November 2016

Prenzlberger

Kiezzeitung in Berlin seit 1992 I 295. Ausgabe

Prenzlberger Ansichten I Kiezzeitung seit 1992 I November 2016

Kiezzeitung seit 1992 I 295. Ausgabe I November 2016

■ THÄLMANNPARK:

Mehr Grün per Unterschrift, S. 2

■ STADTBAD ODERBERGER:

Es wird wieder gebadet, S. 3

■ KINDERFILM-FESTIVALS:

Große Themen, kleine Stars, S. 6

■ PLÄTZE DER ERINNERUNG:

Arnswalder Platz: Lange Zeit ein Sandplatz, S. 12

Foto: Bernd Kähne, Ort: Stadtbad Oderberger

Sonntag, den 06.11.

Sonntag, den 20.11.


Bei Vorlage dieser Anzeige erhalten Sie

Optimaler Sehkomfort am Schreibtisch,

beim Musizieren, Hobby-Arbeiten, etc.

Ökologische Mode - fair produziert

Prenzlauer Berg | Lychener Str. 53

Mo-Fr 11 - 19 h | Sa 11 - 17 h

www.maas-natur.de

BRILLEN IN BERLIN ® GmbH

telefon 030 - 49 780 321 · mo - fr 10 - 20 uhr · sa 10 - 16 uhr

bötzowstr. 27 · 10407 berlin · www.augenoptik-in-berlin.de


Seite 2

NACHRICHTEN

Prenzlberger Ansichten I Kiezzeitung seit 1992 I November 2016

Die Anwohnerinitiative Thälmannpark

sammelt unermüdlich: Mehr

als 1.200 Unterschriften sind bereits

für einen Einwohnerantrag zusammengekommen.

Ein Grünzug entlang des

S-Bahn-Streifens soll durch Prenzlauer

Berger Stimmgewalt erhalten werden

bzw. entstehen. Noch bis zum 30. November

kann der Antrag unterschrieben

werden.

THÄLMANNPARK

Mehr Grün per

Unterschrift
























Erholung und Grün entlang der S-

Bahn – vom Bahnhof Prenzlauer

Allee im Westen bis in den östlichen

Anton-Saefkow-Park. Seit

vielen Monaten ist ein Erholungs- und

Freizeitraum für Alle die Vision der Bürgerbewegten

„TeddyZweiNull“ vom

Thälmannpark. Mit einem Einwohnerantrag

wollen sie den Grünzug in der

neugewählten Bezirksverordnetenversammlung

Pankow zur Diskussion

und Abstimmung bringen. Zu diesem

demokratischen Mitbestimmungsmittel

sind Berliner und Berlinerinnen

berechtigt, wenn ihr Antrag mindestens

1.000 BefürworterInnen hat. Diese

Hürde haben die Grün-Engagierten

bereits genommen. 1.200 Unterschriften

sind inzwischen zusammengekommen.

Grün für Alle – heißt vor allem, den

mehrere Kilometer langen Streifen

vom S-Bahnhof Prenzlauer Allee, an

dem der Thälmannpark beginnt, bis

hin zum Anton-Saefkow-Park vor Bebauung

durch Wohngebäude, Parkplätze

und anderes zu schützen. Stattdessen

sollen Freiflächen und eine

angemessene Infrastruktur für Kinder,

Jugendliche, Senioren entstehen. Der

alte Güterbahnhof Greifswalder Straße,

der seit langer Zeit brachliegt, erscheint

der Initiative ein gutes Terrain

für künftigen Erholungsraum. Die Flächen

drum herum geeignet für Entspannung,

Spiel und Begegnung unter

freiem Himmel und Bäumen und

auf Wiesen.

Nach der demokratischen Pflicht folgt

für den Einwohnerantrag jetzt die Kür.

Denn je mehr Menschen sich für eine

Freifläche für Alle stark machen, desto

gewichtiger wird der Antrag im Bezirksparlament.

Bis zum 30. November

sammelt die Initiative weitere Unterschriften,

damit statt Bebauung und

Verkehr eine grüne Oase für Prenzlauer

Berg entsteht. „ Einwohnerantrag

Planverfahren Grünzug“ heißt das Papier

offiziell, das seit Anfang Juni öffentlich

kursiert und unterschrieben

werden kann. Noch in diesem Jahr, im

Grün und Protest: Auch mit Installationen

macht die Anwohner-Initiative

Thälmannpark seit Jahren auf

ihr Anliegen aufmerksam. Bezahlbarer

Wohnraum im Plattenbau;

Grünzug entlang des S-Bahn-Streifens.

Foto: Teddyzweinull

Dezember, soll es den Pankower Abgeordneten

vorgelegt werden.

Die wichtigsten Forderungen der Initiative,

gemäß Paragraph 44 des Berliner

Bezirksverwaltungsgesetzes, im offiziellen

Wortlaut:

Erstens. Die Durchführung eines Bebauungsplanverfahrens

mit dem Ziel

der Sicherung eines öffentlichen grünen

Sozial- und Erholungsraums, vom

S-Bhf. Prenzlauer Allee bis einschließlich

Anton-Saefkow-Park.

Zweitens. Die verbindliche Flächensicherung

für dringend benötigte öffentliche

Infrastruktur wie Spiel-, Sport-,

Kultur-, Kinder-, Jugend, Seniorenfreizeitmöglichkeiten

mit intensiver Bürgerbeteiligung.

Drittens. Der Rückerwerb der Fläche

des ehemaligen Güterbahnhofs Greifswalder

Straße inklusive der Brücke

Greifswalder Straße durch das Land

Berlin.

Alle Informationen über den Antrag,

wo er zur Unterschrift ausliegt und an

wen er geschickt werden kann, auf: https://thaelmannpark.wordpress.com.

Dort stehen auch Anträge zum Downloaden

und Selbst-Sammeln bereit.

■ -al-





Inh. S. Wesolowski

NACHRICHTEN

Short news

VORMUNDSCHAFTEN GESUCHT

Alle Pankower*innen sind aufgerufen,

eine ehrenamtliche rechtliche Vormundschaft

für minderjährige Geflüchtete,

die ohne Eltern nach Deutschland

geflüchtet kamen, zu übernehmen.

Im Rahmen einer privaten Vormundschaft

kann viel besser auf die Bedürfnisse

der Jugendlichen eingegangen

werden und das Asylverfahren betreut

werden. Die Caritas bietet dabei

umfassende Beratung und Qualifizierung

an. Kontakt: Caroline Razzak, tel.

erreichbar Mo./Di.: 8 bis 16 Uhr unter

030 666 33 991, freitags: 8 bis 14 Uhr

unter 030 666 33 996.

WEIN IM KLOSTERKELLER

Nicht nur der Psalm 104,15 („Der Wein

erfreut des Menschen Herz“) gilt am 8.

November um 19.30 Uhr im Herz-Jesu-

Kloster Berlin, Greifswalder Str. 18A,

als Inspiration, sondern vor allem Berliner

Riesling. 500 Jahre Berliner Wein-

geschichte stehen im Mittelpunkt der

Verkostung in einem der ältesten Keller

des Prenzlauer Bergs unter der

Klosterkirche. Zudem gibt es Allerlei

über die Trinkgewohnheiten in der Bibel

zu erfahren. Partner ist der Förderverein

Berliner Weingarten e.V. mit seinen

500 Weinstöcken.

BERLINER BOLZPLATZLIGA

Der SportJugendClub Prenzlauer

Berg hat eine Fußballliga initiiert. Gespielt

wird in zwei Soccer Courts im

SJC Prenzlauer Berg, Kollwitzstr. 8. Das

Angebot richtet sich an Mädchen und

Jungen im Alter von 13 bis 16 Jahre.

8 bis 10 pro Team (5 mit Fluchthintergrund,

5 ohne – mindestens jedoch 3

zu 7 oder 7 zu 3 Quote). Es spielen immer

vier gegen vier. Los geht es am 5.

November und dann Doppelspieltage

einmal im Monat bis Juni 2017.

10 JAHRE DRAGONDREAMS

Am 25. Oktober 2016 wurde die Stiftung

„dragondreams“ zehn Jahre alt.

Neben einigen eigenen Projekten (z.

B. Schülerradio & Tonstudio, B² Berlin-Brandenburg

– Bewerbungshilfen,

Berliner Ausleihpool, Berliner Spendenparlament)

konnten viele kleine

Förderungen vergeben werden, Aktionen

und Feste aktiv unterstützt sowie

mit Rat und Tat geholfen werden.




GETRÄNKEHANDEL

& VERTRIEB

Lieferservice

für Privat und

Gewerbe






ANZEIGE - RESTAURANT-TIPP

Geschmortes

in der

Altberliner

Schankwirtschaft

Hunger nach dem Herbstspaziergang?

Dann ab in die Ausspanne, die Altberliner

Schankwirtschaft in der Kastanienallee,

und dort in wohliger Wärme

und bei weihnachtlichem Duft die Lebensgeister

wieder wecken. Hauptgerichte

gibt es ab 12,- Euro, nachmittags

Foto: Hendrick Lucius

auch hausgemachten Kuchen. Küchenchef

André Pilz liebt traditionelle Gerichte

in modernen Variationen zu

kochen. In der Küche laufen die Vorbereitungen

für deftige Schmorgerichte

auf Hochtouren: zum Beispiel Rinderschulter

mit Senfcreme, grünen Bohnen

und gebackenen Knoblauch-Kartoffeln

(siehe Foto). Eine Sünde wert ist

im November natürlich auch die Martinsgans.

Und auf der Winterkarte wird

Entenbraten garantiert nicht fehlen.

Zur Philosophie des Hauses zählt, dass

regionale Produkte bevorzugt werden,

wenn es die Qualität zulässt. Die Eier

zum Beispiel kommen aus Opas Garten

vom Rande Berlins.

Die ersten Termine für Weihnachtsfeiern

sind schon vergeben, Reservierungen

aber noch möglich!

Interessant ist der Besuch

auf jeden Fall:

so gibt es jede Menge

historische Bildern

zu bestaunen und für

Fans Berliner (Kiez)-Geschichte:

eine originale

Cocchi, Bacigalupo

& Graffigna-Drehorgel,

die um 1900 in Prenzlauer

Berg hergestellt wurde.

Ausspanne – Altberliner Schankwirtschaft

im Hotel Kastanienhof

Kastanienallee 65, 10119 Berlin

Tel. 030 4430 5199

www.deutsches-restaurant.berlin

REDAKTION

Tel. (030) 4473 1909

Post: Prenzlberger Ansichten

c/o Michael Steinbach

Nordufer 6, 13353 Berlin

ANZEIGEN

Dirk Wanner: 0176 - 36153110

Michael Steinbach: 0177 - 7389860

Beratungsstellenleiterin

Sabina Tannert

Knaackstr. 29 · 10405 Berlin

Tel.: 030 44051377

Sabina.Tannert@vlh.de / www.vlh/bst/9414


Prenzlberger Ansichten I Kiezzeitung seit 1992 I November 2016

TITELTHEMA

Seite 3

STADTBAD ODERBERGER

Es wird

wieder

gebadet

Das Stadtbad Oderberger Straße

ist wieder ein Stadtbad, zumindest teilweise.

Nach 30 Jahren kann im Denkmal

an der Oderberger Straße wieder

geschwommen und getaucht werden –

Sauna und Spa inklusive. Nahezu fünf

Tage die Woche, sonst ist die Schwimmhalle

Event-Location. Ein- und Rückblicke

in eine typische Prenzlauer-Berg-

Geschichte.

Event-Location. Das Wasser wird in ein

darunterliegendes Becken abgelassen,

das Türkis der Beckenfliesen abgedeckt.

Übrig bleibt der Raum mit

den Kaiserlichen Säulen und mit typischer

Schwimmbad-Akustik. Zu mieten

für Hochzeits- und Familienfeiern, Firmenanlässe

oder Filmpremieren. Wer

schwimmen gehen will, sollte sich vorher

auf der Schwimmbad-Homepage

über die Öffnungszeiten des Bades informieren.

DAS VOLKSBAD

Doch nun zur Geschichte der einstigen

Volksbadeanstalt: Der Architekt Ludwig

Hoffmann konzipiert es Ende des

19. Jahrhunderts für den rasant wachsenden

Bezirk Prenzlauer Berg – ein

Komplex mit vier Innenhöfen im Stil

der Deutschen Renaissance. Die mangelhafte

Ausstattung der Wohnungen

mit sanitären Einrichtungen und die

mer noch wird es zum Schwimmen,

zum Waschen und Baden genutzt.

Bis zum Jahr 1986. Risse im Boden

des Schwimmbeckens, unter den türkis

leuchtenden Fliesen, machen die

Schließung des Bades notwendig.

Eine Volksbadeanstalt für alle, die kein

fließend Wasser hatten: Das Stadtbad

Oderberger Straße 1914. Foto: Museumsverbund

Pankow

1994 werden auch die Wannen- und

Duschbäder geschlossen. Der Saunabetrieb

im Keller, das letzte Überbleibsel

des Bades, wird 1997 eingestellt.

Mit der Schließung des Beckens beginnt

eine weitere Geschichte, die

mit viel Idealismus, mit Kunst und Aufbruchsgeist

startet und damit endet,

dass aus den Dusch- und Badekabinen

Hotelzimmer und Unterrichtsräu-

Türkis. Ein wunderbares Türkis,

das dem Becken auch ganz

ohne Wasser seine Bade-Atmosphäre

verleiht. Ein wenig Südsee-Flair

in Prenzlauer Berg schafft dieses

Türkis. Die steinernen Säulengänge

und Emporen drum herum rahmen es

ins Kaiserliche. Still und erhaben. Wären

da nicht der modrige Geruch und

die Kälte – die typischen Begleiter von

lange leerstehenden Gebäuden.

Geschichte. Nicht das Türkis, doch der

modrige Geruch und die Kälte sind

Geschichte. Das Stadtbad Oderberger

Straße riecht, wie ein Bad des 21.

Jahrhunderts riechen soll: ein wenig

nach Chlor. Der Raum ist angenehm

warm. Die Wassertemperatur liegt bei

22 Grad. Seit Mitte Oktober kann wieder

gebadet werden – nach genau 30

Jahren.

SCHWIMM- UND EVENTBAD

Es ist eine eigenartige Geschichte um

dieses Stadtbad. Typisch Berlin, typisch

Prenzlauer Berg einerseits. Andererseits:

Doch irgendwie einzigartig.

Das Schwimmbad, dies vorab zur Gegenwart,

ist kein komplettes Schwimmbad.

An fünf Tagen in der Woche kann

in der Regel hier für einige Stunden

gebadet werden – 20 Meter lang sind

die Bahnen, 1,45 Meter tief das Becken.

Den Rest der Zeit ist das Bad

ANZEIGE

Zeughausmesse

Im Deutschen

Historischen

Museum

Die 20. Zeughausmesse findet vom 8. -

11. Dezember 2016 im Deutschen Historischen

Museum Berlin statt.

