AFH Herbstzeitung 2016

BHGAFH

Herbstausgabe 2016

www.afh.at

HEER AKTIV

Das freie Magazin für das Österreichische Bundesheer

Es geht wieder

AUFwärts!


Endlich geht etwas weiter!

Inhalt

Ein offener Brief an den Verteidigungsminister

Endlich geht etwas weiter!

Obst Werner Hammer MSD 2

Das Bundesheer auf neuen Wegen

ObstdG MMag. DDr. Andreas Stupka 3

Ausgenutzt und vergessen

LAbg. ADir Manfred Haidinger 6

Sicherheitspersonal Allentsteig

Vzlt Jürgen Handler 9

Militärstreife & Militärpolizei

Mjr Andreas Fink 10

Reform LV 21.1 – Ergänzungen

zur Stellungnahme des ZA

Amtsdirektor Manfred Haidinger 12

Zusammenlegung der MBUO 2

und MBUO 1

Vzlt Manfred Reindl 18

Unteroffiziersausbildung „Neu“

Vzlt Volker Grote 20

... und am Huat dos Edelweiß … 22

Der Soldat und der Bart –

eine Frage der Disziplin

Hptm d. Miliz

Amtsdirektor Manfred Haidinger 24

Marsch in die Pension

Vzlt Johann Huemer 25

Ausbildung unserer

Personalvertreter

Vzlt Manfred Reindl 26

Aus dem Zentralausschuss

Vzlt Manfred Reindl 27

Herr Bundesminister Hans Peter

Doskozil, ich danke Ihnen aus ganzem

Herzen, dass Sie meinen dringenden

Appell gehört haben! Ihre ersten Daten

zeugen von Mut und Entschlossenheit,

sowohl innerhalb Ihrer eigenen

Partei als auch in der Bundesregierung!

Wir alle, die Bediensteten des Österreichischen

Bundesheeres atmen auf

und freuen uns, dass es jetzt endlich

gelungen ist, das Ruder herumzureißen

und wieder Fahrt aufzunehmen.

Endlich wird dem Österreichischen

Bundesheer wieder etwas Leben eingehaucht

und es werden dringend anstehende

Schritte gesetzt. Endlich ist

wieder von Anschaffungen zu hören,

endlich werden wieder Kasernen

instandgesetzt und endlich werden

wieder Verbände aufgestellt, zusätzliche

neue Verbände! Ja es werden

sogar neue Aufgaben definiert,

Aufgaben die nur das Bundesheer zu

lösen imstande ist!

Herr Bundesminister, ich danke

Ihnen aber auch, dass Sie zum Unterschied

von manchen anderen mit uns

regelmäßig reden und unsere Stellungnahmen

und Forderungen ernst

nehmen sowie diese auch umsetzen.

Obwohl wir beide verschiedene politische

Ideologien vertreten, sind wir uns

aber in dem Punkt einig, dass wir beide

nur das Beste für die Bediensteten des

Österreichischen Bundesheeres und

unser geliebtes Heimatland Österreich

wollen.

Nur gemeinsam haben wir die Chance,

etwas zu bewegen und unsere Kritiker

Obst Werner Hammer MSD

im Bundeskanzleramt aber auch im

Parlament und nicht zuletzt in der

Österreichischen Bevölkerung zu überzeugen!

Das müssten irgendwann auch

die Vertreter der GÖD einsehen – die

Hoffnung stirbt zuletzt!

Wir lassen uns daher durch die

Ausgrenzung hoher GÖD-Vertreter

nicht beirren und werden weiter zielstrebig

als konstruktive Kraft für

„Unsere Leut“ eintreten! Jetzt ist die

Gelegenheit gekommen, aktiv am

„Neuen Aufwachsen“ des Bundesheeres

mitzuarbeiten, wir haben keine

Zeit für „politische Spielchen“, wir

haben eine Menge Ideen und Visionen

und jetzt auch einen Minister als

Ansprechpartner, der keine Angst vor

den „Blauen“ hat und der uns auch

zuhört.

Ich danke Ihnen!

Ihr Oberst Werner Hammer.

Impressum HEER aktiv:

Eigentümer, Verleger und Herausgeber:

Aktionsgemeinschaft Unabhängiger

und Freiheitlicher (AUF)

Medieninhaber:

Aktionsgemeinschaft Unabhängiger

und Freiheitlicher, vertreten durch

deren Vorstand

Druck:

Druckerei Schmidbauer,

8280 Fürstenfeld, Wallstraße 24

Auflage: 20.000 Stück

AFH-Bundesobmann:

Obst Werner Hammer MSD

Tel.: 0664/24 17 194

E-Mail: werner.hammer@chello.at

Chefredakteur:

ObstdG MMag. DDr. Andreas STUPKA

Tel.: 0664/54 01 937

E-Mail: heeraktiv@icloud.com

Fotos:

© BMLV(S), HBF, Archiv, Parlament, NFZ

Namentlich gezeichnete Beiträge und

Gastkommentare müssen sich nicht

mit der Redaktionsmeinung decken.

Unaufgefordert eingesandte Beiträge

bedeuten keine automatische

Veröffentlichung.

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Das Bundesheer auf neuen Wegen

Aber wohin geht die Reise?

Seit dem Ministerwechsel im

Frühjahr hat sich einiges getan

und es herrscht bei manchem

Ressortangehörigen eine gewisse

Aufbruchsstimmung vor. Zumindest

– und dafür gebührt Minister

Doskozil Lob und Dank – hat er

die Talfahrt des Bundesheeres

gestoppt. Das Budget wurde leicht

erhöht, wodurch ein Umkehrtrend

erkennbar wird. Deswegen

jedoch gleich in eine Euphorie

zu verfallen, erscheint verfrüht.

Zudem ist höchst unklar, wohin

uns alle diese über den Sommer

angekündigten Maßnahmen

führen werden. Es soll daher

in diesem Beitrag nach möglichen

Zielen Ausschau gehalten

werden.

Geht es in Richtung

Sicherheitsministerium?

Beginnen wir mit unserer Ausschau

gleich ganz oben bei der sogenannten

Zentralstelle, also dem Ministerium

selbst. In früheren Zeiten waren sich

alle ziemlich einig: Wenn vom Bundesheer

gesprochen wurde, meinte man

immer das Verteidigungsressort, also

alle Ministerialdienststellen und die

unterstellten Truppen. In das Ministerium

war die Bundesheerführung integriert,

das Armeekommando bildete

eine Sektion der Zentralstelle ab.

Seit einigen Jahren aber wird in der

Sprachregelung peinlich genau auf die

saubere Trennung von Zentralstelle auf

der einen und dem Bundesheer auf der

anderen Seite geachtet. Und es stellt

sich die Frage: Was steckt da dahinter?

Mit dieser Trennung kann das Bundesheer

als Exekutivkörper relativ einfach

in ein anderes Ressort verschoben

werden, da es als in sich geschlossen

funktionierendes Instrument die

notwendige Flexibilität für einen

solchen Schritt aufweist. Die Sektionen

des BMLVS lassen sich sehr

leicht mit denjenigen beispielsweise

des Innenministeriums fusionieren: Für

die Recht- und Personalsektion ist es

kein Thema, denn die Personalabläufe

und Steuerungen sowie die rechtlichen

Aspekte der Verwaltungstätigkeit

unterscheiden sich zwischen den

Ressorts nicht gravierend. Die Sportsektion

kann ohndies überall eingegliedert

werden, da sie bereits jetzt im

Rahmen des BMLVS völlig autark zu

agieren vermag. Die Bereitstellungssektion,

die für die Ausrüstung und

Bewaffnung des Bundesheeres verantwortlich

ist und wie keine andere eine

enorme Erfahrung im Beschaffen von

Großgerät aufweist, kann sehr einfach

auch die Beschaffung des erforderlichen

Gerätes eines anderen Ressorts

mit übernehmen.

bundesheer.at

ObstdG MMag. DDr. Andreas Stupka

Indizien sprechen

für die Schaffung

eines Sicherheitsministeriums

Da die Planungssektion ohnehin bereits

aufgelöst worden ist, verbleibt noch

die so genannte Einsatzsektion, die als

„neues Armeekommando“ das Bundesheer

dirigieren soll. Diese Sektion

„Militär“, wie sie in einem zusammengeführten

Ministerium heißen könnte,

würde eben dann alle Agenden eines

Streitkräfteführungskommandos innehaben.

– Dies könnte der Grund gewesen

sein, weshalb das derzeitige Streitkräfteführungskommando

aufgelöst worden

ist, man braucht es ja dann nicht mehr.

Ein Indiz, das darauf hindeutet, dass

ein Sicherheitsministerium geplant

sein könnte, ist die nunmehr durchgedrungene

Besetzung der Spitzenfunktionen

im BMLVS. Es wird, so hört

man, der Generalstabschef durch einen

Generaldirektor abgelöst; er soll in

Hinkunft nicht mehr mit einem Offizier,

sondern einem zivilen Beamten besetzt

werden, wie dies in der Recht- und

Personal- sowie der Sportsektion

bereits der Fall ist. Zusätzlich soll

auch die Bereitstellungssektion einen

zivilen Sektionsleiter erhalten. Das

dieser Sektion unterstellte Kommando

Logistik soll ebenfalls von einem Zivilbeamten

geführt werden. Es hat den

Anschein, als sollten die Soldaten in der

Einsatzsektion „gepoolt“ werden, denn

damit täte man sich bei einer Zusammenführung

der Exekutivkräfte in ein

Sicherheitsministerium wohl leichter.

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Seite 3


Wird „Bundesheer light“

nun Wirklichkeit?

Betrachten wir nun die Neustrukturierung

des Bundesheeres, so scheint

es, dass eine offenbar langzeitlich

angelegte SPÖ-Strategie immer mehr

Gestalt annimmt, nämlich das „Bundesheer

light“-Konzept des ehemaligen

SPÖ-Zentralsekretärs Peter Marizzi

aus dem Jahr 1990. Die schweren

Waffen werden weiter geschrumpft und

auf einen „zukunftsrobusten Rekonstruktionskern“

reduziert, was nichts

anderes bedeutet, als dass sie in der

neuen „Schweren Brigade“ zusammengefasst

sind. Besonders dramatisch

ist dabei die Verkleinerung der

Artillerieverbände, die de facto in der

Bedeutungslosigkeit verschwinden –

wie es das Marizzi-Konzept damals

bereits vorgesehen hatte. Allerdings

ist ein modernes Gefecht gegen einen

konventionellen Gegner ohne Artillerie

praktisch nicht führbar, was im

Umkehrschluss bedeutet, dass für die

militärischen Planer der konventionelle

Gegner keine oder nur eine äußerst

geringe Wahrscheinlichkeit besitzt.

Hoffentlich haben sie sich da nicht

getäuscht.

Ein weiterer schwerer Einschnitt ist

die Reduktion der Fliegerabwehr auf

nur ein einziges Bataillon. Es stellt

sich allerdings die Frage, ob man

nicht gerade mit dieser Waffengattung

neue Wege beschreiten müsste, die zu

einer massiven Verstärkung führen?

Immerhin hat der Einsatz von unbemannten

und ferngesteuerten Flugobjekten

gerade für den Sektor der

subkonventionellen Kriegsführung

enorm an Bedeutung zugenommen.

Drohnen aller Größen, Reichweiten

und Waffenzuladungen werden immer

mehr wesentlicher Teil des modernen

Gefechtsfeldes. Wenn hier die militärischen

Planer meinen, diese Unwägbarkeiten

mit nur einem Fliegerabwehrbataillon

lösen zu können, dann haben

sie sich bereits wohl grundlegend

getäuscht. Zumindest wird in anderen

Armeen dieser Bedrohung eine enorme

Bedeutung zugemessen und es werden

gerade im Bereich der Fliegerabwehr

große Investitionen getätigt.

