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Küchenplaner Ausgabe 10

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten. Zielgruppe sind Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und die Küchenindustrie.

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten. Zielgruppe sind Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und die Küchenindustrie.

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Ausgabe 10/11 / 2016

STROBEL VERLAG

Messenachlese –

Die Themen, die

die Küchenwelt bewegen

▶ 8

Küchenmeile A30 –

Zielgruppen definieren

statt reine Produktschau

▶ 20

IFA 2016 –

Auf der Suche

nach dem Nutzen

▶ 62


Die BSH Gruppe ist eine Markenlizenznehmerin der Siemens AG.

Zusammen einzigartig: die Kochstelle

mit integrierter Lüftung.

Das neue Siemens inductionAir System kombiniert eine hochwertige

Induktionskochstelle mit einer leistungsstarken Lüftung.

siemens-home.de/inductionair-system

Wie Sie in der Küche Ihrer Kunden noch mehr Raum

für Geschmack schaffen? Indem Sie ihnen das Beste aus

zwei Welten jetzt in einem Gerät bieten. Mit dem neuen

inductionAir System genießen Siemens Kunden die einzigartige

Kombination aus leistungsstarker Lüftung mit

automatischer Regulierung der Lüfterleistung und eine

exklusive Induktionskochstelle mit einer Vielzahl an innovativen

Funktionen – und mehr Freiheiten in der Küchenplanung.

Einfach und direkt in die Arbeitsplatte eingebaut

spart das inductionAir System jede Menge Platz, nicht

aber an großer Ausstattung für grenzenloses Kochvergnügen.

So können mit varioInduktion zusätzliche Kochzonen

hinzugefügt, die Kochstelle durch powerMove Plus in

drei Wärmezonen aufgeteilt und alles dank intuitivem

dual lightSlider mit nur einem Finger kontrolliert werden.

Auch die eingebaute Lüftung ist zukunftsweisend, denn

sie entfernt den Dunst bereits, bevor er aufsteigen kann.

Für eine Zubereitung ohne Kompromisse und Küche nach

den Wünschen Ihrer Kunden. Mehr Informationen erhalten

Sie bei Ihrem Siemens Verkaufsbeauftragten und unter

siemens-home.de.

Siemens. Die Zukunft zieht ein.


Impulse/Ansichten

Kein Raum

für Egomanen

Nie war es einfacher, individuelle Küchen zu planen. Und nie komplizierter.

Denn die neue Vielfalt an Herstellerideen kann begeistern und irritieren.

Wann ist eine Idee stimmungsabhängiger

Selbstausdruck eines

Kreativen, wann eine modisch verlässliche

Aussage und wann ein

stabiler Einrichtungstrend? Auf

welche grundsätzlichen Gestaltungsrichtungen

sollte man sich

als Planer konzentrieren, wenn

am Ende doch alle machen, was

sie wollen, weil die Individualität

so hipp ist? Sind drei Farben schon

eine Strategie? Und die Holznachbildung

wirklich besser als das Original,

nur weil sich die Oberflächen

oberflächlich betrachtet so sehr ähneln?

Was ist mit der Lust am Echten?

Gilt die nur auf der Arbeitsfläche?

Dem Rausch folgt der Kater.

So ist es auch im Anschluss an den

Messemarathon in Berlin und Ostwestfalen.

Die Hersteller von Möbeln, Geräten

und Zubehör sprühen derzeit

nur so vor Ideen. Das ist wahrhaft

berauschend, weil keine Küche

der anderen gleichen muss. Innerhalb

weniger Jahre hat sich die heimische

Industrie eine Individualisierungskompetenz

in Design und

Produktion angeeignet, die zurückhaltende

Geister stumm verzückt

und Küchenliebhaber betrunken

machen kann vor Glück.

Dabei ist für planende Küchenspezialisten

ein klarer Kopf

nötiger denn je, um aus der Bandbreite

an Möglichkeiten die richtigen

Perlen herauszupicken.

Denn was tun, wenn Nischendekore

im Antik-Kachel-Look dem

Blick schmeicheln, zeitgleich

Hirnholz-Fronten markant brummen,

Metallic-Oberflächen luxuriös

schillern, Naturstein-Arbeitsflächen

als Unikate glänzen, der

Landhaus-Herd seine beruhigende

Verlässlichkeit entfaltet und der

neue Ton der Spüle schlicht den

Atem raubt? Alles zusammengefügt

wäre ein Desaster. Eine anständige

Küche lässt sich mit der

Aneinanderreihung von Highlights

gewiss nicht kreieren.

Doch die Küchenmeile wäre

nicht die Küchenmeile, wenn sie

ihre Gäste mit einem Ideen-Burnout

allein ließe. „Wir machen keine

Küchen für Räume, sondern für

Menschen in einer konkreten Lebenssituation“,

heißt es so oder so

ähnlich rund um Löhne und Rödinghausen.

Vielleicht nicht überall,

aber mancherorts. Und das immer

häufiger. Die Trendsetter der

Industrie produzieren nicht nur

Ideen am Fließband, sondern polieren

parallel an wohlbekannten Begriffen

wie „Zielgruppe“ und „Bedürfnisplanung“.

Das mag klingen wie ein alter

Hut – und dem ist auch so. Dennoch

kann es sich für den Fachhandel

lohnen, die eigene Herangehensweise

an die zahlende Kundschaft

daraufhin zu aktualisieren. Und

mit ihr die Gestaltung der Ausstellung.

Vielleicht doch mehr Funktion,

mehr Komfortideen und mehr

Emotion? Und vielleicht sogar Beispiele,

wie sich selbst der Wohnraum

mit Möbeln und Regalen aus

der Küche einrichten lässt?

Die Küchenvielfalt anno 2016

nimmt keine Rücksicht auf Einzelschicksale.

Selbst das kreativste

Produkt muss vom Olymp

herabsteigen und sich in ein ausgewogenes

und auf den konkreten

Küchennutzer abgestimmtes Gesamtkonzept

eingliedern. Steinfronten,

Kupfergriffe, Kreativhauben

und der vernetzte Backofen

sind tolle Errungenschaften – aber

für das Ego Einzelner ist in der Küche

derzeit kein Raum. Das mag

der Muldenlüfter abstreiten, aber

da muss er durch, meint

Dirk Biermann, Chefredakteur

Orientierung im Meer der Möglichkeiten.

Was hilft, was hält bloß

auf? Was meinen Sie dazu? Schreiben

Sie mir an meinemeinung@

kuechenplaner-magazin.de Gern

veröffentlichen wir Ihre Ansicht als

Leserbrief.

10/11/2016 KÜCHENPLANER 3


Inhalt

8 20

Muldenlüfter sind in der Mitte des Marktes angekommen

und fühlen sich im Rampenlicht pudelwohl. Der Abzug

nach unten will jedoch professionell geplant sein.

„Küchen für Zielgruppen entwickeln.“ So lautet immer

häufiger das Credo der Küchenmöbelhersteller. Auch Sachsenküchen-Geschäftsführer

Elko Beeg (Foto) setzt darauf.

Messe

8 Was die Küchenwelt bewegt

14 Übersicht über die wichtigsten Messe-Themen

60 Exklusivität hinter der Front:

Hersteller und Lieferanten entwickeln gemeinsam

99 LivingKitchen: Fast alle Marktführer vereint

area30: Ordermesse so beliebt wie nie

Küchenmöbel

20 Die Geschichten der Küchenmeile –

Neuigkeiten und „Messebotschaften“

der Küchenmöbelhersteller

Hausgeräte

62 IFA 2016: Auf der Suche nach dem Nutzen

70 Weitere Neuheiten von der IFA

Hausgeräte

75 Von der Kochfläche zum smarten Designobjekt

76 Kochen, Backen, Lüften –

Die Hausgeräte-News aus Ostwestfalen

84 E.G.O. zeigt die inneren Werte

Küchenzubehör

86 Spülen, Armaturen, Licht & Co.:

Die Zubehör-News aus Ostwestfalen

SPECIAL Österreich

100 Meldungen aus der Alpenrepublik

Küchenverbände

110 DER KREIS kürt den „Küchenspezialist des Jahres“

112 VdDK: Küchenmöbelindustrie auf der Erfolgswelle

Foto: Schock

Zum Titelbild

Die kompakte Spüle Mono

D-100XS von SCHOCK bringt

Komfort in kleine Küchen.

Mit flexiblen Einbaumöglichkeiten,

vielen Farbvarianten

und multifunktionalem

Zubehör wie Haltegitter und

Holzschneidebrett ist die

Spüle außerdem ein aufmerksamkeitsstarkes

Designobjekt.

www.schock.de

Markt + Menschen

111 Personalien

Diverses

3 Ansichten: Kein Raum für Egomanen

111 Leserpost

114 Partner des Fachhandels / Impressum

4 KÜCHENPLANER 10/11/2016


DSCHUNGEL-

PRÜFUNG

MONO D-100XS

Willkommen im Dschungel des Kochbereichs! Um hier den Durchblick zu behalten,

ist funktionale Unterstützung unerlässlich. Die neue Mono D-100XS wurde als Tarzan

des Kochbereichs entwickelt, der Single- und Familienhaushalten den Weg durch

das Dickicht weisen kann. Dazu wartet das neue Modell mit cleverem Zubehör auf.

Verfügbar in den drei Einbauvarianten Auflage, Unterbau und flächenbündig, fügt

sich das kompakte Modell flexibel in verschiedenste Arbeitsplatten ein. Durch die

seitliche Armaturenbank bietet die Spüle auch die Möglichkeit vor einem Fenster

platziert zu werden – denn Tarzan braucht Freiheit.

WWW.SCHOCK.DE


Schaufenster

6 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Das futuristische supermatte Material „Fenix“ in Schwarz/

Weiß fühlt sich angenehm warm an und hinterlässt keine

Fingerabdrücke. Die Planung erfolgt in der Ballerina-

Highend-Linie „BlackLine“, ist angelehnt an den japanischen Möbelstil

und bringt etwas Zen-Ambiente in die Küche. In der strengen

Schlichtheit ist das neue RITZENHOFF-Design 2017 von Virginia

Romo ein Blickpunkt. „Fenix“ ist ein supermattes Material

mit absoluter Robustheit. Es ist kratzfest, stoßfest und reinigungsfreundlich.

Entstehende Glanzstellen oder kleine Macken können

mit Wärme entfernt werden.

www.ballerina.de

10/11/2016 KÜCHENPLANER 7


Messe

Was die Küchenwelt bewegt

Von Dirk Biermann

Feine Materialien, schillernde Dekore, ausgeklügelte Funktionen – und das

alles schön und lebenspraktisch arrangiert. Und was machen die Messegäste?

Die scheinen nur Augen für den Muldenlüfter zu haben. Erstaunlich ist das.

Dabei gibt es im Küchenherbst 2016 so viel zu entdecken.

8 KÜCHENPLANER


Kochfeldabzüge im Fokus der Smartpohnelinsen.

Dieser Schnappschuss entstand in der

Technik-Abteilung der nobilia-Ausstellung.

Bei der abgebildeten Variante stammt das

Kochfeld von Airforce, das separate Abzugsmodul

(Modell „See you“) steuert Elica bei.

Foto: Biermann

KÜCHENPLANER 9


Die Themen der Küchenmeile

Muldenlüfter sind eine interessante Ausstattungsoption

mit einem Lifestyle-Flair, das Küchenkäufer magisch

anzuziehen scheint. Dass inzwischen durchweg

alle Spezialisten und die führenden Vollsortimenter

Ideen dazu beisteuern, befeuert das Thema erheblich.

Allerdings treibt der Hype um den Dunstabzug nach

unten mitunter eigenartige Blüten. Die Technik unter

der Glaskeramik kommt beim Erstkontakt meist

zu kurz – und damit die eingehende Prüfung von Aspekten

wie Materialqualität und Reinigungsfreundlichkeit.

Zudem bleibt allzu oft außen vor, dass es sich

bei dieser Art der Wrasenlenkung um ein anspruchsvolles

Thema der Küchenplanung handelt. Denn Kochwrasen,

die in einen Schrank geleitet werden, sollten

auch wieder hinauseskortiert werden. Holz und Holzwerkstoffe

reagieren auf Feuchtigkeit schließlich recht

eigenwillig.

Dass nach Einschätzung eines Brancheninsiders

derzeit wohl in 80 % der Fälle die Kochabluft kurzweg

in den Schrank gepustet wird, lässt die Brisanz

erahnen, die das Thema für die Fachwelt bereithalten

könnte. Zumal: Selbst wenn die Wrasen durch den

platzsparend montierten Flachkanal korrekt abwärts

strömen, fragt sich im Falle der Umluftlösung: Wohin

soll der Luftstrom gelenkt werden, wenn er hinter dem

Sockelgitter in den Küchenraum entlassen wird? Dem

Koch und der Köchin vor die Füße? Oder im Falle einer

Inselplanung in Richtung des Ess-Tisches? Das ist alles

nicht ganz optimal. So wird die Planung einer Muldenlüftung

zum Kompetenzfeld für den Fachhandel – mal

eben montieren und „nach mir die Sintflut“ scheint jedenfalls

eine gewagte Strategie zu sein.

Dass die Spezialisten unter den Haubenanbietern

mit ihren Neuheiten auffällig häufig an die Decke gehen

– oder ganz flach in den Oberschrank – macht zudem

deutlich, dass die Muldenlüftung kein Goldstandard

für sämtliche Planungssituationen sein kann.

Überall dort, wo zum Beispiel intensiv gekocht wird

(also große Mengen an Kochwrasen entstehen), kann

der Abzug nach unten schneller an seine Grenzen gelangen

als andere Systeme.

Nur zur Hälfte korrekt

Nach jeder Messe stellt sich die Frage nach den

Trends für die kommende Saison. Der größte Trend ist

nach wie vor, dass es keinen gibt. Jedenfalls ist keine

einheitliche Richtung auszumachen, in die die gesamte

Küche steuert. Und das liegt nicht allein am allgegenwärtigen

Drang zur Individualität.

Es gibt zwar wahrnehmbare Überschneidungen

in der Optik (Beton, markantes Holz, Industrielook)

und andere Allgemeingültigkeiten (Betonung von

Licht, Aufwertung des Schrank-Innenlebens, Regal-

Planungen), doch wie genau dies umgesetzt wird, bestimmt

mehr denn je das jeweilige Marktsegment und

damit die Preisgestaltung. Der reine Küchenverkauf

hat andere Gesetze als eine Küchenplanung, die Räume

für Menschen in den Fokus nimmt und sich nicht

länger um traditionell gelernte Raumgrenzen schert.

Generell zu sagen, natürliche und hochwertige Materialien

wie Beton, Stein und Glas seien Trend im Küchenjahr

2017, wäre allenfalls zur Hälfte korrekt.

Konzepte zählen

Für Marktregionen, die für Küchenspezialisten interessant

sind, gilt: Eine stimmige Küche speist sich im

optimalen Fall aus der Umsetzung eines Konzepts für

Menschen in klar definierten Lebenslagen. Nach dieser

Leitidee konzipierten in diesem Herbst auch einige

Küchenmöbelhersteller ihre Hausmessen. Wenngleich

unterschiedlich intensiv und konsequent.

Weitestgehend ausgedient bei der Zielgruppen-

Definition hat offenbar der Aspekt Alter. „Ü50“ ist einfach

keine kluge Beschreibung für eine auf Komfort

und Qualität ausgerichtete Küche, wenn der Kunde auf

der anderen Seite des Besprechungstisches zwar laut

Personalausweis zu den sogenannten „Silver Surfern“

zählt, er sich aber nach eigenem Empfinden keinen

Tag älter fühlt als 39. Und kleine Küchen richten sich

heutzutage nicht mehr nur Studenten mit schmalen

Budgets ein. Oder alleinlebende Frauen und Wochenend-Pendler.

Früher gab es für diese konkreten Küchenkäufer

die Kategorie „Single-Küche“ – mit einer

relativ klar definierten gängigen Ausstattung. Die Bedürfnisse

und wirtschaftlichen Möglichkeiten dieser

Zielgruppen unterscheiden sich jedoch immens. Das

wirkt sich auf die Umsetzung aus. Eine „Single“-Küche

in Luxus-Ausstattung ist längst keine Seltenheit mehr.

Dafür braucht es erst eine Idee, dann die Produkte.

So stellt sich ganz grundsätzlich die Frage: Welche

Ansprache erreicht Herz und Hirn des Kücheninteressierten

in seiner konkreten Lebenssituation? Gute Geschichten

wollen erzählt, inszeniert und authentisch

gelebt werden. Wer sich allein über schöne Möbel und

zuverlässige Technik definiert, macht sich austauschbar

– und setzt sich vor allem dem schonungslosen

Preisvergleich aus. Und billiger, so steht es im Buch

der Besserwisserei auf Seite eins, kann immer wer.

Optik wird unabhängig vom Preis

Kunden dort abzuholen, wo sie mit ihren Wünschen

und Budgets gerade stehen, ist im Grunde

eine Kernkompetenz für den versierten Fachhandel.

Nun stellt die Industrie verstärkt eine Bandbreite

an Optionen zur Verfügung, um Kundenwunsch

und Kundenbudget noch geschmeidiger in Einklang

zu bringen. So beinhalten die Programme zunehmend

identische Optiken in echter Ausführung und

als Nachbildung. „Der Designwunsch ist nicht länger

eine Frage des Preises“, sagt zum Beispiel Nolte Küchen

dazu. Das Unternehmen hat die Planungsflexibilität

in diesem Jahr zur Strategie erklärt und setzt

10 KÜCHENPLANER 10/11/2016


WWW.LIVINGKITCHEN-COLOGNE.DE

dies mit den gängigen Materialien Holz, Beton und Glas um.

Andere Küchenmöbelhersteller haben ähnliche Angebote

im Programm.

Voraussetzungen dafür sind natürlich Material-Nachbildungen,

die in Optik und Haptik ganz nah ans Original heranreichen.

Bestes Beispiel: Holzdekore mit Synchronpore.

Diese Oberflächen gehen immer häufiger für echt durch,

ohne dass noch irgendwer mit der Wimper zuckt. Und selbst

manche Beton-Nachbildung fühlt sich an wie von Hand gespachtelt.

Zwar wähnte man die Oberflächen-Lieferanten

schon vor ein, zwei Jahren am Ende ihrer Kunst und mutmaßte,

dass nun keine wirklich spür- und sichtbaren Entwicklungen

mehr möglich sein können, doch diese Küchenmeile

zeigte erneut das Gegenteil.

Wenn matt, dann supermatt

Bei den großen Mengenthemen geben Beton-Nachbildungen

den Ton an. Auf der Front und als Arbeitsplatte. Vor

allem im Preiseinstieg geht wenig an matt-schwarzem Lacklaminat

vorbei. Pardon: supermatt. Denn Uni-Fronten lieben

das Extreme: Wenn matt, dann supermatt; wenn Glanz,

dann Hochglanz. Im Preiseinstieg haben auch die auffällig

intensiven Farben ihre bevorzugte Heimat. Meist kombiniert

mit den Küchendauerbrenner-Optiken Grau und Weiß. Auch

Holz und Weiß werden gern gemixt.

Akzente setzen

Kombinieren und Akzente setzen wird immer mehr zum

Kernanliegen der individuellen Küchengestaltung. Mit Beton,

Holz und weißen/grauen Oberflächen sind die Hauptakteure

dafür schnell identifiziert. „Hirnholz“ ist bei den Holz-

Nachbildungen eines der großen Modedesigns der Saison.

Allgegenwärtig ist dabei der „Indusrial Style“, der geradewegs

von der Mailänder EuroCucina aus nach Ostwestfalen

gewechselt zu sein scheint. In den höheren Preisgruppen

kommen dabei zusätzlich Oberflächen in Stein, Metall, Keramik

und Original-Beton zum Einsatz. Die Farben sind gedeckt

und dunkel. Schwarz, Dunkelbraun und Dunkelblau

schaffen die Basis für elegante Umsetzungen. Gern auch im

modernen Landhauslook. Hinzu kommen immer markantere

Hölzer. Regale nehmen den „Industry Style“ auf und tragen

ihn von der Küche in die Ess-Ecke und die Wohnräume.

Neue Geschäftsfelder entstehen

Wobei an dieser Stelle erneut der Aspekt „Konzept“ ins

Rampenlicht tritt. Wenn die Regal-Planung in der Küche Kaffeetassen

und Küchentellern Heimat bietet und einige Meter

weiter in Form einer stilvollen Bücherwand glänzt, dann ist

das nicht unbedingt Zufall, sondern kann Ausdruck einer

Strategie sein. Das Zusammenwachsen der Lebensräume bietet

Einrichtungsexperten neue Geschäftsfelder.

Immer dabei: das Prinzip Wohnlichkeit. Je offener der

Grundriss, umso mehr kommt dieser Ansatz zum Tragen.

Dann dominieren geschlossene Flächen und grifflose Designs.

Aber immer wieder aufgebrochen zum Beispiel von

Regalen und Vitrinenschränken.

10/11/2016

DAS INTERNATIONALE

KÜCHENEVENT

16.–22.01.2017

So viel Küche gab es noch nie: Nur auf der LivingKitchen finden Sie das

komplette Angebot für Küchen-Design, Elektrogeräte und Zubehör an

einem Ort. Erleben Sie die internationalen Top-Marken, die wichtigsten

Trends, inspirierende Ideen und Produkte. LivingKitchen und imm cologne

bündeln ein weltweit einmaliges Angebot. Entdecken Sie den globalen

Einrichtungsmarkt an einem Ort, auf einen Blick, live in Köln!

LivingKitchen

gemeinsam mit:

Koelnmesse GmbH

Messeplatz 1, 50679 Köln

Deutschland

Telefon +49 1806 93 8 810*

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* 0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz,

max. 0,60 Euro/Anruf aus dem Mobilfunknetz


Die Themen der Küchenmeile

Im Stil der 60er

Der derzeit so beliebte „Industrial Style“ setzt nicht

allein auf das gängige Industriedesign mit dem Flair

des Unvollkommenen. Sehr begehrt sind auch Materialien

und Gestaltungsprinzipien aus den 1960er- und

1970er-Jahren. Die Front in der Optik eines Frühstücksbrettchens,

die Nische in der Kacheloptik einer Pariser

Metrostation und Glas in Wabenstruktur für Oberschränke

setzen dies sehr direkt um.

Haptisch auffällige Oberflächen und industriegeprägtes

Design haben wohl auch deshalb gerade Konjunktur,

weil sie einen sinnlichen Kontrapunkt zu unserem

Alltag mit seinen vielen glatten Display-Flächen

setzen.

Durchgängig schick

Bleibt der Blick hinter die Front. Hier dominiert inzwischen

auf breiter Basis das „Innen-wie-Außen“-

Prinzip. Selbst Beschläge werden optisch auf den

Innenkorpus abgestimmt. Auszüge lassen sich die Küchenmöbelhersteller

von ihren Lieferanten exklusiv

gestalten. Bewegliche Tablare für Kaffeevollautomaten

und Küchenmaschinen schaffen zusätzlichen Komfort.

Individualität und kundenspezifische Lösungen, so

viel steht fest, haben den Weg in den Schrank gefunden

und scheinen sich dort pudelwohl zu fühlen.

Aus OWL und Berlin

Auf den folgenden Seiten gehen wir detaillierter auf

das ein, was die Küchenwelt derzeit bewegt. Wir erzählen,

was sich vor und hinter den Kulissen der Küchenmeile

zugetragen hat, und beleuchten die Neuheiten

und Neuigkeiten der Gerätehersteller und Zubehöranbieter

von den Messen in Ostwestfalen und Berlin.

www.kuechenplaner-magazin.de

Wenn Kochwrasen in den Schrank gezogen werden, sollten diese auch wieder hinaus. Viele Küchenmöbelhersteller

bieten speziell konstruierte Unterschränke für Muldenlüfter an (hier bei nobilia). Auch die Positionierung des Luftaustritts

bei der Umluftvariante will vom Planer gut überdacht sein.

12 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Konsequent grifflos: Easys

Easys öffnet Ihnen die Tür zu grifflosen Kühlschrankfronten. Durch sanften Druck auf die Front öffnet Easys

die Gerätetür elektromechanisch. Und schließt sie selbsttätig nach 4 bis 8 Sekunden. Besonders vorteilhaft:

Der Beschlag ist 22 mm flach – die geringste Bauhöhe am Markt. Nutzen Sie Easys für konsequentes Küchendesign.

www.hettich.com


Messe

Die wichtigsten Messethemen

2016 / 2017

Wir haben auf den Messen in Berlin (IFA) und Ostwestfalen (Küchenmeile etc.)

gefragt: „Welche sind Ihre wichtigsten Messethemen bzw. Neuheiten?“

Dabei sollten sich die Aussteller für maximal drei „Highlights“ entscheiden.

Was oft schwer fiel angesichts der vielen Einzelthemen. Ein konzentrierter Überblick.*

Küchenmöbel

allmilmö

• Umlaufendes Furnierbild

• Hochglanzlack

• Grifflose Fronten

Artego

• Q3-Sortiment im 130er-Raster

Alno

• „Attract“ in Serie

• Echtholzfronten

• „Alnostar Dur“ mit Fronten

in Metallic-Optik

Ballerina

• Y-Küche

• Dekor „Mammut Eiche“

• „Fenix“-Oberflächen

Bauformat

• Neue Marketingausrichtung

• Frontdekor „Grain“

• Geräte-Eigenmarke „Burg“

(Burger Küchen)

Bax

• Furnier „Splinteiche geölt“

• Flexibilität

• Qualität

Beckermann

• Individualisierung

• Technikkompetenz

• Werkstoffkompetenz

Brigitte Küchen

• Vielfalt

• Flexibilität

• Kompetenz

eggersmann

• Neues Ausstellungs- und

Schulungsgebäude

• Erweiterung „Works“-Konzept

• Furnier- und Steinfronten

ewe

• Colorlack

• „Magic Move“

• Stauraumsysteme

„ Komfortwunder“

Häcker

• Front „Integrale“

• Schichtstoffkonzept

• Front „4070“ in Bronze, Titan, Gold

KH System Möbel GmbH

• „Pianovo“ in Chrom, Stahl, Kupfer,

Titan

• Keramikfronten „Perfect Sense“

in Rostbraun

• Pulverlackküchen

kuhlmann

• Wertige Oberflächen im Preiseinstieg

• Praktische Schranktypen,

z. B. „Multi-Corner“

• Konzentration auf Raster 127 mm

Leicht

• EVO-Konzept

• Dunkle Hölzer

• Steinfront „Stone“

next125

• Ausstellungskonzept

„Das beste aus fünf Jahren“

• Nussbaum Synchronpore

• Ausweitung Arbeitsplattenkollektion

(systemo)

Nieburg Küchen

• Weitere Korpushöhen:

75,1, 81,1 u. 87,6 cm

• Farbdurchgängigkeit

• Supermatte Fronten und Arbeitsflächen

(XTreme)

nobilia

• Matte Oberflächen

• Noch mehr grifflose Fronten

• Viele Details für punktuelle

Akzente

Nolte

• „See.Touch.Feel“

• Durchgängigkeit für mehr

Gestaltungsflexibilität

• Neues Auszugssystem

Pino

• Einführung der Preisgruppe 0

• Neues Farbkonzept

Poggenpohl

• Chromatisierende Lacke

• Echtholz auch in Furnierabwicklung

(vertikal und horizontal)

• Hochwertige Holzdekore

Pronorm

• Produktlinienstrategie

• Plattformstrategie

• Auszugsystem „proTech Titan“

Impuls

• Color Konzept

• Eigenmarke „You by Impuls“

• Zargensysteme verfeinert

Intuo

• Küche „Pasio“

* Alle Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Manche Aussteller konnten wir aus organisatorischen und/oder zeitlichen

Gründen während der Messe nicht persönlich sprechen bzw. es lagen uns keine Informationen vor.

14 KÜCHENPLANER 10/11/2016


ational

• „floo“ in Deutschland eingeführt

• Küchenkonzept „Mahlzeit“

Rotpunkt

• Nachhaltigkeitskonzept

„ Greenline“

• Industrial Style

• Korpushöhe 91 cm

Sachsenküchen

• Lebensstilkonzepte

• Ausstattungskonzept

„Innere Werte“

• Fronten in Stein, Echtholz, Lack

Schröder

• 19-mm-Korpus

Schüller

• Details für kreative Planungen

• Markante Hölzer

• Durchgängigkeit

SieMatic

• Durchgängigkeit

(z. B. Innenausstattung)

• Oberflächenqualität

• Verfeinerte Öffnungsunterstützung

Stengel

• Neue Farben

• Steel Concept

• Schrankküche aus Metall

Störmer Küchen

• Nanoversiegelung

• Glas und Edelmetalle kombiniert

• Italienische Designideen

industriell umgesetzt

tielsa

• Erweiterte App im responsive

Design

• Einbindung weiterer Sicherheits-

Services

• Neue Zylinder für die

Höhenverstellbarkeit

Warendorf

• Botschaft: „Kontinuität mit neuen

Gesichtern“

• Ganzheitliches Raumkonzept

„Two Boxes“

• Küchenkonzept „Dry & Wet“

Wellmann

• Neuer Korpus in 78 cm

• Aufwertung des gesamten

Programms

zeyko

• Küchenkonzept „woodline“

• Neue Homepage

• Steinfurnier „Ocean green“

Geräte

AEG

• Einbaugeräte „Mastery Range“

• „ComfortLift“: Liftfunktion für

Geschirrspüler

• Kochfeldabzug „ComboHob“

Amica

• Kühlgeräte „Retro Kollektion“

• Designbackofen „IN.“ in A +

• Side-by-Side-Sortiment erweitert

Bauknecht

• Vier neue Designlinien

• Einführung Privileg-Geräte

Beko

• Geschirrspüler mit „Aquaintense“

(zusätzlicher Sprüharm)

• Backöfen mit 5-Minuten-Pizzafunktion

• Multifunktionsbackofen

mit TFT-Display

berbel

• Kopffreihaube „Smartline“

• Einbauhaube „Firstline Unseen“

Best

• Sonderlackierungen

(z. B. Zinngrau, Rost, Magnolie)

• Beleuchtungssysteme

• Downdraft Swan

Bora

• Kundenbindung

• Produkte mit allen Sinnen erleben

Bosch

• Smart Home-Konzept

• Kochfeldabzug „Serie 8“

• Geschirrspüler mit „PerfectDry“

ConceptSwiss

• Kochfeldabzug „Concept iO“

Cuciniale

• Induktionskochfelder mit

Cuciniale-Technologie

• Tragbare Induktionskochfelder

Falcon

• Classic Deluxe (110 cm) mit Brotschublade

• Neuer Farbton „fawn“ für die

Deluxe-Range

falmec

• Motor-Filter-Einheit „Circle.Tech“

• Ionisierung

• Tischlüfter-Prototyp „Unica“

Franke

• Kochfeldabzug „Mythos“

• Flachschirmhauben (Mythos- und

Maris-Serie)

Gaggenau

• Muldenlüfter mit Flex-Induktion

Gorenje

• Induktionskochfelder mit

„ Circular SliderTouch“

• Retro-Kühlschrank in

„VW Special Edition“

• „SmartFlex“ Geschirrspüler

Grundig

• Induktionskochfeld mit

„ DirectAccess“

• vollintegrierter Geschirrspüler

mit „SlidingDoor“

• „HerbGarden“: Kühlgerät mit

Pflanzenzuchtkammern

Gutmann

• Deckenhauben

„Sliding Doors“ / „Azoto“

• Wandhaube Magnetic

• Kochfeldabzug „Revolution“

Haier

• Kühlgerätekonzept

„Fresher Techs ® “

• Küchen-Einbaugeräte

• Kundenbedürfnissen gerecht

werden

homeier

• Kopffreihaube „Joran“

mit neuem Filter

• Deckenhaube „Samun Flat“

Komet

• Weltneuheit

Sous-vide-Einbaugerät

Lacanche

• Vertikaler Backofen

• Neue Backofen-Generation

• „Sally 1800“ und „2200“

Liebherr

• BluPerformance-Geräte in 70 cm

und SBS

• SmartDeviceBox

• Modulares System 4 x 88 cm

Miele

• Kochfeldabzug „TwoInOne“

• „Range Cooker“ in 76, 92 und

122 cm Breite

• Backöfen mit Pyrolyse zum

Aktions preis

Neff

• Slide&Hide ® -Backöfen

mit Sous-vide-Funktion

• Kreative Dunstabzugshauben

• Integrierter Kochfeldabzug

10/11/2016 KÜCHENPLANER 15


Messe

Novy

• Schräghaube „Vision“

• Selektives Vertriebsprogramm

• Modelle „One“, „Cloud“, „Mood“

O+F A-Line

• Sortiment der Kochfeldabzüge

ausgeweitet

• Inselhaube „Ceramica“

• Haubensteuerung per „Würfel“

Oranier

• Kochfeldabzug mit

FlexX-Induktion

• Backofenserie mit 3-D-Heißlluft

• Kochfeldserie mit FlexXinduktion

Panasonic

• Händler begeistern

• TFT-Display für 3-in-1-Backofen

• Induktionskochfelder mit

„ AdvancedFlex“

PlasmaMade

• Plasmafilter in runder und flacher

Bauweise

refsta

• PlasmaNorm-Hauben

• PlasmaNorm-Filter für den Sockel

• Schräghaube „Enigma“

Samsung

• Smarter Kühlschrank

„Family Hub“

Siemens

• Kochfelder mit „cookConnect“

• Kochfeldabzug „inductionAir“

• Dunstesse „iQ 700“ mit

„ emotionLight Pro“

Silverline

• Kochfeldabzüge „Flow-in“ und

„Multi-Flow“ (neu)

• Sieben neue Umluftdeckenhauben

• Projekt „culture meets innovation“

Vestel

• Zeit sparen

• Ruhe gewinnen

• Energieeffizienz

WMF

• Küchenminis

Küchenzubehör

Blanco

• 3-D-Edelstahlspüle „Etagon“

• Ablaufsystem „InFino“

• AXenkonzept in 3. Generation

Carat

• Neue Oberflächengestaltung

• „Carat App“ mit

Panoramabild-Funktion

• Neuer Onlineplaner

Clage

• Trinkwasser-Systeme

„Zip Hydro Tap“

Dekker

• Präsentationskonzept

„Urban Jungle“

• „LightBeton“-Arbeitsfläche

„BlueSteel“

• Mischbatterien in Bronze, Gold,

Kupfer, Schwarz

Dornbracht

• Kundenfrequenz erhöhen

• Pulldown-Armatur „Sync“

• Händlerdialog: Becken aus

glasiertem Stahl

Franke

• Weiterführung des

Systemgedankens

• Verdeckter Auslauf für

Keramikspülen

• Programmausweitung bei

Fragranit, Edelstahl, Keramik

Grohe

• Grohe Blue Home

• Kompakte Bauweise

• Problemlösung Touch/Foot

Innovvida

• „Invvitec“-Haube mit „ejs“

(Eco-Jet-System)

• LED-Lichtsystem „Bemotion Plus“

Lechner

• Markenpflege

• „Pure FullFit“ (mit AEG)

• Natursteinsortiment

Naber

• Composite-Spülenserie

„Cin Nagranit“

• Kompetenzthema „Abluft“

• Drahtlose Lichtsteuerung

Pyramis

• Edelstahlspülen „Alea“

• Granitspülen „Tetragon“

• Fünf neue Edelstahl-Armaturen

Quooker

• Zugauslauf „Quooker Flex“

rKüchentechnik

• Profil für Geräteintegration bei

Trockenbau

• Fernbedienung per „ Zauberwürfel“

• Alu-Hauben-Konzept „1 Haubenkörper,

3 Einsatzmöglichkeiten“

Sagemüller & Rohrer

• Futterstation „DoggiSokki“

• Abluftführung für Muldenlüfter

• Sockeldurchlass (Entlüftung) für

Unterschränke

Schock

• Spülenkonzept „Prepstation“

• Cristalite-Plus-Farbe „Asphalt“

• Cristadur-Farbe „Silverstone“

Sedia Küchentechnik

• Exklusivvertrieb

„Invvitec“-Hauben

• Exklusivvertrieb Kochfeldabzug

„ThermaCook“

• Kochfeldabzug „Aspira Single“

(Airforce)

SHD

• Neue Generation der

SHD-Planungssoftware

• 360-Grad-Panorama-Export

• PoS-Lösungen für Fachhändler

systemceram

• Keramikspüle „Bela 78“

• Armaturenprogramm „Live“

Teka

• Multifunktionsspüle „Zenit“

• Einbaubecken „Forlinea“

Villeroy & Boch

• Spüle „Subway 45 Compact“

• Volledelstahl-Armatur

„Como Switch“

• Armaturen „Finera“ und

„Finera Square“

Vogt

• Armaturenprogramm: Eigenmarke

(TopLine) und Marken

• Exklusives Haubenprogramm

• 4-Kanal-Steuerung

für LED-Leuchten

• Verkaufshandbuch

16 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Anzeige

Fotos: nobilia

Metallische

Akzente

Glamouröse Metalloberflächen liegen im Trend

und spiegeln den modernen Zeitgeist wider. So

verleiht die Kombination aus „Ferro Bronze“ und

den edlen softmatten, schwarzen Oberflächen

(Front „Touch“) dem Raum eine stilvolle Ausstrahlung

mit einem gewissen luxuriösen Look.

Mit dieser Neuheit aus dem nobilia-Programm

lassen sich auf vielfältige Art und Weise metallische

Akzente setzen. Neben Klappentüren für

Wandschränke kann „Ferro Bronze“ auch für Regale

oder Arbeitsplatten (in drei Stärken) geplant

werden. Beleuchtete Regalböden fördern die stimmungsvolle

Atmosphäre zusätzlich.

Ein weiteres Highlight dieser grifflosen Küche

ist die elektromechanische Öffnungsunterstützung

„Easys“. Durch leichten Druck auf die Front

wird die Kühlgerätetür für einige Sekunden so

weit geöffnet, dass sie per Hand aufgezogen werden

kann. Wird die Tür nicht geöffnet, schließt sie

wieder von selbst.

www.nobilia.de

KÜCHENPLANER 17


Schaufenster

18 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Der Geschmack bestimmt das Design: Zur

Saison 2017 erweitert Nolte Küchen die Planungsvielfalt

für konsumige Küchen. So ist mit „ MatrixArt900“

die Unterschrankhöhe von 900 mm nun auch grifflos erhältlich.

Bei den Schrankbreiten und -tiefen sowie in puncto Farben und Oberflächen

hat der Hersteller sein Sortiment ebenfalls durchgängig ergänzt. Originalmaterialien

und täuschend echte Reproduktionen gehen Hand in Hand in allen relevanten

Materialbereichen wie Beton, Holz, Glas und Lack. Das sorgt für noch mehr Flexibilität und

einen großen Gestaltungsspielraum. Das Resultat sind wohnliche, individuell geplante

Küchen welten, bei denen der Geschmack das Design bestimmt, nicht das Budget.

Das hier abgebildete Planungsbeispiel setzt auf einen wohnlichen Materialmix:

„ Portland“ in „ Zement Anthrazit“ mit Glaslaminatfronten „ Corona“ in „Arcticweiß Hochglanz“

sowie als Akzent die Theke in „Eiche Marone“.

www.nolte-kuechen.de

10/11/2016 KÜCHENPLANER 19


Messe/Küchenmöbel

Die Geschichten

der Meile

Die Geschichten, Neuigkeiten und „Messebotschaften“

rund um die Küchenmeile A30. Aufgezeichnet von

Dirk Biermann & Astrid Plaßhenrich (Texte und Fotos)

20 KÜCHENPLANER


„Küchen für Zielgruppen entwickeln.“

Sachsenküchen-Geschäftsführer

Elko Beeg (Foto) setzt mit Überzeugung

auf das Lebensstilkonzept.

KÜCHENPLANER 21


Messe/Küchenmöbel

Fronten mit Rostoptik bringen industriellen Charme in die Küche.

(Sachsenküchen)

Im einheitlichen Design:

Unter dem Motto „Innere

Werte neu erleben“ präsentierte

Sachsenküchen

das komplett überarbeitete

Innenleben des Möbelprogramms

„SK130“.

next125 erinnerte mit einer Sonderpräsentation an die wegweisenden

Neuheiten der letzten fünf Jahre.

Was haben Prinz Charles und Ozzy Osbourne gemeinsam?

Auf den ersten Blick: rein gar nichts. Auf den

zweiten Blick dann doch eine ganze Menge. Beide sind

Briten, gleich alt, extrem reich und in der ganzen Welt

berühmt. Dass der Thronfolger des Vereinigten Königreichs

und der Heavy-Metal-Sänger trotzdem sich

die gleiche Küche aussuchen würden, scheint mehr

als ausgeschlossen. Und genau an diesem Punkt setzt

Sachsenküchen an. In der Dauerausstellung im MAZ

hatte das Unternehmen aus dem Erzgebirge bereits

2015 drei Szenarien seines Lebensstilkonzeptes vorgestellt.

Jetzt kamen weitere hinzu. Basis dafür sind die

Erkenntnisse des Frankfurter Zukunftsinstituts um

Trendforscher Matthias Horx. Die lauten: „Unsere Gesellschaft

befindet sich einem Wandel: Die klassische

Eingruppierung der Kunden nach demografischen Aspekten

funktioniert nicht mehr. Deshalb wird eine zielgruppenorientierte

Ansprache immer wichtiger.“

Die Kojen wurden nach diesen verschiedenen Kundenkreisen

eingerichtet. Und noch viel wichtiger: Die

fiktiven Charaktere erzählen über eine Audioanlage,

wie sie leben und wie sie ihre Küche nutzen. Die

WG-Mitglieder wissen, dass sie nicht ewig zusammen

wohnen werden. Deswegen müssen die Möbel mit umziehen

können. Die designorientierte Marketingmanagerin

wohnt in einer kleinen Großstadtwohnung, hat

nicht viel Platz, empfängt trotzdem gerne Gäste in ihrer

Küche und will durch Dunstabzugshaube oder

„Side-by-Side“-Kühlgerät ein Highlight setzen. Für nahezu

jede Lebenswelt hat Sachsenküchen eine Küche

entwickelt. Und jeder Händler, der die Ausstellung

während der Küchenmeile besuchte, hat sich wohl in

einer wiedergefunden – sei es in der „Netzwerkfamilie“,

der „klassischen oder modernen Stadtfamilie“ oder

bei den „Jung-Gebliebenen“.

Die Stärke dieses Konzepts: Sachsenküchen lässt

seine Kunden nicht mit einem Schubkasten oder Hängeschrank

allein, sondern besetzt einen Raum mit

Emotionen. Die Identifikation der Kunden mit dem Produkt

fördert dies. „Einige unserer Händler richten sich

die Lebensstil-Kojen derzeit in ihren Studios ein“, berichtet

Geschäftsführer Elko Beeg.

Während der Küchenmeile zeigte der Küchenmöbelhersteller

aber auch die Materialien, die es ab Januar

2017 neu geben wird. Das Sortiment wurde erweitert

um Fronten mit „fühlbaren Strukturen“ und „Unicharakter“.

Dazu gehören Fronten in Metall- und Rostoptik.

„Als Alternative zu unseren Betonfronten werden

wir auch Fronten mit Natursteinoberflächen in

drei Farbstellungen anbieten. Diese lassen sich hervorragend

mit den neuen Holzfronten in ‚Alteiche‘ und

‚Nussbaum’ kombinieren“, so Beeg. Dazu hat Sachsenküchen

seinen Tischlerkorpus überarbeitet. Dieser ist

jetzt in den Farben Onyxgrau und Weiß erhältlich.

