Industrielle Automation 6/2016

industrielleautomation.net

Industrielle Automation 6/2016

19239

6

www.industrielle-automation.net

November 2016

Kombination von Lichtschnitt- und

Vision-Sensor bietet höchste Präzision

12und Performance

Temperaturmesstechnik,

die anspruchsvollen

14Bedingungen standhält

SPS IPC Drives 2016 – Trends

und Innovationen rund um die

50elektrische Automatisierung

82

Pick-to-Light-Lösung

optimiert Fertigungsprozess

und Qualitätssicherung


EDITORIAL

Wer gewinnt den

Cyber-Krieg?

KIT-ENCODER

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie weit ist Ihr Unternehmen schon auf dem Weg in die Industrie 4.0

vorangekommen? Sind ihre Maschinen bereits an die Cloud

angebunden? Wenn Sie auf Zukunft eingestellt sind, haben Sie

möglicherweise ein Problem: Die Sicherheit Ihrer Anlage oder Maschine!

Im Internet der Dinge weiten sich jedenfalls Hacker-Angriffe auf Industrieanlagen

aus. Europäische Großkonzerne verzeichnen bereits 50 bis

100 Mio. Eindringversuche – pro Tag. Und durch digitale Angriffe entsteht

der deutschen Industrie nach Angaben des Branchenverbands Bitkom ein

Schaden von rund 51 Mrd. Euro pro Jahr.

Produktionsanlagen stehen also im Visier der Cyberkriminellen. Die bösen

Jungs interessieren sich immer mehr für reale, physische Angriffsziele,

auch wenn letztlich die Bedrohung von der Attraktivität der Anlagen für

die Angreifer abhängt. Und dabei handelt es sich nicht mehr um Straßenkriminelle,

sondern professionelle Angreifer und IT-Spezialisten, die im

Auftrag von Konkurrenten oder gar ganzer Staaten handeln. China und

Russland liegen dabei weit vorne, um ihre Unternehmen im Kampf um

die technologische Marktführerschaft zu unterstützen. Sie brauchen dazu

Experten, die es ermöglichen, in die hochkomplexen Automatisierungsprozesse

Einblick zu bekommen. In SPS-Systeme einzudringen ist dabei

noch der einfachste Teil (Anleitungen gibt es im Internet!). Für die

weiteren Schritte sind aber tiefe Kenntnisse der jeweiligen Produktionsund

Prozesstechnik nötig.

Noch halten sich die Schäden in Grenzen, weil Fachwissen fehlt und die

Mehrzahl der Systeme noch nicht am Netz fungiert. Aber das wird sich

schnell ändern. Kann dann die Industrie den anstehenden Cyber-Krieg

überhaupt gewinnen? Ja, kann sie! Dafür müssen allerdings die Hausaufgaben

dringend erledigt werden: umfassende Sicherheitkonzepte

müssen von Anfang an in neue Technologien einfließen,

Notfallpläne erstellt, Mitarbeiter geschult und sensibilisiert

und die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Industrial

Security und IT-Security gewährleistet werden.

Die dunkle Seite ist sehr hässlich. Die Cyberwelt ist

gefährlich, doch wir in der Industrie werden überleben!

Fast.

Smart.

Efficient.

Innovation in

Motor-Feedback

Magnetische Kit-Encoder

statt Resolver

oder optische Drehgeber

Multiturn Energy-Harvesting-System

Keine Batterien, keine Wartung

Einfache Installation

mit Selbstkalibrierungsfunktion

Kompaktes und robustes Design

zur Integration in Ihren Motor

Elektrische Auflösung bis 17 Bit absolut,

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Erstmals präsentiert auf der

SPS IPC Drives

Dirk Schaar

d.schaar@vfmz.de

Halle 7A, Stand 146

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 3

Posital-Fraba.indd 1 26.10.2016 10:19:23


INHALT

EDITORIAL

03 Wer gewinnt den Cyber-Krieg?

SZENE

06 News, Aktuelles und Termine

10 Fachmesse Elektrotechnik vereint Gebäude- und Industrieanwendungen

Forschung & Entwicklung:

neue magnetoresistive

20Sensoren mit Perspektiven

Sicherheitslichtschranken

punkten nicht nur mit

56integrierter Auswertung

SENSORIK UND MESSTECHNIK

12 TITEL Was die Kombination von Lichtschnitt- und Vision-Sensor zu bieten hat

14 Temperaturmessungen leisten einen wesentlichen Beitrag im

Müllverbrennungsprozess

18 Bei Smart-Transmittern gehen Intelligenz und Kosteneffizienz Hand in Hand

20 Berührungslose und hochdynamische Drehzahlmessung mit magnetoresistiven

Sensoren

24 Vielseitige Workstation verbessert Präzision und Automation von Sensorfertigung

26 Sicherheitskonzept in Tabakaufbereitungsanlage sorgt für höheren

Automatisierungsgrad und Steigerung der Produktivität

28 Metrische Welt- und Roboterkoordinaten: Kalibrierung von Vision-Sensoren

30 Mikrowellenmesstechnik liefert exakte Messergebnisse bei Flüssigkeitsgemischen

32 Wie Sie anspruchsvollen Prüfbedingungen in der Oberflächeninspektion

begegnen

34 Machine Vision optimiert hochautomatisierte Prozesse im Rahmen der

Fehlerinspektion und Lagebestimmung

36 In-line Etikettenüberprüfung erhöht den Durchsatz beim Highspeed-Bedrucken

42 Produkte, Technologien, Trends

Optische Sensoren setzen

neue Maßstäbe hinsichtlich

62Größe und Performance

MESSE: SPS IPC DRIVES 2016

50 Branchentreffpunkt der elektrischen

Automatisierung

52 INTERVIEW: Elektronische Schutzschalter stellen die Energiesicherheit

für Industrieunternehmen stabil sicher

54 Effizientes Energiemanagement: All in one – Automatisierungssystem für

die zentrale Klimaerfassung und -steuerung

56 Sicherheits-Lichtvorhang bietet Schutz für Maschinenbediener im gesamten

Arbeitsbereich von Stapelschneidern

58 Kompakt konzipiert: optischer Sensor mit innovativer Halbleiter-

Anordnungstechnologie setzt neue Maßstäbe

60 Sich selbst organisierende Sicherheitsnetzwerke auf Basis von OPC UA

und openSafety bereiten den Weg in die Zukunft

62 Signal- und modellbasierte Verfahren unterstützen die intelligente Verarbeitung

und Analyse von Prozessdaten

66 Produkte, Technologien, Trends

Interview: Effektiv schützen

vor Cyber-Attacken, Marken-

84piraterie und Hackerangriffen


STEUERN UND ANTREIBEN

76 Verfahrbare Linienlaser beweisen Flexibilität und

Schnelligkeit

78 Produkte, Technologien, Trends

Copyright: Max-Planck-Institut für Radioastronomie

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

82 Wie die THT-Bestückung von Leiterplatten mithilfe

von Pick-to-Light-Systemen optimiert wird

84 INTERVIEW: Safety & Security – Das Rückgrat

einer global vernetzten Produktion

86 Höhere Sicherheit im Ersatzteilmanagement dank

mobiler Datenerfassung

92 Produkte, Technologien, Trends

KOMPONENTEN UND SOFTWARE

96 Was Sie beim Aufbau einer robusten IT-Umgebung

beachten müssen

104 Wie mit nativen CAD-Daten eine effiziente

Konstruktion und ein strategisches Teilemanagement

erreicht werden

105 Produkte, Technologien, Trends

RUBRIKEN

16 Impressum

94 Inserentenverzeichnis

110 SERIE StartING up – Ein Unternehmen mit Gefühl

111 Heftvorschau 1/2017

SUMMER OF ENGINEERING

38 „Handwerk trifft Hightech“

88 „Durchgängigkeit im Prozess“

MESSDATEN

ERFASSEN

Besuchen Sie uns!

SPS IPC Drives

Halle 7A / Stand 520

z Autarke Datenlogger

z Fernüberwachung und Alarmierung

z Universelle Eingänge – hoch aufgelöst

Die Expert Logger-Geräte erfassen beliebige Sensorsignale

und zeichnen diese lückenlos, schnell und

autark auf. Im industriellen Einsatz, in F&E und Umwelttechnik

sorgt die galvanische Trennung, bei höchster

Genauigkeit, für zuverlässige Messergebnisse.

NEU!

Mit OPC UA Schnittstelle.

100 „Software als Weichensteller

für Industrie 4.0“

Intelligente Messtechnik

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SZENE

13 Mio. EUR am Standort Mülheim investiert

Der Automatisierungsspezialist Turck hat im September in

Mülheim/Ruhr eine neue Vertriebs- und Marketingzentrale

eröffnet. Auf dem Grundstück neben der Firmenzentrale an

der Witzlebenstraße ist in den vergangenen zwei Jahren ein

architektonisch anspruchsvolles Gebäude mit rund 4 200 m 2

Büro- und Repräsentationsfläche entstanden, das von einem

campusartigen Park umgeben ist. Verantwortlich für Planung

und Realisierung war das Architekturbüro Eller + Eller. Die Investition

in den Bau belief sich auf 13 Mio. EUR. Bei der Einweihung

mit den Turck-

Geschäftsführern Ulrich

Turck (links) und

Christian Wolf (rechts)

war auch die nordrheinwestfälische

Ministerpräsidentin

Hannelore

Kraft (mittig) zu Gast.

Sie erklärte: „Turck ist

ein sehr gutes Beispiel

dafür, wie Familienunternehmen

mit einer

langfristigen Strategie erfolgreich sind, indem sie rechtzeitig in

neue Technologien und Infrastruktur investieren und so für

anhaltendes Wachstum und Innovationsfähigkeit sorgen.“ Das

Gebäude ist Teil einer Reihe Investitionen von insgesamt

100 Mio. EUR, die das Unternehmen in den vergangenen vier

Jahren getätigt hat. Dazu gehörte außerdem die Erweiterung

von Fertigungs- und Entwicklungsstandorten im sauerländischen

Halver, im sächsischen Beierfeld, in Delémont in der

Schweiz, in Minneapolis (USA) und in Saltillo (Mexiko).

Helmholz stellt sich neu auf

Der Hersteller von Systemkomponenten für die Automatisierungstechnik

Helmholz organisiert sich neu. Firmengründer

Manfred Helmholz zieht sich aus dem operativen Geschäft

zurück und übergibt die Geschäftsleitung an seine langjährigen

Führungskräfte Karsten Eichmülller (links) und Carsten

Bokholt (rechts). Eichmüller war bisher Vertriebsleiter, Bokholt

verantwortlich für Technik & Entwicklung. Außerdem

wurden Name und Rechtsform von Systeme Helmholz GmbH

in nun Helmholz GmbH & Co. KG umgewandelt. Markennamen,

Produkte und Adresse bleiben dieselben. Das Unternehmen

mit Stammsitz in Großenseebach in Franken hat

derzeit rund 100 Angestellte und fünf Auslandsniederlassungen.

Die Lieferbarkeit der Produkte für die S7-300 und Profibus-

Welt seien ebenso gesichert wie der Übergang zu Profinet. Das

betreffe insbesondere das I/O-System TB20 und Infrastrukturkomponenten

für Profinet. Eine Neuheit im Bereich Ethernet-

Vernetzung ist die Firewall Wall IE.

www.turck.com

www.helmholz.de

GESCHÄFTSFÜHRER BEI

KAPPA OPTRONICS

PersonalienNEUER

Christian Stickl ist neuer Geschäftsführer

der Kappa optronics GmbH und folgt

Jürgen Haese, der zum 31.12.2016 in den

Beirat wechselt. Stickl (re. im Bild) verfügt

über jahrelange Führungs erfahrung in

Unternehmen wie Hewlett Packard, Sick

und Testo. Im Zuge einer unternehmerischen

Nachfolge steht Herr Stickl für Kontinuität

des Geschäftsmodells und für eine

systematische

Weiterentwicklung

des Unternehmens in

einem dynamischen

und sehr spannenden

Umfeld. z

A.B. JÖDDEN ERWEITERT

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Dipl.-Ing. Martin Schilling wurde zum

weiteren Geschäftsführer von dem

Unternehmen

A.B. Jödden bestellt.

Er verantwortet die

Bereiche Marketing und

Vertrieb, die er bereits

seit seinem Firmeneintritt

im Jahr 2011

maßgeblich mitsteuert.

Zukünftig wird er darüber hinaus in den

Bereichen Verkauf und Verwaltung mit

dem geschäfts führenden Gesellschafter

Dipl.-Ing. Bernd Jödden zusammenarbeiten.

z

NEUER PRÄSIDENT BEI

UNIVERSAL ROBOTS

Jürgen von Hollen ist der neue Präsident

des dänischen Herstellers kollaborierender

Roboter Universal Robots. Er tritt die

Nachfolge von Enrico Krøg Iversen an, der

im Juni zurückgetreten war. Davor war von

Hollen als Executive President der Engineering

Solutions Division tätig, wo er auch den

Geschäftsbereich

Automatisierungs- und

Steuerungssysteme des

Industriedienstleisters

Bilfinger SE beaufsichtigte.

Universal Robots

ist eine Tochter von

Teradyne. z

6 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


SZENE

Standort in Thüringen weiter auf Erfolgskurs

Es begann 1990 mit vier Mitarbeitern in der ehemaligen Kantine der

Kali-Südharz AG. Heute ist der zweite deutsche Standort von Wago

im thüringischen Sondershausen zentraler Bestandteil der Produktion

und weltweites Logistikzentrum mit mehr als 1 200 Mitarbeitern.

Damit ist der Anbieter von Verbindungs- und Automatisierungstechnik

der größte Arbeitgeber in Nordthüringen. Allein seit

2010 hat er hier

rund 100 Mio.

EUR investiert.

„Als wirtschaftlicher

Leuchtturm

in der Region

setzt das Unternehmen

Zeichen

bei der Sicherung

von Arbeitsplätzen,

bei der Vereinbarkeit

von

Beruf und Familie

und bei der beruflichen

Ausbildung“, sagte der thüringische Ministerpräsident Bodo

Ramelow bei der Feier zum 25. Jubiläum. In dem Werk werden zwei

der drei wichtigsten Produktlinien gefertigt – Schaltschrankkomponenten

und Installationsklemmen. Der geschäftsführende

Gesellschafter von Wago, Sven Hohorst, erklärte, man wolle auch

zukünftig in den Standort investieren.

www.wago.com

Flir Systems übernimmt Point Grey Research

Flir Systems übernimmt das kanadische Unternehmen Point

Grey Research für rund 253 Mio. US-$. Point Grey Research ist

ein Entwickler von Kameras für die industrielle Bildverarbeitung.

Der Zukauf soll den bestehenden Bereich „OEM-Cores

und Komponenten“ von Flir um eine breite Palette von IBV-

Kameras und Lösungen im sichtbaren Lichtspektrum erweitern.

Zusätzlich wird auch die Thermografie-Technologie die

Point-Grey-Produktpalette ergänzen. Damit lassen sich aus der

Ferne Temperaturen messen oder in der Produktion durch

Hindernisse, beispielsweise

Rauch

oder Dampf hindurchsehen.

„Gemeinsam verfügen

wir über ein

großes Potenzial

an fortschrittlichen

Sensorlösungen für

den breiten Markt

der industriellen

Bildverarbeitung", sagt Andy Teich, President und CEO von Flir.

„Wärmebild-Technologie bietet ein alternatives Abbildungsspektrum,

das weitgehend unerschlossene Informationen erschließt,

die weiter genutzt werden können.“

www.flir.com

Für Facharbeiter, Ingenieure und Produktionsleiter

Digitalisierung, Maintenance und Effizienz –

die Trendthemen der Industrie

15. – 17. Februar 2017

in Dortmund

Entdecken Sie Lösungen für die Herausforderungen

der Industrie. Ob industrielle Kommunikations- und

Netzwerktechnik, Antriebssysteme oder Automatisierung,

hier erhalten Sie wertvolle Impulse für

Ihren Arbeitsalltag.

Mehr erfahren Sie unter:

www.messe-elektrotechnik.de

Fachlicher und

ideeller Träger

Fachverband Elektro- und

Informationstechnische Handwerke

Nordrhein-Westfalen

Kooperationspartner


Gemeinsame Cloud-Plattform eröffnet neue Chancen

ABB und Microsoft wollen gemeinsam die digitale Transformation z. B. in den Bereichen Robotik,

Schifffahrt und Häfen, Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energien vorantreiben. Kunden soll

künftig eine Kombination aus Microsofts intelligenter Cloud Azure und der Expertise und dem

Portfolio an Industrie-Lösungen von ABB angeboten werden. Mit Microsoft als Partner für ABBs

integrierte Cloud-Plattform sollen sie künftig

Zugang zu einer der größten Cloud-Infrastrukturen

auf dem Markt haben. Damit werde eine Digitaltechnologie

angeboten, „mit der Einzelpersonen

und Teams bis hin zu ganzen Geschäftssystemen

auf Basis von Daten und Informationen schnellere

Entscheidungen treffen können, um Wachstum

zu schaffen und neue Chancen zu ergreifen,“ sagt

Satya Nadella, CEO von Microsoft. Die neue Plattform

werde ein wesentlicher Treiber für ABB Ability

sein und ein großes, offenes, digitales, industrielles

Ökosystem schaffen, erklärte ABB.

www.abb.com

Alle

genialen

Ideen sind

einfach

Ab sofort auch die Kabeldurchführung:

mit KDSClick!

Die innovative Systemlösung

beruht auf nur drei Grundkomponenten

– Rahmen, Inlays und

Dichtelemente – nach einfachem

Baukastenprinzip. Mit wenigen

Handgriffen lassen sich zahlreiche

Varianten für unterschiedlichste

Verkabelungsanforderungen

konfigurieren. Weitere Vorteile:

kurze Montagezeiten, maximale

Flexibilität, Dichtigkeit nach IP66

und reduzierte Lagerhaltung.

Also: Wann macht’s bei Ihnen

Click?

NI und HPE mit Lösung zur Analyse von Sensordaten

National Instruments gibt bekannt, gemeinsam mit Hewlett Packard Enterprise (HPE) an der

Entwicklung validierter Big-Analog-Data-Lösungen zu arbeiten, die auf der NI DataFinder Server

Edition und HPE Moonshot Systems basieren. Um heutige Sensordaten zu sammeln und zu

verwalten, benötigen Ingenieure Lösungen, die sich grundlegend von klassischen Big-Data-

Lösungen unterscheiden. Durch die Zusammenarbeit von HPE und NI soll Anwendern eine validierte

Best-in-Class-Lösung bereitgestellt werden. Die aus Hard- und Softwarekomponenten

bestehende Lösung dient dazu, die Herausforderungen bei der Verwaltung riesiger Datenmengen

zu bewältigen und die Entscheidungsfindung effizienter zu gestalten. Bei der DataFinder-Moonshot-Lösung

für Big Analog Data handelt es sich um ein leistungsstarkes System, mit dem Anwender

Produktions-, Prüf- und IoT-Daten noch schneller bereitstellen und analysieren können.

www.ni.com

Erfolgsbeteiligung für

Zeiss-Mitarbeiter

Zeiss hat das Geschäftsjahr 2015/16 erfolgreich

abgeschlossen sowie den Umsatz und

Ertrag weiter gesteigert. Die Gruppe hat

über 4,8 Mrd. EUR (+ 8 %) Umsatz erreicht

und ist in allen Unternehmensbereichen

gewachsen. Diese erfolgreiche Entwicklung

und der fortgeführte Wachstumskurs zahlen

sich auch für die Mitarbeiter aus. Insgesamt

schüttet der Konzern über 20 Mio.

EUR an die Mitarbeiter in Deutschland aus. Die Jahresprämie erreicht im Vergleich mit den Prämien

der vorhergehenden fünf Jahre einen Höchstwert. Vollzeitbeschäftigte erhalten für das Geschäftsjahr

2015/16 eine Sonderzahlung von bis zu 1 400 EUR (brutto) und Genussscheine im Wert von bis

zu 360 EUR. Die nicht übertragbaren Wertpapiere werden während ihrer fünfjährigen Laufzeit

jährlich verzinst und danach ausgezahlt. In diesem Jahr liegt die Verzinsung voraussichtlich bei der

maximalen Höhe von 20 %. Für die Mitarbeiter an den Standorten außerhalb Deutschlands gibt es

länderspezifische Modelle der Erfolgsbeteiligungen.

www.zeiss.de

conta-clip.de


SZENE

Phoenix Contact erwirbt Beteiligung an

Cybersecurity-Firma

Phoenix Contact Innovation

Ventures hat mit Wirkung

vom 21. September 2016 an

dem niederländischen Unternehmen

Security Matters, einem Anbieter von Cybersecurity-

Lösungen, eine Minderheitsbeteiligung erworben. Seit 2013

vertreibt Security Matters die Plattform Silent Defense für

Netzwerkmonitoring und Anomalie-Erkennung. Anwendungsfelder

sind Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung,

Wasserversorgung, Infrastrukturlösungen, Chemie, Öl und Gas

sowie die industrielle Produktionstechnik. Weitere Investoren

sind Robert Bosch Venture Capital, die niederländische KPN

Ventures und die Schweizer Emerald Technology Ventures.

Letztere war bisher führend bei der Beteiligung. Phoenix Contact

Innovation Ventures ist Teil der Phoenix-Contact-Gruppe,

Hersteller von Komponenten und Systemen für elektrische

Verbindungen sowie industrielle Automatisierung. Die Gesellschaft

investiert in Start-ups mit Bezug zu Geschäftsfeldern der

Gruppe.

www.phoenixcontact.de

www.engineering-news.net

Katalog rund um moderne

Kabeleinführungen

Auf über 550 Seiten präsentiert

Pflitsch in seinem Katalog „Kabelverschraubungen“

seine Produktlösungen

rund um die moderne

Kabeleinführung in der Industrie

sowie jede Menge Neuheiten.

Der Katalog umfasst fünfzehn

Kapitel – von der Unternehmensvorstellung

über Uni

Dicht, blueglobe, geteilte

Kabelverschraubungssysteme,

Ex- und EMV-Kabelverschraubungen,

Schlauch-Kabelverschraubungen,

Winkel und

Flansche bis hin zu Zubehör,

Maschinen und Werkzeuge. Zu den Neuvorstellungen

zählt u. a. die blueglobe HP für besondere

Anforderungen an die Dichtigkeit. Neu im Katalog sind die

Kapitel „Kabelverschraubungen nach Hygienic Design“ für

die Lebensmittel-, Pharma- und Reinraumtechnik sowie

„Brandschutz-Kabelverschraubungen“ für die moderne

Bahntechnik. Das Exemplar ist sowohl als gebundene Ausgabe

mit Hardcover als auch im PDF-Format als Download

auf www.pflitsch.de verfügbar.

www.pflitsch.de

BE ON THE

SAFE SIDE.

Balluff smart safety.

Neu: Safety over IO-Link

Automation braucht Sicherheit. Denn nur so, ohne Gefahr für Menschen und Produktionsanlagen können wir alle ruhig schlafen.

Deshalb haben wir den BALLUFF Safety Hub entwickelt. Die erste integrierte Safety-Lösung über IO-Link! Einfach zu integrieren,

reagiert schnell und schafft Platz im Schaltschrank. Und das ist nur eine unserer neuen, Safety-Komponenten – in Balluff Qualität.

Besuchen Sie uns auf der SPS IPC Drives 2016, Halle 7A, Stand 303 oder unter www.balluff.com/sps INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2014 9


SZENE I INTERVIEW

Die ganze Bandbreite

Fachmesse Elektrotechnik vereint Gebäude- und Industrieanwendungen

Die wichtigsten

Fakten zur Messe

Was: Fachmesse elektrotechnik

Wann: 15. bis 17. Februar 2017

Wo: Westfalenhallen Dortmund

Hallen: 3b, 4,5,6,7

Eingänge: 3b, 5, West

Von 15. bis 17. Februar 2017 deckt

die Fachmesse Elektrotechnik in

Dortmund mit den zwei

Schwerpunktbereichen Industrieund

Gebäudeanwendungen die

gesamte Bandbreite der

Elektrotechnik und Industrieelektronik

ab. Das Angebot wird ergänzt mit

einem breit gefächerten kostenlosen

Rahmenprogramm mit hochklassigen

Fachvorträgen. Ein Schwerpunkt

liegt in diesem Jahr auf dem

Trendthema Industrie 4.0 mit seinen

fachspezifischen Facetten. Wir

haben beim Messeveranstalter

nachgefragt.

Die im zweijährigen Rhythmus in den

Westfalenhallen Dortmund stattfindende

Fachmesse Elektrotechnik schafft einen

attraktiven Marktplatz für Industrie und

Handwerk. Etwa 400 Aussteller (Stand:

2015) werden vom 15. bis 17. Februar 2017

in fünf Messehallen das komplette Branchenangebot

der Elektrotechnik und Elektronik

in den Schwerpunktbereichen der

Gebäude- und Industrieanwendungen den

Rund 20 000 erwarteten Besuchern präsentieren.

Auch 2017 bietet die Fachmesse

wieder ein reichhaltiges Rahmenprogramm.

So werden in den „Spannungsfeldern“

wichtige Branchenthemen aufbereitet und

in Form von praxisnahen Fachforen und

Vorträgen präsentiert. Das inhaltlich breit

ge fächerte Spannungsfeld „Trends & Technologien“

in Halle 4 behandelt indus trierelevante

Themen.

In Halle 5 wird unter „Automation & Effizienz“

erstmals an jedem Messetag ganztägig

ein elektrotechnisches Trendthema aus dem

Bereich Industrie aufgegriffen. Die Redaktion

von INDUSTRIELLE AUTOMATION

moderiert am ersten Messetag den Themenbereich

„Automatisierung für Industrie

4.0“, der sich mit dem heutigen Stand

der Technik und bestehenden technischen

Lösungen im Rahmen von Industrie 4.0 befasst.

Wir gehen der Frage nach, ob es bereits

Modelle gibt, die sich bewährt haben oder

ob die ersten Ansätze von Industrie 4.0

lediglich experimentelles Prototyping sind.

Das Fachforum richtet sich an strategische

Entscheider (Betriebsleiter, Produktionsleiter

und technische Leiter) und gleichermaßen

an die Mitarbeiter der Technik

und der Informationstechnik, welche die

neuen Anforderungen zukünftig lösen

müssen. Sie dürfen gespannt sein. Weitere

Themenbereiche an den anderen Messetagen

sind Instandhaltung 4.0 & Predictive

Maintenance sowie Effizienz in Gewerbe

und Gewerbegebieten. Darüber hinaus

zeigt das Kompetenzzentrum „Digital in

NRW“ auf einer Sonderausstellungsfläche

in Halle 5 unterschiedliche Indus trie-4.0-

Anwendungen.

10 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


INTERVIEW I SZENE

Die stärkere Ausrichtung der Messe auf Industriethemen wollten wir genauer hinterfragen und

baten Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH, zum Interview.

Vor welchem Hintergrund legt die Messe den Themenschwerpunkt

verstärkt auf industrielle Anwendungen?

Die Zukunft ist digital und bietet für die Industrie und das Elektrotechnik-Handwerk

große Potenziale. Die Arbeitskosten (Lohn

inkl. Lohnnebenkosten) in Deutschland liegen im europäischen

Vergleich auf einem hohen Niveau. Deutschland ist ein Hochlohnland,

erst Recht im internationalen Vergleich. Die daraus logische

Konsequenz stellt für viele Unternehmen das Outsourcen dar von

mitunter ganzen Geschäftszweigen in entsprechende Niedriglohnländer

in Osteuropa oder Asien. Die dortige technische

Aufholjagd der vergangenen Jahre hat dies ermöglicht.

Damit Deutschland in Zukunft wieder zu einem attraktiven

Produktionsstandort wird, müssen die Lohnstückkosten, also das

Verhältnis der Arbeitskosten zur Produktivität, gesenkt werden. Da

eine Änderung der Arbeitskosten in Deutschland nicht in Sicht ist,

muss zwangsläufig die Produktivität gesteigert werden. Die Lösung

für dieses Problem heißt „Industrie 4.0“ oder auch „Digitalisierung“.

Nur wenn es gelingt, den technischen Vorsprung wieder

auszubauen, lassen sich die höheren Arbeitskosten in Deutschland

kompensieren und – insbesondere im Hinblick auf den demografischen

Wandel – der Wohlstand in Deutschland sichern.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit dem erweiterten Themenbereich

an?

Welche weiteren Themenbereiche sehen Sie aktuell noch

im Fokus?

In der Folge von Industrie 4.0 geht auch eine Veränderung der

Organisation und Arbeitsweise der Instandhaltung einher. Nicht

nur, weil sich die Anforderungen geändert haben, sondern

ebenso, weil sich der Instandhaltung neue Möglichkeiten geboten

haben. So sind beispielsweise die Möglichkeiten der zustandsüberwachenden

Sensorik durch die Zunahme der Rechenleistung

zur Datenanalyse immens gewachsen. Vor diesem Hintergrund

initiieren wir erstmalig das Fachforum „Instandhaltung 4.0 &

Predictive Maintenance“, das Vortragsthemen von der Schwingungsanalyse

bis hin zu Softwarelösungen für Predictive Maintenance

abdecken wird. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Industrial

Security, insbesondere auch im Rahmen von Fernwartungslösungen

in der Cloud. Das Fachforum richtet sich an technische

Leiter sowie an Leiter und Mitarbeiter der Instandhaltung und

der IT-Abteilung.

Vielen Dank für das Gespräch.

www.messe-elektrotechnik.de

Mittelständische Unternehmen sind das wirtschaftliche Rückgrat

von NRW: Sie beschäftigen rund 80 % der hiesigen sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten und schaffen die meisten neuen

Arbeitsplätze. Grund genug, „Industrie 4.0“ und „Digitalisierung“

insbesondere im Mittelstand voranzutreiben. Digital in NRW, ein

Kompetenzzentrum für den Mittelstand, das Wissen und

Die Digitalisierung bietet große Potenziale für

die Industrie und das Elektrotechnik-Handwerk

Erfahrung drei starker Wirtschafts- und Forschungsstandorte

miteinander vereint, zeigt auf einer Sonderausstellungsfläche

unterschiedliche Anwendungen der Digitalisierung und Vernetzung

für kleine und mittlere Unternehmen, um mit diesen

gemeinsam die Digitalisierung ihrer Produkte, Produktion und

der gesamten Wertschöpfungsprozesse anzugehen und neue

Geschäftsfelder der Industrie 4.0 zu erschließen.

Worin sehen Sie die zentrale Herausforderung bei der Umsetzung

dieser Industrie-4.0-Anwendungen?

Moderne Computersysteme weisen eine enorme Rechenleistung

auf. Es steht Hardware zur Verfügung, die für schnelle komplexe

Analysen einer hohen Anzahl von Daten genutzt werden kann.

Diese neuen Möglichkeiten müssen nun genutzt werden.

Dazu gilt es, zwei Disziplinen zusammenzubringen: die

Informationstechnik und die Automatisierungstechnik.

Denn letzten Endes muss die richtige Information zur

richtigen Zeit am richtigen Ort im Unternehmen zur

Verfügung stehen. Hier gilt es, Schnittstellen zu

definieren und Prozesse der Datenübergabe zu

standarisieren.

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 11


SENSORIK UND MESSTECHNIK I TITEL

Einfach Plug & Play

Was die Kombination von Lichtschnitt- und Vision-Sensor zu bieten hat

Tim Weis

Von innovativen Technologien wie

der Lichtschnitt-Methode könnten

Anwender viel häufiger profitieren,

wenn entsprechende Systeme

einfacher handhabbar wären.

Denn die Auswertung typischer

‚General-Purpose-Geräte‘ erfordert

umfangreiches System-Know-how.

Wir stellen Ihnen eine neue

Generation Sensoren vor, deren

Inbetriebnahme sich auf einen

Teach-in-Vorgang von wenigen

Sekunden beschränkt. Zudem sind

sie kompakt und erlauben die

einfache Parametrierung über Data

Matrix Steuercodes und Teach-In.

Dr. Tim Weis, Product Manager, Business Unit

Industrial Vision Components bei der

Pepperl+Fuchs GmbH in Mannheim

Lichtschnittsensoren arbeiten nach der

Triangulationsmethode und zeichnen

sich durch hohe Präzision, Fremdlichtunempfindlichkeit

und Unabhängigkeit von

der Oberflächenbeschaffenheit und Farbe

der Zielobjekte aus. Diese Eigenschaften

prädestinieren das Lichtschnittverfahren für

vielfältige Detektionsaufgaben wie das Erfassen

von Höhenprofilen und Kantenverläufen.

Mit den SmartRunner-Sensoren

bringt Pepperl+Fuchs jetzt eine einzigartige

Kombination aus Lichtschnittsensor und

Vision-Sensor mit LED-Beleuchtung auf den

Markt. Die neue SmartRunner-Technologie

umfasst dabei die Integration des Projektors,

Kamera, Beleuchtung und Auswerteeinheit

jeweils in einem kompakten Gerät, das als

Lichtschnitt-Lösung für eine spezielle Aufgabe

sofort einsetzbar ist. Die ab Werk vorkonfigurierten

und kalibrierten Geräte sind

vom Anwender lediglich an der gewünschten

Stelle zu montieren, anschließend beschränkt

sich die Inbetriebnahme auf das

Einlernen der konkreten Prozesssituation.

Teach-in statt Parametrierung

Da das System auch die korrekte Belichtungszeit

automatisch beim Einlernen ermittelt,

ist weder Fachpersonal noch Fachwissen

notwendig. Jeder angelernte Mitarbeiter

kann somit mit dieser Aufgabe betraut werden.

Anders als bei der Verwendung sogenannter

‚General-Purpose-Sensoren‘ sind

weder aufwendige Parametrier- oder Programmierarbeiten

zur Auswertung von

Rohdaten noch ein zusätzlicher Industrie-

PC erforderlich. Die Plug&Play-Sensoren

sind mit Schaltausgängen ausgestattet, die

eine problemlose Anbindung an jede Steuerung

ermöglichen und das Detektionsergebnis

direkt als „Good“- oder „Bad“-Signal

bereitstellen.

Allein durch die Charakterisierung als

Lichtschnittsensoren ist der tatsächliche

Leistungsumfang der SmartRunner-Familie

aber keineswegs erschöpfend beschrieben.

Zusätzlich enthalten sie eine LED-Beleuchtung

über welche Bildaufnahmen wie bei

herkömmlichen Vision-Sensoren aufgenommen

werden können. In Kombination

mit einem integrierten Data Matrix-Decoder

kann der Anwender damit den Sensor

einfach über Data Matrix Steuercodes ohne

Verwendung eines PC’s parametrieren.

Sind die SmartRunner-Sensoren in einer

Maschine verbaut so möchte sich der Anwender

im Fehlerfall oftmals ein Bild der

Situation machen. Hierbei kann dem Anwender

zur Fehlersuche durch die integrierten

LED’s ein gut beleuchtetes Bild aus

der Maschine gezeigt werden. Das spart

Anwendern viel Zeit und gegebenenfalls

lange Wege zu den Maschinen.

12 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


TITEL I SENSORIK UND MESSTECHNIK

Hochgenau vergleichen und

überwachen

Die neue Technologie erlaubt eine hochgenaue

Bereichsüberwachung sowie beste Profilvergleiche.

Als erste Vertreter der neuen Sensor-Familie

sind der SmartRunner „Matcher“ sowie

der SmartRunner „Detector“ erhältlich. Der

Matcher ist optimiert auf das Wiedererkennen

einer zuvor eingelernten Referenzkontur,

wobei er mit einer hohen Auflösung

überzeugt. Sobald er den Triggerbefehl erhält,

vergleicht der Sensor das aktuelle

Profil mit dem Referenzprofil und gibt bei

Übereinstimmung ein Good-Signal, anderenfalls

ein Bad-Signal aus. Ein typisches

Einsatzbeispiel ist das hochgenaue Überprüfen

der Objektlage bzw. Greifbarkeit von

Zulieferteilen wie Karosserieteilen in der

Robotik. Der Matcher vermeidet Produktbeschädigungen

und Stillstandszeiten, da

der Roboter erst aktiv wird, wenn er vom

Sensor das OK-Signal bekommt. Der große

bis 180 mm breite Erfassungsbereich des

Lichtschnittsensors gestattet einen komfortablen

Einsatz und sorgt für genügend

Spielraum bei Produktwechseln ohne mechanische

Anpassungen.

Der SmartRunner Detector hingegen überwacht

die eingelernte Szene auf das Eindringen

beziehungsweise Vorhandensein von

Fremdkörpern, die eine Gefahr für empfind-

liche Maschinenteile wie teure Optiken,

Präzisionswerkzeuge usw. darstellen können.

Der Sensor ist in der Lage in einem

trapezförmigen Messbereich von 350 mm

(Breite) × 700 mm (Entfernung) hochgenau

Objekte in einer Größenordnung kleiner

1 mm zu detektieren. Im Vergleich zu Lichtgittern,

die aus Sender und Empfänger bestehen,

punktet der Detector mit einer einfacheren

Installation und Inbetriebnahme,

da der Aufwand für die Ausrichtung und

doppelte Verkabelung entfällt. Auch gegenüber

2D-Scannern grenzt sich der Lichtschnitt-Sensor

ab. Typische 2D-Scanner

sind zur Überwachung größerer Bereiche

bestimmt, haben eine gröbere Auflösung

und sind obendrein deutlich kostspieliger.

Kompaktes Gehäuse dank

Umlenktechnik

Mit Abmessungen von 99,1 x 55 x 38 mm

sind die SmartRunner ausgesprochen kompakt

gebaut. Durch den Einsatz eines

Umlenkspiegels haben die Entwickler eine

virtuelle Basislängenerweiterung implementiert,

die den Bauraum spürbar reduziert.

Zusammen mit dem schwenkbaren

Anschluss samt Anzeige-LEDs und der

Schutzart IP67 ermöglicht das den Einsatz

und die Montage der SmartRunner auch

bei beengten Platzverhältnissen nahezu

überall wo gewünscht. Betriebe, die mehrere

oder viele SmartRunner mit derselben

Funktionalität einsetzen wollen, profitieren

von der einfachen Möglichkeit zum Klonen.

Über die Bus-Schnittstelle lassen sich komplette

Konfigurationen per Software auslesen

und die Steuercodes zügig auf andere

Geräte übertragen.

Resümee

Allen Anwendern, die ohne aufwendige

Parametrier oder Programmier-Umwege

zügig zu sofort einsetzbaren Lichtschnitt-

Detektionslösungen kommen wollen, sei

ein Blick auf die neue SmartRunner-Familie

von Pepperl+Fuchs empfohlen. Die Kombination

von Detektionslösung und Kamerafunktion

bietet eine einfache Inbetriebnahme

per Teach-in und gleichzeitig maximalen

Zusatznutzen durch die Bilddokumentation

von Fehlern, Prozesszuständen

und Qualitätsmerkmalen. Einsatzgebiete

für den Matcher und den Detector findet

man vielfach in der Automobilindustrie,

dem Verpackungsbereich und allgemein im

Anlagen- und Maschinenbau.

www.pepperl-fuchs.de

Die Sensoren vereinen Detektion und Kamerafunktion und bieten zuverlässige

Bilddokumentation von Fehlern, Prozesszuständen und Qualitätsmerkmalen,

beispielsweise bei Schweißvorgängen von Automobil-Karosserieteilen

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 13


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Eine Müllverbrennungsanlage liefert

durch die thermische Verwertung von

Abfällen Strom und Fernwärme

Aus Abfall wird Energie

Temperaturmessungen leisten einen wesentlichen Beitrag im Müllverbrennungsprozess

Barbara Hütter-Gerst

Müllverbrennungsanlagen sind

derzeit die effizienteste Methode

zur Bearbeitung, Volumenreduzierung

und Umwandlung

von Müll und Abfall. Modernste

Verbrennungstechnologien

erzeugen hierbei regenerativ

Energie in Form von Strom und

Fernwärme. Zuverlässige

Temperaturmesstechnik spielt

hierbei eine bedeutende Rolle,

wenn es um Prozesssteuerung,

Senkung von Emissionen und dem

Minimieren von Schadstoffen geht.

Barbara Hütter-Gerst ist Marketing

Managerin Temperatur bei Endress+Hauser

Messtechnik GmbH & Co. KG in Weil/Rhein

In einer Müllverbrennungsanlage (MVA),

auch Müllkraftwerk genannt, wird stofflich

nicht verwertbarer, heizwertreicher Müll

und Abfall getrennt und verbrannt. Die

dabei frei werdende Energie wird sowohl

zur Stromerzeugung, als auch zur Fern-

Wärmebereitstellung genutzt. Müllverbennungsanlagen

helfen auf diese Weise, fossile

Energieträger einzusparen und tragen

zur Ressourcenschonung bei.

Eine Verbrennungsanlage einer üblichen

Müllverbrennungsanlage besteht aus vier

separaten Verbrennungslinien. Diese sind

jeweils mit einer Materialaufgabe, einem

Rost mit Feuerungssystem, Dampferzeuger

sowie mit einem komplexem Abgasreinigungssystem

ausgestattet. Das Prozess

findet im Allgemeinen wie folgt statt. Bevor

der Müll der Verbrennungsanlage zugefügt

wird, erfolgt zunächst einerseits

eine Trennung sowie eine Vermischung

des angelieferten Abfalls mit dem Ziel, ein

Gemisch mit nahezu gleichbleibendem

Heizwert zu bilden. Dieses Abfallgemisch

wird in einer Brennkammer verbrannt.

Dadurch entsteht heißes Rauchgas, welches

mithilfe eines Dampferzeugers Wasserdampf

produziert, wodurch wiederum

ein Generator angetrieben wird. Der so

erzeugte Strom wird in das Stromnetz eingespeist.

Außerdem kann der Wasserdampf

dem Fernwärmenetz zugeführt

werden und so zum Heizen dienen – eine

„Widerstandsthermometer und Thermoelemente halten

den hohen Temperaturen stand und sind verschleißarm“

zweifache Energieausbeute. Das bei der

Verbrennung entstehende Rauchgas wird

einer Reinigung unterzogen, dass heißt

Rückstände wie Eisen, Schlacke und die

entstehende Asche werden aus der Brennkammer

entfernt und weiterverarbeitet. In

einer Müllverbrennungsanlage wird somit

nicht nur Müll verbrannt, sondern auch

verwertet.

14 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Methoden der Verbrennung

Bei der Rostfeuerung wird das Brennmaterial

über einen Zuführschacht auf den treppenartigen

Rost aufgegeben und durch

Zündbrenner entfacht. Die Verbrennung

wird nun anhand der Geschwindigkeit des

hydraulischen Rostes und der Unterstützung

der Primär- und Sekundärluft geregelt.

Die Temperaturen in der Brennkammer

(Kessel) bewegen sich hier in einem

Bereich von 800 bis 1 200 °C. Der Rost selbst

ist in der Regel wassergekühlt um die thermische

Belastung zu reduzieren. Bei der

Rostfeuerung wird die Temperatur der

Kesseldecke, der Wandtemperatur und des

Rauchgases gemessen.

Bei der Wirbelschichtfeuerung wird der

Brennstoff – vorwiegend Biomasse, Kohle

und Klärschlamm über Schuren in das Bett

gefördert. Dieses besteht meist aus feinkörnigem

Quarzsand, der über die Brenner auf

eine Temperatur von ca. 800 °C erwärmt

und fluidisiert wird. Durch die Düsenstöcke

im unteren Bereich des Bettes erfolgt das

Einblasen von Primärluft wodurch eine

Blasenbildung an der Oberfläche des Bettes

entsteht, dem sogenannten

„bubbling bed“. Die Grobteile

werden unterhalb des Bettes

ausgeschieden. Die Wirbelschicht

erzeugt im Bett Temperaturen von ca.

800 °C und führt durch die ständige

Durchmischung zu einer sehr starken

Abrasion. Hier sind Temperaturmessstellen

sowohl im Unterbett als auch im

Ober-Bett installiert.

Zuverlässige Messtechnik

steuert den Prozess

Temperaturmessungen leisten einen

entscheidenden Beitrag zur Prozesssteuerung.

Zudem helfen sie dabei,

Emissionen zu senken und den Ausstoß

von Schadstoffen zu minimieren. Wesentlich

hierbei sind die Parameter

Verbrennungstemperatur und Rauchgastemperatur.

Um diese zuverlässig zu

ermitteln, eignen sich Temperaturmessgeräte

mit den Messprinzipien

Widerstandsthermometer und Thermolement,

die Endress+Hauser in einem

breiten Portfolio anbietet. Sie halten

den sehr hohen Temperaturen

in Müllverbrennungsanlagen

stand und

weißen einen geringen

Verschleiß auf. Letzteres ist

deshalb wichtig, weil Thermoelemente

an solch kritischen Messstellen häufig

getauscht werden müssen, dadurch

jedoch die Wartungskosten steigen. Ziel

der Betreiber ist es daher, eine möglichst

lange Standzeit zu erreichen, um

die Gesamtkosten merklich reduzieren

zu können.

Das Thermoelement macht

den Unterschied

Entscheidend für die Korrosionsanfälligkeit

und die Standzeit der Thermoelemente

sind die Länge und das Material

Messstellen mit extrem hohen Prozesstemperaturen

erfordern spezielle

Thermometer mit Keramik-Schutzrohren

und Thermoelementen aus Edelmetallen

(Hochtemperatur-Thermoelement TAF 16)

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SENSORIK UND MESSTECHNIK

des Schutzrohres sowie die mechanische

und chemische Beanspruchung. Ebenfalls

nicht zu vernachlässigen ist die Aggressivität

des Rauchgases, die sehr stark von der

Zusammensetzung des zu verbrennenden

Abfalls abhängt. In diesem besonderen

Umfeld haben sich die Endress+Hauser

Thermometer der Hochtemperaturfamilie

TAF bereits seit vielen Jahren erfolgreich

bewährt. Die dafür verwendeten Schutzrohre

sind aus Werkstoffkombinationen

hergestellt, die individuell auf die Anforderungen

in der Messumgebung abgestimmt

sind. Sie bieten zum einen mechanischen

Schutz für das Thermoelement und zum

anderen verhindern sie auch das Eindringen

von Gasen, die zuerst durch Korrosion

Temperaturdrift und danach den Ausfall

der Messstelle verursachen würden.

Hochtemperaturbeständig

und verschleißfest

Vorteile des Hochtemperatur-Thermometer TC

n lange Lebensdauer durch Nutzung hochwertiger Schutzrohrmaterialien mit

erhöhter Verschleißfestigkeit und Chemikalienbeständigkeit

n langfristig stabile Messung dank Sensorschutz durch nicht poröse Materialien

n modulare Bauweise ermöglicht flexible Produktauswahl

n Das Thermometer umfasst einen einzelnen oder doppelten Thermoelement-

Messeinsatz und ein Metall- oder Keramik-Schutzrohr sowie

n Beständigkeit bei Prozesstemperaturen bis zu + 1 700 °C

schweißter Spitze aus gebohrtem Vollmaterial

erreicht. Der Einsatz dieser Materialien

kann die übliche Standzeit bis um das

3-fache im Vergleich zu herkömmlichen

Sensoren übertreffen und das bedeutet

einen deutlichen Mehrwert im Hinblick auf

Anlagenstabilität, Wartungsaufwand und

Lebenszykluskosten.

Durch das richtige Schutzrohr am Thermometer

ergeben sich demnach folgende

Vorteile:

n längere Lebensdauer der Messstellen bei

extremen Anforderungen

n geringerer Wartungsaufwand und dadurch

geringere Lebenszykluskosten

n bessere Produktqualität durch stabilere

Messungen

Zusammenfassung

Die thermische Abfallbehandlung und die

daran geknüpfte Energieumwandlung ist in

Deutschland eine der tragenden Säulen der

Abfallentsorgung. Hochwertige Temperaturmessgeräte

mit langer Standzeit sorgen

dafür, dass der Ofen nicht ausgeht, sondern

ganz im Gegenteil die Performance der

Verbrennungsanlage noch gesteigert werden

kann. So kann eine MVA durch die thermische

Verwertung von Abfällen z. B. Strom für

rund 100 000 Haushalte einer Stadt sowie

einen bedeutenden Anteil der Fernwärme

für ein Fernwärmenetz bereitstellen.

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IMPRESSUM

Ein Optimum aus Hochtemperaturbeständigkeit

und Verschleißfestigkeit wird durch

die Verwendung metallischer und keramischer

Schutzrohr-Werkstoffe sowie durch

spezielle High-Tech-Werkstoffe wie eine

Siliziumnitridkeramik und Incoloy 800 HT

(Nickel-Eisen-Chrom Legierung) mit angeerscheint

2016 im 29. Jahrgang, ISSN: 2194-1157

Redaktion

Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schaar

Tel.: 06131/992-345, E-Mail: d.schaar@vfmz.de

(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)

Redaktion: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke,

Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de

Alexandra Pisek M.A., E-Mail: a.pisek@vfmz.de

Redaktionsassistenz: Ulla Winter,

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Angelina Haas, Gisela Kettenbach, Melanie Lerch,

Petra Weidt (Redaktionsadresse siehe Verlag)

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Sonja Schirmer, Doris Buchenau, Anette Fröder,

Mario Wüst

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SENSORIK UND MESSTECHNIK

02 Schnelle

Kontaktierung durch

den Konfigurations -

adapter MagWik

Schlankes Handling

rechnet sich

Bei Smart-Transmittern gehen Intelligenz

und Kosteneffizienz Hand in Hand

Jens Baar

Die sogenannten Smart-Transmitter sind eine Klasse für sich. Mit

ihnen lässt sich die Nutzung des 4-20 mA-Ausgangssignals in einer

Prozesssteuerung maximal ausschöpfen. Neben der Intelligenz hat

diese neue Gerätegeneration noch den Vorteil des schlanken

Handlings. Das rechnet sich.

Viele Industrieunternehmen haben mittlerweile

mächtige Prozessleitsysteme

(PLS) aufgebaut, um ihre komplexen Verfahren

zu dirigieren. Die PLS sammeln die

Daten aberhunderter Teilnehmer im Feld

Die Vorteile dieses Wechsels liegen auf der

Hand: Smart-Transmitter verfügen über ähnund

überführen sie zu leistungsstarken

Prozessoren, die daraufhin aufwendige

Steuer- und Regelaufgaben ausführen. Die

Kommunikation zwischen Leitsystem und

Endteilnehmern erfolgt auf Basis von standardisierten

Protokollen, die neben den

Kerndaten wie Messwerte zunehmend weitere

Informationen liefern, beispielsweise

Geräte stati und Diagnoseangaben.

Beim Management des Datenverkehrs in

Industrieprozessen sind die unterschiedlichen

Feldbus-Protokolle seit mehr als

zehn Jahren auf dem Vormarsch. Dem weit

verbreiteten Hart-Protokoll haben sie dabei

keineswegs den Rang abgelaufen. Hart erfährt

weiterhin eine steigende Nachfrage.

Über verschiedene Integrationstools der

Protokolle können direkt aus dem PLS her

01 Temperaturtransmitter T15

als Kopf- und Schienenversion

aus Konfigurationen vorgenommen und

Informationen mit den Endgeräten ausgetauscht

werden. Dabei handelt es sich neben

DD (Device Description) und DTM (Device

Type Manager) immer häufiger auch um

Soft-warebausteine, die auf der neuen FDT-

Technologie (Field Device Tool) be ruhen.

Der Anwendung gerecht werden

Neben den PLS mit zunehmender Zentralintelligenz

und umfangreichen Kommunikationsebenen

wächst weiterhin der Anteil

der bewährten Systeme. Sie arbeiten ausschließlich

mit dem seit langem genutzten

4 bis 20 mA-Ausgangssignal und die im

Vergleich zu einem PLS deutlich überschaubarer.

