Handmaschinen Handhabung und sicheres Arbeiten

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Handmaschinen Handhabung und sicheres Arbeiten

Handmaschinen

Handhabung

und sicheres Arbeiten

BGI 731


Handmaschinen

Handhabung und sicheres Arbeiten

Ausgabe 12/2000

Bestellangabe:

BGI 731

Impressum

Herausgeber:

HBG

Holz-Berufsgenossenschaft

Am Knie 8, 81241 München

Telefon (0 89) 8 20 03-0

Telefax (0 89) 8 20 03-299

Post: 81236 München

Gestaltung:

Kontor für Gestaltung

Franz Leander Neubauer

82547 Beuerberg

Satz und Litho:

Graf und Fraunholz

86167 Augsburg

Druck:

Rittel Offset

82152 Planegg

Bildnachweis:

Seite 8, 14, 17 oben:

Festo Tooltechnik KG

Postfach 808

73709 Esslingen

Aufnahmen in Mitgliedsbetrieben der

Holz-Berufsgenossenschaft:

S. 3 unten:

Gruco Möbelwerke GmbH

Hauptstr. 1-3

91233 Neunkirchen a.S.

S. 29 unten:

Poggenpohl Möbelwerke GmbH

Poggenpohlstr. 1

32051 Herford


Handmaschinen

Handhabung

und sicheres Arbeiten

Bestimmungsgemäße Verwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2

Beschäftigungsbeschränkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2

Handhabung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Persönliche Schutzausrüstungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Absaugung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

Handkreissägemaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6–12

Handstichsägemaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13–15

Handhobelmaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16–17

Handoberfräsmaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18–21

Lamellendübelfräsmaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22–23

Kettensägemaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24–26

Winkelschleifer, Trennschleifer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27–29

Handbohrmaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Eintreibgeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31–32

Schrauber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33


Bestimmungsgemäße

Verwendung

Beschäftigungsbeschränkung

Maschine nur so verwenden, wie es

der Hersteller in der Betriebsanleitung

vorsieht. Im Zweifel an den

Hersteller wenden.

Benutzungsbedingungen oder

Einsatzbeschränkungen beachten,

z.B.

� welche Werkzeuge sind für die

Maschine geeignet

(z.B. keine Kreissägeblätter in

Handbohrmaschinen !).

� muß die Verwendung in

besonderen Bereichen, z.B. in

explosionsgefährdeten Räumen oder

feuchten und nassen Bereichen,

ausdrücklich zugelassen sein.

Dies gilt auch für nicht elektrisch

betriebene Maschinen.

Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz

dürfen Jugendliche unter

18 Jahren nicht mit Arbeiten

beschäftigt werden, die mit

besonderen Unfall- oder Gesundheitsgefahren

verbunden sind.

Deshalb ist auch die Beschäftigung

mit folgenden Handmaschinen

untersagt:

� Handkreissägemaschinen,

� Handoberfräsmaschinen,

� Lamellendübelfräsmaschinen,

� Handhobelmaschinen,

� Handkettensägemaschinen,

� Handbandsägemaschinen.

Jugendliche dürfen jedoch nach

dem Jugendarbeitsschutzgesetz und

§ 14 Abs. 2 der Unfallverhütungsvorschrift

"Maschinen und Anlagen

zur Be- und Verarbeitung von Holz

und ähnlichen Werkstoffen"

(VBG 7j) mit dem Betreiben

(Bedienen, Rüsten) und Instandhalten

(Warten, Instandsetzen)

dieser Handmaschinen beschäftigt

werden, wenn sie

� über 16 Jahre*) alt sind und

� dies zur Erreichung ihres

Ausbildungszieles erforderlich ist

und

� ihr Schutz durch die Aufsicht

eines Fachkundigen gewährleistet

ist.

Ausbildungsziele und die einzelnen

Ausbildungsschritte sind in den

Ausbildungsordnungen oder

Rahmenlehrplänen festgelegt.

2

Handmaschinen

*) Das Änderungsgesetz vom 06.12.1996 zum Jugendarbeitsschutzgesetz hat die EG-Jugendarbeitsschutzrichtlinie 94/33/EG in deutsches Recht umgesetzt.

Darin wurde das Schutzalter für jugendliche Auszubildende von 16 auf 15 Jahre herabgesetzt.


Handhabung

Betriebsanleitung des Herstellers

beachten.