Das besondere Highlight der diesjährigen Ausstellung

war die Präsentation des neuen Stauraumkonzepts.

Unter dem Motto „Innere Werte neu erleben“

präsentierte Sachsenküchen auf einer separaten Sonderfläche

das komplett überarbeitete Innenleben des

Möbelprogramms „SK130“. Auffällig ist zunächst das

durchgängige Designkonzept in den Farben Champagner

und Onyxgrau. Funktional geht das Stauraumkonzept

bis ins Detail. Durchgehend implemen-

10/11/2016


TIP-ON BLUMOTION

Zwei Funktionen – faszinierend kombiniert

TIP-ON BLUMOTION, das ist Öffnen durch Antippen sowie

sanftes und leises Schließen, vereint in einer Bewegungstechnologie.

Die technische Besonderheit: der Bewegungsablauf wird rein

mechanisch unterstützt.

Film starten

www.blum.com/tiponblumotion


Schaufenster

Markante Hölzer aus der aktuellen

Schüller-Collection wie die dunkle „Alteiche

barrique“ (Nachbildung) verleihen

einer schlicht geplanten Küche eine angenehme

Wärme und lassen die Grenzen

zum Wohnraum verschwimmen. Die Dekor-

Fronten in Synchronpore, auch erhältlich

in den Ausführungen „Alteiche provence“

und „Mooreiche“, sind den natürlichen

Hölzern täuschend echt nachempfunden.

Die durchgängige Gestaltung von Arbeitsplatte,

Fronten und Wandverkleidung sorgt

optisch für Ruhe. Einen lebendigen Akzent

setzen ungewöhnliche Farb- und Materialkombinationen.

Hier ist es das Zusammenspiel

von sattem Indigoblau für die Kochinsel

und dem Melamin-Nischenpaneel im

portugiesischen „Azujelo“-Fliesenmuster.

Eleganz, wohnlich interpretiert.

www.schueller.de


Messe/Küchenmöbel

Nolte vertreibt ab sofort

KitchenAid, hier die exklusive

Neuheit „Black-

Line“.

Regale im „Industrial Style“. (Nolte)

allmilmö-Hochschrank in Furnierabwicklung.

Kein Glas, sondern Lack: allmilmö versteht das

Handwerk.

Nordisch leicht: Designstudie „Cottage“. Gekocht wird direkt auf der Keramikarbeitsfläche.

Diese technische Lösung gibt es für das gesamte Nolte-Programm.

Edle Innenausstattung. (allmilmö)

Echt Nolte-Zement: „Portland“ in Anthrazit.

26 KÜCHENPLANER


tiert wurde das Schubkastensystem „Skala“ von Grass.

Von der flachen Herdzarge über die neuen Box-Auszüge

bis hin zu Glasseiten sind viele Gestaltungsvarianten

möglich. Passend dazu wurden die Bevorratungssysteme

der Firma Kesseböhmer komplett überarbeitet

und durch eine serienmäßige Umstellung auf „ Arena

Style“ noch einmal aufgewertet. „Unser Ziel ist es, dem

Kunden ein Innenorganisationssystem anzubieten,

welches formal und funktional keine Wünsche offen

lässt“, erklärt Elko Beeg. www.sachsenkuechen.de

*

Keine neuen Werbemotive, kein neues Küchenkonzept,

keine sonstigen aufregenden Neuigkeiten. Da

Hersteller Schüller seine Premiummarke next125 traditionell

alle zwei Jahre mit neuen Ideen ins Rampenlicht

stellt, waren die Messebesucher mit diesem Teil

der Ausstellung schnell durch. Es ist schließlich im

Gegensatz zu schüller.C ein „Nicht-Neuheitenjahr“.

Langweilig? Von wegen! Denn parallel zu der kleinen

aber feinen Darstellung von vier aktuellen Küchen

lud der Ausstellungsbereich „Best of Five“ zum Innehalten

ein. Und zum nachdenklichen Staunen. Denn

zusammengestellt hatte das Unternehmen die prägenden

Entwicklungen und Neuigkeiten aus fünf Jahren

next125. Allesamt wegweisende Themen, die in der

aktuellen Kollektion tragende Rollen spielen, die aber

kaum noch gebührend wahrgenommen werden, wenn

der Blick nur auf die neueste Mode fixiert ist. Zu den

hervorstechenden Neuheiten und Themen der letzten

fünf Jahre zählen unter anderem: Kochtisch, wandhängende

Möbel (erst mit, dann auch ohne Griffe), Glas

für Front und Wangen, die Einführung des Auszugsystems

„ Primos“, Front „Alteiche“, Lavaschwarz als

zweite Korpusfarbe, mechanisches „Tip-on“ (Blum) für

die gesamte Küche, neue Korpushöhe 87,5 cm – und die

aufmerksamkeitsstarken Kampagnenmotive mit tierischen

Hauptdarstellern samt begleitenden Marketingmaßnahmen.

Die in diesem Jahr ausgestellten vier

Küchen erschienen nach dem Besuch der „Best of Five“-

Ausstellung in einem gänzlich neuen Licht. Die Modelle

waren kreativ geplant und großzügig kubisch in Szene

gesetzt. Sprich: toll geplante Küchen, die es so noch

nie gab, auch wenn die Zutaten dafür schon bekannt

sind. Und dafür lohnte es sich sehr, ein wenig mehr

Zeit zu investieren. Dass eine Nussbaumfront (NB) mit

Synchronpore sowie vier neue Keramik-Arbeitsflächen

(Systemo) das next125-Sortiment ergänzen, soll aber

trotzdem erwähnt sein. www.next125.de

*

Miele. Für das, was wir besonders lieben.

Auf Knopfdruck das perfekte Paar.

Geben Sie einen guten Morgen in die besten Hände. Vertrauen Sie

auf die Miele Kaffeevollautomaten mit OneTouch for Two: die ganze

Vielfalt der Kaffeespezialitäten – jetzt sogar im Paar.

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Messe/Küchenmöbel

Links im Hintergrund die neue Echtholzfront „Valais“ von LEICHT; vorn das

Planungs konzept „EVO“ mit der hauchdünnen 5-mm-Optik der Arbeitsfläche. Die

Steinarbeits platte bekommt durch die sägeraue Optik die Anmutung eines Textils.

Neue Echtholz-Nischenverkleidung („alpineiche

natur“) mit eigens konzipierter

LED-Beleuchtung. (LEICHT)

Das Echtholzprogramm „Valais“ kombiniert LEICHT hier

mit der supermatten Antifingerprint-Front „Bondi“.

Drei Funktionsblöcke statt eine Arbeitsinsel: „Stone“ von LEICHT.

Versprechen Kontinuität

und Aufbruch: die Warendorf-Geschäftsführer

Stefan

Hofemeier (Finanzen,

Foto links) und Manfred

van Ginkel (Vertrieb und

Marketing, Foto rechts).

Als neuer Markenbotschafter

wurde der Osnabrücker

Spitzenkoch Thomas

Bühner (Mitte) vorgestellt.

Foto: Warendorf

28 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Der Kunde findet Betonfronten ganz toll, steht aber

kurz vor einem Asthma-Anfall, als er den Preis für die

handgespachtelten Unikate für seine U-Küche erfährt.

Nolte Küchen geht nun mit Strategie daran, dass solche

Situationen nicht länger zum abrupten Ende der

Geschäftsbeziehungen führen müssen. Denn zum Originalmaterial

gibt es ab sofort stets auch die deutlich

preisgünstigere Nachbildung. Sprich: Das favorisierte

Designkonzept ist nicht mehr preisgebunden, und

der Planer kann kreativer mit dem Budget des Kunden

umgehen. Aktuell umgesetzt hat Nolte Küchen

diese Strategie mit den gängigen Materialien bzw. Optiken

„Beton“, „Glas“ und „Holz“. So ist die neu eingeführte

Beton-Nachbildung „Stone“ in Preisgruppe 2

eingestuft, die ebenfalls neue Zementfront „Portland“

in Preisgruppe 6. Die Echtglas-Fronten aus dem bestehenden

„Glas Tec Plus“-Sortiment haben mit einem

neuen Glaslaminat (Programm „Corona“) einen günstigen

„Partner“ an die Seite gestellt bekommen, und

bei den Hölzern ist Nolte schon seit dem vergangenen

Jahr mit „Legno“ (Echtholz) und „Artwood“ (Direktbeschichtung)

gut aufgestellt. Beim Glaslaminat handelt

es sich um eine 1 mm starke Folie. Bekantet werden

diese Fronten mit einer Acrylkante mit transparenter

Schicht. Diese Methode schafft Lichtbrüche, wie sie

von Echtglas kaum zu unterscheiden sind. Diese überraschende

Nähe zum Original zeichnet die anderen genannten

Materialien ebenfalls aus. Besonders die Beton-Nachbildung

weiß dabei zu überzeugen – mit einer

für eine Kunststoff-Front extrem überraschenden Haptik.

Lieferant dieser Front ist die italienische „Gruppo

Mauro Saviola“, die schon bei „Artwood“ für den

gewissen Aha-Effekt verantwortlich ist. Komplettiert

wird die Neuheitenübersicht naturgetreuer Reproduktionen

durch „Nappa“ – eine folierte Front in Lederoptik,

die es in den Varianten „Inkagold“ und „Brasilbraun“

gibt. Auch hier gilt: Von echtem Leder kaum

zu unterscheiden. Die Pflegefreundlichkeit der stark

strukturierten Fläche habe man zuvor intensiv getestet,

betont Ulrich Wostbrock, Leiter des Nolte-Produktmanagements.

Grundsätzlich ist das Nolte-Sortiment mit Neuheiten

dicht gespickt. Die Mattlackfarben Schwarz und

Tiefblau gehören ebenso dazu wie die modischen Töne

Quarzgrau, Arcticweiß, Oceanblau oder Rosso. Günstige

Lacklaminat-Fronten sind nun nahezu durchgängig

lieferbar – sowohl in matt (Programm „Feel“) als

auch in glänzend (Programm „Lux“). Bei den Holzdekoren

sticht das markante Hirnholz-Dekor „Asteiche“

hervor. Arbeitsplatten gibt es jetzt in der besonders

eleganten Stärke von 12 mm, und den 90er-Korpus

(„Matrix900“) auch für grifflose Unterschränke. Im

Inneren der Schränke hat sich ebenfalls einiges getan.

„PremiumLINE“, das neue Schubkastensystem,

löst nach 16 Jahren den „ComfortLine“-Schubkasten

ab. Technik-Partner ist und bleibt Hettich. Besonders

exklusiv wirkt die neue Edelstahloptik. Drei Varianten

stehen zur Wahl: Neben der Basisausführung die

„PremiumLINE BOX“ mit geschlossener Zarge sowie

die „Premium LINE GLAS“ mit Glaszarge. Für die perfekte

Stauraumnutzung sorgen neue Innenorganisationen,

die ideal auf die Auszüge angepasst sind. Hier

stehen neben Kunststoff auch Echtholzvarianten in Buche,

Esche und Eiche zur Wahl.

Weiteren Schub erhält bei Nolte das Geschäft mit

Elektrogeräten. Und zwar durch die Exklusiv-Vermarktung

der Edel-Marke KitchenAid. Die besonders

edle Neuentwicklung „BlackLine“ wurde während der

Küchen meile allein bei Nolte gezeigt.

Das designorientierte „neo“-Programm wurde ebenfalls

ergänzt: durch die Designstudie „Cottage“ – ein

leicht und fast schon nordisch wirkendes Programm

mit Unterschränken, die auf einem Metallgestell ruhen.

Die Keramikarbeitsfläche der Insel verfügt über

Kein Schrank

gleicht dem

anderen: Die

Ausstellungsdeko

ist bei

Warendorf

gleichzeitig

Symbol für die

besondere Flexibilität

in der

Fertigung.

10/11/2016 KÜCHENPLANER 29


Schaufenster

Die Suche nach dem gehobenen „Einfachen“ in

einer schnelllebigen Welt ist allgegenwärtig – darauf

antwortet die neue LEICHT Küche „Valais“ mit

ihrer warmen und zugleich präzisen Anmutung.

Parallel hat der Hersteller das neue Planungskonzept

„EVO“ entwickelt. Dabei beeindruckt besonders

der scheinbar nahtlose Übergang von Arbeitsplatte

und Fronten: Die annähernd unsichtbare

Arbeitsplatte mit ihrer umlaufenden Metallkante

schließt bündig mit den Fronten ab und gibt

der Küche eine ausgesprochen puristische Komponente.

Das Planungskonzept „EVO“ steht für die

„ Valais“ zur Verfügung, ist aber auch auf andere

LEICHT Küchen anwendbar.

In der hier abgebildeten Planung schaffen die

ausgewählten Materialien eine ruhige Form der

Wohnlichkeit – und bringen gleichzeitig eine belebende

Spannung ins Ensemble: Strukturiertes Echtholz

trifft auf samtigen Mattlack, die warme Tonalität

des Holzes begegnet der kühleren Note

„Carbongrau“. Das „gekonnte Spiel der Kontraste“ ist

für LEICHT essentiell beim neuen Planungskonzept.

www.leicht.de

30 KÜCHENPLANER 10/11/2016


10/11/2016 KÜCHENPLANER 31


Messe/Küchenmöbel

Die neue Ausstellung von eggersmann setzt auf eine großzügige

Loft-Atmosphäre. Geschäftsführer Michael Wunram

(kleines Foto) kann zu Recht stolz sein auf das neue

Schmuckstück der Küchenmeile.

eggersmann verbaut viel Stein. Und Eiche.

Die „i’lands“-Funktionsmodule ergänzen das „work’s“-

Konzept von eggersmann.

Innen Apotheker, an der Stirnseite Regal. Der neue „Multi Corner“

von kuhlmann.

Grau ist nicht gleich Grau. kuhlmann nennt diese beiden

Neuheiten „Mila-Seidengrau“ und Mila-Platingrau“.

32 KÜCHENPLANER 10/11/2016


integrierte Induktionskochflächen, die das Kochen und

Braten direkt auf der Arbeitsfläche erlauben. Diese exklusive

Neuheit ist im gesamten Nolte-Programm bestellbar.

www.nolte-kuechen.de

*

Wenn ein Unternehmen mit seiner „besonderen

Lackkompetenz“ punkten möchte, ruft das beim erfahrenen

Messegänger kaum mehr als ein Zucken

der Augenbraue hervor. Zu häufig wird dieser Aspekt

ins Feld geführt, und nicht überall verbirgt sich dahinter

etwas Außergewöhnliches. Zu den Ausnahmen

am Markt gehört allmilmö. Sieben Mal werden Möbelfronten

in Zeil am Main lackiert und geschliffen und

anschließend von Hand geschwabbelt und poliert. Das

Ergebnis sind Hochglanzlackflächen mit einem beeindruckenden

Glanzgrad. „Die Kunst des Handwerklichen“

nennt allmilmö das. Vier Küchen in dieser Qualität

zeigte das Unternehmen in der Ausstellung auf

Gut Böckel – inklusive Fronten mit umlaufenden Furnierbildern

und auf Gehrung gefertigten Schubkästen.

Neben der Betonung des Handwerklichen ist dem Premium-Hersteller

die „Kunst der inneren Werte“ ein

weiteres Anliegen. „White Line“, „Black-Line“, „Wood-

Line“ und „Steel-Line“ nennen sich die auf Grass-Technik

(„Scala“ und „ Novapro“) basierenden Auszug systeme.

www.allmilmoe.de

*

Charaktervoll und gediegen mutet die neue Eichenoberfläche

„Valais“ aus dem LEICHT-Programm an, ihre

horizontale Reliefstruktur verleiht ihr eine warme und

wertige Ausstrahlung. Mit diesen Eigenschaften steht

„Valais“ für den unverwechselbar wohnlichen und eleganten

Ausdruck der Küchenmarke LEICHT. Diesbezüglich

setzte auch die Ausstellung 2016 Maßstäbe: mit

eigenständigen Raumkonzepten, die sich wahlweise

auf einen separaten Küchenraum beziehen oder – die

bevorzugte Variante – die Grenze zwischen Küche und

Wohnen vollständig auflösen. Neue dunkle Hölzer, feine

Kontraste mit den matten Oberflächen der Anti-Fingerprint-Oberfläche

„Bondi“ sowie die neue Steinfront

„Stone“ spielen dabei eine wichtige Rolle. Und ganz

besonders das neue Planungskonzept „EVO“, das den

nahtlosen Übergang von Arbeitsfläche und Schränken

realisiert. Das Besondere an „EVO“ ist die nahezu unsichtbare

Arbeitsplatte, die mit ihrer neuen, umlaufenden,

nur 5 mm starken Metallkante in „Carbongrau“

bündig mit den Fronten abschließt und einen

stimmigen, durchgängigen Gesamteindruck hinterlässt.

Das Planungsprogramm „EVO“ wurde im Zusammenhang

mit der neuen „Valais“ entwickelt, steht

aber auch anderen Programmen zur Verfügung. Weitere

stilprägende Neuheiten im LEICHT-Programm

sind großformatige Echtholzpaneele, neue Regalmodule

sowie wertige Innenausstattungen, zum Beispiel

ein Premium-Apothekerschrank und ein speziell konstruierter

Geräteschrank. Bei der neuen Küche „Stone“

mit ihrer an Sandstein erinnernden Oberfläche lösen

drei Funktionsmodule den herkömmlichen monolithischen

Küchenblock ab. Die einzelnen Module – Vorbereiten,

Spülen, Kochen – können frei und variabel

im Raum platziert werden. Im house4kitchen hieß die

„Stone“ die Kunden gleich am Eingang Willkommen.

Und das elegant kombiniert mit dem neu aufgenommenen

dunklen Echtholz „bergamo ulme“. Fazit der aktuellen

LEICHT-Ausstellung: Der Hersteller versteht es,

mit unkonventionellen Ideen zu inspirieren und in der

Planung neue Horizonte zu eröffnen. www.leicht.de

*

Für Premium-Hersteller Warendorf ging es nach

der Insolvenz Anfang des Jahres nun besonders darum,

den Kunden gegenüber Kontinuität zu demonstrieren.

„Es geht wie gewohnt weiter. Mit der identischen Produktqualität.

Mit der gewohnten Flexibilität. Und mit

Letztes Jahr

noch Designstudie,

jetzt

serienreif:

„woodline.one“

von zeyko.

10/11/2016 KÜCHENPLANER 33


Messe/Küchenmöbel

einem Eigentümer, der zum Unternehmen steht.“ So

lauteten die Kernaussagen der Geschäftsführer Manfred

van Ginkel (Vertrieb und Marketing) und Stefan

Hofemeier (Finanzen). Künftig soll der Inlandsanteil

am Umsatz deutlich gesteigert werden. Aktuell erwirtschaftet

Warendorf 65 % der Erlöse im Export und 35 %

in Deutschland. Beiden Verantwortlichen ist klar, dass

dies nur über die Küchenspezialisten im Markt gelingen

kann. Und mit einer deutlichen Positionierung als

Nischenanbieter im hochwertigen Marktsegment. Als

Verkaufsleiterin konnte das Unternehmen für dieses

Vorhaben Silke Eckstein gewinnen. Diese hat in ihren

künftigen Gesprächen mit dem Handel mehr als

nur beruhigende Worte im Gepäck. Denn über das

bewährte Warendorf-Sortiment hinaus gibt es aktuelle

und eigenständige Produktneuheiten. Dazu zählt

zum Beispiel das ganzheitlich konzipierte Raumkonzept

„Two Boxes“, das die Bereiche Küche, Essen, Büro

und Hauswirtschaftsraum in einen Zusammenhang

stellt. Räumlich wie optisch. Neu ist auch das Konzept

„Dry&Wet“ – mit zwei Küchenarealen zum Arbeiten

und Präsentieren. Noch Prototypenstatus genoss

zur Messe eine flexible Innenausstattung für Auszüge,

die es bald in verschiedenen Hölzern geben soll.

Unterstützung erhält das Vertriebsteam um van Ginkel

und Eckstein vom neuen Markenbotschafter Thomas

Bühner vom Osnabrücker Restaurant „la vie“. Dessen

Kochschürze zieren drei Michelin Sterne und 19

Gault&Millau-Punkte. Bühner ist das neue Warendorf-

Gesicht in Katalogen und im Netz – und unterstützt

die Warendorf-Händler vor Ort. Und das stets mit Logo

des Küchenmöbelherstellers auf der Dienstkleidung.

www.warendorf.com

*

Apropos Nische und Hochwertsegment. Wer von

Stil und Luxus spricht, kommt an eggersmann längst

nicht mehr vorbei. Das Unternehmen hat sich in den

vergangenen Jahren zu einer der führenden Adressen

für High-End-Küchensysteme entwickelt. Nun gibt es

das dazu passende Ambiente. Zur Hausmesse 2016 begrüßte

Geschäftsführer Michael Wunram seine Gäste

im neuen Domizil. Nach 18-monatiger Bauzeit eröffnete

das Unternehmen am Firmensitz in Hiddenhausen ein

neues Ausstellungs- und Schulungsgebäude mit 750 m 2

Fläche. In der gedämpften Loft-Atmosphäre der neuen,

ausgesprochen stilvollen Ausstellung kommen die luxuriösen

„unique“-Küchen besonders gut zur Geltung.

Ebenso das wegweisende Werkstatt-Konzept „work’s“

(Untertitel: Zeig, was Du hast). Rund zwei Millionen

Euro hat eggersmann ins neue Heim investiert. Wobei

die bestehenden Räume nach wie vor genutzt werden

und mit dem neuen Gebäude verbunden sind. Bei den

Produktneuheiten der „unique“-Kollektionen dominieren

die Materialien Stein und Holz. Und wenn Holz,

dann ausschließlich Eiche. Die gibt es bei eggersmann

in vier Varianten. Inhaltlich erweitert wurde das 2015

vorgestellte „work’s“-Konzept. Hier stehen nun unter

dem Titel „i’lands“ neue Funktionselemente zur Verfügung.

Diese können einzeln oder im Verbund geplant

werden. Technisch weiter optimiert wurden die Dämpfungseigenschaften

der Auszüge. Hier arbeitete das

Unternehmen bis direkt vor Messestart mit den Experten

von Grass zusammen. Zum Einsatz kommt ein speziell

entwickeltes System, das Flüssigkeit zur butterweichen

Einzugsdämpfung nutzt. „Liquid“-Dämpfung

heißt das im Fachjargon. Als weitere Neuheit steht den

eggersmann-Händlern das Regalsystem „15 square“

aus schwarzem Aluminium zur Verfügung. „15 square“

wirkt optisch dezent, bietet aber viele Funktionen – bis

hin zum Raumteiler. Ebenfalls neu ist eine Outdoor-Küche

mit Steinfronten. www.eggersmann.com

*

„echt zeyko, echte Materialien“ überschrieb die

Schwarzwälder Küchenmanufaktur ihren Auftritt im

house4kitchen. Und dass wirklich alles echt ist, bekommen

die Käufer einer zeyko-Küche sogar per Zertifikat

bestätigt. Auf den Holzfronten zum Beispiel sind

dezent aber dennoch selbstbewusst entsprechende Plaketten

angebracht. Traditionell definiert sich zeyko

über das Holz. Innen („zeyko inline“) wie außen. Doch

längst prägen auch Ideen aus Metall, Beton, Stein und

Glas das Angebot. Natürlich alles echt. Ein Hingucker

der besonderen Art ist die aktuelle Steinfront „Stone

Oceangreen“ mit ihren markanten mehrfarbigen Verläufen.

Intensiv inspiziert wurde von den Messegästen

auch das Modell „woodline.one“, das den Designstudien-Status

des Vorjahrs hinter sich gelassen hat und

aus dem Verkaufsbuch heraus bestellt werden kann.

Küchen mit Fronten aus satiniertem Glas („ Accento

Vitrin“) und Hochglanzlack („Cottage“ in Verkehrsweiß)

waren ebenfalls zu sehen. Wobei besonders das

Modell „Accento Vitrin“ optisch hervorsticht. Dafür

sorgt echte Zirbelkiefer als Kontrast zum mattschwarz

lackierten Glas. Von Grund auf neu gestaltet wurde die

Homepage des Unternehmens. Viele großformatige Fotos

transportieren die zeyko-Philosophie nun besonders

emotional. www.zeyko.de

*

Bei kuhlmann geht es in großen Schritten voran,

berichtet Vertriebsleiter Christian Teutsch. In diesem

Jahr werde der Umsatz um 20 % steigen. Nach der Insolvenz

und dem Eigentümerwechsel vor zwei Jahren,

waren manche Kunden verunsichert und sahen sich

anderweitig im Markt um. Dieses Vertrauen will das

Unternehmen nun zurückgewinnen – und neue Küchenspezialisten

von sich überzeugen. Zur aktuellen

Hausmesse demonstrierte das Unternehmen seine

Leis tungsfähigkeit und Flexibilität. „Jede Breite, jede

Farbe, jede Front“, lautet die Kernbotschaft. Und das

ab sofort auch im Preiseinstieg mit immer wertigeren

Fronten. „Wir können nämlich auch konsumig“, betonte

Christian Reupke, Verkaufsleiter Deutschland.

Dabei konzentriert sich kuhlmann künftig durchgängig

auf das 127er-Planungsraster und weitet sein

Angebot besonderer Schranktypen aus. Dem schon

bekannten „Multilevel“-Konzept folgt nun der „Multi-

Corner“. Dabei handelt es sich um einen Apothekeraus-

34 KÜCHENPLANER 10/11/2016


zug, innen kombiniert mit einem Regal auf der Stirnseite

des Schrankes. Und das auf der gängigen Planungsbreite

von 60 cm. Den „Multi-Corner“ gibt es für Hoch- und Unterschränke.

Einen großen Raum nimmt das Thema „Bewegung“

ein mit verfahrbaren Arbeitsflächen und einem

Geräteauszugboden für den Jalousienschrank. Dieser ist

wertig auf drei Seiten mit Edelstahl ausgekleidet. Bei den

Dekoren ergänzt unter anderem eine Beton-Nachbildung

das Sortiment. Ebenso die beiden Grautöne „Mila-Seidengrau“

und „Mila-Platingrau“ sowie Keramikoptiken. Lösungen

mit eingefrästen LED-Leuchten bietet das Unternehmen

auf Maß. www.kuhlmannkueche.de

10/11/2016

*

Auch in diesem Jahr haben die Produktentwickler von

Ballerina wieder viele Register der Küchenbaukunst gezogen.

Wobei der Spezialist für die Spezialisten im Markt besonders

auf eigenständige Ideen setzt, die es so gar nicht

im Markt gibt – oder nur sehr ausgesucht. Eine komplett

neue Idee ist die Kücheninsel im Y-Format, die frei in den

Raum platziert werden kann, aber auch im Anschluss an

die Zeile oder mit einem „Flügel“ an die Wand. Ergänzend

dazu wurde das variable Regal- und Nischen system

„ Creativo“ in Szene gesetzt. Hier kooperiert Ballerina

mit Schücco Design. Das Ritzenhoff-Glasdesign für 2017

kommt in diesem Jahr von Virginia Romo und präsentiert

sich zurückhaltend grafisch. Bei den Oberflächen und Dekoren

gibt es einen bunten Strauß an Neuheiten. Allen voran

das markante Holzdekor „Mammut“-Eiche mit Hirnholzeinschlüssen

sowie die besonders edel anmutende

Supermatt-Schichtstoffoberfläche „Fenix“. Mit „Smart

Glas“ setzt Ballerina auf ein polymeres „Glas“ in sechs

Farben, das sich unter anderem durch Kratzfestigkeit und

Reinigungsfreundlichkeit auszeichnen soll. Die vielen verschiedenen

Materialneuheiten und Farbergänzungen für

Korpus, Front und Arbeitsfläche (von Achatweiß, Schwarz

und Taupe über Sand, Beton und diverse Metallic-Töne bis

hin zu Aubergine, Safrangelb und Moosgrün) orientieren

sich an den drei grundsätzlichen Stilrichtungen „Industry

Look“, „eleganter Expressionismus“ und „französischer

Landhausstil“. Weiter fortgeführt wird zudem die Komfort-Küche,

zur Hausmesse realisiert im Bauhaus-Stil mit

einer Font in Betonoptik mit graphitschwarzem Umfeld

und einer echten Eiche-Wandverkleidung. Ergänzt wird

die Komfort-Küche aktuell durch ein höhenverstellbares

Innenregal. Das im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit

mit Hailo vorgestellte Konzept für den komplett ausgestatteten

Hauswirtschaftsraum ist nun serienreif und bestellbar.

Eigenständigkeit dominiert bei Ballerina auch hinter

den Fronten. So wurde mit Grass ein individuelles, kantenfreies

und puristisch wirkendes Zargensystem entwickelt

(„Agantis Select“) und eine eigene Farbe dafür kreiert. Für

Küchenplanungen aus einem Guss. www.ballerina.de

*

Der angesagte „Industrial Style“ kann viele Ausdrucksstile

haben. Auch bei Rotpunkt Küchen speist sich die Umsetzung

aus einer Vielzahl von Möglichkeiten in matt und

glänzend. Dazu zählen Metalloptiken, markante Hölzer

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Elektrisch verstellbares

Innenregal für

die Komfort-Küche von

Ballerina.

Starker Name für ein markantes Dekor. Ballerina nennt seine Hirnholz-

Optik „Mammut“. Im Hintergrund Regale als tragendes Planungsdetail.

Insel mal anders: im „Y-Design“. Sie könne frei in den Raum oder an

die Zeile oder die Wand platziert werden, sagt Ballerina. Hinten links:

das neue Regal- und Nischen-System „Creativo“.

(in echt, mit Synchronpore oder als Direktbeschichtung),

Glas, Beton und Stein. Und das oft in besonders

haptischen Ausführungen, die ein ums andere Mal

die Frage aufwerfen: echt oder nicht? Hinzu kommen

Highlights wie die neue Glas-Rahmentür „Factory Glas“

mit Wabenstruktur. So erhalten Umsetzungen, wie sie

im Rahmen der Hausausstellung gezeigt wurden, auf

Wunsch einen Loft-Charakter, der die Grenzen zwischen

Küche und Wohnen zunehmend auflöst. Unterstützt

wird dies von neuen Regalen und „viel Licht im

Möbel“. Auch dazu zeigte Rotpunkt verschiedene Ideen.

Darüber hinaus rankten sich viele Messegespräche um

die neue Korpushöhe 91 cm, die laut Geschäftsführer

Andreas Wagner 16 % mehr Stauraum schafft. Im Vergleich

zum weit verbreiteten 78er-Korpus. Neu sind zudem

eine weitere Eingriffleiste für grifflose Planungen

sowie die an ein Frühstücksbrettchen erinnernde Retro-Optik

der Textilstruktur „Tessilo“ für Korpus, Front

und Platte. Als weiteres Planungsbeispiel wurde ein

komplett ausgestatteter Hauswirtschaftsraum gezeigt.

Hausmessen-Thema Nr. 1 war für den Küchenmöbelhersteller

indes die Fortführung des 2015 gestarteten

„greenline“-Konzepts. Nach dem Motto „Umweltschutz

fängt in der Küche an“ produziert Rotpunkt seine Möbel

zu 90 % mit dem umweltfreundlichen Werkstoff

„BioBoard“. Lieferant ist Pfleiderer. Eine „BioBoard“-

Platte spare 30 % Gewicht und verbrauche 37 % weniger

Holz, betont Andreas Wagner. Das habe Vorteile

für die Umwelt – aber auch für die Logistik und die

Montage. Verarbeitet werden schnell nachwachsende

Rohstoffe wie zum Beispiel die Einjahrespflanze Mais.

www.rotpunktkuechen.de

*

SieMatic hat an der Durchgängigkeit gefeilt. Das bezieht

sich auf grundsätzliche Qualitäts-, Design- und

Komfortaspekte der Programme, aber auch auf die

eingesetzten Materialien. Für zeitlos elegante Gestaltungsmöglichkeiten

mit edlen Hölzern sorgen zum

Beispiel die neuen Oberflächen „eiche platingrau“, „eiche

trüffel“ und „raucheiche“, die auf Wunsch auch als

hochwertige, handwerkliche Furnierabwicklung über

komplette Schränke erhältlich sind. Oder das hochwertige

Alu-Innenausstattungsprogramm „Multi Matic“,

im vergangenen Jahr mit Vauth-Sagel realisiert. Diese

Ausstattung kommt nun durchgehend in der kompletten

Schrankausstattung zum Einsatz. Für das Aluminium-Innenausstattungssystem

für Schubkästen

und Auszüge gilt Gleiches. Inhaltlicher Mittelpunkt

des „SieMatic Forums 2016“ war der komplett neu gestaltete

Ausstellungsbereich der Stilwelt „Classic“. Gezeigt

wurden fünf Küchen, ausgestattet mit vielen eigenständigen

Ideen im sensiblen Spiel von klassischen

und minimalistisch-modernen Stilelementen. Matte

Oberflächen kombiniert mit glänzenden Flächen; umgesetzt

in Lack, Holz, Stein oder Metallen. Die Botschaft

war unmissverständlich: Keine SieMatic-Küche

muss der anderen gleichen. Charakteristische Akzente

lassen sich dabei nun auch mit facettierten Rahmenfronten,

Regalen oder Vitrinenschränken setzen. Oder

mit schwarzmatten Griffen und Knöpfen. Ein weiteres

36 KÜCHENPLANER 10/11/2016


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Kochfeldabzug

im

„Mythos“-Design

Franke präsentierte im „house4kitchen“ einen leistungsstarken

Kochfeldabzug. Dieser passt in puncto Design und Funktionalität

zu den Induktionskochfeldern der Linie „Mythos“ und lässt sich

flächenbündig verbauen.

Mit schwarzer Glaskeramik-Oberfläche,

Siebdruckdesign und schmalen Edelstahlsäulen

wirkt der neue „Mythos“ Kochfeldabzug

elegant und unaufdringlich. Für

beachtliche Power in drei Lüftungsstufen

plus Intensivstufe mit max. 595 m 3 /h

sorgt ein leistungsstarker und zugleich

besonders leiser (67 dB) ebm-papst Motor

(Energieeffizienzklasse A). Bedient wird

er direkt auf dem Glas via Touchpanel mit

weißen LEDs, passend zur weißen Slider-

Steuerung der Mythos Kochfelder. Die elegante

Glasoberfläche wird für den Lüftungsbetrieb

ganz einfach abgenommen.

Optional kann stattdessen ein passendes

Lüftungsgitter aufgesetzt werden.

Komfortable Funktionen

Das 220 x 180 mm große Abzugsmodul

wird flächenbündig zwischen den Mythos

Kochfeldern von Franke verbaut – es

gibt keine Kanten, die beim Handling mit

Töpfen und Pfannen stören. Komfortabel

sind auch die Features des neuen Muldenlüfters:

Die Nachlaufautomatik ermöglicht

etwa das verzögerte Abschalten des

Lüfters, die Filtersättigungsanzeige informiert,

wann der Austausch des Metall-Fettfilters

nötig ist. Dieser lässt sich

bequem im Geschirrspüler reinigen. Optional

ist auch ein Aktivkohlefilter erhältlich.

Eingestuft ist der „Mythos“ Kochfeldabzug

in Energieeffizienzklasse A + . Es

gibt ihn für den Um- und Abluftbetrieb.

Wie aus einem Guss

Mit der „Mythos“-Linie hat Komplettanbieter

Franke den Systemgedanken in die

Küche gebracht. Von der Spüle übers Kochfeld

bis hin zur Dunstabzugshaube umfasst

sie die wichtigsten Zutaten für die individuelle

Küche – untereinander perfekt

Die Steuerung erfolgt intuitiv über das

Glaspanel mit LED-Beleuchtung. Die Nachlaufautomatik

ermöglicht das verzögerte

Abschalten, Signalleuchten zeigen an,

wenn die Filter ausgetauscht bzw. gereinigt

werden müssen.

abgestimmt in Designsprache, Funktionalität

und Bedienkomfort. Klare Linien und

prägnante Formen verleihen allen Komponenten

einen dezent-eleganten Look.

www.franke.de

10/11/2016 KÜCHENPLANER 37


Im „ Industrial

Style“: Rahmenfront

„Factory

Glas“ mit Wabenstruktur

von Rotpunkt

Küchen.

Metallische Optiken und markante Holzstrukturen prägen auch die

Frontneuheiten bei Rotpunkt.

Die Textilstruktur der „Tessilo“ von Rotpunkt erinnert an die Optik eines

Frühstücksbrettchens (erhältlich für Korpus, Front und Arbeitsfläche).

Die gekürzte Front lässt hier Platz für ein beleuchtetes Regal.

Alleinstellungsmerkmal der Stilwelt „Classic“ bildet

die Interpretation des klassischen „Chinesischen Hochzeitsschranks“.

Dieses optisch wie funktional einzigartige

Möbel in „eiche schwarzmatt“ mit Akzenten in

„ nickel poliert“ ist in verschiedenen Varianten erhältlich:

als Geschirr- oder als Kühl- und Gefrierschrank.

Eine „AntiPrint“-Beschichtung bietet der Premiumausstatter

nun ebenfalls an. www.siematic.de

*

Um Entscheidungen wie diese wird sich wohl niemand

freiwillig bewerben. Poggenpohl liefert farbige

Fronten bekanntlich in allen RAL- und NCS-Farben –

für die neuen chromatisierten Lacke mit Metallic-Effekt

jedoch sollten 14 Töne ausgewählt und davon wiederum

vier Kernfarben selektiert werden. Die Qual der

Wahl. Letztlich entschieden sich die Produktentwickler

mit Überzeugung für „petrolgrün“, „nachtblau“,

„champagnergold“ und „diamantweiß“. In der aktuellen

Ausstellung glänzt gleich am Eingang die Version in

„petrolgrün“, begleitet von einer matt lackierten Rückwand

in Schwarz und eingerahmt von Wänden in gewischter

Betonoptik. Kurz: Ein Hingucker wie aus dem

Lehrbuch und ein Schmuckstück für jede Ausstellung.

Und dieser Eindruck setzt sich nahtlos fort: Die Küchenarchitektur

„P’7350“ (landläufig als Porsche-Küche

benannt) gibt es jetzt auch in der neuen Korpushöhe

78 cm sowie in warmen Optiken. Konkret in den

Lackoberflächen „sand“ und „sandgrau“ – wahlweise

matt oder glänzend – sowie in den Furnieren „Pinie

Terra“ und „Nussbaum natur“. Überhaupt haben Hölzer

in allen Preisgruppen aktuell einen hohen Stellenwert

im Poggenpohl-Sortiment. Mehrere neue Echtholzfurniere

stehen zur Verfügung – und das nun

auch in exklusiver Furnierabwicklung, wahlweise in

horizontaler oder vertikaler Ausrichtung. Auch Blenden

und Wangen werden in die Furnierabwicklung

einbezogen. Das Angebot an Dekordrucken, auch mit

Prägung in Synchronpore, wurde ebenfalls erweitert.

Versenkbare Steckdosenelemente mit USB-Charger,

das mechanische Öffnungssystem für Klappenschränke

sowie ein Kantenbügelgriff, der in die Front

eingefräst wird, runden das Neuheitenspektrum ab.

www.poggenpohl.de

*

Zur besten Kaffeezeit am Messesonntag wurde der

Alptraum eines jeden Messeorganisators wahr. Feueralarm

in der Häcker Ausstellung in Rödinghausen. Zügig

mussten mehrere Hundert Messegäste das Gebäude

verlassen und die Feuerwehr rückte an. Zum Glück

ein technischer Fehlalarm – ein Popkornautomat hatte

zu dicht unter einem Feuermelder gestanden –, aber

die Häcker-Historie ist nun um eine Anekdote reicher.

Die Kunden reagierten durchweg diszipliniert und

folgten den geschulten Mitarbeitern. Innerhalb weniger

Minuten hatten alle das Gebäude verlassen. Wobei

die Italiener unter den Gästen gestaunt haben sollen,

wie schnell die Feuerwehr vor Ort gewesen sei, und

38 KÜCHENPLANER 10/11/2016


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Foto: Biermann

„Wir haben Betonoptiken

in allen

Materialien.“ Leo

van der Velde, Geschäftsführer

von

Dekker Zevenhuizen.

KONTRASTE

schaffen Aufmerksamkeit

Schwarz gegenüber weiß. Rund

gegenüber eckig. Das eine fällt erst

auf, wenn man das andere sieht.

Wenn man sie miteinander vergleichen

kann. Und das, sagt Leo van

der Velde, Geschäftsführer von

Dekker Zevenhuizen, ist etwas, bei

dem sich Küchenfachgeschäfte in ihrer

Präsentation unvergleichlich machen

können. „Wer die Kraft des Kontrastes

nutzt, fällt auf“, lautet sein

Credeo. Und das war gleichzeitig die

Leitidee der Dekker-Ausstellung im

house4kitchen. Das Unternehmen

ging mit gutem Beispiel voran und

setzte seine Neuheiten in den Ausstellungsbereichen

„Space Station“

und „Urban Jungle“ in Szene.

Der Minimalismus der „Space

Station“ erfreut besonders die Puristen,

während „Urban Jungle“

ganz dem „Industrial Style“ huldigt.

Die Abbildungen von Backsteinmauern,

rohen Betonböden und architektonisch

gestalteten Stahlkonstruktionen

prägt die Abbildungen. Die

Möbel dafür scheinen wie direkt

aus der Werkstatt zu kommen. Kein

Schnickschnack, alles hat eine

Funktion. Materialien, die sich für

derart gestalte Küchen besonders

Foto: Dekker

Neu im Dekker­Programm

ist die „LightBeton“­

Oberfläche „BlueSteel“.

eignen, sind Keramik in oxidartigen

Farbtönen, Verbundstoffstein mit lebendigem

Beton-Look und Blaustahl.

Eine der Dekker-Neuheiten für

2017 aus dem „Urban Jungle“-Segment

ist „LightBeton BlueSteel“. Wie

es der Name andeutet, handelt es

sich um eine Oberfläche im angesagten

Betonlook. Ausgesprochen

authentisch gestaltet und speziell

konstruiert. „Nicht so schwer wie

original Beton und nicht so empfindlich,

aber günstiger“, bringt van der

Velde den Kundennutzen auf den

Punkt.

Neu ist auch die „Terrazzo“-Arbeitsplatte

für die moderne Küche

im Landhausstil: „Terrazzo light“, so

der Produktname, ist eine Arbeitsplatte,

die deutlich leichter sei als

herkömmliche Flächen und dank einer

speziellen Beschichtung den Gebrauchskomfort

einer Kunststoffplatte

böte. Für die kommenden

Monate kündigte Dekker zudem weitere

exklusive Keramikfläche an. Bereits

jetzt wurden neue Farb-Varianten

präsentiert.

Allein bei der Trendpräsentation

will es Dekker nicht belassen.

Modische Entwicklungen in konkrete

Produkte aller Preisklassen

zu übersetzen, sei dem Unternehmen

ein Kernanliegen. Die Bandbreite

im „house4kitchen“ reichte

bei den Oberflächen von „DecorTop ® “

bis Keramik und bei den weiteren

Ausstattungen für Küche und Bad

von Beleuchtung bis zu frei konfektionierbaren

Armaturen wahlweise

in Edelstahl, Chrom, Gold matt oder

Kupferglanz.

www.dekkerzevenhuizen.nl

10/11/2016 KÜCHENPLANER 39


Messe/Küchenmöbel

SieMatic hat den japanischen Hochzeitsschrank neu interpretiert

und mit Funktion gefüllt.

„Eiche Herritag“ – eine täuschend echte Nachbildung mit

Synchronpore von Poggenpohl. Neu sind auch die eingefrästen

Bügelgriffe.