Auf der 1600qm messenden Fläche

des Zeughaus-Innenhofes entfaltet

Wieder schick und mit Wasser: Seit

Mitte Oktober kann in der Oderberger

Straße wieder geschwommen

werden. Foto: Promo

hygienischen Zustände um die Jahrhundertwende

machen den Bau dieser

öffentlichen Badeanstalt notwendig.

1902 wird das Stadtbad eröffnet.

Mit dem Schwimmbecken, mit kleinen

Kabinen mit Duschen oder Badewannen.

Vor allem die Proletarier-Männer

des Prenzlauer Berges waschen sich

hier nach der Arbeit, so erzählt es eine

Prenzlauer Berger Überlieferung.

Die beiden Weltkriege übersteht das

Bad ohne größere Schäden – und im-

sich vom 8.-11. Dezember

2016 wieder ein edel anzusehender

Markt der ganz eigenen

Art: die Zeughausmesse.

An rund 90 Ständen

mit Kostbarkeiten jeder

Preisklasse stehen Künstler,

die Interessenten ihre Arbeiten

vorführen. Als Treffpunkt

einer stetig wachsenden Anhängerschaft

zeitgenössischer

Gebrauchskunst ist die

Messe der ideale Ort für den

Kauf hochwertiger Weihnachtsgeschenke

und zugleich

Schaufenster der Angewandten

Kunst.

Einer der Gebrauchsgegenstände

ist die abgebildete

Lampe von Anastasiya Koshcheeva.

Der leichte Duft

nach Birkenwald begleitet

me werden.

DAS KÜNSTLERISCHE LABOR

Das Stadtbad verfällt. Türkis leuchten

die Fliesen, doch der Geruch nach Moder

und die Kälte ziehen ein. Bereits

kurz nach der Schließung formiert sich

eine Bürgerinitiative – mitten in der

DDR – die das Schwimmbad wieder zu

einem Schwimmbad machen will. Es ist

die gleiche Bürgerinitiative um Bernd

Holtfreter, die den legendären Hirschhof

unweit des Bades zu einer grünen

kulturellen Oase macht. Im Hirschhof,

der ursprünglich ein alter, brachliegender

Hinterhof war, treffen sich nach seiner

Begrünung ab 1985 Künstler und

Intellektuelle und feiern Feste und reden

frei – mitten in der DDR.

Beim Stadtbad Oderberger Straße

dauert es etwas länger. Ab 1994

veranstaltet die Initiative hier Kultur,

plant die Sanierung und Wiedereröffnung

als Schwimmbad mit Wellness-

Bereich. Die Zeit vergeht, das Stadtbad

Oderberger Straße füllt sich mit

Kunst. Ausstellungen, Theater, Performances,

Konzerte lassen das türkisfarbene

Schwimmbecken zu einer Bühne

werden. Filmfirmen drehen in der immer

morbider werdenden Kulisse Krimis

und Love-Stories. An den einstigen

Badebetrieb erinnern Führungen zum

Tag des Offenen Denkmals oder Performances

aus den rostigen Badewannen

der Waschräume.

Der kulturelle Betrieb, ursprünglich begonnen,

um die laufenden Kosten für

die Objekte, die sie aus Birkenrinde

herstellt. Sei es die seidige

und flexible Oberfläche der Polsterungen

auf ihren Stühlen oder

das warme Licht ihrer Lampen,

Koshcheeva stellt vieles aus dem

Baustoff mit der jahrhundertealten

sibirischen Tradition her. Die

eigene Bearbeitungstechnik ermöglicht

es ihr, Rinde zu nähen

oder Objekte ohne Kleber zu fertigen.

Für die Verleihung der Preise

für Angewandte Kunst kürt eine

Fachjury 4 Künstler, die auf der

Zeughausmesse ausstellen. Alle

Messeteilnehmer der 11 verschiedenen

Gewerke und weitere Informationen

sehen Sie auf

www.zeughausmesse.

Deutsches Historisches Musuem,

Unter den Linden 2, 10117 Berlin

das Gebäude bis zur Sanierung zu decken,

schiebt sich in den Vordergrund.

Denn das Geld für den Bau, viele Millionen

Euro, bleibt aus. Im Jahr 2000

gründet sich aus der Bürgerinitiative

eine Genossenschaft, die dem Land

Berlin das Bad abkauft und es gemeinsam

mit der Stiftung Denkmalschutz

sanieren will. Die Pläne platzen, weil

zugesagte Landesgelder nicht kommen.

Zurück bleiben die Kultur und

der zunehmende Geruch nach Moder.

TROCKENSCHWIMMEN

Im Jahr 2007 ist auch mit der Kunst

Schluss, offiziell. „Trockenschwimmer“

heißt das Festival, das noch einmal alle

Bade- und Schwimm- und Trockenorte

des alten Baudenkmals bespielt, an die

Badeanstalt erinnert und an die Utopie

eines neuen Bades. Weil Genossenschaft

und Stiftung Denkmalschutz

ohne Fördergelder die Auflagen des

Wiederaufbaus nicht erfüllen können,

erhält das Land Berlin das marode Bad

zurück. Es verfällt weiter.

Im Jahr 2011 schließlich kauft es

die Berliner Unternehmerin Barbara

Jaeschke und macht aus dem Stadtbad

Oderberger Straße Stück für Stück

ein wieder belebtes Bauensemble. Mit

Sprachenschule und Hotel, nun auch

mit einem Schwimmbad

an einigen Tagen

in der Woche.

Jeden Dienstag gibt

es zudem Führungen

durch das Bad und

seine Geschichte.

■ -al-


Möbel

Licht

Design

modell roro






Rykestr. 3

Tel. 44 35 59 33

klungkung-berlin.de


Seite 4

STRASSEN-UMFRAGE

Prenzlberger Ansichten I Kiezzeitung seit 1992 I November 2016

STRASSEN-UMFRAGE

Warum ist schlechte Laune

ein Spiegelbild des

Gemütszustandes?

Das hängt immer alles mit dem

Wetterumschwung zusammen.

Cynthia aus Friedrichshain (3)

Hier in Berlin ist immer

schlechtes Wetter.

Diesmal erwischten wir einen der „goldenen“ Oktobertage.

An den Tagen davor und danach war

es doch ziemlich ungemütlich. Es hat wieder viel

Spaß gemacht und wir bedanken uns für die rege

Beteiligung.

Fotos & Fragendesign: Bernd Kähne

Fragende: Rolf Gänsrich und Dirk Wanner

Wichtig ist: Wir brauchen

mehr Farbe, vor

allem an den Gebäuden

… bunt, bunt,

bunt …

Igor aus Prenzlauer

Berg

Es ist einfach eine zu menschliche

Reaktion. Und klar strahlt das dann

auf die jeweilige Umgebung ab.

Das ist eine sehr

philosophische Frage.

Was ist da der Unterschied?

Die schlechte

Laune kann nur den

momentanen Zustand

abbilden.

Charlotte aus Prenzlauer

Berg

Jule aus Berlin

Ich kann dazu nichts

sagen, denn ich hab

selten mal schlechte

Laune. … Höchstens,

wenn ich mal von der

Seite angequatscht

werde.

Frau K. aus Weißensee

Vielleicht weil die Leute nicht wissen, was

sie glücklich macht.

David aus Prenzlauer Berg

Beilagen

In Teilen dieser Ausgabe der

Prenzlberger Ansichten finden Sie

folgende Beileger:

Caritas, Arbeitnehmerseite

SPD-Büro Clara West

Konzertbüro Gethsemanek.

IMPRESSUM

Herausgeber:

Michael Steinbach (V.i.S.d.P.), Dirk Wanner

Büroanschrift:

Prenzlberger Ansichten

c/o Michael Steinbach, Nordufer 6

13353 Berlin, Tel. 44731909

Mobil 0177-7389860

redaktion@prenzlberger-ansichten.de

Erscheint: seit 1992 mit z.Zt. 15.000

Exemplaren am Anfang jeden Monats

Nächste Ausgabe: ab 2. Dez. 2016

Redaktionsschluss: 20. Nov. 2016

Kulturtipps an: dirk.wanner@gmx.de

Anzeigen-Hotline:

Michael Steinbach: 0177 - 738 98 60

Dirk Wanner: 0176 - 361 53 110

Verteilung:

erhältlich in über 300 Cafés, Super märkten,

Ge schäf ten, Bäcke reien, Zeitungs lä den,

Hos tels, Hotels, Restaurants, Tank stel len,

Gesund heits zen tren und öffentlichen Einrich

tungen ausschl. in Prenz lauer Berg

Fotos: Bernd Kähne, Rolf Gänsrich

Zeichnungen: Rolf Gerspach

Gestaltung: Michael Steinbach

Druck: Union Druckerei Berlin GmbH

Storkower Straße 127 A, 10407 Berlin

Mediadaten: prenzlberger-ansichten.de

Facebook: Prenzlberger Ansichten

NACHRICHTEN

Short News

GÄRTNERINITIATIVE

Das Landesdenkmalamt ehrt die

GärtnerInitiative Arnswalder Platz

für ihr vierjähriges regelmäßiges

Engagement. Am 1. Dezember leiht die Senats-Baudirektorin Re-

vergula

Lüscher der GärtnerInitiative

Arnswalder Platz und zwei weiteren

Bürgerinitiativen im Berliner Rathaus

die Ferdinand-von-Quast-Medaille.

Diese Ehrung verleiht der Senator

bzw. die Senatorin für Stadtentwicklung

auf Vorschlag des Landesdenkmalamtes

Berlin jährlich im












Spätherbst an Menschen oder Institutionen,

die sich in besonderer

Weise um Berliner Denkmale verdient

gemacht haben.

ÖKUMENISCHE ANDACHT AM 9.11.

Auch in diesem Jahr findet in Kooperation

mehrerer Kirchengemeinden

aus Pankow und

Wedding sowie unter Mitwirkung

der CDU Schönhauser Allee am 9.

November eine

ökumenische Andacht anlässlich

des 27. Jahrestags des Mauerfalls

statt. Am Mittwoch, den 9. November

um 20.30 Uhr an der Bösebrücke,

auf der Nordseite der Bornholmer

Straße (Platz des 9. November).

AG BÜRGERBETEILIGUNG

Die AG Bürgerbeteiligung im

Bötzowviertel trifft sich immer am

dritten Montag im Monat um 19.30

VIETNAMESE FOOD

& SUSHI BAR

RICE 4 YOU

Schönhauser Allee 146 A

Nähe Kastanienallee

Mo.-Fr. 11.00-22.30 Uhr

So. & Feiertage 12.00-22.30 Uhr

Tagesangebot

im Haus, täglich

wechselnd,

nur 4,90 €

10 % Rabatt! bei Online-Bestellung

www.riceforyou24.de

oder Tel. (030) 5471 3668

Uhr in der E18, Esmarchstr. 18.

Themen, die derzeit besprochen

werden sind u. a. Begleitung aktueller

Bauvorhaben im Kiez wie der

REWE-Hin-und-Herzug, Straßenkreuzungen,

Straßenbäume, Turnhalle

und Bolzplatz in der Dietrich-

Bonhoeffer-Straße, Sanierung des

Arnswalder Platzes. Archivierung

und Aufarbeitung der Geschichte

„Bürgerbeteiligung im Sanierungsgebiet

Bötzowkiez 1995-2013“ sowie

Fragen des bezahlbaren Wohnens

und nützlichen Gewerbes.

Liebevolle

Pflege ist

genau dein

Ding?

Dann

bewirb dich

jetzt bei

uns!

Wir suchen

(Altenpfleger/innen, Gesundheits- und

Krankenpfleger/innen)

für unsere WG in Berlin Karow.

Sie arbeiten in der WG völlig autark in einem kleinen Team

in der 1:1 und 2:1 Betreuung.

Fort- und Weiterbildungen und ein tolles Betriebsklima.

Denn wir sind anders!


Prenzlberger Ansichten I Kiezzeitung seit 1992 I November 2016

PRENZLAUER BERG

Seite 5

Ein neuer Platz, zwei Olympiasieger

und große Pläne – die Hockeyabteilung

der SG Rotation Prenzlauer Berg

stellt sich neu auf. Mit 500 Mitgliedern,

besten Trainingsbedingungen und neuen

Medien startet der Verein durch. Das

Ziel: Die Bundesliga.

Der Hockeysport in Prenzlauer

Berg hat eine inzwischen über

60jährige Tradition. 1954 wurde

im damaligen Bezirk eine

Hockeyabteilung gegründet. Nach Stationen

in der Sportgruppe „Dynamo

Berlin-Mitte“ und der Betriebssportgruppe

der Druckereien, „Rotation“,

brachte der Beitritt zum Berliner Hockey-Verband

und zum Deutschen Hockey-Verband

im Oktober 1990 auch

den jetzigen Namen: „Sportgemeinschaft

Rotation Prenzlauer Berg e. V.“

Die Sportgemeinschaft Rotation ist im

21. Jahrhundert ein Mehrspartenverein,

Hockey dabei neben Fußball die

größte der insgesamt sechs Abteilungen.

Das war nicht immer so: Noch

2002 spielten hier nur 134 Mitglieder

Hockey. Dank des Einsatzes engagierter

Mitglieder in Schulen und Kitas stiegen

die Mitgliederzahlen jedoch bald

SPORT IN PRENZLAUER BERG

Hockeyteam

strebt in die

Bundesliga

wieder. Acht Jahre später hatten sie

sich bereits verdoppelt. Heute zählt

der Verein stolze 500 Mitglieder – weit

über die Hälfte davon sind unter 18

Jahre alt. Und denen wird einiges geboten

– wie das jährliche Hockeycamp

im Thüringischen Jena, mit der diesjährigen

Rekordteilnahme von fast 100

Rotation-Jugendlichen.

NEUER PLATZ, NEUE MEDIEN

Jetzt geht der Verein auch in Sachen

Medien neue Wege. Mit einem eigens

produzierten Drei-Minuten-Video erweitert

die Hockeyabteilung der SG

Rotation Prenzlauer Berg ihre Außendarstellung.

Die Macher wollen damit

den Sport im Osten Berlins populärer

machen.

Das Video entstand anlässlich der Eröffnung

der neuen Kunstrasenanlage

an der Ella-Kay-Straße am

3. Oktober diesen Jahres. Auf dem

neuen Platz trainierte die Hockeyjugend

mit zwei internationalen Größen

des Sports: den beiden Hockey-Olympiasiegern

Moritz Fürste und Martin

Häner. In starken Bildern vermittelt der

Clip Emotionen und Begeisterung, die

den Hockeysport nicht nur bei Rotation

auszeichnen.