Kontrollieren, ob alle

Schutzeinrichtungen an der

Maschine angebracht sind

und ob Anschlußleitung und Steckvorrichtung

keine Beschädigungen

aufweisen.

Zum Werkzeugwechsel Maschine

von der Energiezufuhr trennen.

Beide Hände verwenden, wenn die

Maschine für das Führen mit zwei

Händen vorgesehen ist.

Nach dem Arbeitsgang die

Maschine sofort ausschalten.

Werkzeugstillstand abwarten.

Maschine in einer sicheren Lage

ablegen.

Maschine nur über den

Geräteschalter ein- und ausschalten.

Nicht durch Betätigen der Steckvorrichtung

ein- oder ausschalten!

Die elektrische Steckvorrichtung

nicht an der Anschlußleitung aus

der Steckdose herausziehen.

Vor dem Beseitigen von Störungen

Maschine sofort stillsetzen und von

der Energiezufuhr trennen.

Zum Lagern oder beim

Transportieren scharfe Knicke in

Anschlußleitungen vermeiden,

z.B. Anschlußleitung nicht um die

Maschine wickeln. An stationären Montagearbeitsplätzen

sollten zur Arbeitserleichterung

Balancer, z.B. Federzüge,

eingesetzt werden. Die Rückholkräfte

dürfen die Arbeit nicht erschweren,

d. h. sie dürfen einem Andruck nicht

wesentlich entgegenwirken.

3

Handmaschinen


Persönliche

Schutzausrüstungen

Beim Arbeiten mit Handmaschinen

zum

� Sägen,

� Hobeln,

� Fräsen und

� Schleifen

Gehörschutz tragen.

Beim Arbeiten mit Handmaschinen

in Augenhöhe oder über Kopf sollte

Augenschutz, z.B. Schutzbrille,

getragen werden. Beim Arbeiten mit

Winkelschleifer oder Trennschleifer

muß immer Augenschutz getragen

werden.

Atemschutz benutzen, wenn mit

dem Überschreiten von

Staub-Grenzwerten zu rechnen ist,

z.B. bei der Holzbearbeitung

Atemschutzmaske mit Filter P 2.

4

Handmaschinen


Absaugung

Fast alle zerspanend arbeitenden

Handmaschinen zur Bearbeitung

von Holz oder Holzwerkstoffen dürfen

nur mit ausreichend wirksamen

integrierten Absaugeinrichtungen

(Staub- und Spänefangbeutel an der

Maschine) betrieben werden

oder müssen an externe Absaugeinrichtungen

(z.B. Industriestaubsauer)

angeschlossen werden.

Folgende Maschinen können mit

einer wirksamen integrierten

Absaugeinrichtung ausgerüstet sein:

� Lamellendübelfräsmaschinen,

� Band-, Exzenter- und

Schwingschleifmaschinen.

Als transportable externe

Absaugeinrichtungen dürfen nur

geprüfte Industriestaubsauger

oder Kombigeräte (Kombination aus

Entstauber und Industriestaubsauger)

verwendet werden.

Angaben in der Betriebsanleitung

über Absaugstutzen, Mindestluftgeschwindigkeit

und Unterdruck

beachten!

5

Handmaschinen


Handkreissägemaschinen

Bau und Ausrüstung

1 Tauchkreissäge

1 feste Verkleidung

2 Späneauswurföffnung,

Absaugungsanschluß

3 Drehrichtungsangabe

für das Sägeblatt

4 bewegliche Schutzhaube

5 Führungsplatte, Sägetisch

6 Spaltkeil

7 Öffnungsrichtung der

beweglichen Schutzhaube

8 Spaltkeilhalterung

9 Handgriff mit EIN-AUS-Schalter

10 Sägeblatt

11 Entriegelungshebel für

Raste in Ausgangsstellung

12 Eintauchrichtung

2 Handkreissäge mit

Pendelschutzhaube

1

2

6

8

8

2

6

5

6

5

7

1

10

1

12

10

4

3

Handmaschinen

3

11

2

9

9


Handkreissägemaschinen

Bau und Ausrüstung

Die bewegliche Schutzhaube

muß den aus dem Sägetisch herausragenden

Teil des Sägeblattzahnkranzes

am Umfang und beidseitig

bis auf einen Öffnungswinkel von

10° verdecken.