Sie bieten sich als Alternative

bei Anlagen von geringerer Dimension

oder autonomen Teilen einer Großanlage

an, bei denen entweder die Komplexität

der Mess- und Regelaufgaben nicht so umfangreich

oder die Prozesse weniger kritisch

sind. In diesen Fällen ist der Aufbau

eines komplexen PLS mit Blick auf das

Kosten/Nutzen-Verhältnis oft nicht sinnvoll.

Denn bei der Prozesssteuerung rückt

neben den steigenden Qualitätsanforderungen

an die einzusetzende Messtechnik

zunehmend die Kosteneffizienz in den

Vordergrund.

Vor diesem Hintergrund leuchtet es ein,

dass sich beide Systemwelten auch in der

Sensorik wiederspiegeln müssen, im vorliegenden

Fall bei den Transmittern. Alle

namhaften Hersteller haben die jeweils

passenden Geräte dafür in ihrem Portfolio.

Am oberen Ende der Leistungsskala rangieren

demzufolge die BUS- und Hart-Transmitter,

die Smart-Transmitter in der Mitte

und die Analoggeräte am unteren Ende.

Letztere weichen mehr und mehr dem

technischen Fortschritt. Sie werden zum

größten Teil von ihren digitalen „Kollegen“

der Kategorie Smart abgelöst.

Smart-Transmitter – smarte

Kommunikation

18 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


liche Leistungsmerkmale

wie die

soeben genannten

High-End-Geräte.

Sie spielen aber trotz

ihrer hohen messtechnischen

Qualität

preislich in einer anderen

Liga und sind

daher für weniger anspruchsvolle

Anwendungen

weit attraktiver.

Der Kostenvorteil wird im

Wesentlichen über die Entwicklung

erzielt, die ohne aufwendige Firmware

und demzufolge mit einem kleineren und

daher günstigeren Prozessor auskommt.

Für Smart-Transmitter können zum Beispiel

herstellerspezifische Protokolle und

die dazu passenden Modems genutzt werden.

Bei der Verwendung solcher nichtstandardisierten

Protokolle entfällt außerdem

die Anbindung an die Prozessleitsysteme,

die damit verknüpften Integrationstools

und die aufwendigen Zertifizierungen für

ein Standardprotokoll. So lässt sich das

Kommunikationselement der Geräte insgesamt

schlanker und damit preiswerter

gestalten.

Ohne Ankoppelung an ein PLS mit entsprechendem

Protokoll müssen Smart-

Transmitter mit separaten Tools und einer

speziellen Software auf den jeweiligen Sensortyp

und Messbereich eingestellt werden.

Dieser Schritt erfolgt oft noch vor dem Einbau

in die Anlage. Er kann zugleich einen

erheblichen Kostenfaktor darstellen: Je umständlicher

oder aufwendiger eine solche

Programmierung ist, desto mehr Zeit benötigt

ein Techniker vor Ort.

Komfortable Konfiguration:

mechanisch und softwareseitig

Um einen solchen Ablauf zu vereinfachen,

hat WIKA ein neues Konfigurationsmodell

entwickelt. Es wird derzeit beim neuen

Temperaturtransmitter Typ T15 eingesetzt.

Das Gerät ist mit einem großen Klemmbereich,

unverlierbaren Schrauben und einem

aufgedruckten Schaltbild schon beim Fühler-

Anschluss auf rasches Handling ausgerichtet.

Parallel dazu konnte die Kontaktierung

und die Programmierung des T15 maximal

beschleunigt werden.

Der mechanische Teil der Konfiguration

wird vor allem durch den von Wika entwickelten

und patentierten magnetischen

Schnellkontakt MagWik vorangetrieben. Mit

ihm lässt sich der Transmitter über die

Loop-Klemmen in Sekundenschnelle an das

Modem anschließen. Damit entfallen das

zeitraubende Auf- und Zudrehen von

Schrauben oder das oft sehr umständliche

Öffnen eines Schnittstellendeckels. Der

Schnellkontakt unterstützt die Kopfversion

des T15. Die Schienen-Ausführung wird

über zwei frontal zugängige Buchsen nicht

weniger rasch kontaktiert.

Der zweite Tempomacher ist eine neue

Software (WikasoftTT). Das Programm ist

ohne separaten Treiber auf allen gängigen

Windows-Versionen lauffähig. Mit seiner

Hilfe kann intuitiv in wenigen Sekunden die

gewünschte Konfiguration gewählt und ins

Gerät gespeichert werden. Die Software ist

wahlweise aktivierbar: über eine Standardexe-Datei

oder über eine Drop-In-Version,

bei der keine Installation notwendig ist. Bei

Nutzung der Drop-In-Datei brauchen Anlagentechniker

weder besondere IT-Kenntnisse

zu haben noch müssen sie sich zuvor

um Admin-Rechte bemühen.

Mit unterschiedlichen Sensoren

kombinierbar

Der T15 zählt zu dem Typ Smart-Transmitter,

der den Anwendern aufgrund seiner

digitalen Features noch einen weiteren wirtschaftlichen

Vorteil bietet: Die Geräte können

Die Smart-Transmitter

verbinden die Vorteile

der High-End-Geräte mit der

Kosteneffizienz von Analoggeräten.

Jens Baar, Produktmanagement

Elektrische Temperaturmesstechnik,

WIKA Alexander

Wiegand SE & Co. KG

mit vielen Sensoren kombiniert werden und

lassen sich auf den gewünschten Messbereich

umstellen. Sie tragen zur Varianten-

Minimierung und damit zu Optimierung von

Lagerhaltung und Bestellmanagement bei.

Fazit: Es ist unverkennbar, dass die neue

Generation von Smart-Transmittern immer

mehr Vorteile der High-End-Geräte mit der

Kosteneffizienz der vorangegangenen Analoggeräte

verbindet. Hier geht es nicht um

rein technikgetriebene Entwicklungen. Die

Anwenderfreundlichkeit ist der ausschlaggebende

Faktor, Stichwort Usability.

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SPS IPC DRIVES 2016 I MESSE

Von der Formel 1 in die Industrie

Berührungslose und hochdynamische Drehzahlmessung mit magnetoresistiven Sensoren

01 Magnetoresistiver (MR) Drehzahlsensor

Rolf Slatter, Harry Knöller

Magnetische Mikrosysteme in Form

von magnetoresistiven (MR) Sensoren

werden häufig in Fahrzeugen,

medizinischen Geräten,

Windturbinen, Werkzeugmaschinen

oder Industrierobotern eingesetzt;

sei es für die Erfassung von Weg,

Winkel, elektrischem Strom oder

Magnetfeldern. MR-Sensoren sind

robust, zuverlässig, präzise und

miniaturisiert – diese Kombination

an Eigenschaften führt zu einem

stetigen Wachstum des

Anwendungsbereichs. Lesen Sie, was

den Anstoß für neue Entwicklungen

gab und was daraus entstanden ist.

In zahlreichen industriellen und automobilen

Anwendungen zeichnet sich ein Trend

zu höheren Drehzahlen und schnelleren

Linearbewegungen ab. Daraus ergeben sich

neue Anforderungen an das Messsystem.

Innovative Sensorlösungen werden benötigt

mit hohen dynamischen Eigenschaften,

hoher Auflösung, Robustheit und geringen

Abmessungen. Die hohe Bandbreite, die

MR-Sensoren bieten, galt bisher eher als

„versteckter“ Vorteil dieser Technologie.

Das hat sich geändert und inzwischen

stellt er in immer mehr Anwendungsbereichen

die Basis für die Winkel- und Positionsmessung

in Hochgeschwindigkeitsmaschinen

dar.

Berührungslose Erfassung

von Bewegung

MR-Sensoren sind besonders flexibel und

können in verschiedenen Messanordnungen

eingesetzt werden. Als besonders interessant

und erfolgreich hat sich dabei ein bestimmtes

Anwendungsgebiet erwiesen, bei

dem die periodische Modulierung eines

Dr. Rolf Slatter, Geschäftsführer,

Dipl.-Ing. Harry Knöller, Produktmanager,

beide bei der Sensitec GmbH in Lahnau

starken Magnetfeldes durch ferromagnetische

Funktionsbauteile, z. B. Zahnräder

oder Zylinderstangen, zur berührungslosen

und dynamischen Erfassung von Bewegungen

genutzt wird. Bild 02 zeigt die Simulation

des Feldverlaufes einer durch einen Stützmagneten

aufmagnetisierten weichmagnetischen

Zahnstruktur. Eine Modulation der

Feldstärke und Auslenkung der Feldlinien

ist klar ersichtlich. Der eingesetzte MR-

Sensor kann als Winkel-, Gradienten- oder

Magnetfelddifferenzsensor ausgeführt werden,

um unterschiedliche Anforderungen

zu erfüllen. Weiterhin können alle gängigen

MR-Sensoreffekte (AMR = Anisotroper, GMR =

Giant magnetoresistiver, TMR = Tunnelmagnetoresistiver

Effekt) angewandt werden,

um noch weitere Anforderungen abzudecken.

Neue Anforderungen (nicht nur)

aus dem Motorsport

Ein bekannter Formel-1-Motorenhersteller

ist an Sensitec heran getreten, um einen

hochauflösenden Drehzahlsensor für die

Motorenentwicklung zu entwickeln. Dieser

Hersteller kannte die MR-Technologie aus

Serienanwendungen im Automobilbereich,

zum Beispiel als Raddrehzahl- oder Lenkwinkelsensor.

Der angefragte Drehzahlsensor

sollte zunächst für die Analyse von Torsionsschwingungen

an der Kurbelwelle und

Nockenwelle benutzt werden und vorhandene

Zahnräder mit unterschiedlichen Zahnteilungen

abtasten. Die Anforderungen waren

erwartungsgemäß sehr komplex und

mit vorhandenen Zahnsensor-Lösungen

nicht zu erfüllen. Aufgrund schwieriger Einbau-

und Umgebungsbedingungen müsste

der Sensor größere Luftspalten zulassen

bzw. sehr robust sein gegenüber hohen

Betriebstemperaturen und extrem kleine

Abmessungen aufweisen. Last, but not

least, gab es weitere Wünsche an zahlreichen

elektrischen Schnittstellen und eine

erweiterte Funktionalität des Sensors wie

integrierte Temperaturerfassung und Betriebsstundenzähler.

Diese anspruchsvolle

Anforderungsliste führte zu der unten

beschriebenen Neuentwicklung.

Unterschiedliche Technologien

im Vergleich

Der Pilotkunde hat in Voruntersuchungen

unterschiedliche Sensortechnologien in

der Praxis verglichen, u. a. Variable Reluktanz

(VR)-, Hall-Effekt, Wirbelstrom- und

MR-Sensoren und versprach sich die besten

Chancen beim magnetoresistiven Effekt,

obwohl die Auswahl der bestgeeigneten

20 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


MESSE I SPS IPC DRIVES 2016

Technologie weiterhin eine Herausforderung

ist, da alle Technologien spezifische

Vorteile aufweisen.

VR-Sensoren erkennen Änderungen des

magnetischen Flusses durch das Sensorelement,

das aus einer Kupferspule, einem

Metallkern und einem Permanentmagneten

zusammengesetzt ist. In Kombination mit

einem Zahnrad oder Polrad erzeugt der

Sensor ein analoges elektrisches Signal mit

einer Frequenz und Amplitude, die proportional

zur Dreh- oder Lineargeschwindigkeit

ist. VR-Sensoren sind besonders geeignet für

die Verwendung in Hochtemperaturanwendungen,

wo andere Sensortechnologien nicht

eingesetzt werden können. Ihr Hauptnachteil

ist, dass die Signalamplitude bei niedrigen

Drehzahlen sehr gering sein kann. Weiterhin

ist der zulässige Luftspalt sehr klein und die

Sensorabmessungen verhältnis mäßig groß

aufgrund des komplexen Aufbaus. Bei hohen

Frequenzen wird durch die Induktivität der

Sensorspule die induzierte Spannung so

stark gedämpft, dass diese nicht mehr auswertbar

ist, dass heißt die Bandbreite dieser

Sensoren ist begrenzt, typischerweise auf

maximal 10 kHz.

Hall-Effekt-Sensoren sind in der Lage, die

Amplitude eines Magnetfeldes zu erfassen.

Diese sind typischerweise mit einer elektronischen

Schaltung verbunden, die das Ausgangssignal

schaltet, wenn eine bestimmte

Magnetfeldstärke erreicht ist. Hall-Effekt-

Drehzahlsensoren erzeugen meist ein digitales

Ausgangssignal mit einer Frequenz,

welche proportional zur Drehzahl oder linearen

Geschwindigkeit ist. Ihr Hauptvorteil ist

der Betrieb bei sehr niedrigen Drehzahlen

oder sogar bei Stillstand. In den meisten Fällen

ist ihre Anwendung jedoch auf eine Umgebungstemperatur

von 125 °C begrenzt und

die Bandbreite ist limitiert.

Das Messelement eines Wirbelstromsensors

ist die Spule eines Schwingkreises.

Die Sensorspule (Induktivität) und die Leitung

(Kapazität) bilden einen Schwingkreis.

Der aktive Schwingkreis erzeugt ein magnetisches

Wechselfeld, dessen Feldlinien aus

der Sensorspule austreten. Dabei erzeugt

das magnetische Wechselfeld im elektrisch

leitfähigen Objekt Wirbelströme, die ihrer

Ursache entgegenwirken. Wirbelstromsensoren

benötigen in der Regel keine Elektronik

an der Messstelle. Entsprechend können

diese Sensoren auch bei höheren Umgebungstemperaturen

eingesetzt werden.

Diese Sensoren können jedoch bei sehr

niedrigen Drehzahlen nicht eingesetzt werden

und der zulässige Luftspalt ist sehr gering.

Weiterhin zeigten sich diese Sensoren

03 Funktionsprinzip: Das Bild zeigt die

Simulation des Feldverlaufes einer durch

einen Stützmagneten aufmagnetisierten

weichmagnetischen Zahnstruktur

als sehr empfindlich gegenüber Variationen

im Luftspalt durch zum Beispiel Wellenschlag

und auch gegen Werkstoffunterschiede

bei den Zahnrädern.

Die Voruntersuchungen deuteten jedoch

an, dass MR-Sensoren die komplexen Anforderungen

am besten abdecken konnten.

02 Der MR-Sensor wurde für die berührungslose und hochdynamische Drehzahlmessung

an ferromagnetischen Zahnrädern entwickelt und kann flexibel für unterschiedliche Zahnteilungen

und Messabstände eingesetzt werden; zulässig ist sowohl eine radiale (links) als

auch axiale Anordnung (rechts) des Sensors

iC-Haus.indd 1 13.10.2016 08:24:13

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 21


SPS IPC DRIVES 2016 I MESSE

04 Aufgrund der Möglichkeit den Sensor um anwenderspezifische

Funktionalitäten zu erweitern, ist die Auswerteelektronik mit einer

UART-Schnittstelle ausgestattet

Was den magnetoresistiven

Drehzahlsensor auszeichnet

Der neue MR-Sensor (Bild 1) besteht aus

einem Sensorkopf mit magnetoresisitivem

Element und Permanentmagnet sowie einer

separaten Auswerteeinheit, deren Hauptaufgabe

es ist, das analoge Sensorsignal in

einen TTL-Pegel zu wandeln. Beide Einheiten

sind kompakt in einem Aluminiumgehäuse

vergossen. Der Anschluss zum

Anwender ist als „Open-End“ Leitung ausgeführt,

auf Anfrage wird der Sensor auch

mit kundenspezifischen Steckverbindern

ausgestattet. Die Temperaturabhängigkeit

des Sensors ist sehr gering und Schmutz

und Öl haben keinen Einfluss auf die Messung.

Neben dem erzeugten TTL-Drehzahlsignal

wird auch das analoge Sensorsignal

verstärkt an den Ausgängen zur Verfügung

gestellt. Der Ausgangspegel ist stabil und

unabhängig von der Drehzahl.

Der Sensor wurde für die berührungslose

und hochdynamische Drehzahlmessung

an ferromagnetischen Zahnrädern entwickelt

und kann flexibel für unterschiedliche

Zahnteilungen und Messabstände

eingesetzt werden. Er wurde so konzipiert,

dass sowohl eine radiale (Bild 03 links) als

auch axiale Anordnung (Bild 03 rechts)

zulässig ist und der Kabelabgang vom

Sensorkopf kann gerade oder abgewinkelt

ausgeführt werden. Auf diese Weise wird

die Inte gration bei begrenztem Bauraum

stark vereinfacht.

Aufgrund der Möglichkeit den Sensor um

anwenderspezifische Funktionalitäten zu

erweitern, ist die Auswerteelektronik mit

einer UART (Universal Asynchronous Receiver

Transmitter) Schnittstelle ausgestattet.

Intelligente Funktionen sind serienmäßig

verfügbar. Über die UART-Schnittstelle der

Auswerteelektronik (Bild 04) können folgende

Funktionen genutzt werden: Einstellen

des Puls/Pausen-Verhältnisses beim

TTL Ausgangssignal, Abspeichern und Lesen

einer Seriennummer und Auslesen eines

Betriebsstundenzählers. Optional besteht

die Möglichkeit, einen Temperatursensor in

den Sensorkopf zu integrieren. Sensorkopf

und Auswerteeinheit sind mit Hochtemperaturkabel

verbunden.

Der neue Drehzahlsensor kann bei Luftspalten

bis 5 mm und Betriebstemperaturen

bis 150 °C eingesetzt werden. Drehzahlen

von quasi-Stillstand bis ca. 50 000 min -1

(bei üblichen Zahnteilungen) können erfasst

werden ohne eine Verschlechterung

der Signalqualität. Weitere technische Daten

sind in der Tabelle zusammengefasst.

Anwendungen bis hin zum

industriellen Umfeld

Nach gelungener Entwicklung und Erprobung

ist der neue Drehzahlsensor beim

Pilotkunden erfolgreich im Einsatz. Es hat

Parameter

Betriebsspannung

Ausgangssignale

Zahnteilungen

Arbeitsabstand

Erfassungsfrequenz

Option

Daten

7 bis 24 V

Drehzahl analog + digital, Temperatur

(PT1000)

Modul 0.6 bis 2.5 bzw. Zahnteilungen:

2 bis 8 mm

bis 5 mm

0,4 Hz – 30 kHz

Anpassung Impuls Pause über

UART-Schnittstelle

Arbeitstemperatur Sensor 150 °C

Arbeitstemperatur Auswerteelektronik 125 °C

Material Zahnrad

Abmessungen des Sensorkopfes

Abmessungen der Auswerteelektronik

sich aber auch gezeigt, dass die möglichen

Anwendungen deutlich über den Motorsport

hinausgehen. Zunächst folgten

Anwendungen bei den Herstellern von

Serienfahrzeugen im Prüffeld, nicht nur

bei der Motorenentwicklung aber auch für

die Erfassung von schnellen Bewegungen

im Fahrwerksbereich. Inzwischen gibt es

die ersten Anwendungen im industriellen

Umfeld, sei es für die Erfassung von hohen

Drehzahlen in mobilen Arbeitsmaschinen,

Werkzeug- oder Papierverarbeitungsmaschinen.

Die hohe Bandbreite und hohe

Schaltgenauigkeit öffnet auch neue Möglichkeiten

im Bereich der Zustandsüberwachung,

wo eine hochauflösende Erfassung

der Momentangeschwindigkeit erforderlich

ist, um eventuelle Schäden an

rotierenden Maschinen rechtzeitig zu

erkennen.

www.sensitec.de

Ferromagnetisch

Durchmesser 10 mm, Länge 22 mm

Länge 54 mm, Breite 20 mm, Tiefe 12 mm

05 Tabelle: Technische Parameter und Daten des neuen magnetoresistiven Drehzahlsensors

22 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


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SENSORIK UND MESSTECHNIK

5 aus einer Hand

Vielseitige Workstation verbessert Präzision

und Automation von Sensorfertigung

Die Sensor-

Workstation verfügt über

fünf Tischeinsätze, die

einen mühelosen Wechsel

zwischen Schweiß- bzw.

Schneideaufgaben

ermöglichen

Reinhold Kuchenmeister

Die bestmögliche Qualität und eine

effiziente Fertigung – darauf setzt ein

Hersteller elektrischer Temperaturfühler

aus Nordrhein-Westfalen. Um diese

Anforderungen zu erfüllen, wird die

Fertigung der Thermoelemente und

Widerstandsthermometer

regelmäßig optimiert. Der neueste

Clou ist eine Sensor-Workstation. Sie

ermöglicht nicht nur automatisierte

Schweißprozesse und eine höhere

Präzision, sondern minimiert auch die

Schadstoffbelastung am Arbeitsplatz.

Bereits seit mehreren Jahren war Thomas

Oelze, Geschäftsführer von Herth, auf

der Suche nach einer Anlage, die nicht nur

die bei der Sensorproduktion anfallenden

Schweißvorgänge beherrscht. Die Maschine

sollte getreu dem Motto „Einer für Alles“

auch das Schneiden von Sensorrohren oder

der elektrischen Leitungen samt der Abisolierfunktion

an Leitungen übernehmen. Ihm

wurden immer wieder Laserschweißmaschinen

für die Sensorfertigung angeboten.

Problem war stets das unzureichende

Handling des Prozesses. Der neue Lösungsvorschlag

von Alpha Laser erschien ihm

interessant. Die verschiedenen Arbeitseinsätze

und die Drehachse versprachen flexibles

Bearbeiten unterschiedlicher Teile.

Qualität gewährleisten und

Schadstoffe verringern

Die im bayrischen Puchheim neu entwickelte

Sensor-Workstation AL-SWS arbeitet mit

variablen Einsätzen und beherrscht gegen-

wärtig folgende fünf Bearbeitungsfunktionen:

Kontaktschweißen, Rundschweißen,

Mikroschweißen, Schneiden und Mantelschweißen

unter mechanischem Druck.

Schnell einwechselbare Einsätze ermöglichen

dem Sensorhersteller, all diese Arbeitsschritte

in reproduzierbarer Qualität

sowie sehr schnell und einfach auf einer

einzigen Maschine zu verwirklichen.

Für Thomas Oelze war das präzise

Schweißen filigraner Bauteile in Kombination

mit der absoluten Reproduzierbarkeit des

Laser-Schweißprozesses ein wesentlicher

Grund für das Investment in den Laser-

Arbeitsplatz. Diese Maschine sichert über

alle Aufgaben und Werkstücke hinweg eine

gleichbleibende Qualität. Willkommener

Nebeneffekt durch den Einsatz des Laserschweißverfahrens

ist für ihn auch die Verringerung

oder Vermeidung von Schadstof-

Reinhold Kuchenmeister ist freier Fachjournalist

aus Höchberg

24 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


fen, die während des Schweißens entstehen.

Folglich werden die Arbeitsplätze noch

umweltfreundlicher. So kommt es beim

Anschweißen der Zuleitung an den Sensor

bei den konventionellen Schweißarbeiten

durch das Schrumpfen und Verbrennen der

Leitungsisolierung zur Rauchentwicklung;

zusätzlich benötigt die geschrumpfte Isolierung

eine besondere Bearbeitung. Beim

Einsatz der Workstation wird die Leitung

nicht verschmort und eine Nachbearbeitung

der Leitung entfällt.

Teile-Nachbearbeitung entfällt

Durch den Einsatz dieses Lasersystems wird

die Weiterverarbeitung der lasergeschweißten

Teile vereinfacht. Alarich Stypa, der

Laserbeauftragte Produktionsleitung bei

Herth, stellt zusätzlich fest: „Das normale

Schweißen ergibt eine Schweißnaht, die zu

bearbeiten ist. Dieser Bearbeitungsschritt

kann beim Laserschweißen entfallen. Außerdem

ruft das herkömmliche Schweißen eine

vergleichsweise kräftige Bildung von Anlauffarben

hervor.“ Diese Oberflächeneinfärbung

des Metalls, auch Anlassfärbung genannt,

ist bei der Bearbeitung mit dem

Alpha Laser deutlich reduziert. Ein optisch

einwandfreies Erscheinungsbild der Sensoren

ist damit gesichert und das ordentliche

Spannen der Werkstücke lässt den Bedienern

beide Hände für die Bearbeitung frei.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist für

Thomas Oelze auch die deutliche Vereinfachung

sowie die Automatisierung eini -

ger der bislang im Hause Herth üblichen

Schweißprozesse Grund für den Einsatz der

Workstation: „Durch die seit Ende 2012 installierte

Laserschweißmaschine wurden

aus unserer Sicht mögliche Prozesse auf der

Sensor-Workstation getestet bzw. auf diese

umgestellt. Die Arbeitsergebnisse haben

gezeigt, dass es der richtige Weg war, den

wir gegangen sind. Im bisherigen Praxiseinsatz

zur Bearbeitung unserer Widerstandsthermometer

und Thermoelemente

hat sich die Maschine bewährt. Nach anfänglichen

Probeteilen haben wir nach

kurzer Zeit die Maschine in den normalen

Produktionsprozess integriert. Schon jetzt

steht fest, dass mit der Maschine eine

erhebliche Zeitersparnis in der Sensorfertigung

erreicht wird.“

Individuelle Arbeitsschritte

für jeden Sensortyp

Die Schweißaufgaben an Außendurchmessern

von 0,25 bis 6 oder 8 mm umfassen

die Sensoren, die Sensorrohre sowie

das Anschweißen von Widerständen. Verschweißt

werden verschiedene Legierungen,

Kupfer und auch Edelstahl. Es zeigt

sich, dass, je kleiner die zu schweißenden

Teile sind, der Lasereinsatz umso effektiver

ist. Besonders deutlich wird dieser Effekt

bei den kleinen Außendurchmessern. Die

Sensorverkabelung erfolgt mit zwei isolierten

Drähten im Inneren des Sensorrohres.

Die Arbeitsschritte des Abisolierens dieser

dünnen Drähte und das Kontaktieren lassen

sich individuell für jeden Sensortyp im

Bearbeitungsprogramm ablegen und bei

Bedarf aufrufen. Das Ritzen der Litzen, um

sauber abisolieren zu können, erfolgt jetzt

sehr schnell und zuverlässig.

Das einfache Wechseln der Einsätze für

die unterschiedlichen Bearbeitungsfunktionen

verkürzt die bislang notwendigen

Rüstzeiten erheblich: Früher mussten für

die einzelnen Aufgaben verschiedene Arbeitsplätze

genutzt werden. Positiv für das

Unternehmen Herth sind die seitens Alpha

Laser durchgeführten Tests anhand der

anwenderspezifischen Teile und Aufgaben.

Die in der Maschine speicherbaren,

teile-/bzw. prozessspezifischen Programme

kommen der individuell-kundenspezifischen

Sensorfertigung entgegen. Bereits

nach der kurzen Anlernphase von nur

eineinhalb Tagen konnten die Mitarbeiter

mit der Workstation umgehen und die

gewünschten Arbeitsergebnisse erzielen.

Fotos: 01 Alpha Laser, 02 Herth, sonstiges Pixabay

www.alphalaser.de

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HERZ

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Dipl.-Ing. Harry Pilz

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Seit mehr als 25 Jahren entwickeln unsere

Ingenieure Ultraschallsensoren für die

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Zum Beispiel den nano – den kürzesten

Ultraschallsensor in einer M12-Gewindehülse

am Markt.

Der Laserbeauftragte

Alarich Stypa beim

Anlasern des Sensors

an die Leitung

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2016 auf der SPS IPC Drives in Nürnberg,

Halle 7A, Stand 7A-401.

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Vom Tabakblatt zum Feinschnitt

Sicherheitskonzept in Tabakaufbereitungsanlage sorgt für höheren Automatisierungsgrad

und Steigerung der Produktivität

Achim Tögel

Wird eine Anlage einem Retrofit

unterzogen, werden nicht nur

verschleißbehaftete Komponenten

ausgetauscht. Gewöhnlich kommt

die gesamte Revision der Elektround

Steuerungstechnik hinzu und

mit ihr die Integration eines

Sicherheitskonzeptes, das heutigen

Anforderungen gerecht wird. In

einer Anlage für Tabakaufbereitung

kommt ein multifunktionales

System zum Einsatz, das sowohl

Produktivität als auch Sicherheit

gewährleistet.

Der feinwürzige Duft von Tabak durchdringt

die Luft. Nach einer mehrjährigen

Umbauphase läuft die Anlage zur Bearbeitung

von Rohtabak wieder auf vollen Touren.

Sie verarbeitet über diverse Prozessmodule

und Ebenen verteilt Tabakblätter bis zum

verkaufsfertigen Feinschnitt-Tabak. Die Imperial

Tobacco Group bereitet im niederländischen

Joure mit mehreren Produktionslinien

bis zu 10 t Tabak pro Stunde auf.

Achim Tögel, Technisches Büro München,

Pilz Vertrieb Tochtergesellschaft Deutschland

Die in Ballen angelieferten Tabakblätter

werden zunächst geteilt und gelangen über

eine Förderstrecke in eine Casing-Trommel.

Dort führen Düsen den getrockneten Blättern

Wasser sowie jene Rezepturen zu, die dem

Tabak später seine individuelle Note verleihen.

Anschließend rollen die so aufbereiteten

Tabakblätter in speziellen Transportcontainern

in ein Reifelager. Nach bis zu

36 Stunden Lagerzeit fahren die Container

das Zwischenprodukt über Rollenbahnen

zu einer automatisierten Kippvorrichtung

der jeweiligen Produktionslinie. Dort werden

die Behälter entleert und nach einer

Trocknungs-, Kühlungs- und nochmaligen

Lagerungsphase ist der Feinschnitt-Tabak

reif für die Verpackung.

Produktivität signifikant steigern

Das Unternehmen Hermos, Kopf einer international

agierenden Gruppe mit Schwerpunkten

in den Bereichen Automatisierung,

Informationsverarbeitung und Erfahrung in

der Tabakbranche, war mit dem Retrofit der

Anlage beauftragt. „Zum Aufgabenumfang

zählte die Modernisierung und Neu-Automatisierung

der kompletten Anlage, der

Austausch von Schaltschränken, die Verkabelung,

Installation und die Sicherheit“,

fasst Volker Sachs, Projektleiter Elektrotechnik

bei Hermos, zusammen. Nach eingehender

Analyse stand im ersten Schritt die

komplette Entkernung der Anlage an. Elektronik,

Steuerung und Sicherheit entsprachen

nicht mehr dem modernsten Stand

der Technik. Ziel des Anlagenbetreibers war

ein höherer Automatisierungsgrad und eine

signifikante Steigerung der Produktivität.

Mindestens ebenso hoch waren die Anforderungen

an die Sicherheit: Neben einem

größtmöglichen Schutz für die Bediener im

Umfeld sollte das gewünschte Sicherheitskonzept

Abläufe, Bedienbarkeit und

die Performance der Anlage keinesfalls einschränken.

Für die Konzeption und Umsetzung war

das Automatisierungsunternehmen Pilz zuständig.

Der Auftraggeber verlangte Sicherheit

aus einer Hand. Darüber hinaus legte

er großen Wert darauf, die Komponentenvielfalt

auf ein Minimum zu reduzieren, um

Stillstandzeiten im Fehlerfall zu minimieren

und Service wie Instandhaltung damit

zu vereinfachen. Pilz lieferte all jene sicherheitsrelevanten

Komponenten, die für die

Umsetzung des von Hermos entwickelten

Sicherheitskonzeptes erforderlich waren.

Sicherheit hat oberste Priorität

Die modernisierte Anlage besteht im Kern

aus komplexen Transport- und Fördersystemen,

den Bereichen Befüllung, Zwischenlagerung,

Produktions- und Verarbeitungsmaschinen

sowie aus Lager- und Rezeptverwaltung.

Ein zentrales übergeordnetes

Leitsystem sorgt im Verbund mit 20 IPC-

Steuerungen und über ein redundantes

Lichtwellenleiter-Netzwerk für reibungs lose

und sichere Abläufe. Sicherheitstechnisch

wurde die gesamte Anlage in drei separate

Bereiche aufgeteilt, die mit elf Lichtvorhängen

und vier Zutrittskontrollen getrennt

sowie per Zustimmtaster von Pilz bedient

und sicher überwacht werden.

26 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


SENSORIK UND MESSTECHNIK

01 02 03

Gleich an mehreren Stellen der weit verzweigten

Anlage, in der zwischen 25 und

30 Beschäftigte arbeiten, muss auf die im

Rahmen der Risikobeurteilung detektierten

Gefährdungen adäquat reagiert werden. So

sind insbesondere Maschinenabdeckungen

oder Zugänge zum Lager sicher zu überwachen

und zuverlässige Maßnahmen zu

gewährleisten, die im Ernstfall zu einem

sicheren Stillstand von Förderbändern, Antrieben

und Maschinenteilen führen.

Das sichere Schutztürsystem PSENsgate

von Pilz kombiniert Schutztürüberwachung,

sichere Zuhaltung mit Flucht-/Hilfsentriegelung

sowie Not-Halt-, Anforderungs- und

Quittiertaster in einem System. Es ist bis zur

höchsten Sicherheitskategorie PL e ausgelegt,

zusätzlich sorgt eine Codierung für

höchsten Manipulations- und Umgehungsschutz.

Gerade bei Maschinen mit besonders

hohem Gefahrenpotenzial bietet das System

ein Maximum an Sicherheit.

Lichtschranken bieten Flexibilität

Ohne adäquate Sicherheitsvorkehrungen

würden die Container-Kippvorrichtungen

ein erhebliches Gefährdungspotenzial darstellen.

Hier sorgen die frei parametrierbaren

Lichtschranken PSENopt Advanced für Sicherheit.

Mit ihrer Multifunktionalität bieten

sie ein hohes Maß an Flexibilität: Muting,

Blanking oder Kaskadierung sind mit nur

einer Lichtschranke selbst über weite Distanzen

realisierbar. Die Lichtschranken schützen

vor Eingriff bzw. Zugang und akzeptieren

dank der Muting-Funktion nur die hier

vorgesehenen Container in ihrem Über wachungsfeld.

Mit ihren durchgängigen Einzelstrahlen

schließen die Lichtgitter selbst so

genannte Totzonen aus.

Unterstützt durch das Software-Tool PSENopt

Configurator erfolgten Ausrichtung, Konfiguration

und Inbetriebnahme mühelos.

Nach Abschluss des Retrofits und der Wieder-

01 Frei parametrierbare Lichtschranken: Je

nach Anforderung wird entweder Muting oder

Blanking und die Kaskadierung mit demselben

Lichtgitter realisiert

02 Die im Rahmen der Risikobeurteilung

detektierten Gefährdungen werden u. a.

durch das sichere Schutztürsystem abgedeckt

03 Die multifunktionalen Lichtgitter

können dank Schutzgehäuse IP6k9k auch

in rauen Umgebungen eingesetzt werden

inbetriebnahme freut man sich bei Imperial

Tobacco über einen reibungslosen und

nahezu vollautomatischen Produktionsablauf.

Die Produktivität konnte signifikant

gesteigert werden, die Schutzvorkehrungen

agieren im Hintergrund und werden von

den Bedienern kaum wahrgenommen.

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für

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 27

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SENSORIK UND MESSTECHNIK

Metrische Welt- und

Roboterkoordinaten per Mausklick

Kalibrierung von Vision-Sensoren

Wie groß ist das Objekt nun in

Wirklichkeit? Diese Frage lässt

sich bei der Vermessung von

Bauteilen nicht von der Hand

weisen. K larheit verschaffen

neue Kalibrierfunktionen einer

bewährten Serie an Vision-

Sensoren.

Der Sensorhersteller Sensopart Industriesensorik

erweitert den Funktionsumfang

seiner Vision-Sensorreihe Visor

um neue Kalibrierfunktionen. Dass heißt

Positionen und Abstände im Sensorbild

können in relative Welt- oder absolute

Roboterko ordinaten umgewandelt werden.

Gleichzeitig werden Verzerrungen durch

schräge Blickwinkel und andere Bildfehler

korrigiert.

Umwandlung von Bildpixeln in

metrische Weltkoordinaten

Oft ist es bei der Prüfung oder Vermessung

von Bauteilen wünschenswert, Positionsund

Abstandswerte nicht nur in Bild pixeln,

sondern in realen Welt-Einheiten wie Millimeter

zu erhalten. Mithilfe einer speziellen

Kalibrierplatte und einer entsprechenden

Funktion im Visor- Konfigurationsprogramm

lässt sich diese Transformation mit

einem Mausklick bewerkstelligen. Ausgegeben

werden hierbei relative Weltkoordinaten,

wie sie zum Beispiel bei der Vermessung

von Teilen benötigt werden.

Bei der Transformation in diese korrigiert

der Visor gleichzeitig etwaige Bildfehler.

Dazu gehören insbesondere perspektivis che

Bildverzerrungen infolge eines schrägen

Blickwinkels auf das Prüfobjekt, wie er in

vielen Anwendungen erforderlich ist. Ebenfalls

korrigiert werden Objektivverzeichnungen,

die vor allem bei Objektiven mit

kurzer Brennweite auftreten. Liegt das zu

detektierende Objekt nicht in derselben

Ebene wie die Kalibrierplatte, kann zusätzlich

ein Höhenversatz berücksichtigt werden.

Hierdurch ist die Ermittlung präziser

metrischer Abstandswerte gegeben.

28 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Ausgabe der Teileposition in

absoluten Roboterkoordinaten

Auch für die Ansteuerung von Robotern bietet

das Visor-Software-Upgrade neue Funktionen.

Die Transformation der Objekt-/Bildkoordinaten

in absolute Roboterkoordinaten

muss so nicht mehr in der Robotersteuerung

oder SPS programmiert werden, sondern

wird durch eine einmalige Kalibrierung

direkt im Sensor bewerkstelligt.

Für die Koordinatentransformation wird in

der Bediensoftware einmalig eine Punktpaarliste

angelegt. Dazu wird der Roboter in

verschiedene Positionen bewegt und die

entsprechenden Koordinaten im Bild und in

der realen Welt werden in das Visor-Konfigurationsprogramm

übernommen. Als absoluter

Bezugspunkt kann z. B. der Roboterfuß

oder der Tool Center Point dienen. Die

Dateneingabe erfolgt entweder manuell oder

auch vollständig automatisiert via Schnittstellenkommandos

von der Robotersteuerung,

z. B. zur Rekalibrierung nach einem Umbau.

Wie bei der Kalibrierung mittels Kalibrierplatte

ist bei Bedarf die Eingabe eines Höhenversatzes

möglich. Mit der zusätz lichen

Funktion „Greifpunkt-Korrektur“ kann zudem

eine vom automatisch bestimmten Zentrumspunkt

abweichende Greifposi tion, beispielsweise

ein seitlicher Anfasser am Objekt,

berücksichtigt werden. Soll ein Teil an

seinen Außenkonturen gegriffen werden,

kann mit einer weiteren Funktion der verfügbare

Freiraum rund um das Teil überprüft

werden. Mit diesen Möglichkeiten lassen

sich Pick & Place-Anwendungen einfach

konfigurieren. Auch bei der Transformation

in Roboter koordinaten werden gleichzeitig

„Positionen und Abstände im Sensorbild können

nun einfach in relative Welt- oder absolute

Roboterkoordinaten umgewandelt werden.“

Bildverzerrungen und Objektivverzeichnungen

korrigiert, sodass der Vision-Sensor

genaue metrische Positionswerte liefert.

www.sensopart.com

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 29


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Optimierte Produktionsvorgänge

Mikrowellenmesstechnik liefert exakte Messergebnisse bei Flüssigkeitsgemischen

Ob in der Lebensmittelindustrie,

Abwasseraufbereitung oder

Baustoffbranche – präzises und

permanentes Messen der

Konzentration in den Flüssigkeitsgemischen

ist für die direkte

Regelung vieler Prozesse essentiell.

Mikrowellenmesstechnik kann per

Inline-Monitoring helfen, Ausfälle

zu verhindern, und Produktionsprozesse

besser zu regulieren.

Um ein gleichbleibendes Produktionsergebnis

gewährleisten zu können, sind

ständige Überprüfungen, Kontrollen und

Probenentnahmen während des Prozesses

nötig. Diese werden meist mittels Probenauswertung

im jeweiligen Betriebslabor

vorgenommen. Doch schon auf dem Weg

von der Entnahmestelle bis zum Labor

kann das Messergebnis durch Umgebungseinflüsse

verfälscht werden. Auch handelt

es sich nur um eine Stichprobe. Besser

Diese Messgenauigkeit macht sich vor

allem die Zuckerindustrie bereits zu Nutze.

Aber auch Molkereien, die Baustoff- und

die Papierindustrie sowie die Abwasserund

Biogasbranche setzen Pro Mtec-Messgeräte

mittlerweile vermehrt zur Kontrolle

in ihren Herstellungsprozessen ein. Je nach

Anwender und Einsatzbereich stehen zwei

verschiedene Varianten zur Auswahl: µ-ICC

2.45 Standard oder µ-ICC 2.45 Compact.

„Das Standardgerät ist ein Vierkanal-Messsystem

und wird häufig bei mehreren Messstellen

eingesetzt“, erklärt Theisen. „Das

Compactgerät ist dagegen als Einkanal-

Messsystem für Einzelanwendungen konziwären

dagegen permanente Messungen,

die direkt vor Ort unter den immer gleichen

Bedingungen vorgenommen werden. Hier

setzt die Mikrowellenmesstechnologie von

Promtec an. „Unter optimalen Bedingungen

können sogar Messabweichungen von

Die Inline-Messsysteme arbeiten berührungslos

und wartungsfrei und liefern eine Genauigkeit vergleichbar

mit Werten der Mikrowellenmesstechnik.

bis zu ± 0,05 % des Feststoffanteils festgestellt

werden“, erklärt Karl-Heinz Theisen,

Geschäftsführer des Unternehmens. Das

entspreche praktisch der Laborqualität,

allerdings inline, also direkt während des

Herstellungsprozesses.

Mikrowellen-Transmissionsmessung

als Lösung

Um diese Genauigkeit zu erreichen, wird

ein Mikrowellenoszillator verwendet, der

elektromagnetische Wellen mit einer Frequenz

von 2,45 GHz erzeugt. Dieses Signal

kann über einen Sensor durch ein beliebi­

ges wasserhaltiges Medium geführt werden,

das sich in einer festen Messgeometrie,

z. B. einer Rohrleitung oder einem Tank,

befindet. Da die Mikrowelle von den freien

Wassermolekülen absorbiert wird, verringert

sich zum einen ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit

und zum anderen wird sie

proportional zum Wassergehalt gedämpft.

Sobald die Mikrowelle den Empfangssensor

auf der gegenüberliegenden Seite der

Messgeometrie erreicht, werden Phasenverschiebung

und Dämpfung gemessen,

bewertet und daraus die Feststoffkonzentration

berechnet.

Besonderer Vorteil dieses Verfahrens ist,

dass es nicht auf die optische Durchlässigkeit

eines Mediums angewiesen ist. Die

elektromagnetischen Wellen durchdringen

alle metallfreien, nicht leitenden Materialien

und sprechen sehr gut auf Wasser an,

da dieses mit seiner hohen Dielektrizitätszahl

von 80 die elektromagnetischen Wellen

stark absorbiert, wodurch ein gutes

Messergebnis erreicht werden kann. Da

sich Mikrowellen zudem in Form von

Feldern ausbreiten, erreichen die Messgeräte

im Vergleich zu anderen Technologien

wie optischen, elektrischen und mechanischen

Messverfahren eine wesentlich

höhere Repräsentativität des Messergebnisses.

Gleichzeitig wird das zu messende

Medium nicht beeinflusst.

Von der Nischentechnologie

profitieren

30 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


You CAN get it...

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01 Das Gerät wird fest in die Messstelle

eingefügt, sodass definierte unveränderbare

Umgebungsbedingungen sichergestellt werden

piert.“ Das Gerät wird direkt an den Leitungen

angebracht und misst dort inline das

jeweilige Medium. Zur Auslegung eines

Messsystems muss der Anwender nur Angaben

zur Rohrleitungsdimension, zum

Produkt, zur Temperatur, dem gewünschten

Messbereich und der erwarteten Messgenauigkeit

mitteilen.

Nach der Installation wird das Messsystem

zunächst individuell an die vorhandene

Messbedingung und den gewünschten

Messbereich angepasst. Dafür benötigt

das Unternehmen etwa einen

Tag. Der wichtigste Schritt sei dabei

die Kalibrierung, das heißt die

Skalierung des Messsignals entsprechend

den im Betrieb üblichen

Referenzwerten und

Arbeitspunkten,“ so Theisen.

„Hierfür werden Mate ialproben

unter Betriebsbedingungen

an der

02 Mithilfe einer individuell konfigurierten

Sensorik werden die Messgeräte genau an

die jeweiligen Prozessbedingungen angepasst

Messstelle entnommen und zeitgleich deren

Laboranalysewerte mit den laufenden

Messwerten korreliert.“ Da die Geräte berührungslos

funktionieren, also nicht

verschleißen, fallen praktisch keine

Wartungsarbeiten an.

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03 Die applikationsspezifischen Konzentrationsmesslösungen

kommen in zahlreichen Raffinerien

der Zuckerindustrie zum Einsatz, insbesondere zur

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SENSORIK UND MESSTECHNIK

Helligkeit und Topologie

Wie Sie anspruchsvollen Prüfbedingungen in der Oberflächeninspektion begegnen

Betrachtung sind sie auch bezüglich der

Falscherkennung besser als die manuelle

Prüfung. Die Produktion großer Stückzahlen

erfordert schnelle, robuste Verfahren,

die sich leicht in einen industriellen Prozess

integrieren lassen. Für die hochauflösende

Weißlicht-Interferometrie beispielsweise

sind die geforderten Taktzeiten in der Regel

zu kurz und die Anforderung an die Mechanik

zur Präsentation des Prüflings vergleichsweise

hoch.

Herausforderungen der optischen

Oberflächeninspektion

Sebastian Grimm, Marco Antoni

Automatisierte optische Verfahren

haben sich bei der Qualitätskontrolle

von Bauteilen bewährt. Damit aber

alle Defekte erkannt und der

Pseudoausschussanteil minimiert

werden kann, sollten mögliche

Fehlerquellen bekannt sein.

Gleichzeitig dürfen vor allem bei

Funktionsteilen optische

Abweichungen nicht als Fehler

eingestuft werden. Gewährleisten

kann dies das sogenannte

Shape from Shading-Verfahren.

Bei Produkten mit Funktionsflächen, ebenen

Metallteilen oder medizinischen

Produkten und Verpackungen sind Fehler

auf der Oberfläche bestmöglich zu vermeiden,

aber in der Herstellung oft nicht vollständig

auszuschließen. Eine Qualitätsprüfung

erlaubt es, Schlechtteile auszusortieren

und so trotzdem nur einwandfreie Ware zu

liefern. Weil dies Zeit und Geld kostet, wird

die Qualitätskontrolle nur eingesetzt, wenn

die Qualitätsanforderungen entsprechend

hoch sind. Falls das Produkt wie in der Automobil-

oder Medizintechnik über Leben

und Tod entscheiden kann, ist sie unverzichtbar

im Herstellungsprozess. Aber auch

bei hochwertigen Gütern und Luxusartikeln

wirkt sich ein Defekt negativ auf das Image

der Marke aus. Automatisierte, optische

Methoden haben sich hier als zuverlässige

und flexible Alternative zu herkömmlichen

Prüfverfahren bewährt. Durch die objektive

Das Ziel der Oberflächeninspektion bei größeren

Stückzahlen ist es, anhand vorgegebener

Kriterien für einen Prüfling möglichst

günstig und schnell zu entscheiden, ob er die

Qualitätsanforderungen erfüllt. Am wichtigsten

ist dabei, dass fehlerhafte Produkte zuverlässig

erkannt werden. Gleichzeitig sollen

aber auch möglichst wenig gute Produkte

fälschlich als schlecht aussortiert werden,

denn ein solcher Pseudoausschuss muss

nachproduziert werden. Des Weiteren sollen

die Prüfergebnisse dokumentiert werden

können und die Möglichkeit bieten, den

vorgelagerten Produktionsprozess zu optimieren.

Schließlich muss sich das Prüfsystem

einfach in die übergeordnete Steuerung

integrieren lassen, damit diese die Schlechtteile

ausschleusen kann.

Dabei gibt es bei optischen Messmethoden

einige Fallstricke: reflektierende Materialien

wie Metalle sind optisch schwierig

erfassbar. Farbe oder Helligkeit der Prüflingsoberfläche

können prozessbedingt

schwanken, was aber gerade bei Funktionsteilen

nicht zur Einstufung als Ausschuss

führen darf. Bei einem Prüfling, der aus

mehreren Materialien besteht, kann der

gleiche Fehler verschieden aussehen und

damit schwieriger zu erkennen sein, je

nachdem, in welchem der Materialien er

auftritt. Auf den Bauteilen verändern Kon-

Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Grimm, Sales &

Marketing Director, SAC Sirius Advanced

Cybernetics GmbH, Dipl. Phys. Marco Antoni,

Redaktionsbüro Stutensee

01 Das Helligkeitsbild der Membran (Bild links) zeigt kaum erkennbare Fehler.

Im Krümmungsbild (Bild rechts) wird die Beschädigung sichtbar

32 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


servierungsmittel sowie Rückstände von

Wasser oder Reinigungsmitteln an zufälligen

Stellen die Farb- und Reflexionseigenschaften.

Je nach Funktion des Bauteils

kann eine Erhöhung einen Fehler darstellen,

eine Vertiefung dagegen harmlos sein.

Ob der Prüfling in Ordnung ist, muss dennoch

zuverlässig festgestellt werden. Auch

müssen Bauteile mit komplexer Geometrie

des Prüfbereichs, wie sie z. B. bei Wellenscheiben

oder Kugelkalotten vorkommt, in

allen Bereichen mit vergleichbarer Prüfschärfe

kontrolliert werden können.

Erfassung der Oberflächentopologie

Um die Herausforderungen zu bewältigen,

bietet sich ein „Shape from Shading“-Ansatz

an, welcher über eine kontrollierte

diffuse Beleuchtung die Informationen des

Prüfbereichs in zwei Kanäle aufsplittet:

Helligkeit und Topologie. Optische Eigenschaften

wie Farb- und Helligkeitsschwankungen

können im Helligkeitsbild bewertet

werden. Die Oberflächentopologie kann

unabhängig von den optischen Eigenschaften

im entsprechenden Kanal bestimmt werden.

Eine Unterscheidung von Erhöhung und

Vertiefung ist nun einfach möglich. Die diffuse

Beleuchtung bringt noch einen weiteren

Vorteil: Störende Glanzeffekte werden so

vermieden.

Diesen Ansatz verwendet die SAC seit

zehn Jahren im industriellen Umfeld, um

die Prüfqualität von 3D-Verfahren mit der

Geschwindigkeit moderner 2D-Bildverarbeitung

zu verbinden. Bisher ist ein sehr

leistungsfähiges modulares System verfügbar,

das an die jeweilige Prüfaufgabe angepasst

wird. Nun ist mit Trevista Cam zusätzlich

ein Standardprodukt erhältlich, das für

viele Anwendungen ausreicht. Das patentierte

System besteht aus einer intelligenten

Dombeleuchtung, einer Kamera und der

Auswertesoftware. Die Beleuchtung hat die

Form einer Halbkugel, unter der der Prüfling

positioniert wird. Über eine spezielle Anordnung

und Ansteuerung der LEDs entstehen

vier verschieden strukturierte, diffuse

Beleuch tungsszenarien. Die zentral angeordnete

Kamera nimmt die Bilder mit bis zu

4 MP bei 60 Bildern/s auf. Die Erfassung

eines einzelnen Prüflings dauert nur einen

Bruchteil einer Sekunde, sodass diese Art

der Qualitätsprüfung einem hohen Durchsatz

und einer schnellen Amortisation nicht

im Weg steht. Die so erzeugten Schattierungen

erlauben der nachgeschalteten Bildverarbeitungssoftware,

Rückschlüsse auf die

Flächennormalen und damit die Neigung

und Krümmung der zu prüfenden Oberfläche

in x- und y-Richtung. Die räumliche

Auflösung senkrecht zur Prüfoberfläche

liegt hier typischerweise im einstelligen

μm-Bereich. Die Neigung kann dabei nicht

nur in x- oder y-Richtung, sondern auch in

beliebigen Winkeln visualisiert werden, was

02 Trevista Cam ist als Standardprodukt für

die meisten Anwendungen passend und sehr

schnell einsatzbereit

sich vor allem für die Auswertung von Fehlern

mit einer Vorzugsrichtung eignet. In

radialer und tangentialer Richtung ist die

Neigung ebenfalls darstellbar. Dies ist besonders

für runde, rotationssymmetrische

Bauteile oder Fehlerquellen interessant.

