Taxi Times Berlin - März 2015
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MÄRZ <strong>2015</strong> 3,50 €<br />
www.taxi-times.com<br />
BERLIN<br />
ZUFAHRT UND ABLAUF<br />
NEUES<br />
TAXI-KONZEPT<br />
AN DER MESSE<br />
KONTROVERSES UMFRAGEERGEBNIS<br />
Sanktionen gegen schwarze Schafe<br />
KREDITKARTENZAHLUNG<br />
Verordnung als Chance<br />
DREIMAL SKODA<br />
Tauglich für den <strong>Taxi</strong>-Einsatz
EINLADUNG<br />
SIE KENNEN DAS<br />
DDR MUSEUM NICHT?<br />
SOLLTEN SIE ABER!<br />
Platz 6 der meistbesuchten Museen in <strong>Berlin</strong><br />
FREIER<br />
EINTRITT<br />
FÜR TAXI-<br />
FAHRER!<br />
MIT IHREM P-SCHEIN<br />
BESSER SEIN „ZUM<br />
WOHLE BEIDER SEITEN“<br />
Liebe Leserinnen und Leser,<br />
an Plänen und Ideen für Verbesserungen im <strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong> gewerbe<br />
mangelt es derzeit wahrlich nicht. Gut so, schließlich sind die<br />
Herausforderungen nicht kleiner geworden.<br />
Eine gut durchdachte Verkehrsorganisation während großer<br />
Veranstaltungen rund um das <strong>Berlin</strong>er Messegelände ist dringend<br />
nötig. Die Messe <strong>Berlin</strong> hat die Zusammenarbeit mit dem <strong>Taxi</strong>gewerbe<br />
auf neue Füße gestellt. „Wir wollten einiges, was sich in<br />
den letzten Jahren zu sehr eingefahren hatte, zum Wohle beider<br />
Seiten ändern und neu anstoßen“, erläuterte Ralf Leickner, der<br />
Logistik-Verantwortliche, im Interview mit <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> <strong>Berlin</strong>. Der<br />
neue Partner <strong>Taxi</strong> <strong>Berlin</strong> hat zwischenzeitlich mit der Grünen<br />
Woche, der gleichzeitig angesetzten Panorama und vor allem während<br />
der Fruit Logistica seine ersten Erfahrungen gesammelt.<br />
INHALT<br />
SEITE 4<br />
SACH- UND<br />
FACHKUNDE<br />
BEI DER IHK<br />
IHK-Branchenkoordinator<br />
Dr. Lutz Kaden war beim<br />
Neujahrsessen mit <strong>Taxi</strong><br />
Deutschland gefragter<br />
Ansprech partner zu den<br />
Themen Mindestlohn und<br />
<strong>Taxi</strong>-Unternehmer-Prüfung.<br />
Eines der interaktivsten Museen der Welt<br />
Zweimal nominiert für den European Museum of the Year Award<br />
In den Top 100 der beliebtesten deutschen Sehenswürdigkeiten<br />
Pergamonmuseum<br />
Neues Museum<br />
Altes Museum<br />
Unter den Linden<br />
Alte Nationalgalerie<br />
<strong>Berlin</strong>er Dom<br />
Karl-Liebknecht-Str.<br />
Humbold Box<br />
GESCHICHTE<br />
ZUM<br />
ANFASSEN<br />
Radisson Blu Hotel<br />
DIREKT UNTEN AN DER SPREE, AM RADISSON BLU HOTEL<br />
Karl-Liebknecht-Straße 1<br />
10178 <strong>Berlin</strong>-Mitte direkt<br />
unten an der Spree<br />
gegenüber dem <strong>Berlin</strong>er Dom<br />
Mo – So: 10 Uhr – 20 Uhr<br />
Samstag: 10 Uhr – 22 Uhr<br />
Tel: +49 30 - 847 123 73 - 1<br />
www.ddr-museum.de<br />
FOTOS: Hochfeld, <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong>, Messe <strong>Berlin</strong>, Fotolia, Skoda<br />
VERORDNUNG OHNE ERFAHRUNGSWERTE<br />
Das Wohl des <strong>Taxi</strong>kunden hatten sicher all jene im Sinn, die für<br />
eine Verordnung zur Kreditkartenakzeptanzpflicht in den letzten<br />
Monaten gekämpft haben. Nun ist sie beschlossen – und wirft<br />
einige Fragen auf, die wir in dieser Ausgabe beantworten wollen.<br />
<strong>Berlin</strong> ist bundesweit die erste Stadt, die eine Annahmepflicht<br />
für Kreditkarten per Verordnung erlässt. Auf Erfahrungswerte<br />
in anderen Gemeinden kann man daher nicht zurückgreifen.<br />
Vielleicht ist das der Grund, aus dem manche Formulierung noch<br />
nicht ganz ausgereift ist. Hoffentlich müssen das nicht irgendwann<br />
einmal Gerichte klären.<br />
Das wäre schade, denn die Möglichkeit, bargeldlos zu zahlen,<br />
ist eine Dienstleistung, die man als fortschrittliches Gewerbe einfach<br />
anbieten muss. Allein schon deshalb, weil man damit den<br />
branchenfremden Wettbewerbern ein Argument wegnimmt, das<br />
bisher bei der Abwerbung von <strong>Taxi</strong>kunden ganz gut gezogen hat.<br />
Somit bedeutet jede Verbesserung des <strong>Taxi</strong>gewerbes auch immer,<br />
dass man seiner Konkurrenz eine Möglichkeit weniger bietet,<br />
besser zu sein.<br />
- die Redaktion -<br />
SEITEN 6 BIS 9<br />
„UNSER PROBLEM<br />
IST VOR ALLEM DIE<br />
ABFAHRT.“<br />
Ralf Leickner, Logistik-<br />
Verantwortlicher der<br />
Messe <strong>Berlin</strong> GmbH, im<br />
Interview über die Rolle<br />
des <strong>Taxi</strong>s, neue Wege in<br />
der Kommunikation und<br />
über Handlungsbedarf<br />
und Lösungen bei den<br />
<strong>Taxi</strong>-An- und -Abfahrten.<br />
SEITEN 10 BIS 11<br />
DURCH UND DURCH<br />
GETEILTES BILD<br />
Umfrage unter <strong>Berlin</strong>er<br />
<strong>Taxi</strong>fahrern: viel Kritik an<br />
unseriösen Fahrern, aber<br />
auch viel Lob für die<br />
Kollegen, die ihren Job<br />
ernst nehmen.<br />
SEITEN 20 BIS 21<br />
EIN SKODA FÜR<br />
ALLE FÄLLE<br />
Ob Kombi, Erdgas<br />
oder GreenLine:<br />
Skoda hat das passende<br />
<strong>Taxi</strong>modell,<br />
aber kein <strong>Taxi</strong>paket.<br />
TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />
3
PERSONEN<br />
ANZEIGE<br />
BRÜSSELER<br />
REGIERUNG<br />
FINANZIERT<br />
TAXAMETER<br />
Einen solchen Minister wünschen sich viele<br />
<strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong>funktionäre als Senator: Pascal<br />
Smet finanziert neue digitale Taxameter<br />
mit 3,2 Millionen Euro.<br />
Sämtliche 1 270 <strong>Taxi</strong>s in Brüssel und Umgebung müssen mit neuen<br />
digitalen Taxametern ausgestattet werden, ähnlich den digitalen<br />
Taxametern in Flandern und den hoch entwickelten Bord computern<br />
(BCT) in den Niederlanden. Niederländische <strong>Taxi</strong>betreiber erhielten<br />
eine Förderung von 600 Euro für einen BCT (der im Durchschnitt<br />
1 300 bis 1 500 Euro kostet), ihre Brüsseler Kollegen<br />
hingegen profitieren von einer großzügigen Regionalregierung.<br />
Minister Pascal Smet (Mobilität) finanziert die Taxameter aus<br />
einem Budget von 3,2 Millionen Euro.<br />
KRITERIEN NOCH UNKLAR<br />
Bisher sind nur 40 <strong>Taxi</strong>s in der europäischen Hauptstadt mit<br />
einem digitalen Taxameter ausgestattet. Nach welchen Krite rien<br />
die Region den Lieferanten dieser Taxameter auswählen wird,<br />
ist noch nicht entschieden. Mit den neuen Taxametern müssen<br />
die Fahrer ihre Pausen- und Fahrtzeiten nicht mehr mit Stift<br />
Pascal Smet,<br />
Mobilitätsminister für<br />
die Region Brüssel.<br />
und Papier aufzeichnen, die Regionalregierung erhält mehr<br />
Daten und die Kunden erhalten mehr Informationen über Preise<br />
und Strecken. Smet besteht auf höchstmögliche Transparenz<br />
in der <strong>Taxi</strong>-Branche. Die neuen Taxameter müssen in der Lage<br />
sein, Zahlungen per Karte und Smartphone zu verarbeiten. Der<br />
Taxameter soll nicht nur die Arbeit des <strong>Taxi</strong>fahrers vereinfachen.<br />
Da die Daten sowohl auf einem externen Server als auch<br />
auf dem Taxameter selbst gespeichert werden, wird die Regionalregierung<br />
eine Fülle an Informationen über die Aktivitäten<br />
in der <strong>Taxi</strong>-Branche vor Ort und über den örtlichen Verkehr<br />
erhalten.<br />
Für Smet bedeutet dies einen ersten Schritt, „um die Brüsseler<br />
<strong>Taxi</strong>-Branche dynamischer und kundenfreundlicher werden zu<br />
lassen. Momentan arbeite ich einen <strong>Taxi</strong>-Plan aus, den ich der<br />
Regierung zu gegebener Zeit vorlegen werde. Mit diesem Plan<br />
erreichen wir einen besseren <strong>Taxi</strong>-Service in Brüssel.“ wf<br />
ALLES NEU MACHT<br />
VOLKSWAGEN!<br />
<strong>2015</strong> ist das Jahr der neuen Modelle. Besonders im <strong>Taxi</strong>bereich ist dies zu<br />
spüren. Denn Volkswagen erneuert seinen <strong>Taxi</strong>-Fuhrpark komplett.<br />
Angefangen vom VW Passat und Passat Variant,<br />
der Ende Mai als <strong>Taxi</strong>version sowohl als Limousine<br />
als auch als Variant zur Verfügung stehen<br />
soll, über den allseits beliebten VW Touran, der<br />
aufgrund der immer noch anhaltenden Nachfrage<br />
bereits weit vor Auslauf ausverkauft ist<br />
und auf den die Taxler leider noch bis Anfang<br />
2016 warten müssen, bis zum VW Sharan, der<br />
nach seinem Relaunch 2010 nun ebenfalls eine<br />
Frischzellenkur verpasst bekommt. Gespannt<br />
sein dürfen wir auf das, was die Kollegen von<br />
Volkswagen Nutzfahrzeuge zu bieten haben.<br />
Dort wird im Frühjahr der VW Caddy erneuert,<br />
erste Bilder sind bereits veröffentlicht.<br />
Mit großer Spannung erwarten wir auch<br />
