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Taxi Times München - März 2015

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MÄRZ <strong>2015</strong> 3,50 €<br />

www.taxi-times.com<br />

MÜNCHEN<br />

TAXIS RAUS AUS DER ALTSTADT?<br />

MARIENPLATZ-<br />

DURCHFAHRT<br />

VOR DEM AUS<br />

MINDESTLOHN IN DER PRAXIS<br />

Drei Unternehmer berichten<br />

KOOPERATION DAIMLER-UBER<br />

<strong>Taxi</strong>gewerbe verärgert<br />

TVM STELLT TARIFANTRAG<br />

12 Prozent mehr sind nötig


Zu jedem Einsatz bereit.<br />

Der Touran*.<br />

INHALT<br />

SEHR GEEHRTE TAXIFREUNDE,<br />

PERSONALIEN<br />

* Kraftstoffverbrauch des Touran in l/100 km: kombiniert 7,6–4,5, CO 2 -Emissionen in g/km: kombiniert 168–119.<br />

Touran Trendline 2.0 TDI, 81 kW (110 PS), 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG<br />

Kraftstoffverbrauch, l/100 km: innerorts 6,0/außerorts 4,6/kombiniert 5,1/CO 2<br />

-Emissionen, g/km: kombiniert 134.<br />

Ausstattung: hellelfenbein, <strong>Taxi</strong>paket, Klimaanlage, Multifunktionsanzeige, Zentralverriegelung u. v. m.<br />

Das Finanzierungsbeispiel basiert auf einer<br />

jährlichen Fahrleistung von 50.000 km.<br />

UVP: 29.435 €<br />

Hauspreis: 22.959,00 €1<br />

inkl. Selbstabholung in der Autostadt Wolfsburg<br />

Anzahlung: 4.900,00 €<br />

Nettodarlehensbetrag: 18.059,30 €<br />

Sollzinssatz (gebunden) p.a.: 1,88 %<br />

Effektiver Jahreszins: 1,90 %<br />

Laufzeit:<br />

48 Monate<br />

Schlussrate: 6.071,45 €<br />

Gesamtbetrag: 23.883,45 €<br />

48 Monatsraten à 269,00 € 1,2<br />

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alles soll so bleiben, wie es immer war. Kein<br />

Mindestlohn, kein Uber, kein Fiskal taxameter.<br />

Das <strong>Taxi</strong> gewerbe braucht keine Veränderung. So<br />

können sich die <strong>Taxi</strong>fahrer weiter an ihrem<br />

Stammstandplatz treffen und klönen, während<br />

ihre in die Jahre gekommenen E-Klassen vor sich<br />

hinrosten. Freundlichkeit wird überbewertet.<br />

Der Kunde soll froh sein, dass wir ihn überhaupt<br />

befördern. Und wir entscheiden, welche Strecke<br />

gefahren wird. Schließlich sind wir die Profis.<br />

Liebe Kolleginnen und Kollegen, zu keiner<br />

Zeit war das <strong>Taxi</strong> gewerbe solchen Veränderungen<br />

unterworfen wie jetzt. Mindestlohn, Uber<br />

und Fiskaltaxameter sind nur einige der wichtigen<br />

Themen, die uns <strong>2015</strong> beschäftigen werden.<br />

Was Sie als <strong>Taxi</strong>fahrer oder <strong>Taxi</strong>-Unternehmer<br />

wissen müssen, um die laufenden und anstehenden<br />

Veränderungen meistern zu können, steht<br />

in der <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> international und hier in der<br />

Münchner Lokal ausgabe der <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong>.<br />

Nur wer sich jetzt den Herausforderungen<br />

stellt, hat Aussicht auf Erfolg. Ein „Alles soll so<br />

bleiben, wie es immer war“ hat ausgedient. Das<br />

<strong>Taxi</strong> gewerbe hat Stärken: 24 Stunden Verfügbarkeit,<br />

zuverlässige Fahrten von Tür zu Tür mit<br />

aus gebildetem Fahrpersonal, Abrechnung mit<br />

Kranken kassen, leichter Zugang für Senioren<br />

und vieles mehr. Denn was das <strong>Taxi</strong> kann, kann<br />

nur das <strong>Taxi</strong>. Wir sind den Herausforderungen<br />

gewachsen. Schließlich sind wir Profis!<br />

– die Redaktion –<br />

4 Das Team<br />

5 Hermann Waldner<br />

TITELTHEMA<br />

6 <strong>Taxi</strong> raus aus der Altstadt?<br />

MINDESTLOHN<br />

12 Erste Erfahrungen und potenzielle Lösungen<br />

Münchner <strong>Taxi</strong>unternehmer<br />

ISARFUNK TAXIZENTRALE<br />

16 Daimler & Uber: Unheilige Allianz<br />

17 Abschied vom Betriebsfunk<br />

TAXIVERBAND MÜNCHEN<br />

18 TVM stellt Tarifantrag<br />

19 Erleichterung bei der Betriebspflichtbefreiung<br />

FLUGHAFEN<br />

20 Braucht es die dritte Startbahn?<br />

AUTOTEST<br />

22 Lexus GS 300h<br />

1<br />

Beim Kauf eines neuen Volkswagen Touran und gleichzeitiger Inzahlungnahme Ihres Gebrauchtwagens (ausgenommen<br />

Audi, Seat, Skoda), mit mind. 6 Monaten Zulassungsdauer auf Ihren Namen zahlen wir Ihnen bis zu 2.380,– €<br />

über dem von uns ermittelten DAT-Gebrauchtwagenwert. 2 Ein Angebot der Volkswagen Bank GmbH, Gifhorner Str. 57,<br />

38112 Braunschweig, für die wir als ungebundener Vermittler gemeinsam mit dem Kunden die für die Finanzierung<br />

nötigen Vertragsunterlagen zusammenstellen. Das Angebot gilt für Privatkunden und gewerbliche Einzelabnehmer<br />

mit Ausnahme von Sonderkunden für ausgewählte Modelle. Bonität vorausgesetzt. Nähere Informationen erhalten Sie<br />

unter www.volkswagenbank.de und bei uns. 3 Gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers für ein<br />

vergleichbar ausgestattetes Modell. Abbildung zeigt Sonderausstattung gegen Mehrpreis.<br />

RUBRIKEN<br />

10 Uber & Co: 50 000 Jobs in der EU?<br />

Uber vs. Google: Im Kampf um das autonome<br />

Fahren<br />

11 Meldungen: DMRZ, Verkehrsgerichtstag,<br />

Artz & Partner, DIT<br />

www.mahag.de<br />

taxi@mahag.de<br />

MAHAG Automobilhandel und Service GmbH & Co. oHG<br />

Volkswagen Zentrum <strong>München</strong><br />

Schleibingerstr. 12-16, 81669 <strong>München</strong><br />

Ihre Ansprechpartner:<br />

Bernd Obkirchner<br />

Tel.: 089/48001-166<br />

Johannes Huber<br />

Tel.: 089/48001-578<br />

21 Service: Rettungsgasse<br />

25 Adressen: arcona Living <strong>München</strong><br />

26 <strong>Taxi</strong> in den Medien: AST in Dachau,<br />

Tariferhöhung in <strong>München</strong>, Hofstatt<br />

26 Impressum<br />

TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />

3


PERSONALIEN<br />

In <strong>München</strong> ein<br />

neues Gesicht,<br />

in Berlin ein alter<br />

Hase: Zentralenchef<br />

Hermann Waldner.<br />

ROBERT BIEGERT<br />

DER WIEDERHOLUNGSTÄTER<br />

· <strong>Taxi</strong>vergangenheit als Student (1983 bis 1990)<br />

· Journalistenvergangenheit bei Print,<br />

Radio und Fernsehen (1985 bis 2007)<br />

· <strong>Taxi</strong>gegenwart als Fahrer und Unternehmer<br />

(seit 2010), Elektromobil-Tester und Autor für<br />

die „IsarFunk News“ und die Münchner<br />

Lokalausgabe der <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong><br />

· Außerdem: eine Gegenwart als<br />

Roman autor, Moderator und<br />

Coach<br />

HELMUT HACK<br />

DER GEISTER­<br />

FAHRER<br />

Der einst weithin berüchtigte Wegstreckenverlängerer<br />

muss seinen<br />

Lebens unterhalt derzeit als Fachjournalist<br />

für High-End-Hi-Fi verdienen. Seit seiner letzten<br />

Nachtschicht plagen ihn Phantom schmerzen im Gasfuß<br />

und die Zentrale freut sich über einen Rückgang<br />

der Fahrgastbeschwerden um 80 Prozent.<br />

Als Gründer der „Manufaktur für Worte und Satzkonstruktionen“<br />

strebt er ein deutschsprachiges<br />

Monopol auf sinnfreie Inhalte an. In der <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong><br />

wird er die Aufgaben übernehmen, die sonst keiner<br />

haben will.<br />

DAS TEAM<br />

FLORIAN OSRAINIK<br />

DER EX-RENNFAHRER<br />

Die Kern-Redaktion der<br />

Münchner Regional ausgabe<br />

der <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong>:<br />

viermal fundierte <strong>Taxi</strong>und<br />

Journalismus-<br />

Erfahrung.<br />

Fuhr Ende der 90er-Jahre Rennen in der deutschen und<br />

österreichischen Formel Ford. Sammelte nach einer fundierten<br />

kaufmännischen Ausbildung erste Medienerfahrung<br />

bei Premiere. Bildete sich neben seinem<br />

Studium der Wirtschaftswissenschaften zum Journalisten<br />

und Fotojournalisten weiter. Er<br />

schreibt als freier Journalist seit drei<br />

Jahren für Print und Online. Anfang<br />

letzten Jahres hat er ein <strong>Taxi</strong>-<br />

Unternehmen in <strong>München</strong><br />

gegründet. In der <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong><br />

<strong>München</strong> wird er sich vor<br />

allem um Wirtschaftsthemen<br />

kümmern.<br />

TOM BUNTROCK<br />

DER CHEF­<br />

REDAKTEUR<br />

Fährt seit zwölf Jahren <strong>Taxi</strong>, meistens<br />

während der Tagschicht. Schreibt<br />

seit 2007 für verschiedene <strong>Taxi</strong>magazine<br />

und war von 2010 bis 2013 Chefredakteur des<br />

Münchner Magazins „IsarFunk News“. Tom Buntrock<br />

ging letztes Jahr mit einem eigenen <strong>Taxi</strong>magazin<br />

„Cab“ auf den Markt. Seine Erfahrungen als Redakteur,<br />

Chefredakteur und Herausgeber fließen jetzt in<br />

seine Arbeit als leidender Redakteur bei der Münchner<br />

Lokalausgabe der <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> ein. Wenn er nicht<br />

fährt oder schreibt, engagiert er sich im <strong>Taxi</strong> gewerbe,<br />

zurzeit vor allem im Kampf gegen Uber.<br />

FOTOS: Frank Achim Schmidt, Florian Osrainik, Helmut Hack, Tom Buntrock<br />

FOTO: taxi.eu<br />

MIT SERVICE<br />

GEGEN<br />

UBER & CO<br />

In Berlin kämpft Hermann Waldner erfolgreich dafür, dem <strong>Taxi</strong> gewerbe<br />