Plug-and-play

Oberflächeninspektion

Neben den Informationen zur Topologie

der Oberfläche, die eine Unterscheidung

zwischen Erhöhungen und Vertiefungen

ermöglichen, errechnet die Software zusätzlich

ein Helligkeitsbild und macht damit

auch Helligkeitsfehler erkennbar. Durch

die beschriebenen Eigenschaften kann die

„Shape from Shading“-Technologie die

Probleme der optischen Oberflächenkontrolle

lösen. Sie ermöglicht als universeller

Ansatz ein sicheres Unterscheiden zwischen

Gut- und Schlechtteilen.

Für die Qualitätskontrolle ist aber nicht

nur die Messzeit pro Produkt relevant, sondern

auch, dass das Prüfsystem auch bei

Produktwechseln möglichst schnell zum

Einsatz kommt. Die standardisierte Trevista-

Cam ermöglicht als einsatzbereites Komplettsystem

eine schnelle Inbetriebnahme.

Die Prüfsoftware erlaubt es auch Einsteigern,

komplexe Prüfaufgaben für Bauteile

einfach per Drag-and-Drop in wenigen

Stunden anzulegen. Der Anwender wählt

für den „Teach-in“ per Mausklick aus, welche

Ergebnisbilder er auswerten möchte und

definiert den relevanten Bereich sowie die

Fehler darin, die erkannt werden müssen.

Im Messbereich mit 45 mm Durchmesser

kann dann die eingelernte Prüfung schnell

und objektiv über Millionen von Prüfteilen

erfolgen. Freiformflächen mit Neigungen

bis etwa 15° sind dabei un problematisch,

ebenso metallische oder glänzende Oberflächen.

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SENSORIK UND MESSTECHNIK

Qualität ist das A und O

Machine Vision optimiert hochautomatisierte Prozesse im Rahmen der Fehlerinspektion

und Lagebestimmung

Johannes Hiltner

In Fertigungsprozessen, in denen

Objekte mit komplexen Texturen

präzise inspiziert sowie fehlerhafte

Produkte verlässlich identifiziert

und aussortiert werden müssen,

spielt die industrielle

Bildverarbeitung eine wichtige

Rolle. Dank der oberflächenbasierten

3D-Matching-Technologien werden

darüber hinaus die Prozesse der

Robotik optimiert. So können

Industrieroboter Objekte exakt

lokalisieren und sicher greifen.

Johannes Hiltner ist Product Manager Halcon

bei der MVTec Software GmbH in München

Die Rolle der industriellen Bildverarbeitung

(Machine Vision) gewinnt im

Rahmen von hochautomatisierten Industrie-4.0-

und Smart-Factory-Szenarien zunehmend

an Bedeutung. Machine Vision

fungiert quasi als „Auge der Fertigung“ und

überwacht mithilfe von Bildeinzugsgeräten

wie etwa hochauflösenden Kameras die

Produktionsprozesse. Die dabei erzeugten

digitalen Bildinformationen werden mit

einer Machine-Vision-Software verarbeitet

und stehen für die Optimierung und Automatisierung

der Fertigungsabläufe zur

Verfügung. Davon profitieren branchenübergreifend

auch weitere Glieder der

industriellen Wertschöpfungskette wie die

Qualitätssicherung und die Logistik. Gegenüber

anderen Identifikationsmethoden

punktet Machine Vision dabei mit besonders

hohen Erkennungsraten und sehr schnellen

Verarbeitungszyklen.

Oberflächen-Strukturen

erkennen und klassifizieren

Die Identifikation von Oberflächendefekten

ist eines der wichtigsten Anwendungsgebiete

der industriellen Bildverarbeitung.

Ziel ist es, den Gegenstand nicht nur zweifelsfrei

zu erkennen, sondern auch dessen

korrekte Beschaffenheit zu überprüfen.

Entspricht die Oberfläche dem Sollzustand

oder machen Fertigungsfehler das Produkt

für die Auslieferung oder Weiterverarbeitung

unbrauchbar? In letzterem Fall erkennen

Machine-Vision-Funktionen das fehlerhafte

Teil. So kann es aussortiert werden,

bevor es in nachge lagerte Prozesse gelangt.

Dank der hohen Geschwindigkeit der Bildverarbeitung

lassen sich hierbei große Produktserien

schnell und automatisiert inspizieren.

Das Verfahren ist in zahlreichen Fertigungsbranchen

einsetzbar, z. B. in der Automobilindustrie,

dem Maschinenbau oder

der Medizintechnik. Durch die verlässliche

Fehlerinspektion wird die Produktion beschleunigt

und die Qualität gesichert.

Besonders schwierig zu erkennen sind

Objekte mit komplexen Oberflächen wie

etwa Texturen. Diese zeichnen sich meist

durch viele unterschiedliche Ausprägungen

oder Muster in der Struktur aus und können

in Farbe sowie Helligkeit schwanken. Werkstoffe

mit Texturen sind bspw. Holz oder

holzähnliche Materialien wie Laminate und

Furniere. Auch metallische Oberflächen

oder Fliesen sowie textile Stoffe wie Kleidungsstücke,

Teppiche oder Leder zählen

dazu. Innovative Machine-Vision-Systeme

können diese Oberflächen-Strukturen scan ­

nen und klassifizieren. Dabei können die

Objekte in unterschiedliche Produktklassen

eingeteilt werden, z. B. in bestimmte Holzarten.

Zudem ist eine Unterscheidung in

verschiedene Fehlerklassen möglich. Dabei

lässt sich differenzieren, ob etwa das Produkt

– beispielsweise eine Edelholzblende

für das Armaturenbrett eines Pkw – wegen

eines kaum sichtbaren Texturfehlers zu

einem geringeren Preis an den OEM verkauft

werden kann oder ob die Ware als

Ausschuss klassifiziert werden muss.

Defekte und Objekt-Position

zuverlässig identifizieren

Erkannt werden u. a. auch kleinste Unebenheiten

in Bodenbelägen oder Teppich-

Webfehler, die mit bloßem Auge nicht

wahrnehmbar sind. In Halcon 13 etwa, der

aktuellen Version der Bildverarbeitungs-

Software von MVTec, sind besonders praktikable

Funktionen hierfür inte griert: Durch

einen Vergleich mit nur ein bis zwei Beispielbildern

lassen sich fehlerhafte Abweichungen

identifizieren. So können mit

34 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


SENSORIK UND MESSTECHNIK

wenigen Parametern viele unterschiedliche

Defekte sicher gefunden werden. Der gesamte

Prozess der Oberflächeninspektion

vereinfacht sich dadurch erheblich. Zudem

lassen sich mit 3D-basierten Bildverarbeitungsverfahren

auch Materialfehler erkennen,

die über die glatte Oberfläche von

Objekten hinausragen – wie etwa eingeschlossene

Luftblasen oder Staubpartikel.

Durch Belichtungen aus unterschiedlichen

Perspektiven und entsprechende Schattenbildung

wird jede auch noch so kleine

Unebenheit entdeckt.

Moderne Machine-Vision-Systeme ermöglichen

nicht nur die Identifikation und

Inspektion von Gegenständen, sondern

auch deren präzise Lagebestimmung im

3D-Raum. Hierbei können Musterbilder

sowie CAD-Daten von Bauteilen verwendet

werden, um Kanten und Rundungen zu erkennen

und dadurch die exakte Position

des Objektes im Raum zu bestimmen. Dies

lässt sich auch für „Bin Picking“-Applikationen

nutzen. Dabei greift ein Roboter in einem

Montageprozess gezielt nach einem bestimmten

Gegenstand. Bei der Montage

von Lichtschaltern oder Steckdosen etwa

können Roboter die entsprechenden Einzelteile

oder Baugruppen erkennen, greifen

und zusammenfügen. Im Rahmen dieses

Szenarios ist es auch möglich, dass Menschen

Hand in Hand mit humanoiden

Robotern zusammenarbeiten und sich das

Objekt gegenseitig reichen. 3D-basierte

Bildverarbeitungsverfahren können hierfür

die Sicherheit erhöhen, indem sie dazu

beitragen, Kollisionen zwischen Menschen

und Robotern zu verhindern.

01 Durch einen Vergleich mit Beispielbildern

erkennt die Software Defekte in

Textur-Oberflächen

02 Die Bildverarbeitungs-Software

legt die Position von Objekten im

dreidimensionalen Raum fest

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03 Humanoide Roboter bestimmen den Fertigungsalltag in den Fabriken der Zukunft

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 35


Patrick Menge, Area Sales Manager

Machine Vision Datalogic Automation DACH

Qualität und Quantität

schließen sich nicht aus

In-line Etikettenüberprüfung erhöht den Durchsatz beim Highspeed-Bedrucken

Patrick Menge

Soll Verpackungsmaterial wie Papier und Folie individuell bedruckt

werden, durchläuft es zuerst auf breiten Bahnen eine Konverteranlage

und wird im Anschluss in Streifen geschnitten. Um Fehler im Druck zu

vermeiden, wird mit einer integrierten Bildverarbeitungstechnologie

eine Qualitätsinspektion auf der gesamten Breite ermöglicht. Gleichzeitig

wird dadurch der Durchsatz erhöht.

Ein Großteil des flexiblen Verpackungsmaterials,

das in der Hochgeschwindigkeitsverpackungsbranche

Verwendung findet,

wird durch Konverteranlagen hergestellt.

In diesem Prozess kommen flache

Materialien wie Papier, Kunststofffilm oder

Folie (als Webs bekannt) zum Einsatz, die

nach den Vorgaben und Entwürfen des

Kunden bedruckt und beschichtet werden,

damit sie in Verpackungsmaschinen mit

hoher Geschwindigkeit verarbeitet werden

können. Um die Effizienz des Vorgangs zu

erhöhen, werden mehrere Kopien desselben

Entwurfs nebeneinander auf einer breiten

Folienbahn gedruckt, die dann auf eine

Rolle mit großem Durchmesser gewunden

wird. Nach dem Druck werden diese breiten

Rollen in eine getrennte Streifenschneidemaschine

geladen, wo das Netz abgerollt

und in schmalere Streifen geschnitten wird,

ehe diese dann wieder auf getrennte Spindeln

gewickelt werden, um in Form von klei ­

neren Rollen zur Verwendung in den Verpackungsmaschinen

eingwesetzt zu werden.

Dieser Vorgang hat den Vorteil, dass Verpackungsmaterial

mit hoher Geschwindigkeit

produziert werden kann. Allerdings

wird die Inspektion des Druckbildes häufig

manuell vom Anlagenbediener vorgenommen

oder es werden Sensoren verwendet,

die lediglich auf einfachem Niveau die

Registermarken überprüfen.

Fehlerreduzierung durch

Inspektionsstationen

Bei den in den modernen Konverteranlagen

üblichen hohen Geschwindigkeiten fallen

Fehler in der Bedruckung oft nicht auf und

werden daher immer häufiger erst beim

Anwender durch dessen eigene visuelle

Inspektionssysteme entdeckt, wenn er die

Einzelrollen in seinem Verpackungsmaschinen

einsetzt. Werden Fehler erst so spät

in der Versorgungskette erkannt – nach dem

Druck können Wochen oder gar Monate

vergehen – fällt das dem Anwender negativ

auf, denn durch die Fehlerquote entstehen

ihm hohe Kosten.

In ihrem Bemühen, die Qualitätsprüfungen

zu verbessern, haben manche Konverter

einen zusätzlichen Arbeitsschritt in ihren

Ablauf integriert und eine getrennte Inspektionsstation

nach dem Streifenschneider/

Wickler eingebaut. Einzelne schmale Rollen

werden in diese Inspektionsstationen geladen,

wo die Folie dann abgerollt, durch ein

visuelles System überprüft und danach

wieder neu gewickelt wird. Diese Inspektion

reduziert zwar die Fehlerquote, der zusätzliche

Schritt muss aber individuell bei jeder

einzelnen Kleinrolle durchgeführt werden,

wodurch ein ernsthafter Flaschenhals im

Ablauf entsteht, der den Durchsatz insgesamt

wesentlich reduziert.

Entwicklung eines visuellen

Systems zur Druckprüfung

Das Unternehmen Converting Equipment

International hat sich auf angepasste Hochgeschwindigkeitskonverteranlagen

für verschiedene

Branchen spezialisiert und erhielt

36 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


SENSORIK UND MESSTECHNIK

den Auftrag, einen Inspektionsprozess

zu entwickeln, der mit hoher Geschwindigkeit

arbeitet und mit erprobten Streifenschneider/Wickler

kompatibel ist. Die

Konstrukteure kamen zu dem Schluss,

dass eine separate Inspektion, bei der

jede einzelne Rolle bearbeitet wird, den

Durchsatz einer Konverteranlage auf

0,5 m/s verlangsamt.

Zum Vergleich: Der Streifenschneider/

Wickler besitzt eine Arbeitsgeschwindigkeit

von 9 m/s. Um diesen Unterschied zu

überbrücken und dennoch eine Inspektion

bei hoher Geschwindigkeit zu ermöglichen,

kooperierte das amerikanische

Unternehmen mit den Ingenieuren der

Firma Impact Vision Technologies. Ziel

war es, ein visuelles System zu entwickeln,

das den Druckauf der vollen Breite der

Web inspiziert, bevor die Folie in einzelne

schmalen Rollen geschnitten wird und

ohne dass die Inspektion in den laufenden

Prozess eingreift.

Komponenten im Einsatz

Auf der Hardwareseite bestand das visuelle

System, das Druckfehler auf der ganzen

Breite des Webs identifizieren sollte, aus

einer M250 Zeilenerkennungskamera von

Datalogic, die mit einem 18-mm-Zeiss­

Objektiv mit F-Fassung bestückt war. Als

Schnittstelle fungierte der integrierte visuelle

Prozessor MX40 von Datalogic. Sobald

die Rolle abgewickelt wird, fährt sie unter

zwei 300 mm Zeilenlampen des Unternehmens

Smart Vision Lights durch, wovon

eine vor der Kamera und eine nach der

Kamera installiert ist. Die Kamera, die

die Fertigungslinie überwacht, verwendet

Um Druckfehler auf der ganzen Breite des

Materials aufzuspüren, ist das visuelle System

mit einer M250 Zeilenerkennungskamera

ausgestattet

einen Sensor zur Erkennung von Registriermarken,

um Bildaufnahmen auszulösen.

Individuelle Schnittstellen

Die visuelle Maschinensoftware Impact

von Datalogic besteht aus der Programmierschnittstelle,

dem Vision Program

Manager (VPM), aus kundenspezifisch

eingerichteten Schnittstellen für den

Anwender und dem Kontrollfeldmanager

(Control Panel Manager =CPM), die in

einer Plattform zusammengefasst sind.

Das visuelle Maschinensystem ist über

eine Schnittstellte mit dem Bewegungskontrollsystem

des Unternehmens Baldor

Electric Company verbunden. Dadurch

hält die Maschine so an, dass der Defekt

direkt vor dem Anwender steht. Gleichzeitig

zeigt das System Art und Häufig keit

des Fehlers an, sodass der Anwender das

Problem manuell beheben kann.

Automatische Kalkulation

der Prozessgeschwindigkeit

Mit dieser graphischen Anwenderschnittstelle

können unterschiedliche Etiketten

sowie mehrere Bahnen desselben Etiketts

eingestellt werden. Durch die Softwareschnittstelle

entfällt die Notwendigkeit,

die visuelle Begutachtung vor Ort von

einem Ingenieur vornehmen zu lassen, da

der Anwender sämtliche Untersuchungen

und Inspektionen für etwaige neue Etiketten

mithilfe des Kontrollfeldmanagers

(Control Panel Manager) einstellen kann.

Nachdem die große und noch nicht in

Streifen geschnittene Rolle in die Maschine

geladen wurde, erhält man ein erstes Abbild

vom Etikett unter der Kamera. Dann

werden die Etikettengröße, die Breite der

Großrolle und die gewünschte Anzahl der

In spektionszonen eingegeben. Die Regionen,

die von Interesse sind, können bequem

auf dem Touchscreen ausgewählt

werden. Die höchstmögliche Prozessgeschwindigkeit

sowie die Fehlergröße werden

automatisch kalkuliert, basierend auf

der Anzahl der Inspektionszonen, der Etikettengröße

und der Rollenbreite. Der

Anwender kann auch Zonen auswählen,

die während der Inspektion ignoriert werden

sollen. Das visuelle System kontrolliert

zudem automatisch den Rand der

Rolle und kompensiert mögliche Verschiebungen,

die vorkommen können,

wenn die Rolle durch den Streifenschneider

abgerollt wird.

Da die visuelle Inspektion in den bestehenden

Anlagenprozess integriert ist,

wird die Qualität gewährleistet, ohne zusätzliche

Produktionsschritte einbauen zu

müssen. Darüber hinaus ist die integrierte

Inspektion in der Lage, mit der hohen

Geschwindigkeit der Konverteranlage mitzuhalten.

Somit konnte der Durchsatz bei

einem Netz, das bis zu fünf Etiketten nebeneinander

enthält, insgesamt um den Faktor 18 erhöht

werden.

Mit der Einführung dieser Lösung wurden

bisher nicht festgestellte Fehler (beginnend

bei 50 pro Rolle) gefunden, sodass es eine

schnellere Rückmeldung für den Druck prozess

gibt. Zudem treten weniger wiederkehrende

Defekte auf, was zur Kosten reduzierung beiträgt.

Durch die Integration einer visuellen

Lösung konnte die Arbeits geschwindigkeit erhöht

werden, bei gleichzeitig hochwertigen

Druckergebnissen.

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HANDWERK

TRIFFT

HIGHTECH

SUMMER OF ENGINEERING

SUMMER OF ENGINEERING

ZU GAST

BEI DER LIGNA

Die Ligna als Informationsplattform

für Industrie 4.0

Svenja Stenner

Um aus dem Rohmaterial Holz

hochwertige Produkte zu produzieren,

ist die Forst- und Holzbranche heute

mehr denn je gefordert. Wachsen doch

die Anforderungen des Kunden an die

Endprodukte. Die vernetzte Fertigung im

Sinne von Industrie 4.0 wird daher die

holzbearbeitende Industrie in

Zukunft maßgeblich prägen. Grund

genug für unsere Redaktion, sich mit der

Roadshow „SUMMER of ENGINEERING“

auf die Spuren der Branche zu begeben.

Das Expo-Holzdach, das als Wahrzeichen der Expo 2000

errichtet wurde, ist das größte zusammenhängende seiner

Art. Es ragt beeindruckend über den gleichnamigen

Park des Messegeländes in Hannover – dort, wo im Turnus

von zwei Jahren über 1 500 Aussteller ihre zukunftsweisenden

Lösungen und Technologien sowie innovative Fertigungsanlagen

präsentieren, wo rund 93 000 Besucher sich über

die neuesten Trends und Entwicklungen der Branche informieren,

wo unter dem Motto „Making more out of wood“ das Thema

Nachhaltigkeit groß geschrieben wird. Die Ligna – Weltleitmesse für

die Holzbe- und verarbeitung – genießt einen guten Ruf und ist

längst als zukunftsweisende Plattform etabliert. Auf dem Programm

stehen Ausstellungsbereiche wie Werkzeuge, Maschinen und Anlagen

für die Einzel- und Serienfertigung, Maschinenkomponenten

und Automatisierungstechnik, Holzwerkstoffherstellung, Energiegewinnung

aus Holz, Sägewerkstechnik sowie Forsttechnik. Als wir mit

unserem Team vor Ort sind, lassen sich der Duft von frischem Holz

und die Geräuschkulisse der be- und -verarbeitenden Maschinen

nur erahnen. Stattdessen regnet es in Hannover, was unsere Neugier

und Vorfreude jedoch nicht trübt. Wir sind verabredet mit Christian

Pfeiffer, Leitung der Ligna, von der Deutschen Messe. Während wir

noch eben unser Equipment für unsere Reportage prüfen, sind wir

auch schon im fünften Stock des Messeturms angekommen – dem

Stockwerk des LignaTeams, wo wir freundlich empfangen werden.

DIE GRÖSSTE IHRER ART

Keine andere Messe der Branche ist weltweit so groß wie sie. Auf

einer Netto fläche von über 120 000 m 2 veranstaltet die Deutsche

Messe gemeinsam mit dem Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen

im VDMA e.V. die Ligna. Wir sind neugierig, was die

Branche im kommenden Jahr erwartet. „Marktplätze sind Spiegel

der Branche. Spiegel dessen, was sich neu entwickelt. Vor diesem

Hintergrund ist jede Veranstaltung anders“, erklärt uns Pfeiffer. Und

2017 wird definitiv anders. Die Ligna präsentiert sich mit neuem

Layout. Nach Abstimmung mit dem Verband und den Ausstellern

steht die Betriebsgröße der Besucherzielgruppe nicht mehr so sehr

im Vordergrund, sondern die rein technologische Orientierung.

Neben der neuen Flächenstruktur gibt es aber noch weitere Premi-

38 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


01 Leiter der Ligna, Christian

Pfeiffer, im Gespräch mit

Redakteurin Svenja Stenner

SUMMER

of

DAS HIGHLIGHT DES JAHRES

2016

ENGINEERING

INNOVATION-SCOUTS AUF DER SPUR

VON INDUSTRIE 4.0

Im Sommer 2016 ging unsere Redaktion auf Deutschland-Tour, um

mehr über die vernetzte Produktion zu erfahren. SUMMER of

ENGINEERING ist aber noch viel mehr. In unserem Blog und in

unseren Social-Media-Kanälen berichten wir über Ideen, Visionen

und Umsetzungen in Sachen IoT. Was sagen Experten? Welche

Umsetzungen gibt es bereits? Was verstehen verschiedene Berufsgruppen

I 4.0? Wie wird sich die Arbeitswelt verändern?

Lassen Sie sich von den Artikeln und Videos überraschen und

inspirieren. Gerne dürfen Sie auch Ihren Kommentar hinterlassen

oder uns einfach nur liken, posten und empfehlen.

www.summer-of-engineering.de

eren. Die Themen Automatisierung und Oberflächen erfreuen sich

zudem solch großen Interesses, dass sie erstmalig mit eigenen Ausstellungsbereichen

(Oberflächentechnik, Maschinenkomponenten

und Automatisierungstechnik) präsent sein werden. Dabei dürfen

sich die Besucher auf namhafte Aussteller wie Beckhoff, Igus, SEW

und Siemens freuen. Auf die Frage der Schwerpunkte für die kommende

Ligna kann uns Pfeiffer sogar gleich zwei Highlights nennen.

Die vernetzte Fertigung ist für alle Bereiche von Relevanz, zudem

spielt 2017 auch die Verarbeitung von Kunst- und Verbundwerkstoffen

eine wichtige Rolle. Während Pfeiffer uns in die zu erwarteten

Highlights einweiht, frage ich mich zugleich, welche Aufgaben es

für einen Messeveranstalter zu erfüllen gilt, um die Bedürfnisse der

Besucher und Aussteller zu befriedigen. Ganz einfach: Es gibt

genau zwei. Zum einen schafft es die Ligna, einen vollständigen

Weltmarktplatz der Holzbe- und -verarbeitung zusammenzustellen

und zum anderen dies dann in die Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Alle wichtigen Anbieter der relevanten Technologien wie

Anlagen, Maschinen und Werkzeuge sind alle zwei Jahre zentriert

auf der Ligna vertreten und präsentieren ihre Produkte, Neuheiten

und Dienstleistungen, klärt man mich auf. Dabei richten die

Firmen ihre Innovationszyklen nach der Ligna aus.

TRADITIONELLES HANDWERK VEREINT MIT

MODERNER TECHNOLOGIE

Die Ausbildung zum Tischler gilt als solides Handwerk. Bei dem Gedanken

an eine alte Schreinerei kommen mir sofort Assoziationen

einer Werkbank, dem Duft von frischen Spänen und einer Holzplatte,

die mithilfe eines Hobels bearbeitet wird, in den Sinn. Dass das Bild

der „Meister Eder“ nur in meinem Kopf existiert, wird mir spätestens

bei unserem Besuch in der Tischlerei Helmrichs in Isernhagen bewusst.

Stattdessen stehe ich in einer modernen, gut ausgestatteten

Produktionshalle. Der moderne Maschinenpark sowie die Montagefahrzeuge

unterstützen die hohe handwerkliche Qualität des in

zweiter Generation geführten Unternehmens. Rüdiger Helmrich

klärt uns zusammen mit seinem Bruder Ralf, beide Mitgeschäftsführer,

über das veränderte Berufsbild auf, als er uns stolz durch seine

Produktionsstätte führt. Während sein Vater Robert in den 70erbzw.

80er-Jahren noch Großaufträge von mindestens 1000 m laufen-

der Schrankwand produzierte, werden solche Aufträge heutzutage

von der Industrie abgedeckt. Der Wandel von der Serienfertigung in

Tischlereien ging, getrieben durch die Anforderungen des Endkunden,

hin zur individuellen Fertigung – hin zu Losgröße 1. Auch das

Erbringen von Dienstleistungen gewinnt an Bedeutung, denn der

Kunde sieht immer weniger ausschließlich das Produkt, sondern

zunehmend das Gesamtkonzept. Das Geräusch einer Absaugung

unterbricht unsere Unterhaltung. Konfigurierbar, leistungsstark und

präzise sind die Worte, die das neue Bearbeitungszentrum – Biesse

Rover B – beschreiben. Die Arbeitseinheit mit fünf Achsen, mit

13 kW HSD-Elektrospindel und stufenloser Drehung um 360° auf

den Vertikal- und Horizontalachsen ermöglicht laut Hersteller die

Bearbeitung von Werkstücken von komplexen Formen. Das Electronic-

Positioning-System (EPS) der CNC-Fräse macht deutlich, dass die

digitale Revolution längst Einzug in die Welt der Möbelindustrie

gehalten hat. Die große Maschine beeindruckt mich. Mir wird

bewusst, dass der neue Prota gonist des klassischen Handwerks

heutzutage eine Werkzeugmaschine ist, in der bis zu 91 Aggregate

und Werkzeuge positioniert werden können. So ganz ohne den

Menschen geht es dann aber doch nicht. Geschützt vom Maschinenlärm

entwirft einer der 35 Helmrichs-Mitarbeiter im Nebenraum

seine Konstruktion für den Arbeitsauftrag der Fräse am Bildschirm.

Anschließend übermittelt er die Rohdaten des CAD-Programms

online und legt das zu bearbeitende Werkstück auf. Auf meine Frage,

wie es zu dem Kaufentscheid der Fräse kam, antwortet mir Helmrich:

„Die Ligna war eine große Hilfestellung, denn dort treffe ich alle

nennenswerten Anbieter. Ich habe die Möglichkeit, alle Objekte live

vor Ort zu sehen, bevor wir als Tischlerei eine größere Investition tätigen.“

„INDUSTRIE 4.0 IST EINE

ZIELBILDFORMULIERUNG“

Zurück im fünften Stock des Messeturms regnet es immer noch.

SUMMER of ENGINNERING hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt,

aber das informative Interview mit Christian Pfeiffer und

seiner Kollegin Stephanie Wagner, Project Manager Ligna, gleichen

das schlechte Wetter wieder aus. Nachdem mir die beiden Helmrich-

Brüder verrieten, dass sie ihre neue CNC-Fräse auf der Ligna

erleben konnten, bin ich neugierig. Neugierig auf das, was ich als

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 39


Ausstellungsprogramm / Exhibition program

Werkzeuge, Maschinen und Anlagen

Eingang

Entrance

für die Einzel- und Serienfertigung

Tools and Machinery for Custom and

Informations-Centrum

Information Center

Mass Production

Hallen / Halls 11 – 15, 27

Convention Center

Oberflächentechnik

Surface Technology

Halle / Hall 17

Holzwerkstoffherstellung

Wood Based Panel Production

Halle / Hall 26

Sägewerkstechnik

Sawmill Technology

WEST 2

Halle / Hall 25

Energie aus Holz

Energy from Wood

Halle / Hall 26

Freigelände (FG) / Open-air site (FG)

Pavillons / Pavilions 32 – 35

Maschinenkomponenten

und Automatisierungstechnik

WEST 1

Machine Components and

Automation Technology

Halle / Hall 16

Forsttechnik

Forestry Technology

Freigelände (FG) / Open-air site (FG)

Pavillons / Pavilions 32 – 35

Haus der Nationen

House of Nations

Presse-Centrum

Press Center

Freigelände

NORD 1

Open-air site NORTH 1

OST 3

EAST 3

lig 17 150708

SÜD 1

SOUTH 1

07/2015 ▪ Änderungen vorbehalten / Modifications reserved ▪ 1507080

03 04

06

07

SUMMER OF ENGINEERING

Besucher live auf der Messe erleben kann. Sie bietet Schreinern,

Tischlern, Zimmerern genau das, was sie brauchen, um erfolgreich

als Unternehmer im Markt zu bestehen. Gesteuert durch die Nachfrage

der Verbraucher muss ein Handwerksbetrieb heutzutage individuell

aufgestellt sein, um weiterhin auf die Wünsche der Endanwender

reagieren zu können. Der Einsatz moderner Technologien

ist unumgänglich – sie lässt sich gut mit traditionellem Handwerk

vereinen. Industrie 4.0 ist für die Holzverarbeitung längst kein

Fremdwort mehr. Im Gegenteil, der Gedanke der komplett vernetzen

Wertschöpfungskette scheint in greifbarer Nähe, was sich

auf der Ligna deutlich widerspiegelt. Laut Pfeiffer handelt es sich

bei Industrie 4.0 um eine Zielbildformulierung, deren Entwicklungspotenzial

ganz offensichtlich ist. Anfang Mai veranstaltete die

Deutsche Messe hierzu sogar eine internationale Konferenz mit

dem Motto „Vernetzte Fertigung in der Holzbearbeitung – Die Branche

auf dem Weg zu Industrie 4.0“. Bereits auf der letzten Ligna bildete

die vernetzte Fertigung ein Highlight. „Die Ligna ist eine Präsentati-

MULTIMEDIA CONTENT

http://bit.ly/SOE16_Ligna

LIGNA ▪ 22 – 26 May 2017

http://bit.ly/2aXXPKd

Die Ligna ist als

Informationsplattform

für Vernetzung

und Automatisierung

etabliert.

Alle Hallen- und

Geländepläne des

Ligna-Ausstellungsbereichs

auf einen

Blick zum Downloaden.

onsveranstaltung, auf der Maschinen laufen, wo es

Aktionen zu sehen gibt und die Produktion unter

Realbedingungen stattfindet“, berichtet Wagner von den

Impressionen aus dem vergangenen Jahr. Währendessen

kann ich mir bildlich vorstellen, wie Industrie 4.0 auf

der Messe zum Leben erwachte. „Sogar eine Weltpremiere

gab es zu sehen“, berichtet sie weiter. „In der Halle 26 war eine voll

vernetzte Anlage der Homag Group aufgebaut, so dass die Besucher

live die vernetzte Produktion eines Möbels mitverfolgen konnten.

Das war einzigartig von Gesamtlänge und logistischem Aufwand.“

In den Absatzmärkten Möbel- und Bauelementefertigung bietet

Homag aufeinander abgestimmte Lösungen von der Einzelmaschine

bis zur kompletten Fertigungsstraße. Zahlreiche Dienstleistungen

im Umfeld der produzierten Maschinen und Anlagen sowie die

jeweils passende Steuerungssoftware können Besucher alle zwei

Jahre live auf der Ligna erleben.

HANDWERKLICHE SORGFALT UND

ZUKUNFTSWEISENDES DESIGN

Edle weißlackierte Fronten runden ihr modernes Design ab. Sie wirkt

offen und einladend – ich stelle mir vor, wie Horst Lichter in der

P´7350 (Design by Studio F. A. Porsche) aus verschiedensten Zutaten

ein leckeres Abendessen zaubert. Wer hätte nicht gerne diesen

Küchentraum in seinen eigenen vier Wänden? Wir sind zu Gast bei

der Firma Poggenpohl in Herford, die sich seit 1892 als älteste

Küchenmarke der Welt global etabliert hat. Dass auch hier die

Tendenz des Kunden stark in Richtung Individualisierung geht, wird

unserem SUMMER of ENGINEERING-Team schnell klar. Das mittelständische

Unternehmen produziert keine Standardküchen, die vom

Lager aus abkommissioniert werden, sondern tendiert zu Losgröße 1.

Der Gedanke eines Küchenkonfigurators, der mich als Kunde durch

die Planung begleitet, nach Fertigstellung des Entwurfs die Daten an

die Produktion übermittelt und mir letztlich den Termin der Fertigstellung

nennt, kommt auf. Michael Pinz, Director Product & Innovation,

und Volker Klocke, Supply Chain Management, sehen diesen

40 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


05

03 Der italienische Hersteller Biesse präsentiert alle zwei Jahre

sein Portfolio an Holzbearbeitungsmaschinen auf der Ligna

04 Die Brüder Ralf und Rüdiger Helmrich (von links) gestalten

in ihrer modernen Tischlerei aus Tradition die Zukunft

05 Volker Klocke, Christiane Danielsmeyer und Michael Pinz

von Poggenpohl weihen uns in die moderne Küchenfertigung ein

06 Die CNC-Fräse aus dem Hause Biesse wurde von akustischen

Signalen speziell auf visuelle Signale umgestellt. Somit ist ihre

Bedienung auch für taubstumme Mitarbeiter möglich

07 Die Homag Group präsentiert auf über 5000 m 2 Ausstellungsfläche

Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie

Gedanken gegenwärtig als Szenario der Zukunft. Pinz erklärt mir, dass

zwar aktuell die interne Abbildung der vernetzten Kommunikation

möglich ist, aber die Komplexität der Sonderanfertigung das Szenario

derzeit nur durch manuelle Tätigkeit umsetzen lässt. Es bedarf u. a.

internationaler Bestellstandards und standardisierter Schnittstellen

der unterschiedlichen Abwicklungssysteme, sowohl auf der IT- als

auch auf der Fertigungsseite, um systemunabhängig kommunizieren

zu können. „Je mehr Standards umgesetzt werden können, umso

schneller verläuft auch der Prozess der Industrialisierung 4.0“, so

Klocke. Laut den beiden Experten befindet sich die Küchenherstellung

im Zeitalter von Industrie 4.0 noch am Anfang. Bei Poggenpohl selbst

wird sich hinsichtlich dessen noch einiges ändern, vor allem im Hinblick

auf die Lieferkette. Derzeitiger Stand ist eine teilweise Vernetzung

zwischen IT-Systemen und Maschinen, die sich aber durch

Investitionen in naher Zukunft beheben lassen. Dabei ist die Ligna eine

gute Informationsquelle. „Sie ist für uns eine gute Plattform, um konzentriert

die Partner in Augenschein zu nehmen und Innovationen

kennenzulernen. Zudem können wir unsere eigenen Überlegungen

miteinbinden“, schildert uns Klocke die Möglichkeiten der Weltleitmesse.

„Für Poggenpohl bildet der Ausstellungsbereich Oberflächentechnik

wichtige Themen ab, denn die Oberflächenbehandlung gilt

als Differenzierungsmerkmal gegenüber Mitbewerbern. Ich erhoffe

mir viel von diesem Ausstellungs sektor, denn der richtige Umgang mit

bspw. Lacken und Dekoren ist enorm wichtig geworden und birgt

einige Herausforderungen“, freut sich Pinz auf die Ligna 2017.

EIN MUSS FÜR JEDEN HOLZBEGEISTERTEN

Während unser Team noch schnell ein paar Sequenzen für unsere

Reportage auf dem Messegelände aufnehmen möchte, kommt

auch schon der nächste Wolkenbruch. Da stehe ich nun im Regen

und betrachte die faszinierende Konstruktion aus Holz, das Expo-

Holzdach. Auch wenn das Wetter heute kein Erbarmen mit uns hat

und so gar keine Sommerstimmung aufkommen möchte, bin ich

mir sicher, dass im nächsten Jahr wieder tausende Technikbegeisterte

vom 22. bis 26.05.2017 nach Hannover kommen werden,

um sich die zukunftsweisende Plattform und Weltleitmesse für die

holz be- und -verarbeitende Branche – die Ligna – nicht entgehen zu

lassen. Wir dürfen gespannt sein und während sich der Himmel

über mir ergießt, geht mir nur durch den Kopf „... wenn ich so daran

denke, kann ich's eigentlich kaum erwarten.“

Bilder: Aufmacher Deutsche Messe; 01-02 und 04-06 Dirk Schaar,

Nicole Steinicke; 03 Biesse; 07 Homag Group

www.ligna.de

I 4.0 UND IOT

Unter Industrie 4.0 (I 4.0) versteht man die Vernetzung der

industriellen Produktion mit moderner Informations- und

Kommunikationstechnik. Dabei kommunizieren Menschen,

Maschinen und Produkte über das Internet. Der Begriff

Internet der Dinge (IoT) geht weit darüber hinaus. In allen

Lebensbereichen (Produktion, Verkehr etc.) werden Daten

gesammelt (Big Data), die von immer kleineren, eingebetteten

Computern (meist über die Cloud) verarbeitet

werden. IoT ist zum Synonym für die Verbindung der realen

und der virtuellen Welt geworden.

HANNOVER MESSE 2017

Verpassen Sie zudem nicht, welche Auswirkungen

die vernetzte Industrie auf den gesamten Industriesektor

hat. Im Zeitraum vom 24. bis 28. April 2017 präsentieren

sich mehr als 5200 Aussteller auf der international etablierten

Messe. Partnerland im kommenden Jahr ist Polen.

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 41


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Messwerterfassungs-Software um zwei neue Schnittstellen erweitert

Für Anlagenausrüster, Servicetechniker und Steuerungsprogrammierer erweitern

sich die Möglichkeiten des ibaPDA-PLC-Xplorers: Die Messwerterfassungs-Software

von Iba kann dank zwei neuer Interfaces nun auch mit Beckhoff-Steuerungen sowie

B&R-Systemen kombiniert werden. Die neue Schnittstelle Twincat-Xplorer ermöglicht

den Zugriff auf Beckhoff-Steuerungen mit dem Beckhoff-ADS-Protokoll. Sie unterstützt

die Twincat-Versionen 2 und 3. Die zu messenden Signale können anhand ihrer

symbolischen Namen im IbaPDA-Symbol-Browser ausgewählt werden. Dabei

stehen alle Symbole zur Auswahl, die in der Steuerung oder in einer Symboldatei

gespeichert sind. Eine weitere neue Schnittstelle ist für B&R-Steuerungen ausgelegt,

z. B. das X20-System. Auch hier können im IbaPDA-Symbol-Browser die zu

messenden Signale als Symbol ausgewählt werden. Voraussetzung für die Nutzung

ist die Installation und Lizenzierung des B&R PVI-Managers, der nicht in der

IbaPDA-PLC-Xplorer-Lizenz enthalten ist.

www.iba-ag.com

Zeilenkamera für die Produktion von Glasscheiben und Behälterglas

Mit der Optris 640 G7 präsentiert Optris erneut eine Infrarotkamera für die Glasindustrie.

Sie eignet sich durch ihren 7,9 µm-Filter für die Messung von Glas und bietet durch die VGA-

Auflösung mehr Anwendungsmöglichkeiten. Die Software Optris PI Connect ermöglicht

eine Nutzung als Zeilenkamera, was elementar ist bei der Temperaturkontrolle von Glasbändern

und -scheiben. In abgeschlossenen und heißen Bereichen lässt sich die Temperatur

teils nur mittels Raumfühler bestimmen. Infrarot-Thermometer und -kameras ermöglichen

dagegen den Einsatz in heißen und beengten Umgebungen. Die Kamera wird im Abkühlprozess

bei der Flachglasherstellung ebenso eingesetzt wie bei der Behälterglasproduktion.

www.optris.de

Hochauflösende 25 Megapixel

CMOS-Kamera

Produktseite

Datenlogger

Industrielle Datenlogger

Datenerfassung und -Visualisierung

in rauer Umgebung

Schutzart IP 65

Betriebstemperatur -25 °C bis +85 °C

www.addi-data.com

info@addi-data.com

lizenzfrei

Mit der Integration des Global Shutter CMOS-Sensors Python 25K

von ON Semiconductor erweitert Baumer die LX-Serie auf nunmehr

25 Megapixel. Durch die hohe Auflösung von 5 120 × 5 120 Pixel

und Bildraten von bis zu 30 Vollbildern/s ist die Kamera ideal für

Applikationen, die gleichzeitig hohe Anforderungen an die Detailgenauigkeit

der Bilderfassung und den Durchsatz stellen. Modelle

mit Dual GigE oder

Camera Link Schnittstelle

stehen jetzt zur

Evaluierung zur

Verfügung. Die Serienproduktion

startete im

3. Quartal 2016. Der

neue Phyton-Sensor

verfügt über eine

erheblich verbesserte

Empfindlichkeit im

Vergleich zu Kameras

mit der vorherigen Generation auf Basis des Vita 25K Sensors. Mit

einem Seitenverhältnis von 1:1 werden die Objektivformate

optimal ausgenutzt. Die Dual GigE Schnittstelle der LXG-Variante

ermöglicht im Vergleich zu Single GigE Kameras eine Verdopplung

der Bildrate oder eine Halbierung der Übertragungszeit. Außerdem

ermöglicht die Kamera sehr hohe Bildraten für kurze Bildsequenzen

im Burst Mode oder bei Verwendung einer ROI. Dadurch kann in

Applikationen die Reaktionszeit oder die Prüfdauer erheblich

reduziert werden.

www. baumer.com

42 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016

ADDI-DATA.indd 1 25.10.2016 13:24:55


3D-Sensor mit Megapixelauflösung

Automation Technology hat den 3D-Sensor der C5-1280-Gig E

vorgestellt. Der auf der Basis des Laser-Triangulationsverfahrens

arbeitende Sensor hat eine Auflösung von 1 280 × 1 024 Pixel und

eine Messgeschwindigkeit von bis zu 200 000 Profilen pro Sekunde.

Der Sensor hat eine Subpixelgenauigkeit von 1/64 Pixel. Dadurch

erreicht er selbst bei seiner maximalen Profilrate von 200 kHz

eine Dynamik von 512 Höhenwerten. Die Profilfrequenz der

AT-Sensoren ist nicht vom eingesetzten Auswertungsalgorithmus

abhängig. Deshalb ist es gleichgültig, ob der MAX-, TRSH-,

FIR-PEAK- oder COG-Algorithmus Verwendung findet. Der neue

Sensor verfügt über eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle und

entspricht dem Gig E-Vision-Standard. Auch die HDR-3D-

Funktionalität (High-Dynamic Range) wird unterstützt. Diese

ermöglicht ein besseres Scannen von Materialien und Oberflächen

mit inhomogenen Reflexionseigenschaften.

Die 3D-Scan-Funktionen wie

Automatic AOI-Tracking, AOI-Search und

Autostart werden ebenso unterstützt. Der

Sensor hat ein kompaktes und robustes

Design mit zug- und reißfesten

M12-Anschlüssen. Für den Einsatz in

rauen Umgebungen ist er mit verschiedenen

Objektivschützen für Schutzklasse

IP67 erhältlich.

Besuchen Sie uns!

Halle 7 / Stand 206/114

mapp View.

WEB MEETS AUTOMATION.

www.br-automation.com/mappView

www.automationtechnology.de

Dasylab 2016 Support für USB-Basic-Serie

Aus dem Hause Goldammer gibt es einen neu entwickelten

Treiber für Dasylab 2016. Entscheidender Vorteil ist die höhere

Genauigkeit durch Umstellung des Datenformates von float auf

double. Das Anheben der Blockgröße von 32 k auf 1 M erhöht die

Performance bei blockbezogenen Operationen und gestattet

höhere Abtastraten. Der Treiber steht bei www.Goldammer.de

zum kostenlosen Download zur Verfügung. Goldammer Soft- &

Hardware Entwicklung gilt als einer

der führenden Hersteller von

PC-Messtechnik-Hardware und

bietet individuelle Lösungen für

industrielle, medizinische und

wissenschaftliche Anwendungen.

www.goldammer.de

Intelligent positioniert

Speziell für Pneumatikzylinder entwickelt hat Sick den Positionssensor

MPS-C. Er kann direkt in C-Nuten montiert werden und

erfasst kontinuierlich, direkt und berührungslos die Kolbenstellung

von pneumatischen Antrieben. Bedient wird er über

Touchpad oder IO-Link. Durch die kontinuierliche Lieferung von

Daten lösen die Sensoren auch Aufgaben wie Qualitätsüberwachung

und Prozesssteuerung und sind so geeignet für flexible

Maschinenkonzepte. Eine Integration in die Anlage ist jederzeit

möglich, da der Sensor außen am

Zylinder angebracht wird.

Pneumatikzylinder werden durch

Positionssensoren zu smarten

Aktuatoren.

www.sick.de


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Stromsparender magnetischer Sensor-Chip zur permanenten Positionserfassung

Der konfigurierbare Hall-Multiturn-Encoder iC-PVL stellt eine

batteriegepufferte, wirtschaftliche und platzsparende Ersatzlösung

für mechanische Getriebe-Multiturn-Drehgeber dar. Die geringe

Stromaufnahme von


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Testlösung für 5G und Wireless-Gigabit-Komponenten

Eine Messlösung für 5G- und Wireless-Gigabit- Komponenten, die

die Leistung der gesendeten Funksignale „over the air“ misst, hat

das Unternehmen Rohde + Schwarz entwickelt. Mit der NRPM

OTA Power Measurement Solution können

Anwender in Entwicklung und Fertigung mit

einem einfachen Testaufbau die Ausgangsleistung

der jeweils sendenden Antenne

kalibrieren und die Beamforming-Funktion

testen. Für die breitbandigen Übertragungstechniken

werden Access-Points, Basisstationen

und Endgeräte Phased-Array-

Antennen genutzt. Über Beamforming wird

die Senderichtung der Antenne auf den Empfänger ausgerichtet.

Die Lösung arbeitet im Frequenzbereich von 27,5 bis 75 GHz. Für

eine von anderer Strahlung abgeschirmte Messumgebung sorgt

ergänzend die 19"-Schirmkammer TS7124.

Darüber hinaus unterstützt der Hersteller

Entwickler bei der Evaluierung ihrer

5G-Implementation. Mit der Channel

Sounding Software TS-5GCS lässt sich zudem

untersuchen, wie sich die Mobilfunkkanäle

optimal nutzen lassen.

www.rohde-schwarz.com

Differenzdruckmesssystem mit zwei separaten Drucksensoren

Die Yokogawa Electric Corporation präsentiert das neue

Differenzdruckmesssystem der DPharp EJX-Produktreihe.

Der EJXC40A besteht aus zwei separaten Drucksensoren,

die über ein Elektrokabel miteinander

verbunden sind und entsprechend kommunizieren.

Basierend auf den von beiden Sensoren

gemessenen Drücken bestimmt der EJXC40A

den Differenzdruck, den Füllstand, den

Durchfluss und den Druck der Prozessmedien.

Bei Applikationen, bei denen der zu messende

Druck nicht direkt der Messkapsel eines

Druckmessumformers zugeführt werden kann,

werden typischerweise Druckmittlersysteme eingesetzt. Solche

Messanordnungen trennen über vorgelagerte Membrane das

Messmedium vom Messumformer und

übertragen den zu messenden Druck mittels

Kapillare, die mit applikationsabhängigen

Füllflüssigkeiten ausgestattet sind. Solche

Messsysteme können entsprechende

Füllstände und Dichten sehr gut bestimmen.

Das Differenzdruckmesssystem bietet jetzt

Lösungen für diese speziellen Applikationen.

www.yokogawa.com/de/

Halle: 4A, Stand: 135

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SENSORIK UND MESSTECHNIK

Induktivsensor mit IO-Link-Schnittstelle

Der Schweizer Sensorikspezialist Contrinex bietet die

C44-Induktivsensoren mit IO-Link-Schnittstelle an. Die Sensoren

eignen sich für Anwendungen in der

Automobilindustrie sowie für den

Außeneinsatz bei Hafenanlagen oder

Fahrgeschäften. Besonders in rauen

Umgebungen sorgen ein Temperaturbereich

von - 25 bis + 85 °C sowie die

Schutzklasse IP68/IP69K für zuverlässiges

Schalten. Ein Schaltabstand bis 40 mm

schließt mechanische Beschädigungen

nahezu aus. Dank schwenkbarem Sensorkopf

lassen sich die kubischen Induktivsensoren

in fünf verschiedene Richtungen

drehen, was für große Flexibilität beim

Einbau sorgt. Die werkzeuglose Montage minimiert die Installationszeit.

Den Betriebszustand zeigen vier LEDs an. Serienmäßig sind

die Sensoren auch IO-Link-fähig und damit für Industrie 4.0

vorbereitet. Der Anwender entscheidet, ob er den Induktiv-Sensor

im IO-Link-Modus oder klassisch betreibt. Da in beiden Fällen

Sensor und Verkabelung identisch bleiben, werden Validierungsund

Lagerhaltungskosten erspart.

www.contrinex.de

Flexible Alternative zu Mikroskopen

Eine Alternative zu Mikroskopen kann die Fadenkreuzkamera

aus dem Hause Polytec mit einer Kombination aus Zoom- oder

Festbrennweiten-Objektiv sein. Sie erreicht

eine große Flexibilität durch Objektiv-

Adapter und -Linsen. Makro- und mikroskopische

Aufnahmen mit bis zu 500-facher

Vergrößerung erlauben die Abbildung von

Bildfeldern von mehreren Zentimetern bis

zu 20 µm Diagonale. Mit ihr lassen sich z. B.

abgewinkelte Optiken für beengte Platzverhältnisse

realisieren, eine Zoomfunktion

für unterschiedliche Bildfeldgrößen, ein

motorisiertes Zoom für wiederkehrende

Beobachtungen, unterschiedliche Arbeitsabstände

und koaxial eingekoppelte

Beleuchtungen für sehr kleine Bildfelder.

Das flexible System lässt sich über ein VGAoder

HDMI-Kabel direkt mit einem Monitor

verbinden – ein PC ist nicht notwendig. Das

Objektivsystem eignet sich z. B. für die Qualitätskontrolle,

Metrologie, Analytik, Life Science, Fluoreszenz und Zell-Imaging,

Biotechnologie und Partikelmesstechnik.

www.polytec.de

Präzise Objekterfassung auf engstem

Raum und in staubiger Umgebung

Balluff präsentiert seine Lichtband-Sensoren BOH AI aus der

Micromote-Familie mit separatem Verstärker BAE. Die Sensoren

vereinen hohe optische Präzision auf kleinstem Bauraum mit

funktioneller Vielfalt. Durch die Trennung der optischen Einheit

von der Auswerteelektronik ist der Sensorkopf besonders

platzsparend konstruiert. Er ist mit der Elektronik über ein

hochflexibles, dennoch robustes elektrisches Kabel verbunden.

Die optische Präzision entsteht durch die Aneinanderreihung und

definierte Überlappung der einzelnen Lichtstrahlen aus diskreten

Präzisions-LEDs. Die große Gleichförmigkeit des so erzeugten

Lichtbandes ist der Schlüssel für die äußerst genaue Objekterfassung.