den neuen T6. Hat er erneut das Zeug, den<br />
Mercedes auf die hinteren Plätze zu verweisen?<br />
Wir sind gespannt. Um interessierten <strong>Taxi</strong>betrieben,<br />
die noch in diesem Jahr Bedarf an<br />
Fahrzeugen haben, schnellstmöglich helfen zu<br />
können, haben wir von Volkswagen Automobile<br />
<strong>Berlin</strong> in unserem speziellen <strong>Taxi</strong>-Center<br />
einen eigenen Lagerbestand mit attraktiven<br />
Fahrzeugen aufgebaut. Aktuell besteht er aus<br />
Touran EcoFuel DSG und Touran Diesel DSG.<br />
In Kürze wird der Bestand noch mit weiteren<br />
Fahrzeugen aufgestockt.<br />
GROSSER<br />
ANDRANG<br />
Dr. Lutz Kaden, der Branchenkoordinator für die Verkehrswirtschaft<br />
bei der IHK <strong>Berlin</strong>, war als Gast beim Neujahrsessen mit<br />
<strong>Taxi</strong> Deutschland dabei. Als zuständiger „<strong>Taxi</strong>mann“ arbeitet er<br />
dort eng mit den Gewerbevertretungen und den Prüfern der Sachund<br />
Fachkunde für <strong>Taxi</strong>-Unternehmer zusammen. Dr. Kaden wusste<br />
von einem enormen Run auf die <strong>Taxi</strong>-Unternehmer-Prüfung bei<br />
der IHK zu berichten.<br />
WOLLEN SICH ALLE FAHRER<br />
JETZT SELBSTSTÄNDIG MACHEN?<br />
Ist das die Folge des Mindestlohns? Wollen sich die von den Betrieben<br />
ausgemusterten <strong>Taxi</strong>fahrer, die den Umsatz für 8,50 Euro<br />
Lohn nicht einfahren, jetzt alle selbstständig machen? Das kann<br />
ja heiter werden. Sagt denen keiner, dass ein selbstständiger<br />
Dr. Lutz Kaden beim Neujahrsessen mit <strong>Taxi</strong> Deutschland.<br />
Alleinfahrer mitunter genauso prekär lebt wie ein angestellter<br />
Fahrer mit schwachem Umsatz? Man kann nur hoffen, dass in<br />
den Vorbereitungskursen und in den Beratungen der Gewerbeverbände<br />
eingehend darüber informiert wird, was auf die Neu-<br />
Unternehmer zukommt. <br />
wh<br />
FOTOS: Wim Faber, Wilfried Hochfeld<br />
4
MESSE<br />
MESSE<br />
Ralf Leickner nennt beeindruckende<br />
Zahlen zur Wirtschaftskraft der<br />
Messe <strong>Berlin</strong>. Die Grüne Woche<br />
beispielsweise lockt innerhalb<br />
von zehn Tagen 10 000<br />
Aussteller und 400 000<br />
Besucher an. „Damit<br />
bewegen wir innerhalb<br />
von zehn Tagen<br />
Besucherströme<br />
in der Dimension<br />
einer mittleren<br />
Kleinstadt.“<br />
RALF LEICKNER:<br />
„DIE ZENTRALE LAGE DER<br />
MESSE IST EIN VORTEIL –<br />
AUSSER BEIM VERKEHR.“<br />
Seit diesem Jahr hat die Messe <strong>Berlin</strong> einen<br />
neuen Partner aus dem <strong>Taxi</strong>gewerbe.<br />
Über die Veränderungen, Ziele und Hindernisse<br />
bei der Organisa tion des <strong>Taxi</strong>verkehrs<br />
haben wir uns mit Ralf Leickner,<br />
dem Logistik-Verantwortlichen der Messe<br />
<strong>Berlin</strong> GmbH, unterhalten.<br />
TAXI TIMES BERLIN: Herr Leickner,<br />
welchen Stellenwert hat das <strong>Taxi</strong> für<br />
die Messe?<br />
RALF LEICKNER: „Die Rolle des <strong>Taxi</strong>s<br />
ist in den letzten Jahren enorm gewachsen<br />
und hat sich dabei auch gewandelt.<br />
<strong>Taxi</strong>haltestellen am Messegelände sind<br />
zum Teil verschwunden, neu entstanden,<br />
angepasst worden. Während der großen<br />
Fachmesse Fruit Logistica haben wir einmal<br />
zählen lassen: Alleine am Eingang<br />
Süd hatten wir an einem Tag 2 600 <strong>Taxi</strong>anfahrten.<br />
Das sind Größenordnungen,<br />
die gut organisiert werden müssen. Wir<br />
haben uns daher vor Kurzem entschlossen,<br />
auf das Thema <strong>Taxi</strong> noch einmal einzugehen.“<br />
Der neue Partner ist die Funk zentrale<br />
<strong>Taxi</strong> <strong>Berlin</strong>. Welche Ziele und<br />
Hoffnungen sind damit verbunden?<br />
„Zunächst einmal war unsere Bedingung,<br />
dass niemand aus dem <strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong>gewerbe<br />
ausgeschlossen wird. Gleichzeitig<br />
wollen wir einiges, was sich in den letzten<br />
Jahren zu sehr eingefahren hatte, zum<br />
Wohle beider Seiten ändern und neu anstoßen,<br />
beispielsweise die Wirtschaftsspur<br />
oder die Aufstellung der <strong>Taxi</strong>s, und dabei<br />
auch die neuen Medien nutzen.“<br />
Wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf?<br />
„Unser Problem ist vor allem die Abfahrt.<br />
Um 18 Uhr, wenn eine Messe zu Ende ist,<br />
stehen plötzlich 300 Fahrgäste am Messeausgang<br />
und möchten alle gleichzeitig<br />
zum Hotel, Bahnhof oder Flughafen.“<br />
Am liebsten sofort und ganz ohne<br />
Wartezeit …<br />
„Ja. Wenn wir dann aber merken, dass zu<br />
viele Besucher warten, sind wir gezwungen,<br />
Shuttlebusse nach City West oder City<br />
Ost einzusetzen.“<br />
Eine schnelle Abfahrt der <strong>Taxi</strong>s war zu<br />
solchen Stoßzeiten bisher auch nicht<br />
einfach. Am Eingang Hammarskjöldplatz<br />
wird die <strong>Taxi</strong> spur regelmäßig<br />
durch Privatfahrzeuge<br />
zugeparkt.<br />
„Als Messegesellschaft<br />
können wir das nicht<br />
verhindern, da dieser Platz<br />
nicht mehr zu unserem Privatgelände<br />
zählt. Hier greift bereits<br />
die Initiative des neuen Partners, den<br />
<strong>Taxi</strong>platz durch Absperrbänder und entsprechendes<br />
Personal – <strong>Taxi</strong>-Dispatcher<br />
vor Ort – freizuhalten.“<br />
Trotzdem wird man nie verhindern<br />
können, dass sich zum Ende einer<br />
Messe Besucherschlangen an der<br />
<strong>Taxi</strong> halte bilden.<br />
„Dann brauchen wir gute <strong>Taxi</strong> Dispatcher,<br />
die den Gästen das Gefühl geben, dass<br />
man sich um sie kümmert. Die auch mal<br />
abfragen, in welche Richtung die Gäste<br />
wollen, und spontan Sammelfahrten bilden.<br />
Wenn es uns gelingt, bei den wirklich<br />
großen Messen die Schlange von<br />
300 auf 200 Gäste zu verringern, ist<br />
schon viel gewonnen. Mein großes Ziel<br />
wäre, künftig die Abfahrt so zu optimieren,<br />
dass wir keine Shuttlebusse mehr<br />
benötigen.“<br />
FOTO: <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong><br />
Das <strong>Taxi</strong>gewerbe arbeitet nun sehr eng<br />
zusammen. Mindestens zwei Vertreter<br />
jedes Verbands sind während der Messen<br />
vor Ort und regeln die <strong>Taxi</strong>-An- und<br />
-Abfahrten.<br />
„Ja, die Betreuung am Messe eingang Süd<br />
hat beispielsweise während der Fachmesse<br />
Panorama schon sehr gut geklappt.<br />
Vielen Dank dafür.“<br />
Die Abfahrt vom Halteplatz Eingang<br />
Süd erfolgt durch das Messegelände<br />
…<br />
„… und dabei<br />
gilt laut unserer Hausordnung<br />
ein Tempolimit von<br />
20 km/h. Das ist notwendig, weil auf<br />
unserem Gelände damit zu rechnen ist,<br />
dass irgendwo Fußgänger queren. Wir<br />
müssen leider immer wieder feststellen,<br />
dass <strong>Taxi</strong>s hier mit 40 bis 50 Stundenkilometern<br />
durchrauschen. Das ist ein klarer<br />
Regelverstoß, der Konsequenzen bis<br />
hin zum Hausverbot haben kann.“<br />
Ein Hausverbot für einzelne <strong>Taxi</strong>fahrer<br />
ließe sich aber organisatorisch nur<br />
schwer durchsetzen. Heißt das nun,<br />
dass irgendwann gar kein <strong>Taxi</strong> mehr<br />
durchfahren darf, wenn die Geschwindigkeit<br />
nicht eingehalten wird?<br />
„Das wäre gleichbedeutend<br />
mit einer Auflösung<br />
des Halte platzes Süd, der<br />
sich ja auch auf unserem Gelände<br />
befindet. Damit würde ich alle <strong>Taxi</strong>fahrer<br />
schädigen, nur weil sich etwa<br />
fünf Prozent nicht an die Regeln halten. Das<br />
möchte ich nicht. Ich hoffe hier stattdessen<br />
auf eine gute Aufklärungsarbeit und<br />
auf ein gut funktionierendes Beschwerdemanagement<br />
des neuen Partners.“<br />
Betrachten wir diese Abfahrt einmal<br />
aus Sicht des Fahrgastes: Er verlässt<br />
die Messe, um in ein <strong>Taxi</strong> zu<br />
steigen, das ihn dann wieder in das<br />
Messegelände „zurückfährt“. Das ist<br />
nahezu einzigartig auf der Welt und<br />
klingt weder logisch noch kundenfreundlich.<br />
„Die Alternative ist ein Wenden am<br />
Eingang Süd, doch dafür ist zu wenig<br />
Platz. Deshalb fahren die <strong>Taxi</strong>s die<br />
kurze Strecke durch das Gelände. Das<br />
hat den großen Vorteil aus Sicht des<br />
<strong>Taxi</strong>fahrers und auch des Kunden, dass<br />
beide anschließend an einer Stelle das<br />
Gelände verlassen, von der aus man in<br />
6 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />
7
MESSE<br />
MESSE<br />
ZUR PERSON:<br />
RALF LEICKNER<br />
Ralf Leickner arbeitet seit 20<br />
Jahren für die Messe <strong>Berlin</strong><br />
und ist dort für den Bereich<br />
Logistik und Veranstaltungssicherheit<br />
zu ständig. Dazu<br />
