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Köhler erhält Umweltpreis 2007 – Kohlendioxid als Kältemittel

Umweltschutz spielt inzwischen auch

in der Wirtschaft eine immer größere Rolle.

Und das nicht erst, seit Schlagworte wie

„Treibhauseffekt“ oder „Klimawandel“ in

aller Munde sind – längst ist Umweltverträglichkeit

ein Verkaufsargument, auch und

gerade in der Automobilindustrie. Professor

Dr.-Ing. Jürgen Köhler, Direktor des

Instituts für Thermodynamik an der TU

Braunschweig, entwickelt für die Branche

seit vielen Jahren umweltverträgliche Innovationen.

Dafür wurde er in diesem Jahr mit

dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen

Bundesstiftung Umwelt (DBU) geehrt.

Der Maschinenbau-Professor führt das

Institut der TU seit 1998. Vorher war er lange

als Leiter der Entwicklungsabteilung des

Schwalmstädter Unternehmens „Konvekta“

tätig, das er noch heute berät. Sein Arbeitsschwerpunkt:

Energie- und Kältetechnik.

Köhler untersucht umweltfreundliche und

energieeffi ziente Kältemittel. Mit „Konvekta“-Gründer

Carl H. Schmitt brachte der

53-Jährige den Einsatz von Kohlendioxid

als Kältemittel in Kfz- Klimaanlagen zur

Serienreife. Dafür erhielten beide den Umweltpreis

2007.

1

Kohlendioxid – ist dieser Stoff unter

Umweltgesichtspunkten nicht gerade ein

„Sorgenkind“? Prof. Köhler widerspricht:

„Heute gebräuchliche Kältemittel belasten

die Atmosphäre im Vergleich zu Kohlendioxid

etwa mit dem 1.400-fachen Ausstoß an

Treibhausgasen. Kältemittel machen heute

rund 10 % der Gesamtemissionen eines

Fahrzeugs aus.“ Zum einen verbrauche der

Antrieb der Klimaanlage viel Energie, zum

anderen entweiche das Kältemittel selbst aus

den Anlagen und belaste die Atmosphäre.

CO2 biete viel bessere Eigenschaften,

so Köhler, die Einfl üsse auf die Umwelt

seien gering, die Kühleigenschaften hervorragend.

„Wir machen aus schlechtem

CO2 gutes CO2“, so der Forscher. Die deutschen

Autobauer wollen ab 2011 auf die

neue Technik umsteigen. Der internationale

Durchbruch scheitert bislang insbesondere

an politischen Schranken, erläutert Köhler:

„Deutschland ist weltweit führend in dieser

neuen Technologie, andere Länder sind entsprechend

skeptisch.“

Einen Grund für seinen Erfolg sieht

Köhler in der engen Verbindung seiner Forschung

mit der wirtschaftlichen Praxis: „Die

Verzahnung von Mittelstand und Hochschulen

ist eine besondere Stärke des Mittelstands.“

Wichtig sei aber immer, dass beide

Seiten von einer Zusammenarbeit profi tieren.

So müssten die Unternehmen auf die

Hochschulen zugehen und klar formulieren,

in welchen Bereichen sie die Unterstützung

der Forschung benötigen; umgekehrt

müssten Hochschulen praxisnahe Problemlösungen

bieten. Die beste Grundlage

für eine fruchtbare Zusammenarbeit seien

kompetente Ansprechpartner, vor allem auf

Unternehmensseite: „Um zu erkennen, wo

die eigenen Stärken und Grenzen liegen,

müssen die Unternehmen insbesondere in

der Entwicklung wissenschaftlicher arbeiten,

dann können die Hochschulen optimal

unterstützen“, sagt Köhler.

Bernhard Mecke


| ANZEIGE |

Bundesweit jeder 2. Unternehmer ohne

Nachfolger – was stimmt da nicht?

In Deutschland gibt es rund 2 Millionen

Familienunternehmen. Nach

einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung

steht jedes Jahr in

rund 4 % der Unternehmen – also bei

80.000 Unternehmen – der Generationenwechsel

an. In nur 40 % der

Fälle stehen Verwandte für die Nachfolge

zur Verfügung.

Wie schätzen Sie die Situation in

unserer Region ein?

Pietschmann: Hannover, Braunschweig,

Wolfsburg sind aufgrund der Attraktivität

der Standorte und der hohen Innovationskraft

der Unternehmen gut aufgestellt.

Wie sensibilisiert man einen erfolgreichen Unter-

nehmer, sich der Nachfolgefrage ohne Scheu zu

widmen und wer übernimmt überhaupt diese –

im ersten Schritt – möglicherweise undankbare

Aufgabe?

Bosse: Manche gestandene Persönlichkeiten

habe ich mit der Frage „Was wäre

heute, wenn Sie gestern gestorben wären?“

auf die Problematik aufmerksam gemacht.