Glänzende Ausstellungseröffnung:

Poggenpohl

setzt

auf chromatisierte

Lacke,

hier in „petrolgrün“.

40 KÜCHENPLANER 10/11/2016


eine Gruppe aus Fernost habe die Aktion für eine lebensnahe

Inszenierung zur Unterhaltung der auswärtigen

Besucher gehalten. So weit ging die Gastfreundschaft

Häckers dann aber doch nicht.

Dafür gab es aktuelles Küchendesgin satt. Und

das bewusst international dargestellt. Für die Ausstellung

hatten Designer aus sechs Ländern landestypische

Stilwelten kreiert mit Möbeln aus den Programmlinien

„systemat“ und „classic“. Mit diesen

„Länderkojen“ wollte das Unternehmen auch die Breite

der Einsatzmöglichkeiten demonstrieren. Denn mit

Schränken von Häcker, so lautete die Botschaft, lässt

sich die Küche prima möblieren – aber auch der Hauswirtschaftsraum,

die Garderobe, das Esszimmer oder

das Home-Office. Kurz: das ganze Haus. Am Beispiel

eines überdurchschnittlich ausgestatteten Studenten-

Apartments wurde dies zur Hausmesse umgesetzt.

In der Programmlinie „systemat“ (bzw. „systemat-

ART“ als grifflose Variante eines Programms) übernahm

das neue Schichtstoffkonzept rund um die neue

Modellserie „AV2065“ die Rolle der wichtigsten Messeneuheit.

Die zur Hausmesse präsentierte Oberfläche

(Preisgruppe 2) ist in „Polarweiß“, „Perlgrau“ und

„Satin“ über Front, Arbeitsplatte und Wange erhältlich.

Als Designelement prägend ist die allseitige Formkante

mit 45-Grad-Fase. Für eine einheitliche Optik sind Nischenverkleidungen

und Regale ebenfalls in Schichtstoff

mit Fase erhältlich – und auf Wunsch wird die Küche

auch grifflos geliefert. Darüber hinaus prägen neue

Furniere das Programm. „Eiche hell“ und „Eiche mokka“

mit horizontaler Maserung sowie „Wildeiche grau“,

„Wildeiche mokka“ und „Silbereiche“ mit senkrechter

Maserung. Grundsätzlich dominieren in diesem

Jahr dunkle Brauntöne. Und das ebenfalls sehr dunkle

Samtblau, das zum Beispiel beim starken Country

Style-Programm der Front „AV6035“ neu zum Einsatz

kommt.

„AV 4070“ ist eine weitere neue Produktfamilie. Und

die sollten sich Kunden nach Meinung der Häcker-

Verantwortlichen besonders gut merken. Entstanden

ist die Neuheit aus dem Frontmaterial der „Moving

Kitchen“, die im April als Prototyp auf der Euro Cucina

gezeigt und in den letzten Monaten weiterentwickelt

und für den täglichen Einsatz in der Küche optimiert

wurde. Die strukturierte Oberfläche mit leichter Spachtelstruktur

und Metalliclackierung ist in drei Farben

erhältlich: Gold, Titan und Bronze. Für diverse grifflose

Programme steht nun eine neue, in die Front eingearbeitete

Griffleiste zur Verfügung. Die mechanische

Öffnungsunterstützung „Tipmatic Softclose“ fördert

die Darstellung einer Küche in der grifflosen Variante

ebenfalls. Bei Häcker werden derzeit 23 % aller Küchen

grifflos gestaltet.

22 mm stark und mit eingefrästem Griffprofil in

Edelstahloptik – so zeigt sich im „classic“-Programm

die neue „Integrale“. Sie ist in Weiß und in Perlgrau

planbar. Wobei eine konsumige Umsetzung für

den Preiseinstieg genauso möglich sei wie etwas anspruchsvollere

Spezialisten-Inszenierungen. Perlgrau

gibt nicht nur der „Integrale“ den derzeit angesagten

modischen Look, es glänzt auch als neue Korpus-Farbe.

Die zweite neue Korpusfarbe heißt „Satin“. Dabei handelt

es sich um einen hellen und warmen Ton.

Bei seinen Mengenthemen setzt Häcker stark auf

Lacklaminat. Wobei die Kombination „Weiß und Holz“

besonders oft anzutreffen ist. Ein weiteres Erfolgsdekor

ist „Spachtelbeton Perlgrau“. Rund 2 % aller

Fronten verlassen das Werk in Rödinghausen in diesem

Dekor. Und als Arbeitsplattendekor hat „Spachtelbeton

perlgrau“ sich innerhalb eines Jahres an die

Spitze der Verkaufscharts katapultiert. Mit „Eiche

Hirnholz“ wurde ein weiterer ambitionierter Newcomer

präsentiert. Im Gerätebereich präsentierte

Häcker vernetzte Einbaugeräte der Eigenmarke Blaupunkt.

Dafür wurde die geschützte Bezeichnung

„ Multi Control“ kreiert. Im ersten Schritt wurde die

Vernetzung von Dunstabzugshaube und Kochfeld realisiert.

Ebenfalls zur Hausmesse startete das neue Angebot

„Product Pilot“, eine Datenbank mit Informationen

aus allen Abteilungen und zu sämtlichen Produkten.

www.haecker-kuechen.de

*

Schüller hat bei der C-Collection zwar die „Ideenvielfalt“

zum Messemotto erkoren, allein auf neue Farben

und Fronten reduzieren lassen will man sich aber

ausdrücklich nicht. „Wir wollen Begeisterung schaffen

und Küchen erlebbar machen“, heißt es stattdessen.

Die Umsetzung im house4kitchen war einmal mehr lebensnah

mit viel Liebe für praktische und dekorative

Details gestaltet. Insgesamt wurden 12 schüller.C-Küchen

wohnlich nach Zielgruppen und deren Lebensentwürfen

gestaltet. Damit führte das Unternehmen das

im vergangenen Jahr initiierte Zielgruppen-Konzept

fort. Bei 23 Neuheiten im Bereich der Fronten stachen

zwei Schwerpunktthemen heraus: ausdrucksstarke

Hölzer und elegantes Grau. So wurden gleich sechs

Fronten mit sehr eigenständigen Holz-Dekoren aufgenommen

und eine Ergänzung durch eine hochwertige

Furnieroberfläche vorgenommen. Gerade die beiden

Synchronpore-Nachbildungen „Alteiche provence“

und „Alteiche barrique“ sind sehr ausdrucksstark in

ihrer Ausführung. Da Schüller großen Wert auf Durchgängigkeit

legt – ein weiteres wichtiges Messethema –,

sind die beiden Dekore als glatte Front und Rahmenfront

zu bekommen sowie für das gesamte Spektrum

von Korpus, Sockel, Regale, Nische, Wangen und Arbeitsplatte.

Einen weiteren Schwerpunkt legt Schüller

auf die Palette der Grautöne bis hin zu Schwarz. So

werden die Farben Steingrau und das dunklere Achatgrau

in vielen bestehenden Erfolgsprogrammen ergänzt.

„Dem Planer bietet sich damit eine gute Möglichkeit,

innerhalb einer Farbe über alle Materialien

und Preisgruppen hinweg zu beraten“, erläutert das

Unternehmen.

Unterstützung erfährt Achatgrau durch eine farblich

identische Griffmulde, ein Nischenglas und eine

Glastür. Das Trend-Thema Beton findet mit dem bestehenden

Programm „Elba“ großen Zuspruch und

wurde um eine weitere Farbstellung, „Beton quarzgrau

Nachbildung“, erweitert. Lavaschwarz wirkt besonders

bei hochwertigen Fronten sehr edel und ist

gerade im Country Style absolut zeitgemäß. Aus diesem

Grund wurden die drei Seidenglanzlack-Fronten

10/11/2016 KÜCHENPLANER 41


Schichtstoff mit Konzept für Front, Arbeitsplatte

und Wangen. Häcker versieht alle Bauteile mit einer

45°-Fase als durchgängiges Designelement.

Soll Menge machen: „Integrale“ mit eingefräster Griffmulde

in Edelstahloptik aus dem „classic“-Programm von Häcker.

Hier fällt nichts mehr raus: Schüller-Apothekerauszug

mit umlaufendem

Metallband.

Häcker thematisiert

bei Blaupunkt

die Vernetzung

von

Kochfeld und

Haube. Dafür

ließ sich der

Küchenmöbelhersteller

die

Bezeichnung

„multi control“

schützen.

„Country Style“: in Kristallweiß mit gerundeten Elementen. Neu bei Schüller.

Pastellgelb transportiert bei dieser Schüller-Küche Leichtigkeit und Lebensfreude.

Rahmenfronten im edlen Lava schwarz.

Kisten und Boxen sowie Kreuzeinteilungen

z. B. für Flaschen sind ein weiteres

neues gestalterisches Element bei

Schüller. Die Gemüseboxen rechts laufen

auf Auszügen.

42 KÜCHENPLANER


„Casa“, „ Domus“, „Finca“ sowohl in Lavaschwarz als

auch in der neutralen Basis-Farbe Kristallweiß erweitert

– auch dies eine Entscheidung zugunsten der

Durchgängigkeit.

Mit dem modernen „Country Style“ hat Schüller

einem Klassiker neues Leben eingehaucht und zum

Branchenthema gemacht. Für die Collection 2017 sind

neue Regale mit Einsätzen in massiver Eiche ent wickelt

worden. Kisten und Boxen in verschiedenen Größen,

Kreuzeinteilungen für z. B. Flaschen und Tabletts können

als gestalterisches Element eingesetzt werden. Die

Regale entsprechen dem aktuellen Trend der Rückbesinnung

auf traditionelle Werte, sind aber durch ihre

schlichte Gestaltung durchaus modern interpretiert.

Neue Sprossenglastüren, gerundete Hochschränke und

eine neue Griffkombination aus Knopf und Muschel geben

weitere Gestaltungsaspekte für den Country Style.

Trendig geht es bei den neuen Pastelltönen zu. Farbnuancen

wie „Pastellrosé“ oder „Pastellgelb“ versprechen

Leichtigkeit und Lebensfreude und erweitern

auch bei Schüller die große Satinlack-Palette. In Kombination

mit neutralen Farben und Hölzern schaffen sie

weitere Möglichkeiten für eine individuelle Gestaltung.

Zusätzlich zu den Artikel-Neuheiten feilte Schüller

an bestehenden Lösungen und der Möbeltechnik. Neu

ist die Montageplatte mit Excenterhöheneinstellung,

die dem Monteur eine deutlich einfachere und exakte

Höhenjustierung der Bänder ermöglichen soll. Diese

Montageerleichterung gehört ab jetzt zur Standardausstattung.

Mehrwert steckt auch in der Innenausstattung

von „Le Mans“, Vorrats-Auszug und Vorrats-Etagenauszug.

Die Auszugsböden werden nun mit einem

wertigen Metallband angeboten. Mehrwert dank verbesserter

Optik stellen die Abdeckkappen für die Fachreihenbohrungen

in den Korpusseiten dar, die nun

auch als Standard definiert sind.

Die exklusive Gerätemarke Juno genießt bei

Schüller einen besonderen Stellenwert und trägt laut

Unternehmen wesentlich zum positiven Gesamtergebnis

bei. Insgesamt werden für die Collection 2017 sieben

neue Geräte angeboten. Darunter die praktische

Funktion „Heißluft plus“ bei Backöfen, die zusätzlich

zur Heißluft auch Feuchtigkeit in den Garraum bringt.

Der neue Selection Kompakt-Backofen ist der Star in

seiner Kategorie. Er vereint viele Heizarten und eine

ganze Reihe an Ausstattungsmerkmalen. Abgerundet

werden die Neuheiten durch neue Kühlgeräte mit

der Energieeffizienzklasse A ++ und ein neues Kochfeld.

Für Muldenlüfter bietet Schüller nun einen speziell

konstruierten Unterschrank an und für Musik-

Liebhaber ein Blutooth-gesteuertes Sound-System. Für

die Ceramic- und Quarzstein-Collection Systemo werden

fünf neue Dekore aufgenommen und bei den Nischenpaneelen

aus Melamin und Glas sind es sechs.

www.schueller.de

*

Dass die Produktentwickler von nobilia selten auf

der faulen Haut liegen, ahnt jeder, der die Hausausstellung

in Verl-Sürenheide einmal von innen gesehen

hat. In den vergangenen Monaten dürfte es hinter

den Kulissen des Marktführers aber besonders

rumort haben. Denn unter dem Motto „nobilia setzt

Akzente“ wurde die Ideenvielfalt zelebriert. Umgesetzt

unter anderem mit 20 neuen Fronten, einem erneut

ausgebauten „Color Concept“ und sieben zusätzlichen

Nischenverkleidungen mit Digitalprintmotiven.

Insgesamt wurden auf 4000 m 2 Fläche 67 Küchen in

verschiedenen Stilrichtungen und Lebenswelten gezeigt.

Hinzu kam die „Labor“-Abteilung, in der in diesem

Jahr besonders intensiv die Themen Muldenlüftung

und Abluftführung thematisiert wurden. Diese

Präsentation kam beim Publikum gut an und wurde

stark frequentiert. Zudem wurde ein komplettes Küchenstudio

samt Außenfassade in Szene gesetzt. Auf

400 m 2 Fläche stellt es das gesamte Leistungsspektrum

von nobilia realitätsnah vor: mit 18 Küchen mittlerer

Preisklasse, von klein und effizient bis großzügig.

Dazu zählten auch Lösungen für drei unterschiedliche

Budgets, die alle auf dem gleichen Grundriss

realisiert wurden. Hinzu kommen notwendige Servicebereiche

wie Beraterplätze, Vorführküche, Kinderspielecke

und Konfigurator. Den Messegästen bot

diese Sonderpräsentation vielfältige Anregungen für

die tägliche Praxis und ihre eigene Ausstellungsgestaltung.

Mit umfangreichen Erweiterungen im Color Concept

erschließt nobilia gestalterisch weitere Spielräume.

Das Typenspektrum umfasst nun neben Regalen

und Arbeitsplattenkanten auch Wangen, Borde

und Wandschränke mit Klappentüren. Vom kleinen

Farbtupfer bis zum großflächigen Einsatz eröffnet es

so viele planerische Freiheiten. Hinzu kommen vier

zusätzliche Farben. Highlights für trendstarke Planungen

mit metallischem Glamourfaktor oder im Industrial

Chic sind die neuen Dekore „Ferro Bronze“

und „Beton schiefergrau“. Hinzu kommen leuchtendes

„Sonnengelb“ sowie das dezente „Salbei“. Damit stehen

im Color Concept nun insgesamt acht Farben zur Auswahl.

Die Palette der neuen Nischendekore reicht von

Fliesenmotiven im Retro-Style über angesagtes Patchwork-Design

bis hin zu Mauerwerk- und Stahl-Optiken

mit Industriecharme. Vom urbanen Wohnen mit Industriedesign

über ein zeitgeistiges Ambiente mit Retro-

Anleihen bis hin zu nordischer Behaglichkeit können

sie die stilis tische Aussage der Küche eindrucksvoll

verstärken. Mit nun insgesamt 21 Nischenmotiven lassen

sich vielfältige Stilrichtungen abrunden. Bei den

Glasnischen kommt mit „Masterflow“ in Schwarz matt

eine strukturierte Glasoberfläche hinzu.

Mit 20 Neuvorstellungen erhielt das ohnehin gut

sortierte Frontenprogramm ebenfalls Zuwachs. Zentrale

Themen waren matte Lacklaminatoberflächen (allein

elf neue supermatt-Varianten für das erfolgreiche

Programm „Touch“ mit den drei neuen Farben Savanne,

Schwarz und Aqua), die Beton-Nachbildung „Riva“

als „Weißbeton“ sowie die markant geprägte „Halifax“-

Eiche aus dem Programm „Structura“. Zudem ergänzt

die Front „Fashion“ das Segment der Echtlackfronten

durch eine neue matte Frontfamilie in Preisgruppe 4.

Neu sind auch die Rahmentüren „Finesse“ und „Sylt“.

Ungebrochen ist der Trend zu grifflos gestalteten Küchen.

Entsprechend hat nobilia seine „Line N“-Kollektion

gleich um zwölf neue Fronten erweitert. Alle sieben

10/11/2016 KÜCHENPLANER 43


Schaufenster

Dort, wo Design die Physik außer Kraft zu setzen

scheint, trifft man die zeyko-„Flybridge“. Das

Gewicht des schwebenden Küchenblocks in echtem

Steinfurnier „Oceangreen“ scheint durch die Auskragung

wie aufgehoben. Die Korrespondenz des

schimmernden echten Steins mit der nur 4 mm

starken Edelstahlplatte und den Applikationen in

Nussbaumholz ergeben einen harmonischen Dialog

aus echten Materialien. Abgerundet wird dies

durch die perfekt harmonisierende Innenausstattung

zeyko-Inline in massivem Nussbaumholz.

www.zeyko.de

44 KÜCHENPLANER 10/11/2016


10/11/2016 KÜCHENPLANER 45


Messe/Küchenmöbel

Macht frisch: Die neuen Farben im „Color Concept“ von noblia

können aber auch gut punktuell als Akzent geplant werden.

nobilia setzt auch in

der Nische Akzente:

mit sieben neuen Nischenverkleidungen

mit Digitalprintmotiven.

Auf Wunsch

gibt es die identisch

gestaltete Wandtapete

von Rasch.

Publikumsliebling: Hirnholz-Dekor „Grain“ von Bauformat.

„Burg-Geräte“ bei Burger für den Preiseinstieg. Lieferant ist

der türkische Vestel-Konzern.

unifarbenen „Touch“-Fronten, die neue „ Structura“ in

„Eiche Halifax“, die neue „Focus“ in „Alpinweiß Ultra-

Hochglanz“ sowie die neue „Riva“ in „Weißbeton“ sind

nun auch für die Grifflos-Linie lieferbar. Hinzu kommen

die beiden neuen „Fashion“-Fronten in Mattlack.

Für die zunehmend beliebten Ton-in-Ton-Planungen

gibt es die Griffprofile jetzt auch in Schwarz und Savanne.

Von den acht neuen Arbeitsplattendekoren stechen

die Umsetzungen in „Ferro Bronze“ und „Beton-

Optik“ besonders hervor.

Großen Stellwert hat in Verl traditionell die Umfeldgestaltung.

Hier kam das Messemotto „Akzente setzen“

besonders zur Geltung. Der Glaswandschrank Boulevard

zum Beispiel nimmt den Trend zur Entgrenzung

der Lebensräume auf. Mit seinem Vitrinencharakter

bringt er Wohnlichkeit in die Küche und bietet eine

ideale Präsentationsfläche für Kunst- und Sammlerobjekte.

Besondere Akzente bei Wandschränken lassen

sich zudem mit der Alu-Rahmentür „Square“ in Edelstahloptik

setzen, die jetzt auch in Grauglas erhältlich

ist.

Für Regalböden und Nischenverkleidungen bietet

nobilia neue integrierte LED-Beleuchtungssysteme an.

Ausgestattet mit „Emotion Technologie“ zur individuellen

Einstellung der Lichtfarbe sorgen sie für ein stimmungsvolles

Ambiente.

Für mehr Bedienkomfort – vor allem bei grifflos

geplanten Küchen – sorgt zudem die neue elektromechanische

Öffnungsunterstützung „Easys“ für Kühl-

Gefrierautomaten. Im Bereich der Elektrogeräte sind

die Muldenlüfter auch bei nobilia weiter auf dem Vormarsch.

Um diesem Trend Rechnung zu tragen, hat nobilia

Muldenlüfter von Airforce und Elica in das Gerätesortiment

integriert. Zusammen mit dem neuen

Typenspektrum für Kochstellenschränke mit Muldenlüfter

bietet nobilia seinen Kunden dazu eine komplette

Lösung aus einer Hand. www.nobilia.de

*

Neues Logo, neues Kommunikationskonzept, neue

Dachmarke – Bauformat und Burger haben ihren Außenauftritt

von Grund auf neu geordnet und geschärft.

Und das mit „jeweils eigenen emotionalen Welten und

Werten für beide Marken“, erläutert der verantwortliche

Marketing- und Vertriebsleiter Matthias Berens.

Das Ergebnis der intensiven Arbeit der letzten Monate

wurde zur Hausmesse präsentiert. Ziel der Neuentwicklung

sei es, Bauformat und Burger als gleichberechtigte

Marken mit eigenen Charakteren zu

etablieren. Die „persönlichen“ Eigenständigkeiten sollen

hervorgehoben und gleichzeitig die gemeinsame

Verbindung deutlich gemach werden. Deshalb steht

für das Unternehmen ab sofort alles unter einem gemeinsamen

Gedanken: „The kitchen family!“ Um die

„kitchen family“ erlebbar zu machen, konzipierte man

ein gemeinsames Dach: die Baumann Gruppe. Inhaber

Delf Baumann: „So geben wir uns, unseren Partnern

und der Öffentlichkeit von nun an einen direkten Ansprechpartner.“

Obgleich sich im Marketing viel Neues

zeigt, so ist das Unternehmen in sich doch gleichgeblieben,

betonen Baumann und Berens unisono. „Unsere

46 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Werte sind unser Erfolgsrezept. Qualität und Tradition

seit 80 Jahren, darauf kann man sich seit jeher bei der

Baumann Gruppe verlassen, aber unsere Logos tragen

auch ganz bewusst ein Komma: hier geht es weiter, wir

entwickeln stets Neues.“

Neu ist zum Beispiel die zielgruppenorientierte Ansprache

in Journalen und im Internet. Mit einer einheitlichen

Bildsprache werden emotionale Geschichten

erzählt. Exakt diese Darstellung fand sich auch in der

Ausstellung in Haus Beck mit 21 Burger- und 13 Bauformat-Küchen.

Burger präsentierte sich dabei bewusst konsumig.

Mit einer klaren Positionierung vom Preiseinstieg bis

zur Mitte. Dafür wurde unter anderem eine neue Betonfront

(NB) präsentiert. Die Vermarktung zusätzlich

fördern soll die neue Elektro-Eigenmarke mit dem sinnigen

Namen „Burg“. Lieferant ist der türkische Hausgerätekonzern

Vestel. Zum „Burg“-Sortiment gehören

3 Backöfen, 2 Herde, 14 Kühlschränke, 11 Kochfelder

und 4 Geschirrspüler. Hauben und Mikrowellen zählen

nicht dazu.

Auf Küchenspezialisten ausgerichtet ist das Bauformat-Sortiment.

Hier verzichtet der Hersteller konsequent

auf Lacklaminat und bietet stattdessen UV-lackierte

Matt- und Hochglanzfronten in der identischen

Preisgruppe an. Mit „Hirnholz“-Dekor „Grain“ bietet

Bauformat eine markante Holzoptik für Fronten, Arbeitsplatte

und Umfeld. Ein Großteil der Ausstellungsplanungen

war im angesagten „Industrial Style“ gestaltet.

Zum Einsatz kamen dabei auch die neuen

Farben „Carbon“ und „Dunkelblau“. Marmor war als

Frontoptik zu sehen, aber bei der Innenkorpusgestaltung.

www.baumann-family-group.de

*

Mit der Produktlinie „mahlzeit“ wendet sich Premiumausstatter

rational an eine junge Zielgruppe

im mittleren Preissegment. Die neue Marke soll den

Händlern ein breiteres Portfolio bieten und den jüngeren

Kunden die Möglichkeit geben, sich die „erste“

eigene rational Küche gönnen zu können, erläutert das

Unternehmen. „mahlzeit“ wird es in den beiden Linien

„typo“ und „time“ geben. Und das in „rational“-Qualitiät,

aber mit übersichtlicher Komplexität. „Die Küchen

sind einfach und intuitiv in der Planung und der

Montage“, berichtet Geschäftsführer Thomas Klee. Die

„time“ hat ein Frontraster von 13 cm, kann mit verschiedenen

Griffen ausgestattet werden und ist eher das Modell

für die Freunde der klassischen Küche. Die „typo“

dagegen besitzt einen eingefrästen Korpus, Frontraster

von 18 cm und setzt auf ein modernes, griffloses Design.

Konzept sind „pflegeleichte, farbige Oberflächen in Direktbeschichtung

und Lacklaminat, moderne Dekor-

Arbeitsplatten und optimal geplanter Stauraum. Lieferbar

ist das „mahlzeit“-Programm ab November 2016.

An das klassische rational-Publikum wendet sich

hingegen das Designkonzept „floo“ aus der Designwerkstatt

von Karim Rashid. Nach der Premiere auf

der EuroCucina im April beginnt nun die Markteinführung

in Deutschland. Ab Ende Oktober ist die „floo“

lieferbar. Die exklusiven und damit vergleichsweise

kostspieligen Corian-Fronten der „floo“ müssen aber

keineswegs in Reinkultur geplant werden, sondern lassen

sich als „Eyecatcher“ auch sehr gut mit dem übrigen

rational-Programm kombinieren. „So hebt man

sich ab und schafft eigenständige Umsetzungen“, betonte

Marketingleiterin Elke Pfeiffer. Für die aktuelle

Ausstellung in Melle-Riemsloh wurde ein Bereich komplett

mit Produkten von Karim Rashid gestaltet.

Darüber hinaus wurde das Küchenmodell „onda“,

ein Klassiker im rational-Produktportfolio, in Weiß

‘Ausgezeichneter‘ Anschluss.

www.evoline.com


Messe/Küchenmöbel

und Kupfer in Szene gesetzt. Weitere Neuheiten rankten

sich im weiteren Sinn um den „Industrial Style“ –

mit Fronten in Edelstahl, markanten Furnieren und

Goldeffekten (bei der „atmos“ als Melaminfront). Das

im vergangenen Jahr präsentierte Ordnungssystem

„passepartout“ setzt im Schrankinnern entsprechende

Akzente. www.rational.de

*

Zu den Highlights der Alno „Designtour“, so lautet

der Titel der Hausausstellung in Hiddenhausen, zählte

das im Frühjahr in Mailand noch als Studie vorgestellte

Designkonzept „Attract“. Nur wenige Monate nach

der Premiere ist das Programm mit seinen charakteristischen

Sprossentüren serienreif und bestellbar.

„ Attract“ spielt bewusst mit Gegensätzen und kombiniert

Materialien wie Antikholz (Eiche Rauchgrau),

schwarzes Rauchglas und Keramik. Die erwähnten

Sprossentüren sowie metallische Töne und offene Regale

transportieren den gewünschten „Vintage“-Look.

Im Vergleich zur EuroCucina-Version wurde lediglich

auf die überdimensionale Rotunde über der Kücheninsel

verzichtet. Die Gründe dafür dürften finanzieller

und praktischer Natur sein, denn so ein Bauteil passt

durch keine handelsübliche Tür – und mit der Montage

im 3. Stock wird es auch eher kompliziert.

Auf den Trend zu metallisch anmutenden Oberflächen

setzen die neuen Küchendekore der „Alnostar

Dur“ aus Schichtstoff (erhältlich in „Ferro Bronze“ und

„Ferro Titan“). Je nach Lichteinfall entstehen ganz unterschiedliche

Kontraste. In Hiddenhausen gezeigt

wurde diese metallisch wirkende Front in Kombination

mit dem Lacklaminat „Alnopearl“ in Weiß Hochglanz.

Eingruppiert ist das Ensemble in Preisgruppe 2

und soll als Hauptmotiv den 90. Geburtstag von Alno

im kommenden Jahr begleiten. Die Botschaft dieser Positionierung

lautet: Alno ist zwar eine wertige Marke,

moderne und preisgünstige Grundthemen können wir

aber auch.“

Erweitert hat Alno zudem das Angebot an Echtholzfronten,

die besonders in internationalen Märkten

stark nachgefragt werden. Die bewusste Kombination

Fronten mit und ohne Griff spielte bei der Umsetzung

eine besondere Rolle – umgesetzt mit dem Programm

„Alnostruct“. Weitere Neuheiten zogen sich

durch alle Ausstellungsbereiche. Insgesamt gab es 44

neue Fronten zu sehen. Die gesamte Designtour vereinte

80 Küchen aller Konzernmarken auf 3500 m 2 Fläche.

Darunter waren auch vier neue Keramikfronten,

jeweils im Original und als Schichtstoff-Version. Ergänzt

wurde zudem das Angebot an Nischendekoren,

die stets mit Melaminbeschichtung oder Glas erhältlich

sind. Auf den „Industrial Style“ abgestimmt ist dabei

vor allem die Neuheit „Metro Fliese“, die, wie es

der Name vermuten lässt, an die Wandgestaltung eines

U-Bahnhofs erinnert.

Wellmann ist innerhalb des Alno-Konzerns die

Marke für Handelsverbände mit einer starken Fokussierung

auf die klassische Marktmitte. In den letzten

Jahren wurde wieder verstärkt in die Produktentwicklung

investiert, sodass die Marke zunehmend (wieder)

für Spezialisten interessant wird. Im Mittelpunkt der

Hausmesse stand die neue Korpushöhe 78 cm, die ab

März 2017 für alle Fronten- und Korpusfarben frei im

Handel erhältlich ist. Bislang stand diese Korpusvariante

den Eigenmarken „Altano“ und „Culineo“ von

MHK bzw. VME exklusiv zur Verfügung. Das 78er-

Maß ergänzt die bisherige 72er-Korpushöhe. Bereits

in die aktuelle Ausstellung integriert waren Geräte

von Privileg, die ab sofort über die Bauknecht-Organisation

im Fachhandel frei vermarktet werden. Abgestimmte

Möbel- und Gerätegriffe dokumentieren hier

die enge Partnerschaft der beiden Unternehmen. Wie

sehr die Marke Wellmann inzwischen für anspruchsvollere

Planungen (im Rahmen der grundsätzlichen

Marktpositionierung) geeignet sind, zeigen Themen

wie geteilte Wangen bei grifflosen Planungen (zur

Fortführung der Frontlinie) sowie automatische und

mechanische Öffnungsunterstützung. Lacklaminatfronten

gibt es zudem jetzt in einer dritten Variante. Neben

matt und Hochglanz steht nun auch Hochglanz metallic

zur Verfügung (bislang nur bei Pino erhältlich).

www.wellmann.de

Pino selbst kleidet sich in der kommenden Sainson

bevorzugt in Farbe und will mit der Einführung der

Preisgruppe 0 seine Preisführerschaft ausbauen. Dafür

bietet die Marke das Programm „PN 80“ künftig in

allen unifarbenen Melaminfronten an. Das neue Farbkonzept

setzt auf die stark nachgefragten Farben Weiß,

Chilirot, Mangogelb, Grün und Blau. www.pino.de

Eine Nische im Konzernverbund besetzt die Stahlküche

Alnoinox. Sie sei die einzige Stahlküche in Europa

im Privatkundenbereich und die hochwertigste

Produktlinie des Pfullendorfer Küchenmöbelherstellers.

Gefertigt werden die Küchen im Schweizer Werk

in Arbon. Aktuell wurde eine Konzeptstudie gezeigt,

deren magnetische Griffe flexibel an den Stahlfronten

platziert werden können. Für individuelle Gestaltungswünsche

eröffnet sich hier eine neue Dimension.

www.alnoinox.ch

*

Vor rund sechs Jahren reaktivierte Alno die Traditionsmarke

tielsa – und präsentierte sie als die „bewegliche

Küche“. Bewegung spielt immer noch eine große

Rolle (unter anderem wird eine neue Generation Hubzylinder

von Linak für die Höhenverstellung von Inseln

und Modulen eingesetzt), doch inzwischen konzentriert

sich die Spezialisierung auf sinnvolle und marktfähige

Lösungen für das Connected-Home. So lässt sich

die vernetzte Küche als Plattform für das Wohnen der

Zukunft nach erfolgreichem Start der Apple-Apps künf-

48 KÜCHENPLANER 10/11/2016


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tig auch durch Android-basierte Systeme steuern. Neu

gestaltete, systemübergreifende Bildschirm-Oberflächen

erweitern die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten

bis hin zur Integration eines Warning-Centers,

das CO 2

-Sensoren sowie Rauch- und Wassermelder sowohl

mit dem Nutzer, als auch mit Notrufsystemen vernetzt.

Geplant werden tielsa-Küchen mit dem Alno-Produktprogramm.

Eine zeitgemäße Premiumversion mit

Keramik- und „Antikeiche“-Fronten wurde nun in limitierter

Form vorgestellt. Es wird sie nur 90-mal geben.

www.tielsa.de

*

Störmer transferiert den Mailänder Chic nach Ostwestfalen-Lippe.

Das ist zumindest der Anspruch, den

der Rödinghauser Küchenmöbelhersteller an sich

selbst stellt. „Wir haben Ideen, die auf der Euro Cucina

vorgestellt wurden, zur Serienreife gebracht“, sagt der

geschäftsführende Gesellschafter Christoph Fughe.

Designfans geraten wahrscheinlich ins Schwärmen,

wenn sie die in Roségold lackierten Fronten sehen. Die

sind nämlich auch passend zum neuen Farbton des

iPhones. Griffleisten in Roségold kombiniert mit hochglänzenden

weißen Frontoberflächen wurden ebenfalls

gezeigt. Dem Industrial Style wird durch das neue Dekor

„Ferro Bronze“ Rechnung getragen. Schranktüren

werden – wie auch in Mailand gesehen – immer höher

und reichen bis zur Bodenkante, sodass der Sockel dahinter

verschwindet.

Besonders stolz ist Störmer aber auf zwei weitere

Dinge. Vor allem auf eine Eigenentwicklung: die Nanoversiegelung

in Korpus und Front. Damit will der

Hersteller seine Produkte auf eine neue Qualitätsstufe

stellen. Fughe erklärt den Hintergrund: „Wir exportieren

unsere Küchen weltweit. Und dass in unseren

Breitengeraden eine andere Luftfeuchtigkeit herrscht

als beispielsweise in Singapur, ist hinlänglich bekannt.

Die Nanoversiegelung garantiert, dass sich durch die

Feuchtigkeit das Produkt nicht verändert.“ Das Wasser

perlt am Möbel ab. Eindringen kann es nicht.

Darüberhinaus hat Störmer den Zuschlag bekommen,

luxuriöse Ein-Zimmer-Apartments in Dubai

mit ihren Küchen auszustatten. Die Küchen sind so

konzipiert, dass sie sich hinter großformatigen Türen

verbergen lassen, wenn es nötig oder gewollt

ist. Die Apartments entstehen im Herzen von Dubai.

www.stoermer-kuechen.de

*

„Alte Werte, neue Ideen, frische Zutaten.“ Unter diesem

Motto hat KH System Möbel seinen Kunden in 16

Kojen die Neuheiten vorgestellt. Dazu gehört die Keramikfront

in Rostbraun im „Industrial Style“ oder die

Metallfronten in Chrom, Stahl, Kupfer und Titan. Die

Themen „Matt“ und „Glanz“ nehmen bei dem Meller

Unternehmen ebenfalls einen großen Stellenwert ein.

Das Programm „Pianovo“ ist in 29 Farbstellungen erhältlich

sowie in 10-Milimeter-Stärke. Bisher waren

19 und 22 Millimeter gängig. Hinzu kommt das Dekor

„Asteiche Bohlenoptik“. Ebenfalls neu ist der Griff

„X-Line“ mit den eleganten Ausklinkungen. Derzeit

baut das Meller Unternehmen seine Produktion aus:

Auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern entsteht ein

modernes Hochregallager. www.kh-system-moebel.de

*

Andreas Assner ist ein Mensch mit feinem Humor.

Auf die Frage, welche Messethemen bei Nieburg Küchen

die wichtigsten seien, antwortete er gewohnt trocken:

„Korpushöhenerweiterung, Farbdurchgängigkeit in

den Programmen – und unser Rösti mit Lachs ist sehr

gut.“ Damit hat der geschäftsführende Gesellschafter,

der im April bei dem Löhner Unternehmen eingestiegen

ist, sein Licht eindeutig unter den Scheffel gestellt.

Assners Handschrift war bei der Hausmesse bereits

deutlich zu erkennen. Zahlreiche Projekte hat er angestoßen.

Dabei setzt er auf die gesunde Mischung zwischen

Küchen im mittleren und höheren Preissegment.

Neben den Korpushöhen von 75,1 und 81,1 Zentimetern

ist jetzt die Höhe von 87,6 Zentimetern hinzugekommen.

Das Programm „12 x 12“ überzeugt sowohl

durch seine Flexibilität als auch durch seine Einfachheit.

Zwölf unterschiedliche Fronten – von Rahmenfronten

bis zu grifflosen Lackausführungen – können

mit zwölf unterschiedlichen Farben kombiniert werden.

Dazu gibt es den Innenkorpus neben dem Standardweiß

preisgleich in Lichtgrau und Steingrau. Die

„Küche aus einem Guss“ kann mit der Schichtstoffoberfläche

„XTreme“ umgesetzt werden. Sie ist robust,

unempfindlich, supermatt und eignet sich sowohl für

Fronten als auch für Arbeitsplatten. „XTreme lässt sich

wunderbar mit Elementen aus Bronze, Mattglas, Silber

oder Keramik verbinden. Die Akzente lassen die Küche

sehr edel wirken“, sagt Assner.

Das Löhner Unternehmen will in den kommenden

Monaten seine Auslandsaktivitäten ausbauen.

Die Exportquote liegt aktuell bei mehr als 20 Prozent.

Diese Marke soll aber deutlich gesteigert werden.

www.nieburg.de

*

Pronorm ging gespannt und doch unaufgeregt in

die Messewoche. Gespannt deshalb, weil der Vlothoer

Hersteller auf die Reaktion seiner Händler auf die Neuheiten

neugierig war. Unaufgeregt, weil das Unternehmen

positiv in die Zukunft blickt. „Wir haben hervorragende

Perspektiven“, ist sich Geschäftsführer Heinz

Hachmeister sicher. Pronorm hat auch in diesem Jahr

50 KÜCHENPLANER 10/11/2016


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eine nachträgliche Justierung

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Den Pullboy-Soft–Comfort gibt es in 2 Varianten für jeweils

3 verschiedene Schrankbreiten (45, 50, und 60er).

Entweder

- mit einfach aufgelegtem Deckel oder

- mit Deckel-Ablage-System als Auszugvariante inkl. Antirutschmatte.

Bei dem Deckel-Ablage-System wird der bereits vorhandene

Deckel für die Auszugsvariante genutzt. So ersparen sie dem

Monteur Montagezeit und wie bei ähnlichen Systemen, unnütze

doppelte Deckel-/Ablagemontagen. Durch die Antirutschmatte

ist der Deckel als Universal-Ablage bestens geeignet.

- Durch seine geringe Rahmentiefe von nur 330 mm

(Schienen 435 mm) bietet er im Spülenunterschrank

noch genug Platz für Siphon oder andere Untertischgeräte.

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Messe/Küchenmöbel

„Flash“ in Weiß hochglanz ist laut Marktforschung die am

meisten verkaufte Front in Deutschland. Sie stammt aus

dem nobilia-Programm. Aktuell holt die Lacklaminat-Front

„Touch“ aber deutlich auf. Ein weiterer Megaseller in Verl ist

die Betonfront „Riva“, die schon nach einem Jahr einen Umsatzanteil

von 2,9 % auf sich vereint.

Das Küchenkonzept „floo“ von Karim Rashid ist

jetzt auch in Deutschland erhältlich. Ab Ende

Oktober startet rational mit dem Vertrieb.

2017 feiert Alno 90. Geburtstag – und dies wird das Hauptmotiv

dafür: „Alnostar Dur“ (mit metallisch anmutenden

Oberflächen) kombiniert mit weißen Lacklaminatfronten

„ Alnoperal“.

Störmer entwickelte ein Metallprofil, das sich leicht an Einlegeböden

montieren lässt und diese stärkt. Deutlich zu erkennen:

Der Einlegeboden auf der linken Seite beugt sich der Last.

Ist jetzt als Serienprodukt lieferfähig: „Alnoattract“.

Für die junge Zielgruppe hat rational das neue Küchenkonzept

„mahlzeit“ kreiert. Mit der VR-Brille konnten auf der Hausmesse

verschiedene Planungsszenarien begutachtet werden. rational-

Mitarbeiter Moritz Büscher (Foto) zeigt, wie es geht.

52 KÜCHENPLANER 10/11/2016


seine Produktlinien- und Plattformstrategie perfektioniert.

„Die ‚Y‘- und ‚X-Line‘ sowie die ‚proline‘ und ‚classicline‘

haben sich auf dem Markt etabliert“, erklärt

Hachmeister. Das Unternehmen ruht sich aber nicht

auf seinem aktuellen Erfolg aus, sondern gibt ein ambitioniertes

Ziel aus: Trends setzen!

Als „Werkstoff der Zukunft“ bezeichnet Hachmeister

das „Organic“-Glas. Es vereine alle Attribute

von Glas, sei aber leichter zu montieren und preislich

sehr attraktiv. „Organic“-Glas kommt „echtem“ Glas

optisch und haptisch sehr nah. Die hochwertige Kunststoffoberfläche

ist aber bruchfest, unempfindlich und

beliebig zu bearbeiten ist. Pronorm bietet es in vier

Farbstellungen in matt und glänzend an. Ein weiteres

Thema waren Grautöne kombiniert mit Holz. Ein treffendes

Beispiel dafür, war die „classicline“-Küche mit

dem neuen Zementdekor sowie der „Catania Eiche“. Immer

wieder zu finden in der Pronorm-Ausstellung: Die

Verbindung von geschlossenen Fronten und offenen

Modulen. „Das schafft Raum für individuelle Gestaltungsideen“,

so Hachmeister. www.pronorm.de

*

Programmdurchgängigkeit, Flexibilität, Vielfalt

und Kompetenzverstärkung: Das waren die Schlagworte,

mit denen Brigitte Küchen auf der Hausmesse

auftrumpfte. Die Exklusiv-Einbauküchenlinie

„ XeniaLine“ wurde um 29 Dekore sowie um eine neue

Korpusfarbe erweitert. Die „X-Quadro“ zum Beispiel ist

in „Beton perlgrau“ gehalten. Die „X-Aura“ kommt im

„Cantaro Oak“ daher und die „Exclusiv Catania, Verde

Sepia“ in Saphier und Schwarz. „Fronten, Arbeitsplatten

und Umfeld sind wie aus einem Guss“, sagt Kathrin

Bonhaus, Assistenz der Geschäftsführung.

Aktuell stockt Brigitte Küchen auf. Mehrere Millionen

Euro wurden in die Fertigungslinie für die

doppelseitige Kantenbearbeitung investiert. Dazu

wurde Personal in Verwaltung/Organisation, IT-Management,

Vertrieb, Produktentwicklung, Marketing

und Design eingestellt. Die Belegschaft des Unternehmens

ist inzwischen auf 250 Mitarbeiter angewachsen.

www.brigitte-kuechen.de

*

Bereits zum vierten Mal zeigte der österreichische

Hersteller ewe mit der Schwestermarke Intuo seine

Küchendesigns im MAZ in Löhne. Neben dem Fachpublikum

aus dem deutschsprachigen Raum und den

Benelux-Staaten reisten auch viele Besucher aus weiten

Teilen Osteuropas an. „Die Frequenz war in diesem

Jahr deutlich höher. Wir haben ein zweistelliges Besucherplus

verzeichnet. Die Messe bot erneut den idealen

Rahmen, um unsere Handelsbeziehungen zu pflegen

und weiter auszubauen“, sagte ewe Marketingleiter

Günter Schwarzlmüller, „das liegt auch an der sehr guten

Mischung der Aussteller im MAZ.“

Auf der 200 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche

wurden jeweils zwei Küchen von ewe und Intuo gezeigt.

