GEMEINSAM ZUM ERFOLG

1000chancen

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GEMEINSAM ZUM ERFOLG

JUGEND STÄRKEN: 1000 Chancen in der Praxis


2 3

Inhalt

Vorwort

Projektbeschreibung

Wirtschaftsjunioren Deutschland

Projektpartner

Projektbausteine

Coach4Life

Unternehmer zu buchen

Offenes Unternehmen

Bewerbungstraining

Gemeinsam aktiv

Next step

Vorbild gefunden

Seitenwechsel

Freestyle

Schülerpraktikum

Ein Tag Azubi

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Projekte aus der Praxis

Offenes Unternehmen

Gemeinsam aktiv

Freestyle

Bewerbungstraining

Coach4Life

Gemeinsam aktiv, Bewerbungstraining, Ein Tag Azubi

Ein Tag Azubi

Wissenswertes

Fakten zum Projekt und zu Partnern

Schlechte Chancen - Bildung in Deutschland

Stimmen zum Projekt

Mitmachen

Impressum

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4 Vorwort

Projektbeschreibung 5

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

JUGEND STÄRKEN: 1000 Chancen

viele junge Menschen in Deutschland suchen auf ihrem Weg

ins Arbeitsleben nach Perspektiven und Möglichkeiten. Nicht

immer bieten die Lebensläufe eine optimale Grundlage – sei

es, weil den jungen Frauen und Männern ein Abschluss fehlt,

weil sie die deutsche Sprache nicht beherrschen oder weil sie

aus einem anderen Kulturkreis zu uns gekommen sind und mit

Hürden oder Vorurteilen zu kämpfen haben.

Mit dem Projekt JUGEND STÄRKEN: 1000 Chancen unterstützen

Wirtschaftsjunioren, Einrichtungen der Jugendsozialarbeit

und das Bundesjugendministerium diese jungen Menschen

und bieten ihnen Hilfe bei der beruflichen Orientierung.

Gemeinsam möchten wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern

zeigen, was alles in ihnen steckt und wie vielfältig ihre Chancen

sind. Dank unterschiedlicher Aktionen und Projekte konnten

wir bereits viele von ihnen erfolgreich auf ihrem Weg begleiten.

Ihre Caren Marks

Parlamentarische Staatssekretärin bei der

Bundesministerin für Familie, Senioren,

Frauen und Jugend

Zukunft

Mit dem Projekt unterstützen die Wirtschaftsjunioren

Deutschland und das Bundesministerium

für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

(BMFSFJ) junge Menschen mit schwierigen

Ausgangsbedingungen bei der Berufsorientierung.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten

von Unternehmerinnen, Unternehmern und

Führungskräften eine Chance, die Arbeitswelt

kennenzulernen sowie eigene Stärken zu entdecken.

Das Projekt richtet sich an junge Frauen

und Männer mit und ohne Migrationshintergrund

im Alter von 12 bis 26 Jahren.

Die Wirtschaftsjunioren (WJ) arbeiten auf lokaler

Ebene eng mit sozialpädagogischen Fachkräften

zusammen. Je nach Bedarf und Interessenslage

setzen sie unterschiedliche Aktionen um: Die Teilnehmenden

erkunden Unternehmen, probieren

sich in Berufen aus oder optimieren ihre Bewerbungsunterlagen

mithilfe der Wirtschaftsjunioren.

Wie JUGEND STÄRKEN: 1000 Chancen in der

Praxis funktioniert, zeigen die Beispiele in dieser

Broschüre. Sie sollen allen Partnern als Anregung

zur Projektumsetzung dienen.


6 Wirtschaftsjunioren Deutschland

Projektpartner 7

Wirtschaftsjunioren Deutschland

Mit mehr als 10.000 Mitgliedern aus allen

Bereichen der Wirtschaft bilden die Wirtschaftsjunioren

Deutschland den größten deutschen

Verband von Unternehmerinnen, Unternehmern

und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer

Wirtschaftskraft von mehr als 120 Milliarden

Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000

Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Sie sind

global vernetzt und als größtes Netzwerk junger

Wirtschaft in Deutschland mit mehr als 210

Mitgliedskreisen vor Ort präsent. Wer dort mitmacht,

engagiert sich im Beruf – will aber auch

darüber hinaus etwas bewegen. So sorgen die

Wirtschaftsjunioren Deutschland mit verschiedenen

Projekten zum Beispiel für bessere Bildung

und Berufsorientierung von Jugendlichen.

Initiative JUGEND STÄRKEN

Das Projekt JUGEND STÄRKEN: 1000 Chancen ist

Teil der Initiative JUGEND STÄRKEN, mit der sich

das Bundesjugendministerium für eine bessere soziale,

schulische und berufliche Integration junger

Menschen mit schlechten Startchancen einsetzt.

Die Initiative umfasst zwei deutschlandweit umgesetzte

Förderprogramme: Jugendmigrationsdienste

(JMD) und JUGEND STÄRKEN im Quartier.

Weitere Informationen unter www.jugend-staerken.de

Jugendmigrationsdienste

Bundesweit helfen rund 450 Jugendmigrationsdienste

jungen Menschen mit Migrationshintergrund,

sich in Schule, Ausbildung, Arbeit und

Gesellschaft zu integrieren. Sie bieten ihnen eine

individuelle Integrationsplanung auf Basis eines

Case Managements an und begleiten die jungen

Frauen und Männer während der Integrationskurse.

