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Taxi Times München - April 2016

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RUBRIK

APRIL 2016 3,50 €

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MÜNCHEN

WER MACHT DEN GROSSEN REIBACH?

EIN UBER-PARTNER

PACKT AUS

ISARFUNK TAXIZENTRALE

Im Taxi per

App bezahlen

TAXIVERBAND MÜNCHEN

Kostenkalkulation

für Uber-Partner

1

MÜNCHNER FLUGHAFEN

Mit der

U-Bahn zum Satelliten

DEZEMBER / 2015 TAXI

FOTO: Name Name


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INHALT

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KOMMENTAR

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seit ich denken kann, gab es am Harras eine Reinigung. Zugegeben,

der Betrieb war inzwischen etwas in die Jahre geraten,

die Preise waren etwas über Durchschnitt. Alle Aufträge wurden

akkurat erfüllt, Hemden gab es wahlweise auf Bügel oder

schrankfertig gefaltet. Genau gegenüber eröffnete vor einiger

Zeit eine moderne Filiale einer Reinigungskette. Hemden gibt

es hier nur noch auf Bügel, dafür aber billiger. Nach zwei

Monaten gab das Traditionsunternehmen auf. Die Kunden

waren scharenweise zur Konkurrenz übergelaufen. Fachwissen,

Erfahrung, Kundennähe und Tradition zählten nichts –

was zählte, war der Preis.

Ich will nicht behaupten, dass die überlebende Reinigung

böse ist. Meine Hemden werden genauso sauber, auch wenn

ich sie manchmal lieber gefaltet hätte. Und den Fleck auf

meiner neuen Krawatte haben sie auch hier fachmännisch

eliminiert. Aber es ist kein Zufall, dass der Betrieb gerade

hier steht. Bei der Standortwahl heißt es heute nicht mehr:

„Hier fehlt eine Wäscherei“, sondern: „Hier gibt es eine gut

gehende Wäscherei, deren Platz wir übernehmen!“ Dem Kunden

ist es egal. Hauptsache, er kann sparen.

In Zeiten internationaler Großkonzerne kann es dem Taxigewerbe

ähnlich ergehen wie der Traditionswäscherei. Solange

es das Gewerbe versäumt, sein Dienstleistungsangebot zu

modernisieren, bietet es für Uber & Co. zu viel Angriffsfläche.

App-Bestellung und Bezahlen per Smartphone weisen in die

richtige Richtung. Alleine, es fehlt der große Wurf, denn vielen

Unternehmern wäre es am liebsten, es würde einfach

immer nur so weitergehen wie bisher. Doch wer sich nur auf

seine Stammkundschaft verlässt, dem könnte ein ähnlich

drastisches Erwachen bevorstehen wie der Wäscherei am

Harras. Übrigens: Wo früher die Wäscherei war, ist jetzt ein

dm-Markt. Der Drogeriemarkt 80 Meter weiter hat aufgegeben.

– die Redaktion –

4 Linne+Krause-Gutachten

TITELTHEMA

6 Ein Uber-Partner packt aus

10 Uber als Gefahr

GEWERBEPOLITIK

11 Altstadt-Durchfahrt

TAXIGUIDE

14 Sieben Sehenswürdigkeiten

ISARFUNK

16 App-Bezahlung im Taxi

17 Smartphone statt Brieftasche?

TAXIVERBAND MÜNCHEN

18 TVM rechnet nach:

Kann sich Uber lohnen?

19 Unerlaubte Bereitstellung melden

FLUGHAFEN

20 Mit der U-Bahn zum Satelliten

RUBRIKEN

1

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Verlängerung des P-Scheins

12 Meldungen

22 Fahrbericht: der neue Prius

24 E-Mobility: Umstieg von Diesel

auf Elektro?

25 Taxlertipp: Makula

26 Taxi in den Medien: falscher Taxifahrer

TAXI APRIL / 2016

3


KOMMENTAR

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THEMA MIT

VARIATIONEN

Viel Platz für viele.

Und vieles.

Das Gutachten von Linne und Krause

über die Funktionsfähigkeit des

Münchner Taxigewerbes liegt vor.

Unternommen wurde nichts. Doch

das könnte auch gut sein.

Das Ergebnis des Gutachtens von

Linne und Krause über die Funktions

fähigkeit des Münchner Taxigewerbes

war keine Überraschung. Viele

Unternehmer haben unplausible Daten

abgeliefert. Damit steht der dringende Verdacht

im Raum, Einkünfte würden verschleiert.

Die Betriebe arbeiten mindestens

im Grau bereich. Von Schattenwirtschaft ist

die Rede.

Minutiös zeigt das Gutachten die

Geschäfts entwicklung der letzten Jahre auf,

Flugbewegungen und Passagier zahlen vom

Flughafen, Hotel übernachtungen,

Geschäfts reisen, München als touristischer

Standort. Verglichen mit anderen Großstädten

läuft es in München noch gut, was die

Umsatz seite betrifft. Trotzdem erkennt das

Gutachten ein Überangebot an Fahrzeugen.

Rund 300 weniger wären gut. Eine Medizin,

die Linne und Krause schon vielen anderen

Städten verordnet hat – in Hamburg sogar

mit Erfolg.

So ein Gutachten ist nun nicht gerade

billig, was die Frage erlaubt, wieso man erst

eines in Auftrag gibt, dann aber, wenn es

vorliegt, keine Konsequenzen daraus zieht.

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Es gibt Stimmen, die der Stadt München

Untätigkeit vorwerfen. Bei einem so gravierenden

Miss stand wäre schnelles Eingreifen

gefordert. Passiert ist aber wenig bis

nichts. So wird das Gutachten über die

Funktions fähigkeit des Münchner Taxigewerbes

auch zur Messlatte zur Funktionsfähigkeit

der Münchner Stadtverwaltung.

Dieser Vorwurf hätte weit größeres

Gewicht, gäbe es nicht auch Gründe, das

Gutachten schlichtweg zu ignorieren. Kritiker

sagen, es sei das Papier nicht wert, auf

dem es gedruckt ist. Und in der Tat erkennt

man beim genaueren Hinsehen auch

Schwachstellen. So beschäftigt sich das Gutachten

zwar intensiv mit dem Tourismus,

für das Taxigewerbe ebenfalls relevante

Daten wie beispiels weise gestiegene Werkstatt

kosten werden nicht erhoben. Darüber

hinaus erkennen Kritiker ein Muster.

Schließlich ist München in guter Gesellschaft

– zumindest, was die Einschätzung

durch Linne und Krause betrifft. Vergleicht

man das Münchner Gutachten mit denen

anderer Städte, so bringen es die Gutachter

auf die simple Formel, so und so viele Unternehmen

betreiben Schattenwirtschaft, so

und so viele Konzessionen müssen weg. Die

einzige Arbeit von Linne und Krause ist das

Austauschen der Daten, und fertig ist ein

neues Gutachten, ein Thema mit Variationen.

Dass es in Hamburg mit der Reduzierung

der Konzessionen gut funktioniert, ist

ein Sonderfall, nicht die Patent lösung. Das

Hamburger Modell auf München eins zu

eins übertragen zu wollen, wäre fatal.

Vielleicht ist das auch gar nicht notwendig.

Denn die Aussage „Die Qualität des

Taxigewerbes stimmt nicht. 300 Taxis weniger

wären besser“ lässt sich bezweifeln.

Schließlich ergibt schlechte Qualität minus

300 Taxis immer noch schlechte Qualität,

nur mit 300 Fahrzeugen weniger. Anstatt

darüber zu lamentieren, ob und wie man

die laut Gutachten überzähligen Konzessionen

am besten loswird, könnte man die

Funktionsfähigkeit des Gewerbes ja auch

stärken, indem man die Qualität des Angebotes

erhöht. Gerade in Zeiten erhöhten

Wettbewerbs bei annähernd gleichbleibender

Nachfrage ist das das Mittel der

Wahl. Denn beharrt das Gewerbe auf seinem

Credo „Weiter so wie immer“, dann werden

das Geschäft bald andere übernehmen.

Wer einen Blick in die Zukunft riskieren

möchte, der kann sich das Drama in Los

Angeles ansehen. Hier haben Uber und

andere Fahrdienste das Taxigewerbe

bereits erfolgreich paralysiert. Schlechter

Service und mangelnde Qualität führten

hier praktisch zum Untergang einer ganzen

Branche. Doch um die Zeichen der Zeit zu

erkennen, braucht es kein Gutachten. Nur

gesunden Menschenverstand. tb

FOTO: Tom Buntrock

Besonders für Sie. Der neue Touran als Taxi.

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der Touran auch hier eine Lösung parat: mit zwei optional integrierten Kindersitzen.

4 APRIL / 2016 TAXI

Abbildung zeigt Sonderausstattung gegen Mehrpreis.


TITELTHEMA

TITELTHEMA

EIN UBER-PARTNER PACKT AUS

»UBER

NUTZT NUR UBER«

Wer macht den Reibach bei Uber?

Ein Partner des US-Unternehmens,

der zur eigenen Sicherheit im

Interview text anonymisiert wurde,

packt über die Praktiken des

App-Vermittlers aus.

Uber hüllt sich, was Angaben über

Unter nehmens zahlen, Aufträge oder

Fahrer angeht, gerne in Schweigen.

Taxi Times München hat aber einen

Unternehmer getroffen, der ein Partner

von Uber ist und mit seinen Erfahrungen

mit dem amerikanischen App-

Anbieter nicht hinter dem Berg hält,

aber anonym bleiben möchte – aus

Angst vor rechtlichen Konsequenzen.

Trotzdem ist ihm wichtig, dass seine

Erkenntnisse über Uber an die Öffentlichkeit

kommen. Taxi Times München-

Chefredakteur Tom Buntrock hat sich

mit dem Mietwagen unter nehmer getroffen.

TAXI TIMES: Sie sind Uber-Partner. Fühlen

Sie sich auch als Partner von Uber?

X: Ganz und gar nicht. Unter Partnerschaft

verstehe ich eine gemeinsame Sache. Bei

Uber ist das anders. Da werden von heute

auf morgen Spielregeln geändert ohne

Hinzu nahme der Partner. Es wird nach der

Friss-oder-stirb-Methode gearbeitet.

Zwei Tage vor Weihnachten fand die Uber-

Weihnachts feier statt. Hier wurde also zwei

Tage vor Weihnachten verkündet, dass der

Bonus weiter gekürzt wird und weitere Einschnitte

vorgenommen werden. Damit war

Weihnachten für mich gelaufen. Man ist

dabei, man geht eine Partnerschaft ein, wie

das ja immer kommuniziert wird. Und dann

werden einem kontinuierlich die Konditionen

verschlechtert. Letztendlich weiß Uber

aber genau, dass die Partner ihnen mehr

oder weniger ausgeliefert sind und deshalb

alles schlucken müssen, was man ihnen

auftischt. Wir sind regelrecht Gefangene.

Uber-Sprachregelung ist ja, dass sie

ihre Aufträge an alt ein gesessene

Münchner Mietwagen unternehmen

vermitteln. Sind Sie so einer?

Keinesfalls. Das wird gerne in der Öffentlichkeit

so dargestellt. Tatsächlich aber

sind die meisten Uber-Partner Neueinsteiger.

Denen wird im Rekrutierungsgespräch

erklärt, wie viel Geld man

angeblich im Monat verdienen kann. Die

meisten haben aber weder von Betriebswirtschaft

noch vom Mietwagen geschäft

Ahnung. Das sind die optimalen Partner

aus Sicht von Uber.

»Die Öffentlichkeit

soll wissen, was ich

zu erzählen habe!«

Der Uber-Partner ist der Redaktion

bekannt. Zu seiner Sicherheit wurde

das Interview anonymisiert

Wie sind Sie Uber-Partner geworden?