Auch Fürste und Häner kommen im Video

zu Wort. Auch Abteilungsleiter Michael

Hug war bei der Eröffnung des

neuen Platzes dabei. Für ihn ist Rotation

„eines der spannendsten Hockeyprojekte,

das wir in Deutschland

haben“. Michael Hug macht kein Geheimnis

daraus, dass Rotation perspektivisch

in der Hockey-Bundesliga

spielen möchte.

„Wir wollten zeigen, wie cool unser

Club ist. Und das ist uns auch ganz gut

gelungen“, ist Michael Hug

mit dem 180-Sekunden-Ergebnis des

Clips mehr als zufrieden. Die Initiatoren

erhoffen sich mit dem Imagevideo,

Rotation in der Hockeyfamilie besser

Sport mit Zukunft und Emotionen: Die

Hockeyjugend von Rotation Prenzlauer

Berg. Foto: Promo Club

positionieren zu können. Gleichzeitig

wollen sie für mehr

Interesse am Hockeysport in Prenzlauer

Berg sorgen und so potentielle Unterstützer

ansprechen.

Verantwortlich für das Imagevideo ist

der Berliner Filmemacher Louis Vignat,

der bereits eine Reihe

interessanter Videoprojekte umgesetzt

hat. „Als ich hörte, dass so viele spannende

Leute das Hockeyprojekt

bei Rotation vorantreiben, musste ich

nicht lange überlegen, ob ich hier auch

etwas mitgestalten möchte.“ So erklärte

sich der gebürtige Franzose schnell

bereit, für Rotation ein Imagevideo

zu drehen: „Was hier passiert, hat mich

einfach sofort begeistert!“

■ -al-

Weitere Infos: www.rotationhockey.de

In dieser Folge unserer kleinen

Reihe über die historischen Grenzen des

Prenzlauer Berg nähern wir uns allmählich

der „Spitze“. Vor der „Verschmelzung“

aufgrund der Verwaltungsreform

von 2001 zum neuen Großbezirk Pankow

stießen an der Ecke Wisbyer, Ostseestraße,

Prenzlauer Allee / Promenade

die bis dato eigenständigen Bezirke

Weißensee, Pankow je in relativ spitzen

Winkeln mit dem Prenzlauer Berg zusammen.

Daher der diesbezüglich im

Volksmund verbreitete Name „Spitze“.

„Jehste an die Spitze, da kannste ooch

nix koofen!“, hatte mir mal in meiner Jugend

eine freundliche, ältere Kollegin

aus der Jacobsohnstraße geraten.

Die Wisbyer Straße stellt zwischen

der Neumannstraße

und der Prenzlauer Promenade

die nordnordöstliche

Grenze zu Pankow dar. Sie ist ein Teil

des äußeren Straßenrings des Berliner

Bebauungsplans von 1862 von James

Hobrecht, der etwas außerhalb der

schon damals in Planungen vorhandenen

Ringbahn liegt.

Die Wisbyer Straße bekam erst am 23.

August 1905 ihren Namen nach der

DIE GRENZEN DES

PRENZLAUER BERG , TEIL V

Die Wisbyer

Straße

schwedischen Stadt Visby auf der Ostseeinsel

Gotland. Vorher waren es die

Straße 31 und 31 a, Abt. XII des Hobrechtplans.

Ursprünglich nur eine

Chaussee, lagen an ihren Seiten anfangs

städtische Mühlen und private

Kleingärten der Berliner. Bereits seit

den dreißiger Jahren gab es in der

Wisbyer und Ostseestraße einen Radweg,

der jedoch, nicht wie heute üblich,

am rechten Straßenrand lag, sondern

links, also direkt zwischen dem

mittleren Grünstreifen und der Fahrbahn

für die Autos. Dies stellte sich für

die Radfahrer als großes Risiko heraus,

da niemand von den Kraftfahrern hier

mit abbiegenden, oder auf den Radweg

auf- oder abfahrenden Radlern

Talstraße / Wisbyer Str, in Richtung

Schönhauser: eines dieser eleganten

Vorstadthäuser mit Vorgarten.

rechnete. Erst mit der Umgestaltung

und Asphaltierung der Wisbyer Straße

2008 wurden jeweils am rechten Fahrbahnrand

neue Radwege angelegt.

Zudem lärmte das alte Kopfsteinpflaster

sehr, sodass in den Nachtstunden

eine Geschwindigkeitsbegrenzung

von 30 km/h galt. Die alten Verkehrsschilder

stehen zum Teil noch heute.

Ansonsten ist die Wisbyer Straße auf

ihrer gesamten Länge relativ unspektakulär

bebaut. In Richtung Innenstadt

dominieren, bis auf wenige Ausnahmen,

Gebäude aus den 30er-Jahren.

Zwischen Neumannstraße und Schön-

hauser Allee sind es überwiegend

Gründerzeitbauten. Davor sind es ab

Talstraße 30er-Jahre-Bauten und das

Ende bis zur Prenzlauer Promenade

ist komplett erst in den letzten Jahren

neu bebaut worden. Die Kriegslücke

direkt an der Spitze, hier befand

sich über viele Jahre eine Tankstelle,

wird in diesen Wochen

durch einen Neubau

geschlossen. Auf

der Kriegslücke an der

Ecke Talstraße ist ein

Discounter zu finden.

■ Rolf Gänsrich

www.prenzlberger-ansichten.de/

spaziergänge

POESIE

ZEIT

Die Zeit ist weit

erkläre mit den Sinn.

Die Zeit ist weit

die Liebe muss sich

vervollständigen

ANZEIGE: RESTAURANT-TIPP

Georgische

Spezialitäten

im Arnim-Kiez

Endlich angekommen in Prenzlauer

Berg: die bemerkenswerte, außergewöhnliche

georgische Küche.

Kaum ein Land bietet so viele abwechslungsreiche

Geschmacksvarianten wie

Georgien. Im Restorani Tbilisi genießen

Sie Chatschapuri aus dem Steinofen

oder Teigtaschen, die nichts mit

dem gemeinsam haben, was Sie bisher

unter diesem Namen kannten. Die Füllungen

variieren, so ist auch für Vegetarier

das Passende dabei. Finden Sie

heraus, was sich hinter dem Namen

Chkmeruli Kezse, Tschachochbili oder

Adjapsandali verbirgt. Das Team des








Tbilisi verspricht, Sie werden nicht enttäuscht

sein ...

Als Dessert gibt es Süßspeisen oder,

für alle, die es herzhaft mögen, landesspezifische

Käsesorten.

Zu allen Speisen werden georgische

Weine gereicht.

Das stilvolle und gemütliche Ambiente

lädt dazu ein, einen wunderbaren

Abend mit Ihrer Familie oder Ihren

Freunden zu verbringen.

Übrigens: Das Restaurant Tbilisi ist

bestens für Feiern geeignet. Es stehen

Ihnen 60 Plätze zur Verfügung.

Gern richten wir Ihre Weihnachtsfeier

aus, rufen Sie uns an.

Restorani Tbilisi –

Georgische Spezialitäten

Am Arminplatz, Schönfließer Str. 15

Tel: +49 30 23927015

Mail: Kontakt@Restorani-Tbilisi.de

Offen: Mi-Sa 17-24 Uhr, So 12-24 Uhr




erkläre mir den Sinn

in den Händen

Deine Sehnsucht ...

tief.

Ella

Prenzlberg-Touren

von Rolf Gänsrich im November:

jeden Samstag 14 Uhr ab Pappelallee 1

(am U-Bf. Eberswalder) – die Berliner-

Mauer-Tour über Kastanienallee,

Oderberger und Bernauer Str. bis

zum Nordbahnhof

Sonntags 14 Uhr:

6.11. - ab Knaackstr. 99 / Danziger Str.

in den Kollwitzkiez hinein

13.11. - ab Galerie 100 – Konrad-Wolf-

Str. 100 – Führung durch einen Teil

des alten Hohenschönhausen

20.11. - ab Greifswalder Str. 169 (Aldi-

Auffahrt gegenüber vom S-Bhf.) - Tour

durch das Weltkulturerbeviertel des

Architekten Bruno Taut

27.11. - ab Storkower Str. / Landsberger

Allee (vor Burger King) – Tour über

den ehemaligen Zentral-Vieh- und

Schlachthof

Alle Termine unter Vorbehalt, Touren

ohne Anmeldung, Preis: Spende in den

Hut – alle Termine immer aktuell unter

www.rolfgaensrich.wordpress.com


Seite 6

DIE SEITE FÜR KINDER

Prenzlberger Ansichten I Kiezzeitung seit 1992 I November 2016

Der November ist Euer Filmmonat

in Prenzlauer Berg. Ihr könnt Euch

viele internationale Kurzfilme anschauen

– oder beim Kinderrechte-Filmfestival

dabei sein. Vielleicht wollt Ihr ja

selbst mal Filme machen? Dann geht ins

Filmtheater am Friedrichshain und in andere

Berliner Kinos, wo Filme für Euch

laufen.

KINDERFILM-FESTIVALS

Große

Themen,

kleine Stars

Nicht nur im Filmtheater am

Friedrichshain, auch in der

der Passage Neukölln, dem

Babylon und im Il Kino laufen

eine Woche lang Kurzfilme für ein

junges Publikum. Ob knapp zwei Minuten

oder 30 Minuten lang - ob

Animations-, Dokumentations- oder

Spielfilme: Das Internationale Kurzfilmfestival

KUKI zeigt Filme, die es so

sonst nicht im Kino zu sehen gibt. Deren

Herkunft ist vielfältig: Beiträge aus

27 Ländern wie beispielsweise Iran,

Mauritius und Israel aber auch Niederlande,

Schweiz und Deutschland sind

dabei. Das Festival enthält ein einmaliges,

internationales Kurzfilmangebot

für Kinder und Jugendliche.

Im Mittelpunkt stehen die Wettbewerbsprogramme

für Kinder ab 6, 8

und 10 Jahren und für Jugendliche ab

12 und 14 Jahren. Im Kinderprogramm

mit dabei: die wunderbare Puppen-

Animation „Chika, die Hündin im Ghetto“,

die sich mit den Schrecken der nationalsozialistischen

Judenverfolgung

auseinandersetzt. In der Jugendsparte

TeenScreen läuft unter anderem der

niederländische Dokumentarfilm „Het

meisje van 672K“, der die junge Fotografin

Annegien porträtiert. Sie begeistert

mit ihrem kreativen Output bereits

über 600.000 Follower auf Instagram.

Ihr seid das Publikum: Zwei Kinderfilm-Festivals

laufen im November.

„Hewat“ heißt ein brandaktueller Film

mit einer brisanten Entstehungsgeschichte.

Er erzählt von geflüchteten afghanischen

Kindern im Iran. Die Hauptdarsteller

leben tatsächlich illegal im

persischen Gottesstaat. Was es bedeutet,

einen kritischen Film im Iran zu drehen,

kann die anwesende deutsch-iranische

Regisseurin Afsun Mahmoud

Nezhad persönlich beantworten.

Viele weitere internationale FilmemacherInnen

finden den Weg nach Berlin,

um sich dem Publikum zu stellen. So

auch Muhammed Seyyid Yildiz, dessen

Film „Diyariyek“ (ab 6) im kurdischen

Teil der Türkei gedreht wurde. Der

Berlinale Generation-Gewinner Mariano

Biasin aus Argentinien wird seinen

Film „El inicio de Fabrizio“ persönlich

vorstellen. Insgesamt haben bereits 25

FilmemacherInnen ihre Anwesenheit

zugesagt.

Auch dieses Jahr werden Preise im

Wert von insgesamt 6.500 Euro vergeben.

Die Preisträger bestimmen Kinder

und Jugendliche selbst. Ausgewählt

wurden alle gezeigten Filme übrigens

von einem Kuratorium von Jugendlichen.

Und wenn Ihr selbst Filme machen

wollt: Für Kinder von 6 bis 12 Jahren

steht der kostenlose Animationsworkshop

im TrickTruck bereit. Hier könnt

Ihr mithilfe von Animationsprofis gemeinsam

Euren eigenen Film erschaffen.

Das mobile Filmstudio tourt übrigens

auch den Rest des Jahres durch

Berliner Schulen.

Am Sonntag, den 20. November, beginnt

um 14 Uhr der Abschluss des

Festivals mit der KUKI-Preisverleihung.

Die Kinder- und die Jugendjury verkünden

jeweils die Gewinner der Wettbewerbe,

der Publikumspreis für den

besten Dokumentarfilm wird vergeben

und die Gewinnerfilme erneut gezeigt.

■ -al-

KINDERFILM

Das KinderrechteFilmfest

Rund um den Internationalen Tag der

Kinderrechte findet dann gleich im Anschluss

an das KUKI am 21. und 22.

November im Filmtheater am Friedrichshain

die vierte Ausgabe des Kinderrechte-Filmfestivals

statt. Dort kommen

16 Kurzfilme von Kindern der 4.

bis 6. Klassen zum Thema Kinderrechte

auf die große Leinwand. Zum zweiten

Mal konnte der KIKA-Moderator

Tobias Krell aka Checker Tobi gewonnen

werden.

Von der Idee über den Dreh bis zum

fertigen Film übernehmen die Kinder

beim Kinderrechte-Filmfestival alle

Aufgaben vor und hinter der Kamera.

Unterstützt werden sie dabei in mehrtägigen

Workshops an ihren Schulen

von MedienpädagogInnen des Landesverbandes

Kinder- & Jugendfilm

Berlin sowie speziell ausgebildeten Jugendlichen

des Partnerprojektes Kids

Courage und weiteren Kinderrechte-ExpertInnen.

In diesem Jahr haben

sich knapp 400 SchülerInnen zu den

Workshops in Berlin angemeldet, darunter

auch Klassen mit Flüchtlingskindern

und Willkommensklassen. Die

Workshops finden noch bis Anfang

November statt.

Neben dem Filmemachen haben die

Kinder außerdem die Möglichkeit, sich

in einer Kinderjury einzubringen.

9. Internationales Kinder- & Jugendkurzfilmfestival

Berlin, 13. bis 20. November,

mehrere Berliner Kinos, www.kuki-berlin.

com.

Kinderrechte-Filmfestival Berlin, 21. und

22. November, 10-12 Uhr, Filmtheater

am Friedrichshain, Anmeldung: www.

kinderrechte-filmfestival.de. Anstelle des

Eintritts wird um 3 Euro Spende für die

Flüchtlingsarbeit gebeten.

TIPPS FÜR FAMILIEN

Short Kids

Natürliche

Baby- & Kinderbekleidung

in Bio-Qualität

Adventsfest im W 24

Am ersten Advent, dem 26. November,

lädt Euch der Kinder- und Jugendclub

W24 zum Adventsfest. Los geht

es um 14 Uhr mit vielen schönen Aktivitäten

wie Keramik herstellen, Sandbilder

gestalten, Filzen, Adventsgestecke

basteln, Kerzen ziehen. Ab 16 Uhr

spielt das Theater aus dem Koffer das

Stück „Meister Ton und der Lieder Zauber-Koffer“.