Stehen bürgerkriegsähnliche

Unruhen bevor?

Betrachten wir den Rest des Bundesheeres,

so stellen wir fest, dass es sich

bei den Bataillonen ausschließlich um

leichte Infanteriekräfte (Aufklärer,

Jäger, Militärstreife) und Pioniere (inkl.

ABC-Abwehr) handelt. Die Aufgaben

der Miliz-Jägerbataillone sind zudem

sehr eingeschränkt und umfassen

Katastrophenhilfe, sicherheitspolizeiliche

Assistenzeinsätze sowie Schutz

von wichtigen Gebäuden und Einrichtungen.

De facto erfüllen sie damit die

Aufgaben von Wachbataillonen, die

auch zu Katastrophenschutzzwecken

herangezogen werden können. Die

stehenden Verbände haben durchwegs

als Hauptaufgabe die Abdeckung der

Auslandseinsätze (wobei hier Polizeiund

Sicherungsaufgaben vorherrschen)

zugewiesen, andererseits aber vor

allem den Kampf im verbauten Gebiet,

sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsätze

wie Grenzschutz, Bewachung

von Botschaften oder den Schutz kritischer

Infrastruktur.

Ein Trend zur

Konstabulisierung

des Militärs

Das Schwergewicht der strategischen

Ausrichtung des Bundesheeres wird

damit sehr eindeutig auf den Artikel

79/2/1.b gelegt, worin es heißt: „Das

Bundesheer ist, soweit die gesetzmäßige

zivile Gewalt seine Mitwirkung

in Anspruch nimmt, ferner bestimmt:

1. auch über den Bereich der militärischen

Landesverteidigung hinaus ... b)

zur Aufrechterhaltung der Ordnung und

Sicherheit im Inneren überhaupt ...“.

bundesheer.at

Seite 4

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Das Bundesheer tendiert mit dieser

Ausrichtung hin zur Polizei oder, wenn

man so will, zu einer Gendarmerie,

also zu militärischen Einheiten mit

Polizeiaufgaben bzw. –befugnissen.

Ein zusätzliches Indiz dafür ist die

Zerschlagung der bundesländerübergreifenden

Brigadestruktur und die

Stärkung der Militärkommanden. Die

militärstrategischen Planer dürften

also für die Zukunft eher ein bürgerkriegsähnliches

Szenario mit Unruhen

im Inland als die Bedrohung von

außen im Auge haben. Es wird zwar

in allen Konzepten und Aussendungen

beteuert, dass die Militärische Landesverteidigung

die Hauptaufgabe des

Bundesheeres sei, ob diese Aufgabe

mit der nun einsetzenden Neustrukturierung

auch tatsächlich erfüllt werden

kann, ist zumindest fraglich.

Wird die Gesamtstärke

des Bundesheeres wieder

verkleinert?

Studiert man die Österreichische

Sicherheitsstrategie, immerhin ein vom

Nationalrat beschlossenes Dokument,

so schreibt diese dem Verteidigungsminister

folgendes über die Gesamtstärke

des Bundesheeres vor: „Das Gesamtkräfteerfordernis

beträgt aus heutiger

Sicht 55.000 Soldatinnen und Soldaten

mit unterschiedlichen Bereitschaftsstufen,

auch für kurzfristig abrufbare

Assistenzeinsätze.“ Wenn also der

Verteidigungsfall eintritt, dann soll das

Bundesheer eine Mobilmachungsstärke

von 55.000 Militärpersonen aufweisen,

was bedeutet, dass diese Personen in

Verbänden formiert und nach relativ

kurzer Zeit einsatzbereit sein müssen.

Mobilmachungsstärke

nur mehr

39.000

Das Verteidigungsministerium verkündet

auf seiner Homepage folgendes:

„Um all diese Aufgaben zu erfüllen,

stützt sich das Bundesheer auf drei

Standbeine ab: Die Landstreitkräfte,

die Luftstreitkräfte und die Spezialeinsatzkräfte.

Derzeit weisen Verteidigungsministerium

und Bundesheer

folgende Personalstärke auf: 14.000

Soldaten, 8.000 Zivilbedienstete,

25.000 Miliz-Soldaten“, also unterm

Strich 47.000 Personen. Die Mobilmachungsstärke

beträgt demzufolge

39.000 Soldatinnen und Soldaten, da die

Zivilbediensteten nicht mitzurechnen

sind und es klafft damit eine Lücke von

16.000! Militärpersonen auf die von

der Volksvertretung vorgeschriebene

Anzahl. Angesichts dieser Zahlen stellt

sich selbstverständlich die Frage, ob

seitens der militärstrategischen Planer

insgeheim an eine weitere Verkleinerung

des Bundesheeres gedacht ist? Feststeht

aber jedenfalls, dass der politische Wille

des Volkes nicht umgesetzt wird.

Zusammenfassend lässt sich über

den weiteren Weg des Bundesheeres

eine sehr klare Aussage tätigen: Das

verkleinerte Bundesheer und die Sektionen

der Zentralstelle könnten jederzeit

mit einem anderen Ministerium

verschmolzen werden, die Strukturen

dafür sind aufbereitet. Die Militärische

Landesverteidigung tritt in den Hintergrund,

das Bundesheer wird sich mehr

auf polizeiliche Aufgaben konzentrieren

bzw. vermehrt im Rahmen des sicherheitspolizeilichen

Assistenzeinsatzes

tätig sein.

Ω

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Ausgenutzt und vergessen

Das Bundesheer hat den „Zeitsoldaten“ als

„Sachaufwand“ geführt

Immer wieder wird der Staat von

Regierungsseite als verlässlicher

und guter Arbeitgeber beworben.

Die Realität stellt sich in diesem

Fall jedoch anders dar. Im Falle

der Zeitsoldaten werden nur 30

Monate Dienstleistung auf die

Pension angerechnet, obwohl

manche von ihnen 300 Monate

und länger gedient haben. Das

ist ungerecht und der Republik

Österreich als Arbeitgeber nicht

würdig. Die AUF/AFH fordert

daher die sofortige Aufhebung

der 30 Monate-Deckelung!

Vor 30 Jahren war eines der großen

Projekte des Bundesheeres - Zeitsoldaten

(ZS) sollten die personelle

Lücke im Militär auf Zeit schließen.

Aber eben nur auf Zeit! Viele dienten

bis zu 15 Jahre - im Vertrauen auf

die Republik Österreich als verlässlichen

Arbeitsgeber gemäß den

arbeitsrechtlichen Bestimmungen

für alle Arbeitnehmer. Dafür hat

man allerlei Nachteile wie eine

45-Stunden-Woche, nur zwölfmalige

Auszahlung des Solds und auch die

Verbuchung der eigenen Arbeit als

„Sachaufwand“ (was Steuern und

Sozialversicherungsbeiträge sparte)

in Kauf genommen. Sie galten als

Präsenzdiener.

Ca. 16.000 Zeitsoldaten sind im

Lauf der Zeit definitiv ins Heer übernommen

worden. Jetzt kommen alle

ehemaligen Zeitsoldaten – darunter

auch jene, die in die Privatwirtschaft

gewechselt sind – in ein Alter, wo

man langsam an den Pensionsantritt

denkt. Aber dieser liegt in

weiter Ferne. Jene Zeiten, die man

als Präsenzdiener für die Republik

Österreich tätig war, werden nämlich

nur in einem beschränkten Ausmaß

für das Pensionsalter angerechnet;

insgesamt nur 30 Monate alles in

allem, unabhängig davon ob Grundwehrdienst,

verlängerter GWD, freiwillig

verlängerter GWD oder Dienst

als Zeitsoldat geleistet wurde.

Der Staat muss

ein verlässlicher

und guter

Arbeitgeber sein

Dazu ein Beispiel: Bist Du also seit

deinen 18. Lebensjahr durchgehend

beim Bundesheer und mittlerweile

62 Jahre alt, so hast du rein rechnerisch

44 Arbeitsjahre beim Arbeitgeber

Republik Österreich abgedient.

Warst du aber nach dem Grundwehrdienst

(8 Monate) noch vGWD für 4

Monate und danach 2 Jahre fvGWD

und danach 10 Jahre ZS, werden

von den 13 Jahren nur 30 Monate

= 2 ½ Jahre angerechnet. Das heißt,

10 ½ Jahre Arbeitsleistung rechnet

Dir die Republik nicht an. Soweit

sagen es die geltenden gesetzlichen

Bestimmungen über die 30 Monate

-Deckelung!

Seit Jahren kämpfen die AUF/AFH

und die FGÖ-Bundesheergewerkschaft

im Schulterschluss mit der

FPÖ im Parlament für die Aufhebung

dieser 30 Monate-Deckelung.

LAbg. ADir Manfred Haidinger

Zuletzt hat die FPÖ wieder auf

Drängen der FGÖ-Bundesheergewerkschaft

im Jahr 2014 einen

Antrag zur Aufhebung der 30 Monate-Deckelung

eingebracht. Auch

wenn die beiden Regierungsparteien

dieses Vorhaben vordergründig

begrüßt haben, so fand dieser Antrag

nun doch wieder, wie so viele andere

Anträge auch, sein Ende in der

Ablage im Verfassungsausschuss. So

wie dieser Antrag vergessen werden

soll, hat die Republik auch ihre

Zeitsoldaten aus 1980er und 1990er

Jahren vergessen.

Wir jedoch nicht, wir kämpfen

weiterhin um die Pensionszeiten

der Zeitsoldaten!

Ω

Seite 6

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Seit Jahren kämpft die

FGÖ-Bundesheergewerkschaft um

die Pensionszeiten von ehemaligen

Zeitsoldaten. Sie kämpft aber

auch für die Rechte aller anderen

Soldaten, die aus welchen Gründen

auch immer (AuslE, Milizübungen

usw.) mehr als 30 Monate Dienst

für die Republik geleistet haben, die

ihnen nun nicht auf die (Hackler)

Pension angerechnet werden.

Der im Verfassungsausschuss

versenkte Antrag aus dem Jänner

2014 soll wieder geborgen

werden! Dazu wird die FPÖ einen

Fristsetzungsantrag einbringen.

Gleichzeitig konnten wir eine

Petition mit Hilfe der FPÖ ins

Parlament bringen, die nun auf

dem Server des Parlaments unter

folgendem Link abrufbar ist:

https://www.parlament.gv.at/PAKT/

VHG/XXV/PET/PET_00087/

index.shtml#tab-Uebersicht

Damit könnt auch ihr und eure

Angehörigen dafür sorgen, dass

diese Petition jenen Stellenwert

erreicht, der ihr zusteht.

Beteiligt Euch daher an diesem

Votum und begeistert möglichst

viele Menschen für diese gute

Sache!

Aufruf - Unterzeichnet die Petition

QR-Code zum Parlamentsserver

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Obst Werner Hammer MSD

UMGESETZT

Andere reden – wir handeln!