Ich hatte selbst Uber als Kunde ausprobiert

aus Neugier und habe dann im Internet

mich weiter informiert, wie das eigentlich

funktioniert – ich kannte ja vorher

nur Taxi. Auf der Uber-Website kam gleich

die Partner-Werbung. Das Angebot sah

interessant aus, und so habe ich da einen

Gesprächs termin vereinbart. Ich wurde zur

Uber-Sprechstunde in einer Seitenstraße

von der Arnulf straße eingeladen. Dort empfing

mich Samuel Glöggl – selber ein Uber-

Fahrer und Uber-Unternehmer der ersten

Stunde hier in München. Der erzählte mir,

wie toll das alles bei Uber ist. Hört man die

Zahlen, die dort genannt werden, denkt

man sich, das kann doch nur funk tionieren.

Und wenn man kritisch nachfragt, ob das

mit den Umsätzen auch wirklich so stimmt,

wird man gleich beruhigt.

Es gibt auch eine Garantie von Uber für den

Fall, dass es mal nicht so gut läuft. Man

könne gar nicht unter 19,50 Euro pro Stunde

kommen, da Uber durch sein Bonussystem

den Umsatz

aufstocken würde. Fährt

ein Unternehmer beispielsweise

nur 10 Euro pro

Stunde ein, würde eine garantierte

Auszahlung von mindestens

19,50 Euro pro Stunde greifen. Voraussetzung

hierfür ist jedoch ein Fahrtendurch

schnitt von 0,8 Fahrten pro Stunde.

Das ist aber immer zu schaffen, wird einem

in der Uber-Sprechstunde erzählt. Dieses

Bonus system war gestaffelt: Bei 0,9 Fahrten

wurden 20 Euro bezahlt pro Stunde,

20,50 Euro bei 1,0 Fahrten pro Stunde und

so weiter.

Schluss endlich habe ich mich für diese

Selbst ständigkeit entschieden, die notwendige

Unternehmer prüfung bei der IHK

abgelegt, ein Auto bestellt und angemeldet.

Ich war gut drei Monate beschäftigt, bis ich

mein Unter nehmen am Start hatte. Dann

habe ich auch gleich Fahrer eingestellt,

Schichten geplant. Die Bewerber wurden

von Uber direkt an mich weiter geleitet. So

hatte ich ziemlich schnell genügend Fahrer

zusammen, damit mein erstes Auto auch

fährt, fährt, fährt. Nur so ist ja auch Geld

verdient.

Der Start hat also funktioniert?

Ich habe mich ausschließlich darauf konzentriert,

dass mein Laden in Schwung

kommt. Ich habe gedacht, wenn mein Auto

gut ausgelastet ist, dann muss ich mir ja bei

„leicht erzielbaren“ 28 Euro Durch schnittsumsatz

keine Sorgen machen.

Dann kam nach einigen Wochen bereits

der erste Dämpfer: Das Bonus system wurde

angepasst. Ab sofort mussten mindestens

1,0 Fahrten pro Stunde erreicht werden,

damit es noch einen Bonus in Form einer

Aufstockung auf 21 Euro pro Stunde gibt.

Der Vorteil war, es gibt jetzt 21 Euro bei

durchschnittlich einer Fahrt. Der Nachteil

aber war, dass jetzt mindestens 1,0 Fahrten

FOTO: istockphoto / Joachim Wendler

erreicht werden

müssen.

Nachdem ich zwischen zeitlich die tatsächlichen

Umsatz zahlen mit den im

Uber- Anwerbe gespräch genannten „leicht

erzielbaren“ Umsatz zahlen abgleichen

konnte und diese weit auseinander lagen,

war es umso wichtiger, den Bonus zu erreichen.

Es wurde zunehmend schwieriger,

und oftmals schlitterte man haarscharf am

Bonus vorbei. Dann ist man gleich doppelt

getroffen, denn man hat auf den tatsächlich

eingefahrenen wenigen Umsatz die volle

Uber-Provision zu bezahlen, und gleichzeitig

entgeht einem der Bonus in Form

der Aufstockung auf 21 Euro wegen nur

ein paar Fahrten zu wenig, die man einfach

nicht mehr erreicht hat.

So gesehen war das Bonus system eine gute

Idee, um neuen Unternehmern gerade am

Anfang unter die Arme zu greifen. Das

machte Uber auch sympathisch. Da es jetzt

recht schwierig geworden war, den Bonus

überhaupt zu erreichen und die in den

ersten Gesprächen mit Uber in Aussicht

• Verkehrsunfallabwicklung

• Verkehrsrecht

• Bußgeldsachen

• Zivilrecht

• Strafrecht

gestellten 28 Euro Durchschnitts

umsatz, stimmte

auf einmal die Rechnung

nicht mehr. Im Klartext: Es

wurde eng.

Nach ein paar Wochen habe ich dann

das erste Mal mit konkreten Zahlen rechnen

können: Was hat man real an Umsätzen,

und was hat man real an Kosten? Und

natürlich: Was bleibt eigentlich für mich als

Unternehmer hängen? Da kamen mir die

ersten Zweifel. Da habe ich zum ersten Mal

gesehen, dass die Rechnung gerade so aufgeht.

Für mich bleibt aber nichts übrig. Und

dann kam die nächste Überraschung. Die

Konditionen wurden praktisch im Monatsrhythmus

verschlechtert. Dafür wurden bei

UberBLACK die Provisionen, also das Geld,

das Uber einstreicht, von 20 auf 25 Prozent

erhöht.

Nach einem Hinweis eines Unternehmerkollegen

habe ich dann begreifen müssen,

dass da etwas mit der Mehrwert steuer

nicht stimmt. Nehmen wir einmal an, ein

Fahrer macht 30 Euro Umsatz in der Stunde.

Dann zieht sich Uber bei UberBLACK

seine 25 Prozent Provision aus dem Bruttoumsatz

heraus, also bleiben 22,50 Euro

übrig, die mir als Unternehmer überwiesen

werden. Jetzt ist es anscheinend so,

dass ich als Unternehmer dennoch die

Mehrwert steuer auf den Brutto umsatz von

30 Euro abführen muss, obwohl ich nur

22,50 Euro von Uber ausbezahlt bekomme.

Uber nimmt sich seine Provision sozusagen

netto raus. Die Umsatzsteuer aus der

Provision darf ich von den verbliebenen

22,50 Euro finanzieren. Das heißt, tatsächlich

beträgt die Provision nicht 25, sondern

knapp 30 Prozent, und von 30 Euro

Umsatz bleiben nur 21 Euro übrig. Das

ist aber noch, bevor Steuern, Fahrer lohn,

Betriebs- und Fahrzeug kosten abgezogen

wurden. Von Gewinn kann da keine Rede

mehr sein. Das wurde weder an uns Unternehmer

kommuniziert, noch wurde man

sonst irgendwie darüber informiert. Uber

macht es sich da halt leicht. Die sagen:

Wir sitzen in Holland. Schau du, wie du

mit der Mehrwertsteuer in Deutschland

klarkommst.

Ein Start bonus in Höhe von 500 Euro für

mein konzessioniertes Auto wurde nicht

bezahlt, obwohl damit geworben wurde.

Meines Wissens macht Uber mit dem Startbonus

aber weiter Werbung. In der Werbung

steht etwas von bis zu 10 000 Euro

Verdienst pro Fahrzeug und Monat. Ich

kriege mit einem Fahrzeug nicht einmal

10 000 Euro Umsatz hin, geschweige denn

einen Verdienst in der Höhe.

Jetzt wurde das Bonus system weiter eingeschränkt

und gilt nicht mehr den ganzen

Tag, sondern nur noch zu den von

Uber gewünschten Zeiten. Damit wollen

die die Unternehmer steuern, damit die

Fahrzeuge dann bereitstehen, wenn Uber

sie braucht. Die übrigen 15 Stunden u

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6 APRIL / 2016 TAXI

TAXI APRIL / 2016

7


TITELTHEMA

TITELTHEMA

gibt es keinen Bonus mehr. Ich versuche

mein Fahrzeug jetzt nur noch während

der Bonus zeiten fahren zu lassen, sonst

zahle ich schon alleine bei den Lohn kosten

drauf. Zudem wurden weitere Hürden

geschaffen, damit Uber dem Bonus möglichst

entkommt, so scheint es. Der Fahrer

benötigt jetzt eine Kundenbewertung von

mindestens 4,5 Sternen, die Annahmequote

der Aufträge durch die App muss

mindestens 90 Prozent betragen. Und es

müssen ab sofort mindestens 1,2 Fahrten

pro Stunde erreicht werden.

Hinzu kam noch, dass Uber die UberX-

Option einführte. Das bedeutet, der

Fahrpreis für UberX wird erneut um

20 Prozent günstiger. Hier versprach man

uns, diese Differenz aufzustocken, sodass

die Partner diese Preissenkung nicht zu

spüren bekommen. Jetzt, nach ungefähr

zwei Monaten, entfällt auch diese Aufstockung.

Das wiederum bedeutet, dass

die Preissenkung jetzt alleine der Unternehmer

trägt. Zuvor wurden bereits die

Festpreise aus München Stadt zum Flughafen

abgeschafft, 50 Euro bei UberX und

85 Euro bei UberBlack. Die neuen Preise

nennt Uber verbraucherfreundlich. Ich

nenne das unfair den Partnern gegenüber.

Damit aber nicht genug. Zuletzt am

Verkehrsmedizinisches Untersuchungszentrum

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Mit Werbebotschaften

wie

dieser wirbt

Uber neue Partner

an. Doch

nicht alles ist

so toll wie hier

dargestellt.

21. März 2016 ereilte uns der nächste

Einschnitt per Uber-Newsletter. Anscheinend

ist Uber das Bonus system noch

zu teuer. Noch höhere Hürden werden

geschaffen, sodass sich Uber den Bonuszahlungen

noch mehr entziehen kann. Ab

dem 28. März 2016 müssen mindestens

1,4 Fahrten pro Stunde, eine Mindestbewertung

von 4,7 Sternen anstatt wie

bisher 4,5 Sternen sowie eine nach wie

vor gültige Annahme rate von mindestens

90 Prozent erreicht werden, um überhaupt

Anspruch auf den Bonus zu bekommen.

Andernfalls entgeht man dem Bonus

und muss dafür die volle Uber-Provision

abführen. Schon ein, zwei Fahrgäste können

die Bewertung auf unter 4,7 Sterne

drücken. Unabhängig davon kann diese

Bewertung auf Echtheit sowieso nicht

kontrolliert werden.

Lohnt sich das dann überhaupt noch?

Das kann sich gar nicht lohnen. Und dann

habe ich ja auch noch Kosten durch den

Betriebs sitz außerhalb von München. Das

wurde einem ja so gesagt: „Mach deinen

Betriebs sitz außerhalb von München,

dann brauchst du keine Münchner Ortskunde

für deine Fahrer.“ Und: „So macht

man das bei uns.“ Aber das ist ja auch

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nicht umsonst. Außerdem braucht man

einen Parkplatz, auch wenn das mehr

oder weniger nur eine Briefkasten firma

ist, weil man ja so gut wie nie da ist. Das

kostet ja auch so 400 bis 500 Euro im

Monat.

Die Fahrzeuge bekommen den Betriebssitz

praktisch nie zu sehen?

Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Das ist so.

Kam Ihnen das nicht komisch vor?

Mir wurde das schon beim ersten Rekrutierungs

gespräch als ganz normal dargestellt.

Ich habe mir damals gedacht,

wenn Uber so offen damit umgeht, dann

muss das ja in Ordnung sein. Erst als

dann die ersten kritischen Berichte in den

Medien kamen und ich mich damit näher

beschäftigte, wurde ich misstrauisch.

Jetzt bin ich mir sicher, dass Uber ständig

gegen geltendes Recht verstößt.

Ziehen Sie jetzt Konsequenzen aus diesem

Wissen?

Ich werde versuchen, in den nächsten

zwei bis drei Monaten aus dem Geschäft

wieder auszusteigen. Das geht halt nicht

von einem Augenblick auf den anderen.

Die ganzen Kosten laufen ja weiter:

Mieten, Autokosten, Löhne und so weiter.

Deshalb muss ich in den nächsten

Monaten versuchen, das Ganze auslaufen

zu lassen und meine Fahrzeuge zu

verkaufen.

Mit Verlust.