7

Handmaschinen

max. 10°


Handkreissägemaschinen

Kreissägeblatt

Für Material und Arbeitsgang

geeignetes Kreissägeblatt

verwenden.

HM-Flachzahn

Für Rohzuschnitt von Vollholz

(Massivholz) in Faserrichtung.

HM-Wechselzahn

Für Platten mit beschichteten oder

furnierten Oberflächen und Vollholz

(Massivholz) quer zur Faserrichtung.

8

Handmaschinen

HM-Wechselzahn

Für alle Holzwerkstoffe, Baustoffplatten

und weiche Kunststoffe.

HM-Trapezflachzahn

Für Aluminiumplatten und -profile,

harte und faserverstärkte Kunststoffe.


Handkreissägemaschinen

Kreissägeblatt

Höchstzulässige Drehzahl des Kreissägeblattes

nicht überschreiten.

Kreissägeblatt wegen möglicher

Beschädigung der Schneiden nie

direkt auf dem Maschinentisch, sondern

immer auf weichen Unterlagen,

z. B. Holz, Pappe, ablegen.

Verharzungen durch Reinigungsbad

entfernen (Reinigungszeit nach

Gebrauchsanleitung beachten).

Beschädigte Kreissägeblätter, z. B.

mit ausgebrochenen Zähnen, Rissen,

der Benutzung entziehen.

Der Spanwinkel hat Einfluß auf

� Schnittqualität,

� Vorschubkräfte,

� Schnittkräfte.

Kreissägeblätter mit

� großem Spanwinkel bevorzugen

zum Schneiden in Faserrichtung

� kleinem Spanwinkel bevorzugen

zum Schneiden quer zur Faserrichtung

und von Spanplatten.

9

Freifläche

Zahnrücken

� Freiwinkel

HERSTELLER

Keilwinkel


Handmaschinen

n max. 5500


Spanwinkel

Tangente an den

Schneidenflugkreis

Spanfläche

Zahnbrust

Spanraum


Handkreissägemaschinen

Spaltkeil

max. 2 mm

max. 5 mm

Handkreissägemaschinen müssen

mit einem Spaltkeil ausgerüstet sein.

Die Dicke des Spaltkeiles muß

der Dicke des Kreissägeblattes

angepaßt sein. Der Spaltkeil darf

nicht dicker als die Schnittfugenbreite

und nicht dünner als der

Sägeblattgrundkörper sein.

Spaltkeilabstand vom Kreissägeblatt

so gering wie möglich einstellen

(Abstand höchstens 5 mm).

Spaltkeil ca. 2 mm (max. 5 mm)

unter der höchsten Sägezahnspitze

einstellen.

10

Handmaschinen


Handkreissägemaschinen

Betrieb

Zuschneiden von Vollholz

(Massivholz)

Kreissägeblatt für Querschnitt

wählen.

Spaltkeilabstand und Befestigung

prüfen.

Erforderliche Schnittiefe einstellen

(Richtwert: höchstens 10 mm mehr

als Werkstückdicke).

Werkstück gegen Verschieben

sichern.

Unterlagen so anordnen, daß das

Sägeblatt unter dem Werkstück frei

läuft.

Zuschneiden von

Plattenmaterial

Kreissägeblatt für Plattenmaterial

wählen (z.B. vielzahniges

HM- Wechselzahn-Sägeblatt).

Für eine sichere Führung der

Handkreissägemaschine sorgen,

z.B. durch Führungslineal oder

Führungsschiene.

11

Handmaschinen


Handkreissägemaschinen

Betrieb

Einsetzschneiden

Tauchkreissäge verwenden.

Spaltkeil entfernen, gegebenenfalls

Spaltkeilhalterung festziehen.

Führungsschiene auf Werkstück

auflegen und festspannen.

Anschlagnocken für Einsetzpunkt

und Aussetzpunkt an der Führungsschiene

befestigen.

Handkreissägemaschine am

hinteren Anschlagnocken anlegen.

Nach dem Einschalten der

Maschine Sägeblatt in das Werkstück

eintauchen und Maschine

bis zum vorderen Anschlagnocken

vorschieben. Sägeblatt aus dem

Werkstück schwenken und Maschine

ausschalten.

Nach Beendigung der

Einsetzarbeiten den Spaltkeil

wieder anbringen.