Nachstehende Forderungen der AUF/AFH wurden bereits umgesetzt:

• Kein Verlust der 41. Stundenwoche – erreicht

• Kein Verlust der Truppendienstzulage – erreicht

• Militärparaden – Ausmusterungsparade wurde wieder eingeführt

• Eine sofortige Lösung der „900er“-Problematik – weitgehend erledigt

• Freimachung von ausreichenden Geldmitteln zur Aufrechterhaltung eines entsprechenden

Übungsbetriebes - angelaufen

• Ersatz des ausgeschiedenen Fuhrparks durch moderne armeetaugliche Geländefahrzeuge in

entsprechender Anzahl zur Wiederherstellung der Mobilität des Bundesheeres - angelaufen

• Zeitsoldaten: Aufhebung der 30 Monate-Deckelung – im Parlament eingebracht

und in Bearbeitung

• Investitionen in die militärische Ausrüstung und Bewaffnung bzw. den Ankauf der erforderlichen

Helme, Schutzmasken, Splitterschutzwesten und Waffen – angelaufen

• Freigabe der Sportausübung für alle Bediensteten des BMLVS und ÖBH im dienstlichen Rahmen

inkl. dienstrechtlicher Absicherung BiD – erreicht

• Unverzügliche Modernisierung der teilweise desolaten militärischen Sportstätten,

Fitnessräume und Sportanlagen – angelaufen

• Schnapsidee beenden: Die Bundesheer-Wachen nicht entwaffnen – erreicht

• Zusammenlegung der Besoldungsgruppen bei den Unteroffizieren – erreicht

• Funktionsgruppen 8 und 9 für MBUO einführen - angelaufen

• Wiederaufstellung der Militärmusiken – erreicht

• Verkauf von Kasernen sofort beenden – erreicht

• Verbesserungen beim Sonderurlaub – erreicht

Vzlt Manfred Reindl

• Verschlankung der Verhaltensnormen (VBl. I 45/2016) auf das Notwendigste

(ehemalige Verhaltensregeln) – erreicht

• Evaluierung der derzeit gültigen Hygienerichtlinien für ortsfeste Verpflegseinrichtungen im ÖBH –

angelaufen

• Mindestnutzung einer Naturalwohnung von 3 auf 6 Jahre erhöht – erreicht

Seite 8

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Sicherheitspersonal Allentsteig

Pilotprojekt beendet – neue Arbeitsplätze endlich da!

Vor ca. 9 Jahren wurde ein

„Pilotprojekt“ gestartet, das

nun beendet ist. Es wurden die

Arbeitsplätze beim Sicherheitspersonal

Allensteig endlich

systematisiert.

Mit Dezember 2007 wurde das Pilotprojekt

„Sicherheitsdienst“ beim

MSZ 6 in Allentsteig zur Erprobung

gestartet. Projektziel war es,

über Stand befindliche Bedienstete

aus verschiedenen Organisationseinheiten

zu Sicherheitskräften

umzuschulen. Es wurden dazu fünf

Bedienstete aus dem Raum Allentsteig

zum MSZ 6 dienstzugeteilt und

nahmen an der Ausbildung Sicherheitspersonaldienst

teil. Der Aufgabenbereich

dieser Arbeit liegt nicht

nur als Sicherheitspersonal beim

Haupttor der Lichtensteinkaserne in

Allentsteig, sondern umfasst zusätzliche

Aufgaben in der Verwaltung,

bei der Durchführung und Programmierung

des Schließsystems KABA

im gesamten Bereich der Garnison

Allentsteig.

Das Projektziel sah aber auch die

Schaffung von systemisierten Arbeitsplätzen

mit der Wertigkeit A3 vor.

Der erste Schritt des Projektes wurde

also umgesetzt, der zweite, nämlich

die Schaffung der Arbeitsplätze

dauerte. Nach jahrelangem Hinhalten

und leeren Versprechungen, dass

diese zugesagten Arbeitsplätze nun

ohnehin bald geschaffen und systematisiert

würden, gingen einige ausgebildete

Fachkräfte wieder zurück an

ihre ursprüngliche Dienststelle. Bis

vor kurzen waren für diesen Aufgabenbereich

nur mehr zwei Bedienstete

dienstzugeteilt, die es auf eine

durchschnittliche Wochenbelastung

von 50 bis 70 Stunden brachten.

Gerechter Lohn

für ordentliche

Arbeitsleistung

ist ein Muss

Im Zuge des Personalvertretungswahlkampfes

2014 wurde dieses

Problem an die AUF/AFH heran-

OStv Jürgen Handler

getragen; Amtsdirektor Manfred

Haidinger hat sich dieser Sache angenommen

und nach folgendem Leitsatz

im Ministerium seine Argumente

dargelegt: Wenn man als A5 oder

A4 Bediensteter mit einer Aufgabe

betraut wird, die höherwertig ist,

sollte diese auch dementsprechend

gewürdigt werden. Es bedurfte zwar

langwieriger Verhandlungen, letztendlich

jedoch konnte ein Durchbruch

erzielt werden. Mitte 2016

wurden endlich die vier A3-Arbeitsplätze

systematisiert und die Bediensteten

werden auch dementsprechend

finanziell abgegolten!

Ω

Haupteingang zur Liechtensteinkaserne in Allentsteig

bundesheer.at

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Militärstreife & Militärpolizei

Ein Spezialverband weiter im Aufwind!

Das Kommando Militärstreife &

Militärpolizei (KdoMilStrf&MP)

ist ein Spezialverband des Österreichischen

Bundesheeres. Seine

Aufgabe ist es, die Truppe und

alle militärischen Einrichtungen

zu schützen. Der Verband erfüllt

in Österreich die Aufgaben der

Militärstreife zuzüglich des

Personenschutzes. Bei Auslandseinsätzen

ist er als Militärpolizei

für die Sicherheit und die

Ordnung innerhalb der Bundesheerkontingente

verantwortlich.

Als weitere und äußerst herausfordernde

Aufgabe wird die

Militärpolizei dabei auch - je

nach Mandat - zur Wiederherstellung

und Aufrechterhaltung

der öffentlichen Ordnung eingesetzt.

Dies kann sich auf beinahe

alle Aspekte der polizeilichen

Arbeit beziehen und erfordert ein

spezielles Training und Kooperationen

mit unterschiedlichen

Polizei- und Militärpolizeieinheiten

im In- und Ausland.

Foto: ÖBH MilStr

Neben zahlreichen kleineren Militärstreifeneinsätzen,

die sich vor allem

auf Dienstkontrollen, Lotsungen, Absicherungen,

Ermittlungen und Fahndungen

erstrecken, sind in Österreich

besonders die Gestellung des militärischen

Personenschutzes und die Wahrnehmung

der Sicherheit bei Großereignissen,

wie zum Beispiel bei der

AIRPOWER oder bei Veranstaltungen

zum Nationalfeiertag, eine interessante

Herausforderung.

Im Assistenzeinsatz zur Kontrolle der

Migration bewies die Militärstreife

sowohl in Nickelsdorf als auch in

Spielfeld Schnelligkeit, Flexibilität

und entschlossenes Handeln in enger

Abstimmung mit der Polizei.

Für den weiteren Aufwuchs des Spezialverbandes an allen Dienststellen

suchen wir noch Interessenten für eine Laufbahn als Berufsoffizier/-in,

Milizoffizier/-in, Berufsunteroffizier/-in, oder Milizunteroffizier/-in.

Wir bieten

Wir erwarten

• Aufnahme in einen Spezialverband

• Elitäre Ausbildung (auch in Kooperation mit polizeilichen Spezialeinheiten

- z.B.: WEGA, Landeskriminalämter - LKA,…)

• Möglichkeit, zur Absolvierung von internationalen Einsätzen (freiwillig)

• Alter: 17-30 Jahre, Körpergröße: Frauen > 163 cm, Männer >

168 cm

• Österreichische Staatsbürgerschaft

• Leistungsbereitschaft, Teamfähigkeit und Selbstbewusstsein

Gesuchte Personengruppen

• Stellungspflichtige (auch vor dem Antritt des Grundwehrdienstes)

• Soldaten im Dienststand / Präsenzstand

• Angehörige des Miliz- und Reservestandes

• Interessierte Frauen

Foto: ÖBH MilStr

Foto: ÖBH MilStr

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

Wir informieren Sie gerne weiter und freuen uns auf ein mögliches

Vorstellungsgespräch!

Email: andreas.fink.7@bmlvs.gv.at

Tel: 050201-1034-100

Seite 10

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Parallel dazu ist die MilStrf&MP auch

permanent in den Auslandseinsätzen

im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina

als internationale Militärpolizei

und als Personenschützer für hochrangige

Funktionen eingesetzt.

Militärpolizisten

sind hervorragend

ausgebildet

Militärpolizisten

sind Elitesoldaten

In Österreich wird für allfällige

Verstärkungen oder sich kurzfristig neu

ergebende internationale Einätze eine

beachtliche Anzahl an Militärpolizisten

Die Hauptaufgaben des

KdoMilStrf&MP

• Überwachung des

militärischen Eigenschutzes

(Force Protection

Enforcement)

• Ordnungsdienst (Law

Enforcement)

• Schutzdienst (Security

Operations)

• Ermittlungsdienst (Criminal

Investigation)

• Verkehrsdienst (Traffic and

Mobility)

• Informationsgewinnung

(Information Gathering)

• Gefangenen- und

Internierungswesen

(Detention and Internment)

• Kriminalistischer

Sonderermittler

• Spezialfunktionen beim

Niederschlagen von Aufruhr

• Zugriffs-Team

als „Kaderpräsenzeinheit - KPE“ bereit

gehalten.

Sowohl die interne und externe Anerkennung

der MilStrf&MP als „High

Value Asset“, als auch der sich vor

allem in den Jahren 2015 und 2016

zeigende große Bedarf an gleichzeitig

zur Verfügung stehenden

Einsatzkräften des Verbandes,

führte zum Entschluss des

BMLVS: „Die MilStrf&MP

soll deutlich aufwachsen“.

So werden ab 2017 die

Führungsstruktur gestärkt,

eine zusätzliche Gruppe in

der Abteilung für Lehre und

Grundlagenarbeit verankert,

zwei weitere Einsatzeinheiten

neu aufgestellt und in allen

Kompanien Führungspersonal

für den Personenschutz

Foto: ÖBH MilStr

(„Kommandoführer“) sowie Präzisionsschützen

verankert.

Mit Ausnahme von Vorarlberg und

Burgenland werden in allen Bundesländern

Kompanie-Standorte eingerichtet.

Gastbeitrag von Mjr Andreas Fink

Foto: ÖBH MilStr

Foto: ÖBH MilStr

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Reform LV 21.1 – Ergänzungen

zur Stellungnahme des ZA

„Minderheitenbericht“

Im Sommer 2016 hat die Fraktion

der AUF/AFH im Zentralausschuss,

neben der offiziellen

Stellungnahme des Zentralausschusses,

ihre „Ergänzungen zur

Stellungnahme des ZA/BMLVS“

an den Bundesminister übermittelt

und auch an die Bediensteten

des BMLVS und des ÖBH per

3.VE mitgeteilt. Die AUF/AFH

sah in der offiziellen Stellungnahme

des Zentralausschusses

die Bediensteten und deren

zukünftiges Heil als Arbeitnehmer

im Ressort zu wenig

berücksichtigt, weswegen die

AUF/AFH diesem Ergebnis keine

Zustimmung erteilt hat.

Was hat uns dazu bewogen?

Der Hauptgrund für uns war, dass

die Stellungnahme des ZA/BMLVS

einerseits rechtliche oder organisatorische

Fragen behandelte, bei denen

die Personalvertretung nur bedingt

ein Mitspracherecht hat. Andererseits

war ihr eine Stellungnahme des

Dienststellenausschusses der Zentralstelle

zu Grunde gelegt worden,

die zwar ein großer DA ist, jedoch

auf keinen Fall repräsentativ für das

gesamte Ressort sein kann. Als Funktionäre

der Fraktion AUF/AFH haben

wir uns mehr auf die Arbeitnehmervertretung

konzentriert, nämlich auf

den gewerkschaftlichen Ansatz in der

Personalvertretung.