Natürlich mit Verlust, aber ich habe jetzt

über ein halbes Jahr in mein Unter nehmen

investiert und nicht einen Euro als Privatentnahme

rausziehen können. Wenn ich

jetzt sofort aussteige, dann habe ich 3 000

bis 4 000 Euro Kosten im Monat laufen.

Das weiß Uber auch, und deshalb können

die mit uns machen, was sie wollen. Wir

sind denen ausgeliefert.

E-Mail: info@zemba.de

FOTO: Uber

FOTO: Fotolia / psdesign1

Ihre Kollegen machen aber weiter.

Ich glaube, dass viele einfach noch nicht

begriffen haben, was da abgeht. Die sehen

halt, dass am Ende des Monats irgendwie

Geld da ist und ziehen das raus. Dass sie

aber Rücklagen bilden müssen, für Reifen,

Reparaturen und vieles mehr, das haben die

noch gar nicht verstanden. Das sagt ihnen

von Uber auch keiner. Spätestens, wenn sie

ihre Steuern zahlen müssen, sind die weg.

Einige kämpfen jetzt schon.

Außerdem sind im ersten Quartal die

Umsätze zurückgegangen. Von saisonalen

Schwankungen bei der Nachfrage hatten

wir Partner von Uber noch nie etwas gehört.

Wir dachten, das geht immer so weiter.

Sollte das nicht auch mit dem zu erwartenden

Mehr umsatz ausgeglichen werden?

Das kann gar nicht funktionieren. Denn

was sind das denn für Fahrten, die da

zusätzlich reinkommen? Das sind Vieroder

Fünf-Euro-Fahrten nachts. Kurzstrecken

von Disco A zu Disco B. Wie soll

das denn funktionieren, wenn ich mit

einem Audi A8, einer Mercedes E-Klasse

oder einem 5er BMW für 45 Euro zum

Flug hafen rausfahre und dann unter

Umständen leer wieder zurückfahren

muss? Und die Uber-Provisionen gehen

auch noch ab. Das ist ein Nullsummenspiel

für mich. Von dem Lohn für die Fahrer

und den Leasing raten noch nicht zu

sprechen.

Was zahlen Sie Ihren Fahrern?

Bei mir verdienen die Fahrer 8,50 Euro

pro Stunde. Das sage ich ganz offen. Das

habe ich mit denen auch so kommuniziert.

Am Anfang, wenn ich noch nicht absehen

kann, wie sich das Geschäft als Ganzes

entwickelt, kann ich einfach nicht mehr

zahlen. Im Nachhinein ist es gut, dass ich

da hart geblieben bin, sonst wären meine

Verluste höher.

Im Endeffekt verdienen alle an dieser

Geschichte – allen voran natürlich Uber,

dann die Fahrer, der Autohändler, die

Werkstatt. Ich verdiene daran nichts. Und

gefühlt zahle ich dabei sogar noch drauf.

Und die Abschreibung der Autos ist da

noch gar nicht berücksichtigt.

Wovon leben Sie?

Nicht von Uber! Ich lebe von anderen

Geschäften, wie ich sie vor meinem Start

als Mietwagen unter nehmer schon betrieben

habe. Gott sei Dank habe ich einen

Puffer und so eine Chance, mich aus dem

Ganzen wieder raus zu ziehen. Andere

Uber-Partner haben dieses Glück nicht.

Die werden erst aufwachen, wenn deren

Bank ihnen mal die Last schrift einzüge

zurück bucht. Dann ist es aber zu spät.

Außerdem bekommt man von Uber

nur sehr spärlich Informationen.

Eine richtige Kontrolle hat

man da nie.

Das darf so nicht sein. Als

Partner sollte mir Uber

genau diese Daten so zur

Verfügung stellen, dass

ich alles, was ich brauche,

mit zwei, drei Mausklicks

erreichen kann.

Welcher Fahrer pro

Monat welchen Umsatz

macht, oder pro Tag, pro

Stunde. Aber dem ist nicht

so. Ich habe den Eindruck,

dass Uber das auch gar nicht

will. Da hilft einem keiner. Mein

Gefühl dabei ist: Da kommt ein

Milliarden unter nehmer aus den USA

und nutzt jeden einzelnen Fahrer und

jeden einzelnen Partner bis zum Ende aus.

Ein zentraler Vorwurf ist ja, dass Uber

die Rückkehr pflicht nicht einhält:

Ein berechtigter Vorwurf. Vor Kurzem

haben alle Uber-Partner eine E-Mail

bekommen, wie das mit der Rückkehrpflicht

zu handhaben sei, wenn man sich

legal verhalten möchte. Anlass war, dass

die „Süddeutsche“ und die „Abendzeitung“

das thematisiert hatten. In der Fahrereinweisung

wird uns aber etwas komplett

anderes erzählt. Zum Beispiel, dass man

sich in der Stadt am besten an zentralen

Plätzen aufstellt und da auf Aufträge wartet.

Außerdem bezweifle ich, dass die App-

Vermittlung überhaupt rechts konform ist,

denn Uber spricht in seiner Info-Mail selber

davon, dass ein Auftrag fern mündlich

beim Fahrer eingehen muss. Davon kann

bei der App-Vermittlung keine Rede sein.

Das ginge nur dann, wenn ich in meinem

Büro außerhalb von München eine

Assistenz sitzen hätte, die die Uber-Aufträge

fernmündlich an meine Fahrer weiterreicht.

Dem ist aber nicht so. Bei keinem.

Fahren Sie selber auch für Uber?

Ja. Aber ich sage es Ihnen ganz ehrlich:

Wenn Sie dann mit den ganzen Zahlen

zu tun haben und dabei immer frustrierter

werden, dann macht Ihnen das keinen

Spaß mehr, dann ist das demotivierend. Ich

kann schlecht freundlich und fröhlich Kunden

durch die Stadt fahren, wenn ich weiß,

dass ich damit regelmäßig Geld verliere

und umsonst arbeite.

Mir macht aber noch etwas ganz anderes

Sorgen. Bei einem Kollegen stand eine

Betriebs sitz prüfung an. Das könnte mir

auch passieren. Dann bin ich fällig. Wie

viele andere Uber-Partner auch.

Warum wollen Sie jetzt an die Öffentlichkeit?

Ich meine, dass die Öffentlichkeit das, was

ich zu erzählen habe, wissen sollte. Vielleicht

kann ich so verhindern, dass noch

mehr auf das Unternehmen reinfallen.

Außerdem hoffe ich, dass die Behörden

endlich etwas unternehmen. Jetzt, wo mir

die Zusammenhänge klar geworden sind,

bin ich der Meinung, dass Uber verboten

werden sollte. Mir wurde immer wieder

gesagt, dass das alles eine ganz saubere

Sache ist, aber so, wie die sich verhalten,

nehme ich denen das nicht mehr ab. Ich

glaube vielmehr, dass das System, so wie

es ist, illegal ist. Nach meiner Auffassung

haben die mich in eine illegale Geschichte

rein gebracht, von der sie immer noch

behaupten, dass alles legal ist. Uber nützt

nur Uber. Und Uber nutzt alle anderen aus.


Das Gespräch führte Tom Buntrock

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8 APRIL / 2016 TAXI

TAXI APRIL / 2016

9


GEWERBEPOLITIK

GEWERBEPOLITIK

UBERFALL

Warum Uber so gefährlich für das Münchner

Taxigewerbe ist. Und warum auch die Gesellschaft

vor der US-Firma geschützt werden muss.

ANTWORT MIT

VERFALLS-

DATUM

Die Hotspots, an denen sich Uber-

Fahrer unerlaubt bereitstellen, sind

den Münchner Taxifahrern

bekannt: tagsüber rund um den Karolinenplatz,

am Siegestor, hinter der Oper und in

der Schwantaler Straße. Überall dort, wo

Geschäftsleute zu erwarten sind oder Touristen

aus den Ländern, in denen das Taxigewerbe

bereits so weit zerstört wurde, dass

dort Uber schon ein Synonym für Taxi

geworden ist. „Hast du schon einen Uber

bestellt?“ und Ähnliches hört man immer

öfter in aktuellen US-Serien, von „2 Broke

Girls“ bis „Bosch“, einer Amazon-Produktion.

In der Nacht verlagert sich das Geschehen

dann mehr in die Sonnen- oder

Maximilianstraße. Dort, wo junge, appaffine

Kundschaft das Taxi immer öfter stehen

lässt und die Billigvariante des US-Anbieters

vorzieht.

Legal ist das nicht. Nur Taxis dürfen sich

an extra dafür ausgewiesenen Standplätzen

bereitstellen. Mietwagen, an die Uber

seine Fahrten in München vermittelt, dürfen

das nicht. Während man in offiziellen

Rundmails die Partner auffordert, das Personenbeförderungsgesetz

– kurz PBefG –

einzuhalten, wird intern erklärt, wie man

es umgeht.

Geht es nach Uber, müsste das PBefG

überholt werden. Schließlich fühlt sich das

US-Unternehmen durch lokale Gesetze eingeengt

und benachteiligt. Dabei übersieht

Hände weg vom Taxigewerbe! Ein Wiener

Kollege demonstriert gegen Uber. Mehr zur

großen Anti-Uber-Demo vom 1. April in der

nächsten Taxi Times DACH.

der Konzern, dass mit den Sonderrechten

des Taxigewerbes auch Pflichten verbunden

sind: Tarifpflicht, Beförderungspflicht und

Betriebspflicht. Mit den immer schwerer zu

erreichenden Boni, ohne die sich das

Geschäft für den Uber-Partner nicht lohnt,

will man Unternehmer gezielt dazu erziehen,

aktiv dabei mitzuhelfen, den Rahm aus

dem Geschäft mit der Personenbeförderung

abzuschöpfen. Zu den übrigen Zeiten kann

fahren, wer will.

Doch das Geschäftsgebaren von Uber hat

noch viel weitreichendere Aspekte. Es werden

gewachsene Strukturen zerstört, sichere

Arbeitsplätze durch vom Konzern abhängige

Jobs ersetzt. Immer mehr Menschen in prekäre

Selbstständigkeiten gedrängt. Gewinne,

die in Deutschland gemacht werden, kommen

ins Ausland. Natürlich dahin, wo man niedrigere

Steuern zahlt. Solche Möglichkeiten

hat ein Münchner Taxiunternehmer nicht.

Wenn im Linne+Krause-Gutachten von Unternehmern

die Rede ist, die ihre Steuern verkürzen,

dann ist das nichts im Vergleich zu

einem Konzern, dessen Steuern für den deutschen

Fiskus ein Totalverlust sind und der

sogar die komplette Umsatzsteuer seinen

Partnern überlässt.

Dabei wollen wir aber in Erinnerung

rufen, dass es sich bei Taxifahrern und Uber-

Partnern um Menschen handelt. Menschen

mit Ängsten, Träumen und einem Recht

da rauf, dass ihre Arbeit und ihr Einsatz vernünftig

bezahlt werden. Dass es um Menschen

geht, hat die Taxidemo in Wien

gezeigt, die 500 Fahrzeuge gegen Uber auf

die Straße brachte. „Gegen Lohndumping“

steht auf einem DIN-A4-Zettel, den ein Fahrer

bei der Abschlusskundgebung vor dem

Kanzleramt hochhält. Bleibt zu hoffen, dass

die Politiker endlich aufwachen und den

unfairen Mitspieler aus Übersee endlich verbieten.

In Wien und München täte Unterstützung

durch die Politik dringend not, will

man die Taxibranche retten.

tb

Ein Pfund, mit dem das Taxi gewerbe

wuchern konnte, war die Abkürzung

durch die Altstadt. Die Strecke

ist nicht nur kürzer, als wenn man über den

Altstadtring fahren muss, im Berufsverkehr

ist sie oft die einzige Möglichkeit, dem

Stau entlang des Viktualienmarktes zu entgehen.