Montagearbeiten

Für Montageschnitte beim Innenausbau

geeignete Arbeitsvorrichtungen

zur sicheren Werkstückauflage

und präzisen Werkzeugführung

benutzen.

Werden Handkreissägemaschinen

stationär in

Tische eingebaut, sind die

Anforderungen an Tisch- und

Formatkreissägemaschinen

zu beachten.

12

Handmaschinen


Handstichsägemaschinen

Bau und Ausrüstung

1 Handgriff

2 EIN-AUS-Schalter

3 Führungsplatte, Sägetisch

4 Sägeblatt

5 Berührungsschutz oberhalb des

Führungstisches

6 Absaugungsanschluß

5

4

2

3

13

6

Handmaschinen

1


Handstichsägemaschinen

Werkzeug/Sägeblatt

Für Material und Arbeitsgang

geeignetes Sägeblatt auswählen.

1 Vollholz (Massivholz)

grobe Zahnteilung, Wechselschliff

und großer Spanwinkel

2 Plattenwerkstoffe

feine Zahnteilung, Wechselschliff

und mittlerer Spanwinkel

3 Kunststoffe

mittlere Zahnteilung, Wechselschliff

und mittlerer Spanwinkel

4 Metalle

Wellenzahnung und sehr kleiner

Spanwinkel

1

1

2

3

4

4

14

Handmaschinen


Handstichsägemaschinen

Betrieb

Herstellen geschweifter

Werkstücke

Werkstück auflegen, gegebenenfalls

festspannen bzw. gegen

Verschieben sichern.

Maschine mit dem Sägetisch an der

Werkstückkante ansetzen.

Danach Maschine einschalten und

Arbeitsgang durchführen.

Werkstück oder Abfallstücke nicht

im Schneidbereich halten.

Herstellen von Ausschnitten

Ansetzpunkte für Innenschnitte durch

Bohrungen herstellen.

Bohrungsdurchmesser sollte mindestens

3 mm größer als die Sägeblattbreite

sein, um ein Klemmen im

Ansetzpunkt zu vermeiden.

Maschine erst mit dem Sägetisch

aufsetzen, dann einschalten.

Darauf achten, daß sich das Sägeblatt

während des Schneidvorganges

unter dem Werkstück frei bewegen

kann, z.B. bei Ausschnitten in

Decken- oder Wandverkleidungen.

15

Handmaschinen


Handhobelmaschinen

Bau und Ausrüstung

1 Handgriff

2 EIN-AUS-Schalter

3 Messerwelle (nicht sichtbar)

4 Hobeltiefeneinstellung

5 Führungsanschlag

6 Späneabsaugungsanschluß

(nicht sichtbar)

4

6

3

5

16

2

1

Handmaschinen


Handhobelmaschinen

Betrieb

Messerwelle

An Handhobelmaschinen sind nur

runde Messerwellen mit einem

Schneidenüberstand von maximal

1.1 mm zulässig.

Die Messer müssen formschlüssig

befestigt sein.

Hobeln von Flächen

Werkstück sicher einspannen.

Vorgesehene Spanabnahme

einstellen.

Maschine mit vorderem Teil der

Führungsfläche auf dem Werkstück

aufsetzen.

Maschine sofort nach Beendigung

des Arbeitsganges ausschalten.

Maschine erst nach Auslauf der

Messerwelle ablegen.

Beim Ablegen Maschine nicht auf

die Messerwellenschneide stellen.

17

Handmaschinen


Handoberfräsmaschinen

Bau und Ausrüstung

1 Handgriffe

2 EIN-AUS-Schalter (nicht sichtbar)

3 Führungsplatte, Frästisch

4 Tiefeneinstellung

5 Späneabsaugungsanschluß

1

4

18

Handmaschinen

3

5

2

1


Handoberfräsmaschinen

Fräswerkzeuge

In Handoberfräsmaschinen nur

Fräswerkzeuge verwenden, die für

Handvorschub zugelassen sind.

Schaftfräser mit einem

Schneidenflugkreisdurchmesser von

30 mm oder mehr oder einem

Schaftdurchmesser von 12 mm

oder mehr müssen entweder mit der

Aufschrift „MAN“ und ggf. dem

BG-TEST-Prüfzeichen oder bei älteren

Werkzeugen mit der Aufschrift

„HANDVORSCHUB“ bzw. dem

BG-TEST-Prüfzeichen gekennzeichnet

sein. Zusätzlich müssen die höchstzulässige

Drehzahl sowie der Name

oder das Zeichen des Herstellers

angegeben sein. Einzelheiten siehe

BG-Information „Fräswerkzeuge für

die Holzbearbeitung – Handhabung

und sicheres Arbeiten“ (BGI 732).