Außerdem gibt es Kakao,

Kaffee und leckeren Kuchen.

Adventsfest, 26. November, ab 14 Uhr,

W24, Wichertstraße 24.

Frech &wild

Ihr könnt Euch freuen: Ab dem 2. November

ist im MACHmit!-Museum

eine neue Sonderausstellung zu sehen.

In der interaktiven Ausstellung werden

neun bekannte schwedische Geschichten

vorgestellt, deren Autoren mit dem

Astrid-Lindgren-Preis ausgezeichnet

wurden.

Es werden u.a. Szenen aus Büchern

von Sven Nordqvist, Pija Lindenbaum

Ihr könnt auch selbst Filme drehen,

etwa beim Kinderrechte-Filmfestival.

Fotos (2): KRFF

und Barbro Lindgren und präsentiert.

Die Schau ist eine Familienausstellung

der Schwedischen Botschaft in Kooperation

mit dem MACHmit! Museum. Sie

ist bis zum 19. Februar nächsten Jahres

zu sehen.

„frech, wild & wunderbar“ – Ausstellung

im MACHmit! Museum, seit 2. November

bis 19. Februar, Senefelderstraße 5, www.

machmitmuseum.de

Gebündelte Aktionen für Euch

Ob Kinderyoga, Theaterworkshop, Zirkuskurs

oder Feriencamp – es gibt eine

riesige Auswahl an Aktivitäten für Kinder

in Berlin. Einen guten Überblick

finden Ihr und Eure Eltern auf der Online-Plattform

Kindaling.

Mehr als 800 Aktivitäten von über 400

Anbietern in ganz Berlin sind dort zu

finden. Das Spektrum reicht von Kindersport

bis hin zu Events für Kindergeburtstage

und Feriencamps für die

Größeren. Der Gründer Christopher

Lansloot ist übrigens Vater von zwei

Kindern. Nach dem Start in den Bezirken

Prenzlauer Berg und Friedrichshain

sind mittlerweile Angebote aus allen

Bezirken Berlins auf der Plattform

zu finden.

Mehr auf: www.kindaling.de

Multikulturelle Märchentage

Vom 3. bis zum 17. November gibt es

in den Pankower Bibliotheken Märchenerzählungen

in verschiedenen

Sprachen. Ob Spanisch, Italienisch,

Englisch, Polnisch, Russisch, Französisch,

Portugiesisch, Armenisch oder

Arabisch – die Märchen werden jeweils

auch in Deutsch erzählt. Die Lesungen

sind kostenlos und dauern rund 45 Minuten.

Organisiert wird die Veranstaltungsreihe

von zahlreichen Pankower MigrantInnen-Organisationen,

die sich gemeinsam

mit den Stadtbibliotheken

für die Stärkung der Mehrsprachigkeit

einsetzen. Anlass sind die 27. Berliner

Märchentage, die unter dem Titel

„Dornröschen erwacht …!“ das breite

Spektrum von Mädchen und Frauen in

Märchen und Geschichten aufzeigen.

Märchentage in den Pankower Bibliotheken,

3.-17. November, www.berlin.de/

pankow

FROSCHKing Natur

Danziger Str. 136, 10407 Berlin

(Bötzow Kiez zwischen Greifswalder

Str. und Arnswalder Platz)

Mo-Do 10-18 Uhr | Fr 10-16 Uhr

Tel 030 / 63 22 29 60

Sofort

zum Mitnehmen

Digitale Fotos

in

10x15

cm

ohne Bearbeitungsgebühr

Biometrische Passfotos

6 Stk.

www.fotofant.eu

5,99€

Prenzlauer Allee 188 / Tel.: 43734899

Mo - Fr: 9.00 - 18.00 Uhr












Schnell: Die Nachhilfe kann umgehend begin -

nen und in der Regel schon nach 5-6 Monaten

erfolgreich beendet werden.

Effektiv: Wir können im Einzelunterricht bei m

Schüler zu Hause gezielt auf die individuellen

Probleme eingehen.

Erfolgreich: 91,4% unserer Schüler haben

seit 1992 ihre schulischen Ziele erreicht.

abacus-nachhilfe.de

( (030)

63

96

44

43


Prenzlberger Ansichten I Kiezzeitung seit 1992 I November 2016

SONDERTHEMA

Seite 7

DIE WELLNESS-TRENDS IM

HERBST/WINTER

anhaltende Power wird, hier noch ein

paar weitere Tipps für die kleinen Auszeiten:

Kleine, feine

Auszeiten

Wieder Herbst, wieder Müdigkeit

und der sehnliche Blick auf das Jahresende.

Licht, Wärme, Entspannung

sind jetzt gefragter denn je. Kleine Auszeiten

bei Massage, Sauna und Co. bringen

Vitalität zurück, oder einfach nur

eine schöne, lang anhaltende Entspannung.

Die Wellness-Trends für Herbst

und Winter.

Es gibt ja glücklicherweise nicht

das eine wahre Rezept, wie wir

Menschen zu Ausgeglichenheit

und Vitalität finden oder zurückkehren

können. Es gibt – in unserer pluralistischen

Gesellschaft – den Förderalismus

der Entspannung. Jedes Jahr

neue Trends, jedes Jahr Klassiker in

neuem Gewand, die Körper und Seele

in der grauen Jahreszeit zu Licht und

Kraft verhelfen.

POWERNAPPING. WELLNESS

TO GO.

Eine der neuesten Errungenschaften:

Das Powernapping außer Haus. Kurz

mal am Schreibtisch einschlafen war

gestern. In diesem Herbst lässt sich

der entspannende Kurzschlaf am besten

im Salon neben dem Arbeitsplatz

genießen. Immer mehr Massagestudios

bieten Liegen für den Kurzzeitschlaf

in der Mittagspause. 15 Minuten

Schlummern bei warmem Licht und

sanften Klängen verhelfen zur Power

für die zweite Tageshälfte. Wer will,

kann anschließend noch eine 15minütige

Massage dazu buchen – das Rundum-Wohlfühlpaket

passt genau in eine

halbstündige Büro-Mittagspause.

Damit aus Kurzzeit-Wellness länger

MEDITATION. DIE INNERE RUHE.

Meditationstechniken kommen in nahezu

allen Weltreligionen vor und erleben

in der Postmoderne ihre Renaissance.

Auf simple Art und Weise

verhilft die Meditation dem Kopf zur

Ruhe, dem ganzen Menschen zur Ausgeglichenheit.

Durch Achtsamkeitsoder

Konzentrationsübungen beruhigt

sich der Geist, sammeln und ordnen

sich die Gedanken.

Meditieren lässt sich allein oder in der

Gruppe. Unterschiedliche Meditationszentren

und -gruppen bieten ihre

speziellen Techniken an. Wer es lieber

aktiv mag, wählt Methoden, die mit

körperlicher Bewegung und lautem

Rezitieren einher gehen. Wer lieber in

der Ruhe zu Hause ist, meditiert still im

Sitzen, zumeist mit Hilfe eines Mantras.

Schon zehn Minuten Meditation täglich,

wissen etwa die Buddhisten, verhelfen

zur inneren Ausgeglichenheit

und stärken gegen Krankheiten. Damit

ist Meditation eine Entspannungsmethode,

die sich problemlos in den

Alltag integrieren lässt. Ein schöner

Nebeneffekt des Meditierens: Wer

ausgeglichen und mit einem stillen Lächeln

durch den Alltag geht, kann mit

dieser Ruhe auch sein Gegenüber anstecken.

MASSAGEN. DIE GANZKÖRPER-

ENTSPANNUNG.

Zur Ruhe kommen und Entspannung

finden können ausgepowerte und gestresste

Menschen auch auf körperliche

Weise, etwa durch Massagen.

Massagen werden als Rundum-Wohlfühl-Rituale

in freundlich ausgestatteten

Studios zelebriert.

Schon die alten Römer kannten Massagen

als Rehabilitationsmaßnahmen

für ihre Gladiatoren, ursprünglich entstammen

diese Heilanwendungen vorchristlichen

Zeiten in Afrika und Asien.

Im Verbund mit ätherischen Ölen

und Kräuteressenzen entspannen Massagen

die Muskulatur, steigern die

Durchblutung, lindern Schmerz und

Stress. Mit dem Körper kommt damit

auch die Psyche zur Ruhe.

Manche Massagearten werden als Reinigungsrituale

eingesetzt, die man regelmäßig

vornehmen lassen sollte. Die

Zahl der Angebote ist riesig: Ganzkörper-

oder Fußmassagen, Thai-Massagen,

Kristall-Massagen oder Massagen

mit heißen Steinen sind nur einige davon.

Das Ausprobieren in den Wohlfühl-Oasen

von Prenzlauer Berg lohnt

sich. Die kleine Auszeit vom Alltag beginnt

hier oft schon beim Hereinkommen:

Wenn der Duft aromatischer Öle,

leise Entspannungsmusiken und farbige

Kerzen die gestressten Besucher

empfangen.

SAUNA. EINFACH FIT

SCHWITZEN.

Saunieren ist das passive Erleben von

Wohlbefinden. Schwitzen und anschließendes

Abkühlen regen Kreislauf

und Stoffwechsel an, senken den

Blutdruck und entspannen die Muskulatur.

Saunieren oder auch exotische

Baderrituale, etwa aus Japan, eignen

sich zudem als geselliges Ereignis.

Man sitzt oder liegt gemeinsam in heißer,

wohlriechender Luft auf Holzbänken

oder teilt ein gemeinsames Bad

mit Blütenessenzen. So macht man sich

mit Freunden oder mit Arbeitskollegen

fit und stärkt neben dem individuellen

Wohlbefinden auch die soziale Zusammengehörigkeit.

Wichtig: Wer schwitzt, braucht ausreichend

Flüssigkeitszufuhr. Das reinigt

Körper, Seele und Geist zusätzlich.

Viele Spa-Anbieter reichen frische

alkoholfreie Cocktails oder Fruchtsaft-

Schorlen. Die gute alte Apfelsaftschorle

gilt indes als Geheimrezept: Sie enthält

genau die Mineralien, die für die

körperliche Gesundheit wichtig sind:

Vor allem Magnesium und Kalzium.

SPORT. WELLNESS MIT

BEWEGUNG.

Entspannt und ausgeglichen durch

Meditation im Takt der Klangschale

– auch diese fernöstliche Technik

verhilft zur Entspannung. Foto: Ressort

Mark Brandenburg

Bewegung – vor allem körperlich aktive

Menschen können mit Sport vom

Alltags-Einerlei abschalten. Es muss

nicht die große tägliche Jogging-Runde

sein oder das Walking oder Skaten

auf den Lauf- und Fahrstrecken im Bezirk.

Schwimmen etwa ist eine Sportart,

die den ganzen Körper stählt und kräftigt,

als Fitness-Start in den Tag oder

als wohltuender Ausklang an dessen

Ende.

Gezielte Fitness lässt sich in den Fitness-Studios

erlangen. Ob Ausdaueroder

Muskeltraining - hier kann man

sich sein individuelles Sportprogramm

erstellen lassen. Kurse gibt es für den

Rücken oder für die berühmten Problemzonen

Bauch, Beine, Po; in kleinen

Trainingseinheiten an Geräten oder in

Gruppenübungen. Kurse wie Pilates

oder Areobic sorgen für gemeinschaftliche

Fitness.

■ -red-

ANZEIGE

Kämpfen

zu können,

bedeutet, Nicht

mehr kämpfen

zu müssen

K Ü C H E N

Shinergy ist Selbstverteidigung, Shinergy

ist Fitness, Shinergy ist mentale Stärke.

Während seines Studiums ist der ehemalige

Tänzer, Sportwissenschaftler und

Pädagoge Sofian Labbani auf Shinergy

gestoßen und war von dessen undogmatischen

Verbindung von Meditation

und körperlichem Training begeistert.

Shinergy vereint die Zen-Philosopie asiatischer

Kampfkunst mit den modernsten

Erkenntnissen der Sportwissenschaft

– eine Kombination die Körper und Geist

ideal für die Herausforderungen des modernen

Alltags wampnet. Kinder- und

Jugendkurse schulen Mut, Selbstvertrauen

und Konzentration. Jetzt unterrichtet

Sofian Labbani Shinergy erstmals

in Berlin. Die Kurse für Erwachsene finden

jeden Freitag von 19-20.30 Uhr im

KLASSISCH

MODERN

DESIGN

LANDHAUS

Rykestr. 3

Tel. 44 35 59 33

klungkung-berlin.de

Studio Caramba in Prenzlauer Berg statt.

Im Frühjahr 2017 starten die ersten Kinder-

und Jugendkurse. Anfragen unter:

sofian.labbani@shinergy.com

Shinergy Berlin im Studio Caramba

Greifswalder Str. 207, 10405 Berlin

Info: www.shinergy.com

Email: sofian.labbani@shinergy.com








ANZEIGE

Heilpraxis

Elke Wermbter

lädt ein

Die Heilpraxis Elke Wermbter und Kollegen

lädt Sie herzlich zum Kennenlernen

ein: Am Samstag 12.11.2016 von

13:00 - 17:00 Uhr ist die Praxis für Sie

geöffnet. Wir informieren Sie in Vorträgen

zur tiefenwirksamen Körpertherapie,

geben Ihnen Hintergründe für verbesserte

Kommunikation und wie Sie

Praxis für Naturheilverfahren

Jörg Geiger

Heilpraktiker

Stargarder Str. 79

Tel. 4471 6397

Mobil 0171-524 64 45

j.geiger@web.de




Knorpel/Bandscheibenaufbau mit

VitOrgan Extrakten – Akupunktur und

Neuraltherapie – Baunscheidt–Verfahren

+ Massagen / Chiro – Therapie






leichter Grenzen setzen können. Abschließend

erfahren Sie Wichtiges zum

Thema Homöopathie und Vergiftung.

Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt.

www.Heilpraxis-Wermbter.de

Raabestr.13, 10405 Berlin, Tel. 40056771


Seite 8

KIEZE VORGESTELLT

Prenzlberger Ansichten I Kiezzeitung seit 1992 I November 2016

Sofort

zum Mitnehmen

Digitale Fotos

in

10x15

cm

ohne Bearbeitungsgebühr

Biometrische Passfotos

6 Stk.

www.fotofant.eu

5,99€

1

Prenzlauer Allee 188 / Tel.: 43734899

Mo - Fr: 9.00 - 18.00 Uhr

2

3

4

Jeder der Kieze in Prenzlauer

Berg hat seine ganz besonderen Orte,

Menschen, Spezialitäten. Auf engstem

Raum neben- und miteinander, inzwischen

von vielen Geschichten und Kulturen

geprägt. Was muss man wirklich

kennen im Kiez rund um den Helmholtzplatz?

Ein Kiez-Katalog.

Das Platzhaus mittendrin, natürlich.