Mit der Durchfahrts sperre für Taxis

vom Tal in Richtung Westen wurde das

Gewerbe dieser Abkürzung beraubt. Das

kostet Taxikunden Zeit und Geld. Alles halb

so wild, behauptet Kreisverwaltungsreferent

Dr. Wilfried Blume-Beyerle, der

von Oberbürgermeister Dieter Reiter mit

der Beantwortung einer Stadtrats anfrage

von FDP, HUT und Piraten betraut wurde.

In seiner Antwort stellt Blume-Beyerle

fest, dass eine Umwidmung der Fußgängerzone

entlang des Viktualienmarktes in

einen verkehrsberuhigten Bereich, der

dann eine Taxidurchfahrt wieder ermöglichen

würde, nur wenig sinnvoll wäre. Das

würde nämlich bedeuten, dass dort wieder

Parkplätze angelegt werden müssten. Das

würde auch wieder mehr Autofahrer ermutigen,

mit dem eigenen Fahrzeug in die

Fünf Monate hat sich die Stadt

München Zeit gelassen, um die

Stadtrats anfrage von FDP, HUT

und Piraten zu beantworten.

Innenstadt zu fahren. Das wiederum erhöht

den Verkehr und damit die Abgasbelastung

in der Altstadt. Außerdem würde damit das

Hauptziel, eine erhöhte Sicherheit für die

Fußgänger am Viktualienmarkt, verfehlt.

TAXIRUNDFAHRTEN GESTOPPT

Diese Verkehrssicherheit für Fußgänger sei

auch der Hauptgrund für die Sperrung in

westlicher Richtung gewesen. Eine erhöhte

Verkehrsbelastung auf dem Altstadtring

durch Taxis, die die Altstadt nun umfahren

müssen, befürchtet der Kreisverwaltungsreferent

nicht: „Gemäß der letzten uns vorliegenden

Verkehrs erhebung vom

13. Oktober 2008 passieren den Marienplatz

in der Zeit von 7 bis 19 Uhr ca.

400 Taxis. Davon ausgehend, dass hiervon

ein Teil Kreis fahrten darstellt, um auf den

Taxenstandplatz vor dem Kaufhaus Beck

nachrücken zu können bzw. im Bereich des

Marienplatzes Kunden zu akquirieren,

stellt dieses Aufkommen sicherlich eine

Obergrenze dar. In Anbetracht des Gesamtverkehrs

aufkommens am Altstadtring (…)

erwarten wir durch die geänderte Taxenerschließung

keine relevanten Auswirkungen

auf die Leistungsfähigkeit des Altstadtrings.“

Dies habe ihm das Referat für Stadtplanung

und Bauordnung so mitgeteilt.

Auch Mehrkosten für die Taxikunden

und durch Umfahrungen zusätzlich entstehende

Abgase befürchtet Blume-Beyerle

nicht: „Es ist nicht auszuschließen, dass es

vereinzelt zu kürzeren Umfahrungen

kommt. Im Hinblick auf den Zugewinn bei

der Verkehrssicherheit und die Verbesserung

der Aufenthaltsqualität sind diese

jedoch zu vernachlässigen. Auch reduzieren

sich durch die getroffene Verkehrsmaßnahme

die sogenannten Rundfahrten

von Taxis, die zwischen Marienplatz, Viktualienmarkt

und Rindermarkt zu beobachten

waren.“

Auch sieht er Kunden interessen und die

besondere Rolle des Taxis als Mitglied des

ÖPNV genügend berücksichtigt: „Das Personenbeförderungsgesetz

(PBefG) regelt,

dass der Verkehr mit Taxis oder Mietwagen

nur dann dem öffentlichen Personennahverkehr

zuzuordnen ist, wenn er Straßenbahnen,

Obusse und Kraftfahrzeuge im u

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10 APRIL / 2016 TAXI

TAXI APRIL / 2016

11


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Linienverkehr (…) ergänzt oder verdichtet. Der

Nachfrage von Taxis wird ungeachtet dessen

generell durch die Häufung von Taxi standplätzen

im Bereich der Altstadt Rechnung

getragen. Neben dem Taxi stand platz auf dem

Viktualienmarkt gibt es sowohl im Tal, auf

dem Marienplatz, dem Rindermarkt, der Dienerstraße

und vielen weiteren Örtlichkeiten

ausreichend Taxistandplätze.“

Am 4. März 2016, dem Datum der Beantwortung

der Stadtrats anfrage, war der Beckstand

am Marienplatz bereits Geschichte. Die

vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung

ermittelten 400 Taxi durch fahrten in zwölf

Stunden dürften sich damit erledigt haben.

Denn die dem Taxigewerbe zur Last gelegten

Rundfahrten haben sich mit der Sperrung des

Marienplatzes und der Aufhebung des Beckstandes

nachhaltig erledigt. Nicht erledigt

haben sich aber der akute Bedarf an einer

Durchfahrt der Altstadt auch in nordwest licher

Richtung und der Wunsch der Fahrgäste nach

dieser Abkürzung. Deshalb sollte die Stadt

München ihre Entscheidung noch einmal überdenken

beziehungsweise mit aktuellen und

auf die heutige Verkehrs situation bezogenen

Daten begründen. Andernfalls bleiben Sperre

wie Begründung höchst unbefriedigend. tb

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Das Autohaus Much in Bad Tölz vermietet jetzt auch Taxifahrzeuge.

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Das Autohaus Much in Bad Tölz bietet einen neuen Service für

Taxiunternehmer an. Das erste und einzige Spezial-Autohaus für

gebrauchte Taxis hat nicht nur die größte Auswahl an zulassungsfertigen

Taxi-Gebrauchtfahrzeugen, jetzt kann man statt kaufen

auch mieten. Egal ob für Stunden, Tage oder Wochen: Für jeden

Bedarf gibt es das passende Taxi. Als Spezialist für den An- und

Verkauf von Taxis hat sich das Autohaus Much einen Namen

gemacht. Der Betrieb hat sich bereits 1996 auf das Taxigeschäft

spezialisiert und ist mit angeschlossener Werkstatt auf die Besonderheiten

des Taxigewerbes eingestellt.

Dazu kommt, dass die Famile Much dem Taxigewerbe eng verbunden

ist. 1886 gründete der Urgroßvater des heutigen Firmeninhabers

die erste Lohnkutscherei in Bad Tölz und legte damit den

Grundstein für den bis heute parallel zum Autohaus bestehenden

Taxibetrieb. Infos zum Thema Taxivermietung gibt es unter

www.taxifahrzeuge.de. tb

BZP FORDERT KLARHEIT

Der BZP sendet ein deutliches Signal an die Politik. In einer Resolution,

die der erweiterte Vorstand am 11. April in Leipzig verabschiedete,

fordert der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband e. V.

nochmals eindringlich auf, für die Unternehmen Rechtssicherheit

angesichts der im November dieses Jahres bevorstehenden Umsetzung

des Fiskaltaxameters herzustellen.

„Der gerade aktuell vom Bundesministerium für Finanzen vorgelegte

Entwurf eines Gesetzes zum Schutz vor Manipulationen

von digitalen Grundaufzeichnungen (...) lässt unverändert die vom

Bundesverband seit sechs Jahren angemahnten Klarstellungen

und notwendigen Regulierungen für das Taxi- und Mietwagengewerbe

unbeantwortet. Ausführlich befasst sich die nächste Ausgabe

der Taxi Times DACH mit Themen aus Deutschland, Österreich

und der Schweiz mit dem Fiskaltaxameter. tb

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12 APRIL / 2016 TAXI


TAXI-GUIDE

TAXI-GUIDE

EISBACHWELLE

LÖWENBRÄUKELLER

Sie ist eine der bekanntesten Attraktionen Münchens und

doch so gar nicht münchnerisch: die Eisbachwelle. Was

früher zum Antrieb von Mühlen diente, ist heute durch die

„stehende Welle“ an der Prinzregentenstraße ein beliebter

Treffpunkt für Münchens Surfer. Sommers wie winters

stehen die Surfer auf ihren Brettern. Von unzähligen

Zuschauern bestaunt, haben sie eine weitere Top-Attraktion

geschaffen: die Surfer vom Eisbach.

SCHLOSS

NYMPHENBURG

Eine Liebesgeschichte

steckt ebenso

hinter der Entstehungsgeschichte

des Schlosses

wie absolutistischer

Repräsentationswille der

bayerischen Kurfürsten. Als

vor 350 Jahren der Grundstein

für eine Villa im italienischen

Stil gelegt wurde, konnte die Bauherrin

Henriette Adelaide, Kurfürstin

von Bayern, nicht ahnen, dass ihre Nachfolger

ihr „Borgo delle Ninfe“ zu einer der schönsten

Schlossanlagen Europas machen würden. Jahrhundertelang

Sommerresidenz der Wittelsbacher, ist Schloss Nymphenburg

heute zusammen mit dem großzügigen Park, den Parkburgen,

den Museen und den historischen Räumlichkeiten

des Hauptschlosses Anziehungspunkt für unzählige Touristen.

Nymphenburg: barocke Pracht im Westen der Stadt.

KÖNIGSPLATZ

SIEBEN

SEHENSWÜRDIG-

KEITEN

… die ein Münchner

Taxifahrer kennen und

erklären können muss.

Vom geprüften Taxi-Guide

Alexander Kardaschenko

Oft wird München auch „Isar-Athen“ genannt. „Ich will aus

München eine Stadt machen, die Teutschland so zur Ehre

gereichen soll, dass keiner Teutschland kennt,

wenn er nicht München gesehen hat“,

war das erklärte Ziel Königs Ludwig

I. von Bayern. Der Königsplatz

als klassizistisches

Ensemble ist das Ergebnis

dieses königlichen Vorhabens

und heute eine

der schönsten Platzanlagen

Münchens.

BAVARIA

Seit über 160 Jahren

blickt sie von

der Hangkante der

Theresienwiese als personifizierte

Patronin des

Landes Bayerns auf die Stadt

München. Mit hocherhobenem

Eichenkranz erweist

sie den Künstlern und

Wissenschaftlern hinter

sich in der Ruhmeshalle

die Ehre.

Ludwig I. gab die Figur

als Nationaldenkmal in

Auftrag, das sie heute noch

ist. Damals wie heute eine

Sensation, insbesondere wenn

man im Inneren der Figur die

Wendeltreppe hinaufsteigt,

um durch die Augen der Bavaria

einen Blick auf die Stadt

zu werfen.

FOTOS: Fotolia / franke182, Fotolia / mylivi, Tom Buntrock/Taxi Times, Fotolia / fottoo

FOTOS: Tom Buntrock/Taxi Times, Fotolia / davis, Tom Buntrock/Taxi Times

Als der Löwenbräukeller 1883 eröffnet wurde, gab es noch rund 25 Brauereien

in München, die alle repräsentative Gaststätten mit Biergärten

besaßen. Viele von ihnen wurden noch aus der Zeit der unterirdischen

Bierkühlung „Keller“ genannt und waren insbesondere an den Münchner

Hangterrassen in Haidhausen und in der Maxvorstadt zu finden.

So auch der Löwenbräukeller, der bei seiner Eröffnung die Gäste mit

kompletter elektrischer Beleuchtung, der Einführung von Tischtüchern

und der Bewirtung durch Kellner begeisterte. Noch heute ist dort das

Brauereiviertel mit Spaten, Hacker-Pschorr und Löwenbräu beheimatet

und der Löwenbräukeller vermittelt mit seinem

Festsaal und den diversen Nebenräumen das

Lebensgefühl bayerischer Bierkultur.

Diese Sehenswürdigkeiten

und viele mehr bietet Taxi

Guide München e. V. seinen Gästen.

Aufgrund gestiegener Nachfrage

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Teams. Taxi Guide München e.V. bietet

in Kooperation mit der Landeshauptstadt

München, Abteilung München

Tourismus, ab Oktober 2016 eine

Ausbildung zum „Geprüften

Taxi-Guide der Landeshauptstadt

MARIENPLATZ

München“ an. Interesse?

Weitere Infos unter

Seit jeher ist der Marienplatz www.taxi-guide-muenchen.de

der Mittelpunkt, ja das Herz der

(Ausbildung 2016).