Grundsätzlich

sollte es nichts

geben, was die

strategische

Reserve der

Republik nicht kann

Nach dem Leitsatz: “Geht’s dem

Soldaten gut – geht’s der Sicherheit

Österreichs auch gut!“, nahmen wir

uns heraus, mehr auf die Bedürfnisse

der Soldaten abzustufen und

wesentliche Forderungen rund um

den Menschen – unseren Bediensteten

– zu artikulieren. So forderten

wir in diesem so genannten „Minderheitenbericht

der Fraktion AUF/AFH

z.B., „Keine 900er Funktionen mehr,

Amtsdirektor Manfred Haidinger

keine Abwertung von Arbeitsplätzen,

keine Versetzungen über die 50 km

Grenze, Verbleib von eventuell über

Stand zu führenden Bediensteten

bei ihren ehemaligen Dienststellen

oder deren Nachfolgeorganisation

auf ihren ehemaligen bewerteten

Arbeitsplätzen, vermehrter Einsatz

von Tele-Arbeitsplätzen insb. für

Frauen zur Vereinbarkeit von Beruf

und Familie“. Vergleicht man nun

die durch den Herrn Bundesminister

angeordneten Richtlinien so ist zu

erkennen, dass unsere Forderungen

aufgenommen wurden und wesentliche

Eckpfeiler dieser Reform werden

und es manche bereits sind.

Wir für Euch - Macht auch alle mit!

FGÖ/BHG

Seite 12

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Wie wir erfahren konnten wurden

auch folgende unserer Forderungen

aufgenommen oder befinden sich in

einer Umsetzungsplanung: „Freimachung

von ausreichenden Geldmitteln

zur Aufrechterhaltung eines

entsprechenden Übungsbetriebes

(Zuverdienstmöglichkeit des Kaders),

Wiederherstellung der Mobilität des

Bundesheeres durch Ersatz des ausgeschiedenen

Fuhrparks sowie Beschaffungsmaßnahmen

bzw. Neuankauf

modernen Fluggerätes, Einstellung

des Outsourcings von Aufgaben an

zivile Anbieter bzw. deren Rückholung

in den militärischen Bereich.

Im Leiharbeiter-Bereich, aber

insbesonders bei den Vergaben an

Firmen für Tätigkeiten, die wir

selbst leisten können, setzen wir auf

vermehrtes Insourcing, Ausstattung

aller Soldaten mit der für den Einsatz

notwendigen militärischen Ausrüstung

und Bewaffnung bzw. Ankauf

der erforderlichen Helme, Schutzmasken,

Schutzwesten inkl. der

nötigen Ausbildung“.

Besonders freut uns, dass der Herr

Bundesminister angeordnet hat, dass

es zu einer Entwicklung eines Nachfolgemodels

Pinzgauer als Transportfahrzeug

Gruppe, ich nenne es

einmal Pinzgauer LV 21.1, kommen

wird, womit die Mobilität der Truppe

erhöht werden kann.

Geldmittel werden und wurden bereits

für Übungen zur Verfügung gestellt

und das Kader kann auch wieder

durch verschiedene Dienste Geld

verdienen. Das ist eine ungewohnte

Situation, nach mehr als einem Jahrzehnt

knausern und aushungern.

Diese Beispiele könnte ich anhand

unseres „Minderheitenberichtes“

(ungekürzter Text siehe Kasten) und

der bereits in Planung befindlichen

Umsetzung noch beliebig lang fortsetzen.

Ich möchte aber zusammenfassend

und abschließend festhalten,

freies Foto

dass es in der Personalvertretung

und in der Gewerkschaft nicht nur

genügt, den Buchstaben der Gesetze

brav und bieder zu folgen, sondern

darüber hinausgehend natürlich auch

kämpferisch alle demokratisch möglichen

Mittel für die Mitarbeiter zum

Einsatz zu bringen. Wo wären wir

Arbeitnehmer heute, wären unsere

Vorfahren in der Arbeitsnehmervertretung

immer brav und bieder

gewesen.

Ω

Die AUF kämpft im gesamten Bundesdienst für die Rechte der Bediensteten.

In der Bildmitte AUF-Bundesobmann BR Werner Herbert

FGÖ/BHG

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Seite 13


PERSONALVERTRETUNG

Fraktion AUF-AFH

im Zentralausschuss

beim Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport

1090 WIEN, Rossauer Lände 1

Ergänzungen zur Stellungnahme des ZA

Bundesheer und Zentralstelle in Umsetzung der

Ministerweisung Nr. 249/2016; zusammengefasste Beurteilungen;

Wien, 10. Juni 2016 in Verbindung mit Ministerweisung 251/2016

Der Zentralausschuss hat bereits als Organ

eine Stellungnahme gemäß Beschluss in der

Sondersitzung vom Juni 2016 abgegeben.

Wir von der AUF-AFH im ZA/BMLVS vertreten,

so wie durch das PVG geboten, müssen diese

Stellungnahme des ZA/BMLVS nach außen

mittragen.

Diese „Ergänzungen zur Stellungnahme des

ZA/BMLVS“ sind als zusätzliche Forderungen

zu sehen, die in der Stellungnahme des ZA/

BMLVS leider keinen Niederschlag finden

konnten.

Da sich die AUF-AFH im ZA/BMLVS neben dem

PVG natürlich besonders den Interessen der

Bediensteten verpflichtet fühlt, sahen wir uns

gezwungen, einen „Minderheitenbericht abseits

des Kollegialorganes an den Bundesminister

zu übermitteln um ihm unsere Forderungen

aus spezieller PV-Sicht zu übermitteln.

Die unterzeichnenden Mitglieder der AUF-AFH

im ZA/BMLVS verstehen sich als eine konstruktive

Kraft mit Sichtweise in die Zukunft und wollen

aktiv am Wiederaufbau des Bundesheeres im

Einklang mit der Interessensvertretung der

Soldaten und Zivilbediensteten mitwirken!

Sohin ist unser Ansinnen eher mit einer

Betriebsvereinbarung zwischen Dienstgeber

und Dienstnehmervertretung, so wie sie in der

Privatwirtschaft immer wieder gelebt wird, zu

verstehen und so möchten wir unser Anliegen

auch verstanden wissen.

So wurden von uns diese Ergänzung direkt an

den Bundesminister für Landesverteidigung,

Mag. Hans Peter DOSKOZIL übermittelt. Mit

Erfolg, wie nunmehr ersichtlich ist. Die Ministerweisung

251/2016 zeugt besonders in ihrem

letzten Absatz davon, dass HBM unser Ansinnen

aufgenommen und nunmehr verfügt hat:

„Unter Einbindung aller Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sowie der Personalvertretung

werden auf Basis einer evolutionären

Organisationsentwicklung der personelle Aufwuchs

und die materielle Weiterentwicklung

gelingen. Deshalb müssen alle Anstrengungen

darauf ausgerichtet sein, dass der Veränderungsprozess

ohne Nachteile gestaltet wird

und größtmögliches Identifikationspotenzial

für alle Bediensteten beinhaltet“.

Ex post, sind wir, daher sehr froh darüber,

dass wir mit diesen Ergänzungen (siehe unten)

zusätzlich zur Stellungnahme des ZA/BMLVS

an den HBM herangetreten sind.

Forderungen der unterzeichnenden Mitglieder

der AUF-AFH im ZA/BMLVS im

Zusammenhang mit der Umsetzung der

Ministerweisung Nr. 249/2016;

Im Zuge der Umsetzung der Ministerweisung,

wird es zwangsläufig zu Änderungen kommen,

die direkt auf das Personal wirken. Damit ist

auch die PV, die gem. PVG berufen ist die

Seite 14

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Interessen der Bediensteten zu vertreten ex

ee etren und zustndi

er rdern ir vn der i

BMLVS einen Dialog mit ihnen Herr Bundesminister

zu ua hemen

Arbeitsplatz und Motivation

ine untionierende rganisationseinheit

steht und llt mit der uriedenheit und

Arbeitsmotivation des Personals. Die von

ihnen ieder mehr eingeorderte ommandantenverantwortung

wurde und wird durch die

Planstellenbesetzungsverordnung untergraben.

Eine ordnungsgemäße Personalplanung wird

dadurch verunmöglicht, dem Nachwuchskader

werden Austiegschancen verbaut und

an eine intensive Nachwuchsgewinnung ist

unter solchen Umständen nicht zu denken.

Daher bedar es aus unserer Sicht insbesondere

bei u.a. Punkten eine Vereinbarung zwischen

HBM und Dienstnehmer zu treen

eine er unktionen ansonsten Sozialpakete

wie z.B. Voruhestandsmodell

eine Abwertung von Arbeitsplatzwertigkeiten

eine Versetzungen ber die km renze.

Vorerst keine Verlegung der DB LaSK von

Salzburg nach Graz, nach der Devise „never

change a winning team“.

Keine Splittung der Agenden der DB

(Pensionsbearbeitung nicht zu SI oder HPA)

nach dem Grundsatz Ungeteilte Kommandantenverantwortlichkeit

heißt „Ein Mensch

Eine Zuständigkeit“

Verbleib von eventuell ber Stand zu

hrenden Bediensteten bei ihren ehemaligen

DSt oder deren Nacholgeorganisation au

ihren ehemaligen bewerteten Arbeitsplätzen

Vermehrter Einsatz von ele-Arbeitsplätzen

insb. r rauen zur Vereinbarkeit von Beru

und Familie

Die arbeitsrechtliche Anerkennung des

Soldatenberues, das heißt volle zivile Anerkennung

und Anrechnung der absolvierten

Militärausbildung analog zum Berusozier

ransparente und nachvollziehbare Personalplanungen

unter Einbindung der PV

Verhandlungen hinsichtlich Auhebung der

Planstellenbesetzungsverordnung

Verwaltungsvereinachung (die soortige

Durchorstung von eisungen und Erlässen

bzw. von Vorschriten, die Verordnungen

und Gesetze wie der RGV 55 usw. umsetzen

(Verpegung bei DR))

Freimachung von ausreichenden Geldmitteln

zur Aurechterhaltung eines entsprechenden

Übungsbetriebes (Zuverdienstmöglichkeit

des Kaders)

iederherstellung der Mobilität des Bundesheeres

durch Ersatz des ausgeschiedenen

Fuhrparks sowie Beschaungsmaßnahmen

bzw. den Neuankau modernen Fluggerätes,

Einstellung des utsourcings von Augaben

an zivile Anbieter bzw. deren Rückholung

in den militärischen Bereich. Im

Leiharbeiter Bereich aber besonders bei

den Vergaben an Firmen ür ätigkeiten

die wir selbst leisten können setzen wir au

vermehrtes Insourcing. „Grundsätzlich

sollte es nichts geben, was die strategische

Reserve der Republik nicht kann!“

Ausstattung aller Soldaten mit der ür den

Einsatz notwendigen militärischen Ausrüstung

und Bewanung bzw. den Ankau

der erorderlichen Helme, Schutzmasken,

Schutzwesten inkl. der nötigen Ausbildung.

Neubeurteilung Sanrg, Spitäler,

rztemangel, SanU, Einsatzsanitäter usw.

Aus unserer Sicht bedar es einer besonderen

Kratanstrengung und Kreativität, dem rtzemangel

vielleicht mit einem „mil. Stipendium“,

den Abgang durch SanOrg 2013

und den zu erwartenden Pensions-

Abgang von SanUO und dipl. Personal

durch vermehrte Werbung und Ausbildung

entgegen zu treten. Die SanOrg 2013 ist

zu evaluieren ist. Die erolgten Abversetzungen

augrund erolgreicher angeochterner

Bescheide einzelner Bedienstete beim

Bundesverwaltungsgerichtsho sind zurück

zu nehmen und die Bediensteten sind wieder

au Ihren Arbeitsplätzen zurück zuühren bis

ein adäuater Arbeitsplatz geunden

werden kann.