Dieses Szenario zeigt deutlich den Handlungsbedarf

auf.

Pietschmann: Eine engagierte Bank

begleitet den Prozess. Aber die Entscheidung

selbst muss der Unternehmer fällen.

Welche Nachteile sehen Sie, wenn sich der Unternehmer

dem Thema nicht rechtzeitig stellt?

Pietschmann: Das lässt sich kurz zusammenfassen.

Er verliert Zeit und setzt

sein Lebenswerk aufs Spiel.

Bastian Bosse (32) seit 1997 Volksbank eG

Braunschweig Wolfsburg, Finanz- und Nach-

folgeplaner Fotos: Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg

Welcher Typ Unternehmer löst die Nachfolgeentscheidung

vorbildlich?

Pietschmann: Es sind vor allem Inhaber,

die eine realistische Einschätzung

ihres Unternehmens haben und die die

Nachfolgeregelung rechtzeitig planen.

Haben Sie einen konkreten Fall für eine

gelungene Regelung vor Augen?

Bosse: Das Guinness Buch der Rekorde

dokumentiert den prominentesten

Fall. Das Hotel Hoshi Ryokan in Japan

existiert seit dem Jahre 717 und wird jetzt

in der 46. Generation der Gründerfamilie

geführt.

Die Nachfolgeregelung bedarf einer langfristigen

Strategie – wer aus dem Umfeld des Unternehmers

kann hier Hilfestellung leisten?

Pietschmann: Ansprechpartner sind die

Betriebsberater der Kammern, der Steuerberater

oder der Rechtsanwalt. Engagierte

Banken haben Experten für diese Aufgabe,

in unserem Haus begleiten speziell

ausgebildete Estate Planner (Finanz- und

Nachfolgeplaner, Anmerk. d. Red.) diesen

Prozess.

BANKENTIPP

Patrick Pietschmann (34) seit 2007 Volksbank eG

Braunschweig Wolfsburg, Leiter Firmenkunden

Regionalmarkt Braunschweig/Salzgitter

Was spricht für diese enge Zusammenarbeit?

Pietschmann: Aktuelle Änderungen,

wie z. B. Neuerungen im Erbschaftsrecht

oder Informationen zur anstehenden

Unternehmenssteuerreform, können so

zeitnah berücksichtigt und in die Planung

einbezogen werden.

Was raten Sie Unternehmern?

Pietschmann: Inhaber sollten für eine

langfristige Unternehmenssicherung bereits

in einem frühen Stadium Experten

in ihre Nachfolgeplanung einbinden. So

sichern sie ihre Firma für die Zukunft ab.

Auch viele hoch qualifi zierte junge Leute suchen

eine Chance. Sie wollen sich mit ihrem Know-how

und ihrem Kapital in der Selbstständigkeit

beweisen. Welchen Tipp können Sie für die

Unternehmenssuche geben?

Pietschmann: Es gibt verschiedene

Netzwerke, die den Markt transparent machen,

z. B. die Initiative Unternehmensnachfolge

„nexxt“. Hier suchen durchschnittlich

mehr als 7.000 Unternehmen

einen Nachfolger.

Ina von Janowski,

Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg

Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg, 38434 Wolfsburg, Tel. 0180 269 910 66 (6 ct pro Anruf aus dem dt. Festnetz, ggf. andere Tarife im Mobilfunk)

www.volksbank-brawo.de

21


22

SEINE GÜNSTIGE LAGE MACHT DAS GVZ

ZUR DREHSCHEIBE MIT POTENZIAL

Güter-Drehscheibe mit Potenzial

Die Finger sind schon an der Kamera festgefroren und klirrende Kälte lässt

einen fast erstarren. Auch die dünne Warnweste aus dem Auto spendet

kein bisschen Wärme – dennoch ist sie Pfl icht auf dem Gelände des Güterverkehrszentrums

Salzgitter (GVZ), das zwischen Thiede und Üfi ngen liegt.

Das GVZ 1 wurde 1998

ins Leben gerufen

Diese Sicherheitsmaßnahme überrascht

bei unserem Besuch ein wenig. Kein Mensch

zu sehen im Augenblick, keine Bewegung.

Wo man hinschaut: überall nur Container.

Kaum Verkehr. Doch da biegt ein Lkw ein

und rollt in Richtung der Anlage des Kombinierten

Ladungsverkehrs (KLV), wo ein

Kran Lasten von der Straße auf die Schiene

oder ins Lager stellt. Nach zehn Minuten

ist der Container abgeladen und der Lkw

wieder weg. Nach viel Betrieb sieht es hier

heute nicht aus.

Am Anfang stand große Aufbruchstimmung.