„Die Produkte und Neuheiten, die wir hier zeigen,

haben wir bereits im Frühjahr in Österreich vorgestellt.

Sie sind bereits im Markt“, so Schwarzlmüller.

Eines der Messehighlights war die Küche „Pasio“

des Premium-Labels Intuo mit den Frontausführungen

„pacific blue“ mit „dark oak oiled“. Die Facettenfront

Aus dem

„atmos“-Programm

von

rational: Goldfarbene

Melaminfronten

treffen auf supermatte

indigoblaue

Lackflächen

– und

für den besonderen

Hingucker

sorgt der

Marmorblock

„Black Fusion“.

10/11/2016 KÜCHENPLANER 53


Messe/Küchenmöbel

Links mit Griffen, rechts grifflos. Wellmann kann beides. Eine trendige

Beton-NB auch.

Da hat sich der Designer

wohl in

einem U-Bahnhof

inspirieren lassen:

Nischendekor

„Metro Fliese“.

Passt perfekt zum

„Industrial Style“.

(Alno)

ewe mag es flexibel:

die Regallösung

„Komfort SHELF!“.

tielsa hat sich von der beweglichen Küche zur smarten Küche entwickelt.

Die Vernetzung ist tragendes Konzept, höhenverstellbare Module

sind aber weiter Bestandteil. Hier als limitierte Edition mit Keramikund

„Antikeiche“-Fronten aus dem Alno-Programm in Szene gesetzt.

der Naturstein-Arbeitsplatte wirkt durch die Abschrägung

edel. Ausgestattet ist das Vorzeigemodell mit der

„ Legrabox“ in Edelstahl und „Slide&Hide“-Einschubtüren.

Hinter Designschränken mit bronzefarbenem Dekorglas

verbirgt „Pasio“ zudem elegant seine funktionalen

Talente.

ewe startete eine Colorlack-Offensive. Dabei besticht

das Modell „Nuova panna in Colorlack“ mit der neuen

Frontfarbe „Beton“ sowie der Funktion „Magic Move“

und der flexiblen Regallösung „Komfort SHELF!“.

Kommendes Jahr feiert der österreichische Hersteller

50-jährigen Geburtstag. Dazu wird es ein

Jubiläumsmodell geben. Und das soll zügig im

Handel platziert werden. Modern, stylish und international

soll die Geburtstagsküche anmuten. So viel

hat Schwarzlmüller verraten. Der Umsatz des Unternehmens

beträgt in Deutschland „um die 8 Millionen

Euro“. Der Export beläuft sich insgesamt auf 15

Prozent. „Das soll mittelfristig aber deutlich gesteigert

werden“, erklärt der Marketingleiter. Neben der

Schweiz ist Deutschland der wichtigste Auslandsmarkt

für den österreichischen Küchenhersteller.

www.ewe.at / www.intuokitchen.com

*

Bax überzeugte auf der „area 30“ mit seinem traditionell

starken Holzprogramm. Als Neuheit hatte das

Detmolder Unternehmen das neue Furnier „Splinteiche

geölt“ mitgebracht. Praktisch wie auch edel wirkend:

Die großzügigen Pockettüren – die leicht zu

Händeln sind – lassen die Geräte verschwinden. Um

ihre Händler zu entlasten, werden bei Bax jetzt auch

Beschläge bei schwierigen Bauteilen vormontiert.

www.bax-kuechen.de

*

Beckermann Küchen feiert dieses Jahr mit seinen

210 Mitarbeitern seinen 120. Geburtstag. Dass Tradition

und Modernisierung sich nicht ausschließen, beweist

der Küchenmöbelhersteller aus Cappeln mit seiner Perfektionierung

der industriellen Maßanfertigung in den

vergangenen Jahren. Dadurch kann Beckermann nahezu

jeden Kundenwunsch umsetzen. „Wir machen Küchen

für Individualisten“, heißt es vonseiten des Unternehmens.

Der Hersteller zeigte auf der „area 30“

neue Programme in Metalloptik (Modell „Metallic“)

in den drei verschiedenen Ausführungen: Chrom, Titan

und Kupfer. Supermatt und dazu unempfindlich

ist das neue Front- und Arbeitsmaterial „XTreme“.

Durch die Messepräsenz will Beckermann „das Ohr

am Markt haben und den Händlern Bilder vermitteln“.

Das Unternehmen aus dem Oldenburger Münsterland

hat eine Exportquote von mehr als 60 Prozent.

Kernmarkt ist neben Frankreich auch die USA.

www.beckermann.de

*

54 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Ausgabe 1/2 / 2016

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ZoW besinnt sich

auf die Wurzeln ▶ 28

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Messe/Küchenmöbel

Furnier „Splinteiche geölt“

von Bax.

Küche aus dem Hause KH Systemmöbel: Die Front „Pianovo“ mit dem Griff „X-Line“ mit seinen Ausklinkungen

und einer Arbeitsplatte aus Keramik.

Gesehen bei

Becker mann: Auszüge

können individuell

durch

Bilder, Fotos oder

Wörter beschriftet

werden. So weiß

jeder auf den ersten

Blick, wo sich

was befindet.

Nieburg präsentierte die grifflose Küche „Verre“ mit der Fronten- und Arbeitsplattenoberfläche

„XTreme“ in Vulkanschwarz und mit Bronzeglas.

Foto: Astrid Plaßhenrich

Geschäftsführer Josef Freund von der

Freund Moosmanufaktur mit Sitz in Berlin

präsentierte in der Designwerkstatt Forum

26 seine Moos-, Rinden- und Altholzbilder.

„X-Velluto“ aus

dem Programm

„XENIALINE“

von Brigitte Küchen.

Die Griffmuldenvariante

ist edelstahlfarbig.

Fronten, Arbeitsplatten

und

Sockelfarbe sind

im trendigen

„Beton perlgrau“

gehalten.

56 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Mit frischem Design, komfortabler und stauraumeffizienter Ausstattung sowie

einem breiten Spektrum an E-Geräten hat Impuls Küchen seine Besucher

im MAZ empfangen. Parallel fiel der Startschuss für die neu kreierte Eigenmarke

„You by Impuls“. Darüber sagt das sauerländische Unternehmen: „Eine sorgfältige

Auswahl aus dem Impuls-Gesamtprogramm bietet dem preis- und qualitätsbewussten

Einsteiger zukünftig eine Vielzahl inspirierender Möglichkeiten,

die erste eigene oder die Zweit-Küche komplett und individuell zu gestalten.“

Die Ziele: einfaches Planen, viel Platz auf kleinem Raum schaffen, Individualität

bei der Gestaltung ausleben und nicht lange warten müssen auf die neuen Küchenmöbel.

Innerhalb von zehn Arbeitstagen liefert das Unternehmen.

Während sich der Küchenmöbelhersteller aus Brilon in der Vergangenheit

zurückhaltend bei der Gestaltung der sichtbaren Möbelteile verhielt, so kommt

nun mehr Farbe ins Spiel. Die Neuheiten decken ein Spektrum von „Kieselgrau“,

„Champagner metallic“ und „Beton natur“ über „Terra Opal“, „Koralle“

und „Rot Hochglanz“ bis hin zu „Grafit matt“ und „Schwarz Hochglanz“ ab. Im

Kanon der vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten spielt die „Havanna Eiche“

mit. Bei den Arbeitsplatten ergänzen „Corro Oxid“ als metallische und „Palio

Grau“ als steinerne Optik das Repertoire. Bei den Oberflächen bleiben Melamin

und Lacklaminat im Programm; mit der UV-Lack-Technologie löst Impuls Küchen

andere Folien ab. Eine individuelle Gestaltung gelingt mit dem „Color Konzept“

(CK). Der Kunde wählt aus fünf Lackfarben und vier verschiedenen Trägern.

www.impuls-kuechen.de

*

Beschläge von Blum, alle Stahlteile doppelwandig verarbeitet und schallgeschützt

sowie für genormte Standard-Elektrogeräte entwickelt – so überzeugend

in Qualität und Funktionalität ist das Stengel Steel Concept SSC. Die

Module sind in den Größen 120 bis 180 Zentimeter im Programm und daher

leicht zu transportieren. Geliefert wird anschlussfertig. So heißt es nur noch:

hinstellen, Stecker einstöpseln und Wasser anschließen – fertig. Die Neuentwicklung

der SSC Küche basiert auf der Stengel-Küche „D19“. Die Grundidee,

eine funktionale Küche aus Stahl zu kreieren, ist geblieben, die Fokussierung

auf unterschiedliche Module für mehr Flexibilität und Mobilität sowie

die Verbesserungen beim Schallschutz und der Verarbeitung zeigt die Weiterentwicklung.

Auch bei der Arbeitsplattenwahl stehen viele Optionen offen:

von Edelstahl über Resopal-Schichtstoff bis hin zu massivem Eichenholz.

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Germany, exklusive Fronten und

Arbeitsplatten, intelligente Ausstattungssysteme,

High-End-Geräte.

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Die Designwerkstatt im Forum 26 wurde um zusätzliche Partner und eine

Treppe erweitert. Unter dem Motto „The spirit of the growing network“ lud Geschäftsführer

Michael Otto nach Rödinghausen-Bruchmühlen ein. Auf mehr als

1800 Quadratmetern wurden nicht einzelne Produkte, sondern ganzheitliche

Wohnkonzepte vorgestellt. Der Kunde soll die Küche nicht mehr alleine betrachten,

sondern eine Vorstellung davon bekommen, wie sie sich neben Wohnund

Badezimmer in ein Haus integrieren lässt. Deshalb haben in der Dauerausstellung

auch Bodenbeläge oder Lichtkonzepte Platz gefunden. 40 Partner

verschiedener Möbelbereiche – wie Dornbracht, Schock, Ritter, WMF, Gorenje

oder refsta – zeigen ihre Sortimente im Forum 26. Teils mit Infoständen, teils

mit umfangreicheren Produkt- bzw. Konzeptpräsentationen. Küchenpartner der

Designwerkstatt ist Störmer. Eine Badausstellung wurde im Erdgeschoss eingerichtet.

Dekoratives Highlight: Moosbilder von der Freund Moosmanufaktur

aus Island, die konserviert wurden und somit mehrere Jahrzehnte halten. Das

Forum 26 wird auch für Schulungen oder Seminare genutzt. Durch die zweite

Treppe ist nun ein Rundgang möglich, der stark an das Ausstellungskonzept

eines schwedischen Möbelriesen erinnert. www.forum26-designwerkstatt.de

Der GfM-TREND-Einkaufsverbund ist eine stetig

wachsende, erfolgreiche Einkaufskooperation von zur

Zeit mehr als 700 Möbelhäusern und Küchenstudios.

Mit GfM-TREND profitieren Sie von einem vielfältigen,

erstklassig verhandelten Sortiment und Top-Rückvergütungen,

die vier mal im Jahr ausgeschüttet werden.

Ein optimal ausgebautes Netzwerk und ein

weitreichendes, kompetentes Service-Angebot

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10/11/2016

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Messe

Blum hat zwei Funktionen kombiniert: „Tip-On“ für komfortables

Öffnen und „Blumotion“ für sanftes und leises Schließen.

Mechanisch öffnen,

gedämpft schließen

Für komfortables Öffnen griffloser Fronten hat Blum neben

der elektrischen Öffnungsunterstützung auch eine mechanische

Variante: „Tip-On“. Diese Lösung gibt es nun in Kombination mit

„Blumotion“, für sanftes und leises Schließen. „Tip-On Blumotion“

steht für einen „schwebeleichten“ Lauf und hohen Bedienkomfort:

bei „Legrabox“- und „Tandembox“-Behältnissen, aber auch

bei „Movento“, dem Führungssystem für Schubkästen und Auszüge

aus Holz.

Mit einem Mindestfrontspalt von, so Blum, „lediglich 2,5 Millimetern“

eignet sich „Tip-On Blumotion“ für den Einsatz in der

Küche, aber auch im gesamten übrigen Wohnbereich. Der großflächige

Auslösebereich bleibe trotz des geringen Frontspalts sichergestellt.

Bei breiten und hohen Fronten bietet Blum hierfür

eine optional einsetzbare Synchronisierung. Dank 4-dimensionaler

Einstellmöglichkeiten lässt sich das Fugenbild komfortabel

einstellen. „Und sollte zum Öffnen doch einmal an Auszug

oder Schubkasten gezogen werden oder das Schließen durch manuelles

Zudrücken erfolgen, so bleibt ‚Tip-On Blumotion’ dennoch

jederzeit voll funktionstüchtig“, verspricht der Hersteller.

www.blum.com

Foto: Blum

Auf Trends

schnell reagieren

Wechselnde Trends bringen neuen Schwung in den Möbelmarkt.

Und jeder aufkommende Trend bietet Tischlern, Vorarbeitern

und Händlern neue Entfaltungs- und Erfolgspotenziale.

Mit der „ProDecor“ Griffkollektion will Hettich dies

zusätzlich fördern. Zu den derzeit vorherrschenden Trends

zählen „Kupfer“ und „Retro“.

Mit dem Material Kupfer kehrt ein charaktervoller Klassiker

in die Einrichtung zurück: Warm und leuchtend, korrespondiert

es harmonisch mit Holz und Leder. In kühlem

Ambiente setzt Kupfer wärmende Akzente. Und es bietet viel

Potenzial für individuelles Möbeldesign: Denn je nach Verarbeitung

und Umfeld erstrahlt das Metall mal in sanftem

Rosé, mal in leuchtenden Orange- und Rottönen.

Die Lebensfreude der 50er- und 60er-Jahre bringt der

Trend „Retro“ in die Räume von heute. Reizvolle Gegensätze

in Form und Farbe sorgen für sympathische Leichtigkeit:

Schwungvolle Silhouetten treffen auf schnurgerade Linien,

sanfte Pastelltöne nehmen es mit kräftigen Farbtupfern auf.

Der „ ProDecor“

Katalog kann kos tenfrei

angefordert werden

unter

info@hettichfurntech.com

www.hettich.de

Foto: Hettich

Auch in kühlem Ambiente

setzen Griffe

aus Kupfer wärmende

Akzente. „Megina“

zeigt den Einfluss

eines Griffs auf das

Erscheinungsbild des

Möbelstücks.

Salice-Beschlag „Air“ in der Oberfläche „Titanium“.

Foto: Salice

Minimalistisches Design

Für das Scharnier „Air“ hat Salice den „IWF Challengers Award“ der

International Woodworking Fair (IWF) 2016 in Atlanta/USA erhalten. In

der Begründung heißt es: „Die Auszeichnung würdigt die technologische

Entwicklung und überzeugende Funktionalität und ihre Umsetzung in

einem minimalistischen Design.“

„Air“ integriert ausgefeilte Funktionalität in einem besonderen Produktdesign

bei einer kompakten Größe von nur 10 mm. Wie bei klassischen

Scharnieren ermöglicht Salice die bekannte, dreidimensionale

Verstellung für die Ausrichtung der Möbelfront und stattet „Air“

mit einem integrierten Dämpfungssystem aus. Für grifflose Möbeltüren

steht eine Variante mit „Push System“ zur Verfügung. In den optisch

anspruchsvollen Oberflächen „Nickel“ und „Titanium“ eignet sich

„Air“ auch für hochwertige Möbel in Küche, Bad, Wohn- und Schlafraum.

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58 KÜCHENPLANER 10/11/2016


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Messe

Sachsenküchen hat sein gesamtes Stauraumkonzept überarbeitet und dabei eng mit den Lieferanten

Grass und Kesseböhmer zusammengearbeitet. Die Lösung wirkt wie aus einem Guss.

Gemeinsame Sache

Je ambitionierter das Marktsegment, desto hochwertiger die Innenausstattung.

Dabei setzen immer mehr Küchenmöbelhersteller auf Exklusivität. Und auf die

Entwicklungspartnerschaften mit ihren Lieferanten. Darauf hat sich auch der

Beschlägespezialist Grass eingestellt.

Mit Reling, als

Box mit Holzelement

oder

mit Glas: die

neue Auszugsvielfalt

von

Sachsenküchen

basiert auf

„Nova Pro Scala

Crystal Plus“

von Grass.

Manches, was an modernen Küchen

fasziniert, blüht bevorzugt im

Verborgenen. Bewegungssysteme

etwa. Und die schon etwas sichtbarere

Innenausstattung. Diese Produkte

realisieren ein hohes Maß

an Komfort in allen Anwendungsbereichen

– und nehmen sich dabei

vornehm zurück. Aktuell ist jedoch

zu beobachten, dass immer

mehr Küchenmöbelhersteller Auszüge

und Schrankausstattungen

nutzen, um im Zeitalter der allgegenwärtigen

Individualisierung Eigenständigkeit

zu demonstrieren.

Im Rahmen der Küchenmeile A30

rückte der österreichische Hersteller

Grass diese Aspekte ins Licht

der Schweinwerfer. Konkret bei den

Küchenmöbelherstellern Rotpunkt,

Ballerina, allmilmö, Leicht, zeyko,

Häcker, Sachsenküchen und eggersmann

– allesamt Grass-Kunden.

Fotos: Sachsenküchen

Wobei der Begriff „Lieferant“ die

Leistungen von Unternehmen wie

Grass zunehmend unscharf beschreibt.

Ideengeber und Entwicklungspartner

wären zusätzlich

konkreter.

Stauraum neu gedacht

Intensiv genutzt haben dies in

den vergangenen Monaten zum

Beispiel die Produktentwickler von

Sachsenküchen. Der ursprüngliche

Plan der Küchenbauer in

Obercarsdorf (bei Dresden) sah vor,

die Schubkästen zu erneuern. Der

Wechsel der Auszugsstechnik ist

schon für sich betrachtet ein umfangreiches

Vorhaben. Doch „wenn

schon, denn schon“, sagte man sich

mutig, und beschloss, „den kompletten

Stauraum neu zu durchdenken“,

wie es Sachsenküchen-Geschäftsführer

Elko Beeg beschreibt.

Und das mit dem Ziel, ein Universaldesign

zu realisieren, das sich

durch alle Schränke zieht. „Dabei

hat uns Grass geholfen“, berichtet

Elko Beeg. Ebenso Kesseböhmer.

Das Ergebnis präsentierte der

Küchenmöbelhersteller im MAZ

Löhne unter der Überschrift „Innere

Werte“ (siehe auch Bericht auf S.

22 in dieser Ausgabe). Die gesamte

Schrankinnenausstattung glänzt

nun einheitlich matt-metallisch –

und das Ton in Ton mit dem dunkelgrauen

Anthrazit des Innenkorpus.

Die Auszüge von Grass wurden

derart gestaltet, aber auch Beschläge

von Kesseböhmer wie „Le Mans“,

„Dispensa“, „Tandem“ oder „iMove“.

Stauraumboxen, Antirutschmatten

und Auszüge zur Lebensmittelaufbewahrung

(Hailo) bzw. Auszüge

für Einbau-Allesschneider (ritter)

runden das durchdachte Konzept ab.

Bei den Schubkästen setzt

Sachsen küchen nun auf „Nova

Pro Scala Crystal Plus“, der neuesten

Auszugsgeneration von Grass.

„Scala“ basiert auf einer doppelwandigen

Technik mit einer dennoch

sehr gradlinigen Optik. Die Zargen

können mit Reling, Box oder Glaselementen

gestaltet werden. Oder –

besonders individuell – mit unterschiedlichsten

Designelementen

aus Holz.

„Innenleben ist Komfort, und

Komfort dankt der Kunde durch Weiterempfehlung“,

lautet das grundsätzliche

Credo von Elko Beeg zum

Thema Küchentechnik und Stauraumplanung.

In der Zusammenarbeit

von Herstellern und Lieferanten

sieht er ein großes Potenzial.

Von der Stange oder individuell

Dirk Braemer, Geschäftsführer

der Grass Vertriebs GmbH, spielt

diesen Ball geschmeidig zurück.

„Wir verstehen uns als Entwicklungspartner

für unsere Kunden“,

erklärt er. „Mit unserem Sortiment

60 KÜCHENPLANER 10/11/2016


ieten wir den Unternehmen das

Maß an Flexibilität, das heute benötigt

wird, um wirtschaftlich erfolgreich

zu sein. Der Prozess ist dabei

ein gemeinsamer. Für Kunden,

die das wünschen, haben wir fertige

Produkte, auf die sie zugreifen

können. Und für Kunden, die besondere

Anforderungen an unsere

Produkte stellen, entwickeln wir in

enger Abstimmung mit ihnen spezielle

Lösungen.“

Noch schwebeleichter

Eine solche individuelle Produktvariante

nutzt ab sofort Ballerina

Küchen. Grass liefert für den

Küchenmöbelhersteller aus Rödinghausen

einen eigenen Auszug:

den „Agantis Select“. Die breite,

eckige Zarge strahlt Stabilität

aus und erhält beim Auszug durch

die Glasseite zusätzliche Wertigkeit.

Die Zarge mit verbesserten

Laufeigenschaften der Führung

und einem eleganten, puristischen

Design erlebte auf der Hausausstellung

zur Küchenmeile A30 ihre

Premiere. „Agantis Select“ basiert

auf „Nova Pro“, der millionenfach

bewährten Technik für doppelwandige

Auszugssysteme.

Bis zur letzten Minute

Bereits im letzten Jahr hatten

die Küchenmöbelhersteller Leicht

und Rotpunkt ihre Auszugssysteme

erneuert. Leicht Küchen bietet

seitdem das elegante Glas-Zargensystem

„L3“ an, eine kundenspezifische

Weiterentwicklung von

„Nova Pro Scala“. Diese Technik bevorzugt

auch Rotpunkt Küchen nun,

zusätzlich aber auch „Vionaro“, das

noch schmalere und feinere Schubkasten-System

von Grass, das auf

der Unterflur-Führung „ Dynapro“

aufgesetzt ist. Beide Präsentationen

wurden im vergangenen Jahr

in enger Abstimmung kurzfristig

zur Messe realisiert, wie Stefan

Waldenmaier (Vorstandsvorsitzender

Leicht Küchen AG) und

Andreas Wagner (geschäftsführender

Gesellschafter Rotpunkt Küchen)

damals berichteten.

Foto: Biermann

Auch bei eggersmann wurde in

diesem Jahr bis zur letzten Minute

gemeinsam an entscheidenden

Details gearbeitet, sodass eggersmann-Geschäftsführer

Michael

Wunram seinen Kunden edle Steinund

Echtholzauszüge mit einem

noch sanfteren Dämpfungsverhalten

vorstellen konnte. Dafür verwendet

der High-End-Ausstatter nun

ganz besondere Liquid-Dämpfer.

www.grass.at

Dirk Biermann

„Agantis

Select“ heißt

die speziell für

Ballerina modifizierte

Lösung

von „Nova Pro

Scala“.

Wonderfully Together

Die Produktlinie Mythos von Franke steht für zeitloses Design

gepaart mit kompromissloser Qualität in dezent-elegantem

Look. Die breite Produktauswahl lässt Raum für Ihre

gestalterische Individualität.

Mehr zur Serie Mythos auf Franke.de


Fotos: Astrid Plaßhenrich

Auf der SUCHE

nach dem NUTZEN

Auch diese IFA versetzte ihre Besucher ins Staunen. Einige der technischen Neuvorstellungen

wirkten ungewöhnlich und alltagsfern, manche gar absurd. Andere

dagegen erleichtern den Nutzern das Leben sehr konkret und bieten einen nach vollziehbaren

Mehrwert. KÜCHENPLANER-Autorin Astrid Plaßhenrich hat sich in Berlin

auf Nutzen-Spurensuche begeben – allerdings ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

62 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Das Leben wird immer digitaler. Aber geht tatsächlich

nichts mehr ohne Handy oder Tablet

in der Küche? Eine Spurensuche auf der IFA.

10/11/2016 KÜCHENPLANER 63


Messe/Hausgeräte

Die Welt dreht sich immer

schneller. Dieser wohlbekannte

Eindruck verstärkt sich, wenn man

durch die IFA-Messehallen 1 bis 26

sowie dem City Cube unter dem

Berliner Funkturm schlendert. Die

oft komplexen Ideen werden immer

rasanter in die reale Welt umgesetzt.

Und jeder Aussteller verspricht:

„Das ist erst der Anfang.“

Aber schon der hat es in sich. IFA-

Besucher bleiben immer wieder abrupt

in den Gängen stehen und verharren

interessiert. Liebherr, LG

oder Samsung begeisterten mit

gigantischen Shows. Bosch überzeugte

mit einer gelungenen Messepräsentation.

Beko zeigte seine

Neuheiten in einer lockeren, sportlichen

Atmosphäre, in der Fußballtrikots

des FC Barcelona durch

„Waschmaschinen-Schießen“ gewonnen

werden konnten. Die IFA

packt, fasziniert und gibt wohl jedem

neue Denkanstöße. Sie lässt

die Besucher aber auch mit vielen

Fragen zurück, wenn es darum

geht, wie so manch eine neue Technologie

in die Haushalte Einzug

halten soll.

Auf der Suche nach den „Entwicklungen

für prompte Lösungen

im Alltag“ wird schnell klar: Alle

Neuheiten, die nichts mit dem Thema

„Smart Home“ zu tun haben,

sind ohne viele Erklärungen verständlich.

Der Nutzen ist bei diesen

Produkten im wahrsten Sinne des

Wortes greifbar.

Geschirrkorb kommt entgegen

Ein gutes Beispiel dafür ist der

neue Geschirrspüler von AEG.

Denn zahlreiche Geräte sind unter

der Arbeitsplatte auf Bodenhöhe

eingebaut, ständiges Bücken ist

unvermeidlich. AEG hat dagegen

Abhilfe geschaffen, indem der untere

Geschirrkorb des „ComfortLift“

aus der „Mastery Range“ bei Bedarf

sanft nach oben gleitet. Spezielle

Gasfedern machen es möglich.

Und die gemeinsame Entwicklung

mit Hettich.

Die Technik scheint so ausgereift,

dass der im Selbstversuch

festgestellte Kraftaufwand fast bei

null liegt. Auch wenn der Geschirrkorb

voll beladen ist, lässt er sich

problemlos mit zwei Fingern nach

oben befördern. Nicht nur älteren

oder bewegungseingeschränkten

Menschen erleichtert dies die Küchenarbeit.

Komfort zieht schließlich

immer. Menschentrauben bildeten

sich von morgens bis abends

vor dem Gerät und nahezu jeder

wollte selbst ausprobieren, wie

leicht sich der Geschirrkorb aufwärts

schweben lässt.

Dreimal schneller eingefroren

Haier hat sich groß auf die Fahne

geschrieben, seinen Kunden

frischere und länger haltbare Lebensmittel

zu bieten. Um das zu gewährleisten,

entwickelte das chinesische

Unternehmen die „Fresher

Techs“. Das sind verschiedene Technologien,

die in die neuesten 3-D-

Gefrierkombinationen der 60er-Geräteserie

integriert sind.

Dazu gehört beispielsweise auch

das „Fresher PAD“. Es sieht ähnlich

aus wie ein ausgeschaltetes Tablet.

Das „Fresher PAD“ ist allerdings

eine herausnehmbare Aluminiumplatte

im Kühlschrank, die den

Gefrierprozess um das Dreifache

beschleunigen soll. „Aussehen,

Nährwerte und Geschmack werden

dadurch besser erhalten“, sagt Heike

Heinrich, Produktmanagerin

bei Haier Deutschland für das Produktsegment

Weiße Ware.

Platz für den großen Durst

Es sind oft die kleinen Dinge, die

das Alltagsleben erleichtern. Das

weiß auch Liebherr. Daher ist das

neue Einbaugerät „IKF 3510 comfort“

ideal für die Lagerung größerer

Vorräte an Getränken geeignet.

Zwei auf Teleskopschienen gelagerte

Flaschenkörbe für Glasflaschen

und Tetra Paks lassen sich komfor-

„Der Geschirrtrockner

unter

den Geschirrspülern“

verspricht

Bosch: Die

„PerfectDry“-

Geräte mit Zeolith-Trocknen

sollen selbst

Wasser auf

Kunststoffteilen

den Garaus

machen.

64 KÜCHENPLANER 10/11/2016


NIKOLATESLA. DIE ARCHITEKTUR DER LUFT REVOLUTIONIERT FORM UND FUNKTION.

ELICA hat NIKOLATESLA entwickelt, das Induktionskochfeld mit eingebautem Absaugsystem und zentralem

Gebläse, das die Perfektion des Induktionskochvorgangs mit einer Abzugshaube von einzigartiger Leistung

kombiniert. Nie mehr Dünste und Gerüche für eine perfekte Luftqualität dank der neuen, regenerierbaren und

leicht zugänglichen Keramikfilter. Die intelligenten Systeme von ELICA geben einer echten Evolution in der

Dunstabsaugung Leben. Technologie und Design für neue Ergonomie in der Küche.

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Messe/Hausgeräte

tabel auf einem Ausziehwagen bewegen

und entnehmen. Alternativ

findet hier eine Limokiste oder ein

Bierkasten Platz.

Das neue modulare System für

die 4-x-8er-Nische sieht gut aus

und ist flexibel. Es können diverse

Kühlgeräte kombiniert werden: ein

Kühlschrank „IKP 1660 in A +++ “, ein

neues Vollraum-BioFresh-Gerät

„IB 1650“ sowie ein NoFrost-Gefrierschrank

„IGN 1664“ und der Weinschrank

„EWTdf 1653“. „Die Geräte

können je nach persönlichem Bedarf

individuell zusammengestellt

werden“, erklärt Claudia Meindl,

Marketing und Kommunikation bei

Liebherr.

Weinliebhaber kommen bei dem

Hausgeräte-Hersteller aus Ochsenhausen

ebenfalls auf ihre Kosten.

Für die flächenbündige Integration

in die Einbauküche bietet Liebherr

zusätzlich für alle Weinschränke

der 45er-Nische eine Sommelier-

Schublade. Diese beinhaltet sechs

Weingläser sowie ein Sommelier-

Set. Zugegeben, das ist zwar kein

Mainstream-Alltagsnutzen – aber

für echte Weinliebhaber allemal

praktisch.

100 Gläser in 15 Minuten

Praktisch denkt auch Vestel.

Während der IFA zeigte der türkische

Konzern einen Standherd,

dessen Bedienfeld mit Blindenschrift

versehen ist. „Für sehbehinderte

Menschen bringt das den entscheidenden

Vorteil, für Sehende

hat es überhaupt keinen Nachteil“,

sagt Henning Bodach, Key Account

Manager Weiße Ware.

Speziell für Teeküchen in großen

Büros oder für kleine Kaffees

oder Bäckereien zeigte Vestel einen

Geschirrspüler, der innerhalb

von 15 Minuten 100 Gläser spülen

kann. Dafür ist das Gerät mit drei

Geschirrkörben ausgestattet, kann

bei Bedarf aber auf zwei reduziert

werden. Ein IFA-Besucher, der in

der Gastronomiebranche arbeitet,

findet es „genial“. Auch Bodach ist

überzeugt: „Es ist die perfekte Alternative

zu Industriegeschirrspülern,

die sich viele kleine Cafés oder

Bistros einfach nicht leisten wollen.“

Eine Einschränkung hat das Gerät

allerdings: „Es trocknet nicht“, gibt

Bodach unumwunden zu, „das ist in

den 15 Minuten nicht zu leisten.“

Perfektes Trocknen

Was wohl jedem Haushalt entgegenkommt,

weil die Welt von Tupperware

und anderen Kunststoffschüsseln,

-tellern oder -gläsern

und -besteck überflutet wird, sind

von Bosch die neuen Geschirrspüler

mit „Perfect Dry“. Das Münchner

Unternehmen pries in Berlin

seine neuen Geräte als Geschirrtrockner

anstatt Geschirrspüler an

und verspricht: Die „PerfectDry“-

Geräte mit Zeolith-Trocknen sorgen

auch für schonende Reinigung.

„Dazu liefern sie auch bisher unerreichte

Trocknungsergebnisse

auf Kunststoffteilen“, erklärt der

Hersteller. Diese seien wegen der

schlechten Wärmespeicherkapazität

des Materials besonders schwierig

zu erzielen.

Keine Frage – Smart Home

erleichtert auch

Dass Smart Home keine schwere

Kost sein muss und dass das Thema

natürlich auch das Leben erleichtert

und Mehrwert bietet, wurde

an vielen Stellen ebenfalls deutlich.

Bei Siemens, bei Bosch, bei Miele,

bei AEG – eigentlich überall. Das

Unternehmen Liebherr nennt dies

„Digitalisierung im Dienst des Alltags“.

Ein großes Statement, das

allerdings auch hält, was es verspricht.

Kühl- und Gefriergeräte des Ochsenhauser

Unternehmens vernetzen

sich über die neue Generation

der „SmartDeviceBox“ mit Tablet

Das Herzstück

des Kühlgeräts

Family

Hub RB7500

ist ein riesiger

WiFi-fähiger

21,5-Zoll-Full-

HD-LCD-Touchscreen.

Foto: Samsung

Brailleschrift am Herd: „Für sehbehinderte Menschen bringt das den entscheidenden

Vorteil, für Sehende hat es überhaupt keinen Nachteil“, sagt

Henning Bodach von Vestel.

66 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Kinderleicht: Der untere Geschirrkorb des „ComfortLift“ aus der „Mastery Range“ von AEG

gleitet ohne hohen Kraftaufwand bei Bedarf sanft nach oben.

Meine Meinung

Es muss nicht alles digital

sein, um innovativ zu sein

Reinhard Zinkann ist sich ganz sicher:

„Eine Waschmaschine wird immer eine

Waschmaschine bleiben, ein Kochfeld,

ein Kochfeld und ein Backofen ein Backofen.“

Das sagte der geschäftsführende

Gesellschafter von Miele während der

diesjährigen IFA-Eröffnungspressekonferenz.

Zinkann hat zum Teil Recht. Denn

die Grundfunktionen bleiben sicherlich

auch bei den noch so innovativsten

Technologien bestehen. Aber beispielsweise

Samsung denkt den Kühlschrank

neu – denn der soll demnächst unser

Leben (mit)managen. Das ist schon eine

kühne und außergewöhnliche Leistung,

die ein Kühlschrank vollbringen soll.

Deshalb ist es umso erfrischender, wenn

AEG, Liebherr oder Vestel Ideen vorstellen,

die ohne Smartphone oder Tablet

funktionieren. Und diese Ideen sind

auch smart - wenn auch nicht digital.

Astrid Plaßhenrich

Die neue

Dimension der Frische

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Messe/Hausgeräte

oder Handy. „Maximaler Kundennutzen

soll im Vordergrund stehen“,

verspricht Liebherr. Und Geschäftsführer

Steffen Nagel betont: „Technologischer

Fortschritt ist kein

Selbstzweck. Nicht alles, was technologisch

möglich ist, muss im Alltag

nützlich sein.“

Alles kann, nichts muss

Offene Standards und modulare

Einheiten sind für Liebherr Grundvoraussetzungen,

um die Ziele zu

erreichen. Die Geräte können weiterhin

um die „SmartDeviceBox“ erweitert

werden. Alles kann, nichts

muss. Andere Hersteller lassen ihren

Kunden keine Wahl. Entweder

sind die Geräte vernetzt oder nicht.

Grundsätzlich sollen Kühlgeräte

von Liebherr künftig beim Einkauf

und bei der Essensplanung

helfen. Die eingelagerten Lebensmittel

können über Kameras mit

Objekterkennung und das Sprachmodul

MIA „Media Intelligence Assistant“

erfasst werden. Die Kameras

zeigen dabei nicht nur Bilder,

sondern sie erkennen die einzelnen

Lebensmittel im Inneren des Kühlschranks.

Diese Informationen fließen

automatisch in eine Inventarliste

ein. Über das Sprachmodul

kann er dann weitere Lebensmittel

hinzufügen und so seine Einkaufsliste

erstellen. Liebherr ist zur IFA

mit einem Komplettpaket um die

Ecke gekommen. „Darauf haben

wir sehr großen Wert gelegt“, erklärt

Claudia Meindl.

Kühlschrank neu gedacht

Auch Samsung ist der Meinung,

dass ein Kühlschrank mehr können

kann, als nur zu kühlen – und

beweist seine These mit dem Kühlgerät

„Family Hub RB7500“. Das

Herzstück ist ein riesiger WiFi-fähiger

21,5-Zoll-Full-HD-LCD-Touchscreen,

der als digitales White

Board für die ganze Familie dient.

Nachrichten und Fotos können beispielsweise

von unterwegs auf das

Display gesendet, es kann Musik

gehört oder TV-Sendungen geschaut

werden. „Als smarter Familienmanager

erleichtert der

Family Hub außerdem die allgemeine

Familienorganisation, indem

er verschiedene Terminkalender

synchronisiert“, ist sich das südkoreanische

Unternehmen sicher.

Intelligente Kochnavigation

Einen anderen Weg beschreitet

Cucinale. Im Vorjahr überzeugte

das Unternehmen aus Lindau mit

seinem intelligenten Kochfeld,

dem „GourmetSensor“ und der

App „Gourmet Pilot“. „Unser Ziel ist

es, die treibende Kraft der intelligenten

Digitalisierung des Kochens

zu werden“, setzt sich Geschäftsführer

Holger Henke ein ambitioniertes

Ziel. Die Bestätigung dafür

erhielt der Geschäftsführer in

den vergangenen zwölf Monaten

von Sterneköchen, die die Produkte

testeten. Einer war sogar der Meinung,

dass der Beruf des Kochs dadurch

überflüssig werde.

Das sieht Henke indes ganz

und gar nicht so: „Kochen ist eine

Kunst. Wir garantieren lediglich

jedem ungeübten Koch, ein perfektes

Steak oder Risotto zuzubereiten.“

Als Ergänzung gibt es nun

das tragbare, intelligente Kochfeld

– die Nachbarn auf dem Campingplatz

würden garantiert staunen.

Denn die Nutzer können inzwischen

auf mehr als 500 Rezepte zugreifen.

„Wir befinden uns derzeit

auch in Gesprächen mit anderen

Koch- und Rezeptportalen“, erklärt

Henke. Und auch der Geschäftsführer

von Cucinale verspricht: „Das

ist erst der Anfang. Wir haben noch

viele Ideen.“


Das „FresherPad“ von Haier sieht aus wie ein

Tablet, ist es aber nicht: Die herausnehmbare

Aluminiumplatte beschleunigt den Gefrierprozess

um das Dreifache.

Komfortabel

für den großen

Durst: In dem

Kühlschrank

„IKP 1660“

können zwei

Flaschenkörbe

oder auch eine

Getränkekiste

problemlos

untergebracht

werden.

Foto: Liebherr

68 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Glänzende

Ergebnisse

überzeugen auch Stiftung Warentest

Mit seinen zahlreichen Features ist der vollintegrierbare DIN28330 ein unentbehrlicher Helfer im

Küchenalltag. So werden hartnäckig verschmutzte Backbleche dank der Zusatzfunktion TrayWash TM

besonders gründlich gereinigt, während mit Hilfe des SoftTouch TM Weinglaskorbes selbst bei

empfindlichen Weingläsern beste Spülergebnisse erzielt werden. Dieser Geschirrspüler ist auch als

teilintegrierte Variante (DSN28330X) erhältlich.

beko-hausgeraete.de


Messe/Hausgeräte

Markus Miele,

Reinhard Zinkann

und Axel

Kniehl stellen

während der

IFA den Miele-

Kaffee „Black

Edition No. 1“

vor.

Neuheiten von der IFA

Smarte Techniktrends

Mehr Aussteller und mehr Innovationen: Erstmals

präsentierten auf der IFA 1823 Aussteller (+ 13 Prozent)

auf einer vermieteten Ausstellungsfläche von 158 000

Quadratmetern (+ 5 Prozent) ihre neuesten Produkte.

Mit einem erwarteten Ordervolumen von 4,5 Mrd.

Euro und mehr als 240 000 Besuchern endete die weltweit

bedeutendste Messe für Consumer und Home

Electronics Anfang September in Berlin. Wie schon in

den Vorjahren waren „Smart Home“ und „ Connectivity“

die beherrschenden Themen.

Kochfeld kommuniziert mit Dunstabzugshaube

Neben seiner Premium-Einbaugerätelinie „ Mastery

Range“ mit seinem „SenseCook“-Backofen präsentierte

AEG die Dunstabzugshaube „Puzzle Skylight“ mit

„Hob2Hood“-Funktion. Das Kochfeld (hob) kommuniziert

durch einen Infrarotsensor direkt mit der Dunstabzugshaube

(hood) und macht dadurch ein manuelles

Bedienen überflüssig. Die Abzugsleistung stellt sich automatisch

ein und schaltet sich nach dem Kochen selbstständig

ab. Hinzu kommt das AEG „ComboHob“ Induktionskochfeld,

bei dem der Dunstabzug direkt ins Kochfeld

eingelassen ist. Auch hier ist die „Hob2Hood“-Funktion

integriert. „Unsere Produkte haben ein gemeinsames

Ziel: Dem Konsumenten das Leben zu erleichtern. Eine

Ausrichtung, die sich auch im sehr guten Ordergeschäft

widerspiegelt”, erläuterte Gerd Holl, Vorsitzender der Geschäftsführung

Electrolux Deutschland. www.aeg.de

Markenkampagne und eigener Kaffee

Für Miele war der beutellose Staubsauger „Blizzard

CX1“ das Messe-Highlight. Dazu wurde die neue weltweite

Markenkampagne vorgestellt. Die zentrale Botschaft

„For everything you really love“ lieferte parallel

das Motto für die IFA. Eine Überraschung: die „Black

Edition No. 1“, der erste eigene Kaffee von Miele. Der

ist aus biologischem Anbau, handverlesen und fair gehandelt.

Die Gütersloher ergänzten ihr Angebot außerdem

durch das Induktionskochfeld mit integriertem Dunstabzug

„TwoInOne“. Es kommt im April 2017 in zwei Ausführungen

in den Handel; ein Modell mit aufliegendem

Edelstahlrahmen und eine Variante ohne Rahmen, die

erstmalig sowohl für eine aufliegende als auch für eine

flächenbündige Installation geeignet ist. In Deutschland

liegt die unverbindliche Preisempfehlung für beide

Modelle bei 2999 Euro. www.miele.de

Vom Alltagsgegenstand zum Designobjekt

Die neuen Designhauben von Siemens sehen

einem Flachbildfernseher täuschend ähnlich. Die

Lüftungsleis tung, das LED-Licht und die Farbe des

„emotionLight Pro“ lassen sich problemlos steuern,

dazu gibt es Zusatzfunktionen wie beispielsweise

das „powerBoost“. Erhältlich werden die Designhauben

ab Januar 2017 sein. Eine andere Variante: Mit

dem „ modulAir“ System und dem „inductionAir“ Sys-

70 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Anzeige

Markenbotschafterin Christina Merz präsentiert

den neuen Einbaubackofen „IN.“

„IN.“

backt noch

sparsamer

Mit 24 Prozent mehr Energieersparnis

sind die neuen Modelle der Amica-Designlinie

„IN.“ nun in Energie-Effizienzklasse A +

eingruppiert. Möglich macht diesen Sprung

das neu entwickelte Heizprogramm „Eco

Cook“. Es trägt der alltäglichen Gewohnheit

der Verbraucher Rechnung, überwiegend nur

auf einer Backebene zu garen. „Eco Cook“

stimmt die Temperatursteuerung permanent

und gezielt auf diese Garmethode ab. Die

Temperatur- und Zeiteinstellung ist dabei je

nach Garwunsch individuell einstellbar.