JMD-Portal: www.jugendmigrationsdienste.de

JUGEND STÄRKEN im Quartier

Mit dem Modellprogramm JUGEND STÄRKEN

im Quartier, das über den Europäischen

Sozialfonds kofinanziert wird, unterstützt das

Bundesjugendministerium seit 2015 gemeinsam

mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,

Bau und Reaktorsicherheit 178 Modellkommunen

in 15 Bundesländern beim Aufbau

von Angeboten der Jugendsozialarbeit in sozialen

Brennpunkten. Die initiierten Projekte helfen

jungen Menschen mit Startschwierigkeiten

am Übergang von der Schule in den Beruf,

indem sie ihnen mit Beratungen, Einzelfallhilfe und

Mikroprojekten zur Seite stehen. Gleichzeitig

stärken sie benachteiligte Stadt- und Ortsteile.

Weitere Informationen unter

www.jugend-staerken.de


8 Projektbausteine

Projektbausteine 9

Projektbausteine

Den Projektpartnern aus der Jugendsozialarbeit

und der jungen Wirtschaft stehen verschiedene

Projektbausteine zur Verfügung. Außerdem

organisieren die Projektpartner jährlich den Aktionstag

Ein Tag Azubi. Alle Angebote werden an die

Bedürfnisse und Wünsche der jungen Menschen

und Projektpartner vor Ort angepasst.

Unternehmer zu buchen

Unternehmerinnen und Unternehmer besuchen

eine Jugendeinrichtung und geben dort Einblicke

ins Arbeitsleben. Sie berichten praxisnah

von ihren Erfahrungen und stellen sich den

Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Offenes Unternehmen

Teilnehmende besichtigen ein Unternehmen und

bekommen vor Ort Einblicke in den Arbeitsalltag.

Bewerbungstraining

Junge Menschen bekommen Tipps für ihre

Bewerbungsunterlagen und können Vorstellungsgespräche

üben.

Gemeinsam aktiv

Wirtschaftsjunioren laden die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer zu unterschiedlichen Aktivitäten

ein – etwa zum Besuch eines Hochseilgartens

oder zum gemeinsamen Grillnachmittag.

Coach4Life

Unternehmerinnen und Unternehmer begleiten

interessierte junge Menschen über einen längeren

Zeitraum als Coach/Mentor.


10 Projektbausteine

Projektbausteine 11

Next step

Junge Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer, die

noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben,

werden bei der Suche unterstützt.

Vorbild gefunden

Junge Menschen, die über das Projekt einen

Zugang zur Ausbildung gefunden haben, zeigen

als Multiplikatoren, welche Möglichkeiten die

Wirtschaftsjunioren bieten.

Seitenwechsel

Projektpartner aus Jugendsozialarbeit und Wirtschaft

erleben ganz praktisch, wie die jeweils

andere Seite arbeitet und wie sie sich an dem

Projekt beteiligt.

Freestyle

Die teilnehmenden Akteure haben die Chance,

eigene Projektideen zu entwickeln oder bestehende

Module anzupassen.

Schülerpraktikum

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammeln

praktische Erfahrungen in einem Unternehmen.

Ein Tag Azubi

Bei dem bundesweiten Aktionstag laden Unternehmen

junge Menschen für einen Tag ein, damit

sie den Arbeitsalltag kennenlernen und sich

selbst in einem Berufsfeld ausprobieren können.


12 WJ Fürth: Offenes Unternehmen

WJ Fürth: Offenes Unternehmen 13

Branchenvielfalt hautnah erleben

Baustein: Offenes Unternehmen

WJ-Kreis: Fürth

Chance: Eine Taxifahrt mit Perspektive

Michaela Partheimüller

„Es ist schön zu sehen, wie begeistert die Teilnehmerinnen und

Teilnehmer nach einem Tag in den einzelnen Unternehmen sind.

Uns Wirtschaftsjunioren freut es immer wieder, wenn wir die

Jugendlichen wirklich erreichen und sie nachhaltig motivieren.“

Michaela Partheimüller, WJ Fürth, Mitglied des Bundesvorstands der

Wirtschaftsjunioren Deutschland 2016

Einfach einmal reinschnuppern und gucken, was

die Arbeitswelt so zu bieten hat – für zehn junge

Menschen, die von der Fürther Jugendberatungsstelle

KiQ betreut werden, ergab sich genau

diese Chance. Dank der Wirtschaftsjunioren

Fürth konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

im Rahmen des Bausteins Offenes Unternehmen

verschiedene Firmen genauer unter die

Lupe nehmen – darunter eine Zahnarztpraxis,

einen Bestatter, eine Kanzlei sowie ein Verkehrsund

Energieversorgungsunternehmen. Vor Ort

lernten sie Arbeitsalltag und Produktionsabläufe

hautnah kennen und durften auch selbst Hand

anlegen. Ein besonderes Highlight an diesem Tag

war der extra eingerichtete Fahrdienst der Wirtschaftsjunioren

Fürth, der die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer zu den jeweiligen Unternehmen

chauffierte. Dieser spezielle Transport wurde bereits

im Rahmen anderer Bausteine eingesetzt

und kam immer gut an.