Das GVZ 1 wurde 1998 ins Leben

gerufen, die Volkswagen AG gab gut

13 Hektar Land, damit sich dort Unternehmen

– vorzugsweise Zulieferer – ansiedeln

konnten. Doch ohne es zu wissen, wurde

damit ein erster Bremsklotz eingebaut:

Denn die Flächen durften Firmen nur in

Erbpacht übernehmen, was für viele nicht

interessant ist. „Die Entwicklung des GVZ

stagniert offenbar“, bestätigt Wolfgang

Eberhard. Er ist Betriebsleiter der KLV-

und Hafenanlage bei den Verkehrsbetrieben

Peine-Salzgitter.

Für die gebremste Entwicklung gibt es

einen weiteren Grund: Der Bebauungsplan

stammt aus dem Jahre 1978 und erfüllt in

puncto Lärmemissionen nicht mehr die


1

1 Zur Gründung und Entwicklung des GVZ hatten sich

mehrere Unternehmen in der „Güterverkehrszentrum Entwicklungsgesellschaft

Salzgitter“ zusammengeschlossen.

Foto: Jörg Scheibe

2 Matthias Grüne, Wirtschafts- und Innovationsförderung

Salzgitter GmbH (WIS) Foto: WIS

3 Straße, Schiene, Wasserweg – das GVZ ist ein Knotenpunkt.

Foto: Jörg Scheibe

aktuellen Anforderungen. Zwar hat die

Stadt Salzgitter inzwischen ein Bauleitplanungsverfahren

eingeleitet. „Der gesamte

Bereich inklusive GVZ 2 muss neue Grenzwerte

zugeteilt bekommen“, erklärt Eberhard.

Dieser Prozess könne sich allerdings

über einen längeren Zeitraum hinziehen.

Unternehmen können sich derweil nur unter

Vorbehalt im GVZ ansiedeln.

„Die Erbpacht jedenfalls ist für viele

Unternehmen unattraktiv“, erklärt Matthias

Grüne, Referent bei der Wirtschafts- und

Innovationsförderung Salzgitter GmbH

(WIS). Der fällige Zins bei Laufzeiten von

beispielsweise 20 Jahren sei etwa vergleichbar

mit aktuellen Preisen von gewerblichem

Bauland in der Nachbarschaft. „Aber die

Erbpacht beinhaltet nicht die Erlangung

STANDORT | Dezember 2007 | PARTNERSCHAFTEN

des Grundeigentums.“ Und Grüne ergänzt:

„Welches Unternehmen investiert unter

diesen Bedingungen mehrere Millionen

Euro, wenn es gleichzeitig kundenseitige

Vertragslaufzeiten von üblicherweise kaum

mehr als drei Jahren hat und außerdem keine

vergleichbaren Sicherheiten?“

Die WIS vermarktet Gewerbefl ächen

der Stadt in deren Auftrag und hat Mar-

ketingaufgaben, wie Messepräsentationen

für den Standort Salzgitter, übernommen.

Bis zum Jahre 2006 erweiterte die Stadt

das Volkswagen-Areal des GVZ um 85

Hektar aus eigenem Bestand. Dadurch

sollte die Vermarktung erleichtert werden

– zumal die Flächen nun bis zum Binnenhafen

Beddingen direkt am Stichkanal reichen.

2

3

23


24

1 Der 41-Tonnen-Portalkran kann Container bewegen,

die 20 bis 40 Fuß (6,5 bis 13 Meter) lang sind.

Foto: Jörg Scheibe

2 Fünfmal pro Woche verkehren Güterzüge in

die Seehäfen nach Hamburg und Bremerhaven.

Foto: Jörg Scheibe

3 2006 wurden rund 19.000 Container

umgeschlagen. Foto: Jörg Scheibe

STATISTIK

GVZ 1

> umfasst 38 Hektar (13,5 Hektar für

gewerbliche Nutzung; in Erbpacht

vergeben von der Volkswagen AG)

> ab 1998 entstanden

> unterteilt in Bereiche: für Logistikunternehmen

(L), für produzierendes

Gewerbe (P), für Dienstleistungsund

Serviceunternehmen (D).

> Herzstück ist die Anlage für den

Kombinierten Ladungsverkehr

(KLV).

GVZ 2:

> umfasst 85 Hektar für gewerbliche

Nutzung (zum Verkauf durch die

Stadt Salzgitter)

> Entschluss fi el 2000

> westlich der KLV an der A39

„Dort können wir Flächen auch verkaufen“,

informiert Grüne. „So können Unternehmen

langfristig planen.“ Einen ersten

Erfolg dieses Schachzugs durfte die WIS

im vergangenen Jahr feiern: Das Logistikunternehmen

Schenker zog 2006 von

Braunschweig nach Salzgitter. Auch die

Firma Eppers wollte ihre Niederlassung zunächst

vergrößern. Doch sie musste alle

Pläne stoppen, als deutlich wurde, dass der

veraltete Bebauungsplan nicht den neuesten

Emissionsvorgaben entspricht.