Grundsätzlich kann die separate Verstärkerelektronik

für alle Lichtband-Sensoren aus vielfältigen Standard-

Ausführungen individuell ausgewählt werden. Abhängig

von der Elektronik sind Lichtband-Sensoren

dadurch unterschiedlich einsetzbar: vom

optischen Fenster zur dynamischen Objekterfassung

frei fallender Teile über die

analoge Bahnkantensteuerung bis hin

zum berührungslosen optischen

Endschalter.

www.balluff.com

Messkoffer mit OPC UA und

Cloud-Anbindung

Auf Basis der Highspeed-Datenlogger-Serie

Expert Logger bietet Delphin Technology

einen neuen mobilen Messkoffer an.

Dieser verfügt über eine OPC UA-Schnittstelle

und kann Messwerte direkt in die

Cloud übertragen. Einerseits kann der

Messkoffer Energieverbräuche erfassen,

bilanzieren und speichern, andererseits

kann er für die Störungsanalyse von

Maschinen und Prozesssignalen eingesetzt werden.

Für das Energiemonitoring kann der Messkoffer mit bis zu drei

unabhängigen Messkreisen zur Leistungsmessung ausgerüstet

werden. Somit können die Energieverbräuche gleichzeitig bei

mehreren Maschinen bilanziert werden. Für die Störungsanalyse

sind im Messkoffer bis zu 46 Analog-Eingänge und 48 Digital-

Eingänge verfügbar. Die Abtastraten reichen von 20 µsec bis zu

Stunden- oder Tagesmittelwerten. Sämtliche Messwerte und

Energieverbräuche können im Messkoffer autark gespeichert

werden. Der interne Datenspeicher bietet Platz für ca. 500 Mio.

Messwerte, einschließlich eines hochpräzisen Zeitstempels. Im

Lieferumfang ist die Profisignal Go-Software enthalten.

www.delphin.de

Kameras mit neuesten Sensoren und Swir-Objektive

Maxxvision bietet USB3- und GigE-Vision-Kameras von Toshiba Teli an, die mit den Global-Shutter-

CMOS-Pregius-Sensoren IMX253 und IMX255 von Sony ausgestattet sind. Diese liefern präzise

und rauscharme Aufnahmen mit hoher Dynamik. Die Kameras bieten bei Framerate und Auflösung

einen erweiterten Belichtungszeitbereich von 25 μs bzw. 10 μs bis 60 s. Mit ihnen ist eine

Synchronisation von Geräten über das Netzwerk mit einer Genauigkeit von bis zu ± 1,5 μs möglich.

www.maxxvision.com

46 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Smartkamera für engste Räume

und raue Umgebungen

Besonders klein und schnell ist die Smartkamera

Matrox Iris GTR von Rauscher für

die Systemintegration, den Maschinenbau,

Fertigung und Automation. Ihre Maße

betragen 75 × 75 × 54 mm. Sie verwendet

On Semiconductor Python CMOS-Bildsensoren

von VGA bis 5 MP mit hohen

Ausleseraten und einen Intel Celeron

N2807 Dual-core Prozessor, DDR3 SDRAM,

32 GB eMMC und integrierte Grafik mit VGA-Ausgang. Externe

Geräte können über Gigabit Ethernet, USB 2.0 oder Digital-IO angeschlossen

werden. Mit einem IP67-Gehäuse und M12-Anschlüssen

ist die Kamera staubdicht, tauchfest und sehr robust. Mit einer

Schnittstelle zur Einstellung der LED-Intensität kann die Beleuchtungsregelung

über die Benutzeroberfläche einer Anwendung

integriert werden. Acht Echtzeit-GPIOs mit Unter-stützung für

Drehwinkelgeber ermöglichen es, schnellläufige Produktionslinien

und Ausstattung präzise zu verfolgen und mit diesen zu interagieren.

Spürbar perfekt.

leicht zu konfigurierendes, modulares Regelsystem,

erweitert um eine leistungsstarke SPS (CODESYS V3)

Messwerterfassung über hochwertige,

universelle Analogeingänge

manipulationssichere Prozessdatenaufzeichnung

mit umfangreicher Auswertesoftware

Anbindung der Thyristor-

Leistungssteller-Serie JUMO TYA 200

sowie des JUMO digiLine-Systems

für Flüssigkeitsanalyse

www.rauscher.de

Kompakter und hochgenauer 2-Draht-

Drucktransmitter

Kaum größer als ein Legostein

sind die hochgenauen Drucktransmitter

der Serie AMS 4712

von Amsys. Sie eignen sich für

die Druckmessung bei einseitiger

Medienbeaufschlagung

in vielen Flüssigkeiten und

reaktiven Gasen sowie für die Füllstandmessung. Die Linearisierung

und die Kalibration von Nullpunkt und Spanne erfolgt ebenso wie

die Kompensation der temperaturbedingten Nullpunkt- und

Spannendrift bei der Herstellung. Der Temperaturbereich für den

Abgleich beträgt - 25 bis + 85 °C. Mit einem digitalen Abgleich beträgt

der Gesamtfehler maximal ± 1,0 % FSO. Die Transmitter sind in den

Druckbereichen von 0 – 5 mbar bis 0 – 2.0 bar für differentielle und

relative sowie in den Bereichen 0 – 1 bar und 0 – 2 bar für absolute

Messungen erhältlich. Zudem wird eine bidirektional differentielle

Version angeboten, um Unter- und Überdruck messen zu können.

Mess-, Regel- und Automatisierungssystem

JUMO mTRON T – Systemversion 4.0

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Geschwindigkeits- und Längenmessgeräte-Serie

erweitert

Astech präsentiert ein weiteres Mitglied seiner berührungslos

arbeitenden Geschwindigkeits- und Längenmessgeräteserie VLM.

Das Geschwindigkeits- und Längenmessgerät VLM500E erlaubt

Messungen bei einem vergrößerten Arbeitsabstand von 330 mm

mit einer Varianz von 60 mm. Somit kann das Produkt noch besser

in anspruchsvollen Applikationen der Stahl- und Aluminiumindustrie

sowie in Heißbereichen eingesetzt werden. Zudem wurden

auch das VLM500A und VLM500L optimiert, sodass die Geräte

jetzt eine Abstandsvarianz von mindestens 20 mm aufweisen.

www.astech.de

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erhalte ich den Bluetooth-Lautsprecher. Das Abonnement verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn es nicht spätestens

4 Wochen zum Ende des Bezugsjahres schriftlich gekündigt wird.

Die Bestellung kann innerhalb von 14 Tagen ohne Begründung bei der Vereinigte Fachverlage GmbH widerrufen werden. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung.

Ihre Daten werden von der Vereinigten Fachverlage GmbH gespeichert, um Ihnen berufsbezogene, hochwertige Informationen zukommen zu lassen. Sowie möglicherweise von ausgewählten Unternehmen

genutzt, um Sie über berufsbezogene Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Dieser Speicherung und Nutzung kann jederzeit schriftlich beim Verlag widersprochen werden (vertrieb@vfmz.de).

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Vereinigte Fachverlage GmbH . Vertrieb . Postfach 10 04 65 . 55135 Mainz . Telefon: 06131/992-0 . Telefax: 06131/992-100

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48 INDUSTRIELLE AUTOMATION „INDUSTRIELLE 6/2016 AUTOMATION“ ist eine Zeitschrift der Vereinigten Fachverlage GmbH, Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz, HRB 2270, Amtsgericht Mainz,

Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen, Umsatzsteuer-ID: DE 149063659, Gerichtsstand: Mainz


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Benutzerschnittstelle, Hart 7.0, lokale Wellenformerfassung

und ein intuitiver Device Type

Manager ermöglichen Fernkonfiguration,

Trendermittlung und Diagnostik. Der Messumformer

verfügt über einen abnehmbaren,

drehbaren Kopf, der eine Wartung und Fehlersuche

ermöglicht, ohne den Prozess zu unterbrechen.

Wird der Messumformerkopf auf eine

Sonde aufgesetzt, können per Knopfdruck die

werkseitigen Konfigurationseinstellungen in den Kopf importiert

werden. Bei der Getrenntversion ist der Messumformerkopf über

ein Kabel mit der Sonde verbunden, was das Ablesen bei räumlichen

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um zwei Winkelsensoren. Die robusten und kompakten Sensoren

basieren auf der berührungslosen Hall-Technologie und besitzen

damit eine unbegrenzte mechanische Lebensdauer. Die neuen

Winkelsensoren sind wahlweise mit (GRA) oder ohne Welle (GRN)

erhältlich. Ihr Messbereich von 360° ist in Schritten von ± 15°

programmierbar. Für den unproblematischen Einbau in die unterschiedlichen

Anwendungen bietet der Hersteller verschiedene

Ausführungen an. Die Winkelsensoren eignen sich aufgrund der

IP-Schutzart und der hochgradigen Schock-, Vibrations- und

elektromagnetischen Störfestigkeit vor allem für Einsätze in der

Mobilhydraulik. Zu den Anwendungen zählen z. B. die Messung

des Drehwinkels von Hebevorrichtungen,

des Lenkeinschlags

und des Fahrpedals von landwirtschaftlichen

Maschinen

oder des Positionswinkels von

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Das Unternehmen Mitutoyo erweitert seine Produktpalette der

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bis zu 8 m/s bei einer maximalen effektiven Messlänge von 12 m.

Die Auflösung beträgt dabei nur 1 Nm. Die Längenmesssysteme

basieren auf optischer Positionserfassung und sind damit

unempfindlich gegen Öl und Staub. Für den Einsatz in sehr

beengten Positionen in Sondermaschinen und Messbänken

wurde das inkrementale Längenmesssystem ST46-EZA konzipiert,

das wahlweise als Glas- oder Metallband-Maßstab erhältlich ist.

Je nach Variante erreicht die Auflösung dabei bis zu 0,05 μm. In

Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungzentren wie Dreh- und

Schleifmaschinen kommt das gekapselte Absolut-Längenmesssystem

AT 500 zum Einsatz, das über eine Siemens Drive-

Cliq-Schnittstelle verfügt. Die S-Serie weist eine hohe Resistenz

gegen Erschütterungen von bis zu 35 g und Vibrationen bis zu

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 49


SPS IPC DRIVES 2016 I MESSE

Branchentreffpunkt der

elektrischen Automatisierung

Die Automatisierung konnte im ersten Halbjahr 2016

bei einem Volumen von 24,5 Mrd. EUR eine

Umsatzsteigerung von 3,4 % gegenüber dem gleichen

Zeitraum im Vorjahr realisieren. Beste Voraussetzungen

also, um sich über richtungsweisende Technologien

der Zukunft zu informieren. Die SPS IPC Drives liefert

Ihnen einen umfassenden Überblick über Komponenten

sowie komplette Lösungen der elektrischen

Automatisierung.

Die Industrie-4.0-Area bietet Besuchern vielfältige Möglichkeiten,

sich fokussiert über die Digitalisierung und intelligente Vernetzung

der Produktion zu informieren.

Gemeinschaftsstände und Foren setzen neue

Impulse

Der Gemeinschaftsstand mit Forum „Automation meets IT“ präsentiert

datenbasierte Geschäftsmodelle sowie IT-basierte Lösungen

aus der Automatisierung auf dem Weg in die digitale Produktion

der Zukunft. Der Gemeinschaftsstand „MES goes Automation

zeigt, wie durch den Einsatz von MES Auftragsabwicklung und

Die SPS IPC Drives 2016 bietet einen kompletten Marktüberblick

und zeigt alle Komponenten bis hin zu kompletten Systemen

und integrierten Lösungen der elektrischen Automatisierungstechnik.

Präsentiert werden Produkte und Dienstleistungen u. a. aus

den Bereichen Steuerungstechnik, IPCs, Bedienen und Beobachten,

Industrielle Kommunikation, Industrielle Software, Interfacetechnik

und Sensorik.

Rund um Industrie 4.0

Auch informiert die Messe umfassend zum Thema Industrie 4.0.

Hier werden Produkte, Lösungen, Innovationen und Trends präsen-tiert,

die als Wegbereiter für das digitale Industriezeitalter fungieren.

Eine der zentralen Herausforderungen der Industrie 4.0

stellt die Datensicherheit dar, sodass sich Besucher auch über das

Themenfeld Cyber-Security informieren können. Aufgrund der

positiven Resonanz im Vorjahr und den zunehmenden Herausforderungen

in der industriellen Fertigung wird Halle 3A erneut das

Schaufenster für die Industrie-4.0-Area sein. „Die Use Cases der

Industrie-4.0-Area sind so gewählt, dass kleine Schritte erkennbar

sind, mit denen man sich evolutionär in Richtung Industrie 4.0

entwickeln kann. Hiervon profitieren die Maschinenbauer“, erläutert

Dr.-Ing. Peter Adolphs, Geschäftsführer, Pepperl+Fuchs GmbH.

Über 1 600 Aussteller, inklusive aller Key Player

der Branche, nehmen vom 22. - 24.11.2016

an der SPS IPC Drives in Nürnberg teil.

Fertigungsprozesse optimiert werden. Erstmals bereichern Unternehmen

aus dem Bereich Cyber Security wie Airbus Defence and

Space, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

und Kaspersky die Sonderschau.

Auf den Gemeinschaftsständen „AMA Zentrum für Sensorik,

Mess- und Prüftechnik“ in Halle 4A und „wireless in automation“ in

Halle 10 erhalten Besucher zielgerichtete sowie umfassende Kenntnisse

über die jeweiligen Themen. Darüber hinaus können sie die

Chance nutzen, sich mit Anbietern über ein individuelles Problem

oder Spezialthema auszutauschen.

Auch die Messeforen auf der SPS IPC Drives stellen höchste Expertise

bereit: Die Verbände ZVEI in Halle 2 und VDMA in Halle 3 gehen

hier in qualifizierten Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen auf

Themen ein, die für Anwenderbranchen relevant sind. Sie liefern

somit einen Wissens- und Erfahrungsaustausch auf hohem Niveau.

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50 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


MESSE I SPS IPC DRIVES 2016

Informationen online

Weitere Informationen zur Veranstaltung, den

Öffnungszeiten sowie zur Anreise finden Sie unter

dem Link www.sps-messe.de. Besucher erhalten

hier auch Zugang zu den Buchungsportalen für

Reisespecials und können sich online für eine

kostenfreie Tageskarte registrieren. Einen Fachpressestand

bietet die Messe in Halle 3A, Stand

3A-160. Dort finden Sie alle wichtigen Fachpublikationen

mit aktuellen Informationen zu den

neuesten Branchentrends.

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SPS IPC DRIVES 2016 I INTERVIEW

Zum Schutz Ihrer Daten

Elektronische Schutzschalter stellen die Energiesicherheit für Industrieunternehmen stabil sicher

Nicole Steinicke, Tobias Prem

USV-Anlagen spielen in vielen

Industriebereichen eine wesentliche

Rolle, wenn es um die störungsfreie

Bereitstellung elektrischer Energie

geht. Ob in der Chemie-, Pharmaoder

Automobilindustrie oder in

der Energietechnik, eine

Unterspannungsversorgung stellt

die Energiesicherheit bei Netzausfall

oder Netzschwankung sicher und

schützt so vor Datenverlust. Doch

dabei gibt es einige Faktoren zu

berücksichtigen.

Sogenannte AC USV-Anlagen sind zur Gewährleistung

der Energiesicherheit in

vielen Industriebereichen nicht mehr wegzudenken.

Bei allen Vorteilen haben sie

jedoch auch ihre Schattenseiten. Neben hohen

Investitionskosten besteht vor allem

die Problematik, dass die zur Verfügung gestellte

Ausgangsleistung aus technischen

Gründen begrenzt ist. Deshalb kann die

USV über den Nennstrom hinaus nur begrenzt

Überstrom liefern. Bei Überlast ist

deshalb zunächst die Spannungsqualität

beeinträchtigt.

Bei zu hoher Belastung durch Kurzschluss

wird die maximale Belastungsgrenze der

USV sehr schnell überschritten. Die gesamte

USV schaltet aus Gründen des Eigenschutzes

ab. In diesem Fall ist der ursprüngliche

Sinn der Anlage, die Energiesicherheit, nicht

mehr erfüllt. Bei einem einzigen fehlerhaften

Lastkreis gehen also auch für alle anderen

Verbraucher „die Lichter aus“. Dies

kann einen Anlagenstillstand sowie undefinierte

Zustände mit allen damit verbundenen

Gefahren zur Folge haben. Ein sekundärer

Überstromschutz ohne Selektivität

begünstigt diese Situation. Häufig kommen

konventionelle Schutzschalter (Leitungsschutzschalter)

zum Einsatz. Diese reagieren

in dieser Überlastsituation zu langsam,

nur unzuverlässig oder gar nicht. Grund dafür

ist die Tatsache, dass ein herkömmliches

Schutzelement einen relativ hohen Strom

zur Auslösung benötigt. Die USV allerdings

kann nur einen spezifiziert begrenzten

Strom zur Verfügung stellen. Doch wie kann

eine Lösung für die stabile Energiesicherheit

aussehen? Darüber spricht Redakteurin

Nicole Steinicke mit Tobias Prem, Produktmanager

der E-T-A Elektrotechnische Apparate

GmbH in Altdorf im folgenen Interview.

Herr Prem, viele Anlagen, Maschinen und

Netzwerke müssen nahezu 100 % ihrer

Laufzeit zur Verfügung stehen. Zum

Einsatz kommen daher häufig USV-Anlagen,

die eine unterbrechungsfreie sichere

Stromversorgung gewährleisten sollen.

Welche Aufgabe übernimmt eine

USV-Anlage genau?

USV-Anlagen sind unverzichtbare

Werkzeuge. Sie schützen vor Spannungseinbrüchen,

-schwankungen ebenso wie

vor komplettem Spannungsausfall. Ziel der

Unterspannungsversorgung ist dabei stets

die Energiesicherheit bei kurzfristigen

Netzschwankungen oder komplettem

Netzausfall. Nur so lassen sich Datenverlust

oder teure Fertigungsunterbrechungen

vermeiden. Wenn in der Prozessautomatisierung,

in der Automation oder der Stahl -

industrie Produktionsprozesse gestartet

sind, dann dürfen diese auf keinen Fall

unkontrolliert unterbrochen werden.

Egal ob es sich dabei um Kühlprozesse

oder komplexe Herstellprozesse handelt.

Worauf müssen Techniker bei der Wahl

einer USV-Anlage achten? Wie sieht die

Lösung für die stabile Energiesicherheit aus?

Bei der Auswahl einer USV-Anlage geht es

um eine ganze Reihe von Kriterien. Dies

Dipl.-Ing. (FH) Nicole

Steinicke, Redakteurin

INDUSTRIELLE

AUTOMATION

01 Die EBU (Electronic Breaker Unit) bringt

Energiesicherheit in AC 230 V USV-Anlagen

und erlaubt es, eine USV-Anlage um ca. ein

Drittel kleiner zu dimensionieren

52 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


INTERVIEW I SPS IPC DRIVES 2016

beginnt bei der Leistung der Anlage, die

optimal auf die Anwendung abgestimmt

sein muss. Ebenso gilt es, die Batteriekapazitäten

für die Überbrückungszeit auf

die Rahmenbedingungen abzustimmen.

Anschließend geht es darum, die Absicherung

der einzelnen Verbraucher sowohl

für den Normalbetrieb als auch für den

Fehlerfall zu konzipieren. Dies ist

allerdings problematisch, da die zur

Verfügung gestellte Ausgangsleistung aus

technischen Gründen begrenzt ist. In der

Praxis bedeutet dies, die USV kann nur

begrenzt Überstrom über den Nennstrom

hinaus liefern. Dadurch ist bei Überlast

die Spannungsqualität zumindest

beeinträchtigt.

Kommt es nun durch Kurzschluss zu einer

zu hohen Belastung, so überschreitet dies

sehr schnell die maximale Belastungsgrenze

der USV. Aus Eigenschutz schaltet dann

die gesamte USV-Anlage ab. Logischerweise

kann die Anlage dadurch ihre Aufgabe, die

Energiesicherheit sicherzustellen, nicht

mehr erfüllen. Dafür bietet der E-T-A

Schutzschalter vom Typ EBU (Electronic

Breaker Unit) eine zuverlässige Lösung

und stellt die Energiesicherheit für Industrieunternehmen

durch AC USV-Anlagen

auch im Fehlerfall stabil sicher. Der Typ

EBU setzt sich zusammen aus einem

Leitungsschutzschalter, und einer

angebauten Elektronik. Der Leitungsschutzschalter

sorgt für Kurzschluss-

Abschaltungen von bis zu 10 kA, die

Elektronik steuert ihn und übernimmt

zielgerichtet die anfallenden Mess- und

Auswerteaufgaben.

Aus welchem Grund lösen Leistungsschalter

an USV-Anlagen nicht sicher und

zuverlässig aus? Kommt es bei der neuen

USV-Absicherung auch zu Fehlauslösungen?

Leitungsschutzschalter können an

USV-Anlagen nicht zuverlässig auslösen,

da ein herkömmliches Schutzelement

einen relativ hohen Strom zur Auslösung

benötigt. Die USV kann jedoch nur einen

begrenzten Strom zur Verfügung stellen.

Dies reicht nicht aus. Um beispielsweise

einen Leitungsschutzschalter mit Kennlinie

C und Nennstrom 10 A innerhalb

von 10 ms sicher auszulösen zu können,

müsste die Stromversorgung mindestens

100 A bereitstellen:

(I Auslöse

= I Nenn

x 10 = 10 A x 10 = 100 A)

Dazu ist die USV bei weitem nicht in der

Lage. Der Typ EBU lässt sich auf die

Gegebenheit der Anlage einstellen und ist

dadurch in der Lage, Fehlauslösungen zu

vermeiden. Er überwacht also nicht nur

den Strom, sondern misst darüber hinaus

auch die Spannung. Erst wenn der

eingestellte Stromwert überschritten

und gleichzeitig die Spannung um 30 %

unterschritten wird, löst das Gerät aus.

02 Tobias Prem ist Produktmanager bei

E-T-A und erläutert die Feinheiten und

Tücken von USV-Anlagen

Welche Ausführungen Ihres Schutzschalters

Typ EBU (Electronic Breaker Unit) gibt es?

Der Typ EBU ist in den Nennströmen 4 A,

6 A, 10 A und 16 A sowie in den Charakteristika

B und C verfügbar. Dabei ist das

Gerät sowohl ein- als auch zweipolig

verfügbar. Die EN 60204 Teil 1 Sicherheit

von Maschinen - Elektrische Ausrüstung

von Maschinen regelt, wo welche Anzahl

von Polen eingesetzt werden muss. So gilt,

für ungeerdete Netze der Einsatz von

typischerweise zweipoligen Geräten und

für geerdete Netze die Verwendung von

einpoligen Geräten.

Welche Vorteile ergeben sich in punkto

Leistungssicherheit und Verfügbarkeit der

Anlage und in welcher Weise profitieren

Anwender von Ihrer neuen Lösung?

Die Ausfallsicherheit einer USV bei

Kurzschluss wird drastisch verringert, da

die fehlerhaften Pfade als solche erkannt

und abgeschaltet werden – und nur diese.

Alle weiteren Verbraucher und Pfade

laufen weiter. Dies vermeidet Datenverlust

bzw. Stillstand und stellt erstmals die

Rentabilität einer USV sicher. Die

Electronic Breaker Unit EBU erhöht durch

ihre effektive und selektive Absicherung im

Verbund mit einer USV-Anlage die Anlagenverfügbarkeit.

Die maßgeschneiderte

Absicherung reduziert die Gesamtkosten,

da die USV-Anlage um mindestens ein

Drittel kleiner dimensioniert werden kann.

Dadurch sinken die Anschaffungskosten.

Gleichzeitig sinken die Planungskosten, da

sich die Geräte durch ihre Einstellbarkeit

sehr einfach und individuell nutzen lassen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Bilder: Aufmacher Fotolia, sonstige E-T-A

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Premiere auf der

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SPS IPC DRIVES 2016 I MESSE

Effizientes Energiemanagement

All in one: Automatisierungssystem für die zentrale Klimaerfassung und -steuerung

Michael Brosig

Um den Energieverbrauch zu reduzieren, streben immer mehr Unternehmen

die Einführung eines systematischen Energie-Managements und damit

eine Zertifizierung nach EN ISO 50001 an. Erreicht werden kann dies durch

den Einsatz eines ausgeklügelten Automatisierungssystems, das nicht

nur verschiedenste Messgrößen wie Temperatur, Volumenstrom oder

Stromstärke erfasst und digitalisiert, sondern sich auch je nach Anforderung

individuell erweitern lässt.

Dass ein systematisches Energiemanagement

notwendig ist, zeigen einige Zahlen:

30 % der in Deutschland verbrauchten

Energie werden zur Heizung oder Kühlung

von Räumen benötigt. 60 % des Primärenergieverbrauchs

in Deutschland entfällt auf

Nichtwohngebäude. Durch den Einsatz von

Maßnahmen zur Gebäudeautomation lassen

sich nach Schätzungen der Fachhochschule

Aachen etwa 20 % davon einsparen.

Das elektrische Energieeinsparpotenzial in

Verwaltungsgebäuden kann bei der Klimatechnik

häufig bis zu 40 % und die Einsparung

an Wärmeenergie bis zu 25 % betragen.

Um den Energieverbrauch zu reduzieren,

gilt es, die unterschiedlichen

Funktionen von Heizen, Kühlen, Lüften,

Beleuchtung und Beschattung zu optimieren

und abzustimmen.

Den Energieverbrauch reduzieren

Die Fuldaer Unternehmen Jumo setzt ein

Automatisierungssystem aus eigener Produktion

für diesen Zweck ein. Am Hauptsitz

des Spezialisten für Mess- und Regeltechnik

sind mehr als 1 300 Menschen beschäftigt.

Das neueste Gebäude auf dem Firmengelände

ist das Wareneingangs-Logistikzentrum,

in dem auch die Abteilung für Werkstoffprüfung

zu finden ist. Beim Energiemanagement

verlässt man sich in Fulda schon

lange auf Produkte aus eigener Herstellung.

Neu ist allerdings, dass jetzt erstmals mit

dem Mtron T eine komplette Automatisierungslösung

zum Einsatz kommt.

Durch die verschiedenen Abteilungen,

die in dem Gebäude zu finden sind, gab es

eine Vielzahl von Steuer- und Regelauf­

gaben, die das System abdecken musste.

Neben der Erfassung der Temperatur und

der Volumenströme müssen auch Werte

wie Stromstärke, Spannung und Leistung in

den verschiedenen Regelkreisen überwacht

werden. Dazu kommen eine Raumdruckregelung

sowie eine Druckausgleichsregelung,

die in einem Chemielabor für einen

permanenten Unterdruck sorgt, sodass im

Schadensfall keine schädlichen Gase austreten

können. Schließlich müssen auch

noch zahlreiche Brandschutzklappen und

Motoren überwacht sowie Störmeldungen

zuverlässig weitergegeben werden. Im Sinne

eines effizienten Energiemanagements

sollten auch verschiedene Programme,

zum Beispiel eine Nachtabsenkung, gefahren

werden können.

Diverse Messgrößen mit einer

Hardware digitalisieren

Zur Erfassung, Visualisierung und Regelung

all dieser Werte bietet sich eine Automatisierungslösung

an. Die Vorteile liegen dabei

auf der Hand. Hierzu zählt bspw. die Flexibilität.

Systeme wie das Mtron T sind in der

Regel modular aufgebaut. So stehen verschiedene

Ein-/Ausgangsmodule zur Verfügung,

etwa ein Mehrkanal-Reglermodul,

ein Analog-Eingangsmodul mit vier oder

acht Kanälen, ein Relaismodul in 4-Kanal-

Ausführung sowie ein frei konfigurierbares

Michael Brosig, Pressesprecher bei der

Jumo GmbH & Co. KG in Fulda

54 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


Messwerterfassung, Regelung und Automatisierung

Das skalierbare Mess-, Regel- und Automatisierungssystem Jumo Mtron T kann

mit seinen universellen I/O Modulen, der flexiblen Anschlusstechnik und der

Kommunikations-, Auswerte- und Automatisierungssoftware in zahlreichen

Branchen eingesetzt werden. Angefangen bei der Lebensmittelindustrie über den

Ofenbau bis hin zum Maschinenbau. Die hohe Messgenauigkeit und Regelgüte

sowie die robuste Mechanik des Systems runden das Angebot für den Anwender

ab. Alle Eingänge des Mehrkanal-Reglermoduls sowie des Analogeingangmoduls

4-Kanal sind galvanisch getrennt. Dies bedeutet für den Anwender eine sichere und

störungsresistente Erfassung seiner Messwerte. Die erfassten Messdaten können

komfortabel mittels einer Software visualisiert und anschließend für weitere

Zwecke manipulationssicher archiviert werden.

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Computer-Systeme.

digitales Ein-/Ausgansmodul mit zwölf

Kanälen. Besonders wichtig für den Einsatz

im Bereich der Gebäudeautomation: Das

4-Kanal-Analog-Eingangsmodul des Mtron T

ist mit universellen und galvanisch getrennten

Analogeingängen für Thermoelemente,

Widerstandsthermometer sowie Einheitssignale

ausgestattet. Somit können mit der

gleichen Hardware verschiedenste Messgrößen

wie Temperatur, Druck oder Feuchte

präzise erfasst und digitalisiert werden. Für

individuelle Steuerungsapplikationen verfügt

das System über eine SPS (CoDeSys

V3), Programmgeber- und Grenzwertüberwachungsfunktionen

sowie Mathematikund

Logikmodule.

01 Das skalierbare Mess-, Regel- und

Automatisierungssystem ist modular aufgebaut

und nutzt einen Ethernet-basierten

Systembus und eine integrierte SPS

Erfasste Werte übersichtlich

darstellen

Neben der Flexibilität spielen beim Einsatz

einer Automatisierungslösung auch die Zukunftssicherheit

und die Erweiterungsmöglichkeiten

eine Rolle. So erlaubt das Mtron T

z. B. den gleichzeitigen Betrieb von bis zu

120 Regelkreisen. Mittels Optionssteckplätzen

können Ein- und Ausgänge jedes Reglermoduls

darüber hinaus individuell erweitert

und angepasst werden.

Ein weiterer Vorteil ist die übersichtliche

Darstellung aller erfassten Werte. Das moderne

Multifunktionspanel ermöglicht neben

der Visualisierung auch die komfortable

Bedienung der Regler und Programmgeber.

Ferner ist ein benutzerabhängiger Zugriff

auf Parameter- und Konfigurationsdaten

des Gesamtsystems möglich. Als Besonderheit

sind beim System des Fuldaer Unternehmens

zudem die Registrierfunktionen

eines vollwertigen Bildschirmschreibers inklusive

Webserver implementiert. Zum Auslesen

und Auswerten der aufgezeichneten

Daten stehen bewährte PC-Programme zur

Verfügung. Durch serienmäßig vordefinierte

Bildschirmmasken reduzieren sich Inbetriebnahmezeiten

für den Anwender.

Fotos: Aufmacher Fotolia, sonstige Jumo

www.jumo.net

02 Das komplette System ist kompakt

in einen Schaltschrank eingebaut, das

Multifunktionsdisplay befindet sich, leicht

zugänglich, in der Tür

03 Alle erfassten Werte werden übersichtlich

in einem Multifunktionspanel dargestellt

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SPS IPC DRIVES 2016 I MESSE

Arbeitsunfälle vermeiden

Sicherheits-Lichtvorhang bietet Schutz für Maschinenbediener im gesamten

Arbeitsbereich von Stapelschneidern

Klaus Schuster

Arbeiten Menschen an Maschinen,

hat die Sicherheit der Bediener

höchste Priorität. Aus diesem

Grund setzt ein Hersteller von

Stapelschneidern für die

Druckindustrie bei seinen Produkten

auf die Sicherheitstechnik eines

Wuppertaler Unternehmens. Diese

basiert auf einem Sicherheits-

Lichtvorhang, dessen gewinkelte

Ausführung weiterhin optimiert

wurde. So gewährleistet das

optoelektronische Sicherheitssystem

eine effiziente sowie sichere

Bedienung der Maschine.

Klaus Schuster, Geschäftsführer der Safety

Control GmbH, einer Tochtergesellschaft

der Schmersal Gruppe, in Mühldorf/Inn

Krug & Priester zählt zu den „Hidden

Champions“: Bekannter als der Name

des Unternehmens, das zu den Marktführern

bei Aktenvernichtern und Schneidemaschinen

zählt, sind seine Marken Ideal

und Eba. Bei den Kunden – wozu unter

anderem Klein- und Hausdruckereien, Digitaldruckereien,

Copy-Shops, Buchbindereien,

Werbeagenturen, aber auch Großdruckereien

und industrielle Großanwender

zählen – stehen sie für Qualität „Made

in Balingen“. Dieser Qualitätsanspruch wird

von dem Familienunternehmen seit der

Gründung im Jahr 1951 gepflegt. Dazu trägt

auch die vollstufige Produktion bei: Krug &

Priester führt so gut wie alle Produktionsschritte

im eigenen Haus durch – von der

Platinenfertigung über die Schleiferei bis

zur Endmontage. Damit gelingt es dem

Unternehmen am Rande der Schwäbischen

Alb, nicht nur seine Qualitätskontrolle effizienter

zu gestalten, sondern auch seine

Produktentwicklung zu beschleunigen.

Zusätzlicher Schneidekomfort

dank LED-Ausleuchtung

Ein Ergebnis dieser Anstrengungen ist der

Profi-Stapelschneider Ideal 7260 mit optimierten

Ausstattungsmerkmalen. Dazu zählt

unter anderem ein 7-Zoll großes, in Sichthöhe

individuell einstellbares Touchpad. Das

zugehörige Display bietet neben einer besseren

Les- und Sichtbarkeit vor allem eine

höhere Funktionalität. Gleich mehrere Maschinenfunktionen

können hier parallel auf

dem Display eingeblendet werden und ein

Wechsel zwischen den einzelnen Funktionen

ist weniger oft notwendig. Auch die

Schnitthöhe von 80 mm erhöht die Leistungsfähigkeit

des Stapelschneiders, indem

sie die Verarbeitung größerer Papiermengen

ermöglicht. Für zusätzlichen Schneidekomfort

sorgt die neue, dreistufig einstellbare

LED-Ausleuchtung des Arbeitsbereiches.

„Bei der Konstruktion unserer Stapelschneider

verfolgen wir zwei Ziele: Dass sie

präzise schneiden und dass sie es im entscheidenden

Moment auch nicht tun“, heißt

es bei Krug & Priester. Alle Ideal-Geräte

erfüllen die internationalen Sicherheitsbestimmungen

und sämtliche Vorschriften

zur Unfallverhütung, zum Beispiel die der

Berufsgenossenschaft Druck und Papier.

Die Stapelschneider tragen das GS-Zeichen

für „Geprüfte Sicherheit“, entsprechen dem

europäischen CE-Standard und sind ULgelistet

für den amerikanischen Markt.

Sicherheit für den Bediener

ist das A und O

Um Sicherheit für den Bediener zu gewährleisten,

hat das schwäbische Unternehmen

darüber hinaus für seine Stapelschneider

ein eigenes umfassendes Sicherheitspaket

entwickelt: das Safety-Cutting-System (SCS).

Es umfasst unter anderem eine elektronisch

kontrollierte, schwenkbare Sicherheitsabdeckung

auf dem Vordertisch sowie eine

Rücktischabdeckung. Dazu gehören auch

ein Sicherheitsschloss, eine Zweihand-

Schnittauslösung, die berührungssichere

24-Volt-Steuerung, der automatische Messerund

Pressbalken-Rücklauf aus jeder Position

sowie die Scheibenbremse für sofortigen

Messerstopp.

Im Arbeitsbereich wird der Bediener

durch einen Sicherheits-Lichtvorhang des

Typs SLC 440Com von Schmersal geschützt.

Bei diesem optoelektronischen Sicherheitssystem

sind Sender und Empfänger in zwei

voneinander getrennten kundenspezifischen

Profilen jeweils über den gesamten

Arbeitsbereich des Ideal 7260 untergebracht.

Unterbricht eine Person das Schutzfeld,

bspw. indem sie mit der Hand in den Gefahrbereich

der Maschine greift, wird sofort

ein Stopp-Signal ausgelöst, um das Schneidemesser

anzuhalten.

56 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


MESSE I SPS IPC DRIVES 2016

Eine effiziente Maschinenbedienung

realisieren

Bereits für die Modelle Ideal 5222, Ideal

5560 und Ideal 7228-06 LT hatte Schmersal

vor vielen Jahren eine Sonderausführung

des Sicherheits-Lichtvorhang SLC 420 entwickelt.

Dabei handelte es sich auch um eine

gewinkelte Ausführung, die der Geometrie

des Stapelschneiders angepasst wurde. Die

Winkel wurden dabei so dimensioniert,

dass der Sicherheitsabstand im Bedienfeld

zum Schneidmesser optimiert werden

konnte, um eine möglichst effiziente Zugänglichkeit

und Bedienung der Maschine

zu ermöglichen.

Beim Lichtvorhang SLC 440Com für die

Modelle Ideal 5560 und Ideal 7260 wurde

die gewinkelte Bauform noch einmal zu einer

schmaleren Ausführung überarbeitet.

Darüber hinaus wurde – statt des üblichen

Steckverbinders – die Anschlussverbindung

speziell an die Stapelschneider angepasst,

um so eine einfachere Inbetriebnahme

bzw. einen komfortablen Service zu ermöglichen.

Und schließlich besteht die gewinkelte

Ausführung des Lichtvorhangs nicht

mehr aus zwei Bauteilen, sondern aus einem

eigens entwickelten einteiligen Eckverbinder.

Diese neue Ausführung ist jetzt

nicht nur stabiler in der Anwendung, sondern

auch einfacher und kostenoptimiert

zu produzieren.

Andreas Hebrank und Roberto Marzio

von Krug & Priester sind sich einig: „Bei diesem

Projekt erhielten wir von Schmersal

einmal mehr eine maßgeschneiderte und

ganz spezifisch auf unsere Anforderungen

zugeschnittene Lösung für unsere Maschinen

– und dies unter hohem Zeitdruck. Wir

haben sehr gute Erfahrungen hinsichtlich

Qualität und Zuverlässigkeit der Schmersal-

Lichtschranken gemacht.“

www.schmersal.com

01 Die Schnitthöhe von 80 mm

erhöht die Leistungsfähigkeit des

Stapelschneiders, indem sie die

Verarbeitung größerer Papiermengen

ermöglicht

Die kleinste Sicherheitslichtschranke mit

integrierter Auswertung

02 Für den Lichtvorhang wurde eine

gewinkelte Ausführung entwickelt,

die der Geometrie des Stapelschneiders

angepasst ist

Die neuen Sicherheitslichtschranken der Baureihe SLB 240/440/450, die Schmersal

erstmals auf der SPS IPC Drives 2016 vorstellt, sind für verschiedenste Anwendungen

in den Bereichen Bearbeitungscenter für Montage-/Handhabung sowie in der Holz-,

Papier- und Druckindustrie, Hochregallager oder Verpackungsmaschinen einsetzbar.

Alle verfügen über sichere Halbleiterausgänge (2 × x PNP) und können ohne externe

Sicherheitsauswertung direkt in den Sicherheitskreis einbezogen werden. Die

Produktfamilie erfüllt gemäß IEC 61496 die Anforderungen für alle Applikationen

nach Typ 2 oder Typ 4. Sie dienen aber auch dem Prozessschutz, bspw. in Hochregallagern,

wo beim autonomen Transport verpackter Produkte mithilfe von Objekterkennung

und Höhenerfassung Abweichungen von vordefinierten Positionen

erkannt und so Kollisionen und Beschädigungen verhindert werden. Alle Ausführungen

verfügen über eine visuelle Einrichthilfe, welche die Inbetriebnahme vereinfacht.

Zudem sind sie mit einer 4-fach-Kodierungsstufe ausgestattet, sodass bei Verwendung

mehrerer Lichtschranken an einer Applikation bis zu vier Sensorpaare in einer

Richtung ohne eine gegenseitige Beeinflussung betrieben werden können. Die

Parametrierung erfolgt nur mit einem Befehlsgerät, z. B. einem Taster. Für den Betrieb

stehen die Betriebsarten Einrichten, Automatik- oder Wiederanlauf sowie ein

Diagnosemode zur Verfügung.

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 57


SPS IPC DRIVES 2016 I MESSE

01 Die Optik ist auf dem Chip integriert;

mit diesem Aufbau lassen sich Ergebnisse

erzielen, die bisher nur mit Lasersensoren

möglich waren

Kompakt konzipiert

Optischer Sensor mit innovativer Halbleiter-

Anordnungstechnologie setzt neue Maßstäbe

02 Trotz der sehr kleinen Größe erkennt

der EX-Z Sensor ein kleines Objekt von

Ø 1,0 mm in einer Entfernung von 500 mm

Stefan Klose

Einer der weltweit kleinsten optischen Sensoren zeigt sich nun mit

ausgezeichneten Bestmarken. Die neuen Sensoren der Serie EX-Z sind

lediglich 3 mm tief, finden in nahezu jeder Nische ihren Platz und

erobern Bereiche, in denen bislang nur Lichtwellenleiter verwendet

werden konnten. Lesen Sie, welche Technologie dahinter steckt und

was sie so wertvoll für den Einsatz in der Fabrik-Automatisierung macht.

Als Innovationstreiber auf dem Gebiet

der Miniaturisierung hat Panasonic bereits

zahlreiche technische Entwicklungen

auf den Markt gebracht. Den Fokus richtet

das Unternehmen dabei auf die Bereiche

Optik und Elektronik, deren Produkte kontinuierlich

verkleinert werden, bei gleichzeitiger

Erhöhung der Geräteeigenschaften.

Diese Philosophie findet man u. a. in den

Konsumgütern wie den bekannten Lumix

Kameras oder auch Flachbildschirmen wieder.

Diesem Anspruch folgt Panasonic auch

im Bereich Fabrikautomatisierung mit einem

Portfolio, das vom Sensor über Steuerungen

und Bedienterminals bis hin zu Antrieben

Stefan Klose, General Manager Sales & Product

Management, Sensing & Measurement bei der

Panasonic Electric Works Europe AG, Ottobrunn

und Robotern reicht. Damit wird Panasonic

den heutigen Anforderungen an Kompaktheit

und Multifunktionalität gerecht. Denn

je kleiner Maschinen gebaut werden, umso

größer ist die Produktionskapazität bei gleicher

Fläche und daraus resultierend die

Reduzierung der Stückkosten.

Erkennt extrem kleine Objekte

bis zu 0,3 mm

Basierend auf Anwendungen aus den Bereichen

Medizintechnik, Elektronikfertigung,

Bestückungsautomaten und Kleinteilefertigung

entstand im Jahr 2015 die Sensor Serie

EX-Z. Die Einweglichtschranken mit integriertem

Verstärker weisen eine Dicke von

lediglich 3 mm auf, und das inklusive Optik,

Elektronik, Anzeige-LEDs, Transistorausgang

und Befestigungslöchern. Die Serie er-

laubt es, Objekte mit einem Durchmesser

von nur 0,3 mm sicher zu detektieren. Die

Reichweite zwischen Sender und Empfänger

kann je nach Typ bis zu 500 mm erreichen,

ausreichend für oben erwähnte Sparten und

Anwendungsbereiche.

Möglich macht dies die sogenannte WC-

SLP Technologie (Wafer Level Chip Scale

Package). Dabei handelt es sich um eine

Micro-SMD Technik, bei der die Größe des

Halbleiters < 80 % des Gesamtvolumens,

sprich zum Gehäuse, einnimmt. Dabei wird

der „Die“ mit dem Gesicht nach unten auf

eine Leiterplatte bondiert oder mit einem

Schutzlack versehen. Von oben wird

ein Plastikgehäuse aufgebracht. Zusätzlich

werden in das Chipgehäuse Sende-LED

58 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


und Empfänger integriert. Um eine optimale

Strahlführung zu gewährleisten, wird die

aufgesetzte Optik bei der Montage justiert.

Dies ist natürlich nur in vollautomatisierten

Produktionsprozessen möglich. Entwickelt

wurde die WC-SLP Technologie unter anderem

für die Medizintechnik, respektive für

die Endoskopie.

Die kräftige Sende-LED (Spitzenwellenlänge:

650 nm, moduliert) erlaubt ein einfaches

Ausrichten von Sender und Empfänger

aufgrund des sichtbaren Rotlichts. Eine

auf dem Chip integrierte Optik fokussiert

den Strahl auf eine kleine Bohrung im

Gehäuse, welches ein weiteres zu einem

gebündelten Strahl beiträgt. Mit diesem

Aufbau lassen sich Ergebnisse erzielen, die

sonst nur mit Lasersensoren möglich sind.

Von der Laborautomatisierung

bis hin zur …

Die typischen Anwendungen, wie Anwesenheit

von Pins an LEDs und Chips, waren

aufgrund des geringen Montageraums bei

gleichzeitig hoher Genauigkeit, den faseroptischen

Sensoren vorbehalten. Diese benötigen

jedoch eine Einstellung bei Montage

und Inbetriebnahme. Die Kosten sind

durch die Kombination von Verstärker und

Faser höher. Auch die Zeit für die Einstellung

des Sensors ist im Vergleich zu EX-Z

Sensoren um einiges höher. Gleichzeitig

wird durch bewusstes Weglassen von Einstellmöglichkeiten

am EX-Z, eine Manipulation

von Maschinenbedienern vermieden.

Die kompakte Baugröße, Schutzklasse IP67

03 Typische Anwendungen für den optischen Sensor (links nach rechts):

Erkennung von Teilen auf Förderbändern, An-/Abwesenheitserkennung

von Reagenzgläsern sowie die Erkennung von LED-Kontakten

sowie die Zuverlässigkeit der Sensoren prädestiniert

sie u. a. für den Einsatz in der

Laborautomatisierung. Im Bereich Präanalytik,

in der sichere Prozesse vor der eigentlichen

Analyse gewährleistet sein müssen,

eignet sich der Sensor zur Erkennung von

Proben in Zuführeinheiten. Dank ihrer

flexiblen Kabel sind die optischen Sensoren

auch an beweglichen Teilen wie Lineareinheiten

oder Robotern eine hervorragende

Lösung für den gesamten Lebenszyklus der

Maschine.

… Elektronikfertigung und

Bestückung

Ein weiterer Einsatzbereich ist der Bereich

Elektronikfertigung und Bestückungsautomaten.

Durch den Trend der Miniaturisierung

werden auch alle zu fertigenden Elektronikbauteile

kompakter. Es liegt auf der

Hand, dass die Positionierung von Bauteilen

und Leiterplatten mit hochpräzisen

Sensoren in kleinster Bauweise vonstattengehen

muss. Mit den Einweg Lichtschranken

mit Distanzen 50/200/500 mm, NPN/

PNP Ausgängen, hochflexiblen Kabeln,

Front und Seitenaustritt des Lichtstrahls

und einer größeren Anzahl von Montagewinkeln,

steht eine große Auswahl an Möglichkeiten

für nahezu alle Anwendungen

zur Verfügung. Auch in Zukunft wird Panasonic

mit Innovationen aus dem Bereich

der Sensorik auftreten und die Serie EX-Z

um weitere Sensorprinzipien erweitern.

www.panasonic-electric-works.com

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Genau das ist die Stärke des neuen

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Sprechen Sie mit uns. Wir freuen

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vom 22.-24.11. 2016

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SPS IPC DRIVES 2016 I MESSE

Überzeugendes Konzept

Sich selbst organisierende Sicherheitsnetzwerke auf Basis von

OPC UA und openSafety bereiten den Weg in die Zukunft

Stefan Hensel

Industrie 4.0 erfordert modulare

und flexible Fertigungskonzepte.

Während diese Konzepte auf

funktionaler Steuerungsebene

allmählich umgesetzt werden,

schien es bisher unmöglich,

auch die Sicherheitstechnik auf

Linienebene entsprechend flexibel

zu gestalten. Mit der Kombination

von OPC UA und openSafety will

B&R das nun ändern und die

sichere Linienautomation

ermöglichen.

„Maschinen unterschiedlicher Hersteller zu

einem Sicherheitsnetzwerk zusammenzuschließen

ist prinzipiell möglich, erfordert

aber viel Programmieraufwand direkt in der

Maschinenhalle“, sagt Franz Kaufleitner,

Produktmanager Integrated Safety bei B&R.

Wenn während des Betriebes an den Maschinen

etwas verändert wird, Maschinen

entfernt werden oder neue hinzukommen,

müsste jedes Mal die Sicherheitstechnik

neu programmiert und überprüft werden.

„Das ist in der Realität nicht umsetzbar“, so

Kaufleitner.

Stefan Hensel, B&R Industrie-Elektronik GmbH

in Bad Homburg

Sich selbst organisierende Sicherheitsnetzwerke

auf der Basis von OPC UA

und dem quelloffenen Sicherheitsprotokoll

openSafety sollen es ermöglichen,

Maschinenteile oder ganze Maschinen

aus dem Maschinennetzwerk zu

entfernen oder zu ergänzen, ohne

dass die Sicherheitstechnik neu

programmiert werden muss.

Franz Kaufleitner, Produktmanager

Integrated Safety bei B&R

Keine Neuprogrammierung

erforderlich

Daher entwickelt B&R ein Konzept, das völlig

neue sicherheitstechnische Lösungen

ermöglichen wird: sich selbst organisierende

Sicherheitsnetzwerke auf der Basis von

OPC UA und dem quelloffenen Sicherheitsprotokoll

openSafety. Mit dieser Technologie

wird es möglich sein, Maschinenteile

oder ganze Maschinen aus dem Maschinennetzwerk

zu entfernen oder zu ergänzen,

ohne dass die Sicherheitstechnik neu programmiert

werden muss. „Sogar sich selbst

validierende Maschinenlinien sind denkbar“,

sagt Kaufleitner. Damit das Sicherheitsnetzwerk

sich selbst organisieren kann

und gleichzeitig alle Anforderungen an

Security und Safety erfüllt werden, ist eine

Reihe von Vorkehrungen notwendig. „Dabei

nutzen wir die jeweiligen Vorteile von

OPC UA und openSafety optimal aus.“

Sicher verbunden

Wird ein neues Gerät – also eine Maschine,

ein Maschinenteil oder auch ein Roboter –

an ein Maschinennetzwerk angeschlossen,

kommt zuerst OPC UA ins Spiel. Mithilfe

der OPC-UA-Security-Mechanismen wird

eine sichere Verbindung hergestellt. Das

neue Gerät sucht nach weiteren Servern,

die Safety-Funktionen anbieten. Zum Einsatz

kommen dabei die OPC-UA-Mechanismen

Discovery und Server Capability. Anschließend

wird mit den OPC-UA-Browsing-

Services festgestellt, welche Funktionen mit

welchen Attributen diese Server anbieten.

Auf diese Weise erlangt jeder OPC-UA- Server

ein vollständiges Bild des Netzwerkes,

ohne dass eine einzige Zeile Code programmiert

werden muss. „Dieses Vorgehen lässt

sich bereits jetzt mit

OPC UA umsetzen“,

erklärt Kaufleitner.

Automatische

Überprüfung

Wie wird openSafety

über OPC UA übertragen?

Das quelloffene Sicherheitsprotokoll

openSafety kann prinzipiell jeden

Feldbus und jedes Industrial-Ethernet-

Netzwerk als Transportmedium

nutzen. Das Black-Channel-Prinzip

ermöglicht den Aus-tausch sicherheitsgerichteter

Daten ohne dass das

Transportprotokoll die sicheren Daten

beeinflussen kann. Zum Austausch

der Prozessdaten – der sogenannten

Safety Process Data Objects – verwendet

openSafety den Publish-/Subscribe-

Mechanismus von OPC UA. Damit

wird garantiert, dass openSafety-

Knoten direkt miteinander kommunizieren

können und somit sehr kurze

Reaktionszeiten erreicht werden.

Für den Datenaustausch während der

Plausibilisierung werden hingegen

Datenabfragen in der Form von Safety

Service Data Objects benötigt. Diese

nutzen OPC UA-Methodenaufrufe,

um unnötige Datenlast in den Netzwerken

und auf den OPC-UA-Servern

zu vermeiden

Nun prüft die Sicherheitsapplikation,

ob

die neue Komponente

bereits bekannt ist

oder ob alle Eigenschaften

aus sicherheitstechnischer

Sicht

gleichwertig zu einer

zuvor validierten Konfiguration

sind. Ist dies der Fall, sind keine

weiteren Aktionen durch den Maschinenbediener

notwendig. Falls relevante Unterschiede

erkannt werden, wird der Anwender

mithilfe einer standardisierten Abfrage

über die Visualisierung aufgefordert, die

Richtigkeit der Konfiguration zu bestätigen.

Die Eingaben werden permanent gespeichert,

sodass die neue Linienkonfiguration

in Zukunft automatisch erkannt wird.

Plausibilitätsprüfung der

Konfiguration

„Dann kommt openSafety ins Spiel“, erklärt

Kaufleitner. Jede Komponente prüft, ob die

vorliegende Konfiguration plausibel ist.

„Dieser Vorgang ist identisch mit den Prüfungen,

die schon bisher beim Starten einer

Maschine ablaufen.“ Dabei wird auch getestet,

ob die Reaktions- und Zykluszeiten ausreichend

kurz sind, um die erforderlichen

Sicherheitsreaktionen zuverlässig auszulösen.

Sind diese Prüfschritte abgeschlossen,

60 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


01 Mit der Kombination von OPC UA und

openSafety ermöglicht B&R die sichere Linienautomatisierung

Besuchen Sie uns auf

der SPS IPC Drives 2016,

Halle 9, Stand 460.

Wir machen

Ihre Maschine

sicher.

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Neue Familie von Sicherheitsrelaisbausteinen

mit acht Varianten

Eine Hardware-Plattform für viele Applikationen

– vereinfacht die Auswahl

Multifunktional – für verschiedene

Anwendungen konfigurierbar

Einzigartig: leistungsstarke, sichere

Halbleiterausgänge für Kat. 4 / PL e

02 Zum Datenaustausch über OPC UA verwendet openSafety den Publish-/Subscribe-

Mechanismus von OPC UA

www.schmersal.com

startet der Austausch von sicheren Prozessdaten

über openSafety und der Linienverbund

kann den vorgesehenen Produktionsbetrieb

starten.

Geräte reagieren automatisch

Als Mindestanforderung für die sichere Linienautomatisierung

muss jedes Gerät das

Not-Aus-Profil von openSafety unterstützen.

Wird ein Not-Aus-Schalter betätigt, werden

automatisch alle Geräte im openSafety-

Netzwerk informiert. Jedes Gerät entscheidet

selbständig, ob es auch in den Not-

Aus-Zustand geht oder weiterlaufen kann.

„Das ist zum Beispiel der Fall, wenn eine

andere Not-Aus-Zone betroffen ist.“

In Entwicklung ist auch ein Linear-Profil.

Mit diesem Profil kommunizieren Maschinen-

oder Anlagenteile ihren Status direkt

an ihre Nachbarn. Geht ein Maschinenteil

in einen sicheren Zustand, entscheiden die

direkten Nachbarn selbständig, ob sie auch

in einen sicheren Zustand gehen müssen,

oder – gegebenenfalls mit reduzierter Geschwindigkeit

– weiterarbeiten können. „So

kommuniziert im Endeffekt die ganze Linie

miteinander, ohne dass ein übergeordnetes

System oder ein Mensch eingreifen muss“,

sagt Kaufleitner.

Fotos: Aufmacher Fotolia, sonstige B&R

www.br-automation.com


SPS IPC DRIVES 2016 I MESSE

Für eine höhere Anlagen-Effizienz

Signal- und modellbasierte Verfahren unterstützen die intelligente Verarbeitung

und Analyse von Prozessdaten

Durch den steigenden Wettbewerbsund

Kostendruck auf produzierenden

Unternehmen des Maschinenbaus

steigen auch die Anforderungen

an die Instandhaltung.

Automatisierungsgeräte und

Anlagen sollen deshalb eine

möglichst hohe Verfügbarkeit

haben, gleichzeitig jedoch

wirtschaftlich betrieben werden.

Gefragt sind daher intelligente

Lösungen, die die Daten, die sich

aus Produktionsanlagen gewinnen

lassen, automatisch verarbeiten

und analysieren können.

Eine solche Lösung stellen intelligente

Condition Monitoring Systeme dar, die

z. B. Anomalien im laufenden Prozess erkennen

können. In einem Forschungsprojekt

hat Weidmüller Verfahren zum Condition-Monitoring

entwickelt, die relevante

Veränderungen im Verhalten von einzelnen

Automatisierungsgeräten (zum Beispiel Induktivlasten)

bis hin zu Maschinen oder

Arbeitsstationen erkennen und an den

Anlagebetreiber kommunizieren können.

Hier lassen sich signal- und modellbasierte

Verfahren anwenden.

Signalbasierte Überwachung

von kritischen Komponenten

Die signalbasierte Diagnose ist eine einfache

und deshalb auch eine sehr verbreitete

Diagnosemöglichkeit. Im Wesentlichen besteht

die Fehlererkennung aus der Grenzwertüberwachung

eines Signals. Der Grenzwert

wird meist durch einen Experten der

Anlage vorgegeben oder bezieht sich auf

einen normierten Bereich der Signale. Ist

z. B. die Überwachung einer Motortemperatur

gewünscht, so muss diese durch einen

entsprechenden Sensor an dem beobachteten

Motor erfasst werden. Mit einer kontinuierlichen

Betrachtung des Signalwertes

kann bei einer Grenzwertüber- oder -unterschreitung

ein mögliches Fehlverhalten

festgestellt werden.

Signalbasierte Diagnose ist für die Überwachung

von einzelnen kritischen Komponenten

gut geeignet. Da es sich um ein

explizites Signal an einer überwachten

Komponente handelt, ist damit auch die

Fehlerlokalisierung gegeben. Kommunikationsfähige

Automatisierungskomponenten,

die sich in eine bestehende Anlage einbinden

lassen, und die Vernetzung von

Produktionssystemen unterstützen (Aufmacherbild),

stellen eine flexible Möglichkeit

dar dieses Konzept zu realisieren. Beispielweise

lassen sich durch die Nutzung

der kommunikationsfähigen Signalwandler

Messwerte kontinuierlich überwachen,

ohne die Nutzung zusätzlicher Komponenten.

So können sie beispielsweise in Abhängigkeit

von Prozesszuständen einen

Alarm generieren, etwa bei einer Über- oder

Unterschreitung von frei definierbaren

Grenzwerten. Die Messung der Prozesswerte

und ihre Aufbereitung rücken damit

wesentlich näher mit den Engineering-

Stromüberwachung von kritischen Komponenten mittels

kommunikationsfähigem Signalwandler

62 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


ein Fehlverhalten schließen. Unter einem

Modell wird hier die Abstraktion der Realität

auf die wesentlichen Eigenschaften eines

Systems verstanden.

Eine vollständige Modellierung besteht

dabei aus einem Struktur- und einem Verhaltensmodell.

Die Modellierung der Struktur

wird in der Regel bereits während der

24V STROM-

ÜBERWACHUNG

MAXIMAL MODULARISIERT!

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„Vorbeugende Instandhaltungsstrategien lassen sich

durch ein intelligentes Condition Monitoring realisieren.“

und Steuerungssystemen zusammen. Diagnosemöglichkeiten,

die ansonsten nur komplexen

Prozessgeräten vorbehalten sind,

können auf alle Messungen in einer Applikation

ausgeweitet werden.

Ist bei der Fehlerdiagnose das Erkennen

von dynamischen Übergängen oder die

Zuordnung des Fehlers zu einem bestimmten

Gerät oder Prozessschritt erforderlich,

reicht die signalbasierte Diagnose einzelner

Komponenten nicht mehr aus. Hierfür können

modellbasierte Verfahren in Kombination

mit Klassifikationsalgorithmen verwendet

werden. Anomalieerkennung bietet hier

die Möglichkeit, den Überwachungsaufwand

zu reduzieren.

Modellbasierte Anomalieerkennung

zur Maschinenüberwachung

Die Prozessführung und –überwachung in

komplexen industriellen Automatisierungssystemen

ist mit hohen Anforderungen an

den Menschen verbunden. Große Mengen

schnell veränderlicher Daten müssen in

kurzer Zeit analysiert werden, um Prozessfehler

oder Optimierungspotenzial zu erkennen.

Es entsteht somit ein wachsender

Bedarf nach intelligenten Condition Monitoring

und Diagnose Ansätzen, die diesen

Anforderungen gerecht werden. Ein solcher

Ansatz ist die Anomalieerkennung.

Eine Anomalie wird als unregelmäßiges

oder abnormales Verhalten im Vergleich zu

einem normalen Verhalten verstanden. In

der heutigen industriellen Produktion kann

eine Anomalie bei einer Anlage oder bei

einer einzelnen Maschine den gesamten

Prozess beeinflussen. Dadurch kann die

Produktion stark beeinträchtigt werden.

Bei der Anomalieerkennung haben sich

modellbasierte Verfahren etabliert. Bild 2

veranschaulicht das Konzept der modellbasierten

Anomalieerkennung. Bei diesem

Verfahren wird das Normalverhalten der

Produktionsanlage oder allgemein eines

Systems durch ein Modell widergespiegelt.

Eine Abweichung, zwischen dem beobachteten

Verhalten an der Produktionsanlage

und dem vorhergesagten Verhalten durch

das Modell, lässt auf eine Anomalie bzw. auf

Planung einer Anlage erstellt. Weitaus komplexer

gestaltet sich die Modellierung des

Verhaltens. Dies geschieht häufig manuell

und erfordert ein hohes Maß an Erfahrung

und genaue Kenntnisse über die Anlage. In

großen Anlagen bestehen die Arbeitsabläufe

häufig aus hunderten von Schritten. Diese

müssen in hoher Detailgenauigkeit und

unter Berücksichtigung physikalischer

Randbedingungen bekannt sein. Zusätzlich

ergibt sich bei der manuellen Modellerstellung

die Problematik der Konsistenz

zwischen Modell und realer Anlage: Umbauten

und jegliche Änderungen an der

Anlage müssen zwangsläufig auch händisch

im Modell vorgenommen werden. Eine

Möglichkeit diese fehleranfällige und aufwendige

manuelle Adaption zu umgehen,

liegt in der automatischen Erstellung eines

Anlagenmodells.

Aufwandsreduktion durch

automatische Modellerstellung

In der industriellen Produktion ist die manuelle

Modellerstellung eine Aufgabe, die

teilweise überhaupt nicht oder oft nur

schwer, d. h. mit großem Aufwand bewerkstelligt

werden kann. Die Gründe dafür sind

die hohe Komplexität und Vernetzung heutiger

Anlagen bzw. das mangelnde Knowhow

und Expertenwissen. Deshalb bietet

das automatische Lernen eines Modells

eine geeignete Alternative zur manuellen

Herleitung von Verhaltensmodellen für

technische Anlagen. Der Hybrid Bottom-

Up Timing Learning Algorithm (Hybutla)

bietet eine automatische Modellgenerierung

und ist für den Einsatz in der industriellen

Produktion geeignet. Dieses Verfahren

kompensiert die Nachteile der manuellen

Modellerstellung. Der Hybutla ist ein Algorithmus

für das automatische Lernen und

Mico Pro®

Besuchen Sie uns in Nürnberg, 22.–24.11.2016

HALLE 9 | STAND 325

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SPS IPC DRIVES 2016 I MESSE

01 Modellbildung mit Hybutla: Prozessdaten werden benutzt, um das Zeitverhalten

einer Maschine oder einer Produktionsanlage als Model abzubilden

02 Hybutla-Prinzip: Ein Verhaltensmodell wird in drei Schritten durch die Auswertung

von Prozessdaten erstellt

Erstellen von Verhaltensmodellen des Normalverhaltens

eines hybriden Systems zu

Diagnosezwecken. Ein hybrides System besteht

aus diskreten und kontinuierlichen

Signale (Bild 1).

Das Lernen des Zeitverhaltens

Im ersten Schritt (Bild 2) werden die Daten

an der Anlage erfasst. Hierzu wird ein Datenlogger

verwendet, der in das Netzwerk

integriert wird ohne dabei die Netzinfrastruktur

zu beeinflussen. Der Netzwerkverkehr

wird passiv mitgeschnitten und anschließend

wird ein Mapping der Daten auf

eine Semantik durchgeführt (Signal-Variablen-Zuordnung).

Die erfassten Daten werden

dann in einer Datenbank gespeichert.

Der zweite Schritt: Sobald die Messungen

abgeschlossen sind werden die Messungen

in einem sog. Prefix-Tree zusammengefasst.

Beginnend mit dem Startzustand wird bei

jedem Event ein neuer Zustand erzeugt. Bei

nachfolgenden Zyklen werden gleiche

Events als solche erkannt und erst bei einer

Abweichung ein neuer Zweig erstellt. Der

Prefix-Tree ist ein Baum, der sämtliche

Messungen beinhaltet, wobei gemeinsame

Prefixe bereits zusammengefasst gespeichert

sind.

Der dritte Schritt beinhaltet den eigentlichen

Lernprozess. Hier wird ein Kompatibilitätskriterium

genutzt, um basierend auf

dem Prefix-Tree ein allgemeingültiges Modell

zu erstellen. Beginnend mit den Endzuständen

(Blättern im Baum) werden mit der

Bottom-Up-Strategie sämtliche Zustände

paarweise auf Kompatibilität geprüft. Sind

die Zustände kompatibel, werden sie zusammengefasst.

Das Ergebnis ist ein Automat,

der das Normalverhalten der Anlage

wiederspiegelt. Die Verwendung mehrerer

Zyklen ermöglicht das Erlernen eines generalisierten

Modells.

Automatische Erkennung von

Prozessabweichungen

Zur Erkennung von fehlerbehaftetem Verhalten

im logischen Anlagenprozess können

Algorithmen wie Anoda verwendet werden.

Bei jedem Event, das in der Anlage beobachtet

wird, wird ein Abgleich mit der Vorhersage

des Modells vorgenommen. Kann

das beobachtete Event im Modell ebenfalls

durchgeführt werden, befindet sich die Anlage

im Normalbetrieb. Sobald ein Event

erfasst wird, dass aus dem aktuellen Zustand

heraus im Modell nicht ausgeführt

werden kann, deutet dies auf einen Fehler

in der Anlage hin. Bei Verwendung von hybriden

Automaten werden zusätzlich die

kontinuierlichen Signale beobachtet und

mit dem Modell abgeglichen. Des Weiteren

können temporale Fehler im Anlagenprozess

erkannt werden. Die statistischen Informationen

der Zeit erlauben die Erkennung

von schleichenden Fehlern. Nach dem

Ampelstatusprinzip (beispielsweise nach

der NAMUR NE107, oder VDMA 24582)

können unterschiedliche Stufen für die

einzuleitenden Maßnahmen angegeben

werden. Basierend auf den gelernten statistischen

Parametern – Mittelwert und Standardabweichung

– kann bei überschreiten

entsprechender Schwellwerte zunächst eine

Warnung und anschließend der Fehler ausgegeben

werden.

Strommesswandler überwachen

Anlagen und Prozesse

Mit dem ACT20C-Modul bietet Weidmüller

einen Strommesswandler zum gezielten

Überwachen und Optimieren von Anlagen

und Prozessen. Denn um diese möglichst

effizient betreiben zu können, benötigen

Anwender kontinuierlich Informationen

über den aktuellen Zustand von Geräten

und Funktionen. Der Strommesswandler

verwendet das Effektivwertverfahren (True

RMS) zum Erfassen korrekter Messwerte,

auch bei verzerrten Kurvenformen von

Wechsel- und Gleichströmen. Ermittelt

werden zusätzlich Informationen zum Betriebsverhalten

der angeschlossenen Lasten.

Daraus resultiert eine deutliche Steigerung

der Transparenz für Fehlererkennung

und Störungsanalyse. Alle ACT20C-Strommesswandler

liefern neben präzisen Strommessungen,

mit einer hohen Messgenauigkeit

von ≤ 0,5 % (FSR) weitere Zustandsinformationen

per Ethernet.

Die von den ACT20C-Strommesswandlern

übermittelten Daten gestatten eine

kontinuierliche Überwachung der angeschlossenen

Aggregate im Hinblick auf die

Über- und Unterschreitung definierter Lastpunkte

sowie deren Nutzung und Betriebsdauer.

Das vereinfacht die gezielte Optimierung

von Anlagen und Prozessen.

www.weidmueller.com

64 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


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Nürnberg

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Egal, welche Parameter, Normen oder Richtlinien Sie benötigen, wir liefern

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und entwickeln wir kontinuierlich neue Produkte und Gerätekombinationen.

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SPS IPC Drives 2016

Kommunikationsfähige Schaltschrank-Klimageräte

www.pfannenberg.com

Elektrotechnik-Spezialist Pfannenberg präsentiert auf der diesjährigen SPS IPC Drives

kommunikationsfähige Schaltschrank-Klimatisierungsgeräte. Anhand eines Messemodells

zeigt das Unternehmen auf, wie Anwender live und ortsunabhängig Zustands-,

Diagnose- und Alarmzustände eines Schaltschranks über einen Webbrowser abrufen

bzw. die Daten direkt in ihre Anwendungen integrieren können. Die erstmals auf der

Messe vorgestellten Klimageräte 6301C sind besonders kompakt, leistungsstark und

können dank Multicontroller parametriert werden. Interessierte können sich mithilfe

des Messemodells davon überzeugen, was moderne Geräteüberwachung leisten kann

und welche Vorteile sich für den Anwender ergeben. Die neuesten Kühlgeräte und

Rückkühler sind in der Lage, eine Vielzahl relevanter Daten bereitzustellen. Diese

können Anwender bspw. nutzen, um vorausschauende Wartung zu betreiben und so

Maschinenstillstände zu minimieren.

Änderungen in komplexen Projekten optimiert

Bei komplexen, Industrie-4.0-gerechten Projekten sind Änderungen oft schwierig.

Deshalb stellt Aucotec ein neues Konzept für das Änderungsmanagement im

Engineering vor, das sich auf die Datenbankbasierung der Plattform Engineering

Base (EB) des Herstellers stützt. Diese gewährleistet als „Single Source of Truth“

die Abschaffung von Objektduplikaten, Mehrfacheingaben und Übertragungsfehlern

und eine außerordentliche Durchgängigkeit. Das Konzept reicht vom

Datentracking für den tabellarischen Projektüberblick – auch bei mehreren

Sublieferanten – über automatisierte grafische Revision bis zur detaillierten

Statusverfolgung von Objekten und auch einzelner Attribute. Von smarten

Arbeitsblättern kann das EB von den Zulieferern eingetragene Daten automatisch

übernehmen und vergleichen. Änderungen sind sofort sichtbar. In der nächsten

Stufe lässt sich workflowgetrieben definieren, welche Folgeprozesse beim

Übergang zum nächsten Status gestartet werden sollen.

www.aucotec.com

Besuchen Sie uns:

SPS IPC Drives in Nürnberg

Rittal: Halle 5, Stand 111

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Unsere Kompetenz.

Ihr Nutzen.


EtherCAT-Messtechnikmodule: präzise,

schnell und robust

Das Unternehmen Beckhoff präsentiert seine neue Geräteserie für

die Highend-Messtechnik. Damit wird die hochpräzise, schnelle

und robuste Messtechnik integraler Bestandteil von PC-based

Control. Die neuen EtherCAT-Messtechnikmodule sind direkt in

das modulare EtherCAT-Klemmensystem integrierbar und mit

dem umfassenden Portfolio von über 500 anderen EtherCAT-

Klemmen kombinierbar. Das neue Metallgehäuse ist für messtechnische

Anwendungen hinsichtlich

Abschirmung und Kühlung

optimiert. Zugleich bietet es auf

der Interface-Ebene erhöhte

Flexibilität, z. B. für Lemo- oder

BNC-Steckverbinder oder für die

etablierte Käfigzugfeder als schnell

konfektionierbare Standardlösung.

Die Messgenauigkeit von

100 ppm bei 23 °C, die exakte Synchronisierung < 1 μs sowie die

hohe Abtastrate von bis zu 50 000 Samles/s gewährleisten eine

hohe Qualität der erfassten Daten.

www.beckhoff.de

Von der Objekterkennung bis hin

zu Industrial Networking

Balluff präsentiert zahlreiche Neuheiten von

der Wegmessung und Objekterkennung über

Identifikation bis hin zum Bereich Industrial

Networking. Vorgestellt wird u. a. das IO-Link-

Memory-Modul als bidirektionaler Datenspeicher für knappe

Einbauräume. Dieses lässt sich an Wechseleinheiten wie

Fräsköpfen von Portal-Bearbeitungszentren als Datenspeicher

einsetzen, sodass die Aggregate damit ihre aktuellen Betriebsdaten

stets auslesbar mit sich tragen. Neu im Portfolio ist ein

zylindrischer Mini-Sensor mit Hintergrundausblendung (HGA)

und IO-Link-Schnittstelle. Ideal eingesetzt ist der Lichttaster der

Baureihe BOS 08E (Bild) mit seiner über IO-Link einstellbaren

Tastweite von 7 bis 30 mm überall dort, wo kleine Objekte in

beengten Verhältnissen vor nahem Hintergrund zuverlässig

erkannt werden müssen. Zu sehen sind auch neue Mini-Master

mit vier IO-Link-Ports für Profinet, Ethernet/IP und EtherCAT,

IO-Link-Sensor-/Aktorhubs M8 im robusten Metallgehäuse mit

Erweiterungsport sowie Netzwerkmodule für das Highspeed-

Netzwerk CC-Link IE/Field.

www.balluff.de

Kunststoff-Energiekette im Hygienic Design

Für eine saubere und sichere Energieführung hat Igus eine E-Kette nach Hygienic-Design-Richtlinien

entwickelt. Mit ihrem offenen Design ist die Kette leicht zu reinigen: Durch abgerundete Ecken und

eine verschraubungsfreie Konstruktion werden Toträume und damit Keimbildung vermieden. So eignet

sich die Kette für die Lebensmittel- und Verpackungstechnik. Der blaue Werkstoff ist FDA-konform und

beständig gegen Reinigungsmittel und Chemikalien. Die E-Kette wird in zwei Innenhöhen und je fünf

Innenbreiten verfügbar sein. Die bis zu fünf festen Innenraumsegmente für eine individuelle Befüllung

sind für beide Kettengrößen verfügbar und ermöglichen, dass Leitungen und Schläuche sauber

voneinander getrennt verlegt werden, um genügend Platz zur Reinigung zu bieten. Den Anstoß für

die Entwicklung dieser E-Kette gab der Spezialist für Verpackungsmaschinen Multivac, in dessen

Tiefziehverpackungsmaschine R 081 sie nun eingesetzt wird.

www.igus.de

Steuerungsbau 4.0

Engineering System Automation

Erleben Sie live Lösungen für die lückenlose,

integrierte Wertschöpfungskette im Steuerungsund

Schaltanlagenbau. Sichern Sie sich Ihren

Wettbewerbsvorsprung und setzen Sie auf das

Leistungsnetzwerk der Zukunft für Industrie 4.0.


SPS IPC Drives 2016

Induktive Sensoren für die intelligente

Positionsüberwachung

Neben der genauen Positionsüberwachung übertragen die neuen

induktiven Sensoren aus dem Hause IFM Electronic den Abstand

als linearisierten Prozesswert. Durch den großen Temperaturbereich

von 40 bis 85 °C sind die neuen Geräte universell einsetzbar

und zeichnen sich darüber hinaus mit einer sehr hohen Wiederholgenauigkeit

aus. Über IO-Link sind Öffner/Schließer sowie PNP/NPN

einstellbar. Die neuen Sensoren sind so genau, dass sie auch

kleinste Veränderungen erfassen. Selbst Bremsbacken-Verschleiß,

die Spindelüberwachung auf Verformung oder die

Spannung eines Sägeblattes werden sicher

erkannt. Wenn das Target den

Erfassungsbereich verlässt oder

zu nah an die Sensorfläche

kommt, kann eine Warnung

erfolgen. Alle gewonnenen

Daten lassen sich per IO-Link

übertragen und aufzeichnen.

www.ifm.com

Optisches Verkabelungssystem

für raue Umgebungen

Das Verkabelungssystem Flexmile von Diamond ermöglicht

flexible Lösungen für die Datenübertragung via Lichtwellenleiter

(LWL) in rauen Umgebungen – etwa zur Anbindung modularer

Fertigungslinien. Es besteht aus den Steckern HE-2000 und Revos

E-2000 sowie dem Ethernet-Medienkonverter Optelcon, dem

portablen Spleißgerät Zeus D50 HE sowie hutschienenmontierbaren

Patch- und Spleißmodulen. Die Stecker erfüllen die

Anforderungen der Schutzart IP67 bzw. IP65, haben zwei oder

vier Kanäle und sind sowohl mit vorkonfektionierten Single- und

Multimode-Kabeln als auch für den Anschluss im Feld erhältlich.

Durch eine aktive Kern-Kern-Zentrierung beträgt die Einfügedämpfung

der Singlemode-Varianten lediglich 0,1 dB,

wodurch sich leistungsfähige Infrastrukturen

realisieren lassen. Der Ethernet-Medienkonverter,

der die optischen Signale in elektrische

wandelt und umgekehrt, verfügt über

Schutzart IP65 und unterstützt

100 Mbit/s. Da er an Gehäusen mit

einer Wandstärke von bis zu 4 mm

montiert werden kann, lassen sich

Maschinen dezentral vernetzen.

www.diamond.de

The easy way

of Machine Vision

Beleuchtung

Kamera-

System

www.vision-control.com

Optik

Ein abgestimmtes System von

Bildverarbeitungs-Komponenten.

Eine Service-Philosophie, die mit integrativer

Fachkompetenz keine Fragen offen lässt. Gehen Sie den

leichten Weg in der Bildverarbeitung. Mit Vision & Control.

Schnittstellenfreie Kommunikation

für Industrie 4.0

Ein Hauptthema der Ethernet Powerlink Standardization Group

(EPSG) auf der diesjährigen SPS IPC Drives ist die vollständig

schnittstellenfreie Kommunikation innerhalb und zwischen

Produktionssystemen. Das Kommunikationsprotokoll OPC UA

wird als Standard für Automatisierungsanwendungen in der

Industrie von morgen angesehen. Deshalb arbeiten die EPSG und

die OPC Foundation gemeinsam daran, dass sämtliche Maschinendaten

über Herstellerund

Plattformgrenzen

hinweg nutzbar gemacht

werden. Neben neuen

Powerlink-Produkten

von Danfoss, STW und

Advanced Motion Control

wird das modulare

I/O-System u-remote

von Weidmüller mit

Powerlink-Anschaltung

vorgestellt. Das I/O-System wird über modulare XDD-Dateien

beschrieben und lässt sich so leicht in beliebige Engineering-

Umgebungen integrieren. Bei der Einbindung von Maschinen

und Anlagenteilen in komplexe Fertigungslinien profitieren

Maschinen und Anlagenbauer von der hohen Migrations- und

Diagnosefähigkeit von u-remote. Ein weiterer Schwerpunkt ist die

nahtlose Einbindung von Robotern in Powerlink-Netzwerke.

Gezeigt werden u.a. Implementierungen von Kuka und Comau.

www.ethernet-powerlink.org

68 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016

Vision+Control.indd 1 20.10.2016 13:11:24


escha.net

Daten intelligent vernetzt

Ein einheitliches Feldgeräteportfolio, maßgeschneiderte Dienstleistungen

und komplette Automatisierungslösungen bietet

Endress+Hauser für die Produktion in der Industrie 4.0. Auf der

Messe SPS IPC Drives zeigt das Unternehmen mit einer virtuellen

Anlage (Bild), wie Informationen entlang der Wertschöpfungsnetzwerke

und Produktionsprozesse gesammelt und verwertet werden.

Berater erklären, wie Geschäfts-, Produktions- und Automatisierungsprozesse

vernetzt werden können. Eine einfache Überprüfung

von Messstellen mit hoher Qualität und ohne Anlagenstillstand

bietet die Heartbeat-Technology für Geräte des Zweileiter-Gerätekonzepts.

Mit ihr sind dokumentierte Wiederholungsprüfung von

Durchfluss- und Füllstandmess geräten in Schutzeinrichtungen

möglich. Die Durchflussmessgeräte mit Profinet-Technologie in

hygienischem Design

vereinfachen das

Engineering,

beschleunigen die

Inbetriebnahme

und optimieren

Produktionsprozesse.

www.de.endress.com

Hochleistungsdrehgeber mit Canopen

Die hochpräzisen magnetischen Absolutdrehgeber der Ixarc-Serie

von Posital sind jetzt auch mit Canopen-Schnittstellen verfügbar,

ergänzend zu SSI, Ethernet/IP, Ethercat, Powerlink, Profibus DP

und Profinet. Die Schnittstelle verfügt über eine Autobaud-Funktion

für ein schnelles Anschließen an das Netzwerk. Diagnose-LEDs

zeigen den Gerätestatus an. Zu den Anschlussmöglichkeiten

gehören Kabel verschiedener Längen und radial bzw. axial

ausgerichtete M12- oder M23-Stecker. Gehäuse mit integriertem

T-Koppler eignen sich für Anwendungen, bei denen mehrere

Geräte in Reihe verbunden werden. Die kompakten und robusten

Geber bieten eine 16-Bit-Auflösung und eine Genauigkeit von

0,09°. Es gibt sie als Single- und Multiturn-

Modelle. Einen Produktfinder zur Auswahl

des passenden Ixarc-Sensors gibt es unter

dem folgenden Link.

AUTOMATION LINE

easystrip

www.posital.de

Durchgängige Security-Lösung für

produzierende Industrie

Siemens und Atos kooperieren im Bereich der Cyber-Security für

Industrieunternehmen. Gemeinsam bieten sie Security-Services

und -Produkte für die Produktions- und Office-IT sowie integrierte

Lösungen für die Assess Security, Implement Security, Manage

Security und Certify Security. In der „Assess Security“-Phase werden

Assessments durchgeführt, um den Ist-Zustand eines Unternehmens

zu bestimmen. Die Ergebnisse sind die Basis für integrierte

Umsetzungspläne, die Schutzmaßnahmen wie die Einrichtung

von Firewalls umfassen. Im Bereich „Manage Security“ werden

integrierte proaktive Services angeboten, mit denen sich wandelnden

Cyber-Bedrohungen begegnet wird. Dazu gehört z. B. die kontinuierliche

Überwachung von Anlagen. Im Bereich „Certify Security“

unterstützen die Anbieter Unternehmen bei der Zertifizierung.

PUR/PP Meterware

einfache manuelle Abmantelung bis 1,5m

UL Zertifiziert

für dynamische Anwendungen in der

Automatisierungstechnik

sps ipc drives | Halle10 Stand 414

www.siemens.de

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 69


SPS IPC Drives 2016

Steckverbindungslösungen mit neuer Leistungsklasse

ODU, Spezialist für elektrische Verbindungstechnik, stellt sein weiterentwickeltes

ODU-MAC-Portfolio inklusive einer neuen Leistungsklasse vor. Mit der Neustrukturierung

des modularen ODU-MAC in drei Linien macht das Unternehmen es den Kunden noch

einfacher, individuelle Lösungen nach dem Baukastenprinzip zu finden. Diese sind als

konsequente Weiterentwicklung des Produktportfolios mit Blick auf die Markt- und

Kundenanforderungen entstanden. Neben dem hybriden Rechtecksteckverbinder bietet

das Unternehmen weitere Steckverbindungslösungen an. Ob im Standard oder kundenund

applikationsspezifisch konzipiert, ob Rundsteckverbinder oder Einzelkontakte – das

Unternehmen liefert passgenaue Steckverbindungen für eine Vielzahl an Branchen. Dazu

gehört u. a. der ODU Mini-Snap, eine selbstsichernde Rundsteckverbindung für viele

Einsatzbereiche. Auf Wunsch wird auch die passende Kabelkonfektionierung umgesetzt.

www.odu.de

Mikroskopkameras für Forschung bei

schwierigem Licht

Das Unternehmen Jenoptik

hat sein USB-3.0-Kameraportfolio

mit Modellen

erweitert, mit denen jedes

Mikroskop zu einem

digitalen Arbeitsplatz

aufgerüstet werden kann.

Die Progres-Gryphax-Serie

mit aktueller CMOS-Sensortechnologie

wurde für

wissenschaftliche Anwendungen bei schwierigen Lichtverhältnissen

entwickelt. Sie verfügt über eine hohe Quanteneffizienz und einen

weiten Dynamikumfang bei geringem Rauschen. Eine aktive

Sensor-Kühlung bei Belichtungszeiten bis 2 Minuten ist überflüssig.

Das Modell Progress Gryphax Kapella ist eine empfindliche

Farbkamera mit hoher Bilddynamik und Detailreichtum. Progres

Gryphax Rigel ist das monochrome Pendant zu Kapella und die

empfindlichste Kameras des Portfolios. Progres Gryphax Prokyon

ist eine Allround-Kamera mit Bildauflösungen von 2,3 bis 20,7 MP.

Mit der Serie setzt der Hersteller weiter auf Microscanning- und

Color-co-site-sampling-Technologien. Echtfarben können mit ihr

in erhöhter Geschwindigkeit ermittelt werden.

www.jenoptik.com

Splitter-Kabelsysteme für die

High-Speed-Datenübertragung

Als Erweiterung des Produktportfolios von Hochgeschwindigkeits-

Datenkabeln sowie einem hauseigenen Platinen- und Steckerdesign

für Hochgeschwindigkeitsprodukte bietet das Unternehmen

Leoni nun Splitter-Kabelsysteme an, die in Großrechenzentren

zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich um konfektionierte

Kupfer leitungen, deren drei Leitungsenden (im Gegensatz zu den

Breakout-Systemen) auf der Steckertechnologie QSFP1 basieren.

Breakout-Systeme dagegen können aus unterschiedlichen

Technologien (SFP, CXP) bestehen. Durch die Nutzung der

Splitter-Kabelsysteme kann

ein Switch mit zwei weiteren

verbunden werden. Dadurch

wird die Übertragungsgeschwindigkeit

von 100 Gb/s

auf 2 × 50 Gb/s verteilt, was

die Portdichte in Switchen

mit einer homogenen

Technologie (in diesem Fall

QSFP) deutlich erhöht: Im Gegensatz zu einem herkömmlichen

QSFP-Port mit einer Datenübertragungsrate von 40 Gb/s können

mit dem Splitter-Kabelsystem gleich zwei Switche über einen

QSFP28-Port mit jeweils 50 Gb/s versorgt werden.

www.leoni.com

Kapazitive Sensoren erkennen kleinste Höhenveränderungen

Das Hydrostatic Leveling System CHLS4 von Micro-Epsilon ist ein hochgenaues Messsystem, das u. a. im

Teilchenbeschleuniger am Cern eingesetzt wird. Es basiert auf dem Prinzip der Schlauchwaage und dient

der Kontrolle von Höhenveränderungen des unterirdischen Rohrsystems, wobei kleinste Höhenänderungen

durch Veränderungen eines korrelierenden Wasserpegels im Submikrometerbereich detektiert werden. Das

Sensor-Schutzgehäuse ist mit einem beheizten Keramikelement versehen. Dies ist stets ein paar Grad

wärmer als seine Umgebung und bleibt so trocken. Bei Experimenten mit radioaktiver Strahlung befindet

sich nur der Sensor im Strahlungsbereich, Kabel und Elektronik bleiben außerhalb. Im Teilchenbeschleuniger

sorgt es dafür, dass die Röhren, durch die Teilchen geschickt werden, auf gleicher Höhe liegen – auch

wenn sich die Höhe der Betonfundamente der Pfeiler durch natürliche Bodenbewegungen verändert.

www.micro-epsilon.de

70 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


Know-how und

Lösungen für

Industrie 4.0

Unter dem Motto „integrating“

zeigt Softing seine Produkte

und Dienstleistungen für den

reibungslosen Datenaustausch

in Industrie-4.0-Anwendungen.

Das Leistungsangebot wird

durch Produktfamilien

strukturiert: Datafeed steht

für Hardware- und Softwareprodukte

zur Realisierung des

Datenaustausches in der

M2M-Kommunikation sowie

zwischen OT- und IT-Ebene.

Die Produkte decken die

Datenintegration ab, mit der

eine übergreifende Nutzung

von Daten erst realisierbar

wird. Datathink repräsentiert

das neue Betätigungsfeld

Industrial Data Intelligence.

Dabei handelt es sich um die

Sammlung und Analyse von

Produktionsdaten und deren

intelligente Nutzung. Das

Angebot unterstützt dabei,

mittels Datenanalyse Gesetzmäßigkeiten

zu erkennen und

daraus Maßnahmen zur

Optimierung von Produktionsprozessen

abzuleiten.

Datacheck umfasst Produkte

zur mobilen und stationären

Komplette Automatisierung für die Smart Factory

Um individualisierte Produkte schnell und flexibel herzustellen, lassen sich Anlagen komplett mit

Automatisierungslösungen von Pilz ausstatten. In Produktionsstraßen kann das Industrie-4.0-fähige

Automatisierungssystem PSS 4000 den Ablauf aller vernetzten Komponenten koordinieren. Das

Kollisionsmessgerät PROBmdf unterstützt die Validierung gemäß der MRK-Norm ISO/TS 15066.

Das Lichtgitter Psenopt II erlaubt den sicheren Eingriff in den Produktionsprozess und ist nun auch

als Typ-4-Variante verfügbar. Dazu kommen die neuen

PSENopt slim in schmaler Bauform für platzkritische

Anwendungen und Torsysteme. Auch lässt sich der codierte

Sicherheitsschalter PSENcode nun in der kompakten Bauform

mit Safety Device Diagnostics verwenden, die aus einem Feldbusmodul

plus Verteiler besteht. Das neue Motion-Control-

Steuerungssystem PMCprimo MC bietet als Stand-Alone-

Lösung hohe Performance für anspruchsvolle Motion-Aufgaben.

www.pilz.com

Universelle und verteilbare Messdatenerfassung

Diagnose und Netzverwaltung,

mit denen sowohl eine robuste

als auch eine störungsfreie

digitale Kommunikation in

industriellen Anwendungen

gewährleistet wird. Dataflow

repräsentiert Produkte für die

Technologieintegration,

Gateways und Schnittstellenkarten.

Die für Industrie-4.0-

Anwendungen notwendige

Ethernet-Kommunikation

kann mit diesen Produkten und

Lösungen auch dort integriert

werden, wo abweichende

Kommunikationsstandards

zum Einsatz kommen.

Das Messdatenerfassungssystem QuantumX ist Ihr perfektes Werkzeug für sämtliche Messungen,

Analysen und Tests im Labor, am Prüfstand, im Fahrzeug oder allgemein im Feldversuch. QuantumX

ist erste Wahl, wenn es um zuverlässige und sichere Messdaten geht:





Erfasst alle gängigen mechanischen, elektrischen und thermischen Messgrößen

Frei skalierbar bis 10.000 Kanäle

Universelle Eingänge mit automatischer Kanalparametrierung (TEDS)

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im Einsatz

www.industrial.softing.com

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SPS IPC Drives 2016

Multiband-Antenne

kombiniert LTE und WLAN

PCTEL präsentiert auf der SPS IPC Drives

eine Reihe neuer Produkte und Lösungen.

Die Systeme kommen weltweit z. B. in der

M2M-Kommunikation, dem Internet der

Dinge, RFID sowie zur Prozesssteuerung

und -automatisierung zum Einsatz. Die erweiterte Produktpalette

enthält die jüngst angekündigte Multi-band-Antenne Trooper, die

LTE Mimo und 802.11ac WLAN kombiniert und damit sehr gute

Funkleistung für Sprach-, Daten- und Asset-Tracking-Anwendungen

sicherstellt. Die Multiband-Antenne bietet sich für Applikationen

in der Prozessautomatisierung an. Zudem stellt das Unternehmen

neue RFID-Antennen vor. Sie sind dafür konzipiert, jederzeit

Echtzeitzugang zu aktuellen Status- und Ortsinformationen der

relevanten Produkte an jedem Punkt in der Lieferkette bzw. des

Produktionsablaufs zu bieten. Die flache Bauweise der

umspritzten Patch-Antenne eignet sich für eine unauffällige

Installation, um Manipulationen oder Vandalismus vorzubeugen.

www.pctel.com

Mehr Speicher und Performance

im Schaltschrank

Das Steuerungs- und I/O-System Slio CPU 017PN von Vipa ist eine

Weiterentwicklung des Slio CPU 015PN und stellt einen bis zu vierfach

größeren Speicher bereit. Damit ist es für aufwendige

Anwenderprogramme geeignet. Zudem zeichnet sich die 017PN

durch zwei- bis vierfach höhere Leistungsdaten, mehr Kommunikationsverbindungen

und eine um 25 bis 50 % höhere CPU-Performance

aus. Damit steht dem Kunden die höchste Performance im

mittleren Steuerungssegment zur Verfügung. Ein weiteres Merkmal

ist, dass das System standardmäßig jeweils einen 2-Port-Switch für

Profinet und für Standard-Ethernet sowie zwei RS485-Schnittstellen

integriert hat, die u.a. der optionalen Nutzung von Profibus Master/

Slave dienen. Ferner kann der Anwender bis zu 64 Erweiterungsmodule

an die neue CPU anreihen und dafür aus fast 100 Modulen

wählen. Geeignet ist das System u. a.

für den Einsatz in Serienmaschinen

mit Profinet und/oder mehreren

Ethernet-Produktiv-Verbindungen.

www.vipa.de

Erweiterte Modellauwahl im Automatisierungsportfolio

WEG hat neue Softstarter, Mittelspannungs-Frequenzumrichter

und Kompaktleistungsschalter auf den Markt gebracht. Der Softstarter

SSW900 bietet mit integrierter SPS voll programmierbare

Verfahren zur Regelung von Asynchronmotoren und komplett

flexible Drehmoment-Steuerung. Die Umrichter-Serie MVW3000

ist in Multileveltechnologie mit kaskadierten H-Brücken ausgeführt.

Die Topologie basiert auf einer Reihenschaltung aus drei bis zehn

Niederspannungsleistungsteilen mit IGBT Ausgangswechsel-

richterbrücke in H-Schaltung. Die Umrichter sind ein im Schaltschrank

integriertes Komplettsystem mit Mittelspannungs-

Trennschalter, Sicherungen, Multilevel-Einspeisetransformator

und Frequenzumrichter. Die Kompaktleistungsschalter-Serie

DWB (MCCB) wird um drei Baugrößen erweitert, sodass sie nun

einen Strombereich von 16 bis 1 600 A abdeckt.

www.weg.net

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72 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


Frequenzumrichter mit

Intelligenten Funktionen

Neue Komponenten für die Steuerungs- und

Antriebstechnik mit integrierten intelligenten

Funktionen gibt es von Yaskawa und seiner

Tochter Vipa. Die Frequenzumrichter der

Reihe GA700 lassen sich einfach bedienen,

z. B. durch intuitive PC-Tools, Smartphone-Apps und Cloud Services.

Die Sigma-7-Servoantriebe (Bild) für 200 und 400 V bieten einen

hohen Produktionsausstoß bei maximaler Ausfallsicherheit. Für

die Konfiguration von Motion-Control-Funktionen in der SPS-

Steuerung wurde das Sigma-7-Portfolio in das Vipa Engineering

Tool Speed7 Studio integriert. Energieeffiziente Antriebslösungen

sind der rückspeisefähige Matrix Konverter U1000 und der

Permanent-Magnet-Motor SPRiPM. Die Stand-Alone-Kleinsteuerung

Micro SPS liefert trotz kompakter Abmessungen eine hohe

Performance und Kanaldichte. Sie kommuniziert über Ethernet

TCP/IP und Modbus (Serial/TCP), mit einem Erweiterungsmodul

sind auch die Profibus-Slave-Funktion, PtP und MPI nutzbar.

www.yaskawa.eu.com

Telematik-Plattform für mobile

Arbeitsmaschinen

Sensor-Technik Wiedemann stellt

mit ESX-TC1 eine neue Telematik-

Plattform für den Einsatz in

mobilen Arbeits maschinen in drei

Varianten vor. Sie dient als

Onboard-Datenlogger in der

Kommunikation zu Steuerungen

und Sensoren mittels CANbus. Dabei werden CANopen, SAE J1939

und offene CAN-Kommunikation unterstützt. Über die Software VDS

lässt die sich konfigurieren. Durch die freie Programmiermöglichkeit

lassen sich die Daten vorverarbeiten und auswerten. Die Weiterleitung

kann über Ethernet oder drahtlose Schnittstelle erfolgen.

Die TC1-WiFi und die TC1-WiFi+ verfügen über WLAN und

Bluetooth. Alternativ kann die Plattform als Hotspot fungieren.

Neue Access Points für das Funknetzwerk

Auf der diesjährigen SPS IPC Drives stellt der Steute-Geschäftsbereich

„Wireless“ die zweite Generation der Access Points für

das Funknetzwerk swave.net vor. Die Access Points bündeln

die Signale der Funkschaltgeräte und leiten sie per WLAN oder

Ethernet an die kundenseitige IT-Infrastruktur weiter. Die neuen

Netzwerkbausteine sind deutlich kompakter als die Vorgängergeneration.

Das schafft die Voraussetzung für die einfache Montage

per Magnethalter oder

Schrauben. Zugleich bieten

sie zusätzliche Funktionalitäten

und Komfortmerkmale.

So ist die Leistungsaufnahme

geringer, ein WLAN-Adapter

wurde ins Gehäuse integriert

und die Eingangsspannung

ist jetzt von 12 bis 24 V DC

variabel. Externe Antennen

ermöglichen die optimale

Anpassung der Funktechnologie an die Umgebung. Der

Anwender kann jetzt auf den bisher erforderlichen Applikationsserver

verzichten, weil die Funksignale direkt von den Access

Points an die kundenseitige IT-Infrastruktur versandt und dort

verarbeitet werden. Sämtliche batteriebetriebenen Funkschalter

und -sensoren für die sWave-Plattform können über die neuen

Access Points in das Funknetzwerk integriert werden, die nun

für die Frequenzen 868, 915 und 922 kHz lieferbar sind.

www.steute.de

www.sensor-technik.de

Stranggießanlage mit moderner

Automatisierungstechnik

Die AG der Dillinger Hüttenwerke ist ein Hersteller von Grobblechen.

Für die Stranggießanlage CC 6 lieferte ABB die Automatisierungstechnik.

Dazu gehört das Prozessleitsystem 800xA mit 20 Controllern

verteilt auf 110 System- und Schaltschränke und 75 Bedienplätze.

Über 38 Profibuslinien werden 550 Druck-, Durchfluss- und

Temperaturmessgeräte sowie 40 Regelventile kontrolliert und

gesteuert. Herzstück ist der Leitstand mit 26 Bildschirme, die dem

Bedienpersonal den Fortschritt des Gießprozesses anzeigen. Zum

Einsatz kommt das ABB „High Perfomance HMI“, bei dem sich die

Prozessvisualisierung auf das Wesentliche konzentriert: Alles ist

grau in grau gehalten; Farben sind Fehlermeldungen vorbehalten.

So soll der Bediener auf den ersten Blick einen Alarm erkennen

und nicht von anderen Meldungen abgelenkt werden.

www.abb.com

Stand

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Halle 7

AUF ZU NEUEN GIPFELN

MIT TEAM ECKELMANN

Erklimmen Sie mit Eckelmann den nächsten Gipfel der

Innovation. Erleben Sie den Next Level der Automatisierung

und Digitalisierung Ihrer Maschine. Lassen Sie uns gemeinsam

die optimale Route planen. Wir sind auf Sie gespannt.

Unsere Messethemen finden Sie auf:

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SPS IPC Drives 2016

IO-Link-Master für raue

Industrieumgebungen

Hersteller und industrielle Anwender können jetzt in rauen

Betriebsumgebungen mithilfe des Slim Line IP67-klassifizierten

Allen-Bradley Armorblock IO-Link-Masters von Rockwell

Automation auf detailliertere Sensordiagnosen zugreifen.

Das Gerät erweitert das IO-Link-Portfolio und bietet zusätzlich

Ereignis- und Prozess-Zeitstempelfunktionen für On-Machine-

Anwendungen. Der neue IO-Link-Master speichert auf jedem

Kanal bis zu 40 Zeitstempel von Sensorereignissen. Mithilfe dieser

Ereignishistorie können Anwender Änderungen

nachverfolgen und Probleme einfacher diagnostizieren.

Eingangszeitstempel aller Sensordaten

können bei einer Statusänderung ebenfalls an die

Steuerung gesendet werden. Durch diese und

weitere Diagnosen, die vom Gerät zur Verfügung

gestellt werden, lässt sich die Fehlerbehebungszeit

um bis zu 90 % verkürzen, die vorbeugende Wartung

verbessern und die allgemeine Systemleistung

optimieren. Durch die zwei Embedded Ethernet-

Switches kann der Armorblock somit in eine Device

Level Ring Architektur (DLR) eingebunden werden.

Neuheiten rund um die Kabeleinführung

Der Experte für Kabelverschraubungen Wiska hat sein Produktprogramm

rund um die Kabeleinführung erweitert. Neben den

bewährten Kabelverschraubungen aus Kunststoff, Messing und

Edelstahl präsentiert der Spezialist zwei neue Produktlinien: das

Kabelschutzsystem Brace (Bild) und das modulare Kabeleinführungssystem

Conmaxx. Brace erlaubt dank

360°-Klappverschluss eine einfache Montage bei

gleichzeitiger hoher Zugentlastung, die Schutz

z. B. vor starken Vibrationen bietet. Die großflächige

Dichtung ermöglicht zudem ein

Zuschneiden des Schutzschlauchs ohne

Spezialschneidwerkzeug. Die hohe

Schutzart IP68 verhindert zuverlässig das

Eindringen von Staub und Wasser. Komplettiert

wird das System durch qualitativ hochwertige

Kunststoff-Wellrohre, Geflechts- und Gewebeschläuche.

Darüber hinaus hat der Industrie- und

Schiffbauzulieferer

die besonders flache Shotgland-Serie auf den Markt gebracht,

eine Verschraubung ohne Klemmkäfig für extreme Temperaturbedingungen

(- 60 bis + 180 °C) sowie neue Venting-Druckausgleichselemente.

www.rockwellautomation.de

www.wiska.de

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74 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


Edelstahlmotoren für die Lebensmittelindustrie

Die neuen Hygienic-Design-Antriebe von Groschopp basieren auf den bewährten Silver

Line-Modellen, die bereits seit einigen Jahren erfolgreich in der NUG-Branche eingesetzt werden.

In Anlehnung an die EHEDG Guideline Doc 8 hat der Hersteller ein besonders robustes Antriebskonzept

entwickelt, das alle Anforderungen in Bezug auf hygienische Sicherheit erfüllt. Die

Motoren sind aus rostfreiem Edelstahl gefertigt, verfügen über die hohe Schutzart IP69 und sind

hochbeständig gegen Chemikalien. Alle Komponenten entsprechen der FDA-Bestimmung. Die

Motoren sind jedoch nicht nur besonders robust, sondern auch reinigungsfreundlich. So gibt es

unabhängig von der Einbaulage keine ebenen Flächen; alle Innen- und Außenradien sind

durchweg größer als 3 mm. Auch auf Schweißnähte und Unebenheiten durch die Verwendung

von Schrauben wurde konsequent verzichtet. Die Rauheit

der Oberfläche liegt unter Ra 0.8 µm. Die neuen Edelstahlmotoren

sind bspw. als Synchron-, Asynchron- oder als

bürsten behafteter Motor erhältlich.

www.groschopp.de

Simulationssystem mit Steuerungs-Echtzeit

ISG zeigt die neueste Version seines Simulationssystems ISG-virtuos. Die simulationsbasierte

Engineering-Plattform unterstützt Maschinen und Anlagen von der Konzeptphase über die virtuelle

Inbetriebnahme bis zur produktionsbegleitenden Schulung, Serviceunterstützung und Optimierung.