Die auf dem Fräswerkzeug angegebene

höchstzulässige Drehzahl darf

nicht überschritten werden.

19

Handmaschinen


Handoberfräsmaschinen

Betrieb

Bearbeiten von

Werkstückkanten

Werkstück gegen Verschieben

sichern.

Maschine mit dem Frästisch an der

Werkstückkante aufsetzen und bei

Maschinenstillstand Fräshöhe und

Frästiefe einstellen.

Danach Maschine einschalten und

mit dem Anlaufring an der Werkstückkante

führen.

Nur im Gegenlauf fräsen.

Einfräsungen für Beschläge,

Beschlagteile

Passende Führungshülse in den

Frästisch einsetzen.

Schablone auf Werkstück

befestigen.

Maschine mit dem Frästisch auf

die Schablone aufsetzen und

bei Maschinenstillstand Frästiefe

einstellen.

Maschine in Ausgangsstellung

zurückführen.

Danach Maschine einschalten und

Arbeitsgang durchführen.

20

Handmaschinen


Handoberfräsmaschinen

Betrieb

Einfräsen von Nuten

Führungsschiene oder Schablone

auf dem Werkstück befestigen.

Maschine mit dem Frästisch auf

Führungsschiene …

… oder Schablone aufsetzen und

bei Maschinenstillstand Frästiefe

einstellen.

Maschine in Ausgangsstellung

zurückführen.

Danach Maschine einschalten und

Arbeitsgang durchführen.

21

Handmaschinen


Lamellendübelfräsmaschinen

Bau und Ausrüstung

3

1 Handgriff

2 Führungsplatte

3 Fräswerkzeug (nicht sichtbar)

4 integrierte Späneabsaugung

5 EIN-AUS-Schalter

1 4

2

Fräswerkzeuge

In Lamellendübelfräsmaschinen sind

nur Fräswerkzeuge zu verwenden,

die entweder mit der Aufschrift

„MAN“ und ggf. dem BG-TEST-

Prüfzeichen oder bei älteren

Werkzeugen mit der Aufschrift

„HANDVORSCHUB“ bzw. dem

BG-TEST-Prüfzeichen gekennzeichnet

sind.

22

5

Handmaschinen

Einzelheiten siehe BG-Information

„Fräswerkzeuge für die

Holzbearbeitung – Handhabung

und sicheres Arbeiten“ (BGI 732).

Die auf dem Fräswerkzeug

angegebene höchstzulässige Drehzahl

darf nicht überschritten oder

der angegebene Drehzahlbereich

muß eingehalten werden.


Lamellendübelfräsmaschinen

Betrieb

Einfräsen von Nuten

Werkstück bei liegender

Bearbeitung auf eine ebene

Unterlage auflegen.

Kleine Werkstücke festspannen.

Werkstück bei stehender

Bearbeitung durch Stützwinkel

sichern.

Ausfräsen von Harzgallen

Beim Harzgallenausfräsen

Maschine mit beiden Händen

führen.

Kleine Werkstücke festspannen.

23

Handmaschinen


Kettensägemaschinen

Bau und Ausrüstung

1

4

7 8

1 Vibrationsgedämpfte Handgriffe

2 Handschutz (gleichzeitig

Auslösung der Kettenbremse)

3 Kettenbremse (nicht sichtbar)

4 Handschutz im Bereich des

hinteren Griffes

5 Kettenfang

6 Krallenanschlag

7 Gashebelsperre

8 Kurzschlußschalter

9 Auspuffabschirmung

10 Kettenschutz

11 Sägeschiene mit Sägekette

3

1

5

6

Werkzeuge/Sägeketten

Nur rückschlagarme Sägeketten,

z.B. Hobelzahnketten mit

Spandickenbegrenzung oder Spitzzahnketten

sowie rückschlagarme

Sägeschienen verwenden.

Beim Transport der

Maschine Kettenschutz

aufstecken.

24

9

2

6 11

Handmaschinen

10


Kettensägemaschinen

Betrieb

Bei allen Arbeiten mit Kettensägemaschinen

Sicherheitsschuhe tragen.

Ablängen von Schnittholz

Auf sichere Auflage der Werkstücke

achten.

Maschine mit beiden Händen an

den vorgesehenen Griffen halten.

Nicht über Schulterhöhe sägen.

Darauf achten, daß beim Sägen

die Schienenspitze nicht andere

Werkstücke berührt.

Nicht mit der Schienenspitze sägen,

um ein Hochschlagen der Säge zu

vermeiden.

Möglichst Krallenanschlag

verwenden.

Ablängen von Rundholz

(Einschneiden)

Vor dem Einschneiden sicherstellen,

daß Holz nicht in Spannung ist.

Gegebenenfalls Rundholz

zurechtrücken oder unterkeilen, um

eine plötzliche Lageveränderung

des Rundholzes bzw. Einklemmen

der Säge zu vermeiden.

Darauf achten, daß die Schienenspitze

nicht andere Stämme berührt.

Ablängen von Seitenware

im Sägewerk

� Schutzhelm mit Gesichtsschutz,

� Schnittschutzjacke sowie

� Schnittschutz im Beinbereich

tragen, wenn – wie häufig der Fall

– mit der Sägeschienenspitze gesägt

wird und dadurch die Gefahr des

Hochschlagens der Säge besteht.

25

Handmaschinen

Grundsätzlich nur mit dem

unteren, zurücklaufenden Teil

der Sägekette schneiden.


Kettensägemaschinen

Betrieb

Stechschnitte bei der

Altbausanierung

� Schutzhelm mit Gesichtsschutz,

� Schnittschutzjacke sowie

� Schnittschutz im Beinbereich

tragen, wenn – wie häufig der Fall,

insbesondere bei der Altbausanierung

– ungünstige Standbedingungen

und beengte Raumverhältnisse

vorliegen.

Säge möglichst unter flachem Winkel

zur Werkstückoberfläche ansetzen.

Beim Einstechen ständig Druck auf

dem unteren, zurücklaufenden Teil

der Sägekette halten.

Erst wenn die Sägeschienenspitze

mehr als das Maß der Sägeschienenbreite

in das Holz eingetaucht

ist, Stechschnitt vollständig durchführen.

Winkel

möglichst

gering

26

Handmaschinen

Arbeiten über Kopf

Grundsätzlich darf nicht über Schulterhöhe

gesägt werden, weil durch

die häufig ungünstige Haltung der

Säge über Kopf eine genaue

Sägenführung nicht gegeben ist.

Dadurch ist die Gefahr, mit der

Sägeschienenspitze andere Bauteile

zu berühren, groß.

Falls es arbeitstechnisch unerläßlich

ist, über Schulterhöhe zu sägen,

� Schutzhelm mit Gesichtsschutz

und

� Schnittschutzjacke

tragen.


Winkelschleifer, Trennschleifer

Bau und Ausrüstung

5

1 Handgriff

2 Zusatzgriff

3 EIN-AUS-Schalter

4 Schutzhaube

5 Schleifkörper

4

Durch die Schutzhaube müssen

mindestens 175° des Schleifkörperumfanges

und die zur Maschine hin

gerichtete Seite verdeckt sein.

2

27

3

1

Handmaschinen


Winkelschleifer, Trennschleifer

Schleifkörper

Nur Schleifkörper verwenden, die

mindestens mit folgenden Angaben

gekennzeichnet sind:

1 Hersteller, Lieferer, Einführer oder

deren geschütztes Warenzeichen,

2 Nennmaße,

3 Arbeitshöchstgeschwindigkeit

und zulässige Drehzahl,

4 Schleifmittel und Bindung,

5 ggf. Verwendungsbeschränkungen,

6 Prüfvermerk (bis Herstellungsdatum

31.03.1996) oder

Prüfzeichen mit der Aufschrift

"Geprüft nach § 15 Abs. 1 UVV

VBG 49" oder Nummer der

Konformitätsbescheinigung

einer akkreditierten Prüfstelle und

7 Farbstreifen für

Höchstgeschwindigkeiten.

4

2

28

Handmaschinen

Hersteller, Lieferer,

Einführer oder deren

gesetzl. geschütztes Warenzeichen

Benennung:

Abmessungen:

Bindung:

Härte:

Korn:

1

bei .................... mm ø

Raum für zusätzlich vorgeschriebene

Eintragung

Prüfzeichen

oder Nummer

der Konformitätserklärung

.......... m/s =

.............. U/min.

blau/grün = max.160 m/s

blau/rot = max.140 m/s

blau/gelb = max.125 m/s

grün = max.100 m/s

rot = max.80 m/s

gelb = max.63 m/s

blau = max.50 m/s

7

5

6

3

Diese Farbkennzeichnungen

sind zur Zeit vorgeschrieben


Winkelschleifer, Trennschleifer

Handhabung

Für das zu bearbeitende Material

geeignete Schleifkörper oder

Trennscheiben verwenden.

Angegebene Verwendungsbeschränkungen

beachten.

Spannflansche zum Befestigen der

Schleifkörper unter Berücksichtigung

von

� Schleifkörperform,

� Schleifkörpermaßen,

� Schleifkörperbindung und

� Maschinenart

auswählen.

Spannflanschdurchmesser d:

z.B. bei

� Handschleifmaschinen mit

geradem Schleifkörper

d ≥1/3 D

� Handtrennschleifmaschinen

d ≥ 41 mm.

Schleifwerkzeuge nur bis zur

angegebenen Arbeitshöchstgeschwindigkeit

oder zulässigen

Drehzahl betreiben.

Nach jedem Befestigen einer

Schleifscheibe einen Probelauf

über mindestens 30 Sekunden

vornehmen. Dabei jedoch höchstens

die auf der Schleifscheibe angegebene

Arbeitshöchstgeschwindigkeit

oder zulässige Drehzahl an der

Schleifmaschine einstellen.

Winkelschleifer und Trennschleifer

nur mit Schutzhaube betreiben.

Zur Bearbeitung muß das Werkstück

gegen Verschieben gesichert sein.

Trennscheiben nicht zum

Seitenschleifen verwenden.

r = 1/6 d, Höhe der ringförmigen

Anlageflächen des

Spannflansches

D = Außendurchmesser der

Schleifscheibe

Maschine immer beidhändig führen.

Nicht verkanten! (Trennscheiben

können zerspringen!)

29

H

d f

D

Handmaschinen

r

H = Bohrungsdurchmesser der

Schleifscheibe

T = Breite der Schleifscheibe

df =Außendurchmesser der

Spannflansche

Ringflächenhöhe r von Spannflanschen bei Schleifscheiben H ≤ 0,2 D

T

elastische Zwischenlagen

Darauf achten, daß besonders beim

Trennschleifen durch Funkenflug kein

Brand verursacht wird.

Abgeschliffene heiße Metallteilchen

können bis 10 m weit fliegen!


Handbohrmaschinen

5

1 Handgriff

2 EIN-AUS-Schalter

3 Zusatzhandgriff

4 Spannfutter

5 Bohrwerkzeug

4

Betrieb

Nur scharfe Bohrer verwenden!

Bei harten Werkstücken oder

Oberflächen, z.B. Metall oder

Schichtstoffplatten, Bohrstelle

ankörnen, um ein Abrutschen mit

dem Bohrer zu verhindern.

Beim Anbohren nicht zu hohen

Andruck ausüben.

30

3

Handmaschinen

2

1

Bei der Verwendung von Lochsägen

in Bohrmaschinen für eine

wirkungsvolle Zentrierung und gute

Führung durch Zentrierbohrer oder

-stift sorgen. Lochsäge gerade

aufsetzen und zunächst niedrige

Drehgeschwindigkeit wählen.

Gegen Verhaken beim Bohren

von dünnen Blechen Schälbohrer

verwenden.


Eintreibgeräte

Bau und Ausrüstung

Eintreibgeräte können je nach

Verwendungszweck mit unterschiedlichen

Auslösesystemen ausgerüstet

sein, z.B. Einzelauslösung, Einzelauslösung

mit Sicherungsfolge,

Kontaktauslösung, Dauerauslösung.

2

8

3

1

6

7

4

31

Handmaschinen

5

9

1 Auslösesicherung

2 Gehäuse

3 Aufhänger

4 Handgriff

5 Anschlußnippel

6 Auslöser

7 Magazin

8 Mündung

9 Schnellkupplung


Eintreibgeräte

Energiezufuhr

Sauerstoff und brennbare Gase

dürfen als Energiequelle für druckluftbetriebene

Eintreibgeräte nicht

verwendet werden.

Druckluftbetriebene Geräte nur an

Leitungen anschließen, bei denen

der maximal zulässige Druck des

Gerätes um nicht mehr als 10 %

überschritten werden kann. Sonst

muß ein Druckregelventil (Druckminderer)

mit nachgeschaltetem

Druckbegrenzungsventil eingebaut

sein.

Der auf druckluftbetriebenen

Eintreibgeräten angegebene zulässige

Druck darf nicht überschritten

werden.

Zum Anschluß von druckluftbetriebenen

Eintreibgeräten an das

Druckluftnetz Schnellkupplungen

verwenden.

Schlauch

Kupplungskörper

mit Schlauchtülle

Betrieb

Nur die in der Betriebsanleitung

bezeichneten Eintreibgegenstände,

z.B. Nägel, Klammern, Stifte,

Wellenklammern, Dübel, Muffen,

Kabelschellen, Bodenträger,

verwenden.

Eintreibgeräte, die mit einem auf

der Spitze stehenden Dreieck ▼

gekennzeichnet sind, nur mit wirksamer

Auslösesicherung betreiben.

Eintreibgeräte ohne diese

Kennzeichnung, die bis zum

31.12.1974 hergestellt worden

sind und bei denen Eintreibgegenstände

von mehr als 25 mm

Eintreiblänge verwendet werden

können, ebenfalls nur mit einer wirksamen

Auslösesicherung betreiben.

Nippel mit

Außengewinde

32

Druckluftwerkzeug

Handmaschinen

Eintreibgeräte, die mit Kontaktauslösung

oder Dauerauslösung mit

Auslösesicherung ausgerüstet sind,

dürfen nicht verwendet werden,

� wenn das Wechseln von einer

Eintreibstelle zur anderen über

Gerüste, Treppen, Leitern oder

leiterähnliche Konstruktionen, wie

z.B. Dachlattungen, erfolgt;

� zum Schließen von Kisten oder

Verschlägen;

� beim Anbringen von Transportsicherungen,

z.B. auf Fahrzeugen

und Waggons.

Bei Störungen, z.B. durch

verklemmte Eintreibgegenstände,

Gerät sofort von der Energiequelle

trennen.

Defekte oder nicht einwandfrei

arbeitende Eintreibgeräte sofort von

der Druckluft abkuppeln und einem

Sachkundigen zur Prüfung zuleiten.


Schrauber

1 Handgriff

2 EIN-AUS-Schalter

3 Aufnahme für

Schraubendreherklinge

Betrieb

Zum Schraubenkopf passende und

unbeschädigte Schraubendreherklinge

(BIT) verwenden.

3

� Schlitz

� Innensechskant

� Kreuzschlitz

a) DIN 7962-1

(auch Phillips Recess)

b) POZIDRIV/SUPADRIV

� Torx-Profil

33

Handmaschinen

2

1

Zum sicheren Ansetzen von

Schrauben Haltevorrichtung für

Schraube, z.B. magnetische

oder klemmende Führungshülse,

verwenden.

Zweite Hand beim Werkstückhalten

nicht unter Schraubstelle legen.


Hinweis:

Ab April 1999 sind alle Neuveröffentlichungen des berufsgenossenschaftlichen Vorschriften-

und Regelwerkes unter einer neuen Bezeichnung und Bestell-Nummer erhältlich.

Für alle bislang unter einer VBG- bzw. ZH 1-Nummer veröffentlichten Unfallverhütungsvorschriften,

BG-Regeln, Merkblätter und sonstigen Schriften bedeutet dies, daß sie erst

im Rahmen einer Überarbeitung oder eines Nachdrucks auf die neue Bezeichnung und

Bestell-Nummer umgestellt werden.

Bis zur vollständigen Umstellung des berufsgenossenschaftlichen Vorschriften- und Regelwerkes

auf die neue Bezeichnung und Bestell-Nummer, sind alle Veröffentlichungen in

einem Übergangszeitraum von ca. 3 bis 5 Jahren auch weiterhin unter der bisherigen

Bestell-Nummer erhältlich.

Soweit für Veröffentlichungen des berufsgenossenschaftlichen Vorschriften- und Regelwerkes

eine neue Bezeichnung und Benummerung erfolgt ist, können diese in einer sogenannten

Transfer-Liste des neuen Verzeichnisses des HVGB entnommen werden.

BGI 731

Dezember 2000

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