Ein Publikumsmagnet auf den jüngsten

Messen (IFA und area30) war die neue Retro-

Kollektion mit farbigen Kühlschränken und

Kühl-/Gefrierkombinationen. Viel Beachtung

fanden aber auch die weiteren Neuheiten:

etwa ein Geschirrspüler mit Turbotrocknung

sowie Einbauwaschmaschinen und Kühlund

Gefriergeräte in Side-by-side-Bauweise.

Seit 2013 hat sich das Umsatzwachstum

bei Amica International GmbH stark beschleunigt.

So sind die Erlöse in nur drei Jahren

von 83 Mio. Euro auf 127 Mio. Euro gestiegen.

Das ist ein Plus von 53 %. Wesentlicher

Erfolgsfaktor ist für Amica die „wegweisende

Entscheidung“, auf einen eigenen Außendienst

zu setzen. Auf Produktseite fördern

Innovationen sowie der gezielte Ausbau der

Kernsortimente den Umsatzschub.

www.amica-international.de

In Rot: Der Retro Kühlschrank

„KGC 15630 R“ bringt Stil und

Farbe in die Küche.

Fotos: Amica

tem wird der Dunstabzug auch bei Siemens ab sofort

vollständig in die Kochinsel direkt neben dem oder

im Kochfeld integriert. Die neuen „coolFlex“ Kühl-Gefrier-Kombinationen

bieten Komfort dank „Full No-

Frost“, „hyperFresh Premium 0 °C-Frischetechnik“

und jeder Menge Platz bei der besten Energieklasse

A +++ . Das gilt besonders für die Werteklasse iQ700, die

erstmals auf der IFA vorgestellt wurde. Mit dem „EQ.9

connect“ ist jetzt der erste frei stehende Kaffeevollautomat

von Siemens ins Netz gegangen. Durch die Home

Connect App können in der „coffeePlaylist“ die individuellen

Kaffeevorlieben im Voraus geplant werden.

www.siemens-home.de

Retro-Kühler im Bulli-Design

Der VW-lizenzierte Gorenje Retro-Kühlschrank in

champagnerfarbenem Vintage-Design mit typischer,

zweifarbiger Frontgestaltung in Baby Blue oder Burgundy

und dem VW-Logo war während der IFA ein

echter Hingucker. Ausgestattet ist das Kühlgerät auch

mit einem „IonAir“-System, das Negativ-Ionen generiert.

Diese Ionen sollen Schmutzpartikel binden und

unangenehme Gerüche neutralisieren. Darüber hinaus

hat das slowenische Unternehmen sein Dunstabzugshauben-Sortiment

erweitert. Die Kamin-Dunstabzugshauben

aus Edelstahl mit edlem Glaseinsatz

in Schwarz und Weiß sind jetzt auch in einer Breite

Hingucker:

Der VW-lizenzierte

Gorenje

Retro-Kühlschrank

im

Bulli-Design.

10/11/2016 KÜCHENPLANER 71


Messe/Hausgeräte

von 80 Zentimetern erhältlich und verfügen über geräuscharme

P.A.S.-Randabsaugung. Dazu präsentierte

Gorenje drei neue Induktionskochfelder mit „Circular

Slider Touch“. Durch leichte Berührung kann die Kochzone

stufenlos gesteuert werden. Der SmartFlex-Geschirrspüler

hat einen Wasserverbrauch von 6,9 Litern

und ist zehn Prozent sparsamer als der Grenzwert der

Ener gie effizienzklasse A +++ . www.gorenje.de

Smarter Gesprächspartner

Künftig soll mit „Mykie“ ein neuer, smarter Gesprächspartner

in der Küche bereitstehen. Dr. Karsten

Ottenberg, CEO der BSH-Gruppe, stellte das Konzept

eines persönlichen Assistenten in Berlin vor.

„ Mykie“ kommuniziert über Mimik, Bewegung und

Sprache mit seinen Nutzern und ist ein Konzept von

„Home Connect“, mit dem die BSH Hausgeräte GmbH

in die Welt der persönlichen Assistenten eintritt. Bedient

wird er über die Stimme des Nutzers mittels

Spracherkennung. „Mykie“ hört dem Nutzer zu, beantwortet

seine Fragen und unterstützt ihn bei vielen

Themen des Alltags – er weiß beispielsweise sofort,

was sich im Kühlschrank befindet, wie lange der

Kuchen noch im Backofen bleiben sollte und ob am

Nachmittag noch die Sonne scheint. Bequem kann

der Nutzer mit dem vernetzten Assistenten die gesamte

Bandbreite der Hausgerätefunktionen steuern.

„Mykie steht für ‚My kitchen elf‘ und ist ein persönlicher

Assistent, der als Spezialist für das Küchenumfeld

aktuelle Bedürfnisse im Alltag lebendig unterstützt“,

erklärt Dr. Kai Grassie, Head of Corporate

Innovation der BSH Hausgeräte. Er räumt aber auch

ein: „Noch liegt ein Stück Arbeit vor uns, bis ‚Mykie’

ein echter Gesprächspartner in der Küche wird.“

www.bsh-group.de

Vernetzte Dunstabzugshauen

Bosch hat in diesem Herbst sein Produktportfolio

mit „Home Connect“-Schnittstelle komplettiert – es

umfasst nun sämtliche Großgeräte in der Küche, vom

Geschirrspüler über die Dunstabzugshaube bis hin

zum Backofen. „Dies wurde von unserer Händlerschaft

äußerst positiv aufgenommen“, sagt Geschäftsführer

Harald Friedrich. Auch die Erweiterung unserer Services

via „Home Connect“ durch die Zusammenarbeit

mit Partnern wie HelloFresh oder Simply Yummy sei

sehr gut angekommen. Als weiteren Schritt hin zu

einem intelligent vernetzten Zuhause integriert Bosch

erste Hausgeräte demnächst in die übergreifende

Heimvernetzungs-Plattform „Bosch Smart Home“. Ein

weiteres Produkt-Highlight war das Kochfeld mit integriertem

Dunstabzug. www.bosch.com

152 neue Produkte

Unter dem Motto „Innovation for the better“ präsentierte

Grundig drei Innovationssäulen, auf denen der

Fokus des Unternehmens liegt: Technologie, Design

und Nachhaltigkeit. „Die 152 neuen Produkte und viele

neue Technologien greifen aktuelle globale Trends

auf“, erklärt Grundig. Die neue „CustomFresh+“-Technologie

bietet beispielsweise eine präzise Temperatursteuerung

von - 1 °C bis + 2 °C, wodurch Fleisch,

Fisch, Käse, Obst und Gemüse bis zu dreimal länger

gelagert werden können. Der neue „Fast & Healthy“-

Backofen verfügt durch die Kombination der Mikrowellenerwärmung

und regulärem Backofen über eine

Dehydrierungsfunktion, wodurch gesunde Snacks in

Form von Trockenobst und -gemüse schneller hergestellt

werden können. Im neuen „HerbGarden“-Kühlschrank

können Kräuter auf natürliche Weise angebaut

werden. www.grundig.com

In dem

„HerbGarden“-

Kühlschrank

von Grundig

lassen sich

Kräuter anbauen.

72 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Retro in sieben Farben

Im Retrostil der 50er-Jahre präsentierte Amica seine

neue Kühlschrank-Kollektion in der Energie-Effizienzklasse

A ++ . Die Farbpalette reicht von Beige über

Rot und Türkisblau, Gelb, Pink, Weinrot und Schwarz.

Nach der Markteinführung der ersten Generation der

Amica Haushaltsgeräte-Designlinie „IN.“ Ende 2015

auf dem deutschen Markt kam zur diesjährigen IFA

eine Weiterentwicklung. Bei Einbau-Backöfen hat sich

die Energie-Effizienzklasse von A auf A + verbessert.

www.amica-international.de

„Fresher Techs“ für ultimative Frische

Haier ist gemessen an der Stückzahl die weltweit

größte Hausgerätemarke – auch wenn ihr Anteil in

Deutschland noch gering ist. Während der IFA wurde

aber deutlich: Die Chinesen sind fest entschlossen,

den deutschen und europäischen Markt zu erobern.

Der Konzern war erstmals mit Backöfen und

Kochfeldern in Berlin vertreten. Dazu stellte Haier

die „Fresher Techs“ vor. Diese bestehen aus einer Palette

von Kühltechnologien. Sie sollen für ultimative

Frische, vollen Geschmack, maximalen Nährwert

und beste Konservierung sorgen, verspricht das Unternehmen.

Dazu gehören beispielsweise Düsen, die

Temperaturveränderungen identifizieren und darauf

mit kühler Luft in bestimmten Bereichen des Kühlgeräts

reagieren. Oder die Switch Zone, die mit Tempera-

Auch bei Siemens wird durch das InductionAir-System der Dunstabzug vollständig

in die Kochinsel direkt neben dem Kochfeld integriert.

E.G.O. – steht nie drauf.

Steckt immer drin.

Produkte von E.G.O. stehen nicht im Rampenlicht

– sie spielen die entscheidende Rolle im Hintergrund.

Heiz- und Steuerelemente von E.G.O.

machen aus Hausgeräten erst das, wozu wir sie

brauchen: zu nützlichen Helfern, die das Leben

leichter machen. Weltweit führend in Hightech für

Hausgeräte: Kochen. Backen. Waschen. Spülen.

Trocknen. Regeln. Steuern.

www.egoproducts.com


Messe/Hausgeräte

turen von - 20 °C als Gefrierfach oder als Kühlschrank

mit Temperaturen von bis zu + 5 °C dienen kann.

www.haier.com

Zeeh zieht positives Fazit

„Die IFA war ein voller Erfolg für Samsung Hausgeräte:

Wir konnten ein zweistelliges Wachstum erzielen“,

sagt Alexander Zeeh, Head of Home Appliances

Samsung Electronics. Insbesondere das Feedback vom

Handel auf Innovationen wie der „AddWash“ Produktfamilie

und dem „Family Hub“ Kühlschrank mit NoFrost-

Technologie seien erfreulich gewesen. „Die hohe Aufmerksamkeit

und das Ordervolumen unserer Produkte

auf der IFA zeigen, dass wir in den vergangenen zwölf

Monaten einen entscheidenden Sprung nach vorne gemacht

haben“, erklärt Zeeh. www.samsung.com

Zweistellige Wachstumsrate im Küchenhandel

Beko ist nach eigener Aussage die am schnellsten

wachsende Hausgerätemarke in Europa. Und auch in

anderen Regionen der Welt will das türkische Unternehmen

punkten. „Aus diesem Grund soll die Marktpräsenz

in Nordamerika und Asien-Pazifik deutlich

ausgebaut werden“, sagte Hakan Bulgurlu, CEO der Arçelik-Gruppe,

in Berlin: „Unser Ziel ist es, zu den Top-

3-Marken im Hausgerätesegment in allen Märkten zu

gehören, in denen wir aktuell präsent sind.“ Auch in

Deutschland, dem größten Premium-Hausgerätemarkt

Europas, ist Beko weiter ambitioniert. Sühel Semerci,

Geschäftsführer der Beko Deutschland GmbH, erklärt:

„In Deutschland sind wir im Umfeld der großen Traditionsmarken

stetig weiter gewachsen. Insbesondere im

Küchenfachhandel konnten wir zweistellige Wachstumsraten

erzielen.“

Während der IFA präsentierte Beko seine jüngsten

Produkte und Technologien aus den Bereichen Kühlen

& Gefrieren, Kochen, Waschen & Trocknen sowie

Spülen. Hierzu zählt die Technologie „EverFresh+0 °C“,

die ein schnelles Austrocknen von Lebensmitteln verhindert

und Obst und Gemüse länger frisch halten soll.

Die „DirectAccess“ Induktionskochfelder ermöglichen

eine einfache und schnelle Bedienung jedes einzelnen

Kochfeldes hinsichtlich des Betriebs, Temperatur- und

Zeiteinstellungen. Die „HobToHood“-Technologie stellt

eine Verbindung zwischen Einbaukochfeld und Dunstabzugshaube

her. Durch integrierte Sensoren und

Empfänger ist die Haube in der Lage, Informationen

des Einbaukochfelds zu empfangen, das mit Funksendern

ausgestattet ist. www.beko-hausgeraete.de

Backofen mit „Full-Touch-Display“

Der Ofen „WTC“ ist für das italienische Unternehmen

Candy das Highlight des Vernetzungskonzepts

„SimplyFi“. „WTC“ steht für Watching, Touching und

Cooking. Der Ofen verfügt über ein vollflächiges Full-

Touch-Display an der Tür. Bedient werden kann das

Gerät per Fingerdruck direkt auf der Tür oder per

Smartphone oder Tablet. Im Innenraum ist eine Kamera

integriert. Erhältlich ist der in Berlin vorgestellte

Ofen auf dem deutschen Markt ab Anfang 2017.

www.candy-hoover.de

Digitalisiertes Shopkonzept

Die EK/servicegroup präsentierte während der IFA

das neue Shopkonzept „electroplus“. „Mit ‚electroplus

3.0’ wird der POS digital, emotional und modular“,

sagt Vorstandsmitglied Susanne Sorg. Im Fokus

steht die Vernetzung von POS und Online-Angeboten.

Hier zeigt die Bielefelder Verbundgruppe beispielsweise,

wie sich reale Einkaufserlebnisse mit Online-Lösungen

kombinieren lassen. Ebenfalls wird ein neues

POS-Modul mit digitaler Werbung gezeigt, bei dem Displays

und Bewegtbilder für zusätzliche Kaufimpulse

sorgen sollen. Ein neues Kiosksystem für „electroplus“

zeigt dem Händler zudem, wie man über die „verlängerte

Ladentheke“ weitere Sortimente online anbieten

kann, um dadurch zusätzliche Umsätze zu generieren.

www.ek-servicegroup.de

www.ifa-berlin.de

Foto: Candy

Der Candy Ofen „WTC“ lässt sich über das

Full-Touch-Display an der Tür steuern.

Fotos: Astrid Plaßhenrich

Franz-Josef Hasebrink, Susanne Sorg und Lutz Burneleit von der

ek/Servicegroup stellten das neue Shopkonzept „electroplus 3.0“ vor.

74 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Von der Kochfläche zum

smarten Designobjekt

Das Unternehmen Schott CERAN © macht die Kochfläche zunehmend zum

Designobjekt und ebnet den Weg für das vernetzte Kochen. Möglich macht dies

die transparente Glaskeramik CERAN CLEARTRANS ® .

Helle Farben, große Flächen, Weg frei für

Vernetzung – die aktuellen Küchentrends

müssen sich auch im Design einer Kochfläche

widerspiegeln. Das meint Hersteller

SCHOTT und demonstrierte während der IFA

2016 in Berlin, dass die Kochfläche als der

wesentliche Ort für kreative Kochkunst nicht

mehr nur schwarz sein muss. Möglich macht

das eine besondere Variante der SCHOTT

CERAN ® Glaskeramik: Sie ist durchsichtig

und wird dank farbiger Bedruckung oder in

Kombination mit darunter liegenden LED-

Displays zur innovativen Oberfläche.

Für jeden Küchenstil

Dank neuen Farbkonzepten mit klingenden

Namen wie „CLEAR flamingo“,

„CLEAR caja grey“ oder „CLEAR zara grey“

fügt sich diese Kochfläche nahtlos in das Designkonzept

der jeweiligen Küche ein. Farbige

Schichten auf der Unterseite treffen auf

unterschiedliche Dekorfarben „on top“. Dazwischen

befindet sich eine transparente

Glaskeramik. Das Resultat sind individuelle

Designs in warmen oder kühlen Tönen, die

für das gewisse Etwas sorgen: im Edelstahl-

Look, in Matt-Optik oder mit 3-D-Effekten.

Verwirklichen lassen sich damit laut Hersteller

mehr als 5000 verschiedene Kombinationen.

Rezepte beim Kochen mitlesen

Auch den Weg ins Smart Home geht

CERAN CLEARTRANS ® mit. Unter der im

Originalzustand transparenten Glaskeramik

lassen sich kleine oder größere LED-Displays

anbringen, über die der Herd dem Koch Informationen

anzeigen kann. „Eine naheliegende

Möglichkeit wäre, dass man beim Kochen

die Rezepte auf dem Display mitlesen

kann. Aber auch viele weitere Anwendungen

sind denkbar“, erläutert SCHOTT-Marketingleiter

Björn Weller die Idee dahinter. Die entsprechende

Fläche für das Display wird beim

Bedrucken der Glaskeramik ausgespart und

bleibt transparent. Weller: „Wir geben den

Herstellern auf diese Weise noch mehr Möglichkeiten,

eine Küche bis ins letzte Detail zu

gestalten.“ www.schott-ceran.com

Bauknecht produziert Gewinner-Kochfeld

Wie Farbvarianten von Elfenbein bis Anthrazit den Kochbereich

aufwerten, stellen die Sieger der „CERAN ® Design Awards“

von SCHOTT © CERAN unter Beweis. „Ich war völlig überrascht,

wie viele Möglichkeiten das Material Glaskeramik bietet“, sagt

Nachwuchsdesignerin Hanh Phan, die Gewinnerin des Wettbewerbs.

Für ihre Einreichung mit dem Titel „OnLines“ setzte sie

auf die Basisfarbe „CLEAR flamingo“ – ein trendiges Roségold

mit metallischem Effekt – und ein minimalistisches Design aus

reduzierten und doch klaren Linien. Ihr Entwurf wird nun von

dem Hausgerätehersteller Bauknecht in limitierter Serie produziert

und von Handelspartner Otto ab dem 22. November 2016

exklusiv vermarktet. Alle Sieger-Designs wurden im Rahmen

einer Pop-up-Galerie parallel zur IFA 2016 in Berlin präsentiert.

www.designaward.schott-ceran.com

Foto: SCHOTT

Das Siegerdesign „OnLines“ in einer Küchenumgebung.

Foto: SCHOTT © CERAN

So können Glaskeramik-Kochflächen

schon heute aussehen.

10/11/2016 KÜCHENPLANER 75


Messe/Hausgeräte

+++ Messe-Ticker +++ Hausgeräte +++

Die Neuheiten der Hausgerätehersteller von den Herbstmessen in Ostwestfalen

Panasonic hat die Induktionsspulen unter der Glaskeramik neu angeordnet und im Gegensatz zu diesem Modell

drei weitere davon untergebracht. Das soll das Kochen und Braten noch flexibler machen.

+++ Den „3-in-1“-Backofen gibt es auch mit TFT-Display,

und die Kochfelder mit Flächeninduktion sind

jetzt noch flexibler, weil unter der Glaskeramik drei

zusätzliche Induktionsspulen untergebracht werden

konnten. Dies sind die beiden prägenden Produktneuheiten

bei Panasonic. „Advanced FlexZone“ nennt der

japanische Hersteller seine neue Flächeninduktion

(wahlweise in Schwarz oder Achatgrau). Die Top-Modelle

unter den Induktionskochflächen sind bei Panasonic

zusätzlich mit einem „Assistenz-Modus“ ausgestattet.

Damit können Lebensmittel und Gerichte

vollautomatisch zubereitet werden. Die Bandbreite

reicht dabei von gängig bis anspruchsvoll – vom Kochen

eines Hühnereis bis zum Frittieren von Pommes.

Wie gesagt: vollautomatisch und gradgenau. Dafür

sorgt der „Genius Sensor“, den es so nur bei Panasonic

gibt, wie der Hersteller betont. Ab Frühjahr 2017

bietet das Unternehmen seine Induktionskochfelder

zudem mit Edelstahlrahmen an. Bislang konnte zwischen

dem flächenbündigen Einbau und einem aufgesetzten

Facettendesign gewählt werden. Anfang 2017

ist auch der Wunschtermin, bis wann die neue Muldenlüftung

serienreif sein soll. Auf der area30 wurde

sie schon mal angekündigt.

Neben der Vollausstattung mit allem Zip und Zap

bietet Panasonic weitere Geräte in mittleren Preislagen

an. Besonders beim Thema „Induktion“ sei man

breit aufgestellt, betont Vertriebsleiter Ulf Triebener.

Insgesamt spricht er aber von einem „kleinen, feinen

Sortiment“. Das gradgenaue Kochen sei technisch

komplex und deshalb erklärungsbedürftig. Deshalb

bietet Panasonic dem Fachhandel speziell konzipierte

Kochevents an, mit deren Hilfe Endverbraucher die besonderen

Nutzen eines Induktionskochfels mit „Genius

Sensor“ oder eines „3-in-1“-Backofens direkt erfahren

sollen. www.panasonic.de +++

+++ Miele und Gut Böckel – diese Verbindung hat einen

ganz besonderen Charme. Die gediegene Grundatmosphäre

des Ritterguts scheint einfach wie gemacht

für das Selbstverständnis der Premiummarke aus Gütersloh.

Diesmal wurde dort vieles gezeigt, was schon

auf der IFA im Scheinwerferlicht stand. Allen voran

die neue Muldenlüftung „TwoInOne“, die es zu einem

bemerkenswert wettbewerbsfähigen Preis (UVP 2999

Euro) in zwei Ausführungen geben wird: für den flächenbündigen

Einbau und mit Rahmen. Aber leider,

so wird wohl mancher Miele-Fan denken, erst ab

April 2017. Angekommen im Markt sind indes die grifflosen

„ArtLine“-Geräte, die Miele erstmals zur Euro-

Cucina im April präsentierte. Im Oktober hat die Auslieferung

begonnen. Und wo wir gerade bei Terminen

sind: Ab März 2017 sind drei Range Cooker in Deutschland

(und Europa) erhältlich. In 122 und 96 cm jeweils

mit Gasbeheizung und in 72 cm mit Induktionsbeheizung.

Der Blick in die Preisliste stuft das 122 cm-Modell

mit 14 999 Euro ein, die 96 cm-Variante mit 9799

Euro, und den kleinsten Miele Range Cooker gibt es

für 8999 Euro. Hauben gehen extra. Nach dem Erfolg

mit den Aktions-Geschirrspülern im vergangenen Jahr

weitet das Unternehmen diese Idee nun auf Backöfen

aus. „Pyrolytische Backofenreinigung zum Einstiegspreis“

lautet die Devise, mit denen zwei Geräte beworben

werden. Konkret für 999 Euro. Die Aktion startet

im Oktober und ist befristet bis September 2017. Ergänzungen

im Haubensegment rundeten die Messepräsen-

76 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Der „kleine“ Range Cooker von Miele:

72 cm breit und ausgestattet mit Induktionsbeheizung.

Die Muldenlüftung „TwoInOne“ gibt es bei Miele für den

flächenbündigen Einbau (Foto) oder mit Rahmen. Marktstart

ist im April 2017.

Die Besteckschublade wird 30 und Erfinder

Miele feiert das mit dem Aktionsmodell

„Jubilee SC“.

Das Flaggschiff

der

Miele-Range

Cooker ist

122 cm breit

und vereint

fünf Kochbzw.

Backfunktionen.

tation ab. Und nicht zu vergessen der 30. Geburtstag

der Besteckschublade. Zu diesem Jubiläum bietet Miele

seinen Kunden ebenfalls ein Aktionsgerät an. „Jubilee

SC“ heißt die Maschine – natürlich mit 3-D-Besteckschublade

und zu Aktionspreisen. Ab 769 Euro geht’s

los. www.miele.de +++

+++ Auch Bauknecht ist auf Gut Böckel angekommen.

Und das im Dauerdomizil, das ganzjährig für

Schulungen und Präsentationen genutzt wird. Aktuell

ausgestattet sind die tipptopp renovierten Räume

des schmucken Fachwerkbaus mit Geräten der Marken

Bauknecht, Privileg und KitchenAid. Das Unternehmen

fährt nämlich ab sofort eine 3-Marken-Strategie.

KitchenAid für die Luxuskäufer, Bauknecht für die

premiumorientierten Interessenten sowie Privileg für

den Einstieg und als Handelsmarke.

Bei Privileg baut Geschäftsführer Jens-Christoph

Bidlingmaier auf den besonders hohen Bekanntheitsgrad

der Marke. Dieser soll in den hart umkämpften

und extrem preisaggressiven Einstiegsgefilden helfen,

die Premiere als freie Handelsmarke erfolgreich zu

gestalten. Privileg gibt es weiterhin im Otto-Versand,

aber künftig eben auch im freien Handel. Einer Studie

zufolge belegt die Marke bei Bekanntheit, Präferenz

und Kaufbereitschaft Platz 1 in der Verbrauchergunst

– bezogen auf das konkrete Marktsegment am unteren

Ende der Skala.

Die Marke Bauknecht hingegen hat höheres im Blick

und umschwärmt die Frau um 35. „Eine Zielgruppe“, so

Jens-Christoph Bidlingmaier, „die sehr viel Wert auf ihr

Zuhause und auf individuelle Produkte legt“. Und das

mit einem „Hauch von Premium“, wie der Bauknecht-

Geschäftsführer die aktuelle Positionierung konkretisiert.

Neu im Angebot sind gleich vier Einbauserien.

Die „Collection.03“ (Untertitel „markant und robust“

für den Einstieg in die Marktmitte), „ Collection.05“

(„raffiniert und funktional“ mit Funktionen wie Einknopfbedienung

und Pyrolyse), „ Collection.07“ („souverän

und modern, eine Designlinie mit vorprogrammierten

Rezepten fürs Kochen und Backen) sowie

„Collection.09“ (das neue Flaggschiff mit viel Glas und

Edelstahl und einem hochwertigen Display; Untertitel

„Eine Klasse für sich“). Darüber hinaus ergänzen

ein 60-Minuten-Geschirrspüler, Induktionskochfelder,

Hauben und Kühlgeräte die Neuheitenliste.

Neben Privileg schnupperte auch die Marke

Kitchen Aid erstmals Gut Böckel-Luft. KitchenAid steht

für Handwerk und Design und spricht damit nach Meinung

der Verantwortlichen besonders den Mann im

Käufer an. Kurz: KitchenAid transportiert eine Professionalität,

die auch individuelle Anpassungen vorsieht.

Und das neu jetzt auch im Retro-Design.

Organisiert wird der Markenvertrieb unterschiedlich.

Das Team um Bauknecht-Vertriebsleiter Ralf

Birk kümmert sich um Bauknecht und Privileg, und

die Verantwortung für KitchenAid liegt in den Händen

von Burkhard Mölleken, Vertriebs- und Marketingleiter.

Vier Außendienstmitarbeiter arbeiten für

KitchenAid. www.bauknecht.de / www.privileg.de /

www.kitchenaid.de +++

+++ Nur 200 mm Einbauraum benötigt der superflache

Deckenlüfter „Samun Flat“ von homeier. Das Glaspanel

dieser Haube gibt es in Weiß oder Schwarz und

wird von zwei LED-Leuchten flankiert. Ebenfalls neu

10/11/2016 KÜCHENPLANER 77


Messe/Hausgeräte

+++ Messe-Ticker +++ Hausgeräte +++

Die Neuheiten der Hausgerätehersteller von den Herbstmessen in Ostwestfalen

Die Abzugsvorrichtung des

Muldenlüfters „Revolution“

von Gutmann kommt dem

Kochgefäß etwas entgegen.

Ganz in weißem Glas:

„ Vision“ von Novy. Wer

will, bekommt sie auch

in Schwarz.

Auch am

Gutmann-Stand

richteten sich

viele Blicke nach

oben – zu den

Deckenhauben

und -Modulen.

Ganz rechts die

Neuheit heißt

„Sliding Doors“.

im Sortiment der berbel-Tochter ist die 90 cm breite

Kopffreihaube „#Joran“. Und die fällt gleich doppelt auf:

mit einem ungewöhnlichen grafischen Frontdesign sowie

mit einer Filtrationstechnologie, die zwei Fettabscheidestufen

kombiniert. In der ersten Stufe erfolgt

die Abscheidung größerer Fettpartikel über Fliehkraft.

In der anschließenden Tiefenfiltration werden Kleinstpartikel

aus der Luft gefiltert und in dem hochwertigen

Streckmetallfilter eingefangen. www.homeier.com +++

+++ Wer griffloses Design mit ruhigen Linien und geschlossenen

Flächen schätzt, benötigt „unsichtbare“

Einbaugeräte. Für diese Zielgruppe hat berbel nun

die „Firstline Unseen“ im Programm. Die Einbauhaube

passt in Hängeschränke mit einer Schrankhöhe von

gerade mal 360 mm und einer Schranktiefe ab 300 mm

und lässt sich so in flache Oberschränke nahezu unsichtbar

integrieren. „Dank der ‚Easy-Klick‘-Montage

kann die ‚Firstline Unseen‘ ganz leicht auch in bestehenden

Küchen nachgerüstet werden“, betont das Unternehmen.

In ganzer Pracht zeigt sich hingegen die

zweite Messeneuheit von berbel: die Kopffreihaube

„Smartline“ mit mattschwarzer Stahloberfläche und

elegant-dynamisch abgerundetem Kantenprofil. Hinter

der Fassade verbirgt sich bewährte und energiesparende

Umlufttechnik, u. a. zwei ergänzende „ Capillar

Traps“ sowie der leistungsstarke und zugleich leise

EC-Motor. Die „BackFlow“-Technologie garantiert, dass

kein Kondenswasser von der Haube hinab in die Töpfe

tropft. www.berbel.de +++

Premiere für

Privileg als

freie Handelsmarke.

Organisiert

wird

der Vertrieb

über die

Bauknecht-

Organisation.

Mattschwarze Stahloberflächen, abgerundetes

Kantenprofil: Kopffreihaube

„Smartline“ (BKH 90 ST) von berbel.

+++ Mit der „Vision“ hat auch Novy eine neue Schräghaube

aufgenommen. Die Haubenfront besteht komplett

aus Glas, wahlweise in Weiß oder Schwarz. Es gibt

sie in 90 und 120 cm Breite als Umluft- und Abluft-Version.

Und das zum „attraktiven“ Netto-Verkaufspreis

von 1300 Euro, wie Vertriebs- und Marketingleiter

Nicky Hurrle berichtet. Gut bei den Kunden angekommen

ist das selektive Vertriebsprogramm, das Novy

für den gehobenen Küchenfachhandel in Deutschland

und Österreich initiiert hat. Und zwar für die Hauben-

Modelle „One“, „Cloud“ und „Mood“. Laut Nicky Hurrle

haben bereits 400 Küchenspezialisten die Vereinbarung

mit Novy geschlossen, bis zum Jahresende 2016

sollen es „500 bis 600“ sein. Das Vertriebsprogramm

listet auf 15 Seiten zahlreiche Aspekte auf, mit denen

Novy seine Vertriebspartner bei der Vermarktung der

drei Produkte unterstützt – und wozu sich der Handelspartner

im Gegenzug verpflichtet. Kräftig forciert

hat Novy die persönliche Betreuung des Fachhandels.

Das Team des Außendienstes ist innerhalb von nicht

ganz zwei Jahren (seit Anfang 2015) von 5 auf 12 angewachsen.

Aufgestockt wurde auch der Innendienst in

Langenhagen. www.novy-dunsthauben.de

+++ Auf die Physik der Zentrifuge setzt Falmec mit

„Circle.Tech“. Dabei handelt es sich um eine Motor- und

Kohle-/Zeolith-Filtereinheit mit einer Bauhöhe von nur

10 cm. Dies ermögliche ungewöhnliche Haubendesigns

und sei besonders funktional. Denn die Kochwrasen

werden durch die Zentrifugalkraft gleichmäßig in das

Rund der Filterfläche geschleudert – statt punktuell

einzelne Areale zu bedampfen. Mit „Circle.Tech“ ausgestattete

Hauben wird es voraussichtlich ab Mitte 2017

geben. Erste Modelle und Prototypen zeigte das Unternehmen

auf der area30. Ein weiteres intensiv bearbeitetes

Thema dort war die Ionisierung. Neu ist u. a. eine

Umluftbox, die besonders für Deckenhauben geeignet

ist. Damit ausgestattet beeindruckte auf der Messe die

180 cm breite „Oceano“. Sie verfügt über zwei Ionisie-

78 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Viel Glas und Edelstahl und ein hochwertiges Display:

die neue Einbaugeräteserie „Collection.09“

von Bauknecht.

Der 180 cm breiten Inselhaube „Oceano“ hat Falmec zwei Ionisierungskammern

spendiert. Auf der Arbeitsfläche stehen drei Modelle der Ionisationslampe

„Bellaria“, die Anfang 2017 auf den Markt kommen sollen.

Das grafische Frontdesign

der Kopffreihaube

„#Joran“

(homeier) hat einen

hohen Wiedererkennungswert.

Im

Innern agieren zwei

Fettabscheidestufen.

Aktivkohleund

Zeolith-

Filter vereint:

Beim „Circle.

Tech“ setzt Falmec

auf die

Kraft der Zentrifuge.

rungskammern. Voraussichtlich Anfang 2017 wird die

Ionisationslampe „Bellaria“ auf den Markt kommen.

Neben dem Tischlüfter „Piano“ zeigte Falmec zudem

den Prototyp „Unica“. Die Idee dahinter: Kochfeld, Motor

und Filter sind als eine zu montierende Einheit konstruiert.

www.falmec.de +++

+++ Beim integrierten Induktionskochfeld „Revolution“

hebt Gutmann die Abzugsvorrichtung auf das Niveau

der Kochgefäße. Das soll eine optimale Abzugsleistung

gewährleisten. Ausgestattet ist die Muldenlüftung mit

multifunktionalen Filtern und Sensortechnologie. So

wählt das Modell automatisch die stimmige Leistungsstärke

und passt damit die Funktionalität dem situativen

Kochgeschehen an. Nahezu unsichtbar präsentiert

sich die Deckenhaube „Sliding Doors“. Bei diesem

Modell kann mit einer einzigen Installationsmethode

zwischen der Umluft- oder Abluftvariante gewechselt

werden. In beiden Fällen arbeitet die Technik mit

Randabsaugung und Sensoren. Sowohl flächenbündig

als auch in einer Aufbauvariante geplant werden kann

das Deckenmodell „Azoto“. Eine Effektbeleuchtung

macht den in der Haube verschwindenden Luftstrom

sichtbar und visualisiert so die Effizienz einer Randabsaugung.

Als weitere Neuheit präsentiert Gutmann das

Modell „Sombra UP“. Diese Haube kommuniziert direkt

mit dem jeweils verbauten Kochfeld von Gutmann und

reagiert mit Leistungsanpassungen auf Veränderungen

im Kochverhalten. www.gutmann-exklusiv.de +++

+++ Auch Silverline hat – wie es sich für einen Spezialisten

für Dunstabzugshauben gehört – eine Muldenlüftung

im Programm. „Flow-In“ heißt die 2-in-

1-Lösung, die jüngst beim „Plus X Award“ als „Bestes

Produkt 2016/2017“ ausgezeichnet wurde. In Kombination

mit dem Sockelmotor erreicht die „Flow-In“ die

Energieeffizienzklasse A. Während es sich bei der

„Flow-In“ um eine integrierte Kochfeld-Abzug-Lösung

handelt, lässt sich bei der Weiterentwicklung „Multi-

Flow“ die zentrale Absaugeinheit mit Domino-Kochfeldern

nach Belieben kombinieren. Oder auch mit

klassischen Kochfeldern. Dass Silverline stets in verschiedene

Richtungen denkt, belegen die weiteren

Neuheiten. Gleich sieben neue Umluft-Geräte erweitern

das Angebot an Deckenhauben. Diese sind besonders

montagefreundlich konzipiert und bestehen aus

separaten Bauteilen: der Motorbox und dem Haubenkörper.

„So genügt ein einzelner Monteur für die Installation“,

betont Marketingleiter Markus Hollbach.

Ausgestattet sind diese Neuheiten teilweise mit außergewöhnlichen

Beleuchtungskonzepten. Dazu zählt das

Modell „Sky Door“, eine Deckenabzugshaube in Fensteroptik.

Oder „Side Lighted“ mit umlaufender LED-

Beleuchtung. Ebenfalls neu ist die voll versenkbare

Flachschirmhaube „Hidden“, die es in 55 cm (Schweizer

Maßsystem), 60 und 90 cm gibt.

Fortgesetzt und sorgfältig gepflegt wurde in den

letzten Monaten das Kulturprojekt „Culture meets Innovation

© “. In mehreren Workshops entstanden zukunftsträchtige

Ideen, die nun auf der area30 vorgestellt

wurden. Unter dem Stichwort „More Places“ ging

es um die Raumgestaltung in Küchen (umgesetzt mit

einer Abzugleiste entlang der gesamten Küchenzeile),

„The Stage“ beschäftigte sich mit der Nutzung des Küchenraums

(dabei geht das Licht in Intensität und Farbe

auf die Phasen des Kochens ein) und „Follow me“

mit der Gestaltung des Raums als sozialem Erlebnisbereich

(die Haube schwebt wie an einem Kran im Raum

und kann dahin geschwenkt werden, wo sie gerade gebraucht

wird). www.silverline24.de +++

10/11/2016 KÜCHENPLANER 79


+++ Messe-Ticker +++ Hausgeräte +++

Die Neuheiten der Hausgerätehersteller von den Herbstmessen in Ostwestfalen

„Multi-Flow“ ist eine zentrale Absaugeinheit von Silverline, die mit

Domino kochfeldern oder klassischen Kochfeldern nach Belieben kombiniert

werden kann.

Bringt zusätzliche

Dynamik

bei

O+F A-Line

hinein: Marketing-

und

Vertriebsleiter

Marco

Schneider.

Links sichtbar

ist das

neu gestaltete

Logo

des Unternehmens.

+++ Ob Schräghaube „Brisa“ mit schwebenden Türen,

der unsichtbar verbaubare Flachlüfter „Enigma“ oder

mobile Raumluftreiniger mit Plasma-Technologie – das

Unternehmen refsta aus Spenge zeigte auf der area30

mit seinen Neuheiten die konzentrierte Bandbreite des

Leistungsspektrums. Hinzu kamen die Muldenlüfter

„Sidedraft“, die bereits im vergangenen Jahr Premiere

hatte. Erhältlich sind hier drei Varianten. „Sidedraft I“

mit zwei Abzugseinheiten rechts und links der Kochfläche,

„Sidedraft II“ mit einem zentral platzierten Abzugelement

sowie „Sidedraft III“ mit dem Abzug hinter

der Glaskeramik. Nach wie vor hoch in der Publikumsgunst

steht die Wand- und Inselhaube „Ostro“ mit

Plasma-Filter. Für dieses Modell erhielt refsta die Auszeichnung

„Blauer Engel“. Eine weitere Neuheit: Das

PlasmaNorm-Modul gibt es jetzt auch für den Einbau

im Sockel. www.refsta.de +++

+++ Über die exklusiven Muldenlüfter von Concept

Swiss aus der Schweiz haben wir schon in unserer

Vormesseausgabe (KÜCHENPLANER 9/2016) umfangreich

berichtet. Nun ergänzt „Concept iO“ dieses Angebot.

Gezeigt wurde auf Gut Böckel ein technisch noch

nicht kompletter Prototyp. Das minimalistische Design

mit dem zentralen runden Absaugelement samt Glaskeramikabdeckung

konnte jedoch schon begutachtet

werden. Concept Swiss verbaut eigenen Angaben zufolge

nur hochwertigste Technik und Materialien. Bei

„ Concept iO“ dominieren Alu und Edelstahl. Bei der Filtertechnik

arbeitet das Schweizer Unternehmen mit

PlasmaMade zusammen. www.conceptswiss.com +++

Gleich sieben neue Umluft-Deckenhauben

(-Module) zeigte

Silverline auf der area30. Der

Luftaustritt ist jeweils zu allen

vier Seiten möglich. Vorn im

Bild sichtbar ist das ungewöhnliche

Beleuchtungskonzept der

„Sky Door“.

Neu bei O+F sind

die Inselhauben

„Ceramica“. Die

Haubenkörper bestehen

aus Keramik

und sind

handgearbeitet. Es

gibt sie in vier Farben

und mit Plasma-Filter.

+++ Energiegeladen begrüßte die O+F A-Line GmbH

ihre Kunden auf Gut Böckel. Mittendrin und durchaus

mit dafür verantwortlich: Marco Schneider, der jüngst

aus Rheine (von berbel) nach Menden wechselte und

bei O+F die Position „Head of Marketing & Strategic

Sales“ übernommen hat. Was übersetzt und vereinfacht

formuliert so viel heißt wie Verkaufs- und Marketingleiter.

Im Mittelpunkt stand die Botschaft: „O+F

kann mehr als individuelle Hauben.“ Auch wenn diese

natürlich weiterhin Markenkern sind. Ebenso wie

Muldenlüfter, die das Unternehmen bereits seit 2009

anbietet, und ebenso wie Plasmafilter, die bereits seit

10 Jahren im Programm sind. Aber als Option. „Hauben

von O+F gibt es stets mit und ohne Plasmafilter“,

betonte Marco Schneider. Als Highlight der aktuellen

Ausstellung lenkte er die Aufmerksamkeit auf einen

handlichen Würfel, der zukünftig die Steuerung verschiedener

Haubenmodelle übernehmen soll. Dieser

Würfel sei genial einfach und selbsterklärend, sagt

auch Geschäftsführer Rainer Luig. Stets neue Energie

erhält der Würfel über eine induktive Ladestation. Auf

Gut Böckel war der Fernbedienungswürfel noch ein

Prototyp. Die konkrete Umsetzung soll jedoch unmittelbar

folgen. Zudem steht die vernetzte Kommunikation

zwischen Haube und Kochfeld kurz vor der Einführung.

Eine weitere Neuheit ist die Inselhaube „ Ceramica“.

Der Haubenkörper ist aus Keramik und handgearbeitet.

Erhältlich sein werden die Farben Kupfer, Gold,

Schwarz und Weiß. „Voraussichtlich ab dem 1. Quartal

2017 und mit Plasma-Filter“, so Marco Schneider.

80 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Nur hochwertige Materialien

verwendet Swiss

concept für seine Muldenlüfter.

Hier präsentiert

Export-Manager

Anton Seggelinck das

neueste, besonders elegant

wirkende Modell

„ concept iO“.

Blick hinter die Kulissen des neuen

Franke-Muldenlüfters „Mythos“.

Wahlweise in 60 und 90 cm Breite gibt es bei Franke die

neuen Flachschirmhauben „Mythos“ und „Mythos Plus“.

Michael Botzenhart, Vertriebsaußendienst Bayern (Foto

rechts), erläutert im house4kitchen weitere Details.

Die Gaskochfelder von Neff können

durch Grillplatten erweitert

werden. Ann-Kathrin Hoogen

(Foto rechts) und Anke Strauch

demonstrierten die Funktionen

unter freiem Himmel auf dem

Vorplatz des Kaiserpalais in Bad

Oeynhausen.

Für die LivingKitchen im Januar 2017 in Köln kündigte

Schneider eine weitere, ganz besondere Neuheit an.

www.of-menden.de +++

+++ Bora ließt seine Händler einen ersten Blick auf die

neue Kochfeldgeneration werfen – obschon die offizielle

Vorstellung erst im Januar während der Living-

Kitchen in Köln erfolgen soll. Dass die Down draft systeme

ein stark wachsendes Segment sind, beweist die

Tatsache, dass alle anderen Hersteller in den vergangenen

Monaten mit eigenen integrierten Dunstabzügen

nachgezogen haben. Die Bora Kochfelder gibt es

aktuell in drei Linien. „Basic“ ist in drei Varianten erhältlich:

als „Hyper“-Glaskeramik-Kochfeld, Induktions-

oder Flächeninduktions-Kochfeld – jeweils als

Umluft- oder Abluftlösung. Das „Classic-Produkt“ setzt

auf eine reduzierte Optik mit Edelstahl. Und auf geringe

Einbaumaße, die sogar 600 Millimeter tiefe Arbeitsflächen

möglich machen. „BORA Professional“

heißt das Premium-Produkt des bayerischen Herstellers.