Dabei gibt es weitere Pfunde, mit denen

das Güterverkehrszentrum wuchern

kann. „Fünfmal pro Woche verkehren von

hier aus Güterzüge in die Seehäfen nach

Hamburg und Bremerhaven“, unterstreicht

3

1

Grüne. Andererseits liegt das Zentrum günstig

an der Autobahn 39 (Abfahrt Thiede)

und in einem wahren Netzwerk von Bundesstraßen.

Grüne betont auch, dass es eine Reihe

weiterer Interessenten gibt, die nur durch

die Hängepartie der Emissionsgrenzwerte

von ihrer Ansiedlung noch Abstand nehmen.

Eine Prognose, wann der neue Bebauungsplan

steht, möchte er aber zurzeit

nicht abgeben: „Da gibt es zu viele Fristen

und Beteiligungsverfahren.“

Von einem Drama möchte Grüne andererseits

nicht sprechen. „Andere Güterverkehrszentren

hatten ebenfalls Anlaufphasen,

in denen die Vermarktung zunächst

vorbereitet und dann in Gang gebracht

werden musste.“ Dass dies einige Jahre in

Anspruch nehme, entspreche durchaus

Erfahrungen an anderen Standorten. „Die

Entwicklung hinsichtlich des Bebauungsplanes

ist jedoch nicht normal und aus Sicht

der WIS für die Vermarktung unglücklich“,

gibt Grüne zu.

Zur Gründung und Entwicklung des

GVZ hatten sich 1998 mehrere Unternehmen

in der „Güterverkehrszentrum

2


Entwicklungsgesellschaft Salzgitter“ zusammengeschlossen,

darunter neben der

WIS sowie der VPS unter anderem Cargill,

Eppers Logistik, Lehnkering Steel Transport

& Services, Schenker Deutschland

sowie Volkswagen Logistics. Grüne: „Einzelne

Gründungsgesellschafter haben sich

allerdings wieder aus der GVZ-E verabschiedet.

Dazu zählt zum Beispiel die

Cotrans Logistik.“

Immerhin erfüllt der Kombinierte Ladungsverkehr

im GVZ 1 die Erwartungen

schon länger – auch wenn es bei unserem

Besuch nicht danach aussieht. „Wir nähern

uns sogar der Auslastungsgrenze“, unterstreicht

Eberhard. Prognosen rechnen sogar

mit einer steigenden Auslastung des

Terminals. In den Köpfen der Betreiber reifen

darum Ideen, die Anlage auszubauen.

Bislang kann der 41 Tonnen-Portalkran

Container bewegen, die 20 bis 40 Fuß lang

sind (6,5 bis 13 Meter).

| ANZEIGE |

Schokolade

macht glücklich!

Rausch in Peine bietet beste Qualität und Innovation

Schokolade macht

glücklich – keine

Frage. Jürgen Rausch, Geschäftsführer des

gleichnamigen Peiner Unternehmens weiß,

noch mehr: Laut Wissenschaftlern mache

besonders die Bitterschokolade selig. Ein

Grund vielleicht, warum gerade die dunklen

Sorten heute im Trend liegen.

Noch glücklicher werden wir allerdings,

wenn der Schokoladengeschmack die

Qualität erkennen lässt. Wenn uns auf der

Zunge zergeht, was wirklich in ihr steckt.

Dieses Geschmackserlebnis wird dank

Jürgen Rausch wahr. Seine Firma hat sich

auf Premium-Schokolade mit einem besonders

hohen Kakaoanteil spezialisiert;

entsprechend wird weniger Zucker verwendet.

Ausschließlich Edelkakao fi ndet

den Weg nach Peine – exotisch und

fruchtig soll er schmecken und sich vom

„Im vergangenen Jahr haben wir umgerechnet

rund 19.000 Container umgeschlagen“,

rechnet Eberhard vor.

Respekt! Offenbar werden im Schnitt

mehr als 60 Container am Tag verladen. So

wenig Bewegung wie zu unserem Besuchstermin

ist hier also nicht immer. Und auch

die Kamera hat den Ausfl ug glücklich überstanden

– und ist wieder aufgetaut.

STANDORT | Dezember 2007 | PARTNERSCHAFTEN

4

Florian Wichert

Konsumkakao

geschmacklich

abheben.

Qualität und Innovation sind das Geheimnis.

Nicht immer ist es nützlich, eine

geradezu unübersichtliche Auswahl anzubieten.