Begeisterte werden zu Multiplikatoren

Von der Branchenvielfalt und den einzelnen

Arbeitsmöglichkeiten zeigten sich die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer nach dem Schnuppertag

begeistert. Im Rahmen eines Round-Table-

Gesprächs berichteten sie von ihren Erlebnissen

und erzählten, bei welchen Gelegenheiten sie

mitarbeiten durften. „Einige Jugendliche konnten

sich am Ende des Tages sogar über einen konkreten

Praktikumsplatz freuen“, berichtet Michaela

Partheimüller, Mitglied im Bundesvorstand

der Wirtschaftsjunioren Deutschland 2016, und

ergänzt: „Solche Erfolgserlebnisse führen dazu,

dass die Jungen und Mädchen ihren Freunden

von der Aktion berichten und sich der Teilnehmerkreis

regelmäßig erweitert. Die Unternehmen

gewinnen so neue Nachwuchskräfte, und diese

bekommen wiederum eine neue Perspektive im

Leben – ein Austausch, der sich wirklich lohnt.“

Motivation in allen Bereichen

Und noch weitere Erfolge konnten am Ende

des Tages verbucht werden: Einige der Teilnehmenden,

die zuvor nur wenig Interesse am

Unterricht hatten, gingen nun wieder regelmäßig

zur Schule. „Bei vielen setzte ein wahrer

Umdenkprozess ein“, berichtet eine Betreuerin

der Jugendberatungsstelle KiQ. „Sie erschienen

plötzlich wieder zu ihren Terminen, beteiligten

sich an Maßnahmen zur Krisenintervention, dem

Konfliktmanagement oder der Zukunftsgestaltung

und waren motivierter als zuvor.“

Grund genug, die gemeinsamen Projekte mit

den Wirtschaftsjunioren fortzuführen. Ziel ist es

hierbei, langfristige Partnerschaften aufzubauen

und verschiedene Bausteine bedarfsgerecht einund

umzusetzen. So kann es zukünftig weiterhin

gelingen, den jungen Menschen zu zeigen, dass

auch sie Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben

und in vollkommen unterschiedlichen Branchen

interessante Herausforderungen auf sie warten.


14 WJ Lüneburger Heide: Gemeinsam aktiv

WJ Lüneburger Heide: Gemeinsam aktiv 15

Kennenlernen auf Augenhöhe

Baustein: Gemeinsam aktiv

WJ-Kreis: Lüneburger Heide

Chance: Volleyball und Bowling als Eisbrecher

Für die jungen Erwachsenen, die im Christlichen

Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) in Uelzen

betreut werden, ist es keine Selbstverständlichkeit,

sich auf einen Praktikumsplatz oder um

eine Ausbildungsstelle zu bewerben. Viele von

ihnen glauben, aufgrund schlechter Noten oder

mehrerer Fehltage ohnehin keine Chancen auf

dem Arbeitsmarkt zu haben. Einige von ihnen

sind Schulverweigerinnen und -verweigerer oder

haben Brüche im Lebenslauf. Umso wichtiger

ist es, ihnen Mut zu machen. „Es ist immer ein

hartes Stück Arbeit, aber jeder einzelne Jugendliche,

den wir zurückgewinnen, ist es wert“, sagt

Monica Büchel-Tetzlaff vom CJD. Mithilfe der

Wirtschaftsjunioren Lüneburger Heide realisierte

sie deshalb den Baustein Gemeinsam aktiv, der

junge Menschen an den Arbeitsmarkt heranführt

und sie dabei unterstützt, Berührungsängste abzubauen.

„Die sind ja eigentlich ganz cool.“

„Als Erstes trafen wir uns mit den Jugendlichen

zu einem ungezwungenen Grillnachmittag,

organisierten ein Volleyballspiel, einen Bowlingtag

und gingen Schlittschuhlaufen, um bei

entspannten Freizeitaktionen Hemmungen im

Kontakt mit uns abzubauen“, erzählt Tino Zachhuber,

Koordinator der Wirtschaftsjunioren vor

Ort. Mit dabei waren zahlreiche Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter aus regionalen Unternehmen.

In dieser lockeren Atmosphäre konnten sich potenzielle

Nachwuchs-Azubis und Wirtschaftsjunioren

auf Augenhöhe begegnen. „Es war

spannend zu beobachten, wie die jungen Leute

auf die Unternehmerinnen und Unternehmer

reagierten und feststellten, dass die ja eigentlich

ganz ‚cool‘ sind. Selbst erste Praktikumsplätze

ergaben sich“, sagt Monica Büchel-Tetzlaff.

Guter Azubi geht auch ohne perfektes Zeugnis

Viele der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer

waren nach dem Kennenlernen sogar bereit,

sich die Unternehmen im Rahmen von Schnuppertagen

anzugucken und ließen sich überzeugen,

dass sie auch ohne ein perfektes Zeugnis

gute Azubis sein können. Nach diesem Erfolg

setzen das CJD und die Wirtschaftsjunioren die

Zusammenarbeit fort und planen bereits neue

Aktionen. Denn egal ob beim Volleyballspielen

oder beim Gemüseputzen – im Mittelpunkt steht

immer die Idee, Neugier zu wecken und Hürden

abzubauen.