Stadt. Der typischen Entwicklung

einer mittelalterlichen Stadt entsprechend

wurde auch hier jahrhundertelang

Markt und Gericht

gehalten, wurden große Feste, ja sogar

Ritterturniere gefeiert und Meisterfeiern des

FC Bayern ausgerichtet. Dabei hat der Platz auf Erlass Kaiser

Ludwigs des Bayern seit 700 Jahren seine Größe nicht

wesentlich verändert und bildet nach wie vor das urbane

Zentrum der 1,5-Millionen-Einwohner-Stadt. Dominiert

wird der Platz von dem neugotischen Rathaus mit seinem

gewaltigen Turm, der auch eines der größten Glockenspiele

Deutschlands beherbergt. Täglich um 11 Uhr, 12 Uhr und

17 Uhr schauen Hunderte von Zuschauern dort hinauf und machen

es in ihrer Begeisterung zum meistfotografierten Objekt der Stadt.

Die Olympischen Spiele 1972 brachten auch für den Marienplatz

erhebliche Veränderungen. Öffentliche

Verkehrsmittel im Untergrund führen seitdem

in alle vier Himmelsrichtungen, die damals

eröffnete Fußgängerzone lockt mit ihren

Geschäften ebenso wie die vielen Sehenswürdigkeiten

rund um den Platz.

OLYMPIAPARK

Angelegt für die Olympischen Sommerspiele

1972, ist der Olympiapark heute ein beliebter

Sport-, Erholungs- und Eventpark für

jedermann. Eingebettet in die architektonische

Bergwelt mit dem

Olympiaberg im Süden und

der weitergeführten Dachkonstruktion

der verschiedenen

Sportstätten bietet

der Olympiapark seit

jeher ein ganzjähriges

Freizeitangebot und

besitzt mit dem Olympiaturm

den höchsten

Aussichtspunkt der

Stadt.

14 APRIL / 2016 TAXI

15


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PAYMENT EIN

Geht es nach dem Hauptgeschäftsführer des digitalen

Dachverbands Bitkom, wird „in Zukunft die E-Mobile-

Wallet die Geldbörse komplett ersetzen“. Generell lässt

sich festhalten, dass sich das mobile Zahlungssystem

besonders bei der jüngeren, smartphoneaffinen Generation

großer Beliebtheit erfreut. Zunehmend entwickelt

sich das Smartphone zur mobilen Brieftasche, da viele der

unter 50-Jährigen über keine eigene Kreditkarte verfügen

und ihr Smartphone stets bei sich tragen.

Fast jeder dritte Smartphonenutzer (29 Prozent) wünscht

sich inzwischen, im Taxi, Bus und in der Bahn mobil mit

seinem Smartphone zu bezahlen. Zu diesem Ergebnis

gelangt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des

digitalen Dachverbandes Bitkom Anfang dieses Jahres

(Quelle: bitkom.org).

Bezahlen mit dem Smartphone:

Die Taxi-App von

taxi.eu macht’s möglich.

Gerade hat IsarFunk die Prepaidkarte

fürs Taxi eingeführt. Jetzt kann man

im IsarFunk-Taxi auch per Smartphone

bezahlen.

Die Fahrer rechnen ganz einfach über ihr Datenfunkgerät ab.

Das dauert nicht länger als eine Kreditkartenzahlung.

Auf die Frage, welches mobile Zahlungsmittel sie am

liebsten verwenden, gaben 68 Prozent den aus dem

Onlinehandel bekannten Zahlungsdienstleister PayPal an.

(Quelle:ibusiness.org).

IsarFunk freut sich, seinen Kunden mit der Einführung des

taxi.eu-Payments die beliebte mobile Zahlungsvariante

anzubieten.

Der Satz „Nur Bares ist Wahres“ gilt längst nicht mehr.

Zunehmend möchte der Kunde auf sein Portemonnaie

verzichten und bequem und sicher bargeldlos bezahlen.

Bisher bietet IsarFunk für Privat- und Firmenkunden neben

Abrechnungsmöglichkeiten für EC- und Kreditkarten Taxicards,

Fahrten auf Rechnung und Gutscheine an. Zusätzlich kann der

Kunde seit dem 1. April 2016 über das neue taxi.eu-Payment per

Smartphone die Taxifahrt bezahlen.

Das Taxigewerbe präsentiert sich damit erneut ein Stück weit

wettbewerbsfähiger. Konnte man sich in der Vergangenheit noch

darauf verlassen, dass in Taxis bar bezahlt wurde, so wird das

heute von Geschäftsleuten, internationalen Gästen und jungen

Smartphone-Nutzern nur noch mit Unverständnis zur Kenntnis

genommen. In anderen – auch europäischen – Ländern ist es

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umgekehrt eher ungewöhnlich, wenn man mit Münzen und Scheinen

bezahlen möchte. Will das Taxigewerbe den Anschluss an

diesen Trend nicht verlieren, so ist die Kreditkartenakzeptanz

ein absolutes Muss.

FOTOS: taxi.eu

MOBILE PAYMENT IM TREND

Die Frage ist eigentlich nicht mehr, ob der Kunde mit Karte zahlen

kann, sondern wie einfach ihm dieser Vorgang gemacht wird.

Die Antwort darauf erfolgt im Zuge der voranschreitenden Verbreitung

mobiler Zahlungsmöglichkeiten. „Mobile Payment“

nennt sich der neue Trend, mit dem der Kunde direkt, bequem,

bargeldlos und sicher per Smartphone bezahlen kann. Mit der

Einführung der bargeldlosen Zahlungsvariante taxi.eu-Payment

gehört dieser Service seit Anfang April 2016 nun auch zum Standard

bei IsarFunk.

Sobald sich der Fahrgast über die Taxi-Bestell-App registriert

und als Zahlungsmittel seine Kreditkarten- oder Kundenkartennummer

oder seinen PayPal-Account freigeschaltet hat, ist es

ihm möglich, seine Taxifahrt per taxi.eu-App und Smartphone

zu bezahlen. Die Abrechnung der Fahrt erfolgt wie gewohnt über

die Taxi Pay GmbH. Die Zahlungsgarantie bleibt im Rahmen der

bisherigen Regelungen für bargeldlose Abrechnungen bestehen.

In Berlin wurde dieses Bezahlsystem bereits im Februar 2015

eingeführt. Das war auch eine direkte Reaktion auf die durch den

Senat verordnete Verpflichtung, in allen Taxis der Bundeshauptstadt

Kreditkarten zu akzeptieren. Man beruft sich dabei auf den

§ 51 des Personenbeförderungsgesetzes, genauer auf den dortigen

Absatz 1 Nr. 5. Demnach ist die jeweilige Landesregierung

zur Festsetzung der Beförderungsentgelte und Beförderungsbedingungen

befugt. In diesem Rahmen ist sie auch berechtigt,

Regelungen über die Zahlungsweise zu treffen.

Wurden bisher Kreditkarten auf freiwilliger Basis von den Taxifahrern

und Taxifahrerinnen angenommen, so besteht in Berlin

seit 2015 eine gesetzliche Verpflichtung zur Akzeptanz von mindestens

drei „im Geschäftsverkehr üblichen“ Karten im Taxi. Die

Senatsverwaltung argumentierte sachlich und modern: Einerseits

ist die bargeldlose Zahlung mittlerweile im Alltag üblich und normal,

sodass ein Taxi-Kunde auch den nachvollziehbaren Wunsch

hegt, im Taxi bargeldlos zahlen zu können. Andererseits bietet die

Annahmepflicht von Kreditkarten im Taxi der LABO, der zuständigen

Genehmigungsbehörde für das Berliner Taxigewerbe, die

Möglichkeit, im Rahmen der Überprüfung der Zuverlässigkeit von

Taxiunternehmen „Unregelmäßigkeiten“ besser nachvollziehen

zu können. Nicht zuletzt wurde der Wunsch nach einer gesetzlichen

Regelung auch seitens des Taxigewerbes wiederholt an den

Senat herangetragen.

POSITIVE REAKTIONEN

Die Presse hat die Einführung des Mobile Payments durch taxi.

eu und Taxi Berlin durchwegs positiv aufgenommen. „Das

Smartphone ist ein Freund und Helfer, es weist uns den Weg in

einer fremden Stadt und zeigt die Kalorien an, die man beim

Joggen verbraucht. Und es dient als Zahlungsmittel, ab sofort

auch in einem Großteil der Berliner Taxis.“ Mit diesen Sätzen

beginnt ein Artikel, der sowohl in der „Berliner Morgenpost“

als auch im Berliner Regionalteil der „Welt“ am 18. März erschienen

ist. Dort kommt auch Hermann Waldner, Geschäftsführer

von Taxi Berlin und seit Anfang 2015 auch bei IsarFunk, zu

Wort: „Wir wollten das schon lange einführen, jetzt hat es endlich

geklappt.“

Für IsarFunk in München bedeutet die Einführung der Taxibezahlung

mit dem Smartphone eine erneute Erweiterung des

Angebots für seine Kunden. Mit der Einführung der Prepaidkarte

für Taxifahrten vor zwei Monaten hat die Münchner Vermittlungszentrale

neue Wege beschritten, mit dem Mobile Payment

ergänzt IsarFunk die Zahlungsmöglichkeiten und rundet sein

Serviceangebot ab. Damit erfüllt die Münchner FMS-Zentrale alle

Anforderungen an einen modernen Taxivermittler. jh/tb

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16 APRIL / 2016 TAXI

TAXI APRIL / 2016

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TVM

TARIFERHÖHUNG

KONTRA PREISSENKUNG

Während die Taxitarife zum 1. März um 6 Prozent erhöht wurden,

senkt Uber die Preise um 20 Prozent. Kann sich das für die

Unternehmer überhaupt noch rechnen? Der TVM rechnet nach.

Auch ein Mietwagen

verursacht Kosten. Wie

Uber-Unternehmer bei

den Kampfpreisen auf ihre

Kosten kommen sollen,

bleibt schleierhaft.

Der Zeitpunkt konnte nicht passender

gewählt werden. Gleichzeitig

mit der Erhöhung der Taxitarife

senkte Uber presse wirksam die Preise

um 20 Prozent. Ob die Firma damit ihrem

Ziel, das Taxi gewerbe zu vernichten, näher

kommt, muss man eher skeptisch beurteilen,

dennoch werden durch solche Aktionen

dem Taxi gewerbe Kunden abgeworben.

Die eigentlich spannende Frage muss

aber lauten, wie ein Uber-Fahrer bei solch

niedrigen Preisen sein Leben finanzieren

soll. Dazu muss man wissen, dass die

UberX- Fahrzeuge konzessionierte Mietwagen

sind und damit den Gesetzen des

PBefGs unterliegen. In bestimmten Punkten

sind bei den Unternehmen, die an

Uber angeschlossen sind, Verstöße gegen

das Personenbeförderungsgesetz allein

durch die Vermittlungs art per App unvermeidbar

und werden je nach Beweislage

immer wieder zu Bußgeldverfahren führen.

Die Tatsache, dass es sich hier um einen

Limousinen service im Sinne des Gesetzes

handelt, bedeutet aber auch, dass die Kosten

dieser Firmen den Kosten von Taxibetrieben

ähneln.

Bei normalen Geschäftszeiten hat Uber

bislang einen Kilometerpreis von 1,30 Euro

von den Kunden verlangt, 20 Prozent weniger

entsprechen also nun einem Kilometerpreis

von 1,04 Euro brutto. Davon gehen

20 Prozent Vermittlungsgebühr an Uber

weg, bleiben also noch 0,83 Euro. Und dann

müssen von den 1,04 Euro noch 19 Prozent

Mehrwertsteuer als Umsatzsteuer an das

Finanzamt abgeführt werden, also 17 Cent.

Damit bleiben bei dem Unternehmen noch

0,66 Euro netto pro besetzt gefahrenem

Kilometer. Würde die Rückkehrpflicht eingehalten

werden, kämen natürlich noch

jede Menge nicht bezahlte Kilometer, also

sogenannte Leerkilometer, hinzu.