Über Standard-Schnittstellen lassen sich Projektierungs- und Offline-Programmier-Werkzeuge nahtlos

in das Simulationssystem integrieren. ISG-virtuos ist eine Lösung für die Inbetriebnahme realer

Steuerungen mit realen Feldbussen an virtuellen Maschinen und Anlagen in Steuerungs-Echtzeit

(< 1 ms). Nicht nur Baugruppen und einzelne Maschinen lassen sich so

eingehend testen, sondern auch komplexe Produktionsanlagen mit

unterschiedlichen Steuerungen. In der aktuellen Software-Version

wurden vor allem anwenderorientierte Werkzeuge entwickelt, die

die Realisierung von Simulationssystemen inklusive der Anbindung

realer Steuerungen über reale Feldbusse (inklusive Safety) weiter

vereinfachen.

www.isg-stuttgart.de

Open-Source-Industrie-PC auf Basis des Raspberry Pi

Auf Basis des Raspberry Pi Compute Module entwickelte Kunbus

einen aus offener Hard- und Software bestehenden Industrie-PC,

der der Norm EN61131-2 entspricht. Durch den modularen

Aufbau kann der Revolution Pi je nach Kundenanforderung von

digitalen bzw. analogen I/O-Modulen sowie passenden Feldbus-

Gateways zur Anbindung an ein industrielles Netzwerk ergänzt

werden. Untergebracht in einem Hutschienengehäuse verfügt das

Basismodul bereits über USB-, Ethernet- und HDMI-Anschlüsse.

Versorgt werden die Basis- sowie Erweiterungsmodule mit den in

der Industrie üblichen 24 V. Damit soll Unternehmen ein

Werkzeug zur Umsetzung von Industrie 4.0 bereitgestellt werden.

www.kunbus.de

Fokus auf Bediengeräte und Connectivity-Plattform

Ads-Tec präsentiert auf der SPS IPC Drives vorrangig die prämierte Serie der 17" und 24" Machine

Mounted Terminals aus Edelstahl für den Bereich Pharmazie, Lebensmittel und Getränke. Als

weiteres Highlight wird im Bereich der IT-Infrastruktur die Connectivity-Plattform Big-Lin X

vorgestellt, die in Verbindung mit VPN-Router und Firewalls innovative Lösungen, z. B. für die

Fernwartung, bietet. In Live-Vorträgen kann sich der Besucher über die Mehrwerte und Einsatzbereiche

der Produkte der MMT/MMD8000 Serie und Big-Lin X informieren.

www.ads-tec.de


STEUERN UND ANTREIBEN

Präzise positioniert

Verfahrbare Linienlaser beweisen Flexibilität und Schnelligkeit

Dunja Kandel

Laserpositioniersysteme müssen in automatisierten Fertigungsprozessen

in der Lage sein, maximale Präzision bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten

zu erzielen. Einfache Integration und flexible Ansteuerung werden dabei

zu einer zunehmend wichtigen Anforderung. Der Beitrag beschreibt ein

System, das alle Anforderungen vereint: präzise und flexibel positionierbare

Lasermodule, die über EtherNet/IP, Profibus und Profinet direkt aus der

SPS steuerbar sind.

Linienlaser sind heute integraler Bestandteil

in vielen maschinellen Fertigungsprozessen

und unterstützen den Werker bei

zahlreichen Aufgaben. Sie ermöglichen

präzise Zuschnitte in der Holzbearbeitung

oder ein exaktes, schnelles Ausrichten und

Positionieren von Gummilagen in der Reifenproduktion.

Auch die visuelle Qualitätskontrolle

ist in vielen Fertigungsprozessen

nicht wegzudenken.

Flexibel verfahrbare

Lasermodule

Speziell für diese Anforderungen hat LAP

ein Lasersystem konzipiert, das direkt aus

der SPS steuerbar ist. Das Positioniersystem

mit verfahrbaren Lasermodulen projiziert

Laserlinien mit einer Projektionsgenauig­

Dunja Kandel, LAP GmbH Laser Applikationen

in Lüneburg

keit von ± 0,2 mm auf die Arbeitsfläche. Ein

System besteht in den meisten Applikationen

aus einem feststehenden Mittenlaser

und zwei beweglichen Lasern, die sich hochpräzise

positionieren lassen. Geschwindigkeit

und Position sind flexibel einstellbar:

Auf einer bis zu 2,6 m langen Lineareinheit

bewegen sich die Lasermodule mit Geschwindigkeiten

von bis zu 1 m/s. Zwei

Einheiten lassen sich kombinieren, sodass

– je nach Konfiguration – bis zu vier unabhängig

voneinander bewegliche Module

symmetrisch oder asymmetrisch verfahren

werden können.

Qualitätssicherung für Reifen:

Lage für Lage präzise gewickelt

In der Reifenherstellung tragen Laserpositioniersysteme

maßgeblich zu einer erfolgreichen

Produktion bei, indem sie eine

konstant hohe Qualität der Reifen sicherstellen.

Während des Aufbaus der Reifen

an Reifenaufbaumaschinen projiziert das

Für eine einfache Projektierung und

Inbetriebnahme stehen die Ergebnisse

des Projektes als technisches Whitepaper

„Einbindung eines Servolaser

Xpert in eine ControlLogix-Steuerung“

zur Verfügung. Der beschriebene

Ablauf zeigt Schritt für Schritt, wie

der Xpert über die eigene Steuerung

mit EtherNET/IP-Anschluss und unter

Verwendung der RSLogix 5000-

Programmiersoftware einfach und

schnell in die SPS eingebunden werden

kann. Mehr dazu unter dem Link:

http://bit.ly/LAP_Whitepaper.

Lasersystem für jeden Produktionsschritt

Linien auf die rotierende Reifenaufbautrommel,

anhand deren die Gummilagen

oftmals noch manuell ausgerichtet werden.

Der feststehende Laser markiert die Reifenmitte,

während die beweglichen Lasermodule

parallel links und rechts für die

Außen begrenzungen gesetzt werden. Die

aus der SPS gesteuerte Verfahreinheit platziert

die Laserlinien Lage für Lage automatisch

exakt in die benötigte Position.

Einfache Anbindung an die SPS

Neben der geforderten Präzision und Geschwindigkeit

erwarten Anwender eine

reibungslose Kommunikation und Industrie

standard konforme Anbindung an ihre

76 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


STEUERN UND ANTREIBEN

Maschinensteuerung. Denn viele internationale

Reifenhersteller setzen für die effiziente

Überwachung ihrer Produktionsan lagen auf

eine einheitliche Steuerungsinfrastruktur.

Für die Integration des Lasersystems stellt

LAP daher mit EtherNet/IP, Profibus und

Profinet die weltweit verbreitetsten Schnittstellenstandards

bereit, mit denen sich das

Positioniersystem an die gängigen Steuerungen

anbinden und leicht steuern lässt.

Parametrierung im laufenden

Betrieb

Bestätigt wird dies durch Prof. Dr. Philipp

Odensass, Institut für Produkt- und Prozessinnovation

an der Leuphana Universität

Lüneburg. Der Programmierexperte hat die

Integrierfähigkeit des Servolaser Xpert geprüft.

Auch verschiedene Target-Positionen,

Geschwindigkeiten, Laserintensitäten sowie

unterschiedliche Positionsauflösungen,

z. B. in μm, mm oder inch wurden als Beispiele

für den Anwender getestet.

Über EtherNet/IP lässt sich die Einbindung

des Positioniersystems in Steuerungen

wie beispielsweise ControlLogix von

Rockwell Automation mit der Programmiersoftware

RSLogix 5000/Studio 5000

einfach realisieren, ohne dass ein zusätzliches

Steuerprogramm notwendig ist. Die

ControlLogix bietet dazu eine einfache Integrationsmethode

mittels Electronic Data

Sheet (EDS) auf Basis einer Textdatei an.

Die Kommunikation zur Steuerung und

Überwachung erfolgt über die Ein- und

Ausgangs-Tags. Alle Einstellparameter werden

in der Steuerung zentral gehalten und

verwaltet. Ebenso können alle Ist-Werte,

wie die Positionen der Laser, deren Auflösung

und Systemstatus ständig in die SPS

Flexibel aus der SPS steuerbare Positionierlaser steigern

Qualität und Geschwindigkeit in der Produktion.

eingelesen werden. Zur Initialisierung werden

die Parameter für Projektionsdistanz,

Positions-Offset und Positionsauflösung

einmalig von der SPS an den Servolaser

Xpert geschrieben und von diesem innerhalb

von drei Sekunden übernommen. Alle

anderen Parameter wie die aktuellen Soll-

Positionen, Laserintensitäten usw. können

im laufenden Betrieb „on the fly“ neu

vorgegeben werden. Dies reduziert den

Parametrieraufwand, ohne die Flexibilität

einzuschränken: Unterschiedliche Positionen,

Bewegungsfolgen sowie Helligkeit

der Laserlinien lassen sich kundenindividuell

konfigurieren.

Vielseitig einsetzbar in

Produktionsprozessen

„Die Unterstützung standardisierter Feldbusse

qualifiziert das Lasersystem als flexible

Fertigungskomponente in zahlreichen

Industrien. Für die intelligente Assistenz des

Werkers in der Produktion und in produktionsnahen

Bereichen besteht weiterhin ein

hoher Bedarf“, sagt Ralf Müller- Polyzou,

Leiter Marketing und Produkt management

der LAP GmbH Laser Applikationen. „Die

Zusammenarbeit mit Prof. Odensass ermöglicht

uns eine Optimierung des Servolaser

Xpert für die praktischen Anforderungen

des Automatisierers“.

Bilder: Aufmacher Fotolia, sonstige LAP

www.lap-laser.com

Das Positioniersystem ist in der Reifenproduktion

etablierter Standard für die Qualitätskontrolle, um das Auflegen

der Gummilagen an Reifenaufbautrommeln visuell zu kontrollieren

Your Global Automation Partner

Steuerparadies!

HMIs und Block-I/Os

mit CODESYS-3-SPS

Flexibel einsetzbar als PROFINET Controller, EtherNet/IP Scanner oder Modbus TCP Master – zusätzlich CANopen, Modbus RTU und RS232/485

TX500: Moderne HMI/PLC-Kompaktgeräte zur einfachen Programmierung der Steuerungs- und Visualisierungsfunktionen mit CODESYS 3

TBEN-L-PLC: Robuste IP67-Block-I/Os mit CODESYS-3-SPS für intelligente Steuerungskonzepte ohne Schaltschrank

SPS IPC Drives

Wir sind für Sie da!

Halle 7, Stand 351

www.turck.de/plc


STEUERN UND ANTREIBEN

Steuerungsintegriertes Überwachungsmodul

für elektrische Drehstromnetze

Das Unternehmen Bachmann electronic hat ein steuerungsintegriertes

Netzmessungs- und Überwachungsmodul für elektrische

Drehstromnetze entwickelt. Die direkte Messung bis 690 V, weite

Mess- und Überlastbereiche sowie umfangreiche integrierte

Berechnungsfunktionen prädestinieren das GMP232 (rechts im

Bild) für Anwendungen an Energieerzeugungsanlagen und für

besonders kritische Verbraucherabgänge. Neben der hochdynamischen

Messung von Basisgrößen wie Spannung, Strom,

Wirk- und Blindleistung oder Frequenz bietet das Modul

standardmäßig umfassende Überwachungsfunktionen. Damit

lässt sich betriebsmäßiges Grenzwert-Monitoring ebenso

realisieren wie klassischer Netz- und Anlagenschutz. Im GMP232

integrierte Relaisausgänge ermöglichen die direkte Schaltung von

zwei Auslösekreisen. Alle Mess-, Berechnungs- und Überwachungsgrößen

stehen dabei jederzeit im SPS-Programm zur Verfügung.

Durch das Einsteckmodul lässt sich eine frei programmierbare

Steuerung auf einfache Weise um Funktionen wie Drehstrom-

Messung und standardisierte Schutzfunktionen ergänzen.

Hierdurch erhöht sich die Flexibilität und die Reaktionszeit wird

verbessert. Die Schnittstellenproblematik von klassischen

Feldbusanbindungen entfällt.

Servoklemmen für platzsparende

Lösungen

Die Servoklemmen für das EtherCAT-Klemmensystem von Beckhoff

integrieren im Standard-Klemmengehäuse einen vollständigen

Servoverstärker für hochdynamische Positionieraufgaben. Mit den

neuen Ausführungen

EL72x1-9014 steht die

Sicherheitsfunktion STO

zur Verfügung. Die

Safety-Integration im

Klemmenformfaktor

ergibt in Verbindung mit

der One Cable Technology

(OCT) platzsparende

und kostengünstige

Lösungen für sicherheitsgerichtete

Antriebsfunktionen.

Auf diese Weise reduzieren sich gegenüber einer

2-kanaligen Abschaltung mit entsprechenden Schützen in der

Motorleitung Verdrahtungsaufwand, Platzbedarf und Kosten.

Zudem minimiert die OCT die Leitungskosten und den Platzbedarf

beim Motoranschluss. Die EL7201-9014 im 12-mm-Klemmengehäuse

liefert einen Ausgangsstrom von bis zu 2,8 ARMS, die

24 mm breite Ausführung EL7211-9014 maximal 4,5 ARMS.

Beide eignen sich zur Ansteuerung der Servomotoren der

Baureihe AM8100. Das integrierte elektronische Typenschild

der AM8100-Motoren kann von den Servoklemmen automatisch

eingelesen werden.

www.beckhoff.de

Ein Bedienkonzept für alle Geräte

www.bachmann.info

Motion Control-Steuerung für mehr

Bewegungs-Power

Ein Stand-alone Motion Controller mit hoher Performance ist der

PMC Primo MC von Pilz. Skalierbar und mit 1,3 GHz-Prozessor

kann er in komplexeren Maschinen und Anlagen zum Einsatz

kommen. Mit ihm sind größere

Programme bei gleicher Zykluszeit

realisierbar, und bei gleicher

Programmgröße können kürzere

Zykluszeiten umgesetzt werden.

Mit Soft PLC nach EN/IEC 61131

ermöglicht er eine schnelle Inbetriebnahme.

An Kommunikationsschnittstellen

unterstützt werden von ihm

u. a. Modbus TCP, Canopen und

Profibus DP-S. Der Motion Controller

besitzt drei Gebereingänge für Absolutwert- oder Inkrementalgeber.

Damit lassen sich Master-Geberfunktion und Lageregelungen

umsetzen. Eine USB-Schnittstelle für die Datensicherung steht

zur Verfügung. Dazu kommen 16 digitale Ein- und Ausgänge, so

dass er E/A-Schnittstellen für viele Applikationen bietet. Das neue

Steuerungssystem ergänzt als offenes, externes Steuerungssystem

das antriebsintegrierte PMCprimo C.

www.pilz.com

Mit einem durchgehenden Bedien- und Kommunikationskonzept

sind alle Produkte von Ziehl-Abegg ausgestattet. Das Konzept

Zacode hilft damit Servicetechnikern und Facility Managern, Zeit

bei der Wartung zu sparen. „Wer einen EC-Ventilator von uns

anschließt, weiß automatisch auch, wie ein Frequenzumrichter

anzuschließen ist“,

erklärt Peter Fenkl

(Bild), Vorstandsvorsitzender

des Unternehmens.

Das Konzept

vereinfacht so auch die

Installation, weil auch

das Anschließen,

Ansteuern und Regeln

aller Systeme und

Produkte einer einzigen

Logik folgen. Ob 1 kW oder 30 kW Antriebsleistung, Axialventilatoren

oder Radialventilatoren, Lösungen mit energiesparender

EC-Technologie oder herkömmlicher AC-Technologie – die

Handhabung ist einheitlich. Dazu sind die Systeme modular

erweiterbar. Die Basic-Ausführung mit analoger Ansteuerung lässt

sich mit einem Erweiterungsmodul mit einer Bus-Schnittstelle

versehen und so in moderne Anlagenkonzepte integrieren.

www.ziehl-abegg.de

www.engineering-news.net

78 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


STEUERN UND ANTREIBEN

Energieeffizientere Kühlung von Milch

Der belgische Hersteller von Milchprodukten Inex spart durch die Umrüstung auf

Dyneo-Permanentmagnetmotoren von Control Techniques und Leroy-Somer mindestens

18 % Kühlenergie. Die Lösung, die auch den Powerdrive-Frequenzumrichter

beinhaltet, kommt bei der Kühlung der Milch nach der Pasteurisierung oder Sterilisation

zum Einsatz. Der Milchproduzent erwarb vier industrielle Kühlsysteme auf Basis des

Sabroe SMC 106E Ammoniak-Kompressors. Drei der Kompressoren wurden mit den

asynchronen Standard-AC-Motoren IE2 (90 kW) ausgestattet und einer mit dem

synchronen Permanentmagnetmotor IE4 (105 kW) aus der Dyneo-Reihe. Die Systeme

kühlen Wasser auf 1 °C herunter, was wiederum Milch auf etwa 4 °C herunterkühlt. Die

Installation ist dauerhaft in Betrieb – mit variabler Last. Die Vorteile von Permanentmagnetmotoren

hier: Im Gegensatz zu asynchronen Motoren bleibt ihre Leistung im

Teillastbereich nahezu unverändert. Das führt zu dem geringeren Energieverbrauch.

www.emerson.com

Vielseitiger Embedded-PC vermittelt zwischen drei Netzen

Der Industrie-PC der Serie Arrakis-LTE-Mk2 ist die Weiterentwicklung

des Arrakis-LTE. Im Vergleich zum Vorgänger bietet er

zwei externe SIM-Karten-Slots, die einen Einbau von zwei

LTE-Modulen erlauben. Zudem lässt sich über einen

externen der Ein/Ausschalter anbinden, wenn der

PC in eine Maschine verbaut wird. Drei Erweiterungssteckplätze

erlauben es, zwischen drei

Netzen und Funktechnologien zu vermitteln.

Das ist für Anwendungen interessant, die eine

redundante Anbindung benötigen oder zwischen

Feldbussen wie z. B. CAN, Zigbee oder Wireless Hart und (W)LAN

oder WAN vermitteln müssen. Anwender können über UMTS

oder LTE auf den PC zugreifen und ihn z. B. über Teamviewer

steuern. So lässt sich der Hutschienen-PC für die

Anlagensteuerung und Fernwartung in der Automatisierung

einsetzen, ist aber auch als IoT-Gateway

nutzbar. Das System ist für den Einsatz in der

Netzwerksicherheit IPCop-kompatibel.

www.welotec.com

Lösungen im Kontext

von Industrie 4.0

Sicherheit /

Diagnose

Konnektivität

IO-Link

i 4.0

Kühlung

HYDAC

International Gm

mbH

Industriestraße

66280 Sulz

zbach/ h/Saar

Deutschland

Tel.: +49

6897

509-01

Fax: +49 689

97 509

9-577

info@hydac.com

www.hydac.com

Antriebssysteme

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Maintena ance

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auf

der

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ipc drives

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Stand 401


STEUERN UND ANTREIBEN

Umrichter mit Antriebsfunktion für Hochgeschwindigkeits-Asynchronmotoren

Sieb & Meyer hat die Antriebsfunktion der

Frequenzumrichter-Familie SD2(S) für den

Betrieb von Hochgeschwindigkeits-

Asynchronmotoren verbessert. Mit den

Antriebsverstärkern lassen sich nun auch

Frässpindeln mit kostengünstigen Encodern

in einem weiten Drehzahlbereich betreiben.

Die Antriebsfunktion Asynchron-Servo wurde optimiert, sodass

sich auch mit TTL-Encodern Regelbereiche von bis zu 1:10 000

realisieren lassen. Im Fall einer Bearbeitungsspindel mit einer

Drehzahl von maximal 80 000 min -1 lassen sich auch stabile

Drehzahlen bei 80 min -1 sicherstellen. Somit lassen sich die

Bearbeitungsspindeln in einem weiten

Drehzahlbereich betreiben. Frässpindeln mit

sehr hohen Drehzahlen sind z. B. in Werkzeugmaschinen

unabdingbar, die zum Fräsen von

Aluminium-Gehäuseteilen für Mobiltelefone

und Tablet-Computer genutzt werden. Mit der

maximalen Drehzahl erhöht sich jedoch in der

Regel auch die minimale Drehzahl; entsprechend verschiebt sich

der Einsatzbereich der Maschinen oder er wird eingeschränkt.

Die verbesserte Antriebsfunktion schafft hier Abhilfe.

www.sieb-meyer.de

HMI-Plattform mit Steuerungs- und Erweiterungsoptionen ausgestattet

Red Lion Controls, Experte für Kommunikation, Überwachung

und Steuerung für die industrielle Automation und Vernetzung,

erweitertet seine HMI-Plattform Graphite mit dem Graphite Core

Controller und dem Graphite Crimson Steuerungsmodul.

Dabei werden Kommunikations- und

Steuerungsfunktionen für die Vereinfachung von

Betriebsabläufen verbunden. Bei dem Graphite

Core Controller handelt es sich um eine robuste

industrielle Einzelsteuerung, die eine Vollmetallstruktur

aufweist und mit einer Vielzahl von

E/A-Modulen arbeitet. Die Steuerungsfunktionen

gemäß IEC 61131 verbinden Vernetzungs- und

Datenvisualisierungsfunktionen einer 7"-HMI-Bedieneinheit der

Serie Graphite ohne Grafikdisplay; zusätzlich zu den Hauptfunktionen

Protokollumwandlung, Datenerfassung und Webserver-

Dienste. Das Steuerungsmodul kann mit

HMI-Bediengeräten der Serie Graphite für eine

industrielle Komplettlösung mit Steuerungsfunktionen

gemäß IEC 61131 verbunden werden,

ohne dass zusätzlicher Platz im Schaltschrank

oder ein separates Programmierpaket erforderlich

wären.

www.redlion.net

Industrie-PC-Serie erweitert

Extra Computer erweitert die Produktfamilie der Pokini-Industriesysteme um den Pokini F. Er ist Teil

der Serie lüfterloser Industrie-PCs und gehört mit Abmessungen von 108 × 24 × 83 mm zu den kleinsten

der Leistungsklasse. Das Gerät ist mit einem AMD SoC mit einer Taktfrequenz von 1,2 GHz ausgestattet,

die im Boostmodus auf 2,2 GHz erhöht werden kann. Einsatzgebiete sind z. B. Produktion oder

Anzeigensteuerung von Fahrgastinformationssystemen. Der Industrie-PC kann mit einem DDR3-

Arbeitsspeicher von bis zu 8 Gigabyte und einer mSATA SSD mit bis zu einem Terabyte Kapazität

ausgestattet werden. Das Gerät unterstützt die AMD Radeon R6 Grafikkarte. Es können

zwei Displays gleichzeitig angesteuert werden. Diverse Schnittstellen erlauben

vielfältige Anschlussmöglichkeiten. Der PC ist standardmäßig mit einem

LAN-Anschluss versehen. Zudem kann das Gerät mit bis zu drei weiteren

LAN-Anschlüssen erweitert werden.

www.pokini.de

Neuheiten für die Automatisierung

WEG hat neue Softstarter, Mittelspannungs-Frequenzumrichter und Kompaktleistungsschalter auf

den Markt gebracht. Der Softstarter SSW900 (Bild), der die Reihe SSW07 ablöst, bietet mit integrierter

SPS voll programmierbare Verfahren zur Regelung von Asynchronmotoren und komplett flexible

Drehmoment-Steuerung. Die Umrichter-Serie MVW3000 ist in Multileveltechnologie mit

kaskadierten H-Brücken ausgeführt. Die Topologie basiert auf einer Reihenschaltung aus drei

bis zehn Niederspannungsleistungsteilen mit IGBT Ausgangswechselrichterbrücke

in H-Schaltung. Die Umrichter sind ein im Schaltschrank integriertes

Komplettsystem mit Mittelspannungs-Trennschalter, Sicherungen, Multilevel-

Einspeisetransformator und Frequenzumrichter. Die Kompaktleistungsschalter-Serie

DWB (MCCB) wird um drei Baugrößen erweitert, sodass sie nun

einen Strombereich von 16 bis 1 600 A abdeckt. Sie bietet flexiblen Schutz für

Energieverteilungen, Motoren und Generatoren z. B. im Schaltschrankbau.

www.weg.net

80 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016

SSV-Software.indd 1 25.10.2016 07:44:11


Sicherheit bei Mensch-Roboter-Kollaboration

Ein Sicherheitssystem, dessen Komponenten einzeln oder in Kombination eingesetzt

werden können, bietet Mayser für einen hohen Schutz von Menschen in Zusammenarbeit

mit Robotern und automatisierten Systemen an. Ultraschallsensoren mit sehr

kleinen Ultraschallwandlern können frei und losgelöst von der Elektronik positioniert

werden. Unbeeinflusst von Schmutz, Fremdschall, Luftströmungen und Feuchtigkeit

detektieren sie Menschen oder Objekte aller Art – und das praktisch ohne Blindzone.

Eine Teach-In-Funktion ermöglicht das Einlernen der Messumgebung. Ab 2017 wird das

fehlersichere, zweikanalige System „Ultraschall Safety“

verfügbar sein. Das Arbeitsumfeld kann zusätzlich

taktil durch Flächensensoren, Schaltleisten und Safety

Bumper gesichert werden. Für weitere Schutzmechanismen

können berührungslose Sensoren eingefügt

werden. Direkt am Roboter schützen konfektionierbare

Arm- und Gelenkabsicherungen sowie eine

Softcover-Haut mit taktiler Sensorik.

www.mayser.com

Box-PC-Serie bekommt flachen Zuwachs

Die erst 2016 eingeführten industriellen Box-PCs der Serie Nuvo-5000 haben schon

Zuwachs bekommen: den mit nur 77 mm Bauhöhe flachen Nuvo-5000LP. LP steht für

Low Profile und damit dient der Embedded-Controller trotz der Vielzahl von Schnittstellen

vor allem als systemintegrierter Controller, der in Kabelkanälen, kleinen Schaltkästen

und Maschinenschächten Platz findet. Alle Controller der Serie sind auf ein

Einsatzspektrum mit industriellen Anforderungen

abgestimmt, was sich u. a. beim

erweiterten Temperaturbereich von - 25 bis

+ 70 °C bei voller CPU-Last zeigt. Als Basis stehen

verschiedene Intel-Prozessoren i7, i5 oder i3 der

Skylake-Generation zur Auswahl. Der Arbeitsspeicher

ist bis 32 GB und die Festplattenkapazität

bis zu 1 TB erweiterbar. Bis zu sechs

Gigabit-Ethernet-Schnittstellen, von denen vier

optional auch PoE mit einer Gesamtleistung von 80 W bieten, sorgen für maximale

Bandbreite beim Datenaustausch. Darüber hinaus stehen bis zu acht USB-Anschlüsse

sowie mehrere serielle Schnittstellen für die schnelle Datenkommunikation mit

Peripheriegeräten bereit.

www.acceed.de

Multifunktionaler Datenturbo

Das Unternehmen Schleicher Electronic setzt bei seiner Steuerung Pronumeric XCx800

ab sofort auf Echtzeit-Ethernet bei hoher Flexibilität und High-End-Funktionalität. Die

Steuerung wird nun auch mit Ethercat angeboten. Dabei bewahrt sie dem Nutzer viel

Flexibilität, denn er kann selbst bestimmen, welches User Interface die Maschine hat

und welche Antriebe verwendet werden. Sercos bleibt als Option erhalten. Sercos und

Ethercat sind steckerkompatibel und

können mit kleinen Anpassungen in

der Konfiguration ausgetauscht

werden. Mit Ethercat hat die

Steuerung aber einen größeren

RAM-Speicher, der Erweiterungen

ermöglicht. Zudem unterstützt die

aufgerüstete Steuerung das Profil EOE

und ist mit nahezu allen Ethercat-fähigen Antrieben kompatibel. Neben den Standard-I/Os

können z. B. auch Ventil-Inseln oder Hydraulik- und Laserkomponenten betrieben werden.

Unterstützt werden weiterhin bis zu 32 interpolierende Achsen, Antriebssteuerung und

Diagnosefunktionen.

www.schleicher.berlin

NEU: UHC-126-U-PFN

digitaler Achsenregler für

hydraulische Systeme

Positions- und Druckregelung

erweiterte Regelfunktionen zum

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Positionieren

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Positions-, Gleichlauf- und

Pumpenregelungen


Alles unter Kontrolle

Wie die THT-Bestückung von Leiterplatten mithilfe von Pick-to-Light-Systemen optimiert wird

Rudolf Wolany

Um Mitarbeiter zu entlasten, gleichzeitig aber auch schnellere Prozesse zu

ermöglichen, hat ein Unternehmen aus dem Ruhrgebiet seine manuelle

Bestückung von Elektronikplatinen optimiert. Anstelle von Royonic-

Tischen kommen nun zwei ergonomische Pick-to-Light-Systeme zum

Einsatz. So konnte u. a. die Anzahl von Unterbrechungen im

Bestückungsprozess minimiert werden, was eine geringere Fehlerquote

mit sich bringt.

Bei der Bestückung von Leiterplatten setzen

Hersteller in den meisten Anwendungen

auf die SMD-Technik (Surface-

Mounting Technology), da dieses Verfahren

vollautomatisch funktioniert. Doch sobald

bedrahtete elektronische Bauelemente verbaut

werden sollen, sind Alternativen wie

das THT-Verfahren (Through Hole Technology)

gefragt. Dabei werden die Komponenten

durch Kontaktlöcher in der Leiterplatte

gesteckt, was auch heute noch manuelle

Bestückungsarbeiten erfordert. Mitarbeiter

Rudolf Wolany ist Leiter Vertrieb & Projekte

bei Turck Mechatec in Mülheim an der Ruhr

platzieren dazu die einzelnen Elektronikbauteile

auf den Leiterplatten, die im

Anschluss von einer Lötwelle gelötet und

dadurch fest mit der Leiterbahn der Leiterplatte

verbunden werden.

Je nach Größe einer Leiterplatte und der

Anzahl der zu bestückenden Bauteile kann

dieser Vorgang sehr komplex werden. Zur

Prozess- und Qualitätssicherung werden in

der THT-Bestückung von Leiterplatten

daher häufig sogenannte Royonic-Tische

eingesetzt. So auch in der THT-Bestückung

bei Werner Turck in Halver. Der Royonic-

Tisch zeigt per Lichtzeiger die Stelle auf der

Leiterplatte an, auf die das jeweilige Bauteil

bestückt werden muss. In der Regel liegen

8 bis 15 gleichartige Leiterplatten in einem

Transportrahmen. Nach jedem Einsetzen

eines Bauteils drückt der Mitarbeiter einen

Bestätigungsknopf am Tisch.

Prozesse optimieren

Im Rahmen des gelebten KVP-Prozesses bei

Turck werden auch Produktionsprozesse

einer Überprüfung unterzogen. So kam die

Arbeitsvorbereitung im Fall der THT-Bestückung

mit Royonic-Tischen zu dem Ergebnis,

dass diese Art der Bestückung eine Kosten-

und Prozessoptimierung benötigt. Die

Prozessfachleute errechneten, dass Mitarbeiter

in Summe 240 Stunden im Jahr damit

verbringen, den Bestätigungsknopf zu drücken.

Nicht effizient war auch, dass die

Rahmen mit den Leiterplatten von den Mitarbeitern

manuell auf ein Transportband

zur Lötwelle gehoben werden mussten.

Für Alexander Kohlhaas, Experte für Fertigungstechnik

in Halver, stand fest, dass die

Royonic-Tische für Leiterplatten mit bis zu

15 Bauteilen nicht optimal sind. Erste Ideen

ließen die Wahl auf eine Pick-to-Light-

Lösung mit Systemkomponenten von Turck

fallen. Zudem sollte der Rahmentransport

automatisiert laufen. Mitarbeiter werden so

vom Tragen der Rahmen entlastet und die

Fertigung wird optimiert. Der Prozess läuft

flüssiger und auch Logistikprozesse wie das

82 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

01 Das I/O-System verarbeitet und steuert die Signale

der Anlage und kommuniziert zum IPC per Modbus TCP

02 Das Bild auf dem Display gibt genaue Hinweise

zum Einsetzen des nächsten Bauteils, die Sensorleuchte

zeigt dessen Lagerplatz im Regalsystem

Befüllen von Bauteilen sollten nicht mehr den Bestückungsvorgang

unterbrechen, sondern von Logistikmitarbeitern erledigt werden.

Software erfasst Produktivität der THT-Bestückung

Kohlhaas entwickelte mit Natalie Krumme, damals Auszubildende

zur Mikrotechnologin, die Idee für einen THT-Arbeitsplatz auf Basis

eines Pick-to-Light-Systems. Nachdem die Fertigungsplaner die

Anforderungen an Funktionalität und Ergonomie der Applikation

definiert hatten, kam die Turck-Tochter Mechatec ins Boot. Die Spezialisten

haben aus dem Anforderungsprofil eine Systemlösung erarbeitet

und diese ergonomisch sowie kostenoptimiert umgesetzt.

Mit seinen Pick-to-Light-Lösungen hat Turck bereits bei vielen

Kunden manuelle Montage- und Kommissionierplätze ausgestattet.

Mechatec konnte daher bei der Systemplanung auf den Erfahrungsschatz

zurückgreifen und die Einzelkomponenten mit einer speziell

für die THT-Applikation entwickelten Software kombinieren. Die

Software steuert nicht nur den Prozess, sondern kann auch die Produktivität

der THT-Bestückung erfassen und über einen separaten

Monitor visualisieren. Die Daten werden erfasst, sodass sich bei einer

späteren Analyse gegebenenfalls weitere Ansatzpunkte für Optimierungen

identifizieren lassen. Hardwareseitig kommen an den

Bestückungsplätzen u. a. zwei HMI/PLC-Systeme zum Einsatz, eine

BL67-I/O-Station sowie diverse Sensoren und Leuchttaster samt Anschlussleitungen.

Die Mitarbeiter stehen nun vor zwei ergonomisch

gestalteten Pick-to-Light-Regalsystemen, die mit bis zu 48 Fächern

für zu verbauende Komponenten versehen werden können.

Mitarbeiter flexibler einsetzen

Ein Bestückungsprozess beginnt mit dem Einlegen der leeren Platinen

in den Rahmenträger. An den HMI/PLC-Bildschirmen werden

die einzelnen Arbeitsschritte visuell dargestellt und die jeweils

nächste zu bestückende Komponente mit der Lage und Bestückungsposition

auf der Platine angezeigt. Die Darstellung dient zugleich

als Arbeitsanweisung. Somit entfallen Anlernzeiten und die

Einsatzmöglichkeiten der Mitarbeiter werden flexibler. Zudem signalisiert

eine aktivierte Leuchte den Regalplatz, aus dem der Mitarbeiter

die aktuell zu verbauende Komponente entnehmen muss.

Nachdem der Mitarbeiter das Bauteil auf der Platine bestückt hat,

bestätigt er den Arbeitsvorgang durch Berühren des kapazitiven

Pick-to-Light-Sensors und die Visualisierung auf dem Monitor zeigt

die nächste Bestückungsposition an. An den Regalplätzen leuchtet

der Pick-to-Light-Sensor mit der als nächstes zu entnehmenden

Komponente. Sind die Platinen komplett, schiebt der Mitarbeiter

den Rahmen auf das Transportband. Die Rahmen mit den bestückten

Platinen werden über die Transportbänder zur Lötwelle und

dann zurück zu den Arbeitsplätzen gefahren. Dort entnehmen Mitarbeiter

die fertig bestückten und gelöteten Platinen und befüllen

den Rahmen wieder mit Leerplatinen für den nächsten Durchgang.

Konzentration auf’s Wesentliche

Die Regale können von hinten ohne Unterbrechung des Bestückungsvorgangs

mit Bauteilen aufgefüllt werden, sodass der Mitarbeiter

von Logistikaufgaben entbunden ist. Auch ergonomisch sind

die Regale ein Fortschritt. Statt selbst den 8 kg schweren Bauteilrahmen

zur Montage vom Band zu heben, führt ein Förderband diesen

zu den Mitarbeitern. Sie müssen den Rahmen nur kurz anschieben,

bis er vom Förderband erfasst und zur Lötwelle transportiert wird.

Alle Vorarbeiten für die Bestückung neuer Produkte kann die Arbeitsvorbereitung

jetzt extern durchführen. Mithilfe einer CSV-Datei

wird der Gesamtprozess beschrieben und der Ablauf festgelegt.

Zudem können die Fertigungsplaner definieren, ob der Arbeitsplatz

mit einem oder zwei Mitarbeitern besetzt wird, um die Durchlaufzeit

der Produkte zu verkürzen. Sobald das neue Produkt gestartet

wird, muss nur die CSV-Datei samt Bildern in den IPC und die BL67-

Station geladen werden. Ohne großen Aufwand kann die Lösung auch

an das neue Warenwirtschaftssystem angebunden werden.

Erste Erfahrungen zeigen, dass der optimierte Bestückungsprozess

bei voller Auslastung eine Produktionssteigerung erbringt.

Die Lötwelle ist durchgehend und gleichmäßig ausgelastet und

Unterbrechungen des Prozesses wurden weitestgehend reduziert.

Damit konnte auch die Fehlerquote gesenkt werden, da Unterbrechungen

im Bestückungsprozess auch stets Fehlerquellen sind.

www.turck.com

Tel. 07132 991690 | info@falcon-illumination.de

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INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION I INTERVIEW

Safety & Security

Das Rückgrat einer global vernetzten Produktion

Nicole Steinicke, Oliver Winzenried

Viele Unternehmen müssen ihr geistiges Eigentum vor Produkt- oder

Markenpiraterie, Hackerangriffen oder Cyber-Attacken schützen. Im Zuge zunehmender

Globalisierung, offener Netzwerkstrukturen ist also das Thema Security so wichtig wie nie zuvor.

Wibu-Systems bietet Produkte und Lösungen an, die einen bedeutenden Beitrag zum Schutz

geistigen Eigentums, zur Abbildung neuer Geschäftsmodelle und zu Security leisten können.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass

industrielle Unternehmen sich stets an

den Technologieführern orientiert haben

und sich für das Know-how, das dessen Unternehmenserfolg

ausmacht, interessieren.

Beispielsweise studierten deutsche Ingenieure

im 19. Jahrhundert die englischen

Maschinen und die Arbeitsweise in den

Fabriken. Im Zuge der zweiten industriellen

Revolution gab es neben Elektrizität und

Arbeitsteilung auch Produktpiraterie. Eine

starke Veränderung entstand im Zeitalter

von Software: Software kann einfach kopiert

werden, und zwar in der gleichen Qualität.

Und aufgrund der vernetzten Maschinen

und Geräte passen sich die Produktpiraten

wiederum an: Das Knacken digitaler Identitäten,

Geschäftsmodellen und der Kommunikation

zählen zu deren bevorzugten Ziele.

Diese veränderte Art der Angriffe auf das

Unternehmens-Know-how führt jedoch

auch zu verbesserten Abwehrmaßnahmen:

es gibt professionelle Lösungen zu Knowhow-Schutz,

Softwarelizenzierung und

Cyber-Security. Inzwischen ist auch den

meisten Unternehmen bewusst, dass ihr

Unternehmenserfolg wesentlich vom effizienten

Schutzkonzept abhängt – Security

zählt zu den Erfolgsfaktoren.

Das Karlsruher Unternehmen Wibu-Systems

unterstützt Softwarehersteller und

Hersteller intelligenter Geräte mit der

CodeMeter-Technologie. Zum einen enthält

CodeMeter moderne Verschlüsselungsalgorithmen

und kann zum anderen ganz

flexibel und intuitiv für die unterschiedlichen

Schutzbedürfnissen beim Knowhow-Schutz,

der Softwarelizenzierung und

Security eingesetzt werden. z

Oliver Winzenried, Gründer und Vorstand von Wibu-Systems, spricht mit Nicole Steinicke

über Security in der intelligenten, immer stärker vernetzten Produktion

Wibu-Systems zählt zu den weltweiten

Technologieführern für License-Lifecycle-

Management von Software. Was ist die

Kernkompetenz Ihres Unternehmens und

wie spiegelt sich dies in Ihren Lösungen

wider?

Unser Motto „Perfection in Protection,

Licensing, and Security“ kennzeichnet

unsere Kompetenzen. Erstens bieten wir

Lösungen zum Schutz vor Produktpiraterie

und Reverse-Engineering. Dies funktioniert

nur mit starken Verschlüsselungsalgorithmen

für Software kombiniert mit

einem sicheren Schlüsselspeicher.

Zweitens bieten wir flexible Lizenzierung

für ganz unterschiedliche Konfigurationen

bei Maschinen- und Geräte-Funktionen.

Dazu gehört auch die Integration der

Lizenzierung direkt in den Geschäftsprozess,

beispielsweise in ERP-Systeme oder

E-Commerce-Shops. Und drittens geht es

Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke, Redakteurin,

INDUSTRIELLE AUTOMATION

um den Schutz vor Sabotage, Cyber-

Angriffen und sogar unabsichtlicher

Manipulation.

Welche Vorteile erhalten Hersteller von

Ihren Lösungen?

Industrie 4.0 zersetzt die traditionellen

Paradigmen. Die Wertschöpfung durch

Software anstatt wie in der Vergangenheit

durch Hardware steigert das gesamte

Leistungsvermögen, sowohl hinsichtlich

Produktivität als auch Effizienz. Sowohl

Hersteller als auch Anwender profitieren

von maßgeschneiderten Produkten.

Mittels Softwarelizenzierung können die

Kundenwünsche bis ins kleinste Detail

abgebildet werden. Hersteller intelligenter

Maschinen und Softwarehersteller können

von den Monetarisierungsmöglichkeiten

profitieren, indem sie Feature-on-Demandoder

Pay-per-Use-Modelle nutzen und

somit wiederkehrende Umsätze durch

Softwareupgrades generieren, die

Produkteinführungszeit reduzieren und

neue Zielgruppen erreichen. Am besten

lässt sich diese Transformation in der

Industrie mit dem Trend bei Smartphones

im Konsumerbereich vergleichen: Es gibt

verschiedene Grundfunktionen und

weitere Funktionen können einfach über

ein App-Store nachgekauft werden.

Welches sind die neuen Anforderungen

bei Industrie 4.0 und dem Industrial

Internet of Things (IIoT)?

IIoT-Geräte werden als Basiskomponenten

in Maschinen und Anlagen verbaut, was

Industrie 4.0 erst ermöglicht. Der grundlegende

gemeinsame Nenner dafür ist die

Vernetzung. Somit ist es für jedes einzelne

Gerät essentiell wichtig, eine fälschungssichere

Identität zu haben, was nur mit

sogenannten „Secure Elements“ in der

Hardware sicher funktioniert. Darüber

hinaus werden Daten stark an

Bedeutung im Produktionsprozess

01 Oliver Winzenried, Vorstand

und Gründer von Wibu-Systems

84 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


INTERVIEW I INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

02 Die Schutzhardware CmDongle in

verschiedenen Bauformen sind für den

harten Fabrikalltag geeignet

gewinnen. Bei der additiven Herstellung,

3D-Druck, wird das Produkt komplett

über seine Produktionsdaten definiert.

Der Schutz des geistigen Eigentums

solcher Daten und deren Integrität sind

für Hersteller unternehmenskritisch.

Was meinen Sie: Ist die gesamte Industrie

bereits auf Security ausgerichtet oder

sollte dies viel stärker vorangetrieben

werden?

Momentan befinden wir uns in der

Anfangsphase von IIoT und deswegen

muss dieses Modell in der Tat viel stärker

vorangetrieben werden. Werden neue

Technologien in größerem Umfang

eingesetzt und mit mehr Funktionen und

Komfort ausgestattet, dann wird sich jeder

dieser erfolgsversprechenden Sache

anschließen. Momentan gibt es jedoch

Bedenken hinsichtlich Security: Normalerweise

werden Sicherheitsmaßnahmen erst

nach kritischen Ereignissen eingebaut. Bei

der intelligenten Produktion sollte jedoch

der Schutz so früh wie möglich eingebaut

werden, sodass Hersteller diesen by Design

oder by Default nutzen können. „Security

by design“ bedeutet, dass die Geräte

bereits mit Schutzoptionen ausgestattet

sind, während der Anwender bei „Security

by default“ das Gerät bereits so vorkonfiguriert

bekommt, dass es Mindestsicherheitsanforderungen

umsetzt, unabhängig

von den manuellen Konfigurationen und

Präferenzen des Anwenders.

Im Bereich Industrie 4.0: Was verhindert

eine erfolgreiche Implementierung?

Vor allem glaube ich, dass die Notwendigkeit

einer flexiblen Produktion von allen

Herstellern wahrgenommen werden muss.

Das nächste Hindernis ist die beträchtliche

Lebenszeit von Produktionsmaschinen

– gewöhnlich zwanzig Jahre oder

noch viel länger. Jede Art von IIoT-Lösung

und die dazugehörigen Sicherheitsmaßnahmen

müssen daher sowohl für neue

Maschinen passen als auch für vorhandene

Maschinen nachrüstbar sein.

Wie sehen Sie die Rolle des Staates?

Kann der öffentliche Sektor die

Privatwirtschaft unterstützen?

Soweit ich es erkennen kann, haben alle

großen Weltwirtschaftsstaaten bereits

die vernetzte Produktion auf ihre digitale

Agenda gesetzt. Sie unterstützen

Forschungs- und Entwicklungsprojekte,

schaffen ein Rechtssystem für Industrie 4.0

und setzen auf Standardisierung, um so

internationale Kooperationen und freien

Handel zu initiieren. Hier in Deutschland

sind wir direkt an verschiedenen Projekten

beteiligt, die von staatlichen Institutionen

finanziert werden.

Wie aktiv sind Sie hinsichtlich Forschung

und Entwicklung?

Unser Entwicklungsteam arbeitet an

vielen, verschiedenen Forschungsprojekten.

Auf zwei Projekte möchte ich

besonders eingehen. „IUNO“, gefördert

vom Bundesministerium für

Bildung und Forschung,

ist das Nationale

Interview

Oliver Winzenried im Gespräch mit

Nicole Steinicke auf der Industrial

Automation Show Beijing, China

https://youtu.be/B4g-cKNQpXQ

Referenzprojekt zu IT-Sicherheit in der

Industrie 4.0 und vereint 21 Partner –

14 Unternehmen und 7 Forschungsinstitute.

Es geht dabei um vier Anwendungsfälle,

die von Bosch, VW, Trumpf und

Homag definiert wurden. Wibu-Systems

widmet sich hauptsächlich der sicheren

Fernwartung und der Entwicklung eines

Technologiedaten-Marktplatzes. Bei der

Fernwartung wird unsere Schutzhardware

in verschiedenen Bauformen wie

USB oder SD-Karte als sicheres Element

genutzt und beim Marktplatz wird unsere

Schutztechnologie CodeMeter eingesetzt.

Ein anderes Projekt, „Secure Plug & Work“,

basiert auf dem Plug&Play-Konzept

von USB-Geräten und vereinfacht den

Austausch von Teilen und Komponenten

in Maschinen mit automatischer

Konfiguration. Zusätzlich wird über

diesen Prozess eine Sicherheitsschicht

realisiert. CodeMeter liefert dabei einen

sicheren Schlüsselspeicher für Zertifikate

und den Einsatz bei der UPC

UA-Kommunikation.

Vermutlich gibt es viele konkurrierende

Unternehmen bei diesen Projekten.

Wie läuft es? Ziehen momentan alle

am gleichen Strang?

Wer an Standards arbeitet, kann nur

gemeinsam mit allen Industriegrößen,

auch Mitbewerbern, daran arbeiten.

Kleinere, mittlere und sogar große

Unternehmen brauchen einen gewissen

Grad an Interoperabilität. Und nur mit

Standards kann eine fehlerfreie und

sichere Kommunikation zwischen einer

großen Maschinengruppe funktionieren.

Konkurrierende Unternehmen haben den

Vorteil, dass sie gemeinsam eine

Grundlage schaffen können – die

Standards. Ihre individuellen USPs oder

Stärken und Vorteile erarbeiten sie an

ihrem individuellen Produkt. So funktioniert

der Wettbewerb am besten.

Warum beteiligt sich Wibu-Systems

an diesen Industrie-Initiativen?

Wenngleich wir bei verschiedenen

Industrie-Initiativen mitmachen,

konzen trieren wir uns immer auf unsere

Kerntechnologien: Schutz, Lizenzierung

und Security. Die Möglichkeit, in ganz

unterschiedlichen Märkten wie

indus trielle Automation oder Medizintechnik

mit den jeweiligen besonderen

Anforderungen und Kundenbedürfnissen

zu arbeiten, erlaubt es uns, die wirklichen

Markterfordernisse zu verstehen, unsere

Lösung zu erweitern und die Erwartungen

unserer Kunden zu erfüllen.

www.wibu.com

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 85


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

Plagiaten auf die Spur kommen

Höhere Sicherheit im Ersatzteilmanagement dank mobiler Datenerfassung

Adeline Kuo

Ob es sich bei Ersatzteilen für

Lastkraftwagen um Erstausrüsterqualität

handelt oder aber

möglicherweise um eine billige

Kopie, ist häufig auf den ersten

Blick nicht ersichtlich. Um die

Sicherheit in der internen Ersatzteillogistik

zu erhöhen, setzt ein

chinesischer Lkw-Hersteller daher

mobile Handheld-Computer ein.

Sie ermöglichen eine Datenübertragung

in Echtzeit und bieten so

u. a. Schutz vor eingeschleusten

Teilen aus dem freien Markt.

Minderwertige Ersatzteile können nicht

nur Fahrer von Lkw und andere Verkehrsteilnehmer

gefährden, sondern auch

die Reputation des jeweiligen Fahrzeugherstellers

sowie sein Händler- bzw. Servicenetzwerk

aufs Spiel setzen. Einer dieser

Lkw-Hersteller ist in China ansässig und

verfügt über ein landesweites, ca. 900 Stationen

umfassendes Netz. Die Vertragszulieferer

sind zwar geprüft und entsprechend

geltender Richtlinien zertifiziert –

gleichzeitig aber werden 90 % der Servicezentren

von rechtlich unabhängigen und

wirtschaftlich selbstständigen Franchisenehmern

betrieben. Bislang haben sie bei

der Datenerfassung, der Auftragsabwicklung

sowie der laufenden Warenbestandsführung

und jährlichen Inventur mit klassischen

Erfassungsbelegen gearbeitet. Fehler

bei der mengenmäßigen Fortschreibung

von Artikeln sind damit ebenso wahrscheinlich

wie die Gefahr, dass Teile eingeschleust

werden, die nicht der vertraglich

zugesicherten Erstausrüsterqualität entsprechen.

Weitere Nachteile sind die langen

Vereinnahmungs- und Einlagerungsprozesse

der Ersatzteile sowie die internen

Laufzeiten der Kundenaufträge. Dabei können

Daten, Informationen und Artikel verlorengehen

oder aus dem freien Teilemarkt

eingeschleust werden, sodass buchmäßige

und tatsächliche Warenbestände voneinander

abweichen. Im Falle einer Reklama tion

oder eines Schadens ist eine lückenlose

Rückverfolgung der Artikel nicht mehr

möglich.

Stabile Datenübertragung

als Voraussetzung

Für den chinesischen Lkw-Hersteller bestand

die Lösung in einem möglichst effi-

Adeline Kuo, Marketing

DACH, CipherLab Co., Ltd.,

Taipeh, Taiwan

zienten Umgang mit den Artikel- und Prozessdaten

im Workflow der Ersatzteillogistik.