Das mit 54 Zentimeter übertief dimensionierte

Kochfeld bietet ausreichend Platz für zwei große Töpfe

und Pfannen hintereinander. www.bora.com +++

+++ Kochen unter freiem Himmel: Ein Trend, den Neff

stark im Kommen sieht. Deshalb präsentierte der Hersteller

seinen Kunden in Bad Oeynhausen eine Outdoorküche

mit den neuen Gaskochfeldern. Das begeisterte

nicht nur die Händler, sondern auch die Inhaber

des Kaiserpalais, in dem Neff seit einigen Jahren seine

Neuheiten vorstellt. „Man ist direkt auf uns zugekommen

und fragte, ob wir die Küche nicht gleich stehen

lassen können“, sagte Martin Strumpler, Marketingleiter

von Neff.

In Bad Oeynhausen zeigte Neff eine neue Generation

Dunstabzugshauben. Ab Januar 2017 bietet das Unternehmen

die Schrägessen, Dunstabzüge in Kubus-

Form und den sogenannten „kreativen Dunstabzug“.

Auf Letzterer kann man Kochbücher abstellen, Bilder

und Postkarten mit Magneten befestigen und sie sogar

beschreiben. Sie sind in den Farben Schwarz, Grün

und Orange zu haben. Kopffreiheit garantiert der integrierte

Kochfeldabzug. Der Slide&Hide-Backofen ist

jetzt mit der Garmethode Sous-vide ausgestattet. Als

Designelement gibt es die Backöfen zudem auch mit flächenbündigem

Griff. www.neff.de +++

+++ Best ist seit jeher für sein Design bekannt. Der italienische

Dunstabzugshauben-Hersteller feierte in diesem

Jahr seinen 40. Geburtstag und hat aus diesem

Grund das Modell „Kite Touch“ in einer limitierten Edition

vorgestellt. Der Bestseller besticht in diesem Design

durch den gestylten Rasterschliff des Glases. Das

Modell „Hostaria“ ist ab sofort in den Farben und Sonderlackierungen

Zinngrau, Schwarz, Weiß, Rost und

Magnolie zu haben. Die Downdraft „Swan“ verneigt

sich – wie es der Name andeutet – wie ein Schwan über

dem Kochfeld. Dies soll die Absaugeffizienz nochmals

steigern, sagt das Unternehmen. Ebenfalls ein Hingucker

auf der area30: das Modell „Ghilbi“. Es ist eine Einbauhaube,

die vertikal hinter dem Kochfeld montiert

wird. In Zusammenarbeit mit einem österreichischen

10/11/2016 KÜCHENPLANER 81


Messe/Hausgeräte

+++ Messe-Ticker +++ Hausgeräte +++

Die Neuheiten der Hausgerätehersteller von den Herbstmessen in Ostwestfalen

Der neue Aktivkohlefilter von Oranier befindet

sich in einem Modul, das auf die

Abzugsschächte der Hauben aufgesetzt

werden kann. Der Aufsatz verfügt über

eine Schublade für den Filter.

Küchenspezialisten hat Best dafür ein ergonomisches

Möbel entwickelt. Die Haube fährt zusammen mit einer

Theke aus der Kochinsel elektrisch nach oben. Dahinter

verbirgt sich zusätzlicher Stauraum. www.bestspa.com

+++

+++ Oranier hat sich auch 2017 das ambitionierte Ziel

gesetzt, Produktideen zu bringen, die den Markt bewegen.

Neben Backöfen mit 3-D-Heißluft, einem Kochfeldabzug

mit FlexX-Induktion – Kochfelder lassen

sich durch eine Brücke verbinden – und Induktion im

Preiseinstieg entwickelte das Haiger Unternehmen einen

Profi-Aktivkohle-Filter, der alle drei bis sechs Monate

in der Spülmaschine gereinigt wird. Dieser Vorgang

kann bis zu fünfmal wiederholt werden, sodass

ein einziger Filter bis zu drei Jahre verwendet werden

kann. Dazu verzichtet der Küchentechnik-Spezialist bei

seinem neuen Filter auch auf die herkömmliche Kunststoff-Ummantelung.

Der Profi-Filter besteht nur aus Faserstoffen

sowie Aktivkohle und befindet sich in einem

Modul, das auf die Abzugsschächte der ORANIER-Hauben

aufgesetzt werden kann. Der Aufsatz verfügt über

eine Schublade für den Filter, sodass dieser ohne Werkzeug

entnommen werden kann. www.oranier.com +++

„Fawn“ nennt Falcon diesen sehr hellen Beigeton. Er ist neu für

die Geräte der „Deluxe Range“.

Weltneuheit

in Löhne:

„Sandra“

ist ein Einbau-

Sous-vide-Garer

für die Arbeitsfläche

- flächenbündig

oder aufgesetzt,

beides

ist möglich.

+++ Im Fall der Fälle spielt der Beko-Geschirrspüler

mit „Aquaintense“ seine Stärken aus. Denn das Gerät

verfügt über einen zusätzlichen Sprüharm und kann

wenn nötig den Sprühdruck punktuell erhöhen. Von 0,3

auf 0,6 bar. Richtig fix geht es mit einer zweiten Neuheit.

Die „Pizza-Pro“-Funktion bringt jede Pizza innerhalb

von nur fünf Minuten knusprig auf den Teller. Selbst

aus dem tiefgekühlten Zustand heraus. Dafür wird der

Innenraum auf 310 Grad erhitzt. Zwei Modelle sind damit

ausgestattet. Der Beko-Multifunktionsbackofen aus

dem Top-Segment verfügt nun über ein TFT-Display mit

digitalem Bilderrahmen. Hinterlegt ist unter anderem

ein Rezeptbuch, in das auch eigene Rezepte gespeichert

werden können. www.beko-hausgeraete.de +++

+++ Ist das Induktionskochfeld ausgeschaltet, ist es

eine lupenreine schwarze Fläche. Erst mit der Aktivierung

geben sich Skalen und Steuerungssymbole

zu erkennen. „DirectAccess“ heißt diese anspruchsvolle,

designorientierte Funktion bei Grundig, umgesetzt

beim autarken Flexinduktionskochfeld HII 95311

FHT mit 90 cm Breite, einer 28 cm großen Kochzone

und fünf Kochfeldern. Für mehr Flexibilität können

die beiden linken und rechten Kochzonen jeweils zu

einer großen Kochzone zusammengeschlossen werden.

Darüber hinaus ermöglicht die „DirectAccess“-Funktion

eine voneinander unabhängige Steuerung der einzelnen

Kochzonen. Das Automatik-Menü sorgt dank

automatischer Einstellung der Kochstufe für optimale

Kochergebnisse. Ein manuelles Nachregulieren sei

nicht mehr notwendig, verspricht der Hersteller. Entsprechend

ausgestattete Induktionskochfelder zeigte

Grundig im Ausstellungsverbund mit Beko auf Gut

Böckel. Den Nutzen der Zeitersparnis für Monteure betont

das Unternehmen beim vollintegrierten Geschirrspüler

mit „SlidingDoor“. Diese Variante verfügt über

eine längere Möbelfront, die beim Öffnen und Schließen

mitfährt. So muss der Monteur keine Arbeiten am

Sockel ausführen. www.grundig.de +++

+++ Falcon blieb seiner Tradition treu und zelebrierte

auch in diesem Jahr auf der area30 den Genuss. Live-

Cooking von morgens bis abends brachte das Leben

82 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Zum 40. Geburtstag

von Best herausgebracht:

„Kite Touch

Limited Edition“.

In 5 Minuten fertig: Für alle Pizza-Liebhaber ein Traum.

Beko erfüllt ihn dank der neuen Funktion „PizzaPro“.

Die Wandhaube „Bio“ zieht die Blicke auf sich. Elica kombiniert

hier die Farbe Seidenweiß mit Holz. Entstanden ist

dieses Foto in der nobilia-Ausstellung.

Foto: Astrid Plaßhenrich

Lacanche

erweitert

sein Angebot

an edlen

Landhausherden

mit Drehknebeln

und weiteren

Applikationen

in

Kupfer.

auf den Messestand – und fortlaufend interessierte

Gäste. Neu beim Hersteller sind besonders zwei Aspekte.

1. der Farbton „fawn“, ein sehr heller Beigeton,

vergleichbar mit der Fellzeichnung eines Rehkitzes.

Und 2. die separate Brotschublade für die Geräte der

Baureihe „Classic Deluxe“ in 110 cm Breite. Parallel zu

den Falcon-Landhausherden zeigte die coolGiants AG

Geräte von Fisher&Paykel aus Neuseeland. Neu sind

hier Ergänzungen bei den Schubladengeschirrspülern.

www.falcondeutschland.de +++

+++ Reinhard Grunow hatte im Vorfeld der Area 30 ein

wenig Pech: Der Vertriebsleiter von Lacanche wollte

seinen Händlern eine Kochstation mit den neuen Kupfer-Applikationen

zeigen. „Leider ist das Gerät auf dem

Transport beschädigt worden“, erklärte Grunow. Zeigen

konnte er immerhin die kupfernen Drehknebel, die er

gesondert dabei hatte. Kupfer ist eine Ergänzung zu den

Applikationen in Messing, Chrom, Nickel und Edelstahl.

Eine Vereinheitlichung fand bei den vertikalen Backöfen

statt: Die Modelle „Citeaux“, „Savigny“ und „Saulieu“

werden nun als Multifunktionsbackofen geliefert anstatt

wie bisher als Heißluftbackofen. Das Volumen wird

von 47 auf 55 Liter vergrößert. Dazu sind sie mit Innenbeleuchtung

ausgestattet. Letzteres trifft auch auf die

vertikalen Backöfen der Modelle „Beaune“ und „Bussy“

zu. Dazu gibt es Anfang 2017 eine neue Generation von

Backöfen, die ausnahmslos in der Energieeffizienzklasse

A angeboten werden. Und mit Inkrafttreten der neuen

Preisliste – voraussichtlich diesen Dezember – werden

die Modelle „Sully 1800“ und „Sully 2200“ das Programm

ergänzen. „Beide Modelle bieten bei bis zu 2,20

Meter Breite nahezu uneingeschränkte Bestückungsmöglichkeiten“,

sagt Grunow. www.lacanche.de +++

+++ Das Banner war unübersehbar: „Weltneuheit“ stand

in großen Lettern am Messestand von Komet angeschlagen.

Der Spezialist des Sous-vide-Garen hat jetzt mit

„Sandra“ auf der area30 ein Gerät vorgestellt, das sich

nahezu in jede Arbeitsplatte integrieren lässt – entweder

flächenbündig oder aufgesetzt. Dabei kann die Maschine

auch nachträglich eingebaut werden. „Sandra“

wird steckerfertig geliefert. www.vakuumverpacken.de /

www.gourmet-thermalisierer.de +++

+++ Mit seinen Rund- und Flachfiltern der Marke

Plasma Made war das Team der Industrievertretung

Weigert nach Ostwestfalen gereist. Laut Marcel Weigert

sind in Deutschland inzwischen 3500 Filter im

Praxiseinsatz – und im „normalen“ Betrieb habe es

noch keinen einzigen Rücklauf gegeben. Von der Qualität

und Wirkungsweise des Plasmafilters ist Weigert

so überzeugt, dass sich die Garantie auf 5 Jahre beläuft.

Für 2017 kündigt Marcel Weigert „diverse Produktneuheiten

rund um die Luftreinigung“ an. Details folgen.

www.weigert-industrievertretung.de +++

+++ Neue Hauben, neues Gesicht. Jörg Bunde, ehemals

Zanussi, Bora und homeier, lenkt seit wenigen Monaten

als Vertriebsleiter die Geschicke der italienischen Haubenmarke

Elica in Deutschland und Zentraleuropa. Und

das wieder unabhängig vom Vertrieb der Elica-Tochter

Gutmann. Als Highlight ganz vorn am Messestand der

area30 war der Kochfeldabzug „NikolaTesla“ positioniert.

Eingebunden wurde die Kochfeld-Abzug-Kombination

in die Koch-Shows. „Stream“, „Téchne“ und „Iconic“ sind

weitere Neuheiten. Vielleicht die meisten Blicke zog das

Modell „Bio“ auf sich mit seiner zeitgemäßen Kombination

von Seidenweiß und Holz. www.elica.com +++

10/11/2016 KÜCHENPLANER 83


Messe/Hausgeräte

E.G.O. zeigt die inneren Werte

Am Rande der IFA stellte der Hausgeräte-Zulieferer E.G.O. zahlreiche neue Lösungen und

Technologien für das Kochen, Backen, Waschen und Spülen der Zukunft vor.

Hausgeräte vernetzen und komfortabel mit dem

Smartphone steuern – schon heute lassen sich theoretisch

zahlreiche konnektive Anwendungen im Haushalt

realisieren. Grundvoraussetzung dafür ist jedoch,

dass die einzelnen Komponenten ab Werk mit Konnektivität

ausgestattet sind. Mit dem „Connective Cooktop“

macht E.G.O. das Kochfeld startklar für die vernetzte

Zukunft. Die Konnektivität per „Bluetooth Low Energy“

wird durch eine kostengünstige Dongle-Lösung standardmäßig

integriert. So können Anwender etwa Induktionskochfelder

per App auf dem Smartphone oder

Tablet steuern. Darüber hinaus lassen sich die Kochfelder

auch direkt mit anderen Haushaltsgeräten wie

der Dunstabzugshaube verbinden, um den Betrieb automatisch

aufeinander abzustimmen und zentral zu

steuern.

Komfortabel steuern im Einstiegssegment

Backöfen im Einstiegssegment werden häufig noch

über Druck- und Drehknöpfe bedient. Doch die Endkunden

erwarten zunehmend auch bei günstigen Hausgeräten

ein modernes Bedienerlebnis. Um das zu ermöglichen,

hat E.G.O. die „Simple Oven Control“ entwickelt:

eine kostengünstige aber dennoch flexible Steuerung,

mit der sich Basisfunktionen einfach bedienen lassen.

Sie besteht aus dem Backofen-Mainboard und einem

integrierten User Interface und bietet damit eine One-

Board-Lösung für Zeit- und Temperatursteuerung einschließlich

Anzeige. Die EGO „Simple Oven Control“ ist

als Full-Touch-Version mit fünf Sensoren konzipiert,

lässt sich optional aber auch mit Drehknopfsteuerung

umsetzen. Darüber hinaus ist die Steuerung konnektiv

und bietet über standardmäßig integriertes „Bluetooth

Low Energy (4.0)“ die Voraussetzung für vernetzte Anwendungen.

High-End-Design in der Mittelklasse

Designorientierte und hochauflösende Touchscreens

wie man sie vom Smartphone kennt, sind

auch bei Hausgeräten auf dem Vormarsch – allerdings

ist die Realisierung noch relativ kostenintensiv.

Als Touchscreen-Lösung für Backöfen, Waschmaschinen,

Trockner und Geschirrspüler im Mittelklasse-

Segment hat E.G.O. das User Interface „Chroma“ entwickelt.

Es hat die Anmutung eines High-End-Gerätes

und bietet ein modernes und intuitives Bedienerlebnis.

Durch die Kombination einer vierstufigen monochromen

Anzeige und einer Farbfolie mit bis zu 24 hochauflösenden

Vollfarbsymbolen bietet es flexible Design-

und Navigationsmöglichkeiten. Die Bedienung

erfolgt direkt über die Symbole. Mit standardmäßig

integrierter Konnektivität via Bluetooth Low Energy

(4.0) bietet „Chroma“ ab Werk die Voraussetzung für

vernetzte Anwendungen wie die Fernsteuerung per

Smartphone.

Das EGO Connective Cooktop bringt Konnektivität als Standard

ins Kochfeld. So lässt sich das Kochfeld zum Beispiel

automatisch mit der Dunstabzugshaube vernetzen.

Die EGO Wave Touch ist eine TouchControl für Glaskeramik-Kochfelder.

Das temperaturbeständige LC-Display bietet eine besonders anschauliche

Visualisierung und Nutzerführung.

Fotos: E.G.O.

84 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Intuitives Kocherlebnis

Moderne Kochfelder bieten dem Nutzer immer

mehr Funktionen. Doch je mehr Funktionen, desto

anspruchsvoller wird die Bedienung. Mit der „Wave

Touch“ hat E.G.O. eine TouchControl für Glaskeramik-

Kochfelder im oberen Mittelklasse- und im High-End-

Segment entwickelt, die sich intuitiv bedienen lässt

und dabei eine Vielzahl von Funktionen anschaulich

und übersichtlich visualisieren kann. Dabei nutzt

E.G.O. erstmals ein temperaturbeständiges LC-Display,

das mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln in seiner

grafischen Darstellung besonders flexibel ist und eine

Hersteller-individuelle Symbolik ermöglicht. Darüber

hinaus bietet die EGO „Wave Touch“ eine gezielte und

damit besonders eingängige Nutzerführung: Es werden

nur die Informationen und Optionen angezeigt, die

in der jeweiligen Kochsituation relevant sind.

Das Smartphone lässt grüßen

Direkte Berührung von Symbolen und streichende

Bewegungen – die Bedienphilosophie des Smartphones

ist für Nutzer heute ganz selbstverständlich.

Mit dem EGO „TC Lite Slider SmartKii“ bringt E.G.O.

diese Philosophie jetzt ins Kochfeld. Die TouchControl

eignet sich sowohl für Kochfelder mit Induktion als

auch mit Strahlungsheizkörpern. Bei der „SmartKii“-

Technologie integriert das Unternehmen Touch-Sensor

und Lichtsymbol in einem Element. Der Nutzer bedient

das Gerät direkt durch die Berührung der Lichtsymbole.

Auch Slider-Funktionen sind möglich.

Minimalistisches Design-Display

Reduziert und funktional – dieser Design-Trend zeigt

sich bei Hausgeräten sämtlicher Preisklassen. Die „EGO

Pure Line User Interfaces“ für Waschmaschinen, Trockner

und Spülmaschinen setzen diesen Trend konsequent

um. Die spezielle Technologie ermöglicht das vollkommene

Verbergen der Anzeige im Stand-by-Modus oder

im ausgeschalteten Zustand. Die Anzeige wird nur sichtbar,

wenn sie genutzt wird, und arbeitet dann mit einer

klaren Symbolik und schafft so eine hochwertige und

elegante Optik. Die Touch-Technologie erlaubt zudem die

intuitive Bedienung direkt auf dem beleuchteten Symbol.

Durch verschiedene Oberflächendesigns wie etwa Edelstahloptik

lassen sich die User Interfaces der „EGO Pure

Line“ flexibel anpassen. Optional wird diese Display-Serie

auch erstmals mit einer Gesten-Steuerung angeboten.

Darüber hinaus ist in der „EGO Pure Line“ Konnektivität

standardmäßig via „Bluetooth Low Energy (LE)“

integriert – die Grundlage für vernetzte Anwendungen

wie etwa Fern- und Sprachsteuerung per Smartphone.

Schutz vor Überhitzung

Eine der Hauptursachen für Schäden an Spülmaschinen

ist eine Überhitzung der Motorkomponenten,

die häufig durch Kalkablagerungen entsteht. E.G.O.

hat jetzt eine neue Lösung entwickelt, welche die Dickschicht-Heizsysteme

des Zulieferers zuverlässig vor

Überhitzung schützt: Die „EGO Surface Heat Control“

(Oberflächentemperatur-Kontrolle) ist ein zusätzliches

engmaschiges Netz aus Temperatursensoren, das in

die Oberfläche des Heizelementes integriert ist. Es

misst permanent die Oberflächentemperatur auf der

gesamten Fläche und erkennt damit sogenannte „Hot

Spots“, also heiße Stellen, die zum Beispiel durch Kalkablagerungen

entstehen. Je nach Anwendung kann die

Maschine dann eine automatische Entkalkung einleiten,

dem Nutzer melden, dass er eine Entkalkung vornehmen

soll, oder sich automatisch abschalten, wenn

eine kritische Temperatur erreicht ist. Damit schützt

die Technik das Dickschichtheizsystem, verlängert die

Lebensdauer und spart Energie, weil verkalkte Systeme

wesentlich mehr Strom verbrauchen, so das Unternehmen.

www.egoproducts.com

Das User Interface EGO TC Lite Slider SmartKii

bringt die Bedienphilosophie des Smartphones

ins Kochfeld.

Die EGO Chroma User Interfaces ist eine designorientierte

Touchscreen-Lösung für Backöfen, Waschmaschinen, Trockner

und Geschirrspüler im Mittelklasse-Segment.

10/11/2016 KÜCHENPLANER 85


Messe/Hausgeräte

+++ Messe-Ticker +++ Küchenzubehör +++

Spülen, Armaturen, Licht & Co. – die Neuheiten der Zubehöranbieter von den Herbstmessen in Ostwestfalen

Foto: Biermann

Das Etagenbecken „ Blanco Etagon“ bietet Gesprächsstoff:

Zwei integrierte Stufen schaffen im Zusammenspiel

mit speziellen Edelstahl-Schienen eine weitere Arbeitsebene.

Und die Frage „Wohin mit dem Spüllappen?“ ist

auch geklärt.

86 KÜCHENPLANER 10/11/2016


10/11/2016 KÜCHENPLANER 87


Messe/Hausgeräte

+++ Messe-Ticker +++ Küchenzubehör +++

Spülen, Armaturen, Licht & Co. – die Neuheiten der Zubehöranbieter von den Herbstmessen in Ostwestfalen

Die Volledelstahl-Armatur „Panera-S“ mit

Schlauchbrause vereint runde und eckige

Formen. Auf Knopfdruck lässt sich von Klarauf

Brausestrahl umschalten.

+++ „Schick und praktisch!“ – Wie viele Artikel in

Magazinen und auf Webseiten mit diesen Worten die

Kernkompetenzen einer modernen Küchenspüle beschreiben?

Man mag es gar nicht zählen. Dennoch

passt diese Zusammenfassung wie die berühmte Faust

aufs Auge. Und das mehr denn je. Auch Blanco zeigte

auf Gut Böckel, dass sich schickes Design und praktische

Funktionalität an der Küchenspüle hervorragend

ergänzen. Neueste Idee aus Oberderdingen ist

das Etagenbecken „Etagon“ (siehe Doppelseite zuvor),

das mit vergleichsweise einfachen Hilfsmitteln eine

zweite Arbeitsebene ins Becken bringt. Schnippeln

und Entsorgen wird so zu einem Arbeitsgang, und das

Backblech kann nun auch in Ruhe einweichen, ohne

auf der Arbeitsfläche stundenlang Platz zu blockieren.

„Etagon“ gibt es in Edelstahl Seidenglanz und in

„Silgranit PuraDur“. Als „High-End-Beckenkonzept“,

so beschreibt Blanco seine Neuheit, verfügt „Etagon“

auch über das neue Ablaufsystem „InFino“. Das Siebkörbchen

der Küchenspüle ist ein Thema, das im komplexen

System der Küchenplanung selten über eine

Statistenrolle hinauskommt. Im praktischen Küchenalltag

kann dieses Detail jedoch die Gemüter erhitzen.

Es geht schließlich um nichts weniger als um die

Reinigungsfreundlichkeit. Hier verspricht „InFino“ einen

von vielen Küchennutzern heiß ersehnten Nutzen.

Denn der flächenbündig gestaltete Ablauf reduziert

Ritzen und Spalten am „Herz der Spüle“ (O-Ton Blanco)

und erleichtert die Reinigung damit erheblich im Vergleich

zu herkömmlichen Varianten. Eingesetzt wird

„InFino“ zum Start in vielen hochwertigen Becken des

Herstellers. Und das in allen drei verfügbaren Materialien:

Edelstahl, Keramik und Silgranit PuraDur.

Die Edelstahl-Veredlung „Durinox“

wurde nochmals verfeinert.

Sieht edel

aus und ist

reinigungsfreundlich:

das deutlich

fugenfreier

gestaltete

Ablaufsystem

„ InFino“

von Blanco.

Weitere Neuheiten von Blanco sind die dritte Generation

des „AXenkonzept“ (siehe Bericht auf der gegenüberliegenden

Seite), die neue Voll-Edelstahl-Armatur

„Panera-S“ sowie die weiter veredelte Durinox-Oberfläche,

die sich jetzt noch etwas glatter anfühlt, noch

einen Hauch mehr glänzt und noch eine Stufe reinigungsfreundlicher

ist. Mit dem „Blanco SteelArt“-Unterbaubecken

„Zerox 700-U“ gibt es nun erstmals ein Einzelbecken

in Durinox-Veredelung. Bislang beschränkte

sich dies auf die eingeschweißten Becken. Ergänzt wurde

zudem die Palette der „Combi Colours“-Farben um

den Ton „Muskat“, und den „perfekten Rahmen“ in vorhandenen

Auszügen will das neue Abfalltrennsystem

„Flexon II“ bieten. www.blanco-germany.com/de +++

+++ Neue Farben und neue Modelle kombiniert auch

Schock in diesem Jahr mit grundlegenden Gedanken

zum Arbeitsplatz Nr. 1 in der Küche. Das Ergebnis heißt

„Prepstation“ und ist viel mehr als nur eine Spüle. Das

Vorbereitungszentrum für den Unterbau schafft durch

eine integrierte Arbeitsfläche und eine Reihe durchdachter

Accessoires zusätzliche Funktionen und stellt

den gesamten Vorbereitungsprozess des Kochens in

den Mittelpunkt. Dafür wurden Arbeitsabläufe optimiert

und Arbeitsschritte gebündelt. Ausgangspunkt

des kreativen Brainstormings war die forsche Idee,

„das Konzept Spüle neu zu denken“. Die „Prepstation“

verfügt über 1,5 Spülbecken bei einem Ausschnittmaß

von 112 x 44 cm (Gesamtbreite 120 cm). Eine separate

Armatur mit zusätzlicher Seitenbrause, die in ähnlicher

Form auch in professionellen Küchen eingesetzt

wird, erweitert den Aktionsradius für die Küchennutzer.

Auf eine Armaturenbank verzichtet das Konzept.

88 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Anzeige

Elegant

wie nie zuvor

„Blanco Axia III 6 S“

aus Silgranit PuraDur in Weiß

mit dem neuen Ablaufsystem „InFino“.

Fotos: Blanco

Blanco präsentiert die dritte Generation des erfolgreichen

„AXen“-Konzepts: mit zwei Silgranit-Modellen im grundlegend

neuen Design sowie Neuerungen für sämtliche „AXen“-Modelle

in Edelstahl.

Neu im umfangreichen Zubehör-Angebot

ist u. a. das Brücken schneidbrett aus

Esche-Compound.

Die Silgranit-Spüle „Axia III 6 S“ zeigt

sich so elegant wie nie zuvor. Dem neuen

Design liegt eine klare, puristische

Formensprache zugrunde, die mit einer

nochmals verbesserten Funktionalität

einhergeht. So lassen die reduzierten

Eck- und Bodenradien eine markante Optik

entstehen und wirken sich zudem positiv

auf Flächennutzung und Volumen

aus. Neben der Abtropffläche, die jetzt

noch größer und rillenfrei gestaltet ist,

schließt sich das geräumige Hauptbecken

an. Dessen Bodenfläche lässt sich

aufgrund der neuen Beckengeometrie

vollständig nutzen – wie auch im Zusatzbecken.

Der ausgesprochen schmale und

zugleich flache Spülenrand unterstreicht

das moderne Gesamterscheinungsbild.

Für Hobbyköche, die ein extra großes

Becken bevorzugen, bietet das „AXen“-

Konzept erstmals ein XL-Modell aus Verbundwerkstoff

an.

I-Tüpfelchen der „Axia III“-Ausführungen

ist das Ablaufsystem „InFino“:

Die Bedienung ist intuitiv und geschieht

mit einer einfachen Drehbewegung. Mit

seinem modernen, flächig angelegten

Design trägt „InFino“ zur ausgewogenen

Optik der gesamten Spüle bei.

Zugewinn mit Zubehör

Fester Bestandteil des neuen „AXen“-

Konzepts ist das hochwertige Zubehör,

das Blanco-typisch exakt auf die verschiedenen

Nutzungsmöglichkeiten an

der Spüle abgestimmt und jetzt noch variabler

ist. Dazu zählt zum Beispiel als

besonderes Schmuckstück ein Brückenschneidbrett.

Ausgeführt in moderner

Compound-Technologie begeistert es mit

filigraner Eleganz und edler Holz-Oberfläche.

Mit seiner beidseitigen Beschichtung

in schnittfestem Esche-Furnier erweist es

sich als robustes Utensil im Küchenalltag.

Das neue Schneidbrett lässt sich frei

über die Längsachse der Spüle verschieben

und ist dank seines Leichtgewichts

und dezenter Gleitfüßchen komfortabel

im Gebrauch. Genutzt werden kann es

auch auf der Arbeitsplatte. Ebenso zählen

zum Zubehör-Sortiment ein dekoratives

Glasschneidbrett in vollflächigem Weiß

sowie eine neu konzipierte Edelstahl-Multifunktionsschale,

die sich in das Hauptbecken

einhängen, verschieben oder auch

im Restebecken platzieren lässt.

Auch die erst unlängst umfänglich

neu gestalteten Edelstahl-Modelle des

„AXen“-Konzepts profitieren von einigen

Neuerungen: So erhalten alle fünf Ausführungen,

inklusive Dampfgar-Edition,

das innovative, bündig integrierte Ablaufsystem

Blanco „InFino“.

In allen drei Materialien

Premiere feierte das „AXen“-Konzept

von Blanco bereits vor 15 Jahren. Seitdem

wird es stetig weiterentwickelt und zeitgemäßen

Nutzergewohnheiten angepasst.

„AXen“-Spülen gibt es in den drei Materialien

Edelstahl, Silgranit und Keramik

und für alle Unterschrankgrößen.

www.blanco-germany.com/de

10/11/2016 KÜCHENPLANER 89


Messe/Hausgeräte

+++ Messe-Ticker +++ Küchenzubehör +++

Spülen, Armaturen, Licht & Co. – die Neuheiten der Zubehöranbieter von den Herbstmessen in Ostwestfalen

Mit der „Prepstation“ aus

Cristadur stellt Schock den

gesamten Vorbereitungsprozess

des Kochens in den Mittelpunkt.

Durchdachtes Zubehör

gehört zur Strategie.

Koch Michael Gasper

(www.gasper-cuisine.de)

demonstrierte auf der area30

die Praktikabilität.

Dafür bietet es Platz für große Gastro-Teile. „Mit der

‚Prepstation‘ haben wir quasi eine Verlängerung der

Arbeitsplatte mit praktischem Zusatznutzen geschaffen.

Anstatt Platz im Arbeitsbereich zu nehmen, können

wir mit diesem Produkt Raum für die Vorbereitung

frischer Lebensmittel schaffen“, sagt Sven- Michael

Funck, stellvertretender Geschäftsführer von Schock.

Neben der „Prepstation“ wurden auf der area30

weitere vier zentrale Produktneuheiten vorgestellt.

Weil Grau gerade DIE Küchenfarbe ist, hat Schock die

beiden Farben „Asphalt“ (für „Cristalite Plus“) und

„ Silverstone“ (für Cristadur) neu aufgenommen. Das

neue Spülen-Design „Wembley“ (in Cristadur) setzt mit

seinen großzügigen Radien und besonders weichen,

fließenden Formen neue Akzente. Über eine Reihe cleverer

Begleiter verfügt die neue „Mono D-100XS“. Dazu

zählen u. a. ein Haltegitter, das sich sowohl zum Trocknen

von Geschirr als auch zum Abstellen von heißen

Töpfen eignet, sowie ein Holzschneidbrett, welches in

der Spüle platziert werden kann. Erweitert wurde zudem

die Möglichkeit, Armaturen und Spülen optisch

aufeinander abzustimmen. Der rötlich metallische Ton

„Copper“ wurde um zwei weitere Farbnuancen ergänzt.

Die Sichtteile sind jetzt auch in Edelstahl-Optik erhältlich.

Ein weiteres Highlight: Die edlen Design-Armaturen

„Dion“ und „Neilos“, die es auch im schwarz-metallischen

Ton „Gunmetal“ gibt. www.schock.de +++

+++ Die „Best of “-Statistik von systemceram sieht aktuell

so aus: „Stema 80“ vor „Mera 90“ und „Genea 100“.

Bis die aktuelle Messeneuheit von der area30 dem Führungstrio

auf den Pelz rückt, dürfte noch so mancher

Kubikmeter Feinsteinzeug in Siershahn gebrannt werden.

Das Potenzial dafür hat die „Bela 78“ aber allemal.

Denn konzipiert wurde sie bewusst für das konsumige

„Silverstone“

(Foto) heißt

eine von zwei

neuen Spülenfarben,

die den

Trend zu Grau

aufnehmen.

„Asphalt“ heißt

die andere.

Neu: „Bela 78“ von systemceram.

Segment des Marktes. Und das nach Befragung ausgewählter

Fachhändler, die das „Was fehlt euch noch?“

zielgerichtet beantworteten. „Bela 78“ ist 78 cm breit

und passt bereits in 45 cm breite Unterschränke. Der

Beckenraum misst trotzdem 38 x 34 cm und bietet damit

so viel Platz, dass ein Backblech diagonal hineinpasst.

Die Linienführung der Spüle wirkt ruhig, die

obere Abflussrille nimmt die waagerechte Linie von

Restebecken und Hahnlochbank auf. Als Zubehör gibt

es eine Faltmatte aus Edelstahl sowie einen Spülkorb

im Maß eines Gastronomiebehälters. Zur Verfügung

steht „Bela 78“ in den bekannten systemceram-Farben.

Hier lautet die interne Hitliste übrigens: 1. „Schiefer“

(Anthrazit), 2. „Weiß glänzend“ - und 3. „Magnolie“,

allerdings dicht gefolgt vom matten Schwarz „Nigra“.

www.systemceram.de +++

+++ „Mythos, „Maris“ und „Smart“ heißen die Linien

von Franke, die diverse Produkte rund um die Wasserstelle

und/oder den Dunstabzug in den optisch einheitlichen

Zusammenhang stellen. Eins der wichtigsten

Themen im house4kitchen war darauf basierend,

dass die Kunden Franke nicht mehr allein als Anbieter

von Küchenspülen und/oder Dunstabzügen wahrnehmen,

sondern als Systemanbieter. Dazu zählt auch

das modulare Konzept „Frames by Franke“, dem sich

in Deutschland und Österreich aktuell rund 120 Handelspartner

angeschlossen haben, wie Stefan Kükenhöhner

berichtet. Der Ex-Hettich-Manager ist seit dem

1. September neuer Geschäftsführer der Franke GmbH

und Nachfolger von Klaus Stiegeler.

Im Segment „Spülcenter“ ergänzte „Systemanbieter

Franke“ zur Messe die Linien „Maris“, „Mythos“ und

„Smart“ um hochwertige Lösungen. Neu ist u. a. die

„Maris“ XL-Spüle aus Fragranit. Um neue Modelle er-

90 KÜCHENPLANER 10/11/2016


UNBOTTLED WATER

STILL, MEDIUM ODER SPRUDELND

REFRESH WITH GROHE BLUE HOME

Ein elegantes, intelligentes System, das Trinkwasser in den reinsten, durstlöschenden Genuss

verwandelt. Ob still, medium oder sprudelnd – Ihre Kunden können Wasser ganz nach

individuellem Geschmack genießen. GROHE Blue Home besitzt einen einfachen, intuitiven

Mechanismus, der Trinkwasser auf Knopfdruck mit Kohlensäure versetzt. Für köstliches, frisch

gefiltertes und gekühltes Wasser!


Messe/Hausgeräte

+++ Messe-Ticker +++ Küchenzubehör +++

Spülen, Armaturen, Licht & Co. – die Neuheiten der Zubehöranbieter von den Herbstmessen in Ostwestfalen

Erster Auftritt unter dem Franke- Logo:

Stefan Kükenhöhner ist neuer Geschäftsführer

in Bad Säckingen.

Um zu gewährleisten,

dass „Grohe Blue-

Wasser“ nicht mit ungefiltertem

Wasser

oder Metallteilen nach

dem Filtern in Berührung

kommt, verfügt

die Armatur über zwei

getrennte Wasserwege: einen für normales

Leitungswasser und einen für Trinkwasser.

weitert wurde auch das Sortiment der Edelstahlspülen.

Dazu zählen drei „Argos“-Spülen sowie zwei Becken

der Linie „Franke Box“. Auch die Fragranitspülen

erfahren Zuwachs. Zudem sind künftig alle Fragranit-

Premiumspülen ab Werk mit dem patentierten Franke

Druckknopfventil ausgestattet. Ebenfalls gezeigt wurden

im house4kitchen Neuheiten aus dem Segment der

semiprofessionellen Armaturen. In zwei Größen, als

massive Edelstahl-Ausführung oder mit Chromoberfläche,

ist das Modell „Panera“ erhältlich. Ausgestattet

ist die Armatur mit einer Auszugsbrause samt Magnethalterung.

Die High-End Armatur „Crystal“ setzt den

Farb- und Materialmix der gleichnamigen Designspüle

fort: Schwarze oder weiße Glaselemente treffen auf

hochwertigen Edelstahl oder Chrom. Das mit eigenständiger

Markenpräsenz in Szene gesetzte Sortiment von

KWC rundete den Messeauftritt ab. www.franke.de +++

+++ Die Spülenfamilie „Subway“ zählt im Hause

Villeroy & Boch zu den Erfolgsmodellen. Jetzt wurde

die Serie mit einer weiteren Variante abgerundet: Die

„Subway 45 Compact“ eignet sich vor allem für kleine

Küchen. Platz für einen eingebauten Seifenspender

aus Edelstahl bleibt dennoch. Zur „Subway-Serie“ gehören

nun Keramikspülen für die Unterschrankgrößen

in 45, 50, 60 und 80 cm in verschiedenen Beckenausführungen,

Einbauvarianten und Farben. Erweitert

wurde zur Messe im MAZ Löhne auch das Armaturenprogramm.

Neu sind die Modelle „Finera“ und „Finera

Square“. Sowohl die eckige als auch die runde Variante

ist aus massivem Edelstahl. Für die moderne

Küchengestaltung bieten sich auch die Einhandmischer

der Armaturenfamilie „Como“ an. Mit herausziehbarer

Schlauchbrause und dem umschaltbaren Brausekopf ist

das neue Modell „Como Switch“ eine Ergänzung zum

bestehenden Sortiment. www.villeroy-boch.de +++

Franke hat die neue „Maris XL“ (Modell MRG 611-78) aus Fragranit

kompakt gestaltet – und doch bietet das großzügige Becken Platz

für ein Backblech.

Zuwachs in der

Spülenfamilie

„Subway“: Das

Keramikmodell

„Subway 45

Compact“ eignet

sich für

den 45 Zentimeter

breiten

Unterschrank.

+++ Das „Grohe Blue Wassersystem“ liefert gefiltertes,

gekühltes und mit Kohlensäure angereichertes Wasser.

Nun hat der Armaturenhersteller das System „Grohe

Blue Home“ eingeführt. Es hat den Vorteil, dass der

Kühler um 43 Prozent verkleinert wurde und jetzt aussieht

wie der Tower eines Rechners. Dadurch passt es 1.

problemlos in den Unterschrank und 2. ist noch Platz

für ein Abfallsystem vorhanden. Dazu sind die C0 2

-Kartusche

und der Filter bereits in den Kühler integriert.

Diese beiden Elemente wurden vorher separat platziert.

Der Filter kann problemlos eingeklinkt werden. Die

Kartusche wird in die dafür vorgesehene Einrichtung

eingeschoben. Bei der Bedienung hat Grohe auf einfachen

Komfort geachtet. Die Kühltemperatur kann je

nach Wunsch eingestellt werden. Über den Hebel auf

der rechten Seite der Grohe Blue kann das normale Leitungswasser

– warm oder kalt – gezapft werden, und

auf der linken Seite wird das gefilterte, gekühlte oder

Kohlensäure versetzte Wasser geregelt. Die Farbe der

LED-Anzeige am Griff weist darauf hin, für welches

Mischverhältnis sich der Nutzer entschieden hat – ob

still, medium, oder prickelnd. www.grohe.de +++

+++ Der griechische Zubehörspezialist Pyramis hatte

zur area30 die neuen Edelstahlspülen „Alea“, die Granitspülen

„Tetragon“ und fünf neue Edelstahl-Armaturen

mit im Gepäck. Das Design der „Alea“ sei markant, modern

und anders, heißt es vonseiten des Unternehmens.

„Die Linien der Abtropffläche scheinen sich in Richtung

zum Becken hin im Nichts aufzulösen“, sagt Stephan

Müller, Geschäftsführer Pyramis Deutschland. Technisch

sei es nicht einfach gewesen, die Linien nach und

nach „verschwinden zu lassen“. Pyramis bietet aktuell

vier Modelle in den Größen 86 x 50 – mit einem und

zwei Becken – sowie 79 x 50 und 100 x 50 Zentimeter an.

Alle Spülen sind mit Becken links oder rechts einbaubar.

92 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Aus robustem „Pyragranite“ sind die „Tetragon“-Becken

gefertigt. Zur Auswahl stehen die gängigen Größen

40 x 40 und 50 x 40 cm. Ergänzt wird das Pyramis-

Programm durch fünf Hochdruck-Einhebelmischer aus

Edelstahl: Da ist die kantige „Cecilia“, die um 90 Grad

gewinkelten „Mandolin“ und „Capriccio“-Brause sowie

die „Verismo“ mit dem hohen Auslauf. Bei den beiden

Modellen der „Fusion“ sind Teile der Armatur schwarz

glänzend ausgeführt. www.pyramisgroup.de +++

+++ Der inzwischen bekannteste Schuh der Küchenbranche

kommt von Lechner. Es handelt sich um einen

ausgeschnittenen Damenschuh mit höherem Absatz –

in der Mehrzahl, so treten sie meist auf, als „Pumps“

bezeichnet. Dieses Artefakt der stilvollen Fußbekleidung

spielt eine der Hauptrollen im TV-Spot und den

aktuellen Anzeigenmotiven des Unternehmens. Und

das stets in Kombination mit der Glasarbeitsplatte

„Brass“, deren Messington auch auf der area30 viele

Blicke auf sich zog. In Löhne wurde die neue Werbe-

Ikone nun das erste Mal live gezeigt. Natürlich mit

Schuh. Beide, roter Schuh und messingfarbige Arbeitsfläche,

fügten sich bestens in das Ambiente des Messestands

ein. Gestaltet war dieser in einem loftig anmutenden

„Industrial Style“ mit Backsteinwänden, großen

schwarzen Industrieleuchten und echten Stahlträgern.

Eine weitere Neuheit für die individuelle Küchenplanung

haben die Arbeitsplattenspezialisten aus Rothenburg

o.d. Tauber zusammen mit dem Nachbarn

AEG konzipiert. Nur wenige Kilometer von der Lechner-Zentrale

entfernt befindet sich das Kompetenzzentrum

„Kochen“ von Electrolux. Die vorgestellte Neuheit

heißt „Pure Fullfit Customized“. Lechner sagt dazu

„die Verschmelzung von Kochfeld und Arbeitsplatte“.

Denn erstmals können die Arbeitsfläche und das integrierte

Kochfeld (von AEG) individuell konfektioniert

werden. Erhältlich sind die Induktionskochfelder „CU“

in den beiden Breiten 90 und 120 cm. Die Tiefe der Glaskeramik

ist zwischen 601 bis 890 mm frei wählbar und

wird von AEG nach Planerwunsch produziert. Kombinieren

lassen sich die Kochfelder mit den Lechner-Materialien

Naturstein, Quarzstein und Keramik sowie

Mineralwerkstoff und Lamina.