KEINE PREISSICHERHEIT

Uber verlangt an geschäfts reichen Tagen

von seinen Kunden aber auch deutlich höhere

Preise, am Wochen ende nachts können

das dann schon mal 3,90 Euro pro Kilometer

werden. Der Kunde hat keine grundsätzliche

Preis sicherheit, fährt er dennoch mit

Uber, dann muss er in solchen Zeiten deutlich

tiefer in die Tasche greifen als bei jeder

Taxifahrt. Wir haben bei Fahrern von Uber

nachgefragt und erfahren, dass zum Beispiel

im vergangenen Oktober, also mit

Oktoberfest am Monats anfang, großer

Messe direkt im Anschluss und dem beginnenden

Weihnachts geschäft ein Umsatz von

4 000 Euro brutto erzielt werden konnte.

FOTO: Fotolia/Tabthipwatthana

FOTO: Florian Bachmann

Dieser Umsatz wurde sowohl in den normalen

als auch in den umsatz starken Zeiten

erzielt. Zieht man von dieser Zahl 20 Prozent

Preissenkung ab – also 800 Euro –

sowie die 20 Prozent Vermittlungsgebühr

an Uber – also noch einmal 640 Euro – und

die 19 Prozent Umsatzsteuer – was noch

einmal 510,92 Euro ausmacht – dann bleiben

als Netto umsatz 2 049,08 Euro für diesen

Monat übrig. Und das im umsatzstarken

Monat Oktober. Jeder Taxifahrer kann sich

vorstellen, welcher Umsatz dann in einem

so schönen Monat wie dem diesjährigen

Januar erwirtschaftet werden kann.

NICHT WIRTSCHAFTLICH

Man muss kein Experte sein, um aus diesen

Zahlen zu erkennen, dass ein vernünftiges

Einkommen so nicht erzielt werden

kann. Eine solide und wirtschaftlich tragfähige

Kostenkalkulation wie nachfolgend

kurz dargestellt ergibt, dass den monatlichen

Einnahmen von 2 000 Euro reine Firmenkosten

– ohne Personalkosten! – von

mindestens 1 500 Euro monatlich gegenüberstehen.

Dazu reicht es, zunächst nur

die von jeher teuersten Faktoren in einem

Taxi- oder Mietwagenbetrieb zu betrachten:

Versicherung, Benzin und Fahrzeug kosten.

Geht man von einer günstigen Versicherung

von nur 3 500 Euro jährlich aus, so

müssen alleine dafür im Monat 291 Euro

aufgewendet werden. Das Benzin kommt

da noch teurer. Bei angenommenen acht

Litern auf 100 Kilometer und den derzeit

günstigen Preisen von netto 85 Cent und

einer monatlichen Fahrleistung von

6060 Kilometern – so viele Kilometer müssen

gefahren werden, um wie oben erläutert

bei einem durchschnittlichen Erlös von

66 Cent pro Kilometer einen Umsatz von

4 000 Euro zu erzielen – ergeben sich

monatliche Kosten von 412 Euro. Zuletzt

die steuerliche Abschreibung oder alternativ

Leasing. Bei einem angenommenen

Kaufpreis von 23 000 Euro netto und einer

Laufzeit von fünf Jahren sind das monatlich

knapp 380 Euro.

Allein mit diesen drei Bestandteilen ordnungsgemäßer

Betriebsführung liegen die

Kosten bereits bei monatlich 1 083 Euro. Es

fehlen noch die Reifenkosten, Wartungskosten

für das Fahrzeug, die Kfz-Steuer, Verwaltungskosten

für Buchhaltung und

Steuermeldungen, Telefon kosten, Hauptuntersuchung,

BOKraft und so weiter und

so fort. Reparaturen sollten ohnehin besser

gar keine anfallen, sonst ist jeder Verdienst

dahin. Selbst im aller günstigsten Fall bleiben

pro Monat nicht einmal 500 Euro zum

Leben übrig. Es wird sicher jeder zustimmen,

dass man von diesem üppigen Rest,

besonders in der teuersten Stadt Deutschlands,

in Saus und Braus leben kann.

Mal im Ernst: Weder betriebswirtschaftlich

noch privat kann mit diesem Geld ein

Überleben gesichert werden. Das bedeutet,

dass ein Uber-Fahrer, der sein eigenes Auto

zur Personenbeförderung einsetzt, entweder

nach wenigen Monaten zahlungsunfähig

ist oder aber zum Steuer betrug

quasi gezwungen ist.

Nach den Meldungen und Informationen,

die uns vorliegen, beschäftigt aber

auch eine Reihe der bei Uber angeschlossenen

Unternehmer angestelltes Personal.

Wie bei der dargestellten Rechnung auch

noch Personal bezahlt werden soll, ja, vielleicht

am Ende auch noch mit dem vorgeschriebenen

Mindestlohn, ist völlig

schleierhaft.

Optimisten sagen deshalb schon mal,

dass sich das Thema Uber hier in München

von selbst erledigen wird, da keiner lange

so arbeiten wird. Die Pessimisten halten

dagegen und sagen, dass Uber bei so viel

Werbung und Akquise immer wieder entsprechend

viele mathematisch unbegabte

Leute finden wird, die den unglaublichen

Versprechungen von Uber Glauben schenken.

Wer am Ende recht behalten wird, das

lassen wir mal dahingestellt. fb

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des BDF – Überbetrieblicher Dienst Dr. Hingerle GBR

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Montag bis Freitag von 8:00 bis 10:00 Uhr, Mo und Do von 14:00 bis 17:00 Uhr

Geschäftsführender Vorstand

des Taxiverbands München

(TVM): Florian Bachmann.

MELDUNGEN

ÜBER BEOB-

ACHTUNGEN

Der Taxiverband München bedankt

sich an dieser Stelle bei allen

KollegInnen , die regelmäßig und mit

hoher Frustrations grenze Meldungen

an uns weitergeben. Um die Verstöße

gegen die Rückkehrpflicht und Aufzeichnungspflicht

nachweisen zu

können, benötigen wir eine möglichst

hohe Zahl an Meldungen, wo Fahrzeuge

bei unerlaubter Bereitstellung

(ganz gravierend in der Schwanthalerstraße

oder Schillerstraße) oder

auch während der Personenbeförderung

beobachtet werden. Benötigt

werden jeweils Datum, Uhrzeit, Ort

der Beobachtung und das Kennzeichen

des Fahrzeugs. Je größer die

Zahl der Meldungen, desto besser.

Die Meldungen können gerne per

Mail an den Taxiverband München

übermittelt werden.

florian.bachmann@taxiverbandmuenchen.de

hingerle.indd 1 07.02.14 15:02

18 APRIL / 2016 TAXI

TAXI APRIL / 2016

19


FLUGHAFEN

FLUGHAFEN

Erste Testfahrt mit

der neuen U-Bahn am

Flughafen München:

Thomas Weyer, Dr.

Michael Kerkloh

(beide FMG), Finanzminister

Dr. Markus

Söder und Lufthansa-

Standort-Chef Thomas

Winkelmann

(von links nach

rechts).

Oben: Mit der neuen U-Bahn

geht es in unter einer Minute

vom Terminal 2 zum Satelliten.

Rechts: Eine Metallschiene in der Mitte

hält die U-Bahn in der Spur und versorgt

die Elektromotoren mit Strom.

MIT DER U-BAHN

ZUM SATELLITEN

Der Satellit hat keinen direkten Passagiereingang von außen.

Die Fluggäste müssen schon die U-Bahn nehmen.

Vorbei die Zeiten, in denen eine

Flugreise mit einer Busfahrt

beginnt. Wo man bei Regen,

Schnee, praller Sonne oder Schlimmerem

mit Handgepäck in der einen und Bordkarte

in der anderen Hand vom Shuttle-Bus

über die steile Gangway ins Flugzeug

umsteigen muss. Zumindest für die meisten

Passagiere der Lufthansa und der Star-Alliance-Fluggesellschaften

gehört diese Prozedur

bald der Vergangenheit an.

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Möglich wird das durch die Eröffnung

des Satelliten, einem neuen Midfield-Terminal

– einem Terminal in Insellage ohne

direkten Eingang für die Passagiere, denn

die checken wie gewohnt im „alten“ Terminal

2 ein und fahren nach der Passagierund

Handgepäckkontrolle mit einem

unterirdischen Personentransportsystem

in weniger als einer Minute zum Satellitengebäude.

Der Münchner Flughafen

gewinnt durch den Satelliten 27 gebäudenahe

Flugzeugabstellpositionen, über die

Fluggäste direkt und ohne Bustransfer ins

Flugzeug gelangen. Mit dem neuen Passagiergebäude

erhöht sich die Kapazität des

von Lufthansa und der Star Alliance

genutzten Terminals 2 um weitere elf Millionen

auf insgesamt 36 Millionen Passagiere.

Die 400 Meter vom Terminal 2 zum

Satelliten werden die Passagiere in einer

Mini-U-Bahn überwinden – dem „Personen-Transport-System“,

kurz PTS. Nach

Passagier- und Ausweiskontrolle geht es

mit langen Rolltreppen oder Expressaufzügen

in die Tiefe und zum Bahnsteig. Um

Staus im Satelliten-Gebäude zu vermeiden,

werden die Passagiere bereits hier vorsortiert,

je nachdem, ob sie in ein Schengenland,

in ein anderes europäisches Land

oder in den Rest der Welt reisen wollen.

Dann geht es in einen der vier Waggons,

die jeweils bis zu 90 Passagieren Platz bieten.

Der Bahnsteig ist zusätzlich durch

Bahnsteigtüren gesichert, die sich erst

dann öffnen, wenn sich auch die Türen der

U-Bahn öffnen. Ein System, wie man es

zum Beispiel aus der Londoner U-Bahn

kennt. Dann geht es in 50 Sekunden

FOTOS: Alex Tino Friedel/FMG

hinüber zum Satelliten. Drei Garnituren

mit vier Waggons stehen zur Verfügung.

So lassen sich bis zu 9 000 Passagiere in

der Stunde befördern.

Was für viele Fahrgäste noch ungewohnt

sein wird, ist das Fehlen eines Fahrers. Wie

zum Beispiel in Nürnberg wird der gesamte

Verkehr von einer Zentrale aus gesteuert,

damit erübrigt sich ein Zugführer. Die

Wagen selbst rollen auf Luftreifen auf einer

betonierten Fahrbahn. Eine Metallschiene

in der Mitte hält sie in der Spur. Diese

Schiene versorgt die Elektromotoren mit

Strom. Die Technik – von den Waggons

über die Bahnsteigtüren bis zur unterirdischen

Leitzentrale – stammt vom kanadischen

Hersteller Bombardier, der die Bahn

auch in den nächsten neun Jahren betreibt.

Der Betrieb ist in den knapp 90 Millionen

Euro eingeschlossen, die für das PTS veranschlagt

wurden. Dieser Betrag nimmt

sich fast bescheiden aus, neben den insgesamt

900 Millionen Euro, die sich die Lufthansa

und die Flughafengesellschaft FMG

den Satelliten kosten lassen.

Der Probebetrieb der Mini-U-Bahn läuft

jedenfalls auf Hochtouren. Schließlich soll

zur pünktlichen Eröffnung des Midfield-

Terminals am 26. April 2016 alles funktionieren.

Für den Flughafenbetreiber FMG bedeutet

der Satellit mehr als nur die Eröffnung

eines Erweiterungsbaus. Mit der Kapazitätserweiterung

untermauert der Standort

Flughafen München seinen Anspruch, dauerhaft

als konkurrenzfähiges internationales

Drehkreuz anerkannt zu werden. Auch

wenn man weiterhin stolz darauf ist, dass

viele der Flugreisenden, die am Flughafen

München ankommen, auch in München

oder Bayern bleiben, so hat die Zunahme

der Zahl der Umsteiger eine große wirtschaftliche

Bedeutung. Zumal unter dem

steigenden Konkurrenzdruck erstarkender

Luft-Drehkreuze im Ausland.

»Die 3. Startbahn

bleibt zentrales

strategisches

Anliegen.«

Dr. Michael Kerkloh

Der Zuwachs beim Luftverkehrsstandort

Deutschland könnte größer sein, erklärte

Dr. Michael Kerkloh auf der Jahrespressekonferenz.