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Seite 15


im Rahmen des Wehrdienstes seinen Bürgern

teieise mtet sind ein Renmmee ür

Österreich. Die bislang als gut zu bezeichnende

eregung im eer musste durch

die inührung des entralüchensstems

Qualitätseinbußen hinnehmen. Unterbringung

und eregung sind eine esentliche

rundlage ür eine hchmtiierte rmee

und ihre Soldaten und Bediensteten.

Daher bedar es aus unserer Sicht insbesondere

bei u.a. Punkten eine Vereinbarung zwischen

B und Dienstnehmer zu treen

Bereitstellung on eldmitteln zur Behebung

der gröbsten Mängel in den Wohnund

Sanitärbereichen, der Arbeitsstätten,

eine sukzessive Renovierung desolater

Bauten und die Herstellung von Arbeitsbedingungen

gemäß dem Bundesbediensteten-Schutzgesetz;

Wiederherstellung der entsrechenden

Veregungsualität und Dezentralisierung

der Veregungsversorgung im Bundesheer

(kein Bau der Zentralküche West) sowie die

rhaltung und Weitergabe des rahrungswissens

der Feldköche durch entsprechende

Ausbildungs- und Übungsmaßnahmen;

rönung von Möglichkeiten ür die Bediensteten

des Bundesheeres, inkäue von

Gütern des Zivillebens in den Kasernen zu

tätigen, wie beispielsweise die Betankung

der Privatahrzeuge usw. Die Betreuungseinrichtungen

wären ualiziert hochzuahren

bis hin zur Implementierung eines Mil- Shops

nach dem Beispiel der Schweiz.

Frei zugängliche Internet Hot Spots in allen

Kasernen und Amtsgebäuden

Freigabe der Sportausübung ür alle Bediensteten

des BMLVS und ÖBH im dienstlichen

Rahmen inkl. dienstrechtlicher Absicherung,

Stichwort „ Bewegt am Arbeitsplatz“

Sanierung, Renovierung und Modernisierung

der teilweise desolaten militärischen Sportstätten,

Fitnessräume und Sportanlagen.

Gehalt und Pension

Soldaten aber auch die Heeresverwaltung

als Heeresgeolge sind besondere Staatsbürger,

da sie bereit sein müssen, ür Österreich

in den Krieg zu gehen. Sie verdienen daher

auch eine besondere Behandlung, die sie

aus der Masse als Vorbilder heraushebt. Ein

wesentlicher Beitrag in diese Richtung ist

ein aires Gehalt, hinzu kommt ein eigenes

Dienstrecht und eine Zukuntsvorsorge ür

jene, die aus dem Militärstand ausscheiden.

Es kann nicht sein, dass der Staat seine Soldaten

schlechter behandelt als andere Bürger,

wie dies am Beispiel der Pensionsregelungen

ür Präsenzdiener insbesondere Zeitsoldaten

maniest wurde.

Daher bedar es aus unserer Sicht insbesondere

bei u.a. Punkten eine Vereinbarung zwischen

HBM und Dienstnehmer zu treen

Zusammenlegung der MBU und MBU,

gem. DR ovelle Mitbeurteilung dieser

küntigen Rechtslage bei der Erstellung der

neuen OrgPläne und damit bei der Bewertung

der Arbeitsplätze Keine Verminderung

der Wertigkeiten dadurch. Einührung

der Funktionsgruppen 8 und 9 bei den

MBUO

Prüung einer Zusammenlegung der Verwendungsgruppen

MBO 1 und MBO 2

analog der MBUO soern es sich um MBO

handelt, die der militärische Führung zuzuordnen

sind.

ährliche Preissteigerungsabgeltung (gem.

Mikrowarenkorb) des Gehalts per Gesetz,

anstelle der jährlichen Gehaltsverhandlungen;

Erhaltung der 1.Wochenstunde und der

Truppendienstzulage

Keine permanenten Zusatzaugaben zu

bewerteten Arbeitsplätzen

Entsprechende Abgeltung von vorübergehenden

Zusatzaugaben

Erhalt der verwendungsbedingten Zulagen

(z.B. FluSi, Radar, Wetter) und Nebengebühren;

Rücknahme der den Einsparungen geschuldeten

Verteuerungen der Kostteilnahme ür die

Bediensteten solange bis der Verpegssatz

von ,- angehoben wird um erstens eine

verbesserte Verpegung und zweitens, um

Seite 16

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ung der PV;

nde der neeeung r P

e und e der Penn

berechtigung

inhrung geeticher rundgen r

ein eigenes Pensionsrecht, das die Belange

aller Soldaten oder ehemaligen Soldaten

entsprechend regelt

eine ecelung on P eiten bei der

besoldungsmigen instuung

Uns von der AUF-AFH im ZA/BMLVS ist bewusst,

dass diese Art des Zuganges eines Teiles der

PV zum Bundesminister neu ist und somit

sehr bald im Fokus der Kritik, zumindest der

anderen Fraktionen, stehen wird.

Da aber unser Bundesminister uns auch Neues

bisher Nichtgelebtes voreerziert, hlen

wir uns dadurch gestrkt mit ihm au diese

Weise in diesen Dialog zu treten.

Auch unser Wahlerolg mit ast der

Stimmen im Ressort zeigt uns, dass zumindest

ein Drittel der Bediensteten einen neuen Weg

des Miteinanders einschlagen möchte.

Wir werden natürlich über die weitere

ntwicklung inormieren und verbleiben,

Vzlt REINDL e.h.

(1. stv Vorsitzender ZA/BMLVS)

Obst HAMMER, MSD e.h. ADir HAIDINGER e.h. Vzlt GROTE e.h.

(Stv Schriftfüher ZA/BMLVS) (Mitglied) (Mitglied)

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Zusammenlegung der MBUO 2

und MBUO 1

Die Verschmelzung der beiden

Verwendungsgruppen war nur ein erster

Schritt – wir brauchen einen zweiten!

Der erste Teil unserer langjährigen

Forderung, nämlich die

Zusammenlegung der Verwendungsgruppen,

wurde mit der

Dienstrechtsreform im Juni 2016

erfolgreich erledigt. Nun muss

aber auch der zweite Schritt

in unserem Forderungspaket

durchgeführt werden, nämlich

die Schaffung von zusätzlichen

Funktionsgruppen für

die MBUO1 und deren automatisches

Vorrücken um zwei

solcher Funktionsgruppen. Denn

ansonsten befriedet man nur

25 % der Unteroffiziere (Ist-Stand:

2.237 MBUO2) und 75% der UO

(Ist-Stand 6.578 MBUO1) lässt

man im Regen stehen.

Warum haben wir von der AUF/AFH

überhaupt die Zusammenlegung der

Verwendungsgruppen gefordert?

Zunächst aufgrund des niedrigen

Einstiegsgehalts für den MBUO 2 und

der generell niedrigeren Bewertung

dieser Arbeitsplätze, obwohl auf der

anderen Seite eine langjährige und

fachspezifische, vielfach hochqualifizierte

Ausbildung von dieser Personengruppe

gefordert wurde. Keine Personengruppe

innerhalb des gesamten

Staatsdienstes hat eine längere reguläre

Ausbildungsphase zu absolvieren

wie das Militär. Berufsmilitärpersonen

legen nicht nur den allgemeinen Teil

der Dienstrechtsprüfung ab, sondern

haben eine zudem eine Führungs- und

Fachausbildung zu absolvieren, die

im Sinne des „lebenslangen Lernens“

eigentlich nie zu Ende geht.

Vzlt Manfred Reindl

Des Weiteren unterliegen Berufsmilitärpersonen

im Gegensatz zu allen anderen

Staatsbediensteten dem Heeresdisziplinargesetz,

dem Militärstrafgesetz, der

Allgemeinen Dienstvorschrift; sie sind

nicht nur Soldaten, sondern auch Lehrer

und tragen die Verantwortung gegenüber

unseren wehrpflichtigen Staatsbürgern.

Trotz Gleitzeit sind Soldaten an Dienstpläne

gebunden und werden alarmiert

zu einem Einsatz oder Übung bei jeder

Witterung. Sie machen all das wahr-

Jetzige System mit Personalstand Juli 2016

MBUO 2 MZUO2 Soll Ist Fehl an UO Geh.Stufe 5 GehStufe 10

Grundlaufbahn 958 318 € 38.350,80 € 67.638,60

FuksGrpe 1 2228 1292 € 112.662,40 € 217.185,20

FuksGrpe 2 757 627 € 41.319,30 € 78.751,20

Summe: 3943 2237 1706

MBUO 1 & MZUO1 Soll Ist

Grundlaufbahn 702 394 € 21.945,80 € 28.328,60

FuksGrpe 1 2472 1679 € 91.841,30 € 146.240,90

FuksGrpe 2 725 616 € 39.916,80 € 57.411,20

FuksGrpe 3 2414 2593 € 199.661,00 € 228.443,30

FuksGrpe 4 1016 1055 € 104.761,50 € 115.417,00

FuksGrpe 5 201 197 € 21.551,80 € 21.551,80

FuksGrpe 6 49 37

FuksGrpe 7 4 7

Summe: 7583 6578 1005

Gesamt MBUO2 u. 1 sowie MZUO 2

u.1

11526 8815 2711

Neu zugefügte FuksGrpen System mit Personalstand Juli 2016

Übergeleitete MBUO und MZUO Soll Ist

Grundlaufbahn 3186 1610

FuksGrpe 1 757 627

FuksGrpe 2 702 394

FuksGrpe 3 2472 1679

FuksGrpe 4 725 616

FuksGrpe 5 2414 2593

FuksGrpe 6 1016 1055

FuksGrpe 7 201 197

FuksGrpe 8 49 37

FuksGrpe 9 4 7

Summe MBUO und MZUO 11526 8815 2711

Ein kurzer Überblick

über das derzeitige

Personalstand-„Ist“

und das

Arbeitsplatz-„Soll“

€ 672.010,70 € 960.967,80

Seite 18

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scheinlich gerne, sonst hätten sie sich für

diesen verantwortungsvollen Beruf nicht

entschieden. Aber es ist auch an der Zeit,

dies dementsprechend abzugelten, denn

die Spaßgesellschaft versteht absolut

keinen Spaß, wenn es ums Geld geht.

Wenn es sich also nicht lohnt, werden

die Leute nicht mehr kommen – die

Zeiten haben sich eben geändert. Und

darauf war zu reagieren, richtigerweise

mit dem ersten Schritt einer Zusammenlegung

von MBUO 1 und 2.

Die MBUO 2 Grundlaufbahn und

Funktionsgruppe 1 sollten nun in die

Grundlaufbahn des MBUO 1 übergeleitet

werden, Die MBUO 2 in der

Funktionsgruppe 2 sollten in die Funktionsgruppe

1 des MBUO 1 übergeleitet

werden. Der kleinste Gehaltssprung

berechnet in der Gehaltsstufe 5 wären

dadurch Euro 65,90 – brutto wohlgemerkt.

Funktionsgruppe 8

und 9 für MBUO 1

einführen

Nun sollte auch der zweite Teil der

Zusammenlegung zu einem positiven

Abschluss gebracht werden. Die

jetzigen MBUO1 Grundlaufbahn und

Funktionsgruppe 1 müssten daher

aufgewertet werden, um auch dieser

Personengruppe eine entsprechende

Wertschätzung zukommen zu lassen.

Mit einer Einführung von Funktionsgruppen

8 und 9 könnte dies umgesetzt

werden. Alle jetzigen MBUO 1 sollten

aus ihrer jetzigen Funktionsgruppe um

zwei Stufen hinaufrücken. Damit wäre

eine gerechte Entlohnung für alle Unteroffiziere

sichergestellt. Dieser zweite

Schritt wäre relativ einfach umsetzbar

und finanziell machbar; er könnte

bereits in die nächste Dienstrechtsnovelle

aufgenommen werden und im

kommenden Jahr in Kraft treten.