Die Dekor-Neuheiten von Lechner zogen sich durch

alle angebotenen Materialien (Naturstein, Keramik,

Glas, Holz sowie Laminat / Compact). Neue Motive gibt

es auch bei den Nischenrückwänden aus Glas und Laminat.

Und apropos Glas: Die Glasarbeitsplatte „Brass“

ist wie das gesamte Lechner-Sortiment seit dem 1. Oktober

lieferbar. Wahlweise in der Ausführung „klar“

oder „satiniert“. www.mylechner.de +++

+++ Mit den aktuellen Modellen der „Cin-Nagranit“-

Spülenserie baut Naber sein Composite-Programm

aus. Lieferbar sind diverse Varianten in sechs eleganten

Farben mit wohnlichem Flair. Farbgleich konzipiert

wurden die Armaturen der „Gramix“-Serie. Unverändert

stark nachgefragt werden zudem Modelle in

BETONart - BETONt anders

BETONart wird hauptsächlich zu Küchenarbeitsplatten

BETONart ist eine Oberfläche, die die Haptik von

und Theken verarbeitet.

Beton mit den positiven Eigenschaften von

Außerdem ist das Material gut geeignet für Bad und

Quarzstein kombiniert.

Büromöbel, Fußböden, Treppen, Fensterbänke, Tische

und sonstige Innenausstattungen.

BETONart ist ein Kunststein, welcher zu 93% aus

natürlichem Quarz besteht.

Wir fertigen gerne Ihre Ideen.

Marmor - Center GmbH

Spitalstraße 37

98630 Römhild

Tel. +49 (0) 36948 / 22 76-0 Fax +49 (0) 36948 / 22 76-10

www.marmor-center.de

email: info@marmor-center.de


Messe/Hausgeräte

+++ Messe-Ticker +++ Küchenzubehör +++

Spülen, Armaturen, Licht & Co. – die Neuheiten der Zubehöranbieter von den Herbstmessen in Ostwestfalen

Stephan Müller, Geschäftsführer Pyramis

Deutschland, präsentiert die area30-Neuheiten.

Dazu zählen u.a. die Edelstahlspülen „Alea“

(Foto oben links), deren Linien der Abtropffläche

zum Becken auslaufen.

Eine der Neuheiten von Naber: Die Composite-Spülenserie

„Cin-Nagranit“ gibt es in sechs

wohnlichen Farben.

Chrom und Edelstahlfinish. Dieses Segment ergänzt

der Zubehörspezialist aus Nordhorn im „Linea“-Eigenmarkenprogramm

mit Neuheiten wie „Cico M“, „Pepe“,

„Dritto“ und „Dutti“. Neuigkeiten gibt es aber auch bei

den Marken Ideal Standard, Kludi und Hansgrohe mit

den Modellen „Ceraplan“, „Zenta XL“ sowie „Talis“.

Die Licht-Präsentation von Naber auf Messen ist seit

vielen Jahren ein stark frequentierter Treffpunkt für

LED-Lichtplaner, die sanft schimmerndes Licht und

markantes Flächenlicht in ein steuerungstechnisches

Gesamtkonzept einbinden müssen oder wollen. Die

Hauptrollen in diesem Jahr spielten das Repertoire

der „LUMICA ® “ Farbwechselstrahler-Palette mit „Piatto

LED“ und „Yolo Neo LED“ als Newcomer – sowie abgestimmte

Steuerungssysteme wie z. B. die „Wifi LED

Control-Box“. Steuerungstechnisch noch ein Level höher

schaltet die smarte Bluetooth-Lösung. Dabei handelt

es sich um eine drahtlose Kommunikation, die

über eine Smartphone-App aktiviert wird. Alle angeschlossenen

LED-Leuchten können durch Konverterketten

über Bluetooth miteinander verbunden werden.

Als großflächige Hochvolt-Panel-Deckenleuchte zog auf

dem Messestand der area30 zudem die Window-LED

viele Blicke auf sich. Ihr Nutzen sei unter anderem ein

„Pure Fullfit Customized“: Kochfeld und Arbeitsplatte

lassen sich in der Tiefe individuell konfektionieren.

Dabei kooperieren Lechner und AEG.

Die viel beachtete Glasarbeitsplatte „Brass“, Mittelpunkt

der umfangreichen Lechner-Werbestrategie, ist seit dem

1. Oktober lieferfähig.

Bei Naber lassen sich

bedarfsgerechte Licht-

Szenarien jetzt auch

kabellos per App und

Bluetooth steuern.

Das reduziert das Maß

der zu verlegenden

Kabel deutlich.

hoher Montagekomfort, erläutert Naber. Zudem gehöre

der Lampenwechsel damit der Vergangenheit an.

Als wegweisende Lösung genießt die „THERMOBOX“

mit integrierter „ShutterTec“-Wärmerückhaltetechnik

unverändert hohe Aufmerksamkeit. Konnte sich

das Bauteil doch noch vor der area30 mit dem Prädikat

„Iconic Award Winner 2016“ in der Kategorie „Building

Technologies“ die sechste Designauszeichnung in

Folge sichern. Konzipiert für 125er- und 150er-Mauerkästen

von Naber, ist sie sowohl integriert in ein komplettes

Mauerkasten-Set mit Rundrohr- oder Flachkanalstutzen

sowie als nachrüstbares Einzelbauteil

lieferbar. Kombiniert werden können die Mauerkasten-

Sets mit der neuen Außenjalousie „E-Jal Col ® 125/150“.

„Sie ist eine Bereicherung für die kreative Fassadengestaltung“,

betont der Anbieter. Als Wind- und Wetterschutz

mit strömungsoptimierten Lamellen passe sie

sich bei Neubauten sowie bei der Sanierung von Bestandsbauten

zeitgemäßer Architektursprache optimal

an. www.naber.de +++

+++ In diesem Jahr drehte sich beim Zubehörspezialisten

Vogt viel um die Idee „black&white“. So lautete

das Messemotto. Inspirieren ließen sich Geschäftsfüh-

94 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Anzeige

Geschichte wird gemacht -

KüchenTreff und die Einbauküche

Foto: KüchenTreff

Ein Blick in die Vergangenheit

steht derzeit auf dem Programm

von KüchenTreff. Der Verband feiert

den 90. Geburtstag der Einbauküche

mit einem Blog (www.90-jahre-kueche.de),

der ihre Geschichte

mit spannenden News, Fotos, Anekdoten

und Rezepten beleuchtet.

Auch auf der area30 öffnete

Küchen Treff ein Fenster in die Vergangenheit

und zeigte auf verschiedenen

Schautafeln die Entwicklung

von der revolutionären „Frankfurter

Küche“ aus den 1920er-Jahren

über die Colani-Kugelküche im

Hippie-Look bis hin zur vernetzten

Küche von heute. Der historische

Blick zurück kommt bei Kunden

und Händlern so gut an, dass auch

der neue Prospekt im Vintage-Look

aufgemacht ist.

Außerdem hat der Verband eine

Sonderaktion gestartet: Jeder Küchenkäufer

erhält beim Kauf einer

neuen Küche einen „Küchenhelfer“

dazu. Dass die Geschichte weitergeht

und Nostalgie zwar schön

anzusehen, aber nicht unbedingt

praktisch ist, weiß man bei KüchenTreff

selbstverständlich auch:

Stellvertretend für die aktuellen

Trends zeigte KüchenTreff auf der

area30 seine „edition20“, die es an

nichts missen lässt, was eine moderne

Küche ausmacht – und arbeitet

damit mit Nachdruck an der Geschichte

von morgen.

www.kuechentreff.de

Gut besucht:

Der Messestand

von KüchenTreff

auf der area30

in Löhne.

rer Mathias Meloh und sein Team von der Unterbauleuchte

„LED Key“ – denn die gibt es eben in Schwarz

und in Weiß. Und da sich diese Gestaltungslinie in vielen

anderen Bereichen des Lebens und des Wohnens

wiederfindet, wurde daraus ein Konzept mit entsprechend

ausgewähltem Zubehör.

Ausgebaut wurde die Armatur-Eigenmarke

„ TopLine“. Neu eingeführt wurde zudem die Eigenmarke-Linie

„ProBasic“ mit den Armaturen „Marco“,

„ Isabella“ und „Luzzi“. Positioniert ist diese Linie im

Preiseinstieg. Parallel dazu pflegt Vogt ein starkes Angebot

an Markenarmaturen.

Im Segment der Dunstabzugshauben hat sich Vogt

auf das anspruchsvollere Marktsegment spezialisiert

und arbeitet hier eng mit dem Lieferanten Airforce zusammen.

Neu bei den Muldenlüftern ist die Modell-

Variante „Centrale“ mit einer mittig im Kochfeld platzierten

flächenbündigen Absaugzone.

Aus dem breit angelegten Angebot an LED-Leuchten

lugt besonders die Flächen-LED-Leuchte „Lido“ hervor.

Und natürlich die Unterbauleuchten „LED Key“ –

es gibt sie in Schwarz und in Weiß. Näheres listet das

Vogt-Verkaufsbuch auf, das diesmal entgegen der üblichen

Gepflogenheiten nicht nach sondern zur Messe

in Löhne vorlag. Alle Preise gelten seit dem 1. Oktober.

www.vogtwelt.de +++

+++ Im Meer an Neuheiten bleiben Produkte, die polarisieren,

besonders gut in Erinnerung. Die in den

Möbelsockel integrierbare Futterstation „DoggiSokki“

von Sagemüller & Rohrer ist so ein Beispiel. Die einen

schütteln fassungslos den Kopf, die anderen sind hin

und weg vor Begeisterung – und ordern. Geschäftsführer

Manfred Staubach ist mit dem Erfolg des Produkts

jedenfalls sehr zufrieden. Aktuell treiben ihn zudem

die Themen „Abluftführung bei Tischlüftungen“ und

„Sockeldurchlässe“ um. Ganz neu ist ein Metallbauteil,

das die Zwangsbelüftung des Möbelsockels realisiert.

Jedes dieser Bauteile verfügt über eine große Öffnung,

wobei zwei Blenden den Einblick von oben verwehren.

Sind zwei von den Metallbauteilen in die Sockelblende

integriert, wird die Luft automatisch ausgetauscht.

Platziert werden sollten sie möglichst nahe beim Luftaustritt.

www.sagero.de +++

+++ Was wäre wenn . . . wenn alle Bedienungselement

für Kochfeld, Haube, Höhenverstellung der Kücheninsel,

Beleuchtung und Heißwasser-Armatur zentral zu-

10/11/2016 KÜCHENPLANER 95


Messe/Hausgeräte

+++ Messe-Ticker +++ Küchenzubehör +++

Spülen, Armaturen, Licht & Co. – die Neuheiten der Zubehöranbieter von den Herbstmessen in Ostwestfalen

So könnte eine zentrale

Bedieneinheit

zum Management

von Wasser, Geräten

und Licht aussehen.

Eine Idee von

Sedia Küchen technik

unter der Überschrift

„Raum für Visionen“.

600 mm lang, 200 mm breit und 8 mm

hoch: „Lido“ ist eine neue Flächen-

LED-Leuchte von Vogt für den Unterbau.

Der Rahmen ist in Alu-Optik.

sammengefasst wären? Auf einer Glaskeramikfläche

von der Größe eines Domino-Kochfelds. Wie das aussehen

könnte, zeigte Sedia Küchentechnik im „Raum

für Visionen“ auf der area30. Wobei Geschäftsführerin

Dr. Brigitte Kornmüller augenzwinkernd einräumte,

dass man bei der Darstellung von Visionen

stets „Gefahr“ läuft, von der Realität überholt zu werden.

Sei’s drum. Auf jeden Fall in der Realität angekommen

sind die vielfältigen Hauben-Aktivitäten von

Sedia. Mit Airforce arbeitet das Unternehmen zusammen

und neu auch mit Thermacook. Das Unternehmen

ist im Zuge der Geschäftsaufgabe der Marke Teka im

Jahr 2012 aus einem Management-by-out entstanden.

Mit dem Kompetenzschwerpunkt Kochfelder. Kochfeldabzüge

von Thermacook vertreibt Sedia exklusiv.

Ebenso wie die „Invvitec“-Hauben mit einem innen

liegenden Lüfterrad, das wie eine Jet-Düse funktioniert

(„Eco-Jet-System“) und Fett, Wasser und Partikel

mit hoher Geschwindigkeit separiert. „So gelangt alles

in eine Auffangschale statt im Aktivkohlefilter“, erläutert

Dr. Brigitte Kornmüller das Wirkprinzip, das

dem einer Salatschleuder ähnelt. Der Fettabscheidegrad

der „Invvitec“-Hauben liegt laut Hersteller bei

95 %, eingestuft sind die Geräte in Energieeffizienzklasse

A ++ . Hinter „Invvitec“ steckt als Entwickler einer

der beiden ursprünglichen berbel-Gründer: Udo

Berling. Die Invvitec GmbH wiederum ist ein Unternehmen

der Inovvida Holding GmbH – und diese Unternehmensgruppe

habe sich das Ziel gesetzt, Innovationen

für Licht- und Lufttechnik zu entwickeln.

„Invvitec“-Hauben gibt es als Kopffreihaube mit Glasschirm

sowie als Wand- und Inselhaube. Das „Eco-Jet-

System“-Modul aus Kunststoff ist stets identisch. Der

Exklsiv-Vertrieb von Sedia bezieht sich auf Deutschland.

www.sedia-kuechentechnik.de +++

Sedia-Geschäftsführerin Dr. Brigitte

Kornmüller (Foto) ist von der Effizienz

der Invvitec-Hauben mit „Eco-Jet-

System“ überzeugt. Der Zubehörspezialist

hat sich die Exklusiv-Vertriebsrechte

für Deutschland gesichert.

Mauerkästen und

Sockeldurchlässe:

Sagemüller &

Rohrer präsentiert

Ideen dafür.

+++ area30 statt MAZ und eine deutliche Verringerung

der Ausstellungsfläche – so präsentierte sich

rKüchentechnik im Messeherbst. Auch wenn weniger

Platz zur Verfügung stand als in den Vorjahren, demonstrierte

das Unternehmen doch einmal mehr seinen

praktisch orientierten Ideenreichtum. Dazu zählt

u. a. „Die atmende Fuge“, ein Profil für den Trockenbau.

Damit lässt sich 1. eine gleichmäßige Fuge realisieren

und 2. die kontrollierte Zwangsbelüftung gewährleisten.

Geliefert werden die Wabenplatten montagefertig

inklusive Gehrungsschnitte. Als Alternative zur klassischen

Fernbedienung zeigte „rkt“ zudem seinen neuen

„Zauberwürfel“, mit dem sich z. B. Licht und Hauben

steuern lassen. Im Haubensegment selbst ist das

Modell „Carma Evolo“ neu. Das besondere dabei: Es

handelt sich um eine Voll-Aluminium-Dunsthaube mit

3 mm Materialstärke, die in ihrer Basisversion sowohl

als Wand-, Inselhaube oder Deckenlüfter verwendet

werden kann. Geliefert wird sie auch in Breiten nach

individueller Vorgabe. Die im letzten Jahr noch als Prototyp

vorgestellten Deckenlüfter-Module mit Flächen-

LED sind jetzt lieferfähig. www.yourorder.de +++

+++ Die Unterbauleuchte „Dynamic LED Squash“ kombiniert

ein schlankes Design mit modernster Technik.

Die Lichtfarbe lässt sich je nach Bedarf, Tageszeit

und Stimmung individuell einstellen. „Und das

ohne sichtbare Lichtpunkte“, erläutert Hersteller Hera.

Eine blendfreie und gleichmäßige Ausleuchtung von

240 Lumen entspricht bei nur 4 Watt einer 25-W-Halogen-Beleuchtung

und sorgt für ein angenehmes Arbeits-

und Wohlfühllicht. Einen zusätzlichen Komfort,

ohne die filigrane Optik der Leuchte negativ zu beeinflussen,

bietet der nicht sichtbare Schalter namens Sonar,

der für das Schalten und stufenlose Dimmen sorgt.

96 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Praktische Neuheit von rKüchentechnik:

die „atmende Fuge“, ein Profil mit

Wabenelementen, für den sauberen

Trockenbau. Kontrollierte Zwangsbelüftung

inklusive.

Leuchtet ohne

sichtbare Lichtpunkte:

Unterbauleuchte

„Dynamic LED

Squash“ von

Hera.

Marketing- und Vertriebsleiter

Daniel

Hörnes präsentiert

den Zugauslauf

„ Quooker Flex“.

Dank Plug&Play ist die Kombination mit weiteren modularen

Dimm-Controllern (per Funk, WiFi oder DALI)

sowie 24-V-Leuchten aus dem Hera-Programm möglich.

www.hera-online.de +++

+++ Der Kochend-Wasser-Hahn von Quooker ist um den

Zugauslauf „Quooker Flex“ für warmes und kaltes Wasser

erweitert worden. Wichtigstes Entwicklungskriterium:

die Sicherheit. So ist der Zufluss von kochendem

Wasser während der Benutzung des Zugauslaufs automatisch

blockiert. Dieses kann grundsätzlich nur bei

eingefahrenem Flexschlauch aus dem festen Hahn

gezapft werden. Darüber hinaus sorgt der „Quooker

Flex“ wie alle Quooker-Produkte mit kindersicherem

Doppel-Drück-Dreh-Bedienknopf und nicht-massivem

Spraystrahl für Sicherheit. Der doppelwandige Auslauf

isoliert auch die Außenseite des Hahnes zuverlässig,

der somit jederzeit problemlos berührt werden

kann. „Durch die Erweiterung des Zugauslaufs

sind wir einmal mehr den Anforderungen des deutschen

Marktes gerecht geworden“, sagt Daniel Hörnes,

Vertriebs- und Marketingleiter Quooker Deutschland.

www.quooker.de +++

+++ Ein Hahn, drei Möglichkeiten: Der „Zip HydroTap“

von Clage ist ein Trinkwassersystem, das den Kauf

von Wasserflaschen überflüssig machen soll. Das System

liefert kochendes, gekühltes und mit Kohlensäure

versetztes Wasser. Die Bedienung der Armatur erfolgt

intuitiv. Installiert wird die Armatur entweder

am Spülbecken oder alleinstehend in Verbindung mit

einem Tableau. Besondere Features sind die blau und

rot beleuchteten Tasten. Das Untertischgerät sei wartungsfreundlich

konstruiert und verschwindet im Unterschrank,

erläutert das Unternehmen. Und die Anschlüsse

seien leicht zugänglich und der Austausch

der Filterkartuschen erfolge problemlos. Dazu sorge

das Touchdisplay beim Untertischgerät für unkomplizierte

Einstellungen und automatische Funk tionsüberwachung

für eine energieeffiziente Betriebsweise.

www.clage.de +++

+++ Die Küchenarmatur „Sync“ von Dornbracht ist eine

Pull-down-Armatur mit Brausefunktion. Der nach unten

ausziehbare Auslauf dieses Funk tions typs vergrößert

den Aktionsradius. Wesentlicher Vorteil der neuen

Pull-down-Armatur ist ihr nach unten ausziehbarer

Auslauf, der sich durch den flexiblen Auszugschlauch

komfortabel zum jeweiligen Einsatzort lenken lässt.

Eine matt-schwarze, temperaturisolierte Grifffläche

lenkt die Hand des Anwenders intuitiv zum Auszugselement.

Für zusätzlichen Spielraum sorgen der 360-Grad-

Schwenkradius von „Sync“ sowie der hohe Auslauf und

die weite Ausladung der Armatur. Dazu bietet die Armatur

je nach Verwendungszweck zwei Strahlarten: einen

natürlichen, klaren Laminarstrahl und einen kräftigen

Brausestrahl. Die Brause wurde eigens von Dornbracht

entwickelt, um das schlanke Auslauf-Design von

nur 28 mm Durchmesser umzusetzen. Die Umstellung

zwischen Laminar- und Brausestrahl erfolgt per Knopfdruck

auf der Rückseite des Auszugselements. Dabei

erleichtern der lange Hebel und der ergonomische Öffnungswinkel

von 90 Grad die richtige Dosierung der

Wassermenge. www.dornbracht.com +++

+++ Kleine Räume, größtmögliche Funktionalität und

leichte Montage: Die neue Spülen-Serie „Zenit“ von

Teka wurde konzipiert, um diesen Anforderungen gerecht

zu werden. Durch Schneidbrett, Resteschale und

Seifenspender ist eine Spüle schon lange multifunkti-

10/11/2016 KÜCHENPLANER 97


Messe/Hausgeräte

+++ Messe-Ticker +++ Küchenzubehör +++

Spülen, Armaturen, Licht & Co. – die Neuheiten der Zubehöranbieter von den Herbstmessen in Ostwestfalen

Trinkwassersystem „Zip

Hydro Tap“ von Clage, hier alleinstehend

auf einem separaten

Tableau installiert. Das

System liefert kochendes,

gekühltes und mit Kohlensäure

versetztes Wasser.

onal nutzbar. Mit einem erweiterten Angebot an Zubehör

integriert Teka bei der Serie „Zenit“ zwei weitere

Arbeitsschritte. Schneidbrett, Bambus-Behälter und

Resteschale sind bis ins Detail auf die Maße der Spüle

abgestimmt und lassen sich nach Bedarf verschieben.

Zum Anrichten sowie zur lebensmittelgerechten

Aufbewahrung der Zutaten eignen sich die stapelbaren

Keramik-Schalen mit passenden Silikon-Deckeln. Als

weitere „Neuheit“ präsentierte Teka den modernisierten

Beckenklassiker „Forlinea“ mit integrierter Hahnbank.

www.tdv-de.com +++

+++ MGS (bzw. Ingo Müller-Roden von der Emax Hausgeräte

GmbH) stellte PVD-beschichtete Volledelstahl-

Armaturen in den Mittelpunkt der konzentrierten Ausstellung

auf Gut Böckel. „Rotgold“, „Titanium“ und

„Schwarz“ sind drei der neuen außergewöhnlichen

Optiken. Den Ausstellungsraum auf Gut Böckel teilte

sich MGS wie in den Vorjahren mit dem Filterspezialisten

blauwasser. Geschäftsführer Marc Brinker arbeitet

derzeit mit 120 Händlern in Deutschland zusammen.

Auf Gut Böckel gefällt ihm die Zielstrebigkeit der

Messegäste. „Wer reinkommt, hat konkretes Interesse.“

www.mgs-deutschland.de/www.blauwasser.biz +++

+++ Küche&Co ist ein Tochterunternehmen der Otto

Group in Hamburg mit etwa 100 Franchisenehmern

in Deutschland. Der Stand war auf der area30 kaum

zu übersehen. Der Grund: Aufgebaut war ein originalgetreues

Rennauto, in dem Händler auf dem berühmtberüchtigten

Formel-1-Stadtkurs von Monte-Carlo ihre

Runden drehen konnten. Nach dem spielerischen Einstieg

drehte sich aber natürlich alles darum, Interessierte

für das Franchiseunternehmen zu gewinnen. Angesprochen

werden dabei Menschen, die bereit seien, „für

Im Formel-1-Modus: Markus Tkocz und Judith Baierlein von Küche&Co.

Zu den Carat-

Neuheiten, die

Geschäftsführer

Gerhard

Essig (Foto

links) und Vertriebsleiter

Andreas

Günther

auf Gut Böckel

vorstellten,

zählt auch

die neu App

„ CARAT view“.

ihren Erfolg mit etwas Startkapital, Begeisterung und

Eigeninitiative zu arbeiten.“ www.kueche-co.de +++

+++ Ab sofort steht die App „CARAT view“ des Softwareherstellers

Carat als Download im App Store zur

Verfügung. Das Prinzip ist einfach. Der Küchenkäufer

lädt im App-Store „CARAT view“ auf sein iPad oder

iPhone. Das Küchenstudio stellt ein Panorama-Foto

der geplanten Küche zur Verfügung. Durch Drehen in

verschiedene Richtungen entsteht der Eindruck, man

bewege sich im Raum. Geradeaus: die Kochinsel. Ein

Schwenk nach links: der Essplatz. Bei einer Drehung

nach links wandert der Blick auf ein Sofa an der Wand.

Über die Einstellungen lassen sich verschiedene Funktionen

steuern; unter anderem kann der Betrachtungswinkel

festgelegt werden. Der Rundumblick ist durch

das Drehen des Tablets und per Gestensteuerung, also

das typische „Wischen“, möglich. Dazu wurde die Oberfläche

der Software überarbeitet. „Sie ist übersichtlicher

und noch leichter zu bedienen“, sagt Geschäftsführer

Gerhard Essig. www.carat.de +++

+++ „Der 360-Grad-Panorama-Export rundet das Gesamtpaket

für eine perfekte Visualisierung ab.“ Das

verspricht zumindest SHD. So lässt sich direkt aus der

Planung eine Rundumsicht der geplanten Küche erzeugen

und anschließend dem Kunden per E-Mail zur Verfügung

stellen. Dabei kann die Panorama-Ansicht auf

jedem beliebigen Endgerät ohne die Installation einer

App im vorhandenen Browser dargestellt werden. Bei

der Wiedergabe auf einem mobilen Endgerät mit Bewegungssensor,

wie z. B. einem Smartphone oder Tablet,

wird das 360-Grad-Panorama entsprechend

der Bewegung des Endgeräts automatisch rotiert.

www.shd-kps.de +++

98 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Neu

Familientreffen auf der LivingKitchen

Rund 200 Unternehmen werden auf der LivingKitchen 2017 auf 42 000 Quadratmetern

Ausstellungsfläche die neuesten Trends der Küchenbranche zeigen. Nach einer

zwischenzeitlichen Auszeit im Jahr 2015 wieder dabei sind Hausgerätehersteller

AEG sowie Nolte Küchen. Mit Alno ist eine weitere Traditionsmarke auf der Living-

Kitchen 2017 vertreten. Insgesamt rechnet die Koelnmesse für die vierte Ausgabe der

Living Kitchen im Januar 2017 mit neuen Bestmarken. Von Nobilia über Häcker Küchen

bis hin zu Miele haben sich die meisten wichtigen Branchen-Player

bereits angemeldet. Unter den erwarteten 200

Ausstellern befinden sich auch einige neue Unternehmen:

Das Interesse aus Italien zeigt zum Beispiel die erstmalige

Teilnahme von Valcucine, Scavolini und Florim Ceramiche.

Nach einer Auszeit wieder dabei sind die beiden Unternehmen

Nolte Küchen und AEG. „Dass sich Nolte Küchen

und AEG auf der LivingKitchen präsentieren, zeigt, dass die

kontinuierliche Weiterentwicklung des Messeformats erfolgreich

ist und sich unser Einsatz für optimale Präsentationsmöglichkeiten

auszahlt“, ist Projektmanager Eike Fuchs

überzeugt. www.livingkitchen-cologne.de

Die LivingKitchen

findet vom 16. bis

22. Januar 2017

statt.

Foto: Messe Köln

area30 so beliebt wie nie

Mehr Fläche, mehr Aussteller, mehr Besucher – die Veranstalter der Fachmesse

„area30“ ziehen ein rundum positives Fazit. Fast 12000 Besucher wurden gezählt.

Das sind rund 10 % mehr als 2015.

Gemeldet wird ein „Wachstum auf allen Ebenen“. 120 Aussteller und Marken präsentierten

sich auf 8450 m 2 Fläche (plus 15 % zu 2015) dem nationalen und internationalen

Publikum. An jedem einzelnen der sechs Messetage kamen deutlich mehr

Besucher als jeweils in den Vorjahren. Insgesamt zählten die Messehostessen am

Eingang 11842 Fachbesucher (Vorjahr 10 774; + 9,9 %). Das Gros der Fachbesucher kam

mit 81 % aus Deutschland (Vorjahr 83 %) – gefolgt von den Niederlanden mit 8,3 %

Anteil (Vj. 7,4 %), Belgien mit 2,3 % (Vj. 2,5 %), Österreich mit 1,6 % (Vj. 1,5 %) und der

Schweiz mit 0,9 % (Vj. 1 %). Frankreich und Italien ‚belegen‘ wie bereits 2015 wieder

Platz 6 bzw. 7 der Statistik, neu ist China auf Platz 8 (mit über 60 Besuchern) gefolgt

von Russland und Großbritannien. Insgesamt wurden Besucher außerhalb Deutschlands

aus 46 Ländern (Vj. 40) erfasst, dies bedeutet summiert einen Auslandsanteil

von fast einem Fünftel.

Bei den Veränderungen der absoluten Besucherzahlen fällt auf, dass nahezu alle

„großen“ Küchen-Länder Zuwächse zu 2015 auswiesen. Besonders positiv schlägt der

fortdauernde Stimmungswandel im Hauptmarkt Holland zu Buche – um 24 Prozentpunkte

wuchs die Besucherzahl in diesem gerade für Deutschland so wichtigen Exportmarkt.

Interessant ist ebenfalls die Branchenherkunft der Gäste aus aller Welt:

Mit über 46 % dominieren

die Besucher

aus Küchenstudios

klar, gefolgt von

Vertretern des Möbelhandels

(9,2 %),

der Küchenfachmärkte

(6,1 %) und

der Küchenindustrie

(5,7 %). Erfreulich

ist, dass sich inzwischen

rund 7 %

der Besucher dem

Segment Handwerk,

Architektur

Rund 10 % mehr Besucher als 2015: Die Fach- und Order messe und Projektanten

„area20“ war während der Küchenmeile an allen Tagen gut zuordnen lassen.

besucht.

www.area-30.de

Foto: Trendfairs

10/11/2016

Dynamic LED Sky

Flache LED-Unterbauleuchte mit

Flächenlicht und einstellbarer

Lichtfarbe

Elegantes und stilvolles Licht für die moderne Küche,

das individuell je nach Tageszeit und Wunsch regelbar

ist!

Die wesentlichen Vorteile auf einem Blick:

› Kinderleichte Montage

› Regelbare Lichtfarben zwischen ca. 2700 K und 5000 K

› blendfreie, flächige Ausleuchtung (Abstrahlwinkel 110°)

› Hohe Leuchtkraft von 208 Lumen bei nur 6 W

› Exzellente Farbwiedergabe: Ra/CRI > 91

› Erhältlich in edelstahloptik

› Alternativ auch steuerbar per Smartphone, Tablet oder

digital durch BUS-System (DALI)

Erleben Sie die Hera Lichtwelten:

Living Kitchen, Köln

16.-22. Januar 2017

Halle 4.2 Gang B Nr. 028

Hera GmbH & Co. KG · Dieselstraße 9 · 32130 Enger

Tel. +49 (0) 5224 911-0 · Fax +49 (0) 5224 911-215

mail@hera-online.de · www.hera-online.de

®


Küchenmarkt Österreich

Kochen für jeden

Die barrierefreie Zugänglichkeit öffentlicher Räume ist ebenso selbstverständlich

wie Überlegungen zur Ermöglichung der selbstständigen Körperpflege. Barrierefreie

Bäder sind vielfach beschrieben und mit hilfreichen Features ausgestattet. Aber

wie sieht es mit der selbstständigen Nahrungszubereitung für Menschen mit

Beeinträchtigungen aus? Wir haben uns in der Küchenindustrie umgehört,

welche Möglichkeiten und Erleichterungen hier angeboten werden.

Küchenplanung

Barrierefrei ist eine Küche dann, wenn sie allen Nutzern

mit ihren verschiedenen Bedürfnissen entgegenkommt.

Kriterien sind hier nicht nur körperliche Beeinträchtigungen,

sondern auch die Körpergröße und

der Bewegungsradius verschiedener Personen. Ziel ist

es, jedem Bewohner ein möglichst langes Selbstständigbleiben

zu ermöglichen.

Gleich am Beginn der Planung einer barrierefreien

Küche steht – wie bei allen anderen Küchen auch –

die Anordnung von Schränken und Geräten. Sie sollten

möglichst den Arbeitsschritten in ihrer Abfolge entgegenkommen

und diese verkürzen. Herd, Spüle und Arbeitsplatte

sollten also nahe beieinander liegen. Ganz

wichtig ist die Höhe der Arbeitsplatte. Ist sie zu niedrig,

kann dies Rückenschmerzen begünstigen. Kochen

verschiedene Familienmitglieder, so empfiehlt es sich,

über höhenverstellbare Lösungen oder einfach unterschiedlich

hohe Arbeitsplatten nachzudenken. Ist unter

den Köchen ein Rollstuhlfahrer, so sind unterfahrbare

Arbeitsflächen ein Muss. Vor den strategisch

wichtigen Bereichen muss ein Bewegungsspielraum

von mindesten 150 cm eingeplant werden, um genug

Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Auch höhenverstellbare

Oberschränke sind eine gute Idee. Generell

sollten Unterschränke mit Laden und Auszügen ausgestattet

sein, um eine leichtere Bedienung zu ermöglichen.

Praktisch ist auch ein fahrbarer Unterschrank

mit den wichtigsten Küchenutensilien, der beispielsweise

unter der unterfahrbaren Arbeitsplatte abgestellt

werden kann.

Küchengeräte

Küchengeräte können heute auf allen Ebenen angebracht

werden. Backrohr, Kühlschrank und Geschirrspüler

können in die Schränke integriert und auf einer

Durch einfaches Antippen lassen sich die Schubkästen

von Haka öffnen – ein Benefit für Jung

und Alt.

Fotos: Haka

100 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Küchenmarkt Österreich

für den jeweiligen Nutzer bedienbaren Ebene und angenehmen

Entnahmehöhe untergebracht werden. Besonders

praktisch erweisen sich hier Backöfen mit herausziehbaren

Backwagen. Diese erleichtern die Arbeit

und beugen Verbrennungen und Verletzungen vor. Für

Spülen und Herdflächen gilt: Sie sollten keinen Unterbau

haben. Dies erlaubt die individuelle Einstellung der

Höhe und ein Unterfahren durch einen Rollstuhlfahrer,

aber auch sitzendes Arbeiten für Personen, die nicht

mehr so lang stehen können oder wollen. Eine schräge

Ausgusshilfe in der Spüle hilft, Töpfe mit heißem Wasser

leichter und gefahrloser entleeren zu können.

Kleinigkeiten erleichtern das Leben

Weiter sollten Schalter und Steckdosen so montiert

sein, dass sie auch von sitzenden Personen gut erreicht

werden können. Dies gilt auch für den Schalter der

Dunstabzugshaube. Küppersbusch hat beispielsweise

eine Fernbedienung für Dunstabzugshauben im Angebot

– durchaus ein überlegenswertes Feature.

Bei den Armaturen sollte bevorzugt zu Einhandmischern

gegriffen werden – sie erleichtern

das Leben. Denn auch eine schwache

Feinmotorik kann zu Problemen führen. Es

ist daher angebracht, beispielsweise bei

Griffen nicht unbedingt nur auf die Optik

zu achten, sondern eine einfache

Bedienbarkeit in den Fokus zu stellen.

So sind Drehknöpfe und Muschelgriffe

schwerer zu bedienen

als Bügelgriffe. Diese können

gleichzeitig zum Anhalten

für gebrechliche Personen

dienen – hier hilft auch

eine Stange, die an die

Arbeitsplatte montiert

wird und auch als

Geschirrtuchablage

verwendet

werden kann.

Wichtig auch

für Menschen mit

Sehbehinderungen:

Beim Herd sollten Sensortasten

vermieden werden, der Herd ist damit

nicht bedienbar. Dieser Personengruppe hilft

auch die Verwendung von kontrastreichen Farben, ruhigen,

nicht spiegelnden Oberflächen und einer Arbeitsflächenbeleuchtung,

die nicht blendet und die

auch individuell nach der Größe einstellbar ist. Zur

Grundausstattung vor allem für schwerhörige oder gehörlose

Personen sollten Hitze­ und Rauchmelder über

Blitzlichtalarme gehören.

Eine an die Bedürfnisse der Nutzerin bzw. des Nutzers

angepasste Küche trägt nicht nur wesentlich zu

einer selbstständigen Lebensführung bei, sondern bietet

auch die Möglichkeit, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten

– durch gemeinsames Essen oder Bewirten

von Gästen. Deshalb sollte man besonderes Augenmerk

darauf legen, eine Küche von Anfang an so zu planen,

dass sie auch in allen Lebenslagen lange genutzt werden

kann.

HAKA setzt auf die Generationenküche

Bei der Entwicklung seiner Küchen arbeitet das Unternehmen

mit dem sogenannten Age Explorer. Damit

können Veränderungen im Alter am eigenen Leib

spürbar gemacht werden. Mithilfe von Handschuhen,

Brille und Ganzkörperanzug werden verschiedene Beeinträchtigungen

simuliert. Dazu gehören vor allem

das eingeschränkte Sehvermögen, steife Gelenke und

nachlassende Muskelkraft. Die Erkenntnisse aus diesen

Selbstversuchen fließen dann in das Design und

die Entwicklung neuer Küchenelemente ein. Ein Beispiel

wäre etwa das automatische Öffnen von Schubkästen

durch Antippen. Auch das Öffnen von Klappen

in Oberschränken wird vereinfacht und fließend gemacht.

„Wir wissen, dass sich nicht nur unsere älteren

Kunden Komfort in der Küche wünschen“, so Gerhard

Hackl, Eigentümer und Geschäftsführer von HAKA

Küche. „Unsere Küchen schauen auf keinen Fall alt aus,

obwohl sie mit einem Plus an Bedienkomfort

designt sind. Ich denke,

dass auch viele Junge

die Innovationen,

die durch den Age

Explorer entstanden

sind, gerne nutzen

werden.“

Foto: Küppersbusch

Nicole Landsmann

Die Dunstabzugshauben von

Küppers busch werden einfach mittels

Fernbedienung an- und abgeschaltet.

Special Österreich

Impressum

Magazin für alle, die Küchen planen und produzieren,

kaufen und verkaufen.

www.kuechenplaner-magazin.de · www.strobel-verlag.de

Herausgeber und Verleger

Haustechnik-Fachverlag GmbH, Perfektastraße 61, Objekt 2,

Top 2, A-1230 Wien.

Chefredakteurin

Mag. Johanna Mitterbauer,

Telefon: +43 17261 697-15, Telefax: +43 17261 697-59,

E-Mail: johanna.mitterbauer@ikz-haustechnik.at

Redakteurin

Mag. Nicole Landsmann

Telefon: +43 17261 697-20, Telefax: +43 17261 697-59,

E-Mail: nicole.landsmann@ikz-haustechnik.at

Redaktionsadresse

Engerthstraße 257/4/40, A-1020 Wien

Offenlegung

gem. § 25 MedienG siehe http://www.ikz-haustechnik.at

10/11/2016 KÜCHENPLANER 101


Küchenmarkt Österreich

Möbelindustrie ist auf

Wachstumskurs

Von Januar bis März steigerte die heimische Möbelindustrie ihre Produktion

gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent. Auch die Exporte entwickelten

sich mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent positiv. Als Wachstumstreiber erwiesen sich

die Hersteller von Wohnmöbeln, Küchen und Ladeneinrichtungen.

Vor allem die umsatzstarke Wohnmöbelsparte hat

mit einem Produktionsplus von 9,3 Prozent zur positiven

Entwicklung beigetragen. Zweistelligen Zuwachs

konnten die Küchen mit 13,1 Prozent verzeichnen. Der

Ladenbau legte mit 2,7 Prozent ebenfalls einen ordentlichen

Anstieg vor. Viele Betriebe erfüllen zunehmend

individuelle Kundenwünsche und gehen im Sortiment

sowohl in die Breite wie auch in die Tiefe, um ihr Angebot

attraktiv zu gestalten. Bei den Küchen wird die

Nachfrage auch durch einen anhaltenden Trend rund

um das Thema Kochen und Essen gestützt. Doch nicht

alle Zweige der Möbelindustrie konnten die Produktion

steigern: Bei den Herstellern von Büromöbeln (- 8,7 %),

Matratzen (- 5,4 %) und Sitzmöbeln (- 2,7 %) ging sie im

ersten Quartal zurück. Auch bleibt der Wettbewerbsdruck

aus dem Ausland in der Möbelbranche hoch. So

stiegen die Importe um 1,4 Prozent. Fast ein Drittel der

Inlandsnachfrage wird beispielsweise von Deutschland

aus bedient, und die Hersteller aus Polen, China

und Italien kommen zusammen auf einen Marktanteil

von fast 18 Prozent.

Foto: Team7 / Österr. Möbelindustrie

Dagegen kann die Österreichische Möbelindustrie

ansteuern, indem sie ihre Stärken weiter ausbaut und

dies auch kommuniziert. Für die heimischen Möbel

spricht etwa die Flexibilität der vielfach mittelständischen

Unternehmen: Ob in Losgröße 1 oder in Serie

können sie sich rasch an die Marktbedürfnisse anpassen

und dabei stets eine herausragende Produktqualität

gewährleisten. „Diese besondere Qualität von

„made in Austria“, auch in puncto Design, Funktion

und Nachhaltigkeit, ist unser größter Wettbewerbsvorteil“,

sagt Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der

Österreichischen Möbelindustrie.

Mit Customizing und Maßarbeit

auf der Überholspur

Handmade, individuell und einzigartig: Wer sich erfolgreich

im Möbelmarkt positionieren will, muss sich

den Kundenwünschen anpassen. Customizing lautet

die smarte Alternative zur Massenware. Das hat die

Österreichische Möbelindustrie erkannt und punktet

mit einem riesigen Spektrum an Kombinationen, Systemen

und Auswahlkriterien bis hin zur Sonderanfertigung.

„Normendenken“ galt gestern, heute suchen wir

nach Inspiration. In einer Zeit voller Technisierung,

Massenproduktion, Umbrüchen und Tempowechsel

sehnt sich der Mensch nach etwas Eigenem, ist auf der

Suche nach dem Besonderen und will in den eigenen

vier Wänden seinen persönlichen Lifestyle leben. Er

sehnt sich nach Möbeln, die einzigartig sind und sich

seinen Vorstellungen optimal anpassen.

Wenn es um Customizing und Individualisierung

geht, kann die Österreichische Möbelindustrie ihre

Stärken gut ausspielen. Mit variablen Konzepten erfüllt

sie den Wunsch nach Personalisierung in der Einrichtung

und liefert mit hochwertiger traditioneller

Handwerkskunst sowie fühlbarer Qualität attraktive

Alternativen und bleibende Werte.

„Unsere Betriebe geben den Verbrauchern mit flexiblen

und vielseitigen Einrichtungskonzepten die

Möglichkeit, nahezu jeden individuellen Wohnwunsch

zu realisieren“, erklärte Emprechtinger. „Ob Farbe, Material,

Maße oder Kombinationsvielfalt – in Österreich

legen wir Wert auf großen Gestaltungsfreiraum.“

Moebelindustrie: Küchen sind auf Erfolgskurs.

102 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Mal ehrlich: kostet Ihr Verband mehr

1)

oder weniger als 0,65% pro Jahr?

12,1%

Ausschüttungen

pro Mitglied/pro Jahr durchschnittlich,

im Jahr 2015 Gesamtausschüttung an

unsere Mitglieder bezogen auf den

kumulierten Netto-Einkaufsumsatz

bei Verbandslieferanten.

0,65%

Zentralkosten

1) (Die Summe aller notwendigen Kosten

die zum Betrieb des Verbandes anfallen.)

Bezogen auf den kumulierten

Netto-Einkaufsumsatz im Jahr 2015

bei Verbandslieferanten.

Bedeutet: mehr Geld in den Kassen

unserer Mitglieder.

12 Jahre

Wachstum

in Folge. Jahr für Jahr schreiben wir

das erfolgreichste Jahr in unserer

Unternehmensgeschichte.