Deutschland hinkt im internationalen

Vergleich hinterher. „Deshalb ist

und bleibt das Ausbauvorhaben ‚3. Startund

Landebahn‘ für den Flughafen München

auch weiterhin ein zentrales

strategisches Anliegen“, so Kerkloh weiter.

Außerdem ist München der einzige Standort

in Deutschland, der über genügend Freifläche

für so einen Ausbau verfügt. Und

über die nötigen Mittel. Schließlich hat das

Unternehmen auch den Bau des Satelliten

komplett alleine gestemmt – ohne Kosten

für den Steuerzahler.

Für das Taxigewerbe hat der Flughafenausbau

zwei Seiten. Zum einen bedeuten

mehr Passagiere auch mehr potenzielle

Fahrgäste. Zum anderen wird ein Ausbau

der Anbindung des Flughafens an die Bahn

nicht lange auf sich warten lassen – Stichworte

hier Erdinger Ringschluss, Neufahrner

Kurve, Walpertskirchener Spange und

schließlich eine Expressbahn zum Hauptbahnhof.

Wird hier das Angebot erweitert,

dann kann uns das letztlich wieder Kunden

kosten. Beim PTS fällt das aber nicht ins

Gewicht, denn zum Satelliten hätte eh niemand

mit dem Taxi fahren können. Hier

bleibt nur die U-Bahn.

tb

20 APRIL / 2016 TAXI

TAXI APRIL / 2016

21


AUTOTEST

AUTOTEST

PRIUS ZEIGT KANTE

Toyota hat seinem Zugpferd – dem Prius – ein Facelift

verpasst und den Antrieb optimiert. Was kann der

alte Neue aus der Hybridfamilie?

Ein Fahrbericht.

Dank der kleineren Batterie bietet der Prius

501 Liter Kofferraumvolumen.

Der neue Prius will auch mit Design und Aerodynamik überzeugen.

Der neue Prius legt Wert

auf ein sportliches und

dynamisches Design.

Auch der neue Prius hat ein markantes Heck – Neider nennen es kantig.

Bequemlichkeit und bessere Sicht: Hier

haben die Ingenieure und Designer gute

Arbeit geleistet.

Als 1997 der erste Toyota Prius auf

den Markt kam, hat sich die Taxiwelt

nicht träumen lassen, dass

der Japaner mit Hybrid antrieb einmal der

Mercedes E-Klasse ernsthaft Konkurrenz

machen könnte. Tatsächlich hat der Prius,

gefolgt von seinem Bruder mit zweiter

umklappbarer Rückbank und größerem

Kofferraum, dem Prius+, bewiesen, dass er

taxi- und flottentauglich ist. Gerade preisund

umweltbewusste Unternehmer greifen

gerne auf den sparsamen Hybrid zurück.

Besondere Kennzeichen: niedriger Spritverbrauch,

wartungsarm und praktisch verschleißfreie

Bremsen. Jetzt legt Toyota den

Prius noch einmal neu auf und verspricht

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eine höhere Effizienz, größeren Fahrspaß

und ein gefälligeres Design.

Letzteres ist geglückt. Zwar ist das

Heck des Prius immer noch eckig und

kantig, doch wirkt das gesamte Fahrzeug

bedeutend dynamischer und sportlicher.

Sein Profil ist jetzt windschnittiger. Doch

Design geht nicht vor Funktion: Trotz aerodynamisch

optimierter Form und dank

einer neuen, kleineren Batterie kann der

Prius mit 501 Litern Kofferraumvolumen

punkten. Der Innenraum wirkt von innen

größer, als man von außen erwartet. Optimierte

Vordersitze sorgen auch auf längeren

Strecken für ermüdungs armes Fahren,

auf der Rückbank bleibt genügend Raum für

Sicherheit durch

Forderungsabtretung

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drei Passagiere. Ein Fortschritt ist auch in

der besseren Sicht nach draußen erkennbar.

Mehr Fenster und weniger Karosserie – das

scheint hier das Motto zu sein. Im Übrigen

ist das Design bekannt sparsam und eher

kunststofflastig. Oder positiver betrachtet:

Der Innenraum überzeugt durch Klarheit

und Funktionalität.

LÄNGER SEGELN

Lohnend ist der Blick unter die Motorhaube.

Wie sein Vorgänger weist der Hybridantrieb

des neuen Prius einen 1,8-Liter-

Benzinmotor auf, der im Atkinson-Zyklus

arbeitet. Hier haben die Toyota-Ingenieure

für einen bestmöglichen thermischen Wirkungsgrad

von 40 Prozent gesorgt. Die

maximale Motorleistung von 98 PS – das

entspricht 72 kW – liegt bei 5 200 U/min,

das Drehmomentmaximum von 142 Nm bei

3 600 U/min. Optimierte Abgasrückführung

und Steuerungssoftware, kleinere und

in der Leistung verbesserte Elektromotoren,

ein neu entwickeltes Energiemanagement

und eine kompaktere Nickel-Metall-Hybridbatterie

tragen entscheidend dazu bei, dass

das von Toyota entwickelte Antriebs konzept

eines Mehrwellengetriebes für einen niedrigen

Verbrauch bei gleichzeitig höchster

Energieausbeute aufgeht.

Die aktualisierte Steuerungs software

des Hybrid antriebs gestattet es dem neuen

Prius, seinen Elektro antrieb stärker auszulasten

und bereits im niedrigen Drehzahlbereich

zu beschleunigen. Gleichzeitig

FOTOS: Toyota

wurde der Drehzahlbereich, in dem alleine

der Elektromotor für Vortrieb sorgt ,um

60 Prozent erhöht. Das ermöglicht das sogenannte

Segeln, bei dem der Wagen selbst

bei halbem Akkuladestand bis zu zwei Kilometer

ohne Benzinmotor auskommt und

rein elektrisch fahren kann. Und das bei

einer Geschwindigkeit von bis zu 110 km/h

statt wie bisher 70. So verringert sich die

Abhängigkeit vom Benzinmotor selbst bei

höheren Geschwindigkeiten, was den Benzinverbrauch

senkt.

Toyota hat für seine Fahrzeugvorstellung

vor der europäischen Presse nicht

unbedacht das spanische Valencia ausgesucht.

Zum einen gehört in der Hauptstadt

der gleichnamigen Provinz das Prius-Taxi

bereits fest zum Straßenbild. Zum anderen

ist es in Valencia und Umgebung einfach,

eine abwechslungsreiche Teststrecke

zusammenzustellen, die vom Stop-and-go

im Berufsverkehr über gut ausgebaute

Autobahnen und Fernstraßen bis zu schmalen,

kurvenreichen Landstraßen durch

hügeliges Gelände alles bietet, was man

braucht, um die Fahreigenschaften des

schnittigen Japaners zu ergründen.

Auf der Autobahn zeigt sich eine der

wenigen Enttäuschungen. Unter den drei

wählbaren Fahrmodi – Normal, Eco und

Power – ließ sich kein passender für die

Fahrsituation finden. Fordert man im

Power-Modus unvermittelt durch Gaspedaldruck

Leistung an, so heult der Motor

gequält auf. Im energiesparenden Eco-

Modus erntet man für gleiches Ansinnen

vom Prius nur ein leichtes Achselzucken.

Und im Normal-Modus scheint der Motor

beides nicht zu wollen oder zu können.

So kommt es auch, dass es auf der Landstraße

schwer ist, eine angenehme Reisegeschwindigkeit

zu halten. Hier wünscht

man sich das gute alte Schalt getriebe

zurück. Das ist zwar mühsam, doch macht

das Auto dann wenigstens das, was man

vom ihm will. Für lange Strecken auf der

Autobahn oder auf kurvenreichen Landstraßen

ist das Fahrzeug einfach nicht

gemacht und wirkt untermotorisiert.

DER PRIUS ALS GROSSSTÄDTER

Tatsächlich ist das nicht weiter schlimm –

außer das Auto wird für weitere Strecken

eingeplant. Denn der Prius ist ein Großstädter.

Hier passt plötzlich alles zusammen, und

die Stärken des Autos kommen am besten

zum Tragen. So bringen die zwei Kilometer

Segeln auf der Fernstraße wenig, in der Stadt

aber lädt sich der Akku verkehrsbedingt

immer wieder auf, sodass man praktisch fast

immer auf das sprit sparende Segeln zurückgreifen

kann. Hier schwimmt der Wagen

optimal im Verkehr mit, hier wechselt er agil

und flott die Spur und hier verbraucht er am

wenigsten Benzin. Wenn man sich die Anforderungen

an ein modernes Innenstadt taxi

ansieht, dann klingt das wie die perfekte

Stellen ausschreibung für den neuen Prius.

Damit ist die Frage seiner Taxitauglichkeit

auch schon so gut wie beantwortet, was

uns auf die 501 Liter Kofferraum volumen

vom Anfang zurückbringt. Zwar lässt

sich das bei umgeklappter Rückbank auf

1 633 Liter steigern – nur kann man dann

nur noch einen Fahrgast befördern. Die

großen Vorteile eines Prius+, wie die zweite

Rückbank oder der riesige Kofferraum,

fehlen. Weshalb der neue Prius „ohne

Plus“ auch eher etwas für den Einzelunternehmer

ist, bei dem das Auge halt

mitfährt. Allerdings wurde der ebenfalls

neue Prius+ bereits für den Herbst annonciert,

zusammen mit dem Toyota Proace,

einem hybriden Neunsitzerbus. Weshalb

wir beide Modelle auch mit größter Spannung

erwarten.

tb

TECHNIK

Motor 1,8 VVT-I-Hybrid

Hubraum 1 798 ccm

Nickel-Metall-Hybridbatterie

Leistung Gesamtsystem 122 PS/90 kW

Planetengetriebe

Höchstgeschwindigkeit 180 km/h

Kraftstoffverbrauch kombiniert 3,0/3,3 l

Abmessungen (L x B x H) 2 110 mm x

1 490 mm x 1 195 mm

Leergewicht 1 450 kg

Zulässiges Gesamtgewicht 1 790 kg

Kofferraum 501 Liter

Listenpreis ab 28 150,00 Euro

22 APRIL / 2016 TAXI

TAXI APRIL / 2016

23


ELEKTROMOBILITÄT

TAXLERTIP

Taxi einst und jetzt: Der

Mercedes 240 Diesel hat in

23 Jahren 400 Tonnen CO 2

produziert, der elektrische

Tesla S fährt abgasfrei.

MAKULA –

EIN ECHT

AFRIKANISCHES

RESTAURANT

Ein Koch aus Togo serviert exotische

Speisen im Glockenbachviertel.

»E-ZAPFT IS’!«

Ist die Münchner Taxibranche bereit, von Diesel auf Strom umzusteigen?

Der Veranstaltungsort für die IHK-

Tagung mit dem Titel „E-Mobilität

– Die Zukunft beginnt jetzt“

hätte kaum passender gewählt werden können.

Im und vor dem Verkehrsmuseum

standen die Vergangenheit des Taxis und

seine – mögliche – Zukunft ganz nah beieinander.

Im Saal war ein Mercedes 240

Diesel ausgestellt, der es in 23 Jahren auf

eineinhalb Millionen Kilometer gebracht

hat. Währenddessen hat er rund 400 Tonnen

CO 2

in die Luft geblasen. Vor dem

Gebäude parkte ein hellelfenbeinfarbener

Tesla S, das derzeit einzige ausschließlich

mit Strom betriebene Münchner Taxi. Emissionen:

null.

Ein Elektro-Taxi: Ist das praktikabel?

Rechnet sich das? Einerseits scheint die Zeit

dafür noch nicht ganz reif. Die Reichweite

FÖRDERPROGRAMM E-MOBILITÄT MÜNCHEN

Wer und was wird gefördert?

Taxiunternehmen mit Sitz in

München sind antragsberechtigt

• Gefördert werden nur reine Elektroautos

(Neufahrzeuge, Jahreswagen und

Leasingfahrzeuge mit einer Vertragsdauer

von mindestens 36 Monaten)

• Ladestationen mit einem oder mehreren

Ladepunkten (Ökostrom)

Wie hoch ist die Förderung?