16 WJ Dresden: Freestyle

WJ Dresden: Freestyle 17

Voller Einsatz für den Berufsnachwuchs

Baustein: Freestyle

WJ-Kreis: Dresden

Chance: Selbstständig eine Veranstaltung

auf die Beine stellen

1000-Chancen-Tag

ein voller Erfolg:

· eigenständig organisiert von jungen Menschen mit

gesundheitlichen Einschränkungen

· 240 junge Besucherinnen und Besucher

· 70 Unternehmen aus der Region

· über 40 Referentinnen und Referenten mit Vorträgen

und Workshops

· begeistertes Feedback

Trotz körperlicher Behinderungen oder chronischer

Krankheiten eine komplette Veranstaltung

planen und durchführen? 35 junge

Menschen, die vom Berufsbildungswerk Dresden

betreut werden, schafften das mit Unterstützung

der Wirtschaftsjunioren Dresden. Am

1000-Chancen-Tag ermöglichten sie so anderen

potenziellen Nachwuchskräften, mit Unternehmen

aus der Region in Kontakt zu kommen.

Organisation von A bis Z

Die 35 jungen Männer und Frauen mit gesundheitlichen

Einschränkungen konnten sich

entscheiden, ob sie sich um Marketing, Organisation

oder Recruiting kümmern wollten.

Innerhalb ihrer Gruppe erarbeiteten sie dann

mithilfe zahlreicher Wirtschaftsjunioren sowie mit

Sozialpädagoginnen und -pädagogen verschiedene

Konzepte und setzten diese eigenständig um.

Starkes Marketing

Das Team erstellte einen Projektplan, um alles im

Blick zu behalten und die einzelnen Aufgaben zu

koordinieren. Zudem entwarfen die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer Poster oder Informationsschreiben

und kümmerten sich darum, dass diese

gedruckt und verteilt wurden.

Perfekte Organisation

Die Orga-Gruppe war dafür verantwortlich, einen

geeigneten Veranstaltungsort zu finden und sorgte

dafür, dass am 1000-Chancen-Tag alles rund lief.

Recruiting mit Weitblick

Diejenigen, die sich um das Recruiting kümmerten,

begaben sich auf die Suche nach geeigneten

Referentinnen und Referenten, die Vorträge

halten und Workshops anbieten würden.

Gleichzeitig mussten die jungen Organisatorinnen

und Organisatoren Sponsoren finden, um

Kosten zu decken.

Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen

Der 1000-Chancen-Tag, der Anfang März 2014

in Dresden stattfand, war ein voller Erfolg. 240

junge Menschen trafen auf 70 Unternehmen und

konnten diese näher kennenlernen. Darüber hinaus

gab es 40 Referentinnen und Referenten,

viele von ihnen Wirtschaftsjunioren, die Vorträge

hielten und Workshops anboten. Über 20 Sponsoren

unterstützten die Veranstaltung finanziell

und namhafte Botschafterinnen und Botschafter,

wie beispielsweise der Moderator und

Schauspieler Pierre Geisensetter oder auch Kugelstoßweltmeister

David Storl, machten sich für

den 1000-Chancen-Tag stark. Sowohl Teilnehmerinnen

und Teilnehmer als auch Organisatorinnen

und Organisatoren waren begeistert. Aus

diesem Grund wurde eine ähnliche Aktion Anfang

2016 wiederholt. Mit Hilfe von Wirtschaftsjunioren

organisierten 17 junge Leute Unternehmensbesichtigungen

für fast 70 Teilnehmende.


18 WJ Hamburg, WJ Bremen, WJ Saarland: Bewerbungstraining

WJ Hamburg, WJ Bremen, WJ Saarland: Bewerbungstraining 19

Bewerben

aber richtig!

„Die Wirtschaftsjunioren teilten ihre Erlebnisse und Erfahrungen

mit den Jugendlichen, berichteten von eigenen Patzern

und sorgten so für eine lockere Atmosphäre.“

Baustein: Bewerbungstraining

WJ-Kreise: Hamburg, Bremen, Saarland

Chance: Ideale Bewerbungschancen dank

praktischer Tipps

Schreibt man den Beruf der Eltern noch in den

Lebenslauf? Wie erkläre ich eine schlechte Note

im Zeugnis? Und ist eine Jeans beim Bewerbungsgespräch

okay? Antworten auf solche und

andere Fragen erhalten junge Teilnehmerinnen

und Teilnehmer im Rahmen eines Bewerbungstrainings.

Im letzten Jahr boten unter anderem

die Wirtschaftsjunioren Hamburg, Saarland und

Bremen diesen Baustein an. Sie zeigten jungen

Frauen und Männern, wie diese zukünftig beim

Bewerbungsgespräch punkten.

Die Highlights aus Hamburg:

Die Wirtschaftsjunioren führten realitätsgetreue

Bewerbungsgespräche mit den jungen Frauen

und Männern, um ihnen die Angst vor einer solchen

Situation zu nehmen.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer berichteten

den Teilnehmerinnen und Teilnehmern

von ihrem persönlichen Werdegang und zeigten,

dass der Weg zum Erfolg nicht nur mit geradlinigen

Biographien zu beschreiten ist. Diese individuellen

Geschichten motivierten die jungen

Frauen und Männer, an ihren persönlichen Zielen

festzuhalten.