Als Begegnungsort existiert

das Platzhaus seit vielen

Jahren, bangte mal um seine

Existenz, scheint nun gesichert – dank

vieler engagierter Menschen, die es

betreiben. Als Kieztreff lädt es zu Musik

und Party, zum Tausch und Plausch.

Die Bevölkerung rund ums Platzhaus

wandelte sich in den vergangenen 15

Jahren, das Platzhaus blieb. Passte sein

Konzept an, öffnete seine Türen für die

neuen und alten Bewohner. Egal, welche

Sprache sie sprechen. Bastelstunde

mit spanischen Künstlerinnen, Beratungsstunden

mit der Polizei oder

Musikunterricht – das Platzhaus hat ein

Programm mit vielen Punkten. Es ist

für Feiern zu mieten und veranstaltet

selbst Feiern.

DAS KLEINSTE KINO

„Das schönste kleine Kino Berlins“

nennt sich das Filmcafe in der Schliemannstraße

charmant-selbstbewusst.

Mit 28 Kinosesseln, zwei Sofaplätzen

und einer Leinwand ist es tatsächlich

klein und schön. Es ist nur ein paar

Schritte vom Helmholtzplatz entfernt.

Hier gibt es Arthouse- und Independent-Filme

und zweimal im Mo- n a t

Schönhauser Allee

U

S

Schönhauser Allee

14

9

Buchholzer Str.

Gneiststr.

12

Greifenhagener Str.

sonntags ein Filmfrühstück. Da lässt

sich ganz gemütlich frühstücken und

danach ganz gemütlich Film schauen,

HELMHOLTZ-KIEZ

KINDER,

THEATER,

GESCHICHTE

Gethsemanestr.

Raumerstr.

Pappelallee

11

5

Stargarder Str.

Lettestr.

10

4

ein Glas Prosecco inklusive. „Lecker

Frühstück und lecker Filme“ nennt Betreiber

Arne Grüß sein „EAT the MO-

VIE-Filmfrühstück“. Er ist nicht nur für

den Kinobetrieb zuständig, er steht

auch selbst in der Kino-Küche.

Diese schöne wie naheliegende Idee,

cineastische und kulinarische Spezialitäten

miteinander zu verbinden, gibt

es seit über sieben Jahren im Filmcafe.

Neben aktuellen und älteren Filmen

stehen auch Specials wie Oscar-Nächte,

Tatort-Abende und Fußball-Schauen

auf dem Programm. Und auch für

eigene Veranstaltungen lässt sich das

schönste kleinste Kino Berlins buchen.

DAS KIEZ-MUSEUM

Nicht weit vom Kino entfernt, hat ein

ganz besonders Kiez-Museum sein

Zuhause gefunden. „Zimmermeister

Brunzel baut ein Haus“ heißt die

Dauerausstellung in der

Dunckerstraße 77,

die in Berlin einzigartig ist. Zu sehen

sind in den Räumen im Vorderhaus

Wohnräume aus der Zeit um 1900, jener

Zeit, in der Berlin im Zuge der Industrialisierung

rasant anwuchs, in der

jene Wohnkomplexe mit Vorderhaus,

Hinterhaus und Seifenflügeln entstanden,

die für Prenzlauer Berg und Berlin

so typisch sind.

Die Ausstellung entstand als Gemeinschaftsprojekt

der Senioreneinrichtung

„Herbstlaube“ und des Museumsverbundes

Pankow. Wer sie betritt, findet

sich in Stube, Küche und Kammer einer

typischen Wohnung um die Jahrhundertwende

wieder – mit karger,

doch zweckmäßiger Einrichtung der

Räume für Wohn- und Arbeitszwecke.

Weiterführende Informationen verweisen

auf die Bebauung und Besiedlung

des Wohngebietes rund um den Helmholtzplatz

im 19. Jahrhundert.

„Zimmermeister Brunzel baut ein Haus“

ist eine Ausstellung, die besonders

gern von Schulklassen aus der ganzen

Stadt besucht wird. Doch auch einheimische

Erwachsene und Touristen

finden häufig den Weg in die

Kanzowstr.

Ahlbecker Str.

Gehört zum Helmholtz-Kiez: Das

Museum mit der Ausstellung „Zimmermeister

Brunzel baut ein Haus“.

Foto: al

Fortsetzung auf Seite 9

S

Prenzlauer Allee

U

Eberswalder Straße

5

13

Lychener Str.

Schliemannstr.

Danziger Str.

Helmholtzplatz

8 6

Dunckerstr.

6

Göhrener

Str.

Senefelderstr.

Hiddenseer Str.

2 7

Stubbenkammerstr.

3

1

Prenzlauer Allee

7


Ihr Fachhandel für Nähmaschinenzubehör, Scheren, Reißverschlüsse,

Stoffe, Garne, Knöpfe, Computernähtechnik etc.

Stargarder Str. 15

www.naeh-center.de

Tel. 445 29 78

Fax 4465 1307


Prenzlberger Ansichten I Kiezzeitung seit 1992 I November 2016

KIEZE VORGESTELLT

Seite 9

Fortsetzung von Seite 8

Dunckerstraße 77, wo sie hautnah und

an original-historischer Einrichtung

Einblicke ins Berliner Alltagsleben

längst vergangener Zeiten erhalten.

Frauen und Männer der Senioreneinrichtung

„Herbstlaube“ betreuen die

Ausstellung und führen durch die Räume

von Zimmermeister Brunzel.

GETHSEMANEKANTOREI

KONZERT VON

MENDELSSOHNS

„ELIAS“

Am Samstag, dem 19. November, erklingt

Mendelssohns Werk „Elias“ um

19.30 Uhr in der Gethsemanekirche.

Das Oratorium um den alttestamentarischen

Propheten Elias hatte 1846 seine

Uraufführung, bis heute lässt sich der

Wirkung der Musik nur schwer entziehen.

Große Dramatik in der Handlung,

hinreißend schöne Arien und klangmächtige

Chöre verbinden sich mit farbig-virtuoser

Orchesterbegleitung.

NACHRICHTEN

KIEZ-TIPPS

Förderverein Helmholtzplatz

Jeden 2. Mittwoch im Monat veranstaltet

der Förderverein Helmholtzplatz

ein offenes Arbeitstreffen. Leute die

sich kreativ und aktiv einbringen wollen

sind willkommen. Beginn: 20 Uhr.

Platzhaus Helmholtzplatz

Stadtsprachenfestival

im AUSLAND

„La mer gelée“ – am Donnerstag, 3. November

um 20 Uhr. Lesungen und Performances

von: Alban Lefranc, Noémi

Lefebvre, Aurélie Maurin, Farhad

Showghi, Orsolya Kalász, Jayrôme C.

Robinet. Moderation: Aurélie Maurin.

DJ: Ran Huber.

Lychener Str. 60

Ausstellung „Fliegende“

Die Kunstgalerie ARS PRO DONO lädt

anlässlich des 90. Geburtstages von

Andrey Pozdeev zur neuen Ausstellung

8

DIE KINDERBÜHNE

Nahezu vis a vis von Zimmermeisters

Brunzels Wohnhaus liegt eine weitere

Initiative vom Helmholtzplatz, die „Popelbühne“.

Seit 1990 sind die Räume

in der Dunckerstraße 16 Spiel- und Arbeitsräume

für Kinder, Jugendliche,

für Erwachsene und die Kursleiter und

Kursleiterinnen. Hier wird Theater gemacht

und gespielt, gibt es Tanzkurse

und musikalische Früherziehung, Akrobatik,

Clownerien und Figurenspiel.

Was nach kreativem, lebendigem Chaos

klingt, ist in regelmäßige Kurse gegliedert.

Künstlerinnen und Künstler ganz unterschiedlicher

Genres erarbeiten in diesen

Kursen und Workshops Aufführungen

und Zeitungen, Tanzstücke oder

Zeichnungen. Eine kleine, gemütliche

Bühne, eine Werkstatt und ein Musikkeller

stehen Kindern und Jugendlichen

offen, mindestens fünf Tage die

Woche und auch in den Abendstunden.

Das Team um Gründerin und Leiterin

Tanja Hauser probiert täglich Kreatives

aus. Kurse gibt es bereits für Kinder ab

3 Jahren, nach oben ist keine Altersbegrenzung

vorgesehen. Rund 250 Menschen

nutzen wöchentlich diese Projektarbeit

in der „Popelbühne“, viele

kommen zudem als Zuschauer zu den

Aufführungen des Hauses.

■ -al-

Platzhaus Helmholtzplatz, Förderverein

Helmholtzplatz, Senefelderstraße 6,

www.platzhaus-helmholtzplatz.de

Filmcafe, Schliemannstraße 15

www.dasfilmcafe.de

Museum „Zimmermeister Brunzel baut

ein Haus“, Dunckerstraße 77

www.mitundfuereinander.de

„Popelbühne“, Dunckerstraße 16

www.popelbuehne.de

Auf der Bühne der Gethsemanekirche

steht die Gethsemanekantorei zusammen

mit der Jugendkantorei Prenzlauer

Berg Nord, dem Neuen Kammerorchester

Potsdam sowie erstklassigen

Solisten: Yvonne Friedli (Sopran), Helena

Köhne (Alt), Jan Remmers (Tenor)

und Tobias Oliver Hagge (Bass). Kantor

Oliver Vogt dirigiert.

■ red

www.gethsemanekantorei.de

„Fliegende“ - Linolschnitte. Die Vernissage

findet am 4. November um 19

Uhr statt. Die Ausstellung ist zu sehen

vom 1. November bis 30. Januar 2017.

Prenzlauer Allee 191

Theater: „Bye Bye Babel“

Eine Theater-Revue von PENG! PALAST

am 30. November sowie 2. und 3. Dezember,

jeweils 20.30 Uhr im Ballhaus

Ost. Bye Bye Babel ist ein Zerrspiegel

der aktuellen gesellschaftlichen und

politischen Realität in Europa, oszilliert

dabei zwischen düsterer Dystopie und

hoffnungsvoller Utopie. Parallel zu den

Aufführungen wird in dem utopischen

Spiel „Eurotopia!“ gemeinsam mit interessiertem

Publikum zu neuen Ideen

für Europa geforscht. Die Teilnahne

am Spiel „Eurotopia!“ (jeweils 18 Uhr)

ist kostenlos. Spiel und Revue können

unabhängig voneinander (an unterschiedlichen

Tagen) besucht werden.

Um Anmeldung für „Eurotopia!“ wird

gebeten: eurotopia@pengpalast.ch

Pappelallee 15

9

KENNEN SIE SICH IN IHREM KIEZ AUS?

Verraten Sie uns, wo das untenstehende Foto entstanden ist

und gewinnen einen 20,- Gutschein für das

BLUMENCAFÉ, SCHÖNHAUSER ALLEE 127A,

nahe Ecke Gaudystraße. Café und Blumenladen in einem ...

Tel. Café: 447 34 226, Blumenladen: 447 34 227

UND WIE KÖNNEN SIE GEWINNEN?

Rufen Sie am Montag, den 7. November zwischen 12 und 12.30 Uhr an

und verraten uns, wo das Foto ent standen ist.

Der Gewinner wird aus allen Anrufern ausgelost!

Tel. 42 357 29

Das Foto im Monat Oktober zeigte eine Fassadenmalerei in der Lychener

Straße. Herzlichen Glückwunsch an den Fotografen, keiner der Leser

konnte das Rätsel im Oktober lösen.

Für Leute mit Nase und Herz

Das „Aromatorium“ bietet Kräuter, Düfte

und Bücher für Wohlbefinden und

Entspannung. Neben Kräutertee, Räucherwerk,

Duftwässern und Heilsteinen

gibt es regelmäßige Meditationsabende

und vielfältige Veranstaltungen, wie

den Vortrag „Räuchern in den Raunächten“

mit Jochen Henkel am Freitag,

den 18. November.

Stargarder Str. 68

Made in Europe

„Kontinentalwaren“ bietet ausschließlich

Markenprodukte an, welche in

Europa produziert werden. Hier findet

sich ein ausgewähltes Sortiment

mit Kult-Charakter aus den Bereichen

Schreib-, Spiel- und Haushaltswaren.

Informationen in Textform liefern Interessantes

über die Produkte und deren

Hersteller. Allerlei Accessoires, Postkarten

sowie Produkte „Made in Berlin“

können hier ebenfalls erworben werden.

Stargarder Str. 19

Alles rund ums Nähen

Das „Näh-Center“ Felgenhauer bietet

ein breites Produktsortiment an

Nähmaschinen, Zubehör und Computernähtechnik,

inklusive eines verlässlichen

Wartungs- und Reparaturservice.

Außerdem bekommt man hier alles für

kreative Handarbeit wie Stoffe, Garne,

Knöpfe, Reißverschlüsse und Scheren.

Stargarder Str. 15

Maas Naturwaren

Maas Natur konnte auf dem Unternehmerpreis

2016 in Dortmund die Auszeichnung

„erfolgreich nachhaltig“

des Sozialinstituts Kommende in Dortmund

und der Bank für Kirche und Caritas

entgegen nehmen.. Es war ein privates

und persönliches Anliegen, das

die junge Familie Maas im Jahre 1985

zu Unternehmern werden ließ. „Ökologie,

Soziale Verantwortung, Gesundheit

und Qualität gehören für uns von

Anbeginn untrennbar zusammen. Daher

verwenden wir Naturfasern und

pflegen langjährige, vertrauensvolle

Geschäftsbeziehungen zu unseren

Lieferanten“, so Inhaberin Gisela Kaufmann-Maas.

Daran hat sich bei heute

nichts geändert.

Lychener Str. 53

Max Werk Eisenwaren

Der Kiezladen für Heimwerker und

Haushaltswaren hält fast alles bereit,

was ein kleiner Baumarkt bietet:

Schrauben, Messer, Hausrat, Koch- &

Backzubehör, Sanitär- und Elektroartikel,

Malerzeug, Schlüsselanfertigung

und, und, und … Seit vielen Jahren

führt Oliver Blaschczok den Eckladen

und ist ein kompetenter Ansprechpartner

für alle Fälle. Dazu gibt es den

DPD-Paketshop und das Soda-Stream-

Sortiment. Ab November bekommt

man dort auch Kalender mit Fotos

aus´m Prenzlberg der 80er-Jahre.