• 4 000 Euro pro Fahrzeug

• 1 000 Euro zusätzlich, wenn für das

E-Auto ein Diesel, Benziner oder

mit einer Akkuladung ist bei den meisten

Elektroautos heute noch geringer als die

durchschnittliche Fahrstrecke einer

Schicht, und die Anzahl und Leistungsfähigkeit

der Ladestationen ist noch nicht

befriedigend. Außerdem ist der Platz für

Passagiere und Gepäck, den die aktuellen

Stromer – vom Tesla abgesehen – bieten,

eher mäßig.

NACHHALTIG ENTSPANNEND

Andererseits drängt sich der Elektromotor

als Antrieb für unsere Droschken geradezu

auf. Taxis sind Kilometerfresser. Das heißt:

Die Entlastung der Umwelt wäre durch

einen Umstieg enorm – natürlich nur, wenn

der Strom aus regenerierbaren Quellen

gewonnen wird. Außerdem hat ein Stromer

rund 70 Prozent weniger Verschleißteile

Erdgasfahrzeug stillgelegt wird

• 500 Euro zusätzlich, wenn das

E-Auto am Betriebssitz mit Ökostrom

aufgeladen wird

• 20 Prozent für Ladestationen

(max. 1 500 Euro pro Ladepunkt)

• Die Förderung muss vor Anschaffung

des Fahrzeugs bzw. der Ladestation

beantragt werden

Wo gibt es weitere Informationen?

• Internet: www.muenchen.de/emobil

• E-Mail: emobil.rgu@muenchen.de

• Telefon: +49 (0)89 / 23 34 77 11

als ein Verbrenner; entsprechend niedrig

sind die Wartungs- und Reparaturkosten.

Nicht zuletzt ist das leise, ruckfreie Fahren

höchst entspannend, wie ich mich selbst

während mehrerer Tausend Kilometer in

einem Forschungs-Elektro-Taxi überzeugen

konnte.

Trotzdem: Unterm Strich sind die Rahmenbedingungen

noch nicht optimal. Wer

sein Geschäft jetzt schon auf Elektromobilität

umstellt, braucht also auch ein wenig

Idealismus. Oder, wie es der Referent Klaus

Baumgärtner, Geschäftsführer eines Beratungsunternehmens

mit 18 Elektroautos in

der Dienstwagenflotte, formulierte: „Es ist

auch eine Geisteshaltung.“

Diese Geisteshaltung zeichnet Peter

Köhl aus, der mit seinem Taxi Center Ostbahnhof

schon mehrere Umweltpreise

gewonnen hat. Er sieht sich nach eigenen

Worten in der „Verantwortung für drei Millionen

Kilometer im Jahr“. Das heißt konkret:

Sein Unternehmen ist seit 2013

„dieselfrei“. Der Fuhrpark besteht aus

50 Hybridfahrzeugen, einem Opel Ampera

und dem oben erwähnten Tesla.

Seit dem 1. April 2016 ist das Münchner

Förderprogramm für E-Mobilität in Kraft,

das Dr. Uwe Hera vom Umweltreferat der

Landeshauptstadt München mit den Worten

„E-zapft is’!“ vorstellte (Einzelheiten

dazu im nebenstehenden Kasten).

So eine Finanzierungshilfe – gepaart

mit der Aussicht auf eine dichtere Ladeinfrastruktur,

reichweitenstärkere Akkus

und ein bisschen Idealismus – bringt vielleicht

auch den einen oder anderen kleineren

Unternehmer zum Nach- und

Umdenken.

rb

24 APRIL / 2016 TAXI

TAXI APRIL / 2016

FOTOS: Tom Buntrock/Verkehrszentrum München, Taxi-Center Ostbahnhof

FOTO: Makula

Veganer stünden heute auf der Speisekarte, informiert ein

Schild am Eingang zum afrikanischen Restaurant Makula

in der Dreimühlen straße. Erste Sorgen keimen auf, ob

das nicht ein wenig zu authentisch ist und ob an so einem Veganer

überhaupt genug dran ist, um davon satt zu werden. Aber meine

Bedenken sind unbegründet, es handelt sich lediglich um einen

verzeihlichen Lapsus des 1994 aus Togo nach Deutschland gekommenen

Kochs und Inhabers Robert Ahiagba. Vielmehr sind Veganer

als Gäste willkommen und entsprechende Gerichte auf der Karte

gekennzeichnet. In West afrika isst man traditionell vorwiegend

vegan, das ergebe sich aus dem Speiseplan, den die Natur zusammenstellt,

erklärt Ahiagba. Auf der anderen Seite bietet das Makula

eingefleischten Karnivoren aber auch nicht gerade alltägliche

Genüsse wie Krokodil oder Känguru, wenngleich Letzteres einen

ziemlich weiten Sprung auf den Menüplan gemacht haben muss.

Mit einfachen, improvisierten Mitteln hat Robert Ahiagba aus

einer ehemaligen Metzgerei in der Dreimühlenstraße ein gemütliches

Restaurant mit afrikanischem Flair gezaubert und sich damit

einen lang gehegten Traum erfüllt. Bevor er nach München kam, um

in der Flughafen gastronomie zu arbeiten, hatte der zum Volksstamm

der Ewe gehörende Togolese schon eine Laufbahn als Profi-

Rugbyspieler hinter sich. Seit 2007 führt er einen Catering-Service

und seit November 2012 das Makula in der Isarvorstadt.

Man muss sich nicht in Schale werfen für einen Besuch im

Makula. Das kleine Restaurant mit wenigen Tischen lebt von der

Stimmung einer dörflichen Volksküche. Die Speisekarte liefert

zwar einen ersten Überblick, aber besser ist es, sich vom Chefkoch

persönlich beraten zu lassen: Robert Ahiagba ist bewandert in den

regionalen Besonderheiten der west afrikanischen Küche und hilft

zielsicher durch den Beilagen dschungel aus exotischen Wurzeln

und Gemüsen. Außerdem weiß er, welches afrikanische Bier gerade

vorrätig ist.

Behände zieht Ahiagba seine massige Gestalt schlurfend durch

die kleinen, nach afrikanischen Staaten sortierten Tische und hat

RESTAURANT MAKULA

Dreimühlenstraße 14, 80469 München

Telefon 089 / 13 94 12 13

www.restaurant-makula.de

Öffnungszeiten:

Mo., Mi., Do., Fr. 17.00–01.00 Uhr

Sa. 16.00–01.00 Uhr, So. 14.00–23.00 Uhr

Mittagstisch: von Mo. bis Fr. ab 11.00 Uhr

für jeden Gast einige freundliche Worte übrig. Er kommuniziert

gerne und lacht viel, im Hintergrund pumpt leiser Afro-Beat, das

Krokodil-Steak liegt schmucklos ohne Dekor auf dem Teller, mundet

aber köstlich. Insbesondere das Süßkartoffelpüree sollte man

sich nicht entgehen lassen. Am Ende serviert Robert Ahiagba mit

der eindringlichen Warnung „Nicht trinken, viel zu scharf!“ ein

Gläs chen mit chili versetztem Spiced Rum. Klar, dass er damit

genau an den Richtigen geraten ist. Aber selbst einem hartgesottenen

Chili Head wie mir bleibt nach nur ein paar homöopathischen

Tröpfchen kurz die Luft weg. Wahrlich höllisches

Teufels zeug – nur für die Furchtlosen.

hh

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TAXI IN DEN MEDIEN

FALSCHER

TAXIFAHRER

ALS TÄTER

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LEXUS GS 300h –

DAS VOLLHYBRID-TAXI

Mit einigem Aufwand konnte eine

Falschmeldung in den Medien

berichtigt werden. Denn der Vorwurf

war so falsch wie der angebliche

Taxifahrer.

An einem Montagmorgen wurde das

Münchner Taxigewerbe durch eine Polizeimeldung

erschüttert: „Eine 31-jährige

Münchnerin fuhr am Sonntag, 6. März 2016

gegen 3 Uhr mit einem Taxi von der Innenstadt

aus nach Hause. Kurz vor ihrer Wohnadresse

hielt der unbekannte Taxifahrer an

und streichelte die Frau mit der rechten

Hand an ihrem linken Knie. Die 31-Jährige

stieß seine Hand weg und stieg aus dem

Taxi aus. Dabei griff ihr der Taxifahrer in

den Schritt. Die 31-Jährige konnte sich nur

mit Gewalt aus dem Griff lösen.“

Klar, dass sich die Münchner Lokalmedien

auf das Thema stürzten. Auch bei Verantwortlichen

im Taxigewerbe schrillten

die Alarmglocken, hatte man nicht gerne

und oft darauf hingewiesen, dass mit Vergehen

dieser Art in letzter Zeit vermehrt

Fahrer von privaten Limousinendiensten

auffielen. Für das Gewerbe hätte diese Meldung,

nur eine Woche nach der Erhöhung

des Taxitarifs, zu keinem ungünstigeren

Zeitpunkt kommen können.

Stefan Huber, Dispoleiter der IsarFunk

Taxizentrale, ließ das keine Ruhe. Er rief

beim Münchner Polizeipräsidium an und

ließ sich mit dem zuständigen Sachbearbeiter

verbinden. Ursprünglich wollte er

sich nach Details erkundigen, damit eine

Tatbeteiligung von einem Fahrer aus der

eigenen Flotte völlig ausgeschlossen werden

kann. Doch dort hatte man bereits neue

Erkenntnisse. Offenbar habe es sich nicht

um ein Taxi, sondern um eine schwarze

Limousine mit Wegstreckenzähler gehandelt.

Die Falschmeldung blieb trotzdem in

den Medien.

IsarFunk beschäftigt seit über fünf Jahren

eine PR-Agentur. Der Berater Karl H.

Mayer wurde nun als Vermittler tätig. Mayer

sprach mit dem Polizeisprecher und einem

Redakteur in der Lokalzeitung. Die Gespräche

waren erfolgreich. Die ursprüngliche

Meldung, in der ausschließlich von einem

Taxifahrer als Täter geschrieben wird, ist

zum Beispiel bei der „Münchner Abendzeitung“

aus dem Onlineangebot verschwunden.

Dort ist jetzt dafür zu lesen: „Ursprünglich

hieß es, die Frau sei in der Nacht von Samstag

auf Sonntag gegen 3 Uhr in ein beiges

Taxi eingestiegen. Diese Information war so

offenbar nicht ganz richtig. Jetzt erklärte die

Polizei, dass es sich dabei wohl nicht um ein

klassisches, registriertes Taxi gehandelt

habe. Vielmehr ist nun von einer schwarzen

Limousine die Rede. Demnach habe es sich

um einen BMW oder Mercedes ohne Taxi-

Beschriftung gehandelt.“

FALSCHMELDUNG BERICHTIGT

Und weiter: „Die 31-jährige Münchnerin

war gerade von einer Lokalität in der

Landsberger Straße auf dem Heimweg, als

das Auto auf Höhe der Hausnummer 145

neben ihr hielt. Der Fahrer fragte sie über

die Beifahrerseite, wo sie denn hinwolle,

und bot ihr an, sie nach Hause zu fahren –

denn er sei Taxifahrer. Zunächst ging die

Münchnerin nicht auf das Angebot ein und

setzte ihren Heimweg zu Fuß fort. Kurze

Zeit später hielt der Unbekannte jedoch

erneut neben ihr an und wiederholte sein

Angebot. Dieses Mal ließ sich die junge

Frau überreden und stieg in das vermeintliche

Taxi ein. Sie setzte sich auf den Beifahrersitz

und meinte, dort auch einen

Taxameter gesehen zu haben. Taxischilder

oder andere Hinweise, die auf ein ordentliches

Taxi hindeuten würden, sind ihr

allerdings nicht aufgefallen.“ Was nicht

aussieht wie ein Taxi, ist kein Taxi! Die

ursprüngliche und gewerbeschädliche Meldung

ist aber zumindest berichtigt und aus

der Welt.

tb

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