Denn eine weitere große Hürde ist der

Personalstand; es ist fraglich, ob wir den

derzeitigen Ist-Stand (Juli 2016) von

8.815 Unteroffizieren überhaupt halten

werden können. Die Altersstruktur

sagt uns, dass wir für die nächsten 15

Jahre einen jährlichen Abgang von

mehr als 300 UO zu erwarten haben

werden, ohne Austritte, Karenzierungen,

Ressortwechsel und Überstellungen ins

A-Schema. Das sind also alles Unteroffiziere,

die bereits das 47. Lebensjahr überschritten

haben und fast ausschließlich

auf Arbeitsplätzen sitzen, die als Voraussetzung

MilFü3 und FüOrgET3 oder neu

die KA 4 und 5 absolviert haben. Derzeit

befinden sich nicht einmal 60 Bedienstete

an der HUAk, die sich dieser Ausbildung

unterziehen. Nur mit einer dementsprechenden

Bezahlung werden wir genügend

Rekruten dazu animieren können,

beim Militär zu bleiben und den Soldatenberuf

zu ergreifen. Die Aufstiegsmöglichkeiten

aufgrund der hohen Anzahl

an Abgängen sind vorhanden und eine

Auffüllung wäre in den nächsten Jahren

möglich. Allerdings bedarf es einer

entsprechenden Entlohnung – sonst

kommen die Leute nicht!

Ω

Weitere Fragen stehen heran

und müssen in den kommenden

Wochen bearbeitet werden:

1. Dienstgradreform:

Ansonsten gibt es ab Jänner

2017 nur mehr Dienstgrade vom

„Stabswachtmeister“ aufwärts.

Es stellt sich die Frage, womit

verknüpft man die Dienstrade,

mit den FuksGrpen oder

den Funktionen? Allein hier

gibt es sehr unterschiedliche

Auffassungen.

2. Arbeitsplatzbeschreibungen:

Sie müssen überarbeitet werden.

Es muss klar sein: Wer braucht

welche Ausbildung? Wer muss

sich der Kommandanten-

Ausbildung unterziehen und wer

absolviert die Fachausbildung?

Zugskommandanten und andere Spezialfunktionen

sollen auch besser entlohnt werden.

bundesheer.at

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Seite 19


Unteroffiziersausbildung „Neu“

Die gemeinsame Kadergrundausbildung von

Offizieren

Die Kaderausbildung „neu“ im

ÖBH gilt für die Personengruppen

der Berufsoffiziersanwärter, der

Milizoffiziersanwärter, der Berufsunteroffiziersanwärter

sowie der

Milizunteroffiziersanwärter. Das

Ziel soll sein, eine geschlossene,

durchgängige und vereinheitlichte

Ausbildung für alle Offiziere,

also für Unter- und Oberoffiziere

zu erreichen. Deshalb

war es notwendig die Ausbildungsstrukturen

den zukünftigen

Erfordernissen anzupassen.

Mit 01. September 2016 hat die neu

gestaltete Kaderanwärterausbildung

(KAAusb1) begonnen. Dabei

sollen alle Grundausbildungen für

das künftige Kaderpersonal angeglichen

werden – ein Schritt, der

zu begrüßen ist. Denn die horizontale

Schichtung des Kaderpersonals

als Führungs- und Fachpersonal

und die vertikale Schichtung als

Ober- und Unteroffiziere wird damit

einer einheitlichen Basisausbildung

zugeführt. Von dieser gemeinsamen

Basis aus dürfte es auch gelingen,

wieder ein einheitliches Offizierskorps

(bestehend aus Unter-,

Ober- sowie Stabsoffizieren und

Generalen) aufzubauen und einen

daraus resultierenden Korpsgeist zu

schaffen.

Es ist auch zu begrüßen, dass ein

Soldat beim Eintritt in die Streitkräfte

im Rahmen des Grundwehrdienstes

bereits die Kadersausbildung

(KAAusb1) beginnen kann;

dies betrifft vor allem auch die

Milizsoldaten, da diese beispielsweise

für den Unteroffiziersbereich

nach 18 Monaten mit der KAAusb3

als Wachtmeister abschließen.

Die KAAusb1 dauert 5 Monate und

gliedert sich in die Module:

• Basisausbildung Kern(BAK),

• Basisausbildung 1 (BA 1),

• Kaderführungsausbildung

1 (KFüAusb 1).

Gemeinsame

Basisausbildung

von Unter- und

Oberoffizieren

Unteroffiziersausbildung

Der Zeitraum der Berufsunteroffiziersausbildung

(die KAAusb2 beginnt

im 6. Monat und endet mit der

KAAusb3 im 18. Monat) erhöht sich

zwar von neuneinhalb auf dreizehn

Monate, ist aber dann abgeschlossen.

Bei der Unteroffiziersausbildung alter

Art hat es drei bis fünf Jahre gedauert

bis Soldaten als Berufsunteroffiziere

ausmustern konnten. Ein großer

Nachteil der Unteroffiziersausbildung

„alt“ war, dass über die lange Ausbildungsdauer

hinweg ein bedeutsamer

Schwund bei der Anzahl der Ausbildungsteilnehmer

zu verzeichnen

war. Der zukünftige Berufsunteroffizier

wird hingegen durch die durchgängige,

geschlossene Ausbildung

binnen eineinhalb Jahren seinen Zielstatus

erreicht haben.

Dadurch ergeben sich folgende Vorteile:

• die Planungssicherheit erhöht sich

sowohl für die Person selbst als

auch das ÖBH,

• die Zahl der Ausfälle sollte daher

deutlich zurückgehen,

• für die Truppe stehen früher als

bisher voll ausgebildete Kräfte zur

Verfügung.

Vzlt Volker Grote

Damit sollte es bei der Unteroffiziersausbildung

„neu“ insbesondere

im Bereich der Fertigkeiten zu einer

Qualitätssteigerung kommen. Für

das Berufsleben beim Heer, stellt

die Neugestaltung der Ausbildung

des zukünftigen Berufsunteroffiziers

sicherlich eine Verbesserung bei der

Karriereplanung und eine massive

Besserstellung hinsichtlich des

Monatsbezuges dar.

Zusammenführung von

M BUO 1 und M BUO 2 mit

01. Jänner 2017

Durch die Zusammenführung der

Verwendungsgruppen M3 und M4

stellt die neue Stabsunteroffiziersausbildung

eine Weiterbildung und somit

keine Grundausbildung im Sinne des

BDG dar.

Die zukünftige Unteroffiziersausbildung

stellt sich wie in der Grafik unten

dar.

Auswirkungen auf die Stabsunteroffiziersausbildung:

• Kürzung des MilFü3 um den

„Allgemeinen Teil“/Umbenennung

in KAAusb4

• FüOrgEt3 bleibt unverändert/

Umbenennung in KAAusb5

Seite 20

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Milizunteroffiziersanwärterausbildung

Einen negativen Beigeschmack hat die

neue Ausbildung für jene Milizunteroffiziersanwärter,

die bereits in Ausbildung

stehen. Wer mit der Ausbildung

„alter Art“ bereits begonnen hat, kann

diese nicht mehr abschließen. Der

Grund dafür ist, dass die Kurse („alter

Art“), die den in Ausbildung stehenden

Milizunteroffiziersanwärtern noch

fehlen im KURSIS nicht mehr angeboten

werden. Diese Leute müssten

daher ab dem 2. bzw. 6. Monat in die

KAAusb2 einsteigen. Dabei stellt sich

allerdings die Frage, welcher Arbeitgeber

einen Milizionär sieben bis zwölf

Monate freizustellen bereit ist. Dennoch

ist das neue Ausbildungssystem sicher

ein großer Schritt zur Angleichung der

Fähigkeiten des Milizkaders an den

Berufskader.

Nächster Schritt

sollte die

Durchlässigkeit

in die

Oberoffiziersränge

sein

Aufbauend auf diese gemeinsame

Kaderausbildung wäre als nächster

Schritt die Durchlässigkeit aus dem

Unteroffiziersbereich in die Ränge der

Oberoffiziere zu beurteilen, denn dies

würde das Spektrum der Aufstiegsmöglichkeiten

und Karrierechancen

wesentlich erweitern und dem System

einen enormen Qualitätserhalt vor

allem im Bereich des Fachdienstes

ermöglichen. So wäre es beispielsweise

zu erwägen, verdienten Wirtschaftsunteroffizieren

oder Kraftfahrunteroffizieren

nach einer zusätzlichen

verkürzten Ausbildung den Aufstieg in

die Oberoffiziersränge als Wirtschaftsoffizier

bzw. Kraftfahroffizier zu

ermöglichen. Die an der Militärakademie

ausgebildeten Oberoffiziere

könnten damit weiter in Führungsfunktionen

Verwendung finden und müssten

nicht mehr mühsam in die jeweiligen

Fachschienen umgeschult werden,

wofür eben dann weitergebildete

Fachunteroffiziere zu Verfügung

stünden.

Ω

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Seite 21


... und am Huat dos Edelweiß …

Grafiken: bundesheer.at

Unsere Gebirgstruppe im Aufwärtstrend

In Zukunft wird neben dem

Schwerpunkt Kampf im urbanen

Gelände auch ein nicht unwesentlicher

Teil der Konflikte

im Gebirge oder schwierigem

Gelände liegen, weil es hier,

beispielsweise um den Schutz der

Staatsgrenzen oder um kostbare

Ressourcen wie Rohstoffe oder

Wasser, aber auch um Rückzugsgebiete

irregulär kämpfender

Kräfte, zu fechten gilt.

Im Bundesheer, das europaweit

wegen der Qualität seine Gebirgstruppen

besonders geschätzt

wird, wurde dieser Umstand

erkannt und die Beschaffung von

entsprechendem Gerät gestartet,

um die Gebirgstruppe für diese

Aufgaben einsatztauglich zu

machen.

Zu den gängigen Klischees, die den

Österreichern im Ausland nachgesagt

werden, gehört neben Mozartkugeln,

Sängerknaben, Lipizzanern und Schifahrern

auch jenes, welches besagt,

dass ein großer Teil der Genannten

als Gebirgsjäger auf die Welt kämen.

Hinterlegt ist dieses Vorurteil einerseits

durch eine über hundert Jahre

dauernde Ereignisgeschichte in Krieg,

Einsatz und Ausbildung, bei mitunter

sehr tragischem Ausgang, und andererseits

schlichtweg durch die Tatsache,

dass zwei Drittel unserer Heimat nun

mal gebirgig sind. Gleichwohl hat

sich in der Historie immer eine große

Lücke zwischen Anspruch und vor

allem materieller Wirklichkeit für die

Gebirgstruppe aufgetan. Auch in der

Geschichte des Bundesheeres war diese

Lücke immer vorhanden und wurde in

den letzten Jahren ständig größer.

Wie desaströs der Ausrüstungsmangel

sich zuletzt gestaltete, sei am Beispiel

einer Jägergruppe des Bundesheeres

mit acht Soldaten, die im Gebirge

eingesetzt werden sollten, dargestellt.

Hätte man die Kräfte des Bundesheeres,

die für den Einsatz im Gebirge

vorgesehen waren, mit vorhandener

Ausrüstung hinterlegt, dann wäre

lediglich für vier Soldaten die persönlich

erforderliche Ausstattung, wie

zum Beispiel Anseilgurte oder Schlafsäcke,

vorhanden gewesen. Geeigneten

modernen terrestrischen Transportraum

für abseits von Bewegungslinien gab

es keinen, Bewaffnung sowie Nachtkampffähigkeit

waren unzureichend

und nicht dem internationalen Standard

entsprechend. Interessanterweise

hat der Ruf im nationalen und internationalen

Umfeld wenig gelitten,

obwohl der materielle Bankrott knapp

bevorstand. Dies ist ausschließlich

den vielen engagierten Menschen in

den verschiedenen Funktionen zu

verdanken, die sich dagegen stemmten

und durch unglaublichen Einfallsreichtum

und Improvisationsvermögen

aus dem Wenigen bis Garnichts, doch

Herzeigbares schafften. Abgesehen von

unzähligen erfolgreichen Einsätzen im

schwierigen Gelände, sei hier nur an

drei bemerkenswerte Initiativen erinnert,

bei denen das Bundesheer eine

bedeutende Rolle übernommen hat:

Die EU Pooling&Sharing Mountain

Training Initiative wurde im

Dezember 2012 von Österreich als

„Lead Nation“ übernommen und hat

das Ziel, in den Streitkräften der EU

die Ausbildung im Fachgebiet Gebirgsund

Winterkampf zu koordinieren, zu

standardisieren und ein entsprechendes

Ausbildungs- und Einsatzauswertungsinstrument

zu implementieren. Es geht

in einer ersten Stufe um Intensivierung

der Zusammenarbeit, um Koordination

von Ausbildungsangeboten

und Übungsmöglichkeiten, aber auch

darum, Mindeststandards für Ausrüstung

festzulegen, sowie um Harmonisierung

der europäischen Lehrgangslandschaft.

Derzeit beteiligen sich die

Streitkräfte aus Belgien, Bulgarien,

Deutschland, Kroatien, Niederlanden,

Österreich, Polen, Schweden, Slowenien

und Tschechien an dieser Initiative.

Die bi-nationale Kooperation mit

der Bundeswehr startete im Dezember

2013 mit der Unterzeichnung von

„Absprachen“ zur gemeinsamen

Ausbildung im Bereich des Gebirgsund

Winterkampfes, sowie zum Einsatz

von Austauschoffizieren richtig durch.

Beispielhaft seien hier das gemeinsame

Vorschriftenwesen, die gemeinsame

Durchführung von Lehrgängen oder

die Kooperation zwischen der deutschen

Gebirgsjägerbrigade 23 und der

österreichischen 6. Jägerbrigade – jetzt

Kommando Gebirgskampf - angeführt.

Das NATO Mountain Warfare

Centre of Excellence, stationiert im

Nordosten Sloweniens, ist seit dem

Oktober letzten Jahres aktiv. Der Kernauftrag

dieser Institution beruht auf den

Säulen der gebirgskampfspezifischen

Entwicklung von Doktrinen, Taktik

Seite 22

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zw. Verfahren, der experimentellen

Konzeptentwicklung, dem Lessons

Identified/Lessons Learned-Prozess

sowie Erziehung und Ausbildung.

Absicht ist nicht die Duplizierung von

bereits vorhandenen Einrichtungen,

Ressourcen oder Erkenntnissen,

sondern es geht vielmehr um Bewertung,

Synchronisierung, Standardisierung

und Weiterentwicklung dieser,

um die Interoperabilität und die Fähigkeiten

im Gebirgs- und Winterkampf

innerhalb der Allianz zu steigern. Aktiv

nehmen hier derzeit Deutschland,

Italien, Kroatien und Slowenien teil.

Österreich als Nicht-NATO Mitglied

tritt als so genannte Contributing

Nation mit einem äußerst engagierten

Stabsoffizier hinzu.

Gebirgstruppen

sind Elitetruppen

Der oben angeführte, anerkannte

Einsatz, ständiges Werben sowie politische

als auch militärische Führungskräfte

mit Weitblick, haben nun doch

einen Umschwung bewirkt. Es gibt

Anlass zur Hoffnung und Freude,

dass nach Jahrzehnten des materiellen

Darbens endlich sinnvoll vom Einsatz

her abgeleitet beschafft wird und die

vorhandenen Expertisen auch ausrüstungsmäßig

hinterlegt werden. Zwei

besonders hervorstechende Produkte

für den Einsatz im gebirgigen oder

schwierigen Gelände sind dabei das

BvS10 sowie das so genannte Quad.

es sich um eine Weiterentwicklung

der von Großbritannien, Frankreich

und den Niederlanden beschafften

Fahrzeuge mit verbessertem Schutz.

Dieses Gefährt wurde unter anderem

auf Grundlage von Einsatzerfahrungen

entwickelt und bietet gegenüber seinen

Vorgängern verbesserte Platzverhältnisse

sowie eine höhere Nutzlast.

Neben dem modifizierten Minenschutz

kam es zu zahlreichen weiteren

Detailverbesserungen, wie etwa einem

leistungsfähigeren Generator für das

Bordnetz, einem größerem Schiebedach

oder einer Rückfahrkamera. Dem

Vernehmen nach sollen die österreichischen

Fahrzeuge möglichst baugleich

sein. Aufgrund der geringen Stückzahl

ist anzunehmen, dass das Bundesheer

die Mannschaftstransportfahrzeuge

beschaffen wird, da diese am vielseitigsten

einsetzbar sind. Nichtsdestotrotz

sollen eine entsprechende Bewaffnung

und Zusatzausrüstungen wie

etwa Funkausstattung, ABC-Schutz,

Schneepflug, Seilwinden oder Brandunterdrückungsanlagen

das Produkt in

seinen Fähigkeiten abrunden.

Das Quad aus lateinisch über quattuor,

„vier“, zu quadruplex, „vierfach“ ist

ein kleines, sehr geländegängiges

Kraftfahrzeug für ein bis drei Personen

mit vier Rädern oder mit vier Gleisketten.

In Österreich ist es etwa aus

den touristischen oder landwirtschaftlichen

Bereichen nicht mehr wegzudenken.

Nun soll dieses, spät aber

doch, auch systemisch in größerer

Stückzahl in das Bundesheer implementiert

werden. Dieses Fahrzeug hat

vermutlich sehr viele Vorgänger im

multinationalen Umfeld, auf deren

Erfahrungen aufbauend weiterentwickelt

wurde. So gab es bereits während

des 2. Weltkrieges erste Formen dieses

Fahrzeugtyps. Auch den längst ausgedienten

Puch Haflinger könnte man

als Vorfahren anerkennen. Das unter

anderem bei der Gebirgstruppe eingeführte

Fahrzeug kommt von der Firma

Polaris und verfügt zusätzlich auch

über Gewehrhalterungen, Sitzheizung,

IR-Scheinwerfer oder Seilwinde.

Das Einsatzspektrum beider Fahrzeugtypen

ist äußerst vielfältig und

gerade für Kräfte im Gebirge unverzichtbar.

Diese Beschaffung schließt

nämlich eine erhebliche Fähigkeitslücke

in vielen Szenaren vom Katastrophenschutz

bis hin zum robusten

militärischen Einsatz im In- und

Ausland. Anzumerken ist auch, dass

die genannten Produkte kein Ersatz,

sondern eine dringend nötige Ergänzung

zu den bewährten Tragtieren und

Seilbahnsystemen sind. Dies kann aber

nur als ein äußerst positiver Einleiter

für weitere Beschaffungsmaßnahmen

gesehen werden, denn wie oben bereits

angemerkt, hat die Gebirgstruppe noch

sehr viele Fähigkeitslücken.

Ω

Der Bv, eine Abkürzung für „Bandvagn“,

wurde ursprünglich für die schwedische

Armee entwickelt - als Fahrzeug,

das bei nahezu allen Bodenbeschaffenheiten,

egal ob Schnee, Schlamm oder

Geröll, für die entsprechende Mobilität

sorgen sollte. Die schwedischen Wörter

„Band“ für Fahrketten und „Vagn“

für Wagen waren namensgebend und

kennzeichnen die Konstruktionsweise

dieses Fahrzeugs. Die Geräte sind etwa

seit 1979 im Einsatz und werden als

Waffenträger sowie als Mannschaftstransport-,

Kommando-, Sanitäts- und

Logistikfahrzeuge eingesetzt. Wobei

die Version D für ungeschützte und

die Version S für geschützte Fahrzeugtypen

steht. Die nun im Bundesheer

zu erwartenden Fahrzeuge sind vom

Typ BvS10 Mk IIB. Dabei handelt

Die besonderen Einsatzbedingungen für den Gebirgskampf

erfordern auch eine besondere Ausrüstung. - Sie wird nun

hoffentlich in ausreichender Menge beschafft.

bundesheer.at

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Seite 23


Der Soldat und der Bart – eine

Frage der Disziplin

Aufruf wider die Verwahrlosung

Generationen von Grundwehrdienern

habe ich erklärt weshalb der

Soldat keinen Bart tragen kann und

soll. Ihr kennt alle die Argumente

der Hygiene im Feld, der ABC-Abwehr

usw. Unendlich viele Diskussionen

habe ich – und ich weiß es auch

von vielen Kameraden – mit Kaderleuten

um das Barttragen geführt.

Übrig geblieben ist dabei ein Bild des

Stolzes, wenn die angetretene Truppe

anzuschauen – bietet das Bundesheer

nun ein ziemlich verwahrlostes Bild.

Wollen wir das? Oder will jemand

unsere Disziplin auf die Probe

stellen?

Wie konnte so etwas überhaupt

geschehen? Es ist eigentlich zum

Lachen. Unzählige Befehle und

Weisungen gab es und gibt es, über

die kopfschüttelnd geschmunzelt

bundesheer.at

Amtsdirektor Manfred Haidinger

wurde, über die man sich dann aber

ernsthaft Gedanken gemacht hat und

entsprechend der eigenen Interpretation

umgesetzt hat. Der Bart-Erlass

wird befolgt, nicht weil einem der

Bart so gut passt oder weil es Mode

wäre – nein, sondern weil es viele

einfach ausprobieren wollen oder

weil sie zu faul zum Rasieren sind.

Besinnen wir uns wieder auf die

Disziplin der Elitetruppen!

Nur weil „ein Irgendjemand“ in

unserem Ministerium diese glorreiche

Idee des Barttrageerlaubens

hatte und für den BM unterschrieben

hat, vergessen viele Offiziere und

UO ihren Stolz und ihre Disziplin

und tragen diese Verwahrlosung im

Gesicht. – Denkt nach! – Ihr habt die

nächste Stufe zum Ende des Soldatischen

bereits erklommen.

Euer Amtsdirektor Manfred Haidinger

frisch rasiert und mit geputzen

Schuhen sich präsentieren konnte.

Innerlich wussten alle, dass dieses

Bild ein vornehmes und schönes

Bild ist. Die ordentliche Rasur ist ein

Kennzeichen für die aufrechte Disziplin

in der Truppe; wir finden dies

bereits bei den Legionen Caesars.

Alle wirklichen Elitetruppen – und

Elitetruppen funktionieren nur mit

eisenharter Disziplin – tragen keine

Bärte (höchstens zu Tarnzwecken bei

einem bestimmten Auftrag).

Wollen wir Soldaten des Bundesheeres

nicht zur Elite zählen? Mit

diesen Bärten – teilweise lächerlich

Seite 24

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Marsch in die Pension

Obst Gottfried Sperl trat nach seinem letzten

Arbeitstag vor der Pensionierung den letzten

Heimweg zu Fuß an.

Viele Jahre hindurch pendelte Oberst

Gottfried Sperl von seinem Heimatort

Saurau in der Steiermark nach OÖ in

die Kaserne FlH Vogler in Hörsching.

Nach seinem letzten Arbeitstag

marschierte der Jungpensionst über die

Bergwelt nach Hause. Als junger Soldat

in Hörsching eingerückt, verbrachte

Gottfried Sperl einen Teil seiner Militärzeit

in Zeltweg und in Graz. Nach

Absolvierung der Militärakademie,

wo er zuerst die Matura

nachholte und schließlich

1980 als Leutnant zum

Fliegerhorstbataillon 3

ausgemustert wurde, übte

er mehrere Kommandantenfunktionen

aus.

In den letzten Jahren

war er als Leiter der

Stabsabteilung 4 beim

Militärkommando OÖ

eingeteilt. Oberst Gottfried

Sperl ist langjähriges

Mitglied der AUF/

AFH, war viele Jahre

Mitglied des Dienststellenwahlausschusses,

in der letzten Periode

auch Vorsitzender des

Dienststellenwahlausschusses

MilKdo OÖ und Ersatzmitglied

im Fachausschuss OÖ. Die AFH

OÖ bedankt sich bei Obst Sperl für die

hervorragende Zusammenarbeit, für

die Unterstützung und vor allem für

den kameradschaftlichen Umgang mit

allen Bediensteten. An seinem letzten

Arbeitstag versammelten sich zur

Verabschiedung beim Kasernentor des

Fliegerhorstes Vogler zahlreiche Kameraden.

Mit einem Ständchen durch die

Militärmusik Oberösterreich wurde

Obst Sperl herzlich verabschiedet, was

ihn sehr bewegte.

Der Marsch in die Pension Richtung

Heimat dauerte 6 Tage und führte über

Nußbach, Hinterstoder, Salzsteigjoch

Vzlt Johann Huemer

Heiß brennt die Sonne und weit ist der

Weg, voran Soldat, voran ...

Du musst marschieren rastlos Tag für

Tag, Du sollst nicht fragen, was auch

kommen mag ...

Einst kommt der Tag, wo Dein Weg führt

nach Haus, voran Soldat, voran ...

Du durftest kämpfen, Du warst auch

dabei! In Deinem Herzen bewahr’ die

Melodei ...

Auszug aus dem Österreichischen Soldatenliederbuch 1962

nach Donnersbachwald, Idlereckscharte

(2114 m), Eselsberggraben,

nach Saurau.

Dabei bewältigte

er auf dem

170 km langen

Marsch 4.800

Höhenmeter.

Zuhause wurde

er von seiner

Familie und

Freunden herzlichst

empfangen.

Wir wünschen

Oberst Gottfried

Sperl

eine lange und

erfüllte Pension

mit bester

Gesundheit und

bedanken uns für

sein vorbildliches

Wirken und sein kameradschaftliches

Tun.

Ω

FGÖ/BHG

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Seite 25


Ausbildung unserer

Personalvertreter

Auch 2016 wurden wieder Schulungen

veranstaltet

Personalvertreter fallen nicht

fertig ausgebildet vom Himmel.

Sie müssen zuallererst bereit sein,

sich freiwillig für ihre Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter einsetzen

zu wollen. Damit sie das auch

entsprechend können, müssen sie

aber mit allen dienstlichen und

juristischen Belangen besonders

vertraut sein. Zu diesem Zweck

veranstaltet die Gewerkschaft

spezielle Schulungskurse.

Auch dieses Jahr haben wir von der

AUF/AFH mit Unterstützung der

Bundesheergewerkschaft unsere Schulungen

für Personalvertreter und Personalvertreteranwärter

weiter fortgesetzt.

Das Ziel ist immer: unsere Bediensteten

auch in Zukunft bestmöglichst

vertreten zu können. Neben Beamtendienstrecht,

Vertragsbedienstetenrecht

und Personalvertretungsrecht war auch

der Bundesbedienstetenschutz ein

wichtiges Thema. Aber auch zahlreiche

viele weiterführende Themen wurden

in den diversen Schulungen angeboten,

wie Sicherheitspolitik, Staatsphilosophie,

Wehr- und Militärwesen, Personalpolitik

im Bundesheer, Pensionsrecht

usw.

Lernen ist immer

ein Zugewinn an

Wissen

Einige unserer Personalvertreter

haben auch bereits die neu eingeführten

Medienschulungen besucht

und werden im kommenden Jahr einen

Fortsetzungskurs in der Medienschulung

absolvieren. Weiters wurden

fachspezifische Schulungen angeboten

und so konnten wir erstmals aus ganz

Österreich die Personalvertreter und

Anwärter der MilStrf&MP für zwei

Tage im Seminarzentrum Rax-Reichenau

zusammenziehen. Es waren

spannende zwei Tage, lehrreich auf

beiden Seiten und eines konnten wir

zum Abschluss schon mit Sicherheit

sagen, wir sehen uns im kommenden

Jahr wieder.

Wissen ist

Macht

Auch unsere Fraktionsführer in den

Fachausschüssen haben ihre im Vertretungsbereich

gelegenen Personalvertreter

zu Schulungen zusammengezogen.

Neben den Hauptthemen PVG und BDG

wurde auch die Arbeit in den Dienststellenausschüssen

besprochen und es

wurden Problemstellungen zusammen

aufgearbeitet. Weitere Themen, wie

die Gefahren des Internet und Umgang

mit dem Internet wurden unseren Teilnehmern

nahegebracht. Auch von der

Personalvertreterschulung im

Seminarzentrum Reichenau

Teambuilding-Seminar in

Minihof-Liebau/Burgenland

Vzlt Manfred Reindl

Dienstgeberseite durften hochrangige

Vortragende nicht fehlen.

Insgesamt sind die Schulungen ein großer

Erfolg und wir sind stolz darauf, unsere

Personalvertreter ordentlich ausgebildet

zu haben. Wir bereiten bereits die Schulungen

2017 vor und freuen uns, wieder

viele Teilnehmer begrüßen zu können.

Ω

FGÖ/BHG

FGÖ/BHG

Seite 26

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Aus dem Zentralausschuss

Zwei Jahre nach der PV-Wahl, sind 3 Jahre vor

der PV-Wahl –

Ein Resümee aus den vergangenen zwei Jahren

Wie schnell doch die Zeit vergeht,

und wie schnell sich die Sicherheitslage

in und um Österreich

geändert hat. Vor nicht einmal

zwei Jahren sollte das Bundesheer

noch auf die Kernkompetenzen

zurückgefahren werden.

Nun wurde der freie Fall des

Bundesheeres gestoppt und man

kann sagen es geht leicht bergauf.

Nicht so jedoch im Zentralausschuss:

Hier glaubt vor allem

der Vorsitzende noch immer

an die absolute FCG-Mehrheit

vergangener Tage. Schade, denn

gemeinsam könnten wir vermutlich

noch größere Erfolge für die

Bediensteten erreichen.

Es ist nach wie vor nicht möglich,

gemeinsam mit FCG und FSG bei

Verhandlungen anzutreten, um mit dem

Dienstgeber gute Ideen und Vorschläge

auszuarbeiten. Bei AUF/AFH-Verhandlern

werden sogar FCG-Aufpasser

mitgeschickt! Möglich gemacht

wird dies, weil die FSG noch zu sehr

am Gängelband der FCG hängt. Aber

das wird laufend besser und so sehe

ich doch mit einzelnen Kameraden

der FCG und FSG Fortschritte in der

Zusammenarbeit. Auf Dienststellenund

Fachausschussebene läuft es bis

auf wenige Ausnahmen beinahe friktionsfrei

zum Wohle aller Bediensteten.

Wir lassen uns aber nicht aus der Ruhe

bringen und arbeiten unsere Referate

mit vollem Eifer ab, auch wenn man

uns AUF/AFH-Vertretern scheinbar

nur jene Referate zugebilligt hat, die

die ehemalige absolute Mehrheitsfraktion

als eher lästig empfand oder

empfindet. Und siehe da, wir konnten

einen großartigen Erfolg für unsere

Zivilbediensteten mit dem Erlass

„Bewegung im Dienst“ erzielen. Diese

Verhandlungen konnten in der letzten

Periode nie abgeschlossen werden,

warum eigentlich nicht? Wurden zu

weit überzogene Forderungen eingebracht?

Und genau hier sehe ich das

Problem der Verhandlungsstrategie, die

uns die ehemaligen Verhandler auch in

der Sanitätsreform 2013 eingebrockt

haben. Aber ich bin überzeugt, dass

wir auch im Sanitätsbereich einiges

weiterbringen werden, denn der derzeitige

Zustand ist mehr als unbefriedigend

und muss repariert werden.

Dass man mit so wenig Personal den

Betrieb überhaupt aufrecht erhalten

kann, grenzt an einen Wunder. Zusätzlich

sollen Ärzte und Sanitätspersonal

in Inlandseinsätze und Auslandseinsätze

entsandt werden. Wie kann die

Politik auf die Strategische Reserve

zurückgreifen, wenn man bereits für

den Friedensbetrieb alles mobilisieren

muss, um die Sanitätsversorgung einigermaßen

aufrechterhalten zu können?

Die „Loch auf-Loch zu“-Taktik wird

auf Dauer nicht gutgehen.

Auch in den anderen Referaten, die

uns sozusagen zugewiesen wurden,

konnten immer wieder Erfolge erzielt

werden, wie beispielsweise mit dem

Naturalwohnungserlass, wo die Befristung

von drei auf sechs Jahre erhöht

wurde.

Jetzt gehen wir die Seminarzentren

an, um hier endlich eine befriedigende

Lösung im Kommunikationsbereich zu

erreichen. Wir beantragen nun die überfällige

Installierung der WLan-Verbindungen,

denn diese unendliche

Geschichte müsste nun rasch erledigt

werden. Wir haben hervorragende

Seminarzentren, mit motiviertem

Personal und dann sollte es an einer

schnellen Internetverbindung scheitern,

wie sie heute in Seminarhotels

selbstverständlich ist? Das kann doch

nicht sein!

Hinsichtlich der Unteroffiziersangelegenheiten

werde ich weiter bilaterale

Gespräche mit dem Dienstgeber führen

und so die größte Personengruppe bestmöglichst

unterstützen. Die Zusammenlegung

von MBUO1 und MBUO2

war ein großer Wunsch von uns, aber

man muss es zu Ende führen, und zwar

durch die Schaffung zweier zusätzlicher

Funktionsgruppen (siehe dazu

meinen Bericht in dieser Ausgabe).

Bei der 30 Monate-Deckelung der

ZS-Zeiten kommt ebenfalls Bewegung

rein. – Hier arbeiten alle drei Fraktionen

intensiv daran und machen Druck bei

ihren Parteien. Es ist aber auch höchst

an der Zeit, denn die ersten Bediensteten

könnten ohne diese Deckelung

bereits in den wohlverdienten Ruhestand

übertreten.

Weiters muss beim Fuhrpark jetzt

so rasch wie möglich ein Ersatz der

Pinzgauer und PuchG erfolgen. Diese

Fahrzeuge fehlen derzeit im Assistenzeinsatz.

Der oder diejenigen, die für

das verschleudern unserer Pinzgauer

und PuchG verantwortlich waren,

gehören zur Rechenschaft gezogen.

Wir brauchen dringend einen Pinzgauer

neu, wenig Elektronik, technisch

robust und als leichtes Gefechtsfahrzeug

verwendbar. Es muss eine Gruppe

geschlossen mit Gepäck von A nach B

verbracht werden können.

Schlussendlich gibt es vieles zu tun und

aufzuarbeiten, aber scheinbar nicht für

die FCG-Leute. Die führenden Personalvertreter

der FCG haben offensichtlich

nichts anderes zu tun, als Nachforschungen

darüber anzustellen „ob der

Vzlt Reindl in Tirol, der Steiermark

oder sonst wo unterwegs ist und was

er dort macht“. Sie sollten ihre Kraft

sinnvoll einsetzen und sie nicht dazu

aufwenden, wie sie mich bei meinen

Besuchen der Bediensteten behindern

können. Liebe FCG-ler, ich mache

genau das, wofür ich gewählt worden

bin: Personal-vertreten! Auch wenn es

Euch nicht ins Bild passt.

Euer AUF/AFH-Fraktionsführer im

Zentralausschuss

Vizeleutnant Manfred Reindl

www.afh.at

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