Stargarder Str. ggüb. der

Gethsemanekirche

10

14

13

22 Jahre in berlin

La desde 1994

Bodeguita

Bar

Del Restaurante

Cubano

Medio

ab 18 uhr, montags geschlossen

10437, Lychener str. 6

12

11

Online-Shop www.maas-natur.de

kubanische küche

rum & cocktails

di. mojito / do. cuba libre


zum probierpreis

www.bodeguita.berlin

40 500 601

/ La Bodeguita del Medio Berlin

Max Werk

seit 1919








Prenzlauer Berg · Lychener Str. 53

Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-19 h | Sa 11-17 h

Unser Versprechen:

Individuelle und qualifizierte

Fachberatung

Tiefe Auswahl an Laufschuhen,

Laufbekleidung und –zubehör

Danziger Str. 35

Tel. 4432 8160

Mo.-Fr. 10-19 Uhr, Sa. 10-16 Uhr

5 Min. vom U-Bf. Eberswalder Str.

70 Sorten Espresso und Kaffee

Porzellan und Zubehör

Große Auswahl loser Tee

Feine Schokoladen

Fachgeschäft für

Kaffee Schokolade Tee

Greifenhagener Straße 64

Di-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-16 Uhr

www.yellow-star-coffee.de


Seite 10

ALLZUMENSCHLICHES ·

SZENE & EVENTS

Prenzlberger Ansichten I Kiezzeitung seit 1992 I November 2016

In der vorherigen Ausgabe habe

ich einen Rückblick auf die bereits veröffentlichten

Texte zu dieser Geschichte

verfasst. Dabei habe ich insbesondere

an die Leser gedacht, die diese Ausgabe

als erstes Exemplar unseres Kiezblattes

in ihren Händen hatten.

EIN AUTHENTISCHES NARRATIV

AM RANDE EINES SCHÖFFEN-

EINSATZES DES AUTORS, T. XII

ERITIS SICUT

DEUS, SCIENTES

BONUM ET

MALUM

(1. MOSES KAP. 3 VERS 5)

Der Rückblick endete mit der

Beschreibung meiner Mitschöffin,

was ihren ehemaligen

Lebensgefährten in ihren

Wahrnehmungen so ungewöhnlich

erscheinen ließ. Aus ihrer Sicht hat es

niemanden gegeben, der in der Lage

gewesen wäre, ihren Mathias zu täuschen

oder ihm etwas vorzumachen.

Mathias besaß, mit ihren Worten, seherische

Fähigkeiten, die so nur in

psychologischen Abhandlungen über

schwer deutbare mentale Fähigkeiten

und die damit verbundene analytische

Ausleuchtung der Erkenntnisse

beschrieben sind.

Mathias hat sich auch nie in seinen

sachlich fundierten Prognosen geirrt.

Nicht nur diese ungewöhnlichen

Wahrnehmung- und Geisteskräfte dieses

Mannes veranlassten meine Mitschöffin

ihren verschwundenen Lebensgefährten

zu das zu erheben, was

mit dem Titel dieser mehrteiligen Geschichte

angedeutet werden soll. Ich

habe diese Überschrift gewählt. Meine

Mitschöffin belächelte meine Fantasie

und beließ es auch dabei.

Bei einem unserer Treffen (es folgten

noch einige) hatte ich zu den Freundschaften

ihres Lebensgefährten einige

Fragen. Mit ihren Antworten befasst

sich die hier vorliegende Ausgabe.

Der frühe Tod seiner geliebten Mutter

(das wurde in einem früheren Kapitel

verarbeitet) veränderte nachhaltig und

augenblicklich die Gefühlsausrichtungen

des damals 9-Jährigen und den

seiner beiden Geschwister. Auch die

neue Frau an der Seite des Vaters, seine

zweite Mutter, die ihren somit drei

anvertrauten Stiefkindern an nichts

fehlen ließ, war und konnte nur ansatzweise

diese emotionalen Verluste ausgleichen,

auch nicht ihrer mentalen

Selbstlosigkeit.

Mathias traf es nicht so hart wie seine

beiden Schwestern. Es dauerte nicht

lange, bis er in der Lage war, aus seiner

aufgezwungenen seelischen Verschlossenheit

herauszufinden, und

sich angebotener Freundschaften zu

stellen.

Von Mathias ging schon in jungen Jahren

eine gewisse früh-jugendliche Ausstrahlung

aus, die er seinerseits kaum

wahrzunehmen gedachte. Nur dass er

wusste, er wird von Mitschülern beneidet.

Sein waches Gemüt schützte ihn

gleichwohl davor sich jemandem zuzuwenden,

der nur danach Ausschau

hielt, die eigenen und nicht gerade uneigennützigen

Vorstellungen einbringen

zu können.

Irgendwann fanden sich Klaus, Jürgen

und Mathias. Es wurde daraus eine

Freundschaft, die in dieser Verbundenheit

über eine sehr lange Zeit anhalten

sollte. Eine Freundschaft, die

vergleichsweise in Franz Werfels „Der

Abituriententag“ veranschaulicht wird.

Erst mit verändertem sozialen Hintergrund

änderten sich auch die emotionalen

Bindungen dieser, in diesem

Buch auftretenden Pennäler.

So lockerte sich auch mit der Heirat

von Jürgen die Beziehung der drei

merklich auf.

Aber eigentlich schon etwas früher.

Zu dem Zeitpunkt, als Mathias mit beiden

Freunden darüber sprechen wollte,

wie es mit ihnen weitergehen sollte.

Bei Klaus war so gut wie alles klar.

Nach dem Erwerb des Meisterbriefes

im Bäckerhandwerk würde er die Bäckerei

seines Großvaters in der nahe

gelegenen Kleinstadt übernehmen.

Mathias sprach über seine Vorstellungen.

Er wollte Pilot werden. Eine Berufung,

die durch den Einfluss seines

Vaters entstanden ist. Dazu war es unabdingbar

in die damaligen Streitkräfte

der DDR aufgenommen zu werden.

Die Alternative wäre gewesen, in die

Bundesrepublik „abzuhauen“. Jürgen

äußerte sich zu keiner dieser Möglichkeiten.

Da stand für Mathias fest, dass

Jürgen seine Erika nicht verlassen wollte.

Mit ihr wollte er eine Familie gründen.

Eine Familie, die er nur bei anderen

erleben konnte und jetzt kurz davor

stand diese sich selbst zu schaffen.

Sein Vater war in Gefangenschaft gestorben.

Seine Mutter war so gut wie

nie zu Hause. Entweder sie war arbeiten

oder war bei ihrem Geliebten.

Seine Großmutter führte somit ein

notdürftig zusammengehaltenes Familienleben

mit ihm und seiner älteren

Schwester, die ebenfalls selten zu Hause

war. Eigentlich lebte sie schon mehrere

Jahre bei ihrem Freund, einem

Offiziersschüler. So wollte und konnte

Jürgen auf die Dauer nicht seine weitere

Lebensplanung vorbereiten, ohne

jemanden davon etwas mitzuteilen –

auch nicht Mathias – seinem besten

Freund. Mathias entschied sich für den

Dienst bei der Armee. Sein Vater gab

ihm einen sehr simplen und zugleich

sehr lebensnahen Rat auf den Weg. Er

möge sich vor kleinen ihm Befehl erteilenden

Vorgesetzten in Acht nehmen.

Weder hinterfragte Mathias diesen Rat

noch kommentierte der Vater diesen.

Im September 1960 erhielt Mathias

die Einberufung nach Brandenburg

an der Havel. Die Tage in einer Kaserne

aus Kaiserszeiten gaben ihm nicht

das Gefühl, die Tagesabläufe, die

durch eine düstere, von militärischem

Drill geprägte Stimmung durchdrungen

waren, ertragen zu müssen. Auch

mit dem eigentlichen Kasernenleben

konnte man klarkommen. Alle hier kasernierten

Einberufenen waren freiwillig

hier. Es gab noch keine Wehrpflicht

und man war noch nicht vereidigt. Man

hätte keine Probleme bekommen,

wenn man von heute auf morgen wieder

nach Hause gefahren wäre. Das

hätte aber der inneren Motivierung jedes

einzeln widersprochen. Und motiviert

ist man in jedem Falle, wenn eine

freiwillige und eine von anderen unabhängige

Entscheidung vorliegt. Der

Aufenthalt in Brandenburg dauerte lediglich

zwei Wochen.

Dann ging es nach Wolfen

bei Bitterfeld.

■ Bernd Kähne

(Fortsetzung folgt)

Der Autor war 30 Jah-

re als Schöffe tätig. Hier beschreibt er

Geschichten, die sich wirklich zutrugen.

(Überschrift: Ihr werdet sein wie Gott und

wissen, was gut und böse ist.)

LOCATIONS

Atopia, Prenzlauer

Ecke Stubbenkammer

Blumencafé,

Schönhauser Allee

127a

„Café Lyrik“,

Kollwitzstr. 97

danziger50,

Danziger Str. 50

DOCK 11,

Kastanienallee 9

Druckgraphik-

Atelier, Dietrich-

Bonhoeffer-Str. 3

EWA Frauenzentrum,

Prenzlauer Allee 6

FAU-Gewerkschaftslokal,

Grüntaler Str. 24

Frauenkreise, Choriner

Str. 10

Galerie F92, Fehrbelliner

Str. 92

Galerie Helga Maria

Bischoff,

Kollwitzstr. 74

Galerieladen kunst-abunt,

Wörther Str. 39

Galerie Kurt im Hirsch,

Kastanienallee 12

Galerie Parterre, Danziger

101

Galerie Vinogradov,

Chodowieckistr. 25

GRUSIGNAC,

Prenzlauer Allee 191

Haus der Sinne,

Ystader Str. 10

Kino Krokodil,

Greifenhagener Str.

32

Kulturbrauerei,

Knaackstr. 97

Lichtblick-Kino, Kastanienallee

77

Museum Pankow,

Prenzlauer 227/228

Pavillon am Milchhof,

Schwedter 232

Pfefferberg, Schönhauser

175/176

Reisebüro Global,

Immanuelkirchstr. 29

SCHAUBUDE BERLIN,

Greifswalder Str.

81-84

Sonntags-Club, Greifenhagener

28

Studio K.Li, Oderberger

Str. 12

Theater unterm Dach,

Danziger Str. 101

„WABE“, Danziger 101

1. DIENSTAG

THE SOULFUL ORGAN TRIO

Waldi Weiz - Raphael Wressnig - Micha Maass - im

Rahmen von HERBST – Jazz in der Kulturbrauerei. 20

Uhr, Maschinenhaus (Kulturbrauerei), Knaackstr. 97

3. DONNERSTAG

FOLK/SAMBA/TANGO KONZERT

„Trio Nordlicht - Musik aus Schweden“, 19.30 Uhr,

„Café Lyrik“, Kollwitzstr. 97

4. FREITAG

KONZERT: „GRÜSSAUGUST“ ...

… (Ex Inchtabokatables) und Steve Binetti live im

„Roadrunner´s Paradise Club“, Saarbrücker Str. 24

DI GRINE KUZINE

Herbsttour 2016 – Eastern Roots – Western Beats. 20

Uhr, Maschinenhaus (Kulturbrauerei)

5. SAMSTAG

KONZERT(E) IM ARBEITSZIMMER

Iris Rex & Matthias Lutz vocals - Klara Li vocals, waterglassmusic

UND am 6.11.: Klara Li vocals, waterglassmusic

- Matthias Lutz vocals - Russ Smith piano

- jeweils 19 Uhr, Ort: ARBEITSZIMMER, Westerlandstr.

Finde wieder zu Dir!

Wenn Du jemanden brauchst,

der Dir hilft, aus Deinen Konflikten,

aus Deinen Problemen mit Dir selbst

herauszukommen, um wieder zu

Dir zu finden, wieder das zu sein, was

Du wirklich bist, nämlich Du selbst,

ruf Bernd unter Tel. 444 62 03 an.

Szene Events

18 (U2 Vinetastraße) - all concerts: remuneration in

the hat

AUFTAKT 29. JÜDISCHE KULTURTAGE

Eröffnungskonzert unter der Leitung von Andrej

Hermlin & seinem Swing Dance Orchestra. 19.30 Uhr,

in der Synagoge Rykestraße

9. MITTWOCH

LESUNG MIT MUSIK …

… in der Kurt-Tucholsky-Bibliothek: Ruth Fruchtman

liest aus ihrem Roman Krakowiak, musikalisch begleitet

von Heiko Löchel auf dem Fagott. Die in London

geborene und seit langem in Berlin lebende Schriftstellerin

arbeitet vor allem zur polnisch-jüdischen und

palästinensisch-israelischen Thematik. Esmarchstr.

18, Eintritt frei; Gefördert vom Berliner Autorenlesefonds;

www.prokiez.de

10. DONNERSTAG

PREMIERE: SYNCHRONIZATION IN PROCESS

Ein Tanzstück von Anne-Mareike Hess. Weitere Vorstellungen:

11., 12. und 13.11., jeweils 19 Uhr, DOCK 11,

Kastanienallee 79

PREMIERE: YES, YES FANNY!

„Eine Annäherung“ - von und mit: Aline Joers, Renate

Regel, Magdalena Scharler. Weitere Aufführungen:

11. und 12.11., jeweils 20 Uhr, Theater unterm Dach,

Danziger Str. 101

ORKESTA MENDOZA –

Vamos a Guarachar - 21 Uhr, Maschinenhaus (Kulturbrauerei)

11. FREITAG

DOKU: PARIS REBELLE -

Internationale Premiere (französisch mit englischen

Untertiteln). „Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und

Revolte“ über das Gedenken an den von Nazis ermordeten

Antifaschisten Clément Méric. 19 Uhr, Ort: FAU-

Gewerkschaftslokal, Grüntaler Str. 24, (S Bornholmer

Str. & Bhf. Gesundbrunnen). Ein Film von der NEA, Left

Report und Freund*innen.

MARIONETTENSPIEL: DIE ZAUBERFLÖTE

Gastspiel ´Preuß`sches Marionettentheater/ Berlin -

Mozarts Oper als Marionettenspiel - 19 Uhr, Puppentheater

Felicio, Schivelbeinerstr. 45

KONZERT: DIE SEILSCHAFT

„Alle oder Keiner“ - Die Seilschaft live im Kesselhaus

(Kulturbrauerei), 20 Uhr, Knaackstr. 97

13. SONNTAG

„BUSCH SINGT. SECHS FILME …

… über die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts“ im

Rahmen der Reihe die am 16.10. im Lichtblick-Kino

startete - in Zusammenarbeit mit der Ernst-Busch-

Gesellschaft. 16 Uhr: Busch singt (5) „Ein Toter auf

Urlaub“, 17.30 Uhr: Busch singt (6) „Und weil der

Mensch ein Mensch ist“, Kastanienallee 77

REQUIEM VON W. A. MOZART

Karl Forster Chor Berlin, Leipziger Philharmonikerinnen,

Solisten, Leitung: Eva Meitner; 18 Uhr, Gethsemanekirche,

Stargarder Str. 77

15. DIENSTAG

STADTLANDBUCH

Im Rahmen von StadtLandBuch stellen Aviva-Verlegerin

Britta Jürgs und Herausgeberin Anke Heimberg

das Buch „Junge Bürokraft übernimmt auch andere

Arbeit…“ von Lili Grün vor … dazu passende Musik,

vorgetragen von der Sängerin Isabel Meisel, mit Begleitung.