„1999 produzierten wir sage und

schreibe noch 1.236 Produkte“, so der

Chocolatier. In dem Bewusstsein, dass das

Unternehmen aber mit 20 % des Sortiments

80 % des Umsatzes machte, steckte

sich Jürgen Rausch schließlich andere

Ziele. Weniger ist manchmal mehr: Rund

100 Produkte sind es inzwischen, und die

überzeugen! Mit zahlreichen Erfi ndungen

wie Kleinpralinen, der 125-Gramm-Tafel

oder der beliebten Plantagenschokolade

konnte der Trendsetter punkten. Und das

Hauptziel? „Wir wollen in Peine die weltweit

beste Schokolade produzieren.“

5

4 In den Köpfen der Betreiber reifen Ideen, die Anlage

auszubauen. Foto: Jörg Scheibe

5 Die Flächen des GVZ dürfen nur in Erbpacht vergeben

werden: ein Bremsklotz in der Entwicklung.

Foto: Jörg Scheibe

Premium-Schokolade mit Edelkakao „made in Peine“. Fotos: Rausch

Kompromisse geht der Geschäftsführer

dabei nicht ein. Nur die besten Zutaten

und das schonendste Herstellungsverfahren

darf es sein. Die Bedingung, dass ein

Schokoladengeschäft von Rausch beliefert

wird, ist eine optimale Warenpfl ege.

All dies ist natürlich auch am Berliner

Gendarmenmarkt gewährleistet. Hier befi

ndet sich Fassbender & Rausch – das

größte Schokoladenhaus der Welt. Etwa

50 der 600 Mitarbeiter sind hier beschäftigt.

Und der Rest? Natürlich in Peine.

Wohl kein anderes Unternehmen hat in

dieser Stadt so viele Arbeitsplätze geschaffen

wie Rausch.

Daniela Willke

Rausch Schokoladen GmbH, Wilhelm-Rausch-Straße 4, 31228 Peine, Tel. (05171) 99 01-0, E-Mail: info@rausch-schokolade.de, www.rausch-schokolade.de

25


26

1 David Christmann mit dem Teo-Mini und dem

Teo-Server (vorne) Foto: BZ-Archiv/Lennart Kutzner

2 Der Mini-Server kann nach Herstellerangaben

bis zu 90 % des bisherigen Stromverbrauchs ein-

sparen. Foto: ccvision.de

3 Besonders die Großrechner von Firmen verbrauchen

Unmengen an Strom. Der CO2-Ausstoß des

gesamten Internets ist inzwischen so groß wie der

des weltweiten Flugverkehrs. Foto: Peer Grimm/dpa

1

2

3

„TEO“ – Der Energiesparer

aus Ilsede

Das Internet ist sicher eine der segensreichsten Erfi ndungen unserer Zeit.

Doch Fakt ist auch, dass das „surfen“ im weltweiten Netz jede

Menge Energie verbraucht. Allein der Betrieb von Servern,

Kühlanlagen und Zusatzeinrichtungen bedeutete 2005

weltweit einen Verbrauch von rund 123 Milliarden

Kilowattstunden Strom.

Auf der diesjährigen CeBIT-Messe wurde der

„TEO-Server“ vorgestellt. Foto: christmann informationstechnik + medien

Die entsprechende Stromrechnung erreichte

die beachtliche Summe von 7,3 Milliarden

US-Dollar. Damit liefen 14 Kraftwerke

nur für den Betrieb von Servern und

Netzwerksystemen. Die Hälfte davon verursacht

allein die Kühlung der Rechner.

Jonathan Koomey, Wissenschaftler

beim Lawrence Berkeley National Laboratory

und Professor an der Universität

Stanford, der diese Zahlen ermittelte,

prognostiziert sogar, dass bis 2010 der

Energieverbrauch durch Server um weitere

40 % wachsen werde. Falls der Verbrauch

eines durchschnittlichen Servers

weiter ansteige, können es sogar bis zu

75 % werden.

„Gerade in Zeiten des zunehmenden

Klimawandels ist Energiesparen wichtiger

denn je“, betont Wolfgang Christmann.

Der Geschäftsführer und Namensgeber

der Firma Christmann Informationstechnik

und Medien aus der Gemeinde Ilsede

im Landkreis Peine will dazu seinen Beitrag

leisten. Zusammen mit seinen 16 Mitarbeitern

hat sich der studierte Maschinenbauer

der Energie-Effi zienz und der so genannten

„Green-IT“ verschrieben.

„Maximale Leistung bei minimalem

E nergieverbrauch!“ – so das Motto des

fi ndigen Existenzgründers. Auf der diesjährigen

CeBIT-Messe stellte Christmann

seinen „TEO-Server“ der breiten Öffentlichkeit

vor. Er gehört zu den 20 Top-

Innovationen – ausgezeichnet vom Land

Niedersachsen.