zählt auch der Außenverkehr,<br />
also die Organisation<br />
von Shuttlebussen sowie die<br />
An- und Abfahrt von <strong>Taxi</strong>s.<br />
„Das Thema <strong>Taxi</strong> hat mich<br />
schon immer begleitet“, verrät<br />
Herr Leickner im Interview<br />
mit <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> <strong>Berlin</strong>.<br />
alle Himmelsrichtungen abfahren kann<br />
und somit den Stau am Messedamm<br />
umfahren hat.“<br />
Womit wir beim Thema Verkehr<br />
wären.<br />
„Das Messegelände hat den Vorteil,<br />
dass es zen tral in der Stadt liegt, was<br />
aber auch verkehrliche Nachteile nach<br />
sich zieht. Anders als Messen in Hannover<br />
und München liegt unser Gelände<br />
genau an Verkehrs-Hauptachsen, die<br />
schon ohne Messe stark frequentiert<br />
sind. Wir werden daher auch künftig<br />
auf dem Messedamm bis zur Kreuzung<br />
ICC den ganzen Vormittag über Stau<br />
haben. An diesem Punkt werden wir die<br />
Leistungsfähigkeit des neuen Konzepts<br />
genau prüfen.“<br />
Viele dieser Probleme lassen sich nicht<br />
allein durch eine gute Zusammenarbeit<br />
zwischen der Messegesellschaft und<br />
dem <strong>Taxi</strong>gewerbe lösen.<br />
„Ja, wir müssen auch die Verkehrs- und<br />
Baubehörden sowie die Polizei zurück ins<br />
Boot holen, um den Verkehr wieder flüssiger<br />
zu machen. Es gibt auch Überlegungen,<br />
die sogenannte Wirtschaftsspur, die vor<br />
und nach den Messen nur für den Lieferverkehr<br />
genutzt werden darf, während der<br />
Messen für <strong>Taxi</strong>s freizugeben.“<br />
Das klingt nach einer einfachen<br />
Lösung …<br />
„… bedingt allerdings ein gut vorbereitetes<br />
Genehmigungsverfahren. Wir selbst<br />
dürfen in den öffentlichen Straßenverkehr<br />
nicht eingreifen.“<br />
Bisher haben wir vor allem über<br />
Maßnahmen zu den besucherstarken<br />
Messen gesprochen. Was kann bei den<br />
kleineren Veranstaltungen verbessert<br />
werden?<br />
„In erster Linie die Kommunikation. Wir<br />
bekommen von unseren Gastveranstaltern<br />
Übersichten, in denen für das <strong>Taxi</strong>gewerbe<br />
wichtige Informationen mitgeteilt werden.<br />
Wann ist eine Veranstaltung, wie gut ist<br />
sie besucht und vor allem: Welche Halle<br />
müssen die <strong>Taxi</strong>fahrer anfahren. Diese<br />
Infos werden wir an <strong>Taxi</strong> <strong>Berlin</strong> weitergeben.“<br />
Herr Leickner, wir danken Ihnen für<br />
dieses Gespräch.<br />
Das Interview führten Monique Poggendorff<br />
und Jürgen Hartmann.<br />
WAS SEIT DIESEM JAHR<br />
ANDERS LÄUFT<br />
An der Messe Süd gilt nach der<br />
An- und Abfahrt eine Geschwindigkeitsbegrenzung<br />
von 20 km/h.<br />
Die Fahrzeuganforderung an den Messehalteplätzen<br />
erfolgt nicht mehr über<br />
Sprachfunk, sondern über Datenfunk. Die<br />
Fahrer bekommen einen unverbindlichen<br />
Fahrt auftrag zu einem der Messeausgänge,<br />
ohne dass Ihnen ein spezieller<br />
Fahrgast zugewiesen wird. Diese bedarfsgerechte<br />
individuelle Steuerung stellt den<br />
tatsächlichen Bedarf an benötigten <strong>Taxi</strong>s<br />
sehr gut dar. „Somit ist die Messeanfahrt<br />
kaum noch ein Glücksspiel mit langen<br />
Wartezeiten“, betont Jens Schmiljun von<br />
<strong>Taxi</strong> <strong>Berlin</strong>. Das an den Messehalteplätzen<br />
eingesetzte Aufsichtspersonal nutzt das<br />
automatische Bestell system, das bereits in<br />
Hotels und für weitere Kunden im Einsatz<br />
ist und das auch Sonderwünsche wie<br />
Großraumtaxi oder Kredit karten zahlung<br />
berücksichtigt. Nur wenn der Messeleiter<br />
„Land unter“ meldet, erfolgt über einen<br />
Sammelruf die Aufforderung an alle Fahrer,<br />
die Messe anzufahren. <br />
jh<br />
FOTOS: <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong>, Messe <strong>Berlin</strong><br />
8<br />
TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong>
UMFRAGE<br />
SO KONTROVERS<br />
BEWERTEN TAXIFAHRER<br />
IHR GEWERBE<br />
Bei einer Umfrage unter <strong>Berlin</strong>er Kollegen wurde erwartungsgemäß<br />
viel gemeckert, aber auch wunderbar philosophiert.<br />
Der <strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong>tarif, die Arbeit der Verbände, die Auswirkungen<br />
des Mindestlohns – es gibt viele Dinge, die<br />
<strong>Taxi</strong>fahrer zu positiver wie zu negativer Kritik veranlassen.<br />
Eines aber, das bisher weniger in der Öffentlichkeit diskutiert<br />
wurde, beschäftigt die Fahrer auf der Straße im Besonderen,<br />
ein im wahrsten Sinn des Wortes menschliches Thema: die<br />
lie ben Kollegen. Dieses<br />
»Zum Positiven<br />
hat sich meines<br />
Erachtens die<br />
Qualität vieler<br />
Fahrer entwickelt.<br />
Sie machen einen<br />
ehrlichen Job.«<br />
Gerold S.<br />
Thema belegte Platz eins<br />
unserer nicht repräsentativen<br />
Umfrage.<br />
So wird häufig das Verhalten<br />
derjenigen Kollegen<br />
erwähnt, die mit ihrer<br />
fragwürdigen Dienstleistung<br />
für den schlechten<br />
Ruf des Gewerbes sorgen:<br />
Gleichgültigkeit, Unfreundlichkeit<br />
oder gar aggressives<br />
Verhalten gegenüber<br />
Fahrgästen oder Kollegen<br />
und vieles mehr. Hier vermissen viele Fahrer wirksame Maßnahmen.<br />
Auch im Straßenverkehr wird das Durchsetzen von Regeln<br />
vermisst, etwa gegen das sich verbreitende Parken auf Bus spuren<br />
oder in zweiter Reihe.<br />
Sanktionen gegen schwarze Schafe – diese Forderung taucht<br />
auf den Antwortbögen am häufigsten auf, denn wirksame Maßnahmen<br />
werden von einem Großteil der Umfrageteilnehmer<br />
schmerzlich vermisst. Das Thema ist vielen wichtig, weil die<br />
dienstleistungsferne Mentalität einiger Kollegen auf das gesamte<br />
Gewerbe zurückfällt – und auch von Fahrgästen bewusster<br />
registriert wird als das service orientierte Verhalten der Mehrheit.<br />
Auf der anderen Seite wird ausdrücklich anerkannt, in welchem<br />
Maße ein großer Teil der Fahrerschaft ein offensichtlich<br />
positives Dienstleistungsbewusstsein entwickelt habe. Ungleich<br />
mehr Kollegen als noch vor Jahren verrichten ihren Job nach<br />
Ansicht der Befragten tadellos, ehrlich, in sauberen Autos und im<br />
Bemühen um einen vorzüglichen Service, wie es einer fortschrittlichen<br />
Metropole angemessen sei. „Was soll ich denn mit einem<br />
Kartenleser, die können doch bar bezahlen“ – das war gestern.<br />
Ein Teilnehmer erwähnt – ohne dies als eindeutig positiv oder<br />
negativ zu werten – sowohl die Veränderung der Kundschaft als<br />
auch des Fahrpersonals: „Es sind deutlich weniger Studenten<br />
unterwegs, was dem Gewerbe vielleicht eine höhere Verbindlichkeit<br />
beschert, aber auch eine gewisse Leichtigkeit und Weltläufigkeit<br />
nimmt. Die Kundschaft hat sich verändert. Ich hatte früher<br />
mit mehr problematischer Kundschaft zu tun als heute.“<br />
FOTOS: Axel Rühle, Fotolia/Nomad_Soul<br />
Durchgängig wurden die freie Zeit einteilung, die abwechslungsreiche<br />
Tätigkeit als solche sowie die tägliche Begegnung mit unbekannten<br />
Menschen als entscheidende Vorzüge des mobilen<br />
Metiers gelobt. „Man sieht viel von der Stadt und kommt in Gegenden,<br />
in die man sonst nie kommen würde.“ Auch die Abwesenheit<br />
des Chefs ist für viele ein bedeutendes Stück Freiheit. Jan S. mag<br />
„das irrlichternde Glitzern, die Aufregung, aber auch die Stille“.<br />
Natürlich gab es auch negative Nennungen; außer den bereits<br />
erwähnten wurde häufig „zu viel Konkurrenz“ beklagt, ferner<br />
seien die Fahrgäste zuweilen unangenehm, beispielsweise die<br />
Betrunkenen, wer kennt das nicht. Andere Fahrer können sich so<br />
problemlos mit ihrem Job identifizieren, dass sie am Gewerbe<br />
kaum etwas Negatives finden – wie Gerold S.: „Als richtig störend<br />
empfinde ich genau genommen nichts. Natürlich sind manche<br />
Fahrgäste anstrengend, aber wie lange dauert eine durchschnittliche<br />
Fahrt? 10 bis 15 Minuten? Das lässt sich aushalten.“<br />
Viele Befragte wünschen sich Abhilfe<br />
gegen die übermäßige Konkurrenz. Mit der<br />
Aussage, die Debatte um den Mindestlohn<br />
erübrige sich bei einer simplen Verringerung<br />
der Konzessionen, spricht Jens R. für etliche<br />
Kollegen. Doch Klagen mit diesem Ziel scheitern<br />
regelmäßig: Nur bei einer existenzbedrohenden<br />
Notlage wäre eine solche<br />
Begrenzung durchsetzbar, und die sehen<br />
Juristen noch lange nicht erreicht.<br />
Auch die – legale wie illegale – Konkurrenz<br />
von außen ist ein häufiges Thema. Die<br />
Kollaboration „unwissender“ Kollegen mit<br />
unlauteren Konkurrenten wie Uber oder<br />
mytaxi wird als „Sägen am eigenen Ast“ verurteilt. Kollege Jan S.<br />
meint, illegale Konkurrenz werde durch die Boulevardpresse<br />
befördert, die „immer pflichtgemäß darüber berichtet, wogegen<br />
das <strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong>gewerbe protestiert. Wenn sich die <strong>Berlin</strong>er<br />
<strong>Taxi</strong>fahrer nicht aufregten, hätte von UberPOP hier noch nie<br />
einer gehört!“<br />
Eine Vielzahl von Antworten bezog sich – ebenfalls im Positiven<br />
wie im Negativen – auf die Gewerbevertretungen. Einige<br />
Befragten hatten zwar nicht viel mehr als Spott für die Verbände<br />
übrig, doch wird ein Grund für die schwere Umsetzbarkeit guter<br />
Ideen darin gesehen, dass nur ein mäßiger Anteil der Unternehmer<br />
in Gewerbevertretungen organisiert ist und diese sich zu oft<br />
uneins seien. Es sei etwas erreichbar, „wenn man gemeinsam<br />
gegen die Lockerung des PBefG vorgeht. Es müssen mehr Unternehmen<br />
in Verbänden organisiert sein und die ‚Richtigen‘ müssen<br />
die Verbände führen.“ Einige Funktionäre wurden nament lich<br />
kritisiert.<br />
Viel Handlungsbedarf sehen die Befragten auch bei den zuständigen<br />
Behörden, die ein Befragter sarkastisch „im Spannungsfeld<br />
zwischen Wachkoma und Totenstarre“ wähnt.<br />
Ein streitbares Thema, das geradezu zwangsläufig auf Verbände<br />
und Behörden folgt, ist der Tarif. Die Vielzahl der Meinungen,<br />
die aus den Gewerbevertretungen bekannt sind, spiegelt sich auch<br />
in den Antworten wider. So wird einerseits kritisiert, er sei zu<br />
günstig (insbesondere die Kurzstrecke – die aber auch gelobt wird)<br />
und führe zu mageren Einnahmen, andererseits werden Strecken<br />
von zwei bis sieben Kilometern als abschreckend teuer bewertet.<br />
Die einen wünschen sich die Wochen end- und Nachtzuschläge<br />
zurück, andere betrachten deren Abschaffung als großen Fortschritt<br />
im Sinne der Übersichtlichkeit. Die kostenlose erste Warteminute<br />
lehnen die einen schlichtweg ab, weil ein <strong>Taxi</strong>fahrer im<br />
WIR FRAGTEN:<br />
1 Was gefällt Ihnen am <strong>Taxi</strong> gewerbe<br />
und was stört Sie?<br />
2 Welche positiven und negativen<br />
Veränderungen haben Sie in den<br />
letzten Jahren wahrgenommen?<br />
UMFRAGE<br />
Stau unbezahlt arbeite, die anderen betrachten sie als Errungenschaft,<br />
weil der Fahrgast sich nur so auf den vorab berechneten<br />
Fahrpreis verlassen könne.<br />
Ausgesprochen positiv bewerteten die Befragten die Entwicklung<br />
bei der Funkvermittlung. Diese funktioniere endlich digital<br />
und sei zudem – insbesondere bei der großen Zentrale – moderner<br />
sowie kunden- und unternehmerfreundlicher geworden. Der Service<br />
habe sich „bahnbrechend verbessert“, wobei einschränkend<br />
angemerkt wird, dass bei Problemen zwischen Kunden und Fahrern<br />
(wie etwa vom Kunden verschuldete Fehlfahrten) zu oft zu Ungunsten<br />
des Fahrers entschieden werde. Doch auch die Kosten entwicklung<br />
bei den Geräten zur Teilnahme an der Funkvermittlung habe eine<br />
erfreuliche Richtung, nämlich nach unten, genommen.<br />
Weiterer Verbesserungsbedarf wird bei der P-Schein-Prüfung<br />
gesehen: Sie sei auch nach dem Wechsel zu TÜV und Dekra nach<br />
wie vor unzureichend.<br />
»Wozu die Mindestlohndebatte,<br />
wenn<br />
die Probleme mit<br />
einer Begrenzung der<br />
Konzessionen gelöst<br />
werden könnten?«<br />
Jens R.<br />
Bei allen Widersprüchen kommt das Gewerbe um eine Einsicht<br />
nicht herum, die ein Teilnehmer treffend formuliert: „Die<br />
wichtigste Maßnahme zur Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit<br />
ist die Qualitätsverbesserung des <strong>Taxi</strong>gewerbes.“<br />
Kann der einzelne Fahrer etwas tun? Das kann er: Ein Befragter<br />
mahnt „Zusammenhalt gegenüber qualitätsfernen Kollegen“ an.<br />
Beispielsweise sollten „Fahrer, die im Auto rauchen, von vernünftigen<br />
Kollegen angesprochen, gemeldet und ausgegrenzt<br />
werden“. Sollte die Zahl der Konzessionen doch eines Tages<br />
begrenzt werden, „dann sollte Qualität das entscheidende Kriterium<br />
sein“. •<br />
ar<br />
3 Können Sie sich vorstellen, dass ein<br />
gemeinsames Vorgehen der Fahrer,<br />
etwa gegen legale bzw. illegale<br />
Konkurrenz oder gegen nachteilige<br />
Vorschriften, hinsichtlich der<br />
Zukunft des <strong>Taxi</strong>gewerbes etwas<br />
Konkretes bewirken kann?<br />
10 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />
11
KREDITKARTEN<br />
TAXI BERLIN TZB GMBH<br />
BARGELDLOS<br />
MUSS<br />
MÖGLICH SEIN<br />
Bald müssen alle <strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong>s<br />
Kreditkarten annehmen. Fünf Fragen<br />
zu einer neuen Verordnung und ihren<br />
Konsequenzen.<br />
1Was genau be inhaltet die Verordnung,<br />
die der <strong>Berlin</strong>er Senat<br />
kürzlich beschlossen hat?<br />
Ab Inkrafttreten der Verordnung muss in<br />
jedem <strong>Taxi</strong> bargeldlose Zahlung durch<br />
Kredit- oder Debitkarten angenommen<br />
werden. Der Unternehmer hat die Akzeptanz<br />
von „min destens drei verschiedenen,<br />
im Ge schäfts verkehr üblichen“ Kreditkarten<br />
zu gewährleisten. Die Annahmepflicht<br />
besteht nicht, wenn der Fahrgast nicht<br />
bereit ist, sich auszuweisen.<br />
2Wann tritt die Verordnung in<br />
Kraft?<br />
Jede Verordnung tritt drei Monate nach der<br />
Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt<br />
für <strong>Berlin</strong> (GVBl.) in Kraft. Der Senat<br />
hat die Verordnung am 13. Januar beschlossen,<br />
die Verkündung im GVBl erfolgte am<br />
07. Februar. Somit müssen ab dem 08. Mai<br />
<strong>2015</strong> alle <strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong>s Kreditkarten<br />
akzeptieren.<br />
Diana Metzler,<br />
Büroleiterin<br />
BÜROSERVICE METZLER<br />
BUCHFÜHRUNG | LOHNABRECHNUNG | BERATUNG<br />
Senken Sie Ihre<br />
Buchhaltungskosten!<br />
Konzentrieren Sie sich auf Ihr<br />
Kerngeschäft und überlassen uns<br />
ihre Buchführung und Lohnrechnung!<br />
3Darf sich ein <strong>Taxi</strong>fahrer, der<br />
keine Kreditkarten akzeptieren<br />
kann oder will, trotzdem am Halteplatz<br />
bereithalten?<br />
Zu dieser Frage hat sich Petra Rohland, stellvertretende<br />
Pressesprecherin der zuständigen<br />
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung<br />
und Umweltschutz, eindeutig geäußert: „Die<br />
Beförderung von Personen darf mit dem<br />
<strong>Taxi</strong> nicht durchgeführt werden, wenn ein<br />
funktionsfähiges Abrechnungssystem oder<br />
Abrechnungs gerät vor Fahrtbeginn nicht<br />
zur Verfügung steht. Ein <strong>Taxi</strong>fahrer, der<br />
keine Kreditkarten akzeptieren kann oder<br />
will, darf sich infolgedessen auch nicht am<br />
Halteplatz bereithalten, denn ein solches<br />
Bereithalten hat den Sinn, bei der nächsten<br />
sich bietenden Gelegenheit eine Personenbeförderung<br />
durchzuführen. Ordnungswidrig<br />
handelt (…) auch derjenige, der<br />
entgegen der genannten neuen Verpflichtung<br />
die bargeldlose Zahlung nicht annimmt<br />
oder der mit der Taxe Personen befördert,<br />
Rufen Sie uns an,<br />
Telefon: 030 / 91 74 57 32<br />
E-Mail: info@buchfuehrung-berlin.de<br />
Buchhaltungsbüro Andreas Metzler,<br />
Bühringstr. 8, 13086 <strong>Berlin</strong><br />
Mitglied im Bundesverband selbständiger<br />
Buchhalter und Bilanzbuchhalter (b.b.h.)<br />
obwohl ein funktions fähiges Abrechnungssystem<br />
oder Abrechnungs gerät vor Fahrtbeginn<br />
nicht zur Verfügung steht.“<br />
4Was versteht man unter „im<br />
Ge schäfts verkehr üblichen“<br />
Kreditkarten?<br />
Das dürfte wohl der größte Streitpunkt<br />
werden. Wer auf der sicheren Seite sein<br />
will, sollte Visa, MasterCard und Amex<br />
akzeptieren.<br />
Ist diese Regelung nun Chance<br />
5 oder Bevormundung?<br />
Einwände gegen die beschlossene Verordnung<br />
erhebt die <strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong> Vereinigung<br />
e. V. (BTV). Ihr Vorsitzender Richard Leipold<br />
sieht darin einen Verstoß gegen das<br />
BGB. Zudem rechnet er vor, dass bislang<br />
durchschnittlich fünf bis zehn Prozent<br />
aller <strong>Taxi</strong>fahrten der BTV-angehörigen<br />
Betriebe per Kreditkarte bezahlt werden.<br />
Damit sei die Verordnung als Mittel gegen<br />
Schwarz arbeit allenfalls ein Tropfen auf<br />
den heißen Stein. Außerdem würden die<br />
Mietkosten für Karten lesegeräte bei Unternehmen<br />
mit wenig Kartenzahlung ein<br />
Zuschussgeschäft bewirken.<br />
Service für Touristen<br />
Dagegen hält die Mehrheit der Gewerbevertretungen<br />
die Verordnung für insgesamt vernünftig,<br />
da es in anderen Ländern bereits<br />
üblich ist, alles mit Karte zu bezahlen. Wer<br />
etwa in Schweden heute mit Bargeld bezahlen<br />
möchte, stößt auf Unverständnis. Touristen<br />
und <strong>Berlin</strong> besucher gehen fast automatisch<br />
davon aus, dass sie auch hier wie gewohnt<br />
mit Kreditkarte zahlen können. In Zeiten vermehrter<br />
Konkurrenz muss auch das <strong>Taxi</strong>gewerbe<br />
diese Dienstleistung anbieten. •ar<br />
FOTOS: <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong>, Pixelio/Tim Reckmann<br />
12 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />
13
TAXI BERLIN TZB GMBH<br />
TAXI BERLIN TZB GMBH<br />
taxi.eu-<br />
Payment<br />
läuft auf den<br />
PDA- und<br />
DBGtouch-<br />
Geräten sowie<br />
im Menü der<br />
Fahrer-App.<br />
DIE VORTEILE<br />
AUF EINEN BLICK:<br />
– Erschließung neuer<br />
Kunden kreise<br />
– Einfache Menü-Bedienung<br />
– Registrierte Fahrgäste<br />
– Gesicherte Zahlungsmittel<br />
– Keine Einrichtungskosten<br />
BEZAHLEN MIT<br />
TAXI.EU-<br />
PAYMENT –<br />
SO EINFACH<br />
GEHT’S<br />
4.<br />
Tragen Sie den Fahrpreis<br />
ein und bestätigen<br />
Sie diesen mit OK.<br />
Dem Fahrgast wird der<br />
Preis auf seinem Smartphone<br />
angezeigt und<br />
er kann die Zahlung<br />
autorisieren.<br />
1.<br />
Der Fahrgast teilt<br />
Ihnen mit, dass er mit<br />
5.<br />
Nachdem der Fahrgast<br />
die Zahlung autorisiert<br />
der taxi.eu-App<br />
hat, wird Ihnen auf dem<br />
(taxi.eu-Payment)<br />
Display Bezahlt ange-<br />
bezahlen möchte.<br />
zeigt. Mit dem grünen<br />
MOBILE-PAYMENT<br />
Die taxi.eu-Payment-<br />
Funktion finden Sie im<br />
Quick-Button-Menü.<br />
Sie rufen die Funktion<br />
OK-Button können Sie<br />
sich Ihren Beleg der<br />
Zahlung ausdrucken.<br />
LEICHT GEMACHT<br />
über den linken oberen<br />
Button auf.<br />
Bei <strong>Taxi</strong> <strong>Berlin</strong> können <strong>Taxi</strong>fahrer und Unternehmer schon seit<br />
Jahren bargeldlose Fahrten über das Vermittlungssystem abwickeln.<br />
Nun kommt die nächste Entwicklungsstufe.<br />
2.<br />
Im Quick-Button-Menü<br />
6.<br />
Schließen Sie den<br />
wählen Sie bitte den Punkt<br />
gesamten Zahlungsvor-<br />
taxi.eu-Payment aus.<br />
gang durch Betätigen des<br />
Der Wunsch nach bargeldloser Zahlung<br />
mag für wenige aus dem<br />
<strong>Taxi</strong>gewerbe noch ein Ärgernis<br />
sein, von den meisten <strong>Taxi</strong>fahrern und<br />
<strong>Taxi</strong>-Unternehmern wird die Entwicklung<br />
jedoch begrüßt. Schließlich trägt sie dem<br />
veränderten Bezahlverhalten der <strong>Taxi</strong>kunden<br />
Rechnung.<br />
Konnte man sich in der Vergangenheit<br />
noch darauf verlassen, dass in <strong>Taxi</strong>s bar<br />
bezahlt wurde, so wird das heute von<br />
Geschäftsleuten, internationalen Gästen<br />
und jungen Smartphone-Nutzern nur noch<br />
mit Unverständnis zur Kenntnis genommen.<br />
In anderen – auch europäischen – Ländern<br />
ist es umgekehrt eher ungewöhnlich,<br />
wenn man mit Münzen und Scheinen<br />
bezahlen möchte. Will das <strong>Taxi</strong>gewerbe<br />
den Anschluss an diesen Trend nicht verlieren,<br />
ist die bargeldlose Zahlung ein<br />
absolutes Muss.<br />
Die Frage ist eigentlich nicht mehr,<br />
ob der Kunde bargeldlos zahlen kann, sondern<br />
wie einfach ihm dieser Vorgang<br />
gemacht wird. Die Antwort darauf erfolgt<br />
im Zuge der voran schreitenden Verbreitung<br />
mobiler Zahlungsmöglichkeiten.<br />
„Mobile-Payment“ nennt sich der neue<br />
Trend, mit dem der Kunde direkt, bequem,<br />
bargeldlos und sicher per Smartphone<br />
bezahlen kann.<br />
Das <strong>Berlin</strong>er<br />
<strong>Taxi</strong>gewerbe ist durch<br />
taxi.eu-Payment<br />
wieder ein Stück<br />
wettbewerbsfähiger<br />
geworden.<br />
Mit der Einführung der bargeldlosen Zahlungsvariante<br />
taxi.eu-Payment gehört<br />
dieser Service seit Anfang Februar <strong>2015</strong><br />
zum Standard bei taxi.eu. Sobald sich der<br />
Fahrgast über die <strong>Taxi</strong>-Bestell-App registriert<br />
und als Zahlungsmittel seinen<br />
PayPal Account oder seine Kundenkartennummer<br />
freigeschaltet hat, ist es ihm<br />
möglich, seine <strong>Taxi</strong>fahrt per taxi.eu-App<br />
zu bezahlen. Die Abrechnung der Fahrt<br />
erfolgt wie gewohnt über die <strong>Taxi</strong> Pay<br />
GmbH. Die Zahlungsgarantie bleibt im<br />
Rahmen der bisherigen Regelungen für<br />
bargeldlose Abrechnungen bestehen.<br />
Die neue Mobile-Payment-Funktion wird<br />
über das Merkmal MPAY vermittelt. Sie<br />
wurde bereits im Menü der PDA- und<br />
DBGtouch-Geräte sowie in der Fahrer-App<br />
in stalliert. Da es sich bei MPAY um ein<br />
fahrer- und fahrzeuggebundenes Merkmal<br />
handelt, müssen sich sowohl der Fahrer als<br />
auch der Unternehmer freischalten lassen.<br />
Die Anmeldung kann sowohl online unter<br />
www.taxi.eu/mpay als auch im <strong>Taxi</strong>-<strong>Berlin</strong>-<br />
Kundencenter vorgenommen werden.<br />
Eine Anleitung zum taxi.eu-Payment ist auf<br />
der angegebenen Website zu finden. Das<br />
Kundencenter bietet eine persönliche<br />
Beratung an: Persiusstraße 7, 10245 <strong>Berlin</strong>,<br />
Montag bis Freitag, 10.00 bis 17.30 Uhr,<br />
Telefon: 030 / 690 27 20. <br />
mp<br />
FOTOS/MONTAGE: TZB<br />
3.<br />
Wählen Sie den zutreffenden<br />
Umsatzsteuersatz<br />
von 7 % (für Stadtfahrt)<br />
oder 19 % (für Materialfahrt<br />
bzw. Fernfahrt).<br />
Danach befinden Sie sich<br />
automatisch im Menüpunkt<br />
Fahrpreiseingabe.<br />
OK Buttons ab.<br />
Der Fahrgast kann auf<br />
seinem Smartphone wählen,<br />
ob er einen Beleg per<br />
E-Mail erhalten möchte.<br />
Wichtig: Der Fahrgast<br />
erhält von Ihnen keine<br />
Quittung über die<br />
Zahlung.<br />
7.<br />
In Einzelfällen kann es<br />
nach Eingabe des Fahrpreises<br />
zur Anzeige eines<br />
4-stelligen Codes kommen.<br />
Diesen Code muss der<br />
Fahrgast auf seinem Smartphone<br />
eingeben, um die<br />
Zahlung zu autorisieren.<br />
Um die Zahlung abzuschließen,<br />
gehen Sie<br />
bitte wie in Schritt 5 und<br />
Schritt 6 vor.<br />
14 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />
15
TAXI BERLIN TZB GMBH<br />
TAXI VERBAND BERLIN BRANDENBURG E. V.<br />
BVG-FAHRGÄSTE<br />
FÜR TAXI BERLIN<br />
Ganz links: Letzte<br />
Mitgliederversammlung<br />
in den alten<br />
Geschäftsräumen.<br />
Links: Schatzmeister<br />
Reinhard Ehringfeld.<br />
TAXI BERLIN TZB GMBH<br />
Firmensitz<br />
Persiusstraße 7, 10245 <strong>Berlin</strong><br />
Telefon: +49 (0)30 / 690 27 20<br />
Telefax: +49 (0)30 / 690 27 19<br />
E-Mail: info@taxi-berlin.de<br />
www.taxi-berlin.de<br />
Öffnungszeiten Kundencenter<br />
Mo. bis Fr. 10.00 bis 17.30 Uhr<br />
<strong>Taxi</strong>bestellung<br />
Telefon: +49 (0)30 / 20 20 20<br />
www.taxi-berlin.de<br />
<strong>Taxi</strong> <strong>Berlin</strong> App (im App-Store<br />
und im Google Play Store)<br />
Kursanmeldung<br />
VIP Quality <strong>Taxi</strong> Service Kurs<br />
und Funkkurse<br />
Kontakt:<br />
Telefon: +49 (0)30 / 20 20 21 10 0<br />
info@taxi-berlin.de<br />
<strong>Taxi</strong> <strong>Berlin</strong> International<br />
Telefon: +49 (0)30 / 20 20 21 22 0<br />
Bankverbindung<br />
Kreditinstitut: <strong>Berlin</strong>er Bank,<br />
Ndl. der Deutsche Bank PGK AG<br />
IBAN: DE45 1007 0848 0524 5105 00<br />
BIC: DEUTDEDB110<br />
Geschäftsführung<br />
Hermann Waldner<br />
Handelsregister Amtsgericht<br />
Charlottenburg<br />
HRB 108569 B<br />
Steuernr.<br />
37/212/21313<br />
USt-IdNr.<br />
DE255785698<br />
Pressekontakt + presserechtlich<br />
verantwortlich für die Seiten 13 bis 16:<br />
Hermann Waldner<br />
presse@taxi-berlin.de<br />
Seit Ende Januar können Bahn- und<br />
Bus-Nutzer jederzeit nahtlos auf das <strong>Taxi</strong><br />
umsteigen. Die Bestellung ist über<br />
die BVG-App möglich.<br />
Fahrgäste, die an Endhaltestellen oder<br />
Umsteigepunkten von Bahn oder Bus in<br />
das <strong>Taxi</strong> umsteigen, gehören zum festen<br />
Kundenstamm des <strong>Taxi</strong> gewerbes. Seit<br />
Ende Januar können diese Kunden direkt<br />
über die App der BVG ein <strong>Taxi</strong> von <strong>Taxi</strong><br />
<strong>Berlin</strong> bestellen.<br />
Dazu ist der App-Bestellservice von<br />
<strong>Taxi</strong> <strong>Berlin</strong> in das BVG Angebot integriert<br />
worden. Neben Bussen und Bahnen zeigt<br />
die BVG-Service-App jedes frei verfügbare<br />
<strong>Taxi</strong> von <strong>Taxi</strong> <strong>Berlin</strong> in der Umgebungskarte<br />
an.<br />
Aus Sicht des Fahrgastes bedeutet<br />
dieser Komfort: kein langes Frieren mehr<br />
beim Warten auf den Nachtbus, kein<br />
Zu spät kommen durch verpasste<br />
Anschlüsse oder Verspätungen im Fahrbetrieb.<br />
Aus Sicht des <strong>Taxi</strong>fahrers bedeutet dies:<br />
wieder eine Plattform mehr, über die<br />
potenzielle Kunden auf das <strong>Taxi</strong> aufmerksam<br />
gemacht werden.<br />
Die aktuelle BVG-Service-App ist<br />
zu nächst für alle iPhones und iPads<br />
verfügbar. Eine Android-Version ist für<br />
das Frühjahr geplant.<br />
TOLLER AUFTRITT IN ISTANBUL<br />
Mit der Kooperation<br />
wollen die beiden etablierten<br />
<strong>Berlin</strong>er Unternehmen<br />
das Angebots<br />
spektrum<br />
des Öffentlichen<br />
Nahverkehrs er <br />
weitern und die<br />
Mobilitäts möglichkeiten<br />
für<br />
ih re Kunden ausbauen.<br />
Die neue Kooperation<br />
wurde zum Start<br />
von beiden Unternehmen<br />
gegenüber den<br />
Medien kommuniziert<br />
und dort publiziert.<br />
Die <strong>Berlin</strong>er<br />
Die BVG Service-<br />
App zeigt ab<br />
sofort jedes frei<br />
verfügbare <strong>Taxi</strong><br />
von <strong>Taxi</strong> <strong>Berlin</strong> in<br />
der Umgebungskarte<br />
an<br />
„Morgenpost“ be richtete beispielsweise<br />
auf ihrem Online portal darüber.<br />
Der neue Service wird sich sicherlich<br />
sehr bald in der Stadt herumsprechen.<br />
Empfehlen Sie doch schon heute<br />
das Angebot von <strong>Taxi</strong> <strong>Berlin</strong> und der<br />
BVG an Ihre Fahrgäste weiter. <br />
<br />
mp<br />
Großes Interesse an der App von<br />
taxi.eu zeigten die Besucher der<br />
ersten <strong>Taxi</strong>-Messe<br />
in Istanbul.<br />
Gemeinsam<br />
mit dem neuen<br />
Partner Tuas<br />
präsentierte sich<br />
taxi.eu auf der<br />
<strong>Taxi</strong>world Turkey<br />
mit einem<br />
beeindruckenden<br />
Messestand. Bald schon werden<br />
in Istanbul Fahrgäste ihr <strong>Taxi</strong> mit der<br />
taxi.eu-App<br />
bestellen können.<br />
Ab dem<br />
Start wird es<br />
dann möglich<br />
sein, per<br />
taxi.eu- und<br />
<strong>Taxi</strong> <strong>Berlin</strong>-<br />
App ein <strong>Taxi</strong><br />
zu bestellen.<br />
FOTOS: BVG, <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong><br />
FOTOS: Jochen Liedtke<br />
DER TVB<br />
IST UMGEZOGEN<br />
Wie bereits angekündigt hat der Verband<br />
seine bisherigen Geschäftsräume in der<br />
Gieselerstraße zum Jahreswechsel<br />
gekündigt und sich räumlich etwas verkleinert.<br />
Seit Januar befindet sich die<br />
Geschäftsstelle in einem gemütlichen<br />
Laden in der Franklinstraße 18. Nach<br />
anfänglicher Skepsis, ob die neue<br />
Geschäftsstelle denn „genügen“ würde,<br />
fühlen sich inzwischen alle Aktiven in<br />
den Räumen in Charlottenburg wohl. Die<br />
Mitglieder des Vorstands haben in den<br />
BARGELDLOSE ZAHLUNG<br />
IN ALLEN BERLINER TAXIS<br />
Mit der Kredit- oder Bankkarte<br />
im <strong>Taxi</strong> bezahlen – das muss ab<br />
diesem Jahr jeder <strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong>fahrer<br />
auf Wunsch des Fahrgastes<br />
akzeptieren. Fahrgäste hatten sich<br />
insbesondere am Flughafen Tegel<br />
und an den Fernbahnhöfen über die<br />
mitunter fehlende Möglichkeit zur<br />
bargeldlosen Zahlung beschwert.<br />
Zu Recht, meinten der <strong>Taxi</strong> Verband<br />
<strong>Berlin</strong> Brandenburg e. V. (TVB) und<br />
die <strong>Berlin</strong>er Industrie- und Handelskammer<br />
(IHK). 2013 beantragten sie<br />
daher bei der Senatsverwaltung für<br />
Stadt entwicklung die Änderung der<br />
„Verordnung über Beförderungsentgelte<br />
im Taxenverkehr“. Der<br />
Senat hat dem Ansinnen inzwischen<br />
Wochen um den Jahreswechsel oft Hand<br />
angelegt beim Umzug. Besonders engagiert<br />
war Schatzmeister Reinhard<br />
Ehringfeld, der alles organisiert hat und<br />
in größter Hektik stets Durchblick<br />
bewahrte. Noch sind nicht alle Kartons<br />
ausgepackt, aber der Geschäftsstellenbetrieb<br />
hat sich bereits wieder normalisiert.<br />
Schauen Sie doch mal vorbei! Sie<br />
finden den TVB in „prominenter“ Lage<br />
zwischen Gotzkowskybrücke und den<br />
Autohäusern von VW und Audi. jl<br />
zugestimmt und die Verordnung im<br />
Amtsblatt veröffentlicht. Es gilt eine<br />
Übergangsfrist von drei Monaten.<br />
Detlev Freutel, TVB-Vorsitzender:<br />
„Jedes <strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong> muss künftig<br />
mindestens drei der gängigsten<br />
Zahlkarten akzeptieren.“ Funktioniere<br />
die Technik nicht, dürfe<br />
das <strong>Taxi</strong> sich nicht zur Personenbeförderung<br />
bereithalten. „<strong>Berlin</strong><br />
ist damit die erste Stadt in ganz<br />
Deutschland, in der dieser Service<br />
für Kunden angeboten wird.“ Auch<br />
der BZP begrüße die Neuregelung.<br />
„Wir erwarten auch, dass die Kunden<br />
am Flughafen Tegel nicht mehr<br />
vergrault werden“, ergänzt Freutel.<br />
jl<br />
TAXI VERBAND BERLIN<br />
BRANDENBURG E. V.<br />
ACHTUNG: NEUE ANSCHRIFT!<br />
Seit Jahresbeginn finden Sie uns hier:<br />
Franklinstr. 18, 10587 <strong>Berlin</strong><br />
Telefon: +49 (0)30 / 342 72 90<br />
Telefax: +49 (0)30 / 86 09 07 70<br />
Bis ca. Mitte Februar<br />
Übergangstelefonnummer:<br />
+49 (0)30 / 24 33 54 08<br />
E-Mail: taxiverband@t-online.de<br />
www.taxiverband-berlin.de<br />
Öffnungszeiten<br />
Mo. und Di. 11.00 bis 15.00 Uhr<br />
Mi. geschlossen<br />
Do. 12.00 bis 17.00 Uhr<br />
Fr. 16.00 bis 19.30 Uhr<br />
Geschäftsstelle und Sekretariat<br />
Tanja Skorniakow<br />
Vorstand<br />
Vorsitzender: Detlev Freutel<br />
Stellvertr. Vorsitzender: Boto Töpfer<br />
Schatzmeister: Reinhard Ehringfeld<br />
Schriftführer und Betreuung Mitglieder<br />
Brandenburg: Karl-Heinz Kirle<br />
Beisitzer: Jürgen Dumke, Farrokh<br />
Aleguilany, Christian Mach<br />
Vorstandsberatung für Mitglieder<br />
Do. 14.00 bis 17.00 Uhr,<br />
Di. nach telefonischer Absprache<br />
Rechtsberatung<br />
Do. 16.00 bis 17.00 Uhr<br />
und nach Vereinbarung<br />
Beratung durch die Anwaltskanzlei<br />
Christoph Wuttke<br />
Seminarangebot im TVB<br />
Der Verband bietet zahlreiche<br />
Seminare, etwa in Sach- und Fachkunde<br />
und für angehende Stadtführer.<br />
Informationen dazu in Kürze<br />
wieder auf der Homepage des TVB.<br />
Presserechtlich verantwortlich für<br />
diese Seite: Detlev Freutel<br />
16 TAXI MÄRZ / <strong>2015</strong><br />
17
TAXI DEUTSCHLAND BERLIN E. V.<br />
NEWS<br />
Der TD-Vorsitzende Ertan Ucar<br />
begrüßte zahlreiche Gäste zum<br />
Neujahrsempfang.<br />
Aus O2 World wird MB-Arena.<br />
Über solche und viele andere<br />
Nachrichten informiert das<br />
„Update <strong>Berlin</strong>“.<br />
NEWSTICKER<br />
NEUER ORTSKUNDE<br />
KATALOG ENDE MÄRZ<br />
TAXI DEUTSCHLAND<br />
Vorstand<br />
Vorsitzender: Ertan Ucar<br />
Stellvertretender Vorsitzender:<br />
Ahmad Vahdati<br />
Schatzmeisterin: Irene Jaxtheimer<br />
(kommissarisch)<br />
Schriftführerin: Irene Jaxtheimer<br />
Beisitzer: Yasar Öge<br />
Ehrenvorstandsmitglied: Rainer Stäck<br />
Geschäftsstelle<br />
Persiusstr. 7, 10245 <strong>Berlin</strong><br />
Telefon: +49 (0)30 / 20 20 21 31 0<br />
Telefax: +49 (0)30 / 20 20 21 31 1<br />
www.taxideutschland.eu<br />
berlin@taxideutschland.eu<br />
Öffnungszeiten<br />
Mo. bis Mi. 10.00 bis 16.00 Uhr<br />
Do. 10.00 bis 17.00 Uhr<br />
Fr. geschlossen<br />
Beratung durch den Vorstand<br />
Do. 13.00 bis 15.00 Uhr<br />
oder nach telefonischer Absprache<br />
Rechtsberatung<br />
Do 15.00 bis 16.00 Uhr<br />
NEUJAHRSESSEN<br />
MIT TD BERLIN<br />
Am 26. Januar hatte <strong>Taxi</strong> Deutschland<br />
Freunde, Förderer und Geschäftspartner<br />
zu einem Neujahrs essen ins Restaurant<br />
Hafis eingeladen. Solch ein Neujahrsoder<br />
Weihnachts essen veranstaltet <strong>Taxi</strong><br />
Deutschland schon seit einigen Jahren.<br />
Anfangs war das sehr informell. Man<br />
blieb unter sich. Inzwischen kommt auch<br />
„Prominenz“ aus vielen Bereichen.<br />
PROMINENTE GÄSTE BEI TD<br />
Das liegt sicher auch an der beharrlichen<br />
Politik von <strong>Taxi</strong> Deutschland. Mit<br />
seriösem Auftreten und nachvollziehbaren<br />
Anliegen hat <strong>Taxi</strong> Deutschland das<br />
<strong>Taxi</strong>gewerbe wieder zu einem angesehenen<br />
Gesprächs partner und gefragten Ge <br />
schäfts partner gemacht. Das erfreute<br />
auch den besonderen Ehrengast Heinz<br />
Peter, wenngleich der große <strong>Taxi</strong> vertreter<br />
der Vergangenheit zu seiner Zeit eher<br />
gewohnt war, bei seinen Feten mit dem<br />
Regierenden Bürgermeister und anderen<br />
Hochkarätern zusammenzutreffen. Ertan<br />
Ucar, der Vorsitzende von <strong>Taxi</strong> Deutschland,<br />
begrüßte kurz die Gäste, wünschte<br />
guten Appetit und freute sich auf interessante<br />
Gespräche. Lange Reden wurden<br />
nicht gehalten. Die Erörterung der<br />
gewerbepolitischen Wetterlage blieb den<br />
Tischgesprächen vorbehalten.<br />
Wer war gekommen? Der Vorstand<br />
von <strong>Taxi</strong> Deutschland <strong>Berlin</strong> e. V. natürlich<br />
und einige befreundete <strong>Taxi</strong>-Unternehmer,<br />
Hermann Waldner mit seiner<br />
<strong>Taxi</strong>-<strong>Berlin</strong>-Mannschaft, Dr. Lutz Kaden<br />
von der IHK (siehe Seite 4), mobile<br />
Garantie, die AOK <strong>Berlin</strong>, taxisoft und die<br />
Anwaltskanzlei Just. Volkswagen Automobile<br />
zeigten ihre Verbundenheit mit<br />
dem <strong>Taxi</strong>gewerbe. Simon Müller, der<br />
neue Chef der Mercedes-<strong>Taxi</strong>stützpunkte<br />
Prinzessinnenstraße und Schönefeld<br />
nutzte als „Neuer“ die Gelegenheit, Fühlung<br />
mit dem <strong>Taxi</strong>gewerbe aufzunehmen.<br />
Die nutzte auch Kai Wegner, <strong>Berlin</strong>er<br />
Bundestagsabgeordneter und Generalsekretär<br />
der <strong>Berlin</strong>er CDU. Wegner hat<br />
sich schon mehrfach als Kenner des <strong>Taxi</strong>gewerbes<br />
erwiesen. Dem Gewerbe kann<br />
es nur nützen, Freunde in der Politik zu<br />
haben – und vielleicht auch den Politikern,<br />
Freunde im <strong>Taxi</strong>gewerbe, dem kommunikativsten<br />
Gewerbe der Welt. wh<br />
FOTO: Mercedes-Benz<br />
TAXI TIMES BERLIN<br />
KOMMT ALS<br />
NEWSLETTER<br />
Hinweis in eigener Sache: Mit einem<br />
regelmäßigen Update informiert das <strong>Berlin</strong>er<br />
Magazin über tagesaktuelle Ereignisse rund<br />
um die <strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong>branche.<br />
„Haste mitjekriegt? Die O2-Arena soll jetzt dann Mercedes-Benz Arena<br />
heißen.“ „Haben Sie schon gehört? Uber hat gestern den Prozess gegen<br />
einen <strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong>-Unternehmer verloren und darf jetzt seinen Limousinen-Service<br />
UberBLACK nicht mehr bei uns anbieten.“<br />
Damit Sie bei solchen und ähnlichen Gesprächen am Halteplatz,<br />
mit Ihren Kollegen oder mit Ihren Fahrgästen künftig garantiert mitreden<br />
können, wird <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> <strong>Berlin</strong> ein- bis zweimal pro Woche ein<br />
„Update <strong>Berlin</strong>“ per E-Mail versenden. In diesem Newsletter wird die<br />
Redaktion alles zusammenfassen, was in den Medien zum Thema<br />
<strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong> zu finden oder was für <strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong>-Unternehmer und<br />
Fahrer wichtig ist.<br />
Das „Update <strong>Berlin</strong>“ ist kostenlos. Die Anmeldung ist über die<br />
Homepage www.taxi-times.com/berlin möglich.<br />
jh<br />
Die beiden technischen Prüfstellen in<br />
<strong>Berlin</strong>, DEKRA und TÜV Rheinland, die<br />
seit Anfang November 2014 die P-Schein-<br />
Prüfungen abnehmen, sind vom LABO<br />
auch beauftragt worden, jährlich einen<br />
neuen Orts kundekatalog zu erstellen.<br />
Wie von den Prüfstellenleitern Enk<br />
(DEKRA) und Röse (TÜV) verlautet, ist die<br />
lang erwartete Neuausgabe <strong>2015</strong> bereits<br />
in Arbeit. Dabei wurden auch Anregungen<br />
aus dem <strong>Taxi</strong> gewerbe berücksichtigt, so<br />
die Aussage von Helmut Enk bei einem<br />
Informations treffen mit Vertretern des<br />
<strong>Taxi</strong> gewerbes am 9. Januar. Das fertige<br />
Werk soll Ende Februar dem LABO vorgelegt<br />
und Ende <strong>März</strong> <strong>2015</strong> veröffentlicht<br />
werden. Ein halbes Jahr später wird der<br />
Stoff in der Prüfung verlangt.<br />
ar<br />
BUNDESWEITE<br />
TARIF ANHEBUNGEN<br />
Der Mindestlohn schlägt sich nicht nur in<br />
höheren Frisör- und Bistropreisen nieder,<br />
sondern vielerorts auch in den <strong>Taxi</strong> tarifen.<br />
In einem Großteil der Gemeinden und<br />
Landkreise gelten gesonderte Tarife für<br />
Großraumtaxen – die in <strong>Berlin</strong> bekanntlich<br />
nur als Zuschlag im normalen Tarif auftauchen.<br />
Dadurch gibt es in den etwa 650 Tarifgebieten<br />
zwischen 1100 und 1200 <strong>Taxi</strong>tarife.<br />
Den Tarif beschließt jeweils die Stadt- bzw.<br />
Kreisverwaltung. Auch in <strong>Berlin</strong> ist eine Erhöhung<br />
geplant. Wie der Salzburger Taxa meterhersteller<br />
Hale uns mitgeteilt hat, wurden seit<br />
Oktober 2014 knapp 50 Prozent der deutschen<br />
<strong>Taxi</strong>tarife erhöht.<br />
ar<br />
Verbandsarzt<br />
Terminvereinbarung:<br />
Telefon: +49 (0)30 / 786 64 00<br />
Bankverbindung<br />
<strong>Berlin</strong>er Volksbank<br />
BLZ 100 900 00<br />
Konto-Nr. 7347788001<br />
Amtsgericht Charlottenburg (<strong>Berlin</strong>)<br />
Vereinsregister-Nr. 246002Nz<br />
<strong>Berlin</strong> Finanzamt für Körperschaften I<br />
Steuernr. 27/620/57670<br />
Presserechtlich verantwortlich für<br />
diese Seite: Ertan Ucar<br />
ALIŞAN UND ERTAN<br />
Ertan Ucar, Vorstandsvorsitzender<br />
von TD <strong>Berlin</strong>, hatte im Rahmen<br />
der ersten Istanbuler <strong>Taxi</strong>messe<br />
<strong>Taxi</strong> World Turkey einen Gala abend<br />
für das türkische <strong>Taxi</strong>gewerbe organisiert.<br />
Als Stargast trat dabei der<br />
türkische Sänger Alişan auf. Alişan<br />
war in einer Umfrage unter allen<br />
<strong>Taxi</strong>fahrern der Türkei zum beliebtesten<br />
Sänger gewählt worden.<br />
FOTOS: Hochfeld, <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong><br />
18
ANTRIEB<br />
ANTRIEB<br />
Der GreenLine: das Reichweitenwunder.<br />
3 X SKODA FÜR<br />
DEN TAXI-EINSATZ<br />
Ein Reichweitenwunder, ein Kompakt-Kombi und ein Erdgasmodell –<br />
sind die Modelle Octavia GreenLine, Rapid Spaceback und<br />
Octavia G-Tec taxitauglich? Unser Auto-Experte hat sie getestet.<br />
Für 19 090 Euro brutto gibt es den Rapid Spaceback 1,6 TDI<br />
DSG mit 66 kW/90 PS und Siebengang-Doppelkupplungs<br />
getriebe. Ein <strong>Taxi</strong>-Paket – das es derzeit<br />
nicht gibt – wäre auch hierfür zu<br />
be grüßen. Das gilt ebenso für den<br />
Erdgas-Octavia, der im kombinierten<br />
Gas-/Benzin-Einsatz mit seinen<br />
zwei Tanks eine Reichweite<br />
von 410 Kilometern (Gasbetrieb)<br />
plus 920 Kilometer (Benzin)<br />
ermöglicht. Der große Vorteil: Wer<br />
oft genug Erdgas tanken kann, wird<br />
sehr von den günstigen Kosten profitieren.<br />
Und wer auf Langstrecke nicht jederzeit<br />
zum Erdgas tanken kommt, nutzt immerhin<br />
die uneingeschränkte Benzin-Reichweite<br />
des Skoda Octavia. Alles in allem bietet<br />
die Tochtermarke des VW-Konzerns ein<br />
attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis,<br />
tadellose Qualität und ein meist sehr<br />
großzügiges Raum angebot. Die Frage<br />
nach der <strong>Taxi</strong>tauglichkeit kann also mit<br />
einem klaren Ja beantwortet werden, weshalb<br />
der Konzern diesen Modellen eigentlich<br />
auch die fehlenden <strong>Taxi</strong>pakete spendieren könnte. •rs<br />
REDAKTEURE<br />
GESUCHT!<br />
Der G-Tec: sparsam<br />
mit Erdgas (oben).<br />
Der Rapid: ein<br />
kompakter Kombi (unten).<br />
Bewerben<br />
Sie sich jetzt!<br />
Er fährt und fährt und fährt. Wer den Skoda Octavia 1,6 TDI<br />
GreenLine als <strong>Taxi</strong> einsetzt, freut sich über eine rechnerische<br />
Reichweite von 1 563 Kilometern mit nur einer<br />
Tank füllung – ausgehend von einem Normverbrauch von<br />
3,2 l/100 km. Unser Praxisverbrauch im Stadtverkehr sowie bei<br />
sparsamer Fahrt über Landstraßen ergab nach 25 Kilometern<br />
Strecke 4,7 l/100 km. Das ermöglicht immerhin noch eine Reichweite<br />
von fast 1 100 Kilometern bis zum nächsten Tankstopp.<br />
Agiert man mit einem besonders schonenden Gasfuß und<br />
befolgt die Schalt empfehlungen im zentralen Display, kann man<br />
eine niedrige Vier vor dem Komma erzielen, ohne als Verkehrshindernis<br />
Hupkonzerte heraufzubeschwören. Manchmal quittiert<br />
der Diesel das empfohlene, extrem frühe Hochschalten mit lustlosem<br />
Brummen, da haben es die Verbrauchs wächter von Skoda<br />
wohl allzu gut gemeint. Zur GreenLine-Ausstattung gehören außer<br />
der Schalt empfehlung Alufelgen, eine spezielle Motorsteuerung<br />
und aerodynamische Feinarbeiten. Zudem Start-Stopp-Automatik<br />
und Brems energie rückgewinnung – die Sparmodelle Green tec<br />
sind auf Letztere beschränkt.<br />
Bei Bedarf legt sich der 1,6-Liter-TDI im Octavia GreenLine<br />
mächtig ins Zeug. Immerhin stehen bereits bei 1 500 bis 3 000<br />
Umdrehungen pro Minute beachtenswerte 250 Nm Schubkraft<br />
bereit. Das erlaubt schaltfaules Fahren im Stadtgebiet und außerdem<br />
über Land verbrauchsgünstiges Dahingleiten bei rund 2 000<br />
Umdrehungen pro Minute. Gangwechsel fallen leicht, da die Fünfgang-Handschaltung<br />
sehr gut abgestuft ist und sich komplikationslos<br />
bedienen lässt. Die Leistung von 81 kW/110 PS ist für<br />
den <strong>Taxi</strong>-Einsatz ausreichend.<br />
Sieben Airbags, Dach reling und Klima anlage gehören zum<br />
Serienumfang. 1 740 Liter schluckt das Gepäckabteil, die Zuladung<br />
von 645 Kilogramm kann sich ebenfalls sehen lassen. Die Kombination<br />
mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG ist vorerst nicht<br />
möglich, wird vonseiten Skodas für die Zukunft aber nicht ausgeschlossen.<br />
Ob Skoda ein <strong>Taxi</strong>-Paket für die GreenLine-Modelle<br />
bringt, ist unklar. Derzeit gibt es das nur für die Green tecs von<br />
Octavia und Superb.<br />
Wer statt mit 4,66 mit nur 4,30 Metern am <strong>Taxi</strong>stand erscheinen<br />
will, könnte Geschmack am Skoda Rapid Spaceback finden.<br />
Das variable Raumwunder bietet mit 415 bis 1 380 Litern mit<br />
den größten Kofferraum der kompakten Kombi-Klasse. Auch<br />
Bein- und Kopffreiheit auf allen Sitzen sind sehr vorbildlich,<br />
sodass seinem Einsatz im <strong>Taxi</strong>betrieb nichts im Wege steht.<br />
FOTOS: Schütze, Skoda<br />
Sie schreiben leidenschaftlich<br />
gerne und Sie finden das<br />
<strong>Taxi</strong>gewerbe spannend?<br />
Dann können Sie als Redakteur<br />
der <strong>Taxi</strong> <strong>Times</strong> <strong>Berlin</strong> ab sofort<br />
beides miteinander kombinieren.<br />
Verstärken Sie unser Team, damit<br />
wir in Zukunft über noch mehr<br />
interessante Themen berichten<br />
können.<br />
20<br />
Bewerbungen unter tt-berlin@taxi-times.com<br />
www.taxi-times.com
UNSER SCHLUSSWORT<br />
DEN SCHEIN<br />
WAHREN<br />
ABONNEMENT<br />
Dies ist kein Aufruf zum Uber-Boykott –<br />
im Gegenteil: Dies ist ein Appell an die<br />
<strong>Berlin</strong>er <strong>Taxi</strong>schulen. Holt euch Uber-<br />
Fahrer in eure P-Schein-Kurse.<br />
Uber, dieses amerikanische Unternehmen,<br />
dessen Vermittlung an Privatfahrer<br />
mittlerweile verboten ist und<br />
das laut Urteil des Landgerichts <strong>Berlin</strong> nicht<br />
mal mehr über die UberBLACK-App Limousinen<br />
vermitteln darf, hat nun angekündigt,<br />
seinen Fahrern in Deutschland den P-Schein<br />
zu finanzieren. Dazu gehört auch eine vernünftige<br />
Vorbereitung auf die Ortskundeprüfung.<br />
Könnte man meinen. Zumindest<br />
wird der Uber-Kunde dann, wenn alle UberXoder<br />
UberPOP-Fahrer einen Personenbeförderungsschein<br />
haben, davon ausgehen, dass<br />
sein Fahrdienst gesetzeskonform handelt.<br />
Die entsprechenden Vorbereitungskurse<br />
zum Erwerb des P-Scheins bietet das<br />
<strong>Taxi</strong>gewerbe an. Schickt Uber dann seine<br />
Fahrer in die <strong>Taxi</strong>schulen? Das wäre toll,<br />
denn dann könnte man den neu rekrutierten<br />
Fahrern neben der Ortskunde auch<br />
gleich einiges über die Absichten und Ziele<br />
ihres zukünftigen Partners erzählen.<br />
Beim „Dorf-P-Schein“<br />
ohne Ortskunde muss<br />
man sich auf Navis<br />
verlassen.<br />
Allerdings ist der Redaktion kein Fall<br />
bekannt, in dem an einer <strong>Taxi</strong>schule ein<br />
Uber-Fahrer um Ausbildung angefragt<br />
hätte. Was den Schluss zulässt, dass gar<br />
nicht geplant ist, das Uber-Fahrpersonal mit<br />
dem <strong>Taxi</strong>schein auszustatten – mit Kosten<br />
von bis zu 2 500 Euro –, wenn es doch einen<br />
„Dorf-P-Schein“ ohne Ortskundeprüfung<br />
gibt. Den bekommt man nämlich schon für<br />
knapp über 100 Euro. Der Schein der Legalität<br />
und Gesetzestreue wäre damit gewahrt.<br />
Es sieht alles danach aus, als wolle<br />
Uber wieder einmal bewusst Kunden,<br />
Öffentlichkeit und Politik täuschen. Dem<br />
Argument, die Fahrer dürften ja gar keine<br />
Personen befördern, ist jeder Wind aus<br />
den Segeln genommen. Wer dann noch<br />
versuchen will, den Getäuschten den<br />
Unterschied zwischen dem „kleinen“ und<br />
dem „richtigen“ P-Schein zu erklären,<br />
wird schnell an seine Grenzen kommen.<br />
Schließlich stammt die Ortskundeprüfung<br />
ja noch aus einer Zeit, in der es weder<br />
Apps noch Navis gab. Argumente, die wir<br />
von Uber zur Genüge kennen.<br />
Es ist unverständlich, dass sich hier in<br />
<strong>Berlin</strong> Kollegen finden, die sich von Uber<br />
vor deren Karren spannen lassen. In <strong>Berlin</strong><br />
soll es bereits über 300 <strong>Taxi</strong>fahrer geben,<br />
die von mytaxi nichts gelernt haben und<br />
jetzt von Uber Aufträge annehmen. Mit<br />
UberTAXI will der US-Fahrdienstanbieter<br />
vor allem Zeit gewinnen. Die Vermittlung<br />
von <strong>Taxi</strong>s ist die letzte Chance, in der Personenbeförderung<br />
doch noch mitzumischen,<br />
nachdem diverse Uber-Versionen in<br />
vielen Ländern bereits verboten wurden –<br />
in Deutschland etwa UberPOP wegen<br />
Verstoßes gegen das Personen beförderungsgesetz.<br />
Hier will Uber sich jetzt einen legalen<br />
Anstrich geben – im wahrsten Sinn des Wortes<br />
den „Schein wahren“.<br />
Was bedeutet das für den einzelnen<br />
<strong>Taxi</strong>fahrer? Jeder, der sich mit Uber einlässt,<br />
arbeitet mit am Ruin des <strong>Taxi</strong>gewerbes.<br />
Die Provisionen mögen verlockend<br />
sein, doch niemand macht seiner Konkurrenz,<br />
die man eben noch als Arschloch und<br />
das personifizierte Böse bezeichnet hat,<br />
Geschenke ohne Hintergedanken. Es ist<br />
Aufgabe aller mitdenkenden Personen im<br />
<strong>Taxi</strong>gewerbe, also Unternehmer, Ausbilder,<br />
Verbandsfunktionäre und informierte Fahrer,<br />
die schlecht informierten Unternehmer<br />
und Fahrer aufzuklären, auf was sie sich<br />
einlassen, wenn sie sich von Uber ködern<br />
lassen. Deshalb, liebe <strong>Berlin</strong>er Uber<br />
Verantwortliche: Schickt uns die von euch<br />
rekrutierten Fahrer in unsere P-Schein-<br />
Kurse. Wir klären sie gerne auf. tb, ar<br />
Das alles weiß ein guter <strong>Taxi</strong>fahrer mit<br />
großem P-Schein mit Ortskunde.<br />
IMPRESSUM<br />
Verlag<br />
taxi-times Verlags GmbH,<br />
Frankfurter Ring 193 a<br />
80807 München, Deutschland<br />
Telefon: +49 (0) 89 / 215 48 30-70<br />
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Internet: www.taxi-times.com<br />
Geschäftsführer und V.i.S.d.P.:<br />
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Handelsregister: Amtsgericht München<br />
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Redaktion<br />
Wilfried Hochfeld,<br />
Monique Poggendorff,<br />
Axel Rühle<br />
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Mitarbeiter dieser Ausgabe<br />
Tom Buntrock, Jochen Liedtke, Ralf Schütze<br />
Grafik & Produktion<br />
Juliana Hesse (verantwortlich),<br />
Lotte Buchholz, Kornelia Jaeger,<br />
Iris Lutterjohann, Henrike Uthe<br />
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Anzeigenleitung und Vertrieb<br />
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Druck<br />
Chroma Druckerei, Przemyslowa 5<br />
68-200 Zary Polen<br />
Erscheinungsweise 6 x pro Jahr<br />
Heftpreis 3,50 €<br />
ISSN-Nr.: 2199-4048<br />
Veröffentlichung gemäß § 8, Abs. 3 des<br />
Gesetzes über die Presse vom 1.4.2000<br />
Gesellschafter der taxi-times Verlags GmbH<br />
München ist Jürgen Hartmann<br />
FOTOS: Rühle, TomTom<br />
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Die neue Generation der B-Klasse „Das <strong>Taxi</strong>“ erntet Lob<br />
von allen Seiten. Die Passagiere genießen den bequemen<br />
Einstieg und ungewöhnlich viel Beinfreiheit. Die Fahrer sind unter<br />
anderem vom riesigen Kofferraum, vom Sitzkomfort-Paket<br />
und von den integrierten Kindersitzen im Fond begeistert. Der<br />
Unternehmer freut sich über extrem niedrige Verbrauchswerte.<br />
Sogar die Schutzengel klatschen Beifall: Dank einer<br />
umfassenden Serienausstattung gehört das neue Modell zu<br />
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Diese Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken<br />
zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen. Abbildung entspricht nicht dem Angebot. Ein Finanzierungsbeispiel der Mercedes-Benz Bank AG,<br />
Siemensstraße 7, 70469 Stuttgart.<br />
Anbieter: Daimler AG, Mercedesstraße 137, 70327 Stuttgart<br />
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Telefon 0 30/39 01-20 00 • www.mercedes-benz-berlin.de<br />
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