Die Mobilcomputer mussten dabei besondere

Anforderungen erfüllen. Hierzu

gehörten je nach Arbeitsstation für die Geräte

auswählbare, leistungsfähige Scannermodule

für 1D- bzw. 2D-Codes, für ersatzteilbedingt

stark wechselnde Lese abstände

sowie in einigen Fällen für Leseabstände

über mehrere Meter hinweg. Eine weitere

Forderung war die Möglichkeit, die Bedientastatur

der Handhelds entsprechend der

optimalen Eignung auswählen zu können.

Zudem war Robustheit gefragt – im doppelten

Sinn: Die Geräte müssen auch nach

einem Fall auf den Boden weiterhin zuverlässig

funktionieren. Zugleich muss die

Datenübertragung stabil und frei von Funklöchern

arbeiten, damit die Bediener nicht

nur jederzeit Daten melden und abrufen

können, sondern vom Warenwirtschaftssystem

sofort Quittierungs- oder Fehlermeldungen

erhalten können. Darüber hinaus

wünschte der Lkw-Hersteller die Option,

Teile der per Software programmierten Anwendungen

auf den Mobilcomputern bei

Bedarf in Eigenregie ändern oder ergänzen

zu können. Schließlich sollten Referenzinstallationen

in ähnlichen Lagerumgebungen

bestmögliche Sicherheit hinsichtlich der

Geräte, ihrer Anwendung und ihrer Zukunftssicherheit

gewährleisten.

Mobile Handheld-Computer

mit drei Tastaturvarianten

Aufgrund der Vielseitigkeit, Robustheit und

Funktionalität entschied sich der Lkw-

Hersteller für die Handheld-Serie 9700 von

Cipherlab mit Windows-Betriebssystem. Je

nach Anforderungen an die Codelesung

bieten die Geräte leistungsfähige Scanner-

Varianten: ein 1D-Laser, ein 2D-Imager, ein

XLR-Laser für 1D-Codes mit bis zu 9 m

Reichweite und ein 2D-Near/Far-Imager

für Lesereichweiten zwischen 0,15 und

15 m. Die Scanner-Module können im Bedarfsfall

schnell und einfach gegeneinander

ausgetauscht werden. Die Serie ermöglichte

es zudem, zwischen drei Tastaturvarianten

auszuwählen: den numerischen

30-Tasten- und 38-Tasten-Varianten sowie

einer 53-Tasten-Variante für Terminal-

Emulationen. Darüber hinaus verhindert

Schutzart IP65 das Eindringen von Staub,

Schmutz und Spritzwasser in das Gehäuse.

Das Datenfunkmodul erfüllt den Standard

IEEE 802.11 a/b/g/n und bietet funktionale

Erweiterungen nach CCXv4 zur Datenüber-


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

tragung in Echtzeit sowie die Möglichkeit

von Push-2-Talk per WLAN. Sehr funktionell

gestaltet sich die Entwicklung von

Anwendungen für die Terminals. Die Serie

war somit das, was der Hersteller benötigte.

Erfolgreiche Ersatzteillogistik

dank Echtzeitkommunikation

Nicht mehr Belege aus Papier und Datenabgleich

nach Schichtende, sondern Bits,

Bytes und Echtzeitkommunikation kennzeichnen

heute die Ersatzteillogistik in den

Service-Zentren des Lkw-Herstellers. Eintreffende

Ersatzteile werden im Wareneingang

gescannt, gezählt und per Datenfunk

im ERP-System mit den entsprechenden

Aufträgen synchronisiert. Dieses erstellt ein

elektronisches Barcode-Etikett, das zu dem

im Unternehmen einheitlich verwendeten

Barcodetyp passt, und sendet die Daten

zurück. Das 9700er Terminal übermittelt

die Informationen per Bluetooth an einen

mobilen Drucker, der das Etikett ausgibt.

Der Artikel wird damit gekennzeichnet und

in den intralogistischen Förder-, Lager- und

Kommissionierprozess eingeschleust. Mithilfe

der Kennzeichnung werden die eintreffenden

Artikel im Lager Behältern mit

gleichem Inhalt zugeordnet und gepuffert.

Erhält der Lagerist einen Entnahmeauftrag

aus der Werkstatt, erfasst er den Barcode

auf der Materialanforderung und dann die

einzelnen Positionen auf der Liste. Daraufhin

überspielt das ERP-System online die

entsprechenden Lagerplätze und zeigt sie

auf dem Bildschirm des Handhelds an. Jede

Warenentnahme aus einem Behälter wird

vom Bediener bestätigt und an das ERP-

System gemeldet, das den Lagerbestand

automatisch fortschreibt. Gleichzeitig stellt

dieser Prozess sicher, dass die richtigen

Teile in der richtigen Menge dem Entnahmeauftrag

zugeordnet worden sind. Der

Mechaniker in der Werkstatt erfasst mit

seinem Handheld die bereitgestellten Teile,

verbaut sie in das Fahrzeug und meldet dies

an das ERP-System zurück.

Lückenlose Rückverfolgbarkeit

einzelner Teile

Der Ersatzteilkreislauf kennt keine Medienbrüche

zwischen manuellen und elektronischen

Belegen mehr. Die Daten im Lager

und in der Leitebene sind ohne zeitlichen

Verzug jederzeit konsistent. Nachschubauf-

träge lassen sich jetzt rechtzeitig und im erforderlichen

Umfang automatisch anstoßen.

Sämtliche Arbeitsprozesse laufen jetzt effizienter

ab: Zum einen müssen Belege

nicht mehr zeitaufwändig manuell ausgefüllt

werden; zum anderen entfällt das

Besei tigen von Fehlern. Im Falle einer

Reklamation kann die Identität eines Teils

und dessen Weg durch die Ersatzteillogistik

lückenlos zurückverfolgt werden. Das

unerkannte Einschleusen von Teilen aus

dem freien Markt wird ebenfalls verhindert.

www.cipherlab.com

01 Die Handheld-

Funkterminals bieten

mehr Produktivität

bei der mobilen

Datenerfassung und

-kommunikation

02 Durch die Einführung der mobilen Datenerfassung

werden in der Lkw-Serienfertigung

und den Service-Zentren ausschließlich Teile

in Erstausrüsterqualität verbaut

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SUMMER OF ENGINEERING

ZU GAST BEI

SCHULZ SYSTEMTECHNIK

DURCHGÄNGIGKEIT

IM PROZESS

Nicole Steinicke

Die Automatisierung von Produktionsabläufen gehört seit vielen Jahren

zu den Kernkompetenzen der Schulz Systemtechnik. Vom firmeneigenen

Prozessleitsystem über Steuerungstechnik bis hin zu Schaltanlagen

und Energiemanagament bietet das Unternehmen ganzheitliche

Lösungskonzepte für zahlreiche Branchen an. Die Digitalisierung spielt

bei all dem eine wesentliche Rolle. Der Automatisierungsspezialist ist

schon heute ganz vorne mit dabei und macht Sie fit für Industrie 4.0.

SUMMER OF ENGINEERING

Die Bedürfnisse der Kunden verstehen, technologische Herausforderungen

meistern und die Technik beherrschen – dafür

steht die Schulz Systemtechnik GmbH. Das Familienunternehmen

mit Sitz in Visbek hat sich auf die Entwicklung individueller

Automatisierungslösungen spezialisiert und betreut mit

rund 1 000 Mitarbeitern Projekte unterschiedlichster Bereiche, die

kaum vielseitiger sein können. Industrieauto mation, Sondermaschinen

und Robotik, Automotive und Agrartechnik sind nur einige

Beispiele aus dem umfangreichen Feld möglicher Applikationen.

Eine erstaunliche Leistung, wenn man bedenkt, dass für all die

verschiedenen Themen das erforderliche Fachwissen rund um

Mechanik, Elektronik und Informatik verfügbar ist. Und somit

finden auch die neuen Anforderungen der Hightech-Strategie

Industrie 4.0 bereits heute umfassend Berücksichtigung in den

Lösungskonzepten des Unternehmens und sind Anspruch und

Vision zugleich. Damit wird der Grundstein gelegt, um auch in

Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

GEMEINSAM ENTWICKELTE LÖSUNGEN IM

ZEITALTER VERNETZTER PRODUKTIONSPROZESSE

Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 wandelt sich mehr und mehr von

einer Strategie in konkrete technologische und praktische Aufgabenstellungen.

Unternehmen stehen damit vor der Herausforderung,

den zunehmenden Grad der Digitalisierung und Vernetzung von

Produkten und Wertschöpfungsketten abzubilden und beherrschbar

zu machen. Aber genau das stellt für viele mittelständische Unternehmen

eine schwer zu überwindende Hürde dar. Mit Lösungen

für die Industrieautomation, beispielsweise mit durchgängigen

Prozessleitsystemen sowie mit Konzepten aus dem Sondermaschinenbau

und der Robotik, nimmt Schulz Systemtechnik seine Kunden

an die Hand auf dem Weg in die vernetzte Welt. Wie das aussehen

kann, haben wir uns vor Ort ansehen können und sind der digitalen

Zukunft einen Schritt näher gekommen.

DEN OPTIMIERUNGSBEDARF SINNVOLL

ANALYSIEREN UND DEFINIEREN

Um sich zukunftssicher für Industrie 4.0 zu rüsten, bietet Schulz

einen sogenannten I4.0-Check an. Spezialisten analysieren beim

Kunden vor Ort, was sich digitalisieren, vernetzen und automatisieren

lässt. Nach der Bestandsaufnahme und Analyse der Fertigungsprozesse

werden das Automatisierungspotenzial sowie mögliche

Lösungswege aufgezeigt. Damit ist transparent, in welchen Bereichen

das größte Potenzial liegt und wo gestartet werden sollte,

um den schnellsten und größten Return on Investment zu erzielen.

Und das Beste daran: Der Automatisierungsspezialist bietet die

komplette Lösung aus einer Hand – Mechanik, Elektrotechnik und

Informatik.

Eines der Kernthemen bei Schulz ist das Product Lifecycle

Manage ment (PLM) mit der Entwicklung des firmeneigenen MESund

Prozessleitsystems Schulz productionstar. Es bietet u. a. Auswertung,

Analyse und Verarbeitung vorhandener Daten, transparente

und flexible Produktionsplanung und erlaubt die Bedienung durch

mobile Endgeräte. „Durch die gezielte Analyse und Produktionsplanung

lässt sich die Wertschöpfung um bis zu 10 % steigern“,

bekräftigt der Geschäftsführer Ralf Soltwedel bei unserem Besuch

in Bremen.

VIDEO

I4.0: Digitale Durchgängigkeit von der

virtuellen Fabrik bis zum Prozess – warum

dies so wichtig ist, erfahren Sie hier:

http://bit.ly/SOE16_Schulz

88 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


01 Kann man Lösungen

bauen? Aber ja! Wie, verrät

Ralf Soltwedel im Gespräch mit

Redakteurin Nicole Steinicke

SUMMER

of

DAS HIGHLIGHT DES JAHRES

ENGINEERING

2016

INNOVATION-SCOUTS AUF DER SPUR

VON INDUSTRIE 4.0

Im Sommer 2016 ging unsere Redaktion auf Deutschland-Tour,

um mehr über die vernetzte Produktion zu erfahren. Eine Station

dieser Roadshow führte uns zum Automatisierungsspezialisten

Schulz Systemtechnik nach Bremen. Wir wollten wissen, auf

welche Aspekte von Industrie 4.0 sich das Unternehmen fokussiert

hat. SUMMER of ENGINEERING ist aber noch viel mehr. In

unserem Blog und in unseren Social-Media-Kanälen berichten

wir über Ideen, Visionen und Umsetzungen in Sachen Internet

of Things. Was sagen Experten? Welche Umsetzungen gibt es

bereits? Was verstehen verschiedene Berufsgruppen unter

diesem Thema? Wie wird sich die Arbeitswelt verändern?

Welche konkreten Aufgaben sind zukünftig zu lösen?

Lassen Sie sich von unseren Artikeln und Videos inspirieren.

Wir laden Sie ein, unsere Beiträge zu kommentieren oder uns

einfach nur zu liken, zu posten und weiterzuempfehlen.

www.summer-of-engineering.de

INDUSTRIE 4.0 WIRD ZUR TEAM-ARBEIT

Industrie 4.0 bringt auch eine Veränderung der Arbeitswelt mit

sich. Zum Beispiel in der Mensch-Roboter-Interaktion: Menschen

und Roboter werden zu realen Kollegen und arbeiten Hand in

Hand. Von der Montage bis zum Etikettieren, von Pick-and-Place

bis zum Schweißen, vom Verpacken bis zum Polieren – es sind

kaum noch Grenzen gesetzt. Und das lässt sich sogar ohne Schutzzäune

realisieren. Auch hier setzt Schulz Maßstäbe und bietet mit

einem eigenen Schulungszentrum praxisnahe Qualifizierungsmaßnahmen

in Industrie- und Leichtbaurobotik an. Aber auch Firmenseminare

sind möglich. Das Schulungsprogramm richtet sich an

Anlagenbediener, Techniker und Programmierer, die in Theorie

und Praxis u. a. den Umgang mit dem Leichtbauroboter erlernen

möchten, den Aufbau des Robotersystems, wie man Applikationen

starten und ablaufen lassen kann bis hin zur Programmierung.

Der Automatisierungsspezialist präsentiert sich einmal mehr als

Unternehmen mit Weitblick, Innovationsstärke, Vielseitigkeit und

nahezu grenzenlosen Lösungskonzepten. Ja, es stimmt also: Schulz

Systemtechnik kann Lösungen bauen!

02 Das Schulz Schulungszentrum bietet eine

ganzheitliche Qualifizierung in Industrie- und

Leichtbaurobotik unter realen Bedingungen

03 Die Schulungszelle vereint modernste

Technologien – Sicherheitssysteme, Wechselund

Greiferwerkzeuge sowie Visionsysteme

04 Mithilfe einer Datenbrille

können Mitarbeiter direkt im

Prozess relevante Daten einsehen


DER ZEIT EINEN

SCHRITT VORAUS:

„CREATING 4.0“

Sie erstellen ganzheitliche

Automatisierungslösungen

für unterschiedliche Branchen

und Aufgaben. Was genau

zeichnet die Kernkompetenz

der Schulz Systemtechnik aus

und wie decken Sie dieses

umfassende Portfolio ab?

Wir gehören heute zu den führenden Entwicklern von Automatisierungslösungen für verschiedenste

Branchen. Diese reichen u. a. von der Automobilindustrie, der Prozessindustrie,

dem Maschinen- und Anlagenbau bis zur Logistik. Was uns dabei auszeichnet, ist das

Leistungsspektrum aller drei Disziplinen der Automatisierungstechnik – von der Mechanik

über die Elektrotechnik bis zur Informatik. So können wir unseren Kunden die gesamte

Wertschöpfungskette aus einer Hand bieten. Dabei ent wickeln wir speziell auf den jeweiligen

Kundenwunsch zugeschnittene Lösungskonzepte für Unternehmen vom Mittelstand bis zur

Großindustrie. Die umfangreichen Synergieeffekte innerhalb der Unternehmensgruppe und

unser umfassendes Fachwissen und Know-how in den einzelnen Branchen und deren

Techniken sind dabei wesentliche Vorteile.

Die Hightech-Strategie

Industrie 4.0 ist für Sie nicht

nur eine Vision. Schon heute

spiegelt sich die Verzahnung

der industriellen Produktion

mit Informations- und

Kommunikationstechnik in

Ihren Lösungen wider. Wie

führen Sie Ihre Kunden in eine

digitale Welt von morgen?

Vielen ist der Ausdruck Industrie 4.0 zu schwammig oder die Erwartungen dahinter variieren

stark. So stellen sich Unternehmen die Frage, wie sie sich hier positionieren sollen oder ob das

Thema überhaupt für sie relevant ist. Dabei bietet Industrie 4.0 ein hohes Potenzial, besonders

für den Mittelstand. Man muss es nur erkennen, bewerten und die richtigen Maßnahmen

ergreifen. Dafür braucht es eine gute Beratung und vor allem eine Analyse aller Geschäftsprozesse

im Unternehmen. Hierfür haben wir einen speziellen I4.0-Check. Mit ihm analysieren

Teams vor Ort beim Kunden, was sich digitalisieren, vernetzen und automatisieren lässt.

Dabei werden immer die Bereiche ausgewählt, die für den Kunden den schnellsten und

größten Return on Investment haben.

Sie bieten Konzepte, mit

deren Hilfe Mensch und

Maschine zusammenarbeiten

können. Wie müssen wir uns

eine derartige Lösung

vorstellen?

Ein realisiertes Beispiel ist der MRK-Roboter mit einem Pinsel als Werkzeug zum Verstreichen

von PVC-Nähten. MRK steht für Mensch-Roboter-Kollaboration und damit für eine sichere

Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter ohne Schutzzaun. In unserem Beispiel wird

so ein Kollaborationsroboter in einem Arbeitsbereich zusammen mit einem Menschen eingesetzt,

der die gleiche Aufgabe hat. Dabei übernimmt der Roboter die Stellen,

die für einen Menschen schwer zugänglich und erreichbar sind.

SUMMER OF ENGINEERING

06 Roboter, die in der Mensch-Maschine-Kollaboration

zum Einsatz kommen, erlauben auch manuelle Eingriffe,

um Abläufe zu ändern

05 Kollaborative Roboter übernehmen

Handling- und Palettieraufgaben


Herkömmliche Roboter würden einen Sicherheitsbereich in Form einer Umhausung erfordern.

Dies macht das gleichzeitige Arbeiten eines Menschen nicht möglich und erhöht damit den

Platz bedarf an der Produktionslinie. Wechselt dagegen der MRK-Roboter das Werkzeug (Pinsel),

kann einfach der Mensch kurzfristig die Aufgabe übernehmen. Muss der Mitarbeiter seinen

Arbeitsplatz temporär verlassen, übernimmt der Roboter dessen Arbeit – also Hand in Hand.

Industrie 4.0 ist mittlerweile

auch zu einem gesellschaftlichen

Thema geworden.

Unsicherheiten darüber,

wie sich die Arbeitswelt

verändern wird, machen sich

breit. Was denken Sie, wie

sich Industrie 4.0 auf Mensch

und Arbeit auswirken wird?

Aufgrund der schnellen technischen Veränderungen im Automatisierungsbereich haben wir

innerhalb unseres Unternehmens bereits in der Vergangenheit unsere Mitarbeiter fortlaufend

weiterqualifiziert. Im Zuge unseres Slogans „Creating 4.0“ erweitern wir dies seit 2012 auf die

Digitalisierung und Informationstechnologie. Unsere eigenen Mitarbeiter haben somit die

Sicherheit, dass wir neben der Ausrichtung auf die Marktsituation auch ihre Befähigung und

Qualifizierung begleiten und vorantreiben. Gleichzeitig können wir in unseren eigenen

Schulungszentren auch Kundenmitarbeiter qualifizieren. Oftmals gehen solche Fortbildungsmaßnahmen

mit einer Neuinvestition einher oder eilen dieser voraus.

Wenn Unternehmen in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter investieren, sind diese für den

unaufhaltbaren technologischen Fortschritt gerüstet, sie können mit den neuen Technologien

umgehen und akzeptieren diese auch. Damit wird nicht nur die Marktposition des Unternehmens

gesichert und ausgebaut, sondern es werden auch zukunftssichere Arbeitsplätze

mit qualifizierten Fachkräften geschaffen.

Die Arbeit wird sich im Gegensatz zur Automatisierung im Sinne von Industrie 3.0 dahingehend

ändern, dass der Mensch nicht nur Anlagen und Maschinen bedient oder wartet,

sondern durch die Digitalisierung und Sensorik Mensch und Roboter direkt kollaborieren

können. Noch fährt mein Auto nicht autonom. Aber durch sensorgeführte Assistenzsysteme

hält es die Spur, den Abstand, unterstützt mich beim Einparken und bremst auch. So ist es

auch bei vielen MRK-Lösungen, wo Mensch und Maschine echte Teamplayer sind.

Wie wird sich Ihr Unternehmen

im Umfeld zukünftiger

Digitalisierung verändern und

welche Vorteile ergeben sich

dadurch für Ihre Kunden?

Wir digitalisieren und vernetzen unseren kompletten Planungs-, Konstruktions- und

Fertigungsprozess weiter. Der sogenannte digitale Zwilling ist dann über alle Phasen für

das Kundenprodukt wie auch die Produktions- oder Fertigungsanlage vorhanden.

Dadurch können wir komplette Abläufe virtuell nur anhand von digitalen Daten und Modellen

simulieren und testen. Damit geht einher, dass Arbeitsabläufe, die klassisch nacheinander

erfolgten, auf einmal simultan auf einer gemeinsamen Datenbasis umgesetzt werden, bei

gleichzeitigen Optimierungsschleifen. Das beschleunigt die Umsetzungsphase bis zur

Lieferung, aber insbesondere die Inbetriebnahme beim Kunden. Diese findet oftmals im

bestehenden Produktionsumfeld statt und hat damit kürzere Unterbrechungen und ein

schnelles Erreichen der Leistungsdaten zur Folge.

Mit der digitalen Fabrikplanung optimieren wir bereits heute unsere Baustellenlogistik und

können in größeren Modulgrößen unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten liefern.

Der Kunde kann anhand dieser Daten bereits im Vorfeld seine Fabrik dreidimensional

‚begehen‘, die technische Gebäudeausrüstung und Einrichtungsplanung integrieren und

anpassen. Insbesondere logistische- und Taktzeitanalysen aus diesen Daten helfen uns und

den Kunden, alle Abläufe und Schnittstellen im Blick zu behalten.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Soltwedel!

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07 Mit seiner über 60-jährigen Firmengeschichte zählt Schulz Systemtechnik heute zu

einem der führenden Unternehmen im Bereich der Prozess- und Industrieautomatisierung;

das Bild zeigt den Standort Bremen

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 91


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

Schnell reagieren auf kritische

Vorkommnisse

Critical Incident Reporting Systems – kurz CIRS – wie von IVG

Göhringer sind Berichtssysteme über kritische Vorkommnisse in

komplexen Systemen. Der Hersteller bietet mit den verschiedenen

Quicktestern für Profibus, CAN und AS-Interface einfache

Werkzeuge für die Fehlersuche. Zu kritischen Vorkommnissen

kann es kommen, wenn mehrere,

voneinander unabhängige Fehler

unerwartet gleichzeitig auftreten –

und die Funktionsfähigkeit und

Sicherheit einer Anlage oder des

Personals gefährden. Bei industriellen

Netzen und Bussystemen

ist das regelmäßig ein Thema.

Mit dem aus der Verhaltenspsychologie

stammenden

CIRS-Verfahren werden

Vorkommnisse selbst erfasst

und auch, ob eine bestimmte Aktion dazu die Situation verbessert

oder nicht. Aus der Analyse werden konkrete Maßnahmen zur

Verbesserung des Gesamtsystems abgeleitet. Voraussetzung dafür

ist eine offene Fehlerkultur. Erkannte Mängel und Fehler werden

ohne Blick auf den Verursacher beseitigt. Dazu bietet der

Hersteller auch Hilfe bei der Fehlersuche und -beseitigung sowie

Schulungen zu dem Thema an.

www.i-v-g.de

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Firmenprofil W+P PRODUCTS GmbH

Kontakt

W+P PRODUCTS GmbH

Daimlerstr. 29 – 33

32257 Bünde

Tel.: +49 5223 9850 70

info@wppro.com

www.wppro.com

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Halle B2, Stand 406

W+P produziert und vertreibt

seit 1994 ein breites Produktspektrum

an Steckverbindern

für alle Anwendungen rund

um die Leiterplatte.

Vom hochwertigen

Präzisionssteckverbinder

bis zur zuverlässigen Massenkomponente

bietet W+P für

jede Anforderung das

geeignete Bauteil in

fertigungsgerechten

Verpackungsformen.

Als Komplettanbieter deckt

W+P die gesamte Bandbreite

an möglichen Rastermaßen

und Montagearten ab.

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kundenspezifischer

Sonderlösungen, Design-In,

Kabelkonfektionierung,

Werkzeugbau.

Kleiner, aber starker IPC

Ein kompakter, leistungsstarker und robuster IPC ist die Picobox

Small der Arcticline aus dem Hause BEG Bürkle. Er ist von 0 bis 50 °C

temperaturbeständig und sein Gehäuse ist staubgeschützt. Seine

passive Kühlung ohne Lüfter macht die Reinigung von Filtermatten

überflüssig. Zudem bietet er zahlreiche Features: Die

integrierte Grafik Intel HD Graphics erzeugt eine hohe Geschwindigkeit,

die die Videoperformance pusht. Darüber hinaus lassen sich

zwei voneinander unabhängige Displays

anschließen. Der Box-IPC basiert auf einem

Intel Atom E3845-Prozessor Quad-Core mit

1,91 GHz und kann mit bis zu 4 GB RAM

ausgestattet werden. Für ausreichend Konnektivität

sorgen 2 × Gigabit-LAN, 1 × RS232,

RS232/422/485, 1 × USB 2.0, 1 × USB 3.0, VGA

und ein Displayport. Installieren lässt sich der

Box-Rechner als Buch- oder Wandgerät via

Universal-Montagewinkel.

www.beg-buerkle.de

Verschiedene Programme mit einem

Anzeigegerät programmieren

IAI Industrieroboter stellt mit dem tragbaren Bedien- und Anzeigegerät

TB-02 ein neues Teach-Pendant vor. Es hat die Form eines

Tablet-PCs und ist mit allen Produkten und Steuerungen aus dem

Hause IAI kompatibel, sodass Anwender mit nur einem Gerät

verschiedene Produkte programmieren können: elektrische Linearantriebe,

elektrische Greifer, elektrische Rotationsachsen, Tischund

Scara-Roboter sowie die Kartesischen Roboter. Der Menübildschirm

ist über die Auswahl von Icons leicht visuell bedienbar.

Eine interaktive Bedienerführung begleitet zudem die einfache

Programmerstellung, bei der lediglich Betriebsart, Position und

Geschwindigkeit ausgewählt werden müssen. Eine Funktion zur

Einstellung und Überwachung der Gateway-Einheit gehört ebenso

zur Ausstauung wie auch ein Offboard-

Tuning-Funktion zur automatischen

Berechnung der optimalen Steuerparameter.

Ein Servo-Monitoring zur Überwachung

und Prüfung der Betriebsbedingungen

mit Anzeige von Signalkurven

komplettiert die Ausstattung.

www.iai-gmbh.de

Konfigurationstools optimiert

Die neue Version des Gerätekonfigurationstools Fieldmate von

Yokogawa bietet Funktionen, die den Wartungsaufwand reduzieren.

Fieldmate 3.02 verfügt über eine Touch-Bedienung mit nur einem

Klick für komplexe Vorgänge. Der Startbildschirm wurde um Schaltflächen

für häufig durchgeführte Wartungsaufgaben erweitert.

Aktuelle und frühere Werte für einen Parameter lassen sich durch

Anklicken der Schaltfläche „Alle Parameter“ auf dem Startbildschirm

vergleichen. Die neue Version läuft auch auf PCs und Tablets mit

Windows 10. Eine erweiterte Version gibt es auch vom Fieldmate

Validator, mit dem die Verbindung zwischen Feldgeräten und der

E/A-Ebene des Prozessleitsystems Centum VP (N-IO) zentral

getestet und validiert wird.

www.yokogawa.com

92 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016

w+p.indd 1 25.10.2016 10:03:12



INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

18,5 Zoll-Panel-PC jetzt mit

Full-HD-Auflösung

Der 18,5-Zoll-Panel-PC der Exclusive Line Serie aus dem Hause

Distronik ist ab sofort mit einer höheren Auflösung von

1 920 × 1 080 Bildpunkten verfügbar – bisher waren bei den

18,5-Zoll-Displays 1 366 × 768 Pixel üblich. Die neue Auflösung

ermöglicht die Darstellung von mehr Bildinhalt bei gleicher

Displayfläche. Mit einem Betrachtungswinkel von 178° von allen

Richtungen und einer Helligkeit von 350 cd/m² ist der

DT-PC185-EXC-4 GB-128SSD für alle Industrieanwendungen

geeignet. Darüber hinaus ergänzt die leistungsfähige und lüfterlose

Quad Core Intel Celeron J1900 CPU die Performance der

Panel-PC-Einheit. Standard sind zudem 4 GB DDR3L Arbeitsspeicher

und eine 128 GB Solid State Disk – erweiterbar bis

8 GB DRAM und in allen verfügbaren SSD-Größen. Die Front ist

mit einer flächenbündigen, beidseitig entspiegelten Sicherheitsglasschutzscheibe

oder mit einem 10-Finger-PCAP-Touchscreen

versehen. So wird frontseitig die Schutzklasse IP65 erreicht. Die

Rückseite ist geschlossen und

staubdicht (IP50). Der Panel-PC

kann über die VESA 100 mm

an einen Schwenkarm bzw.

Standfuß oder aber über

rückseitige Gewindebolzen

für Pulteinbau in jegliche

Anwendung integriert werden.

www.distronik.de

Zuverlässige Kommunikation

in rauen Umgebungen

Kompakte Industrial Ethernet Switches zum Aufbau elektrischer

Linien-, Stern- und Ringstrukturen bietet Siemens mit der Reihe

Scalance XP-200. Die Geräte im flachen Metallgehäuse der

Schutzart IP65/67 haben einen Temperaturbereich von - 40 bis

+ 70 °C. Dadurch lassen sie sich auch außerhalb von Schaltschränken

im Innen- und Außenbereich einsetzen. Die Layer 2-Switches

sind für Ex-Bereiche der

Zone 2 und damit unter

anderem für die Öl- und

Gasindustrie zugelassen.

Der Scalance XP208

verfügt über acht, der

Scalance XP216 über

16 Ports. Bei Letzterem

stehen neben

Fast-Ethernet-Ports in

M12-Anschlusstechnik

bis zu vier Gigabit-Ports

in M12-Anschlusstechnik zur Verfügung. Beide Varianten stehen

als EEC-Version zur Verfügung, die nach den Euro-Normen für

Bahnapplikationen zertifiziert und auch in Kraftfahrzeugen mit

e1/E1-Anforderungen zugelassen sind. Die Konfigurationen beim

Gerätetausch können per steckbarem C-Plug auf einen anderen

Switch übertragen werden.

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INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

IIC-Testbed für Sensor-to-the-Cloud-Konnektivität

TE Connectivity (TE), Anbieter von Verbindungstechnologie- und

Sensorlösungen, hat durch das Industrial Internet Consortium (IIC)

die offizielle Anerkennung eines IIC-Testbeds zu

Sensor-to-the-Cloud-Konnektivität mit der

Bezeichnung „Smart Manufacturing Connectivity

for Brown-field Sensors Testbed” erhalten. Die

Experimentierplattform, die vom IIC-Mitglied TE

geleitet wird, wird gemeinsam mit SAP, ebenfalls

IIC-Mitglied, IFM und der OPC Foundation

umgesetzt. Ziel der Konnektivität ist, Sensordaten

nahezu in Echtzeit in IT-Systemen verfügbar zu

machen und dadurch erweiterte Datenanalytik

zu ermöglichen. Das ist vor allem für Betreiber von bestehenden

Produktionsanlagen interessant, da es ihnen ermöglicht, die

Effizienz z. B. durch Verringerung des Energieverbrauchs

zu steigern. Anders als bei Neuinstallationen,

in denen die entsprechende Konnektivität

von Anfang an eingeplant werden kann, sind für

bestehende „Brown-field“-Installationen intelligente

Lösungen gefragt, um eine einfache Integration

sowohl auf OT-(Operation Technology) als auch

IT-Ebene zu gewährleisten.

www.te.com

Neue Diagnose- und

Validierungsfunktionen

Das Unternehmen Siemens erweitert mit dem Update V13 SP2

der Netzwerkmanagement-Software Sinema Server Diagnoseund

Validierungsfunktionen. Dazu gehören die erweiterte

Profinet-Diagnose über SNMP und Simatic. Auch erkennt die

Software nun bei Ethernet-basierten Geräten neben doppelt

vergebenen Gerätenamen, IP- und Mac-Adressen auch wechselnde

Topologien beim Einlesen der Zustands- und Diagnosedaten.

Zudem wurde die Verbindung von

Management- mit Monitoringaufgaben

optimiert. Gewonnene Daten

werden systemübergreifend zur

Verfügung gestellt. Außerdem

unterstützt das System nun Scalance

M und Scalance S615. Die Software

kann sowohl direkt in Fertigungszellen

als auch anlagenübergreifend

eingesetzt werden. Sie liefert durch

eine zentrale Statusü bersicht aller aktiven Server einen Überblick

über das jeweilige Produktionsnetzwerk. Über z. B. OPC UA kann

die Netzwerkdiagnose in Scada-Systeme wie WinCC oder das

Prozessleitsystem PCS 7 integriert werden.

www.siemens.de

Ein Gateway für alle Ethernet-Protokolle

Das Gateway NT 151-RE-RE von Hilscher konvertiert E/A-Daten

zwischen zwei beliebigen industriellen Ethernet-Netzwerken.

Insgesamt unterstützt es 34 ladbare Protokollkombinationen für

Profinet, Ethercat, EtherNet/IP, Powerlink und Sercos in Slave-zu-

Slave- oder Slave-zu-Master-Kombination. Zwei Netzwerk-

Controller im Gerät trennen beide Netzwerke

physisch und handeln die Protokolle unabhängig

voneinander ab. Ein gemeinsamer Speicher dient

zur Datenübergabe der zyklischen E/A-Daten,

wobei ein beliebiges Datenmapping durchführbar

ist. An der Geräteober- und -unterseite befindet

sich jeweils eine Dual-Ethernet-Buchse mit Switch-

Funktion, was die Realisierung von Stern-, Ringoder

Linien-Netzwerktopologien für jede Netzwerkseite

ermöglicht. Konfiguriert wird das Gerät über

eine Mini-USB-Buchse mit der Windows-Software

Sycon.net.

www.hilscher.com

ODVA entwickelt Standards für ein

Common Industrial Cloud Interface

ODVA plant eine neue technische Initiative zur Entwicklung von

Standards für die Gateway- und Schnittstellentechnologie, die zur

Übertragung von Daten zwischen der Cloud und CIP-fähigen

industriellen Steuerungssystemen (ICS) unter Verwendung von

EtherNet/IP- und DeviceNet-Geräten benötigt werden. Die Arbeit

umfasst eine Cloud Gateway Appliance (Gateway) und eine

Anwendungsprogrammschnittstelle (API) für die Datenübertragung

vom Gateway zur Cloud und von der Cloud zurück zum ICS und

den dazugehörigen Geräten. Das Common Industrial Cloud Interface

beschleunigt eine architektonische Umgestaltung, die das Cloud-

Computing mit Funktionen wie Gerätemanagement, Prozessanalyse,

Benachrichtigungen, Remote-Zugriff, Virtualisierung, Visualisierung

umfasst und in Zukunft Steuerungsmöglichkeiten unterstützen wird.

www.odva.org

Inserentenverzeichnis Heft 6/2016

ADDI-DATA, Rheinmünster42

AMSYS, Mainz49

Automation24, Essen93

Bachmann electronic, Feldkirch-Tosters

(Österreich)23

Balluff, Neuhausen9

Bernstein, Porta Westfalica53

B&R Industrie-Elektronik,

Bad Homburg43

CONTA-CLIP, Hövelhof8

Delphin Technology, Bergisch Gladbach5

ECKELMANN, Wiesbaden73

EMCCons, Ebermannstadt57

Endress+Hauser, Weil am Rhein 44-45

ESCHA, Halver69

E-T-A, Altdorf59

EUCHNER, Leinfelden-Echterdingen27

Falcon Illumination MV,

Untereisesheim83

FRÄNKISCHE INDUSTRIAL PIPES,

Königsberg107

FuehlerSysteme eNET, Nürnberg35

Goldammer, Wolfsburg75

Hottinger Baldwin Messtechnik,

Darmstadt71

HYDAC INTERNATIONAL, Sulzbach79

iC-Haus, Bodenheim21

igus®, Köln72

Jauch Quartz, Villingen-Schwenningen99

JUMO, Fulda47

KELLER, Winterthur (Schweiz) U2

LOHMEIER, Vlotho105

MC Technologies, Hannover19

Meister Strömungstechnik, Wiesen47

Microsonic, Dortmund25

microSYST, Weiden108

Murrelektronic, Oppenweiler63

OMEGA Engineering, Deckenpfronn 74

Optris, Berlin33

PEAK-System Technik, Darmstadt31

PENTACON, Dresden37

PHOENIX TESTLAB GmbH, Blomberg15

POLYRACK TECH-GROUP,

Straubenhardt95

POSITAL FRABA Europa, Köln3

Rittal, Herborn 66-67

ROHDE & SCHWARZ, München17

ROSE Systemtechnik,

Porta Westfalica109

Schmersal, Wuppertal61

Schubert System Elektronik,

Neuhausen55

SSV Software Systems, Hannover80

STEGO Elektrotechnik,

Schwäbisch Hall97

STÖBER ANTRIEBSTECHNIK, Pforzheim U4

Turck, Mülheim77

Vision & Control, Suhl68

Weidmüller, Detmold29

W.E.St. Elektronik, Niederkrüchten81

Westfalenhallen Dortmund

Messezentr., Dortmund7

W+P PRODUCTS, Bünde92

WIKA, Klingenberg65

WSCAD electronic, Bergkirchen51

ZIROX, Greifswald49

Beilagehinweis

PROFIBUS, Karlsruhe (Vollbelegung)

94 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

Nächste Stufe der Industrieautomation

Als „beyond Industry 4.0“ bezeichnet Isra Vision seine Systemarchitektur

Touch and Automate. Sie ermöglicht den Einsatz

kabellos verbundener Sensor-Netzwerke und ist mit aufgabenbezogenen

Software-Bausteinen sehr anpassungsfähig. Durch

hohe Konnektivität und On-Board-Rechenleistung werden mit ihr

die Plug-and-Automate-Sensoren smart. Sie kommunizieren per

WLAN sowohl mit einer Datenbank als auch miteinander. Dies

ermöglicht einen koordinierten Sensoreinsatz bei großen

Messaufgaben, und ermittelte Daten stehen auch prozessübergreifend

für eine kollaborative Datenverwendung zur Verfügung.

Alle Inspektionssysteme

können sofort auf Veränderungen

reagieren, denn

Informationen zu Fehlertypen

und Objektgeometrien

sind für das gesamte

Sensornetzwerk ohne

Zeitverzug verfügbar. Das

Konzept umfasst die Vereinzelung

unsortierter Bauteile

per „Griff in die Kiste“, die

Depalettierung und den

Kombi-Sensor APS3D, der

mehrere Messverfahren und

Beleuchtungsarten vereint.

www.isravision.com

CAN-Bus-Geräte mühelos an Profinet

anbinden

Mit dem PN/CAN-Gateway

aus dem Hause Systeme

Helmholz ist eine einfache

Anbindung von CAN-Geräten

an Profinet möglich. Das

Produktspektrum umfasst

Ausführungen für CANopen-

Master oder Layer-2-Protokolle,

eine Variante mit CANopen Slave Protokoll ist in Vorbereitung.

Das PN/CAN-Gateway CANopen stellt einen vollwertigen

CANopen Master dar und unterstützt Netzmanagement,

Sync-Telegramme, Nodeguarding/Heartbeat zur Überwachung

der Teilnehmer und LSS-Dienste. Pro CANopen Slave sind bis zu

16 PDOs konfigurierbar. Ebenso ist die Parametrierung der

CANopen-Teilnehmer über SDO-Telegramme und die Verwaltung

von Emergency-Nachrichten möglich. Mit dem PN/CAN-Gateway

Layer 2 ist die Anbindung von CAN-Geräten mit proprietären

CAN-Protokollen möglich. Am Profinet-Netzwerk ist das Gateway

ein Profinet-IO-Device und unterstützt Übertragungsraten bis

100 Mbit vollduplex, am CAN-Bus wird bis zu 1 Mbit/s unterstützt.

Die I/O-Daten der CAN-Teilnehmer werden transparent und frei

konfigurierbar in das Profinet-Netzwerk eingeblendet und

können so in der SPS direkt verarbeitet werden.

www.helmholz.com

Sensordaten in Echtzeit übertragen

Fit für die Industrie-4.0-basierte Smart Factory ist das modulare Sensorsystem

IGW/IOx von SSV. Es besteht aus einer Signalerfassungseinheit mit 4 bis 20 mA-,

0 bis 10 V- und digitalen Eingängen für Sensorelemente. Dazu kommt eine

Kommunikationseinheit mit einem per Browser bedienbaren Datenfluss-

Konfigurator. Einsatz findet es z. B. beim automatischen Füllstandsmanagement

von gasförmigen oder flüssigen Betriebsstoffen. In den Behälter wird ein

Füllstandssensor integriert und mit der Kommunikationseinheit verbunden.

Diese digitalisiert den Füllstand und überträgt in festen Abständen oder beim

Erreichen bestimmter Vorgabewerte einen XML-Datensatz an eine MES/ERP/

CRM-Software oder an einen Cloud-Service. Dafür wird das Mobilfunknetz oder

ein Ethernet-basierter Festnetzzugang verwendet. Daneben kann die Kommunikationseinheit

über weitere Sensoren auch den pH-Wert, die Leitfähigkeit oder

die Temperatur überwachen und zudem Leckagen erkennen und melden.

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 95


Für die Fabrik der Zukunft gerüstet

Was Sie beim Aufbau einer robusten IT-Umgebung beachten müssen

Bernd Hanstein

Die ständige Erzeugung neuer Daten z. B. durch vernetzte Maschinen setzt

für produzierende Unternehmen IT-Lösungen voraus, die sowohl Hitze als

auch Staub standhalten. Doch wie lässt sich immer mehr IT-Technik in die

Produktion integrieren und gleichzeitig die empfindliche Elektronik der

IT-Komponenten zuverlässig schützen? Lesen Sie hier, was berücksichtigt

werden muss, wenn IT, Produktionsleitung und Facility Management

gemeinsam eine ausfallsichere IT-Infrastruktur realisieren.

Bei der Modernisierung ihrer Produktion

setzen viele Unternehmen auf Konzepte,

die eine enge Integration der bestehenden

Fertigungsumgebung mit modernsten

IT-Lösungen vorsieht. Setzt sich diese Entwicklung

fort, finden sich schon bald in

jedem Hallenverteiler intelligente und vernetzte

Geräte. Bekannt ist diese Entwick-

Bernd Hanstein, Hauptabteilungsleiter

Produktmanagement IT, Rittal GmbH & Co. KG

in Herborn

lung unter dem Begriff Industrie 4.0. Bei der

Fabrikmodernisierung sind deutsche Unternehmen

ganz vorne dabei: Eine im April

2016 veröffentlichte Umfrage des Branchenverbandes

Bitkom zeigt, dass Deutschland

bei Industrie-4.0-Vorhaben nach den USA

auf Platz zwei liegt, noch vor Japan, Frankreich

und China. Fast jedes zweite Unternehmen

hierzulande setzt bereits auf

Industrie-4.0-Anwendungen. Dazu äußert

sich Frank Riemensperger, Bitkom-Präsidiumsmitglied:

„Die vierte industrielle Revolution

ist in der Werkhalle angekommen.“

IT und Staub – keine gute

Kombination

Nicht in jedem Industriezweig stehen Reinräume

für die Produktion zur Verfügung,

wie dies bei Herstellern von Solarpanels

oder Chipherstellern der Fall ist. In Großbäckereien

fällt z. B. feiner Mehlstaub an,

der jedes ungeschützte IT-System in kürzester

Zeit beschädigen würde. Im schlimmsten

Fall könne es sogar zu Explosionen

kommen. Auch physische Beschädigungen

durch Gabelstapler können vorkommen.

Bei Reinigungsarbeiten könne ein auf ein

offenes IT-Gehäuse gerichteter Wasserstrahl

schnell zu einem Ausfall führen. Daher

ist eine entsprechende Schutzwertigkeit

der Schränke notwendig.

Wichtig ist, dass Unternehmen ein durchgängiges

Sicherheitskonzept entwickeln. So

müssen bereits die Kleingehäuse bei den Produktionsanlagen

mit in das Schutzkonzept

aufgenommen werden, um diese Geräte zuverlässig

zu sichern, z. B. gegen EMV-Einstrahlung.

Zudem sollen sämtliche Gehäuse

Vibrationen zuverlässig widerstehen und

Staub, Schmutz sowie Flüssigkeiten abhalten.

96 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

Die Schutzklasse wird in der internationalen

IP-Norm (Ingress Protection) ausgedrückt.

In rauen Produktionsumgebungen

sollten Server- und Netzwerkschränke installiert

werden, die mindestens die Schutzart

IP 55 unterstützen. Derart geschützte

Schränke helfen dabei, schädliche Staubablagerungen

im Innern zu vermeiden.

Außerdem verfügen sie über einen vollständigen

Berührungsschutz und sind gegen

Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt.

Standardplattform mit

Variantenvielfalt

Üblicherweise sind keine Sonderanfertigungen

an Gehäusen und IT-Schränken

notwendig, um eine Industrie-4.0-Umgebung

zu realisieren. Vielmehr lassen sich

standardisierte Produkte verwenden, sofern

diese flexibel ausbaubar sind. Wichtig

ist hierbei, dass die Lösungen trotz individueller

Anpassungen immer noch auf

Standards basieren. Denn so ist es für Unternehmen

erheblich leichter, bestehende

und neue Vorschriften rund um den Bau

von IT-Umgebungen umzusetzen.

Ein Beispiel für einen hochflexiblen IT-

Schrank ist der TS IT von Rittal. Dieser bietet

eine auf Standards basierende Plattform

und ist gleichzeitig variabel ausbaubar. Der

Vorteil der Standardplattform mit gleichzeitiger

Variantenvielfalt: Alle Komponenten

lassen sich über die gleiche Befestigungsmethode

einbauen. Die von Rittal verwendete

Snap-in-Technik erlaubt im Idealfall

sogar die komplett werkzeugfreie Montage.

Bestellung und Lagerhaltung werden vereinfacht.

Unternehmen müssen weniger

Ersatzteile vorhalten und können Lagerbestände

auf das Minimum beschränken.

Auch Zusatzfunktionen profitieren von der

homogenen Ausstattung. So lassen sich alle

Gehäuse mit einheitlichen Schließsystemen

ausstatten, Generalschlüssel passen

für jede Tür und erleichtern den Zugang für

Administratoren und Techniker enorm.

Digitalisierungsstrategie

beachten

Sobald in Schränken mit hoher Schutzart

aktive IT-Komponenten vorhanden sind, ist

eine passive Kühlung durch ausblasende

Lüfter alleine nicht mehr möglich. Bei einer

hohen Schutzart ist das Gehäuse sogar luftund

wasserdicht verschlossen, um die Systeme

vor eindringendem Wasser bei vorübergehender

Überflutung zu schützen.

Durch die Dichtigkeit der Gehäuse wird es

schwieriger, Abwärme einfach über einen

Lüfter nach außen zu transportieren. Hierbei

müssten dann Filterlüfter mit Schutzart

verwendet werden. Oder es kommen Kühlsysteme

zum Einsatz, die die Wärme am Ort

der Entstehung aufnehmen und an einer

anderen Stelle an die Umgebung abgeben.

Für sehr hohe Abwärme gibt es ein Kühlmedium.

Sofern kein Kühlmittel bzw. Kalt­

01 Der hochflexible IT-Schrank bietet eine

auf Standards basierende Plattform und ist

gleichzeitig variabel ausbaubar – mit über

100 Ausbauvarianten

wasser vorhanden ist, kann die Lösung ein

Kühlgerät für den IT-Schrank sein, das über

einen Kompressor für die Kälteerzeugung

verfügt – wie das Rittal LCU DX. Möglich ist

auch die Nutzung von Prozesskälte, die z. B.

vorliegt, wenn der Produktionsprozess sowieso

Kaltwasser erfordert. Generell sollte

das IT-Team bei der Planung darauf achten,

dass der benötigte IP- und Zugriffschutz mit

einer dazu passenden Klimatisierung installiert

wird. Hier sind enge Absprachen mit

dem Facility Management notwendig.

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INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 97

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KOMPONENTEN UND SOFTWARE

02 Das Alarmsystem für Netzwerk und Serverschränke ist modular

aufgebaut und kann flexibel den Überwachungsanforderungen

angepasst werden

Ein weiterer Schwerpunkt der intelligenten

Produktion ist die Netzwerktechnik sowie

die damit verbundene Verkabelung. Intelligente

Maschinen in der Fertigung verfügen

über zahlreiche Sensoren und sind

internetfähig. Das heißt, sie kommunizieren

über das IP-Protokoll. Für die Internet-

Technologie sind die entsprechenden

Anschlüsse, Verteiler und Netzwerkkomponenten

innerhalb der Produktionsumgebung

zu verlegen. Die hohe Sensorendichte

einer vollautomatischen Fabrik

erzeugt große Datenmengen – entsprechende

Kapazitäten sind bei den Switches

und den vor Ort installierten Servern zu

berücksichtigen. Bei der Entscheidung für

einen IT-Schrank sollte daher die Digitalisierungsstrategie

innerhalb der Produktion

beachtet werden.

Vor Fremdzugriff und Brand

schützen

In einer Fabrikhalle haben viele Menschen

Zugang zu Maschinen und IT-Schränken.

Neben den Mitarbeitern an der Produktionsstrecke

sind dies z. B. Reinigungskräfte

oder weiteres Service-Personal. Gehäuse

für IT- und Netzwerktechnik benötigen

daher abschließbare Türen und optional

elektronische Schlösser zur Protokollierung

der Zugänge. Auch die Seitenwände dürfen

nicht einfach abnehmbar sein. Denn: Ein

Industriespion könnte über die geöffnete

Seitenwand mit einem USB-Stick einen

Virus in Minutenschnelle in die Server einspielen

oder Dateien direkt kopieren.

Für den Brandschutz sind ebenfalls intelligente

Lösungen notwendig. Empfehlens-

wert ist eine direkt im IT-Rack installierte

Löschanlage: Eine Brandfrüherkennung

und ein Aktivlöschsystem schützen die IT-

Anlage zuverlässig und verhindern, dass es

zu einem größeren Feuer kommt. Somit

muss ein Unternehmen weder die komplette

Produktion stoppen noch die Fabrikhalle

evakuieren, nur weil das Netzteil eines

Netzwerkverteilers zu schmoren anfängt.

03 Das Internet der Dinge, vernetzte Maschinen und hoch automatisierte

Produktionsstraßen erzeugen in der Fertigung ständig neue Daten

98 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


Die Energieversorgung von IT-Komponenten in der Fabrikhalle

muss individuell und unter Berücksichtigung der vorhandenen

Produktionsumgebung entwickelt werden. So kann das

Anlaufen von großen Maschinen oder starken Elektromotoren

für Schwankungen im Stromnetz sorgen. Diese lassen sich

über zusätzliche USV-Systeme ausfiltern, um so die Energieversorgung

zu stabilisieren. Ein ausreichend dimensionierter

IT-Schrank nimmt die USV-Anlage auf. Wichtig ist auch, dass

sich IT und Produktionsleitung abstimmen und ein Energiekonzept

entwickeln, das die Anforderungen beider Welten

berücksichtigt. So müssen bspw. bei einem Stromausfall in

einer Druckerei die Druckmaschinen vor dem Herunterfahren

die Papierrollen erst in eine sichere Parkposition bringen.

Gleichzeitig ist es wichtig, ein kontrolliertes Herunterfahren

der IT-Systeme zu gewährleisten.

Die Fabrik der Zukunft gemeinsam gestalten

Alleine die enge Abstimmung von IT und Facility Management

kann zu längeren Diskussionen führen. Kommen Verantwortliche

für die Fertigungsautomation und die Produktion hinzu,

sitzen noch mehr Parteien an einem Tisch, die alle ganz unterschiedliche

Vorstellungen von einer Fabrik der Zukunft haben.

Daher sollte von Anfang an die Organisation inklusive der

Zuständigkeit geklärt werden.

Wie fließend die Zuständigkeiten sein können, zeigt ein

Temperatursensor, der einen Netzwerk-Switch in der Fabrikhalle

überwacht. Aus Sicht der IT sollte die Überwachung mithilfe einer

DCIM (Data Center Infrastructure Management)-Software

erfolgen und in das zentrale Monitoring im Rechenzentrum

einfließen. Da jedoch ein Stillstand der Produktion bei Ausfall

des Switches droht, möchte der Leitstand in der Fabrik ebenfalls

über den Status informiert sein. Als Alternative bietet sich an,

die Sensordaten über eine OPC-UA zu versenden und alle beteiligten

Funktionsbereiche in die Kommunikation einzubinden.

Rittal bietet mit CMC III ein Überwachungssystem, das die Integration

unterschiedlicher Sensoren und CAN-Bus-Einheiten

ermöglicht und Alarme über diverse Protokolle und Kommunikationswege

versendet.

Eine für alle Betriebe passende Organisation gibt es jedoch

nicht, da in jedem Unternehmen die IT- und Produktionskompetenzen

unterschiedlich verteilt sind. Generell sollten natürlich

die Ingenieure aus dem Maschinenbau ihre Kompetenzen

entsprechend in die Produktion einbringen und die IT-Experten

rund um die Ausgestaltung der IT-Infrastruktur beraten. Ein

externer Berater kann helfen, die unterschiedlichen Interessen

zu vereinen und bei der Auswahl geeigneter Technologien und

Produkte zur Umsetzung einer Industrie-4.0-Initiative helfen.

www.rittal.de

MESSE-HIGHLIGHTS:

IoT RF QUARZE

LITHIUM-POLYMER-BATTERIEN

Besuchen Sie uns auf der electronica!

Frequenzgebende Bauteile: Halle B6, Nr. 506

Batterielösungen: Halle A2, Nr. 168

04 Die Kühllösung besteht aus einer Inneneinheit mit drehzahlgeregelten

EC-Lüftern (bürstenloser Gleichstrommotor) sowie

einem Inverter-geregelten Verdichter für den Außenbereich

SICHERHEIT IN SERIE

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Die Spezialisten von Jauch stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite:

bei der Auslegung Ihrer Schaltung, bei allen messtechnischen Anforderungen

sowie bei allen Fragen rund um Ihr Batteriesystem. Unser Produktprogramm

reicht von Quarz- und MEMS-Oszillatoren über Standardzellen bis zum

speziellen Akkupack.

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Ihr Vorteil: Gerade individuelle Anforderungen erfüllen wir zuverlässig und

Ihre Anwendung läuft sicher in Serie.

QUARZE

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Jauch Quartz GmbH

78056 Villingen-Schwenningen

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LITHIUM-IONEN-BATTERIEN

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Jauch Quartz GmbH

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SOFTWARE ALS

WEICHENSTELLER

FÜR INDUSTRIE 4.0

Martina Laun

Jürgen Schmiezek, Geschäftsführer beim Softwarehersteller

Lobster mit Sitz in Pöcking, sieht die

digitale Vernetzung als größte Chance in der

Unternehmensgeschichte der Softwareschmiede.

Denn mit den Softwareprodukten aus dem Hause

Lobster lassen sich bereits heute Maschinen-, Systemoder

Sensorenanbindungen für die Umsetzung von

Industrie-4.0- bzw. IoT-Geschäftsmodellen realisieren.

SUMMER

of

DAS HIGHLIGHT DES JAHRES

ENGINEERING

2016

SUMMER OF ENGINEERING

ZU GAST BEI

LOBSTER

Herr Schmiezek, Lobster bietet

Softwarelösungen für ein

reibungsloses Datenmanagement.

Was genau verbirgt sich

hinter Ihren drei Produkten

Lobster_data, Lobster_scm

und Lobster_pim? Welche

Prozesse in den Unternehmen

können Sie damit abbilden?

Übergreifend steht hinter den drei Produkten die Abdeckung eines so genannten eFulfillment-

Ansatzes. Das eFulfillment beschreibt die elektronische Abbildung aller Prozesse – von der

Beschaffung bzw. Bestellung von Produkten und Waren über das Internet bis hin zur Auslieferung

– durch entsprechende Softwarelösungen. Mit unseren drei Produkten können wir demnach

unseren Kunden dabei helfen, ihre individuelle eFulfillment-Strategie umzusetzen: Mit

Lobster_pim decken wir den Bereich eCommerce mit Produktinformationsmanagement und

Webshop ab, über Lobster_scm die Abwicklung, Überwachung und Steuerung der gesamten,

logistischen Prozesskette und das gesamte, überlagernde Datenmanagement wird durch

Lobster_data durchgeführt bzw. sichergestellt.

SUMMER OF ENGINEERING

Können Ihre Software-Systeme

einzeln zum Einsatz kommen

bzw. greifen sie ineinander?

Wie hat sich die Welt mit

Industrie 4.0 für Lobster

verändert?

Alle drei Softwareprodukte sind obgleich ihrer verbindenden Gesamtstrategie unabhängig

voneinander einsetzbar. Aber natürlich greifen auch alle Lösungen nahtlos ineinander. Da

Lobster_scm hauptsächlich für den Einsatz in sehr heterogenen Systemumgebungen konzipiert

wurde, bei denen trotz der völlig unterschiedlichen Systeme, Partner und Datenanbindungen

eine ganzheitliche Transparenz und übergreifende Automation gefordert sind, wurde hier eine

abgewandelte, reduzierte Variante von Lobster_data direkt in die Architektur integriert. Und

Lobster_data ist per Definition als smarte, leistungsstarke Datenintegrations- und -managementlösung

schon dafür entwickelt worden, mit nahezu jedem System und jeder Anwendung

naht- und mühelos zu kommunizieren.

Die digitale Vernetzung bedeutet für uns die größte Chance unserer Unternehmensgeschichte.

Wir sind mit unserem Hauptprodukt Lobster_data technologisch dem Markt und der derzeitigen

Entwicklung um einige Jahre voraus. Nicht nur, dass wir bereits heute Maschinen-, Systemoder

Sensorenanbindungen für die Umsetzung von Industrie-4.0- bzw. IoT-Geschäftsmodellen

100 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


INTERVIEW

zum Beispiel auf Basis des Industriestandards OPC UA realisieren können, wir entwickeln unsere

benutzergeführte Integrationstechnologie noch immer weiter in Richtung höherer Ergonomie

mit einfacher, selbsterklärender Bedienung. Damit werden wir im kommenden Zeitalter

der digitalen Transformation quasi zum Herzstück einer Industrie-4.0-Strategie-Realisierung.

Was können Sie mit Ihrer

Software leisten im Hinblick

auf Industrie 4.0?

Zunächst einmal bieten wir mit Lobster_data eine universelle, flexible und sehr leistungsstarke

Datenintegrations- und -managementsoftware an. Ohne jeglichen Programmierungs- und

Entwicklungsaufwand lassen sich dabei so genannte hybride Integrationen – also Daten-,

Anwendungs- und Systemintegrationen über unterschiedliche Bereiche hinweg (Cloud, On-

Premise, Mobile etc.) – innerhalb weniger Tage umsetzen, rein über Konfiguration und Parametrisierung

in sechs geführten Schritten. Eine derartige Integrationstechnologie, die zudem als

reine In-Memory-Anwendung selbst Sensordaten direkt extrahieren kann, ist unabdingbar für

alle neuen, digitalen Geschäftsmodelle der Zukunft. Gerade weil Integrationsprojekte aufgrund

des Markt- bzw. Wettbewerbsdrucks nur noch wenige Tage bis maximal einige wenige Wochen

dauern dürfen (und nicht mehr mehrere Monate) und es in Zukunft aus unserer Sicht notwendig

wird, dass fast ausschließlich Prozessspezialisten mit IT-Know-how (aber ohne spezielles

Programmier-/Entwicklungswissen) zusammen mit den Fachbereichen direkt die Umsetzung

und Integration neuer Geschäftsmodelle gestalten werden, führt kein Weg an Lobster_data

vorbei.

Im Bereich der digitalen Logistikkette sehen wir ebenfalls ein enormes Potenzial für die

Schaffung einer „End-to-End“-Transparenz. In Verbindung mit einer konfigurierbaren Regelund

Workflow-Automatisierung decken wir genau diesen Bedarf mit Lobster_scm ab.

Zwar wächst der Markt für Cloud basierte Logistikanwendungen ebenfalls sehr stark, wir sehen

jedoch einen erheblichen, technologischen Nachteil derartiger Lösungen, sobald die Integration

vieler verschiedener Systeme und Logistikpartner, die alle ihre eigenen Lösungen haben (und

nicht auf die eine Cloud-Anwendung wechseln wollen bzw. können), gefordert ist, um eine

übergreifende Transparenz in Verbindung mit einer Geschäftsprozessautomatisierung von bis

zu 80% der Standardabläufe zu realisieren, um damit die Mitarbeiter zu entlasten und wertschöpfender

einzusetzen. Da derartige Anforderungen zwangsläufig in Zukunft sogar noch

vermehrt auftreten werden, ist auch hier Lobster_scm strategisch sehr gut positioniert.

Für Lobster_pim sehen wir ebenfalls noch sehr viel mehr Potenzial aufgrund der digitalen

Transformation. Da sich nicht nur der eCommerce-Markt weiterentwickeln wird, sondern insbesondere

neue, digitale Geschäftsmodelle – wie etwa im Bereich „Predictive Maintenance“ –

entstehen, die die Anforderungen an ein zentrales Produktinformationsmanagement nochmals

erweitern werden. Zumal nur ein Bruchteil der heutigen Unternehmen mit einem umfangreichen

Produktsortiment überhaupt schon ein PIM-System im Einsatz hat.

Sehen Sie sich als Softwareanbieter

als Enabler/Weichensteller

für Industrie 4.0 bei

Ihren Kunden?

Wir sehen uns bei Lobster definitiv als Enabler. Wie zuvor beschrieben, kommt unseren Lösungen

eine teils sehr strategische Bedeutung zu, vor allem unserer Datenintegrations-Software

Lobster_data. Denn Informationen sind die neue Währung des digitalen Zeitalters, die aus

Daten von vielen, heterogenen Systemen gewonnen werden müssen. Die Weichen für eine

digitale Transformation müssen in den Geschäftsführungen der Unternehmen gestellt werden.

Lobster-Geschäftsführer Jürgen Schmiezek: „Informationen sind die neue Währung des digitalen Zeitalters“

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 101


Ist Ihre Software kompatibel

mit bereits vorhandenen

Softwarestrukturen bei Ihren

Kunden (ERP, MES,..)?

Selbstverständlich. Integration ist schließlich unsere Kernkompetenz.

Welche Branchen adressieren Sie?

Wir haben keinen speziellen Branchenschwerpunkt, sondern können über das hohe Maß an

Konfiguration unserer Lösungen die unterschiedlichsten Industrien bedienen.

Sehen Sie branchenspezifische

Unterschiede in der Nachfrage

nach Industrie-4.0-fähiger

Software?

Es wird sicherlich einige Branchen geben, die sich schneller diesem Thema annehmen werden,

wie zum Beispiel der Maschinenbau oder die Konsumgüter. Hier stehen wir bereits heute mit

unseren Kunden in enger Abstimmung für die ersten Pilotanwendungen. Einige andere Branchen

benötigen aber vielleicht noch etwas mehr Zeit, um entsprechende digitale Geschäftsmodelle

zu entwickeln, wie zum Beispiel die Pharma- oder Chemiebranche.

Wie wichtig ist das Thema

Industrie 4.0 für Ihre Kunden?

Sprechen Ihre Kunden das Thema

Industrie 4.0 direkt an oder ergibt

sich das Thema erst während der

Software-Implementierung?

Oder eher gar nicht?

Dies ist sehr unterschiedlich. Sicherlich gibt es heute kein Unternehmen mehr, das nicht über

eine Digitalstrategie nachdenkt oder diese vielleicht schon hat. Aktuell werden wir zwar mehr

und mehr von unseren Kunden angesprochen, aber meistens merken unsere Kunden erst nach

der Implementierung, welches Potenzial sie für die Realisierung von Industrie-4.0-Geschäftsstrategien

bereits im Haus haben bzw. mit Lobster_data gekauft haben. Da wir seitens Lobster

jedoch keine Strategieberatung machen, sondern diesen Bereich über ein entsprechendes Partnernetzwerk

abdecken, kommen inzwischen auch mehr Partner mit ihren Kunden auf uns zu.

Schildern Sie doch bitte den

Ablauf einer typischen

Implementierung Ihrer Software

bei einem Kunden aus dem

Intralogistik- bzw. Maschinenbaubereich.

Wie sind die

Erwartungen der Kunden?

Grundsätzlich unterscheiden sich die Implementierungen zunächst nicht nach der Branche

oder dem Unternehmensbereich. Bei Lobster_data ist die Umsetzung in der Regel sehr einfach:

ein halber Tag Installation, zwei Tage Schulung. Danach kann der Kunde die Software komplett

eigenständig benutzen, um Integrationen umzusetzen. Nur bei größeren Migrationen von anderen

Systemen auf Lobster_data brauchen wir einige Tage mehr, je nachdem wie umfangreich

die Ablöse ist. Bei Lobster_scm und Lobster_pim handelt es sich um klassische Unternehmenssoftware,

die in den üblichen drei Phasen – Konzept & Design, Umsetzung & Test, Rollout &

Schulung – bei den Unternehmen implementiert werden.

Da wir als reiner Software- und Technologieanbieter auftreten, erwarten unsere Kunden von

uns eine fehlerfreie Softwareimplementierung in der entsprechenden Zeit und dem vorgegebenen

Budget. Strategische Beratungen decken wir nur über Partnerunternehmen ab.

Welche Rolle spielt Industrie 4.0

bei der Entwicklung Ihrer

Softwarelösungen?

Eine sehr große. Da nahezu jede Maschine, jedes Endprodukt bzw. -gerät und (fast) jeder

Sensor Bestandteil einer digitalen Geschäftsstrategie mit neuen Dienstleistungen usw. sein

wird, muss überall eine entsprechende Software vorhanden sein. Da sich jedoch auf absehbare

Zeit kein einziger Standard für die Integration etablieren wird, muss dies bei der weiteren Entwicklung

berücksichtigt werden. Zudem ändern sich die Anforderungen an das Benutzerverhalten

und das Skill Profile der Anwender. Durch die zunehmende Komplexität in der IT muss

die Software einen Ausgleich schaffen und nahezu selbstverständlich und mühelos ohne

Schulung bedienbar sein.

SUMMER OF ENGINEERING

Wie gehen Sie mit den immer

größeren Datenmengen um (Big

Data)? Hat sich der Anspruch an

die Datenverfügbarkeit geändert?

Wie bekommen Sie die

zunehmende Komplexität der

Software für den Anwender in den

Griff?

Im Wesentlichen nicht. Es sind lediglich neue Technologien hinzugekommen, die Massendaten

immer noch fast in Echtzeit auswertbar machen, wie zum Beispiel In-Memory- oder NoSQL-

Datenbanken. Da Informationen aus Massendaten mittlerweile auch mobil immer und überall

verfügbar sein müssen, steht hier vielmehr der Bereich ICT im Fokus. Lobster_data ist bereits

heute in der Lage, Integrationen von Massendaten bzw. entsprechender Big-Data-Datenbanken

bereitzustellen und in Echtzeit zu übertragen – vorausgesetzt die notwendige Infrastruktur

ist vorhanden.

Durch noch mehr Vereinfachung und noch intuitivere Bedienung. Wir werden noch mehr so

genannte Smart Agents bzw. Wizards entwickeln, damit die Anwender noch einfacher und

müheloser selbst komplexeste Integrationen realisieren können.

102 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


INTERVIEW

Muss die Software noch

„intelligenter“ werden?

In gewisser Hinsicht ja. Wie ich bereits zuvor geschildert habe, muss die Software bis zu einem

gewissen Grad den Benutzer automatisch unterstützen und Aufgaben abnehmen. Der Anwender

soll und muss sich auf die grundsätzlichen Herausforderungen konzentrieren: den Prozess

und die Daten.

Thema Schnittstellen/

Standards/Richtlinien/

Normen: Wo liegen da heute

noch die Probleme oder sind

bereits alle gelöst?

Es gibt Standards, die jedoch in aller Regel nicht einheitlich angewandt werden. Zudem ist

aktuell nicht erkennbar, dass sich ein einziger Standard gerade für den massiv heterogenen

Markt für Industrie-4.0-bzw. IoT-Anwendungen etablieren wird. Einige Hersteller implementieren

sogar weiterhin eine proprietäre Software, um durch diese eine künstliche Markteintrittsbarriere

für Mitbewerber zu schaffen und so ihre Geschäftsmodelle abzusichern. Für uns als

Lobster ist dies jedoch ein Glücksfall, da wir von Beginn an nahezu jeden Industriestandard

out-of-the-box unterstützen. Je mehr Heterogenität, umso besser für Lobster.

Bieten Sie Ihren Kunden eine

eigene Lobster-Cloud?

Ja, wir haben die Möglichkeit, unsere Lösungen über Rechenzentrums-Partner als Softwareas-a-Service

bereitzustellen.

Thema Akzeptanz/Datensicherheit:

Welche Erfahrungen

haben Sie hier mit Ihren

Kunden gemacht?

Nur die besten. Da Sicherheit generell bei unserer Entwicklung an oberster Stelle steht, wissen

unsere Kunden, dass sie unserer Technologie zu 100% vertrauen können. Regelmäßige Sicherheitstests

belegen dieses hohe Sicherheitsmaß dann noch mal schwarz auf weiß.

Zukunftsvision: Wie sieht

Supply Chain Management

im Jahr 2025 aus?

Wir werden eine vollständig digitalisierte Logistikkette vorfinden, in der unterschiedliche

Anwendungen (auch in Robotern usw.) zu 80% autark von einer menschlichen Interaktion mit

einem ersten Anteil an künstlicher Intelligenz miteinander kommunizieren, Entscheidungen

treffen und Aktionen vornehmen. Der Mensch wird nur noch in Spezialfällen bzw. Eskalationen

eingebunden. Zudem wird die Software völlig intuitiv und per Gestensteuerung bedienbar sein.

Bilder: Aufmacher Fotolia, sonstige Lobster

www.lobster.de

MIT LOBSTER INS DATENMANAGEMENT 4.0 EINTAUCHEN

Erfahren Sie, wie Lobster Unternehmen

bei der digitalen Transformation unterstützen

kann.

http://industrie-4-0.lobster.de/

INNOVATION-SCOUTS AUF DER SPUR

VON INDUSTRIE 4.0

Im Sommer 2016 ging unsere Redaktion auf Deutschland-

Tour, um mehr über die vernetzte Produktion zu erfahren.

Eine Station dieser Roadshow führte uns zu Lobster.

SUMMER of ENGINEERING ist aber noch viel mehr.

In unserem Blog und in unseren Social-Media-Kanälen

berichten wir über Ideen, Visionen und Umsetzungen in

Sachen IoT. Was sagen Experten? Welche Umsetzungen gibt

es bereits? Was verstehen verschiedene Berufsgruppen

unter Industrie 4.0? Wie wird sich die Arbeitswelt verändern?

Lassen Sie sich von den Artikeln und Videos überraschen

und inspirieren. Gerne dürfen Sie auch Ihren Kommentar

hinterlassen oder uns einfach nur liken, posten und

empfehlen.

www.summer-of-engineering.de

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 103


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

abhängig von der eingesetzten Software

lassen sich so auch komplexe Anlagen

schnell und sicher planen.

Effizienz auf allen Ebenen

der Wertschöpfungskette

Mit wenigen Klicks

zum passenden Sensor

Wie mit nativen CAD-Daten eine effiziente Konstruktion

und strategisches Teilemanagement erreicht werden

Bereits in der Konstruktion werden die

Weichen für die künftigen Betriebskosten

einer Anlage gestellt. So lässt sich durch die

Reduktion der Teilevielfalt eine signifikante

Einsparung erzielen. Die von Autosen eingestellten

Sensoren bieten vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.

Durch ihre universelle

Verwendbarkeit in vielen Branchen,

Umgebungen und Bereichen können einzelne

Sensortypen zahlreiche Aufgaben

innerhalb des Produktionsprozesses übernehmen.

Das erleichtert dem Konstrukteur

die Planung und später das Teile-/Ersatzteilmanagement.

„Unser Anspruch ist es,

mit unseren Produkten die Effizienz auf

allen Ebenen der Wertschöpfungskette zu

verbessern – von der Planung bis zum Betrieb“,

so Schniedergers. Das bezieht auch

die Beschaffung mit ein, die bei Autosen

online über die Plattform autosen.com

erfolgt. Über die Datenblätter und Produktkataloge

der CAD-Datenportale kann so eine

Bestellung ohne Medienbrüche erfolgen.

Kooperation mit CAD-Portalen

Konstruktions- und Design-Prozesse

lassen sich mit 3D-CAD-Modellen

sowohl kürzer als auch effizienter

gestalten. Hierfür stellt ein

Sensorik-Spezialist seit August

Konstrukteuren native und

multi-CAD-fähige Modelle seiner

Produkte über die wichtigsten

Bibliotheken zur Verfügung. Lesen

Sie, welche Vorteile sich dadurch

für Konstrukteure, Erstausrüster

und Systemintegratoren ergeben.

Konstrukteure, Systemintegratoren und

Anlagenbauer greifen auf Daten und

Modelle von CAD-Bibliotheken zurück, um

das zeitaufwändige Modellieren der Komponenten

zu vermeiden. Die Datenportale

bieten Konstrukteuren und Entwicklern

zudem einen schnellen Zugang zu allen

relevanten Produktinformationen und Datenblättern.

Das Unternehmen Autosen

hat sich auf den Online-Vertrieb von Automatisierungsprodukten

und Sensorik spezialisiert.

Die jeweiligen Produktdaten stehen

derzeit bei Cadenas, TraceParts, Eplan

und WSCAD zur Verfügung. „Diese Bibliotheken,

Portale und Tools sind fest in den

modernen Arbeitsalltag integriert“, so Rainer

Schniedergers, Produktmanager für den

Bereich Industriesensorik bei Autosen.

Dabei spielt die Kompatibilität der Daten

eine wesentliche Rolle. Die bereitgestellten

Daten und Modelle lassen sich in alle

gängi gen CAD-Systeme übernehmen und

die wichtigsten Formate exportieren. Un-

Das bisherige Wachstum des Unternehmens

fußte vor allem auf dem Direktgeschäft

mit dem Anwender. Tools wie der

interaktive Produktvergleich oder die

Online-Produktberatung sind speziell auf

die praxisorientierten Anforderungen des

technischen Leiters oder Instandhaltungsmanagers

zugeschnitten. In wenigen Klicks

ist der passende Sensor gefunden und

bestellt, keine 24 Stunden später wird ausgeliefert.

Die Kooperation mit den CAD-

Portalen ist für den Vertriebsspezialisten

nun ein wichtiger Schritt hin zu einer

engeren Zusammenarbeit mit den Konstrukteuren.

„Mit der jüngsten Erweiterung

unserer Produktpalette, unter anderem

um Druck, Strömungs- und Füllstandsensoren,

können wir im Prinzip sämtliche

Prozesse in allen Umgebungen abdecken“,

so der Produktmanager. „Für uns ist das der

ideale Moment, verstärkt in Richtung Erstausrüstung

zu gehen.“

www.autosen.com

104 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

Schluss mit Kabelsalat

Den Verdrahtungsaufwand der Elektroinstallation in Maschinen

und Anlagen mit hohem Automatisierungsgrad minimieren

passive Verteiler von Murrelektronik. Wo zuvor mehrere Einzelleitungen

vom Schaltschrank zu den Sensoren oder Aktoren

führten, wird nur noch

eine Verteiler-Stammleitung

ins Feld verlegt.

Der Verteiler selbst wird

in unmittelbarerer

Prozessnähe positioniert,

die Sensoren und Aktoren

werden mit kürzesten

Verbindungsleitungen

angeschlossen – eine

schnelle und einfache

Lösung, die Fehlerquellen

verringert. Falls doch ein Fehler auftritt, sind Verteiler aller

Baureihen mit LEDs an jedem einzelnen Steckplatz ausgestattet.

So erkennt der Mitarbeiter an der Maschine mit einem Blick,

welcher Strompfad fehlerbehaftet ist.

www.murrelektronik.com

Leicht abmantelbare Meterware

Die Automation Line Easystrip

aus dem Hause Escha ist mit

der PUR/PP-Meterware S400

ausgestattet, die sich durch ein

spezielles Fertigungsverfahren

ganz einfach bis zu 1,5 m

abmanteln lässt. Trotzdem

eignen sich M8x1- und

M12x1-Steckverbinder mit S400-Meterware für dynamische

Anwendungen im Automatisierungsbereich. Alle Produkte der

Linie sind auch UL-zertifiziert für den nordamerikanischen Markt.

Bald sind auch 3- bis 12-adrige Varianten in ungeschirmter

Ausführung erhältlich. Ebenfalls neu im Programm des Herstellers

sind kompakte Y-Verteiler mit Kabelabgang in den Bauformen

M8x1 und M12x1, bei denen die Anordnung von Stecker oder

Kupplung frei wählbar ist. Darüber hinaus gibt es nun, nach den

M12x1-Powerprodukten mit S- und T-Codierung, auch fünfpolige

Varianten mit L- oder K-Codierung. Die neuen Codierungen

stehen für umspritzte Steckverbinder sowie für T-, H- und

h-Verteiler zur Verfügung.

www.escha.net

Komfortzone für heiße Umrichter

Das Liquid Cooling Package (LCP) Industrie ist konzipiert, um ganze Schaltschrankreihen

effizient zu klimatisieren. Ist der Luft- bzw. Wasser-Wärmetauscher in der Mitte einer Schaltschrankreihe

installiert, wird die Kühlluft nach beiden Seiten in die Schaltschränke eingeblasen.

Mit einer Kühlleistung von bis zu 10 kW lassen sich Klimatisierungsanforderungen wie die

Kühlung von Frequenzumrichtern erfüllen. Der Klimaschrank mit einer Breite von 30 cm kann

dabei in das TS-8-Anreihschrank-System von Rittal integriert werden. Im weiterentwickelten

LCP Industrie sind zudem Aussparungen vorgesehen, durch die sich Sammelschienensysteme

und Kabel führen lassen. Auch die Energieeffizienz ist im Vergleich zur Vorgängerversion höher.

Dabei werden EC-Lüfter eingesetzt, die ca. 50 % weniger Energie verbrauchen. Durch die

optionale Drehzahlregelung der Lüfter kann außerdem der Geräuschpegel reduziert werden.

Weiterhin verfügt das LCP Industrie über das UL-Listing.

www.rittal.de

SCHALTSCHRANK-

SYSTEME

Einfach wie gewünscht!

Variabler durch Standardgehäuse und Modifikationen

Schneller durch montagefertige Applikationen

Kreativer durch Beratung vor Ort

LOHMEIER ... immer eine klasse Idee!

info@lohmeier.de

www.lohmeier.de

INDUSTRIELLE AUTOMATION 3/2016 105


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

Flexibles Verdrahten in der

Automatisierung

Für eine flexible Verdrahtung sorgen Stamm- und Sensorleitungen

der Reihe Unitronic aus dem Hause Lapp-Kabel. Die Stammleitungen

sind halogenfrei, schleppkettentauglich und flammenwidrig.

Die Sensorleitungen stehen sowohl in einer Standardals

auch in der FD-Ausführung in 3- bis 4-poligen Varianten zur

Verfügung. Die Basis-Sensor-leitungen mit PUR- oder PVC-Mantel

können leicht abisoliert und abgemantelt werden. Sie werden

vorwiegend für Standardfabrikanwendungen ohne besondere

Umwelteinflüsse eingesetzt. Die hochflexiblen Sensorleitungen

FD mit PUR-Mantel in geschirmter und ungeschirmter Ausführung

eignen sich für bewegte Applikationen. Sie sind besonders abriebund

verschleißfest und damit anspruchsvolleren Umwelteinflüssen,

z. B. höheren Temperaturen, gewachsen. Die Leitungen finden

Anwendung u. a. in der Automatisierungstechnik, im Anlagen-,

Maschinen- und Werkzeugbau

oder in der Automobilindustrie.

Erhältlich sind sie

bspw. über den Händler

Automation24.

www.automation24.de

Filterlüfter bläst Luft aus dem

Schaltschrank

Der Filterlüfter Plus von Stego

verfügt über eine neuartige

Klappentechnologie, die den

Luftdurchsatz optimiert, indem

sie ihn störungsfrei passieren

lässt. Die Klappen sorgen für

einen ungehinderten Luftstrom

nach außen. Bei einem inaktiven Lüfter wird der Einbauraum

durch die Klappen geschlossen. Dies hat eine zweifache Wirkung:

Schmutz und Feuchtigkeit werden effektiver vom Eintritt

abgehalten. Wärme hingegen kann länger konserviert werden.

Filtermatten stellen dagegen durch ihren porösen Aufbau immer

eine Undichtigkeit der Schrankwand dar und ermöglichen, trotz

stehender Motoren, einen Luftdurchfluss und damit ein Entweichen

der Wärme aus dem Schrank, auch wenn dies nicht gewünscht ist.

Darüber hinaus bieten Drehriegel einen weiteren Vorteil, denn

der Filterlüfter wird durch sie fest und stabil in Position gehalten.

Die akustische Rückmeldung über das Einrastgeräusch gibt

Sicherheit und falls ein Ausbau ansteht, ist dieser leicht zu

bewerkstelligen.

www.stego.de

Steuergehäusesystem mit vier weiteren

Profilkombinationen

Rose Systemtechnik hat sein Steuergehäusesystem SL 4000 um die

beiden Profile 5 und 6 ausgebaut. Profil 5 verfügt über eine Einbautiefe

von 55 mm und ist einzeln verwendbar (Anbindung über die

Rückseite). Zudem ist es mit den Profilen 4 und 6 kombinierbar.

Das ebenfalls neue Rückwandprofil 6 weist eine Einbautiefe von

80 mm auf und ist mit den Profilen 1, 2 und 5 kombinierbar. Bei

den vier neuen Profilkombinationen

handelt es sich um die Profile 5+6

(Einbautiefe 135 mm), 1+6 (Einbautiefe

160 mm), 2+6 (Einbautiefe 210 mm) sowie

5+4 (Einbautiefe 200 mm). Dank der neuen

Basisprofile und Profilkombinationen

deckt das Unternehmen mit jetzt

insgesamt 18 Varianten Einbautiefen

von 55 bis 270 mm ab. Die Serie verfügt

darüber hinaus über ein montage- und

bedienerfreundliches Türscharnier und

Verschlusssystem sowie eine integrierte Griffleiste. Die Profilkombinationen

können scharniert oder fest verschraubt ausgeführt

werden; Gehäusetüren lassen sich nach vorne oder nach hinten

öffnend realisieren. Die Aluminium gehäuse entsprechen der

Schutzart IP 65 nach EN 60529 und sind auf einen Temperaturbereich

von - 30 bis + 80 °C ausgelegt.

www.rose-pw.de

Einbaudose in drei Dimensionen

einstellbar

Intercontec zeigt erstmals eine zusätzliche Bauform des Stecksystems

Hybridsteckverbinder M23 htec. Der Anwender kann zwischen

einer geraden und einer abgewinkelten Variante des Kabelabgangs

wählen. Die Einbaudose mit Dualgelenk ist in der ersten Achse 325°

stufenlos orientierbar und in der zweiten von gerade auf abgewinkelt

um 80° schwenkbar. Zudem lassen sich mit dem zusätzlichen Freiheitsgrad

Kabelabgänge dreidimensional auslegen. Diese Einstellbarkeit

ermöglicht bei beengten Platzverhältnissen eine steckbare

Auslegung fast jeder Verbindung trotz Störkontur. Die wichtigsten

technischen Daten im Überblick: Flanschbefestigung

von 25 × 25 mm oder 28 × 28 mm,

bestückbar mit Stiften oder Buchsen,

Berührungsschutz für spannungsführende

Leistungskontakte bis 850 VDC/630 VAC

sowie die Option auf mehrfach mechanische

Steck-Kodierung und Farbring-Kennzeichnung.

www.intercontec.biz

Lagerschäden durch Differenzströme vermeiden

Störungsabsorbierende Lagerstrom-

Ausgangsfilter bietet EPA in der Reihe

NF-BCR an. Mit ihnen lassen sich Differenzströme

und deren Auswirkungen in Anlagen

reduzieren. Sie werden direkt an der Hauptstörquelle

des Systems geschaltet. Eine hohe Integrationsdichte

in Schaltschränken führt zu parasitären Kapazitäten

gegen Schaltschrankgehäuse, PE und Bezugserde. Zudem entstehen

durch elektronische Antriebsregler mit einem Gleichspannungs-

zwischenkreis hohe Spannungs-Steilheiten. Diese Faktoren

bedingen Differenzströme. Ist deren Energiegehalt hoch genug,

treten durch die hochfrequenten Anteile aus den Laufringen und

den Wälzkörpern der Lager Metallpartikel mit Funkenbildung in das

Schmiermittel über. Ist eine Schadstelle entstanden, findet dort

durch die entstandene Kriechstrecke weiterer Materialtransport

statt. Mit den Absorptionsfiltern werden diese Effekte verhindert.

www.epa.de

106 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

Modulare Sicherungsfassungen und

superflinke Sicherungen

Für eine höhere Bedienersicherheit sowie Maschinenverfügbarkeit

hat Eaton modulare Sicherungsfassungen und zylindrische

gR-Sicherungen in sein

Bussmann-Hochgeschwindigkeitsportfolio

aufgenommen. Die Modelle

der MFH-Baureihe sind

sehr kompakt. Eine

DIN-Schienenmontage ist

mit ihnen ohne Werkzeug

möglich. Darüber hinaus

steht eine große Auswahl an Kabel- oder Kabelschuhanschlüssen

zur Verfügung. Alternativ kann die Sicherungsfassung mit zwei

M4-Schrauben zur Plattenmontage angeschraubt werden. Mit

einer Nennleistung von 690 V ist die Sicherungsfassung IEC-, ULund

CCC-konform. Sie ist in ein-, zwei-, drei- oder vierpoliger

Ausführung sowie ein- und dreipolig mit Nullleiter erhältlich.

Die zylindrischen gR-Sicherungen schützen Halbleitergeräte

wie Thyristoren, Dioden, Gleichrichter und statische Relais. Sie

ermöglichen es, Überstromfehler, Überlast und Kurzschlüsse zu

beheben. Der Aufbau mit Keramikrohr hält höchsten Innendrücken

und Wärmeschocks stand.

www.eaton.de

Leitungen für extreme Temperaturen

Igus hat im Zuge seines Testlaborausbaus einen weiteren

40-Fuß-Container eingerichtet, um dort bewegte Leitungstests

bei realen Bedingungen unter extremen Temperaturen durchzuführen.

Am Markt gibt es zwar international gültige Normen

für bewegte Leitungen, diese geben jedoch keine verlässlichen

Aussagen über die Lebensdauer bewegter Leitungen bei tiefen

oder hohen Temperaturen

im Einsatz von Energieketten.

Aus diesem Grund

testet der Leitungsexperte

seit über zehn Jahren

seine Leitungen in der

Dauerbewegung. Durch

die Vielzahl an Tests unter

realen Bedingungen ist

der Anbieter in der Lage,

in seinem Chainflex-

Katalog für jede Leitung jeweils drei Aussagen zum geeigneten

Biegeradius und zur zulässigen Temperatur zu treffen. Es gibt

aber nicht nur die Angaben, bei welchen Temperaturen sich eine

Leitung für die Festverlegung sowie für die Bewegung nach der

Norm-Kältewickelprüfung eignet – auch kann Igus für jede

Leitung eine Temperatur angeben, bei der die Leitung garantiert

sicher in einer E-Kette verfahren werden kann.

www.igus.de

Support auf individuellen Bedarf zugeschnitten

WSCAD electronic bietet nun Wartungsverträge in drei Stufen an. Neben dem einfachen Wartungsvertrag, der

automatisch mit dem Kauf einer Softwarelizenz erworben wird, gibt es die Stufen „Wartung Plus“ und „Wartung

Premium“. Beim Plus-Paket erhöht sich die Reaktionszeit auf Anfragen von 48 auf vier Stunden. Weitere Zusatzleistungen

sind z. B. 10 % Nachlass auf alle WSCAD Global Business Services, zwei kostenlose Online-Update-

Trainings oder die Erstellung von zehn individuellen Artikeldaten pro Jahr. Bei der „Wartung Premium“

werden Anfragen in höchstens zwei Stunden bearbeitet. Im Support steht ein persönlicher Ansprechpartner

zur Verfügung. Auf Services gibt es 15 % Nachlass und die Erstellung von 20 Artikeldaten pro Jahr ist inklusive.

www.wscad.com

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Verbindung. Besuchen Sie unseren Messestand

auf der SPS IPC Drives und lassen Sie sich

überzeugen.

SPS IPC Drives

22. – 24.11.2016

Messe Nürnberg

Halle 5 | Stand 403

www.fipsystems.com

Fipsystems.indd 1 27.10.2016 07:41:08

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 107


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

Design Assistant und Toolsammlung

upgedatet

Den Matrox Design

Assistant zur Untersuchung

der Integrität

und der Markierungen

an Containern gibt es in

einer neuen Version mit

Matrox Sure Dot OCR. Projekte können dabei auf der neuen, sehr

stabilen und kompakten Smart-Kamera Iris GTR des Herstellers

oder seinem 4 Sight GPM Vision-Controller mit zwei zusätzlichen

Kameras laufen. Damit können Hersteller von Verpackungslinien

Inspektionssysteme bauen, die zuverlässig die von industriellen

Inkjet-Druckern aufgebrachten, oft verzerrten Informationen

lesen. Der Assistent ist eine hardwareunabhängige integrierte

Entwicklungsumgebung, mit der Ablaufdiagramm und Bedienerschnittstelle

einfach erstellt werden können. So werden Projekte

schnell zum Abschluss gebracht, ohne klassisch programmieren

zu müssen.

Eine neue Version gibt es außerdem auch von der Matrox Imaging

Library (MIL) Software. Diese Sammlung beinhaltet alle Tools für

die Entwicklung von industriellen Vision-Anwendungen. Version

MIL 10 mit Processing Pack 2 enthält zusätzlich Sure Dot OCR,

einen zuverlässigen Ellipsen-Finder, 3D-Querschnitts-Extraktion

und -Analyse für das existierende Metrology-Tool und einen

Barcode-Leser.

www.matrox.com

Leichte Energieführungen aus

hochtemperaturbeständigem Kunststoff

Insbesondere wenn in Anwendungen spezielle Anforderungen

der Energieführungen an Schutz gegen Späne und Schmutz

bestehen, kommen geschlossene Rohre zum Einsatz. Energierohre

aus Hochleistungskunststoffen bieten dabei hohe Stabilität

und Verschleißfestigkeit bei geringem Gewicht und benötigtem

Bauraum. Für Fälle, wenn es speziell in der Metallbearbeitung

zum Kontakt der Energierohre mit heißen Spänen kommt, hat der

Motion-plastics-Spezialist Igus nun eine Hochtemperatur-Version

seiner bewährten R4.1L auf den Markt gebracht. Dank des Werkstoffes

Igumid HT können kurzzeitig sogar Extremtemperaturen

bis + 850 °C ausgehalten werden, ohne dass Späne am Kunststoff

anhaften oder gar ins Material eindringen. Die R4.1L-Serie ist

speziell für den Werkzeugmaschinenbau entwickelt worden, um

gleichzeitig torsionssteife, geschlossene und leichte Energierohre

anbieten zu können. Basierend auf der E-Kette E4.1L zeichnet sie

sich durch die gleichen positiven Produktmerkmale aus. Durch

das Baukastenprinzip ist sie

einfach auf die jeweilige

Anwendung anpassbar und

schnell zu montieren. Mit

schwenkbaren Deckeln geht

die Befüllung mit Leitungen

und Schläuchen sehr leicht

und schnell.

www.igus.de

Anzeige

Kontakt

microSYST

Systemelectronic GmbH

Albert-Einstein-Straße 7

92637 Weiden

Internet: www.microsyst.de

Telefon: 0961 39166-0

Telefax: 0961 39166-10

E-Mail: info@microsyst.de

Halle 7, Stand 7A80

LED-Anzeigesysteme von Microsyst

DIE ZEIGEN AN!

LED-Anzeigen von Microsyst bilden die Basis für eine bedarfsgerechte

Informationsübermittlung in unzähligen Bereichen.

Wartungsfrei im stabilen, staub- und

spritzwasserdichten Aluminiumgehäuse

verbaut, sind die Anzeigen bestens

für den Einsatz in Produktion und

Industrie ge eignet. Der modulare Aufbau

ermöglicht und gewährleistet die individuelle

Gestaltung nach Kundenvorgabe.

Die hohe Leuchtkraft der Microsyst

Anzeigesysteme ist individuell

regelbar und kann somit allen Verwendungsberei

chen angepasst werden.

Vom Rot-Grün-System bis hin zur

videofähigen Variante mit RGB-Display

für detailgenaue und farbechte Darstellung

von Daten, Grafiken und

Videoszenen sind viele Varianten

umsetzbar.

Microsyst liefert als Systemanbieter

individuell nach Kundenwunsch – von

der Planung über die Entwicklung und

Produktion bis hin zur Installation

und Inbetriebnahme.

108 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

Verdrahtung von Schaltanlagen

vereinfacht

Die Software Smart Wiring aus dem Hause Eplan eröffnet neue

Potenziale in der Verdrahtung von Schaltanlagen. Die Touchoptimierte

Bedienoberfläche eignet sich zur Verwendung auf

mobilen Geräten. Das Know-how ist im System verankert:

Schritt-für-Schritt-Anleitungen vereinfachen die Arbeit für den

Verdrahter. Ein Schaltplan ist dabei nicht notwendig. Die Software

visualisiert den

Montageaufbau,

Betriebsmittel,

Verbindungen und

Verlegewege, z. B.

basierend auf den

Daten von Eplan Pro

Panel. Aber auch

Verbindungs- und

Verdrahtungslisten

z. B. aus anderen E-CAD-Systemen können bereitgestellt, in Excel

eingelesen und verarbeitet werden. Ein automatischer Projektabgleich

gewährleistet, dass bei Last-Minute-Änderungen alles

berücksichtigt wird. Fehlermeldungen, Statusberichte und

Fertigungsprotokolle werden per Knopfdruck erstellt und können

per Mail an Verantwortliche versandt werden. Bis 31. Januar 2017

kann die Software vier Monate lang kostenlos genutzt werden.

www.eplan.de

Hochflexible Flachbandkabel

trotzen dem Verschleiß

Um die steigenden Anforderungen der Kunden hinsichtlich

Effizienz und Langlebigkeit zu erfüllen, hat E&E Kabeltechnik

ein neuartiges Verfahren zur Herstellung laminierter Flachkabel

entwickelt. Der Unterschied zu

herkömmlichen Flachkabeln

liegt in der Verarbeitung

unterschiedlicher Materialkombinationen:

Verarbeitet

werden PTFE/PUR, PTFE/FEP

sowie PTFE/PTFE. Die Einsatztemperaturen

können zwischen

- 200 und über + 250 °C liegen.

Die hochflexiblen modularen

Spezialkabel des Typs Lamifleex sind selbst bei sehr kleinen

Biegeradien langlebig. Aus dem kleinstmöglichen Kabelaufbau

resultieren geringe Einbaumaße. Möglich sind auch hybride

Aufbauten mit Leitern für z. B. Strom, Daten und Medien.

Niedrige Kabelgewichte und somit geringe Massenträgheiten

erlauben hohe Beschleunigungen. Die temperatur- und medienbeständigen

Kabel sind gleitfähig und eignen sich sowohl für den

horizontalen als auch vertikalen Einsatz in Automationstechnik,

schnellen Pick-and-Place-Anwendungen, Bestückungsautomaten

sowie in der Halbleiterindustrie.

www.eue-kabel.de

Online-Portal für Embedded Vision jetzt live

Imaginghub, eine neue Community für Themen rund um „Embedded Vision“,

ist online und Interessierte können sich jetzt auf der Website registrieren.

Das webbasierte Collaboration Portal gibt Ingenieuren, Softwareentwicklern

und Bastlern die Möglichkeit, gemeinsam an Embedded-Vision-Lösungen zu

arbeiten, Partner zu finden, Wissen und Referenzdesigns auszutauschen und

ihre Projekte einem breiteren Publikum zu präsentieren. Imaginghub wird

vom Kamerahersteller Basler gesponsert. Es folgt dem aktuellen Trend,

Embedded Design mit Bildverarbeitungstechnologie zu kombinieren.

Der Embedded-Ansatz ermöglicht kompakte Hochleistungssysteme für

unterschiedlichste Anwendungen. Die Integration einer hochwertigen

Boardlevel-Kamera erfordert allerdings Expertenwissen und ausreichende

Ressourcen. Das Community-Portal fördert den Erfahrungsaustausch zu

Entwicklungsthemen, reduziert so den Integrationsaufwand und ermöglicht

damit kostengünstige Embedded-Vision-Lösungen.

www.baslerweb.com

Halle 5, Stand 318

Flexibilität

trifft Modularität

Durch 6 unterschiedliche Profilausführungen

ist unser SL 4000 eines der modularsten

und flexibelsten Steuergehäuse an Markt.

Bestellen Sie Ihre individuelle Ausführung!

www.rose-pw.de

Rose.indd 1 17.10.2016 14:48:43

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 109


Ein Unternehmen

mit Gefühl

Die Digitalisierung von Unternehmensabläufen und

Produkten spielt eine immer wichtigere Rolle. Wer früh

investiert, kann sich einen Vorsprung erarbeiten und

Alleinstellungsmerkmale sichern, aber auch intern

Kosten sparen und effizienter arbeiten. Das Würzburger

Start-up, das 2016 den Deutschen Gründerpreis

gewonnen hat, hilft Unternehmen dabei, Prozesse und

Bauteile zu überwachen. Das minimiert Ausfallzeiten,

erhöht die Sicherheit und verbessert die Qualität. Es ist

eben schön, wenn die Dinge „indtact“ sind.

Klein aber oho! Die Sensoren sind sehr robust und nehmen sowohl

Körperschall als auch Schwingung besonders sensitiv wahr

Als Hightech-Unternehmen bietet Indtact serientaugliche Hochleistungssensoren

mit überdurchschnittlicher Performance in

den Disziplinen Sensitivität, Bandbreite und Stabilität an. Hierfür

entwickelt das Start-up Systeme, die eine neue Ära der Zustandserkennung

sowie Betriebsfestigkeitsanalyse eröffnen.

Seinen Fokus legt das Würzburger Jungunternehmen auf Lösungen

für die Betriebsfestigkeitsanalyse von Faserverbundbauteilen, Prozess-

und Zustandsüberwachung von Maschinen, dynamischen

Verarbeitungsprozessen, hochbelasteten Bauteilen, Verschleißteilen

und Verbundstrukturen. Das Besondere: Indtact-Sensoren lassen

Maschinen und Bauteile „fühlen“ und überwachen deren „Intaktheit“.

Die modular aufgebauten Systemkomponenten bestehen

dabei aus robusten anschlussfertigen Sensoren, die einfach und

nahezu überall integrierbar sind, sowie einer Hard- und Software

zur Signalverarbeitung und problemorientierten Analyse.

Herr Dr. Raino Petricevic hat die Entwicklung dieser Technik vor

15 Jahren begonnen. Vor fünf Jahren war das Ergebnis so gut, dass

er sich mit der Erstellung eines Businessplans beschäftigte. Der

Sensor, welcher ursprünglich für Faserverbundwerkstoffe ausgelegt

war, konnte und kann neben seiner Breitbandigkeit von 0,1 bis

500 kHz ohne Resonanzen, seiner Robustheit von 200 MPa und seiner

Temperaturbeständigkeit bis über 150 °C auch massenmarkttauglich

hergestellt werden. Durch positive Entwicklungen auf dem

FVW-Markt seit 2010 war die Zeit reif, da Serienprodukte von großen

Anbietern aus FVW auf dem Markt kamen, welche überwacht

werden mussten. Zu dieser Zeit traf Dr. Raino Petricevic den

Betriebswirt Clemens Launer, mit dem er den Businessplan fertig

ausformulierte. Zusammen machten sie sich auf Investorensuche.

Zur Gründung der GmbH kam es dann Mitte 2013. Damals zu dritt,

heute zu acht mit sieben weiteren Freelancern stemmt Indtact die

Herausforderungen beim Sprung vom Start-up zum Unternehmen.

In den vergangenen drei Jahren hat das Unternehmen seine Anwendungsbreite

ausgeweitet und bietet heute Lösungen im Bereich

akustische Emissions-, Schwingungs- und Belastungsmessung und

Analyse in den Branchen Automotive, Aviation, Space Technologies,

Logistik, Seismik und Maschinenbau an. Dabei werden Prozesse

und Bauteile online überwacht und ausgewertet. Das Unternehmen

hilft somit seinen Kunden, die Ansprüche an Industrie 4.0

sowohl in-factory, in-product als auch in-service umzusetzen.

Durch die Überwachung von Prozessen und Bauteilen können Veränderungen

so frühzeitig erkannt werden, dass Schäden vermieden

werden, die Qualität erhöht wird und Ausfallzeiten minimiert

werden können. Das spart Zeit und erhöht die Sicherheit.

Nach dem Gewinn des Deutschen Gründerpreises will Indtact nun

die Internationalisierung vorantreiben, sich auf bestehenden Märkten

ausbreiten und aus der Plattformtechnologie weitere Standardprodukte

neben dem µGT (Beschleunigungssensor) und dem

XS2SPI (Getriebeüberwachungssensor nach VDI Norm) auf den Markt

bringen.

www.indtact.de

110 INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016


VORSCHAU

IM NÄCHSTEN HEFT: 1/2017

ERSCHEINUNGSTERMIN: 06. 03. 2017 • ANZEIGENSCHLUSS: 17. 02. 2017

01

02

03

01 IndustrialVISION Tauchen Sie ein in die Welt der industriellen

Bildverarbeitung mit Innovationen, Trends und neuen Lösungen

Bild: Basler AG

04

02 Industrie 4.0: neues modulares Sensorsystem erlaubt die durchgängige

Echtzeit-Kommunikation bis in die Cloud und ins ERP-System

03 Aluminium-Gehäuse machen Ihre Messgeräte fit für die Zukunft

04 Wie Sie die Vorteile vernetzter Engineering-Lösungen vom

Steuerungs- und Schaltanlagenbau bis hin zur Klimatisierung ausschöpfen

Der direkte Weg

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

Internet:

www.industrielle-automation.net

E-Paper:

www.engineering-news.net

Redaktion:

n.steinicke@vfmz.de

AUTOMATION TECHNOLOGIES:

www.en.engineering-news.net

INDUSTRIELLE AUTOMATION 6/2016 111


SI6

Antriebsregelung

in Anreihtechnik

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Der kompakteste Antriebsregler

Unschlagbare Relation zwischen Volumen und Leistung.

Der Inhalt:

• Spitzenwerte bei Beschleunigung und Positioniergenauigkeit

• Einfachste Installation dank Quick DC-Links und Ein-Kabel-Lösung

• Encoder-Systeme mit elektronischem Motortypenschild

(HIPERFACE® DSL oder EnDat® 2.2 digital)

• Feldbussysteme EtherCAT® und PROFINET® standardmäßig verfügbar

• Verlässliche Sicherheit dank “Safe Torque Off” über FSoE

oder Klemmen

45 mm

Sie finden uns in Halle 3, Stand 520

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