Anja Meyfarth, WJ Hamburg, ehemalige Projektleiterin

Die Highlights aus Bremen:

20 bis 25 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer

erhielten von sechs Wirtschaftsjunioren Unterstützung.

Bei dieser Gruppengröße ließen sich

individuelle Herausforderungen und Wünsche

berücksichtigen.

Die Schülerinnen und Schüler erstellten Bewerbungsmappen,

die auf die Branche ausgerichtet

waren, in der sie tatsächlich arbeiten wollten. Die

Wirtschaftsjunioren sorgten dafür, dass einer von

ihnen, der aus diesem Berufsfeld stammt, die Unterlagen

bearbeitete. Die Bewerberinnen und Bewerber

erhielten anschließend dezidiertes Feedback:

Was war gut, was könnten sie verbessern?


20 WJ Hamburg, WJ Bremen, WJ Saarland: Bewerbungstraining

WJ Hamburg, WJ Bremen, WJ Saarland: Bewerbungstraining 21

„An der Gesamtschule Ost in Bremen kamen unsere Bewerbungstrainings so

gut an, dass wir mittlerweile die gesamte Jahrgangsstufe 9 trainieren. Dabei

wird dieses Angebot fest in den Unterricht integriert. Jeden Monat gibt es

das Training für eine Klasse. Wir ermöglichen den jungen Menschen dadurch,

sich auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren.“

Stefan Meyer, WJ Bremen, Leiter des Arbeitskreises Bildung

Zukunft Future

Die Highlights aus dem Saarland:

Je nach Bedarf führten zehn bis zwölf Wirtschaftsjunioren

die Bewerbungstrainings durch. Das garantierte

auch bei großen Klassen, dass jede und

jeder Einzelne persönliche Hilfestellungen erhielt.

Im Rahmen einer Präsentation erfuhren die Nachwuchskräfte,

weshalb gute Bewerbungen wichtig

sind und was sie ausmachen. Die Referentinnen

und Referenten bezogen die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer mit ein und ermöglichten ihnen,

in diesem geschützten Rahmen alle Fragen zu

stellen, die sie zum Thema „Bewerbung“ hatten.

Für junge Geflüchtete boten die Wirtschaftsjunioren

das Training auf Englisch an und gingen

darin auch auf deren besondere Situation am Arbeitsmarkt

ein.

„Damit wir genau auf den Bedarf der jungen Menschen

eingehen und bestimmte Schwerpunkte setzen

können, bereiten wir die Bewerbungstrainings zusammen

mit den Jugendsozialeinrichtungen vor. Darüber

hinaus geben wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern

unsere Kontaktdaten, damit sie sich auch nach der

Veranstaltung bei uns melden können, wenn sie noch

Fragen zu ihrer Bewerbung haben.“

Marco Gusenburger, WJ Saarland,

Projektleiter Bewerberchecks

Bewerbungstipps von den WJ Berlin

Bewerbungstraining bei den

WJ Prignitz


22 WJ Hamburg: Coach4Life

WJ Hamburg: Coach4Life 23

Wirtschaftsjunioren leben Integration

Baustein: Coach4Life

WJ-Kreis: Hamburg

Chance: Persönliche Hilfe beim Start

in Deutschland

Bereits seit Anfang letzten Jahres ist Dorothee

Bührer von den Wirtschaftsjunioren Hamburg

für Zhino da. Sie hört zu, berät und unterstützt

die junge Frau aus dem Iran im Alltag.

„Vorrangig geht es natürlich darum, geflüchteten

Jugendlichen Hilfestellungen zu geben und

ihnen den Einstieg ins Studium oder Berufsleben

zu erleichtern“, sagt Dorothee Bührer. „Aber

wir besprechen auch ganz andere Dinge – etwa

akute Probleme mit Behörden oder Erfahrungen, die

mein Coachee hier in Deutschland gemacht hat.“

Dadurch, dass der Wirtschaftsjunior den jungen

Menschen über einen langen Zeitraum begleitet,

entsteht oft ein sehr persönliches, fast freundschaftliches

Verhältnis. Das hilft den Männern

und Frauen, Vertrauen zu fassen und stärkt ihr

Selbstbewusstsein. So unterhalten sich Dorothee

Bührer und ihr Coachee nicht ausschließlich

über Studiumsoptionen und Berufsperspektiven,

sondern gehen gemeinsam spazieren, ins

Kino oder ins Theater – denn gelebte Integration

ist mehr als die Suche nach einem Arbeitsplatz.

Integration praktisch vorantreiben

Zu Beginn des Coach4Life-Bausteins trafen die

beiden sich etwa einmal in der Woche. Mittlerweile

hat Zhino jedoch mit ihrem Studienkolleg

begonnen, das viel Zeit in Anspruch nimmt. Per

Telefon und SMS halten Dorothee Bührer und ihr

„Interessierte sollten keine Angst vor der Aufgabe

haben. Coach und Coachee legen gemeinsam fest,

wie viel Zeit sie füreinander haben und gestalten ihre

Treffen flexibel.“

Dorothee Bührer, Wirtschaftsjuniorin aus Hamburg

Coachee dennoch Kontakt. Beide haben im Vorfeld

gemeinsam alle notwendigen Schritte in Angriff

genommen, damit es mit dem Studienkolleg

überhaupt klappt. Dazu gehörten neben Bewerbungschecks

auch ganz praktische Herausforderungen,

wie etwa eine notwendige technische

Ausstattung. Da Zhino keinen Computer hatte,

aktivierte Dorothee Bührer ihr Netzwerk bei

den Wirtschaftsjunioren und konnte so einen

Laptop für die zukünftige Studentin auftreiben.

„Es macht Spaß, sein Wissen und seine Kontakte

zu nutzen, um ganz konkret und praktisch zur

Integration von geflüchteten Menschen beizutragen“,

sagt Dorothee Bührer.


24 WJ Karlsruhe: Gemeinsam aktiv, Bewerbungstraining, Ein Tag Azubi

WJ Karlsruhe: Gemeinsam aktiv, Bewerbungstraining, Ein Tag Azubi 25

Rezepte für einen guten Start

Baustein: Gemeinsam aktiv, Bewerbungstraining,

Ein Tag Azubi

WJ-Kreis: Karlsruhe

Chance: Am Alltag teilnehmen

Für die Wirtschaftsjunioren aus Karlsruhe ist Integration

mehr als ein leeres Versprechen. Sie

wollen geflüchtete junge Menschen aktiv in die

Gesellschaft einbinden – sei es durch gemeinsame

Aktivitäten oder durch Orientierungshilfe

am Ausbildungsmarkt. Aus diesem Grund

planten die Wirtschaftsjunioren gleich mehrere

Aktionen in und um Karlsruhe. Im Rahmen des

Bausteins Gemeinsam aktiv etwa kamen 24 junge

Menschen mit Migrationshintergrund sowie

Geflüchtete in der Lehrküche des Internationalen

Bundes (IB) Baden zusammen. Gemeinsam

mit Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesministerium

für Familie, Senioren, Frauen und

Jugend, und Horst Wenske, Bundesvorsitzender

der Wirtschaftsjunioren Deutschland, kochten

sie landestypische Gerichte und besprachen

gleichzeitig Themen wie die duale Ausbildung

im Gastgewerbe. Parallel zum Kochen fanden

Bewerbungstrainings statt. Die Begeisterung

war groß und Staatssekretär Kleindiek fasste

zusammen: „Junge Menschen, die aus anderen

Ländern zu uns kommen, sind motiviert, sich in

den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Es

ist wichtig, dass die Wirtschaftsjunioren und

Einrichtungen der Jugendsozialarbeit zusammenarbeiten,

um ihnen Praxiserfahrungen zu

ermöglichen.“

Unkompliziertes Kennenlernen

Doch nicht nur in der Küche durften junge Teilnehmerinnen

und Teilnehmer zeigen, was in ihnen

steckt. Die Wirtschaftsjunioren Karlsruhe konnten

auch Geflüchtete für Ein Tag Azubi begeistern und

boten ihnen an, Unternehmensluft zu schnuppern.

Einer der Teilnehmer war Badawi. Der 24-jährige

Syrer guckte in der Ettlinger Werbeagentur DSP

vor allem Grafikern über die Schulter und durfte

Gelerntes direkt anwenden.

Für Geschäftsführer und Wirtschaftsjunior Stefan

Koch war die Zusammenarbeit mit Badawi eine

weitere Bestätigung dafür, wie hilfreich diese direkten

und unkomplizierten Angebote der Wirtschaftsjunioren

sind: „Die jungen Menschen haben

die Möglichkeit, sich ohne große bürokratische

Hürden einen ersten Eindruck zu verschaffen und

vor allem ihr Können unter Beweis zu stellen. Das

motiviert sie, an ihrem Ausbildungswunsch festzuhalten.

Und für uns Wirtschaftsjunioren ist es ohnehin

immer eine Bereicherung, junge Talente zu

treffen und beim Nachwuchs Begeisterung für eine

oder mehrere Berufssparten zu wecken.“

Sport verbindet

Wer hart arbeitet, braucht natürlich auch Freizeitausgleich.

Deshalb organisieren die Wirtschaftsjunioren

Karlsruhe zusammen mit dem Internationalen

Begegnungszentrum bis heute regelmäßige Sportangebote,

an denen sowohl junge eingewanderte


26 WJ Karlsruhe: Gemeinsam aktiv, Bewerbungstraining, Ein Tag Azubi

WJ Karlsruhe: Gemeinsam aktiv, Bewerbungstraining, Ein Tag Azubi 27

„Der Integrationsbuddy soll vor allem im Alltag sowie

beim Deutschsprechen helfen, bei der Ausbildungsplatzsuche

unterstützen und ein offenes Ohr für die

Sorgen und Wünsche der Geflüchteten haben.“

Dominik Scherer, Wirtschaftsjunior aus Karlsruhe

als auch heimische Sportsfreundinnen und -freunde

teilnehmen können. Ziel ist es, beim Fußball oder

Basketball Berührungsängste abzubauen und Begegnungsräume

zu schaffen, in denen Gleichaltrige

sich treffen. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

die regelmäßig kommen, geben ihren Freundinnen

und Freunden Bescheid, und so wächst das Team

kontinuierlich“, berichtet Wirtschaftsjunior Dominik

Scherer, der bereits mit einigen der jungen Neuankömmlinge

Fußballschuhe kaufen war. Geplant ist

auch, über den Sport einen sogenannten Integrationsbuddy

zu vermitteln, einen Wirtschaftsjunior,

der für einen oder mehrere der jungen Menschen

zur direkten Ansprechpartnerin oder zum direkten

Ansprechpartner wird.

