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Verletzungen des distalen Zehenorgans - Kleine Verletzung - große Wirkung

Vortrag von Dr. Nils Adolphsen im Rahmen der diesjährigen Luwex-Tagung

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19. Luwex Hufsymposium- Dr.vet.med. Nils Adolphsen<br />

Dipl.Tzt.Melissa Schedlbauer-<br />

<strong><strong>Verletzung</strong>en</strong> <strong>des</strong> <strong>distalen</strong> Zehenorgan -<strong>Kleine</strong> <strong>Verletzung</strong>-<strong>große</strong> <strong>Wirkung</strong>


Christopher C.Pollitt<br />

Fremdkörperverletzung im<br />

Bereich <strong>des</strong> Hufes


Symptome<br />

• hochgradige bis höchstgradige<br />

Lahmheit<br />

• Fremdkörper evtl. steckend<br />

• vermehrte Pulsation der<br />

Mittelfußarterien<br />

• Hufzangenuntersuchung<br />

positiv<br />

• Hornkapsel vermehrt warm<br />

• Körperinnentemperatur evtl.<br />

erhöht


NO GOES!!<br />

Niemals Instinkt folgen und Fremdkörper herausziehen!!!


Erstversorgung:<br />

• Falls Nagel heraussteht eventuell kürzen<br />

• Hufverband anlegen(alkoholische Jodlösung, Polsterverband, Vetflex,<br />

Klebeband)


Forensik


Möglichkeiten der Penetration<br />

• Oberflächliche oder tiefe<br />

Penetration<br />

• Sohlenwunden bei 1cm<br />

Eindringtiefe bereits in<br />

Basalzellschicht<br />

• Im Strahlbereich bei 1,5cm<br />

bereits in vitalen Strukturen<br />

• Oberflächliche Wunden<br />

häufiger<br />

(Redding and O´Grady, 2012)<br />

Nageltritt Mitte mediale Strahlfurche; Stanek Vetmeduni Wien


Möglichkeiten der Penetration<br />

in synoviale Strukturen<br />

http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de


Redding and O´Grady (2012)<br />

Tiefe penetrierende Wunden (Redding and O´Grady, 2012)<br />

Typ I: Penetration der Sohle<br />

Ø<strong>Verletzung</strong> <strong>des</strong> Hufbeines


Folge: Osteitis <strong>des</strong> Hufbeines


Tiefe penetrierende Wunden<br />

(Redding und O´Grady´, 2012)<br />

Typ II: Strahl- und Ballenbereich<br />

Ø tiefe Beugesehne<br />

Ø Sehnenscheide<br />

Ø Hufrollenbereich<br />

Ø Hufgelenk<br />

Smith,2013


Tiefe penetrierende Wunden (Redding und O´Grady´, 2012)<br />

Typ III: Kronsaumbereich<br />

Ø Hufbein<br />

Ø Hufknorpel<br />

Ø Hufgelenk<br />

www.hufschmied-hufbeschlag.de


Diagnostik: Röntgenkontrastdarstellung<br />

Adam‘s lamness in horses


Diagnostik: Synovia<br />

• erhöhte Temperatur und hochgradige Lahmheit<br />

– Tierarzt konsultieren!!<br />

• nach dem Röntgen oder dem Ultraschall<br />

Fremdkörper entfernen<br />

• Bei vermuteter Penetration einer synovialen<br />

Struktur Probe gewinnen, aber niemals durch<br />

die Wunde punktieren<br />

Steel (2008)


Physiologie Synovia<br />

• Makroskopisch:<br />

• klar bis hellgelb<br />

• viskös<br />

• gerinnt nicht<br />

• Mikroskopisch:<br />

• Zellzahl < 30 x 10 9 Zellen/L<br />

• < 80% neutrophile Granulozyten<br />

• Gesamteiweiß < 40g/L<br />

(Steel, 2008)