Alle

Dienstleistungen

und Marketinginstrumente, die für

Küchenspezialisten im Wettbewerb

entscheidend sind.

Welche Kriterien sind für Sie ganz persönlich bei der Auswahl Ihres Verbandes ausschlaggebend?

Spielen Zahlen und klare Fakten dabei eine Hauptrolle? Dann sind

Sie beim KÜCHENRING genau richtig.

Über viele Jahre ist DER KÜCHENRING konstant gewachsen. Dadurch erreichen wir bei unseren

Industriepartnern hervorragende Einkaufskonditionen, von denen unsere Mitglieder profitieren.

Schlanke Strukturen und kurze Kommunikationswege erlauben es uns, mit extrem

niedrigen Zentralkosten auszukommen. Das versetzt uns in die Lage, unseren Mitgliedern

überdurchschnittlich hohe Boni und Ausschüttungen zu gewähren.

Darüber hinaus bieten wir unseren Partnern ein breites Spektrum an erfolgsorientierten und

auf die unterschiedlichen Zielgruppen zugeschnittene Vertriebskonzepte, Marketingstrategien

und Dienstleistungen. Das und vieles mehr sind gute Gründe für die Entscheidung

„DER KÜCHENRING“. Lassen Sie uns darüber reden.

Das Team KÜCHENRING freut sich auf Sie!

Das Team Küchenring – effizient und kompetent (v.l.n.r.):

Hansjürgen Brag, Erika Burkard, Bernd Gersitz, Sabine Hofmann,

Bernd Jendras und Geschäftsführer Manfred Töpert.

KÜCHENRING GmbH & Co. KG Marie-Curie-Straße 6 · 53359 Rheinbach

Telefon Herr Töpert: 02226-904-127 · www.kuechenring.de


Küchenmarkt Österreich

Gefahrenquelle Küche?

Jeder kennt Geschichten, welche furchtbaren Unfälle in Küchen passieren

können. Doch sind diese wirklich noch aktuell? Heute gibt es eine ganze Reihe

von Sicherheitseinrichtungen, die das Leben leichter machen und die meisten

Gefahrenquellen ausschalten.

Natürlich gibt es in einer Küche genügend Möglichkeiten

sich zu verletzen, einen Brand oder eine Überschwemmung

auszulösen. Ein Klassiker ist zweifelsohne

das Geschirrtuch, das man zu nahe an den Gasherd

bringt – und gleich vorweg – dagegen gibt es immer

noch keine Sicherheitseinrichtung. Für beinahe alle

anderen Eventualitäten aber schon.

Bleiben wir beim Herd. Umfragen zufolge sind

Herdbrände die häufigsten Ursachen für Küchen- und

Wohnungsbrände. Meistens passiert es aber nicht beim

Foto: Elektra Bregenz

Küchen sind

dank vieler

technischer

Features heute

sehr sicher.

104 KÜCHENPLANER


Küchenmarkt Österreich

tatsächlichen Kochen, sondern danach. Unabsichtlich

werden entflammbare Dinge (wie z. B. Plastikdosen)

auf die noch heißen Herdplatten gestellt. So gut wie

alle neuen Kochfelder verfügen unter anderem über

Restwärmeanzeiger, die verhindern sollen, dass genau

das passiert. Aber auch für Geräte, die noch nicht über

solche Einrichtungen verfügen, gibt es Möglichkeiten.

Der Herdwächter von Hager ist einfach und verlässlich.

Mit einer batteriebetriebenen Sensoreinheit wird

der Herd überwacht und abrupte Temperaturanstiege

oder ungewöhnliche Bewegungen lösen einen Alarm

aus. Wenn man den Alarm nicht ausschaltet, wird die

Stromzufuhr des Herdes unterbrochen.

Sind Kinder im Haus, ist speziell beim Kochen besondere

Vorsicht geboten. Kochfelder sind im Normalfall

mit einer Kindersicherung ausgestattet – eine Tasten

kombination sorgt meist dafür, dass Kinder die

Herde nicht in Betrieb nehmen können. Kochfelder von

Miele sind z. B. auch noch mit Temperaturkontrollen

ausgerüstet, Außerdem schalten sie sich automatisch

ab, wenn ein Gegenstand zu lange auf der Oberfläche

liegt. Mit einer Verriegelungsfunktion kann auch verhindert

werden, dass die Temperatur ungewollt verändert

wird, so kann nichts überkochen oder verbrennen.

Bei Elektra Bregenz setzt man auch auf die optische

Barriere der Push-in/Push-out Knöpfe. Das bildet zumindest

eine zusätzliche Schwierigkeit vor der Inbetriebnahme.

Hersteller wie Panasonic bringen Induktionskochfelder

zum Einsatz. Diese sind sicherer, da die

Hitze nur im Topf entsteht und die Kochfelder selbst

nicht heiß werden.

Dunstabzugshauben gelten nicht wirklich als große

Gefahrenquelle in der Küche, doch auch sie haben Potenzial.

Speziell bei Gasherden ist eine Mindesthöhe


Küchenmarkt Österreich

beim Einbau vorgeschrieben, um hier Entflammung

zu vermeiden. Miele bietet zudem Geräte an, deren Innenleben

speziell ausgekleidet ist. Mit einer gelegentlichen

Grundreinigung bleiben diese Flächen sauber

und man kommt nicht in Kontakt mit stromführenden

Teilen der Haube.

Auch ein Backofen wird heiß

Eine der größten Gefahrenquellen bei Backöfen ist

auf jeden Fall die Tür. Backofentüren sind heute mit

einer speziellen Verglasung ausgestattet, die sich nur

mehr sehr moderat erwärmt – ein Verbrennen beim Berühren

von außen ist nicht mehr möglich. Bei Back öfen

z. B. von Küppersbusch gibt es eine maximale Backdauer

– dann schaltet sich das Gerät automatisch ab.

Die Gefahr, das Ausschalten zu vergessen, gibt es also

nicht mehr. Außerdem verfügen viele Markengeräte

auch über eine Inbetriebnahmesperre, kein Kind kann

also selbstständig das Backrohr aufdrehen. Bei Pyrolyse-Öfen

ist es Panasonic z. B. besonders wichtig, dass

sich die Tür automatisch verriegelt und erst wieder öffnet,

wenn die Temperatur auf einen ungefährlichen

Wert abgesunken ist. Da bei Pyrolyse mit extrem hohen

Temperaturen gearbeitet wird, ist dies entscheidend

für die Sicherheit.

Die Sicherheitsanforderungen bei Festbrennstoffherden

sind sicher andere. Hier kommt es vor allem

auf einen sicheren Einbau an. Die Herde von Lohberger

beispielsweise sind alle nach ÖNORM EN 12815 zugelassen.

Mit den Planungsunterlagen stellt der Hersteller

hier Informationen zur Verfügung, wie auch altbewährte

Biomasse in neue, moderne Küchenarchitektur

integriert werden kann.

Eiskasten, Wachmaschine und Co

Speziell für Kinder konnte früher auch ein Eiskasten

zur Falle werden. Mit den alten Türschließmechanismen

konnte man die Tür von innen nicht mehr öffnen.

„Das klingt zwar weit hergeholt, aber wenn ein

Kind ein anderes beim Spielen eingesperrt hat, konnte

es gefählich werden“, so Ing. Philipp Breitenecker

von Elektra Bregenz. Mit der Umstellung auf Magnet-

Schließ-Mechanismen konnte diese Gefahrenquelle effektiv

ausgeschaltet werden.

Was Kinder natürlich nicht daran hindert, auch die

Bullaugen von Waschmaschinen und die Trommeln von

Wäschetrocknern interessant

zu finden. Bei

Waschmaschinen ist

das Bullauge so klein

gestaltet, dass es nicht

sehr einladend wirkt.

Hier wird eher Wert

darauf gelegt, dass die

Programme nicht verändert

werden können,

bzw. dass die Türen

nicht einfach während

des Betriebes geöffnet

werden können und für

eine Überschwemmung

sorgen. Bei Wäschetrockner wurden die Türen so konstruiert,

dass sie sowohl während des Betriebes als

auch von innen geöffnet werden können – sollte doch

einfach ein kleiner Entdecker zuviel Abenteuerlust beweisen.

Die Kindersicherungen an diesen Geräten lassen

sich oft nicht einmal durch Ein- und Ausschalten

oder das Ziehen des Netzsteckers ausschalten (nur für

den Fall, dass die Kids auch auf diese Idee kommen).

Waschmaschinen verfügen natürlich auch über Wasserauslaufschutz-Systeme.

Lecks und Wasseraustritt

werden dabei von Sensoren erkannt und diese schalten

automatisch ab. Gleiches gilt für Geschirrspüler. Bei

Foto: Küppersbusch

Philipp Breitenecker von

Elektra Bregenz.

Backofentüren sind heute so verglast, dass die Außenseite

nicht mehr aufgeheizt wird.

Foto: Elektra Bregenz

Fotos: Miele

Die Besteckschublade schützt vor Verletzungen

mit spitzen Gegenständen

Viele Geräte lassen sich vernetzen

und von überall aus steuern.

Bei Waschmaschinen und Trockner gibt es viele technische

Einrichtungen, die sie sicherer machen.

106 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Küchenmarkt Österreich

Geschirrspülern gibt es noch einen weiteren Sicherheitsaspekt.

Miele z. B. konnte mit der Besteckschublade

ziemlich effektiv ausschalten, dass man beim Einoder

Ausräumen in spitze und scharfe Gegenstände

– sprich Messer – greift. Das klingt vielleicht nicht aufregend,

aber wer schon einmal in ein Messer gegriffen

hat, findet das nicht.

Ganz andere Aspekte

Auch in die Küche hält die Digitalisierung unaufhaltsam

Einzug. Alle Geräte können mit dem Internet

verbunden werden. So kann der Benutzer immer sehen,

ob der Herd noch läuft oder ob der Tiefkühler vielleicht

Probleme hat. Die Geräte können gesteuert und

ein- und ausgeschalten werden. Smartphone oder Tablet

werden dabei zur Steuerung der Haushaltsgeräte

– immer und überall.

Ein ganz anderes Problem der Sicherheit in der Küche

ist die Hygiene. Auch hier gibt es Gefahren und

Möglichkeiten. Es gibt Gelegenheiten, wo es manchmal

sauberer als sauber sein muss. Für diesen Zweck

haben die Hersteller in ihre Produkte spezielle Programme

integriert, die z. B. beim Geschirrspüler oder

der Waschmaschine dafür sorgen, dass mit höherer

Intensität und höheren Temperaturen gereinigt wird.

Und ein kleiner Tipp zum Schluss: Dampfgarer eignen

sich auch perfekt zum Desinfizieren von Babyfläschchen

und Schnullern.

Foto: Lohberger

Auch Festbrennstoffherde

lassen

sich sicher in

Küchen integrieren.

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Küchenmarkt Österreich

Foto: elektrabregenz/Puls4

Die

Geräte

aus der

beliebten

Kochshow

sind nun als

Sonderedition erhältlich.

Die elektrabregenz-Geräte des Puls4-Kochstudios jetzt

im Handel

„Koch mit! Oliver“ läuft seit 2008 zuerst auf SAT1 und danach auf

Puls4. elektrabregenz ist seit letztem Jahr in bisher fast 100 Folgen

als Ausstatter der erfolgreichsten österreichischen Koch-Show mit

durchschnittlich 170 000 Zuschauern pro Sendung prominent dabei“,

sagt Philipp Breitenecker, Head of Marke ting der Elektra

Bregenz AG. „Viele Konsumenten fragen bei Neuanschaffung von

Elektrogroßgeräten nach, womit Oliver seine Rezepte zaubert.

Deshalb wollen wir den Hobbyköchen bei der Auswahl der Produkte

helfen.“

Die „Oliver Hoffinger Edition“ von elektrabregenz beinhaltet

die Geräte, mit denen einerseits das Puls4-Kochstudio von „Koch

mit! Oliver“ bestückt ist und andererseits mit denen Oliver Hoffinger

auch zu Hause kocht. Sie beinhaltet unter anderem das Backrohr

BES 14150 X, die Kochfelder MIS 8595 FX und MIS 9110 TF sowie

das MIS 6592 FX-Induktionskochfeld. Ebenfalls in der Edition dabei:

CMW 14100 X-Mikrowelle mit Backrohr, einige der erfolgreichsten elektrabregenz

Produkte, der CBD 4311 X-Kombidampfgarer und die WD 3142

X-Wärmelade sowie die neuen Side-by-Side-Kühlschränke SBSQ 4465 X und

SBSQ 4460-1 X. Für Ordnung im Puls4-Kochstudio von Oliver sorgt der vollintegrierte

Geschirrspüler GIV 54380 X. www.elektrabregenz.com

Alles für die neue Küche

Wenngleich sich die privaten Haushalte

im vergangenen Jahr bei Einrichtungsinvestitionen

generell zurückhielten, bei

der Küche wurde offenbar nicht gespart.

Bei tendenziell steigenden Preisen wuchsen

im Jahr 2015 die Herstellererlöse um

+ 1,8 % geg. VJ auf 374 Mio. Euro. Und das

aus gutem Grund, setzt man doch hierzulande

immer stärker auf Qualität. Der Ausstattungsumfang

der Küchen steigt, in immer

mehr Küchen sind die Oberflächen in

Lack oder in hochwertigem Kunststoff-Dekor

ausgeführt. Und dabei haben die österreichischen

Marken klar die Nase vorne.

Mengenmäßig lag der Marktanteil österreichischer

Marken bei 44 Prozent, wertmäßig

bei 51 Prozent. Etwa die Hälfte davon

entfällt auf Marktführer DAN Küchen.

Dass der Markt sich besser entwickelte

als die meisten anderen Einrichtungs-Warengruppen,

hatte aber auch mit der nahezu

stabilen Nachfrage nach Küchenmöbeln

zu tun. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt

die steigende Anzahl an Wohnungsfertigstellungen.

Denn im Gegensatz zu Sofa,

Esstisch oder Bett wird eine Küche beim

Bezug eines Neubaus selten mitgenommen.

In der Regel wird diese neu angeschafft.

Folglich wuchs auch die Nachfrage

aus dem Neubau signifikant um nahezu

acht Prozent geg. VJ. Der Austausch von

bestehenden Küchen war indessen um

knapp drei Prozent geg. VJ rückläufig.

www.branchenradar.com

Der erste beutellose Staubsauger von Miele

Sehr gute Reinigungsergebnisse und eine äußerst komfortable und

hygienische Leerung des Staubbehälters – dies sind die augenfälligsten

Vorzüge des „Blizzard CX1“. Obendrein erspart der erste beutellose

Staubsauger aus dem Hause Miele seinem Nutzer die für diese

Produktkategorie oft typische Geräuschkulisse. Hinzu kommen die

sprichwörtliche Miele-Qualität und manches clevere Detail, das es so

nirgendwo anders gibt. „Mit dem Blizzard CX1 kombiniert Miele konsequenter

als jede andere

Marke die Stärken des

klassischen mit den Vorzügen

des beutellosen

Saugers“, so Mag. Martin

Melzer, Geschäftsführer

Miele Österreich. Dies

gilt für die Reinigungsleistung

wie für den Bedienkomfort.

Neue Maßstäbe

setzt der Blizzard

aber insbesondere mit

Blick auf den Hygienekomfort.

„Nur wenn der

Feinstaub während des

Saugvorgangs zuverlässig

herausgefiltert wird,

lässt sich der Staubbehälter

nahezu ohne Staubwolke

entleeren“, erklärt

Martin Melzer. Im Blizzard

CX1 sorgt eine besonderes

effektive Trennung

von Grob- und

Feinstaub für eine hygienische

Handhabung.

www.miele.at

Sämtliche Komponenten sind so konstruiert,

dass weder beim Entleeren des Staubbehälters

noch beim Reinigen des Filters

Schmutz mit Haut in Kontakt kommt.

Foto: Miele

108 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Küchenmarkt Österreich

Gourmet-Teebereiter erhält zwei Plus X Awards

Höchste Qualität in der Verarbeitung, zeitloses Design und benutzerfreundliche

Funktionalität – mit dieser Kombination überzeugte der

Teebereiter TM 8280 W von Grundig die Jury des Plus X Innovations-

Awards gleich doppelt: Neben dem Plus X Award in der Kategorie „High

Quality, Design und Bedienkomfort“ erhielt der innovative Teebereiter

auch eine Sonderauszeichnung als Bestes Produkt des Jahres 2016/2017.

Mit der via TouchControl frei einstellbaren Temperatur und den

hochwertig verarbeiteten Glas- und Edelstahlkomponenten sorgt der

Gourmet-Teebereiter nicht nur für eine optimale Zubereitung besonders

empfindlicher Teesorten, sondern ist auch optisch ein Highlight in jeder

Küche. Von der Initiative LifeCare erhielt der Teebereiter bereits 2015

den Golden Award – Best of the Best als Kücheninnovation des Jahres

im Bereich Elektrokleingeräte. Mit den beiden Plus X Awards folgen

nun zwei weitere Auszeichnungen. www.grundig.at

Wachstum mit Küchenspülen

Der Markt für Küchenspülen 2015

schließt erlösseitig mit einem Wachstum

von + 2,2 % geg. VJ auf nunmehr 21,2 Mio.

Euro ausgesprochen robust. Der Großteil

des Wachstums stammt dabei allerdings

nicht aus einer gestiegenen Nachfrage,

vielmehr erreichen die Produzenten von

Küchenspülen die Erlössteigerung primär

über Anpassungen des Durchschnittspreises,

der auf Warengruppenebene mit

+ 1,6 % geg. VJ schließt.

Differenziert man den Markt nach Produktgruppen,

so zeigt sich ein hochgradig

differenziertes Bild: Während Edelstahlspülen

deutlich an Marktanteil verlieren,

zeigen sich die Produktgruppen von alternativen

Materialien wie Keramik oder

Granit hoch dynamisch. Damit setzt sich

der seit drei Jahren andauernde Trend

der marktinternen Kannibalisierung

fort. Gestützt wird der Markt gleichermaßen

durch einen Zuwachs an Neuausstattungen

(+ 2,2 % geg. VJ) als auch einem

Wachstum im quantitativ weit kleineren

Segment des Ersatzgeschäftes mit + 1,6 %

geg. VJ. www.branchenaradar.com

Rudda Flagship-Store in Wien-Donaufeld

In Wien-Donaufeld lädt ein einmaliges

Produkt-Szenario auf über 600 m 2 zum

Schauen, Anfassen, Fühlen und Schnuppern

ein. Mehr Happening denn Ausstellung

– so duftet das „lebendige Material“

schon von Weitem nach wohltuender Natur

und verführt mit hochwertiger Handarbeit

und feinen Details. Für jeden Geschmack

ist etwas dabei: Nach dem Motto

„the way you like it“ eröffnet sich dem Besucher

eine wahre Design-Oase. In angenehmer

Loft-Atmosphäre präsentiert der

Holzkenner einen versierten Stilmix, setzt

seine Produkte wohnlich in Szene und zelebriert

edlen Lifestyle. Liebevoll dekorierte

Kojen und Zimmer bringen warmes

Wohnambiente in die Ausstellung, erzählen

Geschichten und lassen dem Besucher

die Welt des Holzes authentisch genießen.

Bei Rudda findet er Raritäten aus

der ganzen Welt und wird mit vielen kreativen

Holzinterpretationen überrascht.

Besonderen Wert legt Rudda auf die

persönliche Beratung. „Wir nehmen uns

bewusst lange Zeit, erfüllen Wünsche,

sehen uns Pläne an und entwickeln individuelle

Raumlösungen“, erklärt Firmenchef

Ing. Friedrich Rudda. Sogar Barfußlaufen

ist bei Rudda ausdrücklich

erwünscht. Schließlich soll sich der Kunde

wohlfühlen und die vielfältigen Oberflächen

mit allen Sinnen kennenlernen.

„Uns ist es wichtig, die grenzenlosen Möglichkeiten,

die unsere Produkte bieten, lebensnah

zu präsentieren“, unterstreicht

Ing. Rudda das Konzept. www.rudda.at

Rudda setzt mit der besonderen Präsentation neue Maßstäbe und inspiriert auf einzigartige

Weise.

Foto: Rudda

10/11/2016


Küchenverbände

Planer mit kreativem Marketing

Große Freude beim Team von Heiser’s Küchen in Budenheim. Das Studio ist „Küchenspezialist des

Jahres 2016/17“ der Verbundgruppe DER KREIS. Und zwar in der Kategorie „Kreativität“.

Zu der Veranstaltung in Budenheim waren zahlreiche

Industriepartner, politische Mandatsträger und

Geschäftspartner aus Budenheim und Umgebung sowie

Kunden und Medienvertreter erschienen. Ernst-

Martin Schaible überreichte Helmut Heiser und Thomas

Leutheuser die begehrte Auszeichnung. Der

geschäftsführende Gesellschafter der Leonberger Verbundgruppe

hob in seiner Laudatio den langjährigen

Erfolg des Küchenstudios, das seit über 16 Jahren besteht,

sowie die kreative Marktbearbeitung der beiden

Küchenspezialisten hervor. Schaible: „Besonders

spricht mich Euer Logo an, das im Stil der 50er-Jahre

daher kommt und doch moderner und aussagekräftiger

nicht sein kann. Dieses Logo fällt auf, weil es anders

ist und sofort an die gute Zeit erinnert, als die Küche

noch Wohnküche war. Es riecht nach Kaffee und

Kuchen, wir hören das Brutzeln in der Pfanne und wir

erinnern uns an all’ die guten Sachen aus Kindertagen.

Ein Küchenfachgeschäft mit einem solchen Logo

muss ein Gutes sein. Da können wir beruhigt unsere

Küche kaufen.“

Offizielle Preisverleihung zum DER KREIS Küchenspezialisten des Jahres in

der Kategorie „Kreativität“ bei Heiser’s Küchenstudio (Foto von links):

Marvin Heiser, Holger Heiser, Thomas Leutheuser (Geschäftsführer Heiser’s

Küchen), Ernst-Martin Schaible (Gründer und geschäftsführender Gesellschafter

DER KREIS) und Helmut Heiser (Geschäftsführer Heiser’s Küchen).

Nachfolge frühzeitig geregelt

Erfreut zeigte sich Ernst-Martin Schaible auch über

die Nachfolgeregelung bei den Budenheimer Küchenspezialisten:

Mit Holger und Marvin Heiser ist die

nächste Generation bereits heute aktiv im Geschäft tätig,

die zu einem späteren Zeitpunkt in der Zukunft die

Geschicke des Familienunternehmens lenken wird.

„Jetzt schlau tauschen“

Besonders ausgezahlt hat sich für Heiser´s Küchen

eine kreative Idee, wie Helmut Heiser ausführte. Die

Budenheimer haben eine Werbekampagne unter der

Überschrift „Jetzt schlau tauschen – die Küche modernisieren

und richtig sparen“ entwickelt. Im Mittelpunkt

steht dabei, den Kunden argumentativ zu überzeugen,

sich in seiner Küche neue Geräte anzuschaffen oder

eine neue Küche zu kaufen. Mit Anzeigen in Zeitschriften,

Tageszeitungen und Online-Medien sowie auf Plakaten

wird dem Küchennutzer aufgezeigt, wieviel Geld

er pro Gerät durch einen Austausch einsparen kann.

So wird zum Beispiel bei einer Kühlschrank- und Geräte-Kombination

aus dem Jahr 1996 der durchschnittliche

Energieverbrauch pro Jahr dem Verbrauch einer

modernen Gerätekombination aus dem Jahr 2016 gegenüber

gestellt. Das Einsparpotenzial im dargestellten

Fall beträgt alleine bei diesem Gerät 770 Euro. Gerechnet

auf die letzten 10 Jahre. „Dies sind Summen, die

zum Nachdenken anregen“, sagte Thomas Leutheuser.

Netz der Spezialisten geknüpft

Ein weiteres wichtiges Thema, das wesentlich zum

Erfolg beiträgt, ist die Kooperation mit ortsansässigen

Firmen. Ziel sei es, den Kunden Komplettlösungen anzubieten.

Zum Netzwerk zählen unter anderem Firmen

wie „Sanitär Schultheis“, „Elektro Hefner“, „Innenausbau

Myokovic“ und „Rolladen Freber“. „Wir denken in

lokalen und regionalen Netzwerken. Dabei beschreiten

wir auch in der Werbung ungewöhnliche Wege und machen

beispielsweise eine Gemeinschaftswerbung mit

einer Bäckerei bei uns aus dem Ort, mit der wir eng

zusammenarbeiten und die eine hohe Kundenfrequenz

hat“, so Helmut Heiser.

Gäste spenden für soziale Einrichtungen

Abgerundet wurde die Preisverleihung mit einer

Spendenaktion. „Wir haben die Gäste unserer Veranstaltung

im Vorfeld gebeten, von den für solche Anlässe

ansonsten üblichen Präsenten abzusehen und stattdessen

einen Betrag für zwei soziale Einrichtungen zu

spenden. Wir haben für die Ambulante Kinderkrankenpflege

in Mainz und den SVM Mainz gesammelt,

beide Organisationen möchten wir mit einer Spende

unterstützen. Wir haben uns sehr über die Spendierfreudigkeit

aller Anwesenden gefreut und bedanken

uns herzlich“, so Helmut Heiser abschließend.

www.derkreis.de

110 KÜCHENPLANER 10/11/2016


Hans-Ulrich Zumbrock, Pia Zumbrock und Rudolf Siemens (von links).

Zumbrock regelt Nachfolge. Gründer und Geschäftsführer Hans-

Ulrich Zumbrock, 64, zieht sich mittelfristig aus der operativen Geschäftsführung

des Kücheneinkaufsverbands KMG-Zumbrock GmbH

zurück. Nachfolger wird der langjährige Vertriebs- und Marketingleiter

Rudolf Siemens. Bereits am 30.06.2016 ist für Siemens Prokura

für diese beiden Bereiche ins Handelsregister eingetragen worden.

Pia Zumbrock wird für die Bereiche Controlling/Finanzen verantwortlich

zeichnen. Hans-Ulrich Zumbrock wird als Gesellschafter

weiter für das Unternehmen aktiv sein. www.kmg-zumbrock.de

Foto: KMG-Zumbrock

Leserpost

„Kampf dem Dampf“

KÜCHENPLANER 7/8 2016, Seite 6

In der KÜCHENPLANER Ausgabe 7/8 haben wir uns mit dem Thema

„Feuchtigkeit in der Küche“ beschäftigt. Im Artikel „Kampf

dem Dampf“ haben wir ein Symbolfoto veröffentlicht, auf dem

ein Geschirrspüler der Firma Miele zu erkennen ist, konkret die

Funktion „AutoOpen“. Und dies ganz bewusst, da der Hersteller

Miele das Problem der Feuchtigkeit durch sich automatisch

öffnende Geschirrspüler-Fronten mit der „AutoOpen“-Funktion

innovativ löst. Trotzdem führte das Foto im Zusammenhang

mit dem angesprochenen Thema bei Miele zu Unverständnis.

Die Pressestelle sendete uns dazu folgende Anmerkung:

„Zwar erwähnen Sie im Beitrag, dass es sich bei dem Bild um ein

Symbolbild handelt und der Hersteller (also Miele) besondere

konstruktive Maßnahmen ergriffen hat, sodass keine Feuchtigkeit

an die Küchenmöbel gelangen kann. Dennoch finden wir,

dass unsere Geschirrspüler in diesem Umfeld mit einem Thema

in Verbindung gebracht werden, das wir mit großer Sorgfalt behandelt

und für das wir auch sehr spezielle Vorkehrungen getroffen

haben, damit eben dieses nicht geschieht.“

Miele hat uns gebeten, einige Kernpunkte der auf dem Symbolfoto

abgebildeten Funktion „AutoOpen“ darzustellen. In einem

weiteren Schreiben der Miele-Pressestelle heißt es:

Kalek geht zu Störmer. Viele Jahre war Hans-Joachim Kalek Vertriebschef

bei Nolte Küchen – nun wird er diese Position bei Störmer

übernehmen. Beginnen wird er dort nach seinem Vertragsende bei

Nolte Anfang 2017. www.stoermer-kuechen.de

Lechner ernennt Branyi-Nachfolger. Volker Ritzert ist seit Oktober

Nachfolger von Bernhard Branyi. Er übernimmt bei Lechner die

Vertriebsleitung. Zudem wird Marketingleiter Daniel Griehl die Steuerung

der nationalen und internationalen Marketing- sowie Sortiment-

und Service-Strategie übernehmen. www.mylechner.de

Schäfer folg auf Meyer. Liebherr hat die

Schlüsselposition „Vertrieb Handel Deutschland“

frühzeitig geordnet. Roman Schäfer wird Nachfolger

von Hubert Meyer, der Ende März 2017 in

den Ruhestand treten wird. Schäfer kommt aus

den eigenen Reihen und startete am 1. September.

Die Gesamtverantwortung

weltweit für das

Roman Schäfer. Ressort Vertrieb und Marketing

innerhalb der Spartenobergesellschaft

Liebherr-Hausgeräte GmbH

trägt weiterhin als Geschäftsführer Steffen Nagel.

Hubert Meyer wird bis Ende März 2017 in einer

beratenden Funktion tätig sein, bevor er mit

Wirkung zum 1. April 2017 komplett in den Ruhestand

treten wird. www.liebherr.com

Hubert Meyer.

Foto: Liebherr

Foto: Biermann

„Die Miele AutoOpen-Trocknung sorgt für perfekte Trocknungsergebnisse

in allen Programmen bei gleichzeitigem Schutz der

Küchenmöbel. Die AutoOpen-Trocknung erfolgt in zwei Phasen.

Phase 1: Vorwärmen der Arbeitsplatte

Während der Trocknungsphase wird kühle Raumluft aus der

Küche angesaugt und seitlich an der Spülraumwand vorbei geleitet,

um diese herunter zu kühlen. Während dieses Prozesses

wird die Raumluft erwärmt und gelangt durch einen kleinen

Spalt zwischen Gerät und Arbeitsplatte zurück in den Raum.

Dadurch wird die Arbeitsplatte bereits während der Trocknungsphase

bei noch geschlossener Tür vorgewärmt und eine

Art Luftpolster unter der Arbeitsplatte gebildet.

Phase 2: Türöffnung und Entweichen der warmen Luft

Am Ende des Spülprogramms öffnet sich die Tür des Geschirrspülers

cirka 10 Zentimeter weit. Der warme Dampf entweicht

und das Luftpolster schützt die Unterseite der Arbeitsplatte.

Zusätzlich wird der Dampf durch den Luftstrom des Trocknungsgebläses

in den Raum transportiert. Folglich kann sich

kein Kondensat unter der Arbeitsplatte sammeln. Auch angrenzende

Küchenmöbel sind nicht gefährdet, da warme Luft nach

oben steigt. Um auf Nummer sicher zu gehen, läuft das Trocknungsgebläse

10 Minuten nach Programmende weiter, da erst

nach dieser Zeit sichergestellt ist, dass keine Feuchtigkeit mehr

aus dem Gerät austritt.

Die patentierte AutoOpen-Trocknung funktioniert somit anders

als sehr ähnlich klingende Lösungen anderer Gerätehersteller.

Das patentierte Verfahren garantiert daher auch als einziges

den Schutz von Küchenmöbeln vor Feuchtigkeitseinwirkung.“

Neuer Bezugspreis:

Ab Januar 2017 gelten unsere neuen Bezugspreise.

Möchten auch Sie Details zur Berichterstattung im KÜCHENPLANER

ergänzen oder Ihre Sichtweise einem Fachpublikum präsentieren?

Wir freuen uns über Lob, Kritik und Anregungen. Schreiben

Sie uns an: meinemeinung@kuechenplanermagazin.de

10/11/2016 KÜCHENPLANER 111


Küchenverbände

Küchenmöbelindustrie

strikt auf Wachstumskurs

„Die deutsche Küchenmöbelindustrie wird im Jahr 2016 ihre Erfolgsgeschichte

fortsetzen.“ So fasst Dr. Lucas Heumann, Hauptgeschäftsführer des Verbands der

Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK e.V., Herford), die aktuelle wirtschaftliche

Lage der Branche zusammen.

Foto: Biermann

„Wir sind Exportweltmeister.“

VdDK-Hauptgeschäftsführer

Dr. Lucas Heumann während

der VdDK-Pressekonferenz auf

der „area30“ in Löhne.

Im Außenhandelsüberschuss der deutschen Küchenmöbelindustrie,

der aktuell bei rund 1,6 Mrd. Euro

(2015) liegt, zeigt sich die Sonderstellung der im VdDK

vertretenen Unternehmen am deutlichsten. Während

der positive Außenhandelssaldo des „Exportweltmeisters“

Deutschland zwischen 2005 und 2015 gesamtwirtschaftlich

um 57 % wuchs, stiegen die Überschüsse

aller deutschen Küchenmöbelhersteller im gleichen

Zeitraum um sogar 76 %.

Für das laufende Jahr wies Dr. Heumann darauf hin,

dass per 31. Juli 2016 die Küchenmöbelindustrie einen

Umsatzzusatz in Höhe von 6,35 % realisiert habe. Einen

Umsatzanstieg habe es sowohl im Inlands­ als auch im

Auslandsgeschäft gegeben – allerdings wiederum in

unterschiedlicher Größenordnung. Nach den jüngsten

Zahlen wuchs demnach das Inlandsgeschäft um 4,3 %,

das Ausland um 9,8 % (31. 7. 2016).

Bezogen auf Halbjahresbasis (30. 6. 2016) sei die

wirtschaftliche Entwicklung mit 7,2 % Umsatzwachstum

besser gewesen als der schon sehr positive Verlauf

des 1. Halbjahres des Vorjahres 2015, welches mit

einem Zuwachs von 4,8 % abgeschlossen hatte.

Inland wieder stärker

Als besonders erfreulich sieht Dr. Heumann die

deutliche Erholung im Inlandsgeschäft an. Dieses habe

sich im laufenden Jahr – bezogen

auf den 30. 6. 2016 als Stichtag – um

5,1 % gesteigert, gegenüber dem zeitgleichen,

aus heutiger Sicht eher

zaghaften Anstieg von 2,0 % im Vorjahr.

Das Auslandsgeschäft bewegt

sich demgegenüber weitgehend unverändert

mit einem Umsatzzuwachs

um die 10 % p.a. – im Vorjahr

in Höhe von 9,9 % und im laufenden

Jahr in Höhe von 10,5 % zum Ende

des 2. Quartals.

Nach Worten Dr. Heumanns

spiele schließlich die ausländische

Konkurrenz im deutschen Markt

praktisch nach wie vor keine Rolle.

In keinem Sektor der Möbelindustrie

– so der Hauptgeschäftsführer

– ist der Importanteil am deutschen

Markt so niedrig wie im Küchenmöbelsektor;

er betrage lediglich 2 %.

Zinstief und Bauboom

Die Gründe für diese positiven Entwicklungen müssen

nach Auffassung des VdDK jedoch differenziert betrachtet

werden. Im Inlandsgeschäft profitiert die Küchenmöbelindustrie

vom aktuellen Immobilienboom in

Deutschland und dem ansteigenden Neubaugeschäft.

Dr. Heumann: „Es gibt keine Teilbranche innerhalb der

deutschen Möbelindustrie, die so stark am Baubereich,

am Neubau­ und Renovierungsgeschäft hängt wie die

Küchenmöbelindustrie. Daher profitieren wir auch am

stärksten von dem aktuellen Immobilienboom.“

Darüber hinaus gäbe es – so der VdDK – eine unveränderte

Flucht in Sachwerte, was der Küchenmöbelverband

insbesondere auf die unattraktiven Anlagemöglichkeiten

für Privatvermögen im Bank­ und

Wertpapiersektor zurückführt. Weiterhin seien die relativ

hohen Aufwendungen für die Anschaffung einer

Küche momentan relativ leicht finanzierbar aufgrund

des niedrigen Zinsniveaus.

Mittelpunkt familiären Lebens

Wichtig für die bisher ungestörte Nachhaltigkeit

dieses positiven Trends „pro Küche“ sind zwei interessante

Faktoren. Dr. Lucas Heumann: „In den letzten

Jahren steigt der Stellenwert der Küche im privaten

Wohnumfeld deutlich und ununterbrochen. Früher war

die Küche ein reiner Wirtschafts­ und Arbeitsraum –

Mittelpunkt des Lebens waren hingegen Wohn­ und

Esszimmer, einst ‚die gute Stube‘ genannt. Dies hat

sich heute weitgehend gedreht. Seit einiger Zeit ist die

Küche der Mittelpunkt der familiären Kommunikation:

Hier wird nicht nur bevorratet, gekocht und gespeist,

sondern Kontakte im familiären oder Freundeskreis

entwickelt.“

Dr. Heumann weiter: „Das greift ineinander mit dem

unglaublich gestiegenen Repräsentationscharakter

moderner Küchen. Sie stehen für anspruchsvolles Design,

Chic und Charme und werden stolzer präsentiert,

als das Auto als vormaliges Vorzeigeobjekt Nr. 1. Neben

den Berichten über ferne Urlaubsabenteuer gehört die

Küche heute damit zu den wichtigsten Statussymbolen

und steht im Mittelpunkt des Interesses.“

Überwiegend zweistellige Exportraten

Soweit es um Auslandsgeschäfte geht, ist wertmäßiges

Wachstum in nahezu allen Märkten bzw. Regionen

für die VdDK­Mitgliedsunternehmen die Regel

(entnommen den statistischen Daten für das 1. Quartal

112 KÜCHENPLANER 10/11/2016


2016 – jüngere Daten liegen bis jetzt nicht vor). In den

Niederlanden mit + 12,1 %, Österreich mit + 16,7 %, Großbritannien

mit + 21,6 %. Und in den USA ist das Wachstum

mit + 36,8 % sogar weit überdurchschnittlich ausgefallen!

Wichtig sei auch, dass es der deutschen Küchenmöbelindustrie

gelungen ist, Umsatzwachstum zudem in

Märkten zu generieren, die insgesamt als stagnierend

oder sich nur mäßig entwickelnd betrachtet werden.

Wie Frankreich beispielsweise mit einem Export­Zuwachs

für die deutsche Küchenmöbelindustrie in Höhe

von außergewöhnlichen 9,5 %. Dr. Heumann: „Hier

wachsen wir nicht nur mit dem Markt, hier gewinnen

wir zusätzliche Marktanteile für unsere Branche zulasten

ausländischer Wettbewerber signifikant hinzu!“

Mögliche Folgen des Brexit

Mit Zurückhaltung ist die Entwicklung bezüglich

Großbritannien zu werten, was auf die Brexit­

Entscheidung im 2. Quartal 2016 zurückzuführen sei.

Nach Überlegungen des VdDK könnte der Austritt aus

der Europäischen Union zu einer zumindest befristeten

Rezession in Großbritannien führen. „Das Konsumverhalten

wird sich in UK abschwächen und wir

werden in der Breite vorerst Kaufzurückhaltung erleben“,

so Dr. Heumann. „Dies führt für die deutsche

Küchenmöbelindus trie vielleicht dazu, dass in Großbritannien

häusliche Investitionen zurückgestellt werden

und ein Anknüpfen an das sehr erfolgreiche 1. Halbjahr

2016 in den Monaten bis Jahresende noch herausfordernd

wird.“

Nach Auffassung des VdDK sei der Brexit zwar ärgerlich

und bedauerlich, in den branchenbezogenen

Gesamtfolgen allerdings beherrschbar. Der britische

Markt macht bezogen auf die gesamten Exporte der

deutschen Küchenmöbelindustrie einen Anteil von

7,4 % aus, bezogen auf die Gesamtumsätze sogar nur

von 2,7 %. Damit werden mögliche, temporäre Rückgänge

in diesem Markt kalkulier­ und beherrschbar bleiben.

Komplexität beherrschen

Die Ursachen für die Erfolgsgeschichte der deutschen

Küchenmöbelindustrie sieht der VdDK in einer

ganzen Reihe von Erfolgsfaktoren. An erster Stelle

steht die hohe Qualität deutscher Produkte. Deutsche

Küchen weisen ein modernes, international begehrtes

Design auf. Wobei in diesem Punkt erfreulicherweise

festzustellen bleibt, dass Designdefizite, die früher bestanden,

nicht nur reduziert, sondern in den letzten

Jahrzehnten vollständig beseitigt sind.

Der hohe technische Standard und die überlegene

Prozesseffizienz der deutschen Küchenmöbelproduktion

haben zur Kostenführerschaft in allen Preissegmenten

geführt. Davon profitiert die deutsche Küchenmöbelindustrie

gerade im internationalen Wettbewerb

dauerhaft. „Schließlich beweisen wir Tag für Tag erhebliche

Vorzüge im logistischen Bereich – durch

Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und ein optimiertes

Reklamationsmanagement“, so der VdDK­Hauptgeschäftsführer.

Dr. Heumann weiter: „Die Küche ist ein

kompliziertes Produkt. Diese Komplexität haben in

der Vergangenheit viele beklagt. Wir halten sie allerdings

für eine große Chance zur Realisierung eines

attraktiven Produkts. Man muss die Komplexität der

Küche allerdings steuern können. Dies ist der Küchenmöbelindustrie

in Deutschland so gut wie kaum einer

anderen gelungen.“

Deutsche Küchen weltweit begehrt

Die Erfolgsbilanz der deutschen Küchenmöbelindustrie

zeigt sich dezidiert in der Außenhandelsbilanz

des Branchenzweiges. Während die Importe von 88,4

Mio. Euro im Jahr 2005 auf lediglich 98 Mio. Euro 2015

um 12 % wuchsen, stiegen die Exporte im gleichen Zeitraum

von ca. 1 Mrd. Euro auf 1,7 Mrd. Euro im vergangenen

Jahr und somit um 70 %. Diese Kennziffern

gegengerechnet ergibt sich eine Entwicklung der Außenhandelsbilanz

von 2005 auf 2015 mit 911,5 Mio. Euro

zu 1,6 Mrd. Euro Überschuss.

Das bedeutet prozentual eine positive Entwicklung

des Außenhandelssaldos in der Küchenmöbelindustrie

um rund 76 % in nur zehn Jahren. Vergleicht man diese

Bilanz mit der Entwicklung der gesamten Exportüberschüsse

Deutschlands, die im Vergleichszeitraum „nur“

um 57 % anstiegen, sticht die einzigartige Position der

Küche auch unter dem Aspekt „Top­Exportweltmeister“

heraus, so Dr. Heumann.

Weiterhin überdurchschnittlich

Den weiteren Verlauf für das Jahr 2016 beurteilt

Dr. Heumann weiterhin positiv. Hier beruft sich der

VdDK­Hauptgeschäftsführer auf die verbandsinterne

Auftragsstatistik, in die über 90 % der deutschen Küchenmöbelindustrie

integriert ist und die damit maximale

Repräsentativität ausweist. Hierbei werden

Auftragseingänge nach Wert und Stück sehr zeitnah

erfasst und ausgewertet. Per 31. August 2016 hat der

VdDK dabei Auftragszuwächse feststellen können in

Höhe von 6,3 % – analog der bisherigen Umsatzentwicklung

stärker im Ausland (10,9 %) als im Inland (3,5 %).

Insgesamt verliefen die letzten Monate zudem besser

als diejenigen im 1. Quartal 2016. Daher geht der VdDK

davon aus, dass zum Jahresende 2016 ein ähnliches Ergebnis

realisiert wird wie jetzt laut Bundesstatistik

zum Ende des 2. Quartals. www.vhk-herford.de

10/11/2016 KÜCHENPLANER 113


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114 KÜCHENPLANER 10/11/2016


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Herstellung

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59069 Hamm

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10/11/2016 KÜCHENPLANER 115

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