Wirtschaftsjunior Stefan Koch begeistert

junge Talente gerne für sein Berufsfeld.


28 WJ Limburg-Weilburg-Diez: Ein Tag Azubi

WJ Limburg-Weilburg-Diez: Ein Tag Azubi 29

Eine Perspektive für Geflüchtete

Baustein: Ein Tag Azubi

WJ-Kreis: Limburg-Weilburg-Diez

Chance: Azubis zeigen Azubis, wie’s geht

„Das Besondere an dem Aktionstag ist, dass Auszubildende

im Unternehmen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihren

Arbeitsalltag zeigen. Denn zwischen Gleichaltrigen funktioniert

die Kommunikation oft natürlich und unkompliziert.“

Steffen Born, WJ Limburg-Weilburg-Diez, ehemaliger Projektleiter

Als die Blechwarenfabrik Limburg am Aktionstag

Ein Tag Azubi ihre Tore öffnete, hatten gleich

mehrere neugierige Nachwuchskräfte die Möglichkeit,

hinter die Kulissen zu blicken. Ahmed

aus Syrien, Mohammed aus Afghanistan, Mikael

aus Eritrea und Ahmed aus Pakistan erlebten in

der Firma mit, wie Kronkorkenverschlüsse oder

Weißblechverpackungen entstehen. Betreut wurden

die vier jungen Männer zwischen 17 und 23

Jahren vom Jugendmigrationsdienst Limburg-

Weilburg, der sie für Ein Tag Azubi begeisterte.

In Begleitung von vier „echten“ Azubis, dem

Personalleiter und dem Technischen Leiter der

Blechwarenfabrik gewannen die Teilnehmer

einen detaillierten Einblick ins Unternehmen.

Mohammed, Mikael und die beiden Ahmeds

erfuhren, was genau die Ausbildung zum Maschinen-

und Anlageführer ausmacht und wie

vielfältig die späteren Einsatzbereiche sind. Sie

lernten vor Ort den Fertigungsprozess kennen

und konnten auch selbst Hand anlegen.

Azubis zeigen, wie es geht

Am Ende des Tages waren alle um eine Erfahrung

reicher, sowohl die jungen Gäste als

auch die Azubis im Unternehmen selbst, die

„den Neuen“ zeigten, was sie bereits können.

Berührungsängste gab es kaum, denn gerade dadurch,

dass Gleichaltrige miteinander arbeiteten,

fiel die Kommunikation leicht. Die Wirtschaftsjunioren

des Kreises Limburg-Weilburg-Diez fassten

zufrieden zusammen: „Ein Tag Azubi ist eine

hervorragende Initiative, mit der wir junge Zugewanderte

und lokale Unternehmer auf Augenhöhe

zusammenbringen.“ Die Wirtschaftsjunioren Limburg

haben ihr Engagement sogar noch weiter vorangetrieben:

Gemeinsam mit der Industrie- und

Handelskammer vor Ort organisieren sie längerfristige

Praktika für junge Geflüchtete. Die Resonanz

ist durchweg positiv und die Wirtschaftsjunioren

freuen sich auch zukünftig auf weitere teilnehmende

Unternehmen, die jungen Menschen eine

Zukunftsperspektive bieten möchten.

Ein Tag Azubi bei den

WJ Ostfriesland

Ein Tag Azubi bei den

WJ Mittelthüringen

Ein Tag Azubi bei den

WJ Frankfurt am Main


30 Fakten zum Projekt und zu Partnern

Schlechte Chancen – Bildung in Deutschland 31

Fakten zum Projekt

Die Wirtschaftsjunioren haben bisher mit über

100 verschiedenen Einrichtungen der

Jugendsozialarbeit in ganz Deutschland zusammengearbeitet.

Wirtschaftsjunioren und Kooperationspartner ermöglichten

seit 2012 über 5.000 Chancen zur

Berufsorientierung für junge Menschen mit und

ohne Migrationshintergrund.

Rund 300 junge Menschen erhielten 2014 und

2015 am Aktionstag Ein Tag Azubi Einblicke in

Unternehmen, einigen wurde im Anschluss ein

Praktikum oder Ausbildungsverhältnis angeboten.

Fakten zu unseren Partnern

Über 450 Jugendmigrationsdienste mit über

800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützen

mehr als 90.000 junge Menschen mit

Migrationshintergrund.

(Quelle: www.jugendmigrationsdienste.de)

Von 2015 bis 2018 setzen im Rahmen von

JUGEND STÄRKEN im Quartier 178 Modellkommunen

Projekte zur Förderung junger

Menschen im Bereich Jugendsozialarbeit um.

(Quelle: www.jugend-staerken.de)

Über das Modellprojekt jmd2start werden an 24

JMD-Standorten Geflüchtete zwischen 12 und

27 Jahren begleitet, die entweder eine Duldung

haben oder sich im Asylverfahren befinden.

Schlechte Chancen – Bildung in Deutschland

32 Prozent der deutschen Betriebe konnten

2014 nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze

besetzen.

(Quelle: Ausbildung 2015 – Ergebnisse einer DIHK-Online-Unternehmensbefragung;

DIHK; 2015)

Rund 200.000 Schülerinnen und Schüler in

Deutschland schwänzen täglich die Schule.