Blutkulturflaschen für Synovia


Schnelltest


Weiterführend Diagnostik<br />

• MRT<br />

• Ultraschall<br />

Füllung <strong>des</strong> Hufgelenks<br />

Nageltritt<br />

Ultrasonographic image (proximal to the left) of the digital<br />

cushion with the probe positioned at the palmar aspect of the<br />

pastern angled distally between the heels. There is an abscess<br />

(hypoechoic area) containing hyperechoic foci, which at surgery<br />

were identified as wood splinters.<br />

Smith,2013


Therapie: Systemische Antibiose<br />

• Sofort Probenentnahme und Antibiogramm<br />

• Sofort aggressive Therapie mit breit wirkenden Antibiotika<br />

• erste Wahl <strong>des</strong> Antibiotikums hängt von der jeweiligen Situation ab<br />

• nach Erhalt der Keimanalyse und <strong>des</strong> Antibiogramms muss das Antibiotikum<br />

eventuell gewechselt werden<br />

• Tetanusprophylaxe simultan


Lokale Antibiose- PMMA Beats<br />

Funktion: Lokale <strong>Wirkung</strong> <strong>des</strong> Antibiotikums, Depot, gleichbleibender Wirkstoffspiegel über längeren<br />

Zeitraum<br />

Vor allem bei Biofilmbildung und nekrotischem Material welches durch systemische Antibiose nicht mehr<br />

erreicht wird


Chirurgische Therapie 1. Option<br />

Hornlücken Operation (Street nail procedure):<br />

• Allgemeinanästhesie<br />

• aseptische Präparation <strong>des</strong> Hufs<br />

• Lokalanästhesie und Esmarch´scher Stau<br />

• Fenestrieren der tiefen Beugesehne<br />

• Scharfe Exzision von Horn und Weichteilgewebe<br />

• Kürettieren <strong>des</strong> betroffenen Gewebes<br />

• gegebenenfalls Eröffnen und Spülen der Bursa<br />

podotrochlearis<br />

• Tamponade und Anlegen eines sterilen<br />

Hufverbands<br />

(Heer et al., 2015, Redding und O´Grady, 2012)<br />

Redding und O´Grady (2012)


Chirurgische Therapie 2. Option<br />

• Arthroskopischer oder tendovaginoskopischer Zugang in die infizierte<br />

Struktur, aber nicht direkt über die <strong>Verletzung</strong><br />

• Vorteile:<br />

- Adspektion eines größeren Bereiches möglich<br />

- Gleichzeitige Spülung und somit Keimverdünnung oder Elimination<br />

- Trauma geringer durch kleineren Zugang<br />

- Direkte Eingabe eines Antibiotikums möglich<br />

• Nachteil:<br />

Strukturen liegen sehr dicht zusammen unter Umständen Eröffnung<br />

weiter synovialer Bereiche, die primär nicht beteiligt waren


Arthroskopischer Zugang


Synoviale Strukturen


Chirurgische Diagnostik und Therapie


Pitfalls unbedingt beachten!!!<br />

• In ca. 25% der Fälle finden wir Fremdmaterial in der Wunde, dieses<br />

dient als Nidus (Kern) für Keime. Bei Nichtentfernen ist eine<br />

Wiederherstellung der physiologischen Funktion ausgeschlossen.<br />

• Bei längerdauernder Infektion mit Fibrin und Pannusbildung sind<br />

Keime durch spülen allein nicht zu entfernen. Deshalb unbedingt<br />

sorgfältig arbeiten und alles an unphysiologischem Material auch aus<br />

den arthroskopisch schwer zugänglichen Bereichen entfernen.<br />

• Bei Fremdkörperpenetrationen im <strong>distalen</strong> Gliedmaßenbereich alle<br />

Strukturen im Gefahrenbereich untersuchen (vor allem punktieren).


Prognose:<br />

• Nach nicht veröffentlichten Daten von<br />

Ian Wright und Matt Smith war bei 57<br />

Pferden mit eröffneter Bursa bei 22 auch<br />

das Hufgelenk beteiligt und bei 3 die<br />

Sehnenscheide.<br />

• Die Prognose hängt von vielen Faktoren<br />

ab wie Größe und Art der <strong>Verletzung</strong>,<br />

Dauer der <strong>Verletzung</strong> vor der<br />

chirurgischen Versorgung, Stärke der<br />

Kontamination und Art der Keime.<br />

• Nach Smith und Wright konnten von 56<br />

Pferden mit kontaminierten Bursen 30<br />

auf ihrem vorherigen Niveau geritten<br />

werden, 9 auf einem niedrigerem, 4<br />

waren erst nach einem Nervenschnitt<br />

nutzbar, 5 waren im Schritt lahmfrei und<br />

8 mussten euthanasiert werden.<br />

• Nach eigenen Erfahrungen und anderen<br />

Veröffentlichungen ist diese Prognose<br />

eher optimistisch


Chirurgische Therapie:<br />

Infektion der Hufknorpel – Hufknorpelresektion:<br />

• Zugang über halbmondförmigen Hautschnitt<br />

proximal <strong>des</strong> betroffenen Hufknorpels<br />

• Exzision <strong>des</strong> gesamten veränderten Gewebes<br />

• Wenn möglich, primärer Verschluss mit<br />

Drainageportal<br />

• Tägliche Spülung der Wunde<br />

• Prognose abhängig von beteiligten Strukturen<br />

(Redding und O´Grady, 2012)


Stauungsantibiose<br />

• Schmerzausschaltung mittels<br />

Leitungsanästhesie<br />

• Stauschlauch<br />

• Applikation eines Antibiotikums in eine<br />

Vene unterhalb <strong>des</strong> Stauschlauchs<br />

• nach ca. 20 min: Lösen <strong>des</strong> Staus<br />

• In Vollnarkose: Ergänzung zur operativen<br />

Tendovaginoskopie


Stauungsantibiose<br />

Vorteile:<br />

• um vielfaches erhöhte Konzentration<br />

<strong>des</strong> Antibiotikums im betroffenen<br />

Bereich<br />

• Alle potentiell infizierten Strukturen<br />

werden erfasst<br />

Nachteile:<br />

• Ischämie (Blutleere)<br />

• Schädigung der Gefäße und<br />

Thrombenbildung bei mehrmaliger<br />

Punktion<br />

• nicht alle Antibiotika dürfen<br />

intravenös gegeben werden


Madentherapie<br />

So?<br />

Oder so?


Maden:<br />

Therapie bei alten schlecht heilende <strong><strong>Verletzung</strong>en</strong><br />

mit nekrotischem Material<br />

• Erste Erwähnungen von Maden zur<br />

Unterstützung der Wundheilung<br />

stammen aus dem 16. Jahrhundert aus<br />

Frankreich.<br />

• Offiziell ist der amerikanische<br />

Bürgerkrieg als Beginn dieser<br />

biologischen Therapie anzusehen.<br />

• In den 1930er Jahren vor Entdeckung<br />

<strong>des</strong> Penicillins erreichte die Therapie<br />

mit Maden ihren Höhepunkt.


Postulierte <strong>Wirkung</strong>sweise<br />

• Entfernung und Digestion<br />

von nekrotischem Material<br />

und Bakterien<br />

• Aktivierung von<br />

Fibroblasten und<br />

Angiogenese<br />

• Cytokinaktivierung die der<br />

Wundheilung dienen<br />

• Proteo- und Fibrinolyse


Einige wichtige Fakten<br />

• Die Larve „Lucilia Sericata“ greift kein vitales<br />

Gewebe an<br />

• Es dürfen lediglich sterile Larven verwendet<br />

werden<br />

• Im Zuge von Multiresistenzen: MRSA Keime<br />

• Dürfen nicht bei Proteus verwendet werden<br />

(Maden sterben sofort)<br />

• ca. 5-10 Maden pro Quadratzentimeter<br />

• Sequester (totes infiziertes Gewebe) sowie<br />

<strong>große</strong> Mengen Eiter müssen im Vorfeld<br />

unter Umständen operativ entfernt werden.<br />

• Verweildauer ca. 5-7 Tage<br />

• Teilweise kommt es zu Störung <strong>des</strong><br />

Allgemeinbefindens wahrscheinlich durch<br />

die Bewegung der Maden.


Achtung!!!<br />

• Keine <strong>des</strong>infizierenden Maßnahmen im<br />

Vorfeld einleiten;<br />

• Maden immer so einsetzen, dass es<br />

nicht zu einer mechanischen<br />

Beeinträchtigung zum Beispiel durch<br />

Zertreten kommen kann (gefensterter<br />

Cast eignet sich hier besonders)<br />

• Tiefe Stichkanäle müssen durch die<br />

Verwendung von Drainagen offen<br />

gehalten werden<br />

• Maden können direkt oder indirekt (in<br />

einem geschlossenen Tupfer)<br />

eingesetzt werden


Weitere Beispiele


Beschlagsempfehlung<br />

Beispiel für Beschlagsempfehlung:<br />

ØErhöhung <strong>des</strong> palmaren/plantaren Bereichs und Entlastung der tiefen<br />

Beugesehen<br />

Redding und O´Grady (2012)


Equine Digit Support System<br />

EDSS Alubeschlag mit den<br />

vorgesehenen Gewinden für<br />

austauschbaren Keile<br />

Keile mit unterschiedlichen<br />

Erhöhungen<br />

http://www.hufschmiedin-maja.de


Therapeutische Beschläge


Quellen:<br />

Dakin, S.G., Dyson, S.J., Murray, R.C., Newton, R., 2009a. Osseous abnormalities associated with collateral <strong>des</strong>mopathy of the distal interphalangeal joint. Part 2: treatment and outcome. Equine Vet. J. 41, 794–799.<br />

doi:10.2746/042516409X452170<br />

Dakin, S.G., Dyson, S.J., Murray, R.C., Tranquille, C., 2009b. Osseous abnormalities associated with collateral <strong>des</strong>mopathy of the distal interphalangeal joint: part 1. Equine Vet. J. 41, 786–793. doi:10.2746/042516409X434125<br />

De Zani, D., Polidori, C., di Giancamillo, M., Zani, D.D., 2015. Correlation of radiographic measurements of structures of the equine foot with lesions detected on magnetic resonance imaging. Equine Vet. J. n/a–n/a.<br />

doi:10.1111/evj.12411<br />

Denoix, J.-M., 1999. Functional Anatomy of the Equine Interphalangeal Joints. AAEP Proc. 45, 174–177.<br />

Denoix, J.M., Dupays, a. G., Bertoni, L., Werpy, N., Audigié, F., 2011. Ultrasonographic examination of the collateral ligaments of the distal interphalangeal joint in horses. Part B: Abnormal findings and lesions. Equine Vet. Educ. 23,<br />

616–625. doi:10.1111/j.2042-3292.2011.00303.x<br />

Dyson, S., Brown, V., Collins, S., Murray, R., 2010. Is there an association between ossification of the cartilages of the foot and collateral <strong>des</strong>mopathy of the distal interphalangeal joint or distal phalanx injury? Equine Vet. J. 42, 504–<br />

511. doi:10.1111/j.2042-3306.2010.00100.x<br />

Dyson, S., Murray, R., 2007. Verification of scintigraphic imaging for injury diagnosis in 264 horses with foot pain. Equine Vet. J. 39, 350–355. doi:10.2746/042516407x185430<br />

Dyson, S.J., Murray, R., Schramme, M.C., 2005. Lameness associated with foot pain: results of magnetic resonance imaging in 199 horses (January 2001--December 2003) and response to treatment. Equine Vet. J. 37, 113–121.<br />

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Redding, W.R., O’Grady, S.E., 2012. Septic Diseases Associated with the Hoof Complex. Abscesses, Punctures Wounds, and Infection of the Lateral Cartilage. Vet. Clin. North Am. - Equine Pract. 28, 423–440.<br />

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Smith, M.R.W., Wright, I.M., 2012. Endoscopic evaluation of the navicular bursa: Observations, treatment and outcome in 92 cases with identified pathology. Equine Vet. J. 44, 339–345. doi:10.1111/j.2042-3306.2011.00443.x<br />

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100. doi:10.1111/j.1740-8261.2007.00211.x<br />

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