ein neues Gesicht zu geben. Was bringt mehr Service?<br />

In Zeiten, in denen zunehmend branchenfremde<br />

Neugründer auf den europäischen<br />

<strong>Taxi</strong>markt drängen, ist<br />

Hermann Waldner eine erfreuliche<br />

Abwechslung. Denn der Chef der größten<br />

Berliner <strong>Taxi</strong> vermittlung kennt alle Seiten<br />

des <strong>Taxi</strong> gewerbes. So hat Waldner schon<br />

Anfang der 1980er-Jahre während seines<br />

Lehr amtsstudiums als Aushilfs taxifahrer<br />

gearbeitet. Mit von seinem Vater geliehenen<br />

10 000 Mark hat er sich seinen ersten<br />

gebrauchten Mercedes gekauft, den er<br />

anfangs noch selber fuhr, und wurde <strong>Taxi</strong>-<br />

Unternehmer. Innerhalb weniger Jahre<br />

baute er ein Unternehmen mit 70 eigenen<br />

Fahrzeugen auf.<br />

Jetzt ist Hermann Waldner Chef der<br />

<strong>Taxi</strong> Berlin, einer Zentrale mit 5 700 angeschlossenen<br />

Fahrzeugen. Die Zen trale vermittelt<br />

acht Millionen Aufträge im Jahr.<br />

Neben Privatkunden bestellen viele Großkunden<br />

bei <strong>Taxi</strong> Berlin. Darunter 90 Prozent<br />

der Berliner Hotels, die meisten<br />

Restaurants und Bars sowie der Deutsche<br />

Bundestag. Vor einem Jahr startete<br />

Waldner eine Qualitäts offensive in der<br />

Bundeshauptstadt. Der Premium-Service<br />

wurde so intensiv nachgefragt, dass die<br />

Zentrale kaum mit der Weiterbildung der<br />

Fahrer nachkam. Der Erfolg dieser Maßnahme<br />

zeigt, wie das <strong>Taxi</strong> seine Stellung<br />

im Markt behaupten kann: mit Qualität<br />

und Service.<br />

Ähnlich der Fahrerschulung bei IsarFunk<br />

in <strong>München</strong> werden bei der Ausbildung zum<br />

„VIP Quality <strong>Taxi</strong> Service“-Fahrer verschiedene<br />

Inhalte vermittelt. Darunter Verkehrs-<br />

recht und Betriebssicherheit, aber auch<br />

Service und Dienstleistung, um den Fahrern<br />

die Werte zu vermitteln, die später für<br />

den Service am Kunden entscheidend sind.<br />

Auf der Internetseite zur VIP-Schulung<br />

heißt es: „Das Verständnis für den eigenen<br />

Beruf und die Klarheit darüber, dass jeder<br />

<strong>Taxi</strong>fahrer wichtiger Bestandteil der Mobilitätsbranche<br />

ist, können den Service nachhaltig<br />

steigern und davon profitiert im<br />

Endeffekt der Fahrgast.“<br />

Trotz des offensichtlichen Erfolges gab<br />

es zu Waldners Qualitäts konzept auch<br />

kritische Stimmen. So wurde bezweifelt,<br />

dass eine Aufteilung zwischen „VIP-“ und<br />

„normalen“ <strong>Taxi</strong>s der Branche wirklich hilft.<br />

Außerdem würden in der kostenpflichtigen<br />

Schulung Inhalte vermittelt, die jeder gute<br />

<strong>Taxi</strong>fahrer ohnehin schon beherrsche.<br />

Hermann Waldner kontert: „Uns geht es<br />

ausschließlich um mehr Qualität im <strong>Taxi</strong>gewerbe.<br />

Unsere Branche ist kundenorientiert,<br />

mit einem Premium-Angebot richten<br />

wir uns nach den Bedürfnissen und Wünschen<br />

unserer besonderen Fahrgäste.“<br />

Doch der Aufbau von Berlins größter<br />

<strong>Taxi</strong>zentrale ist nur eines von mehreren<br />

Waldner-Unternehmen. Denn früh erkannte<br />

Hermann Waldner die Zukunfts chancen<br />

der digitalen Vermittlung. So kam es über<br />

die Jahre zu einer intensiven Zusammenarbeit<br />

mit fms und Austrosoft. Der Vorteil<br />

der neuen Vermittlungs technik: Die Österreicher<br />

mit Firmensitzen in Wien und Graz<br />

boten erstmals auf dem europäischen<br />

Markt Vermittlungshard- und -software<br />

aus einer Hand an. Die von Waldner und<br />

fms entwickelte Bestell-App taxi.eu verfügte<br />

von Anfang an über eine offene Datenschnittstelle,<br />

die jetzt eine Kooperation in<br />

größerem Ausmaß erlaubt. Unter dem<br />

Dach des Deutschen <strong>Taxi</strong>- und Mietwagenverbands<br />

BZP entstand für die Applikationen<br />

cab4me, <strong>Taxi</strong> Deutschland und taxi.eu<br />

eine vernetzende Datenschnittstelle und<br />

damit ein markt übergreifendes Bestellsystem.<br />

Jetzt tritt Waldner als einer von zwei<br />

IsarFunk Geschäftsführern auch in <strong>München</strong><br />

an. Da die Münchner <strong>Taxi</strong> zentrale auf<br />

Service und Ausbildung setzt, wird die<br />

Umstellung zu Berlin kaum groß sein. Auf<br />

die Neuerungen, die auf IsarFunk zukommen,<br />

darf man gespannt sein. Auf jeden<br />

Fall wird <strong>München</strong> vom Know-how aus<br />

Berlin profitieren können. • tb<br />

TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />

5


TITELTHEMA<br />

TAXIS RAUS AUS<br />

DER ALTSTADT ?<br />

Das Münchner Rathaus, so wie es<br />

täglich von Tausenden Bürgern<br />

und Touristen gesehen wird – und<br />

von vielen Münchner <strong>Taxi</strong>fahrern,<br />

wenn sie die Durchfahrt am<br />

Marienplatz passieren. Das könnte<br />

aber sehr schnell ein Ende haben.<br />

Die Durchfahrt am Marienplatz dürfte bald für <strong>Taxi</strong>s<br />

tabu sein. Wie reagieren betroffene Firmen darauf?<br />

Paukenschlag in Sachen Marienplatz: SPD und CSU haben<br />

einen gemeinsamen Antrag in den Stadtrat eingebracht,<br />

nach dem die Fußgängerzone bis zum Alten Rathaus und<br />

zur Landschaftstraße hin ausgeweitet werden soll. Der Verkehr –<br />

ob Fahrrad, <strong>Taxi</strong> oder Bus – soll über die Sparkassenstraße und<br />

den Viktualienmarkt umgeleitet werden. Die <strong>Taxi</strong>fahrer sollen in<br />

der Dienerstraße einen geeigneten Standort erhalten.<br />

Stadtrat Hans Podiuk, Vorsitzender der CSU-Fraktion, begründet<br />

den Antrag so: „Der Marienplatz ist das Herz <strong>München</strong>s. Derzeit<br />

wird der östliche Teil zum Alten Rathaus hin leider vom<br />

eigentlichen Platz abgeschnitten. Wir wollen mit der Erweiterung<br />

der Fußgängerzone und einer städtebaulich ansprechenden<br />

Um gestaltung die Attraktivität des Platzes deutlich erhöhen. Die<br />

Menschen sollen sich gerne auf dem Marienplatz aufhalten und<br />

dort verweilen können. Mit dieser Maßnahme sorgen wir auch<br />

dafür, dass die Gefahrenstelle durch den Durchgangsverkehr<br />

endlich entschärft wird.“ Und SPD-Fraktions chef Alexander Reissl<br />

ergänzt: „Mit einer Ausweitung der Fußgängerzone kann auch<br />

der Dauerkonflikt zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern am<br />

Marienplatz gelöst werden. Die jahrelange Debatte über eine Verlegung<br />

der Nord-Süd-Verbindung für Radler in die Sparkassenstraße<br />

findet endlich ein Ende. Für Fußgänger ist diese<br />

Veränderung ein echter Gewinn: Sie werden in Zukunft gemütlich<br />

schlendern können, ohne von Autos, Bussen oder Fahrradfahrern<br />

zur Seite gedrängt zu werden.“ Laut dem Antrag sollen diese<br />

Maßnahmen schnellstens geplant und umgesetzt werden.<br />

GEWINN ODER VERLUST?<br />

Was für die Fußgänger ein echter Gewinn sein kann, ist für das<br />

<strong>Taxi</strong> gewerbe ein echter Verlust. Die Durchfahrt vom Rindermarkt<br />

ins Tal ließe sich noch verschmerzen. Hier kann – wie vom Stadtrat<br />

geplant – durchaus über den Viktualienmarkt ausgewichen<br />

werden. Schwieriger wird es, wenn Touristen wünschen, direkt<br />

zum Marienplatz gebracht zu werden, oder Seniorinnen und<br />

Senioren zum Seiteneingang des Ratskellers. Bis heute war beides<br />

noch möglich. Ist hier Fußgängerzone, kann das <strong>Taxi</strong> diese Wünsche<br />

nicht mehr erfüllen. Außerdem entfällt der Traditionsstand<br />

am Kaufhaus Beck, einer der am besten frequentierten Einsteigerstände<br />

der Stadt. Hat das <strong>Taxi</strong> seine Bedeutung als Personenbeförderer<br />

in der Innenstadt verloren?<br />

Vor den Stadtratswahlen 2014 hieß das beim damaligen OB-<br />

Kandidaten und heutigen zweiten Bürgermeister Josef Schmid<br />

noch so: „Das <strong>Taxi</strong> ist und bleibt, entgegen allen Versuchen,<br />

es eher dem Motorisierten Individualverkehr<br />

zuzuordnen, aus Sicht der CSU ein Verkehrsmittel<br />

im Verbund des Öffentlichen Personennahverkehrs.<br />

Daher ist es nicht anders, vor allem nicht schlechter<br />

zu behandeln als U-Bahn, Bus und Tram. Denn gerade<br />

das Alleinstellungsmerkmal, Personen zielgenau<br />

befördern zu können, zeichnet es aus.“ Und auf den<br />

Beck-Stand bezogen: „Die CSU-Stadtratsfraktion<br />

spricht sich für den Erhalt des <strong>Taxi</strong>standes vor dem<br />

Kaufhaus Beck am Marienplatz aus. Aber auch die<br />

Standplätze an der Dienerstraße, im Tal und am Rindermarkt<br />

müssen in Zukunft erhalten bleiben. Dennoch<br />

muss darauf geachtet werden, dass die<br />

Durchfahrt vom Rindermarkt nicht als Wartezone<br />

genutzt wird.“<br />

Denn ganz unschuldig dürfte das <strong>Taxi</strong> gewerbe an<br />

der so gut wie beschlossenen Durchfahrts sperre über<br />

FOTOS: Landeshauptstadt <strong>München</strong>/muenchen.de, Stadtgemeinde Salzburg /J. Killer (2), pixelio/G. Schoenemann (1)<br />

den Marienplatz tatsächlich nicht sein. Die Beschwerden über den<br />

<strong>Taxi</strong>-Wildwuchs an der Fußgängerfurt sind schließlich nichts wirklich<br />

Neues. Schließlich hatten die Münchner Stadträte einen exklusiven<br />

Blick auf das Drama, das sich tags wie nachts zu ihren Füßen<br />

abspielte, denn dass die <strong>Taxi</strong>s unerlaubt bis zum Hugendubel<br />

anstehen, war schon lange einigen Stadträten ein Dorn im Auge.<br />

Ganz links: In Salzburg ist die Linke<br />

Altstadt durch Poller für den<br />

Durchgangsverkehr gesperrt.<br />

Links: Salzburger Altstadt, Kaigasse:<br />

Hier ist die Einfahrt werktags während<br />

der Ladezeiten auch ohne<br />

Sondergenehmigung möglich.<br />

BECK-STAND ALS ERSTES OPFER<br />

Vorbei! Chance vertan. In einem Stadtteil, in dem internationale<br />

Firmen mit hohem finanziellen Aufwand sogenannte Flagship-<br />

Stores einrichten, nur um in diesem noblen Ambiente gesehen<br />

zu werden, wird das <strong>Taxi</strong> gewerbe seinen „Flagschiff-Stand“ am<br />

Rathaus platz räumen müssen. Außerdem steht zu befürchten,<br />

dass der Beck-Stand nur das erste Opfer von vielen sein wird.<br />

Denn ginge es nach den Grünen im Stadtrat, dann sollte alles<br />

innerhalb des Altstadtrings zur autofreien Zone werden. Die Partei<br />

möchte dafür die Münchner mit ins Boot holen und plant einen<br />

Bürger entscheid. In diesem Worst-Case-Szenario für das Münchner<br />

<strong>Taxi</strong> gewerbe ist von <strong>Taxi</strong>ständen innerhalb der verkehrsberuhigten<br />

Altstadt nämlich keine Rede. Dann könnten<br />

<strong>Taxi</strong>stände wie Tal, Rindermarkt oder Max-Joseph bald der Vergangenheit<br />

angehören.<br />

Auch wenn es nicht so weit kommen sollte: Verschlechtern<br />

werden sich die Bedingungen für das <strong>Taxi</strong> geschäft in der Altstadt<br />

allemal. Es ist doch jetzt schon anspruchsvoll genug, bestimmte<br />

Adressen im verkehrsberuhigten Bereich zu bedienen. Darunter<br />

Gaststätten wie der Andechser am Dom oder der Nürnberger Bratwurst<br />

Glöckl. Darunter aber auch zahlreiche Arztpraxen, deren<br />

Patienten oft darauf angewiesen sind, direkt bis zur Tür gebracht<br />

zu werden – und dort später auch wieder abgeholt werden müssen,<br />

mitunter sogar oben in der Praxis. Nicht nur die Patienten<br />

wünschen das so, weil sie oft schlecht zu Fuß sind, oft bestehen<br />

Versicherungen darauf. <strong>Taxi</strong>fahrer, die vorhaben, diese Fahrtaufträge<br />

zu erfüllen, kommen heute schon unweigerlich mit der<br />

Straßenverkehrsordnung in Konflikt. Wächst die Fußgängerzone<br />

weiter, dann wachsen damit auch die Zufahrtsschwierig keiten für<br />

6<br />

TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />

7


TITELTHEMA<br />

»Unterm Strich<br />

gewinnen wir alle,<br />

wenn die Altstadt<br />

attraktiver wird.«<br />

Christian Greiner,<br />

Kaufhaus Ludwig Beck<br />

nen. Momentan existieren circa 1 500 Ausnahmegenehmigungen<br />

für Bewohner, Hofzufahrten, Ladetätigkeiten oder Pflege- und ärztliche<br />

Notdienste. Dazu kommen noch Berechtigungen für 600 <strong>Taxi</strong>s<br />

und 400 Einsatzfahr zeuge.<br />

Mit den Pollern hat sich die Situation in der Salzburger Innenstadt<br />

deutlich beruhigt. Zählungen haben ergeben, dass durch sie<br />

täglich schätzungsweise 900 unberechtigte Einfahrten verhindert<br />

werden. Das entspricht einer Reduzierung des Autoverkehrs um<br />

circa 35 Prozent. Die Vorteile zeigten sich schnell: Die Plätze<br />

erstrahlen in ihrer ursprünglichen Würde, die Anwohner finden<br />

Stein des Anstoßes: Die Passage<br />

über den Marienplatz und der<br />

<strong>Taxi</strong>stand vor dem Kaufhaus<br />

Ludwig Beck sollen der<br />

Fußgängerzone weichen.<br />

den Personentransport. Die Kunden werden dem <strong>Taxi</strong> kaum bis<br />

zum Stachus oder zum Isartor nachlaufen, sondern – soweit sie<br />

dazu in der Lage sind – auf andere Verkehrsmittel umstei -<br />

gen. Der größte Vorteil des <strong>Taxi</strong>s, die Beförderung von Tür zu<br />

Tür, entfällt.<br />

Die Reaktion des Handels vor Ort ist geteilt. Während der<br />

Grünen-Vorschlag, alles innerhalb des Altstadtrings zur Fußgängerzone<br />

und Radler rennstrecke zu machen, von den meisten<br />

Betroffenen heftig abgelehnt wird, findet die von Schwarz-Rot<br />

beantragte Sperrung des Marienplatzes für jeden Autoverkehr<br />

überraschend prominente Befürworter. Georg Randlkofer, Seniorchef<br />

des Hauses Dallmayr, fragt sich, warum die Stadt das Thema<br />

nicht schon eher angegangen ist. Er wird den <strong>Taxi</strong>stand vor dem<br />

Haus der Planung nach wohl behalten dürfen.<br />

Anders als Ludwig-Beck-Geschäftsführer Christian<br />

Greiner, der den Standortvorteil einbüßt,<br />

direkt vor der Tür einen <strong>Taxi</strong>standplatz zu haben.<br />

„Aber zum Tal ist es nicht weit, und unterm Strich<br />

gewinnen wir alle, wenn die Altstadt attraktiver<br />

wird“, sagt Greiner in der „Süddeutschen Zeitung“.<br />

„Allein ich werde schon mindestens zwei<br />

Mal am Tag von Radlern oder Taxlern überfahren.<br />

Es ist ein Wunder, dass bei diesem Gedränge nicht<br />

längst schon etwas passiert ist“, fügt er an.<br />

Kritik dagegen kommt vom Fahrgastverband<br />

Pro Bahn. „Der Marienplatz ist zentraler Umsteigeknoten<br />

zur U- und S-Bahn, mit einer Endstation<br />

woanders sind die Bürger zu langen Umsteigewegen gezwungen“,<br />

sagt Andreas Barth, Münchner Sprecher von Pro Bahn. Durch<br />

Verlagerung aller Verkehre in Richtung Viktualienmarkt seien<br />

dort neue Konflikte programmiert. Es reiche für eine Reduzierung<br />

der Feinstaub emissionen nicht aus, lautstark den Umstieg auf<br />

öffentliche Verkehrsmittel zu fordern, aber bestehende Angebote<br />

unnötig zu verschlechtern, so Barth weiter.<br />

Dass es anders gehen kann, zeigt das Beispiel Salzburg. 2010<br />

wurde damit begonnen, die Altstadt links der Salzach für den<br />

Autoverkehr abzusperren. Dafür wurden rund um die Linke Altstadt<br />

und das Kaiviertel – beide Viertel liegen zwischen Salzach<br />

und Festungsberg – insgesamt 22 versenkbare Poller installiert,<br />

vier Ampel anlagen und Kontrollkameras. Während der sogenannten<br />

Ladezeit ist für Fahrzeuge ohne Sondergenehmigung an Werktagen<br />

von 6 bis 11 Uhr die Zufahrt über die vier Zufahrten mit<br />

Ampel anlage möglich. Zu- und abfahren können ab 11 Uhr nur<br />

noch die Inhaber einer Ausnahme genehmigung, die mit Hilfe einer<br />

Fernsteuerung die Poller außerhalb der Ladezeit versenken könleichter<br />

einen Parkplatz und die Gastronomen profitieren von der<br />

Ruhe, da in den Sommermonaten ihre Außenplätze deutlich<br />

begehrter sind. Außerdem war die gesamte Maßnahme erstaunlich<br />

kostengünstig: Die Stadt hat insgesamt 1,125 Millionen Euro in<br />

das gesamte Pollerprojekt investiert.<br />

Entscheidend ist, dass das <strong>Taxi</strong> gewerbe bei diesem Projekt nicht<br />

ausgeschlossen, sondern ausdrücklich mit eingeplant wurde. Jedes<br />

der 600 Salzburger <strong>Taxi</strong>s besitzt eine Fernbedienung, mit der sich<br />

die Poller zu jeder Tages- und Nachtzeit versenken lassen. Die<br />

Versorgung der Restaurants, Hotels und Arztpraxen ist gewährleistet<br />

und auch Privatpersonen, die innerhalb der Absperrung<br />

wohnen oder zu Gast sind, können sich jederzeit ein <strong>Taxi</strong> bestellen.<br />

und Patienten werden von der Altstadt ausgesperrt. Selbst wenn<br />

sich die <strong>Taxi</strong>fahrer durch die schon fast traditionelle überzählige<br />