„TEO“ steht für Thin Economic Offi

ce (schlankes, wirtschaftliches Büro) und

ist Teil eines intelligenten und stimmigen

Gesamtkonzeptes. Der Mini-Server kann,

nach Aussagen des Unternehmers, bis zu

90 % des bisherigen Stromverbrauchs einsparen.

Zudem ist „TEO“ kaum größer als

ein DIN A4-Blatt und nur sechs Zentimeter

dick. Dabei aber ebenso leistungsfähig wie

ein Server herkömmlicher Bauart. Der Miniserver

benötigt nur 30 – 50 Watt Energie,

ist extrem leise und kann bis zu 40 Arbeitsplätze

miteinander vernetzen. „Wenn mehr

Leistung benötigt wird, können mehrere

TEO-Server zu einem Verbundsystem zusammengeschaltet

werden“, so Christmann.

Ein „Thin-Client“ (ein ausgedünnter

Netzwerkcomputer), der mit dem „TEO-

Server“ kombiniert werden kann, kommt

mit 7 – 8 Watt aus – ein üblicher PC benötigt

120 – 250 Watt. Stellt man ein Netzwerk mit

50 Personalcomputern und drei Servern auf

das TEO-Konzept um, lassen sich in etwa

20.000 Kilowattstunden pro Jahr sparen. Bei

16 Cent pro Kilowattstunde würde das eine

Ersparnis von satten 3.200 Euro bedeuten.

Der „TEO-Mini“ und auch „TEO-

Micro“ verbrauchen sogar weniger als

10 Watt. Die Festplatte kann durch eine

Solid-State-Disk mit 32 Gigabyte Flashspeicher

ersetzt werden. In dieser Variante

hat der „TEO“ überhaupt keine drehenden

Teile mehr und ist absolut tauglich für den

effi zienten Hausgebrauch.

Holger Neddermeier


Familie fi ndet Stadt –

Service & Lebensqualität in Peine

Die Initiative der Peine Marketing GmbH,

Familien in Stadt und Landkreis mit

Tipps rund um Beruf, Wohnen und

Freizeit zu unterstützen, dokumentiert

eindrucksvoll das Internetportal

www.familie-fi ndet-stadt.de.

Eine Familie zu haben, ist schön, bedarf

jedoch in vielen Fällen einer externen Unterstützung,

geht es um Fragen der Kinderbetreuung,

Schule und Bildung, oder Wohnen

und Freizeit, kurz: um Angebote vor

Ort. Die Peine Marketing GmbH bietet mit

ihrer neuen Homepage einen speziellen Service

an, thematisch klar und übersichtlich in

der Auskunft. Dabei werden nicht nur Tipps

für junge, neue oder altein ge sessene Familien

in Stadt und Landkreis fokussiert. Familie

geht im Alter weiter. Umfassende Anregungen

für Senioren bilden einen weiteren

Schwerpunkt der Website. Von Antworten

auf Fragen rund um Pfl ege & Co bis hin zur

Betreuung Volljähriger, bietet das Angebot

Rat und Tat für jeden Lebensabschnitt. Zentrales

Thema ist die Vereinbarkeit von Familie

und Beruf, sowohl von Seiten der Arbeitnehmerin,

als auch des Arbeitgebers. Das

Angebot reicht von A wie „Au-Pairs“ bis Z

Designakzente im Büro.

wie „Zertifi kate für besonders familienbewusste

Unternehmen“. So fi nden auch Entscheidungsträger

wichtige Informationen,

STANDORT | Dezember 2007 | ENGAGIERT

Das Internetportal www.familie-fi ndet-stadt.de bietet viele Tipps und nützliche Informationen.

wie diese Form betriebswirtschaftlich sinnvoller

Personalpolitik in die Praxis umgesetzt

werden kann. Informationen über die

vielfältigen zusätzlichen Angebote der Stadtmarketingor

ga nisation, wie beispielsweise

die Zertifi zierung familienbewusster Betriebe,

das Kinderland oder Kinderhotel, fi ndet

man ebenfalls auf der Homepage der Peine

Marketing GmbH: www.peinemarketing.de

Christine Sehle

27

Neustädt Büroeinrichtungen GmbH

Senefelderstraße 8

38124 Braunschweig

fon: 0531-61633

fax: 0531-611448

mail: info@neustaedt-office.de

home: www.neustaedt-office.de

TriASS Einrichtungskonzept


28

PROJEKT „BRÜCKEN BAUEN“

STÄRKT SOZIALES ENGAGEMENT DER WIRTSCHAFT

Über den Tellerrand

hinausschauen

Der 13. September war ein Tag mit Signalwirkung. Die Mitarbeiter von

22 Firmen aus Braunschweig und Salzgitter verließen ihre Büros oder Werkstätten

und engagierten sich einen Tag lang in 26 Projekten sozialer Einrichtungen.

So unterschiedlich wie die Träger waren auch die Projekte: Die

Bandbreite reichte von der Ausrichtung eines Fußballturniers über den Bau

eines Gartenhauses oder einen Ausfl ug mit behinderten Kindern bis zu

einem Bewerbungstraining für arbeitssuchende Frauen.

1 2 3

Das niedersächsische Pilotprojekt hatte

die hannoversche Staatskanzlei nach dem

Vorbild Wiesbadens initiiert, unterstützt

vom Verein „Unternehmen: Partner der Jugend“

(UPJ). In Hessen läuft ein vergleichbares

Projekt unter dem Namen „Wiesbaden

engagiert!“ schon seit zwei Jahren – und

das mit großem Erfolg. Auch die hiesigen

Organisatoren ziehen nach der Premiere

ein positives Fazit und wollen 2008 erneut

einen solchen Aktionstag anbieten. Der erste

Nachahmer ist auch schon gefunden:

Die Freiwilligenzentrale Hannover plant,

ein ähnliches Projekt in der Landeshauptstadt

zu starten.

Hinter der Aktion steht ein simpler Gedanke,

wie Peter Kromminga von UPJ erläutert:

„Unternehmen sind keine isolierten

Einheiten, sondern bewegen sich auch

als Unternehmen im Gemeinwesen.“ So


sollten sich die Mitarbeiter zumindest einen

Tag lang sozial engagieren, sich mit anderen

Menschen auseinandersetzen und neue

Lebenswelten kennenlernen. „Gleichzeitig

schulen Mitarbeiter so ihre sozia len, kommunikativen

und gegebenenfalls auch interkulturellen

Kompetenzen“, sagt Kromminga.

Auf lokaler Ebene organisierten die

Bürgerstiftungen in Braunschweig und

1 Die Organisation und Durchführung eines Fußballturniers

war eines der 26 Projekte. Foto: oh

2 Harald Tenzer, Geschäftsführer der Tenzer Mineralöl

engagierte sich für das Fußballturnier. Foto oh

3 Im SOS Mütterzentrum Salzgitter wurden mit dem

Partnerunternehmen LayerDrei – Zentrum für IT-

Lösungen Bewerbungsgespräche trainiert. Foto: oh

Der Deutsche Kinderschutzbund Braunschweig

erhielt mit Hilfe der Nibelungen-Wohnbau GmbH

ein Gartenhaus für Roller und Fahrräder. Foto: oh

Salzgitter, die Arbeitsgemeinschaft Braunschweiger

Wohlfahrtsverbände sowie die

Braunschweig Zukunft GmbH das Projekt

– und das ehrenamtlich. Bereits im März

konnten anlässlich eines Informationstages

zur Vorstellung der Aktion Partner zur fi -

nanziellen oder logistischen Unterstützung

gewonnen werden. Im Juni brachte eine

Informationsbörse interessierte Unternehmen

und soziale Einrichtungen zusammen,

praktisch nach dem Motto: „Welche Hilfe

brauchen die sozialen Einrichtungen und

wo können die Unternehmen ansetzen?“.

Erwünschter Nebeneffekt: Geknüpfte

Kontakte sollen auch über den eigentlichen

Tag hinaus wirken und dauerhafte Partnerschaften

von Firmen und sozialen Einrichtungen

fördern. So wird etwa Christian

Bach von der Agentur „Steffen und Bach“

auch künftig der Braunschweiger Aidshilfe

STANDORT | Dezember 2007 | ENGAGIERT

Mit anderen Menschen

auseinandersetzen

Neue Lebenswelten

kennenlernen

Einen Ausfl ug mit behinderten Kindern konnte der

Verein LiBERO e.V. mit Unterstützung der Öffentlichen

Versicherung Braunschweig umsetzen. Foto oh

29


30

1 Tatkräftiges Zupacken war bei

manchen Projekten gefragt. Foto: oh

2 Geknüpfte Kontakte sollen über

den Tag hinauswirken. Foto: oh

3 Der positiven Premiere soll 2008 ein

weiterer Aktionstag folgen. Foto: oh

4 Soziales Engagement das Spaß

macht und Freude bringt. Foto: oh

5 In einigen Fällen war kompetentes

Coaching gefragt. Foto: oh

Unternehmen sind Teil

des Gemeinwesens

1

2

zur Seite stehen: „Wir haben bislang eine

Broschüre erarbeitet, werden nun aber auch

den Internetauftritt, Plakate und andere

Maßnahmen in Angriff nehmen.“ Auch

in anderen Feldern seien schon Partnerschaften

entstanden.

Soll das erfolgreiche Konzept nun zur

Dauereinrichtung werden? Helmut K.

Borchert von der Braunschweiger Bürgerstiftung:

„Wir schauen nicht zu weit nach

vorn, sondern denken von Jahr zu Jahr.

Schließlich wird sich UPJ 2008 organisatorisch

nicht mehr so einbringen können wie

in diesem Jahr. Wir brauchen jemanden,

der die Arbeit federführend organisiert und

strukturiert.“ Angesichts dessen warnt auch

Peter Kromminga: „Wir dürfen das Projekt

nicht überfordern und sollten uns daher

zunächst auf Braunschweig und Salzgitter

konzentrieren, bevor wir die gesamte Re-

Geknüpfte Kontakte

sollen über den

Tag hinaus wirken

gion einbinden.“ Ursprünglich war die gesamte

Region angesprochen, doch hielten

sich viele soziale Einrichtungen etwa aus

Wolfsburg, Gifhorn, Helmstedt oder Peine

bedeckt, waren skeptisch. Henning Eschemann

vom Paritätischen Wohlfahrtsverband:

„Die Mutigen wurden belohnt, die

Zögerlichen haben eine Chance versäumt.“

Bernhard Mecke

3 4 5


Immobiliendienstleister

mit neuem Gesicht

Volkswagen Immobilien stellt neues Corporate Design vor

Auch die Hompage wurde komplett neu entwickelt Foto: VW Immobilien

Ab sofort zeigt sich Volkswagen Immobilien

mit einem neuen Gesicht. Wichtigstes

Element dabei ist ein neu gestaltetes

Logo. Der neue Claim „Zukunft gestalten“

löst künftig das bisher verwendete Motto

„Für jeden das richtige Zuhause“ ab. Die

Entwicklung zum modernen Immobiliendienstleister,

dessen Leistungsangebot inzwischen

ein breites Spektrum von der

Wohnungsvermietung bis zur internationalen

Projektentwicklung umfasst, soll so

auch optisch und inhaltlich zum Ausdruck

kommen.

Ein wesentlicher Eckpunkt im neuen

Auftritt ist auch die komplett neu entwickelte

Internetseite. Schon auf der Startseite

kann der Benutzer mit der Wohnungssuche

beginnen, um so noch schneller die

passende Wohnung zu fi nden. Ein integrierter

Stadtplandienst mit Hybrid- oder

Luftbilddarstellung zeigt nicht nur sofort,

wo die Wohnung liegt, sondern auch wo

sich im direkten Umfeld der nächste Kindergarten,

die Schule oder der Supermarkt

STANDORT | Dezember 2007 | VERMISCHTES

befi ndet. Der Bereich Mieterservice wurde

umfassend ausgebaut und das Serviceangebot

erweitert.

v. l.: Marketingleiter Ulrich Sörgel und Geschäftsführer

Roland Stöckigt. Foto: VW Immobilien

Insgesamt ist die Seite persönlicher geworden.

Zu jedem Thema gibt es einen

passenden Ansprechpartner mit Foto und

Telefonnummer. Neu sind auch die Stadtteilbeschreibungen,

die man über eine interaktive

Wolfsburgkarte erreicht.

Redaktion

Krümmeweg 24 b

38518 Gifhorn

Telefon 0 53 71.72 82 84

Telefax 0 53 71.72 82 81

E-Mail mail@sylvia-goerges.de

www.sylvia-goerges.de

Standort

WIRTSCHAFT UND MENSCHEN IN DER REGION

Lesen Sie im

Wirtschaftsmagazin

der Region,

was den

Mittelstand

bewegt.

Das Maganzin wird an

einen festen Abonnentenstamm,

bestehend aus

Entscheidern der Region,

zugestellt.

Mit einer Anzeige erreichen

Sie somit alle wichtigen

Unternehmer.

Anzeigenpreise (4c):

ganze Seite – 2.300 e

halbe Seite – 1.265 e

drittel Seite – 860 e

Preise zzgl. MwSt.

➔ Full-Service Werbeagentur

für maßgeschneiderte

kreative Lösungen –

von der Konzeption bis

zum fertigen Produkt. ➔

Haben Sie Fragen zum

„Standort“? – Rufen Sie uns

an unter 05 31/39 00 408

oder schreiben Sie uns eine

E-Mail an standort@bzv.de

DAS MAGAZIN FÜR BRAUNSCHWEIG · GIFHORN ·

HELMSTEDT · PEINE · SALZGITTER ·

WOLFENBÜTTEL · WOLFSBURG


geckodesign 712

Ein Viertel pauschal

auf Ihre Kapitalerträge

Sind Sie auf die

Abgeltungssteuer

vorbereitet?

Wir beraten Sie!

Volksbank eG

Braunschweig Wolfsburg

6 Cent pro Anruf aus dem dt. Festnetz,

Info 0180 269 910 66 ggf. andere Tarife im Mobilfunk www. volksbank-brawo.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine