60 Jahre Lutherkirche

wihochfeld

RÜCKBLICK

Wie ging es weiter nach der Konfirmation?

„Ich war recht oft in der Kirche, allein schon

deshalb, weil meine Eltern und ich im Kirchenchor

mitsangen. Wir freuten uns, dass

wir nun nicht mehr nach Elstorf zur Kirche

mussten. Die schlichte Kirche gefiel mir gut,

wenn das bunte Christusfenster mir auch

etwas zu modern vorkam.“

Gab es damals etwas, was Sie aus heutiger

Sicht beeindruckt?

„Das war die gelebte Ökumene in Neu Wulmstorf.

Die verschieden geprägten Christen

kamen zusammen und feierten gemeinsame

Gottesdienste und hatten eine gute Gemeinschaft.

Das hat sich bis zum heutigen

Tag in wohl einmaliger Weise durchgehalten,

obwohl alle Konfessionen ihre eigene

Kirche haben.“

Was hat Sie noch beeindruckt und geprägt?

Am wichtigsten war für mich der Kreis um

Dieter Tobaben im Jugendraum des Pfarrhauses.

Nach mehrmaligen Einladungen

besuchte ich den Jugendkreis und war sehr

erstaunt: Ich hatte Spielereien erwartet,

aber wir lasen in der Bibel und fragten uns,

was unser Leben mit Gott zu tun hat, wir

tauschten uns über unsere Probleme aus,

brachten sie im Gebet vor Gott und sangen

zum Abschluss ein schönes Lied.

Ich fühlte mich als junges Mädchen mit meinen

Fragen und meinem Suchen angesprochen.

Die Jugendsonntage in Moisburg

schafften neue Kontakte mit jungen Christen,

und dort hatte ich auch mein religiöses

‚Aha-Erlebnis‘ und konnte Gott mein Leben

anvertrauen. Die Ernsthaftigkeit, die auch

zum Glauben gehört, hatte ich im Konfirmanden-Unterricht

kennengelernt. Aber

nun kam die Freude am Glauben dazu.

Durch den Jugendkreis bin ich auf die Spur

des Glaubens gekommen, der mein ganzes

Leben geprägt hat, beruflich und privat.

Ohne den Jugendkreis im Pfarrhauskeller

wäre mein Leben anders verlaufen. Darum

hat dieses Jahrzehnt in der Lutherkirchengemeinde

die Weichen für mein Leben gestellt.“

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