Bereitstellung am Marienplatz die drohende Aufhebung des Beck-<br />

Stands auch selbst zuzuschreiben haben, trifft gerade diese Entscheidung<br />

das <strong>Taxi</strong> gewerbe hart. In Zeiten immer stärker auf den<br />

Markt drängender Konkurrenz gehören der Tür-zu-Tür-Transport<br />

und die festen Standplätze zu den wichtigsten Vorzügen des <strong>Taxi</strong>s.<br />

Wenn das <strong>Taxi</strong> aus der Altstadt vertrieben wird, dann wird es sich<br />

schwertun, sich auf dem Markt zu behaupten. Denn wie heißt es<br />

so schön: Aus den Augen, aus dem Sinn. <br />

tb<br />

Seit 27 Jahren unter der Leitung von Sebastiano Fiorito ist das Tassilo da Sebastiano aus Haidhausen nicht mehr wegzudenken.<br />

Die Familie Fiorito bedankt sich bei ihren Stammgästen für die langjährige Treue und freut sich auf bekannte wie neue Gäste.<br />

Das Tassilo da Sebastiano Team.<br />

Öffnungszeiten:<br />

Montag bis Freitag und Sonntag<br />

11:30 Uhr bis 15:00 Uhr<br />

warme Küche bis 14:30 Uhr<br />

18:00 Uhr bis 24:00 Uhr<br />

warme Küche bis 23:00 Uhr<br />

Samstag<br />

18:00 Uhr bis 24:00 Uhr<br />

warme Küche bis 23:00 Uhr<br />

Ristorante Tassilo da Sebastiano • Balanstr. 34 • 81669 <strong>München</strong> • 089 - 48 51 34 • www.tassilo-da-sebastiano.de • sebastiano.fiorito@tassilo-da-sebastiano.de<br />

FOTO: Landeshauptstadt <strong>München</strong>/muenchen.de<br />

GERECHTER INTERESSENAUSGLEICH<br />

Zugegeben: Im Verhältnis zu <strong>München</strong> kommt Salzburg mit einem<br />

deutlich kleineren Kreis von Zufahrtsberechtigten mit einer Poller-Fernbedienung<br />

aus. In der Mozartstadt wurden gerade einmal<br />

3 000 Fernbedienungen an Berechtigte ausgegeben. Dazu zählen<br />

1 500 Anwohner, 400 Einsatzkräfte wie Feuerwehren, Rotes Kreuz<br />

und Polizei und die 600 Salzburger <strong>Taxi</strong>s. In <strong>München</strong> gingen<br />

schon mehr Fernbedienungen alleine an die <strong>Taxi</strong>s. Trotzdem:<br />

Unmöglich wäre so ein System in <strong>München</strong> nicht.<br />

Das Beispiel soll zeigen, dass es Möglichkeiten gibt, bei Maßnahmen,<br />

die zu einer Verkehrsberuhigung in der Altstadt führen<br />

sollen, auch die Interessen von Anwohnern, Gastronomen, Arztpraxen<br />

und <strong>Taxi</strong>fahrern zu berücksichtigen. Die Altstadt sukzessive<br />

zuzupflastern und einfach zur Fußgängerzone umzuwidmen,<br />

berücksichtigt diese Interessen in keiner Weise. Im Gegenteil:<br />

Ausgerechnet Bürger mit Mobilitätsschwierigkeiten, Senioren<br />

Tassil-ch.indd 1 28.01.15 10:34<br />

8 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />

9


UBER & CO<br />

MELDUNGEN<br />

Vom fest angestellten <strong>Taxi</strong>fahrer<br />

zum „Eventpartner“ bei Uber: So<br />

wird reguläre Arbeit in 50 000<br />

unsichere Jobs umgewandelt.<br />

NEWSTICKER<br />

AUS BIERSTAEDT WIRD<br />

ARTZ & PARTNER<br />

AUS PARTNERN<br />

WURDEN FEINDE<br />

Ursprünglich half Google als Investor bei Uber mit, den US-Fahrdienst<br />

aufzubauen. Jetzt entsteht aber der Eindruck, als hätte Uber<br />

seine Schuldigkeit getan. Dabei dürfte es auch das schlechte Image<br />

des App-Anbieters sein, das Google darin bestärkt, künftig eigene<br />

Wege zu gehen. Schließlich geriet Uber immer mehr in die Kritik.<br />

Vor allem, seitdem sich der Fahrdienst immer häufiger über nationale<br />

Gesetze hinwegsetzte und in Staaten wie Spanien oder<br />

Frankreich landesweite Verbote sogar ignorierte. Trotzdem hat<br />

Uber für einen von Google angekündigten eigenen Fahrdienst die<br />

Wege ge ebnet.<br />

Uber seinerseits hat angekündigt, jetzt sein eigenes fahrer loses<br />

Auto zu entwickeln. Dieses Auto soll dann den <strong>Taxi</strong>dienst übernehmen.<br />

Die Zeit bis zur Serienreife ist dann also nur eine lästige<br />

Zwischenphase, in der man noch auf menschliche Fahrer<br />

Auf der Digital-Life-Design-Konferenz in<br />

<strong>München</strong> trat Uber-Chef Travis Kalanick<br />

auf, als hätte er gerade neben dem <strong>Taxi</strong> auch<br />

den Öffentlichen Personennahverkehr<br />

erfunden. Es gäbe eine Milliarde Autos weltweit<br />

auf den Straßen, die 96 Prozent der<br />

Zeit nur unnütz herumstünden. 15 Prozent<br />

der Fläche in Städten würde für Parkplätze<br />

verschwendet. Die Lösung: die Autos gemeinsam<br />

effizienter nutzen. Über Uber.<br />

Alleine in Europa ließen sich so 50 000<br />

neue Arbeitsplätze schaffen. Wenn, ja wenn<br />

die Gesetzgeber endlich mehr Einsicht zeigten<br />

und die überholten Gesetze zur Personenbeförderung<br />

im Sinne Ubers änderten.<br />

Dabei gibt sich Uber-Gründer Kalanick<br />

bescheiden. Das ganz große Geschäft hätte<br />

er gar nicht im Sinn gehabt, als er 2009 in<br />

San Francisco mit seinem Fahrdienst an den<br />

Start ging. „Es sollte kein großes Business<br />

werden, es sollte uns nur helfen, durch die<br />

Stadt zu kommen.“<br />

Von den größtenteils Gleichgesinnten auf<br />

der DLD-Konferenz gab es für die Uber-<br />

Visio nen reichlich Applaus. Uber mache das<br />

Autofahren umweltfreundlicher, entlaste die<br />

Städte und spare den Kunden nebenbei noch<br />

Geld. Vom „Flexible Pricing“ – also von<br />

UBER:<br />

50 000 JOBS<br />

IN EUROPA?<br />

Tariferhöhungen zu Spitzenzeiten bis zum<br />

achtfachen Uber-Satz – war bei so viel Verbraucherfreundlichkeit<br />

wohl weniger die<br />

Rede. Auch wurde nicht ausgeführt, dass<br />

den für Europa von Kalanick prognostizierten<br />

50000 neuen Jobs für Selbstständige<br />

mindestens in gleicher Zahl steuer- und<br />

sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze<br />

geopfert werden müssten. Richtig ist, dass<br />

an so einer Entwick lung nur Uber gewinnt.<br />

Die Zeche zahlen die Fahrer – und letztendlich<br />

alle, die Steuern und Sozial abgaben<br />

zahlen. Denn damit hat Uber wenig zu tun.<br />

<br />

tb<br />

Seit Jahren bastelt Google am „Driverless Car“. Jetzt will Uber<br />

dem Partner Konkurrenz machen.<br />

angewiesen ist. Doch selbst wenn Google Uber den Rang ablaufen<br />

sollte, ist das kein Vorteil für das <strong>Taxi</strong> gewerbe, schließlich hegt<br />

der Internetriese genau den gleichen Plan. Es bleibt nur zu hoffen,<br />

dass die Kunden das fahrerlose <strong>Taxi</strong> verweigern. Schließlich kann<br />

ein <strong>Taxi</strong>fahrer mehr, als von A nach B fahren. Er kennt zum Beispiel<br />

das nette kleine Café um die Ecke. <br />

tb<br />

FOTOS: Google, pixelio/Beate Klinger<br />

FOTO: DMRZ<br />

0,5 Prozent – die Abrechnungssumme beim Deutschen Medizinrechenzentrum<br />

(DMRZ).<br />

GÜNSTIGE ABRECHNUNG<br />

Oft stellt die Abrechnung von Krankenfahrten ein Problem für <strong>Taxi</strong>-Unternehmen<br />

dar. Einige <strong>Taxi</strong>firmen haben ihre Fahrer sogar angewiesen, keine<br />

Fahrten mit Abrechnung durch die Krankenkasse zu übernehmen, wenn<br />

nicht eine Zen trale für die Abwicklung einsteht. Eine Lösung dafür bietet<br />

das Deutsche Medizinrechenzentrum DMRZ. Hier haben <strong>Taxi</strong>-Unternehmer<br />

die Möglichkeit, mit allen gesetzlichen Kostenträgern per DTA abzurechnen.<br />

Und das für nur 0,5 Prozent der Bruttorechnungs summe zuzüglich Mehrwertsteuer.<br />

Für registrierte Kunden übernimmt das DMRZ die Anmeldung<br />

zur Abrechnung bei den gesetzlichen Kostenträgern unentgeltlich. Unternehmer<br />

brauchen sich also nicht schriftlich für den Datenaustausch mit den<br />

Kostenträgern anzumelden. Infos unter www.dmrz.de, dort kann auch die<br />

aktuelle <strong>Taxi</strong>-Studie zu <strong>Taxi</strong>tarifen im Bereich Krankentransport heruntergeladen<br />

werden.<br />

WARNUNG VOR<br />

ABLENKUNG<br />

Der Deutsche Verkehrsgerichts tag in Goslar warnt vor den Gefahren,<br />

die durch Ablenkung durch moderne Kommunikations techniken im<br />

Straßenverkehr entstehen. Gerade das Lesen oder Schreiben von Kurznachrichten<br />

während der Fahrt ist gefährlich. So legt ein Auto mit<br />

100 km/h in zehn Sekunden knappe 300 Meter zurück. Wird währenddessen<br />

eine SMS gelesen oder geschrieben, ist das Fahrzeug in dieser<br />

Zeit praktisch führerlos. Auch, wenn belastbare Daten über die Häufigkeit<br />

auf diesem Wege verschuldeter Unfälle fehlen, sieht der Verkehrsgerichtstag<br />

im Umgang mit dem Handy am Steuer ein großes Risiko.<br />

Der damit betraute Arbeitskreis empfiehlt, das Problem schon bei<br />

der Verkehrs erziehung und in den Fahrschulen zu behandeln. Außerdem<br />

werden Autobauer sowie Hersteller und Provider von Kommunikations-<br />

und Unterhaltungs mitteln aufgefordert, Techniken zu<br />

entwickeln, die den Einsatz der Geräte im Straßenverkehr unterbinden.<br />

Dazu gehört die situative Funktions unterbrechung, wie eine<br />

Sperre der SMS-Funktion während der Fahrt. Außerdem fordert der<br />

Deutsche Verkehrsgerichtstag, den Paragraf 23 der Straßenverkehrsordnung<br />

den modernen Kommunikations techniken anzupassen. Zeit<br />

wird es, denn inzwischen beklagt sich die Polizei schon darüber, dass<br />

vermehrt Fußgänger, die sich mehr auf ihr Smartphone als auf die<br />

Umgebung konzentrieren, verunfallen.<br />

Vielen <strong>Taxi</strong>fahrern ist Jörg-Friedrich Bierstaedt<br />

ein Begriff. Als Rechtsanwalt und Fachanwalt<br />

für Verkehrsrecht war und ist Bierstaedt stets<br />

bestrebt, seine Mandanten sachgerecht und<br />

vertrauensvoll zu beraten und ihnen auf wirtschaftlich<br />

vernünftigem Wege zielführend zu<br />

ihrem Recht zu verhelfen. Jetzt ist er in die<br />

Sozietät Artz & Partner eingetreten. Die Kanzlei<br />

mit Niederlassungen in Mannheim und<br />

Bürstadt firmiert in <strong>München</strong> in der Leopoldstraße<br />

30. Neben Baurecht, Familienrecht und<br />

Arbeitsrecht hat sich die Kanzlei Artz & Partner<br />

auf Verkehrsrecht spezialisiert. Somit<br />

bleibt Rechtsanwalt Jörg-Friedrich Bierstaedt<br />

auch den <strong>Taxi</strong>fahrern unter seinen Mandanten<br />

erhalten.<br />

Kontakt: www.artz-partner.de<br />

TAXIFRÜHSTÜCK BEI DIT<br />

LANDSBERGER STRASSE<br />

DIT <strong>München</strong> – ehemals Toyota Wieser – veranstaltete<br />

vom 21. bis 24. Januar im <strong>Taxi</strong>-<br />

Kompetenz-Center in der Lands berger<br />

Straße 222 ein „<strong>Taxi</strong>frühstück“. Vorgestellt<br />

wurden dabei der neue Lexus GS 300h Hybrid<br />

als <strong>Taxi</strong>-Edition und andere Toyota-<strong>Taxi</strong>-<br />

Modelle. Alle Taxler waren herzlich willkommen.<br />

Die <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> Regional ausgabe <strong>München</strong><br />

hat das zum Anlass genommen, den GS 300h<br />

Hybrid genauer unter die Lupe zu nehmen – zu<br />

lesen ab Seite 22. Dem DIT-Team im <strong>Taxi</strong>-Kompetenz-Center<br />

mit Ansprechpartner Peter Szitar<br />

gilt für so viel <strong>Taxi</strong>-Engagement der Dank der<br />

Fahrerinnen und Fahrer.<br />

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10 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />

11


MINDESTLOHN<br />

MINDESTLOHN<br />

MÜNCHNER LÖSUNGEN ZUM MINDESTLOHN<br />

„FAHRER MÜSSEN<br />

EFFIZIENTER<br />

ARBEITEN“<br />

„Arbeit hat ihren<br />

Preis.“ So steht es<br />

auf dem Verdi-<br />

Gewerkschaftshaus<br />

in Hamburg.<br />

Ab dem 1. Januar <strong>2015</strong> gilt, mit wenigen Ausnahmen und<br />

Übergangs regelungen, bundesweit der gesetzliche<br />

Mindest lohn. Im <strong>Taxi</strong> gewerbe sind seitdem brutto<br />

8,50 Euro in der Stunde zu zahlen. Ohne eine Tarif erhöhung<br />

bedeutet das für Münchner Unternehmer: mehr Kosten und mehr<br />

Aufwand. Wie gehen die <strong>Taxi</strong> unternehmer in der Praxis mit dem<br />

Thema um? Und was halten sie vom gesetzlichen Mindestlohn?<br />

Viel Zeit ist seit der Einführung des flächendeckenden Mindestlohns<br />

noch nicht vergangen. Mehr als ein Jahrzehnt hat man<br />

in Deutschland über die Einführung eines gesetzlich vorgeschriebenen<br />

untersten Brutto lohnes diskutiert. Um die 3,7 Millionen<br />

Menschen werden laut Bundes regierung von der Gesetzesänderung<br />

profitieren. In den meisten europäischen Staaten gibt<br />

es ihn schon länger und nach Angaben der Internationalen<br />

Arbeits organisation (ILO) weltweit sogar in mehr als 100 Ländern.<br />

Auswirkungen des neuen Gesetzes lassen sich im Münchner <strong>Taxi</strong>gewerbe<br />

bisher noch nicht feststellen. Dafür ist es zu früh. Um<br />

möglichen Problemen aus dem Weg zu gehen, haben sich einige<br />

Mehrwagen unternehmer der Branche rechtzeitig auf die Veränderung<br />

eingestellt. „Die Vorbereitung war gar nicht so einfach“,<br />

sagt Robert Weber von <strong>Taxi</strong> Pasing, einem Unternehmen mit<br />

25 Fahrzeugen und, je nach Fluktuation, 90 Angestellten, „da von<br />

den Ausführungs bestimmungen vieles offen gelassen wurde.“ Einiges<br />

muss in der Praxis erst noch erprobt werden, wie die genaue<br />

Aufzeichnung der Einsatz zeiten, die wohl größte Herausforderung<br />

im <strong>Taxi</strong> gewerbe. „Erst wenn wir die Lohn abrechnung für Januar<br />

machen, können wir die Einsatz zeiten ermitteln. Darauf muss<br />

man jetzt viel genauer achten“, sagt Robert Weber. Bisher war das<br />

»Ich denke,<br />

unsere Verbände<br />

haben viel zu<br />

spät reagiert.«<br />

Gerhard Willhalm,<br />

Gerotax<br />

mit den Arbeits zeiten kaum ein Problem, zählt<br />

die hohe Flexibilität doch zu den großen Vorteilen<br />

des Jobs als <strong>Taxi</strong> fahrer. Ein Grund, weshalb<br />

einige Fahrer von sich aus auf den Mindest lohn<br />

verzichten würden. Bezahlt wird in Groß städten<br />

branchen üblich nach Umsatz beteiligung. Wer, außer<br />

im Krankheits fall, nicht fährt, der verdient auch nichts.<br />

Es kommt auf die Eigen initiative an.<br />

MINDESTLOHN ZUR UMSATZSCHWÄCHSTEN ZEIT<br />

Gerhard Willhalm von Gerotax hat zwölf Fahrzeuge mit<br />

35 Fahrern . Er kann seit Jahres beginn noch kein Resümee ziehen.<br />

Willhalm hat im Vorjahr alle Verträge frist gerecht gekündigt<br />

und neue Verträge mit den Fahrern vereinbart. Problematisch<br />

ist, dass der Mindest lohn zur umsatz schwächsten Zeit der <strong>Taxi</strong>branche<br />

kommt. „Wir müssen jetzt entscheiden, ob wir Fahrer<br />

halten. Im Herbst würde das ganz anders aussehen“, sagt Gerhard<br />

Willhalm. Bei <strong>Taxi</strong> Pasing, auf der anderen<br />

Seite der Stadt, gibt es zu den bestehenden<br />

Verträgen Zusatz vereinbarungen. „Die<br />

Fahrer müssen jetzt effektiver arbeiten.<br />

Wir haben gesagt, dass wir uns das Ganze<br />

drei Monate anschauen. Legen wir dauerhaft<br />

bei Fahrern drauf, um den Mindestlohn<br />

zahlen zu können, dann müssen wir<br />

uns trennen“, sagt Robert Weber. Das<br />

<strong>Taxi</strong>gewerbe wurde in der Stadt bisher<br />

nicht auf den Stunden lohn abgestellt, da<br />

die genaue Arbeitszeit nur schwer zu<br />

ermitteln ist. Bis Anfang <strong>2015</strong> gab es dafür<br />

auch keinen Anlass.<br />

„Wenn wir in den traditionell umsatzschwachen<br />

ersten zwei bis drei Monaten des Jahres kein Pro blem<br />

mit dem Mindest lohn haben, dann haben wir den Rest des Jahres<br />

auch kein Problem damit. Ich bin optimistisch“, sagt Manfred Seeger<br />

von SynTAXA. Er verfügt über eine Flotte von 15 Fahrzeugen,<br />

keines älter als zwei bis drei Jahre, und hat weder Neu verträge<br />

noch Zusätze mit den Fahrern vereinbart. Bei SynTAXA werden<br />

die Arbeits zeiten schon seit Jahren aufgezeichnet. „Durch unsere<br />

Auf zeichnungen wussten wir, dass es durch den Mindest lohn nur<br />

mit wenigen Fahrern knapp werden könnte. Diese Fahrer haben<br />

nach einer Zusatz ausbildung zum Isarfunker nun deutlich bessere<br />

Umsätze und einen entsprechend höheren Verdienst. ‚Die meis-<br />

FOTOS: Pixelio/Alexandra Bucurescu, Gerhard Willhalm<br />

ten liegen mit<br />

ihrem Um satzanteil<br />

bei uns über<br />

den 8,50 Euro in der<br />

Stunde“, sagt er. Bei<br />

SynTAXA gibt es Doppelfunk,<br />

den Datenfunk<br />

der <strong>Taxi</strong>-Genossenschaft (eG)<br />

und IsarFunk. Die Autos von <strong>Taxi</strong><br />

Pasing und Gerotax sind am Datenfunk<br />

angeschlossen. „Mit dem Funk kann<br />

man sehen, ob und wo der Fahrer verfügbar ist“, erzählt Robert<br />

Weber. Auch bei IsarFunk lässt sich das Verhalten der Fahrer<br />

überprüfen. Dass zusätz lich das Verhalten der Fahrer genauer<br />

überwacht wird, liegt nicht jedem. Robert Weber sagt, dass bisher<br />

der Umgang mit dem Fahrzeug, die Umsatz höhe und der Schnitt –<br />

aus gefahrenen Kilometern und Umsatz – wichtig waren. Jetzt<br />

kommt der Umsatz pro Schicht länge dazu, damit die 8,50 Euro<br />

Stundenlohn eingefahren werden. „Man muss schauen, ob der<br />

Fahrer viele Pausen macht, was uns eigentlich nicht interessiert,<br />

um die genaue Arbeitszeit zu ermitteln. Wir machen Stichproben“,<br />

sagt er. Bei <strong>Taxi</strong> Pasing haben die Fahrer dafür jetzt einen Pausenzettel<br />

auszufüllen, bei Gerotax seit letztem Jahr einen Arbeitszeitnachweis.<br />

Gerhard Willhalm weiß aber, dass einige Fahrer<br />

Fantasie werte angeben, um auf den passenden Stunden umsatz<br />

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Tätigkeitsschwerpunkte<br />

zu kommen. „Es ist ein Stück weit ein Märchenzettel“, sagt er.<br />

Den tatsächlichen Arbeits zeiten kommt man durch die Arbeitsaufzeichnung<br />

trotzdem etwas näher, auch wenn das Warten am<br />

Stand platz zur Arbeitszeit zählt. Der Fahrer muss definieren,<br />

wann – am besten zu umsatz schwachen Tageszeiten – er seine<br />

Pausen macht.<br />

TARIFERHÖHUNG NOTWENDIG?<br />

Als Teil des Öffentlichen Personen nahverkehrs (ÖPNV) ist die<br />

<strong>Taxi</strong> branche eine besondere, wenn nicht sogar einzig artige<br />

Branche in Deutschland. Dem Unternehmer werden die Preise für<br />

seine Leistung vorgegeben, er hat Beförderungs pflicht, kann sich<br />

nicht aussuchen, wen er innerhalb des tarif gebundenen Pflichtfahrgebietes<br />

wohin bringt. Jeder andere Unternehmer ist flexibler,<br />

kann Preise, Produkte oder Standort verändern. Der <strong>Taxi</strong>unternehmer<br />

nicht. Und auch der Kunde hat in der Regel nicht die Wahl<br />

und Zeit, sich Fahrzeug und Fahrer auszusuchen. Eine Stunde<br />

warten, um jemanden für vier oder fünf Euro um die Ecke zu fahren<br />

– der Fahrgast steigt wohlbehütet aus –, kommt ab und zu<br />

vor. Und wenn es dumm läuft, hintereinander. Da muss es in der<br />

verbleibenden Schicht zeit deutlich besser laufen, damit der<br />

Stunden schnitt am Ende passt. Bei unverändert vorgegebenen<br />

Tarifen erhöht der Mindest lohn die Ausgaben der Unternehmer<br />

für jene Fahrer, die es mit ihrem stündlichen Umsatzanteil nicht<br />

über die 8,50 Euro schaffen. Abgesehen von der Mehr arbeit.<br />

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12 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />

13


MINDESTLOHN<br />

MINDESTLOHN<br />

PREISENTWICKLUNG MVV<br />

Die Tariferhöhungen der letzten Jahre betrugen<br />

im Durchschnitt zum Fahrplanwechsel Ende<br />

+ 3,8 %<br />

+ 3,1 %<br />

+ 3,9 % (ab April 2006)<br />

+ 3,5 %<br />

(ab April 2005)<br />

(ab Juli 2008)<br />

(ab April 2007)<br />

+ 3,6 %<br />

+ 2,9 %<br />

+ 3,7 %<br />

+ 2,3 %<br />

+ 4,5 % + 2,8 %<br />

2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014<br />

Es stellt sich die Frage nach einer Tarif erhöhung, um mögliche<br />

Probleme durch den Mindest lohn auszuräumen. In diesem Punkt<br />

sind sich die Mehrwagenunternehmer Robert Weber und Manfred<br />

Seeger einig. Sie schließen sich der Forderung des <strong>Taxi</strong> verbandes<br />

<strong>München</strong> nach einer maßvollen Tariferhöhung an. „Die Erhöhung<br />

der Tarife ist dringend notwendig und in anderen deutschen Städten<br />

schon längst über die Bühne“, sagt Manfred Seeger. Verwirrend<br />

ist: Der selbstfahrende Unternehmer darf sich ausbeuten,<br />

ohne gegen das Gesetz zu verstoßen. Ein Konflikt thema in <strong>München</strong>:<br />

Die Mehrwagenunternehmer sind überwiegend für, die<br />

Einzel unternehmer überwiegend gegen eine Tarif erhöhung<br />

und hoffen, dass Unternehmer mit vielen<br />

Fahrzeugen einige davon aus Kostengründen<br />

still legen müssen. „Ich<br />

denke, unsere Verbände haben viel zu<br />

spät reagiert“, sagt Gerhard Willhalm.<br />

Der <strong>Taxi</strong>verband <strong>München</strong> verlangt<br />

eine Tarif erhöhung um zwölf Prozent.<br />

Die von Einzelunternehmern dominierte<br />

<strong>Taxi</strong> eG hält eine Tariferhöhung<br />

für unnötig. „Ich hätte die Erhöhung<br />

gerne zum 1. Januar gehabt. Das wäre<br />

plakativ gewesen. In anderen Branchen<br />

werden die Preise auch erhöht,<br />

die begründen das ganz klar mit dem<br />

Mindest lohn“, sagt Robert Weber.<br />

„Wenn man den Mindest lohn will, dann muss man als Kunde auch<br />

so fair sein und dafür zahlen. Unser Budget ist beschränkt“, sagt<br />

er. Von beteiligten Stellen hat Robert Weber erfahren, dass es vor<br />

August nichts mehr mit einer Tarif erhöhung wird. „Zukünftige<br />

Tarif erhöhungen könnten von unseren Kunden sicher besser<br />

akzeptiert werden, wenn diese zeitgleich mit denen des ÖPNV<br />

und in der Höhe von jährlich zwei bis drei Prozent stattfinden<br />

würden“, sagt Manfred Seeger. Aufgrund der Sonderstellung, der<br />

behördlichen Tarif gebundenheit der <strong>Taxi</strong>unternehmer als Teil des<br />

ÖPNV, hätte man für das <strong>Taxi</strong> gewerbe auch eine Übergangsfrist<br />

vereinbaren können. Das wurde abgelehnt. In anderen deutschen<br />

Städten wurden die Tarife mit Einführung des Mindest lohns um<br />

bis zu 25 Prozent erhöht.<br />

In <strong>München</strong> liegt der Startpreis für eine <strong>Taxi</strong>fahrt aktuell bei insgesamt<br />

3,50 Euro und setzt sich aus 3,30 Euro Grundfahr preis<br />

plus 20 Cent für die erste Schalt einheit zusammen. Für die ersten<br />

sechs Kilometer <strong>Taxi</strong>fahren zahlt man in <strong>München</strong> 1,80 Euro pro<br />

Kilometer, ab dem sechsten 1,60 Euro und ab dem elften Kilometer<br />

1,50 Euro. Deutschlandweit liegt man mit diesen Preisen eher<br />

im hinteren Mittelfeld. Seit dem Jahr 2006 ist der Grundfahrpreis<br />

in <strong>München</strong> von damals 2,70 Euro zweimal um insgesamt 60 Cent<br />

erhöht worden. Zum Vergleich: Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund<br />

(MVV) hat seine Preise im selben Zeitraum durchgehend<br />

jedes Jahr um 2,3 bis 4,5 Prozent zum Vorjahr angehoben. Anders<br />

»Die Erhöhung<br />

der Tarife<br />

ist dringend<br />

notwendig.«<br />

Manfred Seeger,<br />

SynTAXA<br />

ausgedrückt hat der MVV seine Preise in den letzten acht Jahren<br />

acht Mal erhöht. Der Preis für einen Liter Diesel hat sich nach<br />

Angaben des Statistik-Portals Statista bundesweit zwischen 2006<br />

und 2014 von 1,118 Euro auf 1,351 Euro verteuert. Die Nettokaltmiete<br />

pro Quadratmeter für Erstvermietungen ist in <strong>München</strong>,<br />

der teuersten Stadt Deutschlands, im selben Zeitraum laut Referat<br />

für Stadtplanung und Bauordnung im Schnitt von knapp zwölf<br />

Euro auf über 18,65 Euro und für Wieder vermietungen von etwas<br />

über elf Euro auf 15 Euro gestiegen.<br />

Gerhard Willhalm von Gerotax sieht eine Tarif erhöhung etwas<br />

kritischer und bevorzugt ein anderes Vorgehen. „Mein Traumweg<br />

wären weniger Konzessionen, damit wir unsere Standzeiten reduzieren“,<br />

sagt er. Aber auch Gerhard Willhalm weiß, dass die Anzahl<br />

FOTOS: Pixelio/Andreas Hermsdorf, Manfred Seeger<br />

der Konzessionen in <strong>München</strong> nicht ohne Weiteres und erst recht<br />

nicht kurzfristig reduziert werden kann. Bei <strong>Taxi</strong> Pasing geht man<br />

davon aus, dass 300 bis 400 Fahrzeuge weniger ausreichen würden.<br />

Dass es in <strong>München</strong> über das Jahr gesehen zu viele Autos in<br />

Hell elfenbein gibt, fällt besonders nachts rund um den Stachus<br />

auf. <strong>München</strong> verfügt mit 3 400 ausgegebenen Konzessionen über<br />

die höchste <strong>Taxi</strong> dichte in ganz Deutschland, was auf die Olympiade<br />

1972 zurückzuführen ist. Nicht in allen deutschen Städten<br />

wird die Anzahl der <strong>Taxi</strong>s reglementiert. Es gibt einige Ausnahmen.<br />

„In Hamburg oder Berlin kann man zum Amt gehen und<br />

sich eine Konzession holen, um ein <strong>Taxi</strong> zu betreiben. Wir können<br />

andererseits froh um die Kontingentierung sein, sonst gäbe es<br />

hier noch mehr <strong>Taxi</strong>s“, sagt Robert Weber. In <strong>München</strong> muss man<br />

sich in eine Warteliste eintragen, und mit ein wenig Glück<br />

bekommt man nach 20 bis 30 Jahren eine Konzession zugeteilt.<br />

Die Alternative: Man kauft einem anderen Unternehmer eine ab.<br />

Der Preis für eine <strong>Taxi</strong>konzession liegt in <strong>München</strong> momentan<br />

bei rund 25 000 bis 30 000 Euro.<br />

TAXIFAHRER VERDIENEN WENIG<br />

„Der Mindestlohn ist in Ordnung und war überfällig. Da wir die<br />

Preise aber nicht selber festlegen können und Beförderungs pflicht<br />

haben, müssen wir erklären, warum er unter diesen Umständen<br />

in <strong>München</strong> für uns nicht gut ist. Man erlegt uns einseitig mehr<br />

Kosten auf, obwohl wir ein spezielles Gewerbe sind“, sagt Gerhard<br />

Willhalm. Das der Mindestlohn an sich und in der Höhe von brutto<br />

8,50 Euro in der Stunde gerechtfertigt ist und längst fällig war,<br />

• Verkehrsunfallabwicklung<br />

• Verkehrsrecht<br />

• Bußgeldsachen<br />

• Zivilrecht<br />

• Strafrecht<br />

ist für die drei Münchner <strong>Taxi</strong> unternehmer keine Frage. Robert<br />

Weber würde das Thema etwas differenzierter angehen und mehr<br />

Ausnahmen vom Mindestlohn – im <strong>Taxi</strong> zugunsten der Flexibilität<br />

der Fahrer – zulassen. Zum Mindestlohn sagt er: „Jemand, der<br />

körperlich hart arbeitet, kein Trinkgeld oder andere steuerfreie<br />

Zuschläge erhält, sollte eigentlich mehr bekommen.“ Er erzählt,<br />

dass man in Schweden darauf hingewiesen wird, dass das Trinkgeld<br />

im Fahrpreis enthalten ist. Das Geld nimmt den offiziellen<br />

Weg über den Preis in den Lohn. „<strong>Taxi</strong>fahrer verdienen eigentlich<br />

zu schlecht. Verglichen mit anderen Leistungen ist das <strong>Taxi</strong>fahren<br />

zu billig, und bei niedrigem Umsatz kann man keine guten Löhne<br />

zahlen. Wir müssen jetzt versuchen, die Qualität der Dienstleistung<br />

<strong>Taxi</strong> zu steigern, und uns so von unseren Mitbewerbern<br />

abheben“, sagt Manfred Seeger.<br />

Mit dem Mindestlohn sollen Ausbeutung und der in den letzten<br />

Jahren deutlich angestiegene Billiglohnsektor in Deutschland<br />

bekämpft werden. Jeder vierte Deutsche musste 2010 nach einer<br />

Studie der Bundes agentur für Arbeit für einen Niedriglohn arbeiten.<br />

Nur in Litauen waren es zu dieser Zeit europaweit mehr.<br />

Deutschland liegt laut dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen<br />

Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung im europäischen<br />

Vergleich nationaler Mindestlöhne pro Stunde auf dem sechsten<br />

von 22 Plätzen. Auf den ersten beiden Plätzen liegen Luxemburg<br />

mit 11,10 Euro und Frankreich mit 9,53 Euro. Schlusslichter sind<br />

Rumänien mit 1,14 Euro und Bulgarien mit 1,04 Euro Stundenlohn.<br />

Zu welchen Ergebnissen der Mindestlohn in <strong>München</strong>s <strong>Taxi</strong> branche<br />

führt, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen. • fo<br />

Leopoldstr. 30<br />

D-80802 <strong>München</strong><br />

Tel. 089 - 55 06 67-0<br />

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14 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />

15


ISARFUNK<br />

ISARFUNK<br />

Früher war Mercedes ein verlässlicher<br />

Partner und stolz auf die Angebote für<br />

bestimmte Berufs gruppen. Was das<br />

<strong>Taxi</strong>gewerbe angeht, könnte sich das<br />

bald ändern.<br />

Kreditkartenakzeptanz<br />

wird von immer mehr<br />

Kunden erwartet –<br />

auch im <strong>Taxi</strong>.<br />

DAIMLER<br />

& UBER:<br />

UNHEILIGE ALLIANZ<br />

Über eine Tochterfirma kooperiert Daimler mit Uber. Und verärgert<br />

damit die <strong>Taxi</strong>branche. Welche Antworten hat das <strong>Taxi</strong>gewerbe?<br />

ABSCHIED VOM<br />

<br />

BETRIEBSFUNK<br />

In diesen Wochen findet die Umrüstung auf<br />

GSM und PIN-Pads ihren Abschluss.<br />

EC-Kartenzahlung<br />

geht nur noch<br />

mit PIN.<br />

Der Einstieg von Uber bei der Daimler-Tochter Mitfahrgelegenheit.de<br />

sorgt für Kritik aus dem <strong>Taxi</strong>gewerbe. „Wer<br />

sich gemeinsam mit Uber engagiert, arbeitet gegen unsere<br />

Branche“, kommentiert Ertan Ucar, Vorsitzender von <strong>Taxi</strong><br />

Deutschland e. V., die Partnerschaft. „Während wir mit den Mindestlohn-Anforderungen<br />

ums Überleben kämpften“, sagt er, „steuert<br />

Daimler mit diesem Konstrukt in die<br />

direkte Zusammenarbeit mit Uber gegen<br />

unsere Fahrer und zugleich mit kräftigen<br />

Rabatt aktionen der Tochter my<strong>Taxi</strong> in einigen<br />

Städten auf die Gegenspur zu unseren<br />

Zentralen.“ <strong>Taxi</strong> Deutschland e. V. hatte<br />

gemeinsam mit weiteren Berliner<br />

Branchen vertretungen die <strong>Taxi</strong>-Demo in<br />

der Haupt stadt im vergangenen Sommer<br />

als Teil der europa weiten Bewegung gegen<br />

Uber organisiert.<br />

IsarFunk Geschäftsführer Hermann Waldner sieht die Partnerschaft<br />

ebenfalls kritisch: „Einerseits unterstützen wir mit jeder<br />

Entscheidung für ein Fahrzeug mit Stern das Image des Stuttgarter<br />

Unternehmens und gleichzeitig positioniert sich der Konzern<br />

ausgerechnet mit jenen, die unsere Struktur und die Branche<br />

abschaffen wollen. Als Autobauer sollte sich Daimler klar für die<br />

Fahrer seiner Limousinen engagieren, statt eine unheilige Allianz<br />

gegen die <strong>Taxi</strong>branche zu knüpfen.“<br />

Der Daimler-Konzern hatte laut Medienberichten schon im Jahr<br />

2012 etwa 17 Prozent des Nürnberger Start-ups Carpooling erworben.<br />

Mitfahrgelegenheit.de ist die Internet-Plattform von Carpooling<br />

und hat nach eigener Darstellung das Uber-System schon<br />

integriert. Gleichzeitig baut Daimler mit der Tochter my<strong>Taxi</strong> einen<br />

Konkurrenten der <strong>Taxi</strong>zentralen in Deutschland auf. Im Dezember<br />

lieferten sich Uber und my<strong>Taxi</strong> eine Rabattschlacht in Hamburg,<br />

bei der den Kunden bis zu 50 Prozent des Fahrpreises erstattet<br />

»Wer sich<br />

gemeinsam mit<br />

Uber engagiert,<br />

arbeitet gegen<br />

unsere Branche.«<br />

wurden. Dem <strong>Taxi</strong>gewerbe nutzen solche Aktionen wenig. Sind<br />

wieder die regulären Preise zu zahlen, gerät das Gewerbe aus<br />

Sicht der Kunden sogar in einen Rechtfertigungs druck. Gerade<br />

nach solchen Nachlässen sind reguläre Tarife kaum zu vermitteln.<br />

IsarFunk positioniert sich zusammen mit vielen Zentralen in<br />

Deutschland und Europa mit einer eigenen App: <strong>Taxi</strong>.eu ist speziell<br />

für <strong>Taxi</strong> zentralen entwickelt worden. Die<br />

Dienste werden in die bestehenden Vermittlungs-<br />

und Flottensysteme integriert und<br />

profitieren von der Erfahrung der Zentralen<br />

vor Ort. Die Smartphone-Applikation arbeitet<br />

aktuell mit über 130 <strong>Taxi</strong>zentralen in<br />

mehr als 100 Städten zusammen.<br />

IsarFunk Geschäftsführer Christian<br />

Hess ist sich sicher, dass seine Zentrale<br />

damit auf dem richtigen Weg ist: „Wir von<br />

IsarFunk arbeiten mit Nachdruck an der<br />

Zukunft der individuellen Personenbeförderung. Wir haben das<br />

erste Elektro-<strong>Taxi</strong> Deutschlands eingeführt. Wir nehmen derzeit<br />

an der Nationalen Plattform Elektro mobilität teil. Wir verfügen<br />

über eine <strong>Taxi</strong>-App, die in über 100 europäischen Städten funktioniert.<br />

Wir haben eine App zum <strong>Taxi</strong>-Sharing getestet. Das alles<br />

beweist, dass wir bereit sind zum Dialog mit der Politik und die<br />

fachlich richtigen Impulse geben<br />

können.“ Trotz aller gemeinschaftlichen<br />

Anstrengungen ist<br />

für den Erfolg des <strong>Taxi</strong>gewerbes<br />

vor allem eines entscheidend: die<br />

Leistung der <strong>Taxi</strong>fahrerinnen und<br />

<strong>Taxi</strong>fahrer. Nur wenn die stimmt,<br />

dann hat das <strong>Taxi</strong> gegen Eindringlinge<br />

wie Uber auf Dauer eine<br />

Chance. •<br />

tb<br />

FOTO: Pixelio/Thomas Tobaben<br />

FOTOS: Pixelio/Tim Reckmann, <strong>Taxi</strong> Berlin<br />

IsarFunk macht sich fit für die Zukunft. Dazu gehört die Aufrüstung<br />

aller noch verbliebenen Fahrzeuge mit Betriebsfunk<br />

auf GSM. Das Gleiche gilt auch für die Umrüstung auf Touch-<br />

Displays bei den Fahrzeugen, die zwar schon GSM haben, aber<br />

noch mit dem alten DBGE100-Display arbeiten. Am Ende der<br />

Umrüstung fahren alle IsarFunk <strong>Taxi</strong>s mit modernen Datenfunkgeräten,<br />

die auf dem neuesten Stand der Software-Entwicklung<br />

sind. Außerdem kann die neue Technik bei Bedarf gut an weitere<br />

Anforderungen angepasst werden. Damit ist gesichert, dass<br />

das Vermittlungssystem auf lange Sicht genutzt werden kann.<br />

Im Februar wurde der Betriebs funk bereits abgeschaltet. Alle<br />

Fahrzeuge erhalten ihre Aufträge jetzt über die Mobilfunknetze.<br />

Damit läuft die Vermittlung schneller und stabiler. Ein Schwachpunkt<br />

des Betriebsfunks war, dass gerade zur „High Time“ die<br />

Kanäle verstopfen konnten, sich also die Datenübertragung technisch<br />

verzögerte. Mit der Vermittlung via GSM verschwindet<br />

dieser Nachteil völlig.<br />

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Fast zeitgleich werden alle IsarFunk Fahrzeuge mit PIN-Pads ausgestattet.<br />

Das ist notwendig, da der bargeldlose Zahlungs verkehr<br />

in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird. Für IsarFunk Kunden,<br />

die ihre <strong>Taxi</strong>fahrt mit EC-, Kredit- oder IsarFunk Kundenkarte<br />

begleichen wollen, bedeutet das mehr Sicherheit. Außerdem ist<br />

die Abwicklung über die GSM-Verbindung bedeutend stabiler,<br />

schneller und zuverlässiger. Bei Nutzung der EC-Karte wird überdies<br />

die Eingabe der PIN verlangt – das verhindert Missbrauch.<br />

Alle Komponenten, die von IsarFunk im elektronischen Zahlungsverkehr<br />

eingesetzt werden, entsprechen dem heutigen hohen<br />

Sicherheitsstandard.<br />

Ab <strong>März</strong> haben also alle IsarFunk <strong>Taxi</strong>s dieselben technischen<br />

Voraussetzungen für die Auftrags vermittlung und die Kartenakzeptanz.<br />

Gleichzeitig wird die IsarFunk Flotte auf den neuesten<br />

Stand gebracht. Dies entspricht nicht nur den heutigen Anforderungen<br />

an eine moderne Auftragsvermittlung, das System ist auch<br />

ausbau- und damit zukunftsfähig. •<br />

tb<br />

Arnulfstraße<br />

Landshuter Allee<br />

Landshuter Allee<br />

Leonrodstraße<br />

Jutastraße<br />

Nymphenburger Straße<br />

Arnulfstraße<br />

Dachauer Straße<br />

Nymphenburger Straße<br />

Seidlstraße<br />

Dachauer Straße<br />

Marsstraße Marsstraße<br />

Hbf Nord<br />

16 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />

17


TVM<br />

TVM<br />

BETRIEBSPFLICHT-<br />

BEFREIUNGEN<br />

TARIFANTRAG<br />

DES TAXIVERBANDS<br />

Bereits im November hat der <strong>Taxi</strong>verband wegen der Einführung<br />

des Mindestlohnes eine Tariferhöhung beantragt.<br />

Die erste und konstituierende Sitzung<br />

der <strong>Taxi</strong>kommission nach<br />

der letzten Stadtratswahl wird<br />

jetzt im Februar stattfinden. Ein interessanter<br />

Tages ordnungs punkt wird ein Beschluss<br />

über die Weiterführung des Beobachtungszeitraumes<br />

sein. Ein weiterer Tagesordnungs<br />

punkt beschäftigt sich mit dem<br />

Tarif antrag des <strong>Taxi</strong>verband <strong>München</strong> e. V.<br />

Die Einführung des Mindestlohnes hat<br />

bisher bei einigen Unternehmen bereits zu<br />

erheblichen Umstellungen der Betriebsstrukturen<br />

geführt. Möglichst genaue Aufzeichnungen<br />

der Arbeitszeiten sind dabei<br />

nur ein Bereich. Viele Fahrer können heute<br />

nicht mehr so frei über ihre Arbeitszeit<br />

verfügen, wie das bisher der Fall war. Und<br />

vielen Fahrern wird vonseiten des Unternehmers<br />

vorgeschrieben, dass sie zu den<br />

guten Geschäftszeiten schlichtweg im Auto<br />

sitzen müssen, ansonsten wird die Bezahlung<br />

nach vorgeschriebenem Mindestlohn<br />

nicht funktionieren.<br />

Ein anderes Mittel, um den nun vorgeschriebenen<br />

Bruttolohn von 8,50 Euro<br />

bezahlen zu können, ist eine Anpassung<br />

der <strong>Taxi</strong>tarife. Entsprechende Erhöhungen<br />

wurden in vielen Städten Deutschlands<br />

beantragt und vielerorts bereits genehmigt.<br />

Der <strong>Taxi</strong>verband <strong>München</strong> hat bei<br />

seinem Antrag ganz bewusst die Marktbedingungen<br />

in unserer Stadt berücksichtigt<br />

und mit Blick auf die Kunden eine<br />

Erhöhung im unteren Bereich beantragt.<br />

Mit einer Anpassung im Bereich von nicht<br />

ganz zwölf Prozent liegen wir weit unter<br />

dem, was von manchen Unternehmen<br />

»Zwölf Prozent<br />

Tariferhöhung<br />

sind nötig, um den<br />

Mindestlohn zahlen<br />

zu können.«<br />

gefordert wurde und von einigen Organisationen<br />

aus dem <strong>Taxi</strong>bereich als pressewirksames<br />

Gerücht gestreut wurde.<br />

Eines unserer Hauptprobleme im <strong>Taxi</strong>bereich<br />

besteht ja darin, dass wir unsere<br />

Preise nicht einfach mal so anpassen können,<br />

sondern die <strong>Taxi</strong>tarife nach Paragraf 51<br />

des Personen beförderungs gesetzes –<br />

PBefG – gesetzlich festgelegt sind. Wenn<br />

uns also der Gesetzgeber dazu zwingt,<br />

einen entsprechenden Lohn an unser Personal<br />

zu bezahlen, dann muss der Gesetzgeber<br />

auch die dafür notwendigen<br />

Möglichkeiten genehmigen beziehungsweise<br />

zur Verfügung stellen. Wir haben<br />

sehr wohl auch Verständnis für manche<br />

selbst fahrende Einzel unternehmer, die<br />

nicht viel von einer Tarif anhebung zum<br />

jetzigen Zeitpunkt halten. Jedem, der sich<br />

in der <strong>München</strong>er <strong>Taxi</strong>branche auch nur<br />

ein bisschen auskennt, ist aber klar, dass<br />

das <strong>Taxi</strong>geschäft insbesondere in den<br />

Abend- und Nachtstunden nur mit angestelltem<br />

Personal funktioniert. Und auch<br />

dafür sieht sich der Gesetzgeber zuständig.<br />

Nach Paragraf 39 Absatz 2 hat die Behörde<br />

die Beförderungs entgelte auf die wirtschaftliche<br />

Lage des Unternehmers hin zu<br />

prüfen und entsprechend anzusetzen.<br />

Gleichzeitig hat die Behörde nach Paragraf<br />

13 Absatz 4 die Funktionsfähigkeit<br />

des <strong>Taxi</strong>gewerbes sicherzustellen.<br />

Ein weiterer Schwerpunkt unseres<br />

Tarif antrages zielt darauf ab, dass die Tarife<br />

endlich mehr nach dem Benutzerprinzip<br />

gestaltet werden. Wenn ein Kunde mit<br />

Kredit karte bezahlen möchte, dann stellen<br />

wir ganz im Sinne einer guten Dienstleistung<br />

diese Möglichkeit zur Verfügung.<br />

Dadurch entstehen aber Kosten, die jedes<br />

andere Unternehmen auf die Preise aufschlägt<br />

und allen Kunden berechnet.<br />

Dieser Aufschlag ist im <strong>Taxi</strong>bereich nie<br />

vollzogen worden. In keiner Tarifberechnung<br />

wurden je Kosten für bargeldlosen<br />

Zahlungsverkehr einkalkuliert. Dies soll<br />

nun geändert werden, entstehende Kosten<br />

für bargeldlose Zahlungen über Kreditoder<br />

EC-Karte sollen mit Zuschlag belegt<br />

werden. Dies gilt jedoch ausdrücklich nicht<br />

für Rechnungsfahrten, die über die Zentralen<br />

abgewickelt werden.<br />

ERSTE ENTLASSUNGEN SIND<br />

BEREITS ERFOLGT<br />

Deutlich geworden ist bereits nach der<br />

ersten Lohn abrechnung unter den neuen<br />

gesetzlichen Bedingungen, dass einem<br />

Teil des Fahrpersonals gekündigt werden<br />

musste. In einigen Fällen konnten die Fahrerinnen<br />

und Fahrer nicht einmal ansatzweise<br />

die entstehenden Kosten durch den<br />

Umsatz erwirtschaften. Dies ist bedauerlich,<br />

aber letztlich mit Aussicht auf einen<br />

FOTO: Pixelio/Rainer Sturm<br />

FOTO: Florian Bachmann<br />

drohenden Untergang des Unternehmens<br />

nicht zu vermeiden. Manche Unternehmer<br />

reduzieren völlig illegal die geleisteten<br />

Stunden des Personals einfach nach<br />

unten und glauben, damit die Anforderungen<br />

schon erfüllen zu können.<br />

Erstaunlich, wie viele Halbtagskräfte<br />

plötz lich im <strong>Taxi</strong> gewerbe unterwegs sind.<br />

Wenn dann auch noch aus manchen<br />

Reihen der Funktionäre zu hören ist,<br />

dass man ja lediglich 17 Euro die Stunde<br />

Umsatz machen müsse, um die Hälfte,<br />

also 8,50 Euro Lohn bezahlen zu können,<br />

dann stellen sich selbst dem „ungelerntesten“<br />

Menschen die Haare zu Berge.<br />

Jeder Unternehmer, der auch nur ansatzweise<br />

seriös rechnet, weiß, dass zu den<br />

Bruttolohnkosten für das Personal die<br />

Arbeitgeberkosten in Höhe von ungefähr<br />

25 Prozent dazukommen sowie kilometerabhängige<br />

Kosten, zum Beispiel das durch<br />

das Personal verfahrene Benzin, hinzuzurechnen<br />

sind. Derartige Dinge lernt man<br />

bereits in der Vorbereitung auf die Unternehmerprüfung.<br />

In welcher Höhe die Tarif anpassung<br />

von der Stadt <strong>München</strong> genehmigt wird,<br />

ist bisher nicht abzusehen. Wir können<br />

nur hoffen, dass in den Behörden und im<br />

Stadtrat Verständnis für die Herausforderungen<br />

entwickelt und die Anhebung wie<br />

be antragt beschlossen wird. • fb<br />

Betriebs- und Verkehrsmedizinisches Untersuchungszentrum<br />

des BDF – Überbetrieblicher Dienst Dr. Hingerle GBR<br />

Alle Untersuchungen für Erwerb und Verlängerung von Führerscheinen zu<br />

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Geschäftsführender<br />

Vorstand des<br />

<strong>Taxi</strong>verbandes<br />

<strong>München</strong><br />

TVM: Florian<br />

Bachmann.<br />

Dem Antrag des <strong>Taxi</strong>verbandes <strong>München</strong> auf Verlängerung<br />

der Betriebspflichtbefreiung von sechs<br />

auf zwölf Monate wurde stattgegeben.<br />

Der <strong>Taxi</strong>verband <strong>München</strong> hat im Hinblick auf<br />

die Anforderungen des Mindestlohnes die Verlängerung<br />

der Betriebspflichtbefreiung beantragt.<br />

Das Kreisverwaltungsreferat hat mit einem internen<br />

Beschluss diesen Antrag genehmigt. Es steht<br />

zu erwarten, dass einige Unternehmen Konzessionen<br />

mangels Personal vorübergehend stilllegen<br />

müssen. Dies ist bislang lediglich für sechs Monate<br />

genehmigt worden, danach musste die Konzession<br />

wieder in Betrieb genommen werden.<br />

Einige Unternehmer werden wegen des Mindestlohnes<br />

ihre Fahrzeuge nun wesentlich effektiver<br />

einsetzen müssen. Das führt aber dazu, dass<br />

manche Fahrzeuge nicht ausgelastet werden können.<br />

Da einer nicht unerheblichen Zahl des Fahrpersonals gleich zeitig<br />

auch noch die Arbeitslosigkeit droht und auf dem <strong>München</strong>er <strong>Taxi</strong>markt<br />

ohnehin viel zu wenig Personal verfügbar ist, bleibt für den<br />

Unternehmer die Stilllegung einzelner Fahrzeuge oft die einzige Möglichkeit,<br />

den Betrieb weiterhin rentabel zu führen. Nur mit der Begründung<br />

hinsichtlich des Mindestlohnes und der Tatsache des<br />

Personalmangels werden die verlängerten Zeiten genehmigt.<br />

Die Betriebspflicht ist in Paragraf 21 des Personenbeförderungs gesetzes<br />

geregelt. Demnach ist der <strong>Taxi</strong>-Unternehmer verpflichtet, den ihm genehmigten<br />

Betrieb aufrechtzuerhalten. Kommt der Unternehmer seiner<br />

Betriebspflicht nicht nach, so kann ihm die Betriebs erlaubnis wieder<br />

entzogen werden. Damit will der Gesetzgeber sicherstellen, dass die<br />

Personenbeförderung in den jeweiligen Gemeinden garantiert werden<br />

kann und es nicht dadurch, dass einige Unternehmen zu wenige Fahrzeuge<br />

tatsächlich in Betrieb haben, zu Versorgungs engpässen kommt.<br />

Die Betriebspflicht fand in den Medien in den letzten Monaten<br />

immer wieder Erwähnung. Vor allem im Zusammenhang mit dem<br />

App-Anbieter Uber, der einen taxiähnlichen Betrieb aufbauen möchte.<br />

Allerdings, ohne sich an die Verpflichtungen des <strong>Taxi</strong>gewerbes, wie<br />

eben die Betriebspflicht, halten zu wollen. Mit der jetzt genehmigungsfähigen<br />

Verlängerung der Betriebspflichtbefreiung von<br />

zwölf Monaten kann sich das <strong>Taxi</strong>gewerbe trotz Mindestlohns der<br />

US-Konkurrenz stellen. <br />

fb<br />

hingerle.indd 1 07.02.14 15:02<br />

18 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />

19


FLUGHAFEN<br />

SERVICE<br />

DER MUC UND<br />

DIE DRITTE STARTBAHN<br />

Die im Herbst 2014 angebrachten<br />

Transparente werben für die<br />

Rettungsgasse.<br />

Am Flughafenausbau scheiden sich die Geister. Braucht es die<br />

dritte Startbahn? Und was bedeutet sie für das <strong>Taxi</strong>gewerbe?<br />

Mit Flughafenchef<br />

Dr. Michael Kerkloh (links)<br />

ist der Münchner Airport<br />

weiter auf Erfolgskurs.<br />

RETTUNGSGASSE<br />

RETTET LEBEN<br />

Im Alltag oft vergessen und unterschätzt:<br />

der Paragraf 11 der Straßenverkehrsordnung.<br />

Kann auch Ihr<br />

Leben retten: die<br />

Rettungsgasse.<br />

82 000 gegen den Flughafenausbau<br />

gesammelte Unterschriften wandern<br />

in den Papierkorb. Nach heftiger<br />

Diskussion im Bayerischen Landtag<br />

lehnt die CSU-Mehrheit die Massenpetition<br />

zur Verhinderung einer dritten Startbahn<br />

ab. Sie wurde per Erklärung der Staatsregierung<br />

erledigt. Die rechtliche Bindewirkung<br />

des negativen Bürger entscheids<br />

vom Juni 2012 ist inzwischen erloschen.<br />

Damals stimmten 54,3 Prozent gegen das<br />

Milliardenprojekt.<br />

Wenn jetzt auch das Bundesverwaltungsgericht<br />

in Leipzig über die Beschwerde<br />

gegen die Nichtzulassung einer Revision,<br />

die von Ausbaugegnern eingereicht wurde,<br />

im Sinne des Flughafenbetreibers FMG entscheidet,<br />

steht einer Erweiterung des<br />

Münchner Flughafens nichts mehr im<br />

Wege. Mit ihrer Klage gegen die Startbahn<br />

vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof<br />

waren die Startbahngegner schon<br />

gescheitert. In <strong>München</strong> war keine Revision<br />

zugelassen worden. Jetzt muss das Bundesverwaltungsgericht<br />

entscheiden.<br />

Nach Meinung der Ausbaugegner ist die<br />

Kapazität des Flughafens mit zwei Bahnen<br />

in den nächsten 20 bis 30 Jahren ausreichend.<br />

Bei Start der Bauplanung sei man<br />

für 2014 von 526 000 Flugbewegungen<br />

ausgegangen. Tatsächlich hat es im letzten<br />

Jahr aber nur 376 678 Flüge gegeben –<br />

knapp 150 000 weniger als veranschlagt<br />

und 1,4 Prozent weniger als im Jahr davor.<br />

Währenddessen feiert die FMG, die<br />

Flughafen <strong>München</strong> GmbH, einen weiteren<br />

Passagierrekord: So steigerten sich die<br />

Fluggastzahlen um zirka eine Million auf<br />

39,7 Millionen. Grund für diese Steigerung<br />

trotz geringerer Flugbewegungen sind größere<br />

Maschinen, die die Airlines einsetzen,<br />

»<strong>2015</strong> werden<br />

wir die 40-Millionen-<br />

Marke bei den<br />

Passagieren<br />

überspringen.«<br />

und eine höhere Auslastung. Flughafenchef<br />

Dr. Michael Kerkloh blickt deshalb<br />

optimistisch in die Zukunft: „<strong>2015</strong> werden<br />

wir nicht nur die 40-Millionen-Marke bei<br />

den Passagierzahlen überspringen, sondern<br />

auch wieder eine Zunahme der Starts<br />

und Landungen verzeichnen. Das Drehkreuz<br />

<strong>München</strong> wird also weiter wachsen,<br />

auch wenn dieses Wachstum aufgrund der<br />

Kapazitäts engpässe im Start- und Landebahnsystem<br />

limitiert ist.“<br />

Selbst ohne dritte Startbahn werden die<br />

Passagierzahlen weiter klettern. Dazu<br />

Kerkloh in der Münchner „Abendzeitung“:<br />

„Die Trendwende zu mehr Starts und Landungen<br />

merken wir schon jetzt. Im Januar<br />

haben wir aktuell ein Prozent mehr Flugbewegungen<br />

und vier Prozent mehr Passagiere.“<br />

Außerdem soll noch dieses Jahr der<br />

„Satellit“ in Betrieb genommen werden. Ein<br />

Satellit, oder auch Satellitenterminal, ist ein<br />

Erweiterungsbau zu einem bestehenden<br />

Flughafenterminal, in diesem Fall zum Terminal<br />

2. Der Satellit am Münchner Flughafen<br />

erweitert die Abfertigungs kapazität um elf<br />

Millionen Passagiere pro Jahr und ist mit der<br />

Passagier abfertigung im Lufthansa-Terminal<br />

mit einer fahrerlosen U-Bahn verbunden.<br />

Für das <strong>Taxi</strong>gewerbe bedeuten steigende<br />

Fluggastzahlen gleichzeitig steigende<br />

Fahrgastzahlen. Immerhin nutzt jeder<br />

achte Flugpassagier ein <strong>Taxi</strong>. In Zeiten steigenden<br />

Konkurrenzdrucks können die<br />

<strong>Taxi</strong>fahrer und -Unternehmer so am Erfolg<br />

des Flughafens teilhaben. Ob mit einer dritten<br />

Startbahn oder ohne, jede Form des<br />

Flughafenausbaus kommt dem <strong>Taxi</strong>gewerbe<br />

entgegen – solange eine weitere Steigerung<br />

der Kapazität gewährleistet ist. Wie<br />

in jeder Branche kann Wachstum weder<br />

dem Flughafen noch dem <strong>Taxi</strong> schaden. •<br />

<br />

tb<br />

FOTOS: Flughafen <strong>München</strong> GmbH/Alex Tino Friedel (2)<br />

FOTOS: Polizeipräsidium Oberpfalz, Polizeipräsidium Oberbayern Nord<br />

Stockt der Verkehr auf Autobahnen und Außerortsstraßen<br />

mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung, müssen<br />

Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen<br />

in der Mitte der Richtungsfahrbahn, bei Fahrbahnen<br />

mit drei Fahrstreifen für eine Richtung zwischen dem linken und<br />

dem mittleren Fahrstreifen, eine freie Gasse bilden.“ Die Realität<br />

sieht zu oft anders aus. Da quälen sich Polizei- und Rettungsfahrzeuge<br />

jeder Art durch den stehenden oder langsam dahinschleichenden<br />

Verkehr, um zu den Unfall- oder Einsatzstellen zu gelangen.<br />

Schon bei stockendem Verkehr muss die Rettungsgasse gebildet<br />

und offen gehalten werden. Denn wenn die Fahrzeuge schon<br />

dicht auf dicht stehen, ist es oft unmöglich, den Hilfsfahrzeugen<br />

rechtzeitig und ausreichend Platz zu verschaffen. Außerdem darf<br />

eine einmal gebildete Rettungsgasse auf keinen Fall sofort wieder<br />

geschlossen werden. Leider fahren viele Autofahrer nach der<br />

Durchfahrt des ersten Rettungsfahrzeuges wieder zur Mitte<br />

zurück. Ebenfalls wichtig ist, dass die Autofahrer in ihren Fahrzeugen<br />

bleiben, damit sie um Platz zu schaffen rangieren können.<br />

Sinnvoll ist es außerdem, bei Stau den Verkehrsfunk einzuschalten.<br />

Dafür haben bestimmt auch <strong>Taxi</strong>fahrgäste Verständnis.<br />

Die Polizei in Bayern nimmt das Thema Rettungsgasse sehr<br />

ernst. Deshalb wurden an einigen Autobahnbrücken Transparente<br />

angebracht, die den Autofahrer an richtiges Verhalten erinnern.<br />

Die Initiative ist ein Schwerpunkt des Verkehrs sicher heitsprogramms<br />

2020 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“, womit ein<br />

wichtiger Beitrag zur Reduzierung der oft schlimmen Unfallfolgen<br />

geleistet werden soll. Viele Autofahrer unterschätzen die Risiken<br />

verkehrswidrigen Verhaltens: Wer es unterlässt, eine Rettungsgasse<br />

bei stockendem Verkehr zu bilden, begeht in Deutschland<br />

eine Ordnungswidrigkeit, die mit Verwarnungsgeld geahndet werden<br />

kann. Bei schwerwiegenden Behinderungen kann unter<br />

Umständen auch eine Straftat vorliegen. •<br />

tb<br />

Verkehrsmedizinisches Untersuchungszentrum<br />

Medex Plus GmbH – Betriebsärztlicher Dienst<br />

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20 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />

21


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LEXUS GS 300H<br />

DER LUXUS-HYBRID<br />

Verbrennungsmotor<br />

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Elektromotor<br />

Typ<br />

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2 494 cm³<br />

181 PS<br />

Drehstrom-Synchronmotor<br />

143 PS<br />

Die Toyota-Tochter bietet die bekannte Kombination aus Elektromotor<br />

und Benzin-Verbrenner jetzt auch im Premium-Segment als <strong>Taxi</strong> an.<br />

Von der Seite betrachtet ähnelt der Lexus GS 300h nicht<br />

seinem technisch verwandten Konzernbruder Toyota<br />

Prius Plus, sondern der E-Klasse vom <strong>Taxi</strong>-Marktführer<br />

Mercedes. Beides klassische Stufenheck-Limousinen, 4,85 Meter<br />

lang der Japaner, drei Zentimeter länger der Schwabe.<br />

Wenn man auf dem Fahrersitz des Lexus Platz genommen hat,<br />

im Ohr noch das satte Geräusch der zufallenden Tür, und das Auge<br />

über Sitze und Armaturen streifen lässt, drängt sich der Vergleich<br />

erneut auf. So sieht die automobile Oberliga aus. Der Eindruck<br />

setzt sich fort, wenn man anfängt, das Innere dieses Autos zu<br />

begreifen: ausschließlich hochwertige Materialien und makellose<br />

Verarbeitung. Die lederbezogenen und vielfach verstellbaren Sitze<br />

sind ein Traum. Details wie die Analog uhr mit LED-beleuchtetem<br />

Zifferblatt oder die nostalgisch anmutenden Radio-Dreh regler aus<br />

gebürstetem Metall bräuchte man nicht unbedingt, aber sie sind<br />

sehr schön und erinnern daran, dass man in einer Limousine aus<br />

dem eher gehobenen Preissegment sitzt.<br />

Und da sind wir schon wieder beim Vergleich mit dem Mercedes:<br />

Das Autohaus DiT in <strong>München</strong>, das mir den Testwagen zur<br />

Verfügung gestellt hat, verlangt inklusive Mehrwertsteuer und<br />

dem <strong>Taxi</strong>-Paket von Intax 39 757 Euro, das ist sogar etwas mehr,<br />

als Mercedes für den E 200 BlueTEC als <strong>Taxi</strong> nimmt.<br />

Beim Losfahren enden die Ähnlichkeiten mit dem Benz. Es gibt<br />

keinen Anlasser, sondern nur einen „Power“-Knopf, mit dem man<br />

das im Prinzip vom Prius bekannte Vollhybrid-System in Bereitschaft<br />

setzt. Stellt man den Gangwählhebel auf „D“, löst sich, wenn<br />

so vor eingestellt, automatisch die Park bremse. Ein sanfter Druck<br />

aufs Gaspedal setzt das Auto lautlos in Bewegung. Danach beginnt<br />

ein recht komplexes Zusammenspiel der beiden Antriebskomponenten:<br />

Mal sorgt der Elektromotor für den Vortrieb, mal der Verbrenner,<br />

mal beide zusammen. Man muss sich als Fahrer darum<br />

nicht kümmern. Das System ist bewährt und funktioniert reibungslos,<br />

ebenso wie die stufenlose Automatik. Wer sparsam<br />

unterwegs sein will, braucht sein gewohntes Fahrverhalten nicht<br />

zu ändern.<br />

Maßvoll beschleunigen, vorausschauend fahren, bei der Annäherung<br />

an eine rote Ampel frühzeitig vom Gas gehen. Im Schubbetrieb<br />

und noch stärker beim Bremsen kommt die Rekuperation<br />

zum Tragen, das heißt: Die Hybridbatterie lädt sich automatisch<br />

auf. Auf diese Weise bin ich bei Temperaturen knapp über dem<br />

Gefrierpunkt im Stadtverkehr mit 6,2 Litern Verbrauch ausgekommen.<br />

Wenn ich meine Hybrid-Erfahrungen mit dem Toyota<br />

Prius zugrunde lege, erreicht man im Lexus in der milden Jahreszeit<br />

leicht einen Durchschnitts verbrauch mit einer 5 vor dem<br />

Komma. Das ist ast rein für ein 1,8 Tonnen schweres Fahrzeug.<br />

Der Fahrer kann mit einem Dreh- und Drückregler auswählen, ob<br />

er im Eco-, Normal- oder Sport-Modus unterwegs sein möchte,<br />

aber die Auswirkungen sind in der Praxis nicht welt bewegend.<br />

Im Sport-Modus wird aus dem Lexus keine Rakete, im Eco-Modus<br />

keine Schnecke.<br />

Das Kombi-Instrument direkt im Blickfeld des Fahrers sieht<br />

auf den ersten Blick konventionell aus: zwei kreisrunde Anzeigen,<br />

rechts der Tachometer und links – wird es dann doch unkonventionell.<br />

Ist man im Modus Eco oder Normal unterwegs, sieht man<br />

eine Anzeige, die mit „Charge“ signalisiert, dass gerade die Batterie<br />

aufgeladen wird , mit „Eco“ anzeigt, dass man sparsam unterwegs<br />

ist, und mit „Power“, dass man gerade die Kraft reserven der<br />

Motoren mobilisiert. Im Eco“-Modus leuchtet überdies ein dezent<br />

blaues Hintergrundlicht. Im Sport-Modus wird das Licht glühend<br />

rot und die Charge-Eco-Power-Anzeige verwandelt sich wie von<br />

Geisterhand in einen Drehzahlmesser.<br />

Nach den ersten Fahr eindrücken steuere ich einen Parkplatz<br />

an und spiele ein bisschen mit dem Bordcomputer herum, der mir<br />

seine Informationen über ein großes Farbdisplay übermittelt. Es<br />

FOTO: PR Lexus<br />

gibt die in dieser Klasse üblichen Ablese-, Einstell- und Programmier<br />

möglichkeiten, wobei an manchen Stellen mit den Entwicklern<br />

der Spieltrieb durchgegangen ist. Die Bedienung von<br />

Audio- oder Klimaanlage etwa ist ziemlich unübersichtlich. Was<br />

die jeweilige Funktion angeht, gibt es dafür nichts zu meckern.<br />

Der Sound ist bemerkenswert gut, die Klima anlage spricht schnell<br />

an und arbeitet leise.<br />

Meine Zwischenbilanz bis hierher: ein tolles Auto, in dem man<br />

sich wohlfühlt und souverän fährt. Aber jetzt geht’s ans Ein gemachte:<br />

Ist der Lexus GS 300h auch ein gutes <strong>Taxi</strong>?<br />

TAXITAUGLICHKEIT<br />

Eine schwierige Frage, denn das perfekte <strong>Taxi</strong> ist noch nicht erfunden<br />

worden. Irgendwas ist immer zu klein, zu teuer, zu unbequem,<br />

zu unpraktisch, zu reparatur anfällig.<br />

Fangen wir mit dem Schulterblick an. Unzählige Male während<br />

jeder Schicht schaut ein Taxler beim Rechts abbiegen nach hinten,<br />

um niemanden, der auf zwei Rädern oder zwei Beinen unterwegs<br />

ist, über den Haufen zu fahren. Der Blick nach hinten ist im Lexus<br />

bescheiden, so bescheiden, wie das bei Stufenheck limousinen mit<br />

breiter C-Säule leider meistens ist. Da sind Kombi-Fahrer im Vorteil.<br />

Wie sieht es mit den Ablagen aus? Nicht ideal, aber okay. Die<br />

Tür fächer und das Handschuhfach sind Durchschnitt. Vor dem<br />

Gangwählhebel findet sich standardmäßig ein Becherhalter, der im<br />

Testfahrzeug allerdings einem Funkgerät zum Opfer gefallen ist.<br />

Links unten neben dem Lenkrad gibt es ein Fach für Kleinigkeiten,<br />

wie es zum Beispiel Passat-Fahrer kennen, das Fach in der Mittelkonsole<br />

ist sehr groß, mit einer zusätzlichen verschiebbaren Schale<br />

für den Quittungs block. Dort befinden sich außerdem eine<br />

Zwölf-Volt-Steckdose, ein AUX- und ein USB-Anschluss. Die Aussparung<br />

vor dem mittigen Farb display ist so groß, dass man sogar<br />

ein Tablet hineinlegen kann.<br />

Die Tür öffnungen sind groß und hoch, sodass der Einstieg auch<br />

Fahrern und Fahrgästen, die es am Rücken haben, leicht fällt. Die<br />

vorderen Sitze sind, wie erwähnt, ein Traum, auch die äußeren<br />

beiden Sitze hinten sind sehr großzügig und bequem. Allerdings:<br />

Das Fleckchen in der Mitte verdient die Bezeichnung Sitz nicht.<br />

Es handelt sich vielmehr um einen schmalen, harten und hoch<br />

angesetzten Steg, und wenn jemand über 1,80 Meter Größe darauf<br />

Platz nimmt, stößt er sich den Kopf am Dachhimmel.<br />

Der Kofferraum: Das Volumen von 468 Litern ist nicht üppig,<br />

aber akzeptabel. Die Zugänglichkeit aber lässt durch die<br />

hohe La dekante und den kleinen Öffnungsausschnitt zu wünschen<br />

übrig.<br />

DAS FAZIT<br />

Der Lexus GS 300h ist ein bemerkenswertes Auto. Ausgefeilte<br />

und gleichzeitig ausgereifte Technik, sehr gut ausgestattet, sparsam,<br />

bequem, souverän und gut anzuschauen. Das hat allerdings<br />

seinen Preis. Für einen alleinfahrenden Unternehmer, der Wert<br />

auf einen hochwertigen Arbeitsplatz legt und anspruchsvolle<br />

Stammkunden hat, ist das Auto eine echte Versuchung. Für ein<br />

Flottenfahrzeug im alltäglichen Brot-und-Butter-Einsatz aber ist<br />

der Lexus ganz schön teuer und hat wenige, aber deutliche Nachteile<br />

bei taxi spezifischen Details. •<br />

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223 PS<br />

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Fahrleistungen<br />

Beschleunigung 0–100 km/h 9,2 Sekunden<br />

Höchstgeschwindigkeit 190 km/h<br />

Testverbrauch (Stadt)<br />

Gewicht<br />

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22 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />

23<br />

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Ganz großes Kino: Erinnerungen<br />

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24 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />

25<br />

FOTOS: PR Arcona<br />

HOLLYWOOD<br />

IN NEUHAUSEN<br />

Das arcona Living <strong>München</strong> am Rotkreuzplatz präsentiert<br />

sich als Reminiszenz an die Ära des Schwarz-Weiß-Films.<br />

Wie viele Fiaker gibt es wohl<br />

noch, die als Berufsanfänger<br />

Pferde striegeln mussten? Die<br />

könnten sich an die Fern-Andra-Lichtspiele<br />

erinnern, wo man bereits 1916 auf rund<br />

400 Plätzen die Premieren der Na menspatronin,<br />

des UFA-Stars Fern Andra,<br />

stumm miterleben konnte. Während des<br />

Dritten Reichs wurde das Kino in Filmtheater<br />

Atrium umbenannt und existierte<br />

bis 1966. Am Originalschauplatz, in der<br />

Nymphenburger Straße 136, lässt seit September<br />

vergangenen Jahres die arcor-<br />

Hotelkette insbesondere die frühe Hochzeit<br />

des Films, als die Bilder erst laufen und<br />

dann sprechen lernten, wieder aufleben.<br />

DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG<br />

Wovon alle Filmstars träumen, das können<br />

Gäste des arcor Living <strong>München</strong> buchen:<br />

einen Gang über den roten Teppich, an dessen<br />

Ende ihr eigener Oscar wartet. Na gut,<br />

es handelt sich nur um einen Schlüssel,<br />

aber er passt zu einer der Juniorsuiten<br />

„Oscar“, der luxuriösesten von vier Zimmerkategorien.<br />

Einen Schlüssel zum Erfolg<br />

sieht Hoteldirektor Markus Buchhagen<br />

dagegen im Standort nahe des Rotkreuzplatzes,<br />

wo man als Gast am Alltag eines<br />

gewachsenen Stadtviertels teilhat, anstatt<br />

in einer Hotellerie-Trabantenstadt isoliert<br />

zu bleiben. „Und trotzdem fährt man mit<br />

der U-Bahn nur drei Stationen bis zum<br />

Hauptbahnhof und ist in 30 Minuten an<br />

der Messe“, führt der Hotelier aus, zuversichtlich,<br />

für Geschäftsreisende oder<br />

Messe besucher attraktiv zu sein. Zugeschnitten<br />

ist das Konzept der Living-Hotels<br />

aber in erster Linie auf Städtereisende,<br />

Urlaubs- und Langzeitgäste, die auf Wohnkomfort<br />

und individuelles Design Wert<br />

legen. Stilvolle Schwarz-Weiß-Fotografien<br />

schmücken alle Zimmer, nostalgische Dekorationen<br />

wie Popcornmaschinen und Klappsessel<br />

ergänzen die moderne, aber gemütliche<br />

Einrichtung und Ausstattung des Hauses;<br />

es gibt sogar zwei Tagungsräume mit Kinobestuhlung.<br />

In allen Kategorien bieten die<br />

Zimmer und Suiten teilweise Durchgänge,<br />

Kochnischen oder Allergikerausstattung,<br />

sogenannte Serviced Apartments sprechen<br />

vor allem Dauergäste an, die Unabhängigkeit<br />

schätzen.<br />

SHOWKÜCHE IN DER<br />

WEINWIRTSCHAFT<br />

Hinter den deckenhohen Fensterfronten<br />

der Weinwirtschaft fühlt man sich mit<br />

Ausblick auf die lebhafte Kreuzung Nymphenburger<br />

Straße / Landshuter Allee mittendrin<br />

im urbanen Leben und genießt doch in<br />

ruhiger Abgeschiedenheit regionale und<br />

mediterrane Spezialitäten aus der offenen<br />

Showküche. Das Restaurant mit täglich<br />

wechselndem Businesslunch folgt einem<br />

arcona-Gastronomiekonzept, wirkt aber<br />

nicht austauschbar, sondern einladend.<br />

Am Abend verbreitet Loungemusik die passende<br />

Atmosphäre in der Bar in warmen<br />

Brauntönen für Hotelgäste und Einheimische,<br />

die ihren Tag bei einem Cocktail, Wein<br />

oder frisch ge zapften Bier ausklingen lassen<br />

wollen. Für den guten Start am nächsten<br />

Morgen sorgt ein reichhaltiges Frühstücksbuffet,<br />

von dessen Qualität man sich überzeugen<br />

kann: Mit einer <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> unterm<br />

Arm erhält jeder Fahrer im <strong>März</strong> und April<br />

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TAXI IN DEN MEDIEN<br />

*<br />

STREIT<br />

UMS AST<br />

Nutzt die IsarFunk Vermittlung für AST-<br />

Aufträge in Dachau: Helmut Fricke-Radvanyi.<br />

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet am 2. Januar über Veränderungen<br />

bei der Vergabe von Aufträgen für das Anrufsammeltaxi<br />

in Dachau. Davor wurden die Fahrten von den Stadtwerken an die<br />

Fahrer der <strong>Taxi</strong>vereinigung Dachau vermittelt. Deren Vorsitzender<br />

Helmut Fricke-Radvanyi trat nach Unstimmigkeiten zurück und<br />

gründete die <strong>Taxi</strong> Team Dachau GbR, die nach dem Fahrplanwechsel<br />

die AST-Fahrten übernommen hat. Vermittelt werden die Fahrten<br />

über das Callcenter von IsarFunk und ausschließlich an die<br />

Fahrer vom <strong>Taxi</strong> Team. „Jetzt fahren wir im Schichtbetrieb – fünfmal<br />

je vier Stunden. Einer ist dann für den AST-Betrieb verantwortlich,<br />

der in seiner Schicht immer Vorrang hat“, sagt<br />

Fricke-Radvanyi in der „SZ“. Er hat ein Jahr Zeit zu belegen, dass<br />

er AST mit sechs Autos besser bedienen kann als die <strong>Taxi</strong>vereinigung<br />

mit 35.<br />

tb<br />

FOTO: Helmut Fricke-Radvanyi<br />

*der Bruttorechnungssumme zzgl. MwSt.<br />

TARIFERHÖHUNG<br />

IN MÜNCHEN<br />

Ein wichtiges Thema in den Medien war<br />

die Erhöhung des <strong>Taxi</strong>tarifes in vielen<br />

Gemeinden Deutschlands. Während um<br />

den Jahreswechsel die Akzeptanz in der<br />

Bevölkerung noch sehr hoch war – Stichwort<br />

Mindestlohn – so war schon im Lauf<br />

des Januars zu beobachten, dass das Verständnis<br />

schwindet.<br />

Hier nahm sich der Münchner Merkur<br />

der Tariferhöhung an. In der Ausgabe vom<br />

15. Januar schrieb Redakteur Klaus Vick:<br />

„Wie in anderen deutschen Städten droht<br />

den Kunden auch in <strong>München</strong> wegen des<br />

seit 1. Januar geltenden Mindestlohns<br />

eine Preiserhöhung. Die städtische Tarifkommission<br />

befasst sich am 23. Januar<br />

mit einem entsprechenden Antrag des<br />

<strong>Taxi</strong>verbandes <strong>München</strong>. (…) Bundesweit<br />

LETZTE MELDUNG<br />

Münchner <strong>Taxi</strong>fahrer profitieren von der<br />

Hofstatt. Die Hofstatt – benannt nach<br />

einer kleinen Seitenstraße des Färbergrabens<br />

– ist ein junges und modernes Einkaufszentrum<br />

im Herzen von <strong>München</strong>.<br />

Sie steht überwiegend auf dem ehemaligen<br />

Gelände des Süddeutschen Verlages,<br />

sowie an der Sendlinger Straße auf dem<br />

früheren Grundstück der Abendzeitung.<br />

liegt der Durchschnitt der vorgenommenen<br />

Erhöhungen bei etwa 20 Prozent.“<br />

<strong>München</strong> liegt da mit zwölf Prozent deutlich<br />

unter dem Durchschnitt.<br />

TVM-Vorstand Florian Bachmann<br />

be gründet sein Vorgehen: „Um alle Risiken<br />

des Mindestlohnes abzudecken,<br />

müsste die Erhöhung höher als zwölf<br />

Prozent ausfallen. (…) Aus Rücksicht auf<br />

die Kunden (…) habe man diesen Plan<br />

jedoch verworfen. Sein Vorschlag für<br />

die Zukunft: den <strong>Taxi</strong>tarif an den MVV-<br />

Tarif zu koppeln. Diese Idee wird nicht<br />

von allen Interessensvertretern im <strong>Taxi</strong>gewerbe<br />

begrüßt. Frank Kuhle vom Vorstand<br />

der <strong>Taxi</strong>-<strong>München</strong> eG kommentiert:<br />

„Dieser Vorschlag ist völlig absurd.“<br />

<br />

tb<br />

Schon in den knapp zwei Jahren seit<br />

Eröffnung zeichnet sich ab, dass der frische<br />

Mix von Shops und Gastronomie von<br />

Münchnern wie von Touristen angenommen<br />

wird. Steigende Bestellzahlen<br />

be legen diesen Trend. Vielleicht ist das<br />

ja mal eine Empfehlung an einen Fahrgast<br />

wert, der in der Innenstadt gepflegt einkaufen<br />

möchte. <br />

tb<br />

IMPRESSUM<br />

Verlag<br />

taxi-times Verlags GmbH,<br />

Frankfurter Ring 193a<br />

80807 <strong>München</strong>, Deutschland<br />

Telefon: +49 (0) 89 / 215 48 30 70<br />

Fax: + 49 (0) 89 / 215 48 30 79<br />

E-Mail: info@taxi-times.com<br />

Internet: www.taxi-times.com<br />

Geschäftsführung: Jürgen Hartmann<br />

Bankverbindung<br />

Stadtsparkasse <strong>München</strong><br />

BLZ 70150000, Kontonummer 1003173828<br />

IBAN: DE89701500001003173828<br />

BIC: SSKMDEMM<br />

UST-ID: DE293535109<br />

Handelsregister: Amtsgericht <strong>München</strong><br />

HRB 209524<br />

Chefredaktion und V.i.S.d.P.<br />

Tom Buntrock (tb)<br />

tt-muenchen@taxi-times.com<br />

Redaktion<br />

Robert Biegert (rb), Helmut Hack (hh),<br />

Florian Osrainik (fo)<br />

Mitarbeiter dieser Ausgabe<br />

Florian Bachmann (fb)<br />

Grafik & Produktion<br />

Juliana Hesse (verantwortlich),<br />

Lotte Buchholz, Kornelia Jaeger,<br />

Iris Lutterjohann, Henrike Uthe<br />

Raufeld Medien GmbH,<br />

Paul-Lincke-Ufer 42/43, 10999 Berlin<br />

Telefon: +49 (0)30 695 665 0<br />

Anzeigenleitung, Online-Verkauf<br />

und Vertrieb<br />

Elke Gersdorf, e.gersdorf@taxi-times.com<br />

Telefon: +49 (0) 89 / 215 48 30 75<br />

Fax: +49 (0) 89 / 215 48 30 79<br />

Druck<br />

Chroma Druckerei, Przemyslowa 5,<br />

68-200 Zary, Polen<br />

Erscheinungsweise 6 x pro Jahr<br />

Heftpreis 3,50 €<br />

Veröffentlichung gemäß § 8 Abs. 3 des<br />

Gesetzes über die Presse vom 1.4.2000:<br />

Gesellschafter der taxi-times Verlags GmbH,<br />

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überaus komfortabel. Der innovative Vollhybridantrieb des Lexus GS 300h<br />

mit einer Systemleistung von 164 kW (223 PS) sichert eine kultivierte Performance<br />

bei niedrigem Verbrauch und geringen Emissionen. So begnügt sich die Sportlimousine<br />

mit durchschnittlich nur 4,7 Litern Kraftstoff*auf 100 Kilometer und CO2-<br />

Emissionen von 109 g/km*.<br />

Auszug aus der umfangreichen Ausstattung:<br />

• TAXI-Paket „Intax“<br />

• Hybrid Drive mit stufenlosem Automatikgetriebe (E-CVT)<br />

• Geschwindigkeitsregelsystem „Cruise Control“<br />

• 8-Zoll-Multifunktionsdisplay<br />

• Heckkamera mit Einparkführung<br />

• Klimatisierungsautomatik<br />

• Ledersitze (mit Sitzheizung Fahrer/Beifahrer)<br />

• Sitzeinstellung Fahrer/Beifahrer (10 Wege, elektrisch); und vieles mehr!<br />

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Nettodarlehensbetrag 33.377,00 €<br />

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Gesamtbetrag 35.940,00 €<br />

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1) Barpreis-Angebot für <strong>Taxi</strong>unternehmen inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Überführungskosten; gültig bis 31.03.<strong>2015</strong>.<br />

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für Geschäftskunden. Gilt bei Anfrage und Genehmigung bis zum 31.03.<strong>2015</strong>, zuzüglich Überführungskosten. Das Finanzierungsangebot entspricht dem Beispiel<br />

nach §6a Abs. 3 PAngV. Unser Autohaus vermittelt ausschließlich Darlehensverträge der Toyota Kreditbank GmbH (Lexus Financial Services).<br />

*Benzintriebwerk, 133 kW (181 PS), und Elektromotor, 105 kW (143 PS), Systemleistung 164 kW (223 PS), Kraftstoffverbrauch GS 300h Business Edition in l/100<br />

km kombiniert 4,7 (innerorts 4,8/außerorts 4,5), CO 2 -Emissionen kombiniert 109 g/km nach dem vorgeschriebenen EU-Messverfahren.<br />

Abb. zeigt GS 300h Business Edition mit Sonderausstattung.<br />

4x in <strong>München</strong><br />

<strong>Taxi</strong>-Kompetenz-Center:<br />

80687 <strong>München</strong> I Landsberger Str. 222<br />

<strong>Taxi</strong>-Service-Stützpunkte:<br />

80807 <strong>München</strong> I Frankfurter Ring 166<br />

80993 <strong>München</strong> I Dachauer Str. 463<br />

81673 <strong>München</strong> I Neumarkter Str. 80<br />

Ihr <strong>Taxi</strong>-Ansprechpartner (Landsberger Straße):<br />

Peter Szitar<br />

Tel.: 089 / 547177-27<br />

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