20 Uhr, Ort: „Fräulein Schneefeld & Herr

Hund“, Prenzlauer Allee 23

REDAKTION

Tel. (030) 4473 1909

Post: Prenzlberger Ansichten

c/o Michael Steinbach

Nordufer 6, 13353 Berlin

facebook: Prenzlberger Ansichten

ANZEIGEN

Dirk Wanner: 0176 - 36153110

Michael Steinbach: 0177 - 7389860




RÉMI MARTIN ist im November mit seinem PHYSICAL COMEDY THEATRE

„LIFE IS A REHEARSAL“ im Pfefferberg Theater zu Gast. Vorstellungen am 24., 25., 26. und

27.11., jeweils um 19.30 Uhr, Schönhauser Allee 176, Foto: Jakob Vonau


Prenzlberger Ansichten I Kiezzeitung seit 1992 I November 2016 SZENE & EVENTS

Seite 11

17. DONNERSTAG

PREMIERE: DETACHED

Ein Tanz-Theater-Stück von ANDERPLATZ. Weitere Vorstellungen:

18., 19. und 20.11., jew. 19 Uhr, DOCK 11

18. FREITAG

MISA A BUENOS AIRES –

MISATANGO von Martín Palmeri; für Mezzosopran,

Chor, Bandoneon, Piano und Streichorchester; 20 Uhr,

Elias-Kuppelsaal, Göhrener Str. 11

CAPT´N K.´S ATOPIA HOP

Jeden 3. Freitag im Monat - Heute: SWING EDITION -

21.30 Uhr im Atopia, Prenzlauer Allee 187

19. SAMSTAG

ORPHEUS IN DER UNTERWELT

ein spritzig inszeniertes Puppenspiel mit der Musik

von J. Offenbach. 20 Uhr, Puppentheater Felicio

23. MITTWOCH

SWING/TANGO/HAWAIIMUSIK

Konzert: „Salon Hawaii - Singende Säge und Hawaiigitarre“,

19.30 Uhr „Café Lyrik“

24. DONNERSTAG

PREMIERE: TANZPERFORMANCE

„Love & Loneliness in the 21 Century“ - ein Solo von

und mit Nir de Volff / TOTAL BRUTAL - weitere Vorstellungen:

25. und 26.11., jeweils 19 Uhr, DOCK 11

PREMIERE: DER HORATIER

von Heiner Müller, „Agentur für Anerkennung“, Regie:

Reto Kamberger. Weitere Aufführungen: 25. und

26.11., jeweils 20 Uhr, Theater unterm Dach

25. FREITAG

OHRIGINALE – Text und Musik im Stadtkloster.

Birgit Mattausch liest Eigenes Slam-Poetisches. Es

spielen Olaf Trenn und Jasmin El-Manhy . Bekanntes

zweistimmig. Eintritt: 3 €, 20 Uhr, Stadtkloster Segen

(Salon), Schönhauser Allee 161

26. SAMSTAG

J. S. BACH: MAGNIFICAT IN D-DUR +

Weihnachtsoratorium, Kant. I und III; Konzertchor der

Friedenskirche Niederschönhausen, Kinderchor der

Hasengrundschule, Orchester, Solisten, Leitung: Babette

Neumann;19.30 Uhr, Gethsemanekirche

SCALA & KOLACNY BROTHERS

20 Jahre Scala – Das Bühnenjubiläum. 20.30 Uhr,

Kesselhaus (Kulturbrauerei)

27. SONNTAG

IN MEMORIAM YEHUDI MENUHIN

Konzert zugunsten des Programms MUS-E® an Berliner

Grundschulen; Orpheus-Chor Bern, Gesangs-Solisten

der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin,

KLANGFORUM SCHWEIZ, Konzertmeisterin: Prof. Monika

Urbaniak-Lisik. Programm: Felix Mendelssohn

Bartholdy: Konzert für Violine und Streicher d-moll,

Giovanni Simon Mayr: Messe für Chor, Solisten und

Orchester in c-moll, „Messe für das Kloster Einsiedeln“,

Schweiz (Berliner Erstaufführung). 17 Uhr,

Gethsemanekirche

30. MITTWOCH

LADIES NIGHT IM SODA CLUB: Friday Night is Ladies Night! Auf 6 verschiedenen Floors

gibt es das unendliche Musikuniversum aus R´n´B, Urban Dance,

Electro, House, Crossover und 90er.

Einlass: 23.00 Uhr | Beginn: 23.00 Uhr | 10 € | Zutritt ab 18 Jahren | Bitte einen

gültigen Ausweis mitbringen

Szene Events

SWING/GIPSY/BALKAN KONZERT

„The Priester Sisters - Swinging Vocal Trio“, 19.30 Uhr,

„Café Lyrik“

FRAUEN

MEIN BUNTER SCHATTEN – Lesung mit Pari Roehli.

Di., 1.11., 20 Uhr, Sonntags-Club, Greifenhagener

Str. 28, Eintritt frei

CARÒ – Konzert am Frauenfreitag. Fr., 4.11., 20 Uhr,

Sonntags-Club, nur für Frauen*

VERNISSAGE IN DER EWA-GALERIE

„Stilles Leben - von abstrakt bis Akt“, Do., 10.11., 19

Uhr, EWA -Frauenzentrum, Prenzlauer Allee 6, 17. Ausstellung

der Frauen Druckwerkstatt Prenzlberg

SPASS BEI SAITE – Anne Bax liest – Anika Auweiler

singt. Fr., 18.11., 20 Uhr, Sonntags-Club, nur für

Frauen*

HEARTBEAT-GÖTTINNEN-MEDLEY

Workshop für Frauen - Sa., 19.11., 14-18 Uhr. Ein- bis

mehrstimmige Kraftlieder, die jeweils eine bestimmte

Göttin anrufen, werden einzeln und stufig übereinander

gesungen und mit Balkanbeats und Jodlern

gemixt, so dass sich ein lebendiger, wohlklingender

und trance-artiger Stimmenteppich ergibt. FRAUEN-

KREISE, Choriner Str. 10 (Nähe Zionskirchstr.), Info &

Anm.: 030 42803696

KONZERT: PEGGY LUCK Mo., 21.11., 20 Uhr, EWA-

Frauenzentrum, nur für Frauen

LESBEN-SALON - Gewalt gegen lesbische Frauen

und die Öffentlichkeit. Do., 24.11., 20 Uhr, EWA-Frauenzentrum,

nur für Frauen

VORTRAG IM EWA

Migrantinnen in Führungspositionen: Nicht aufgeben,

egal was kommt. Veranstaltungsreihe: Lebensrealitäten

von Frauen, Mo., 28.11., 20 Uhr EWA-Frauenzentrum,

nur für Frauen

SPECIALS

32. INTERNATIONALES KURZFILMFESTIVAL

BERLIN 14.-20.11.: 500 Filme in 50 Programmen,

6 Wettbewerben, 9 Kinos und 4 Stadtteilen. Neue

Events und neue Spielorte u.a.: Zeiss Großplanetarium

Kino, Prenzlauer Allee: Di., 15.11. - Relief - Best of

Courant 3D - und täglich Programm. Zeiss Großplane-

tarium Kuppelsaal: Mi., 16.11. - 360 Degrees - Virtual

Reality meets Full Dome

VORTRAG

„Die Raunächte und die alte Kunst des Räucherns“,

Jochen Henkel erzählt vom alten Brauch des Räucherns

in den Raunächten, der heiligen Zeit zwischen

den Jahren. Es wird gezeigt, wie einfach und modern

das Räuchern auch heute noch ist. Geschichten und

Lustiges aus Brauchtum und Volksmund runden den

Abend ab. Fr., 18.11., 19 Uhr, Aromatorium, Stargarder

Str. 68

THEATER: SANDGLASTREIBEN

Das Theaterkunstduo „Die Mondschweine“ führt mit

seinem aktuellen Ensemble seine Theatercollage

„Sandglastreiben“ im ZENTRUM danziger50 (Danziger

Str. 50) am 28. & 29.10. um jeweils 20 Uhr auf.

ALL YOU NEED IS BIODANZA

Vom 31.10. bis 19.12.16 startet ein neuer Biodanza-

Kurs. Er richtet sich an alle, die sich mehr Kraft und

Lebensfreude, mehr Genuss, Leichtigkeit und ein besseres

Körpergefühl wünschen. Eine besondere Einladung

gilt Biodanza-Beginners! Vorkenntnisse nicht

notwendig. Termine: Jeden Mo., Start 31.10.-19.12.,

jeweils 19-21 Uhr in der Musikschule „Prenzlberger

Singvögel“, Stargarder Str. 25. Info/Anm.: Gaby Pistor,

Tel. 030 4287121

LESUNG, FILM, VORTRAG ...

Am 31.10., 20 Uhr: Olaf Trunschke liest aus seinem

Buch „Die Kinetik der Lügen“ (homunculus Verlag)

zum Gründungsmythos um Frankenstein, Eintritt 5 €

(Zur Lesung gibt es Borschtsch) UND am 11.11., 19

Uhr: Nougat - Verkostung, Film und Vortrag, Eintritt

frei, Ort: „Fräulein Schneefeld & Herr Hund“, Prenzlauer

Allee 23

FUNKWELLEN

„OKbeat – das Original“ jeden Donnerstag um 13

Uhr bei alex-radio, auf neuer Frequenz, auf 91,0 MHz

und weiterhin im Kabel auf 92,6 MHz und als Stream

http://alex-berlin.de/radio/livestream.html

SPRECHSTUNDEN SOZIALRECHT UND

Mietrecht im Wahlkreisbüro Dr. Clara West, MdA,

Naugarder Str. 43: orientierende Sozialrechtberatung

mit Rechtsanwalt Deutschmann am Mi., 2.11., 18-

19 Uhr; Mietrecht-Sprechstunde mit Rechtsanwältin

Bochmann am Sa., 12.11., 11-12 Uhr (Anmeldung

jeweils erbeten: 030 76730036). Mobile Sprechstunde

Dr. Clara West am Sa., 12.11.: 10-11 Uhr vor dem

Mühlenbergcenter, 11.30-12.30 Uhr am Antonplatz,

13-14 Uhr vor den Schönhauser Allee Arcaden.

BALKAN-CHOR & GEORGISCHE-LIEDER-

CHOR Proben 14-tägig dienstags & freitags alternierend

- 19-21 Uhr - für Frauen und Männer! Info &

Anm.: 030 42803696

DEUTSCHKURS FÜR MIGRANTEN

Jeden Donnerstag von 14-16 Uhr im PiB - Projekt intergenerationelle

Begegnungen, Winsstr. 12

NEUER GEMISCHTER SINGKREIS

monatlich ein Montagabend - 14.11., 19-21 Uhr,

Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz, Fehrbelliner

Str. 92 - LIEDER AUS ALLER WELT - Keine Singerfahrung

und Notenkenntnisse erforderlich. Info & Anm.: 030

42803696

ADVENTSFAHRT NACH ROSTOCK

10.12. ab Ostbahnhof, 7.30-20.30 Uhr, Preis p. P. 63

Euro, Fahrt im Komfortreisebus, gemeinsames Weihnachtsessen,

3-Gang-Menü, Reiseleitung ab Berlin.

Weitere Infos & Anm.: Reisebüro Global, Immanuelkirchstr.

29, Tel. 030 25560420

AUSSTELLUNGEN

„WORK IN PROGRESS“

Jens Herrmann - Vernissage: 4.11., 19 Uhr, Ausstellung

bis 12.1.2017 im Reisebüro Global, Immanuelkirchstr.

29

„INTO THE WOODS“

Impressionistische Original-Fotografien der Künstlerin

Antje Schulz bis 11.11. im Aromatorium, Stargarder

Str. 68

DIE EWIGKEIT DES AUGENBLICKS

Radierungen und Prägedrucke von Rahel Mucke und

Max Stock - 5.11.-6.12. - Eröffnung: Sa., 5.11., 17-20

Uhr; Einführende Worte: Dr. Brigitte Döbert, Musik:

Alexander Beierbach, Saxophon. Druckgraphik-

Atelier, Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3, Mo., 16-18.30, Di.,

18-22 Uhr

„NAH UND FERN“

Eva Maria Viebeg, Ulrike Mĕtšk - Malerei und Zeichnungen

- bis 25.11. in der Galerie F92, Fehrbelliner

Str. 92, Fr.-So., 15-19 Uhr

FRANK LINDENBERG „DU BIST VERRÜCKT,

MEIN KIND. DU MUSST NACH BERLIN!“ - bis

6.1.2017 - STILLER DON, Erich-Weinert-Str. 67

VERNISSAGE: „MITKI“

am 27.11. um 16 Uhr in der Galerie Vinogradov. In

den Traditionen der „MITKI“ - Art Gruppe werden die

Künstler während der Vernissage zusammen mit dem

Publikum eine große Leinwand bemalen. 27.11.-

7.1.2017, Chodowieckistr. 25

SQUARING PHOTOGRAPHY

„Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr“ (Rilke)

- Christian Konrad (Düsseldorf) / Kai-Annett Becker

(Berlin) - bis 30.10., Pavillon am Milchhof, Schwedter

Str. 232

„FLIEGENDE“

Anlässlich des 90. Geburtstages von Andrey Pozdeev:

„Fliegende“ - Linolschnitte - 1.11.-30.1.2017 - Vernissage:

4.11., 19 Uhr. Ort: Kunstgalerie ARS PRO DONO,

Prenzlauer Allee 191

WOLFGANG LEBER

Malerei. Zeichnung. Skulptur. - Ausstellung bis 20.11.

- Die Galerie Parterre Berlin setzt damit die Reihe der

Würdigungen des bedeutsamen, auch im Großbezirk

Pankow beheimateten, Berliner Malerkreises fort.

Danziger Str. 101

„FRAUEN DER REFORMATION“

Ausstellung in der Paul-Gerhardt-Kirche (bis 6.11.).

Auf zwölf Tafeln werden Frauen

vorgestellt, die im Mutterland der Reformation, in

Sachsen-Anhalt, der Bewegung wichtige Impulse gegeben

haben. Wisbyer Str. 7, montags & mittwochs,

17-19 Uhr

AUSSTELLUNG IM „VON“

Silke Janssen: Papiergewebe Shifugarn – Karina

Wendt: Glas – willhalm: Malerei – von: Heilig Dombrowski

Maltz: Schmuck – Bis 12.11., Mo.-Fr., 11-19,

Sa., 11-17 Uhr, Lychener Str. 5

GRAFIK100

Zeichnungen und Drucke aus hundert Jahren - bis

31.12.2016 im Galerieladen kunst-a-bunt am Kollwitzplatz

KULTURTIPPS BITTE AN

DIRK.WANNER@GMX.DE

Kiezanzeigen

Hilfe bei Burnout, Beziehungskrise,

Belastung und Sorgen

Praxis für Psychotherapie und Beratung

Dr. phil. Romina Lutzebäck

Heilpraktikerin für Psychotherapie (HPG)

www.therapie-lutzebaeck-berlin.de,

Tel. 01575-610-9750

Kunstfotografiekurs

Ab 17. Oktober beginnt ein neuer

Kunstfotografi ekurs.