(Quelle: Deutscher Lehrerverband; 2011)

13,3 Prozent der 20- bis 34-Jährigen hatten

2014 keine abgeschlossene Berufsausbildung.

(Quelle: Berufsbildungsbericht 2016; BMBF; 2016)

In Deutschland geborene Jugendliche mit

Migrationshintergrund waren im Jahr 2013

mehr als doppelt so häufig von Arbeitslosigkeit

betroffen, wie Jugendliche, deren Eltern im

Inland geboren sind.

(Quelle: Indicators of Immigrant Integration 2015; OECD, European

Union; 2015)

In Deutschland sind 284.000 unter 25-Jährige

ohne Arbeit.

(Quelle: Arbeitsmarkt in Zahlen: Arbeitslose nach Personengruppen -

Arbeitslose insgesamt; Bundesagentur für Arbeit; August 2016)

(Quelle: www.jugendmigrationsdienste.de)


32 Stimmen zum Projekt

Stimmen zum Projekt 33

Stimmen zum Projekt

„Es macht mir Freude, mein Wissen weiterzugeben

und jungen Menschen zu zeigen, dass

auch wir Unternehmer verschiedene Herausforderungen

bewältigen mussten und müssen,

um unsere Ziele zu erreichen. Ich möchte den

Teilnehmerinnen und Teilnehmern dadurch Mut

machen, an ihren Wünschen festzuhalten.“

„Oft reicht es nicht aus, Probleme theoretisch zu

analysieren und über Verbesserungsvorschläge

zu reden. Manchmal braucht es praktische Erfahrungen

und konkrete Herangehensweisen, um

jemanden zu begeistern. Hier hat die Initiative genau

den richtigen Ansatz.“

Angelika Schlotter, Jugendmigrationsdienst des Internationalen

„Es ist unsere gesellschaftliche Aufgabe, die

nächste Generation dabei zu unterstützen, sich

auch im Berufsleben einzubringen. Vor allem

denjenigen, die es bisher nicht so leicht hatten,

sollten wir helfen – davon profitieren alle.“

Thomas Kneissler, WJ Rems-Murr

„Nur, wenn Wirtschaft, Jugendsozialeinrichtungen

und Politik gemeinsam an einem Strang

ziehen, kann es uns gelingen, junge Menschen

zu erreichen. Gerade diejenigen, die sich selbst

bisher nicht als Gewinner in unserer Gesellschaft

wahrgenommen haben, bedürfen unserer

Aufmerksamkeit.“

Marco Gusenburger, WJ Saarland

Bundes in Frankfurt am Main

Doreen Zeisig, WJ Teltow-Fläming


34 Mitmachen

Impressum 35

So geht‘s

Mitmachen

Wirtschaftsjunioren und Unternehmen

Jeder kann entsprechend seiner Ressourcen mitmachen

und profitieren, ob einzeln oder in einer

Gruppe. Wer eine Stunde Zeit hat, kann beispielsweise

in einer Jugendeinrichtung Einblicke in die

Arbeitswelt geben – wer mehr Zeit aufbringen

möchte, kann Bewerbungstrainings ermöglichen

oder sich als Coach engagieren. Auch externe Unternehmen

haben die Chance, das Projekt zu unterstützen

und ihre Türen für Besichtigungen oder

den Aktionstag Ein Tag Azubi zu öffnen.

Einrichtung der Jugendsozialarbeit

Sozialpädagogische Fachkräfte aus den Programmen

Jugendmigrationsdienste, JUGEND STÄR-

KEN im Quartier oder aus anderen Organisationen

und Initiativen können sich direkt an die Wirtschaftsjunioren

wenden.

Junge Menschen

Das Projekt richtet sich an junge Menschen – ihre

Bedürfnisse, Wünsche und Ideen stehen daher

im Mittelpunkt der Arbeit. Diejenigen, die an Projektaktivitäten

teilnehmen möchten oder selbst

Anregungen für solche haben, wenden sich an

ihre Lehrerinnen, Lehrer oder ihre Ansprechpartnerinnen

und -partner, die sie beim Übergang

von der Schule in den Beruf unterstützen.

Kontakt

Auf www.1000-chancen.de finden sich die Kontaktdaten

lokaler Kooperationspartner sowie die

Möglichkeit, sich für den Aktionstag anzumelden.

Jetzt mitmachen und jungen Menschen

Chancen bieten!

Bildnachweise

Hertzsch / fotomanufaktur-hertzsch.de

(Titelbild, 3, 5, 6, 8, 21)

Bundesregierung / Kugler (4)

Foto Schaper (9, 23)

Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main

(10)

www.frische-fotografie.de (15)

Anna Schröder (24, 25, 26)

dnw (27)

Oliver Zeidler (28)

Wirtschaftsjunioren

Projektbüro JUGEND STÄRKEN: 1000 Chancen

Wirtschaftsjunioren Deutschland e. V.

Breite Straße 29, 10178 Berlin

Telefon: +49 (0)30 20308-1521

Telefax: +49 (0)30 20308-1522

E-Mail: 1000chancen@wjd.de

JUGEND STÄRKEN: 1000 Chancen folgen auf

www.1000-chancen.de

www.facebook.com/1000Chancen


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