Info/Kontakt: www.bulkinstudio.com

BIODANZA

- mehr Kraft und Freude durch

Tanz!Neuer Kurs ab 31.10., Stargarder

Str.,Info/Anm.: Gaby, T. 4287121

www.tamoya.de

Bau- und Gartenland zu verklaufen

Ca. 4.000 m2 nähe Dahme/ Mark. Preis

n.V., Tel. 035938/50488





Eberswalder Str. 29 · Tel. 442 2331

www.artvento.com

auf DVD

inh. m. loose sredzkistr. 24 10435 berlin

tel. 40 50 59 82 www.super8-HD.de

geöffnet di - fr 11-19 uhr, sa 11-15 uhr

ANZEIGE

Vernissage der

Art-Gruppe

„MITKI“ in

der Galerie

Vinogradov

Am 27. November findet in der Galerie

Vinogradov die Vernissage zur Ausstellung

der Art-Gruppe „MITKI“ statt. Die

drei Künstler aus Sankt-Petersburg:

Wladimir Schinkarjow, Andrei Filippov,

Swetlana Badelina gehören zu dieser

in Russland und darüber hinaus berühmten

Art-Gruppe. Sie ist Mitte der

achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts

sehr schnell bekannt geworden, dank

dem Talent ihres Gründers, Malers

"Lasst uns doch Freunde bleiben ...“

und Schriftstellers Wladimir Schinkarjow.

Er hat 1985 in der Underground

- Ausgabe „samisdat“ einen humoristischen

Lebenslauf einer ausgedachten

jugendlichen Bewegung, der künstlerischen

Intelligenz und Bohème, die

für sich keine Beschäftigung im Rahmen

des totalitären Systems finden

konnten, veröffentlicht. Das ist Vergangenheit,

aber MITKI, mit ihrem Hauptmotto:

„Wir wollen niemand besiegen

...“, genießen in Russland immer noch

viel Liebe und Anerkennung. Wladimir

Schinkarjow ist ein weltweit anerkannter

Künstler und Schriftsteller, seine

Bücher werden in vielen Sprachen

übersetzt und in großen Auflagen ausgegeben,

die Gemälde sind in mehreren

Galerien und Museen ausgestellt.

Andrei Filippov ist nicht nur Maler und

Schriftsteller, schon lange arbeitet er

im Verlag „DETGIS“ als künstlerischer

Redakteur. Während der Ausstellung

werden die von Andrei und von anderen

Mitgliedern der Gruppe MITKI illustrierten

Kinderbücher angeboten.

Swetlana Badelina, ein großes Talent,

wird mit jedem Jahr mehr und mehr

durch die Kunstsammler geschätzt, sie

illustriert auch Bücher.

Vernissage am 27. November um 16

Uhr in der Galerie Vinogradov. In den

Traditionen der „MITKI“-Gruppe werden

die Künstler während der Vernissage

zusammen mit dem Publikum

eine große Leinwand bemalen.

Vernissage am 27. Nov., 16 Uhr

Ausstellung bis 7.1.2017

Galerie Vinogradov

Chodowieckistr. 25

Tel. 030 86430410

www.eurusart.com

facebook: Prenzlberger Ansichten


Seite 12

DENKEN IN BERLIN · GESCHICHTE

Prenzlberger Ansichten I Kiezzeitung seit 1992 I November 2016

In der September-Ausgabe

schrieb ich über den Philosophen Armen

Avanessian. Nach Byun-Chul Han

, Philipp Ruch und Armen Avanessian

stelle ich mit Bazon Brock nun den vierten

Gegenwartsphilosophen vor. Bazon

Brock betreibt seit 2011 in Kreuzberg

die „Denkerei“ und liefert mit ihr einen

wichtigen Beitrag zum kulturellen Stadtleben.

Es scheint eine Eigenart der Gegenwartsphilosophie

zu sein,

sich über die akademischen

Grenzen hinaus zu positionieren.

Aktuelle Philosophen treten nicht

mehr nur in Vorlesungssälen auf, um

eine müde Studentenschaft mit antiquierten

Termini zu überschütten; ihre

Themen kreisen nicht um metaphysische

Probleme, die unsere geschichtliche

und gesellschaftliche Lage gar

nicht erst tangieren. Stattdessen äußern

sie sich in politischen Talkshows

oder verpacken ihre Botschaften in

Kunstperformances. Neben den Philosophen

Richard David Precht, Peter

Sloterdijk und Slavoj Žižek ist Bazon

Brock wohl eins der bekanntesten

Gesichter dieser Medienphilosophen.

Wobei die Begriffe Medien- oder Populärphilosoph

auf Bazon Brock wohl

nur in einem ganz bestimmten Sinne

zutreffen: Seine Gesellschaftskritik fällt

oft vernichtend aus, seine Kunst ist keineswegs

massenkompatibel.

Als er 1959 an der Hamburger Kunsthochschule

zusammen mit Friedensreich

Hundertwasser und Herbert

Schuldt eine „Endlose Linie“ zeichnete,

löste das große Skandale aus. Die Linie

war am Ende zehn Kilometer lang,

DIE VERMESSUNG DES

DENKENS (TEIL XV)

seine Kunst ist

keineswegs

massenkompatibel

sie ging über Wände und Türen eines

Seminarraums und sollte vor allem eins

ausdrücken: Akademische Kunst geht

mir gegen den Strich. Bazon Brock

wendet sich gegen die traditionelle,

normative Ästhetik der Aufklärung. Er

war in der Fluxus-Bewegung aktiv, beteiligte

sich zu Beginn der 60‘er Jahre

auch an Kunst-Happenings mit Joseph

Beuys. Nach Brock sollte Kunst

nicht einer bestimmten Elite, sondern

jedem Menschen zugänglich sein, frei

nach dem Leitspruch von Beuys: Jeder

Mensch ist ein Künstler. Er ist mehr Philosoph,

denn Kunstwissenschaftler.

Die „Verdorbenheit“ des Westens

Wie sehr ihm die westliche Politik gegen

den Strich geht, äußert Bazon

Brock regelmäßig in Fernsehsendungen.

Einige mögen sich noch an das

Interview vor zwei Jahren zur „Männerfreundschaft“

zwischen Putin und

Schröder erinnern, in dem er mit Inbrunst

über die „Heuchlerei“ und „Verdorbenheit“

des Westens sprach. Die

Moderatorin mag er in diesem Interview

einigermaßen an die Wand geredet

haben. Und das ist kein Wunder

– schließlich bedeutet sein selbst

gewählter Künstlername „Bazon“ auf

Griechisch schlicht: Schwätzer. Bei seinen

Auftritten übermittelt er implizit

die Botschaft, man müsse frei reden,

solange und wo man nur könne. Und

er geht dieser Devise mit gutem Beispiel

voran.

Bazon Brock mag es, mit Menschen

Bazon Brock 2006 © Schäfer

aus verschiedensten Milieus zu diskutieren

und streiten. Als Diskussionsforum

dient ihm seit 2011 seine Berliner

„Denkerei“.

Die Idee zur „Denkerei“ reicht bis in

das Jahr 1968 zurück. In diesem Jahr

gründete Bazon Brock während der

Kasseler dokumenta 4 eine „Besucherschule“.

Hier vermittelte der frisch gebackene

Ästhetikprofessor Bazon

Brock den Besuchern ein Verständnis

der zeitgenössischen Kunst jenseits

von Richtig und Falsch. Auch wenn seine

Besucherschule 1982 eingestellt

wurde, engagierte er sich weiter für die

nicht-normative Kunstvermittlung. Seine

„Denkerei“ in Berlin ist hierfür einer

der wichtigsten Anlaufpunkte.

Die „Denkerei“ befindet sich am Kreuzberger

Oranienplatz. Sie organisiert

Veranstaltungen in den Bereichen

Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft.

Meist ist der Eintritt zur „Denkerei“

frei, erfordert jedoch eine vorherige

Anmeldung. Eine empfehlenenswerte

Veranstaltung ist in diesem Monat

das vom 17.-18.11. stattfindende Symposium

zur Gegenwart und Zukunft

des Journalismus. Mit Gästen wie dem

ZIP 2-Moderator Armin Wolf, dem Regierungssprecher

Georg Streiter und

der freien Journalistin Silke Burmeister

wird Bazon Brock über neue Wege

des investigativen Journalismus diskutieren.

Die Veranstaltung möchte die

hohe Bedeutung der Recherche in Zeiten

von anhaltender Medienkritik und

zugespitzter politischer Lage hervorheben.

Mehr zu Bazon Brocks Denkerei auf:

www.denkerei-berlin.de

Im Januar 2017 werde ich zum letzten

Mal über einen Berliner Denker schreiben.

In der nächsten Ausgabe werde

ich mich mit dem Philosophen Dr.

Michael Gutmann beschäftigen. Gutmann

betreut in Prenzlauer

Berg eine Philosophische

Praxis, in der

er therapeutische Ansätze

mit der Philosophie

von Sokrates vereint.

■ Johanna Sailer, primatberlin.com

„Orte der Erinnerung“ hieß in

dieser Zeitung, Mitte der 90er-Jahre,

eine Artikelserie über historische Friedhöfe

in Prenzlauer Berg. Der Autor Thomas

Kuhr knüpft daran an: „Plätze der

Erinnerung“ beschreibt Orte, die sich im

Laufe der Zeit von ihrer ursprünglichen

Planung entfernt haben und neu gedacht

wurden.

Im Planquadrat Abt. XIII1 der Blockstruktur

vom Hobrecht-Bebauungsund

Stadtplätzeplan von 1862 ist

ein Stadtplatz mit dem Buchstaben

A bezeichnet (siehe Kartenausschnitt).

Im Bötzowviertel vom Prenzlauer Berg

(Quartierbezeichnung aufgrund der

vielen ehemaligen Grundbesitzungen

der Familie Bötzow) ist dieser von vier

Straße umgeben (Bötzowstraße, Pasteurstraße,

Hans-Otto-Straße und der

sehr stark befahrenen Danziger Straße,

ehemals Communications Weg, eine

wichtige Hauptstraße in Berlin). Benannt

nach der Kreisstadt Arnswalde

(in der früheren Provinz Pommern, Regierungsbezirk

Schneidemühl; heute:

Choszczno, Kreisstadt in der Woiwodschaft

Zachodniopomoskie mit Hauptstadt

Szczecin, ehemals Stettin, in Polen).

Von 23.08.1902 bis 20.05.1937,

WOHNUNGSMARKT

Mit uns blicken Sie

in die richtige Richtung

PLÄTZE DER ERINNERUNG (6)

Arnswalder

Platz:

Wasser auf

ehemaligen

Sandplatz

von 31.07.1947 bis ca. 1974 und seit

01.02.1993 bis Heute. Zwischenzeitlich,

im III. Reich, von 20.05.1937 bis

31.07.1947, wurde der Platz nach dem

Schlosser und Anhänger der NS-Bewegung

Fritz Hellmann (geb. 20.04.1901,

gest. 08.04.1932) als Hellmannplatz benannt.

Von 1974 bis 1993 war der Platz

ohne Namen, da dieser keine postalische

Bedeutung hatte. Der denkmalgeschützte

Platz liegt auf der Feldflur/

des ehemaligen Ackers vom Berliner

Gymnasium. Da relativ hoch gelegen,

ähnlich wie auf einem Os oder Drum-

IM UMBRUCH

Infotelefon 030 - 226 260 berliner-mieterverein.de

Beratungszentrum: Schönhauser Allee 134b

BERLINER MIETERVEREIN

oben: „Hofidyll“ in der Greifswalder 1994;

links: Fruchtbarkeitsbrunnen auf dem Arnswalder

Platz 2015, Fotos: T. Kuhr

lin, und ohne Wasserzulauf, war dieser

lange Zeit lediglich ein Sandplatz

(„Märkische Streusandbüchse“). Entworfen

und angelegt, zwischen 1900

und 1904, vom Gärtner und Stadtgartendirektor

in Berlin Hermann Mächtig

(geb. 18.08.1837 in Breslau, gest.

01.07.1909 in Berlin) als Schmuckplatz

(Rasenflächen betreten verboten! Weder

von Kindern noch Hunden.). Für

die vielfältigere Nutzung, mit Kinderspielplätzen,

Bolzplatz und Liegewiesen,

wurde der Platz vom Architekten

und Oberbaurat in Berlin Georg Friedrich

Richard Ermisch (geb. 17.06.1885

in Halle an der Saale, gest. 07.12.1960

in Berlin) umgestaltet. Ab 1934 erfolgte

die Aufstellung der Brunnenplastik

vom Bildhauer, und Professor für

Plastik an der HdK/UdK, Hugo Lederer

(geb. 16.11.1871 in Znaim, südmährische

Region, Jihomoravsky kraj, Tschechien,

gest. 01.08.1940 in Berlin).

Berühmt wurde dieser mit dem monomentalen

Bismarck-Denkmal in Hamburg.

Auch der Stier- bzw. Ochsenbrunnen

(Brunnen der Fruchtbarkeit

bzw. Fruchtbarkeits-Brunnen) auf dem

Arnswalder Platz, aus rotem Rochlitzer

Porphytuff, ist eine Monomentalplastik.

Mit 300 Kubikmetern behauenen und

mehrere Tonnen schweren Gestein.

Ursprünglich für den Baltenplatz, als

Ausweichlösung für den Forckenbeckplatz,

im Bezirk Friedrichshain vorgesehen,

waren deren Untergründe für das

hohe Gewicht jedoch ungeeignet. So

wurde das Kolossalwerk, mit der 7,7 m

Durchmesser großen Schale und den

5 m hohen Stieren, im Bötzowviertel

platziert. 1959 erhielt der Brunnen eine

Unterwasserlichtanlage für die Fontäne.

Ab 1990 verfiel die gesamte Anlage.

Wie viele andere Plätze und öffentliche

Bauten. Von Oktober 2007 bis

11.06.2009 wurde das Ensemble restauriert

und ist ein touristisches Highlight

im Prenzlauer Berg. Die Wege um

den Platz bedürfen allerdings dringender

Sanierungen bzw. Neugestaltung.

Obwohl dieser Stadtplatz in einem Areal

mit hoher Wohnungsbaudichte, zahlreichen

Läden und Lokalitäten, sowie

mehreren Schulen liegt, ist es auf diesem,

ab dem etwas höher gelegenen

Plateau mit dem so genannten Stierbrunnen,

im hinteren Bereich bei den

Kinderspielplätzen und

dem Bolzplatz, sowie

den dazwischen liegenden

Flächen, relativ ruhig.

■ Thomas Kuhr

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine